Dokument: Au 2 K 17.397

Kontext davor:
Knüpft eine Ungleichbehandlung nicht an personenbezogene , sondern an situationsgebundene Kriterien an und enthält zudem keine Differenzierungsmerkmale , die in der Nähe des Art . 3 Abs. 3 GG angesiedelt sind , steht dem Gesetzgeber ein größerer Regelungsspielraum offen ( vgl. BVerfG , B. v. 26. 1. 1993 – 1 BvL 38/92 u. a. – BVerfGE 88 , 87/96 ; B. v. 7. 7. 2009 – 1 BvR 1164/07 – BVerfGE 124 , 199/220 ; B. v. 21. 6. 2011 – 1 BvR 2035/07 – BVerfGE 129 , 49/69 ; B. v. 7. 2. 2012 – 1 BvL 14/07 – BVerfGE 130 , 240/254 ; U. v. 17. 12. 2014 – 1 BvL 21/12 – BVerfGE 138 , 136/180 ) ; dies gilt insbesondere dann , wenn die Betroffenen die Anwendung der eine Ungleichbehandlung auslösenden Regelung durch Gebrauchmachen von einer Wahlmöglichkeit beeinflussen oder gar ausschließen können .
subsumption
Für die Anforderungen an Rechtfertigungsgründe für gesetzliche Differenzierungen kommt es wesentlich darauf an , in welchem Maß sich die Ungleichbehandlung von Personen oder Sachverhalten auf die Ausübung grundrechtlich geschützter Freiheiten auswirken kann ( vgl. BVerfG , B. v. 11. 1. 2005 – 2 BvR 167/02 – BVerfGE 112 , 164/174 ; U. v. 17. 12. 2014 – 1 BvL 21/12 – BVerfGE 138 , 136/180 ; BVerfG , B. v. 7. 3. 2017 – 1 BvR 1314/12 u. a. – NVwZ 2017 , 1111 ) .
definition
Genauere Maßstäbe und Kriterien dafür , unter welchen Voraussetzungen der Gesetzgeber den Gleichheitssatz verletzt , lassen sich allerdings nicht abstrakt und allgemein , sondern nur in Bezug auf die jeweils betroffenen unterschiedlichen Sach- und Regelungsbereiche bestimmen ( vgl. BVerfG , U. v. 6. 3. 2002 – 2 BvL 17/99 – BVerfGE 105 , 73/111 ; B. v. 4. 12. 2002 – 2 BvR 400/98 – BVerfGE 107 , 27/45 ; B. v. 16. 3. 2005 – 2 BvL 7/00 – BVerfGE 112 , 268/279 ; B. v. 21. 7. 2010 – 1 BvR 611/07 u. a. – BVerfGE 126 , 400/416 ; B. v. 21. 6. 2011 – 1 BvR 2035/07 – BVerfGE 129 , 49/69 ; U. v. 17. 12. 2014 – 1 BvL 21/12 – BVerfGE 138 , 136/180 ) .
subsumption

Satz: Zudem belässt Art . 3 Abs. 1 GG dem Gesetzgeber gerade im Besoldungs- und Versorgungsrecht ohnehin eine weite Gestaltungsfreiheit ( vgl. BVerfG , B. v. 12. 2. 2003 – 2 BvL 3/00 – BVerfGE 107 , 218/244 ; B. v. 19. 6. 2012 – 2 BvR 1397/09 – BVerfGE 131 , 239/257 ; B. v. 21. 4. 2015 – 2 BvR 1322/12 – BVerfGE 139 , 64/112 ; B. v. 10. 11. 2015 – 1 BvR 2056/12 – BVerfGE 140 , 240/278 ; B. v. 23. 5. 2017 – 2 BvL 10/11 u. a. – juris Rn . 97 ) .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach: