Source: https://www.landkreisgoettingen.de/verwaltung/dienstleistungen/details/eingliederungshilfe-fuer-behinderte-oder-von-behinderung-bedrohte-menschen-in-die-gesellschaft-team-osterode-a.h.html
Timestamp: 2020-02-22 13:27:45
Document Index: 238917908

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 53', '§ 54', '§ 54', '§ 26', '§ 54', '§ 33', '§ 5', '§ 54', '§ 41', '§ 56', '§ 54', '§ 55', '§ 54', '§ 94', '§ 94']

Landkreis Göttingen - Eingliederungshilfe für behinderte oder von Behinderung b...
Eingliederungshilfe für behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen in die Gesellschaft - Team Osterode a.H.
Eingliederungshilfe für behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen in die Gesellschaft Eingliederungshilfe für behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen in die Gesellschaft - Team Osterode a.H.
Herr H. Sengstock 05522 960-4221
Frau E. Giesecke 05522 960-4237
Frau P. Pinnecke 05522 960-4239
Frau B. Sbrisny 05522 960-4228
Frau B. Schöbel 05522 960-4241
Frau C. Friedrich 05522 960-4236
Frau K. Giesler 05522 960-4104
Frau P. Wand 05522 960-4243
Herr A. Niehus 05522 960-4230
Frau S. Wildner 05522 960-4516
Herr A. Fetters 05522 960-4237
Frau M. Lüdeke 05522 960-4240
Herr M. Klawonn 05522 960-4236
Frau B. Foy 05522 960-4232
Frau J. Lignon 05522 960-2708
Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist eine spezielle Hilfe im Leistungskatalog der Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (§§ 53 ff SGB XII).
Die Eingliederungshilfe wirkt präventiv, rehabilitativ und integrativ: Es ist ihre Aufgabe, eine drohende Behinderung zu verhüten (Prävention) oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern „(Rehabilitation) und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern (Integration)“ (§ 53 Abs. 3 SGB XII).
Die „Eingliederungshilfe für behinderte Menschen“ umfasst verschiedene Leistungen des Sozialhilfeträgers, die in etwa vergleichbar mit den Rehabilitationsmaßnahmen der Kranken-, Renten und Unfallversicherung sind.
Anspruch auf Eingliederungshilfe besteht nur nachrangig, das heißt, wenn die Hilfe nicht von einem vorrangig verpflichteten Leistungsträger (Krankenkassen, Pflegekassen, Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaften oder Bundesagentur für Arbeit) gewährt wird. Anspruch auf Eingliederungshilfe haben Personen, die nicht nur vorübergehend (das heißt länger als 6 Monate)
körperlich wesentlich behindert sind (unter anderem erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit; abstoßend wirkende Entstellungen, vor allem im Gesichtsbereich; Organ- und Hautschäden; Blinde und Sehbehinderte; Hörbehinderte und Taubstumme; Sprachbehinderte)
seelisch wesentlich behindert sind (unter anderem körperlich nicht begründbare Psychosen; seelische Störungen als Folge von Krankheiten; Suchtkrankheiten, Neurosen, Persönlichkeitsstörungen)
von einer Behinderung bedroht sind (nach allgemeiner ärztlicher oder sonstiger fachlicher Erkenntnis).
Die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch sind in der Regel abhängig vom Einkommen und Vermögen. Auch bei der Eingliederungshilfe wird daher geprüft, ob Einkommen und Vermögen eingesetzt werden müssen.
Ausnahmen hiervon gibt es zum Beispiel bei der Frühförderung oder den Hilfen zur angemessenen Schulbildung, die grundsätzlich einkommens- und vermögensunabhängig gezahlt werden. Informationen zu weiteren Ausnahmen erhalten Sie bei den oben genannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern. Sie können diese Leistungen mit dem Formular "Eingliederungshilfe: Kurzantrag" beantragen. Für die Weiterbewilligung der ambulanten Betreuung nutzen Sie bitte das Formular "Eingliederungshilfe: Anlage...".
Alle anderen Leistungen müssen Sie mit dem "Antrag auf Leistungen: SGB XII ..." beantragen.
Zuständig für die Eingliederungshilfe nach dem SGB XII ist – je nach Art der zu gewährenden Hilfen – der Landkreis Göttingen.
Maßnahmen der Eingliederungshilfe (§ 54 SGB XII)
Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (§ 54 SGB XII in Verbindung mit § 26 SGB IX)
Hilfen zu selbst bestimmtem Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten (zum Beispiel „Ambulant Betreutes Wohnen“ für geistig Behinderte, psychisch Kranke und Suchtkranke (legale und illegale Drogen)
Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder. Darunter fallen vorwiegend nichtärztliche therapeutische, psychologische, heilpädagogische, psychosoziale Leistungen und die Beratung der Erziehungsberechtigten, soweit sie unter ärztlicher Verantwortung oder durch interdisziplinäre Frühförderstellen erbracht werden
Körperersatzstücke, orthopädische und andere Hilfsmittel einschließlich deren notwendiger Änderung, Instandsetzung, Ersatzbeschaffung und gebräuchlichen Ausbildung hierfür
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§ 54 SGB XII in Verbindung mit § 33 SGB IX)
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden von den Versicherungsträgern (Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaften, Jugendamt, Arbeit und Soziales, Bundesagentur für Arbeit) (§§ 5, 6 SGB IX) übernommen, um die Erwerbsfähigkeit herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und die Teilhabe am Arbeitsleben zu sichern. Sie zählen zur Beruflichen Rehabilitation.
Die Berufsgenossenschaften sind bei Arbeitsunfall und Berufskrankheit für die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zuständig.
Die Rentenversicherungsträger übernehmen die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, wenn die Maßnahmen geeignet sind, eine Wiedereingliederung ins Erwerbsleben zu erreichen. Es gelten die rentenrechtlichen Voraussetzungen zur Rehabilitation.
Daneben übernehmen unter Umständen auch die Bundesagentur für Arbeit, das Jugendamt oder das Arbeit und Soziales Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.
Hilfe zur Beschäftigung in einer Werkstatt für Behinderte (§ 54 SGB XII in Verbindung mit § 41 SGB IX, § 56 SGB XII)
Der Behinderte erbringt nach Teilnahme im Arbeitstrainingsbereich wenigstens ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung und es ist keine Selbst- oder Fremdgefährdung zu erwarten.
Hilfe zur Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft (§ 54 SGB XII in Verbindung mit § 55 SGB IX)
Heilpädagogische Maßnahmen für (schwer) behinderte Kinder, die noch nicht eingeschult sind. Heilpädagogische Leistungen umfassen alle Maßnahmen, die die Entwicklung des Kindes und die Entfaltung seiner Persönlichkeit mit pädagogischen Mitteln anregen, einschließlich der erforderlichen sozial- und sonderpädagogischen, psychologischen und psychosozialen Hilfen sowie die Beratung der Erziehungsberechtigten.
Hilfen zur Förderung der Verständigung für Hör- und Sprachbehinderte
Hilfen zur Teilhabe am kulturellen Leben, zum Beispiel:
Besuche von Veranstaltungen, Mitgliedschaft in einem Verein, Kauf von Büchern und Zeitungen, Hilfen bei der Beschaffung, Ausstattung und Erhaltung einer behindertengerechten Wohnung (zum Beispiel Bau einer Rampe für Rollstuhlfahrer, Beseitigung von Schwellen, Verbreiterung von Türen)
Schule, Ausbildung und Arbeitsplatz (§ 54 Abs. 1 S. 1 SGB XII)
Zur Eingliederungshilfe zählen Hilfen zu einer Schulbildung, zu einer schulischen und beruflichen Ausbildung und zur Erlangung eines Platzes im Arbeitsleben, worunter auch die Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen fallen kann. Darunter sind zum Beispiel die heil- und sozialpädagogische Betreuung in einer Tagesstätte oder in einem Heim einschließlich der notwendigen Fahrtkosten dorthin wie auch die Kosten für Nachhilfeunterricht zu verstehen.
Unterhaltspflicht der Eltern (§ 94 SGB XII)
Eltern leisten für alle Maßnahmen der Eingliederungshilfe ihrer volljährigen behinderten oder pflegebedürftigen Kinder einen pauschalen Unterhaltsbeitrag von maximal 26,00 Euro monatlich, ohne weitere Überprüfung des Einkommens und Vermögens (§ 94 SGB XII).