Dokument: AN 2 K 19.01053

Kontext davor:
Der Kläger studiert „ Internationale Betriebswirtschaftslehre “ .
subsumption
Nach § 54 der Studien- und Prüfungsordnung für Bachelorstudiengänge der Hochschule … - Technik und Wirtschaft vom 6. Juli 2009 in der Fassung vom 18. Juli 2016 ( Bl. 58 d. Behördenakte ) ist auch Studienziel , dass „ begleitend zur verbindlichen Sprachausbildung in englischer und spanischer oder französischer Sprache von Anfang an Gelegenheit gegeben wird , die erworbenen Fachkenntnisse mehrsprachig und im interkulturellen Kontext anzuwenden “ sowie durch das „ obligatorische Auslandspraktikum Gelegenheit zu geben , die erworbenen Fachkenntnisse in der internationalen Arbeitswelt anzuwenden “ .
definition

Satz: Dementsprechend sind nach der Studienordnung in zwei Fremdsprachen Lehrveranstaltungen zu besuchen und Leistungsnachweise zu erbringen .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Laut Angaben des Klägers findet etwa die Hälfte seiner Vorlesungen ( und somit auch der dazugehörigen Prüfungen ) in englischer Sprache statt .
subsumption
Darüber hinaus hat er 20 ECTS-Punkte durch Prüfungen in „ Wirtschaftsfranzösisch “ zu erbringen .
subsumption
Diese Prüfungen sind den Angaben des Klägers zufolge nicht nur als reine Sprachprüfungen zu verstehen , sondern beinhalten auch betriebswirtschaftliche Elemente , wie beispielsweise Bilanzprüfungen in französischer Sprache .
subsumption
Die Hochschule … bestätigte mit Schreiben vom 19. Februar 2019 ( Bl. 109 d. Behördenakte ) , dass für das Studium Internationale Betriebswirtschaft ein Aufenthalt in zwei verschiedenen Sprachräumen von besonderem Wert sei , da der Kläger als Wirtschaftssprachen Englisch und Französisch gewählt habe und empfohlen werde , in beiden Sprachräumen Auslandsaufenthalte vorzusehen , um die Befähigung zu verbessern und die praktische Nutzbarkeit für spätere Arbeitgeber deutlich erkennbar zu machen .
subsumption
Darüber hinaus werde empfohlen , die beiden Aufenthalte in zwei verschiedenen Kulturkreisen zu absolvieren .
subsumption
Im speziellen Fall des Klägers ergibt sich aus alledem , dass die beiden Auslandsaufenthalte nicht nur nützlich , sondern für die weitere Durchführung des Studiums von besonderer Bedeutung sind , da ein wichtiger Gegenstand der Ausbildung des Klägers das Beherrschen mehrerer Fremdsprachen sowie die Kunde mehrerer Länder ist .
subsumption
Dieser Auslegung steht auch der Wille des Gesetzgebers , kurzzeitige Auslandsaufenthalte , die häufig nur Feriencharakter haben und die Durchführung der an sich im Inland stattfindenden Ausbildung deshalb zu erschweren drohen , zu verhindern , nicht entgegen .
subsumption
Vernünftige Erwägungen , warum differenziert werden sollte zwischen einem Auszubildenden , der sowohl Praktikum als auch Studium beispielsweise in Australien ableistet , und einem Auszubildenden , der - ohne Unterbrechung - zunächst in Belgien und danach in Australien studiert , ergeben sich nach Ansicht der Kammer nicht .
subsumption
Im Gegenteil erscheint es der Kammer in diesem Einzelfall für die im Inland stattfindende Ausbildung „ Internationale Betriebswirtschaftslehre “ durchaus nachvollziehbar , dass der Kläger sich dafür entschieden hat , im Rahmen seiner durch die Studienordnung geschaffenen Möglichkeiten so viel internationale Erfahrung wie möglich zu sammeln .
subsumption