Dokument: Au 5 K 16.32002

Kontext davor:

Satz: Eine asylrelevante Verfolgung i. S. d. § 3 Abs. 1 AsylG ist gegenüber dem Kläger nicht festzustellen .

Klassifikation: conclusion

Kontext danach:
Einer solchen steht bereits entgegen , dass sich der Kläger vor seiner Einreise in die Bundesrepublik Deutschland im Oktober 2015 seit dem Jahr 2009 mit einer kurzen Unterbrechung dauerhaft im Iran aufgehalten hat .
subsumption
Eine Vorverfolgung in Afghanistan ist daher bereits begrifflich ausgeschlossen .
subsumption
Dieses Ergebnis wird auch nicht durch die Vorlage eines Drohbriefes im gerichtlichen Verfahren infrage gestellt .
subsumption
Selbst wenn man von der Echtheit dieses Dokuments ausgeht , vermag dies eine asylrelevante Verfolgung des Klägers i. S. d. § 3 AsylG nicht zu begründen .
subsumption
Der im Verfahren vorgelegte Drohbrief der Taliban stammt zum einen bereits aus dem Jahr 2009 ( 5. 7. ) , zum anderen ist der Drohbrief offensichtlich an den Vater des Klägers gerichtet und knüpft an dessen frühere Tätigkeit an .
subsumption
Überdies fehlt es an einem asylrelevanten Merkmal i. S. d. § 3 Abs. 1 AsylG .
subsumption
Auch war der Vortrag des Klägers in der mündlichen Verhandlung vom 19. Dezember 2016 äußerst bruchstückhaft und knüpft ebenfalls im Wesentlichen an Ereignisse aus den Jahren 2007 bis 2009 an .
subsumption
Auch eine religiös motivierte Verfolgung des Klägers ist nicht erkennbar .
subsumption
Die schiitische Religionsgemeinschaft , der der Kläger angehört , zählt mit etwa 1/5 der Bevölkerung Afghanistans neben den hanafistischen Sunniten zu den mehrheitlich vertretenen Religionsgruppen .
subsumption
Einen innerreligiösen Konflikt mit Angehörigen der sunnitischen Religionsgemeinschaft hat der Kläger nicht aufgezeigt .
subsumption
Letztlich bedarf jedoch auch dies keiner vertiefenden Betrachtung , da für den Kläger jedenfalls eine innerstaatliche Fluchtalternative i. S. d. § 3e AsylG für den Kläger erreichbar zur Verfügung steht , wie im Folgenden aufzuzeigen sein wird .
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