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Timestamp: 2016-10-27 22:51:37
Document Index: 183281457

Matched Legal Cases: ['Art. 78', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 113', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 32', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 453', 'Art. 42', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 165', 'Art. 13', 'Art. 165', 'Art. 158', 'BGE', 'Art. 158', 'Art. 158', 'BGE', 'Art. 957', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 65', 'Art. 66']

6B_573/2011 (27.11.2012)
6B_573/2011
Urteil vom 27. November 2012
Misswirtschaft, ungetreue Gesch�ftsf�hrung, Falschbeurkundung, Betrug; Entlastungsbeweis,
des Kantons Thurgau vom 6. April 2011.
X.________ war Gesellschafter und Gesch�ftsf�hrer mit Einzelunterschrift der A.________ GmbH. Am 16. Januar 2004 wurde �ber diese Gesellschaft der Konkurs er�ffnet. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau erhob gegen X.________ Anklage wegen verschiedener Wirtschaftsdelikte im Zusammenhang mit der A.________ GmbH, mehrfacher Falschbeurkundung mit der B.________ GmbH, Veruntreuung bei einem Kreditvermittlungsgesch�ft, mehrfacher Urkundenf�lschung als "C.________" sowie mehrfacher Betrugsdelikte, allenfalls Zechprellerei und Urkundenf�lschung zum Nachteil verschiedener Gastrobetriebe.
Das Bezirksgericht Steckborn verurteilte X.________ am 14. Mai 2009 wegen Veruntreuung (Ziff. 6 der Anklage), mehrfacher ungetreuer Gesch�ftsbesorgung (Ziff. 3), mehrfachen gewerbsm�ssigen Betrugs und Zechprellerei (Ziff. 8), mehrfachen betr�gerischen Konkurses (Ziff. 4), Misswirtschaft (Ziff. 1), mehrfacher Unterlassung der Buchf�hrung (Ziff. 2) sowie Urkundenf�lschung (Ziff. 5 und 7). Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren, wovon es ein Jahr als vollziehbar erkl�rte, unter Anrechnung von 80 Tagen Polizei- und Untersuchungshaft. Zwei Jahre schob es bei einer Probezeit von f�nf Jahren auf. F�r die Dauer der Probezeit ordnete es eine Bew�hrungshilfe an und verbot X.________, eine selbst�ndige Gesch�ftst�tigkeit auszu�ben. Das Gericht verpflichtete ihn ausserdem, den Gesch�digten insgesamt rund Fr. 11'000.-- auszurichten.
Die von X.________ gegen dieses Urteil erhobene Berufung hiess das Obergericht des Kantons Thurgau am 6. April 2011 teilweise gut. Es best�tigte die Schuldspr�che und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, unter Anrechnung von 80 Tagen Polizei- und Untersuchungshaft. Den Vollzug der Strafe schob das Obergericht bei einer Probezeit von f�nf Jahren auf. Es best�tigte ausserdem die Anordnung einer Bew�hrungshilfe, das Verbot, eine selbst�ndige Gesch�ftst�tigkeit auszu�ben, sowie die Zahlungen an die Gesch�digten.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen und "Verfassungsbeschwerde". Er beantragt, der Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 6. April 2011 sei aufzuheben. Die Sache sei zum Beizug der Akten des Strafverfahrens der Staatsanwaltschaft St. Gallen gegen D.________ und andere, zur Konfrontation mit den bezeichneten Belastungszeugen sowie zur Neubeurteilung an die erste Instanz zur�ckzuweisen. Eventualiter seien die Ziff. 1-4 des angefochtenen Entscheides aufzuheben und er von den Anklagen der Misswirtschaft, der ungetreuen Gesch�ftsf�hrung (recte: Gesch�ftsbesorgung), der Falschbeurkundung, des Betrugs zum Nachteil des Ferien- und Bildungszentrums E.________ sowie des gewerbsm�ssigen Betrugs freizusprechen. Er sei mit einer bedingten Freiheitsstrafe von maximal sieben Monaten, bei einer Probezeit von vier Jahren und unter Anrechnung von 80 Tagen Polizei- und Untersuchungshaft, zu bestrafen.
X.________ verlangt unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung.
Das Obergericht des Kantons Thurgau beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau stellt die Antr�ge, auf die Verfassungsbeschwerde sei nicht einzutreten, und die Beschwerde in Strafsachen sei abzuweisen.
Mit Beschwerde in Strafsachen gem�ss Art. 78 ff. BGG kann grunds�tzlich jede Rechtsverletzung geltend gemacht werden, die bei der Anwendung von materiellem Strafrecht oder Strafprozessrecht begangen wird (BGE 134 IV 36 E. 1.4.3 S. 41). Dies gilt auch f�r die Verletzung von Verfassungsrecht (Art. 95 lit. a BGG). Die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist somit ausgeschlossen (Art. 113 BGG). Sie ist als Beschwerde in Strafsachen entgegenzunehmen. Im �brigen ist auf sie nicht einzutreten.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung der Anspr�che auf rechtliches Geh�r und Waffengleichheit sowie des Rechts auf Entlastungsbeweis (Art. 29 und 32 BV). Er habe die Vorinstanzen ersucht, die Akten des Strafverfahrens der Staatsanwaltschaft St. Gallen gegen D.________ und andere beizuziehen und einsehen zu d�rfen. Das Dispositiv des Kreisgerichts Wil und die Anklageschrift der St. Galler Staatsanwaltschaft seien ihm bekannt. Daraus sei ersichtlich, dass es teilweise um dieselben Liegenschaften, Verkehrswertsch�tzungen und um die gleichen Akteure gegangen sei. Die Hauptt�ter h�tten eine erste Gruppe von Strohleuten ("K�ufer 1") unattraktive Liegenschaften kaufen lassen, um diese mit falschen Sch�tzungen zu �berh�hten Preisen einer zweiten Gruppe von Strohleuten ("K�ufer 2") zu verkaufen. Diese h�tten mit falschen Sch�tzungen und Einkommensausweisen bei Banken �bersetzte Hypothekardarlehen erwirkt, die zu den Hauptt�tern geflossen seien. Die "K�ufer 2" h�tten die Hypothekarzinsen der stark �berbelehnten Liegenschaften nicht mehr bezahlen k�nnen. Sie h�tten daraufhin versucht, ihm (dem Beschwerdef�hrer) bzw. der A.________ GmbH die �berbelehnten Liegenschaften zum Preis der Hypothekarschuld weiter zu verkaufen. Da er keine Bank zur Finanzierung gefunden habe, seien die "K�ufer 2" nicht aus ihren Hypothekarverpflichtungen entlassen worden. Einige h�tten jedoch gegen ihn wegen Misswirtschaft und ungetreuer Gesch�ftsbesorgung Anzeige erstattet (Beschwerde, S. 4 f.). Die "K�ufer 2" seien im vorliegenden Verfahren als Belastungszeugen gegen ihn aufgetreten und h�tten sich als Gesch�digte ausgegeben. Er habe keine Gelegenheit gehabt, diesen Personen Fragen zu stellen. Die Vorinstanzen h�tten das Belastungsmaterial direkt und indirekt verwertet (Beschwerde, S. 6).
2.2 Die Vorinstanz erw�gt, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdef�hrer die im Zusammenhang mit der Aktener�ffnung angesetzte Frist bis zum 3. Juli 2006 bzw. die Frist nach Zustellung neu ergangener Akten am 10. Dezember 2008 nicht f�r Beweiserg�nzungsantr�ge genutzt habe. Erst nach Anklageer�ffnung am 17. Februar 2009 habe dieser umfangreiche Beweiserg�nzungsantr�ge gestellt. Er habe auch im Berufungsverfahren nicht begr�nden k�nnen, weshalb es nicht m�glich gewesen w�re, vor Abschluss der Strafuntersuchung bzw. vor Er�ffnung der Anklage Beweiserg�nzungen zu beantragen. Vorliegend sei allerdings ohnehin entscheidend, dass diese Antr�ge an der �berzeugung des Richters nichts zu �ndern verm�chten. Aus den dem Beschwerdef�hrer zur Last gelegten Tatbest�nden sei ersichtlich, dass auch ohne die beantragten Konfrontationseinvernahmen ein strafbares Verhalten des Beschwerdef�hrers erwiesen sei (Urteil, S. 10 f.).
Die Vorinstanz f�hrt weiter aus, es gebe keinen Hinweis, dass der Beschwerdef�hrer wegen Delikten im vorliegenden Verfahren bereits verurteilt oder freigesprochen worden w�re. Es gehe nicht um den D.________ und Konsorten zur Last gelegten Immobilienbetrug. Das Verfahren umfasse vielmehr Straftatbest�nde rund um die A.________ GmbH des Beschwerdef�hrers. Ein Bericht der Kantonspolizei Thurgau aus dem Jahre 2006 halte zwar fest, dass die St. Galler Untersuchungsbeh�rden ein Verfahren gegen ihn eingestellt h�tten. Die St. Galler Beh�rden h�tten jedoch betont, es sei gegen den Beschwerdef�hrer nie eine Untersuchung gef�hrt worden. Er sei in der Gesch�ftskontrolle des Verfahrens gegen D.________ und Konsorten als Beteiligter und nicht als Angeschuldigter gef�hrt worden. Es bestehe insgesamt kein Anlass, die Akten der im Kanton St. Gallen h�ngigen oder durchgef�hrten Strafverfahren beizuziehen (Urteil, S. 11 f.).
2.3 Der in Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK garantierte Anspruch des Angeschuldigten, den Belastungszeugen Fragen zu stellen, ist ein besonderer Aspekt des Rechts auf ein faires Verfahren. Eine belastende Zeugenaussage ist grunds�tzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte wenigstens einmal w�hrend des Verfahrens angemessene und hinreichende Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belastungszeugen zu stellen. Damit die Verteidigungsrechte gewahrt sind, muss der Beschuldigte namentlich in der Lage sein, die Glaubhaftigkeit einer Aussage pr�fen und den Beweiswert in kontradiktorischer Weise auf die Probe und in Frage stellen zu k�nnen (BGE 133 I 33 E. 2.2; 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1 und 4.2; je mit Hinweisen). Dieser Anspruch wird als Konkretisierung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) auch durch Art. 32 Abs. 2 BV gew�hrleistet (BGE 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1 mit Hinweisen).
2.4 Dem Anspruch, den Belastungszeugen Fragen zu stellen, kommt grunds�tzlich ein absoluter Charakter zu (BGE 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1). Auf eine Konfrontation des Angeklagten mit dem Belastungszeugen oder auf die Einr�umung der Gelegenheit zu erg�nzender Befragung des Zeugen kann nur unter besonderen - hier nicht zutreffenden - Umst�nden verzichtet werden (hierzu ausf�hrlich Urteil 6B_125/2012 vom 28. Juni 2012 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Die Beantwortung von Fragen der Verteidigung an den Belastungszeugen darf nicht mittels antizipierter Beweisw�rdigung als nicht notwendig erkl�rt werden (BGE 129 I 151 E. 4). Dies gilt entgegen dem Hinweis in BGE 129 I 151 E. 4.3 und der vorinstanzlichen Auffassung auch, wenn das streitige Zeugnis nicht den einzigen oder einen wesentlichen Beweis darstellt. Unerheblich ist, dass die belastende Aussage lediglich eines von mehreren Gliedern einer Indizienkette bildet (Urteil 6B_125/2012 vom 28. Juni 2012 E. 3.3.1 mit zahlreichen Hinweisen).
2.5 Die Konfrontation kann entweder im Zeitpunkt der Aussage des Belastungszeugen erfolgen oder auch in einem sp�teren Verfahrensstadium (BGE 125 I 127 E. 6b mit Hinweisen). Der Beschuldigte kann den Beh�rden grunds�tzlich nicht vorwerfen, gewisse Zeugen nicht vorgeladen zu haben, wenn er es unterl�sst, rechtzeitig und formgerecht die entsprechenden Beweisantr�ge zu stellen (BGE 131 I 476 E. 2.1; 125 I 127 E. 6c/bb mit Hinweisen). Ob ein Antrag auf Befragung von Belastungszeugen unter dem Gesichtswinkel von Treu und Glauben rechtzeitig vorgebracht wurde, h�ngt von den konkreten Umst�nden des Einzelfalls ab (Urteil 6B_373/2010 vom 13. Juli 2010 E. 3.3).
2.6 Der Beschwerdef�hrer (bzw. sein damaliger Verteidiger) beantragte nach Er�ffnung der Anklage unter anderem, 23 Belastungszeugen einzuvernehmen. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen hatte der Beschwerdef�hrer weder im Rahmen der ersten Aktener�ffnung im Jahre 2006 noch nach der Zustellung neuer Akten Ende 2008 entsprechende Antr�ge gestellt.
Der Beschwerdef�hrer verst�sst entgegen der Vorinstanz nicht gegen Treu und Glauben, indem er nach Erhalt der Anklageschrift die Konfrontation mit Belastungszeugen verlangt. Ein Antrag auf Konfrontationseinvernahmen ist nach der Praxis des Bundesgerichts versp�tet, wenn der Antrag nicht bis zum Abschluss der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erfolgt, sofern der Beschwerdef�hrer bis dahin nach Treu und Glauben zur Antragsstellung Anlass gehabt h�tte (Urteile 6B_647/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 1.3; 6B_223/2011 vom 12. September 2011 E. 1.3; 6B_64/2010 vom 26. Februar 2010 E. 2.4; 6B_10/2009 vom 6. Oktober 2009 E. 2.2.5).
2.7 Die Vorinstanz zieht nicht in Erw�gung, dass erst mit Er�ffnung der Anklageschrift verbindlich feststeht, was dem Beschuldigten strafrechtlich vorgeworfen wird. Entsprechend sieht das vorliegend noch anwendbare Gesetz des Kantons Thurgau vom 30. Juni 1970 �ber die Strafrechtspflege (Strafprozessordnung) in der bis zum 31. Dezember 2010 in Kraft stehenden Fassung (Art. 453 Abs. 1 StPO) ausdr�cklich vor, dass mit der Zustellung der Anklageschrift eine Frist von zehn Tagen angesetzt wird, innert der die Parteien beim Gerichtspr�sidenten schriftlich Antr�ge auf Beweiserg�nzungen stellen und die Akten einsehen k�nnen (� 143 Abs. 2 StPO/TG). Dass der Beschwerdef�hrer bereits fr�her die M�glichkeit gehabt h�tte, entsprechende Antr�ge zu stellen, kann ihm nicht zum Nachteil gereichen.
2.8 Um den Gang der Hauptverhandlung nicht durch zahlreiche Einvernahmen von Belastungszeugen zu behindern, h�tten die Untersuchungsbeh�rden dem Beschwerdef�hrer rechtzeitig die Gelegenheit einr�umen k�nnen, an den Einvernahmen teilzunehmen. Damit h�tten sie dem Anspruch auf zumindest einmalige Konfrontation w�hrend des gesamten Verfahrens Gen�ge getan. Die Vorinstanz f�hrt nicht aus, dass dem Beschwerdef�hrer entsprechende Teilnahmerechte einger�umt worden w�ren. Die Vorinstanz h�lt allerdings fest, dass auch ohne die beantragten Konfrontationseinvernahmen das strafbare Verhalten des Beschwerdef�hrers erwiesen sei (Urteil, S. 11).
2.9 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung einer Beschwerde in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zul�ssigen Beschwerdegr�nde. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten besteht eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdef�hrer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die angerufenen Grundrechte verstossen soll. Der Beschwerdef�hrer begr�ndet in weiten Teilen seiner Beschwerde nicht hinreichend, inwiefern aufgrund der nicht durchgef�hrten Konfrontationseinvernahmen seine verfassungsm�ssigen Rechte verletzt worden sind. Der allgemeine Vorwurf, dass Konfrontationseinvernahmen h�tten durchgef�hrt werden sollen, gen�gt nicht. Der Beschwerdef�hrer m�sste bei den einzelnen, von der Vorinstanz behandelten Anklagesachverhalten dartun, inwiefern sie sich auf Zeugen abst�tzt, mit denen er nicht konfrontiert wurde. Seine Behauptung, die Vorinstanz habe das belastende Material der befragten Zeugen direkt oder indirekt verwertet, obwohl sie es abgestritten habe, reicht als Begr�ndung nicht aus. Insoweit ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten.
3.1 In Bezug auf den Betrugsvorwurf im Falle des Ferien- und Bildungszentrums E.________ macht der Beschwerdef�hrer mit gen�gender Begr�ndung geltend, dass die Vorinstanz das Tatbestandsmerkmal der arglistigen T�uschung aus den �usserungen der Ordensschwester F.________ ableite, obwohl er trotz entsprechenden Antrages nie Gelegenheit erhalten habe, dieser Person Fragen zu stellen (Beschwerde, S. 11 f. und S. 23). Er begr�ndet in der Folge ausf�hrlich, weshalb er nicht arglistig gehandelt habe. Er argumentiert, dass seine einfachen L�gen leicht �berpr�fbar waren und die Gastgeberinnen sehr leichtsinnig gehandelt h�tten. H�tten Sie nur schon eine Vorauszahlung oder eine Kreditkarte verlangt, w�re seine Zahlungsunf�higkeit sofort offenbar geworden (Beschwerde, S. 21-24).
3.2 Die Vorinstanz h�lt fest, dass der Beschwerdef�hrer den Tatvorwurf der Zechprellerei einr�ume, nicht jedoch des Betrugs. Das Tatbestandselement der Arglist begr�ndet die Vorinstanz ausschliesslich mit den von F.________ in ihrem Strafantrag ausf�hrlich dargestellten Vorw�rfen und den von ihr eingereichten Unterlagen (Urteil, S. 47 f.). Eine protokollierte polizeiliche oder untersuchungsrichterliche Befragung fand nicht statt. Aus den Akten ergibt sich einzig indirekt, dass zwischen dem Untersuchungsrichter und F.________ m�ndlich und schriftlich (per Fax) kommuniziert wurde. Entsprechende Dokumente und Gespr�chsnotizen fehlen jedoch in den Akten. Die von der Vorinstanz weiter erw�hnten Belegstellen (Einvernahmen des Beschwerdef�hrers, Ermittlungsbericht der Polizei) liefern keine Hinweise, dass der Beschwerdef�hrer arglistig gehandelt h�tte. Indem die Vorinstanz einzig auf die Begr�ndung in der Strafanzeige von F.________ abstellt, hat sie den Sachverhalt, insbesondere zur Frage der Arglist, ungen�gend abgekl�rt. Die Verurteilung wegen Betrugs verletzt Bundesrecht.
Der vom Beschwerdef�hrer verlangte Beizug der St. Galler Akten im Verfahren gegen D.________ und Konsorten weist die Vorinstanz mit zutreffenden Argumenten ab. Der Umstand, dass er in dieser 633-seitigen Anklageschrift 27 mal und die A.________ GmbH 20 mal erw�hnt wird, begr�ndet den Beizug der St. Galler Akten nicht. Die Vorinstanz erw�hnt, dass der Beschwerdef�hrer in der Gesch�ftskontrolle des St. Galler Verfahrens als Beteiligter und nicht als Angeschuldigter gef�hrt wurde, was seine mehrfache Erw�hnung in der Anklageschrift ohne weiteres erkl�rt. Die R�ge des Beschwerdef�hrers ist unbegr�ndet.
5.1.1 In materieller Hinsicht r�gt der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe den Straftatbestand der Misswirtschaft (Art. 165 StGB) falsch angewendet. Bei den in Frage stehenden Liegenschaftenk�ufen habe er sich im Vergleich mit den tats�chlichen Verkehrswerten auf wesentlich h�here Sch�tzungen abgest�tzt. Es k�nne ihm keine Misswirtschaft angelastet werden, auch wenn er die Sch�tzungen nicht auf ihre Plausibilit�t �berpr�ft habe. Diesen Sch�tzungen h�tten selbst die Hypothekarbanken vertraut, die sich professionell im Liegenschaftenwesen bet�tigten. Er als Laie habe die Experten jedoch nicht kontrollieren k�nnen. Eine krasse Sorgfaltspflichtverletzung k�nne ihm nicht vorgeworfen werden. Das vorinstanzliche Argument, die Banken seien im Gegensatz zu seinem Unternehmen nicht in Konkurs gefallen, sei sachfremd (Beschwerde, S. 12-16).
5.1.2 Der Beschwerdef�hrer macht ausserdem einen Sachverhaltsirrtum geltend. Wenn gesch�ftserprobte Banken der gleichen falschen Vorstellung der Werthaltigkeit der in Frage stehenden Grundst�cke erlegen seien, habe er sich dieselben �berlegungen machen d�rfen. Die Vorinstanz verletze Art. 13 Abs. 1 StGB, wenn sie ihn nicht nach dem Sachverhalt beurteile, den er sich vorgestellt habe (Beschwerde, S. 16 f.).
5.2 Die Vorinstanz erw�gt, der Beschwerdef�hrer betrachte sich zu Unrecht als Opfer. Er sei h�chstens Opfer seiner Leichtsinnigkeit, was er selber zu verantworten habe. Er habe einger�umt, bei den Immobiliengesch�ften Zweifel gehabt zu haben. Trotzdem habe er es unterlassen, sich die notwendigen Kenntnisse �ber die Kaufobjekte zu verschaffen und die ihm vorgelegten Sch�tzungen auf ihre Plausibilit�t hin zu �berpr�fen. Er habe erst nach dem Kauf Preisvergleiche mit anderen Objekten vorgenommen. Dass die kreditgebenden Banken die Sch�tzungen der Liegenschaften akzeptiert h�tten, n�tze ihm nichts. Die Banken seien im Gegensatz zur A.________ GmbH nicht in Konkurs gefallen. Sie h�tten zudem einer Abl�sung der Hypotheken nicht zugestimmt. Der Wert einer Liegenschaft k�nne etwa wegen mangelnden Unterhalts und konjunktureller Entwertung sinken, w�hrend die Hypothek bestehen bleibe. Der Beschwerdef�hrer habe daher aufgrund der H�he der Hypotheken nicht folgern k�nnen, dass der Verkehrswert der Liegenschaften gr�sser sei. Es sei �blich, die Banken zu kontaktieren, ob sie einem Schuldnerwechsel zustimmen w�rden, zumal der Beschwerdef�hrer nicht �ber eigene finanzielle Mittel verf�gt habe. Er habe damit sorgfaltswidrig gehandelt (Urteil, S. 18 f.).
In subjektiver Hinsicht habe der Beschwerdef�hrer zugegeben, dass er nicht �ber die notwendige Ausbildung verf�gt habe, eine GmbH zu gr�nden und mit Immobilien zu handeln. Er habe sich dennoch unter Missachtung elementarster Verhaltensregeln und Sorgfaltspflichten auf Immobiliengesch�fte eingelassen, ohne �ber eigene Mittel zu verf�gen. Dies habe zum Konkurs der A.________ GmbH gef�hrt. Der Beschwerdef�hrer k�nne nichts zu seinen Gunsten ableiten, dass ihn D.________ zu diesem Gesch�ft gedr�ngt habe. Angesichts seiner bisherigen Erfahrungen in der Liegenschaftenverwaltung und mit D.________ habe er verantwortungslos gehandelt. Er k�nne sich daher auch nicht auf einen Sachverhaltsirrtum berufen, da er vor diesem Hintergrund keine Grundst�cke ohne vorg�ngige Abkl�rungen h�tte erwerben d�rfen. Indem er dies dennoch getan habe, habe er hoch spekulativ und leichtsinnig gehandelt (Urteil, S. 19 f.).
5.3 Wegen Misswirtschaft wird ein Schuldner nach Art. 165 Ziff. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu f�nf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wenn �ber ihn der Konkurs er�ffnet oder gegen ihn ein Verlustschein ausgestellt worden ist, sofern er durch ungen�gende Kapitalausstattung, unverh�ltnism�ssigen Aufwand, gewagte Spekulationen, leichtsinniges Gew�hren oder Ben�tzen von Kredit, Verschleudern von Verm�genswerten oder arge Nachl�ssigkeit in der Berufsaus�bung oder Verm�gensverwaltung, seine �berschuldung herbeif�hrt oder verschlimmert, seine Zahlungsunf�higkeit herbeif�hrt oder im Bewusstsein seiner Zahlungsunf�higkeit seine Verm�genslage verschlimmert.
5.4 Die Vorinstanz f�hrt zutreffend aus, dass der Beschwerdef�hrer elementarste Abkl�rungen und Vorsichtsmassnahmen nicht unternommen hat, obwohl ihm das Wissen im Immobilienhandel, aber auch die finanziellen Mittel gefehlt haben. Sie legt ausf�hrlich dar, inwiefern der Beschwerdef�hrer im Zusammenhang mit seinen Aktivit�ten seine Sorgfaltspflichten verletzt hat. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers gehen an der Sache vorbei. Er r�umt denn auch ein, dass er die Verkehrswertsch�tzungen der in Frage stehenden Liegenschaften nicht auf ihre Plausibilit�t hin �berpr�ft hat.
Er macht vor Bundesgericht erneut geltend, dass von einem Mehrwert von 20 % gegen�ber der hypothekarischen Belehnung eines Grundst�cks ausgegangen werden kann, was die Vorinstanz mit zutreffender Argumentation verneint. Der Verkehrswert der Grundst�cke h�tte vielmehr durch sachverst�ndige Grundst�cksch�tzer bewertet werden m�ssen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers kann er aus dem Umstand, dass die kreditgebenden Banken ebenfalls auf �berh�hte Liegenschaftenwerte abgestellt haben, nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, indem sie den objektiven und subjektiven Tatbestand der Misswirtschaft bejaht. �ber den Beschuldigten wurde der Konkurs er�ffnet. Die Zahlungsunf�higkeit f�hrte der Beschwerdef�hrer durch ungen�gende Kapitalausstattung bzw. arge Nachl�ssigkeit in der Verm�gensverwaltung bei.
5.5 Die Vorinstanz verneint auch zutreffend einen Sachverhaltsirrtum beim Beschwerdef�hrer. Da er aufgrund seiner fr�heren schlechten Erfahrungen keine Grundst�cke ohne vorg�ngige Abkl�rungen und Sch�tzungen h�tte erwerben d�rfen, dies jedoch wider besseres Wissen dennoch getan hat, kann er sich nicht auf einen Sachverhaltsirrtum berufen. Er handelte nicht in einer irrigen Vorstellung �ber den Sachverhalt, sondern setzte sich �ber offensichtliche Risiken leichtsinnig hinweg.
6.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, indem sie den Tatbestand der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung bejahe. Es h�tten kein Auftrag und kein Rechtsgesch�ft existiert, die erkl�rten, aus welchem Grund und mit welchem Zweck die Mietzinsen aus seinen Liegenschaften zur A.________ GmbH statt zu den Strohleuten h�tten �berwiesen werden m�ssen. Diesen sei es gleichg�ltig gewesen, wohin die Mietzahlungen geflossen seien. Davon gehe auch die Vorinstanz aus. Zu Unrecht erachte die Vorinstanz diesen Umstand als unerheblich. Eine Verm�gensf�rsorgepflicht habe richtigerweise nicht bestanden. Ein Verm�gensf�rsorgeverh�ltnis setze eine bestimmte, zumindest konkludente Interessenlage voraus. Blosse Geldzufl�sse gen�gten nicht, um ein Rechtsverh�ltnis zwischen einem Gesch�ftsherrn und einem Gesch�ftsf�hrer zu begr�nden (Beschwerde, S. 18 f.).
6.2 Die Vorinstanz f�hrt aus, der Beschwerdef�hrer habe mit den Mietzinseinnahmen der von ihm verwalteten Liegenschaften nicht die damit verbundenen laufenden Kosten, wie etwa Hypothekarzinsen, bezahlt, sondern Kreditvermittlungsgesch�fte und pers�nliche Lebenshaltungskosten finanziert. Anspruch auf Ersatz dieser Auslagen h�tte er nur gehabt, wenn diese ausgewiesen und im legitimen Interesse der A.________ GmbH angefallen w�ren. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen. Zudem habe er mangels Buchhaltung ohnehin keine pers�nlichen Anspr�che gegen�ber der A.________ GmbH geltend machen k�nnen.
Das Vorgehen des Beschwerdef�hrers habe f�r seine Gl�ubiger wirtschaftliche Nachteile zur Folge gehabt. Auch wenn �ber die konkrete Verwendung der Mietzinse nichts vereinbart worden sei, best�nden keine Zweifel, dass s�mtliche Mietzinseinnahmen, die dem Beschwerdef�hrer zugeflossen seien, im Interesse der Auftraggeber beziehungsweise zur Deckung der Liegenschaftenkosten h�tten verwendet werden m�ssen. Ihm sei dies in subjektiver Hinsicht bewusst gewesen. Er habe absichtlich das von ihm verwaltete Verm�gen Dritter zweckentfremdet, um sich einen Verm�gensvorteil zu verschaffen (Urteil, S. 32-34).
6.3 Nach dem sogenannten Treuebruchtatbestand der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer aufgrund des Gesetzes oder eines Rechtsgesch�fts damit betraut ist, Verm�gen eines andern zu verwalten oder eine solche Verm�gensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zul�sst, dass der andere am Verm�gen gesch�digt wird (ausf�hrlich zum Wesen und Inhalt der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung vgl. die Ausf�hrungen im Urteil des Bundesgerichts 6B_223/2010 vom 13. Januar 2011 E. 3.3.1, 3.3.2 und 3.3.3 mit Hinweisen; zum Begriff des Verm�gensschadens BGE 129 IV 124 E. 3.1). Als Qualifikationsgrund tritt in Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB das Handeln in Bereicherungsabsicht hinzu.
6.4 Die Vorinstanz begr�ndet nachvollziehbar, inwiefern der Beschwerdef�hrer die Verm�gensinteressen derjenigen Personen, deren Gelder er bzw. die A.________ GmbH verwaltete, verletzt hat. Der Beschwerdef�hrer hat die Mietzinseinnahmen mit Wissen und Willen nicht f�r die laufenden Liegenschaftenkosten verwendet, sondern f�r Kreditgesch�fte und seine pers�nlichen Lebenshaltungskosten eingesetzt.
Entgegen dem Beschwerdef�hrer kann der Tatbestand der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung auch erf�llt werden, wenn �ber die konkrete Verwendung der verwalteten Gelder, vorliegend die bezahlten Mietzinse, nichts vereinbart worden ist. Tatbestandsm�ssig handelt, wer die ihm obliegenden Pflichten aus der Verm�gensverwaltung verletzt. Die Vorinstanz begr�ndet zutreffend, dass s�mtliche Mietzinseinnahmen nicht zum eigenen Vorteil, sondern im Interesse der Vermieter, Eigent�mer oder Auftraggeber beziehungsweise zur Deckung der Liegenschaftenkosten h�tten verwendet werden m�ssen.
Nicht zu beanstanden sind auch die Ausf�hrungen der Vorinstanz zum subjektiven Tatbestand. Darin wird aufgezeigt, dass sich der Beschwerdef�hrer seiner Handlungen bewusst war und das verwaltete Verm�gen in der Absicht zweckentfremdet hat, sich einen Verm�gensvorteil zu verschaffen. Der vorinstanzliche Schuldspruch der qualifizierten ungetreuen Gesch�ftsbesorgung gem�ss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB verletzt kein Bundesrecht.
7.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz sei zu Unrecht vom Straftatbestand der Falschbeurkundung ausgegangen, weil er D.________ eine unwahre Quittung ausgestellt und dieser erw�hnt habe, die Quittung f�r seine Buchhaltung zu ben�tigen. Die Vorinstanz sei f�lschlicherweise von einer erh�hten Beweiskraft der Quittung ausgegangen (Beschwerde, S. 19 f.).
7.2 Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers geht fehl. Das Bundesgericht hat erst k�rzlich best�tigt, dass Rechnungen zu Urkunden werden, wenn sie als Buchhaltungsbelege Eingang in die kaufm�nnische Buchhaltung finden (BGE 138 IV 130 E. 2.2.1). Dasselbe hat f�r Quittungen zu gelten, die als Buchhaltungsbeleg erstellt werden. Die kaufm�nnische Buchf�hrung und ihre Bestandteile (Belege, B�cher, Buchhaltungsausz�ge �ber Einzelkonten, Bilanzen oder Erfolgsrechnungen) sind kraft Gesetzes (Art. 957 OR) bestimmt und geeignet, Tatsachen von rechtlich erheblicher Bedeutung zu beweisen. F�r den Urkundencharakter spielt der mit der Buchf�hrung verfolgte Zweck keine Rolle. Ist ein Schriftst�ck bereits bei der Erstellung objektiv und subjektiv dazu bestimmt, Bestandteil der kaufm�nnischen Buchf�hrung zu sein, kommt ihm nicht erst mit der Verbuchung der darin enthaltenen Angaben, sondern bereits mit dessen Ausfertigung Urkundencharakter zu (BGE 138 IV 130 E. 2.2.1).
8.1 Die Beschwerde ist insoweit gutzuheissen, als der Beschwerdef�hrer einen Anspruch auf Konfrontation mit F.________ geltend macht (E. 3.2). Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 6. April 2011 ist aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung des Betrugsvorwurfs im Falle des Ferien- und Bildungszentrums E.________ an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Vorinstanz hat dem Anspruch des Beschwerdef�hrers auf Konfrontation zu entsprechen und gegebenenfalls die Strafzumessung unter Ber�cksichtigung der bundesrechtlichen Anforderungen, die das Bundesgericht in BGE 136 IV 55 E. 5, festgehalten hat, neu vorzunehmen.
8.2 Soweit der Beschwerdef�hrer obsiegt, wird sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos. Im �brigen ist sein Gesuch abzuweisen, da die Beschwerde aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Seinen angespannten finanziellen Verh�ltnissen ist mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Der Kanton Thurgau hat keine Verfahrenskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Er hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers eine reduzierte Parteientsch�digung zu bezahlen.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, im �brigen wird sie abgewiesen. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 6. April 2011 wird aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
Der Kanton Thurgau hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Otmar Kurath, eine Entsch�digung von Fr. 750.-- auszurichten.
Lausanne, 27. November 2012