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Timestamp: 2016-10-24 20:10:55
Document Index: 98347683

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 100', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 16', 'Art. 11', 'Art. 16', 'Art. 104', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 16', 'Art. 10']

2A.355/2002 (29.10.2002)
Bundesrichter M�ller, Ersatzrichterin Geigy-Werthemann,
Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Bernhard Welten, Thunstrasse 82, Postfach, 3000 Bern 16,
Der 1968 geborene, aus dem ehemaligen Jugoslawien (Kosovo) stammende A.________ reiste 1985 im Rahmen des Familiennachzuges zu seinem Vater in die Schweiz ein. Im Jahre 1990 verheiratete er sich mit der ebenfalls aus dem Kosovo stammenden B.________. Die Ehegattin zog 1990 mit dem gemeinsamen Sohn C.________ (geboren 1990) zum Ehegatten in die Schweiz. Die gemeinsamen T�chter D.________ und E.________ wurden 1992 beziehungsweise 1995 in der Schweiz geboren. Alle Familienmitglieder sind im Besitze der Niederlassungsbewilligung.
Mit Urteil vom 8. September 2000 sprach das Kreisgericht II Biel-Nidau A.________ der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz schuldig und verurteilte ihn zu vier Jahren Zuchthaus und zu acht Jahren Landesverweisung, letztere mit bedingtem Vollzug unter Auferlegung einer Probezeit von f�nf Jahren. Am 20. Januar 2001 wurde A.________ unter Auferlegung einer Probezeit von zwei Jahren bedingt aus dem Strafvollzug entlassen und f�r die Dauer eines Jahres unter Schutzaufsicht gestellt.
Mit Verf�gung vom 11. Januar 2001 wies der Migrationsdienst des Kantons Bern A.________ f�r unbestimmte Zeit aus der Schweiz aus und setzte die Ausreisefrist auf den 31. M�rz 2001 fest. Die dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde an die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern blieb erfolglos.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, verwaltungsgerichtliche Abteilung, wies die von A.________ gegen den Entscheid der Polizei- und Milit�rdirektion erhobene Beschwerde mit Urteil vom 7. Juni 2002 ab. Das Verwaltungsgericht beurteilte das Verschulden des Beschwerdef�hrers auch aus fremdenpolizeilicher Sicht als schwer und erachtete eine gewisse R�ckfallgefahr f�r gegeben. Es bejahte daher ein grosses, das private Interesse des Beschwerdef�hrers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz �berwiegendes �ffentliches Interesse an dessen Ausweisung und Fernhaltung. Eine Ausreise hielt das Verwaltungsgericht f�r den Beschwerdef�hrer wie auch f�r dessen Ehefrau und die drei Kinder f�r zumutbar.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 11. Juli 2002 an das Bundesgericht beantragt A.________, den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2002 aufzuheben und die Angelegenheit an die zust�ndige Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er stellt das Begehren, von einer Ausweisung sei abzusehen und stattdessen sei h�chstens eine Ausweisung anzudrohen. Ferner hat A.________ um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung ersucht. Er macht geltend, er habe in dem Drogengesch�ft, das zu seiner Verurteilung durch das Kreisgericht II Biel-Nidau f�hrte, nur eine untergeordnete Rolle gespielt und sei wegen Arbeitslosigkeit und Druck von Familienmitgliedern in das Drogenmilieu hineingeraten. Seine Versetzung in die Halbfreiheit und nachfolgende bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug w�rden gegen eine R�ckfallgefahr sprechen. Er sei in die schweizerischen Verh�ltnisse gut integriert und h�tte bei einer R�ckkehr in den Kosovo gravierende Nachteile zu erwarten. Seiner Familie w�re eine solche R�ckkehr nicht zumutbar. Das angefochtene Urteil verletze auch Art. 8 EMRK.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern (verwaltungsgerichtliche Abteilung), die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern und das Bundesamt f�r Ausl�nderfragen beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Mit Verf�gung vom 21. August 2002 hat der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Gegen Ausweisungsverf�gungen steht gem�ss Art. 97 Abs. 1 OG die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen. Ein Ausschlussgrund im Sinne der Art. 99 - 102 OG liegt nicht vor; insbesondere f�llt die Ausweisung nicht unter die in Art. 100 Abs. 1 lit. b OG genannten, von der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgenommenen Verf�gungen, sofern sie - wie im vorliegenden Fall - gest�tzt auf Art. 10 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; SR 142.20) angeordnet worden ist (BGE 114 Ib 1 E. 1 a S. 2).
1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 lit. a und b OG), nicht jedoch die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids ger�gt werden ( vgl. Art. 104 lit. c OG). Hat - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, ist das Bundesgericht an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, sofern diese nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erfolgt ist (Art. 105 Abs. 2 OG). Damit sind neue tats�chliche Vorbringen im bundesgerichtlichen Verfahren ausgeschlossen, soweit sie nicht von der Vor- instanz von Amtes wegen h�tten beachtet werden m�ssen und ihre Nichtber�cksichtigung auf eine Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen hinausl�uft (BGE 124 II 409 E. 3a S. 421, mit Hinweis).
2.1 Gem�ss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG kann ein Ausl�nder aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Die Ausweisung soll jedoch nur ausgesprochen werden, wenn sie nach den gesamten Umst�nden angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 ANAG). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens des Ausl�nders, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz und die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. M�rz 1949 zum Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAV; SR 142.201).
Ob die Ausweisung im Sinne der Art. 11 Abs. 3 ANAG und Art. 16 Abs. 3 ANAV "angemessen", d.h. verh�ltnism�ssig sei, ist eine Rechtsfrage, die vom Bundesgericht frei �berpr�ft wird (Art. 104 lit. a OG). Dem Bundesgericht ist es jedoch verwehrt, sein eigenes Ermessen - im Sinne einer �berpr�fung der Zweckm�ssigkeit (Opportunit�t; vgl. BGE 116 Ib 353 E. 2b S. 356 f.) der Ausweisung an die Stelle desjenigen der zust�ndigen kantonalen Beh�rde zu setzen (BGE 125 II 521 E. 2a S. 523 mit Hinweisen).
2.2 Je l�nger ein Ausl�nder in der Schweiz anwesend war, desto strengere Anforderungen sind grunds�tzlich an die Anordnung einer Ausweisung zu stellen. Zu ber�cksichtigen ist auch, in welchem Alter der Ausl�nder in die Schweiz eingereist ist. Selbst bei einem Ausl�nder, der bereits hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausl�nder der "zweiten Generation"), ist eine Ausweisung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung indessen nicht ausgeschlossen. Erst recht gilt dies f�r Ausl�nder, die - wie der Beschwerdef�hrer - erst kurz vor Erreichen der Vollj�hrigkeit in die Schweiz gelangt sind (BGE 125 II 521 E. 2b S. 523 f.; 122 II 433 E. 2 und 3 S. 435 ff.).
2.3 Der Beschwerdef�hrer wurde vom Kreisgericht II Biel-Nidau zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Damit ist ein Ausweisungsgrund gem�ss Art. 10 lit. a ANAG klarerweise gegeben, was der Beschwerdef�hrer zu Recht auch nicht in Abrede stellt. Entscheidend f�r die Beurteilung der Zul�ssigkeit einer Ausweisung ist allerdings stets die Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung, die gest�tzt auf die gesamten wesentlichen Umst�nde des Einzelfalles vorzunehmen ist (BGE 122 II 433 E. 2c S. 436 f.).
3.1 Ausgangspunkt und Massstab f�r die Schwere des Verschuldens ist die vom Strafrichter verh�ngte Strafe. Das Kreisgericht II Biel-Nidau hat das Verschulden des Beschwerdef�hrers als schwer beurteilt. Die Drogengesch�fte, bei denen er im Zeitraum von Anfang Dezember 1997 bis Mai 1998 beteiligt war, betrafen insgesamt nahezu 6,5 kg Heroin, womit klarerweise ein schwerer Fall vorlag. Der Beschwerdef�hrer trat bei den Gesch�ften zwar nicht als Hauptt�ter in Erscheinung, war aber nach den Erw�gungen des Kreisgerichts mehr als nur ein Mitl�ufer. Nach den Feststellungen des Kreisgerichts war der selbst nicht drogenabh�ngige Beschwerdef�hrer zun�chst in den Drogenhandel hineingeraten, um seinen Verwandten, welche als Hauptt�ter in Erscheinung traten, einen Dienst zu erweisen. Schnell habe aber sein Engagement zugenommen. Er entwickelte eigene kriminelle Energie, wobei er unter anderem Gehilfenschaft bei der Einfuhr von 3,724 kg Heroin aus Albanien leistete, indem er eine Garage als Umschlagplatz vermittelte und Kontakt mit einem potentiellen Abnehmer aufnahm. Auch beim Erwerb von weiteren 2 kg Heroin bet�tigte sich der Beschwerdef�hrer als Vermittler. Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers kann von einem bloss "einmaligen Ausrutscher" nicht die Rede sein. Seine Motive seien offensichtlich finanzieller Natur gewesen. Der Beschwerdef�hrer sei damals arbeitslos gewesen. wobei er allerdings von der Arbeitslosenversicherung Fr. 3'280.--im Monat bezogen habe. Gem�ss seinen Aussagen anl�sslich der Instruktionsverhandlung vor dem Verwaltungsgericht hatten der Beschwerdef�hrer und seine Familie schon vor seiner Verhaftung F�rsorgegelder bezogen. Er wusste somit, dass er sich h�tte an die F�rsorge wenden k�nnen, wenn die Entsch�digung der Arbeitslosenversicherung zum Lebensunterhalt nicht gereicht h�tte.
3.2 Gem�ss dem Urteil des Kreisgerichts war der Beschwerdef�hrer in seinen Aussagen nicht glaubw�rdig. Er habe w�hrend des ganzen Verfahrens versucht, seine Rolle zu minimisieren und habe wiederholt behauptet, er habe mit Drogengesch�ften nichts zu tun. Dies l�sst sich entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Ansicht weder mit der Ohrfeige, die er im Ermittlungsverfahren von dem ihn einvernehmenden Polizisten erhalten habe, noch mit behaupteten Einsch�chterungsversuchen seitens der Mitangeklagten rechtfertigen. Im Strafvollzug hat sich der Beschwerdef�hrer nicht tadellos verhalten. Die bedingte Entlassung ist ihm zwar nach Verb�ssung von zwei Dritteln der Strafe gew�hrt worden, was gest�tzt auf Art. 38 Ziff. 1 StGB �blich ist, wenn sein Verhalten w�hrend des Strafvollzugs nicht dagegen spricht und anzunehmen ist, er werde sich in der Freiheit bew�hren. Der Beschwerdef�hrer hat sich allerdings anfangs M�rz 2000 in der Strafanstalt solidarisch und unter dem Druck von Landsleuten an einem Arbeitsstreik beteiligt und ist daf�r w�hrend eines Monats in Einzelhaft versetzt worden. Er sei jedoch nie als Drahtzieher aufgefallen. Dies zeigt, dass der Beschwerdef�hrer zwar nicht selbst als solcher aktiv wird, dass er aber wie bei den Drogengesch�ften, bei denen er mitgewirkt hat, mitmacht, wenn er dazu aufgefordert wird. Eine R�ckfallsgefahr ist daher insbesondere im Hinblick darauf, dass der Beschwerdef�hrer ausschliesslich aus finanziellen Gr�nden straff�llig geworden ist und er nach wie vor erhebliche Schulden hat (im Beschwerdeentscheid der Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern vom 12. September 2001 ist erw�hnt, der Beschwerdef�hrer habe Schulden in der H�he von ca. Fr. 25'000.--), zu bejahen, auch wenn er, soweit ersichtlich, seit seiner bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug nicht mehr straff�llig geworden ist und nun auch einer Arbeit nachgeht. Dem Umstand, dass der Beschwerdef�hrer aus dem Strafvollzug bedingt entlassen worden ist, steht einer Ausweisung nicht entgegen, bildet diese im Strafvollzugssystem der Schweiz doch allgemein die Regel (BGE 124 IV 193 ff.)
3.3 Der Umstand, dass das Kreisgericht dem Beschwerdef�hrer f�r die ausgesprochene Landesverweisung den bedingten Vollzug gew�hrt hat, steht einer fremdenpolizeilichen Ausweisung nicht entgegen. Landesverweisung und fremdenpolizeiliche Ausweisung haben einen unterschiedlichen Zweck. Strafrechtlich entscheidend ist der Resozialisierungsgedanke, n�mlich die Frage, ob die Schweiz oder das Heimatland die g�nstigeren Voraussetzungen f�r eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft biete. Demgegen�ber steht f�r die fremdenpolizeilichen Beh�rden das Interesse der �ffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund (BGE 125 II 105 E. 2c S. 109; 122 II 433 E. 2b S. 435 f., mit Hinweisen).
3.4 Das Bundesgericht ist in seiner Rechtsprechung zur Ausweisung in F�llen von Drogenhandel streng und erachtet das �ffentliche Interesse an einer Ausweisung als wesentlich (vgl. Alain Wurzburger, La jurisprudence r�cente du Tribunal f�d�ral en mati�re de police des �trangers, RADF 1997 I S. 308; BGE 125 II 521 E. 4a aa) S. 527; 122 II 433 E. 2c S. 436). Angesichts des schweren Verschuldens des Beschwerdef�hrers und des nicht von der Hand zu weisenden R�ckfallrisikos ist ein erhebliches �ffentliches Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdef�hrers zu bejahen.
4.1 Der Beschwerdef�hrer ist 1985 im 18. Altersjahr in die Schweiz gekommen. Er befindet sich somit seit 17 Jahren hier. Indessen ist er nicht ein in der Schweiz aufgewachsener Ausl�nder der zweiten Generation, sondern er hat seine pr�genden Jugendjahre in seiner Heimat verbracht und dort auch die Schulen besucht. Obwohl er nun seit l�ngerer Zeit in der Schweiz lebt, waren seine Deutschkenntnisse nicht ausreichend, um sich anl�sslich der Instruktionsverhandlung vor Verwaltungsgericht ohne Dolmetscherin zu verst�ndigen. In der Beschwerdebegr�ndung wird dagegen eingewendet, die Dolmetscherin sei von der Instruktionsrichterin von Beginn an in die Befragung integriert worden, was den bereits nerv�sen Beschwerdef�hrer zus�tzlich verunsichert habe. Diese Darstellung findet in dem Protokoll der Instruktionsverhandlung keine St�tze, indem erst nach der Er�rterung der Wohn-, Arbeits- und Einkommensverh�ltnisse des Beschwerdef�hrers festgehalten ist, infolge von Verst�ndigungsschwierigkeiten werde Frau Kurtulus zur �bersetzung beigezogen. Hinweise f�r eine �ber das �bliche hinausgehende Integration des Beschwerdef�hrers liegen keine vor. 1996/1997 bis zur seiner Verhaftung war der Beschwerdef�hrer arbeitslos. Seit seiner bedingten Entlassung hat er an verschiedenen Stellen gearbeitet, wobei er die Stelle bei der Firma X.________, f�r welche er w�hrend des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht t�tig war, zufolge ungen�gender Auftragslage der Arbeitgeberin verlor. Seit dem 25. April 2002 arbeitet er durch Vermittlung der Firma Manpower AG tempor�r. Eine besondere Integration in den Arbeitsprozess liegt somit nicht vor.
4.2 Nach seinen Ausf�hrungen anl�sslich der Instruktionsverhandlung vor dem Verwaltungsgericht ist der Beschwerdef�hrer seit August 2001 in psychiatrischer Behandlung, die darin besteht, dass er alle zwei Wochen eine Stunde, manchmal auch mehr, zum Arzt geht. Als Grund f�r diese Behandlung hat er angegeben, er f�hle sich nicht gut und seine Frau habe ihm empfohlen hinzugehen. Er k�nne sich oft nicht kontrollieren und sei ab und zu abwesend. Ein �rztliches Zeugnis, das die Notwendigkeit einer solchen Behandlung belegen w�rde, hat der Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht allerdings nicht vorgelegt. Das mit der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichte Zeugnis des Arztes F.________ kann nicht mehr ber�cksichtigt werden (Art. 105 Abs. 2 OG; E. 1.2). Eine derart lockere Behandlung l�sst jedoch darauf schliessen, dass der Beschwerdef�hrer nicht an einer psychischen Krankheit leidet, die nur in der Schweiz behandelt werden k�nnte, und dass, selbst wenn eine solche Behandlung in seiner Heimat nicht durchgef�hrt werden k�nnte, ihm daraus keine schwerwiegenden Nachteile erwachsen w�rden.
4.3 Der Beschwerdef�hrer hat stets den Kontakt zu seiner Heimat aufrecht erhalten. Gem�ss seinen Aussagen anl�sslich der Instruktionsverhandlung vor dem Verwaltungsgericht besitzt sein Vater in der Ortschaft Terpeza im Kosovo, wo er aufgewachsen ist, ein Haus, in dem in jenem Zeitpunkt seit der Pensionierung seines Vaters seine Eltern und eine seiner Schwestern lebten. Ferner hat der Beschwerdef�hrer in seiner Heimat zwei weitere Geschwister und drei Halbgeschwister. Im Sommer 2001 war der Beschwerdef�hrer mit seiner Familie wie schon mehrmals zuvor f�r drei Wochen in Terpeza in den Ferien.
4.4 Gesamthaft betrachtet erscheint eine R�ckkehr in den Kosovo f�r den Beschwerdef�hrer als zumutbar. Seine privaten Interessen an einem weiteren Verbleib in der Schweiz verm�gen das �ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung nicht zu �berwiegen.
Zu pr�fen ist ferner, ob eine Ausreise in die Heimat f�r die Ehefrau des Beschwerdef�hrers und die drei Kinder zumutbar erscheint.
5.1 Die Ehefrau ist 1990 im Alter von 20 Jahren mit dem kurz vorher geborenen �ltesten Kind C.________ in die Schweiz eingereist. Sie ist wie der Beschwerdef�hrer im Kosovo aufgewachsen, in einem Dorf namens Sodovina, das 6 km vom heimatlichen Dorf des Beschwerdef�hrers entfernt ist. Ihre Eltern und zwei ihrer Br�der leben noch in Sodovina, w�hrend zwei Schwestern in anderen D�rfern im Kosovo verheiratet sind. Auch die Ehefrau des Beschwerdef�hrers hat somit zahlreiche nahe Verwandte in ihrer Heimat, mit denen sie den Kontakt aufrecht erhalten hat.
5.2 Anl�sslich der Instruktionsverhandlung vor dem Verwaltungsgericht erkl�rte die Ehefrau des Beschwerdef�hrers, sie habe nie Deutsch gelernt. Sie war daher zur Verst�ndigung auf die Dolmetscherin angewiesen. Wegen angeblich gesundheitlicher Probleme arbeitete sie damals nicht, erkl�rte aber, da es wegen der noch ausstehenden Schulden f�r die Familie finanziell knapp aussehe, bem�he sie sich trotzdem, eine neue Stelle zu finden. Die Ehefrau des Beschwerdef�hrers ist somit in der Schweiz kaum integriert. Trotz ihrer Aussage, das Leben im Kosovo w�re f�r sie unm�glich, muss eine R�ckkehr f�r sie als zumutbar betrachtet werden. Ihr Hinweis, die Situation sei im Kosovo zur Zeit sehr schlecht, mag insofern zutreffen, als die dortigen Lebensbedingungen mit denen in der Schweiz kaum vergleichbar sind, was jedoch f�r alle aus dem Kosovo stammenden Landsleute zutrifft, welche die Schweiz verlassen m�ssen. Falls die Bef�rchtung der Ehefrau des Beschwerdef�hrers, die Leute w�rden dort mit dem Finger auf ihren Mann zeigen, richtig sein sollte, h�tte dieser sich dies selbst zuzuschreiben, und es k�nnte daraus kein Argument gegen die Zumutbarkeit einer R�ckkehr in den Kosovo abgeleitet werden.
5.3 Heikler ist die Situation f�r die drei Kinder des Beschwerdef�hrers, von denen der Sohn C.________ 1990 als Kleinkind in die Schweiz kam und die beiden j�ngeren Kinder in der Schweiz geboren sind. C.________ ist heute 12 Jahre alt, w�hrend die beiden T�chter zehn und sieben Jahre alt sind. Alle drei Kinder gehen hier zur Schule, sind altersentsprechend integriert und sprechen die deutsche Sprache. Mit ihrer Mutter sprechen sie jedoch, wie diese anl�sslich der Instruktionsverhandlung vor dem Verwaltungsgericht aussagte, albanisch. Das Verwaltungsgericht hat daher f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass die drei Kinder sowohl die Sprache ihrer Eltern als auch die deutsche Sprache sprechen. Zu ihrer Heimat haben sie Kontakt durch Ferienaufenthalte. Wenn auch die drei Kinder keine Kleinkinder mehr sind, f�r die nach der Praxis des Bundesgerichts eine Ausreise mit ihren Eltern in der Regel unbedenklich ist, erscheint insbesondere auch im Hinblick auf die nahen Verwandten, die sie im Kosovo haben, eine Ausreise auch f�r die Kinder als zumutbar. Angesichts ihrer Zweisprachigkeit wird es ihnen m�glich sein, sich in die Schulen in ihrer Heimat zu integrieren.
Der Beschwerdef�hrer beruft sich ferner auf Art. 8 EMRK, der das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gew�hrleistet. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das von Ziff. 1 dieser Bestimmung gesch�tzte Rechtsgut statthaft, insoweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung, und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Bei der von der Konvention geforderten Abw�gung zwischen den sich gegen�berstehenden privaten und �ffentlichen Interessen ist unter anderem zu pr�fen, ob den nahen Familienangeh�rigen zugemutet werden kann, dem Ausl�nder, dessen Anwesenheit in der Schweiz nicht mehr erw�nscht ist, ins Ausland zu folgen. Abgesehen davon, dass es sowohl der Ehegattin als auch den Kindern zumutbar ist, dem Beschwerdef�hrer in den Kosovo zu folgen, besteht im vorliegenden Fall ein �ffentliches Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdef�hrers gem�ss Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Art. 8 EMRK steht daher einer Ausweisung des Beschwerdef�hrers nicht entgegen.
Der Beschwerdef�hrer macht schliesslich geltend, eine Androhung der Ausweisung d�rfte ausreichen, um ihm die Schwere seiner Straftat nochmals vor Augen zu f�hren. Gem�ss Art. 16 Abs. 3 Satz 2 ANAV soll die Ausweisung angedroht werden, wenn die Ausweisung zwar als nach Art. 10 Abs. 1 lit. a oder b rechtlich begr�ndet, nach den Umst�nden aber nicht als verh�ltnism�ssig erscheint. Wie bereits dargelegt ist es indessen nicht nur dem Beschwerdef�hrer sondern auch der Ehegattin und den drei Kindern zumutbar in den Kosovo auszureisen. Der angefochtene Entscheid ist unter den gegebenen Umst�nden verh�ltnism�ssig.
Zusammenfassend ergibt sich, dass das �ffentliche Interesse an der Entfernung und Fernhaltung des Beschwerdef�hrers dessen privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz �berwiegt. Der angefochtene Entscheid verletzt somit Bundesrecht nicht.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Polizei- und Milit�rdirektion und dem Verwaltungsgericht, Verwaltungsrechtliche Abteilung, des Kantons Bern sowie dem Bundesamt f�r Ausl�nderfragen schriftlich mitgeteilt.