Dokument: AN 9 K 14.01599

Kontext davor:

Satz: Der von den Beigeladenen errichtete Terrassenanbau ist in formeller Hinsicht baurechtswidrig , da das Vorhaben baugenehmigungspflichtig ist und ohne Baugenehmigung errichtet wurde ( Art . 55 Abs. 1 BayBO ) .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Eine Genehmigungsfreiheit des Vorhabens nach Art . 57 Abs. 1 Nr. 1 g ) BayBO als Terrassenüberdachung mit einer Fläche bis zu 30 qm und einer Tiefe bis zu 3 m ist unter Berücksichtigung der seitlichen Aufbauten nicht gegeben .
subsumption
Vielmehr ist bei der streitgegenständlichen Terrassenüberdachung verbunden mit den seitlichen Aufbauten von einer baulichen Anlage mit gebäudeähnlicher Wirkung auszugehen .
subsumption
Der Anbau stellt sich gemäß § 2 Abs. 2 BayBO als selbstständig benutzbare , überdeckte bauliche Anlage dar , die von Menschen betreten werden kann .
subsumption
Auch eine Verfahrensfreiheit als Grenzmauer nach Art . 57 Abs. 1 Nr. 7 a ) BayBO ist unter Berücksichtigung dessen , dass die seitlichen Aufbauten sich als untrennbarer Teil des Terrassenanbaus , mithin als einheitliche , selbstständige bauliche Anlage darstellen , nicht gegeben .
subsumption
Schließlich könnte es sich beim Terrassenanbau im Hinblick auf die dadurch bezweckten Nutzungsmöglichkeiten gerade angesichts der Überdachung und der teilweisen Seitenwände um eine Erweiterung des Wohnhauses handeln , die genehmigungspflichtig wäre .
subsumption