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Timestamp: 2018-11-17 15:57:39
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BGH: Jetzt bestimmt die tatsächliche Wohnfläche die Nebenkostenabrechnung! / KLUGO vermittelt die ko…
als die tatsächliche Wohnfläche. Der BGH ändert die Berechnung. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "ots/KLUGO GmbH" Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/127809 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/KLUGO GmbH"“/>
BGH: Jetzt bestimmt die tatsächliche Wohnfläche die Nebenkostenabrechnung! / KLUGO vermittelt die kostenlose Erstberatung beim Anwalt / Bisher wurden die Nebenkosten nach der Wohnfläche laut Mietvertrag berechnet. Leider ist die oft höher als die tatsächliche Wohnfläche. Der BGH ändert die Berechnung…. mehr
Köln (ots) – Seit dem Urteil vom BGH vom 30. Mai 2018 erfolgt die Berechnung der Nebenkosten nach der tatsächlichen Wohnfläche. Bisher wurde die im Mietvertrag vereinbarte Wohnfläche herangezogen.
Nebenkostenabrechnungen sind oft unzulässig
Der BGH löst mit seinem Urteil (Az. VIII ZW 220/17) unzählige Anfechtungen aus. Mieter, die ihre Nebenkostenabrechnung als zu hoch empfinden, prüfen nun genau nach. Bisher durften Vermieter als Berechnungsgrundlage, die vertraglich vereinbarte Wohnfläche nehmen. Damit ist nun Schluss. Ausschlaggebend ist jetzt nur noch die tatsächliche Wohnfläche. Zusätzlich kann eine Nebenkostenabrechnung auch aus vielen anderen Gründen unzulässig sein. Bevor Mieter prüfen, ob die Quadratmeterzahl der tatsächlichen Wohnfläche entspricht, lohnt es sich die Voraussetzungen für eine rechtskräftige Nebenkostenabrechnung zu prüfen.
Grundvoraussetzungen für eine rechtskräftige Nebenkostenabrechnung:
- Fristeinhaltung: Sind seit Ende des Abrechnungszeitraums mehr
als 12 Monate vergangen, ist der Mieter zu keiner Nachzahlung
- Formale Richtigkeit: Wurde ein falscher Zeitraum angegeben, ist
die Forderung unzulässig.
- Klare und übersichtliche Gestaltung: Die Abrechnung muss leicht
nachvollziehbar sein. Die für den Heizbetrieb anfallenden Kosten
müssen in Bezug auf den Gesamtverbrauch des Haushalts und der
zugrundeliegenden Wohnflächenberechnung detailliert dargestellt
Sind bereits die Grundvoraussetzungen für die Nebenkostenabrechnung nicht fehlerfrei erfüllt, sollten Mieter die Nebenkostenzahlungen anfechten.
Minderung nach Überprüfung der tatsächlichen Wohnfläche
Mieter, die Bedenken haben, dass ihre tatsächliche Wohnfläche von der im Vertrag eingetragenen Quadratmeterzahl abweicht, sollten eine neue Wohnflächenberechnung durchführen und die Nebenkostenabrechnung mindern.
So wird die Wohnfläche berechnet:
- Fläche, die zu 100% berücksichtigt wird: Alle Räume inklusive
Wintergarten und Anbauten, wenn die Deckenhöhe zwei Meter oder
mehr misst.
- Fläche, die nur zu 50% berücksichtigt wird: Räume mit geringerer
Deckenhöhe als zwei Meter.
- Fläche, die nicht mit berücksichtigt wird: Bereiche mit weniger
als einem Meter Deckenhöhe werden überhaupt nicht in die
Berechnung aufgenommen.
- Flächen, die keine Wohnflächen sind: Flächen wie Garagen,
Heizungs- oder Kellerräume zählen ebenfalls nicht zur
Hinweise zur Anfechtung der Nebenkostenabrechnung
Erhalten Mieter eine fehlerhafte Nebenkostenabrechnung, haben Mieter eine Frist von zwölf Monaten, um die Anfechtung vorzunehmen. Die Anfechtung muss schriftlich erfolgen und sämtliche Gründe müssen benannt werden. Der Vermieter ist in der Beweislast.
KLUGO vermittelt die kostenlose Erstberatung
Mieter können bei www.klugo.de eine kostenlose Erstberatung bei einem Anwalt erhalten, der verbindlich prüft, ob die Nebenkostenabrechnung fehlerfrei ist. KLUGO ist die neue Online-Plattform, die mit dem Versprechen für so seriöse wie verständliche Information antritt. Egal ob es um Mietrecht geht, um Arbeitsrecht oder Baurecht – unter www.klugo.de werden Internetnutzer in Rechtsfragen mit Sicherheit schlauer. Bei KLUGO finden Interessierte das gesamte Paket: vom direkten Ansprechpartner über Musterdownloads bis hin zu Fallbeispielen. Dazu gibt es das Versprechen einer Vermittlung zur kostenlosen telefonischen Erstberatung beim Rechtsanwalt, werktags von 8-22 Uhr.
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13. August 2018 / von Hans Brackenberg / in Mietrecht A - Z