Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20R%2010/92
Timestamp: 2019-10-18 10:10:59
Document Index: 238884302

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 34', '§ 24', '§ 34', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 34', '§ 24', '§ 34', '§ 24', '§ 24', '§ 34', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 34']

BFH, 16.03.1993 - XI R 10/92 - dejure.org
BFH, 16.03.1993 - XI R 10/92
https://dejure.org/1993,632
BFH, 16.03.1993 - XI R 10/92 (https://dejure.org/1993,632)
BFH, Entscheidung vom 16.03.1993 - XI R 10/92 (https://dejure.org/1993,632)
BFH, Entscheidung vom 16. März 1993 - XI R 10/92 (https://dejure.org/1993,632)
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EStG § 24 Nr. 1 Buchst. a und b, § 34 Abs. 1 und 2
Steuertarif - Entschädigung
EStG § 24 Nr. 1 lit. a, b, § 34 Abs. 1, 2
Einkommensteuer; Steuerermäßigung für Entschädigungen i. S. des § 24 Nr. 1 Buchst. b EStG - Zusammenfassung von Entschädigungen nach Buchst. a und b
BFHE 170, 445
BB 1993, 1000
DB 1993, 1268
BStBl II 1993, 497
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH sei entscheidend, ob die Entschädigung für entgangene oder entgehende Einnahmen, die sich bei normalem Ablauf auf mehrere Jahre verteilt hätten, vollständig in einem Betrag gezahlt werde (Urteil vom 16. März 1993 XI R 10/92, BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497).
Die in BFHE 183, 535, BStBl II 1997, 753 vorgenommene Beurteilung steht auch nicht --wie Mathiak (…LSW Gruppe 3, S. 378) meint-- im Widerspruch zu der Entscheidung des Senats vom 16. März 1993 XI R 10/92 (BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497).
BFH, 12.06.1996 - XI R 43/94
Entgelt für umfassendes Wettbewerbsverbot im Zusammenhang mit Beendigung eines …
a) Im Unterschied zu einer Entschädigung i. S. des § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG, die (Schadens-) Ersatzleistungen wegen oder infolge entgangener Einnahmen betrifft, dient die Entschädigung nach § 24 Nr. 1 Buchst. b EStG nicht der Abgeltung und Abwicklung von Interessen aus dem bisherigen Rechtsverhältnis; sie erfaßt vielmehr - in gewisser Weise zukunftsorientiert - jegliche Gegenleistung "für" die Aufgabe oder Nichtausübung einer Tätigkeit (vgl. BFH-Urteil vom 16. März 1993 XI R 10/92, BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497; Weber-Grellet, Deutsches Steuerrecht 1993, 261, 264) und ist insoweit von der bisherigen Tätigkeit losgelöst.
Für die Frage danach, zu welcher Einkunftsart die Entschädigung für die Nichtausübung einer Tätigkeit gehört, ist darum - jedenfalls in den Fällen, in denen ein künftiges Wettbewerbsverbot nicht von vornherein in einem Anstellungsvertrag eines Arbeitnehmers festgelegt worden ist (vgl. dazu BFH-Urteile vom 13. Februar 1987 VI R 230/83, BFHE 149, 182, BStBl II 1987, 386; BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497) - grundsätzlich entscheidend, zu welchen Einkünften die Tätigkeit geführt hätte, auf deren Ausübung der Steuerpflichtige verzichtet hat.
Die Anwendung des § 34 Abs. 1 und 2 EStG verlangt auch in den Fällen des § 24 Nr. 1 Buchst. b EStG, daß die Entschädigung für die Aufgabe oder Nichtausübung einer Tätigkeit, die sich bei normalem Ablauf über mehrere Jahre erstreckt hätte, vollständig in einem Betrag gezahlt worden und dadurch ein Progressionsnachteil entstanden ist (BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497).
Dem Sinn und Zweck der Steuerbegünstigung entsprechend (Ausgleich von Progressionsnachteilen) sind Entschädigungen aber nur dann außerordentliche Einkünfte i.S. des § 34 Abs. 1 EStG, wenn sie zusammengeballt in einem Betrag gezahlt werden (zu § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 4. März 1998 XI R 46/97, BFHE 185, 429, BStBl II 1998, 787, m.w.N.; zu § 24 Nr. 1 Buchst. b EStG vgl. BFH-Urteil vom 16. März 1993 XI R 10/92, BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497; BFH-Urteil vom 12. Juni 1996 XI R 43/94, BFHE 180, 433, BStBl II 1996, 516).
Dies gilt jedoch nicht ausnahmslos (vgl. BFH in BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497).
Dies gilt jedoch nicht ausnahmslos (vgl. BFH-Urteil vom 16. März 1993 XI R 10/92, BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497).
BFH, 16.07.1997 - XI R 13/97
Zur Frage der Zusammenballung von Einkünften bei Anwendung des § 34 Abs. 1 und 2 …
In dem Urteil des BFH vom 16. März 1993 XI R 10/92 (BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497) werde unter II. 2. klargestellt, daß in diesen Fällen ein Progressionsnachteil nur dann eintrete, wenn das Jahr, in dem die Entschädigung gezahlt werde, und das Jahr, in dem die entgangenen Einnahmen entstanden wären, nicht übereinstimmten.
Dementsprechend begründet eine Entschädigung i. S. des § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG grundsätzlich nur dann außerordentliche Einkünfte, wenn sie für entgangene oder entgehende Einnahmen, die sich bei normalem Ablauf, nämlich bei Fortsetzung des Dienstverhältnisses, auf mehrere Jahre verteilt hätten, vollständig in einem Veranlagungszeitraum gezahlt wird oder, sofern sie nur Einnahmen eines Jahres ersetzt, im Jahr der Zahlung mit weiteren Einkünften zusammenfällt und der Steuerpflichtige im Jahr der entgangenen Einnahmen keine weiteren (nennenswerten) Einnahmen gehabt hat (ständige Rechtsprechung, BFH-Urteil in BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497, m. w. N.).
Nur in besonders gelagerten Fällen kann es möglich sein, daß ein Steuerpflichtiger in Zusammenhang mit der Auflösung oder Beendigung eines Arbeitsverhältnisses mehrere selbständige Entschädigungen erhält, z. B. bei Auflösung mehrerer Arbeitsverhältnisse in einem Veranlagungszeitraum oder wenn neben eine Entschädigung i. S. des § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG ein Wettbewerbsverbot i. S. des § 24 Nr. 1 Buchst. b EStG tritt (dazu vgl. BFH-Urteil vom 16. März 1993 XI R 10/92, BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497).
Als außerordentliche Einkünfte kommen u.a. Entschädigungen i.S. des § 24 Nr. 1 EStG in Betracht, die --wie im Streitfall-- dem Steuerpflichtigen in einem Veranlagungszeitraum zufließen (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 4. März 1998 XI R 46/97, BFHE 185, 429, BStBl II 1998, 787; vom 16. März 1993 XI R 10/92, BFHE 170, 445, BStBl II 1993, 497).
FG München, 16.09.1999 - 16 K 4486/97
Bereits im Anstellungsvertrag geregelte Kündigungs-Abfindung nicht …
Solche Entschädigungen können insbesondere Wettbewerbsverbote sein und zwar unabhängig davon, ob das Wettbewerbsverbot nachträglich oder bereits von vorneherein im Anstellungsvertrag vereinbart wurde (BFH-Urteile vom 16. März 1993 XI R 10/92, BStBl II 1993, 497 und vom 12. Juni 1996 XI R 43/94, BStBl II 1996, 516 ).
Die von den beiden vorgenannten Vorschriften erfassten Fallgruppen betreffen unterschiedliche Sachverhalte und unterliegen auch unterschiedlichen Voraussetzungen (vgl. BFH-Urteil vom 16.03.1993 XI R 10/92, BStBl II 1993, 497;… dazu auch: Horn in Hermann/Heuer/Raupach, Einkommensteuergesetz/ Körperschaftsteuergesetz, § 24 Rn. 46).
FG Schleswig-Holstein, 19.02.2013 - 3 K 111/12
Abgrenzung zwischen Betriebsaufgabe und bloßer Betriebsverlegung bei einem …
BFH, 28.02.2002 - IV R 64/00
FG Niedersachsen, 21.05.2001 - 15 K 800/98
Steuerermäßigung gem. § 34 EStG auch bei Entschädigung für Verlust des …
FG Düsseldorf, 29.01.2002 - 9 K 446/01
Sozialplanabfindung; Tarifbegünstigung; Zusammenballung von Einkünften; …
FG Münster, 29.01.1997 - 4 K 608/94
Ermäßigter Steuersatz für steuerpflichtige Abfindungen
FG Münster, 13.11.1996 - 13 K 1510/95
FG Rheinland-Pfalz, 02.03.2001 - 3 K 1601/97
Zahlungen des Arbeitgebers aus Anlass des Ausscheidens aus dem …
FG Münster, 16.12.1996 - 4 K 5433/94