Dokument: 14 K 2319/16

Kontext davor:
Am 18. August 2016 erhob die Klägerin Klage .
other
Sie ist der Auffassung , die Genehmigung der Ist-Versteuerung sei rechtmäßig .
subsumption
Zum Zeitpunkt der Antragstellung ( 27. September 2011 ) sei noch nicht klar gewesen , ob und inwieweit die vertraglich vereinbarte Lieferung Wechselrichter überhaupt im Kalenderjahr 2011 stattfinden würde .
subsumption

Satz: Ihr Geschäftsführer habe am 27. September 2011 davon ausgehen müssen , dass es im Jahr 2011 lediglich zu einer Anzahlung in Höhe von 30.000 € kommen werde .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Zum Zeitpunkt der Gestattung sei an dieser Einschätzung festzuhalten gewesen .
subsumption
Insbesondere seien die von der Klägerin geschuldeten Leistungen am 15. Dezember 2011 nachweislich noch nicht erbracht gewesen ; sie habe erst am 20. Dezember 2011 die Komponenten geliefert .
subsumption
Darüber hinaus sei im Rahmen des § 20 UStG im Jahr der Betriebsgründung der Umsatz nicht nach den vereinbarten Entgelten , sondern nach den vereinnahmten Entgelten zu berechnen ; dies werde im Schrifttum einhellig vertreten ; die gegenteilige Auffassung des Finanzgerichts - FG - Brandenburg in seinem Urteil vom 13. Januar 2004 1 K 3045/02 ( Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2004 , 857 ) sei nicht überzeugend .
subsumption
Selbst bei Annahme eines rechtswidrigen Verwaltungsaktes lägen die Voraussetzungen des § 130 Abs. 2 AO nicht vor .
subsumption
Nr. 3 dieser Vorschrift sei nicht einschlägig , weil der Geschäftsführer zum Zeitpunkt der Antragstellung am 27. September 2011 von einem Gesamtumsatz in Höhe von 30.000 € habe ausgehen dürfen .
subsumption
Die Voraussetzungen des § 130 Abs. 2 Nr. 4 AO seien nicht erfüllt , weil dem Geschäftsführer allenfalls ersichtlich gewesen sei , dass der tatsächliche Gesamtumsatz des Jahres 2011 nicht lediglich 30.000 € , sondern auf Grundlage vereinnahmter Entgelte auf insgesamt 126.000 € beziffert werden könne .
subsumption
Um eine eventuelle Rechtswidrigkeit der erteilten Gestattung zu erkennen , hätte der Geschäftsführer darüber hinaus über umfassende und tiefgreifende steuerliche Fachkenntnisse verfügen müssen .
subsumption
Die Umsatzsteuer für 2011 sei zu verringern , weil die Steuer nach den vereinnahmten Entgelten zu berechnen sei .
subsumption