Dokument: Au 5 K 15.243

Kontext davor:
Es mag zwar sein , dass die Augenerkrankung des Klägers bzw. der erlittene Schicksalsschlag ( Totgeburt der Lebensgefährtin ) den Beginn der finanziellen Misere des Klägers darstellt bzw. diese Umstände die Finanzkrise des Klägers weiter verschärft haben .
subsumption
Entgegen der Auffassung des Klägers setzt die Feststellung einer Unzuverlässigkeit im Sinne des § 35 Abs. 1 GewO jedoch kein Verschulden voraus .
subsumption
Es ist letztlich belanglos , welche Ursachen zu der Überschuldung und der wirtschaftlichen Leistungsunfähigkeit des Klägers geführt haben .
subsumption

Satz: Im Interesse eines ordnungsgemäßen und redlichen Wirtschaftsverkehrs muss von einem Gewerbetreibenden erwartet werden , dass er bei anhaltender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ohne Rücksicht auf die Ursachen seiner wirtschaftlichen Schwierigkeiten seinen Gewerbebetrieb aufgibt ( vgl. BVerwG , U. v. 2. 2. 1982 - 1 C 146.80 - GefArch 1982 , 294 f. ) bzw. organisatorische Maßnahmen zur wirtschaftlichen Fortführung des selbstständigen Gewerbebetriebs ergreift .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Überdies hat der Beklagte zutreffend darauf hingewiesen , dass die wirtschaftliche Schieflage des Klägers bereits vor dessen Erkrankung im Jahr 2012 bestand .
subsumption