Source: http://www.pilgersdorf.at/online-service/infoblatt-zum-thema-bauen.html
Timestamp: 2018-07-22 12:16:16
Document Index: 254311054

Matched Legal Cases: ['§16', '§17', '§18', '§16', '§16', '§17', '§18', '§17', '§18', '§27']

Sie befinden sich hier: Home / Online Service / Infoblatt zum Thema Bauen
Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Thema Bauen
(laut Burgenländischen Baugesetz 1997)
Die wichtigsten Informationen über das Burgenländische Baugesetz, wie die Abschnitte Bauvorhaben, Einreichplan, Baubeginn, Bauplakette sowie Fertigstellung, haben wir für Sie zusammengefasst. Diese Aufstellung gibt nur einen groben Überblick über die wichtigsten Punkte.
Vor Planungsbeginn sollte der Bauwerber, in seinem eigenen Interesse, bei der Gemeinde Auskünfte über die Bebauungsgrundlagen einholen.
Es besteht auch die Möglichkeit, offene Fragen im Zuge des Bautages jeden ersten Mittwoch im Monat mit unserem Bausachverständigen DI (FH) Ing. Gerhard Köppel abzuklären.
Baubehörde ist grundsätzlich die Gemeinde (außer bei Bauten im Grünland oder Bauvorhaben bei Gewerbebetrieben -> Zuständigkeit: Bezirkshauptmannschaft).
Folgende 3 Arten von Bauvorhaben werden laut Burgenländischen Baugesetz unterschieden:
Geringfügige Bauvorhaben (§16)
Anzeigepflichtige Bauvorhaben (§17)
Bewilligungspflichtige Bauvorhaben (§18)
1. Geringfügige Bauvorhaben (§16 Bgld. Baugesetz)
Folgende Bauvorhaben müssen bei der Baubehörde als geringfügige Bauvorhaben, spätestens 14 Tage vor Baubeginn, gemeldet werden:
Maßnahmen zur Erhaltung, Instandhaltung oder Verbesserung von Bauten und Bauteilen sowie sonstiger Bauvorhaben an denen keine baupolizeilichen Interessen bestehen:
Folgende Unterlagen sind für ein „Geringfügiges Bauvorhaben“ bei der Gemeinde abzugeben:
1 Formular „Mitteilung über ein geringfügiges Bauvorhaben (gem. §16 Bgld. Baugesetz 1997)“
1 Planskizze
Ist das Bauvorhaben nicht geringfügig, wird von der Baubehörde ein anzeigepflichtiges Bauverfahren nach §17 oder ein Bewilligungspflichtiges Bauverfahren nach §18 festgelegt.
2. Anzeigepflichtige Bauvorhaben (§17 Bgld. Baugesetz) – keine Bauverhandlung vor Ort
Folgende Bauvorhaben müssen bei der Baubehörde als anzeigepflichtige Bauvorhaben gemeldet werden:
Errichtung oder Änderung von Gebäuden bis zu einer Wohnnutzfläche von 200 m² (z.B.: Dachgeschossausbau)
Errichtung oder Änderung von Bauwerken (z.B.: Zäune, Carports,…)
Folgende Unterlagen sind bei der Gemeinde abzugeben:
3 Baupläne (Einreichpläne, jeweils von einem befugten Planverfasser erstellt)
Zustimmungserklärung (Unterschriften) der Anrainer auf den Plänen
Energieausweis (wo erforderlich)
3. Bewilligungspflichtige Bauvorhaben (§18 Bgld. Baugesetz) – Bauverhandlung vor Ort
Folgende Bauvorhaben müssen bei der Baubehörde als bewilligungspflichtige Bauvorhaben gemeldet werden:
Errichtung oder Änderung von Gebäuden über 200 m² Wohnnutzfläche (z.B.: Dachgeschossausbau) sowie
Aller anderen Gebäude über 200 m² Nutzfläche
Wenn kein anzeigepflichtiges Bauvorhaben erfolgen konnte (z.B.: keine Zustimmung von Anrainer)
Baupläne, Baubeschreibungen und Bauberechnungen sind von einem befugten Planverfasser zu erstellen.
Baubeginn / Bauplakette
Wenn alle Bewilligungen vorliegen, kann mit dem Bau begonnen werden.
Bitte beachten Sie, dass mit dem Bauvorhaben binnen 2 Jahren ab Baufreigabe oder Baubewilligung begonnen werden muss und die Bauausführungsfrist mit 5 Jahren eingeschränkt ist.
Der Baubeginn ist bei einem anzeige- oder bewilligungspflichtigen Bauvorhaben schriftlich bekanntzugeben. Danach stellt die Gemeinde eine Bauplakette aus, die gut sichtbar für die Zeit der Bauführung auf der Baustelle anzubringen ist.
Fertigstellung (§27 Bgld. Baugesetz)
Der Bauwerber hat die Fertigstellung eines Bauwerkes oder eines Bauabschnittes mit zumindest einer Wohnung oder Nutzungseinheit anzuzeigen.
Bei Gebäuden ist der Fertigstellungsanzeige ein Schlussüberprüfungsprotokoll einer gewerberechtlich oder nach dem Ziviltechnikergesetz befugten Fachkraft, eines gerichtlich oder von der Gemeinde beeideten Bausachverständigen oder eines Amtssachverständigen, die an der Ausführung des Gebäudes nicht beteiligt gewesen sein darf, anzuschließen, in dem diese mit ihrer Unterschrift die bewilligungsgemäße Ausführung des gesamten Bauvorhabens oder des betreffenden Bauabschnittes bestätigt. Weiters sind erforderlichenfalls ein Rauchfangbefund sowie ein Überprüfungsbefund eines befugten Elektrotechnikers über die vorschriftsmäßige Ausführung der Elektroinstallationen anzuschließen.
Jeden ersten Mittwoch im Monat mit Bausachverständigen DI (FH) Ing. Gerhard Köppel im Gemeindeamt (Um Terminvereinbarung in der Gemeinde wird gebeten)
Informationen zum Thema Wohnen (Burgenländische Wohnbauförderung, gesetzliche Grundlagen)
Tel.: 02682/600 Durchwahl 2800, 7000 Eisenstadt, www.burgenland.at/wbf/
Burgenländische Energie Agentur (Energieberatung und Alternativenergie und Förderungen)
Tel.: 05/9010 Durchwahl 8787, 7000 Eisenstadt, www.eabgld.at
Diese Informationen als PDF downloaden (224 kB)