Source: https://www.zuv.uni-freiburg.de/service/spenden
Timestamp: 2019-12-13 02:14:54
Document Index: 179207437

Matched Legal Cases: ['§ 52', '§ 52', '§ 53', '§ 54', '§ 52', '§ 17', '§ 23', '§ 50']

Spenden — Zentrale Universitätsverwaltung
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Spenden sind freiwillige, unentgeltliche Zuwendungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke i.S.d. §§ 52-54 Abgabenordnung. Die Albert-Ludwigs Universität Freiburg kann als Zuwendungsempfänger für dementsprechende Spenden auf Verlangen des Zuwendenden bzw. Zuwendungsgebers eine Zuwendungsbestätigung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck ausstellen.
Unter die oben genannten steuerbegünstigten Zwecke fallen die Förderung gemeinnütziger (§ 52 AO), mildtätiger (§ 53 AO) oder kirchlicher Zwecke (§ 54 AO). Nach § 52 Abs. 2 AO sind als gemeinnützige Zwecke u.a. die Förderung von Wissenschaft und Forschung, die Förderung von Kunst und Kultur, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe oder die Förderung des Sports zu qualifizieren.
Begünstigt sind Geldzuwendungen und Sachspenden (Zuwendung von Wirtschaftsgütern, wie bspw. Bücher oder Maschinen). Bei Sachspenden ist durch den Zuwendenden anzugeben, ob die Sachspende aus dem Betriebsvermögen oder dem Privatvermögen stammt. Stammt die Sachspende aus einem Betriebsvermögen, bemisst sich die Höhe der Zuwendung nach dem Entnahmewert zuzüglich der auf die Entnahme anfallenden Umsatzsteuer. Entnahmewert und Umsatzsteuer sind durch den Zuwendenden mitzuteilen. Bei Sachspenden aus dem Privatvermögen ist der gemeine Wert maßgebend, es sei denn die gedachte Veräußerung des gespendeten Wirtschaftsguts würde im Zeitpunkt der Zuwendung einen Besteuerungstatbestand erfüllen (insbesondere nach § 17 EStG oder § 23 EStG). In diesem Fall sind die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten als Wert der Zuwendung auszuweisen. Da die Universität anzugeben hat, welche Unterlagen sie zur Ermittlung des angesetzten Wertes herangezogen hat, sind bei Sachspenden aus dem Privatvermögen weitere Unterlagen zur Wertermittlung einzureichen, bspw. aktuelles Wertgutachten oder ursprüngliche Rechnung für historischen Kaufpreis und Berücksichtigung einer Absetzung für Abnutzung.
Die zugewendeten Geldmittel bzw. Wirtschaftsgüter sind ausschließlich nach den Vorgaben des Zuwendenden für die genannten steuerbegünstigten Zwecke, wie z.B. Förderung von Wissenschaft und Forschung oder Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe, zu verwenden. Folglich können diese Zuwendungen bspw. für hoheitliche Grundlagenforschungsprojekte oder im hoheitlichen Lehrbereich (d.h. für Studiengänge mit Abschluss eines akademischen Grads) verwendet werden. Die Spendenmittel dürfen nicht fehlverwendet werden, da die Universität (ggfs. die für die Universität handelnde natürliche Person) ansonsten für die entgangene Steuer haftet.
Es handelt sich nicht um eine begünstigte Spende, wenn die Universität im Zusammenhang mit einer Geld- oder Sachzuwendung eine (Gegen-) Leistung erbringt bzw. erbringen muss bzw. erbracht hat. In diesen Fällen kann keine Zuwendungsbestätigung ausgestellt werden, da keine unentgeltliche Zuwendung vorliegt! Ansonsten würde es sich um eine unrichtig ausgestellte Bestätigung handeln, für die die Universität für die entgangene Steuer haftet.
Regelmäßig nicht begünstigt sind ferner die unentgeltliche Zuwendung von Nutzungen, bspw. die unentgeltliche Überlassung eines Pkw / einer Maschine, und die Zuwendung von (Arbeits-/Dienst-) Leistungen. Beruhen Nutzungen und Leistungen für steuerbegünstigte Zwecke hingegen auf einem zuvor - vor Beginn der zum Aufwand führenden Tätigkeit - wirksam vereinbarten entgeltlichen Vertrag und verzichtet der Begünstigte erst im Nachhinein auf die Entgeltforderung, handelt es sich um den Sonderfall der Aufwands-/ Rückspende (abgekürzte Geldspende). Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Anspruch bzw. der Vertrag nicht unter der Bedingung des Verzichts geschlossen wurde und dass der Begünstigte den Verzicht gegenüber der Universität schriftlich und zeitnah zur Fälligkeit des Anspruchs erklärt (bei einmaligen Ansprüchen innerhalb von drei Monaten).
Bitte beachten Sie, dass Spenden ausschließlich auf einem hierfür eingerichteten Projekt (vormals "Buchungsabschnitt") einzunehmen sind. Eine Vermischung mit anderen Finanzierungsquellen ist nicht zulässig. Falls Ihre Einrichtung noch kein Spenden-Projekt besitzt, beantragen Sie dies bitte bei der Projektanlage, Abteilung 1.4 der Zentralen Universitätsverwaltung, E-Mail: proj@zv.uni‐freiburg.de. Dabei ist zu beachten, dass je nach Geldgeber (öffentlich-rechtlich oder nicht öffentlich) unterschiedliche Spendenprojekte einzurichten sind und die Mittel bei Vereinnahmung entsprechend zugeordnet werden müssen.
Für die Erteilung von Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigungen) ist derzeit ausschließlich die Abteilung "Stiftung und Vermögen / Steuern" der Zentralen Universitätsverwaltung zuständig. Für die Ausstellung der Spendenbescheinigung reichen Sie bitte den ausgefüllten Vordruck St7 – Spendenformular ein. Bei Sachspenden mit einem Wert über 150 Euro reichen Sie uns bitte zusätzlich das Formular UK-Anlage ein. Bei Buchspenden sind die Bücher (nebst Spendenformular) zwingend zur Inventarisierung bzw. Katalogisierung an die zuständigen Mitarbeiter der Universitätsbibliothek weiterzugeben. Anschließend wird die Universitätsbibliothek das Spendenformular zur Ausfertigung der Spendenbescheinigung an die Abteilung „Stiftung und Vermögen / Steuern“ weiterleiten.
Die Bestätigung wird auf Wunsch des Zuwendungsgebers erst erstellt, wenn der zugewendete Betrag bei der Finanzbuchhaltung / Universitätskasse Freiburg vereinnahmt ist oder wenn die Sachzuwendung in das Eigentum des Landes oder der Universität übergegangen ist. Grundsätzlich erfolgt der Versand der amtlichen Zuwendungsbestätigung mittels Dankesanschreiben durch die Steuerabteilung. Nach vorheriger Absprache kann das Institut die von der Steuerabteilung erstellte Zuwendungsbestätigung auch mit einem eigenen Dankesanschreiben versenden.
Sofern eine Geldspende an die Universität den Betrag von 200 Euro nicht übersteigt, greift der sog. vereinfachte Zuwendungsnachweis (nach § 50 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a EStDV). In diesem Fall genügt als Spendennachweis für die Steuererklärung des Zuwendenden der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung (z.B. Kontoauszug) eines Kreditinstituts oder der PC-Ausdruck bei Online-Banking. Daraus müssen Name und Kontonummer des Zuwendenden und der Universität, der (Spenden-) Betrag, der Buchungstag sowie der steuerbegünstigte Zweck ersichtlich sein. In der Regel erhält die Universität die Spenden für den Zweck "Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre". Eine Spendenbescheinigung nach amtlichem Muster ist daher nicht zwingend erforderlich. Gleichwohl kann sich das Institut in diesen Fällen für die Geldspende mit einem eigenen Dankesanschreiben gegenüber dem Spender bedanken.
Weitere Auskünfte erteilt die Abteilung "Stiftung und Vermögen / Steuern", Herr Dr. Bastian Schmidt, Tel.: 203-4398, E-Mail: bastian.schmidt@zv.uni-freiburg.de
last modified Nov 27, 2017
Spendenverbuchung (PDF)