Dokument: Au 6 K 17.34147

Kontext davor:

Satz: Kurdische Volkszugehörige zählen etwa 13 Mio. bis 15 Mio. Menschen auf dem Gebiet der Türkei und stellen noch vor Kaukasiern und Roma die größte Minderheit in der Bevölkerung der Türkei ( vgl. Auswärtiges Amt , Bericht über die asyl- und abschieberelevante Lage in der Republik Türkei vom 3. 8. 2018 , S. 15 - im Folgenden : Lagebericht ) ; sie unterliegen demnach aufgrund ihrer Abstammung keinen staatlichen Repressionen , zumal aus den Ausweispapieren in der Regel - sofern keine spezifisch kurdischen Vornamen geführt werden - nicht hervorgeht , ob ein türkischer Staatsbürger kurdischer Abstammung ist ( vgl. Auswärtiges Amt , Lagebericht , S. 15 ) .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Der private Gebrauch der in der Türkei gesprochenen kurdischen Sprachen Kurmandschi und des weniger verbreiteten Zaza ist in Wort und Schrift keinen Restriktionen ausgesetzt , der amtliche Gebrauch ist allerdings eingeschränkt .
subsumption
Unterricht in kurdischer Sprache an öffentlichen Schulen war bis 2012 nicht erlaubt und wurde seither stufenweise bei entsprechender Nachfrage erlaubt ; Dörfer im Südosten können ihre kurdischen Namen zurückerhalten .
subsumption
Die verfassungsrechtliche Festschreibung von Türkisch als einziger Nationalsprache bleibt jedoch erhalten und erschwert die Inanspruchnahme öffentlicher Dienstleistungen durch Kurden und Angehörige anderer Minderheiten , für die Türkisch nicht Muttersprache ist ( vgl. Auswärtiges Amt , Lagebericht vom 3. 8. 2018 , S. 15 ; BFA , Länderinformationsblatt Türkei vom 18. 10. 2018 , S. 68 ) .
subsumption
Seit der Verhängung des Notstands aber hat sich die Lage verändert : Zwei Drittel der per Notstandsdekret geschlossenen Medien sind kurdische Zeitungen , Onlineportale , Radio- und Fernsehsender , darunter auch IMC TV und die Tageszeitung „ Özgür Gündem “ unter dem Vorwurf , „ Sprachrohr der PKK “ zu sein ( vgl. Auswärtiges Amt , Lagebericht vom 3. 8. 2018 , S. 15 ) .
subsumption