Source: https://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/naturschutz/schutzgebiete/die_einzelnen_naturschutzgebiete/40825.html
Timestamp: 2019-10-17 02:50:05
Document Index: 361166229

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 64', '§ 4', '§ 65', '§ 4', '§ 4', '§ 5']

Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Feuchtgebiet Westgroßefehn" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Feuchtgebiet Westgroßefehn"
Verordnung vom 13.12.1983 über das Naturschutzgebiet "Feuchtgebiet Westgroßefehn" in der Gemeinde Großefehn, Landkreis Aurich
Das in § 3 dieser Verordnung näher bezeichnete Gebiet wird zum Naturschutzgebiet "Feuchtgebiet Westgroßefehn" erklärt.
Das Schutzgebiet liegt im Bereich der für den Naturschutz wertvollen Fehntjertief-Niederung am Rand intensiv genutzter landwirtschaftlicher Flächen. Der naturnahe Feuchtbiotop bietet besonders den bedrohten und bereits weitgehend verdrängten Tier- und Pflanzenarten und deren Gesellschaften einen Lebensraum. Er soll als Beobachtungs-, Forschungs- und in beschränktem Umfang Demonstrationsobjekten für ökologische Zusammenhänge und Entwicklungen dienen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist ca. 8 ha groß.
(2) Das Naturschutzgebiet ist in der mitveröffentlichten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 sowie in einer Karte im Maßstab 1 : 5.000 mit einem Punktraster dargestellt. Die äußere Kante des Punktrasters kennzeichnet die Grenze des Schutzgebietes.
der Gemeinde Großefehn, 2962 Großefehn,
(2) Das Naturschutzgebiet darf außerhalb des durch rote Pfähle gekennzeichneten Lehrpfades nicht betreten werden.
c) die Wasserflächen mit Booten oder anderen Geräten zu befahren,
e) zu lagern, zu zelten oder Wohnwagen aufzustellen und andere für die Unterkunft geeignete Fahrzeuge oder Einrichtungen aufzustellen,
f) Modellflugzeuge und ähnliche Geräte in Betrieb zu nehmen,
g) organische oder mineralische Dünger einzubringen,
h) Grünland in Ackerland umzuwandeln,
i) die Fischerei auszuüben.
(4) Eine Nutzungsänderung auf den außerhalb des Schutzgebietes belegenen landwirtschaftlich genutzten Flächen, Flurstücke 120/2 und 120/5, ist nicht gestattet.
(1) Freigestellt von den Vorschriften des § 4 dieser Verordnung sind Nutzungen, auf deren Ausübung bei Inkrafttreten dieser Verordnung ein Rechtsanspruch bestand, sowie Maßnahmen, zu deren Durchführung eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung besteht. Zeitpunkt und Ausführungsweise sind vor ihrer Durchführung mit der Bezirksregierung Weser-Ems - obere Naturschutzbehörde - abzustimmen.
die landwirtschaftliche Nutzung auf den Flurstücken 119/2, 126/1 und 127, Flur 2, Gemarkung Westgroßefehn; dies gilt nicht für die Umwandlung von Grünland in Acker.
(3) Freigestellt sind außerdem mit der Bezirksregierung Weser-Ems - obere Naturschutzbehörde - abgestimmte Maßnahmen, die dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung des Naturschutzgebietes dienen.
Von dem Verbot, das Naturschutzgebiet außerhalb des Lehrpfades zu betreten, kann die Bezirksregierung Weser-Ems -obere Naturschutzbehörde - für Vorhaben, die der Forschung oder der Lehre dienen, auf Antrag eine Ausnahme zulassen.
(1) Gemäß § 64 NNatG handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Verbote in den §§ 4 und 5 dieser Verordnung verstößt.
(2) Ein Verstoß kann gemäß § 65 NNatG im Falle des § 4 Abs. 1 dieser Verordnung mit einer Geldbuße bis zu 50.000,-- DM, im Falle des § 4 Abs. 2 und 3 und des § 5 Abs. 1 mit einer Geldbuße bis zu 10.000,-- DM geahndet werden.
Oldenburg, den 13.12.1983