Dokument: L 2 U 298/14

Kontext davor:
Zunächst bekräftigt der Senat , dass im Recht der gesetzlichen Unfallversicherung die reine Bedingungstheorie im Sinne der conditio-sine-qua-non nicht anwendbar ist .
subsumption
Für die erforderliche Kausalität zwischen Unfallereignis und Gesundheits ( erst ) schaden sowie für die Kausalität zwischen Gesundheits ( erst ) schaden und weiteren Gesundheitsschäden als Unfallfolgen einschließlich Verschlimmerungen gilt die Theorie der wesentlichen Bedingung ( vgl. BSG v. 17. 02. 2009 - Az. B 2 U 18/07 R - Juris Rdnr . 12 ) , die auf der naturwissenschaftlich-philosophischen Bedingungstheorie beruht .
subsumption
Danach ist jedes Ereignis Ursache eines Erfolges , das nicht hinweggedacht werden kann , ohne dass der Erfolg entfiele ( conditio sine qua non ) .
definition

Satz: Als rechtserheblich werden aber nur solche Ursachen angesehen , die wegen ihrer besonderen Beziehung zum Erfolg zu dessen Eintritt wesentlich mitgewirkt haben .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Welche Ursache für das Entstehen eines neuen bzw. die Verschlimmerung eines bereits bestehenden Gesundheitsschadens wesentlich ist , muss aus der Auffassung des praktischen Lebens über die besondere Beziehung der Ursache zum Eintritt des Erfolgs abgeleitet werden ( vgl. BSG v. 17. 02. 2009 , a. a. O. ) sowie auf Basis des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes über die Möglichkeit von Ursachenzusammenhängen zwischen bestimmten Ereignissen und der Entstehung bestimmter Krankheiten ( vgl. BSG v. 09. 05. 2006 - Az. : B 2 U 1/05 R - Juris Rdnr . 17 ) .
definition