Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WRP%201970,%20271
Timestamp: 2019-03-23 19:31:55
Document Index: 85126898

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 32', '§ 12', 'BGH', 'BGH', '§ 12', '§ 54', '§ 12', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', '§ 12', 'BGH']

BGH, 10.04.1970 - I ZR 121/68 - dejure.org
Klage des Vereins "Gesellschaft zur Weserklause" auf Schutz des Namensbestandteils "Weserklause" - Unterlassung der Verwendung des Namensbestandteils durch eine Gaststätte
NJW 1970, 1270
MDR 1970, 741
GRUR 1970, 481
WRP 1970, 271
Der Schutz des Namensrechts nach dieser Vorschrift setzt ebenfalls namensmäßige Unterscheidungskraft der Bezeichnung von Hause aus (vgl. BGH, Urt. v. 10.4.1970 - I ZR 121/68, GRUR 1970, 481, 482 = WRP 1970, 271 - Weserklause) oder Verkehrsgeltung voraus (vgl. BGH GRUR 1953, 446, 447; BGHZ 43, 245, 253; 155, 273, 278 - maxem.de).
Es ist auch nicht erforderlich, dass der Nichtberechtigte den vollständigen Namen des Berechtigten verwendet, es genügt, wenn der verwendete Bestandteil seiner Art nach im Vergleich mit den übrigen Namensbestandteilen geeignet erscheint, sich im Verkehr als schlagwortartiger Hinweis auf den Namensträger durchzusetzen (BGH, NJW 1970, 1270 - Weserklause).
Literaturhaus - § 32 ZPO, internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte für …
§ 12 BGB gilt auch für den Namen juristischer Personen, es besteht sonach Namensschutz für den eingetragenen Verein (vgl. BGH NJW 70, 1270).
Letztendlich ist zu berücksichtigen, dass auch gemeinnützige Einrichtungen wirtschaftlich tätig werden können und deshalb eine Zuordnungsverwirrung mit einem gleichnamigen Gewerbebetrieb entstehen kann (vgl. BGH NJW 1970, 1270 - Weserklause).
Der Name eines rechtsfähigen Vereines ist durch § 12 BGB geschützt (…vgl. Staudinger/Günter Weick,(2005), § 54 BGB Rn. 20;… Palandt/Heinrichs/Ellenberger, BGB, 67. Aufl. 2008, § 12 Rn. 9 m.w.N.;… Koch, a.a.O. Rdz. 442; vgl. auch BGH NJW 1970, 1270 - Weserklause; BGH NJW 2005, 1503 - literaturhaus.de).
LG Augsburg, 28.04.2016 - 91 O 3606/15
Verletzung des Namensrechtes durch Verwendung der gleichen Kurzbezeichnung
Eine namensrechtliche Zuordnungsverwirrung ist schon dann zu bejahen, wenn der Eindruck entsteht, der Namensträger habe dem Gebrauch seines Namens zugestimmt oder er mit etwas in Verbindung gebracht wird, mit dem er nichts zu tun haben möchte (Palandt 74. Auflage Rdnr. 23 und 25 zu § 12 BGB, BGH 10.04.1970 I ZR 121/68 "Weserklause"; BGH 02.12.2004 I ZR 92/02 "Pro Fide Catholica").
Es genügt, wenn durch den Gebrauch des Namens ein Interesse des Namensträgers verletzt wird, das auch ein persönliches ideelles oder ein Affektionsintesse sein kann (Münchner Kommentar 7. Auflage Rdnr. 143 und 145 m. w. N., insbesondere BGH 24.02.1965 IV ZR 81/64, BGH 10.04.1970 I ZR 121/68, BGH 24.11.1993 XII ZR 51/92, BGH 02.12.2004 I ZR 92/02).
Die Bezeichnung ist originär unterscheidungskräftig, auf den lediglich die Rechtsform beschreibenden Zusatz "KG" kommt es nicht an (vgl. BGH, GRUR 1970, 481, 482 - Weserklause).
Wegen des in gleicher Weise gegebenen Identitätsinteresses hat die Rechtsprechung jedoch seit langem die entsprechende Anwendung der Bestimmung auf juristische Personen anerkannt (vgl. RGZ 74, 114, 115; BGHZ 43, 245, 252; BGH NJW 1970, 1270).
Der Schutzbereich von § 12 BGB erfasst auch juristische Personen und besteht daher auf für den eingetragenen Verein (vgl. BGH NJW 1970, 1270).
Der Schutzbereich des § 12 BGB erstreckt sich auch auf juristische Personen und besteht auch für den eingetragenen Verein (BGH NJW 1970, 1270).