Source: http://www.schure.de/22410/33,81011.htm
Timestamp: 2015-11-25 02:07:32
Document Index: 105713267

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 144', '§ 11', '§ 25', '§ 88', '§ 72', '§ 87', '§ 15', '§ 128', '§ 11']

Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des
Gymnasium - Übersicht ---
Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10
... Die Arbeit in
den Schuljahrgängen 5 bis 10 des GymnasiumsRdErl. d. MK
v. 16 12.2011 - 33-81011 (SVBl. 3/2012 S.149; ber. S.223), geändert durch
RdErl. vom 9.4.2013 (SVBl. 6/2013
S.221) - VORIS 22410 - Bezug: a) Verordnung über die Durchlässigkeit sowie
über Versetzungen und Überweisungen an den allgemein bildenden
Schulen (Durchlässigkeits- und Versetzungsverordnung) v. 19.6.1995
(Nds.GVBl. S.184 und 440; SVBl. S.182 und 330), zuletzt geändert durch
Verordnung v. 17.5.2010 (Nds.GVBl. S.227; SVBl. S.250) b) Erl. Ergänzende Bestimmungen zur
Durchlässigkeits- und Versetzungsverordnung v. 19.6.1995 (SVBl.
S.185), zuletzt geändert durch RdErl. v. 8.12.2010 (SVBl. S.36) - VORIS
22410 01 52 40 001 - c) Verordnung für die Schulorganisation (SchOrgVO) v.
17.2.2011 (Nds.GVBl. S.62; SVBl. S.106) d) RdErl. Kerncurricula, Rahmenrichtlinien und
Curriculare Vorgaben für das allgemein bildende Schulwesen v.
1.10.2011 (SVBl. S.366) - VORIS 22410 - e) RdErl. Regelungen für den
Religionsunterricht und den Unterricht Werte und Normen v. 10.5.2011
(SVBl. S.226) - VORIS 22410 - f) RdErl. Zeugnisse in den allgemein bildenden
Schulen v. 5.12.2011 (SVBl. 2012 S.6) - VORIS 22410 - g) Verordnung über die Abschlüsse im
Freien Waldorfschulen (AVO-Sek I) v. 7.4.1994 (Nds.GVBl. S.197; SVBl. S.140),
zuletzt geändert durch Verordnung v. 17.5.2010 (Nds.GVBl. S.226; SVBl.
S.249) h) RdErl. Ergänzende Bestimmungen zur
Verordnung über die Abschlüsse im Sekundarbereich I der allgemein
bildenden Schulen einschließlich der Freien Waldorfschulen (EB-AVO-Sek
I) v. 19.11.2003 (SVBl. 2004 S.16, ber. S.55), zuletzt geändert
durch RdErl. v. 17.5.2010 (SVBl. S.250) - VORIS 22410 - i) Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (VO-GO)
v. 17.2.2005 (Nds.GVBl. S.51; SVBl. S.171), zuletzt geändert durch
Verordnung v. 16.12.2011 (Nds.GVBl. S.505; SVBl. 2012 S.72) j) RdErl. Ergänzende Bestimmungen zur
Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (EB-VO-GO) v. 17.2.2005 (SVBl.
S.177, ber. S.453), zuletzt geändert durch RdErl. v. 16.12.2011 (SVBl.
2012 S.73) - VOR1S 22410 - k)
Verordnung zur Feststellung eines Bedarfs an
SVBl. S.66)
RdErl. Ergänzende Bestimmungen zur
Unterstützung v. 31.1.2013 (SVBl. S.67) - VORIS 22410 -
1. Stellung der Schuljahrgänge 5 bis 10
des Gymnasiums innerhalb des öffentlichen Schulwesens 1.1 Das Gymnasium umfasst die Schuljahrgänge 5 bis 12, im
Sekundarbereich I die Schuljahrgänge 5 bis 10 (§§ 5 und 11
NSchG). Sonderregelungen für Gymnasien sind durch Gesetz bestimmt
(§§ 144 und 179 NSchG). 1.2 Das Gymnasium baut auf der Grundschule auf. Der Übergang der
Schülerinnen und Schüler von der Grundschule in das Gymnasium ist
durch Bezugsverordnung zu a und Bezugserlass zu b geregelt. 1.3 Die Zügigkeit des Gymnasiums wird durch Bezugsverordnung zu c
bestimmt. 1.4 Besuchen Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an
sonderpädagogischer Unterstützung das Gymnasium, so gelten bei
zieldifferentem Unterricht die Bestimmungen der Förderschule des
entsprechenden Förderschwerpunkts. 2. Aufgaben und Ziele 2.1 Das Gymnasium hat wie alle Schulformen die Aufgabe, den im
Niedersächsischen Schulgesetz festgelegten Bildungsauftrag zu
erfüllen. Die besondere schulformbezogene Aufgabe ist in § 11 Abs. 1
NSchG festgelegt. 2.2 Die Ziele, Inhalte und Methoden für den Unterricht in den
Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums sind in den Kerncurricula,
Rahmenrichtlinien und Curricularen Vorgaben nach Bezugserlass zu d festgelegt.
2.3 In den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums sollen die
Schülerinnen und Schüler insbesondere die Kenntnisse,
Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben, die Interessen entwickeln sowie die
Einstellungen und Erfahrungen gewinnen, die für den Besuch der gymnasialen
Oberstufe erforderlich und Grundlage für eine Erfolg versprechende
Mitarbeit in der gymnasialen Oberstufe sind. 2.4 Am Gymnasium wird der Unterricht gemäß Nr. 3 erteilt. Die
Schule kann in den Schuljahrgängen 7 bis 9 für die verschiedenen
Klassen Unterricht mit besonderem Schwerpunkt oder Wahlpflichtunterricht
einrichten, um den Schülerinnen und Schülern erste Erfahrungen mit
der Fächerwahl nach Neigung und Fähigkeit sowie mit der Bildung von
Lernschwerpunkten zu ermöglichen. 2.5 Die Arbeit in der Schule darf nicht nur auf Leistungen im kognitiven
Bereich ausgerichtet sein, sondern muss zugleich emotionale und kreative
Fähigkeiten fördern, muss sich um die Herausbildung sozialer und
Schülern bemühen und die soziale Integration fördern. Dieser
Zielsetzung dienen der Unterricht, aber auch andere Formen des Umgangs
miteinander in der Schule, die den Schülerinnen und Schülern die
Möglichkeit geben, sich an den schulischen Belangen zu beteiligen und an
den für sie wesentlichen Entscheidungsprozessen angemessen mitzuwirken.
Ihr dient ferner ein Schulleben, das Anregungen und Möglichkeiten für
eine sinnvolle Freizeitgestaltung gibt und das die Teilnahme am politischen,
kulturellen und sportlichen Leben der Gemeinde unterstützt. 2.6 Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums hat
gesellschaftlich relevante Fragestellungen in einer Weise zu
berücksichtigen, dass den Schülerinnen und Schülern ihre
Bedeutung für die eigene Entwicklung einsichtig wird. Eine wesentliche
Aufgabe der Schule besteht darin, die Schülerinnen und Schüler
zunehmend zu bewegen, sich auch in Verantwortung für die künftigen
Generationen sachgerecht und aktiv für den Erhalt der natürlichen
Umwelt einzusetzen sowie für gute Beziehungen und Toleranz unter den
Menschen verschiedener Nationen, Religionen und Kulturkreise einzutreten.
Außerdem ist die Gleichberechtigung der Geschlechter durch eine Erziehung
zu partnerschaftlichem Verhalten zu fördern, das einseitigen
Rollenorientierungen in den Familien, im Beruf und in der Gesellschaft
entgegenwirkt. 2.7 Im Einzelnen sollen die Schülerinnen
und Schüler - ein tragfähiges Grundwissen erwerben und anwenden; - über elementare Fertigkeiten sicher verfügen; - über den Umgang mit Gegenständen und konkreten
Erkenntnissen gelangen; - die Fähigkeit zu problemlösendem, abstrahierendem,
Zusammenhänge erfassendem und produktivem Denken altersgemäß
entwickeln; - die Fähigkeit zu begrifflichem, urteilendem und
schließendem Denken altersgemäß entwickeln; - an geistiger Auseinandersetzung und Aktivitäten im
musisch-kulturellen Bereich Interesse und Freude gewinnen; - entsprechende selbstständige Lernbereitschaft entwickeln und
mit Erfolgen, aber auch Misserfolgen eigenen Lernens und eigener Tätigkeit
sowie mit Erfolgen und Misserfolgen anderer angemessen umgehen lernen; - Erfahrungen mit individuellen Neigungen und individueller
Leistungsfähigkeit sowie mit individuellen Sichtweisen gewinnen; - sozialbestimmte Verhaltensweisen erkennen und soziale Beziehungen
gestalten lernen; - in einer Gruppe arbeiten und dabei Verantwortung übernehmen
lernen; - sich an der Gestaltung von Schule und an schulischen
Entscheidungsprozessen altersgemäß beteiligen; - auf die Anforderungen in der gymnasialen Oberstufe vorbereitet und
für ihre Aufgabenbereiche motiviert werden; - die gesellschaftliche Bedeutung der Berufs- und Arbeitswelt
erkennen und erste Einblicke in sie erhalten; - altersgemäß in die in dem Bildungsauftrag des
Niedersächsischen Schulgesetzes genannten Wertvorstellungen und Normen
eingeführt und fähig werden, über sie zu reflektieren, kritisch
zu wählen und sich zu entscheiden. 2.8 Die Zielsetzungen und Aufgaben in den Schuljahrgängen 5 bis 10
des Gymnasiums lassen sich nur verwirklichen und erfüllen, wenn die
Erziehungsberechtigten an den schulischen Belangen und Entscheidungsprozessen
beteiligt werden. 3. Stundentafeln 3.1 Der Unterricht in den Schuljahrgängen 5 bis 10 besteht aus
Pflichtunterricht, Unterricht mit besonderem Schwerpunkt oder
Wahlpflichtunterricht und wahlfreiem Unterricht nach Stundentafel 1 (Anlage 1)
oder aus Pflichtunterricht und wahlfreiem Unterricht nach Stundentafel 2 (Anlage 2).
3.2 Der Schulvorstand entscheidet, nach welcher Stundentafel der
Unterricht erteilt wird; er kann auch entscheiden, dass der Unterricht für
den einen Teil der Lerngruppen nach Stundentafel 1 und für den anderen
Teil der Lerngruppen nach Stundentafel 2 erteilt wird. Auf die Möglichkeit
der abweichenden Fachstunden- und Schülerpflichtstundenverteilung je
Schuljahrgang nach Nr. 3.7.1 wird hingewiesen. 3.3 Zur Bildung von Profilen kann nach Entscheidung des .Schulvorstands
Unterricht mit besonderem Schwerpunkt eingerichtet werden in - alten
Sprachen, - neuen Sprachen, - Musik, - Mathematik /
Naturwissenschaften. Der Unterricht wird in der Regel im Klassenverband erteilt. Für den
Unterricht werden die Stunden nach Buchstabe B (Profilunterricht) der
Stundentafel 1 verwendet. 3.3.1 Am Gymnasium mit besonderem altsprachlichen Schwerpunkt wird
Griechisch als dritte Pflichtfremdsprache in den Schuljahrgängen 7 bis 9
erteilt; im Schuljahrgang 10 kann Griechisch an Stelle der ersten oder zweiten
Pflichtfremdsprache oder als Wahlfremdsprache fortgeführt werden. 3.3.2 Am Gymnasium mit besonderem neusprachlichen Schwerpunkt wird eine
an der Schule genehmigte Fremdsprache als dritte Pflichtfremdsprache in den
Schuljahrgängen 7 bis 9 erteilt, die nicht erste oder zweite
Pflichtfremdsprache für die jeweilige Schülerin oder den jeweiligen
Schüler ist; im Schuljahrgang 10 kann die dritte Pflichtfremdsprache an
Stelle der ersten oder zweiten Pflichtfremdsprache oder als Wahlfremdsprache
fortgeführt werden. 3.3.3 Am Gymnasium mit besonderem Schwerpunkt in Musik wird Musik in den
Schuljahrgängen 6 bis 9 mit erhöhter Wochenstundenzahl erteilt. 3.3.4 Am Gymnasium mit besonderem Schwerpunkt in Mathematik /
Naturwissenschaften werden in den Schuljahrgängen 7 bis 9 die in der
Stundentafel vorgegebenen Wochenstunden für den Profilunterricht zur
Verstärkung des Unterrichts im mathematisch-naturwissenschaftlichen
Aufgabenfeld verwendet. Bei der Entscheidung über die Verteilung der
Wochenstunden auf die Fächer des Aufgabenfelds können insgesamt bis
zu zwei Wochenstunden für ein naturwissenschaftliches Praktikum verwendet
werden. Das Fach Informatik kann in dieses Unterrichtsangebot einbezogen
werden, sofern an der Schule für dieses Fach eine Unterrichtsgenehmigung
erteilt ist. 3.4 Zur Bildung von Profilen kann nach
Entscheidung des Schulvorstands abweichend von Nr. 3.3 Wahlpflichtunterricht
eingerichtet werden. Der Wahlpflichtunterricht wird in der Regel
klassenübergreifend erteilt. Für den Unterricht werden die Stunden
nach Buchstabe B (Profilunterricht) der Stundentafel 1 verwendet. Der
Wahlpflichtunterricht umfasst folgende Fachbereiche und Fächer: - Fremdsprachlicher Fachbereich: Hierzu gehören alle genehmigten
Fremdsprachen, die nicht erste oder zweite Pflichtfremdsprache für die
jeweilige Schülerin oder den jeweiligen Schüler sind und als dritte
Pflichtfremdsprache oder als Wahlfremdsprache betrieben werden können;
- Musisch-künstlerischer Fachbereich: Musik, Kunst; - Gesellschaftswissenschaftlicher Fachbereich: Geschichte,
Politik-Wirtschaft, Erdkunde, Religion / Werte und Normen,
Arbeit-Wirtschaft-Technik; - Naturwissenschaftlicher Fachbereich: Physik, Chemie, Biologie.
3.4.1 Folgende Fächer können in den Wahlpflichtunterricht
aufgenommen werden, sofern an der Schule für diese Fächer eine
Unterrichtsgenehmigung erteilt ist: Informatik, Pädagogik, Philosophie,
Rechtskunde, Wirtschaftslehre, Ernährungslehre mit Chemie und
Darstellendes Spiel. 3.4.2 Die Schülerinnen und Schüler belegen im
Wahlpflichtunterricht entweder eine weitere Fremdsprache als dritte
Pflichtfremdsprache oder zwei Fächer in einem anderen Fachbereich oder in
zwei verschiedenen anderen Fachbereichen. Die Leistungen in
Wahlpflichtfächern werden zensiert und sind versetzungs- und
abschlusswirksam. 3.4.3 Wahlpflichtunterricht ist nach den Möglichkeiten der Schule
einzurichten. Ein Anspruch der Schülerinnen und Schüler auf ein
bestimmtes Angebot besteht nicht. Es sind Angebote aus verschiedenen
Fachbereichen einzurichten; darunter soll mindestens ein Angebot aus dem
fremdsprachlichen Fachbereich und müssen mindestens zwei nicht sprachliche
Angebote sein. Wahlpflichtunterricht kann schuljahrgangs- und
schulübergreifend durchgeführt werden. 3.4.4 Die Entscheidung der Schülerinnen und Schüler für
einen bestimmten Wahlpflichtunterricht gilt im Regelfall für die
Schuljahrgänge 7 bis 9. Im Ausnahmefall kann auf Antrag der
Erziehungsberechtigten und mit Zustimmung der zuständigen Klassenkonferenz
ein Fach nach einem Schuljahrgang gewechselt werden. In einem solchen Fall sind
die fehlenden Kenntnisse von den Schülerinnen und Schülern
selbstständig nachzuholen. 3.5 In Sachfächern kann der Unterricht nach Nr. 4.7.5 fremdsprachig
erteilt werden. 3.6 Die Einrichtung und spezielle Ausgestaltung von Unterricht
gemäß Nrn. 3.3 bis 3.5 in Verbindung mit Nr. 4.7.5 Satz 1 bedarf der
Zustimmung des Schulträgers. Der Schulbehörde ist über die
Einrichtung und Ausgestaltung zu berichten. 3.7 Allgemeine Anmerkungen 3.7.1 Zur Förderung der Schülerinnen und Schüler, zur
Lernens kann der Schulvorstand eine von den Stundentafeln nach Nr. 3.1
abweichende Verteilung der Fachstunden vornehmen. Dabei sind die
Gesamtwochenstunden je Fach für den Durchgang in den Schuljahrgängen
5 bis 10 einzuhalten und soll die Schülerpflichtstundenzahl je
Schuljahrgang um nicht mehr als eine Wochenstunde über- oder
unterschritten werden. 3.7.2 Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann entscheiden,
vorübergehend zwei Lehrkräfte im Fachunterricht gleichzeitig
einzusetzen oder Klassenteilungen vorzunehmen; aus diesen Gründen darf
Pflicht- und Wahlpflichtunterricht nicht gekürzt und können
zusätzliche Lehrerwochenstunden nicht beansprucht werden. Im Schuljahrgang
5 können zu Beginn des Schuljahres freie Unterrichts- und Arbeitsformen im
Vordergrund stehen. Die Einhaltung der Fachstundenanteile gemäß
Stundentafel kann hierbei nachrangig sein. 3.7.3 Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sollen in ihren Klassen
möglichst nicht weniger als vier Wochenstunden Unterricht erteilen.
Fachlehrerinnen und Fachlehrer sollen in der Regel eine Klasse in zwei
aufeinander folgenden Schuljahren unterrichten. Der Unterricht in einer
Lerngruppe sollte von möglichst wenigen Lehrkräften erteilt werden.
3.7.4 Die Verfügungsstunde dient der Wahrnehmung erzieherischer und
können nicht beansprucht werden. 3.7.5 Ein in der Stundentafel einstündig ausgewiesenes Fach ist in
der Regel als Halbjahresunterricht mit zwei Wochenstunden anzusetzen. Wird der
Unterricht in mehreren Fächern in einer Klasse durch eine Lehrkraft
erteilt, ist Epochenunterricht zulässig. Bei geeigneten
Unterrichtsinhalten und -methoden soll auch fachübergreifend und
fächerverbindend gearbeitet werden. 3.7.6 Schülerinnen und Schüler, die nicht am
Teilnahme am Unterricht Werte und Normen verpflichtet, sofern sich nicht aus
e. 3.7.7 Unterricht nach dem Curriculum Mobilität ist
Bestandteil des Pflichtunterrichts. 3.7.8 Für Schülerinnen und Schüler der
Schuljahrgänge 5 bis 10 sind Wahlfächer in der Regel mit zwei
Wochenstunden anzubieten. Eine Wahlfremdsprache nach Nr. 4.7.4.4 wird zwei-,
drei- oder vierstündig angeboten. 4. Organisation von Lernprozessen 4.1 Die Förderung der individuellen Begabungen, Fähigkeiten
und Neigungen sowie die unterschiedlichen Lernsituationen und Lernfortschritte
der Schülerinnen und Schüler erfordern einen angemessenen Einsatz
vielfältiger Unterrichtsverfahren und -formen. Aus den in Nr. 2
angegebenen Zielen ergibt sich die Notwendigkeit, Unterrichtsverfahren und
-formen zu bevorzugen, die problembezogenes Denken anregen, geistige
Aktivität herausfordern, selbstständiges Lernen fördern sowie zu
der Fähigkeit führen, mit anderen zusammenzuarbeiten.
Projektorientiertes Lernen und projektorientierte Arbeitsweisen sind besonders
gekennzeichnet durch fachübergreifende und fächerverbindende
Fragestellungen und Methoden und lassen es zu, dass sich die Schule
außerschulischen Lernorten öffnet. 4.2 Übungs- und Wiederholungsphasen sowie unterrichtsimmanente
Formen der Ergebnissicherung dienen der Festigung und Vertiefung des Gelernten.
Hausaufgaben sind hierzu eine notwendige Ergänzung und sollen darüber
hinaus anregen, sich mit dem im Unterricht Gelernten zu beschäftigen sowie
sich auf den Unterricht vorzubereiten. Weitere Einzelheiten regelt der Erlass
Hausaufgaben an den allgemein bildenden Schulen. 4.3 Da die Schülerinnen und Schüler auf selbstständige
Entscheidungen über ihren Bildungsweg in der gymnasialen Oberstufe oder in
berufsbezogenen Bildungsgängen vorbereitet werden sollen, müssen sie
in zunehmendem Maße an der Unterrichtsplanung und -gestaltung Anteil
haben. Zu Beginn des Schuljahres sind diese mit den Schülerinnen und
Schülern zu erörtern. Von den Lehrplänen ausgehend, sollen im
Unterricht zudem fachbezogene und fachübergreifende sowie
fächerverbindende Themen von den Schülerinnen und Schülern
selber gewählt oder eingebracht werden können. 4.4 Zwischen den Klassen eines Schuljahrgangs ist ein annähernd
gleicher Leistungsstand sicherzustellen. Hierzu sind Absprachen unter der
Lehrerschaft ebenso zu treffen wie, bei schul- oder
schulformübergreifenden Angeboten, eine Abstimmung mit anderen Schulen.
4.5 Die in einer Klasse unterrichtenden Lehrkräfte sind gehalten,
den Unterricht in den einzelnen Fächern aufeinander abzustimmen und nach
Möglichkeit auch fachübergreifend und fächerverbindend zu
arbeiten. Zudem sind durch schulinterne Absprachen insbesondere zu Beginn eines
Schuljahres lang- und kurzfristige Unterrichtsplanungen in den einzelnen
Fächern durchzuführen. 4.6 Die Zusammenarbeit der Lehrkräfte darf sich nicht auf
Betreuung der einzelnen Schülerinnen und Schüler und die Gestaltung
des Schullebens insgesamt einbeziehen. 4.7 Fremdsprachen 4.7.1 Für Schülerinnen und Schüler mit Englisch als
erster Pflichtfremdsprache ist in der Regel Französisch oder Latein zweite
Pflichtfremdsprache. Für Schülerinnen und Schüler, die Englisch
nicht als erste Pflichtfremdsprache erlernen, ist Englisch zweite
Pflichtfremdsprache. 4.7.2 Am Unterricht in Griechisch als dritte Pflichtfremdsprache
können Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die Latein als
Pflichtfremdsprache erlernt haben. Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann
Ausnahmen zulassen. 4.7.3 Über die Genehmigung zur Einführung anderer
Fremdsprachen als erste oder zweite Pflichtfremdsprache sowie zur
Einführung einer dritten Pflichtfremdsprache entscheidet die oberste
Schulbehörde. Französisch soll an jedem Standort vertreten sein. An
Standorten mit ständig zwei oder mehr Klassen im gleichen Schuljahrgang,
in denen Englisch erste Pflichtfremdsprache ist, soll auch Latein als zweite
Pflichtfremdsprache angeboten werden. 4.7.4 Als Wahlfremdsprache können Französisch, Spanisch,
Italienisch, Niederländisch, Russisch, Griechisch und Latein angeboten
werden. Die Einführung anderer als der genannten Wahlfremdsprachen ist mit
Genehmigung der obersten Schulbehörde zulässig. 4.7.4.1 Schulen, an denen vor Inkrafttreten dieses Erlasses im
Schuljahrgang 7 eine im Schuljahrgang 5 begonnene andere erste
Pflichtfremdsprache als Englisch fortgesetzt worden ist, können diese
Fremdsprache im Schuljahrgang 5 als Wahlfremdsprache anbieten und ab
Schuljahrgang 6 als zweite Pflichtfremdsprache fortführen; ansonsten
beginnt die Wahlfremdsprache im Schuljahrgang 7. 4.7.4.2 In Fremdsprachen können auch Arbeitsgemeinschaften
angeboten werden, die in einem Schulhalbjahr oder in mehreren aufeinander
folgenden Schulhalbjahren in die betreffende Sprache oder in verschiedene
Sprachen einführen. 4.7.4.3 Wahlfremdsprachenunterricht ab dem Schuljahrgang 7 soll nach
Stundentafel 1 in Verbindung mit Wahlpflichtfremdsprachenunterricht erteilt
werden; bei der Stundentafel 2 wird er zusätzlich zum Pflichtunterricht
erteilt. 4.7.4.4 Die Wahlfremdsprache wird in der Form eines Lehrgangs
unterrichtet, so dass der Besuch jeweils die Teilnahme in den vorhergehenden
Schulhalbjahren zur Voraussetzung hat. Die Wahlfremdsprache nach Nr. 4.7.4.1
wird im Schuljahrgang 5 vierstündig, die Wahlfremdsprache ab Schuljahrgang
7 zwei-, drei- oder vierstündig erteilt. 4.7.5 In Klassen, in denen fremdsprachig erteilter Unterricht
(bilingualer Unterricht) nach Nrn. 3.5 und 3.6 angeboten wird, ist dieser in
mindestens einem Sachfach zu erteilen. Für die Leistungsbewertung im
bilingualen Sachfachunterricht sind die fachlichen Leistungen entscheidend; die
angemessene Verwendung der Fremdsprache einschließlich der entsprechenden
Fachsprache ist zu berücksichtigen. Unabhängig von Nrn. 3.5 und 3.6 kann die Schulleiterin oder der
Schulleiter auf Vorschlag der Fachkonferenz entscheiden, in Sachfächern
vorübergehend und zeitlich begrenzt geeignete Unterrichtsthemen
fremdsprachig zu unterrichten; dabei ist zu gewährleisten, dass der
Unterricht in dem Sachfach überwiegend in deutscher Sprache erfolgt. 4.8 Abgesehen von der Wahlfremdsprache wird wahlfreier Unterricht im
Rahmen der verfügbaren Lehrerstunden von der Schule in der Regel ein- oder
zweistündig eingerichtet; zum wahlfreien Unterricht gehört auch
Förderunterricht. Dabei soll sich das Angebot im Rahmen der
Möglichkeiten der Schule an den Wünschen der Schülerinnen und
Schüler sowie der Erziehungsberechtigten orientieren. Benachbarte Schulen
sollen das Angebot in wahlfreiem Unterricht, insbesondere bei
Förderunterricht und Arbeitsgemeinschaften, durch Kooperation erweitern,
sofern die Voraussetzungen hierfür bestehen. 4.9 Für Unterricht mit besonderem Schwerpunkt,
Wahlpflichtunterricht sowie wahlfreien Unterricht entscheiden sich die
Schülerinnen und Schüler selbst. Sie werden dabei von der Schule
beraten. Die Zustimmung der Erziehungsberechtigten ist erforderlich. 4.10 Abgesehen von der Wahlfremdsprache werden Wahlfächer in
thematisch bestimmten Schulhalbjahreseinheiten unterrichtet, die in einem
didaktischen Zusammenhang stehen können. Arbeitsgemeinschaften dauern in
der Regel ein halbes Schuljahr und sind im Allgemeinen didaktisch voneinander
unabhängig. 4.11 In jedem Schuljahrgang soll Projektunterricht gemäß Nr.
4.1 durchgeführt werden, der klassenbezogen, schuljahrgangsbezogen,
schuljahrgangsübergreifend sowie schul- und schulformübergreifend
organisiert werden kann. Die Erziehungsberechtigten und Schülerinnen und
Schüler sollen über die mit dem Projektunterricht verbundenen
pädagogischen und organisatorischen Fragen rechtzeitig informiert werden;
bei der Planung, Vorbereitung sowie Durchführung sind die
Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigten nach
Möglichkeit zu beteiligen. 4.12 Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums
schließt auch eine Orientierung über die Berufs- und Arbeitswelt
ein. Ab Schuljahrgang 8 sollen deshalb nach Möglichkeit
Betriebsbesichtigungen, -erkundungen oder -praktika durchgeführt werden.
Einzelheiten hierzu regeln die Erlasse Berufsorientierung an allgemein
bildenden Schulen sowie Zusammenarbeit von Schule und
Berufsberatung. 4.13 In den Fächern, für die in der Stundentafel nur zwei
Wochenstunden vorgesehen sind, sollen Doppelstunden nur dann angesetzt werden,
wenn die Arbeitsbedingungen des Fachs dies erforderlich machen. Wahlfreier
Unterricht, der mit einer Wochenstunde angeboten wird, kann vierzehntägig
mit zwei Wochenstunden angesetzt werden. Ernährungslehre mit Chemie kann
vierzehntägig jeweils vierstündig unterrichtet werden. 4.14 In den Schuljahrgängen 5 bis 10
Bereichen fachübergreifende methodische Kompetenzen erwerben: - Umgang mit der Bibliothek und dem Internet; - Anfertigen von Unterrichtsprotokollen und einfachen Referaten;
- Textverarbeitung und Tabellenkalkulation; - Gestaltung und Strukturierung mündlicher Vorträge; - Mediengestützte Präsentationsverfahren. Hierzu entwickelt die Gesamtkonferenz ein Methodenkonzept und bestimmt
je Schuljahrgang ein Fach, in dem im Umfang von mindestens zehn Wochenstunden
im Schuljahr die entsprechenden Methoden vermittelt werden. 5. Differenzierung und
Förderung 5.1 Aufgrund der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und des
unterschiedlichen Lernverhaltens der Schülerinnen und Schüler sind
differenzierende Lernangebote und -anforderungen notwendig. 5.2 Innere Differenzierung erfordert einen angemessenen Einsatz
verschiedener Unterrichtsformen und -methoden, die sich aus den didaktischen
Anforderungen des einzelnen Fachs ableiten. Besonderes Anliegen innerer
Differenzierung ist es, gezielt auf die einzelne Schülerin und den
einzelnen Schüler einzugehen. 5.3 Formen der äußeren
Differenzierung sind - Unterricht mit besonderem Schwerpunkt, - Wahlpflichtunterricht, - wahlfreier Unterricht, - Förderunterricht, - Arbeitsgemeinschaften. 5.4 Für den Unterricht mit besonderem Schwerpunkt und
Wahlpflichtunterricht gelten insbesondere die Aussagen in Nr. 3. 5.5 Wahlfreier Unterricht 5.5.1 Wahlfreier Unterricht ist für die Schülerinnen und
Schüler ein zusätzliches Angebot. Schülerinnen und Schüler,
die sich für ein Wahlangebot entschieden haben, sind jeweils ein
Schulhalbjahr lang zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet. 5.5.2 Wahlfreier Unterricht kann in Form von Wahlfächern,
Förderunterricht oder Arbeitsgemeinschaften angeboten werden. In
Wahlfächern werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler
zensiert; das Nähere regelt der Bezugserlass zu f. Wahlfreier Unterricht
kann klassen-, schuljahrgangs-, schul- und schulformübergreifend angeboten
werden. 5.5.3 Im Rahmen des wahlfreien Unterrichts kann in den
Schuljahrgängen 5 und 6 Gestaltendes Werken und Textiles Gestalten
angeboten werden. 5.6 Im Gymnasium wird die von der Grundschule dokumentierte individuelle
Lernentwicklung für die Schülerinnen und Schüler in den
Schuljahrgängen 5 bis 9 fortgeschrieben. Die Dokumentation enthält Aussagen - zur Lernausgangslage, - zu den im Planungszeitraum angestrebten Zielen, - zu Maßnahmen, mit deren Hilfe das Ziel erreicht werden soll,
- zur Beschreibung und Einschätzung des Fördererfolgs
durch die Lehrkraft und durch die Schülerin oder den Schüler. Die Klassenkonferenz erörtert die individuelle Lernentwicklung und
der Erziehungsberechtigten über die schulische Entwicklung ihres Kindes.
5.7 Förderunterricht 5.7.1 Förderunterricht soll im Rahmen des wahlfreien Unterrichts
für jene Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden, die
Kenntnisdefizite haben. Förderunterricht ist vornehmlich in den
Fächern Deutsch, Mathematik oder den Pflichtfremdsprachen anzubieten. Die
Teilnahme am Förderunterricht erfolgt auf Vorschlag der betreffenden
Fachlehrerin oder des betreffenden Fachlehrers in Abstimmung mit der
Klassenleitung sowie den Erziehungsberechtigten. Die Schulleiterin oder der
Schulleiter ist zu informieren. Nr. 5.5.1 Satz 2 gilt entsprechend. 5.7.2 Als pädagogische Maßnahme richtet sich der
Förderunterricht vornehmlich an einzelne Schülerinnen und
Schüler; er sollte deshalb die Dauer eines Schulhalbjahres nicht
überschreiten. 5.7.3 Förderunterricht soll klassenbezogen eingerichtet und von der
Lehrkraft erteilt werden, die das entsprechende Fach in der Klasse
unterrichtet; sofern dieses nicht möglich ist, ist eine enge
Zusammenarbeit unter den Fachlehrkräften erforderlich. 5.8 Arbeitsgemeinschaften 5.8.1 Arbeitsgemeinschaften berücksichtigen die Interessen und
die Schul- und Freizeitgestaltung. Für alle Schuljahrgänge
können Arbeitsgemeinschaften für Chor, Orchester, Musiziergruppen,
Darstellendes Spiel, Umweltprojekte, Fremdsprachen, naturwissenschaftliche
Schülerübungen, Informatische Bildung, Sport und weitere
fachbezogene, fachübergreifende und fächerverbindende oder
fächerunabhängige Arbeitsgemeinschaften mit jeweils ein bis zwei
Wochenstunden angeboten werden. 5.8.2 Fachbezogene Arbeitsgemeinschaften sollten, sofern für sie
geeignete Unterrichtsangebote vorliegen, insbesondere in den
Schuljahrgängen angeboten werden, in denen ein Fach gemäß
Stundentafel nicht erteilt wird. 5.8.3 Arbeitsgemeinschaften, die geeignet sind, geschlechtsspezifische
Benachteiligungen von Schülerinnen und Schülern im Unterricht zu
verringern, können für Schülerinnen und Schüler
vorübergehend getrennt angeboten werden. 5.8.4 Die dritte Sportstunde wird in den Schuljahrgängen 5 bis 10
im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften bereitgestellt. 5.8.5 Arbeitsgemeinschaften dauern in der Regel ein Schulhalbjahr. Die
Teilnahme ist freiwillig und wird ohne Note im Zeugnis bescheinigt.
Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Arbeitsgemeinschaft
entschieden haben, sind zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet.
Versetzung, Abschlüsse und Übergänge 6.1 Die Beobachtung, Feststellung und Bewertung der Lernergebnisse haben
für die Schülerinnen und Schüler die pädagogische Funktion
der Bestätigung, Ermutigung, Hilfe zur Selbsteinschätzung und
Korrektur. Individuelle Lernfortschritte sind dabei zu berücksichtigen. In
besonderen Fällen sind die Erziehungsberechtigten über den
Leistungsstand und über Lernschwierigkeiten gesondert zu informieren.
Davon unberührt sind die Terminregelungen gemäß
Bezugsverordnung zu a und Bezugserlass zu b. 6.2 Die Leistungsbewertung darf sich nicht in punktueller
von Bedeutung sein können, müssen neben der Leistungsbewertung auch
die Bedingungen beachtet werden, die den Lernerfolg einer Schülerin oder
eines Schülers beeinträchtigen können. Um eine kontinuierliche Förderung der einzelnen Schülerin oder
des einzelnen Schülers zu gewährleisten, sind im ersten Halbjahr des
Schuljahrgangs 5 außerdem Erkenntnisse über die Schülerin oder
den Schüler aus der Grundschule zu berücksichtigen. Deshalb gelten
die Bestimmungen des Bezugserlasses zu f über Notensprünge auch
für den Übergang von der Grundschule in das Gymnasium. 6.3 Der Leistungsbewertung dienen schriftliche, mündliche und
andere fachspezifische Lernkontrollen. In allen Fächern haben
mündliche und fachspezifische Lernkontrollen eine große Bedeutung.
6.4 Für die Anzahl der zu zensierenden schriftlichen Lernkontrollen
schreiben; die mittlere Zahl gibt den Regelfall an. 6.5 In den übrigen Fächern sind mit Ausnahme des Fachs Sport
zwei zensierte schriftliche Lernkontrollen im Schuljahr verbindlich. Bei
Unterricht, der nur ein Schulhalbjahr erteilt wird, entscheidet die
Fachkonferenz, ob eine zensierte schriftliche Lernkontrolle verbindlich ist
oder zwei zensierte schriftliche Lernkontrollen verbindlich sind; sofern eine
verbindlich ist, kann diese nicht ersetzt werden durch eine andere Form von
Lernkontrolle nach Nr. 6.7. 6.6 Die schriftlichen Lernkontrollen sollen in den Schuljahrgängen
5 und 6 in der Regel nicht länger als eine Unterrichtsstunde, in den
übrigen Schuljahrgängen in der Regel nicht länger als zwei
Unterrichtsstunden, im Fach Deutsch in den Schuljahrgängen 8 bis 10 in der
Regel nicht länger als drei Unterrichtsstunden dauern. 6.7 An die Stelle einer der verbindlichen Lernkontrollen nach den Nrn.
6.4 und 6.5 kann in den Schuljahrgängen 7 bis 9, in den Fächern Musik
und Kunst in den Schuljahrgängen 5 bis 9 nach Beschluss der Fachkonferenz
eine andere Form von Lernkontrolle treten, die schriftlich oder fachpraktisch
zu dokumentieren und mündlich zu präsentieren ist. Die Lernkontrolle
hat sich auf die im Unterricht behandelten Inhalte und Methoden zu beziehen.
Das Nähere regelt die Fachkonferenz. 6.8 Weitere Einzelheiten zu den schriftlichen Lernkontrollen sowie den
Zeugnissen sind durch den Bezugserlass zu f und den Erlass Schriftliche
Arbeiten in den allgemein bildenden Schulen geregelt. 6.9 In einem Schuljahrgang können fachbezogene verbindliche
Nähere regelt die oberste Schulbehörde. 6.10 Für Versetzungen, Übergänge und Abschlüsse
gelten die Bezugsverordnungen zu a und g sowie die Bezugserlasse zu b und h.
7. Zusammenarbeit mit
anderen Schulen 7.1 Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium und den Grundschulen
in seinem Einzugsbereich ist Voraussetzung für einen kontinuierlichen
Bildungsweg der Schülerin oder des Schülers. 7.2 Zur Gestaltung der Zusammenarbeit des Gymnasiums mit den
Grundschulen finden regelmäßig Schulleiterdienstbesprechungen sowie
Dienstbesprechungen der Fachlehrkräfte der Schuljahrgänge 4 und 5
insbesondere in den Fächern Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik statt.
Die Zusammenarbeit soll zusätzlich durch gegenseitige Hospitationen,
gemeinsame Klausurtagungen und gemeinsame Schulveranstaltungen gefördert
werden. Zur Überprüfung und Weiterentwicklung der der
Schullaufbahnempfehlung zugrundeliegenden Bewertungs- und Empfehlungskriterien
teilt das Gymnasium am Ende des Schuljahrgangs 6 den Grundschulen den
bisherigen Schulerfolg ihrer ehemaligen Schülerinnen und Schüler mit.
abgestimmt. 7.3 Wegen des Wechsels einzelner Schülerinnen und Schüler
zwischen allgemein bildenden Schulen, aber auch im Hinblick auf den weiteren
Bildungsweg in der gymnasialen Oberstufe ist eine kontinuierliche
Zusammenarbeit zwischen den Schulen am gemeinsamen Schulstandort anzustreben
(§ 25 NSchG). 7.4 Das Gymnasium hält Verbindung mit benachbarten Gymnasien,
Oberschulen mit gymnasialem Angebot, Gesamtschulen und Beruflichen Gymnasien,
um Schülerinnen und Schüler und Erziehungsberechtigte darüber
informieren zu können, welche besonderen Fachangebote in den benachbarten
Schulen vorgehalten werden. 7.5 Das Gymnasium arbeitet mit weiteren berufsbildenden Schulen und den
Bundesagenturen für Arbeit zusammen, um denjenigen Schülerinnen und
Schülern, die das Gymnasium vorzeitig oder nach dem Schuljahrgang 10
verlassen, eine entsprechende Beratung und Hilfestellung zu geben. 7.6 Wenn Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an
sonderpädagogischer Unterstützung das Gymnasium zielgleich oder
zieldifferent besuchen, arbeitet die Schule mit der Förderschule des
Erziehungsberechtigten 8.1 Das Recht der Erziehungsberechtigten sowie die Aufgaben der Schule
Einzelnen gelten die §§ 88 bis 100 NSchG. 8.2 Die Lehrerinnen und Lehrer sind verpflichtet, die
über Inhalt, Planung und Gestaltung des Unterrichts zu informieren und
dieses mit ihnen zu erörtern. Außerdem müssen die
Erziehungsberechtigten über die Entwicklung ihres Kindes in der Schule,
über sein Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten sowie über Lernerfolge
und Lernschwierigkeiten unterrichtet werden. Andererseits benötigt auch
die Schule Informationen der Erziehungsberechtigten über deren Kinder.
Diese gegenseitige Information trägt dazu bei, Störungen des
Bildungsprozesses weitgehend zu vermeiden. 8.3 Der gegenseitigen Information und Beratung dienen Elternabende,
Elternsprechtage, besondere Informationsveranstaltungen und Einzelberatungen.
8.4 Für die Erziehungsberechtigten
einzelner Schuljahrgänge sind besondere Informationsveranstaltungen
anzubieten. Dabei werden vor allem folgende Themen zu berücksichtigen
sein: - Schuljahrgang 5: Aufgaben und Organisation des Sekundarbereichs I,
zweite Fremdsprache, ggf. bilingualer Unterricht, Unterricht mit besonderem
Schwerpunkt Musik; - Schuljahrgang 6: Unterricht mit besonderem Schwerpunkt,
Wahlpflichtbereich und dritte Fremdsprache; - Schuljahrgang 9: Bedeutung der Abschlüsse des
Sekundarbereichs I für die verschiedenen Schul- und Berufslaufbahnen;
Struktur und Aufbau der gymnasialen Oberstufe, ggf. des Beruflichen Gymnasiums.
An diesen Informationsveranstaltungen sollten auch die Schülerinnen
und Schüler teilnehmen, soweit nicht für sie eigene Veranstaltungen
eingerichtet werden. 8.5 Termine für Elterninformationsveranstaltungen und
Berufstätigkeit von Erziehungsberechtigten Rücksicht nehmen. 9. Mitwirkung der Schülerinnen und
Schüler in der Schule 9.1 Zu den Aufgaben und Zielen der Arbeit in den Schuljahrgängen 5
bis 10 des Gymnasiums gehört es, den Schülerinnen und Schülern
frühzeitig Möglichkeiten der Mitwirkung sowie Mitgestaltung in der
Schule einzuräumen. Im Einzelnen gelten die § 72 bis 87 NSchG. 9.2 Die Schulleiterin oder der Schulleiter
schafft entsprechende Rahmenbedingungen für eine altersgemäß
Entscheidungsprozessen und Fragen. Zu diesen Rahmenbedingungen gehören
unter anderem: - Die Sicherstellung der Wahl der Schülervertretung sowie der
Konferenzteilnahme von Schülervertreterinnen und Schülervertretern;
- die Nutzung der Schulanlagen durch die gewählte
Beratungen, die innerhalb der regelmäßigen Unterrichtszeit
freizuhalten ist; - die Ermöglichung von bis zu jeweils vier
Schülerversammlungen sowie Schülerratssitzungen im Schuljahr; - die Tätigkeit von SV-Beraterinnen und SV-Beratern der
Schülerschaft. 9.3 Ein regelmäßiger Informationsaustausch, insbesondere vor
Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Schule
und der Schülerschaft. Grundsätzlich bestehen ein Informationsrecht
der Schülervertretung sowie eine Informationspflicht der Schulleiterin
oder des Schulleiters und der Lehrkräfte. 9.4 Die Einrichtung von eigenen Arbeitsgemeinschaften, die
Durchführung von eigenen Veranstaltungen sowie die Mitteilungen der
Schülervertretung sollen nach dem Bildungsauftrag des
Niedersächsischen Schulgesetzes einen für die Schülerinnen und
Schüler zur freien Gestaltung überlassenen Erfahrungsraum darstellen.
Derartige Aktivitäten sind, soweit sie den Bestimmungen des
Niedersächsischen Schulgesetzes nicht widersprechen, von der Schule
anzuregen, zu unterstützen und zu fördern. 9.5 Die Schule sollte eine Vielfalt von Aktivitäten der
gewährleisten. Das Flugblatt, die Schülerzeitung sowie die für
politische, religiöse oder weltanschauliche Richtungen eintretenden
Schülergruppen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern
gesetzlichen Bestimmungen (§ 87 Abs. 3 NSchG). 10. Schlussbestimmungen 10.1 Einzelne Schulen können für bestimmte Unterrichtsbereiche
ein von den Regelungen dieses Erlasses abweichendes Modell erproben. Die
Genehmigung erteilt die oberste Schulbehörde. 10.2 Genehmigungen für die Einführung einer zweiten und
dritten Pflicht-, Wahlpflicht- oder Wahlfremdsprache, für Unterricht nach
Nrn. 3.3 bis 3.5 oder für ein anderes Fach, die einzelnen Gymnasien
erteilt worden sind, gelten weiter. Die erforderlichen Anpassungen an die
Vorgaben dieses Erlasses erfolgt durch die Schule. 10.3 Dieser RdErl. tritt am 1.8.2012 in Kraft und mit Ablauf des
31.7.2017 außer Kraft. Anlage 1 zu Nr. 3.1 (Stundentafel 1) Be- reich Aufga- benfeld Fach Schuljahrgang Gesamt- stunden- zahl
5 6 7 8 9 10 A Deutsch 5 4 4 3 4 3 23 1.Fremdsprache 4 4 4 3 4 3 22 2. Fremdsprache - 4 4 4 3 41) 19 3. Fremdsprache - - - - - -1) - Musik 2 2 1 1 1 22) 93) Kunst 2 2 2 1 1 22) 103) B Geschichte 2 1 2 2 1 2 10 Erdkunde 2 2 1 1 1 2 9 Politik - Wirtschaft - - - 2 2 24) 6 Religion / Werte und Normen 2 2 2 2 2 25) 12 C Mathematik 5 4 3 4 3 4 23 Biologie 36) 36) 2 1 1 26) 9 Chemie 1 1 2 26) 7 Physik 1 2 2 26) 9 Sport 2 2 2 2 2 27) 12 Verfügungsstunde 1 - - - - - 1 Profilunterricht(Unterricht mit
besonderem Schwerpunkt; Wahlpflichtunterricht; ggf. Wahlfremdsprache) - - 3 4 4 - 113) Wahlunterricht(Wahlfremdsprachen;
neue, für die gymnasiale Oberstufe zugelassene Fächer;
Förderunterricht; Arbeitsgemeinschaften) +8) + + + + +9) + 10) Schülerpflichtstundenzahl 30 30 32 33 33 34 192 Schülerhöchststundenzahl + + + + + + + Anlage 2 zu Nr. 3.1 (Stundentafel 2) Be- reich Aufga- benfeld Fach Schuljahrgang Gesamt- stunden- zahl
5 6 7 8 9 10 A Deutsch 5 4 4 4 4 3 24 1.Fremdsprache 4 4 4 4 4 3 23 2. Fremdsprache - 4 4 4 4 41) 20 3. Fremdsprache - - - - - -1) - Musik 2 2 1 2 1 22) 10 Kunst 2 2 2 1 2 22) 11 B Geschichte 2 1 2 2 2 2 11 Erdkunde 2 2 1 1 2 2 10 Politik - Wirtschaft - - - 2 2 24) 6 Religion / Werte und Normen 2 2 2 2 2 25) 12 C Mathematik 5 4 4 4 3 4 24 Biologie 36) 36) 2 2 1 26) 10 Chemie 2 1 2 26) 8 Physik 2 2 2 26) 10 Sport 2 2 2 2 2 27) 12 Verfügungsstunde 1 - - - - - 1 Wahlunterricht (Wahl- fremdsprachen;
Förderunterricht; Arbeitsgemeinschaften) +8) + + + + +9) +10) Schülerpflichtstundenzahl 30 30 32 33 33 34 192 Schülerhöchststundenzahl + + + + + + + Fußnoten für Anlage 1 und
Anlage 2 1) An die Stelle der ersten oder zweiten
Pflichtfremdsprache kann nach Wahl der Schülerin oder des Schülers
eine dritte Pflicht- oder Wahlpflichtfremdsprache mit vier Wochenstunden
treten. Diese ist in der Qualifikationsphase durchgehend vierstündig zu
belegen, wenn mit der Fremdsprache die Verpflichtung zur Belegung einer zweiten
Pflichtfremdsprache in der Einführungsphase erfüllt wird; die
Einbringungsmöglichkeit richtet sich nach Anlage 3 Fußnote 2 Satz 2
zu § 15 Abs. 3 AVO-GOBAK. Wird eine dritte Pflichtfremdsprache in der
Einführungsphase zusätzlich zu einer ersten und zweiten
Pflichtfremdsprache belegt, so kann nach Entscheidung der Schule der Unterricht
in der dritten und in der zweiten Pflichtfremdsprache jeweils dreistündig
belegt werden. 2) An die Stelle des Faches Musik oder Kunst kann nach
Wahl der Schülerin oder des Schülers das Fach Darstellendes Spiel
treten, wenn dieses an der Schule genehmigt ist. 3) Für Schülerinnen und Schüler, die an
dem Unterricht mit besonderem Schwerpunkt in Musik nach Nr. 3.3.3 teilnehmen,
wird das Fach Musik im Schuljahrgang 6 dreistündig und in den
Schuljahrgängen 7 bis 9 vierstündig erteilt; außerdem wird
für sie in den Schuljahrgängen 6 und 7 das Fach Kunst einstündig
erteilt und werden für sie die in den Schuljahrgängen 7 bis 9
verbleibenden Stunden nach Buchstabe B (Profilunterricht) dem Pflicht- oder
Wahlpflichtunterricht zugeordnet. Insbesondere für diese Schülerinnen
und Schüler kann der Musikunterricht durch Wahlunterricht im Fach Musik im
Schuljahrgang 5 ergänzt werden. Diese Fußnote entfällt bei
Stundentafel 2. 4) Im Fach Politik-Wirtschaft wird im Umfang von
mindestens zehn Stunden je Schuljahr Unterricht zur Studien- und Berufswahl
durchgeführt. 5) An die Stelle von Werte und Normen kann nach
Entscheidung der Schülerin oder des Schülers das Fach Philosophie
nach § 128 Abs. 1 Satz 4 NSchG treten. 6) Der Unterricht in den naturwissenschaftlichen
Fächern sollte im 5. und 6. Schuljahrgang fachübergreifend und
fächerverbindend angelegt sein. Im 10. Schuljahrgang kann nach Wahl der
Schülerin oder des Schülers an die Stelle eines
naturwissenschaftlichen Faches das Fach Informatik treten. 7) Wenn Sport als Prüfungsfach gewählt wird,
ist in einem Schulhalbjahr zusätzlich zweistündiger Unterricht in
Sporttheorie zu belegen. Die Note in Sporttheorie ist zusätzlich im
Zeugnis einzutragen. 8) Schulen können im Schuljahrgang 5 eine
Fremdsprache nach Nrn. 4.7.4.1 und 4.7.4.4 als vierstündige
Wahlfremdsprache anbieten. Für diese Lerngruppe werden Unterrichtsstunden
aus dem Stundenkontingent nach Fußnote 10 verwendet und kann der
Unterricht in der Fächergruppe Deutsch, erste und zweite
Pflichtfremdsprache in den Schuljahrgängen 5 bis 9 um bis zu zwei
Wochenstunden gekürzt werden. 9) Im Wahlunterricht können für die gymnasiale
Oberstufe zugelassene Fächer nach Anlage 4 zu § 11 Abs. 1 und 2,
Fußnote 2 VO-GO angeboten werden. 10) Die Schulen erhalten ein Stundenkontingent zur
schuleigenen Schwerpunktsetzung und Gestaltung. Die Lehrerstunden aus diesem
Kontingent dürfen für Intensivierungs- und Vertiefungsstunden,
für Differenzierungsmaßnahmen, für Fördermaßnahmen
sowie für das Angebot von Wahlunterricht und Arbeitsgemeinschaften
verwendet werden. ____________ [
Erlass ] Schule und Recht in Niedersachsen (www.schure.de)