Dokument: Ks 104 Js 5210/15

Kontext davor:

Satz: Der Angeklagte M. teilte daraufhin am frühen Nachmittag des 13. 05. 2015 dem Angeklagten E. telefonisch nochmals mit , dass er am heutigen Nachmittag Rebecca W. in deren Wohnung aufsuchen wolle .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Der Angeklagte M. packte sodann seine Sporttasche , in der er u. a. auch mehrere Kabelbinder sowie Klebeband verstaute .
subsumption
Anschließend fuhr er mit seinem Motorroller von seiner Wohnung in Sailauf aus zu einem Parkplatz vor dem Fitnessstudio „ Mc Fit “ , wo er sich vereinbarungsgemäß mit dem Angeklagten E. traf .
subsumption
Dort verlangte der Angeklagte M. von dem Angeklagten E. , wie zuvor zwischen beiden vereinbart , dass dieser ihm dessen Pkw Suzuki Swift mit dem amtlichen Kennzeichen AB-DV 5 überlassen solle .
subsumption
Der Angeklagte E. , der es zumindest für möglich hielt , dass der Angeklagte M. damit zu Rebecca W. fahren und diese samt des ungeborenen Kindes sodann auf eine für den Angeklagten E. nicht bekannte Weise umbringen würde , erklärte sich mit der Zurverfügungstellung seines Fahrzeugs einverstanden und nahm billigend in Kauf , dass der Angeklagte M. das Fahrzeug anlässlich der Tatausführung nutzt .
subsumption
Nachdem der Angeklagte M. noch erfolglos versucht hatte , die von ihm mitgebrachten Wechselkennzeichen an dem Fahrzeug des Angeklagten E. zu montieren , begaben sich beide Angeklagte um 13.58 Uhr in das Fitnessstudio .
subsumption
Der Angeklagte M. trainierte nur wenige Minuten , übergab anschließend zum Zwecke eines Alibis seine Mitgliedskarte dem Angeklagten E. und kehrte mit Wissen des Angeklagten E. in die Umkleidekabine zurück , wo er sich eine Regenhose sowie eine Regenjacke anzog .
other
Diese Kleidungsstücke hatte der Angeklagte M. mitgebracht , weil er sich entsprechend seines vorgefassten Tatplans als vermeintlicher Postbote Zutritt zu dem von Rebecca W. bewohnten Mehrparteienhaus verschaffen und von dieser nicht sofort erkannt werden wollte .
subsumption
Anschließend verließ der Angeklagte M. das Fitnessstudio und fuhr mit dem Pkw Suzuki Swift des Angeklagten E. zur Wohnung von Rebecca W. , wobei er in einer Plastiktüte die mitgebrachten Kabelbinder , das Klebeband und einen Einmalhandschuh sowie ein zuvor dem Ablagefach seines Motorrollers entnommenes Spannbetttuch mit sich führte .
subsumption
Der Angeklagte war spätestens zu diesem Zeitpunkt fest entschlossen , Rebecca W. zu töten und hierdurch auch den Tod des ungeborenen Kindes zu bewirken .
subsumption
Gegen 14.30 Uhr läutete der Angeklagte M. an der Hauseingangstür von Rebecca W. , gab sich als Postbote aus und verschaffte sich so Zutritt zu dem Wohnanwesen .
subsumption
Unter dem Vorwand , mit Rebecca W. an einem neutralen Ort über die Situation sprechen zu wollen , überredete er diese , in den vom Angeklagten E. ausgeliehenen Pkw zu steigen .
subsumption
Anschließend fuhren beide zu dem in dem Aschaffenburger Stadtteil Strietwald gelegenen , dem Angeklagten noch aus seiner Jugendzeit bestens vertrauten Waldgebiet „ Molkenbrunnen “ , wo der Angeklagte M. das Fahrzeug im Bereich eines Wendehammers abstellte .
subsumption
Von dort aus begaben sich der Angeklagte M. und Rebecca W. zu einem nicht genau bekannten , jedenfalls aber zwischen 15.40 Uhr und 16.00 Uhr liegenden Zeitpunkt über einen parallel zur Bundesautobahn A3 verlaufenden Schotterweg zu einem nach links abzweigenden schmalen Waldweg , wobei der Angeklagte M. die Plastiktüte mit den Kabelbindern , dem Klebeband sowie dem Einmalhandschuh mit sich führte .
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