Dokument: 2 Sa 201/16

Kontext davor:
Sie hat damit aber keinen Bezug zu dem aufgelaufenen Zeitsaldo hergestellt .
subsumption

Satz: Dies wäre allenfalls dann der Fall gewesen , wenn der Kläger von seiner Arbeitspflicht durch Reduzierung der Sollarbeitszeit freigestellt worden wäre ( BAG 21. 03. 2012 - 6 AZR 560/10 - Rn 22 ; Küttner / Poeche , a. a. O. , Rn 14 ) .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Denn der Freizeitausgleich erfolgt durch Reduzierung der Sollarbeitszeit , setzt aber nicht die Einrichtung eines Arbeitszeitkontos voraus ( BAG a. a. O. ) .
definition
Die Sollarbeitszeit des Klägers - eine solche einmal unterstellt - ist jedoch nie reduziert worden .
subsumption
So ist in der Dienstleistungsübersicht vom Dezember 2011 eine Sollarbeitszeit von 168 h trotz der Weihnachtsfeiertage angegeben ( Blatt 110 der Akten ) , gleichzeitig hatte der Kläger aber nach den von ihm eingereichten Anträgen für den 2. 12. , den 5. 12. , den 12. 12. und den 13. 12. 2011 Freizeitausgleich beantragt ( Blatt 38 und 40 der Akten ) und für die ersten drei Tage auch erhalten ( vgl. Dienstleistungsübersicht Blatt 109 der Akten ) .
subsumption
Im März 2013 hat der Kläger für fünf Tage Freizeitausgleich beantragt und ist an diesen Tagen auch der Arbeit fern geblieben ( Blatt 39 , 41 , 42 und 113 f. der Akten ) .
subsumption
Gleichzeitig ist auf der Dienstleistungsübersicht eine Sollarbeitszeit von 160 Stunden vermerkt .
subsumption
Die Sollarbeitszeit variiert somit nicht wegen der freien Tage des Klägers , sondern offenbar deswegen , weil Wochenfeiertage berücksichtigt wurden , im Dezember 2011 die Weihnachtsfeiertage , im März 2013 der Karfreitag .
subsumption
Mit den vom Kläger genommenen freien Tagen hat die Beklagte somit gerade keinen Bezug zum geführten Zeitkonto hergestellt .
subsumption
Sie hat daher keinen Vertrauenstatbestand dahingehend geschaffen , dass der Kläger die Abgeltung des Zeitsaldos in Freizeit aus betrieblicher Übung beanspruchen könnte .
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