Source: https://blogs.pwc.de/regulatory/category/crd-iv/eba-standards/page/3/
Timestamp: 2019-09-21 12:59:40
Document Index: 111258724

Matched Legal Cases: ['Art. 405', 'Art. 394', 'Art 407', 'Art 396', 'Art. 394', 'Art. 341', 'Art. 330', 'Art. 329', 'Art. 318', 'Art. 36', 'Art. 33', 'Art. 415', 'Art. 403', 'Art 423', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 403', 'Art. 417', 'Art. 138', 'Art. 24', 'Art. 33', 'Art. 49', 'Art. 71', 'Art. 73', 'Art. 74', 'Art. 461', 'Art. 24', 'Art. 131', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 49', 'Art. 19', 'Art. 74', 'Art 33', 'Art. 25', 'Art 29', 'Art. 32', 'Art. 46', 'Art. 84', 'Art, 92', 'Art. 424']

EBA Standards Archives - Seite 3 von 4 - Regulatory
EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil III
Mit der Veröffentlichung der CRD IV und der CRR im Amtsblatt der Europäischen Union am 27. Juni 2013 (Amtsblatt der EU vom 27.06.2013, L 176) ist der Weg frei für die Anwendung der CRD IV/CRR zum 01. Januar 2014. Bis dahin müssen auch die Arbeiten der EBA im Zusammenhang mit den von ihr zu entwickelnden RTS & ITS beendet werden.
Draft RTS on the retention of net economic interest and other requirements relating to exposures to transferred credit risk & ITS relating to the convergence of supervisory practices with regard to the implementation of additional risk weights (EBA/CP/2013/14)
Zu Art. 405, 406, 408, 409, 410 CRR (Art. 394, 395, 397, 398 CRR-E)
Spezifizierung der Vorschriften über den Selbstbehalt bei Verbriefungen und damit im Zusammenhang stehenden Regelungen
Anforderungen an Institute, die das Kreditrisiko einer Verbriefungsposition eingehen
Haltepflicht inklusive Kriterien für das Halten eines materiellen Nettoanteils
Sorgfaltsbestimmungen für Institute, die eine Verbriefungsposition eingehen
Anforderungen an Sponsoren, Originatoren und ursprüngliche Kreditgeber
ITS: Art 407 (Art 396 CRR-E)
Einheitliche Maßnahmen der Aufsichtsbehörden bei Verstößen gegen die Art. 394, 395 und 398 CRR ergriffen werden (Bewertungskriterien bei Verstößen, Bedingungen für zusätzliche Risikogewichte und die Festlegung der zusätzlichen Risikogewichte durch die Aufsichtsbehörden)
Draft RTS on the definition of market (EBA/CP/2013/15)
Zu Art. 341 (3) CRR (Art. 330(3) CRR-E)
Definition des Begriffs Markt zum Zwecke der Berechnung des allgemeinen Marktrisikos für Anteilswerte
Vorschlag zweier Definitionen von Markt bezogen auf die Kriterien Nationalität und Währung
Draft RTS on non-delta risk of options in the standardised market risk approach (EBA/CP/2013/16)
Zu Art. 329 (3), 352 (6), 358 (4) CRR ( Art. 318(3), 341(6) und 347(4) CRR-E)
Definition und Methoden, alle Risiken aus Optionen/ Warrants, die keine delta-Risiken sind, bei der Berechnung der Eigenkapitalanforderungen zu berücksichtigen
Proportionalität durch verschiedene Ansätze
Simplified Approach für Institute, die nur Optionen kaufen
Delta-Plus-Methode für Institute, die Optionen verkaufen
Komplexerer Scenario-Ansatz für Institute mit erheblichen Handelsaktivitäten bei Optionen
Draft RTS on own funds Part III (EBA/CP/2013/17)
Zu Art. 36 (2), 73 (6), 84 (4) CRR ( Art. 33(2), 69a(6) and 79(3) CRR-E)
Definition, Durchschau und Verrechnung von direkten, indirekten und synthetischen „Beteiligungen/Positionen“
„broad market index“ als zulässige Berechnungsgrundlage für die Ausschüttungen auf AT1 und T2 Instrumenten
Harmonisierung der Berechnung von Minderheitsbeteiligungen
Draft ITS on Additional Liquidity Monitoring Metrics (EBA/CP/2013/18)
Zu Art. 415 (3) CRR (Art. 403(2) CRR-E)
Vorschlag für ein einheitliches Reporting zu Laufzeitinkongruenzen der tatsächlichen und erwarteten Zahlungsströme (Templates)
Konzentrationsrisiken bei Produkten und Kontrahenten;
Volumen und Spreads der Refinanzierung
Fällige und neue Refinanzierung
Draft RTS on additional liquidity outflows corresponding to collateral needs resulting from the impact of an adverse market scenario on the institution’s derivatives transactions, financing transactions and other contracts for liquidity reporting (EBA/CP/2013/19)
Zu Art 423 (3) CRR ( 411(3) CRR-E)
Methoden zur Berechnung zusätzlicher Liquiditätsabflüsse als Folge von ungünstigen Marktentwicklungen bezüglich Derivatepositionen, Finanztransaktionen u.a. (Nachschusspflichten)
Internes Modell (Unexpected Negative Exposure -UNE)
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EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil I
Die Finalisierung der CRD IV/CRR rückt näher. Am 16. April 2013 hat das EU Parlament über die nahezu finale Version der CRR und CRD IV abgestimmt (siehe dazu Regulatory Blog-Beitrag: „CRD IV und CRR – Verabschiedung im Europaparlament“ vom 17.04.2013). Damit hat die Europäischen Aufsichtsbehörde European Banking Authority (EBA) eine belastbare Rechtsgrundlage für die Entwicklung der nach der CRR und CRD IV geforderten technischen Regulierungs- und Durchführungsstandards (RTS & ITS) geschaffen. Im Rahmen einer Konsultationsphase erhalten interessierte Parteien Gelegenheit, zu den Entwürfen der technischen Regulierungs- oder Durchführungsstandards Stellung zu nehmen. Nach Abschluss der Konsultation und unter Einbindung des EU Parlaments treten die Standards in Kraft, wenn sie von der EU-Kommission mittels Verordnung oder Beschluss erlassen wurden. Danach sind die Standards unmittelbar gültiges Recht in jedem EU Staat. Anders als heute bedeutet das eine weitgehende Harmonisierung der Regularien über das sogenannte Single Rulebook.
Zur Konsultation stellt die EBA daneben auch Entwürfe zu Leitlinien und Empfehlungen. Diese sind, anders als die RTS und ITS, rechtlich nicht bindend. Es ist aber ein sogenannter Comply-or-explain-Mechanismus zu beachten. Damit erhöht sich der Anwendungsdruck auf die nationalen Aufsichtsbehörden. Eine Nichtanwendung verlangt nicht nur eine Begründung gegenüber der EBA, sondern wird auch veröffentlicht.
Mit dem folgenden Beitrag möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die Veröffentlichungen der EBA in 2013 geben.
Seit Januar 2013 hat die EBA folgende Konsultationen zu ITS & RTS eingeleitet:
ITS on Supervisory reporting on forbearance and non-performing exposures under article 95 of the draft Capital Requirements Regulation (EBA/CP/2013/06)
Zu Art. 95 (2) CRR-E: Berichterstattung über Eigenmittelanforderung und Finanzinformationen
Definition forbearance und non-performing exposures (gestundete bzw. überfällige Positionen mit 30 bzw. 90 Tage Überschreitung) und Kriterien zur Ermittlung
Templates für Reporting (Überleitung in FINREP-Framework)
Data Point Modell und Befüllungshinweise
ITS on asset encumbrance Reporting under article 95a of the draft Capital Requirements Regulation (EB/CP/2013/05)
Zu Art. 95a CRR-E: Berichterstattung über Eigenmittelanforderung und Finanzinformationen
Definition asset encumbrance („belegte“ Vermögenswerte z.B. Pensionsgeschäfte, Wertpapier- oder Warenleihgeschäfte usw.)
Templates für Reporting (Format und Frequenz)
ITS on Data Point Model (DPM) related to EBA draft ITS on Supervisory Reporting Requirements for liquidity coverage ratio and stable funding under the draft Capital Requirement Regulation (EBA/CP/2013/04)
Zu Art. 403 (3) (a) CRR-E: Liquiditätsanforderungen/LCR und NSFR
Update der Reporting Templates für LCR und NSFR
Validierungs- und Befüllungshinweise
ITS on Data Point Model (DPM) related to the EBA draft Implementing Technical Standards on Supervisory Reporting Requirements for Leverage Ratio under the draft Capital Requirements Regulation (EBA/CP/2013/03)
Zu Art. 417 ff CRR-E
Update der Reporting Templates für Leverage Ratio
RTS on the conditions for assessing the materiality of extensions and changes of internal approaches when calculating own funds requirements for credit, market and operational risk under articles 138(5), 301(3)(a) and 352(3)(a) under the draft Capital Requirements Regulation (EBA/CP/2013/02)
Zu Art. 138(5), 301(3)(a) and 352(3)(a)
Konkretisierung und Ergänzungsregelungen
Definition von qualitativen und quantitativen Kriterien für Modelländerungen und damit verbundene Reportingpflichten an die Aufsicht
Verfahren bei IRB-Ansätzen zur Messung des Adressrisikos
Verwendung von AMA -Modellen zur Ermittlung des operationellen Risikos
Bedingungen und Beurteilungsmethodik für die Zulassung und Erweiterung von Internen Modellen für Marktpreisrisiken
RTS on the content of recovery plans under the draft directive establishing a framework for the recovery and resolution of credit institutions and investment firms (EBA/CP/2013/01)
Regelwerk zur Bankensanierung und -abwicklung
Präventionsmaßnahmen durch Sanierungs- und Abwicklungspläne
Regulatory Blog Beitrag: „EBA Draft RTS on the content of recovery plans – Details zur Abwicklung und Sanierung von Instituten“ vom 03.04.2013
Nach der Finalisierung der CRD IV / CRR werden die damit zusammenhängenden RTS & ITS schnellstmöglich verabschiedet werden.
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Update zu den Meldeanforderungen für die Leverage Ratio veröffentlicht – Draft ITS
Die European Banking Authority (EBA) hat am 20. Dezember 2012 ein Update zu den Reportinganforderungen für die Leverage Ratio veröffentlicht. In dem Dokument verarbeitet die EBA Feedbacks zu ihrer Konsultationsanfrage zu den Draft Implementing Technical Standards („ITS“) vom Juni 2012, EBA-CP/2012/06. Obwohl die CRR nach wie vor nicht in ihrer finalen Version vorliegt und die finale Fassung des ITS damit nicht veröffentlicht werden kann, soll dieses Update den aktuellen Stand der Überlegungen zur Leverage Ratio widerspiegeln, um so den Instituten hinsichtlich der Umsetzung der Leverage Ratio eine Hilfestellung zu geben und den Umsetzungsprozess zu vereinfachen. Das Update beinhaltet sowohl eine Überarbeitung des Konsultationspapiers („Annex III – Feedback Statement to EBA-CP/2012/06„, nachfolgend „Anweisungen“) als auch der dazugehörigen Meldebögen („Annex IVa – Revised template – Leverage„, nachfolgend „Meldebogen“) und Befüllungshinweise („Annex IVb – Revised instructions – Leverage„, nachfolgend „Annex IVb“).
Gegenüber dem Konsultationspapier haben sich im Wesentlichen drei Änderungen ergeben, die im Folgenden dargestellt werden.
Struktur und Abgabefristen
Die Struktur des Meldebogens wurde überarbeitet. Er besteht jetzt aus zwei Teilen: Teil A („Leverage Ratio Calculation“) umfasst alle für die Berechnung der Leverage Ratio relevanten Parameter und ist monatlich zu erheben. Teil B („Nachrichtliche Positionen“) wird quartalsweise erhoben und umfasst zusätzlich zu berichtende Informationen, die unter anderem der EBA zur Kalibrierung während der Beobachtungsperiode bis Ende 2017 dienen sollen. Der Leverage Ratio Meldebogen wird quartalsweise und zeitgleich mit den anderen COREP-Meldebögen (30 Tage nach Quartalsultimo) abzugeben sein. Eine Verlängerung der Abgabefrist ist entgegen den Wünschen der Kreditwirtschaft – nicht eingeräumt worden.
Netting von Wertpapierpensions- und -leihegeschäften
Gegenüber der Juni-Version ist für Wertpapierpensions- und -leihegeschäfte eine weitere parallel zu rechnende „Nettingmethode“ vorgesehen. Nach dem ersten ITS Entwurf waren für diese Geschäfte das aufsichtsrechtliche Netting sowie ein Netting der Geldseiten (ohne Berücksichtigung der Sicherheiten) zulässig, sofern eine Nettingvereinbarung vorliegt. Die neue Methode ist auf Wertpapierpensions- und -leihegeschäfte mit und ohne Nettingvereinbarung anzuwenden. Der auszuweisende Betrag bei Geschäften mit einer Nettingvereinbarung ergibt sich als Summe aus dem Bruttobilanzwert der Forderungen aus Wertpapierpensions- bzw. leihegeschäften und der Bemessungsgrundlage für das Kontrahentenrisiko. Liegt keine Nettingvereinbarung vor, so soll zu dem Bruttobilanzwert der Betrag addiert werden, der sich aus einem Netting von Forderung und Sicherheit auf Einzelgeschäftsebene ergibt. Bei den bisherigen Methoden bestand die Möglichkeit, dass beide am Wertpapierpensions- bzw. -leihegeschäft beteiligten Parteien im Idealfall einen sehr geringen oder keinen Forderungsbetrag ausweisen mussten. Dies soll nun durch die neue Methode verhindert werden. Hier bleibt abzuwarten, wie der ITS im Hinblick auf die unterschiedlichen Nettingmethoden für Wertpapierpensions- und -leihegeschäfte final ausgestaltet sein wird.
Im Wesentlichen sind drei neue Angaben vorzunehmen. In Teil B ist für das „Alternative treatment of the Exposure Measure“ eine Erfassung des nicht bilanzierten Treuhandvermögens gem. Artikel 416 Abs. 11 CRR erforderlich. Die Forderungswerte sind nach den verwendeten Kreditrisikoansätzen (KSA und IRBA) aufzuteilen. Weiterhin sind Forderungen an Gebietskörperschaften, an Öffentliche Stellen und Forderungen an Multilaterale Entwicklungsbanken je nachdem, ob sie wie eine Forderung an eine Zentralregierung behandelt werden oder nicht, getrennt anzugeben.
Durch das Update des Draft ITS Leverage Ratio entstehen neue fachliche Anforderungen, die zu einer Anpassung der erforderlichen Prozesse führen. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang die neue Nettingmethode für Wertpapierpensions- und -leihegeschäfte und die zusätzlichen Angaben in Teil B zu nennen. Die Erhebung der Daten innerhalb der verschiedenen Bereiche eines Instituts und die Umsetzung der fachlichen Anforderungen in automatisierte Vorgänge stellt dabei die größte Herausforderung dar, zumal die Struktur und die Inhalte für die Ermittlung der Leverage Ratio noch nicht final sind. Bekanntlich sind die CRD IV /CRR Verhandlungen derzeit noch nicht abgeschlossen.
Regulatorische Agenda 2013: Update für Vorstand und Aufsichtsrat
Die europäischen Regulierungsbestrebungen um CRD IV, EMIR, AIFMD etc. werden nun mehr oder weniger parallel auf nationaler Ebene umgesetzt. Entsprechend müssen sich die Institute mit einer ganzen Reihe von Umsetzungs- bzw. Ausführungsgesetzen und Rundschreiben beschäftigen. Gravierende Änderungen im KWG verbunden mit neuen Anforderungen an Risikomanagement und -controlling, Compliance-Funktion, Krisenmanagement und Sanierung stehen an. Daraus ergeben sich höhere Anforderungen an Expertise und Erfahrung des Managements sowie die Überwachungsfunktion durch die Aufsichtsorgane. Neue Pflichten resultieren auch aus der Neukonzeption des Financial Reporting. Anpassungen bei den internen Prozessen stehen im Derivatehandel und Investmentgeschäft durch die Umsetzung von EMIR und AIFMD an. Und die Reform des EU-Bankenmarktes dauert noch an: Mit dem Single Supervisory Mechanism und Vorschlägen des Liikanen-Reports kündigen sich neue Themen an.
Der vorliegende Beitrag: „Regulatorische Agenda 2013: Update für Vorstand und Aufsichtsrat“ der PwC Regulatory Experten Hiltrud Thelen-Pischke und Wiebke Sawahn befasst sich mit den Herausforderungen, die sich für die Institute aus dem Spannungsfeld zwischen noch nicht verabschiedeten Reformen und nationalen Umsetzungsaktivitäten ergeben. Die Institute stehen vor der Aufgabe, die Vorschläge der verschiedenen Regulierer zu analysieren und notwendige Anpassungsmaßnahmen frühzeitig anzugehen. Geschäftsleitung und Aufsichtsorgane der Institute sehen sich dabei mit einem deutlich strengeren regulatorischen Umfeld konfrontiert, das Einfluss auf die Größe, das Wachstum und die zukünftigen Geschäfstmodelle der Banken haben wird.
Der Beitrag ist in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen (ZfgK, 2/2013) erschienen.
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Neuer Zeitplan für Supervisory Reporting bei FINREP
Die für Ende Juni angekündigte Finalisierung des Implementing Technical Standard (ITS) on supervisory reporting requirements for institutions wird von der EBA verschoben. Bisher war als erste Berichtsperiode das erste Quartal 2013 mit dem Meldestichtag 31.03.2013 vorgesehen (vgl. dazu auch Blog-Beitrag: „ FINREP/COREP – Technische Standards zum Reporting“ vom 01.03.2012).
Im Rahmen der Konsultation zu den ITS on supervisory reporting requirements (CP 50) hat sich gezeigt, dass die erwarteten Umstellungen und Anforderungen an das Reporting im Zusammenhang mit der geplanten Anwendbarkeit der Capital Requirement Regulation (CRR) zum 01.01.2013 für viele Institute eine größere Belastung als zunächst angenommen – insbesondere dann, wenn die FINREP – Umsetzung bisher noch nicht begonnen wurde.
Insoweit geht die EBA davon aus, dass die Institute mehr Zeit brauchen werden, die Reporting Systeme entsprechend anzupassen und aufzurüsten. Als neuer Termin für die Anwendbarkeit der Anforderungen aus dem ITS für die Finanzinformationen wird daher der 01. Januar 2014 angesetzt.
Neue Details zur Eigenkapitalausstattung – Draft Regulatory Technical Standard on own funds (Part One)
Am 04.04.2012 hat die European Banking Authority (EBA) einen Entwurf für einen regulatorischen Standard zu den Eigenmitteln (Draft Regulatory Technical Standard on own funds – Part One 2012 06, EBA/CP/2012/02) veröffentlicht. Der Entwurf steht noch bis zum 04.07.2012 zur Konsultation. Die wesentlichen Elemente und zur Diskussion stehenden Fragen möchte ich Ihnen in diesem Beitrag kurz erläutern.
Am 20. Juli 2011 hat die Europäische Kommission ihre überarbeiteten Entwürfe der Capital Requirement Directive (Proposal for a Regulation of the European Parliament and of the Council on prudential requirements for credit institutions and investment firms‟, CRD) zur Umsetzung der Basel III-Rahmenwerks innnerhalb der EU veröffentlicht. Diese Entwürfe setzen sich aus der überarbeiteten Richtlinie (CRD IV) und der dazu gehörenden Verordnung (Capital Requirement Regulation [CRR]) zusammen. Im Rahmen der CRR sind umfangreiche Änderungen im Zusammenhang mit der Eigenmittelausstattung der Banken geplant. Diese Anforderungen werden Teil des European Single Rule Book, um innerhalb Europas die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu stärken. Die EBA hat in einer Reihe von Bestimmungen der CRR den Auftrag erhalten, auf dieser Grundlage Regulatory Technical Standards (RTS) zu entwerfen. Die finale Inkraftsetzung der RTS erfolgt durch die EU-Kommission. Danach kommen die RTS wie eine Verordnung in allen Mitgliedstaaten unmittelbar zur Anwendung.
Der aktuelle RTS umfasst die einzelne Positionen des harten Kernkapitals (Art. 24 bis 27 CRR), Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals (Art. 33 und 46 CRR), Instrumente des weichen bzw. zusätzlichen Kernkapitals (Art. 49 CRR), allgemeine Anforderungen im Zusammenhang mit dem Halten von Indexpapieren (Art. 71 CRR), aufsichtliche Zustimmung zur Reduzierung der Eigenmittel bzw. der Erlass von Abzüge vom Eigenkapital in Krisensituation (Art. 73 und Art. 74 CRR) und Übergangsbestimmungen für Kernkapitalposten und –instrumente und Bestandsschutz (Art. 461, 465 CRR).
Weitere Regulatory Technical Standards werden im Laufe des Jahres noch folgen, denn die Frist zur Vorlage der Own Funds RTS läuft nur bis zum 01.01.2013.
Zu den Posten des harten Kernkapitals (Common Equity Tier 1 [CET1]) zählen u.a. die Gewinnrücklagen (Art. 24 CRR). Der Gewinnbetrag darf jedoch nur nach Abzug aller vorhersehbaren Abgaben oder Dividenden zum harten Kernkapital gerechnet werden. „Vorhersehbar“ und damit vom Gewinnbetrag abzuziehen sind im Sinne der RTS unter anderem:
Gewinne und Dividenden, über deren Ausschüttung das Leitungsorgan bereits eine formelle Entscheidung getroffen hat oder einen entsprechenden Vorschlag zur Ausschüttung gemacht hat;
Bis zur Entscheidung/Entscheidungsvorschlag über den auszuschüttenden Gewinn, gilt als Abzugsposten der Betrag, der der Höhe des Zwischen- oder Jahresgewinns multipliziert mit der üblichen/historischen Ausschüttungsquote entspricht;
Soweit keine übliche Dividendenpolitik vorliegt, wird – abhängig davon, welcher Betrag höher ist – entweder die durchschnittlichen Ausschüttungsquote der letzten drei Jahre oder die Ausschüttungsquote des vorhergehenden Jahres abgezogen;
Bei der Ermittlung der Abzugsposten sind ggf. vorhandene Ausschüttungsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Erhaltung der Kapitalpuffer (CRD Art. 131) zu beachten;
Weiterhin sind Steuern und andere Verpflichtungen oder Umstände, die voraussichtlich den Gewinn schmälern und für nach Ansicht der zuständigen Behörden nicht alle erforderlichen Wertberichtigungen vorgenommen worden sind, bei der Kalkulation des anrechenbaren Gewinnbetrages zu berücksichtigen.
Charakterisierung der Indirekten Finanzierung
Kernkapitalinstrumente dürfen nicht indirekt oder mittelbar finanziert werden (Art. 26 CRR). Der RTS konkretisiert, wann eine solche indirekte/mittelbare Finanzierung von Kapitalinstrumenten vorliegt. U.a. ist das dann der Fall, wenn
die Finanzierung des Kaufs eines Kapitalinstruments durch ein Unternehmen erfolgt, das zum aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis gehört.
die Finanzierung des Kaufs eines Kapitalinstruments durch ein externes Unternehmens erfolgt, wobei der Kauf durch eine Garantie oder ein Kreditderivate oder auf andere Weise besichert ist, so dass das Kreditrisiko auf das finanzierende Institut oder ein im Konsolidierungskreis erfasstes Unternehmen übergeht.
eine Kreditvergabe an einen Kreditnehmer vorliegt, der die Mittel an einen Investor weitergibt, damit dieser Kapitalinstrumente des Instituts erwirbt.
Kapitalinstrumente bei Genossenschaften, Gegenseitigkeitsgesellschaften und ähnlichen Institutionen
Im Rahmen des RTS wird klar gestellt, dass die Ausprägung bestimmter Kapitalinstrumente dieser Gesellschaften für die Anerkennung als harte Kernkapitalinstrumente unschädlich ist. Das ist z.B. dann der Fall, wenn
es keine Verpflichtung des Instituts gibt, den Investoren Ausschüttungen in Zeiten von Marktstress zu gewähren;
nicht der Eindruck erweckt wird, dass das Instrument nicht vollständig am Verlust teilnimmt.
Enthalten die Kapitalinstrumente einen cap oder einen Hinweis auf eine maximale Ausschüttung, können diese als Common Equity Tier 1 (CET 1) anerkannt werden, wenn sie keine jederzeitige Rückzahlungsverpflichtung enthalten, im Rahmen des Marketings dieser Instrumente nicht der Eindruck erweckt wird, dass Ausschüttungen erfolgen werden und Ausschüttungen nicht als feste Prozentsätze/Beträge kalkuliert sind.
Rückzahlungsbeschränkungen von Kapitalinstrumenten
Bei der Anerkennung von Kapitalinstrumenten, die von Genossenschaften, Gegenseitigkeitsgesellschaften, und ähnlichen Einrichtungen begeben wurden, kann es im Hinblick auf das Rückzahlungsverbot für diese Instrumente zu einem Konflikt mit nationalen Bestimmungen für diese Institute kommen: Je nach einzelstaatlicher Regelung kann das Institut die Rückzahlung von anrechnungsfähigen Kapitalinstrumenten nicht verweigern (Art. 27 CRR). Als Folge muss das Institut aber die Rückzahlung beschränken. Der RTS legt jetzt die Mindestanforderungen an die Rücknahmebeschränkungen fest. Die Rücknahmebeschränkungen müssen den Instituten die Möglichkeit geben:
die Rücknahme aufzuschieben und
die Rücknahme der Höhe nach zu beschränken, wobei die Bestimmung der Rückzahlungshöhe unter anderem nach der Gesamtsituation des Instituts zu beurteilen ist (z.B. im Hinblick auf die Finanz- und Liquiditätsausstattung).
Die entsprechenden Beschränkungen müssen in die vertraglichen und rechtlichen Regelungen des Kapitalinstruments aufgenommen werden. Darüber hinaus kann die zuständige Behörde auch über diese Festlegung hinaus bei Bedarf weitere Beschränkungen der Rückzahlung anordnen.
Art. 33 CRR legt die Abzugsposten vom harten Kernkapital fest. Im Rahmen des RTS werden die einzelnen Abzugsposten jetzt detaillierter bestimmt. Insbesondere handelt es sich dabei u.a. um:
Verluste des laufenden Geschäftsjahres. Soweit die Verluste des laufenden Geschäftsjahres aufgrund eines Zwischenabschlusses bereits in den Posten des harten Kernkapitals enthalten sind, bilden sie keinen Abzugsposten mehr.
den Abzug latenter Steueransprüche, die von der zukünftigen Rentabilität abhängen (Art. 33 (1) (c) CRR). Die in Abzug zu bringenden rentabilitätsabhängigen latenten Steueransprüche können durch verbundene latente Steuerschulden des Instituts verringert werden, wenn beide Steueransprüche aus den Steuergesetzen des gleichen Mitgliedstates/Drittlandes resultieren und die betreffende Steuerbehörde die Aufrechnung latenter Steueransprüche und verbundener latenter Steuerschulden gestattet.
Rückzahlungsanreize bei zusätzlichem Kernkapital
Kapitalinstrumente des zusätzlichen Kernkapitals können angerechnet werden, wenn sie – neben weiteren Bedingungen – zeitlich unbegrenzt sind und für das Institut keinen Rückzahlungsanreiz enthalten (Art. 49 CRR). Der RTS präzisiert Form und Art der verbotenen Rückzahlungsanreize (Art. 19 RTS). Als Rückzahlungsanreize gelten danach zum Beispiel:
Call Options kombiniert mit einem Anstieg des Credit Spreads des unterliegenden Instruments, falls der Call nicht ausgeübt wird;
Call Option oder eine Pflicht bzw. Investor Option, das Instrument in ein hartes Kernkapitalinstrument umzuwandeln, falls der Call nicht ausgeübt wird;
Call Option kombiniert mit einem Anstieg des zukünftigen Rückzahlungsbetrags;
Werbung für das Instruments auf eine Art und eine Weise, die Investoren vermuten lässt, dass das Instrument seitens des Emittenten doch gekündigt werden wird.
Weiterhin enthält der RTS Konkretisierungen zu den Abschreibungsmechanismen (permanent bzw. temporär) bei den Kapitalinstrumenten, zur Umwandlung sowie zu den erforderlichen Meldungen an die Aufsichtsbehörden etc.
Zum Zweck einer finanziellen Stützungsaktion zur Sanierung und Rettung eines Instituts kann die zuständige Behörde eine befristete Ausnahme von den ansonsten geltenden Abzugsbestimmungen gewähren (Art. 74 CRR). Der aktuelle RTS präzisiert dieses Ausnahmekonzept dahingehend, dass eine solche Ausnahme nur zeitliche begrenzt (vorgeschlagen ist eine Begrenzung auf 5 Jahre) und innerhalb eines klar definierten „financial assistance opration plan“ erfolgen kann (Art 33 RTS).
Mit dem ersten RTS on own funds hat die EBA in zwar vielen Bereichen Klarstellungen getroffen, es bleiben aber noch offene Punkte. Insbesondere werden die folgenden Themen zu einem späteren Zeitpunkt bzw. in einem weiteren thematisch zusammenhängenden „Paket“ behandelt:
Voraussetzungen und Bedingungen für die Anerkennung von Gegenseitigkeitsgesellschaften, Genossenschaften und ähnlichen Einrichtungen (Art. 25 CRR);
Klärung des Konzepts der Verkaufsgewinne im Zusammenhang mit verbrieften Aktiva (Art 29 CRR);
Zusätzliche Wertberichtigungen auf die zum Fair Value bewerteten Aktiva (Art. 32 CRR);
Bedingungen der Berechnungsmethoden für Alternativen zum Abzug bei konsolidierten Abschlüssen (Art. 46 CRR);
Präzisierung, wann ein Unternehmen außerhalb des Finanzsektors vorliegt im Zusammenhang mit Risikogewichtung und Verbot qualifizierter Beteiligung (Art. 84 CRR);
Berechnung der Anforderungen, Eigenmittel auf der Grundlage der fixen Gemeinkosten zu halten 8Art, 92 CRR);
Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit Eigenkapital (Art. 424 CRR).
Für die Institute heißt es jetzt, umgehend die vorhandenen Kapitalinstrumente auf ihre Anerkennungsmöglichkeit nach CRR hin zu untersuchen. Je nach vertraglicher Ausgestaltung können ggf. Übergangsregelungen genutzt und/oder die Verträge CRR konform angepasst werden.
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