Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20NB%203/97
Timestamp: 2019-07-24 10:01:42
Document Index: 108517936

Matched Legal Cases: ['§ 155', '§ 1', '§ 23', '§ 215', '§ 12', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 11', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

BVerwG, 27.01.1998 - 4 NB 3.97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,190
BVerwG, 27.01.1998 - 4 NB 3.97 (https://dejure.org/1998,190)
BVerwG, Entscheidung vom 27.01.1998 - 4 NB 3.97 (https://dejure.org/1998,190)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Januar 1998 - 4 NB 3.97 (https://dejure.org/1998,190)
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"Immissionswirksamer flächenbezogener Schalleistungspegel"; flächenbezogener Schalleistungspegel; Emissionsgrenzwert; Gewerbegebiet; Gliederung; Baugenehmigung; Nebenbestimmung; Rechtsstaatsprinzip; Bebauungsplan; Ausfertigung; Gemeindedirektor; Bestimmtheit; Redaktionsversehen; berichtigende Auslegung; Teilnichtigkeit.
"Immissionswirksamer flächenbezogener Schalleistungspegel" - Flächenbezogener Schalleistungspegel - Emissionsgrenzwert - Gewerbegebiet - Gliederung - Baugenehmigung - Nebenbestimmung - Rechtsstaatsprinzip - Bebauungsplan - Ausfertigung - Gemeindedirektor - Bestimmtheit - Redaktionsversehen - Berichtigende Auslegung - Teilnichtigkeit
Bauplanungsrecht - "Immissionswirksamer flächenbezogener Schalleistungspegel"; flächenbezogener Schalleistungspegel; Emissionsgrenzwert; Gewerbegebiet; Gliederung; Baugenehmigung; Nebenbestimmung; Rechtsstaatsprinzip; Bebauungsplan; Ausfertigung; Gemeindedirektor; Bestimmtheit; Redaktionsversehen; berichtigende Auslegung; Teilnichtigkeit
Lärmschutz: Gliederung von Baugebieten? (IBR 1998, 269)
NVwZ 1998, 1067
DVBl 1998, 891
DÖV 1998, 598
BauR 1998, 744
ZfBR 1998, 207
Der in der Beschwerdebegründung zitierte Beschluß vom 18. Dezember 1987 - BVerwG 4 NB 3.97 - (Buchholz 406.11 § 155 b BBauG Nr. 11) rechtfertigt keine gegenteiligen Schlüsse.
So ist es mit Bundesrecht vereinbar, wenn die Ausfertigung nicht der Vorsitzende des Rates oder der Bürgermeister, sondern der Gemeindedirektor vornimmt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Januar 1998 - BVerwG 4 NB 3.97 - Buchholz 406.12 § 1 BauNVO Nr. 24 = NVwZ 1998, 1067).
Die Ausfertigung von Rechtsnormen ist rechtsstaatlich geboten, um sicherzustellen, dass diese nicht mit einem anderen als dem vom Normgeber gewollten Inhalt erlassen werden (…Urteil vom 5. Februar 2009 - BVerwG 7 CN 1.08 - Buchholz 406.400 § 23 BNatSchG 2002 Nr. 1 Rn. 23;… Beschlüsse vom 24. Mai 1989 - BVerwG 4 NB 10.89 - Buchholz 406.11 § 215 BauGB Nr. 1 - juris Rn. 3…, vom 16. Mai 1991 - BVerwG 4 NB 26.90 - BVerwGE 88, 204 , vom 6. Februar 1995 - BVerwG 4 B 210.94 - Buchholz 406.11 § 12 BauGB Nr. 20 - juris Rn. 3 und vom 27. Januar 1998 - BVerwG 4 NB 3.97 - Buchholz 406.12 § 1 BauNVO Nr. 24 - juris Rn. 16).
Jedoch kann anhand des im Planungsverfahren zum Ausdruck gekommenen hypothetischen Willens der Antragsgegnerin nicht mit der gebotenen Sicherheit vermutet werden, dass sie in diesem Fall an einem Plan des bisherigen Inhalts (Standort und Größe des Wohngebiets, Wohnbedarf, Lage und Umfang der Erschließungsstraßen etc.) festgehalten hätte (zu den Kriterien der Teilnichtigkeit vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 27.01.1998 - 4 NB 3.97-, Juris).
a) Die Methode des IFSP stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar (vgl. insbesondere Tegeder, UPR 1995, 210; Tegeder/Heppekausen, BauR 1999, 1095; Fischer/Tegeder, NVwZ 2005, 30;… vgl. auch Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB, Bd. 4, § 1 BauNVO Rn. 62 ff.;… Fickert/Fieseler, BauNVO, 10. Aufl., § 1 Rn. 95 f.; BVerwG, Beschl. vom 27.1.1998 - 4 NB 3.97 - , DVBl. 1998, 891): Für das an das künftige Baugebiet angrenzende Wohngebiet wird - bezogen auf die besonders lärmempfindlichen Immissionsorte - ein bestimmter Immissionswert festgelegt, der nicht überschritten werden soll.
b) Diese Anknüpfung der zulässigen Emissionen an die tatsächlichen Umstände im Zeitpunkt des Genehmigungsverfahrens und der damit verbundene Anwendungsspielraum führt zwar noch nicht zur Unzulässigkeit des Instruments des IFSP als solches mit Blick auf das Bestimmtheitsgebot (vgl. BVerwG, Beschl. v. 27.1.1998, a.a.O.).
Dementsprechend ist zunächst zu ermitteln, ob die betriebliche Schallleistung den dem Betriebsgrundstück zugewiesenen flächenbezogenen Schallleistungspegel einhält; hierzu ist die betriebliche Schallleistung auf die Betriebsfläche zu "verteilen" (vgl. etwa Tegeder, UPR 1995, 210, 213; dem folgend BVerwG, Beschl. v. 27.1.1998, a.a.O.).
bb) Im vorliegenden Verfahren ist nicht zu entscheiden, ob einer auf die gesamte überbaubare Fläche bezogenen Festsetzung von IFSP schon die Rechtsgrundlage fehlt, weil sie nicht an die "Art der Nutzung" im Sinne des § 11 Abs. 2 Satz 1 BauNVO oder die "besondere Eigenschaft von Betrieben und Anlagen" im Sinne des § 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 BauNVO anknüpft (zu § 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 BauNVO vgl. BVerwG, Beschl. 27.1.1998, a.a.O.; zur Unzulässigkeit von nicht an das Emissionsverhalten bestimmter Betriebe anknüpfenden sogenannten "Zaunwerten" vgl. BVerwG, Beschl. v. 10.8.1993 - 4 NB 2.93 -, DVBl. 1993, 1098).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der der Senat folgt, kann der IFSP als Eigenschaft des Betriebes im Sinne von § 1 Abs. 4 S. 1 Nr. 2 BauNVO festgesetzt werden, weil er sich auf das emittierende Betriebsgrundstück und somit auf das Emissionsverhalten eines Betriebes oder einer Anlage bezieht (vgl. Beschl. v. 27.1.1998, a.a.O.).
In diesem Sinne zur Festsetzung von IFSP bereits: BVerwG, Beschluss vom 27. Januar 1998 - 4 NB 3.97 -, BRS 60 Nr. 26.
Besteht ein Widerspruch zwischen der zeichnerischen Darstellung und der textlichen Beschreibung, ist er unbeachtlich, wenn er sich durch Auslegung auflösen lässt; denn Bebauungspläne sind - wie andere Normen auch - einer ein Redaktionsversehen berichtigenden Auslegung zugänglich (vgl. Beschlüsse vom 27. Januar 1998 - BVerwG 4 NB 3.97 - BRS 60 Nr. 26 S. 92 …und vom 1. Februar 1994 - BVerwG 4 NB 44.93 - juris Rn. 4).
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass zu einer solchen Gliederung auch Emissionsgrenzwerte nach dem Modell der sogenannten immissionswirksamen flächenbezogenen Schallleistungspegel festgesetzt werden können (BVerwG, Beschl. v. 2.10.2013 - 4 BN 10.13 - BauR 2014, 59; Beschl. v. 27.1.1998 - 4 NB 3.97 - NVwZ 1998, 1067).
Dabei bleibt es dem Vorhabenträger überlassen, mit welchen Mitteln (Grundrissgestaltung, Abschirmung o.ä.) er eine Überschreitung seines Kontingents verhindert (BVerwG, Beschl. v. 27.1.1998, a.a.O., Rn. 7).
OVG Nordrhein-Westfalen, 13.07.1998 - 7 B 956/98
Ungenügender Nachbarschutz: zwei Windkraftanlagen stillgelegt
BVerwG, 25.07.2000 - 6 B 38.00
Anforderungen des Rechtsstaatsprinzips an die Ausfertigung einer Prüfungsordnung; …
VG Köln, 27.11.2012 - 2 K 4268/11
VG München, 08.02.2011 - M 1 K 10.5426
Nutzungsänderungsgenehmigung für Spielhalle; Ausfertigungsmangel des …
VG München, 29.04.2010 - M 11 K 08.4746
Baugenehmigung; Nebenbestimmungen; Beseitigungsanordnung