Source: https://gesetze-in-app.de/UrhG/5
Timestamp: 2019-09-23 13:11:59
Document Index: 86417808

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§5', '§ 5', 'BGH', '§ 5', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'BGH', '§ 5', '§ 4', 'BGH', '§ 4', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 31', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 5', 'Art. 14', 'Art. 20']

BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2006, Az. I ZR 261/03 Zwar steht der Ausnahmecharakter des § 5 UrhG in der Regel einer analogen Anwendung dieser Bestimmung entgegen (vgl. BGH, Urt. v. 30.6.1983 - I ZR 129/81, GRUR 1984, 117, 119 - VOB/C).
BGH, URTEIL vom 4.6.2006, Az. I ZR 185/03 In diesen Fällen erfordert das allgemeine Informationsinteresse nicht die Rechtsfolge des § 5 Abs. 2 UrhG (vgl. ausdrücklich zu amtlichen Kartenwerken die Begründung des Regierungsentwurfs, BT-Drucks. IV/270, S. 39; vgl. BGH GRUR 1988, 33, 35 - Topographische Landeskarten).
BGH, URTEIL vom 4.6.2006, Az. I ZR 185/03 Ist die Information weniger bedeutsam, wird die Abwägung in der Regel ergeben, dass die allgemeine Kenntnisnahme bereits durch eine erfolgte Veröffentlichung sichergestellt ist, ohne dass zusätzlich eine urheberrechtsfreie Verbreitung erforderlich wäre (vgl. BGH GRUR 1984, 117, 119 - VOB/C; v. Albrecht, Amtliche Werke und Schranken des Urheberrechts zu amtlichen Zwecken, S. 88; Schricker/Katzenberger aaO § 5 UrhG Rdn. 43).
BGH, URTEIL vom 4.6.2006, Az. I ZR 175/03 Das Allgemeininteresse an der Publizität amtlicher Äußerungen bezieht sich auch auf allgemeine Regelungen, die zwar formal nur an andere Behörden gerichtet sind, denen aber zu demindest eine gewisse Außenwirkung zukommt (vgl. auch BGH, Urt. v. 26.4.1990 -1 ZR 79/88, GRUR 1990, 1003, 1004 - DIN-Normen; Schricker/Katzenberger aaO §5 UrhG Rdn. 30; Möh-ring/Nicolini/Ahlberg, UrhG, 2. Aufl., § 5 Rdn. 13).
BGH, URTEIL vom 4.6.2006, Az. I ZR 175/03 Die Vorschrift des § 5 Abs. 1 UrhG bestimmt damit im Allgemeininteresse Inhalt und Schranken des Urheberrechts als Eigentum im Sinne des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG (vgl. BVerfG GRUR 1999, 226, 228).
BGH, URTEIL vom 4.6.2006, Az. I ZR 175/03 Nach dem Regelungszweck der Vorschrift kommt es auch nicht darauf an, ob die von dem Hoheitsträger als amtlicher Erlass getroffene Regelung rechtlich zulässig und wirksam ist, sofern sie nur nach seinem Willen die Verwaltungspraxis bestimmen soll (vgl. auch BGH GRUR 1990, 1003, 1005 - DIN-Normen; Schricker/Katzenberger aaO § 5 UrhG Rdn. 30).
LG Köln, Urteil vom 5.10.2005, Az. 28 O 322/04 Dies bedarf aber keiner Klärung: Sind beispielsweise etwa nach BGH, Urt. v. 02.07.1987 - I ZR 232/85 GRUR 1988, 33 ff. topographische Landkarten regelmäßig nicht von § 5 UrhG erfasst und scheidet § 5 UrhG anerkanntermaßen auch etwa bei amtlichen Statistiken etc. aus (vgl. Katzenberger, in: Schricker, UhrG, 2. Aufl. 1999, § 5 Rn. 50), kann für in elektronisch abrufbar ausgestaltete Wetterdaten des DWD nichts anderes gelten.
BGH, URTEIL vom 4.10.1991, Az. I ZR 190/89 16 Eine Verletzung eines Urheberrechts an einem Sammelwerk, das auch in der Sammlung beispielsweise gemäß § 5 UrhG gemeinfreier Werke bestehen kann (Ulmer, Urheber- und Verlagsrecht, 3. Aufl., S. 172), kann nur angenommen werden, wenn das als rechtsverletzend beanstandete Werk diejenigen Strukturen hinsichtlich der Auslese und Anordnung des Stoffes enthält, welche die Sammlung von Werken und Beiträgen als eine persönliche geistige Schöpfung im Sinne des § 4 UrhG ausweisen (BGH, Urt. v. 12.6.1981 - I ZR 95/79, GRUR 1982, 37, 39 - WK-Dokumentation; Schricker/Loewenheim, Urheberrecht, § 4 Rdn. 12; Nordemann/Hertin, NJW 1971, 688,
BGH, URTEIL vom 4.10.1991, Az. I ZR 190/89 Denn die Beurteilung, ob die Verlautbarung eines Amtes - sei es eines Gerichtes oder einer Verwaltungsbehörde - als amtlich verfaßt einzustufen ist, richtet sich nicht danach, ob für den Träger der öffentlichen Gewalt eine Verpflichtung besteht, sich in bestimmter Weise zu äußern, sondern, wie auch bei der Beurteilung der amtlichen Werke im Sinne des § 5 Abs. 2 UrhG, allein danach, ob der Inhalt der Verlautbarung dem Amt zuzurechnen ist, also vom Träger der öffentlichen Gewalt herrührt (BGH, Urt. v. 28.4.1972 - I ZR 108/70, GRUR 1972, 713, 714 - Im Rhythmus der Jahrhunderte; Urt. v. 12.6.1981 - I ZR 95/79, GRUR 1982, 37, 40 - WK-Dokumentation; Urt. v. 30.6.1983 - I ZR 129/81, GRUR 1984, 117, 118 f. - VOB/C; Urt. v, 26.4.1990 - I ZR 79/88, GRUR 1990, 1003/ 1004 - DIN-Normen; Goose, Die urheberrechtliche Beurteilung von elektronischen und Mikro-film-Datenbanken - Schriftenreihe UFITA Heft 53 -, S. 17; Katzenberger, GRUR 1972, 686 f.).
BGH, URTEIL vom 4.10.1991, Az. I ZR 190/89 Das Gesetz trägt in § 5 Abs. 1 UrhG mit der besonderen Erwähnung des amtlich verfaßten Leitsatzes neben der Entscheidung, der er zugeordnet ist, der Tatsache Rechnung, daß der Leitsatz - vom Fall des § 31 Abs. 2 BVerfGG ausgenommen - nicht Bestandteil der Entscheidung selbst ist, sondern eine außergesetzliche Zutat zu ihr (Heusinger, Rechtsfindung und Rechtsfortbildung im Spiegel richterlicher Erfahrung, S. 189).
BGH, URTEIL vom 5.5.1981, Az. I ZR 95/79 Es geht zwar mit Recht davon aus, daß die Bestimmung des § 5 Abs. 2 UrhG, die zu dem Ausschluß jeglichen Urheberrechts führt, grundsätzlich enfe auszulegen ist (vgl. auch BGH aaO).
BVerfG, vom 4.8.1965, Az. 1 BvR 1143/90 Die Auslegung von § 5 Abs. 1 UrhG überschreitet nicht die Grenzen richterlicher Entscheidungsbefugnis, die sich aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 2 und 3 GG ergeben (vgl. BVerfGE 82, 6 <11 f.>; Beschluß des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 1997, NJW 1998, S. 519 <519 f.>).