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Timestamp: 2016-10-26 09:18:21
Document Index: 229124296

Matched Legal Cases: ['Art. 80', 'Art. 93', 'BGE', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 76', 'Art. 98', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 75', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 103', 'Art. 80', 'Art. 103', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 84', 'Art. 335', 'BGE', 'Art. 335', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'BGE']

5A_401/2010 (11.08.2010)
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Harold Gr�ninger,
vertreten durch Rechtsanw�ltin Silvia Eggenschwiler Suppan,
Suspendierung eines Stiftungsrats f�r die Dauer des Abberufungsverfahrens,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 20. April 2010.
S.________ errichtete mit Testament vom 13. M�rz 2003 eine Stiftung im Sinne der Art. 80 ff. ZGB unter dem Namen "S.________ Stiftung" (im Folgenden: Stiftung oder S.________ Stiftung) mit Sitz in Z�rich (Ziff. I). Er widmete seinen gesamten Liegenschaftsbesitz in der Schweiz, zum Teil in Gestalt von Beteiligungen an Aktiengesellschaften als Stiftungsverm�gen (Ziff. II) und legte den Zweck und die Organisation der Stiftung wie folgt fest:
Die Verwaltung und der weitere Ausbau der in Ziffer II genannten Investment-Gesellschaften mit dem Ziele: Den Nachkommen meiner Schwester A.________, gestorben am 1.11.2001 insbesondere dem psychisch kranken und nicht zu einer Erwerbst�tigkeit f�higem Sohn s. Enkel B.________ als auch dem Sohn C.________ und der Tochter D.________ sowie Frau E.________ und deren Tochter F.________ sowie deren allf�lligen Nachkommen bei Erwerbsunf�higkeit durch Krankheit, Unfall, Invalidit�t, Arbeitslosigkeit etc., ein angemessenes Auskommen zu sichern.
Nach Pr�fung aller Voraussetzungen kann vom Stiftungsrat Beihilfe zum Existenzaufbau, Studium, Schulung etc., gew�hrt werden.
Der Stiftungsrat setzt sich zusammen aus 3 Mitgliedern, und zwar aus zwei st�ndigen und einem nichtst�ndigen Mitgliede.
Als st�ndige Stiftungsmitglieder geh�ren den Stiftungsrat an
Als nichtst�ndiges Mitglied des Stiftungsrates wird bestimmt:
Die Amtszeit der st�ndigen Stiftungsr�te ist unbefristet. Der nichtst�ndige Stiftungsrat wird alle zwei Jahre durch die st�ndigen Stiftungsr�te bestimmt. Sofern ein st�ndiger oder nichtst�ndiger Stiftungsrat aus irgend einem Grund sein Mandat niederlegt, stirbt oder sonstwie handlungsunf�hig wird, bestimmen die �brigen st�ndigen oder nicht st�ndigen Stiftungsr�te seinen Nachfolger.
Der Stiftungsrat ist mit der Verwaltung, dem weiteren Aufbau der Investmentfirmen und der Verwaltung des Stiftungsverm�gens beauftragt. Er kann die Verwaltung durch eines seiner Mitglieder oder durch Drittpersonen aus�ben lassen. Insolange als der Stiftungsrat G.________ dem Stiftungsrat angeh�rt, soll die Verwaltung der Liegenschaften in seinen H�nden bleiben. F�r diese Sonderbestimmung steht ihm eine besondere Verg�tung gem�ss �blichkeit (Z[�ri]ch) zu.
Der Stiftungsrat ist erm�chtigt ... [Aufstellung von Reglementen]
Die drei testamentarisch bestimmten Stiftungsr�te traten am 3. Mai 2004 zusammen und w�hlten G.________ (fortan: Beschwerdef�hrer) zum Pr�sidenten. Der st�ndige Stiftungsrat H.________ erkl�rte am 30. Juli 2004 seinen sofortigen R�cktritt. An Stiftungsratssitzungen vom 2. und 3. Januar 2006 wurden in Abwesenheit von I.________ die Ehefrau des Beschwerdef�hrers zum st�ndigen Mitglied des Stiftungsrats und K.________ an Stelle von I.________ zum nicht st�ndigen Mitglied des Stiftungsrats gew�hlt und beschlossen, die Stiftung beim Handelsregister anzumelden. Der abgew�hlte Stiftungsrat I.________ focht die Beschl�sse gerichtlich an. Das Bezirksgericht Z�rich hiess die Klage gut. Es wies das Handelsregister an, die Stiftung zu l�schen, hob die Wahlen in den Stiftungsrat auf und stellte fest, dass I.________ Stiftungsrat sei. Rechtsmittel dagegen blieben erfolglos. Zuletzt wies die II. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts eine Beschwerde der Stiftung ab (Urteil 5A_602/2008 vom 25. November 2008). An Stiftungsratssitzungen vom 5. und 9. M�rz 2009 wurden die Ehefrau des Beschwerdef�hrers zum st�ndigen Mitglied des Stiftungsrats und L.________ an Stelle von I.________ zum nicht st�ndigen Mitglied des Stiftungsrats gew�hlt. Am 16. Juni 2009 w�hlte der Stiftungsrat ein neues nicht st�ndiges Mitglied und beschloss, die Stiftung im Handelsregister eintragen zu lassen.
M.________ (hiernach: Beschwerdegegnerin) erhob am 15. Februar 2006 Klage gegen die Stiftung und gegen den Beschwerdef�hrer mit dem Hauptantrag, den Beschwerdef�hrer als Stiftungsrat abzuberufen. Sie stellte gleichzeitig ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen, das am 13. April 2006 abgewiesen wurde. Mit Replik vom 9. Februar 2009 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihr Gesuch und beantragte, den Beschwerdef�hrer in seiner Funktion als Stiftungsrat f�r die Dauer des Verfahrens zu suspendieren und in all seinen Funktionen f�r die Stiftung einzustellen, eventualiter der Stiftung einen Sachwalter zu bestellen. Das Bezirksgericht Z�rich traf mehrere Beschl�sse zum Verfahren. Es trat auf die Widerklage des Beschwerdef�hrers betreffend Ehrverletzung nicht ein (Erstbeschluss vom 25. Juni 2009). Es liess I.________ als Nebenintervenienten zu (Dispositiv-Ziff. 1), suspendierte den gesamten Stiftungsrat (Dispositiv-Ziff. 2) und bestellte der Stiftung in der Person von Rechtsanwalt Dr. Hans Maurer einen Sachwalter und legte dessen Befugnisse fest (Dispositiv-Ziff. 3 und 4 des Zweitbeschlusses vom 25. Juni 2009 mit einer Berichtigung vom 8. Juli 2009).
Gegen die Beschl�sse des Bezirksgerichts rekurrierten die Stiftung und der Beschwerdef�hrer beim Obergericht des Kantons Z�rich. Auf Antrag der Beschwerdegegnerin hin entzog der zust�ndige Kammerpr�sident dem Rekurs gegen Dispositiv-Ziff. 2 bis 4 des Zweitbeschlusses die aufschiebende Wirkung (Verf�gung vom 27. Oktober 2009). Die dagegen erhobene Einsprache wies das Obergericht ab (Beschl�sse vom 26. November und vom 3. Dezember 2009). Auf die anschliessende Beschwerde trat die II. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts nicht ein (Urteil 5A_33/2010 vom 29. Januar 2010). Am 12. Februar 2010 zog die Stiftung - vertreten durch den Sachwalter - ihren Rekurs zur�ck. Das Rekursverfahren wurde ihr gegen�ber als durch R�ckzug erledigt abgeschrieben (Dispositiv-Ziff. 1 des Beschlusses vom 20. April 2010). Das Obergericht wies den Rekurs des Beschwerdef�hrers gegen die Dispositiv-Ziff. 2 bis 4 des bezirksgerichtlichen Zweitbeschlusses ab. Im �brigen wurde der Rekurs gegen beide Beschl�sse des Bezirksgerichts abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte (Dispositiv-Ziff. 2 und 3 des Beschlusses vom 20. April 2010).
Der Beschwerdef�hrer hat f�r die Stiftung und f�r sich am 21. Mai 2010 beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht. Er beantragt, den Beschluss vom 20. April 2010 aufzuheben und festzustellen, dass die S.________ Stiftung keine Familienstiftung sei. Deren Sachwalter hat mitgeteilt, die Stiftung habe keine Beschwerde erhoben und der Beschwerdef�hrer sei nicht erm�chtigt, im Namen der Stiftung eine Beschwerde zu erheben. Die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat die Aufforderung zur Leistung eines Kostenvorschusses gegen�ber der Stiftung widerrufen, den Entscheid �ber die g�ltige Beschwerdeerhebung aber dem bundesgerichtlichen Urteil vorbehalten (Einschreibebrief vom 3. Juni 2010). Der Beschwerdef�hrer hat den Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet. In der Sache sind die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
1.1 Angefochten ist der Entscheid �ber vorsorgliche Massnahmen f�r die Dauer des rechtsh�ngigen Verfahrens und damit ein selbstst�ndig er�ffneter Zwischenentscheid, der einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; vgl. BGE 134 I 83 E. 3.1 S. 87). Der Zwischenentscheid unterliegt der Beschwerde in der Hauptsache (BGE 133 III 645 E. 2 S. 647 f.). Die Hauptsache betrifft eine Klage auf Abberufung des Beschwerdef�hrers als Stiftungsrat der S.________ Stiftung und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit mit einem Streitwert, der gem�ss obergerichtlichen Feststellungen (E. III/4 S. 15) mehr als Fr. 30'000.-- betr�gt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; vgl. E. 7.3 hiernach). Gegen den Zwischenentscheid �ber vorsorgliche Massnahmen ist die Beschwerde in Zivilsachen somit zul�ssig. Zu deren Erhebung ist der Beschwerdef�hrer als vorl�ufig in seinen Funktionen eingestellter Stiftungsrat berechtigt (Art. 76 Abs. 1 BGG; vgl. Urteil 5A_274/2008 vom 19. Januar 2009 E. 1). Mit der Beschwerde gegen Entscheide �ber vorsorgliche Massnahmen kann einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 98 BGG), die das Bundesgericht nur insofern pr�ft, als eine entsprechende R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet wird. Es ist klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88).
1.2 Gegen Rekursentscheide betreffend vorsorgliche Massnahmen ist die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde nicht zul�ssig (� 284 Ziff. 7 ZPO/ZH). In diesem Punkt (Dispositiv-Ziff. 2) gilt der angefochtene Beschluss als kantonal letztinstanzlich (Art. 75 Abs. 1 BGG). Mit Bezug auf alle anderen gleichzeitig erledigten prozessualen Fragen (Dispositiv-Ziff. 1 und 3), unterliegt der Beschluss der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde. Soweit sich der Beschwerdef�hrer dagegen wendet, dass das Obergericht die Nebenintervention zugelassen hat (z.B. S. 15 Ziff. 30), auf seine Widerklage betreffend Ehrverletzung nicht eingetreten ist (z.B. S. 17 Ziff. 33) und den R�ckzug des Rekurses f�r die S.________ Stiftung durch den Sachwalter f�r g�ltig erkl�rt hat (z.B. S. 21 Ziff. 47 der Beschwerdeschrift), kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. In diesen Punkten steht dem Kassationsgericht mindestens die gleiche Pr�fungsbefugnis zu wie dem Bundesgericht (vgl. BGE 133 III 585 E. 3 S. 586 ff.).
1.3 Mit den genannten Vorbehalten kann auf die fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) erhobene Beschwerde eingetreten werden. Formelle Einzelfragen werden im Sachzusammenhang zu er�rtern sein.
Der Beschwerdef�hrer hat in eigenem Namen und im Namen der Stiftung Beschwerde erhoben. Der f�r die Dauer des Hauptprozesses eingesetzte Sachwalter der Stiftung hat sich dagegen verwahrt.
2.1 Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf Art. 103 Abs. 2 lit. a BGG (S. 21 Ziff. 46 der Beschwerdeschrift). Danach hat die Beschwerde im Umfang der Begehren aufschiebende Wirkung "in Zivilsachen, wenn sie sich gegen ein Gestaltungsurteil richtet". Es mag zutreffen, dass im Falle der Gutheissung der Klage der Beschwerdef�hrer als Stiftungsrat abberufen wird und insoweit ein Gestaltungsurteil ergeht (vgl. Riemer, Berner Kommentar, 1975/81, N. 123 des Syst. Teils vor Art. 80 ff. ZGB). Beschwerdegegenstand ist indessen lediglich die Einstellung des Beschwerdef�hrers als Stiftungsrat in seinen Funktionen und die Bestellung eines Sachwalters als vorsorgliche Massnahme f�r die Dauer des Verfahrens. Es wird kein materiell-rechtliches Verh�ltnis durch Urteil - unter Vorbehalt seiner Weiterziehung - endg�ltig begr�ndet, ge�ndert oder aufgehoben, sondern ein streitiges Dauerrechtsverh�ltnis bis zum Abschluss des Prozesses vorl�ufig geregelt (vgl. � 110 ZPO/ZH; f�r vergleichbare F�lle: Hohl, Proc�dure civile, T. II: Organisation judiciaire, comp�tence, proc�dures et voies de recours, 2002, N. 2826 S. 237; Vogel/Sp�hler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Aufl. 2006, N. 195 S. 350). Befristete Regelungsmassnahmen auf prozessrechtlicher Grundlage sind keine Gestaltungsurteile im Sinne von Art. 103 Abs. 2 lit. a BGG, so dass der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung kraft Gesetzes zukommt.
2.2 Auf Antrag der Beschwerdegegnerin hin wurde dem Rekurs des Beschwerdef�hrers die aufschiebende Wirkung entzogen. Auf die vom Beschwerdef�hrer erhobene Beschwerde ist die II. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts nicht eingetreten (Bst. D hiervor). Der Entzug der aufschiebenden Wirkung ist ein Zwischenentscheid, der einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; vgl. BGE 120 Ia 260 E. 2b S. 264). Der Beschwerdef�hrer hat diesen Zwischenentscheid vor Bundesgericht erfolglos angefochten und kommt darauf heute formell gen�gend weder in einem Antrag noch in der Begr�ndung der Beschwerde zur�ck (vgl. Art. 93 Abs. 3 BGG; Urteil 5A_28/2009 vom 5. Februar 2010 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 118 II 91 E. 1b S. 92). Der Zwischenentscheid ist deshalb verbindlich, so dass der Beschwerdef�hrer f�r die Stiftung im Rechtsmittelverfahren ab Entzug der aufschiebenden Wirkung nicht mehr rechtswirksam handeln, namentlich auch keine Beschwerde gegen den obergerichtlichen Rekursentscheid einlegen konnte.
2.3 Aus den dargelegten Gr�nden erweist sich der Einwand des Sachwalters der Stiftung als berechtigt. Das Rubrum des vorliegenden Urteils ist in diesem Sinne berichtigt.
Den Rekursantrag, auf die Widerklage betreffend Feststellung der Familienstiftung sei einzutreten, hat das Obergericht f�r unzul�ssig erkl�rt, weil die Widerklage im bezirksgerichtlichen Beschluss nicht abgewiesen werde und der Beschwerdef�hrer insoweit nicht beschwert sei (E. II/A/2 S. 4 des angefochtenen Beschlusses). Der Beschwerdef�hrer erneuert sein Begehren, es sei festzustellen, dass die S.________ Stiftung keine Familienstiftung sei. Er leitete daraus ab, die ordentlichen Gerichte seien f�r die angeordneten Massnahmen sachlich nicht zust�ndig (S. 2 ff. Ziff. 1-16 der Beschwerdeschrift).
3.1 Gegen die verneinte Beschwer erhebt der Beschwerdef�hrer keine ausreichend begr�ndeten Verfassungsr�gen. Er behauptet zwar, das Obergericht h�tte seine Beschwer im Sinne von � 51 Abs. 2 ZPO/ZH bejahen m�ssen (S. 4 Ziff. 8 der Beschwerdeschrift), legt aber nicht dar, inwiefern die gegenteilige Beurteilung des Obergerichts verfassungswidrig sein soll (Art. 106 Abs. 2 BGG). Durfte das Obergericht insoweit unbeanstandet auf den Rekursantrag betreffend Feststellung der Familienstiftung nicht eintreten, erweist sich das vor Bundesgericht erneuerte Feststellungsbegehren als unzul�ssig (vgl. BGE 135 III 513 E. 8.3 S. 530). Der Antrag ist aber dahin gehend auszulegen, auf das Gesuch der Beschwerdegegnerin um vorsorgliche Massnahmen mangels sachlicher Zust�ndigkeit der Gerichte nicht einzutreten. In diesem Sinn hat auch das Obergericht das Begehren zugelassen. Es ist auf die Frage eingegangen, ob es sich bei der S.________ Stiftung um eine Familienstiftung handle (E. II/A/3 S. 5 des angefochtenen Beschlusses). F�r die Beurteilung der Zust�ndigkeit ist auf den von der klagenden Partei eingeklagten Anspruch und dessen Begr�ndung abzustellen (vgl. BGE 135 V 373 E. 3.2 S. 377 f.).
3.2 Gem�ss Art. 87 ZGB sind die Familienstiftungen unter Vorbehalt des �ffentlichen Rechtes der Aufsichtsbeh�rde nicht unterstellt (Abs. 1) und entscheidet das Gericht �ber Anst�nde privatrechtlicher Natur (Abs. 2). Der Beschwerdef�hrer bestreitet die Zust�ndigkeit der Gerichte, weil es sich bei der S.________ Stiftung um eine gew�hnliche Stiftung, allenfalls um eine gemischte Familienstiftung handle, die der Aufsicht des Gemeinwesens gem�ss Art. 84 ZGB unterstehe, nicht hingegen an dessen Stelle durch die Gerichte beaufsichtigt werde (z.B. S. 3 Ziff. 2 und S. 21 Ziff. 45 der Beschwerdeschrift). Mit den aufgeworfenen Fragen hat sich das Bundesgericht bereits in E. 1 S. 4 ff. des Urteils 5A_602/2008 vom 25. November 2008 befasst. Es trifft zwar zu, dass sich im damaligen Verfahren andere Parteien als heute gegen�bergestanden sind (S. 4 Ziff. 9 der Beschwerdeschrift). Das Bundesgericht hat jedoch �ber die sachliche Zust�ndigkeit der Gerichte und damit �ber die Frage entscheiden m�ssen, ob die S.________ Stiftung eine reine oder eine gemischte Familienstiftung oder eine gew�hnliche, eine sog. klassische Stiftung ist. Auf die damaligen Urteilserw�gungen kann auch heute abgestellt werden.
3.3 Das Bundesgericht hat festgehalten, dass (1.) der Stiftungszweck gem�ss Ziff. III der Statuten Art. 335 Abs. 1 ZGB �ber die Errichtung einer Familienstiftung entspricht, dass (2.) der Auftrag an den Stiftungsrat, die Investmentgesellschaften, deren Anteile zum Stiftungsverm�gen geh�ren, zu verwalten und weiter auszubauen, die S.________ Stiftung nicht als gemischte Stiftung erscheinen l�sst und dass (3.) sich zum behaupteten Stiftungszweck, historische Geb�ude zu Gunsten der �ffentlichkeit zu erhalten, in den testamentarischen Bestimmungen nichts findet (E. 1.3 S. 5 f. des Urteils 5A_602/2008). Der Beschwerdef�hrer bringt dagegen keine stichhaltigen Einw�nde vor (S. 5 ff. Ziff. 12). Seine Auffassung kann nicht geteilt werden, in Ziff. V der Statuten werde er als Destinat�r der Stiftung bezeichnet und durch die "Widmung eines Verm�gens (Liegenschaften) f�r einen besonderen Zweck-Job mit besonderer Verg�tung gem�ss �blichkeit (ZH)" (S. 6 der Beschwerdeschrift) ein eigenst�ndiger, familienfremder Stiftungszweck festgelegt. F�r den behaupteten Stifterwillen bestehen keinerlei Anhaltspunkte. Die Ziff. V der Stiftungsurkunde betrifft wie die vorangehende Ziff. IV und die nachfolgende Ziff. VI die Organisation des Stiftungsrats. Gem�ss der "Sonderbestimmung" soll der als Stiftungsrat eingesetzte Beschwerdef�hrer offenbar auf Grund seiner beruflichen Qualifikation die Verwaltung der Liegenschaften besorgen und daf�r eine Verg�tung erhalten. Er ist Stiftungsrat mit besonderen Aufgaben, aber nicht Destinat�r (vgl. zu den Auslegungsgrunds�tzen: BGE 93 II 439 E. 2 S. 444; 108 II 393 E. 6c S. 396).
3.4 Die Zust�ndigkeit der Gerichte will der Beschwerdef�hrer weiter mit dem Argument bestreiten, dass bei der S.________ Stiftung das Verm�gen nicht mit der Familie verbunden sei, wie es Art. 335 ZGB f�r eine zul�ssige Familienstiftung vorschreibe. A.________, deren Nachkommen die Destinat�re sind, sei nicht die Schwester des Stifters, was der Stifter bei Abfassung des Testamentes selber gewusst und arglistig in T�uschungsabsicht verschwiegen habe (z.B. S. 3 f. Ziff. 3-7 und S. 7 ff. Ziff. 13-15 der Beschwerdeschrift). Die Vorbringen best�tigen die sachliche Zust�ndigkeit der Gerichte und nicht das Gegenteil. Denn der behauptete urspr�nglich widerrechtliche Stiftungszweck und der angebliche Mangel in der Bildung des Stifterwillens sind auf Klage von den ordentlichen Gerichten zu beurteilen und nicht von den Aufsichtsbeh�rden (vgl. Riemer, a.a.O., N. 39, N. 47 f. und N. 49 f. zu Art. 88/89 ZGB; Sprecher/von Salis-L�tolf, Die schweizerische Stiftung. Ein Leitfaden, 1999, Nrn. 234 und 235 S. 187 ff.).
3.5 Aus den dargelegten Gr�nden haben die kantonalen Gerichte ihre sachliche Zust�ndigkeit bejahen d�rfen. Auf Klage von Destinat�ren der Familienstiftung hin haben sie �ber die Absetzung unf�higer oder pflichtvergessener Stiftungsorgane zu entscheiden (vgl. Riemer, a.a.O., N. 121 des Syst. Teils). Im Rahmen vorsorglichen Rechtsschutzes (� 110 ZPO/ZH) kann ein Stiftungsrat deshalb auch bloss f�r die Dauer des Verfahrens in seinen Funktionen eingestellt werden. Die Gerichte d�rfen sich dabei mit der blossen Glaubhaftmachung der gesuchsbegr�ndenden Tatsachen und einer lediglich summarischen Pr�fung der Rechtslage begn�gen (BGE 131 III 473 E. 2.3 S. 476). Vorsorgliche Massnahmen sind anzuordnen, sofern der Gesuchsteller glaubhaft macht, dass der Anspruch, dem vorsorglich Rechtsschutz gew�hrt werden soll, besteht (Hauptsachenprognose) und bei nicht sofortigem Eingreifen gef�hrdet ist (Nachteilsprognose). Schliesslich muss die Anordnung einem berechtigten Interesse des Gesuchstellers entsprechen, d.h. zur vorl�ufigen Regelung des streitigen Dauerrechtsverh�ltnisses w�hrend des Prozesses notwendig sein (vgl. Hohl, a.a.O., N. 2831-2837 S. 238 f.; Vogel/Sp�hler, a.a.O., N. 208-213 S. 354 ff.).
Das Bezirksgericht hat angenommen, die Voraussetzungen f�r ein vorsorgliches Eingreifen seien glaubhaft. Der Beschwerdef�hrer sei nicht gewillt, gerichtliche Entscheidungen zu beachten, biete keine Gew�hr f�r eine statuten- und gesetzm�ssige F�hrung der Gesch�fte der S.________ Stiftung und werde sich wohl auch in Zukunft unzul�ssiger Mittel bedienen, um die Kontrolle �ber die S.________ Stiftung und mit dieser verbundenen Gesellschaften zu erlangen. Aus diesen Gr�nden sei der Beschwerdef�hrer und - da die Ersatzwahlen mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht g�ltig erfolgt seien - der gesamte Stiftungsrat vorl�ufig in seinen Funktionen einzustellen. Der Stiftung m�sse f�r die Dauer des Verfahrens ein Sachwalter bestellt werden. Das Obergericht hat die bezirksgerichtliche Beurteilung geteilt und erg�nzt (E. II/B/3-6 S. 7 ff. des angefochtenen Beschlusses).
4.1 Ein berechtigtes Interesse der Beschwerdegegnerin am Erlass vorsorglicher Massnahmen haben die kantonalen Gerichte darin erblickt, dass ihre Anspr�che als Destinat�rin der Stiftung gef�hrdet seien. Der Beschwerdef�hrer bestreitet, dass die Beschwerdegegnerin als Destinat�rin zu betrachten sei, zumal es sich bei ihrer angeblichen Mutter A.________ entgegen den Angaben des Stifters nicht um dessen Schwester handle (z.B. S. 3 f. Ziff. 3-7 und S. 7 ff. Ziff. 13-15 der Beschwerdeschrift). Das Obergericht hat das gleichlautende Vorbringen als widerspr�chliches Verhalten zur�ckgewiesen, habe doch der Beschwerdef�hrer in mehreren Betreibungen gegen die Beschwerdegegnerin behauptet, sie sei die Tochter von A.________ und die Enkelin von N.________, dem Vater des Stifters. Auf Grund der Akten sei aber ohnehin als glaubhaft anzusehen, dass die Beschwerdegegnerin gesetzliche Erbin des Stifters sei (E. II/B/3 S. 7 f. des angefochtenen Beschlusses). Die obergerichtliche Herleitung der Verwandtschaft l�sst sich auf den vom Beschwerdef�hrer ins Recht gelegten Familienschein st�tzen (act. 84/2a). Dieser Beleg gen�gt f�r die Glaubhaftmachung, die durch die gegenteiligen Vorbringen des Beschwerdef�hrers unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten nicht ersch�ttert wird. Mit allf�lligen Ungereimtheiten auf Grund anderer Belege werden sich die Gerichte gegebenenfalls im Hauptprozess zu befassen haben.
4.2 Das Obergericht hat angenommen, der Beschwerdef�hrer biete keinerlei Gew�hr f�r eine statuten- und gesetzm�ssige F�hrung der Stiftungsgesch�fte. Es hat seine Annahme darauf gest�tzt, dass der Beschwerdef�hrer die Gerichtsurteile betreffend Wahlen in den Stiftungsrat nicht beachte. Auf seine letztlich eigenn�tzigen Motive wiesen Behauptungen hin, er sei Ersatzdestinat�r der Stiftung und der Stifter habe Verm�gen gewidmet, um ihm "einen Job mit besonderer Verg�tung" zu verschaffen (E. II/B/5a-d S. 8 ff. des angefochtenen Beschlusses). Die gegenteiligen Vorbringen lassen die Annahme nicht als willk�rlich erscheinen. Der Beschwerdef�hrer er�rtert wiederum die mittlerweile rechtskr�ftigen Urteile, mit denen das Wahlgesch�ft aus dem Jahre 2006 und der Beschluss, die Stiftung zur Eintragung im Handelsregister anzumelden, aufgehoben wurden (z.B. S. 15 f. Ziff. 30-32 der Beschwerdeschrift). Darauf einzugehen, er�brigt sich. Der Beschwerdef�hrer hat gleichsam den Tatbeweis des ihm vorgehaltenen Verhaltens erbracht, indem er im Jahre 2009 erneut Wahlen mit der gleichen Stossrichtung abgehalten hat und derselbe Beschluss betreffend Handelsregister gefasst wurde (Bst. B hiervor).
4.3 Das Obergericht hat die Folgerung nicht beanstandet, der Beschwerdef�hrer werde sich auch in der Zukunft aller - selbst unzul�ssiger - Mittel bedienen, um die Kontrolle �ber die S.________ Stiftung und mit dieser verbundene juristische Personen zu erlangen.
4.3.1 Zum Beleg hat das Obergericht auf den laufenden Prozess um die O.________ AG bzw. um deren 51 Namenaktien hingewiesen, die der Stifter in die Stiftung eingebracht hat. Urteilen des Handelsgerichts zufolge habe der Beschwerdef�hrer am 13. August 2007 eine Generalversammlung der O.________ AG abgehalten, an der er deren Verwaltungsr�te abgew�hlt und sich als einzigen Verwaltungsrat gew�hlt habe, obwohl er in jenem Zeitpunkt nicht mehr Verwaltungsrat und auch nicht Aktion�r der O.________ AG gewesen sei. Auf Klage hin habe das Handelsgericht die Nichtigkeit der fraglichen Beschl�sse festgestellt und entsprechende Berichtigungen im Handelsregister angeordnet. Das Obergericht hat daf�rgehalten, die Urteile des Handelsgerichts seien zwar noch nicht rechtskr�ftig, gen�gten jedoch zur Glaubhaftmachung, der Beschwerdef�hrer wolle mit allen Mitteln die Kontrolle �ber die Stiftung und die ihr verbundenen Gesellschaften erlangen (E. II/B/5e S. 10 f. des angefochtenen Beschlusses).
4.3.2 Zum gleichen Tatbestand hat das Obergericht das Verhalten gerechnet, dass der Beschwerdef�hrer um den Todestag des Stifters herum als damaliger Verwaltungsrat der O.________ AG mit sich selbst neue Miet- und Arbeitsvertr�ge unterzeichnet habe. Zu diesem als unzul�ssiges Selbstkontrahieren bezeichneten Vorgehen hat sich das Obergericht wiederum auf erstinstanzliche Urteile gest�tzt (E. II/B/5f S. 11 des angefochtenen Beschlusses).
4.3.3 Der Beschwerdef�hrer bestreitet alle diesbez�glichen Vorw�rfe und geht auf die geschilderten Vorkommnisse ein (z.B. S. 13 ff. Ziff. 25-29, S. 18 ff. Ziff. 38-43 und S. 23 ff. Ziff. 55-63 der Beschwerdeschrift). Wie der Beschwerdef�hrer zutreffend hervorhebt, sind die Gerichte im vorliegenden Verfahren nicht zust�ndig, die im Zusammenhang mit der O.________ AG h�ngigen Klagen zu beurteilen. Sie haben aber dar�ber zu befinden, ob das Verhalten des Beschwerdef�hrers in dieser mit der S.________ Stiftung verbundenen Gesellschaft die Anspr�che der Beschwerdegegnerin gegen die Stiftung als gef�hrdet erscheinen lassen. In der Beurteilung dieser Frage entgehen die kantonalen Gerichte dem Willk�rvorwurf. Immerhin liegen erstinstanzliche Urteile vor, so dass f�r die Berechtigung der Vorw�rfe eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht, auch wenn noch mit der M�glichkeit zu rechnen ist, dass sie sich als unberechtigt erweisen k�nnten. Die kantonalen Gerichte haben darauf ausdr�cklich hingewiesen und sind damit vom zutreffenden Begriff der Glaubhaftmachung im vorsorglichen Rechtsschutz ausgegangen (vgl. BGE 120 II 393 E. 4c S. 398; 132 III 140 E. 4.1.2 S. 144).
4.4 Das Obergericht hat auch die bezirksgerichtliche Auffassung hinsichtlich der drohenden Nachteile �bernommen und festgehalten, bei der Stiftung m�sse von einer fehlenden Funktionst�chtigkeit und damit von einer ungen�genden Organisation ausgegangen werden. Da dieser Zustand von Dauer sein werde, jedoch in absehbarer Zeit verschiedene Handlungen der Stiftung notwendig seien und teilweise dringender Handlungsbedarf bestehe, w�rden ohne Wiederherstellung ihrer Handlungsf�higkeit schwere und wohl nicht nur nicht leicht, sondern �berhaupt nicht wiedergutzumachende Nachteile drohen (E. II/B/6 S. 12 des angefochtenen Beschlusses). Der Beschwerdef�hrer erhebt dagegen keine, jedenfalls keine formell gen�gend begr�ndeten Verfassungsr�gen (Art. 106 Abs. 2 BGG).
4.5 Unter verfassungsrechtlichem Blickwinkel kann die obergerichtliche Hauptsachen- und Nachteilsprognose aus den dargelegten Gr�nden nicht beanstandet werden.
Das Obergericht ist davon ausgegangen, die vorsorgliche Massnahme, den Beschwerdef�hrer f�r die Dauer des Prozesses in allen seinen Funktionen bei der S.________ Stiftung einzustellen, erscheine als erforderlich und geeignet. Dass das Bezirksgericht gleich den gesamten Stiftungsrat suspendiert habe, sei unangefochten geblieben (E. II/B/7 S. 13 des angefochtenen Beschlusses). Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die angeordnete vorsorgliche Massnahme sei vom Inhalt her gesetzeswidrig. Eine Abberufung des Stiftungsrats sehe Art. 83d ZGB nicht vor (z.B. S. 11 ff. Ziff. 17-24 der Beschwerdeschrift).
5.1 Die Aufsichtsbeh�rde kann einen Stiftungsrat abw�hlen, wenn er eine T�tigkeit der Stiftung beeintr�chtigt oder das Funktionieren der Stiftung behindert (vgl. SPRECHER/VON SALIS-L�TOLF, a.a.O., Nr. 136 Abs. 4 S. 125 f.). Daran hat die Teilrevision des Stiftungsrechts von 2005/08 (AS 2007 4791: GmbH-Recht sowie Anpassungen im Aktien-, Genossenschafts-, Handelsregister- und Firmenrecht) nichts ge�ndert. Gem�ss Art. 83d Abs. 1 ZGB muss die Aufsichtsbeh�rde die erforderlichen Massnahmen ergreifen, wenn die vorgesehene Organisation nicht gen�gend ist, der Stiftung eines der vorgeschriebenen Organe fehlt oder eines dieser Organe nicht rechtm�ssig zusammengesetzt ist. Sie kann insbesondere, (1.) der Stiftung eine Frist ansetzen, binnen derer der rechtm�ssige Zustand wieder herzustellen ist, oder (2.) das fehlende Organ oder einen Sachwalter ernennen. Das Gesetz z�hlt die Massnahmen, die die Aufsichtsbeh�rde treffen kann, nicht abschliessend auf und nennt lediglich ("insbesondere") zwei Beispiele. M�glich sind aber auch andere geeignete Massnahmen (Botschaften, BBl 2002 3148 S. 3244 und BBl 2004 3969 S. 4055; vgl. auch Parlamentarische Initiative "Revision des Stiftungsrechts", BBl 2003 8153 S. 8164 f.). Das Bundesgericht hat auch nach dieser Revision das Absetzen von Stiftungsr�ten als zul�ssige aufsichtsrechtliche Massnahme gesch�tzt (Urteil 5A_274/2008 vom 19. Januar 2009 E. 5).
5.2 Bei Familienstiftungen �ben die ordentlichen Gerichte teilweise auch die Funktionen aus, die den staatlichen Aufsichtsbeh�rden gegen�ber gew�hnlichen oder sog. klassischen Stiftungen zukommen. Auf Klage von Destinat�ren der Familienstiftung hin haben die ordentlichen Gerichte deshalb einen Stiftungsrat seines Amtes zu entheben, wenn er rechtswidrig bestellt wurde oder sich als unf�hig erweist, die Stiftungsangelegenheiten in rechtm�ssiger Weise zu besorgen (vgl. Riemer, a.a.O., N. 121 des Syst. Teils; Br�ckner, Das Personenrecht des ZGB, 2000, N. 1454 S. 432).
5.3 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, f�r seine Abberufung als Stiftungsrat bestehe keine gesetzliche Grundlage, erweisen sich seine Verfassungsr�gen als unbegr�ndet. Erfolglos wendet sich der Beschwerdef�hrer auch gegen die obergerichtliche Feststellung, die Abberufung des gesamten Stiftungsrats sei unangefochten geblieben (S. 12 f. Ziff. 24 der Beschwerdeschrift). Es mag zutreffen, dass die S.________ Stiftung gegen die Abberufung des gesamten Stiftungsrats rekurriert hat, doch hat ihr Sachwalter den Rekurs rechtswirksam zur�ckgezogen. Auf hiervor Gesagtes (E. 1.2 und E. 2) kann verwiesen werden.
Schliesslich h�lt der Beschwerdef�hrer die Anordnung vorsorglicher Massnahmen f�r unzul�ssig, weil das Bezirksgericht ein entsprechendes Gesuch zuvor mit Beschluss vom 13. April 2006 abgewiesen habe. Er macht geltend, die kantonalen Gerichte missachteten mit der sp�teren Anordnung vorsorglicher Massnahmen ihren fr�heren Beschluss und wollten ihn daf�r bestrafen, dass er alle letztwilligen Verf�gungen des Stifters und Erblassers zwecks rechtm�ssiger Er�ffnung nach Z�rich gebracht habe (z.B. S. 14 Ziff. 28 und S. 17 f. Ziff. 35 der Beschwerdeschrift). Entscheide �ber vorsorgliche Massnahmen werden nicht in dem Sinne rechtskr�ftig wie im ordentlichen Verfahren ergangene Urteile. Sie k�nnen aufgehoben oder ge�ndert werden, wenn sie sich nachtr�glich als ungerechtfertigt erweisen oder wenn sich die Umst�nde, die das Gericht seinem fr�heren Entscheid zugrunde legte, ge�ndert haben (vgl. Hohl, a.a.O., N. 2886 S. 247; ausf�hrlich: Berti, Vorsorgliche Massnahmen im schweizerischen Zivilprozess, ZSR NF 116/1997 II 171, S. 232 ff.). Dass ausreichend Gr�nde bestanden haben, auf die Verweigerung vorsorglicher Massnahmen zur�ckzukommen bzw. das erneuerte Gesuch der Beschwerdegegnerin um vorsorgliche Massnahmen zuzulassen, belegen die vorstehenden Ausf�hrungen zur Hauptsachen- und Nachteilsprognose (E. 4).
Der Beschwerdef�hrer erhebt mehrere R�gen gegen die Regelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen im Rekursverfahren (S. 21 f. Ziff. 48-53 der Beschwerdeschrift).
7.1 Das Obergericht ist davon ausgegangen, die Stiftung habe ihren Rekurs zur�ckgezogen und sei als unterliegende Partei anzusehen, doch sei ihr Anteil an dem durch das Rekursverfahren verursachten Aufwand, verglichen mit dem Anteil des Beschwerdef�hrers, vernachl�ssigbar (E. III/1 S. 14 des angefochtenen Beschlusses). Der Beschwerdef�hrer wendet ein, wer die Klage zur�ckziehe, sei unterlegen und damit kostenpflichtig. Die Auffassung ist nur teilweise richtig. Die S.________ Stiftung und der Beschwerdef�hrer haben als (einfache) Streitgenossen in einer gemeinsamen Rechtsschrift gegen den bezirksgerichtlichen Massnahmenentscheid einen Rekurs eingelegt. Beide Streitgenossen sind im Rekursverfahren unterlegen, und zwar der Beschwerdef�hrer in der Sache und die S.________ Stiftung, weil ihr Sachwalter den Rekurs zur�ckgezogen hat. Jeder Streitgenosse hat das Recht auf anteilsm�ssige Festsetzung der Kosten und Entsch�digung, �ber die das Gericht nach Ermessen entscheidet (vgl. Frank/Str�uli/Messmer, Kommentar zur z�rcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 1997, N. 18 und N. 20 zu � 40 und N. 2 zu � 70 ZPO/ZH). Inwiefern das Obergericht sein Ermessen verfassungswidrig ausge�bt haben k�nnte, indem es die auf die unterliegende S.________ Stiftung entfallenden Kosten als vernachl�ssigbar bezeichnet hat, wird in der Beschwerde nicht dargetan (Art. 106 Abs. 2 BGG). F�r eine Entsch�digungspflicht der unterliegenden Streitgenossen gegeneinander ist keine Grundlage ersichtlich (� 68 Abs. 1 ZPO/ZH: die Gegenpartei; vgl. BGE 113 Ia 104 E. 2d S. 106 f.).
7.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe keine Rekursantwort erstatten m�ssen, weshalb ihr auch keine Entsch�digung zugesprochen werden d�rfe. Das Obergericht ist davon ausgegangen, der Beschwerdegegnerin sei zufolge des Verzichts auf Einholung einer Rekursantwort etc. nur ein relativ bescheidener Aufwand entstanden und eine Entsch�digung in der H�he von Fr. 2'500.-- zuz�glich der gesetzlichen Mehrwertsteuer erscheine als angemessen (E. III/2 S. 14 f. des angefochtenen Beschlusses). Inwiefern eine �berrissene Prozessentsch�digung vorliegen soll, ist weder ersichtlich noch dargetan (Art. 106 Abs. 2 BGG). Immerhin hat die Beschwerdegegnerin im Rekursverfahren ein Gesuch um Entzug der aufschiebenden Wirkung gestellt und hat damit im Zwischenverfahren obsiegt, dessen Kosten- und Entsch�digungsfolgen nicht separat festgesetzt wurden und im Endentscheid angemessen zu ber�cksichtigen sind (vgl. FRANK/STR�ULI/MESSMER, a.a.O., N. 1 und N. 5 zu � 71 ZPO/ZH).
7.3 Keine formell ausreichenden Verfassungsr�gen richten sich gegen die obergerichtliche Streitwertbemessung. Massgebend ist, ob mit dem Klagebegehren letztlich und �berwiegend ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt wird (BGE 118 II 528 E. 2c S. 531). Das Obergericht hat die Frage bejaht und festgehalten, die Parteien stritten um die Vorherrschaft in der S.________ Stiftung (E. III/4 S. 15 des angefochtenen Beschlusses). Inwiefern die Beurteilung willk�rlich sein k�nnte, leuchtet nicht ein. Wer den Stiftungsrat stellt, verwaltet das Stiftungsverm�gen und entscheidet im Rahmen der Stiftungsstatuten �ber die Aussch�ttungen an die Destinat�re. Unter Willk�rgesichtspunkten stehen insoweit wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel. Was die Festlegung des Streitwerts der H�he nach angeht, erhebt der Beschwerdef�hrer keine zul�ssigen Verfassungsr�gen. Auch in diesem Punkt bleibt seine Beschwerde erfolglos.
Aus den dargelegten Gr�nden erweist sich der angefochtene Beschluss nicht als verfassungswidrig, namentlich nicht als willk�rlich (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 135 II 356 E. 4.2.1 S. 362; 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f.). Die wiederholten Vorw�rfe des Beschwerdef�hrers, die kantonalen Gerichte h�tten ihn diskriminiert und rechtsungleich behandelt (z.B. S. 14 Ziff. 27, S. 16 f. Ziff. 33, S. 18 Ziff. 37, S. 22 Ziff. 53), entbehren der sachlichen Grundlage und sind zu missbilligen.
Die Beschwerde muss abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird damit kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Entsch�digung ist hingegen nicht geschuldet, da keine Vernehmlassungen eingeholt wurden und Rechtsanwalt Dr. Hans Maurer nicht als Parteivertreter, sondern in seiner Funktion als Sachwalter der S.________ Stiftung im Beschwerdeverfahren Stellung genommen hat (Art. 68 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 135 III 127 E. 4 S. 136).
Dieses Urteil wird den Parteien, den beiden Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.