Dokument: L 19 R 1220/13

Kontext davor:
Für die Frage der Rentengewährung ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung , dass nach ständiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts psychische Erkrankungen erst dann rentenrechtlich relevant werden , wenn trotz adäquater Behandlung ( medikamentös , therapeutisch , ambulant und stationär ) davon auszugehen ist , dass ein Versicherter die psychischen Einschränkungen dauerhaft nicht überwinden kann - weder aus eigener Kraft , noch mit ärztlicher oder therapeutischer Hilfe ( BSG Urteil vom 12. 09. 1990 - 5 RJ 88/89 ; BSG Urteil vom 29. 02. 2006 - B 13 RJ 31/05 R - jeweils zitiert nach juris ; BayLSG Urteil vom 21. 03. 2012 - L 19 R 35/08 ) .
definition
Nachdem die Klägerin bisher noch keine psychosomatische Rehabilitationsmaßnahme durchlaufen hat , ist es trotz erfolgter ambulanter Psychotherapie aus Sicht des Senates zumindest höchst fraglich , ob man von einer Ausschöpfung der Behandlungsoptionen auf psychischem Gebiet ausgehen kann .
subsumption
Es spricht mehr dafür , dass dies nicht der Fall ist , als dass man die erfolgten Therapien als umfassend ansehen könnte .
subsumption

Satz: Der im aktuellen Gutachten beobachtete Trainingsmangel im Gefolge der körperlichen Schonhaltung der Klägerin löst somatische Schwächen aus - hier bei der Herzfunktion - die aber bei entsprechender Belastung sich als noch reversibel gezeigt haben .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Gleiches ist für eine etwa verhaltenstherapeutisch orientierte Therapie im Bereich sonstigen Schonverhaltens der Klägerin zu erwarten , so dass eine Unveränderbarkeit und Dauerhaftigkeit der Einschränkungen noch nicht besteht .
subsumption