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Timestamp: 2016-10-27 12:47:23
Document Index: 144883947

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135', 'BGE']

I 693/00 (07.01.2002)
A.- Die 1959 geborene W.________ erlernte von 1975 bis 1979 den Beruf einer Hochbauzeichnerin, welchen sie nach erfolgreichem Lehrabschluss mehrere Jahre aus�bte. Von 1985 bis 1987 absolvierte sie berufsbegleitend eine Handelsschule und arbeitete anschliessend mit Unterbr�chen an verschiedenen Stellen als Hochbauzeichnerin und/oder Sekret�rin.
Nach dem Besuch einer B�uerinnenschule im Jahre 1991 sowie eines EDV-Intensivkurses im Jahre 1993 scheiterte ein erster Versuch, die Eidgen�ssische Maturit�t zu erlangen, im November 1995 an einer zunehmenden depressiven Entwicklung.
Auf einen Suizidversuch im Januar 1996 hin weilte sie vom 7. M�rz bis 14. Mai 1996 in der Psychosomatischen Klinik Z.________, war jedoch weiterhin bis Ende 1996 halbtags als Sekret�rin t�tig.
Am 1. September 1997 meldete W.________ sich unter Hinweis auf eine seit ca. zwei Jahren bestehende psychische Erkrankung bei der Invalidenversicherung an und ersuchte um Berufsberatung, Umschulung auf eine neue T�tigkeit und Arbeitsvermittlung. Nach Abkl�rungen in medizinischer und beruflich-erwerblicher Hinsicht - namentlich dem Beizug eines Arztberichtes des Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. September 1997 - sprach die IV-Stelle des Kantons Aargau der Versicherten berufliche Massnahmen in Form der �bernahme der Kosten einer am 1. Februar 1997 begonnenen Vorbereitung zur Eidgen�ssischen Matura an der Maturit�tsschule Y.________ f�r Erwachsene zu (Verf�gungen vom 16. Februar/4. Mai 1998). Nachdem sie die Maturit�tspr�fungen im Juni 1999 erfolgreich bestanden hatte und ihr per 25. Oktober 1999 ein Studienplatz an der Universit�t X.________ f�r das Grundstudium Humanmedizin zugesichert worden war, stellte W.________ erneut ein Gesuch um Kosten�bernahme. Die IV-Stelle holte hierauf einen weiteren Bericht des Dr. med.
B.________ vom 28. Oktober/3. November 1999, einen Zwischenbericht ihrer internen Berufsberatung vom 14. Dezember 1999, einen Bericht des Dr. med. A.________, Arztdienst, vom 4. Januar 2000 und eine Stellungnahme desselben Arztes zu einer Anfrage vom 24. Februar 2000 sowie ein Gutachten des Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. Februar 2000 ein. Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens lehnte sie das Ersuchen ab (Verf�gung vom 13. Juni 2000).
B.- Die von W.________ hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons Aargau, nachdem auch seitens der Verwaltung vernehmlassungsweise der Antrag auf Gutheissung des Rechtsmittels gestellt worden war, gut, hob die Verf�gung vom 13. Juni 2000 auf und verpflichtete die IV-Stelle, der Versicherten als berufliche Massnahme Kostengutsprache f�r das angefangene Studium der Humanmedizin zu leisten (Entscheid vom 19. September 2000).
C.- Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides.
W�hrend W.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen l�sst, verzichtet die IV-Stelle auf eine Stellungnahme.
b) Laut Art. 17 Abs. 1 IVG hat der Versicherte Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbst�tigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidit�t notwendig ist und dadurch die Erwerbsf�higkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert werden kann. Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grunds�tzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, dem vor Eintritt der Invalidit�t bereits erwerbst�tig gewesenen Versicherten eine seiner fr�heren ann�hernd gleichwertige Erwerbsm�glichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der "ann�hernden Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstm�glichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umst�nden bestm�glichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich soweit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch gen�gend ist (BGE 124 V 109 Erw. 2a mit Hinweisen).
Zu den notwendigen und geeigneten Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art z�hlen alle zur Eingliederung ins Erwerbsleben unmittelbar erforderlichen Vorkehren.
Deren Umfang l�sst sich nicht in abstrakter Weise festlegen, indem ein Minimum an Wissen und K�nnen vorausgesetzt wird und nur diejenigen Massnahmen als berufsbildend anerkannt werden, die auf dem angenommenen Minimalstand aufbauen.
Auszugehen ist vielmehr von den Umst�nden des konkreten Falles. Der Versicherte, der infolge Invalidit�t zu einer Umschulung berechtigt ist, hat Anspruch auf die gesamte Ausbildung, die in seinem Fall notwendig ist, damit die Erwerbsf�higkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert werden kann (BGE 124 V 110 Erw. 2a mit Hinweis).
2.- Streitig und zu pr�fen ist, ob das im Herbst 1999 begonnene Humanmedizinstudium eine Umschulungsmassnahme im Sinne von Art. 17 Abs. 1 IVG darstellt und demzufolge die Invalidenversicherung die Kosten im gesetzlichen Umfang zu �bernehmen hat.
3.- a) Vorinstanz und IV-Stelle bejahen einen Anspruch auf Umschulung, da die Beschwerdegegnerin in ihrem bisherigen Beruf gesundheitsbedingt nicht mehr arbeiten k�nne und sich gerade auf Grund der Unterforderung auch keine Alternative biete, die ohne zus�tzliche Ausbildung realisierbar w�re. Angesichts der Beurteilung durch die IV-Berufsberaterin (Bericht vom 14. Dezember 1999) sowie Dr. med.
3. November 1999), welcher die Versicherte seit 1996 �rztlich betreue und in Kenntnis der gesamten Vorakten eine gute Prognose hinsichtlich des ge�usserten beruflichen Zieles stelle, entspreche ferner ein Medizinstudium am ehesten den pers�nlichen F�higkeiten und Neigungen der Beschwerdegegnerin.
Zum einen beinhalte dieser Ausbildungsgang die gew�nschten hohen Anforderungen und zum anderen deute der Umstand, dass bisher s�mtliche Aus- und Weiterbildungen erfolgreich abgeschlossen worden seien, darauf hin, dass die Versicherte auch einem erh�hten Leistungsdruck standzuhalten verm�ge. Das Erfordernis der Gleichwertigkeit der Erwerbsm�glichkeiten k�nne sodann im vorliegenden Fall nicht massgeblich sein, weil gerade das tiefere Anforderungsprofil in den bisherigen T�tigkeiten Ausl�ser f�r die Aktualisierungen der Traumata und damit der invalidisierenden Krankheit gewesen sei. Ebenso wenig ziele das begonnene Studium in erster Linie auf eine wirtschaftliche Besserstellung ab, h�tte es doch unter diesem Gesichtspunkt lukrativere Studienrichtungen gegeben und sei zudem nicht sicher, dass die Versicherte einmal in der Lage sein werde, ihren Beruf als �rztin vollzeitig auszu�ben.
b) Das BSV macht demgegen�ber geltend, bei der angestrebten Ausbildung zur �rztin handle es sich nicht um eine notwendige und geeignete Eingliederungsmassnahme, da diese angesichts der langen Dauer und der dadurch entstehenden hohen Kosten nicht als einfache und zweckm�ssige Vorkehr zu bezeichnen sei und das Kriterium der Gleichwertigkeit bei weitem �bersteige. Insbesondere habe die Beschwerdegegnerin als gelernte Hochbauzeichnerin und Sekret�rin noch diverse zus�tzliche Ausbildungskurse erfolgreich abgeschlossen, sodass es ihr m�glich sein sollte, eine f�r sie befriedigende Erwerbst�tigkeit finden und aus�ben zu k�nnen. Die ausgepr�gte Inkonstanz in ihrem Berufsleben, das die Versicherte auf Grund rezidivierender depressiver Episoden immer wieder habe aufgeben m�ssen, sei weniger auf eine Unterforderung in den bisherigen Besch�ftigungen zur�ckzuf�hren, sondern beruhe prim�r auf einem verminderten Selbstwertgef�hl. Mit dem begonnenen Medizinstudium werde ein Ausbildungsziel bezweckt, das mit einem hohen Sozialprestige verbunden und somit de facto - neben der Psychotherapie - als therapeutische Massnahme zu sehen sei. Im �brigen bestehe - so auch die Schlussfolgerung des Dr. med.
C.________ in seinem Gutachten vom 12. Februar 2000 - angesichts des Krankheitsbildes die Gefahr, dass die Beschwerdegegnerin sp�testens im Zeitpunkt der an das Studium anschliessenden Assistenzzeit und an den damit verbundenen erheblichen Belastungen scheitern werde, zumal auf Grund des Alters der Versicherten bei Beendigung der spezial�rztlichen Zusatzausbildung gegen�ber j�ngeren Arztkollegen und -innen kaum realistische Berufschancen best�nden.
4.- a) Das BSV bringt zun�chst vor, die gew�nschte Umschulung zur �rztin sei nicht notwendig, um die Erwerbsf�higkeit nach Art. 17 Abs. 1 IVG zu erhalten oder wesentlich zu verbessern, da die Beschwerdegegnerin bereits auf Grund ihrer bestehenden beruflichen Qualifikationen in der Lage sei, eine ihr zumutbare T�tigkeit aufzunehmen und auszu�ben.
Diesem Einwand ist entgegen zu halten, dass die schweren depressiven Einbr�che des Selbstwertgef�hls bzw. die Folgen physischer und psychischer Traumatisierungen w�hrend der Kindheit, an welchen die Versicherte gem�ss Arztbericht des Dr. med. B.________ vom 22. September 1997 leidet, nach Aussage dieses Arztes aktualisiert werden und damit die Gefahr einer Invalidisierung zunimmt, sofern die Beschwerdegegnerin perspektivlose, nicht ihren F�higkeiten entsprechende Arbeiten zu verrichten hat. Der Grad der Arbeitsunf�higkeit in den bisherigen T�tigkeiten wurde denn auch seit 14. April 1997 durchgehend auf 70 % beziffert. Einen Ausweg sah der Psychotherapeut im seitens der Versicherten gew�nschten Nachholen der Matura und einer dadurch erm�glichten, ihren hohen F�higkeiten gerecht werdenden Berufsperspektive, wodurch l�ngerfristig eine Belastungsf�higkeit von 50 bis 100 % erreicht werden k�nne. Mit Bericht vom 28. Oktober/3. November 1999, worin Dr. med. B.________ die Diagnose von bereits gebesserten rezidivierenden psychoreaktiven Depressionen stellte, wurde des Weitern erg�nzend ausgef�hrt, die Belastungsf�higkeit wachse, je mehr eine Arbeit der hohen Begabung der Beschwerdegegnerin entspreche und eine Lebensperspektive biete. Im Lichte dieser �berzeugenden Einsch�tzung, die auf einer eingehenden psychotherapeutischen Beobachtung der Versicherten �ber mehrere Jahre beruht, erscheint glaubhaft, dass die gesundheitlich bedingte Inkonstanz im bisherigen Erwerbsleben entgegen der Meinung des BSV auf eine berufliche Unter- und nicht �berforderung zur�ckzuf�hren ist und durch eine Besch�ftigung in einem anspruchsvolleren Arbeitsumfeld gemindert werden k�nnte. Da sich eine Steigerung der Erwerbsf�higkeit deshalb nicht als ausgeschlossen erweist, sind weitergehende Umschulungsmassnahmen in Anbetracht der andernfalls drohenden Invalidit�t notwendig, zumal das Maturit�tszeugnis noch keinen Berufsabschluss darstellt (BGE 106 V 166 Erw. 2) und die Beschwerdegegnerin lediglich zu T�tigkeiten bef�higt, die ihren ehemaligen Arbeitsstellen vergleichbar sind.
Selbst wenn die Versicherte nach Abschluss der gew�nschten Ausbildung nicht in der Lage sein sollte, uneingeschr�nkt erwerbst�tig zu sein, und ihr auch nicht s�mtliche dem angestrebten Studienabschluss entsprechenden Berufsm�glichkeiten zug�nglich sein d�rften, l�sst die beantragte Eingliederungsmassnahme eine wesentliche Verbesserung der heute vorhandenen Erwerbsm�glichkeiten erwarten. Ferner steht der voraussichtliche Eingliederungsgewinn - allenfalls die Vermeidung der vollen Berentung - trotz verh�ltnism�ssig langer Ausbildungsdauer auch in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu den erforderlichen Ausbildungskosten.
b) Das BSV macht ferner geltend, die Inangriffnahme des Hochschulstudiums sei vorwiegend psychotherapeutisch motiviert und deshalb nicht mit der prim�ren Zielrichtung einer Eingliederungsmassnahme beruflicher Art vereinbar.
Hiebei verkennt es indes, dass die �rztlicherseits empfohlene Ausbildung nicht in erster Linie als therapeutische Rehabilitationsmassnahme, sondern prim�r als Vorkehr zur unmittelbaren beruflichen Eingliederung betrachtet wird.
Dr. med. B.________ legte in seinem Bericht vom 22. September 1997 klar dar, dass unter der Perspektive einer Eingliederung in einem der hohen Begabung der Versicherten entsprechenden Beruf l�ngerfristig mit einer erh�hten Belastungsf�higkeit zu rechnen sei, wobei diesfalls nicht zuletzt auch "erfolgreicher psychotherapeutisch gearbeitet werden" k�nne. Diese Aussage verdeutlicht, dass durch die gew�hlte Ausbildung zur �rztin die unmittelbare Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsf�higkeit im Vordergrund steht, dem Studium aber zugleich auch ein positiver therapeutischer Nebeneffekt innewohnt, was die Anerkennung als Umschulungsmassnahme nicht ausschliesst (nicht ver�ffentlichte Urteile J. vom 6. August 1999, I 234/98, und M. vom 25. Juli 1989, I 113/89; vgl. auch ZAK 1992 S. 364 und 1983 S. 494 f. Erw. 2b).
c) Was das Argument des BSV anbelangt, es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin den Anforderungen des begonnenen Medizinstudiums nicht gewachsen sei und sp�testens an den als Assistenz�rztin ausgesetzten Belastungen scheitern werde, ist wiederum auf die schl�ssigen und nachvollziehbaren Ausf�hrungen des Dr. med. B.________ in dessen Bericht vom 28. Oktober/3. November 1999 zu verweisen.
Danach wird der Versicherten eine Belastungsf�higkeit attestiert, welche anwachse, je qualifizierter eine Arbeit sei, sodass namentlich auch in Anbetracht der bereits erfolgreich absolvierten anspruchsvollen Maturavorbereitungen und -pr�fungen sowohl f�r das Studium der Humanmedizin wie auch f�r die anschliessende Berufsarbeit eine gute Prognose gestellt werden k�nne, zumal sich die Versicherte der w�hrend der Assistenzzeit oftmals auftretenden belastenden und frustrierenden Situationen durchaus bewusst sei.
Die durch Dr. med. C.________ (im Gutachten vom 12. Februar 2000) wie auch durch Dr. med. A.________ (im Bericht vom 4. Januar 2000 und in der Stellungnahme zur Anfrage vom 24. Februar 2000) ge�usserten Bedenken verm�gen an dieser Beurteilung nichts zu �ndern. Im Gegensatz zu den durch Dr.
med. B.________ �ber eine l�ngere Behandlungsperiode gesammelten individuellen Erfahrungswerte beruhen die Schlussfolgerungen des zweitgenannten Arztes, welcher die probeweise �bernahme der Kosten f�r die ersten zwei Studienjahre im �brigen dennoch im Ergebnis bejaht, nicht auf pers�nlichen Untersuchungen und stellen die Einsch�tzungen beider Fachpersonen lediglich Momentaufnahmen dar.
d) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wendet das BSV schliesslich ein, die gew�nschte Umschulung vermittle der Beschwerdegegnerin eine im Vergleich zu ihren fr�heren T�tigkeiten h�herwertige Erwerbsm�glichkeit; die Invalidenversicherung habe jedoch nur f�r berufliche Eingliederungsmassnahmen aufzukommen, welche zu einer der bisherigen Arbeit ann�hernd gleichwertigen Besch�ftigung bef�higten.
Das rechtsprechungsgem�ss vorausgesetzte Erfordernis der "ann�hernden Gleichwertigkeit" der durch eine Umschulung vermittelten neuen Bet�tigungsm�glichkeiten soll eine durch die Eingliederungsmassnahme im Vergleich zur �konomischen Lage vor dem Invalidit�tseintritt bewirkte wirtschaftliche Besserstellung der versicherten Person verhindern.
Wie in Erw. 1b hievor bereits dargelegt, bezieht sich der Begriff der "ann�hernden Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstm�glichkeit.
Sind Art und Schwere der Invalidit�t und ihre beruflichen Auswirkungen indes derart schwerwiegend, dass nur eine verglichen mit der vor dem Invalidit�tseintritt ausge�bten Erwerbst�tigkeit anspruchsvollere Ausbildung zu einer optimalen Verwertung der Arbeitsleistung auf einer h�heren Berufsstufe f�hrt, sind in diesem Sonderfall die Kosten einer entsprechenden Umschulung von der Invalidenversicherung dennoch zu �bernehmen (ZAK 1988 S. 470 Erw. 2c).
Da gem�ss den �rztlichen Ausk�nften der Ausl�ser f�r Aktualisierungen der Traumata in den (zu) tiefen Anforderungen im bisherigen beruflichen T�tigkeitsfeld lag, kann dem Kriterium der "ann�hernden Gleichwertigkeit" - namentlich auch im Sinne eines qualitativ �hnlichen Ausbildungsstandes bzw. Stellenwertes der zu vergleichenden Berufe (BGE 124 V 111 f. Erw. 3b mit Hinweisen) - vorliegend eben gerade nicht massgebliche Bedeutung zukommen. Entgegen der Auffassung des BSV sind keine den fr�heren Bet�tigungen ausbildungsm�ssig gleichwertige Berufsrichtungen erkennbar, welche auf Grund der Unterforderungsproblematik geeignet w�ren, die Erwerbsf�higkeit der Beschwerdegegnerin voraussichtlich auf Dauer zu erhalten oder zu verbessern. Im �brigen ist selbst nach Abschluss des gew�nschten Studienganges nicht mit einer uneingeschr�nkten Berufsaus�bung zu rechnen, weshalb die begonnene Ausbildung im Vergleich zu den vor Eintritt der Invalidit�t m�glich gewesenen Erwerbst�tigkeiten nicht ohne weiteres eine erhebliche wirtschaftliche Besserstellung bewirken wird, zumal heutzutage - wie seitens der IV-Stelle zu Recht vorgebracht - aus rein finanziellen Motiven andere Studienrichtungen einzuschlagen w�ren. Nachdem auch keine einfacheren zweckm�ssigen Eingliederungsm�glichkeiten bestehen (vgl. auch Erw. 4a in fine hievor) und das Humanmedizinstudium als Teil einer Gesamtausbildung zu sehen ist, welche sich angesichts der besonderen gesundheitlichen Situation sowie der hohen intellektuellen F�higkeiten der Beschwerdegegnerin zur voraussichtlichen Erhaltung oder wesentlichen Verbesserung der Erwerbsf�higkeit als notwendig erweist, l�sst sich eine Verweigerung der Kosten�bernahme f�r das begonnene Studium nicht rechtfertigen, sodass der angefochtene Entscheid zu best�tigen ist.
5.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend steht der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 122 V 280 Erw. 3e/aa).
IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der IV-Stelle des Kantons Aargau und der Eidgen�ssischen Ausgleichskasse, Bern,