Source: https://www.architektenconsult.de/versicherungen/architektenhaftpflicht
Timestamp: 2018-02-23 22:15:33
Document Index: 179628732

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 823', '§ 283', '§ 283', '§ 283', '§ 82', '§ 823', '§ 35', '§ 35', '§ 331', '§ 331', '§ 823', '§ 823', '§ 15', '§ 84', '§ 84']

Architektenhaftpflicht abschließen | ArchitektenConsult
Architektenhaftpflicht – unser Rundum-Sorglos-Paket für Planungsbüros
Umfangreiche Architektenhaftpflichtversicherung: "ArchitektenConsult-All-Risk-Konzept"
Wir haben für Planungsbüros unser eigenes Konzept entwickelt, in dem in der Variante "Exklusiv" standardmäßig viele der versicherbaren Risiken des Architekten und Ingenieurs automatisch mitversichert sind - damit Sie im Schadenfall stets optimal versichert sind.
In unserem Architektenhaftpflicht-Leistungsvergleich schneidet das Konzept daher am besten ab (Note 1,3)!
Die Tarifvariante "Premium" beinhaltet die Berufshaftpflichtversicherung mit hervorragenden Bedingungen (Note 1,7) und kann optional erweitert werden mit frei kombinierbaren Zusatzbausteinen - Versicherungsschutz maßgeschneidert!
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Wir arbeiten u.a. mit der Allianz, VHV, HDI, Markel, Gothaer, R+V und dem ROLAND zusammen.
Fragen und Antworten zur Berufshaftpflichtversicherung
Die Tarifhighlights unseres Konzeptes:
Günstige Konditionen für Kleinbüros
Innovationsklausel: automatisches Update auf zukünftige Bedingungsverbesserungen
Mitversicherung des Vertrags- und Honorar-Rechtsschutzes:
Versicherungsschutz für gerichtliche und außergerichtliche Streitigkeiten mit dem Auftraggeber
Einjährige Rückwärtsversicherung beim erstmaligen Abschluß einer Berufs-Haftpflichtversicherung.
Eigenschäden an Bauwerken als Bauträger, Generalübernehmer
Eigenschäden an Bauwerken, bei denen der Versicherungsnehmer als Bauherr das Bauwerk teilweise erstellt oder erstellen läßt.
Schäden aus Kostenüberschreitungen – mit Ausnahme der „Sowiesokosten“, für die aber Rechtsschutz zur Abwehr unberechtigter Ansprüche gewährt wird.
Schäden durch den Einsatz von Flugdrohnen im beruflichen Bereich
Die Selbstbeteiligung ist maximal zweimal für alle begangenen Verstöße an einem Bauwerk zu zahlen.
gelten als mitversichert (z.B. bei freiberuflicher Tätigkeit auf eigene Rechnung)
Inklusive Umweltschaden- und Umwelthaftpflichtversicherung
Inklusive Büro- und Betriebshaftpflichtversicherung
Online Forderungsmanagement und Bonitätsprüfung: Inkassodienstleistungen für offene Forderungen zwischen 25 € und 250.000 €.
Vermögenseigenschadenversicherung:
Fahrlässigkeiten der eigenen Mitarbeiter, die zu einer
Schädigung des Firmenvermögens führen, gelten als
Schutz der eigenen Mitarbeiter und des Firmenvermögens
Bei GmbHs zusätzlich zur Architektenhaftpflicht versichert:
Unmittelbare Haftung des Geschäftsführers gegenüber Dritten mit dem Privatvermögen.
Ansprüche des Fiskus bzw. des Staates (Sozialversicherungsbeiträge, AN-Anteil Lohnsteuer, Rückforderung von Steuermitteln etc.)
Verschulden bei Vertragsabschluß
Inklusive Insolvenzabdeckung
Zusatzbaustein Büroinventar- und Elektronikversicherung (optional)
Optionaler Baustein mit 5 % Bündelnachlaß auf das gesamte All-Risk-Konzept
Komplette Inhaltsversicherung auf Basis einer Allgefahrendeckung
Kunstgegenstände mitversichert
Mehrkostendeckung (Betriebsunterbrechung)
Haftungsrisiken des Architekten und Besonderheiten in der Architektenhaftpflicht
Anlässlich von fehlerhaften Berechnungen, falsch angewandten Normen, aber auch unzureichend umgesetzten Vorgaben des Auftraggebers/Bauherrn haftet der Architekt für eigene Fehler. Zudem haftet er für Falschberatungen und unterlassene Hinweise.
Soweit er sich vertraglich zur Bauüberwachung verpflichtet hat, haftet er unter Umständen auch für die von den Baufirmen verursachten Ausführungsfehler. Denn er muss in diesem Fall sicherstellen, dass die Baufirmen ihre Gewerke mangelfrei errichten.
Der Bauherr kann sich dann bei Ausführungsfehlern in der Regel aussuchen, ob er sich an der Baufirma oder an dem Architekten schadlos hält. Beide haften gesamtschuldnerisch über die volle Summe.
Der Architekt bzw. die Architektenhaftpflichtversicherung muss also die Sanierung bei Folgeschäden von Ausführungsfehlern erst einmal bezahlen (bei Insolvenz sogar die mangelhafte Ausführung selbst). Anschließend kann er versuchen, gegebenenfalls bei der Baufirma zu regressieren.
Ist der Architekt nicht mit der Bauüberwachung beauftragt, haftet er nicht für die Fehler der ausführenden Firmen, allerdings nur, soweit er tatsächlich auch keine entsprechenden Leistungen erbringt.
Unterstützt und/oder berät er hingegen den Bauherrn während der Bauausführung, haftet er für diese Leistungen, auch wenn er nur punktuell und ohne Bezahlung tätig war.
Sind verschiedene Architekten mit den einzelnen Leistungsphasen nach HOAI betraut, haftet in der Regel primär der Architekt, der den Fehler begangen, also z. B. den mangelhaften Plan erstellt hat. Dennoch schulden auch die mit späteren Leistungsphasen beauftragten Architekten eine Prüfung der bisher erfolgten Planung und haften dafür gegenüber dem Bauherrn.
Eine Besonderheit betrifft die Verjährung rund um die Leistungsphase 9. Sofern der Architekt die Leistungsphase 9 vertraglich vereinbart hat, führt dies unter Umständen dazu, dass der Architekt noch bis zu 10 Jahre nach Beendigung des Bauvorhabens in der Haftung ist.
Dem kann durch eine Abnahme der Architektenleistungen nach Abschluss der Leistungsphase 8 durch den Bauherrn (Teilabnahme nach LP 8) entgegengewirkt werden.
Vergleichsrechner/Onlineabschluss
Höhe der Ersatzforderungen: 1,8 Mio. € Der Architekt war mit der Gesamtplanung einer Mehrfamilienhaussiedlung beauftragt, die in einer Flussniederung errichtet wurde. Um eine aufwendige Abdichtung gegen Grundwassereinbrüche in die Keller und Tiefgaragen dieser Häuser zu vermeiden, wurden die Fundamente 20 cm über dem höchsten, in den letzten 10 Jahren gemessenen Grundwasserspiegel vorgesehen. Der Architekt hatte nicht berücksichtigt, dass kurz vor Baubeginn am Unterlauf des Flusses ein Feuchtbiotop eingerichtet wurde, wodurch der Grundwasserspiegel um ca. 30 cm stieg. Nach Errichtung der Siedlung führte dies zu häufigen Wassereinbrüchen in Kellern und Garagen, die ohne kostenintensive Sanierung nicht mehr nutzbar gewesen wären.
Höhe der Ersatzforderungen: 80.000,- € Dem Architekt oblag die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung eines Einfamilienneubaus. Im gerichtlichen Beweissicherungsgutachten werden dem Versicherungsnehmer gravierende Planungsfehler im Zusammenhang mit der Abdichtung des Kellergeschosses gegen von außen drückendes Wasser vorgeworfen. Diese haben dazu geführt, dass das Kellergeschoss zentimeterhoch überflutet wurde und der Bauherr laufend Wasser abpumpen musste. Das Kellergeschoss musste nachträglich als sog. schwarze Wanne mit dreilagigen Dichtungsbahnen abgedichtet werden.
Höhe der Ersatzforderungen: 200.000,- € Der Versicherungsnehmer (Maschinenbau-/ Anlagenbauingenieur) erhielt den Auftrag zur Planung einer Abluftreinigungs- und Lösemittelrückgewinnungsanlage für eine Druckerei. Kurz nach Inbetriebnahme der Anlage kam es zu einem Brand am Ausgang des Vorfilters. Durch den Brand wurde die gesamte Filteranlage zerstört. Dem Versicherungsnehmer wird vorgeworfen, bei seiner Planung die Adsorptionswärme falsch berechnet und demzufolge den Filter falsch ausgelegt zu haben.
D&O: Deliktische Haftung des Geschäftsführers gegenüber Dritten Außenhaftung bedeutet, daß der Geschäftsführer von jedem geschädigten Dritten, also nicht nur von der Gesellschaft bzw. von den Gesellschaftern, in Anspruch genommen werden kann. Der Geschäftsführer haftet in diesen Fällen selber und unmittelbar. Das ist deshalb erwähnenswert, weil ansonsten im GmbH-Recht ausschließlich das Gesellschaftsvermögen haftet. In § 13 Abs. 2 GmbHG haftet für Verbindlichkeiten der Gesellschaft den Gläubigern gegenüber nur das Gesellschaftsvermögen.
Wichtigster Anwendungsfall der Außenhaftung ist die deliktische Haftung. Insoweit ist zu bedenken, daß viele (Straf-) Gesetze gleichzeitig auch Schutzgesetze sind im Sinne des Deliktrechtes, § 823 Abs. 2. BGB, so daß der Geschäftsführer über die deliktischen Haftungstatbestände unmittelbar selbst in Anspruch genommen werden kann.
D&O: Verletzung von Buchführungspflichten Das Strafgesetz sieht die Strafbarkeit des Geschäftsführers vor, wenn er vorsätzlich oder fahrlässig seine Buchführungspflichten verletzt und hierdurch die Übersicht über das Vermögen der Gesellschaft erschwert ist und die Gesellschaft ihre Zahlungen einstellen muß, § 283 Abs. 2, § 283 b StGB.
D&O: Haftung des Geschäftsführers gegenüber Handelsregister
Sowohl die Buchführungspflichten des § 283 ff. StGB sowie § 82 GmbHG sind Schutzgesetzes im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB, so daß bei falschen Erklärungen oder fehlerhafter Buchführung sich der Geschäftsführer unmittelbar Dritten schadenersatzpflichtig macht.
D&O: Haftung des Geschäftsführers für richtige Unternehmensdaten Nach § 35 a GmbHG müssen auf allen Geschäftsbriefen Rechtsform, Sitz und Gesellschaft, das Registergericht, Sitz der Gesellschaft und Handelsregister-Nr., ferner die Geschäftsführer mit ausgeschriebenen Namen angegebenen werden. Auch diese Angaben betreffen das Vertrauen der Geschäftspartner in die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben. § 35 a GmbHG ist Schutzvorschrift, so daß sich der Geschäftsführer bei falschen Angaben gegenüber den Gläubigern unmittelbar selber schadenersatzpflichtig machen kann.
D&O: Haftung des Geschäftsführers für Jahresabschluß und Lagebericht Schutzgesetz zugunsten des Geschäftsverkehrs ist ferner § 331 Abs. 1 HGB. Danach wird mit Freiheitsstrafe bestraft, wer als Geschäftsführer die in die im Jahresabschluß oder Lagebericht zu bildenden wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft vorsätzlich unrichtig wiedergibt oder verschleiert und die Kreditgeber der Gesellschaft hierdurch einen Schaden erleiden. § 331 HGB ist ferner ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB, so daß auch unmittelbar eine Schadenersatzpflicht des Geschäftsführers bei entsprechenden falschen Angaben im Jahresabschluß oder Lagebericht in Betracht kommt.
D&O: Deliktische Haftung des Geschäftsführers bei Insolvenzverschleppung Hat der Geschäftsführer verspätet Insolvenzantrag gestellt, so haftet er Dritten gegenüber deliktisch nach § 823 Abs. 2 i.V.m. § 15 a InsO, wenn beispielsweise nach Insolvenzreife noch Bestellungen ausgelöst worden sind oder Dritte aufgrund der Bestellung geleistet haben. Dann kann der Geschäftsführer selber unmittelbar in Anspruch genommen werden.
D&O: Haftung des Geschäftsführers bei Insolvenzverschleppung
Gemäß § 84 GmbHG wird der Geschäftsführer mit Freiheitsstrafe bestraft, wenn er es als Geschäftsführer unterunterläßt Gesellschaftern den Verlust in Höhe der Hälfte des Stammkapitals anzuzeigen.
§ 84 GmbHG schützt die Gesellschafter, die rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen ergreifen sollen. Unterläßt der Geschäftsführer die Information der Gesellschafter, haftet er selber und macht sich schadenersatzpflichtig.
D&O: Haftung des Geschäftsführers gegenüber Sozialversicherung
Mit dieser Rechtsprechung wird im Ergebnis eine Verpflichtung zur vorrangigen Abführung der Arbeitnehmeranteile postuliert. Sie hat zur Konsequenz, daß der Geschäftsführer trotz Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft dem Sozialversicherungsträger gegenüber haftet, weil ihm die vorsätzliche pflichtwidrige Herbeiführung der Zahlungsunfähigkeit bei Fälligkeit zur Last gelegt wird.
D&O: Haftung des Geschäftsführers gegenüber Finanzamt
Der Geschäftsführer handelt nach der Rechtsprechung bereits dann pflichtwidrig, wann er es an der notwendigen Vorsorge für die fristgerechte Begleichung der Steuerschuld fehlen läßt. Er muß die Mittel der Gesellschaft so verwalten, daß diese zur künftigen Tilgung später fällig werdenden Steuerschulden in der Lage bleibt.
Gerät die Gesellschaft in Zahlungsschwierigkeiten, muß der Geschäftsführer die Steuerschulden jedenfalls im selben Verhältnis wie die sonstigen Gesellschafterschulden tilgen (Grundsatz der anteiligen Tilgung).
D&O: Außenhaftung des Geschäftsführers
Es handelt sich insoweit um vertragliche Haftungsansprüche aus selbständigen Garantieversprechen des Geschäftsführers, den sog. Management-Garantien, die gelegentlich bei Unternehmens- und Beteiligungsveräußerungen abgegeben werden. Ferner können natürlich auch abstrakte Versprechen
Schuldanerkenntnisse vom Geschäftsführer abgegeben werden. Zu nennen sind insbesondere auch Bürgschaften gegenüber Banken oder Dritten oder Schuldbeitritte. In diesen Fällen ist es aber gerade Inhalt des Vertragszweckes, daß sich der Geschäftsführer persönlich verpflichtet.
Quelle der D&O-Schadenbeispiele: Veröffentlichung Kanzlei Uhle & Partner Werner Berendes