Dokument: Au 4 K 14.1296, Au 4 K 14.1297, Au 4 K 14.1303

Kontext davor:
Keinen Fehler der Schallimmissionsberechnung zeigen die Kläger im ihrem Vortrag auf , dass die DIN ISO 9613 - 2 u. a. deswegen nicht mehr zur Ermittlung der Schallimmissionen herangezogen werden könne , weil sie fachlich überholt sei und diese Norm nur für bodennahe Schallquellen ( bis 30 m Höhe ) entwickelt und festgelegt wurde .
subsumption
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat unlängst die Anwendung der DIN ISO 9613 - 2 auch für Windkraftanlagen der aktuellen Generation bestätigt : „ Die Maßgeblichkeit des in Anhang A. 2.3.4 der TA Lärm vorgesehene Verfahrens der Ermittlung und Beurteilung der Geräuschimmissionen unter Anwendung der DIN ISO 9613 - 2 für Gebäude wie das Wohngebäude des Klägers folgt aus der Verbindlichkeit der TA Lärm als normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift .
subsumption
Eine Abweichung von der TA Lärm ist nicht gerechtfertigt , so lange die Regelungen der TA Lärm Verbindlichkeit besitzen , nicht geändert worden und nicht durch gesicherte Erkenntnisfortschritte überholt sind .
definition

Satz: Der Kläger hat dergleichen im Zusammenhang mit der DIN ISO 9613 - 2 nicht dargelegt .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Eine in ihrem Ergebnis noch völlig offene fachliche Diskussion , wie sie der Kläger aufgezeigt hat , stellt noch keinen gesicherten Erkenntnisfortschritt dar .
subsumption
Dass Entscheidungen anderer Oberverwaltungsgerichte , welche die Anwendbarkeit der DIN ISO 9613 - 2 nach Anhang A. 2.3.4 der TA Lärm bestätigt haben , Windkraftanlagen geringerer Höhe zum Gegenstand hatten , wie der Kläger weiter geltend macht , ändert daran nichts .
subsumption
Die Anwendbarkeit des in Anhang A. 2.3.4 der TA Lärm vorgesehenen Verfahrens ist nach dem Inhalt dieser Regelung unabhängig von Anlagenhöhen .
subsumption
Die Bodendämpfung kann dort nach dem alternativen Verfahren der DIN ISO 9613 - 2 Nr. 7.3.2 berechnet und damit besonders die Höhenlage der Schallquelle berücksichtigen werden , wie dies auch im vorliegenden Fall geschehen ist “ ( BayVGH , B. v. 10. 8. 2015 - 22 ZB 15.1113 - juris Rn . 13 f. betreffend eine Anlage mit einer Gesamthöhe von 206,86 m ) .
subsumption