Dokument: AN 9 K 14.00265

Kontext davor:

Satz: Die Untersuchungstiefe hängt maßgeblich von den naturräumlichen Gegebenheiten im Einzelfall ab .

Klassifikation: other

Kontext danach:
Lassen bestimmte Vegetationsstrukturen sichere Rückschlüsse auf das Vorhandensein bestimmter Arten zu , ist es nicht zu beanstanden , wenn die Behörde - gestützt auf naturschutzfachlichen Sachverstand - daraus Schlussfolgerungen auf das Vorkommen und den Verbreitungsgrad bestimmter Arten zieht ( vgl. BVerwG , U. v. 9. 7. 2008 . 9 A 14/07 - juris Rn . 63 ; B. v. 18. 6. 2007 - juris Rn . 20 ) .
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Aus dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz folgt , dass weitergehende Kartierungen quasi „ ins Blaue hinein “ für Arten , die im Gebiet bisher nicht nachgewiesen wurden und für deren Vorkommen auch keine konkreten Hinweise vorliegen , nicht erforderlich sind .
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Der individuenbezogene Ansatz der artenschutzrechtlichen Vorschriften verlangt aber andererseits Ermittlungen , deren Ergebnisse die Genehmigungsbehörde in die Lage versetzen , die tatbestandlichen Voraussetzungen der Verbotstatbestände zu überprüfen .
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Hierfür benötigt sie jedenfalls Daten , denen sich in Bezug auf das Plangebiet die Häufigkeit und Verteilung der geschützten Arten sowie deren Lebensstätten entnehmen lassen .
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Nur in Kenntnis dieser Fakten kann die Behörde beurteilen , ob die Verbotstatbestände erfüllt sind ( vgl. BVerwG , B. v. 13. 3. 2008 - 9 VR 9.07 - juris ) .
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Konkrete Beurteilungsgrundlage hierfür sind die entsprechenden Angaben des Vorhabensträgers .
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Die Vorlage entsprechender Unterlagen kann nach § 17 Abs. 4 BNatSchG gefordert werden , da die Eingriffsbeurteilung auch die Artenschutzbelange umfasst ( § 17 Abs. 4 Satz 4 BNatSchG ) .
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