Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.03.2008&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20188/07
Timestamp: 2020-08-08 12:05:58
Document Index: 212424512

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 556', 'BGH', '§ 556', '§ 556', '§ 313', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 556', 'BGH', 'BGH', '§ 556', 'BGH']

BGH, 12.03.2008 - VIII ZR 188/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,233
BGH, 12.03.2008 - VIII ZR 188/07 (https://dejure.org/2008,233)
BGH, Entscheidung vom 12.03.2008 - VIII ZR 188/07 (https://dejure.org/2008,233)
BGH, Entscheidung vom 12. März 2008 - VIII ZR 188/07 (https://dejure.org/2008,233)
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Verpflichtung eines Vermieters zur Umlage der Kosten der Wasserversorgung und Entwässerung nach Verbrauch bei Nichtvorhandensein von Wasserzählern in jeder Wohneinheit; Konkludente Vereinbarung einer verbrauchsabhängigen Abrechnung der Wasserkosten durch Einbau eines ...
Wasserkostenumlage nach Verbrauch - Wohnflächenumlegung
Keine Umlage der Wasserkosten nach Verbrauch bei nicht vollständiger Ausstattung mit Wasserzählern; Zweifel an Billigkeit der Betriebskostenumlage nach Wohnfläche rechtfertigen keine Änderung des Umlageschlüssels; unterschiedliche Behandlung von Gewerbeeinheiten; ...
Pflicht des Vermieters zur Umlage der Wasserkosten nach Verbrauch
Wasserumlage
Mietrecht - Abrechnung der Wasserkosten nach dem Anteil der Wohnfläche, wenn nicht alle Mietwohnungen mit einem Wasserzähler ausgerüstet sind
Umlageberechnung für Wasserkosten
Wasserkosten nach Wohnfläche abgerechnet - Zulässig, wenn nicht alle Mietwohnungen mit Wasserzähler ausgestattet sind
Sind nicht alle Wohnungen mit Wasserzählern ausgestattet, erfolgt die Umlage der Wasserkosten nach anteiliger Wohnfläche
Abrechnung Wasserkosten nach Anteil der Wohnfläche, wenn nicht alle Mietwohnungen mit einem Wasserzähler ausgerüstet sind
Fehlende Wasserzähler berechtigen zur Abrechnung nach Wohnfläche
Bloße Zweifel an Billigkeit Wohnfläche als Umlagemaßstab rechtfertigen keine Änderung Umlageschlüssels
Auch im Betriebskostenrecht gilt das BGB
Abrechnung der Wasserkosten nach dem Anteil der Wohnfläche
Abrechnung der Wasserkosten nach Wohnfläche zulässig- auch wenn nur eine Wohnung eines Gebäudes nicht mit einem Wasserzähler ausgestattet ist
Trotz Wasseruhr auch pauschale Abrechnung zulässig // Sparsamer Mieter abgewiesen
123recht.net (Kurzinformation, 14.3.2008)
Betriebskosten: Welcher Umlageschlüssel gilt?
Bei nur teilweise vorhandenen Zählern ist Wasserverbrauch nach Wohnfläche umzulegen! (IMR 2008, 185)
NJW 2008, 1876
MDR 2008, 735
NZM 2008, 444
Bei einer Abrechnung nach dem Flächenmaßstab kann der betroffene (Wohnraum-)Mieter eine derartige Bereinigung daher nur bei dem ihm obliegenden Nachweis verlangen, dass die Einbeziehung der anderweitigen (gewerblichen) Nutzung zu einer ins Gewicht fallenden Mehrbelastung führt (…BGH, Urt. v. 8.3.2006, VIII ZR 78/05, Rn. 12 ff.;… v. 25.10.2006, VIII ZR 251/05, Rn. 12, 16; v. 12.3.2008, VIII ZR 188/07, Rn. 13, 15;… v. 11.8.2010, VIII ZR 45/10, Rn. 21 und v. 13.10.10, VIII ZR 46/10, Rn. 21 f.; Schmid, NZM 2014, 572, 573 f. mwN.;… Palandt-Weidenkaff, § 556a BGB, Rn. 5).
Wasserverbrauchskosten können jedoch selbst in der Wohnraummiete flächenabhängig umgelegt werden (…AG Winsen/Luhe, Urt. v. 23.10.2013, 16 C 808/13); dies gilt sogar in dem - hier nicht gegebenen - Fall, dass der Vermieter durch nachträglichen Zählereinbau zu einer verbrauchsabhängigen Abrechnung in der Lage wäre (BGH, Urt. v. 12.3.2008, VIII ZR 188/07, Rn. 11; Milger, NZM 2008, 757, 759;… Palandt-Weidenkaff, § 556a BGB, Rn. 4).
§ 556a Abs. 1 BGB sieht auch für verbrauchsabhängige Kosten eine Abrechnung nach der Wohnfläche vor, sofern nicht die Parteien eine anderweitige Vereinbarung getroffen haben oder tatsächlich eine Verbrauchserfassung für alle Mieter erfolgt (vgl. Senatsurteil vom 12. März 2008 - VIII ZR 188/07, NZM 2008, 444, Tz. 12).
Wie das Berufungsgericht richtig gesehen hat, ergibt sich aus der fehlenden Vorerfassung der Wohneinheiten auch keine "krasse Unbilligkeit", die gegebenenfalls einen Abänderungsanspruch des Mieters begründen könnte (vgl. Senatsurteil vom 12. März 2008, aaO, Tz. 14).
Gleichwohl ist in Ausnahmefällen nach der Bestimmung über die Störung der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB) und dem allgemeinen Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) ein Abweichen von dem einmal vereinbarten Umlagemaßstab geboten, wenn es andernfalls zu einer groben Unbilligkeit kommen würde (…vgl. BGH, a.a.O; WuM 2008, 288).
AG Köln, 31.01.2012 - 212 C 38/12
Anforderungen an die Verpflichtung eines Vermieters zur Abrechnung des …
Dem steht auch nicht die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 12.03.2008 (NZM 2008, 444) entgegen.
Insofern war auch hier die Klägerin grundsätzlich berechtigt, an der Wohnfläche als Umlageschlüssel für die Kosten der Wasserversorgung und Entwässerung festzuhalten (BGH, Urteil vom 12.03.2008, Az.: VIII ZR 188/07, u. a. in: WuM 2008, Seiten 288 f. = Das Grundeigentum 2008, Seiten 661 f. = NZM 2008, Seite 444 = NJW 2008, Seite 1876 = MDR 2008, Seiten 735 f. = BGH-Report 2008, Seiten 730 f.).
Ein Vermieter ist in der Regel auch nicht zu einer Umlage der Wasser- und Abwasserkosten nach Verbrauch verpflichtet, solange nicht alle Mietwohnungen eines Gebäudes mit Wasserzählern ausgestattet sind (BGH, Urteil vom 25.11.2009, Az.: VIII ZR 69/09, u. a. in: WuM 2010, Seiten 35 f. = Das Grundeigentum 2010, Seiten 117 f. = NZM 2010, Seiten 195 f. = NJW-RR 2010, Seiten 515 f. = MDR 2010, Seite 199; BGH, Urteil vom 12.03.2008, Az.: VIII ZR 188/07, u. a. in: WuM 2008, Seiten 288 f. = Das Grundeigentum 2008, Seiten 661 f. = NZM 2008, Seite 444 = NJW 2008, Seite 1876 = MDR 2008, Seiten 735 f. = BGH-Report 2008, Seiten 730 f.).
Im Übrigen genügen bloße Zweifel an der Billigkeit des Umlagemaßstabs auch nicht, um ein auf Änderung des gesetzlichen Umlageschlüssels gerichtetes Verlangen des Mieters zu rechtfertigen (BGH, Urteil vom 12.03.2008, Az.: VIII ZR 188/07, u. a. in: WuM 2008, Seiten 288 f. = Das Grundeigentum 2008, Seiten 661 f. = NZM 2008, Seite 444 = NJW 2008, Seite 1876 = MDR 2008, Seiten 735 f. = BGH-Report 2008, Seiten 730 f.).
14/4553, Seite 51; vgl. BGH, Urteil vom 31. Mai 2006, Az.: VIII ZR 159/05, u. a. in: NJW 2006, Seite 2771; BGH, Urteil vom 20. September 2006, Az.: VIII ZR 103/06, u. a. in: NJW 2006, Seite 3557; BGH, Urteil vom 12.03.2008, Az.: VIII ZR 188/07, u. a. in: WuM 2008, Seiten 288 f. = Das Grundeigentum 2008, Seiten 661 f. = NZM 2008, Seite 444 = NJW 2008, Seite 1876 = MDR 2008, Seiten 735 f. = BGH-Report 2008, Seiten 730 f.).
Wie das Berufungsgericht zutreffend ausgeführt hat, ergibt sich aus der fehlenden Vorerfassung der Wohneinheiten auch keine "krasse Unbilligkeit", die gegebenenfalls einen Abänderungsanspruch des Mieters begründen könnte (vgl. Senatsurteil vom 12. März 2008, aaO, Tz. 14).
Vielmehr ist auch insoweit der Maßstab gemäß § 556 a Abs. 1 Satz 1 BGB anzuwenden (siehe dazu nur BGH, Urteil vom 26. Mai 2004 - VIII ZR 169/03 -, NZM 2004, 580 = WuM 2004, 403 unter II. 2d und BGH, Urteil vom 12. März 2008 - VIII ZR 188/07 -, WuM 2008, 288 unter II. 1.).
AG Berlin-Mitte, 03.07.2015 - 14 C 84/14
Umstellung des Abrechnungszeitraums und des Abrechnungsmaßstabs für Heiz- und …
Allerdings war die ursprüngliche Abrechnung, was die vom Kläger mit Schreiben vom 18.01.2012 beanstandeten Wasserkosten anbelangt, in jedem Fall fehlerhaft, da eine Umlage nach Verbrauch gemäß § 556 a Abs. 1 Satz 2 BGB überhaupt erst dann zulässig ist, wenn eine Verbrauchserfassung - und zwar für alle Mieter - stattfindet (BGH NJW 2008, 1876), was erst ab August 2010 der Fall war.
LG Köln, 28.03.2013 - 1 S 232/11
Gelbe Tonne nicht aufgestellt: Vermieter trägt die Mehrkosten!