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Timestamp: 2020-06-05 06:33:05
Document Index: 99334826

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 56', 'Art. 58', 'Art. 293', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 63', 'Art. 65', 'Art. 267', 'Art. 17', 'Art. 51', 'Art. 52', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 14', 'Art. 23', 'Art. 1', '§ 2', '§ 10', '§ 21']

[ STEUERSPAR-URTEILE.de ] - Urteil, Aktenzeichen: II R 10/12, Bundesfinanzhof 19.06.2013
Aktenzeichen: 7 K 1935/10
Anrechnung, Ausland, Billigkeitsmaßnahme, Doppelbesteuerung, Doppelbesteuerungsabkommen, Erbschaftsteuer, Europäische Menschenrechtskonvention, Kapitalverkehrsfreiheit, Kapitalvermögen, Nachlassverbindlichkeit, Unionsrecht
1. Die Erbschaftsteuer, die ein ausländischer Staat auf den Erwerb von Kapitalvermögen erhebt, das ein inländischer Erblasser in dem Staat angelegt hatte, ist bei Fehlen eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) weder auf die deutsche Erbschaftsteuer anzurechnen noch als Nachlassverbindlichkeit zu berücksichtigen.
EG Art. 10, Art. 56, Art. 58, Art. 293
EUV Art. 4 Abs. 3, Art. 6 Abs. 1
AEUV Art. 63, Art. 65, Art. 267
EUGrdRCh Art. 17 Abs. 1 Satz 1, Art. 51 Abs. 1 Satz 1,
Art. 52 Abs. 7
GG Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 23
1. ZP EMRK Art. 1
ErbStG § 2 Abs. 1 Nr. 1, § 10 Abs. 8, § 21
Hintergrund: Im Ausland gezahlte Erbschaftsteuer, für die im Inland eine Anrechnung nicht vorgesehen ist, bleibt unberücksichtigt. Aus höherrangigem Recht ergibt sich kein Zwang zur Anrechnung. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Die Doppelbesteuerung muss aber unter Umständen durch Billigkeitsmaßnahmen gemildert werden.