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Timestamp: 2018-12-16 19:58:13
Document Index: 329644423

Matched Legal Cases: ['Art. 32', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 738', 'BGE', 'Art. 781']

Heft Nr. 3/2013 – 94. Jahrgang (Heft bestellen) Seite
Abhandlung Nouveau droit de la protection de l'adulte - Le mandat pour cause d'inaptitude
Favre Lise, Dr en droit, ancien notaire, ancien prof. assistant à l'Université de Lausanne 145
Abhandlung La responsabilité du notaire en relation avec le nouveau droit de la protection de l'adulte
Mooser Michel, Dr en droit et notaire, Professeur titulaire à l'Université de Fribourg, Bulle 161
Details einblendenDetails ausblenden Bern
Ausstandspflicht eines Notars, falls er bei einer beteiligten ­Vertragspartei unterschriftsberechtigt ist. Umgehung der Ausstandspflicht durch vorübergehende Löschung des Handelsregistereintrages. 181
Notariatsrecht; Disziplinarstrafe infolge Verletzung von Berufspflichten.
Die Ausstandspflicht verbietet dem Notar die Beurkundung einer Willenserklärung einer juristischen Person, bei der er einem zur Vertretung befugten Organ angehört oder für welche er die Unterschrift führt (Art. 32 Abs. 1 lit. d NG BE). Die Ausstandsgründe sollen im öffentlichen Interesse verhindern, dass der Notar als Organ der freiwilligen Gerichtsbarkeit eine dem Notariat vorbehaltene öffentliche Beurkundung vornimmt in Fällen, in denen seine Unabhängigkeit und Objektivität in Zweifel gezogen werden könnten; die Ausstandspflicht ist zwingend.
Löscht der Notar seine Zeichnungsberechtigung im Handelsregister vor der Beurkundung einer Willenserklärung einer juristischen Person, aber nur vorübergehend, indem die Zeichnungsberechtigung nach der Beurkundung im Handelsregister wieder eingetragen wird, liegt eine klare Gesetzesumgehung vor, welche die Ausstandspflicht verletzt.
Justiz-, GEMEINDE- UND KIRCHENDIREKTION, Auszug aus dem Entscheid vom 19. Mai 2011 (BN 2012 S. 285).
Details einblendenDetails ausblenden BGE (unveröffentlicht)
Liberté personnelle, droit de décider du sort de sa dépouille; exhumation. 186
BV Art. 10 Abs. 2; persönliche Freiheit; Anspruch auf Entscheidung über das Schicksal seiner sterblichen Überreste; Exhumation.
Jede Person hat das Recht, über das Schicksal ihrer sterblichen Überreste nach ihrem Tode und über die Bestattungsart zu Lebzeiten zu entscheiden. Der Anspruch der Angehörigen, über seinen Leichnam verfügen zu können, kann nur geltend gemacht werden, wenn der Verstorbene diesbezüglich keine schriftlichen oder mündlichen Verfügungen getroffen hat.
Die subsidiäre Entscheidungsbefugnis muss zuerst durch denjenigen ausgeübt werden, welcher mit dem Verstorbenen am engsten verbunden war und somit durch seinen Tod am schwersten betroffen gewesen ist.
Die letztwilligen Verfügungen des Verstorbenen gehen allen nach seinem Tode stattgefundenen Ereignissen vor und können eine Exhumierung rechtfertigen. Diese bildet vorliegend eine angemessene Massnahme.
Tribunal Federal, 1re Cour de droit public, extrait de l'arrêt du 4 février 2010 non publié dans la cause A et B contre C et Département de la santé et de l'action sociale, Service de la santé publique du canton de Vaud (1C_430/2009).
Auslegung einer Dienstbarkeit «Gegenseitige Baubeschränkung». 193
ZGB Art. 738; Auslegung des Inhalts einer Dienstbarkeit.
Der Eintrag einer Dienstbarkeit als «Gegenseitige Baubeschränkung» verpflichtet zur Unterlassung und Duldung bestimmter baulicher Handlungen auf dem belasteten Grundstück. Indirekt bewirkt die beschränkte bauliche Nutzbarkeit eines Grundstücks aber auch Einschränkungen anderer Nutzungsarten oder der Nutzungsintensität.
Bundesgericht, II. zivilrechtliche Abteilung, Auszug aus dem unveröffentlichten Urteil vom 26. Januar 2010 i.S. K gegen B (Beschwerde in Zivilsachen) (5A_617/2009).
Details einblendenDetails ausblenden BGE 137 III 444
Auslegung einer Dienstbarkeit «Kiesausbeutungsrecht». 201
ZGB Art. 781; Inhalt und Umfang eines Kiesausbeutungsrechts.
Der privatrechtliche Dienstbarkeitsvertrag und die öffentlich-rechtliche Kiesabbaubewilligung bestimmen Inhalt und Umfang der im Grundbuch als «Kiesausbeutungsrecht» eingetragenen Dienstbarkeit. Die dingliche Berechtigung umfasst nicht nur den Abbau von Sand, Kies und weiteren Materialien, sondern auch sämtliche Tätigkeiten auf dem belasteten Grundstück, die zur Wiederherrichtung nicht mehr genutzter Abbaustellen erforderlich sind (Erw. 2–4).
Bundesgericht, II. zivilrechtliche Abteilung, Auszug aus dem Urteil vom 8. August 2011 i.S. X AG gegen Y AG (Beschwerde in Zivilsachen) (5A_235/2011).
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