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Timestamp: 2018-02-25 11:28:39
Document Index: 146762842

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 24', 'Art. 1', 'Art. 20', '§ 2', '§ 34', '§ 12', '§ 34', '§ 21', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 7', '§ 8', '§ 44', '§ 2']

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 21/2016 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 25.04.2016 – L 16 AS 221/16 B ER
1. 2 LSG Baden-Württemberg, Urteil v. 10.05.2016 – L 9 AS 5116/15
Jobcenter muss keine Unterkunftskosten für Pritschenwagen zahlen – Pritschenwagen ist keine Hartz-IV-Unterkunft
1. 3 LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss v. 09.05.2016 – L 6 AS 515/15 NZB
2. Mindert sich kraft Gesetzes der „Auszahlungsanspruch“ einer zuerkannten Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt, so bedeutet das nicht, dass die zugrunde liegende Bewilligung selbst abweichend von § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X ohne ausdrückliche (Teil-)Aufhebung partiell ihre Regelungswirkung verlieren könnte (BSG v. 29.04.2015 – B 14 AS 19/14 R).
Rechtstipp: ebenso LSG NRW, Urteil v. 18.01.2016 – L 19 AS 411/15
1. 4 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 24.11.2015 – L 7 AS 1148/14
1. 5 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 24.11.2015 – L 7 AS 1519/15 B ER
1. 6 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 19.04.2016 – L 7 AS 170/16 B ER
1. 7 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 18.03.2015 – L 19 AS 1272/15
Zur Verwertbarkeit eines selbst genutzten Hausgrundstücks von unangemessener Größe – auch keine darlehnsweise Gewährung nach § 24 Abs. 5 S. 1 SGB II bei Ablehnung einer Verwertung
Rechtstipp: ebenso LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 12.04.2016 – L 32 AS 445/16 B ER – rechtskräftig
1. 8 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 22.04.2016 – L 19 AS 423/16 B ER rechtskräftig
die erforderliche Hilfe von anderen erhalten kann ( vgl. Beschluss des Senats vom 29.02.2012 – L 19 AS 544/12 B ER; LSG Sachsen, Beschluss vom 22.02.2016 – L 3 AS 990/15 B ER; a.A. LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 17.08.2015 – L 3 AS 370/15 B ER).
3. Denn entscheidend ist der tatsächliche Zufluss einer solchen Rente als bereites Mittel zur Bedarfsdeckung. Ein Verweis auf ein fiktiv vorhandenes Einkommen ist unzulässig. Die Verweigerung existenzsichernder Leistungen aufgrund der Annahme, dass die Hilfebedürftigkeit bei bestimmtem wirtschaftlichen Verhalten (teilweise) abzuwenden gewesen wäre, ist danach mit Art. 1 GG i.V.m. Art. 20 GG nicht vereinbar ( vgl. BSG, Urteil 19.08.2015 – B 14 AS 43/14 R).
4. Das Bundessozialgericht hält die Berücksichtigung eines bestehenden Rechtsanspruchs als Einkommen auch dann für ausgeschlossen, wenn ein Leistungsberechtigter auf die Realisierung des Anspruches hinwirken kann. Insoweit hat der 14. Senat ausdrücklich in dieser Entscheidung die frühere Rechtsprechung, wonach eine Berücksichtigung eines Wertzuwachses als Einkommen vor dem Zeitpunkt des tatsächlichen Zuflusses erwogen worden ist, wenn eine Freigabe der fraglichen Mittel "ohne Weiteres" zu erreichen war (vgl. etwa BSG, Urteile vom 10.05.2011 – B 4 KG 1/10 R – und vom 16.05.2012 – B 4 AS 132/11 R – ) unter Bezugnahme auf die jüngere Rechtsprechung zum Begriff der "bereiten Mittel" aufgegeben.
5. Es hat den Nachrangigkeitsgrundsatz (§§ 2, 3 Abs. 3 Halbs. 1 SGB II) dadurch gewahrt gesehen, dass ein solches – einen Wertzuwachs nicht realisierendes – Verhalten einen Ersatzanspruch nach § 34 SGB II auslösen kann.
6. Diese vom Bundessozialgericht aufgestellten Grundsätze zum Begriff des "bereiten Mittels" sind übertragbar auf die Fallgestaltung, dass ein Leistungsberechtigter der Aufforderung nach § 12a SGB II zur Rentenantragstellung nicht nachkommt bzw. in einem vom Grundsicherungsträger eingeleiteten Rentenverfahren nicht mitwirkt Der Antragsgegner dürfte insoweit auch auf die Handlungsoption des § 34 SGB II hinzuweisen sein (vgl. hierzu LSG Sachsen, Beschluss vom 22.02.2016 – L 3 AS 990/15 B ER).
Derzeit urteilen die Gerichte noch so: LSG NRW, Beschluss v. 26.04.2016 – L 2 AS 388/16 B ER – Insbesondere kann eine Unzumutbarkeit nicht darauf gestützt werden, die vorzeitige Altersrente reiche nicht zum notwendigen Lebensunterhalt aus und erfordere daneben die Gewährung von Leistungen zur Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII. Nach den gesetzlichen Vorgaben reicht es nämlich bereits aus, wenn durch die Rentengewährung eine Verminderung der Hilfebedürftigkeit (mit Rentenbeginn dann im Rahmen des SGB XII) eintritt (siehe dazu auch BSG, Urteil v. 19.8.2015, B 14 AS 1/15 R).
1. 9 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 14.04.2016 – L 19 AS 576/16 B ER – rechtskräftig
Der Senat sieht keinen Anlass, von der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts zur Anwendung und Auslegung der Vorschriften der §§ 21, 23 SGB XII im Fall von Unionsbürgern (BSG, Urteile vom 03.12.2015 – B 4 AS 59/13 R -, – B 4 AS 44/15 R – und – B 4 AS 43/15 B ER, vom 16.12.2015 – B 14 AS 33/14 R, vom 20.01.2016 – B 14 AS 35/15 R) auch unter Berücksichtigung der hiervon abweichenden Rechtsprechung (LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 22.01.2016 – L 29 AS 20/16 B ER ; LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 11.02.106 – L 3 AS 668/15 B ER -; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschlüsse vom 22.02.2016 – L 9 AS 1335/15 B ER – und vom 17.03.2016 – L 9 AS 1580/15 B ER; LSG NRW, Beschluss vom 07.03.2016 – L 12 SO 79/16 B ER) abzuweichen (vgl. Beschlüsse des Senats vom 24.02.2016 – L 19 AS 1834/15 B ER und vom 24.03.2016 – L 19 AS 289/16 B ER).
1. 10 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 27.04.2016 – L 7 AS 384/16 B – rechtskräftig
Gewährung von Prozesskostenhilfe ( hier bejahend ) – fehlender Weiterbewilligungsantrag ALG II – Verwaltungsakt – sozialrechtlicher Herstellungsanspruch
1. 11 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 27.04.2016 – L 6 AS 407/16 B ER – rechtskräftig
1. § 23 Abs. 3 SGB XII steht einem Leistungsanspruch der Antragsteller nicht entgegen (vgl. BSG Urteil vom 03.12.2015 – B 4 AS 59/13 R ). Selbst wenn es sich bei den Antragstellern um Unionsbürger ohne materielles Aufenthaltsrecht handelt, haben sie zwar im Hinblick auf die Regelung des § 23 Abs. 3 S. 1 2. Alt. SGB XII keinen Rechtsanspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt nach § 23 Abs. 1 S. 1 SGB XII, jedoch steht ihnen ein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt als Ermessensleistung nach § 23 Abs. 1 S. 3 SGB XII zu (BSG Urteil vom 03.12.2015 – B 4 AS 44/15 R; Urteil vom 16.12,2016 – B 14 AS 33/14 R; LSG NRW Beschluss vom 24.02.2016 – L 19 AS 1834/15 B ER ; a.A. LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 11.02.2016 – L 3 AS 668/15 B ER, SG Dortmund, Beschluss vom 11.02.2016 – S 35 AS 5396/15 ER).
2. Das Ermessen der Beigeladenen ist im Hinblick auf die Dauer des Aufenthaltes der Antragsteller von jedenfalls mehr als einem Jahr auf null reduziert (vgl. BSG, Urteil vom 03.12.2015 – B 4 AS 44/15 R; Urteil vom 16.12,2016 – B 14 AS 33/14 R ). Denn im Hinblick auf die Dauer ihres Aufenthalts und fehlende Anhaltspunkte, dafür dass die Ausländerbehörde aufenthaltsbeendende Maßnahmen eingeleitet hat bzw. auch nur vorbereitet, haben die Antragsteller einen bereits verfestigten Aufenthalt (vgl. hierzu BSG, Urteil vom 03.12.2015 – B 4 AS 44/15 R ).
1. 12 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 07.04.2016 – L 7 AS 288/16 B ER – rechtskräftig
Polnische Antragsteller haben vorläufigen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts einschließlich der Kosten für Unterkunft und Heizung im einstweiligem Rechtsschutz – Abweichung von dem Grundsatz, dass die Zubilligung von Leistungen für Unterkunft und Heizung für eine Zeit vor Stellung des Eilantrags nicht in Betracht kommt( vgl. auch auch LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.10.2015 – L 19 AS 1365/15 B ER).
1. Seit dem Urteil des BSG vom 03.12.2015 (B 4 AS 44/15 R) ist höchstrichterlich entschieden, dass jedenfalls auch erwerbsfähige Personen mit einem verfestigten Aufenthalt Anspruch auf Leistungen nach dem SGB XII haben können. Damit ist die Frage, ob Antragsteller dem Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II unterfallen, – ähnlich wie die Frage der Erwerbsfähigkeit iSd § 8 Abs. 1 SGB II (vergl. § 44 a Abs. 1 Satz 7 SGB II) – (lediglich) maßgeblich für die Bestimmung des zuständigen Leistungsträgers. Unterliegen die Antragsteller dem Leistungsausschluss nicht, weil sie – was hier wie ausgeführt nahe liegt – auch über ein anderweitiges Aufenthaltsrecht verfügen, ist der Antragsgegner für die Zahlung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts zuständig.
Rechtstipp: ebenso für estnische Staatsangehörige, Beschluss v. 19.04.2016 – L 7 AS 386/16 B ER
2. 1 SG München, Beschluss v. 21.03.2016 – S 40 AS 555/16 ER
Fahrtkosten zu Meldeterminen beim Jobcenter – Existenzminimum muss gewahrt sein, ein Beitrag von RA Mathias Klose, Regensburg
2. 2 SG Schleswig, Beschluss vom 11.12.2015 – S 16 AS 208/15 ER – noch nicht rechtskräftig
Siehe dazu auch Beitrag von RA Dirk Audörsch, 25870 Oldenswort: "Erweiterte Produkttheorie" – Summe aus Unterkunfts- und Heizkosten: http://www.rechtundschlichtung.de/index.php/aktuell.html
Zitat : Es entspricht der Rechtsprechung des BSG, dass, um nicht die Wohnungseigentümer zu benachteiligen, eventuell Tilgungsleistungen zu den eigentlichen Hausnebenkosten zu addieren sind (BSG, Urt. vom 18. Juni 2008 – B 14/11b AS 67/06 R -, Rn. 23 ff.). Was einerseits für Tilgungsraten gilt, kann auf Heizkosten übertragen werden. Ergibt mithin eine Gegenrechnung, das heißt ein Vergleich zu einem Mieter, dass der Eigentümer in einem praktisch schuldenfreien Haus lebt und von daher niedrige Kosten hat, so gilt: Er kann eventuell einiges "durch den Schornstein heizen", solange er nur sich im Rahmen des für einen Mieter Üblichen hält.
2. 3 SG Osnabrück, Urteil vom 16.03.2016 – S 22 AS 802/15
2. 4 SG Osnabrück, Urteil vom 10.05.2016 – S 33 AS 470/13
Polnischer Staatsangehöriger pflegt seinen deutschen Vater – aufgrund der erbrachten Pflegeleistungen und der dafür erhaltenen Bezahlung besteht ein Anknüpfungspunkt zum deutschen Arbeitsmarkt
3. 1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 15.03.2016 – L 20 SO 545/11 – Die Revision wird zugelassen.
2. Eine Übernahme der Kosten für den Besuch der L-Schule durch den Kläger als Eingliederungshilfe zur Erlangung einer angemessenen Schulbildung käme deshalb nur dann in Betracht, wenn ihm der Besuch einer anderen (nordrhein-westfälischen und damit für ihn kostenfreien öffentlichen) Schule aus schwerwiegenden subjektiven Gründen nicht möglich bzw. nicht zumutbar gewesen wäre (vgl. zu insoweit vergleichbaren Fällen bereits die Senatsurteile vom 11.06.2014 – L 20 SO 418/11 und vom 11.08.2015 – L 20 SO 316/12 ).
4. 1 SG Koblenz, Beschluss v. 13.05.2016 – S 16 AY 3/16 ER
Das SG Koblenz hat in einem Eilverfahren entscheiden, dass nach einem 15monatigem Aufenthalt Leistungen nach § 2 AsylbLG zu erbringen sind, auch wenn die Betroffenen (abgelehnte Asylantragstellende aus Serbien) nicht freiwillig ausreisen ("Das bloße Absehen von einer freiwilligen Ausreise ist (…) nicht als rechtsmissbräuchlich anzusehen.").
Verbleibt ein Ausländer, der mit dem Ziel des Sozialleistungsbezugs eingereist ist, längerfristig oder sogar dauerhaft im Bundesgebiet, ist verfassungsrechtlich der Übergang von den unabweisbar gebotenen existenzsichernden Leistungen zu den ungekürzten Grundleistungen bzw. – nach Ablauf der Wartefrist – den Analogleistungen geboten."
5. 1 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 26.04.2016 – L 7 BK 7/15
Die von der Familienkasse in Umsetzung des BSG-Urteils vom2. November 2012 – B 4 KG 2/11 R – verwendete Formulierung bei vorläufigen Bewilligungsbescheiden unter Rückzahlungsvorbehalt ist hinreichend bestimmt und stellt eine wirksame Nebenabrede dar.
zu LSG Baden-Württemberg , Urteil vom 10.05.2016 – L 11 KR 5133/14
6. 2 LSG Berlin-Brandenburg, Urteil v. 10.03.2016 – L 2 R 712/15
Rentenversicherung – Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben – Bezugsberuf nach längerer Arbeitslosigkeit
7. Hartz IV: Formulierungshilfen für den Sozialabbau – ND
8. Video: Wie Andrea Nahles Arbeitslose um ihre Rechte bringen will – Report Mainz
10. Sozialgericht rügt Landratsamt – Arme brauchen doch einen Staubsauger
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