Dokument: AN 2 K 14.01843

Kontext davor:
Die Leistungsbescheinigungen des Klägers vom 8. Mai 2014 ( dem Beklagten vorgelegt am 12. 5. 2014 ) und vom 10. Januar 2016 ( vorgelegt in der mündlichen Verhandlung vom 5. 8. 2016 ) belegen jedoch , dass der Kläger bereits im 1. Fachsemester ( Sommersemester 2012 ) die nach der Prüfungsordnung vorgesehene ECTS- Punktezahl von 30 ECTS nicht erreicht hat .
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Er erzielte im Sommersemester 2012 lediglich 20 ECTS .
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Zu diesem Zeitpunkt spielte die Kindererziehung noch keine Rolle , nachdem der Sohn des Klägers erst am 17. Februar 2013 , also am Ende des 2. Fachsemesters geboren wurde .
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Satz: Dass das Punktedefizit von 10 ECTS allein auf Umständen beruht , auf die der Kläger keinen Einfluss hatte , konnte der Kläger ebenfalls nicht zur Überzeugung des Gerichts darlegen .

Klassifikation: subsumption

Kontext danach:
Insbesondere ist nicht davon auszugehen , dass die Unterpunktung ausschließlich damit zusammenhängt , dass das Master-Studium der Kulturgeographie erstmals mit Beginn zum Sommersemester 2012 möglich gewesen ist und der Studienplan seitens der Universität hierauf noch nicht voll eingerichtet war , so dass es zwangsläufig zu einem Punktedefizit kommen musste .
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Vielmehr spricht der gesamte Studienverlauf des Klägers eher dafür , dass ihm die Qualität seiner Leistungen sehr wichtig war , im Zweifelsfall auch wichtiger als ein ausbildungsförderungsrechtlich aber zu fordernder stringenter Studienverlauf und die Einhaltung der Regelstudienzeit von ihm zugunsten besserer Studienleistungen zurückgestellt wurde .
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Diese Einstellung hat der Kläger in der mündlichen Verhandlung vom 17. November 2016 selbst deutlich zum Ausdruck gebracht .
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Insbesondere begründete er die Tatsache , dass er - nachdem sein Sohn zum 1. April 2014 einen Krippenplatz hatte - noch weitere drei Semester studiert hat , damit , dass er ehrgeizig sei und sich Zeit genommen habe , um seine Masterarbeit sehr gut zu erledigen .
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Auf die Frage , warum er seine Wahlpflichtfächer nicht bereits im 1. Semester belegt habe , gab er an , sich zunächst auf das Hauptfach konzentriert zu haben .
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Dass der Kläger in seinem 1. Fachsemester bestimmte Module , die nach der Anlage 5 der Prüfungsordnung für dieses Fachsemester regelmäßig vorgesehen sind , nicht belegen konnte , kann ihm durchaus geglaubt werden .
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Dass er aber andere Module nicht hätte vorziehen können , insbesondere die Wahlpflichtmodule nicht hätte absolvieren können , ist nicht ersichtlich .
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Ein derartig selbstständiger Ausgleich ist ausbildungsförderungsrechtlich von einem Studenten jedoch zu fordern .
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