Dokument: Au 1 K 17.1614

Kontext davor:

Satz: Allerdings verbietet es sich angesichts der Vielfalt der von Art . 6 Abs. 1 GG geschützten Ausgestaltungsmöglichkeiten der familiären Lebensgemeinschaft , schematische oder allzu enge Mindestvoraussetzungen für das Vorliegen einer ehelichen Lebensgemeinschaft zu formulieren ( BVerfG , B. v. 30. 1. 2002 - 2 BvR 231/00 - juris Rn . 23 in Bezug auf die familiäre Beziehung zwischen Eltern und Kind ) .

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Kontext danach:
Selbst wenn Eheleute typischerweise ihren Lebensmittelpunkt in einer gemeinsamen Wohnung haben , kann eine eheliche Lebensgemeinschaft beispielsweise auch dann bestehen , wenn die Eheleute - etwa aus beruflichen Gründen - in getrennten Wohnungen leben oder aus gewichtigen Gründen -Berufstätigkeit , Inhaftierung - wenig persönlichen Kontakt haben .
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In einem derartigen Fall ist allerdings erforderlich , dass das Bestehen einer über eine bloße Begegnungsgemeinschaft hinausreichenden familiären Beistandsgemeinschaft auf andere Weise erkennbar sichergestellt ist .
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Die erforderliche Verbundenheit dokumentiert sich nach außen in der gemeinsamen Lebensführung und damit in dem erkennbaren Bemühen , die alltäglichen Dinge des Lebens miteinander in organisatorischer , emotionaler und geistiger Verbundenheit zu bewältigen .
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Entscheidend ist im Ergebnis , ob eine durch die persönliche Verbundenheit der Eheleute geprägte Lebensgemeinschaft sowie der nachweisbare Wille , mit der Partnerin bzw. dem Partner als wesentliche Bezugsperson ein gemeinsames Leben zu führen , vorliegen .
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Ob dies der Fall ist , ist eine Frage des jeweiligen Einzelfalls ( vgl. zum Ganzen : BVerwG , Beschluss vom 22. Mai 2013 - 1 B 25/12 - juris Rn . 4 ; BayVGH , U. v. 29. 11. 2016 - 10 B 14.2060 - juris Rn . 22 ; HessVGH , B. v. 21. 8. 2013 - 3 B 1684/13 - juris Rn . 5 ) .
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