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Timestamp: 2016-10-24 00:02:29
Document Index: 95355830

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 6', 'Art. 83', 'e contrario', 'Art. 89', 'Art. 42', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 2', 'Art. 60', 'Art. 24', 'Art. 62', 'Art. 96', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 27', 'EuG', 'EuG', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'EuG', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 42', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_793/2015 (29.03.2016)
2C_793/2015 � � Urteil vom 29. M�rz 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Marisa B�tzberger,
gerichts des Kantons Z�rich, 2. Abteilung,
vom 15. Juli 2015.
A.________ (geb. 1967), italienischer Staatsangeh�riger, kam am 21. Januar 1973 in die Schweiz und besuchte hier die obligatorischen Schulen. Am 31. Januar 1988 kehrte er nach Italien zur�ck, worauf seine Niederlassungsbewilligung erlosch. Am 12. Juni 1994 reiste er wieder in die Schweiz ein und heiratete am 1. Juli 1994 die hier niederlassungsberechtigte italienische Staatsangeh�rige B.________. A.________ erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau. Der gemeinsame Sohn C.________ wurde 1994 geboren. Seit 2011 lebt A.________ von seiner Frau und seinem Sohn getrennt.
A.a.�A.________ ist strafrechtlich folgendermassen in Erscheinung getreten:
- Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 7. September 1995: Gef�ngnisstrafe von 21 Tagen und Busse von Fr. 500.-- wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln und Lenkens eines Personenwagens trotz Entzugs des Lernfahrausweises;
- Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 5. M�rz 1998: Bedingte Haftstrafe von 21 Tagen und Busse von Fr. 200.-- wegen Fahrens ohne F�hrerausweis und �bertretung des Strassenverkehrsgesetzes;
- Urteil des Bezirksgerichts Z�rich vom 21. Juni 2000: Gef�ngnisstrafe von 45 Tagen und Busse von Fr. 500.-- wegen Fahrens trotz Entzugs des F�hrerausweises, Verletzung von Verkehrsregeln und �bertretung der Verkehrszulassungsverordnung;
- Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 8. April 2004: Bedingte Haftstrafe von zehn Tagen wegen mehrfacher �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes;
- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Z�rich-Sihl vom 13. Januar 2006: Bedingte Gef�ngnisstrafe von drei Monaten wegen einfacher K�rperverletzung, Fahrens ohne F�hrerausweis und Verletzung von Verkehrsregeln;
- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Z�rich-Sihl vom 17. September 2012: Bedingte Geldstrafe von 120 Tagess�tzen zu je Fr. 50.-- und 48 Stunden gemeinn�tzige Arbeit wegen F�hrens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzugs oder Aberkennung des F�hrerausweises, wegen missbr�uchlicher Verwendung von Ausweisen und/oder Kontrollschildern und wegen Vergehens gegen das Bet�ubungsmittelgesetz;
- Urteil des Bezirksgerichts Z�rich vom 23. Januar 2014: Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bedingt aufgeschoben im Umfang von 12 Monaten bei einer Probezeit von vier Jahren, und Busse von Fr. 500.-- wegen Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (begangen zwischen ca. Ende 2011 und 14. Januar 2013), sowie wegen versuchter N�tigung und wegen Drohung (begangen ab 20. April 2013).
Aufgrund seiner Straff�lligkeit war A.________ am 7. November 1995, am 14. Mai 1998 und am 25. Oktober 2000 ausl�nderrechtlich verwarnt worden.
A.b.�Von Februar 2001 bis M�rz 2008 und von Juni 2008 bis Juni 2013 musste A.________ von der Sozialhilfe mit insgesamt Fr. 324'345.-- unterst�tzt werden.
Nachdem ein Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA als Nichterwerbst�tiger abgewiesen worden war (Verf�gung des Migrationsamts des Kantons Z�rich vom 20. M�rz 2013, best�tigt durch den Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich vom 9. April 2014), beantragte A.________ am 20. Juni 2013 die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur Aus�bung einer Erwerbst�tigkeit. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich wies das Gesuch am 15. Oktober 2014 ab und verf�gte die Wegweisung aus der Schweiz. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos (Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich vom 20. Februar 2015; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 15. Juli 2015).
A.________ erhebt am 14. September 2015 Beschwerde beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil aufzuheben und ihm eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zwecks Aus�bung einer Erwerbst�tigkeit zu erteilen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht oder an das Migrationsamt zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Sicherheitsdirektion verzichtet auf Vernehmlassung, und das Staatssekretariat f�r Migration beantragt sinngem�ss die Abweisung der Beschwerde. A.________ hat am 26. Januar 2016 repliziert.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 17. September 2015 ist der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.
1.1.�Der Entscheid eines letztinstanzlichen kantonalen Gerichts betreffend die Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung unterliegt grunds�tzlich der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG). Der Beschwerdef�hrer beruft sich als Angeh�riger eines EU-Mitgliedstaats - unter Verweis auf seine Arbeitst�tigkeit seit Oktober 2014 - sinngem�ss auf Art. 6 Abs. 1 und 2 Anhang I FZA (SR 0.142.112.681). Dieser Anspruch kommt grunds�tzlich in Betracht, so dass die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig ist (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario).
1.2.�Der Beschwerdef�hrer ist als Adressat des angefochtenen Urteils zur Beschwerdef�hrung legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 42 und 100 Abs. 1 BGG).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Echte Noven sind von dieser Bestimmung nicht erfasst, da sie von vornherein nicht durch das angefochtene Urteil veranlasst worden sein k�nnen (Urteile 2C_562/2015 vom 15. Januar 2016 E. 1.4; 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 E. 1.2 mit Hinweis); sie sind in jedem Fall unzul�ssig (BGE 139 III 120 E. 3.1.2; 133 IV 342 E. 2.1 S. 344).
Art. 99 Abs. 1 BGG zielt auf Tatsachen ab, die erst durch das angefochtene Urteil rechtserheblich werden. So kann sich die beschwerdef�hrende Partei vor Bundesgericht auf Tatsachen st�tzen, die nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens gebildet hatten, wenn die Vorinstanz ein neues rechtliches Argument anf�hrt, mit dem die Partei zuvor nicht konfrontiert worden war (vgl. Urteil 5A_115/2012 vom 20. April 2012 E. 4.4.2). Unzul�ssig sind hingegen neue Tatsachen, die bereits der Vorinstanz h�tten vorgelegt werden k�nnen (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129).
Der Beschwerdef�hrer ist italienischer Staatsangeh�riger; auf ihn findet das FZA Anwendung. Zun�chst ist zu pr�fen, ob ein freiz�gigkeitsrechtlicher Bewilligungsanspruch ausserhalb des Familiennachzugs besteht.
3.1.�Die Angeh�rigen eines Staates, der Vertragspartei des FZA ist, haben grunds�tzlich das Recht, sich im Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei aufzuhalten und dort eine Erwerbst�tigkeit auszu�ben. Sie haben ferner das Recht, sich in das Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei zu begeben oder nach Beendigung eines Arbeitsverh�ltnisses mit einer Dauer von weniger als einem Jahr dort zu bleiben, um sich eine Besch�ftigung zu suchen, und sich w�hrend eines angemessenen Zeitraums von bis zu sechs Monaten dort aufzuhalten, sofern dies erforderlich ist, um von den ihrer beruflichen Bef�higung entsprechenden Stellenangeboten Kenntnis zu nehmen und gegebenenfalls die erforderlichen Massnahmen im Hinblick auf ihre Einstellung zu treffen (vgl. Art. 2 Abs. 1 Anhang I FZA).
Ein Arbeitnehmer, der Staatsangeh�riger einer Vertragspartei ist und mit einem Arbeitgeber des Aufnahmestaates ein Arbeitsverh�ltnis mit einer Dauer von mindestens einem Jahr eingegangen ist, erh�lt eine Aufenthaltserlaubnis mit einer G�ltigkeitsdauer von mindestens f�nf Jahren, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Erlaubnis. Diese wird automatisch um mindestens f�nf Jahre verl�ngert. Bei der ersten Verl�ngerung kann die G�ltigkeitsdauer beschr�nkt werden, wenn der Inhaber seit mehr als zw�lf aufeinander folgenden Monaten unfreiwillig arbeitslos ist; sie darf jedoch ein Jahr nicht unterschreiten (Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA). Ein Arbeitnehmer, der mit einem Arbeitgeber des Aufnahmestaates ein Arbeitsverh�ltnis mit einer Dauer von mehr als drei Monaten und weniger als einem Jahr eingegangen ist, erh�lt eine Aufenthaltserlaubnis mit einer G�ltigkeitsdauer, die der Dauer des Arbeitsvertrags entspricht (Art. 6 Abs. 2 erster Satz Anhang I FZA; vgl. auch Art. 4 Abs. 1 und 2 der Verordnung vom 22. Mai 2002 �ber die Einf�hrung des freien Personenverkehrs [VEP; SR 142.203]).
Nach der Rechtsprechung l�sst weder unfreiwillige Arbeitslosigkeit noch der Umstand, dass eine Person Tempor�rarbeit leistet, die Arbeitnehmereigenschaft entfallen (BGE 141 II 1 E. 3.2.1 S. 7 f.).
3.2.�Die Vorinstanz verneint die Arbeitnehmereigenschaft des Beschwerdef�hrers mit der Begr�ndung, dieser habe nicht belegt, dass er sich aktuell noch in einem Arbeitsverh�ltnis befinde. Gem�ss den Akten habe der letzte Einsatz des Beschwerdef�hrers am 5. Januar 2015 begonnen und weniger als drei Monate gedauert. Damit entfalle die Anspruchsgrundlage zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis, so dass die Beschwerde schon deshalb abzuweisen w�re.
3.3.�Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Der Beschwerdef�hrer hatte keine Veranlassung, im Verfahren vor der Vorinstanz weitere Nachweise seiner Arbeitst�tigkeit zu erbringen, denn die Sicherheitsdirektion hatte in ihrem Entscheid vom 20. Februar 2015 die Arbeitnehmereigenschaft bejaht. Die Grundlagen des Rechts auf Aufenthalt und Zugang zu einer Erwerbst�tigkeit im Rahmen des FZA werden in diesem Entscheid einl�sslich dargelegt. Sodann wird gest�tzt auf die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer seit September 2013 �ber verschiedene Personalvermittlungsagenturen in wechselnden Einsatzbetrieben ohne gr�ssere Unterbr�che im Vollzeitpensum als Maler gearbeitet hat, der zutreffende Schluss gezogen, dass dieser eine auf Dauer angelegte und best�ndige Erwerbst�tigkeit aus�bt und somit zumindest Anspruch auf Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung gem�ss Art. 6 Abs. 2 erster Satz Anhang I FZA hat.
In seiner Beschwerde an die Vorinstanz hatte der Beschwerdef�hrer darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsdirektion den Anspruch auf eine Kurzaufenthaltsbewilligung grunds�tzlich bejaht hatte. Zudem hatte er (in einem jeweils anderen Zusammenhang) die Lohnabrechnung vom 6. Februar 2015 (betreffend Lohn f�r Januar 2015) und die Arbeitsbest�tigung der Gipser- und Malergenossenschaft U.________ vom 13. M�rz 2015 eingereicht. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdef�hrer seine Mitwirkungspflicht verletzt haben soll, wie ihm die Vorinstanz vorwirft. Die nunmehr vor Bundesgericht zus�tzlich eingereichten Lohnabrechnungen f�r die Monate Februar 2015 bis Juni 2015 bilden vor diesem Hintergrund zul�ssige (unechte) Noven; einzig die Lohnabrechnung f�r Juli 2015, datiert am 6. August 2015, ist als echtes Novum von vornherein unzul�ssig (vgl. E. 2.3).
Die Feststellungen der Sicherheitsdirektion bez�glich der Arbeitseins�tze des Beschwerdef�hrers seit September 2013 finden ihre St�tze in den Akten, weshalb darauf abzustellen und folglich die Arbeitnehmereigenschaft des Beschwerdef�hrers zu bejahen ist. Der Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ist somit grunds�tzlich gegeben, wobei offen bleiben kann, ob eine Bewilligung nach Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA (EU/EFTA-B-Bewilligung) oder nach Art. 6 Abs. 2 Anhang I FZA (EU/EFTA-L-Bewilligung) zu erteilen w�re.
Gem�ss Art. 2 Abs. 2 AuG gilt das AuG (SR 142.20) f�r den Beschwerdef�hrer als Angeh�rigen eines Mitgliedstaates der Europ�ischen Gemeinschaft nur soweit, als das FZA keine abweichenden Bestimmungen enth�lt oder das AuG g�nstigere Bestimmungen vorsieht. Der Widerruf bzw. die Nichterteilung von Bewilligungen ist im FZA nicht geregelt, so dass Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen gegen�ber Angeh�rigen von Mitgliedstaaten der Europ�ischen Gemeinschaft gest�tzt auf Art. 60-68 AuG angeordnet werden. Dasselbe ergibt sich aus Art. 24 VEP.
Die Pr�fung, ob dem Beschwerdef�hrereine Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA verweigert werden darf, erfolgt in zwei Etappen: Ist einer der in Art. 62 AuG niedergelegten Widerrufsgr�nde erf�llt und ist die Massnahme verh�ltnism�ssig im Sinn von Art. 96 Abs. 1 AuG und (gegebenenfalls) Art. 8 Ziff. 2 EMRK, ist in einem n�chsten Schritt zu pr�fen, inwiefern das FZA zus�tzliche Schranken auferlegt (vgl. Urteile 2C_159/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.3; 2C_236/2013 vom 19. August 2013 E. 4; 2C_221/2012 vom 19. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 130 II 176 E. 3.2 S. 181).
Der Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG ist durch die Verurteilung zu 18 Monaten Freiheitsstrafe zweifellos erf�llt, was der Beschwerdef�hrer nicht bestreitet. Zu pr�fen ist zun�chst, ob die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung verh�ltnism�ssig ist.
5.1.�Der Beschwerdef�hrer wurde zwischen 1995 und 2013 in regelm�ssigen Abst�nden straff�llig und insgesamt siebenmal verurteilt, wobei er immer wieder r�ckf�llig wurde und die Schwere der Taten zunahm. Nach drei Verurteilungen wegen Strassenverkehrsdelikten von unterschiedlicher Schwere beging der Beschwerdef�hrer - trotz dreimaliger Verwarnung - ein Bet�ubungsmitteldelikt (�bertretung). Wenig sp�ter kamen eine einfache K�rperverletzung und wiederum Strassenverkehrsdelikte hinzu. Zwischen 2006 und 2012 verhielt sich der Beschwerdef�hrer offenbar gesetzeskonform. Dann aber beging er erneut Strassenverkehrsdelikte und ein Bet�ubungsmitteldelikt (Vergehen). Schliesslich erfolgte die verfahrensausl�sende Verurteilung, der wiederum Bet�ubungsmitteldelikte (teilweise in qualifizierter Form) sowie versuchte N�tigung und Drohung zugrunde lagen.
Durch die wiederholte Delinquenz hat sich der Beschwerdef�hrer unbelehrbar gezeigt und eine grosse Geringsch�tzung der schweizerischen Rechtsordnung an den Tag gelegt. Insbesondere der Handel mit Kokain, die K�rperverletzung und die Drohung wiegen schwer. Die���Tatsache, dass die Bet�ubungsmitteldelinquenz teilweise mit der Drogenabh�ngigkeit des Beschwerdef�hrers zusammenhing, gebietet zwar, die in diesem Bereich grunds�tzlich strenge Praxis (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 139 I 145 E. 2.5 S. 149 f.) etwas zu relativieren. Der Beschwerdef�hrer weist insofern zu Recht darauf hin, dass Drogendelinquenz aus rein finanziellen Motiven ein h�heres ausl�nderrechtliches Verschulden impliziert als Drogendelinquenz, welche der Sucht entspringt (vgl. Urteile 2C_1046/2014 vom 5. November 2015 E. 4.2; 2C_625/2007 vom 2. April 2008 E. 8.2). Indessen liegt darin, dass die Vorinstanz diesen Aspekt nicht ber�cksichtigt hat, keine Verletzung der Begr�ndungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV, wie der Beschwerdef�hrer moniert. Denn die gebotene Relativierung des ausl�nderrechtlichen Verschuldens wirkt sich hier im Gesamtkontext nur geringf�gig aus. Wegen der zahlreichen Vorstrafen, der Wirkungslosigkeit der Verwarnungen, der zunehmende Schwere der Delikte und der H�he der verfahrensausl�senden Strafe ist das �ffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts gleichwohl als erheblich einzustufen. Dieses Interesse wird noch verst�rkt durch die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer in betr�chtlichem Umfang mit Sozialhilfegeldern unterst�tzt werden musste.
5.2.�Das private Interesse an einem Verbleib in der Schweiz leitet sich haupts�chlich aus der langen Aufenthaltsdauer her. Der Beschwerdef�hrer kam im Alter von f�nf Jahren in die Schweiz und lebte seither - mit einem Unterbruch von sechs Jahren im Erwachsenenalter - hier, wo er auch eine Familie gr�ndete. Bei dieser Vorgeschichte ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer in der Schweiz verwurzelt ist. Die Nichterteilung der Bewilligung trifft ihn, der einen grossen Teil seines Lebens in der Schweiz verbracht hat, relativ hart. Indessen hat der Beschwerdef�hrer nach eigenen Angaben als Erwachsener vier Jahre in Italien gelebt, was die Wiedereingliederung erleichtern d�rfte. Ob er - wie die Vorinstanz annimmt - sechs Jahre in Italien verbracht hat oder nur deren vier, wie er geltend macht, ist f�r die Frage der Wiedereingliederung nicht von entscheidender Bedeutung. Es kann daher offen bleiben, ob die Vorinstanz in willk�rlicher Weise davon ausgegangen ist, der Beschwerdef�hrer habe w�hrend seiner Abwesenheit von der Schweiz ausschliesslich in Italien gelebt. Entscheidend ist, dass der Beschwerdef�hrer sein Herkunftsland gut kennt und sich dort zurechtfinden kann. Die in der Schweiz erworbene Berufserfahrung als Maler wird ihm dabei zugute kommen. Umgekehrt ist der Beschwerdef�hrer beruflich in der Schweiz nicht in einer Weise etabliert, welche die Aufgabe der T�tigkeit unzumutbar erscheinen liesse. Auch famili�r ist der Beschwerdef�hrer nicht gebunden, da er seit 2011 von seiner Frau getrennt lebt und sein Sohn im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils bereits erwachsen war. Die R�ckkehr nach Italien kann ihm somit zugemutet werden.
5.3.�Aus den vorstehenden Erw�gungen ergibt sich, dass das private Interesse des Beschwerdef�hrers an einem Verbleib in der Schweiz das �ffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts nicht aufzuwiegen vermag. Die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich als verh�ltnism�ssig.
Schliesslich ist zu pr�fen, ob die Verweigerung der Bewilligung vor Art. 5 Anhang I FZA standh�lt.
6.1.�Gem�ss Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA d�rfen die aufgrund des Abkommens einger�umten Rechte nur durch Massnahmen, die aus Gr�nden der �ffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit gerechtfertigt sind, eingeschr�nkt werden. Nach Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 64/221/EWG des Rates vom 25. Februar 1964 zur Koordinierung der Sondervorschriften f�r die Einreise und den Aufenthalt von Ausl�ndern, soweit sie aus Gr�nden der �ffentlichen Ordnung, Sicherheit oder Gesundheit gerechtfertigt sind (ABl. L 56 vom 4. April 1964 S. 850, nachfolgend: RL 64/221/EWG) - auf welche Art. 5 Abs. 2 Anhang I FZA verweist - darf bei Massnahmen der �ffentlichen Ordnung oder Sicherheit ausschliesslich das pers�nliche Verhalten der betreffenden Person ausschlaggebend sein, und nach Art. 3 Abs. 2 RL 64/221/EWG k�nnen strafrechtliche Verurteilungen allein nicht ohne Weiteres diese Massnahmen begr�nden. Die RL 64/221/EWG wurde durch die Richtlinie 2004/38/EG des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 �ber das Recht der Unionsb�rger und ihrer Familienangeh�rigen, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhalten (ABl. L 229 vom 29. Juni 2004 S. 35 ff., nachfolgend: RL 2004/38/EG) aufgehoben. Die entsprechenden unionsrechtlichen Vorgaben sind nun in Art. 27-33 RL 2004/38/EG niedergelegt.
6.2.�Nach der Rechtsprechung des Europ�ischen Gerichtshofs (EuGH) und derjenigen des Bundesgerichts darf daher eine strafrechtliche Verurteilung nur insoweit als Anlass f�r eine Massnahme herangezogen werden, als die ihr zugrunde liegenden Umst�nde ein pers�nliches Verhalten erkennen lassen, das eine gegenw�rtige Gef�hrdung der �ffentlichen Ordnung darstellt. Die Berufung auf den Begriff der �ffentlichen Ordnung setzt voraus, dass ausser der St�rung der �ffentlichen Ordnung, die jede Gesetzesverletzung darstellt, eine tats�chliche und hinreichend schwere Gef�hrdung vorliegt, die ein Grundinteresse der Gesellschaft ber�hrt (Urteil des EuGH vom 29. April 2004 C-482/01 und C-493/01 Orfanopoulos und Oliveri Randnr. 66). Art. 5 Anhang I FZA steht somit Massnahmen entgegen, die (allein) aus generalpr�ventiven Gr�nden verf�gt werden. Insoweit kommt es wesentlich auf das R�ckfallrisiko an. Die Bejahung einer R�ckfallgefahr setzt nicht voraus, dass ein Straft�ter mit Sicherheit weiter delinquieren wird; ebensowenig kann f�r die Verneinung einer R�ckfallgefahr verlangt werden, dass �berhaupt kein Restrisiko einer Straftat besteht. Verlangt wird eine nach Art und Ausmass der m�glichen Rechtsg�terverletzung zu differenzierende, hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass die ausl�ndische Person auch k�nftig die �ffentliche Sicherheit und Ordnung st�ren wird. Je schwerer die m�glichen Rechtsg�terverletzungen wiegen, desto niedriger sind die Anforderungen, welche an die hinzunehmende R�ckfallgefahr zu stellen sind (BGE 139 II 121 E. 5.3 S. 125 f.; 136 II 5 E. 4.2 S. 20; Urteile 2C_388/2015 vom 26. Februar 2016 E. 3.3.1; 2C_406/2014 vom 2. Juli 2015 E. 4.1; 2C_1092/2013 vom 4. Juli 2014 E. 3.2).
Der Handel mit Bet�ubungsmitteln stellt praxisgem�ss eine schwere Gef�hrdung der �ffentlichen Ordnung und Gesundheit im Sinn von Art. 5 Anhang I FZA dar. Angesichts der grossen sozialen und wirtschaftlichen Gefahr, welche von der Drogensucht f�r die Menschheit ausgeht, k�nnen Bet�ubungsmitteldelikte eine Wegweisung auch im Bereich der Freiz�gigkeit rechtfertigen (vgl. Urteil 2C_843/2014 vom 18. M�rz 2015 E. 4.3; ferner BGE 139 II 121 E. 6.3 S. 130 f. und Urteil des EuGH vom 29. April 2004 C-482/01 und C-493/01 Orfanopoulos und Oliveri Randnr. 67).
6.3.�Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdef�hrer ab Ende 2011 bis Januar 2013 einer Vielzahl von Personen auf dem Gebiet der Stadt V.________ Kokain verkauft; zudem hat er selbst von ca. Oktober 2009 bis November 2012 Kokain konsumiert. Das Bezirksgericht Z�rich st�tzte den Schuldspruch wegen des Kokainhandels auf Art. 19 Abs. 1 BetmG (SR 812.121) i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, wonach der T�ter mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft wird (womit eine Geldstrafe verbunden werden kann), wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Der Beschwerdef�hrer hat sich somit einer qualifizierten Form der Bet�ubungsmitteldelinquenz schuldig gemacht. Im April 2013 bedrohte er einen Bekannten wegen angeblich geschuldeten Fr. 1'000.-- mehrmals mit dem Tod, um seinen Anwalt f�r das migrationsrechtliche Verfahren bezahlen zu k�nnen. Sein eigener Sohn war massgeblich an der Straftat beteiligt. Das skrupellose Vorgehen in Verbindung mit den zahlreichen Vorstrafen erlaubt keine g�nstige Legalprognose, zumal die verfahrensausl�senden Straftaten im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils nur zweieinhalb Jahre ("Drogenhandel") bzw. wenig mehr als zwei Jahre (versuchte N�tigung und Drohung) zur�cklagen. Diese Zeitspanne erlaubt es nicht, eine R�ckfallgefahr auszuschliessen, umso weniger, als in der Vergangenheit drei Verwarnungen wirkungslos geblieben waren und die Schwere der Straftaten zugenommen hatte. Die Gew�hrung des teilbedingten Strafvollzugs bedeutet entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nicht, dass keine R�ckfallgefahr besteht. Vielmehr kann ihm entgegengehalten werden, dass das Strafgericht von der M�glichkeit, die Strafe ganz aufzuschieben (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 StGB), keinen Gebrauch gemacht hat. Zudem wurde f�r den bedingt aufgeschobenen Teil der Strafe eine Probezeit von vier Jahren festgesetzt, was nicht auf eine g�nstige Prognose schliessen l�sst. Diese Elemente in Verbindung mit einer Gesamtbetrachtung der deliktischen Vergangenheit des Beschwerdef�hrers lassen einen R�ckfall als durchaus wahrscheinlich erscheinen. Die Vorinstanz hat das Vorliegen einer hinreichend schweren und aktuellen Gefahr f�r die �ffentliche Ordnung, Sicherheit und Gesundheit zu Recht bejaht.
Die Beschwerde ist abzuweisen. Der unterliegende Beschwerdef�hrer tr�gt die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht zuzusprechen (Art. 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 2. Abteilung, und dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. M�rz 2016