Dokument: S 6 KR 139/14

Kontext davor:
Rehabilitationssport ist eine zu rehabilitativen Zwecken durchgeführte sportliche Betätigung , die ärztlich verordnet und in Gruppen durchgeführt wird sowie unter ärztlicher Betreuung und Überwachung steht .
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Nicht jede sportliche Betätigung fällt unter den in § 44 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX genannten Begriff des Rehabilitationssports .
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Die Rahmenvereinbarung nennt hier ausdrücklich die Sportarten Gymnastik , Leichtathletik , Schwimmen sowie Bewegungsspiele in Gruppen , soweit es sich um Übungen handelt , mit denen das Ziel des Rehabilitationssports erreicht werden kann .
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Satz: Ausgeschlossen sind hingegen Leistungssport sowie Übungen ohne medizinische Notwendigkeit , die lediglich der Erzielung oder Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens dienen ( Reyels in : jurisPK-SGB IX , § 44 SGB IX Rd.Nr. 36ff ) . § 44 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX verlangt ausdrücklich , dass der Rehabilitationssport in Gruppen ausgeübt wird .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Die Hervorhebung des Sports „ in Gruppen “ beruht auf der Erkenntnis , dass für behinderte Menschen häufig nur eine begrenzte Zahl von Sportarten in Betracht kommt und gerade das Gemeinschaftserlebnis , mit anderen vergleichbar Betroffenen Sportliches leisten zu können , in besonderer Weise rehabilitativ wirkt .
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Insofern ist ein Anspruch nicht etwa ausgeschlossen , wenn ein behinderter Versicherte - etwa als ausgebildeter Fachübungsleiter - bezogen auf diesen Sport über besondere Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt und ihn deshalb ohne Anleitung ausüben könnte ( Brandts in : Kasseler Kommentar zum Sozialversicherungsrecht , Stand 80. EL 2013 , § 43 SGB V Rd.Nr. 15 ) .
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Ob bei der Durchführung des Rehabilitationssports auch ein Arzt ständig persönlich anwesend sein muss , ist von der Zielsetzung und der Zusammensetzung der Gruppe abhängen .
other
Beim Rehabilitationssport in Herzgruppen - also beim Rehabilitationssport für herzkranke Menschen - ist sicherlich ( wie dies die Rahmenvereinbarung in Nr. 12.2 auch vorsieht ) die ständige Anwesenheit eines Arztes erforderlich .
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Ansonsten erfordert der Rehabilitationssport aber „ ärztliche Betreuung und Überwachung “ .
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Das setzt voraus , dass der Arzt zu den Patienten tatsächlich in Kontakt tritt , über die individuellen Befunde und das jeweilige Trainingsprogramm informiert ist und sich mit einer gewissen Regelmäßigkeit selbst ein Bild über den aktuellen Zustand der Teilnehmer und die Übungsmaßnahmen verschafft , um die Tätigkeit des Übungsleiters fachübergreifend zu begleiten und ggf. gemeinsam mit diesem die Ausgestaltung des Übungsprogramms dem jeweils aktuellen Gesundheits- und Trainingszustand der Patienten individuell anzupassen .
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Übungen ohne solche Betreuung und Überwachung durch den Arzt sind vom gesetzlichen Begriff des Rehabilitationssports als Leistung der Krankenversicherung nicht umfasst ( SG Dresden , Gerichtsbescheid vom 28. November 2012 - S 18 KR 387/09 - , zitiert nach juris ) .
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