Source: https://forum.waffen-online.de/topic/451317-sportsch%C3%BCtze-regelm%C3%A4%C3%9Fig-lange-im-ausland/
Timestamp: 2017-08-19 01:52:16
Document Index: 292783553

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 4', '§ 4', '§13', '§14', '§14']

Sportschütze regelmäßig lange im Ausland - Waffenrecht - WAFFEN-online Foren
Erstellt von r4b3, 12. August
r4b3 7
Ein Bekannter von mir ist seit langer Zeit Sportschütze und hat diverse Lang- und Kurzwaffen zuhause. Natürlich ordnungsgemäß verstaut.
Der werte Herr hat nun aber vor seine Rente teilweise im nicht europäischen Ausland zu verbringen. Mit anderen Worten, er ist pro Jahr sechs bis neun Monate nicht da.
Spielt die 12/18 mal Training pro Jahr hier (noch) eine Rolle?
Stefan Klein 718
..., dass er seine Waffen nicht in einem unbewohnten Haus lagern darf.
In dem Haus wohnt noch eine Partei, die natürlich KEINEN Zugriff auf die Waffen/Wohnung von ihm hat. Zählt das dann auch als unbewohnt? (Oder geht es dabei um seine Wohnung.)
Ab wann zählt es als unbewohnt?
(Danke schonmal!)
callahan44er 2.384
Keine Ahnung. Aber er kann ja die Tresore bei jemand anders unterstellen. Wenn kein WBK Inhaber ohne Zugriff natürlich. Er muss nur jederzeit Zutritt haben. Ob Schlüssel beim Nachbarn auch reicht, der die Blumen gießt und lüftet?
Delta*Kilo 453
Pi9mm 981
Und ein Einfamilienhaus ?
Wie ist "dauerhaft bewohnt" im Bezug auf Abwesenheit nun genau definiert ?
kulli 836
Noch muss man sich als Rentner nicht abmelden wenn man überwintert .
In Bayern wird eine Ferienwohnung/ Ferienhaus als nicht bewohnt angenommen.wie das ist in anderen Bundesländern ist , ist nirgends spezifiziert.
Ich würde in jedem Fall nicht zu viele Fragen stellen auf der Behörde....
MarschMarsch 39
Geschrieben Sonntag um 14:15
vor 21 Stunden schrieb r4b3:
Also die WaffVwV sagt dazu ...
4.4 Die Möglichkeit der Waffenbehörde, aus konkretem Anlass (z.B. bei Anhaltspunkten für Missbrauch) im Einzelfall das Fortbestehen des Bedürfnisses zu überprüfen (vgl. § 45), bleibt unberührt.
Für die Bedürfnisüberprüfung nach Satz 3 gelten nicht die Voraussetzungen bei der Ersterteilung. Für Mitglieder eines Vereins, die einem anerkannten Schießsportverband angehören, genügt es bei der Überprüfung des Fortbestehens des Bedürfnisses nach § 4 Absatz 4, dass die fortbestehende schießsportliche Aktivität und die Mitgliedschaft im Verband durch geeignete Nachweise, z.B. durch eine Bescheinigung des Vereins oder durch Vorlage eines Schießbuchs bestätigt wird, dass der Sportschütze weiterhin schießsportlich aktiv und dem anerkannten Verband als Mitglied gemeldet ist. Bei Jägern kann das Fortbestehen des Bedürfnisses grundsätzlich bei einem gelösten Jagdschein unterstellt werden.
Die schießsportliche Betätigung unterliegt als Freizeitsport – wie im Übrigen in jeder Sportart – zeitlichen Schwankungen hinsichtlich der ausgeübten Intensität. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es sich beim Sportschießen nicht nur um spitzensportliche Betätigung handelt, sondern vor allem auch um breitensportliches Schießen.
Im Rahmen der Überprüfung hat die Behörde daher auch die Gründe zu berücksichtigen, aus denen der Sportschütze bei fortbestehender Mitgliedschaft nachvollziehbar gehindert war, den Schießsport auszuüben (z.B. bei einem vorübergehenden Aufenthalt im Ausland, einem vorübergehenden Aussetzen insbesondere aus beruflichen, gesundheitlichen Gründen oder familiären Gründen). Dies gilt entsprechend auch für eine Überprüfung des Bedürfnisses bei Jägern.
Für die erneute Überprüfung des Bedürfnisses nach § 4 Absatz 4 Satz 1 gelten ansonsten dieselben Grundsätze wie für die Prüfung bei der Ersterteilung der waffenrechtlichen Erlaubnis.
Auch hier noch ein ganz brauchbarer Artikel zum Thema:
Schwarzwälder 1.335
Als Rentner hat er doch jede Menge Zeit, d.h. er kann in den 3-6 Monaten/Jahr sicher auch 18 Schießtermine unterbringen, dann ist das schon mal im grünen Bereich.
Zur Lagerung hilft evtl. §13,4 AWaffV weiter:
Abschließend gibt es über die BAFA auch die Möglichkeit, Waffen 2 Jahre lang regelmäßig ein- und auszuführen, also mit der Ausfuhrerlaubnis in ein außereurop. Land kann die regelmäßige Wiedereinfuhr gleich mitbeantragt werden, sofern das gewünscht und im Zielland möglich ist.
Zum Bedürfniserhalt sind keine 18 Termine pro Jahr nötig !! Also nix falsches erzählen!!
Ist der bekannte im Kontingent oder drüber ?
Wäre nur klug sich halt pro jahr Mal für ein Turnier anzumelden / Pokalschießen etc.
Geschrieben Mittwoch um 11:50 (bearbeitet)
Ich schrieb davon, dass er mit 18 Schießterminen pro Jahr "im grünen Bereich" sei. Das ist völlig korrekt.
Unter 18 Terminen für alte Sportschützen (> 3 Jahre Waffenbesitz) ist man nicht automatisch im roten Bereich, das wolltest du wahrscheinlich sagen und ist ebenfalls korrekt.
Aber: < 18 Terminen fangen die Diskussionen an! Gelber Bereich auch für Altschützen > 3 Jahre WBK-Besitz.
Wer z.B. Kontingentüberschreiter ist, also > 3 Halbautomaten oder > 2 Kurzwaffen besitzt, der sollte auch weiterhin 18 mal im Jahr (oder 1mal pro Monat) trainieren gehen, zumindest will die WaffVwV 4.4 das so:
Natürlich gilt das auch, wer ab und zu mal ne neue Waffe kaufen können möchte.
Und last not least gibt es einige übereifrige Verbände, die das sowieso von ihren Mitgliedern fordern. Manche DSB-Vereine sind dafür berüchtigt, aber auch in einer SLG des BDMP kann einem sowas passieren.
Ein Freund von mir hatte seine WBK schon >> 3 Jahre, kam aber wegen Hausbau in einem Jahr nur 3-4mal zu den Schießterminen. Er wurde aus der SLG geworfen und sofort der Behörde gemeldet.
Simultan kamen dann die "Angebote" der SLG-"Kameraden", ihm die Waffen und Muni, die er jetzt "ja sowieso nicht mehr besitzen" dürfe, billigst abzunehmen. Seinen Vorderschaftrepetierer hatte er für 150 EUR
hergeben müssen, natürlich mit Muni, die allein weit mehr als 150 EUR wert war, aber ihm gleich kostenlos mit abgenommen wurde. Ähnlich lief es mit seiner Glock+Muni. Nur für den G3-Klon bekam er noch anständig Geld (von mir), was die SLG-Brüder unsäglich ärgerte...
Daher immer im grünen Bereich bleiben!
bearbeitet Mittwoch um 11:52 von Schwarzwälder
Geschrieben Mittwoch um 11:54 (bearbeitet)
Daher im im grünen Bereich bleiben!
Und wer hat ihn gezwungen das billig und überhaupt zu verkaufen? Gibt es kein egun oder andere Vereine wo er untergekommen wäre?
Und btw. Wieso hat er sich rauswerfen lassen? Geht das so einfach in einer SLG? Im Verein geht das nicht so ohne weiteres.
bearbeitet Mittwoch um 11:56 von callahan44er
pancho lobo 681
hola amigo Schwarzwälder,
kulli hat recht...die 12 bzw. 18 mal pro Jahr kommen nur in Betracht wenn er Waffen beantragen will, für dem Nachweis der noch vorhandenen Sportschützeneigenschaft
genügt ein formloses Schreiben des Vereins/Verband dass er dort noch Mitglied ist, da wird nicht nach Trainingseinheiten gefragt.
Wieso hat dein Freund nicht der Behörde gemeldet dass er als Gast gegen Miete weiter schiesst...ich denke er ist trotzdem im BDMP als Einzelmitglied geblieben, da scheint mit
der SLG und deren Mitglieder die "Chemie" mit deinem Freund nicht zu stimmen, ich würde als SLG Leiter keinem rausschmeissen und Meldung machen.
Nakota 1.130
12/18 die ersten 3 Jahre Pancho.
vor 7 Stunden schrieb pancho lobo:
Das ist so pauschal nicht richtig. Wie Du aus meiner oben zitierten WaffVwV entnehmen kannst, wird bei Kontingentüberschreitern auch danach, auch nach > 3 Jahren und wenn sie keine Waffen mehr neu beantragen wollen, sehr wohl erwartet, dass Du weiter ein Aktivitätsniveau wie bei Neuantrag aufrecht erhältst. In §14 Abs. 3 WaffG wird auf §14, Abs. 2 referenziert - und die darin geforderte "Regelmäßigkeit" wird bekanntlich mit der 12/18 Regel in der Praxis auch angewandt.
Nun sind Verwaltungsvorschriften natürlich kein Gesetz. Aber willst du ernsthaft einem Sportschützen raten, dauerhaft weit drunter zu bleiben oder gar die Illusion wecken, lediglich die Mitgliedschaft ohne Aktivität aufrechtzuerhalten, sei für den Bedürfniserhalt ok?
Was den SLG-Leiter anbelangt, der ist oder war auch hier bei WO aktiv. Er hat mir - wenn ich mich recht erinnere sogar hier per PN - mitgeteilt, dass er eben kaum noch zu den SLG Trainings erschienen wäre (mein Freund sprach von 3-4mal im letzten Jahr vor dem Rausschmiss) und er ihm den Rausschmiß dann zunächst angedroht - und als er wieder nicht zum Training kam, dann eben vollzogen hatte. Er hätte das dann der Behörde melden müssen - und die meldete sich umgehend bei meinem Freund. Tja und dann fing das Sabbern bei den SLG-Exkameraden an. Natürlich hätte er nicht an sie verkaufen müssen. Aber man hat dann Druck von der Behörde, die Kameraden machen auch Druck - und so gab es halt ein paar "Schnäppchen", v.a. die Muni war dann für lau weil "Du darfst die ja jetzt nicht mehr haben"... Ich fand das wahnsinnig schade und mein Freund hat mich unlängst auch mal wieder angemailt und würde gerne mal wieder schiessen gehen, sein Haus ist gebaut, die Kinder älter und zeitlich sicher wieder mehr möglich. Aber in den Verein zurück, das wird wohl nichts mehr ... Ich finde das Beispiel auch immer noch bedrückend, so wie es nämlich nicht laufen soll. Und ich bin der letzte, der jemand aus dem Verein drängen würde, nur weil es vorübergehend mit dem Training nicht so klappt. Aber dauerhaft - und darum geht es in diesem Thread ja - nur noch 3 Monate/Jahr schiessen und dann auch in diesen 3 Monaten nur ganz wenig, ist kein so gutes Konzept.
Das ist aber Quatsch! Wenn aus beruflichen oder wichtigen privaten Gründen mal ein regelmäßiges Training nicht möglich ist, kann niemals eine Abgabe gefordert werden, oder gar ein Rausschmiss.
Und wenn man sich drängen lässt......tja.....
hola amigos Nakota und Schwarzwälder,
denn man Butter bei die Fische: wo steht das im WaffG, bitte mit §.
Ich hätte kein Problem mit Klagen: BDS-VDW und ein Paar mehr. Zum anderen:
1.- Waffenbesitzer seit 1986 ( nur Sportschütze)
2.- 7 KW für Patronen Muni KK und GK
3.- 4 HA LW KK und GK
4.- Gelöscht
5.- Gelöscht
Die WaffVwV ist nicht mit dem WaffG gleichrangig.
Geschrieben Mittwoch um 21:50 (bearbeitet)
vor 31 Minuten schrieb pancho lobo:
Ich weiß Pancho und du hast auch Recht. Aber, die Frage wäre im Falle einer Klage, ob der Richter das WaffG nicht auch so interpretiert wie die WaffVwV es tut. Und sicher ist, was ich schrieb gilt nur für Leute, die keine Lust zum Klagen gegen die WaffVwV haben. Und wie oft geschossen werden muss, steht gar nicht im WaffG, sondern nur was von Teilnahmehäufigkeit. So gesehen ist 12/18 eine Erfindung der Verbände und der WaffVwV.
bearbeitet Mittwoch um 21:51 von Nakota
Schleifalot 508
Wieso ist die Schlafmütze keinem anderen Verein beigetreten? Sind das bei euch Geheimbruderschaften? So miese Socken erkennt man doch schon eher, oder?
Sorry für die drei Fragezeichen. Ich bin in drei Vereinen/Verbänden, Risikominimierung.