Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201997,%201311
Timestamp: 2020-03-30 16:37:44
Document Index: 99295243

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Rechtsprechung: NJW 1997, 1311 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 23.01.1997
Damit entstand eine eigene Pflicht des Prozeßbevollmächtigten zur Prüfung und Beachtung des Fristablaufs, und zwar unabhängig davon, ob er sich sogleich zur Bearbeitung der Sache entschloß (BGH, Urteil vom 14. Januar 1997 - VI ZB 24/96 - NJW 1997, 1311).
BGH, 23.01.1997 - VII ZB 37/96
https://dejure.org/1997,8078
BGH, 23.01.1997 - VII ZB 37/96 (https://dejure.org/1997,8078)
BGH, Entscheidung vom 23.01.1997 - VII ZB 37/96 (https://dejure.org/1997,8078)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 1997 - VII ZB 37/96 (https://dejure.org/1997,8078)
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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumung einer Berufungsfrist aufgrund des fehlenden Zuganges eines Telefaxes mit dem Auftrag an den Anwalt, die Berufung einzulegen - Verpflichtung des Korrespondenzanwaltes mit dem Mandanten vor Fristablauf Rücksprache über ...
OLG Düsseldorf, 04.10.2002 - 23 U 92/02
Zur Frage der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, wenn ein Rechtsmittel …
In einem vergleichbaren Fall einer gescheiterten Übermittlung eines Rechtsmittelauftrags per Fax hat der Bundesgerichtshof darauf abgestellt, dass das Sendegerät des Mandanten eine "OK-Meldung" ausgedruckt hatte (BGH NJW 1997, 1311).
Nur in besonderen Ausnahmefällen ist der Anwalt beim Schweigen des Mandanten zu einer Nachfrage verpflichtet, etwa dann, wenn er konkreten Anlaß zur Sorge haben muß, daß seine Mitteilung verloren gegangen ist, oder wenn ihm bekannt ist, daß der Mandant unter allen Umständen ein Rechtsmittel einlegen will (vgl. BGH, Beschlüsse vom 13. November 1991 - VIII ZB 29/91 - VersR 1992, 898, 899 und vom 23. Januar 1997 - VII ZB 37/96 - NJW 1997, 1311, 1312; Urteil vom 25. Oktober 2001 - IX ZR 19/99 - WM 2001, 2453, 2454).
Bestätigt der Sendebericht den Empfang der Sendung, besteht kein Anlaß zur telefonischen Kontrolle (BGH 23. Januar 1997 - VII ZB 37/96 - NJW 1997, 1311).
Scheitert die Faxversendung dann, so ist die Partei nicht verpflichtet, eine andere Übertragungsform zu wählen (BGH NJW 1997, 1311; BGH VersR 2002, 1045).
Sie konnte auf Grund des Sendeberichts mit dem Ergebnis "OK" auf einen ordnungsgemäßen und rechtzeitigen Eingang beim Bundesarbeitsgericht vertrauen (vgl. BGH 23. Januar 1997 - VII ZB 37/96 - NJW 1997, 1311 f.).
Selbst wenn der Rechtsanwalt dem Mandanten ein Rechtsmittel empfohlen hat, ist er bei Ausbleiben eines Rechtsmittelauftrags nur dann zu einer Nachfrage verpflichtet, wenn er konkreten Anlass zur Sorge haben muss, seine Mitteilung sei verloren gegangen, oder wenn ihm der Standpunkt des Mandanten, unter allen Umständen ein Rechtsmittel einzulegen, bereits bekannt ist (vgl. BGH, 23. Januar 1997, VII ZB 37/96, NJW 1997, 1311 ; BVerwG, 19. Oktober 2004, 5 C 16/04, juris).
BGH, 07.09.1999 - XI ZR 188/99
Mitteilung des Berufungsurteils durch den Prozeßbevollmächtigten im …
Nach feststehender Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs können sich Berufungsanwälte hierbei grundsätzlich auf die Mitteilung durch einfachen Brief beschränken und brauchen nicht bei der Partei rückzufragen, ob sie den Brief erhalten haben (BGH, Beschlüsse vom 14. November 1984 - VIII ZR 180/84, VersR 1985, 90; vom 13. November 1992 - VIII ZB 29/91, VersR 1992, 898, 899 und vom 23. Januar 1997 - VII ZB 37/96, NJW 1997, 1311, 1312 jeweils m.w.Nachw.).
LAG Köln, 23.02.2012 - 7 Sa 719/11
In Ermangelung solcher besonderen Anhaltspunkte können sich Berufungsanwälte jedoch grundsätzlich auf die Mitteilung durch einfachen Brief beschränken und brauchen nicht bei der Partei rückzufragen, ob sie den Brief auch erhalten haben (BGH vom 07.09.1999, NJW-RR 2000, 948; BGH vom 23.01.1997, NJW 1997, 1311 f.; BGH vom 13.11.1992, VersR 1992, 898 f.; BGH vom 14.11.1984, VersR 1985, 90).