Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=28.06.2001&Aktenzeichen=IV%20R%2040/00
Timestamp: 2020-02-24 08:57:24
Document Index: 2211021

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 15', '§ 15', '§ 10', '§ 15', '§ 204', '§ 88', '§ 162', '§ 78', '§ 88']

BFH, 28.06.2001 - IV R 40/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,1355
BFH, 28.06.2001 - IV R 40/00 (https://dejure.org/2001,1355)
BFH, Entscheidung vom 28.06.2001 - IV R 40/00 (https://dejure.org/2001,1355)
BFH, Entscheidung vom 28. Juni 2001 - IV R 40/00 (https://dejure.org/2001,1355)
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EStG § 10e Abs. 4; BerlinFG § 15
Voraussetzung der Wohneigentumsförderung; Vorliegen eines Objektverbrauchs; Regelungsgehalt des § 15 Abs. 1 bis 4 Berlinförderungsgesetzes (BerlinFG); Grundsätze einer tatsächlichen Verständigung; Geltung und Voraussetzungen des Grundsatzes von Treu und Glauben; ...
§ 10e Abs. 4 EStG
Einkommensteuer; Objektverbrauch durch Inanspruchnahme der Sonderabschreibung nach § 15 BerlinFG
BFHE 196, 87
DB 2001, 1971
BStBl II 2001, 714
Er ist auch dann anwendbar, wenn es an einer der Voraussetzungen für die Annahme einer tatsächlichen Verständigung fehlt (BFH-Urteile in BFHE 162, 211, BStBl II 1991, 45, unter 2.b, und vom 28. Juni 2001 IV R 40/00, BFHE 196, 87, BStBl II 2001, 714, unter 2.c).
Vergleiche über Steueransprüche sind demgegenüber wegen der Grundsätze der Gesetzmäßigkeit und Gleichmäßigkeit der Besteuerung nicht möglich (BFH-Urteil vom 28. Juni 2001 IV R 40/00, BFHE 196, 87, BStBl II 2001, 714).
Unabhängig davon, welchen Rechtscharakter eine Zusage hat, die nicht im Anschluss an eine Außenprüfung und damit unter den Voraussetzungen des § 204 der Abgabenordnung (AO 1977) abgegeben wird, betrifft jede Form der Zusage ausschließlich die steuerrechtliche Beurteilung noch nicht verwirklichter Sachverhalte (Senatsurteil vom 28. Juni 2001 IV R 40/00, BFHE 196, 87, BStBl II 2001, 714).
Vergleiche über Steueransprüche sind demgegenüber wegen der Grundsätze der Gesetzmäßigkeit und Gleichmäßigkeit der Besteuerung nicht möglich (BFH-Urteil vom 28. Juni 2001 IV R 40/00, BFHE 196, 87, BStBl II 2001, 714, unter 2.b der Gründe).
Es ist vom Bundesfinanzhof (BFH) in mittlerweile ständiger Rechtsprechung grundsätzlich anerkannt (BFH-Urteile vom 31. Juli 1996 XI R 78/95, BFHE 181, 103, BStBl II 1996, 625; vom 28. Juni 2001 IV R 40/00, BFHE 196, 87, 91, BStBl II 2001, 714, 716, jeweils m.w.N.).
Dabei geht es darum, in Fällen, in denen über den für die Besteuerung maßgeblichen Sachverhalt eine anderweitig nicht einfach zu behebende Unklarheit besteht, den möglichst zutreffenden Besteuerungssachverhalt i.S. des § 88 der Abgabenordnung (AO) einvernehmlich festzulegen (BFH-Urteil in BFHE 196, 87, 92, BStBl II 2001, 714, 716;… vgl. Klein/Rüsken, AO, 9. Aufl., § 162 Rz 31, m.w.N.) und insoweit Unsicherheiten und Ungenauigkeiten zu beseitigen (BFH-Urteil in BFHE 181, 103, BStBl II 1996, 625;… Klein/Brockmeyer, a.a.O., § 78 Rz 5).
Zweck des Instituts der tatsächlichen Verständigung ist es, zu jedem Zeitpunkt des Besteuerungsverfahrens hinsichtlich bestimmter Sachverhalte, deren Klärung schwierig, aber zur Festsetzung der Steuer notwendig ist, den möglichst zutreffenden Besteuerungssachverhalt i.S. des § 88 AO 1977 einvernehmlich festzulegen (BFH-Urteile vom 31. Juli 1996 XI R 78/95, BFHE 181, 103, BStBl II 1996, 625;… vom 12. August 1999 XI R 27/98, BFH/NV 2000, 537; vom 28. Juni 2001 IV R 40/00, BFHE 196, 87, BStBl II 2001, 714).
Vergleiche über Steueransprüche sind demgegenüber wegen der Grundsätze der Gesetzmäßigkeit und Gleichmäßigkeit der Besteuerung nicht möglich (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 28. Juni 2001 IV R 40/00, BFHE 196, 87, BStBl II 2001, 714, und vom 31. Juli 1996 XI R 78/95, BFHE 181, 103, BStBl II 1996, 625, jeweils m.w.N.).