Source: http://www.jurablogs.com/2015/08/04/wer-a-sagt-muss-auch-b-sagen-die-holzlatte-als-gefaehrliches-werkzeug
Timestamp: 2017-03-29 21:41:20
Document Index: 156012941

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 250', 'BGH', 'BGH', '§ 250', 'BGH', '§ 224', 'BGH', '§ 250', 'BGH']

BlogsstrafrechtsbloggerAugust 2015Wer A sagt, muss auch B sagen – die Holzlatte als gefährliches Werkzeugvon Rechtsanwalt Steffen DietrichEs kommt immer wieder vor, dass sich der Bundesgerichtshof (BGH) nicht nur zu komplexen, sondern auch zu einfachen Rechtsfragen äußern muss, die wohl auch Studenten in den ersten Semestern ohne große Probleme beantworten könnten. Zu solchen Revisionsentscheidungen kommt es, wenn das erstinstanzliche Gericht den Sachverhalt nicht sauber prüft und dabei Tatbestände einfach vergisst. So auch wieder in einem aktuellen Urteil, in dem es unter anderem um den Begriff des gefährlichen Werkzeugs ging.Dem Urteil lag folgendes Geschehen zugrunde: Die Angeklagten verabredeten sich dazu, gemeinsam in die Wohnung des Geschädigten einzudringen und aus dieser Betäubungsmittel und Geld zu entwenden. Sie führten eine Holzlatte in der Art, wie sie bei dem Transport von Küchenschränken benutzt wird, mit sich. Die Holzlatte war ca. 60 cm lang, 5 cm breit und 2 cm hoch, eckig und bestand aus Kiefernholz. Nach dem Tatplan der Angeklagten sollte die Holzlatte eingesetzt werden, um erwarteten Widerstand zu brechen und die Durchsuchung der Wohnung zu erleichtern. Und so kam es auch. Die Angeklagten traten in der Tatnacht die Tür zur Wohnung des Geschädigten auf und stürmten in das Wohnzimmer. Dort schlugen sie dem Geschädigten mit der von ihnen mitgeführten Holzlatte gegen dessen rechtes Bein und trafen ihn unterhalb des Knies, sodass er dort eine ca. 2 cm lange Platzwunde erlitt. Die Angeklagten fanden 6 g Marihuana und nahmen diese mit, um sie nachher zu konsumieren.Das Landgericht Arnsberg verurteilte die Angeklagten wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes in Tateinheit mit gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung jeweils zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Nicht verurteilt wurden die Angeklagten hingegen wegen besonders schweren Raubes nach § 250 Abs. 2 Nr. 1 Fall 2 StGB, womit wir beim Kernproblem der Auslegung des gefährlichen Werkzeugs angekommen wären ...Zum vollständigen Artikel175 LeserBurhoff online Blog:Das Kopfkissen bei der Vergewaltigung122 LeserBurhoff online Blog:“Holzlatte”, oder: Dann wird es ein besonders schwerer Raub149 LeserBurhoff online Blog:Der BGH und das Schlagen mit einem Gürtel….107 LeserBurhoff online Blog:… der Schlag mit dem Messergriff an den Kopf – gefährliche Körperverletzung?127 LeserBurhoff online Blog:Holzknüppel/Holzstock/Holzstab92 LeserBurhoff online Blog:Zuschauen/Dabei stehen ist keine gemeinschaftliche Körperverletzung157 LeserBurhoff online Blog:Der Wurf mit einem Stein – gefährliche Körperverletzung?46 Leseriurastudent.de:Labello-Fall - BGH, Beschl. v. 20.06.1996 – 4 StR 147/9610 verwandte ArtikelK.O.-Tropfen als gefährliches Werkzeug i.S.d. § 250 II Nr. 1 StGBDas Kopfkissen als gefährliches WerkzeugBGH: Einsatz eines Kabels als Schlinge im Rahmen einer vorgetäuschten Strangulation als gefährliche Körperverletzung?Die Holzlatte als gefährliches WerkzeugGefährliche Körperverletzung mittels eines gefährlichen Werkzeugs i.S.d. § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB, wenn Reißzwecken unter die Fersen geklebt
werden und das Opfer stundenlang auf vorderen Fußballen stehen muss?BGH: Zu den Voraussetzungen des § 250 II Nr. 1 StGBDen “Messerblock” hätte der Angeklagte bei seinem Raubzug besser stehen lassen…Gefährliches Werkzeug: Nicht der KopfGefährliche Körperverletzung durch Gefährliches WerkzeugBGH: Holzlatte = gefährliches WerkzeugÜber den ArtikelVeröffentlicht August 4, 2015 7:00am von Rechtsanwalt Steffen Dietrich im Blog strafrechtsblogger.Über den AutorRechtsanwalt Steffen DietrichFachanwalt für Strafrecht in Berlin-Kreuzberg
www.verteidiger-berlin.info79 Artikel von Rechtsanwalt Steffen DietrichFolge @Anwalt_DietrichMehr von Rechtsanwalt Steffen DietrichKategorienStrafrechtThemenKörperverletzung, Gefährliche Körperverletzung, Drogen, Raub, Gefährliches Werkzeug, Besonders Schwerer Raub, Entscheidungsbesprechung, Besonderer Teil Stgb, HolzlatteTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresTurboquerulantin: Massaker im Gerichtvon Fachanwalt für IT-RechtFristlose Kündigung nach verdeckter Videoüberwachungvon Thorsten Blaufelder / Kanzlei BlaufelderUnverschämt, oder: Tickt die Staatskasse noch richtig?von Detlef Burhoff / Burhoff online BlogWir haben einen Sachverhaltsverdachtvon Udo Vetter / LawBlogDürfen potentielle Arbeitgeber im Bewerbungsverfahren frühere Arbeitgeber des Bewerbers anrufen?von Dominik Bleckmann / datenschutz-notizen.deAls nächstes lesen - bislang 112 Leser:LG Kleve zur Betriebsgefahr von Fahrzeugen in der Waschstraße