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Timestamp: 2016-10-26 15:22:39
Document Index: 247698060

Matched Legal Cases: ['Art. 51', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 113', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 116', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 10', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 15', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 7', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 15', 'Art. 3', 'Art. 7', 'Art. 66', 'Art. 68']

1D_2/2014 (11.03.2015)
1D_2/2014 � � Urteil vom 11. M�rz 2015
B�rgergemeinde Trimmis,
Einb�rgerung,
Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 30. Januar 2014 des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden, 1. Kammer.
A.________ wurde 1962 im Iran geboren. Nach seiner Flucht in die T�rkei im Jahre 1987 anerkannte ihn die UNO als Fl�chtling. 1989 gelangte er in die Schweiz und lebte seither, mit Ausnahme einiger Monate, die er im Kanton Freiburg verbrachte, in Trimmis/GR. A.________ ist geschieden und hat eine inzwischen vollj�hrige Tochter. Vom April 1995 bis zum Februar 2001 bezog er Sozialhilfe, und f�r sein Scheidungsverfahren wurde ihm im Oktober 2010 die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt. A.________ arbeitet als Taxifahrer.
B.a.�Am 3. April 2012 ersuchte A.________ die B�rgergemeinde Trimmis um Einb�rgerung. Dieser wurde am 5. Dezember 2012 von den zust�ndigen Beh�rden mitgeteilt, dass die formellen Voraussetzungen des Bundes und des Kantons Graub�nden erf�llt seien.
B.b.�Am 21. Februar 2013 fand ein Einb�rgerungsgespr�ch vor dem B�rgerrat statt. Dieser teilte A.________ mit, dass sein Gesuch nur geringe Chancen habe, weshalb ihm nahegelegt werde, dieses zur�ckzuziehen. In der Folge unterzeichnete er das vorbereitete R�ckzugsschreiben.
B.c.�Am 4. M�rz 2013 teilte A.________ der B�rgergemeinde �ber seinen Rechtsvertreter mit, er sei �berrumpelt worden und halte am Gesuch fest. Die B�rgergemeinde antwortete am 20. M�rz 2013, sie stelle der B�rgerversammlung einen negativen Antrag, weil die Voraussetzungen f�r eine Einb�rgerung nicht erf�llt seien. A.________ hielt auch danach an seinem Gesuch fest.
B.d.�An der B�rgerversammlung vom 19. April 2013 lehnte die B�rgergemeinde das Einb�rgerungsgesuch von A.________ mit 28 zu 0 Stimmen ab. Dieser Entscheid wurde dem Gesuchsteller am 3. Mai 2013 er�ffnet und schriftlich im Wesentlichen damit begr�ndet, dass er keine erkennbaren sozialen Beziehungen in der Gemeinde, zu Vereinen oder anderen lokalen Institutionen pflege; �berdies nehme er kaum an �ffentlichen Dorf- und Quartierveranstaltungen teil und mangle es ihm an Grundlagenkenntnissen �ber die politische und gesellschaftliche Ordnung sowie am Wissen �ber �rtliche Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebr�uche. An derselben B�rgerversammlung wurde hingegen die Tochter von A.________ eingeb�rgert.
Mit Urteil vom 30. Januar 2014 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden eine dagegen gerichtete Beschwerde ab. Zur Begr�ndung f�hrte es im Wesentlichen aus, die B�rgergemeinde habe sich bei ihrer Einsch�tzung, A.________ sei nicht hinreichend sozial integriert, auf mehrere sachliche Integrationskriterien gest�tzt und diese korrekt festgestellt und gew�rdigt. Aus dem Umstand, dass seine Tochter eingeb�rgert worden sei, k�nne der Gesuchsteller nichts zu seinen Gunsten ableiten. �berdies vermittle der Erhebungsbericht vom 21. Februar 2013 den Eindruck, dass bei A.________ auch das Erfordernis der Vertrautheit mit den kantonalen und kommunalen Lebensgewohnheiten bzw. mit der politischen und gesellschaftlichen Ordnung zu verneinen w�re, was aber offenbleiben k�nne. Und schliesslich falle wohl die nicht erfolgte R�ckzahlung der Kosten f�r die unentgeltliche Rechtspflege zu seinen Lasten ins Gewicht, worauf aber ebenfalls nicht weiter einzugehen sei.
Mit subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 28. M�rz 2014 an das Bundesgericht beantragt A.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und die Sache an die B�rgergemeinde Trimmis zur�ckzuweisen zur Erteilung des B�rgerrechts. Im Wesentlichen macht er einen Verstoss gegen seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r und auf ein faires Verfahren sowie die unvollst�ndige Abkl�rung des Sachverhalts geltend. In einer separaten Eingabe ersucht A.________ sodann um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung im bundesgerichtlichen Verfahren.
Die B�rgergemeinde Trimmis schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden stellt Antrag, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
A.________ hat sich nochmals zur Sache ge�ussert. Weitere Eingaben gingen beim Bundesgericht nicht mehr ein.
Die I. �ffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts hat �ber die Beschwerde an einer �ffentlichen Beratung entschieden.
1.1.�Beschwerden gegen letztinstanzliche Verf�gungen der Kantone in Einb�rgerungsangelegenheiten richten sich nach den allgemeinen Bestimmungen �ber die Bundesrechtspflege (Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber Erwerb und Verlust des Schweizer B�rgerrechts vom 29. September 1952, B�rgerrechtsgesetz, B�G; SR 141.0). Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten im Sinne von Art. 82 BGG ist gem�ss Art. 83 lit. b BGG gegen Entscheide �ber die ordentliche Einb�rgerung ausgeschlossen. Eine andere ordentliche Beschwerde f�llt nicht in Betracht. Damit steht grunds�tzlich die subsidi�re Verfassungsbeschwerde gem�ss Art. 113 ff. BGG offen. Der Entscheid der Vorinstanz kann mit keinem kantonalen Rechtsmittel angefochten werden und ist daher kantonal letztinstanzlich (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG; BGE 135 I 265 E. 1 S. 269).
1.2.�Mit der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde kann nach Art. 116 BGG die Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten ger�gt werden.
1.3.�Zur Beschwerde ist gem�ss Art. 115 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen (lit. a) und ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat (lit. b). Der Beschwerdef�hrer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vermittelt sodann dem abgewiesenen Bewerber bereits das eidgen�ssische B�rgerrechtsgesetz die Legitimation zur subsidi�ren Verfassungsbeschwerde (BGE 138 I 305 E. 1.4 S. 309 ff.).
2.1.�F�r die ordentliche Einb�rgerung muss der Gesuchsteller die gesetzlichen Wohnsitzerfordernisse erf�llen (vgl. Art. 15 B�G), die hier nicht strittig sind. �berdies ist gem�ss Art. 14 B�G vor Erteilung der Bewilligung zu pr�fen, ob der Bewerber zur Einb�rgerung geeignet ist, insbesondere ob er in die schweizerischen Verh�ltnisse eingegliedert ist (lit. a), mit den schweizerischen Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebr�uchen vertraut ist (lit. b), die schweizerische Rechtsordnung beachtet (lit. c) und die innere oder �ussere Sicherheit der Schweiz nicht gef�hrdet (lit. d). Die Kantone sind in der Ausgestaltung der Einb�rgerungsvoraussetzungen insoweit frei, als sie hinsichtlich der Wohnsitzerfordernisse oder der Eignung Konkretisierungen des bundesgesetzlich vorgeschriebenen Rahmens vornehmen k�nnen (BGE 138 I 305 E. 1.4.3 S. 311).
2.2.�Gem�ss Art. 1 des B�rgerrechtsgesetzes des Kantons Graub�nden vom 31. August 2005 (KB�G; BR 130.100) beruht das Kantonsb�rgerrecht auf dem Gemeindeb�rgerrecht. Nach Art. 3 KB�G setzt die Aufnahme in das B�rgerrecht voraus, dass der Gesuchsteller nach Pr�fung der pers�nlichen Verh�ltnisse als geeignet erscheint (Abs. 1); dies erfordert insbesondere (Abs. 2), dass er in die kantonale und kommunale Gemeinschaft integriert ist (lit. a), mit den kantonalen und kommunalen Lebensgewohnheiten und Verh�ltnissen sowie einer Kantonssprache vertraut ist (lit. b), die schweizerische Rechtsordnung beachtet (lit. c), die innere und �ussere Sicherheit der Schweiz nicht gef�hrdet (lit. d) und �ber eine gesicherte Existenzgrundlage verf�gt (lit. e). Die Einb�rgerung erfolgt am Wohnsitz (Art. 4 Abs. 1 KB�G). Gem�ss Art. 10 Abs. 1 KB�G haben die B�rgergemeinden Vorschriften �ber die Erteilung, Zusicherung und Verweigerung des Gemeindeb�rgerrechts zu erlassen, soweit die Gesetzgebungen des Bundes und des Kantons keine Bestimmungen enthalten (Abs. 1) und dabei insbesondere die Zust�ndigkeiten, das Verfahren und die Geb�hren zu regeln (Abs. 2). �ber die Erteilung, Zusicherung oder Verweigerung des Gemeindeb�rgerrechts entscheidet die B�rgergemeindeversammlung durch Mehrheitsbeschluss (Art. 14 Abs. 1 KB�G); die B�rgergemeinde kann diese Kompetenzen dem Vorstand oder einer besonderen Kommission �bertragen (Art. 14 Abs. 2 KB�G), was die hier fragliche Gemeinde Trimmis nicht getan hat. Nach Art. 17 der Verordnung zum B�rgerrechtsgesetz des Kantons Graub�nden vom 13. Dezember 2005 (KB�V; BR 130.110) kann die B�rgergemeinde auch die Vornahme der Erhebungen dem Vorstand oder einer besonderen Kommission �bertragen (Abs. 1); das zust�ndige Organ ist verpflichtet, die formellen und materiellen Einb�rgerungsvoraussetzungen zu �berpr�fen; ausl�ndische Gesuchsteller sind pers�nlich anzuh�ren (Abs. 2).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, er sei nicht korrekt und ohne die n�tigen Informationen zum Einb�rgerungsgespr�ch eingeladen worden. Haupts�chliches Thema des lediglich zehnmin�tigen Gespr�ches seien seine finanziellen Verh�ltnisse gewesen, weil der B�rgerrat f�lschlicherweise davon ausgegangen sei, der fr�here Bezug von Sozialhilfegeldern rechtfertige die Ablehnung des Einb�rgerungsgesuchs. Ein weiterer Teil der Zeit sei in der Folge f�r die Unterzeichnung der vorformulierten R�ckzugserkl�rung verwendet worden. Weder seien seine Kenntnisse der lokalen Verh�ltnisse in gen�gendem Umfang gepr�ft worden noch sei er vorweg darauf hingewiesen worden, dass eine solche Pr�fung stattfinde. Im �brigen habe weder der B�rgerrat noch die B�rgerversammlung noch das Verwaltungsgericht sein Argument, er sei in der Nachbarschaft gut integriert und pflege mit dieser einen gen�genden sozialen Kontakt, aufgenommen bzw. im erforderlichen Masse abgekl�rt.
3.2.�Das angefochtene Urteil enth�lt nur wenige Ausf�hrungen zum Verfahrensablauf, sondern befasst sich vorwiegend mit der inhaltlichen Pr�fung des Einb�rgerungsgesuchs des Beschwerdef�hrers. Dabei ist davon auszugehen, dass die Gemeinde beim Entscheid �ber eine ordentliche Einb�rgerung �ber ein gewisses Ermessen verf�gt. Obwohl diesem Entscheid auch eine politische Komponente innewohnt, ist das Einb�rgerungsverfahren jedoch kein rechtsfreier Vorgang, wird doch darin �ber den rechtlichen Status von Einzelpersonen entschieden. Zu beachten sind daher die einschl�gigen Verfahrensbestimmungen, und die Gemeinde darf nicht willk�rlich, rechtsungleich oder diskriminierend entscheiden und muss ihr Ermessen insgesamt pflichtgem�ss aus�ben (vgl. BGE 140 I 99 E. 3.1 S. 101 f.; 138 I 305 E. 1.4.3 S. 311).
3.3.�In prozessualer Hinsicht hat die Gemeinde namentlich den Grundsatz der Fairness im Verfahren und den Anspruch auf rechtliches Geh�r der Gesuchsteller nach Art. 29 BV sowie das Prinzip von Treu und Glauben gem�ss Art. 9 und 5 Abs. 3 BV zu wahren (vgl. BGE 140 I 99 3.4-3.8 S. 102 ff.). Dazu z�hlt nebst der Pflicht der Beh�rden zur Begr�ndung ihrer Entscheide (vgl. Art. 15b Abs. 1 B�G) insbesondere das Recht des Gesuchstellers auf vorg�ngige Orientierung. Die Bewerber sind jedenfalls �ber diejenigen Verfahrensschritte vorweg zu informieren, die geeignet sind, den Entscheid �ber die Einb�rgerung zu beeinflussen, und auf die sich die Bewerber gezielt vorbereiten k�nnen (BGE 140 I 99 E. 3.5 S. 103 f.). Zum Anspruch auf rechtliches Geh�r geh�rt sodann, dass die Beh�rde alle erheblichen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien w�rdigt und die ihr angebotenen Beweise abnimmt, wenn diese zur Abkl�rung des Sachverhalts tauglich erscheinen. Umgekehrt folgt daraus, dass keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vorliegt, wenn eine Beh�rde auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil sie auf Grund der bereits abgenommenen Beweise ihre �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener (antizipierter) Beweisw�rdigung annehmen kann, dass ihre �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen). Die Beachtung der formellen Verfahrensanforderungen ist bei der ordentlichen Einb�rgerung gerade deswegen umso bedeutsamer, weil die Gemeinde in inhaltlicher Hinsicht �ber einen Ermessensspielraum verf�gt.
3.4.�Nach Art. 5 Abs. 1 KB�V ist in die kantonale und kommunale Gemeinschaft insbesondere integriert, wer soziale Beziehungen am Arbeitsplatz, in Nachbarschaft, Gemeinde, Quartier, Kirche, Vereinen oder anderen lokalen Institutionen pflegt (lit. a) oder im �ffentlichen und gesellschaftlichen Leben eingegliedert ist und an Dorf- oder Quartierveranstaltungen teilnimmt (lit. b). Mit den kantonalen und kommunalen Lebensgewohnheiten und Verh�ltnissen ist gem�ss Art. 5 Abs. 2 KB�V vertraut, wer Grundkenntnisse �ber die politische, rechtsstaatliche und gesellschaftliche Ordnung hat (lit. a), sich zu den demokratischen Institutionen bekennt und nach den in der Schweiz geltenden Werten und Grundrechten lebt (lit. b), und �ber Wissen um die �rtlichen Sitten und Gebr�uche verf�gt und diese respektiert (lit. c). Nach Art. 7 Abs. 3 KB�V m�ssen in den vergangenen zehn Jahren bezogene �ffentliche Unterst�tzungsleistungen, bevorschusste Krankenkassenpr�mien und Kosten f�r die unentgeltliche Rechtspflege zur�ckbezahlt worden sein.
3.5.�Was die Beurteilung der solchermassen definierten Integration betrifft, so ist diese als Prozess gegenseitiger Ann�herung zwischen der einheimischen und der ausl�ndischen Bev�lkerung zu verstehen. Die zugezogene Person soll am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der hiesigen Gesellschaft teilhaben. Dazu ist es erforderlich, dass sich die Ausl�nderinnen und Ausl�nder mit den gesellschaftlichen Verh�ltnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen. Erfolgreiche Integration setzt den Willen der Zugewanderten wie auch die Offenheit der schweizerischen Bev�lkerung voraus. Ob eine einb�rgerungswillige Person gen�gend integriert ist, beurteilt sich nach den gesamten Umst�nden des Einzelfalles, wobei die Gemeinde gerade insofern �ber einen gewissen Ermessensspielraum verf�gt (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 1D_2/2013 vom 14. November 2013, E. 2.4 und 2.5). Massgeblich ist dabei immerhin jede Art der aktiven Beteiligung am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde bzw. in der Region. Die soziale Verankerung kann entsprechend nicht nur durch Mitgliedschaft bei �rtlichen Vereinen und anderen Organisationen zum Ausdruck kommen, sondern auch durch informelle Freiwilligenarbeit oder aktive Teilnahme an lokalen oder regionalen Veranstaltungen. Im �ffentlichen Leben der Gemeinde ist etwa an Institutionen in den Bereichen Politik, Bildung, Sport oder Kultur zu denken, soweit diese den Betroffenen offenstehen. Durch so verstandene Teilhabe bekundet die ausl�ndische Person ihren Willen, auf die Einheimischen zuzugehen und sich mit den sozialen und kulturellen Lebensbedingungen an ihrem Wohnort auseinanderzusetzen (vgl. BGE 138 I 242 E. 5.3 S. 245 f. sowie das Urteil des Bundesgerichts 1D_2/2013 vom 14. November 2013, E. 3).
4.1.�Ausgangspunkt f�r den vorliegenden Fall ist, dass die Vorinstanzen dem Beschwerdef�hrer in erster Linie die erforderliche Integration in der Gemeinde absprachen. Insbesondere gingen sie von einer mangelnden Teilnahme an lokalen Institutionen und an Dorf- oder Quartierveranstaltungen aus. Der Beschwerdef�hrer macht allerdings geltend und hat dies schon vor dem Verwaltungsgericht vorgebracht, sehr wohl einen massgeblichen Kontakt zur Nachbarschaft zu pflegen, was aber die Vorinstanzen nicht abgekl�rt h�tten. Was das verlangte Wissen �ber die politische und gesellschaftliche Ordnung sowie die �rtlichen Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebr�uche betreffe, sei er dazu nie unter geh�riger Ank�ndigung gen�gend befragt worden.
4.2.�Zu Recht geht das Verwaltungsgericht davon aus, es komme auf die individuellen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers an, weshalb er aus der Einb�rgerung seiner vollj�hrigen Tochter nichts zu seinen Gunsten ableiten k�nne. Die Darstellung des Beschwerdef�hrers ist allerdings insoweit unbestritten geblieben und widerspricht auch nicht den Akten, als er geltend macht, zum Gespr�ch vor dem B�rgerrat vom 21. Februar 2013 nicht pers�nlich, sondern lediglich telefonisch �ber seine Tochter eingeladen worden zu sein. Ebenso wird nicht in Frage gestellt, dass der n�here Inhalt dieser Besprechung nicht erl�utert und namentlich nicht angek�ndigt worden war, es werde bei der Besprechung auch das Wissen des Beschwerdef�hrers gepr�ft. Es hat daher als erstellt zu gelten, dass der Beschwerdef�hrer nur �ber seine Tochter zum Gespr�ch und ohne hinreichenden Hinweis auf den Inhalt, insbesondere die vorgesehene Wissenspr�fung, eingeladen wurde. Wenn die Gemeinde in ihrer Vernehmlassung ausf�hrt, zum Kennenlernen geh�re auch das Aufzeigen von Kenntnissen, gesteht sie dies im �brigen zumindest sinngem�ss ein. Ebenfalls unbestritten geblieben ist die Behauptung des Beschwerdef�hrers, die Besprechung mit dem B�rgerrat, die er zusammen mit seiner Tochter f�hrte und in der es auch um deren Einb�rgerungsgesuch ging, habe h�chstens zehn Minuten gedauert und haupts�chlich den R�ckzug seines Antrags zum Thema gehabt. Auch die Vorinstanz hat dazu nichts anderes festgestellt, weshalb sachverhaltlich von diesen Umst�nden auszugehen ist. Eine wirklich ernsthafte �berpr�fung der Integration war bei dieser Sachlage nicht m�glich.
4.3.�Der Beschwerdef�hrer wurde weder geh�rig zum Einb�rgerungsgespr�ch eingeladen noch �ber dessen Gegenstand orientiert noch wurden in seinem Fall die massgeblichen Einb�rgerungsvoraussetzungen gen�gend abgekl�rt. Auf eine Pr�fung der notwendigen Kenntnisse konnte er sich nicht vorbereiten, und es ist nicht einmal belegt, wie und wor�ber er allenfalls teilweise befragt worden sein sollte. Der in den Akten liegende Erhebungsbericht, der Protokollauszug zur B�rgergemeindeversammlung vom 19. April 2013 sowie die erstinstanzliche Begr�ndung vom 3. Mai 2013 enthalten dazu lediglich allgemeine pauschale Bemerkungen und keine �berpr�fbaren detaillierten Angaben. Die Gemeindebeh�rden haben insofern auch ihre Aktenf�hrungspflicht verletzt (BGE 130 II 473 E. 4.1 S. 477). Obwohl der Beschwerdef�hrer vor dem Verwaltungsgericht, wie dieses selbst im angefochtenen Entscheid festh�lt, seine Bereitschaft bekundete, eine entsprechende Pr�fung abzulegen, ist es bisher nicht in nachvollziehbarer Weise dazu gekommen. Es kann daher auf der Grundlage der vorliegenden Akten nicht davon ausgegangen werden, dem Beschwerdef�hrer fehle es an den n�tigen Kenntnissen.
4.4.�Die Gemeindebeh�rden haben demnach ihre prozessualen Pflichten missachtet, weshalb sich der angefochtene Entscheid bereits aus diesem Grund als bundesrechtswidrig erweist. Es l�sst sich dem Beschwerdef�hrer auch nicht vorwerfen, er habe den prozessualen Mangel nicht rechtzeitig ger�gt. Nachdem er der B�rgergemeinde am 4. M�rz 2013 mitgeteilt hatte, er halte am Gesuch fest, antwortete ihm diese bereits am 20. M�rz 2013, sie stelle diesfalls der Gemeindeversammlung einen negativen Antrag, ohne dass ein erneutes Gespr�ch oder sonstige Beweiserhebungen �berhaupt in Erw�gung gezogen wurden. Angesichts dieser klaren negativen Haltung der Gemeindebeh�rden kann vom Beschwerdef�hrer nicht verlangt werden, er h�tte damals noch auf weiteren Verfahrensschritten wie insbesondere einer Wiederholung des Gespr�chs mit dem B�rgerrat und zus�tzlichen Abkl�rungen beharren m�ssen.
5.1.�Was sodann die - kumulativ zu den verlangten Kenntnissen - erforderliche Integration in die Dorfgemeinschaft betrifft, so kann als erh�rtet gelten, dass der Beschwerdef�hrer weder am Vereinsleben noch an lokalen Institutionen noch an Dorf- oder Quartierveranstaltungen usw. regelm�ssig teilnimmt. Die entsprechenden Feststellungen der Vorinstanz erscheinen jedenfalls nicht willk�rlich. Fragw�rdig ist insofern allerdings das - offenbar einzige - Votum eines B�rgers in der B�rgergemeindeversammlung vom 19. April 2013, wonach der Beschwerdef�hrer nach einem Verkehrsunfall der Tochter darauf gedr�ngt haben soll, die Sache ohne Beizug der Polizei abzuwickeln. Da nicht ersichtlich ist, weshalb dies der Rechtslage widersprochen haben sollte, l�sst sich daraus keine fehlende Respektierung der hiesigen Rechtsordnung ableiten. Welche Bedeutung diesem Argument f�r die B�rgerversammlung zukam, ist allerdings nicht zu erkennen. Jedenfalls berief sich die Vorinstanz nicht darauf. Deren Beweiserhebung erscheint jedoch aus einem anderen Grunde unvollst�ndig. Der Beschwerdef�hrer machte bereits vor dem Verwaltungsgericht geltend, er pflege einen massgeblichen Kontakt "zu seinen Nachbarn, etc.". Nach Art. 5 Abs. 1 lit. a KB�V handelt es sich dabei um ein wesentliches Kriterium, das der Beschwerdef�hrer durchaus zu seinen Gunsten anrufen kann. Das Verwaltungsgericht ging diesem Argument mit dem Hinweis darauf nicht weiter nach, es w�re Sache des Beschwerdef�hrers gewesen, solches auch zu belegen.
5.2.�In erster Linie gilt im Einb�rgerungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung haben die Parteien freilich bei der Sachverhaltsermittlung mitzuwirken, soweit sie besser als die Beh�rden in der Lage sind, bestimmte Tatsachen darzulegen und zu beweisen. Dazu geh�ren insbesondere Aktivit�ten, die f�r eine hinreichende soziale Integration sprechen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 1D_2/2013 vom 14. November 2013 E. 3.3.3). Bei der Befragung der Nachbar- oder Einwohnerschaft handelt es sich aber, im Unterschied etwa zu dokumentarisch belegbaren Mitgliedschaften in Vereinen oder zu Aktivit�ten an Dorffesten (bzw. der "Dorfchilbi", wie das im Urteil 1D_2/2013 vom 14. November 2013 E. 3.3.2 und 3.3.3 zur Diskussion stand), nicht um Beweise, f�r deren Abnahme die Beh�rden weniger gut in der Lage w�ren als der Beschwerdef�hrer. Im Gegenteil erh�hen neutrale Abkl�rungen durch die Beh�rden unter Umst�nden die Glaubw�rdigkeit im Vergleich zu vom Einb�rgerungswilligen allenfalls selbst eingeholten oder eingereichten Unterlagen. Der Beschwerdef�hrer ist seiner Mitwirkungspflicht nachgekommen, indem er auf die angeblichen Kontakte zur Nachbarschaft bzw. sinngem�ss zur Wohnbev�lkerung hingewiesen hat. Solche Beziehungen sind nur schon deshalb nicht offenkundig unglaubw�rdig, weil der Beschwerdef�hrer als Taxifahrer arbeitet, was in der Regel zwangsl�ufig einen gewissen Kontakt zur Wohnbev�lkerung mit sich bringt. Bei dieser Ausgangslage obliegt es den Beh�rden, die Behauptung entweder zu glauben oder, wenn sie Zweifel haben, weitere angemessene Abkl�rungen zu treffen. Entweder die B�rgergemeinde oder dann sp�testens das Verwaltungsgericht h�tten sich demnach, unter Wahrung des Anspruchs des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r, in geeigneter Weise bei den Nachbarn oder sonstigen Einwohnern �ber die Integration des Beschwerdef�hrers bzw. ihre Beziehungen zu ihm erkundigen k�nnen und m�ssen.
Obwohl sie insoweit auch die Privatsph�re des Gesuchstellers zu beachten haben (vgl. Art. 15c B�G), sind entsprechende Abkl�rungen als solche weitgehend unproblematisch, nachdem sich der Beschwerdef�hrer selbst darauf beruft. Zwar kann von den Beh�rden grunds�tzlich nicht verlangt werden, allein herauszufinden, wer allenfalls f�r soziale Kontakte zum Beschwerdef�hrer in Frage kommt. Insoweit k�nnen sie aber vom Beschwerdef�hrer gest�tzt auf seine Mitwirkungspflicht entsprechende Ausk�nfte einholen. Hingegen d�rfen sie nicht einfach wie hier unt�tig bleiben, obwohl der Gesuchsteller sich auf entsprechende soziale Kontakte berufen hatte, und dann im Nachhinein auf dessen Mitwirkungspflicht verweisen. Gerade im vorliegenden Fall kann dem Beschwerdef�hrer aufgrund der prozessualen Vorgeschichte nicht vorgeworfen werden, er habe es unterlassen, der Gemeinde gen�gend Beweise zu unterbreiten, nachdem deren Vertreter bereits deutlich zu erkennen gegeben hatten, eine Einb�rgerung nicht in Erw�gung zu ziehen. Ohne die erforderlichen erg�nzenden Abkl�rungen durch die Beh�rden erweist sich die Beweiserhebung demnach als ungen�gend, weshalb sie nicht in vorweggenommener Beweisw�rdigung abgeschlossen werden durfte.
5.3.�Schliesslich besteht unter den Verfahrensbeteiligten inzwischen Einigkeit dar�ber, dass die von 1995 bis 2001 bezogenen Sozialhilfeleistungen einer Einb�rgerung des Beschwerdef�hrers nicht entgegenstehen, da sie weit mehr als zehn Jahre zur�ckliegen. Hingegen verweist die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid erg�nzend auf die bisher nicht erfolgte R�ckzahlung der Kosten f�r die unentgeltliche Rechtspflege im Scheidungsverfahren von 2010. Sie erw�gt unter Hinweis auf Art. 3 Abs. 2 lit. e KB�G in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 KB�V, dass es deswegen an der Voraussetzung der gesicherten Existenzgrundlage fehlen k�nnte, geht darauf aber nicht weiter ein, weil sie diesen Ablehnungsgrund als nicht mehr erforderlich erachtet. Unter diesen Umst�nden kann darauf mangels aufgezeigter Massgeblichkeit auch nicht abgestellt werden. Immerhin rechtfertigt sich der Hinweis darauf, dass aufgrund von prozessualer Bed�rftigkeit bzw. der fehlenden R�ckzahlung von Kosten aus der unentgeltlichen Rechtspflege nicht ohne weiteres zwingend auf eine unzureichende Existenzgrundlage zu schliessen ist, wenn die betroffene Person f�r die �blichen laufenden Lebenshaltungskosten aufzukommen vermag.
5.4.�Aufgrund der formellen Natur der festgestellten Verfahrensm�ngel ist der angefochtene Entscheid unabh�ngig von dessen inhaltlicher Richtigkeit aufzuheben. Mangels gen�gender Sachverhaltsabkl�rung kann dem Antrag des Beschwerdef�hrers, die Sache an die Gemeinde zur�ckzuweisen zur Erteilung des B�rgerrechts, jedoch nicht entsprochen werden. Vielmehr hat eine R�ckweisung an die B�rgergemeinde zu erfolgen zur Vornahme der erforderlichen erg�nzenden Verfahrensschritte und Sachverhaltsabkl�rung sowie zu neuem Entscheid.
6.1.�Die Beschwerde ist gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Die Sache geht zur�ck an die B�rgergemeinde Trimmis zu neuem Entscheid im Sinne der Erw�gungen. Ferner wird das Verwaltungsgericht �ber die Verlegung der Kosten und Entsch�digungen f�r das vorinstanzliche Verfahren neu zu befinden haben.
6.2.�Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG). Hingegen hat die unterliegende Gemeinde dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine angemessene Parteientsch�digung zu bezahlen (vgl. Art. 68 BGG).
1.1.�Die Beschwerde wird gutgeheissen, und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden, 1. Kammer, vom 30. Januar 2014 wird aufgehoben.
1.2.�Die Sache wird an die B�rgergemeinde Trimmis zur�ckgewiesen zu neuem Entscheid im Sinne der Erw�gungen.
1.3.�Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden wird �ber die Verlegung der Kosten und Entsch�digungen im vorinstanzlichen Verfahren neu zu entscheiden haben.
Die B�rgergemeinde Trimmis hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der B�rgergemeinde Trimmis und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.