Dokument: Au 3 K 14.185

Kontext davor:

Satz: Im Anwendungsbereich des § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 WHG ist der Widerruf in der Regel gerechtfertigt , wenn die Drei-Jahres-Frist abgelaufen ist und keine Besonderheiten vorliegen , die ein berechtigtes Interesse am Fortbestand des Wasserrechts aufzeigen und ein Absehen vom Widerruf rechtfertigen .

Klassifikation: definition

Kontext danach:
Das durch § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 WHG eröffnete Ermessen ist somit in dem Sinne „ intendiert “ , dass für den Regelfall einer langjährigen oder gar endgültigen Nichtausübung eines alten Rechts dessen Widerruf zu erfolgen hat .
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In solchen Fällen müssen die für die dahingehende Ermessensbetätigung sprechenden Gesichtspunkte im Bescheid nicht ausdrücklich hervorgehoben werden , sondern genügt es , wenn nur auf solche Gründe eingegangen wird , die nach Auffassung des Rechtsinhabers - ausnahmsweise - gegen einen Widerruf , also gegen ein Vorgehen entsprechend der Regel , sprechen ( siehe zum Ganzen : OVG Saarland , B. v. 20. 8. 2010 - 1 A 214/10 - juris Rn . 12 f. / 19 ; OVG NW , B. v. 16. 6. 2003 - 20 A 2844/02 - juris Rn . 5 ; jeweils zu § 15 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 WHG a. F. ; VG Saarland , U. v. 10. 10. 2011 - 5 K 528/11 - juris Rn . 41 ) .
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