Dokument: 2 K 3487/12

Kontext davor:
Bestreitet der Steuerpflichtige seinen betrieblich und privat veranlassten Zahlungsverkehr über ein einheitliches -gemischtes- Kontokorrentkonto , ist für die Ermittlung der als Betriebsausgaben abziehbaren Schuldzinsen der Sollsaldo nach der sog. Zinszahlenstaffelmethode ( vgl. BFH-Beschluss vom 4. Juli 1990 GrS 2- 3/88 , BStBl II 1990 , 817 , BFH-Urteil vom 11. Dezember 1990 VIII R 190/85 , BStBl II 1991 , 390 ) bzw. im Wege der Schätzung aufzuteilen ( vgl. BFH-Urteile in BStBl II 2011 , 688 , und vom 21. September 2005 X R 46/04 , BStBl II 2006 , 125 , Schmidt / Heinicke , EStG , 33. Aufl. , § 4 Rz . 522 und 242 , 244 ) .
definition
Dazu ist das Kontokorrentkonto entsprechend den privaten und betrieblichen ( beruflichen ) Sollbuchungen rechnerisch in zwei Unterkonten aufzuteilen .
definition

Satz: Auf dem einen Unterkonto sind die privat veranlassten , auf dem anderen sind die betrieblich ( beruflich ) veranlassten Sollbuchungen einzustellen .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Bei gemischten Kontokorrentkonten kann unterstellt werden , dass durch laufende Geldeingänge ( Habenbuchungen ) vorrangig die privaten Schuldenteile getilgt werden ( vgl. BFH in BStBl II 1990 , 817 , BFH-Beschluss vom 8. Dezember 1997 GrS 1- 2/95 , BStBl II 1998 , 193 ) .
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