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Timestamp: 2020-05-31 18:58:13
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Entsprechend wird in der Medizin unter Transsexualität verstanden, dass ein Mensch auch geschlechtsangleichende Maßnahmen wünscht, um mit seiner persönlichen Geschlechtsidentität besser leben zu können.1
Harry Benjamin (1885–1986), ein Pionier auf dem Gebiet der Transsexualitätsforschung, beschrieb, dass transsexuelle Menschen wegen eines sehr starken inneren Leidensdrucks eine weitestgehende körperliche und soziale Angleichung an das empfundene innere Geschlecht wünschen.2 Benjamin unterschied auch zwischen verschieden starken Ausprägungen von Transsexualismus.
Im Gegensatz zu den Begriffen Heterosexualität und Homosexualität definiert der Begriff Transsexualität keinerlei Aussage über die sexuelle Orientierung oder das Sexualverhalten der Betroffenen. Stattdessen ist zum Verständnis von Transsexualität die Geschlechtsidentität (englisch: gender identity) bestimmend und zentral, von der die Körpermerkmale abweichen. Seit etwa 1985 wird deshalb im deutschsprachigen Raum auch der Begriff Transidentität zunehmend verwendet, der jedoch weiter gefasst ist als Transsexualität, und u. a. auch verschieden weitgehende Formen der Geschlechtsangleichung beinhaltet. Transsexualität wird häufig als die weitestgehende Ausprägung eines ganzen Spektrums an Menschen verstanden, die ihren Körper nicht oder nur teilweise (z. B. nur durch Hormontherapie) angleichen wollen.3 Den verwendeten Begriffen Transsexualität, Transidentität und Transgender ist gemeinsam, dass sie in der Medizin, im Recht und von den Betroffenen selbst sehr unterschiedlich verstanden und gehandhabt werden. Beispiel dafür ist etwa das Transsexuellengesetz, das seit 2011 auch für Menschen ohne operative Eingriffe die Möglichkeit der Personenstandsänderung bietet.
Nach ICD-10, der bis Juni 2018 gültigen Fassung der Internationalen Klassifizierung von Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme der Weltgesundheitsorganisation, zählte Transsexualismus (F64.0) als Geschlechtsidentitätsstörung zu den Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Diese Klassifikation wurde mit der ICD-11,4 welche im Juni 2018 verabschiedet wurde, gestrichen. Stattdessen ist gender incongruence („geschlechtliche Nichtübereinstimmung“) enthalten, welches wertfrei als Zustand verzeichnet ist, welcher medizinisch von Belang ist.56 Der neue Katalog soll 2022 in Kraft treten, 2019 wird er den WHO-Mitgliedsstaaten vorgelegt.78
Menschen, denen bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde, aber männlich sind, werden in medizinischer oder psychologischer Fachliteratur häufig als Frau-zu-Mann(= FzM)-Transsexuelle bezeichnet; Menschen, denen bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde, aber weiblich sind, entsprechend als Mann-zu-Frau(= MzF)-Transsexuelle.9 Die meisten transsexuellen Menschen lehnen diese Wortschöpfungen jedoch ab, da sie die angeborene Geschlechtsidentität, d. h. das Körperbild, das Wissen und Fühlen um das eigene Geschlecht, nicht als geschlechtsbestimmend respektieren, sondern ausschließlich von körperlichen Faktoren ausgehen. Die Definitionen unterstellen dadurch den Betroffenen implizit, ursprünglich eine „echte Frau“ oder ein „echter Mann“ gewesen zu sein, die oder der sich in das Gegenteil verwandeln würde. Dies entspricht nicht dem eigenen Empfinden transsexueller Menschen, die ihren Körper ihrem inneren Identitätsgeschlecht angleichen, weil sie dieses als unveränderbar wahrnehmen (was auch von den meisten Fachleuten so gesehen wird).
Der österreichische Philosoph Otto Weininger verwendete den Begriff Transsexualität,10 um die gegengeschlechtlichen Anteile eines Menschen zu beschreiben, die er in der Figur des Parsifal von Richard Wagner verkörpert sah. Transsexuell bedeutete für ihn alles nicht-männliche, auch Bücher, Politik, Wissenschaft und Kunst, was im Gegensatz stünde zum Sexuellen – für Weininger gleichbedeutend mit dem Phallus. Weininger führte in seinem Buch Geschlecht und Charakter an, dass auf Frauen nur das Sexuelle, nicht aber das Transsexuelle anziehend wirke.11 Weiningers Definitionen haben jedoch (abgesehen von einigen Irrtümern) so gut wie nichts mit dem modernen Verständnis von Transsexualität zu tun.
Der deutsche Arzt und Sexualforscher Magnus Hirschfeld prägte 1910 die Bezeichnung Transvestiten für Menschen, die sich gelegentlich, regelmäßig oder ständig als Angehörige des anderen Geschlechts kleiden. Hirschfelds ursprüngliche Definition von „Transvestit“ war jedoch trotz des äußerlichen Schwerpunkts der Kleidung viel weiter gefasst als die moderne Definition,12 sie umfasste auch transsexuelle Phänomene, ähnlich wie der heutige Begriff „Transgender“, der sich allerdings auf die innere Geschlechtsidentität konzentriert. Für Menschen, die sich nicht einfach nur gegengeschlechtlich kleideten, sondern seelisch dem einen, körperlich aber dem anderen Geschlecht zugehörten, verwendete er 1923 – in der letzten Ausgabe seines Jahrbuchs für sexuelle Zwischenstufen – den Begriff des „seelischen Transsexualismus“, eine geschlechtliche Variation, die er als Vorstufe des Hermaphroditismus ansah.
Zeitweilig wurde David O. Cauldwell, der das Wort in seinem 1949 erschienenen Artikel Psychopathia transexualis aufgegriffen hatte,13 fälschlich als Urheber dieses Begriffs angesehen. Harry Benjamin, der Hirschfeld, dessen Publikationen und dessen Institut für Sexualwissenschaft kannte, griff den Begriff 1953 in seinem Artikel Transvestism and Transsexualism im Zusammenhang mit dem Fall der Christine Jorgensen wieder auf, und etablierte ihn 1966 mit seinem Buch The Transsexual Phenomenon in der Sexualmedizin.14 In den Arbeiten von Cauldwell und Benjamin wurde der Begriff des Transsexualismus bereits in seiner heutigen Bedeutung verwendet.
Fälle von Transsexualität (und/oder Transvestitismus) sind auch bei ostasiatischen Schamanen u. a. in Sibirien, Tibet und Korea, und bei Indianern Amerikas bekannt, und waren dort bis ins 20. Jahrhundert einigermaßen gesellschaftlich akzeptiert.1516 Mit männlichen Körpermerkmalen geborene transsexuelle Kinder durften in gewissen indianischen Kulturen als Mädchen aufwachsen, verrichteten ausschließlich weibliche Tätigkeiten und konnten später sogar Zweit- oder Drittfrau eines Mannes werden.17 Die Grenzen zu effeminierter Homosexualität sind dabei jedoch nicht eindeutig zu ziehen. Dieses Phänomen wurde von vielen Reisenden und Forschern seit dem 16. Jahrhundert berichtet, zuerst von Cabeça de Vaca 1555.18 Manchmal wurden die betreffenden Personen von Europäern auch für „Hermaphroditen“ gehalten (zuerst 1586 von Laudonnière); genauere körperliche Inspektionen ergaben jedoch laut Hirschfeld (1910) normalerweise den Befund, dass es sich um „effeminierte Männer“ handelte.19 Wied meinte nach einer Amerika-Reise 1832–1834, dass das Phänomen für „die meisten Nationen des inneren Nordamerika“ erwiesen sei. Hirschfeld (1910) nennt u. a. die Stämme der Sioux und Illinois, Indianer in Florida, Louisiana, „Yucatan“ und im südlichen Brasilien.20 Es gab bei den Indianern umgekehrt auch biologisch weibliche Menschen, die als Mann, Jäger und Krieger leben durften.18
Beispiele finden sich bei Religionen vorderasiatischer Göttinnen wie z. B. Astarte, Inanna und besonders Kybele. Dabei wurden auch einfache körperliche Veränderungen wie Totalkastrationen im Jugendalter vorgenommen, durch die nicht nur eine Vermännlichung verhindert werden konnte, sondern bis zu einem gewissen Grade langfristig auch eine Verweiblichung stattfindet (allerdings kann es auch zu eunuchoidem Hochwuchs kommen, was bei MzF-Transsexualität überhaupt nicht erwünscht ist). Die Betroffenen lebten als Frauen (Kleidung, Frisur etc.). Dies wurde/wird bis in die Gegenwart noch in Indien und Bangladesch bei den Hijras praktiziert.22 Die Religion der Kybele mit ihren z. T. transsexuellen Priesterinnen (Galloi) verbreitete sich in der Antike und Spätantike auch im römischen Reich, also auch in Europa.2322 Allerdings wurde es unter Domitian zunächst unter Strafe gestellt, Sklaven zu kastrieren, unter Hadrian bei Todesstrafe verboten, Freie oder Unfreie zu kastrieren, auch nicht bei Einwilligung. Strafbedroht war der durchführende Arzt und der einwilligende Kastrierte. Die Regelung wurde bis in die Spätantike immer wieder durch kaiserliche Erlasse bestätigt, unter Iustinian mit der Talion bedroht.25 Dennoch verbreiteten sich Kult und zugehöriges Priesterwesen in der Spätantike.26
In Europa war nach der Antike das Thema eines Geschlechts"wechsels" mit einem absoluten Tabu belegt. Mittelalterliche Kleiderordnungen versuchten selbst die Länge und andere Details der Gewänder für jede soziale Schicht zu regeln, das Anlegen von Kleidung des anderen Geschlechts war strengstens verboten. Ein Beispiel für den Ruch der Ungeheuerlichkeit, ja des Dämonischen und der Verteufelung, die man einem versuchten Geschlechtswechsel zuschrieb, illustriert die legendäre Figur der sogenannten Päpstin Johanna – laut Martin von Troppau eigentlich Johannes Anglicus, der entweder im 9. Jahrhundert oder um 1100 regiert haben soll.27 Unabhängig von der Frage nach der Authentizität dieser Figur, lehren die wenigen Aufzeichnungen darüber, wie man im Mittelalter mit Transsexuellen im Falle von Entdeckung umgegangen wäre. In seinen Chronica Universalis Mettensis (ca. 1250) schrieb Jean de Mailly, ein französischer Dominikaner in Metz:
Falls es Johannes wirklich gegeben haben sollte, entspräche das Vorgehen der römisch-katholischen Kirche, ihn aus der Papstliste zu streichen, einem Versuch der völligen Auslöschung des Gedächtnisses einer Person nach dem Tode, wie sie auch schon aus dem alten Ägypten bekannt ist.30 Bezeichnenderweise denken Theologen, Historiker und Autoren jeglicher Couleur bis zum heutigen Tage rein körperlich und konzentrieren sich auf die Weiblichkeit von Johanna, moderne Feministen sehen in Johannes gar eine Art Vorkämpferin der Emanzipation. Dabei wird übersehen, dass die Geschichte von Johannes Anglicus gerade unter den harten historischen Bedingungen des Mittelalters vollkommen unglaubwürdig ist, außer man geht von einer echten (FzM-)Transsexualität oder Intersexualität mit männlicher Geschlechtsidentität als plausible Erklärung aus – d. h. Johannes fühlte sich vermutlich wirklich als Mann, Mönch und Papst, und keineswegs als Päpstin. Der Fall wurde auch von Harry Benjamin in The Transsexual Phenomenon (1966) erwähnt.31
Neuzeit (ca. 1500 bis 1900)
Ein weiterer möglicher Fall von Transsexualität ist Königin Kristina von Schweden (1626–1689), die ihr Leben lang durch ein auffälliges und von Zeitgenossen als unangebracht empfundenes maskulines Verhalten, Aussehen und Kleidung auffiel,3233 und frühzeitig abdankte (1654) – nicht zuletzt, weil sie auf gar keinen Fall einen Mann heiraten wollte. In ihren autobiografischen Aufzeichnungen erklärte sie, dass sie „einen unüberwindlichen Widerwillen gegen die Ehe“ habe und „gegen Alles, worüber Frauen sprechen und was sie tun“.34 Sowohl zu Lebzeiten als auch posthum gab sie Anlass für zahlreiche Spekulationen über ihr wahres Geschlecht bzw. ihre sexuelle Orientierung.
Transsexualität ist im Grunde auch die einzige wirklich befriedigende Erklärung für das Verhalten einiger historischer Personen (16. bis 19. Jahrhundert), die zwar physisch weiblich geboren wurden, jedoch Jahre oder Jahrzehnte lang unentdeckt als Mann lebten, und in ausgeprochen harten, maskulinen Berufen, wie etwa beim Militär, reüssierten; sie wurden oft erst bei ihrem Tode als angebliche Frau enttarnt. Bis heute werden solche Fälle von manchen (oft feministisch orientierten) Autoren als Fälle von weiblichem Transvestitismus betrachtet und letztlich auch als Leitbild für moderne Frauen hingestellt.35
Als Rätsel gilt auch der legendäre Chevalier d’Éon (1728–1810), ein französischer Adliger, der in Frauenkleidern als Spion(in) Ludwigs XV tätig war, anscheinend nie eine sexuelle Beziehung hatte, und 1774 erklärte, eigentlich eine Frau zu sein, was auch nach einer medizinischen Begutachtung offiziell und amtlich bestätigt wurde. Nach dem Tode der Mademoiselle d’Éon entdeckte man jedoch durch eine Obduktion, dass sie doch körperlich männlich gewesen sei.36 Die Chevalière d’Éon wurde später zum Vorbild für den Begriff Eonismus noch bevor es die Begriffe Transvestitismus und Transsexualität gab.
Ein weiterer bekannter und beeindruckender Fall ist das Leben des Dr. James Barry (ca. 1789–1865), der sein ganzes Erwachsenenleben von 1809 bis 1865 (56 Jahre) als Mann lebte, sogar Medizin studierte und eine Karriere als Chirurg und Militärarzt machte. Jeden der seine Männlichkeit in Frage stellte, forderte er zum Duell.37 Erst nach seinem Tode wurde entdeckt, dass er körperlich „kein Mann“ war. Nicht einmal sein Kollege und Hausarzt Major D. R. McKinnon, hatte dies bemerkt,38 und Florence Nightingale fand Barry „… das härteste Geschöpf, das mir jemals begegnete“.39 Für den Fall seines Todes gab James Barry die strikte Anweisung, dass sein Leichnam in den Bettlaken beerdigt werden solle, ohne weitere Untersuchung und ohne einbalsamiert zu werden.4041 Dies deutet darauf hin, dass er auch nach seinem Tode als Mann im Gedächtnis bleiben wollte.42 Trotz der eindeutig erwiesenen männlichen Persönlichkeit und historischen Realität des James Barry werden Fälle wie seiner bis heute von manchen Autoren als Beispiele für ein Streben nach weiblicher Emanzipation interpretiert – ein schweres Missverständnis, das letzten Endes keiner der beiden Seiten dient.4344
Geschlechtsangleichungen mit wirklich befriedigenden Resultaten (d. h. Vaginoplastik), zunächst bei Mann-zu-Frau-Transsexualität, wurden erst im 20. Jahrhundert möglich. Entsprechende Versuche gab es bereits in den 1920er und 1930er Jahren am Berliner Institut für Sexualwissenschaft unter der Leitung von Magnus Hirschfeld. Die erste namentlich bekannte transsexuelle Person, die sich in mehreren Etappen zwischen 1922 und 1931 einer solchen Geschlechtsangleichung unterzog, war eine langjährige Patientin Hirschfelds und Hausangestellte am Berliner Institut: Dorchen Richter (1891-ca. 1933?). Ihre Operationen wurden u. a. von Ludwig Levy-Lenz und Erwin Gohrbandt (1890–1965) durchgeführt.4546 Noch bekannter ist der Fall der dänischen Künstlerin Lili Elbe, die sich 1930/31 mehreren Operationen unterzog, zunächst auch in Berlin und später an der Frauenklinik in Dresden, wo an ihr von Kurt Warnekros auch weltweit erstmals eine Transplantation von Eierstöcken versucht wurde; sie starb an den Folgen dieser Operation.47 Lili Elbe war auf Grund von Untersuchungsberichten von Warnekros jedoch möglicherweise intersexuell, also nicht in einem engeren Sinne transsexuell. Die öffentliche Darstellung Vom Mann zur Frau – so die Titelseiten der Zeitungen48 und der Originaltitel ihres Buches –, suggerierten nach heutigen Maßstäben eine vorliegende Transsexualität. Die an ihr und Dorchen Richter angewandten Operationstechniken waren für die damalige Zeit eine beispielhafte Pionierleistung und wurden nur auf Grund der politischen Lage im Nazi-Deutschland vorerst nicht weiterentwickelt.
Ende 1952 – zu einem Zeitpunkt, als die Operationsmethoden sich noch im Experimentalstadium befanden – berichteten die Medien erstmals über eine transsexuelle Amerikanerin, Christine Jorgensen, die sich einer hormonellen und operativen Geschlechtsangleichung (Mann-Frau) in Kopenhagen unterzogen hatte. Jorgensen hatte mehrere Operationen, eine Vaginoplastik wurde an ihr erst im Mai 1954 durchgeführt.49 Der Fall wurde von der internationalen Presse mit riesigem Wirbel zum Skandal hochgespielt, und sie musste sich viele Belästigungen gefallen lassen, bekam keine normale Arbeit und durfte jahrelang nicht im Fernsehen auftreten. Später hielt sie viele Aufklärungsvorträge über das Thema an Universitäten.5051
In den 1950er Jahren begann Dr. Georges Burou in Casablanca eine neue, perfektere Operationsmethode für die Vaginoplastik zu entwickeln, die zum Vorbild für alle späteren Operateure bis zum heutigen Tage werden sollte. Berühmt wurde er 1958 durch die Französin Coccinelle, einer seiner ersten Patientinnen, die im Cabaret Le Carrousel in Paris arbeitete. Coccinelle wurde durch ihre Schönheit zu einer Galionsfigur and Ikone vieler anderer Transsexueller, und setzte in Frankreich auch ihre Namens- und Geburtsstandsänderung durch. Sie schaffte es außerdem 1960 zu heiraten – sowohl standesamtlich, als auch kirchlich.53
Da Operationen zur chirurgischen Geschlechtsanpassung zu dieser Zeit in weiten Teilen Europas und den USA verboten waren, mussten viele Betroffene in den Sechziger (und Siebziger) Jahren ins Ausland reisen, vor allem nach Casablanca zu Dr. Burou und nach Mexiko. Transsexuelle wurden weiterhin als Psychotiker angesehen, zwangshospitalisiert und mit der Aversionstherapie und mit Elektroschocktherapie behandelt. Selbst Zwangstherapien mit Hormonen, die dem biologisch vorgegebenen Geschlecht entsprachen, wurden versucht (siehe z. B. den Fall April Ashley). Erst 1966 richtete das Johns Hopkins Medical Center in Baltimore eine Gender Identity Clinic ein, in der seitdem auch geschlechtsangleichende Maßnahmen durchgeführt wurden. Von 1969 an folgten weitere Fachkliniken, in denen namhafte Forscher wie Stanley Biber arbeiteten.54
In Deutschland wurden erst wieder Ende der 1970er Jahre geschlechtsangleichende Operationen an Universitätskliniken u. a. in Gießen von Dr. Jarrar, und in Heidelberg/Mannheim von Prof. Dr. Eicher durchgeführt. Letzterer veröffentlichte 1984 auch die bis dahin bedeutendste deutschsprachige Monographie Transsexualismus, die sich umfassend mit dem Thema beschäftigte.55
In Deutschland gab es seit 1968 eine erste Selbsthilfegruppe, den Arbeitskreis TS – Interessengemeinschaft für Transsexuelle und Transvestiten56 in Hamburg unter der Leitung von Gert Christian Südel.
Namentlich bekannt und öffentlichkeitswirksam war der 1985 gegründete Verein Transidentitas e.V (bis 1995) in Frankfurt am Main. Seit ca. 1990 ist das Interesse der Medien am Thema Transsexualität gestiegen, und es wird auch mittlerweile z. T. auf eine etwas verständnisvollere Weise behandelt.
Durch den Fall der Pionierin in der Entwicklung elektronischer Schaltkreise Lynn Conway, die sich aus Angst vor einem Outing 1999 selber outete, und daraufhin mit dem Aufbau einer ausführlichen Informations-Website im Internet über Transsexualität begann, wurde zum ersten Mal sowohl den Betroffenen selber, als auch der allgemeinen Öffentlichkeit ein leichterer Zugang zu Informationen über das Thema ermöglicht. Mittlerweile ist Conways Website zu großen Teilen in andere Sprachen (auch Deutsch) übersetzt, und enthält neben umfangreichem Informationsmaterial auch viele Biographien und Bilder anderer Betroffener.57
Es sind außerdem mittlerweile Fälle von Betroffenen bekannt, die schon vor und um 1960 Angleichungen gemacht haben, in der Zwischenzeit teilweise untergetaucht waren, und auch noch nach Jahrzehnten, teilweise mit über 70 oder 80 Jahren glücklich mit dieser Entscheidung sind (Christine Jorgensen (1926–1989: OP: 1952), Coccinelle (1931–2006; OP: 1958), Bambi
1935; OP: 1960), April Ashley (* 1935; OP: 1960), Lynn Conway (* 1938; OP: 1968) u. a.).5859 Einige dieser Personen haben mittlerweile in ihrem Herkunftsland offizielle Ehrungen erhalten, wegen der Verdienste, die sie durch ihr Beispiel und ihren Mut der „transsexuellen Sache“ geleistet haben (April Ashley, Coccinelle, Bambi).
Trotzdem gibt es nach wie vor viel Unverständnis und Feindschaft gegenüber Transsexuellen (Transphobie). So wurden beispielsweise allein im Jahr 2012 in 60 Ländern 238 Transgender-Menschen ermordet (also nicht nur Transsexuelle) – die Dunkelziffer ist jedoch vermutlich höher, da es auch Länder gibt, die solche Fälle nicht registrieren.60
Transsexualität und die modernen christlichen Kirchen
Ein Beispiel für organisierte Transphobie ist das Verhalten der Katholischen Kirche, die erst 2003 ein Dekret erließ, welche nicht nur eine kirchliche Trauung von transsexuellen Menschen verbietet, sondern es den Betroffenen auch untersagt in einen religiösen Orden einzutreten oder Priester zu werden – jedenfalls nach operativen Maßnahmen.61 Eine transsexuelle Person, die ihr seelisches Empfinden unterdrückt, kann vor und ohne entsprechende Maßnahmen aber schon heiraten oder in ein Kloster eintreten. Im Zusammenhang mit einem konkreten Fall im spanischen Cádiz wurde Transsexuellen sogar Recht und Fähigkeit abgesprochen, Taufpate oder -patin zu werden.62
Andererseits hat Papst Franziskus in einer inoffiziellen Audienz im Januar 2015 den spanischen Transsexuellen Diego Neria Lejárraga empfangen, der in seiner Heimatgemeinde schwerem Mobbing ausgesetzt und von einem Mitglied der Kirche als „Tochter des Teufels“ beschimpft worden war – für Lejárraga eine doppelte Beleidigung und Verunglimpfung, da er sich nicht nur als Mann empfindet, sondern mittlerweile auch körperlich eine Angleichung zum Mann hat.63646566 Papst Franziskus hatte Lejárraga zuvor bereits telefonisch kontaktiert und ihm gesagt, Gott liebe „… all seine Kinder wie sie sind. Du bist ein Sohn Gottes und die Kirche liebt Dich und nimmt Dich an wie Du bist.“67
Der Papst erklärte mittlerweile öffentlich, Transsexuelle dürften nicht ausgegrenzt werden, sondern „… vielmehr von den Gemeinden integriert, begleitet und ‚näher zu Gott‘ geführt werden. … Genau das würde Jesus heutzutage tun.“68 Der Vatikan hat zu den Äußerungen des Papstes keine offizielle Stellungnahme abgegeben.
In der evangelischen Kirche sind viele Landeskirchen deutlich akzeptierender.69
Es sind mittlerweile mehrere Fälle offen lebender transsexueller Pfarrerinnen bekannt z. B. Christine Bergmann, Dorothea Zwölfer und Elke Spörkel.
In Zusammenarbeit dieser Pfarrerinnen, transsexuellen Christen, der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität dgti e. V. mit mehreren Leitungen evangelischer Landeskirchen entstand das Projekt Reformation für All
.70 In Folge dieses Projekts entstand die
Broschüre „Zum Bilde Gottes geschaffen- Transsexualität in der Kirche“71 der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.
Mittlerweile stützen mehrere Untersuchungen, die auf körperliche Ursachen bzw. Prädispositionen hindeuten, die ursprüngliche Vermutung Benjamins. Diese wird durch von Zhou und Kollegen publizierte Daten gestützt.7273 Sie fanden Hinweise darauf, dass in der pränatalen Entwicklungsphase dieselben Sexualhormone zu unterschiedlichen Zeitabschnitten zum einen die Morphologie der Genitalien und zum anderen die Morphologie sowie die Funktion des Gehirns beeinflussen. An der Universität São Paulo74 konnten unterschiedliche Ausprägungen im Gehirn transsexueller Frauen im Vergleich zu cissexuellen Untersuchten nachgewiesen werden. Es gibt mehrere Anzeichen für eine genetische Disposition7576
Einer anderen Studie zufolge könnte ein hormonelles Ungleichgewicht während der Embryonalentwicklung dazu beitragen, dass ein Mensch transsexuell geboren wird.77
Ein weiteres Indiz dafür, dass Transsexualität höchstwahrscheinlich angeboren ist, ist die frühe Selbsterkenntnis transsexueller Kinder und Jugendlicher. Nach einer Studie können Kinder durchschnittlich in einem Alter von 8,5 Jahren ihre Geschlechtsidentität zuordnen.78 In der Studie mit über 100 transsexuellen Kindern und Jugendlichen lag die Bandbreite der Selbsterkenntnis in einem Alter zwischen 4 und 13 Jahren.
Da die Folgen chirurgischer Transformationsmaßnahmen irreversibel und weitreichend sind, ist eine sorgfältige Diagnostik unumgänglich. Die Diagnose für das Vorliegen einer geschlechtlichen Inkongruenz und die Notwendigkeit geschlechtsangleichender Maßnahmen werden im Rahmen eines individuellen diagnostischen und begleitendem Prozesses geklärt. Eine neue Leitlinie (S3) der AWMF79 wurde im Oktober 2018 veröffentlicht. Laut dieser dient die Diagnose dazu, den Zugang zu weiteren psychotherapeutischen und medizinischen Behandlungen zu ermöglichen. Die Diagnose basiert in der Regel auf der Selbstbeschreibung des Behandlungsuchenden. Alltagserprobung und begleitende Psychotherapie sind nicht mehr als absolute Voraussetzungen für geschlechtsangleichende Maßnahmen vorgesehen.
Für eine Diagnose der Transsexualität (F64.0) müssen laut Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) folgende Kriterien8081 erfüllt sein:
Die elfte Version der ICD enthält stattdessen die Diagnose Geschlechtliche Inkongruenz (HA60)4, mit der Beschreibung:
Im Bereich der Geschlechtsidentitätsstörung handelt es sich nicht immer um die Diagnose Transsexualität, und daher ist eine präzise Differentialdiagnostik noch vor geschlechtsangleichenden Schritten erforderlich.83
Verschiedene Subtypen von Transsexualität
Über Jahrzehnte hinweg wurden von verschiedenen Fachleuten zum Teil sehr unterschiedliche Verlaufsformen der Transsexualität beobachtet. Dies führte in der Vergangenheit zu verschiedenen Typisierungsversuchen8485
Eine starre Abgrenzung nach Typen und Kategorien erweist sich auf Grund der Forschungsergebnisse der letzten 20 Jahre und der veränderten Lage bei der rechtlichen Anerkennung der Geschlechtsidentität nicht mehr als sinnvoll. Die einseitige Betrachtung insbesondere bei Typ VI von Benjamins "S-O-S" Skala, bei der die sexuelle Orientierung einbezogen und transsexuelle Männer nicht betrachtet wurden, hat sich als nicht haltbar erwiesen. Erst in letzter Zeit wurden in Studien auch soziale Einflüsse berücksichtigt, die ein frühes Coming-out verhinderten, obwohl die Selbsterkenntnis der Betroffenen durchschnittlich im vorpubertären Alter liegt.86
In der falschen Geschlechtsrolle
Die Geschlechtszuweisung erfolgt bereits vor oder bei der Geburt, wenn Hebamme, Arzt oder Ärztin das biologische Geschlecht (Mädchen, Junge) feststellen. Diese Zuweisung geschieht einmalig. Ein lebenslang immer wieder stattfindender Prozess ist dagegen die Geschlechtszuschreibung, die an Informationen wie Gang, Stimme, Gesichtsausdruck, Körperhaltung und Ausstrahlung festgemacht wird. Primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale spielen dabei keine Rolle.88
Der auf transsexuelle Menschen ausgeübte Druck durch die Gesellschaft und durch den eigenen Körper, und somit der von ihnen empfundene psychische Druck nimmt kontinuierlich mit der Zeit zu, besonders während der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter. Neben psychosomatischen Krankheiten und verschiedenen anderen psychischen Problemen sind vor allem Depressionen eine Folge, die jedoch stark von der Akzeptanz im Umfeld abhängen.78
Der Wechsel der Geschlechtsrolle kann, muss aber nicht, zumindest vorübergehend zu großen sozialen Problemen führen. Diskriminierungen und Mobbing durch die Außenwelt nach einem sozialen Geschlechtswechsel hängen in besonderem Maße davon ab, wie stark man den Betroffenen ihre ehemalige biologische Herkunft und Rolle anmerkt. Im Falle sehr eindeutiger Fälle von (primärer) Transsexualität ist ein so früh wie möglich gesuchter Wechsel der Geschlechtsrolle letztlich meist objektiv von Vorteil, da die Betroffenen in der empfundenen und angestrebten Geschlechtsrolle oft unauffälliger als zuvor sind, und normalerweise sehr glücklich. Dennoch ist es bei jungen Betroffenen früher (und heute noch in weniger toleranten, z. B. streng religiösen Gesellschaften) nicht selten vorgekommen, dass Eltern oder die ganze Familie das Kind verstoßen haben, und dieses sich irgendwie allein durchschlagen musste. Im schlimmsten Falle können solche Betroffene auf der Straße landen, und gezwungen sein, sich zu prostituieren (im falschen Körper).89
Frühe Transition jugendlicher Transsexueller
In den letzten Jahren steigt die Zahl der Eltern transsexueller Kinder, die deren Transsexualität als solche erkennen; ebenso steigt die Zahl der Eltern, die mit Akzeptanz anstatt mit Ablehnung reagieren. In diesen Situationen werden zunehmend medizinische Maßnahmen eingesetzt, die den Eintritt der Pubertät verzögern. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich Geschlechtsmerkmale entwickeln, die später nur mit großem Aufwand und oft fragwürdigem Erfolg wieder rückgängig gemacht werden müssten oder nicht mehr rückgängig zu machen sind. Daher wächst auch die Zahl der transsexuellen Menschen, die sich bereits kurz vor, während oder kurz nach der Pubertät zum Wechsel der Geschlechtsrolle entschließen. Die hormonelle Behandlung sehr junger Patienten wird von einer Minderheit der Kinder- und Jugendtherapeuten,9091 regelmäßig mit Verweis auf die gemeinsamen Arbeiten von Susan J. Bradley und Kenneth Zucker929394 abgelehnt. Mit der fristlosen Kündigung von Kenneth Zucker 20169596 wegen nicht mehr zeitgemäßer Standards und Methoden stehen dessen Arbeiten in der Diskussion. In diesem Zusammenhang wurde Kim Petras vor einigen Jahren in den Medien bekannt, die schon mit 12 Jahren pubertätsverzögernde Hormone bekam.97 Ein anderer weltweit bekannter Fall ist die Amerikanerin Jazz Jennings, deren Eltern ihr schon vom Kleinkindalter an erlaubten, so zu leben, wie sie selbst es möchte.
Nach der Angleichung
Durch die geschlechtsangleichenden Maßnahmen wird der entstandene Leidensdruck in der Regel aufgehoben, d. h. Folgeerscheinungen wie Depressionen, Suizidalität usw. verschwinden normalerweise. Direkt nach der Operation sind die Betroffenen meistens sehr bis extrem glücklich, sogar euphorisch.98
Patienten, die die Operation bereuen, sind extrem selten, selbst in Fällen, wo die äußere Angleichung objektiv nicht ganz hundertprozentig gelungen ist.99 Auf die Frage, ob sie es wieder tun würden, antwortet die große Mehrheit mit: Ja.100 Schon H. Benjamin (1966) fand als Ergebnis der Geschlechtsangleichung, dass „… mentale Veränderungen viel deutlicher waren als körperliche …“, „die große Befriedigung, die einhergeht mit der letztendlichen Erfüllung eines schwierigen und lang-ersehnten Traumzieles war beeindruckend klar“.101 Eine signifikante Verbesserung des seelischen Befindens von Transmenschen nach einer hormonellen und chirurgischen Behandlung beweisen auch viele spätere Studien.102103104105106107
Die meisten Betroffenen – besonders solche, die in der erwünschten Rolle unerkannt „durchgehen“ – tauchen (spätestens) nach der geschlechtsangleichenden Operation oft unter, um ein möglichst normales Leben zu führen; sie wollen mit ihrer Vergangenheit nichts mehr zu tun haben und möglichst nicht mehr daran erinnert werden. Dabei ist die soziale Situation vieler Betroffener auch nach der Operation im Vergleich zur 'Normalbevölkerung' keineswegs gänzlich problemlos oder vollkommen 'rosig'. Viele Ex-Transsexuelle sind langfristig gesehen einer höheren sozialen Belastung ausgesetzt als vergleichbare Personen der 'Normalbevölkerung'. Beispielsweise kann es selbst bei Betroffenen, deren äußere Angleichung an das erlebte und gewünschte Zielgeschlecht vollkommen gelungen ist und sehr attraktiv sind, zu massiven Problemen bei der Partnerwahl kommen, wenn z. B. transsexuelle Frauen sich in einen Mann verlieben, der sie ablehnt oder verlässt, wenn ihre Vergangenheit herauskommt – und wenn manche Betroffenen dies vielleicht immer wieder erleben müssen. Schon Harry Benjamin stellte fest, dass eine solche Situation „…leicht starke Gefühle von Unsicherheit, Unzufriedenheit und Depression verursachen kann“.108 Trotzdem finden viele Betroffenen einen verständnisvollen Partner oder eine Partnerin und führen stabile Beziehungen, oder heiraten.109
Es gibt eine Reihe von Studien aus den USA, den Niederlanden und Deutschland zur Prävalenz von Transsexualität. Die unterschiedlichen Studien kommen auf Prozentzahlen, die von 0,0015 % bis 0,6 % der Bevölkerung reichen. Je jünger die Studie ist, desto höher liegt die Häufigkeit. Der Wert für Deutschland ist durch die zentrale Statistik des Bundesamtes für Justiz zu Anträgen nach dem Transsexuellengesetz eine gesicherte Mindestzahl.110
Das Diagnostische und Statistische Handbuch Psychischer Störungen erwähnte in seiner vierten Version von 1994 (DSM-IV), dass in den USA etwa einer von 30.000 Männern und eine von 100.000 Frauen eine geschlechtsangleichende Operation anstrebe (insges. 0,0015 %). Eine andere Abschätzung der Prävalenz von Transsexualität stammt von der Amsterdamer Gender Clinic: Die Daten, die über mehr als vier Jahrzehnte gesammelt wurden, sprechen von einem unter 10.000 Männern bzw. einer unter 30.000 Frauen (0,005 %).111
Eine Studie des Williams Institute vom Juni 2016 zur Frage, wie viele Erwachsene sich in den USA als Transgender identifizieren, ergab einen Bevölkerungsanteil von 0,6 %.112
Stephenne Rhodes u. a. sprechen in der Präsentation vor dem LGBT Health Summit 2008 in Bristol von stark zunehmender Prävalenz (14 % pro Jahr) und 2009 auf dem Symposium der World Professional Association for Transgender Health in Oslo davon, dass das Durchschnittsalter beim Geschlechtsrollenwechsel seit dem Jahr 2000 etwa konstant bei 38 Jahren liege.113
Die Prävalenz in Deutschland lässt sich aus den Fallzahlen des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BmJV) ableiten. Die Geschäftsbelastung bei Gerichten und Staatsanwaltschaften für den Bereich freiwillige Gerichtsbarkeit weist für den Zeitraum 1981 bis 2016 etwa 27.000 Verfahren nach dem Transsexuellengesetz (TSG, Verfahren zur Namens- und Personenstandsänderung) aus. Die Fallzahlen sind seit Jahren steigend und liegen derzeit (2017) bei 2085 (2016: 1.868, 2015: 1648) pro Jahr.110115 Darin nicht eingerechnet sind Menschen, die sich zwar als transsexuell oder transident verstehen, sich aber nicht in eines der zwei verfügbaren Geschlechter nach dem TSG einordnen wollen und deshalb keinen Antrag nach diesem Gesetz stellen. Eine Häufigkeit von 1:377 (0,265 % der Gesamtbevölkerung) ergibt sich, wenn man die jährlichen Fallzahlen ins Verhältnis zu den jährlichen Geburten (2017: 785000) setzt.
Was die Häufigkeit von FzM- in Relation zu MzF-Transsexualität betrifft, so gleicht es sich seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Transsexuellengesetz (TSG) 2011, mit dem die Notwendigkeit einer geschlechtsangleichenden Operation zum Zweck der Personenstandsänderung entfallen ist, einem ausgeglichenen Verhältnis an,116 also ebenso viele Transmänner wie Transfrauen vollziehen eine Personenstandsänderung. Deutschland gehört zu den wenigen Ländern, in denen durch Anträge nach dem TSG die dazu nötigen Verfahren bei den Amtsgerichten durch das Bundesamt für Justiz statistisch erfasst werden können.116
Einstufung von Transsexualität als Krankheit
Da in der Medizin hinsichtlich der Ursachen von Transsexualität nach wie vor Unklarheit besteht, handelt es sich formell, (bis zum Inkrafttreten der ICD-11 2019) – auch wenn keine psychopathologischen Befunde nachweisbar sind – um ein psychiatrisches Leiden, das einen Krankheitswert haben kann. Durch die Psychiatrie ist keine kurative Behandlung im Sinne von Heilung möglich. Oft fühlen sich die betreffenden Personen deshalb zu unrecht psychiatrisiert.118
Häufigkeit und Schwere psychosomatischer Erkrankungen und Depressionen liegen nicht in der Transsexualität an sich begründet, sondern hängen in hohem Maß vom individuellen Umfeld ab. Psychische Krankheiten oder Störungen, die zu einer unter Umständen fälschlichen Selbsteinschätzung als transsexuell führen, sind selten.119
In Deutschland ist seit Oktober die S3 Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften gültig.120 Diese Leitlinie definiert den medizinischen Standard im Bereich Diagnostik, Beratung und Behandlung in Deutschland.
Der Europarat hat in seiner Resolution 2048 vom 22. April 2015 für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Transpersonen121 die 47 Mitgliedsstaaten unter anderem dazu aufgefordert, alle Einstufungen als geistige Störungen in nationalen Klassifikationen zu streichen.122 Das Europaparlament hatte bereits 2011 die Europäische Kommission und die WHO aufgefordert, Störungen der Geschlechtsidentität von der Liste der psychischen und Verhaltensstörungen zu streichen und in den Verhandlungen über die 11. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) eine nicht pathologisierende Neueinstufung sicherzustellen.123124
Bei der WHO existiert seit 2015 der 2018 finalisierte Text der Klassifikation ICD-11, der die neue Kategorie 17 Conditions related to sexual health enthält. Die Kategorie 17 ist keine Kategorie psychischer Störungen oder Krankheiten. Eine vom zugewiesenen Geschlecht abweichende wahrgenommene Geschlechtszugehörigkeit (incongruence between an individual’s experienced gender and the assigned sex) wird durch die Bezeichnung der Diagnosen HA60 (Gender incongruence of adolescence or adulthood) und HA61 (Gender incongruence of childhood) bestätigt. Medizinische Maßnahmen (zur Geschlechtsangleichung) können notwendig sein. Der finale Text wurde im Juni 2018 beschlossen, die formelle Einführung wird der Beschluss der Weltgesundheitsversammlung zur gesamten ICD-11125 im Mai 2019 sein.
Die Fachärzte Timo O. Nieder, Peer Briken und Hertha Richter-Appelt sehen die Einstufung in ICD-11 als Sicherung der Gesundheitsfürsorge und stellen einen Paradigmenwechsel fest, der von der Psychopathologisierung transsexueller Menschen wegführt.126
Udo Rauchfleisch fordert in seinen letzten Veröffentlichungen ebenfalls die Entpathologisierung von transsexuellen Menschen und verwendet für diese den Begriff Tran
Menschen. Auch Friedemann Pfäfflin fordert das, ohne jedoch die Geschlechtsidentität von vornherein anzuerkennen.
Im Mai 2015 veröffentlichten Mediziner, Therapeuten und Menschenrechtsverbände, welche sich für eine komplette Abkehr von Gender-Deutungen während der medizinischen Behandlung aussprechen, alternative Behandlungsempfehlungen, die direkt am Ethikverständnis der Behandler anknüpfen. In der „Stuttgarter Erklärung“, die auch von Bundestagsabgeordneten wie Ute Vogt (SPD), Ulla Jelpke (Die Linke), sowie Menschenrechtsexperten wie Heiner Bielefeldt, dem ehemaligen Leiter des Deutschen Instituts für Menschenrechte, unterzeichnet wurde, wird eine deutliche Abkehr von gender-deutender Medizin formuliert. Die geschlechtliche Identität eines Menschen wird hier nicht weiter wie bei Gender Dysphorie zum Behandlungsgegenstand erklärt, sondern von Anfang an anerkannt. Die medizinischen Maßnahmen die in der Erklärung formuliert werden, werden als konkrete Hilfe verstanden und werden nicht weiter von Gender-Deutungen abhängig gemacht.127
Das Bundessozialgericht hat im Urteil vom 6. August 1987 – 3 RK 15/86128 die dort von der Vorinstanz vorgenommene Bewertung bejaht, einer besonders tiefgreifenden Form der Transsexualität einen Krankheitswert, damit Behandlungsbedürftigkeit und Grund für den Anspruch auf eine geschlechtsangleichende Operation zuzuschreiben. Unter diesen Voraussetzungen hatte die Vorinstanz festgestellt, indem es nicht jeder Art der Transsexualität einen Krankheitswert beimaß, dass es auf den Einzelfall ankomme, ob dies zutrifft.
Bereits nach einem Urteil des Landessozialgerichts Stuttgart aus 1981 ist Transsexualität „eine Krankheit im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung, die bei entsprechender medizinischer Indikation die Leistungspflicht der Krankenkasse für geschlechtsumwandelnde Mittel und Maßnahmen auslöst“.129
„Eine Krankheit liegt jedoch nicht nur dann vor, wenn der Körperzustand eines Versicherten vom Leitbild eines körperlich gesunden Menschen abweicht oder wenn seine Psyche nicht dem Leitbild eines psychisch gesunden Menschen entspricht, sondern weitergehend auch dann, wenn bei einem Versicherten das Verhältnis des seelischen Zustandes zum körperlichen Zustand nicht dem bei einem gesunden Menschen bestehenden Verhältnis des seelischen Zustandes zum Körperzustand entspricht. In diesem Sinne ist die Transsexualität eine Krankheit.“129
Auch der deutsche Gesetzgeber hat durch den Erlass des Transsexuellengesetzes bestätigt, dass der Befund der Transsexualität eine außergewöhnliche rechtliche Bewertung rechtfertigt. Nach der bisherigen Rechtsprechung der Instanzgerichte müssen geschlechtsangleichende Operationen einem transsexuellen Versicherten jedoch nicht generell, sondern nur bei entsprechendem Leidendruck gewährt werden.130 Schließlich sprechen die Gerichte einer transsexuellen Versicherten auch nicht jegliche Art von geschlechtsangleichenden operativen Maßnahmen im Sinne einer möglichst großen Annäherung an ein vermeintliches Idealbild zu, wie sich gerade am Beispiel der Brustvergrößerung gezeigt hat.131
Im Oktober 2015 veröffentlichte der Weltärztebund eine Stellungnahme, mit der das Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung anerkannt und Transgeschlechtlichkeit nicht länger pathologisiert wird. Ärzte und Mediziner werden aufgefordert, für eine bestmögliche und diskriminierungsfreie gesundheitliche Versorgung für transgeschlechtliche Menschen zu sorgen, die sich an ihren Bedürfnissen orientiert. Dazu gehört auch die Forderung, dass die rechtliche Änderung des Geschlechts nicht mehr davon abhängig gemacht werden darf, dass die Antragsteller dauernd fortpflanzungsunfähig sein müssen.132133
Die meisten europäischen Staaten, darunter Deutschland, Österreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Polen, Schweden und die Schweiz, sowie einige außereuropäische Staaten ermöglichen es transsexuellen Menschen, den Vornamen oder die in den Personenstandsregistern eingetragene Geschlechtsangabe an ihr gefühltes Geschlecht (Identitätsgeschlecht) anzupassen. Die entsprechenden Regelungen wurden dabei meist erst nach entsprechenden Entscheidungen durch die europäischen Gerichte etabliert134 und erfordern in der Regel die Zustimmung eines Gerichts. Im Allgemeinen ist auch eine vorherige medizinische Begutachtung der Antragsteller erforderlich.
In seiner Resolution 2048 vom 22. April 2015121 hat der Europarat die Mitgliedsstaaten unter anderem dazu aufgefordert, die Verfahren zur Namens- und Personenstandsänderung zu vereinfachen und auf zu diesem Zweck verlangte Nachweise der geistigen Gesundheit zu verzichten sowie alle zwingend vorausgesetzten medizinischen Maßnahmen, die z. B. einer Zwangssterilisation gleichkommen können, abzuschaffen, Abschnitt 6.2.2. der Resolution:
Bernd Meyenburg, Karin Renter-Schmidt und Gunter Schmidt empfehlen auf Grund einer Auswertung von 670 Gutachten nach dem Transsexuellengesetz, die aktuelle gesetzliche Regelung durch ein Verfahren ohne Begutachtung und mit Karenzzeit zu ersetzen.116
In Deutschland legt das Transsexuellengesetz seit 1981 (TSG) die Voraussetzungen fest, unter denen Transsexuelle eine Änderung des Vornamens oder des Personenstands beantragen können. Die ursprüngliche gesetzliche Regelung ist dabei durch eine Vielzahl von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zugunsten der Antragsteller modifiziert worden.137 Grundsätzlich wird zwischen der Änderung des Vornamens (kleine Lösung) und der Änderung des Personenstandes (große Lösung) unterschieden. Die Verfahren finden vor den zuständigen Amtsgerichten statt. Auf Antrag kann Verfahrenskostenhilfe gewährt werden.
Länder mit Antragsverfahren – ohne Begutachtungspflicht
Schweden (2012), Dänemark138 (2014) und Malta139 (2015) haben ein Antragsverfahren ohne Begutachtung für die rechtliche Anerkennung der geschlechtlichen Identität eingeführt (Personenstands- und Namensänderung). Irland hat ein entsprechendes Gesetz im Juli 2015 verabschiedet,140 Norwegen ebenfalls im Juni 2016,141 und Belgien142 verzichtet ab 1. Januar 2018 ebenfalls auf eine Begutachtung, ebenso wie Luxemburg seit Juli 2018143
Der Transsexuellenerlass von 1996,144 als Nachfolger des Transsexuellenerlass von 1983, wurde im Juli 2006 vom österreichischen Verfassungsgerichtshof als verfassungswidrig aufgehoben.
Eine Änderung des Vornamens ist nur entsprechend den im Namensänderungsgesetz (NÄG)145 festgehaltenen allgemeinen Vorschriften zur Namensänderung möglich: Laut § 2 Abs 2 Z 3 i. V. m. § 3 Abs 1 Z 7 NÄG i. V. m. „Namensänderungserlass“ (Erl. BMI 8.6.2988, 10.649/61-IV/4/88146) muss zumindest der erste Vorname dem Geschlecht des Antragstellers entsprechen, wobei den Erläuterungen zufolge weder biologische noch psychologische Kriterien eine Rolle spielen, sondern ausschließlich der Eintrag im Geburtenbuch maßgeblich ist (siehe auch Zeyringer im Abschnitt Literatur). Transsexuelle (Transgenders), die die Geschlechtszuordnung im Geburtenbuch nicht ändern lassen können oder wollen, können demnach auch weiterhin keinen ersten Vornamen wählen, der ihrem Identitätsgeschlecht entspricht.147 Mit dem NÄG 1988 und zugehörigem Namensänderungserlass samt Erläuterungen, wurde die Namensänderung auf einen geschlechtsneutralen Vornamen möglich: „Zu § 3 Z 5 des Gesetzes […] Aus der bei der parlamentarischen Behandlung der Regierungsvorlage vorgenommenen Streichung der Worte ‚im Inland‘ im Zusammenhang mit der Gebräuchlichkeit als Vorname kann die Absicht des Gesetzgebers erschlossen werden, auch Vornamen zuzulassen, die nur im Ausland gebräuchlich sind.“ (Namensänderungserlass). Die Behörden legen und legten diese Bestimmung des § 3 Z 5 NÄG (i.d.g.F. 1995: § 3 Abs 1 Z 7 NÄG) korrekt aus, wodurch in der Praxis seit NÄG 1988, neben mehreren hundert anderen Vornamen, zum Beispiel Carmen, Eve, Gaby, Simone oder das in Italien als männlich geltende Andrea als geschlechtsneutral akzeptiert werden (müssen).
Der Verwaltungsgerichtshof hat in seinem Erkenntnis vom 27. Februar 2009 festgestellt, dass ein schwerwiegender operativer Eingriff, wie etwa die […] Entfernung der primären Geschlechtsmerkmale, keine notwendige Voraussetzung für eine deutliche Annäherung an das äußere Erscheinungsbild des anderen Geschlechts148 und damit der Änderung des Personenstands ist. Damit ist eine geschlechtsangleichende Operation keine zwingende Voraussetzung mehr. Dies bestätigte auch der Verfassungsgerichtshof in seinem Erkenntnis vom 3. Dezember 2009 und zitierte den Transsexuellenerlass von 1983: Einer Änderung des Geschlechtseintrags steht nichts im Weg, wenn zumindest eine deutliche Annäherung an das äußere Erscheinungsbild des andere[n] Geschlechtes vorliegt und […] mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen ist, dass sich am Zugehörigkeitsempfinden zum anderen Geschlecht nichts mehr ändern wird.149
Seit 5. September 2016 befasste sich das Landesverwaltungsgericht Oberösterreich mit dem, vom Standesamt Steyr abgelehnten, Anliegen des Linzer Transsexuellen Alex Jürgen „X“ als dritte Geschlechtsausprägung in Geburtenbuch (und Reisepass) eingetragen zu bekommen.150 Mit Erkenntnis vom 5. Oktober 2016 wies das Gericht das Begehren des Antragstellers ab.151
Auch in der Schweiz gibt es kein spezielles Transsexuellengesetz. Nach der Rechtsprechung können jedoch auf gerichtlichen Antrag nach einer Geschlechtsanpassung Vorname und Geschlechtsangabe in den Zivilstandsregistern berichtigt werden. Die Berichtigung darf gemäß Bundesgericht nicht dazu führen, dass eine Ehe von Amtes wegen aufgelöst wird. Das Zürcher Obergericht entschied im ersten Quartal 2011, dass ein operativer Eingriff als Voraussetzung zur Personenstandsangleichung und Vornamensänderung die Persönlichkeitsrechte verletze.152
Im 3. Quartal 2012 entschied das Regionalgericht Bern-Mittelland mit dem Entscheid CIV 12 1217 JAC, dass für die Änderung des Personenstandes weder eine Hormontherapie noch ein operativer Eingriff vonnöten sei, entscheidend sind entsprechende psychologische Gutachten.153
Seit 2004 existiert im Vereinigten Königreich der sogenannte Gender Recognition Act, der es Menschen mit Transsexualität ermöglicht, ihren Geburtseintrag auch ohne Voraussetzung chirurgischer oder anderer körperlicher Maßnahmen (siehe geschlechtsangleichende Maßnahme) rückwirkend korrigieren zu lassen. Voraussetzung ist unter anderem, dass die betroffene Person zum Zeitpunkt des Antrags mindestens zwei Jahre im angestrebten Geschlecht gelebt hat154 und in der Regel über zwei Reports nachweist, dass sie eine Gender Dysphoria hat oder hatte.155 Ein juristischer Geschlechtswechsel wird verheirateten Transsexuellen jedoch nicht gestattet.156
Seit dem 17. Mai 2009 darf Transsexualität in Frankreich per Dekret nicht mehr als psychische Störung und somit nicht mehr als Geschlechtsidentitätsstörung bezeichnet werden. Auch die Klassifizierung im ICD-10 unter F64.0 wird abgelehnt.157 Frankreich sieht in der Deutung der Transsexualität als psychische Störung eine Stigmatisierung, die zur Diskriminierung transsexueller Menschen beiträgt.
Im Iran ist Transsexualität legal. Geschlechtsangleichende Operationen werden vom Staat finanziell unterstützt und die Geburtsurkunde kann anschließend entsprechend angepasst werden.158 In Pakistan verabschiedete die Regierung im Mai 2018 ein Gesetz, das die Rechte von Transsexuellen stärkt und sie vor Diskriminierung schützen soll.159
Ein Sonderproblem stellt die Behandlung von Transsexuellen durch Polizei, Strafgerichte und Strafvollzug dar. Insbesondere in jeder Art von Haft stellen sich Fragen der Behandlung, Betreuung und Versorgung entsprechend dem Identitätsgeschlecht. Ein für die Behörden fast unlösbares Problem ergibt sich aus dem Gebot, Frauen und Männer in Haft zu trennen.160
In vielen Ländern außerhalb Deutschlands wird inzwischen mehrheitlich angenommen, dass Transsexualität angeboren ist (und nicht anerzogen) und vielmehr eine Sonderform der Intersexualität darstellt. Dies steht im Einklang mit Aussagen Harry Benjamins (1885–1986), der als Pionier auf dem Gebiet der Transsexualitätsforschung galt. Benjamin äußerte unter anderem, dass Intersexualität, sowohl körperlich als auch im Gehirn vorkommt.161 Andere Mediziner wie beispielsweise der hawaiianische Professor Milton Diamond stützen diese These.162 Aufbauend auf diesen Erkenntnissen ist Großbritannien bisher das fortschrittlichste Land für Menschen, die von Transsexualität betroffen sind. Der sogenannte Gender Recognition Act aus dem Jahre 2004 ermöglicht transsexuellen Menschen, rückwirkend ihren Geburtseintrag – ausgehend davon, dass der Eintrag zum Zeitpunkt der Geburt falsch war – ändern zu lassen. Damit ist Großbritannien bisher das einzige Land in Europa, welches anerkennt, dass es sich bei Transsexualität um eine körperliche Abweichung zum gehirnbestimmten Geburtsgeschlecht handelt.163
Diese theoretische Annahme konnte jedoch bisher nicht zweifelsfrei durch empirische Evidenz belegt werden. In Deutschland gilt Transsexualität weiterhin als eine psychische Störung. Jedoch setzt sich auch hierzulande unter Medizinern mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass die pränatale Prägung als wahrscheinlichste Ursache der Transsexualität anzusehen ist, was eine vorgeburtliche Prägung des Gehirns bedeute, die dann nicht mehr zu ändern sei.164
Der aus der zukünftigen ICD-11 stammende Ersatzbegriff gender incongruence lässt offen, ob die geschlechtliche Identität oder der Körper der nichübereinstimmende bzw. abweichende Teil nach der Definition sein soll und welcher maßgeblich sei. Einige Menschenrechtsorganisationen und Interessenverbände lehnen deshalb auch diese Klassifikation ab.165 Durch die Unklarheit ist je nach Betrachtungsweise die Pathologisierung transsexueller Menschen weiterhin möglich.
I am a woman now (urspr.: Casablanca revisited) von Michiel van Erp, Niederlande 2011, mit April Ashley, Bambi, Colette Behrends, Corinne van Tongerloo u. a. Dokumentation über fünf ex-transsexuelle Frauen, die sich zwischen 1960 und den 1970er Jahren in Casablanca von Georges Burou operieren ließen.166
Chanson Vom Brüderlein zum Schwesterlein des Liedermachers Max Biundo167
Bedeutende Biographien
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[http://www.europarl.europa.eu/oeil/popups/ficheprocedure.do?lang=en&reference=2013/2183%28INI%29 Resolution des Europaparlaments gegen die Einstufung der Transsexualität als psychische Störung durch die WHO]
[http://dgfs.info/category/leitlinienentwicklung/ Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung DGfS: Leitlinienentwicklung]
[http://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/Xref-DocDetails-EN.asp?FileID=21736&lang=EN Resolution 2048 des Europarates gegen Diskriminierung von Transgendern in Europa]
[https://sites.google.com/site/transgenderismus/ Harry Benjamin Syndrom = echte Transsexualität im Gegensatz zu Transgender], abgerufen am 20. Februar 2018
[http://www.wpath.org/ WPATH] – World Professional Association for Transgender Health, Handlungsempfehlungen für medizinische Fachkräfte, mehrsprachig
[http://epath.eu/ EPATH] – European Professional Association for Transgender Health, Verband zum Erfahrungsaustausch europäischer Fachkräfte im Bereich Transgender
[http://www.dgti.org/ dgti e. V.] – Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e. V.
[http://www.transsexuellev.de/index.php?id=21 VTSM e. V.] – Vereinigung-TransSexuelle-Menschen e. V.
1 Timo O. Nieder, Peer Briken: Transgender, Transsexualität und Geschlechtsdysphorie. In: Ulrich Voderholzer Fritz Hohagen (Hrsg.): Therapie psychischer Erkrankungen. 11. Auflage. Urban & Fischer, München 2016, ISBN 978-3-437-24907-5, S. 343.
2 Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry%20Benjamin%20-%20The%20Transsexual%20Phenomenon.pdf Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018, S. 11, S. 13, S. 14.
3 Jannik Franzen, Arn Sauer: Benachteiligung von Trans*Personen, insbesondere im Arbeitsleben. Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin 2010, S. 9, http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Expertisen/Expertise_Benachteiligung_von_Trans_personen.pdf?__blob=publicationFile Volltext (PDF; 693 kB) abgerufen am 27. Juni 2017.
4 https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/http%3a%2f%2fid.who.int%2ficd%2fentity%2f411470068 icd.who.int WHO ICD-11
5 Verena Klein u. a.: Diagnoseleitlinien sexueller Störungen in der International Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD)-11 – Dokumentation des Revisionsprozesses. In: Zeitschrift für Sexualforschung. Band 28, 2015, {{ISSN|0932-8114}}, S. 363–373, doi:10.1055/s-0041-109281
6 http://www.queer.de/detail.php?article_id=31386 Queer.de: Opposition fordert Abschaffung des Transsexuellengesetzes
7 https://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/neue-icd-einstufung-who-will-transsexualitaet-als-psychische-krankheit-streichen/22709114.html Tagesspiegel.de: WHO will Transsexualität als psychische Krankheit streichen
8 https://www.morgenpost.de/politik/article214634247/WHO-streicht-Transsexualitaet-als-psychische-Stoerung.html Berliner Morgenpost: WHO streicht Transsexualität als psychische Störung
9 Beispielsweise in: Wolf Eicher: Transsexualismus: Möglichkeiten und Grenzen der Geschlechtsumwandlung. Fischer, Stuttgart u. a. 1984.
10 Otto Weininger http://www.naturalthinker.net/trl/texts/Weininger,Otto/ueberdld.pdf Über die letzten Dinge (PDF) auf: naturalthinker.net
11 http://www.dalank.de/archiv/guc.pdf dalank.de (PDF)
12 Magnus Hirschfeld: Die Transvestiten: Eine Untersuchung über den erotischen Verkleidungstrieb, mit umfangreichem kasuistischem und historischem Material. Medicinischer Verlag Alfred Pulvermacher, Berlin 1910, https://www.digitaltransgenderarchive.net/downloads/6395w7174 online, abgerufen am 16. Februar 2018.
13 Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018, S. 12.
14 Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018.
15 Gisela Bleibtreu Ehrenberg: Der Weibmann. Kultischer Geschlechtswechsel im Schamanismus. Fischer, Frankfurt a. M. 1984.
16 Sabine Lang: Männer als Frauen – Frauen als Männer. Geschlechtsrollenwechsel bei den Indianern Nordamerikas. Hamburg, Wayasabah 1990.
17 Sabine Lang: Männer als Frauen – Frauen als Männer. Geschlechtsrollenwechsel bei den Indianern Nordamerikas. Hamburg, Wayasabah 1990.
18 Magnus Hirschfeld: Die Transvestiten: Eine Untersuchung über den erotischen Verkleidungstrieb, mit umfangreichem kasuistischem und historischem Material. Verlag Alfred Pulvermacher, Berlin 1910, S. 318–329, hier: S. 321
19 Magnus Hirschfeld: Die Transvestiten: Eine Untersuchung über den erotischen Verkleidungstrieb, mit umfangreichem kasuistischem und historischem Material. Verlag Alfred Pulvermacher, Berlin 1910, S. 318–321, hier: 319-320.
20 Magnus Hirschfeld: Die Transvestiten: Eine Untersuchung über den erotischen Verkleidungstrieb, mit umfangreichem kasuistischem und historischem Material. Verlag Alfred Pulvermacher, Berlin 1910, S. 318–329, hier: S. 322.
21 Magnus Hirschfeld: Die Transvestiten: Eine Untersuchung über den erotischen Verkleidungstrieb, mit umfangreichem kasuistischem und historischem Material. Verlag Alfred Pulvermacher, Berlin 1910, S. 318–329, hier: S. 321
22 http://ai.eecs.umich.edu/people/conway/TS/DE/TSDE-II.html#anchor172830 Transsexualität bei antiken Priesterinnen und indischen Hidschras auf Lynn Conways Website, abgerufen am 19. Januar 2018.
23 Siehe den folgenden Artikel über einen Fund eines Skeletts einer transsexuellen Kybele-Priesterin in Yorkshire: http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/1999734.stem „Dig reveals Roman transvestite“, in: BBC News, 21. Mai 2002 (englisch){{Toter Link|url=http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/1999734.stem |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 19. Januar 2018. Der Artikel beschreibt die verstorbene ehemalige Priesterin als Mann.
24 http://ai.eecs.umich.edu/people/conway/TS/DE/TSDE-II.html#anchor172830 Transsexualität bei antiken Priesterinnen und indischen Hidschras auf Lynn Conways Website, abgerufen am 19. Januar 2018.
25 RE|III,2|1772|1773|Castratio|Hermann Ferdinand Hitzig|RE:Castratio
26 Gabriel Sanders: Kybele und Attis. In: Maarten Jozef Vermaseren (Hrsg.): Die orientalischen Religionen im Römerreich. Brill, Leiden 1981, S. 264–291, im Römischen Reich: S. 275–289.
27 Laut Martin von Troppau wurde er Papst um 855, laut Jean de Mailly in Chronica Universalis Mettensis (ca. 1250) erst um 1099. Rosemary and Darroll Pardoe: The Female Pope: The mystery of Pope Joan, (http://www.users.globalnet.co.uk/~pardos/PopeJoan1.html „Chapter 1: The first appearances of Pope Poan“ (englisch), abgerufen am 18. Januar 2018)
28 Rosemary and Darroll Pardoe: The Female Pope: The mystery of Pope Joan, Crucible (Thorsons) 1988, http://www.users.globalnet.co.uk/~pardos/PopeJoan1.html „Chapter 1: The first appearances of Pope Poan“ (englisch), abgerufen am 18. Januar 2018.
29 Rosemary and Darroll Pardoe: The Female Pope: The mystery of Pope Joan, Crucible (Thorsons) 1988, http://www.users.globalnet.co.uk/~pardos/PopeJoan1.html „Chapter 1: The first appearances of Pope Poan“ (englisch), abgerufen im Januar 2018
30 Dies betrifft z. B. die heutzutage besonders berühmte Dynastie von Amarna (Echnaton, Tutenchamun u. a.), deren Gedächtnis durch Haremhab ausgelöscht wurde, und die bis zum 19. Jahrhundert daher völlig vergessen war. Siehe: Joshua J. Mark: „Horemheb“, 22. April 2014, in: Ancient History Encyclopedia. Im Web: https://www.ancient.eu/Horemheb/ „Horemheb“, in: Ancient History Encyclopedia (englisch), abgerufen am 19. Januar 2018
31 Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018, S. 98 f.
32 siehe z. B. Otto Beneke: „Königin Christina von Schweden“, in: Hamburgische Geschichten und Sagen, Hamburg 1854, S. 312–314. Text auf Wikisource, abgerufen am 18. Januar 2018
33 Siehe auch die Beschreibung von Christine durch die Grande Mademoiselle, in: Memoirs of Mademoiselle de Montpensier. H. Colburn, 1848, S. 48.
34 “an insurmountable distaste for marriage” and “for all the things that females talked about and did.”
35 Sylvie Steinberg: La confusion des sexes – le travestissement de la Renaissance à la Revolution, Fayard 2001 ( http://www.fayard.fr/la-confusion-des-sexes-9782213608488 Inhaltsangabe (französisch), abgerufen am 18. Januar 2018)
36 http://enviedhistoire.canalblog.com/archives/2006/11/26/3274422.html „Qui était le chevalier d’Éon?“, (französisch), abgerufen am 18. Januar 2018
37 https://wearefamilymagazine.co.uk/unsung-lgbt-heroes-james-barry/ Unsung LGBT heroes...James Barry. In: We Are Family Magazine, issue 6, summer 2014 (englisch), abgerufen am 18. Januar 2018.
38 A. K. Kubba, M. Young: The Life, Work and Gender of Dr James Barry MD. In: Proceedings of the Royal College of Physicians of Edinburgh, 2001, 31 (4), S. 352–356. PMID 11833588, http://www.rcpe.ac.uk/journal/issue/vol31_no4/R_The_Life.pdf rcpe.ac.uk (PDF) abgerufen am 27. Januar 2018.
39 "After „he“ was dead, I was told that (Barry) was a woman. . . I should say that (Barry) was the most hardened creature I ever met." Florence Nightingale in einem Brief an Parthenope, Lady Verney, nach dem Tode von James Barry, in: https://wellcomelibrary.org/item/b20454491 Wellcome Library, Wellcome Institute for the History of Medicine, undatiert,(englisch), abgerufen am 18. Januar 2018.
40 Michael du Preez, Jeremy Dronfield: Dr James Barry: A Woman Ahead of Her Time. Oneworld Publications, London, ISBN 978-1-78074-831-3, S. 251–252. Die Autoren beziehen sich auf: Edward Bradford: „The Reputed Female Army Surgeon“, in: The Medical Times and Gazette, vol. II, 1865, S. 293.
41 Irvine Loudon: „Scanty Particulars: The Strange Life and Astonishing Secret of Victorian Adventurer and Pioneer Surgeon James Barry“. in: British Medical Journal (BJM), (2002-06-01), 324 (7349): 1341.
42 „In short, his wish was to die and be remembered as a man.“ https://wearefamilymagazine.co.uk/unsung-lgbt-heroes-james-barry/ „Unsung LGBT heroes...James Barry“, in: „We Are Family Magazine“, issue 6, summer 2014 (englisch), abgerufen am 18. Januar 2018.
43 James Barry erscheint z. B. in: Christoph Fuhr: Frauen, die die Welt der Medizin eroberten. In: Ärzte Zeitung, 13. Oktober 2010, http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/623291/frauen-die-welt-medizin-eroberten.html online. Barry erscheint auch in dem Buch: Annette Kerckhoff: Heilende Frauen. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2010, ISBN 978-3-938045-47-3, S. 22–23.
44 Sylvie Steinberg: La confusion des sexes – le travestissement de la Renaissance à la Revolution. Fayard 2001 ( http://www.fayard.fr/la-confusion-des-sexes-9782213608488 Inhaltsangabe (französisch) abgerufen am 18. Januar 2018)
45 Harald Rimmele: http://www.hirschfeld.in-berlin.de/institut/de/personen/pers_34.html Biographie von Dorchen Richter. hirschfeld.in-berlin.de; abgerufen am 15. Februar 2018
46 A Trans Timeline – Trans Media Watch. http://www.transmediawatch.org/timeline.html. zuletzt abgerufen am: 2016-02-03.
47 Man into woman: The first sex change – a portrait of Lili Elbe. Edited by Niels Hoyer, urspr.: Jarrolds 1933, Neuausgabe: Blue Boat Books, London 2004.
48 Über Lili Elbe wurde 1931 anscheinend nur in deutschen und dänischen Zeitungen berichtet. Siehe: Man into woman: The first sex change – a portrait of Lili Elbe. Edited by Niels Hoyer, urspr.: Jarrolds 1933, Neuausgabe: Blue Boat Books, London 2004, S. 13–14.
49 Christine Jorgensen: A personal Autobiography. San Francisco 1967 / Neuauflage: Cleis Press, 2000, S. 235.
50 https://www.youtube.com/watch?v=lDlGUeF1Bg0 Fernsehinterview mit Christine Jorgensen mit Gary Collins im Hour Magazine in den 1980er Jahren (englisch) abgerufen im Januar 2018.
51 Christine Jorgensen: A personal Autobiography. San Francisco 1967 / Neuauflage: Cleis Press, 2000.
52 „These personal letters from almost 500 deeply unhappy persons leave an overwhelming impression. One tragic existence is unfolded after another; they cry for help and understanding. It is depressing to realize how little can be done to come to their aid. One feels it a duty to appeal to the medical profession and to the responsible legislative: do your utmost to ease the existence of these fellow-men who are deprived of the possibilities of a harmonious and happy life – through no fault of their own.“ Christian Hamburger: „The Desire for change of sex as shown by Personal letters from 465 Men and Women“, in: Acta Endocrinologica 14, 1953, S. 361–375 (hier zitiert nach: Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 20. Februar 2018, S. 41.)
53 Coccinelle par Coccinelle (Autobiographie, französisch). Editions Filipacchi, Paris, 1987. ISBN 978-2-85018-586-1
54 http://ai.eecs.umich.edu/people/conway/TS/DE/SRS-DE.html#modern Geschichte der Vaginoplastik auf Lynn Conways Website, abgerufen am 19. Januar 2018
55 Wolf Eicher: Transsexualismus: Möglichkeiten und Grenzen der Geschlechtsumwandlung. Stuttgart u. a.: Fischer, 1984.
56 Niki Trauthwein. Wege aus der Isolation - Emanzipatorische Bestrebungen und strukturelle Organisation in den Jahren 1945 bis 1980. Berlin. [Ohne Verlag]. [Ohne Jahr]. S.53-68.
57 http://ai.eecs.umich.edu/people/conway/conway-German.html Website von Lynn Conway abgerufen im Januar 2018.
58 I’m a woman now, von Michiel van Erp, Niederlande 2011. Dokumentation über fünf transsexuelle Frauen, die zwischen 1960 und den 1970er Jahren von Dr. Georges Burou in Casablanca operiert wurden.
59 Film: Bambi, von Sébastien Lifshitz, Frankreich 2013. Die Geschichte von Marie-Pierre Pruvot, eines Weges vom transsexuellen Showgirl zur Lehrerin an einer Schule, ausgezeichnet mit dem Teddy Award, Internationale Berliner Filmfestspiele 2013.
60 „There were 238 known murders of Trans people last year – however only 60 countries collate information on Trans Hate Crime and it is believed the real figure could be much higher.“ Louise Muddle: http://www.aprilashley.org/2013/11/21/trans-day-of-remembrance-remembering-victims-of-hate/ Transday of Remembrance – Remembering victims of Hate. „April Ashley – Portrait of a Lady“, Museum of Liverpool, 21. November 2013 (englisch); abgerufen am 21. Januar 2018.
61 http://www.kath.net/news/4317 Weder Priesteramt noch Heirat für Transsexuelle. Kath.net, 1. Februar 2003; abgerufen im Januar 2018.
62 https://www.katholisches.info/2015/09/vatikan-transsexuelle-koennen-objektiv-keine-taufpaten-sein/ Vatikan: Transsexuelle können objektiv keine Taufpaten sein. In: Katholisches – Magazin für Kirche und Kultur, 2. September 2015; abgerufen im Januar 2018.
63 https://www.n-tv.de/panorama/Papst-empfaengt-Transsexuellen-zu-Audienz-article14403037.html Papst empfängt Transsexuellen zu Audienz. n-tv.de, 27. Januar 2015; abgerufen am 18. Januar 2018.
64 http://www.hoy.es/plasencia/201501/26/estar-papa-sido-maravilloso-20150126215553.html Estar con el Papa ha sido maravilloso. („Zusammensein mit dem Papst war wunderbar“), Bericht in der spanischen Zeitung Hoy, 27. Januar 2015 (spanisch); Januar 2018.
65 Thomas C. Fox: https://www.ncronline.org/blogs/ncr-today/report-pope-francis-meets-hugs-transgender-man Pope Francis meets with, hugs transgender man. In: National Catholic Reporter, 30. Januar 2015; abgerufen am 21. Januar 2018.
66 Giuseppe Nardi: https://www.katholisches.info/2015/01/papst-empfaengt-transsexuellen-samt-girlfriend-paepstliche-annaeherung-an-mainstream/. Papst empfängt Transsexuellen samt „Girlfriend“ – päpstliche Annäherung an Mainstream? In: Katholisches – Magazin für Kirche und Kultur, 26. Januar 2015; abgerufen im Januar 2018 (Vorsicht! Dieser Artikel ist massiv transphob, der ehemals transsexuelle Mann wird durchweg als „sie“ bezeichnet!)
67 According to Hoy, Francis told Lejarraga in an initial phone call that God loves all his children „as they are.“ He went on: „You are a son of God and the Church loves you and accepts you as you are.“ Siehe: Thomas C. Fox: https://www.ncronline.org/blogs/ncr-today/report-pope-francis-meets-hugs-transgender-man Pope Francis meets with, hugs transgender man. In: National Catholic Reporter, 30. Januar 2015; abgerufen am 21. Januar 2018.
68 http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-homo-und-transsexuelle-nicht-ausgrenzen Papst: Homo- und Transsexuelle nicht ausgrenzen. Katholisch.de, 3. Oktober 2016; abgerufen 18. Januar 2018.
69 Michael Hollenbach: http://www.deutschlandfunkkultur.de/transsexualitaet-und-evangelische-kirche-wie-eindeutig-ist.1278.de.html?dram:article_id=360375 Transsexualität und evangelische Kirche – Wie eindeutig ist die Schöpfung. Deutschlandfunk Kultur, 7. Juli 2016; abgerufen im Januar 2018.
70 Reformation für Alle*: http://tur2017.de/ Transidentität/Transsexualität und Kirche. abgerufen im Februar 2018.
71 https://unsere.ekhn.de/themen/umgang-mit-transsexualitaet.html Zum Bilde Gottes geschaffen. unsere.ekhn.de
72 J.-N. Zhou, M. A. Hofman, D. F. Swaab: http://sindromebenjamin.tripod.com/sitebuildercontent/sitebuilderfiles/brainsex.pdf A sex difference in the human brain and its relation to transsexuality. (PDF) In: Letters to Nature. Vol. 378, S. 68–70, 2. November 1995.
auf transgender.at übersetzt: http://transgender.at/nettext/td-ijt1.htm Ein Geschlechtsunterschied im menschlichen Gehirn und seine Beziehung zur Transsexualität.
73 Frank P. M. Kruijver, Jiang-Ning Zhou u. a.: https://academic.oup.com/jcem/article/85/5/2034/2660626.Male-to-Female Transsexuals Have Female Neuron Numbers in a Limbic Nucleus. In: The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. Vol. 85, No. 5, 2000, S. 2034–2041.
74 G.Spizzirri; C.M.A.Pereira et.al: https://www.nature.com/articles/s41598-017-17563-z Grey and white matter volumes either in treatment-naïve or hormone-treated transgender women: a voxel-based morphometry study In: nature.com , 15. Januar 2018
75 V. Harley, Prince Henry’s Institute of Medical Research, Melbourne http://www.abc.net.au/science/articles/2008/10/27/2401941.htm abc.net.au Transsexual study reveals genetic link abc.net.au , am 27. Oktober 2008
76 https://doi.org/10.1210/jc.2018-01105 Genetic Link Between Gender Dysphoria and Sex Hormone Signaling ? Madeleine Foreman, Lauren Hare, Kate York, Kara Balakrishnan, Francisco J Sánchez, Fintan Harte, Jaco Erasmus, Eric Vilain, Vincent R Harley. In: The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Volume 104 , Seite 390-396 , am 2. Februar 2019
77 http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/transsexualitaet_aid_134994.html Transsexualität – Hormonstörung im Mutterleib. In: Focus-Online. 7. Oktober 2007, (Zuletzt aufgerufen am 30. Dezember 2007.)
78 Johanna Olson, Sheree M. Schrager, Marvin Belzer, Lisa K. Simons, Leslie F. Clark: Baseline Physiologic and Psychosocial Characteristics of Transgender Youth Seeking Care for Gender Dysphoria. In: Journal of Adolescent Health. 2015, doi:10.1016/j.jadohealth.2015.04.027.
79 https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/138-001.html S3 Leitlinien - Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit: Diagnostik, Beratung, Behandlung
80 T. O. Nieder, P. Briken, H. Richter-Appelt: Transgender. Transsexualität und Geschlechtsdysphorie: Aktuelle Entwicklung in Diagnostik und Theraphie. In: PPmP-Psychotheraphie-Psychosomatik-Medizinische Psychologie. 64 (06), 2014, S. 232–245.
81 https://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10/kodesuche/onlinefassung/htmlgm2013/block-f60-f69.htm dimdi.de{{Toter Link|url=https://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10/kodesuche/onlinefassung/htmlgm2013/block-f60-f69.htm |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }}
82 https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/http%3a%2f%2fid.who.int%2ficd%2fentity%2f411470068 icd.who.int WHO ICD-11
84 siehe Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018, S. 13–14, S. 15–16, S. 37–39.
85 Harry Benjamins http://www.transx.at/Pub/HarryBenjamin.php Trans* Typen auf der Website von TransX, abgerufen am 21. Februar 2018
86 Olson, Journal of Adolescent Health https://www.jahonline.org/article/S1054-139X(15)00216-5/fulltext jahonline.org
87 Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 20. Februar 2018, S. 30. Benjamin unterschied aber auch zwischen verschieden starken Graden oder Typen von Transsexualismus.
88 Annette Treibel: Einführung in soziologische Theorien der Gegenwart. 5. Auflage. Leske + Budrich, Opladen 2000, ISBN 3-8100-2756-1, S. 145.
89 Siehe den Abschnitt: „Travestis („Shemales“) und ähnliche Geschlechts-Identifikationen“ auf: http://ai.eecs.umich.edu/people/conway/TS/DE/TSDE.html Infos über verschiedene Arten von Transgender auf Lynn Conways Website; abgerufen im Januar 2018.
90 Reform des Transsexuellengesetzes. In: Zeitschrift für Sexualkunde. Ausgabe 1, 3/2016.
91 GIS im Kindes- und Jugendalter. https://www.aerzteblatt.de/archiv/62493/Geschlechtsidentitaetsstoerungen-im-Kindes-und-Jugendalter. zuletzt abgerufen am: 2017-03-24.
92 Supporting Boys or Girls When the Line Isn’t Clear. http://www.nytimes.com/2006/12/02/us/02child.html. zuletzt abgerufen am: 2017-03-24.
93 Outcry prompts CAMH to review its controversial treatment of trans youth. http://www.metronews.ca/news/toronto/2015/03/18/outcry-prompts-camh-to-review-its-controversial-treatment-of-trans-youth.html. zuletzt abgerufen am: 2017-03-24.
94 Children With Gender Nonconformity. http://www.jaacap.com/article/S0890-8567(09)60558-X/abstract. zuletzt abgerufen am: 2017-04-17.
95 Gender identity debate swirls over CAMH psychologist, transgender program. http://www.theglobeandmail.com/news/toronto/gender-identity-debate-swirls-over-camh-psychologist-transgender-program/article28758828. zuletzt abgerufen am: 2017-03-24.
96 How the Fight Over Transgender Kids Got a Leading Sex Researcher Fired. http://nymag.com/scienceofus/2016/02/fight-over-trans-kids-got-a-researcher-fired.html. zuletzt abgerufen am: 2017-03-24.
97 Der Spiegel |ID=50263565 |Autor=Beate Lakotte |Titel=Fehler in der Himmelsfabrik |Jahr=2007 |Nr=4 |Seiten=
98 Wolf Eicher: Ergebnisse und Zufriedenheit mit den Eingriffen. In: Transsexualismus: Möglichkeiten und Grenzen der Geschlechtsumwandlung., Kap. X. Fischer, Stuttgart u. a. 1984.
99 Siehe z. B. Wolf Eicher: Ergebnisse und Zufriedenheit mit den Eingriffen. In: 'Transsexualismus: Möglichkeiten und Grenzen der Geschlechtsumwandlung' (Kap. X.), Stuttgart u. a.: Fischer, 1984.
100 d. h. sie würden sich (wenn man die Uhr zurückdrehen würde) wieder operieren lassen. Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon. The Julian Press, New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018, S. 73.
101 “…mental changes were invariably more pronounced than any physical ones …”, “The great satisfaction that goes with a final accomplishment of a difficult and long-sought-for mission was strikingly evident”. Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon. The Julian Press, New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018, S. 73.
102 Cecilia Dhejne, Paul Lichtenstein, Marcus Boman, Anna L. V. Johansson, Niklas Långström, Mikael Landén: Long-term follow-up of transsexual persons undergoing sex reassignment surgery: cohort study in Sweden. 22. Februar 2011, PMID 21364939, „Schwedische Langzeitstudie über postoperative Transsexuelle von 1973–2003“.
103 Y. L. Smith, S. H. van Goozen, P. T. Cohen-Kettenis: Adolescents with gender identity disorder who were accepted or rejected for sex reassignment surgery: a prospective follow-up study. In: Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 2001, 40, S. 472–481.
104 Y. L. Smith, S. H. Van Goozen, A. J. Kuiper, P. T. Cohen-Kettenis: Sex reassignment: outcomes and predictors of treatment for adolescent and adult transsexuals. In: Psychol Med., 2005, 35, S. 89–99.
105 F. Leavitt, J. C. Berger, J.A. Hoeppner, G. Northrop: Presurgical adjustment in male transsexuals with and without hormonal treatment. In: The Journal of Nervous and Mental Disease, 1980, 168, S. 693–697.
106 P. T. Cohen Kettenis, S. H. van Goozen: Sex reassignment of adolescent transsexuals: a follow-up study. In: Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 1997, 36, S. 263–271.
107 E. Newfield, S. Hart, S. Dibble, L. Kohler: Female-to-male transgender quality of life. In: Qual Life Res., 2006, 15, S. 1447–1457.
108 “Even an attractive girl (Anm. von Orange Nr.5: Benjamin meint hier ein ex-transsexuelles 'attraktives Mädchen', nicht irgendeines (obwohl so etwas natürlich auch bei allen anderen Frauen frustrierend wäre)) may find it difficult to meet her Prince Charming. If she feels that time may be running out, it could easily cause much feeling of insecurity, dissatisfaction and depression …”. Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018, S. 73.
109 Bereits Benjamin (1966) fand, dass von 51 postoperativen Fällen (MzF) 12 geheiratet hatten, davon waren 5 wieder geschieden, 3 wiederverheiratet. Und dieses unterscheidet sich keineswegs von allgemeinen Heiratsstatistiken. Harry Benjamin: The Transsexual Phenomenon, The Julian Press INC., New York 1966, online: http://www.mut23.de/texte/Harry mut23.de{{Toter Link|url=http://www.mut23.de/texte/Harry |date=2018-11 |archivebot=2018-11-30 14:35:59 InternetArchiveBot }} Benjamin – The Transsexual Phenomenon.pdf, abgerufen am 16. Februar 2018, S. 74. Es gibt auch einige berühmte Beispiele für Ex-Transsexuelle, die nach der Operation geheiratet haben, u. a. Coccinelle, April Ashley, Lynn Conway.
110 https://www.bundesjustizamt.de/DE/SharedDocs/Publikationen/Justizstatistik/Geschaeftsentwicklung_Amtsgerichte.pdf?__blob=publicationFile&v=9 bundesjustizamt.de (PDF)
111 Paul J. M van Kesteren, Henk Asscheman, Jos A. J Megens, Louis J. G Gooren. http://www.blackwell-synergy.com/doi/abs/10.1046/j.1365-2265.1997.2601068.x Mortality and morbidity in transsexual subjects treated with cross-sex hormones. Oxford, UK. Blackwell. [Ohne Jahr]. S.337–343.
112 Flores, Herman, Gates, N.T. Brown. How many Adults identify as Transgender in the United States. [Ohne Ort]. [Ohne Verlag]. [Ohne Jahr].
113 [Ohne Titel]. http://www.gires.org.uk/prevalence.php.
114 https://www.bundesjustizamt.de/DE/SharedDocs/Publikationen/Justizstatistik/Geschaeftsentwicklung_Amtsgerichte.pdf?__blob=publicationFile&v=9 bundesjustizamt.de (PDF)
115 Prävalenz: „Wie viele Transsexuelle gibt es in Deutschland?“ http://www.dgti.org/leitartikel.html?id=166 www.dgti.org http://www.trans-ident.de/informationen/174-wie-viele-transsexuelle-gibt-es-in-deutschland www.trans-ident.de
116 Bernd Meyenburg, Karin Renter-Schmidt, Gunter Schmidt: Begutachtung nach dem Transsexuellengesetz. In: Zeitschrift für Sexualkunde. 28/2015, {{ISSN|0932-8114}}, S. 107–120.
117 Bernd Meyenburg, Karin Renter-Schmidt, Gunter Schmidt: Begutachtung nach dem Transsexuellengesetz. In: Zeitschrift für Sexualkunde. 28/2015, {{ISSN|0932-8114}}, S. 107–120.
118 Yves Steinmetz: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4861/ Geschlechtsangleichende Operationen bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen mit Phalloplastik. Vergleich verschiedener Operationstechniken sowie Einschätzung der Operationsergebnisse. Dissertation. Hamburg 2010, Abgerufen am 28. Oktober 2014.
119 Udo Rauchfleisch: Transsexualität – Transidentität Begutachtung, Begleitung, Therapie. 4. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014, ISBN 978-3-525-46270-6.
120 https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/138-001m_Geschlechtsdysphorie-Diagnostik-Beratung-Behandlung_20181005.pdf/ S3 Leitlinie Geschlechtsdysphorie
121 http://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/X2H-Xref-ViewPDF.asp?FileID=21736&lang=en Resolution 2048 (2015): Discrimination against transgender people in Europe PDF. Abgerufen am 2. Mai 2015.
122 Christina Laußmann: http://blog.aidshilfe.de/2015/04/23/historische-resolution-fuer-die-rechte-von-trans-personen-verabschiedet/ Historische Resolution für die Rechte von Trans*-Personen verabschiedet. Deutsche Aids-Hilfe, 23. April 2015.
123 http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P7-TA-2012-0500+0+DOC+XML+V0//DE&language=DE Entschließung des Europäischen Parlaments vom 12. Dezember 2012 zur Lage der Grundrechte in der Europäischen Union (2010–2011) (2011/2069(INI)), Sexuelle Ausrichtung und Geschlechtsidentität, Empfehlung Nr. 98.
124 https://icd.who.int/dev11/l-m/en icd.who.int WHO ICD-11 Beta Draft (Joint Linearization for Mortality and Morbidity Statistics)
125 https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/http%3a%2f%2fid.who.int%2ficd%2fentity%2f411470068 WHO ICD-11
126 Timo O. Nieder, Peer Briken, Hertha Richter-Appelt: https://www.thieme.de/statics/dokumente/thieme/final/de/dokumente/tw_psychiatrie-psychotherapie-psychosomatik/transgender.pdf Transgender, Transsexualität und Geschlechtsdysphorie. Aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie. (PDF) In: PSYCH up2date. 7/2013, S. 375.
127 http://die-erklärung.de/ Die Stuttgarter Erklärung
128 BSGE 62, 83 = SozR 2200 § 182 Nr. 106
129 Landessozialgericht Stuttgart, Urteil vom 27. November 1981 – Az: L 4 Kr 483/80.
130 LSG Baden-Württemberg Breith 1982, 175; LSG Niedersachsen Breith 1987, 1; Bayerisches LSG Breith 1987, 531
131 Sächsisches LSG vom 3. Februar 1999 – L 1 KR 31/98 – in JURIS; Bayerisches LSG vom 30. Oktober 2003 – L 4 KR 203/01 – zu einer besonderen Penisplastik zwecks Urinierens im Stehen bei Frau-zu-Mann-Transsexualität; BSG Urteil vom 19. Oktober 2004 – B 1 KR 3/03
132 http://www.lsvd.de/newsletters/newsletter-2015/weltaerztebund-transgeschlechtlichkeit-ist-keine-krankheit.html LSVD: Weltärztebund: Transgeschlechtlichkeit ist keine Krankheit
133 http://www.queer.de/detail.php?article_id=24877 Queer.de: Weltärztebund: Transgeschlechtlichkeit ist keine Krankheit
134 Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 30. April 1996 – Az: C-13/94: „Diskriminierungsverbot wegen des Geschlechts im Arbeitsverhältnis und Entlassung einer transsexuellen Person“.
135 http://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/X2H-Xref-ViewPDF.asp?FileID=21736&lang=en Resolution 2048 (2015): Discrimination against transgender people in Europe PDF. Abgerufen am 2. Mai 2015.
136 Bernd Meyenburg, Karin Renter-Schmidt, Gunter Schmidt: Begutachtung nach dem Transsexuellengesetz. In: Zeitschrift für Sexualkunde. 28/2015, {{ISSN|0932-8114}}, S. 107–120.
137 Beschluss vom 16. März 1982 – Az: 1 BvR 938/81: „Keine starre Altersgrenze für Personenstandsänderung eines Transsexuellen“.
138 http://www.queeramnesty.de/meldungen/artikel/jahr/2014/view/daenemark-als-vorbild-fuer-den-rest-der-welt-meilenstein-in-gesetzgebung-bezueglich-transgender-men.html queeramnesty.de
139 http://tgeu.org/malta-adopts-ground-breaking-trans-intersex-law tgeu.org
140 http://www.teni.ie/ teni.ie
141 http://www.ggg.at/2016/06/08/norwegen-fortschrittlichstes-transgender-gesetz-der-welt/ ggg.at
142 Vornamen und Geschlechtsregistrierung anpassen / Belgien. http://igvm-iefh.belgium.be/nl/publicaties/je_voornaam_en_geslachtsregistratie_aanpassen_bij_de_burgerlijke_stand. zuletzt abgerufen am: 2018-01-05.
143 https://www.sueddeutsche.de/politik/luxemburg-ein-gesetz-das-menschen-wirklich-hilft-1.4070589
144 Österreich: {{Webarchiv|url=http://www.transx.transgender.at/Dokumente/Erlass96.pdf | wayback=20060718102121 | text=Transsexuellenerlass von 1996}} (PDF-Datei; 14 kB) des Bundesministeriums für Inneres.
145 Österreich: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10005648&ShowPrintPreview=True Namensänderungsgesetz (NÄG) i.d.g.F.
146 Österreich: „Namensänderungserlass“ – „RiL zur Vollziehung des NÄG und der NÄV“, Bezug genommen in http://familienrecht.at/fileadmin/jur_aufsaetze/l_o_z/zeyring2.pdf Walter Zeyringer, Wien: „Das neue Namensänderungsgesetz“, S. 2. (PDF; 44 kB), abgedruckt in ÖJZ 1988, 737
147 Österreich: http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXII/SPET/SPET_00027/fnameorig_051166.html BMI: Stellungnahme zu Petition Nr. 67 betreffend „Freie Wahl des Vornamens“, 24. Oktober 2005 (Zuletzt aufgerufen am 16. August 2009)
148 Österreich: VwGH Zl. 2008/17/0054-8 vom 27. Februar 2009, http://www.transx.at/Dokumente/VwGH_Feb09_Zi_2008_17_0054.pdf Volltext (PDF; 242 kB).
149 Österreich: VfGH B 1973/08-13 vom 3. Dezember 2009 (http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vfgh/JFT_09908797_08B01973_00/JFT_09908797_08B01973_00.pdf Volltext, insb. Pkt. 5.2. (PDF) ).
150 http://ooe.orf.at/news/stories/2794803/ „Drittes Geschlecht“ vor dem LVwG orf.at, 5. September 2016, abgerufen am 5. September 2016.
151 LVwG Oberösterreich, https://www.lvwg-ooe.gv.at/15008_DEU_HTML.htm LVwG-750369/5/MZ/MR
152 http://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/NC090012.pdf Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 1. Februar 2011, NC090012 (PDF). Thomas Hasler: Wann ist ein Mann … eine Frau? In: Tages-Anzeiger. 8. März 2011. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Wann-ist-ein-Mann--eine-Frau/story/20535166 (online)
153 http://www.transgender-network.ch/wp-content/uploads/2012/09/2012_09_12_Regionalger_Bern-Mittelland_Personenstands%C3%A4nd.pdf Entscheid des Regionalgerichtes des Kantons Bern Mittelland vom 12. September 2012 (PDF). Wolf Röcken: Auch ohne Operation ist Claudia Meier vor dem Recht eine Frau. In: Berner Zeitung. 17. September 2012 (http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Auch-ohne-Operation-ist-Claudia-Meier--vor-dem-Recht-eine-Frau/story/26657985 bernerzeitung.ch).
154 Gender Recognition Act 2004 http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2004/7/section/2 Section 2 legislation.gov.uk
155 Gender Recognition Act 2004 http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2004/7/section/3 Section 3 legislation.gov.uk
156 [Ohne Titel]. http://www.gires.org.uk/GRA.php.
157 [Ohne Titel]. http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hLwdnQinElotGG-hSyXO9b8VZ7SA.
158 http://news.bbc.co.uk/2/hi/7259057.stm news.bbc.co.uk
159 http://www.queer.de/detail.php?article_id=31150 Pakistan: Historisches Trans-Gesetz beschlossen queer.de, 10. Mai 2018, abgerufen am 19. Mai 2018
160 vgl. {{Webarchiv|url= http://prisonportal.informatik.uni-bremen.de/knowledge/index.php/Transsexuelle | wayback= 20081026030006 | text=Transsexuelle im Gefängnis}}
161 “Intersexes exist, in body as well as in mind”, http://www.mut23.de/texte/Harry%20Benjamin%20-%20The%20Transsexual%20Phenomenon.pdf The Transsexual Phenomenon (PDF) 1966.
162 http://hawaii.edu/PCSS/biblio/articles/1961to1999/1997-sex-reassignment.html Sex Reassignment at Birth – A Long Term Review and Clinical Implications, 1997.
163 vgl. http://www.gires.org.uk/ The Gender Identity Research & Education Society, UK
164 Yves Steinmetz: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4861/ Geschlechtsangleichende Operationen bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen mit Phalloplastik. Vergleich verschiedener Operationstechniken sowie Einschätzung der Operationsergebnisse. Dissertation. Hamburg 2010, S. 15.
165 titel=Interministerielle Arbeitsgruppe Intersexualität/ Transsexualität |url=http://atme-ev.de/index.php?option=com_content&view=article&id=246:interministerielle-arbeitsgruppe-intersexualitaet-transsexualitaet&catid=1:pressemitteilungen&Itemid=2 |zugriff=2015-06-14 |werk=atme-ev.de
166 IMDb|tt2190287|I am a woman now von M. van Erp.
167 https://www.youtube.com/watch?v=03086DSZIEw&feature=plcp Chanson „Vom Brüderlein zum Schwesterlein“ des Liedermachers Max Biundo
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Transsexualität