Source: https://stscherer.wordpress.com/2012/02/17/uber-mails-aus-geknackten-mailaccounts/
Timestamp: 2017-04-25 02:42:55
Document Index: 262780695

Matched Legal Cases: ['§ 202', '§202', '§ 823', 'BGH', '§ 25', '§202', '§202', '§202', '§202', '§202', '§ 202']

Über Mails aus geknackten Mailaccounts… | Rechtsanwaltssozietät Scherer & Körbes
Über Mails aus geknackten Mailaccounts… Posted on 17. Februar 2012
Eine Bloggerin stellte vor kurzem in einem Meinungsforum private Mails ein. Sie behauptete, dass es sich dabei Mails einer anderen Bloggerin handele, die sie mit deren Inhalt diskreditieren wolle. Diese andere Bloggerin wies darauf hin, dass man die Sicherung ihres Mailaccounts unbefugt überwunden habe, wodurch ihr privater Mailverkehr nicht von ihr autorisierten Personen zugänglich gemacht worden sei.
Ich forderte die Bloggerin, die die Mails ins Netz gestellt hatte, zur Stellungnahme auf, und als eine solche nicht erfolgte, unterstellte ich ausdrücklich zu ihren Gunsten, dasses sich bei diesen Veröffentlichungen um selbst geschriebene Mails handeln würde – also nicht um Mails, die aus dem Aufbruch eines fremden Mailaccounts stammen würden.
Nun aber erschien eine andere Bloggerin auf der Bildfläche, um vermeintlich zu helfen, und verstieg sich zu folgender Aussage:
„BTW, wer den Vorwurf einer „Mailfälscherin“ erhebt, ist beweispflichtig. Nicht die mmMailfälscherin muss etwas beweisen, sondern der Ankläger. Es ist nicht rechtens das umzukehren und sie in die Beweispflicht zu nehmen. Egofalle.
Wie dem auch sei, da ich Zeuge bin, dass die Bloggerin keine Mailfälscherin ist, ist das alles sowieso hinfällig.“
Au Backe, da hat die Bloggerin ihrer vermeintlichen Freundin aber einen Bärendienst erwiesen. Und dabei meine ich definitiv nicht den völlig abstrusen Hinweis auf eine angebliche Beweislast, sondern die zeugenschaftliche Bestätigung, dass es sich bei den ins Netz gestellten privaten Mails nicht um selbst erstellte und der anderen Bloggerin nur untergeschobene Mails handele, sondern tatsächlich um solche, die von dieser anderen Bloggerin geschrieben worden sind. Für Letzteres, also die Veröffentlichung von Mails aus einem „geknackten“ Mailaccount, will sie ja nun als Zeugin fungieren.
Sehen wir uns den Hintergrund an, denn den Bloggerinnen scheint eine in diesem Zusammenhang nicht ganz unwichtige Strafnorm entgangen ist:
„§ 202a StGB
Tatsache ist, dass nicht nur die betroffene Bloggerin den Vorwurf erhoben hat, dass man ihren Mailaccount „geknackt“ hat, sondern dass dieser Umstand auch von Dritten bestätigt worden ist. Diejenige Person, die aktiv die Sperre überwunden hat, braucht sich eigentlich keine Gedanken machen: sie hat sich unbefugt den Zugang zu Daten verschafft, die nicht für sie bestimmt waren und die gegen unberechtigten Zugang besonders – nämlich durch ein Passwort – besonders gesichert waren, und zwar durch Überwindung der Zugangssicherung. Das ist der Klassiker!
Aber nun haben wir ja eine Bloggerin, die selber augenscheinlich nicht in der Lage ist, eine Datensperre zu überwinden, gleichzeitig aber dumm genug agiert, solche unter Erfüllung des Tatbestandes des §202a StGB rechtswidrig erworbene Daten öffentlich ins Netz zu stellen. Darf sie das – sozusagen die Früchte eine verbotenen Baumes für ihre eigenen Diskreditierungen ausnutzen. Werden rechtswidrig erbeutete Mails quasi legal durch die Weitergabe – wobei wir uns sicherlich über die Niederträchtigkeit der Veröffentlichung an sich keine Gedanken zu machen brauchen.
Die zivilrechtliche Einordnung einer solchen Handlung hat das Landgericht Köln schon in seinem Urteil vom 06.09.2006 zum Az.: 28 O 178/06 vorgenommen und ist in seiner Einschätzung der Lage unwidersprochen (Klick):
„Dem in seinen Rechten Verletzten steht ein Unterlassungsanspruch aus §§ 823, 1004 BGB zu. Die Veröffentlichung der streitgegenständlichen im Internet stellt einen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen in Gestalt der Geheimsphäre dar. Die Geheimsphäre betrifft den Bereich menschlichen Lebens, der der Öffentlichkeit bei verständiger Würdigung nicht preisgegeben werden soll (Wenzel Burkhardt, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, Kap. 5.40).
In diesen Bereich fallen schriftliche sowie Tonbandaufzeichnungen, persönliche Briefe (Wenzel Burghardt, a.a.O., Kap. 5.40), aber auch solche Aufzeichnungen und Briefe, die berufliche oder geschäftliche Fragen betreffen, insbesondere persönliche Aufzeichnungen zu beruflichen oder geschäftlichen Erlebnissen oder Planungen (vgl. Wenzel, a.a.O., Kap. 5.41 m.w.N.; BGH NJW 1962, 32). Die Veröffentlichung der nicht an den den Veröffentlichenden adressierten E-Mail stellt mithin einen Eingriff in die Geheimsphäre dar.
Eine an nur ein oder zwei Personen versandte Mail ist vergleichbar mit einem verschlossenen Brief, der durch das Absenden ebenfalls nicht aus der Geheimsphäre entlassen wird und bei dem der Absender – anders als etwa im Falle einer offen versandten Postkarte – auch nicht damit rechnen muss, dass Dritte von seinem Inhalt Kenntnis nehmen.“
Der Veröffentlichende handele dann schuldhaft, wenn er zB. aus der Empfängerzeile sowie der Betreffzeile und dem Inhalt der Mitteilungen deutlich ersehen könne, dass der Verfasser der Mail mit der Veröffentlichung der E-Mail nicht einverstanden war und ein Geheimhaltungswille bestand. Über diesen setzte er sich vorsätzlich hinweg, so das LG Köln weiter.
All diese Voraussetzungen sind auch bei unserer Bloggerin erfüllt, und dies sogar noch in verschärftem Masse, wusste sie doch genau, dass die ihr zugespielten Mails nur zu ihrer Kenntnis gelangen konnten, weil jemand rechtswidrig die Sperre des fremden Mailaccounts überwunden hatte.
Allerdings besteht nun für die betroffene Versenderin der Mails ein Problem: die zivilrechtlichen Ansprüche lassen sich nur durchsetzen, wenn sie die persönlichen Daten der ihre Rechte verletzenden Bloggerin kennen würde. Aber gerade hinter dieser Anonymität verbirgt sich diejenige, die die Persönlichkeitsrechte mit Füssen tritt und zur Herabwürdigung einer Anderen rechtswidrig gesammelte Daten verwendet.
Dieses Dilemma wäre allerdings behoben, wenn die Veröffentlichung der Mails auch strafrechtliche Relevanz hätte, denn dann würde die Staatsanwaltschaft die Angelegenheit bearbeiten und könnte die Daten der Verletzerin sehr schnell ermitteln – und damit auch die zivilrechtlichen Probleme der Verletzten überwinden.
Aber ist das Einstellen fremder Mails ohne Autorisierung strafbar? Wird man vom Staatsanwalt verfolgt, wenn man Mails aus geknackten Accounts erhält und diese dann ins Netz stellt? Oder kann man sich wirklich wie Susi Sorglos hinter der Anonymität des Netzes verstecken – jedenfalls solange, wie die persönlichen Daten der Verletzenden nicht anderweitig bekannt werden?
Eine interessante Frage – der ich an anderer Stelle nachgehen werde…
Ich übrigens habe, als ich von dieser miesen Tour des Ausspähen von Mailaccounts und Veröffentlichen von rechtswidrig erbeuteten Daten im Internet gelesen habe, den Schutz meiner Accounts erneut massiv nach oben gefahren. Wie menschlich verdorben muss man eigentlich sein, so in die Privatsphäre Anderer einzudringen und dies dann auch noch ins Netz zu stellen – von Menschen, die einem völlig fremd sind? Um ein solches Verhalten als niederträchtig erkennen zu können, brauche ich weder eine Beweislast noch befinde ich mich in einer Egofalle!
Posted in: Computer, Gerichte, Meine Meinung, Recht, Strafrecht, Zivilrecht
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7 Responses “Über Mails aus geknackten Mailaccounts…” → stscherer
Hui, jetzt dreht Susi Sorglos aber am Rad, fühlt sie sich doch verleumdet durch meine wohlbegründete Aussage, sie stehe als Zeugin für Mails aus einem geknackten Account zur Verfügung.
Dann schauen wir doch mal auf den tatsächlichen Verlauf der Diskussion, den Susi so gerne verändert haben möchte – die Erinnerung schafft ja leicht rosarote Wolken, denn wir machen uns die Welt, so wie sie uns gefällt: Am 07.01.2012 um 22:29 Uhr stellt Susis virtuelle Freundin die angesprochenen Mails ins Internet. Von ihrer anderen Freundin war dies an diesem Abend schon vorbereitet worden, und nun standen sie da – klar erkennbar als Mails. Unsere Susi kümmerte sich lieber nicht darum…
Ich habe dies dann am 08.01.2012 um 14:00 Uhr wie folgt kommentiert: „…, jetzt werden auch noch wahlweise Mails erfunden oder private Mails öffentlich gemacht…“ Ich bin ja mal gespannt, wem (die Bloggerin) jetzt ihre angeblichen Mails in die Schuhe schiebt…
Die Bloggerin antwortete darauf am 08.01.2012 um 14:43 Uhr: „Sorry, ich bin nicht im Besitz solcher Schuhe. (…)“
Ich habe darauf am 08.01.2012 um 16:54 Uhr geantwortet: „Dann wissen wir ja jetzt, dass Sie Mails selbst schreiben und dann ins Netz stellen, um damit andere User herabzuwürdigen – aber irgendwie ist das Muster, Briefe zu fälschen und anderen unter zu jubeln, im „Fall Kachelmann“ auch nicht wirklich neu.
Mal sehen, welche Fakes Sie noch zu bieten haben, die weniger durchschaubar sind – oder liefern Sie noch „Ross und Reiter“ für Ihre angeblichen Mails?“
Dies blieb unwidersprochen und unkommentiert, genauso wie die noch folgende Aussage am 09.01.2012 um 10:12 Uhr: „Was mich sehr, sehr böse macht, das sind hinterlistige Diffamierungsversuche. Und damit ging es gestern mal wieder los: da werden angebliche Mails ohne Absender- oder Empfängerangabe hier ins Forum gestellt, um Nutzer in ein schlechtes Licht zu rücken, und dann wird sich über den (bis zum Beweis des Gegenteils von mir als selbst erstellt angenommenen) Inhalt pharisäerhaft aufgeregt. Und in 2 Wochen ist dann aus diesen Mails die eigene Wahrheit geworden, die man gebetsmühlenhaft zitiert.“
Auch dies blieb unkommentiert, obwohl es direkt an Susi gerichtet war:
„Die Bloggerin hat hier angebliche Mails eingestellt und trotz mehrfacher Aufforderungen, den Urheber und den Empfänger zu benennen, dies ignoriert. Also erlaube ich mir, diese Mails bis zu Beweis des Gegenteils als Fälschung zu bezeichnen, deren Ziel die Herabwürdigung von anderen Usern in diesem Forum bezweckt. Und das Einstellen solcher „Mails“ ist keine Äusserung der eigenen Meinung, sondern widerlich.“
Und nun, nachdem das milde Licht der Vergangenheit auf die Sache scheint, erweisen sich meine Worte als sehr vorausschauend, denn wie schreibt Susi Sorglos jetzt:
„Wie dem auch sei, da ich Zeuge bin, dass die Bloggerin keine Mailfälscherin ist, ist das alles sowieso hinfällig.”
Ja, Susi, nicht Alles ist vergessen, nur weil es ein paar Wochen her ist. Was waren es denn nun für Mails? Gefälschte Mails oder Mails aus einem fremden Mailaccount, der widerrechtlich geknackt wurde? Nicht nur ich warte seit Wochen auf eine Antwort – und versprochen, ich liefere gewiss auch noch die Antwort auf die Frage hinsichtlich der Strafbarkeit solcher Veröffentlichungen – wenn es denn dann keine Fälschungen waren…
Und für Susis Freundin und ihrem Ruf nach der Anwaltskammer ein Tip: dieser Blog unterscheidet sich vom Forum meines Kollegen durch ein Impressum, da wird auch ihr geholfen. Ich freue mich! Oder ist das schon wieder so ein falsches Gerede wie das von angeblichen Strafanzeigen? Das langweilt dann aber langsam doch Alle!
Genauso langweilig übrigens wie das ständige Suchen nach leicht durchschaubaren Ausreden: Susi bestätigte soeben noch einmal, dass es sich um Mails handelte, wobei sie allerdings zum wiederholten Male deutlich deutlich machte, dass sie nicht in der Lage ist, meinen Blogeintrag richtig zu verstehen: natürlich war ihre Freundin nicht diejenige, die den Mailaccount knackte, dies war eine andere Bloggerin: lesen und verstehen sind eben zwei Paar Schuhe… diese andere Bloggerin nun versuchte abzulenken, indem sie die ausdrücklich an eine Person adressierten Mails als angebliche Facebook-Einträge bezeichnete – und natürlich erschien postwendend Susis Freundin auf der Matte, um dieses Ablenkungsmanöver zu unterstützen.
Genauso niedlich wie der Umstand, dass Susi Sorglos jetzt auch noch einmal ihre Freundin als diejenige kennzeichnet, die Mails aus einem zuvor von einer anderen Bloggerin geknackten Mailaccount ins Netz gestellt hat, denn sie schreibt:
„Unter dem Strich ist also die mmMailfälscherin, die keine ist, was ich bezeugen kann, NICHT dieselbe Person wie die Mailknackerin oben.“
Und dies Alles in Kenntnis und mit Billigung von Susi Sorglos? Warum habe ich jetzt nur das Gefühl, dass ich bei meinen Überlegungen zur strafrechtlichen Relevanz auch ein paar Worte zur gemeinschaftlichen Begehung einer mutmasslichen Straftat durch bewusstes und gewolltes Zusammenwirken und die diesbezügliche Norm des § 25 Abs.2 StGB verlieren sollte?
Da schaut man Sonntag Abend mal wieder nach bei dem Kollegen, der Beiträge von mir nicht mehr wünscht, aber Susi Sorglos & friends ein breites Betätigungsfeld eröffnet, und was findet man? Die Aufklärung des ersten Falles: Susi Sorglos und ihre Freundinnen haben über das Wochenende ganze Arbeit geleistet, denn der Fall des §202a StGB dürfte nun klar sein.
Susi hat eingeräumt, dass im Forum eines mutmasslichen Rechtsassessors und Grundgesetz-Aktivierers, der vermeintlich seit Monaten mit sich selbst unter verschiedenen Nicks Selbstgespräche führt und sich deswegen über regelmässigen Besuch freut von Susi, ihren ständigen Begleiterinnen und seiner Rechtsanwaltsfreundin (die schwerpunktmässig Betreuungen bearbeitet, was aber jetzt keine Anspielung sein soll), eben dass in diesem Forum eine Userin ein umfängliches Geständnis abgelegt hat: sie habe die Sperre eines fremden Mailaccounts überwunden und sich unbefugt der dortigen Daten bemächtigt.
Damit haben wir also ein vollendetes Vergehen nach §202a StGB – und wir haben einen Forenadministrator mit angeblich juristischem Hintergrund, der dies zusammen mit Susi und ihren Freundinnen seit Monaten weiss, ohne zu reagieren. Das hat doch was, oder? Da wissen alle, mit wem sie es zu tun haben und wie sie deren Beiträge (auch die von GasGerd/AlexRE) einzuordnen haben.
Zu klären bleibt jetzt noch, ob es sich bei den Einträgen im Forum meines Anwaltskollegen tatsächlich um Mails aus diesem Vergehen handelt – oder um selbstgeschriebene Texte der veröffentlichenden Userin, um Facebookeinträge (öffentlich/privat?) oder um Einträge in anderen Foren (öffentlich/privat). Interessant ist allerdings, dass man über Wochen den Verdacht schürte, es handele sich um Mails, nun aber plötzlich erst auf Facebook-Einträge und dann auf Einträge in anderen Foren umschwenkt. Die Panik scheint inzwischen ziemlich gross zu sein.
Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich deswegen weiterhin davon aus, dass es sich entweder um Fälschungen oder aber um echte Mails aus einem geknackten Mailaccount handelt. Und meine Äusserungen hier im Blog sind ja auch ansonsten nicht vergeblich, haben wir doch schon einmal geklärt, wie das Knacken und Veröffentlichen von fremden Mailaccounts juristisch zu bewerten ist – haben wir doch Alle was gelernt… Susi übrigens instrumentalisiert inzwischen nicht nur eine klar als ironisch und auf ihre vorhergehenden Herabwürdigungen im Forum des mutmasslichen mit sich selbst Sprechenden beziehende Äusserung meinerseits, sondern auch eine Unterhaltung zwischen uns, die sie selbst am Mittwoch, den 15.02.2012 um 07:47 in ihrer Not mit sage und schreibe 1.275 Worten eröffnete. Ich habe darauf am 15.02.2012 um 09:35 Uhr geantwortet, und ich habe keinerlei Problem damit, diese PN zu veröffentlichen (und bitte beachten, dies gilt ausschliesslich für diese und die folgenden PN in diesem Eintrag!):
wir können sicherlich über Alles reden, wenn mir die geforderte Unterlassungserklärung einer realen Person vorliegt. Ich dulde keinerlei Angriffe auf meine Stellung als Rechtsanwalt und Notar und auf meine Kanzlei, die jedenfalls den Anfangsverdacht einer strafrechtlich Relevanz begründen – und mit Ihrem Angriff haben Sie eine Grenze überschritten, die klare Konsequenzen nach sich zieht.
Wenn Sie die Erklärung freiwillig abgeben, dann reicht sie mir ohne Strafbewehrung und sie verursacht auch keinerlei Kosten. Auf Ihre PN werde ich nach der Abgabe einer solchen Erklärung gerne eingehen, weise aber schon darauf hin, dass ich die von Ihnen angesprochenen Einträge aus meinem Blog nur deswegen entfernt habe, weil sie auf einer falschen Vermutung bzgl. der Funktionsfähigkeit dieses Forums beruhten.
Susi Sorglos reagierte am 15.02.20212 um 09:25 Uhr mit einem etwas gemässigterem Schwall von 330 Worten, den ich um 12:37 Uhr wie folgt beantwortete (auch hier noch einmal der Hinweis: nur diese PN stehen zur Veröffentlichung!): „Sehr geehrte …,
dies ist Ihre Entscheidung, nicht die meine. Und es liegt ohne Ihre Erklärung leider auch nicht mehr in meiner Hand, wie es weitergeht.
Mehr als Ihnen eine Brücke bauen kann ich nicht. Mit freundlichem Gruss
Ihr Flehen setzte Susi mit weiteren 330 Worten fort, und zwar um 13:50 Uhr, nach meiner folgenden PN um 14:20 Uhr gab sie dann auf:
ich denke, wir haben uns genügend ausgetauscht:
Sie wollen wissen, wie weit Sie reale Personen aus der Anonymität des Internets heraus beleidigen dürfen, ohne Konsequenzen erleiden zu müssen.
Ich möchte erfahren, ob ich gegen Beleidigungen, die sich nicht nur gegen meine Person, sondern sich auch gegen meine Profession und meine Kanzlei richten, effektiven Rechtsschutz habe.
Diese Unterhaltung jetzt zu instrumentalisieren ist schon dreist – und setzt darauf, dass ich mich an die gesetzlichen Regelungen halte und ihre PN nicht veröffentliche. Anders jedenfalls ist dieser Eintrag von gestern Abend nicht zu verstehen. Vielleicht sollte ich mich in einem der nächsten Einträge hier im Blog mal mit den Möglichkeiten einer solchen Veröffentlichung beschäftigen…
Und dem kleinen Gänseblümchen 2012-254 sei gesagt: meine Kollegin hält auch nichts von solchen wie Dir und Susi Sorglos – und nicht nur da sind wir uns einig.
mehr oder minder an Themen wie diesen (auch beruflich) interessiert, möchte ich kurz etwas anfragen. Das Urteil des LG Köln ist mir etwas geläufig. Wie jedoch sähe es in folgendem hypothetischen Beispiel aus?
Nehmen wir an, User A meldet sich im Forum oder auf dem Blogkommentar von Admin B an, der ihm diese Bestätigungsmail (meinetwegen auch standardisiert) zukommen lässt. Nun ist User A aber etwas schusselig und drückt anstelle des Bestätigungslinks die Antwortfunktion (oder beides), woraufhin Admin B vom Passwort des Users A Kenntnis erhält, der daraufhin das Passwort nutzt, um selbst mit dem Account des Users B zu lesen.
Die Frage, die ich an dieser Stelle gern stellen würde, wäre, ob und unter welchen Gesichtspunkten bzw. Voraussetzungen so etwas strafbar wäre. Also allein das bloße Lesen wie auch die Veröffentlichung derart erlangter Schriftstücke (wie beispielsweise PN).
Herzlichen Dank schon einmal für Ihre Mühe.
die Entscheidung des LG Köln, die ich zitiert habe, beschäftigt sich auch mit Ihrer Frage, denke ich. Sie sollten Sie einmal im gesamten Text nachlesen. Ich verweise auch auf den Text des §202a StGB:
Unbefugt ist jede Nutzung gegen den Willen des rechtmässigen Inhabers, also auch die Nutzung bei Verlust oder unbeabsichtigten Offenbarung eines Kennwortes. Und mit der Nutzung des Kennwortes überwindet man die Zugangssicherung.
Man darf auch einen versehentlich falsch zugestellten Brief nicht öffnen.
Problematisch ist natürlich bei einem subjektiv entgegenstehenden Willen die Beweislage.
Für mich ist auch mit dem unbefugten Lesen der Tatbestand des §202a StGB, erfüllt, denn das Lesen verlangt nach dem gesetzlich geschützten Zugang.
Ich hoffe, damit konnte ich Ihnen helfen.
nehmen wir an, jemand findet vor Ihrer Haustür den Schlüssel zu Ihrem Haus. Er denkt sich oh keiner zu Hause und schaut nach wie der Nachbar so wohnt. Ein paar Sachen wecken durchaus sein Interesse und schnüffelt weiter. Er findet Passwörter und Zugänge zum Internet-Banking, Amazon-Account, was auch immer – er findet das lustig, manipuliert oder löscht alle Zugänge – und zur Krönung wechselt er am ende das Haustürschloss aus.
Vielen Dank Ihnen beiden. 🙂
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August 13th, 2012 → 07:01 […] dürfte strafrechtliche Relevanz haben; über die Voraussetzungen des §202a StGB habe ich ja schon hier berichtet, und deswegen nur zusammenfassend Folgendes: “§ 202a StGB Ausspähen von […]