Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%2019/68
Timestamp: 2020-04-03 17:57:41
Document Index: 265706140

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.02.1969 - II ZR 19/68 - dejure.org
BGH, 17.02.1969 - II ZR 19/68
https://dejure.org/1969,1613
BGH, 17.02.1969 - II ZR 19/68 (https://dejure.org/1969,1613)
BGH, Entscheidung vom 17.02.1969 - II ZR 19/68 (https://dejure.org/1969,1613)
BGH, Entscheidung vom 17. Februar 1969 - II ZR 19/68 (https://dejure.org/1969,1613)
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Vorvertrag - Übereinstimmender Parteiwillen - Sofortige rechtsgeschäftliche Bindung - Abschluß des Hauptvertrags
Anstellungsvertrag, Betriebliche Übungen oder tarifliche Regelungen, Grundsätzlich keine Anwendung arbeitsrechtlicher Schutzvorschriften, Rechtliche Einordnung des Anstellungsvertrags
WM 1969, 686
Der Grundsatz der gleichmäßigen Behandlung kommt bei Vertretungsorganen von Kapitalgesellschaften in der Regel nicht zum Zuge, weil deren Verträge weitgehend nach individuellen Gesichtspunkten ausgehandelt zu werden pflegen und mit den Verträgen sonstiger Angestellter nicht vergleichbar sind (BGH, Urteil vom 8. März 1973 - II ZR 134/71, WM 1973, 506; Urteil vom 17. Februar 1969 - II ZR 19/68, WM 1969, 686, 688).
Die Auffassung der Revision, einer solchen Absprache habe es mit Rücksicht auf eine langjährige Übung, wonach alle Tariferhöhungen in der chemischen Industrie auch den Arbeitern und Angestellten der Beklagten zugute gekommen seien, nicht bedurft, geht schon deshalb fehl, weil für Gehaltsvereinbarungen mit Geschäftsführern einer GmbH insoweit besondere Regeln gelten (vgl. Urt. d. Sen. v. 17.2.69 - II ZR 19/68, WM 1969, 686).
Der Grundsatz der gleichmäßigen Behandlung kommt bei Vertretungsorganen von Kapitalgesellschaften in der Regel nicht zum Zuge, weil deren Verträge weitgehend nach individuellen Gesichtspunkten ausgehandelt zu werden pflegen und mit den Verträgen sonstiger Angestellter nicht vergleichbar sind (vgl. BGH, Urt. v. 17.2.69 - II ZR 19/68 -, WM 1969, 868).
Bei ihnen ist daher für eine Anwendung des arbeitsrechtlichen Grundsatzes der gleichmäßigen Behandlung sowohl im Verhältnis zu anderen Betriebsangehörigen als auch im Verhältnis der Organmitglieder zueinander im allgemeinen kein Raum (Urt. d. Sen. v. 8.3.73 - II ZR 134/71, WM 1973, 506 zu 2; v. 17.2.69 - II ZR 19/68, WM 1968, 686 zu II).
OLG Düsseldorf, 23.05.1990 - 6 U 227/89
Ein Ruhegeldanspruch kraft Übung kommt schließlich nicht in Betracht, weil der Gesichtspunkt der betrieblichen Übung und der im Zusammenhang damit bedeutsame Grundsatz der gleichmäßigen Behandlung eine genügende Anzahl im wesentlichen gleichliegender Fälle voraussetzen (BGH WM 1969, 686, 688).
BGH, 17.12.1971 - V ZR 140/69
Antrag zur Bewilligung einer Hypothek in das Grundbuch zur Sicherung eines …
Es müssen daher besondere Umstände vorliegen, um annehmen zu können, die Parteien hätten sich ausnahmsweise schon vor abschließender Regelung aller Vertragspunkte binden wollen (vgl. BGH Urteil vom 17. Februar 1969 - II ZR 19/68, WM 1969, 686, 687).