Dokument: AN 5 K 15.00416

Kontext davor:
Ausgehend von der beim Kläger nach Überzeugung der Kammer bestehenden Wiederholungsgefahr erneuter Straftaten wiegt das Ausweisungsinteresse gegenüber dem Kläger , das sich insbesondere aus der Art und der Schwere der vom Kläger zuletzt begangenen Straftat ergibt , auch unter Berücksichtigung der Art . 6 GG und 8 EMRK und des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes schwerer als seine Bleibeinteressen .
subsumption
Sein Bleibeinteresse , das sich daraus ergibt , dass er sein Personensorgerecht für seinen minderjährigen Sohn ... ausübt , der deutscher Staatsangehöriger ist , stellt zwar einen durch Art . 6 Abs. 1 und 2 GG und Art . 8 EMRK geschützten gewichtigen familiären Belang dar , der bei der einzelfallbezogenen Würdigung und Abwägung der für die Ausweisung sprechenden öffentlichen Belange und der gegenläufigen Interessen des Ausländers zu berücksichtigen ist , setzt sich jedoch nicht stets durch ( st. Rspr. ; vgl. z. B. BayVGH , B. v. 16. 7. 2015 - 10 ZB 15.463 - juris Rn . 11 ; B. v. 14. 4. 2015 - 10 ZB 14.2534 - juris Rn . 9 m. w. N. ) .
subsumption

Satz: Stellt auch die Ausweisung des Klägers im Angesicht seiner familiären Bindungen an seinen Sohn ... einen schwerwiegenden Eingriff in die durch Art . 6 GG und Art . 8 EMRK geschützten Rechte sowohl des Klägers selbst als auch seines Sohnes ... dar , ist letztlich dem Ausweisungsinteresse im Hinblick auf die Art und Schwere der vom Kläger begangenen Straftat und auf die konkrete Gefahr der Begehung erneuter schwerer Drogendelikte , das letztlich auf die Bekämpfung der Drogenkriminalität sowie auf den Schutz von Leben und Gesundheit als Grundinteresse der Gesellschaft zielt , der Vorrang einzuräumen .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Dies ergibt sich zum einen aus der grundsätzlichen , sich aus Art . 2 Abs. 2 GG ergebenden Schutzpflicht des Staates , die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Gefahren des illegalen Betäubungsmittelhandels zu schützen , sowie aus dem Umstand , dass den Kläger die Beziehung zu seinem Sohn ... und seine Verantwortung diesem gegenüber auch bislang nicht davon haben abhalten können , eine schwere Betäubungsmittelstraftat zu begehen und es der Kläger auch jedenfalls vor seiner Inhaftierung nicht vermochte , seine Betäubungsmittelabhängigkeit wirksam zu bekämpfen .
subsumption
Zwar hat der Kläger einen gewissen Willen hierzu demonstriert , indem er bereits einen Versuch unternommen hat , ohne Hilfe den Konsum von Betäubungsmitteln einzustellen .
subsumption
Dieser Versuch war jedoch , wie der Kläger selbst einräumt , nicht erfolgreich .
subsumption
Einen weiteren Versuch , der durch professionelle Hilfe unterstützt worden wäre , hat der Kläger von sich aus nicht unternommen .
subsumption
Weder seine Verantwortung für seinen Sohn noch bereits zuvor gegen den Kläger verhängte Strafen , auch wenn diese nicht besonders schwer waren , haben ihn davon abhalten können , erneut und dieses Mal massiv straffällig zu werden .
subsumption