Dokument: Au 5 K 14.50265

Kontext davor:

Satz: Demgegenüber berichten die Schweizerische Flüchtlingshilfe ( a. a. O. ) und borderline-europe e. v. ( Judith Gleitze , Gutachten vom Dezember 2012 für das Verwaltungsgericht Braunschweig ) von vielfältigen Unzulänglichkeiten bei der Unterbringung von Asylsuchenden in Italien. Aus den geschilderten zahlreichen Einzelfällen lässt sich nach Auffassung des Senats aber nicht der Schluss ziehen , dass hier systemische Schwächen vorliegen , welche mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine konkrete Gefährdung von Dublin-Rückkehrern zur Folge hätten .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Aus den Berichten von UNHCR ( a. a. O. S. 14 f. ) , der Schweizerischen Flüchtlingshilfe ( a. a. O. S. 69 ) und borderline-europe ( a. a. O. S. 50 f. ) geht zudem auch übereinstimmend hervor , dass die größten Probleme nicht während des Asylverfahrens auftreten , sondern bei denjenigen Personen , deren Asylverfahren mit oder ohne Zuerkennung eines Schutzstatus geschlossen worden sind .
subsumption
Für diese Personen endet der Anspruch auf Gewährleistung der Grundbedürfnisse im Allgemeinen mit dem Abschluss des Asylverfahrens .
subsumption
Nur unter bestimmten Umständen dürfen Personen , denen die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt worden ist , danach noch bis zu sechs Monaten in der SPRAR-Einrichtung bleiben ( EGMR , E. v. 2. 4. 2013 , a. a. O. Rn . 43 ) .
subsumption
Da es in Italien kein staatliches Sozialhilfesystem gibt ( Auswärtiges Amt vom 11. 7. 2012 , a. a. O. Nr. I 1 b ) , seien diese Personen - ebenso wie italienische Staatsangehörige - im Fall der Mittellosigkeit auf sich allein gestellt , wodurch in italienischen Großstädten vielfach Armutsviertel mit arbeits- und mittellosen Flüchtlingen entstanden seien .
subsumption
Berichte über diese allgemeine soziale Problematik sind somit kein hinreichendes Indiz für systemische Mängel im Asylverfahren .
subsumption