Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.06.1957&Aktenzeichen=VII%20ZR%20310/56
Timestamp: 2019-06-27 13:33:07
Document Index: 359382513

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 150', '§ 148', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 106', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.06.1957 - VII ZR 310/56 - dejure.org
https://dejure.org/1957,568
BGH, 24.06.1957 - VII ZR 310/56 (https://dejure.org/1957,568)
BGH, Entscheidung vom 24.06.1957 - VII ZR 310/56 (https://dejure.org/1957,568)
BGH, Entscheidung vom 24. Juni 1957 - VII ZR 310/56 (https://dejure.org/1957,568)
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BGHZ 24, 393
NJW 1957, 1361
MDR 1957, 734
DB 1957, 917
Da der Zwangsverwalter den Eigentümer nach den § 150 Abs. 2, § 148 Abs. 2 ZVG aus der Verwaltung und dem mittelbaren Besitz der vermieteten Wohnung verdrängt, muß er sich mit der verkehrsüblichen Sorgfalt eines Verwalters fremden Vermögens gegenüber dem Mieter für die unversehrte Erhaltung der Wohnung einsetzen (vgl. BGHZ 24, 393, 395 f).
Insolvenzrecht: Haftung des Treuhänders im Restschuldbefreiungsverfahren; …
Dabei hat er freilich als Verwalter fremden Vermögens die Pflicht zur "ordentlichen Verwaltung" (vgl. schon BGHZ 24, 393).
Das dem Konkursverwalter übertragene private Amt (vgl. hierzu auch BGHZ 24, 393, 396) begründet zwischen ihm und den Beteiligten gesetzliche Pflichten.
Soweit aus der in BGHZ 24, 393, 395 veröffentlichten Entscheidung etwas anderes entnommen werden könnte, wird daran nicht festgehalten.
An seiner Stelle handelt zwar im eigenen Namen, aber in fremdem Rechts- und Interessenkreis der Zwangsverwalter (vgl. BGHZ 24, 393, 396).
Tragender Grund dieser Haftung ist, daß die Verwalter zur Tätigkeit in einem ihnen fremden Rechts- und Interessenkreis gerichtlich bestellt sind und fremde Geschäfte zu besorgen haben; als öffentlich bestellte Verwalter fremden Vermögens haften sie allen, denen gegenüber ihnen aufgrund der übertragenen Vermögensverwaltung besondere Pflichten obliegen, für die ordnungsmäßige Erfüllung dieser Pflichten (vgl. BGHZ 24, 393, 395 ff.;… Kuhn/Uhlenbruck, KO § 106 Rdnr. 26;… Koch aaO S. 157).
Zwar mag zwischen Zwangsverwalter und Kläger als Vermögensinhaber bzw. Eigentümer ein gesetzliches Schuldverhältnis bestehen, das eine Geschäftsbesorgung zum Gegenstand hat (vgl. BGH, Urteil vom 24.06.1957, VII ZR 310/56).
Ein Treuhänder hat als Verwalter fremden Vermögens die Pflicht zur "ordentlichen Verwaltung" (OLG Celle…, Urteil vom 02. Oktober 2007 - 16 U 29/07, Rn. 13; vgl. schon BGH, Urteil vom 24. Juni 1957 - VII ZR 310/56, Rn. 8).
Das Oberlandesgericht folgt der Rechtsprechung des Senats in der Entscheidung BGHZ 24, 393, wonach der gemäß dem MRG 52 eingesetzte Treuhänder dem Vermögensinhaber grundsätzlich nach den Vorschriften über die Geschäftsbesorgung verantwortlich ist.
Nach den Grundsätzen der Entscheidung des Senats BGHZ 24, 393 haftet der Beklagte der Klägerin für die schuldhafte Verletzung der ihm obliegenden Verwalterpflichten.
Warum für einen Zwangsverwalter, der einen entsprechenden Vergleich abschließt aber etwas anderes gelten soll, als für einen Rechtsanwalt, ist für das Gericht nicht ersichtlich, zumal es sich auch bei dem Verhältnis zwischen Zwangsverwalter und Inhaber des Vermögens um ein Schuldverhältnis handelt, das - wie bei einem Rechtsanwaltsvertrag - eine Geschäftsbesorgung zum Gegenstand hat (BGH, NJW 1957, 1361).
OLG Frankfurt, 09.10.2002 - 13 U 187/00
Zwangsverwaltung: Haftung des Zwangsverwalters gegenüber dem Ersteher bei …