Dokument: B 3 K 15.30486

Kontext davor:
Das Gericht ist aufgrund der mündlichen Verhandlung davon überzeugt , dass der Kläger den Irak unverfolgt verlassen hat .
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Er gab weder beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge noch in der mündlichen Verhandlung eine Verfolgungssituation oder -handlungen an .
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Vielmehr erklärte er lediglich pauschal , wegen des iranischen Geheimdienstes Angst gehabt zu haben , sowohl Angst um seine Familie im Iran als auch um seine Person im Irak , da der iranische Geheimdienst auch im Irak tätig sei .
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Satz: Da er allerdings gleichzeitig erklärte , dass sein Chef … , sich nicht verfolgt gefühlt habe , weil dessen Familie in Barika im Irak gelebt habe , lässt sich die Angst um seine eigene Person damit nicht in Übereinstimmung bringen .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Wenn sich schon sein Chef im Irak , seinen Angaben zufolge der Leiter der Jugendorganisation , nicht von dem iranischen Geheimdienst verfolgt gefühlt hat ( auch unter Berücksichtigung der Formulierungsdefizite der Dolmetscherin waren seine auch auf Nachfragen des Gerichts bestätigten Angaben in der mündlichen Verhandlung insoweit deutlich verständlich und zweifelsfrei ) , dann ist seine Angst vor diesem erst recht nicht plausibel .
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Eine politische Verfolgung ist damit gerade nicht dargelegt , auch wenn in der Auskunft des Europäischen Zentrums für kurdische Studien vom 20. 11. 2007 an das Verwaltungsgericht Karlsruhe mitgeteilt wird ( S. 18 ) , dass Repräsentanten der KDPI ( hier DPIK ) die Gefahr von iranischer Seite durchaus ernst nahmen : sie hätten sich rund um die Uhr von bewaffneten Peschmerga schützen lassen und ihr Büro habe sich an einem versteckten Ort befunden .
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Offenbar jedoch zählte nicht einmal der Chef des Klägers zu diesem Personenkreis .
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