Source: http://www.yellopet.de/hunde-beitrag-23543-10.htm
Timestamp: 2018-02-20 13:52:39
Document Index: 295946426

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 32', '§ 32', '§ 25', '§ 32', '§ 32']

Habe soeben eine eMail erhalten. Ich zitiere mal:
Stadt Offenbach hat folgendes geschrieben::
Sehr geehrter Herr [Name wegen Datenschutz entfernt],
nach Â§ 23 Abs. 7 des Hessischen Jagdgesetzes ist es verboten, Hunde und Katzen in einem Jagdbezirk unbeaufsichtigt laufen zu lassen.
Der Â§ 32 des Hessischen Jagdgesetzes (HJagdG) behandelt die Befugnisse von Jagdschutz- und JagdausÃ¼bungsberechtigten, darin ist auch der Umgang mit freilaufenden Hunden geregelt. Das Hessische Jagdgesetz basiert auf dem Bundesjagdgesetz und gilt in ganz Hessen.
Â§ 32 Abs. 1: Die zur AusÃ¼bung des Jagdschutzes nach Â§ 25 Abs. 1 Bundesjagdgesetz Berechtigten sind befugt,
1. Personen, die in einem Jagdbezirk unberechtigt jagen oder eine sonstige Zuwiderhandlung gegen jagdrechtliche Vorschriften begehen oder auÃŸerhalb der zum allgemeinen Gebrauch bestimmten Wege zur Jagd ausgerÃ¼stet angetroffen werden, anzuhalten, ihnen gefangenes und erlegtes Wild, Abwurfstangen, Eier und Waffen, zur Jagd taugliche GerÃ¤te oder zur Jagd abgerichtete oder geeignete Tiere abzunehmen und ihre Personalien festzustellen,
2. Hunde, die im Jagdbezirk auÃŸerhalb der Einwirkung von Begleitpersonen Wild nachstellen, und Katzen, die in einer Entfernung von mehr als 500 Meter, im Zeiraum vom 1. MÃ¤rz bis 31. August in einer Entfernung von mehr als 300 Meter von der nÃ¤chsten Ansiedlung jagend angetroffen werden, zu tÃ¶ten. Die TÃ¶tung muÃŸ unterbleiben, wenn andere MaÃŸnahmen ausreichen, um die Gefahr abzuwehren, die von dem Hund oder der Katze ausgeht. Das TÃ¶tungsrecht gilt nicht fÃ¼r Hirten-, Jagd-, Blinden-, Polizei- und Rettungshunde. Hunde und Katzen, die sich in FanggerÃ¤ten gefangen haben, sind als Fundtiere zu behandeln.
Â§ 32 (2) JagdausÃ¼bungsberechtigte kÃ¶nnen auch JagdgÃ¤sten den AbschuÃŸ von Hunden und katzen nach MaÃŸgabe des Abs. 1 Nr. 2 erlauben. Die Erlaubnis ist schriftlich zu erteilen; die JagdgÃ¤ste mÃ¼ssen sie bei AusÃ¼bung der Jagd mit sich fÃ¼hren.
Â§ 32 (3) FÃ¼r einen in einem Jagdbezirk getÃ¶teten Hund oder fÃ¼r eine dort getÃ¶tete Katze kann Schadensersatz verlangt werden, wenn die Anspruchgsberechtigten nachweisen, dass die gesetzlichen Voraussetzungen fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit der TÃ¶tung nicht gegeben waren.
Kommentar: Die Eingrenzung der Befugnis zur TÃ¶tung nur von Wild nachstellenden Hunden und jagenden Katzen ist aus GrÃ¼nden des Tierschutzes und der Tierethik geboten. Verboten ist das TÃ¶ten dieser Tiere dann, wenn andere MaÃŸnahmen ausreichen, um die Gefahr von den gehetzten bzw. gejagten Wildtieren abzuwenden. Es dÃ¼rfen auch keine Hunde getÃ¶tet werden, die kÃ¶rperlich nicht in der Lage sind, gehetztes Wild zu gefÃ¤hrden.
Bei allen Waldgebieten, die zur Stadt Offenbach gehÃ¶ren, einschlieÃŸlich dem Stadtwald handelt es sich um Jagdbezirke.
[Name wegen Datenschutz entfernt]
Finde ich sehr aufschluÃŸreich.
TÃ¶ten ist also als allerletztes Mittel erlaubt, wenn keine weiteren MaÃŸnahmen fruchten (wozu man meiner Meinung auch WarnschÃ¼sse zÃ¤hlen kÃ¶nnte). Und die JÃ¤ger sind angehalten, nicht gleich auf alles zu schieÃŸen, was danach aussieht, als dÃ¼rfte man es erlegen. Allerdings kenne ich auch einen JÃ¤ger (bei dem ich mir mal ne Wohnung angeschaut habe), dessen verstorbene Frau sogar Katzen bewuÃŸt erschossen hat, wenn ihr eine vor die Flinte kam
TÃ¶ten ist also als allerletztes Mittel erlaubt, wenn keine weiteren MaÃŸnahmen fruchten
Wer entscheidet denn letztendlich ob irgendwelche MaÃŸnahmen gefruchtet haben und wer Ã¼berprÃ¼ft ob Ã¼berhaupt solche stattgefunden haben?
Sorry Vangrunz, aber daÃŸ was fÃ¼r dich so aufschluÃŸreich ist, bezeichne ich als reine Auslegungssache und somit der WillkÃ¼r der JÃ¤ger unterliegend.
so sehe ich es auch, den wenn ein JÃ¤ger abknallt ist doch so, dass auÃŸer der Halter kein anderer Zeuge da ist.
Allerdings kommt es wirklich selten vor, dass ein JÃ¤ger zu dieser MaÃŸnahme greift, jedenfalls hier.
mit welchem Recht knallt ein Mensch evtl. meinen Hund ab? Ein WarnschuÃŸ wÃ¼rde in den meisten FÃ¤llen schon hilfreich sein und empfindliche Geldstrafen gegenÃ¼ber dem Halter, wenn der Hund erfolgreich bei der "Jagd" war sowieso. Da dÃ¼rfte aber auch nichts unklar dabei sein.
Wenn ich daran denke was Duke immer los lÃ¤sst - der rennt 5 Meter weg ins Unterholz, lÃ¤uft einen Bogen und kommt wieder zu mir.
Und meine Meinung ist auch diese,wenn ein Hund erfolgreich war, dann handelt es sich doch sowieso um ein krankes oder schwaches Tier - was im Endeffekt ja vom JÃ¤ger dann selbst aussortiert wÃ¼rde. Da wÃ¼rde eine Geldstrafe ausreichend sein.
Klar wilderende Hunde kann man nicht akzeptieren, aber gleich abschieÃŸen?
Finde ich persÃ¶nlich als reichlich Ã¼bertrieben.
Wie Martina schon schrieb:
es liegt im Ermessen des JÃ¤gers und hier fÃ¤ngt es doch schon wieder an in eine Grauzone zu verschwinden.
Was dem ganzen Gesetzt einen bitteren Nachgeschmack hinterlÃ¤sst.
Morendis hat folgendes geschrieben::
Sicherlich handelt es sich um IndividualfÃ¤lle, aber das AufschluÃŸreiche bezieht sich fÃ¼r mich auf die Rechtsgrundlage. Ich habe nun etwas, worauf ich mich beziehen kann -- sogar etwas Offizielles. Das werde ich auch tun, sollte es wider Erwarten zu einer solchen Auseinandersetzung kommen. Da schon von Amtes wegen die JÃ¤ger offiziell zur ZurÃ¼ckhaltung bewogen werden, dÃ¼rften sie in ErklÃ¤rungsnÃ¶te kommen, wenn tatsÃ¤chlich mal ein Hund abgeschossen wird. Langfristig kÃ¶nnte man auf diese Weise erreichen, daÃŸ die AbschuÃŸrate zurÃ¼ckgeht, wenn man solchen JÃ¤gern ordentlich Dampf unterm Kessel macht!
Die Tendenz dÃ¼rfte also klar sein. Deswegen die Flinte gleich ins Korn zu werfen halte ich fÃ¼r Ã¼bertrieben.
vangrunz hat folgendes geschrieben::
...Da schon von Amtes wegen die JÃ¤ger offiziell zur ZurÃ¼ckhaltung bewogen werden, dÃ¼rften sie in ErklÃ¤rungsnÃ¶te kommen, wenn tatsÃ¤chlich mal ein Hund abgeschossen wird...
Ich glaub nicht, dass die ErklÃ¤rungsverlegenheit denen schlaflose NÃ¤chte bereitet, denn solange die Rechtslage nicht EINDEUTIG KLIPP UD KLAR zugunsten des Hundes ist, sitzen die im Zweifelsfalle immer am lÃ¤ngeren Hebel! Und was nÃ¼tzt es mir, wenn ein JÃ¤ger wegen RechtfertigungserklÃ¤rung ins Schwitzen kommt oder er "sogar" Schadensersatz zahlen muss fÃ¼r meinen Hund? Damit krieg ich meinen Hund nicht wieder! (Wobei "Schadensersatz" armseelige 200 Euro wÃ¤ren fÃ¼r einen TH-Hund. Schmerzensgeld fÃ¼r den Verlust eines Familienmitgliedes bekommt man ja wohl nicht erstattet. Und selbst wenn - das wÃ¤re fÃ¼r mich auch kein Trost.)
Im Ã¼brigen bin ich voll der Meinung Erdmaenchens : WENN der Hund echt Wild gerissen hat, lasst dann den Halter den Schaden bezahlen und gut ist. Wenn mein Hund in 'ner Schafherde wÃ¼ten wÃ¼rde und Schafe reissen oder verletzen wÃ¼rde, muss ich doch wohl auch "nur" die Schafe bezahlen (wobei ich es auch okay fÃ¤nde, wenn Ã¼ber den reinen "Nutzwert" eines Schafes hinaus ein "Schmerzensgeld" zuerkannt wird, denn die Schafe hinter'm Haus sind oft auch geliebte Hobbytiere) und wird mein Hund nicht gleich standrechtlich exekutiert, oder?
Wenn Du wirklich ausschlieÃŸen willst, daÃŸ der JÃ¤ger Deinen Hund umbringt, weil er vielleicht tatsÃ¤chlich mal Wild jagt oder reiÃŸt (ich lege fÃ¼r meine Hunde nicht die Hand ins Feuer) -- was er wohlgemerkt in einer solchen Situation darf, solltest Du ihn auf ein Bier einladen und das im persÃ¶nlichen GesprÃ¤ch klÃ¤ren.
DrÃ¼ber schimpfen kann Jeder, und ich bin froh, daÃŸ ich etwas Klarheit in diese Sache gebracht habe, anstatt wilden Spekulationen zu folgen, aber ich will nicht der Buh-Mann sein, weil die Gesetze nicht den WÃ¼nschen der Leute entsprechen (wenn wir schon dabei sind: Ich will, daÃŸ jeder Politiker per Gesetz verboten kriegt, in irgendwelchen AufsichtsrÃ¤ten kontra Sozialstaat zu arbeiten).
Ich kann mich damit arrangieren, und bis jetzt habe ich noch nichts von JÃ¤gern in unserem Wald gesehen, aber ich sowie meine Frau wissen, daÃŸ bzw. wo es Rehe & FÃ¼chse gibt. An diesen Orten sind wir deswegen besonders wachsam.
Wenn ich meinen Hund grÃ¶ÃŸere Kreise ziehen lasse, anstatt ihn zurÃ¼ckzurufen, dann muÃŸ ich eben mit dem Risiko anfreunden, daÃŸ der JÃ¤ger das Gewehr anlegen darf.
Und wenn es JÃ¤ger gibt, die geradewegs schieÃŸwÃ¼tig daher kommen, dann muÃŸ man sie in die Schranken verweisen.
Es geht eben nicht anders. Man kann MiÃŸbrauch niemals vorbeugen, weder von Seiten der JÃ¤ger noch von Seiten unreifer Hundehalter. Und das ist jetzt allgemein gehalten & nicht auf Dich gemÃ¼nzt.
seit wann sind Gesetze klar?
Es sind Regeln - in den wesentlichen Punkten stimme ich Dir zu, aber was bringt mir das, wenn ich den JÃ¤ger auf Schmerzensgeld verklage?
Ok, wenn ich gewinne, Ã¼berlegt er sich beim 2. Hund zweimal bevor er zur Flinte greift und losballert, aber ansonsten. Toter Hund bleibt toter Hund.
Der idelle Wert nicht bezahlbar.
Ein Hund kann gar kein gesundes und putzt munderes Reh wildern, da muss schon ein zweiter dabei sein - aber selbst dann ist das Reh nicht gesund und wÃ¼rde durch den JÃ¤ger selbst zum AbschuÃŸ freigegeben werden.
Wo liegt jetzt da die Logik. Auge um Auge.
BÃ¶ser Hund hast Reh totgebissen also erschieÃŸ ich Dich, weil Du mir zuvor gekommen bist?
Und was ist mit den Katzenbesitzern, sollen die jetzt ihre Katzen verbieten in den Wald zu stiefeln?
FrÃ¼her hat man das mal natÃ¼rliche Auslese genannt - jetzt nennt man das Wildern.
Mit welchen Recht ballert ein anderer, meinen Hund ab?
Ich red jetzt nicht davon, dass der Hund Erfolg hatte und ich mich aus der Verantwortung ziehen will, sondern dass es im Ermessen des JÃ¤gers liegt.
Ich finde es einfach sehr Ã¼bertrieben.
Halter in die Verantwortung nehmen, Hund absofort in Waldgebieten an die Schleppleine.
Naja, ich bin jedenfalls noch keinen grÃ¼nen Ballermann begegnet, die waren immer freundlich und warnten mich vor Reh bzw. Wildschweinbegegnungen.
ich finde es schon wichtig, dass man solche Gesetze zur Hand hat, aber da steht ja nun wirklich im Ermessen des JÃ¤gers und hier ist doch schon wieder der Fallstrick gelegt.
Unverantwortliche Hundehalter sind auch durch Gesetze und durch den evtl. AbschuÃŸ ihres Hundes auch nicht wirklich zur Vernunft zu bringen - so meine Erfahrungen, das schreckt diese nicht wirklich.
Sie sind eben unverantwortlich und dÃ¼rften in meinen Augen keine Hunde halten.
Aber auch hier kÃ¶nnte man doch sagen, ok, Du hast als Halter in jeglicher Hinsicht versagt, also nehmen wir den Hund Dir weg und Du bezahlst den Schaden aus Deiner eigenen Tasche und nicht Ã¼ber die Haftpflichtversicherung Deines Hundes.
Ich finde es ungerechtfertigt, einen Hund zu erschieÃŸen - jedenfalls bei dieser Thematik.
GrÃ¶ÃŸere Kreise ziehen - der Hund muss in Sicht- und Rufweite des Halters sein.
Erdmaenchen hat folgendes geschrieben::
Ihr habt Beide Recht, Du & eggi.
Ich halte es auch fÃ¼r fragwÃ¼rdig, in Euren Szenarien den Hund zu erschieÃŸen, aber gerade die 300 Meter Umkreis kommen nicht von ungefÃ¤hr, denn Nachwuchs ist nunmal nicht gesund & krÃ¤fitg. Mit anderen Worten: Jeder hat seine Sichtweise, und ich bin mir sicher, daÃŸ auch dieses Gesetz irgendwo eine nachvollziehbare BegrÃ¼ndung hatte, wenngleich die vielleicht mit den heutigen Werten nicht mehr unbedingt vereinbar ist. Das kann ich aber mangels Erfahrung nicht beurteilen.
Das steht wo? Ich las nur von einer maximalen Entfernung zwischen 300 & 500 Metern, je nach Jahreszeit. Selbiges gilt auch fÃ¼r Katzen: Wenn man sie nicht beaufsichtigt, darf man sie in einem Jagdbezirk nicht frei laufen lassen. Oder man holt sich eine Sondergenehmigung. Wir sind beispielsweise schon in der Stadt am Ãœberlegen, ob wir nicht GlÃ¶ckchen holen, weil sie uns schon des Ã–fteren "Geschenke" mitgebracht haben...