Dokument: S 21 KA 661/13

Kontext davor:
Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden und wird nach Auffassung der Kammer dem vom Kläger vorgetragenen Umstand , er habe deutlich mehr Patienten mit einer Chemotherapie behandelt , ausreichend gerecht .
subsumption
Wenn sich aus den vom Beklagten herangezogenen Häufigkeitsstatistiken ergibt , dass der Kläger etwa doppelt so viele Patienten mit einer Chemotherapie behandelt hat als die Vergleichsgruppe , ist der Abzug des doppelten Fallwertes der Vergleichsgruppe als Praxisbesonderheit ein probates Mittel , dieser Abweichung gerecht zu werden .
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Satz: Dagegen spricht auch nicht der Vortrag des Klägers , in der Vergleichsgruppe sei von einigen Praxen teilweise gar keine Chemotherapie durchgeführt worden und damit der Durchschnittsfallwert vermindert worden .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Aus der vom Beklagten herangezogenen Häufigkeitsstatistik für die verfeinerte Vergleichsgruppe ist zu entnehmen , dass die GOP 16 ( kontinuierliche Betreuung eines tumorkranken Patienten unter tumorspezifischer Behandlung ) von 96,88 % der Praxen , die GOP 278 ( Infusion von Zytostatika ) von 84,38 % der Praxen , die GOP 3488 ( Tumorerkrankung unter parenteraler tumorspezifischer Behandlung ) von 87,5 % der Praxen und die GOP 3495 ( Erkrankungen unter systemischer Zytostatika-Therapie ) von 93,75 % der Praxen abgerechnet wurde .
subsumption
Die Häufigkeit auf 100 Fälle bei der Abrechnung dieser GOP überschreitet der Kläger vor allem bei den GOP 3488 ( +54,93 % ) und 3495 ( +148,90 % ) sowie bei der GOP 8651 ( parenterale Chemotherapie , +102,06 % ) .
subsumption
Der vom Beklagten daraus gezogene Schluss , der Anteil von Patienten mit einer Chemotherapiebehandlung sei in der Praxis des Klägers etwa doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Vergleichsgruppe , ist nach diesen Abrechnungsdaten plausibel .
subsumption
So wie der Kläger mit dem hohen Anteil an Patienten mit Chemotherapie den Durchschnitt der Vergleichsgruppe anhebt , senken andere Praxen mit einem geringen Anteil an Patienten mit Chemotherapie den Durchschnitt ab .
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