Source: https://auf-jagd.de/jagdzeiten-schonzeiten/nrw-nordrhein-westfalen/
Timestamp: 2018-12-15 10:33:06
Document Index: 292610690

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 22', '§ 19', '§2', '§ 2', '§ 24', '§ 22', '§ 19']

Jagdzeiten "NRW - Nordrhein - Westfalen" | Jagd- & Schonzeiten
Jagdzeiten und Schonzeiten (NRW) Nordrhein Westfalen
Das neue Ökologische Jagdgesetz (ÖJG) wurde beschlossen und ist im Jahr 2015 in Kraft getreten. Während der Schonzeit ist der Fang und die Tötung von Wild, das dem Jagdgesetz unterstellt ist, verboten. Artenspezifisch unterscheiden sich dabei die für Geburt und Aufzucht der Jungtiere festgelegte Schonzeit, die nicht zwangsläufig für beide Elterntiere gelten muss.
Damwild (Kälber) 01.09.-15.01.
Damwild (Schmalspießer) 01.05.-31.05. u. 01.09.-15.01.
Damwild (Schmaltiere) 01.05.-31.05. u. 01.09.-15.01.
Damwild (Hirsche und Alttiere) 01.09.-15.01.
Rehwild (Kitze) 01.09.-15.01.
Rehwild (Schmalrehe) 01.05.-31.05. u. 01.09.-15.01.
Rehwild (Ricken) 01.09.-15.01.
Rotwild (Kälber) 01.08.-15.01.
Rotwild (Schmalspießer) 01.05.-31.05. u. 01.08.-15.01.
Rotwild (Schmaltiere) 01.05.-31.05. u. 01.08.-15.01.
Rotwild (Hirsche und Alttiere) 01.08.-15.01.
Sikawild (Kälber) 01.09.-15.01.
Sikawild (Schmalspießer) 01.05.-31.05. u. 01.09.-15.01.
Sikawild (Schmaltiere) 01.05.-31.05. u. 01.09.-15.01.
Sikawild (Hirsche und Alttiere) 01.09.-15.01.
Muffelwild 01.08.-15.01.
Schwarzwild (Frischlinge) 01.01.-31.12. (*1)
Schwarzwild (Überläufer) 01.08.-15.01.
Schwarzwild (Bachen) 01.08.-15.01.
Schwarzwild (Keiler) 01.08.-15.01.
Feldhase 16.10.-31.12.
Wildkaninchen (erw.) 16.10.-28.02. (*2)
Wildkaninchen (Jungkaninchen) 01.01.-31.12. (*2)
Fuchs (erw.) 16.07.-28.02. (*3)
Fuchs (Jungfüchse) 01.01.-31.12. (*3)
Hermelin 01.09.-28.02.
Waschbär (erw.) 01.09.-28.02.
Waschbär (Jungwaschbären) 01.01.-31.12.
Marderhund (erw.) 01.09.-28.02.
Marderhund (Jungmarderhunde) 01.01.-31.12.
Mink 16.10 - 28.02
Fasan 16.10.-15.01. (*4)
Wildtruthahn 16.03.-30.04.
Ringeltaube 01.11.-20.02. (*2)
Graugans 16.07.-31.01. (*5)
Kanadagans 16.07.-31.01. (*5)
Nilgans 16.07.-31.01. (*5)
Stockente 16.09.-15.01.
Waldschnepfe 16.10.-15.12. (*4)
Rabenkrähen 01.08.-20.02. (*2)
Elster 01.08.-28.02.
Anmerkungen zu Jagdzeiten in NRW
(1) Frischlinge sind explizit als „noch nicht einjährige Stücke“ definiert. (§ 2 Abs. 2 Satz 4 Jagdzeiten-Verordnung NRW)
(2) Wenn die untere Jagdbehörde die Schonzeit für Wildkaninchen, Ringeltauben und Rabenkrähen aufhebt zur Vermeidung von Wildschäden, ist es auch zulässig, während der Setz- und Brutzeiten zu jagen (siehe dazu: § 22 Absatz 4 Satz 2 BJG).
(3) Die Baujagd auf Füchse in NRW untersagt. (§ 19 Abs. Satz 8 LJG-NRW) Im Oktober 2017 bereits hatte die neue Landesregierung die Unteren Jagdbehörden angewiesen, per Allgemeinverfügung das Verbot der Baujagd im Kunstbau für die Jagdjahre 2017/18 bis 2021/22 jeweils für die Zeit vom 16.7. bis 28.2. (Jagdzeit der Altfüchse) zum Schutz der Tierwelt aufzuheben. Die Verfügung ist zunächst befristet bis zum 31.3.2022.
(4) Gilt bis 31.12.2020. (§2 Satz 1 Jagdzeiten-Verordnung NRW)
(5) Für ein Gebiet am Unteren Niederrhein und das Naturschutzgebiet Weseraue gilt eine Schonzeit vom 15. Oktober bis zum 31. Januar. Die genaue Gebietsdefinition finden Sie in § 2 Abs. 2 der LJZeitVO
Maßgebliche Jagdgesetze und Jagdverordnungen
BJagdG (Bundesjagdgesetz) vom 29. September 1976 (letzte Änderung vom 15. Dezember 2015): www.gesetze-im-internet.de/BJagdG
LJG-NRW (Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen – Ökologisches Jagdgesetz) vom 7. Dezember 1994 (letzte Änderung vom 28. Mai 2015): recht.nrw.de/LJG-NRW
Verordnung über die Jagdzeiten (Landesjagdzeitenverordnung – LJZeitVO)1 vom 29. Mai 2015: recht.nrw.de/LJZeitVO
DVO LJG-NRW (Landesjagdgesetzdurchführungsverordnung) vom 31. März 2010 (letzte Änderung vom 29. Mai 2015): recht.nrw.de/DVO_LJG-NRW
Ringeltauben (unter Beachtung der Allgemeinverfügung)
* Soweit die Schonzeit für Ringeltauben zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden von der unteren Jagdbehörde aufgehoben worden ist (§ 24 Abs. 2
LJG-NW), ist die Jagd auch in der Brutzeit zulässig (§ 22 Abs. 4 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes).
Grau-, Kanada- und Nilgänse genießen Schonzeit vom 15. Oktober bis 31. Januar innerhalb der Grenzlinien folgender Gebiete:
b. Schnittpunkt Bahnlinie (außer Betrieb)/Staatsgrenze Bundesrepublik Deutschland/Königreich der Niederlande bei Kranenburg, Staatsgrenze bis B 8, B 8 bis B 220, B 220 bis Staatsgrenze, Staatsgrenze bis Gemeindegrenze Stadt Rees/Stadt Isselburg, Gemeindegrenze bis B 67, B 67 bis L 459, L 459 bis L 468, L 468 bis B 8, B 8 bis L 396, L 396 bis B 8, B 8 bis L 287, L 287 bis A 42, A 42 bis Bahnlinie, Bahnlinie bis Xanten, Bahnlinie (außer Betrieb) über Kleve, Kranenburg bis Staatsgrenze.
in der freien Wildbahn zum Zwecke der Bestandsstützung oder Wiederansiedlung in Jagdbezirken ist nur mit schriftlicher Genehmigung der unteren Jagdbehörde zulässig. Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn biotopverbessernde Hegemaßnahmen für die auszusetzende Wildart nachgewiesen wurden und die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung ihr Einvernehmen erteilt hat. Dies gilt nicht für Fasanen, die aus verlassenen Gelegen des jeweiligen Jagdbezirks stammen und aufgezogen worden sind.
Fasanen und Stockenten früher als vor dem nächsten Kalenderjahr nach Auswilderung von Fasanen und Stockenten diese zu bejagen. Das Verbot gilt nicht für Fasanen, die aus verlassenen Gelegen des jeweiligen Bezirks stammen und aufgezogen worden sind; diese dürfen nicht später als acht Wochen vor Beginn der Jagdausübung auf diese Wildart ausgesetzt werden.
Die Baujagd auf Füchse oder auf Dachse ist nach § 19 Abs. 1 Nr. 8 LJG-NW verboten.
Jagdzeiten Nordrhein Westfalen
In Nordrhein-Westfalen sind die folgenden Wildarten bejagbar, da sie entweder im Bundesjagdgesetz (BJagdG) oder im Landesjagdgesetz (LJG-NRW) bzw. in den dazugehörigen Verordnungen stehen: Sikawild, Damwild, Elchwild, Rotwild, Rehwild, Gamswild, Muffelwild, Steinwild, Wisent, Schwarzwild, Schneehase, Feldhase, Wildkaninchen, Murmeltier, Luchs, Wildkatze, Fuchs (Baujagd ist nicht während der gesamten Jagdsaison erlaubt!), Dachs, Baummarder, Steinmarder, Iltis, Fischotter, Birkwild, Hermelin, Mauswiesel, Marderhund, Waschbär, Seehund, Auerwild, Rackelwild, Fasan. Haselwild, Wachtel, Rebhuhn , Alpenschneehuhn, Wildtruthuhn, Wildtauben (Türkentaube, Ringeltaube), Wildenten (Trauerente, Spießente, Stockente, Reiherente, Bergente, Pfeifente, Tafelente, Samtente, Krickente), Wildgänse (Ringelgans, Blässgans, Kanadagans, Nilgans, Saatgans, Graugans), Höckerschwan, Säger, Waldschnepfe, Haubentaucher, Blässhuhn, Großtrappe, Graureiher, Falken, Greife, Kolkrabe, Aaskrähe, Elster, Eichelhäher und Möwen (Mantelmöwe, Lachmöwe, Silbermöwe, Heringsmöwe, Sturmmöwe). Der Kormoran steht weder im Bundesjagdgesetz noch im Landesjagdgesetz. In NRW gab es bis 2010 eine Kormoran-Verordnung, die den Abschuss unter bestimmten Bedingungen erlaubte. Die Kormoran-Verordnung wurde von der Regierung in NRW jedoch nicht verlängert, so dass die Jagd auf den Kormoran in Nordrhein-Westfalen nicht mehr möglich ist.