Source: http://www.hensche.de/Anspruch_des_Betriebsrats_auf_PC_mit_Internetzugang_und_auf_Mobiltelefon_LAG_Sachsen-Anhalt_4TaBV4-10.html
Timestamp: 2018-05-22 19:23:33
Document Index: 125167591

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 40', '§ 72', '§ 92', '§ 92', '§ 92']

3 BV 118/09
1. Be­triebs­rat der Fir­ma
- An­trag­stel­ler, Be­schwer­deführer und Be­tei­lig­ter zu 1 -
hat die 4. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Sach­sen-An­halt auf die münd­li­che Anhörung vom 23. Ju­ni 2010 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt ... als Vor­sit­zen­den so­wie die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin ... und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter ... als Bei­sit­zer be­schlos­sen:
a) ein Mo­bil­te­le­fon mit ent­spre­chend für Sprach­diens­te frei­ge­schal­te­ter Mo­bil­funk­kar­te und
b) ei­nen Per­so­nal­com­pu­ter mitt­le­rer Art und Güte des der­zeit be­ste­hen­den tech­ni­schen Stan­dards (min­des­tens In­tel Duo Pro­zes­sor oder ver­gleich­ba­rer AMD Pro­zes­sor, 1 GB RAM, DVD-Lauf­werk, Netz­werk­an­schluss, Be­triebs­sys­tem Win­dows XP oder höher, Text- und Ta­bel­len­ver­ar­bei­tungs­pro­gramm) so­wie ein frei­ge­schal­te­ter In­ter­net­zu­gang für den Per­so­nal­com­pu­ter.
Der wei­te­re An­trag wird zurück­ge­wie­sen.“
Die­se Ent­schei­dung hat das Ar­beits­ge­richt Mag­de­burg auf den Sei­ten 5 - 13 sei­nes vor­ge­nann­ten Be­schlus­ses vom 20. Ja­nu­ar 2010 (Bl. 99 - 107 d. A.) be­gründet. Auch hier­auf wird Be­zug ge­nom­men.
Mit Schrift­satz vom 23. Fe­bru­ar 2010 hat der Be­tei­lig­te zu 2. zur Be­schwer­de des zu 1. be­tei­lig­ten Be­triebs­rats Stel­lung ge­nom­men (Bl. 217 - 219 d. A.), un­ter Beifügung ver­schie­de­ner Ge­richts­ent­schei­dun­gen. Mit Schrift­satz vom 1. April 2010 hat der zu 1. be­tei­lig­te Be­triebs­rat zur Be­schwer­de des Be­tei­lig­ten zu 2. schriftsätz­lich Stel­lung ge­nom­men (Bl. 270 - 274 d. A.). Mit Schrift­satz vom 1. Ju­ni 2010 hat der Be­tei­lig­te zu 2. (vgl. Bl. 292 - 293 d. A.) dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das LAG Hamm durch Be­schluss vom 14. Mai 2010 -
Hin­sicht­lich des zweit­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens des zu 2. be­tei­lig­ten Ar­beit­ge­bers wird auf des­sen Schriftsätze vom 16. Fe­bru­ar 2010 nebst An­la­gen (Bl. 136 - 211 d. A.) und vom 23. Fe­bru­ar 2010 nebst An­la­ge (Bl. 217 - 256 d. A.) so­wie vom 1. Ju­ni 2010 (Bl. 292 d. A.) ver­wie­sen.
Im Pro­to­koll über den Anhörungs­ter­min vom 23. Ju­ni 2010 heißt es auf den Sei­ten 2 - 4 u. a.:
„Auf Be­fra­gen des Vor­sit­zen­den erklärt die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de:
Bei dem Be­triebs­rat der Re­gi­on 16 han­delt es sich um ein Fünfer-Gre­mi­um.
Zu­ge­ord­net sind 18 Ver­kaufs­stel­len der Re­gi­on 16. Von den 5 Be­triebs­rats­mit­glie­dern ar­bei­ten 3 Mit­glie­der in der Fi­lia­le B., ei­ne Kol­le­gin in A. und ei­ne in G.
Auf wei­te­ren Vor­halt des Vor­sit­zen­den:
Ich bin Teil­zeit­kraft.
Das Fest­netz­te­le­fon in der Fi­lia­le B. be­fin­det sich hin­ter ei­ner Loch­wand.
Des­we­gen können die Gespräche mit Be­triebs­rats­kol­le­gen nicht ver­trau­ens­voll ab­ge­wi­ckelt wer­den.
Da ich während mei­ner Ar­beit al­lein ar­bei­te, kann ich nicht ein­mal Be­triebs­rats­te­le­fo­na­te ent­ge­gen­neh­men, wenn ich al­lein auf den Amts­an­schluss an­ge­wie­sen wäre, ich kann dort nämlich nicht hin­ge­hen.
Rechts­an­walt H. erklärt:
Das Te­le­fon mit Amts­an­schluss be­fin­det sich in die­ser Fi­lia­le in ei­nem ab­ge­sch­los-se­nen Raum. Die­ser ist al­ler­dings nicht schall­dicht.
Auf wei­te­ren Vor­halt des Vor­sit­zen­den erklärt die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de:
Die­ser Raum hat ei­ne halb ho­he Wand und ist zum La­ger­be­reich nur ab­ge­trennt durch ei­ne Loch­wand.
Ich selbst bin 1,66 m und kann nicht über die­se Wand schau­en.
Nun­mehr erklären die Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten der Be­tei­lig­ten:
Hin­sicht­lich der Räum­lich­kei­ten gibt es kei­nen Dis­put zwi­schen den Be­tei­lig­ten.
Ver­kaufs­raum und La­ger­raum wer­den durch ei­ne Loch­wand ab­ge­trennt, wo­bei die Löcher klein sind. Die Loch­wand hat ei­ne Höhe von ca. 1,80 bis 2,00 m und ei­ne Tür.
Durch die Tür ge­langt man vom Ver­kaufs­raum in das La­ger. Im La­ger­raum ist durch Stellwände ein Büro­raum ab­ge­trennt, der 1,80 bis 2,00 m hoch ist. Der Büro­raum ist durch ei­ne Holztür be­geh­bar. Zur De­cke hin exis­tie­ren je­weils Zwi­schenräume.
Herr Rechts­an­walt H. erklärt:
Vom Ver­kaufs­raum selbst kann man kei­ne Gespräche ver­fol­gen.
Die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de erklärt:
Man kann die­se Gespräche vom Ver­kaufs­raum aus ver­fol­gen.
Auf Vor­halt des Vor­sit­zen­den erklärt die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de:
Wenn ich hin­ten im Büro te­le­fo­nie­ren würde, dann kann man mir den La­den leer räum­en.
Man merkt auch nicht, dass je­mand aus dem Ver­kaufs­raum her­ein­tritt.
Ich ge­he da­von aus, dass man in die­sem Raum un­gestört te­le­fo­nie­ren kann, oh­ne dass das je­wei­li­ge Te­le­fon­gespräch mit­gehört wer­den kann von Un­be­fug­ten.
Herr Rechts­an­walt E. erklärt:
Der zu 1. be­tei­lig­te Be­triebs­rat geht vom Ge­gen­teil aus.
Auf wei­te­ren Vor­halt des Ge­richts erklärt Herr Rechts­an­walt H.:
Wenn je­mand un­be­fugt vom Ver­kaufs­raum in den La­ger­raum geht durch die Tür, an der sich ein Schild „Zu­tritt ver­bo­ten“ be­fin­det und di­rekt an die Wand des Büro­raums geht, ist nicht aus­ge­schlos­sen, dass er ein Te­le­fo­nat mithören kann.
Ich mei­ne das mit dem Schild sinn­gemäß.
Herr Rechts­an­walt E. erklärt für die Be­triebs­rats­sei­te klar­stel­lend:
Die 3 Be­triebs­rats­mit­glie­der in der Fi­lia­le B. sind nicht al­le voll­zeit­beschäftigt.
Ei­ne ist voll­zeit­beschäftigt und 2 sind teil­zeit­beschäftigt. Al­le Kräfte sind nicht im­mer zur glei­chen Zeit da.
„Es soll nun­mehr in der Fi­lia­le B. der zu 2. Be­tei­lig­ten im
Brei­te Straße 71 – 73, der Au­gen­schein durch die Be­schwer­de­kam­mer
im Bei­sein der Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten der Be­tei­lig­ten und der
Vor­sit­zen­den des hier zu 2. be­tei­lig­ten Be­triebs­ra­tes ein­ge­nom­men wer­den.
Es soll auf­geklärt wer­den, ob in der vor­ge­nann­ten Fi­lia­le sei­tens des
zu 1. be­tei­lig­ten Be­triebs­ra­tes un­gestört und oh­ne das Zuhören
Un­be­fug­ter vom Fest­netz aus te­le­fo­niert wer­den kann.
Ich weiß noch nicht, ob ich mit­kom­me.
Das hängt da­von ab, ob ich noch nach Stutt­gart zurück­kom­me.
Wei­te­re Schrit­te be­hal­te ich mir vor.
für den zu 1. be­tei­lig­ten Be­triebs­rat des­sen Vor­sit­zen­de
und Rechts­an­walt E.,
für den Be­tei­lig­ten zu 2. Herr Rechts­an­walt H.,
der Vor­sit­zen­de Herr ... so­wie der eh­ren­amt­li­chen Rich­ter
Herr ... und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Frau ...
so­wie der Jus­tiz­be­diens­te­te H.
Die Au­gen­scheins­ein­nah­me wird be­en­det (16.10 Uhr).“
Nach der vor­ge­nann­ten Be­en­di­gung der Au­gen­scheins­ein­nah­me (16.10 Uhr) ha­ben die Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten H. und E. übe­rein­stim­mend an Ort und Stel­le in der Brei­ten Straße in B. erklärt, dass sie an der Verkündung der Ent­schei­dung der Kam­mer am heu­ti­gen Ta­ge in den Sit­zungsräum­en des Lan­des­ar­beits­ge­richts Sach­sen-An­halt nicht mehr teil­neh­men möch­ten. Dort hat der Vor­sit­zen­de nach Wie­der­auf­ruf der Sa­che in Ab­we­sen-heit der Be­tei­lig­ten, je­doch in An­we­sen­heit der eh­ren­amt­li­chen Rich­te­rin ... und des eh­ren­amt­li­chen Rich­ters ... am Schluss der Sit­zung ge­gen 17.25 Uhr den obi­gen Be­schluss­te­nor verkündet.
1. Zu Recht und mit zu­tref­fen­der Be­gründung ist be­reits das Ar­beits­ge­richt Mag­de­burg in sei­nem vor­ge­nann­ten Be­schluss - 3 BV 118/09 - auf den Sei­ten 5 - 12 (Bl. 99 - 106 d. A.) da­von aus­ge­gan­gen, dass dem zu 1. be­tei­lig­ten Be­triebs­rat ein Per­so­nal­com­pu­ter mit frei­ge­schal­te­tem In­ter­net­zu­gang zur Verfügung zu stel­len ist, weil der Ar­beit­ge­ber dem Be­triebs­rat nach § 40 Abs. 2 Be­trVG für die Sit­zun­gen, die Sprech­stun­den und die lau­fen­de Geschäftsführung im er­for­der­li­chen Um­fang Räume, sach­li­che Mit­tel, In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik so­wie Büro­per­so­nal zur Verfügung zu stel­len hat.
In Thies: Kos­ten- und Sach­auf­wand des Be­triebs­rats, 1998, heißt es da­zu be­reits: „Al­ler­dings wer­den die An­for­de­run­gen an den Nach­weis der Er­for­der­lich­keit ei­nes Per­so­nal­com­pu­ters für die Be­triebs­ratstätig­keit mit zu­neh­men­der Gebräuch­lich­keit des EDV-Ein­sat­zes in Be­trie­ben wei­ter sin­ken.“ Dem­ent­spre­chend ist das Ar­beits­ge­richt Mag­de­burg hier in sei­nem vor­ge­nann­ten Be­schluss vom 20. Ja­nu­ar 2010 auf Sei­te 7 (Bl. 101 d. A.) da­von aus­ge­gan­gen, dass der Be­triebs­rat ei­nen Per­so­nal­com­pu­ter für er­for­der­lich hal­ten durf­te.
Ins­be­son­de­re ist das Ar­beits­ge­richt Mag­de­burg auch be­reits auf Sei­te 10 sei­nes vor­ge­nann­ten Be­schlus­ses vom 20. Ja­nu­ar 2010 (Bl. 104 d. A.) da­von aus­ge­gan­gen, dass der Be­triebs­rat auch den An­schluss des Per­so­nal­com­pu­ters an das In­ter­net als Mit­tel zur Kom­mu­ni­ka­ti­on und zur In­for­ma­ti­ons­be­schaf­fung für er­for­der­lich hal­ten durf­te (vgl. Bl. 104 d. A.).
Dem­ent­spre­chend hält die Be­schwer­de­kam­mer ei­ne Aus­stat­tung des Per­so­nal­com­pu­ters mitt­le­rer Art und Güte des der­zeit be­ste­hen­den tech­ni­schen Stan­dards in der nähe­ren Aus­ge­stal­tung gemäß dem obi­gen Te­nor nebst frei­ge­schal­te­tem In­ter­net­zu­gang für an­ge­mes­sen und er­for­der­lich.
stätten (dort: räum­lich von­ein­an­der ent­fern­te Ver­kaufs­stel­len) Te­le­fo­ne mit Amts­lei­tun­gen zur Verfügung zu stel­len (vgl. 7 ABR 24/04 = ZBVR 2005, 110).
Die­se Ent­schei­dung des 7. Se­nats des BAG ist für die be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Pra­xis in zwei­er­lei Hin­sicht von Be­deu­tung ge­we­sen: Zum ei­nen hat das BAG in die­sem Be­schluss vom 19. Ja­nu­ar 2005 aus­geführt, dass für die Ein­lei­tung ei­nes ar­beits­ge­richt­li­chen Be­schluss­ver­fah­rens und der da­mit re­gelmäßig ver­bun­de­nen Be­auf­tra­gung ei­nes Rechts­an­walts mit der Pro­zess­ver­tre­tung ein ord­nungs­gemä-ßer Be­triebs­rats­be­schluss er­for­der­lich ist. Zum an­de­ren kann seit die­sem Be­schluss des 7. Se­nats des BAG vom 19. Ja­nu­ar 2005 da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Nut­zung ei­ner Te­le­fon­an­la­ge zum In­for­ma­ti­ons­aus­tausch des Be­triebs­rats mit den von ihm ver­tre­te­nen Beschäftig­ten die Erfüllung ge­setz­li­cher Auf­ga­ben des Be­triebs­rats be­trifft. Das gilt ins­be­son­de­re für Un­ter­neh­men, in de­nen - wie auch hier - die zu be­treu­en­den Be­triebsstätten räum­lich von­ein­an­der ent­fernt sind, um auch dort den in­ner­be­trieb­li­chen Dia­log des Be­triebs­rats mit den Beschäftig­ten und für die in­ter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den ein­zel­nen Be­triebs­rats­mit­glie­dern je­weils zu ermögli­chen. Das heißt, dass die Be­triebs­rats­mit­glie­der je­der­zeit te­le­fo­nie­ren können und selbst te­le­fo­nisch er­reich­bar sind (so zu­tref­fend Wol­merath, ju­ris PR-ArbR 26/2005 Anm. 6).
c) Die Be­schwer­de­kam­mer hat in der Fi­lia­le des Be­tei­lig­ten zu 2. in B., B. Straße 71 - 73 bei der Au­gen­scheins­ein­nah­me im Rah­men des Anhörungs­ter­mins am 23. Ju­ni 2006 Ört­lich­kei­ten an­ge­trof­fen, die zum ei­nen ei­ne wei­ter­ge­hen­de Aus­ein­an­der­set-zung mit den vor­ge­nann­ten Be­schlüssen des 7. Se­nats des BAG vom 19. Ja­nu­ar 2005 und vom 9. De­zem­ber 2009 ent­behr­lich ma­chen und die zum an­de­ren nur den Schluss zu­las­sen, dass der hier zu 1. be­tei­lig­te Be­triebs­rat zur ord­nungs­gemä-ßen Erfüllung sei­ner Be­triebs­rats­auf­ga­ben gemäß § 40 Abs. 2 Be­trVG ne­ben
vom Büro­raum (ab­ge­trenn­ter Teil des La­ger­raums/-Be­reichs) geführt wer­den, nur mit­gehört wer­den können, wenn laut te­le­fo­niert wird. Die­sen Stand­punkt ver­mag die Be­schwer­de­kam­mer je­doch nicht zu tei­len. Im Rah­men der Au­gen­scheins­ein­nah­me hat der Jus­tiz­be­diens­te­te H. von dem vor­ge­nann­ten Büro­raum von sei­nem Mo­bil­te­le­fon aus te­le­fo­niert. Die­ses Te­le­fo­nat war so­wohl im Vor­rats­raum/-be­reich als auch im Ver­kaufs­raum deut­lich zu ver­ste­hen. Sämt­li­che Mit­glie­der der Be­schwer­de­kam­mer hat­ten ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten H. in kei­ner Wei­se den Ein­druck, dass der Jus­tiz­be­diens­te­te H. dort mehr als durch­schnitt­lich nor­mal laut te­le­fo­niert hat.
Ge­gen den das Ver­fah­ren be­en­den­den Be­schluss ei­nes Lan­des­ar­beits­ge­richts fin­det die Rechts­be­schwer­de an das Bun­des­ar­beits­ge­richt nur statt, wenn sie in dem Be­schluss des Lan­des­ar­beits­ge­richts zu­ge­las­sen wird. Zu­zu­las­sen ist die Rechts­be­schwer­de nur, wenn die Rechts­sa­che grundsätz­li­che Be­deu­tung hat oder der Be­schluss von ei­ner Ent­schei­dung der § 72 Abs. 1 Nr. 2 ArbGG ge­nann­ten Ge­rich­te ab­weicht und auf die­ser Ent­schei­dung be­ruht (vgl. §§ 92 (1), 72 (1) ArbGG). Nur bei Vor­lie­gen die­ser Vor­aus­set­zun­gen darf die Zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de durch das Lan­des­ar­beits­ge­richt er­fol­gen. Lie­gen die vor­ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen (grundsätz­li­che Be­deu­tung oder Ab­wei­chung) aber vor, so ist das Lan­des­ar­beits­ge­richt zur Zu­las­sung ver­pflich­tet (vgl. Ger­mel­mann/Mat­thes/Prütting/Müller-Glöge, ArbGG, 7. Aufl. § 92 Rz. 10).
Da die­se Zu­las­sungs­gründe hier al­le­samt nicht ge­ge­ben sind, kam die Zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de im Rah­men die­ses Ver­fah­rens nicht in Be­tracht.
Ge­gen die­se Ent­schei­dung ist kein wei­te­res Rechts­mit­tel ge­ge­ben.
Auf die Möglich­keit, Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gem. § 92 a ArbGG zu er­he­ben, wird hin­ge­wie­sen.
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