Source: http://www.gesetze-im-internet.de/stmstbausbv/BJNR044700018.html
Timestamp: 2019-01-23 00:03:41
Document Index: 60721701

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 3', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 25']

StmStbAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer und zur Steinmetzin und Steinbildhauerin
Verordnung über die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer und zur Steinmetzin und Steinbildhauerin (Steinmetz- und Steinbildhauerausbildungsverordnung - StmStbAusbV)
Ausfertigungsdatum: 13.04.2018
"Steinmetz- und Steinbildhauerausbildungsverordnung vom 13. April 2018 (BGBl. I S. 447)"
Ersetzt V 7110-6-83 v. 9.5.2003 I 690; 2004 I 2601 (SteinAusbV 2003)
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst im amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlicht.
(+++ Textnachweis ab: 1.8.2018 +++)
Auf Grund des § 25 Absatz 1 Satz 1 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), der durch Artikel 283 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Gegenstand, Dauer und
§ 3 Gegenstand der Berufsausbildung, Ausbildungsrahmenplan
§ 9 Prüfungsbereich
§ 10 Ziel und Zeitpunkt
§ 11 Inhalt
§ 12 Prüfungsbereiche
§ 13 Prüfungsbereich Gestalten und Herstellen einer Steinmetzarbeit
§ 14 Prüfungsbereich Ausführen eines Auftrages
§ 15 Prüfungsbereich Gestalten und Planen von Steinmetzarbeiten
§ 16 Prüfungsbereich Anwenden von Fertigungstechniken und Durchführen von Versetzarbeiten
§ 17 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
§ 18 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Gesellenprüfung
Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten
§ 19 Prüfungsbereiche
§ 20 Prüfungsbereich Gestalten und Herstellen einer Steinbildhauerarbeit
§ 21 Prüfungsbereich Ausführen eines Auftrages
§ 22 Prüfungsbereich Gestalten und Planen von Steinbildhauerarbeiten
§ 23 Prüfungsbereich Anwenden von Fertigungstechniken und Durchführen von Versetzarbeiten
§ 24 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
§ 25 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Gesellenprüfung
§ 26 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse
Anlage: Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer und zur Steinmetzin und Steinbildhauerin
Der Ausbildungsberuf Steinmetz und Steinbildhauer und Steinmetzin und Steinbildhauerin wird nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe nach Anlage A Nummer 8 „Steinmetzen und Steinbildhauer“ der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
fachrichtungsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten,
berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung
Steinmetzarbeiten oder
Steinbildhauerarbeiten sowie
fachrichtungsübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
(2) Die Berufsbildpositionen der fachrichtungsübergreifenden berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Gestalten von kundenorientierten Arbeitsprozessen,
Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Anlagen,
Herstellen und Bearbeiten von Werkstücken aus Blöcken und Platten,
Herstellen von Schriften, Symbolen und Ornamenten,
Herstellen von Bauteilen aus mineralisch gebundenen Materialien,
Verarbeiten von künstlich hergestellten Steinen,
Verlegen und Versetzen von Platten und Fliesen sowie Versetzen von Werkstücken,
Einsetzen von programmierbaren Maschinen sowie
Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen und Übergeben der Leistungen an Kunden und Kundinnen.
(3) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten sind:
Versetzen und Verankern von Bauteilen und Fassaden,
Gestalten, Herstellen und Versetzen von Denkmalen und Grabanlagen sowie
Instandhalten und Restaurieren von Bauwerken und Denkmalen.
(4) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten sind:
Herstellen von Schriften, Reliefs und Skulpturen sowie
Instandsetzen und Restaurieren von Bildhauerarbeiten.
(5) Die Berufsbildpositionen der fachrichtungsübergreifenden, integrativ zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und
Die Berufsausbildung ist während einer Dauer von insgesamt 14 Wochen in geeigneten Einrichtungen außerhalb der Ausbildungsstätte zu ergänzen und zu vertiefen. Folgende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind zu ergänzen und zu vertiefen:
in den Monaten 1 bis 18 der Berufsausbildung in sechs Wochen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach der Anlage Abschnitt A
Nummer 2 Buchstabe b, f, h und j,
Nummer 5 Buchstabe c und d,
Nummer 6 Buchstabe c, d, f bis i,
Nummer 7 Buchstabe b bis d,
Nummer 9 Buchstabe b und c,
Nummer 11 Buchstabe b bis e,
Nummer 12 Buchstabe d und
Nummer 13 Buchstabe a bis c,
in den Monaten 19 bis 36 der Berufsausbildung in vier Wochen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach der Anlage Abschnitt A
Nummer 2 Buchstabe m,
Nummer 6 Buchstabe j und k,
Nummer 7 Buchstabe e und f,
Nummer 8 Buchstabe a und
Nummer 13 Buchstabe d bis h sowie
in den Monaten 19 bis 36 der Berufsausbildung in vier Wochen
in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach der Anlage Abschnitt B
Nummer 1 Buchstabe a und c,
Nummer 2 Buchstabe d und e und
Nummer 4 Buchstabe f oder
in der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach der Anlage Abschnitt C
Nummer 1 Buchstabe b, c und e,
Nummer 2 Buchstabe a bis d und
Nummer 3 Buchstabe h.
(1) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich Herstellen eines Werkstückes aus Naturwerkstein statt.
(2) Im Prüfungsbereich Herstellen eines Werkstückes aus Naturwerkstein soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Arbeitsaufgaben zu planen,
Pläne, Skizzen und Zeichnungen zu lesen, zu erstellen und anzuwenden,
Untergründe zu prüfen, zu bewerten und vorzubereiten,
Werk- und Hilfsstoffe zu unterscheiden, auszuwählen und einzusetzen,
Werkzeuge, Geräte und Maschinen zu unterscheiden, auszuwählen und einzusetzen,
Arbeitsplätze einzurichten,
Verfahren zur Oberflächenbearbeitung zu unterscheiden, auszuwählen und anzuwenden,
Schriftentwürfe zu erstellen,
Gestaltungsmerkmale zu unterscheiden,
Profile zu unterscheiden,
Flächen-, Mengen- und Kostenberechnungen durchzuführen,
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur Arbeitsorganisation und zur Qualitätssicherung zu ergreifen und
fachliche Hintergründe aufzuzeigen und die Vorgehensweise bei der Durchführung der Arbeitsaufgabe zu begründen.
(3) Der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen. Während der Durchführung wird mit ihm ein situatives Fachgespräch über die Arbeitsaufgabe geführt. Weiterhin soll er Aufgaben schriftlich bearbeiten.
(4) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt zehn Stunden. Davon entfallen auf die Durchführung der Arbeitsaufgabe sieben Stunden. Innerhalb dieser Zeit dauert das situative Fachgespräch höchstens zehn Minuten. Auf die schriftliche Bearbeitung der Aufgaben entfallen drei Stunden.
Die Gesellenprüfung findet in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Gestalten und Herstellen einer Steinmetzarbeit,
Ausführen eines Auftrages,
Gestalten und Planen von Steinmetzarbeiten,
Anwenden von Fertigungstechniken und Durchführen von Versetzarbeiten sowie
(1) Im Prüfungsbereich Gestalten und Herstellen einer Steinmetzarbeit soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Arbeitsabläufe unter Beachtung gestalterischer, wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben zu planen und zu dokumentieren,
Entwürfe und Skizzen nach gestalterischen Gesichtspunkten anzufertigen,
Material- und Zeitpläne zu erstellen,
Werk- und Hilfsstoffe sowie Werkzeuge, Geräte und Arbeitshilfen unter ökologischen, ökonomischen und gestaltungstechnischen Gesichtspunkten zu unterscheiden, auszuwählen und einzusetzen,
Naturwerksteine und künstliche Steine zu bearbeiten,
Oberflächen zu gestalten und Maße und Winkel einzuhalten und
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung durchzuführen.
(2) Für den Nachweis nach Absatz 1 ist eine der folgenden Tätigkeiten zugrunde zu legen:
Herstellen eines Werkstückes aus natürlichen oder künstlichen Steinen,
Herstellen eines Bauteiles aus natürlichen oder künstlichen Steinen,
Verlegen eines Belages oder
Versetzen eines Belages.
Der Prüfling wählt aus, welche Tätigkeit zugrunde gelegt wird.
(3) Der Prüfling soll ein Prüfungsstück herstellen und mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren. Vor der Herstellung hat er einen Entwurf für das Prüfungsstück zu erstellen und dem Prüfungsausschuss zur Genehmigung vorzulegen.
(4) Die Prüfungszeit für das Prüfungsstück und für die Dokumentation beträgt 52 Stunden.
(1) Im Prüfungsbereich Ausführen eines Auftrages soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Aufträge zu erfassen,
Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben zu planen,
Werk- und Hilfsstoffe sowie Werkzeuge, Geräte und Arbeitshilfen unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten zu unterscheiden, auszuwählen und einzusetzen,
Naturwerksteine zu bearbeiten,
Oberflächen zu bearbeiten und Maße und Winkel einzuhalten,
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung durchzuführen,
Kunden und Kundinnen die Bedienungs-, Pflege- und Wartungsanleitung zu erläutern und
Herstellen eines Werkstückes aus Naturwerkstein,
Herstellen eines Bauteiles aus Naturwerkstein,
Verlegen eines Belages aus Naturwerkstein oder
Versetzen eines Belages aus Naturwerkstein.
Der Prüfungsausschuss legt fest, welche Tätigkeit zugrunde gelegt wird.
(3) Der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen. Während der Durchführung wird mit ihm ein situatives Fachgespräch über die Arbeitsaufgabe geführt.
(4) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt acht Stunden. Das situative Fachgespräch dauert höchstens zehn Minuten.
(1) Im Prüfungsbereich Gestalten und Planen von Steinmetzarbeiten soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Vorgehensweisen zur Bearbeitung von Naturwerksteinen zu unterscheiden,
Arbeitsschritte kundenorientiert zu planen,
Gestaltungsmerkmale, Bauarten und Baustile zu unterscheiden,
Transporte von Naturwerksteinen durchzuführen,
Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von Vorgaben und technischen Regeln auszuwählen,
Werkstücke und Bauteile zu versetzen und zu verlegen,
Fehler an Werkstücken unter Berücksichtigung der Produktqualität zu beheben,
Gestaltungsmerkmale für Herstellungs- und Restaurierungsaufgaben zu unterscheiden,
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung durchzuführen und
Präsentationstechniken einzusetzen.
(1) Im Prüfungsbereich Anwenden von Fertigungstechniken und Durchführen von Versetzarbeiten soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Arbeitsschritte unter Berücksichtigung verfahrensbedingter Abläufe zu planen,
Vorgaben aus Unterlagen umzusetzen,
Werkstücke und Bauteile mit manuellen und maschinellen Bearbeitungstechniken herzustellen und zu restaurieren,
programmierbare Maschinen einzurichten und zu bedienen,
Verfahren zum Versetzen und zum Verlegen von Werkstücken und Bauteilen anzuwenden,
Fehler und Schäden zu erkennen und zu dokumentieren und
Herstellungsverfahren und Restaurierungsschritte zu unterscheiden.
(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten wie folgt zu gewichten:
Gestalten und Herstellen einer
Steinmetzarbeit mit 30 Prozent,
Ausführen eines Auftrages mit 20 Prozent,
Gestalten und Planen von
Steinmetzarbeiten mit 20 Prozent,
Anwenden von Fertigungs-
techniken und Durchführen
von Versetzarbeiten mit 20 Prozent sowie
im Prüfungsbereich Ausführen eines Auftrages mit mindestens „ausreichend“,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „Gestalten und Planen von Steinmetzarbeiten“, „Anwenden von Fertigungstechniken und Durchführen von Versetzarbeiten“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Die Gesellenprüfung findet in der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Gestalten und Herstellen einer Steinbildhauerarbeit,
Gestalten und Planen von Steinbildhauerarbeiten,
(1) Im Prüfungsbereich Gestalten und Herstellen einer Steinbildhauerarbeit soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Entwürfe, Skizzen und Modelle nach gestalterischen Gesichtspunkten anzufertigen,
Oberflächen zu gestalten und Maße zu übertragen und
(2) Der Prüfling soll ein Prüfungsstück herstellen und mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren. Vor der Herstellung hat er einen Entwurf für das Prüfungsstück zu erstellen und dem Prüfungsausschuss zur Genehmigung vorzulegen.
(3) Die Prüfungszeit für das Prüfungsstück und für die Dokumentation beträgt 52 Stunden.
Oberflächen zu bearbeiten und Maße zu übertragen,
Kunden und Kundinnen die Bedienungs-, Pflege- und Wartungsanleitungen der hergestellten Produkte zu erläutern und
(3) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt acht Stunden. Das situative Fachgespräch dauert höchstens zehn Minuten.
(1) Im Prüfungsbereich Gestalten und Planen von Steinbildhauerarbeiten soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Gestaltungsmerkmale, Bauarten sowie Bau- und Kunststile zu unterscheiden,
Transporte von Naturwerksteinen und Bildhauerarbeiten durchzuführen,
Bildhauerarbeiten instand zu setzen,
Vorgaben aus Unterlagen und Modellen umzusetzen,
Übertragungstechniken einzusetzen,
Bildhauerarbeiten, Werkstücke und Bauteile mit manuellen und maschinellen Bearbeitungstechniken herzustellen und zu restaurieren,
Verfahren zum Versetzen und zum Verlegen von Bildhauerarbeiten, Werkstücken und Bauteilen anzuwenden,
(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten wie folgt zu gewichten:
Steinbildhauerarbeit mit 30 Prozent,
Steinbildhauerarbeiten mit 20 Prozent,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „Gestalten und Planen von Steinbildhauerarbeiten“, „Anwenden von Fertigungstechniken und Durchführen von Versetzarbeiten“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Diese Verordnung tritt am 1. August 2018 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer/zur Steinmetzin und Steinbildhauerin vom 9. Mai 2003 (BGBl. I S. 690; 2004 I S. 2601) außer Kraft.
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer und zur Steinmetzin und Steinbildhauerin
(Fundstelle: BGBl. I 2018, 454 - 461)
1 Gestalten von
kundenorientierten Arbeitsprozessen
Wünsche und Einwände von Kunden und Kundinnen entgegennehmen und weiterleiten
Fachbegriffe, auch fremdsprachliche, für Baustile und Bauteile sowie für technische und gestalterische Arbeitsaufgaben anwenden
Sachverhalte darstellen und kulturelle Identitäten berücksichtigen
Kundenanforderungen und Arbeitsaufträge erfassen und mit betrieblich beteiligten Personen abstimmen und Vorgaben auf Umsetzbarkeit prüfen
Kunden und Kundinnen über Eignung und Eigenschaften von Werkstoffen informieren
Gespräche mit Kunden und Kundinnen, Vorgesetzten, Kollegen und Kolleginnen sowie im Team situationsgerecht führen
Kunden und Kundinnen über das betriebliche Leistungsspektrum informieren, Kundenwünsche in die Auftragsausführung einbeziehen und Absprachen dokumentieren
den Kunden und Kundinnen Serviceleistungen erläutern
2 Planen, Vorbereiten
und Organisieren von Arbeitsaufgaben
Arbeitsabläufe festlegen und dabei ergonomische, ökologische, konstruktive, fertigungstechnische und wirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigen
Arbeitsschritte, Sicherungsmaßnahmen und Arbeitsschutz planen und Arbeitsmittel festlegen
Zeitaufwand und personelle Unterstützung abschätzen und Zeitaufwand dokumentieren
örtliche Gegebenheiten bei der Arbeitsvorbereitung sowie Witterungs- und Klimabedingungen berücksichtigen
Informationen zu Untergründen, Materialvorgaben, Zeitrichtwerten und Leistungsbeschreibungen erfassen und Vorgaben auf Umsetzbarkeit prüfen sowie technische Merkblätter und Gebrauchsanleitungen beschaffen und nutzen
Betriebsanweisungen und technische Unterlagen anwenden, insbesondere Materiallisten, Betriebsanleitungen, Herstellerangaben, technische Regelwerke, Normen, Sicherheitsregeln und Arbeitsanweisungen
Messverfahren auswählen, Messgeräte auf Funktion prüfen und lagern, Messungen durchführen und Messergebnisse protokollieren
Aufmaße für durchzuführende Arbeiten erstellen
Skizzen, Bau- und Werkzeichnungen anfertigen und anwenden
Arbeitsaufgaben mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen lösen, Daten sichern und Datenschutz unter Beachtung der Vorschriften anwenden
Aufgaben im Team planen und umsetzen
analoge und digitale Medien einsetzen und branchenspezifische Software anwenden
Leistungsverzeichnisse und Angebote berücksichtigen
Leistungen vorangegangener Gewerke als Bedingung für die Ausführung der eigenen Tätigkeiten beurteilen und für die Durchführung der eigenen Arbeiten berücksichtigen
3 Vorbereiten, Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen
Arbeitsplatz einrichten, sichern, unterhalten und räumen und ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
Verkehrs- und Transportwege auf ihre Eignung beurteilen und Maßnahmen zur Nutzung veranlassen
Gegebenheiten auf der Baustelle mit Skizzen und Plänen abgleichen
Materialien, Geräte und Maschinen vor Witterungseinflüssen und Beschädigungen schützen sowie vor Diebstahl sichern und für den Abtransport vorbereiten
Wasser- und Energieversorgung veranlassen
Baustellensicherungsmaßnahmen durchführen und Sicherheits- und Gesundheitspläne beachten
Hebe- und Transportgeräte auswählen und bedienen sowie Rohblöcke und Werkstücke transportieren, aufbänken und lagern
Leitern und Gerüste auswählen und auf Verwendbarkeit prüfen sowie Leer-, Arbeits- und Schutzgerüste auf- und abbauen
Gefahrstoffe unterscheiden, Schutzmaßnahmen ergreifen, Gefahrstoffe umweltgerecht lagern und Maßnahmen zur Entsorgung ergreifen
Abfallstoffe lagern und Maßnahmen zur Entsorgung ergreifen
Arbeitsplatz übergeben
4 Handhaben und Warten
von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Anlagen
Werkzeuge und Geräte auswählen, handhaben und warten
Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen einrichten und unter Verwendung der Schutzeinrichtungen bedienen
Funktionskontrolle bei Geräten, Maschinen und Anlagen durchführen und dokumentieren
Störungen an Geräten, Maschinen und Anlagen erkennen und Störungsbeseitigung veranlassen
5 Be- und Verarbeiten von
Metallen, Kunst- und
Hilfsstoffe, insbesondere Dichtungs-, Klebe- und Anstrichmittel, nach Verwendungszweck zuordnen
Abdichtungsmaßnahmen unter Berücksichtigung von technischen Regelwerken durchführen und elastische Fugen herstellen
chemische Hilfsstoffe, insbesondere Klebstoffe, sowie Metalle, Kunststoffe und Imprägnierungen unter Berücksichtigung von Herstellerangaben lagern, auswählen und verarbeiten und Verklebungen durchführen
Metalle und Kunststoffe, insbesondere durch Trennen, Umformen, Bohren und Feilen, bearbeiten
6 Herstellen und Bearbeiten
von Werkstücken aus Blöcken und Platten
natürliche und künstliche Steine unterscheiden und auswählen
Rohblöcke für die Verwendung, insbesondere unter Berücksichtigung der natürlichen Lager und Fehler, beurteilen und auswählen
Rohblöcke, insbesondere durch Spalten und Stoßen, teilen
Bearbeitungstechniken auswählen und Maße übertragen
Verfahren zur Herstellung und Bearbeitung von Flächen, insbesondere bei Hart- und Weichgestein, festlegen
ebene, hohle, gewölbte und ausgeklinkte Flächen von Hand und mit handgeführten Maschinen herstellen
Oberflächen von Hand und mit handgeführten Maschinen endbearbeiten
bearbeitete Flächen beurteilen und vor Beschädigungen schützen
Platten und Werkstücke, insbesondere durch Sägen, Ausklinken und Bohren, maschinell bearbeiten
Oberflächen mit Maschinen endbearbeiten
gebrauchte Platten und Werkstücke aufarbeiten
7 Herstellen von Profilen
Profile unterscheiden und auswählen
Falze, Fasen und runde Profilglieder ausarbeiten
zusammengesetzte Profile ausarbeiten
um- und totlaufende Profile ausarbeiten
Profile an gebogenen Flächen ausarbeiten
8 Herstellen von eingesetzten Flächen und Einlegearbeiten
eingesetzte Flächen nach Vorgaben, insbesondere durch Ausfräsen, herstellen
9 Herstellen von Schriften, Symbolen und Ornamenten
Schriften, Symbole und Ornamente unterscheiden und auswählen
Schriften, Symbole und Ornamente zeichnen und übertragen
vertiefte und erhabene Schriften in unterschiedlichen Techniken herstellen
Schriften und Oberflächen farblich fassen
Schriften und Oberflächen vergolden
Symbole und Ornamente nach Vorgaben entwerfen
Symbole und Ornamente in unterschiedlichen Techniken ausführen
10 Herstellen von Bauteilen
aus mineralisch gebundenen Materialien
mineralisch gebundene Materialien unterscheiden und auswählen
Brettschalungen, insbesondere für Fundamente, herstellen und abbauen
11 Verarbeiten von künstlich hergestellten Steinen
künstlich hergestellte Steine hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Verarbeitungsarten unterscheiden und auswählen
Maschinen, Werkzeuge, Hilfsstoffe und Bearbeitungsmethoden auswählen
künstlich hergestellte Steine bearbeiten
künstlich hergestellte Steine, insbesondere durch Kleben, verbinden
Oberflächen endbearbeiten
12 Verlegen und Versetzen von Platten und Fliesen sowie Versetzen von Werkstücken
Steine, Fliesen und Platten unterscheiden, lagern und nach Verwendungszweck auswählen
Platten und Fliesen, insbesondere aus Naturwerkstein, verlegen und Aussparungen herstellen
Werkstücke und Grabmale versetzen
Verbindungstechniken festlegen und Verbindungsmittel, insbesondere für Klammer-, Dübel- und Bleiverbindungen, auswählen
13 Einsetzen von
programmierbaren Maschinen
Einsatz von programmierbaren Maschinen für die Herstellung von Produkten beurteilen
Konstruktionen digital erstellen
Materiallisten und Zuschnittpläne generieren
Zeichnungsdaten in maschinenlesbare Daten umwandeln
programmierbare Maschinen einrichten
Programme in Steuerungen einlesen, Werkzeugkorrekturen vornehmen und Programme abfahren
Ursachen von Fehlern und Störungen feststellen und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
14 Durchführen von
Maßnahmen und Übergeben der Leistungen an Kunden und Kundinnen
eigene Arbeiten anhand von Vorgaben prüfen
durchgeführte Qualitätskontrollen und technische Prüfungen dokumentieren
Tätigkeitsnachweise erstellen und Zeitaufwand und Materialverbrauch erfassen
zur Verbesserung der Arbeit im eigenen Arbeitsbereich beitragen
Instandhaltungs-, Sicherungs- und Reinigungsmaßnahmen dokumentieren, kontrollieren und überwachen
Arbeits- und Zwischenergebnisse kontrollieren, beurteilen und dokumentieren und Ergebnisse der Zusammenarbeit auswerten
Ursachen von Qualitätsabweichungen feststellen und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
Aufmaße fertiggestellter Arbeiten erstellen
Produkte für den Versand, insbesondere durch Kennzeichnen, Verpacken und Lagern, vorbereiten
Kundengespräche bei der Übergabe von fertiggestellten Arbeiten führen
Kunden und Kundinnen über Gebrauch, Pflege und Instandsetzungsintervalle der hergestellten Produkte informieren
Zusammenhänge zwischen Qualität, Kundenzufriedenheit und Betriebserfolg berücksichtigen
Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten
Bodenbeläge nach Vorgaben und Gestaltungsmerkmalen in unterschiedlichen Verlegetechniken verlegen
Treppenkonstruktionen unterscheiden und bei der Planung und Produktion berücksichtigen
Anschlüsse herstellen und Fugen schließen
2 Versetzen und Verankern von Bauteilen und Fassaden
Gestaltungsmerkmale unterscheiden und anwenden sowie Versetztechniken für Wandbekleidungen festlegen und anwenden
Bauteile und Fassaden aus Naturwerkstein, insbesondere Wandbekleidungen, Pfeiler-, Brüstungs- und Sturzplatten, verankern und versetzen
3 Gestalten, Herstellen und Versetzen von Denkmalen und Grabanlagen
Denkmale und Grabanlagen nach Vorgaben, insbesondere nach Gestaltungsmerkmalen, Vorschriften und Kundenwünschen, gestalten
Denkmale und Grabanlagen in unterschiedlichen Gesteinsarten und Bearbeitungstechniken herstellen
Denkmale und Grabanlagen unter Einhaltung der Vorschriften versetzen
4 Instandhalten und
Restaurieren von
Bauwerken und Denkmalen
Zustand von Bauwerken und Denkmalen feststellen sowie Verschmutzungszustand und Schäden beurteilen
Voruntersuchungen berücksichtigen
Verfahren und Systeme zur Reinigung und Konservierung auswählen sowie Reinigungs- und Konservierungsarbeiten durchführen
Instandsetzungsverfahren festlegen und Instandsetzungsarbeiten vorbereiten und ausführen
Bauwerke und Denkmale restaurieren und insbesondere Vierungen und Antragungen unter Beachtung der Konstruktion, des Baustils und der Gestaltungsmerkmale herstellen
Dokumentationen durchführen
Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten
1 Gestalten und Herstellen
von Formen und Modellen
Reliefs und Skulpturen entwerfen, modellieren und abgießen
2 Herstellen von Schriften,
Modelle, insbesondere Reliefs und Skulpturen, für die Anwendung von Übertragungstechniken vorbereiten
Modelle in Stein, insbesondere durch Punktieren, übertragen
Schrifttexte gestalten und übertragen
Schriften ausführen
3 Instandsetzen und Restaurieren von
Bildhauerarbeiten den Stilepochen zuordnen und Zustand von Bildhauerarbeiten feststellen und dokumentieren
Abgüsse von Originalen herstellen
Bildhauerarbeiten unter Beachtung der Konstruktionen und der Stilepochen restaurieren, insbesondere Ergänzungen anfertigen und einfügen
Abschnitt D: fachrichtungsübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
1 Berufsbildung sowie