Dokument: Au 5 K 15.123

Kontext davor:
Zusammenfassend ergibt sich folgendes Gesamtbild .
subsumption
Nach Abschluss seiner Gesellenprüfung im Jahr 2008 war der Kläger auch nach der Einlassung des Zeugen ... in der mündlichen Verhandlung vom 18. Juni 2015 schwerpunktmäßig als Verkäufer im Autohandel tätig .
subsumption

Satz: Es mag zwar zutreffen , dass auch in dieser Anfangszeit vereinzelt Tätigkeiten aus dem Kfz-Handwerk , insbesondere die Aufbereitung von später zu verkaufenden Fahrzeugen betreffend , angefallen sind , zumal die Firma ...

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
GmbH ausschließlich mit Gebrauchtfahrzeugen handelt .
subsumption
Bis 2011 verfügte der Betrieb , in dem der Kläger beschäftigt war , auch nicht über eine genehmigte Kfz-Werkstatt .
subsumption
Der als Zeuge einvernommene Betriebsinhaber hat hierzu dargelegt , dass die gelegentlich erforderlich werdenden Reparatur- bzw. Aufbereitungsarbeiten im vorhandenen Keller ( Tiefgarage ) ausgeführt worden seien , ohne dass hierfür die entsprechende Ausstattung einer Kfz-Werkstatt vorhanden gewesen sei .
subsumption
Da nach den Aussagen des Zeugen ... lediglich einfachere Werkzeuge wie Wagenheber etc. vorhanden waren , legt dies für das Gericht die Annahme nahe , dass der damalige Reparaturbetrieb kaum den Umfang einer Hobbywerkstatt überstiegen haben dürfte .
subsumption
Erst mit Bezugsfertigkeit der mit Bescheid des Landratsamtes ... vom 14. Juli 2011 genehmigten Kfz-Werkstatt auf dem Betriebsgelände der Firma ...
subsumption
GmbH im Jahr 2012 war es dem Kläger , der vom Zeugen ... ursprünglich als Verkäufer eingestellt wurde , möglich , Kfz-Arbeiten in nennenswertem , d. h. den Voraussetzungen des § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO entsprechendem Umfang , auszuführen .
subsumption
Selbst wenn man jedoch zugunsten des Klägers unterstellt , dass dieser ab Bezugsfertigkeit des neuen Werkstattgebäudes einen beträchtlichen Umfang seiner Arbeitszeit im Kfz-Handwerk zugebracht hat , errechnet sich keine sechsjährige Tätigkeit im zulassungspflichtigen Handwerk , wie sie Voraussetzung für die Erteilung einer Ausübungsberechtigung nach § 7b Abs. 1 HwO wäre .
subsumption
Vor dem Jahr 2012 dürfte es sich allein aufgrund des betrieblichen Zuschnitts der Firma ...
subsumption
GmbH und der vorhandenen technischen Ausstattung des Betriebes bei den Tätigkeiten des Klägers allenfalls um gelegentliche Einzelaufträge gehandelt haben , die für den Nachweis einer langjährigen einschlägigen beruflichen Erfahrung im gefahrgeneigten Handwerk nicht ausreichend sind .
subsumption
Erst mit der Inbetriebnahme der neuen Werkstatt im Jahr 2012 dürfte es für den Kläger überhaupt technisch möglich gewesen sein , nennenswerte Tätigkeiten aus dem Kfz-Handwerk durchzuführen .
subsumption
Insoweit errechnet sich jedoch lediglich eine etwa dreijährige Beschäftigungszeit im einschlägigen zulassungspflichtigen Handwerk .
subsumption
Sofern der Kläger diese zeitliche „ Lücke “ dadurch geschlossen haben will , dass er weitere Kfz-Arbeiten in einem befreundeten Kfz-Betrieb ausgeführt hat , kann dies zu keiner Anrechnung führen , da hierfür jeglicher Nachweis der Klägerseite ausgeblieben ist .
subsumption