Dokument: Au 6 K 15.1467

Kontext davor:
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Durch § 31 Abs. 2 Satz 2 Alt . 2 AufenthG soll vermieden werden , dass der nachgezogene Ehegatte „ auf Gedeih und Verderb “ zur Fortsetzung einer untragbaren Lebensgemeinschaft gezwungen wird , weil er sonst Gefahr läuft , sein akzessorisches Aufenthaltsrecht zu verlieren ( vgl. BayVGH , B. v. 13. 8. 2009 - 10 ZB 09.1020 - juris ; VG Regensburg , B. v. 12. 12. 2012 - RO 9 S 12.1679 - juris Rn . 26 ) .
definition
Der Gesetzgeber hatte dabei besondere Umstände , die es dem Ehegatten unzumutbar machen , zur Erlangung eines eigenständigen Aufenthaltsrechts an der ehelichen Lebensgemeinschaft festzuhalten , im Blick ( vgl. BT-Drs. 14/2368 S. 4 ) .
definition

Satz: Danach sollen solche Fälle beispielsweise vorliegen , wenn der nachgezogene Ehegatte wegen physischer oder psychischer Misshandlungen durch den anderen Ehegatten die Lebensgemeinschaft aufgehoben hat oder der andere Ehegatte das in der Ehe lebende Kind sexuell missbraucht oder misshandelt hat .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Der vorgenannte Halbsatz des § 31 Abs. 2 Satz 2 AufenthG , welcher die häusliche Gewalt benennt , wurde durch das Gesetz zur Bekämpfung der Zwangsheirat eingeführt ( vgl. Gesetz vom 23. 6. 2011 , BGBl I S. 1266 ) und dient ( nur ) zur Klarstellung ( vgl. Tewocht in Kluth / Heusch , Beck´scher Online Kommentar , AuslR , AufenthG , § 31 Rn . 21 ) .
subsumption