Source: http://www.rb-reith.at/eBusiness/01_template1/48506971131749075-1013642253392_224953665219250645_227332744242310836_227535820496620224-582361151170459462-NA-30-NA.html
Timestamp: 2018-03-24 00:38:54
Document Index: 40168162

Matched Legal Cases: ['Art. 435', '§ 39', '§ 57', 'Art. 450', '§ 39', '§ 39', '§ 39', 'Art. 450']

Offenlegung 2016 gemäß Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 - Raiffeisenbank Reith
Gemäß Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) haben Kreditinstitute zumindest einmal jährlich Informationen über ihre Organisationsstruktur, ihr Risikomanagement und ihre Risikokapitalsituation offenzulegen. Die Offenlegung der Informationen erfolgt auf der Homepage der Raiffeisenbank Reith im Alpbachtal eGen.
Die Risikosituation eines Kreditnehmers wird laufend zweidimensional betrachtet, einerseits durch die Beurteilung der wirtschaftlichen Bonität mittels eines bankinternen Rating-Systems und andererseits durch die Beurteilung von risikomindernden Sicherheiten. In den entsprechenden Kalkulationen wird dem unterschiedlichen Risikogehalt der Kreditaktivitäten differenziert Rechnung getragen.Die Vertriebseinheiten werden bei der Steuerung durch Messung und Überwachung des Kreditrisikos und bei der operativen Betreuung von Normal- und Problemengagements unterstützt. Im Berichtswesen stellen diverse Stichtags- und Vorschauanalysen zum Risikoprofil einen fixen Bestandteil dar. Somit ist ein durchgängig aktiver Risikomanagementprozess gewährleistet.
Die von der Geschäftsleitung der Raiffeisenbank erstellte und dem Vorstand und Aufsichtsrat zur Kenntnis gebrachte Risikostrategie stellt die Richtlinie dar. Der Vorstand, die Geschäftsleiter und alle Mitarbeiter handeln nach diesen risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien. Das Risikomanagement ist so organisiert, dass Interessenkonflikte sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf Ebene von Organisationseinheiten vermieden werden. Bei den wesentlichen Risikoarten orientiert sich die Raiffeisenbank am Niveau eines Risikomanagements, welches zumindest jenem von strukturell und größenmäßig vergleichbaren Instituten entspricht („Best-Practice-Grundsatz“) und primär das Ziel eines geordneten Unternehmensfortbestandes („Going-Concern-Prinzip“) verfolgt.
Die Geschäftsleiter der Raiffeisenbank tragen die Verantwortung für sämtliche Risikosteuerungsaktivitäten. Dem Vorstand und Aufsichtsrat werden die Risikopolitik im Einklang mit den Geschäftsstrategien, die Risikogrundsätze, Verfahren und Methoden der Risikomessung und die Risikolimits zur Kenntnis gebracht. Der für das Risikomanagement zuständige Geschäftsleiter ist für das Controlling aller quantifizierbaren Risiken der Raiffeisenbank sowie für die Erarbeitung und die Umsetzung der Gesamtrisikostrategie verantwortlich. Alle quantifizierbaren Risiken werden im Rahmen der Risikotragfähigkeit nach sektoreinheitlichen Maßstäben überwacht. Ziel der Risikofrüherkennungs- und Risikoüberwachungssysteme ist die qualifizierte und zeitnahe Identifizierung aller wesentlichen Risiken. Im Rahmen des Gesamtbankrisikomanagements werden alle Risiken analysiert und durch laufende Soll-Ist-Vergleiche wird die Einhaltung der definierten Risikolimits überprüft. Die Innenrevision prüft die Wirksamkeit von Arbeitsabläufen, Prozessen und internen Kontrollen.
Um die Risiken zu limitieren, sind diese mit einem ausreichenden Polster an internem Kapital (= Deckungsmasse) zu decken. Per Jahresende 2016 hat das Verhältnis der Risken zur Deckungsmasse im Liquidationsfall 28,4 % betragen, gegenüber 29,0 % zum Jahresende 2015.
Auch die Mitglieder der Geschäftsleitung haben anhand einer qualifizierten Selbsteinschätzung (soweit solche vorliegen!) bestätigt, dass ausreichend zeitliche Ressourcen vorliegen, um die Leitungsfunktion ordnungsgemäß und mit der erforderlichen Sorgfalt wahrzunehmen.
Für die Auswahl von Personen für den Aufsichtsrat, Vorstand und Geschäftsleitung ist neben fachlicher Kompetenz auch die Erfüllung der erforderlichen persönlichen Qualifikation maßgeblich. Die jeweiligen Anforderungen richten sich nach Art, Struktur, Größe und Komplexität der Geschäftstätigkeit des Instituts sowie nach den jeweils zu besetzenden Funktionen.
Art. 435 Abs. 2 lit. d (für Banken größer EUR 1 Mrd. Bilanzsumme)
Die Raiffeisenbank hat einen Risikoausschuss gemäß § 39d BWG eingerichtet.
Der Risikoausschuss hält zumindest eine Sitzung im Jahr ab. 2016 fanden @ Sitzungen des Risikoausschusses statt.
Der Vorstand und Aufsichtsrat werden von der Geschäftsleitung über das Gesamtbankrisiko informiert.
19.432.253,60
17.293.368,35
470.841,58
919.746,12
11.528.460,93
292.061,21
1.434.322,21
1.762.616,96
883.869,50
2.138.885,25
Es ist unwahrscheinlich dass ein Schuldner seine Verbindlichkeiten in voller Höhe begleichen wird
(„notleidend“).
Eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners ist mehr als 90 Tage ausständig
(„überfällig“).
Für überfällige Engagements in der Bonitätsklasse 5,0 wird eine Vorsorge im Rahmen der Portfoliowertberichtigung gebildet. Auch für alle anderen, nicht ausgefallenen Bonitätsklassen, wird eine Portfoliowertberichtigung gebildet und von einer zusätzlichen Rücklage im Rahmen des Bewertungsspielraums gemäß § 57 Abs. 1 BWG Gebrauch gemacht.
413.246,63
72.434,60
7.656,63
14.873,17
348.028,57
14.513,00
91.487,00
432.759,63
76.520,32
8.570,91
106.360,17
454.028,57
Zusätzlich zu den angeführten Wertberichtigungen auf ausgefallene Risikopositionen wurden direkte Forderungsabschreibungen in Höhe von EUR 19.078,18 vorgenommen. Die Eingänge aus bereits abgeschriebenen Forderungen betragen EUR 4.560,18.
Reisedienst Alpbachtal GmbH
1.309.023,00
98.108,33
1.407.341,33
nicht komplexe KI
An der Gestaltung der Vergütungsregelungen wirken der Personal-, Risiko- und Compliance-Bereich der Raiffeisenbank mit und stellen dem Vergütungsausschuss diesbezüglich adäquate Informationen zu Verfügung.
Der Vergütungsausschuss setzt sich aus @ Vertreter des Aufsichtsrates sowie aus @ Mitgliedern des Betriebsrates zusammen und ist im Jahr *** zu @einer Sitzung zusammengetroffen.
Externe Berater wurden dazu nicht beigezogen.
Eine Überprüfung der Umsetzung der Grundsätze erfolgt jährlich durch den Vergütungsausschuss unter Einbindung der Geschäftsleitung. Weiters haben die interne Revision sowie der Compliance-Bereich die Einhaltung der Grundsätze der Vergütungsregelungen zu prüfen.
1. Fixe Entlohnungsbestandteile:
Gehalts- und Funktionszulagen
einzelverrechnete Überstunden/Überstundenpauschalen/All-In Vereinbarungen
leistungs- und ermessensunabhängige Vergütungen, die nach vorab festgelegten Kriterien anfallen, unwiderruflich zustehen und auch alle sonstigen Kriterien der Rz 117 der EBA-Leitlinie 2015/22 erfüllen (z.B. Jubiläumsgelder, Kinderzulagen)
gesetzliche, kollektivvertragliche und einzelvertraglich von Anfang an vereinbarte Abfertigungen
Diese Gehaltsbestandteile entsprechen den Vorgaben der Rz 117 der EBA-Leitlinie 2015/22 beziehungsweise sind Teil gewöhnlicher Beschäftigungsverhältnisse, weshalb sie als fixe Vergütung zu qualifizieren sind.
2.Variable Entlohnungsbestandteile:
a. Erfolgsprämien/Provisionen
Werden vereinbart bei Erreichen vereinbarter Leistungsziele, um den Gesamtbezug in einer modernen und vom Arbeitsmarkt erwarteten Form attraktiver zu gestalten und um die „Mitunternehmerschaft“ der Mitarbeiter abzubilden:
den Mitarbeitern in ertragsreichen Jahren die Möglichkeit zu bieten, am Unternehmenserfolg durch ihre Leistung angemessen zu partizipieren
die Bank in ertragsschwachen Jahren im Bereich des Personalaufwandes zu entlasten
Die erzielbaren Prämien sollen daher motivierend, angemessen (d.h. in Einschätzung der persönlichen, der Teamleistung und des Gesamtergebnisses des Kreditinstituts bemessen sein) und vertretbar (d.h., abhängig von der jeweiligen Funktion und der Gesamtvergütung) und geeignet sein, Mitarbeiter zu veranlassen, im besten Interesse der Kunden zu handeln.
b. Freie Abfindungszahlungen
Gegebenenfalls können im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung eines Dienstverhältnisses freiwillige Abfindungszahlungen geleistet werden, die den Kriterien der Rz 154 der EBA-Leitlinie 2015/22 entsprechen müssen.
c. Garantierte variable Vergütung:
Eine garantierte variable Vergütung ist grundsätzlich nicht vorgesehen - da sie immer vom Unternehmenserfolg abhängig ist – und wird nur in Ausnahmefällen für neue Mitarbeiter im ersten Jahr, im Sinne der Vorgaben der Rz 137ff der EBA-Leitlinie 2015/22, gewährt.
Aufgrund der Einstufung als nichtkomplexes Kreditinstitut wird auf Basis des Proportionalitätsprinzips gemäß Art. 450 Abs. 2 CRR und unter Berücksichtigung der nationalen Umsetzung der Richtlinie 95/46/EG von der Offenlegung quantitativer Informationen gemäß lit. g und lit. h abgesehen.
Die Parameter für die Erreichung und Auszahlung einer ergebnisorientierten Entlohnung entsprechen dem mittels Rundschreiben des Raiffeisenverbands Tirol publizierten aktuellen sektoralen Modell einer ergebnis­orientierten Entlohnung („EOE“).
Die Raiffeisenbank hat eine Bilanzsumme von mehr als 1 Mrd. Euro, weshalb es als komplexes Kreditinstitut entsprechend den Ausführungen der FMA einzustufen ist. Innerhalb der Kategorie „Komplexes Kreditinstitut“ nimmt die Raiffeisenbank unter Beurteilung der Kriterien „Interne Organisation“ sowie „Art, Umfang und Komplexität der Geschäfte“ eine Stellung als „mittelkomplexes Kreditinstitut“ ein.
Grundsätzlich ist die Zurückbehaltung der variablen Vergütung über fünf Jahre (siehe Ziffer 12 der Anlage zu § 39b BWG) erforderlich.
Die Bonusmöglichkeit für die identifizierten Mitarbeiter beträgt nicht mehr als 25 % des fixen Jahresgehalts und nicht mehr als EUR 30.000 brutto, sodass von einer Zurückbehaltung der variablen Vergütung über fünf Jahre (siehe Ziffer 12 der Anlage zu § 39b BWG) abgesehen wird.
Für den Fall, dass die Bonusmöglichkeit 25% des fixen Jahresgehalts oder EUR 30.000 übersteigt, wird diese zu 40% über fünf Jahre gemäß Ziffer 12 der Anlage zu § 39b BWG zurückbehalten. Die zurückbehaltene Bonusmöglich­keit wird jedes Jahr im Ausmaß eines Fünftels erworben, vorausgesetzt, dies ist jeweils angesichts der Finanzlage des Kreditinstituts tragbar und nach der Leistung gerechtfertigt.
Eine Auszahlung in Form von unbaren Instrumenten erfolgt nicht.
Aufgrund der Einstufung als mittelkomplexes Kreditinstitut sowie als nicht bedeutendes Institut gemäß Artikel 6 Absatz 4 der SSM-Verordnung wird auf Basis des Proportionalitätsprinzips gemäß Art. 450 Abs. 2 CRR und unter Berücksichtigung der nationalen Umsetzung der Richtlinie 95/46/EG von der detaillierten Offenlegung quantitativer Informationen gemäß lit. g und lit. h abgesehen und folgende aggregierte Darstellung verwendet:
Anzahl der Begünstigten: @
Gesamtbetrag der Vergütung: EUR @
davon fix: EUR @
davon variabel: EUR @
Die Verschuldungsquote gemäß Artikel 429 CRR betrug zum 31.12.2016 für die Raiffeisenbank 9,92 %.
Offenlegung gemäß Artikel 431 - 455 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 2016 (pdf)