Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=31.07.2002&Aktenzeichen=B%204%20RA%202/02%20R
Timestamp: 2019-06-19 08:16:11
Document Index: 71060137

Matched Legal Cases: ['Art. 20', '§ 160', '§ 4', '§ 25', '§ 24', '§ 4', '§ 4', '§ 307', '§ 4', '§ 4', '§ 307', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 8', '§ 4']

BSG, 31.07.2002 - B 4 RA 2/02 R - dejure.org
https://dejure.org/2002,1126
BSG, 31.07.2002 - B 4 RA 2/02 R (https://dejure.org/2002,1126)
BSG, Entscheidung vom 31.07.2002 - B 4 RA 2/02 R (https://dejure.org/2002,1126)
BSG, Entscheidung vom 31. Juli 2002 - B 4 RA 2/02 R (https://dejure.org/2002,1126)
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Rentenüberleitung - Beitrittsgebiet - Zusatz- bzw Sonderversorgung - Besitzschutzregelungen - Dynamisierung des zahlbetragsgeschützten Wertes - Verfassungsmäßigkeit
Höhe des Rentenanspruchs eines Hochschuldozenten - Dynamisierung des besitzgeschützten Zahlbetrages - Rentenwert Ost - Wert des fiktiven Versorgungsanspruchs
SG Leipzig, 22.07.1999 - S 13 RA 448/95
BSG, 27.01.2003 - B 4 RA 2/02 R
Auch kann dahingestellt bleiben, ob dem Einwand der Klägerin zu folgen ist, dass die Gestaltung des vollständigen Vertragsinhalts durch das Gericht - die im Verwaltungsprozessrecht sonst keine Entsprechung finden dürfte - in Widerspruch zum Grundsatz der Gewaltenteilung nach Art. 20 Abs. 2 Satz 2 GG geriete, weil die Gerichte allein dazu berufen sind, Verwaltungshandeln zu kontrollieren (vgl auch Buchner/Spiegel, NZS 2013, 1, 7 f unter Hinweis auf BSG SozR 4-1500 § 160a Nr. 13 sowie BSGE 90, 42, 44 = SozR 3-8570 § 4 Nr. 4) .
Diese Auffassung habe der erkennende Senat im Urteil vom 31. Juli 2002 ( B 4 RA 2/02 R ) bestätigt.
Dass die Begrenzungsregelung in § 25 Abs. 1 Nr. 3 RAnglG-DDR (…vgl hierzu auch § 24 Abs. 3 Buchst b Satz 2 aaO) im Einklang mit dem Überführungsprogramm des EV Nr. 9 steht, hat der Senat in seinen Urteilen vom 31. Juli 2002 (…B 4 RA 112/00 R, SozR 3-8570 § 4 Nr. 3 S 14 ff; B 4 RA 2/02 R, SozR 3-8570 § 4 Nr. 4 S 30 ff) dargelegt.
Der Senat hat dennoch seiner Entscheidung das zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung gültige und damit auch das am 22.6.2006 verkündete SER/DbAG-ÄndG vom 19.6.2006 zu Grunde zu legen, das auf Grund seiner Rückwirkungsanordnung auch für den Zeitpunkt des Erlasses der hier betroffenen bindend gewordenen Wertfeststellungen Gültigkeit beansprucht (…hierzu stellvertr BSG SozR 3-2600 § 307b Nr. 9 S 95;… BSG SozR 3-8570 § 4 Nr. 3 S 9; BSG SozR 3-8570 § 4 Nr. 4 S 26 f).
Der Senat hat dennoch seiner Entscheidung das zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung gültige und damit auch das am 22.6.2006 verkündete SER/DbAG-ÄndG vom 19.6.2006 zu Grunde zu legen, weil es sich Rückwirkung für den strittigen Zeitraum beigemessen hat (…hierzu stellvertr BSG SozR 3-2600 § 307b Nr. 9 S 95;… BSG SozR 3-8570 § 4 Nr. 3 S 9; BSG SozR 3-8570 § 4 Nr. 4 S 26 f).
Die Erwägungen des BVerfG zur gebotenen Dynamisierung des Zahlbetrags nach EinigVtr Nr. 9 Buchst b lassen sich daher schon mangels einer weder zeitlich (1990 bis 1992) noch sachlich vergleichbar konkreten Einbuße auf den vorliegenden Fall nicht übertragen; für die hier zu treffende Entscheidung ist infolgedessen auch unerheblich, ob die in Umsetzung der Rechtsprechung des BVerfG in § 4 Abs. 4 Satz 2 AAÜG idF des 2. AAÜG-ÄndG vorgesehene Dynamisierung des geschützten Zahlbetrags entsprechend der allgemeinen Rentenanpassung verfassungskonform ist (vgl dazu BSG Urteile vom 31. Juli 2002 - B 4 RA 2/02 R und B 4 RA 24/01 R -, beide zur Veröffentlichung vorgesehen).
§ 4 Abs. 4 AAÜG sieht vor, dass von drei jeweils eigenständig festzusetzenden Werten in jedem Bezugsmonat der höchste Wert als maßgeblicher Wert des Rechts auf Rente festzustellen ist (vgl Urteil des erkennenden Senats vom 31. Juli 2002 - B 4 RA 2/02 R - sowie entsprechend vom 30. Juli 2002 - B 4 RA 27/01 R - jeweils zur Veröffentlichung vorgesehen).
In dem vom Kläger angesprochenen Urteil des BSG vom 31. Juli 2002 (B 4 RA 2/02 R = SozR 3-8570 § 4 Nr. 4) hatte der damalige Kläger ab November 1993 Regelaltersrente (wegen Vollendung des 65. Lebensjahres) erhalten, sodass auch der fiktive Versorgungsfall iS von § 4 Abs. 4 Satz 2 AAÜG offensichtlich vor dem 1. Juli 1995 vorgelegen hatte.
Nach § 8 Buchst a der VO-AVIwiss vom 12. Juli 1951 (GBl 675) hätte ihm erst nach Vollendung des 65. Lebensjahres, also ab dem Zeitpunkt, ab dem ihm auch kraft Gesetzes ein Recht auf Regelaltersrente nach dem SGB VI (wie in BSG SozR 3-8570 § 4 Nr. 4 - dort ab November 1993) zustand, hier also im Juni 1997, und damit erst nach Ablauf des zeitlich limitierten Bestandsschutzes ein Recht auf zusätzliche Altersversorgung zugestanden.
Dieser bestandsgeschützte Betrag wird lediglich mit dem Wert der SGB VI-Rente verglichen und der sich hiernach ergebende höchste Wert als "monatliche Rente" gezahlt (vgl hierzu zuletzt Urteil des Senats vom 31. Juli 2002 - B 4 RA 2/02 R - zur Veröffentlichung vorgesehen).