Dokument: AN 9 K 16.30706 (1), AN 9 K 16.30878 (2)

Kontext davor:
Als Verfolgung gelten nach § 3a Abs. 1 AsylG Handlungen , die auf Grund ihrer Art oder Wiederholung so gravierend sind , dass sie eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Menschenrechte darstellen ( Nr. 1 ) , oder die in einer Kumulierung unterschiedlicher Maßnahmen bestehen , die so gravierend ist , dass eine Person davon in ähnlicher wie der in Nr. 1 beschriebenen Weise betroffen ist ( Nr. 2 ) .
definition
Diese Art . 9 Abs. 1 der Richtlinie 2011 / 95 / EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 ( ABl. L 337 S. 9 - RL 2011 / 95 / EU ) umsetzende Legaldefinition der Verfolgungshandlung erfährt in § 3a Abs. 2 AsylG im Einklang mit Art . 9 Abs. 2 RL 2011 / 95 / EU eine Ausgestaltung durch einen nicht abschließenden Katalog von Regelbeispielen .
definition
Die Annahme einer Verfolgungshandlung setzt einen gezielten Eingriff in ein nach Art . 9 Abs. 1 RL 2011 / 95 / EU geschütztes Rechtsgut voraus ( vgl. BVerwG , U. v. 19. 4. 2018 - 1 C 29.17 - juris Rn . 11 ) .
definition

Satz: Akteure , von denen Verfolgung ausgehen kann , sind unter anderem gemäß § 3c Nr. 2 AsylG der Staat und Parteien oder Organisationen , die den Staat oder einen wesentlichen Teil des Staatsgebiets beherrschen .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Zwischen den genannten Verfolgungsgründen und den genannten Verfolgungshandlungen muss eine Verknüpfung bestehen wobei es unerheblich ist , ob der Ausländer tatsächlich die Merkmale der Rasse oder die religiösen , nationalen , sozialen oder politischen Merkmale aufweist , die zur Verfolgung führen , sofern ihm diese Merkmale von seinem Verfolger zugeschrieben werden , § 3b Abs. 2 AsylG .
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