Dokument: B 6 K 17.30337

Kontext davor:

Satz: Auch wenn man das Kernvorbringen des Klägers – drohende Steinigung wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs – als wahr unterstellt , macht ihn das nicht zum Flüchtling im Sinne des § 3 Abs. 1 AsylG , weil die Verfolgung in Gestalt einer unverhältnismäßigen Bestrafung ( § 3a Abs. 2 Nr. 3 AsylG ) , unabhängig davon , ob sie von Parteien oder Organisationen , die den Staat oder einen wesentlichen Teil des Staatsgebiets beherrschen , im Sinne des § 3c Nr. 2 AsylG oder von nichtstaatlichen Akteuren im Sinne des § 3c Nr. 3 AsylG ausgeht , nicht an die in § 3 Abs. 1 Nr. 1 AsylG aufgezählten Verfolgungsgründe im Sinne des § 3b AsylG – Rasse , Religion , Nationalität , politische Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe – anknüpft .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Der Kläger fühlte sich als Hazara in seinem Heimatdorf und überhaupt in Afghanistan zwar benachteiligt und unsicher , die befürchtete Steinigung hat aber nichts mit seiner Volkszugehörigkeit zu tun .
subsumption
Vor der Entdeckung des außerehelichen Geschlechtsverkehrs lebte der Kläger nach eigenem Bekunden als Hazara zwar nicht ganz unbehelligt , war aber keinen Handlungen ausgesetzt , die den Schweregrad einer Verfolgung im Sinne des § 3a Abs. 1 AsylG erreicht hätten .
subsumption