Source: https://mhbk.de/insolvenzrecht.html
Timestamp: 2019-05-21 18:32:01
Document Index: 50661940

Matched Legal Cases: ['§ 270', '§270', '§225', '§ 253', '§258', '§ 129', '§ 270', '§ 270', '§ 270']

MHBK Rechtsanwälte | Insolvenzrecht - Insolvenzverwaltung - Sachwaltung - Eigenverwaltung
Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen ist seit mehr als 30 Jahren auf das Insolvenzrecht, insbesondere in Form der Insolvenzverwaltung, spezialisiert.
Die Kanzlei gehört seither zu den führenden Sozietäten auf diesem Gebiet. Sechs Insolvenzverwalter an fünf Kanzleistandorten werden in Bayern und Thüringen an den Amtsgerichten München, Rosenheim, Landshut, Nürnberg, Fürth, Augsburg, Memmingen, und Meiningen bestellt. Dies geschieht in der Regel bei Unternehmensinsolvenzen mit laufendem Betrieb, häufig mit Konzernstrukturen und internationalen Bezügen.
Hauptanliegen der Kanzlei ist stets die Fortführung und der Erhalt insolventer Unternehmen. Eine Zerschlagung versuchen die Insolvenzverwalter möglichst zu vermeiden. Dies sichert den Gläubigern eine günstigere Befriedigung ihrer Forderungen und trägt zum Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen bei.
Bei der Befriedigung der Gläubiger haben die Verwalter in vielen Fällen überdurchschnittlich hohe Quoten erzielt.
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Die Insolvenzverwalter der Kanzlei haben die wesentlichen Sanierungsinstrumente (Insolvenzplan, übertragende Sanierung, Mischformen) bereits vielfach erfolgreich angewandt. Zu den besonderen Stärken der Kanzlei zählen neben Betriebsfortführungen auch Insolvenzplanverfahren, Gruppen- oder Konzern-und grenzüberschreitende Insolvenzen. Die Verwalter der Kanzlei versuchen stets, langfristige Sanierungen des operativen Geschäftes zu erreichen und parallel die Illiquidität und Überschuldung zu beseitigen. Sie nutzen auch die im Rahmen der Insolvenzrechtsreform (ESUG) geschaffenen neuen Sanierungsinstrumente wie beispielsweise die Eigenverwaltung. Sanierbare Unternehmen sollen damit eine ausgeprägte und praktisch realisierbare Chance für ihre Restrukturierung erhalten. Zu den neuen Sanierungsinstrumenten zählen insbesondere:
Stärkung der Eigenverwaltung durch die Anordnung der sogenannten vorläufigen Eigenverwaltung (§ 270a InsO)
Das Schutzschirmverfahren (§270b InsO)
Information zum Schutzschirmverfahren
Stärkung des Gläubigereinflusses, z.B. durch Bestellung eines vorläufigen Gläubigerausschusses
Ausbau des Insolvenzplanverfahrens nach Vorbild des US-amerikanischen Insolvenzrechts/Chapter 11 (z.B. Debt-Equity-Swap, §225a Abs. 2 InsO)
Vermeidung einer Blockade des Insolvenzplans durch Rechtsmittel (z.B. § 253 InsO, §258 Abs. 2 InsO)
Im Sanierungsprozess legt die Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen großen Wert auf eine gute und interessengerechte Zusammenarbeit mit sämtlichen Beteiligten (Arbeitnehmer, Lieferanten, Gläubiger, Banken und Gesellschaftern). Schnelligkeit, Transparenz und Kommunikation sind ihnen dabei sehr wichtigUnterstützung bei der Verfahrensabwicklung erhalten die Verwalter dabei von gut ausgebildeten und erfahrenen, langjährigen internen Mitarbeitern und Beratern.
Das Spektrum der Tätigkeit umfasst u.a. folgende Gebiete:
Unternehmenskauf und -verkauf aus der Insolvenz
Sachwaltung / Eigenverwaltung
Insolvenzrechtliche Besonderheiten in nahezu allen Rechtsgebieten
Insolvenzanfechtung gem. §§ 129 ff InsO
Insolvenz-Gesellschaftsrecht und Haftungsrecht
Im Übrigen achtet die Kanzlei stets auf die Einhaltung der Grundsätze des VID sowie der Uhlenbruck-Kommission.
INFORMATIONEN ZUM NEUEN SCHUTZSCHIRMVERFAHREN
Mit dem neuen Schutzschirmverfahren (§ 270b InsO), das eine weitere Form der vorläufigen Eigenverwaltung ist und deren Wirkungen nochmals verstärkt, wird dem Schuldner im Zeitraum zwischen Eröffnungsantrag und Verfahrenseröffnung ein eigenständiges Sanierungsverfahren zur Verfügung gestellt.
Der Schuldner erhält auf einen entsprechenden Antrag und Beschluss des Gerichts bis zu drei Monate Zeit, in einer Art „Schutzschirmverfahren“ unter Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters frei von Vollstreckungsmaßnahmen in Eigenverwaltung einen Sanierungsplan zu erstellen, der anschließend als Insolvenzplan umgesetzt werden kann.
Voraussetzung für die Einleitung eines solchen Schutzschirmverfahrens ist nach § 270b Abs. 1 Satz 3 InsO, dass der Schuldner mit dem Eröffnungsantrag eine mit Gründen versehene Bescheinigung eines in Insolvenzsachen erfahrenen Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers, Rechtsanwalts oder einer Person mit vergleichbarer Qualifikation vorlegt, aus der sich ergibt, dass drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, aber keine Zahlungsunfähigkeit vorliegt und die angestrebte Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos ist.
Eine wesentliche Stärkung erfährt das Schutzschirmverfahren durch die Befugnis des Schuldners, Masseverbindlichkeiten begründen zu können (§ 270b Abs. 3 InsO). Er erhält damit die Rechtsposition, die bislang nur ein starker vorläufiger Insolvenzverwalter innehatte.