Dokument: Au 3 K 15.1008

Kontext davor:
Auch der Einwand der Klägerin , ihr Wechsel zum Studiengang Lehramt an Mittelschulen sei krankheitsbedingt erfolgt , so dass eine anerkennenswerte Motivation bestanden habe , vermag keine andere rechtliche Beurteilung zu begründen .
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Das Gericht stellt dabei nicht in Abrede , dass die Klägerin den Fachrichtungswechsel entsprechend ihrem Vortrag vornahm , um wegen ihrer Erkrankung vorübergehend bei ihren Eltern wohnen zu können und das , was sie sich in den vorherigen Semestern erarbeitet hatte , nicht „ zu verlieren “ .
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Ausgehend von den vorgenannten Maßgaben kann dies jedoch nicht als unabweisbarer Grund anerkannt werden .
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Satz: Denn es ist nicht davon auszugehen , dass die gegebenen Umstände schlechterdings keine Wahlmöglichkeit zuließen bzw. der Klägerin ein Festhalten an ihrem zunächst betriebenen Studium unzumutbar war .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Der Klägerin ist zuzugeben , dass ein für den Fachrichtungswechsel geltend gemachter Umstand aus dem persönlichen Lebensbereich ihr bisheriges Ausbildungsverhältnis unmittelbar berühren kann ( vgl. VGH BW , U. v. 28. 11. 2003 - 7 S 7/03 - VBlBW 2004 , 110 m. w. N. ) .
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Jedoch weist der Beklagte zutreffend darauf hin , dass es der Klägerin tatsächlich möglich und auch zumutbar gewesen wäre , sich beurlauben zu lassen ( s. vorgelegte E-Mail vom 28. 6. 2015 ) .
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Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf den vorgetragenen erneuten epileptischen Anfall im Frühjahr 2014 , die stationäre Behandlung und die erforderliche Rekonvaleszenz ( vgl. Attest vom 12. 12. 2014 , Bl. 113 der Behördenakte ) .
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Insoweit wäre im Übrigen ein unverzügliches Handeln der Klägerin erforderlich gewesen .
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Unter den gegebenen Einzelfallumständen ist kein Fall gegeben , der es schlechterdings unerträglich erscheinen ließe , die Klägerin an ihrem Studium für Lehramt an Grundschulen festzuhalten .
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Anknüpfungspunkt hierfür ist sowohl ihr zunächst betriebenes Studium als auch die nach wie vor angestrebte berufliche Betätigung als Grundschullehrerin ( vgl. Steinweg in Ramsauer / Stallbaum , BAföG , § 7 Rn . 162 ) .
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Ausgehend von den vorliegenden Einzelfallumständen war es der Klägerin auch unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit zumutbar , sich zunächst beurlauben zu lassen ( BVerfG , B. v. 3. 7. 1985 - 1 BvR 1428/82 - BVerfGE 70 , 230 ; BVerwG , U. v. 21. 6. 1990 - 5 C 66/85 - BVerwGE 85 , 188 ) .
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Zumal weder vorgetragen noch ersichtlich ist , dass dies für einen unverhältnismäßig bzw. unzumutbar langen Zeitraum notwendig gewesen wäre .
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Vielmehr hatte sich die Klägerin für das Wintersemester 2015/2016 erneut für das Lehramtsstudium an Grundschulen in B. beworben ( s. a. E-Mail Studienkanzlei vom 28. 6. 2015 ) .
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