Dokument: Au 3 K 15.1008

Kontext davor:
Aufgrund der geltend gemachten gesundheitlichen Gründe - eine fachärztlich attestierte Epilepsie und eine begleitende Angststörung - bestand für die Klägerin vorliegend keine Situation , welche die Wahl zwischen der Fortsetzung des Studiums im Studiengang Lehramt an Grundschulen und dem Überwechseln in eine andere Ausbildung nicht zuließ .
subsumption
Die Fortführung ihres zunächst betriebenen Lehramtsstudiums wurde hierdurch nicht unmöglich ; dies belegt bereits die Tatsache , dass die Klägerin , die ausweislich des vorgelegten Attestes vom 12. Dezember 2014 seit Mai 2012 an einer Epilepsie leidet und seit Oktober 2013 psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nimmt ( s. Bestätigung vom 13. 11. 2014 , Bl. 111 der Behördenakte ) , auch nach ihrer Erkrankung zunächst an der Universität B. im Studiengang Lehramt an Grundschulen studierte .
subsumption
Gleiches gilt für die Ausübung des zunächst angestrebten Berufes .
subsumption

Satz: Anhaltspunkte dafür , dass eine Epilepsie und eine begleitende Angststörung gerade zu einem Wegfall der Eignung für die künftige Ausübung des Berufes einer Grundschullehrerin führen , sind weder vorgetragen noch ersichtlich .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Die Klägerin trägt vielmehr vor , ihr Berufswunsch sei und bleibe es , Grundschullehrerin zu werden .
subsumption
Zudem studiert sie derzeit im Studiengang Lehramt Mittelschule ; sie strebt also auch nach ihrem Fachrichtungswechsel eine Tätigkeit als Lehrerin an und macht geltend , dass dieser Wechsel krankheitsbedingt nur vorübergehend angestrebt werde .
subsumption
Auch wenn hinsichtlich der Angststörung bzw. der als maßgeblich angeführten nächtlichen Anfälle ( bis zum Nachweis der Wirkung der Medikamente ) auf einen ( lediglich ) vorübergehenden Charakter abgestellt wird , vermag dies keine andere rechtliche Beurteilung zu begründen .
subsumption
Denn eine Erkrankung bzw. krankheitsbedingte Beeinträchtigung der Klägerin , die nur als temporär anzusehen und im maßgeblichen Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung nicht mehr gegeben ist , stellt für den Fachrichtungswechsel keinen unabweisbaren Grund dar ( vgl. BayVGH , B. v. 17. 1. 2013 - 12 ZB 12.2277 - juris Rn . 14 ) .
subsumption