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Timestamp: 2019-01-16 04:58:56
Document Index: 30623659

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 8', '§ 81', '§ 7', '§ 49', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 14', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

BVerwG, 30.06.1989 - 4 C 40.88 - dejure.org
Zur Ermächtigung der Straßenbaubehörde, Zufahrten oder Zugänge zu ändern
BFernStrG § 7 Abs. 2, § 8 a Abs. 6 S. 1
VG Oldenburg, 12.11.1986 - 7 A 197/85
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 18.05.1988 - 12 A 19/87
BVerwGE 82, 185
NJW 1990, 1194 (Ls.)
NVwZ 1990, 259
NZV 1990, 44
DVBl 1989, 1063
DÖV 1989, 1037
Der Anwendung der Vorschrift steht auch nicht entgegen, dass es sich sowohl bei § 81b Alt. 2 StPO als auch bei § 7 Abs. 1 Nr. 2 HmbPolDVG um ermessenseröffnende Normen handelt, weil die Normen demselben Zweck, nämlich der Strafverfolgungsvorsorge, dienen und die Ermessenserwägungen der Beklagten auch die Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung nach dieser Vorschrift tragen (vgl. zum Auswechseln einer Rechtsgrundlage bei Ermessensentscheidungen: BVerwG, Urt. v. 30.6.1989, 4 C 40/88, BVerwGE 82, 185, juris Rn. 20;… OVG Magdeburg, Beschl. v. 29.12.1999, BS 2 73/99, juris Rn. 3;… OVG Bautzen, Beschl. v. 16.6.2010, 4 B 57/10, juris Rn. 13;… a. A. VGH München, Urt. v. 9.2.2004, 24 B 03.695, juris Rn. 14).
BVerwG, 19.12.1997 - 8 B 234.97
Abwasserbeseitigungsanlage; Anschluß- und Benutzungszwang; Befreiung.
Schutzgut der öffentlichen Abwasserbeseitigung ist die Sauberkeit des Grundwassers im Interesse des Allgemeinwohls, namentlich der Volksgesundheit (vgl. etwa Urteile vom 17. März 1989 - BVerwG 4 C 40.88 - BVerwGE 81, 347 und vom 24. Januar 1992 - BVerwG 7 C 38.90 Buchholz 316 § 49 VwVfG Nr. 25 S. 6 m.w.N.).
Aus diesem Normzusammenhang erschließt sich, dass auch § 20 Abs. 2 Satz 1 NStrG lediglich Zufahrten meint, die nach den Grundsätzen des Anliegergebrauchs zur Erschließung erforderlich sind und nicht weitere zusätzliche Zufahrten zu einem Grundstück, weil es sinnlos wäre, eine Sondernutzungserlaubnis für Zufahrten zu gewähren, die nach § 20 Absatz 7 NStrG wieder geschlossen werden müssten (vgl. BVerwG, Urt. v. 30.06.1989 - 4 C 40.88 -, BVerwGE 82, 185 ff.;… Wendrich, Niedersächsisches Straßengesetz, 4. Aufl. 2000, § 20 Rn. 4).
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.02.2005 - 15 A 1065/04
Ist Nebenbestimmung nach ANBest-G eine Auflage?
vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Juni 1989 - 4 C 40.88 -, Buchholz 407.4 § 8a FStrG Nr. 5.
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.06.2014 - 11 A 1097/12
Zugehörigkeit der Anlage einer Zufahrt von einem Anliegergrundstück zu einer …
Auch im Geltungsbereich des Bundesfernstraßenrechts sind Zufahrten innerhalb der Ortsdurchfahrten nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu den Straßennutzungen im Rahmen des grundsätzlich erlaubnisfreien (gesteigerten) Gemeingebrauchs zu rechnen, der auch als Anliegergemeingebrauch bezeichnet wird, vgl. BVerwG, Urteile vom 15. März 1968 - IV C 232.65 -, Buchholz 407.4 § 7 FStrG Nr. 1, S. 1, vom 15. Dezember 1972 - IV C 112.68 -, Buchholz 407.4 § 7 FStrG Nr. 8, Leitsatz 1, S. 5, und S. 7 ff., vom 28. August 1987 - 4 C 54 - 55.83 -, BVerwGE 78, 79 (81), und vom 30. Juni 1989 - 4 C 40.88 -, BVerwGE 82, 185 (186 f.); siehe auch Nutzungsrichtlinien 2013, Teil B Nr. 11.8.1, da - anders als im hier maßgeblichen nordrhein-westfälischen Landesstraßenrecht gemäß § 14a Abs. 1 StrWG NRW - der Begriff des Anliegergebrauchs im Bundesfernstraßengesetz nicht ausdrücklich definiert ist.
vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 30. Juni 1989 - 4 C 40.88 -, BVerwGE 82, 185 (186 ff.).
etwa BVerwG, Urteile vom 30.6.1989 - 4 C 40.88 -, BVerwGE 82, 185 (188 f.), sowie vom 21.11.1989 - 9 C 28.89 -, NVwZ 1990, 673; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 26.5.1994 - 5 S 2637/93 -, NVwZ 1995, 397, jeweils m.w.N.
zu diesem Gesichtspunkt BVerwG, Urteil vom 30.6.1989 - 4 C 40.88 -, a.a.O.
VGH Bayern, 01.12.2009 - 8 B 09.1980
Zufahrtsrecht zu innerörtlichem Grundstück; Baugenehmigung; Vertrauensschutz
Daher kann davon ausgegangen werden, dass in der sehr weitreichenden Befugnis zur Schließung einer bestehenden Zufahrt auch die Befugnis zu dem weniger schwerwiegenden Eingriff der Untersagung einer geplanten Zufahrt enthalten ist (vgl. BVerwG vom 30.6.1989 BVerwGE 82, 185/188 zur Parallelvorschrift des § 8a Abs. 6 Satz 1 FStrG).
Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des Verwaltungsaktes auf einer anderen Rechtsgrundlage ist, dass der Verfügungssatz des Verwaltungsaktes von dieser Rechtsgrundlage gedeckt ist, ohne dass an ihm etwas Wesentliches geändert zu werden braucht (stRspr; vgl. u. a. Urteile vom 30. Juni 1989 - BVerwG 4 C 40.88 - BVerwGE 82, 185 [188 f.] m. w. N. und vom 23. Mai 1995 - BVerwG 1 C 3.94 - BVerwGE 98, 298 [304]).
Daß die Beklagte hierauf ihre Verfügung nicht gestützt hat, ist unerheblich, da der ständigen Rechtsprechung des BVerwG (vgl. etwa Urteil vom 30.06.1989 - 4 C 40.88 -, Buchholz 407.4, § 8 a FStrG Nr. 5) die Verwaltungsgerichte zu prüfen haben, ob das materielle Recht die durch einen Verwaltungsakt getroffene Regelung trägt oder nicht, wozu auch die Prüfung gehört, ob der angegriffene Verwaltungsakt kraft einer anderen als der angegebenen Rechtsgrundlage rechtmäßig ist.
Die Verwaltungsgerichte haben grundsätzlich umfassend zu prüfen, ob das materielle Recht die durch einen Verwaltungsakt getroffene Regelung trägt oder nicht; hierzu gehört auch die Prüfung, ob ein angegriffener Verwaltungsakt kraft einer anderen als der angegebenen Rechtsgrundlage rechtmäßig ist (BVerwG, Urt. v. 30.06.1989 - 4 C 40.88 - Buchholz 407.4 § 8a FStrG Nr. 5).
In der Rechtsprechung wird aber auch bei Ermessensentscheidungen ein solches Auswechseln der Rechtsgrundlage nicht generell als unzulässig angesehen (vgl. BVerwG, Urt. v. 30.06.1989, a. a. O; Beschl. d. Senats v. 29.12.1999 - B 2 S 73/99 - VwRR MO 2000, 196).
Hingegen kann ein Verwaltungsakt dann auf eine andere Rechtsgrundlage gestützt werden, wenn - aus der Sicht dieser anderen Rechtsgründe - an dem Verwaltungsakt nichts Wesentliches geändert zu werden braucht, insbesondere wenn die denkbaren Gründe für die Ermessensentscheidung nach der richtigen Ermächtigungsgrundlage für den Kläger bzw. Antragsteller nicht günstiger sind als die dem angefochtenen Verwaltungsakt zugrundeliegenden Erwägungen (vgl. BVerwG, Urt. v. 30.06.1989, a. a. O., RdNr. 20 in Juris).
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