Dokument: L 19 R 1220/13

Kontext davor:
Der Senat stützt sich wesentlich auf die Feststellungen der gerichtsärztlichen Sachverständigen Prof. Dr. S. und Dr. C ...
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Satz: Aus diesen Gutachten wird ersichtlich , dass es entgegen der Ansicht der Klägerseite nicht um einen Gutachterstreit geht , in dem die Ansichten von Umweltmedizinern und Psychiatern zu unterschiedlichen Krankheitsbewertungen und sozialmedizinischen Folgerungen führen .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Vielmehr wird deutlich , dass für die von Dr. D. auf der Grundlage von Angaben des Dr. B. und der Reha-Klinik N. getätigten Feststellungen ein hinreichender Nachweis nicht als geführt angesehen werden kann .
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Bei der Klägerin ließen sich keine Umwelteinflüsse gesundheitlichen Folgen zuordnen und eine daraus resultierende Schwäche der körperlichen Leistungsfähigkeit nicht mit hinreichender Sicherheit belegen .
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Vielmehr wird spekulativ eine Reihe möglicher weitzurückliegender Auslöser ( Schwimmbadbesuche in der Jugend ) in den Raum gestellt .
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Die umweltmedizinisch feststellbaren allergischen Reaktionen sind nach den Ausführungen des Dr. C. erst jenseits einer arbeitsplatzüblichen Innenluft mit alltäglichen Stoffkonzentrationen nachvollziehbar , so dass es ausreicht , durch qualitative Anforderungen an die Arbeitsbedingungen eine weitergehende Schadstoffkonzentration auszuschließen .
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Dabei wird nicht in Abrede gestellt , dass der Alltag der Klägerin massiv durch ihren Umgang mit möglichen schädlichen Einflüssen geprägt ist und von einer extremen Schonhaltung gekennzeichnet ist .
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Die entsprechenden Beschreibungen aus der Reha-Maßnahme belegen dies .
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Zusätzliche Beschreibungen hierzu aus dem familiären Umfeld sind somit entbehrlich .
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Eine objektive Erforderlichkeit von Einschränkungen in diesem Umfang ist damit aber nicht belegt und selbst in der testpsychologischen Untersuchung in der Praxis Dr. B. im Juli 2008 fanden sich durchschnittliche Werte der Leistung und Konzentration .
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Vielmehr hat Prof. Dr. S. nachvollziehbar herausarbeiten können , dass die Klägerin durch sekundären Krankheitsgewinn in ihrer psychischen Fehlhaltung bestärkt wird und psychosomatisch auf Veränderungen und Belastungen reagiert .
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Auch wenn dies nicht bewusstseinsnahe oder sonst vorwerfbare Vorgänge sind , so sind sie nach diesen Darlegungen für eine psychosomatische Behandlung nicht von vornherein unzugänglich , sondern treffen auf eine realistische Behandlungsoption .
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Hinzu kommt noch , dass für einzelne Symptombilder in ihrer Entwicklung und ihren Verläufen sich aufdrängt , dass hier auch eine - zumindest unterstützende - Selbstinduzierung erfolgt sein muss .
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Die übrigen dissoziativen Störungen der Empfindungen und des Gedächtnisses sind dem nur nachgeordnet .
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