Dokument: Au 5 K 15.123

Kontext davor:
Eine Tätigkeit in dem Handwerk oder Beruf im Sinne des § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO liegt nur dann vor , wenn sie der Gesellenprüfung zeitlich nachfolgt ( vgl. BayVGH , U. v. 31. 1. 2005 - 22 BV 04.2719 - GewArca 2005 , 156 ff. ) .
definition
Zwar verlangt der Gesetzeswortlaut mit der Formulierung von „ insgesamt “ sechs Jahren in § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO keine der Gesellenprüfung nachfolgende ununterbrochene Berufstätigkeit im entsprechenden Handwerk , jedoch sind an den Umfang der im jeweiligen Handwerk zu fordernden Betriebszeiten entsprechend hohe Anforderungen zu stellen .
definition

Satz: Eine wesentliche Tätigkeit im Handwerk , für das die Ausübungsberechtigung begehrt wird , muss kontinuierlich und in nicht nur unerheblichem zeitlichem Umfang ausgeübt werden .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Das gelegentliche Abarbeiten einzelner Aufträge reicht hierfür nicht aus ( vgl. VG München , U. v. 22. 2. 2011 - M 16 K 10.3261 - juris ; Günther , GewArch 2011 , 189 ff. ) .
definition
Dieses Erfordernis ist bereits im Wortlaut des § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO angelegt , denn nur eine kontinuierliche Tätigkeit ist in Jahren bemessbar , während sich die punktuelle Bearbeitung von Aufträgen einer solchen Quantifizierung entzieht .
subsumption
Diese Einschränkung folgt zudem aus Sinn und Zweck der Norm .
subsumption
Mit der Voraussetzung langjähriger einschlägiger beruflicher Erfahrungen soll nämlich sichergestellt werden , dass der die Ausübungsberechtigung Begehrende die „ erforderliche Qualität “ gewährleistet und deshalb zur Handwerksausübung in gefahrgeneigten Tätigkeiten zugelassen werden kann ( vgl. BT- Drucks. 15/2006 S. 29 ; VG Gelsenkirchen , U. v. 31. 1. 2012 - 19 K 1479/10 - GewArch 2012 , 325 ff. ) .
subsumption
Diese zu fordernde Qualitätsicherung wird bei einer nur vereinzelten oder umfangmäßig nicht ins Gewicht fallenden Betätigung in dem betroffenen Handwerk nicht erreicht .
subsumption