Source: https://stmas.bayern.de/fibel/sf_u045.php
Timestamp: 2018-02-18 21:42:05
Document Index: 285713672

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 19', '§ 125', '§ 11', '§ 19', '§ 127', '§ 7', '§ 17', '§ 4']

Sozial-Fibel: Urlaub, Gewährung von
Arbeitnehmer sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten haben in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Für Heimarbeiter , jugendliche Arbeitnehmer ( Jugendarbeitsschutz ), schwerbehinderte Menschen ( Behinderte Menschen, Hilfen für ) sowie für Beamte und Richter gelten Sonderbestimmungen.
Die gesetzliche Urlaubsdauer beträgt nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses jährlich mindestens 24 Werktage bezogen auf eine Sechs-Tage-Woche. Bei einer Fünf-Tage-Woche beträgt der Mindesturlaub entsprechend 20 Tage. Bei kürzeren Arbeitsverhältnissen wird Teilurlaub von einem Zwölftel pro Monat gewährt. Durch Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag ( Arbeitsverhältnis ) kann längerer Urlaub vereinbart werden. Heimarbeiter erhalten 24 Werktage oder mehr bei Regelung in bindenden Festsetzungen oder Tarifverträgen . Bei jugendlichen Arbeitnehmern und jugendlichen Heimarbeitern richtet sich der Mindesturlaub nach dem Lebensalter zu Beginn des Kalenderjahres. Er beträgt bei einem Alter von 15 Jahren 30, von 16 Jahren 27 und von 17 Jahren 25 Werktage. Jugendlichen im Bergbau unter Tage stehen in jeder Altersgruppe zusätzlich drei Werktage zu. Schwerbehinderte Menschen erhalten einen bezahlten Zusatzurlaub von jährlich fünf Arbeitstagen.
§§ 3, 5, 12 Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz), § 19 Jugendarbeitsschutzgesetz, § 125 Sozialgesetzbuch IX
Der Arbeitgeber kann Elternzeitberechtigten ( Elternzeit ) und Beschäftigten in Freistellung nach dem Pflegezeitgesetz ( Pflege- und Familienpflegezeit ) den Urlaub für jeden vollen Kalendermonat der vollständigen Freistellung von der Arbeitsleistung ( Arbeitsbefreiung ) um ein Zwölftel zu kürzen
§§ 11, 12 Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz), § 19 Jugendarbeitsschutzgesetz, § 127 Sozialgesetzbuch IX
Eine Urlaubsabgeltung ist nur zulässig, wenn der Urlaub wegen Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses ganz oder zum Teil nicht mehr gewährt werden kann. Der Arbeitgeber hat jedoch noch nicht gewährten Urlaub auch dann abzugelten, wenn das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit endet oder im Anschluss an die Elternzeit nicht fortgesetzt wird; ebenso ist noch nicht gewährter Urlaub abzugelten, wenn das Arbeitsverhältnis während des Wehrdienstes endet oder wenn der Arbeitnehmer im Anschluss daran das Arbeitsverhältnis nicht fortsetzt. Die Urlaubsabgeltung wird in der Regel wie das Urlaubsentgelt berechnet.
§ 7 Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz), § 17 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz, § 4 Arbeitsplatzschutzgesetz
Zuständig: Arbeitgeber