Dokument: B 7 K 17.32175

Kontext davor:

Satz: Erhebliche Widersprüche haben sich auch bezüglich des Aufenthalts des Bruders des Klägers ergeben .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Diese sind keinesfalls unerheblich , denn der Kläger selbst hat seinen Bruder ins Spiel gebracht , nachdem er von diesem Anfang 2018 Nachrichten erhalten habe .
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So soll nicht nur die Ehefrau des Klägers verhaftet und zwischenzeitlich verstorben sein , sondern es soll auch mehrere Besuche der Polizei gegeben haben , die habe wissen wollen , wo sich der Kläger aufhalte ( Schriftsatz vom 23. 05. 2018 ; S. 2/3 der Niederschrift ) .
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Zum Aufenthalt seines Bruders hat der Kläger ausgeführt , er sei anfangs in Asien gewesen ( S. 2 der Niederschrift ) .
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Zum Zeitpunkt der Ausreise des Klägers sei der Bruder bereits in Katar gewesen ( S. 4 der Niederschrift ) .
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Der Bruder sei vor dem Kläger ausgereist ( S. 4 der Niederschrift ) .
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Andererseits bestätigte der Kläger , dass er beim Bundesamt angegeben habe , dass sein Bruder damals 17 Jahre alt gewesen und noch zur Schule gegangen sei ( S. 4 der Niederschrift ) .
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Dies ist jedoch nicht plausibel in Einklang zu bringen , denn es macht einen erheblichen Unterschied , ob ein naher Verwandter wie ein Bruder im Zeitpunkt der Ausreise zu Hause wohnt und noch Schüler ist oder ob dieser das Heimatland bereits verlassen habe und nach Katar gegangen sei .
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Auffällig erscheint auch , dass der Kläger bei seinem Vortrag in der mündlichen Verhandlung nicht von sich aus darauf zu sprechen gekommen ist , dass nach dem Kläger gefragt / gesucht worden sei .
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Vielmehr sei die Jahre zuvor nichts weiter passiert ( S. 2 der Niederschrift ) .
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Erst auf suggestiven Einwurf des Bevollmächtigten , dass dieser den Kläger so verstanden habe , dass die Polizei bei der Frau öfter nach dem Kläger gefragt habe , erklärte dieser mit knappen Worten , dass das stimme ( S. 3 der Niederschrift ) .
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Es ist im Übrigen auch wenig einleuchtend , dass die ganzen Jahre nichts Nennenswertes passiert sein soll , dann aber unmittelbar vor der mündlichen Verhandlung mitgeteilt wird , dass es zur Verhaftung der Ehefrau gekommen sei , ohne dass ein plausibler Grund im Ansatz erkennbar wäre , insbesondere dahin , dass diese Verhaftung überhaupt mit dem Kläger selbst zusammenhinge , da er bereits seit mehr als zwei Jahren nicht mehr im Land war ( vgl. S. 3 der Niederschrift ) .
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