Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=02.07.2008&Aktenzeichen=8%20C%2018.07
Timestamp: 2019-03-21 06:30:46
Document Index: 44169773

Matched Legal Cases: ['§ 11', 'Art. 233', '§ 2', '§ 16', '§ 11', 'Art. 233', '§ 2', '§ 16', '§ 15', '§ 119', '§ 16', 'Art. 233', '§ 2', '§ 16', '§ 11', '§ 11']

BVerwG, 02.07.2008 - 8 C 18.07 - dejure.org
VermG § 11b Abs. 1; EGBGB Art. 233 § 2 Abs. 3; VwVfG § 16 Abs. 3
Behörde; Bestellung; Bestellungsbehörde; Privater; privater Dritter; maßgeblich; maßgebliche Rechtsgrundlage; Begründungselement; Vergütung; Auslagen; Vergütungsanspruch; Kostentragung; Vorfinanzierung; Risikoausfall; Analogie; Normzweck; Interessenlage; gesetzliche Vertreter.
VermG § 11b Abs. 1
Behörde; Bestellung; Bestellungsbehörde; Privater; privater Dritter; maßgeblich; maßgebliche Rechtsgrundlage; Begründungselement; Vergütung; Auslagen; Vergütungsanspruch; Kostentragung; Vorfinanzierung; Risikoausfall; Analogie; Normzweck; Interessenlage; gesetzliche Vertreter
Anspruch des von einem Dritten bestellten gesetzlichen Vertreters auf angemessene Vergütung und Erstattung seiner Barauslagen gegen die Bestellungsbehörde; Anspruch des von einem Dritten beantragten Vertreters auf angemessene Vergütung und Erstattung gegen den die Bestellung beantragenden Dritten; Möglichkeit der analogen Anwendung von Art. 233 § 2 Abs. 3 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) i.V.m. § 16 Abs. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) auf den die Bestellung beantragenden Dritten
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BVerwG vom 2.7.2008, Az.: 8 C 18/07 (Keine Auslagenerstattung durch Bestellungsbehörde für gesetzlichen Vertreter der Eigentümer)" von RegDir Udo Michael Schmidt, original erschienen in: NJ 2008, 571 - 572.
NVwZ-RR 2009, 46
Die gesetzliche Vertretung ist der treuhänderischen Verwaltung angenähert, wie sie nach § 15 VermG bis zum 31. Dezember 1992 durch die ehemals staatlichen Verwalter auszuüben war (vgl. BVerwG, Urteil vom 2. Juli 2008 - BVerwG 8 C 18.07 -, NVwZ-RR 2009, S. 46 ).
Der Zweck der eigenständigen Vergütungsregelung in § 119 Abs. 3 FlurbG und § 16 Abs. 3 VwVfG besteht somit darin, dem Vertreter in einem Verwaltungsverfahren einen leicht durchsetzbaren Anspruch gegen den Träger der um die Bestellung ersuchenden Behörde zu verschaffen (so zu Art. 233 § 2 Abs. 3 Satz 4 EGBGB i.V.m. § 16 Abs. 3 VwVfG auch BVerwG, Urteil vom 2. Juli 2008 - 8 C 18.07 - Buchholz 428 § 11b VermG Nr. 2 Rn. 36).
Der gesetzliche Vertreter ist insoweit darauf angewiesen, seine Vergütung und die Auslagenerstattung gegenüber dem Vertretenen unmittelbar geltend zu machen (vgl. BVerwG, Urt. v. 2. Juli 2008 - 8 C 18.07 -, juris [Rn. 25 ff.], Buchholz 428 § 11b VermG Nr. 2), mithin einen Anspruch im zivilrechtlichen Innenverhältnis zu verfolgen.