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Timestamp: 2016-10-24 18:34:26
Document Index: 306465851

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 75', 'Art. 3', 'Art. 45', 'Art. 36', 'Art. 40', 'Art. 40', 'BGE', 'Art. 39', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 110', 'Art. 99', 'Art. 95', 'Art. 93', 'Art. 45', 'Art. 36', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 39', 'Art. 40', 'Art. 110', 'Art. 95']

133 III 63485. Auszug aus dem Urteil der I. zivilrechtlichen Abteilung i.S. X. AG gegen Y. AG (Beschwerde in Zivilsachen)
Conditions de recevabilit� du recours en mati�re civile interjet� � l'encontre d'une d�cision incidente rendue par l'autorit� judiciaire sur le recours en nullit� dans le cadre d'un arbitrage interne (art. 36 ss CIA; art. 93 al. 1 LTF). Une d�cision incidente, qui ne porte pas sur la comp�tence ou sur une demande de r�cusation, ne peut faire l'objet d'un recours en mati�re civile que si les conditions de l'art. 93 al. 1 LTF sont r�alis�es. Comme, en arbitrage interne, le recours en nullit� est de nature cassatoire, le Tribunal f�d�ral ne peut, par l'admission du recours, provoquer une d�cision finale que si l'autorit� de recours comp�tente a pu d�cider elle-m�me ou si la sentence arbitrale n'est pas touch�e par l'admission du recours (consid. 1.1 et 1.2). Faits � partir de page 635
Am 21. Januar 2002 schloss die X. AG (Beschwerdef�hrerin) mit der Y. AG (Beschwerdegegnerin) einen bis Ende 2006 g�ltigen Rahmenlieferungsvertrag. Die Beschwerdef�hrerin ist der Auffassung, dieser Vertrag sei per 31. Dezember 2002 dahingefallen. Die Beschwerdegegnerin bestreitet dies wie auch eine rechtswirksame K�ndigung. Sie gelangte mit einer Schadenersatzklage an das Schiedsgericht der Z�rcher Handelskammer, welches mit Zwischenentscheid vom 23. Januar 2007 erkannte, der Rahmenvertrag habe nach dem 31. Dezember 2002 rechtsg�ltig weiterbestanden und die von der Beschwerdef�hrerin ausgesprochene K�ndigung sei unwirksam gewesen. Die von der Beschwerdef�hrerin ergriffene Nichtigkeitsbeschwerde wies das Obergericht des Kantons Z�rich am 14. Mai 2007 ab.
Das Bundesgericht tritt auf die gegen diesen Zwischenentscheid erhobene Beschwerde in Zivilsachen nicht ein, da es bei Gutheissung der Beschwerde keinen Endentscheid f�llen k�nnte und kein nicht wieder gutzumachender Nachteil dargetan ist.
1.1 Der angefochtene Entscheid des Obergerichts behandelt den Zwischenentscheid des Schiedsgerichts �ber materielle Vorfragen, n�mlich Bestand und Inhalt des abgeschlossenen Vertrages, mit deren Kl�rung der Streit zwischen den Parteien nicht beendet ist. Der angefochtene Entscheid erweist sich damit seinerseits als Zwischenentscheid (BGE 132 III 785 E. 2 S. 789 f.; Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4332 f.; BERGER/KELLERHALS, Internationale und interne Schiedsgerichtsbarkeit in der Schweiz, Rz. 1755, S. 616 einschliesslich Fn. 80), der nicht die Zust�ndigkeit oder ein Ausstandsbegehren betrifft. Daher ist die Beschwerde in BGE 133 III 634 S. 636Zivilsachen nur zul�ssig, wenn der Entscheid entweder einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Die Anwendung der zuletzt genannten Bestimmung setzt mithin voraus, dass das Bundesgericht, sollte es der Rechtsauffassung der Beschwerdef�hrerin folgen, selbst einen Endentscheid f�llen k�nnte und die Angelegenheit nicht an die Vorinstanz oder das Schiedsgericht zur�ckweisen m�sste (Urteil des Bundesgerichts 4A_109/2007 vom 30. Juli 2007, E. 2.4 mit Hinweisen auf die unter der Geltung des OG ergangene Rechtsprechung). Da es sich um ein nationales Schiedsgericht handelt, sind zur Beantwortung dieser Frage neben dem BGG auch die Bestimmungen �ber das nationale Schiedsverfahren, also des Konkordats vom 27. M�rz 1969 �ber die Schiedsgerichtsbarkeit (KSG; AS 1969 S. 1093) zu beachten.
1.1.1 Ein nationales Schiedsgericht ist keine Vorinstanz des Bundesgerichts im Sinne von Art. 75 BGG, wohl aber die gem�ss Art. 3 lit. f in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 KSG f�r Entscheide �ber Nichtigkeitsbeschwerden zust�ndige Beh�rde (BERGER/KELLERHALS, a.a.O., Rz. 1745, S. 612; vgl. Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4311). Das Bundesgericht �berpr�ft nur den Entscheid der Kassationsinstanz, nicht auch den Schiedsspruch selbst (vgl. R�EDE/HADENFELDT, Schweizerisches Schiedsgerichtsrecht, 2. Aufl. 1993, S. 328).
1.1.2 Die Nichtigkeitsbeschwerde gem�ss Art. 36 ff. KSG ist grunds�tzlich kassatorischer Natur (Art. 40 Abs. 1 KSG). Die Beschwerdeinstanz kann den Schiedsspruch lediglich bez�glich der vom Schiedsgericht festgesetzten Entsch�digungen der Schiedsrichter reformieren, wenn sie die Entsch�digung als offensichtlich �bersetzt erachtet (Art. 40 Abs. 3 KSG). Ferner kann sie selbst die Unzust�ndigkeit des Schiedsgerichts feststellen (BGE 102 Ia 574 E. 4 S. 576 f.). Einen weiteren Sonderfall bildet die R�ckweisung des Entscheides zur Berichtigung oder Erg�nzung des Schiedsentscheides (Art. 39 und 40 Abs. 1 KSG).
1.1.3 Art. 107 Abs. 2 BGG erlaubt dem Bundesgericht an sich, im Rahmen der Beschwerde in Zivilsachen in der Sache selbst zu BGE 133 III 634 S. 637entscheiden. Im Lichte von Art. 40 KSG kann die Entscheidbefugnis des Bundesgerichts im Zusammenhang mit der R�ge einer Verletzung des Schiedskonkordates aber nicht weiter gehen, als diejenige der Kassationsinstanz selbst (vgl. HANS PETER WALTER, Rechtsmittel gegen Entscheide des TAS nach dem neuen Bundesgesetz �ber das Bundesgericht und dem Entwurf einer Schweizerischen Zivilprozessordnung, in: Rigozzi/Bernasconi [Hrsg.], The Proceedings before the Court of Arbitration for Sport, S. 155 ff., 168). Sonst k�me dem Bundesgericht als Beschwerdeinstanz eine weitere Kognition zu als dem staatlichen kantonalen Gericht, was der Grundkonzeption des BGG widerspr�che (vgl. Art. 110 und 111 Abs. 3 BGG, die gew�hrleisten sollen, dass die Vorinstanz des Bundesgerichts grunds�tzlich zumindest die gleiche Pr�fungsbefugnis besitzt wie das Bundesgericht; Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4350; vgl. auch BERGER/KELLERHALS, a.a.O., Rz. 1750, S. 614). Auch aus dem in Art. 99 Abs. 2 BGG enthaltenen Verbot, neue Begehren zu stellen, ergibt sich, dass vor Bundesgericht Begehren, �ber die sich keine kantonale Instanz aussprechen konnte, unzul�ssig sind. Von einer R�ckweisung an die Vorinstanz oder das Schiedsgericht bei Gutheissung einer Beschwerde in Zivilsachen wegen Verletzung des KSG (vgl. Art. 95 lit. e BGG) kann daher nur bei Unzust�ndigkeit des Schiedsgerichts oder bez�glich der Entsch�digung der Schiedsrichter abgesehen werden (TAPPY, Le recours en mati�re civile, in: Urs Portmann [Hrsg.], La nouvelle loi sur le Tribunal f�d�ral, S. 51 ff., 113). Zul�ssig ist ein reformatorischer Entscheid mit Bezug auf den Entscheid der Kassationsinstanz �berdies, sofern dadurch materiell nicht in den Schiedsentscheid eingegriffen wird, namentlich, wenn die Kassationsinstanz den Schiedsentscheid zu Unrecht aufgehoben hat (TAPPY, a.a.O., S. 113 Fn. 180).
1.2 Das Schiedsgericht hat in seinem Zwischenentscheid eine materielle Vorfrage entschieden. Da das Bundesgericht nach dem Gesagten bei Gutheissung der Beschwerde materiell nicht selbst entscheiden k�nnte, sondern die Angelegenheit an die Vorinstanz oder das Schiedsgericht zur�ckweisen m�sste (TAPPY, a.a.O., S. 113 Fn. 180), kann die Gutheissung der Beschwerde keinen Endentscheid herbeif�hren (vgl. POUDRET, Particularismes du recours en mati�re d'arbitrage international, in: Urs Portmann [Hrsg.], La nouvelle loi sur le Tribunal f�d�ral, S. 121 ff., 124). Eine Anfechtung des Zwischenentscheides gest�tzt auf Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG f�llt demnach ausser Betracht.
Art. 45 Abs. 2 KSG suite... ,
Art. 36 ff. KSG,
Art. 40 Abs. 1 KSG,
Art. 40 Abs. 3 KSG,
Art. 39 und 40 Abs. 1 KSG,
Art. 40 KSG,
Art. 110 und 111 Abs. 3 BGG,
Art. 95 lit. e BGG