Source: http://verbraucherhilfe-stromanbieter.de/wunderwerk-ag/
Timestamp: 2018-09-19 00:17:26
Document Index: 165916089

Matched Legal Cases: ['§1', '§1', '§ 8', '§ 3', 'in dubio', '§ 8', '§ 3']

Wunderwerk AG: Vorsicht vor kritischen AGB-Klauseln & Treueprämie
Wunderwerk AG: verbraucherunfreundliche AGB-Regelungen, irreführende „Treueprämie“ sowie Parallelen zu 365 AG (immergrün) & Extraenergie
Wunderwerk AG verspricht günstige Preise für den Verbraucher und soziales Engagement. Das Unternehmen beabsichtigt in den ersten drei Jahren eine Millionen Euro für gemeinnützige Kinder- und Jugendprojekte in Deutschland zu spenden.
Das soziale Ziel des Unternehmens ist in der Tat neu und klingt verlockend. Welcher Verbraucher würde nicht gerne seine Stromkosten senken und gleichzeitig etwas Gutes tun?
Wenn ich mir allerdings die AGBs und den beruflichen Werdegang des Vorstandsvorsitzenden Samuel Schmidt genauer anschaue, dann befürchte ich einen verbraucherunfreundlichen Umgang mit Stromkunden.
I. Wunderwerk Erfahrungen: Probleme beim Wechsel
II. Wunderwerk AGBs: 8 kritische, kundenunfreundliche Klauseln
III. Weitere Gründe, weshalb ich Wunderwerk nicht empfehle
a) Der Vorstand ist ein bekannter Unternehmenslenker der 365 AG und der ExtraEnergie GmbH
b) Das Geschäftsmodell ist meiner Meinung nach nicht seriös
c) Die Wahrheit über den Steuerspar-Tarif
d) Vorsicht: Treueprämie ist kein Bonus!
IV. Empfehlungen, wenn Sie bereits Kunde von Wunderwerk AG sind
V. Weiterführende Hinweise zu Wunderwerk AG
Da das Unternehmen erst seit März 2018 aktiv ist, gibt es lediglich Erfahrungen zum Wechsel. Viele Verbraucher berichten, dass aufgrund von Abstimmungsproblemen zwischen Wunderwerk AG und dem bestehenden Stromanbieter ein Wechsel scheitert.
Die größten Probleme drohen meiner Meinung nach aber erst nach dem ersten Vertragsjahr. Daher werden die Wunderwerk Erfahrungen bis Anfang 2019 noch wenig aussagekräftig sein.
Wichtiger als Verbrauchererfahrungen dürfte daher für Verbraucher sein, dass die AGBs des Unternehmens 8 kritische, verbraucherunfreundliche Bestimmungen enthalten. Diese schränken den Bonus ein und es drohen unerwartete Zusatzkosten (z.B. bei Umzug eine 60€-Pauschale). Zudem schließt das Unternehmen z.B. Kunden aus, die einen Mehrtarifzähler oder eine Photovoltaikanlage haben.
Das Problem an den folgenden AGB-Klauseln ist, dass diese dem Verbraucher nicht transparent mitgeteilt werden. Zudem haben die Bonuseinschränkungen in der Vergangenheit bereits zu zahlreichen Verbraucherbeschwerden geführt. Warum sollte ein Stromanbieter zum einen derart problematische AGBs verwenden und zum anderen nicht transparent darauf aufmerksam machen? Für mich sind diese AGBs nicht vertrauensfördernd und Verbraucher sollten vorsichtig sein.
a) Vertragseinschränkungen
Eine Belieferung von Entnahmestellen mit z.B. Photovoltaikanlagen und Mehrtarifzählern wird nur mit ausdrücklicher Zustimmung von Wunderwerk gestattet (§1 (3)) . Diese Einschränkung dürfte für Verbraucher überraschend sein, weil Verbraucher hierüber nur unzureichend informiert werden. Oder haben Sie etwa auf Verviox oder auf der Seite von Wunderwerk erfahren, dass diese Entnahmestellen nicht beliefert werden? In der Praxis überprüfen die Stromdiscounter die Entnahmestellen häufig nicht – zumindest nicht zu Vertragsbeginn. Das Recht, den Stromvertrag aufgrund einer nicht zulässigen Entnahmestelle „mit sofortiger Wirkung“ zu kündigen, sehen sogar die AGBs (§1 (5)) explizit vor. Wenn der Verbraucher keine 12 Monate mit Strom beliefert wurde, kann das Unternehmen den Bonus verweigern. Diese AGB-Klausel dürfte jedoch unzulässig sein, weil der Endverbraucher nicht mit einer derartigen Einschränkung rechnen kann und es die Aufgabe des Versorgers ist, den Verbraucher aufzuklären, ob er für einen bestimmten Tarif von Wunderwerk AG in Betracht kommt.
Wunderwerk AG beliefert nur Stromkunden, die einen Verbrauch zwischen 1.000 und 30.000 kWh aufweisen (Ziffer 1 (3)). Die Tarifrechner berücksichtigen diese Einschränkungen. Daher dürfte diese AGB-Klausel zunächst kein Problem darstellen. Probleme können allerdings dann auftreten, wenn z.B. ein Familienmitglied auszieht und der Verbraucher deshalb weniger als 1.000 kWh verbraucht. In diesem Fall hält sich Wunderwerk AG das Recht vor, den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen (Ziffer 1 (5)). Der Bonus wird gemäß Ziffer 6(3) nur dann gewährt, wenn der Verbraucher den Strom ausschließlich privat nutzt.
Einschränkungen dieser Art waren bereits Gegenstand zahlreicher Verbraucherbeschwerden und Gerichtsurteile. Es ist äußerst fragwürdig, ob diese Einschränkung rechtlich zulässig ist. Diese Bonus-Einschränkung kenne ich bereits von der 365 AG (immergrün) und Fuxx Sparenergie (Grüner Funke). Beide Unternehmen gehören zu den Stromanbietern mit den meisten Verbraucherbeschwerden.
b) Bonuseinschränkungen
Der Bonus kann auch dann verweigert werden, wenn der Stromanbieter den Vertrag vorzeitig kündigt (Ziffer 6(4)). Dies ist z.B. dann möglich, wenn der Verbraucher gegen die Vertragseinschränkungen verstoßen hat.
Ferner gesteht das Unternehmen dem Verbraucher den Neukundenbonus nur dann zu, wenn er nicht innerhalb der letzten 6 Monate einen Vertrag widerrufen hat. Diese Einschränkung ist branchenunüblich und überraschend.
c) Versteckte Zusatzkosten
Wenn sich die Abnahmestelle ändert (z.B. bei Umzug) werden laut AGB eine Pauschale von 60€ in Rechnung gestellt. Auch diese Zusatzkosten sind mir lediglich von der 365 AG und der Fuxx Sparenergie bekannt. Ich gehe davon aus, dass diese Umzugspauschale unzulässig ist.
Bei Pakettarifen kauft der Kunde ein Strompaket, das er unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch abnehmen muss. Wenn der Vertrag allerdings vorzeitig beendet wird, wäre eine nur anteilig Verrechnung des Pakets fair. Dies ist aber nicht bei Wunderwerk AG der Fall (Ziffer 2(3)): „Wird bei Pakettarifen der Vertrag vor Ablauf des jeweilig maßgeblichen Belieferungszeitraums aus vom Kunden zu vertretenden Gründet beendet, ist Wunderwerk berechtigt, das gesamte Paketvolumen abzurechnen.“
Gemäß Ziffer 10 (6) kann vom Kunden eine Vertragsstrafe verlangt werden, „wenn dieser vorsätzlich oder grob fahrlässig die Verpflichtung verletzt, die zur Preisbildung erforderlichen Angaben zu machen.“ Es dürfte unbestimmt sein, um welche Verpflichtungen es sich dabei handelt. Denkbar wäre es z.B., wenn der Kunde dem Stromanbieter nicht mitteilt, dass er den Strom nicht ausschließlich privat nutzt oder dass er einen Mehrtarifzähler hat. Insofern besteht die Gefahr von Zusatzkosten in Form von Vertragsstrafen.
Nur wenige Stromanbieter bedienen sich derartige verbraucherunfreundliche AGBs (siehe Studie 2018). Diese Unternehmen sind allesamt nicht zu empfehlen, weil sich viele Verbraucher bereits über sie beschwert haben. Die große Mehrheit der Stromanbieter verzichtet auf verbraucherunfreundliche AGBs.
In der Vergangenheit haben diese AGBs zu zahlreichen Verbraucherbeschwerden geführt. Unter anderem auch gegenüber der 365 AG (immergrün). Es ist zu befürchten, dass auch Kunden von Wunderwerk AG zukünftig betroffen sein könnten, weil der Vorstand des Unternehmen, Herr Samuel Schmidt, mehrere Jahre in der Geschäftsführung der 365 AG und der ExtraEnergie GmbH tätig war. Diese beiden Unternehmen gehören zu den Stromanbieter mit den meisten Verbraucherbeschwerden. Operativ wird das Unternehmen vom Dienstleister GFM unterstützt, das viele Prozesse übernimmt (z.B. Lieferantenrahmenverträge) und bereits mit Herrn Schmidt zu Zeiten der 365 AG zusammengearbeitet hat (Quelle: energate Messenger vom 17.04.2018).
Das Unternehmen verspricht einen revolutionären Tarif, mit dem Verbraucher dauerhaft sparen können, Steuerersparnisse, Spenden und einen Treuebonus. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass die Steuerersparnisse zahlreichen Einschränkungen unterliegen, der Treuebonus kein „Bonus für Treue“ ist und zahlreiche Fragen unbeantwortet bleiben.
In der auf openPR im Presseportal Düsseldorf am 22.02.2018 veröffentlichte Mitteilung von Wunderwerk verspricht das Unternehmen, dass mit dem „Sparwunder“-Tarif dem Unternehmen gelungen sei, den Wechsel-Stress für Verbraucher zu beenden. Dank des revolutionären Tarifs sei es für die Verbraucher erstmalig möglich jährlich zu sparen, auch ohne den Stromanbieter zu wechseln. Das Besondere am Geschäftsmodell sei, dass der Verbraucher jährlich sparen könne und dass andererseits gemeinnützige Kinder- und Jugendprojekten in Deutschland systematisch gefördert werden. Der Vorstandsvorsitzende Samuel Schmidt sprach das Ziel aus, in den ersten drei Jahren in Summe eine Million Euro zu spenden.
> Viele Versprechen – aber was steckt dahinter?
Weder auf Verivox noch auf der Unternehmensseite von Wunderwerk konnte ich herausfinden, wie viel ein Verbraucher je Jahr und Stromvertrag spendet. Es heißt, dass erst in den Vertragsunterlagen die Spendenhöhe festgehalten werde. Dieser Mangel an Informationen ist bedauerlich, da ich als wechselwilliger Stromkunde doch vor Vertragsabschluss wissen möchte, wie viel gespendet wird.
Auch wie diese Spar-Wunder von Wunderwerk zustande kommen, bleibt ein Rätsel. Für mich ist nicht nachvollziehbar, was das revolutionäre am Tarif sein soll. Auf der Internetseite von Wunderwerk konnte ich leidglich Versprechungen, aber keine Antworten auf diese Frage finden.
> Meinungen anderer Verbraucher
Neben den AGBs und dem Vorstand des Unternehmens wurde im Forum des Bundes der Energieverbraucher zudem das Geschäftsmodell der Wunderwerk AG kritisch hinterfragt. Ein Forenmitglied fühlt sich als Verbraucher auf die Schippe genommen, weil sich das Unternehmen mit vielen sozialen Projekten rühme und anscheinend nicht viel dahinter sei:
„Ich habe gerade mal eine Handvoll kleinster sozialer Organisationen gesehen, an die Wunderwerk angeblich gespendet haben will: Wie viel, wird nicht bekannt gegeben. 2000 Euro oder vielleicht 4000 Euro oder vielleicht doch 10.000 Euro? Doch so oder so dürften es bei „Diakonische Stiftung Wittekindshof“ oder „Kinderstiftung Lesen bildet“ sich nicht um exorbitant hohe Fördergelder handeln. Ganz abgesehen davon: Soziales Engagement so zu Markte zu tragen ist geradezu schäbig. Dass es im Vergleich zu wirklichen Wohltätern zudem geradezu vernachlässigbar erscheint, an eine Handvoll Mini-Organisationen als Energieversorger etwas Geld zu geben sei hier nicht weiter diskutiert.“
Eine andere Besonderheit ist, dass Verbraucher beim Steuerspartarif den monatlichen Freibetrag i.H.v. 44 € unter gewissen Bedingungen steuerlich geltend machen können. Ich bin kein Steuerberater, daher war diese Möglichkeit Steuern zu sparen für mich neu. Bei einer kurzen Google-Recherche habe ich gelesen, dass Stromkosten in privaten Haushalten private Ausgaben darstellen und deshalb keinerlei steuerliche Berücksichtigung finden dürfen. Es sei denn, man würde gewerblich oder freiberuflich tätig sein. Dann könnte man die Stromkosten anteilig für ein Arbeitszimmer ansetzen. Da aber Verbraucher der Wunderwerk AG den Strom gemäß AGB nur ausschließlich privat nutzen dürfen, kommt diese Möglichkeit nicht in Frage. Erst der Hinweis von Anonymous in den Kommentaren half mir weiter. Verbraucher können dann Stromkosten sparen, wenn der Arbeitgeber einen Stromkostenzuschuss als steuerfreien Sachbezug leistet. Dieser Sachbezug darf maximal zu 44 € pro Monat steuer- und sozialversicherungsfrei bleiben (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG; § 3 Abs. 1 Satz 4 SvEV). Diese Steuerersparnis funktioniert aber m.E. nur unter gewissen Voraussetzungen:
Der Arbeitgeber schöpft die Freigrenze noch nicht aus mit z.B. Tank- und Geschenkgutscheine.
Die Verbraucher müssten den Arbeitgeber überreden, den Stromkosteneinschuss einzuführen. Bei meinem Unternehmen müsste m.E. der Betriebsrat eingeschaltet werden, sodass eine Lösung für das gesamte Unternehmen gefunden wird. Bis so eine Betriebsvereinbarung verabschiedet wurde, vergehen viele Monate.
Der Stromtarif muss bei der Personalabteilung eingereicht werden.
Herr Schmidt fasst im energate Messenger vom 17.04.2018 die Idee folgendermaßen zusammen: Der Kunde schließt einen Stromliefervertrag mit Wunderwerk ab. Neben der Vertragsbestätigung erhält der Verbraucher noch drei zusätzliche Seiten, von denen er zwei an seinen Arbeitgeber abgibt. Der Arbeitgeber muss dann den Strombezug seines Arbeitnehmers auf der Lohnsteuerkarte eintragen. Das zu versteuernde Einkommen sinkt dagegen, woraus die Steuererparnis resultiert und wovon auch der Arbeitgeber wegen niedrigerer Sozialversicherungsabgaben profitieren kann.
Diese Vorgehensweise wird vom zuvor zitierten Forenmitglied ebenfalls sehr kritisch gesehen:
„Richtig unseriös wird aber dann irgendein dubioses Versprechen, man solle bei Wunderwerk einen Stromtarif abschließen und das dann der Personalabteilung einreichen und das könne dann irgendwie mit dem Nettogehalt verrechnet werden“, führt das zuvor zitierte Forenmitglied weiter aus. „Ich habe die Buchhaltung gefragt ob sowas geht und sie meinte, das sei nicht seriös und total lächerlich, damit zu glauben, Kunden werben zu können.“
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, können Verbraucher bis zu 321€ Steuern sparen. Dies rechnet das Unternehmen auf seiner Internetseite vor. Nach meinem Verständnis handelt es sich bei der Steuerersparnis nicht um eine Besonderheit der Wunderwerk AG, sondern Verbraucher können diese mögliche Steuerersparnis mit jedem Strom- und Gasanbieter realisieren. Falls es sich so mit um eine revolutionäre Idee handeln sollte, könnten andere Stromanbieter schnell nachziehen.
> Einstweilige Verfügung gegen Wunderwerk AG
Auch das Hamburger Amtsgericht glaubt nicht an Wunder und hat der Wunderwerk AG die irreführende Werbung untersagt.
Das Landgericht Hamburg hat bei Wunderwerk AG festgestellt, dass es sich beim „Sparwunder“-Tarif um ein altbekanntes Steuersparmodell handelt und somit alles andere als ein Wunder darstellt. Schließlich ist diese Steuerersparnis bei jedem Energieanbieter oder sonstigen Unternehmen theoretisch umsetzbar.
Weil Wunderwerk mit dem steuerlich subventionierten Sparwunder-Tarif Kunden von Bonus-Verträgen weglotsen will, kann man hier durchaus der Meinung sein, dass der eigentliche Gewinner oder „Sparer“ Wunderwerk AG selber ist und weniger der Kunde oder sein Arbeitgeber. Schließlich schließt das Unternehmen aus, eine Garantie für dieses Wunder übernehmen zu wollen: „In keinem Fall übernimmt die Wunderwerk AG Gewähr oder Haftung dafür, dass eine Steuerersparnis in Ihrem Fall realisiert werden kann“, führt Wunderwerk für seinen Wunderwerk Strom aus.
Das Landgericht Hamburg stellte in einer einstweiligen Verfügung fest, dass große Teile der Werbung des Unternehmens irreführend seien.
Das Werbeversprechen des Wunderwerk AG suggeriere allen Verbrauchern einen nutzbaren besonders günstigen Tarif. Dies sei aber nicht der Fall, weil die versprochene Ersparnis aus Steuervorteilen resultiere, die nur Angestellte mit Unterstützung des Arbeitgebers erzielen können. Der Richter stellte fest, dass diese notwendige Aufklärung nicht ausreichend in der Werbung vermittelt wurde.
In Wirklichkeit sei das aber nicht so, da die versprochene Ersparnis tatsächlich aus Steuervorteilen resultiere, welche nur abhängig Beschäftigte bei Mitwirkung Ihres Arbeitgebers erzielen könnten. Die diesbezüglich aufklärenden Hinweise des Unternehmens Wunderwerk seien aber nicht in der notwendigen Form mit der streitigen Werbung verknüpft gewesen, stellte der Richter in seinem Beschluss fest.
Die Wunderwerk AG hat diese einstweilige Verfügung akzeptiert und verwendet seitdem den Begriff „Sparwunder“-Tarif nicht mehr. Allerdings bietet das Unternehmen nach wie vor den irreführenden Tarif weiter an.
Auf der Seite von Wunderwerk AG habe ich am 07.04.2018 den Tarifrechner mit der PLZ „51467“ und einem Stromverbrauch i.H.v. 3.200 kWh befüllt. Beim Tarif „Sparwunder“ bietet das Unternehmen folgendes Angebot: 998,56€ „vor Berücksichtigung der Treue-Prämie“. Darauf folg eine Rechnung, in der eine „mögliche Treue-Prämie“ i.H.v. 320€ abgezogen wird und ein „Vorauss. Jahrespreis“ i.H.v. 678,56€ ausgewiesen wird.
Worum wird es sich bei dieser Treueprämie wohl handeln? Naja, werden Sie wohl denken, eine Prämie, wenn ich dem Unternehmen treu bleibe. Das habe ich auch gedacht. Dies ist aber nicht der Fall. Erst wenn man auf das „i“ klickt, erhält man folgende Erklärung: „Bei der Treue-Prämie handelt es sich um eine Ersparnis bei der Lohnabrechnung in Form eines lohnsteuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezugs.“ Es handelt sich somit um die zuvor aufgezeigte mögliche Steuerersparnis und nicht um einen Bonus! Ich befürchte, dass viele Verbraucher mit einem Bonus i.H.v. 320€ rechnen und erst mit der Stromrechnung erfahren, dass dieser gar nicht gewährt wird.
Ich glaube nicht an Wunder. Und ich glaube nicht an Wunderwerk AG. Das Unternehmen verwendet verbraucherunfreundliche AGBs und die irreführende Bezeichnung „Treueprämie“. Warum sollte ein Unternehmen dies tun? Vielleicht gibt der berufliche Werdegang des Vorstandsvorsitzenden eine Antwort darauf. Herr Schmidt war Führungsmitglied bei der 365 AG und der ExtraEnergie. Beide Unternehmen gehören zu den Stromanbietern mit den meisten Verbraucherbeschwerden…
Aufgrund meiner Erfahrungen mit der 365 AG, Fuxx Sparenergie und ExtraEnergie kann ich Wunderwerk AG nicht weiterempfehlen. Anstelle von Wunderwerk empfehle ich Ihnen, mit meiner Hilfe einen seriösen und etablierten Stromanbieter auszuwählen. Auf dieser Seite finden Sie u.a. eine Liste mit seriösen und unseriösen Stromanbietern. Ich stütze meine Einschätzung auf die Beschwerdestatistik, eine Studie zur Verbraucherfreundlichkeit von AGBs und vier Strom- und Gasanbietertests zu Servicequalität.
Wenn Sie den Vertrag vor weniger als vor zwei Wochen per Telefon, Post oder über das Internet abgeschlossen haben, können Sie noch von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Bitte beachten Sie einige Hinweise, wie Sie Ihren Stromanbieter Wunderwerk AG richtig widerrufen und kündigen. Unter Anderem empfehle ich eine Kündigung postalisch per Einschreiben/Einwurf vorzunehmen.
Wenn die 14-tägige Widerrufsfrist abgelaufen ist, sollten Sie insbesondere auf folgende Punkte achten:
Wunderwerk AG richtig kündigen: Bei einigen Stromdiscountern hatten Verbraucher Schwierigkeiten bei der Anerkennung ihrer Kündigungen. Folgen Sie meinen Hinweisen, damit Sie eine unfreiwillige Vertragsverlängerung verhindern. Die Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen laut Verivox.de. Schauen Sie aber vorsichtshalber in Ihren Vertragsunterlagen nach.
Versteckte Preiserhöhung: Preiserhöhungen können Sie teuer zu stehen kommen. Häufig werden diese versteckt oder beiläufig den Verbrauchern mitgeteilt. Aus diesem Grund empfehle ich sorgfältig alle Dokumente Ihres Stromanbieters und auch das Kleingedruckte sorgfältig zu lesen.
Guthabenauszahlung und fehlerhafte Stromabrechnungen: Bei einigen Stromanbietern werden das Guthaben aus der Stromrechnung sowie die versprochenen Neukundenboni zu spät ausgezahlt. Notieren Sie sich daher am besten, wann Wunderwerk AG Ihnen Geld überweisen muss, um schnell Mahnen zu können. Manchmal verzögert sich auch die Erstellung der Stromrechnung. Sie sollten zudem die Stromrechnung auf Fehler überprüfen. Ich bin immer wieder überrascht, in wie vielen Stromrechnungen der Bonus nicht mit berücksichtigt wurde, falsche Preise verwendet wurden oder schlichtweg fehlerhafte Berechnungen vorliegen.
Wenn Sie Probleme mit Wunderwerk AG bekommen sollten, so können Sie auf meiner Internetseite recherchieren, wie Sie Ihre Beschwerde erfolgreich durchsetzen können. Sie können auch gerne einen Kommentar mit einer kurzen Beschreibung des Sachverhalts auf dieser Seite hinterlassen. Ich werde Ihre Frage gerne beantworten.
V. Einstweilige Verfügung gegen Wunderwerk AG
Verbrauchererfahrungen zu 365 AG, Fuxx Sparenergie und ExtraEnergie
Wenn Sie als interessierter Stromkunden enttäuscht sind, dass Sie keine Wunderwerk Erfahrungen hier lesen konnten, dann empfehle ich Ihnen die Verbrauchererfahrungen mit 365 AG, Fuxx Sparenergie und ExtraEnergie zu studieren.
Die Tarife der Wunderwerk AG
Das Unternehmen Wunderwerk AG ist seit Februar 2018 als Stromanbieter in Deutschland aktiv und bietet 3 Stromtarife an:
Bonuswunder: 12 Monate Laufzeit bei einer 6-wöchigen Kündigungsfrist
Familienwunder: 24 Monate Laufzeit bei einer 6-wöchigen Kündigungsfrist.
Sparwunder: 1 monatige Laufzeit bei einer 4-wöchigen Kündigungsfrist
Auf Verivox ist der Tarif Bonuswunder erhältlich. Dieser zeichnet sich durch einen geringen Arbeitspreis i.H.v. 22,37 Cent /Kwh und einem hohen Grundpreis i.Hv. 22.57 € / Monat aus. Damit der Tarif unter den günstigsten aufgezeigt wird, werden ein Sofortbonus ein Neukundenbonus i.H.v. 15% auf die Gesamtkosten gewährt.
Hintergrundinformationen zu Wunderwerk AG
Seit 2018 als Stromanbieter tätig
Alleiniges Mitglied des Vorstands ist Herr Samuel Schmidt.
Das Kapital der Aktiengesellschaft beträgt 100.000 €.
Anschrift: Wunderwerk AG – Burgunderstr. 29 – 40549 Düsseldorf
Der erste Jahresabschluss wird voraussichtlich 2020 im bundesanzeiger.de vorliegen. Erst dann kann die finanzielle Situation des Stromanbieters besser abgeschätzt werden.
Der Versorger bietet zwei Zahlmethoden an: Sie haben die Wahl zwischen dem SEPA-Lastschriftverfahren und der Überweisung.
Wunderwerk AG Zählerstand mitteilen
Wunderwerk AG verfügt über kein Online-Portal. Aus diesem Grund müssen Sie Ihren Zählerstand per E-Mail an info@wunderwerk.ag mitteilen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit das Kontaktformular zu verwenden. Ich präferiere aber die E-Mail-Adresse zu verwenden, damit Sie nachweisen können, wann Sie welchen Zählerstand übermittelt haben.
Wie ist Ihre Meinung zum neuen Stromanbieter Wunderwerk AG? Haben Sie Anmerkungen zum Text? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!
22 Gedanken zu „Wunderwerk AG: verbraucherunfreundliche AGB-Regelungen, irreführende „Treueprämie“ sowie Parallelen zu 365 AG (immergrün) & Extraenergie“
Habe anfangs Juli versucht, zum 1.9.18 zu „Wunderwerk“ zu wechseln. Mitteilung von diesen, dass trotz mehrmaliger Versuche eine Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber, der Bayernwerk Netz GmbH, nicht zustande kam.
Habe dann versucht, zu BEV zu wechseln. Auch dieser Wechsel wurde mit der Begründung abgelehnt, es würden technische Probleme entgegenstehen. Auf tel. Anfrage hin erklärte man mir, dass die BEV im Einzugsbereich der Postleitzahl „9“ von Bayernwerk nicht beliefert wird.
Eine schriftliche Anfrage von mir an Bayernwerk ergab, dass weder „Wunderwerk“ noch die „BEV“ an den Netzbetreiber eine Belieferungsanfrage gestellt hätten.
Ich werde Verivox über diese Gebaren informieren. Die Bundesnetzagentur in Köln vermutete eh schon auf meine Anfrage hin, dass die beiden Anbieter überhaupt keine Anfrage an den Netzbetreiber gerichtet hätten. Ein Netzbetreiber muss diskrimminierungsfrei sein und allen Lieferanten sein Netz zur Verfügung stellen, soweit das betreffende Netzentgelt entrichtet wird.
7. September 2018 um 09:23
Vielen Dank für Ihren informativen Kommentar! bitte halten Sie mich auf dem Laufenden.
Ich habe schon die Vermutung geäußert, dass gewisse Stromanbieter „wechselfreudige“ Kunden einfach nicht beliefern wollen.
Svenja Lesch
Ich habe einen Vertrag bei Wunderwerk, diese möchte ich kündigen, da ich mit meinen Freund zusammenziehe. In seiner WOhnung gibt es einen bstehenden Stromanbieter und die Laufzeit meines Vertrags beträgt 1 Jahr.
Bei Wunderwerk gilt Umzug nicht als Kündigungsgrund. Was kann ich tun, damit ich dennoch kündigen kann und nicht weiteren 9 Monate Strom bezahlen muss.
Ich habe genau das selbe Problem. Habe jetzt schon 2 mal eine Ablehnung für die Strombelieferung bekommen und bin BEV Kunde 😀 und habe selbst gekündigt. Mit meinem Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz AG habe ich telefoniert das Vertragsende ist von der BEV schon hinterlegt und ich kann wechseln. Bekomme auch nur die fadenscheinlichen E-mails von Wunderwerk. Komischerweise hat mein Gas Wechsel von E wie einfach zu Wunderwerk geklappt. Den habe ich jetzt übrigens widerrufen, da ich gern Strom- und Gas aus einer Hand habe. Ist mir zu blöd das es bei Gas geht aber bei Strom scheitert! Naja wer nicht will der hat schon wa? Da werden wir doch mal eine schlechte Bewertung bei Google und trusted Shops lassen! Übrigens cool das es diesen Blog hier gibt!
Ich muss auch sagen das ich ein Dauerwechsler bin, spart ungemein und war vor der BEV bei immergrün 365 AG; bei mir hat wirklich alles geklappt. Neukundenonus auf der Rechnung war verrechnet, Sofort Bonus wurde rechtzeitig ausgezahlt und die Endabrechnung kam auch pünktlich das Guthaben wurde innerhalb von 14 Tagen ausgezahlt. Trotz negativer Bewertungen und böser Vorahnung hat alles wirklich super geklappt.
Also ich mache gern selbst Erfahrungen bin aber auhc über andere Erfahrungen dankbar. Aber ich habe auch viel rechtliches Hintergrund wissen und plärre die gleich mit § im Schreiben voll, vllt liegt es auch daran.
habe auch versucht zu Wunderwerk zu wechseln nachdem ich von Immergrün/365 AG abgelehnt wurde. Ich gehöre zu Intensivwechslern, sprich jährlich. Vor einigen Jahren gab es im Antragsformular bei 365 AG eine Frage: „Wie lange lief Ihr Liefervertrag mit dem aktuellen Stromlieferanten?“ Mit dieser Frage wollten die bestimmt „jährliche Wechsler“ ermitteln und wahrscheinlich keine Verträge abschließen.
Da das Wunderwerk seine „Wurzeln“ aufgrund der oben genannten früheren Tätigkeiten der GF in der 365 AG hat, und von der gleichen Service-Gesellschaft GFM bedient wird, vermute ich eine Datenbank, in welcher Oftwechselnde aufgenommen wurden und keine Verträge bekommen.
Vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar! Die Vermutung, dass Oftwechsler gegenseitig abgelehnt werden, hat ein anderer Verbraucher am 16.06.2018 hier ebenfalls vermutet.
Sehr interessant fand ich am Kommentar die Idee eine Auskunft über die gespeicherten Daten „im allgemeinen und speziell die Vertragsablehnung betreffend“ einzufordern.
Dies werde ich auch gleich mal tun.
15. Juni 2018 um 01:18
Wir hatten per Verivox nach einem neuen Stromanbieter gesucht. Da wir und auch unser Umfeld damit immer gut gefahren sind, dachten wir uns: wird schon passen.
Durch den günstigen Preis von angeblichen 58€ bei 3200 kwH dachten wir uns: das nehmen wir! Und es gibt auch noch einen Bonus. Als Azubis ( sind eine WG ) freut man sich immer.
Dann wurden dem Vertragsinhaber, meinem Mitbewohner, allerdings 95€ abgebucht. Wir konnten den Vertrag ein Glück noch gerade so widerrufen. Wunderwerk schlüsselt ihre Kosten nicht klar verständlich auf. Telefonisch wurde uns erklärt, dass die 58€ passen, wenn man die Boni über das Jahr runterechnet. Man muss also erst in Vorkasse gehen. Für uns nicht machbar.
Der Vertrag wurde widerrufen; die 95€ trotz Widerruf des SEPA-Mandates trotzdem abgebucht und sollen angeblich gut geschrieben werden, wenn wir den Zählerstand mitteilen. Ich glaube das Geld ist weg.
Leider kommen wir erst am 21.06 aus dem Tarif raus, wohl wegen technischer Gründe seitens Wunderwerk. Und das, obwohl es beim widerruf am 11.6 hieß, wir sollen ab 12.6 einen neuen Stromlieferer suchen.
Wir sind nun bei den Stadtwerken, da zahlen wir wirklich 58€ und konnten den Vertrag locker ohne Umschweife auf den 21.6 abändern. Und es gibt einen persönlichen Ansprechpartner.
Fritz Gustav Emil Janke
Auf Grund Ihres Berichtes werde ich bei Wunderwerk keinen Abschluß tätigen !!
Ich werde einem unseriösen Unternehmen durch den Wechsel von BEV zu Wunderwerk – den ich
beabsichtigte , keine Unterstützung zuteil werden Lassen !!
Vielen Dank für Ihren Bericht .
CWerten
24. Mai 2018 um 10:14
Ich habe auch zwei Mal versucht, zu Wunderwerk zu wechseln. In beiden Fällen habe ich innerhalb kürzester Zeit die von anderen Forumsmitgliedern bereits zitierte Email bekommen. Meine Nachfrage bei Verivox blieb erfolglos; man antwortete zwar prompt und sagte mir zu, bei Wunderwerk noch einmal nachzuhaken, aber danach kam von Wunderwerk eine Email: Der Prüfungs- und Ablehnungsprozess sei ein automatisches Verfahren, in das man keine Einsicht habe oder Einfluss nehmen könne. Hallo? Erst schreiben sie einem, dass Kundenzufriedenheit an erster Stelle steht und es Abstimmungsprobleme gebe; dann schreiben sie, dass das Verfahren automatisch und außerhalb ihres Einflusses sei?!? Und das, obwohl ich alle Daten des bisherigen Anbieters (BEV) übermittelt und auch bereits selbst gekündigt habe.
Das Wunderwerk-Angebot ist immer noch bei Verivox erhältlich. Zum gleichen Preis. Und erheblich günstiger als der nächst-teurer Anbieter (Vattenfall). Ich versuche es einfach noch mal.
Aber ein gutes Gefühl habe ich jetzt schon nicht (mehr).
24. Mai 2018 um 23:49
Es fällt mir auf, dass häufig diese „Abstimmungsprobleme“ zwischen BEV und Wunderwerk AG auftreten. Sehr interessant…
Schade, dass ich Sie nicht überzeugen konnte, sich einen seriösen Stromanbieter zu suchen. Wahrscheinlich haben Sie noch nicht die negativen Erfahrungen gesammelt, über die ich und andere Verbraucher auf dieser Seite berichten. Ich empfehle Ihnen die Hinweise zur Kündigung zu befolgen, Ihre Stromrechnung und die Auszahlung von Guthaben und Boni genau zu kontrollieren. Viel Erfolg mit Wunderwerk AG!
4. Mai 2018 um 11:29
Wunderwerk erscheint mir unseriös.
2x Mal abgelehnt mit den obigen fadenscheinigen Gründen.
Warum reagiert Verivox nicht und schmeisst die Firma einfach raus?
Bei welchem Stromanbieter sind Sie aktuell? Ich versuche Parallelen zu andern Fällen aufzustellen.
23. April 2018 um 13:36
Wunderwerk scheint in Schwierigkeiten zu stecken. Ich habe meinen Wechsel dahin beantragt un dparallel und unabhängig voneinander meine Freundin auch. Beide haben wir unanhängig voneinander heute eine email von Wunderwerk mit folgendem Inhalt erhalten:
Da wir Beide einige Kilometer voneinander weg wohnen, kann es keine spezifische Sache in einem einzigen Fall sein. Für mich hört sich das nach einem vorgeschobenen Grund an.
Ich stimme Ihnen zu, dass die Erklärung seltsam ist. Der Austausch mit dem Netzbetreiber ist ein Standard-Prozess, den jeder Stromanbieter beherrschen muss. Im Fall von Wunderwerk gehe ich davon aus, dass die Service-Gesellschaft GFM den Wechselprozess und weitere Prozesse übernimmt. Probleme bei der Abstimmung mit dem Netzbetreiber kann ich mir daher nicht erklären. Ich würde auf einen anderen Grund tippen. Darf ich fragen, bei welchem Stromanbieter Sie und Ihre Freundin zuvor waren?
Hallo, ich habe ach einen Vertrag bei Wunderwerk schließen wollen und es hat auch nicht geklappt. Die Begründung war die gleiche.
Im Grunde genommen finde ich die doch recht schnelle Information aber gut, besonders wenn man den Wechsel fast auf den letzten Drucker vollziehen will/muss. Man kann sich dann noch umorientieren und rutscht nicht in die Versorgung der Stadtwerke.
17. Mai 2018 um 17:07
Eine schnelle Rückmeldung finde ich auch gut. Mich wundert es nur, dass innerhalb weniger Stunden mehrere Kontaktversuche gescheitert sein sollen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass E-Mail/Fax/Telefon etc. ausgefallen sein soll und dass sich dadurch die Versorger nicht austauschen konnten.
Ich habe eine Bewertung auf Verivox vom 24.04.2018 gesehen, dass ein anderer Verbraucher das gleiche Problem hatte. Interessant ist, dass Wunderwerk AG den Vertrag aufgrund mehrfacher misslungener Abstimmungsversuche mit dem bisherigen Anbieter bereits nach ca. 24 Stunden abgewiesen haben soll.
„Abweisung mit fadenscheiniger Begründung
Wie üblich bei Verivox den Wechselauftrag gestellt und alle Daten des bisherigen Anbieters korrekt angegeben. Soweit wieder TOP. Doch dann das Erwachen: Wunderwerk meint nach nur ~24h bereits, dass „Trotz mehrfachem Versuchs ist diese Abstimmung bislang nicht erfolgreich gewesen und somit den Auftrag nicht mehr weiterbearbeiten und leider beenden … und siehe da, nur kurz drauf ist das günstige Angebot auch nicht mehr verfügbar. Für mich kein seriöses Vorgehen.“
(24.04.2018 – 07:4/24/2018 7:24:09 AM Uhr Wechsel beauftragt im April 2018)
Also ich habe bei Wunderwerk über Verivox abgeschlossen und kann mich nicht dagegen verwehren, dass hier Fake Angebote unterbreitet werden. Das Angebot war vom 10.April 2018. Neukundenbonus 201. – Euro. Am 12. April bekam ich folgende Nachricht
Auf Nachfrage bei meinem jetzigen Liferanten und beim Grundversorger ist keine Anfrage eingegangen.
Am 14. April würde das Angebot auf Verivox angepasst und ist jetzt 40.- Euro schlechter. Der Name des Unternehmens ist Programm und den Wunderbonus habe ich schon vor Lieferung bekommen.
Der Telefonsupport besteht nur aus Textansagen. Ich jedenfalls könnte niemanden erreichen. Ich habe Beschwerde eingelegt und Verivox sollte etwas besser prüfen. Somit kann ich diesen Anbieter nicht empfehlen und schließe mich der Meinung des Autors an.
20. März 2018 um 14:25
Kann man mit Wunderwerk Steuern sparen?
Wahrscheinlich schon. Bei einer kurzen Google-Recherche habe ich gelesen, dass der Arbeitgeber auch einen Stromkostenzuschuss als steuerfreien Sachbezug leisten kann. Steuersparen kann also funktionieren – sicherlich auch mit jedem anderen Stromversorger. Unseriös und lächerlich finde ich das nicht.
Vielen Dank für diesen Hinweis. Ich habe auf Ihren Kommentar hin recherchiert und gesehen, dass monatliche Sachbezüge von maximal 44 € steuer- und sozialversicherungsfrei bleiben (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG; § 3 Abs. 1 Satz 4 SvEV). Neben dem Klassiker Tankgutschein und Geschenkgutscheinen, kann der Arbeitgeber z.B. auch Stromkosten von 44 € verschenken.
Was ist schade finde ist, dass zwar mit der Steuerersparnis geworben wird, aber nicht erklärt wird, wie dies funktioniert. Denn wenn Verbraucher schon Tankgutscheine etc. im Wert von 44€ monatlich von ihren Arbeitgebern erhalten, dann ist die Freigrenze bereits erreicht und mit dem Wunderwerk-Tarif können keine Steuern gespart werden. Zudem muss der Arbeitgeber (so verstehe ich es zumindest) den Verbrauchern die 44 € schenken. Nicht jeder Arbeitgeber wird dazu bereit sein.
Ich stimme Ihnen zu, dass Steuersparen über die Stromrechnung durchaus seriös ist – allerdings würde ich mir wünschen, dass auch seriös erklärt wird, unter welchen Bedingungen dies möglich ist. Vielleicht passt Wunderwerk AG seine Internetseite dahingehend an. Ich würde mich freuen.
21. März 2018 um 12:02
Auf der Internetseite der Wunderwerk AG werden Ersparnis und Voraussetzungen (z. B. noch nicht ausgeschöpfte Freigrenze) an einem Beispiel erläutert. Insgesamt eine relativ komplexe Rechnung. Verschenken muss der Arbeitgeber nichts. Durch die Verringerung des Bruttogehaltes und dadurch gesparte AG-Anteile an den SV-Beiträgen sinkt in dem Beispiel sogar die Belastung für den Arbeitgeber.
Wer die individuelle Berechnung seiner Ersparnis nicht scheut (was man vorab machen sollte) und kein Problem mit ggf. geringeren RV-Beiträgen und den Konsequenzen daraus hat (wenn Lohn/Gehalt unter der Beitragsbemessungsgrenze liegen), kann mit diesem Modell vermutlich insgesamt einige Euro sparen. Als Anlass für ein (Gehalts-)Gespräch mit dem Vorgesetzten ist es in jedem Fall geeignet, sofern die Freigrenze bisher nicht ausgeschöpft wird und vielleicht sogar Aussicht auf zusätzliches steuerfreies Einkommen neben dem normalen Brutto besteht. Hier kann man Wunderwerk dankbar sein, dass sie dieses Thema in die Öffentlichkeit tragen – es kann schließlich jeder Stromkunde unabhängig vom Stromanbieter profitieren, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
Ich stimme Ihnen zu, dass – sofern die Freigrenze nicht ausgeschöpft ist – der Verbraucher „einige Euro“ sparen kann. Ich komme zu einem anderen Fazit als Sie: Wegen diesen paar Euros würde ich nicht die Lohnbuchhaltung in meinem Unternehmen wild machen. In meinem Unternehmen gibt es klare Regelungen mit dem Betriebsrat. Insofern wird bestimmt keine Sonderlösung für mich gestrickt. Es müsste eine Lösung für alle Mitarbeiter gefunden werden. Diesen Aufwand würde ich mir ersparen wollen. Im Gespräch mit meinem Chef würde ich lieber die Zeit für Gehaltserhöhungen nutzen, als das Modell von Wunderwerk zu erklären.
Ob man Wunderwerk für diesen Steuertipp danken soll, mag jeder Leser selbst beurteilen. Ich sehe die Gefahr, dass mit Versprechen gelockt werden, die im Nachhinein für den Verbraucher nicht umsetzbar sind.
Ich finde es klasse, dass zum Thema „Steuersparen mit Hilfe des Stromanbieters“ eine kleine Diskussion mit unterschiedlichen Ansichten entstanden ist! Ich würde mich sehr über weitere Verbrauchermeinungen freuen. Vielleicht gibt es ja auch schon die ersten Verbraucher, die über Erfahrungen mit der Steuerersparnis berichten können.