Source: https://gesetze-in-app.de/InsO/32
Timestamp: 2020-01-18 01:29:34
Document Index: 129161034

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 31', '§ 33', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 32', 'BGH', 'BGH', '§ 32', '§32', '§32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', 'BGH', '§ 32', 'BGH']

§ 32 InsO: Grundbuch
§ 31 InsO
§ 33 InsO
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. V ZB 197/10 So verhält es sich bei einem Insolvenzvermerk nach § 32 InsO; dieser führt zu einer Grundbuchsperre, hat also lediglich negative Wirkung (vgl. KEHE/Keller, Grundbuchrecht, 6. Aufl., Einl J 18 sowie OLG Zweibrücken, Rpfleger 1990, 87 für einen Konkursvermerk und BayObLG, Rpfleger 1997, 101 für einen Zwangsversteigerungsvermerk).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. V ZB 197/10 2.	Rechtsfehlerfrei nimmt das Beschwerdegericht ferner an, dass ein Insolvenzvermerk gemäß § 32 Abs. 1 InsO auch dann in das Grundbuch einzutragen ist, wenn das Grundstück (teilweise) im Eigentum einer - nicht rechtsfähigen (BGH, Beschluss vom 17. Oktober 2006 -VIIIZB 94/05, NJW 2006, 3715) - Erbengemeinschaft steht und das Insolvenzverfahren über das Vermögen eines der Miterben eröffnet wird.
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. V ZB 197/10 10	b)	Zu Recht nimmt die nahezu einhellige Auffassung aber an, dass § 32 Abs. 1 InsO entsprechend anzuwenden ist, wenn dem Schuldner das Eigentum an einem Grundstück in Erbengemeinschaft, also gesamthänderisch gebunden zusteht (vgl. OLG Dresden, ZlnsO 2005, 1220; LG Duisburg, Rpfleger 2006, 465; LG Dessau, ZlnsO 2001, 626; HK-lnsO/Kirchhof, 4. Aufl., §32 Rn. 5; Uhlenbruck, InsO, 13. Aufl., §32 Rn. 5; MünchKomm-lnsO/Schmahl, 2. Aufl., § 32 Rn. 19; Jaeger/Schilken, InsO, § 32 Rn. 8; Kesseler, EWiR 2006, 597; aA Bauer/v.Oefele,
OLG München, Beschluss vom 5.3.2010, Az. 34 Wx 19/10 Soweit erwogen wird (Münzberg a. a. O.), im Fall der Insolvenzverwaltung statt des Verwalters als Vollstreckungsgläubiger den Gemeinschuldner einzutragen, weil das Erlösrecht des Verwalters durch den zugleich einzutragenden Vermerk nach § 32 Abs. 1 Nr. 2 InsO hinreichend gewahrt werde (so auch BayObLGZ 1980, 255/259), widerspricht dies der streng formellen - vollstreckungsrechtlichen - Betrachtungsweise des Bundesgerichtshofs.
BGH, URTEIL vom 4.1.2007, Az. IX ZR 178/05 Wie die Vorschrift des § 32 Abs.3 InsO zeigt, geht das Gesetz allerdings ohne weiteres davon aus, dass dem Insolvenzverwalter ein solches Recht zusteht (BGHZ 163, 32, 34 f; 166, 74, 82 f).