Source: http://studylibde.com/doc/1869374/--w%C3%BCstenrot-direct
Timestamp: 2018-09-20 21:09:09
Document Index: 54191061

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 2']

der Auftragsausführung
Durch die Umsetzung der Anforderungen aus § 33 a WpHG ergibt sich für
die Depotkunden ab dem 01.11.2007 eine Erweiterung der Dienstleistung
in der Ausführung eines Kauf- oder Verkaufsauftrages von Finanzinstrumenten (Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente). Diese Dienstleistungserweiterung besteht darin, dass bei Kundenaufträgen, bei denen von
Kunden für den Ausführungsplatz keine Weisung vorgenommen wurde, die
Bank eine bestmögliche Ausführung gemäß vorab aufgestellten Grundsätzen gewährleisten kann. Diese Grundsätze basieren auf vorab festgelegten
Kriterien, auf Basis derer gleich bleibend das bestmögliche Ergebnis bei
der Ausführung von Kundenaufträgen erreicht werden soll. Die Auftragsdurchführung erfolgt über die dwpbank. Deren Mustergrundsätze dienen
als Grundlage der Ausführungsgrundsätze für das Top Depot direct der
Die vorliegenden Ausführungsgrundsätze beschreiben das generelle Vorgehen der Bank für Privatkunden im Sinne des WpHG.
Eine Auftragserteilung ist für professionelle Kunden nur mit einer ausdrücklichen Weisung möglich.
II. Vorrang von Kundenweisungen
(1) Eine Weisung des Kunden ist stets vorrangig. Bei der Ausführung eines
Kauf- oder Verkaufsauftrages wird die Bank einer Weisung des Kunden
(2)Führt die Bank einen Auftrag gemäß einer ausdrücklichen Kundenweisung aus, gilt die Pflicht zur Erzielung des bestmöglichen Ergebnisses
entsprechend dem Umfang der Weisung als erfüllt. Die Grundsätze in der
Ziffer III Abs. 1 bis 8 finden keine Anwendung.
III.Grundsätze zur bestmöglichen Ausführung
in Wertpapieren
(1)Die Grundsätze zur bestmöglichen Ausführung gelten abhängig von
den Wertpapiergattungen für eine unterstellte typische Wertpapierauftragsgröße eines Privatkunden.
(2)Der bestmögliche Ausführungsplatz wird unter Annahme des für das
jeweilige Wertpapier gültigen Standardabwicklungsweges ermittelt. Weichen Lagerstelle und/oder Verwahrart des Depotbestandes von der Lagerstelle und/oder Verwahrart des Ausführungsplatzes ab, so ist die Erteilung
einer entsprechenden Kundenweisung erforderlich.
(3)Auf Basis der gesetzlichen Grundlage sind Ausgabe und Rücknahme
von Investmentfondsanteilen nicht Gegenstand der Ausführungsgrundsätze. Die Ausgabe oder Rücknahme erfolgt über die Kapitalverwaltungsgesellschaft oder die Verwahrstelle. Möchte der Kunde einen Kauf- oder
Verkaufsauftrag an einem organisierten Markt (Börse) oder an einem multilateralen Handelssystem im Sinne des § 2 Abs. 3 Nr. 8 WpHG tätigen, so
erteilt er der Bank eine entsprechende Weisung.
(4)Für Aufträge in Genussscheinen und Genussrechten ist die Erteilung
einer Kundenweisung erforderlich.
Für Aufträge in Bezugs- und Nebenrechten ist eine Kundenweisung grundsätzlich erforderlich. Wird keine Weisung erteilt, so erfolgt der automatische Verkauf bestens im Interesse des Kunden am letzten Handelstag
gem. Ziffer 15 der Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte.
WB80710 [8] 7.2014
(5) Aufträge über Finanzinstrumente inländischer Emittenten (inländische
Finanzinstrumente), die an einem organisierten Markt (Börse) oder an einem multilateralen Handelssystem im Sinne des § 2 Abs. 3 Nr. 8 WpHG im
Inland gehandelt werden, werden an einen inländischen Ausführungsplatz
(6)Soweit Finanzinstrumente ausländischer Emittenten (ausländische
Finanzinstrumente) an einem organisierten Markt (Börse) oder an einem
multilateralen Handelssystem im Sinne des § 2 Abs. 3 Nr. 8 WpHG im Inland gehandelt werden, werden die Aufträge gleichfalls an einen inländischen Ausführungsplatz weitergeleitet.
(7) Wird ein Finanzinstrument nicht im Inland gehandelt, bedarf es für die
Auswahl eines Ausführungsplatzes einer Einzelweisung des Kunden.
(8)Die festzustellende Ausführungsqualität richtet sich vorrangig nach
dem Gesamtentgelt, das sich aus dem Preis für das Finanzinstrument und
sämtlichen mit der Auftragsausführung verbundenen Kosten zusammensetzt, die durch die Ausführung an einem Ausführungsplatz entstehen.
Sofern dieses Kriterium zu keinem eindeutigen Ergebnis führt, werden
daneben die Faktoren Ausführungsgeschwindigkeit, Ausführungswahrscheinlichkeit und Abwicklungssicherheit in die Bewertung einbezogen.
Bieten mehrere Ausführungsplätze eine gleich gute Ausführungsqualität,
trifft die Bank nach pflichtgemäßem Ermessen eine Auswahl.
Die Auswahl der bestmöglichen Ausführungsplätze wird dem Kunden in
der Anlage zu diesen Grundsätzen mitgeteilt.
IV.Besondere Hinweise zu Festpreisgeschäften
Die Bank bietet ihren Kunden zeitlich begrenzt in verschiedenen Einzelgattungen vor allem Rentenwerten (Anleihen) als Festpreisgeschäfte an.
Soweit Aufträge zum Kauf- oder Verkauf im Rahmen eines Festpreisgeschäftes erfolgen, wird von der Bank sichergestellt, dass diese zu marktgerechten Bedingungen ausgeführt werden.
V.Grundsätze zur bestmöglichen
Ausführung in sonstigen Finanzinstrumenten
Aufträge in sonstigen Finanzinstrumenten nimmt die Bank aufgrund der
überwiegend individuellen Ausgestaltung der Produkte nur mit Weisung
VI. Überprüfung der Grundsätze
Die nach diesen Grundsätzen erfolgte Auswahl von Ausführungsplätzen
wird die Bank mindestens jährlich überprüfen. Eine Überprüfung der Auftragsgrundsätze wird die Bank zudem immer dann vornehmen, wenn eine
wesentliche Veränderung eintritt, die dazu führt, dass an den von den
Ausführungsgrundsätzen umfassten Ausführungsplätzen eine Ausführung
von Aufträgen nicht mehr gleich bleibend im bestmöglichen Interesse des
Kunden gewährleistet ist. Die Bank überwacht die Wirksamkeit ihrer Ausführungsgrundsätze regelmäßig, um sie ggf. zu aktualisieren.
Anhänge und Erläuterungen zu den Grundsätzen der Auftragsausführung
Anhänge und Erläuterungen zu
den Grundsätzen der Auftragsausführung
I.Berücksichtigte Faktoren bei der Ermittlung
des bestmöglichen Ausführungsplatzes
Gemäß § 33a Absatz 3 WpHG ist für die Ausführung von Aufträgen eines
Privatkunden das Gesamtentgelt als maßgeblicher Faktor zur Bewertung
der Ausführungsplätze heranzuziehen.
(5)Abwicklungssicherheit
Unter dem Begriff der Abwicklungssicherheit subsumieren sich jene Faktoren, welche einen maximalen Anlegerschutz sicherstellen.
Sofern dieses Kriterium zu keinem eindeutigen Ergebnis führt, werden in
einem nachfolgenden Schritt weitere Faktoren in die Untersuchung einbezogen. Diese sind neben der Ausführungsgeschwindigkeit und der Ausführungswahrscheinlichkeit auch die Abwicklungssicherheit.
Die Möglichkeit, den bestmöglichen Preis zu erzielen, hängt unter anderem
vom festgeschriebenen Preisfeststellungsmechanismus ab, welcher in den
Regelwerken der Ausführungsplätze verankert ist. Hier ist beispielsweise
festgelegt, ob die Preisfeststellung nach dem Auktionsverfahren stattfindet (sog. Order driven market) oder ob ein neutraler Marktteilnehmer
(Skontroführer oder Market Maker) zwischengeschaltet ist (sog. Quote
driven market).
Weitere wichtige Einflussfaktoren auf den erzielbaren Preis sind neben
der Liquidität des Ausführungsplatzes auch die Einbeziehung von Referenzmärkten, Quotierungsverpflichtungen und die Festschreibung einer
maximalen Spanne zwischen An- und Verkaufskursen in den Börsenregularien.
(2)Kosten
Der Faktor Kosten besteht grundsätzlich aus den beiden Bestandteilen
Fremdkosten und eigene Gebühren. In einem ersten Schritt zur Ermittlung
der bestmöglichen Ausführung von Kundenaufträgen sind nach § 33 a Absatz 3 WpHG lediglich Fremdkosten zu betrachten.
(2.1)Die entstehenden Fremdkosten ergeben sich aus den anfallenden
Transaktionskosten (z. B. Courtage, Transaktionsentgelt) und den
Abwicklungskosten (z. B. Clearinggebühr, Liefergebühr). Diese Kosten können sich je Marktsegment und Ausführungsplatz unterscheiden. Entstehende Teilausführungen haben Einfluss auf die entstehenden Fremdkosten und sind entsprechend in der Untersuchung
(2.2)Bei mehreren als gleichwertig erkannten Ausführungsplätzen sind
Eigene Gebühren und Provisionen in die Bewertung einzubeziehen.
(3)Ausführungsgeschwindigkeit
Unter der Ausführungsgeschwindigkeit wird jene Zeitspanne verstanden,
die zwischen dem Vorliegen eines ausführbaren Auftrages und der Auftragszuteilung liegt. Für die schnellstmögliche Ausführung von Kundenaufträgen ist neben den jeweiligen Börsenöffnungszeiten auch die fortschreitende technische Unterstützung durch automatisiertes Matching,
sog. Limit Control Systeme und die Festschreibung von maximalen Ausführungszeiten in den Regelwerken der relevanten Ausführungsplätze
(4)Ausführungswahrscheinlichkeit
Die Ausführungswahrscheinlichkeit eines Kundenauftrages hängt maßgeblich von der Liquidität am jeweiligen Ausführungsplatz ab. Hierbei
ist es unerheblich, ob es sich um natürliche Liquidität handelt oder ob
ein Skontroführer bzw. Market Maker Liquidität auf Anfrage bereitstellt.
Durch die Einbeziehung von Referenzmärkten in die Kursfeststellung und
die Festschreibung von Ausführungsverpflichtungen in den Regelwerken
der relevanten Ausführungsplätzen ergibt sich eine hohe Ausführungswahrscheinlichkeit.
Öffentlich rechtliche Organisation der Börse und Überwachung durch
die jeweilige Börsenaufsichtsbehörde
Handelsüberwachungsstelle als unabhängiges Börsenorgan. Diese
überwacht vorrangig
– die Börsenpreisfeststellungen
– die Einhaltung von Ausführungsgarantien (z. B. Best-Price-Prinzip)
– die Einhaltung der Regelwerke
– die Einhaltung börsenrechtlicher Vorschriften und Anordnungen
Sanktionsausschuss als unabhängiges Börsenorgan
Informationsdienstleistungen des jeweiligen Ausführungsplatzes
Mistrade-Regelungen des jeweiligen Ausführungsplatzes
Ausführungsgarantien im Regelwerk des Ausführungsplatzes
(z. B. Best-Price-Prinzip)
Anlegerschutzmechanismen im Regelwerk des Ausführungsplatzes
Operationelle Risiken der Belieferung
II.Gewichtung der Faktoren zur Ermittlung des
bestmöglichen Ausführungsplatzes
Die Ausführungsgrundsätze für Privatkunden orientieren sich nach § 33 a
Abs. 3 WpHG am Gesamtentgelt.
Die Berechnung des Gesamtentgeltes erfolgt in zwei Stufen. Zunächst
werden der Preis und die Fremdkosten in die Berechnung einbezogen.
Kommt es als Ergebnis zu mehreren als gleichwertig erkannten Ausführungsplätzen, so werden unter dem Gesichtspunkt der Kosten zusätzlich
auch eigene Gebühren und Provisionen der Bank in die Berechnung einbezogen.
Kann ein Kundenauftrag nach Berücksichtigung des Gesamtentgeltes weiterhin an mehreren Ausführungsplätzen gleichermaßen bestmöglich ausgeführt werden, so werden in einem dritten Schritt die folgenden Faktoren
zusätzlich in die Berechnung einbezogen:
Diesen Faktoren wird eine gleichrangige Stellung zugesprochen.
rgebnis des Bewertungsverfahrens und
der bestmöglichen Ausführungsplätze je
Zur Berechung des Gesamtentgeltes werden je Wertpapiergruppe verschiedene Größenklassen gebildet. Für jede Größenklasse wird anschließend eine Berechnung des Gesamtentgeltes vorgenommen.
IV. Übersicht der relevanten Ausführungsplätze
Bei den in der Tabelle genannten inländischen Ausführungsplätzen handelt
es sich um einen der folgenden Ausführungsplätze (und gegebenenfalls
deren einzelne Handelssysteme), die aus Sicht der Bank grundsätzlich als
mögliche Ausführungsplätze im Sinne des § 2 Abs. 3 Nr. 8 WpHG in Betracht kommen, um gleich bleibend die bestmöglichen Ergebnisse bei der
Ausführung von Kundenaufträgen erzielen zu können:
Hierzu werden Order-, Markt- und Börsendaten unter Berücksichtigung
der unter Kapitel I genannten Faktoren analysiert und entsprechend der
unter Kapitel II genannten Gewichtung bewertet.
Dieses Verfahren führt im Regelfall zu einer eindeutigen Zuordnung eines
Ausführungsplatzes je Größenklasse innerhalb einer Wertpapiergruppe.
Dieser stellt die gleich bleibend bestmögliche Ausführung von Kundenaufträgen für den relativ größten Anteil der jeweils enthaltenen Wertpapiere/
Finanzinstrumente sicher.
Jeder Wertpapierauftrag wird aufgrund des zu erwartenden Ordergegenwertes einer spezifischen Größenklasse zum Zeitpunkt der Ordererteilung
– Quotrix
– XETRA
Berücksichtigung finden nur die zum Orderzeitpunkt verfügbaren Ausführungsplätze (siehe Kapitel IV Übersicht der relevanten Ausführungsplätze).
Ist kein relevanter Ausführungsplatz verfügbar, so wird der zuerst erreichbare Ausführungsplatz gemäß Kapitel IV herangezogen.
Aktien des DAX® 30
Sonstige DAX® Aktien
(TECDAX®, MDAX®,
SDAX®)
Inländischer Ausführungsplatz
gemäß Bewertungsergebnis
Aktien des DJ Euro
STOXX 50, DJ STOXX 50,
DJ Industrial Average,
Sonstige ausländische Aktien
mit inländischer Notiz
mit ausländischer Notiz
Auftragserteilung nur mit
Weisung möglich
Anleihen öffentlicher Emitten- Anleihen deutscher
ten des EWR und ausgewähl- Emittenten
ter Supranationaler Emittenten
Sonstige Anleihen (EWR –
Europäischer Wirtschaftsraum und NON-EWR)
(Hebel- und Anlageprodukte)
Genuss-Rechte/
Sonstige inländische
Sonstige Derivate (OTC)
(Best Execution)