Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bverwg/bverwg_6-PB-17-06
Timestamp: 2019-06-25 20:44:28
Document Index: 61754734

Matched Legal Cases: ['§ 88', '§ 2', '§ 2', '§ 23', '§ 52', '§ 106', '§ 88', '§ 52']

BVerwG, 6 PB 17.06: Ermessen, Übereinstimmung
Urteil des BVerwG vom 21.03.2007, 6 PB 17.06
6 PB 17.06
Ermessen, Übereinstimmung
BVerwG 6 PB 17.06 OVG PL 9 B 131/04
hat der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 21. März 2007 durch den Richter am Bundesverwaltungsgericht Büge
Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird für das Beschwerdeverfahren wegen Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde auf 5 000 € festgesetzt.
Halbs. 1 RVG. Diese Vorschriften sind hier anwendbar, weil das personalvertretungsrechtliche Beschlussverfahren - ebenso wie das arbeitsgerichtliche Beschlussverfahren - gerichtskostenfrei ist (§ 88 Abs. 2 Satz 1 SächsPersVG
i.V.m. §§ 2a, 80 Abs. 1 ArbGG und § 2 Abs. 2 GKG). Nach § 23 Abs. 3 Satz 2
RVG ist der Gegenstandswert nach billigem Ermessen zu bestimmen; in Ermangelung genügender tatsächlicher Anhaltspunkte für eine Schätzung und bei
nicht vermögensrechtlichen Gegenständen ist der Gegenstandswert mit
4 000 €, nach Lage des Falles niedriger oder höher anzunehmen. Es entspricht
nach Lage des Falles billigem Ermessen, den Gegenstandwert auf 5 000 €
festzusetzen. Insoweit ist auf einen Rechtsgedanken in § 52 Abs. 2 GKG zurückzugreifen, wonach im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ein Streitwert von
5 000 € anzunehmen ist, wenn der Sach- und Streitstand für die Bestimmung
des Streitwerts keine genügenden Anhaltspunkte bietet. Dies erscheint deswegen gerechtfertigt, weil für das personalvertretungsrechtliche Beschlussverfahren ungeachtet der weitgehenden Geltung des Arbeitsgerichtsgesetzes der
Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten eröffnet ist (§ 106 BPersVG i.V.m.
§ 88 Abs. 1 SächsPersVG). Auf diese Weise erfolgt die Wertfestsetzung im Ergebnis in derselben Höhe wie in solchen personalvertretungsrechtlichen
Rechtsstreitigkeiten, in welchen nach Maßgabe des Landesrechts die Verwaltungsgerichtsordnung gilt und für welche in direkter Anwendung des § 52 Abs. 2
GKG sowie in Übereinstimmung mit Nr. 31 des Streitwertkatalogs 2004 der
Auffangwert von 5 000 € festgesetzt zu werden pflegt.