Source: http://arlexum.de/haeufig-gestellte-fragen/
Timestamp: 2018-08-16 07:49:16
Document Index: 378591891

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§37', '§ 40', '§ 40', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 20', '§ 37', '§ 37', '§ 65', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 96', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 40']

Häufig gestellte Fragen | Arlexum | Arlexum
Ersatzmitglieder und Mitglieder anderer Ausschüsse
Erforderlichkeit und Seminarinhalte
Rund um den Arbeitgeber
Thema, Ort und Teilnehmer:
Die Erforderlichkeit zur Seminarteilnahme ist generell einfach: Sie als Betriebsrat sind ständig in einer sich veränderten Arbeitswelt mit neuen und komplexen Aufgaben konfrontiert. Um die Ausübung Ihres Amtes sachgerecht wahrnehmen zu können, benötigen Sie aufgabenspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten. Besitzen Sie diese Kenntnisse und Fähigkeiten nicht? – Dann ist die Seminarteilnahme erforderlich und es besteht ein Schulungsanspruch. Dabei ist zwischen Grundlagenseminaren (Grundkenntnisse für jedes Betriebsratsmitglied) und Vertiefungsseminaren (Spezialwissen für einzelne Betriebsratsmitglieder) zu unterscheiden.
Was ist der Sinn eines Schulungsanspruchs und einer Schulung?
Der Sinn des Schulungsanspruchs gem. § 37 Abs. 6 BetrVG ist die Herstellung einer intellektuellen Waffengleichheit zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber. Daher ist es wichtig, dass sich jedes Betriebsratsmitglied regelmäßig schulen lässt.
Was beinhaltet der Schulungsanspruch gem. § 37 Abs. 6 BetrVG?
Der Schulungsanspruch ist umfassend: Er beinhaltet den Freistellungsanspruch des zu schulenden Betriebsratsmitglieds für die Dauer der Schulungsveranstaltung, inklusive An- und Abreise. Außerdem verpflichtet er den Arbeitgeber zur Kostenübernahme im Hinblick auf Schulungs-, Übernachtungs- und Reisekosten. Zudem beinhaltet der Schulungsanspruch auch die Pflicht des Betriebsratsmitglieds zu Teilnahme.
Darf ein Betriebsrat nur einmal pro Jahr oder pro Wahlperiode auf Schulung?
Nein! Eine starre Quote gibt es nicht. Die Erforderlichkeit ist das ausschlaggebende Kriterium, wenn es um den Anspruch auf weitere Schulungen geht. Ein Betriebsrat muss ein fundiertes umfangreiches Wissen besitzen, um verantwortungsbewusst seine Rechte und Pflichten wahrnehmen zu können.
Muss ich ein vom gewerkschaftlichen Anbieter angebotenes Seminar besuchen, wenn mein Betrieb in der von der Gewerkschaft vertretenen Branche tätig ist?
Nein! Grundsätzlich ist der Betriebsrat bei der Auswahl des Schulungsanbieters frei. Es ist sogar zu empfehlen, einen Anbieter zu wählen, bei dem Betriebsratsmitglieder unterschiedlicher Betriebe in Schulungsveranstaltungen zusammenkommen. Der Gewinn eines Erfahrungsaustauschs zwischen Betriebsratsmitgliedern und Referenten über Branchen hinweg ist nicht zu unterschätzen. Auch das austesten unterschiedlicher Anbieter ist eine gute Option, um den für sich passenden zu finden.
Was kann ich tun, wenn mein Betriebsratsvorsitzender einen bestimmten Schulungsanbieter auswählt, ich jedoch einen anderen bevorzuge?
Bei dem Schulungsanspruch gem. § 37 Abs. 6 BetrVG handelt es sich um einen kollektiven Anspruch des Betriebsrats, d. h. der Betriebsrat als Gremium entscheidet darüber, welche Schulung bei welchem Anbieter besucht wird. In der Praxis ist es in der Regel jedoch so, dass einzelne Betriebsratsmitglieder sich im Vorfeld eine bestimmte Schulungsveranstaltung aussuchen. Daher empfiehlt es sich, sich mit seinem Betriebsratsvorsitzenden und Betriebsratskollegen zusammenzusetzen und das Thema offen anzusprechen.
Der Betriebsrat hat einen Entscheidungsspielraum hinsichtlich der Anbieterauswahl und muss nicht den günstigsten Anbieter wählen. Jedoch sollte der Schulungszweck und -umfang im Verhältnis zu den entstehenden Kosten stehen. Auf ein vom Arbeitgeber vorgeschlagenes kostengünstigeres Angebot muss sich der Betriebsrat nicht einlassen.
Welches Betriebsratsmitglied hat Anspruch auf Schulung gem. § 37 Abs. 6 BetrVG?
Anspruchsberechtigt ist jedes Betriebsratsmitglied. Allerdings heißt das nicht, dass alle Mitglieder im gleichen Umfang Anspruch auf Schulung haben, da immer die Erforderlichkeit einer Schulung als Kriterium zu beachten ist. Für Grundlagenschulungen ist grundsätzlich die Erforderlichkeit für jedes Betriebsratsmitglied gegeben.
Wie sieht ein rechtmäßiger Betriebsratsbeschluss aus?
1. Alle Betriebsratsmitglieder (im Falle einer Verhinderung die zutreffenden Ersatzmitglieder) müssen rechtzeitig zur Betriebsratssitzung mit Tagesordnungspunkt „Entsendebeschluss nach §37 Abs. 6 BetrVG“ geladen werden.
2. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben, d. h. mindestens die Hälfte aller Betriebsratsmitglieder oder Ersatzmitglieder nehmen an der Sitzung teil.
3. Der Entsendebeschluss enthält die Namen der Teilnehmer und das zu besuchende Seminar, sowie den Ort und die voraussichtlichen Kosten.
4. Der Entsendebeschluss wird mit einfacher Mehrheit angenommen.
5. Der Entsendebeschluss wird im Protokoll vermerkt.
Wie läuft die Abrechnung ab - Muss ich die Kosten für das Seminar vorstrecken?
Nach § 40 Abs.1 BetrVG hat der Arbeitgeber die Schulungsgebühren zu bezahlen. Bei Arlexum bekommen Sie schon bei der Anmeldung eine Kostenübernahmeerklärung für Ihren Arbeitgeber ausgehändigt. Eine Abrechnung der Seminar- oder Hotelgebühren erfolgt somit direkt mit Ihrem Arbeitgeber und Sie müssen nicht die Kosten für das Seminar vorstrecken. Bei sonstigen Auslagen, wie z.B. Reisekosten kommt es auf die Üblichkeiten in Ihrem Betrieb an. Bitte informieren Sie sich am besten bei Ihrem Arbeitgeber.
Wenn ich ein Seminar ohne Hotelübernachtung buche, kommen dann weitere Kosten auf mich zu?
Sollten Sie keine Hotelübernachtung wünschen, so ist dies natürlich möglich. In diesem Fall wird eine Tagespauschale für die Verpflegung im Hotel fällig. Für diese Tagespauschale, als Bestandteil der Verpflegungskosten, muss auch der Arbeitgeber nach § 40 Abs. 1 BetrVG aufkommen.
Reicht es aus, wenn nur ein Mitglied pro Gremium die Schulung besucht?
Es ist ein gern gemachter Arbeitgebervorschlag, um Kosten zu sparen: Ein Betriebsratsmitglied besucht die Schulung und unterrichtet im Anschluss das gesamte Gremium. Dies ist jedoch zu einfach gedacht. Umfangreiche und rechtlich komplexe Schulungen lassen sich nicht durch den einmaligen Besuch ohne massive Wissensverluste weitervermitteln. Daher: Jedes Betriebsratsmitglied hat einen Anspruch auf Schulung!
Darf die Schulung in einem auswärtigen Hotel stattfinden?
Grundsätzlich wird der Schulungsort vom Betriebsrat ausgewählt. Die notwendigen Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten hat dabei der Arbeitgeber zu tragen. Jedoch gilt auch bei dem Seminarort das Gebot der Verhältnismäßigkeit. Der Betriebsrat muss darauf achten, das keine unnötigen Reise- und Übernachtungskosten entstehen.
Habe ich als Ersatzmitglied einen Schulungsanspruch gem. § 37 Abs. 6 BetrVG?
Bei Ersatzmitgliedern ist genau zu unterscheiden. Vertritt ein Ersatzmitglied dauerhaft einen Betriebsratskollegen, so wird es rechtlich so gestellt wie jedes andere Betriebsratsmitglied und hat demnach einen Schulungsanspruch gem. § 37 Abs. 6 BetrVG. Vertritt das Ersatzmitglied nur vorübergehend und ist eine häufige Heranziehung nicht gegeben, so muss immer im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit eines Betriebsratsabgestellt werden. Sollte dies bei Ihnen unklar sein, bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. Ein Ersatzmitglied was nicht oder nur selten in den Betriebsrat nachrückt, hat keinen Schulungsanspruch gem. § 37 Abs. 6 BetrVG.
Ersatzmitglieder und Mitglieder anderer Ausschüsse:
Habe ich als Mitglied des Wirtschaftsausschusses Anspruch auf Schulung gem. § 37 Abs. 6 BetrVG?
Wenn Sie sowohl Mitglied des Wirtschaftsausschusses als auch des Betriebsrats sind, haben sie einen Anspruch auf Schulung gem. § 37 Abs. 6 BetrVG. Sollten Sie nur Mitglied im Wirtschaftsausschusses sein, so ist § 37 Abs. 6 BetrVG entsprechend anzuwenden. Jedoch muss für jede Schulung die Erforderlichkeit dargelegt werden.
Haben Mitglieder des Wahlvorstands Anspruch auf Schulung gem. § 37 Abs. 6 BetrVG?
Mitglieder des Wahlvorstands haben keinen Anspruch auf Schulung gem. § 37 Abs. 6 BetrVG. Die Anspruchsgrundlage für Mitglieder des Wahlvorstands ist in § 20 Abs. 3 BetrVG geregelt.
Haben Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung einen Anspruch auf Schulung gem. § 37 Abs. 6 BetrVG?
Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung haben keinen Anspruch aus § 37 Abs. 6 BetrVG. Ihnen wird aber nach § 65 Abs. 1 BetrVG ein entsprechendes Recht gewährt.
Haben Mitglieder des Gesamt- oder Konzernbetriebsrats Anspruch auf Schulung gem. § 37 Abs. 6 BetrVG?
Als Mitglied eines Gesamt- oder Konzernbetriebsrats ist man gleichzeit immer auch Mitglied eines Betriebsrats. Daher besteht ein Anspruch gem. § 37 Abs. 1 BetrVG, jedoch wird die Beschlussfassung zur Entsendung von dem jeweiligen Betriebsrat gefasst.
Haben Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung einen Schulungsanspruch gem. § 37 Abs. 6 BetrVG?
Der Schulungsanspruch für die Mitglieder einer Schwerbehindertenvertretung ist nicht im BetrVG geregelt. Sie besitzen einen eigenen Schulungsanspruch gem. § 96 Abs. 4 S. 3 und 4 SGB IX. Sollte jedoch ein Mitglied der Schwerbehindertenvertretung gleichzeitig auch Mitglied des Betriebsrats sein, so ist aufgrund seiner Mitgliedschaft im Betriebsrats der Anspruch gem. § 37 Abs. 1 BetrVG gegeben.
Erforderlichkeit und Seminarinhalte:
Welche Themen können Gegenstand einer Schulung gem. § 37 Abs. 6 BetrVG sein?
Die Schulungen müssen sich inhaltlich um Aufgaben, Rechte und Pflichten eines Betriebsrats handeln. Bildungsveranstaltungen die in erster Linie dem persönlichen und individuellen Fortkommen eines Schulungsteilnehmers dienen, gehören nicht zu den Schulungen gem. § 37 Abs. 6 BetrVG (LAG Hamm 25.6.2004 – 10 Sa 2025/03).
Müssen Schulungen immer rechtliche Themen beinhalten?
Bei dem Schulungsanspruch gem. § 37 Abs. 6 BetrVG steht immer die Erforderlichkeit im Vordergrund. Dabei gibt es keine generelle inhaltliche Einschränkung. Insoweit gehören auch Schulungen um wirtschaftliche oder organisatorische Themen mit zu den Schulungen gem. § 37 Abs. 6 BetrVG.
Wer beurteilt die Erforderlichkeit?
Der Betriebsrat beurteilt bei der Beschlussfassung über die Entsendung eines Mitglieds über die Erforderlichkeit einer Schulung. Dabei muss es sich um eine objektive Entscheidung handeln, d.h. es muss sich dabei aus der Sicht eines vernünftigen Dritten um eine erforderliche Schulung handeln. Dabei ist eine Interessensabwägung zwischen denen des Betriebsrats und denen des Arbeitgebers durchzuführen.
Was sind Vertiefungsseminare?
Vertiefungsseminare sind Spezialschulungen, die auf Grundlagenschulungen aufbauen und weitergehende und vertiefende Kenntnisse vermitteln. Dieses spezifische Fachwissen kann in auftretenden Situationen und Problemen von Betriebsräten benötigt werden.
Wann ist ein Vertiefungsseminar erforderlich?
Für alle Schulungen ist der Begriff der Erforderlichkeit gleich. Für Vertiefungsseminare ist jedoch die Erforderlichkeit in jedem Einzelfall, nach gewissen Kriterien (Seminarinhalte, Struktur des Betriebes, thematische Spezialisierung, Aktualität etc.) zu prüfen.
Was ist, wenn ein Seminar nicht zu 100% erforderlich ist?
Ein Seminar ist in der Regel nicht speziell auf die Belange eines Betriebes zugeschnitten und somit nicht zu 100% erforderlich. Zum Glück ist jedoch eine überwiegende Erforderlichkeit ausreichend, um eine Erforderlichkeit des Seminars insgesamt zu bejahen. Somit gilt als Faustregel: Ist ein Seminar zu mehr als 50% erforderlich, so ist die Erforderlichkeit gegeben.
Muss ich erst die Grundlagenschulung im BetrVG haben, um auch eine Grundlagenschulung im Arbeitsrecht besuchen zu können?
Rechtlich ist eine Reihenfolge der Seminare nicht vorgegeben. Daher sind Sie frei in Ihrer Seminarauswahl. Jedoch hat sich gezeigt, dass es inhaltlich Sinnvoll ist, mit der Schulung BetrVG I anzufangen und anschließend die Grundlagenseminare im Arbeitsrecht und Betriebsverfassungsrecht zu besuchen.
Bis wann sollte ich die Grundlagenseminare besucht haben?
Natürlich ist es für Ihre Betriebsratsarbeit sinnvoll, alle Grundlagenseminare möglichst zügig zu besuchen. Jedoch ist in der Praxis oft der zeitliche Rahmen nicht gegeben. Auch wenn es keine gesetzliche Beschränkung der Anzahl der Schulungen pro Jahr oder Amtszeit gibt, empfiehlt es sich, in jeder Jahreshälfte ihrer 4-jährigen Amtszeit eine Grundlagenschulung zu besuchen.
Wie lang darf eine Schulung dauern?
Auch wenn es keine gesetzliche Beschränkung gibt, ist immer die Verhältnismäßigkeit maßgebend. Diese hängt unter anderem von dem Inhalt der Schulung, dem Problem im Betrieb und dem Wissensstand der Betriebsratsmitglieder ab. Aus unserer Erfahrung heraus hat sich gezeigt, dass eine Schulungsdauer von 3,5 Tagen für die meisten Seminare angemessen ist. Natürlich gibt es Schulungsformate, wie Kompaktseminare, in dem aufgrund der größeren Schulungsinhalts eine längere Schulungsdauer angemessen.
Rund um den Arbeitgeber:
Muss ich den Zeitpunkt der Schulungsteilnahme mit dem Arbeitgeber abstimmen?
Besteht zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber Streit über eine Schulungsveranstaltung, so bestehen umfangreiche Rechtschutzmöglichkeiten. Können sich Arbeitgeber und Betriebsrat nicht einigen, so muss das zuständige Arbeitsgericht den Rechtsfrieden wiederherstellen.
Was kann ich tun, wenn der Arbeitgeber meiner Teilnahme an der Schulung widerspricht?
Nach § 37 Abs. 6 S. 3 BetrVG hat der Betriebsrat bei der Festlegung der zeitlichen Lage die „betrieblichen Notwendigkeiten“ zu berücksichtigen. Ob betriebliche Notwendigkeiten vorliegen, ist immer eine Frage des Einzelfalls. Hieran sind stets strenge Anforderungen zu stellen. Ratsam ist es deshalb jedenfalls, den Arbeitgeber rechtzeitig zu informieren.
Der Betriebsrat muss darauf achten, dass keine unnötigen Reise- und Übernachtungskosten entstehen. Gleichzeitig findet aber der wichtige Erfahrungsaustausch zwischen Betriebsräten oft außerhalb der Vortragszeiten statt. Nach einer Entscheidung des BAG können bereits ab einer Entfernung zum Tagungshotel von 5km Übernachtungs- und Verpflegungsgelder geltend gemacht werden (BAG, Beschluss vom 7.6.1984, Az.: 6 ABR 66/81). Ob auf die Grundsätze dieser Entscheidung bei Ihrem konkreten Seminarwunsch Bezug genommen werden kann, bedarf einer Beurteilung des Einzelfalls.
Muss der Betriebsrat den Arbeitgeber um Genehmigung der Schulung bitten?
Besteht ein wirksamer Betriebsratsbeschluss und wurde der Arbeitgeber ordnungsgemäß informiert, so muss dieser den Schulungsteilnehmer während des Seminars von der Arbeit freistellen. Dabei bedarf es keiner ausdrücklichen Freistellungserklärung. Auch eine förmliche Genehmigung ist nicht erforderlich. Es handelt sich hierbei um einen rein formellen Akt.
Muss der Arbeitgeber auch mögliche Stornierungskosten zahlen?
Der Arbeitgeber kann gem. § 40 BetrVG zur Zahlung von Stornierungskosten verpflichtet sein. Voraussetzung ist allerdings, dass die gebuchte Schulung erforderlich und eine kostenfreie Stornierung nicht mehr möglich war. Der klassische Fall ist, wenn der Arbeitgeber eine erforderliche Schulung nach der Buchung ablehnt. (LAG Hamm 18.9.2009 – 13 TaBV 174/08).
Muss ich eine Schulung durch Juristen des Arbeitgebers akzeptieren?
Nein! Der Betriebsrat hat einen Beurteilungsspielraum und kann daher selbst entscheiden, ob er Schulungen von externen oder internen Referenten besucht. Für den Schulungsbesuch bei Arlexum spricht jedoch: Wir sind wirklich unabhängig. Wir vermitteln Ihnen praktische Kenntnisse aus unserer Arbeit mit Betriebsräten. Unsere Referenten sind im Arbeitsrecht erfahrene Rechtsanwälte und Richter.
Ist der Betriebsrat an ein vom Arbeitgeber vorgegebenes Schulungsbudget gebunden?
Nein! Der Betriebsrat ist an kein Schulungsbudget des Arbeitsgebers gebunden. Maßgeblich ist die Erforderlichkeit einer Schulung. Ist die Erforderlichkeit gegeben, darf der Betriebsrat auch ein geplantes Budget überschreiten.
Kann ich von meinem Arbeitgeber einen Kostenvorschuss verlangen?
Generell ist der Arbeitgeber verpflichtet für erforderliche Schulungen den Betriebsratsmitgliedern einen Kostenvorschuss zu zahlen. Da wir von Arlexum aber alle Kosten nach der verbindlichen Anmeldung direkt mit Ihrem Arbeitgeber abrechnen, benötigen Sie für Seminar-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten keinen Vorschuss von Ihrem Arbeitgeber. Für mögliche Reisekosten wenden Sie sich bitte an Ihren Arbeitgeber.
Ein Inhouse-Seminar ist eine Veranstaltung, die exklusiv für die Betriebsratsmitglieder eines Unternehmens konzipiert und durchgeführt wird.
Offene Seminare sind Betriebsratsschulungen, bei denen wir feste Termine für die Schulungen vorgeben und in einem Hotel stattfinden, auf die sich Betriebsratsmitglieder aus verschiedenen Unternehmen anmelden können.
Welche Referenten kommen zum Einsatz?
Wir arbeiten ausschließlich mit praxiserfahrenen Fachanwälten für Arbeitsrecht, Richtern der Arbeitsgerichtsbarkeit und Experten zusammen. Auch wenn wir ein noch relativ junger Anbieter von Betriebsratsschulungen sind, so haben die meisten unserer Referenten mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Schulung von Betriebsräten.
Gibt es eine Mindestteilnehmeranzahl, damit das Seminar stattfindet?
Bei offenen Seminaren besteht eine Mindestteilnehmeranzahl von 4 Teilnehmern. Sollte diese nicht erreicht werden, melden wir uns frühzeitig bei Ihnen und unterbreiten Ihnen einen Alternativvorschlag, Das mehrere Seminarthemen zusammengelegt werden, um die Mindestteilnehmeranzahl zu erreichen findet bei Arlexum nicht statt. Ein solches Vorgehen schadet allen Beteiligten: Den Seminarteilnehmern, dem Referenten und auch uns von Arlexum.
Die Seminardauer unserer offenen Seminare sind in der Regel 3 Werktage verteilt auf 4 Wochentagen. Dies hat den Vorteil, dass die jeweilige An- und Abreise leichter fällt. Die Gruppengröße ist bei maximal 18 Teilnehmern festgesetzt. Sollten mehr als 18 Anmeldungen vorliegen, wird das Seminar in zwei Gruppen aufgeteilt.
Finden die Betriebsratsschulungen immer in guten Hotels statt?
Ja, unsere offenen Schulungen finden immer in handverlesenen Hotels statt. Wir sind auch stets bemüht eine hohe Qualitätskontrolle des Hotels während des Seminars durchzuführen.
Welche Ausstattung haben die Seminarräume?
Alle unserer Seminarräume sind mit Tageslicht ausgestattet und groß genug um die maximale Teilnehmeranzahl ordentlich unterzubringen. Wir wissen: Nur in großen und hellen Räumen ist ein tagelanges Lernen effektiv. Auf eine gute Lernatmosphäre legen wir großen Wert.
Gerne können Sie uns direkt unter 0228 / 55 00 70 23 anrufen oder über das jeweilige Reservierungsformular des Seminars buchen. Gerne können Sie uns auch Ihren Buchungswunsch per E-Mail: info@arlexum.de zukommen lassen. Sie erhalten umgehend eine Reservierungs- bzw. Buchungsbestätigung.
Die Stornofristen für ein offenes Seminar sind genau wie bei jeder Betriebsratsschulung von Arlexum gleich. Derzeit liegt die kostenlose Stornofrist bei 4 Wochen vor Seminarbeginn.
Wie groß ist ihr Seminarangebot?
Unser Seminarangebot umfasst derzeit 30 Seminarthemen. Darunter finden Sie alle gängigen und notwendigen Seminarthemen für Ihre Betriebsratsarbeit. Wir werden unser Seminarangebot Zug um Zug erweitern. Demnächst wird eine Seminarreihe „Rhetorik“ dazu kommen.
Wo finde Ich die Termine für ein Seminar?
Die jeweiligen Seminartermine zu einem Seminarthema finden Sie am Ende einer jeden Beschreibung. Zusätzlich finden Sie die Informationen auch auf den Reservierungsbuttons.
Kann ich die Seminarbeschreibung auch Downloaden?
Sie können die Seminarbeschreibung, die Seminaranmeldung und die Kostenübernahmeerklärung seitens des Arbeitgebers, links unter der Seminarinfo als PDF-Datei , downloaden. Sollten ein Link nicht funktionieren oder eine falsche Datei hinterlegt sein, würden wir uns über eine kurze Nachricht freuen.
Ich würde gerne den Seminartermin per E-Mail versenden – ist das möglich?
Ja das ist möglich. Gerne können Sie unterhalb der Seminarbeschreibung über die Sozialen Medien oder auch per E-Mail das Seminar teilen. Im Fall des E-Mail-Buttons öffnet sich automatisch ein Fenster Ihres E-Mailprogramms.
Ich kann keinen Kommentar zu dem Angebot schreiben – wieso?
Die Kommentarfunktion ist leider nur möglich, wenn Sie eingeloggt sind. Dazu können Sie rechts oben unter Eingabe Ihrer Daten sich einloggen. Sollten Sie noch nicht registriert sein, können Sie sich dort auch registrieren.
Gremiumsrabatt:
Was kostet ein Seminar für einen Teilnehmer, was für zwei?
Die Seminargebühren sind in der jeweiligen Seminarinformation angegeben. Jeder weitere Teilnehmer aus dem gleichen Unternehmen reduziert die Seminargebühr um 50€ für alle Teilnehmer.
Seminar: Mobbing & Bossing
Seminargebühr für einen Teilnehmer: 1.045€ zzgl. MwSt.
Seminargebühr bei zwei Teilnehmern: 995€ zzgl. MwSt. / Teilnehmer
Was muss ich tun, um ein Seminar für mehrere Teilnehmer zu buchen?
Sie können links unterhalb der Seminarinformation sich die Seminaranmeldung downloaden und ausgefüllt uns zukommen lassen. Die Seminaranmeldung ist für bis zu 3 Teilnehmern gedacht. Sollten Sie mehr als 3 Teilnehmer anmelden wollen, können Sie gerne die Seminaranmeldung zweimal ausfüllen und wir berücksichtigen dies beim Gremiumsrabatt als eine Seminaranmeldung.
Gerne können Sie uns direkt unter 0228 / 55 00 70 23 anrufen oder uns über die Kontaktformulare online eine Nachricht mit der Teilnehmeranzahl zukommen lassen. Gerne auch per E-Mail: info@arlexum.de. Daraufhin erhalten Sie von uns eine Reservierungsbestätigung für alle Teilnehmer.
Zeigt der Seminarkalender nur die offenen Seminare an?
Ja, der Seminarkalender ist derzeit nur für offene Seminare gedacht und ausgelegt. Weitere Events und Tagungen werden leider noch nicht angezeigt. Aber wir arbeiten daran.
Bei mir wird nur ein Datum angezeigt, aber das Seminar geht 3 Tage lang?
Das ist richtig. Aus Übersichtsgründen haben wir nur den ersten Seminartag als wichtigsten Tag im Kalender angezeigt. Bei Seminarüberschneidungen könnte es sonst zu Missverständnissen kommen. Die Anzeige des Starttages ändert aber die ausgewiesene Seminardauer nicht.
Was ist ein „Inhouse-Seminar“?
Ein Inhouse-Seminar ist eine Betriebsratsschulung, die ausschließlich für ein Gremium eines Unternehmens angeboten wird. Das Seminar muss nicht unbedingt im Unternehmen stattfinden, es kann auch in einem Tagungshotel in der Nähe durchgeführt werden. Die Organisation hierzu übernehmen wir gerne für Sie.
Planung und Organisation eines Inhouse-Seminars benötigt im Normalfall eine Vorlaufzeit von einer Woche. Bei aktuellen Anlässen und in dringenden betrieblichen Fällen versuchen wir aber auch kurzfristigere Seminartermine zu realisieren.
Was sind die Vorteile eines Inhouse-Seminars?
Exklusiver und individueller Zuschnitt auf Ihre betrieblichen Bedürfnisse!
Professionelle Vorbereitung und Organisation durch Arlexum!
Praxiserfahrene Fachreferenten mit Persönlichkeit!
Ungestörte Lernatmosphäre und gemeinsamer Teambuilding-Abend!
Geringe Kosten – sparen Sie Übernachtsungs- und Reisekosten!
Praxisnah und Zeiteffektiv – bestimmen Sie den Termin selbst!
Zusammengehörigkeitsgefühl des Betriebsrats stärken!
Die Seminardauer orientiert sich nach dem besprochenen Thema und an den Vorkenntnissen der Teilnehmer. In Ihrem unverbindlichen Inhouse-Seminarangebot finden Sie mehrere Optionen zur Seminardauer und den beinhalteten Themenschwerpunkten.
Der wesentliche Vorteil von Inhouse-Seminaren ist die organisatorische und inhaltliche Ausrichtung an Ihren Wünschen. Dies macht die Umsetzung Ihres Schulungsvorhabens als Inhouse-Seminar in folgenden Fällen besonders sinnvoll:
Sie haben eine größere Anzahl an Personen, die zu einem betrieblichen Thema geschult werden soll. Ab 5 Teilnehmern ist das Inhouse-Seminar günstiger als die Teilnahme an einem offenen Seminar.
Das Inhouse-Seminar soll ausdrücklich an Ihren betrieblichen Beispielen oder Rahmenbedingungen ausgerichtet sein oder z.B. einen größeren Veränderungsprozess im Unternehmen oder im Gremium einleiten/begleiten.
Wir arbeiten ausschließlich mit praxiserfahrenen Fachanwälten für Arbeitsrecht, Richtern der Arbeitsgerichtsbarkeit und Experten zusammen. Gerne können wir ein Kennenlernen zwischen unseren Referenten und Ihrem Gremium noch vor dem Inhouse-Seminar organisieren.
Wie wird das Thema eines Inhouse-Seminars festgelegt?
Wir von Arlexum erstellen nach Absprache mit Ihnen für Sie den passenden Schulungsinhalt. Ob Sie sich für ein Thema aus dem aktuellen Angebot von Arlexum entscheiden oder doch lieber ein ganz individuelles betriebliches Problem behandeln möchten, ist ganz Ihnen überlassen. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen ein unverbindliches Angebot für Ihr Inhouse-Seminar zukommen lassen dürfen.
Wir würden uns freuen für Sie eine Seminarkombination zu erstellen. Denn genau darin liegt der große Vorteil eines Inhouse-Seminars. Sie können die benötigten Themen nach Ihrer betrieblichen Situation selbst festlegen.
Müssen wir eine bestimmte Teilnehmerzahl erreichen?
Nein! Ein Inhouse-Seminar setzt keine Mindestteilnehmeranzahl voraus. Inhouse-Seminare sind auch für Kleingruppen und Einzelpersonen sehr gut geeignet. Wirtschaftlich Sinnvoll sind Inhouse-Seminare ab 5 Teilnehmern. Aus didaktischen Gründen liegt die Obergrenze auch bei Inhouse-Seminaren bei 18 Personen.
Der Seminarraum sollte Tageslicht besitzen und der Gruppengröße entsprechen. Außerdem benötigen unsere Referenten einen Beamer und ein Flipchart. Die Bestuhlung des Seminarraums sollte dem Zweck der Schulung entsprechend sein.
Finden Inhouse-Seminare immer im Unternehmen statt?
Nein. Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass der Begriff „Inhouse“ gleichbedeutend mit einer Durchführung IN dem jeweiligen Unternehmen ist. Zwar ist die Durchführung in den Räumlichkeiten des beauftragenden Unternehmens möglich, wenn dort angemessene räumliche Rahmenbedingungen gegeben sind. Es gibt aber auch einige gute Argumente für die Anmietung externer Räumlichkeiten, die im Einzelfall überwiegen können.
Derzeit haben wir keinen Schulungsraum für eine Gruppe bis zu 18 Personen in unseren Räumlichkeiten. Wenn Sie ein Inhouse-Seminar in Großraum Bonn wünschen, können wir Ihnen aber einige Räume in der Region als Alternative anbieten.
Der Seminarpreis ist abhängig vom ausgewählten Thema, der Schulungsdauer und der Anzahl der Seminarteilnehmer. Wir von Arlexum erstellen Ihnen gerne jederzeit ein unverbindliches Angebot.
Ein weiterer verbreiteter Irrglaube! Die Realisierung von Betriebsratsschulungen als Inhouse-Seminar ist gerade betriebswirtschaftlich attraktiver als Sie denken! Inhouse-Seminare werden nicht pro Teilnehmer sondern mit einem Tagessatz berechnet. (bei einer festgelegten maximalen Gruppengröße) Daher ist es in der Regel ab 5 Teilnehmern günstiger als der Besuch eines offenen Seminars.
Gerne können Sie uns direkt unter 0228 / 55 00 70 23 anrufen oder uns über die Kontaktformulare online eine Nachricht mit Themenwunsch zukommen lassen. Gerne auch per E-Mail: info@arlexum.de. Wir setzen uns dann intensiv mit Ihnen zusammen, um das Seminarthema zu bestimmen. Daraufhin erhalten Sie von uns ein unverbindliches Inhouse-Seminarangebot.
Die Stornofristen für ein Inhouse-Seminar sind genau wie bei jeder Betriebsratsschulung von Arlexum gleich. Derzeit liegt die kostenlose Stornofrist bei 4 Wochen vor Seminarbeginn.