Dokument: L 19 R 36/17

Kontext davor:

Satz: Dass auf einen Zeugenbeweis ausschließlich zurückgegriffen werden dürfte , wenn schriftliche Beweismittel nicht zu erlangen sind , ist aus Sicht des Senats nicht zwingend so geregelt .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Dass Zeugen für lange Zeiträume in der Vergangenheit , die noch dazu Jahrzehnte zurückliegen , taggenaue Angaben machen können , ist wohl nur im Ausnahmefall , insbesondere bei der Möglichkeit des Rückgriffs auf Aufzeichnungen , möglich .
subsumption
Im Fall der Klägerin liegen nur generalisierte Aussagen vor .
subsumption
Immerhin haben die Zeuginnen vermitteln können , dass sie in der Lage sein könnten , Aussagen zu Fehlzeiten der Klägerin zu machen , weil sie mit der gesundheitlichen Versorgung der Klägerin im Krankheitsfall , mit der Vertretung der Klägerin an der Arbeitsstelle und mit der Entlohnung von erkrankten Arbeitnehmern zu tun gehabt hatten .
subsumption
Die Zeugenaussage der Zeugin C. machte trotz des bestehenden Verwandtschaftsverhältnisses den Eindruck einer ausreichenden Distanz und des Bemühens um ein erinnerungsgetragenes Bezeugen der damaligen Geschehnisse , wie sich an dem Einräumen der fehlenden Kenntnis zu auswärtigen Fortbildungen ersehen lässt .
subsumption
Die Zeugin B. zeigte sich stärker von den Vorgängen betroffen , aber auch ihr war das Bemühen um eine aus ihrer Sicht zutreffende Darstellung nicht abzusprechen .
subsumption