Source: https://www.haufe.de/steuern/steuer-office-gold/fischerpahlkewachter-erbstg-1-steuerpflichtige-vorgaenge-4-regelungsverknuepfung-1-abs2-erbstg_idesk_PI16039_HI2169217.html
Timestamp: 2019-02-19 01:03:39
Document Index: 353139232

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 10', '§ 13', '§ 17', '§ 7', '§ 1']

Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 1 Steuerpflichtige Vorgänge / 4 Regelungsverknüpfung (§ 1 Abs. 2 ErbStG) | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Soweit nichts anderes bestimmt ist, gelten nach dem Gleichstellungsgebot des § 1 Abs. 2 ErbStG die Vorschriften des ErbStG über die Erwerbe von Todes wegen auch für Schenkungen und Zweckzuwendungen, die Vorschriften über Schenkungen auch für Zweckzuwendungen unter Lebenden. Das Gleichstellungsgebot gilt jedoch nur für Vorschriften des ErbStG, nicht für ausländische Rechtsvorschriften und nicht für Vorschriften der zwischenstaatlichen Doppelbesteuerungsabkommen.Nicht auf Schenkungen anzuwenden sind insbesondere die Vorschriften
zum Abzug der Nachlassverbindlichkeiten (§ 10 Abs. 1 S. 2 ErbStG)
zum Pauschbetrag für Erbfallkosten
zum Rückfall von Vermögensgegenständen an die Eltern (§ 13 Abs. 1 Nr. 10 ErbStG)
zur Steuerklasse der Eltern bei Erwerben von Todes wegen oder zu Erwerben aufgrund gemeinschaftlicher Testamente von Ehegatten
zum besonderen Versorgungsfreibetrag für den überlebenden Ehegatten oder Kinder des Erblassers. Der Versorgungsfreibetrag nach § 17 ErbStG kann ausnahmsweise bei einem nach § 7 Abs. 1 Nr. 5 ErbStG steuerbaren Erwerb gewährt werden, wenn ein Ehegatte als Abfindung für seinen Erbverzicht und aufschiebend bedingt bis zum Tod des anderen Ehegatten ein Leibrentenstammrecht erwirbt.
zur Haftung von Gewahrsamsinhabern, z. B. Kreditinstituten und
zur Steuerermäßigung bei mehrfachem Erwerb desselben Vermögens
Umgekehrt sind zwar nach dem Wortlaut des § 1 Abs. 2 ErbStG die für Schenkungen unter Lebenden geltenden Vorschriften auf Erwerbe von Todes wegen nicht anzuwenden. Doch stellt sich für einzelne, auf Schenkung unter Lebenden beschränkte Vorschriften die Frage, warum sie nicht auch für Erwerbe von Todes wegen gelten.Nicht auf Erwerbe von Todes wegen anzuwenden sind insbesondere die Vorschriften
bei der Schenkung einer Beteiligung an einer Personengesellschaft mit "Buchwertklausel" oder mit einem Übermaß an Gewinnberechtigung
der steuerfreie Erwerb eines Familienwohnheims vom Ehegatten
die steuerfreie Weitergabe von Pflegegeld
Unterhaltszahlungen und
steuerfreie Gelegenheitsgeschenke.