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Timestamp: 2016-10-26 23:18:30
Document Index: 42092045

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

R.________, 1963, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. D.________,
A.- Der 1963 geborene R.________ war ab 1. September 1995 bei der Firma X.________ als Bauarbeiter t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unf�lle versichert. Am 20. September 1995 st�rzte er aus einer H�he von ca. 4m von einem Bauger�st und zog sich dabei Calcaneusfrakturen beidseits und eine Malleolarfraktur Typ C rechts zu, was eine Versorgung mit einer Osteosynthese in der Orthop�dischen Klinik Y.________ zur Folge hatte (Operationsbericht des Oberarztes Dr. med. O.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 5. Oktober 1995). Am 2. Februar 1996 wurde das Osteosynthesematerial entfernt. Seit dem Unfall ist R.________, abgesehen von einem gescheiterten Arbeitsversuch auf dem Bau, nicht mehr erwerbst�tig.
Nach Durchf�hrung der kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung vom 28. Juli 1997 stellte die SUVA die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. Oktober 1997 ein, da von der Fortsetzung der medizinischen Behandlung keine wesentliche Besserung der Unfallfolgen mehr erwartet werden konnte. Mit Verf�gung vom 21. November 1997 sprach die Anstalt R.________ mit Wirkung ab 1. November 1997 eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 25 % sowie eine Entsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse von 25 % zu. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 14. April 1998 fest.
B.- Hiegegen liess R.________ Beschwerde erheben mit dem Antrag, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Sache zu weiteren Abkl�rungen an die SUVA zur�ckzuweisen; eventualiter sei ihm eine Invalidenrente f�r eine Erwerbsunf�higkeit von mindestens 43 % zuzusprechen. Mit Entscheid vom 23. Dezember 1998 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau die Beschwerde ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst R.________ das im kantonalen Verfahren gestellte Rechtsbegehren erneuern.
1.- Streitig und zu pr�fen ist, wie bereits im kantonalen Verfahren, einzig die H�he der Invalidenrente des Beschwerdef�hrers.
2.- Wird der Versicherte infolge eines Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder f�r l�ngere Zeit in seiner Erwerbsf�higkeit beeintr�chtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG). F�r die Bestimmung des Invalidit�tsgrades wird das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der unfallbedingten Invalidit�t und nach Durchf�hrung allf�lliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k�nnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen k�nnte, wenn er nicht invalid geworden w�re (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG).
3.- SUVA und Vorinstanz gingen im Wesentlichen gest�tzt auf das Ergebnis der Abschlussuntersuchung durch Kreisarzt Dr. med. C.________ vom 28. Juli 1997 (Bericht vom 29. Juli 1997) davon aus, dass der Beschwerdef�hrer f�r leichte, k�rperliche Arbeit, welche schwergewichtig im Sitzen erfolgt, bei voller Pr�senz einsetzbar ist, wobei kurzfristiges Aufstehen und Umhergehen ebenfalls zumutbar sei. Diese Beurteilung steht, entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers, nicht im Widerspruch zum kreis�rztlichen Bericht vom 4. Juni 1996, in welchem empfohlen wird, bei Scheitern des Arbeitsversuches auf dem Bau eine weniger fussstrapazierende T�tigkeit zu suchen, wobei leichtere, k�rperliche Arbeit ohne riskante Positionen auf D�chern und Ger�sten mit Wechselbelastung zwischen Sitzen, Gehen und Stehen g�nstig w�re. Allein der vom Beschwerdef�hrer angef�hrte Umstand, dass der Kreisarzt im Abschlussbericht vom 29. Juli 1997 eine schwergewichtig im Sitzen zu verrichtende T�tigkeit f�r zumutbar h�lt, w�hrend er im fr�heren Bericht eine Arbeit mit Wechselbelastung zwischen Sitzen, Gehen und Stehen als ideal bezeichnete, vermag keine Zweifel an der Schl�ssigkeit der Zumutbarkeitsbeurteilung zu begr�nden. Unbehelflich ist sodann der Hinweis auf die vom Kreisarzt angef�hrte Vermittlungsf�higkeit (von mindestens 50 %), da diese f�r die Invalidit�tsbemessung nicht massgebend ist (vgl. Erw. 2 hievor). Weitere medizinische Abkl�rungen er�brigen sich, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (BGE 122 II 469 Erw. 4a, 122 III 223 Erw. 3c).
4.- a) Das hypothetische Einkommen ohne Invalidit�t wurde von der SUVA gest�tzt auf die Angaben des Arbeitgebers vom 24. M�rz 1997 auf Fr. 3963.50 (x 13) festgesetzt, was auf Grund der Akten nicht zu beanstanden und im vorliegenden Verfahren auch nicht in Frage gestellt wird.
b) Nimmt ein Versicherter nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit auf, k�nnen f�r die Bestimmung des hypothetischen Invalideneinkommens entweder sog. Tabellenl�hne (dazu BGE 124 V 321) oder aber die L�hne von noch in Frage kommenden T�tigkeiten in verschiedenen Betrieben der Region des Versicherten, welche in den sog. DAP-Zahlen (Dokumentation �ber die Arbeitspl�tze) der SUVA festgehalten sind (dazu RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412), herangezogen werden (vgl. auch Omlin, Die Invalidit�t in der obligatorischen Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1995, S. 215).
Vorinstanz und SUVA gingen vorliegend f�r das hypothetische Einkommen, welches der Beschwerdef�hrer trotz des Gesundheitsschadens durch eine ihm zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage noch erzielen k�nnte, auf Grund der von der SUVA erhobenen DAP-Zahlen von einem durchschnittlichen Einkommen von monatlich Fr. 3000.- (x 13) aus. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers stellen die durch die SUVA vorgenommenen Arbeitsplatzerhebungen eine geeignete und hinreichende Grundlage f�r den Einkommensvergleich dar. Daran vermag nichts zu �ndern, dass sich den DAP-Erfassungsbl�ttern, wie der Beschwerdef�hrer beanstandet, nicht entnehmen l�sst, ob der Chef, der Personalverantwortliche oder der gew�hnlich am entsprechenden Arbeitsplatz T�tige die Angaben gemacht hat. Seinem Einwand, es fehlten Angaben, ob er bei den vorwiegend sitzend auszuf�hrenden T�tigkeiten zwischendurch ab und zu aufstehen und eventuell sogar etwas umhergehen k�nne, ist entgegenzuhalten, dass in den DAP-Erfassungsbl�ttern bei s�mtlichen Arbeitspl�tzen vermerkt ist, dass die M�glichkeit besteht, Pausen einzuschalten. Ob der von der SUVA ermittelte Invalidenlohn, wie vom Beschwerdef�hrer beantragt, um 25 % zu reduzieren ist, weil er auf Grund seiner Behinderungen zwischendurch aufstehen und/oder etwas herumgehen m�sse, was sich auf seine Leistungsf�higkeit negativ niederschlage, bleibt nachfolgend zu pr�fen.
aa) Rechtsprechungsgem�ss ist bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gegebenenfalls der Umstand zu ber�cksichtigen, dass gesundheitlich beeintr�chtigte Personen, welche nicht mehr voll leistungsf�hig sind, das durchschnittliche Lohnniveau im fraglichen Wirtschaftszweig h�ufig nicht erreichen (RKUV 1998 Nr. U 320 S. 601 Erw. 2a; in BGE 114 V 310 nicht publizierte Erw. 4b). Namentlich bei Versicherten, welche k�rperliche Schwerarbeit verrichtet haben und nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine physisch anstrengende T�tigkeit mehr auszu�ben verm�gen, kann sich eine solche Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit als Erwerbseinbusse niederschlagen, wenn f�r den Versicherten keine anderen entsprechenden Erwerbsgelegenheiten in Frage kommen, wie sie der allgemeine ausgeglichene Arbeitsmarkt enth�lt (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 104; ZAK 1991 S. 321 Erw. 3b). Ob ein "leidensbedingter Abzug" gerechtfertigt ist und allenfalls in welchem Umfang, ist im Einzelfall zu pr�fen (AHI 1998 S. 177 Erw. 3a), wobei ein Abzug vor allem da in Frage kommt, wo das Invalideneinkommen auf der Grundlage der so genannten Tabellenl�hne, welche f�r gesunde Hilfsarbeiter ermittelt werden, festgesetzt wird (RKUV 1998 Nr. U 304 S. 373; vgl. auch RKUV 1999 Nr. U 343 S. 414). Vorliegend besteht f�r einen leidensbedingten Abzug von dem auf Grund der DAP-Zahlen ermittelten Invalideneinkommen (Fr. 3000.- bei 13 Auszahlungen, Fr. 3250.- bei 12 Auszahlungen) schon deshalb kein Anlass, weil damit der Tabellenlohn im privaten Sektor Produktion (Schweizerische Lohnstrukturerhebung [LSE] 1996, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4: Fr. 4503.-, auf 41,9 Stunden umgerechnet: Fr. 4717.-, per 1997 um 0,5 % aufgewertet: Fr. 4740.-) um weit mehr als 25 % unterschritten wird und das von der SUVA angenommene Invalideneinkommen angesichts ganzt�giger Einsatzf�higkeit als sehr wohlwollend bezeichnet werden muss.
bb) Da dem Beschwerdef�hrer die von der SUVA als Verweisungst�tigkeiten ermittelten leichten und wechselbelastenden Besch�ftigungen ganztags zumutbar sind, ohne dass ein potenzieller Arbeitgeber weitere gesundheitsbedingte Einschr�nkungen des Leistungsverm�gens zu gew�rtigen h�tte, rechtfertigt sich eine weitere Herabsetzung der von der Anstalt erhobenen L�hne nicht.