Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=23.10.2008&Aktenzeichen=2%20AZR%20131/07
Timestamp: 2019-04-23 21:09:47
Document Index: 342706622

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 622', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 138', '§ 23', '§ 138', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 138', '§ 23', '§ 622']

BAG, 23.10.2008 - 2 AZR 131/07 - dejure.org
Kleinbetriebsklausel - Darlegungslast - Kündigungsfrist - Zusammenrechnung von Beschäftigungszeiten
Kleinbetriebsklausel; Darlegungslast; Kündigungsfrist; Zusammenrechnung von Beschäftigungszeiten
KSchG § 23 Abs. 1; BGB § 622 Abs. 2
Schwellenwert bei Kündigung im Kleinbetrieb - Beschäftigungszeiten bei Teilbetriebsübergang
Kleinbetriebsklausel und Berechnungsfragen
ArbG Frankfurt/Main, 20.09.2005 - 8 Ca 11740/04
LAG Hessen, 23.11.2006 - 5 Sa 2267/05
Etwaigen Schwierigkeiten, die sich mangels eigener Kenntnismöglichkeiten ergeben, ist durch die Grundsätze der abgestuften Darlegungs- und Beweislast Rechnung zu tragen (BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 30, aaO;… 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 26, aaO) .
Arbeitnehmer, die ihre Beschäftigung erst nach dem 31. Dezember 2003 aufgenommen haben, können sich dagegen gemäß § 23 Abs. 1 Satz 3 Halbs. 2 KSchG auf die Bestimmungen des Ersten Abschnitts des Kündigungsschutzgesetzes nur und erst dann berufen, wenn im Betrieb in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt sind (BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 21 ff.;… 21. September 2006 - 2 AZR 840/05 - Rn. 14, 15, BAGE 119, 343) .
Daraus kann sich - je nach den Umständen - das Erfordernis ergeben, Beschäftigungszeiten aus einem vorangegangenen Arbeitsverhältnis anzurechnen (vgl. dazu BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 48; 18. September 2003 - 2 AZR 330/02 - zu B I der Gründe) .
Zwar steht ihretwegen mit Bindungswirkung zwischen den Parteien fest, dass über den in der Kündigung mitgeteilten Termin hinaus kein Arbeitsverhältnis zwischen ihnen bestanden hat (BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 18 mwN, AP KSchG 1969 § 23 Nr. 43 = EzA KSchG § 23 Nr. 33) .
Zwar steht ihretwegen mit Bindungswirkung zwischen den Parteien fest, dass über den in der Kündigung mitgeteilten Termin hinaus kein Arbeitsverhältnis zwischen ihnen bestanden hat (BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 18 mwN, AP KSchG 1969 § 23 Nr. 43 = EzA KSchG § 23 Nr. 33).
Er genügt dabei regelmäßig seiner Darlegungslast, wenn er entsprechend seiner Kenntnismöglichkeiten die für eine entsprechende Arbeitnehmeranzahl sprechenden Tatsachen und die ihm bekannten äußeren Umstände schlüssig darlegt (BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 29 f. mwN) .
Der Arbeitnehmer trägt die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen der in § 23 Abs. 1 KSchG geregelten betrieblichen Geltungsvoraussetzungen des KSchG (BAG 23.10.2008 - 2 AZR 131/07 - Rdnr. 29, EZA § 23 KSchG Nr. 33).
Der Arbeitsgeber muss dann gemäß § 138 Abs. 2 BGB erklären, welche rechtserheblichen Umstände gegen die Darlegungen des Arbeitnehmers sprechen (BAG 23.10.2008 a.a.O. Rdnr. 30).
c) Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen der in § 23 Abs. 1 KSchG geregelten betrieblichen Geltungsvoraussetzungen des Kündigungsschutzgesetzes trägt der Arbeitnehmer (BAG, st. Rspr., vgl. insgesamt: 28. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 29, mwN, zitiert nach juris) .
Der Arbeitgeber muss dann nach § 138 Abs. 2 ZPO im Einzelnen erklären, welche rechtserheblichen Umstände gegen die Darlegungen des Arbeitnehmers sprechen (vgl. BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 30, mwN, zitiert nach juris).
Für das Vorliegen der in § 23 Abs. 1 KSchG geregelten betrieblichen Geltungsvoraussetzungen des KSchG trägt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (vgl. nur BAG, Urteil vom 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 43 Rz. 29;… vom 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 42 Rz. 18 ff., jeweils m. w. N.) der Arbeitnehmer die Darlegungs- und Beweislast.
Der Arbeitgeber muss dann nach § 138 Abs. 2 ZPO im Einzelnen erklären, welche rechtserheblichen Umstände gegen die Darlegungen des Arbeitnehmers sprechen (BAG, Urteil vom 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 43 Rz. 30 m. w. N.).
Selbst bei Annahme, es würde sich nach Änderung des Beschäftigungsortes um ein neues Beschäftigungsverhältnis bei K. handeln, wären die Beschäftigungszeiten aus einem früheren Beschäftigungsverhältnisses mit demselben Arbeitgeber anzurechnen, da zwischen den beiden Beschäftigungsverhältnissen ein enger sachlicher Zusammenhang bestanden hat (vgl. dazu BAG, Urteil vom 18.09.2003 - 2 AZR 330/02; Urteil vom 23.10.2008 - 2 AZR 131/07;… Preis in Staudinger, BGB, Stand 2016, § 622 Rn. 25b).
LAG Köln, 11.02.2011 - 10 Sa 1207/10
Kleinbetrieb; Schwerbehindertenschutz
LAG Schleswig-Holstein, 12.01.2017 - 5 Sa 208/16
Kündigung, Kündigungsschutzgesetz, Anwendbarkeit, Kleinbetrieb, …
LAG Hessen, 11.09.2013 - 18 Sa 296/13
LAG Rheinland-Pfalz, 09.12.2011 - 9 Sa 512/11
Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes - Kleinbetrieb - Darlegungs- und …