Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201974,%20284
Timestamp: 2019-05-26 18:40:23
Document Index: 352019348

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 631', '§ 631', '§ 631', '§ 631', 'BGH', '§ 631', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 631', '§ 675', '§ 631', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 631', '§ 635', '§ 631', '§ 631', 'BGH']

BGH, 25.05.1972 - VII ZR 49/71 - dejure.org
BGH, 25.05.1972 - VII ZR 49/71
https://dejure.org/1972,912
BGH, 25.05.1972 - VII ZR 49/71 (https://dejure.org/1972,912)
BGH, Entscheidung vom 25.05.1972 - VII ZR 49/71 (https://dejure.org/1972,912)
BGH, Entscheidung vom 25. Mai 1972 - VII ZR 49/71 (https://dejure.org/1972,912)
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Einordnung eines Vertrages als Werkvertrag oder als Geschäftsbesorgungsdienstvertrag - Vertrag zwischen Werbeagentur und Werbungtreibendem - Gesamtauftrag mit bei Vertragsschluss noch nicht absehbaren Beratungen, Handlungen und Maßnahmen - Vereinbarung eines Pauschalhonorars für die gesamte Werbetätigkeit - Unzulässigkeit der Koppelung eines Bastel-Wettbewerbs mit einem Kaufzwang - Verletzung der Beratungspflicht
Bastel-Wettbewerb I / Bastel - Wettbewerb I
GRUR 1974, 284
WM 1972, 947
Es kommt darauf an, ob eine Dienstleistung als solche oder als Arbeitsergebnis deren Erfolg geschuldet wird (BGH, Urteile vom 16. Juli 2002 - X ZR 27/01, BGHZ 151, 330, 332 f.; vom 25. Mai 1972 - VII ZR 49/71, WM 1972, 947 unter I 1).
Bei der tatrichterlichen Feststellung, was bei Fehlen einer ausdrücklichen Regelung Vertragsgegenstand ist, sind die gesamten Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen (…MünchKomm./Soergel, BGB 3. Aufl., § 631 Rdn. 15;… RGRK/Glanzmann, BGB, 12. Aufl., Vor § 631, Rdn. 3;… Soergel/Teichmann, BGB, 12. Aufl., Vor § 631, Rdn. 12;… Staudinger/F. Peters, BGB, Neubearb. 2000, Vorbem. zu § 631, Rdn. 24; vgl. auch BGH, Urt. v. 25.5.1972 - VII ZR 49/71, WM 1972, 947 f. unter I).
Gegenstand dieses Werkvertrages war ein bestimmter, durch die Dienstleistung hervorzubringender Erfolg, eben das Werk (§§ 631 ff. BGB; BGH, WM 1972, Seite 947; BGH, NJW 1972, Seite 901; Reichsgericht, RGZ, Band 72, Seite 179; OLG Bremen, Urteil vom 11.07.2011, Az.: 3 U 69/10, u. a. in: NJW-RR 2012, Seite 92; AG Charlottenburg, Urteil vom 03.04.2012, Az.: 216 C 270/11; AG München, Urteil vom 22.10.2010, Az.: 133 C 28852/08, u. a. in: BeckRS 2010, 26345; Sprau, in: Palandt BGB-Kommentar, 75. Aufl. 2016, Einf.
Der vom VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs am 25. Mai 1972 (WM 1972, 947, 948) entschiedene Fall ist mit dem vorliegenden nicht vergleichbar.
Freiheit von Markenrechten: Zumutbarkeit einer Markenrecherche vor Erstellung …
(Werk-)Vertragliche Schadensersatzansprüche der Klägerin (vgl. zur vertraglichen Einordnung BGH, NJW-RR 2008, 1155 Tz. 13; GRUR 1974, 284, 285; OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2003, 309 Tz. 29) würden voraussetzen, dass die Beklagte entweder die Erstellung eines Logos für die Klägerin frei von Markenrechten Dritter geschuldet oder aber zumindest die Klägerin darüber hätte aufklären müssen, dass von ihr keine eigenständige Markenrecherche vorgenommen werden würde.
Zwar ist in der Regel bei Fehlen einer gesonderten Parteiabrede davon auszugehen, dass die von einer Werbeagentur vorgeschlagene oder umgesetzte Werbemaßnahme rechtmäßig zu sein hat (BGH, GRUR 1974, 284;… OLG Düsseldorf, a.a.O., Rz. Tz. 31; Nennen, GRUR 2005, 214; Möhring/Illert, BB 1974, 65; Wedemeyer, WRP 1979, 619, 620).
OLG Düsseldorf, 13.03.2003 - 5 U 39/02
Maßgebendes Abgrenzungskriterium für die Einordnung eines Werbevertrages ist im wesentlichen, ob der Werbevertrag sich auf eine umfassende, vielfältige Werbetätigkeit (Gesamtauftrag) oder auf ein individualisierbares Werk bezieht (vgl. Möhring/Illert, BB 1974, 65, 67; BGH GRUR 1974, 284, 285 = WM 1972, 947; Staudinger/Peters, Neubearbeitung 2000, Vorbemerkung 35 vor § 631 ff.; Staudinger/ Wittmann, 13. Bearbeitung 1995, § 675 E 48;… Müko/Sörgel, 3. Aufl., § 631, 107;… Kreifels/Breuer/Maidl, Die Werbeagentur in Recht und Praxis, Rdnr. 110; Bülow GRUR 1978, 676, 677).
Der Klägerin könnte insoweit ein Mitverschulden nur dann vorgeworfen werden, wenn ihr der Wettbewerbsverstoß bekannt war oder er ihr hätte bekannt sein müssen (vgl. BGH GRUR 1974, 284, 287;… Möhring/Illert, a.a.O., 69; Harmsen, Anm. zu BGH GRUR 1974, 284, 290).
Es kommt darauf an, ob eine Dienstleistung als solche oder als Arbeitsergebnis deren Erfolg geschuldet wird (…BGH vom 6. Juni 2013 - VII ZR 355/12 - juris Rn. 9; vom 16. Juli 2002 - X ZR 27/01, BGHZ 151, 330, 332 f.; vom 25. Mai 1972 - VII ZR 49/71, WM 1972, 947).
OLG Hamm, 09.10.1981 - 19 U 70/81
Dementsprechend ist allgemein anerkannt, dass der Vertrag über eine Werbung, sei es als Reklamevertrag, sei es als Anzeigenvertrag, ein Werkvertrag gemäß § 631 BGB ist, auch wenn der Unternehmer für den Werbungserfolg nicht einzustehen hat (…vgl. Soergel-Siebert, BGB , 11. Aufl., Rdn. 44, 45 vor § 635 ;… Soergel in MünchKomm., BGB , § 631 Rdn. 81; Palandt/Thomas, Einf. 5 unter "Werbung" vor § 631; OLG Düsseldorf, MDR 1972, 688; BGH, WM 1972, 947).
OLG Hamm, 12.02.1988 - 26 U 198/86
Rechtmäßigkeit eines auf Werbung für eine wettbewerbswidrige Sonderveranstaltung …
Zweckbestimmung des Vertrages entscheidend für Art des Vertrages; Dienstvertrag …