Dokument: Au 6 K 15.71

Kontext davor:
Nach diesen Maßstäben und nach dem Ergebnis der mündlichen Verhandlung ist die mit dem angefochtenen Bescheid der Beklagten vom 17. Dezember 2014 festgesetzte Frist von sechs Jahren ab Ausreise bzw. Abschiebung nicht rechtmäßig .
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Zwar konnte im vorliegenden Fall die Fristgrenze von fünf Jahren grundsätzlich überschritten werden , weil vom Kläger eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgeht .
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Nicht mit ausreichendem Gewicht berücksichtigt wurden aber die persönlichen Umstände und dabei vor allem das familiäre Umfeld des Klägers .
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Satz: In diesem Zusammenhang ist insbesondere in den Blick zu nehmen , wie sich die Länge der Frist auf die Beziehung des Klägers zu seinen Kindern auswirkt .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Die enge emotionale Vater-Kind-Beziehung und tatsächliche Verbundenheit , von der das Gericht aufgrund der Ausführungen und des Eindrucks vom Kläger in der mündlichen Verhandlung überzeugt ist , führt bei angemessener Berücksichtigung zu einer Frist von vier Jahren .
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Diese Frist hält dem Kläger nach prognostischer Einschätzung die Rückkehr ins Bundesgebiet zu einem Zeitpunkt offen , in dem er noch in maßgeblicher Weise am Heranwachsen seiner Kinder teilnehmen kann .
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Angesichts der schweren Straffälligkeit des Klägers und der Gefahr eines Rückfalls kommt eine noch kürzere Frist jedoch nicht in Betracht , weil erst nach einem hinreichend langen Zeitraum beurteilt werden kann , ob die mit der Ausweisung verbundenen Wirkungen erreicht sind .
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Die Befristung auf vier Jahre erweist sich vor diesem Hintergrund als erforderlich , aber auch ausreichend .
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