Source: https://www.rechtspflegerforum.de/showthread.php?86674-Nachlasspflegschaft/page2&s=23a56afbdf5140d444bcfcc0bae7a9cf
Timestamp: 2018-05-25 04:56:40
Document Index: 321122575

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Nachlasspflegschaft? - Seite 2
14.02.2018, 08:28 #21
Hinzu kam auch noch die Pflichtteilsklausel und ggf., dass die Erben im Testament gar nicht namentlich benannt waren.
Meine Diagnose: Elfenbeinturmfieber mit der Folge der Verschleierung des rechtlichen Blicks auf die praktischen Gegebenheiten.
14.02.2018, 09:05 #22
Wir können jetzt noch ewig philosophieren, was den BGH geritten hat, das Entscheidende in unserem Sachverhalt hier ist doch, eine schnelle Entscheidung des NG zu Gunsten einer NaPfl. und der NaPfl. läuft zügig los.
Bzgl. der BGH Entscheidung gibt mein Rechtsempfinden diesem Recht, wenn mehrere Testierformen gleichberechtigt nebeneinander zulässig sind, müssen diese auch gleichbehandelt werden bzgl. dem Umgang mit dem Eröffnungsprotokoll.
14.02.2018, 09:24 #23
Das steht außer Frage, aber die Erbfolge muss eben eindeutig sein und wenn sie nicht eindeutig ist, kann die Bank auch nach dem BGH einen Erbschein verlangen. Das Problem ist nur, dass die Erbfolge im BGH-Fall keineswegs eindeutig war, wenn auch aus anderen Gründen als den von der Bank genannten.
14.02.2018, 09:27 #24
Ich habe gestern die Nachlasspflegschaft angeordnet; ich sehe nach all Euren Beiträgen genügend Anhaltspunkte das Fürsorgebedürfnis des Nachlasses im Hinblick auf die fragliche Erbberechtigung der testamentarisch eingesetzten Erbin zu bejahen.
14.02.2018, 09:28 #25
Die Entscheidung des BGH wurde ja schon erwähnt.
Die AGB der Banken sind übrigens ganz entscheidend. Wenn diese nämlich ein privatschriftliches Testament nicht als Erbnachweis anerkennen, hilft dem Erben die BGH-Rechtsprechung auch erst einmal nicht viel.
Was meinst du eigentlich mit einem "öffentlichen" Erbnachweis?
14.02.2018, 10:22 #26
Danke für den Hinweis, diese Entscheidung ist an mir vorbeigegangen, zu der Zeit habe ich kein Nachlass gemacht. Ich kannte bisher die ältere Entscheidung dass Banken notarielle Testamente anerkennen müssen.
Die hier geschilderte Konstellation ist möglicherweise wieder einer der Fälle, in denen d. gesetzlichen Erben ggf. viele Unannehmlichkeiten und ein finanzieller Verlust erspart worden sein könnte, wenn die Testamentserbin nicht sofort nach Eröffnung eine beglaubigte Abschrift erhalten hätte.
http://www.rechtspflegerforum.de/sho...H-vom-5-4-2016