Source: http://www.kupfergasse.de/MC/06_MC_Satzung.htm
Timestamp: 2017-10-17 01:42:28
Document Index: 269460043

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 13', '§ 14', '§ 15']

Die Satzung der Marianischen Männerkongregation
§ 1 Errichtung und Entwicklung
In den Wirren nach der Reformation hatte Papst Paul III. am 27. 9. 1540 den von Ignatius von Loyola gegründeten Jesuitenorden (SJ) anerkannt. Das Ziel des Gründers war es, der Kirche nach der Spaltung zu helfen und ihr da zu dienen, wo es nötig war.
Die Kölner „Marianische Männerkongregation gegründet 1608 am Hohen Dom zu Köln“ (nachstehend MC oder Kongregation genannt) wurde am Dreikönigstag, dem 6. Januar 1608 vor dem Schrein der Heiligen Drei Könige als Kongregation „Maria Verkündigung“ von drei Männern gegründet, indem sie das Gelöbnis ablegten, „Gott stets treu zu dienen, den wahren Glauben zu bewahren und Maria auf eine ganz besondere Weise zu lieben“. Sie nannte sich damals „Bürger-Sodalität 1608“. Ort und Tag der Gründung waren für unsere Kongregation Veranlassung, daß außer der allen Kongregationen gemein-samen Patronin, der Allerseligsten Jungfrau Maria, auch die Heiligen Drei Könige als besondere Schutz-heilige erwählt wurden.
Anfang 1609 traf aus Rom das vom 25. Oktober 1608 datierte Diplom des Paters Claudius Aquaviva, General der Gesellschaft Jesu, ein, durch das unsere MC der römischen Kongregation, der „Prima Primaria“, angegliedert wurde. Alle darin registrierten Kongregationen wurden mit besonderen Privi-legien und Ablässen ausgestattet.
Bald gehörte es in Köln zum guten Ton Mitglied unserer MC oder einer der vielen anderen Marianischen Kongregationen zu sein. So trat beispielsweise der bekannte Feldherr der Katholischen Liga des Drei-ßigjährigen Krieges (1618 – 1648), Graf Johann von Tilly (+ 1632), als junger Mann bei einem Aufenthalt in Köln einer der vielen Kölner Sodalitäten bei.
In der Goldenen Bulle „ Gloriosae Dominae “ stellte Papst Benedikt XIV. am 27. 9. 1748 den Kongrega-tionen ein gutes Zeugnis für ein fruchtbares Wirken in zwei Jahrhunderten aus. Er bestätigte zugleich die von seinen Vorgängern gespendeten Gnadenerweise.
Wegen der Auflösung des Jesuitenordens 1773 durch Papst Klemens XIV. und nach Einzug der franzö-sischen Truppen in Köln mußte am 18. 11. 1798 der Umzug unserer Kongregation in die damalige Benediktinerabtei Groß St. Martin erfolgen. Anstelle der Jesuiten übernahmen nun die Benediktiner die seelsorgliche Leitung unserer Kongregation.
Am 27. 9. 1948 beglückwünschte Papst Pius XII. in der „Apostolischen Konstitution ‚Bis Saeculari’“ die Leiter und Mitglieder aller Sodalitäten. Er „bestätigte und bekräftigte feierlich alle Privilegien und über-reiche Gnadenerweise, mit denen im Laufe von 400 Jahren“ seine Vorgänger, „die Sodalitäten wegen der vielen und großen Verdienste um die Kirche bereichert haben.“
Im Februar 1972 wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse neue Kongrega-tionskirche. Das Domkapitel stimmte diesem Umzug zu.
Die Kölner Kongregation ist eine römisch-katholische Vereinigung von Männern und Jungmännern – Sodalen (Weggefährte) genannt -, die eine besonders innige Andacht, Ehrfurcht und Liebe zur Aller-seligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria pflegen. Sie streben nach ihrem Vorbild zu leben, um somit durch ihre ständige Fürbitte christliche Vollkommenheit zu erlangen.
Die MC will ihre Sodalen in der Verbundenheit mit Christus bilden, bereit und fähig machen für alle Aufgaben in Familie und Beruf, in Kirche und öffentlichem Leben sowie besonders zum Apostolat im eigenen Lebensumfeld. Sie sollen christliches Zeugnis geben, um so die weltliche Ordnung mit christ-lichem Geist zu durchdringen. Gegenüber der Welt bewahren Sie ihre innere Freiheit und Unabhängig-keit.
1. Streben nach Heiligkeit
2. Geistliche Sorge um Mensch und Welt
3. Verehrung der Gottesmutter
§ 3 Name, Rechtsform und Sitz
Die „Bürger-Sodalität 1608“ erhielt am 5. 11. 1963 durch Beschluß der Sodalenversammlung die heutige Bezeichnung „Marianische Männerkongregation gegründet 1608 am Hohen Dom zu Köln“. Dieser MC wurde auf Basis dieser Satzung kirchenrechtlich durch Dekret vom 10. November 2006 die Rechtsform einer privaten rechtsfähigen Vereinigung nach can. 322 CIC in Verbindung mit can. 114 CIC verliehen.
§ 4 Steuerbegünstigung der Kongregation
1. Die Tätigkeit der MC ist nicht auf Erwerb gerichtet. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Sie ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
2. Mittel der MC dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Sodalen erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Kongregation.
3. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der MC fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
§ 5 Teilkongregationen
Die im Erzbistum Köln gegründeten Marianischen Kongregationen werden der „Marianischen Männer-kongregation gegründet 1608 am Hohen Dom zu Köln“ als Mutterkongregation angegliedert. Sie werden nach Zustimmung des Erzbischofs von Köln durch den Präses der Mutterkongregation errichtet und erhalten eine eigene Satzung. Die eigene Satzung muß vom Erzbischof bestätigt werden.
Vor einer Aufnahme in die MC muß er eine Prüfungszeit (Kandidatur) von einem Jahr absolvieren. In dieser Zeit muß der Kandidat alle Pflichten eines Sodalen erfüllen. Nach Ablauf der Prüfungszeit (Kandidatur) entscheidet der Vorstand nach sorgfältiger Überlegung über die organisatorische Auf-nahme in die MC. Wer von einer anderen Kongregation kommt, kann sofort aufgenommen werden (Allgemeine Regel MC 24).
Sollte ein Sodale für längere Zeit oder durch Wohnungswechsel für immer den Bereich unserer Kongre-gation verlassen, benachrichtigt er den Präses, der ihm nach Bedarf ein Empfehlungsschreiben ausstellt. Dieses bescheinigt seine Mitgliedschaft in unserer Kongregation und seine Würdigkeit am neuen Wohn-sitz in einer anderen MC zugelassen zu werden. Dieses Schreiben ist vom Präses und dem Präfekten zu unterschreiben.
§ 7 Persönliche Pflichten des Sodalen
· möglichst am Rosenkranzgebet und an der hl. Messe am Eucharistischen Donnerstag,
· auf jeden Fall aber an der darauf folgenden Heiligen Stunde,
· an der anschließenden Versammlung der MC
· am Dreikönigstag, dem Gründungsfest der MC, entweder im Pontifikalamt im Hohen Dom
oder am feierlichen Hochamt in der Kongregationskirche sowie
· am Titularfest „Maria Verkündigung“ (25. März).
Tägliches Beten der „Drei Ave Maria“ oder des „Engel des Herrn“
und möglichst ein ganzer Rosenkranz (5 Gesätze).
· Wöchentliches Lesen in der Heiligen Schrift und im Katechismus,
· Sorgfältige Erfüllung der selbst auferlegten täglichen Gebete,
· Häufige Mitfeier der hl. Messe, nicht nur sonntags,
· Öfterer Empfang des Bußsakramentes,
· Religiöse Fortbildung (Exerzitien, Einkehrtage, Wallfahrten, usw.),
· Eucharistische Anbetung,
· Stundengebet der heiligen Kirche,
· Besondere Gebete zum heiligen Josef und zu den heiligen Engeln,
§ 8 Die Vorteile der Mitgliedschaft
· Jeder Sodale unterstellt sich dem besonderen Schutz der Gottesmutter, des heiligen Josef, der Heiligen Drei Könige und der heiligen Engel,
· Er hat Anteil an allen Gebeten, guten Werken und Verdiensten der Mitsodalen, auch aller Kongregationen, die untereinander in Verbindung stehen.
· Unsere Sodalen haben Anteil an den vom Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. durch die ‚Apostolische Pönitentiarie‘ am 25. August 2010 (Prot. Nr. 266/10/I) gewährten Ablässe und Privilegien.
· Die hl. Messe an jedem Eucharistischen Donnerstag wird für alle lebenden und verstorbenen Sodalen und Präsides gefeiert.
§ 9 Beitrag als Jahresopfer
Nach der Apostolischen Konstitution „Bis Saeculari“ von Papst Pius XII. bleibt der Sodale aufgrund der Lebensweihe „für immer“ der seligen Jungfrau Maria verbunden, es sei denn, daß er als unwürdig ent-lassen wird oder aus Leichtsinn selbst die Sodalität verlässt.
· trotz Ermahnung ein Jahr ohne Entschuldigung Pflichtveranstaltungen versäumt, oder
· ein Jahr seinen Beitrag als Jahresopfer trotz zweimaliger Mahnung nicht zahlt, oder
· bei der Aufnahme unrichtige Angaben gemacht hat, oder den Regeln, Traditionen und Grundsätzen der Kongregation entgegenstehende wichtige Fakten verschweigt, oder
· einen Lebenswandel führt, der den Regeln, Traditionen und Grundsätzen der Kongregation nicht entspricht, oder
· sich in internen persönlichen Auseinandersetzungen unversöhnlich verhält und zu einem klärenden Gespräch sowie friedlichem Miteinander nicht bereit ist, oder
· einer Glaubensgemeinschaft, die im Schisma mit der Kirche von Rom steht, beitritt, für sie wirbt, deren Schriften verteilt oder deren Gottesdienste und Versammlungen besucht.
§ 11 Die Sodalenversammlung
1. Mitwirkung bei der Festlegung der Schwerpunkte für das nächste Jahresprogramm,
2. Einbringen von Vorschlägen für ein lebendiges und zeitnahes Wirken zum Wohl der Kongregation,
3. Entgegennahme des Berichtes des Vorstandes,
4. Beschluß der Haushaltsplanung und Erteilung der Entlastung des Vorstandes,
5. Beschluß eventueller Satzungsänderungen mit Zweidrittel-Mehrheit.
6. Wahl des Präfekten, Assistenten, Schriftführers und des Administrators, wobei Wiederwahl möglich ist.
7. Wahl von zwei Kassenprüfern, die einmal im Jahr während der Sodalenversammlung einen Kassenbericht vorlegen müssen.
1. dem Präses
2. dem Präfekten
3. dem Assistenten
5. dem Administrator
6. die Beisitzer
Der Präses kann bis zu drei Beisitzer für besondere Aufgaben ernennen.
Sie haben volles Stimmrecht.
Der Präses hat im Rahmen der in den Regeln der „Bis	Saeculari“ die volle Gewalt der inneren Leitung der Kongregation. Diese Aufgaben übt er im vertrauensvollen Zusammenwirken mit dem Vorstand aus. Er trägt Sorge für die geistliche Formung der Sodalen, die Einhaltung der Grundsätze der MC und aller verpflichtenden Regeln der Kongregation. Er leitet die Versammlungen, soweit er diese Aufgabe nicht an den Präfekten delegiert.
Der Präses kann jederzeit Einblick in die vom Vorstand geführte Verwaltung des Kongregations-vermögens, den Haushalt und die ordentliche Geschäftsführung nehmen. Auf Verlangen berichtet er entsprechend dem Erzbischof.
§ 13 Der Marianische Rat
§ 14 Verwendung des Vereinsvermögens bei Auflösung oder Aufhebung
§ 15 Kirchliche Bindung
Köln, den 25. Oktober 2006