Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%2076/68
Timestamp: 2020-02-18 00:03:58
Document Index: 26166284

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', 'BGH', '§ 31', '§ 138', '§ 138', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.02.1970 - II ZR 76/68 - dejure.org
BGH, 09.02.1970 - II ZR 76/68
https://dejure.org/1970,1782
BGH, 09.02.1970 - II ZR 76/68 (https://dejure.org/1970,1782)
BGH, Entscheidung vom 09.02.1970 - II ZR 76/68 (https://dejure.org/1970,1782)
BGH, Entscheidung vom 09. Februar 1970 - II ZR 76/68 (https://dejure.org/1970,1782)
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NJW 1970, 1540
MDR 1970, 744
DNotZ 1970, 595
So hat der Senat Ausnahmen u.a. dann anerkannt, wenn der Vertrag gegen ein gesetzliches Verbot verstößt (BGHZ 97, 243, 250; 153, 214, 222), der Zweck der Gesellschaft mit den guten Sitten unvereinbar ist (Urt. v. 9. Februar 1970 - II ZR 76/68, NJW 1970, 1540; v. 16. Mai 1988 - II ZR 316/87, NJW-RR 1988, 1379) oder eine besonders grobe Sittenwidrigkeit vorliegt (BGHZ 55, 5, 8 f.).
Der vorliegende Gesellschaftsvertrag könnte nur dann in seiner Gesamtheit von Anfang an nichtig sein, wenn er seinem Inhalte nach auf die Verwirklichung eines sittenwidrigen oder sonstigen gesetzwidrigen Tatbestandes gerichtet wäre (vgl. BGHZ 75, 214, 217 [BGH 24.09.1979 - II ZR 95/78]; 62, 234, 240 [BGH 25.03.1974 - II ZR 63/72]; SenUrt. v. 9.2.70 - II ZR 76/68, WM 1970, 850).
OLG Dresden, 21.11.2002 - 8 U 933/02
Rechtsstellung des atypisch stillen Gesellschafters nach erfolgreicher Anfechtung …
Nach der Rechtsprechung des BGH ist ein Gesellschaftsvertrag in der Regel nur dann in seiner Gesamtheit gemäß § 138 BGB von Anfang an nichtig, wenn nicht nur einzelne Vertragsklauseln, sondern der von der Gesellschaft verfolgte Zweck gegen die guten Sitten verstößt (vgl. BGH, NJW 1970, 1540 f.; DB 1976, 2106;… Münchner Handbuch des Gesellschaftsrechtes, Bd. 2, § 31 StG , Rz. 36 f. m.w.N.).
Der erkennende Senat hat wiederholt hervorgehoben, daß einem Gesellschaftsvertrag in aller Regel nur dann gemäß § 138 BGB die Rechtswirksamkeit schlechthin zu versagen ist, wenn er seinem Inhalte nach auf die Verwirklichung eines sittenwidrigen Tatbestandes gerichtet, mithin der vertragsgemäß verfolgte Gesellschaftszweck sittenwidrig ist (vgl. Urt. v. 9.2.70 - II ZR 76/68, LM BGB § 138 [Cd] Nr. 18 m.w.N.).
BGH, 15.06.1970 - II ZR 13/68
Voraussetzungen einer Umgehung des tarifmäßigen Beförderungsentgelts - Wirkungen …
Das entspricht dem Grundsatz, daß Gesellschaftsvertrage nur dann wegen Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot oder gegen die guten Sitten im ganzen nichtig sind, wenn in diesem Verstoß gerade der Zweck der Gesellschaft besteht (BGH NJW 1967, 36; WM 1966, 736; Urt. v. 9.2.70 - II ZR 76/68 -, zur Veröffentl. best.).