Dokument: 5 K 1403/16

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Satz: Nach der Rechtsprechung des BFH ist es regelmäßig geboten , die berufsbildtypische Ausübung eines Katalogberufs i. S. des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG von der Ausübung anderer Berufe abzugrenzen , soweit ein Berufsträger im Sinne der Vorschrift Tätigkeiten entfaltet , die sich zu einem selbständigen Berufsbild verfestigt haben ( z. B. BFH-Urteil zur Abgrenzung der berufstypischen Tätigkeit beratender Betriebswirte und der Tätigkeit im Bereich der Marktforschung vom 29. April 1993 IV R 61/92 , BFH / NV 1994 , 89 ; BFH-Urteil vom 24. August 1995 IV R 61/94 , BStBl II 1995 , 888 zur Selbständigkeit des Berufsbilds der EDV-Beratung durch beratende Betriebswirte ; BFH-Urteil vom 12. Dezember 2001 XI R 56/00 , BFHE 197 , 442 , BStBl II 2002 , 202 zum gegenüber den Katalogberufen verselbständigten Beruf des Insolvenzverwalters ; z. B. BFH-Urteil vom 9. August 1990 V R 30/86 , BFH / NV 1991 , 126 zur Verselbständigung der Testamentsvollstreckung gegenüber der anwaltlichen Tätigkeit ) .

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Kontext danach:
Für diese Rechtsprechung spricht das Gebot verfassungsrechtlicher Gleichbehandlung in Art . 3 Abs. 1 des Grundgesetzes , weil sich für unterschiedliche steuerrechtliche ( hier insbesondere gewerbesteuerrechtliche ) Folgen der Ausübung eines solchen verselbständigten Berufs je nach Vorliegen oder Nichtvorliegen einer freiberuflichen Qualifikation i. S. des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG keine Rechtfertigung findet , wenn der verselbständigte Beruf seinem Berufsbild nach keine Ausbildung oder Zulassung für einen der Katalogberufe i. S. des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG voraussetzt ( vgl. BFH-Urteil vom 15. Juni 2010 VIII R 10/09 , BStBl II 2010 , 906 , mit weiteren Nachweisen - m. w. N. - ) .
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