Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/1999/99'2'02.HTM
Timestamp: 2018-01-18 19:33:32
Document Index: 309556577

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 11', '§ 77', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

9. Jahrgang, Nr. 2 vom 9. März 1999, S. 2
Studienordnung für den Diplomstudiengang Evangelische Theologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
§ 3 Fachdisziplinen
§ 4 Studiendauer und Studienabschnitte
Beispiel für einen Studienplan als Anlage der Studienordnung
Aufgrund des § 11 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7. Oktober 1993 (GVBl. LSA S. 614), zuletzt geändert durch das dritte Gesetz zur Änderung des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 19. März 1998 (GVBl. LSA S. 132) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende "Studienordnung für das Fach Evangelische Theologie mit dem Studienabschluß Erstes Theologisches Examen (Diplomprüfung) an der Martin-Luther-Universität" der Theologischen Fakultät erlassen:
Die Studienordnung regelt den Studiengang Evangelische Theologie an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auf der Grundlage der Diplomprüfungsordnung vom 19.06.1997.
Die Zulassung zum ordentlichen Studium an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg setzt das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife bzw. eine einschlägige fachgebundene oder eine durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung voraus.
Die Disziplinen im Fach Evangelische Theologie werden nach Haupt- und Spezialdisziplinen unterschieden:
(1) Hauptdisziplinen sind:
Systematische Theologie (einschließlich Philosophie)
Ökumenik und Allgemeine Religionsgeschichte
(2) Als Spezialdisziplinen werden angeboten:
.Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst
Altorientalische Religionsgeschichte, Archäologie und Landeskunde Palästinas
Spätantike Religionsgeschichte und Patristik
Westslawische Religions- und Kirchengeschichte
Studiendauer und Studienabschnitte
(1) Die Regelstudienzeit umfaßt einschließlich des Prüfungssemesters neun Semester mit 160 SWS. Falls bei Studienaufnahme die erforderlichen Sprachkenntnisse in Hebräisch (Hebraicum), Latein (Latinum) und Griechisch (Graecum) noch nicht vorliegen, ist die Regelstudienzeit für jede der zu erlernenden Sprachen um ein Semester zu verlängern. Sie kann also maximal zwölf Semester betragen.
(2) Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Das Grundstudium umfaßt - je nach Stand der bereits nachgewiesenen Sprachkenntnisse - mindestens vier, maximal sieben Semester. Es schließt mit der Diplomvorprüfung ab, die laut Prüfungsordnung die Zeugnisse für die Sprachprüfungen in Latein, Hebräisch und Griechisch voraussetzt. Das Hauptstudium umfaßt mindestens vier Semester zuzüglich des Prüfungssemesters; es schließt mit der Diplomprüfung ab.
(1) Die Lehrveranstaltungen werden der Form nach in Vorlesungen, Seminare (Pro-, Haupt- und Oberseminare), Übungen und Exkursionen unterschieden.
(2) In den Lehrveranstaltungen werden unter dem Gesichtspunkt der Verbindlichkeit der dargebotenen Gegenstände des Theologiestudiums Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlbereich unterschieden:
Zum Pflichtbereich gehören die für den Abschluß eines erfolgreichen Studiums notwendigen Lehrveranstaltungen, insbesondere die Veranstaltungen, für die eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein Leistungsnachweis mit dem Zulassungsantrag für die Prüfungen eingereicht werden müssen.
Den Wahlpflichtbereich bilden Lehrveranstaltungen in den sechs Hauptdisziplinen § 3 Abs. 1, bei denen die Studierenden die Möglichkeit einer gezielten Auswahl aus einem größeren Angebot haben.
Im Wahlbereich werden Lehrveranstaltungen angeboten, die der freien Schwerpunktsetzung dienen. Als Gegenstände bieten sich die zusätzlichen Wahlangebote aus den Hauptdisziplinen § 3 Abs. 1 und die Lehrangebote aus den Spezialdisziplinen § 3 Abs. 2 an; eine Prüfung in einer Spezialdisziplin ist auf Antrag zusätzlich möglich. Im Wahlbereich sollen die Studierenden auch die Möglichkeit eines fachübergreifenden Studiums wahrnehmen.
(3) Für Veranstaltungen im Wahlpflicht- und im Wahlbereich sowie für geeignete Vorlesungen und Seminare im Pflichtbereich ist ein Ausgleich zwischen Grund- und Hauptstudium möglich.
(1) Das Grundstudium dient der Einarbeitung in die Fachdisziplinen der Evangelischen Theologie in sachlicher und methodischer Hinsicht. Dazu gehört auch der Erwerb der jeweils erforderlichen Sprachkenntnisse, sofern sie nicht bei Studienaufnahme bereits vorliegen.
(2) Die verbindliche Studienberatung zu Beginn und am Ende des 1. Semesters bietet den Studierenden Hilfe bei der persönlichen Gestaltung des ersten Studienabschnittes.
(3) Im Grundstudium sind neben den jeweils notwendigen Sprach- und Lektürekursen (maximal 24 SWS) zu absolvieren:
im Pflichtbereich
- 6 SWS Vorlesungen und Übungen im Propädeutischen Grundkurs (2 SWS Einführung in das Studium, 4 SWS Bibelkunde Altes und Neues Testament)
- 10 SWS Proseminare aus den Hauptdisziplinen § 3 Abs. 1, a-e
- 49 SWS Vorlesungen, Seminare, Übungen aus den Hauptdisziplinen § 3 Abs. 1 Für die Auswahl im Wahlpflichtbereich ist die Prüfungsordnung zu berücksichtigen.
- 14 SWS Vorlesungen, Seminare, Übungen aus den Spezialdisziplinen § 3 Abs. 2 oder aus zusätzlichen Wahlangeboten der Hauptdisziplinen § 3 Abs.1
(4) Die Zulassung zum alttestamentlichen Proseminar setzt das Hebraicum, zum neutestamentlichen Proseminar das Graecum und zum kirchengeschichtlichen Proseminar das Latinum voraus.
(5) Die Anzahl der qualifizierten Leistungsnachweise richtet sich nach der Diplomvorprüfungsordnung.
(1) Im Hauptstudium sind die Studien in den Haupt- und Spezialdisziplinen zu verstärken. Der Schwerpunkt liegt bei der Vertiefung der Kenntnisse und der weiteren Schärfung des kritischen Urteilsvermögens in den Fachdisziplinen der Theologie. Die Studierenden sollen eigene Interessenschwerpunkte entwickeln und methodische wie sachliche Kriterien erarbeiten, um eigenständig theologische Probleme bewältigen und die theologischen Begründungen sowie die Vollzüge gegenwärtigen kirchlichen Handelns beurteilen zu können.
(2) Zu absolvieren sind:
- 10 SWS fünf Hauptseminare in den Hauptdisziplinen Altes Testament, Neues Testament, Kirchen- und Dogmengeschichte, Systematische Theologie (Dogmatik, Ethik)
- 6 SWS je ein Hauptseminar (praktisch-theologisch, religionspädagogisch) in der Hauptdisziplin Praktische Theologie und Religionspädagogik
- 2 SWS Seminar in der Hauptdisziplin Ökumenik und Allgemeine Religionsgeschichte
- 48 SWS Vorlesungen, Seminare, Übungen aus den Hauptdisziplinen § 3 Abs. 1
- 6 SWS Vorlesungen, Seminare, Übungen aus den Hauptdisziplinen § 3 Abs. 1 zur eigenen Schwerpunktbildung
- 5 SWS Vorlesungen, Seminare, Übungen aus den Spezialdisziplinen § 3 Abs. 2 oder aus zusätzlichen Wahlangeboten der Hauptdisziplinen § 3 Abs. 1
- 4 SWS interdisziplinäre und fachübergreifende Lehrveranstaltungen
(3) Die Zulassung zu den Hauptseminaren einer Disziplin setzt den Besuch der fachspezifischen Proseminare voraus.
(4) Die Anzahl der qualifizierten Leistungsnachweise richtet sich nach der Diplomprüfungsordnung. Die Landeskirchen verlangen als Zulassungsvoraussetzungen für das Erste Theologische Examen den Nachweis von zwei anerkannten Praktika (diakonisches Praktikum, Gemeindepraktikum).
Die Studienordnung tritt im Wintersemester 1998/99 in Kraft, gleichzeitig tritt die Studienordnung vom 17.01.1991 außer Kraft.
Halle (Saale), den 12.01.1999
Prof.Dr. Reinhard Kreckel Rektor
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Akademischen Senats vom 11.11.1998; vom Kultusministerium am 10.02.1998 zur Kenntnis genommen.
Veranstaltungsform SWS-Umfang Grundstudium Hauptstudium
Propädeutischer Grundkurs (6 SWS)
Einführung in das Theologiestudium
Bibelkundes des Alten Testaments
Bibelkunde des Neuen Testaments V
Altes Testament (28 SWS)
Hauptseminar S
Hauptvorlesungen aus:
Pentateuch, Propheten, Schriften
Einleitung in das Alte Testament, V
V/Ü 9
Theologie des Alten Testaments,
Geschichte Israels V
Vertiefende und weiterführende Lehrveranstaltungen:
Altorientalische Religionsgeschichte, Archäologie und Landeskunde Palästinas V/S/Ü 5 2 3
Hebräisch SpU 8
Kursorische Lektüre Hebräisch Ü 2
Neues Testament (29 SWS)
Synoptiker, Johannes, Paulusbriefe V 11 11
Geschichte des Urchristentums / Zeitgeschichte, Einleitung in das Neue Testament,
Theologie des Neuen Testaments V 10 10
Andere Schriften und Themen des Neuen Testaments, Spätantike Religionsgeschichte (Frühjudentum u.a.) V/S/Ü 4 2 2
Griechisch I - III SpU 16
Kirchen- und Dogmengeschichte (24 SWS)
Hauptvorlesungen aus: Alte Kirche, Mittelalter, Reformation, Neuzeit I und Neuzeit II V 13 8 5
Konfessionskunde der Orthodoxen Kirchen, Konfessionelles Zeitalter, Pietismus und Aufklärung, Zeitgeschichte, Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst, Westslawische Kirchengeschichte V/S/Ü 7 4 3
Systematische Theologie (30 SWS)
Hauptseminar Dogmatik
Hauptseminar Ethik S
Prolegomena, Dogmatik I, Dogmatik II
Ethische Prinzipienlehre, materiale Ethik
Theologiegeschichte, Philosophiegeschichte V
Religionsphilosophie, Reformierte Theologie V/S/Ü 5 2 3
Praktische Theologie und Religionspädagogik (30 SWS)
I Pflichtbereich (8 SWS)
Praktisch-theologisches Proseminar
Homiletisch-liturgisches Hauptseminar
Religionspädagogisches Hauptseminar S
II Wahlpflichtbereich (16 SWS)
Hauptvorlesungen aus den Fachgebieten:
Gemeindepädagogik V 8 4 4
Vorlesungen/Seminare/Übungen aus:
Sprecherziehung V/S/Ü 8 2 6
III Wahlbereich (6 SWS)
Weiterführende Lehrveranstaltungen der Gebiete:
Schulpraktische Übungen V/S/Ü 6 4 2
Ökumenik und Allgemeine Religionsgeschichte (13 SWS)
Einführung in die Ökumenik, Ökumenische Konfessionskunde I (Römisch-kathol. Kirche), Ökumenische Konfessionskunde II (Protestantische Kirchen), Weltreligionen V 9 5 4
Weiterführende und vertiefende Lehrveranstaltungen:
Ökumenische Konfessionskunde III (Sondergemeinschaften), Neureligionen u.a. V/S/Ü 2 2