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Timestamp: 2016-10-22 21:40:22
Document Index: 188963163

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 100', 'Art. 45', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 190', 'Art. 97', 'Art. 686', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 706', 'Art. 706', 'Art. 706', 'Art. 706', 'Art. 706', 'Art. 701', 'BGE', 'Art. 701', 'BGE', 'Art. 706', 'Art. 706', 'BGE', 'Art. 706', 'Art. 706', 'BGE', 'Art. 706', 'Art. 706', 'Art. 706', 'Art. 706', 'Art. 706', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 190', 'Art. 194', 'Art. 173', 'Art. 66', 'Art. 68']

vertreten durch F�rsprecher Prof. Dr. J�rgen Br�nnimann,
vertreten durch F�rsprecher Marc D�rflinger,
A.a Die X.________ AG ist aus einer Einzelgesellschaft hervorgegangen. Nach dem Tod ihres Inhabers f�hrte der bisherige Betriebsleiter S.________ im Jahr 2001 ein Management Buyout durch und die Einzelfirma wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Es war vorgesehen, dass der Gesch�ftsf�hrer S.________ die Firma schrittweise �bernehmen sollte. Die Witwe des fr�heren Inhabers (T.________) blieb am Aktienkapital beteiligt. Ab einem nicht mehr feststellbaren Zeitpunkt vertrat U.________ ihre Interessen im Verwaltungsrat.
Die genannte Transaktion wurde beratend von der V.________ AG - einer von W.________ beherrschten Gesellschaft - begleitet und W.________ wurde zum Verwaltungsratspr�sidenten der X.________ AG gew�hlt. Mit Kaufvertrag vom 18. Mai 2005 �bernahm die V.________ AG von S.________ eine 20 %-Beteiligung an der X.________ AG. Die Parteien vereinbarten, das Mandatsverh�ltnis mit der V.________ AG bzw. W.________ weiterzuf�hren, und sie regelten die Modalit�ten des Aktienr�ckkaufs, falls das Mandat beendet werden sollte. Am 9. Januar 2006 unterzeichneten W.________ namens der V.________ AG und S.________ eine Abtretungserkl�rung zur Aktien�bertragung.
Ende 2005/Anfang 2006 verschlechterte sich das Verh�ltnis unter den Beteiligten. An einer Verwaltungsratssitzung vom 17. M�rz 2006 forderte U.________ den sofortigen R�cktritt von W.________ als Verwaltungsratspr�sident. Dieser widersetzte sich nicht. Der Verwaltungsrat beschloss daraufhin die Aufl�sung s�mtlicher Mandate mit der V.________ AG und w�hlte U.________ zum Verwaltungsratspr�sidenten ad interim. Eine Einigung �ber die Ausstiegsmodalit�ten von W.________ und den Aktienr�ckkauf konnte nicht erzielt werden. Die Neubesetzung des Verwaltungsrats wurde an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 24. M�rz 2006 best�tigt.
A.b Mit Schreiben vom 7. Juni 2007 lud U.________ zur ordentlichen Generalversammlung der X.________ AG am 29. Juni 2007. Diese Einladung wurde auch an W.________ verschickt. In einem zweiten Schreiben vom 20. Juni 2007 wurde die Traktandenliste mit dem Gesch�ft "Sitzverlegung" erg�nzt. Auch dieses Schreiben ging an W.________. Die auf den 29. Juni 2007 anberaumte Versammlung fand aus unbekannten Gr�nden nicht statt.
Stattdessen wurde gem�ss �ffentlicher Urkunde des Notariats Y.________, in A.________, am 24. Juli 2007 eine Universalversammlung durchgef�hrt, an welcher die Sitzverlegung der X.________ AG von B.________ (BE) nach C.________ (TI) beschlossen wurde. Weder die V.________ AG noch W.________ waren zu dieser Versammlung eingeladen worden noch waren sie anwesend oder vertreten.
Die Sitzverlegung wurde am 2. August 2007 im Handelsregister des Kantons Tessin eingetragen. Die L�schung im Handelsregister Emmental-Oberaargau erfolgte am 8. August 2007. Die Publikation der Sitzverlegung erfolgte im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 8. August 2007 (Eintragung im Handelsregister des Kantons Tessin) bzw. am 14. August 2007 (L�schung im Handelsregister Emmental-Oberaargau).
Mit Eingabe vom 2. August 2007 ersuchte die Z.________ AG beim Gerichtskreis V Burgdorf-Fraubrunnen um Konkurser�ffnung ohne vorg�ngige Betreibung �ber die X.________ AG und um Aufnahme eines G�terverzeichnisses. Die Z.________ AG machte geltend, die X.________ AG habe ihre Zahlungen eingestellt. Die X.________ AG bestritt unter Hinweis auf die Sitzverlegung die �rtliche Zust�ndigkeit der Berner Gerichte. Am 23. August 2007 er�ffnete der Gerichtspr�sident 3 des Gerichtskreises V Burgdorf-Fraubrunnen �ber die X.________ AG den Konkurs mit Wirkung ab Donnerstag, 23. August 2007, 10.50 Uhr. Dagegen appellierte die X.________ AG am 24. August 2007. Das Obergericht des Kantons Bern best�tigte am 20. September 2007 die Konkurser�ffnung. Die X.________ AG gelangte daraufhin an das Bundesgericht, welches die Beschwerde am 8. April 2008 guthiess und zur Sachverhaltserg�nzung und Beurteilung der G�ltigkeit der Sitzverlegung an das Obergericht zur�ckwies (Urteil 5A_617/2007, teilweise publ. in: BGE 134 III 417). Mit Entscheid vom 17. Februar 2011 er�ffnete das Obergericht �ber die X.________ AG mit Wirkung ab 11.00 Uhr des gleichen Tages den Konkurs.
Am 21. M�rz 2011 hat die X.________ AG (Beschwerdef�hrerin) Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Sie beantragt die Aufhebung des obergerichtlichen Entscheids und die Zur�ckweisung, allenfalls Abweisung des Gesuchs der Z.________ AG (Beschwerdegegnerin) vom 2. August 2007 um Konkurser�ffnung. Zudem ersucht sie um aufschiebende Wirkung, eventualiter um Anordnung, dass bis zum bundesgerichtlichen Entscheid Vollstreckungsmassnahmen zu unterbleiben haben.
Das Obergericht hat auf Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung verzichtet; die Beschwerdegegnerin ersucht um Abweisung. Mit Pr�sidialverf�gung vom 11. April 2011 ist der Beschwerde insofern aufschiebende Wirkung zuerkannt worden, als bis zum Entscheid des Bundesgerichts Vollstreckungsmassnahmen zu unterbleiben haben.
Am 20. Mai 2011 hat die Beschwerdegegnerin um Sicherstellung der Parteientsch�digung ersucht. Nachdem sich die Beschwerdef�hrerin diesbez�glich ablehnend ge�ussert hat, ist das Sicherstellungsgesuch mit Verf�gung der Instruktionsrichterin vom 7. Juni 2011 gutgeheissen worden. Das Verfahren ist nach Eingang der Sicherheit fortgef�hrt worden.
Das Obergericht hat auch in der Sache auf Stellungnahme verzichtet. Die Beschwerdegegnerin ersucht um Abweisung der Beschwerde und Best�tigung des angefochtenen Entscheids.
Angefochten ist binnen Frist (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 45 Abs. 1 BGG) ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid (Art. 75 Abs. 1, Art. 90 BGG) in einer Konkurssache (Art. 72 Abs. 2 lit. a BGG). Die Beschwerde ist unabh�ngig vom Streitwert zul�ssig (Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG).
Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen im Sinne von Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dabei bedeutet "offensichtlich unrichtig" willk�rlich (BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 130 mit Hinweis).
Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 1 BGG). Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.; 134 V 53 E. 3.3 S. 60). Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten geltend gemacht wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Eine Verfassungsr�ge muss in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88). Das strenge R�geprinzip gilt namentlich dann, wenn Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung geltend gemacht wird (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
2.1 In einem ersten Schritt hat das Obergericht die �rtliche Zust�ndigkeit der Berner Gerichte zur Konkurser�ffnung untersucht.
2.1.1 In tats�chlicher Hinsicht hat das Obergericht erwogen, mit dem Handelsregisterauszug beweise die Beschwerdef�hrerin gem�ss Art. 9 ZGB zun�chst die Sitzverlegung nach C.________ und folglich die Unzust�ndigkeit der Berner Gerichte. Damit die Berner Gerichte dennoch zust�ndig seien, m�sse die Beschwerdegegnerin nachweisen, dass der Sitzverlegungsbeschluss nichtig sei. Die Vorinstanz hat in der Folge gepr�ft, ob an der Universalversammlung vom 24. Juli 2007 die Sitzverlegung g�ltig beschlossen wurde. Sie hat dazu untersucht, ob an ihr alle Aktion�re teilgenommen haben.
Das Obergericht hat festgestellt, die Parteien h�tten erheblich voneinander abweichende Aktienb�cher eingereicht: Aus der von der Beschwerdegegnerin vorgelegten Version ergebe sich, dass W.________ eine Aktie (Nr. 1000) und die V.________ AG 200 Aktien (Nr. 1-200) gehalten h�tten. Die Beschwerdef�hrerin hingegen habe ein Aktienbuch eingereicht, aus dem das Aktienpaket der V.________ AG nicht hervorgehe und in welchem handschriftlich erg�nzt sei, dass die Pflichtaktie von W.________ nach dessen Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat am 5. Mai 2006 an U.________ �bertragen worden sei. Das Obergericht hat jedoch erwogen, dem Aktienbuch komme bloss deklaratorische Bedeutung zu und f�r die Rechtszust�ndigkeit an den Aktien sei die wahre Rechtslage massgebend. Auf die Aktienb�cher komme es deshalb nicht an.
Statt auf die Aktienb�cher abzustellen, hat das Obergericht in der Folge Erwerb und Ver�usserung der Aktien der Beschwerdef�hrerin rekonstruiert. Aufgrund diverser Unterlagen hat es als erwiesen erachtet, dass S.________ die Aktien Nr. 1-225 in den Jahren 2004/05 von T.________ erworben und S.________ die Aktien Nr. 1-200 an die V.________ AG weiterverkauft habe. Die V.________ AG sei dadurch Aktion�rin der Beschwerdef�hrerin geworden. Das Argument der Beschwerdef�hrerin, dieser Aktienkauf sei r�ckg�ngig gemacht worden, verfange nicht. Sie st�tze sich dabei auf ein Protokoll der Aktion�rsversammlung vom 17. M�rz 2006, welches in Ziff. 6 die Feststellung enthalte, der Vertrag vom 18. Mai 2005 sei ausser Kraft gesetzt worden. Dieses Protokoll sei aber nicht unterzeichnet, der Aktienkaufvertrag vom 18. Mai 2005 k�nne nicht beliebig einseitig aufgel�st werden und dieser Vertrag sehe selber R�ck�bertragungsmodalit�ten hinsichtlich der Aktien vor, wobei aber keine Seite behauptet habe, dass eine solche R�ck�bertragung stattgefunden habe. Es seien auch keine Dokumente aktenkundig, die eine �bertragung der Aktien Nr. 1-200 an einen anderen Aktion�r der Beschwerdef�hrerin belegen w�rden. Damit sei erstellt, dass die V.________ AG Aktion�rin der Beschwerdef�hrerin geblieben sei. Zur Universalversammlung vom 24. Juli 2007 sei die V.________ AG weder eingeladen worden noch habe sie daran teilgenommen und sie habe auch keine Vertretungsvollmachten erteilt. Es seien an dieser Versammlung somit nicht alle Aktion�re anwesend gewesen. Bei diesem Ergebnis sei das Schicksal der Pflichtaktie von W.________ unerheblich.
2.1.2 In rechtlicher Hinsicht hat das Obergericht sodann erwogen, mangels Anwesenheit aller Aktion�re habe am 24. Juli 2007 keine Universalversammlung im Rechtssinne stattgefunden. Da keine g�ltige Einberufung erfolgt sei, k�nne die Versammlung auch nicht in eine Generalversammlung mit anfechtbaren Beschl�ssen umgedeutet werden. Die an ihr gefassten Beschl�sse bzw. die Sitzverlegung seien nichtig, ein Wechsel des Betreibungsortes habe somit nicht stattgefunden und die Berner Gerichte seien f�r die Konkurser�ffnung zust�ndig.
2.2 Die Vorinstanz hat in einem zweiten Schritt das Vorliegen des Konkursgrundes der Zahlungseinstellung (Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG) bejaht. Aus einem Zirkular der Beschwerdef�hrerin vom 27. Juli 2007 sowie aus einem Schreiben vom 9. August 2007 gehe hervor, dass sie ihren Betrieb per 31. Juli 2007 eingestellt habe. Gleichzeitig habe sie Liquidit�tsprobleme einger�umt und Drittklassgl�ubigern im g�nstigsten Fall eine Nachlassdividende von 10 % in Aussicht gestellt, die durch Liquidierung der noch vorhandenen Aktiven finanziert werden solle. Daraus erhelle, dass die Beschwerdef�hrerin zufolge Betriebseinstellung nicht in der Lage sei, weitere Ertr�ge zu erwirtschaften, dass sie zumindest gegen�ber allen Drittklassgl�ubigern keine Zahlungen mehr leisten w�rde und dass sie auf unabsehbare Zeit ausser Stande sein werde, eine ganze Gl�ubigergruppe zu befriedigen. Der Konkurs sei folglich zu er�ffnen.
Die Beschwerdef�hrerin wendet sich gegen die Tatsachenfeststellungen des Obergerichts �ber die Zusammensetzung ihres Aktionariats (unten E. 3.1), h�lt das von ihr vorgelegte Aktienbuch f�r massgeblich (unten E. 3.2), bestreitet die Nichtigkeit des Universalversammlungsbeschlusses vom 24. Juli 2007 (unten E. 3.3) und verneint schliesslich das Vorliegen des Konkursgrundes der Zahlungseinstellung (unten E. 3.4).
3.1 Die Beschwerdef�hrerin macht zun�chst geltend, das Obergericht habe die Zusammensetzung ihres Aktionariats zum Zeitpunkt der Versammlung vom 24. Juli 2007 offensichtlich unrichtig festgestellt (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Vorinstanz lege nicht dar und treffe keine abschliessenden Feststellungen dar�ber, ob die V.________ AG oder W.________ zum entscheidenden Zeitpunkt Aktion�r gewesen seien und sie verletze das Regelbeweismass des Vollbeweises, indem sie hier selber Unsicherheiten zu erkennen gebe.
Entgegen dieser Darstellung hat die Vorinstanz nicht offengelassen, ob die V.________ AG oder W.________ Aktion�r gewesen sind. Sie hat sich vielmehr mit der Feststellung begn�gt, dass jedenfalls die V.________ AG Aktion�rin gewesen ist und in der Folge einzig offengelassen, ob zus�tzlich W.________ auch noch Aktion�r gewesen sei. Diese R�ge geht demnach fehl.
3.2.1 Die Beschwerdef�hrerin wendet sich dagegen, dass die Vorinstanz das Aktienbuch nicht f�r massgeblich gehalten hat. F�r eine Aktiengesellschaft gebe es keine andere zuverl�ssige Quelle, um zu wissen, wer ihr gegen�ber als Aktion�r gelte. Dabei h�lt sie an der Massgeblichkeit des von ihr eingereichten Aktienbuchs fest, welches die V.________ AG und W.________ nicht als Aktion�re ausweise.
3.2.2 Gem�ss Art. 686 Abs. 4 OR gilt im Verh�ltnis zur Gesellschaft als Aktion�r, wer im Aktienbuch eingetragen ist. Dem Aktienbuch kommt somit eine Legitimationsfunktion im Verh�ltnis der Aktion�re zur Gesellschaft zu. Diese Wirkung des Aktienbuchs ist allerdings beschr�nkt. Sein Inhalt hat bloss die Bedeutung einer widerlegbaren Vermutung (BGE 124 III 350 E. 2c S. 354; eingehend BGE 90 II 164 E. 3 S. 171 ff.). Die Vermutung kann umgestossen werden durch den Nachweis, dass ein Eingetragener nicht Aktion�r ist, oder umgekehrt, dass ein Nichteingetragener Aktion�r ist (BGE 90 II 164 E. 3 S. 173 f.; FORSTMOSER UND ANDERE, Schweizerisches Aktienrecht, 1996, � 43 Rz. 86). F�r die Rechtstr�gerschaft ist der Eintrag im Aktienbuch somit nicht wesentlich (BGE 124 III 350 E. 2c S. 354). Zwar darf sich die Gesellschaft grunds�tzlich auf den Eintrag verlassen, so lange er besteht. Doch gilt dies nur, wenn sie keine Kenntnis davon hat oder haben m�sste, dass der Eintrag falsch ist (PETER B�CKLI, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, � 6 Rz. 320).
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet, dass sie von der Aktion�rseigenschaft der V.________ AG Kenntnis gehabt habe. Angesichts des �berschaubaren Aktion�rskreises und des fr�heren Zusammenwirkens der Aktion�re bei der Leitung der Beschwerdef�hrerin ist allerdings von vornherein nicht nachvollziehbar, wie sich Verwaltungsratspr�sident U.________ anl�sslich der Sitzung vom 24. Juli 2007 einzig h�tte auf das Aktienbuch st�tzen d�rfen, um die Aktion�re zu bestimmen. U.________ war zudem aktenkundig �ber die seinerzeitige Abtretung eines Aktienpakets von S.________ an die V.________ AG orientiert (vgl. das Schreiben der R.________ AG vom 16. Mai 2006 mit Beilagen an U.________ [Beilage 9 in den Akten der Stadtpolizei A.________], wo unter anderem auf die Abtretung des Aktienpakets von S.________ an die V.________ AG hingewiesen wird). Des Weiteren liegt ein Schreiben von W.________ vom 13. Juni 2007 (auf Briefpapier der V.________ AG) an U.________ in den Akten, in welchem W.________ f�r die Einladung zur Generalversammlung vom 29. Juni 2007 dankt und darauf hinweist, dass nicht er, sondern die V.________ AG Aktion�rin der Beschwerdef�hrerin sei und um entsprechende �nderung der Empf�ngeradresse ersucht (Beilage 12 in den Akten der Stadtpolizei A.________). U.________ sandte denn auch am 20. Juni 2007 die Erg�nzung der Traktandenliste an die gew�nschte Postadresse (Beilage 13 der Akten der Stadtpolizei A.________). U.________ wusste somit, dass die V.________ AG behauptete, Aktion�rin der Beschwerdef�hrerin zu sein. Dieses Wissen ist der Beschwerdef�hrerin zuzurechnen (BGE 109 II 338 E. 2b S. 341 f.). Wenn die Beschwerdef�hrerin diese Kenntnisse jedoch in der Folge nicht weiter beachtete und insbesondere nicht abkl�rte, ob die Behauptung der V.________ AG zutrifft oder ob die V.________ AG die Aktien zur�ck�bertragen hatte, so tr�gt sie das Risiko f�r diese Unterlassung. Das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, dass sie von der Aktion�rsstellung der V.________ AG keine Kenntnis gehabt habe oder zumindest h�tte haben m�ssen, h�lt demnach nicht stand. Es ist in der Folge irrelevant, welchen Inhalt das angeblich am Tag der Universalversammlung vorgelegte Aktienbuch aufwies. Soweit die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang die Behauptung wiederholt, in einem Protokoll der Aktion�rsversammlung vom 17. M�rz 2006 werde festgestellt, der Aktienkaufvertrag vom 18. Mai 2005 sei "ausser Kraft" gesetzt worden, geht sie schliesslich nicht auf die vorinstanzlichen Erw�gungen ein, wonach dieses Protokoll nicht unterzeichnet und die R�ck�bertragungsmodalit�ten in diesem Kaufvertrag selber geregelt seien, eine entsprechende R�ckabwicklung aber von keiner Seite behauptet worden sei (oben E. 2.1.1). Darauf ist nicht einzutreten (vgl. oben E. 1).
3.3.1 Des Weiteren ist die Beschwerdef�hrerin der Ansicht, der Beschluss der Generalversammlung vom 24. Juli 2007 sei nicht nichtig und die Teilnahme der V.________ AG bzw. von W.________ an der Generalversammlung h�tte an ihrem Ergebnis nichts ge�ndert.
3.3.2 Auf die Nichtigkeit eines Beschlusses kann sich jedermann und zu grunds�tzlich jeder Zeit berufen (BGE 115 II 468 E. 3b S. 473; Urteil 5C.143/2005 vom 2. Februar 2006 E. 2, in: Pra 96/2007 Nr. 7 S. 35 und ZBGR 88/2007 S. 367, mit Hinweisen), so dass die Nichtigkeit von der Beschwerdegegnerin im vorliegenden Verfahren geltend gemacht werden kann. Bei der Annahme von Nichtigkeit ist jedoch Zur�ckhaltung geboten (BGE 115 II 468 E. 3b S. 474). Die Gr�nde f�r die Nichtigkeit von Beschl�ssen der Generalversammlung einer Aktiengesellschaft sind in Art. 706b OR nicht abschliessend aufgez�hlt. Neben den ausdr�cklich aufgef�hrten schweren M�ngeln prim�r inhaltlicher Natur k�nnen auch schwerwiegende formelle M�ngel in der Beschlussfassung zur Nichtigkeit f�hren (Urteil 4A_197/2008 vom 24. Juni 2008 E. 2.1; DUBS/TRUFFER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 3. Aufl. 2008, N. 17 zu Art. 706a [recte: Art. 706b] OR; B�CKLI, a.a.O., � 16 N. 174; FORSTMOSER UND ANDERE, a.a.O., � 25 N. 117). Teilweise werden von den nichtigen Beschl�ssen in begrifflicher Hinsicht sog. Schein- oder Nichtbeschl�sse abgegrenzt, bei denen gar kein Generalversammlungsbeschluss vorliegt, weil es an einer als Generalversammlung zu qualifizierenden Zusammenkunft bzw. einer Beschlussfassung fehlt. Die Rechtsfolge ist aber dieselbe wie bei nichtigen Beschl�ssen (DUBS/TRUFFER, a.a.O., N. 17 zu Art. 706a [recte: Art. 706b] OR; FORSTMOSER UND ANDERE, a.a.O., � 25 N. 117).
Nach dem bereits Gesagten (oben E. 2.1.1. und 3.1) waren an der Versammlung vom 24. Juli 2007 nicht alle Aktion�re anwesend oder vertreten. Um eine Universalversammlung konnte es sich trotz gegenteiliger Bezeichnung im damals gefassten Beschluss demnach nicht handeln, denn die Universalversammlung ist eine besondere Form der Generalversammlung, die von den Eigent�mern oder Vertretern s�mtlicher Aktien gebildet wird und die ohne Einhaltung der f�r die Einberufung vorgeschriebenen Formvorschriften abgehalten werden kann (Art. 701 OR; BGE 120 IV 199 E. 1 S. 201; Urteil 4P.331/2006 vom 5. Juni 2007 E. 4.2). Eine Universalversammlung in Abwesenheit auch nur eines Aktion�rs oder seiner Vertretung stellt einen schwerwiegenden formellen Mangel dar, der zur Nichtigkeit der anl�sslich dieser Versammlung getroffenen Beschl�sse f�hren muss (B�CKLI, a.a.O., � 16 Rz. 174; FORSTMOSER UND ANDERE, a.a.O., � 23 Rz. 5 und � 25 Rz. 119; CHRISTOPH D. STUDER, Die Einberufung der Generalversammlung der Aktiengesellschaft, 1995, S. 142; BRIGITTE TANNER, Z�rcher Kommentar, 2. Aufl. 2003, N. 7 und N. 68 zu Art. 701 OR; in diesem Sinne auch Urteil 4P.331/2006 vom 5. Juni 2007 E. 4.2.3 und in der Tendenz Urteil 4A_131/2007 vom 11. Januar 2008 E. 2.1; demgegen�ber geht BGE 86 II 95 E. 2 S. 97 noch von Anfechtbarkeit aus; differenzierend DUBS/TRUFFER, a.a.O., N. 18 zu Art. 706a [recte: Art. 706b] OR). Die Beschwerdef�hrerin weist in diesem Zusammenhang auf BGE 114 II 68 hin. In diesem Fall ging es um einen Beschluss einer wom�glich nicht ordnungsgem�ss einberufenen und zusammengesetzten Universalversammlung. Die Eintragung des Beschlusses im Handelsregister wurde vom Bundesgericht dennoch gesch�tzt. Dieses Urteil steht allerdings im Zusammenhang mit der beschr�nkten materiellrechtlichen Kognition des Handelsregisterf�hrers und ist folglich vorliegend nicht einschl�gig.
Fragen kann sich allerdings unter den gegebenen Umst�nden, ob die an einer derart fehlerhaften Universalversammlung gefassten Beschl�sse als solche einer normalen Generalversammlung gelten k�nnen (vgl. DUBS/TRUFFER, a.a.O., N. 18 zu Art. 706a [recte: Art. 706b] OR). Die Vorinstanz hat festgestellt, dass zur Versammlung vom 24. Juli 2007 zumindest ein Aktion�r nicht eingeladen worden ist. Sie hat sich nicht dazu ge�ussert, ob eine form- und fristgerechte Einladung der anderen Aktion�re stattgefunden hat. Zur Annahme von Nichtigkeit gen�gt jedoch, dass ein Teil der Aktion�re nicht eingeladen wurde (BGE 115 II 468 E. 3b S. 473; Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 15. Juli 1968, in: SAG 41/1969 S. 212 ff.; F. WOLFHART B�RGI, Z�rcher Kommentar, 1969, N. 11 zu Art. 706 OR; FORSTMOSER UND ANDERE, a.a.O., � 25 Rz. 124; TANNER, a.a.O., N. 121 zu Art. 706b OR; STUDER, a.a.O, S. 124; vgl. auch HANS MICHAEL RIEMER, Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage im schweizerischen Gesellschaftsrecht, 1998, Rz. 269; a.A. DUBS/TRUFFER, a.a.O., N. 20 zu Art. 706a [recte: Art. 706b] OR). Diese Rechtsfolge ist angemessen. Durch die Nichteinladung entgeht dem �bergangenen Aktion�r die M�glichkeit zur Teilnahme an der Generalversammlung. Auch wenn sein Aktienpaket nicht gross genug ist, um Mehrheitsbeschl�sse zu verhindern, verpasst er die M�glichkeit, auf die Meinungsbildung in der Versammlung Einfluss zu nehmen. Schliesslich besteht die Gefahr der Vereitelung des Anfechtungsrechts, da der betroffene Aktion�r wom�glich nicht binnen der Anfechtungsfrist (Art. 706a Abs. 1 OR) von der Abhaltung einer Generalversammlung und den auf ihr gefassten Beschl�ssen Kenntnis erh�lt.
Damit erweist sich der Sitzverlegungsbeschluss vom 24. Juli 2007 im Ergebnis als nichtig. Liegt kein g�ltiger Beschluss �ber die Sitzverlegung vor, so hat die Beschwerdef�hrerin ihren Sitz nicht nach C.________ verlegen k�nnen, sondern ist nach wie vor in B.________ ans�ssig. Die bernischen Gerichte sind somit zur Konkurser�ffnung zust�ndig.
3.4.1 Gem�ss Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG kann beim Gericht ohne vorg�ngige Betreibung die Konkurser�ffnung verlangt werden, wenn ein der Konkursbetreibung unterliegender Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat. Der Begriff der Zahlungseinstellung ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der dem Konkursrichter einen weiten Ermessensspielraum verschafft (Urteil 5A_439/2010 vom 11. November 2010 E. 4, in: SJ 2011 I S. 175, mit Hinweisen; Urteil 5P.33/2002 vom 7. M�rz 2002 E. 4). Zahlungseinstellung liegt vor, wenn der Schuldner unbestrittene und f�llige Forderungen nicht begleicht, Betreibungen gegen sich auflaufen l�sst und dabei systematisch Rechtsvorschlag erhebt oder selbst kleine Betr�ge nicht mehr bezahlt. Mit solchem Verhalten zeigt der Schuldner, dass er nicht �ber gen�gend liquide Mittel verf�gt, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass der Schuldner alle Zahlungen einstellt. Es reicht, wenn die Zahlungsverweigerung sich auf einen wesentlichen Teil seiner gesch�ftlichen Aktivit�ten bezieht (BGE 85 III 146 E. 4a S. 154). Sogar die Nichtbefriedigung einer einzelnen Schuld kann auf Zahlungseinstellung schliessen lassen, wenn die Schuld bedeutend und die Zahlungsverweigerung dauerhaft ist (zum Ganzen Urteile 5A_439/2010 vom 11. November 2010 E. 4, in: SJ 2011 I S. 175; 5P.412/1999 vom 17. Dezember 1999 E. 2b, in: SJ 2000 I S. 248; 5P.442/1993 vom 15. Dezember 1993 E. 3a, in: SJ 1994 S. 433; je mit Hinweisen). Die Zahlungseinstellung darf nicht bloss vor�bergehender Natur sein, sondern muss auf unbestimmte Zeit erfolgen (BGE 85 III 146 E. 4b S. 155; Urteil 5P.33/2002 vom 7. M�rz 2002 E. 4).
3.4.2 Die Vorinstanz hat aus dem Zirkularschreiben vom 27. Juli 2007 und dem Schreiben vom 9. August 2007 auf Zahlungseinstellung geschlossen. Die Beschwerdef�hrerin kritisiert, dass die Vorinstanz einzig auf das Zirkularschreiben abgestellt habe, und �bergeht dabei, dass auch das von der Vorinstanz herangezogene Schreiben vom 9. August 2007 einen �hnlichen Inhalt aufweist. Des Weiteren geht sie nicht im Einzelnen auf den von der Vorinstanz gew�rdigten Inhalt dieser Schreiben ein (oben E. 2.2) und legt nicht detailliert dar, inwiefern es bundesrechtswidrig sein sollte, daraus auf Zahlungseinstellung zu schliessen. So setzt sie sich beispielsweise nicht damit auseinander, dass die Gl�ubiger vor die Alternative gestellt worden seien, entweder 90 % ihrer Forderungen zu verlieren oder sogar einen Totalausfall zu erleiden und dass daraus zu schliessen sei, die Beschwerdef�hrerin werde auf unabsehbare Zeit nicht in der Lage sein, eine ganze Gl�ubigergruppe zu befriedigen. Die Beschwerdef�hrerin gen�gt insoweit den Begr�ndungsanforderungen nicht (oben E. 1). Die Vorinstanz hat im �brigen auch den Begriff der Zahlungseinstellung nicht verkannt, wenn sie das Angebot eines aussergerichtlichen Nachlasses im vorliegenden Fall als Zahlungseinstellung gewertet hat. Je nach den konkreten Umst�nden kann in einer solchen Offerte durchaus eine Zahlungseinstellung erblickt werden (BRUNNER/BOLLER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 11 zu Art. 190 SchKG; AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl. 2008, � 38 Rz. 15). Die Bef�rchtung der Beschwerdef�hrerin, dass vorschnell Konkurse er�ffnet werden, wenn ein Angebot zu einem aussergerichtlichen Nachlass als Zahlungseinstellung gewertet wird, ist unbegr�ndet. Besteht Aussicht auf Sanierung, kann der Konkursentscheid gegebenenfalls gem�ss Art. 194 Abs. 1 i.V.m. Art. 173a SchKG ausgesetzt werden.
Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerdef�hrerin bereits eine Parteikostensicherheit im Umfang der geschuldeten Entsch�digung hinterlegt hat, wird diese aus der Gerichtskasse entrichtet.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen. Die Entsch�digung wird der Bundesgerichtskasse entnommen.