Dokument: Au 4 K 14.1296, Au 4 K 14.1297, Au 4 K 14.1303

Kontext davor:

Satz: Die von der Klägerseite in der mündlichen Verhandlung geäußerten Bedenken , dass den streitgegenständlichen Windkraftanlagen aufgrund der in den Bescheiden festgesetzten Immissionsrichtwertanteile höhere Immissionen zugestanden würden , greifen nicht durch .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Nr. 6.2.2.3 der Bescheide bestimmt eindeutig , dass Voraussetzung für die Einhaltung der Immissionsrichtwertanteile die Einhaltung des festgelegten Schallleistungspegels von 105 dB ( A ) ist .
definition
Dementsprechend hat der Beklagte die Immissionsrichtwertanteile unter Annahme eines Schallleistungspegels von 105 dB ( A ) ermittelt , wie sich aus der sich in der Verfahrensakte des Beklagten befindliche Stellungnahme des Umweltschutzingenieurs vom 11. April 2014 ergibt .
subsumption
Dabei wurden die Beurteilungspegel der Immissionsprognose mit den typischen Werten der Serienstreuung ( Unsicherheit bei der Vermessung der Windkraftanlage ) um einen Zuschlag von 2 dB ( A ) entsprechend den Hinweisen des Landesausschusses für Immissionsschutz ( „ Hinweise zum Schallimmissionsschutz bei Windenergieanlagen “ ) aus dem Jahr 2005 erhöht .
subsumption
Dieses Vorgehen ist von der Rechtsprechung gebilligt ( BayVGH , B. v. 10. 8. 2015 - 22 ZB 15.1113 - juris Rn . 17 ) .
subsumption
Der Zuschlag trägt der genannten Unsicherheit Rechnung , bedeutet aber nicht faktisch eine Erhöhung des unter Nr. 6.2.2.3 eindeutig festgesetzten Schallleistungspegels .
subsumption
Überdies hat die Beigeladene im gerichtlichen Verfahren einen Prüfbericht über die Dreifachvermessung des streitgegenständlichen Anlagentyps vorgelegt , der einen Schallleistungspegel von 104 dB ( A ) ausweist , so dass zum einen der Sicherheitszuschlag nicht mehr gerechtfertigt wäre , andererseits nunmehr davon gesichert ausgegangen werden kann , dass der in den Bescheiden unter Nr. 6.2.2.3 festgesetzte maximale Schallleistungspegel und damit die in der Schallimmissionsberechnung ausgewiesenen Pegel am Anwesen der Kläger eingehalten werden können .
subsumption
Selbst wenn allein auf die in den Bescheiden festgesetztem Immissionsrichtwertanteile abgestellt wird , liegen - der Beklagte hat insoweit für das Klägeranwesen als am vergleichbarsten den Immissionsort Y angeführt - diese sowohl betreffend die einzelnen Windkraftanlagen als auch bezüglich aller sechs genehmigten Windkraftanlagen unterhalb der für die Kläger maßgeblichen Immissionsrichtwertanteile .
subsumption