Source: https://jura-online.de/lernen/familienrecht-ueberblick/1279/excursus
Timestamp: 2019-04-20 01:12:30
Document Index: 395740203

Matched Legal Cases: ['§ 1589', '§ 1772', '§ 1754', '§ 1760', '§ 1773', '§ 1921', '§ 1626', '§ 1643', '§ 1821', '§ 1822', '§ 1825', '§ 277', '§ 1793', '§ 1297', '§ 1297', '§ 1589', '§ 1589', '§ 1626', '§ 1643', '§ 1821', '§ 1664', '§ 1773', '§ 1793']

Familienrecht (Überblick) - Exkurs - Jura Online
Familienrecht (Überblick)
(2) Das Versprechen einer Strafe für den Fall, dass die Eingehung der Ehe unterbleibt, ist nichtig.
Die kirchlichen Verpflichtungen in Ansehung der Ehe werden durch die Vorschriften dieses Abschnitts nicht berührt.
§ 1589 BGB
(1) Personen, deren eine von der anderen abstammt, sind in gerader Linie verwandt. Personen, die nicht in gerader Linie verwandt sind, aber von derselben dritten Person abstammen, sind in der Seitenlinie verwandt. Der Grad der Verwandtschaft bestimmt sich nach der Zahl der sie vermittelnden Geburten.
§ 1772 BGB
(1) Das Familiengericht kann beim Ausspruch der Annahme eines Volljährigen auf Antrag des Annehmenden und des Anzunehmenden bestimmen, dass sich die Wirkungen der Annahme nach den Vorschriften über die Annahme eines Minderjährigen oder eines verwandten Minderjährigen richten (§§ 1754 bis 1756), wenn
der Anzunehmende in dem Zeitpunkt, in dem der Antrag auf Annahme bei dem Familiengericht eingereicht wird, noch nicht volljährig ist.
Eine solche Bestimmung darf nicht getroffen werden, wenn ihr überwiegende Interessen der Eltern des Anzunehmenden entgegenstehen.
(2) Das Annahmeverhältnis kann in den Fällen des Absatzes 1 nur in sinngemäßer Anwendung der Vorschriften des § 1760 Abs. 1 bis 5 aufgehoben werden. An die Stelle der Einwilligung des Kindes tritt der Antrag des Anzunehmenden.
§ 1773 BGB
§ 1921 BGB
§ 1626 BGB
§ 1643 BGB
(1) Zu Rechtsgeschäften für das Kind bedürfen die Eltern der Genehmigung des Familiengerichts in den Fällen, in denen nach § 1821 und nach § 1822 Nr. 1, 3, 5, 8 bis 11 ein Vormund der Genehmigung bedarf.
(2) Das Gleiche gilt für die Ausschlagung einer Erbschaft oder eines Vermächtnisses sowie für den Verzicht auf einen Pflichtteil. Tritt der Anfall an das Kind erst infolge der Ausschlagung eines Elternteils ein, der das Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil vertritt, so ist die Genehmigung nur erforderlich, wenn dieser neben dem Kind berufen war.
(3) Die Vorschriften der §§ 1825, 1828 bis 1831 sind entsprechend anzuwenden.
(1) Die Eltern haben bei der Ausübung der elterlichen Sorge dem Kind gegenüber nur für die Sorgfalt einzustehen, die sie in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegen.
(2) Sind für einen Schaden beide Eltern verantwortlich, so haften sie als Gesamtschuldner.
§ 277 BGB
§ 1793 BGB
Eherecht (Überblick)
Überblick - Familienrecht
Im Familienrecht sind vier verschiedene Bereiche enthalten.
I. Nichteheliche Lebensgemeinschaft
Zum einen fällt auch die nichteheliche Lebensgemeinschaft in das Familienrecht. Examensrelevant ist an dieser Stelle das Problem der Ausgleichsansprüche bei Beendigung der nichtehelichen Lebensgemeinschaft.
II. Eherecht, §§ 1297-1588 BGB
Ferner ist im Familienrecht das Eherecht in den §§ 1297 -1588 BGB normiert.
III. Verwandtschaft, §§ 1589-1772 BGB
Darüber hinaus betrifft das Familienrecht auch die Verwandtschaft, vgl. §§ 1589-1772 BGB. Dort ist die elterliche Sorge hervorzuheben. Zum einen sind die Eltern gemäß den §§ 1626, 1629 BGB für das Kind vertretungsberechtigt. Zum anderen regelt § 1643 i V.m. den §§ 1821, 1822 BGB, dass die Eltern im Rahmen bestimmter Rechtsgeschäfte nicht allein handeln können. Vielmehr muss in diesen Fällen ein Vormundschaftsgericht miteinbezogen werden. Beispiele: Grundstücksgeschäfte, Gründung von Gesellschaften unter Beteiligung des Minderjährigen. Weiterhin normiert § 1664 im Familienrecht einen besonderen Haftungsmaßstab. Danach haften die Eltern gegenüber ihrem Kind nur für grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz, wenn leichte Fahrlässigkeit ihrem üblichen Handeln entspricht (diligentia quam in suis).
IV. Vormundschaft, Betreuung und Pflegeschaft, §§ 1773-1921 BGB
Zuletzt trifft das Familienrecht auch Regelungen bezüglich Vormundschaft, Betreuung und Pflegschaft. Hier ist § 1793 BGB hervorzuheben, aus dem sich Vertretungsmacht des Vormundes ergibt.