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--- German ---
An alle akkreditierten Journalisten
des Bundesgerichts
Lausanne, 20. April 2020
Kein Embargo
Medienmitteilung des Bundesgerichts
Aufsichtsbericht zu Vorkommnissen am Bundesstrafgericht
Die Verwaltungskommission des Bundesgerichts hat ihr aufsichtsrechtliches Verfahren betreffend Vorkommnisse am Bundesstrafgericht abgeschlossen. Es nimmt in
seinem Bericht Stellung zu den von der Presse aufgegriffenen Problemfeldern und
schlägt acht Massnahmen vor.
Die Verwaltungskommission (VK) des Bundesgerichts (BGer) hat das Präsidium des
Bundesstrafgerichts (BStGer) am 6. Januar 2020 im Rahmen des aufsichtsrechtlichen
Verfahrens ersucht, zu den Problemfeldern Stellung zu nehmen, die zuvor von der
Presse aufgegriffen worden waren. Das BStGer hat dazu Factsheets erarbeitet und zu
den erhobenen Vorwürfen Stellung genommen. Anschliessend hat die VK BGer acht
Richterpersonen und die Generalsekretärin des BStGer einvernommen. Zudem hat die
VK BGer angeforderte oder ihr spontan eingereichte Unterlagen berücksichtigt, darunter
Berichte der Ombudspersonen des BStGer sowie Schreiben des Finanzverantwortlichen
und der Personalverantwortlichen. Sämtliche Mitglieder und Angestellten des BStGer
wurden zudem darüber orientiert, dass sie sich direkt bei der VK BGer melden können.
Die VK BGer kommt in ihrem Aufsichtsbericht bezüglich der verschiedenen Problemfelder zu folgenden Schlüssen und schlägt acht 1 Massnahmen vor.
1Auf die Massnahme Nr.1, mit der die VK BGer auf die gesetzlich vorgesehene Stellvertretungsregelung bei Verhinderung/Ausstand eines Mitglieds der VK BStGer verweist, wird im Folgenden 
nicht weiter eingegangen.
Nebentätigkeiten
Die Nebentätigkeiten von fünf Richterpersonen des BStGer, welche gerichtsintern
Anlass zu Diskussionen gegeben haben, sind nicht zu beanstanden.
Überstunden/Pensenerhöhungen
Bezüglich Pensenerhöhungen bestehen keine Hinweise, dass für die seit Beginn des
Jahres 2019 erfolgten Pensenanpassungen bei fünf Mitgliedern des BStGer die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt gewesen wären. Auch in formeller Hinsicht wurde
ordnungsgemäss vorgegangen. Fraglich erscheint die Zweckmässigkeit von rückwirkenden Pensenanpassungen. Die VK BGer schlägt als Massnahme vor, Pensenanpassungen künftig nicht mehr rückwirkend zu bewilligen. 2
Arbeitszeiten/Arbeitseinsatz
Die Verdächtigungen betreffend Anwesenheit und Arbeitseinsatz der Richterschaft in
Bellinzona halten einer Überprüfung nicht stand. Dass Bundesstrafrichterinnen und
Bundesstrafrichter im Teilpensum tätig sein können (aktuell acht von zwanzig aktiven
Richterpersonen) hat das Seine zu dem in der Presse aufgegriffenen Generalverdacht
von Schlendrian und Pflichtvergessenheit bei der Richterschaft beigetragen. Konkret
beanstandet wurde, dass ein Mitglied der Strafkammer nicht gemäss seinem Pensum
arbeite. Die VK BGer lädt die zuständigen Organe des BStGer ein, Abklärungen zu
treffen und bei der Aufsichtssitzung im September Bericht zu erstatten. 3
Bezüglich der in der Presse monierten Zunahme des Bestandes an Gerichtsschreibenden – verbunden mit der Verdächtigung, dass sich die Richterinnen und Richter von der
Arbeit drücken würden – hält sich die Entwicklung absolut im Rahmen. Die Zunahme der
Gerichtsschreiberstellen von 3 im Jahr 2004 zu 23,7 im Jahr 2019 erklärt sich durch die
Vervielfachung der Bundesstrafsachen, neue Zuständigkeiten, die gestiegene Komplexität der Fälle und die Einrichtung der neuen Berufungskammer ab 2019.
Spesen
Es gibt keine Anhaltspunkte zu Missbräuchen bei Spesen. Der Posten "Total verschiedene Spesen" betrug am BStGer 2019 rund 23'200 Franken, was als moderat zu
bezeichnen ist. Allerdings wird das BStGer eingeladen, die Vergütung von Spesen für
die Teilnahme von Gerichtsmitgliedern an politischen Anlässen der Fraktionen und für
Kurse zur Vorbereitung auf den Ruhestand zu beenden. 4
Sexismus
Es gibt keine Hinweise auf Fälle von sexuellen Übergriffen irgendwelcher Art am
BStGer, weder physische noch psychische sexuelle Belästigungen, insbesondere keine
unter  Ausnützung  der  hierarchischen  Überordnung  erfolgten  Belästigungen  oder
Zudringlichkeiten.
Der Präsident der Strafkammer hatte im April 2018 mit zwei Gerichtsschreiberinnen
über die kritische Arbeitssituation gesprochen und dabei zumindest einer von ihnen
2Massnahme Nr. 2
3Massnahme Nr. 3
4Massnahme Nr. 4
gesagt, "nicht schwanger zu werden", ansonsten er nicht sehe, wie die grosse
Geschäftslast zu bewältigen sei. Er hatte sich im September 2018 für seine verbale Entgleisung förmlich entschuldigt. Beide Gerichtsschreiberinnen nahmen seine Entschuldigung an. Von dieser Lösung hatte das Bundesgericht anlässlich der Aufsichtssitzung mit
dem Bundesstrafgericht vom 5. Oktober 2018 Kenntnis genommen.
Kungelei/Liebschaften
Soweit gerichtsinterne Liebschaften unter Beteiligung von Richterpersonen der Vergangenheit angehören, sind sie für die derzeitige Lage und die künftige Entwicklung des
BStGer irrelevant. Aktuell ist nur eine Richterperson an einer gerichtsinternen Liebschaft
beteiligt. Die VK BGer hat sich vergewissert, dass diesbezüglich die Vorschriften über
Ausstand und Befangenheit ausnahmslos eingehalten werden. Allerdings sollte der
Transparenz in solchen Fällen künftig mehr Bedeutung beigemessen werden. Die VK
BGer legt den Richterinnen und Richtern des BStGer nahe, der VK des BStGer zu
kommunizieren, wenn sie ein Liebesverhältnis mit Angestellten des Gerichts eingehen. 5
Wohnsitz im Ausland
Alle Gerichtspersonen des BStGer erfüllen die Pflicht, in der Schweiz zu wohnen.
Mobbing gegen Tessiner/Nichtwiederwahl von Tessiner Richterpersonen als Kammerpräsidentin/Kammerpräsident
Mobbing gegen Tessiner wird von allen deutsch- und französischsprachigen Befragten
einhellig verneint, von zwei italienischsprachigen Richterpersonen (der bis Ende 2019
amtierenden Präsidentin der Berufungskammer und des bis Ende 2019 amtierenden
Präsidenten der Beschwerdekammer) und der italienischsprachigen Generalsekretärin
dagegen bejaht. Insgesamt gibt es keine genügenden Hinweise für ein durch deutschoder französischsprachige Richterpersonen betriebenes Mobbing gegen italophone
Gerichtsschreibende oder Angestellte des BStGer.
Soweit die bis Ende 2019 als Präsidentin der Berufungskammer amtierende Bundesstrafrichterin und der bis Ende 2019 als Präsident der Beschwerdekammer amtierende
Bundesstrafrichter ihre Nichtwiederwahl als Kammerpräsidentin bzw. Kammerpräsident
als Akt von Mobbing oder Diskriminierung der italienischsprachigen Minderheit sehen,
finden sich dafür in beiden Fällen nicht die geringsten Anhaltspunkte. Die frühere
Präsidentin der Berufungskammer hat ihren Pflichten als Kammerpräsidentin eindeutig
nicht genügt. Die VK BGer wird die Situation betreffend Verbesserungen in der Zusammenarbeit mit der betroffenen Richterin bei der Aufsichtssitzung mit dem BStGer im
kommenden September im Detail prüfen. Es behält sich eine Meldung an die Gerichtskommission betreffend ihrer Wiederwahl 2021 vor. 6 Für eine Diskriminierung der
italophonen Minderheit im Zuge der Nichtwiederwahl des früheren Präsidenten der
Beschwerdekammer gibt es ebenfalls keinerlei Hinweise, zumal ihm als Kammerpräsident ein Tessiner nachfolgte.
Als bewiesen anzunehmen ist, dass sich einige Bundesstrafrichter bei Meinungsverschiedenheiten mit Untergebenen in Stil und Tonlage vergreifen und insbesondere
5Massnahme Nr. 5
6Massnahme Nr. 8
die kulturellen Eigenheiten der Tessinerinnen und Tessiner nicht immer in genügender
Weise berücksichtigen. Die VK BGer ersucht die Richterinnen und Richter des BStGer,
sowohl Kolleginnen und Kollegen, als auch Untergebene in allen Situationen mit
Anstand, Höflichkeit und Respekt zu behandeln. 7
Betreffend der Generalsekretärin des BStGer hält die VK BGer fest, dass sie die an sie
herangetragenen Klagen und Vorwürfe seit Jahren nicht lege artis behandelt. Dazu
treten ihre Probleme auf Richterstufe. Dem Plenum des BStGer wird empfohlen, das
Arbeitsverhältnis mit ihr zu beenden. 8
Link zum vollständigen Aufsichtsbericht

--- French ---
A tous les journalistes accrédités auprès
du Tribunal fédéral
Lausanne, le 20 avril 2020
Pas d'embargo
Communiqué de presse du Tribunal fédéral
Rapport de surveillance relatif aux incidents survenus au 
Tribunal pénal fédéral
La Commission administrative du Tribunal fédéral a clos sa procédure de surveillance relative aux incidents qui ont eu lieu au Tribunal pénal fédéral. Dans son
rapport, elle prend position sur les problèmes soulevés par la presse et propose huit
mesures. 
Le 6 janvier 2020, dans le cadre de la procédure de surveillance, la Commission
administrative (CA) du Tribunal fédéral (TF) a invité la Présidence du Tribunal pénal
fédéral (TPF) à se prononcer sur les problèmes qui avaient été soulevés dans la presse.
Le TPF a élaboré des factsheets à cet effet et a pris position sur les reproches formulés.
La CA du TF a ensuite auditionné huit juges et la Secrétaire générale du TPF. La CA du
TF a en outre pris en considération des pièces requises ou remises spontanément, dont
les rapports des médiateurs du TPF, ainsi que des courriers du responsable des
finances et de la responsable du personnel. Tous les membres et employés du TPF ont
été informés qu'ils pouvaient s'adresser directement à la CA du TF.
Dans son rapport de surveillance, la CA du TF arrive aux conclusions suivantes concernant les différents problèmes et propose les huit 1 mesures subséquentes.
1La mesure n° 1, par laquelle la CA du TF renvoie à la règle de représentation en cas d'empêchement/récusation d'un membre de la CA du TPF, ne sera pas abordée plus en détail ci-après.
Activités accessoires
Les activités accessoires de cinq juges du TPF, qui ont donné lieu à des discussions
internes au tribunal, ne sont pas critiquables.
Heures supplémentaires/augmentations de taux d'activité
Concernant les augmentations de taux d'activité, rien n'indique que les conditions
légales pour les adaptations de taux d'activité de cinq membres du TPF intervenues
depuis le début de l'année 2019 n'auraient pas été remplies. Du point de vue formel
également, il a été procédé correctement. Le caractère adéquat de l'adaptation rétroactive des taux d'activité semble discutable. La CA du TF propose de ne plus autoriser à
l'avenir les adaptions de taux d'activité rétroactivement. 2
Temps de travail/investissement
Les soupçons concernant la présence et l'investissement des magistrats à Bellinzone ne
résistent pas à un examen approfondi. Le fait que les juges pénaux fédéraux puissent
exercer une activité à temps partiel (ce qui est actuellement le cas de huit juges sur
vingt juges actifs) a contribué à la suspicion générale, relayée dans la presse, de négligence et de manquement au devoir de la part du pouvoir judiciaire. Concrètement, il a
été reproché à un membre de la Cour des affaires pénales de ne pas travailler conformément à son taux d'activité. La CA du TF invite les organes compétents du TPF à
procéder à des clarifications et à lui faire un rapport lors de la séance de surveillance en
septembre.3
Concernant l'augmentation du nombre de greffiers critiquée dans la presse – associée
au soupçon que les juges se déroberaient à leurs tâches – l'évolution reste parfaitement
dans les limites. L'augmentation du nombre de postes de greffiers de 3 en 2004 à 23,7
en 2019 s'explique par la multiplication des affaires pénales fédérales, de nouvelles
compétences, la complexité accrue des cas et la création de la nouvelle Cour d'appel à
partir de 2019.
Frais
Il n'y a pas de preuve d'abus en matière de frais. Le poste "total frais divers" s'élevait au
TPF à quelque CHF 23'200 en 2019, ce qui doit être qualifié de modéré. Le TPF est
toutefois invité à mettre un terme au paiement des frais de participation des membres
du tribunal à des évènements politiques des groupes parlementaires, ainsi qu'aux frais
de cours de préparation à la retraite. 4
Sexisme
Il n'y a pas d'indices de cas d'agression sexuelle de quelque nature que ce soit au TPF,
pas de harcèlement sexuel physique ou psychique, en particulier pas de harcèlement ou
de pression usant de la supériorité hiérarchique.
En avril 2018, le Président de la Cour des affaires pénales parlant à deux greffières de
la situation de travail critique avait dit à l'une d'entre-elles au moins "nicht schwanger zu
2Mesure n° 2
3Mesure n° 3
4Mesure n° 4
werden" (de ne pas tomber enceinte), sinon il ne voyait pas comment faire face à
l'importante charge de travail. En septembre 2018, il s'était formellement excusé pour
ses dérapages verbaux. Les deux greffières ont accepté ses excuses. Le Tribunal
fédéral a pris connaissance de la résolution de ces incidents lors de la séance de
surveillance avec le Tribunal pénal fédéral du 5 octobre 2018.
Embrouilles/relations amoureuses
Dès lors que des relations amoureuses internes au tribunal impliquant des juges appartiennent au passé, elles sont sans pertinence pour la situation actuelle et le développement à venir du TPF. A l'heure actuelle, seul un juge entretient une relation sentimen tale
interne au tribunal. La CA du TF s'est assurée à cet égard que les règles concernant la
récusation et la partialité soient respectées sans exception. Il conviendrait néanmoins à
l'avenir d'accorder plus d'importance à la transparence dans de tels cas. La CA du TF
exhorte les juges du TPF à communiquer à la CA du TPF s'ils nouent une relation
amoureuse avec des employés du tribunal. 5
Domicile à l'étranger
Tous les juges pénaux fédéraux remplissent l'obligation de domicile en Suisse.
Mobbing à l'encontre des Tessinois/non-réélection de juges tessinois comme président(e)s de cours
L'existence du mobbing à l'encontre des Tessinois est unanimement niée par toutes les
personnes germanophones et francophones interrogées, tandis que deux juges italophones (la présidente de la Cour d'appel en fonction jusqu'à fin 2019 et le président de
la Cour des plaintes en fonction jusqu'à fin 2019), ainsi que la Secrétaire générale
italophone, affirment que ce mobbing existe. Dans l'ensemble, il n'y a pas suffisamment
d'indices de mobbing par des juges germanophones ou francophones à l'encontre de
greffiers ou employés du TPF italophones.
Dans la mesure où la juge pénale fédérale en fonction en tant que présidente de la Cour
d'appel jusqu'à fin 2019 et le juge pénal fédéral en fonction en tant que président de la
Cour des plaintes jusqu'à fin 2019 considèrent leur non-réélection en tant que présidente de cour, respectivement président de cour, comme un acte de mobbing ou de
discrimination de la minorité italophone, il n'y a dans les deux cas pas le moindre indice
en ce sens. La précédente présidente de la Cour d'appel a clairement failli à ses devoirs
de présidente de cour. La CA du TF examinera en détail la situation s'agissant des améliorations de la collaboration avec la juge concernée lors de la séance de surveillance
avec le TPF en septembre. La possibilité d'établir un rapport à la Commission judiciaire
concernant sa réélection en 2021 est réservée. 6 Rien ne permet non plus de croire qu'il
y ait eu discrimination de la minorité italophone dans le cadre de la non-réélection du
précédent président de la Cour des plaintes, dès lors que c'est un Tessinois qui lui a
succédé en tant que président de cour.
Il doit être considéré comme prouvé que certains juges pénaux fédéraux changent de
style et de ton en cas de divergences d'opinion avec leurs subordonnés et en particulier
5Mesure n° 5
6Mesure n° 8
ne prêtent pas toujours suffisamment attention aux caractéristiques culturelles des
Tessinois. La CA du TF prie les juges du TPF de traiter tant leur(e)s collègues que leurs
subordonnés en toute situation avec décence, courtoisie et respect. 7
S'agissant de la Secrétaire générale du TPF, la CA du TF constate que depuis des
années, elle ne s'occupe pas lege artis des plaintes et reproches portés à son attention.
A cela s'ajoutent des problèmes au niveau des juges. Il est recommandé à l'Assemblée
plénière du TPF de mettre fin au rapport de travail avec elle. 8
Lien vers le rapport de surveillance intégral

--- Italian ---
A tutti i giornalisti accreditati presso il 
Tribunale federale
Losanna, 20 aprile 2020
Nessun embargo
Comunicato stampa del Tribunale federale
Rapporto di vigilanza sugli avvenimenti al Tribunale penale 
federale
La Commissione amministrativa del Tribunale federale ha concluso la sua procedura
di vigilanza sugli avvenimenti al Tribunale penale federale. Nel proprio rapporto,
essa prende posizione sui problemi messi in luce dalla stampa e propone al riguardo
otto provvedimenti.
Lo scorso 6 gennaio 2020 la Commissione amministrativa (CA) del Tribunale federale
(TF) ha chiesto alla Presidenza del Tribunale penale federale (TPF), nel quadro della
procedura di vigilanza, di prendere posizione sulle problematiche che sono state messi
in luce dalla stampa.
Il TPF ha elaborato Factsheets e ha preso posizione sui rimproveri sollevati. Di seguito,
la CA-TF ha interrogato otto giudici e la segretaria generale del TPF. La CA-TF ha
altresì considerato i documenti da lei richiesti e quelli presentati spontaneamente, tra cui
i rapporti delle persone incaricate di svolgere il ruolo di Ombudsman al TPF, nonché gli
scritti dei responsabili delle finanze e del personale. Tutti i membri e i dipendenti del
TPF sono stati anche informati della possibilità di rivolgersi direttamente alla CA-TF.
La CA-TF nel proprio rapporto di vigilanza è giunta alle seguenti conclusioni sulle varie
problematiche e propone otto 1 provvedimenti.
1Di seguito non ci si dilunga sul provvedimento n. 1, con cui la CA-TF ha semplicemente rinviato 
alle norme previste dalla legge sulla supplenza in caso di impedimento o ricusazione di un membro
della CA-TPF.
Attività accessorie
Le attività accessorie di cinque giudici del TPF, che all'interno del Tribunale hanno dato
adito a discussioni, non sono censurabili.
Ore supplementari/Aumenti di tassi di occupazione
Relativamente agli aumenti dei tassi di occupazione, non vi sono indizi che le condizioni
legali non fossero adempiute per gli adattamenti dei pensum avvenuti dall'inizio del 2019
per cinque giudici del TPF. Anche formalmente si è proceduto secondo le regole.
Discutibile appare soltanto l'opportunità di adattamenti di tassi di occupazione con
effetto retroattivo. La CA-TF propone come provvedimento che in futuro gli adattamenti
di pensum non siano più autorizzati con effetto retroattivo. 2
Tempi di lavoro/Impiego sul tempo di lavoro
Dopo esame, occorre concludere che i sospetti riguardo alle assenze e all'impiego del
tempo di lavoro dei giudici a Bellinzona non reggono. La circostanza che i giudici penali
federali possono essere impiegati a tempo parziale (attualmente otto su 20 giudici attivi)
ha contribuito a far planare sui giudici del TPF di Bellinzona il sospetto generale di avere
un brutto andazzo e di dimenticare i propri doveri di servizio. In concreto è stato
criticato, che un membro della Corte penale non lavorerebbe secondo il proprio pensum.
La CA-TF invita gli organi competenti del TPF di provvedere ad approfondimenti e
riferirne in occasione della seduta di vigilanza di settembre 2020. 3
Relativamente all'aumento dell'organico dei cancellieri, denunciato dalla stampa, unito al
sospetto che i giudici si sottrarrebbero al lavoro – occorre concludere che lo sviluppo è
assolutamente nella normalità. L'aumento delle unità lavorative di cancelliere da 3 nel
2004 a 23,7 nel 2019 è spiegato dal moltiplicarsi delle cause penali federali, dalle nuove
competenze, dall'aumentata complessità dei casi e dall'istituzione della nuova Corte
d'appello dal 2019.
Spese
Non ci sono indizi della presenza di abusi in materia di rimborsi spese. La posta
contabile "Totale spese diverse" ammontava per l'intero TPF nel 2019 all'incirca a fr.
23'200.-, cosa che può essere definita moderata. Ad ogni modo il TPF viene invitato a
porre termine ai rimborsi spesa per la partecipazione dei giudici agli eventi politici dei
gruppi parlamentari e per i corsi di preparazione al pensionamento. 4
Sessismo
Non c'è alcuna indicazione di casi di molestie sessuali di qualsivoglia natura al TPF, né
fisiche né psichiche; in particolare, nessuna persona è stata molestata o importunata
sfruttando la superiorità gerarchica.
Nel 2018, il presidente della Corte penale aveva discusso con due cancelliere sulla
situazione critica del lavoro e per lo meno a una delle due ha riferito "di non restare
incinta"; in caso contrario egli non avrebbe potuto ipotizzare come smaltire la gran mole
2Provvedimento n. 2.
3Provvedimento n. 3.
4Provvedimento n. 4.
di cause. Nel settembre 2018 il magistrato si è scusato formalmente per questa infelice
affermazione. Entrambe le cancelliere hanno accettato le sue scuse. La CA-TF ha preso
atto di questa soluzione della controversia in occasione della seduta di vigilanza con il
Tribunale penale federale il 5 ottobre 2018.
Intrallazzi/relazioni amorose
Per quanto in passato vi siano state relazioni sentimentali all'interno del Tribunale, in cui
i giudici erano coinvolti, ciò è ormai irrilevante per l'attuale situazione e il futuro sviluppo
del TPF. Attualmente solo un giudice intrattiene una relazione all'interno del Tribunale.
La CA-TF ha voluto accertare, che al riguardo le disposizioni sull'astensione e la ricusa
fossero osservate senza eccezioni. In ogni caso in futuro deve essere dato maggior
peso alla trasparenza. La CA-TF invita i giudici del TPF a comunicare tempestivamente
alla CA-TPF se dovessero iniziare una relazione amorosa con dipendenti del Tribunale. 5
Residenza all'estero
Tutti i giudici del TPF adempiono l'obbligo di essere domiciliati in Svizzera.
Mobbing contro i ticinesi/Non rielezione di giudici ticinesi quali presidenti di Corte
Un mobbing contro i ticinesi è stato in maniera unanime negato da tutti gli interrogati
tedescofoni e francofoni, ma è stato per contro confermato da due giudici italofoni
(coloro che sono stati fino al termine del 2019 presidenti della Corte d'appello e
rispettivamente della Corte dei reclami penali) e dalla segretaria generale (di lingua
italiana). Nell'insieme non vi sono indicazioni sufficienti per accertare un mobbing
intrapreso contro i cancellieri e i collaboratori italofoni del TPF.
Nella misura in cui la presidente della Corte d'appello e il presidente della Corte dei
reclami penali in carica sino a fine 2019 vedono la loro non rielezione quali presidenti di
Corte come un atto di mobbing o discriminazioni della minoranza italofona, non è
possibile constatare il benché minimo elemento al riguardo per entrambi i casi. La
precedente presidente della Corte d'appello non ha soddisfatto i suoi doveri come
presidente  di Corte. La CA-TF esaminerà  in dettaglio la situazione relativa  al
miglioramento della collaborazione con la giudice interessata in occasione della
prossima seduta di vigilanza di settembre 2020. La CA-TF si riserva poi di inoltrare una
comunicazione alla Commissione giudiziaria in vista delle prossime rielezioni generali
del Tribunale penale federale nel 2021. 6 Sulla discriminazione della minoranza italofona
in seguito alla non rielezione del precedente presidente della Corte dei reclami penali
non c'è analogamente nessuna indicazione di mobbing, soprattutto se solo si pensa che
il successore designato come presidente della Corte è ticinese.
Bisogna invece ritenere provato, che alcuni giudici del TPF in caso di disaccordo con i
dipendenti hanno usato il tono e il registro sbagliato e in particolare non hanno
considerato sempre in maniera sufficiente le specificità culturali dei ticinesi. La CA-TF
invita i giudici in tutte le situazioni di trattare sia i colleghi sia i collaboratori con buona
educazione, cortesia e rispetto. 7
5Provvedimento n. 5.
6Provvedimento n. 8.
7Provvedimento n. 6.
Riguardo alla segretaria generale del TPF la CA-TF ritiene, che ella da anni non ha
trattato lege artis le lamentele e i sospetti di cui veniva a conoscenza. Inoltre si
presentano problemi a livello dei giudici. Si consiglia alla Corte plenaria del TPF di porre
termine al rapporto di lavoro con la segretaria generale. 8
Link verso il rapporto di vigilanza completo