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Timestamp: 2016-10-26 11:36:33
Document Index: 317329523

Matched Legal Cases: ['Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 3']

125 III 25043. Auszug aus dem Urteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer vom 6. Mai 1999 i.S. SWICA Gesundheitsorganisation (Beschwerde)
Art. 43 ch. 1 LP; poursuite en recouvrement de primes d'assurance-maladie. La poursuite par voie de faillite est exclue contre un d�biteur inscrit au registre du commerce lorsque deux conditions sont cumulativement remplies, � savoir lorsque la cr�ance en poursuite est fond�e sur le droit public et que le cr�ancier est un sujet de droit public (consid. 1). La seconde condition n'est pas remplie lorsque la compagnie d'assurance-maladie poursuivante est une soci�t� anonyme. L'introduction de l'assurance obligatoire le 1er janvier 1996 n'a pas modifi� les conditions pos�es par le droit de la poursuite (consid. 2). Consid�rants � partir de page 251
1. Gem�ss Art. 43 Ziff. 1 SchKG ist die Konkursbetreibung in jedem Fall ausgeschlossen f�r Steuern, Abgaben, Geb�hren, Sporteln, Bussen und andere im �ffentlichen Recht begr�ndete Leistungen an �ffentliche Kassen oder an Beamte.
Auch nach der �nderung des Bundesgesetzes �ber Schuldbetreibung und Konkurs vom 16. Dezember 1994 (in Kraft seit 1. Januar 1997) m�ssen, um die Konkursbetreibung auszuschliessen, kumulativ die Voraussetzungen erf�llt sein, dass die betriebene Forderung im �ffentlichen Recht begr�ndet ist und dass der Gl�ubiger ein Rechtssubjekt des �ffentlichen Rechts ist (ACOCELLA, in Kommentar zum Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, Basel/Genf/M�nchen 1998, Art. 43 N. 5ff.). Die unter der Herrschaft des alten Rechts ergangene Rechtsprechung, welche der Beschwerdef�hrerin bekannt ist, bleibt auch nach geltendem Recht uneingeschr�nkt g�ltig (BGE 118 III 13, BGE 115 III 89; BlSchK 1995, S. 64; unver�ffentlichte Urteile vom 20. September 1994 [B.242/1994 bzw. 245/1994] und 3. Dezember 1996 [B.239/1996]).
2. Die Beschwerdef�hrerin anerkennt, dass sie als Aktiengesellschaft nicht Rechtssubjekt des �ffentlichen Rechts ist. Sie meint aber, es dr�nge sich eine neue Betrachtungsweise von Art. 43 Ziff. 1 SchKG auf, weil seit der Inkraftsetzung des Bundesgesetzes �ber die Krankenversicherung am 1. Januar 1996 jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz sich f�r Krankenpflege versichern muss oder sich von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetzlichen Vertreterin versichern lassen muss (Art. 3 Abs. 1 KVG).
Mit ihrer Argumentation bekr�ftigt indessen die Beschwerdef�hrerin vor allem das Erfordernis der im �ffentlichen Recht begr�ndeten Leistung, so wenn sie sagt, im Bereich der obligatorischen Grundversicherung habe der B�rger keine freie Wahl, �ob er die Leistung beim Gemeinwesen oder beim Privaten nachfragt�. Auch wenn die Beschwerdef�hrerin erkl�rt, seit der Revision des Bundesgesetzes �ber die Krankenversicherung seien die Krankenversicherer �Durchf�hrungsorgane einer gesetzlich durchnormierten und obligatorischen Krankenversicherung�, �ndert das nichts daran, dass BGE 125 III 250 S. 252sie eine Aktiengesellschaft ist. Trotz der �ffentlichrechtlichen Ausgestaltung des Obligatoriums besteht im einzelnen Fall ein Vertragsverh�ltnis mit einer juristischen Person des Privatrechts, welches die Subsumtion unter Art. 43 Ziff. 1 SchKG ausschliesst (BGE 118 III 13 E. 3, S. 16).
Aus dem Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 6. Juni 1997, das nicht die hier zu beantwortende Frage des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts zum Gegenstand hat, kann die Beschwerdef�hrerin nichts zugunsten ihrer Rechtsauffassung herleiten.
Der teleologischen Auslegung schliesslich, welche die Beschwerdef�hrerin (mit Argumenten vornehmlich aus der Sicht des Schuldners) vortr�gt, kann nicht gefolgt werden. Art. 43 Ziff. 1 SchKG ist eine zwingende - und restriktiv auszulegende (GILLI�RON, Commentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Lausanne 1999, Art. 43 N. 34 und 44) - Verfahrensnorm, welche die Ausnahmen von der Konkursbetreibung festh�lt. Es geht nicht an, dass �ber die vom Gesetz geforderten Voraussetzungen hinweggesehen und damit die bundesrechtliche Vorschrift entgegen ihrem klaren Wortlaut angewandt wird.
Art. 3 Abs. 1 KVG