Dokument: AN 11 K 15.01378

Kontext davor:
Das Vorkaufsrecht darf nach Art . 39 Abs. 2 BayNatSchG nur ausgeübt werden , wenn dies gegenwärtig oder zukünftig die Belange des Naturschutzes oder der Landschaftspflege oder das Bedürfnis der Allgemeinheit nach Naturgenuss und Erholung in der freien Natur rechtfertigen .
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Auch das Vorliegen der soeben genannten Rechtfertigungsgründe unterliegt der vollen gerichtlichen Kontrolle ( BayVGH v. 3. 5. 2016 - 14 B 15.205 - Rn . 41 = juris ) .
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Einen Beurteilungsspielraum hat die handelnde Behörde somit nicht .
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Satz: Zur Rechtfertigung der Ausübung des Vorkaufsrechts kann es grundsätzlich schon ausreichen , wenn lediglich förderliche Auswirkungen auf die in Art . 39 Abs. 2 BayNatSchG genannten Rechtfertigungsgründe festzustellen sind ( BayVGH v. 9. 3. 2015 - 14 ZB 13.2250 - Rn . 6 = NuR 2015 , 427 ) .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Hierbei darf sich die Behörde auch grundsätzlich von dem Leitsatz leiten lassen , dass nach allgemeiner Erfahrung die Verwirklichung naturschutzfachlicher Ziele durch den Eigentumserwerb seitens der öffentlichen Hand besser gefördert wird als durch entsprechende Maßnahmen von Privatpersonen insbesondere im Rahmen zivilrechtlicher Vereinbarungen wie etwa Bewirtschaftungsvereinbarungen ( BayVGH v. 9. 3. 2015 - 14 ZB 13.2250 - Rn . 7 ff. = NuR 2015 , 427 ) .
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