Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20154/15
Timestamp: 2019-04-25 17:08:27
Document Index: 79337435

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 538', '§ 563', '§ 538', '§ 538', 'BGH', 'BGH', '§ 538', 'BGH', '§ 538', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 538', 'BGH']

BGH, 02.03.2017 - VII ZR 154/15 - dejure.org
§ 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
Keine Zurückverweisung durch das Berufungsgericht, wenn den Parteien Gelegenheit zu weiterem Vortrag zu geben ist und danach möglicherweise eine umfangreiche oder aufwändige Beweisaufnahme erforderlich wird
Voraussetzungen für eine Zurückverweisung gem. § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO?
Möglicherweise durchzuführende Beweisaufnahme ist kein wesentlicher Verfahrensmangel für eine Zurückverweisung
Voraussetzungen für eine Zurückverweisung gem. § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO? (IBR 2017, 294)
LG Traunstein, 27.06.2014 - 8 O 2074/11
MDR 2017, 842
NZBau 2017, 352
BauR 2017, 1072
ZfBR 2017, 354
Eine umfangreiche oder aufwändige Beweisaufnahme muss vielmehr sicher zu erwarten sein (BGH, Urteile vom 2. März 2017 - VII ZR 154/15, NJW-RR 2017, 531 Rn. 11 f …und vom 22. Januar 2016 - V ZR 196/14, NJW 2016, 2274 Rn. 19).
Daher genügt es auch nicht, dass im Einzelfall den Parteien Gelegenheit zu weiterem Vortrag zu geben ist und danach möglicherweise eine umfangreiche oder aufwändige Beweisaufnahme erforderlich wird (BGH, Urteile vom 2. März 2017 aaO Rn. 11 …und vom 14. Mai 2013 - II ZR 76/12, NJW-RR 2013, 1013 Rn. 11).
Im Sinne von § 538 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 ZPO notwendig ist eine umfangreiche oder aufwändige Beweisaufnahme, wenn sie durch oder infolge der Korrektur des wesentlichen Verfahrensfehler sicher zu erwarten ist (BGH…, Urteil vom 22.01.2016 - V ZR 196/14, juris Rn. 19, Urteil vom 02.03.2017 -VII ZR 154/15, juris Rn. 11).
Der erkennenden Kammer der bewusst, dass das Berufungsgericht gemäß § 538 Abs. 1 ZPO grundsätzlich gehalten ist, selbst die notwendigen Beweise zu erheben und in der Sache zu entscheiden (BGH Urteil vom 02.03.2017 - VII ZR 154/15, juris).
Im Rahmen dieser Ermessensentscheidung ist insbesondere auch zu erwägen, dass eine Zurückverweisung der Sache in aller Regel zu einer Verteuerung und Verzögerung des Rechtsstreits führen wird und dies den Interessen der Parteien entgegenstehen kann (vgl. BGH Urteil vom 14.05.2013 - II ZR 76/12 - NJW-RR 2013, 1013, juris; BGH, Urteil vom 02.03.2017 - VII ZR 154/15, juris).
Für eine Zurückverweisung gemäß § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO genügt nicht, dass den Parteien Gelegenheit zu weiterem Vortrag zu geben ist und danach möglicherweise eine umfangreiche oder aufwändige Beweisaufnahme erforderlich wird (BGH, Urteil vom 02.03.2017, Az.: VII ZR 154/15, juris Tz. 11).