Dokument: S 4 U 5004/16 L

Kontext davor:
Gemäß § 8 Abs. 1 SGB VII sind Arbeitsunfälle Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach den §§ 2 , 3 oder 6 SGB VII begründenden Tätigkeit ( versicherte Tätigkeit ; Satz 1 ) .
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Satz: Unfälle sind zeitlich begrenzte , von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse , die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen ( Satz 2 ) .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Für einen Arbeitsunfall ist danach in der Regel erforderlich , dass die Handlung des Versicherten zur Zeit des Unfalls der versicherten Tätigkeit zuzurechnen ist ( innerer bzw. sachlicher Zusammenhang ) , diese Verrichtung zu dem zeitlich begrenzten , von außen auf den Körper einwirkenden Ereignis ( dem Unfallereignis ) geführt hat ( Unfallkausalität ) und das Unfallereignis einen Gesundheitserstschaden oder den Tod des Versicherten verursacht hat ( haftungsbegründende Kausalität ) ( vgl. u. a. Bundessozialgericht - BSG - , Urteil vom 09. 05. 2006 - B 2 U 1/05 R - BSGE 96 , 196 - 209 m. w. N. ) .
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Der Gesundheitserstschaden ( Primärschaden , Gesundheitsbeeinträchtigung ) ist eine den Versicherungsfall begründende Tatbestandsvoraussetzung und daher keine Folge des Arbeitsunfalls ( vgl. BSG , Urteil vom 05. 07. 2011 - B 2 U 17/10 R - , BSGE 108 , 274 - 289 ) .
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Voraussetzung für weitergehende Leistungsansprüche wie die Gewährung einer Verletztenrente ist das Entstehen von länger andauernden Unfallfolgen ( weiteren Gesundheitsschäden auch Sekundärschäden oder Dauerschäden ) aufgrund des Gesundheitserstschadens ( haftungsausfüllende Kausalität ) ( vgl. BSG , Urteil vom 18. 11. 2008 - B 2 U 27/07 R - , SozR 4 - 2700 § 8 Nr. 30 , SozR 4 - 2700 § 2 Nr. 12 m. w. N. ) .
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