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Timestamp: 2016-10-23 03:25:48
Document Index: 252714894

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 95']

9C_252/2012 (07.09.2012)
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 6. M�rz 2012.
A.a M.________, geboren 1959, meldete sich am 16. Mai 2002 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach dem Gutachten der MEDAS (vom 15. September 2005) litt sie - mit wesentlicher Einschr�nkung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit - unter einem ausgepr�gten chronifizierten oberen Quadrantenschmerzsyndrom rechts mit erheblicher myofaszialer Irritation der Nacken-Schulterweichteile rechtsbetont bei Status nach HWS-Distorsionstrauma infolge Verkehrsunfall am 22. April 2001. Umschrieben war es als chronisches zervikozephales Syndrom mit �bergang in Migr�ne ohne Aura, sekund�re depressive St�rung mit somatischem Syndrom, gegenw�rtig unter Therapie noch mittelgradig (Differenzialdiagnose: Schwere Depression, nur teilweise remittiert), und reduzierte mentale Belastbarkeit. Zudem lag eine Fehlhaltung/Fehlform der HWS mit zervikaler Streckhaltung und leichter Kyphosierung C4-C6 sowie eine leichte Segmentdegeneration der unteren HWS vor. Hinzu kam eine verminderte mentale Leistungsf�higkeit, dominiert von leicht bis mittelschwer ausgepr�gten Beeintr�chtigungen der Aufmerksamkeit und des Ged�chtnisses bei Schmerzproblematik, reduzierter mentaler Belastbarkeit und depressiver Symptomatik. Die zuletzt ausge�bte T�tigkeit als Datentypistin, wie auch jede andere in Frage kommende T�tigkeit, erachtete man der Versicherten lediglich noch zu 30 % der Norm zumutbar; als limitierender Faktor erwiesen sich dabei vor allem die psychiatrischen Einschr�nkungen; die Beurteilung gelte auch f�r die T�tigkeit als Hausfrau und Mutter. Mit Verf�gung vom 2. Juni 2006 sprach die IV-Stelle Luzern M.________ ab dem 1. April 2002 eine ganze Invalidenrente zu. Dabei ging sie von einem Invalidit�tsgrad von 91 % ab dem 1. April 2002, von 100 % ab dem 1. August 2004 und von 70 % ab dem 1. August 2005 aus.
A.b Im Rahmen eines Revisionsverfahrens holte die IV-Stelle Berichte des Hausarztes Dr. med. I.________, Innere Medizin FMH, (vom 16. Dezember 2008) sowie der behandelnden Psychiaterin Dr. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, (vom 20. Januar 2009) ein und beauftragte das �rztliche Begutachtungsinstitut (ABI) mit der Erstattung eines medizinischen Gutachtens (vom 28. Oktober 2009). Gest�tzt darauf und auf eine Stellungnahme des Regional�rztlichen Dienstes (RAD) sprach die IV-Stelle M.________ am 17. Dezember 2009 vorerst Arbeitsvermittlung zu. Nachdem die entsprechenden Bem�hungen am 11. M�rz 2010 erfolglos eingestellt wurden, stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 19. M�rz 2010 in Aussicht, die bisherige ganze Rente auf eine Viertelsrente (Invalidit�tsgrad von 40 %) herabzusetzen. Dagegen liess M.________ Einw�nde vorbringen und reichte ein im Auftrag der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft erstelltes interdisziplin�res Gutachten des Instituts X.________, vom 16. Juni 2010 ein. Mit Verf�gung vom 30. August 2010 setzte die IV-Stelle den Anspruch ab dem ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verf�gung neu auf eine Viertelsrente fest.
Die von der Versicherten erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 6. M�rz 2012 ab (Invalidit�tsgrad von 46 %).
M.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie beantragt, der Entscheid des kantonalen Gerichts sei aufzuheben; es sei ihr weiterhin eine ganze Rente auszurichten; zudem ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung.
1.2 Die vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand, d.h. die Befunderhebung, die gest�tzt darauf gestellte Diagnose und die �rztliche Stellungnahme zum noch vorhandenen Leistungsverm�gen oder (bei psychischen Gesundheitssch�den) zur Verf�gbarkeit von Ressourcen der versicherten Person sowie die aufgrund der medizinischen Untersuchungen gerichtlich konstatierte Arbeits(un)f�higkeit betreffen Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398), welche sich nach der in E. 1.1 dargelegten Regelung der Kognition einer �berpr�fung durch das Bundesgericht weitgehend entziehen und die es seiner Urteilsfindung zugrunde zu legen hat. Gleiches gilt f�r die Frage, ob sich eine Arbeits(un)f�higkeit in einem bestimmten Zeitraum in einem revisionsrechtlich relevanten Sinne ver�ndert hat (vgl. Urteil I 865/06 vom 12. Oktober 2007 E. 4). Die konkrete Beweisw�rdigung stellt ebenfalls eine Tatfrage dar (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 8C_740/2010 vom 29. September 2011 E. 2.2).
1.3 Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG Rechtsfrage (132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.; erw�hntes Urteil I 865/06 E. 4 mit Hinweisen), die das Bundesgericht im Rahmen der den Parteien obliegenden Begr�ndungs- bzw. R�gepflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 und 1.4.2 S. 254) frei �berpr�fen kann (Art. 106 Abs. 1 BGG). Soweit die Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen basierend auf der allgemeinen Lebenserfahrung beurteilt wird, geht es ebenfalls um eine Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398).
2.1 Vorweg ist festzuhalten, dass beschwerdef�hrerische Vorbringen, die sich in einer appellatorischen Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung ersch�pfen, im Rahmen der geltenden �berpr�fungsbefugnis des Bundesgerichts (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) nicht gen�gen. Dem Rechtsmittel muss vielmehr gest�tzt auf Art. 42 Abs. 2 zweiter Satz BGG entnommen werden k�nnen, inwiefern die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG offensichtlich unrichtig (unhaltbar, willk�rlich, vgl. BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356) und die darauf beruhenden Erw�gungen rechtsfehlerhaft sein sollen. Soweit der Rechtsvertreter als Rechtsverletzungen bezeichnete appellatorische Tatsachenkritik vorbringt, ist sie im bundesgerichtlichen Verfahren ausserhalb von Art. 97 Abs. 2/Art. 105 Abs. 3 BGG unzul�ssig (BGE 133 II 396 E. 3.2 S. 400; 130 I 258 E. 1.3 S. 262).
2.2 Zudem bringt die Beschwerdef�hrerin in medizinischer Hinsicht vor, sie habe bereits vor kantonaler Instanz begr�ndet, dass und inwiefern Gutachten und �rztliche Stellungnahmen den von der Rechtsprechung gestellten Beweisanforderungen nicht gen�gten. Die Vorinstanz habe diesbez�glich ihre Pr�fungs- und Begr�ndungspflicht verletzt. Nach der Rechtsprechung (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188, 229 E. 5.2 S. 236) kann die Beschwerde f�hrende Person jedoch nicht erwarten, dass sich das Gericht mit jeder in den Akten und Eingaben gemachten Ausf�hrung im Entscheid ausformuliert auseinandersetzt. Denn das rechtliche Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen die Beh�rde sich hat leiten lassen und auf die sich ihre Entscheidung st�tzt. Der vorinstanzliche Entscheid gen�gt den gestellten Anforderungen.
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Die zu dessen Beurteilung massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung formulierten Grunds�tze dazu sind im vorinstanzlichen Entscheid zutreffend dargelegt. Dies gilt insbesondere auch f�r die Rechtsprechung zur Aufgabe des Arztes oder der �rztin bei der Invalidit�tsbemessung (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f. mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Darauf wird verwiesen.
4.1 �ndert sich der Invalidit�tsgrad einer Rentenbez�gerin oder eines Rentenbez�gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin f�r die Zukunft entsprechend erh�ht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invalidit�tsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen �nderung des Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes revidierbar (BGE 134 V 131 E. 3 S. 132).
4.2 Identisch gebliebene Diagnosen schliessen eine revisionsrechtlich erhebliche Steigerung des tats�chlichen Leistungsverm�gens (Arbeitsf�higkeit) grunds�tzlich nicht aus. Dies gilt namentlich dann, wenn der Schweregrad eines Leidens sich verringert hat oder es der versicherten Person gelungen ist, sich besser an das Leiden anzupassen. Ob eine derartige tats�chliche �nderung vorliegt oder aber eine revisionsrechtlich unbeachtliche abweichende �rztliche Einsch�tzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustands, bedarf auch mit Blick auf die mitunter einschneidenden Folgen f�r die versicherte Person einer sorgf�ltigen Pr�fung. Dabei gilt der Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse M�glichkeit einer Verbesserung tats�chlicher Art gen�gt nicht (Urteil 8C_761/2010 vom 1. M�rz 2011 E. 2.2.2 mit Hinweis).
Unbestritten ist, dass die Verf�gung vom 2. Juni 2006 den zeitlichen Referenzpunkt f�r die materielle Pr�fung ver�nderter Verh�ltnisse bis zum Erlass der Verf�gung vom 30. August 2010 bildet.
Die IV-Stelle beauftragte im Revisionsverfahren das ABI mit der polydisziplin�ren Begutachtung der Beschwerdef�hrerin. Sie setzte gest�tzt auf die Expertise des Instituts vom 28. Oktober 2009 sowie in Kenntnis des im Auftrag der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft erstellten, von der Beschwerdef�hrerin eingereichten interdisziplin�ren Gutachtens des Instituts X.________ vom 16. Juni 2010 den Rentenanspruch von einer ganzen auf eine Viertelsrente herab. Die Vorinstanz mass dem ABI-Gutachten Beweiskraft bei; nach dessen Aussage hatte sich der Gesundheitszustand sp�testens ab dem 1. Oktober 2010 verbessert, und war die Versicherte in angepassten (k�rperlich leichten bis mittelschweren und wechselbelastenden) T�tigkeiten wieder zu 60 % arbeitsf�hig. Die Vorinstanz hielt fest, die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens des ABI werde zu Unrecht in Abrede gestellt; die Beschwerdef�hrerin verm�ge aus den allgemein formulierten Zweifeln an der Unabh�ngigkeit nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Das Bundesgericht habe sich eingehend mit der Befangenheitsthematik der Medizinischen Abkl�rungsstellen befasst und dabei einzelne Schwachpunkte benannt und auch verschiedene Korrektive angef�hrt, mit denen die sogenannte Waffengleichheit im Verfahren zu garantieren sei (BGE 137 V 210). Das Gericht sehe keine Veranlassung, das Gutachten des ABI in Zweifel zu ziehen. Es verm�ge f�r die interessierenden Belange zu �berzeugen und erf�lle die von der Rechtsprechung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) aufgestellten Kriterien an eine beweistaugliche Expertise. Zum Gutachten des Instituts X.________ vom 16. Juni 2010 f�hrte die Vorinstanz aus, aus psychiatrischer Sicht habe man erl�utert, der Versicherten sei medizinisch-theoretisch eine Pr�senzzeit von 3 Stunden t�glich in einer vorwiegend sitzend auszuf�hrenden, k�rperlich leichten T�tigkeit ohne Bildschirmarbeit und in relativ reizarmer Umgebung zumutbar. Dabei sei von einer um ungef�hr 20 % reduzierten Leistung auszugehen. Die Vorinstanz befand aber, auf das Gutachten des Instituts X.________ k�nne nicht abgestellt werden, weil sich ihm mangels echtzeitlicher Befunderhebung keine beweistaugliche Aussage bez�glich einer allf�lligen Verbesserung des Gesundheitszustandes entnehmen lasse. Die Exploration des Instituts X.________ sei bereits im Juni 2009 erfolgt, die Verbesserung aber gem�ss dem ABI-Gutachten ab August 2009 eingetreten. Dem Gutachten des Instituts X.________ fehle es an einer widerspruchsfreien, schl�ssigen und nachvollziehbaren Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit aus interdisziplin�rer Sicht. Insbesondere die Einsch�tzung aus neurologischer Sicht (Arbeitsf�higkeit von lediglich 50 %) sei widerspr�chlich und offensichtlich auf die subjektiven Schmerzangaben der Versicherten abgest�tzt (vorinstanzliche E. 5 b/bb).
Die Beschwerdef�hrerin r�gt die mehrfache Verletzung der Begr�ndungspflicht (Art. 52 ATSG). Die Vorinstanz habe das Gutachten des Instituts X.________ aktenwidrig diskreditiert und es willk�rlich interpretiert. Der grosse Schwachpunkt und Begr�ndungsmangel des angefochtenen Entscheids liege in der Nichtbeachtung der gutachterlichen Feststellung des Psychiaters, des Instituts X.________, Dr. med. F.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifizierter Schmerztherapeut SGSS; es liege eine mittelschwere Depression vor. Die Vorinstanz habe sich absolut unzureichend mit der zeitlich ungen�genden Exploration durch die ABI-Gutachterin Dr. med. B.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie, auseinandergesetzt, die gegen�ber dem MEDAS-Gutachter Dr. med. S.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, (vom 20. Juli 2005), dem Gutachter, des Instituts X.________ Dr. med. F.________ (vom 16. Juni 2010), der behandelnden Psychiaterin Dr. med. H.________ (diverse Berichte) und den �rzten des Spitals Y.________ (vom 19. Mai 2011) eine inhaltlich v�llig abweichende Befundaufnahme und Diagnoseerhebung zur Folge gehabt habe.
8.1 Die von der Beschwerdef�hrerin in vielerlei Hinsicht beanstandete ABI-Expertise erf�llt fraglos die von der Rechtsprechung (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232) aufgestellten formellen und materiellen Voraussetzungen an ein lege artis abgefasstes beweiskr�ftiges Gutachten: Die Experten begr�ndeten ihr Ergebnis konkret bezogen auf den Zustand der Versicherten und st�tzten sich dabei auf eine Aktenzusammenfassung, eine Anamneseerhebung, die subjektiven Angaben der Versicherten und die objektiven Befunde in der Exploration. Wie aus der Expertise hervorgeht, waren den Gutachtern die Berichte der behandelnden �rzte bekannt und sind insofern in die Beurteilung eingeflossen.
8.2 Auch die R�ge, das psychiatrische ABI-Gutachten der Frau Dr. med. B.________ erf�lle die gestellten Anforderungen nicht, weil die Untersuchung zu kurz gedauert habe, dringt nicht durch: Nach der Rechtsprechung kommt es f�r den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grunds�tzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung an, sondern ist in erster Linie massgebend, ob die Expertise inhaltlich vollst�ndig und im Ergebnis schl�ssig ist (Urteil 9C_330/2011 vom 8. Juni 2011 E. 5 mit Hinweisen). Dies ist hier der Fall. Dazu kann auch auf die vorinstanzliche E. 5.c/cc verwiesen werden. Der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG), der Willk�r und des Verstosses gegen den Grundsatz eines fairen Verfahrens (Art. 6 EMRK) rechtfertigt sich nicht.
8.3 Die R�ge, Frau Dr. med. B.________ (ABI) sei bei der Aufnahme der pers�nlichen Anamnese anders als Dr. med. F.________ (des Instituts X.________) nicht nach dem AMDP-System vorgegangen (AMDP: Arbeitsgemeinschaft f�r Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie) verkennt, dass die Diagnosestellung durch Dr. med. F.________ wesentlich auf der Grundlage subjektiver Angaben der Beschwerdef�hrerin erfolgt ist. Die Expertise erw�hnt als nach den AMDP-Richtlinien erhobene objektive Befunde zur Hauptsache die von der Beschwerdef�hrerin angegebenen Symptome (Gutachten des Instituts X.________, S. 13 f., insbes. 24 f. und S. 38 f.). Diese stellen indes f�r sich allein die Schl�ssigkeit der gutachterlichen Ergebnisse nicht sicher. Die Rechtsprechung erkennt solchen Testverfahren h�chstens erg�nzende Funktion zu, w�hrend die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung entscheidend bleibt. Wohl erg�nzen die nach AMDP-Regeln erfassten Psychopathologien die klinische Befundung der Explorandin, ersetzen sie jedoch nicht (Urteil 8C_266/2012 vom 2. Juli 2012 E. 4.1 mit Hinweisen; Leitlinien der Schweiz. Gesellschaft f�r Versicherungspsychiatrie f�r die Begutachtung psychischer St�rungen, in: Schweiz. �rztezeitung [SAeZ] 2004 S. 1051). Es bedarf der zus�tzlichen Objektivierung, welche im Gutachten des Instituts X.________ weitgehend fehlt. Der Psychiater Dr. med. F.________ hat ohne Gewichtung der (rein subjektiven) Symptome eine chronische Schmerzst�rung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 [GM 2009] F45.41), eine reaktive mittelschwere Depression (ICD-10 F32.1) und eine gemischte Angstst�rung (ICD-10 F41.3) mit agoraphobischen �ngsten, diversen k�rperlichen Angstkorrelaten und leichter H�henangst diagnostiziert (Gutachten des Instituts X.________ S. 32), wobei sich die Expertise oft darauf beschr�nkt, Diagnosekriterien ohne weitere Erkl�rung als "erf�llt" zu bezeichnen (S. 27 f.). Dazu ist zu bemerken, dass die Diagnose einer chronischen Schmerzst�rung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) unter die somatoformen Schmerzst�rungen f�llt (ICD-10 F45.4; BGE 137 V 64 E. 4.1. S. 67 f.; Urteil 9C_928/2011 vom 7. Februar 2011 E. 2) und auf der Grundlage der dazu ergangenen Rechtsprechung (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 353) grunds�tzlich nicht invalidisierend ist.
8.4 Wenn ger�gt wird, die Stellungnahmen behandelnder �rzte seien im ABI-Gutachten und im angefochtenen Entscheid ungen�gend ber�cksichtigt worden, ist anzumerken, dass die Arztberichte in die Begutachtung eingeflossen sind, soweit sie vorlagen (gerade auch der Bericht der Frau Dr. med. H.________ vom 20. Januar 2009; vgl. Auflistung ABI-Gutachten S. 2 f.). Der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf einer voraussetzungslosen Neubeurteilung der invalidit�tsm�ssigen Voraussetzungen als Vorwand f�r eine revisions- oder wiedererw�gungsweise Herabsetzung der Invalidenrente ist unbegr�ndet. Was das vorinstanzliche Verfahren betrifft, unterliegen s�mtliche Beweismittel, somit auch medizinische Berichte und Sachverst�ndigengutachten, der freien Beweisw�rdigung des Gerichts (Art. 61 lit. c ATSG). Es kann sich unter Umst�nden rechtfertigen, massgebend auf die dem behandelnden Arzt aufgrund der medizinischen Betreuung zug�nglichen besonderen Kenntnisse des Gesundheitszustandes der versicherten Person abzustellen. Nach der Rechtsprechung ist es aber wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch t�tigen (Fach-)Arztes und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) nicht geboten, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abkl�rungen zu nehmen, wenn die behandelnden �rzte zu anderen Einsch�tzungen gelangen als eine MEDAS. Vorbehalten bleiben F�lle, in denen sich eine kl�rende Erg�nzung des medizinischen Dossiers oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdr�ngt, weil die behandelnden �rzte wichtige, nicht rein subjektiver �rztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungew�rdigt geblieben sind (Urteil 8C_784/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 3.2; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.1).
Solche Aspekte bringt die Beschwerdef�hrerin nicht vor. Die aufgef�hrten Leiden sind in den Gutachten als Diagnosen (mit und ohne Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit) verzeichnet. Wie die Vorinstanz erwogen hat, sind sowohl anl�sslich der Begutachtung der MEDAS im Jahre 2005 als auch 2009 im ABI ein Status nach HWS-Distorsionstrauma, ein zervikozephales Schmerzsyndrom und chronische Kopfschmerzen bzw. eine Migr�ne diagnostiziert worden und l�sst sich diesbez�glich keine Ver�nderung des Gesundheitszustandes feststellen. Dar�ber hinaus vermochten die Gutachter der MEDAS aber im Jahre 2005 eine sekund�re mittelgradige depressive St�rung mit somatischem Syndrom - differenzialdiagnostisch gar eine nur teilweise remittierte schwere Depression - zu diagnostizieren. Gleichzeitig hielten sie fest, dass vor allem diese psychischen Faktoren limitierend wirkten. Die Gutachter des ABI dagegen konnten keine psychopathologisch eingeschr�nkten Befunde mehr feststellen. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass auch die behandelnde Psychiaterin Frau Dr. med. H.________ im Verlaufsbericht vom 20. Januar 2009 neben einer somatoformen Schmerzst�rung lediglich eine lang andauernde Anpassungsst�rung mit Symptomen von Angst, Depression, Sorgen und Anspannung (ICD-10 F43.23) zu diagnostizieren vermocht hat. Massgebend f�r eine relevante Verbesserung des Gesundheitszustandes aus psychiatrischer Sicht sprach f�r die Vorinstanz schliesslich auch der Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt der Nachbefragung des Instituts X.________ vom 8. Juni 2010 angab, gegenw�rtig keinerlei Therapien mehr in Anspruch zu nehmen. Der darauf gem�nzte Hinweis in der Beschwerde auf den Bericht des Spitals Y.________ vom 19. Mai 2011 betrifft Angaben zu Physiotherapiesitzungen.
8.5 Die Beschwerdef�hrerin bringt in medizinischer Hinsicht nichts vor, das die vorinstanzlichen Feststellungen zur Arbeitsf�higkeit als offensichtlich unrichtig oder als Ergebnis willk�rlicher Beweisw�rdigung oder als rechtsfehlerhaft im Sinne von Art. 95 BGG erscheinen l�sst. Verwaltung und Vorinstanz haben mit der erforderlichen Sorgfalt �berpr�ft, dass nicht eine revisionsrechtlich unbeachtliche abweichende �rztliche Einsch�tzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustands vorliegt; sie haben eine solche M�glichkeit nach dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (oben E. 4.2) ausschliessen k�nnen. S�mtliche materiellen und formellen R�gen dringen nicht durch.
Rechtsanwalt Marco Untern�hrer, Luzern, wird als unentgeltlicher Anwalt der Beschwerdef�hrerin bestellt, und es wird ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'800.- ausgerichtet.