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Timestamp: 2016-10-22 23:39:33
Document Index: 310798816

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_373/2014 (27.06.2014)
8C_373/2014 � � Urteil vom 27. Juni 2014
Bleicherweg 19, 8002 Z�rich,
A.________, geboren 1968, hatte am 6. April 2005 einen Motorradunfall erlitten und sich dabei unter anderem Frakturen an beiden Handgelenken und am rechten Unterschenkel zugezogen, welche mehrmonatiger Spitalpflege und Rehabilitation bedurften. Im Juli 2006 konnte er seine T�tigkeit im Informatikbereich (als Systems Engineer bei der B.________ AG) wieder mit einem kleinen Pensum aufnehmen und dieses im Lauf der folgenden Jahre bis auf 80 % steigern. Seit dem 1. September 2010 war er beim Center C.________ besch�ftigt. Die Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Allianz), bei welcher A.________ f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert war, erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach Abkl�rung durch die Begutachtungen D.________, schloss die Allianz den Fall mit Verf�gung vom 30. Januar 2013 und Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2013 per 30. September 2011 ab. Sie sprach A.________ eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 30 % zu.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihm (eventualiter nach weiteren Abkl�rungen unter Ausrichtung von Taggeldern) eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 37 % zuzusprechen und die Integrit�tseinbusse nach weiteren Abkl�rungen neu festzulegen.
3.1.�Die Vorinstanz hat erkannt, dass dem Beschwerdef�hrer gest�tzt auf das Gutachten der D.________ in der nunmehr ausge�bten T�tigkeit als Senior System-Spezialist beim Center C.________ ein 100%-Pensum (statt der bis anhin versehenen 80 %) zuzumuten w�re und dass er damit in erwerblicher Hinsicht unfallbedingt keine rentenbegr�ndende Lohneinbusse erleide.
Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, vermag den geltend gemachten Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 37 % nicht zu begr�nden.
3.2.�Er beruft sich zun�chst auf eine mangelhafte Schl�ssigkeit des Gutachtens der D.________, wobei diesbez�glich namentlich die Einsch�tzung zur Funktionseinschr�nkung durch eine Schraube im rechten Unterschenkel beziehungsweise durch eine allenfalls ungen�gende Konsolidierung der Unterschenkelfraktur sowie hinsichtlich der Belastung der Handgelenke beanstandet und in diesem Zusammenhang auch geltend gemacht wird, dass die Gutachter von einem falschen Anforderungsprofil seiner aktuellen Arbeitsstelle ausgingen. Inwiefern aus diesen Gr�nden eine andere Beurteilung der Arbeitsf�higkeit angezeigt gewesen w�re, wird nicht ausgef�hrt, und es werden insbesondere auch keine Arztberichte eingereicht, die abweichend zur gutachtlich attestierten Arbeitsf�higkeit Stellung nehmen w�rden. Zum Schreiben der Vorgesetzten des Beschwerdef�hrers vom 16. Juli 2012 hat sich das kantonale Gericht zutreffend ge�ussert (vgl. zur Beurteilung der Arbeitsunf�higkeit als Grundlage f�r den Anspruch auf Invalidenrente zuletzt Urteil 9C_850/2013 vom 12. Juni 2014 E. 3.1 und 3.2, zur Publikation vorgesehen). Der Beschwerdef�hrer vermag damit keine hinreichend konkreten Indizien darzutun, die gegen die Zuverl�ssigkeit der Expertise sprechen w�rden (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Anzumerken bleibt, dass die Allianz ihm vor der Einholung des Gutachtens die Gelegenheit einger�umt hat, zwischen zwei Gutachtenstellen zu w�hlen, zum Fragenkatalog Stellung zu nehmen und Erg�nzungsfragen zu stellen. Es ist daher mit dem kantonalen Gericht gest�tzt auf das Gutachten der D.________ von einer 100%igen Arbeitsf�higkeit in der aktuell ausge�bten T�tigkeit auszugehen.
3.3.�Bez�glich der erwerblichen Auswirkungen setzt der Beschwerdef�hrer einen Invalidenlohn von Fr. 113'732.-, entsprechend seinem Verdienst f�r das ausge�bte 80%-Pensum (worauf jedoch wie dargelegt nicht abzustellen ist), im Jahr 2012 einem Valideneinkommen von Fr. 181'182.- gegen�ber, woraus ein Invalidit�tsgrad von 37 % resultiert. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers kann indessen nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten, dass der gelernte Innenausbauzeichner als Gesunder dank einer Weiterbildung zum Wirtschaftsinformatiker - welche er zwei Tage vor dem Unfall begonnen hatte, in der Folge jedoch gesundheitlich bedingt nicht fortf�hren konnte - eine Stelle als Abteilungsleiter inneh�tte und einen entsprechenden Lohn von Fr. 181'182.- erzielen k�nnte statt des von der Vorinstanz angenommenen Valideneinkommens (zum Zeitpunkt des allf�lligen Rentenbeginns im Oktober 2011; BGE 128 V 174; 129 V 222) von Fr. 127'248.-.
3.4.�Es kann im �brigen auf die zutreffenden Erw�gungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden.
Hinsichtlich der beantragten h�heren Integrit�tsentsch�digung beruft sich der Beschwerdef�hrer wiederum auf die (auch bez�glich der Arbeitsf�higkeit) geltend gemachte mangelnde Schl�ssigkeit des Gutachtens der D.________, ohne jedoch zu substantiieren, inwiefern weitergehende oder andere Integrit�tssch�den (im Sinne namentlich der von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [SUVA] in Weiterentwicklung der bundesr�tlichen Skala gem�ss Anhang 3 zur UVV erarbeiteten Bemessungstabellen; BGE 124 V 29 E. 1c S. 32) als die von den Gutachtern attestierten Arthrosen an den Handgelenken, gesch�tzt auf eine Einbusse von insgesamt 30 %, vorliegen w�rden, und es ergeben sich auch anhand der gutachtlich gestellten Diagnosen keine entsprechenden Anhaltspunkte. Weitere diesbez�gliche Abkl�rungen sind daher nicht angezeigt. Eine Angemessenheitskontrolle ist dem Bundesgericht verwehrt (Art. 95 lit. a BGG; BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 8C_644/2008 vom 19. August 2009 E. 6.1, nicht publ. in: BGE 135 V 353, aber in: SVR 2010 IV Nr. 6 S. 13; vgl. auch BGE 134 V 322 E. 5.3 S. 328).