Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=18.09.1981&Aktenzeichen=VI%20R%2044/77
Timestamp: 2019-10-22 02:45:02
Document Index: 261995361

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 7', '§ 102', '§ 38', '§ 102', '§ 7', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 50', '§ 49', '§ 42', '§ 55', '§ 42']

BFH, 18.09.1981 - VI R 44/77 - dejure.org
BFH, 18.09.1981 - VI R 44/77
https://dejure.org/1981,118
BFH, 18.09.1981 - VI R 44/77 (https://dejure.org/1981,118)
BFH, Entscheidung vom 18.09.1981 - VI R 44/77 (https://dejure.org/1981,118)
BFH, Entscheidung vom 18. September 1981 - VI R 44/77 (https://dejure.org/1981,118)
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EStG 1969 § 38; StAnpG § 7; FGO § 102
Lohnsteuer - Haftung - Arbeitgeber
EStG (1969) § 38; FGO § 102; StAnpG § 7
Darlegung der Ermessenserwägungen spätestens in Einspruchsentscheidung; Ausschluß der Arbeitgeberhaftung bei entschuldbarem Rechtsirrtum über Steuerfreiheit tarifvertraglicher Ausgleichsvergütung
BFHE 134, 149
NJW 1982, 1416 (Ls.)
BStBl II 1981, 801
Damit liegen nicht lediglich solche --nicht steuerbefreite-- Lohnbestandteile vor, die bloß an begünstigte Zeiten anknüpfen, ohne dass in ihnen auch tatsächlich Arbeitsleistungen erbracht werden (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 3. Mai 1974 VI R 211/71, BFHE 112, 478, BStBl II 1974, 646, zum freigestellten Betriebsratsmitglied; vom 18. September 1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801, zum Freizeitausgleich unter Fortzahlung der Bezüge; vom 26. Oktober 1984 VI R 199/80, BFHE 142, 146, BStBl II 1985, 57, zum Mutterschutzlohn, und vom 24. November 1989 VI R 92/88, BFHE 159, 157, BStBl II 1990, 315, zu Zeitzuschlägen bei Bereitschaftsdienst).
BFH, 18.08.2005 - VI R 32/03
Eine Aufteilung in Arbeitslohn und Zuwendungen im betrieblichen Eigeninteresse …
a) Allerdings kann die Inanspruchnahme des Arbeitgebers von vornherein ausgeschlossen sein, wenn sich der Arbeitgeber in einem Rechtsirrtum befunden hat, dessen Ursache in der Sphäre der Finanzverwaltung lag (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 18. September 1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801, und vom 24. Januar 1992 VI R 177/88, BFHE 167, 359, BStBl II 1992, 696, jeweils m.w.N.).
Soweit in der Rechtsprechung des Senats anerkannt ist, dass eine Haftung des Vergütungsschuldners ermessensfehlerhaft ist, wenn er Steuern infolge eines entschuldbaren Rechtsirrtums nicht einbehalten hat (vgl. Senatsurteil vom 20. Juli 1988 I R 61/85, BFHE 154, 473, BStBl II 1989, 99, unter Hinweis auf BFH-Urteil vom 18. September 1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801; zur Einordnung als Ermessensfehler vgl. Senatsurteil vom 13. September 2000 I R 61/99, BFHE 193, 286, BStBl II 2001, 67), liegen diese Voraussetzungen nicht vor.
Dazu müsste das FA die Antragstellerin aufgrund einer Auskunft, einer Außenprüfung oder einer anderen Sachbehandlung in den Glauben versetzt haben, sie brauche für einen bestimmten Tatbestand keine Steuer einzubehalten (vgl. für die Lohnsteuerhaftung BFH-Urteil in BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801).
Nach der Rspr. des BFH sind Zuschläge nur dann nicht steuerfrei, wenn ihnen keine tatsächliche Arbeitsleistung zugrunde liegt, wie dies im Rahmen einer Entgeltfortzahlung der Fall ist (vgl. Urteile des BFH vom 03.05.1974 VI R 211/71, BFHE 112, 478, BStBl II 1974, 646, zum freigestellten Betriebsratsmitglied; vom 18.09.1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801, zum Freizeitausgleich unter Fortzahlung der Bezüge; vom 24.11.1989 VI R 92/88, BFHE 159, 157, BStBl II 1990, 315, zu Zeitzuschlägen bei Bereitschaftsdienst; BFH-Beschluss vom 27.05.2009 VI B 69/08, BFHE 225, 137, BStBl II 2009, 730 zum MuschG).
Demgemäß muss die im Regelfall erforderliche Begründung die tragenden Erwägungen der Finanzbehörde in Bezug auf den konkreten Sachverhalt nachvollziehbar darlegen; Leerfloskeln reichen ebenso wenig aus wie eine Wiedergabe des Gesetzestextes (BFH-Urteil vom 18. September 1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801, unter 2. a; FG Baden-Württemberg, Urteil vom 31. Juli 1991 2 K 19/90, EFG 1991, 715, unter 2.; FG Düsseldorf, Urteil vom 13. Juli 2000 18 K 8833/99 AO, EFG 2001, 119, unter 3. c) bb); Drüen in Tipke/Kruse, Abgabenordnung/Finanzgerichtsordnung, § 5 AO Rz 67 f.; Klein/Gersch, AO, 12. Aufl., § 5 Rz 13).
Die Begründung kann mit der Einspruchsentscheidung nachgeholt oder ergänzt werden (BFH-Urteil in BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801; Drüen in Tipke/Kruse, Abgabenordnung/Finanzgerichtsordnung, § 5 Rz 71, m.w.N.).
BFH, 22.11.2005 - VII R 21/05
Haftung des Gesellschafter-Geschäftsführers für Lohnsteuer bei Lohnzahlung aus …
Diesem subjektiven Maßstab entsprechend setzt die Haftung auch Kenntnis oder vorwerfbare Unkenntnis der betreffenden steuerrechtlichen Pflichten eines Geschäftsführers voraus; ein entschuldbarer, weil nicht grob fahrlässiger Rechtsirrtum lässt die Haftung folglich entfallen (Senatsurteil vom 21. Juni 1994 VII R 34/92, BFHE 175, 198, BStBl II 1995, 230; vgl. auch BFH-Urteil vom 18. September 1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801).
BFH, 20.07.1988 - I R 61/85
Beschränkt Steuerpflichtiger - Steuerabzug - Inanspruchnahme - …
Die vom VI. Senat des BFH im Urteil vom 18. September 1981 VI R 44/77 (BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801) vertretene Auffassung gilt für die Haftungsinanspruchnahme gemäß § 50a Abs. 5 EStG entsprechend.
b) Der VI. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat für das Verhältnis zwischen der Inanspruchnahme des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers in ständiger Rechtsprechung entschieden (vgl. Urteil vom 18. September 1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801 m. w. N.), daß das FA die Wahl, an welchen Gesamtschuldner es sich halten will, nur nach pflichtgemäßem Ermessen und unter Beachtung der durch Recht und Billigkeit gezogenen Grenzen treffen kann.
c) Sollte das FG zu der Auffassung kommen, daß die schweizerische AG den Tatbestand des § 49 Abs. 1 Nr. 9 EStG verwirklicht hat, so kann die Inanspruchnahme der Klägerin als Haftende dennoch ausgeschlossen sein, wenn diese die Körperschaftsteuer infolge eines entschuldbaren Rechtsirrtums nicht einbehielt (vgl. Leitsatz 2 des Urteils in BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801).
BFH, 27.04.2001 - VI R 2/98
Sie kann sich darauf berufen, dass in dem umstrittenen Zeitraum die Lohnsteuer-Richtlinien (LStR) diese Aufwendungen als Reisekosten behandelt haben (Abschn. 39 Abs. 6 LStR 1990 und 1993; vgl. zur Haftung bei unklaren Verwaltungsrichtlinien BFH-Urteil vom 18. September 1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801; sowie BFH-Urteil vom 23. Oktober 1992 VI R 65/91, BFHE 169, 299, BStBl II 1993, 844;… Schmidt/Drenseck, Einkommensteuergesetz, 20. Aufl., § 42d Rz. 26).
FG Düsseldorf, 08.04.2003 - 3 K 1950/01
Zeitzuschläge; Feiertagsarbeit; Freizeitausgleich; Antragserfordernis; …
Die Kläger verweisen insoweit auf das Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 18.09.1981 VI R 44/77 (Bundessteuerblatt -BStBl- II 1981, 801; BFHE 134, 149).
Der Beklagte hält an der in der Einspruchsentscheidung vertretenen Auffassung fest und verweist für seine Auffassung seinerseits auf die Entscheidung des BFH vom 18.09.1981 VI R 44/77.
Der Ausschluss der Steuerfreiheit bei Abgeltung eines Freizeitanspruchs in den Lohnsteuerrichtlinien beruht offensichtlich auf dem Urteil des BFH vom 18. September 1981 VI R 44/77 (BStBl II 1981, 801, BFHE 134, 149).
Es kann dahinstehen, ob der vom BFH im Urteil VI R 44/77 vertretenen Rechtsauffassung gefolgt werden kann, jedenfalls unterscheidet sich der der Entscheidung des BFH zu Grunde liegende Sachverhalt in einem wesentlichen Punkt von dem vorliegenden Streitfall.
BFH, 07.12.1984 - VI R 164/79
1. Zum Essensfreibetrag (keine Erhöhung) - 2. Haftung des Arbeitgebers; Anwendung …
Nach der Rechtsprechung des Senats muß das FA, wenn es einen Arbeitgeber als Haftungsschuldner für nicht einbehaltene Lohnsteuern in Anspruch nehmen will, im Haftungsbescheid oder spätestens in der Entscheidung über den Einspruch gegen den Haftungsbescheid seine Ermessenserwägungen darlegen, weshalb es den Arbeitgeber als Haftungsschuldner und nicht den Arbeitnehmer als Steuerschuldner in Anspruch nimmt (Urteil vom 18. September 1981 VI R 44/77, BFHE 134, 149, BStBl II 1981, 801).
FG Düsseldorf, 08.04.2003 - 3 K 7159/00
BFH, 22.09.2005 - IX R 55/04
BFH, 15.06.1983 - I R 76/82
Einvernehmen des Finanzamts zur Umstellung des Wirtschaftsjahrs kann zu versagen …
BFH, 21.02.2006 - IX R 27/05
BFH, 09.06.2005 - IX R 68/03
BFH, 07.07.2005 - IX R 56/04
BFH, 03.06.1982 - VI R 48/79
Teilzeitbeschäftigte - Lohnsteuerhaftung - Ermessenserwägung - …
FG Nürnberg, 28.06.2007 - VI 105/06
Möglichkeit der pauschalen Besteuerung der von dem Arbeitgeber für zusätzlich zum …
FG Niedersachsen, 10.06.2004 - 11 K 408/02
BFH, 07.12.1984 - VI R 72/82
Haftung des Arbeitgebers; Ermittlung der nachzufordernden Lohnsteuer mit …
BFH, 07.05.1987 - V R 56/79
Entgeltliche Leistung - Getränkelieferung - Leergut - Wiederbeschaffungskosten - …
BFH, 16.01.2003 - VIII B 114/01
BFH, 15.03.1985 - VI R 30/81
Als Haftungsbescheid bezeichneter Bescheid, in dem Lohnsteuer pauschal …
FG Baden-Württemberg, 28.03.2003 - 3 K 218/99
Lohnsteuerhaftung des Arbeitgebers; Geldwerter Vorteil einer Mitarbeiterreise
BFH, 18.07.1985 - VI R 41/81
Lohnsteuernachforderungsbescheid - Formularmäßiger Erlaß - Wesentliche Ergänzung …
FG Baden-Württemberg, 18.02.2000 - 9 K 267/95
Umsatzsteuerkürzung für Erwerb von Waren ostdeutscher Organgesellschaften …
FG Berlin, 30.04.1997 - II 241/94
FG Düsseldorf, 26.03.2004 - 18 K 6806/00
Lohnzuschlag; Wochenfeiertagsarbeit; Freizeitausgleich; Wahlrecht; …
BFH, 13.09.1988 - V R 67/83
Inanspruchnahme eines kraft Gesetzes für einen Steuerschuldner Haftenden durch …
BFH, 26.11.1986 - I R 256/83
Berücksichtigung eines Haftungsbescheides als Verfahrensgegenstand - Ergänzung …
BFH, 31.01.1986 - VI R 17/83
BFH, 25.10.1985 - VI R 130/82
Inanspruchnahme des Arbeitgebers unbillig, wenn er den Lohnsteuerabzug …
FG Baden-Württemberg, 08.07.2005 - 10 K 129/04
Umfang der Steuerpflicht von Zuschlägen für Arbeit an Wochenfeiertagen bei …
FG Niedersachsen, 10.02.2005 - 11 K 628/02
Verfassungsmäßigkeit und EG-Rechtmäßigkeit des § 55 UStDV
FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Aufwendungen einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH); Zuschüsse zur …
FG Thüringen, 26.09.2017 - 2 K 264/13
Inhaftungnahme eines Fussballvereins für die Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und …
FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 66/92
BFH, 16.01.1990 - VII B 116/89
Voraussetzungen der ordnungsgemäßen Rüge der Verletzung der …
FG Köln, 15.03.2006 - 13 V 931/06
Haftung eines Geschäftsführers für Steuerschulden einer GmbH; Voraussetzungen für …
BFH, 14.06.1985 - VI R 167/81
Aufhebung einer Vorentscheidung wegen mangelnder Sachaufklärung - Anwendung eines …
BFH, 21.10.1986 - VII R 144/83
Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme als Haftungsschuldner für Lohnsteuern …
BFH, 11.03.1986 - VII R 144/81
Revisionsrechtliche Überprüfungsmöglichkeit des ausgeübten Ermessens hinsichtlich …
FG Rheinland-Pfalz, 16.03.2005 - 1 K 2073/02
Voraussetzungen für das Ergehen eines Haftungsbescheids gem. § 42d EStG
BFH, 26.04.1988 - VII R 105/85
Haftung für Umsatzsteuernachzahlungen bei Insolvenz des Unternehmens
BFH, 27.11.1987 - VI B 176/86
Rechtmäßigkeit eines Lohnsteuerhaftungsbescheids - Vorliegen von …
BFH, 20.09.1985 - VI R 45/82
Haftung für steuerfrei an ledige Arbeitnehmer gezahlte Auslösungen - …
BFH, 29.03.1985 - VI R 23/80
Nebenberufliche Kirchenmusiker als Arbeitnehmer einer Kirchengemeinde - …
BFH, 07.12.1984 - VI R 70/81
Lohnsteuerpflichtigkeit einer verbilligten Essensgewährung an Arbeitnehmer - …
BFH, 04.01.1988 - VI S 5/87
Voraussetzungen eines Antrags auf Aussetzung der Vollziehung
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 28.09.1990 - 14 M 60/90
Kurabgabeeinziehung durch Campingplatz-Betreiber
FG Brandenburg, 16.03.1995 - 2 K 130/93
Nachversteuerung von Arbeitnehmerlöhnen; Steuerliche Bewertung der Auszahlung …
FG Rheinland-Pfalz, 22.03.1990 - 6 K 129/87
BFH, 22.04.1986 - VII R 138/81
Inanspruchnahme des Geschäftsführers einer GmbH als Haftungsschuldner
BFH, 15.04.1986 - VII R 128/80
Nichtangabe der Selbstverbrauchsteuer in den Umsatzsteuervoranmeldungen
FG Nürnberg, 31.01.1995 - I 275/94
BFH, 26.02.1991 - VII B 92/90
BFH, 20.12.1984 - VI R 65/81
BFH, 20.11.1984 - IX R 2/78
BFH, 03.06.1982 - VI R 118/78
BFH, 08.12.1981 - VII R 106/78