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Timestamp: 2016-10-23 22:26:26
Document Index: 346025886

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 98', 'Art. 146', 'BGE', 'Art. 146', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 151', 'Art. 151', 'Art. 123', 'Art. 126', 'Art. 124', 'Art. 130', 'Art. 123', 'Art. 175', 'Art. 20', 'Art. 49', 'Art. 58', 'Art. 151', 'Art. 151', 'Art. 151', 'Art. 53', 'Art. 151', 'Art. 151', 'Art. 156', 'Art. 153', 'BGE']

Bundesrichter M�ller, Bundesrichterin Yersin, Bundesrichter Karlen, Ersatzrichter Locher,
Die Ehegatten A.X.________ und B.X.________ sind Architekten und Genossenschafter sowie Mitglieder der Verwaltung der Y.________, einer Genossenschaft mit einem Kapital von Fr. 30'000.-- und Sitz in C.________ (nachfolgend: Genossenschaft). Sie bezweckt "durch gemeinsame Selbsthilfe ihren Mitgliedern Arbeit und Unterhalt zu verschaffen durch Aufbau und Betrieb eines Architektur- und Planungsb�ros". Urspr�nglich hielt die Genossenschaft s�mtliche Aktien der ebenfalls in C.________ domizilierten Z.________ AG (nachfolgend: Architekten AG), die �ber ein vollliberiertes Kapital von Fr. 100'000.-- verf�gt. Diese Gesellschaft bezweckt u.a. die �bernahme und Ausf�hrung von Architektur- und Planungsauftr�gen sowie aller Dienstleistungen im Bereich der Architektur, der Planung und des Bauwesens. Auch bei der Architekten AG geh�ren A.X.________ und B.X.________ dem Verwaltungsrat an.
Im Lauf des Jahres 1998 trat die Genossenschaft ihre 97 Aktien der Architekten AG mit einem Nennwert von je Fr. 1000.-- zum symbolischen Preis von je einem Franken an die Vorstandsmitglieder ab, was dem Steuerwert der Aktien per 1. Januar 1997 entsprach, den die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Abteilung f�r juristische Personen, am 11. M�rz 1998 der Architekten AG mitgeteilt hatte. 1998 erwarben A.X.________ und B.X.________ 67 Aktien der Architekten AG zum Preis von Fr. 67.--. Ebenfalls ab dem Jahr 1998 verlagerte die Genossenschaft immer mehr Aktivit�ten auf die bis dahin praktisch inaktive Architekten AG.
Am 15. M�rz 1999 reichten A.X.________ und B.X.________ ihre Steuererkl�rung f�r die Steuerperiode 1999/2000 ein. Als Verm�gen per 1. Januar 1999 deklarierten sie im Wertschriftenverzeichnis unter anderem die am 21. November 1997 erworbenen 67 (ertragslosen) Aktien der Architekten AG zum Steuerwert von insgesamt Fr. 67.-- sowie 8 (ertragslose) Anteile der Genossenschaft � je Fr. 2000.-- zu ihrem Nennwert von Fr. 16'000.--. In der Steuererkl�rung gaben sie auf die Frage, ob sie an einer Kapitalgesellschaft massgeblich beteiligt seien, ihre Beteiligung an der Architekten AG an.
Die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Abteilung f�r juristische Personen, legte am 6. September 1999 den Steuerwert der Aktien der Architekten AG per 1. Januar 1999 mit 90 % des einbezahlten Nennwertes fest. Gest�tzt darauf erh�hte die Veranlagungsbeh�rde Mittelland den Steuerwert der fraglichen Aktien im Wertschriftenverzeichnis von A.X.________ und B.X.________ auf Fr. 60'300.--. Abgesehen von einer hier nicht interessierenden Streichung eines Abzugs wurden die Eheleute X.________ gem�ss ihrer Selbstschatzung f�r die Veranlagungsperiode 1999/2000 am 1. M�rz 2000 bzw. 1. M�rz 2001 auf ein bei der direkten Bundessteuer steuerbares Einkommen von Fr. 62'979.-- veranlagt. Diese Veranlagungen blieben unangefochten und erwuchsen in Rechtskraft.
Gest�tzt auf eine undatierte Meldung der Abteilung f�r juristische Personen, wonach sie bei einer Buchpr�fung bei der Architekten AG festgestellt habe, dass A.X.________ und B.X.________ im Jahr 1998 Aktien dieser Gesellschaft "gratis" zugeflossen seien, deren Wert Fr. 1'200.-- betragen habe und bei der Gesellschaft entsprechend aufgerechnet worden sei, �berwies die Veranlagungsbeh�rde Mittelland das Gesch�ft am 10. Oktober 2003 der Erbschafts-, Schenkungs- und Nachsteuerabteilung der Steuerverwaltung des Kantons Bern (ESN). Diese leitete am 29. Oktober 2003 ein Nach- und Strafsteuerverfahren f�r die Steuerperiode 1999/2000 gegen A.X.________ und B.X.________ ein. Dabei ging die ESN zun�chst wie die Abteilung f�r juristische Personen von einem Wert der �bertragenen Aktien von 120 % des Nominalwertes aus (64 x Fr. 1'200.-- = Fr. 76'800.-- ), den sie den Eheleuten X.________ je h�lftig als geldwerte Leistung von je Fr. 38'400.-- aufzurechnen gedachte. Auf deren Intervention hin setzte die Abteilung f�r juristische Person am 4. August 2004 den Verkehrswert der Aktien der Architekten AG per 16. Juli 1998 neu auf Fr. 690.-- pro Aktie fest. Mit Nachsteuer- und Bussenverf�gung vom 13. September 2004 wurde die auf ein Einkommen von Fr. 62'979.-- lautende Veranlagung betreffend die direkte Bundessteuer von A.X.________ und B.X.________ um durchschnittlich Fr. 22'080.-- (64 x 690.-- = Fr. 44'160.--) erh�ht und neu auf Fr. 85'059.-- festgesetzt. Dies ergab f�r die direkte Bundessteuer 1999/2000 eine Nachsteuer von Fr. 2'074.--, eine Busse (Faktor 0,33) von Fr. 684.40 sowie einen Verzugszins von Fr. 329.70. Eine Einsprache hiergegen wies die Steuerverwaltung am 6. Dezember 2004 ab.
Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess die Steuerrekurskommission des Kantons Bern (nachfolgend: Steuerrekurskommission) am 17. Oktober 2006 gut und hob den Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2004 auf, da es nicht an den Eheleuten X.________ gelegen habe, gest�tzt auf die Bekanntgabe vom 6. September 1999 �ber die Aktienbewertung per 1. Januar 1999 Einsprache gegen die Veranlagungsverf�gungen zu erheben. Vielmehr habe die Veranlagungsbeh�rde mit dieser Meldung der Abteilung f�r juristische Personen den Steuerwert der Aktien gekannt und habe ihn auch beim Verm�gen ber�cksichtigt. Der Veranlagungsbeh�rde seien aufgrund der Deklaration der Steuerpflichtigen, des Handelsregisterauszugs der Genossenschaft sowie der Bekanntgabe des Steuerwerts durch die Abteilung f�r juristische Personen die rechtlich massgebenden Tatsachen bekannt gewesen, welche auf eine geldwerte Leistung hindeuteten. Aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes w�re die Veranlagungsbeh�rde verpflichtet gewesen, den hinreichend klaren Anhaltspunkten f�r das Vorliegen einer geldwerten Leistung nachzugehen und zus�tzliche Abkl�rungen zu treffen. Nachdem sie dies unterlassen habe, k�nne weder eine Nach- noch eine Strafsteuer erhoben werden.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. November 2006 beantragt die Kantonale Steuerverwaltung dem Bundesgericht, den Entscheid der Steuerrekurskommission vom 17. Oktober 2006 aufzuheben und die Einspracheverf�gung vom 6. Dezember 2004 zu best�tigen. Die Umstrukturierungsvorg�nge, bestehend aus der Ver�usserung der Aktien der Architekten AG an die Beschwerdegegner und der damit verbundenen anschliessenden unentgeltlichen �bertragung der Architektenunternehmung von der Genossenschaft an die Aktiengesellschaft seien als geldwerte Leistungen an die Beschwerdegegner zu betrachten.
A.X.________ und B.X.________ beantragen, dass die Beschwerde "zur�ckzuweisen" sei und dass ihr "von der Steuerverwaltung zur�ckgehaltenes Guthaben sofort, mit einem Verzugszins von 5 %" ausbezahlt werde. Zudem seien sie f�r ihren Aufwand mit Fr. 10'000.-- zu entsch�digen. Die Steuerrekurskommission beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung verzichtet auf eine Stellungnahme.
1.1 Die vorliegende Beschwerde untersteht noch dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 1946 �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG), weil die angefochtene Entscheidung vor dem Datum des Inkrafttretens des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) am 1. Januar 2007 (AS 2006 1242) ergangen ist (vgl. Art. 132 Abs. 1 BGG).
1.2 Der angefochtene Entscheid der Steuerrekurskommission vom 17. Oktober 2006 ist, soweit er die direkte Bundessteuer 1999/2000 betrifft, ein auf Steuerrecht des Bundes gest�tztes, letztinstanzliches kantonales Urteil, das mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kann (Art. 97 Abs. 1 OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG [SR 172.021] und Art. 98 lit. g OG sowie Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]). Die Frage der Parallelit�t der Verfahren f�r die kantonalen und eidgen�ssischen Steuern stellt sich hier ratione temporis nicht (vgl. BGE 130 II 65 ff.). Die kantonale Steuerverwaltung als kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert (Art. 146 Satz 2 DBG in Verbindung mit Art. 103 lit. c OG). Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
1.3 Streitgegenstand in der nachtr�glichen Verwaltungsrechtspflege ist das durch die Verf�gung geregelte Rechtsverh�ltnis. Objekt des Beschwerdeverfahrens - vor Bundesgericht oder vor der Rekurskommission - kann demnach nur sein, was bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war. Rechtspositionen, �ber welche die Verwaltung als erstinstanzlich verf�gende Beh�rde nicht befunden hat, sind aus Gr�nden der funktionellen Zust�ndigkeit durch die �bergeordneten Instanzen nicht zu beurteilen (Urteil 2A.121/2004 vom 16. M�rz 2005, publ. in: RDAF 2005 II S. 335, E. 2.1 mit Hinweisen; BGE 117 Ib 114 E. 5b S. 118 f.).
Hier bringt die Beschwerdef�hrerin erstmals vor Bundesgericht vor, nebst der bisher umstrittenen Bewertung der zu einem Franken abgegebenen Aktien der Architekten AG an die Beschwerdegegner liege zudem in der "unentgeltlichen �bertragung der Architekturunternehmung von der Genossenschaft an die Aktiengesellschaft" eine geldwerte Leistung an diese vor. Auf diese vor Bundesgericht erstmals vorgebrachte Frage einer angeblich weiteren geldwerten Leistung kann nicht eingegangen werden, weil sie �ber den vorinstanzlich beurteilten Streitgegenstand hinausgeht.
1.4 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, ger�gt werden (Art. 104 OG). Hat - wie hier - als Vorinstanz eine kantonale Rekurskommission entschieden, so ist das Bundesgericht an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, wenn der Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig oder unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 OG).
1.5 Das Bundesgericht wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an; es ist gem�ss Art. 114 Abs. 1 OG an die von den Parteien vorgebrachten Begr�ndungen nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder abweisen (BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262 mit Hinweis).
2.1 Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbeh�rde nicht bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskr�ftige Veranlagung unvollst�ndig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollst�ndige Veranlagung auf ein Verbrechen oder ein Vergehen gegen die Steuerbeh�rde zur�ckzuf�hren, so wird die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert (Art. 151 Abs. 1 DBG). Hat aber der Steuerpflichtige Einkommen und Verm�gen in seiner Steuererkl�rung vollst�ndig und genau angegeben und haben die Steuerbeh�rden die Bewertung anerkannt, so kann keine Nachsteuer erhoben werden, selbst wenn die Bewertung ungenau war (Art. 151 Abs. 2 DBG). Bei der Beantwortung der Frage, ob neue Tatsachen oder Beweismittel schon im Zeitpunkt der Veranlagung vorlagen, ist der Aktenstand in diesem Zeitpunkt massgeblich. Ein Verschulden des Steuerpflichtigen ist nicht erforderlich, vielmehr kommt es auf die W�rdigung der jeweiligen Pflichten des Steuerpflichtigen und der Steuerbeh�rde bei der Veranlagung an (Urteil 2A.502/2005 vom 2. Februar 2006, publ. in: StR 61/2006 S. 442, E. 2 mit Hinweis).
2.2 Nach Art. 123 Abs. 1 DBG stellen die Veranlagungsbeh�rden zusammen mit dem Steuerpflichtigen die f�r eine vollst�ndige und richtige Besteuerung massgebenden tats�chlichen und rechtlichen Verh�ltnisse fest. Daraus geht zun�chst hervor, dass Beh�rden und Steuerpflichtiger grunds�tzlich gemeinsam auf eine richtige und vollst�ndige Veranlagung hin arbeiten. Der Steuerpflichtige muss alles tun, um eine vollst�ndige und richtige Veranlagung zu erm�glichen (Art. 126 Abs. 1 DBG). Insbesondere muss er das Formular f�r die Steuererkl�rung wahrheitsgem�ss und vollst�ndig ausf�llen (Art. 124 Abs. 2 DBG); dazu hat er bestimmte Beilagen einzureichen, und er tr�gt die Verantwortung f�r die Richtigkeit und Vollst�ndigkeit der Steuererkl�rung. Ist er sich �ber die steuerrechtliche Bedeutung einer Tatsache im Unklaren, darf er diese nicht einfach verschweigen, sondern hat er auf die Unsicherheit hinzuweisen. Jedenfalls muss er die Tatsache als solche vollst�ndig und zutreffend darlegen (Urteile 2A.502/2005 vom 2. Februar 2006, publ. in: StR 61/2006 S. 442, E. 2; 2A.182/2002 vom 25. April 2003, publ. in: ASA 73 482, E. 3.3.1).
2.3 Demgegen�ber pr�ft die Veranlagungsbeh�rde die Steuererkl�rung und nimmt die erforderlichen Untersuchungen vor (Art. 130 Abs. 1 DBG). Die Steuerbeh�rde darf sich jedoch grunds�tzlich darauf verlassen, dass die Steuererkl�rung richtig und vollst�ndig ist. Sie ist nicht verpflichtet, ohne besonderen Anlass Quervergleiche mit Akten anderer Steuerpflichtiger vorzunehmen oder im Steuerdossier nach erg�nzenden Unterlagen zu suchen. Die Steuerbeh�rde darf freilich auch nicht unbesehen in der Art auf die Steuererkl�rung abstellen, wie wenn es sich um eine Selbstveranlagung handeln w�rde. Sie muss insbesondere ber�cksichtigen, dass in den Steuererkl�rungsformularen nicht nur Tatschen einzutragen sind, sondern sich dabei auch eigentliche Rechtsfragen stellen. Eine Pflicht zu erg�nzender Untersuchung besteht f�r die Steuerbeh�rden aber nur dann, wenn die Steuererkl�rung Fehler enth�lt, die klar ersichtlich bzw. offensichtlich sind. Bloss erkennbare M�ngel gen�gen nicht, um davon auszugehen, bestimmte Tatsachen oder Beweismittel seien den Beh�rden schon zur Zeit der Veranlagung bekannt gewesen bzw. es m�sse diesen ein entsprechendes Wissen angerechnet werden (Urteile 2A.502/2005 vom 2. Februar 2006, publ. in: StR 61/2006 S. 442, E. 2; 2A.182/2002 vom 25. April 2003, publ. in: ASA 73 482, E. 3.3.2 bzw. 3.3.3).
3.1 Im vorliegenden Fall reichten die Beschwerdegegner ihre pers�nliche Steuererkl�rung f�r die Steuerperiode 1999/2000 am 15. M�rz 1999 ein. Im Wertschriftenverzeichnis deklarierten sie als Verm�gen per 1. Januar 1999 die 67 (ertragslosen) Aktien der Architekten AG zum Kaufpreis von insgesamt Fr. 67.--, was dem letzten vor Einreichen der Steuererkl�rung ermittelten Steuerwert der Aktien per 1. Januar 1997 entsprach, den die Steuerbeh�rde der Gesellschaft rund ein Jahr vorher, am 11. M�rz 1998, bekannt gegeben hatte. Als Erwerbszeitpunkt nannten die Beschwerdegegner den 21. November 1997. Auf der Steuererkl�rung gaben sie zudem ordnungsgem�ss an, sie seien an dieser Architekten AG massgeblich beteiligt. Damit taten die Beschwerdef�hrer alles, was von ihnen verlangt werden konnte, um eine vollst�ndige und richtige Veranlagung zu erm�glichen.
3.2 Rund ein halbes Jahr nach Eingang der Steuererkl�rung, am 6. September 1999, legte die Abteilung f�r juristische Personen den Steuerwert der Aktien der Architekten AG per 1. Januar 1999 auf 90% des Nennwertes fest. Gest�tzt auf diese Neubewertung erh�hte die Veranlagungsbeh�rde in den Veranlagungen vom 1. M�rz 2000 (Periode 1999) bzw. 1. M�rz 2001 (Periode 2000) den Steuerwert der fraglichen Aktien im Wertschriftenverzeichnis bzw. im Verm�gen der Beschwerdegegner von Fr. 67.-- auf Fr. 60'300.-- (67 x Fr. 900.--), ohne weitere Untersuchungen in Bezug auf Auswirkungen auf das Einkommen vorzunehmen. Insbesondere der Hinweis der Beschwerdegegner in Ziff. 22 der Steuererkl�rung, wonach sie an der Architekten AG massgeblich beteiligt waren und die Aktien im Lauf der Bemessungsperiode zu einem symbolischen Preis von einem Franken erstanden hatten, h�tte f�r die Steuerbeh�rde zwingend Anlass sein m�ssen, um zumindest bei den Beschwerdegegnern nachzufragen, von wem sie die Aktien so g�nstig erworben hatten. Mit der Neufestsetzung des Steuerwertes per 1. Januar 1999 auf Fr. 900.-- war die Diskrepanz gegen�ber dem von den Beschwerdegegnern angegebenen Steuerwert von einen Franken jedenfalls offensichtlich.
Diese in die Augen springende Ungereimtheit h�tte - entgegen der Beschwerdef�hrerin, die darin keinen besonderen Anlass f�r erg�nzende Untersuchungen sieht - zusammen mit den erw�hnten Hinweisen die Steuerbeh�rde unbedingt zu Zusatzabkl�rungen anhalten m�ssen. Denn diese massive Wertsteigerung konnte wohl auf eine - einkommenssteuerlich irrelevante - Wertsteigerung seit dem Erwerb der Aktien zur�ckzuf�hren sein, aber eben so sehr konnte ein h�herer Wert beim Erwerb in Betracht fallen, was f�r ein Erwerbs- (Mitarbeiteraktien) oder ein Ertragseinkommen (geldwerte Leistung) gesprochen h�tte. So oder so h�tte f�r die Veranlagungsbeh�rde gest�tzt auf Art. 123 Abs. 1 DBG die gesetzliche Pflicht bestanden, diese offene Frage n�her abzukl�ren.
3.3 Nicht gefolgt werden kann der Auffassung der Beschwerdef�hrerin, die Beschwerdegegner h�tten nach Kenntnis der Bewertung per 1. Januar 1999, die gegen�ber der selbst deklarierten erheblich abwich, von sich aus Einsprache erheben m�ssen, um die Veranlagung offen zu halten. Ebenso wenig kann den Beschwerdegegnern vorgeworfen werden, sie h�tten zus�tzlich eine - von ihnen stets bestrittene - geldwerte Leistung deklarieren bzw. mindestens "eine Schilderung des fraglichen Sachverhalts" beif�gen m�ssen. Sie haben, wie bereits ausgef�hrt, in der massgebenden Steuererkl�rung bzw. im entsprechenden Wertschriftenverzeichnis alles Notwendige deklariert.
3.4 Der vorliegende Fall ist damit v�llig anders gelagert als die vom Bundesgericht in den Entscheiden 2A.502/2005 vom 2. Februar 2006 (publ. in: StR 61/2006 S. 442) und 2A.108/2004 vom 31. August 2005 beurteilen Sachverhalte, wo bei der Veranlagung von Mehrheitsaktion�ren die relevanten Daten ihrer Gesellschaften noch nicht bekannt waren. Hier aber datiert die massgebende Aktienbewertung der Steuerverwaltung vom 6. September 1999 und erfolgte damit Monate vor den definitiven Veranlagungen, so dass es die Veranlagungsbeh�rde in der Hand gehabt h�tte, den rechtserheblichen Sachverhalt vor dem Eintritt der Rechtskraft der entsprechenden Verf�gung festzustellen. Sieht hingegen eine Steuerbeh�rde davon ab, einen bestimmten, einfach zu erhellenden Umstand n�her abzukl�ren, obwohl dazu Anlass best�nde, so kann sie keine Nachsteuer erheben, wenn sie nachtr�glich bessere Kenntnis von diesem Umstand erh�lt (Urteil 2A.585/2005 vom 8. Mai 2006, E. 3.2). Unterl�sst die Steuerbeh�rde n�here Abkl�rungen, so ist ihr das entsprechende Wissen anzurechnen. Mangels neuer Tatsachen kommt dann eine Nachsteuer nicht in Frage. Zugleich ist damit der objektive Tatbestand einer Steuerhinterziehung gem�ss Art. 175 DBG ausgeschlossen (vgl. Urteil 2A.583/2004 vom 21. April 2005, E. 3.1).
4.1 Die Steuerrekurskommission hat zur Frage, ob effektiv eine geldwerte Leistung von der Genossenschaft an die Beschwerdegegner als ihre Genossenschafter vorlag, nicht abschliessend Stellung genommen. Entgegen der Beschwerdef�hrerin kann daraus, dass die Beschwerdegegner gegen die Erh�hung des Steuerwertes der Aktien der Architekten AG per 1. Januar 1999 f�r die Verm�genssteuer keine Einsprache erhoben, nicht geschlossen werden, sie h�tten diesen Wert "f�r zutreffend befunden". Im �brigen w�re nicht der Wert der Aktien per 1. Januar 1999 massgebend, sondern derjenige bei Erwerb der Aktien. Die Beschwerdegegner f�hrten auf dem Wertschriftenverzeichnis den 21. November 1997 als Erwerbszeitpunkt an. Allerdings weist die Genossenschaft die Aktien der Architekten AG in der Jahresabschlussbilanz 1997 noch selbst aus. Gem�ss einem Protokoll der ordentlichen Jahresversammlung der Genossenschaft vom 16. Juli 1998 wurde die Verwaltung bevollm�chtigt, einen "einstimmigen Vorschlag betreffend Verkauf der 97 Aktien an deren Vorstandsmitglieder auszuarbeiten und zu realisieren". Dieser umgehend genehmigte Verkaufsvorschlag sah vor, den Beschwerdegegnern je 32 Aktien abzutreten. Aus dem Protokoll geht der genaue Zeitpunkt der Aktien�bertragung nicht hervor. Deshalb setzte die Abteilung f�r juristische Personen den Wert der Titel am 6. August 2004 auf den 16. Juli 1998 fest. Dabei r�umte sie im Begleitschreiben ein, dass der urspr�nglich herangezogene Wert von Fr. 1'200.-- (welcher bei der Genossenschaft aufgerechnet wurde; die dagegen erhobene Einsprache ist noch h�ngig) nicht mehr rekonstruierbar sei und dass bei dem per 1. Januar 1999 bekannt gegebenen Wert "eventuell �bersehen (wurde), dass der Ertragswert ohne Ber�cksichtigung der Erkenntnisse aus der Taxationsberechnung 1997 zu hoch ausgefallen ist". In der neuen Bewertung per 16. Juli 1998 wurden allerdings nicht die Abschl�sse vor diesem Bewertungsstichtag herangezogen (1996 und 1997 bzw. 1997 und allenfalls 1998), sondern diejenigen von 1998 und 1999. Dabei wurden die ausgewiesenen Ergebnisse von Fr. 1'364.-- (1998) bzw. Fr. 7'565.-- (1999) massiv nach oben korrigiert, so dass sich trotz praktisch verlorenem Aktienkapital ein beachtlicher Unternehmenswert ergab. Angesichts dieses doch eher ungew�hnlichen Bewertungsverfahrens (vgl. die von der Konferenz staatlicher Steuerbeamter und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung herausgegebene Wegleitung zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert f�r die Verm�genssteuer, publ. in: ASA 65 872 ff., insbesondere Rz. 7, wonach Grundlage f�r die Bestimmung des Ertragswertes in der Regel die zwei letzten vor dem massgebenden Bewertungsstichtag abgeschlossenen Jahresrechnungen bilden) erstaunt daher nicht, dass die Beschwerdegegner selbst ihren Aktien der Architekten AG beim Erwerb im Jahr 1998 nach wie vor nur den Wert von einem Franken beimessen und jede geldwerte Leistung bestreiten. Die lange inaktive Architekten AG wurde n�mlich erst im Laufe des Jahres 1998 gewissermassen "zu neuem Leben erweckt", indem bisherige T�tigkeiten der Genossenschaft auf sie �bergingen. Dies erhellt auch aus den von der Beschwerdef�hrerin pr�sentierten Kennzahlen. Je nachdem, auf welchen Zeitpunkt man die Bewertung vornimmt und welche Ertr�ge man daf�r heranzieht, ergeben sich ganz unterschiedliche Bewertungen.
4.2 Nach Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG sind als Ertrag aus beweglichem Verm�gen steuerbar insbesondere Dividenden, Gewinnanteile, Liquidations�bersch�sse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art. Zu den geldwerten Vorteilen z�hlen unter anderem auch die so genannten "verdeckten Gewinnaussch�ttungen". Es handelt sich dabei um Leistungen der Gesellschaft an den Inhaber von Beteiligungsrechten, denen keine oder keine gen�genden Gegenleistungen gegen�berstehen und die einem an der Gesellschaft (oder Genossenschaft) nicht beteiligten Dritten nicht oder in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden w�ren. Massgebend ist daf�r ein Drittvergleich. Dabei sind im Einzelfall alle konkreten Umst�nde des zwischen der Gesellschaft und dem Anteilseigner abgeschlossenen Gesch�fts zu ber�cksichtigen, und es muss davon ausgehend bestimmt werden, ob das Gesch�ft mit einem mit der Gesellschaft nicht Verbundenen in gleicher Weise auch abgeschlossen worden w�re. Voraussetzung f�r die Annahme einer verdeckten Gewinnaussch�ttung ist schliesslich, dass sich der Leistungserbringer des Charakters der Leistung bewusst ist bzw. sein m�sste (Urteil 2P.128/2003 vom 13. August 2004, publ. in: StE 2004 B 24.4 Nr. 71, E. 3.1 mit Hinweisen). H�lt man an der letztgenannten Voraussetzung fest (Peter Locher, Kommentar zum DBG, II. Teil, Art. 49-101 DBG, Therwil/Basel 2004, Rz. 100 zu Art. 58 DBG mit Hinweisen), so d�rfte es daran bei den Genossenschaftern, zu denen auch die Beschwerdegegner geh�ren, wohl gefehlt haben, was beim "Bewertungswirrwarr" seitens der Steuerbeh�rde kaum verwundert.
Schliesslich ist eine Nachbesteuerung aufgrund von Art. 151 Abs. 2 DBG ausgeschlossen. Danach kann keine Nachsteuer erhoben werden, wenn der Steuerpflichtige Einkommen und Verm�gen in seiner Steuererkl�rung vollst�ndig und genau angegeben hat und die Steuerbeh�rden die Bewertung anerkannt haben, selbst wenn die Bewertung ungenau war (vgl. E. 2).
Vorliegend haben die Beschwerdegegner in der Steuererkl�rung f�r die Steuerperiode 1999/2000 bzw. im dazu geh�rigen Wertschriftenverzeichnis als Verm�gen per 1. Januar 1999 die 67 (ertragslosen) Aktien der Architekten AG zum letzten vor Einreichen der Steuererkl�rung beh�rdlich bekannt gegebenen Steuerwert per 1. Januar 1997 von einem Franken deklariert. Diese Bewertung kam aufgrund der Bilanz per 31. Dezember 1996 zustande. Mangels Ertr�gen wurde nur der Substanzwert ber�cksichtigt. Dieser war wegen eines das Aktienkapital �bersteigenden Verlustvortrags negativ, so dass die Aktien im Grund keinen Wert hatten. Daneben gaben die Beschwerdegegner ihre 8 (ertragslosen) Anteile der Genossenschaft � je Fr. 2000.-- zum Nennwert von Fr. 16'000.-- an. Diese einkommenssteuerliche Deklaration wurde von der Steuerbeh�rde unver�ndert �bernommen, obwohl sie w�hrend des laufenden Veranlagungsverfahrens von einem h�heren Steuerwert der Aktien der Architekten AG Kenntnis erhielt. Nachtr�glich m�chte die Steuerbeh�rde der Veranlagung nun andere Bewertungen bzw. Werte im Erwerbszeitpunkt zugrunde legen und die Differenz einkommenssteuerrechtlich erfassen, was Art. 151 Abs. 2 DBG ausschliesst, da sich die Steuerpflichtigen im Veranlagungsverfahren korrekt verhalten haben. Sie sind nach Ziff. 4 der erw�hnten Wegleitung (ASA 65 872, Rz. 4) vorgegangen: "Da im Zeitpunkt der Verm�gensveranlagung der Steuerpflichtigen die massgebenden Jahresrechnungen der Unternehmen oft ausstehen, kann aus praktischen Gr�nden auf den f�r das Vorjahr festgesetzten Steuerwert abgestellt werden. Weicht jedoch dieser Steuerwert wesentlich vom Steuerwert ab, der sich auf Grund der massgebenden Jahresrechnungen ergibt (...), kann er im Veranlagungs- oder Beschwerdeverfahren berichtigt werden." Zu Recht wird in der Wegleitung nicht auch das Nachsteuerverfahren erw�hnt, denn einem solchen Verfahren steht der Art. 151 Abs. 2 DBG entsprechende Art. 53 Abs. 1 Satz 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14) entgegen. Erweist sich die in der Steuererkl�rung deklarierte Bewertung sp�ter als unrichtig, so kann die Veranlagung nur dann erneut �berpr�ft und korrigiert werden, wenn sich herausstellt, dass der Steuerpflichtige unrichtige oder unvollst�ndige Angaben �ber die Grundlagen der Bewertung gemacht hat (vgl. Kreisschreiben Nr. 21 der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung vom 7. April 1995 betreffend das Nachsteuer- und das Steuerstrafrecht nach dem Gesetz �ber die direkte Bundessteuer, publ. in: ASA 64 539, insbesondere S. 543 f.; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Handkommentar zum DBG, Z�rich 2003, Rz. 26 zu Art. 151 DBG; Klaus A. Vallender, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, Basel/Genf/M�nchen 2000, Rz. 7 ff. zu Art. 151 DBG), was hier nicht der Fall ist. Nach Eintritt der Rechtskraft der Veranlagung bleibt es dabei, selbst wenn der wirkliche Wert der fraglichen Aktien im Erwerbszeitpunkt h�her gewesen sein sollte als der korrekt deklarierte.
6.2 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens der Beschwerdef�hrerin, die Verm�gensinteressen wahrnimmt, aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG). Die Beschwerdegegner machen eine Parteientsch�digung von Fr. 10'000.-- geltend. Die Partei, die - wie hier - nicht durch einen Anwalt vertreten wird, erh�lt nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts in der Regel keine Entsch�digung zugesprochen; Auslagen sind nur ausnahmsweise zu ersetzen, wenn sie erheblich und nachgewiesen sind; besondere Verh�ltnisse k�nnen sodann im Ausnahmefall eine Entsch�digung f�r durch den Prozess verursachte Umtriebe rechtfertigen (BGE 113 Ib 353 E. 6b S. 357). Die Beschwerdegegner machen weder erhebliche Auslagen geltend, noch liegen besondere Verh�ltnisse vor, die eine Ausnahme rechtfertigen w�rden. Daran �ndert nichts, dass die Beschwerdegegner die Zeit, die sie f�r das Verfassen der Rechtsschriften aufgewendet haben, beruflich anderweitig h�tten nutzen k�nnen.