Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/kepfachausbv
Timestamp: 2019-10-16 14:21:06
Document Index: 112968216

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 8', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5']

Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen wird staatlich anerkannt.
Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 8 und 9 nachzuweisen.
Teamarbeit und Kooperation;
Annahme und Abholung;
Zustellungsvorbereitung,
Zustellungsdurchführung,
Zustellungsnachbearbeitung;
Kassenführung.
(3) Die Zwischenprüfung ist schriftlich in höchstens 120 Minuten durchzuführen. Der Prüfling soll dabei praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den folgenden Gebieten bearbeiten:
Sendungsbezogene Dienstleistungen,
Sortierung, Auslieferung und Zahlungsvorgänge,
Praktische Arbeitsaufgabe.
Die Prüfung ist in den Prüfungsbereichen nach den Nummern 1 bis 3 schriftlich und im Prüfungsbereich nach Nummer 4 praktisch durchzuführen.
Auftragsannahme und Qualitätssicherung,
Sortierungs- und Umschlagsprozesse
bearbeiten und dabei zeigen, dass er Arbeitsschritte planen, Sendungen unter Beachtung organisatorischer, rechtlicher und technischer Rahmenbedingungen annehmen und umschlagen sowie Qualitätsanforderungen, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und den Umweltschutz berücksichtigen kann. Die Lösungen können vom Prüfling wahlweise am Beispiel von Brief-, Paket- oder Frachtsendungen entwickelt werden;
im Prüfungsbereich Zustellung:
Zustellungsprozesse,
bearbeiten und dabei zeigen, dass er die Zustellung von Sendungen von der Vorbereitung bis zur Nachbearbeitung kundenorientiert planen und durchführen, rechtliche und wirtschaftliche Anforderungen beachten sowie Zahlungen abrechnen und Kassen führen kann;
im Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgabe:
Der Prüfling soll bis zu zwei praktische Aufgaben aus den Gebieten
Auftragsannahme und Sortierung,
Auslieferung von Sendungen,
Vor- und Nachbearbeitungsprozesse
bearbeiten und hierüber ein Fachgespräch führen. Bei der Aufgabenstellung ist der Leistungsschwerpunkt des Ausbildungsbetriebes zu Grunde zu legen. Die Bearbeitung der Aufgaben und das Fachgespräch sollen insgesamt höchstens 45 Minuten dauern. Im Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgabe soll der Prüfling zeigen, dass er Problemstellungen beurteilen, Sendungen zielorientiert und nach Kundenanforderungen bearbeiten und mit Kunden situationsbezogen kommunizieren kann.
(5) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses hat der Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgabe gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche das doppelte Gewicht.
(6) Zum Bestehen der Abschlussprüfung müssen im Gesamtergebnis, im Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgabe sowie in mindestens zwei der in Absatz 2 Nr. 1 bis 3 genannten Prüfungsbereiche mindestens ausreichende Prüfungsleistungen erbracht werden. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.
Die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen kann in dem Ausbildungsberuf Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen/ Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen nach den Vorschriften für das dritte Ausbildungsjahr fortgesetzt werden.
Auf Berufsausbildungsverhältnisse im Ausbildungsberuf Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.
Anlage 1 (zu § 5) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen - Sachliche Gliederung -
(Fundstelle: BGBl. I 2005, 882 - 884)
1.1 Stellung, Rechtsform und Struktur des Ausbildungsbetriebes (§ 4 Nr. 1.1) a) Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes und seine Stellung am Markt beschreiben
b) Aufbau- und Ablauforganisation sowie Zuständigkeiten im Ausbildungsbetrieb erläutern
c) Rechtsform des Ausbildungsbetriebes darstellen
d) Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes mit Wirtschaftsorganisationen, Behörden, Gewerkschaften und Berufsvertretungen beschreiben
1.2 Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften (§ 4 Nr. 1.2) a) Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
b) den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen
c) Positionen der eigenen Entgeltabrechnung beschreiben
d) arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für den Ausbildungsbetrieb geltende Tarif- und Arbeitszeitregelungen beachten
e) wesentliche Inhalte und Bestandteile eines Arbeitsvertrages darstellen
f) lebensbegleitendes Lernen für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen; berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (§ 4 Nr. 1.3) a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
1.4 Umweltschutz (§ 4 Nr. 1.4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
2 Arbeitsorganisation (§ 4 Nr. 2)
2.1 Arbeitsplanung (§ 4 Nr. 2.1) a) Arbeitsaufträge erfassen, die eigene Arbeit strukturieren, Arbeitsschritte mit den Beteiligten abstimmen
b) Arbeitstechniken, Arbeits- und Organisationsmittel sowie Lerntechniken einsetzen
c) Informationsquellen nutzen
d) ergonomische Regeln bei der Arbeit beachten
e) Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation im eigenen Arbeitsbereich vorschlagen
2.2 Informations- und Kommunikationssysteme (§ 4 Nr. 2.2) a) betriebsspezifische Software anwenden
c) Daten und Informationen aufgabenbezogen erfassen und bereitstellen
d) Notwendigkeit der Datensicherung begründen; betriebliche Datenschutz- und Datensicherungsmaßnahmen anwenden
e) Sendungsverfolgungs- und Nachweissysteme anwenden
3 Kommunikation und Kooperation (§ 4 Nr. 3)
3.1 Kundenorientierte Kommunikation (§ 4 Nr. 3.1) a) die eigene Rolle als Dienstleister im Kundenkontakt berücksichtigen und kundenorientiert handeln
b) im Kundengespräch sprachliche und nichtsprachliche Kommunikationsformen berücksichtigen
c) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
d) Kundenreklamationen und Beschwerden entgegennehmen und weiterleiten
e) Sachverhalte situationsbezogen und adressatengerecht aufbereiten
3.2 Teamarbeit und Kooperation (§ 4 Nr. 3.2) a) Zusammenarbeit aktiv gestalten und Aufgaben teamorientiert und kooperativ umsetzen
b) Auswirkungen von Information, Kommunikation und Kooperation auf Betriebsklima, Arbeitsleistung und Geschäftserfolg beachten
c) zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen beitragen und Möglichkeiten der Konfliktlösung anwenden
4 Leistungserstellung (§ 4 Nr. 4)
4.1 Dienstleistungsangebot (§ 4 Nr. 4.1) a) Dienstleistungsangebote der Branche unterscheiden
b) Schnittstellen zu Fremdleistungen berücksichtigen
c) bei der Ausgestaltung des betrieblichen Dienstleistungsangebotes mitwirken
4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen (§ 4 Nr. 4.2) a) rechtliche Vorschriften beachten und allgemeine Geschäftsbedingungen anwenden
b) Regelungen zur Wahrung des Postgeheimnisses und des Datenschutzes anwenden
c) sendungsbezogene Sicherheitsvorschriften beachten sowie Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen treffen
d) Gefahrgut identifizieren; sendungsbezogene Gefahrgutvorschriften beachten
e) Haftungsregelungen beachten
4.3 Qualitätssicherung (§ 4 Nr. 4.3) a) Qualitätsziele des Unternehmens im eigenen Arbeitsbereich umsetzen
c) den Zusammenhang zwischen Qualität und Kundenzufriedenheit beachten
d) Einsatzbereitschaft von Arbeitsmitteln gewährleisten
5 Annahme und Abholung (§ 4 Nr. 5) a) Sendungsdokumentationen sowie Übereinstimmung von Sendungen und Aufträgen prüfen, bei Abweichungen Maßnahmen einleiten
b) über Preise, Versendungsformen und Versandbedingungen des Ausbildungsbetriebes informieren
c) Sendungsentgelte berechnen
d) Aufträge und Sendungen annehmen
e) verkehrsgeographische Bedingungen berücksichtigen
6 Umschlag (§ 4 Nr. 6) a) Leistungsanforderungen aus den Aufträgen für den Transport ermitteln und Transportmittel wählen
b) Sendungen für Weitertransport, Lagerung, Nachsendung und Zustellung sortieren
c) Sendungen nachbearbeiten, Maße und Gewichte prüfen, Nachentgelte berechnen
7 Auslieferung (§ 4 Nr. 7)
7.1 Zustellungsvorbereitung (§ 4 Nr. 7.1) a) Auslieferfolge unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und zeitlichen Vorgaben planen
b) Sendungen überprüfen und nach Auslieferfolge sortieren
c) Auslieferungsanforderungen beachten
d) Sendungen für Transport und Zustellung vorbereiten
e) Ladungssicherheit berücksichtigen
7.2 Zustellungsdurchführung (§ 4 Nr. 7.2) a) Auslieferungsbestimmungen anwenden
b) Sendungen transportieren und zustellen, Zustellungen dokumentieren, ergänzende Dienstleistungen erbringen
c) Rücklauf unzustellbarer Sendungen gewährleisten
7.3 Zustellungsnachbearbeitung (§ 4 Nr. 7.3) a) Sendungsdokumentationen nachbereiten und Zustellinformationen weiterleiten
b) Sendungen für Abholung und wiederholte Zustellung vorbereiten
c) unzustellbare und nachzusendende Sendungen bearbeiten
d) Schäden und Mängel feststellen und melden
8 Kassenführung (§ 4 Nr. 8) a) Zahlungen entgegennehmen, Zahlungsvorgänge dokumentieren
b) Abrechnungen und Kassenabschluss durchführen
c) Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Kassenführung begründen
Anlage 2 (zu § 5) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen - Zeitliche Gliederung -
(Fundstelle: BGBl. I 2005, 885 - 886)
Dienstleistungsangebot, Lernziel a,
Rechtliche Rahmenbedingungen, Lernziel b,
Umschlag, Lernziele a und b,
Zustellungsvorbereitung, Lernziele d und e,
Arbeitsplanung, Lernziele a, b und d,
Dienstleistungsangebot, Lernziel b,
Rechtliche Rahmenbedingungen, Lernziel c,
Qualitätssicherung, Lernziel a,
Annahme und Abholung, Lernziel a,
Umschlag, Lernziel c,
Zustellungsvorbereitung, Lernziele b und c,
Arbeitsplanung, Lernziel c,
Kundenorientierte Kommunikation, Lernziele a und b,
Qualitätssicherung, Lernziel d,
Kassenführung, Lernziel a,
Teamarbeit und Kooperation, Lernziele a und b,
Qualitätssicherung, Lernziel c,
Zustellungsnachbearbeitung
Kundenorientierte Kommunikation, Lernziele c bis e,
Rechtliche Rahmenbedingungen, Lernziele a und e,
Zustellungsvorbereitung, Lernziel a,
Kassenführung, Lernziele b und c,
Zustellungsdurchführung, Lernziele a und b,
Arbeitsplanung, Lernziel e,
Dienstleistungsangebot, Lernziel c,
Rechtliche Rahmenbedingungen, Lernziel d,
Qualitätssicherung, Lernziel b,
Annahme und Abholung, Lernziele b bis e,
2005, 879: BGBl I