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Timestamp: 2018-07-17 17:19:57
Document Index: 332710303

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 34', 'Art. 110', 'BGH', 'BGH']

Schutzlandprinzip Beispiel Essay. Internationale Grundlagen zum Urheberrecht - RightsDirect
10.02.2018 Nirg
In vielen Ländern existieren für Urheberrechte Organisationen für die kollektive Rechtewahrnehmung (auch „Verwertungsgesellschaften“ genannt, englisch: „Collective Management Organisations“, „CMOs“). Ihre Aufgaben bestehen darin,
Massennutzungen für eine Vielzahl von Rechteinhabern zu lizenzieren,
die Vergütungen einzuziehen,
die eingenommenen Vergütungen an die Rechteinhaber zu verteilen.
Es gibt Verwertungsgesellschaften, die sich auf bestimmte Werkkategorien und Urhebern solcher Werke spezialisiert haben. Die vor allem auf Vervielfältigungsrechte in den Bereichen Text und Bild spezialisierten Verwertungsgesellschaften werden international auch „Reproduction Rights Organisations“(„RROs)“ genannt. Sie nehmen typischerweise die Zweitverwertungsrechte bei Büchern, (wissenschaftlichen) Zeitschriften, Zeitungen oder Magazinen, ganz oder in Teilen, sowohl im Print- als auch im digitalen Format wahr, und in manchen Fällen auch audiovisuelle Inhalte in Form von bewegten Bildern, Fotografien oder Illustrationen.
Das Copyright Clearence Center , die Mutterorganisation von RightsDirect, ist eine solche Verwertungsgesellschaft, ebenso die VG WORT in Deutschland. Es gibt in etwa 80 Ländern Verwertungsgesellschaften, mit teils komplexen, historisch gewachsenen Strukturen bis hin zu Start-Up-Organisationen in Entwicklungsländern. Die meisten vor allem auf Vervielfältigungsrechte in den Bereichen Text und Bild spezialisierten Verwertungsgesellschaften sind Mitglieder im Dachverband „International Federation of Reproduction Rights Organisations“ (IFRRO).
Die vor allem auf Vervielfältigungsrechte in den Bereichen Text und Bild spezialisierten Verwertungsgesellschaften arbeiten weltweit mit verschiedenen Lizenzmodellen, welche sich auf das jeweilige nationale Urheberrecht stützen. Nach dem IFRRO Quick Guide gibt es üblicherweise drei grundlegende , mit denen solche Verwertungsgesellschaften lizenzieren:
freiwillige Teilnahme an der kollektiven Wahrnehmung,
freiwillige Teilnahme mit gesetzlichen Rahmenbedingungen,
gesetzliche Lizenzen oder Zwangslizenzen.
Einige Verwertungsgesellschaften bieten eine Kombination aus Elementen aller drei Modelle an. Es können auch Unterschiede zwischen der Anzahl und Art der von der Lizenz umfassten Werke, Nutzungsarten oder geographischen Reichweiten bestehen.
↑BGH, Urteil vom 7. November 2002, Az. I ZR 175/00, Volltext; Schutzlandprinzip - „Sender Felsberg“.
↑BGH, Urteil vom 2. Oktober 1997, Az. I ZR 88/95, Volltext=MMR 1998, 35 – Spielbankaffaire
↑Thomas Pattloch: Das IPR des Geistigen Eigentums in der VR China. Mohr Siebeck, 2003, ISBN 3-16-148053-8, S. 58 ff.
↑Schutzlandprinzip und Internet, Linksandlaw.de
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↑Bundesgerichtshof - Hotel Maritim
↑Stephan Bücker: Fotografie von im Eigentum Dritter stehender Gegenstände nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, 2008
↑David Seiler: Gebäudefotografie in der EU – Neues vom Hundertwasserhaus, 2005.
↑Thomas Hoeren: Internetrecht, S. 109 ff., Skriptum Uni Münster, September 2009 (PDF; 3,3 MB)