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Timestamp: 2020-02-16 18:39:48
Document Index: 14033812

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§35', '§35', '§1', '§35', '§38', '§35', '§35', '§35']

Anfahrt zum Feuerwehrhaus: Geblitzter Feuerwehrmann muss zahlen | Feuerwehr-Magazin
Anfahrt zum Feuerwehrhaus: Geblitzter Feuerwehrmann muss zahlen
von Michael Klöpper, 11. Mai 2016
Offenburg (BW) – Auf der Anfahrt zum Gerätehaus während eines Brandeinsatzes wurde ein freiwilliger Feuerwehrmann aus Offenburg (Ortenaukreis) im Mai 2015 geblitzt. Anstelle der vorgesehenen 50 fuhr er 89 Stundenkilometer. Dafür sollte er zwei Punkte bekommen und 80 Euro zahlen. Der 31-jährige Feuerwehrmann zog dagegen vor Gericht. Wie „baden online“ berichtet, ließ die zuständige Richterin die Anzeige nicht fallen. Sie reduzierte die Strafe jedoch um einen Punkt. In der Verhandlung wies der Anwalt der Einsatzkraft darauf hin, dass auf der geraden Strecke keine Gefährdung weiterer Verkehrsteilnehmer vorlag. Sein Mandant habe darüber hinaus auch privat bisher keine Verkehrsverstöße begangen. Vor allem sei der Feuerwehrmann seiner gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen, sich im Einsatzfall unverzüglich zum Feuerwehrhaus zu begeben. Die Richterin folgte der Argumentation nur bedingt.
Feuerwehrmann auf Anfahrt verletzt
Wenn es schnell gehen soll – Anfahrt zum Feuerwehrhaus
Hier geht’s zum Orginalbeitrag: “Keine Milde für geblitzten Feuerwehrmann” (10. Mai 2016, baden online)
Schlagwörter: Feuerwehr Einsatzfahrt, Sonderrechte
Peter P. 17. Mai 2016, 13:12
falls Du die Kommentare wirklich alle gelesen haben SOLLTEST (was ich bezweifle), sollte Dir klar sein, dass JEDER Antwortgeber betont hat, selbst bei der Feuerwehr zu sein …..
ich kenne einen Fall:
Feuerwehr mit Sirene alamiert, Feuerwehrler fährt in einer Nebenstraße auf eine rote Ampel zu und mit knapp 100 Sachen über die Kreuzung …. Frage seines Kommandanten: Was machst Du, wenn auf der Hauptstraße der Rettungswagen mit Blaulicht kommt? antwort des Feuerwehrlers: der Retter muß bremsen, er (also Feuerwehrler) hat Vorfahrt, er fahre ja schließlich zum Einsatz
ich fahre zum Feuerwehrhaus auch mit leicht erhöhter Geschwindigkeit (max. 65-70 km/h lt. Tacho)
und das Argument: diese 20 Sekunden Zeitgewinn können Leben retten: komisch, mir ist nicht bekannt, dass ein Feuerwehrfahrzeug mit Besatzung 1/0 ausrückt …..
selbst hier bei uns, wo viele in unmittelbarer Nähe zum Ort arbeiten dauert es bis zu 3 Minuten, bis alle da sind ….
Andi 13. Mai 2016, 15:20
Ich muss mir nach diesem Vorfall gerade ernsthaft die Frage stellen, ob sich solche Feuerwehrangehörige mit diesem Verhalten nicht vom kompletten Feuerwehrdienst fernhalten sollten ?!
Genau diese Personen sind es doch in Wirklichkeit, welche andere Verkehrsteilnehmer und natürlich sich selbst fahrlässig und vorsätzlich gefährden und genau dieses Fehlverhalten wird damit begründet und entschuldigt, dass schnelle Hilfe geboten ist weil Menschenleben in Gefahr ist.
An diesen Aussagen zweifel ich am gesunden Menschenverstand solcher Feuerwehrangehöriger.
Meiner Meinung nach wäre hier ein mehrmonatiges Fahrverbot, Punkte und eine gesalzene Geldstrafe angebracht.
Um solche Leute zur Vernunft und Nachdenken zu animieren.
Matthias 12. Mai 2016, 22:36
Ich habe bereits meine Meinung geschrieben und wie man hoffentlich heraus liest bin ich nicht generell der Meinung auf Narrenfreiheit bei Alarmierung, sondern auf bedachtes Handeln gegenüber anderen und der eigenen Sicherheit, was ich von einem ernsthaften Feuerwehrmann erwarte und als ehemaliger Kommandant auch sicher einigen erfolgreich vermittelt habe. Da keiner hier Beifahrer war oder die Stelle kennt, ist und bleibt es für mich heiße Luft zu diskutieren ob nun gerecht oder nicht!
Warum ich mich aber noch einmal melde und was mich gerade sehr aufregt, da es dem Lesen zu Urteilen sogar von Kameraden stammt, in was für eine Feuerwehr seit ihr?
Klar, jede ach so kleine Wehr mit TSA oder TSF ist wichtig und hab ich immer unterstützt, aber ich persönlich bin nach meiner Kommandantenzeit von einer kleineren Stützpunktwehr in eine Wehr gewechselt mit 3 stark frequentierten, meist geschwindigkeitsunbeschränkten Bundesautobahnen, 2 Bundesstraßen und viel anderer Industrie und Einrichtungen im Zuständigkeitsbereich.
Wenn Ihr Menschen bereits in euren Händen sterben erlebt hättet oder leider sogar vor euren Augen lebend im KFZ verbrennen gesehen hättet, wärt Ihr sicher anderer Meinung als über, eurer Meinung, unnötig ereilte Sekunden zu diskutieren.
Je nach Situation ist jede Sekunde Atemstillstand oder Feuer eine Sekunde zu viel für jemanden der ihr selbst sein könntet.
Und die Aussage was bringt es wenn man schnell am Feuerwehrhaus ist und noch kein anderer ist da? Also bei uns kann in dieser Zeit beispielsweise ein alleinkommender bereits den VSA anhängen, Sondermittel aufrüsten oder benötigte Rollcontainer beladen und kurz darauf mit anderen schnell eintreffenden bereits mit Truppbesatzungsfahrzeug hinter dem Kdow ausrücken wenn es das Einsatzstichwort erlaubt.
Anderl W. 12. Mai 2016, 20:00
Ich muß mich leider nochmals zu Wort melden.
Ich bin sehr empört darüber, wie manche hier ein solches “vorsätzliches” Fehlverhalten unterstützen und auch noch Gut heißen.
Auch ich bin Angehöriger einer Feuerwehr, aber mit 90 Km/h durch eine geschlossene Ortschaft zu rasen ist nicht mehr zu rechtfertigen, verantwortungslos und nicht zu entschuldigen, daß der Piepser gerade los ging und höchste Eile geboten ist.
Die schlauen Sprüche wie:
“Hoffentlich brennt es bei Euch nicht einmal”, oder “Ihr habt dann das größte Geschrei, wenn Ihr mal Hilfe braucht und diese kommt zu spät” kann man sich getrost in die Haare schmieren. Denn, was nützt mir als Opfer die Hilfe, welche bei der Anfahrt zur Feuerwache bei Piepser an, Hirn aus andere Personen gefährdet oder in Unfälle verwickelt sind.
Auch wenn man als Privatperson bei der Anfahrt zur Wache “gewisse” Sonderrechte in Anspruch nehmen darf, sollte man nicht vergessen, daß das Privatfahrzeug keinerlei Kennzeichnung besitzt, die die Nutzung der Sonderrechte für andere Verkehrsteilnehmer ersichtlich macht.
Der lächerliche Dachaufsetzer bringt hier rein gar nichts.
Was ich aber für die Befürworter in diesem Falle wünsche, daß Ihr in so einem Fall kein Passant oder gar Kind über den Haufen fahrt.
Der Richter wird sich nämlich nicht dafür interessieren, wie “dringend” der Einsatz war und am besten wäre es hier, auch nichts weiteres zum Tatvorwurf auszusagen um sich nicht noch weiter in die Schei**e zu reiten.
Fabian S. 12. Mai 2016, 17:06
Also ich habe jetzt nur einige der Kommentare gelesen.
Einige hier sind wohl von der Fraktion
1. “Die Feuerwehr sollte in der Nacht Blaulicht und Martinshorn ausmachen – ich will schlafen”
2. “Der Rettungshubschrauber ist zu laut, der ist echt nervig” .
Einige Stellungnahmen dazu:
1. Der Fahrer eines Feuerwehr Autos trägt als Privatperson die volle Verantwortung während einer Einsatzfahrt.
Man muss bedenken, dass er nur unterwegs ist, um Menschenleben zu retten.
Kapiert ihr das nicht?!
Die Leute setzen ihr Leben aufs Spiel, nur um eures zu retten!!
2. Alleine der neue Rettungshubschrauber bei und im Landkreis hat im letzten Jahr hunderte Menschen gerettet!
So nun zum eigentlichen Thema, solche Sprüche wie,
“Das spart doch nur 20 Sekunden”,
Ja, und genau diese 20 Sekunden können mal DEIN Leben retten!
Ist euch eigentlich klar, wie schnell sich ein Brand ausbreitet? Wie schnell sind der Rauch im ganzen Haus oder Gebäude verteilt?
Bestimmt ist euch auch nicht klar, wie schnell man durch die Rauchgase vergiftet und bewusstlos wird.
Vermutlich ist es euch auch egal, solange bis es euch selbst betrifft…
In Bayern sind wir etwas weiter mit der Rechtslage (BaWü eigentlich genauso)
“Ein Feuerwehrangehöriger, der Zuhause oder am Arbeitsplatz zu einem Einsatz alarmiert wird und mit einem Privatfahrzeug zum Feuerwehrstützpunkt fährt, kann grundsätzlich die Sonderrechte des § 35 I StVO in Anspruch nehmen.”
(Straßenverkehrsrecht für Feuerwehr und THW von Gerhard Nadler)
Feuerwehrleute sind auch auf dem Weg zum Feuerwehrhaus von der Beachtung aller Verpflichtungen der StVO befreit. (§35 Abs.1 StVO)
Allerdings gilt hier das Übermaßverbot. (§35 Abs.8 StVO)
Hier zu beachten ist:
Sie Sonderrechte bestehen darin, je nach Verkehrslage sowie Bedeutung und Dringlichkeit des Einsatzes, bei einem bestimmten Verkehrsvorgang die eine oder andere Verkehrsregel ganz oder teilweise nicht einzuhalten. Aber niemals dürfen andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder geschädigt werden.
Auch ich kenne die Stelle nicht, allerdings fordert dieses Einsatzstichwort dringendst zu Eile und Schnelligkeit auf!
Traurig, hier Ehrenamtliche zu bestrafen die für euch euer Leben aufs Spiel setzen und ihre Freizeit opfern.
Nur damit ihr euch über sie aufregen könnt.
Willy 12. Mai 2016, 09:02
In dem Fall finde ich die Strafe gerecht, weil die Grundsätzliche Frage die man sich stellen muss, in wie weit ist/kann es das wert sein andere und sich selbst zu gefährden.
@ Kevin N Ich bin auch in der freiw. Feuerwehr, und verstehe nur zu Gut das es schnell gehen muss und auch wie Lange es sich anfühlt bis Hilfe da ist, aber sieht man es mal realistisch bringen einem eine so hohe Geschwindigkeitsüberschreitung was im Verhältnis?
Gehen wir mal von der Situation aus, Innerorts gerade Straße ca. 2km bis zum Gerätehaus, mit 70km/h (was ich noch für vertretbar halte) brauchst du ca. 100 sek., nimmst du jetzt die ca. 90km/h brauchst du ca. 90 sek., für die 10 Sekunden würdest du ein ca. 3fach höheres Risiko einen Unfall zu haben (weil du übersehen wirst, oder nicht mehr rechtzeitig reagieren kannst) in Kauf nehmen? Zumal du dann nicht mehr am Einsatzort ankommst und die Kammeraden womöglich dann auch dir helfen müssen. Sollte es zu Personen schaden wirst du rechtlich keine Chance mehr haben, weil der §1 der STVO dann alles aussticht. Mir hat mal ein befreundeter Verkehrsanwalt gesagt, bis 20% über der Geschwindigkeit wird dir keiner einen Strickdraus drehen, ausgenommen Personen schaden.
Jennifer 12. Mai 2016, 07:34
Die Strafe ist doof aus dem Grund wir von der Feuerwehr haben genauso Druck wie Rettungsdienst da es um Menschen leben geht da zählt nun mal jede Sekunde ich Greife mir nur gerade an den Kopf alle die wo denken das wir uns trotzdem an die Geschwindigkeit halten müssen sollen bloß leise sein wen wir zu spät kommen da wir uns ja daran zu halten haben
Karsten St 12. Mai 2016, 03:33
als Feuerwehrkamerad sollten Sie wissen das das sichere Erreichen des Gerätehauses und dann anschließend der Einsatzstelle die Grundlage sind das überhaupt eine sinnvolle Tätigkeit stattfinden kann.
Eine so erhebliche Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit führt zu wesentlich längerem Bremsweg etc. und widerspricht nunmal der Sorgfaltspflicht an die man insbesondere mit der Wahrnehmung der Sonderrechte gebunden ist. Und nicht zu vergessen: Falls es in einer solchen Situation zu einem Unfall kommt ist man voll haftbar.
Der Verweis das es bei den anderen Kommentierern auch mal brennen sollte ist lächerlich, denn auf dieser Homepage lesen fast nur Fm(SB) und andere fachlich
Die Regeln im Einsatzfall werden von Kommune zu Kommune anders gehandhabt und hier in NRW müssen die Angehörigen der FF teilweise unterschreiben das sie
sich im Alarmfall auf dem Weg zu Gerätehaus an die Regeln der StVO halten und die FF rückt trotzdem zügig aus.
Vielleicht einfach mal bei der nächsten Sonderrechtsbelehrung genau aufpassen und sich über die Sorgfaltspflicht informieren!
Matthias 11. Mai 2016, 23:07
Wir alle hier kennen die Stelle nicht, wo er geblitzt wurde!
Ich meine es gibt sehr wohl Bereiche, wo dies Innerorts ohne Gefährdung Fremder möglich ist, genauso wie es Stellen gibt wo selbst erlaubte 50 viel zu schnell sind. Und wenn ich mir diese möglichen Stellen meiner Heimatgegend ansehe, steht hier leider öfters mal ein Blitzer, obwohl ich mich an keinen Unfall in diesen Bereich während meiner 30 Jahre aktiven Dienst erinnere.
Von daher meine ich den Erstkommentaren betreffend, lieber nicht so laut Motzen ohne genaue Hintergründe zu wissen!
Wäre der gute FREIWILLIGE Kamerad in Bayern, wäre er nach Klärung der Verhältnismäsigkeit sicher noch besser bis hin zu vielleicht straffrei davon gekommen, denn der Freistaat Bayern hat in einer offiziellen Stellungnahme eine andere Auffassung zum §35STVO ggü. der Meinung anderer Bundesländer herausgegeben, nämlich dass einem Feuerwehrmann im Privat-PKW sehr wohl bereits Sonderrechte zustehen, nur eben keine Wegerechte nach §38STVO
Oliver T 11. Mai 2016, 22:34
An denn sehr geehreten Herr Christian Brenner und auch an alle anderen. Da ich selber in der Feuerwehr bin weiß ich was in einem vorgeht wenn der Melder bzw. die Sirene geht. Und wenn es dann noch um einen Brandeinsatz geht wo eventuell noch Menschenleben in Gefahr sind setzt man alles dran um schnellst möglichst ins Gerätehaus zu kommen. Aber wenn es nicht um dsd eigene leben geht können alle große Töne spucken, aber wenn sie dann mal selber betroffen sind wird rumgemeckrt wieso wir solange gebraucht haben.
Michael G. 11. Mai 2016, 19:40
Möge er in die nächste Instanz gehen. Diesen miesen Abzockern (die zudem ihre eigenen Sonder- und Wegerechte nicht kennen) muss man das Handwerk legen!
Simon 11. Mai 2016, 19:28
Jedes mal kommt diese Argumentation in Verbindung mit der Privatfahrt zum Feuerwehrhaus: “Ich hoffe nicht, dass es bei Ihnen mal brennt.”
Ich darf hier mal zu einem Dokument des LFV-Bayern verlinken, welcher darin auf Sonder- und Wegerechte eingeht:
http://www.lfv-bayern.de/fileadmin/download/service/Sondersignal-Fahrt-Trainer/03_Merkblatt_Hinweise_fuer_Einsatzfahrer.pdf
Ich zitiere: “Selbst bei Erhöhung der Geschwindigkeit von 50 km/h auf 70 km/h ergeben sich nur 20 Sekunden Zeitgewinn pro Kilometer. Sicherheit geht vor Schnelligkeit. Die Fahrphysik kann auch durch Blaulicht und Einsatzhorn nicht „außer Kraft gesetzt“ werden.”
Durch das schnelle Fahren nach Alarm holt man vielleicht 10-20 Sekunden im Ort rein, denn 70 km/h im Schnitt fährt niemand. Diese Sekunden rechtfertigen es definitiv nicht! Die Sicherheit, für den Helfer, der zum Feuerwehrhaus fährt und alle anderen Verkehrsteilnehmer geht hier vor.
Natürlich fahre ich zur Fahrzeughalle auch keine Strich 50, die fahre ich so auch nicht. Da sind es vielleicht 55-60 km/h. Aber die Strafe würde ich wenn es sein muss auch begleichen.
Anderl W. 11. Mai 2016, 19:21
Auch ich bin der Auffassung, dass der Angeklagte mit dem Urteil deutlich zu “milde” davongekommen ist.
Laut Bußgeldkatalog wären hier 120 Euro, 2 Punkte und 1. Monat Fahrverbot angebracht gewesen um über dieses Fehlverhalten nachdenken zu können.
@Kevin N:
Ich finde diese Geschwindigkeitsüberschreitung von 39 Km/h innerhalb von geschlossenen Ortschaften in keinerlei Verhältnis zu setzen, dazu wie hoch die Eile der Feuerwehr benötigt wird und ist auch nicht dadurch zu entschuldigen, wie Du es argumentierst.
Es kann nicht sein, dass bei der Anfahrt zur Feuerwache im privaten PKW andere Personen dadurch “vorsätzlich” gefährdet werden.
Dieses Verhalten ist nicht mehr als (grob) fahrlässig zu betrachten, sondern schon Vorsatz.
Man sollte also noch von Glück sprechen können, dass hier nicht der Tatbestandsvorwurf des “Vorsatzes” angehängt wurde.
Erschreckend finde ich, dass dieses desolate Fehlverhalten auch noch verteidigt wird.
Andreas 11. Mai 2016, 18:52
Durchaus, ist es sinnvoll zeitnah zum Gerätehaus zu kommen, aber es Stellt sich die Frage zu welchem Preis? Zum Nutzen von Wegerechten ist nach StVO zwingend blaues Blinklicht und Sondersignal erforderlich. Das ist bei Privatfahrzeugen – glücklicherweise – in Deutschland nicht für jeden Privatwagen zulässig. Und selbst mit Sondersignal gilt immer noch der Paragraph 1 der StVO – gegenseitige Rücksicht. JEDER, der meint auf der Fahrt zum Gerätehaus aus seinem PKW einen Rennwagen oder ein Einsatzfahrzeug zu machen setzt sein Leben und Vorallem das Leben anderer vollkommen sinnfrei auf’s Spiel. Und was hat der Verunfallte/ das Brandopfer davon, wenn keiner zum helfen kommt, weil die Feuerwehr die Einsatzkraft selber retten muss? – Nix.
Grundsätzlich sollte die Devise sein: Anfahrt zum Gerätehaus und zur Einsatzstelle auf “ankommen” und nicht auf “Sieg”.
Edward Zelmer 11. Mai 2016, 18:46
Naja ich sags mal so, würde in dem Ort wo der Herr gefahren ist meine Frau mit ihren Kindern gerade mit dem Auto zur Schule fahren, und sie erfassen. dann würde es eine gewaltige selbstjustiz Schelle von mir hageln. Unverantwortlich, steht in keinem verhältnis andere zu gefährden um jemand anderen vielleicht zu retten(oder einen Mülleimer zu löschen. Sonderrechte schön und gut, aber man muss es nicht übertreiben.
wolle 11. Mai 2016, 18:05
Macht bitte mal alle halb lang hier. Ihr kennt nicht die Gegebenheiten, die Straße, den Gegenverkehr, usw…. Fakt ist, er war zu schnell, aber es muss nicht unbedingt straffällig sein (siehe andere Entscheidungen). Jetzt ist halt die Bewertung wichtig, ob 80kmh auf der Straße gefährlich waren oder nicht. Diese steht uns ohne Informationen nicht zu, sondern sollte von Fachpersonal vor Ort mit kompletter Beweislage geklärt werden.
An Kevin: Ich argumentiere jetzt gegen Sie, aber Sie stehen nur präsentativ für eine Gruppe Personen. Die Begründung “Feuerwehr” taugt eben nicht allein zum Rasen, wenn andere gefährdet werden. Und da braucht man auch die Richterin nicht persönlich angehen.
An m wenke: Du urteilst ohne zu wissen, warum urteilst du überhaupt, wenn du noch nicht mal eine Begründung bietest?
An Christian Brenner: Ich glaube Sie gehen davon aus, über eine Ortslage urteilen zu können, die Sie nicht kennen. Ich kann mir schon Straßen innerorts vorstellen, die man mit 80 befahren könnte. Ich kenn die Gegebenheit dort auch nicht und mit den spärlichen Ortsangaben kann man diese nicht nachvollziehen. Google Maps lässt auch nur schwer auf die wirklichen Gegebenheiten schließen.
Ich glaube wir sollten auf Expertenmeinungen warten. Und ich finde, wenn er nicht verhältnismäßig gefahren ist, sollte er eher Seminare für Feuerwehrfahrer besuchen und nur die Strafe zwischen der kmh-Grenze,die verhältnismäßig gewesen wäre, und seine gefahrenen kmh Zahl.
Frank 11. Mai 2016, 17:39
Ich kann mich der Argumentation von Kevin N nur anschließen , voll und ganz.
Markus 11. Mai 2016, 17:38
durchaus ist das so, dass Eile geboten ist. Jedoch gefährdest du dich und andere Verkehrsteilnehmer mit solch einem unangemessenem Tempo. Hier geht es auch nicht um 10 oder 20 km/h sondern um immerhin fast das Doppelte, was innerorts erlaubt ist! Das ist aus meiner Sicht als Einsatzkraft äußerst fahrlässig. Und aus meiner Sicht als Führungskraft würde ich dich nicht ans Steuer lassen, wenn mit Sonder gefahren wird.
Nichts ist so dringend und rechtfertigt es das eigene Leben oder gar das der Anderen zu gefährden. Eigenschutz geht auch in diesem Fall vor! So weit ich weiß ist es auch nicht so, dass alle Autos warten bis der ganze Löschzug voll besetzt ist und erst dann losfahren.
St. Florian 11. Mai 2016, 17:32
Bei wenigen Kilometern Anfahrt zum Gerätehaus liegt die Zeitersparnis durch überhöhte Geschwindigkeit bei einigen Sekunden, und damit in keinem Verhältnis zum erheblich vergrößerten Risiko – man vergegenwärtige sich nochmal den Bremsweg von 89km/h gegenüber 50km/h.
Es ist niemandem geholfen wenn ein Kamerad oder ein Unbeteiligter auf dem Weg zum Gerätehaus durch einen Unfall zu Schaden kommt.
Einfach langsam tun bei der Anfahrt, mit dem Einsatzfahrzeug darf dann ja Gas gegeben werden.
Torben 11. Mai 2016, 17:24
Ich bin auch bei der Feuerwehr! Die Strafe finde ich OK. Mann muss immer dran denken das andere nicht wissen das ich in Einsatz bin. Und wenn ich auf den weg zur Wache ein Unfall versuche ist keinen geholfen. Die Leute die mit 89Khm durch denn Ort Rassen sind die in meinen Augen Sensatiosgeil.
Frank 11. Mai 2016, 16:48
Ich bin selbst bei der FFW und im Einsatzfall auch etwas zu schnell unterwegs, aber man muss sich immer vor Augen halten an die Höhere Verantwortung die man hat und dann auch nicht mehr wie 10-15 Km7h auf dem Tacho wie erlaubt .Bei übertriebenen Überschreitungen ist das auch nicht mehr mit §35 Stvo zu rechtfertigen.
TS 11. Mai 2016, 16:34
Bei 89 vorgeworfener Geschwindigkeit, nach Abzug der Toleranz, standen mit Sicherheit nahezu 100 auf dem Tacho. Und das ist tagsüber in der Stadt weit jenseits jeglicher Verhältnismäßigkeit. Zumal Offenburg hauptamtliche Kräfte hat, die mit den ersten entscheidenden Fahrzeugen ausrücken.
Von daher hat der Kamerad noch Glück mit diesem Urteil gehabt.
Gruß, TS, ebenfalls Freiwillige Feuerwehr
Peter P. 11. Mai 2016, 16:31
ich habe NULL Verständnis, wenn ein Feuerwehrler auf Anfahrt zum Feuerwehrhaus die Höchstgeschwindigkeit um mehr als 75% überschreitet!!!
ich bin selbst bei der Feuerwehr!
was nützt es, wenn ich am Feuerwehrhaus bin und alle anderen kommen 3-4 Minuten später?
ich hoffe für Dich, dass nie ein Kind auf den Straßen unterwegs ist, wenn Du zum Gerätehaus fährst
Thomas Cleven 11. Mai 2016, 16:19
Das würde ich zur nächsten Instanz gehen lassen:
Die Richterin sollte sich §35 StVO mal genau durchlesen …
§35 Sonderrechte
“Die Feuerwehr“ heißt nicht “rotes Auto mit blauen Lampen drauf“, welches Fahrzeug dabei geführt wird ist vollkommen offen.
Im Gegensatz dazu beschreibt der selbe Paragraph das für den Rettungsdienst in Abs. 5a nämlich nur für dessen Fahrzeuge, demnach kein Rettungsdienst Mitarbeiter im privaten Pkw.
(5a) Fahrzeuge des Rettungsdienstes sind von den Vorschriften dieser Verordnung befreit, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden.
Demnach ist der Feuerwehr man auch im privaten Pkw von dieser Verordnung befreit, der Rettungsdienstler nicht.
Das ist definitiv ein Fall für die Revision.
… auch wenn ich persönlich vorwerfbare 89km/h trotzdem für unangebracht halte, aber wir kennen auch die örtlichen Begebenheiten nicht. In unserem Bereich gibt es auch Ortsstraßen wo man sich das vertreten kann.
Elpunkt 11. Mai 2016, 16:17
Eine klassische “Kevin” – Antwort.
Manchmal liegen Klischee und Wahrheit nicht weit voneinander entfernt, Entschuldigung, aber der musste jetzt mal sein.
Wer die Straßenverkehrsordnung weder kennt, geschweige denn den Inhalt versteht, hat im Straßenverkehr nichts, aber auch überhaupt nichts zu suchen.
Von daher: Bei 39 km/h innerorts Zuviel, kann er mit der verhängten Strafe mehr als zufrieden sein.
Kevin N 11. Mai 2016, 15:14
An diejenigen die diese Strafe vertreten:
Ich hoffe nicht, dass es bei ihnen irgenwann mal brennen sollte, oder sie benötigen in irgendeiner weise andere hilfe von Feuerwehr Rettungsdienst und co. Aber falls doch, sind sie diejenigen, die am lautesten schreien, wenn es ein paar minuten dauewrt bis die Helfer einteffen. Meiner meinung nach müssen sie alle verpflichtet werden, bei den Hilfsorganisationen mitzumachen, damit sie mal sehen, unter welchem Zeitdruck die Helfer stehen, grad wenn es brennt und Personen in Gefahr sind.
versetzt euch erst mal in die lager der Helfer und dann könnt ihr des meckern anfangen.
Ich selbst bin in einer freiw. Feuerwehr und muss im einsatzfall einmal durch den kompletten Ort. Und wenn es bekannt ist, das Leib und Leben in ernster gefahr sind, scheue ich mich nicht, das Tempo innerorts um einiges zu überschreiten.
m wenke 11. Mai 2016, 13:02
genau die richtige Strafe
Christian Brenner 11. Mai 2016, 12:39
Wenn die Angaben in dem – übrigens fehlerhaft verlinkten – Originalbeitrag stimmen, ist der Kamerad für mich zu glimpflich davon gekommen.
Man lasse sich alleine die Geschwindigkeit innerorts von 89 km/h auf der Zunge zergehen. Das ganze garniert mit einem in keiner Weise legitimierendem Dachaufsetzer. Bei dem Gedanken an dieses Szenario kann einem nur übel werden, ganz gleich ob der Straßenverlauf angeblich gerade war. Wer innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit 89 km/h unterwegs ist, nimmt billigend in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen. Wenn dann noch als “mildernder Umstand” der Dachaufsetzer zur Kenntlichmachung angeführt wird, erinnert mich das an den Mantafahrer, der gegen einen Baum gefahren ist und antwortet, er habe doch gehupt.
Eile war bei dem Einsatz sicherlich geboten, aber mit 89 km/h in einer geschlossenen Ortschaft zu fahren, ist m.E. selbst mit einem mit vollständiger Sondersignalanlage ausgestattetem Einsatzfahrzeug unverhältnismäßig.
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