Dokument: AN 9 K 16.30706 (1), AN 9 K 16.30878 (2)

Kontext davor:

Satz: Dass den Klägerinnen bei ihrer Rückkehr die Verhängung oder die Vollstreckung der Todesstrafe droht ( § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AsylG ) , machen sie selbst nicht konkret geltend .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Ebenso wenig kann angesichts der oben genannten grundlegenden Änderung der politischen Verhältnisse in Äthiopien angenommen werden , dass den Klägerinnen in Äthiopien Folter , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung nach § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 AsylG drohen .
subsumption
Unter dem Gesichtspunkt der schlechten humanitären Bedingungen in Äthiopien scheidet die Gewährung subsidiären Schutzes schon deswegen aus , weil die Gefahr eines ernsthaften Schadens insoweit nicht von einem der in § 3c AsylG genannten Akteure ausgeht , also vom Staat , von Parteien oder Organisationen , die den Staat oder einen wesentlichen Teil des Staatsgebiets beherrschen , oder von nichtstaatlichen Akteuren , sofern die vorgenannten Akteure einschließlich internationaler Organisationen erwiesenermaßen nicht in der Lage oder nicht willens sind , Schutz vor einem ernsthaften Schaden beziehungsweise der tatsächlichen Gefahr eines ernsthaften Schadens zu bieten , § 4 Abs. 3 Satz 1 i. V. m. § 3c AsylG ( hierzu VGH BW , U. v. 12. 10. 2018 - A 11 S 316/17 - juris Rn . 54 ff. ) .
subsumption