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Timestamp: 2017-09-26 19:58:32
Document Index: 235081350

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 6', '§ 26', '§ 130', '§ 832', '§ 6']

Kubayamashi-Do → Geschäfts- und Verfahrensordnung (GVO)
Geschäfts- und Verfahrensordnung (GVO)
Mit dem unterzeichneten Beitrittsantrag und der damit möglicherweise auch verbundenen Aufnahme in den Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. erkennt jede Person nach dem Gesetz die Satzung (letztmals geändert am 26. März 2011) und die in ihrem § 11 festgelegte Geschäftsordnung des Vereins an. Die Geschäftsordnung beinhaltet auch gleichzeitig die Verfahrensregeln bezüglich der Entscheidungen, welche in administrativen Angelegenheiten oder während des Unterrichts getroffen werden. Entsprechend wird die Geschäftsordnung zur vorliegenden Geschäfts- und Verfahrensordnung erweitert, welche im Folgenden abgekürzt nur noch als GVO bezeichnet wird. Es gilt grundsätzlich die GVO mit dem aktuellen Stand, welcher auf unserer Vereinsdomain unter GVO proklamiert ist. Mit der Proklamation der aktuellen Fassung der GVO verlieren alle vorhergehenden Versionen ihre Gültigkeit. Die Aktualisierung wird jeweils am Tage der Aktualisierung auf unserer Domain eingetragenen Vereinsmitgliedern zur Verfügung gestellt. Sollten zu einzelnen Verfahrensfragen bisher noch keine Regeln in der GVO nachzulesen sein, so werden diese nur auf schriftliche Anfrage dem jeweiligen Vereinsmitglied per Zuschrift beantwortet. Entsprechend wird dann auch die Aktualisierung der auf unserer Domain zur Verfügung gestellten GVO vorgenommen.
Die vorliegende GVO darf in ihrem Wortlaut nur vom Vorstand des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. geändert werden. Zuwiderhandlung gilt als Urkundenfälschung und wird strafrechtlich zur Anzeige gebracht. Sollte ein Punkt der vorliegenden GVO gegen — gegebenenfalls geändertes — geltendes Recht verstoßen, gilt die entsprechende Gesetzregelung. Im Falle eines solchen Verstoßes behält der Rest der GVO seine Gültigkeit. Gerichtsstand ist Frankfurt am Main.
Rechtsverbindlichkeit der Verträge
Die Satzung des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. ist beim Amtsgericht Frankfurt anerkannt und damit für alle Vertragsteilnehmer — so auch die Mitglieder des Vereins — eine rechtsverbindliche Grundlage. In den jeweiligen Verträgen des Vereins sind die zu entrichtenden Kosten detailliert aufgeführt. Mit der Unterschrift, welche durch einen Vertragsteilnehmer auf einen jeweiligen Vertrag geleistet wird, erkennt er diese Vereinbarung an, wodurch sie rechtswirksam wird.
Verträge für den Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. bestehen unbefristet.
Kündigungen der Verträge mit dem Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. bedürfen einer formalen schriftlichen Kündigung. Laut § 6 der Satzung kann der Austritt unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende erfolgen.
Die Kündigungsfrist dient nicht zur Schikane der austrittswilligen Mitglieder, sondern stellt eine finanzielle Absicherung des Vereins in Hinblick auf das nächste zu planende halbe Jahr dar. Ohne die Laufzeit der Kündigungsfrist wäre es dem Verein nicht möglich, verbindliche Planungen für absehbare Zeiträume durchzuführen. So steht der Verein u. a. für Veranstaltungen, Hallenmieten, Verbandsabgaben sowie Versicherungen bis zu einem ganzen Folgejahr in Zahlungspflicht.
Bis zum Jahr 1999 haben wir meistens den Wünschen einer vorzeitigen Kündigung und der damit verbundenen Beitragsbefreiung entsprochen. Im Laufe der Zeit sahen wir uns jedoch bald damit konfrontiert, dass die Ausnahme zur Regel wurde und grundsätzlich jeder, der seine Mitgliedschaft kündigte, versuchte, dies auf entsprechendem Wege zu tun.
Deshalb haben wir uns ab dem Jahr 2000 konsequent dafür entschieden, dass wir die vertraglichen und rechtens wirksamen Regeln unserer Vereinssatzung einhalten, um die Interessen des Vereins gewissenhaft zu vertreten. Dies sichert dem Verein u. a. die gleichberechtigte Behandlung aller Mitglieder und wird nur noch in wirklich schweren Ausnahmefällen gewandelt.
Die Kündigung muss grundsätzlich formal schriftlich und im Original vom Vertragspartner handschriftlich unterschrieben eingereicht werden. E-Mails dienen lediglich zum formlosen Informationsaustausch und können als Kündigungsschreiben nicht anerkannt werden. Die Kündigungsfrist beginnt frühestens ab dem Datum, zu dem die schriftliche Kündigung mit dem Poststempel versehen ist oder ab dem Datum der persönlichen Übergabe. Die Laufzeit der Kündigungsfrist ist auch in diesem Fall erst ab dem Eingang der auf Papier dokumentierten Kündigung wirksam. Auch hier zählt der Poststempel oder das Datum der persönlichen Übergabe.
Außerordentliche Kündigungen sind Kündigungen, deren Fristen in wirklich schweren Ausnahmefällen gekürzt werden können. Über die Anerkennung von schweren Ausnahmefällen entscheidet allein der Vorstand des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. Ebenso über die Dauer der gekürzten Kündigungsfrist, gegebenenfalls auch darüber, ob eine sofortige Wirkung anerkannt werden kann.
Schwere Ausnahmefälle
Als Schwere Ausnahmefälle können nur eindeutige und somit glaubwürdige schwerwiegende Gründe anerkannt werden. Angebliche sowie tatsächlich nachweisbare — jedoch heilbare — Verletzungen oder Erkrankungen, wie Asthma, Muskelfaser- oder Bänderrisse, Prellungen, Verstauchungen oder Gelenkserkrankungen gelten nicht als anzuerkennende schwere Ausnahmefälle. Dies gilt auch für bekannte Krankheiten, die bereits zum Vereinsbeitritt bestanden und für alle anderen heilbaren Krankheiten, selbst dann, wenn ein ärztliches Attest über diese Krankheit vorgelegt wird.
Falls darüber hinaus dennoch eine Sportuntauglichkeit als Grundlage zur Anerkennung eines schweren Ausnahmefalls in Betracht zu ziehen ist, so ist dies nur über einen vom Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. bestimmten Vertrauens- oder Amtsarzt möglich.
Krankenhausaufenthalte können frühestens nach 30 aufeinanderfolgenden Kalendertagen, dauerhaften stationären Aufenthaltes, als schwerer Ausnahmegrund anerkannt werden, wenn es absehbar ist, dass die Wiederaufnahme der Teilnahme am Unterricht auch auf längere Sicht nicht möglich ist. Dies gilt jedoch nicht, falls der Krankenhausaufenthalt aufgrund kosmetischer Operationen erfolgt.
Da Änderungen des Wohnortes meist schon einige Zeit vorher geplant sind, können sie nicht als schwerer Ausnahmefall anerkannt werden.
Im Falle des Einsitzen in einer Haftvollzugsanstalt wird die Beitragspflicht nach Bekannt werden ab dem folgenden Beitragsmonat für den Zeitraum bis zur Entlassung ausgesetzt. Je nach Grund der Haftstrafe entscheidet der Vorstand über das Weiterbestehen der Mitgliedschaft oder den Ausschluss des Mitglieds aus dem Verein.
Nachweis über Kündigungen
Oftmals kommt es vor, dass Vereinsmitglieder nach langer passiver Mitgliedschaft beabsichtigen, aus dem Verein auszutreten ohne die vertragliche Kündigungsfrist von sechs Monaten einzuhalten. Wenn sie daraufhin angemahnt werden, behaupten viele Mitglieder, sie hätten angeblich ordnungsgemäß gekündigt. Der Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. bestätigt jede eingegangene Kündigung innerhalb eines Monats ab Kündigungseingang verbindlich. Sollte innerhalb dieser Frist keine Bestätigung der Kündigung erfolgt sein, so ist beim Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. auch keine Kündigung eingegangen. Die Nachweispflicht liegt ausschließlich beim kündigenden Mitglied. Für nicht-eingegangenen Kündigungen werden keine rückwirkenden Kündigungsfristen anerkannt, deshalb sollten Kündigungen grundsätzlich per Einschreiben eingereicht oder dem Vorstand persönlich übergeben werden. Über Dritte weitergereichte Kündigungsschreiben oder solche, die im Umkleideraum unserer Hallen abgelegt werden (so schon vorgekommen), könnten auf ihrem Weg verloren gehen.
Bekanntmachung der Inhalte von Kündigungen
Da der Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. eine Interessengemeinschaft darstellt, sind die Mitglieder des Vereins berechtigt, über die Gründe des Ausscheidens eines Vereinsmitglieds informiert zu werden.
Falls das Mitglied durch Kündigung aus dem Verein austritt, sind deshalb die Mitglieder berechtigt den Originalwortlaut des Kündigungsschreibens mitgeteilt zu bekommen, insofern keine vertraulichen Daten oder Gründe dadurch an sie bekannt gemacht werden. Als vertrauliche Daten oder Gründe gelten Informationen über die wirtschaftliche Situation oder den Gesundheitszustand sowie familiäre, schulische oder berufliche Gründe des kündigenden Mitglieds. Ebenfalls ist der Vorstand berechtigt, den Originalwortlaut des Kündigungsschreibens unter gleicher Prämisse an die Vereinsmitglieder bekannt zu geben.
Dies gewinnt insbesondere dann an Bedeutung, wenn die Kündigung aufgrund von Vorwürfen, welche gegen die Vereinspolitik, den Vereinsvorstand oder das Trainerwesen des Vereins erhoben werden, ausgesprochen wird. Die Bekanntmachung dient hierbei ausschließlich zur Information an die Mitglieder über die Vereinsgeschehnisse, welche das Vereinsklima auch in Hinsicht auf die Zukunft beeinflussen können. Sie ist somit als förderndes Mittel des Vereins und nicht als Herabwürdigung des Leumunds des kündigenden Mitglieds zu verstehen.
Der Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. setzt die Sporttauglichkeit jedes seiner Mitglieder voraus. Zu Beginn der Mitgliedschaft im Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. ist ein jedes Mitglied, respektive jeder gesetzliche Vertreter eines Mitglieds, verpflichtet, eigenverantwortlich die Sporttauglichkeit des Mitglieds durch eine sportärztliche Untersuchung feststellen zu lassen. Bestehende gesundheitliche Einschränkungen müssen nachweislich schriftlich an den Vorstand des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. gemeldet werden. Falls ein Mitglied eine bestehende gesundheitliche Einschränkungen nicht dem Vorstand meldet, erfolgt seine Teilnahme an den Unterrichtsangeboten ohne vorsorgliche Einschränkungen und somit auf eigene Gefahr.
Neben der Sporttauglichkeit ist auch die Gesundheit, insbesondere hinsichtlich eventueller Ansteckungsrisiken, zu gewährleisten. Bewirkt das Verhalten oder die äußerliche Erscheinung eines Mitglieds beim Dozenten oder anderen Mitgliedern die Vermutung, die Gesundheit des Mitglieds könnte so sehr beeinträchtigt sein, dass eine Teilnahme am Vereinsunterricht und -training entweder für das Mitglied selbst ein zu großes gesundheitliches Risiko darstellen könnte oder für andere Mitglieder und sonstigen Teilnehmer eine Ansteckungsgefahr bestehen könnte, so ist der Vorstand berechtigt, von diesem Mitglied ein ärztliches Attest einzufordern, welches Auskunft über 1. die grundsätzliche Sporttauglichkeit erteilt und 2. attestiert, dass das Mitglied keine ansteckenden Krankheiten aufweist.
Das betroffene Mitglied ist verpflichtet, dem Vorstand, binnen der vom Vorstand schriftlich genannten Frist, ein entsprechendes ärztliches Attest auszuhändigen. Kommt das Mitglied dieser Verpflichtung nicht nach, so gilt dies als klarer Verstoß gegen die Interessen des Vereins, dies insbesondere, da der Verein vorrangig im Interesse der Gemeinschaft seiner Mitglieder handeln muss. Befürchtungen, sich bei einem Vereinsmitglied anstecken zu können, dessen Gesundheit stark beeinträchtigt zu sein scheint, muss der Vorstand deshalb unbedingt nachgehen, da von den anderen Mitgliedern und Teilnehmern nicht erwarten werden kann, dass diese sich entsprechenden Gefahren bedenkenlos aussetzen.
Werden dem Vorstand Ansteckungsrisiken bekannt, so ist es verbindlich erforderlich, gemeinsam mit dem betroffenen Mitglied — und falls erforderlich auch unter ärztlicher Beratung — entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu protokollieren, welche im Falls des Bedarfs — beispielsweise bei einer Verletzung — anzuwenden sind. Ohne entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sowie falls das betroffene Mitglied entsprechende Auskünfte über Erkrankungen verweigert, ist der Vorstand berechtigt, das Mitglied ersatzlos vom Partnertraining auszuschließen.
Eventuelle Kosten, die für die Ausstellung von ärztlichen Attesten entstehen könnten, werden grundsätzlich nicht vom Verein übernommen.
Der Aufgabenbereich des 1. Vorsitzenden
Der erste Vorsitzende ist auch gleich der Geschäftsführer des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. Sein Aufgabenbereich liegt darin, alle wichtigen Belange des Vereins zu organisieren und zu koordinieren. Hierbei kann er Aufgaben delegieren. Er ist die Person, welche im Bedarfsfall für die juristische Person (den Verein) die erforderlichen Unterschriften leistet und nach BGB § 26 verantwortlich sowie auch persönlich haftbar für den Verein ist.
Als erster Vorsitzender oder Geschäftsführer ist es erforderlich, mit allen Belangen vertraut zu sein, in ihnen entscheidungsfähig zu sein und geistige Reife für den amtsgerechten Einsatz zu beweisen. Er muss in der Lage sein, die Vereinsplanung in komplexeren Dimensionen sowie entwicklungsbezogen auf längere Sicht durchzuführen. Sachunkundige Personen sind für dieses Amt nicht geeignet, da sie möglicherweise in wichtigen Belangen — aufgrund mangelnder oder unzulänglicher Abwägung — Entscheidungen treffen könnten, welche dem Vereinsinteresse abträglich wären.
Der Aufgabenbereich des 2. Vorsitzenden
Der zweite Vorsitzende ist der stellvertretende Vorsitzende des ersten Vorsitzenden, respektive des Geschäftsführers.
Sein Aufgabenbereich liegt darin, den ersten Vorsitzenden oder Geschäftsführer in allen Belangen des Vereins zu vertreten, falls dieser seinem Amt nicht nachkommen kann. Die Vertretung durch den stellvertretenden Vorsitzenden wird wirksam, sobald dieser offiziell vom ersten Vorsitzenden oder Geschäftsführer dazu beauftragt wird oder dieser weder seinem Amt nachkommen kann noch den Auftrag zur Vertretung erteilen kann.
Im Falle einer wirksamen Vertretung durch den zweiten Vorsitzenden ist dieser verpflichtet gewissenhaft im Vereinsinteresse das ihm delegierte Amt zu vertreten.
Der Aufgabenbereich des Kassenwarts
Das Amt des Kassenwarts kann als Zweitamt durch den zweiten Vorsitzenden betreut werden, solange dieser nicht aktiv als Vertretung des ersten Vorsitzenden oder Geschäftsführers wirksam ist. Vertritt der zweite Vorsitzende den ersten Vorsitzenden oder Geschäftsführer, so muss ein kommissarischer Kassenwart für die vertretungswirksame Zeit eingesetzt werden. Der kommissarische Kassenwart übernimmt in diesem Fall das Amt mit allen Rechten und Pflichten.
Der Kassenwart hat die Aufgabe, die Finanzen des Vereins zu verwalten. Hierunter fällt u. a. die Finanzplanung in Hinsicht auf das folgende Geschäftsjahr, die Verwaltung der Mitgliedsbeiträge sowie sonstiger Einnahmen, die Verwaltung der administrativen Ausgaben wie Miet-, Verbands- und Versicherungskosten, die Kontaktaufnahme mit möglichen Sponsoren sowie ein korrekt und detailliert nachvollziehbarer Kassenbericht, welcher jeweils zur Mitgliederversammlung darzulegen ist. Der Kassenwart ist nicht berechtigt Finanzgeschäfte des Vereins zu tätigen oder über solche zu entscheiden. Dies ist ausschließlich dem ersten Vorsitzenden vorbehalten.
Lehrer- und Trainerwesen
Die folgenden Regelungen dienen zur Gewährleistung des vertraglich festgelegten Übungszeitenangebots und der Teilnehmerbetreuung.
Aufsichtspflicht des Dozenten
Der Lehrer, Trainer oder Übungsleiter (im Folgenden nur noch Dozent genannt) hat nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OwiG), § 130 sowie dem Jugendschutzgesetz (JSchG), § 832 die Aufsichtspflicht über die von ihm vertraglich bestimmte Übungsgruppe. Er darf weder unbeaufsichtigt Gruppenteilnehmer in die Übungsbereiche einkehren lassen noch unbeaufsichtigt Übungen durchführen lassen. Darüber hinaus ist Ihm bekannt, dass er nach den oben genannten Paragraphen persönlich (nicht also der Verein) für Personen- oder Sachschäden haftet. Im Falle der Nutzung von öffentlichen Einrichtungen erkennt er die Nutzungsordnung für die Räume — beispielsweise die Turnhallenordnung — an. Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
Anspruch auf Vergütungen
Grundsätzlich hat der Dozent nur für geleistete Übungseinheiten Anspruch auf finanzielle Vergütungen. Darüber hinaus kann der Vorstand jedoch über Vergütung für nicht-geleistete Übungseinheiten entscheiden, falls das Ausbleiben der Leistung nicht vom Dozenten zu verantworten ist. Wiederholt sich die Entscheidung zu Gunsten des Dozenten, so gilt dies nicht als Gewohnheitsrecht.
Versäumt der Dozent seine Pflicht Übungseinheiten abzuhalten oder eine adäquate Vertretung bereitzustellen, so verursacht er hierdurch Vertragsbruch gegenüber den von ihm zu betreuenden Teilnehmern und schadet somit dem Verein. Für diesen Fall gilt, dass der Dozent für die durch sein Fehlverhalten verursachten Ausfallzeiten keinen Anspruch auf Vergütung hat. Des Weiteren muss er auch seinen Mitgliedsbeitrag für den entsprechenden Monat leisten, sofern der von seinem Honorar abzuziehende Betrag die Höhe des vom Dozenten regulär — ohne Beitragsbefreiung für Dozenten — zu leistenden Mitgliedsbeitrags gleich kommt oder übersteigt.
Versäumt der Dozent willentlich seine Pflicht Übungseinheiten abzuhalten, so ist die Hallenmiete für die entsprechenden Übungseinheiten verbindlich vom Ihm zu tragen. Die Entscheidung darüber, ob das Versäumnis willentlich erfolgt ist, obliegt allein der Einschätzung des Vorstands. Die Entscheidung ist nicht anfechtbar.
Durch verkehrsbedingtes Zuspätkommen, Unfälle oder sonstige rechtfertigende Umstände verursachtes Nichteinhalten einer Übungseinheit ist der Dozent von der Definition des Vertragsbruchs und somit von finanziellen Auswirkungen zu seinen Lasten befreit.
Sofern keine abweichenden Regelungen in einem Lehrer-, Trainer- oder Übungsleitervertrag niedergeschrieben sind gilt, dass der Dozent:
Falls es ihm nicht möglich ist, die von ihm zu betreuenden Übungseinheiten einzuhalten, bis spätestens 2 Stunden vor deren Beginn die Geschäftsführung persönlich darüber in Kenntnis zu setzen hat. Mitteilungen per Anrufbeantworter, Fax oder E-Mail werden möglicherweise nicht rechtzeitig zur Kenntnis genommen um adäquate Vertretungen zu finden und haben deshalb keine Gültigkeit.
rechtzeitig seine vertraglich bestimmte Vertretung über deren Bedarf zu informieren hat. Die vertraglich bestimmte Person ist in diesem Fall verpflichtet, die Vertretung zu übernehmen. Sollte dies aus darzulegenden Gründen nicht möglich sein, erfolgt — wenn möglich — die Vertretung über die in Folge nächste zur Vertretung bestimmte Person. Ist in Folge keine weiter Person vertraglich zur Vertretung eines anderen Dozenten verpflichtet, so entscheidet der Vorstand.
für die Vertretung eines anderen Dozenten keine Vergütung erhält, sofern die Vertretung nicht mindestens die Betreuung der Übungszeiten von zwei abgeschlossenen Unterrichtswochen umfasst. Diese Regelung gilt auch für Personen, die ohne Vertragsbindung als Vertretung vom Vorstand eingesetzt werden.
rechtzeitig 35 Tage vor dem Beginn von Ferien den Vorstand darüber informieren muss, ob er während der Ferien die Übungseinheiten betreuen will. Führt der Dozent während der Ferien keine Mitgliederbetreuung durch, so besteht für diese Zeit auch kein Anspruch auf Vergütung in Form von Honorar. Gibt der Dozent nicht rechtzeitig 5 Wochen vor den Ferien bekannt, dass er mit der Betreuung für diese Zeit aussetzen möchte, so werden die für diese Zeit anfallenden Hallenmietkosten vom Honorar des Dozenten (auch später verrechenbar) abgezogen, es sei denn, der Dozent regelt mit seiner Vertretung, dass diese für die Zeit der Ferien die Betreuung der Mitgliedergruppe übernimmt.
Während der Ferienzeiten sind vertraglich bestimmte Personen nicht verpflichtet, die Vertretung von Dozenten zu übernehmen. Im Falle einer Vertretung erfolgt die Vergütung der Leistung an den vertretenden Dozenten. Der entsprechende Betrag wird vom Honorar des regulären Dozenten abgezogen. Für diese Vergütung wird die Betreuungsfrist gemäß Punkt 3 aufgehoben und gilt bereits ab einer Übungseinheit.
rechtzeitig 21 Tage vor dem Beginn einer privat bedingten Ausfallzeit, wie Urlaub o. ä., den Vorstand darüber informieren muss, dass er die Mitgliederbetreuung zur gegebenen Zeit nicht durchführen kann. Für diesen Fall muss der Vorstand eine adäquate Vertretung bereitstellen. Auch hier gilt, dass vorrangig die vertraglich bestimmte Vertretung einzusetzen ist. Das Honorar wird für den entsprechenden Zeitraum von der regulären auf die vertretende Betreuung übertragen.
Schließung von Trainingsgruppen
Sollte eine Trainingsgruppe über den Zeitraum von drei Wochen je Übungseinheit weniger als sechs Teilnehmer umfassen, kann der Vorstand entscheiden, die Gruppe zu schließen und die Hallenanmietung für die Gruppe zu beenden. Die Entscheidung darüber obliegt allein dem Vorstand und kann nicht angefochten werden. Bis zur Auflösung der Trainingsgruppe ist der Dozent verpflichtet seinem Vertrag ordnungsgemäß Folge zu leisten. Der Dozent hat keinen Anspruch auf Honorar für die durch die Auflösung der Trainingsgruppe entfallenden Übungseinheiten.
Lehrintervalle
Der Lehrintervall erfolgt, indem je Unterrichtsbereich immer erst eine Technik explizit erfasst wird und in den folgenden Unterrichtseinheiten (je Bereich) geübt wird. Sobald sie akzeptabel beherrscht wird, erfolgt der Unterricht der nächsten Technik.
Hat jemand mindestens eine gesamte Woche nicht am Unterricht teilgenommen, so wird bei seiner Wiederaufnahme des Unterrichts der aktuelle Stand seines Wissens und Könnens überprüft. Das heißt, dass er an diesem Tag — sei er auch noch so perfekt — keine neue Technik gelehrt bekommt, sondern sein bisheriges Basiswissen und Können unter Beweis stellen muss.
Für Personen, welche beispielsweise immer nur jede zweite Woche am Unterricht teilnehmen, würde dies bedeuten, dass sie nur noch ihr Basiswissen trainieren würden. Dies mag zwar sehr hart klingen, ist aber im Interesse der anderen Vereinsmitglieder und obliegt der Eigenverantwortung jedes einzelnen Schülers.
Unregelmäßige Teilnahme am Unterricht
Die unregelmäßige Teilnahme am Unterricht ist ein weit verbreitetes Phänomen in allen Sportvereinen oder -schulen. Es gibt gewiss viele Gründe, dem Unterricht fernzubleiben, obwohl man eigentlich lieber dort anwesend wäre. Doch ungeachtet dessen, ob die Gründe gesundheitlich, privater Natur oder beruflich bedingt sind, liegen sie im persönlichen Bereich des Mitglieds (im Folgenden nur noch Schüler genannt).
Leider ist es all zu oft zu erleben, dass Schüler, die über einen längeren Zeitraum nicht im Unterricht anwesend gewesen waren, bei erneuter Teilnahme annehmen, der Lehrer müsse sich nun auf sie konzentrieren und ihnen den Unterricht bieten, der ihnen vermeintlich gebührt.
Dies ist nicht so! Denn grundsätzlich konzentriert sich der Lehrer auf die Schüler, welche ihr Interesse — auch durch Anwesenheit — zeigen. Es kann nicht sein, dass diejenigen, welche regelmäßig am Unterricht teilnehmen und somit tatsächliches Interesse zeigen, durch jene ausgebremst werden, die durch ihre unregelmäßige Teilnahme keinen Überblick über ihr letztes erworbenes Wissen haben.
Nun gilt es hier Verständnis für beide Seiten zu haben. Denn schließlich wollen auch die selteneren Teilnehmer in ihrer Entwicklung im Unterricht vorankommen, sonst wären sie ja auch keine Mitglieder des Vereins.
Der Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. ist ein traditioneller Budo-Verein (Kampfkunstverein), dessen Prinzipien in klassischer Budo-Weise streng hierarchisch gegliedert sind. Neben den sportlichen Fähigkeiten werden auch die mentalen Qualitäten der am Unterricht teilnehmenden Schüler geschult.
Für das Unterrichtskonzept sind ausschließlich der Lehrer, Trainer oder Übungsleiter der jeweiligen Unterrichtsgruppe in Absprache und mit Genehmigung des Vorstandes zuständig. Lehrer, Trainer sowie Übungsleiter werden im Folgenden nur noch als Dozent bezeichnet.
Die Schüler sind verpflichtet, während der Übungseinheiten den Anweisungen der oben genannten verantwortlichen Dozenten des Vereins Folge zu leisten. Delegiert ein Dozent während einer Übungseinheit einem Schüler gruppenleitende Aufgaben, so ist der entsprechende Schüler von den anderen Schülern für diese Zeit ebenfalls als Dozent anzuerkennen und dessen Anweisungen entsprechend Folge zu leisten.
Passus A
Widersetzen sich Schüler den Anweisungen eines Dozenten, untergraben sie damit seine Autorität und stören damit nicht nur die Gruppendisziplin der jeweiligen Gruppe — gegenwärtig und mit Auswirkung auf folgende Unterrichtseinheiten — sondern belasten damit auch das Recht auf Unterricht derjenigen, welche dem Unterricht Folge leisten wollen. Dies gilt insbesondere für generelle Missachtung der durch den Übungsleiter erfolgten Anweisungen, Insubordination, straffälliges oder boshaftes oder beleidigendes Verhalten gegen andere Gruppenmitglieder oder den Übungsleiter, mutwillige Sachbeschädigungen sowie nicht mit dem Übungsleiter vereinbartes wiederholtes Zuspätkommen oder vorzeitiges Verlassen des Unterrichts. In diesem Falle ist der eingesetzte Dozent dazu berechtigt, die störende Person für die entsprechende Übungseinheit aus dem Unterricht auszuschließen.
Dieser Ausschluss basiert auf der Grundlage des § 6 der aktuellen Satzung des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V., welcher wie folgt lautet: „Der Ausschluss eines Mitgliedes erfolgt durch Beschluss des Vorstandes, wenn ein Mitglied gegen die Interessen des Vereins verstößt oder sich unsportlich verhält“. Er stellt jedoch keinen Ausschluss aus dem Verein oder von folgenden Übungseinheiten dar.
Im Falle eines solchen Ausschlusses aus dem Unterricht einer jeweiligen Übungseinheit ist der Schüler durch sein eigenes vorangegangenes Verhalten selbst dafür verantwortlich. Entsprechend besteht auch kein Vertragsbruch seitens des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V., da dieser im Interesse des Gesamtvereins, welcher nicht nur aus den Teilnehmern der betroffenen Unterrichtseinheit besteht, zu dieser Maßnahme berechtigt ist.
Im Falle ein Schüler durch sein Verhalten andere — auch einzelne — Schüler an der Unterrichtsteilnahme behindert oder die Teilnahme unmöglich macht, kann der verursachende Schüler für den aktuellen Tag aus dem jeweiligen Trainingsbereich ausgeschlossen werden. Im Falle eines solchen Ausschlusses ist der Schüler verpflichtet, sich ruhig auf die Bank zu setzen oder — bei Aufforderung durch den Dozenten — die vom Verein angemieteten Räume umgehend zu verlassen. Er darf weder die anderen Unterrichtsteilnehmer durch Zurufe, Gesten oder andere Handlungen oder Geräusche, an der Unterrichtsteilnahme stören, noch anderen selbst entschiedenen Trainingsinhalten nachgehen. Die Unterrichtsräume dienen ausschließlich zur Verwendung für die vom Dozenten vorgegebenen Unterrichtsinhalte. Widersetzt sich der Schüler diesen Weisungen, kann der Dozent die Angelegenheit nach Passus A entscheiden. Ebenso behält sich der Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. das Recht vor, Personen vom Unterricht auszuschließen, die der Geschäftsführung des Vereins als straffällig oder vorbestraft bekannt sind.
Trainingssperren
Im Falle sich ein Mitglied vereinswidrig verhält ist der Vorstand berechtigt eine Trainingssperre von einem Monat, in schwerwiegenden Fällen zwei Monaten, über das Mitglied zu verhängen. Sollte sich das Mitglied daraufhin erneut vereinswidrig verhalten, so kann eine erneute Trainingssperre von zwei, in schwerwiegenden Fällen drei, Monaten über das Mitglied verhängt werden. Eine verhängte Trainingssperre hebt keine der Pflichten, insbesondere der Beitragspflichten, des betroffenen Mitglieds auf. Ebenso stellt sie keinen Grund für eine außerordentliche Kündigung dar.
Vereinswidriges Verhalten
Als vereinswidriges Verhalten gilt sämtliches Verhalten, das dem allgemeinen Vereinsinteresse und insbesondere dem sozialen Anstand widerstrebt. Hierunter fallen Diskriminierungen, wiederholte Beleidigungen, sexuelle oder sonstige Belästigungen, welche es einem Mitglied oder sonstigen Teilnehmer unangenehm oder unmöglich machen, an den Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen, sowie andere vom Dozenten oder der Vereinsgemeinschaft missbilligten Verhaltensweisen, die sich gegen das Vereinsinteresse richten.
Beziehungspaare und Familienmitglieder
Es kann vorkommen, dass Vereinsmitglieder entweder eine Liebesbeziehung miteinander eingehen oder ihre entsprechenden Partner mit in den Verein bringen. Ebenso bestehen auch sehr oft familiäre Beziehungen zwischen Vereinsmitgliedern, beispielsweise wenn für Vater und Sohn, Mutter und Tochter oder Geschwister eine gemeinsame Mitgliedschaft im Verein besteht. In unserem Kampfkunstverein wird während der Zeiten des Trainings grundsätzlich von allen Mitgliedern erwartet, keine persönlichen und insbesondere intimen Zärtlichkeiten miteinander auszutauschen. Dies gilt ebenso für intime Umarmungen und Küsse, wie auch für andere vergleichbare Gesten. Ebenso sind private Konflike zwischen privaten Bezugspartnern während der Vereinsveranstaltungen zu vermeiden, denn ein jedes Vereinsmitglied sollte sich darüber bewusst sein, dass sich solche Verhaltensweisen stets störend auf die anderen Vereinsmitglieder auswirken und deshalb nicht gewünscht sind.
Darüber hinaus gilt ein solches Verhalten oftmals zu pubertär und gehört nicht in den Verein, insbesondere die Mitglieder während der Trainingszeiten als Schüler gelten und als solche dem Verein wie auch dem Meister gegenüber den zu erwartenden Respekt aufzuweisen haben — auch in solchen Belangen. Intime Belange oder private familiäre Konflikte sind aus dem Verein herauszuhalten. Dies gilt sowohl für die Trainingszeiten, wie auch für andere Vereinsveranstaltungen sowie die Umkleide- und Duschzeiten.
Gemeinsame Nutzung der Duschen
Grundsätzlich sind die Duschräume — wie vorgesehen — von Frauen und Männern getrennt zu nutzen. Dies gilt auch für Ehe- oder Beziehungspartner und steht darüber hinaus nicht zur Diskussion.
Als Verein haben wir die Pflicht, die von uns gemieteten Hallen sowie Nebenräume wie Umkleideräume oder Duschen pünktlich zu verlassen. Die Nutzung der Duschen ist zeitlich deshalb so einzuschränken, dass es dem gesamten Verein inklusive der Umkleidezeiten möglich ist, die Mietsache pünktlich zu verlassen.
Als Zulassungsvoraussetzung zu Prüfungen sind die Prüfungsbelange und die technischen Anforderungen, welche im Strukturplan des Fachbuchs Kubayamashi-Do (ISBN 978-3-9808375-0-7) niedergeschrieben sind, ebenso maßgeblich, wie die regelmäßige Teilnahme am Unterricht sowie letztendlich auch das Verhalten des Schülers.
Der Prüfer kann aufgrund besonderer Bemühungen oder Leistungen dem Schüler eine vorzeitige Prüfung zu genehmigen, insofern der Schüler mindestens 70 % der technischen Anforderungen erfüllt. Einen Anspruch auf eine solche Genehmigung hat der Schüler nicht, die letztendliche Entscheidung über eine Genehmigung liegt beim Vorstand. Die Termine zur Prüfung werden ausschließlich vom Vorstand unter Absprache mit dem Prüfling und dem Prüfer festgelegt und unterliegen keinem festen Intervall.
Anerkennung von Gürtelgraden
Wir gestatten jedem Mitglied den Gürtelrang oder -grad zu tagen, den es bei einem international anerkannten Dachverband für Taekwon-Do bereits vor dem Eintritt in unseren Verein erworben hat. Der Gürtel muss jedoch durch ordnungsgemäße Urkunden und Einträge in den jeweiligen Verbandspass des Mitglieds nachgewiesen werden. Ebenso erwarten wir von allen Mitgliedern, die ihren Gürtel in unseren Verein mitbringen, dass sie die Mindestanforderungen erfüllen, welche für unseren Verein verbindlich sind, jene Auszeichnung zu vertreten. Die Anforderungen werden vom Vorstand entschieden und sind für alle Vereinsmitglieder verbindlich. Als Kriterien zur Entscheidung einer Anerkennung sind dabei der Vergleich der Kenntnis- und Leistungsständen zwischen den Mitgliedern — insbesondere auch mit jenen niedrigerer Ränge — sowie ein dem mitgebrachten Rang oder Grand angemessenes Verhalten zu werten. Ohne einen oben genannten Nachweis über abgelegte Prüfungen oder die Erfüllung unserer Mindestanforderungen beginnt jedes Mitglied seine Mitgliedschaft im Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. mit dem weißen Gürtel.
Es liegt im Vereinsinteresse, dass der jeweilige Rang oder Grand eines Mitgliedes relativ zu den anderen Mitgliedern stets angemessen sein muss. Würde der Verein akzeptieren, dass Mitglieder mit mitgebrachten Auszeichnungen unter dem Kenntnis- und Leistungsstand der anderen Mitglieder stünden, so könnte sich dies negativ auf die Motivation dieser anderen Mitglieder auswirken. Denn mit der Anerkennung schlechterer Kenntnis- und Leistungsstände würden wir unseren eigenen Leistungsanspruch ad absurdum führen und die Notwendigkeit, sich für die Auszeichnung eigener Leistungen anzustrengen, zunichte machen.
Ebenfalls stellt der für Interessenten und andere Besucher des Vereins offensichtliche Kenntnis- und Leistungsstand eines jeden Vereinsmitglieds auch immer ein Qualitätsmerkmal des Vereinsunterrichts sowie der damit verbundenen Leistungen des Lehrers des Vereins dar. Nehmen Vereinsfremde die Diskrepanz zwischen den Kenntnis- und Leistungsständen der Mitglieder wahr, so wissen sie nicht, ob und aus welchen Gründen die vergleichsweisen Defizite durch den Verein ignoriert und bei Prüfungen als ausreichende Leistung anerkannt wurden. Dies hätte ein schlechtes Ansehen der Vereinsführung zur Folge, wäre als Qualitätsmerkmal nachteilig und der Entscheidung abträglich, sich für die Mitgliedschaft in diesem Verein zu entscheiden.
Zur Abbuchung der monatlich zu entrichtenden Mitgliedsbeiträge sowie für alle anderen Kosten, welche die Mitglieder an den Verein zu entrichten haben, ist die verbindliche Erteilung einer Einzugsermächtigung vertraglich festgelegt.
Beitragsermäßigungen — insbesondere für Schüler, Studenten oder Auszubildende, welche bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben — können immer nur aufgrund von gültigen Nachweise erteilt werden. Für Studenten werden ausschließlich Studiennachweise von staatlichen Universitäten in der Bundesrepublik Deutschland anerkannt. Belege gewerblicher Anbieter eines Fernstudiums erfüllen diese Anforderungen nicht und können deshalb auch nicht für eine Beitragsermäßigung geltend gemacht werden.
Alle Nachweise von Schülern, Studenten oder Auszubildenden, welche bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben, sowie nachgewiesene Frankfurtpässe werden immer nur entsprechend der nachgewiesenen Laufzeiten der entsprechenden Dokumente anerkannt und müssen vom jeweiligen Mitglied stets spätestens fünf (5) Kalendertage vor der Beitragserhebung aktualisiert werden, da ansonsten nach der nachgewiesenen Laufzeiten der entsprechenden Dokumente die ansonsten gültige Beitragshöhe geltend gemacht wird. Versäumt ein Mitglied den rechtzeitigen Nachweis, so ist eine rückwirkende Beitragsermäßigung nicht möglich, sondern erst ab der nächsten Abbuchung nach erbrachtem Nachweis.
Hebt ein Mitglied seine Einzugsermächtigung wieder auf oder wird diese automatisch durch Rückbuchungen aufgehoben, so gilt dies als Vertragsbruch. In einem solchen Fall wird der monatlich zu entrichtenden Mitgliedsbeitrag wegen
des Vertragsbruchs sowie
des für die Geschäftsführung erhöhten Verwaltungsaufwandes
um 15 Euro angehoben, bis eine wirksame Einzugsermächtigung wieder vorliegt. Bei verspätet eingereichter Einzugsermächtigung besteht für das Vereinsmitglied kein Anspruch auf Verrechnung der fristgerecht geforderten Mehrkosten.
Fälligkeit der Beitragszahlungen
Die monatlichen Beiträge werden jeweils zum ersten Kalendertag eines Monats fällig und zu gleichem Datum vom Konto des Vertragsteilnehmers abgebucht.
Zahlt der Vertragsteilnehmer die auf seinen Namen ausgestellte Rechnung nicht fristgerecht oder wird der eingezogene monatliche Beitrag, die Verbandskosten oder sonstige von ihm zu begleichende Kosten vom Vertragsteilnehmer zurück gebucht, so werden ab dem Datum der Fristüberziehung Mahnkosten, Überziehungszinsen sowie die Pauschale für Verpackung und Porto je Mahnung fällig. Die Höhe der Kosten ist in der aktuellen Preisliste festgelegt.
Im Falle einer Mahnung entsteht ein zusätzlicher kostenverursachender Verwaltungsaufwand, der nicht durch die restlichen Einnahmen des Vereins zu begleichen ist. Hiermit ist der zusätzliche Arbeitsaufwand gemeint, welcher für die Prüfung des zur Mahnung führenden Sachverhalts sowie die Erstellung des Mahnschreibens benötigt wird. Die Mahnkosten werden dem Verursacher je erstelltem Mahnschreiben pauschal mit einem derzeitigen Betrag von € 10,00 in Rechnung gestellt. Dieser Kostenpunkt wird im Kassenbericht der Vereinsadministration unter Ausgaben Sonderdienstleistungen aufgeführt. Zusätzlich wird eine Pauschale für Verpackung und Porto über derzeit gesamt € 1,50 in Rechnung gestellt. Dieser Kostenpunkt wird im Kassenbericht der Vereinsadministration als Pauschale für Verpackung und Porto aufgeführt.
Mahnungen werden mit einer Mahnfrist von acht Tagen datiert. Geht die Gutschrift der eingeforderten Mahnsumme innerhalb dieser Mahnfrist nicht auf dem Vereinskonto ein (es gilt das Gutschriftdatum auf dem Kontoauszug des Vereins), erfolgt eine weitere Mahnung, welche ebenfalls wieder durch die Mahnpauschale in Rechnung gestellt wird.
Belastung von Folgekosten
Kosten, die dem Verein dadurch entstehen, dass vom Konto des Mitglieds bereits ordnungsgemäß abgebuchte Beträge von der Bank des Mitglieds wieder zurück gebucht werden, gehen — gemäß dem Verursacherprinzip — zu Lasten des Mitglieds und müssen von diesem beglichen werden. Die Erhebung dieser Kosten wird in Mahnschreiben als „verursachte Folgekosten“ geltend gemacht. Handelt es sich nur um die Rückbuchungskosten der Bank(en) so werden diese als „Gesamtsumme der Rückbuchungskosten der Bank vom Datum deklariert. Sollten durch Zahlungsverzug der Mahnsumme weitere Folgekosten entstehen, so gehen auch diese zu Lasten des Mitglieds, von dessen Bank der ordnungsgemäß eingezogene Beitrag zurück gebucht wurde.
Kommt ein Mitglied seinen Zahlungspflichten nicht nach, so verstößt es gegen die Interessen des Vereins. In diesem Falle kann der Vorstand gegenüber dem Mitglied eine Trainingssperre verhängen, die den vorläufigen Ausschluss des Mitglied von der Teilnahme an allen Vereinsaktivitäten umfasst. Die Trainingssperre stellt jedoch keinen Ausschluss aus dem Verein dar und wird aufgehoben, sobald das Mitglied seinen Zahlungspflichten in vollem Umfang nachgekommen ist und kein weiterer Grund zu einem Ausschluss des Mitglieds besteht. Durch das vereinswidrige Verhalten ist das Mitglied selbst für die Trainingssperre verantwortlich, entsprechend begeht der Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. mit der Trainingssperre auch kein Vertragsbruch.
Verstößt ein Mitglied derart gegen die administrativen Vereinsinteressen, so kann von den anderen Mitgliedern sowie vom Vorstand oder Dozenten nicht erwartet werden, wohlwollend mit dem entsprechenden Mitglied zusammen zu arbeiten, zu trainieren oder es zu unterrichten. Eine unbefangene Auseinandersetzung mit dem Mitglied während solcher Vereinsaktivitäten ist unwahrscheinlich und könnte zur Folge haben, dass die Vereinsatmosphäre darunter leiden würde. Entsprechend könnte sich die Bereitschaft des Vorstands, ein Mitglied — ungeachtet seines vereinswidrigen Verhaltens — an den Aktivitäten des Vereins teilnehmen zu lassen, vereinsschädigend auswirken.
Optionen während der Kündigungsfrist
Im Falle das Ende der Mitgliedschaft durch ein bereits laufendes Kündigungsverfahren vom Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. bestätigt wurde, kann das Mitglied die anstehende Gesamtsumme, welche sich durch die verbleibende Mitgliedschaft bis zum Ablauf der ordnungsgemäßen Kündigungsfrist des Mitglieds sowie die bis dahin entstandenen Zusatzkosten ergibt, rechtzeitig bis zum Datum der Mahnfrist der letzten Mahnung einzahlen. Die zu entrichtenden Zusatzkosten resultieren unter anderem aus den Rückbuchungskosten der Bank, der Portopauschale sowie sonstigen in der Mahnung aufgelisteten Kosten. Die bis dahin entstandenen Mahnkosten können in diesem Fall von der Gesamtsumme abgezogen werden.
Diese Option besteht jedoch nur bis zum Ablauf der im letzten Mahnschreiben genannten Mahnfrist, da ansonsten am folgenden Tag der Anwalt mit der Sache beauftragt wird, sollte der zu zahlende Gesamtbetrag am Tag nach Ablauf der Mahnfrist nicht vollständig auf dem Bankkonto des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. eingegangen sein.
Im Falle diese Option gewünscht wird, ist der Gesamtbetrag vom Mitglied oder dessen gesetzlichen Vertreter, welcher für die Beitragszahlungen des Mitglieds zuständig ist, selbst auf das Bankkonto des Kubayamashi-Do Verein Frankfurt e.V. einzuzahlen.
Aktueller Stand: 1. Januar 2017