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Timestamp: 2016-09-27 06:57:35
Document Index: 186170978

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 717', 'Art. 754', 'BGE', 'BGE', 'Art. 758', 'Art. 754', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE']

4A_518/2015 (03.03.2016)
4A_518/2015 � � Urteil vom 3. M�rz 2016
��� vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Dominik Strub,
Verantwortlichkeit des Verwaltungrates,
Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 17. August 2015.
Die A.________ AG (Kl�gerin, Beschwerdef�hrerin) ist eine Aktiengesellschaft, welche die Anlage von Kapitalien und die Verwaltung von Verm�genswerten bezweckt. Das Aktienkapital befindet sich zu 100 % im Besitz der Fondazione E.________, einer Familienstiftung mit Sitz in Vaduz. B.________ (Beklagter 1, Beschwerdegegner 1) war Pr�sident des Verwaltungsrates, C.________ (Beklagte 2, Beschwerdegegnerin 2) war Mitglied bzw. Vizepr�sidentin des Verwaltungsrates. Weitere Verwaltungsratsmitglieder waren nicht vorhanden (U rteil des Bundesgerichts 4A_195/2014 / 4A_197/2014 vom 27. November 2014 Sachverhalt A). Die Kl�gerin besitzt s�mtliche Aktien der F.________ AG (bzw. heute F.________ AG in Liquidation). Der Beklagte 1 nahm sowohl im Stiftungsrat der Fondazione E.________ als auch im Verwaltungsrat der F.________ AG Einsitz.
A.a.�Die Fondazione E.________ beschloss �bergeordnet f�r ihre Tochtergesellschaften die Strategie und liess diese durch die entsprechenden Verwaltungsr�te umsetzen. Die F.________ AG sollte im Zusammenhang mit X.________handel eine Online-Plattform (G.________) aufbauen. Sie wurde durch Darlehen der Fondazione E.________ finanziert, die diese an die Kl�gerin �berwies und von der Kl�gerin an die F.________ AG weitergeleitet wurden. Im Zeitraum von September 2002 bis zum 23. Oktober 2009 gew�hrte die Fondazione E.________ der Kl�gerin zu diesem Zweck 15 Darlehen �ber Fr. 12'850'000.-- die jeweils an die F.________ AG weitergeleitet wurden, allein seit 28. Januar 2009 Darlehen von gesamthaft Fr. 3'650'000.--. Das letzte derartige Darlehen �ber Fr. 750'000.-- wurde am 23. Oktober 2009 ausgerichtet. Am 9. Dezember 2009 f�llte der Stiftungsrat der Fondazione E.________ aufgrund des damaligen Verm�gensstandes der Fondazione E.________ folgenden Beschluss:
"Der Stiftungsrat beschliesst hiermit die unverz�gliche Aussetzung aller ausserordentlichen Finanzgesch�fte bzw. Gew�hrung von Darlehen seitens der Stiftung [...] sowie dass bei eventuellen Gesch�ften, die ohne den verpflichtenden, ausdr�cklichen, formalen und detaillierten Beschluss des Stiftungsrates durchgef�hrt werden, pers�nlich jene Person haftet, die diese Gesch�fte vornimmt."
A.b.�Bereits am 15. Oktober 2009 hatte der kl�gerische Verwaltungsrat beschlossen, aus dem eigenen Verm�gen Aktien der H.________ SA zu verkaufen und vom Erl�s Fr. 2'000'000.-- vor dem 31. Dezember 2009 der F.________ AG als Darlehen zu gew�hren (vgl. zit. Urteil 4A_195/2014 / 4A_197/2014 Sachverhalt A). An dieser Verwaltungsratssitzung war neben dem Beklagten 1 D.________, ein weiterer Stiftungsrat der Fondazione E.________ und Mitglied des Verwaltungsrates der F.________ AG, anwesend. Am 30. Dezember 2009 zahlte die Kl�gerin das Darlehen von Fr. 2'000'000.--, das mit einem bedingten Forderungsverzicht verbunden war, wie geplant aus.
A.c.�Am 15. M�rz 2010 wurde der Beklagte 1 vom Stiftungsrat der Fondazione E.________ abgesetzt, wobei es bez�glich der Rechtm�ssigkeit der Absetzung zu einem Gerichtsverfahren gekommen ist. An diesem Datum wurde er auch durch die Generalversammlung der Kl�gerin als Mitglied des Verwaltungsrates abberufen. Bei der F.________ AG wurde er durch Beschluss der Generalversammlung vom 7. April 2010 abberufen. Die Beklagte 2 erkl�rte mit Schreiben vom 19. M�rz 2010 ihren R�cktritt aus dem Verwaltungsrat der Kl�gerin. Am 1. Oktober 2010 wurde �ber die F.________ AG der Konkurs er�ffnet.
Mit Klage vom 9. August 2013 verlangte die Kl�gerin vor dem Handelsgericht des Kantons Z�rich im Wesentlichen, die Beklagten seien unter solidarischer Haftung zu verpflichten, ihr Fr. 2'000'000.-- nebst Zins zu bezahlen. Sie ist der Auffassung, die Beklagten h�tten durch die Darlehensgew�hrung an die finanziell marode F.________ AG ihre Sorgfalts- und Treuepflichten verletzt. Mit Urteil vom 17. August 2015 wies das Handelsgericht die Klage ab.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Kl�gerin dem Bundesgericht, das Urteil des Handelsgerichts aufzuheben und die Sache an dieses zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen. Die Beschwerdegegnerin 2 hat sich nicht vernehmen lassen, w�hrend der Beschwerdegegner 1 und das Handelsgericht auf Vernehmlassung verzichtet haben.
Die Beschwerdeschrift enth�lt keinen materiellen Antrag, wie er nach Art. 42 Abs. 1 BGGerforderlich ist. Der blosse R�ckweisungsantrag gen�gt indessen, weil das Bundesgericht, sollte es die Rechtsauffassung der Beschwerdef�hrerin f�r begr�ndet erachten, kein Sachurteil f�llen kann, sondern die Streitsache zur weiteren Abkl�rung des Sachverhaltes an die Vorinstanz zur�ckweisen m�sste (BGE 133 III 489 E. 3.1 mit Hinweisen), da die Schadensberechnung der Beschwerdef�hrerin vor Vorinstanz umstritten war und diesbez�glich die notwendigen tats�chlichen Feststellungen fehlen.
1.1.�Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegr�ndung in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht, sich wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Andernfalls wird auf die Beschwerde nicht eingetreten (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116 mit Hinweisen).
1.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117, 264 E. 2.3 S. 266). Wer die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, kann sich nicht damit begn�gen, den bestrittenen Feststellungen eigene tats�chliche Behauptungen gegen�berzustellen oder darzulegen, wie die Beweise seiner Ansicht nach zu w�rdigen gewesen w�ren. Vielmehr hat er klar und substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen. Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 462 E. 2.4 S. 466 f.).
Die Beschwerdef�hrerin hat den Beschwerdegegnern im kantonalen Verfahren vorgeworfen, sie h�tten in Verletzung ihrer Sorgfaltspflicht (Art. 717 Abs. 1 OR) trotz Wissen um die finanziell schlechte Situation der F.________ AG eine Risikoanalyse im Vorfeld der Darlehensgew�hrung unterlassen. Der Beschwerdegegner 1 habe diesbez�glich die ihm bekannten Informationen ignoriert und die Beschwerdegegnerin 2 h�tte ihr Informationsdefizit sp�testens anl�sslich der Generalversammlung vom 15. Oktober 2009 erkennen und sich �ber die finanzielle Situation der F.________ AG informieren oder das Darlehen ablehnen m�ssen. Die Beschwerdegegner h�tten gegen Gesellschaftsinteressen verstossen, indem sie einen Grossteil der Liquidit�t der Beschwerdef�hrerin in langfristigen Forderungen konzentriert und durch den Forderungsverzicht die Aktivseite der Beschwerdef�hrerin um den Darlehensbetrag verringert h�tten. Der Beschwerdegegner 1 habe seine Treuepflicht auch dadurch verletzt, dass er bei Gew�hrung des Darlehens sowohl die Kl�gerin als auch die F.________ AG vertreten habe, obwohl die Interessen von Mutter- und Tochtergesellschaft nicht deckungsgleich gewesen seien.
2.1.�Die Vorinstanz erkannte, die F.________ AG sei seit ihrer Gr�ndung mittels ungesicherter Darlehen mit Rangr�cktritt (damit keine �berschuldung eintrat) finanziert worden, obwohl sich die Gesellschaft sp�testens seit dem Jahr 2006 in einem finanziell sehr bedenklichen Zustand befunden habe. Trotz des Wissens um diese finanzielle Lage sei die Fondazione E.________ als Alleinaktion�rin w�hrend Jahren nicht nur damit einverstanden gewesen, dass die Gesellschaft mittels Darlehensgew�hrung mit finanziellen Mitteln erheblichen Ausmasses versorgt worden sei, sondern sie habe dies bis zum 23. Oktober 2009 selbst veranlasst, indem sie diese Darlehen der Beschwerdef�hrerin zur "Durchreichung" ausgezahlt habe. Dieses Verhalten der Alleinaktion�rin m�sse sich die Beschwerdef�hrerin anrechnen lassen. Nachdem die Beschwerdef�hrerin somit jahrelang damit einverstanden gewesen sei, die F.________ AG trotz deren �ussert schlechten finanziellen Lage zu unterst�tzen, verhalte sie sich widerspr�chlich, wenn sie sich nun auf die Pflichtwidrigkeit solcher Darlehen berufe.
2.2.��berdies ging die Vorinstanz davon aus, die Fondazione E.________ sei auch mit dem konkreten Darlehen einverstanden gewesen. Sie sei an der Verwaltungsratssitzung vom 15. Oktober 2009, an welcher der Beschluss betreffend die Gew�hrung des umstrittenen Darlehens gefasst wurde, mit den beiden Stiftungsr�ten B.________ (dem Beschwerdegegner 1) und D.________ (der auch im Verwaltungsrat der F.________ AG war) vertreten gewesen. Die Fondazione E.________ als Alleinaktion�rin der Kl�gerin sei bereits in diesem Zeitpunkt �ber die Absicht, das umstrittene Darlehen zu gew�hren, informiert gewesen. Es werde aber nicht behauptet, dass sie sich in irgendeiner Form gegen den Beschluss gestellt oder etwas dagegen unternommen h�tte. Stattdessen habe die Fondazione E.________ kurz darauf am 23. Oktober 2009 selbst veranlasst, dass der F.________ AG ein weiteres Darlehen aus ihren Mitteln gew�hrt wurde. Daraus sei zu schliessen, dass die Alleinaktion�rin das bisher praktizierte Gesch�ftsmodell auch nach dem Verwaltungsratsbeschluss vom 15. Oktober 2009 noch immer unterst�tzte und mit der umstrittenen Darlehensgew�hrung einverstanden gewesen sei. Daran �ndere auch der vom der Fondazione E.________ gefasste Beschluss vom 9. Dezember 2009 nichts, da dieser Beschluss nichts mit der Pflichtwidrigkeit des Darlehens zu tun gehabt habe, sondern mit dem damaligen Verm�gensstand der Fondazione E.________. Es k�nne daraus nicht geschlossen werden, die Fondazione E.________ sei auf ihr Einverst�ndnis mit der Finanzierung der F.________ AG zur�ckgekommen.
2.3.�Mit Bezug auf den behaupteten Interessenkonflikt des Beschwerdegegners 1 hielt die Vorinstanz fest, dieser habe im Konzern der Fondazione E.________ �ber Jahre eine Dreifachorganschaft innegehabt, welche fast zwangsl�ufig Interessenkonflikte mit sich bringe. Mit der konzernm�ssigen Verflechtung, namentlich der Einsetzung des Beschwerdegegners 1 als Verwaltungsrat sowohl bei der Beschwerdef�hrerin als auch bei der F.________ AG, habe die Fondazione E.________ den Beschwerdegegner 1 zur Doppelvertretung stillschweigend erm�chtigt unter Inkaufnahme allf�lliger nachteiliger Auswirkungen in Form von Interessenkonflikten. Ein allf�lliger Interessenkonflikt bei der Ausrichtung des umstrittenen Darlehens an die F.________ AG f�hre demnach nicht zur Pflichtwidrigkeit des Gesch�fts.
2.4.�Schliesslich ist die Vorinstanz der Auffassung, der Schaden sei nicht hinreichend substanziiert. Die Beschwerdef�hrerin behaupte lediglich, mit einer Konkursdividende sei nicht zu rechnen. Ohne weitere Begr�ndung sei diese Behauptung unsubstanziiert.
Die Beschwerdef�hrerin wendet sich in der Beschwerde gegen alle diese Begr�ndungen. Sie weist vorab darauf hin, ein Konzern sei ein faktisches Gebilde bestehend aus einer Vielzahl von gesellschaftsrechtlichen Einheiten, die juristisch als separate Einheiten zu betrachten seien (Trennungsprinzip). F�r eine Ausnahme vom Trennungsprinzip bed�rfe es stets einer besonderen Situation und einer besonderen Rechtsgrundlage. Solche besonderen Umst�nde seien im zu beurteilenden Fall nicht gegeben, was die Vorinstanz missachte.
3.1.�Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts f�llt eine Verantwortlichkeit nach Art. 754 OR ausser Betracht, wenn die ins Recht gefasste Organperson nachzuweisen vermag, dass sie mit dem Einverst�ndnis des Gesch�digten gehandelt hat (BGE 131 III 640 E. 4.2.1 S. 644 mit Hinweisen). Die f�rmliche oder informelle Einwilligung der Gesellschaft hat gesellschaftsinterne Bedeutung (BGE 136 III 107 E. 2.5.1 S. 109; 132 III 342 E. 4.1 S. 349; 117 II 432 E. 1b/gg S. 440). Die betreffende Organperson kann sich gegen�ber der auf Schadenersatz klagenden Gesellschaft auf die haftungsbefreiende Einrede "volenti non fit iniuria" berufen, wenn sie im ausdr�cklichen oder stillschweigenden Einverst�ndnis aller Aktion�re gehandelt hat oder einen gesetzeskonform gefassten und unangefochten gebliebenen Beschluss der Generalversammlung vollzieht. Ferner sind Schadenersatzanspr�che der Gesellschaft auch ausgeschlossen, wenn die Generalversammlung den verantwortlichen Organen gem�ss Art. 758 Abs. 1 OR die D�charge erteilt hat. Analog entf�llt eine Haftung gegen�ber der Gesellschaft, wenn diese bzw. deren Alleinaktion�r in Kenntnis der Verh�ltnisse Organhandlungen toleriert, die normalerweise Schadenersatzanspr�che im Sinn von Art. 754 OR begr�nden w�rden (BGE 131 III 640 E. 4.2.1 S. 644 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 4A_15/2013 vom 11. Juli 2013 E. 4.1). Die Gesellschaft, die eine Verletzung von Vorschriften toleriert hat, kann sich nicht sp�ter auf die Verletzung eben dieser Vorschriften berufen. Einer solchen Gesellschaftsklage l�ge ein widerspr�chliches Verhalten zu Grunde, das keinen Rechtsschutz verdient (Art. 2 Abs. 2 ZGB; BGE 131 III 640 E. 4.2.3 S. 645 mit Hinweis).
3.2.�Die Vorinstanz hat sehr wohl gepr�ft, ob die Umst�nde gegeben waren, unter denen es der Gesellschaft versagt ist, sich auf die Verletzung von Vorschriften, die Verantwortlichkeitsanspr�che ausl�sen k�nnen, zu berufen. Insoweit ist die R�ge der Beschwerdef�hrerin unbegr�ndet. Zu pr�fen bleibt, ob die dargelegten Voraussetzungen erf�llt waren. Nach den Feststellungen der Vorinstanz warf die Beschwerdef�hrerin den Beschwerdegegnern im Wesentlichen vor, sie h�tten das Darlehen mit Blick auf die finanzielle Situation der F.________ AG nicht gew�hren d�rfen, und sie berief sich auf den Interessenkonflikt des Beschwerdegegners 1.
3.2.1.�Nach den insoweit unangefochtenen Feststellungen war die F.________ AG regelm�ssig mit ungesicherten Darlehen mit Rangr�cktritt finanziert worden, obwohl sich die Gesellschaft sp�testens seit dem Jahr 2006 in einem finanziell sehr bedenklichen Zustand befand. Die Fondazione E.________ stellte das notwendige Geld jeweils der Beschwerdef�hrerin zur Verf�gung, welche es an die F.________ AG "durchreichen" sollte. So wurde auch noch in einem Zeitpunkt verfahren, als der Beschluss zur Darlehensgew�hrung vom 15. Oktober 2009 bereits gefasst worden war. Im Zeitpunkt der�
Beschlussfassungentsprach damit die Darlehensgew�hrung trotz der schlechten finanziellen Lage der F.________ AG immer noch dem Gesch�ftsmodell der Fondazione E.________. Diese war zu diesem Zeitpunkt, obwohl sie um die finanzielle Situation wusste, noch damit einverstanden, dass der F.________ AG Geldmittel zur Verf�gung gestellt wurden. Vor diesem Hintergrund kann eine allf�llige Pflichtverletzung nicht in der fehlenden Abkl�rung oder Ber�cksichtigung der finanziellen Situation der F.________ AG liegen, denn die Gew�hrung von Darlehen trotz der schlechten Situation wurde von der Alleinaktion�rin der Beschwerdef�hrerin toleriert. Insoweit kommt der von der Beschwerdef�hrerin thematisierten Frage, ob der Fondazione E.________ das Wissen ihrer bei der Beschlussfassung �ber das Darlehen anwesenden Organe zuzurechnen ist, keine massgebende Bedeutung zu. Indem sie diesbez�glich eine Analogie zur D�charge-Erteilung zieht, verkennt sie, dass in der Lehre, auf die sie sich beruft, f�r eine Genehmigung des Gesch�ftes zwar ein "informed consent" verlangt wird (ANTON K. SCHNYDER, "Volenti non fit iniuria" im Verantwortlichkeitsrecht, in: Verantwortlichkeit im Unternehmensrecht V, Rolf H. Weber/Peter R. Isler [Hrsg.], 2010, S. 43 ff., 51), das Verbot widerspr�chlichen Verhaltens aber �ber die Annahme der Genehmigung eines konkret bekannten Gesch�fts hinausgeht. Wenn der Alleinaktion�r bestimmte Gesch�ftspraktiken kennt und generell duldet, dann kann er sich insoweit nicht nachtr�glich auf eine Pflichtverletzung berufen, unabh�ngig davon, ob er vom konkreten Gesch�ft Kenntnis hatte. Sorgte die Fondazione E.________ selbst daf�r, dass die F.________ AG trotz ihrer finanziellen Situation durch Darlehen mit Rangr�cktritt mit Liquidit�t versorgt wurde, kann sie eine entsprechende Darlehensvergabe nicht mit Blick auf die finanzielle Situation der F.________ AG als pflichtwidrig beanstanden, denn dies st�nde zu ihrer eigenen Handlung im Widerspruch (Art. 2 Abs. 2 ZGB; BGE 131 III 640 E. 4.2.3 S. 645 mit Hinweis).
3.2.2.�Zu pr�fen bleibt, ob sich mit dem Beschluss der Fondazione E.________ vom 9. Dezember 2009 etwas ge�ndert hat. Die Vorinstanz erkannte, der von der Fondazione E.________ gefasste Beschluss vom 9. Dezember 2009 habe nichts mit der Pflichtwidrigkeit des Darlehens zu tun gehabt, sondern mit dem damaligen Verm�gensstand der Fondazione E.________. Sie nahm an, es sei nicht darum gegangen, dass die Fondazione E.________ auf ihr Einverst�ndnis mit der Finanzierung der finanziell stark geschw�chten F.________ AG zur�ckgekommen w�re. Es werde vielmehr klargestellt, dass sie selbst die entsprechenden Mittel nicht mehr bereitstellen werde. Aus dem Beschluss habe jedenfalls nicht geschlossen werden m�ssen, die Fondazione E.________ sei mit der Alimentierung der F.________ AG nicht mehr einverstanden - sofern das Verm�gen der Fondazione E.________ nicht betroffen sei.
3.2.2.1.�Mit dieser Argumentation setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�glich auseinander. Sie m�sste darlegen, aus welchen prozesskonform vorgebrachten Tatsachen sich ergibt, dass der Beschluss vom 9. Dezember 2009 nicht allein wegen der finanziellen Situation der Fondazione E.________ gefasst wurde, weil deren Finanzen keine Unterst�tzung mehr erlaubten, sondern mit dem Willen, die bisherige Gesch�ftspolitik betreffend die F.________ AG grunds�tzlich zu �ndern. Nur unter dieser Voraussetzung k�nnte sie daraus, dass die Fondazione E.________ im Konzern die Strategie beschloss, etwas zu ihren Gunsten ableiten. Sie m�sste aufzeigen, dass zwingend geschlossen werden muss, die sofortige Aussetzung der Gew�hrung von Darlehen und die pers�nliche Haftung der Handelnden f�r Gesch�fte, die ohne detaillierten Beschluss des Stiftungsrates durchgef�hrt werden, solle nicht nur f�r Darlehen gelten, die direkt aus dem Verm�gen der Fondazione E.________ gew�hrt werden, sondern auch f�r allf�llige Darlehen liquider Tochtergesellschaften.
3.2.2.2.�Die Beschwerdef�hrerin behauptet lediglich, sie habe in der Replik unter Verweis auf die Akten vorgebracht, dass die Zusage der finanziellen Unterst�tzung durch die Fondazione E.________ essentiell war und bei Wegfall derselben die Betriebe der F.________ AG ordentlich h�tten eingestellt werden m�ssen. Diese konkrete Behauptung h�tte nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin einerseits eine gezielte Bestreitung durch die Beschwerdegegner und gegebenenfalls eine Beweisabnahme m�glich gemacht. Die Behauptung sei aber unbestritten geblieben. Unter Ber�cksichtigung der unbestrittenen Tatsache, dass die Fortf�hrung der Gesch�ftst�tigkeit der F.________ AG im Wissen darum erfolgt sei, dass die Fondazione das Projekt weiterhin finanziell unterst�tzt, und dass eben diese finanzielle Unterst�tzung mit dem Beschluss vom 9. Dezember 2009 weggefallen sei, k�nne sich die Beschwerdef�hrerin nicht widerspr�chlich verhalten, wenn sie die Darlehensvergabe als pflichtwidrig anfechte.
An der von der Beschwerdef�hrerin zitierten Stelle in der Replik hat sie ausgef�hrt, das Verhalten der Beschwerdegegner sei umso weniger verst�ndlich, als man sich bereits beim Jahreswechsel 2006/2007 die Frage gestellt habe, ob man das Projekt G.________ nicht einstellen sollte. Die Beschwerdef�hrerin zitiert unter Hinweis auf die Akten aus einer Aussage, wonach der Beschwerdegegner 1 sich damals "�
im Wissen darum, dass die Fondazione da�s�
Projekt weiterhin finanziell unterst�tzte�" f�r die Fortf�hrung des Projekts ausgesprochen habe. Ohne diese Unterst�tzung "�
h�tten die Betriebe ordentlich eingestellt werden m�ssen�". Die Beschwerdef�hrerin fuhr fort, genau diese Unterst�tzung der Fondazione E.________ habe jedoch im Zeitpunkt der Auszahlung des Darlehens gefehlt. Deshalb h�tten die Beschwerdegegner auf das eigene Verm�gen zur�ckgegriffen, ohne sich die Frage, ob das Projekt G.________ nicht einzustellen w�re, noch einmal zu stellen, obwohl sich die Situation der F.________ AG noch einmal massiv verschlechtert habe. Sie schliesst in der n�chsten Ziffer, wenn also bereits beim Jahreswechsel 2006/2007 Anlass bestanden habe, das Projekt G.________ in Frage zu stellen, h�tte eine Risikoanalyse im Zeitpunkt der Darlehensgew�hrung im Oktober/Dezember 2009 zum Schluss f�hren m�ssen, dass das Projekt per sofort einzustellen gewesen w�re.
Angesichts der Feststellungen der Vorinstanz fehlt es diesen Ausf�hrungen an Schl�ssigkeit. Der Behauptung, die Beschwerdegegner h�tten auf das Verm�gen der Beschwerdef�hrerin zur�ckgegriffen, weil die Unterst�tzung der Fondazione E.________ in jenem Zeitpunkt gefehlt habe, steht die Tatsache entgegen, dass die Fondazione E.________ die F.________ AG letztmals am 23. Oktober 2009 unterst�tzt hat. Der Beschluss der Beschwerdef�hrerin zur Gew�hrung eines Darlehens an die F.________ AG vom 15. Oktober 2009 erfolgte mithin zu einem Zeitpunkt, als die Fondazione E.________ die F.________ AG noch unterst�tzte. H�tte eine Risikoanalyse bereits im Oktober 2009 zum Schluss f�hren m�ssen, dass das Projekt per sofort einzustellen gewesen w�re, ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Fondazione E.________ am 23. Oktober 2009 noch eine Zahlung veranlasste. Auch wenn dem Beschwerdegegner 1 beim Jahreswechsel 2006/2007 bewusst war, dass der Betrieb der F.________ AG ohne Unterst�tzung der Fondazione E.________ h�tte eingestellt werden m�ssen, kann die Beschwerdef�hrerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Beim Darlehen ging es ja gerade darum, der F.________ AG weiter die n�tigen Mittel zur Verf�gung zu stellen. Mit ihren Vorbringen zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�glich auf, dass der Beschluss vom 9. Dezember 2009 nicht allein deswegen gefasst wurde, weil die Fondazione E.________ selbst keine weiteren finanziellen Mittel zur Verf�gung stellen wollte.
3.2.2.3.�Der Hinweis der Vorinstanz, wenn die Fondazione E.________ jegliche Unterst�tzung der F.________ AG h�tte unterbinden wollen, h�tte sie diesen Willen als Konzernmutter jederzeit mittels einer Weisung kundgeben k�nnen, bindet entgegen der Beschwerdef�hrerin die gesetzliche Treuepflicht nicht an eine Weisung der Muttergesellschaft. Der Beschwerdef�hrerin wird lediglich versagt, sich auf eine allf�llige �nderung der Praxis bez�glich einer bis anhin tolerierten Verletzung einer Vorschrift zu berufen (BGE 131 III 640 E. 4.2.3 S. 645 mit Hinweis), soweit die nunmehr behauptete Praxis�nderung damals nicht klar erkennbar war.
3.2.3.�Ein �hnliches Bild ergibt sich mit Bezug auf den behaupteten Interessenkonflikt. Aufgrund der Dreifachorganstellung des Beschwerdef�hrers 1 waren gewisse formale Interessenkonflikte systembedingt vorhanden - nicht nur beim hier streitigen Darlehen, sondern potentiell auch bez�glich der Geldmittel, die der Beschwerdef�hrerin von der Fondazione E.________ zur "Durchreichung" zur Verf�gung gestellt wurden, war doch der Beschwerdef�hrer zugleich Stiftungsrat. Sofern kein Interessenkonflikt besteht, der �ber den sich aus der von der Konzernmutter selbst gewollten Dreifachorganschaft zwangsl�ufig ergebenden (und damit tolerierten) hinausgeht, kann die Beschwerdef�hrerin daraus keine Pflichtverletzung ableiten. Dass im konkreten Fall ein �ber den (als systembedingt) tolerierten hinausgehender Interessenkonflikt bestanden h�tte, wird nicht rechtsgen�glich aufgezeigt.
3.3.�Dass die Beschwerdef�hrerin aus der finanziellen Situation der F.________ AG keine Pflichtverletzung der Beschwerdegegner ableiten kann, schliesst allerdings nicht zwingend aus, dass die Beschwerdegegner in Bezug auf einen anderen Punkt als die finanzielle Lage der F.________ AG pflichtwidrig gehandelt haben. Die Beschwerdef�hrerin legt aber nicht rechtsgen�glich dar, woraus die Beschwerdegegner im Zeitpunkt, in dem das Darlehen beschlossen wurde, h�tten schliessen m�ssen, eine Darlehensgew�hrung an die F.________ AG aus den eigenen Mitteln der Beschwerdef�hrerin (im Gegensatz zu denjenigen der Fondazione E.________) sei unzul�ssig. Allein aus der Tatsache, dass die Geldmittel bis anhin der Beschwerdef�hrerin von der Konzernmutter zur Verf�gung gestellt wurden, ergibt sich dies nicht zwingend, da dies auch dadurch bedingt sein konnte, dass der Beschwerdef�hrerin vor Verkauf der Aktien die entsprechende Liquidit�t nicht zur Verf�gung stand. Auch aus dem Beschluss vom 9. Dezember 2009 l�sst sich nichts zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin ableiten, solange die Beschwerdegegner davon ausgehen konnten, er sei allein wegen der finanziellen Situation der Fondazione E.________ gefasst worden (vgl. E. 3.2.2 hiervor).
3.4.�Die Vorinstanz hat die Klage mithin zu Recht abgewiesen. Damit kommt der Frage, ob der Schadenersatzanspruch hinreichend substanziiert wurde, keine Bedeutung zu.
Insgesamt ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig. Der Beschwerdegegner 1 hat auf Vernehmlassung verzichtet und die Beschwerdegegnerin 2 hat sich nicht vernehmen lassen. Damit ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden und keine Parteientsch�digung geschuldet.