Source: https://www.steuba.de/einkommensteuer/kinder-einkommensteuererklaerung/
Timestamp: 2020-01-28 14:13:02
Document Index: 167026227

Matched Legal Cases: ['§ 62', '§ 63', '§ 64', '§ 65', '§ 66', '§ 67', '§ 68', '§ 69', '§ 70', '§ 71', '§ 72', '§ 73', '§ 74', '§ 75', '§ 76', '§ 76', '§ 77', '§ 78', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 38', '§ 32']

Kinder: Wie werden diese in der EinkommensteuererklÃ¤rung berÃ¼cksichtigt
Kinder: Steuerliche BerÃ¼cksichtigung
29 Jul Kinder: Steuerliche BerÃ¼cksichtigung
VerÃ¶ffentlicht um: 19:15Uhr in Einkommensteuer	von	Michael Jonas
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Wie werden Kinder in der EinkommensteuererklÃ¤rung berÃ¼cksichtigt? Wie hoch ist das Kindergeld? Wie hoch ist der Kinderfreibetrag?
Wo finden sich in den Steuergesetzen Informationen zu Kindergeld und Kinderfreibetrag?
Welche Kinder werden in der EinkommensteuererklÃ¤rung berÃ¼cksichtigt?
Kinder zwischen 18 und 21 Jahren
Kinder zwischen 18 und 25 Jahren
Was versteht man unter Kindergeld? Wie hoch ist das Kindergeld?
Was versteht man unter Kindergeld?
Wer erhÃ¤lt Kindergeld? Was sind die Voraussetzungen?
Wer zahlt das Kindergeld aus?
Was ist ein Kinderfreibetrag und wie hoch ist dieser?
Was ist ein Ausbildungsfreibetrag fÃ¼r ein Kind?
Was ist ein Entlastungsbetrag fÃ¼r Alleinerziehende?
Was sind Kinderbetreuungskosten?
Die rechtlichen Grundlagen fÃ¼r die BerÃ¼cksichtigung von Kindern im Steuerrecht finden sich im Einkommensteuergesetz (Â§Â§Â 32Â undÂ 62ff EStG). Â§Â 32 EStG enthÃ¤lt Hinweise zur GewÃ¤hrung von KinderfreibetrÃ¤gen bei der Einkommensteuer, Â§Â 63 EStG bildet die Grundlage fÃ¼r die BerÃ¼cksichtigung von Kindern beim Kindergeld.
Â§ 62 Anspruchsberechtigte
Â§ 63 Kinder
Â§ 64 Zusammentreffen mehrerer AnsprÃ¼che
Â§ 65 Andere Leistungen fÃ¼r Kinder
Â§ 66 HÃ¶he des Kindergeldes, Zahlungszeitraum
Â§ 67 Antrag
Â§ 68 Besondere Mitwirkungspflichten und Offenbarungsbefugnis
Â§ 69 DatenÃ¼bermittlung an die Familienkassen
Â§ 70 Festsetzung und Zahlung des Kindergeldes
Â§ 71 VorlÃ¤ufige Einstellung der Zahlung des Kindergeldes
Â§ 72 Festsetzung und Zahlung des Kindergeldes an AngehÃ¶rige des Ã¶ffentlichen Dienstes
Â§ 73 (weggefallen)
Â§ 74 Zahlung des Kindergeldes in SonderfÃ¤llen
Â§ 75 Aufrechnung
Â§ 76 PfÃ¤ndung
Â§ 76a (weggefallen)
Â§ 77 Erstattung von Kosten im Vorverfahren
Â§ 78 Ãœbergangsregelungen
DarÃ¼berhinaus finden sich weitere Informationen u. a. in den EinkommensteuerrichtlinienÂ (EStR) sowie in der vom Bundeszentralamt fÃ¼r Steuern herausgegebenen Dienstanweisung zum Kindergeld nach demÂ Einkommensteuergesetz (DA-KG).
BerÃ¼cksichtigt wirdÂ jedes lebende KindÂ vom Geburtsmonat an.
Kinder im Sinne desÂ EStGÂ sind
im ersten Grad mit dem SteuerpflichtigenÂ verwandte KinderÂ (leibliche Kinder und Adoptivkinder,Â BZSt 13.7.2017 – S 2280 ) und
DieÂ BerÃ¼cksichtigung als AdoptivkindÂ geht derÂ BerÃ¼cksichtigung als leibliches Kind vor (Â§ 32 Abs. 2 Satz 1 EStG). DieÂ BerÃ¼cksichtigung als Pflegekind geht ebenso der BerÃ¼cksichtigung als im ersten Grad verwandtes Kind vor.
Kinder unter 18 JahrenÂ werdenÂ ohne weitere VoraussetzungenÂ berÃ¼cksichtigt (Â§ 32 Abs. 3 EStG).
KinderÂ zwischen 18 und 21 JahrenÂ werden berÃ¼cksichtigt, wenn sieÂ arbeitslos im Sinne desÂ SGB IIIÂ sind (Â§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 EStG). Dies setztÂ ernsthafte ArbeitssucheÂ undÂ eigene BemÃ¼hungen des Kindes voraus. Da die Meldung eines arbeitsuchenden Kindes nachÂ Â§ 38 SGB IIIÂ grundsÃ¤tzlich unbegrenzt fort gilt, muss sich das Kind nicht mehr jeweils nach drei Monaten erneut als Arbeitsuchender melden. Wird ein Kind nach Ende der Berufsausbildung arbeitslos und teilt es dies im Rahmen des Antrags auf Bezug von Leistungen nach demÂ SGB IIÂ der dafÃ¼r zustÃ¤ndigen Stelle mit, ist dies gleichzeitig eine Meldung als Arbeitssuchender im Sinne desÂ SGB III.
Leistet das KindÂ Wehr- oder Zivildienst, wird esÂ nicht berÃ¼cksichtigt. Um diesenÂ Zeitraum verschiebtÂ sich aber dieÂ Grenze von 21 Jahren
KinderÂ zwischen 18 und 25 JahrenÂ werden berÃ¼cksichtigt (Â§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG), wenn sie:
fÃ¼r einen Beruf ausgebildet werden
Sich in einer Ãœbergangszeit von hÃ¶chstens vier Monaten im Zusammenhang mit im Gesetz genannten begÃ¼nstigten Zeitabschnitten befinden
Eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kÃ¶nnen
Einen der im Gesetz genannten freiwilligen Dienste leisten
Kinder in Erstausbildung sind immer zu berÃ¼cksichtigen, auch wenn sie selbst verheiratet sind und somit keine â€žtypische Unterhaltssituationâ€œ vorliegt. Die Berufsausbildung endet nicht schon mit der abschlieÃŸenden PrÃ¼fung, sondern erst mit der Bekanntgabe der PrÃ¼fungsentscheidung. Ist der Ablauf der Ausbildungszeit durch Rechtsvorschrift festgelegt, endet die Berufsausbildung erst mit Ablauf dieser Ausbildungszeit.
Ein Erststudium ist auch ein sog. Masterstudium, wenn die Hochschul- bzw. Studienordnung vorsieht, dass ein Studium mit dem Bachelor abgeschlossen wird und ein darauf aufbauendes Masterstudium einen weiteren Studiengang darstellt. Dagegen ist das Masterstudium Teil einer einheitlichen Erstausbildung, wenn es zeitlich und inhaltlich auf den vorangegangenen Bachelorstudiengang abgestimmt ist und das von den Eltern und dem Kind bestimmte Berufsziel erst darÃ¼ber erreicht werden kann.
Die Ãœbergangsfrist beginnt mit Abschluss des unmittelbar vorangegangenen Ausbildungsabschnitts oder Dienstes, auch wenn das Kind zu diesem Zeitpunkt das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Dauert die Unterbrechung lÃ¤nger, scheidet eine BerÃ¼cksichtigung fÃ¼r die Dauer der gesamten Unterbrechung aus.
Behinderte Kinder werden berÃ¼cksichtigt, wenn sie
wegen kÃ¶rperlicher, geistiger oder seelischerÂ BehinderungÂ auÃŸerstande sind, sich selbst zu unterhalten und
die BehinderungÂ vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenÂ ist (keine VerlÃ¤ngerung um die Zeit des Wehrdienstes).
Das Kindergeld ist dazu bestimmt, im laufenden Kalenderjahr das steuerliche Existenzminimum eines Kindes einschlieÃŸlich des Bedarfs fÃ¼r Betreuung und Erziehung oder Ausbildung von der Einkommensteuer frei zu stellen. Das Kindergeld ist Kern des Familienleistungsausgleich und soll den entsprechenden Mehraufwand gegenÃ¼ber Familien oder Eltern ohne Kinder abdecken.
Das Kindergeld hat sich zum 1.7.2019 um 10Â EUR pro Kind erhÃ¶ht. Es betrÃ¤gt im Jahr 2019 monatlich fÃ¼r das
(bis 30.6.2019)
1. und 2. Kind jeweils 204Â EUR (194Â EUR)
3. Kind 210Â EUR (200Â EUR)
4. und jedes weitere Kind jeweils 235Â EUR (225Â EUR)
Kindergeld wird unabhÃ¤ngig von ihrer StaatsangehÃ¶rigkeit gezahlt, wenn sie in Deutschland einen Wohnsitz oder gewÃ¶hnlichen Aufenthalt haben, oder wenn sie einem EU-/EWR-Mitgliedstaat leben und ein Elternteil in Deutschland lebt. MaÃŸgebend sind die Regelungen zur steuerlichen BerÃ¼cksichtigung.
Weil das Kindergeld fÃ¼r die Eltern bestimmt ist, kann es grundsÃ¤tzlichÂ nichtÂ an einen DrittenÂ abgetretenÂ oderÂ gepfÃ¤ndetÂ werden. Dies ist nur zulÃ¤ssig, wenn gesetzliche UnterhaltsansprÃ¼che des Kindes vorliegen, das bei der Festsetzung des Kindergelds berÃ¼cksichtigt wurde.
Eltern erhalten Kindergeld, wenn sie
in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewÃ¶hnlichen Aufenthalt haben oder
im Ausland wohnen, aber in Deutschland unbeschrÃ¤nkt einkommensteuerpflichtig sind oder entsprechend behandelt werden.
Nicht freizÃ¼gigkeitsberechtigteÂ AuslÃ¤nderÂ kÃ¶nnen Kindergeld nur dann erhalten, wenn sie eine gÃ¼ltige Niederlassungserlaubnis oder eine andere imÂ Einkommensteuergesetz definierte Aufenthaltserlaubnis besitzen.
Der Antrag auf Kindergeld ist schriftlich bei der zustÃ¤ndigenÂ FamilienkasseÂ der Bundesagentur fÃ¼r Arbeit zu stellen (auch durch BevollmÃ¤chtigte mÃ¶glich, z.Â B. durch AngehÃ¶rige der steuerberatenden Berufe); maÃŸgebend ist der Wohnbezirk des anspruchsberechtigten Elternteils. Bei einem Wohnsitz im Ausland (und ErwerbstÃ¤tigkeit in Deutschland) ist die Familienkasse zustÃ¤ndig, in deren Bezirk sich der Sitz der Lohnstelle des Arbeitgebers befindet. FÃ¼r AngehÃ¶rige desÂ Ã¶ffentlichen DienstesÂ und EmpfÃ¤nger vonÂ VersorgungsbezÃ¼genÂ ist i.Â d.Â R. die mit der Festsetzung der BezÃ¼ge betraute Stelle des jeweiligen Ã¶ffentlich-rechtlichen Arbeitgebers bzw. Dienstherrn zustÃ¤ndig.
Dem Elternteil wird fÃ¼r jedes steuerlich zu berÃ¼cksichtigende Kind einÂ Kinderfreibetrag von EUR 2.490 (2018: EUR 2.394) jÃ¤hrlich gewÃ¤hrt. ZusÃ¤tzlich zum Kinderfreibetrag wird fÃ¼r jedes Kind ein einheitlicher Freibetrag fÃ¼r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf von EUR 1.320 jÃ¤hrlich berÃ¼cksichtigt, und zwar unabhÃ¤ngig von den tatsÃ¤chlich entstandenen Aufwendungen. FÃ¼r jedes steuerlich zu berÃ¼cksichtigende Kind werden alsoÂ insgesamt EUR 3.810 (EUR 2018: 3.714) jÃ¤hrlich gewÃ¤hrt.
Eltern, die in ehelicher Gemeinschaft zusammenleben, sowie Verwitwete mit einem Kind aus der Ehe mit dem verstorbenen Ehegatten erhalten dieverdoppelten FreibetrÃ¤ge von insgesamt EUR 7.620 (2018: EUR 7.428) fÃ¼r ein leibliches Kind oder Pflegekind.
Freibetrag in AbhÃ¤ngigkeit vom Wohnsitz
FÃ¼r Kinder mit Wohnsitz in LÃ¤ndern mit einem niedrigen Lebensstandard werden je nach Land nur Â¾ bis zu Â¼ der FreibetrÃ¤ge gewÃ¤hrt, allerdings erst bei der Veranlagung zur Einkommensteuer. Die fÃ¼r Eheleute maÃŸgebenden erhÃ¶hten FreibetrÃ¤ge erhalten auch alleinstehende Elternteile, wenn der andere Elternteil im Ausland lebt oder seiner Unterhaltsverpflichtung gegenÃ¼ber dem Kind nicht im Wesentlichen nachkommt oder wenn der Aufenthaltsort des anderen Elternteils nicht zu ermitteln ist oder wenn der Vater des Kinds amtlich nicht bekannt ist.
Der Ausbildungsfreibetrag (eigentlich Freibetrag zur Abgeltung des Sonderbedarfs eines sich in Berufsausbildung befindenden, auswÃ¤rtig untergebrachten, volljÃ¤hrigen Kindes) soll den Sonderbedarf abdecken, der fÃ¼r VolljÃ¤hrige entsteht, die sich in Berufsausbildung befinden und auÃŸerhalb des elterlichen Hausstands untergebracht sind.
Ein Steuerpflichtiger kann also fÃ¼r
fÃ¼r das er einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld erhÃ¤lt,
das sich in Berufsausbildung befindet (freiwilliges soziales Jahr ist keine Berufsausbildung!),
auswÃ¤rtig untergebracht und
volljÃ¤hrig ist (BeschrÃ¤nkung auf volljÃ¤hrige ist auch bei minderjÃ¤hrigen, hochbegabten Studenten zu beachten),
einen Freibetrag i. H. von EUR 924Â je Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der EinkÃ¼nfte abziehen.
Der Entlastungsbetrag fÃ¼r Alleinerziehende soll die im Haushalt eines Alleinerziehenden, der einen gemeinsamen Haushalt mit keiner anderen erwachsenen Person fÃ¼hrt, die tatsÃ¤chlich oder finanziell zum Haushalt beitrÃ¤gt, anfallenden hÃ¶heren Kosten fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung abgelten.
Liegen die Voraussetzungen ganzjÃ¤hrig vor, wird ein Betrag in HÃ¶he von EUR 1.908Â von der Summe der EinkÃ¼nfte abgezogen. Dieser Grundentlastungsbetrag erhÃ¶ht sich um einen ErhÃ¶hungsbetrag von EUR 240Â fÃ¼r das zweite und jedes weitere im Haushalt des Alleinerziehenden lebende Kind.
Kinderbetreuungskosten sind Ausgaben in Geld oder Geldeswert, die als Entgelt fÃ¼r Dienstleistungen zur persÃ¶nlichen (behÃ¼tenden oder beaufsichtigenden) Betreuung eines Kindes geleistet werden. In Betracht kommen z.B. Aufwendungen fÃ¼r die Unterbringung in KindergÃ¤rten, KindertagesstÃ¤tten und bei TagesmÃ¼ttern oder Aufwendungen fÃ¼r die BeschÃ¤ftigung von Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen, Kinderschwestern sowie von Hilfen im Haushalt, soweit sie betreuen, nicht dagegen Aufwendungen fÃ¼r jede Art von Unterricht.
Voraussetzungen fÃ¼r den Sonderausgabenabzug von KinderbetreuungskostenÂ sind:
Dem Steuerpflichtigen entstehen Aufwendungen fÃ¼r Dienstleistungen zur Betreuung (nicht: Unterricht oder FreizeitbetÃ¤tigungen)
eines zum Haushalt gehÃ¶renden,
unter 14 Jahre alten Kindes oder
seit vor dem 25. Lebensjahr behinderten Kindes, das sich nicht selbst unterhalten kann.
AbzugsfÃ¤hig sind
zwei Drittel der Aufwendungen,
maximal EUR 4.000 je Kind,
wenn der Steuerpflichtige eine Rechnung erhalten hat,
und die Zahlung auf ein Konto erfolgt ist. Dies gilt auch fÃ¼r Zahlungen an Minijobber zur Kinderbetreuung.
Ausbildungsfreibetrag Kinder Kinderfreibetrag Kindergeld