Dokument: 12 K 985/17

Kontext davor:
Der Senat ist auch davon überzeugt , dass eine Berufsausbildung für YZ auch tatsächlich stattgefunden hat .
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Nach der überzeugenden Aussage des Zeugen XZ hat er YZ in der Zeit von März 2014 bis Juni 2015 sachkundig bei seiner Tätigkeit in der XYZ angeleitet und dabei das Ziel verfolgt , YZ das nötige Fachwissen zu vermitteln , damit er die Sachkundeprüfung bei der IHK zum Versicherungsfachmann erfolgreich ablegen kann .
subsumption
Der Senat ist auch überzeugt , dass XZ die fachliche Eignung hatte , um die Ausbildung zum Versicherungsfachmann zu leiten .
conclusion

Satz: Denn die IHK hat gegenüber dem Zeugen XZ sogar mit Schreiben vom 2. Juli 2013 zugestimmt , dass dieser die Berufsausbildung von YZ zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen leitet .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Aus der Zeugenaussage des XZ konnte der Senat auch ableiten , dass sich die theoretische Berufsausbildung am Rahmenplan mit Lernzielen für die Sachkundeprüfung zum geprüften Versicherungsfachmann IHK orientiert hat .
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Auch hat der Zeuge XZ ausgeführt , dass er ganzheitliche Beratungsgespräche mit YZ vorbereitet und nachbesprochen hat .
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Weiter hat XZ ausgesagt , dass er bei den Beratungsgesprächen von YZ mit den Kunden anfangs ständig anwesend war und danach unter Berücksichtigung der fachlichen Fortschritte von YZ diesem immer mehr Freiheiten gewährt hat .
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Der Senat erkennt darin auch Ähnlichkeiten in der Ausbildung zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen , denn auch diese Ausbildung ist nicht nur auf den Erwerb von theoretischen Kenntnissen und praktischen Fertigkeiten ausgerichtet , sondern verlangt vom Auszubildenden den erfolgreichen Abschluss von Verträgen .
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Nach Auffassung des Senats , hat die Aussage des XZ auch ergeben , dass es sich bei der Tätigkeit von YZ für die XYZ nicht nur um praktische Tätigkeiten gehandelt hat , die zum Erwerb theoretischer Kenntnisse geführt haben .
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Zusätzlich hat sich aus der Aussage beider Zeugen ergeben , dass YZ verschiedene „ Webinare “ ( Web-Seminare ) absolviert hat .
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Der Senat hält die Aussage des Zeugen YZ für glaubhaft , dass er zwei bis drei Webinare pro Monat absolviert hatte .
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Zwar wurde die Aussage des XZ , dass er mit YZ zusätzlich verschiedene andere Seminare persönlich besucht habe , durch die Aussage von YZ so nicht bestätigt .
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YZ hat vielmehr ausgesagt , dass verschiedene Vertreter von Versicherungsgesellschaften im Maklerbüro der XYZ erschienen sind und dort ihm und seinem Vater verschiedenste Produkte erklärt haben .
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Diesen Unterschied in den beiden Aussagen bewertet der Senat jedoch als unbedeutend , zumal beide Zeugen übereinstimmend ausgesagt haben , dass sie gemeinsam Seminare zur aktuellen Rechtslage im Versicherungsvertragsrecht bei ihrem Rechtsanwalt besucht haben .
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Der Senat schließt aus den kleineren Unterschieden zwischen den Aussagen der beiden Zeugen vielmehr , dass beide Zeugen glaubwürdig waren und ihre Aussagen nicht abgesprochen haben , sondern allenfalls einige Punkte vorab besprochen haben .
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Der Senat hält die beiden Zeugen XZ und YZ auch aufgrund ihre Auftretens im Zeugenstand für glaubwürdig , denn beide haben auf Fragen des Gerichts spontan und frei geantwortet und außerdem auch ohne Umschweife in ihren Aussagen Tatsachen vorgetragen , die dazu führen , dass der Senat von einem vorzeitigen Ende des Ausbildungsverhältnisses ausgeht , obwohl beide aufgrund ihrer Stellung als Angehörige ein wirtschaftliches Interesse am vollständigen Obsiegen der Klägerin haben .
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