Dokument: Au 5 K 16.31939

Kontext davor:
Dem Kläger ist nach Überzeugung des Gerichts eine Rückkehr insbesondere nach Kabul i. S. einer innerstaatlichen Fluchtalternative auch zumutbar .
subsumption

Satz: Grundsätzlich ist Kabul im Hinblick auf die allgemeine Sicherheitslage als Fluchtalternative geeignet .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Das Risiko , dort durch Anschläge Schaden an Leib oder Leben zu erleiden , ist weit unterhalb der Schwelle der beachtlichen Wahrscheinlichkeit ( BayVGH , B. v. 19. 6. 2013 - 13a ZB 12.30386 - juris ) .
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Auch aus den letzten Lageberichten des Auswärtigen Amtes ergibt sich nicht , dass sich die Sicherheitslage in Kabul im Vergleich zur Einschätzung in den vorangegangenen Lageberichten wesentlich verändert hätte ( Lagebericht vom 6. 11. 2015 , S. 4 : Lagebericht vom 19. 10. 2016 , S. 4 ) .
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Zwar war teilweise ein Anstieg von zivilen Opfern im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen zu verzeichnen .
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Dass dieser Anstieg jedoch die Sicherheitslage in Kabul derart gravierend verschlechtert hat , dass die Kläger dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit alsbald einer Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt wären , ergibt sich aus den Auskünften nicht ( s. auch BayVGH , B. v. 14. 1. 2015 - 13a ZB 14.30410 - juris Rn . 5 ) .
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Auch soweit die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan ( UN Assistance Mission in Afghanistan , UNAMA ) in ihrem im Februar 2016 veröffentlichten Jahresbericht für 2015 anführt , dass sie im Jahr 2015 die höchste Zahl an zivilen Opfern seit 2009 dokumentiert hat , ändert dies obige Einschätzung nicht .
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Nachdem es bereits in den Jahren 2013 und 2014 einen Anstieg in der Zahl der zivilen Todesopfer und Verletzten gegeben hatte , stieg im Jahr 2015 die Zahl der durch konfliktbedingte Gewalt getöteten und verletzten Zivilisten im Vergleich zum Jahr 2014 um vier Prozent auf 11.002 zivile Opfer ( 3.545 Tote und 7.457 Verletzte ) .
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Wie UNAMA erläutert , ist der Anstieg in der Gesamtzahl der zivilen Opfer vor allem durch eine Zunahme an komplexen Anschlägen und Selbstmordanschlägen sowie gezielten Tötungen durch regierungsfeindliche Kräfte zu erklären .
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Darüber hinaus stieg auch die Zahl von Opfern , die durch Regierungskräfte im Zuge von Luft- und Bodengefechten verursacht wurden .
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Insbesondere in der Provinz Kunduz geriet zudem eine steigende Zahl von Zivilisten zwischen die Frontlinien der Konfliktparteien .
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UNAMA zu Folge führten komplexe Anschläge und Selbstmordanschläge in der Zentralregion , insbesondere in der Stadt Kabul , zu einem 18-prozentigen Anstieg in der Zahl der zivilen Opfer im Jahr 2015 ( vgl. ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation : Allgemeine Sicherheitslage in Afghanistan & Chronologie für Kabul , Stand : 5. 7. 2016 , http://www.ecoi.net/news/188769::afghanistan/101.allgemeinesicherheitslageinafghanistanchronologiefuerkabul.htm ) .
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