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Timestamp: 2016-10-27 12:59:05
Document Index: 311443952

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28']

I 198/00 (07.01.2002)
I 198/00 Vr
Ursprung; Gerichtsschreiber Scartazzini
A.________, 1942, Beschwerdef�hrer, vertreten durch lic.
iur. Georg Biedermann, Metzggasse 2, 8400 Winterthur,
A.- Der 1942 geborene A.________ leidet an einer koronaren Herzkrankheit und meldete sich am 3. Februar 1995 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verf�gung vom 22. Dezember 1995 wurde dem Versicherten bei einem Invalidit�tsgrad von 100 % eine ordentliche einfache Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Dezember 1994 sowie eine Zusatzrente f�r die Ehefrau zugesprochen. Im Juni 1996 f�hrte die IV-Stelle des Kantons Z�rich eine Revision von Amtes wegen durch und erliess sodann am 28. August und
19. September 1997 zwei Verf�gungen, mit welchen die Rente auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 45 % mit Wirkung ab
1. Oktober 1997 auf eine Viertelsrente herabgesetzt wurde.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher A.________ das Rechtsbegehren stellte, es sei ihm auch nach dem 1. Oktober 1997 weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten, hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 2. Februar 2000 insoweit gut, als in Aufhebung der angefochtenen Verf�gungen festgestellt wurde, der Versicherte habe ab dem 1. Oktober 1997 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
C.- A.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihm ab 1. Oktober 1997 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.
1.- Im angefochtenen Entscheid werden die nach Gesetz und Rechtsprechung f�r den Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Invalidit�tsbemessung (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a+b) und die Rentenrevision (Art. 41 IVG, Art. 88a IVV; BGE 113 V 275 Erw. 1a mit Hinweisen), insbesondere auch die hiebei in zeitlicher Hinsicht massgebende Vergleichsbasis (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis, 109 V 265 Erw. 4a, 106 V 87 Erw. 1a; siehe auch BGE 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b), zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann.
2.- Streitig und zu pr�fen ist einzig der f�r die Invalidit�tsbemessung massgebende Einkommensvergleich.
a) In erwerblicher Hinsicht ist unbestritten, dass das f�r die Bestimmung des Invalidit�tsgrades massgebende Valideneinkommen (d.h. das ohne Gesundheitssch�digung erzielbare Einkommen) auf Fr. 98'943.- (Basis 1996) festzusetzen ist.
b) Bei der Ermittlung des trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) st�tzte sich die Vorinstanz auf die Tabellenl�hne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes f�r Statistik, wonach unter Ber�cksichtigung des Anforderungsniveau 1+2 vorliegend ein hypothetisches Invalideneinkommen von rund Fr. 40'519.- erzielt werden k�nnte, was einem Invalidit�tsgrad von 59 % entspricht.
Demgegen�ber h�lt der Beschwerdef�hrer an der bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Argumentation fest, wonach er nur in jenem Bereich auf dem Anforderungsniveau 1+2 gen�gend qualifiziert sei, wo er praktische Erfahrung mitbringe. Der Durchschnittslohn f�r T�tigkeiten, die f�r ihn in Frage k�men und zumutbar seien, d�rfe somit im Bereich von monatlich Fr. 6000.- liegen. Des Weitern w�re dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei Teilzeitarbeit eine �berproportionale Lohneinbusse besteht, was zur Folge h�tte, dass das j�hrliche Invalideneinkommen auf Fr. 28'423.- festzusetzen sei. Somit ergebe der Vergleich mit dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 98'943.- einen Invalidit�tsgrad von 71 % und sei der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ausgewiesen.
c) Dieser Betrachtungsweise kann nicht gefolgt werden.
Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidit�t bestm�glich zu mildern (BGE 113 V 32 mit Hinweisen). Der Begriff der zumutbaren T�tigkeit im Rahmen der Invalidit�tsbemessung nach Art. 28 Abs. 2 IVG bezweckt nach dem Gesagten, die Schadenminderungslast zu begrenzen oder - positiv formuliert - deren Mass zu bestimmen (Maurer, Begriff und Grundsatz der Zumutbarkeit im Sozialversicherungsrecht, in: Festschrift 75 Jahre EVG, Bern 1992, S. 236; R�edi, Invalidit�tsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: Rechtsfragen der Invalidit�t in der Sozialversicherung, [Hrsg. ] Schaffhauser/Schlauri, Luzern 1999, S. 32 f. mit Hinweisen).
Im angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass entgegen der Auffassung des Versicherten das Niveau 1+2 (Verrichtung selbstst�ndiger und qualifizierter Arbeiten) massgebend ist, da der Beschwerdef�hrer zwar in seiner Belastbarkeit und Mobilit�t eingeschr�nkt sein mag, jedoch gerade im kaufm�nnischen Bereich f�r einen erfahrenen Kaufmann durchaus qualifizierte Arbeiten zu finden seien. Zudem stellte das kantonale Gericht zutreffend fest, dass nicht der Lohn des Durchschnitts der Branche, in welcher der Beschwerdef�hrer vorher t�tig war, zur Grundlage genommen werden k�nne. Es treffe sicher zu, dass er in diesem Bereich eine gr�ssere Erfahrung mitbringe. Es sei ihm aber zuzumuten, in einer anders gelagerten Branche oder in der �ffentlichen Verwaltung zu arbeiten, weshalb auf den Durchschnitt der m�nnlichen Arbeitskr�fte im privaten oder �ffentlichen Sektor im Bereich Dienstleistungen abzustellen sei.
3.- Aus dem Gesagten folgt, dass f�r das massgebende Jahr ein Invalideneinkommen von Fr. 40'519.- resultiert. In Gegen�berstellung mit dem - unbestrittenen - hypothetischen Einkommen ohne Invalidit�t von Fr. 98'943.- ergibt sich somit ein Invalidit�tsgrad von 59 %. Die Zusprechung einer halben Rente ab 1. Oktober 1997 ist demnach rechtens.