Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201998,%201097
Timestamp: 2020-03-29 10:07:36
Document Index: 246260603

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 20', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.12.1997 - VII ZR 155/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,728
BGH, 18.12.1997 - VII ZR 155/96 (https://dejure.org/1997,728)
BGH, Entscheidung vom 18.12.1997 - VII ZR 155/96 (https://dejure.org/1997,728)
BGH, Entscheidung vom 18. Dezember 1997 - VII ZR 155/96 (https://dejure.org/1997,728)
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Anspruch auf Architektenhonorar nach vorzeitiger Kündigung des Architektenvertrages durch eine Gemeinde; Gerichtliche Überspannung der Anforderungen an einen klägerischen Sachvortrag als Aufhebungsgrund im Revisionsverfahren; Vollmachtserfordernis für eine ...
Kommunalverfassung; Bürgermeister als Vertreter der Gemeinde
DDR: KomVerfG §§ 20, 21, 27
Wirksamkeit rechtsgeschäftlicher Erklärungen des Bürgermeisters als Vertreter der Gemeinde in der ehemaligen DDR
Umfang der Vertretungsmacht eines Bürgermeisters
Neue Bundesländer: Sind Erklärungen des Bürgermeisters für die Gemeinde verbindlich? (IBR 1998, 351)
WM 1998, 1097
WM 1999, 1097
BauR 1998, 576
ZfBR 1998, 147
Sie orientieren sich insbesondere an den Umständen des Vertrages und seiner Abwicklung sowie an den Informations- und Kontrollinteressen des Auftraggebers (BGH, Urteil vom 18. Dezember 1997 - VII ZR 155/96 = BauR 1998, 576 = ZfBR 1998, 147; Urteil vom 18. Juni 1998 - VII ZR 189/97 = BGHZ 139, 111; Urteil vom 8. Oktober 1998 - VII ZR 296/97 = BauR 1999, 63 = ZfBR 1999, 37; Urteil vom 24. Juni 1999 - VII ZR 229/98 = BB 1999, 2053).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wird aber die Vertretungsmacht des Bürgermeisters nach außen durch derartige Regeln über die Aufgabenverteilung innerhalb der gemeindlichen Organe, insbesondere durch Zustimmungsvorbehalte zugunsten der Gemeindevertretung in der DDR-Kommunalverfassung, nicht berührt, weil sie nur den innergemeindlichen Willensbildungsprozeß betreffen (BGHZ 137, 89, 94;… Urt. v. 17. April 1997 - III ZR 98/96, WM 1997, 2410, 2411; Urt. v. 18. Dezember 1997 - VII ZR 155/96, WM 1998, 1097, 1098;… Urt. v. 15. April 1998 - VIII ZR 129/97, WM 1998, 2038, 2040;… Urt. v. 24. Juli 1998 - V ZR 140/97, WM 1998, 2036, 2037).
Er hat zu der Vertretungsmacht des Bürgermeisters entschieden, daß dessen rechtsgeschäftliche Erklärungen als Vertreter der Gemeinde regelmäßig auch dann für die Gemeinde verbindlich waren, wenn sie der internen gesetzlichen Aufgabenverteilung zwischen Gemeindevertretung und Bürgermeister oder der innergemeindlichen Willensbildung widersprachen (BGH, Urteil vom 17. April 1997 - III ZR 98/96 = WM 1997, 2410; ebenso: Urteile vom 4. November 1997 - VI ZR 348/96 = NJW 1998, 377 und vom 18. Dezember 1997 - VII ZR 155/96 -).
Der VII. Zivilsenat hat im Anschluß hieran ausgesprochen, daß rechtsgeschäftliche Erklärungen, die der Bürgermeister als Vertreter der Gemeinde abgab, regelmäßig auch dann für die Gemeinde verbindlich waren, wenn, wie im Streitfall, entsprechende Beschlüsse der Gemeindevertetung nicht vorlagen (Urt. v. 18. Dezember 1997, VII ZR 155/96, WM 1998, 1097).
Nach der Kommunalverfassung erlangten rechtsgeschäftliche Erklärungen, die der Bürgermeister als Vertreter der Gemeinde abgab, regelmäßig auch dann für die Gemeinde Verbindlichkeit, wenn entsprechende Beschlüsse der Gemeindevertretung nicht vorlagen (BGH, Urteil vom 17. April 1997, IV ZR 98/96 = VIZ 1998, 280-281).
Nach herrschender Ansicht hindert der Verstoß gegen die interne Mitwirkungspflicht der Volksvertretung nicht die Wirksamkeit der Vertretungshandlung nach außen (BGH, Urt. v. 20.04.1966 - V ZR 50/65 -, MDR 1966, 669 [für Baden-Württemberg]; Urt. v. 16.11.1978 - III ZR 81/77 -, NJW 1980, 117 [für Rheinland-Pfalz]; Urt. v. 18.12.1997 - VII ZR 155/96 -, BauR 1998, 576 [für Sachsen-Anhalt]; Urt. v. 4.11.1997 - VI ZR 348/96 -, BGHZ 137, 89 ff [für Freistaat Sachsen]; Urt. v. 17.4.1997 - III ZR 98/96 -, NJ 1997, 588 [für Brandenburg]; Urt. v. 15.4.1998 - VIII ZR 129/97 -, NVwZ 1998, 1219 [für Brandenburg]; vgl. deshalb auch bereits OVG LSA, GrundUrt.
Für das Außenverhältnis ist unerheblich, ob die Gemeindevertretung zuvor einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, ob dabei alle Formalien gewahrt wurden und was der Beweggrund für die Beschlussfassung war; rechtsgeschäftliche Erklärungen, die der Bürgermeister, dem nach der einschlägigen Gemeindeordnung das Alleinvertretungsrecht für die Gemeinde zusteht, sind für die Gemeinde regelmäßig auch dann verbindlich, wenn entsprechende Beschlüsse der Gemeindevertretung nicht vorlagen; die fehlende Mitwirkung der Gemeindevertretung hat keinen Einfluss auf die dem Bürgermeister zustehende Vertretungsmacht, sondern berührt nur die von der Außenvertretung zu trennende interne Pflichtenbindung (…vgl. BGH, Urt. v. 20.09.1984 - III ZR 47/83, BGHZ 92, 164, 169 = NJW 1985, 1778 , [...] Rn. 23; BGH, Urt. v. 18.12.1997 - VII ZR 155/96, WM 1998, 1097 , [...] Rn. 10;… BGH, Urt. v. 17.04.1997 - III ZR 98/96, WM 1997, 2410 , [...] Rn. 8-12;… BGH, Urt. v. 20.04.1966 - V ZR 50/65, WM 1866, 642 f., [...] Rn. 12-14;… BAG, Urt. v. 27.09.2001 - 2 AZR 389/00, NJW 2002, 1287 , [...] Rn. 35;… BAG, Urt. v. 14.11.1984 - 7 AZR 133/83, BAGE 47, 179 = NJW 1986, 2271 , [...] Rn. 27;… OLG Brandenburg, Urt. v. 22.07.2009 - 3 U 122/08, ZMR 2011, 37, [...] Rn. 21 a.E.;… ArbG Naumburg, Urt. v. 28.02.2008 - 1 Ca 1904/07, [...] Rn. 29).
BGH, 16.04.1998 - VII ZR 66/96
OLG Brandenburg, 10.04.2001 - 11 U 19/96
Abschluss eines Ingenieurvertrages durch den Bürgermeister einer Gemeinde in der …