Dokument: L 17 U 123/14

Kontext davor:
Soweit der Kläger auch noch nach 1989 gegenüber Lösemitteln exponiert war , spricht dies ebenfalls nicht für das Vorliegen einer toxischen Enzephalopathie .
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Denn sowohl der Gutachter N als auch der ärztliche Sachverständige D haben in ihren arbeitsmedizinischen Gutachten dargelegt , dass eine Exposition gegenüber Lösemitteln für diesen Zeitraum allenfalls gegenüber den in den Flussmitteln enthaltenen Bestandteilen Ethanol und Isopropanol vorgelegen habe .
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Satz: Nur Ethanol werde als Listenstoff der BK 1317 benannt .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Eine gesundheitsgefährdende toxische Belastung des Klägers am Arbeitsplatz sei aber insoweit nicht zu belegen .
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Bei im Jahr 2008 an zwei Arbeitstagen durchgeführten Gefahrstoffmessungen am früheren Arbeitsplatzes des Klägers habe das Messergebnis für Ethanol 1 % des zulässigen Grenzwerts betragen .
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Eine Belastung durch andere Lösemittel sei nicht zu ermitteln gewesen , auch nicht durch Erhitzung der im Beschäftigungsbetrieb des Klägers produzierten Leiterplatten .
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Der ärztliche Sachverständige D weist in diesem Zusammenhang darauf hin , dass eine Exposition gegenüber Pyrolyseprodukten nach dem Stand der Wissenschaft schon nicht als potentielle Gefahr für die Entwicklung lösemittelbedingter Erkrankungen anerkannt sei .
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Aus Untersuchungen solcher Produkte könne auch nicht auf die Belastung des Betroffenen geschlossen werden .
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Der ärztliche Sachverständige L , der im Übrigen die Ausführungen von N und D bestätigt , führt hierzu ergänzend aus , dass bei einer Untersuchung der Pyrolyseprodukte der im ehemaligen Beschäftigungsbetrieb des Klägers verwendeten Leiterplatten keine Substanzen gefunden worden seien , die im Merkblatt zur BK 1317 ( siehe dazu oben ) als potentielle neurotoxische Substanzen gelistet seien .
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Auch aus der vom Kläger angeführten Exposition gegenüber Lötstopplack ergibt sich keine derartige Gefährdung .
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Der ärztliche Sachverständige D weist darauf hin , dass die Toxizität dieser Verbindung nicht sehr hoch sei .
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Für eine potentiell gesundheitsgefährdende Exposition sei somit ein derart intensiver Umgang mit dem Lack erforderlich , dass dies aus arbeitsmedizinischer Sicht kaum vorstellbar sei .
definition
Ein solcher ist im vorliegenden Fall auch nicht zur Überzeugung des Senats belegt .
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Im Übrigen konnte bei den durchgeführten Blutuntersuchungen keine besondere Belastung des Klägers durch toxische Stoffe festgestellt werden .
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Insgesamt ist eine relevante Exposition des Klägers gegenüber neurotoxischen organischen Lösemitteln für den Zeitraum nach 1989 nicht und damit auch nicht zur vollen Überzeugung des Senats nachweisbar .
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