Dokument: Au 3 K 15.1008

Kontext davor:
Demnach kann eine möglicherweise künftig erfolgende Anrechnung von Leistungen , welche die Klägerin im nunmehrigen Studium des Lehramtes an Mittelschulen erwirbt bzw. erworben hat , unabhängig davon , dass bislang keine Bestätigung über eine Anrechenbarkeit für den Studiengang Lehramt an Grundschulen vorgelegt worden ist , insoweit keine Berücksichtigung finden .
subsumption

Satz: Auch eine analoge Heranziehung des § 7 Abs. 3 Satz 5 BAföG scheidet insofern aus , denn es fehlt schon an einer planwidrigen Regelungslücke .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Es ist nicht zu ersehen und es kann auch nicht davon ausgegangen werden , dass dem Gesetzgeber beim Erlass des 22. BAföG-Änderungsgesetzes die Rechtsprechung zu den sogenannten Mehrfächerstudiengängen nicht bekannt gewesen wäre .
subsumption
Gleichwohl hat er keine über § 7 Abs. 3 Satz 5 BAföG hinausgehende Ausnahme in das Gesetz aufgenommen , sondern auf eine tatsächliche Anrechnung von früheren Fachsemestern durch die Ausbildungsstätte abgestellt ( vgl. BayVGH , U. v. 16. 6. 2011 - 12 BV 10.2187 - juris ) .
subsumption
Das entspricht auch dem vorgenannten Regelungszweck der Vorschrift und benachteiligt die Auszubildenden , die ein Lehramtsstudium ergreifen , nicht unverhältnismäßig ( vgl. BayVGH , U. v. 16. 6. 2011 a. a. O. ) .
subsumption