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Timestamp: 2019-05-25 20:29:55
Document Index: 388158018

Matched Legal Cases: ['Art. 103', '§ 108', '§ 287', '§ 287', '§ 287', '§ 173', '§ 86', '§ 287', '§ 78', '§ 287', '§ 287', 'BGH', 'BGH', '§ 283', '§ 173', '§ 283', '§ 173', '§ 287', '§ 104', '§ 86', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 86', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11', '§ 14', '§ 44', 'BGH', '§ 44', '§ 43', 'BGH', '§ 314', 'BGH', '§ 314', 'BGH', 'BGH', '§ 71', '§ 261']

Rechtsprechung: NJW 1995, 2303 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Düsseldorf, 13.03.1995 | OLG Düsseldorf, 21.03.1995
https://dejure.org/1995,335
BVerwG, 01.03.1995 - 8 C 36.92 (https://dejure.org/1995,335)
BVerwG, Entscheidung vom 01.03.1995 - 8 C 36.92 (https://dejure.org/1995,335)
BVerwG, Entscheidung vom 01. März 1995 - 8 C 36.92 (https://dejure.org/1995,335)
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Öffentlich-rechtliches Benutzungsverhältnis - Verwaltungsschuldverhältnis - Pflichtverletzung - Schadensersatzanspruch - Abwassereinleitung - Schadensberechnung - Vorteilsausgleich - Neu für alt - Mitverschulden - Anscheinsbeweis - Beweis des ersten Anscheins - Schadensschätzung - Schätzungsbefugnis - Verjährung
VG Freiburg, 20.08.1991 - 6 K 2/89
VGH Baden-Württemberg, 30.04.1992 - 8 S 2728/91
BVerwG, 14.12.1992 - 8 B 145.92
BVerwG, 29.06.1998 - 8 B 64.98
NJW 1995, 2303
Ein Fall, in dem nur durch Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung das rechtliche Gehör (vgl. Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 2 VwGO) gewährt werden kann und deswegen eine Rechtspflicht zur Wiedereröffnung anzunehmen ist (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 1. März 1995 - BVerwG 8 C 36.92 - Buchholz 303 § 287 ZPO Nr. 3), lag hier nicht vor.
In diesem Fall ist das Revisionsgericht regelmäßig auf die Prüfung beschränkt, ob die vorinstanzliche Schätzung auf grundsätzlich fehlerhaften Erwägungen beruht, ob wesentliche Tatsachen außer Acht gelassen oder sonstige Rechtsvorschriften oder Denk- und Erfahrungssätze verletzt worden sind (Urteile vom 1. März 1995 - BVerwG 8 C 36.92 - Buchholz 303 § 287 ZPO Nr. 3 S. 11 …und vom 20. Januar 2005 a.a.O.).
dd) Unter Anwendung dieser bundesrechtlichen Vorgaben ist die Höhe des gemeinen Wertes der Tiere nach § 287 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 173 VwGO vom Tatsachengericht zu schätzen (vgl. dazu Urteile vom 7. Mai 1981 - BVerwG 2 C 25/80 - Buchholz 310 § 86 Abs. 3 VwGO Nr. 32; vom 1. März 1995 - BVerwG 8 C 36/92 - Buchholz 303 § 287 ZPO Nr. 3 - vom 16. Juli 1998 - BVerwG 2 C 12/98 - Buchholz 232 § 78 BBG Nr. 42 -).
Das Gericht muss über umstrittene "Ausgangs- und Anknüpfungstatsachen" Beweis erheben, bevor dann Schätzungen auf der so gesicherten Tatsachenbasis getroffen werden können (Urteil vom 1. März 1995 - BVerwG 8 C 36/92 - Buchholz 303 § 287 ZPO Nr. 3).
Das Revisionsgericht ist in diesem Zusammenhang auf die Prüfung beschränkt, ob die Schätzung durch das Tatsachengericht auf grundsätzlich fehlerhaften Erwägungen beruht, weil der Schätzung unrichtige Maßstäbe zu Grunde gelegt wurden, ob wesentliche Tatsachen außer acht gelassen oder sonstige Rechtsvorschriften oder Denk- und Erfahrungssätze verletzt worden sind (Urteil vom 1. März 1995 - BVerwG 8 C 36/92 - Buchholz 303 § 287 ZPO Nr. 3; BGH, Urteil vom 10. Juli 1984 - VI ZR 262/82 - BGHZ 92, 85 ).
Denn nach der Einräumung einer Schriftsatzfrist in der mündlichen Verhandlung gemäß § 283 Satz 1 ZPO i.V.m. § 173 Satz 1 VwGO musste die Vorinstanz jedenfalls später noch fristgemäß eingehende Erklärungen nach § 283 Satz 2 ZPO i.V.m. § 173 Satz 1 VwGO berücksichtigen (vgl. BVerwG, Urteil vom 1. März 1995 - 8 C 36.92 - Buchholz 303 § 287 ZPO Nr. 3 S. 18 und Beschluss vom 29. Februar 2000 - 4 B 13.00 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 29 S. 2).
Unter diesen Umständen ist in der Schätzung des Gerichts auch kein Verstoß gegen § 86 Abs. 1 VwGO zu sehen (dazu vgl. BVerwG, Urteil vom 01.03.1995 - 8 C 36.92 -, juris Rn. 27).
Voraussetzung aber ist ein Sachverhalt, der nach der Lebenserfahrung regelmäßig auf einen bestimmten Verlauf hinweist (vgl. BVerwG, Urteile vom 21. September 2000 - BVerwG 2 C 5.99 - NJW 2001, 1878 und vom 1. März 1995 - BVerwG 8 C 36.92 - Buchholz 303 § 287 ZPO Nr. 3; vgl. auch BGH, Urteile vom 18. März 1987 - IV a ZR 205/85 - BGHZ 100, 214 und vom 30. September 1993 - IX ZR 73/93 - BGHZ 123, 311).
Dazu ist der Schadenseintritt zeitlich zu bestimmen, die Lebensdauer der Anlage zu prognostizieren und der Wertzuwachs für den Geschädigten zu bemessen (BVerwG, Urteil vom 1.3.1995 - 8 C 36/92 - NJW 1995, 2303, 2306).
Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 1.3.1995 - 8 C 36/92 - NJW 1995, 2303, 2306 f.).
Für die Bemessung der Höhe des Schadensersatzanspruchs ist maßgeblich der Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung (BVerwG, Urteil vom 1.3.1995 - 8 C 36/92 - NJW 1995, 2303, 2305).
Zu Recht wendet die Beklagte hiergegen ein, die darauf gegründete Überzeugungsbildung beruhe auf einem unvollständig ermittelten Sachverhalt sowie auf einem unzulässigen Beweis des ersten Anscheins (vgl. zu letzterem Urteil vom 1. März 1995 - BVerwG 8 C 36.92 - NJW 1995, 2303 ff.).
Der darin liegende Verzicht auf weitere Maßnahmen zur Aufklärung der Schadensverursachung - etwa durch Einholung eines Sachverständigengutachtens - ist mit § 86 Abs. 1 VwGO dann - aber auch nur dann - vereinbar, wenn es um einen Sachverhalt geht, der nach der Lebenserfahrung regelmäßig auf einen bestimmten Verlauf hinweist und es deshalb rechtfertigt, die besonderen Umstände des einzelnen Falles in ihrer Bedeutung zurücktreten zu lassen und ohne weiteres von einem bestimmten Kausalitätsverlauf auszugehen (Urteil vom 1. März 1995, a.a.O.; BGH, Urteil vom 18. März 1987 - IV a ZR 205/85 - BGHZ 100, 214 [216]; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 24. März 1987 - 22 A 893/85 - OVGE 39, 93 [95]).
Es ist in der Rechtsprechung grundsätzlich anerkannt, dass das Kanalbenutzungsverhältnis ein öffentlich-rechtliches Schuldverhältnis darstellt, auf welches die bürgerlichen Vorschriften und Grundsätze über Schadensersatzansprüche bei schuldrechtlichen Pflichtverletzungen entsprechend Anwendung finden und Streitigkeiten hierüber öffentlich-rechtlicher Art sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 1. März 1995 - 8 C 36.92 -, juris Rn. 10; BGH…, Urteil vom 14. Dezember 2006 - III ZR 303/05 -, juris Rn. 9; VGH Mannheim, Urteil vom 9. November 1990, - 8 S 1595/90 -, NVwZ-RR 1991, 325f., zitiert nach beck-online; OVG Münster, Urteil vom 14. Januar 2003 - 15 A 4114/01 -, juris; OVG Koblenz…, Urteil vom 14. Januar 2010 - 7 A 10941/09 -, juris Rn. 22).
Die Kosten für derartige Maßnahmen können nur im Wege der Leistungsklage als Schadensersatzanspruch wegen Verletzung von Pflichten aus einem öffentlich-rechtlichen Kanalbenutzungsverhältnis (positive Vertragsverletzung eines Verwaltungsschuldverhältnisses; vgl. BVerwG, Urteil vom 01.03.1995 - 8 C 36.92, NJW 1995, 2303, 2304; OVG NW, Urteil vom 24.03.1987 - 22 A 893/85, OVGE 39, 93) als deliktischer Schadensanspruch oder möglicherweise gemäß § 11 Abs. 5 der Entwässerungssatzung des Beklagten vor den zuständigen Gerichten geltend gemacht werden.
OVG Niedersachsen, 09.06.2008 - 12 LA 301/07
Verwaltungsprozess: Verzicht auf eine mündliche Verhandlung als unwiderrufliche …
VG Arnsberg, 02.07.2015 - 5 K 50/14
VG Schleswig, 19.10.2001 - 4 A 822/00
Inanspruchnahme, unerlaubte Einleitung
VG Schleswig, 12.12.2001 - 9 A 245/00
Kostenerstattung, Grundstücksanschluss, Organisationsermessen, Abwasseranlage, …
OLG Düsseldorf, 13.03.1995 - 1 Ws 204/95, 1 Ws 228/95
https://dejure.org/1995,6682
OLG Düsseldorf, 13.03.1995 - 1 Ws 204/95, 1 Ws 228/95 (https://dejure.org/1995,6682)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 13.03.1995 - 1 Ws 204/95, 1 Ws 228/95 (https://dejure.org/1995,6682)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 13. März 1995 - 1 Ws 204/95, 1 Ws 228/95 (https://dejure.org/1995,6682)
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StPO § 14, § 44
NJW 1995, 2303 (Ls.)
StV 1995, 349 (Ls.)
Dabei hat der Angeklagte grundsätzlich das seinerseits Erforderliche zur Fristwahrung mit der rechtzeitigen Beauftragung seines Verteidigers, Rechtsmittel einzulegen, beigetragen (OLG Düsseldorf, StV 1995, 349;… BGHR StPO § 44 S. 1 Verhinderung 6).
KG, 01.11.2005 - 3 Ws (B) 490/05
Bußgeldverfahren: Nachweis des Eingangs einer per Faxschreiben übermittelten …
Allein der vorgelegte Sendebericht vermag jedoch den ordnungsgemäßen Eingang des Faxschreibens beim Adressaten nicht zu beweisen (vgl. OLG Düsseldorf NJW 1995, 2303; OLG Karlsruhe NStZ 1994, 200).
19.02.2002 - Ss 46/02 B - OLG Düsseldorf JMinBl NW 1995, 152 = VRS 89, 214; OLG Karlsruhe NStZ 1994, 200; Meyer-Goßner, StPO, 48. Aufl., Einl. Rdnr. 139 a; Maul, in: Karlsruher Kommentar, StPO, 5. Aufl., § 43 Rdnr. 19).
Der ¿OK¿-Vermerk im Sendebericht lässt die Möglichkeit offen, dass die Datenübertragung trotz dieses Vermerks missglückt ist; dieser Vermerk vermag deshalb allenfalls ein Indiz für den Zugang zu liefern (BGH NJW 1995, 665, 666 f; OLG Düsseldorf VRS 89, 214; OLG Karlsruhe, NStZ 1994, 200, 201; Senatbeschluss vom 13.05.2003, Az. 1 Ss 282/02;… KK-Ruß, StPO, 4. Aufl., § 314 Rn. 13;… Meyer-Goßner, StPO, 46. Aufl., Einl. Rn. 139 a).
So wie der ¿OK¿-Vermerk im Sendebericht die Möglichkeit offen lässt, dass die Datenübertragung trotz dieses Vermerks missglückt ist und der Sendebericht deshalb allenfalls ein Indiz für den Zugang zu liefern vermag (BGH NJW 1995, 665, 666 f; OLG Düsseldorf VRS 89, 214; OLG Karlsruhe, NStZ 1994, 200, 201;… KK-Ruß, StPO, 4. Aufl., § 314 Rn. 13;… Meyer-Goßner, StPO, 46. Aufl., Einl. Rn. 139 a), schließt auch die Tatsache, dass zum genannten Datum eine Telefonverbindung zwischen den beiden genannten Anschlüssen zustande kam und für kurze Zeit aufrechterhalten wurde, diese Möglichkeit nicht aus.
OLG Düsseldorf, 21.03.1995 - 5 Ss (OWi) 100/95 - (OWi) 37/95 I u. 1 Ws 207/95
https://dejure.org/1995,8823
OLG Düsseldorf, 21.03.1995 - 5 Ss (OWi) 100/95 - (OWi) 37/95 I u. 1 Ws 207/95 (https://dejure.org/1995,8823)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 21.03.1995 - 5 Ss (OWi) 100/95 - (OWi) 37/95 I u. 1 Ws 207/95 (https://dejure.org/1995,8823)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 21. März 1995 - 5 Ss (OWi) 100/95 - (OWi) 37/95 I u. 1 Ws 207/95 (https://dejure.org/1995,8823)
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Um dem Rechtsbeschwerdegericht die Nachprüfung der richtigen Anwendung des sachlichen Rechts zu ermöglichen, hat sich der Tatrichter mit allen wesentlichen für und gegen den Betroffenen sprechenden Umständen auseinanderzusetzen und die Ergebnisse der Beweisaufnahme, die Grundlage der tatsächlichen Feststellungen sind, erschöpfend darzustellen und zu würdigen (ständige Senatsrechtsprechung: vgl. Beschlüsse vom 8. Februar 1993 in VRS 85, 112,113, 9. Januar 1995 a.a.O., 21. März 1995 - 5 Ss (Owi) 100/95 - (Owi) 37/95 I -, 18. Dezember 1996 und 18. März 1997 jeweils a.a.O.; BGHSt 25, 285,286; BGH NStZ 1984, 212;… Göhler, OWiG , 11. Aufl., § 71 Rdnr. 43;… Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO , 42. Aufl., StPO § 261 Rdnr. 6 und 267 Rdnr. 12).