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Timestamp: 2016-10-25 15:49:57
Document Index: 200115091

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 33/01 (07.08.2001)
U 33/01 Gi
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Ferrari und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiberin Berger
Urteil vom 7. August 2001
B.________, 1967, Beschwerdegegnerin, vertreten durch F�rsprech und Notar Philipp Gressly, Bielstrasse 8, 4500 Solothurn,
A.- Die 1967 geborene B.________ war bei der Firma F.________ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Betriebs- und Nichtbetriebsunf�llen versichert. Am 14. August 1998 erlitt sie als Beifahrerin in dem vom Ehemann gesteuerten Personenwagen einen Unfall, als der Fahrzeuglenker auf einer schmalen Nebenstrasse wegen eines entgegenkommenden Fahrzeuges anhalten musste und ein nachfolgender Personenwagenlenker nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Wegen Nackenschmerzen begab sich B.________ gleichentags ins Kantonale Spital X.________, wo die Diagnosen eines Schleudertraumas der Halswirbels�ule (HWS) mit Hyp�sthesie C5-8 links und Verdacht auf oss�re L�sion/Subluxation HWK 6/7 links, einer chronischen Zervikalgie links sowie eines Schnapp-Ph�nomens im Kniegelenk links gestellt und die Versicherte zu einer CT-Untersuchung und neurologischen Beurteilung ins Kantonsspital Y.________ �berwiesen wurde. Die Chirurgische Klinik des Kantonsspitals Y.________, in welcher sich die Versicherte vom 14. bis 19. August 1998 aufhielt, fand keine oss�re L�sion, jedoch eine massive Verspannung der Nacken- und Schultermuskulatur; beim Klinikaustritt war der neurologische Befund unauff�llig. Dr. med. M.________, Leitender Arzt Neurologie des Kantonsspitals Y.________, konnte am 6. Oktober 1998 ebenfalls keine neurologischen Ausf�lle objektivieren und nahm eine Symptomausweitung an (Bericht vom 7. Oktober 1998). Auf Vorschlag des behandelnden Arztes Dr. med. Z.________, Allgemeine Medizin FMH, und des von diesem beigezogenen Dr. med. J.________, Spezialarzt FMH f�r physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, ordnete die SUVA eine station�re Abkl�rung in der Rehaklinik A.________ an, welche in der Zeit vom 18. November bis 16. Dezember 1998 stattfand und physikalisch-funktionell zu den Hauptdiagnosen eines myofaszialen Syndroms des Schulter-Nackeng�rtels linksbetont und lokalisierter Myotendoperiostosen am Beckeng�rtel beidseits f�hrte. In psychischer Hinsicht wurde ein abnormes Krankheitsverhalten mit Somatisierung (ICD-10 F43.25) bei neurotischer Pers�nlichkeitsentwicklung beziehungsweise auff�lligen Pers�nlichkeitsz�gen (ICD-10 F60.9) diagnostiziert. Nach Auffassung der untersuchenden �rzte ist die bestehende Arbeitsunf�higkeit etwa zu einem Drittel auf die somatischen und zu zwei Dritteln auf die psychischen Ursachen zur�ckzuf�hren (Austrittsbericht vom 21. Dezember 1998).
Mit Verf�gung vom 25. Februar 1999 stellte die SUVA die Heilkosten- und Taggeldleistungen auf Ende Februar 1999 ein. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie im Wesentlichen mit der Begr�ndung ab, dass keine unfallbedingten organischen Befunde objektivierbar seien, die psychische Problematik im Vordergrund stehe und die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den noch bestehenden Beschwerden verneint werden m�sse (Einspracheentscheid vom 21. Juni 1999).
B.- B.________ liess gegen diesen Einspracheentscheid Beschwerde f�hren und beantragen, die SUVA sei zu verpflichten, weiterhin Heilkosten- und Taggeldleistungen zu erbringen. Mit der Beschwerde liess sie einen Bericht der Rehaklinik R.________ vom 19. August 1999 einreichen, worin das Vorliegen einer Somatisierungsst�rung verneint wird. W�hrend der Dauer des Verfahrens liess sie einen weiteren Bericht der Rehaklinik R.________ vom 22. Mai 2000 zu den Akten geben.
In Gutheissung der Beschwerde gelangte das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern zum Schluss, dass der nat�rliche und ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 14. August 1998 und den geklagten Beschwerden - mit Ausnahme des Schulterschadens - zu bejahen sei. Die SUVA habe durch externe Experten abzukl�ren, in welchem Ausmass die Arbeitsunf�higkeit von 100 % auf den unfallfremden Schulterschaden und auf das Schleudertrauma der HWS zur�ckzuf�hren sei, und alsdann �ber den Anspruch auf Heilkosten- und Taggeldleistungen neu zu verf�gen (Entscheid vom 4. Dezember 2000).
C.- Die SUVA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben. Zur Begr�ndung wird vorgebracht, die Frage des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 14. August 1998 k�nne offen bleiben, da jedenfalls die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen sei. Weil eindeutig die psychischen Beschwerden im Vordergrund st�nden, habe die Ad�quanzbeurteilung nach den f�r psychische Unfallfolgen geltenden Regeln zu erfolgen. Nach der Rechtsprechung sei die Ad�quanz zu verneinen, weil es sich um einen leichten Unfall handle und die massgebenden Kriterien selbst dann nicht erf�llt w�ren, wenn von einem mittelschweren Unfall ausgegangen w�rde.
B.________ l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung l�sst sich nicht vernehmen.
1.- a) Im vorinstanzlichen Entscheid werden die f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen und die f�r die Beurteilung des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden geltenden Regeln zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann (vgl. auch BGE 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a, 119 V 337 Erw. 1, je mit Hinweisen; ferner BGE 123 V 139 Erw. 3c).
b) Zu erg�nzen ist, dass f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs nicht entscheidend ist, ob die im Anschluss an ein Schleudertrauma oder eine �quivalente Verletzung der HWS (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) auftretenden Beschwerden medizinisch eher als organischer oder als psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 364 Erw. 5d/aa). Die Unterscheidung ist jedoch insoweit von Belang, als die Ad�quanzbeurteilung nicht nach den f�r Schleudertraumen der HWS und �quivalente Verletzungen (BGE 117 V 359 ff.), sondern nach den f�r psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff.) geltenden Regeln zu erfolgen hat, wenn die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 Erw. 2a).
2.- a) Die Arztberichte stimmen darin �berein, dass die Beschwerdegegnerin beim Unfall vom 14. August 1998 ein Schleudertrauma der HWS erlitten hat. Anhaltspunkte f�r eine traumatische Hirnsch�digung konnten nicht gefunden werden. Die zun�chst aufgetretenen neurologischen St�rungen (Hyp�sthesie C5-8 links) bildeten sich zur�ck, wobei es sich beim geltend gemachten Sensibilit�tsverlust C6 nach Auffassung des von der Rehaklinik A.________ mit einem neurologischen Konsilium beauftragten Dr. med. C.________ um eine Kompressionssymptomatik im Rahmen der andauernden massiven Verspannung im Schulterbereich links gehandelt haben k�nnte (neurologisches Konsilium vom 4. Dezember 1998). Das Kantonsspital Y.________, welches ebenfalls eine massive Verspannung der Nacken- und Schultermuskulatur festgestellt hatte, f�hrte in seinem Bericht vom 18. August 1998 aus, die Sensibilit�tsst�rung entspreche zwar distal dem Ausbreitungsgebiet von C8 beziehungsweise dem Nervus ulnaris, halte sich aber gegen proximal nicht mehr an die Ausbreitungsgebiete eines peripheren Nerven oder an ein Dermatom. Aus den medizinischen Akten geht sodann hervor, dass die Beschwerdegegnerin bereits vor dem Unfall an Schulterschmerzen links gelitten hatte und wegen eines subakromialen Impingements der linken Schulter am 12. Oktober 1995 (und nicht wie die Vorinstanz annimmt am 12. Oktober 1998) im Kantonsspital Y.________ operiert worden war. Gegen�ber dem Kantonalen Spital X.________ und dem Kantonsspital Y.________ gab sie �bereinstimmend an, nach der Operation h�tten sich die Schmerzen in der Schulter gebessert, dagegen seien die Nackenbeschwerden geblieben und neu Sensibilit�tsst�rungen im linken Arm aufgetreten. Es bestand folglich sowohl mit Bezug auf die Nacken- und Schulterbeschwerden als auch hinsichtlich der Sensibilit�tsst�rungen ein Vorzustand, welcher am heutigen Beschwerdebild zumindest mitbeteiligt ist. Dazu kommt, dass die in Zusammenhang mit Muskelverspannungen und einem Schulterhochstand stehenden Beschwerden nach den Feststellungen der Rehaklinik A.________ stark vom psychischen Befinden abh�ngig sind. Je gr�sser die psychische Anspannung sei, desto st�rker seien die Symptome; unbeobachtet und ohne psychische Anspannung sei auch ein symmetrischer Schulterstand m�glich. Der linke Arm werde bisweilen derart kr�ftig am Oberarm fixiert, dass es zu einer leichten Handschwellung, einer leichten Abk�hlung und einer lividen Verf�rbung der linken Hand komme. Ein geringes Nachlassen dieser Stellung und ein lockeres Bewegen des Armes liessen die Symptome v�llig verschwinden. Es liege daher keine Dystrophie der Hand, beispielsweise im Sinne eines Schulter-Hand-Syndroms vor. Die Par�sthesien und Sensibilit�tsst�rungen am linken Unterarm seien derart wechselhaft, dass man auch hier von einer rezidivierenden Plexusirritation und nicht von einem unfallbedingten neurologischen Schaden auszugehen habe. Das Beschwerdebild mit einer �berm�ssigen Weichteilempfindlichkeit zeige mittlerweile eine deutliche Tendenz zur Generalisierung. F�r die Chronifizierung und die Schwere des Beschwerdebildes seien wesentliche, nicht unfallbedingte Faktoren massgebend. Dazu geh�re die psychopathologische Konstellation mit der Entwicklung eines abnormen Krankheitsverhaltens im Sinne einer Somatisierung auf dem Boden einer neurotischen Pers�nlichkeitsentwicklung (ICD-10 F43.25, F60.9). Soziale Belastungsfaktoren und wahrscheinlich auch der vorbestehende Schulterschaden mit arthroskopischem Eingriff spielten eine Rolle. Die bestehende Arbeitsunf�higkeit sei zu einem Drittel auf die (unfallbedingten) somatischen Befunde und zu zwei Dritteln auf die (krankheitsbedingten) psychischen Ursachen zur�ckzuf�hren.
b) Auf Grund der medizinischen Akten ist mit der SUVA davon auszugehen, dass jedenfalls in dem f�r die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 21. Juni 1999 (BGE 116 V 248 Erw. 1a) die psychischen Beeintr�chtigungen eindeutig im Vordergrund standen. Von den entsprechenden Angaben der Rehaklinik A.________ ist umso weniger abzugehen, als das Kantonsspital Y.________ bereits am 6. Oktober 1998 und damit weniger als zwei Monate nach dem Unfall eine sichere Symptomausweitung festgestellt hatte und am 22. Oktober 1998 auch der vom behandelnden Arzt zugezogene Dr. med. J.________ eine psychische �berlagerung des Beschwerdebildes vermutet und deshalb eine station�re Abkl�rung empfohlen hatte. Die von der Beschwerdegegnerin im kantonalen Verfahren eingereichten Berichte der Rehaklinik R.________ vom 19. August 1999 und 22. Mai 2000 verm�gen zu keinem andern Schluss zu f�hren. Nach dem Bericht vom 19. August 1999 liessen sich zwar die Beschwerden und Befunde, entgegen der Beurteilung im Austrittsbericht der Rehaklinik A.________ vom 21. Dezember 1998, durch die erlittene HWS-Distorsion erkl�ren und seien die Kriterien einer Somatisierungsst�rung nicht erf�llt. Die von der Klinik veranlassten neurologischen Abkl�rungen ergaben jedoch normale Befunde. Die CT- und MRI-Untersuchungen von Kopf und HWS zeigten keine L�sionen und waren bez�glich der Beweglichkeitseinschr�nkungen diagnostisch nicht verwertbar. Bei der neuropsychologischen Untersuchung fanden sich m�ssige bis mittelschwere kognitive Defizite, die indessen von einer erheblich reduzierten Allgemeinbefindlichkeit mit stark reduzierter Belastbarkeit, leistungs- und anstrengungsabh�ngiger Schmerzexazerbation, reizausgel�ster �belkeit und Erbrechen sowie Schwindelgef�hl "�berschattet" wurden. Dies deutet aber darauf hin, dass die neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse durch die von der Rehaklinik A.________ festgestellte Somatisierungsst�rung beeinflusst waren. Wenn die Rehaklinik R.________ auf Grund einer Stellungnahme ihres Psychologen zum Schluss gelangt, die Versicherte leide an einer Anpassungsst�rung mit l�ngerer depressiver Reaktion und es seien die Kriterien einer Somatisierungsst�rung nach ICD-10 F45.0 nicht gegeben, so ist dem entgegenzuhalten, dass der von der Klinik in der Folge mit einem psychiatrischen Kurzkonsilium beauftragte Dr. med. H.________, am 13. April 2000 ein depressives Syndrom ausgeschlossen und best�tigt hat, dass bei der Versicherten eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung vorliege. Es widerspricht daher den spezial�rztlichen Feststellungen, wenn die Rehaklinik R.________ in der Stellungnahme vom 22. Mai 2000 daran festh�lt, dass keine Somatisierungsst�rung nach ICD-10 F45.0 bestehe. Wie es sich hinsichtlich der genauen Diagnose verh�lt, kann zudem offen bleiben. Es gen�gt festzustellen, dass die psychischen St�rungen innerhalb des bestehenden Beschwerdebildes eindeutig im Vordergrund stehen, wof�r nicht nur die Kausalit�tsbeurteilung durch die Rehaklinik A.________, sondern auch die Feststellung von Dr. med. H.________ spricht, wonach die Versicherte schon aus psychiatrischer Sicht zur Zeit vollst�ndig arbeitsunf�hig sei.
3.- Weil das typische Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS zwar teilweise gegeben ist, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund tritt, hat die Ad�quanzbeurteilung nach den f�r psychische Unfallfolgen geltenden Regeln zu erfolgen (BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen).
a) Auf Grund der Unfallakten und des vom beteiligten Privatversicherer (Winterthur-Versicherungen) in Auftrag gegebenen unfallanalytischen Gutachtens vom 22. September 1998, in welchem eine kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (Delta-v) von lediglich 5 bis 9 km/h angegeben wird, ist anzunehmen, dass es sich beim Ereignis vom 14. August 1998 um einen leichten Unfall gehandelt hat. Bei solchen Unf�llen kann die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse, davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 117 V 366 Erw. 6a mit Hinweis). Von einem leichten Unfall geht auch die Vorinstanz aus. Sie nimmt jedoch an, es liege ein Ausnahmefall vor, in welchem eine Ad�quanzbeurteilung nach den f�r Unf�lle im mittleren Bereich geltenden Kriterien zu erfolgen habe. Dabei st�tzt sie sich auf die Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts, wonach die Ad�quanzfrage ausnahmsweise auch bei leichten Unf�llen zu pr�fen ist, wenn sich aus einem als leicht zu qualifizierenden Unfall unmittelbare Folgen ergeben, die eine psychische Fehlentwicklung nicht mehr als offensichtlich unfallunabh�ngig erscheinen lassen (RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243 ff.). Ob das kantonale Gericht zu Recht einen Ausnahmefall im Sinne der Rechtsprechung angenommen hat, kann dahingestellt bleiben, weil die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs selbst dann zu verneinen ist, wenn von einem Unfall im mittleren Bereich (im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen) ausgegangen wird, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
b) Der Unfall vom 14. August 1998 hat sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch war er von besonderer Eindr�cklichkeit. Auch hat die Beschwerdegegnerin keine Verletzungen von besonderer Schwere und insbesondere keine Verletzungen erlitten, die erfahrungsgem�ss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen. Dass sie ihren Angaben zufolge beim Heckaufprall den Kopf nach rechts abgedreht hatte, �ndert hieran nichts, hat sie doch unmittelbar nach dem Unfall �ber keine Beschwerden geklagt und waren die beim Unfall auf den K�rper einwirkenden Kr�fte nach dem unfallanalytischen Gutachten von geringer Intensit�t (laut Gutachten sind die im t�glichen Leben, beispielsweise beim raschen Absitzen auftretenden Beschleunigungen oft wesentlich h�her) und damit erfahrungsgem�ss nicht geeignet, zu Dauerbeschwerden zu f�hren. Nicht erf�llt ist auch das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung. Die kurzfristige station�re und anschliessende ambulante Behandlung ersch�pfte sich in der Verordnung eines Halskragens, Physiotherapie und der Abgabe von Medikamenten (Analgetika). Nachdem das Kantonsspital Y.________ und Dr. med. J.________ bereits im Oktober 1998 Zweifel am Nutzen einer weiteren Physiotherapie ge�ussert hatten, gelangte die Rehaklinik A.________ nach Durchf�hrung einer intensiven station�ren Behandlung zum Schluss, dass von einer weiteren Physiotherapie abzusehen und eine ambulante psychotherapeutische Betreuung vorzunehmen sei (Austrittsbericht vom 21. Dezember 1998). In der Folge wurde zwar weiterhin zeitweise ambulante und w�hrend den Aufenthalten in der Rehaklinik R.________ vom 27. Mai bis 24. Juni 1999 und 28. M�rz bis 25. April 2000 auch station�re Physiotherapie durchgef�hrt, welche nach den Arztberichten allerdings keine relevante Besserung des - weitgehend psychisch bestimmten - Beschwerdebildes mehr brachte. Selbst unter Ber�cksichtigung dieser Massnahmen kann von einer ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung nicht gesprochen werden. Ebenso wenig ist das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen gegeben. Soweit noch k�rperliche Beschwerden bestanden, waren sie in hohem Masse psychisch �berlagert, was bei der Ad�quanzbeurteilung unber�cksichtigt zu bleiben hat. Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, oder einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen kann nicht die Rede sein. Schliesslich ist auch das Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit nicht erf�llt. Eine volle unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit bestand lediglich w�hrend rund vier Monaten. Bei Austritt aus der Rehaklinik A.________ im Dezember 1998 war die Arbeitsunf�higkeit nur noch zu etwa einem Drittel organisch und im �brigen psychisch bedingt. Da somit keines der nach der Rechtsprechung f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebenden Kriterien als erf�llt gelten kann, besteht kein Anspruch auf weitere Leistungen des Unfallversicherers.
Luzern vom 4. Dezember 2000 aufgehoben.
Luzern, 7. August 2001