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Timestamp: 2017-01-22 04:03:04
Document Index: 176638927

Matched Legal Cases: ['Art 360', 'Art 360', 'Art 363', 'Art.372', 'Art. 378', 'Art. 360', 'Art. 13']

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Veröffentlicht von:Victor Jörg Busch
Präsentation zum Thema: "Seite 1 Vorsorge mit dem DOCUPASS. Seite 2 Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können. Abraham Lincoln Vorsorge."— Präsentation transkript:
Seite 1 Vorsorge mit dem DOCUPASS 2
Seite 2 Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können. Abraham Lincoln Vorsorge 3
Seite 3 Neues Erwachsenenschutzrecht 4
Seite 4 Neues Erwachsenenschutzrecht Inkrafttreten: Änderungen im ZGB, Abschnitt «Erwachsenenschutz»: 5 Reformziele:  Selbstbestimmungsrecht und gesetzliche Verankerung des Vorsorgeauftrags und der Patientenverfügung  Solidarität in der Familie  Mehr Schutz für Heimbewohner/innen  Professionalisierung der Fachbehörden  Neue Terminologie (Erwachsenenschutz) und Massgeschneiderte behördliche Massnahmen 5
Seite 5 EhepartnerIn und eingetragene Partner Vertretungsrecht für: Personensorge Rechtshandlungen für Unterhaltsbedarf Verwaltung von Einkommen und Vermögen Zu erledigende Post öffnen Kein Vertretungsrecht für: Weiterreichende Handlungen (Hausverkauf) Höchstpersönliche Rechte (Scheidung einreichen) Urkunde über die Befugnisse vom KESB 6
Seite 6 Verlust der Urteilsfähigkeit Bedeutet: - Nicht mehr vernunftgemäss Denken können - Nicht mehr vernunftgemäss handeln können Muss vom Arzt bestätigt werden Möglich ist Urteilsunfähigkeit für ein bestimmtes Geschäft oder in einem bestimmten Zeitabschnitt Muss immer an einer bestimmten Handlung gemessen werden. 7
Seite 7 Vorsorgedokumente 8
Seite 8 Vorsorgeauftrag 360 ff. ZGB GRUNDSATZ: Im Vorsorgeauftrag werden Vertretungspersonen für bestimmte Bereiche festgelegt. GÜLTIGKEIT VORSORGEVOLLMACHTEN (bisher): Vor erteilte Vorsorgevollmachten bleiben gültig. Ab gelten die Formvorschriften des Vorsorgeauftrages. Vorsorgevollmachten, die ihnen nicht entsprechen, erlangen keine Gültigkeit. 9
Seite 9 Vorsorgeauftrag Natürliche Person(en) einsetzen Art 360 ZGB Es kann eine Vertretung ernannt werden, für einen bestimmten Bereich oder umfassend für alle drei Bereiche. Juristische Person(en) einsetzen Art 360 ZGB Vereine, Stiftungen, Gesellschaften etc. können als Vertretung eingesetzt werden. FORMVORSCHRIFTEN (analog Testament): Komplette Handschriftlichkeit oder öffentliche Beurkundung 10
Seite 10 Vorsorgeauftrag PERSONENSORGE:  Teilhabe am gesellschaftlichen Leben  Vorkehrungen / Weisungen zu Pflege und Betreuung VERMÖGENSSORGE:  finanzielle Angelegenheiten besorgen  Verwaltung Vermögen und Einkünfte RECHTSVERKEHR:  Vertragswesen, Vertretung 11
Seite 11 Was gehört in den Vorsorgeauftrag? Wen beauftrage ich? (Name und Adresse) Will ich eine Stellvertretung ernennen? Die Aufgaben? - Personensorge (evt. für Patientenverfügung) - Vermögenssorge -Rechtsverkehr Werteerklärung Entschädigung 12
Seite 12 Vorsorgeauftrag Registrieren Beim Zivilstandsamt Persönlich vorbeigehen Registrieren lassen Hinterlegungsort angeben Kosten: Fr Ergänzungen, Widerruf, Ersatz Jederzeit möglich Aufbewahren In der Wohnung, beim Notar, Kopie an VP 13
Seite 13 Elektronische Hinterlegung 14
Seite 14 Der Vorsorgeauftrag tritt in Kraft Aufgabe der Erwachsenenschutzbehörde Erfährt die Erwachsenenschutzbehörde, dass eine Person urteilsunfähig geworden ist und liegt ein Vorsorgeauftrag vor, so prüft diese (Art 363 ZGB) ob 1.Dieser gültig errichtet worden ist; 2.Die Voraussetzungen für eine Wirksamkeit eingetreten ist; 3.Die beauftragte Person für ihre Aufgabe geeignet ist; 4.Weitere Massnahmen des Erwachsenenschutzes erforderlich sind. 15
Seite 15 Patientenverfügung Damit im Ernstfall alles geregelt ist… Art.372 ZGB 16
Seite 16 Vertretungsberechtigte Personen Art. 378 ZGB 1.Die in der Patientenverfügung oder in einem Vorsorgeauftrag bezeichnete Person; 2.Der Beistand, die Beiständin mit einem Vertretungsrecht bei medizinischen Massnahmen 3.Ehegatte oder eingetragene/r Partner/in im gemeinsamen Haushalt 4.Die Person, die im gleichen Haushalt lebt (regelmässig und persönlich Beistand leistet) 5.Die Nachkommen (regelmässig und persönlich Beistand leisten) 6.Die Eltern (regelmässig und persönlich Beistand leisten) 7.Die Geschwister (regelmässig und persönlich Beistand leisten) 17
Seite 17 Patientenverfügung 370 ff.ZGB Vorbemerkungen: Jede ärztliche Behandlung erfordert die konkrete Einwilligung des aufgeklärten und urteilsfähigen Patienten. Dies bedeutet: Eingriffe ohne Aufklärung sind widerrechtlich Eingriffe ohne Einwilligung sind widerrechtlich Weil urteilsunfähige Personen nicht einwilligen können, braucht es für sie eine «Ersatzlösung» Entweder Eine Patientenverfügung Eine Personenvertretung 18
Seite 18 Patientenverfügung 370 ff. ZGB GRUNDSATZ: In der PV sind Informationen enthalten, die für Ärzte, Ärztinnen und medizinisches Personal wichtig sind. INHALT: Anordnungen zu medizinischen Behandlungen Vertretung in medizinischen Angelegenheiten Patientengeheimnis Sterbebegleitung, Sterbeort Organspende Werteerklärung, Aktualisierungsseite 19
Seite 19 Anordnung zu medizinischen Massnahmen Künstliche Beatmung Reanimation Künstliche Wasser- und Nahrungszufuhr. Sauerstoffzufuhr Medikation, Transfusion Dialyse Beratung durch Hausarzt! 20
Seite 20 Meine persönliche Werthaltung Was soll erreicht, was soll vermieden werden? Wie wichtig ist für mich Lebensdauer? Was bedeutet für mich Lebensqualität? Mit welchen Einschränkungen kann ich leben, mit welchen nicht? Erfahrungen Krankheit, Sterben, Tod und wie haben mich diese geprägt? Persönliche, religiöse und spirituelle Überzeugung 21
Seite 21 Verfassen einer Patientenverfügung Angabe zu Ihrer Identität (Name, Geburtsdatum) Formulare können benützt werden Ihr Wille muss klar ersichtlich sein Mit einem Datum versehen Unterschreiben 22
Seite 22 Registrieren Versicherungs- Ausweis Krankenkasse 23
Seite 23 Aufbewahren Beim Hausarzt In der Wohnung Im Pflegeheim Bei Familienangehörigen Ausweis auf sich tragen 24
Seite 24 Überprüfen Überprüfung: Alle zwei Jahre empfohlen (Mit Unterschrift bestätigen) Wenn sich die gesundheitliche Situation verändert Widerruf, Ergänzung und Ersatz: Jederzeit möglich Information: Vertretungsperson Familienangehörige, Hausarzt, Heim etc. 25
Seite 25 Persönliche Beratung Kostenlose Beratung für Menschen ab 60 Jahre Termin vereinbaren, Tel 26
Seite 26 Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Herunterladen ppt "Seite 1 Vorsorge mit dem DOCUPASS. Seite 2 Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können. Abraham Lincoln Vorsorge."
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