Source: http://die-riesterfoerderung.de/produkte.html
Timestamp: 2020-02-19 09:28:57
Document Index: 174964309

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 3', '§ 79', '§ 3', '§ 3', '§ 10']

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Riesterrente als Bestandteil einer gesicherten Altersversorgung
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Thema 1 - Was ist die Riesterförderung? [mehr...]
Thema 2 - Gesetzliche Bedingungen und Einschränkungen! [mehr...]
Thema 3 - Geförderter Personenkreis! [mehr...]
Thema 4 - Rentenarten und Zulagenhöhen! [mehr...]
Thema 5 - Anfragemöglichkeit! [mehr...]
Die Riesterförderung ist eine Ergänzungsvorsorge, welche Versorgungslücken ausgleichen soll. Die Riester-Rente ist eine vom Staat durch Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte, privat finanzierte Rente in Deutschland. Daher gehört sie zur sogenannten 3. Säule bzw. 2. Schicht der Altersvorsorge. Die Förderung ist durch das Altersvermögensgesetz (AVmG) eingeführt worden und in den §§ 10a, 79 ff. Einkommensteuergesetz geregelt.
Rente mit 67 – die Diskussion um eine längere Lebensarbeitszeit belegt die dramatische Lage der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland. Das System der Umlagefinanzierung gerät zunehmend in Not. Die Menschen werden älter, der Nachwuchs fehlt, die Kassen bleiben leer. Immer weniger Beitragszahler finanzieren immer mehr Rentner. Längst wurde per Gesetz die schrittweise Absenkung des Rentenniveaus von aktuell 70 % des letzten Nettogehaltes beschlossen. „Die gesetzliche Rente für einen heute 30-jährigen (2005) wird bei weniger als der Hälfte seines letzten Nettoeinkommens liegen“, prophezeit der Essener Wirtschaftsprofessor Reinhold Schnabel.
Alle zulagenberechtigten Personen können eine private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung aufbauen. Gemäß den Zertifizierungsvoraussetzungen muss der Anbieter zum Beginn des Auszahlungszeitpunktes mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge garantieren. Es wird eine lebenslange Rente in gleichbleibender oder steigender Höhe gezahlt. Bei Tod des Versicherten vor Ende der vereinbarten Garantiezeit kann der Ehepartner die Rente für diese Zeit weiter beziehen. Zur Anschaffung oder Herstellung von selbst genutztem Wohneigentum zur Altersvorsorge können bis zu 75% oder 100% des Kapitals entnommen werden. Für vor dem 1. Januar 2008 abgeschlossene Verträge gilt die Mindestsumme noch übergangsweise für die Jahre 2008 und 2009 in Höhe von 10.000 Euro. Die Höchstsumme und die Verpflichtung, das entnommene Kapital zurückzuzahlen, wurden abgeschafft. Darlehen zur Anschaffung oder Herstellung von selbst genutztem Wohneigentum sind förderfähig. Es genügen die Tilgungsbeiträge, um die Förderungen zu erhalten. Das Kapital, das sich in einem Riester-Vertrag befindet, bleibt bei der Anrechnung von Vermögen unberücksichtigt. Das angesparte Kapital kann, wenn auch gebührenpflichtig, auf einen anderen Tarif beim selben Anbieter oder auf einen anderen (ggf. leistungsfähigeren) Anbieter übertragen werden. Zu beachten ist, dass zum Zeitpunkt der Übertragung weniger Kapital angespart sein kann, als Sparbeiträge in Summe eingezahlt wurden. Gründe dafür können u. a. Abschlusskosten und Provisionen oder schlechte Kursentwicklung bei Fonds sein. Das Guthaben im Riester-Sparkonto ist während der Ansparphase pfändungssicher.
Gesetzliche Bestimmungen und Einschränkungen!
Die Förderung kann nur für Beiträge zu zertifizierten Altersvorsorgeverträgen in Anspruch genommen werden.
- Die spätere Auszahlung wird nur als Leibrente gewährt. Eine bis zu 30-prozentige Teilauszahlung bei Rentenbeginn ist zulagenunschädlich möglich.
- Die anfängliche Teilauszahlung und laufende Rentenzahlungen sind voll steuerpflichtig.
- Die Zulagen und Steuervergünstigungen müssen bei schädlicher Verwendung zurückgezahlt werden.
- Die Zulagen und Steuervergünstigungen müssen auch bei Tod der anspruchsberechtigten Person vor Rentenbeginn zurückgezahlt werden. Jedoch ist die Übertragung des vollständigen Vertragswerts (inkl. Zulagen) in den Riestervertrag eines Ehepartners möglich.
- Die Zulagen und Steuervergünstigungen müssen zurückgezahlt werden, wenn die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland endet. Es kann eine Stundung bis zum Beginn der Rentenzahlung und dann wiederum eine Tilgung i. H. v. 15 % der Rente vereinbart werden.
- Ein Riestervertrag kann nicht verpfändet oder abgetreten werden (z. B. für die Hypothek eines Hauses).
- Zu Beginn der Auszahlungsphase muss mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge (Eigenleistung + staatliche Zulage) garantiert werden.
- Leistungen dürfen frühestens ab dem 60. Lebensjahr erbracht werden (Ausnahme: Berufsgruppen, bei denen die gesetzliche Rentenversicherung einen früheren Rentenbeginn vorsieht, z.B. Piloten und Bergarbeiter).
- Die Leistung muss als lebenslange Rentenzahlung erfolgen, etwa in Form einer Leibrente oder eines Auszahlungsplanes, der mit einer Leibrente vom 85. Lebensjahr an verbunden ist.
- Die Abschluss- und Vertriebskosten müssen auf mindestens fünf Jahre verteilt werden.
- Bestimmte Informationen (z. B. über die Verwendung der Vorsorgebeiträge, die Höhe der Verwaltungskosten, u. Ä.) müssen bereitgestellt werden.
- Eine vierteljährliche Kündigungs- oder Ruhestellungsmöglichkeit muss vorhanden sein.
- Laufende Beitragszahlung
Zusätzlich hat der Gesetzgeber dem Anbieter weitreichende Informationspflichten auferlegt, z. B. über Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten, Stand des Altersvorsorgevermögens und Aspekte der Kapitalanlage. Ferner muss der Versicherte der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen. Fällt diese dauerhaft weg, müssen die Zulagen und die steuerliche Förderung zurückgezahlt werden. Bei vorübergehendem Wegfall kann eine Stundung der Rückzahlung gewährt werden. Das ist zum Beispiel bei Umzug ins Ausland der Fall. Kehrt man also vor dem Renteneintritt wieder in die Bundesrepublik zurück, behält man die staatliche Förderung.
Zulagenberechtigter Personenkreis!
Anspruch auf Altersvorsorgezulage haben zur Zeit folgende Personen (geregelt in § 10a EStG), wenn sie der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen.
Unmittelbar Zulageberechtigt:
- rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer,
- rentenversicherungspflichtige Selbstständige (z. B. Handwerker und über Künstlersozialkasse versicherte Künstler)
- Pflichtversicherte nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte,
- Bezieher von Arbeitslosengeld (einschließlich berechtigter Bezieher von Arbeitslosengeld, deren Leistungen aufgrund der Anrechnung von Einkommen und/oder Vermögen ruhen),
- Bezieher von Krankengeld,
- ALG-II-Empfänger über § 3 Satz 1 Nr. 3a SGB VI
- nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen (z. B. bei Pflege von Angehörigen im Haushalt),
- Wehr- und Zivildienstleistende,
- geringfügig Beschäftigte bei Verzicht auf die Versicherungsfreiheit, wenn der Beitrag des Arbeitgebers auf den vollen Rentenversicherungs-Beitrag aufgestockt wird,
- Bezieher von Vorruhestandsgeld, sofern diese zuvor pflichtversichert waren,
- Beamte, Richter und Soldaten sowie diesen gleichgestellte Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit sind, weil ihnen eine beamtenrechtliche oder beamtenähnliche Versorgung gewährleistet wird,
- Amtsträger
- vollständig erwerbsgeminderte oder dienstunfähige Personen,
- Kindererziehende (bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes, dies gilt für das gesamte Jahr)
Mittelbar zulageberechtigter Personenkreis
Diese können unter Umständen einen beitragsfreien abgeleiteten Riestervertrag führen:
- die Ehepartner aller Zulagenberechtigten, sofern sie nicht selbst zu den oben genannten Personen gehören (geregelt in § 79 Satz 2 EStG)
- Ehepartner von anspruchsberechtigten Personen haben Anspruch auf die Altersvorsorgezulage, falls sie einen passenden Vertrag haben und nicht dauernd vom Partner getrennt leben und uneingeschränkt steuerpflichtig sind.
Eine unmittelbare Zulageberechtigung ist stets vorrangig gegen einer Mittelbaren.
Nicht zulagenberechtigter Personenkreis
Folgende Personenkreise sind nicht anspruchsberechtigt:
- nicht rentenversicherungspflichtige Selbstständige,
- Pflichtversicherte in Einrichtungen der berufsständischen Versorgung (z. B. Apotheker, Ärzte, Tierärzte und Architekten - sog. verkammerte Berufe),
- geringfügig versicherungsfrei Beschäftigte, die den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht durch eigene Beiträge aufstocken,
- Altersrentner,
- Bezieher einer Rente wegen teilweise verminderter Erwerbsfähigkeit ohne rentenversicherungspflichtige Beschäftigung oder Tätigkeit und
- Studenten, die nicht rentenversicherungspflichtig sind.
Arbeitslosengeld- und Arbeitslosengeld II-Empfänger sind § 3 Abs. 3 SGB VI bzw. § 3 Abs. 3a SGB VI rentenversicherungspflichtig und haben damit einen Anspruch auf Riesterförderung. Wer aufgrund zu hohen Vermögens keinen ALG-II-Anspruch hat, wird in § 10a Abs. 1 Satz 3 den Pflichtversicherten gleichgestellt und hat ebenfalls Anspruch auf Riesterförderung.
Rentenarten und Zulagenhöhen!
Wer mit einer Riester-Rentenversicherung, einem Bank- oder Fondssparplan fürs Alter spart, kann das angesparte Kapital ab sofort auch für den Bau oder Kauf einer Immobilie, die Entschuldung oder den Erwerb von Anteilen an Wohnungsgenossenschaften einsetzen. Auch Einzahlungen auf Bausparverträge sind jetzt förderfähig. Außerdem gibt es die Riester-Zulagen für Tilgungsleistungen auf Wohnungsbaukredite. Voraussetzung ist jeweils, dass die Immobilie selbst genutzt wird. Für ab 2008 geborene Kinder wurde die Riester-Zulage auf 300 Euro erhöht. Zusätzlich gibt es eine Extraprämie von 200 Euro für Berufseinsteiger, die bis zum 25. Lebensjahr einen Vertrag abschließen. Für Kinder, die bis einschließlich 2007 geboren wurden, bleibt es bei der bislang im Gesetz festgelegten Zulage von 185 Euro.
Banksparplan:
Der Riester-Sparer zahlt bei einem Kreditinstitut in einen Sparvertrag ein. Es gibt Verträge mit fester oder variabler Verzinsung. Das Produkt ist mit drei bis vier Prozent nicht sonderlich renditestark. Dafür ist der Sparer wegen der niedrigen Kosten von Anfang an im Plus. Außerdem ist das Risiko äußerst gering. Deshalb vor allem für ältere und extrem sicherheitsorientierte Sparer empfehlenswert.
Sie verspricht höhere Renditen als die klassische Rentenversicherung, weil ein Teil des Geldes auch in Aktienfonds fließt. Je höher der Fondsanteil, desto höher das Risiko des Sparers.
Der Vorsorge-Sparer entscheidet sich für ein Fondprodukt – und kann dabei zwischen Renten- und Aktienfonds wählen. Vor allem mit guten Aktienfonds sind langfristig Renditen von bis zu acht Prozent möglich – garantiert sind zum Renteneintritt die eingezahlten Beiträge und Zulagen. Deshalb sind Fonds vor allem für jüngere und renditeorientierte Anleger erste Wahl.
Die Riester-Beiträge fließen in den Altersvorsorge-Klassiker: die private Rentenversicherung. Das ist eine 100-prozentig sichere Sache. Derzeit garantieren die Versicherer eine Verzinsung von 2,75 % auf den Sparanteil – und polieren sie durch am Kapitalmarkt erzielte Überschüsse meist kräftig auf.
Seit 2008 –
Sonderausgabenabzug bis 2100,-- € jährlich –
Grundzulage 154,-- € jährlich –
Kinderzulage je Kind 185,-- € jährlich, (ab 2008 gebohrene - 300,-- jährlich)
Mindestbeitrag 4 % vom Vorjahreseinkommen jährlich,
höchstens 2100,-- € jährlich,
mindestens aber 60,-- € jährlich.
Bei einem Ehepaar muss jeder Ehegatte einen eigenen Vertrag abschließen, um die Grundzulage zu erhalten. Die Zulagen werden dem Altersvorsorgevertrag gutgeschrieben; sie fließen anders als eine Steuerersparnis durch den Sonderausgabenabzug dem Sparer also nicht „direkt“ zu. Anspruch auf die Kinderzulage besteht für jedes Kind, für das im Kalenderjahr mindestens einen Monat lang Kindergeld bezogen wurde. Nur wer den Mindesteigenbeitrag in den Riestervertrag leistet, erhält die volle Zulage. Der Mindesteigenbeitrag ist ein Prozentsatz des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, vermindert um die Zulage des laufenden Jahres. Er ist jedoch mindestens so hoch wie der Sockelbetrag.
Die DANV als Spezialist der ERGO Versicherung AG!
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Berufsunfähigkeitsversicherung ist mehr als nur einen Blick wert!
Verbraucherzentrale Bundesverband, Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin, Tel.: 030/25800-0, Fax.: 030/25800-518, E-Mail: info@vzbv.de
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