Source: http://www.hypo-versicherung.at/de/glossar.htm
Timestamp: 2017-06-22 16:20:51
Document Index: 223820152

Matched Legal Cases: ['§ 62', 'Art. 4', '§ 1', '§1', '§ 38', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 18', '§ 58', '§ 59', 'OGH', '§ 12', '§ 40', '§ 39', '§ 67', '§ 158', '§ 158', '§ 24', '§ 158', '§ 158', '§ 7', '§ 6', '§ 2', '§ 19', '§ 244', '§ 244', '§ 248', '§ 12', '§ 73', '§ 74', '§ 77', '§ 43', '§ 115', '§ 6', '§ 26', '§ 81', '§ 81']

Glossar - HYPO-VERSICHERUNG AG
Subnavigation: FAQ
ABGBAllgemeines Bürgerliches Gesetzbuch AblaufFormelle, materielle und technische Versicherungsdauer
AblebensfallTod des Versicherungsnehmers
AbwendungspflichtGem. § 62 VersVG ist ein Versicherungsnehmer verpflichtet, beim Eintritt eines Schadens (nach Art. 4 AFB, Fassung 84: ...im Falle eines drohenden oder eines eingetretenen Schadens...) nach Möglichkeit für die Abwendung und Minderung des Schadens zu sorgen und dabei die Weisungen des Versicherers zu befolgen - sofern es die Umstände gestatten, sind diese einzuholen (diese Vorschrift fällt unter s. Obliegenheit).
AHGAmtshaftungsgesetz
AktieDie Aktie ist ein Wertpapier, welche ein Anteilsrecht an einem Unternehmen, d.h. einer Aktiengesellschaft verbrieft (Stimmrecht bei der Hauptversammlung, Recht auf Dividende). Im Wesentlichen gibt es folgende Aktientypen: Stammaktien - Der Anteilsinhaber hat ein Stimmrecht in der Hauptversammlung und kann damit aktiv die Richtung des Unternehmens mitbestimmen. Vorzugsaktien - Der Inhaber genießt hinsichtlich der Dividende besondere Vorzüge. Zumeist besteht dafür aber kein Mitbestimmungsrecht bei der Hauptversammlung. Inhaberaktien - Es muss kein Nachweis darüber erbracht werden, ob der Besitz rechtmäßig ist, um in den vollen Genuss der Rechte zu gelangen. Namensaktien - Die Aktie wird auf den Namen einer bestimmten Person ausgestellt. Eine Weitergabe kann dabei an bestimmte Rechte geknüpft werden. In Österreich unüblich. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) besteht die Möglichkeit aus einer Vielzahl von Fonds jene auf "Anklick" herauszufiltern, welche zB reine Aktienfonds sind. Darüber hinaus kann zusätzlich, nach Länder, Währungen, Performance, Sharpe-Ratio, Volatilitäten usw. gefiltert werden.
AktienfondsAktienfonds sind Wertpapierfonds, die ihr Vermögen vorwiegend oder ausschließlich in Aktien veranlagen. Das Ertragsziel ist auf Wachstum ausgelegt. Der Anlagehorizont ist langfristig zu sehen und beträgt mindestens 10 Jahre.
AktienindexGibt die Stimmung an einer Börse wieder, denn im Index sind die wichtigsten Aktien eines Finanzplatzes zusammengefasst. Geht der Index nach oben, so ist der überwiegende Teil der an der Börse gehandelten Werte gestiegen. Der Index dient auch als "Benchmark" (Vergleich) für zB einen Aktienfonds des jeweiligen Landes. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) kann jeder Wert mit einem "BOSI" Indikator (Besser oder schlechter als der Index) überlagert werden.
AktuarVersicherungsmathematiker
ALBAllgemeine Bedingungen für die Lebensversicherung
AnlageausschussGremium aus Spezialisten bei einer Investmentgesellschaft. Es berät das Fondsmanagement einer Kapitalanlagegesellschaft in der Anlagepolitik und unterbreitet Anlagevorschläge und Vorschläge hinsichtlich der Ausschüttung.
AnlagehorizontDie Zeit, in der das Kapital voraussichtlich nicht benötigt wird und investiert werden soll. Grundsätzlich gilt: Je höher die möglichen Kursschwankungen, desto länger soll die beabsichtigte Investitionsdauer sein. So sollten Aktienfonds in der Regel mindestens für fünf Jahre gekauft werden. Anleihenfonds sind schon ab drei Jahren sinnvoll, Geldmarktfonds lohnen sich oft schon für einige Monate (siehe Fondsarten).
AnlagepolitikSie legen mit Hilfe des FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) jene Maßnahmen fest, die das System überwachen soll. Dazu gehören das Anlageziel, die laufende Überwachung von Performance, Anteilen lt. Vorgaben usw. Ihre Anlagepolitik wird somit mit Hilfe des Softwareprogrammes FIAP überwacht.
AnleiheAnleihe (engl. Bond) = Schuldverschreibung, mit der sich der Aussteller (=Emittent) gegenüber dem Käufer zur Rückzahlung des Kapitals und zur Zahlung der vereinbarten Zinsen verpflichtet. Man unterscheidet festverzinsliche Anleihen und solche mit variablen Zinsen. Fonds, welche ausschließlich Anleihen im Portefeuille halten, nennt man Rentenfonds. Überkategorie im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) nach der aus einer Vielzahl von Werten gesucht werden kann. AntragDer Antrag ist eine einseitige, empfangsbedürftige und nicht an eine bestimmte Form gebundene Willenserklärung, er ist die Grundlage für das Zustandekommen eines VV. Für die darin gemachten Angaben - auch wenn sie vom Versicherungsvertreter (wie üblich) geschrieben werden - haftet der Antragsteller (als künftiger VN) durch seine Unterschrift. Ein Antrag kann vom VR auch abgelehnt werden, der VN kann auch zurücktreten - unter Einhaltung bestimmter Fristen.(S. Bindungsfrist.)
Antragsfristen(S. a. Bindungsfristen)
ARGEArbeitsgemeinschaft
AssekuranzTraditioneller Ausdruck für Versicherungswirtschaft (Individualversicherung, lat.) Asset AllocationDie Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Investment-Kategorien (Aktien, Anleihen) und Märkte. Es gibt spezielle Asset Allocation-Fonds (Mischfonds), die für bestimmte Risikovorgaben der Anleger eine passende Anlagestrategie empfehlen.
Asset KlassenAsset Klassen sind unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb eines Portfolios. Man unterscheidet dabei variabel- und festverzinsliche Anleihen, Aktien, unterschiedliche Währungen, Derivative, ....
ASVGAllgemeines Sozial-Versicherungs-Gesetz
ATXAustrian Traded Index, deckt das Blue-Chip-Segment der Wiener Aktienbörse ab. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) ein Benchmark für Fondsbewertung.
AusgabeaufschlagDie Differenz zwischen Ausgabe- und Rücknahmepreis eines Investmentfonds. Bei internationalen Aktienfonds bewegt sich der Ausgabeaufschlag meist in der Größenordnung von 5 %, bei Anleihefonds sind in der Regel bis zu 3 % zu bezahlen.
AusgabepreisDer Ausgabepreis setzt sich zusammen aus dem Errechneten Wert plus dem Ausgabeaufschlag; dies ist der Preis, den der Anleger beim Erwerb bezahlt.
AuslandsfondsInvestmentfonds, der von einer Investmentgesellschaft mit Sitz im Ausland aufgelegt wurde
Auszahlungsoptions-KlauselIm Erlebensfall erfolgt die Auszahlung des Auszahlungsbetrages als Einmalzahlung. In diesem Fall sind alle als Sonderausgaben abgesetzten Prämien nachzuversteuern.
AUVAAllgemeine Unfallversicherungsanstalt
AUVBAllgemeine Bedingungen für die Unfallversicherung
AVBAllgemeine Versicherungs-Bedingungen sind Bedingungen, die in gleich liegenden Versicherungsverträgen als Bestandteil aufgenommen werden können.
AWFAggressiver Wachstumsfonds. Bei diesem Fondstyp ist das Anlageziel maximales, langfristiges Kapitalwachstum durch Investition in Small-Cap-Aktien oder andere Wachstumsaktien. Zumeist werden dabei erhöhte Kursschwankungen in Kauf genommen. Siehe auch: Wachstumsfonds
BaisseMittlere bis längere Zeit anhaltende stärkere Kursrückgänge an der Börse. (Gegenteil: Hausse)
Balanced FondsDie Bezeichnung leitet sich aus einer "ausbalancierten" Anlagepolitik ab; das Portefeuille ist in einem bestimmten Verhältnis aus soliden Aktien und festverzinslichen Wertpapieren zusammengesetzt (siehe auch Anlagestrategiefonds).
BarrenditeDiese ist vergangenheitsbezogen und zeigt den Ertrag an, welcher sich für den Käufer eines Fondsanteils auf dem investierten Kapital errechnet.
Barreserveist der Teil des Vermögens, der zum einen für die Auszahlungen an die Anleger bei deren Rückgabe von Anteilen vorgesehen ist, zum anderen den Fondsmanagern Flexibilität bei der Wahrnehmung von Chancen an den Wertpapiermärkten verschafft. Die Barreserve wird in der Regel in Tagesgeldern auf dem Geldmarkt verzinslich angelegt.
BB Besondere Bedingungen
Beendigung eines VV(s.a. Versicherungsdauer)
BegünstigterDer Begünstigte erhält im Versicherungsfall die vereinbarte Leistung und ist am Antrag unbedingt mit Namen und Geburtsdatum zu nennen.
Begünstigungliegt vor, wenn eine Lebens- oder Unfallversicherung zugunsten eines Dritten abgeschlossen wird, d.h., der Versicherungsnehmer bestimmt, wer die Versicherungsleistung bei Fälligkeit erhalten soll. a) Widerruflich: Der Begünstigte kann vom Versicherungsnehmer jederzeit (praktisch täglich) neu bestimmt werden. b) Unwiderruflich: Der Begünstigte kann vom Versicherungsnehmer nur mit dessen Zustimmung geändert werden.
BenchmarkMesslatte für die Wertentwicklung eines Fonds. Dafür eignen sich Indices, etwa für die Performance eines Österreich-Aktienfonds der ATX-Index. Besonders gute Fonds schaffen es, die gewählte Benchmark mit ihrer tatsächlichen Kursentwicklung nachhaltig zu übertreffen. Im Fondsbereich wurden für besondere Vergleiche eigene Indices entwickelt. Für das FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) werden objektivierte Benchmarks zum Vergleich herangezogen. So gibt es zB für weltweit veranlagte Aktienfonds den "FIAP World" - für europ. Aktienfonds ist die Messlatte der "FIAP Europe"
Berufsunfähigkeits-VersicherungIst sowohl als selbständige V-Form als auch als Zusatz-V. möglich (bei LV, UV).
Best - Advice(engl.) bester Ratschlag (besondere Verpflichtung für Versicherungsmakler!)
BeteiligungenBeteiligungen sind Anteile an anderen Unternehmen, die bestimmt sind, dem eigenen Geschäftsbetrieb durch eine dauernde Verbindung zu diesem Unternehmen zu dienen. Dabei ist es unerheblich, ob die Anteile in Wertpapieren verbrieft sind oder nicht. Dies gilt in gleicher Weise für Anteile an Unternehmen, deren wesentlichstes Ziel die Venture-Finanzierung darstellt. Als Beteiligung gelten im Zweifel Anteile an einer Kapitalgesellschaft oder an einer Genossenschaft, deren Nennbeträge insgesamt 25 % des Nennkapitals dieser Gesellschaft erreichen. Die Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter an einer Personengesellschaft des Handelsrechts gilt stets als Beteiligung; für andere Beteiligungen an Personengesellschaften des Handelsrechts gilt der erste Absatz sinngemäß.
BeteiligungsunternehmenBeteiligungsunternehmen sind Unternehmen, an denen das bilanzierende Versicherungsunternehmen eine Beteiligung hält oder Unternehmen, die am bilanzierenden Versicherungsunternehmen eine Beteiligung halten
Bezugsberechtigungliegt vor, wenn eine Lebens- oder Unfallversicherung zugunsten eines Dritten abgeschlossen wird, d.h., der Versicherungsnehmer bestimmt, wer die Versicherungsleistung bei Fälligkeit erhalten soll.Widerruflich: Der Begünstigte kann vom Versicherungsnehmer jederzeit (praktisch täglich) neu bestimmt werdenUnwiderruflich: Der Begünstigte kann vom Versicherungsnehmer nur mit dessen Zustimmung geändert werden
BGB Bürgerliches Gesetzbuch (deutsche Version)
BindungsfristNeuregelung ab 1.1.1995 (nicht für Anträge davor) durch den neuen § 1a VersVG : Dieser stellt klar, dass grundsätzlich die maximal zulässige Bindungsfrist mit 6 Wochen begrenzt ist, soferne der Antrag auf einem vom Versicherer verwendeten Formblatt gestellt wird. Eine längere Bindungsfrist ist nur rechtskräftig, wenn sie im Einzelnen ausgehandelt wird.
Blue ChipsStandardwerte. Umsatzstärkste Aktiengesellschaften an den Börsen. In Österreich gelten die ATX-Werte als Blue Chips, beispielsweise Bank Austria Creditanstalt, OMV, VA-Stahl usw. Blue Chips haben eine große Marktbreite und können damit in der Regel problemlos veräußert werden.
Bondanglo-amerikanischer Ausdruck für Renten bzw. Anleihenfonds.
BOSIAbkürzung für "Besser oder schlechter als der Index" aus dem FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm)
BranchenfondsInvestmentfonds, die nur oder schwerpunktmäßig in eine bestimmte Branche oder in mehrere Branchen oder Branchenarten investieren
Bruttoinlandsprodukt zu MarktpreisenDas Bruttoinlandsprodukt (BIP) umfasst alle im Inland erstellten, zur Endverwendung (privater und öffentlicher Konsum, Lagerveränderung, Brutto-Anlageinvestitionen usw.) bestimmten Güter und Dienstleistungen, gleichgültig, ob von Produzenten mit Sitz im In- oder Ausland erzeugt. Näheres zum Begriff des BIP siehe auch: Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hg.): Österreichs Volkseinkommen 1970-1980. - Wien 1979 (Beiträge zur österreichischen Statistik; Heft 635)
BVBBesondere Versicherungs-Bedingungen sind solche Versicherungs-Bedingungen, die keine Allgemeinen Versicherungs-Bedingungen darstellen, sondern nur auf einen Einzelvertrag oder eine bestimmte Zahl einzelner Verträge abgestimmt sind.
BVIBenchmark Vergleichswertindex: Indikator im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm)
Cost-AverageBeim Kauf von Investmentfonds durch regelmäßiges Ansparen mit gleich bleibenden Beträgen (zB in Form eines Wertpapiersparplanes) werden bei hohen Kursen automatisch weniger Fondsanteile, bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile gekauft. Dadurch ergibt sich für den Investor ein deutlich günstigerer durchschnittlicher Einstiegskurs als beim Kauf einer immer gleich bleibenden Zahl von Fondsanteilen.
DachfondsInvestmentfonds, deren Fondsvermögen sich ausschließlich aus anderen Investmentfonds zusammensetzt. Dadurch wird für den einzelnen Anleger eine noch breitere Diversifikation seines Vermögens möglich.
DAXDeutscher-Aktien-Index bzw. Frankfurter Börsenindex. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyseprogramm) als Vergleichswertindex (Benchmark) Der DAX setzt sich aus den 30 umsatzstärksten deutschen Aktien zusammen.
Deckungsrückstellung des VertragesKurssteigerungen bewirken Wertzuwächse, Kursrückgänge führen zu Wertminderungen. Bei Fremdwährungskursen unterliegen diese außerdem Schwankungen, die den Wert beeinflussen können. Erträge, die aus dem Anlagestock erzielt werden, werden in Anteileinheiten umgerechnet und den Verträgen gutgeschrieben.
Deckungsstock (Deckungskapital)Ist ein Teil des gebundenen Vermögens eines VR, der eine vollständige Bedeckung privilegierter Forderungen gewährleistet. Deckungsstöcke werden in der Lebens- und Unfall-Versicherung gebildet.
Deckungszusageauch vorläufige Deckung genannt, ist ein wichtiges Instrument, nach Antragsstellung einen möglicherweise entstehenden Deckungsfreiraum bis zur Polizzenausfertigung bzw. -zustellung zu überbrücken, das heißt, der Antragsteller hat die Möglichkeit einen sofortigen Versicherungsschutz zu verlangen. Eine vorläufige Deckung begründet ein selbstständiges Vertragsverhältnis. Wenngleich für alle Versicherungsnehmer durch den §1a VersVG (per 1.1.1995) eine Regelung geschaffen wurde, ist das Begehren einer vorläufigen Deckungszusage absolut sinnvoll.
Deflator (des Bruttoinlandsprodukts)Kennziffer zur Inflationsbereinigung. Der Deflator des Bruttoinlandsprodukts ist der implizite Preisindex des Bruttoinlandsprodukts; er stellt damit auf einen anderen, breiteren Warenkorb ab als der Verbraucherpreisindex. Siehe auch: Reale Größe, Verbraucherpreisindex
DepotDer erste Schritt zum Kauf eines Investmentfonds ist die Eröffnung eines Wertpapierdepots direkt bei Ihrer Bank oder über einen Anlageberater. Dort werden Ihre Fondsanteile verwaltet und es wird dafür gesorgt, dass die Dividenden Ihrem Konto gutgeschrieben werden. Wenn Sie schon ein Depot mit Aktien oder Anleihen haben, können Sie dieses auch für Investmentfonds verwenden.
DG Dienstgeber
DHBDienstnehmerhaftpflichtgesetz
DIC(engl.) Difference in Conditions = Konditionsdifferenz. Dient zur Erzielung eines einheitlichen V-Schutzes für mehrere Risken, wenn für die einzelnen Risken bereits unterschiedliche Grunddeckungen bestehen bzw. um Deckungslücken zu vermeiden.
DirektversichererDiejenige Versicherungsgesellschaft, welche in einem direkten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer steht. Die Unterscheidung folgt aus dem Haftungsverhältnis zwischen Versichertem und Versicherungsunternehmen. Haftet das Versicherungsunternehmen dem Versicherten unmittelbar aus dem abgeschlossenen Versicherungsvertrag (der Polizze), so heißt das Geschäft direkt. Das direkte Geschäft gliedert sich in eigenes und Beteiligungsgeschäft. Dem direkten Geschäft steht das Rückversicherungsgeschäft gegenüber (Im Gegensatz zu den anderen Statistiken beziehen die Angaben zur Wertschöpfung der Privatversicherungen die zusammengefassten Bilanzen und die zusammengefassten Gewinn- und Verlustrechnungen der Versicherungsunternehmen die Rückversicherung mit ein.
DiversifikationVerteilung (Streuung) der Kapitalsumme auf mehrere Anlagemedien wie Aktien, Obligationen und Geldmarktpapiere. Innerhalb eines Aktienmarktes führt sie dazu, dass die titelspezifischen Risiken wegdiversifiziert werden, bis - bei genügend vielen Titeln - nur noch das Marktrisiko übrig bleibt. Durch eine internationale Diversifikation lässt sich das Anlagerisiko weiter verringern. Der risikomindernde Effekt der Anlagenstreuung ist um so größer, je weniger die einzelnen Anlagemedien und -märkte miteinander korreliert (siehe Korrelation) sind.
DN Dienstnehmer
Dow-Jones-IndexDer sicherlich bekannteste und berühmteste, aber auch älteste Aktienindex der Welt. Er enthält die wichtigsten 30 Werte der Wall-Street. Seine Vorgaben sind zumindest was die Vergangenheit betraf "richtungsweisend" für andere Börsenplätze bzw. Indices und wirken sich global aus. Deshalb behalten die meisten Investoren den "Dow" immer im Auge. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) stehen weltweit alle Indices zum Vergleich für die verschiedenen Fonds zur Verfügung.
Dread Diseasewörtlich "schwere Krankheit", praktisch eine Zusatzversicherung mit gleicher VS im Rahmen einer üblichen Er- und Ablebensversicherung im Falle von "schweren Erkrankungen" zB Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, MS, Organtransplantationen, Nierenversagen, Querschnittslähmung, Bypass, Erblindung, Alzheimer etc., soferne diese im Vers.Vertrag festgelegt wurden. In diesen Bereich fällt auch eine totale bzw. permanente Erwerbsunfähigkeit als Folge einer dieser Krankheiten oder auch durch Unfall. Der Umfang dieses Zusatzangebotes ist gesellschaftsverschieden.
Dritte(r)In der LV bzw. UV wird der Bezugsberechtigte als „Dritter“ bezeichnet.
DurationDie Duration gibt die durchschnittliche Restlaufzeit einer Obligation unter Einbezug sämtlicher Zahlungen (Zinszahlungen, Kapitalrückzahlung) wieder. Die Duration ist aber auch ein Risikomaß für Obligationen. Bei einer Änderung des Zinsniveaus um 1% entspricht die erwartete Kursveränderung ungefähr der Duration in Prozent.
Einkommensfondsim engl. Income Fund. Investmentfonds mit dem Anlageziel regelmäßiger Ausschüttung und vergleichsweise hoher Erträge. Solche Fonds investieren vor allem in festverzinsliche Anleihen, gelegentlich aber auch in Aktien mit hoher Dividendenausschüttung.
Einkünfte aus Gewerbebetriebsind die Gewinne aus Gewerbebetrieben (zB Handelsbetriebe, Tischler, Friseure) und Industriebetrieben. Juristische Personen (zB GmbH) zahlen keine Einkommenssteuer, sondern Körperschaftssteuer.
Einkünfte aus Kapitalvermögensind zB Zinsenerträge aus Sparguthaben oder Wertpapieren sowie Dividenden aus Aktien und GmbH-Anteilen. Werden diese Erträge im Inland erzielt, wird die Einkommenssteuer in Form der Kapitalertragssteuer einbehalten und ist damit abgegolten.
Einkünfte aus Land- und Forstwirtschafterzielen zB Bauern oder Gärtner
Einkünfte aus selbständiger Arbeiterzielen zB Ärzte, Rechtsanwälte oder Steuerberater und an Kapitalgesellschaften zu mehr als 25% beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtungwerden erzielt, wenn man eine Wohnung oder ein Haus vermietet
Einlösungsfristfür eine Erstprämie (gem. § 38 VersVG) beträgt sie 14 Tage und beginnt mit Erhalt der Zahlungsaufforderung, ansonsten bei Nicht- oder Spätzahlung Leistungsfreiheit eintreten kann - gemäß "Einlösungsklausel". Neu: § 39 (4) VersVG (BGBl. 1994/509 per 1. 1. 1995): Wurde nur die reine Prämie (ohne Zinsen und Kosten) bezahlt, entsteht keine Leistungsfreiheit des VR. Neue "Bagatell"-Regelung durch § 39a: Beträgt der nichtbezahlte Prämienanteil nur 10 % der gesamten Jahresprämie, max. EUR 58,13, entsteht ebenfalls keine Leistungsfreiheit. Wurde die sogen. "Erweiterte Einlösungsklausel" vereinbart, beginnt der V-Schutz bereits mit dem vereinbartem Zeitpunkt, wenn die Erstprämie unmittelbar nach Aufforderung bezahlt wird - dann treffen Technischer und Materieller V-Beginn zusammen den Versicherungsbeginn. Eine analoge Regelung besteht auch für Folgeprämien (gem. § 39 VersVG).
EinmalerlagIm Gegensatz zur laufenden Prämie wird beim Einmalerlag die Prämie für die gesamte Laufzeit des Versicherungsvertrages in einer Summe entrichtet. EinmalprämieIm Gegensatz zur laufenden Prämie wird beim Einmalerlag die Prämie für die gesamte Laufzeit des Versicherungsvertrages in einer Summe entrichtet. EintrittsalterDas Eintrittsalter entspricht der Anzahl der Jahre, die zwischen dem Kalenderjahr des Versicherungsbeginnes und dem Geburtsjahr der versicherten Person(en) liegen.
Emerging Market FundInvestmentfonds, welche in Aktien oder Renten aus osteuropäischen Reformstaaten sowie Schellenländern in Asien, Lateinamerika, Afrika und Nahost investieren - also in Regionen, wo man annimmt, dass sie rasant wachsen, deren Kapitalmärkte aber auch sehr volatil und illiquid sein können. Das FIAP (Fonds-Invest-Analyseprogramm) filtert Ihnen alle Werte auf "Anklick", womit Sie sofort einen Überblick über alle in Österreich zugelassenen "Emerging Markets Fund" haben. Gleichzeitig können Sie sich sofort die TOP-TEN anzeigen lassen.
Emissionen(lat.) sind die von einer Anlage (Betrieb) abgegebenen festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe, die sich außerhalb der Anlage in einem der Umweltmedien Luft, Wasser oder Boden (Erdreich) ausbreiten und auf Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre einwirken können. EmittentGesellschaft oder Körperschaft, welche zur Kapitalbeschaffung Wertpapiere ausgibt
Entwicklungsstand der VersicherungswirtschaftKennzahlen des versicherungswirtschaftlichen Entwicklungsstandes sind u.a. das Prämienaufkommen in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, Prämienaufkommen pro Kopf, aber auch das Verhältnis von Personen- zu Sachversicherungen (Personenversicherung: Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung). Allgemein wird davon ausgegangen, dass mit steigendem Wohlstand, vermehrter wirtschaftlicher Aktivität und fortschreitender Arbeitsteilung der Bedarf an Versicherungsschutz zunimmt. Siehe auch: Versicherungsdichte, Versicherungsdurchdringung
Erbgebühren-KlauselSoll die im Ablebensfall zur Auszahlung gelangende Versicherungssumme zur Bezahlung der Erbschaftssteuer verwendet werden, so ist der Einschluss der Erbschaftsgebühren-Klausel im Versicherungsvertrag erforderlich. Nur dann kommen die daraus resultierenden Steuerbegünstigungen zum Tragen.
Erbschaftssteuer-Versicherungliegt vor, wenn der Versicherungsnehmer (im Rahmen einer Lebensversicherung) verfügt, dass die Versicherungssumme im Leistungsfalle (Ableben) vorrangig dem zuständigen Finanzamt zur Abdeckung der anfallenden Erbschaftssteuer-Versicherung zur Verfügung gestellt wird, wodurch der für die Erbschaftssteuer verwendete Teil der Versicherungssumme erbschaftssteuerfrei bleibt.
Errechneter WertDie Depotbank errechnet nach den Fondsbestimmungen den Wert eines Investmentzertifikates. Der Errechnete Wert ergibt sich aus Kurswerten (der Wertpapiere, die im Fonds enthalten sind plus Bezugsrechte plus Bargeld plus Guthaben plus Forderungen plus sonstige Rechte) dividiert durch die Anzahl der Investmentzertifikate.
Erstausgabeerstmalige Ausgabe (Verkauf) von Anteilen eines neu aufgelegten Investmentfonds
Erstausgabepreiserster Preis pro Anteil eines neu aufgelegten Investmentfonds. Der Erstausgabepreis hat keinerlei Auswirkung auf die Güte und erzielbare Wertentwicklung des Fonds. Anschließend zufließende Gelder erhöhen den Wert des Sondervermögens, in gleichem Maße die Zahl der ausgegebenen Anteile. So wird sichergestellt, dass Zu- und Abflüsse sich nicht positiv bzw. negativ auf den Anteilwert auswirken.
ErträgeZu den ordentlichen Erträgen zählen Zins- und Dividendeneinnahmen. Diese unterliegen vollständig der Steuerpflicht. Unter außerordentlichen Erträgen versteht man Veräußerungs-(Kurs)-Gewinne sowie Bezugsrechterlöse, die dem Privatanleger steuerfrei zufließen.
EURIBOREuropean Interbank Offered Rate = kurzfristiger Zinssatz auf dem Euro-Geldmarkt. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) ein wichtiger Benchmark.
EuroName für die gemeinsame Europäische Währung. Der EURO ist ab 1.1.1999 die Währung, der an der Europäischen Währungsunion teilnehmenden Länder (Portugal, Spanien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Österreich, Italien, Finnland und Irland). Der EURO ist in 100 Cent unterteilt. Die bisher genutzte Europäische Währungseinheit (s.a. ECU) wird im Verhältnis 1:1 umgestellt. Als Bargeld wurde der EURO ab 1. 1. 2002 eingeführt.
EWAGEURO-Währungsabgabengesetz
EWREuropäischer Wirtschaftsraum. Derzeit gehören dem EWR die´15 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen an.
EWSEuropäisches Währungssystem
EZEinlagezahl (im Grundbuch)
fakultativ(lat.) freiwillig, ein Begriff in der Rück-V.
FloaterVariabel verzinsliche Anleihe, Floating Rate Notes (FRN-Papiere). Sie gewähren keinen festen Zins, sondern einen variablen Zinsertrag, der sich periodisch an einen anderen Zinssatz anpasst. Dieser Referenzzinssatz ist oft der EURIBOR, LIBOR oder FIBOR. Wenn man mit steigenden Zinsen rechnet, ist die Anlage in Floater sinnvoll, da man kaum Kursrisiken ausgesetzt ist und gleichzeitig bei den steigenden Zinsen dabei ist.
FondanalyseDetaillierte Betrachtung von Zusammensetzung, Managementstil, Performance, Kennzahlen etc. eines Investmentfonds zur Beurteilung seiner Qualität und zur Vergleichsmöglichkeit mit anderen Fonds. Ein besonderes Fonds-Invest-Analyse-Programm ist FIAP von software-systems.at
FondmanagerVerwaltet das Kapital der Anleger und veranlagt es bei möglichst geringem Risiko mit möglichst hoher Rendite. Sein Geschick entscheidet über die Wertentwicklung eines Fonds. Ein FIAP-Ranking gibt einen Überblick über die erfolgreichsten Manager.
Fondsgebundene LebensversicherungDie fondsgebundene Lebensversicherung bietet Versicherungsleistungen im Er- und Ablebensfall. Die Veranlagung erfolgt in "einem" Anlagestock. Dieser Anlagestock wird gesondert vom übrigen Vermögen überwiegend in Wertpapieren angelegt und in Anteileinheiten aufgeteilt; diese bilden die Fondsgebundene LV. Bei dieser besonderen Form einer LV (auf den Todes- oder Erlebensfall) hängt die Höhe der Leistung von der Wertentwicklung der in einem besonderen Fonds zusammengefassten Vermögenseinlagen ab (z. B. Investmentfonds, Immobilienfonds) ab.
Fonds-PickingInvestmentfonds werden nach ihren Zukunftsaussichten oder nach ihrer Ausrichtung auf bestimmte Märkte ausgewählt und in Depots gemischt. Ziel ist es, eine überdurchschnittliche Performance bei definiertem Risiko zu erzielen. Es gibt Fonds-Picking-Gesellschaften, die diese Dienstleistung für den Anleger anbieten.
FondssparenEin bestimmter Anlagebetrag wird regelmäßig zum Kauf von Fonds eingezahlt. Ein im FIAP-Offline (Fonds-Invest-Analyse-Programm) integriertes Verwaltungstool zu laufenden Beobachtung der Wertentwicklung mit professionellen Überwachungsindikationen.
FondsvermögenDas Fondsvermögen errechnet sich aus dem Tageswert sämtlicher Vermögenswerte des Fonds. Wertpapiere werden dabei zum aktuellen Tageskurs, Immobilien zum Ertragswert bewertet.
FranchiseSelbstbehalt a) Integral-Franchise: Vereinbarter Prozentsatz (als Selbstbehalt) vom Versicherungswert: Übersteigt die Entschädigung diesen Betrag wird der Schaden voll ausbezahlt. b) Abzugs-Franchise : Vereinbarter Prozentsatz oder auch fixe Summe (als Selbstbehalt) vom Schadensbetrag: dieser wird immer in Abzug gebracht. FTOFIAP-Timing-Optimizer: Softwaretechnische Indikationsberechnung im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) Indikator für richtigen Ein- und Ausstieg aufgrund optimierter Berechnungsmodelle.
GarantiefondsFondstyp, bei dem die Investmentgesellschaft dem Anleger in der Regel zum Ende der festgesetzten Laufzeit entweder die Rückzahlung der Anlagesumme oder zumindest eines bestimmten Prozentsatzes davon garantiert.
GeldanlageGezielte Investition von Geldern in Vermögenswerte in der Hoffnung, dass diese bei guter Performance einen Kapitalertrag erzielen. Mit FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) kann die laufende Entwicklung (Performance) kontrolliert, überwacht und rechtzeitig Entscheidungen getroffen werden.
GeldmarktfondsInvestmentfonds, welche ausschließlich Geldmarkttitel, Bankguthaben oder Renten mit kurzer Restlaufzeit bzw. flexibler Verzinsung im Portefeuille haben. Geldmarktfonds eignen sich vor allem für Anleger, die Summen für einige Zeit "Zwischenparken" wollen.
Gemischte FondsInvestmentfonds, die die Gelder der Anleger sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) als "Mischfonds" bezeichnet.
GenerationenvertragDer Generationenvertrag ist kein Vertrag im rechtlichen Sinn. Er besagt, dass die aktiv im Berufsleben Stehenden mit ihren Beiträgen für den Unterhalt (= Pensionen) der Rentner sorgen. Sie tun dies im Vertrauen darauf, dass später in gleicher Weise für sie gesorgt wird.
GenussscheinWertpapiere, die von Unternehmen ausgegeben werden und zwischen Aktien und Renten anzusiedeln sind. Die Ausgestaltung (ob aktientypisch oder rententypisch) kann der Emittent bestimmen. Meist sind diese Papiere rententypisch aufgebaut, d.h. sie haben eine feste Ausschüttung, wobei diese in Geld- oder Sachleistungen erfolgen kann und von der Höhe des Unternehmensgewinnes abhängt. Im Konkursfall wird der Genussscheininhaber nach den Anleihegläubigern, aber vor den Anteilseignern (zB Aktionären) entschädigt.
GeschäftsjahrZeitraum der Rechnungslegung eines Investmentfonds. Das Geschäftsjahr ist nicht zwingend das Kalenderjahr.
Geschlossene FondsDie Zahl der Anleger ist von vornherein begrenzt. Die Anteile werden wie Aktien über die Börse gehandelt. Der Einstieg in diese Art von Fonds ist nur möglich, wenn ein Anleger seine Anteile verkauft, und diese übernommen werden. Diese Art von Investmentfonds ist in Österreich ungebräuchlich. Das Gegenteil sind offene Fonds.
Gesetzliche ErbenDie gesetzlichen Erben sind jene, die der Notar in der Todesfallaufnahme ermittelt bzw. feststellt. Das sind sämtliche als "Erben" in den Nachlass eingeantworteten Personen. Meist ist es die Ehefrau, es könnten aber auch die Kinder und die Ehefrau oder auch ganz andere Personen sein. Für die minderjährigen Kinder wird vom Gericht ein Vormund bestimmt, welcher die Leistung mündelsicher anlegt. Die Anteile richten sich nach der Erbquote.
Bezugsrecht: Testamentarische ErbenDie im Testament als Erben eingesetzten Personen zu den dort angeordneten Quoten, ungeachtet ob sie als Erbe eingeantwortet werden oder nicht.
GewinnbeteiligungVertraglich vereinbarte Beteiligung des Versicherungsnehmers am Überschuss des Direktversicherers. Sie setzt voraus, dass der Versicherer in dem betreffenden Versicherungszweig einen Überschuss erzielt hat. Gerade bei kapitalbildenden Versicherungen (Lebensversicherung) ist der Überschuss zu einem guten Teil von den auf den Finanzmärkten erzielbaren Renditen abhängig. Der Versicherungsnehmer hat laut § 18b Abs 1 Z 6 VAG idF der VAG Novelle 1996 das Recht über die Berechnung der Gewinnbeteiligung informiert zu werden.Die Gewinnbeteiligung ist der Teil des Auszahlungsbetrages, der variabel ist und vom Versicherer nicht garantiert wird. Der Gewinn basiert auf dem Gewinnzins. Zahlenangaben über die Gewinnbeteiligung beruhen auf Schätzungen, denen die gegenwärtigen Verhältnisse zu Grunde liegen. GewOGewerbeordnung
GliedertaxeTabelle zur Bewertung (in %) einer Invalidität im Rahmen einer privaten Unfallversicherung im Falle eines vollständigen bzw. teilweisen Verlustes eines Körper- oder Sinnesorganes.
GSVGGewerbesozialversicherungsgesetz
Hausselängere Zeit anhaltende starke Kurssteigerungen an der Börse (Gegenteil: Baisse)
Hedge FondsDer Fonds versucht, mit geliehenem Geld die Performance aus der Anlagetätigkeit zu verbessern und das Portefeuille durch Aufnahme von kurzfristigen spekulativen Positionen (Leverage) und Leerverkäufe gegen eine Baisse abzusichern. In Ländern mit strengen Gesetzgebungen sind Hedgefonds nicht erlaubt. Sie werden deshalb meist Offshore aufgelegt.
HGBHandels-Gesetz-Buch
High-Yield-FundBezeichnung für Anleihenfonds, die in Anleihen mit besonders hoher Rendite investieren. Derart hohe Anleiherenditen können jedoch nur dann erzielt werden, wenn man bereit ist, hohes Risiko zu tragen (Anleihen mit hohem Bonitätsrisiko, Währungsrisiko oder politischem Risiko).
HypothekargläubigerHypothek ist ein Grundpfandrecht, d.i. eine dingliche Grundstücksbelastung zur Sicherung einer Forderung. Gewährt zB eine Bank einem Versicherungsnehmer einen Kredit, so lässt sie sich zur Sicherung ihrer Forderung ins Grundbuch eintragen und ist somit Hypothekargläubiger. Darüber hinaus wird sich - im Regelfall - die Bank auch die Auszahlung einer Versicherungsleistung (zB eine Ablebensversicherung für den Todesfall) beim zuständigen Versicherer absichern lassen = Vinkulierung - (s. auch) Sperrschein.
Immission ISo bezeichnen Experten die Ausgabe neuer Wertpapiere. Dabei bringt zB eine Gruppe von Banken, das sogenannte Konsortium, ein Unternehmen, welches sich über den Finanzmarkt Kapital beschaffen will, an die Börse. Gerade Neuemissionen stehen dzt. besonders hoch im Kurs, denn der Emissionspreis liegt oft weit unter dem zu erwartenden ersten Börsenkurs. Taktisches Verhalten der AG in Zusammenhang mit den Banken kann sich auch zum Nachteil der (Käufer) Aktionäre auswirken. Die fundamentalen Bewertungen wie z.B. der echte Buchwert oder das zu erwartende KGV soll in einem "gesunden Verhältnis" zum Kurswert stehen.
Immission IIist das Einwirken von Luftverunreinigungen, Schadstoffen, Lärm, Strahlen u.ä. auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachen.
ImmobilienfondsDie Investition erfolgt überwiegend in in- und ausländischen Immobilien und Grundstücken. Dabei liegt der Schwerpunkt meist auf gewerblich genutzten Immobilien wie Bürogebäuden und Einkaufszentren usw.
In Contrahendo(lat.): schuldhaftes Versäumnis vor Abschluss eines Vertrages
Index statistische Kennziffer (Benchmark) zum Vergleich. Im FIAP (Fonds Invest Analyse Programm) umfangreich vorhanden, um objektive Vergleiche zu Fonds erstellen zu können.
IndexfondsDer Indexfonds versucht, die Struktur eines Index möglicht genau abzubilden. Dabei verzichtet der Fondsmanager auf persönliche, aktive Titelselektion.
Indexgebundene LebensversicherungDie indexgebundene Lebensversicherung ist eine Form der Lebensversicherung, bei der die Gewinnbeteiligung der Sparanteile an Kurssteigerungen eines Aktienindex gekoppelt ist. Ein wesentliches Ziel dieser Anlage besteht in der Erzielung einer höheren Rendite. Zudem bietet die indexgebundene Lebensversicherung die Garantie, dass alle eingezahlten Beiträge im Todes- oder Erlebensfall zurückgezahlt werden. Index-KlauselWird auch Wertsicherungsklausel genannt. Um den Kaufkraftschwund der Währung auszugleichen, können LV-Versicherungen mit der Indexklausel versehen werden.Die beiderseitigen Leistungsverpflichtungen (Versicherungssumme oder Prämie) werden ausschließlich zu Beginn eines Folgejahres festgesetzt.Als Maßstab gilt der vom Österreichischen Statistischen Zentralamt verlautbarte Verbraucherpreisindex 1986. Die Vereinbarung eines Fixindex ist ebenfalls möglich.Es gibt die verschiedensten Indizes: Baukosten-, Maschinen-, Großhandelspreisindex u.a.
Insiderbesonders gut informierter Marktteilnehmer. Das Ausnutzen von Insiderwissen ist auch in Österreich wie in anderen Staaten gesetzlich verboten.
Insurance(engl.) Versicherung
InventarwertDer Inventarwert eines Fondsanteils entspricht dem Verkehrswert der Fondsaktiva an einem bestimmten Stichtag, vermindert um die Verpflichtungen und geteilt durch die Anzahl ausstehender Fondsanteile.
Investmentfondsauch Wertpapierfonds genannt; Ein aus Wertpapieren, die nach dem Grundsatz der Risikostreuung ausgewählt sind, bestehendes Sondervermögen, das in gleiche, in Wertpapieren verkörperte Anteile zerfällt, im Miteigentum der Anteilsinhaber steht und nach Maßgabe eines Gesetzes (in Österreich: "Österreichisches Investmentfondsgesetz") gebildet und von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet wird.
IPR(G)Internationales Privatrecht(gesetz)
IVersVGInternationales VersVG für den Europäischen Wirtschaftsraum
IVVGBundesgesetz über Internationales Versicherungsvertragsrecht für den Europäischen Wirtschaftsraum.
JahresberichtJährlich bzw. halbjährlich (Halbjahresbericht) von der Fondsleitung zu veröffentlichender Tätigkeitsbericht über ihre Anlagefonds mit präzise umrissenem Pflichtteil. Der Jahresbericht ist innerhalb von 4 Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres, der Halbjahresbericht innerhalb von 2 Monaten zu veröffentlichen.
Junge Aktiensind neue Aktien - eine junge Aktie wird im Verhältnis zu den bestehenden Aktien ausgegeben. Dadurch wird neues Kapital einer Aktiengesellschaft zugeführt. Siehe auch Kapitalerhöhung.
KAGKapitalanlagegesellschaft: Unternehmen, deren Geschäftsbereich darauf gerichtet ist, bei ihnen investiertes Geld im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikomischung in Form von Wertpapier oder Beteiligungssondervermögen, Investmentfonds anzulegen.
KapitalversicherungVersicherung, bei der die Versicherungsleistung in der Auszahlung eines bestimmten, vertraglich festgelegten Kapitalbetrags besteht.
Kausalzusammenhangauch ursächlicher Zusammenhang = Allgemeiner Rechtsbegriff im Versicherungsrecht, bedeutet Zusammenhang zwischen Schadenereignis und eingetretenem Schaden in der Art, dass das Ereignis als Ursache des Schadens anzusehen ist - adäquate Verursachung. Dies ist Voraussetzung für die Leistungspflicht des Versicherers, sofern der Versicherungsfall auf in den Versicherungsschutz eingeschlossenen Ursachen beruht.
KESTKapitalertragssteuer; Zinsen und Dividenden österr. Wertpapiere unterliegen der 25 %igen Kapitalertragssteuer, wodurch die Einkommensteuer abgegolten wird. (Es gibt teilw. spezielle Regelungen für Fonds) KEST I: wird die KEST auf Dividenden österreichischer Aktien, Partizipationsscheine etc. bezeichnet. KEST II: bezieht sich auf Zinsen aus Forderungswertpapieren und Bankeinlagen.
KGVAbk. für Kurs-Gewinn-Verhältnis: Eine sehr wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens im Vergleich zu den Mitbewerbern. Das KGV errechnet sich aus dem Kurs einer Aktie dividiert durch den Gewinn je Aktie. Grundsätzlich gilt: Je niedriger das KGV, desto günstiger die Aktie. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) kann nach den Aktienfonds nach Aktien mit dem besten KGV gefiltert werden.
KOKonkursordnung
Konsolidierte BilanzSaldierung der Bilanzen von zu einer Unternehmensgruppe oder einer Branche (Wirtschaftszweig) gehörenden Unternehmen. Im Gegensatz dazu: Zusammengefasste Bilanz.
Konsolidierte ErfolgsrechnungSaldierung der Gewinn- und Verlustrechnungen von zu einer Unternehmensgruppe oder einer Branche (Wirtschaftszweig) gehörenden Unternehmen
KonversionUmwandlung eines Schuldtitels (= Umschuldung)
Konvertierung(veraltet Konversion) bedeutet die Umwandlung eines bestehenden Versicherungsvertrages in einen (neuen), meist geänderten (mit und ohne Laufzeitverlängerung verbunden) Vertrag.
KorrelationStatistisches Maß, das den linearen Zusammenhang zweier Variablen misst. Die Korrelation liegt per Definition zwischen -1 und +1. Ein perfekter Gleichlauf ergibt einen Wert von +1, vollständige Gegenläufigkeit einen Wert von -1. Sind die beiden Variablen unabhängig voneinander, so ist deren Korrelation 0.
KraftloserklärungBeim Verlust einer LV-Polizze ist die Ausstellung einer Ersatzpolizze an eine gerichtliche Kraftlos-Erklärung (Frist 6-Monate) gebunden.
KSchGKonsumentenschutzgesetz
KulanzEntgegenkommende Behandlung eines Geschäftspartners aus kaufmännischen Erwägungen, zB entgegenkommende Regulierung von Schäden (volle Entschädigung auch bei Unterversicherung, etc.)
KulanzentschädigungEntgegenkommende Versicherungsleistung aus kaufmännischen Erwägungen, vor allem bei Vorliegen von Grenzfällen bzw. bei unklarer Sach- und Rechtslage ("Prozessablöse"). Sie stellt auch rechtlich gesehen keine Schenkung dar, sondern erfolgt noch auf der Grundlage des Versicherungsvertrages.
Kündigung (Rückkauf)Bei allen Ab- und Erlebensversicherungen kann der Versicherungsnehmer die Versicherung ganz oder teilweise kündigen. Der Rückkaufswert ist immer geringer als die Summe der eingezahlten Prämien, weil von diesen ein Teil zur Deckung des Todesfallrisikos und für Verwaltungskosten verwendet wird.(s. a. Versicherungsdauer)
KuponErtragsschein, Zinsschein. Bei zB ausschüttenden Fonds werden jene, bei welchen keine Wiederveranlagung erfolgt meist mit dem Zusatz "A" für "Ausschüttung" definiert. Im FIAP (Fond-Invest-Analyse-Programm) werden alle Fonds nach dem Typ "A" oder "T" (Thesaurierend - Wiederveranlagend) gekennzeichnet.
KursrisikoDie Anlage in Investmentfonds unterliegt den Schwankungen der internationalen Kapitalmärkte. So gewinnen zB Anleihenfonds an Wert, wenn die Zinsen fallen, bei steigenden Zinsen kann sich der Kurswert vorübergehend vermindern. Aktienfonds haben grundsätzlich ein höheres Kursrisiko, da hier nicht nur die Kursschwankungen der jeweiligen Börsen eine Rolle spielen, sondern auch jene der einzelnen Aktien. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) werden eigene filtertechnische Berechnungen zur optimalen Einschätzung des Kursrisikos unter individuellen Eingabemöglichkeiten, den finanziellen Gegebenheiten angepasst - nach Risikostufen berechnet und analysiert.
KurzläuferAm Geldmarkt (Markt für kurzfristige Anlagen/Anleihen) angelehnte Gesamt- oder Restlaufzeit. Diese Werte oder Fonds zeichnen sich durch große Kursstabilität aus.
LänderfondsAktienfonds, welche ausschließlich in Titel eines bestimmten Landes investieren.
LangläuferFestverzinsliche Wertpapiere mit langen Laufzeiten (meist über 4 Jahre). Diese Papiere sind mit einer höheren Rendite als Kurzläufer ausgestattet, sind allerdings größeren Kursschwankungen als diese unterworfen.
LaufzeitZeitraum zwischen Emission (Ausgabe) und Endfälligkeit eines Wertpapiers. Im FIAP (Fond-Invest-Analyse-Programm) werden die Angaben exakt für Analysezwecke herangezogen.
LaufzeitfondsFonds mit begrenzter Laufzeit. Am Ablaufdatum wird der gesamte Fonds aufgelöst und das Fondsvermögen an die Anteilinhaber ausgeschüttet. Zwischenzeitliche Rückgabe der Anteilscheine ist üblicherweise möglich.
LaufzeitverlängerungDer Versicherungsnehmer kann über einen schriftlichen Antrag eine Dauerverlängerung erwirken, wobei die zu zahlende Prämie bei gleich bleibender Versicherungssumme geringer wird. Für diese Änderung ist die Vorlage einer Gesundheitserklärung erforderlich.
lebenslange Rentes. Leibrente
Legalzessions. Regress
LeibrenteIm Gegensatz zu Zeitrenten sind Leibrenten solche Renten, deren Dauer grundsätzlich von der Lebenszeit (Lebenserwartung) (= versicherungsmathematisch) bestimmbare Ereignisse als den Tod (zB Heirat) gekoppelt werden einer oder mehrerer Personen (zB Ehepaar) abhängig ist. LeistungenVersicherungsleistungen sind Aufwendungen aufgrund des Eintrittes des Versicherungsfalles (eines Schadens bzw. des Erreichens des Vertragszieles wie zB in der Lebensversicherung). Siehe dazu auch: Verordnung des Bundesministers für Finanzen über die Rechnungslegung von Unternehmen der Vertragsversicherung - RLVVU vom 4. Dezember 1992, BGBl. 757/1992. Von den Leistungen sind die abgegrenzten Leistungen zu unterscheiden. Das sind jene Aufwendungen für Leistungen, welche dem jeweiligen Rechnungsjahr zuzurechnen sind: also unter Berücksichtigung der Rechnungsabgrenzung für noch nicht erledigte Schäden. In den Statistiken werden die im direkten inländischen Geschäft erbrachten sowie die abgegrenzten Leistungen aller in Österreich tätigen Versicherungsunternehmen ausgewiesen.
LG für ZRSLandesgericht für Zivilrechtssachen
LGBlLandesgesetzblatt
LiberalitätsentschädigungIm Gegensatz zu einer Kulanzentschädigung: Gewährung einer Versicherungsleistung ohne, dass ein Anspruch besteht und ohne dass kaufmännische Überlegungen seitens des Versicherers gegeben sind
LVLebensversicherung
Maklersind gewerblich befugte (vom Versicherer unabhängige) Vermittler für Versicherungsgeschäfte
MehrfachversicherungWenn ein VN für dasselbe Interesse (Risiko) und dieselbe Gefahr bei mehreren VR Verträge abschließt, ohne dass die VSn den Versicherungswert übersteigen, spricht man von einer Mehrfach- oder Mitversicherung (§ 58 VersVG). Übersteigen die VSn den Versicherungswert, so handelt es sich um eine Doppelversicherung (Regelung §§ 59 und 60).
MGMietengesetz
Mid Capzwischen Big-Cap und Small-Cap, das sind meist mittelgroße Unternehmungen, deren Aktien an der Börse kein übergroßes Gewicht haben
Mindestanlagesummekleinster Anlagebetrag, mit dem in einen Fonds investiert werden kann
MischfondsInvestmentfonds, die sowohl in Aktien, als auch in Anleihen investieren
MUM(engl.) Monetary Union Member = Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion MündelsicherLaut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) sind zur Anlage von Mündelgeldern nur besonders sichere Geldanlagen geeignet: Spareinlagen bei Sparkassen, Bundesanleihen und Pfandbriefe. Durch Beschluss eines Amtsgerichtes können aber auch andere Anlageformen als mündelsicher eingestuft werden, so zB auch Investmentfonds.
Mutual Fondsamerikanische Bezeichnung für einen offenen Anlagefonds
Neuer MarktSegment der Frankfurter Börse, an dem ausgewählte Unternehmen mit hohen Wachstumschancen aus den Bereichen Informationstechnologie, Internet, Medien, Biotechnologie und Telekommunikation u.a. notieren. Nicht die Vergangenheit und gute Bilanzen sind der Maßstab für die Bewertung, sondern die zukünftigen Entwicklungschancen. Großes Vorbild für den Neuen Markt war die Nasdaq.
No Load FundsFonds, die keinen Ausgabeaufschlag erheben. Diese Fonds decken ihre administrativen Kosten, indem sie eine überdurchschnittlich hohe Verwaltungsvergütung gegenüber normalen Fonds realisieren. No-Load-Funds im Renten- und Aktienfondsbereich lohnen sich nur für kurz- bis mittelfristige Anlagen, da sonst die Gesamtkosten der Anlage höher ausfallen können als bei normalen Front-Load-Funds (Fonds mit Ausgabeaufschlag). Wegen der Kursschwankungen sind Renten- und Aktienanlagen aber grundsätzlich zu den längerfristigen Kapitalanlagen zu rechnen.
NominalzinsAuf einem festverzinslichen Wertpapier zugesicherter Zinssatz. Dieser Zins sagt wenig über den tatsächlichen Anlageerfolg aus, da der Kurswert des Wertpapiers mit berücksichtigt werden muss.
ObliegenheitDem Versicherungsnehmer durch Gesetz (zB Vers.VG) oder Vertrag (AVB udgl.) auferlegte Pflicht(en) besonderer Art, deren schuldhafte Verletzung zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen kann. ObligationenfondsFonds, der vorab in festverzinsliche Papiere investiert. In beschränktem Ausmaß kann auch in Wandelobligationen angelegt werden, wobei die aus Umtausch anfallenden Aktien häufig nach einer bestimmten Frist veräußert werden müssen.
Obligatorisch(lat.), verpflichtend, bindend (zB KfZ-Haftpflicht-V.)
OECD(engl.) Organization for Economic Cooperation and Development = Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Offener FondsAnlagefonds mit variablem Kapital, der verpflichtet ist, ausgegebene Anteile auf Verlangen zum inneren Wert zurückzunehmen
Offshore Fondssind Fonds, dessen Rechtsdomizil in einem Land liegt, das über keine oder eine sehr großzügige Fondsgesetzgebung und -aufsicht verfügt (zB Bahamas, Bermuda, Cayman Islands)
OGHOberster Gerichtshof
OHGOffene Handelsgesellschaft
Öko FondsInvestmentfonds, die nur oder schwerpunktmäßig in Wertpapieren von Firmen investieren, die besonders umweltbewusst handeln oder Umwelttechnik herstellen
ÖKVÖsterreichische Kredit-Versicherung
OLGOberlandesgericht
OptionsscheinfondsFonds, die überwiegend in Optionsscheine investieren, also auf Scheine, die das Recht auf Kauf oder Verkauf einer Aktie oder eines Indexes zu einem vorher bestimmten Preis in einer bestimmten Frist verbriefen
OutperformanceWertentwicklung eines Fonds, welcher über dem Benchmark oder den eines Mitbewerbers liegt
PerformanceGibt die Wertsteigerung eines Fonds in Prozent an. Die Performance wird entweder als jährliche Wertveränderung angegeben oder als Gesamtperformance ab einem bestimmten Startzeitpunkt. In der Performance werden alle Kursgewinne, die Zins- und Dividendenerträge sowie die laufenden Managementkosten berücksichtigt.
Performance FeeDabei handelt es sich um eine erfolgsorientierte Verwaltungsgebühr (Managementgebühr), die ebenfalls direkt dem Fonds verrechnet wird und damit ebenso wie die fixe Managementgebühr in dem veröffentlichten Anteilspreis bereits berücksichtigt ist.
PerformancechartEin Chartverlauf, welcher ausgehend von 100 % berechnet wird. Ausschüttungen werden eingerechnet. (zum Unterschied vom Wertchart). Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) werden sowohl Wert- als auch Performancechart angezeigt.
Personenversicherungumfasst die Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung
PHGProdukthaftungsgesetz PolizzeVersicherungsschein
Pool(engl.) Gemeinschaft mehrerer Erst- oder Rück-V. zur Aufteilung eines Risikos (zB Luftpool)
Portefeuillezwei Bedeutungen: entweder Gesamtheit der vom Direkt- bzw. Rückversicherer übernommenen Risiken oder Gesamtheit der Veranlagungstitel (Wertpapiere, Liegenschaften, Gold usw.)
Präklusion - Präklusionsfristbedeutet Ausschlussfrist bzw. Verfallsfrist = Zeitraum, innerhalb dessen eine Rechtshandlung wirksam vorgenommen werden muss (zB nach § 12/3 VersVG), ansonsten infolge Verjährung ein Recht nicht mehr geltend gemacht werden kann
Prämie Prämien (Erst- und Folgeprämien) sind die Preise für den Versicherungsschutz und daher (versicherungstechnische) Erträge. Zu den Prämien zählt auch das Entgelt, welches Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit erheben (Umlagen, Eintrittsgeld usw.). Siehe dazu auch: Verordnung des Bundesministers für Finanzen über die Rechnungslegung von Unternehmen der Vertragsversicherung - RLVVU vom 4. Dezember 1992, BGBl. 757/1992. Von den vereinnahmten (verrechneten) Prämien sind die abgegrenzten bzw. verdienten Prämien zu unterscheiden. Das ist jener Prämienerfolg, welcher dem jeweiligen Rechnungsjahr zuzurechnen ist, also unter Berücksichtigung der Rechnungsabgrenzung. In den Statistiken werden die im direkten inländischen Geschäft vereinnahmten sowie die abgegrenzten Prämien aller in Österreich tätigen Versicherungsunternehmen ausgewiesen. Genaue Erläuterung der Prämien: Siehe "Verrechnete Prämien" und "Abgegrenzte Prämien".
Prämien in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Versicherungsdurchdringung)Prämien in Prozent des Bruttoinlandsprodukts sind ein Indikator des versicherungswirtschaftlichen Entwicklungsstandes. Die Sachlogik dieser Kennzahl folgt aus dem Zusammenhang: Prämien/Bruttoinlandsprodukt = Prämien pro Kopf/Bruttoinlandsprodukt pro Kopf.
PrämienfreistellungBei einer Prämienfreistellung wird das angesammelte Deckungskapital als Einmalprämie genommen und daraus für die restliche Vertragsdauer die Versicherungssumme errechnet. Eine Lebensversicherung kann zur Gänze oder teilweise prämienfrei gestellt werden. Die Prämienfreistellung ist vom Versicherungsnehmer schriftlich zu beantragen. PrämienüberträgeDie Teile der verrechneten Prämien, die über den Jahresabschlussstichtag vorgeschrieben wurden und somit nicht Ertrag des Geschäftsjahres sind. Sie dienen zur Deckung von Verpflichtungen, die nach dem Bilanzstichtag entstehen.
Prävention(lat.) Schadenverhütung
PRCAbkürzung welche in Fondsbezeichnungen vorkommt, die in China veranlagen (Peoples Republic of China)
Privates SparenWird vom verfügbaren persönlichen Einkommen der private Konsum abgezogen, so wird die Differenz als "Privates Sparen" bezeichnet.
Privatversicherunglaut Grundsystematik der Wirtschaftstätigkeiten (Wien 1968), umfasst die Privatversicherung sämtliche Privatversicherungsanstalten sowie kleine Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und sonstige private Versicherungseinrichtungen (die Sozialversicherung ist ein Teil des öffentlichen Dienstes)
Pro Rata Temporis(lat.) ist die anteilige Prämie von einer Jahresprämie (tageweise Abrechnung). Durch die Neufassung des § 40 VersVG (ab 1.1.1995) wird nunmehr generell die sogenannte pro-rata-temporis-Abrechnung bei vorzeitiger Vertragsauflösung (aus welchem Grunde immer) vorgeschrieben.
PublikumsfondsInvestmentfonds, deren Anteilscheine keinem bestimmten Anlegerkreis vorbehalten sind, sondern von jedermann erworben werden können, Gegenteil: Spezialfonds
PVAPensionsversicherungsanstalt
Qualifizierte MahnungFür Zahlungsverzug bei Folgeprämien gilt die Sonderregelung des § 39 VersVG, wonach der VR eine Zahlungsfrist von mindestens 2 Wochen zu setzen und auf die Rechtsfolgen der Fristsetzung hinzuweisen hat. Erst durch diese sogenannte "Qualifizierte Mahnung", an die strenge formale Anforderungen (wie rekommandierte Versendung) gestellt werden, wird der VR nach Ablauf dieser Zahlungsfrist leistungsfrei.
RatingRating ist die Beurteilung von Versicherungsunternehmen oder -produkten durch eine Ratingagentur. Die Beurteilung erfolgt mittels Vergabe einer Art Benotung. Diese wird durch Symbole dargestellt und enthält mehrere Klassen. Sie ist dem Schulnotensystem sehr ähnlich.
Reale GrößeEine reale Größe ist eine um die volkswirtschaftliche Inflation (= Geldentwertung) bereinigte Größe (im Gegensatz dazu: nominelle Größe). Die Veränderung des Deflators (Kennziffer zur Inflationsbereinigung) des Bruttoinlandsprodukts gibt die volkswirtschaftliche Inflationsrate an. Ein anderes gebräuchliches Inflationsmaß ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex. Siehe auch: Deflator, Verbraucherpreisindex
Regress(lat.) auch Legalzession: Rückgriffsrecht des VR (in der Sachversicherung gemäß § 67, in der Allgem. Haftpflichtversicherung § 158 f VersVG). Auch wenn der VR gegenüber dem VN leistungsfrei ist, bleibt seine Verpflichtung in Ansehung des Dritten bestehen (§ 158 c VersVG). Sonderregelung für die Kfz-Haftpflichtversicherung gem. § 24 KHVG 94 - wenngleich dieser § sinngemäß dem § 158 c VersVG entspricht, bestimmt der Abs. (5), dass die §§ 158 c und f VersVG nicht anzuwenden sind. Die Leistungsfreiheit des VR gegenüber dem VN bei Obliegenheitsverletzung oder Gefahrenerhöhung (Alkoholisierung) ist mit dzt. EUR 10.901,- begrenzt (§ 7 KHVG 94); diese Begrenzung gilt auch gegenüber einem alkoholisierten Lenker.
RenditeDiese gibt in Prozenten an, wie hoch der Ertrag eines Investments im Verhältnis zum tatsächlich eingesetzten Kapital ausgefallen ist. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) kann die Rendite jedes Wertes exakt berechnet werden.
RentenfondsIn diesen Fonds werden die Anlegergelder überwiegend oder ausschließlich in festverzinsliche Wertpapiere mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinssätzen investiert. Im FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) können unter dem Suchkriterium "Anleihen" alle Rentenfonds in übersichtlicher Form ausgewählt werden.
RestlaufzeitenDer klassische Rentenfonds hat, anders als eine Anleihe, keinen festen Tilgungstermin, an dem die investierte Nominale zu einem vornherein feststehenden Kurs wieder zurückbezahlt wird. Das Fondsmanagement ist durch permanente Umschichtungen des Fondsvermögens versucht, die durchschnittliche Restlaufzeit der im Fondsvermögen befindlichen Wertpapiere ständig innerhalb festgelegter Bandbreiten zu halten. Aufgrund dieser Restlaufzeiten unterscheidet man auch: Geldmarktfonds (Restlaufzeiten bis ca. 3 Monate), Kurzläuferfonds (Restlaufzeiten von ca. 3 Monate bis ca. 24 Monate), Fonds mit mittleren und langen Restlaufzeiten (mehr als 2 Jahre)
Richtlinie (EG)Rechtsakte der EU, die sich an die Mitgliedsstaaten richten. Sie sind hinsichtlich des zu erreichenden Ziels verbindlich, überlassen jedoch den innerstaatlichen Stellen der Mitgliedsländer Form und Mittel der Umsetzung in nationales Recht.
Risiken (oder Risken)(lat.) Gefahr, Wagnis; Versicherte Gegenstände, Gefahren oder Interessen; Die Möglichkeit eines Schadens wird als Risiko bezeichnet.
RiskenprüfungEin Prämienzuschlag muss erwartet werden, wenn schwere gesundheitliche Störungen – auf die gesamte Versicherungsdauer bezogen (Laufzeitprognose) – die durchschnittliche Lebenserwartung senken. Sind aus dem Gesundheitsfragebogen solche Krankheiten (wie Lungen – TBC, Herzerkrankungen, starkes Übergewicht, hoher Blutdruck) erkennbar, ist der Kunde auf einen eventuell notwendigen Prämienzuschlag aufmerksam zu machen, wobei dieser abhängig ist vom Eintrittsalter, der Laufzeit des Vertrages und dem Tarif. Eine kürzere Vertragsdauer erleichtert die Annahme solcher Risken. In schwer wiegenden Fällen muss von der Fachabteilung eine Ablehnung ausgesprochen werden.
Rlsoft -FDBFondsdatenbank. Für professionelle Anwender erforderliche Infrastruktur (Software + Datenbank) zur Fondsanalyse, mit Hilfe dessen sich Kennzahlen und Charts aller Art berechnen lassen. Besuchen Sie dieses Datenbankstrukturen unter http://www.software-systems.at/
RM - Risk Managmentheißt Gefahrenquellen rechtzeitig erkennen (eventuell mit Hilfe von auf den Betrieb abgestimmte "Checklisten"), erfassen durch Besichtigung (Achtung "Betriebsblindheit" !) und möglichst beseitigen - vermeiden - vermindern (zB fehlende Feuerlöscher ergänzen). Man kann auch bestimmte Risken überwälzen , zB sich gegen finanzielle Auswirkungen eines Schadensfalles absichern = versichern.
Rohstoff FondsInvestmentfonds, der nur oder schwerpunktmäßig in Rohstoffen wie Edelmetalle, Erdöl, Erze oder zB in Rohstoffaktien investiert
Rückdatierungkommt bei Personenversicherungen (LV,KV,UV) vor, wenn der VN ein früheres Eintrittsdatum wählt (zB zwecks Minderung des Prämiensatzes, Steuervorteil oder kürzere Vertragslaufzeit)
RückkaufEine Lebensversicherungsprämie besteht aus zwei Komponenten, nämlich Risiko- und Sparprämie. Aus der Sparprämie bildet sich die sogenannte Prämienreserve (inklusive angesammelter Gewinnanteile) - auch Deckungskapital genannt, auf die der VN gemäß § 6 der Allgemeinen Vers.-Bedingungen zurückgreifen kann - frühestens nach drei Versicherungsjahren bzw. nach Ablauf von 1/10 der ursprünglichen Vertragsdauer. Die Höhe des sogenannten "Rückkaufswertes" hängt natürlich von der Anzahl der bisher bezahlten Prämien und von der ursprünglich vereinbarten Vertragsdauer bzw. vom ursprünglichen Beitrittsalter ab.
RückkaufswertRückvergütung bzw. Bewertung des Deckungskapitals (im allgemeinen nach Abzug der nicht amortisierten Kosten und der Risikoprämie) an den Versicherten bei vorzeitiger Vertragsauflösung in der Lebensversicherung
RücknahmeVerpflichtung der KAG, die vom Anleger zum Rückkauf vorgelegten Anteile an einem offenen Fonds zum Rücknahmepreis börsentäglich zurückzunehmen
RücknahmepreisDer Rücknahmepreis stimmt meist mit dem Errechneten Wert überein oder dieser wird auf Ganze abgerundet. Dies ist der Preis, den der Anleger bei Rückgabe der Stücke gutgeschrieben bekommt.
RückversicherungRückversicherung ist die Versicherung der vom Versicherer (eines Versicherungsunternehmens) abgedeckten Gefahr. Der Versicherungsnehmer (des Erstversicherers) erwirbt keinen Anspruch gegen den Rückversicherer. Das Rückversicherungsgeschäft zerfällt in das aktive (= übernommene) und in das passive (= das zur Rückversicherung abgegebene) Geschäft. Aus diesen Größen läßt sich das Geschäft im Eigenbehalt ermitteln: eigenes Geschäft zuzüglich übernommenes Beteiligungsgeschäft und aktives Rückversicherungsgeschäft abzüglich abgegebenes Beteiligungsgeschäft sowie passives Rückversicherungsgeschäft
Rückwärtsversicherungim Sinne § 2 VersVG : Gewährung von Versicherungsschutz für die Vergangenheit. Der "materielle" Versicherungsbeginn (s. Versicherungsdauer) wird in die Vergangenheit verlegt, was einer besonderen Vereinbarung bedarf, absolute Ausnahme : wenn der Versicherungfall bereits eingetreten ist
RVRückversicherung = Weitergabe eines Risikos durch den "Erstversicherer" an einen Rückversicherer
Schadenfällea) Angemeldete Schadenfälle: Die Anzahl der im laufenden Kalenderjahr gemeldeten Schäden ohne Rücksicht auf das Jahr, in dem sich der Schaden ereignet hat (auch wenn keine Zahlung zu erwarten war bzw. erfolgt ist). Bei dieser Begriffsbestimmung muss das übernommene Beteiligungsgeschäft außer Betracht bleiben. b) Angefallene Schäden: Die Anzahl der für das Kalenderjahr als Ereignisjahr gemeldeten Schäden unter Berücksichtigung der der Spätschadenreserve entsprechenden Anzahl von Schadenfällen (auch wenn keine Zahlung zu erwarten war bzw. erfolgt ist). Bei dieser Begriffsbestimmung muss das übernommene Beteiligungsgeschäft außer Betracht bleiben.
Shareholder ValueVermögenswert (Value), den ein Anteilseigner (Shareholder) an einer Aktiengesellschaft besitzt. Eine auf Shareholder Value ausgerichtete Unternehmenspolitik wird daher versuchen, den Kurswert der Aktien zu maximieren.
Sharpe RatioKennzahl, die Ertrag und Risiko von Investmentfonds in Relation zueinander setzt. Die Rendite des Investmentfonds (abzüglich risikofreier Zinssatz) wird dividiert durch das Gesamtrisiko (Standardabweichung) des Fonds. Grundsätzlich ist aus Sicht der Sharpe Ratio bei vergleichbaren Fonds der mit der höheren Sharpe Ratio zu bevorzugen, da dies mehr Ertrag pro Risikoeinheit bedeutet. Wurde entwickelt vom amerikanischen Finanzmathematiker William F. Sharpe.
SICAVKapitalanlagegesellschaft nach Luxemburger Recht
SkadenzDatum der Fälligkeit einer Versicherungsprämie (für die vereinbarte Versicherungsperiode)
SolvabilitätEigenmittelausstattung eines Versicherungsunternehmens
SparbriefNicht an der Börse gehandelte, mittelfristige Schuldverschreibung von Banken oder Sparkassen, die vom Anleger für eine feste, nicht kündbare Laufzeit erworben werden können. Sie werden daher in der Regel höher verzinst als Einlagen auf Sparbüchern.
SparquoteAnteil des privaten Sparens am verfügbaren persönlichen Einkommen.
SpekulationsgewinnWurden Wertpapierfonds innerhalb eines Jahres gekauft und verkauft, so ist die Differenz zwischen Ausgabepreis (Kaufpreis) und Rücknahmepreis (Verkaufspreis) einkommensteuerpflichtig. Es besteht jedoch für alle Spekulationsgewinne eine jährliche Freigrenze von EUR 436,-. Wird dieser Betrag überschritten, so ist der gesamte Spekulationsgewinn steuerpflichtig. Ab einer Behaltedauer von 12 Monaten+1 Tag sind die Spekulationsgewinne zu Gänze steuerfrei. Kursgewinne, die der Fonds selbst durch den Kauf und Verkauf von Wertpapieren erzielt, sind, wenn diese ausgeschüttet werden, im Privatvermögen steuerfrei - großer Vorteil der Fonds!
Sperrscheins. Vinkulierung - auch Hypothekargläubiger
SpezialfondsInvestmentfonds, deren Anteilscheine ausschließlich von institutionellen Anlegern (max. 10 pro Fonds) erworben werden können. Gegenteil zum Publikumsfonds.
SterbetafelAufzeichnung statistischer Sterbewahrscheinlichkeiten aufgrund der Beobachtung großer Personengruppen, die amtliche Sterbetafel wird vom Österreichischen Statistischen Zentralamt erstellt
Stückzinsensind Zinsen, die zwischen den Zinsterminen entstehen. Gerechnet wird zwischen letztem Zinstermin und Kauf- bzw. Verkaufsdatum. Der Käufer einer Anleihe zahlt neben dem Kurswert der Anleihe auch die bis dahin aufgelaufenen Stückzinsen an den Verkäufer. Der Käufer bekommt dann beim Zinstermin die Zinsen für die ganze Periode (zB ein Jahr) ausgezahlt. Darüber hinaus erwirbt der Käufer noch ein Zinsabschlagsteuerguthaben. Siehe auch Zwischengewinnbesteuerung bei Investmentfonds.
SummenverminderungDurch die Herabsetzung der Versicherungssumme wird die zu zahlende Prämie vermindert. Bei unveränderter Dauer des Vertrages wird der Teil der bisherigen Versicherungssumme, der nicht mehr durch Prämien abgedeckt wird, in eine Prämienfreie Versicherung umgewandelt. Ein schriftlicher Antrag ist erforderlich.
SwitchgebührGebühr für den Wechsel von einem Fonds zu einem anderen innerhalb einer Fondsgesellschaft. Viele Fondsanbieter gewähren Umtauschrabatte oder verzichten bereits auf diese Gebühr.
TariflohnindexDer Tariflohnindex (1986 = 100,0) zeigt die Entwicklung der durch Gesetz oder Kollektivvertrag festgelegten Mindestlöhne und Mindestgehälter (Bruttobezüge vor Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen) an. Näheres zum Tariflohnindex siehe auch: Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hg.): Tariflohnindex 1986. - Wien 1988. (Beiträge zur österreichischen Statistik; Heft 899).
Techn. KorrekturFällt ein Wert nach zB mehreren Tagen ununterbrochenen Anstieges wieder etwas zurück, ist dies für den Beobachter eine "technische Korrektur". Dies bedeutet nicht, dass es nun mit dem Aufwärtstrend vorbei ist, sondern nur, dass einige Investoren verkaufen, um die Gewinne zu lukriieren.
Technische Rückstellungen/Technische ReservenGesamtkeit der Prämienüberträge und Schadenrückstellungen, in der Lebensversicherung auch des Deckungskapitals (Deckungsstocks). Die technischen Reserven sind Verbindlichkeiten, welche aus der Risikokomponente des Versicherungsgeschäfts erwachsen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen setzen sich aus Deckungsrückstellungen und den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen zusammen. Die erforderlichen Deckungsrückstellungen (Deckungserfordernis) sind ein nach aktuarischen (= versicherungsmathematischen) Grundsätzen ermittelter Betrag, über den der (Lebens-)Versicherer verfügen muss, um seine Leistungsverpflichtungen erfüllen zu können; bei Ermittlung des Deckungserfordernisses spielen Komponenten wie Zusammensetzung des Versicherungsbestandes (u.a. Lebensalter der Versicherten), Versicherungsdauer, Art der Versicherung usw. eine bedeutende Rolle. Siehe dazu auch §§ 19-21, 77 und 78 VAG idF der Novelle 1994 sowie die Verordnung des Bundesministers für Finanzen über die Rechnungslegung von Unternehmen der Vertragsversicherung - RLVVU vom 4. Dezember 1992, BGBl. 757/1992. Die für die Lebensversicherung ausgewiesenen technischen Reserven umfassen: Deckungsrückstellungen (ohne Rückstellungen für Gewinnbeteiligungen), Prämienüberträge, Rückstellungen für Gewinnbeteiligungen, soweit sie dem Versicherungsnehmer gutgeschrieben sind, Rückstellungen für erklärte, aber noch nicht gutgeschriebene Gewinnbeteiligungen, Rückstellungen für künftige Gewinnbeteiligungen, Rückstellungen für schwebende Versicherungsleistungen und Rückkaufreserve
Technisches ErgebnisVersicherungstechnisches Ergebnis unter Berücksichtigung der vereinnahmten Prämien, Provisionen und Gewinnanteile sowie des Schadenaufwandes
ThemenfondsAnlagefonds, die ein bestimmtes Investmentthema verfolgen wie zB Aktienanlagen in aufstrebenden Schwellenländern, Beteiligung an vielversprechenden Technologiefirmen oder Anlagen in Unternehmen, die einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise leisten.
ThesaurierendBedeutet bei Investmentfonds, dass sämtliche Erträge nicht ausgeschüttet, sondern zur Stärkung der Substanz innerhalb des Fondsvermögens reinvestiert werden. Der Anleger wird dadurch von der Wiederveranlagungsproblematik bei Ausschüttungen befreit und kann so seine Performance optimieren.
Umbrella FondsAnlagefonds, der aus mehreren Subfonds zusammengesetzt ist. Die Gesamtheit dieser Subfonds bildet den Umbrella-Fonds. Der Vorteil für den Anleger liegt darin, dass er für einen Fondswechsel (Switch) keine oder nur eine reduzierte Gebühr bezahlen muss.
Unanfechtbarkeits-KlauselWird die Versicherungssumme zur Kreditbesicherung herangezogen (Verpfändung, Abtretung, Vinkulierung), so können die in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen festgelegten Wartefristen – für Verletzung der Anzeigepflicht und für Selbstmord – entfallen.Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Kredit von einem Geldinstitut oder vom Arbeitgeber des Kreditnehmers gewährt wird. Der Name und die Adresse des Kreditgebers sind daher unbedingt anzuführen.Für die Unanfechtbarkeitsklausel ist ein einmaliger Prämienzuschlag in der Höhe von 2 ‰ der Haftungssumme, die die Versicherungssumme nicht übersteigen darf, zu entrichten. UV Unfallversicherung
VAGVersicherungs-Aufsichts-Gesetz
Verbraucherpreisindex (VPI)Der Verbraucherpreisindex (1986 = 100,0) zeigt das Preisniveau der Waren und Dienstleistungen des privaten Konsums an. Er ist ein aus Teilindizes (Messziffern) zusammengewichteter Gesamtindex. Die Veränderung des VPI ist neben der Veränderung des Deflators des Bruttoinlandsprodukts ein Inflationsmaß. Siehe auch: Deflator; Reale Größe
Verbundene UnternehmenVerbundene Unternehmen sind solche Unternehmen, die nach den Vorschriften über die vollständige Zusammenfassung der Jahresabschlüsse verbundener Unternehmen (Vollkonsolidierung) in den Konzernabschluss eines Mutterunternehmens gemäß § 244 HGB einzubeziehen sind, das als oberstes Mutterunternehmen den am weitest gehenden Konzernabschluss gemäß §§ 244 bis 267 HGB aufzustellen hat, auch wenn die Aufstellung unterbleibt. Dies gilt sinngemäß, wenn das oberste Mutterunternehmen seinen Sitz im Ausland hat. Tochterunternehmen, die gemäß §§ 248 oder 249 HGB nicht einbezogen werden, sind ebenfalls verbundene Unternehmen.
VerfügbarkeitEine KAG ist verpflichtet, Anteile eines offenen Fonds börsentäglich zurückzunehmen. Der Kunde soll jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist über sein Vermögen verfügen können. (Ausnahme: Immobilienfonds)
VerjährungDie Verjährungsfrist ist in Anlehnung an das ABGB im § 12 VersVG geändert worden, wonach die Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag in drei Jahren ab der objektiven Möglichkeit, den fälligen Leistungsanspruch einzuklagen, verjähren (gilt prinzipiell für beide Vertragspartner VR und VN). Steht der Anspruch einem "Dritten" (zB bei einer Lebensversicherung) zu, beginnt der Fristenlauf erst mit Kenntnis seiner Bezugsberechtigung; aber absolute Verjährung nach zehn Jahren. Die Präklusionsfrist (s. dort) für eine Klageeinbringung beträgt ein Jahr und beginnt erst, wenn der VR dem VN seinen erhobenen Anspruch begründet und unter Hinweis auf die damit verbundenen Rechtsfolgen schriftlich abgelehnt hat.
VermögensanlagenDie Veranlagung der den Versicherungsunternehmen anvertrauten finanziellen Mittel ist im vierten Hauptstück des Versicherungsaufsichtsgesetzes 1992 im Abschnitt über die Kapitalausstattung und die Kapitalanlage geregelt (§§ 73a-78 VAG idF der Novelle 1994). § 74 (1) legt die allgemeinen Grundsätze fest: Bei der Kapitalanlage ist auf Sicherheit, Rentabilität und auf den Bedarf an flüssigen Mitteln sowie auf eine angemessene Mischung und Streuung Bedacht zu nehmen. Die §§ 77 und 78 führen aus, welche Anlageformen für den Deckungsstock bzw. für technische Verbindlichkeiten gewählt werden dürfen.
Verordnung (EG)Rechtsakte der EU, die unmittelbar in jedem Mitgliedsstaat gelten. Sie sind mit einzelstaatlichen Gesetzen vergleichbar.
Versicherte PersonDie versicherte Person ist jene auf deren Leben die Versicherung abgeschlossen wird.
Versicherungsagentist, wer von einem VR ständig beauftragt ist, für diesen VVe zu vermitteln; d.h. er ist im Regelfall Angestellter des VR, kann aber auch selbständiger Versicherungskaufmann sein. Als DN bzw. Beauftragter eines VR unterliegt er den §§ 43ff VersVG. Somit gilt er als Erfüllungsgehilfe des VR, der für ihn auch die Haftung für seine Tätigkeit trägt.
VersicherungsaufsichtVersicherungsaufsichtsbehördeDie Versicherungsaufsichtsbehörde (VAB) ist der Bundesminister für Finanzen (§ 115 Abs. 1 VAG). Die Beaufsichtigung erstreckt sich über private Versicherungsunternehmen mit Sitz in Österreich. Die wichtigsten Aufgaben sind: Prüfung der Voraussetzungen für die Aufnahme des Geschäftsbetriebs, laufende rechtliche Beaufsichtigung der allgemeinen und finanziellen Geschäftstätigkeit, ordentliche und außerordentliche Prüfung von Unternehmen, nachträgliche Kontrolle der Versicherungsbedingungen, Bearbeitung von Beschwerden. Die laufende Aufsicht erstreckt sich auf Geschäftsplanänderungen, die Kontrolle der Rechnungslegung, der Kapitalanlagen und der Solvabilität, die Mitwirkung bei Bestandsübertragungen und Fusionen. Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)Bundesgesetz vom 18. Oktober 1978 (BGBl. 569/1978) über den Betrieb und die Beaufsichtigung der Vertragsversicherung (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) idF der Bundesgesetze BGBl. 370/1982, 567/1982, 558/1986, 561/1989, 181/1990, 281/1990, 475/1990, 10/1991, 411/1991, 625/91, 13/1992, 769/1992, 532/1993, 917/1993, 652/1994, 23/1995, 304/96, 447/96 und 753/96
VersicherungsbeginnFormeller Versicherungsbeginn = Zeitpunkt des Zustandekommen des Vertragsabschlusses des VersicherungsvertragesMaterieller Versicherungsbeginn = Zeitpunkt, von dem ab der Versicherungsschutz wirksam ist (Leistungspflicht) Technischer Versicherungsbeginn = der prämienbelastete Zeitraum Versicherungsdauer
Versicherungsdauerist die Laufzeit je nach Art des VV: entweder befristet (mit/ohne) Verlängerungsklausel oder unbefristet. Unterjährig abgeschlossene VV enden automatisch zu dem vorgesehenen Zeitpunkt. Bei Verlängerungsklausel oder unbefristet muss - wenn gewünscht - gekündigt werden (im Regelfall 3 Monate Kündigungsfrist zum Ablaufdatum). Hinweis für "Verbraucher": Keine automatische Verlängerung bei mehrjährigem VV (trotz "Verlängerungsklausel"), wenn VN den Kündigungstermin übersieht und der VR nicht auf diese Kündigungsmöglichkeit rechtzeitig gesondert darauf hingewiesen hat (im Sinne § 6/1Z2 KSchG 79). Grundsätzliche Definition: Materielle Vers.Dauer = Zeitraum, während dessen der Versicherer die Gefahr trägt (kann ab Erteilung einer Deckungszusage, normalerweise erst mit Zahlung der Erstprämie sein) Formelle Vers.Dauer = Zeitraum vom Zustandekommen des VV bis zu seiner Auflösung Technische Vers. Dauer = Zeitraum, für welchen eine Prämie berechnet wird. VersicherungsdichtePrämienaufkommen pro Kopf. Siehe auch: Entwicklungsstand der Versicherungswirtschaft; Versicherungsdurchdringung (Lebensversicherung); Der Absicherungsgrad errechnet sich aus: Prämien / Verfügbares persönliches Einkommen der privaten Haushalte
Versicherungsfall (Vsfall)ist ein Ereignis, das einen Schaden zu verursachen imstande ist, und zwar in den Zeitraum eines aufrechten VV und damit objektiv unter die Haftung des Versicherers fällt, also während der "Materiellen" Versicherungsdauer. Der Versicherungsfall wird in den Versicherungsbedingungen und im VersVG für die einzelnen Versicherungszweige festgelegt.
VersicherungsleistungenBei Ablauf des Versicherungsvertrages ist der Leistungsabteilung die Versicherungspolizze und ein Identitätsnachweis vorzulegen.Beim Ableben der versicherten Person sind Vorzulegen:Versicherungspolizze (mit Nachträgen)Amtliche SterbeurkundeAmtliche oder ärztliche Bestätigung über die Todesursache bzw. die näheren Umstände des TodesIdentitätsnachweis des Bezugsberechtigten Versicherungsmaklersind gewerblich befugte (vom VR unabhängige), selbständige Vermittler für Vers.Geschäfte. Es besteht zwischen ihm und dem VR keine vertragliche Bindung. Basis ist lediglich eine Rahmen-Provisionsvereinbarung, die im Falle eines zustande gekommenen VV wirksam wird. Seine Unabhängigkeit ist ein bestimmtes Wesensmerkmal und er hat in erster Linie die Interessen des VN wahrzunehmen und laufend diesen zu betreuen. Basis gebundenes Gewerbe gem. GewO 94; besondere Bestimmungen ergeben sich aus §§ 26-32 Makler-Gesetz. Für die Zulassung ist Praxisnachweis und eine schriftliche sowie mündliche Prüfung erforderlich. Laut GewO hat der Makler für die eigene Haftung eine Haftpflicht-Versicherung über mindestens 75.000 (!) EUR abzuschließen.
VersicherungsnehmerDer Versicherungsnehmer ist der Vertragspartner des Versicherungsunternehmens. Ihm stehen alle Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag zu. In der Praxis sind meist Versicherungsnehmer und versicherte Person ident.
Versicherungsperiodeist der Zeitraum - in der Regel ein Jahr, für welchen eine Prämie berechnet wird.
VersicherungssummeVertraglich vereinbarter Versicherungsschutz in Geldeinheiten. In der Ablebensversicherung ist es der Betrag, der vom Versicherer im Ablebensfall mindestens zu leisten ist. Im Erlebensfall ist es der Teil des Auszahlungsbetrages, der garantiert ist. Die Versicherungssumme basiert auf dem Rechnungszins.
Versicherungstechnische Rechnung§ 81 b (3) VAG: Für jede Bilanzabteilung ist eine gesonderte versicherungstechnische Rechnung zu erstellen. Die nichtversicherungstechnische Rechnung gemäß § 81 e Abs. 5 VAG ist bis einschließlich Posten 7 gesondert für jede Bilanzabteilung aufzustellen. Ab Posten 8 sind jeweils nur die Gesamtbeträge aller Bilanzabteilungen anzuführen (siehe dazu: KPMG (Hg.): Versicherungsaufsichtsgesetz in der Fassung der Novellen 1991 und 1992 samt ausgewählten Verordnungen und Erlässen. - Wien 1993, Loseblattsammlung sowie VAG-Novelle 1994, BGBl. 652/1994).
VersicherungsvertragsgesetzBundesgesetz vom 2. Dezember 1958 (BGBl. 2/1959) über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz 1958) idF der Bundesgesetze BGBl. 90/1993, 509/1994, 652/1994 und Teil I, Nr. 6/97
Versicherungswert (VW)Die Versicherungssumme sollte - vor allem zum Schadenszeitpunkt - dem tatsächlichen Wert (Vollwert) der versicherten Sache entsprechen (somit keine Unterversicherung!). Im Regelfall sollte er so hoch sein, wie der Neuwert der versicherten Sache bzw. Wiederbeschaffungswert.
VersStGVersicherungssteuergesetz
VersVGVersicherungs-Vertrags-Gesetz (Österreichische Version)
VerwaltungsgebührGebühr, die die Fondsgesellschaft für die Verwaltung bzw. das Management eines Investmentfonds erhebt
VfGHVerfassungsgerichtshof
VIVersichertes Interesse
Vinkulierungbedeutet bloß eine Sperre des Versicherungsvertrages zugunsten eines Gläubigers des VN, man spricht auch in diesem Zusammenhang von einem Sperrschein, (s. a. Hypothekargläubiger)Vinkulierung/Verpfändung/AbtretungZur Sicherstellung einer Forderung gegen der Versicherungsnehmer (zum Beispiel als Kreditbesicherung) können die Ansprüche aus dem Vertrag verpfändet oder abgetreten werden.Verpfändung: Versicherungsnehmer behält alle Rechte und Pflichten aus dem VertragAbtretung: Versicherungsnehmer behält die Pflichten und tritt alle Rechte aus dem Vertrag (Rückkauf, Belehnung, Prämienfreistellung) dem Gläubiger abVinkulierung: Versicherungsnehmer behält alle Rechte und Pflichten aus dem Vertrag. Es handelt sich lediglich um eine sogenannte „Auszahlungssperre“ der Ansprüche aus dem Vertrag. Der Vinkulargläubiger kann nur im Leistungsfall die Auszahlung verhindern.
VNVersicherungsnehmer
VÖIGAbkürzung für: Verband österreichischer Investment- Gesellschaften. Der VÖIG ist die Interessensvertretung aller österreichischen KAGs.
VolatilitätSchwankungsbreite von Wertpapierkursen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR), Teil des volkswirtschaftlichen (im Gegensatz zum betrieblichen) Rechnungswesens, stellt das Sozialprodukt. Vorauszahlung (Belehnung)Der Versicherungsnehmer kann – ohne Rechtsanspruch auf Gewährung – eine Vorauszahlung auf die später fällig werdende Versicherungssumme beantragen. Die Vorauszahlung wird bis zur Höhe des Rückkaufwertes gewährt. Für die Belehnungssumme ist eine jährliche Zusatzprämie zu zahlen. Diese wird gleichzeitig mit der laufenden Prämie eingehoben. Eine Vorauszahlung mindert nicht die Ansprüche auf Gewinnbeteiligung.
VRVersicherer
VSVersicherungssumme
VStVersicherungssteuer
VVVersicherungsvertrag/Versicherungsschein/Polizze
VVaGVersicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit
VVGVersicherungs-Vertrags-Gesetz (Deutsche Version)
VwGHVerwaltungsgerichtshof
WachstumsfondsInvestmentfonds, die breit gestreut in Wachstumsaktien anlegen
WährungsrisikoRisiko, welches bei der Investition in einen Fonds, der in einer Fremdwährung notiert ist, bzw. in einen Fonds, dessen Vermögen vornehmlich in Fremdwährungen angelegt ist, eingeht
WertanpassungVersicherungssumme und Prämie werden jährlich zur Hauptfälligkeit den Schwankungen des Verbraucherpreisindexes angepasst.
Wertanpassungsklausel(s. a. Indexklausel)
WertchartAls Wertchart wird jene graphische Aufzeichnung bezeichnet, welche die laufende Kursentwicklung eines Fonds inkl. den Ausschüttungen aufzeigt (zum Unterschied zum Performancechart). Beim FIAP (Fonds-Invest-Analyse-Programm) werden beide Varianten auf "Anklick" online berechnet.
Wertschöpfung der PrivatversicherungGemäß den Konventionen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wird die Wertschöpfung der Privatversicherung folgendermaßen abgeleitet (siehe dazu auch: Österr. Stat. Zentralamt (Hg.): Österreichs Volkseinkommen 1964-1977, Neuberechnung op. cit., S. 151): Brutto-Produktionswert, bereinigt (sogenannte "Dienstleistungsprämie"), minus Sachaufwendungen (Vorleistungen) ist gleich Netto-Produktionswert (= Beitrag zum BIP). Die Dienstleistungsprämie ist der Saldo aus unbereinigtem Brutto-Produktionswert minus Schadenzahlung (= die Versicherungsleistungen). Der unbereinigte Brutto-Produktionswert ist die Summe aus Nettoprämien (darunter sind die Prämien im Eigenbehalt zu verstehen) plus indirekte Steuern plus Nebenleistungen plus Netto-Kapitalerträge minus Zuwachs der Reserven des Deckungsstocks in der Lebensversicherung (sogenannte Sparprämie). Die Sachaufwendungen setzen sich aus laufenden Verwaltungskosten plus den Provisionen und sonstigen Organisationskosten minus dem Personalaufwand zusammen. Dem gemäß sind im Netto-Produktionswert (das ist die Wertschöpfung = Beitrag zum BIP) die in der Versicherungswirtschaft gezahlten Brutto-Entgelte für unselbständige Arbeit, der Betriebsüberschuss, die Abschreibungen und der Saldo aus indirekten Steuern und Subventionen enthalten. Mit ihrer Wertschöpfung tragen die privaten Versicherungsunternehmen zum Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen bei. Abweichungen vom langjährigen Durchschnitt der Wachstumsrate der Wertschöpfung erklären sich vor allem durch unstetiges Auslaufen von Lebensversicherungsverträgen, den daraufhin einsetzenden Bemühungen um Neuabschlüsse und durch die Tarifdynamik der Kfz-Haftpflichtversicherung.
Wertschöpfung des Sektors "Vermögensverwaltung"Beitrag des Sektors "Vermögensverwaltung" zum Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen. Die Privatversicherung gehört in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wie das Geld- und Kreditwesen, das Realitätenwesen sowie die Rechts- und Wirtschaftsdienste zum Sektor "Vermögensverwaltung".
WiederanlageMöglichkeit, die Jahresausschüttung im gleichen Fonds wieder anzulegen. In der Regel ist die Wiederanlage zu speziell günstigen Konditionen möglich.
ZahlstelleBanken, bei denen Investmentanteile gekauft, verkauft oder Ertragsscheine eingelöst werden können. Im Inland fungieren in der Regel die jeweiligen Depotbanken als Zahlstelle. Werden Investmentanteile im Ausland abgesetzt, so muss die Kapitalanlagegesellschaft dort eine Bank finden, welche die Zahlstellenfunktion übernimmt. Sonst kann keine Vertriebsgenehmigung erfolgen.
Zession(lat.) Übertragung (Abtretung) eines Anspruches an einen "Dritten", zB Erst.-V (= Zedent) an Rück.V (= Zessionär)
Zugelassene FondsIn- und ausländische Investmentfonds, die nach dem jeweiligen nationalen Investmentfondsgesetz zum Vertrieb im jeweiligen Land zugelassen sind (=Vertriebszulassung)
Zusammengefasste BilanzDa in der zusammengefassten Bilanz alle Versicherungszweige aller Unternehmen enthalten sind, weist sowohl die Bilanzposition "Reinverlust" als auch "Reingewinn" einen Wert aus. Die Bilanzen enthalten zum Teil vorläufige und unrevidierte Angaben (Abweichungen von der Versicherungsaufsichtsstatistik ergeben sich zB durch Meldungsverzögerungen) und beziehen sich auf das inländische Geschäft. Von einer Zusammenfassung ist die Konsolidierung zu unterscheiden, welche die Umarbeitung von Einzel-Rechnungsabschlüssen auf den Rechenkreis einer Unternehmensgruppe ist. Für Hinweise zu den einzelnen Bilanzpositionen siehe: Verordnung des Bundesministers für Finanzen über die Rechnungslegung von Unternehmen der Vertragsversicherung - RLVVU vom 4. Dezember 1992, BGBl. 757/1992.
Zusammengefasste Gewinn- und VerlustrechnungDa in der zusammengefassten Gewinn- und Verlustrechnung alle Versicherungszweige aller Unternehmen enthalten sind, weist sowohl die Position "Verlust des Geschäftsjahres " als auch "Gewinn des Geschäftsjahres" einen Wert aus. Die Gewinn- und Verlustrechnungen enthalten zum Teil vorläufige und unrevidierte Angaben (Abweichungen von der Versicherungsaufsichtsstatistik ergeben sich zB durch Meldungsverzögerungen) und beziehen sich auf das inländische Geschäft. Von einer Zusammenfassung ist die Konsolidierung zu unterscheiden, welche die Umarbeitung von Einzel-Rechnungsabschlüssen auf den Rechenkreis einer Unternehmensgruppe ist. Für Hinweise zu den einzelnen Bilanzpositionen siehe: Verordnung des Bundesministers für Finanzen über die Rechnungslegung von Unternehmen der Vertragsversicherung - RLVVU vom 4. Dezember 1992, BGBl. 757/1992.
ZwischengewinnUnter Zwischengewinn versteht man den im Anteilpreis enthaltenen Ertragsanteil, soweit er sich aus Zinsen und Zinsansprüchen zusammensetzt. Der Zwischengewinn unterliegt der Einkommensteuer.