Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81360000046.htm
Timestamp: 2018-12-10 02:48:13
Document Index: 351090079

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 63']

113046 Götzenbachtal
1.36.046 Götzenbachtal
Verordnung des Landratsamtes Ostalbkreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Götzenbachtal" vom 22. August 1984 (Mitteilungsblatt der Stadt Lorch vom 11.10.1984).
Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Lorch wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Götzenbachtal".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 7,2 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom 03. Oktober 1983 das Götzenbachtal auf dem Gebiet der Stadt Lorch. Es wird in etwa wie folgt begrenzt:
Im Süden durch die Götzenmühle; im Westen durch eine gedachte Linie, die 25 m westlich des Götzenbaches verläuft und danach durch die Flurstücksgrenze Parzelle 808 (Pfahlbronner Wald); im Norden durch eine von Westen nach Osten verlaufende Linie, ca. 1 km nördlich der Götzenmühle bachaufwärts liegend; im Osten durch den Feldweg Nr. 7 und die Vic. Wege Nr. 2 und 7.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des reizvollen Götzenbachtales als Lebensraum für eine Vielzahl gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und als Naherholungsraum.
10. 10.Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das nicht nur vorübergehende Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;
12. Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern und Drainagen;
15. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Umbruch von Wiesen, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
16. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Streuwiesen, Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen und ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen; ausgenommen vom Erlaubnisvorbehalt sind bestandserhaltende Pflegemaßnahmen.
(5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das
gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit der Maßgabe, daß § 5 Abs. 2 Nr. 12, 15 und 16 unberührt bleiben;
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Gewässer und Energieversorgungsanlagen, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 16;
Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG Befreiung erteilt werden. Die Befreiung bedarf der Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde, soweit das Vorhaben zu Eingriffen von besonderer Tragweite oder zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung überörtlicher Interessen der erholungssuchenden Bevölkerung führen kann.