Dokument: AN 1 K 14.00134

Kontext davor:
Etwaige Beweisschwierigkeiten vermögen eine abweichende mildere Beurteilung der Beweisanforderungen nicht zu rechtfertigen .
conclusion

Satz: Es gibt keinen Grundsatz des Inhalts , dass statt der „ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit “ die „ überwiegende Wahrscheinlichkeit “ genügt , wenn der Beamte unverschuldet noch erforderliche Beweismittel nicht benennen kann und auch die Verwaltung oder das Gericht nicht in der Lage sind , die erforderlichen Beweismittel heranzuziehen .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Dies gilt nach der Rechtsprechung selbst dann , wenn der Beamte den Ursachenzusammenhang zwischen Unfallereignis und Körperschaden ( nur ) deshalb nicht nachweisen kann , weil nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft die Entstehung bestimmter Krankheiten noch nicht geklärt ist .
definition
Zur Beweiserleichterung führt insoweit allenfalls der Beweis des ersten Anscheins , der jedoch nur bei typischen Geschehensabläufen in Betracht kommt , in denen ein gewisser Tatbestand nach der allgemeinen Lebenserfahrung auf eine bestimmte Ursache hinweist und infolgedessen wegen des typischen Charakters des Geschehens die konkreten Umstände des Einzelfalls für die tatsächliche Beurteilung ohne Bedeutung sind ( vgl. Stegmüller / Schmalhofer / Bauer , Beamtenversorgungsrecht des Bundes und der Länder , § 45 BeamtVG , Erl. 1.3 ; BVerwG , U. v. 28. 4. 2011 , 2 C 55/09 , DÖD 2011 , 235 ff. ; U. v. 22. 10. 1981 ; U. v. 23. 5. 1962 , VI C 39.60 , BVerwGE 14 , 81 ff. = DVBl 1962 , 717 ; BayVGH , B. v. 9. 3. 2001 , 3 ZB 01.76 ; B. v. 7. 6. 2000 , 3 B 96.1396 ; B. v. 27. 8. 1998 , 3 ZB 98.568 ; OVG Münster , U. v. 10. 12. 2010 , 1 A 669/07 ; B. v. 17. 7. 2012 , 1 A 444/11 ; OVG Magdeburg , U. v. 13. 9. 2011 , 1 L 94/11 ) .
definition