Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20465/07
Timestamp: 2019-11-13 11:46:50
Document Index: 278842392

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 134', '§ 705', 'Art 1', '§ 1', '§ 1', '§ 128', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 334', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 128', '§ 128', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 705', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1']

Rechtsprechung: XI ZR 465/07 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 14.07.2010
https://dejure.org/2010,248
BGH, 20.07.2010 - XI ZR 465/07 (https://dejure.org/2010,248)
BGH, Entscheidung vom 20.07.2010 - XI ZR 465/07 (https://dejure.org/2010,248)
BGH, Entscheidung vom 20. Juli 2010 - XI ZR 465/07 (https://dejure.org/2010,248)
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§ 134 BGB, § 705 BGB, Art 1 § 1 RBerG, § 1 RBerG, § 128 HGB
Mittelbare Beteiligung an einem Immobilienfonds: Nichtigkeit der Übertragung von Geschäftsanteilen einer Treuhand-Publikumsgesellschaft und Anwendbarkeit der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft
Anwendbarkeit der Grundsätze über fehlerhafte Gesellschaft auch bei nichtiger Anteilsübertragung einer Fonds-GbR
Anwendbarkeit der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft im Fall einer nichtigen Übertragung von Geschäftsanteilen einer Fonds-GbR
Anwendung der Grundsätze über fehlerhafte Gesellschaft auch bei nichtiger Übertragung von Anteilen an Fonds-GbR
Zur Anwendbarkeit der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft
Anwendung der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft auch im Fall der nichtigen Übertragung von Geschäftsanteilen einer Fonds-GbR
Nichtige Geschäftsanteilsübertragungen bei Treuhand-GbR
Nichtige Geschäftsanteilsübertragungen bei einer Treuhand-Publikums-GbR
mzs-recht.de (Kurzinformation)
Haftungsrisiko trotz anfänglich indirekter Fondsbeteiligung
Haftung eines Kreditinstituts bei Scheitern eines von ihm finanzierten Immobilienfonds; Anwendung der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft im Fall der nichtigen Übertragung von GbR-Anteilen
Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft gelten auch bei Übertragung von Gesellschaftsanteilen einer Fonds-GbR
LG Berlin, 15.12.2005 - 4a O 191/05
KG, 30.07.2007 - 26 U 27/06
BGH, 14.07.2010 - XI ZR 465/07
KG, 16.01.2012 - 26 U 27/06
KG, 30.05.2012 - 26 U 27/06
BGH, 14.10.2014 - XI ZR 122/12
BGHZ 186, 253
NJW 2010, 3653 (Ls.)
NJW-RR 2010, 1402
ZIP 2010, 1590
MDR 2010, 1062
NZM 2010, 876 (Ls.)
WM 2010, 1555
DB 2010, 1751
NZG 2010, 991
Abgesehen davon, dass ein zwischen Gesellschaft und Bank geschlossener Darlehensvertrag in aller Regel keine Schutzwirkung zu Gunsten der Gesellschafter begründet, steht einem solchen Anspruch jedenfalls entgegen, dass nach der Wertung des § 334 BGB die Gesellschafter keine weitergehenden Rechte haben können als die regelmäßig nicht aufklärungsbedürftige Gesellschaft als Vertragspartner der kreditgebenden Bank (vgl. BGH, Urteil vom 20. Juli 2010 - XI ZR 465/07, ZIP 2010, 1590 Rn. 19, m.w.N.; s. auch BGH, Urteil vom 10. November 1994 - III ZR 50/94, BGHZ 127, 378, 385 f.).
Zwar setzt eine unmittelbare Außenhaftung der Kläger analog §§ 128, 130 HGB voraus, dass sie selbst Gesellschafter geworden sind; derjenige, der bloß als Treugeber beteiligt ist und dessen Gesellschaftsanteil von einem Treuhänder gehalten wird, haftet für Gesellschaftsschulden nicht analog §§ 128, 130 HGB persönlich (vgl. BGH…, Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 21;… Urteil vom 12. Februar 2009 - III ZR 90/08, NZG 2009, 380 Rn. 35; Urteil vom 20. Juli 2010 - XI ZR 465/07, ZIP 2010, 1590 Rn. 25;… Urteil vom 22. März 2011 - II ZR 271/08, ZIP 2011, 906 Rn. 10).
a) Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts kommt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Anrechnung von Steuervorteilen grundsätzlich nicht in Betracht, wenn die Rückabwicklung des Erwerbs zu einer Besteuerung führt, die dem Geschädigten die erzielten Steuervorteile wieder nimmt (vgl. nur BGH, Urteil vom 22. März 1979 - VII ZR 259/77, BGHZ 74, 103, 114; Urteile vom 17. November 2005 - III ZR 350/04, WM 2006, 174, 175…, vom 30. November 2007 - V ZR 284/06, WM 2008, 350 Rn. 11…, vom 6. März 2008 - III ZR 298/05, WM 2008, 725 Rn. 28…, vom 19. Juni 2008 - VII ZR 215/06, WM 2008, 1757 Rn. 7…, vom 31. Mai 2010 - II ZR 30/09, WM 2010, 1310 Rn. 25 …sowie vom 15. Juli 2010 - III ZR 336/08, WM 2010, 1641 Rn. 35 ff. und vom 20. Juli 2010 - XI ZR 465/07, WM 2010, 1555 Rn. 22, beide zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
Die Darlegungslast für die Vorteile und deren Anrechnung trifft grundsätzlich den Schädiger - hier also die Beklagte -, wobei an die Schlüssigkeit des Vorbringens in Fällen der vorliegenden Art allerdings - insbesondere auch hinsichtlich etwaiger Rückforderungsansprüche der Finanzbehörden, die eine Anwendung der allgemeinen Regeln über die Vorteilsausgleichung ausschließen - keine überhöhten Anforderungen gestellt werden dürfen (Senatsurteil vom 20. Juli 2010 - XI ZR 465/07, WM 2010, 1555 Rn. 22).
Eine Anrechnung von Steuervorteilen kommt grundsätzlich nicht in Betracht, wenn die Rückabwicklung des Erwerbs zu einer Besteuerung führt, die dem Geschädigten die erzielten Steuervorteile wieder nimmt (BGH v. 17.11.2005, III ZR 350/04; BGH v. 30.11.2007, V ZR 284/06; BGH v. 31.05.2010 - II ZR 30/09; BGH v. 15.07.2010, III ZR 336/08; BGH v. 20.07.2010, XI ZR 465/07; BGH v. 01.03.2011, XI ZR 96/09 Tz. 8;… OLG Stuttgart, a. a. O., Rn. 49 jeweils m. w. N.).
Eine Anrechnung von Steuervorteilen kommt grundsätzlich nicht in Betracht, wenn die Rückabwicklung des Erwerbs zu einer Besteuerung führt, die dem Geschädigten die erzielten Steuervorteile wieder nimmt (BGH, WM 2006, 174 ; WM 2008, 350 ; WM 2010, 1310; WM 2010, 1641; WM 2010, 1555;… WM 2011, 740 Rn. 8).
Die Darlegungs- und Beweislast für solche Umstände trägt der Schädiger; allerdings trifft den Geschädigten insoweit eine sekundäre Darlegungslast (…BGH, WM 2010, 1641 Rn. 45; WM 2010, 1555 Rn. 22/23).
Auf die Grundsätze der "fehlerhaften Gesellschaft" (vgl. zu deren Anwendbarkeit auch auf die Konstellation der nichtigen Übertragung von Geschäftsanteilen einer GbR: BGH, Urteil vom 20. Juli 2010, Az.: XI ZR 465/07) kommt es bei dieser faktischen, vom Zivilrecht gelösten Betrachtungsweise nicht einmal an.
Die Darlegungs- und Beweislast für solche Umstände trägt der Schädiger; allerdings trifft den Geschädigten insoweit eine sekundäre Darlegungslast (BGH…, Urteil vom 15.07.2010 - III ZR 336/08, Juris Rz. 45; BGH, Urteil vom 20.07.2010 - XI ZR 465/07, Juris Rz. 22 f.).
Eine Anrechnung von Steuervorteilen kommt grundsätzlich nicht in Betracht, wenn die Rückabwicklung des Erwerbs zu einer Besteuerung führt, die dem Geschädigten die erzielten Steuervorteile wieder nimmt (BGH v. 17.11.2005 - III ZR 350/04; BGH v. 30.11.2007 - V ZR 284/06; BGH v. 31.05.2010 - II ZR 30/09; BGH v. 15.07.2010 - III ZR 336/08; BGH v. 20.07.2010 - XI ZR 465/07; BGH v. 01.03.2011 - XI ZR 96/09 Tz. 8).
Die Darlegungs- und Beweislast für solche Umstände trägt der Schädiger; allerdings trifft den Geschädigten insoweit eine sekundäre Darlegungslast (BGH v. 15.07.2010 - III ZR 336/08 Tz. 45; BGH v. 20.07.2010 - XI ZR 465/07 Tz. 22/23).
Lediglich für die Zukunft kann sich der Betroffene von der Gesellschaftsbeteiligung lösen (BGH, Urteile vom 2. Juli 2001 - II ZR 304/00, BGHZ 148, 201, 207, vom 16. Dezember 2002 - II ZR 109/01, BGHZ 153, 214, 221, vom 21. Juli 2003 - II ZR 387/02, BGHZ 156, 46, 52 f.; Hinweisbeschluss vom 10. April 2006 - II ZR 218/04, WM 2006, 1523 f.; Senatsurteil vom 20. Juli 2010 - XI ZR 465/07, WM 2010, 1555 Rn. 35, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
Zur Anwendbarkeit der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft verweist die Beklagte zu 2) auf die Entscheidungen des BGH vom 20.7.2010 (Az. XI ZR 465/07) und des OLG Hamm vom 24.6.2010 (Az. 28 U 215/09).
40 Zwar wären die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft grundsätzlich auch bei einem Beitritt über einen Treuhänder anzuwenden (vgl. Palandt-Sprau, § 705 Rn 17 sowie die einschlägige Rechsprechung des BGH, zuletzt Urteil vom 20.7.2010, Az. XI ZR 465/07 m.w.N. - dortige Homepage), was jedoch vorliegend nicht zu einer Haftung des Klägers führen kann.
Soweit die Beklagte zu 2) zur Anwendbarkeit der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft auf die Entscheidungen des BGH vom 20.7.2010 (Az. XI ZR 465/07) und des OLG Hamm vom 24.6.2010 (Az. 28 U 215/09) verweist, führt dies zu keiner anderen Beurteilung, denn diese Entscheidungen stehen nicht im Widerspruch zur dargelegten Rechtsauffassung des Senats.
OLG Stuttgart, 11.07.2013 - 19 U 11/13
Sanierungsbedürftige Publikumspersonengesellschaft: Zustimmungspflicht eines …
BGH, 17.07.2012 - II ZR 217/10
Geschäftsanteilsübertragung einer GmbH: Umdeutung der fehlerhaften Übertragung in …
Geschlossener Immobilienfonds als Gesellschaft bürgerlichen Rechts: Haftungsquote …
https://dejure.org/2010,10525
BGH, 14.07.2010 - XI ZR 465/07 (https://dejure.org/2010,10525)
BGH, Entscheidung vom 14.07.2010 - XI ZR 465/07 (https://dejure.org/2010,10525)
BGH, Entscheidung vom 14. Juli 2010 - XI ZR 465/07 (https://dejure.org/2010,10525)
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Kostenfestsetzung nach Rücknahme einer Nichtzulassungsbeschwerde
GkG § 1
Verfahrensrecht - Kostentragung nach NZB-Rücknahme