Dokument: 2 Sa 201/16

Kontext davor:

Satz: dd .

Klassifikation: other

Kontext danach:
Auch mit der Einführung der Zeiterfassung haben die Parteien eine geschuldete Arbeitszeit nicht vereinbart .
conclusion
Es ist nicht ersichtlich , dass die Beklagte mit der Einführung des Zeiterfassungssystems die geschuldete Arbeitszeit der Chefärzte festlegen wollte , insbesondere nicht auf eine 40-Stunden-Woche .
subsumption
Dies hätte angesichts der von diesen geleisteten Arbeitszeiten eine deutliche Verkürzung bedeutet .
subsumption
Die Beklagte hielt die Chefärzte zwar für verpflichtet , an der Zeiterfassung teilzunehmen und appellierte auch an deren Vorbildfunktion .
subsumption
Diese wollten unstreitig zunächst aber überhaupt nicht an der Zeiterfassung teilnehmen .
subsumption
Erst nach rechtlichen Hinweisen durch die Kanzlei des Klägervertreters auf das Direktionsrecht der Beklagten und dem Hinweis der Beklagten auf die Vorbildfunktion der Chefärzte kam es zur Teilnahme an der Zeiterfassung .
subsumption
Aus der bloßen Teilnahme an der Zeiterfassung kann daher nicht auf einen rechtsgeschäftlichen Willen geschlossen werden , eine regelmäßig geschuldete Arbeitszeit überhaupt zu vereinbaren - geschweige denn einen 8-Stunden-Tag .
subsumption
Der Kläger war mit Schreiben der Kanzlei seines Prozessvertreters vom 17. 03. 2004 auch ausdrücklich darauf hingewiesen worden , dass die Chefärzte keine dienstvertragliche Arbeitszeit schulden .
subsumption
Die Beklagte hat auch im Schreiben vom 26. 03. 2004 keine andere Auffassung vertreten .
subsumption