Source: https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidung/entscheidungen-online/detail/STRE202010127/
Timestamp: 2020-08-14 05:24:19
Document Index: 204027968

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 175', '§ 3', '§ 9', '§ 10', '§ 2303', '§ 2303', '§ 2317', '§ 1922', '§ 1967', '§ 214', '§ 126']

Urteil vom 05. Februar 2020, II R 1/16
ECLI:DE:BFH:2020:U.050220.IIR1.16.0
ErbStG § 10 Abs 3 , ErbStG § 10 Abs 5 , AO § 175 Abs 1 S 1 Nr 2 , ErbStG § 3 Abs 1 Nr 1 Alt 3 , ErbStG § 9 Abs 1 Nr 1 Buchst b , ErbStG § 10 Abs 1 S 2 , BGB § 2303 , BGB §§ 2303ff , BGB § 2317 Abs 1 , BGB § 1922 , BGB § 1967 Abs 1 , BGB § 214 Abs 1
vorgehend Hessisches Finanzgericht , 03. November 2015, Az: 1 K 1059/14
Der Kläger und ursprüngliche Revisionskläger (Pflichtteilsberechtigter) ist während des Revisionsverfahrens verstorben. Alleinerbin ist die Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin), seine Ehefrau.
Die Revision ist unbegründet und war daher zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Zutreffend hat das FG entschieden, dass die Ablehnung des Antrags auf Änderung des Erbschaftsteuerbescheides rechtmäßig war. Die Geltendmachung eines Pflichtteils nach dem Tod des Pflichtteilsverpflichteten ist zwar auch dann möglich, wenn der Pflichtteilsberechtigte zugleich der Erbe des Pflichtteilsverpflichteten ist. Der aufgrund Konfusion zivilrechtlich erloschene Pflichtteilsanspruch ist gleichwohl nicht als Nachlassverbindlichkeit abziehbar, wenn er im Zeitpunkt der Geltendmachung nach zivilrechtlichen Grundsätzen verjährt ist.