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Timestamp: 2016-10-26 21:14:47
Document Index: 151649483

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 33', 'Art. 62', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 96', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 62', 'Art. 96', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'EGMR', 'EGMR', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'EGMR', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 121', 'BGE', 'BGE', 'EuG', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 5', 'Art. 96', 'Art. 66', 'Art. 64']

2C_451/2015 (28.04.2016)
2C_451/2015 � � Urteil vom 28. April 2016
A.________ (geboren 1985), Staatsangeh�riger Brasiliens, reiste am 15. September 2003 in die Schweiz ein und erhielt vom Migrationsamt des Kantons Z�rich im April 2004 im Rahmen des Familiennachzugs eine zuletzt bis am 30. September 2013 verl�ngerte Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Mutter. Aus einer vier Jahre dauernden Beziehung mit einer Schweizerin hat er eine 2008 geborene Tochter. Am 23. Dezember 2009 bestrafte die Staatsanwaltschaft U.________ A.________ wegen Hehlerei mit einer Geldstrafe von 60 Tagess�tzen � Fr. 70.-- sowie einer Busse von Fr. 500.--. Der Vollzug der Geldstrafe wurde bedingt aufgeschoben, wobei A.________ noch w�hrend der zweij�hrigen Probezeit erneut straff�llig wurde. Das Obergericht des Kantons Aargau verurteilte ihn am 14. Juni 2012 wegen mehrfacher sexueller N�tigung und Vergewaltigung, begangen an seiner ehemaligen Lebenspartnerin und Mutter seiner Tochter, zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von drei Jahren. Gleichzeitig widerrief es den mit Strafbefehl vom 23. Dezember 2009 gew�hrten bedingten Strafvollzug und erkl�rte die Geldstrafe f�r vollstreckbar.
Das Migrationsamt des Kantons Z�rich lehnte am 16. September 2014 die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ ab und ordnete an, dass er die Schweiz bis am 17. November 2014 verlassen m�sse. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 15. Dezember 2014 sowie Urteil des Verwaltungsgerichts vom 14. April 2015).
A.________ gelangt mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht. Er beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und das Migrationsamt des Kantons Z�rich anzuweisen, ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern. Eventualiter sei er unter Androhung des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung letztmals zu verwarnen. Der Beschwerdef�hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege.
Der Abteilungspr�sident legte der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung bei.
Das Staatssekretariat f�r Migration beantragt, die Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht, die Sicherheitsdirektion und das Migrationsamt haben auf eine Vernehmlassung verzichtet.
1.1.�Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts, der grunds�tzlich der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unterliegt (vgl. Art. 82 lit. a BGG, Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG, Art. 90 BGG). Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). F�r das Eintreten gen�gt, wenn der Betroffene in vertretbarer Weise dartut, dass potenziell ein Anspruch auf die Bewilligung besteht; ob die jeweiligen Voraussetzungen tats�chlich gegeben sind, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3 S. 500 f.). Der Beschwerdef�hrer macht in vertretbarer Weise einen Anspruch nach Art. 13 BV sowie Art. 8 EMRK geltend, sodass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 42 Abs. 2 und Art. 100 Abs. 1 BGG).
2.1.�Gem�ss Art. 33 Abs. 3 AuG (SR 142.20) kann eine Aufenthaltsbewilligung verl�ngert werden, wenn keine Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG vorliegen. Ein Widerrufsgrund liegt nach Art. 62 lit. b AuG u.a. dann vor, wenn die Ausl�nderin oder der Ausl�nder zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381; 137 II 297 E. 2 S. 299 f.). Der Beschwerdef�hrer wurde zu einer bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt und bestreitet dementsprechend auch nicht das Vorliegen eines Widerrufsgrunds f�r seine Aufenthaltsbewilligung.
2.2.�Die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigt sich nur, wenn die im Einzelfall vorzunehmende Interessenabw�gung die entsprechende Massnahme als verh�ltnism�ssig erscheinen l�sst, wobei namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen sind (vgl. Art. 96 AuG; BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.). Die Notwendigkeit einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung kann sich auch aus dem Anspruch auf Achtung des Familienlebens gem�ss Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ergeben, wobei vorliegend umstritten ist, ob er daraus einen Schutz f�r sich ableiten kann.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet, dass die Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung unverh�ltnism�ssig sei und eine Verletzung von Art. 62 lit. b i.V.m. Art. 96 AuG sowie Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 8 EMRK respektive Art. 13 BV vorliege.
3.1.�Es kann das in Art. 8 EMRK (bzw. Art. 13 BV) gesch�tzte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens verletzen, wenn einem Ausl�nder, dessen Familienangeh�rige hier weilen, die Anwesenheit untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird (BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145, 153 E. 2.1 S. 154 f.). Der in Art. 8 Ziff. 1 EMRK garantierte Anspruch gilt jedoch nicht absolut. Vielmehr ist nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Ziff. 1 gesch�tzte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den �ffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne �berwiegen m�ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 139 I 145 E. 2.2 S. 147 f.; 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 122 II 1 E. 2 S. 6).
3.2.�Der ledige Beschwerdef�hrer lebt gegenw�rtig bei seiner Mutter und seinen beiden minderj�hrigen Halbschwestern, zu denen er gem�ss Vorinstanz ein inniges Verh�ltnis pflegt. Er ist zudem Vater einer aus einer fr�heren Beziehung mit einer Schweizerin stammenden Tochter, welche unter der alleinigen elterlichen Sorge und Obhut der Mutter steht. Diese lehnt aufgrund der vom Beschwerdef�hrer ihr gegen�ber begangenen Straftaten jeden Kontakt zwischen ihm und seiner Tochter ab. Eine Vereinbarung zur finanziellen Unterst�tzung der Tochter findet sich in den Akten nicht, doch sind Belege f�r regelm�ssige monatliche Zahlungen von Fr. 400.-- des Beschwerdef�hrers an die Kindsmutter vorhanden. Gem�ss eigenen Angaben m�chte der Beschwerdef�hrer in absehbarer Zeit seine Vaterrolle mit dem Einverst�ndnis seiner ehemaligen Lebenspartnerin wieder wahrnehmen. Falls dies nicht m�glich ist, erw�gt er mit rechtlichen Schritten ein Besuchsrecht durchzusetzen.
3.3.�Nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis kann der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte ausl�ndische Elternteil den Kontakt zu seinem Kind von vornherein nur in beschr�nktem Rahmen pflegen, n�mlich durch die Aus�bung des ihm einger�umten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu k�nnen, ist in der Regel keine dauernde Anwesenheit im Gastland erforderlich. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK ist es grunds�tzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland aus ausge�bt werden kann, wobei allenfalls die Modalit�ten des Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind. Ein weitergehender Anspruch kann nur in Betracht fallen, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Herkunftsland der ausl�ndischen Person praktisch nicht aufrechterhalten werden k�nnte und deren bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten"; zum Ganzen BGE 139 I 315 E. 2.2 S. 319 mit Hinweisen).
3.3.1.�Die Vorinstanz ging davon aus, dass der Beschwerdef�hrer momentan zumindest in affektiver Hinsicht �ber keine enge Beziehung zu seiner Tochter verf�gt, was nicht bestritten wird. Zudem liegt wegen seiner strafrechtlichen Verfehlungen auch kein "tadelloses Verhalten" im Sinne der zitierten Rechtsprechung vor (vgl. BGE 141 II 169 E. 5.2.2 S. 181; 139 I 315 E. 2.5 S. 321 f.). In Anbetracht dieser Umst�nde ist es dem Beschwerdef�hrer zumutbar, ein allf�lliges zuk�nftiges Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her auszu�ben, wobei allenfalls die Modalit�ten des Besuchsrechts geeignet aus- bzw. umzugestalten sind. Im �brigen k�nnen die famili�ren Beziehungen nicht nur besuchsweise, sondern auch vom Ausland aus �ber Briefverkehr, Telefonate, E-Mail oder Internet (Skype etc.) gepflegt werden.
3.3.2.�Der Beschwerdef�hrer ist jedoch der Ansicht, dass aufgrund des Urteils des EGMR�
Udeh gegen die Schweiz�vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09] � 54) seine Delinquenz und die momentan fehlende pers�nliche Beziehung zu seiner Tochter in Anbetracht des Kindesinteresse, Kontakt mit ihrem Vater zu haben, ohnehin nicht massgeblich sein k�nnen. Dabei verkennt er jedoch die Tragweite des Urteils hinsichtlich seiner prozessrechtlichen Konstellation. Der EGMR hat dort Umst�nde des konkreten Einzelfalls ber�cksichtigt, die teilweise erst nach der Beurteilung durch das Bundesgericht eintraten, und dabei auch den Umstand gew�rdigt, dass sich beim dortigen Beschwerdef�hrer eine konkrete positive Entwicklung abzeichnete (vgl. hierzu BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 327 ff.; Urteile 2C_1141/2014 vom 10. September 2015 E. 3.4; 2C_366/2014 vom 6. Juni 2014 E. 2.3.2; 2C_245/2014 vom 28. Mai 2014 E. 3.3.3, je mit Hinweisen). Ebenfalls unbehelflich ist der Verweis auf Art. 9 Abs. 3 des �bereinkommens vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107). Die Kinderrechtskonvention ist zwar bei der Interessenabw�gung zu ber�cksichtigen, verschafft aber weder einen unmittelbaren Anspruch auf die Erteilung einer ausl�nderrechtlichen Bewilligung noch auf Familienzusammenf�hrung (vgl. BGE 135 I 153 E. 2.2.2 S. 157; 126 II 377 E. 5 S. 388 ff.; 124 II 361 E. 3b. S. 367; Urteil 2C_424/2015 vom 1. Dezember 2015 E. 3.2).
3.4.�Geht es um Beziehungen ausserhalb der Kernfamilie (Eltern zu den vollj�hrigen Kindern, Grosseltern zu Enkelkindern, Geschwister usw.), muss ein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis bestehen, welches �ber normale affektive Bindungen hinausgeht, damit die Garantien von Art. 8 Abs. 1 EMRK zum Tragen kommen (BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 129 II 11 E. 2 S. 14).
3.4.1.�Zwar ist die Mutter des Beschwerdef�hrers aufgrund eines H�ftleidens gesundheitlich angeschlagen, daraus alleine ergibt sich aber noch kein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis, auch wenn der Beschwerdef�hrer im gleichen Haushalt wohnt und nach eigenen Angaben einen finanziellen Beitrag leistet sowie bei allt�glichen Besorgungen hilft. Die Mutter kann zus�tzlich auf die Unterst�tzung des Stiefvaters sowie der beiden Halbschwestern des Beschwerdef�hrers z�hlen, die im gleichen Haushalt leben.
3.4.2.�Inwiefern ein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis zu seinen Halbschwestern besteht, welches �ber die normalen affektiven Bindungen hinausgeht, belegt der Beschwerdef�hrer nicht weiter.
3.5.�Der Beschwerdef�hrer befindet sich gem�ss Vorinstanz seit �ber zwei Jahren in einer festen Beziehung. Er macht jedoch nicht geltend, dass es sich dabei um eine seit langem ehe�hnlich gelebte Partnerschaft handelt oder eine Heirat unmittelbar bevorsteht. Er kann deshalb diesbez�glich ebenfalls keine Anspr�che aus Art. 8 Abs. 1 EMRK ableiten (Urteil 2C_702/2011 vom 23. Februar 2012 E. 3.1).
3.6.�Dasselbe gilt in Bezug auf seine langj�hrige Anwesenheit in der Schweiz.
3.6.1.�Nur unter besonderen Umst�nden kann sich aus dem in Art. 8 Abs. 1 EMRK verankerten Anspruch auf Schutz des Privatlebens ein Recht auf Verbleib im Land ergeben (Urteil 2C_838/2013 vom 23. September 2013 E. 2.2.3; vgl. auch Urteile des EGMR�
3.6.2.�Der Beschwerdef�hrer lebt seit seinem 18. Lebensjahr dauerhaft in der Schweiz, d.h. zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils seit �ber elf Jahren. Zuvor lebte er bis im Alter von 12 Jahren in Brasilien, danach abwechselnd in der Schweiz, Deutschland und in seinem Heimatland, in welchem er immer noch Kontakte zu Verwandten pflegt. Diese besuchte er auch als Erwachsener zwei bis drei Mal. Er spricht (brasilianisches) Portugiesisch und ausreichend Deutsch, um sich mit den Beh�rden verst�ndigen zu k�nnen. Mittlerweile hat der Beschwerdef�hrer eine regelm�ssige Erwerbst�tigkeit. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Vollzeitanstellung und er verf�gt �ber keine besonderen berufliche Kenntnisse oder F�higkeiten. Zudem musste er von Ende 2004 bis Anfang 2008 im Umfang von insgesamt Fr. 87'943.20 von der Sozialhilfe unterst�tzt werden. Im Weiteren ist der Beschwerdef�hrer Mitglied eines Sportvereins und konnte einige Freundschaften schliessen, welche gem�ss Vorinstanz aber keine vertieften sozialen Beziehungen im ausserfamili�ren Bereich darstellen. Insgesamt liegt keine �berdurchschnittliche Integration in der Schweiz vor.
3.7.�Der Beschwerdef�hrer kann somit keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf die Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV geltend machen.
Die Vorinstanz gelangte in ihrem Urteil zur selben Erkenntnis, nahm in ihrer Eventualbegr�ndung aber dennoch eine umfassende Interessenabw�gung i.S.v. Art. 8 Abs. 2 EMRK vor, bei der sie die hierf�r massgebenden Aspekte ber�cksichtigte, d.h. die Art und Schwere der begangenen Straftat, die Dauer des Aufenthalts im Gaststaat, den Zeitraum zwischen der begangenen Straftat und der Wegweisung und das Verhalten in der Zwischenzeit, die Staatsangeh�rigkeit aller betroffenen Personen, die Einzelheiten des Familienlebens, das Vorhandensein von Kindern und ihr Alter und etwaige Schwierigkeiten des Partners im Herkunftsland (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 mit Hinweisen).
4.1.�Die Vorinstanz erwog, dass angesichts der zweij�hrigen Freiheitsstrafe und des Tatverschuldens auch in fremdenpolizeilicher Hinsicht nicht mehr von einem leichten Verschulden auszugehen sei. Insbesondere bestehe bei Delikten, die sich gegen die k�rperliche, psychische und sexuelle Integrit�t richten oder diese gef�hrden, regelm�ssig ein wesentliches �ffentliches Interesse daran, die Anwesenheit einer ausl�ndischen Person zu beenden, welche die Sicherheit und Ordnung trotz straf- und ausl�nderrechtlicher Konsequenzen in dieser Art beeintr�chtigt (BGE 137 II 297 E. 3.3 S. 303 f.; Urteil 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.1, nicht publ. in BGE 137 II 233). Zudem d�rfen bei ausl�ndischen Personen, welche sich wie der Beschwerdef�hrer nicht auf das Freiz�gigkeitsabkommen berufen k�nnen, im Rahmen der Interessenabw�gung auch generalpr�ventive Gesichtspunkte ber�cksichtigt werden (Urteil 2C_373/2014 vom 20. Mai 2014 E. 2.1.1 mit Hinweis).
4.2.�Zu beachten ist ferner, dass schwere Sexualdelikte aufgrund von Art. 121 Abs. 3 lit. a BV zum Verlust des Aufenthaltsrechts f�hren sollen. Diese Bestimmung ist gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zwar nicht unmittelbar anwendbar (BGE 139 I 16 E. 4.3 S. 26 ff.), doch ist den darin enthaltenen verfassungsrechtlichen Wertungen bei der Auslegung des Gesetzes insoweit Rechnung zu tragen, als dies keinen Widerspruch zu �bergeordnetem Recht verursacht (zur "praktischen Konkordanz" bei der Anwendung dieser Norm: BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34).
4.3.�Der Beschwerdef�hrer ist der Ansicht, dass die Vorinstanz in ihrem Urteil nur die negativen Seiten des Einzelfalls ber�cksichtigt und die positiven Aspekte in willk�rlicher Weise nicht gew�rdigt habe. Er sei gest�ndig gewesen, habe nur eine bedingte Strafe erhalten und sich seit seiner Verurteilung wohl verhalten. Zudem sei ihm auch im Strafurteil eine positive Legalprognose ausgestellt worden.
4.3.1.�Die Vorinstanz hat diese positiven Umst�nde in ihrem Urteil aber durchaus zur Kenntnis genommen, misst ihnen aus verschiedenen Gr�nden allerdings nicht die gleiche Bedeutung wie der Beschwerdef�hrer bei. Dass sich der Beschwerdef�hrer w�hrend der strafrechtlichen Probezeit nichts zu Schulden kommen l�sst, durfte von ihm erwartet werden. Diesem Wohlverhalten kommt eine geringere Bedeutung zu als einem solchen in (voller) Freiheit (vgl. Z�ND/HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausl�nderrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 1 ff. Rz. 41). Aus der Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs kann nicht zwingend auf eine g�nstige Prognose geschlossen werden: Der bedingte Aufschub einer Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zwei Jahren ist seit Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches per 1. Januar 2007 der Regelfall und setzt nur noch das Fehlen einer explizit ung�nstigen Prognose voraus (Art. 42 Abs. 1 StGB; BGE 134 IV 97 E. 7.3 S. 117). Ohnehin kommt f�r Legalprognosen in fremdenpolizeilicher Hinsicht mit Blick auf das im Vordergrund stehende Interesse der �ffentlichen Ordnung und Sicherheit ein strengerer Beurteilungsmassstab zum Tragen als im strafrechtlichen Sanktionenrecht (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2 S. 237; 130 II 176 E. 4.3.3 S. 188; je mit Hinweisen).
4.3.2.�Im Weiteren liess sich der Beschwerdef�hrer weder von den ausl�nderrechtlichen Konsequenzen, welche ihm das Migrationsamt am 16. Januar 2009 angedroht hatte, falls er weiterhin auf Sozialhilfe angewiesen sein oder sein Verhalten anderweitig zu berechtigten Klagen Anlass geben sollte, noch von der laufenden Probezeit aus der ersten strafrechtlichen Verurteilung von einer wesentlich schwereren Straftat abhalten. Das Verwaltungsgericht durfte deshalb willk�rfrei davon ausgehen, dass prospektiv eine gewisse R�ckfallgefahr und damit ein entsprechend gewichtiges (sicherheitspolizeiliches) Interesse daran besteht, dass der Beschwerdef�hrer das Land verl�sst.
4.4.�In Anschluss daran stellte die Vorinstanz dem �ffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdef�hrers dessen private Interessen am Verbleib in der Schweiz gegen�ber und gelangte zum Schluss, dass das �ffentliche Interesse an der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung das private Interesse des Beschwerdef�hrers an einem Verbleib in der Schweiz �berwiegt. In Anbetracht der bereits er�rterten privaten Umst�nde des Beschwerdef�hrers (E. 3.6.2) ist diese Erkenntnis nicht zu beanstanden. Die pers�nlichen Beziehungen des Beschwerdef�hrers fallen nicht unter den Schutzbereich von Art. 8 EMRK, sind also nicht besonders intensiv, und seine Integration kann nicht als �berm�ssig bezeichnet werden. Die vorinstanzliche Rechtsg�terabw�gung ist somit nicht zu beanstanden; sie verletzt weder V�lker- (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) noch Bundesrecht (Art. 13 Abs. 1 sowie Art. 5 Abs. 2 BV; 96 Abs. 1 AuG).
Mit Eventualbegehren beantragt der Beschwerdef�hrer, er sei ein letztes Mal zu verwarnen. Die Verwarnung, als eine gegen�ber dem Widerruf bzw. der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung mildere Massnahme (Art. 96 Abs. 2 AuG), beabsichtigt, den betroffenen Ausl�nder zu einer �nderung seines Verhaltens zu veranlassen. Soll sie einen Sinn haben, kann ihre Missachtung nicht folgenlos bleiben, sondern muss grunds�tzlich die angedrohten Folgen nach sich ziehen (Urteil 2C_160/2013 vom 15. November 2013 E. 2.2.3). Zwar bedeutet eine Verwarnung nicht, dass bei jedem noch so geringf�gigen weiteren Delikt eine aufenthaltsbeendende Massnahme ergriffen werden m�sste, doch hat sie zur Folge, dass die Eingriffsschwelle gegen�ber einem erstmaligen Setzen von Widerrufsgr�nden abgesenkt wird (vgl. Urteile 2C_446/2014 vom 5. M�rz 2015 E. 4.2; 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 4; 2C_1124/2012 vom 27. August 2013 E. 5). Bereits eine zweite Verwarnung erfolgt bloss ausnahmsweise unter Ber�cksichtigung besonderer Umst�nde (Urteil 2C_611/2013 vom 13. Oktober 2014 E. 3.3; 2C_1058/2013 vom 11. September 2014 E. 4.3). Solche liegen jedoch nicht vor und angesichts der Schwere seiner Straftat erscheint eine weitere Verwarnung des Beschwerdef�hrers nicht mehr als angemessene Rechtsfolge.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Der Beschwerdef�hrer tr�gt grunds�tzlich die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da der angefochtene Entscheid vollumf�nglich der Rechtslage und der Praxis des Bundesgerichts entspricht, muss die Beschwerde als aussichtslos beurteilt und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung abgewiesen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG).