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Timestamp: 2016-10-21 20:08:08
Document Index: 158477463

Matched Legal Cases: ['Art. 25', 'BGE', 'Art. 22', 'Art. 25', 'Art. 22', 'Art. 18', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 26', 'Art. 66', 'Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 24', 'Art. 66', 'Art. 26']

115 Ib 22432. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 18. Januar 1989 i.S. Schweizerischer Bund f�r Naturschutz, Aqua Viva, Rheinaubund, Schweizerische Gesellschaft f�r Umweltschutz gegen Engadiner Kraftwerke AG, Konzessionsgemeinden Scuol, Sent, Ramosch und Tschlin, Regierung des Kantons Graub�nden, Eidgen�ssisches Departement des Innern sowie Bundesamt f�r Wasserwirtschaft (Verwaltungsgerichtsbeschwerden)
Autorisation requise par la l�gislation sur la p�che et sur la protection de la nature et autorisation de d�fricher pour la construction de la centrale de Pradella; autorisation exceptionnelle selon l'art. 22 LPN et mesures compensatoires au sens de l'art. 18 al. 1ter pour le d�frichement de la v�g�tation des rives. 1. Entr�es en vigueur en m�me temps que la LPE le 1er janvier 1985, les normes de protection de la nature et du paysage relatives aux rives (v�g�tation alluviale, etc.) sont applicables dans le cadre � la fois de la proc�dure d'autorisation du droit de la p�che et de la protection de la nature et de la proc�dure d'autorisation de d�frichement. A l'instar d'un d�frichement portant sur une surface foresti�re de type alluvial, toute alt�ration de la v�g�tation des rives relevant de la l�gislation sur la p�che et la protection de la nature n�cessite de surcro�t une autorisation exceptionnelle selon l'art. 22 LPN. 2. Les notions de "reconstitution" et de "remplacement" de l'art. 18 al. 1ter LPN sont plus larges que celles de "reboisement de compensation" de l'art. 26bis OFor. Un d�frichement de la v�g�tation des rives implique non seulement la compensation par une afforestation de surface et de nature �quivalentes, mais encore la conservation ou la reconstitution des donn�es territoriales, hydrologiques, etc. pr�valant dans la r�gion. Une appr�hension globale s'impose, qui int�gre aussi les caract�ristiques du site. Faits � partir de page 225
Mit Teilurteil vom 16. September 1987 (auszugsweise ver�ffentlicht in ZBl 89/1988 S. 273 ff.) wies die I. �ffentlichrechtliche Abteilung des Bundesgerichts die vom Schweizerischen Bund f�r Naturschutz (SBN), von der Nationalen Aktionsgemeinschaft Aqua Viva, vom Rheinaubund und von der Schweizerischen Gesellschaft f�r Umweltschutz eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab, soweit die Vereinigungen geltend gemacht hatten, die Regierung des Kantons Graub�nden h�tte bei der Erteilung der fischereirechtlichen Bewilligung f�r die Nutzung der Wasserkraft des Inns im Abschnitt zwischen Scuol/Pradella und Martina Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes �ber die Fischerei (FG, SR 923.0) anordnen m�ssen. Diese Bewilligung war zusammen mit BGE 115 Ib 224 S. 226derjenigen f�r die Beseitigung der Ufervegetation gem�ss Art. 22 des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451) der Engadiner Kraftwerke AG (EKW-AG) erteilt worden, um dieser zu erm�glichen, die Wasserkraft gem�ss der ihr von den Konzessionsgemeinden Scuol, Sent, Ramosch und Tschlin bereits im Jahre 1957 gew�hrten Konzession zu nutzen. Entsprechend der Verneinung der Anwendung von Art. 25 FG wurde in Ziff. 2 des Teilurteils festgehalten, bei der Anwendung des neuen Rechts, das bei der fischerei- und naturschutzrechtlichen Bewilligung zu ber�cksichtigen sei, seien die Schranken zu respektieren, die sich aus dem der EKW-AG im Jahre 1957 verschafften wohlerworbenen Recht ergeben.
Aus den Erw�gungen des Teilurteils ergibt sich ferner, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit die Beschwerdef�hrer geltend machen, Art. 22 des Bundesgesetzes �ber die Nutzbarmachung der Wasserkr�fte (WRG, SR 721.80) sei verletzt worden. Anzuwenden sind hingegen in Ber�cksichtigung des Vorbehaltes betreffend Respektierung des wohlerworbenen Rechts das Fischereigesetz, das Natur- und Heimatschutzgesetz, das Forstrecht sowie das Umweltschutzrecht gem�ss Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) und den Ausf�hrungsverordnungen hiezu.
F�r die Anwendung des Natur- und Heimatschutzrechts h�lt das Teilurteil fest, dass die Art. 18 und 21 NHG in ihrer Fassung gem�ss USG zu ber�cksichtigen seien und dass auch die Tragweite des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkm�ler von nationaler Bedeutung (BLN), in welches ein Teil der betroffenen Innstrecke aufgenommen worden war, grunds�tzlich zu beachten sei. Zur Anwendung des Umweltschutzrechts stellen die Erw�gungen klar, dass das Wasserkraftwerk ein Vorhaben ist, dessen Umweltvertr�glichkeit zu pr�fen ist. Doch ist keine Umweltvertr�glichkeitspr�fung im formellen Sinne zu verlangen. Da das Werk bereits vor Inkrafttreten des USG geplant wurde, gen�gt es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wenn die vorhandenen Abkl�rungen materiell den Anforderungen des Gesetzes gen�gen. Mit dieser Regel stimmt Art. 24 der Verordnung �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung vom 19. Oktober 1988 (UVPV, AS 1988 S. 1931 ff.) �berein, die seit dem 1. Januar 1989 in Kraft ist.
Schliesslich ist im Teilurteil auch erw�hnt, dass das Eidgen�ssische Departement des Innern (EDI) am 19. Mai 1987 in Anwendung BGE 115 Ib 224 S. 227des Bundesgesetzes betreffend die Eidgen�ssische Oberaufsicht �ber die Forstpolizei (FPolG, SR 921.0) und der Ausf�hrungsverordnung hiezu (FPolV, SR 921.01) die f�r den Bau der Kraftwerkanlagen erforderliche Rodungsbewilligung erteilt habe. Sie ist mit der von der Regierung des Kantons Graub�nden erteilten Bewilligung f�r die Beseitigung der Ufervegetation in tats�chlicher Hinsicht verbunden, umfasst diese doch gem�ss Art. 21 NHG (in der Fassung des USG) die Auenvegetation. Mit der Rodungsbewilligung wird die erforderliche Koordination mit der von der kantonalen Regierung erteilten Bewilligung sichergestellt.
5. c) Zur Pflicht der Ersatzaufforstung ist den Beschwerdef�hrern darin beizupflichten, dass die der Praxis zu Art. 26bis FPolV entsprechende Unterteilung der Rodungsfl�chen in Hochwald und Niederwald dem erweiterten Schutz von Uferbereichen, Auenvegetationen und seltenen Waldgesellschaften, welchen der Gesetzgeber bei Erlass des Umweltschutzgesetzes angeordnet hat (Art. 66 USG), den im vorliegenden Fall gegebenen Verh�ltnissen nicht gerecht wird. Diese neuen, am 1. Januar 1985 mit dem USG in Kraft getretenen natur- und heimatschutzrechtlichen Bestimmungen bez�glich Uferbereiche (Auenvegetationen usw.) sind sowohl im Verfahren betreffend die fischerei- und naturschutzrechtliche Bewilligung (Regierung) als auch in demjenigen betreffend Rodungsbewilligung (EDI) anzuwenden. Eine fischerei- und naturschutzrechtlich relevante Ver�nderung, die eine Ufervegetation betrifft, bedarf genauso wie eine Rodung im forstpolizeilichen Sinne, die Wald mit Auencharakter betrifft, noch zus�tzlich einer natur- und heimatschutzrechtlichen Ausnahmebewilligung (Art. 22 NHG; s. BGE 113 Ib 352 E. 6, BGE 112 Ib 430 ff.); diese darf nur unter Beachtung der Vorschriften zum Schutz von Tier- und Pflanzenarten (Art. 18 ff. NHG) erteilt werden. Gerade im Gebiet Strada-San Nicl� geht es um Ver�nderungen, die teils Waldcharakter haben und teils nicht.
ca) Gem�ss der bei Erlass des USG angeordneten Erg�nzung und �nderung des NHG sind u.a. Uferbereiche, seltene Waldgesellschaften und weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erf�llen, besonders zu sch�tzen (Art. 18 Abs. 1bis NHG). Der seit jeher gegebene Schutz der Ufervegetation wurde in �bereinstimmung mit der Erg�nzung von Art. 18 NHG durch eine umfassendere Erl�uterung des Begriffs "Ufervegetation" erweitert. Diese umfasst nun ausdr�cklich neben Schilf- und Binsenbest�nden Auenvegetationen sowie andere nat�rliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich (Art. 21 NHG). Soweit diese Vegetation als Wald gilt, was f�r den Auenwald im Uferbereich zutrifft, ist f�r dessen Rodung - wie erw�hnt - sowohl eine naturschutzrechtliche Bewilligung nach Art. 22 NHG als auch eine Rodungsbewilligung gem�ss den forstrechtlichen Bestimmungen erforderlich. F�r beide Bewilligungen ist Art. 18 Abs. 1ter NHG zu beachten. L�sst sich eine Beeintr�chtigung schutzw�rdiger Lebensr�ume durch technische Eingriffe unter Abw�gung aller Interessen nicht vermeiden, so hat der Verursacher - wie diese Vorschrift w�rtlich anordnet - f�r besondere Massnahmen zu deren bestm�glichem Schutz, f�r Wiederherstellung oder ansonst f�r angemessenen Ersatz zu sorgen.
cb) Aus der am 1. Januar 1985 in Kraft getretenen �nderung und Erg�nzung des NHG ergibt sich als erstes die zwingende Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der f�r die Bewilligungserteilung zust�ndigen Beh�rden. Aus diesem Grunde dr�ngte die bundesgerichtliche Delegation an der Augenscheinsverhandlung vom 20. November 1986 auf den Entscheid �ber das von der EKW-AG gestellte Rodungsgesuch. Auch wenn Beh�rden verschiedener Hoheitstr�ger - f�r die fischerei- und naturschutzrechtliche Bewilligung die kantonale Regierung, f�r die forstrechtliche Rodungsbewilligung aufgrund des hier in Frage stehenden Ausmasses das EDI - zust�ndig sind, ist die Koordination der Bewilligungen unumg�nglich, l�sst sich doch erst aufgrund einer gesamthaften Beurteilung entscheiden, ob die Vorschrift des Art. 18 Abs. 1ter NHG beachtet wird. Erst gest�tzt auf die vom EDI am 19. Mai 1987 erteilte Rodungsbewilligung ist diese Beurteilung m�glich.
cc) Soll der Bestimmung des Art. 18 Abs. 1ter NHG nachgekommen werden, so ist eine genaue Ermittlung der besonders gesch�tzten Waldfl�chen unumg�nglich. Das EDI ist nicht anderer Ansicht, doch ist es der Meinung, es habe im Rahmen des M�glichen BGE 115 Ib 224 S. 229mit der Anordnung der Ersatzfl�chen f�r Niederwald dem Verlust der Auenvegetation Rechnung getragen. Diese Folgerung erweckt Bedenken.
Die Beschwerdef�hrer m�chten im Lichte der neuen Vorschriften der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung f�r Rodungsbewilligungen vier Waldkategorien unterscheiden. Ob sich dies aufdr�ngt, hat das Bundesgericht nicht zu entscheiden. Es ist Sache der Forstbeh�rden, eine den gesetzlichen Vorschriften gerecht werdende Praxis zu bilden. Hingegen ist eine genaue Ermittlung der besonders gesch�tzten Waldfl�chen sowie die Pr�fung der Frage zu verlangen, ob f�r deren Rodung qualitativ in derselben Gegend Realersatz beschafft werden kann. Dabei darf die Forderung nach Realersatz, der "in der Regel durch eine fl�chengleiche Neuaufforstung in derselben Gegend zu leisten ist" (Art. 26bis Abs. 1 FPolV), nicht in einem r�umlich zu engen Sinne verstanden werden. Kann Auenvegetation, die gerodet werden muss, an anderer Stelle des gleichen Flusslaufes ersetzt werden, so wird der Forderung entsprochen, auch wenn zwischen der Rodungsfl�che und dem neuen Standort eine mehrere Kilometer umfassende Distanz liegt, wie dies im vorliegenden Fall zwischen dem Standort Pradella und der allenfalls m�glichen Ersatzbeschaffung bei Strada zutrifft. Wenn im Regelfall die Ersatzbeschaffung auf das Gebiet der betroffenen Gemeinden zu beschr�nken ist, steht im Falle eines Werkes, an dem mehrere Gemeinden beteiligt sind, wie dies hier zufolge der Konzessionsgew�hrung zutrifft, einem Ausgleich der Rodungsfl�chen innerhalb des Gebietes aller Gemeinden nichts entgegen. Vorausgesetzt werden muss dabei allerdings, dass der Ersatzstandort im nach nat�rlichen, vorab landschaftlichen Gegebenheiten gleichen Raum gew�hlt wird, was hier, f�r den Bereich Strada-San Nicl� zutrifft.
Der entsprechenden Betrachtungsweise wird Ziff. 2 der Rodungsbewilligung nicht in vollem Umfange gerecht. Dies ist freilich verst�ndlich, da sich erst im Laufe des bundesgerichtlichen Verfahrens im Zusammenhang mit dem Projekt einer Umfahrungsstrasse bei Strada, welche einen weiteren Eingriff in gesch�tzte Auenvegetation zur Folge hat, die M�glichkeit gezeigt hat, allenfalls in jenem Gebiet fr�her vorhandene Auenvegetation zu revitalisieren. Ob und inwieweit es eine solche M�glichkeit erlaubt, f�r die bei Pradella n�tige Rodung von Auenvegetation Ersatz zu beschaffen, setzt eine genaue Ermittlung der in Betracht kommenden Fl�chen im Sinne einer Auenwaldbilanz vor und nach den BGE 115 Ib 224 S. 230Eingriffen voraus. Deren Erstellung wurde im bundesgerichtlichen Verfahren durch einen entsprechenden Auftrag an Dr. Peter Voser von der Fornat AG nachgeholt.
cd) Aus dem am 4. Juli 1988 eingegangenen Bericht ergibt sich, dass bei Pradella gesch�tzter Auenwald im Ausmass von 35 774 m2 gerodet werden muss. In der Gemeinde Scuol ist bei Chanar�l eine Ersatzbeschaffung von Auenwald im Ausmass von 4183 m2 m�glich. Es verbleibt ein Manko an Auenvegetation im Umfange von 31 591 m2.
Gem�ss dem am 15. Juli 1988 von Dr. Peter Voser erstatteten Bericht kann dieses Manko im Gebiet von Strada ersetzt werden. Sofern sich dies aufgrund einer genauen �berpr�fung als m�glich erweist, so reduzieren sich die vom EDI in der Rodungsbewilligung angeordneten Ersatzaufforstungsfl�chen um das entsprechende Ausmass. Die bereits bezeichneten Fl�chen k�nnten als Ersatz anderer Rodungsfl�chen dienen, wie sie f�r die weiteren Projekte, welche nicht Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens bilden, ben�tigt werden, insbesondere die Umfahrungsstrasse von Strada und die Verlegung des bestehenden Kieswerkes von Strada, welche einen echten Gewinn f�r die Flusslandschaft des Inns bringen wird, falls sie - wof�r gute Aussichten bestehen - realisiert werden kann. Die Regierung des Kantons Graub�nden unterst�tzt daher in ihrer Vernehmlassung eine entsprechende Neufestsetzung der Ersatzaufforstungsfl�chen.
ce) Auch das EDI ist bereit, sich der dargelegten gesamthaften Betrachtung anzuschliessen, wie sich aus seiner Vernehmlassung vom 29. August 1988 ergibt. Zutreffend h�lt es fest, dass in jedem Fall eine solche koordinierte L�sung der Rodungsfrage f�r verschiedene Projekte eine �nderung der Rodungsbewilligung vom 19. Mai 1987 bedingt, sei es direkt durch einen Entscheid des Bundesgerichts, sei es in einem erneut beschwerdef�higen Departementsentscheid. Die Beschwerdef�hrer begr�ssen ein solches Vorgehen grunds�tzlich ebenfalls. Doch melden sie verschiedene Vorbehalte in bezug auf das Ausmass der Ersatzfl�chen bei Strada sowie hinsichtlich deren Anordnung an. Sie sind in rechtlicher Hinsicht namentlich der Ansicht, die urspr�nglich bei Strada gegebene Auenvegetation sei - jedenfalls zum Teil - ohnehin wiederherzustellen. Sie berufen sich hief�r auf die am 1. Februar 1988 in Kraft getretene weitere �nderung des NHG, mit der ein umfassenderer Schutz der Biotope angeordnet wird (Art. 18a-18d NHG in der Fassung des Gesetzes vom 19. Juni 1987).
Bei dieser Sach- und Rechtslage ist es nicht Aufgabe des Bundesgerichts, das Ausmass der Ersatzfl�chen und deren Standort im einzelnen festzulegen. Vielmehr ist es Sache des EDI und der Regierung des Kantons Graub�nden, die Rodungsbewilligung und die fischerei- und naturschutzrechtliche Bewilligung im Sinne der bundesgerichtlichen Erw�gungen in gegenseitiger Abstimmung dahingehend zu erg�nzen, dass f�r den Verlust der Auenvegetation besondere Massnahmen gem�ss Art. 18 Abs. 1ter NHG angeordnet und hier�ber neue beschwerdef�hige Entscheide getroffen werden. Dabei wird die besondere Problematik der Ersatzmassnahmen bei Auenvegetationen mitzuber�cksichtigen sein. Auenvegetationen lassen sich nicht wie normaler Wald anpflanzen. Die Begriffe "Wiederherstellung" und "Ersatz" im Sinne von Art. 18 Abs. 1ter NHG gehen weiter als derjenige der "Ersatzaufforstung" gem�ss Art. 26bis FPolV. Im Falle der genannten Bestimmung des NHG geht es nicht nur um einen fl�chenm�ssigen Ersatz derselben Art von Wald, sondern darum, die Voraussetzungen nach Raum, Wasserf�hrung usw. zu erhalten oder neu zu schaffen. N�tig ist eine umfassende Betrachtung, in welche - wie ausgef�hrt - auch die landschaftlichen Gegebenheiten miteinzubeziehen sind. Im Rahmen dieser gesamthaften Betrachtung wird zu ber�cksichtigen sein, dass der Vertreter der EKW-AG eine Auenbildung beim umgeleiteten Bach am Augenscheinsstandort 2 (Chanar�l) samt einer entsprechenden Projekt�nderung bereits zugesichert hat. Nebstdem wird die erforderliche gesamthafte Betrachtung ebenfalls die �brigen, das Gebiet Strada-San Nicl� betreffenden Verfahren miteinbeziehen m�ssen, vor allem die Verfahren hinsichtlich der dort geplanten Umfahrungsstrasse, befinden sich doch in diesem Gebiet die geeigneten Standorte f�r Auenvegetationen. Die sachlichen Voraussetzungen f�r eine solche gesamthafte L�sung sind nach den Angaben der Fachleute am Augenschein vom 26. Mai 1988 erf�llt. Diese gesamthafte L�sung wird dann auch einer allf�lligen Begutachtung durch die Eidgen�ssische Natur- und Heimatschutzkommission unterstellt werden k�nnen.
1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die von der Regierung des Kantons Graub�nden am 16. Dezember 1985 erteilte fischerei- und naturschutzrechtliche Bewilligung wird BGE 115 Ib 224 S. 232teilweise gutgeheissen. Ziff. 1 Abs. 2 der Bewilligung wird wie folgt erg�nzt:
"Vorbehalten bleiben f�r die Beseitigung der Ufervegetation besondere Massnahmen gem�ss Art. 18 Abs. 1ter NHG, welche von der Regierung in Abstimmung mit der vom EDI zu erteilenden Rodungsbewilligung angeordnet werden."
2. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die vom EDI am 19. Mai 1987 erteilte Rodungsbewilligung wird teilweise gutgeheissen, Ziff. 2 der angefochtenen Bewilligung betreffend Rodungsersatz wird aufgehoben und das Departement angewiesen, f�r den Verlust der Auenvegetation besondere Massnahmen gem�ss Art. 18 Abs. 1ter NHG, welche in Abstimmung mit der von der Regierung zu erg�nzenden naturschutzrechtlichen Bewilligung zu treffen sind, anzuordnen.
3. Im �brigen werden die Beschwerden im Sinne der Erw�gungen abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.
113 IB 352,
112 IB 430
Art. 18 und 21 NHG suite... ,
Art. 24 der Verordnung �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung vom 19. Oktober 1988 (UVPV, AS 1988 S. 1931 ff.),
Art. 66 USG,
Art. 26bis Abs. 1 FPolV,