Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20283/07
Timestamp: 2020-02-19 03:55:07
Document Index: 331912528

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 184', '§ 142', '§ 21', '§ 142', '§ 184', '§ 21', '§ 142', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 140', '§ 184', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 130', '§ 130', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 131', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 22', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 57', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 57', '§ 56', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: XI ZR 283/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,32
BGH, 10.06.2008 - XI ZR 283/07 (https://dejure.org/2008,32)
BGH, Entscheidung vom 10.06.2008 - XI ZR 283/07 (https://dejure.org/2008,32)
BGH, Entscheidung vom 10. Juni 2008 - XI ZR 283/07 (https://dejure.org/2008,32)
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BGB § 184 Abs. 1; AGB-Banken Nr. 7 Abs. 3; InsO § 142
Vorläufiger Insolvenzverwalter muss Lastschriftabbuchung auf Schuldnerkonto fristgerecht widersprechen, um Genehmigungsfiktion nach Bank-AGB zu verhindern
Bestehen eines Widerspruchsrechts eines (vorläufigen) Insolvenzverwalters gegen eine im Einzugsermächtigungsverfahren vorgenommenen Lastschriftabbuchung auf dem Schuldnerkonto; Initiative des Gläubigers zur Bezahlung seiner Forderung durch Beauftragung der Bank zum ...
Wirkung der Genehmigungsfiktion für Lastschriften aus Nr. 7 Abs. 3 AGB-Bk auch gegenüber dem schwachen vorläufigen Insolvenzverwalter (XI. Senat gegen IX. Senat)
InsO § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Alt. 2, § 142; AGB-BkNr. 7 Abs. 3; BGB § 184 Abs. 1
Genehmigung eines Lastschrifteinzugs durch den vorläufigen Insolvenzverwalter mit Zustimmungsvorbehalt
Einzugsermächtigung - Widerspruchsrecht des Insolvenzverwalters
Genehmigungsfiktion; Lastschriftabbuchung; Einzugsermächtigung; Belastungsbuchung; vorläufiger Insolvenzverwalter; Lastschrifteinzug; Bardeckung
Zum Widerspruchsrecht eines vorläufigen Insolvenzverwalters gegen eine im Einzugsermächtigungsverfahren vorgenommene Lastschriftbuchung; Wirkung von Nr. 7 Abs. 3 AGB-Banken auch gegenüber dem vorläufigen Insolvenzverwalter mit Zustimmungsvorbehalt; Zeitpunkt des ...
Lastschriftenwiderruf durch vorläufigen Insolvenzverwalter
Wirksamkeit einer Lastschriftabbuchung im Insolvenzverfahren; Wirksamkeit der Genehmigungsfiktion nach AGBG -Banken; Voraussetzungen eines wirksamen Widerspruchs des Insolvenzverwalters
Abbuchung aufgrund Einzugsermächtigung
Lastschriften in der Insolvenz
heuking.de (Auszüge und Entscheidungsbesprechung)
Abbuchung einer Leasingrate per Lastschrift vom Konto des Leasingnehmers vor dessen Inolvenzantragstellung
Vorläufiger Insolvenzverwalter muss der Genehmigung eines Lastschrifteinzugs widersprechen
InsO § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 142; AGB-Bk Nr. 7 Abs. 3
Wirkung der Genehmigungsfiktion für Lastschriften aus Nr. 7 Abs. 3 AGB-Bk auch gegenüber dem schwachen vorläufigen Insolvenzverwalter
Widerspruchsrecht des (vorläufigen) Insolvenzverwalters im Lastschriftverfahren
Ende der Genehmigungstheorie? Der XI. Zivilsenat des BGH zum Lastschrifteinzug (IBR 2008, 1296)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.06.2008, Az.: XI ZR 283/07 (Lastschriftenwiderruf durch vorläufigen Insolvenzverwalter)" von RA Dr. Michael Flitsch, original erschienen in: BB 2008, 2317.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.6.2008 - XI ZR 283/07 (Wirkung der Genehmigungsfiktion für Lastschriften aus Nr. 7 Abs. 3 AGB-Bk auch gegenüber dem schwachen vorläufigen Insolvenzverwalter)" von Prof. Dr. Reinhard Bork und Prof. Dr. Ulrich Haas, original ...
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.6.2008, Az.: XI ZR 283/07 (Abbuchung einer Leasingrate per Lastschrift vom Konto des Leasingnehmers vor dessen Insolvenzantragsstellung)" von RA Dr. Johan Schneider, original erschienen in: DB 2008, 2360.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.06.2008, Az.: XI ZR 283/07 (Insolvenzrechtliche Beurteilung des Lastschrifteinzugs)" von RA beim BGH Dr. Wendt Nassall, original erschienen in: NJW 2008, 3354 - 3355.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.06.2008, Az.: XI ZR 283/07 (Widerspruchsrecht des vorläufigen Insolvenzverwalters mit Zustimmungsvorbehalt gegen Lastschriftbuchungen)" von RA Stephan Ries, original erschienen in: NZI 2008, 675 - 681.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.06.2008, Az.: XI ZR 283/07 (Lastschriften in der Insolvenz: XI. versus IX. Zivilsenat)" von RA Michael Dahl, original erschienen in: NJW Spezial 2008, 725 - 726.
AG Köln, 16.11.2006 - 121 C 341/06
BGHZ 177, 69
NJW 2008, 3348
ZIP 2008, 1977
MDR 2008, 1361
NZI 2008, 675
ZMR 2009, 185
WM 2008, 1963
BB 2008, 2312
DB 2008, 2354
Erfolgt der Widerspruch innerhalb von sechs Wochen nach der Belastungsbuchung, so kann die Zahlstelle die Lastschrift im Interbankenverhältnis zurückgeben (Abschn. III Nr. 1 und 2 des Abkommens über den Lastschriftverkehr); die Inkassostelle belastet sodann das Gläubigerkonto mit dem zuvor gutgeschriebenen Betrag einschließlich Rücklastschriftgebühren (BGHZ 177, 69, Tz. 14).
Die Genehmigung ist eine Verfügung im Sinne des § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 InsO, weil erst durch sie die bis dahin unberechtigte Kontobelastung wirksam wird und der Aufwendungsersatzanspruch der Schuldnerbank entsteht (BGHZ 177, 69, Tz. 31 m.w.N.; im Ergebnis ebenso BGHZ 174, 84, Tz. 19).
Der "starke" vorläufige Insolvenzverwalter (§ 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Fall 1 InsO) und der endgültige Insolvenzverwalter können die Genehmigung der Belastungsbuchung aus eigenem Recht erteilen oder verweigern (BGHZ 174, 84, Tz. 28; 177, 69, Tz. 38).
In Anbetracht dessen hat der Senat in seinem Urteil vom 10. Juni 2008 (BGHZ 177, 69, Tz. 20 ff.) in Erwägung gezogen, im Valutaverhältnis den rechtlichen Schwebezustand bereits mit vorbehaltloser Gutschrift des eingezogenen Betrages auf dem Konto des Gläubigers zu beenden.
Der Schuldner hat das aus seiner Sicht zur Erfüllung Erforderliche somit getan, wenn er den Leistungsgegenstand zur Abholung durch den Gläubiger bereithält, d.h. im Lastschriftverfahren dafür sorgt, dass ausreichend Deckung auf seinem Konto vorhanden ist (Senat, BGHZ 177, 69, Tz. 24 m.w.N.).
Indem er den Belastungsbuchungen widersprochen hat, hat er seine Zustimmung verweigert und damit eine wirksame Genehmigung der Schuldnerin - auch in Form der Genehmigungsfiktion des Nr. 7 Abs. 3 Satz 3 AGB-Banken aF - verhindert (vgl. BGHZ 177, 69, Tz. 38).
Selbst wenn man mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats, der bei Neugestaltung des Einzugsermächtigungsverfahrens durch die Kreditwirtschaft keine Bedeutung mehr zukommt, dem (vorläufigen) Insolvenzverwalter keine weitergehenden Widerspruchsrechte als dem Schuldner zubilligt (BGHZ 177, 69, Tz. 19), scheidet ein Schadensersatzanspruch der Zahlstelle allein wegen eines im Valutaverhältnis unberechtigten Widerspruchs aus.
Der Schuldner hat das aus seiner Sicht zur Erfüllung Erforderliche somit getan, wenn er den Leistungsgegenstand zur Abholung durch den Gläubiger bereithält, d.h. im Lastschriftverfahren dafür sorgt, dass ausreichend Deckung auf seinem Konto vorhanden ist (BGH…, Urteil vom 20. Juli 2010 - XI ZR 236/07, BGHZ 186, 269 Rn. 26 mwN; Urteil vom 10. Juni 2008 - XI ZR 283/07, BGHZ 177, 69 Rn. 24).
Der für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat hat sich der Umsetzung der Genehmigungstheorie für das Insolvenzrecht durch den erkennenden Senat nicht angeschlossen, weil er um die Akzeptanz des einfachen und kostengünstigen, deswegen auch massenhaft (im Jahr 2008 sollen 7, 082 Milliarden Lastschriftvorgänge gebucht worden sein, vgl. Burghardt/Wegmann NZI 2009, 752) Anwendung findenden (Einzugsermächtigungs-)Lastschriftverfahrens fürchtet: Dem (vorläufigen) Insolvenzverwalter stünden innerhalb von Vertragsverhältnissen nicht mehr und keine anderen Rechte zu als dem Schuldner; wenn dieser mit einem nicht durch sachliche Gründe unterlegten Widerspruch eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung im Sinne von § 826 BGB begehe, gelte dies auch für den (vorläufigen) Insolvenzverwalter (BGHZ 177, 69, 76 Rn. 19).
Diese gelte nach der Entscheidung des XI. Zivilsenats des BGH vom 10.06.2008, Az. XI ZR 283/07 (NJW 2008, 3348) auch gegenüber dem schwachen vorläufigen Insolvenzverwalter.
Denn nach der - zwischenzeitlich durch den XI. Zivilsenat (BGH NJW 2008, 3348 [BGH 10.06.2008 - XI ZR 283/07] ) in Frage gestellten - vom IX. Zivilsenat des BGH in ständiger Rechtsprechung vertretenen Genehmigungstheorie werden von der Schuldnerbank vorgenommene Belastungen des Schuldnerkontos erst durch die Genehmigung des Schuldners wirksam (vgl. BGH NJW 2008, 63 [BGH 25.10.2007 - IX ZR 217/06] [64 f.]; NJW-RR 2008, 1500 [BGH 29.05.2008 - IX ZR 42/07] [1501]; jeweils m.w.N.).
Auch wenn man der Rechtsprechung des XI. Zivilsenats folgte, wonach auch ein "schwacher" vorläufiger Insolvenzverwalter an den Eintritt der (wenngleich nur im Deckungsverhältnis vereinbarten) Genehmigungsfiktion gebunden ist (vgl. BGH NJW 2008, 3348 [BGH 10.06.2008 - XI ZR 283/07] [3352 f.]), ist im Streitfall von einer Genehmigung der Belastungsbuchungen auszugehen.
Ungeachtet dessen, dass eine Rechtshandlung gemäß § 140 Abs. 1 InsO als in dem Zeitpunkt vorgenommen gilt, in dem ihre rechtlichen Wirkungen eintreten und die Genehmigung des Schuldners gemäß § 184 Abs. 1 BGB auf den Zeitpunkt des tatsächlichen Lastschrifteinzugs zurückwirkt (so ausdrücklich BGH NJW-RR 2008, 1500 [BGH 29.05.2008 - IX ZR 42/07] [1501]; ebenso BGH NJW 2008, 3348 [BGH 10.06.2008 - XI ZR 283/07] [3354]), stellt der IX. Zivilsenat (BGH NJW 2005, 675 [BGH 04.11.2004 - IX ZR 22/03] [677]) auf der Grundlage der Genehmigungstheorie - im Ergebnis konsequent - im Rahmen des § 130 Abs. 1 Nr. 2 InsO nicht auf den Zeitpunkt des Lastschrifteinzugs sondern auf den Zeitpunkt der Genehmigung ab.
Genehmigt der Schuldner - oder wie hier der Insolvenzverwalter - eine Lastschrift, ist bei der Beurteilung, ob die zeitlichen Voraussetzungen eines Bargeschäfts eingreifen, anders bei § 130 Abs. 1 Nr. 2 InsO (vgl. oben A.I.3) auf den Zeitpunkt des Lastschrifteinzugs und nicht auf den Zeitpunkt der späteren Genehmigung abzustellen (vgl. BGH NJW-RR 2008, 1500 [BGH 29.05.2008 - IX ZR 42/07] [1500 f.]; ebenso BGH NJW 2008, 3348 [BGH 10.06.2008 - XI ZR 283/07] [3354]).
Leistung und Gegenleistung müssen beim Bargeschäft nicht Zug um Zug erbracht werden; vielmehr genügt es, wenn sie auf Grund einer Parteivereinbarung in einem engen zeitlichen Zusammenhang ausgetauscht werden (BGH NJW 2008, 1500 [1501]; ebenso BGH NJW 2008, 3348 [BGH 10.06.2008 - XI ZR 283/07] [3353]; jeweils m.w.N.).
Nach BGH NJW 2008, 3348 (3353) [BGH 10.06.2008 - XI ZR 283/07] m.w.N. kann auch bei zeitnaher Zahlung von Leasingraten, die Miet- und Pachtzahlungen vergleichbar sind, ein Bargeschäft angenommen werden.
Entsprechend Nr. IV. 1 Allgemeine Geschäftsbedingungen waren von der Schuldnerin monatliche Raten als Gegenleistung für die Gebrauchsüberlassung des Fahrzeugs zu erbringen (vgl. auch BGH NJW 2008, 3348 [BGH 10.06.2008 - XI ZR 283/07] [3353]).
Bei den durch die Genehmigung der Belastungsbuchungen wirksam gewordenen Zahlungen handelte es sich aus Sicht eines objektiven Dritten ebenso wie bei wertender Betrachtungsweise um Leistungen der Insolvenzschuldnerin (vgl. BGH NJW 2006, 1965 [BGH 11.04.2006 - XI ZR 220/05] [1965]; NJW-RR 2003, 837 [BGH 19.12.2002 - IX ZR 377/99] [841]; LG Köln NZI 2007, 469 [469 ff.]; im Ergebnis ebenso BGH NJW 2008, 3348 [3349 ff.]; a.A. Wagner, NZI 2008, 401 [406 f.]).
Das gilt auch für Abbuchungen im Lastschriftverfahren aufgrund einer Einziehungsermächtigung des Schuldners (BGH, Urteil vom 9. Januar 2003 - IX ZR 85/02, NZI 2003, 197, 198; vom 10. Juni 2008 - XI ZR 283/07, BGHZ 177, 69 Rn. 45; vgl. BAG…, Urteil vom 22. Oktober 2015 - 6 ARS 758/14, juris Rn. 18;… Schoppmeyer, aaO § 131 Rn. 39 ff, 61).
Eine von dem Schuldner im Lastschriftweg veranlasste Zahlung gilt als genehmigt, wenn ihr der danach bestellte, mit einem Zustimmungsvorbehalt ausgestattete vorläufige Insolvenzverwalter bis zum Ablauf der Sechs-Wochen-Frist nach Nr. 7 Abs. 4 AGB-Sparkassen a.F. nicht widerspricht (Aufgabe von BGH, 25. Oktober 2007, IX ZR 217/06, BGHZ 174, 84, 92ff, Rn. 21ff im Anschluss an BGH, 10. Juni 2008, XI ZR 283/07, BGHZ 177, 69, 81ff Rn. 30ff).
Es sei zwar zwischen dem IX. Zivilsenat (…etwa BGHZ 174, 84, 93 f Rn. 24) und dem XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGHZ 177, 69, 84 f Rn. 38) umstritten, ob diese Fiktion auch gegenüber einem lediglich mit Zustimmungsvorbehalt ausgestatteten vorläufigen Insolvenzverwalter greife.
Eine Zustimmung des Verwalters kann nicht nur für eine ausdrückliche (…BGHZ 174, 77, 92 Rn. 19; 177, 69, 81 Rn. 31), sondern auch für eine nur fingierte Genehmigungserklärung des Schuldners (OLG Köln NZI 2009, 111, 112 f;… Uhlenbruck/Vallender, InsO 13. Aufl. § 22 Rn. 208 b) erteilt werden.
Diese kann entweder darin gesehen werden, dass durch sie die von der Schuldnerbank als Nichtberechtigte vorgenommene und deshalb zunächst unwirksame Verfügung im Deckungsverhältnis wirksam wird (BGHZ 177, 69, 81 Rn. 31) oder dass sie den gegen das Kreditinstitut gerichteten Anspruch des Schuldners, der bei einem kreditorischen Konto auf Auszahlung einer Einlage, bei einem debitorischen Konto auf Auszahlung eines Darlehens geht, zum Erlöschen bringt (Kirchhof WM 2009, 337 f).
Das Lastschriftverfahren ist ein von der deutschen Kreditwirtschaft entwickeltes System zur erleichterten Abwicklung von massenhaften Zahlungsvorgängen im bargeldlosen Zahlungsverkehr (vgl. BGHZ 177, 69, 73 f.; BGHSt 50, 147, 151 ff.;… van Gelder, in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch 3. Aufl., § 57 Rn. 5-56d).
Die Gläubigerbank belastet sodann das Gläubigerkonto wieder mit dem zuvor gutgeschriebenen Betrag und den Rücklastgebühren (vgl. zum Ganzen: BGHZ 74, 300, 303 ff. ; 74, 309, 311 ff. ; BGHZ 101, 153, 156 f. ; 177, 69, 73 f.; BGHSt 50, 147, 151 ff.;… van Gelder, aaO, § 57 Rn. 5-66;… Lastschriftabkommen vom 1. Februar 2002, abgedruckt bei van Gelder, aaO, Anhang zu §§ 56 - 59).
In seiner Entscheidung vom 10.06.2008 - XI ZR 283/07 (BGHZ 177, 69 = NJW 2008, 3348) - hat der XI. Zivilsenat Bedenken gegen die Anwendung der Genehmigungstheorie im Valutaverhältnis angemeldet, jedoch noch keine Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung eingeleitet.
Es entspricht einhelliger Ansicht, dass der "schwache" Insolvenzverwalter Belastungsbuchungen aus eigenem Recht nicht genehmigen kann (BGHZ 174, 84 Tz. 24; BGHZ 177, 69 Tz. 38).
Dem gegenüber steht der XI. Zivilsenat des BGH auf dem Standpunkt, dass ein vorläufiger Insolvenzverwalter mit Zustimmungsvorbehalt einer im Einzugsermächtigungsverfahren erfolgten Belastungsbuchung auf dem Schuldnerkonto innerhalb der Frist der Nr. 7 Abs. 3 AGB-Banken bzw. der Nr. 7 Abs. 4 AGB-Sparkassen widersprechen muss, um ein Eintreten der Genehmigungsfiktion zu verhindern (BGHZ 177, 69 Tz. 32 m. w. N. zur obergerichtlichen Rechtsprechung).
Rechtsfehlerfrei hat das Landgericht in Anbetracht der im Leasingvertrag (Anlage B 1, Bl. 61 d.A.) enthaltenen Vereinbarung, dass monatliche Raten als Gegenleistung für die Gebrauchsüberlassung des Fahrzeuges zu erbringen sind, auf den Zeitraum von 1 Monat abgestellt (BGHZ 177, 69 = NJW 2008, 3348 Tz. 44).
Da der Kläger nach den insoweit nicht zu beanstandenden Feststellungen des Berufungsgerichts einen ausdrücklichen Widerspruch erst in seinem Schreiben vom 26. März 2008 erklärt hat, wären für bis dahin ungenehmigte Lastschriften, deren Buchung in das 4. Quartal 2007 fällt, die Voraussetzungen der Genehmigungsfiktion nach Nr. 7 Abs. 3 AGB erfüllt, die auch gegenüber einem vorläufigen Insolvenzverwalter mit Zustimmungsvorbehalt wirkt (Senatsurteil vom 10. Juni 2008 - XI ZR 283/07, BGHZ 177, 69 Rn. 32 ff.; BGH…, Urteil vom 30. September 2010 - IX ZR 178/09, WM 2010, 2023 Rn. 19).
OLG München, 13.01.2009 - 5 U 2379/08
Entfallen der Genehmigungsfiktion der Nr. 7 Abs 3 der AGB-Banken durch …
Die Genehmigungsfiktion der Nr. 7 Abs. 3 der AGB-Banken wird durch die öffentliche Bekanntmachung der Bestellung eines vorläufigen oder endgültigen Insolvenzverwalters zerstört, wenn zum Zeitpunkt, zu dem die öffentliche Bekanntmachung gemäß § 9 Abs. 1 Satz 3 InsO als bewirkt gilt, die 6-Wochen-Frist nach Zugang des Rechnungsabschlusses nach Nr. 7 Abs. 3 AGB-Banken noch nicht abgelaufen war (Abweichung sowohl von BGH Urteil vom 25.10.2007 - IX ZR 217/06, NJW 2008, 63 als auch von BGH, Urteil vom 10.06.2008 - XI ZR 283/07, NJW 2008, 3348).
Der Nebenintervenient bezieht sich hierbei auf das Urteil des XI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 10.06.2008 - XI ZR 283/07, NJW 2008, 3348 ff., wonach die Genehmigungsfiktion auch für den vorläufigen Insolvenzverwalter mit Zustimmungsvorbehalt gelte.
Dieser Senat vermag sich daher weder der Rechtsauffassung des IX. Zivilsenats des BGH im Urteil vom 25.10.2007 - IX ZR 217/06, NZI 2008, 27, 29 f., hinsichtlich der Wirksamkeit der Nr. 7 Abs. 3 AGB-Banken für den vorläufig "starken" und den endgültigen Insolvenzverwalter - anders allerdings im Ergebnis für den vorläufigen "schwachen" Insolvenzverwalter (…a.a.O. S. 30) - noch der Rechtsauffassung des XI. Zivilsenats des BGH im Urteil von 10.06.2008 - XI ZR 283/07, NJW 2008, 3348, 3352) anzuschließen.
Dies stellt der XI. Zivilsenat des BGH im Urteil vom 10.06.2008 (a.a.O. S. 3352) unzutreffend in Abrede, wenn er ausführt, der Insolvenzverwalter trete in die bestehende Rechtslage ein und sei grundsätzlich an die vom Schuldner getroffenen Abreden gebunden, eine Ausnahme hiervon ergebe sich weder aus den Bestimmungen der Insolvenzordnung noch aus übergeordneten Zwecken des Insolvenzverfahrens.
Die Belastung des Schuldnerkontos wird erst durch Genehmigung des Schuldners wirksam (BGH…, Urteil vom 25.10.2006 - IX ZR 217/06, a.a.O. S. 28 Rn. 12; Urteil vom 10.06.2008 - XI ZR 283/07, a.a.O. S. 3350 Rn. 21).
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https://dejure.org/2008,35959
BGH, 24.10.2008 - XI ZR 283/07 (https://dejure.org/2008,35959)
BGH, Entscheidung vom 24.10.2008 - XI ZR 283/07 (https://dejure.org/2008,35959)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 2008 - XI ZR 283/07 (https://dejure.org/2008,35959)
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