Dokument: AN 5 K 15.00416

Kontext davor:
Beim Kläger liegt zudem auch weiterhin eine jedenfalls noch nicht gelöste Drogenproblematik vor .
subsumption

Satz: Auch wenn der Kläger nunmehr im Rahmen des Maßregelvollzugs eine Drogentherapie durchführt und dabei ausweislich der Stellungnahme des Bezirkskrankenhauses ... vom 11. Januar 2016 Fortschritte gemacht hat , kann noch nicht von einer abgeschlossenen Drogentherapie ausgegangen werden .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Zwar konsumiert der Kläger ausweislich der in den Justizvollzugsanstalten ... und ... seit seiner Inhaftierung durchgeführten Drogentests - abgesehen von dem bei der Aufnahme in ... durchgeführten ersten Drogentest - keine Drogen mehr .
subsumption
Die Therapie ist jedoch noch nicht abgeschlossen .
subsumption
Angesichts der erheblichen Rückfallquoten während einer andauernden Drogentherapie und auch noch in der ersten Zeit nach dem erfolgreichen Abschluss einer Drogentherapie kann allein aus der begonnenen und bislang erfolgreich verlaufenden Therapie noch nicht auf ein künftiges straffreies Leben geschlossen werden .
subsumption
Solange ein wegen schwerwiegender Drogenkriminalität Verurteilter , selbst drogensüchtiger Betroffener die Drogentherapie nicht erfolgreich abgeschlossen und die damit verbundene Erwartung künftigen drogen- und straffreien Verhaltens nicht auch nach Straf- bzw. Therapieende glaubhaft gemacht hat , kann nach ständiger Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs , der sich die Kammer anschließt , von einem Wegfall der Wiederholungsgefahr keine Rede sein ( BayVGH , B. v. 26. 11. 2015 - 10 ZB 14.1800 - juris Rn . 7 ; B. v. 13. 5. 2015 - 10 C 14.2795 - juris Rn . 4 ; B. v. 21. 2. 2014 - 10 ZB 13.1861 - juris Rn . 6 ) .
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Selbst eine erfolgreich abgeschlossene Drogentherapie schließt eine Rückfall- und Wiederholungsgefahr nicht per se aus ( BayVGH , B. v. 24. 5. 2012 - 10 ZB 11.2198 - juris Rn . 13 ) .
subsumption
Auch wenn dem Kläger zuzugeben ist , dass wohl auch im Maßregelvollzug Drogen im Umlauf sind , so kann aus einer gewissen Zeit des überwachten Maßregelvollzugs nicht auf ein künftig drogen- und straffreies Leben geschlossen werden .
subsumption
Denn im Maßregelvollzug herrscht ein erheblicher Wohlverhaltensdruck , der im Fall des Klägers durch das schwebende ausländerrechtliche Verfahren noch verstärkt wird , der nach einer Entlassung nicht mehr in gleicher Weise bestehen würde .
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