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Timestamp: 2019-11-22 18:40:02
Document Index: 49990800

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 124', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 5', '§ 5', '§ 35']

OVG Berlin-Brandenburg, 31.05.2011 - 12 N 20.10 - dejure.org
OVG Berlin-Brandenburg, 31.05.2011 - 12 N 20.10
https://dejure.org/2011,22427
OVG Berlin-Brandenburg, 31.05.2011 - 12 N 20.10 (https://dejure.org/2011,22427)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 31.05.2011 - 12 N 20.10 (https://dejure.org/2011,22427)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 31. Mai 2011 - 12 N 20.10 (https://dejure.org/2011,22427)
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§ 5 Abs 3 IFG, § 5 Abs 4 IFG
Tätigkeit eines Vertrauensanwaltes in Berg-Karabach für die Deutsche Botschaft in Armenien; Verpflichtungsklage als richtige Klageart; Vernichtung der Unterlagen; Wiederbeschaffungspflicht (abgelehnt); Schutz der personenbezogenen Daten des Vertrauensanwalts; ...
Anspruch auf Zulassung der Berufung im Zusammenhang mit einem Streit über die Rechtmäßigkeit der Ablehnung des Verpflichtungsantrags auf Offenbarung der Daten eines Vertrauensanwaltes
IFG § 5 Abs. 3; VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 5
VG Berlin, 29.01.2010 - 2 A 134.08
Demgegenüber geht es im vorliegenden Verfahren weder um die Wiederbeschaffung von Informationen, die bei der Behörde angefallen waren, noch steht hier der Versuch einer bewussten Vereitelung eines Zugangsanspruchs durch Abgabe von Unterlagen nach Eingang des Antrags zur Entscheidung (siehe hierzu OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20/10 - juris Rn. 13, sowie BFH, Beschluss vom 16. Mai 2000 - VII B 200/98 - BFHE 192, 8 = ).
Das Vorhandensein der Information ist denklogische Voraussetzung für den Anspruch und als ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal zu verstehen (…Scheel, in: Berger/Partsch/Roth/Scheel, IFG, 2. Aufl. 2013, § 2 Rdnr. 24; BVerwG, Beschluss vom 27. Mai 2013 - 7 B 43.12 -, NJW 2013, 2538 m.w.N.; OVG Berlin-Brandenb., Beschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20.10 -, [...]).
Ein Anspruch eines Antragstellers auf Wiederbeschaffung eventuell bereits vernichteter oder an den Auftraggeber oder Lieferanten zurückgegebener Informationen besteht nicht, denn das Gesetz sieht eine Verpflichtung der informationspflichtigen Stellen zur Wiederbeschaffung von amtlichen Informationen, die sich nicht mehr in ihrem Besitz befinden, nicht vor (…Schoch, IFG, 2009, § 1 Rn. 29 ff.; OVG Berlin-Brandenb., Beschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20.10 -, [...]).
VG Potsdam, 25.10.2017 - 9 K 3787/16
OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18. März 2010 - OVG 12 B 41.08 -, Rn. 21, zitiert nach Juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20.10 -, Rn. 13, zitiert nach Juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 26. Mai 2011 - OVG 12 N 37.11 -, veröffentlicht in Juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 2. Oktober 2007 - OVG 12 B 9.07, OVG 12 B 9/07 -, Rn. 37, zitiert nach Juris,.
zum Nicht-Vorhandensein von Informationen: OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18. März 2010 - OVG 12 B 41.08 -, Rn. 18, zitiert nach Juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20.10 -, Rn. 10, zitiert nach Juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 2. Oktober 2007 - OVG 12 B 9.07, OVG 12 B 9/07 -, Rn. 32, zitiert nach Juris.
OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18. März 2010 - OVG 12 B 41.08 -, Rn. 22, zitiert nach Juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20.10 -, Rn. 13, zitiert nach Juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 2. Oktober 2007 - OVG 12 B 9.07, OVG 12 B 9/07 -, Rn. 37, zitiert nach Juris.
Nach der Wortbedeutung ist Bearbeiter nur, wer etwas, d.h. einen bestimmten Vorgang, bearbeitet hat (vgl. in diesem Sinne bereits Senatsbeschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20.10 -, juris Rn. 14).
Das Gericht setzt daher bei Klagen, die einen Anspruch nach § 1 IFG zum Gegenstand haben, den Wert des Streitgegenstandes in der Regel mit 5.000 Euro fest (vgl. auch OVG Hamburg, Beschluss vom 16. April 2012 - 5 Bf 241/10.Z, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20.10 -, juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28. Juli 2008 - 8 A 1548/07 -, ZIP 2008, 1542).
Bearbeiter im Sinne des § 5 Abs. 4 IFG sind vielmehr nur solche Amtsträger, die mit einem bestimmten Vorgang befasst gewesen sind bzw. an ihm mitgewirkt haben (so auch VG Braunschweig…, Urteil vom 26. Juni 2013 - 5 A 239.10 -, juris Rn. 22;… Schoch, IFG, 2009, Rn. 70 ff. zu § 5; Eichelberger, K & R 2013, 211 [212] m.w.N.;… wohl auch OVG Nordrhein-Westf., Urteil vom 15. Januar 2014 - 8 A 467.11 -, juris Rn. 119 ["jedenfalls"]; noch enger wohl OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 31. Mai 2011 - OVG 12 N 20.10 -, juris Rn. 14: nur der primär zur Entscheidung über einen konkreten Vorgang berufene Amtsträger).
Streiten die Parteien, wie im vorliegenden Fall, um die Frage der Gewähr des begehrten Informationszugangs nach dem Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (Informationsfreiheitsgesetz - IFG), geht es in der Sache um den Erlass eines begünstigenden Verwaltungsakts im Sinne des § 35 Satz 1 VwVfG hinsichtlich des "Ob" der Informationsgewährung (OVG Berlin-Brandenburg, B.v. 31.5.2011 - OVG 12 N 20.10 - juris).
vgl. Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 31.05.2011 - OVG 12 N 20.10 - juris; Urteil der Kammer vom 18.03.2014 - 26 K 5849/12 - ; VG Berlin, Urteil vom 15.05.2013 - 2 K 8.13 - juris; VG Saarbrücken, Beschluss vom 04.12.2007 - 10 K 1140/07 - juris; VG Minden, Urteil vom 18.08.2004 - 3 K 4613/03 - juris, m.w.N; offen gelassen für die Erteilung einer Auskunft aus dem Melderegister von OVG NRW, Beschluss vom 10.09.2013 - 16 E 190/13 - juris und Beschluss vom 04.04.1979 - XV A 2716/78 - juris.