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Timestamp: 2019-12-07 01:00:19
Document Index: 280383753

Matched Legal Cases: ['Art 3', 'Art 20', '§ 114', 'Art. 20', '§ 1615', '§ 1615', 'Art. 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 3', 'Art. 20', 'BVerG', 'BGH', '§ 114', '§ 114', 'BGH']

BVerfG, 04.02.2004 - 1 BvR 596/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,302
BVerfG, 04.02.2004 - 1 BvR 596/03 (https://dejure.org/2004,302)
BVerfG, Entscheidung vom 04.02.2004 - 1 BvR 596/03 (https://dejure.org/2004,302)
BVerfG, Entscheidung vom 04. Februar 2004 - 1 BvR 596/03 (https://dejure.org/2004,302)
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Fortbestehendes Rechtsschutzinteresse für Verfassungsbeschwerde gegen Versagung der Prozesskostenhilfe trotz Fortsetzung des Rechtsstreits mit finanzieller Hilfe Dritter - GG Art 3 Abs 1 iVm Art 20 Abs 3 verletzende Versagung von Prozesskostenhilfe für ein ...
Verfassungsbeschwerde wegen Zurückweisung eines Prozesskostenhilfeantrages; Verletzung der Rechtsschutzgleichheit; Überspannen der Anforderungen an Erfolgsaussichten einer Klage
ZPO § 114; GG Art. 20 Abs. 3; BGB § 1615l
Unterhalt: Ist die zeitliche Begrenzung gemäß § 1615l Abs. 2 S. 3 BGB verfassungswidrig?
BVerfGK 2, 279
NJW 2004, 1789
FamRZ 2004, 1013
Im Rahmen der durch Art. 3 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem allgemeinen Rechtsstaatsprinzip gebotenen weitgehenden Angleichung der Situation von Bemittelten und Unbemittelten bei der Verwirklichung ihres Rechtsschutzes (BVerfG Beschluß vom 4. Februar 2004 - 1 BvR 596/03 - NJW 2004, 1789) ist bei der Auslegung auch die neuere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Erstattung der Kosten für Verkehrsanwälte zu beachten.
Denn dadurch würde der unbemittelten Partei im Gegensatz zu der bemittelten die Möglichkeit genommen, ihren Rechtsstandpunkt im Hauptsacheverfahren darzustellen und von dort aus in die höhere Instanz zu bringen (vgl. Beschlüsse der 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 4. Februar 2004 - 1 BvR 596/03 -, NJW 2004, S. 1789 f. m.w.N., …und vom 7. Mai 2002 - 1 BvR 1699/01 -, VIZ 2002, S. 594 - Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 10. August 2001 - 2 BvR 569/01 -, DVBl. 2001, S. 1748 ff.).
Nach ständiger Rechtsprechung des BVerfG und des BGH hat die beabsichtigte Rechtsverfolgung in aller Regel bereits dann hinreichende Aussicht auf Erfolg, wenn die Entscheidung von der Beantwortung schwieriger Rechts- oder Tatfragen abhängt (BVerfG NJW 2004, 1789; BGH NJW-RR 2003, 1438).
Wie eingangs bereits ausgeführt, hat die Rechtsverfolgung nach höchstrichterlicher Rechtsprechung in aller Regel bereits dann hinreichende Aussicht auf Erfolg, wenn die Entscheidung von der Beantwortung schwieriger Rechts- oder Tatfragen abhängt (BVerfG NJW 2004, 1789; BGH NJW-RR 2003, 1438;… 2007, 908 Rn. 7), was hier der Fall ist.
Nach ständiger Rechtsprechung des BVerfG gebietet Art. 3 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem in Art. 20 Abs. 3 GG allgemein niedergelegten Rechtsstaatsprinzip eine weitgehende Angleichung der Situation von Bemittelten und Unbemittelten bei der Verwirklichung des Rechtsschutzes, weshalb die Prüfung der Erfolgsaussicht nicht dazu dienen soll, die Rechtsverfolgung selbst in das summarische Prozesskostenhilfeverfahren zu verlagern und dieses an die Stelle des Hauptsacheverfahrens treten zu lassen (BVerfG NJW 2004, 1789 m. w. Nachw.).
Dies kommt dann in Betracht, wenn dem Unbemittelten wegen fehlender Erfolgsaussicht seines Begehrens Prozesskostenhilfe vorenthalten wird, obwohl die Entscheidung in der Hauptsache von der Beantwortung einer in Ansehung der einschlägigen gesetzlichen Regelung und bereits vorliegenden Rechtsprechung schwierigen, bislang ungeklärten Rechtsfrage abhängt (vgl. BVerfGE 81, 347 [359 f.]; BVerfGK 2, 279 [281]).
Insbesondere soll die Prüfung der Erfolgsaussicht nicht dazu dienen, die Rechtsverfolgung selbst in das summarische Prozesskostenhilfeverfahren zu verlagern und dieses an die Stelle des Hauptsacheverfahrens treten zu lassen (BVerfGE 81, 347, 359; BVerfG, Beschluss vom 4. Februar 2004, - 1 BvR 596/03 -, NJW 2004, 1789 = BVerGK 2, 279).
Denn schwierige Sach- und Rechtsfragen sind nicht im Verfahren zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe zu klären, sondern bleiben dem Hauptsacheverfahren vorbehalten (vgl. BVerfG, 1 BvR 596/03, Beschluss vom 04.02.2004, Rn. 8 - zitiert nach juris).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs hat die beabsichtigte Rechtsverfolgung in aller Regel bereits dann hinreichende Aussicht auf Erfolg, wenn die Entscheidung von der Beantwortung schwieriger Rechts- oder Tatfragen abhängt (BVerfG NJW 2004, 1789 m.w.N.; BGH…, Beschluss vom 31. Juli 2003 aaO unter 2 b m.w.N.;… Philippi, aaO § 114 Rdn. 21;… Reichold in Thomas/Putzo, ZPO 27. Aufl. § 114 Rdn. 3, 5).
BGH, 25.04.2007 - IV ZB 41/06
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