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Timestamp: 2018-11-15 01:46:21
Document Index: 1318366

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 17', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 4', '§ 5', '§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 2', '§ 51', '§ 73', '§ 12', '§ 54', '§ 4', '§ 54', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein HeidkoppNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Heidkoppelmoor und Umgebung" vom 11. Dezember 1995 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Heidkoppelmoor...
juris-Abkürzung: HeidkoppNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 11.12.1995
Fundstelle: GVOBl. 1996, 83
Gliederungs-Nr: 791-4-172
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Heidkoppelmoor und Umgebung"
Vom 11. Dezember 1995
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Heidkoppelmoor und Umgebung" vom 11. Dezember 1995 01.01.2003
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet 26.04.2013
§ 2 - Geltungsbereich 26.04.2013
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet die Ministerin für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 4; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13, § 5 Abs. 1 Nr. 4 und § 8 Abs. 1:
(1) Das Heidkoppelmoor mit den angrenzenden Birken-Erlenbruchwäldern, Birken-Eichenwäldern und den Grünländereien der Heidkoppel einschließlich der ökologisch bedeutsamen Randbereiche der Buschwiese sowie mit großen Teilen der Grothkoppel in der Gemeinde Ammersbek und auf dem Gebiet der Stadt Ahrensburg, Kreis Stormarn, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Heidkoppelmoor und Umgebung" unter Nummer 167 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberste Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 62 ha groß und umfaßt die Gemarkungsteile Heidkoppel, Greelkamp und Olsen Ole sowie Teilflächen der Grandkoppel, des Wölkenbarges und Nien Diek in der Gemeinde Ammersbek und auf dem Gebiet der Stadt Ahrensburg.
In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtkarte im Maßstab 1:25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume - Oberste Jagdbehörde -, Kiel,
Landrat des Kreises Stormarn - Untere Naturschutzbehörde -Bad Oldesloe,
Bürgermeister der Stadt Ahrensburg, Ahrensburg,
Bürgermeister der Gemeinde Ammersbek, Ammersbek,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus einem Niedermoor und artenreichen Feuchtgrünlandflächen als Kernzone, angrenzenden Wiesen-, Weiden- und Wald-Biotopen als Entwicklungsgebiet sowie Pufferzonen.
die Lebensgemeinschaften der Heiden, Nieder- und Übergangsmoore und Feuchtwiesen, teilweise nährstoffarme Wiesen, Weiden und Wälder als Grundlage einer Entwicklung zu einer strukturreichen, halboffenen, naturnahen Landschaft,
unbeeinflußte Randzonen zur Verhinderung stofflicher Einträge in das Naturschutzgebiet und
Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung oder Entwicklung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme erforderlich ist, sind entsprechende Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen.
In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes oder seiner Bestandteile oder zu einer erheblichen oder nachhaltigen Störung führen können. Insbesondere ist es verboten,
die Wasserflächen mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den von den Gebietskörperschaften für Zwecke des Naturschutzes erworbenen Flächen auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der übrigen, bei Inkrafttreten dieser Verordnung landwirtschaftlich genutzten Flächen als Grünland mit der Maßgabe, daß
die Erzeugung von Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln auf diesen Flächen nur auf der Grundlage der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates vom 24. Juni 1991 über den ökologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel (Amtsbl. der EG Nr. L 198 vom 22. Juli 1991) und
das Walzen, Schleppen, Mähen oder eine sonstige Bodenbearbeitung nur in der Zeit vor dem 25. März und nach dem 25. Mai eines jeden Jahres zulässig ist;
die den Schutzzweck berücksichtigende ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung der Waldflächen im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes; nicht zulässig ist es, geschlossene Hochsitze zu errichten, Wildäcker anzulegen oder Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben;
auf der Grundlage eines nach § 2 der Landesverordnung über die Förderung von Unterhaltungsmaßnahmen nach den § 51 und § 73 des Landeswassergesetzes vom 27. August 1992 (GVOBl. Schl.-H. S. 457) genehmigten Gewässerpflegeplanes oder, soweit ein solcher nicht vorliegt,
die erforderlichen Maßnahmen zur Unterhaltung und Sicherung der Straßen und der Wege unter Beachtung des § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes; nicht zulässig ist die Verwendung von wassergefährdenden, auswasch- oder auslaugbaren Materialien;
(1) Auf Antrag kann die untere Naturschutzbehörde nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 1 Satz 2 des Landesnaturschutzgesetzes Ausnahmen zulassen für geophysikalische Messungen;
(2) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen erteilen. Bei der Erteilung von Befreiungen von den Verboten des Absatzes 1 Satz 2 Nr. 11, 12 und 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 16 die Wasserflächen mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt;
fahrlässig nicht erkennt, daß er die in Absatz 1 genannten Handlungen im Naturschutzgebiet vornimmt.
(2) Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Gemeinde Hoisbüttel vom 1. August 1972 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 261), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 7. April 1987 (Stormarner Tageblatt und Lübecker Nachrichten vom 16. April 1987), außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.