Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=X%20B%20113/14
Timestamp: 2019-07-20 12:48:47
Document Index: 310386453

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 105', '§ 68', '§ 68', '§ 135', '§ 116', '§ 40', '§ 68', '§ 105', '§ 68', '§ 68', '§ 68', '§ 68']

BFH, 16.12.2014 - X B 113/14 - dejure.org
BFH, 16.12.2014 - X B 113/14
https://dejure.org/2014,47430
BFH, 16.12.2014 - X B 113/14 (https://dejure.org/2014,47430)
BFH, Entscheidung vom 16.12.2014 - X B 113/14 (https://dejure.org/2014,47430)
BFH, Entscheidung vom 16. Dezember 2014 - X B 113/14 (https://dejure.org/2014,47430)
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Verfahrensgegenstand bei Herabsetzung der Einkommensteuer auf 0 EUR während des anhängigen Klageverfahrens - Kein Verfahrensmangel wenn frühere Vorsitzende Richterin Urteilsfassung nicht mehr persönlich unterzeichnen konnte
§ 40 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO), § 105 Abs. 1 Satz 3 FGO, § 68 FGO, § 68 Satz 1 FGO, § 135 Abs. 2 FGO, § 116 Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 2 FGO
§ 40 Abs 2 FGO, § 68 S 1 FGO, § 105 Abs 1 FGO
FGO § 68 S. 1
Herabsetzung der Einkommensteuer auf 0 Euro während des Klageverfahrens; fehlende persönliche Unterzeichnung des Urteilstenors kein Verfahrensmangel
Der auf 0,- EUR lautende Einkommensteuerbescheid
FG Rheinland-Pfalz, 04.06.2014 - 1 K 1459/14
Diese Begriffe sind im Hinblick auf den Zweck des § 68 FGO weit auszulegen (zur Begründung siehe näher Senatsbeschluss vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, Rz 18, m.w.N.).
BFH, 22.11.2016 - I R 30/15
Verlustabzugsverbot bei schädlichem Beteiligungserwerb (Erwerbergruppe)
Zwar fehlt es für die Anfechtung eines auf Null lautenden Steuerbescheides (Entsprechendes gilt für einen Messbescheid) regelmäßig an der für die Zulässigkeit einer Klage erforderlichen Beschwer (ständige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, m.w.N.); dies gilt aber nicht, wenn sich die Steuerfestsetzung nicht in der Konkretisierung des Steuerschuldverhältnisses erschöpft (z.B. BFH-Urteil vom 23. April 2008 X R 32/06, BFHE 221, 102, BStBl II 2009, 7), etwa weil der zugrunde gelegte Gewinn eine verbindliche Entscheidungsgrundlage für andere Bescheide bildet (z.B. Senatsurteile vom 8. Juni 2011 I R 79/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421; vom 21. September 2011 I R 7/11, BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616;… s.a. BFH-Urteil vom 9. September 2010 IV R 38/08, BFH/NV 2011, 423).
Dies ist bei der Anfechtung eines Nullbescheids regelmäßig nicht der Fall (ständige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteil vom 8. November 1989 I R 174/86, BFHE 158, 540, BStBl II 1990, 91; Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, m.w.N.).
Die beiden Verwaltungsakte müssen lediglich einen --zumindest teilweise-- identischen Regelungsbereich haben, damit es zu einem Austausch des Verfahrensgegenstandes kommen kann (Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, Rz 18, m.w.N.).
Ergehen mit der Herabsetzung der Körperschaftsteuer bzw. des Gewerbesteuermessbetrages auf 0 EUR in einem solchen Fall zugleich Bescheide über die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Körperschaftsteuer bzw. des vortragsfähigen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember des betroffenen Streitjahrs (hier: jeweils durch Bescheide vom 21. März 2004), die --wie auch im Streitfall-- die ursprünglich im Körperschaftsteuer- bzw. Gewerbesteuermessbescheid enthaltene Beschwer aufnehmen, so werden diese gemäß § 68 Satz 1 FGO zum Gegenstand des Klageverfahrens (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510).
BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Beschwer bei sog. Nullbescheid - Bankenprivileg für …
Zwar fehlt es für die Anfechtung eines auf Null lautenden Steuerbescheids (Entsprechendes gilt für einen Messbescheid) regelmäßig an der für die Zulässigkeit einer Klage erforderlichen Beschwer (ständige Rechtsprechung, z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Beschluss vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, m.w.N.); dies gilt aber nicht, wenn sich die Steuerfestsetzung nicht in der Konkretisierung des Steuerschuldverhältnisses erschöpft (z.B. BFH-Urteil vom 23. April 2008 X R 32/06, BFHE 221, 102, BStBl II 2009, 7), etwa weil der zugrunde gelegte Gewinn eine verbindliche Entscheidungsgrundlage für andere Bescheide bildet (z.B. Senatsurteile vom 8. Juni 2011 I R 79/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421; vom 21. September 2011 I R 7/11, BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616;… s.a. BFH-Urteil vom 9. September 2010 IV R 38/08, BFH/NV 2011, 423).
Dies ist bei der Anfechtung eines Nullbescheids regelmäßig nicht der Fall (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 07.12.2016 I R 76/14, BStBl. II 2017, 704 und vom 08.11.1989 I R 174/86, BStBl II 1990, 91; BFH-Beschluss vom 16.12.2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, m.w.N.).
BFH, 08.02.2017 - III B 66/16
Begriff des Ersetzens i. S. des § 68 Satz 1 FGO - Divergenzentscheidung
Die beiden Verwaltungsakte müssen lediglich einen --zumindest teilweise-- identischen Regelungsbereich haben, damit es zu einem Austausch des Verfahrensgegenstandes kommen kann (BFH-Urteile vom 12. Mai 2016 II R 17/14, BFHE 253, 505, BStBl II 2016, 822;… vom 27. April 2004 X R 28/02, BFH/NV 2004, 1287; BFH-Beschluss vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510).
FG Köln, 16.02.2016 - 10 K 2574/15
Umfang der Änderbarkeit bestandskräftiger Steuerbescheide über die gesonderte …
Für diese Tenorierung spricht auch der BFH-Beschluss vom 16.12.2014 - X B 113/14, Rz. 19 (BFH/NV 2015, 510), wonach der Einkommensteuerbescheid und der Verlustvortragsfeststellungsbescheid zumindest partiell denselben Regelungsbereich haben.