Dokument: Au 4 K 14.1296, Au 4 K 14.1297, Au 4 K 14.1303

Kontext davor:
In der Rechtsprechung ist geklärt , dass eine Windkraftanlage aufgrund ihrer Höhe sowie der ständigen Drehbewegung des Rotors eine optisch bedrängende Wirkung entfalten und damit gegen das in § 35 Abs. 3 Satz 1 BauGB verankerte Gebot der Rücksichtnahme verstoßen kann ; dabei kommt es für die Frage der optisch bedrängenden Wirkung entscheidend nicht auf die Baumasse des Turms der Anlage , sondern die in der Höhe wahrzunehmende Drehbewegung des Rotors an ( vgl. BayVGH , U. v. 29. 5. 2009 - 22 B 08.1785 - BayVBl 2010 , 112 - juris Rn . 15 ) .
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Satz: Nach ständiger Rechtsprechung besteht jedoch zumindest ein grober Anhaltswert , wonach bei einem Abstand zwischen einem Wohnhaus und einer Windkraftanlage , der mindestens das dreifache der Gesamthöhe dieser Anlage beträgt , die erforderliche Einzelfallprüfung überwiegend zu dem Ergebnis führen wird , dass sich eine bedrängende Wirkung nicht bejahen lässt ( vgl. zuletzt BayVGH , B. v. 14. 9. 2015 - 22 ZB 15.1028 - juris Rn . 34 m. w. N. ) .

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