Source: https://www.hoeher.info/produkte/finanzdienstleister/
Timestamp: 2020-01-28 00:54:58
Document Index: 176906912

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 94', '§ 94', '§ 136', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 16']

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler - Höher Insurance Services GmbHHöher Insurance Services GmbH
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler
Allianz Global Corporate & Specialty SE via Höher Insurance Services GmbH (Zeichnungsstelle mit Abschlussvollmacht)
ab EUR 1.500 (fix in jedem Schadenfall)
Ausdehnung der Nachdeckung von 5 auf 7 Jahre (ohne Mehrprämie) – dies gilt wenn das Versicherungsverhältnis zum Versicherer ununterbrochen länger als 5 Jahre aufrecht ist
Die Absicherung der beruflichen Haftung von Finanzdienstleistern kann zur wirtschaftlichen Überlebensfrage für diese werden. Insbesondere dann, wenn zum Beispiel die Nachdeckung des Haftpflichtversicherungsvertrages ausgelaufen ist und es dann zu einer Schadenersatzforderung eines Kunden kommt. In einem solchen Fall muss der betroffene Finanzdienstleister den Schaden aus der eigenen Tasche bezahlen inklusive etwaiger Anwalts- und Gerichtskosten. (Anmerkung: die längstmögliche gesetzliche Verjährungsfirst bei unerlaubter Handlung beträgt 30 Jahre.)
Wir empfehlen ausdrücklich jedem Betroffenen den Einschluss der unbegrenzten Nachdeckung. Wir wissen aus zahlreichen Schadenfällen, dass gerade im Bereich der Vermögensberatung Schäden sehr spät eintreten können. Anspruchsteller bemerken oft viele Jahre nach der Beratung/Vermittlung einen Schaden und machen diesen dann auch geltend, oftmals unter Zuhilfenahme von darauf spezialisierten Rechtsanwälten.“
Berufshaftpflichtversicherung für Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler 2017
Anhang zur Berufshaftpflichtversicherung für Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler 2017
! ! ! Wichtige Deckungserweiterungen für Finanzdienstleister, Wertpapierfirmen/WPDLU und Versicherungsvermittler ! ! !
Die Standesregeln für Versicherungsvermittlung (BGBl. II Nr. 162/2019) unterstellen die gesamten Normen für die Versicherungsvermittlung unter Strafe bis € 5.000.000 und regeln jede Formalität bei dieser Tätigkeit. Es wäre daher hochgradig unfair, wenn die üblichen Versicherungsbedingungen angewendet würden, die den Deckungsausschluss für vorsätzliche Schäden auch rigoros auf die wissentliche Verletzung von Standesnormen vorsehen, die so umfassend und formal sind wie die Standesregeln für Versicherungsvermittlung.
Die in ganz Österreich üblichen Versicherungsbedingungen lauten in der Regel, dass keine Deckung gewährt wird, wegen vorsätzlicher Schadenstiftung oder wegen Schadenstiftung durch vorsätzliche Pflichtverletzung oder wissentliches Abweichen von Gesetz oder Ausübungsvorschriften wie Berufsausübungs- und Standesregeln, Wohlverhaltensregeln oder Auflagen von Behörden. Wir modifizieren als Vorreiter diese Bedingungen wegen der überschießenden Standesregeln für die Versicherungsvermittlung und der sonst bestehenden massiven Deckungslücken im Interesse unserer Kunden wie folgt:
Ergänzende Bedingungsklausel 1/2019 - Standesregeln (prämienfrei)
Die Deckung wird auch bei wissentlichem Abweichen von den Standesregeln für die Versicherungsvermittlung gewährt, wenn die Abweichung von diesen keinen Einfluss („Nichtkausalität“) auf den Versicherungsfall, den Eintritt, Umfang oder Erkennbarkeit des Schadens oder Beweisbarkeit der schadensstiftenden Pflichtverletzung oder die Gefahr oder die Verhütung der Erhöhung der Gefahr oder die Kosten für die Anspruchsabwehr, insbesondere nicht auf einen Vermögensschaden des Kunden des Versicherungsnehmers hatte und der Versicherungsnehmer diese Nichtkausalität seiner wissentlichen Verletzung der Standesregeln für Versicherungsvermittlung beweist oder sich diese aus der die den Vermögensschaden und die Pflichtverletzung des Versicherungsnehmers feststellenden rechtskräftigen Gerichtsentscheidung (Urteil/Beschluss) selbst ergibt.
Ergänzende Bedingungsklausel 2/2019 - Deckungserweiterungen (prämienfrei)
Artikel 1 Leichte Fahrlässigkeit (Obliegenheiten)
Der Versicherer verzichtet auf den Einwand der leichten Fahrlässigkeit in Bezug auf die Einhaltung auf Obliegenheiten und die Leistungsfreiheit bei deren Verletzung iS des § 6 Abs 1 und 5 VersVG und erbringt auch dann die vertragliche Leistung. Bei grob fahrlässigem Verhalten tritt Leistungsfreiheit des Versicherers (§ 6 Abs 3 VersVG) ein, dies jedoch auch nur dann, wenn die Handlung für den Schaden ursächlich (schadenkausal) ist/war. Bei vorsätzlichem Verhalten entfällt diese zu Gänze nach § 6 Abs 3 VersG, ausgenommen im Umfang der Geltung der Ergänzende Bedingungsklausel 1/2019 betreffend die Standesregeln für Versicherungsvermittlung.
Artikel 2 Nachdeckung
Zur Klarstellung wird festgehalten, dass Schäden, die im Nachdeckungszeitraum gemeldet werden, auf Ansprüche in Verbindung mit dem Verstoß bezogen werden und somit gedeckt werden, sofern der Verstoß innerhalb des Zeitraumes zwischen Rückwirkungsdatum und Versicherungsende laut Versicherungsschein begangen wurde, und kein Versicherungsschutz aus einen anderen Versicherungsvertrag besteht (subsidiäre Deckung). Auf die bedingungsgemäße Definition des Schadenseintrittes bei Schadenszufügung durch Unterlassung wird hingewiesen. Diese lautet zugunsten des Versicherungsnehmers: Die jährliche Schadenssumme steht in jedem Jahr des unbefristeten Nachdeckungszeitraumes für alle in einem Jahr begangenen und gedeckten Verstöße ungeachtet des Zeitpunktes der Anspruchserhebung zur Verfügung.
Artikel 3 Kündigung im Schadenfall
Der Versicherer verzichtet auf sein Recht zur Kündigung im Schadenfall, dies jedoch nur für solche Fälle, wo im Schadenfall kein gravierender grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Verstoß des Versicherungsnehmer festgestellt wird, wie zB Verletzung von gesetzlichen oder vertraglichen Pflichten, Standesregeln oder Obliegenheiten und Anzeigepflichten, vor und nach dem Abschluss des Versicherungsvertrages, und/oder im Schadenfall. Als gravierend gilt auch die Beibehaltung von Obliegenheitsverletzung trotz Abmahnung des Versicherers oder deren häufige habituelle Wiederholung oder die Belassung gefahrenerhöhender Umstände, trotz Warnung des Versicherers vor dieser besonderen Gefahr (zB unseriöse oder für den öffentlichen Vertrieb nicht zugelassene Anlageprodukte) oder die Verschweigung von Vorschäden oder bereits geltend gemachte Schäden durch Kunden. Die Irrtumsanfechtung des Versicherungsvertrags wegen durch den Kunden oder dessen Verhandlungsgehilfen verursachten Geschäftsirrtum des Versicherers bleibt unberührt.
Ergänzende Bedingungsklausel 3/2019 - Bewusstes Zuwiderhandeln, Wissentliche Pflichtverletzung (prämienpflichtig)
Sofern vom Versicherungsnehmer ausdrücklich und schriftlich beantragt und dies im Versicherungsschein (Zertifikat) vereinbart wird die Deckung auch bei wissentlichem Abweichen von Gesetz, Vorschrift und/oder Vorgaben des Auftraggeber des Versicherungsnehmers (Anspruchsteller) oder Standesregeln oder Berufsausübungsnormen (ohne aber den auch nur bedingten Vorsatz des VN oder dessen Erfüllungsgehilfen, den Kunden zu schädigen), gewährt, wenn die Abweichung von diesen keinen aktuellen oder potentiellen Einfluss („Nichtkausalität“) auf den Versicherungsfall, den Eintritt, Umfang oder Erkennbarkeit des Schadens oder Beweisbarkeit der schadensstiftenden Pflichtverletzung oder die Gefahr oder die Verhütung der Erhöhung der Gefahr oder die Kosten für die Anspruchsabwehr, insbesondere nicht auf einen Vermögensschadens des Kunden des Versicherungsnehmers hatte und der Versicherungsnehmer diese Nichtkausalität seiner wissentlichen Verletzung von Gesetz, Vorschrift und/oder Vorgaben des Auftraggeber des Versicherungsnehmers (Anspruchsteller) oder Standesregeln oder Berufsausübungsnormen beweist oder sich diese aus der die den Vermögensschaden und die Pflichtverletzung des Versicherungsnehmers feststellenden rechtskräftigen Gerichtsentscheidung (Urteil/Beschluss) selbst zweifelsfrei ergibt. Der Versicherte hat analog des § 6 Abs 3 VersVG diese Umstände mangelnder auch nur potentieller Kausalität zu beweisen. Nicht als potentiell schadenskausal vorhersehbar sind Pflichtverletzungen (auch Unterlassungen), für die auch ein sorgfältig handelnder Versicherungsnehmer einen potentiellen Vermögensschaden, der kausal aus diesem Abweichen abstrakt resultiert oder resultieren kann oder durch diesen vergrößert werden könnte, ausschließen würde.
Versichert ist, nach Maßgabe der vereinbarten Versicherungsbedingungen, die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers bzw. des Mitversicherungsnehmers sowie ausdrücklich mitversicherte Personen aus von diesen oder deren Erfüllungsgehilfen schuldhaft zugefügten Vermögensschäden Dritter aus ihrer (bzw. ihren) gewerblich oder aufsichtsrechtlich befugt ausgeübten Tätigkeit(en) als:
Versicherungsvermittler nach § 94 Z 76 GewO
Gewerblicher Vermögensberater nach § 94 Z 75 GewO iVm § 136a GewO
Finanzdienstleistungsassistenten iS des § 2 Abs. 1 Z 15 WAG 2007
Wertpapiervermittler nach § 2 Abs. 1 Z 15 WAG 2007
Gebundene Vermittler nach § 1 Abs. 1 Z 20 WAG 2007
konzessionierte Wertpapierfirmen iS der § 3 WAG 2007
konzessionierte Wertpapierdienstleistungsunternehmen nach § 4 WAG 2007
Das versicherte Risiko umfasst alle Eigenschaften, Rechtsverhältnisse und Tätigkeiten, zu denen der Versicherungsnehmer bzw. Mitversicherungsnehmer oder versicherte Personen im Rahmen ihres Gewerbes oder dem Bereich der Wertpapierdienstleistungen öffentlich-rechtlich berechtigt ist bzw. sind.
Gegenstand des Deckungsanspruches des Versicherungsnehmers bzw. Mitversicherungsnehmers gegenüber dem Versicherer sind folgende Leistungen, die der Versicherer im Versicherungsfall übernimmt:
die Haftung aus der Solidarhaftung
Versicherte Personen sind alle Mitarbeiter, Gehilfen, Aushilfen und solche Personen, die gemäß Beschäftigungsbesorgungsvertrag oder anderweitiger vertraglicher Vereinbarung Tätigkeiten des Versicherungsnehmers oder Mitversicherungsnehmers im Auftrag desselben verrichten sowie Auszubildende und Praktikanten, die zum Zeitpunkt des Versicherungsfalles bei dem Sozialversicherungsträger aufrecht gemeldet waren, und die Organe des Versicherungsnehmers, die im Firmenbuch bei Verstoß registriert waren.
Nicht automatisch vom Versicherungsschutz umfasste Personen, die aufgrund eines Werkvertrages oder Auftrags oder sonst als Erfüllungsgehilfen des Versicherten (Wertpapiervermittler, Subagent, Submakler, Finanzdienstleistungsassistent, gebundener Vermittler) tätig sind, können durch namentlichen Einschluss im Zertifikat als Mitversicherte versichert werden.
Compliance-Tätigkeiten
Im Bereich der Compliance-Tätigkeiten kann die persönliche Haftung für zivilrechtliche Ansprüche des Compliance-Beauftragten bei Wertpapierfirmen/WPDLU sowie bei Versicherungsvermittler und/oder gewerbliche Vermögensberater versichert werden
Besonderer Schutz als Geschäftsführer
Versicherungsschutz besteht auch dann wenn ein Unternehmensleiter (Geschäftsführer, Vorstand) fälschlicherweise als angeblicher selbständiger Vermittler (ohne eigener Gewerbeberechtigung) wegen einer Fehlberatung persönlich in Anspruch genommen wird
Warnrecht des Versicherers
Eine massive und gemäß §§ 16 ff VersVG anzeigepflichtige Gefahrenerhöhung sind Produkte die aufgrund deren Komplexität und Risikos eine besondere Beratung erfordern. In Ergänzung zur Anzeigepflicht des Versicherungsnehmers hat der Versicherer ein spezielles Warnrecht, um so individuell erforderliche Maßnahmen zur Gefahrenminderung und/oder -abwehr optimal umzusetzen.
Rechts- und Datenschutzpaket für Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler
Versicherungsschutz für aufsichtsbehördliche Verwaltungsverfahren und Cyber-Angriffe
Im Rahmen des Rechtspaketes sind Kosten für Verwaltungsverfahren vor österreichischen und europäischen Aufsichtsbehörden versichert, wobei als Versicherungsfall das Bekanntwerden von Ermittlungen gilt. Ein aufsichtsbehördliches Verwaltungsverfahren kann für Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler durch die zahlreichen neuen Regularien (IDD, MiFID, PRIIPs, Solvency II, Geldwäscherichtlinie usw.) kostbare Arbeitszeit in Anspruch nehmen und sehr viel Geld kosten.
Eine weitere Innovation ist das Datenschutzpaket, das Versicherungsschutz für Schäden nach dem Datenschutzgesetz bietet und auch hier das Bekanntwerden des Hackerangriffes bzw. unbefugten Datenzugriffes als Versicherungsfall gilt. Wenn Kundendaten zum Beispiel durch einen Hackerangriff abhandengekommen sind, müssen die Betroffenen vom Unternehmen gem. Datenschutzgesetz über den Verlust informiert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf bis zu EUR 25 pro Kunde – das sind bei 1.500 Kunden EUR 37.500, die das Unternehmen zu bezahlen hat.
Das Rechts- und Datenschutzpaket kann im Rahmen der Berufshaftpflichtversicherung ab einer Jahresprämie von EUR 283,61 eingeschlossen werden.
https://youtu.be/i_qmVlcsbQE