Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/142
Timestamp: 2019-05-19 06:35:32
Document Index: 328767474

Matched Legal Cases: ['§ 142', '§ 141', '§ 143', 'BGH', '§ 142', '§ 123', 'BGH', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 142', '§ 142', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 2078', '§ 2078', 'BGH', 'BGH', '§ 142', '§ 13', 'BGH', '§ 142', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 142', '§ 142', 'BGH', '§ 531', '§ 142', '§ 531', '§ 531', 'BGH', '§ 142', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 142', '§ 535', '§ 542', 'BGH', '§ 142', '§ 542', '§ 536', '§ 142', '§ 142', '§ 142', '§ 143', '§ 143', 'BGH', '§ 142', '§ 891']

§ 142 BGB: Wirkung der Anfechtung
§ 141 BGB
§ 143 BGB
BGH, URTEIL vom 3.1.2006, Az. VIII ZR 304/04 13	2. Für den Fall, dass nach alledem ein Kaufpreisanspruch des Klägers verbleibt, wird das Berufungsgericht weitere Feststellungen zu der vom Beklagten hilfsweise erklärten Anfechtung des Kaufvertrages wegen arglistiger Täuschung zu treffen haben (§ 142 Abs. 1 BGB i.V. mit §§ 123 Abs.1, 124 BGB; zur Zulässigkeit der Eventualanfechtung vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 1991 -VZR 299/89, NJW 1991, 1673, unter II 2 a; Senatsurteil vom 15. Mai 1968 -VIIIZR 29/66, NJW 1968, 2099, unter B III).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2005, Az. IV ZR 22/05 Der Senat hat durch Urteil vom heutigen Tage (IV ZR 46/04) ausgesprochen, daß die Berufung des Versicherers auf die sich aus § 142 BGB ergebende Rückwirkung auch dann keine unzulässige Rechtsausübung darstellt, wenn der vor Anfechtung gewährte Versicherungsschutz nicht durch die Täuschung des arglistigen Versicherungsnehmers beeinflußt war (entgegen OLG Nürnberg VersR 1998, 217; VersR 2000, 437; VersR 2001, 1368).
BGH, URTEIL vom 3.2.1972, Az. VIII ZR 40/71 Daß damit auch die in Erfüllung des Vertrages vorgenommene Übereignung der Geldscheine als angefochten galt und der Kläger mithin gemäß § 142 Abs. 1 BGB von Anfang an deren Eigentümer geblieben war, entspricht gefestigter Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum (RGZ 70, 55; Soergel/Siebert, BGB 10. Aufl. § 142 An. 5).
BGH, URTEIL vom 3.5.2003, Az. IV ZR 285/02 Der bereits 1994 erklärten Testamentsanfechtung kommt Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Testamentserrichtung zu (§ 142 BGB, vgl. BGH, Urteil vom 5. Juni 1985 - IVa ZR 257/83 - NJW 1985, 3068 unter I; MünchKomm/Leipold, aaO § 2078 Rdn. 44; Staudinger/Otte, aaO [1995], § 2078 Rdn. 32).
BGH, URTEIL vom 2.3.1994, Az. XI ZR 97/93 Dieser setzt nicht voraus, daß der klagende Prätendent bei der Hinterlegung als Berechtigter benannt worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 28. April 1952 - IV ZR 122/51 = LM Nr. 1 zu § 142 BGB; Bü-low/Mecke/Schmidt, HinterlO 3. Aufl. § 13 Rdn. 11 f.).
BGH, URTEIL vom 5.8.1997, Az. V ZR 29/96 Während die Anfechtung 'dinglich' wirke (gemeint ist nicht die - im Einzelfall fragwürdige - Erstreckung auf das Erfüllungsgeschäft , sondern die unmittelbare Nichtigkeit des Vortrages nach § 142 BGB), habe der Schadensersatzanspruch nur die Verpflichtung zur Rückgängigmachung zur Folge (BGH, Urt. v. 31. Januar 1962, VIII ZR 120/60, NJW 1962, 1197, 1198).
BGH, vom 1.4.1985, Az. VIII ZR 119/84 Daß dem Käufer, der den Kaufvertrag zu Recht wegen arglistiger Täuschung angefochten hat, die Rückerstattung der anfechtbar erworbenen Sache in dem Zustand, wie er sie empfangen hat, unmöglich wird, steht aber der Wirksamkeit der Anfechtung nicht entgegen (BGHZ 53, 144, 145; 57, 137, 146; RG SoergRspr 1914 § 142 BGB Nr. 1, 2; Soergel/Siebert/Hefermehl aaO § 142 Rdn. 10); dabei macht es keinen Unterschied, ob die Entwertung der Sache vor oder nach Abgabe der Anfechtungserklärung eingetreten ist.
BGH, Urteil vom 2.0.1999, Az. Im Schrifttum ist umstritten, ob im Falle eines Schenkungswiderrufs der insoweit maßgebliche Zeitpunkt der Zugang des Widerrufs ist (so Soergel/Mühl/Teichmann, BGB, 12. Aufl., § 531 Rdn. 3) oder ob in Analogie zu § 142 Abs. 2 BGB darauf abzustellen ist, wann die den Widerruf rechtfertigenden Handlungen vorgenommen wurden (so MünchKomm./Kollhosser, BGB, 3. Aufl., § 531 Rdn. 4; Staudinger/Cremer, BGB, 13. Aufl., § 531 Rdn. 3).
BGH, URTEIL vom 3.7.2008, Az. XII ZR 67/06 Umstritten ist jedoch, ob die nach Überlassung der Mietsache erfolgte Anfechtung den Mietvertrag gemäß § 142 Abs. 1 BGB rückwirkend (ex tune) oder nur mit Wirkung ab Zugang der Anfechtungserklärung (ex nunc) vernichtet (offen gelassen in Senatsurteil BGHZ 137, 255, 266 und BGH Urteil vom 10. Juli 1968 - VIII ZR 180/66 - WM 1968, 1306, 1307).
BGH, URTEIL vom 3.7.2008, Az. XII ZR 67/06 30	aa) Die Ansicht, die die Anfechtung vollzogener Mietverträge wegen arglistiger Täuschung entgegen § 142 Abs. 1 BGB nur mit Wirkung ab Zugang der Anfechtungserklärung (ex nunc) zulässt, beruft sich zur Begründung zu dem einen darauf, dass ein bereits vollzogenes Mietverhältnis nur unter Inkaufnahme großer Schwierigkeiten abgewickelt werden könne und deshalb eine Beendigung ex nunc sachgerechter sei (Schmidt-Futterer/Blank Mietrecht 9. Aufl. vor § 535 BGB Rdn. 7; Staudinger/Rolfs BGB [2006] § 542 Rdn. 179).
BGH, URTEIL vom 3.7.2008, Az. XII ZR 67/06 -14- 31	bb) Die Auffassung, die auch bei der Anfechtung in Vollzug gesetzter Mietverträge wegen arglistiger Täuschung von der in § 142 Abs. 1 BGB geregelten rückwirkenden Vernichtung des Rechtsgeschäfts ausgeht (RGZ 86, 334; 102, 225, 226; 157, 173, 174; KG MDR 1967, 404; KG NZM 2002, 21; Soer-gel/Heintzmann aaO vor § 542 Rdn. 2; Erman/Jendrek BGB 12. Aufl. vor § 536 Rdn. 20; Schmid DVWV 1985, 302; Fischer NZM 2005, 567, 571; Emmerich NZM 1998, 692, 694 f.) verweist darauf, dass für Mietverträge kein Anlass bestehe, von der gesetzlichen Bestimmung des § 142 Abs. 1 BGB durch Richterrecht abzuweichen.
LAG Hamm, Urteil vom 3.11.2006, Az. 18 Sa 1417/06 61aa) Eine Teilanfechtung wird für möglich angesehen, bei einem einheitlichen, aber teilbaren Rechtsgeschäft, wenn die Anfechtung nur einen Teil des Rechtsgeschäftes erfasst (vgl. Staudinger/Dilcher, 12. Aufl., § 142 Rz. 10; Soergel/Hefermehl, 13. Aufl., § 142 BGB, Rz. 6; MünchKomm/Mayer-Maly/Busche, 12. Aufl., § 143 BGB Rz. 11; Palandt/Heinrichs, 66. Aufl., § 143 BGB, Rz. 2).
LG Duisburg, Beschluss vom 3.2.2003, Az. 11 T 307/02 Für eine Analogie fehlt es, wie der BGH weiter ausführt, sowohl an einer planwidrigen Gesetzeslücke als auch an einer Vergleichbarkeit der Sachverhalte; derjenige, der den Eigentumserwerb wirksam angefochten habe, habe rechtlich der Eigentümergemeinschaft nie angehört (§ 142 Abs. 1 BGB); das Grund-buch weise ihn zwar als Eigentümer aus, es sei aber unrichtig dies erzeuge auf dem öffentlichen Glauben des Grundbuchs beruhende Rechtswirkungen (§§ 891 ff. BGB) begründe aber nicht die nur an die Eigentümerstellung anknüpfende Haftung.