Dokument: L 19 R 396/16

Kontext davor:
Im Gutachten des Dr. M. , dem der Senat folgt , ist detailliert dargelegt , dass nach dem Abschluss der akuten Behandlungsphase des Klägers etwa ein halbes Jahr nach dem Unfall wieder ein stabilisiertes Gesundheitsbild vorgelegen hatte , das zwar keine Weiterbeschäftigung als Bundeswehrsoldat mehr zuließ , aber ein mindestens 6-stündiges Restleistungsvermögen für leichte Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes - unter Beachtung einiger Einschränkungen der Arbeitsbedingungen - zuließ .
subsumption
Die auch nach April 1997 durchgeführten temporären Nachbehandlungen sind jeweils als Arbeitsunfähigkeit einzuordnen .
subsumption
Die gesundheitliche Betroffenheit sistierte in der Folgezeit auf einem gleichbleibenden Niveau , was sich darin abbildet , dass die Behandlungskontakte nach Abschluss der ambulanten Rehabilitation sich erheblich reduzierten .
subsumption
Das vom Gutachter beschriebene Leistungsniveau korrespondierte mit den damals faktisch erfolgten Schul- und Hochschulausbildungen .
subsumption

Satz: Der Einwand der Klägerseite , dass im Studium ein Wechsel der Körperhaltung leichter möglich sei , trifft auf Zeiten des Vorlesungsbesuchs eher nicht zu .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Im Berufsleben findet sich eine Vielzahl von Tätigkeiten , die nicht an eine bestimmte Arbeitshaltung gebunden sind und dem Arbeitnehmer einen selbstbestimmten Wechsel der Haltung ermöglichen , sog. Tätigkeiten im Wechselrhythmus .
subsumption
Soweit der Kläger damit argumentiert , dass er als Student Pausen selbstbestimmt einlegen könne und im Berufsleben dies so nicht möglich sei , ist darauf hinzuweisen , dass ein erhöhter Pausenbedarf ärztlicherseits nicht als erforderlich angesehen wird ; die zeitliche Einschränkung des Gesundheitszentrums R. auf weniger als 6 Stunden ( 2 Stunden ) bezieht sich nur auf Zeiträume höchster Konzentration .
subsumption
Ein dauerhaftes Herabsinken der Leistungsfähigkeit des Klägers an geeigneten Arbeitsplätzen des allgemeinen Arbeitsmarktes auf weniger als 3 Stunden ist im Gefolge des Motorradunfalls vom 03. 11. 1996 nicht zu ersehen .
subsumption
Aber auch ein Herabsinken auf weniger als 6 Stunden lag bis zur Verschlechterung im Dezember 2009 nicht vor .
subsumption
Dabei war vor allem die Zeit bis November 2000 in den Blick zu nehmen .
subsumption
Bedeutsam ist , dass nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts bei verschlossenem Teilzeitarbeitsmarkt eine festgestellte teilweise Erwerbsminderung in eine volle Erwerbsminderung umschlägt - also nicht nur eine Leistung wegen teilweiser Erwerbsminderung nach sich zieht ( vgl. Gürtner in : Kasseler Kommentar , Stand April 2010 , § 43 SGB VI , Rn . 31 unter Bezugnahme auf den Beschluss des Großen Senats des BSG vom 10. 12. 1976 , BSGE 43 , 75 ) .
definition
Für den Senat ist das Restleistungsvermögen des Klägers in dieser Zeit bei mindestens 6 Stunden für geeignete leichte Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes gewesen .
conclusion