Dokument: Au 3 K 16.31746, Au 3 K 16.32042, Au 3 K 17.34828, Au 3 K 19.30388

Kontext davor:
Das Gericht hat nicht die Überzeugung gewonnen , dass die öffentliche Glaubensausübung , bei der in Pakistan für einen Angehörigen der Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft die begründete Furcht vor einer Verfolgung aus religiösen Gründen besteht , ein zentrales Element der religiösen Identität der Kläger und in diesem Sinn für sie unverzichtbar ist ( vgl. BVerwG , U. v. 20. 2. 2013 - 10 C 23.12 - BVerwGE 146 , 67/79 Rn . 30 ) .
subsumption

Satz: Da sie über eine Vorverfolgung und die Identität der Klägerin zu 2. getäuscht und dazu sogar gefälschte Unterlagen vorgelegt haben , sieht das Gericht bereits deshalb keine Veranlassung , ihren ( weiteren ) Angaben zur religiösen Prägung bzw. zu religiösen Aktivitäten Glauben zu schenken , soweit diese nicht durch die wenigen vorgelegten Fotos belegt sind .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Zwar verlangt das Bundesverwaltungsgericht zur Klärung der religiösen Identität „ in aller Regel “ eine Anhörung der Betroffenen im Rahmen der mündlichen Verhandlung ( vgl. BVerwG , U. v. 20. 2. 2013 a. a. O. Rn . 31 ) , doch ist hier angesichts der dargelegten gravierenden Täuschungshandlungen ein Ausnahmefall zu bejahen .
subsumption