Dokument: Au 5 K 16.31939

Kontext davor:
Nach § 3e Abs. 1 AsylG i. V. m. § 4 Abs. 3 Satz 1 AsylG wird einem Ausländer subsidiärer Schutz nicht zuerkannt , wenn er in einem Teil seines Herkunftslandes keine begründete Furcht vor Verfolgung oder Zugang zu Schutz vor Verfolgung nach § 3d AsylG hat und sicher und legal in diesen Landesteil reisen kann , dort aufgenommen wird und vernünftigerweise erwartet werden kann , dass er sich dort niederlässt .
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Satz: Bei der Prüfung der Frage , ob ein Teil des Herkunftslandes die Voraussetzungen des § 3e Abs. 1 AsylG erfüllt , sind gemäß § 3e Abs. 2 Satz 1 AsylG die im sicheren Teil des Herkunftslandes vorhandenen allgemeinen Gegebenheiten sowie die persönlichen Umstände des Klägers zum Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung zu berücksichtigen .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Dieser Zumutbarkeitsmaßstab geht über das Fehlen einer im Rahmen des § 60 Abs. 7 Satz 1 und 2 AufenthG beachtlichen existenziellen Notlage hinaus ( BVerwG , U. v. 31. 1. 2013 - 10 C 15.12 - juris Rn . 20 ; U. v. 29. 5. 2008 - 10 C 11/07 - juris Rn . 35 ) .
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Die Beurteilung erfordert dabei eine Einzelfallprüfung ( vgl. BayVGH , B. v. 11. 12. 2013 - 13A ZB 13.30185 - juris Rn . 5 ) .
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Dabei sind die individuellen Besonderheiten wie Sprache , Bildung , persönliche Fähigkeiten , vorangegangene Aufenthalte des Klägers in dem in Betracht kommenden Landesteil , örtliche und familiäre Bindungen , Geschlecht , Alter , ziviler Status , Lebenserfahrung , soziale Einrichtungen , gesundheitliche Versorgung und verfügbares Vermögen zu berücksichtigen .
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Entscheidend dafür , ob eine inländische Fluchtalternative als zumutbar angesehen werden kann , ist dabei insbesondere auch die Frage , ob an dem verfolgungssicher Ort das wirtschaftliche Existenzminimum des Asylsuchenden gewährleistet ist .
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Dies in der Regel anzunehmen , wenn der Asylsuchende durch eigene Arbeit oder Zuwendungen von dritter Seite jedenfalls nach Überwindung von Anfangsschwierigkeiten das zu seinem Lebensunterhalt unbedingt Notwendige erlangen kann .
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Nicht mehr zumutbar ist die Fluchtalternative demgegenüber dann , wenn der Asylsuchende an dem verfolgungssicheren Ort bei der gebotenen grundsätzlich generalisierenden Betrachtungsweise auf Dauer ein Leben zu erwarten hat , das zu Hunger , Verelendung und schließlich zum Tode führt , oder wenn er dort nichts anderes zu erwarten als ein Dahinvegetieren am Rande des Existenzminimums ( vgl. VG Gelsenkirchen , U. v. 22. 8. 2013 - 5A K 156 / 11. A - juris Rn . 38 ) .
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