Dokument: Au 2 K 15.1028

Kontext davor:

Satz: Zwar ist die strafrechtliche Verfehlung des Klägers , der über einen Zeitraum von mehreren Jahren Steuern in beträchtlicher Höhe verkürzt hat , von nicht unerheblichem Gewicht und unter diesem Aspekt nicht von vornherein ungeeignet , das Vertrauensverhältnis zwischen Apothekerschaft und Bevölkerung zu erschüttern .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Zugunsten des Klägers konnte jedoch berücksichtigt werden , dass er Einsicht in die Unrechtmäßigkeit seines Tuns gezeigt und selbst maßgeblich zur Aufklärung der Taten beigetragen hat .
subsumption
Wenn es auch den Unwertgehalt der Tat nicht mindert , so ist es aber im Hinblick auf den Schutzzweck der Regelung über den Widerruf der Approbation wegen Unwürdigkeit nicht ohne Belang , dass das Fehlverhalten des Klägers nicht zulasten des öffentlichen Gesundheitssystems ging und darüber hinaus auch hinsichtlich des Tatobjekts keinen personalen Bezug aufwies .
subsumption
Zu einer ( auch vermögensrechtlichen ) Schädigung natürlicher Personen , die nach den Vorstellungen der Bevölkerung dem Berufsbild des Arztes oder Apothekers besonders abträglich wäre , ist es bei den vom Kläger begangenen Straftaten nicht gekommen .
subsumption
Der keinesfalls zu bagatellisierende Makel ist jedoch unter den konkreten Umständen des Falles noch nicht geeignet , das Vertrauensverhältnis in dem für einen Approbationswiderruf vorausgesetzten Umfang zu beeinträchtigen .
subsumption