Dokument: L 2 U 100/11

Kontext davor:

Satz: Dabei richtet sich die MdE gemäß § 56 Abs. 2 Satz 1 SGB VII nach dem Umfang der sich aus der Beeinträchtigung des körperlichen und geistigen Leistungsvermögens ergebenden verminderten Arbeitsmöglichkeiten durch die Unfallfolgen auf dem gesamten Gebiet des Erwerbslebens .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Abgestellt wird nicht auf die konkrete Beeinträchtigung im Beruf des Versicherten , sondern es wird eine abstrakte Berechnung vorgenommen ( vgl. Bereiter-Hahn , Gesetzliche Unfallversicherung , § 56 RdNr . 10.1 ) .
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Die Bemessung des Grades der MdE ist eine Tatsachenfeststellung , die das Gericht gemäß § 128 Abs. 1 Satz 1 SGG nach seiner freien aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen Überzeugung trifft ( vgl. BSG , Urteil vom 05. 09. 2006 - B 2 U 25/05 - Juris RdNr . 10 ) .
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Dies gilt für die Feststellung der Beeinträchtigung des Leistungsvermögens des Versicherten ebenso wie für die auf der Grundlage medizinischer und sonstiger Erfahrungssätze über die Auswirkungen bestimmter körperlicher oder seelischer Beeinträchtigungen zu treffende Feststellung der ihm verbliebenen Erwerbsmöglichkeiten ( vgl. BSG ebenda ) .
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Ärztliche Meinungsäußerungen darüber , inwieweit derartige Beeinträchtigungen sich auf die Erwerbsfähigkeit auswirken , sind eine wichtige Grundlage für die richterliche Schätzung der MdE , vor allem soweit sie den Umfang der Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Verletzten durch die Unfallfolgen betreffen ( vgl. BSG , Urteil vom 05. 09. 2006 - B 2 U 25/05 R - Juris RdNr . 10 ) .
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Erst aus der Anwendung ( medizinischer ) Erfahrungssätze über die Auswirkungen bestimmter Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die verbliebenen Arbeitsmöglichkeiten des Betroffenen auf dem Gesamtgebiet des Erwerbslebens unter Berücksichtigung der gesamten Umstände des Einzelfalles kann die Höhe der MdE geschätzt werden ( vgl. BSG , SozR 3 - 2200 § 581 Nr. 8) .
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Bei der Beurteilung der MdE sind die von der Rechtsprechung sowie dem versicherungsrechtlichen und versicherungsmedizinischen Schrifttum herausgearbeiteten Erfahrungssätze zu beachten .
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Diese sind zwar nicht bindend , bilden aber die Grundlage für eine gleiche , gerechte Bewertung der MdE in zahlreichen Parallelfällen der täglichen Praxis und unterliegen einem ständigen Wandel ( vgl. BSG , Urteil vom 22. 06. 2005 - B 2 U 14/03 R - Juris RdNr . 12 ) .
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