Source: https://lexetius.com/CPO/850c
Timestamp: 2019-11-21 03:55:53
Document Index: 64574948

Matched Legal Cases: ['§ 850', '§ 850', '§ 850', '§ 1615', '§ 32', '§ 32', '§ 16', '§ 850', '§ 850', '§ 850']

§ 850c ZPO. Pfändungsgrenzen für Arbeitseinkommen
[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 850c ZPO [>]
Buch 8. Zwangsvollstreckung
Abschnitt 2. Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen
Titel 2. Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen
Untertitel 3. Zwangsvollstreckung in Forderungen und andere Vermögensrechte
Paragraf 850c. Pfändungsgrenzen für Arbeitseinkommen
1§ 850c. 2Pfändungsgrenzen für Arbeitseinkommen.
(1) 3[1] Arbeitseinkommen ist unpfändbar, wenn es, je nach dem Zeitraum, für den es gezahlt wird, nicht mehr als
4– 930 Euro monatlich,
5– 217,50 Euro wöchentlich oder
6– 43,50 Euro täglich
beträgt. 7[2] Gewährt der Schuldner auf Grund einer gesetzlichen Verpflichtung seinem Ehegatten, einem früheren Ehegatten, seinem Lebenspartner, einem früheren Lebenspartner oder einem Verwandten oder nach §§ 1615l, 1615n des Bürgerlichen Gesetzbuchs einem Elternteil Unterhalt, so erhöht sich der Betrag, bis zu dessen Höhe Arbeitseinkommen unpfändbar ist, auf bis zu
8– 2.060 Euro monatlich,
9– 478,50 Euro wöchentlich oder
10– 96,50 Euro täglich,
11– 350 Euro monatlich,
12– 81 Euro wöchentlich oder
13– 17 Euro täglich
14– 195 Euro monatlich,
15– 45 Euro wöchentlich oder
16– 9 Euro täglich
(2) 17[1] Übersteigt das Arbeitseinkommen den Betrag, bis zu dessen Höhe es je nach der Zahl der Personen, denen der Schuldner Unterhalt gewährt, nach Absatz 1 unpfändbar ist, so ist es hinsichtlich des überschießenden Betrages zu einem Teil unpfändbar, und zwar in Höhe von drei Zehnteln, wenn der Schuldner keiner der in Absatz 1 genannten Personen Unterhalt gewährt, zwei weiteren Zehnteln für die erste Person, der Unterhalt gewährt wird, und je einem weiteren Zehntel für die zweite bis fünfte Person. 18[2] Der Teil des Arbeitseinkommens, der 2.851 Euro monatlich (658 Euro wöchentlich, 131,58 Euro täglich) übersteigt, bleibt bei der Berechnung des unpfändbaren Betrages unberücksichtigt.
19(2a) [1] Die unpfändbaren Beträge nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ändern sich jeweils zum 1. Juli eines jeden zweiten Jahres, erstmalig zum 1. Juli 2003, entsprechend der im Vergleich zum jeweiligen Vorjahreszeitraum sich ergebenden prozentualen Entwicklung des Grundfreibetrages nach § 32a Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes; der Berechnung ist die am 1. Januar des jeweiligen Jahres geltende Fassung des § 32a Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes zugrunde zu legen. 20[2] Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gibt die maßgebenden Beträge rechtzeitig im Bundesgesetzblatt bekannt.
(3) 21[1] Bei der Berechnung des nach Absatz 2 pfändbaren Teils des Arbeitseinkommens ist das Arbeitseinkommen, gegebenenfalls nach Abzug des nach Absatz 2 Satz 2 pfändbaren Betrages, wie aus der Tabelle ersichtlich, die diesem Gesetz als Anlage beigefügt ist, nach unten abzurunden, und zwar bei Auszahlung für Monate auf einen durch 10 Euro, bei Auszahlung für Wochen auf einen durch 2,50 Euro oder bei Auszahlung für Tage auf einen durch 50 Cent teilbaren Betrag. [2] Im Pfändungsbeschluß genügt die Bezugnahme auf die Tabelle.
22(4) Hat eine Person, welcher der Schuldner auf Grund gesetzlicher Verpflichtung Unterhalt gewährt, eigene Einkünfte, so kann das Vollstreckungsgericht auf Antrag des Gläubigers nach billigem Ermessen bestimmen, daß diese Person bei der Berechnung des unpfändbaren Teils des Arbeitseinkommens ganz oder teilweise unberücksichtigt bleibt; soll die Person nur teilweise berücksichtigt werden, so ist Absatz 3 Satz 2 nicht anzuwenden.
[1. Januar 1995–1. Juli 1998]
[1. Juli 1992–1. Januar 1995]
[1. April 1984–1. Juli 1992]
[1. Januar 1981–1. April 1984]
[1. April 1978–1. Januar 1981]
[1. April 1972–1. April 1978]
[1. Juli 1970–1. April 1972]
[1. Oktober 1965–1. Juli 1970]
[1. April 1959–1. Oktober 1965]
[1. Oktober 1953–1. April 1959]
[1. Januar 1935–1. Oktober 1950]
[1. Januar 1900–1. Januar 1935]
1. 1. April 1972: Artt. 1 Nr. 1, 5 des Gesetzes vom 1. März 1972.
3. 1. Juli 1992: Artt. 1 Nr. 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa, 3 des Gesetzes vom 1. April 1992.
4. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 4 Buchst. a Doppelbuchst. aa Dreifachbuchst. aaa, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
5. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 4 Buchst. a Doppelbuchst. aa Dreifachbuchst. bbb, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
6. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 4 Buchst. a Doppelbuchst. aa Dreifachbuchst. ccc, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
7. 1. August 2001: Artt. 3 § 16 Nr. 12, 5 des Gesetzes vom 16. Februar 2001.
8. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. aaa, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
9. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. bbb, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
10. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. ccc, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
11. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. ddd, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
12. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. eee, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
13. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. fff, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
14. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. ggg, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
15. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. hhh, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
16. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. iii, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
17. 1. April 1978: Artt. 1 Nr. 6 Buchst. b Doppelbuchst. aa, 6 des Gesetzes vom 28. Februar 1978.
18. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. b Doppelbuchst. aa, Doppelbuchst. bb, Doppelbuchst. cc, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
19. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. c, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
20. 8. September 2015: Artt. 145 Nr. 4, 627 Abs. 1 der Verordnung vom 31. August 2015.
21. 1. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 5 Buchst. d Doppelbuchst. aa, Doppelbuchst. bb, Doppelbuchst. cc, 8 des Zweiten Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
22. 1. April 1978: Artt. 1 Nr. 6 Buchst. d, 6 des Gesetzes vom 28. Februar 1978.
Umfeld von § 850c ZPO
§ 850b ZPO. Bedingt pfändbare Bezüge
§ 850d ZPO. Pfändbarkeit bei Unterhaltsansprüchen