Source: http://www.jurablogs.com/2012/10/14/mietrecht-aussergewohnliche-haerte-mietsache-modernisierungsmassnahme-lediglich-allgemein
Timestamp: 2016-10-22 04:10:36
Document Index: 27494809

Matched Legal Cases: ['§ 554', '§ 554', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Mietrecht: Keine außergewohnliche Härte, wenn die Mietsache durch die Modernisierungsmaßnahme lediglich in einen allgemein üblichen Zustand
Blogsmth Tieben & PartnerOktober 2012Mietrecht: Keine außergewohnliche Härte, wenn die Mietsache durch die Modernisierungsmaßnahme lediglich in einen allgemein üblichen Zustand
versetzt wird.Bundesgerichtshof, 10.10.2012, Az.: VIII ZR 25/12Plant der Vermieter, an dem Mietobjekt Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen, kann er nicht nach eigenem Gutdünken mit diesen Maßnahmen beginnen.Gem. § 554 Abs. 3 S. 1 BGB ist der Vermieter vielmehr verpflichtet, seinem Mieter die geplanten Maßnahmen spätestens 3 Monate vor Beginn in Textform (z. B. per Brief, Fax oder Email) anzukündigen.Die Ankündigung muss die dabei die folgenden Bestandteile beinhalten:1. Art, Beginn und Umfang der geplanten Modernisierungsmaßnahmen, 2. die voraussichtliche Dauer der Arbeiten 3. sowie die zu erwartende Mieterhöhung.Diese Ankündigungspflicht gilt sowohl für Modernisierungsmaßnahmen innerhalb der Wohnung als auch für Maßnahmen außerhalb der Wohnung, wenn der Vermieter für diese Maßnahmen später eine Mieterhöhung fordern will.Wenn sich der Beginn der Modernisierungsmaßnahmen nach der ersten Ankündigung erheblich verzögert oder sich andere Umstände der Modernisierung nach der ersten Ankündigung wesentlich ändern, muss der Vermieter die Ankündigung wiederholen.Wenn der Vermieter ohne Ankündigung eine Modernisierungsmaßnahme beginnt, ist der Mieter unter Umständen nicht verpflichtet, eine aufgrund der Maßnahme erfolgte Mieterhöhung zu zahlen.Wird die Maßnahme durch den Mieter aber trotz Kenntnisnahme geduldet, kann der Mieter sich später nicht auf die fehlende Ankündigung berufen.Modernisierungsmaßnahmen sind dabei von sogenannten Erhaltungsmaßnahmen (Renovierung) zu unterscheiden.Diese Unterscheidung ist insbesondere deshalb wichtig, da reine Erhaltungsmaßnahmen nicht umlagefähig sind, die Kosten also alleine vom Vermieter zu tragen sind.Es besteht natürlich nicht für alle Modernisierungsmaßnahmen des Vermieters eine Duldungspflicht des Mieters.Eine Duldungspflicht besteht gem. § 554 Abs. 2 S ...Zum vollständigen Artikel60 LeserBau-BLawg:Bauliche Maßnahmen zur energetischen Modernisierung sind zu dulden!100 LeserParagrafenpuzzle:Reparatur verweigert – Kündigung droht10 verwandte ArtikelWohnungsmodernisierung und der allgemein übliche ZustandModernisierungskosten- BGH stärkt MieterrechteMietrecht: “allgemein üblicher” oder “aktueller” Zustand bei Modernisierungen maßgeblich?BGH: zu Modernisierung und Verbesserungen der MietsacheBGH (VIII ZR 275/07) Duldungspflicht des Mieters bei Anschluss einer Wohnung an das aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung gespeiste
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