Dokument: 6 K 1148/16

Kontext davor:
Nach Eintritt des Versicherungsfalls muss der Versicherungsnehmer die Pflichten beachten , die ihn aus dem gesetzlichen Treuhandverhältnis treffen .
definition
Er ist treuhänderisch verpflichtet , den Anspruch gegenüber dem Versicherer geltend zu machen , den ihm nicht zustehenden Entschädigungsbetrag einzuziehen und an den Geschädigten auszukehren ( vgl. Brand in Bruck / Möller , VVG , 9. Aufl. 2010 , § 46 VVG , Rn . 12 ) .
definition
In Fällen einer freiwilligen Versicherung ist der Versicherungsnehmer jedoch – anders als bei einer Pflichtversicherung - nicht zwingend aus dem gesetzlichen Treuhandverhältnis verpflichtet , die Versicherung in Anspruch zu nehmen , wenn der Versicherte über einen eigenen sicheren Anspruch verfügt .
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Satz: Dem Versicherungsnehmer ist es nicht zumutbar , die Nachteile , die mit einer Inanspruchnahme des Versicherers in Form von Rabattverlusten , Prämienerhöhungen oder gar einer Kündigung verbunden sind , in Kauf zu nehmen .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Besteht aber etwa eine besondere Vertrauensbeziehung zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherten , kann das eigennützige Motive des Versicherungsnehmers ausblenden , beispielsweise bei der Mitversicherung von Familienangehörigen in der Privathaftpflicht- oder Hausratsversicherung .
definition
Hier sichern sich die Angehörigen im Vertrauen auf den bestehenden Versicherungsschutz nicht selbst ab , oder können dies wegen Minderjährigkeit gar nicht tun .
definition
Der Versicherungsnehmer ist entsprechend kraft des bestehenden Treuhandverhältnisses zwischen ihm und seinen Angehörigen verpflichtet , die Versicherung in Anspruch zu nehmen und die erlangte Versicherungsleistung auszukehren ( Brand in Bruck / Möller , VVG , 9. Aufl. 2010 , § 46 VVG , Rn . 17 ) .
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