Dokument: L 17 U 123/14

Kontext davor:

Satz: Die Polyneuropathie wird in ICD-10 unter den Punkten G60 - G64 zusammen mit sonstigen Krankheiten des peripheren Nervensystems geführt .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
ICD-10 G62.2 benennt speziell eine Polyneuropathie durch sonstige toxische Agenzien ( soll das toxische Agens angegeben werden , ist eine zusätzliche Schlüsselnummer nach Kapitel XX der ICD-10 zu benutzen ) .
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Die Formulierung „ sonstige “ dient hierbei der Abgrenzung zur arzneimittelinduzierten Polyneuropathie ( ICD-10 G62.0 ) und zur Alkohol-Polyneuropathie ( ICD-10 G62.1 ) .
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Diese durch sonstige toxische Agenzien hervorgerufene Polyneuropathie ist als Krankheit i. S. d. BK 1317 zugrunde zu legen .
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Dafür spricht insbesondere auch das einschlägige Merkblatt zur BK 1317 ( a. a. O. ) , das die Polyneuropathie i. S. dieser BK dahingehend spezifiziert , dass typisch für eine neurotoxische Polyneuropathie arm- und beinbetonte , sensible , motorische oder sensomotorische Ausfälle mit strumpf- oder handschuhförmiger Verteilung sind .
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Asymmetrische , multifokale , rein motorische oder autonome Neuropathien schließen eine Verursachung durch Lösungsmittel weitgehend aus .
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Polyneuropathien i. S. der BK 1317 sind also nur durch sonstige toxische Agenzien hervorgerufene distal-symmetrische Polyneuropathien , nicht aber asymmetrisch-multifokale Polyneuropathien ( vgl. Bayerisches Landessozialgericht v. 16. 12. 2014 - L 18 U 364/12 ZVW , juris Rn . 27 ) .
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