Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/Paragraph_42_BNatSchG_Vorschriften_fuer_besonders_geschuetzt-d142029,43.html
Timestamp: 2016-12-08 20:17:22
Document Index: 120628367

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 42', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 47', '§ 48', '§ 49', '§ 50', '§ 51', '§ 52', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 57', '§ 58', '§ 59', '§ 60', '§ 61', '§ 62', '§ 71', '§ 42', '§ 42', '§ 10', '§ 52', '§ 5', '§ 17', '§ 19', '§ 21', '§ 74', '§ 41', '§ 43']

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Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSch...…§ 42 BNatSchG, Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- ...§ 43 BNatSchG, Ausnahmen§ 44 BNatSchG, Zuständigkeiten§ 45 BNatSchG, Mitwirkung der Zollbehörden§ 46 BNatSchG, Verfahren bei der Ein- und Ausfuhr§ 47 BNatSchG, Beschlagnahme und Einziehung durch die Zollstellen§ 48 BNatSchG, Kosten§ 49 BNatSchG, Nachweispflicht, Einziehung§ 50 BNatSchG, Auskunfts- und Zutrittsrecht§ 51 BNatSchG, Zoos§ 52 BNatSchG, Ermächtigungen§ 53 BNatSchG, Vogelschutz an Energiefreileitungen§ 54 BNatSchG, Weitere Ländervorschriften§ 55 BNatSchG, Allgemeine Verwaltungsvorschriften§ 56 BNatSchG, Betreten der Flur§ 57 BNatSchG, Bereitstellen von Grundstücken§ 58 BNatSchG, Vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherhe...§ 59 BNatSchG, Anerkennung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz u...§ 60 BNatSchG, Von den Ländern anerkannte Vereine§ 61 BNatSchG, Rechtsbehelfe von Vereinen§ 62 BNatSchG, Befreiungen…§ 71 BNatSchG, Anpassung des Landesrechts
§ 42 BNatSchG, Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten
§ 42 BNatSchGGesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG)BundesrechtFünfter Abschnitt – Schutz und Pflege wild lebender Tier-und PflanzenartenTitel: Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG)Normgeber: BundAmtliche Abkürzung: BNatSchGGliederungs-Nr.: 791-8Normtyp: Gesetz(1) Es ist verboten, 1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören, 2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert, 3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören, 4. wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, sie oder ihre Standorte zu beschädigen oder zu zerstören (Zugriffsverbote).(2) Es ist ferner verboten,1.Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten in Besitz oder Gewahrsam zu nehmen, in Besitz oder Gewahrsam zu haben oder zu be- oder verarbeiten (Besitzverbote), 2.Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten im Sinne des § 10 Abs. 2 Nr. 10 Buchstabe b und ca)zu verkaufen, zu kaufen, zum Verkauf oder Kauf anzubieten, zum Verkauf vorrätig zu halten oder zu befördern,b)zu kommerziellen Zwecken zu erwerben, zur Schau zu stellen oder sonst zu verwenden(Vermarktungsverbote).Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 338/97 bleibt unberührt.(3) Die Besitz- und Vermarktungsverbote gelten auch für Waren im Sinne des Anhangs der Richtlinie 83/129/ EWG, die entgegen den Artikeln 1 und 3 dieser Richtlinie nach dem 30. September 1983 in die Gemeinschaft gelangt sind, Tiere und Pflanzen, die durch Rechtsverordnung nach § 52 Abs. 4 bestimmt sind. (4) Die den in § 5 Abs. 4 bis 6 genannten Anforderungen sowie den Regeln der guten fachlichen Praxis, die sich aus dem Recht der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft und § 17 Abs. 2 des Bundes-Bodenschutzgesetzes ergeben, entsprechende land-, forst- und fischereiwirtschaftliche Bodennutzung und die Verwertung der dabei gewonnenen Erzeugnisse verstößt nicht gegen die Zugriffs-, Besitz- und Vermarktungsverbote. Sind in Anhang IV der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführte Arten oder europäische Vogelarten betroffen, gilt dies nur, soweit sich der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art durch die Bewirtschaftung nicht verschlechtert. Soweit dies nicht durch anderweitige Schutzmaßnahmen, insbesondere durch Maßnahmen des Gebietsschutzes, Artenschutzprogramme, vertragliche Vereinbarungen oder gezielte Aufklärung sichergestellt ist, ordnet die zuständige Behörde gegenüber den verursachenden Land-, Forst- oder Fischereiwirten die erforderlichen Bewirtschaftungsvorgaben an. Befugnisse nach Landesrecht zur Anordnung oder zum Erlass entsprechender Vorgaben durch Allgemeinverfügung oder Rechtsverordnung bleiben unberührt.(5) Für nach § 19 zulässige Eingriffe in Natur und Landschaft sowie nach den Vorschriften des Baugesetzbuches zulässige Vorhaben im Sinne des § 21 Abs. 2 Satz 1 gelten die Zugriffs-, Besitz- und Vermarktungsverbote nach Maßgabe von Satz 2 bis 7. Sind in Anhang IVa der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführte Tierarten oder europäische Vogelarten betroffen, liegt ein Verstoß gegen das Verbot des Absatzes 1 Nr. 3 und im Hinblick auf damit verbundene unvermeidbare Beeinträchtigungen wild lebender Tiere auch gegen das Verbot des Absatzes 1 Nr. 1 nicht vor, soweit die ökologische Funktion der von dem Eingriff oder Vorhaben betroffenen Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang weiterhin erfüllt wird. Soweit erforderlich, können auch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt werden. Für Standorte wild lebender Pflanzen der in Anhang IVb der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführten Arten gelten die Sätze 2 und 3 entsprechend. Sind andere besonders geschützte Arten betroffen, liegt bei Handlungen zur Durchführung eines Eingriffs oder Vorhabens ein Verstoß gegen die Zugriffs-, Besitz- und Vermarktungsverbote nicht vor. Die Zugriffs- und Besitzverbote gelten nicht für Handlungen zur Vorbereitung einer Umweltverträglichkeitsprüfung.(1) Red. Anm.:Außer Kraft am 1. März 2010 durch Artikel 27 Satz 2 des Gesetzes vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542). Zur weiteren Anwendung s. § 74 des Gesetzes vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542).
§ 41 BNatSchG, Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen§ 43 BNatSchG, Ausnahmen