Dokument: L 5 KR 92/15

Kontext davor:
2.
other
In Anwendung dieser Grundsätze ist zunächst in Würdigung der Behandlungsakten der Klägerin , der Stellungnahmen des MDK sowie des erstinstanzlich eingeholten Gutachtens des Sachverständigen Dr. Dr. B. festzustellen , dass die Versicherte im streitigen Zeitraum vom 30. 07. 2008 bis zum 24. 09. 2008 in der Klinik W. eine notwendige Krankenhausbehandlung iSd § 27 Abs. 1 S 1 SGB V i. V. m. dem Qualitätsgebot des § 2 Abs. 1 S 3 SGB V und mit § 2 Abs. 4 , § 12 Abs. 1 SGB V erhalten hat , weil die Behandlung unter Beachtung des umfassenden Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit notwendig und ausreichend war , um das angestrebte , in § 27 Abs. 1 S 1 SGB V bezeichnete Behandlungsziel zu erreichen ( vgl. BSG , Urteil vom 17. Dezember 2013 - B 1 KR 70/12 R , Rn . 14 - zitiert nach juris ) .
subsumption
Wie bereits das Sozialgericht zutreffend festgestellt hatte , war die Versicherte im Zeitpunkt des Behandlungsbeginns krankheitsbedingt deutlich labil , sie wies ein komplexes psychisches Beschwerdebild auf .
subsumption

Satz: In einer zumindest mittelgradigen Depression war die Versicherte akut dekompensiert vor dem Hintergrund emotionaler Instabilität aufgrund einer Persönlichkeitsstörung vom Borderlinetypus .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Diese Situation entspricht auch der zuletzt vorgetragenen Einschätzung des MDK vom 17. 06. 2015 ( dort Seite 3 : „ Herr Dr. Dr. B. beschreibt zutreffend die Krankheitssymptome “ ) .
subsumption
Zur adäquaten Behandlung war es daher erforderlich und notwendig iSd § 12 Abs. 1 SGB V , dass die Versicherte eine komplexe Therapie im Rahmen einer umfassenden Behandlungsorganisation erhalten hat , zumal krisenhafte Zuspitzungen im notwendigen psychotherapeutischen Prozess konkret zu erwarten waren und u. a. dafür eine ständig umgehend einsatzbereite im Sinne der stationären Aufnahme informierte psychiatrische Arztbehandlung zur Verfügung stehen musste .
subsumption