Source: https://steuerberater-mhl.de/das-steuerrecht/steuerdeklaration/einnahmenueberschussrechnung/
Timestamp: 2020-04-10 18:47:13
Document Index: 346843941

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 140', '§ 158', '§ 4', '§ 4', '§ 5']

Einnahmenüberschussrechnung - Steuerberater Mühlhausen - OEHLMANN Fachanwaelte
EinnahmenüberschussrechnungCarsten Oehlmann2018-08-25T16:42:28+02:00
Die Gewinnermittlung mittels Einnahmenüberschussrechnung ist in § 4 Abs. 3 EStG gereglt. Die Einnahmenüberschussrechnung wird daher auch 4.3-Rechnung genannt. Die Gewinnermittlung hat gem. §§ 140 ff. AO ( § 158 AO) zu erfolgen. Neben Kleingewerbetreibenden gehören zu den Berechtigten insbesondere die freien Berufe, letztere unabhängig von der Höhe des Gewinns oder des Umsatzes.
§ 4 Abs.3 EStG
Bei dieser Gewinnermittlungsmethode gilt das Zufluss- und Abflussprinzip, d.h. es sind lediglich diejenigen Einnahmen und Ausgaben zu berücksichtigen, die in dem entsprechenden Geschäftsjahr tatsächlich vereinnahmt bzw. verausgabt wurden. Auf den Zeitpunkt der Rechnungslegung kommt es nicht an. Bestandsveränderungen bleiben im Unterschied zu dem sog. Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 1 EStG unberücksichtigt. In der Zusammenschau ist die Einnahmenüberschussrechnung damit die einfachste Art der Gewinnermittlung.
In vielen Fällen wird bei Unternehmen, die eine Berechtigung zur Ausübung des Wahlrechtes zur Einnahmenüberschussrechnung hatten, durch beauftragte Steuerberater gleichwohl bilanziert. Dieses führt zu deutlich höheren Kosten und entsprechend höheren Einnahmen bei dem beauftragten Steuerberater. Die Kanzlei Oehlmann empfiehlt in nahezu allen Konstellationen die Ausübung des Wahlrechts zur 4.3-Rechnung. Werden die aktuellen Größenklassen in Höhe von 60.000 € Gewinn und 600.000 € Umsatz in zwei aufeinanderfolgenden Jahren überschritten, ist jedoch ein Übergang zur Bilanzierung zwingend. Auch hier gilt jedoch wieder die Ausnahme für Freiberufler wie Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten usw., die selbst dann noch 4.3-Rechner bleiben dürfen, wenn sie die Grenzen signifikant überschreiten.