Dokument: B 2 K 16.890

Kontext davor:

Satz: Auch die übrige vorhandene Bebauung bildet mit dem klägerischen Grundstück keinen hinreichenden Bebauungszusammenhang .

Klassifikation: conclusion

Kontext danach:
„ Bebauung “ im Sinne des § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht jede beliebige bauliche Anlage .
definition
Den Bebauungszusammenhang selbst herstellen oder zu seiner Entwicklung beitragen können nur Bauwerke , die optisch wahrnehmbar sind und ein gewisses Gewicht haben , so dass sie geeignet sind , ein Gebiet als einen Ortsteil mit einem bestimmten Charakter zu prägen .
definition
Grundsätzlich gehören hiernach nur solche Bauwerke zum Bebauungszusammenhang , die dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen .
definition
Baulichkeiten , die nur vorübergehend genutzt werden oder in einem weiteren Sinne „ Nebenanlagen “ zu einer landwirtschaftlichen , ( klein- ) gärtnerischen oder sonstigen Hauptnutzung sind , sind in aller Regel keine Bauten , die für sich genommen ein für die Siedlungsstruktur prägendes Element darstellen ( BVerwG , B. v. 05. 04. 2017 , 4 B 46/16 ) .
definition
Für den vorliegenden Fall bedeutet dies , dass lediglich die zu Wohnzwecken genutzten Gebäude , ferner die auf dem Anwesen … und dem Grundstück Fl.Nr. … vorhandenen Büro- und Werkräume und evtl. das Sportheim des ASV … überhaupt geeignet sind , einen Bebauungszusammenhang herzustellen .
subsumption
Die vorhandenen und lediglich teilweise für Autoreparaturen genutzten Gewächshäuser und Lager hingegen , vermitteln keinen Bebauungszusammenhang .
subsumption
Die zu berücksichtigende Bebauung ist sehr weitläufig und immer wieder von Freiflächen unterbrochen .
subsumption
Zudem werden die südlich gelegenen und noch am dichtesten stehenden Gebäude vom Grundstück des Klägers durch die Straße „ … “ getrennt .
subsumption
Der Eindruck einer geschlossenen und zusammengehörigen Bebauung entsteht daher vorliegend nicht .
subsumption