Dokument: Au 6 K 17.34147

Kontext davor:
Zwar hat der Kläger bei der Anhörung beim Bundesamt und auch in der Klagebegründung nicht erwähnt , dass er den Wehrdienst aus Gewissensgründen verweigert .
subsumption
Dies kann dem Kläger zu 1 vorliegend aber nicht entgegengehalten werden , weil das Bundesamt danach auch nicht weiter gefragt hat .
subsumption
Das Gericht hat in der mündlichen Verhandlung vom Kläger zu 1 den Eindruck gewonnen , dass er zurückhaltend ist und es ihm nicht leicht fällt , aus freien Stücken zu sprechen , vielmehr musste er gezielt gefragt werden .
subsumption
Die Ausführungen des Klägers zu 1 in der mündlichen Verhandlung lassen Rückschlüsse auf eine ernsthafte Gewissensentscheidung und einen Gewissensnotstand im Falle seiner Wehrdienstleistung zu .
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Satz: Er hat auf die Fragen des Gerichts schlüssig und glaubhaft geschildert , dass er aufgrund seiner Kindheit und Jugend , die geprägt war von Konflikten und militärischer Gewalt , jegliche Gewaltanwendung ablehne und er keine Waffe in der Hand halten wolle ( vgl. Protokoll vom 9. 7. 2019 , S. 5 ) .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Er habe auch an Friedensdemonstrationen teilgenommen ( vgl. Protokoll vom 9. 7. 2019 , S. 8) .
subsumption
Auch seine Ehefrau , die Klägerin zu 2 , hat auf Nachfrage übereinstimmend und glaubhaft geschildert , dass sie in ihrer Beziehung darüber gesprochen haben und der Kläger zu 2 von Beginn an gegen Waffen und Gewalt gewesen sei , sondern für Frieden und Menschlichkeit .
subsumption
Seit sie 19 Jahre alt sei , habe er geäußert , dass er deshalb den Militärdienst nicht antreten wolle ( vgl. Protokoll vom 9. 7. 2019 , S. 8) .
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