Source: https://www.arbeitsvertrag.org/generelles-beschaeftigungsverbot/
Timestamp: 2019-07-19 16:25:01
Document Index: 127495863

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 1', '§1', '§18']

Generelles Beschäftigungsverbot | Arbeitsvertrag 2019
Generelles Beschäftigungsverbot: Verbotene Tätigkeiten in der Schwangerschaft
Was genau ist ein generelles Beschäftigungsverbot? In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr dazu.
Viele Paare warten monate- oder jahrelang auf den Moment, einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen zu halten. Sobald die Schwangerschaft vom Arzt bestätigt wurde, versuchen Schwangere alles zu tun, damit es dem ungeborenen Baby im Mutterleib an nichts mangelt.
Damit keine Gefahr für die Gesundheit der werdenden Mutter und des Kindes entsteht, müssen Arbeitgeber den Arbeitsplatz nach Bekanntgabe der Schwangerschaft auf mögliche Gefahrenquellen untersuchen. Unter bestimmten Umständen ist es nötig, ein generelles Beschäftigungsverbot auszusprechen.
Aber was ist ein generelles Beschäftigungsverbot eigentlich? Welche Gründe können dazu führen, dass die Schwangere ihrer Tätigkeit nicht mehr nachkommen darf? Wer stellt ein generelles Beschäftigungsverbot aus? Mehr dazu lesen Sie im folgenden Ratgeber.
Was ist ein generelles Beschäftigungsverbot?
Welche Gründe gibt es für ein generelles Beschäftigungsverbot?
Gehalt und Urlaub: Besteht ein Anspruch während des Beschäftigungsverbots?
Generelles Beschäftigungsverbot durch den Arbeitgeber: Diese Maßnahmen sind zu ergreifen
Neben einem individuellen Beschäftigungsverbot durch den Arzt kann auch der Arbeitgeber ein generelles Beschäftigungsverbot aussprechen. Dabei handelt es sich nicht um gesundheitliche Probleme, durch die eine Schwangere die Tätigkeit nicht ausüben kann, sondern um Bestimmungen, die in § 11 Mutterschutzgesetz (MuSchG) verankert sind.
Grundsätzlich muss während der Schwangerschaft vermieden werden, dass die werdende Mutter und das ungeborene Kind sich möglichen Gefahren aussetzen. Dies kann in verschiedenen Berufsgruppen durchaus möglich sein. Welche Tätigkeiten verboten sind, regelt § 11 MuSchG.
Besteht ein generelles Beschäftigungsverbot, müssen Schwangere dieses auch einhalten. Arbeiten trotz des Beschäftigungsverbots ist nicht möglich, sofern die Tätigkeit einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Schwangeren und des ungeborenen Kindes hat bzw. haben könnte.
Ein generelles Beschäftigungsverbot soll in der Schwangerschaft vor Gesundheitsgefahren schützen.
Die Gründe für ein generelles Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft können vielseitig sein. Wird auf der Arbeit mit Gefahrstoffen hantiert, die schädlich für die Gesundheit der werdenden Mutter und des ungeborenen Kindes sind, hat dies meistens sofort ein generelles Beschäftigungsverbot zur Folge.
Dies kann z. B. bei Gärtnerinnen, Chemikerinnen oder Putzfrauen zutreffen. Zudem ist es gemäß § 11 MuSchG nicht gestattet, dass Schwangere bei starker Hitze, Kälte und Nässe arbeiten. Diese Gegebenheiten finden sich vor allem bei Hochofenarbeiterinnen, Lageristinnen im Kühlbereich, in der Wäscherei oder bei Bademeisterinnen wieder.
Des Weiteren wird ein generelles Beschäftigungsverbot ausgesprochen, wenn Erschütterungen, Vibrationen oder Lärm eine Gefahr für die Schwangere darstellen. Diese Punkte betreffen beispielsweise Baggerfahrerinnen, Mechanikerinnen oder Straßenarbeiterinnen.
Auch Erzieherinnen, Krankenschwestern und Altenpflegerinnen müssen in der Regel ab der offiziellen Feststellung der Schwangerschaft durch einen Arzt das generelle Beschäftigungsverbot antreten. Das liegt daran, dass in diesem Berufen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.
Weitere Gründe für ein generelles Beschäftigungsverbot sind Arbeiten, die länger als vier Stunden im Stehen ausgeübt werden müssen, Tätigkeiten im Bergbau unter Tage sowie Akkord- und Fließbandarbeit. Auch das Arbeiten in Beförderungsmitteln ist verboten, sobald es eine Gefährdung für die werdende Mutter und das Baby darstellt.
Damit sich die Schwangere keine Sorgen um ihre finanzielle Situation machen muss, zahlt der Arbeitgeber während eines Beschäftigungsverbots weiterhin den vollen Lohn aus. Dabei ist unerheblich, ob es sich um ein individuelles oder generelles Beschäftigungsverbot handelt sowie ob dieses teilweise oder vollständig die Tätigkeit ausschließt.
Diese Regelung gilt übrigens nicht nur für Schwangere, die in Vollzeit oder Teilzeit angestellt sind, sondern auch für Minijobberinnen. Zudem darf die werdende Mutter während der Schwangerschaft nicht gekündigt werden, da sie unter einem besonderen Kündigungsschutz steht.
Arbeitgeber berechnen den Lohn anhand des durchschnittlichen Verdienstes der Schwangeren. Dazu werden die Löhne der letzten 13 Wochen bzw. drei Monate zur Berechnung herangezogen. Auch wenn die Frau eine andere Tätigkeit im Unternehmen ausüben muss, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, den vollen Lohn zu zahlen.
Der Arbeitgeber kann sich den gezahlten Lohn durch das Umlageverfahren U2 gemäß § 1 Aufwendungsausgleichsgesetz erstatten lassen.
Ein generelles Beschäftigungsverbot kann durch den Arbeitgeber ausgesprochen werden.
Wurde ein generelles Beschäftigungsverbot erteilt und die Schwangere hatte keine Möglichkeit, den kompletten Jahresurlaub zu nehmen, verfällt dieser nicht sofort. Der Urlaub kann, sobald die Schwangere ins Unternehmen zurückgekehrt ist, im laufenden oder im folgenden Kalenderjahr genommen werden.
Gleiches gilt übrigens auch, wenn die Schwangere im Anschluss an das Beschäftigungsverbot und den Mutterschutz noch eine Elternzeit anschließt. Der Urlaub aus dem Beschäftigungsverbot bleibt auch nach der Elternzeit noch erhalten und kann in Anspruch genommen werden.
Schwangere, die Tätigkeiten ausüben, welche eine Gefahr für sich und das ungeborene Kind darstellen können, müssen die Schwangerschaft unverzüglich dem Arbeitgeber mitteilen. Anschließend muss der Arbeitgeber eine Mitteilung an die Aufsichtsbehörde tätigen.
Danach muss der Arbeitgeber am Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung durchführen. Dazu gehört z. B. die Überprüfung, ob die werdende Mutter in Kontakt mit Gefahrstoffen kommt sowie ob bestimmte Arbeitsbedingungen oder Arbeitszeiten vorliegen, die laut Mutterschutzgesetz verboten sind.
Im Anschluss daran muss der Arbeitgeber in eigener Verantwortung entsprechende Schutzmaßnahmen treffen. Ist dies nicht möglich, muss er dafür sorgen, dass die Schwangere einer anderen Tätigkeit zugewiesen wird, die keine Gefahr für ihre Gesundheit darstellt.
Kann auch dies nicht gewährleistet werden, muss ein generelles Beschäftigungsverbot durch den Arbeitgeber angeordnet werden. Die Schwangere wird in diesem Fall teilweise oder vollständig von der Arbeit freigestellt. Ein zusätzliches ärztliches Attest ist bei einem generellen Beschäftigungsverbot nicht nötig.
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41 Gedanken zu „Generelles Beschäftigungsverbot: Verbotene Tätigkeiten in der Schwangerschaft“
ALKAYA 5. Juli 2018 um 8:01
Die Arbeitgeber weigern dich immer den Beschäftigungsverbot auszusprechen.Sie verweisen immer auf die Frauenärztin ,dass sie das machen muss.Oder behaupten keinen Betriebsarzt zu haben,der die Gefahrenbegehung durchführen kann.In wieweit ist es Pflicht der Frauenärztin ein Beschäftigungsverbot auszusprechen.Ich bin Frauenärztin,es werden immer endlose Diskussionen geführt mit der Folge des Arztwechsels.
Arbeitsvertrag.org 6. Juli 2018 um 17:40
Hallo ALKAYA,
hier muss unterschieden werden zwischen dem generellen und dem individuellen Beschäftigungsverbot. Das individuelle Beschäftigungsverbot muss vom Frauenarzt ausgesprochen werden, das generelle Beschäftigungsverbot vom Arbeitgeber. Dieser darf eine werdende Mutter nicht arbeiten lassen, wenn dies eine unverantwortbare Gefährdung für sie oder das Kind darstellt und muss eine Gefahrenbeurteilung durchführen.
Weigert dieser sich, kann die Betroffene sich an ihre lokale Mutterschutzbehörde wenden (bspw. das Gewerbeaufsichtsamt oder das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit).
Sophie 21. Mai 2019 um 0:02
wer zahlt meinen Lohn bei einem generellen Beschäftigungsverbot? Kann sich der Arbeitgeber dieses in jedem Fall von der Krankenkasse erstatten lassen? (§1 AAG / §18 MuSchuG)
Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen. VG
Arbeitsvertrag.org 22. Mai 2019 um 16:05
Ihr Arbeitgeber sollte sich das Geld in jedem Fall von der Krankenkasse holen können. Details sollten jedoch mit der zuständigen Kasse direkt geklärt werden.
Ramona 10. August 2018 um 9:01
Hallo ich hab da mal ne frage, also mein arbeits Vertrag endet 22.10.2018 und der mutterschutz befinden 27.10.2018 in meinem mutterpass steht generelles Beschäfftigungsverbot . Das Arbeitsamt sagt bei generellem arbeitsverbot müsste ich mich an die Krankenkasse wenden, aber die Krankenkasse sagt ich muss arbeitslos gemeldet sein um Anspruch auf vollem mutterschutzgeld zu bekommen. Jetzt war ich gestern bei meiner Frauenärztin und die meinte das dass generelle Beschäftigungs verbot erlischt sobalt ich nich nicht mehr im beschäftigungsverhältniss bin das wäre gesetzlich so geregelt !!!
Hilfe was mach ich den jetzt ?
Arbeitsvertrag.org 13. August 2018 um 12:36
Ihr Sachverhalt gestaltet sich schwierig. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, wir dürfen keine rechtliche Beratung anbieten. Mittellose Menschen, die sich keinen Rechtsanwalt leisten können, haben die Möglichkeit, beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein zu beantragen. Dieser kostet 15 Euro. Dafür fallen dann für Sie keine Anwaltskosten an. Manchmal bieten auch Wohlfahrtsverbände oder gemeinnützige Einrichtungen eine kostenlose Beratung an.
Katharina d. 2. Oktober 2018 um 8:48
Wie wird das Gehalt gerechnet was der Arbeitgeber dann weiter zahlen muss?
Arbeitsvertrag.org 15. Oktober 2018 um 11:32
Hallo Katharina d.,
ich zitiere aus dem oben stehenden Text: “Damit sich die Schwangere keine Sorgen um ihre finanzielle Situation machen muss, zahlt der Arbeitgeber während eines Beschäftigungsverbots weiterhin den vollen Lohn aus.”
Katrin 31. Oktober 2018 um 18:52
Guten Abend,möchte ich fragen,bin 8 schwangaschaftswoche,mir gehts so was zu schlecht ich breche Par mal am Tag zusammen,arbeite im Hotel und habe extreme Körperliche Arbeit,Auser das soll ich( bin aber nicht für verantwortlich)ganze Hotel Müll was wöchentlich gelehrt ist sorgen wenn Gäste fällst nicht vernünftig TuS schmeißen,pressen und müll sortieren,und für bettwäsche sorgen,eigentlich sollte für mich Bettwäsche sauber gemacht werden wenn ich zweite Tag Vernünftig arbeitekann,ist es nie Fall,muss ich waschen trocknen und bügeln,und jeder Etage teilen(keine Aufzug)hab astma und hab zugenommen,meine Frauenarzt meine ist noch zu früh und sollte villeicht meine shef schwangaschaft noch nicht mitteilen,aber was von mir verlangen auf Arbeit ist unglaublich,und merkt er auch letze Zeit ich voll „faul“ geworfen bin,weil mache nix EXTRA und mache schnell Feierabend,na ja wenn alle Geroche mich auf übergeben bringt und viel Zimmer stinken (oder auch nicht,bin extrem empfindlich seit 2 Woche),bin froh wenn ich raus bin ,heim ankomme und liege,so Bissen es erklärt,hab entschieden meine shef zu mitteilen,nur ic weiß es mit hoch Wahrscheinlichkeit wenn er alles versucht mich Arbeitsverbot zu schreiben,möchte ich mich vorbeireiten dafur und zuständige Aufsichtsbehörde zu melden,werde mich sogar freuen wenn Kontrolle kommen zu Hotel,
Also meine Frage ist,ist es wirklich zu früh dafür,?8 Woche, Danke für Ihre Antwort voraus
Arbeitsvertrag.org 8. November 2018 um 10:35
Arbeitnehmerinnen stehen während der Schwangerschaft bestimmte Schutzmaßnahmen zu. Diese können sie aber nur in Anspruch nehmen, wenn der Arbeitgeber auch von der Schwangerschaft weiß. Es ist also in manchen Fällen durchaus anzuraten, den Arbeitgeber so früh wie möglich zu informieren.
Ob aufgrund Ihres gesundheitlichen Zustands ein Beschäftigungsverbot gerechtfertigt ist, kann wiederum nur Ihr Arzt entscheiden.
endner 22. November 2018 um 22:24
ich arbeite in der Notaufnahme als krankenschwester.
Mir wurde heute gesagt weil bekannt ist das wir einen kinderwunsch haben, wenn ich diesen öffentlich machen und eine Schwangerschaft beim betriebsarzt melden würde, ich auf eine andere Station versetzt werde ( ich habe noch nie auf Station gearbeitet?)
des weiteren wurde gesagt das ich in der Lohnsteuer absteigend da die Stationen weniger verdienen.
Zum Schluss wurde mir geraten eine Schwangerschaft geheim zu halten und nur in Rücksprache mit der stationsleitung mir früh Dienste geben zu lassen bis man die Schwangerschaft nicht mehr verbergen könne.
Falls was passiert haftet das Haus natürlich nicht!
dürfen die mich einfach zurück stufen vom gehalt?
Habe ich im beschäftigungsverbot einen Ausfall vom Geld weil mir die schichten nicht angerechnet werden?
Darf ich versetzt werden wenn ich von der anderen Tätigkeit keine ahnung habe?
Arbeitsvertrag.org 29. November 2018 um 9:58
Hallo Endner,
ob Sie die Schwangerschaft Ihrem Arbeitgeber gegenüber verschweigen wollen, das müssen Sie entscheiden. Erst nach offizieller Mitteilung kann der Vorgesetzte entsprechende Schutzvorkehrungen für Sie treffen. Wegen der rechtlichen Sachen sollten Sie sich unbedingt von einem Anwalt beraten lassen.
Maryana 25. November 2018 um 23:58
Guten Abend ,,bin 11 ssw und bin fest eingestellt In Hotel,meine shef ab 1.12.2018 Arbeitsverbot ausgesprochen,(extreme Belastung ).meine Frage ist,seit Ende Oktober hab mitgeteilt wenn ich schwanger bin und bis jetzt keine Lohn mehr bekommen,also Oktober und gleich ist Ende November,hab langsam sehr große finanzielle Problem,meine Partner kommt noch schlecht damit klar,das belastet mich so extrem,hab Auser sehr schwierige schwangaschaft auch schlaflose Nächte,hab pr mal meine shef angesprochen,Lohn zu überweisen,meinte aber von Amt oder Krankenkasse oder wie auch imme Geld zu warten,und wenn da ist wird mir überweißt, (was ich garnix glaube,)ahso,muss ich auch noch Brief bekommen meinte ,soll ich unterschreiben und denen geben,dann bekomme Lohn,also bis Weihnachten soll jetzt One Geld bleiben warscheinlich,??meine Arbeitsverbot fängt es ab 1 ste an,ich warte noch bis
Ende November und dann meine Freund schaltet Anwalt ein,was ich nicht will,aber denke anderes wird mit denen nicht zu regeln bekomme,nie waren pünktlich mit Lohn aber jetzt reicht mir.
Also meine Frage were,ist es wirklich so wenn shef von Stadt Geld wartet mich Lohn zu überweißen,?oder wie soll ich mich verhalten?ich werde ganze schwangaschaft ums geld kämpfen haben mit denen
Arbeitsvertrag.org 29. November 2018 um 10:55
Hallo Maryana,
das Mutterschaftsgeld wird in der Regel tatsächlich von der Krankenkasse gezahlt, der Arbeitgeber muss ggf. einen Zuschuss zahlen. Das Einschalten eines Anwalts ist ratsam, wenn Sie Ihren Lohn nicht erhalten.
caryla 6. Dezember 2018 um 15:15
darf JEDER Arbeitgeber (egal aus welcher Branche), sobald er eine Gefährdung sieht, die schwangere AN ins Beschäftigungsverbot schicken?
Bei mir sprechen einige Punkte für ein BV aber nicht alle. Mein AG hat nun Sorge, dass er mir kein BV ausstellen DARF… Eine Umstrukturierung des Arbeitsplatzes ist nicht möglich, ich bin die einzige Angestellte, arbeite vorwiegend allein, mit Kindern und Erwachsenen.
Arbeitsvertrag.org 17. Dezember 2018 um 15:16
Hallo Caryla,
da der Arbeitgeber das Risiko trägt und weisungsberechtigt ist, kann er das Beschäftigungsverbot aussprechen, wenn er es als notwendig ansieht. In der Regel muss dann aber über einen längeren Zeitraum Mutterschutzlohn gezahlt werden.
Kora 29. Dezember 2018 um 10:55
Ich arbeite als Erzieherin und möchte schwanger werden. Meine Kollegin hat mir erzählt, dass man in der Schwangerschaft als Erzieherin nun nicht mehr ein generelles Beschäftigungsverbot bekommt, sondern mit entscheiden kann, ob man weiter arbeiten möchte. Ich arbeite momentan 40 Stunden die Woche, was ich mir in einer Schwangerschaft nicht vorstellen könnte und empfinde das infektionsrisiko eigentlich zu hoch und hätte Angst um mein Kind. Ich habe zwar alle nötigen Imfungen, aber trotzdem hätte ich mehr Frieden, wenn ich freigestellt werden würde. Muss ich nach den Änderungen nun also weiter in der Kita arbeiten, oder kann ich sagen, dass ich Freigestellt werden möchte?
Arbeitsvertrag.org 10. Januar 2019 um 10:52
das kommt auf die entsprechende Änderung und die Beurteilung Ihres Arztes an. Bitte wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen Anwalt für Arbeitsrecht, der sich mit Ihrer Situation vertraut machen kann-
Milanya 8. Januar 2019 um 4:29
Eine Frage bin in der 15 ssw mir geht es gesundheitlich nicht gut. Sprich Übelkeit erbrechen kteislaufprobleme und jetzt seit 3 tagen Blutungen. Ich arbeite in der Apotheke, mit Kunden zusammen die krank in die Apotheke kommen z. B. Mit einer Infektion. Lange stehen ist die zweite Sache. Meine Ärztin will mir kein beschaftigungsverbot ausstellen und verweist mich auf meine Chefin. In diesem Fall finde ich das meine Ärztin zu Unrecht an meine Chefin verweist. Wie sieht es rechtlich aus..? Wer stellt mir ein bv aus und was kann ich als letzte Maßnahme tun wenn mir nicht geholfen wird.
Arbeitsvertrag.org 18. Januar 2019 um 10:16
Hallo Milanya,
wir können Ihre Situation von hier aus nicht einschätzen. Wir können Ihnen nur raten, sich bei einem anderen Arzt eine zweite Meinung einzuholen oder sich Hilfe bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle zu suchen.
Cindy F. 10. Januar 2019 um 17:39
Hallo ich bin Cindy,
Wir sind jetzt in der 17 ssw. Ich arbeite in einen Bäcker. Und mein Betrieb möchte mich in einen andren Betrieb versetzten wo noch mehr Kundschaft ist . So muss ich jeden Tag mit dem Zug fahren und meine Zug-kosten selber tragen . Und ich bin nur Teilzeit eingestellt und unbefristet. Mein Arbeitgeber möchte möchte und kann mir kein Beschäftigungsverbot austeilen. Und wenn nur spätschichten wo ich den laden putzen soll . Ich bin so hilflos und verzweifelt . Weil die wollen das ich selber kündige. Was ich natürlich nicht tun werde. Nun Falle ich bald wenn es so weiter geht ins Krankengeld. Und das möchte ich nicht. Mein Frauenarzt meinte nur zur mir das der Arbeitgeber das Beschäftigungsverbot aussprechen kann . Mir geht es seit langer zeit auch nicht mehr gut . Habe viel mit rückenschmerzen zu tun und bin schnell auser atem … Nun brauch ich mal rat bitte bitte bitte 😪
Arbeitsvertrag.org 18. Januar 2019 um 11:35
Hallo Cindy F.,
wir können Ihnen nur raten, sich entweder an einen Anwalt für Arbeitsrecht, an einen anderen Frauenarzt oder bei einer Schwangerschaftsstelle Hilfe zu suchen.
Ellena 23. Januar 2019 um 23:30
Ich arbeite als krankenschwester in vollzeit. Mein monatsgehalt variiert je nach schichten die ich habe wochenenden feiertage und nachtdiensten. Auf zulagen bin ich angewiesen weil mein grundlohn ohne zulagen 300 – 400 euro niedriger ist.
Wird die lohnfortzahlung im generellen beschäftigungsverbot an dem durchschnittslohn mit zulagen oder am grundlohn bemessen?
Ich habe einen autokredit mit einer ausfallversicherung. Also falls ich arbeitsunfähig werde würden die raten übernommen werden.
Kann diese versicherung greifen durch ein generelles beschäftigungsverbot?
Anna 7. Februar 2019 um 11:01
Ich bin Angestellte Zahnärztin und bin zum zweiten Mal schwanger. Bei der ersten Schwangerschaft war alles kein Problem, mein Arbeitgeber hat mich nach Bekanntgabe der Schwangerschaft ins BV geschickt. Nun habe ich ihm auch eine Schwangerschaftsbescheinigung eingereicht, allerdings bislang noch kein schriftliches Beschäftigungsverbot erhalten. Brauche ich das schriftlich? Ich darf ja faktisch gar nicht am Patienten arbeiten. Ich muss dazu sagen, dass das Verhältnis zu meinem Chef seit Bekanntgabe der zweiten Schwangerschaft denkbar schlecht ist, da er meinem Mann, der ebenfalls in der Praxis arbeitet, direkt nach der Mitteilung kommentarlos gekündigt hat. Ich habe nun Angst, dass mir irgendetwas entgeht und ich meinen Lohn nicht erhalte, da ich ja momentan nicht arbeite.
Arbeitsvertrag.org 7. Februar 2019 um 17:06
grundsätzlich muss das Beschäftigungsverbot nicht unbedingt schriftlich erteilt werden, Sie können Ihren Arbeitgeber jedoch um einen schriftlichen Nachweis bitten. Zu dem weiteren Anliegen möchten wir Sie bitten, sich damit an einen Anwalt für Arbeitsrecht zu wenden, da wir nicht befugt sind, eine Rechtsberatung anzubieten.
Sarah 15. Februar 2019 um 15:44
Und zwar bin ich Krankenschwester und in der 8ssw. Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr habe ich nach Bestätigung meiner Frauenärtzin meiner pflegedienstleitung mitgeteilt.
Sie meinte nur das der betriebsarzt kein Beschäftigungsverbot mehr ausstellen darf.
Trotz allem habe ich mit dort einen Termin gemacht, der betriebsarzt hat mir ein Beschäftigungsverbot ausgestellt.
Stimmt das, das der betriebsarzt das nicht mehr dürfte?
Und könnte ich jetzt Probleme bekommen?
Claudia 4. März 2019 um 3:58
Hallo ich hätte eine Frage. Bin in der 16SW und arbeite als Servicekraft in der Gaststätte meiner Eltern. Wir sind ein kleines Familienunternehmen mit wenigen Mitarbeitern. Die Meldung meiner Schwangerschaft an die entspr. Behörde sowie die Gefährdungsbeurteilung muss ich selber durchführen, da meine Eltern keine Ahnung davon haben. Wir arbeiten nur abends (ab 17Uhr bis mind. 22Uhr, meistens aber länger- nach 23 Uhr auch nach Mitternacht). Arbeite nur im stehen, muss regelmäßig tragen, dennoch nicht immer/ bzw nicht unbedingt 5kg auf einmal, dann noch an Sonn- und Feiertagen. Bin Vollzeit angestellt, die Möglichkeit meinen Arbeitsplatz zu wechseln besteht eigentlich nicht- könnte nur Büroarbeit erledigen, das wären aber max. 6/8 St in der Woche, meistens nicht mal das.
Ich kann es mir nicht vorstellen, dass ich noch lange problemlos werde bedienen können. Nachdem ich viel getragen habe, kriege ich meistens steife Schultern und Kopfschmerzen. Bin schnell müde und schaffe es nicht mehr so spät zu arbeiten, oder so schneell zu bedienen. Zusätzlich im weiteren Verlauf der Schwangerschaft wird auch meine Rheumaerkrankung zum größeren Problem durch die Belastung der Gelenke durch Gewicht u. Arbeit. Meine Rheumatologin verweist mich an die Frauerärztin (weil die mehr Erfahrung bei ind. Arbeitsverboten haben soll), die wiederum verweist mich auf die Info in Broschüren bzgl. Mutterschutzgesetz und auf die besondere Regelungen bei Gastronomie und an meinen Arbeitgeber. Die Frage lautet: kann ich mir (bzw. können meine Eltern) ein genereles Beschäftigungsverbot ausstellen, wenn manche Voraussetzungen erfüllt und manche nicht völlig erfüllt sind? Das heißt, darf der Arbeitgeber ein Verbot auf die Tätigkeit im Service ausstellen und nur die Büroarbeit erlauben? Wenn ich dann nur noch 6St/Wo arbeiten würde und wenn ich es richtig verstehe, dennoch, dem Gesetz zufolge, meinen normalen Lohn erhalten würde – würden meine Eltern die Differenz zurückbekommen?
Wie rechnet man die überhaupt aus?
Arbeitsvertrag.org 11. März 2019 um 10:31
bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung anbieten. Wir dürfen aus diesem Grund keine rechtliche Einschätzung zu Einzelfallfragen vornehmen. Bitte lassen Sie den Sachverhalt ggf. von einem Anwalt prüfen.
Mandy 5. März 2019 um 13:29
Hallo, ich bin in der 13 ssw und arbeite in einem großen Möbelhaus auf Provision. Ich muss gelegentlich Stühle, kleine Tische tragen und verschiedene Funktionen am Polstermöbel in gebügter Haltung zeigen. Meine Frage, ist die Arbeit noch zumutbar?
Hinzu kommen noch die vielen Dämpfe der Möbel.
Freue mich auf antworten, weiß mir nicht mehr zu helfen. Mein FA meint ich darf es nicht mehr machen, aber er stellt mir auch kein arbeitsverbot aus.
Franziska 25. März 2019 um 21:37
Arbeite als Krankenschwester in einer Notaufnahme. Kann und darf meine arbeit nicht mehr durchführen. Bisher sind alle Krankenschwestern ab der Bekanntgabe der Schwangerschaft ins Generelle Beschäftigungsverbot. Allerdings wurde mir von meinem Arbeitgeber jetzt eine Alternative Bürotätigkeit angeboten, die ich laut meinem Chef auch durchführen muss, durch die neue Gesetzgebung.
Ich arbeite sehr ungern im Büro und die Tätigkeiten sind mir ein Kraus..muss ich diesen Alternativen Arbeitsplatz machen?
Arbeitsvertrag.org 8. April 2019 um 9:21
da es sich dabei um einen sehr speziellen Fall handelt, sollten Sie dies mit einem Anwalt für Arbeitsrecht besprechen.
Ateiram 17. April 2019 um 21:43
Ich bin derzeit schwanger und bin als Krankenschwester auf der Innenren Station tätig. Mein Arbeitgeber schreibt mich jedoch nicht raus. Mein Frauenarzt ist erschüttert darüber, dass mein Arbeitgeber mich den ganzen Infektionskrankheiten und Gefahren aussetzt. Kürzlich habe ich ein vorläufiges Verbot von meinem Frauenarzt erhalten. Mein Arbeitgeber reagierte sofort. Soll diesen Monat nochmzum betriebsarzt, der direkt an unser Krankenhaus gebunden ist. Muss ich diesen Termin wahr nehmen? Darf ich mir den Arzt selbst aussuchen, wo diese Überprüfung statt findet? An wen kann ich mich sonst wenden wegen dem Beschäftigungsverbot? Würde mich über eine Antwort freuen. Mit freundlichen Grüßen
Arbeitsvertrag.org 8. Mai 2019 um 8:48
Hallo Ateiram,
der Arbeitgeber ist berechtigt, eine Nachuntersuchung anzuordnen. Allerdings ist es der Arbeitnehmerin vorbehalten, den Arzt dafür auszusuchen. Sollte sich der Arbeitgeber weiterhin weigern, die Bestimmungen des ärztlichen Attests einzuhalten, können Sie sich an das Gewerbeaufsichtsamt wenden. Dies prüft, ob die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes eingehalten werden.
Teodora 22. April 2019 um 19:30
Ich arbeite als Verkäuferin in der Bäckerei im Klinikum. Da gibt es vielen kranken Leute. Ich würde morgen mit meiner Chefin sprechen, weil ich eine Arbeitsverbotung möchte. Kann sie mir es absagen? Im moment bin ich schon im 16 Woche. Aber mein arbeits Vertrag endet 30.06.2019 und der mutterschutz befinden 30.08.2019. Ich habe noch keine Antwort bekommen, ob ich verlängert kriege.
Arbeitsvertrag.org 8. Mai 2019 um 9:23
Hallo Teodora,
der Arbeitgeber kann ein Beschäftigungsverbot aussprechen, nachdem er eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen hat, er kann es demnach auch für unnötig erachten. Sie könnten sich anschließend an einen Gynäkologen zur Beratung wenden.
Nicole K. 21. Mai 2019 um 12:45
Ich hab seit Ende April ein generelles Beschäftigungsverbot vom Arbeitgeber bekommen, aufgrund meiner Nachtarbeit, die in der Schwangerschaft nicht erlaubt ist. Ich hab Fragen zu der Lohnfortzahlung. Ich hab gelesen das man ein Durchschnittsgehalt der letzten drei Monate bekommt. Aufgrund von Überstunden und Zuschlägen variiert mein Gehalt.
Im April hatte ich ein Bruttogehalt von 2814 Euro
Im März hatte ich ein Bruttogehalt von 3525 Euro
Im Februar hatte ich ein Bruttogehalt von 3064Euro
Ich soll allerdings nur eine Lohnfortzahlung von 2680 Euro Brutto bekommen ab Mai. An welche Stelle kann ich mich da wenden und beraten lassen?
Arbeitsvertrag.org 22. Mai 2019 um 16:08
Hallo Nicole K.,
Sie können sich mit Ihrem Anliegen an die örtliche Mutterschaftsgeldstelle wenden. Sollten diese Ihnen nicht weiterhelfen können, können Sie überlegen, ob Sie sich den Rat eines Anwalts für Arbeitsrecht einholen möchten.
Sabrina G. 20. Juni 2019 um 16:19
Hallo, ich bin jetzt in der 16.ten SSW und war durch Hyperemesis Gravidarum 8 Wochen krank geschrieben mit mehrmaligen Krankenhausaufenthalt. Ab der 6ten Woche fällt man ja ins Krankengeld, was ich aber dadurch das ich nur einen 450€ Job habe, nicht bekomme. Lohn bekomme ich seitdem natürlich auch keinen mehr.
Seid 08.06 könnte ich nun wieder arbeiten (Hotelgewerbe) gehen da es mir aktuell besser geht und hatte direkt ein Gespräch mit meinem AG. Dieser teilte mir mir mit das er mich laut MuSchG nicht mehr einsetzen darf (dies sehe ich ähnlich), er an den Arbeitsbedingungen auch nichts ändern kann und auch ein Arbeitsplatzwechsel nicht möglich ist. Ich solle mich wegen eines BVs an meine Frauenärztin wenden. Diese sagt mir nun aber das sie nicht einfach ein BV ausstellen kann (es läge für sie kein gerechtfertigter Grund vor und auch mein Hyperemesis wäre nicht ausreichend für ein BV) , sondern der AG dies tun und einleiten muss.
Ja, ich stehe also zwischen 2 Stühlen und bekomme nirgends mehr Geld her, mein Partner kann das nicht mehr lange auffangen.
Ist mein Chef nicht verpflichtet mir jetzt schon Lohn weiter zu zahlen? Schließlich könnte ich arbeiten, er lässt mich aber nicht bzw darf es wohl nicht weil er dann gegen das MuSchG verstoßen würde. Tut aber auch nix damit das BV in Gang kommt. Ich bin am verzweifeln… . Was kann ich tun oder was raten Sie mir?
Arbeitsvertrag.org 28. Juni 2019 um 8:00
Hallo Sabrina G.,
in der Regel müsste während des Beschäftigungsverbots der volle Lohn weitergezahlt werden. Sie könnten den Arbeitgeber noch einmal bitten, das BV auszusprechen. Ansonsten können Sie sich an das Gewerbeaufsichtsamt wenden, es stellt sicher, dass das Mutterschutzgesetz gewahrt wird. Sie könnten auch überlegen, einen Anwalt für Arbeitsrecht hinzuzuziehen, dieser kann Sie bzgl. der juristischen Vorgehensweise eingehend und individuell beraten.
Franziska 3. Juli 2019 um 21:03
Ich bin in der 3.SSW und arbeite in einer Galvanik. Ich bin durch eine künstliche Befruchtung schwanger geworden da es bei uns nicht auf normalem Wege möglich ist. Ich bin 32 Jahre alt. Meine Frauenärztin weigert sich mir ein Beschäftigungsverbot auszustellen. Sie sagte, mein AG müsste dieses wenn aussprechen oder mich in eine andere Abteilung versetzen. Da ich aber in einem Betrieb arbeite wo ich überall schwer heben muss oder schlechte Gerüche habe ist meine Frage was ich tun soll. Anderen Frauenarzt? Zum AMZ?
Arbeitsvertrag.org 4. Juli 2019 um 10:40
der Arbeitnehmer trägt das Risiko und muss daher in der Regel das generelle BV aussprechen. Sie können diesen darum bitten oder sich bei einem anderen Frauenarzt eine zweite Meinung einholen. Nützliche Infos könnten Sie außerdem in einer Schwangerschaftsberatung bekommen.
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