Dokument: Au 4 K 14.1296, Au 4 K 14.1297, Au 4 K 14.1303

Kontext davor:

Satz: Die Kläger gehen selbst davon aus , dass die Entfernung ihres Anwesens zu den streitgegenständlichen Windkraftanlagen deutlich über 1.000 m , d. h. über dem Fünffachen der Gesamthöhe der Windkraftanlagen liegt .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Gründe dafür , weshalb trotz des erheblichen Überschreitens des Anhaltswerts von „ 3 H “ von einer optisch bedrängenden Wirkung ausgegangen werden könnte , haben die Kläger nicht vorgetragen .
subsumption
Sie sind auch im Rahmen der erforderlichen Einzelfallwürdigung nicht ersichtlich .
subsumption
Beim klägerischen Anwesen liegt in Richtung der streitgegenständlichen Windkraftanlagen ( d. h. auf der Ostseite ) das Schlafzimmer mit davor befindlichem Balkon .
subsumption
Dass die drei streitgegenständlichen Windkraftanlagen von diesem Zimmer / Balkon deutlich zu sehen sein werden , reicht für eine optisch bedrängende Wirkung nicht aus .
subsumption
Dieses Zimmer verfügt über eine Jalousie , deren Gebrauch den Klägern auch zuzumuten ist .
subsumption
Im Übrigen ist das Anwesen weitgehend nach Süden ausgerichtet .
subsumption
Dies gilt insbesondere auch für den Garten .
subsumption
Dieser liegt jedoch etwas tiefer als der Eingang zum Wohngebäude , so dass nach dem beim Ortstermin gewonnenen Eindruck das ansteigende Gelände den Eindruck eines gewissen Abgeschlossenseins vermittelt und damit ein „ Hineinwirken “ der Windkraftanlagen in den Gartenbereich reduziert wird .
subsumption
Zudem finden sich in Richtung der streitgegenständlichen Windkraftanlagen im Garten zahlreiche Bepflanzungen , welche ein derartiges „ Hineinwirken “ ebenfalls weiter reduzieren .
subsumption
Schließlich muss das Wohnanwesen der Kläger aufgrund seiner Lage unmittelbar an der Grenze zum Außenbereich von vornherein stärkere Beeinträchtigungen durch privilegierte Nutzungen im Außenbereich ( hier : gem. § 35 Abs. 1 Nr. 5 BauGB ) hinnehmen .
subsumption