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Timestamp: 2018-03-17 06:55:30
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Matched Legal Cases: ['§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 26']

Fragen zu Krankengeld, Aussteuerung, Reha, ALG1-Beantragung - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Fragen zu Krankengeld, Aussteuerung, Reha, ALG1-Beantragung
Ich lese zwar schon seit einiger Zeit fleißig mit, habe mich aber erst jetzt "getraut" anzumelden.
- Berufliche Vollzeittätigkeit knapp 16 Jahre ausgeführt bis zu langandauernder AU in 12/2012.
- Daraufhin Kündigung durch AG in 01/2013, trotz weiterbestehender AU.
- Bei Arbeitsamt Kündigung telefonisch mitgeteilt, dort soll ich mich jedoch erst ab dem 1. Tag, an dem ich "gesund" bin wieder melden.
- Krankengeld lief auch über Ende Beschäftigungsverhältnis hinaus.
- in 09/2013 hinzutritt mehrerer weiterer neuer Krankenheiten
- 6-wöchiger Aufenthalt in Tagesklinik in 10/2013, AU entlassen worden.
- nun steht die Aussteuerung für Ende Mai 2014 durch Krankenkasse an
- AU aktuell ebenfalls bis Ende Mai 2014
- Seit Zustellung Aussteuerungsbescheid durch Krankenkasse, bereits mit Hausarzt und Fachärzten Gespräche geführt. Kein Arzt möchte eine Prognose für die nächsten 6 Monate stellen und EU-Rente wird ebenfalls für meinen Fall durch die Ärzte ausgeschlossen. Vom Facharzt wurde jedoch jetzt erstmalig eine Reha empfohlen. Hausarzt sieht langfristig eine Wiederaufnahme der Arbeit als wichtig an, würde mir vorerst allerdings nur eine Teilzeitstelle raten. Von den Ärzten kennt sich jedoch niemand mit ALG1, Rentenantrag usw. aus.
- private BU zahlt ab 50% Erwerbsminderung
- aktuell nehme ich an ca. 16 Tagen/Monat Schmerztabletten (manchmal pro Schmerztag 2-3)
- Der Aussteuerungsbescheid von der Krankenkasse kam Anfang Mai. 4-wöchige Widerspruchsfrist wurde darin angeben, macht ein Widerspruch Sinn?
- Soll ich mich aussteuern lassen und ALG1 gem. § 145 SGB beantragen?
- Soll ich mich vor dem Aussteuerungsdatum gesund schreiben lassen?
- Was sind die Vor-und Nachteile der Aussteuerung (Blockfristen etc, ich kenne mich damit überhaupt nicht aus)
- Was passiert, wenn z.B. in 3 Monaten die in 09/2013 hinzugetretene Krankheit schlimmer wird und ich deswegen wieder AU werde? Besteht dann dafür Krankengeldanspruch?
- Wenn bisher die Ärzte immer nur von Monat zu Monat krankschreiben und keine negative Progonose für die nächsten 6 Monate abgeben wollen, macht dann überhaupt ALG1 § 145SGB Sinn? Denn dies gibt es ja nur, wenn mehr als 6-monatige Leistungsminderung auf unter 15Std/Woche besteht?
- Soll ich auf Empfehlung des Facharztes nun kurz vor der Aussteuerung noch einen Reha-Antrag stellen?
- Wenn ich mich vor Aussteuerung gesund schreiben lasse und "normales" ALG1 beantrage, kann es dann trotzdem passieren, dass ich beim Amtsarzt vorstellig werden muss?
Momentan ist mir das alles leider zu viel. Meine Ärzte sind eigentlich alle davon ausgegangen, dass ich noch bis Mitte Juli 2014 Krankengeld erhalte. Nachdem aber die 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den alten AG abgezogen werden, ist es nun leider schon Ende Mai. Habe Ende April noch neue Tabletten bekommen, die ich für 1-2 Monate noch testen sollte usw.
18.05.2014, 06:37 #2
AW: Fragen zu Krankengeld, Aussteuerung, Reha, ALG1-Beantragung
Es ist schon traurig, daß ein Arbeitnehmer nach 16 Jahren gekündigt wird, weil er mal längere Zeit krank ist (offenbar bestand ja zwischen Kündigung und Erkrankung ein Kausalzusammenhang). Wenn kein Kündigungsschutz besteht, kann man hiergegen aber kaum etwas machen, und zeitlich wäre es jetzt ohnedies zu spät.
1. Die Tatsache, daß die sechs Wochen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber auf die 78 Wochen KG-Anspruch angerechnet werden, ist in Ordnung. KG-Anspruch besteht ja dem Grunde nach bereits von Beginn der Erkrankung an.
2. Soweit mir bekannt, führt der "Hinzutritt" weiterer Krankheiten während der Krankschreibung nicht zu einer Verlängerung des KG-Anspruchs, sofern weiterhin (auch) wegen der ersten Krankheit Arbeitsunfähigkeit besteht. Das ist aber ein komplexes Thema. Genauso das Thema "Blockfristen". Ob ein Widerspruch gegen den Aussteuerungsbescheid sinnvoll ist, kann ich daher nicht sagen. Weitere Recherche im Internet ist dir unbedingt zu empfehlen. Beispielsweise hier: KV-media - Dauer des Krankengeldes oder Krankengeld ? Der Anspruch ist zeitlich befristet | Ein Bildungsvorsprung hilft immer oder http://www.vdek.com/vertragspartner/...V_20120905.pdf (alles auf die schnelle per Suchmaschine gefunden).
3. Du bist ja weiterhin krank (im landläufigen Sinne, also "nicht voll einsatzfähig"). Es macht daher keinen Sinn, dich nicht länger krankschreiben zu lassen - eine "Gesundschreibung" gibt es übrigens nicht. Es bestehen derzeit gesundheitliche Einschränkungen bei deiner Arbeitsfähigkeit, die du im eigenen Interesse nicht einfach ignorieren kannst. Nach dem Vorhandensein solcher Einschränkungen wird auch im Antrag auf ALG gefragt. In diesem Falle müßte der Arbeitsvermittler ohnehin von sich aus eine Abklärung durch den Ärztlichen Dienst in Auftrag geben.
4. Wenn du dich einfach für gesund erklärst, aber angibst, nur in Teilzeit arbeiten zu können, wird dein ALG-Anspruch zeitanteilig gekürzt. Bei 20 Wochenstunden Teilzeitwunsch und vorher 40 Wochenstunden Arbeitszeit also auf die Hälfte. So solltest du also nicht vorgehen.
5. Deshalb solltest du die Nahtlosregelung nach § 145 SGB III in Anspruch nehmen oder das zumindest versuchen. Hier findet keine Kürzung statt. Die Krankschreibung führst du fort, solange du krank bist, behältst die AU-Bescheinigungen aber bei dir, anstatt sie bei der Arbeitsagentur abzugeben (sonst könnte es dir passieren, daß nach sechs Wochen wegen angeblicher Nichtverfügbarkeit die ALG-Zahlung eingestellt wird). Deine Leistungsfähigkeit wird auch vom Amtsarzt der Arbeitsagentur untersucht werden. Bitte keine zahlenmäßigen Angaben, wieviel Stunden du noch arbeiten könntest. Sinnvoll ist nur: "ich stehe in dem Umfang zur Verfügung, in dem ich noch gesundheitlich arbeiten kann" - das sogenannte Restleistungsvermögen, mit dem du dich immer der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen mußt.
6. Gehe also mit dem Aussteuerungsbescheid zur Arbeitsagentur um melde dich dort unter ausdrücklichem Hinweis auf die Nahtlosigkeitsregelung § 145 SGB III arbeitslos. Der Spruch, daß du dich erst melden sollst, wenn du wieder gesund bist, bezieht sich nur auf den Standardfall einer vorübergehenden Erkrankung.
18.05.2014, 06:47 #3
da dein Krankengeld demnächst ausläuft,solltest Du schleunigst mit den Aussteuerungsbescheid ALG 1 beantragen.Du kannst dich weiter AU schreiben lassen und diese auch sammeln,aber bei Antragstellung würde ich sie nicht vorlegen.Du stellst dich aufgrund deines Restleistungsvermögen den Arbeitsmarkt zur Verfügung.Dieses ist Dir nicht bekannt und wird dann evtl. vom ÄD festgestellt.Sollte Dir ALG 1 145 SGB bewilligt werden,wirst Du aufgefordert innerhalb von 4 Wochen einen LTA-Antrag zu stellen.
Ob es Sinn macht gegen den Aussteuerungsbescheid Widerspruch einzulegen,kann ich Dir nicht genau beantworten.Hierzu müsste man die ganzen Erkrankungen wissen und ob sie ggfls. zusammenhängend sind usw.
18.05.2014, 09:14 #4
wenn du dir sicher bist, dass genau die 78 Wochen (einschl. Entgeltfortzahlung und evtl. ÜG durch die DRV) eingehalten wurden, dann macht ein Widerspruch gegen die Aussteuerung überhaupt keinen Sinn...
im Gesetz steht, dass der KG-Anspruch für insgesamt 78 Wochen besteht...Anspruch besteht auch dann, wenn Entgelt weitergezahlt wird, der Anspruch ruht dann lediglich.
Du mußt das so machen, wie mein Vorschreiber aufführte...die AU-Nachweise nicht mehr bei der Afa abgeben und dich im Rahmen deines Restleistungsvermögens dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.
Die werden das dann feststellen lassen und dann erfährst du die Einschränkungen und dann muß ein passgenauer Arbeitsplatz gefunden werden.
Unterschreibe keine EGV und keine Verfügungserklärung (ich kann nur noch 20 Stunden arbeiten)..dann zahlen die auch weniger ALG I....
du hast für volles ALG I die Beiträge eingezahlt und hast auch einen Anspruch darauf.
vielen lieben Dank euch schonmal für die vielen Antworten.
Mir ist das mit dem ALG 1 § 145 leider immer noch nicht so ganz klar. Im Gesetztestext steht ja, dass man mind. noch 6 Monate unter 15Std/Woche nicht arbeiten kann.
Diese Prognose gibt mir aber kein Arzt aktuell.
Als ich Ende April bei meinem Hausarzt war (bevor der Aussteuerungsbescheid kam) - hat er das erste Mal auf den Auszahlschein statt "bis auf weiteres" - Ende Mai für voraussichtl. Krankheitsdauer angegeben.
Nachdem ich mit dem Aussteuerungsbescheid bei ihm war, hat er mir auch nicht sagen können, a) wie lange ich noch krank sein werde und b) eine Krankheitsdauer von mehr wie 6 Monate ausgeschlossen.
Was passiert nun, wenn ich ALG1 § 145 nächste Woche beantrage, aber mein Hausarzt Ende Mai die Krankmeldung nicht mehr verlängert?
Wird dann ALG 1 § 145 in normales ALG1 umgewandelt? Oder bekomme ich dann überhaupt gar kein ALG 1?
Meine ursprüngliche Krankheit ist so gut wie nicht mehr vorhanden - worüber ich froh bin! D.h. aktuell macht mir nur noch Krankheit 2 sorgen!
Die Idee mit der Teilzeitstelle, die mein Hausarzt hatte, finde ich sehr gut. Aber nachdem dann das ALG auch um 50% gekürzt wird, fällt die Option über das AA aus.
Privat habe ich letzte Woche bei ehemaligen Weggefährten in meiner Branche herumtelefoniert und tatsächlich einen Termin zum Vorstellungsgespräch für eine Teilzeitstelle für Anfang Juni bekommen.
Wenn ich nun ALG1 § 145 beantrage, kann ich dann überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch und bei positivem Verlauf einem branchenüblichen "Schnupperprobetag" gehen?
Das ist alles so kompliziert und ich will nichts falsch machen!
18.05.2014, 14:47 #6
die "6 Monate" und ob die "Nahtlosigkeitsregelung" Anwendung findet, entscheidet nicht dein beh. Arzt, sondern der Gutachter der Afa..
also der ÄD'...
man wird dir einen Gesundheitsfragebogen und mehrere Schweigepflichtentbindungen in die Hand drücken und dich auffordern, das auszufüllen...man "müsse" das haben..
dem ist allerdings nicht so, per Gesetz muß man nur an einer Begutachtung, die von der Afa beauftragt wurde, teilnehmen..
Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtentbindung muß man nicht ausfüllen und unterschreiben..das ist nach wie vor freiwillig..
die Mitarbeiter der Afa werden dir aber sagen, dass ansonsten dein Antrag nicht bearbeitet werden kann...was allerdings gelogen ist..die müssen deinen Antrag bearbeiten..
schau mal hier genau nach:
das ist der genaue Ablauf über die Begutachtung im Fall der Nahtlosigkeitsregelung...
wenn sie von dir keinerlei Unterlagen erhalten..also eine Aktenbegutachtung nicht möglich ist, müssen sie dich zur Begutachtung vorladen...
dieser Vorladung muß du folge leisten..
aber EGV, Schweigepflichtentbindungen und Gesundheitsfragebogen..nein, das mußt du nicht unterschreiben und auch nicht ausfüllen..
EGV auf gar keinen Fall unterschreiben !!!..dann hier wieder melden...
18.05.2014, 16:58 #7
Oh man, ist das kompliziert!
Was passiert denn nun, wenn der Gutachter des Arbeitsamtes sagt, dass ich arbeitsfähig bin?
Bekomme ich dann normales ALG 1? Oder dann überhaupt gar kein Geld?
Und wenn ich sämtliche Unterlagen (Gesundheitsbogen usw.) nicht unterschreibe und abgebe - kann es dann sein, dass ich überhaupt kein AA-Geld bekomme?
Ich habe meine finanziellen Rücklagen fast aufgebraucht und bin daher auf das ALG1 angewiesen, ebenso auf die Krankenversicherung.
Kannst du mir evtl. noch einen Rat bzgl. der Frage mit dem Vorstellungsgespräch geben?
18.05.2014, 21:07 #8
der ÄD der Afa kann dich zwar nicht arbeitsfähig machen...
aber...du solltest auch nicht auf der ARbeitsunfähigkeit bestehen..die sammel schön zu Hause...
denn die Afa würde dann nur 6 Wochen das ALG I weiterzahlen..weil du als AU ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst..
der ÄD stellt also fest, inwieweit du noch belastungsfähig bist, welche Einschränkungen es gibt..und in dem Rahmen stellst du dich selbstverständlich (klar, damit es Geld gibt) dem ARbeitsmarkt zur Verfügung....
dann müssen sie dir Job-Vorschläge machen..und du dich ggf. bewerben..
es kann aber auch sein, dass der ÄD sagt: uupppsss...länger als 6 Monate eingeschränkt...Rentenantrag erforderlich...
dann fordert dich die Afa dazu auf, einen Rentenantrag zu stellen...das dürfen die und ist auch gesetzlich so geregelt...
dann mßtest du den Antrag stellen..
solange müßten sie dich eigentlich in Ruhe lassen...
was allerdings in deren Kopf vorgeht, weiß man nicht immer genau..deshalb, bevor du irgendwas machst..hier erneut melden..
18.05.2014, 22:41 #9
Und kannst du mir bitte noch ne kurze Antwort auf meine letzte Frage geben:
Wenn ich nun ALG1 § 145 beantrage, kann ich dann überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch für eine Teilzeitstelle und bei positivem Verlauf einem branchenüblichen "Schnupperprobetag" gehen?
19.05.2014, 04:32 #10
das ALG1 SGB 145 ist ja an einigen voraussetzungen geknüpft,wie Du es ja auch in deinen Eingangsthread erkannt hast.Um ALG1 nach Aussteuerrung zu erhalten ist eine Einschätzung deiner Erwerbsfähigkeit durch den med. Dienst zwingend erforderlich.Darum solltest Du dich schleunigst mit allen Papieren und Dokumenten zur Arbeitsagentur begeben und einen ALG1 Antrag stellen und dabei wie hier mehrfach beschrieben vorgehen.
Was der SGB 145 bedeutet ist Dir ja bekannt,weniger wie 3 Std. täglich und weniger wie 15 Std. wöchentlich Erwerbsfähig,dazu wirst Du aufgefordert innerhalb von 4 Wochen einen LTA-Antrag bei der DRV zu stellen.
Da würde natürlich eine evtl. Aufnahme einer Teilzeitstelle gegen sprechen.
Du schreibst das deine Erwerbsfähigkeit sich bessert und deine Ärzte davon auch ausgehen und Du evtl. auch Teilzeit arbeiten kannst und willst.
Aus diesen Grund würde ich wie von Anna B. geschrieben,kein Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung abgeben und darauf bestehen persönlich beim med. Dienst vorstellig zu werden.So kann nicht einfach per Aktenlage entschieden werden und Du könntest evtl. ein wenig Einfluss auf die Entscheidung nehmen.
19.05.2014, 08:38 #11
@blumewackel
Ich stimme dem, was @axellino geschrieben hat, vollauf zu. Nimm am besten deine Atteste und Arztunterlagen zur Untersuchung beim Ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur mit, damit der Amtsarzt entsprechende Unterlagen einsehen kann. Aber nicht vorab einschicken, weil es dir sonst passieren kann, daß nur "nach Aktenlage" begutachtet wird.
Zu deiner Bewerbung: ein "Schnupperprobetag" sollte sich - das ist eine grundsätzliche Bemerkung - auf ein näheres Kennenlernen der Firma und des Arbeitsumfeldes beschränken, aber keine unbezahlte Arbeit für die Firma darstellen. Letzteres reißt leider hierzulande immer mehr ein.
Wenn du das Stellenangebot durch eigene Beziehungen kennengelernt hast, ist das weder der Arbeitsagentur noch dessen Ärztlichen Dienst noch der Krankenkasse bekannt. Solange es nicht zum Abschluß eines Arbeitsvertrages kommt, kannst du das also für dich behalten.
Ob diese Stelle für dich geeignet ist, ob du dir deren Ausübung gesundheitlich zutraust und ob das eine längerfristige Perspektive für dich ist, mußt du selber beurteilen.
20.05.2014, 21:36 #12
Ich habe am Donnerstag nochmal einen großen Arzttermin und danach muss ich dann wohl eine Entscheidung treffen....
Solange es nicht zum Abschluß eines Arbeitsvertrages kommt, kannst du das also für dich behalten.
- Wenn es nun aber zu einem Arbeitsvertrag kommt und ich zu dem Zeitpunkt bereits ALG1 § 145 beantragt habe und evtl. schon eine Aufforderung zum Rehaantrag kam - kann ich dann Stress mit dem Arbeitsamt bekommen, wenn ich die Teilzeitstelle annehme? Bzw. bekommt der zukünftige Arbeitgeber irgendetwas davon mit? Dort werde ich natürlich nicht erzählen, dass ich so lange krank war. Dann hat man ja überhaupt keine Chance auf einen Job! -
Was der SGB 145 bedeutet ist Dir ja bekannt,weniger wie 3 Std. täglich und weniger wie 15 Std. wöchentlich Erwerbsfähig.
- Wenn bei der Vorladung beim Amtsarzt nun herauskommt, dass ich 3-6Std/Tag arbeiten kann, habe ich dann trotzdem noch Anspruch auf volles Arbeitslosengeld? Oder wird mir das um die Hälfte gekürzt, wie es passieren würde, wenn ich mich von mir aus nur für eine Teilzeitstelle suchend melden würde?-
- Wenn bei der Vorladung beim Amtsarzt volle Erwerbsfähigkeit festgestellt wird, bekomme ich dann ebenfalls automatisch reguläres ALG1? Also wir der Antrag dann einfach umgewandelt? Oder muss dann ein neuer "regulärer" Antrag gestellt werden? Oder bekomme ich dann überhaupt gar kein ALG1?-
Ich habe Angst, durch die Beantragung von § 145 irgendwelche Nachteile zu bekommen
21.05.2014, 09:44 #13
Guten Morgen blumewackel,
hast Du immer noch keinen ALG 1 Antrag gestellt???
Deine Wenn oder Aber bringen dich doch nicht weiter.
Du wirst doch jetzt ende Mai von der Krankenkasse ausgesteuert und solltest dich vorrangig und schnellstens darum kümmern,das Du dir zustehende Leistungen erhälst.
Ohne Antrag keine Leistungen.
DIR STEHT AUFJEDENFALL ALG1 NACH AUSSTEUERRUNG ZU !!!!!!!!!!!!!
Gehe vor wie Dir hier beschrieben wurde und wenn was sein sollte kannst Du dich gerne hier wieder melden.
21.05.2014, 22:38 #14
ich weiß, dass ich sobald wie möglich den ALG1 Antrag stellen muss, aber ich habe erst morgen den Termin bei meinem Arzt bekommen, vorher war dort nichts frei!
Wenn mir mein Arzt nun sagt, dass er mich nicht weiter krankschreibt, weil er denkt, dass ich arbeiten gehen kann - dann bringt mir ALG 1 § 145 recht wenig.
Weil dann wird der Amtsarzt bestimmt nichts gegenteiliges sagen. Oder sehe ich das falsch?
Außerdem, wenn mein Arzt morgen die Krankmeldung nicht verlängert, werde ich ja auch nicht ausgesteuert. Weil die Aussteuerung ist ja erst Ende Mai!
Dann hätte vorher Beantragung von ALG 1 § 145 doch gar keinen Sinn gemacht?
Ohne Aussteuerung kein § 145, oder?
Ich hoffe, du antwortest mir nochmal!
22.05.2014, 04:50 #15
wenn dein Arzt und Du dich selber auch für Arbeitsfähig hälst,dann hast Du trotzdem einen Anspruch auf ALG 1. SGB 3 § 26
Du hast mit 1 Jahr Krankengeldbezug einen Anspruch auf ALG 1 von mindestens 6 Monate aufgebaut.
22.05.2014, 09:59 #16
Wieso habe ich nur Anspruch auf 6 Monate ALG1? Ich habe doch bereits 16 Jahre gearbeitet + 71 Wochen Krankengeld?
Ich hatte heute früh nun den Termin beim VdK und muss nun gleich zum Arzt.
Beim VdK wurde mir nun gesagt, wenn die Aussteuerung erfolgt ist und der Amtsarzt mich für 3-6h/Tag erwerbsfähig hält, ich nur das halbe ALG1 bekomme?! Auch wenn ich angebe, dass ich in dem Umfang zur Verfügung stehe, in dem ich noch gesundheitlich arbeiten kann!
Man hat mir beim Vdk geraten, mich NICHT aussteuern zu lassen!
22.05.2014, 11:12 #17
nun erstmal ruhig....ich habe geschrieben von midestens 6 Monate nach 12 Monaten Krankengeldbezug.Dazu war es auch mehr wie 12 Monate und ich weiss ja auch nicht ob Du vor deinen Krankengeldbezug schon ALG 1 erhalten hast.Es wird daher wohl auch länger sein wie 6 Monate.Desweiteren wollte ich Dir auch nur darlegen das Du so oder so Anspruch auf ALG 1 hast,ob nun ausgesteuert oder nicht.
Du wirst am besten wissen und einschätzen können,wie es um deine Erwerbsfähigkeit gestellt ist und solltest heute auch genau darüber mit deinen Arzt sprechen und so siolltest Du auch weiter vorgehen.
Wenn sie nicht voll da ist oder gefährdet,dann lasse dich aussteuern und stelle einen LTA-Antrag.Vielleicht tut Dir das gut und Du kommst wieder voll auf die Beine.
Wenn der ÄD das so feststellt ist die Aussauge korrekt des Vdk.
Jedoch könntest Du Widerspruch einlegen gegen den Bescheid der auf die Begutachtung folgt und stellst einen Rentenantrag
Die Feststellung der Erwerbsfähigkeit obliegt der DRV und daran ist die Arbeitsagentur gebunden.
leider fehlt mir jetzt die Zeit um genauer zu antworten.
Der erste Schritt ist jetzt das Gespräch mit deinen Arzt
22.05.2014, 13:42 #18
bin gerade zurück vom Arzt. Dieser will die Krankmeldung nicht weiterverlängern und rät mir, mich NICHT aussteuern zu lassen.
Er sagt, ich soll probieren vollschichtig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen - sollte ich in ein paar Monaten Verschlechterung merken, kann er mich wieder krankschreiben (aufgrund einer anderen Diagnose). 6 Wochen Lohnfortzahlung muss sowieso das Arbeitsamt leisten!
Er denkt nicht, dass der Amtsarzt mich für mind. 6 Monate unter 15Std/Woche einstuft! Die Gefahr, dass es nur auf 3-6h und somit 1/2 ALG1 herausläuft ist zu hoch!
22.05.2014, 13:56 #19
Nun musst Du schnellstens einen ALG 1 Antrag stellen.
Spätestens an dem Tag wo deine AU beendet ist.
22.05.2014, 14:00 #20
Hast du Tipps für mich worauf ich bei dem Antrag achten soll?
22.05.2014, 14:06 #21
eigentlich nicht,ich musste über den SGB 145 gehen.
Falsch kann man bei der Antragstellung selber eigentlich nix machen.
Ausweis und alle Papiere mit und auf zur Arbeitsagentur
22.05.2014, 22:28 #22
Was benötige ich denn alles für Papiere?
Will das Arbeitsamt eine Kopie vom letzten Auszahlschein des Krankengeldes?
Was soll mein Arzt bei "weiterhin behandlungsbedürftig" ankreuzen? Ja oder Nein? Nicht dass mir das Amt daraus dann einen Strick dreht?
Weiterhin arbeitsunfähig ist NEIN!
23.05.2014, 04:34 #23
Eine Kopie des letzten Auszahlschein des Krankengeldes solltest Du mitnehmen.
Daraus ist ja auch für die Arbeitsagentur ersichtlich,wie lange deine AU geht.
Desweiteren den Bewilligungsbescheid über das Krankengeld,Kündigungsschreiben,Lohnsteuerkarte,Personalausweis.
Desweiteren eine sogenannte Arbeitsbescheinigung,die dein früherer Arbeitgeber ausfüllen muss,dazu ist er verpflichtet.Den Vordruck kannst Du dir zuschicken lassen oder Du bekommst ihn mit,wenn Du bei der Arbeitsagentur aufschlägst.
Eine umgehende Meldung deiner Kündigung damals,hattest Du ja bei der Arbeitsagentur gemacht??
Du und dein Arzt habt euch entschieden es nicht bis zur Aussteuerung kommen zu lassen,über eure Beweggründe hast Du ja geschrieben.
Sollte bei "weiterhin behandlungsbedürftig" der Arzt Ja schreiben,habe ich die Vermutung das Du vorstellig werden musst beim med. Dienst der Arbeitsagentur um deine Leistungsfähigkeit prüfen zu lassen und das wolltest Du ja eigentlich vorerst vermeiden.
23.05.2014, 08:38 #24
ich war nun heute früh beim Arbeitamt und habe den ALG1 Antrag gestellt.
Arzt hat überall NEIN angekreuzt - und beim Arbeitsamt wurde ich nur gefragt, ob irgendwelche Reha Anträge laufen. Habe ich auch verneint!
Telefonnummer + E-Mailadresse habe ich NICHT angegeben - wie hier empfohlen wird!
Ich soll nun ein Profil in der Jobbörse anlegen - habt ihr hierbei Tipps, was ich beachten soll?
29.05.2014, 23:21 #25
ich habe nun von meinem ehemaligen Arbeitgeber die ausgefüllte Bescheinigung erhalten.
Hierbei ist mir nun jedoch einiges unklar:
- Bei den letzten 12 Monatsgehältern wurden u.a. die 3 Monate mitangegeben, in denen ich
a) nur für 5 Tage Gehalt bekam - danach Krankengeld
b) nur Krankengeldzuschuss (gem. Tarifvertrag)
Wie soll denn hieraus nun eine richtige Berechnung für ALG1 erfolgen?
Der Herr vom Arbeitsamt hat auf dem Formular extra markiert, dass der Arbeitgeber VOLLE Abrechnungsmonate eintragen muss!
Ist hier nun was falsch gelaufen, oder ist das alles richtig so?
Ich habe Angst, dass ich nun deutlich weniger Arbeitslosengeld bekomme!
- Zudem wurde in dem Fragebogen die personenbedingte Kündigung angekreuzt - entstehen mir hierbei nun Nachteile (Sperre, usw.)
- Desweiteren hat er bei Urlaubsabgeltung angegeben, dass dieser ausgezahlt wurde (es waren 5Tage) - allerdings hat er in das Feld, wie lange dieser Urlaub gedauert hätte bis zum 10.07.13 angegeben (obwohl Arbeitsverhältnis am 30.06.13 endete) - das macht ja keinen Sinn?
Wie lange wird mir das Arbeitsamt nun kein Geld zahlen?
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