Source: http://ape-familienhilfe.de/index.php?id=16
Timestamp: 2017-12-11 11:24:01
Document Index: 46004266

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 11', '§ 16', '§ 27', '§ 35', '§ 36', '§ 53', '§ 97', '§ 20', '§ 8', '§ 8', '§ 36']

Kinder-, Jugend- und Familienhilfen nach den §§ 1, 8, 8a, 9 sowie §§ 11 – 14, §§ 16 – 21, §§ 27 - 31, §§ 35 + 35a, §§ 36, 41 KJHG / SGB VIII
Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderung nach den §§ 53 - 60, §§ 97 - 98 SGB XII
Prävention und Selbsthilfe nach § 20 SGB V
nichtärztliche sozialpädiatrische psychologische, heilpädagogische und psychosoziale Leistungen nach 43a SGB V
In unserem beruflichen Handeln sind uns hierbei die §§ 8 + 36 KJHG / SGB VIII besonders wichtig:
Die Partizipationsangebote sind im Kinder- und Jugendhilfegesetz durch Regelungen vorgeschrieben. Dort wird eine Beteiligung des jungen Menschen an folgenden Punkten gefordert:
§ 8 KJHG: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Beteiligung entsprechend ihrem Entwicklungsstand, an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen sowie der stationären Jugendhilfe; ferner haben sie Anspruch auf Beratung durch das Jugendamt.
§ 36 KJHG: Personenberechtigte, Kinder und Jugendliche sind vor der Entscheidung über mögliche Folgen der Inanspruchnahme einer bestimmten Hilfe zu informieren und zu beraten. Sie sollen an der Erstellung des Hilfeplans, an der Feststellung des Bedarfs und am Verlauf des Hilfeplans beteiligt werden.
Unsere Aufgabe ist es, diese gesetzlich verankerten Beteiligungsangebote auf unser berufliches, pädagogisches Handeln zu übertragen und umzusetzen. Besonders bei jungen Erwachsenen ist die Mitwirkung nicht nur erwünscht sondern vertraglich im Hilfeplan als Mitwirkungspflicht verankert und wird auch auf der Beziehungsebene individuell eingefordert.
Ohne aktive Beteiligung des jungen Menschen macht die Betreuung wenig Sinn und muss beendet werden.
Da die gesellschaftliche Prägung von Kindern und Jugendlichen bereits vor dem 12. Lebensjahr stattfindet ist es notwendig, Partizipation schon früh zu ermöglichen.
Wir, das Ambulante pädagogische Einsatzteam A.p.e. e.V. streben aus diesem Grund bei allen Kindern und Jugendlichen jeden Alters die aktive Mitwirkung und Mitbestimmung mit dem Ziel der selbstverantwortlichen Lebensführung an. Gelingende Partizipation erkennt man daran, dass Kinder und Jugendliche an der Gestaltung ihrer Lebenswelt bei Planungen, Entscheidungen und Handlungen auf politischer und sozialer Ebene direkt beteiligt werden. Wird dieser Ansatz verfolgt, so können Kinder und Jugendliche ihre persönlichen Kompetenzen durch die aktive Beteiligung erweitern. Zum einen lernen sie, ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse zu äußern und sie auch durchzusetzen, zum anderen erhalten sie die Möglichkeit Handlungspotentiale zu erlernen und Konfliktfähigkeit einzuüben.