Source: https://start-up-helfer.de/category/unternehmensgruendung/
Timestamp: 2020-07-14 06:08:51
Document Index: 200021099

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 241', '§141', '§ 238', '§ 141', '§ 15', '§ 32', '§ 34', '§ 34', '§ 121']

Unternehmensgründung – Startup Helfer
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Besteuerung einer Kapitalgesellschaft: Welche Steuern fallen bei einer GmbH und UG an?
Bei Kapitalgesellschaften unterscheidet man bei der steuerlichen Betrachtung zum einen die Ebene der Kapitalgesellschaft und zum anderen die Ebene des Anteilseigners.
Steuern auf der Ebene der Gesellschaft
Steuern auf der Ebene des Anteilseigners
Besteuerung einer Kapitalgesellschaft
Der Gewinn unterliegt der Körperschaftssteuer
Die Gesellschaft ist Gewerbesteuerpflichtig.
Ausgeschüttete Gewinne unterliegen der Kapitalertragssteuer
Ebene der Kapitalgesellschaft
Der Gewinn der Gesellschaft wird mit 15 % Körperschaftssteuer zzgl. 5,5% Soli belegt.
Jede Kapitalgesellschaft zählt als Gewerbebetrieb kraft Rechtsform. Daher fällt unabhängig von der ausgeübten Tätigkeit grundsätzlich Gewerbesteuer auf den Ertrag an.
Schema zur Berechnung der Gewerbesteuer- Kapitalgesellschaft
x Gewerbesteuer-Hebelsatz der Gemeinde
Anteilseignerebene:
Ausgeschüttete Gewinne unterliegen seit 2009 der Kapitalertragssteuer.
Ausgeschüttete Gewinne werden mit einem Steuersatz von 25 %, zuzüglich Solidaritätszuschlag
und ggf. Kirchensteuer versteuert.
Gesamtsteuerbelastung einer Kapitalgesellschaft
Hebesatz 400
Hebesatz 480
- 14 (100*0,035*4)
./. Körperschaftssteuer
-15 (0,15*100)
./. Soli
-0,83 (15*0,055)
= Gewinn (ausschüttbar)
./. Kapitalertragssteuer
-17,54 (0,25*70,17)
-0,96 (17,54*0,055)
Für wen gilt die Buchführungspflicht ?
Bevor wir uns angucken wer zur Buchführung verpflichtet ist,zeigen wir im ersten Schritt worum es hierbei überhaupt geht.
Die Buchführungspflicht umfasst:
- Die Pflicht zur Erstellung und Durchführung einer doppelten Buchführung
- Die Erstellung eines Jahresabschlusses (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung)
- Ermittlung des Gewinns nach § 4 Abs. 1 EStG – Betriebsvermögensvergleich
Die Gewinnermittlung kann generell auf zwei Weisen erfolgen
1. Per Vereinfachter Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
2. Per Bilanzierung/ Betriebsvermögensvergleich
Der Gewinn darf nur per vereinfachter EÜR ermittelt werden, wenn die Gewinnermittlung per Bilanzierung nicht verpflichtend gilt.
Nicht-Kaufmann
2 Ausnahmen der Buchführungspflicht
Einzelkaufleute, die in 2 aufeinanderfolgenden Jahren nicht mehr als 600.000 € Umsatz und 60.000 € Jahresüberschuss aufwiesen.
Gewerbliche Unternehmer, die nicht im Handelsregister stehen und weniger als 600.000 € Umsatz sowie unter 60.000 € Gewinn vorweisen.
Übersicht Buchführungspflicht und Unternehmensform
(Freiberufler,Kleingewerbe,Land-und Forstwirte)
Wahlrecht EÜR/Bilanz wenn in 2 aufeinanderfolgenden Jahren nicht mehr als 600.000 € Umsatz & 60.000 € Gewinn
Falls § 241 HGB nicht greift: Buchführungspflicht
Dann §141 AO: Umsatz über 600.000€ im Kalenderjahr oder Gewinn über 60.000€ im Jahr=
sonst Wahlrecht EÜR/Bilanz
Personengesellschaft mit HR Eintrag
Personengesellschaft ohne HR Eintrag
Wahlrecht EÜR/Bilanzierung
Die Umsätze übersteigen 600.000 € oder Gewinne über 60.000 €dann
Einzelkaufleute, die an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als jeweils 600.000 € Umsatzerlöse und jeweils 60 000 € Jahresüberschuss aufweisen, brauchen die §§ 238 bis 241 nicht anzuwenden.
§ 141 Buchführungspflicht bestimmter Steuerpflichtige
Gewerbliche Unternehmer sowie Land- und Forstwirte, die nach den Feststellungen der Finanzbehörde für den einzelnen Betrieb Umsätze von mehr als 600.000 € im Kalenderjahr oder Gewinn aus von mehr als 60.000 € im Wirtschaftsjahr aufweisen.
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Welche Steuern fallen bei einer GbR, OHG & Co an?
Grundlage der Besteuerung bildet der Unternehmensgewinn.Bei gewerblich tätigen Gesellschaften unterliegt der Gewinn der Gewerbesteuer. Auf der Ebene der Gesellschafter unterliegt der Gewinn der Einkommensteuer.
Ist die Personengesellschaft freiberuflich tätig, entfällt die Gewerbesteuerpflicht. Der Gewinn unterliegt auf Ebene der Gesellschafter jedoch weiterhin der Einkommensteuer.
Standardfall: Gewerblich tätige Personengesellschaft
Freibetrag: 24.500 €
Jeder Mitunternehmer ist einkommensteuerpflichtig, für die Anteile seiner Gewerbeeinkünfte
Die Personengesellschaft ist umsatzsteuerpflichtig
Grundlage des Gewerbeertrags ist der ermittelte Gewinn. Dieser wird durch verschiedene Hinzurechnungen und Kürzungen korrigiert. Beispielsweise sind Zinsen die als Betriebsausgaben abgezogen wurden dem Gewinn wieder hinzuzurechnen.
Schema zur Berechnung der Gewerbesteuer- Personengesellschaft
./. Gewerbeverlust
./. 24.500 €
Beispielrechnung ABC GbR
x Gewerbesteuer-Hebelsatz
Hannover Beispielstadt mit 480 %
Der auf den einzelnen Gesellschafter entfallende Anteil am Gesamtgewinn der Personengesellschaft (§ 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG) sind als Einkünfte aus Gewerbebetrieb des Gesellschafters im Feststellungszeitpunkt zu erfassen und zu versteuern. Zur Anwendung kommt dabei der jeweils individuelle Einkommensteuertarif mit Steuersätzen zwischen 14 und 45 % zur Anwendung (§ 32a Abs. 1 EStG).
Thesaurierungsbegünstigung für nicht entnommene Gewinne
Jeder Gesellschafter einer Personengesellschaft kann für seinen Gewinnanteil die begünstigte Besteuerung nach § 34a EStG wählen ,sofern er den Gewinnanteil nicht entnimmt (§ 34a Abs. 1 EStG). Dann unterliegt der Gewinnanteil anstatt des persönlichen Steuersatzes dem begünstigten Steuersatz in Höhe von 28,25 %. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der Einkommensteuer und ggf. Kirchensteuer.
Bei der späteren Entnahme der einbehaltenen Gewinne müssen diese mit 25 % zzgl Solidaritätszuschlag nachversteuert werden.
Voraussetzung ist, dass der Gewinn per Betriebsvermögensvergleich ermittelt wird. Bei Errechnung des Gewinns per EÜR kann die Thesaurierungsbegünstigung nicht gewählt werden.Außerdem muss der Anteil am ermittelten Gewinn mehr als 10 % oder mindestens 10.000 € betragen.
Bei Personengesellschaften erfolgt eine pauschalierte Anrechnung der Gewerbesteuer auf die persönliche Einkommensteuer. Die Anrechnung erfolgt in Höhe des 3,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrages. Die Gewerbesteuer ist keine Betriebsausgabe.
Wie gründet man eine Kapitalgesellschaft?
Bei Kapitalgesellschaften handelt es sich um juristische Personen. Zu den bekanntesten Kapitalgesellschaften zählt die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die Aktiengesellschaft (AG) und die UG (Unternehmergesellschaft), im Sprachgebrauch auch häufig „mini GmbH“ genannt.
In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit der Gründung einer GmbH und UG, da diese Kapitalgesellschaften bei Existenzgründern zu den beliebtesten gehören.
Eine GmbH kann durch eine oder mehreren Personen gegründet werden. Dabei besitzt die GmbH eine eigene Rechtspersönlichkeit, die zu jedem gesetzlich erlaubten Zweck gegründet werden kann.
Aufgrund der eigenen Rechtspersönlichkeit einer GmbH besitzt sie sowohl eigenständige Rechten und Pflichten. So kann beispielsweise im Namen der GmbH Eigentum erworben werden oder Verbindlichkeiten eingegangen werden. Die GmbH kann darüber hinaus vor Gericht verklagt werden oder selbst als Kläger auftreten.
Formalitäten der Gründung
Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags unter notarieller Beurkundung.
Das Mindestkapital beträgt 25.000 €, wovon mindestens die Hälfte sofort bei Gründung als Stammkapital hinterlegt werden muss.
Da die GmbH selbst eine juristische Person samt eigener Rechtspersönlichkeit darstellt, tritt die Gesellschaft selbst im Geschäftsverkehr als Kaufmann auf. Der Abschluss von Verträgen wird also durch die GmbH durchgeführt. Die GmbH besitzt demnach selbst Vermögen und ist auch selbst zur Zahlung von Steuern verpflichtet.
Die geschäftlichen Tätigkeiten einer GmbH werden von einem Geschäftsführer durchgeführt. Der Geschäftsführer ist dabei selbst Angestellter der Gesellschaft und kann sowohl der Gründer sein oder eine vom Gründer eingesetzte Person.
Die Gesellschaft haftet in der Regel nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen.
Die Gewinne werden auf die Gesellschafter in Höhe ihrer Geschäftsanteile verteilt.
1 Notarielle Beurkundung
Aufsetzen/Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags unter notarieller Aufsicht
2 Eröffnung Geschäftskontos
Mit dem Gesellschaftsvertrag wird nun ein Geschäftskonto eröffnet und Einzahlung der Stammeinlage durchgeführt. Dem Notar einen Einzahlungsbeleg des Stammkapitals übermitteln.
3 Handelsregistereintragung
Der Notar leitet die Gründung an das Handelsregister weiter. Spätestens zum Zeitpunkt der Handelsregistereintragung muss die Stammkapitaleinlage erfolgt sein.
4 Gang zu den Behörden
Im letzten Schritt erfolgt die Anmeldung der Gesellschaft beim Gewerbeamt, Finanzamt und der IHK.
Haftungsbeschränkung auf das Stammkapital
Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten (Geschäftsführergehalt sind Betriebsausgaben die denn Gewinn verkleinern)
Stammkapital mindestens 25.000 €
Hoher zeitlicher rund finanzieller Gründungsaufwand
Bei der UG handelt es sich nicht um eine eigenständige Rechtsform, sondern um eine Variante der GmbH. Die UG kann als Einstiegsvariante der GmbH betrachtet werden. Sie eignet sich vor allem für Gründer und kleinere Unternehmen. Die UG hat im Gegensatz zur GmbH eine Mindesteinlage von 1€, daher auch der handelsübliche Name „mini GmbH“. Vor allem bei Fragen der Haftung sind die UG und GmbH identisch und daher beliebt bei Existenzgründern.
Die UG wird von mindestens einem Gesellschafter gegründet. Der Gesellschaftsvertrag der UG muss notariell beurkundet werden.
Das Mindestkapital beträgt 1 €. Sacheinlagen sind verboten.
Die UG wird wie die GmbH von dem Geschäftsführer geführt.
Genau wie die GmbH haftet die UG in der Regel nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen.
Gründung bereits ab 1 € Stammkapital
Auch hier: Haftungsbeschränkung auf das Stammkapital
Wie bei der GmbH: Hoher zeitlicher Gründungsaufwand
Gesetzliche Gewinnrücklage: 25 Prozent des Jahresüberschusses müssen im Unternehmen bleiben und dürfen nicht ausgeschüttet werden ( Ansparpflicht auf 25.000 €)
So gründest du eine Personengesellschaft
Bei Vereinigungen von zwei oder mehr Personen zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks handelt es sich um Personengesellschaften.
Die GbR, die OHG, die KG und die PartG sind Beispiele für Personengesellschaften.
In diesem Blogeintrag widmen wir uns mit den für Start Ups gängigsten Unternehmensformen GbR und OHG.
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist ein Zusammenschluss von zwei oder mehreren Personen. Die Personen schließen sich zusammen um einen gemeinsamen Zweck zu fördern. Die gemeinsamen Ziele können beispielsweise im Verkauf von Waren oder in Angebot einer Dienstleistung liegen.
Bei der Gründung sind keine Formvorschriften zu beachten. Eine GbR kann also auch mündlich gegründet werden. Wir raten an dieser Stelle jedoch dringend einen Gründungsvertrag aufzusetzen (standardvertrag )
Ein Mindestkapital ist nicht vorgeschrieben
Alle Gesellschafter haften mit ihren Privat- und Geschäftsvermögen
Der Gewinn wird auf alle Gesellschafter aufgeteilt. Dies geschieht in der Regel zu gleichen Anteilen. Sind die Anteile vertraglich jedoch ungleich aufgeteilt, so entfällt auf jeden Gesellschafter der Gewinn anteilig zu seinem Anteil
Zusammenschluss der Gesellschafter mit Klärung der Rahmenbedingung.
Gesellschaftsvertrag aufsetzen.
Alle Gesellschafter :Anmeldung des Gewerbes beim Gewerbeamt und Aushändigung des Gewerbescheins.
Anmeldung der GbR beim Finanzamt
Niedrige Kosten: Kein Mindestkapitalauflage
Einfache Buchhaltung: Bilanzierung/Doppelte Buchführung nicht vorgeschrieben
Gesellschafter haften mit Privat- und Geschäftsvermögen
Private Besteuerung der Gewinne (heißt, jeder Gesellschafter ist selbst steuerpflichtig)
Die Offene Handelsgesellschaft ist ausschließlich auf den Betrieb eines Handelsgewerbes ausgelegt. Gegründet wird eine OHG durch den Zusammenschluss von zwei oder mehreren Personen. In den Regel handelt es sich dabei um Kaufleute, es können sich jedoch auch jede natürliche Personen zu einer OHG zusammenschließen.
Wie auch bei der GbR ist der Abschluss des Gesellschaftsvertrages grundsätzlich formlos möglich. Auch hier empfiehlt sich jedoch aus Beweisgründen die schriftliche Niederlegung des Vertrages.
Der Eintrag im Handelsregister ist Pflicht bei einer OHG
Alle Gesellschafter.
Alle Gesellschafter haften mit ihren Privat- und Geschäftsvermögen.
Nach § 121 HGB erhält zunächst jeder OHG-Gesellschafter vom Gewinn der OHG vorab einen Betrag von 4 % auf seinen Kapitalanteil gutgeschrieben. Der Restbetrag wird nach Köpfen verteilt.
Aufsetzung eines Gesellschaftsvertrags
Eintragung der OHG ins Handelsregister.
Eröffnung des Geschäftskontos.
Vorsorgliche Anmeldung der OHG beim Finanzamt ( Das Finanzamt meldet sich automatisch auf Amtswegen bei euch. Bei vorsorglicher Meldung erhaltet ihr jedoch schneller eure Steuernummer)
Bilanzierungspflicht samt Jahresabschluss und Gewinn- und Verlustrechnung
Vergleich GbR & OHG
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