Dokument: Au 6 K 18.31685

Kontext davor:
Nach dem Lagebericht des Auswärtigen Amtes vom 17. April 2018 über die asyl- und abschiebungsrelevante Lage in der Republik Armenien ( S. 19 ) besteht kein staatliches Krankenversicherungssystem .
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Satz: Die primäre medizinische Versorgung ist wie früher grundsätzlich kostenfrei und flächendeckend gewährleistet .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Anders als zu Zeiten der vormaligen UdSSR gilt dies allerdings nur noch eingeschränkt für die sekundäre und die tertiäre medizinische Versorgung .
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Das Fehlen einer staatlichen Krankenversicherung erschwert den Zugang zur medizinischen Versorgung insoweit , als für einen großen Teil der Bevölkerung die Finanzierung der kostenpflichtigen ärztlichen Behandlung extrem schwierig geworden ist .
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Viele Menschen sind nicht in der Lage , die Gesundheitsdienste aus eigener Tasche zu bezahlen .
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Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der meisten Familien bei weitem .
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Ein Grundproblem der staatlichen medizinischen Fürsorge ist die nach wie vor bestehende Korruption auf allen Ebenen und die schlechte Bezahlung des medizinischen Personals .
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Die Dialysebehandlung erfolgt grundsätzlich kostenlos .
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Die Anzahl der kostenlosen Behandlungsplätze ist zwar beschränkt , aber gegen Zahlung von 35 USD ( ca. 16.607 Dram ) pro Sitzung ist eine Behandlung jederzeit möglich .
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Selbst Inhaber kostenloser Behandlungsplätze müssen aber noch im geringen Umfang zuzahlen .
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Die Dialysebehandlung ist u. a. in fünf Krankenhäusern in Eriwan möglich .
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Problematisch ist die Verfügbarkeit von Medikamenten .
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Nicht immer sind alle Präparate vorhanden , obwohl viele Medikamente in Armenien in guter Qualität hergestellt und zu einem Bruchteil der in Deutschland üblichen Preise verkauft werden .
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Importierte Medikamente sind dagegen überall erhältlich und ebenfalls billiger als in Deutschland , für die Einfuhr ist eine Genehmigung durch das Gesundheitsministerium erforderlich .
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