Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/374958/
Timestamp: 2019-08-18 20:09:08
Document Index: 199884322

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 276', '§ 276', '§ 1896', '§ 276', 'BGH', 'Art. 111', '§ 70', 'BGH']

BGH v. 04.08.2010 - XII ZB 167/10 - NWB Urteile -
BGH v. 04.08.2010 - XII ZB 167/10
a) Die Bestellung eines Verfahrenspflegers für den Betroffenen ist nach § 276 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 FamFG regelmäßig schon dann geboten, wenn der Verfahrensgegenstand die Anordnung einer Betreuung in allen Angelegenheiten als möglich erscheinen lässt. Für einen in diesem Sinne umfassenden Verfahrensgegenstand spricht, dass die vom Gericht getroffene Maßnahme die Betreuung auf Aufgabenkreise erstreckt, die in ihrer Gesamtheit alle wesentlichen Bereiche der Lebensgestaltung des Betroffenen umfassen.
b) Zu den Anforderungen an die Begründung für eine Nichtbestellung eines Verfahrenspflegers nach § 276 Abs. 2 Satz 2 FamFG.
Gesetze: BGB § 1896; FamFG § 276
Instanzenzug: AG Rahden, 6 XVII D 39 vom 08.02.2010 LG Bielefeld, 23 T 173/10 vom 22.03.2010 Veröffentlichungen: Amtliche Sammlung: nein; BGHR: ja; Nachschlagewerk: ja
I. Für den Betroffenen besteht seit vielen Jahren eine Betreuung. Er leidet u.a. an Schizophrenie und Demenz.
II. Die Rechtsbeschwerde ist nach Art. 111 Abs. 1 Satz 2 FGG-RG, § 70 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FamFG statthaft und auch sonst zulässig. Sie führt zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und Zurückverweisung der Sache an das Landgericht.
NJW-RR 2011 S. 2 Nr. 1
[FAAAD-51233]
BGH v. 04.08.2010 - XII ZB 167/10 ablegen in?