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Timestamp: 2019-12-11 06:24:06
Document Index: 313806975

Matched Legal Cases: ['Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 3', '§ 3', 'Art. 12', '§ 49', '§ 2', '§ 15', 'Art. 14', '§ 137', '§ 173', '§ 562', '§ 78', '§ 137', '§ 173', '§ 560']

Rechtsprechung: NVwZ 1988, 824 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 11.03.1988 | BVerwG, 27.04.1988 | BVerwG, 24.05.1988
BVerwG, 11.03.1988 - 4 C 78.84
https://dejure.org/1988,1417
BVerwG, 11.03.1988 - 4 C 78.84 (https://dejure.org/1988,1417)
BVerwG, Entscheidung vom 11.03.1988 - 4 C 78.84 (https://dejure.org/1988,1417)
BVerwG, Entscheidung vom 11. März 1988 - 4 C 78.84 (https://dejure.org/1988,1417)
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Sicherungspflicht für Gehwege
Straßengesetz - Anlieger - Zugangsmöglichkeit - Streupflicht
VG Regensburg, 26.09.1983 - RO 5 K 83 A. 0320
VGH Bayern, 27.06.1984 - 8 B 83 A.3055
BVerwG, 12.11.1984 - 4 B 194.84
NJW 1988, 2121
NZV 1988, 239 (Ls.)
VBlBW 1988, 467
VBlBW 1988, 476
Vielmehr können sie sich hierzu Dritter bedienen (…vgl. BVerwG, Urt. v. 05.08.1965 - I C 78.62 -, BVerwGE 22, 26; Urt. v. 11.03.1988 - 4 C 78.84 -, NVwZ 1988, 824).
VG Freiburg, 14.11.2007 - 1 K 762/07
Übertragung der Straßenräumpflicht von der Gemeinde auf Anwohner durch Satzung …
Es ist in der Rechtsprechung seit langem geklärt, dass die den Straßenanliegern auferlegte Verpflichtung nicht den verfassungsrechtlichen Schutz vor dem Zwang zu einer bestimmten Arbeit (Art. 12 Abs. 2 S. 1 GG) berührt und grundsätzlich in Einklang mit Art. 14 GG steht (…vgl. BVerwG, Urt. v. 5.8.1965, BVerwGE 22, 26; BVerwG, Urt. v. 11.3.1988, VBlBW 1988, 467=NVwZ 1988, 824).
Es ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass es mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) vereinbar ist, wenn eine abstrakt-generelle satzungsrechtliche Regelung der Räum- und Streupflicht an diesen Begriff des Straßenanliegers anknüpft und auf weitere Differenzierungen auf der normativen Ebene verzichtet (so ausdrücklich: BVerwG, Urt. v. 11.03.1988, a.a.O.).
Von einem Vorteil durch die Straße kann dann nicht mehr die Rede sein (BVerwG, Urt. v. 11.03.1988 - 4 C 78.84 - VBlBW 1988, 467;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 11.11.1993, a.a.O.).
BVerwG, Urteil vom 11. März 1988 - 4 C 78.84 -, NJW 1988, 2121, juris Rn. 21 ff.
(3) Mit diesem Inhalt (vgl. ähnlich etwa auch Martini, in: Das Grundeigentum, Nr. 22/2011, Winterdienst-Sonderbeilage S. 2 ff., 4), den der Verfassungsgerichtshof seiner verfassungsrechtlichen Prüfung zugrunde legt, ist die - im Übrigen hinsichtlich der vorzunehmenden Schnee- und Eisbeseitigung in § 3 Abs. 1 StrReinG ausreichend umschriebene - Pflichtenstellung nicht unverhältnismäßig (vgl. zum Bundesrecht: BVerwG NJW 1988, 2121).
Dazu gehört allerdings - auch mit Rücksicht auf die gleichmäßige Belastung aller Anlieger, also auch von Eigentümergemeinschaften oder Grundstückseigentümern, die nicht selbst auf dem Anliegergrundstück wohnen oder mehrere winterdienstpflichtige Grundstücke besitzen - grundsätzlich nicht die Pflicht zur höchstpersönlichen Vornahme der notwendigen Arbeiten (vgl. zum Bundesrecht: BVerwGE 22, 26 und BVerwG NJW 1988, 2121 unter Hinweis auf Art. 12 Abs. 2 GG) Insoweit muss es genügen, wenn der Anlieger alles ihm im Einzelfall billigerweise Zumutbare getan und veranlasst hat, um einen ordnungsgemäßen Winterdienst durch von ihm sorgfältig ausgewählte und angemessen überwachte Dritte sicherzustellen.
vgl. zum Straßenplanungsrecht: BVerwG, Urteile vom 23. Januar 1981 - 4 C 4.78 -, BVerwGE 61, 295 (302 f.), und vom 11. März 1988 - 4 C 78.84 -, NJW 1988, 2121 (2122); zum Naturschutzrecht: BVerwG, Urteil vom 24. Juni 1993 - 7 C 26.92 -, BVerwGE 94, 1 (4 ff.).
Zudem ist der Ortsgesetzgeber befugt, die Interessenlage generalisierend und typisierend zu würdigen (BVerwG, Urteil vom 11. März 1988 - 4 C 78.84 - juris Rn. 11, 12).
Die Straßenreinigungspflicht des Eigentümers oder des sonstigen Reinigungspflichtigen ist keine persönlich zu erfüllende Pflicht, sondern knüpft an das Eigentum oder das sonstige Recht nach § 49a Abs. 4 Satz 3 BbgStrG an (BVerwG, Urteil vom 11. März 1988 - 4 C 78.84 - juris Rn. 16; OVG Münster…, Urteil vom 18. November 1996 - 9 A 5984/94 - juris Rn. 15).
VGH Baden-Württemberg, 11.11.1993 - 5 S 2606/92
Heranziehung eines Grundstückseigentümers zum Winterdienst, wenn die Straße vom …
Darin läge jedoch nur dann ein Zugang i.S. des § 2 Abs. 1 S. 1 2.Alternative Streupflichtsatzung, wenn die Benutzung dieses Verbindungswegs durch den Kläger in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht gesichert ist; denn nur dann steht fest, daß der Kläger auch wirklich einen Zugang zur Straße hat (vgl. BVerwG, Urt.v. 11.03.1988 - 4 C 78.84, VBlBW 1988, 476 und Lorenz, a.a.O., RdNr. 16 zu § 15).
Im Sinne einer solchen Einschränkung kommt daher eine verfassungskonforme Auslegung sowohl der Streupflichtsatzung selbst als auch ihrer Ermächtigungsgrundlage in Betracht (vgl. BVerwG, Urt.v. 11.03.1988, a.a.O.).
OLG Karlsruhe, 11.07.2007 - 7 U 157/06
Verkehrssicherungspflicht: Übertragung der Streupflicht durch Satzung bei einem …
Abgesehen von dem hohen Regelungsaufwand, den eine Abstufung nach wie immer gewichteten Erschließungsvorteilen erfordern würde, lassen sich die besonderen Probleme der winterlichen Gehwegsicherung durch eine umfassende Abwälzung auf die Grundstückseigentümer und -besitzer zweckmäßig und sachgerecht und damit auch wirksam lösen (vgl. BVerwG, NJW 1988, 2121, 2122).
Dieser qualitative Unterschied muss beachtet werden und führt dazu, dass im Wege einer verfassungskonformen Auslegung der Streupflichtsatzung der Streithelferin und der Ermächtigungsgrundlagen, auf die sich diese Satzung stützt, die Satzungsbestimmung einschränkend dahingehend interpretiert werden muss, dass das Angrenzen eines Grundstücks an eine Straße dann zur Abwälzung der Räum- und Streupflicht nicht ausreicht, wenn ein Zugang von diesem Grundstück zur Straße aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen ausgeschlossen ist (vgl. Bundesverwaltungsgericht NJW 1988, 2121, 2122; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg…, Urteil vom 14.11.2006 - 5 S 2619/05 - Rn. 25 bis 27;… Urteil vom 11.11.1993, a.a.O., Rn. 21 ff.).
Im Sinne einer solchen Einschränkung kommt daher eine verfassungskonforme Auslegung der landesrechtlichen Ermächtigungsgrundlage für die Sicherungsverordnung und der Sicherungsverordnung selbst in Betracht (BVerwG, Urt. v. 11.03.1988 - 4 C 78.84 - VBlBW 1988, 467;… vgl. auch Senatsurt. v. 11.11.1993 - 5 S 2606/92 - a.a.O.).
VGH Hessen, 06.09.1988 - 2 UE 1126/86
Zur Straßenreinigungspflicht eines Anliegers; Observanz
VG Bremen, 18.08.2016 - 5 K 1311/15
VG Ansbach, 14.06.2010 - AN 10 K 10.00250
Verpflichtung eines Hinterliegers zur turnusmäßigen Straßenreinigung im Bereich …
OVG Berlin-Brandenburg, 04.08.2011 - 9 S 11.11
Heranziehung zum Winterdienst; hinreichende Bestimmtheit der Aufnahme von …
VG Augsburg, 15.12.2010 - Au 6 K 10.631
Winterdienstpflicht; kein Anspruch auf Befreiung von der Winterdienstpflicht oder …
OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2017 - 9 N 196.13
Berufungszulassung; erschlossen; Vorteil; sinnvolle wirtschaftliche Nutzung …
VG Braunschweig, 18.12.2002 - 6 A 51/02
Übertragung von Straßenreinigung und Winterdienst auf Anlieger
BVerwG, 18.03.1993 - 4 B 43.93
VG Bremen, 06.11.2014 - 5 K 665/12
VG Augsburg, 11.11.2009 - Au 6 K 09.945
Anspruch auf Befreiung von der Winterdienstpflicht oder auf Übernahme durch die …
BVerwG, 24.05.1988 - 4 B 93.88
https://dejure.org/1988,2283
BVerwG, 24.05.1988 - 4 B 93.88 (https://dejure.org/1988,2283)
BVerwG, Entscheidung vom 24.05.1988 - 4 B 93.88 (https://dejure.org/1988,2283)
BVerwG, Entscheidung vom 24. Mai 1988 - 4 B 93.88 (https://dejure.org/1988,2283)
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Baurecht - Nachbarschutz - Schwarzbau - Behördliches Einschreiten - Beseitigungsanspruch - Landesrecht
VG Regensburg, 19.06.1986 - RO 8 K 84 A.0326
VGH Bayern, 12.11.1987 - 2 B 86.02159
NJW 1988, 3031 (Ls.)
Dass das Landesrecht das Einschreiten gegen einen auch die Rechte eines Nachbarn verletzenden baurechtswidrigen Zustand in das Ermessen der zuständigen Behörde stellt, verstößt weder gegen das Rechtsstaatsgebot noch gegen Art. 14 GG (BVerwG…, Urteil vom 18.8.1960 - I C 42.59 - BVerwGE 11, 95, juris Rn. 10 f.;… Beschlüsse vom 8.7.1981 - 4 B 90.81 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 45, juris Rn. 4 und vom 24.5.1988 - 4 B 93.88 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 80 …sowie Urteil vom 4.6.1996 - 4 C 15.95 - NVwZ-RR 1997, 271, juris Rn. 17).
Dieser Einschätzung hat sich der Senat in einem Beschluß vom 24. Mai 1988 - BVerwG 4 B 93.88 - (Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 80) angeschlossen.
BVerwG, 10.12.1997 - 4 B 204.97
Abstandsflächenrecht; Nachbaranspruch auf behördliches Einschreiten; Pflicht zum …
Ob dem Nachbarn bei der Verletzung einer nachbarschützenden Vorschrift - hier einer landesrechtlichen Vorschrift des Abstandsflächenrechts - ein im Wege einer Ermessensreduzierung auf Null gebundener Anspruch auf behördliches Einschreiten zusteht, entscheidet sich grundsätzlich nach dem gemäß § 137 Abs. 1, § 173 VwGO i.V.m. § 562 ZPO irrevisiblen Landesrecht (vgl. Senatsbeschluß vom 24. Mai 1988 - BVerwG 4 B 93.88 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 80 = NVwZ 1988, 824 = BRS 48 Nr. 161).
OVG Schleswig-Holstein, 12.12.2014 - 1 LA 57/14
Pflicht zur Beseitigung einer in der Abstandsfläche errichteten …
Aus bundesrechtlicher Sicht führen allerdings Verstöße gegen nachbarschützende Vorschriften allein nicht zu einer Ermessensreduzierung auf Null; maßgeblich ist insoweit das Landesrecht (BVerwG, Beschl. v. 24.05.1988, 4 B 93.88, NVwZ 1988, 824).
§ 78 LBauO gehört dem irrevisiblen Landesrecht an (vgl. allg. BVerwG, Beschluß vom 24. Mai 1988 - BVerwG 4 B 93.88 - Buchholz 406.19 Naturschutz Nr. 80 = NVwZ 1988, 824; Beschluß vom 10. Dezember 1997 - BVerwG 4 B 204.97 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 148 = NVwZ 1998, 395).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kommt dies allerdings nur bei hoher Intensität der Störung oder Gefährdung in Betracht (BVerwG, Beschluss vom 24.05.1988 -- 4 B 93.88 -- Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 88; Urteil vom 04.06.1996 -- 4 C 15.95 -- BauR 1996, 841 (842); ebenso Hess. VGH, Urteil vom 20.07.1994 -- 3 UE 3593/89 --).
Dem Landesrecht ist auch zu entnehmen, wie bei Erlaß einer Beseitigungsanordnung das Ermessen entsprechend dem Zweck der Ermächtigung auszuüben ist, wo die Grenzen des Ermessens liegen und ob das Eingriffsrecht verwirkt ist (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluß vom 24. Mai 1988 - BVerwG 4 B 93.88 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 80; Beschluß vom 5. August 1991 - BVerwG 4 B 130.91 - Buchholz 406.17 Bauordnungsrecht Nr. 35).
BVerwG, 21.03.2013 - 4 C 14.11
Beseitigungsanordnung bzgl. einer illegal errichteten Blockhütte
Auch dies lässt einen Verstoß gegen Bundesrecht nicht erkennen, zumal dem Landesrecht zu entnehmen ist, wie bei Erlass einer Beseitigungsanordnung das Ermessen entsprechend dem Zweck der Ermächtigung auszuüben ist und wo die Grenzen des Ermessens liegen (stRspr, vgl. z.B. Beschlüsse vom 24. Mai 1988 - BVerwG 4 B 93.88 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 80 …und vom 11. Oktober 1994 - BVerwG 4 B 202.94 - juris Rn. 6).
BVerwG, 09.03.2005 - 4 B 8.05
Beschwerde gegen Nichtzulassung der Revision - Zulassung der Revision wegen …
Ob dem Nachbarn bei der Verletzung einer nachbarschützenden Vorschrift oder Auflage ein im Wege einer Ermessensreduzierung auf Null gebundener Anspruch auf behördliches Einschreiten zusteht, entscheidet sich grundsätzlich nach dem gemäß § 137 Abs. 1, § 173 VwGO i.V.m. § 560 ZPO irrevisiblen Landesrecht (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 1997 - BVerwG 4 B 204.97 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 148; Beschluss vom 24. Mai 1988 - BVerwG 4 B 93.88 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 80).
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.10.2003 - 10 A 3223/01
Nachbarrechtlicher Anspruch auf Rückbau rückwärtiger Balkone unterhalb des …
vgl. BVerwG, Beschluss vom 24. Mai 1988 - 4 B 93.88 -, BRS 48 Nr. 161; Urteil vom 4. Juni 1996 - 4 C 15.95 -, UPR 1996, 390; Beschluss vom 10. Dezember 1997 - 4 B 204/97 -, BauR 1998, 319.
BVerwG, 11.10.1994 - 4 B 202.94
Erteilung einer Duldungszusage gegenüber Bauherrn illegaler Vorhaben - Versehen …
BVerwG, 02.06.1992 - 4 B 112.92
Anspruch eines Nachbarn auf behördliches Tätigwerden im Wege der …