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Timestamp: 2019-08-18 13:57:37
Document Index: 368319542

Matched Legal Cases: ['§ 2079', '§ 2079', '§ 2079', '§ 2079', '§ 2079', '§ 2082']

Ex-Lebensgefährtin laut Testament Alleinerbin Erbrecht Forum 123recht.de
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10.8.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Testament anfechten
Frage vom 10.8.2019 | 14:26
Augenstern86
Hallo, mein Mann ist vor kurzem verstorben, zu meinem Erschrecken ist nun ein Testament bei seiner ehemaligen Lebensgefährtin aufgetaucht. Darin hat er sie zur Alleinerbin ernannt. Zwei Jahre später haben wir uns kennengelernt und auch geheiratet. Leider wusste ich nichts von diesem alten Testament. Lohnt sich das anfechten?
Antwort vom 10.8.2019 | 14:41
Ja, das wäre wohl anfechtbar, aber dazu würde ich mich an einen Anwalt wenden. Siehe hier: https://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/testament/testament-anfechten-pflichtteilsberechtigter.html
-- Editiert von muemmel am 10.08.2019 14:53
Unbeschreiblich (34450 Beiträge, 12324x hilfreich)
Ich sehe es auch so, dass das Testament nach § 2079 BGB angefochten werden kann.
Antwort vom 13.8.2019 | 17:10
Praktikant (871 Beiträge, 318x hilfreich)
Hattest Du mit Deinem Mann vielleicht ein gemeinsames Testament auf Gegenseitigkeit, ein sogenanntes Berliner Testament?
Antwort vom 13.8.2019 | 18:42
Nein, ein Berliner Testament hatten wir nicht.
Antwort vom 13.8.2019 | 20:51
Ist das alte Testament denn überhaupt formwirksam erstellt worden?
Unparteiischer (9137 Beiträge, 3549x hilfreich)
Natürlich. Das begründet dann aber nur den Pflichtteil (=50%).
Antwort vom 13.8.2019 | 21:14
Nein, nach einer erfolgreichen Anfechtung tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Die Ex-Freundin bekommt dann gar nichts und die Witwe erhält je nach Vorhandensein weiterer Verwandter zwischen 50% und 100%.
Antwort vom 14.8.2019 | 18:45
Arcturus, leider ist es laut Notar ein gültiges Testament.
Antwort vom 14.8.2019 | 18:52
Unbeschreiblich (28241 Beiträge, 11716x hilfreich)
Die Frage ist doch nicht, ob das Testament gültig ist, sondern, ob es anfechtbar ist.
Antwort vom 14.8.2019 | 19:42
Bist Du mittlerweile anwaltlich vertreten?
Ohne das Testament zu sehen, Deine genauen Umstände und die Deines verstorbenen Mannes zu kennen,
wäre es unseriös hier Prognosen zur Anfechtbarkeit zu geben.
Ja, es könnte anfechtbar sein, aber das ordentlich zu prüfen ist nicht trivial.
Und das geht nur mit sehr guten Kenntnissen der Gesamtumstände.
Antwort vom 14.8.2019 | 21:02
Das sehe ich völlig anders. Das Testament ist nach § 2079 BGB ganz offensichtlich anfechtbar.
leider ist es laut Notar ein gültiges Testament.
Das ist doch egal, da der § 2079 BGB auch die Anfechtung eines gültigen Testamentes erlaubt, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Die Voraussetzungen des § 2079 BGB liegen hier vor.
Antwort vom 15.8.2019 | 16:41
Anfechten lässt sich vieles, aber ob es zum Erfolg führen kann, lässt sich nicht aus der Ferne beurteilen.
Und wenn das Testament an einem Formfehler gelitten hätte, hätte sich die TS auch die ganzen Sorgen sparen können. Dann wäre es nichtig gewesen.
Auf jeden Fall sollte sich die TS beeilen, die richtigen Schritte in die Wege zu leiten.
Die Testamentseröffnung hat ja schon stattgefunden.
Antwort vom 16.8.2019 | 00:25
Im konkreten Fall lässt sich das auch aus der Ferne beurteilen unter der Voraussetzung, dass die Informationen des Fragestellers vollständig sind. Mir fällt gerade kein Fall ein, bei dem eine Anfechtung unter den hier genannten Randbedingungen nicht möglich sein sollte.
Es gibt noch weitere Anfechtungsmöglichkeiten, bei denen allerdings eine Beurteilung aus der Ferne tatsächlich schwierig wäre.
Antwort vom 16.8.2019 | 11:50
Hi @Augenstern86,
das scheint ja eine eher komplexe Angelegenheit zu werden. Ich würde an deiner Stelle (falls dir das Dokument vorliegt) die Gültigkeit überprüfen. Im Zweifel sogar zum Notar und das von Ihm checken lassen. Falls du es selbst angehen möchtest, solltest du mal "Testament Erben Muster" googeln, denn es geht ja um die Form des 2 Jahre alten Dokuments wenn ich dich richtig verstanden habe oder? LG Robin
Antwort vom 16.8.2019 | 13:30
ich wäre mir nicht so sicher wie einige hier, dass eine Anfechtung erfolgreich ist. Es hängt tatsächlich von den Umständen ab. Lebte der Mann mit der Expartnerin z.B. 30 Jahre zusammen, könnte es auch der Willen des Mannes gewesen sein, dass die Ex-Lebensgefährtin erbt - unabhängig von dem, was danach kommt.
Antwort vom 16.8.2019 | 16:44
Junior-Partner (5404 Beiträge, 3521x hilfreich)
Ich würde an deiner Stelle (falls dir das Dokument vorliegt) die Gültigkeit überprüfen. Im Zweifel sogar zum Notar und das von Ihm checken lassen.
Diie Gültigkeit wurde bereits "gecheckt".
...leider ist es laut Notar ein gültiges Testament.
Antwort vom 16.8.2019 | 21:16
Und welche Grund könnte es geben, dass so einen Annahme getroffen werden könnte?
Lebte der Mann mit der Expartnerin z.B. 30 Jahre zusammen, könnte es auch der Willen des Mannes gewesen sein, dass die Ex-Lebensgefährtin erbt - unabhängig von dem, was danach kommt.
Dazu muss es neben der schlichten Untätigkeit des Erblassers weitere Punkte hinzu kommen. Wenn der Mann z.B. trotz der Heirat seine Beziehung zu der Lebensgefährtin aufrecht erhalten hat, dann wäre so etwas denkbar. Jedoch gehe ich davon aus, dass der Fragesteller keine derart wichtigen Informationen unterschlagen hat.
ich wäre mir nicht so sicher wie einige hier, dass eine Anfechtung erfolgreich ist.
Dann schaue Dir doch einfach mal ein paar Urteile zu dieser Thematik an. Da wird diese Unsicherheit schnell beseitigt. Die Anfechtung ist nur dann nicht erfolgreich, wenn ungewöhnliche Umstände vorliegen.
Z.B. sagt das OLG Schleswig in seinem Urteil vom 07.12.2015 (Az.: 3 Wx 108/15)
Die sich aus dem Regel-Ausnahme-Verhältnis zu § 2079 S. 2 BGB ergebende Vermutung dahin, dass der Erblasser bei Kenntnis der Existenz eines weiteren Pflichtteilsberechtigten im Testierzeitpunkt anders - nämlich ihn berücksichtigend - testiert hätte, wird nicht schon dadurch widerlegt, dass der Erblasser schlicht untätig bleibt und sein Testament nicht ändert, nachdem er von der Existenz des weiteren Pflichtteilsberechtigten erfahren hat.
Der Erbe muss beweisen, dass der Erblasser den Pflichtteilsberechtigten bewusst übergangen hat. Der Pflichtteilsberechtigte muss nicht beweisen, dass er bei Kenntnis des Erblassers eingesetzt worden wäre, da das der Regelfall ist.
Antwort vom 17.8.2019 | 14:44
Nunja, mein Mann wollte keinen Kontakt mehr zu seiner Exfreundin und sie hat ihn finanziell ruiniert... Das Testament wurde geschrieben, bevor wir uns kennengelernt haben.
Mein Mann ist fataler Weise davon ausgegangen, dass nach einer Heirat der überlebende Partner 100% erbt.
Warum muss ich mich jetzt beeilen? Ich denke ich habe 3 Jahre Zeit zum anfechten?
Antwort vom 17.8.2019 | 15:49
Und was glaubst du, ist nach 3 Jahren noch da?
Antwort vom 17.8.2019 | 16:56
Die Anfechtungsfrist beträgt nur ein Jahr (§ 2082 BGB). Dennoch sollte schnellstmöglich angefochten werden, damit das Nachlassgericht gar nicht erst einen Erbschein ausstellt.
Das ist auch ohne Testament nur der Fall, wenn Dein Mann keine lebenden Kinder, Eltern, Geschwister, Nichten oder Neffen hat.
Seit wann ist Dir denn bekannt, dass es dieses Testament gibt?
Antwort vom 17.8.2019 | 18:24
Ich bin immer wieder erstaunt, dass man sich bei so wichtigen Sachen auf irgendwelche Vermutungen verlässt.
Sporry, ich kann auch nicht nachvollziehen, dass, dass man "vergisst", dass man (selbst vor vielen Jahren) ein Testament geschrieben hat.
-- Editiert von cruncc1 am 17.08.2019 18:28
Antwort vom 17.8.2019 | 23:51
@Arcturus, das leuchtet ein, danke.
@hh, seit knapp zwei Wochen. Mein Anwalt (Vertragsrecht) sagte Füße still halten nichts machen... Dann Anwalt gewechselt, der neue (Erbrecht) sagt schnell agieren, anfechten, Erbschein... Letzteres gefällt mir bedeutend besser
Antwort vom 18.8.2019 | 09:17
Mein Mann hinterlässt keine Kinder, sein Vater ist auch bereits gestorben, daher geht das Erbe wohl an mich (3/4) seine Mutter (1/8) und seinen Bruder (1/8). So jedenfalls mein Anwalt.
Es wird aber noch verzwickter. Da die Exfreundin meines Mannes in während des Hausbaus verlassen und viel Geld mitgenommen hat, musste er nachfinanzieren . Das Haus ist nun recht verschuldet. Es gibt eine Lebensversicherung, die aber nicht alles abdeckt und in die Erbmasse fällt, da niemand verfügt ist. Mein Schwager versucht mir das Gegenteil einzureden obwohl er die Verträge nicht kennt.
Leider hat mein Mann damals von den Banken kein Geld mehr bekommen, und die Mutter ist als Vertragsnehmerin eines Baudarlehens eingesprungen. Im Vertrag steht sie, das Geld ist aber an meinen Mann gegangen und die Raten wurden ebenfalls von seinem Konto bezahlt. Der Vertrag läuft noch. 2 Tage nach seinem Tod ist sie zur Bank gegangen, und hat versucht die Raten auszusetzen, später habe ich erfahren dass sie den Vertrag auf jemanden anderen ändern wollte. Ich schätze auf mich, da sie mich zu dem Zeitpunkt in der Zahlungspflicht sah. (ebenfalls für alle anderen anfallenden Kosten wie z. B. Die Beerdigung, man drohte mir sogar mit dem Gerichtsvollzieher. ) Die Vertragsänderung hat natürlich nicht geklappt. Sie ist mich angegangen, sie könnte und wollte die Raten nicht bezahlen, ich müsste endlich etwas tun. Des Weiteren steht eine Schenkung im Raum, die Summe schwankt von 10. 000 bis 25.000 Euro, je nach Laune. Etwas Schriftliches hat meine Schwiegermutter darüber nicht. Mein Schwager deutete jedoch an, dass man die Mutter ja nicht im Regen stehen lassen könne und diese Summe zurückzahlen müsse. Andersherum riet die Familie mir, ich solle das weite suchen, ich würde hier nicht glücklich werden, ich würde es eh nicht schaffen, ich verdiene ja nicht genug und habe nicht genug Zeit das Haus zu pflegen. Dabei entstand meine Idee, die obere Haushäifte zu vermieten.
Dann kam das Testament ins Spiel, die Ex als Alleinerbin. Mein Schwager ließ sich anwaltlich beraten und erfuhr, dass er und seine Mutter leer ausgehen werden, nur ich als Ehefrau könne anfechten.
Bei einem gemeinsamen Gespräch mit einem Anwalt erfuhren wir, dass das anfechten gute Aussichten hätte. Dann aber wollte mein Schwager mit dem Anwalt unter vier Augen sprechen! Entsetzt verließ ich den Raum.
Auf dieser Aktion hin angesprochen unterbreitete er mir ein Angebot: er wolle mir das Haus nicht wegnehmen, aber er hätte meinem Mann erlaubt neben ihm zu bauen (stimmt nicht, das Grundstück hat mein Mann von seinem Vater geerbt, Baugenehmigung ging so durch, keine Rede vom Bruder), er würde mir gestatten den oberen Teil zu vermieten, er würde keine Miete oder Nutzungsentschädigung von mir fordern, die Mieteinnahmen sollten zu 100% an mich gehen, er möchte auch keinen Anspruch auf Hausrat und Auto erheben, dafür möchte er ohne Anteile ins Grundbuch, und ich soll nun sämtliche Kosten wie Raten, Reperaturen bezahlen, dafür bekomme ich die Miete. Er tritt erst auf den Plan, wenn ich das Haus komplett vermiete oder wenn ich verkaufen will, dann will er ein vertragliches Recht dass er den Käufer aussucht und seinen Anteil. Es wäre schließlich sein Nachbar.
Er möchte nicht vorher ausgezahlt werden. Solange ich da bin, will er Miteigentümer sein.
Die Schwiegermutter möchte ausschlagen, will aber gleichzeitig von der Lebensversicherung den restlichen Betrag ihres Vertrages, dessen Geld ja ins Haus geflossen ist, ausbezahlt haben.
Meine Fragen: Wie hoch ist der Anteil des Bruders, wenn er mit im Grundbuch steht?
Er könnte jederzeit seinen Anteil der Risikolebensversicherung fordern, richtig?
Er könnte auch jederzeit die Auszahlung des Erbes fordern, richtig?
Wir könnten nicht ohne Zustimmung des anderen verkaufen, aber jeder von uns kann die Teilungsversteigerung beantragen?
Hat die Schwiegermutter mit der Ausschlagung des Erbes rein rechtlich gesehen ihr Recht auf Ausgleich ihres Vertrages verwirkt?
Ist der Vorschlag meines Schwagers üblich?
Sorry, es ist ziemlich kompliziert...
Antwort vom 18.8.2019 | 11:46
daher geht das Erbe wohl an mich (3/4) seine Mutter (1/8) und seinen Bruder (1/8). So jedenfalls mein Anwalt.
So ist es und wenn die Mutter ausschlägt, dann bekommt der Bruder 1/4.
Ich schätze auf mich, da sie mich zu dem Zeitpunkt in der Zahlungspflicht sah.
Die Erben sind in der Zahlungspflicht, da auch ein Darlehensvertrag zwischen der Mutter und Deinem Mann bestanden hat.
Des Weiteren steht eine Schenkung im Raum, die Summe schwankt von 10. 000 bis 25.000 Euro, je nach Laune.
Einen Rückzahlungsanspruch gibt es nicht, somit kommt es auf die genaue Höhe nicht an.
Der Vorschlag ist doch OK. Das wird in solchen Situationen häufig so gehandhabt.
Auf die Lebensversicherung hat die Schwiegermutter keinen Anspruch. Die Darlehensraten wirst Du weiter bezahlen müssen.
Wie hoch ist der Anteil des Bruders, wenn er mit im Grundbuch steht?
Tatsächlich wird im Grundbuch stehen „Ehefrau und Bruder in Erbengemeinschaft" ohne Angabe von Anteilen. Die Anteile ergeben sich jedoch aus dem Erbschein.
Falsch, eine Auszahlung kann nicht gefordert werden.
Nein, der Anspruch besteht weiter.
Ja, das wird häufig so gemacht.
Antwort vom 18.8.2019 | 12:15
Das ist die gsetzliche Erbfolge.
Es gibt eine Lebensversicherung, die aber nicht alles abdeckt und in die Erbmasse fällt, da niemand verfügt ist.
Wenn kein Bezugsberechtigter benannt wurde, fällt die LV in den Nachlass.
... er möchte auch keinen Anspruch auf Hausrat und Auto erheben
Darauf hat er keinen Anspruch. Der Voraus steht dir zu!
dafür möchte er ohne Anteile ins Grundbuch, und ich soll nun sämtliche Kosten wie Raten, Reperaturen bezahlen, dafür bekomme ich die Miete. Er tritt erst auf den Plan, wenn ich das Haus komplett vermiete oder wenn ich verkaufen will, dann will er ein vertragliches Recht dass er den Käufer aussucht und seinen Anteil. Es wäre schließlich sein Nachbar.
Wenn die Anfechtung durchgeht, gilt die gesetzliche Erbfolge und es entsteht eine Erbengemeinschaft. Der Grunbucheintragung lautet dann auch - in Erbengemeinschaft -. Wenn die Erbengemeinschaft auseinandergesetzt werden soll, muss ein notarieller Vertrag beurkundet werden.
Ihm ist auch klar, dass er auch die Schulden "geerbt" hat?
https://www.finanztip.de/erbengemeinschaft/
Andersherum riet die Familie mir, ich solle das weite suchen, ich würde hier nicht glücklich werden
Bei diesem Sachverhalt würde ich mir ernsthaft überlegen, alles so zu lassen und den Pflichtteil von der Alleinerbin zu fordern. Die Mutter hätte ebenfalls einen Pflichtteilsanspruch (1/6 in bar), der Bruder ginge leer aus - aber das braucht einen nicht zu interessieren.
Antwort vom 18.8.2019 | 12:47
Eigentlich gibts Du hier immer fachlich sehr kompetente Antworten, aber mit dieser Antwort liegst Du total daneben.
wenn ich das richtig verstehe, besteht das Erbe im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten?
Also das vorhandene Kapital reicht nicht, um die Finanzierung auf dem Haus auszugleichen?
Falls ich das richtig verstanden habe, würde ich von der Erbin tatsächlich sofort den Pflichtteil fordern.
Die Familienverhältnisse scheinen nicht sehr gewogen zu sein, und ob Du das mit dem Schwager in der Nachbarschaft durchziehen möchtest, kannst nur Du wissen.
Wenn er ohne Eigentumsanteil mit ins Grundbuch will, wäre ein eingetragenes Vorkaufsrecht eine Möglichkeit.
Andererseits: auf welche rechtliche Grundlage stützt er seinen Wunsch?
Falls ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen sollten, dann fechtenden, und zwar schnell, bevor ein Erbschleicher ausgestellt wird. Der Tipp ist hier ja schon mehrfach erteilt worden.
Und alles andere findet sich dann. Dann sitzt Du am längeren Hebel und kannst das alles nach und nach regeln.
Denke immer dran: der Erbe ist Rechtsnachfolger, er verfügt über den Nachlass, also über alle Aktiv- und Passivposten, also Guthaben und Schulden.
Dabei treten, wenn es mehrere Erben gibt, die Erben gesamtschuldnerisch auf.
Hatte Dein Mann eine Baufinanzierung, bedient sich die Bank an den vertraglichen Schuldnern.
Kann Deine Schwiegermutter nicht leisten, weil Rentnerin, tritt sie an Dich und Deinen Schwager als Erben nach Deinem Mann.
Leistet auch Dein Schwager nicht, weil selbst Baufinanzierung und Hausmann, dann zahlst nur Du.
Schlimmstenfalls verwertet die Bank das Haus im Rahmen einer Versteigerung.
Das ist natürlich jetzt beispielhaft und sehr schwarz gemalt, aber das wäre der Ablauf.
Antwort vom 18.8.2019 | 15:18
@Augenstern86
Bevor Du irgendetwas in Angriff nimmst, musst Du sicher wissen, ob das Testament erfolgreich angefochten werden kann.
Ein Anwalt / Notar sagt, dass das Testament gültig ist -
der andere Anwalt sagt, dass eine Anfechtung gute Chancen hat.
Die Anfechtung lohnt sich aufgrund der Höhe des Hauswertes sicherlich in jedem Fall für den Anwalt -
Bei einem gemeinsamen Gespräch mit einem Anwalt erfuhren wir, dass das anfechten gute Aussichten hätte.
Es ist lediglich die Meinung dieses Anwaltes. Du hast keinerlei Rechtsanspruch, dass das dann auch
so durchgesetzt werden kann. Auch bei Misserfolg, entstehen die entsprechenden Anwaltskosten für Dich.
Bist Du in der Lage, Dich selbst in komplizierte Rechtsvorgänge einzulesen?
Hast Du viel Kraft und Stärke?
Wie hat die Ex-Partnerin das Testament erhalten? Es ist ein notarielles Testament?
Aus welchem Jahr (auchdas ist wichtig). Wusste die Ex-Partnein, dass dieses Testament noch existierte?
Was will sie? Das Haus? Bargeld?
-- Editiert von malia am 18.08.2019 15:22
-- Editiert von malia am 18.08.2019 15:23
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