Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+82,+50
Timestamp: 2018-11-16 06:23:23
Document Index: 30365218

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 138', '§ 157', '§ 185', '§ 398', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 437', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 987', '§ 4', '§ 15', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.10.1981 - VIII ZR 149/80 - dejure.org
Forderungen aus Warenlieferungen - Vereinbarung eines Kaufs unter Eigentumsvorbehalt - Abschluss eines Factoringvertrages - Vereinbarung einer Globalzession - Differenzierung echtes und unechtes Factoring
Zur Unwirksamkeit der Globalzession und zur Auslegung einer Einziehungsermächtigung beim unechten Factoring
BGB § 138, BGB § 157, BGB § 185, BGB § 398
Einziehungsermächtigung in AGB - keine Befugnis des Vorbehaltskäufers zur Abtretung von Weiterverkaufsforderungen im Rahmen unechten Factorings
Verlängerter Eigentumsvorbehalt und Abtretung im unechten Factoring
BGHZ 82, 50
NJW 1982, 164
ZIP 1981, 1313
MDR 1982, 481
In diesem Fall liegt ein Darlehensverhältnis vor (s. auch Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 11. Dezember 1986 IV R 185/83, BFHE 149, 248, BStBl II 1987, 443; vom 5. Mai 1999 XI R 6/98, BFHE 188, 415, BStBl II 1999, 735; BGH-Urteil vom 14. Oktober 1981 VIII ZR 149/80, BGHZ 82, 50;… zustimmend z.B. Weber-Grellet in Schmidt, EStG, 28. Aufl., § 5 Rz 270 "Forfaitierung").
Durch diese Beschränkung in Satz 4 wollte die Beklagte verhindern, daß die Vorbehaltskäufer die Ware anderweit als Kreditunterlage verwenden (vgl. Senatsurteil BGHZ 82, 50 59 f.); sie ist handelsüblich und dient den berechtigten Interessen des Vorbehaltsverkäufers:.
b) Dieser Grundsatz findet aber - was das Berufungsgericht auch nicht verkannt hat - anders als beim unechten Factoring, das den Kreditgeschäften zuzuordnen ist (BGHZ 58, 364; 69, 254, 257; 82, 50, 61), keine Anwendung auf eine Globalzession, die im Rahmen echten Factorings erfolgt, bei dem es sich um einen Forderungskauf handelt.
In diesem Fall ist von einem Darlehensverhältnis (vgl. BFH-Urteil vom 11. Dezember 1986 IV R 185/83, BFHE 149, 248, BStBl II 1987, 443, 446; BGH-Urteil vom 14. Oktober 1981 VIII ZR 149/80, BGHZ 82, 50, 61, m.w.N.) und bei entsprechender Laufzeit von einer Dauerschuld auszugehen.
Der Zedent haftet aber nicht nur für deren Rechtsbestand (§ 437 BGB), sondern auch für die Zahlungsfähigkeit des Schuldners, weshalb sich diese Zahlung wegen der Vorläufigkeit der Leistung lediglich als ein Kreditgeschäft darstellt (BGH, Urteil vom 14.10.1981 - VIII ZR 149/80, NJW 1982, 164; BGH, Urteil vom 03.05.1972 - VIII ZR 170/71, WM 1972, 683).
In diesem Fall liegt ein Darlehensverhältnis (vgl. BFH-Urteil vom 11. Dezember 1986 IV R 185/83, BFHE 149, 248, BStBl II 1987, 443, 446; BGH-Urteil vom 14. Oktober 1981 VIII ZR 149/80, BGHZ 82, 50, 61, m.w.N.) und bei entsprechender Laufzeit eine Dauerschuld vor.
Der Zahlungsanspruch ist nämlich die gesetzliche Folge der Verurteilung zur Herausgabe (…vgl. BGH, Urt. v. 3. März 1954, VII ZR 256/52, LM BGB § 987 Nr. 3; Senatsurteilev. 13. März 1981, V ZR 115/80, NJW 1981, 1517 undv. 9. Juli 1982, V ZR 64/81, NJW 1982, 164, 165).
Die von Kilger (KTS 1975, 142, 163), Heilmann (BB 1976, 987) und Marx (NJW 1978, 246, 249 f) [BFH 23.09.1977 - III R 42/75] erhobenen Einwände greifen mithin nicht durch (…wie hier Kuhn/Uhlenbruck, KO 10. Aufl. § 4 Rdnr. 13 ff; Berges, BB 1976, 387; Reinicke/Tiedtke, WM 1979, 186 ff;… ähnlich Jäger/Henckel, KO 9. Aufl. § 15 Rdnr. 72 ff; vgl. auch BGH, Urt. v. 14. Oktober 1981 - VIII ZR 149/80, NJW 1982, 164 [BGH 14.10.1981 - VIII ZR 149/80]; v. 10. März 1982 - VIII ZR 211/80, ZIP 1982, 543).
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