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Timestamp: 2017-12-17 05:56:39
Document Index: 161156373

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 97', 'BGH', '§ 101', '§ 96', '§ 10', '§ 832']

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Initiative AW3P: Ticket Abmahnungen der Kanzlei Lentze . Stopper Rechtsanwälte. Was gilt?
Veröffentlicht am 25. April 2017 von St. Heintsch (AW3P)
Foto: AW3P
Für viele ist das Internet der Ort, wo man schnell und vor allem bequem dies oder das kauft oder verkauft. Insbesondere für Sportveranstaltungen oder Konzerten werden häufig auch Tickets zum Verkauf angeboten. Ein Grund kann sein, dass der Ticketinhaber selbst am Tag des Spiels oder Konzerts verhindert ist. Es gibt aber sicherlich auch viele halb-private Anbieter, die mit dem Verkauf der Tickets Geld verdienen wollen. Vielmals ist zu lesen, dass diverse Vereine der Fußball-Bundesliga abmahnen lassen, die eine Einzel- oder Dauerkarte für ein bestimmtes Spiel im Internet, beispielsweise über eine Auktionsplattform verkaufen.
Zitat Anwalt Blog:
(…) Wir haben Kenntnis von einer Abmahnung der Rechtsanwälte Lentze Stopper bezüglich Ticketverkauf erlangt. Dem Adressaten wird ein Verstoß gegen die ATGB wegen Anbietens von Karten über die Plattform „ticketbis“ vorgeworfen. Wie bereits in der Vergangenheit berichtet mahnen eine Vielzahl von Fußballvereinen wegen Verstößen gegen die Ticketbedingungen ab bzw. von – wie hier – Tickets zum Pokalfinale 2017. Die Abmahnung stützt sich auf die Allgemeinen Ticketbedingungen die ein Anbieten von Karten über Plattformen wie „eBay“, „viagogo“ und „ticketbis“ sanktionieren. (…)
Was ist dran an diesen Abmahnungen, sind diese überhaupt rechtens und wenn, was ist zu beachten. Diesbezüglich hat AW3P seine Fragen an die Münchner Kanzlei „Lentze . Stopper Rechtsanwälte“ gerichtet.
Simon Karlin, LL.M.
Rechtsanwalt (Attorney)
LENTZE . STOPPER Rechtsanwälte
Widenmayerstraße 28, 80538 München
T: +49-89-856 333 10 | F: +49-89-856 333 129
E-Mail: info@lentzestopper.eu | Internet: http://www.lentzestopper.eu
AW3P: Herr Rechtsanwalt Simon Karlin, danke erst einmal, dass Sie sich für die Beantwortung der Fragen Zeit genommen haben. Immer wieder liest man von Abmahnungen von z.B. eBay-Verkäufer, die eine Einzel- oder Dauerkarte für ein bestimmtes Spiel eines Fußball-Bundesliga-Vereins verkauft haben. Warum werden denn diese privaten Verkäufer überhaupt abgemahnt? Wenn ich eine Karte bzw. Ticket kaufe, dann ist es doch mein privates Eigentum! Das bedeutet, ich kann damit mache, was ich möchte. Oder etwa nicht?
Rechtsanwalt Simon Karlin: Auch wenn das jeweilige Ticket nach dem Erwerb im privaten Eigentum des Käufers steht, ist Grundlage eines Ticketvertrages mit dem Veranstalter jedoch die jeweils zugrundeliegenden AGB, hier in Form der Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen (kurz: ATGB), denen der Käufer im Rahmen des Ticketkaufs jeweils zustimmt. Diese ATGB sehen in der Regel vor, dass eine Weitergabe bzw. Weiterveräußerung der Tickets nur unter den in den ATGB genannten Bedingungen erfolgen darf und gerade ein Angebot und / oder Verkauf auf dem nicht autorisierten Ticketzweitmarkt untersagt ist. Hintergrund dieser Regelungen ist vor allem die Erhaltung einer moderaten und sozialen Preisstruktur, denn die Clubs selber verkaufen die Tickets in der Regel unter Marktwert – dies dient vor allem auch dem Interesse der „echten“ Fußballfans. Zudem dient die Regulierung des unkontrollierten Wiederverkaufs der Sicherheit im jeweiligen Stadion, denn nur so kann eine Trennung der Fangruppen im Stadion gewährleistet werden.
AW3P: Welche Verstöße bzw. Verletzungen können alles abgemahnt werden?
Rechtsanwalt Simon Karlin: In der Regel wird auf Grundlage der ATGB abgemahnt, dass ein Käufer seine Tickets auf dem nicht autorisierten Ticketzweitmarkt anbietet und / oder verkauft, insbesondere zu einem höheren Preis, als dem ursprünglichen Kaufpreis oder auf einer Ticketplattform im Internet. Zudem werden beim nicht genehmigten Weiterverkauf in der Regel nicht die ATGB abgebildet, wozu sich der Erstkäufer beim Vertragsschluss gemäß der ATGB jedoch verpflichtet hat. In Einzelfällen können darüber hinaus auch Marken- und / oder Überrechtsverletzungen Gegenstand einer Abmahnung sein. In Einzelfällen verstößt ein nicht genehmigter Weiterverkauf auch gegen das Wettbewerbsrecht und ist daher als „unlauter“ einzustufen.
AW3P: Wenn ich eine Abmahnung erhalte, welche Ansprüche werden geltend gemacht bzw. welche Forderungen werden gestellt?
Rechtsanwalt Simon Karlin: Regelmäßig wird im Wesentlichen ein Unterlassungsanspruch geltend gemacht, verbunden mit dem Anspruch auf Zahlung der durch die Abmahnung angefallenen Rechtsanwaltskosten.
AW3P: Kann ich eine solche Abmahnung ignorieren, man liest ja öfters über so genannte Abo-Fallen, oder wie muss ich darauf reagieren?
Rechtsanwalt Simon Karlin: Diese Fallkonstellation hat nichts mit den sog. „Abo-Fallen“ zu tun. Eine anwaltliche Abmahnung sollte grundsätzlich nicht ignoriert werden. Sollte auf das Abmahnschreiben, welches auf einem konkreten Verstoß gegen die ATGB beruht, nicht reagiert werden, können andernfalls weitere Kosten anfallen. Um jedoch sicherzustellen, dass ein Käufer bestmöglich informiert ist, ob er reagieren muss, bieten wir zum Beispiel an, dass sich jeder abgemahnte Ticketverkäufer kostenfrei bei einer eigens hierzu durch uns eingerichteten Hotline telefonisch melden kann, um den jeweiligen Einzelfall möglichst ohne großen Aufwand für die Betroffenen beilegen zu können. So kann verhindert werden, dass Mehrkosten für den Käufer entstehen.
AW3P: Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 11.09.2008, Az. I ZR74/06) kann nur gewerblichen Verkäufern die Weiterveräußerung von Eintrittskarten untersagt werden. Warum werden dann Privatpersonen abgemahnt?
Rechtsanwalt Simon Karlin: Leider wird die zitierte Entscheidung des Bundesgerichtshofs oftmals falsch dargestellt, dort wird nicht zwischen privatem und gewerblichem Weiterverkauf differenziert, sondern entscheidend ist die wirksame Anerkennung der ATGBs durch den Käufer. Eine Weiterveräußerung muss immer im Rahmen wirksam einbezogener ATGB erfolgen, die gerade öffentliche Angebote / Verkäufe, etwa im Internet auf nicht autorisierten Ticketzweitmarktplattformen, untersagen. Gegen eine rein private Weitergabe eines Tickets im Freundes- oder Bekanntenkreis, weil man das Ticket ausnahmsweise nicht selbst nutzen kann, wird allerdings in der Regel nicht vorgegangen. Solche Fälle liegen aber beim anonymen Handel im Internet aber gerade nicht vor, sondern hier wird ausdrücklich gegen die ATGB der Clubs verstoßen.
AW3P: Kann ich ein erworbenes Fußball Ticket privat im Bekanntenkreis weiterverkaufen bzw. verschenken?
Rechtsanwalt Simon Karlin: Grundsätzlich ja. Wie gesagt, können Tickets etwa in Fällen von Krankheit oder sonstiger kurzfristiger Verhinderung privat – nicht öffentlich – angeboten bzw. weitergegeben werden. Ansonsten besteht mittlerweile bei der Mehrzahl der Bundesligaclubs die Möglichkeit, die Tickets in solchen Fällen über den offiziellen clubeigenen Ticketzweitmarkt zum Verkauf anzubieten. Der Verkäufer bleibt so auch nicht auf seinen Kosten sitzen, da er dadurch sein Ticket legal und kontrolliert an einen Dritten zum Kaufpreis weiterveräußern kann.
AW3P: Abschließend, wann und unter welchen Bedingungen darf ich als Privatperson überhaupt ein oder mehrere Fußball Tickets im Internet öffentlich verkaufen?
Rechtsanwalt Simon Karlin: Dies ist grundsätzlich nach den ATGB-Regelungen der Mehrzahl der Bundesligaclubs und sonstigen Veranstalter im Fußball nicht zulässig.
AW3P: Herr Rechtsanwalt Simon Karlin, recht herzlichen Dank für die Beantwortung dieser Fragen.
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Hilfe! Ich erhielt eine E-Mail von Waldorf Frommer, was nun?
NIMROD RECHTSANWÄLTE Bockslaff Strahmann GbR (Berlin): Das Amtsgericht Bochum verurteilt Rechtsverletzer zu 2.000,00 EUR Schadensersatz (BGH Entscheid: „Morpheus“; 25 Datensätze)
Entscheidungen der Gerichte in Berlin und Brandenburg: Das Amtsgericht Charlottenburg zur Störerhaftung in Filesharing Fällen bei unzureichend gesicherten Internetzugang sowie fehlender Unbilligkeit gemäß § 97a Abs. 3 Satz 4 UrhG
S.O.S. Abmahnung (Berlin): Das Amtsgericht Charlottenburg zu Filesharing – Internetcafé Betreiber haftet weder als Täter noch als Störer (Schulenberg und Schenk legen Berufung ein)
Bayerische Staatskanzlei (München): Amtsgericht Nürnberg – Anspruch auf Erstattung von Lizenzanalogie (Volltext; Urt. v. 25.10.2017, Az. 32 C 3784/17)
Rechtsanwalt Dr. Bernhard Knies (München): Chmiel Consulting Inkasso Schreiben
Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München): Das Amtsgericht Leipzig verurteilt Anschlussinhaber antragsgemäß zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 1.000,00 EUR – pauschale Verweise auf Dritte nicht ausreichend, um klägerische Ansprüche zu erschüttern (Beklagter ohne Anwalt)
Wilde, Beuger, Solmecke Rechtsanwälte (Köln): Filesharing Sieg gegen Rechtsanwälte Negele, Zimmel, Greuter, Beller – Amtsgericht Koblenz – Keine Haftung für Angehörige wegen Berufung auf Zeugnisverweigerungsrecht
Wilde, Beuger, Solmecke Rechtsanwälte (Köln): Filesharing Sieg gegen Waldorf Frommer – Das Amtsgericht Bochum schützt Familie vor Abmahnwahn
JurPC (Wiesbaden): Amtsgericht Bochum – Sicherheitslücke im Router – Beklagter haftet als Täter (Lizenzgebühr von 200,00 EUR für pornografisches Filmwerk angemessen)
Amtsgericht Nürnberg – Pressemitteilung vom 27.11.2017: Eltern haften für die P2P-Urheberrechtsverletzungen ihrer Kinder
Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München): Amtsgericht Leipzig – Eine pauschale Benennung weiterer Mitnutzer ist in Filesharingverfahren nicht ausreichend, um als Anschlussinhaber der Haftung zu entgehen
Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München): Klageverfahren nach Abmahnung vor dem Amtsgericht Magdeburg – Ein pauschaler Verweis auf Erinnerungslücken genügt nicht den Anforderungen an die sekundäre Darlegungslast
Wilde, Beuger, Solmecke Rechtsanwälte (Köln): Filesharing Sieg gegen Waldorf Frommer – Das Amtsgericht Charlottenburg schützt Familie
Ende von Jamaika – die Schuldfrage geht klar in Richtung FDP und SPD – tatsächlich? oder Frau Merkel, Herr Seehofer – treten Sie zurück!
Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München): Amtsgericht München – Pauschaler Fingerzeig auf dritte Personen genügt nicht zur Erschütterung der Täterschaftsvermutung
JurPC (Wiesbaden): Landgericht Bochum, Urteil vom 07.09.2017, Az. I-8 S 17/17 – Sekundäre Darlegungslast in Filesharing-Fällen (JurPC Web-Dok. 159/2017)
Rasch Rechtsanwälte (Hamburg): Sechstes und siebtes BGH-Verfahren gewonnen – Wieder hat die Kanzlei um Namensgeber Clemens Rasch zwei Verfahren geführt, die vor dem Bundesgerichtshof erfolgreich waren
Wilde, Beuger, Solmecke (Köln): Filesharing Sieg gegen Waldorf Frommer – Das Amtsgericht Hannover schützt Arbeitgeber
Bundesgerichtshof (Karlsruhe): Der Internet Provider ist in Fällen offensichtlicher Rechtsverletzungen bis zum Abschluss des Gestattungsverfahrens nach § 101 Abs. 9 UrhG verpflichtet, die Löschung der von ihm nach § 96 Abs. 1 Satz 1 TKG erhobenen Verkehrsdaten zu unterlassen (Urt. v. 21.09.2017 – I ZR 58/16 – Sicherung der Drittauskunft)
Gerichtsgutachten in Klageverfahren der Kanzlei „Waldorf Frommer Rechtsanwälte“ – kein Problem, halb so schlimm!
Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München): Das Amtsgericht Bremen weist eine negative Feststellungsklage eines Anschlussinhabers als unschlüssig und zudem auch als unbegründet ab!
Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München): Das Amtsgericht Bochum verurteilt Anschlussinhaberin trotz des möglichen Zugriffs weiterer Personen auf den Internetanschluss (Beklagte legt Berufung ein)
.rka Rechtsanwälte Reichelt Klute GbR (Hamburg): Landgericht Frankfurt am Main – 1.000,00 EUR Schadensersatz im Filesharing für ein Computerspiel angemessen – Aktivlegitimation über § 10 Abs. 3 UrhG begründet – (Ver-) Schweigen des Täters führt zur Haftung!
.rka Rechtsanwälte Reichelt Klute GbR (Hamburg): Große Rechtsprechungsübersicht zu Filesharing Verfahren am Amtsgericht Frankfurt am Main
Wilde, Beuger, Solmecke Rechtsanwälte (Köln): Filesharing Sieg gegen Waldorf Frommer – Familienfreundliches Urteil des Amtsgericht Bochum
Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München): Haftung von Erziehungsberechtigten nach § 832 BGB in Filesharing Verfahren – Das Amtsgericht Bremen spricht geschädigter Rechteinhaberin Schadenersatz in Höhe von 2.000,00 EUR zu (Beklagter legte Berufung ein; 3-jährige K.O.-Schlägerin)
Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München): Amtsgericht Charlottenburg – Unzureichende Nachforschungen in Tauschbörsenverfahren führen zur Verurteilung des Anschlussinhabers (Lebensgefährtin, Beklagter legte Berufung ein)
Wilde, Beuger, Solmecke Rechtsanwälte (Köln): Filesharing Sieg in einer Waldorf Frommer Klage – Keine Haftung, wenn Angehörige mit nur „begrenzten PC-Kenntnissen“ Zugriff hatten
.rka Rechtsanwälte Reichelt Klute GbR Aktivlegitimation AW3P Berufung BaumgartenBrandt Berufung Waldorf Frommer Dr. Wachs Rechtsanwälte Einfachermittlung Hackerangriff Jüdemann Rechtsanwälte Klage .rka Rechtsanwälte Klage BaumgartenBrandt Klage NIMROD Klage NIMROD Rechtsanwälte Klage Rasch Rechtsanwälte Klage Waldorf Frommer Mehrfachermittlung Minderjährige Minderjährige Kinder Nachforschungspflichten NIMROD RECHTSANWÄLTE Bockslaff Strahmann GbR pauschaler Sachvortrag pauschales Bestreiten Rasch Rechtsanwälte Rechtsanwalt Christian Solmecke Rechtsanwalt David Appel Rechtsanwalt Dr. Alexander Wachs Rechtsanwalt Dr. Bernhard Knies Rechtsanwalt Jung-Hun Kim Rechtsanwalt Kai Jüdemann Rechtsanwalt Nikolai Klute Rechtsanwältin Carolin Kluge Rechtsanwältin Claudia Lucka Rechtsanwältin Cornelia Raiser Rechtsanwältin Sandrine Schwertler Sachverständigengutachten sekundäre Darlegungslast theoretische Möglichkeit Verjährung Verjährung Filesharing Waldorf Frommer Rechtsanwälte Werdermann | von Rüden Partnerschaft von Rechtsanwälten WG WILDE BEUGER SOLMECKE Rechtsanwälte GbR Wohngemeinschaft Zeugnisverweigerungsrecht