Source: https://waldshut.landwirtschaft-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Fachinformationen/Duengung
Timestamp: 2020-01-25 10:21:28
Document Index: 116073827

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 10', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§5', '§4']

Infodienst - Landwirtschaft Waldshut - Düngung
Allgemeinverfügung zur Sperrfristverschiebung
Für Grünland- und Dauergrünlandflächen
Die Kulisse der Nitratgebiete für Baden-Württemberg nach § 13 DüV (Rote Gebiete) steht als Karte zur Verfügung.
VODüVGebiete veröffentlicht
Verordnung der Landesregierung zu Anforderungen an die Düngung in bestimmten Gebieten zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen
Verordnung DüV-Gebiete (VODüVGebiete)
Düngeverordnung vom 26.05.2017 (www.Juris.de)
N-Düngung von Ackerland im Herbst
Informationen zur neuen Düngeverordnung - Anwendung von N-haltigen Spurennährstoffbeizen und/oder -Blattdüngern
Informationen zur neuen Düngeverordnung - Düngung von Zweit- und Zwischenfrüchten (LTZ, Juni 2018)
Wasserschutzgebiete: Düngung zur Hauptfrucht
Merkblatt "DüV - Was gilt sofort und im Herbst 2017/2018"
Erläuterungen zur Düngeverordnung (lfl Bayern)
Das Wichtigste für Obst- und Weinbaubetriebe (Rupp, LVWO Weinsberg)
Aufzeichnungspflichten nach § 10 DüV:
VODüV-Gebiete nach § 13 DüV
Nach § 13 DüV werden durch Rechtsverordnungen des Landes zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat abweichende Vorschriften erlassen. Dies erfolgt insbesondere für Gebiete von Grundwasserkörpern im schlechten chemischen Zustand und für Einzugsgebiete von oberirdischen Gewässern, in denen eine Eutrophierung durch landwirtschaftliche Quellen nachgewiesen wurde. Hierfür sind aus dem in der DüV vorgegebenen Maßnahmenkatalog mindestens 3 Maßnahmen in den relevanten Gebieten vorzuschreiben und zu beachten. Der nach der WRRL festgelegte gefährdete Grundwasserkörper "Oberes Wutachgebiet" ist ein Grundwasserkörper nach § 13 DüV.
Die Verordnung der Landesregierung zu Anforderungen an die Düngung in bestimmten Gebieten zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen (VODüVGebiete) wurde im Gesetzblatt Baden-Württemberg Nr. 14 am 29. Juni 2019 veröffentlicht.
Merkblatt VODüVGebiete (LTZ 2019)
Maßnahmen in den Gebieten nach § 13 DüV
Untersuchung von Wirtschaftsdüngern auf ihren Nährstoffgehalt vor der Düngung (min. 1x jährlich)
Verpflichtung zu Düngebedarfsermittlung und Erstellung von Nährstoffvergleich bereits ab 10 ha LN bzw. 1 ha Sonderkulturen (Entscheidungsbaum Nährstoffvergleich) und
alternativ entweder Untersuchung des verfügbaren Stickstoffs im Boden vor der Düngung oder Einhaltung eines abgesenkten Kontrollwertes von 40 kg N/Hektar im Betriebsdurchschnitt.
Hintergrund zur Festlegung der Grundwasserkörper:
Die Wasserrahmenrichtlinie vereinheitlicht den Gewässerschutz in der EU. Sie soll sicherstellen, dass Wasser in ganz Europa schonend und nachhaltig bewirtschaftet wird.
Ziel ist der Schutz, wo nötig die Verbesserung und Sanierung aller natürlichen Gewässer. Eine Verschlechterung dieser Gewässer soll die WRRL verhindern.
Die EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
Die in o.g. Merkblatt dargestellten gefährdeten Grundwasserkörper gehören (laut derzeitigem Stand) zur Wasserkulisse, für die im Förderprogramm FAKT ab 2015 folgende Maßnahmen angeboten werden: F1 Winterbegrünung, F2 Stickstoff-Depotdüngung mit Injektion, F3 Precision Farming , F4 Reduzierte Bodenbearbeitung mit Strip-Till und F5 Freiwillige Hoftorbilanz.
Der gefährdete Grundwasserkörper 9.4 "Oberes Wutachgebiet" (pdf, LUBW)
Übersichtskarte gefährdeter Grundwasserkörper 9.4 "Oberes Wutachgebiet"
Ansicht des gefährdeten Grundwasserkörpers im FIONA
Infos zur Stoffstrombilanz
Die Stoffstrombilanz muss spätestens 6 Monate nach Ende des Bezugsjahres erstellt worden sein. Für das Kalenderjahr 2018 ist das der 30. Juni. Betriebe die die Stoffstrombilanz für das Wirtschaftsjahr erstellen müssen diese das erste Mal bis zum 31. Dezember fertig stellen (WJ 2018/19).
Wichtig ist, dass die plausibilisierte Feld-Stall-Bilanz und die Stoffstrombilanz dasselbe Bezugsjahr haben.
Hierzu stellt das Land Baden-Württemberg das Online-Portal www.duengung-bw.de zur Verfügung.
Alternativ gibt es eine Exel-Anwendung:
EDV-Voraussetzung: ab MS Excel 2010 nicht OpenOffice tauglich!
Entscheidungsbaum: Stoffstrombilanz
LEL, Abteilung 2 - Stand: 07/2018
Anlagen zum Lagern von Jauche, Gülle und Silagesickersaft
Der Betreiber einer Anlage wird verpflichtet, die Stoffe und Gemische, mit denen er in einer Anlage umgeht, als nicht wassergefährdend oder in eine von drei Wassergefährdungsklassen einzustufen. Dies gilt nicht, wenn das Ergebnis einer solchen Einstufung schon vorliegt und vom Umweltbundesamt veröffentlicht wurde. Die Daten, die er für die Einstufung benötigt, entsprechen denjenigen nach dem europäischen Gefahrstoffrecht, so dass sich der Aufwand für ihn in Grenzen hält. Die Wassergefährdungsklassen bilden dann die Grundlage für eine risikoorientierte sicherheitstechnische Ausrüstung der Anlage. ---BREAK--- Die technischen Grundsatzanforderungen für diese Anlagen bestehen darin, dass Behälter, in denen sich wassergefährdenden Stoffe befinden, während der gesamten Betriebszeit dicht sind und der Betreiber dafür Sorge zu tragen hat, dass dieser Zustand erhalten bleibt. Sollte ein Behälter doch einmal undicht werden, müssen Maßnahmen technischer und organisatorischer Art getroffen sein, die eine Schädigung der Gewässer verhindern. Bei Anlagen mit größerem Risikopotenzial müssen deshalb Einrichtungen vorhanden sein, in denen die bei einem Unfall auslaufenden wassergefährdenden Stoffen ohne menschliches Zutun zurückgehalten werden und die ggf. Alarm auslösen, um den Schaden so schnell wie möglich bekämpfen zu können.
Als weiterer Baustein der Sicherheitsphilosophie dürfen sicherheitstechnisch bedeutsame Arbeiten an den Anlagen nur von Fachbetrieben durchgeführt werden, die entweder von den Sachverständigenorganisationen oder von Güte- und Überwachungsgemeinschaften überwacht werden. Diese Güte- und Überwachungsgemeinschaften waren früher baurechtlich verankert und werden in Zukunft bezüglich der von ihnen zu erfüllenden Anforderungen wasserrechtlich geregelt. Das Qualitätsniveau eines Fachbetriebes ist jedoch unabhängig davon, von wem er überwacht wird. Entscheidend ist seine Fachkunde und Erfahrung. schließenDie technischen Grundsatzanforderungen für diese Anlagen bestehen darin, dass Behälter, in denen sich wassergefährdenden Stoffe befinden, während der gesamten Betriebszeit dicht sind und der Betreiber dafür Sorge zu tragen hat, dass dieser Zustand erhalten bleibt. Sollte ein Behälter doch einmal undicht werden, müssen Maßnahmen technischer und organisatorischer Art getroffen sein, die eine Schädigung der Gewässer verhindern. Bei Anlagen mit größerem Risikopotenzial müssen deshalb Einrichtungen vorhanden sein, in denen die bei einem Unfall auslaufenden wassergefährdenden Stoffen ohne menschliches Zutun zurückgehalten werden und die ggf. Alarm auslösen, um den Schaden so schnell wie möglich bekämpfen zu können.
Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/binnengewaesser/wassergefaehrdende-stoffe/awsv-verordnung/
Anlagen in der Landwirtschaft (LfU Bayern)
Informationen zur Festmistzwischenlagerung (LRA Calw, 2012)
Den Nährstoffvergleich zur neuen Düngeverordnung finden Sie seit dem 31.01.2019 unter www.duengung-bw.de .
Hinweise zum Datenschutz bei Düngung BW
Die Programme nach der alten DüV sind nicht mehr gültig.
Entscheidungsbaum: Nährstoffvergleich & DBE; außerhalb der Nitratgebiete (grüne Gebiete)
Entscheidungsbaum: Nährstoffvergleich & DBE; in den Nitratgebieten (rote Gebiete) (Oktober 2019) (LTZ Augustenberg)
Weitere Programme zur Nährstoffbilanzierung
Stoffstrombilanz (LEL, 07/2018)
Freiwillige Hoftorbilanz (FAKT)
Die Düngebedarfsberechnung können Sie für Stickstoff online unter www.duengung-bw.de durchführen.
Berechnungsbeispiele N-Düngebedarf (Empfehlung BW)
Berechnungsbeispiele N-Düngebedarf (Obergrenze n. DÜV)
Merkblatt zur N-Düngebedarfsberechnung (Empfehlung)
Merkblatt zur N-Düngebedarfsberechnung (Obergrenze n. DÜV)
Merkblatt zur P-Bedarfsermittlung
Lagerkapazitätsbedarf in Abhängigkeit von Anfall flüssiger Wirtschaftsdünger, Anbauumfang und Fruchtfolge
Die Anwendung unterstützt die Planung der Verteilung flüssiger Wirtschaftsdünger - Gülle, Jauche sowie flüssige Gärrückstände und zeigt den erforderlichen Lagerkapazitätsbedarf in Abhängigkeit vom Anfall flüssiger Wirtschaftsdünger, vom Anbauumfang und von der Fruchtfolge auf. Ausreichender Lagerraum für flüssige Wirtschaftsdünger ist Voraussetzung für eine pflanzenbaulich sinnvolle und umweltgerechte Verwertung. (LEL Schwäbisch Gmünd, xlsx Datei)
LAZBW - Mit Milchsäurebakterien versetzte Gülle reduziert Ammoniakverluste (04/2017)
Effizienter und Umwelt schonender Einsatz organischer Düngemittel (Teil I) - Umweltprobleme, Organik, DüngeVO
Effizienter und Umwelt schonender Einsatz von Düngemitteln (Teil II) : Schwefel
Merkblatt "Gülledüngung im Grünland" (LTZ, 2018)
Ackerland: nach der Ernte der Hauptfrucht bis 31.01.
Grünland: 01.11. – 31.01.
Mit neuer DüV Einführung einer Sperrzeit für die Aufbringung von Festmist und Kompost: 15.12. – 15.01.
Eine Düngung nach der Ernte der Hauptfrucht darf immer nur bei Düngebedarf erfolgen. Eine Zwischenfrucht im blühenden Zustand hat keinen Düngebedarf mehr!
05.11.2014 Abschlussbericht - Nachhaltige Kompostanwendung in der Landwirtschaft (2008)
05.11.2014 Anhang - Nachhaltige Kompostanwendung in der Landwirtschaft (2008)
20.08.2018 Bedarfsgerechte N-Düngung im Depotverfahren, Umsetzung der WRRL (2011)
20.08.2018 Berechnungsbeispiele N-Düngebedarfsermittlung (Empfehlung BW)
20.08.2018 Berechnungsbeispiele N-Düngebedarfsermittlung (Obergrenze n. DüV)
05.03.2015 CarboSolum - Schlussbericht Forschungsprojekt BLE.pdf
06.06.2017 Düngeverordnung (01.06.2017)
05.11.2014 Düngung von Saatmais nach NID 2009
05.11.2014 Einsatz von phosphorbetonten Flüssigdüngern bzw. Mutterknollenbeizung
31.10.2019 Entscheidungsbaum: Nährstoffvergleich & DBE; außerhalb der Nitratgebiete (grüne Gebiete) (Oktober 2019)
31.10.2019 Entscheidungsbaum: Nährstoffvergleich & DBE; in den Nitratgebieten (rote Gebiete) (Oktober 2019)
22.11.2019 Entscheidungsbaum: Stoffstrombilanz (November 2019)
30.10.2014 Ermittlung einer Stickstoff-Bedarfszahl für Saatmais (Versuchsergebnisse 2003-07) (2008)
05.01.2018 Foliensammlung zur neuen DüV (Stand 21.12.2017)
20.08.2018 Fragen und Antworten zur Verbringungsverordnung (2010)
05.11.2014 Gärreste aus Biogasanlagen - Nähr- und Schadstoffe - Einsatzmöglichkeiten im Ackerbau (2007)
11.11.2014 IfPP Heft 11-2008 Produktionstechnische Versuche 2007
07.11.2014 IfPP Heft 15-2011 Produktionstechnische Versuche Düngung
20.08.2018 Information zur neuen Düngeverordnung - Anwendung N-haltiger Spurennährstoff-Beizen und oder-Blattdünger
14.05.2019 Information zur neuen Düngeverordnung- Düngung von Zweit- und Zwischenfrüchten
25.10.2019 Information zur neuen Düngeverordnung- N-Düngung auf Ackerland im Herbst (Oktober 2019)
13.01.2020 Informationen zur Ermittlung des N-Düngebedarfs 2020 (Vorabermittlung)
05.11.2014 Ist der Einsatz von Ammonium - stabilisiertem Dünger in Frühkartoffeln unter Folie mit Nachteilen verbunden
Käppeler (LTZ)
05.11.2014 Kartoffeln in Problem und Sanierungsgebieten - Kurzinfo zur SchALVO (2001)
07.11.2014 Kurzinfo Optimierte N-Düngung von Hybrid-Wintergerste (2013)
05.11.2014 lap_Düngungssysteme zu Körnermais auf Sandboden
05.11.2014 lap_Einarbeitung der Begrünung auf Ackerflächen
05.11.2014 lap_Gründüngungspflanzen und deren N-Gehalt
05.11.2014 lap_Mineralisierung Gründüngung
P. Schweiger - PDF, 116 kB
05.11.2014 lap_Mineralisierung von Zuckerrübenblatt
05.11.2014 lap_N-Konservierung durch Gründüngungspflanzen
05.11.2014 lap_Wirkung des stabiliserten N-Düngers ENTEC (R)
LAP Forchheim
05.11.2014 ltz_Nachhaltige Verwertung von Bioabfällen in der Landwirtschaft
Dr. R. Kluge, Dr. M. Mokry, 1,4 MB, 21 Seiten, September 2006
05.11.2014 LTZ_Prüfung des CULTAN Verfahrens in Körnermais 2004
IfuL Müllheim; Vortrag
05.11.2014 LTZ_Vergleich verschiedener N-Düngungssysteme zu Körnermais
05.11.2014 LTZ_Wirkung von Kalk auf die Mobilisierung des Bodenstickstoffs
14.05.2019 Merkblatt zur Düngeverordnung (1. Auflage, Januar 2018)
20.08.2018 Merkblatt zur N-Düngebedarfsermittlung (Empfehlung BW)
20.08.2018 Merkblatt zur N-Düngebedarfsermittlung (Obergrenze n. DüV)
20.08.2018 Merkblatt zur P-Düngebedarfsermittlung
20.08.2018 Merkblatt zur Verbringungsverordnung (2010)
31.10.2019 Merkblatt zur VODüVGebiete (Oktober 2019)
18.11.2014 Monitoring zur Erhebung der Stoffströme in Biogasanlagen nach Gärrest-Separierung (Teil 2, 2014)
18.11.2014 Monitoring zur Erhebung der Stoffströme in Biogasanlagen nach Gärrest-Separierung (Teil1, 2014)
06.04.2017 N- und P-Düngung zu Mais (2006 -2016).pdf
02.04.2019 N-Dgg. Sommergerste 2016-2018 DIN A 5 Druck.pdf
02.04.2019 N-Dgg. Sommergerste 2016-2018 DIN Internet-Präsentation.pdf
06.04.2017 N-Düngung zu Winterraps.pdf
02.12.2014 N-Düngungsversuch: Durchwachsene Silphie (2011-2013)
06.04.2017 N-Effizienzversuch mit Schweinegülle zu Wintergerste.pdf
05.11.2014 P-Dynamik von Böden mit langjähriger organischer Düngung (2010)
30.10.2014 Platzierte N-Düngung zu Winterweizen (2013)
05.11.2014 Praxisversuche zur P-Dynamik von Böden bei intensiver Tierhaltung (2013)
05.11.2014 Projektbericht Inhaltsstoffe von Gärprodukten und Möglichkeiten zu ihrer geordneten Verwertung (2008)
20.08.2018 Präsentation zur Verbringungsverordnung (2010)
13.05.2019 Stammdaten Düngung BW (Düngebedarfsermittlung- Ackerbau)
22.11.2019 Stammdaten Düngung BW (Nährstoffvergleich & Stoffstrombilanz)
05.08.2019 StoffBilV.pdf
30.10.2014 Unterflurdüngung mit organischen Flüssigdüngern zu Mais (2013)
05.11.2014 Verfahrensvergleich mineralische N-Düngung zu Winterweizen (2010)
05.11.2014 Versuche zur umweltgerechten N-(P-)Düngung von Mais (2011)
05.08.2019 VODüVGebiete.pdf
Verbringungsverordnung (WDüngeV)
Die Verordnung ist zum 01.09.2010 in Kraft getreten. Sie regelt das Inverkehrringen und Befördern von Wirtschaftsdüngern. Neben landwirtschaftlichen Betrieben sind gewerbliche Tierhalter, Reitställe, Biogasanlagen, Lohnunternehmer, Transportunternehmen u.a. betroffen.
Wirtschaftsdünger sind im Sinne der Verordnung Gülle, Festmist, Jauche, Gärrest und Mischungen, die Wirtschaftsdünger enthalten.
Formular Mitteilung nach §5 Verbringungsverordnung
Formular Meldung nach §4 Verbringungsverordnung
Formular Aufzeichnungen über Wirtschaftsdüngerlieferung
Grundnährstoffe & Mikronährstoffe
Phosphorverluste in der Landwirtschaft vermindern (Uni Kiel)
Empfehlungen zur Magnesium-Düngung (Quelle: LWA Main-Tauber-Kreis)
Empfehlungen zu Mikronährstoffen
pH-Wert & Kalkung
Für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ist eine ausreichende Kalkversorgung des Bodens notwendig. Kalk reguliert in erster Linie den pH-Wert der Böden und fördert die die Ausbildung einer guten Bodenstruktur. Dadurch werden Verschlämmung und Bodenerosion vorgebeugt und der Anteil luftführender Poren erhöht. Dass verbessert den Luft- und Wasserhaushalt und ist Voraussetzung für eine gute Wirksamkeit aller Düngungsmaßnahmen und damit für ein optimales Pflanzen- wachstum. Kalkung ist daher vor allem eine Düngung zur Bodenverbesserung. Der Kalkzustand der Böden wird bei der Bodenuntersuchung in der Regel durch die Messung des pH-Wertes bestimmt.
Bodenuntersuchung & Nitratinformationsdienst
Stickstoff: Nach DüV jährliche Ermittlung durch repräsentative Boden-Untersuchungen (Nmin oder EUF) je Bewirtschaftungseinheit bzw. Übernahme amtlicher Vergleichswerte (Nitratinformationsdienst). Nicht erforderlich für Grünland, Dauergrünland und mehrschnittigen Feldfutterbau.
Phosphat (Grundnährstoffe): Nach DüV Ermittlung durch Bodenuntersuchung aller Schläge über 1 ha mind. alle 6 Jahre. Ausgenommen: Reine Weideflächen ohne zusätzliche Stickstoffdüngung und max. 100 kg N/ha und Jahr aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft.
Wir empfehlen eine Grundnährstoff- und pH-Untersuchung alle 3 bis 5 Jahre.
Wasserschutz - Problem- und Sanierungsgebiete:
Auf Schlägen größer als 10 ar sind Nmin-Proben zu ziehen und zwar:
Mais (späte Nmin-Methode ab 4-Blatt-Stadium)
Vorfrüchten mit N - reichen Ernteresten
(Raps, Erbsen, Ackerbohnen, Rüben ohne Blattabfuhr, Luzerne, Rotklee, Kleegras)
Umbruch mehrjähriger Stilllegung
Flächen mit mehrjähriger organischer Düngung von mehr als 1,4 GV je ha
Übertragen von Messwerten:
Bei gleicher Kultur, gleicher Vorfrucht und gleichen Standorteigenschaften können Messwerte auf andere Schläge übertragen werden, wenn für mindestens 50 % der in Frage kommenden Schläge Messwerte vorliegen.
Die Stickstoffdüngung ist innerhalb von 2 Wochen nach Vorliegen der Messwerte vorzunehmen, sonst wird eine erneute Probenahme erforderlich.
Informationen zum Ziehen von Bodenproben
Beim Ziehen der Bodenproben ist folgendes zu beachten:
Vorgang Nmin-Untersuchung
Untersuchung von Grundnährstoffen & Spurenelementen
Pürckhauer-Bohrer oder vergleichbare Geräte; auch Anbaugeräte zur automatischen Entnahme im Einsatz
Krumenbohrer; Probenahme auch mit automatischen (fahrenden) Geräten möglich
Anzahl Einstiche
8 - 15 je nach Größe des Feldes
15 - 20 pro Probe (bei starken Bodenunterschieden evt. mehr Proben sinnvoll)
Durchwurzelbare Zone, i. d. R. drei Schichten á 30 cm
(0-30 cm, 30-60 cm, 60-90 cm)
Pflugtiefe, meist 25 - 30 cm, bei reduzierter
Bodenbearbeitung 20 cm,
Grünland = 10 cm - auf vergleichbare
Bestandeszusammensetzung achten
Möglichst kurz vor der beabsichtigten Düngung im Frühjahr
i. d. R. nach Getreide, vor der beabsichtigten Düngung
Wird in Styroporboxen möglichst rasch gekühlt oder auch eingefroren, wenn längere Zwischenlagerung erforderlich ist
nach Möglichkeit relativ trockene Böden; Mischprobe von ca. 500-600 g, kann bei Zimmertemp. gelagert werden
Bohrstöcke können beim Amt für Landwirtschaft ausgeliehen werden.
Hier gelangen Sie zur Liste der in Baden-Württemberg zugelassenen Laboratorien.
Der Nitratinformationsdienst (NID) des LTZ Augustenberg liefert eine schlagspezifische Stickstoff-Gesamtdüngeempfehlung und einen Hinweis für die Höhe der ersten Düngegabe, in der kultur- und standortabhängige Parameter berücksichtigt wurden.
In den Landwirtschaftlichen Wochenblättern wird in regelmäßigen Abständen eine Düngeempfehlung veröffentlicht, diese sind auch über die Seite des LTZ abrufbar.
Zum Nitratinformationsdienst
Der neue NID ab 2018:
Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung (DüV) am 02.06.2017 haben sich die Vorgaben für die N-Düngebedarfsermittlung geändert. Dies wurde zum Anlass genommen den Nitratinformationsdienst (NID) in Baden-Württemberg neu aufzustellen. In Zukunft ist die Teilnahme nicht mehr nur wie gewohnt mit dem Papier-Erhebungsformular möglich, sondern auch online in der Web-Anwendung „Düngung BW“ (www.duengung-bw.de).
Um sich dort anmelden zu können werden, analog zur Anmeldung in FIONA, die Registriernummer (die ersten 12 Zeichen der Unternehmensnummer) und Ihr persönliches Kennwort (Pin) benötigt. Bei fehlendem Zugang kann dieser bei den zugehörigen Unteren Landwirtschaftsbehörden beantragt werden. In Düngung BW selbst ist nicht nur die Teilnahme am NID möglich, sondern Sie finden auch ein Programm zur N-Düngebedarfsermittlung für Ackerbau, Grünland, Gemüse, Obst und Reben. Zusätzlich werden weitere Informationen rund um die bedarfsgerechte Düngung in Baden-Württemberg regelmäßig aktualisiert und eingestellt.
Die Teilnahme am NID ist aber auch in Zukunft noch mittels Papier-Erhebungsformular möglich. Diese finden Sie wie gewohnt an den NID-Sammelstellen und an den Ämtern. Bitte geben Sie Ihre Betriebsnummer (12-stellig, wie bei der Anmeldung in FIONA) auf dem Erhebungsbogen an.
WICHTIGER HINWEIS: Da die neue DüV Angaben über die bisher in den Formularen abgefragten Parameter erforderlich macht, können alte NID-Formulare NICHT genutzt werden! Es wird ab dem Frühjahr 2018 neue Formulare geben. Bitte entsorgen Sie alle vor 2018 gedruckten NID-Erhebungsbögen. Mit diesen ist eine Teilnahme am NID ab 2018 nicht mehr möglich.
Auch bezüglich der NID-Klebeetiketten wird es ab der NID-Saison 2018 einen veränderten Ablauf geben. Bisher waren auf jedem NID-Erhebungsformular zwei abziehbare Klebeetiketten (einer verblieb auf dem Formular, der andere wurde auf die Probenbox geklebt) mit Barcode enthalten. Für den neuen NID werden die Etiketten nicht mehr auf den Formularen sein sondern separat an den Sammelstellen zur Verfügung stehen. Dort nimmt man die benötigte Anzahl an Etiketten mit (2 identische pro Standort) und klebt eines auf den ausgefüllten Papier-Erhebungsbogen bzw. auf das ausgedruckte NID-Online Formular (ohne Formular können die Labore keine Bodenproben annehmen) und das Zweite wie gewohnt auf die Box mit den Proben.
Eine weitere Neuerung stellen die Codes dar, welche auf der Papierversion für Haupt-, Vor- und Zwischenfrucht sowie Düngemittel eingetragen werden müssen. Dies ist nötig, um für jede Kultur eindeutig eine DüV-konforme Düngebedarfsermittlung zu erstellen. Die wichtigsten Codes sind auf der Rückseite des Papier-Erhebungsformulars abgedruckt. Eine vollständige Liste finden Sie im Internet unter: http://www.ltz-augustenberg.de (Seite Nitratinformationsdienst: „Wichtige Dokumente“) oder ausliegend bei Ihren Sammelstellen und Ämtern.
Vorteile für die online Teilnahme am NID:
Einfache Anmeldung über Ihre Registriernummer und Pin (analog zu FIONA)
Schnelle Eingabe Ihrer Daten über Online-Erhebungsformular
Möglichkeit des Speicherns von Kulturen und Schlägen um sie im nächsten Jahr wiederzuverwenden
Keine doppelte Eingabe von Daten
Schnelle Ergebnismitteilung und Attesteinsicht in Düngung BW (Benachrichtigung per Mail über neue Vorgänge und Probenstatus)
Es wird ein Attest erstellt welches der Aufzeichnungspflicht nach den Vorgaben der DüV genügt. Dafür wird schon vor dem Absenden des Formulars überprüft, ob die Angaben den Vorgaben der neuen DüV genügen.
Für den NID zugelassene Laboratorien (2017)
Stickstoffdüngung zu Mais
Geteilte Stickstoffgaben zu Mais garantieren höheren Ertrag und bessere Stickstoffausnutzung
Wie sich eine geteilte Stickstoffgabe in Mais in Bezug auf Ertrag und Stickstoffeffizienz auswirkt, das war Gegenstand eines dreijährigen Praxisvergleichs auf dem Gütlehof in Wintersweiler im Markgräflerland. Auf Großparzellen wurde die unter einigen Maisbauern praktizierte NPK-Einmaldüngergabe zur Saat mit zwei verschiedenen Varianten einer geteilten Stickstoffgabe verglichen.
Alle drei Düngungsvarianten wurden auf einem mittelschweren Lößlehm mit Ackerzahl 80 als Dauerstandort angelegt und von der genossenschaftlichen und amtlichen Fachberatung betreut.
Auf der ersten Vergleichsfläche wurde bei der Variante „Einmaldüngergabe zur Saat" ein NPK-Mischdünger mit hohem Harnstoffanteil in Kombination mit einer Unterfußdüngung ( Diammonphosphat) ausgebracht. Dabei gelangten jährlich 178 kg/ha Reinstickstoff mit der Saat in einem Arbeitsgang auf die Großparzelle.
In einer zweiten Variante wurde die Stickstoffdüngung im Splittingverfahren in Höhe des Nettoentzuges ausgebracht. Ausgehend von einem Ertragsniveau von 115 dt/ha Trockenmasse wurden durchschnittlich 173 kg N/ha (115 dt x 1,5 kg N/dt Nettoentzug) gedüngt. Die erste N-Gabe in Höhe von 36 kg/ha N erfolgte unter Fuß mit Diammonphosphat, die zweite dann in Form einer Reihendüngung mit durchschnittlich 137 kg N/ha aus Kalkammonsalpeter im 6-Blattstadium des Maises.
In der dritten Variante wurde die Stickstoffdüngung gemäß amtlicher Empfehlung des Nitratinformationsdienstes (NID) vorgenommen. Nachdem der Mais zur Saat wie bei den anderen Varianten 36 kg N/ha in Form einer Unterfußdüngung bekam, erfolgte im 4-Blattstadium eine Stickstoffbodenuntersuchung. Daraus abgeleitet wurde eine zweite N-Gabe mit durchschnittlich 101 kg N/ha, die, wie in der Variante Nettoentzug, in Form von Kalkammonsalpeter im 6-Blattstadium ausgebracht wurde.
Die Ergebnisse zeigen den positiven Effekt geteilter N-Gaben zu Körnermais. Im vorliegenden Fall konnte mit der geringsten N-Gabe in Höhe von 137 kg N/ha (NID- Düngung) sogar ein leicht höherer Ertrag (120,6 dt/ha) gegenüber der einmaligen Stickstoffdüngung (siehe V 1=118,9 dt/ha)erzielt werden, obwohl dort ganze 178 kg N/ha im Mittel ausgebracht wurden. Die höchsten Erträge mit 123,1 dt trockener Körnermais pro Hektar wurden indes bei der Variante Stickstoffdüngung im Splittingverfahren nach Nettoentzug erzielt. Die Stickstoffausnutzung erwies sich bei der Variante „Einmaldüngergabe zur Saat" mit 1,5 kg N pro dt erzeugter Körnermais am schlechtesten, hingegen bei der Variante Düngung nach NID im Splitting mit lediglich 1,14 kg N/dt am besten.
Praxisvergleich Stickstoffdüngung Körnermais (Gütlehof Wintersweiler 1998 bis 2000)
Die Werte verdeutlichen die latente Gefahr des Auswaschens von Stickstoffdünger bei Mais, wenn dieser in einer Gabe zur Saat gedüngt wird. Daran konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass es sich bei der Vergleichsfläche um einen weniger auswaschungsgefährdeten, mittelschweren Lößlehmboden handelt und ein Großteil des Stickstoffs in Form von Harnstoff verabreicht wurde. Aus diesem Grund sollte die N-Düngung zu Mais generell aufgeteilt werden. Zwar sprechen arbeitswirtschaftliche Vorteile für eine einmalige Düngung zur Saat, infolge der möglichen Auswaschungsverluste sind aber auch Ertragsverluste vorprogrammiert. Mit der schlechteren Ausnutzung bzw. Umsetzung des Stickstoffes bei der Einmalgabe entstehen dem Maisanbauer außerdem höhere Düngungkosten, die, wenn auch gering, sich zusätzlich negativ auf den Deckungsbeitrag auswirken. Praxiserfahrungen zeigen, dass sich durch eine Unterfußdüngung mit Stickstoff und Phosphat in Verbindung mit einer nachfolgenden Stickstoffgabe, der Arbeits- und Maschinenaufwand dennoch begrenzen lässt. Dabei wird Ende Mai bis Anfang Juni in Form einer Kopfdüngung beispielsweise Harnstoff oder Kalkammonsalpeter ausgebracht. Wird diese zweite Gabe geschickt vor Niederschlägen gelegt, wie diese übrigens laut Wetteraufzeichnungen häufig in dieser Zeit auftreten, lassen sich dadurch zusätzlich die Ammoniumverluste vermindern.
Hess/Winkler
ALLB Lörrach landwirtschaft@loerrach-landkreis.de
Infomationen zur Düngung und Düngeversuchen des LTZ:
Der neue NID ab 2018
NID-Erhebungsformular
NID-Codeliste
Untersuchung von Bodenproben auf die Grundnährstoffe (LTZ, 2014)
Untersuchung von Bodenproben auf den Nitratgehalt (LTZ, 2014)
Die Anwendung beinhaltet eine Liste mit Angaben zum Wert verschiedener Wirtschaftsdünger auf Basis der aktuellen Nährstoffpreise für N, P und K. Datei herunterladen