Dokument: Au 9 K 18.1843

Kontext davor:
Entgegen der Ansicht der Klägerin ist die streitgegenständliche Zaunanlage auch nicht zum Schutz einer Christbaumkultur auf ihrem Grundstück erforderlich .
subsumption
Das Grundstück der Klägerin unterliegt keiner Aufforstungsnutzung , auch wenn nach den dem Gericht vorliegenden Fotos neben dem teils dichten Altbaumbestand auch einzelne Jungbäume auf dem Grundstück der Klägerin vorhanden sind .
subsumption

Satz: Nach fachlicher Einschätzung des Landesamtes für Ernährung , Landwirtschaft und Forsten ...

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
( AELF ) in seiner Stellungnahme vom 12. Juni 2017 sowie in der mündlichen Verhandlung vom 23. September 2019 handelt es sich bei der streitgegenständlichen Fläche auf dem Grundstück Fl.Nr. ... der Gemarkung O. nicht um eine Forstkultur , sondern um einen Wald im Sinne des Art . 2 Abs. 1 BayWaldG .
subsumption
Diese Einschätzung des AELF wird durch die Luftaufnahmen des streitgegenständlichen Grundstücks ( Bl. 5 der Behördenakte ) sowie durch die sich in den Akten befindlichen Fotos bestätigt .
subsumption
Nichts anderes ergibt sich aus dem Vortrag der Klägerin im gerichtlichen Verfahren , wonach ihr Grundstück zuletzt im Jahr 2002 großflächig aufgeforstet worden sei .
subsumption
Denn selbst wenn man davon ausgeht , dass es sich bei dem Baumbestand auf dem Grundstück der Klägerin zu damaligem Zeitpunkt um eine Christbaumkultur handelte , sind seit der letzten großflächigen Aufforstung bereits ca. 17 Jahre vergangen , sodass jedenfalls zum Zeitpunkt des Erlasses der streitgegenständlichen Beseitigungsanordnung auf dem Grundstück der Klägerin keine Christbaumkultur im rechtlichen Sinn mehr vorhanden war .
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Eine Christbaumkultur kann spätestens nach 10 Jahren schon der Größe der Bäume nach nicht mehr als solche eingestuft werden , auch wenn sich einzelne Bäume zu diesem Zweck noch eignen .
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Durch ungehindertes Wachsenlassen wandelt sich eine einst angelegte Christbaumkultur in einen Wald ( vgl. VG Freiburg , U. v. 26. 03. 2006 - 1 K 894/06 - juris Rn . 28 ) .
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Soweit sich auf dem Waldgrundstück der Klägerin einzelne Jungbäume befinden , ist sie auf die Einzelschutzmaßnahmen gegen Wildverbiss und sonstige Schäden zu verweisen .
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Ein flächiger Schutz durch die streitgegenständliche Zaunanlage ist aus forstlichen Gründen nicht ( mehr ) erforderlich .
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Das Gericht schließt sich daher der Stellungnahme des AELF vom 12. Juni 2017 an .
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