Source: http://www.steuerlinks.de/richtlinie/esth-2006/hin7.4.html
Timestamp: 2019-08-17 11:44:35
Document Index: 58412346

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7']

[ Hinweis 7.3 EStH 2006 ]
[ Hinweis 7.5 EStH 2006 ]
Eine AfaA setzt voraus, dass die wirtschaftliche Nutzbarkeit eines Wirtschaftsguts durch außergewöhnliche Umstände gesunken ist (>BFH vom 8.7.1980 - BStBl II S. 743).
im Verfahren nach dem WEG die Nutzung von erworbenen Gebäudeteilen als Wohnung untersagt wird, sich darin ein dem Kaufobjekt von vornherein anhaftender Mangel zeigt und die Parteien des Kaufvertrages die Gewährleistung hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten der Sache ausgeschlossen haben (>BFH vom 14.1.2004 - BStBl II S. 592).
AfA-Verbrauch bei Umwidmung eines Gebäudes zur Einkünfteerzielung Eine im Jahr 01 fertig gestellte und am 1.12.01 erworbene Eigentumswohnung wird vom Dezember 01 bis Februar 03 vom Stpfl. selbst bewohnt und ab März 03 vermietet.
300.000 EUR 300.000EUR
500 EUR 4 % 12.000EUR
6.000 EUR 4 % 12.000 EUR
1.000 EUR 2/12 von 4 % 2.000 EUR
7.500 EUR 26.000 EUR
292.500 EUR 274.000 EUR
5.000 EUR 10/12 von 4 % 10.000 EUR
je 4 % 12.000 EUR
je 2,5 % 7.500 EUR
je 1,25 % 3.750 EUR
Von den gesamten Herstellungskosten in Höhe von 600.000 EUR eines zum Betriebsvermögen gehörenden Gebäudes, das je zur Hälfte eigenbetrieblichen Zwecken und fremden Wohnzwecken dient, entfallen je 300.000 EUR auf die beiden selbständigen Gebäudeteile. Der eigenbetrieblich genutzte Gebäudeteil wird nach § 7 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG degressiv, der zu fremden Wohnzwecken genutzte Gebäudeteil nach § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG linear abgeschrieben. Die jährliche AfA beträgt
a) für den eigenbetrieblich genutzten Gebäudeteil
10 % von 300.000 EUR = 30.000 EUR,
b) für den zu fremden Wohnzwecken genutzten Gebäudeteil
2 % von 300.000 EUR = 6.000 EUR.
Vom Beginn des 3. Jahres an wird die eigenbetriebliche Nutzung auf ein Drittel des bisher zu Wohnzwecken genutzten Gebäudeteils ausgedehnt. Von diesem Zeitpunkt an beträgt die AfA-Bemessungsgrundlage für den eigenbetrieblich genutzten Gebäudeteil 400.000 EUR, für den zu fremden Wohnzwecken genutzten Gebäudeteil 200.000 EUR. Für den nunmehr eigenbetrieblich genutzten Teil des bisher zu fremden Wohnzwecken genutzten Gebäudeteils ist die lineare AfA künftig mit dem höheren AfA-Satz des § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 EStG vorzunehmen. Die AfA beträgt somit im 3. Jahr
+ 3 % von 100.000 EUR = 3.000 EUR,
2 % von 200.000 EUR = 4.000 EUR.
Degressive AfA nach § 7 Abs. 2 EStG bei nachträglichen Herstellungskosten Für ein im Jahre 01 angeschafftes bewegliches Wirtschaftsgut mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 12 Jahren, für das degressive AfA von (8 1/3 % x 2 =) 16 2/3 % vorgenommen worden ist, werden im Jahre 06 nachträgliche Herstellungskosten aufgewendet. Danach beträgt die neu geschätzte Restnutzungsdauer 8 Jahre.
Restwert Ende 05 4.100 EUR
nachträgliche Herstellungskosten 06 + 3.900 EUR
Bemessungsgrundlage ab 06 8.000 EUR
Die degressive AfA im Jahre 06 beträgt (12,5 % x 2, höchstens jedoch) 20 % von 8.000 EUR.
Anschaffungskosten im Jahr 01 200.000 EUR
AfA in den Jahren 01 bis 23: 23 x 2 % = 92.000 EUR
nachträgliche Herstellungskosten im Jahr 24 + 100.000 EUR
Bemessungsgrundlage ab Jahr 24 300.000 EUR
Vom Jahr 24 bis zur vollen Absetzung des Betrags von 208.000 EUR (Restwert 108.000 EUR zuzüglich nachträglicher Herstellungskosten 100.000 EUR) beträgt die AfA jährlich 2 % von 300.000 EUR = 6.000 EUR.
Herstellungskosten im Jahr 01 200.000 EUR
AfA in den Jahren 01 bis 04: 4 x 10 % = 80.000 EUR
AfA im Jahr 05: 1 x 5 % = 10.000 EUR
nachträgliche Herstellungskosten im Jahr 06 + 80.000 EUR
Bemessungsgrundlage ab Jahr 06 280.000 EUR
In den Jahren 06 und 07 beträgt die AfA je 5 % = 14.000 EUR; in den Jahren 08 bis 25 beträgt die AfA je 2,5 % = 7.000 EUR.
von der Schätzung zur Buchführung
von der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen zur Buchführung
Vorhandene geringwertige Wirtschaftsgüter sind in der Übergangsbilanz mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die AfA nach § 7 EStG , anzusetzen, die während der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen angefallen wäre. Es kann nicht unterstellt werden, dass in dieser Zeit das Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 EStG ausgeübt worden ist (>BFH vom 17.3.1988 - BStBl II S. 770).
Werden Wirtschaftsgüter des bisher nicht der Einkünfteerzielung dienenden Vermögens umgewidmet und nunmehr zur Erzielung von Überschusseinkünften genutzt, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Gesamtnutzungsdauer einschließlich der Zeit vor der Umwidmung zu verteilen. Als Werbungskosten (AfA) ist nur der Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten abziehbar, der auf die Zeit nach der Umwidmung entfällt. § 6 Abs. 1 Nr. 5 Satz 1 EStG ist nicht entsprechend anwendbar (>BFH vom 14.2.1989 - BStBl II S. 922; >H 6.12 Geringwertiges Wirtschaftsgut).
Degressive AfA bei Nutzungsänderung
Abweichend von R 7.4 Abs. 7 Satz 2, 2. Halbsatz muss der Stpfl. nicht zur linearen AfA gemäß § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG übergehen, sondern kann weiterhin eine degressive AfA gemäß § 7 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG beanspruchen, wenn ein zunächst zu fremden Wohnzwecken genutztes und gemäß § 7 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 EStG degressiv abgeschriebenes Gebäude nunmehr zu fremdbetrieblichen Zwecken genutzt wird (>BFH vom 15.2.2005 - BStBl 2006 II S. 51 ).
Ein Gebäude ist nicht fertig gestellt, wenn Türen, Böden und der Innenputz noch fehlen (>BFH vom 21.7.1989 - BStBl II S. 906),
Liegt der Zeitpunkt des Übergangs eines Wirtschaftsguts auf den Erwerber im Schnittpunkt von zwei Zeiträumen, so ist das Wirtschaftsgut mit Beginn des zweiten Zeitraums geliefert (>BFH vom 7.11.1991 - BStBl 1992 II S. 398).
Werden nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten für Wirtschaftsgüter aufgewendet, die nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 oder Abs. 4 Satz 2 EStG abgeschrieben werden, so bemisst sich die AfA vom Jahr der Entstehung der nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten an nach der Restnutzungsdauer (>BFH vom 25.11.1970 - BStBl 1971 II S. 142).
Werden nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten für Gebäude aufgewendet, die nach § 7 Abs. 4 Satz 1 oder Abs. 5 EStG abgeschrieben werden, so ist der für das Gebäude geltende Vomhundertsatz anzuwenden (>BFH vom 20.2.1975 - BStBl II S. 412 und vom 20.1.1987 - BStBl II S. 491).
Wird in den Fällen des § 7 Abs. 4 Satz 1 EStG auf diese Weise die volle Absetzung innerhalb der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht erreicht, so kann die AfA vom Zeitpunkt der Beendigung der nachträglichen Herstellungsarbeiten an nach der Restnutzungsdauer des Gebäudes bemessen werden (>BFH vom 7.6.1977 - BStBl II S. 606).
dadurch selbständige Wirtschaftsgüter i.S. d. von R 4.2 geschaffen werden oder
sie mit dem bestehenden Gebäude verschachtelt sind und die Neubauteile dem Gesamtgebäude das Gepräge geben; hierfür sind regelmäßig die Größen- und Wertverhältnisse der Alt- und Neubauteile maßgebend (>BFH vom 9.8.1974 - BStBl 1975 II S. 342 und vom 18.8.1977 - BStBl 1978 II S. 46).
Zur Nutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwerts, des Praxiswerts und sogenannter firmenwertähnlicher Wirtschaftsgüter >BMF vom 20.11.1986 (BStBl I S. 532) und BMF vom 15.1.1995 (BStBl I S. 14). >H 5.5, H 6.1.
Ist AfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 oder Abs. 4 Satz 2 EStG unterblieben, so kann sie in der Weise nachgeholt werden, dass die noch nicht abgesetzten Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Buchwert) entsprechend der bei dem Wirtschaftsgut angewandten Absetzungsmethode auf die noch verbleibende Restnutzungsdauer verteilt werden (>BFH vom 21.2.1967 - BStBl III S. 386 und vom 3.7.1980 - BStBl 1981 II S. 255).
Ist AfA nach § 7 Abs. 4 Satz 1 EStG überhöht vorgenommen worden oder unterblieben und hat sich die tatsächliche Nutzungsdauer des Gebäudes nicht geändert, so sind weiterhin die gesetzlich vorgeschriebenen Vomhundertsätze anzusetzen, so dass sich ein anderer Abschreibungszeitraum als von 25, 33, 40 oder 50 Jahren ergibt (>BFH vom 3.7.1984 - BStBl II S. 709, vom 20.1.1987 - BStBl II S. 491 und vom 11.12.1987 - BStBl 1988 II S. 335).
Ist AfA nach § 7 Abs. 5 EStG überhöht vorgenommen worden, so ist die weitere AfA während des verbleibenden Abschreibungszeitraums weiterhin von den ungekürzten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorzunehmen (>BFH vom 4.5.1993 - BStBl II S. 661).
Bisher unterlassene AfA kann nicht nachgeholt werden, wenn ein Wirtschaftsgut des notwendigen Betriebsvermögens im Wege der Fehlerberichtigung erstmals als Betriebsvermögen ausgewiesen wird (BFH vom 24.10.2001 - BStBl 2002 II S. 75).
>aber: Degressive AfA bei Nutzungsänderung