Source: https://www.tuvsud.com/de-de/store/akademie/seminare-technik/abfall
Timestamp: 2020-01-22 01:56:53
Document Index: 244845239

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 15', '§ 8', '§ 15', '§ 15', '§ 19', '§ 17', '§ 8', '§ 9', '§ 14', '§ 16', '§ 6', '§ 7', '§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 55', '§ 56', '§ 8', '§ 60', '§ 55', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 60', '§ 55', '§ 9', '§ 27', '§ 27', '§ 9']

Abfall | TÜV SÜD GRUPPE | TÜV SÜD Akademie
Schulungen für den fachgerechten Umgang mit Abfällen
Eine verantwortungsvolle Abfallwirtschaft schützt nicht nur unsere Gesundheit und die Umwelt, sondern sie ist auch von großer Bedeutung für den schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.
Mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) wird der bestehende hohe technische Standard bezüglich Umwelt- und Entsorgungstechnik fortentwickelt. Mittelpunkt des Gesetzes ist die fünfstufige Abfallhierarchie: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung (z. B. energetische) und Beseitigung.
Kaum ein anderer Bereich ist durch Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften so reglementiert wie das Thema Abfall. Die TÜV SÜD Akademie bereitet Sie mit einem umfangreichen Schulungsprogramm auf Ihre künftigen Aufgaben bestens vor: Ausbildung der gesetzlich geforderten Fachkundigen (Betriebsbeauftragter für Abfall (Abfallbeauftragter), Fachkunde nach AbfAEV (die AbfAEV hat am 01.06.2014 die BefErlV (ehemals TgV) abgelöst) und Fachkunde nach EfbV), Weiterbildung des Leitungspersonal von Deponien gemäß DepV, Praxistag Abfallwirtschaft, Abfallwirtschaft/ -entsorgung im Gesundheitswesen, Neuerungen im Abfallrecht, Probenahme fester Abfälle gemäß LAGA PN 98 sowie Sammlung von Abfällen stationär und mobil (TRGS 520).
In unseren Schulungen erhalten Sie neben dem geforderten theoretischen Wissen konkrete Anleitungen für die betriebliche Praxis.
Unsere Schulungen zum Thema Abfall und Entsorgung:
FAQ | Häufigste Fragen zum Thema Betriebsbeauftragter für Abfall
Sie haben Fragen rund den Betriebsbeauftragten für Abfall?
Sollte die Antwort auf Ihre Frage nicht dabei sein, können Sie uns gerne kontaktieren:
Frau Karin Seidel, Produktmanagerin
Telefon: 089 / 5791-2652
Wer muss einen Betriebsbeauftragten für Abfall bestellen?
Die Pflicht zur Bestellung und die Aufgaben des Betriebsbeauftragten für Abfall sind im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sowie der Abfallbeauftragtenverordnung (AbfBeauftrV) geregelt. In § 2 der Verordnung über Betriebsbeauftragte für Abfall (AbfBeauftrV) ist festgelegt, wer einen betriebsangehörigen Abfallbeauftragten zu bestellen hat.
Einen betriebsangehörigen Abfallbeauftragten haben gemäß § 2 AbfBeauftrV zu bestellen:
a) genehmigungsbedürftige Anlagen, die in den folgenden Nummern des Anhangs 1 zur Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen in der jeweils geltenden Fassung aufgeführt sind:
aa) Anlagen nach den Nummern 1 bis 7 sowie den Nummern 9 und 10, soweit pro Kalenderjahr mehr als 100 Tonnen gefährliche Abfälle oder 2 000 Tonnen nicht gefährliche Abfälle anfallen, und
d) Abwasserbehandlungsanlagen der Größenklasse 5 gemäß Anhang I der Abwasserverordnung in der jeweils geltenden Fassung soweit Abfälle verwertet oder beseitigt werden,
a. Hersteller und Vertreiber, die pro Kalenderjahr mehr als 100 Tonnen Transportverpackungen gemäß § 15 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Verpackungsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung zurücknehmen,
b. Hersteller und Vertreiber, die Verkaufs- und Umverpackungen gemäß § 8 Absatz 1 Satz 1 des Verpackungsgesetzes zurücknehmen, es sei denn, die von ihnen hierfür beauftragten Dritten haben einen Abfallbeauftragten bestellt,
c. Hersteller und Vertreiber, die pro Kalenderjahr mehr als 100 Tonnen Verkaufs- und Umverpackungen gemäß § 15 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Verpackungsgesetzes zurücknehmen,
d. Hersteller und Vertreiber, die pro Kalenderjahr mehr als 2 Tonnen Verkaufsverpackungen gemäß § 15 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 des Verpackungsgesetzes zurücknehmen,
e. Hersteller, die Elektro- und Elektronikaltgeräte gemäß § 19 des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes in der jeweils geltenden Fassung zurücknehmen, es sei denn, die von ihnen hierfür beauftragten Dritten haben einen Abfallbeauftragten bestellt,
f. Vertreiber, die Elektro- und Elektronikaltgeräte gemäß § 17 Absatz 1 oder Absatz 2 des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes zurücknehmen,
g. Hersteller von Fahrzeug- und Industriebatterien, die Fahrzeug- und Industrie-Altbatterien gemäß § 8 des Batteriegesetzes in der jeweils geltenden Fassung zurücknehmen, es sei denn, sie sind einem freiwilligen System für die Rücknahme von Fahrzeug- und Industrie-Altbatterien angeschlossen, das selbst über einen Abfallbeauftragten verfügt,
h. Vertreiber, die Fahrzeug- und Industrie-Altbatterien gemäß § 9 des Batteriegesetzes zurücknehmen, es sei denn, sie sind einem freiwilligen System für die Rücknahme von Fahrzeug- und Industrie- Altbatterien angeschlossen, das selbst über einen Abfallbeauftragten verfügt sowie
i. Hersteller und Vertreiber, die mehr als 2 Tonnen gefährliche Abfälle oder mehr als 100 Tonnen nicht gefährliche Abfälle pro Kalenderjahr freiwillig zurücknehmen,
a. Systeme, die Verpackungen gemäß § 14 Absatz 1 des Verpackungsgesetzes zurücknehmen,
b. herstellereigene Rücknahmesysteme, die Elektro- und Elektronikaltgeräte gemäß § 16 Absatz 5 des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes zurücknehmen,
c. das Gemeinsame Rücknahmesystem, das Geräte-Altbatterien gemäß § 6 des Batteriegesetzes zurücknimmt,
d. herstellereigene Rücknahmesysteme, die Geräte-Altbatterien gemäß § 7 des Batteriegesetzes zurücknehmen sowie
Die zuständige Behörde kann gemäß § 59 Absatz 2 KrWG anordnen, dass Betreiber von Anlagen nach § 59 Absatz 1 Satz 1 KrWG, Besitzer nach § 59 Absatz 1 Satz 1 KrWG und Betreiber von Rücknahmesystemen und -stellen nach § 59 Absatz 1 Satz 1 KrWG, für die die Bestellung eines Abfallbeauftragten nicht durch die Verordnung über Betriebsbeauftragte für Abfall vorgeschrieben ist, einen oder mehrere Abfallbeauftragte zu bestellen haben, soweit sich im Einzelfall die Notwendigkeit der Bestellung aus den in § 59 Absatz 1 Satz 1 KrWG genannten Gesichtspunkten ergibt.
Was sind die Aufgaben eines Betriebsbeauftragten für Abfall?
Die Aufgaben des Betriebsbeauftragten für Abfall sind in § 60 Kreislauwirtschaftsgesetz (KrWG) geregelt:
Gemäß § 60 Absatz 1 KrWG berät der Abfallbeauftragte den zur Bestellung Verpflichteten und die Betriebsangehörigen in Angelegenheiten, die für die Abfallvermeidung und Abfallbewirtschaftung bedeutsam sein können.
2. die Einhaltung der Vorschriften des KrWG und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen sowie die Erfüllung erteilter Bedingungen und Auflagen zu überwachen, insbesondere durch Kontrolle der Betriebsstätte und der Art und Beschaffenheit der bewirtschafteten Abfälle in regelmäßigen Abständen, Mitteilung festgestellter Mängel und Vorschläge zur Mängelbeseitigung,
Gemäß § 60 Absatz 2 KrWG erstattet der Abfallbeauftragte dem zur Bestellung Verpflichteten jährlich einen schriftlichen Bericht über die nach § 60 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 bis 5 KrWG getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen.
Auf das Verhältnis zwischen dem zur Bestellung Verpflichteten und dem Abfallbeauftragten finden gemäß § 60 Absatz 3 Kreislauwirtschaftsgesetz (KrWG) die § 55 Absatz 1, 1a, 2 Satz 1 und 2, Absatz 3 und 4 und die §§ 56 bis 58 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) entsprechende Anwendung.
Die Anforderungen an die Fachkunde und Zuverlässigkeit des Abfallbeauftragten sind in der Verordnung über Betriebsbeauftragte für Abfall (AbfBeauftrV) geregelt.
Wann ist die Zuverlässigkeit eines Betriebsbeauftragten für Abfall gegeben?
Die Zuverlässigkeit des Abfallbeauftragten ist in § 8 AbfBeauftrV geregelt:
Die nach § 60 Absatz 3 Satz 1 KrWG i.V.m. § 55 Absatz 2 Satz 1 BImSchG erforderliche Zuverlässigkeit ist gemäß § 8 Absatz 1 AbfBeauftrV gegeben, wenn der Abfallbeauftragte auf Grund seiner persönlichen Eigenschaften, seines Verhaltens und seiner Fähigkeiten zur ordnungsgemäßen Erfüllung der ihm obliegenden Aufgaben geeignet ist.
Die erforderliche Zuverlässigkeit ist gemäß § 8 Absatz 2 AbfBeauftrV in der Regel nicht gegeben, wenn die betroffene Person
a) des Strafrechts über Eigentums- und Vermögensdelikte, Urkundenfälschung, Insolvenzstraftaten, gemeingefährliche Delikte oder Umweltdelikte,
b) des Immissionsschutz-, Abfall-, Wasser-, Natur- und Landschaftsschutz-, Chemikalien-, Gentechnik oder Atom- und Strahlenschutzrechts,
d) des Gewerbe-, Arbeitsschutz-, Transport- oder Gefahrgutrechts oder
a. gegen Vorschriften nach Nummer 1 Buchstabe b bis e verstoßen hat oder
b. seine Pflichten als Abfallbeauftragter oder als Betriebsbeauftragter für Immissionsschutz oder Gewässerschutz, als Strahlenschutzbeauftragter oder als Störfallbeauftragter verletzt hat,
3. infolge strafgerichtlicher Verurteilung die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter verloren hat, oder
4. sich nicht in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen befindet, es sei denn, dass dadurch die Interessen des zur Bestellung Verpflichteten nicht gefährdet sind.
Welche Anforderungen gibt es an die Fachkunde des Betriebsbeauftragten für Abfall?
Die Anforderungen an die Fachkunde des Betriebsbeauftragten für Abfall sind in § 9 AbfBeauftrV geregelt:
Die nach § 60 Absatz 3 Satz 1 des KrWG i.V.m. § 55 Absatz 2 Satz 1 des BImSchG erforderliche Fachkunde ist nach § 9 Absatz 1 AbfBeauftrV gegeben, wenn der Abfallbeauftragte
1. auf einem Fachgebiet, dem die Anlage, der Betrieb eines Besitzers im Sinne des § 27 des KrWG, das Rücknahmesystem oder die Rücknahmestelle hinsichtlich der Anlagen- oder Verfahrenstechnik oder der Betriebsvorgänge zuzuordnen ist,
a) ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium abgeschlossen hat,
b) eine kaufmännische, technische oder sonstige Fachschul- oder Berufsausbildung besitzt oder
c) eine Qualifikation als Meister vorweisen kann,
2. während einer einjährigen praktischen Tätigkeit Kenntnisse erworben hat über
a) die Anlage, den Betrieb eines Besitzers im Sinne des § 27 des KrWG, das Rücknahmesystem oder die Rücknahmestelle, für die der Abfallbeauftragte bestellt werden soll, oder über Anlagen, Betriebe oder Rücknahmesysteme, die im Hinblick auf die Erfüllung der Aufgaben des Abfallbeauftragten vergleichbar sind,
b) die Vermeidung und die Bewirtschaftung der in der Anlage, in dem Betrieb oder dem Rücknahmesystem anfallenden Abfälle und
c) die hergestellten Erzeugnisse sowie
Der Abfallbeauftragte muss gemäß § 9 Absatz 2 AbfBeauftrV durch geeignete Fortbildung über den für seine Tätigkeit notwendigen aktuellen Wissensstand verfügen. Dazu hat der zur Bestellung Verpflichtete sicherzustellen, dass der Abfallbeauftragten regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, an von der zuständigen Behörde anerkannten Lehrgängen, in denen Kenntnisse entsprechend Anlage 1 AbfBeauftrV vermittelt werden, teilnimmt.
Welche Gültigkeit hat der Lehrgang für Betriebsbeauftragten für Abfall?
Sie haben Fragen zu anderen Betriebsbeauftragten in der Umwelttechnik?
Antworten zu den Fragen zu anderen Betriebsbeauftragten in der Umwelttechnik finden Sie hier.
Video zu unseren praxisorientierten Seminaren
Hier erhalten Sie einen Eindruck vom Seminar "Sachkundelehrgang für die Probenahme fester Abfälle gemäß LAGA PN 98".
Video: Probenahmen nach LAGA PN 98 - Praxisseminar