Dokument: Au 6 K 15.1467

Kontext davor:
Unter Berücksichtigung dieser Maßstäbe erweist sich die Ermessensentscheidung des Beklagten als ermessensfehlerfrei und angemessen .
conclusion
Das Vertrauen auf den Fortbestand einer Aufenthaltserlaubnis ist bei einem Fortfall einer wesentlichen Voraussetzung ( grundsätzlich ) nicht geschützt ( vgl. Dienelt in Renner / Bergmann / Dienelt , Ausländerrecht , AufenthG , § 7 Rn . 44 ) .
other
Im Rahmen der nachträglichen Verkürzung der Geltungsdauer war ( lediglich ) das Interesse der Klägerin , bis zum Ablauf der ursprünglichen Geltungsdauer der Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu bleiben , und das öffentliche Interesse an der Beendigung eines materiell rechtswidrig gewordenen Aufenthalts gegeneinander abzuwägen ( vgl. BVerwG , U. v. 9. 6. 2009 - 1 C 11/08 - BVerwGE 134 , 124 ) .
other

Satz: Der Beklagte hat im angefochtenen Bescheid eine umfassende Abwägung vorgenommen und dargelegt , dass auch unter Berücksichtigung des Vorbringens der Klägerin , die erstmals am 23. Mai 2013 in das Bundesgebiet eingereist ist , keine schutzwürdigen überwiegenden Belange der Klägerin vorliegen .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Insbesondere seien aus der Ehe der Klägerin mit ihrem deutschen Ehegatten keine gemeinsamen Kinder hervorgegangen ; der ursprüngliche Zweck des Familiennachzugs sei entfallen .
subsumption
Zutreffend geht der Beklagte davon aus , dass auch der Umstand , dass die Klägerin einer Beschäftigung nachgeht , für sich genommen nicht bereits dazu führt , dass von der Verkürzung der Aufenthaltserlaubnis abzusehen ist ( vgl. dazu BayVGH , B. v. 21. 6. 2010 - 10 ZB 09.2959 - juris ) .
subsumption
Zu den öffentlichen Interessen zählt auch das Interesse an der Einhaltung des Aufenthaltsrechts , um dem Hineinwachsen in einen vom Gesetz verwehrten Daueraufenthalt vorzubeugen .
subsumption
Ein Ermessensfehler liegt auch nicht im Hinblick auf Art . 8 EMRK vor ; der Schutzbereich des Privat- und Familienlebens nach Art . 8 Abs. 1 EMRK ist für die Klägerin mangels schützenswerter familiärer Bindungen im Inland nicht eröffnet .
subsumption
Besondere Gründe für die Notwendigkeit eines weiteren , zeitlich beschränkten Verbleibs der Klägerin in Deutschland bis zum 4. September 2017 , dem Ablauf der ursprünglichen Geltungsdauer der Aufenthaltserlaubnis , sind weder vorgetragen noch ersichtlich .
subsumption
Insbesondere reichen allein die geltend gemachte Integration und der Umstand , dass die Klägerin nicht auf Sozialleistungen angewiesen ist oder ihr Scheidungsverfahren noch anhängig ist , hierfür nicht aus ( vgl. dazu BayVGH , B. v. 21. 6. 2010 - 10 ZB 09.2959 - juris ) .
subsumption