Dokument: Au 5 K 16.32002

Kontext davor:

Satz: Das Gericht ist davon überzeugt , dass sich der Kläger in Afghanistan für ihn zumutbar an einem Ort niederlassen kann , an dem er verfolgungssicher ist .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Für den Kläger als jungen gesunden Mann dürfte es in einer größeren afghanischen Stadt auch abseits seiner Herkunftsprovinz möglich sein , sich ein Existenzminimum zu sichern .
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Diese Einschätzung entspricht auch der aktuellen Auskunftslage .
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Nach Angaben des Auswärtigen Amtes bieten größere Städte aufgrund ihrer Anonymität eher Schutz als kleinere Städte oder Dorfgemeinschaften ( Lagebericht des Auswärtigen Amtes über die asyl- und abschiebungsrelevante Lage in der Islamischen Republik Afghanistan vom 19. 10. 2016 , Stand : September 2016 - im Folgenden : Lagebericht - S. 18 ) .
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Eine schützende Anonymität bieten nach Auffassung des Gerichts daher insbesondere die Städte Kabul , Herat oder Kandahar .
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Dort könnte sich der erwerbsfähige Kläger niederlassen , ohne der ernsthaften Gefahr einer Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure ausgesetzt zu sein .
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Der Kläger ist gesund und mit einem Alter von 20 Jahren in der Lage , auf dem hart umkämpften afghanischen Arbeitsmarkt eine Arbeit zu finden , von der er leben kann .
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Hierfür lässt sich anführen , dass der Kläger nach seinen eigenen Angaben über eine abgeschlossene Ausbildung als Elektriker verfügt und auch im Iran bereits eine derartige berufliche Tätigkeit ausgeübt hat .
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Damit dürfte es für den Kläger möglich sein , insbesondere im Baugewerbe , in dem auch eine große Anzahl ungelernter Arbeitskräfte beschäftigt ist , eine adäquate Tätigkeit zu finden .
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Für eine zumutbare Rückkehr in eine größere Stadt in Afghanistan spricht auch , dass der Kläger nach seinem eigenen Vortrag ledig ist und keine Unterhaltspflichten zu erfüllen hat .
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