Dokument: 7 K 786/16

Kontext davor:
Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze war die Darlehensforderung gegen H bereits in der Bilanz zum 31. 12. 2010 in Höhe des zu diesem Stichtag ausgewiesene Darlehensstand ( 627.015,44 € ) und im Jahr 2011 noch in Höhe des restlichen Darlehensbetrags von 10.022,08 € abzuschreiben .
subsumption

Satz: Auch Geldforderungen sind nach allgemeinen Grundsätzen unter Berücksichtigung wertaufhellender Umstände zu bewerten ( § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB ) .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Am Tag der Bilanzerstellung ( 15. Oktober 2014 ) war bekannt , dass die Darlehensforderung gegenüber H uneinbringlich sein würde , da am 9. Juni 2011 das Insolvenzverfahren über sein Vermögen eröffnet worden ist .
subsumption
Die Klägerin musste aufgrund objektiver Umstände mit einem vollständigen Ausfall der Forderung rechnen , zumal H bereits im Jahr 2009 die eidesstattliche Versicherung abgegeben und sich seine bereits seit Beginn der Darlehensausreichung im Jahr 2004 prekäre wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert hatte .
subsumption
Das Finanzamt war deshalb befugt , den Körperschaftsteuerbescheid 2010 nach § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO zu ändern , da sich auf Grundlage der nach Eintritt der Bestandskraft des Körperschaftsteuerbescheids 2010 eingereichten Bilanz ein bei der ursprünglichen Schätzung der Besteuerungsgrundlagen nicht bekannter Sachverhalt ergeben hat ( BFH-Beschluss vom 5. November 2007 XI B 42/07 , BFH / NV 2008 , 190 ) .
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