Dokument: 6 K 97/15

Kontext davor:
„ Offenbar “ ist eine Unrichtigkeit dann , wenn der Fehler bei Offenlegung des Sachverhalts für jeden unvoreingenommenen Dritten klar und eindeutig als offenbare Unrichtigkeit erkennbar ist .
definition
Darauf , ob der Steuerpflichtige die Unrichtigkeit anhand des Bescheids und der ihm vorliegenden Unterlagen erkennen konnte , kommt es nicht an .
definition
„ Offenbar “ ist ein Fehler indes immer nur dann , wenn er als solcher „ auf der Hand liegt “ und aus sich heraus offen zutage tritt , nicht aber , wenn er erst durch Abfrage subjektiver Einschätzungen seinerzeit Beteiligter ermittelt und damit „ offenbart “ wird .
definition

Satz: Etwaige entgegenstehende innere Absichten des beteiligten Verwaltungsbeamten müssen sich sonach in einer irgendwie nach außen tretenden , „ offenbaren “ Handlungsweise „ beim Erlass “ des betreffenden Bescheides oder auch „ im Vorfeld “ der Steuerfestsetzung niederschlagen ; spätere Bekundungen des Beamten können dies nur verifizieren .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Fehlt es daran , so gelten die allgemeinen Beweislastregeln , hier zu Lasten des FA als desjenigen , der sich auf die Unrichtigkeit beruft ( BFH-Urteil vom 29. Januar 2003 I R 20/02 , BFH / NV 2003 , 1139 ) .
definition