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Timestamp: 2019-07-19 19:55:31
Document Index: 65225316

Matched Legal Cases: ['§ 121', '§ 51', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 18', '§ 121', '§ 127', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 121', 'BGH', '§ 33', '§ 121', '§ 121', '§ 121']

BVerwG, 30.08.1962 - I C 161.58 - dejure.org
https://dejure.org/1962,31
BVerwG, 30.08.1962 - I C 161.58 (https://dejure.org/1962,31)
BVerwG, Entscheidung vom 30.08.1962 - I C 161.58 (https://dejure.org/1962,31)
BVerwG, Entscheidung vom 30. August 1962 - I C 161.58 (https://dejure.org/1962,31)
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Rechtliche Ausgestaltung des Benutzungsrechts eines Weges durch die Öffentlichkeit infolge einer tatsächlich erfolgten Benutzung seit Menschengedenken - Anforderungen an die Feststellung der Öffentlichkeit oder Nichtöffentlichkeit eines Weges - Rechtskraftwirkungen eines verwaltungsgerichtlichen Urteils
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.04.1958 - IV A 996/56
BVerwGE 14, 359
NJW 1963, 171
MDR 1963, 73
DVBl 1962, 403
DVBl 1963, 403
Sie soll verhindern, daß die aus einem festgestellten Tatbestand hergeleitete Rechtsfolge, über die durch ein Urteil rechtskräftig entschieden worden ist, erneut zum Gegenstand eines Verfahrens zwischen denselben Parteien gemacht wird (BVerwGE 14, 359 ; 35, 234 ; Urteil vom 26. April 1968 - BVerwG 6 C 55.65 - Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 30; Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 18;… Beschluß vom 31. August 1989 - BVerwG 9 B 318.89 - a.a.O.).
Im Falle einer erfolgreichen Anfechtungsklage darf die im Vorprozeß unterlegene Behörde bei unveränderter Sach- und Rechtslage gegen denselben Betroffenen nicht einen neuen Verwaltungsakt aus den vom Gericht mißbilligten Gründen erlassen (BVerwGE 14, 359 ; 16, 224 ; Beschluß vom 6. März 1962 - BVerwG 7 B 73.61 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 16; ebenso BVerfGE 47, 146 ;… Eyermann/Fröhler, VwGO, 9. Aufl., 1988, § 121 Rdnr. 21;… Ule a.a.O., S. 317;… Kopp a.a.O., Rdnr. 9 und 11).
Die Rechtskraftwirkung eines Urteils tritt allerdings dann nicht ein, wenn sich die zur Zeit des Urteils maßgebliche Sach- oder Rechtslage verändert hat (BVerwGE 14, 359 ; 35, 234 ;… Beschluß vom 6. März 1962 - BVerwG 7 B 73.61 - a.a.O.;… Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - a.a.O.; BVerfGE 47, 146 ;… Redeker/von Oertzen, VwGO, 10. Aufl., 1991, § 121 Rdnr. 10).
Dabei wird die Möglichkeit, daß infolge der Rechtskraft eine unrichtige Entscheidung maßgeblich bleibt, grundsätzlich geringer veranschlagt als die Rechtsunsicherheit, die ohne die Rechtskraft bestehen würde (BVerwGE 14, 359 ).
Das Wiederholungsverbot erfasst aber nur inhaltsgleiche Verwaltungsakte, d.h. die Regelung desselben Sachverhalts durch Anordnung der gleichen Rechtsfolge (Urteil vom 30. August 1962 - BVerwG 1 C 161.58 - BVerwGE 14, 359 = Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 4 und Beschluss vom 15. März 1968 - BVerwG 7 C 183.65 - BVerwGE 29, 210 ).
Aus dem Rechtsstaatsprinzip folgt, daß über den Wortlaut des § 121 VwGO hinaus nicht nur die Beteiligten, sondern auch die Gerichte in einem späteren Prozeß der Beteiligten über denselben Gegenstand an das rechtskräftige Urteil gebunden sind (vgl. u.a. Urteile vom 30. August 1962 - BVerwG I C 161.58 - BVerwGE 14, 359 [BVerwG 30.08.1962 - I C 161/58] und vom 23. Februar 1993 - BVerwG 1 C 16.87 - Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 64 S. 19 ; Beschluß vom 3. Dezember 1981 - BVerwG 3 B 90.80 - Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 46 S. 1 m.weit.Hinw.).
Die in einem rechtskräftig gewordenen Urteil aus einem festgestellten Tatbestand hergeleitete Rechtsfolge darf bei unveränderter Sach- und Rechtslage nicht erneut zum Gegenstand eines Verfahrens zwischen denselben Parteien gemacht werden (vgl. etwa Urteile vom 30. August 1962, a.a.O. S. 362 f., vom 21. September 1984 - BVerwG 8 C 137.81 - Buchholz 412.3 § 18 BVFG Nr. 9 S. 5 und vom 8. Dezember 1992 - BVerwG 1 C 12.92 - Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 63 S. 12 m.weit.Nachw.; Beschluß vom 19. März 1990 - BVerwG 8 B 27.90 - Buchholz 406.11 § 127 BBauG/BauGB Nr. 60 S. 58 ).
Die Rechtskraftwirkung des § 121 VwGO tritt unabhängig davon ein, ob das rechtskräftig gewordene Urteil die Sach- und Rechtslage erschöpfend und zutreffend gewürdigt hat oder nicht (stRspr; vgl. etwa Urteile vom 30. August 1962, a.a.O. S. 362 f. …und vom 8. Dezember 1992, a.a.O. S. 16;… Beschluß vom 19. März 1990, a.a.O. S. 59).
Die Möglichkeit, daß infolge der Rechtskraft eine unrichtige Entscheidung maßgeblich bleibt, ist geringer zu veranschlagen als die Rechtsunsicherheit, die ohne Rechtskraft bestehen würde (BVerwGE 14, 359, 363).
Auch z.B. bei der Klage auf Aufhebung eines Verwaltungsakts bzw. der Anfechtung eines Hauptversammlungsbeschlusses nach dem Aktiengesetz wird einhellig vertreten, die Rechtskraft stehe einer bloßen Wiederholung des gleichen Aktes mit derselben Begründung entgegen (BVerwGE 14, 359, 362;… Eyermann/Fröhler, VwGO, 10. Aufl., § 121 Rz 10 c;… Redeker/von Oertzen. VwGO, 10. Aufl., § 121 Rz 5;… Kopp, VwGO, 9. Aufl., § 121 Rz 20; BGHZ 21, 354 = JZ 1957, 179, mit Anm. von Mestmäcker).
Der Kläger ist bei gleichbleibender Rechts- und Sachlage gehindert, in einem nachfolgenden Beseitigungs- oder auch einem erneuten Genehmigungsantragsverfahren mit Erfolg geltend zu machen, daß sein Vorhaben - entgegen der vorangegangenen rechtskräftigen Entscheidung - doch materiell baurechtmäßig sei (vgl. dieBeschlüsse vom 1. April 1971 - BVerwG IV B 95.69 - [S. 2] undvom 10. Juni 1970 - BVerwG IV B 163.68 - [Buchholz 406.11 § 33 BBauG Nr. 4] sowie zum Umfang der Rechtskraft verwaltungsgerichtlicher Urteile im allgemeinen dasUrteil vom 30. August 1962 - BVerwG I C 161.58 - BVerwGE 14, 359 [362]).
Hat etwa eine Anfechtungsklage gegen einen belastenden Verwaltungsakt aus sachlich-rechtlichen Gründen Erfolg, so darf die Behörde nicht später - bei unveränderten Umständen - den gleichen Verwaltungsakt neuerlich erlassen (vgl. BVerwGE 14, 359 (361 f.);… Eyermann/Fröhler, Verwaltungsgerichtsordnung, 7. Aufl., § 121 Rdnr. 21;… Ule, Verwaltungsprozeßrecht, 6. Aufl., S. 247;… Grunsky, Grundlagen des Verfahrensrechts, 2. Aufl., S. 523 f.;… Kopp, Verwaltungsgerichtsordnung, 3. Aufl., § 121 Anm. 3).
Die Rechtskraft schafft ein unabdingbares, in jeder Verfahrenslage - namentlich auch im Revisionsverfahren - von Amts wegen zu beachtendes Prozesshindernis für eine erneute gerichtliche Nachprüfung des Anspruchs, über den bereits entschieden worden ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 30. August 1962 - 1 C 161.58 - BVerwGE 14, 359 und vom 27. Januar 1995 - 8 C 8.93 - Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 70 m.w.N.).
BVerwG, 11.11.1964 - I B 157.63
Materielle Rechtskraft eines Verwerfungsbeschlusses - Zulässigkeit eines …
BVerwG, 21.10.1971 - III C 11.69
Bindungswirkung eines Bescheidungsurteils - Berechnung des Ersatzeinheitswertes …
BVerwG, 01.03.1966 - III C 240.64
Erlass neuer Bescheide während des Revisionsverfahrens
BVerwG, 26.04.1968 - VI C 55.65
BVerwG, 30.11.1967 - III C 128.65
Rückverweisung an das Verwaltungsgericht - Ersatz von Kriegslasten
BVerwG, 05.12.1968 - II C 84.65
Antrag auf Erteilung des Ausweises C für Sowjetzonenflüchtlinge - Gleichstellung …
BVerwG, 12.09.1963 - VIII C 42.61
BVerwG, 21.09.1979 - 6 B 100.78
Anforderungen an eine revisionsrechtliche Divergenzrüge - Bindungswirkung eines …
BVerwG, 29.06.1967 - VIII C 44.66
Bindungswirkung rechtskräftiger Urteile bei unveränderter Sachlage und Rechtslage …
BVerwG, 20.06.1995 - 11 B 85.95
Antrag auf Änderung der Abfindung nach dem Flurbereinigungsgesetz - Verletzung …
BVerwG, 24.03.1970 - VIII CB 156.67
Umfang und Tragweite der Bindungswirkung rechtskräftiger Urteile - Anerkennung …
BVerwG, 01.09.1969 - VI B 21.68
Nichtzulassung der Revision mangels Verfahrensmängel - Rückzahlung ohne …
BVerwG, 26.10.1967 - II C 39.65
Versorgung eines Berufssoldaten - Rechtskraft eines Urteils
BVerwG, 28.01.1963 - I B 87.62
Dispens für die Erweiterung eines Verwaltungsgebäudes - Anspruch auf Feststellung …
BVerwG, 31.03.1964 - I B 61.64
Bestimmung des anwendbaren Wegerechts hinsichtlich der Bestimmung der …
BVerwG, 31.03.1964 - I B 60.64
Sperrung eines Weges zwischen zwei Grundstücken durch ein Hindernis - Umfang der …