Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F07-01-2013-2C_1288-2012
Timestamp: 2016-10-24 16:04:27
Document Index: 354844722

Matched Legal Cases: ['Art. 108', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_1288/2012 (07.01.2013)
2C_1288/2012
Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung V, vom 27. November 2012.
1.1 X.________ (geb. 1988) ist kurdischer Ethnie und stammt aus der T�rkei. Er reiste am 15. September 2009 illegal in die Schweiz ein, wo er am 6. Januar 2010 angehalten wurde und tags darauf um Asyl nachsuchte. Am 19. Februar 2010 wies das Bundesamt f�r Migration sein Gesuch ab und hielt ihn an, das Land zu verlassen. Das Bundesverwaltungsgericht best�tigte diese Verf�gung am 27. November 2012. Zwar sei X.________ Opfer einer Messerstecherei geworden, doch bestehe kein fl�chtlings- oder asylrechtlich relevanter Kontext; auch l�gen keine Vollzugshindernisse vor.
1.2 Am 13. Dezember 2012 gelangte X.________ mit dem Antrag an das Bundesgericht, ihm zu helfen. Der Pr�sidialsekret�r der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung teilte ihm am 17. Dezember 2012 mit, dass das Bundesgericht keine allgemeine Aufsichtsbeh�rde sei und nur im Rahmen der Voraussetzungen des Bundesgerichtsgesetzes (SR 173.110) angerufen werden k�nne. Am 24. Dezember 2012 teilte X.________ dem Gericht mit, dass sich seine Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. November 2012 bzw. gegen dessen Zwischenverf�gung vom 19. Dezember 2012 im Verfahren E-6524/2012 richte.
2.1 Auf die offensichtlich unzul�ssige Beschwerde ist durch den Pr�sidenten als Einzelrichter im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten: Nach Art. 83 lit. d BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet des Asyls ausgeschlossen, ausser sie betr�fen Personen, gegen die ein Auslieferungsersuchen des Staates vorliegt, vor welchem sie Schutz suchen (Fassung gem�ss Ziff. I 2 des BG vom 1. Oktober 2010 �ber die Koordination des Asyl- und des Auslieferungsverfahrens [AS 2011 925; BBl 2010 1467]; vgl. BGE 1C_195/2012 vom 15. Oktober 2012 E. 1, 7 und 8). Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, dass gegen ihn ein Auslieferungsverfahren h�ngig w�re; ein solches geht auch aus den von ihm eingereichten Unterlagen nicht hervor. Seine Eingabe kann deshalb nicht als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten behandelt werden; die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist nicht gegeben, da diese nur gegen Urteile kantonaler Gerichte offen steht (vgl. Art. 113 BGG). Auch die Zwischenverf�gung des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Dezember 2012 beschl�gt das Asylverfahren und ist nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens beim Bundesgericht nicht anfechtbar.
2.2 Diesem Verfahrensausgang entsprechend h�tte der unterliegende Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 1. Satz BGG). Es rechtfertigt sich indessen, von der Erhebung von solchen abzusehen (Art. 66 Abs. 1 2. Satz BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Bundesamt f�r Migration sowie dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung V, schriftlich mitgeteilt.