Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2089,%20376
Timestamp: 2020-08-13 17:26:55
Document Index: 232772160

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.01.1984 - VII ZR 110/83 - dejure.org
https://dejure.org/1984,281
BGH, 19.01.1984 - VII ZR 110/83 (https://dejure.org/1984,281)
BGH, Entscheidung vom 19.01.1984 - VII ZR 110/83 (https://dejure.org/1984,281)
BGH, Entscheidung vom 19. Januar 1984 - VII ZR 110/83 (https://dejure.org/1984,281)
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Widerrufener Dauerauftrag
§ 812 BGB, Dreiecksverhältnis, Fehler im Deckungsverhältnis, Empfängerhorizont
Kein unmittelbarer Bereicherungsanspruch einer Bank gegen Zahlungsempfänger bei irrtümlicher Ausführung eines ohne seine Kenntnis widerrufenen Dauerauftrages
Zum Bereicherungsausgleich bei Widerruf eines Dauerauftrags
Bank - Dauerauftrag - Widerruf - Ausführung - Bereicherungsanspruch - Zahlungsempfänger
BGHZ 89, 376
NJW 1984, 1348
ZIP 1984, 427
MDR 1984, 481
BB 1984, 635
JR 1984, 420
Diese Grundsätze gelten auch für den Bereicherungsausgleich in Mehrpersonenverhältnissen (vgl. BGH, Urteile vom 19. Januar 1984 - VII ZR 110/83, BGHZ 89, 376, 378 f.;… vom 2. November 1988 - IVb ZR 102/87, aaO;… vom 23. Oktober 2003 - IX ZR 270/02, aaO;… vom 14. Januar 2016 - III ZR 107/15, aaO;… vom 31. Januar 2018 - VIII ZR 39/17, aaO).
Der Bundesgerichtshof hat es bisher offengelassen, wie der Bereicherungsausgleich vorzunehmen ist, wenn von vornherein eine wirksame Anweisung fehlt (vgl. BGHZ 89, 376, 379, 380).
aa) Soweit einer Giroüberweisung im Bankverkehr ein wirksamer Auftrag des anweisenden Kontoinhabers an die Bank zugunsten des Gutschriftempfängers zugrunde liegt, vollzieht sich eine bereicherungsrechtliche Leistungsbeziehung grundsätzlich in zwei Richtungen: Im Deckungsverhältnis erbringt die Bank durch Ausführung des Überweisungsauftrages eine Leistung an den anweisenden Kontoinhaber, der seinerseits den Gutschriftsbetrag im Valutaverhältnis an den Überweisungsempfänger leistet (vgl. BGHZ 61, 289, 291; 87, 246, 250; 89, 376, 382).
Ein erforderlicher Bereicherungsausgleich hat sich dann regelmäßig innerhalb des jeweiligen Leistungsverhältnisses zu vollziehen (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BGHZ 87, 246, 249; 89, 376, 378; 111, 382, 385), nicht hingegen zwischen der Bank und dem Gutschriftsempfänger; zwischen letzteren besteht keine bereicherungsrechtliche Leistungsbeziehung, da die durch die Bank getroffene Zweckbestimmung dahin geht, an den anweisenden Kontoinhaber aus dem Girovertrag zu leisten, nicht aber eine Leistung im Rechtssinne an den Empfänger des Überweisungsbetrages zu erbringen (…vgl. dazu Reuter/Martinek, Ungerechtfertigte Bereicherung, 1983, S. 387 ff., 394 ff.;… Weitnauer in: Ungerechtfertigte Bereicherung, Symposium für Detlef König, 1984, S. 25 ff., 43).
Die Zuordnungskriterien entsprechen denen des Leistungsbegriffs im bereicherungsrechtlichen Sinne (vgl. dazu BGHZ 40, 272, 277; 61, 289, 292; 87, 246, 249; 89, 376, 378).
LG Gießen, 26.04.1989 - 1 S 43/89
OLG Nürnberg, 27.02.1991 - 4 U 3324/90
Fahrpreis für eine Taxifahrt mit mehreren Fahrgästen
OLG München, 29.01.1997 - 7 U 4766/96