Dokument: L 17 U 123/14

Kontext davor:
Nach dem Merkblatt zur BK 1317 ( a. a. O. , S. 4 ) äußert sich eine Enzephalopathie i. S. d. BK 1317 durch diffuse Störungen der Hirnfunktion .
other
Konzentrations- und Merkschwächen , Auffassungsschwierigkeiten , Denkstörungen , Persönlichkeitsveränderungen oft mit Antriebsarmut , Reizbarkeit und Affektstörungen verbunden , stünden im Vordergrund .
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Eingeteilt werde die toxische Enzephalopathie in verschiedene Schweregrade I , IIa , IIb , III .
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Toxische Enzephalopathien träten in der Regel noch während des Expositionszeitraumes auf .
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Satz: Auch Jahre nach Unterlassung der gefährdenden Tätigkeit sei eine Zunahme der subjektiven Beschwerden sowie eine Verschlechterung der Ergebnisse psychologischer Testverfahren und der neurologischen Untersuchungsergebnisse möglich .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Aus alledem folgt ausweislich des Merkblatts zur BK 1317 ( a. a. O. , S. 4 f. ) , dass die klinische Diagnose der lösungsmittelbedingten Enzephalopathie auch mehrere Jahre nach Unterlassung der gefährdenden Tätigkeit erstmals gestellt werden kann .
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Die lösungsmittelbedingte Enzephalopathie kann sich nach Unterlassung der gefährdenden Tätigkeit bessern , konstant bleiben oder verschlechtern .
definition
Eine Persistenz oder eine Verschlechterung der Erkrankung nach Unterlassung der gefährdenden Tätigkeit schließt eine Verursachung durch Lösungsmittel nicht aus .
definition
Die Diagnose stützt sich auf die anamnestischen Angaben und den psychopathologischen Befund .
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Wichtige anamnestische Hinweise sind Alkoholintoleranz und häufige pränarkotische Symptome im unmittelbaren Zusammenhang mit der Lösungsmittelexposition ( Benommenheit , Trunkenheit , Müdigkeit , Übelkeit , Brechreiz , aber auch Zustände von Euphorie ) .
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Der psychopathologische Befund muss durch psychologische Testverfahren objektiviert werden , die das Alter des Patienten berücksichtigen .
definition
Neurophysiologische Untersuchungen ( EEG , evozierte Potentiale , Nervenleitgeschwindigkeit ) sowie bildgebende Verfahren ( Computertomogramm , Kernspintomogramm ) ergeben bei den lösungsmittelverursachten Enzephalopathien in der Regel Normalbefunde .
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Sie sind jedoch für die Differentialdiagnostik von Bedeutung .
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Erhöhte Werte im Biomonitoring ( Lösungsmittel oder deren Metabolite im Blut oder Urin ) können die Diagnose stützen ( vgl. Merkblatt zur BK 1317 , a. a. O. , Punkt III Toxische Enzephalopathie ) .
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