Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BWVPr%201992,%20163
Timestamp: 2019-11-23 01:52:50
Document Index: 286435398

Matched Legal Cases: ['§ 131', '§ 127', '§ 6', '§ 130', '§ 130', '§ 125', '§ 127', '§ 133', '§ 133', '§ 134', '§ 133', '§ 134', '§ 131', '§ 133', '§ 133', '§ 133', '§ 125', '§ 133', '§ 133', '§ 21', '§ 132', '§ 10', '§ 79', '§ 133', '§ 133', '§ 21', '§ 132', '§ 10', '§ 79', '§ 87', '§ 87', '§ 2', '§ 3', '§ 87', '§ 87', '§ 87']

Rechtsprechung: BWVPr 1992, 163 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 08.11.1991 | VGH Baden-Württemberg, 22.10.1991
https://dejure.org/1991,841
BVerwG, 15.02.1991 - 8 C 56.89 (https://dejure.org/1991,841)
BVerwG, Entscheidung vom 15.02.1991 - 8 C 56.89 (https://dejure.org/1991,841)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Februar 1991 - 8 C 56.89 (https://dejure.org/1991,841)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1991,841) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Planabweichung - Herstellung einer Anbaustraße - Satzungsmäßige Merkmalsregelung
Erschließungsbeitragsrecht: Begriff der beitragsfähigen Erschließungsanlage, Planabweichende Herstellung einer Anbaustraße, Abhängigkeit der endgültigen Herstellung einer Erschließungsanlage vom Eigentumserwerb an einer nicht zu ihr gehörenden Fläche
VG Düsseldorf, 18.04.1988 - 12 K 2367/86
OVG Nordrhein-Westfalen, 15.11.1988 - 3 A 1497/88
BVerwG, 22.05.1989 - 8 B 34.89
OVG Nordrhein-Westfalen, 26.07.1991 - 3 A 910/91
BVerwGE 88, 53
NVwZ 1991, 1094
ZMR 1991, 315
DVBl 1991, 591
BWVPr 1992, 163
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. u. a. Urteil vom 15. Februar 1991 - BVerwGE 88, 53 (55 ff.) m. w. N.) stellt dieser Begriff ab auf eine "natürliche Betrachtungsweise"; maßgebend ist danach das durch die tatsächlichen Gegebenheiten geprägte Erscheinungsbild, nicht aber eine nur "auf dem Papier" stehende planerische Festsetzung.
BVerwG, 26.09.2001 - 11 C 16.00
Erschließungsteilbeitrag für Straßenentwässerung; Erschließungsanlage; …
Insoweit ist es zutreffend davon ausgegangen, dass das Entstehen einer sachlichen Teilbeitragspflicht nach Kostenspaltung sowohl eine erschließungsrechtlich als auch eine planungsrechtlich rechtmäßige Herstellung der Teile einer beitragsfähigen Erschließungsanlage voraussetzt, deren Kosten Gegenstand der Teilbeitragserhebung sind (vgl. BVerwGE 87, 288 ; 88, 53 ; 95, 176 ).
Diese Betrachtungsweise gebietet sich auch, wenn zu entscheiden ist, welche Fläche zu einer bestimmten beitragsfähigen Erschließungsanlage - hier: dem westlichen der beiden zwischen den Straßen H weg und B verlaufenden Wohnwege - gehört (vgl. in diesem Zusammenhang u.a. Urteil vom 15. Februar 1991 - BVerwG 8 C 56.89 - BVerwGE 88, 53 [56]) und ob eine von ihr abzweigende Verkehrsanlage als ihr "Anhängsel" und damit als ihr Bestandteil zu qualifizieren ist (vgl. zu diesem Ansatz u. a. Urteil vom 5. Januar 1985 - BVerwG 8 C 106.83 - Buchholz 406.11 § 131 BBauG Nr. 59 S. 78 [80] m.w.N.).
OVG Thüringen, 30.06.2003 - 4 EO 206/96
Ausbaubeiträge; Ausbaubeiträge; Vorverteilung; Anliegerstraße; Straßentyp; …
Die natürliche Betrachtungsweise ist auch geboten, wenn zu entscheiden ist, wie weit die (Straßen-)Fläche einer bestimmten Anbaustraße reicht (vgl. BVerwG, Urteil vom 15.02.1991 - 8 C 56.89 - BVerwGE 88, 53 ff.).
»Die (Teil-)Fläche eines Anliegergrundstücks, auf der die Gemeinde eine zur Stützung der Straße erforderliche Böschung (oder Stützmauer) angelegt hat, gehört selbst dann nicht zur beitragsfähigen Erschließungsanlage im Sinne des § 127 Abs. 2 Nr. 1 BBauG, wenn sie nach dem einschlägigen Landesstraßenrecht Teil der Straße ist (im Anschluß an Urteil vom 15. Februar 1991 BVerwG 8 C 56.89 - BVerwGE 86, 53).«.
Dieselbe Betrachtungsweise gebietet sich, wenn zu entscheiden ist, wie weit die (Straßen-)Fläche einer bestimmten Anbaustraße reicht (vgl. u.a. Urteil vom 15. Februar 1991 - BVerwG 8 C 56.89 - BVerwGE 88, 53 [56]).
Dieselbe Betrachtungsweise gebietet sich, wenn zu entscheiden ist, wie weit die (Straßen-)-Fläche einer bestimmten Anbaustraße reicht (vgl. u.a.Urteil vom 15. Februar 1991 - BVerwG 8 C 56.89 - BVerwGE 88, 53 ).
Hinzu kommt, dass das Entstehen sachlicher Erschließungsbeitragspflichten auch eine planungsrechtlich rechtmäßige Herstellung der der Beitragserhebung zugrunde zu legenden Erschließungsanlage voraussetzt (BVerwG, Urteil vom 15.2.1991, BVerwGE 88, 53 m.w.N.), und die Verlängerung der Straße Zum Saibling sowohl in westlicher als auch in östlicher Richtung nach dem "Verbindlichen Bauleitplan Nußdorf-Nord" der Gemeinde Nußdorf vom 19.6.1963 - das Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan fiel folglich gerade in den Zeitraum, in dem der Teilausbau 1963 stattfand - geplant war.
OVG Niedersachsen, 21.12.2005 - 9 ME 327/05
Ausbaubeitragsrecht: Straßenausbaubeitrag für teilweise ausgebaute …
Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Beschluss vom 11.2.1987 - 9 B 122/86 - KStZ 1987, 151 = ZMR 1987, 353; Beschluss vom 30.1.1998 - 9 M 2815/96 - Beschluss vom 9.8.2001 - 9 L 3120/00 - Urteil vom 28.11.2001 - 9 LB 2941/01 - Beschluss vom 12.3.2004 - 9 ME 45/04 - NVwZ-RR 2004, 605 = NdsRpfl 2004, 165 = NdsVBl 2004, 336) ist in Niedersachsen der Begriff der Einrichtung im Sinne des § 6 Abs. 1 NKAG grundsätzlich identisch mit dem erschließungsbeitragsrechtlichen Anlagenbegriff (vgl. dazu: BVerwG, Urteile vom 3.5.1974 - IV C 16.72 - Buchholz 406.11 § 130 BBauG Nr. 14 = BRS 37 Nr. 82 = BauR 1974, 406 = ZMR 1974, 310; vom 21.9.1979 - 4 C 55.76 - DÖV 1980, 833 = BauR 1980, 165 = KStZ 1980, 110 = BBauBl 1980, 253 = Buchholz 406.11 § 130 BauGB Nr. 24; vom 15.2.1991 - 8 C 56.89 - BVerwGE 88, 53 = DVBl 1991, 591 = KStZ 1991, 171 = NVwZ 1991, 1094; u. vom 30.5.1997 - 8 C 6.95 - ZMR 1997, 615 = UPR 1997, 468 = DVBl 1998, 46 = KStZ 1998, 34 = Buchholz 406.11 § 125 BauGB Nr. 35).
Die (Teil-)Fläche eines Anliegergrundstücks, auf der die Gemeinde eine zur Stützung der Straße erforderliche Böschung (oder Stützmauer) angelegt hat, gehört selbst dann nicht zur beitragsfähigen Erschließungsanlage im Sinne des § 127 Abs. 2 Nr. 1 BBauG, wenn sie nach dem einschlägigen Landesstraßenrecht Teil der Straße ist (im Anschluß an Urteil vom 15. Februar 1991 - BVerwG 8 C 56.89 - BVerwGE 88, 53).
Dieselbe Betrachtungsweise gebietet sich, wenn zu entscheiden ist, wie weit die (Straßen-)Fläche einer bestimmten Anbaustraße reicht (vgl. u.a. Urteil vom 15. Februar 1991 - BVerwG 8 C 56.89 - BVerwGE 88, 53 [BVerwG 15.02.1991 - 8 C 56/89] ).
OVG Nordrhein-Westfalen, 14.07.2017 - 15 A 2321/14
Erhebung eines Erschließungsbeitrages für die endgültige Herstellung der …
OVG Niedersachsen, 12.01.2006 - 9 ME 245/05
Ausbaubeitrag für Straße im Außenbereich
VGH Baden-Württemberg, 20.08.2015 - 2 S 2301/14
Begriff der beitragsfähigen Erschließungsanlage; Abweichen von …
OVG Nordrhein-Westfalen, 02.02.2007 - 3 A 5042/04
Erhebung von Aussetzungszinsen nach Ermäßigung einer …
OVG Niedersachsen, 20.09.2005 - 9 ME 365/04
Straßenbaubeitragsrecht: Straßenausbaubeiträge für den Umbau einer Straße und …
VG Meiningen, 19.12.2005 - 1 K 746/99
Erschließungsbeiträge; Zu den Voraussetzungen unter denen Erschließungsanlagen …
VG München, 10.06.2008 - M 2 K 07.2755
Erschließungsbeitrag; Bestimmtheit des Beitragsbescheids; Anhörung vor Erlass des …
OVG Nordrhein-Westfalen, 28.11.1997 - 3 A 548/94
VG Dresden, 27.02.2008 - 6 K 365/05
https://dejure.org/1991,1665
BVerwG, 08.11.1991 - 8 C 89.89 (https://dejure.org/1991,1665)
BVerwG, Entscheidung vom 08.11.1991 - 8 C 89.89 (https://dejure.org/1991,1665)
BVerwG, Entscheidung vom 08. November 1991 - 8 C 89.89 (https://dejure.org/1991,1665)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1991,1665) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Erschließungsbeitrag - Garage - Vorausleistung
BBauG § 133 Abs. 3 S. 1
Erschließungsbeitragsrecht: Merkmale "Genehmigung" und "Bauvorhaben" in § 133 Abs. 3 S. 1 BBauG/BauGB, Heilung eines rechtswidrigen Vorausleistungsbescheids
Erschließungsbeitragsrecht; Heranziehung zu Vorausleistungen
VG Aachen, 18.06.1986 - 6 K 341/85
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.05.1989 - 3 A 1720/86
BVerwG, 14.10.1991 - 8 C 89.89
BVerwGE 89, 177
NVwZ 1992, 575
DVBl 1992, 379
Das ändert aber nichts daran, dass vor dem rechtsverbindlichen Abschluss des Umlegungsverfahrens weder das zukünftige Buchgrundstück als Haftungsobjekt der Vorausleistung, die als öffentliche Last im Sinne des § 134 Abs. 2 BauGB auf dem Grundstück ruht (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Oktober 1981 - 8 C 8.81 - Buchholz 406.11 § 133 BBauG Nr. 78 S. 16), rechtlich existent ist noch der Eigentümer bzw. Erbbauberechtigte als persönlicher Beitragsschuldner (§ 134 Abs. 1 BauGB) feststeht (zur Konstellation bei einem teilweise abgeschlossenen Umlegungsverfahren: OVG Münster…, Urteil vom 23. Mai 1989 - 3 A 1720/86 - juris Rn. 73, bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177).
Mit diesem Erfordernis hat der Gesetzgeber das ursprünglich in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts entwickelte ungeschriebene Tatbestandsmerkmal der Absehbarkeit der Herstellung (vgl. BVerwG, Urteile vom 19. März 1982 - 8 C 34.81 - Buchholz 406.11 § 131 BBauG Nr. 48 S. 53 und vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177 ) gesetzlich festgeschrieben.
Es soll im Interesse der Vorausleistenden verhindern, dass diese über Gebühr lange auf die Beendigung der von ihnen vorfinanzierten Maßnahmen warten müssen; es gilt daher sowohl für die Genehmigungs- als auch die Herstellungsvariante des § 133 Abs. 1 BauGB (vgl. zur Genehmigungsalternative bereits BVerwG, Urteil vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177 ;… s. auch Vogel, in: Brügelmann, BauGB, Stand Oktober 2014, § 133 Rn. 39;… Reidt, in: Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, 12. Aufl. 2014, § 133 Rn. 34).
Die Absehbarkeit der endgültigen Herstellung verlangt eine an der satzungsmäßigen Merkmalsregelung und dem einschlägigen Bauprogramm ausgerichtete Prognoseentscheidung der Gemeinde, die sich nicht auf das Entstehen der sachlichen Beitragspflicht, sondern allein auf den Abschluss der kostenverursachenden Erschließungsmaßnahmen bezieht (BVerwG, Urteile vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177 und vom 17. November 1995 - 8 C 4.94 - Buchholz 406.11 § 125 BauGB Nr. 33 S. 6).
Wird die voraussichtliche endgültige Herstellung durch die Gemeinde später derart festgelegt, dass sie nunmehr innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren nach Erlass des Vorausleistungsbescheides bzw. des Widerspruchsbescheides erfolgen soll, wird der Fehler des Bescheides geheilt und der Bescheid rechtmäßig (BVerwG, Urteile vom 22. Februar 1985 - 8 C 114.83 - Buchholz 406.11 § 133 BBauG Nr. 90 S. 48 und vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177 ).
Im Zusammenhang mit § 133 Abs. 3 Satz 1 BauGB reicht aber eine bauaufsichtliche Zustimmung, die die Bebauung freigibt (BVerwG, Urteil vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177 ;… Driehaus, Erschließungs- und Ausbaubeiträge, 9. Aufl. 2012, § 21 Rn. 13).
Nur gänzlich unerhebliche Bauvorhaben lassen eine hinreichende Beziehung zu der Erschließungsanlage vermissen (BVerwG, Urteil vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177 ).
Die Absehbarkeit der endgültigen Herstellung ist eine objektive Rechtmäßigkeitsvoraussetzung für die Erhebung einer Vorausleistung (vgl. BVerwG, Urteil vom 08.11.1991 - 8 C 89.89 - juris, VGH Bad.-Württ., Urteil vom 14.04.2016 - 2 S 2252/15 -, juris).
Sie bezieht sich auf den Abschluss der Durchführung der nach Maßgabe der satzungsrechtlichen Merkmalsregelung und des einschlägigen Bauprogramms für die endgültige Herstellung der gesamten Anlage erforderlichen Maßnahmen, mithin die technische Herstellung und nicht das Entstehen der sachlichen Beitragspflicht (vgl. BVerwG, Urteil vom 08.11.1991, aaO).
Für den Beginn dieser Frist kommt es maßgeblich auf den Abschluss des Verwaltungsverfahrens an, im vorliegenden Fall einer Untätigkeitsklage somit auf den Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Bescheides, den 4. Juli 2008 (vergleiche - zur Rechtslage vor Aufnahme des Kriteriums der Absehbarkeit in den Gesetzestext - BVerwG, Urteil vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 -, DVBl. 1985, 626).
cc) Dieser "Heilung" steht nicht entgegen, dass die Erhebung einer Vorauszahlung im Ermessen der Behörde steht (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 08.11.1991 - 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177).
Nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts steht von den für die Frist allein maßgeblichen kostenverursachenden Erschließungsmaßnahmen (s. hierzu: BVerwG, Urteile vom 8. November 1991 a.a.O. und 17. November 1995 - 8 C 4.94 -, juris) allein der Erwerb des Straßenlandes aus, der nach § 132 Nr. 4 BauGB i. V. m. § 10 Abs. 1 b) der EBS 2005 zu den Merkmalen der endgültigen Herstellung (u.a.) der streitgegenständlichen Anbaustraßen gehört.
Das Bundesverwaltungsgericht stellt - in Übereinstimmung mit dem in § 79 Abs. 1 Nr. 1 VwGO normierten allgemeinen Grundsatz - in seinem Urteil vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 - (juris) auf diesen Zeitpunkt ab.
Die von § 133 Abs. 3 Satz 1 BauGB den Gemeinden abverlangte Prognose, ob "die endgültige Herstellung der Erschließungsanlagen innerhalb von vier Jahren zu erwarten ist", bezieht sich einzig auf den Abschluß der Kosten verursachenden Erschließungsmaßnahmen (im Anschluß an Urteil vom 8. November 1991 - BVerwG 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177 [181]).«.
Denn das damit angesprochene Merkmal der Absehbarkeit (vgl. jetzt § 133 Abs. 3 Satz 1 BauGB) ist nicht ausgerichtet auf das - im vorliegenden Fall möglicherweise noch nicht erreichte - Entstehen der sachlichen Erschließungsbeitragspflichten, sondern einzig auf den Abschluß der Kosten verursachenden Erschließungsmaßnahmen (vgl. Urteil vom 8. November 1991 - BVerwG 8 C 89.89 - BVerwGE 89, 177 [181]).
OVG Nordrhein-Westfalen, 18.05.2000 - 3 A 1466/98
Heranziehung zu einer Vorausleistung auf den Erschließungsbeitrag für die …
vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteile vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 -, NVwZ 1992, 575, und vom 17. November 1995 - 8 C 4.94 -, NVwZ 1996, 798.
vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 -, a.a.O.; Driehaus, Erschließungs-und Ausbaubeiträge, 5. Aufl., § 21 Rdn. 20 ff.
Nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts steht von den für die Frist allein maßgeblichen kostenverursachenden Erschließungsmaßnahmen (s. hierzu: BVerwG, Urteile vom 8. November 1991 a.a.O. und 17. November 1995 - 8 C 4.94 -, juris) allein der der Erwerb des Straßenlandes aus, der nach § 132 Nr. 4 BauGB i.V.m § 10 Abs. 1 b) der EBS 2005 zu den Merkmalen der endgültigen Herstellung (u.a.) der streitgegenständlichen Anbaustraße gehört.
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 8. November 1991 - 8 C 89.89 -, juris) ist - in Übereinstimmung mit dem allgemeinen in § 79 Abs. 1 Nr. 1 VwGO normierten Grundsatz - maßgeblich die Sachlage im Zeitpunkt des Erlasses des Widerspruchsbescheides.
VGH Bayern, 15.07.2008 - 6 CS 08.950
Erschließungsbeitrag; Vorausleistung; Anlagenabgrenzung; Heilung durch nach …
Der nachträgliche Eintritt dieser Voraussetzung wirft spezifische Fragen zur Heilbarkeit von Ermessensentscheidungen nicht auf (vgl. BVerwG vom 8.11.1991 BVerwGE 89, 177).
OVG Schleswig-Holstein, 16.11.1992 - 2 L 184/91
VG Düsseldorf, 13.07.2004 - 17 K 5616/03
OVG Nordrhein-Westfalen, 24.03.1999 - 3 A 1403/93
Rechtmäßigkeit der Festsetzung einer Vorausleistung auf den Erschließungsbeitrag …
OVG Nordrhein-Westfalen, 15.02.2005 - 3 A 538/03
Voraussetzungen für die Entstehung der Beitragspflicht wie insbesondere die …
OVG Rheinland-Pfalz, 08.12.1992 - 6 A 10127/92
Ausbau von Verkehrsanlagen; Grundstückseinheit; Beitragsbemessung
VG Aachen, 19.01.2007 - 9 L 618/06
Erhebung von Erschließungsbeiträgen als Vorausleistung für ein Grundstück; …
VG Koblenz, 06.11.2006 - 4 K 159/06
Erschließungsbeitragsrecht-Grunderwerb als Herstellungsmerkmal
OVG Nordrhein-Westfalen, 18.11.1997 - 3 B 711/95
Rechtmäßigkeit eines Vorausleistungsbescheides i.R.v. Erschließungsmaßnahmen
VGH Baden-Württemberg, 22.10.1991 - 5 S 189/90
https://dejure.org/1991,6467
VGH Baden-Württemberg, 22.10.1991 - 5 S 189/90 (https://dejure.org/1991,6467)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 22.10.1991 - 5 S 189/90 (https://dejure.org/1991,6467)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 22. Januar 1991 - 5 S 189/90 (https://dejure.org/1991,6467)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1991,6467) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Einzelrichterentscheidung im vorbereitenden Verfahren; Vermutung der Öffentlichkeit eines Weges
§ 87a Abs 2 VwGO, § 87a Abs 3 VwGO, § 2 Abs 1 StrG BW
VG Freiburg, 30.11.1989 - 5 K 188/88
Warum hier eine Ausnahme zu machen wäre, ist nicht ersichtlich (vgl. Urt. d. erk. Senats vom 22.10.1991 - 5 S 189/90 - BWGZ 1994, 658).
VG Karlsruhe, 27.09.2006 - 4 K 1996/04
Anforderungen an die unvordenkliche Verjährung bei der Beantwortung der Frage, ob …
Soweit eine Widmung nicht nachweisbar war, wurde eine Widmung durch unvordenkliche Verjährung vermutet, sofern der Weg nachweislich seit 40 Jahren vor Inkrafttreten des Straßengesetzes als öffentlicher Weg genutzt wurde und für die vorausgegangenen 40 Jahre eine gegenteilige Erinnerung nicht feststellbar ist (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteile vom 22.10.1991 - 5 S 189/90 -, BWVPR 1992, 163 und vom 28.09.1994 - 1 S 1370/93 -).
Das ist dann der Fall, wenn ein Weg neben seiner Funktion als öffentlicher Weg zugleich auch als Zufahrtsweg zu den anliegenden Grundstücken dient, weshalb die Anlieger den Weg in einem befahrbaren Zustand erhalten müssen, so dass für die Gemeinde keine Notwendigkeit bestand, Maßnahmen zum Unterhalt des Weges zu ergreifen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 22.10.1991 - 5 S 189/90 -, BWGZ 1994, 658).
VGH Baden-Württemberg, 28.09.1994 - 1 S 1370/93
Nach dem für die Gemeinde geltenden ehemaligen Badischen Wegerecht war Voraussetzung für die Annahme eines öffentlichen Weges das Vorhandensein einer erkennbaren Wegeanlage, dessen Widmung für den Gemeingebrauch und die entsprechende Benutzung, sowie das Bestehen einer rechtlichen Beziehung zu einem wegebaupflichtigem Verband (VGH Bad.-Württ., Urteil v. 22.10.1991 - 5 S 189/90 -, m.w.N., BWVPr 1992, 163).
Da der Kläger den Weg somit in diesem Bereich in einem befahrbaren Zustand halten mußte, bestand für die Beklagte auch nicht die Notwendigkeit, insoweit Maßnahmen zum Unterhalt des Weges zu ergreifen (vgl. VGH Bad.- Württ., Urt. v. 22.10.1991, a.a.O.).
Bei der Sperrung eines öffentlichen Weges durch den Grundstückseigentümer kommt nämlich eine andere Ermessensentscheidung als die Beseitigung der Sperre nur in Ausnahmefällen in Betracht (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 22.10.1991 - 5 S 189/90 -, BWVPr 1992, 163).
Soweit eine Widmung nicht nachweisbar war, wurde sie durch unvordenkliche Verjährung vermutet, sofern der Weg nachweislich 40 Jahre lang vor Inkrafttreten des Straßengesetzes als öffentlicher Weg benutzt wurde und für die vorausgegangenen 40 Jahre eine gegenteilige Erinnerung nicht feststellbar ist (vgl. Senatsurt. v. 22.10.1991 - 5 S 189/90 -, v. 17.12.1992 - 5 S 315/90 -, v. 30.04.2008 - 5 S 2858/06 -).
VGH Baden-Württemberg, 29.11.2016 - 5 S 1476/16
Bei der Sperrung eines öffentlichen Weges durch einen Grundstückseigentümer kommt eine andere Ermessensentscheidung als die Beseitigung der Sperre nach §§ 3, 5 PolG nur in Ausnahmefällen in Betracht (…vgl. Senatsurteile vom 30.04.2008 - 5 S 2858/06 - BWGZ 2008, 950, juris Rn. 32 und vom 22.10.1991 - 5 S 189/90 - BWVPr 1992, 163 juris Rn. 36).
VGH Bayern, 14.07.2010 - 8 ZB 10.475
Berufungszulassung (abgelehnt); Beseitigungsanordnung; unzulässige Aufstellung …
Denn bei der Sperrung einer tatsächlich-öffentlichen Straßenfläche durch den Grundeigentümer dürfte eine andere Entscheidung als die Beseitigung der Sperre wohl kaum in Betracht kommen (so auch VGH BW vom 22.10.1991 BWGZ 1994, 658; vom 28.9.1994 VGHBW-Ls 1994, Beilage 12).
Denn bei der Sperrung einer tatsächlich-öffentlichen Straßenfläche durch den Grundeigentümer dürfte eine andere Entscheidung als die Beseitigung der Sperre wohl kaum in Betracht kommen (…so auch VGH BW, U.v. 28.9.1994 - 1 S 1370/93 - juris Rn. 26; U.v. 22.10.1991 - 5 S 189/90 - juris Rn. 36).
VGH Baden-Württemberg, 17.12.1992 - 5 S 315/90
Voraussetzungen der Öffentlichkeit eines vor Inkrafttreten des StrG BW …
Soweit eine Widmung nicht nachweisbar war, wurde sie durch unvordenkliche Verjährung vermutet, sofern der Weg nachweislich vierzig Jahre lang vor Inkrafttreten des Straßengesetzes als öffentlicher Weg benutzt wurde und für die vorausgegangenen vierzig Jahre eine gegenteilige Erinnerung nicht feststellbar ist (vgl. zuletzt Senatsurteil v. 22.10.1991 -- 5 S 189/90 --).
Ob eine Entscheidung nach § 87a VwGO stets ausscheidet, wenn bereits eine mündliche Verhandlung vor dem Senat stattgefunden hat (so VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22.10.1991 - 5 S 189/90 -, juris, Rn. 25;… ebenso Schmid, in: Sodan/Ziekow, Verwaltungsgerichtsordnung, 4. Aufl. 2014, § 87a Rn. 3), kann offen bleiben.
VGH Baden-Württemberg, 08.11.1991 - 9 S 1689/90
Kostenentscheidung bei Erledigung der Hauptsache - Zuständigkeit des …
Wann das vorbereitende Verfahren -- mit der Folge der Verlagerung der Zuständigkeit für die in § 87a Abs. 1 VwGO genannten Entscheidungen auf den kollegialen Spruchkörper -- endet, etwa schon mit der Anberaumung eines Termins zur mündlichen Verhandlung oder erst mit dem Aufruf der Sache in der mündlichen Verhandlung (vgl. dazu auch VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22.10.1991 -- 5 S 189/90 --; Senatsbeschluß vom 5.2.1991 -- 9 S 2930/90 --;… Schmieszek, a.a.O.), bedarf hier keiner näheren Prüfung.