Source: https://www.paderborn.de/wohnen-soziales/stadtentwicklung/abdinghof-paderborn.php
Timestamp: 2019-05-23 10:49:39
Document Index: 162524400

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26']

Neubau der Stadtverwaltung | Stadt Paderborn
Der Neubau der Stadtverwaltung soll zeitnah starten.
Informationen in chronologischer Reihenfolge
Mai 2019: Bürgerbegehren „Neubau Stadtverwaltung Paderborn“ Thema im Rat: Entscheidung über Zulässigkeit soll am 23. Mai getroffen werden.
In der Sitzung des Rates am 23. Mai soll über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zum Neubau der Paderborner Stadtverwaltung entschieden werden. Gegenstand des Bürgerbegehrens ist der Ratsbeschluss vom 15.11.2018, der die Realisierung des Projekts als Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs „Am Abdinghof“ vorsieht. 8.119 Unterschriften waren nach Aussage der Initiatoren gesammelt und Bürgermeister Michael Dreier am 29. April übergeben worden. Nach Prüfung der Unterschriften auf deren Gültigkeit sind es noch 6.857 Wahlberechtige, die den Antrag für das Bürgerbegehren unterschrieben haben. In ihrer Vorlage für den Rat am 23. Mai schlägt die Verwaltung vor, das Bürgerbegehren für unzulässig zu erklären. Nach Auffassung der Stadtverwaltung und des Kreises Paderborn als Rechtsaufsicht war die Frist für ein Bürgerbegehren zum Zeitpunkt der Übergabe der Unterschriften bereits abgelaufen: Ein Bürgerbegehren gegen einen Beschluss des Rates müsse innerhalb von drei Monaten nach dem Sitzungstag mit den erforderlichen Unterschriften eingereicht werden (§ 26 Abs. 3 GO NRW). Das von den Vertretern des Bürgerbegehrens genannte Datum für den Fristablauf habe aus Sicht der Stadt Paderborn keine Grundlage im Gesetz.
Darüber hinaus weise das Bürgerbegehren inhaltliche Mängel auf. Ein Bürgerbegehren müsse neben der zur Entscheidung zu bringenden Frage eine Begründung und eine Kosteneinschätzung der Verwaltung für die verlangte Maßnahme enthalten (§ 26 Abs. 2 GO NRW). Die Bürgerinnen und Bürger müssten dem Antrag des Bürgerbegehrens also entnehmen können, welche Maßnahme von ihnen anstelle des Rates konkret verlangt werde. Was mit dem in dem Bürgerbegehren geforderten Unterlassen des Neubaus der Stadtverwaltung erreicht werden soll, gehe aus der Abstimmungsfrage jedoch nicht eindeutig hervor. Auch die vom Gesetz vorgesehene Kosteneinschätzung, die dem Antrag fehlt, sei im Rahmen eines Bürgerbegehrens nicht entbehrlich, da sie den Abstimmenden die finanzielle Tragweite ihrer Entscheidung im Fall eines Erfolgs des Bürgerbegehrens vor Augen führen solle. Das Bürgerbegehren erfülle die gesetzlich festgelegten Anforderungen an Eindeutigkeit, Klarheit, Richtigkeit und Vollständigkeit nach Auffassung der Stadt Paderborn somit nicht. Die Durchführung des Bürgerbegehrens war durch die Vertretungsberechtigen im Anschluss an den Ratsbeschluss zum Neubau der Stadtverwaltung angekündigt worden. Dieser hatte den Schlusspunkt einer langjährigen Diskussion um die zukünftige Unterbringung der Stadtverwaltung gebildet, die unter anderem in dem dringenden Raumbedarf, der maroden Bausubstanz und der fehlenden Barrierefreiheit der Stadtverwaltung begründet war.
Mai 2019: Gespräche zwischen Stadt und Kirche zum Marienplatz, Projektbeirat zum Verwaltungsneubau tagte zum ersten Mal
Zu seiner ersten Sitzung kam am Mittwoch der Projektbeirat zum Verwaltungsneubau am Abdinghof zusammen. Ihm gehören als Beiratsmitglieder der Vorsitzende Heiner Farwick, Büro farwick + grote Ahaus/Dortmund, Präsident des Bundes Deutscher Architekten, Laura Jahnke, Architekturbüro Jahnke in Hamburg, Ina Bimberg, Büro für Landschaftsarchitektur in Iserlohn und Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz sowie Landesarchäologe des Bundeslandes Berlin, an. Beratend haben an dieser Sitzung Vertreter St. Liborius-Pfarrgemeinde als Eigentümerin des Marienplatzes, des Heimatvereins Paderborn, der Planungsbüros sowie des Paderborner Rates teilgenommen. Themen der Sitzung waren unter anderem das Verständnis und die Aufgabe des Projektbeirates sowie die Vorstellung der Leitideen der Entwürfe durch die Planungsbüros.
© Stadt PaderbornTagte diesen Mittwoch zum ersten Mal: der Projektbeirat der den Verwaltungsneubau am Abdinghof fachlich begleiten wird. Roland Bondzio, behet bondzio lin architekten, Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete, Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz sowie Landesarchäologe des Bundeslandes Berlin, Dechant Benedikt Fischer, Bürgermeister Michael Dreier, Thomas Dietrich, Planergruppe Oberhausen, Heiner Farwick, Büro farwick + grote Ahaus/Dortmund, Laura Jahnke, Architekturbüro Jahnke in Hamburg, Martin Behet, behet bondzio lin architekten und Ute Aufmkolk, Planergruppe Oberhausen (v.l.n.r.).
Vor dem Hintergrund der besonderen Bedeutung der Projekte rund um den Abdinghof soll der Projektbeirat -in Anlehnung an die Arbeit herkömmlicher Gestaltungsbeiräte- Politik, Verwaltung und die Planer durch seine fachliche Beratung unterstützen.
Die Stadt Paderborn führt mit der St. Liborius-Pfarrgemeinde als Eigentümerin des Marienplatzes Gespräche über die künftige Gestaltung des Marienplatzes im Zuge des beabsichtigten Neubaus der Stadtverwaltung Am Abdinghof. Ausgangspunkt ist dabei der Siegerentwurf des hochbaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs Abdinghof der behet bondzio lin architekten aus Münster mit der Planergruppe Oberhausen. Das vorliegende Wettbewerbsergebnis wird in enger Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Kirche, Stadt und Planungsbüros in einem Planungsprozess weiterentwickelt. Dazu finden regelmäßig weitere gemeinsame Gespräche statt. Ziel ist eine gemeinsam entwickelte und getragene Planung, die die vielfältigen Nutzungsanforderungen der Eigentümerin sowie der öffentlichen Nutzung und der Einfügung in das räumliche Umfeld berücksichtigt.
Der Paderborner Rat hatte beschlossen, dass der Neubau der Paderborner Stadtverwaltung Am Abdinghof zeitnah angegangen werden soll. Die Arbeitsgruppe Stadtverwaltung solle sich nunmehr mit der Konkretisierung der Pläne des Siegerentwurfs aus dem Architektenwettbewerb beschäftigen. Im November vergangenen Jahres hatte der Paderborner Rat dem Neubau und der Sanierung der Paderborner Stadtverwaltung bereits zugestimmt. Damit soll der Siegerentwurf des hochbaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs Abdinghof der behet bondzio lin architekten aus Münster mit der Planergruppe Oberhausen umgesetzt werden. Die Architekten überzeugten das Preisgericht mit einem modernen und zukunftsfähigen Entwurf, der sich auf überzeugende Weise mit den hohen städtebaulichen, freiraumplanerischen, architektonischen und funktionalen Ansprüchen des Areals und des Gebäudekomplexes auseinandersetzt.
April 2019: Viele Fragen zum Neubau der Stadtverwaltung beantwortet
Welche Aufgaben soll der den Neubau der Stadtverwaltung begleitende Gestaltungsbeirat haben? Wie vertragen sich die davor fahrenden Busse mit der offenen und transparenten Gestaltung des geplanten Verwaltungsneubaus? Warum ist geplant, einen Teil der Linden am Marienplatz zu entfernen?
Drei von vielen Fragen, um die es am Samstag im Paderborner Rathaus ging. Die Stadt Paderborn hatte gemeinsam mit den Architekten des geplanten Neubaus der Paderborner Stadtverwaltung zu einer Info-Veranstaltung eingeladen. Mehr als 150 Interessierte diskutierten gut zweieinhalb Stunden mit Vertretern der Stadt und mit den Architekten. Es nahmen auch Umweltverbände teil, die sich für den Erhalt der Bäume am Marienplatz einsetzen.
Bürgermeister Michael Dreier machte zu Beginn deutlich, dass das neue Dienstleistungszentrum am Marienplatz ein Begegnungszentrum für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt werden soll. Mit Einwohneramt, Café, Kinderbibliothek, Tourist-Info, Ticket-Center und vielem mehr wolle man die Innenstadt stärken und einen Lückenschluss zwischen Dom, Markt, Rathaus und Paderquellgebiet vollziehen.
Martin Behet vom Architekturbüro behet bondzio lin aus Münster stellte im Anschluss daran seinen Architekturentwurf vor. Die Einfügung in die historische Altstadt, die Schaffung eines repräsentativen Verwaltungsstandorts und die Entwicklung eines Bürgerservice nach dem Prinzip einer Markthalle seien entscheidene Eckpunkte für den Entwurf gewesen. Deshalb habe man auch drei Geschosse zu einem öffentlichen Raum zusammengeführt und dort eine große Treppe als Kaskade für den Aufenthalt als räumliches Element gewählt.
© Stadt PaderbornMehr als 150 Interessierte kamen zur Info-Veranstaltung über die neue Stadtverwaltung Am Abdinghof ins Paderborner Rathaus am Samstag.
Als wirtschaftliche Lösung mit höchster Flächeneffizienz bezeichnete Sören Lühr den vorgestellten Entwurf. Der Betriebsleiter des Gebäudemanagements der Stadt Paderborn nannte Gesamtkosten von 69.5 Millionen Euro, wobei davon 13 Millionen Euro auf die Sanierung vorhandener Gebäude, 49.5 Millionen für den Neubau am Marienplatz und sieben Millionen Euro für die Umgestaltung des Marienplatzes, des Franz-Stock-Platzes und des Platzes vor dem Abdinghof entfallen. Die Stadt rechne mit einer Förderung des Landes von etwa 14 Millionen Euro. Lühr zufolge soll 2020 mit dem Abriss begonnen werden, 2021 soll der Neubau folgen, mit der Fertigstellung werde 2024 gerechnet.
Zur Umgestaltung der drei Plätze informierte Marian Enders, Freianlagenplaner von der Planergruppe Oberhausen. Man habe sich generell die Frage gestellt, was mache diese Orte aus? So sei die Idee entstanden, den Marienplatz zum Neubau hin zu öffnen. Deshalb solle auf die bestehende Mauer zum Neubau hin verzichtet werden, einige der Bäume am Marienplatz müssten dafür entfallen. Das Niveau des Marienplatzes wolle man mit Treppen senken. Als eine Art Vermittler zum Paderquellgebiet sei der Platz am Abdinghof geplant. Der Platz solle eine Rampentreppenanlage erhalten und nur noch mit Parkplätzen für Behinderte und Taxis versehen werden. Um den Erhalt der jetzigen Struktur gehe es beim Franz-Stock-Platz. Man wolle dort reparieren und die Bühne reaktvieren.
Der Gestaltungsbeirat, dem anerkannte Fachleute, wie Dr. Matthias Wemhoff, langjähriger Museumsleiter der Paderborner Kaiserpfalz und seit 2008 Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin und damit Landesarchäologe von Berlin, angehören, soll den Prozess des Neubaus eng begleiten, so Bürgermeister Michael Dreier. Zur Frage der Busse in der Fußgängerzone ging Claudia Warnecke auf die Geschichte des Prozesses ein. Die Technische Beigeordnete der Stadt nannte den Nahverkehrsplan, in dessen Rahmen mehrere Varianten untersucht worden seien. In einer Arbeitsgruppe sei unter Beteiligung von Ratsvertretern entschieden worden, dass es keine gute Alternative zum Verkehr durch die Innenstadt gebe. Auf die Frage der künftige Nutzug der Räume erklärte Monika Bürger, Leiterin des Haupt- und Personalamtes der Stadt, dass mit dem Einwohneramt und der Kinderbibliothek publikumsintensive Bereiche im Neubau untergebracht würden und dass die Flächen insgesamt flexibel gestaltet seien, so dass bei zunehmenender Digitalisierung von Verwaltungsleistungen eventuell nicht mehr benötigte Flächen dann an den Markt gebracht werden könnten. Zur Umgestaltung des Marienplatzes meldete sich Dechant Benedikt Fischer zu Wort. Die Liborius-Pfarrei als Eigentümerin des Platzes habe sich Gesprächen nicht verschlossen und werde das auch künftig nicht tun. Die Details müssten Thema weiterer Gespräche sein, der Platzcharakter solle erhalten bleiben, es dürfe keine beliebige Freifläche werden. Man müsse den besten Kompromiss finden.
Der Paderborner Rat hatte beschlossen, dass der Neubau der Paderborner Stadtverwaltung Am Abdinghof jetzt zeitnah angegangen werden soll, da ein zulässiges Bürgerbegehren nicht mehr zu erwarten sei. Die Arbeitsgruppe Stadtverwaltung solle sich nunmehr zeitnah mit der Konkretisierung der Pläne des Siegerentwurfs aus dem Architektenwettbewerb beschäftigen. Im November vergangenen Jahres hatte der Paderborner Rat dem Neubau und der Sanierung der Paderborner Stadtverwaltung bereits zugestimmt. Damit soll der Siegerentwurf des hochbaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs Abdinghof der behet bondzio lin architekten aus Münster mit der Planergruppe Oberhausen umgesetzt werden. Die Architekten überzeugten das Preisgericht mit einem modernen und zukunftsfähigen Entwurf, der sich auf überzeugende Weise mit den hohen städtebaulichen, freiraumplanerischen, architektonischen und funktionalen Ansprüchen des Areals und des Gebäudekomplexes auseinandersetzt.
April 2019: Stadt Paderborn und Architekten informieren am Samstag, 6. April, im Rathaus
Welche planerische Idee steckt hinter dem Entwurf des Neubaus der Stadtverwaltung am Marienplatz? Wie sieht das neue Bürgerzentrum im Herzen der Stadt von innen aus? Wie belebt der Neubau die Innenstadt? Fragen, auf die am Samstag, 6. April, um 11 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses Antworten gegeben werden. Dort informieren Martin Behet und Roland Bondzio vom Architekturbüro behet bondzio lin aus Münster, der Freianlagenplaner von der Planergruppe Oberhausen mit Marian Enders, Bürgermeister Michael Dreier sowie weitere Projektbeteiligte der Paderborner Stadtverwaltung. „Wir möchten alle, die sich für das Projekt interessieren, aus erster Hand informieren und aufzeigen, welche Chancen diese neue städtebauliche Lösung für die Innenstadt bietet“, so Bürgermeister Michael Dreier. Der Standort der Stadtverwaltung sei durch seine Nähe zu prägnanten historischen Orten, wie dem westlichen Paderquellgebiet als Gartendenkmal, der Abdinghofkirche und dem Rathaus, eine spannende Herausforderung für den Städtebau.
© Stadt PaderbornAm Samstag, 6. April, um 11 Uhr informieren Martin Behet und Roland Bondzio vom Architekturbüro behet bondzio lin aus Münster, der Freianlagenplaner von der Planergruppe Oberhausen mit Marian Enders, Bürgermeister Michael Dreier sowie weitere Projektbeteiligte der Paderborner Stadtverwaltung im großen Saal des Rathauses über den Neubau der Stadtverwaltung.
Erstmals zu sehen ist auch ein Videoclip, der darstellt, wie die zukünftige neue Stadtverwaltung innen aussehen wird. „Bisher wurden Ansichten und Pläne gezeigt, der Clip macht das Projekt erlebbar und macht vieles verständlicher“, freut sich Architekt Martin Behet.
Der Paderborner Rat hatte in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass der Neubau der Paderborner Stadtverwaltung Am Abdinghof jetzt zeitnah angegangen werden soll, da ein zulässiges Bürgerbegehren nicht mehr zu erwarten sei. Die Arbeitsgruppe Stadtverwaltung solle sich nunmehr zeitnah mit der Konkretisierung der Pläne des Siegerentwurfs aus dem Architektenwettbewerb beschäftigen. Im November vergangenen Jahres hatte der Paderborner Rat dem Neubau und der Sanierung der Paderborner Stadtverwaltung bereits zugestimmt. Damit soll der Siegerentwurf des Hochbaulich-Freiraumplanerischen Wettbewerbs Abdinghof der behet bondzio lin architekten aus Münster mit der Planergruppe Oberhausen umgesetzt werden. Die Architekten überzeugten das Preisgericht mit einem modernen und zukunftsfähigen Entwurf, der sich auf überzeugende Weise mit den hohen städtebaulichen, freiraumplanerischen, architektonischen und funktionalen Ansprüchen des Areals und des Gebäudekomplexes auseinandersetzt.
„Wir wollen mit dieser Veranstaltung den Auftakt für eine breite Information über das Projekt geben und damit Dialog darüber vertiefen“, so Bürgermeister Michael Dreier. Ziel sei es, offen, transparent und umfassend die Fakten auf den Tisch zu legen, um damit eine vorurteilsfreie Meinungsbildung über das Projekt zu fördern.
März 2019: Breite Mehrheit stimmt dafür
Der Neubau der Paderborner Stadtverwaltung Am Abdinghof wird jetzt zeitnah angegangen, da ein zulässiges Bürgerbegehren nicht mehr zu erwarten sei. Das beschloss der Paderborner Rat mit den Stimmen von CDU und SPD am Donnerstagabend bei seiner Sitzung in der Paderborner Universität. Die AG Stadtverwaltung solle sich nunmehr zeitnah mit der Konkretisierung der Pläne des Siegerentwurfs aus dem Architektenwettbewerb beschäftigen.
Bürgermeister Michael Dreier machte in der Sitzung deutlich, dass die Frist für ein Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss zum Neubau der Paderborner Stadtverwaltung Am Abdinghof vom 15.11.2018 nach seiner Auffassung und nach Auffassung des Kreises Paderborn als Rechtsaufsicht abgelaufen sei.
Der endgültige Beschluss aus dem November 2018 sei ein Schlusspunkt einer Diskussion um die zukünftige Unterbringung der Stadtverwaltung, die seit vielen Jahren geführt wurde. Während dieser langjährigen Überlegungen seien alle relevanten Fakten und Belange in diversen Projektgruppen auch in wirtschaftlicher Hinsicht überprüft worden.
Die nach der Gemeindeordnung für ein Bürgerbegehren erforderlichen Unterstützungsunterschriften würden üblicherweise auf den Unterschriftenlisten geleistet, so Dreier. Um der gesetzlich festgelegten Schriftform Genüge zu tun, dürften die Unterstützungsunterschriften nur auf solchen Listen geleistet werden, auf denen die zur Entscheidung zu bringende Frage, die Begründung und die vertretungsberechtigten Personen aufgeführt sind (§ 26 Abs. 2 S. 1 GO NRW) und die Kostenschätzung der Verwaltung angegeben wurde (§ 26 Abs. 2 S. 6 GO NRW). Die Unterschriften, die auf Unterschriftenlisten ohne die vom Gesetz angeforderten Angaben stehen, könnten bei der Zählung nicht berücksichtigt werden, so Michael Dreier.
Die Initiatoren des Projekts seien trotz mehrfacher schriftlicher und mündlicher Nachfrage aber bis heute nicht bereit gewesen, ihr Bürgerbegehren soweit zu konkretisieren, dass eine plausible Schätzung der Kosten der geforderten Maßnahme möglich wäre. Die Initiatoren wendeten sich gegen den Siegerentwurf, das weitere Schicksal des Gebäudeteils C/Ca bleibe aber völlig offen.
Dreier machte deutlich, dass ein dringender Raumbedarf der Paderborner Stadtverwaltung bestehe, da die aktuell in Nutzung befindlichen Standorte bis an ihre Kapazitätsgrenzen ausgelastet seien, was eine zeitnahe Realisierung des Projektes fordere. Zudem verursache eine weitere Verschiebung der Baumaßnahmen auch eine weitere Kostensteigerung für die Gesamtmaßnahme. Auch gebe es vertragliche Grundlagen zwischen der Stadt Paderborn und dem Büro des Wettbewerbsgewinners, die sich aber nicht für einen länger andauernden zeitlich unbestimmten Rahmen sicherstellen ließen.
Februar 2019: Neubau Stadtverwaltung Thema im Rat
Die Frist für ein Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss zum Neubau der Paderborner Stadtverwaltung Am Abdinghof vom 15.11.2018 ist nach Auffassung der Verwaltung und des Kreises Paderborn als Rechtsaufsicht abgelaufen. "Ich schlage dem Rat für seine Sitzung am 7. März vor, den Ratsbeschluss vom 15.11.2018 zur Realisierung des Projektes, das Gegenstand des städtebaulichen Wettbewerbs "Abdinghof Paderborn" war (Neubau der Gebäudeteile C/Ca und Plätze), nunmehr zeitnah umzusetzen". Diesen Beschlussvorschlag unterbreitet Bürgermeister Michael Dreier dem Rat für seine Sitzung am 7. März in der Paderborner Universität.
Der endgültige Beschluss aus dem November 2018 sei ein Schlusspunkt einer Diskussion um die zukünftige Unterbringung der Stadtverwaltung, die seit vielen Jahren geführt wurde. Während dieser langjährigen Überlegungen seien alle relevanten Fakten und Belange in diversen Projektgruppen auch in wirtschaftlicher Hinsicht überprüft worden, heißt es in der Vorlage.
Bezüglich des Bürgerbegehrens wird in der Begründung für die Forderung der Umsetzung des Projekts festgestellt, dass die Mitteilung, ein solches Bürgerbegehren durchführen zu wollen und die anschließende Sammlung von Unterschriften keine rechtliche Sperrwirkung für den Rat entfalte. Darüber hinaus sei die dreimonatige Frist für ein Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss vom 15.11.2018 nach Auffassung der Verwaltung und der Aufsichtsbehörde abgelaufen.
Die nach der Gemeindeordnung für ein Bürgerbegehren erforderlichen Unterstützungsunterschriften werden üblicherweise auf den Unterschriftenlisten geleistet. Um der gesetzlich festgelegten Schriftform Genüge zu tun, dürfen die Unterstützungsunterschriften nur auf solchen Listen geleistet werden, auf denen die zur Entscheidung zu bringende Frage, die Begründung und die vertretungsberechtigten Personen aufgeführt sind (§ 26 Abs. 2 S. 1 GO NRW) und die Kostenschätzung der Verwaltung angegeben wurde (§ 26 Abs. 2 S. 6 GO NRW). Die Unterschriften, die auf Unterschriftenlisten ohne die vom Gesetz angeforderten Angaben stehen, können bei der Zählung nicht berücksichtigt werden, wird in der Vorlage mitgeteilt.
Weiterhin wird dargelegt, dass die Initiatoren des Projekts trotz mehrfacher schriftlicher und mündlicher Nachfrage aber bis heute nicht bereit waren, ihr Bürgerbegehren soweit zu konkretisieren, dass eine plausible Schätzung der Kosten der geforderten Maßnahme möglich wäre. Somit wenden sie sich gegen den Siegerentwurf, das weitere Schicksal des Gebäudeteils C/Ca bleibe aber völlig offen.
Zusätzlich bestehe ein dringender Raumbedarf, da die aktuell in Nutzung befindlichen Standorte bis an ihre Kapazitätsgrenzen ausgelastet seien, was eine zeitnahe Realisierung des Projektes fordere. Zudem verursache eine weitere Verschiebung der Baumaßnahmen auch eine weitere Kostensteigerung für die Gesamtmaßnahme. Auch gebe es vertragliche Grundlagen zwischen der Stadt Paderborn und dem Büro des Wettbewerbsgewinners, die sich aber nicht für einen länger andauernden zeitlich unbestimmten Rahmen sicherstellen ließen.
© Stadt PaderbornStellten die Beschlussvorlage zur Unterbringung der Paderborner Stadtverwaltung Am Abdinghof für den Rat am 7. März vor: Sören Lühr, Betriebsleiter des Gebäudemanagements der Stadt Paderborn, Bürgermeister Michael Dreier, Cornelia Burmann, Leiterin des Rechtsamtes der Stadt Paderborn, und Monika Bürger, Leiterin des Haupt- und Personalamtes der Stadt Paderborn.
BeschlussvorlagePDF-Datei121,53 kB
November 2018: Paderborner Rat stimmte mit deutlicher Mehrheit zu
Mit den Stimmen von CDU, SPD und Linksfraktion stimmte der Paderborner Rat am Donnerstagabend, 15. November, dem Neubau und der Sanierung der Paderborner Stadtverwaltung zu. Zuvor wurde ein Ratsbürgerentscheid zu diesem Thema, den FBI, FDP, Für Paderborn und LKR beantragt hatten und der die Zustimmung von Bündnis 90/Die Grünen fand, abgelehnt.
Damit soll der Siegerentwurf des Hochbaulich-Freiraumplanerischen Wettbewerbs Abdinghof umgesetzt werden. Den mit 45.000 Euro dotierten 1. Preis erhielt die behet bondzio lin architekten GmbH & Co.KG aus Münster mit der Planergruppe GmbH Oberhausen. Die Architekten überzeugten das Preisgericht mit einem modernen und zukunftsfähigen Entwurf, der sich auf überzeugende Weise mit den hohen städtebaulichen, freiraumplanerischen, architektonischen und funktionalen Ansprüchen des Areals und des Gebäudekomplexes auseinandersetzt. Dieses Projekt beinhaltet den Abriss des Gebäudes über den Arkaden am Abdinghof sowie des Gebäudes zum Marienplatz hin, deren vollständige Neukonzeption inklusive eines umfangreichen Bürgerservice-Angebotes und inklusive der Neugestaltung der dazugehörigen Plätze (Marienplatz, Franz-Stock-Platz sowie des derzeitigen Parkplatzes Am Abdinghof). Daneben sollen die Gebäude oberhalb des derzeitigen Abdinghof-Parkplatzes sowie zur Abdinghofkirche hin saniert werden, diese Maßnahme war allerdings nicht Bestandteil des Wettbewerbs. Mit einer Fertigstellung des Komplexes im Herzen der Stadt wird im Jahre 2024 gerechnet.
„Wir wollen mit der Umsetzung dieser anspruchsvollen Planung den nächsten großen Schritt zur Entwicklung eines neuen Quartiers im Herzen der Stadt machen“, sieht Bürgermeister Michael Dreier große Chancen für eine deutliche Aufwertung dieses Bereiches. Der Standort der Stadtverwaltung sei durch seine Nähe zu prägnanten historischen Orten, wie dem westlichen Paderquellgebiet als Gartendenkmal, der Abdinghofkirche und dem Rathaus, eine spannende Herausforderung für den Städtebau. Zudem stelle das neue Quartier mit den Plätzen Marienplatz, Vorplatz Am Abdinghof und dem Franz-Stock-Platz als eingetragenes Denkmal einen Lückenschluss zu den neugestalteten Königsplätzen, dem Dom- und Marktplatz und dem Paderquellgebiet dar. „Wir werden der Innenstadt an dieser Stelle ein neues Gesicht geben“, ist sich Michael Dreier sicher.
Doch nicht nur außen soll die Planung überzeugen, sondern insbesondere auch durch die Nutzung als ein moderner Bürgerservice, der im Zeitalter der Digitalisierung Verwaltungsdienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger optimal zur Verfügung stellen soll. „Der Bürgerservice mit einem zentralen Eingang vom Marienplatz soll das Herz der neuen Verwaltung sein, in dem mehr als bisher vieles gebündelt wird, was wir anbieten, und in dem man so auf kurzem Wege gleich neben der Haupteinkaufsstraße problemlos in die Verwaltung findet“, so der Bürgermeister, der dadurch die Paderborner Stadtverwaltung noch bürgerfreundlicher und serviceorientierter machen möchte.
Der jetzige Entscheidung für den Neubau und die Sanierung der Stadtverwaltung Am Abdinghof hat eine lange Geschichte. Diskutiert worden war 2011 die Unterbringung der Stadtverwaltung an der Florianstraße. Diese Variante hat 79,5 Millionen Euro gekostet, eine Tiefgarage für 13 Millionen Euro eingerechnet. Wenn man Preissteigerungen von zwei Prozent pro Jahr seit 2011 unterstellt, kommt man heute auf Kosten von 92 Millionen. 2014 waren Standortalternativen in der Alanbrooke-Kaserne zusammen mit Teilen der Stadtverwaltung Am Abdinghof (Bereich zur Abdinghofkirche und zum Parkplatz) mit hochgerechneten Kosten von 86,5 Millionen Euro diskutiert worden. Die jetzt geplante Unterbringung der Paderborner Stadtverwaltung Am Abdinghof und am Hoppenhof würde insgesamt 87 Millionen Euro betragen. Das sind die zum Zeitpunkt der geplanten Fertigstellung im Jahre 2024 hochgerechneten Kosten.
April 2018: 1. Preis für den Entwurf von „behet bondzio lin architekten“
Am Donnerstag, 19.04.2018, tagte das unabhängige Preisgericht zum Wettbewerb um den Rathausneubau der Stadt Paderborn. Aus den neun eingereichten Arbeiten der 2. Wettbewerbsphase wurden drei Preisträger und zwei Anerkennungen gekürt, welche sich sowohl aus regionalen Vertretern der Architekten/Landschaftsarchitekten (Paderborn, Soest, Münster) als auch weiter entfernten Büros (Berlin) zusammensetzen. Die Stadt Paderborn hat beschlossen, die Unterbringung der Stadtverwaltung neu zu organisieren. Neben einem Verwaltungsbereich „Am Hoppenhof“ soll ein Neubau „Am Abdinghof“ in Verbindung mit den dort vorhandenen Bestandsgebäuden das breite Angebot der Stadt aufnehmen. Um den besten Entwurf für die Unterbringung der 11.500 m² Geschossfläche zu finden, wurde ein offener Wettbewerb ausgelobt.
© behet bondzio lin architekten und Planergruppe Oberhausen1. Preis „behet bondzio lin architekten“ und „Planergruppe Oberhausen“
In einer ganztägigen Sitzung wählten Vertreter der Stadt Paderborn und der Politik mit der Unterstützung von insgesamt acht externen Architekten die prämierten Arbeiten aus. Die Preisgerichtssitzung bildete den krönenden Abschluss des bereits seit September 2017 laufenden Wettbewerbsverfahrens. Die fast einstimmige Entscheidung für den 1. Preis zeigt deutlich, wie sehr die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft aus dem Architekturbüro „behet bondzio lin architekten GmbH & Co.KG“ aus Münster gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten „Planergruppe GmbH Oberhausen“ aus Oberhausen überzeugen konnte.
So heißt es auch im Beurteilungstext: „Die Verfasser überraschen durch eine städtebaulich ungewöhnliche und geschickt Antwort: Höhenstaffelung sowie Vor- und Rücksprünge nehmen die angrenzenden Traufhöhen auf, betonen die Eingangssituation, lösen das Bauvolumen geschickt auf und stellen eine selbstbewusste Geste zum Marienplatz dar.“ Die Arbeit des 1. Preisträgers kann neben den städtebaulichen Aspekten vor allem auch durch ihre offene Innenraumgestaltung und die flexibel Nutzbaren Grundrissflächen überzeugen.
© behet bondzio lin architekten und Planergruppe Oberhausen1. Preis: Grundrisse
WettbewerbsdokumentationPDF-Datei13,61 MB
Beteiligte BürosPDF-Datei1,85 MB