Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20342/89
Timestamp: 2019-11-15 12:21:35
Document Index: 226397750

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.01.1991 - XI ZR 342/89 - dejure.org
BGH, 22.01.1991 - XI ZR 342/89
https://dejure.org/1991,1034
BGH, 22.01.1991 - XI ZR 342/89 (https://dejure.org/1991,1034)
BGH, Entscheidung vom 22.01.1991 - XI ZR 342/89 (https://dejure.org/1991,1034)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 1991 - XI ZR 342/89 (https://dejure.org/1991,1034)
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Rechtsmißbrauch - Gesamtschuld - Inanspruchnahme eines Gesamtschuldners
Kein Rechtsmißbrauch des Darlehensgläubigers durch Inanspruchnahme eines Gesamtschuldners trotz dessen Freistellung durch anderen Gesamtschuldner
Rechtsmißbräuchliche Inanspruchnahme des im Innenverhältnis freigestellten Gesamtschuldners einer Darlehensverpflichtung
BGB §§ 242, 421, 426
Inanspruchnahme eines Gesamtschuldners bei Freistellungsvereinbarung im Innenverhältnis
LG Berlin, 06.01.1988 - 26 O 70/87
KG, 16.11.1989 - 10 U 1697/88
NJW 1991, 1289
NJW-RR 1991, 760 (Ls.)
ZIP 1991, 646
WM 1991, 445
BB 1991, 1002
DB 1991, 800
Demgegenüber braucht der Gläubiger im Allgemeinen keine Rücksicht darauf zu nehmen, welcher Gesamtschuldner im Innenverhältnis ausgleichspflichtig ist (BGH Urteile vom 22. Januar 1991 - XI ZR 342/89 - NJW 1991, 1289 und vom 10. Dezember 1982 - V ZR 244/81 - NJW 1983, 1423, 1424).
Als rechtsmissbräuchliches Verhalten wäre das Verhalten des Gläubigers anzusehen, wenn er sich nur deswegen an einen von mehreren Gesamtschuldnern halten und ihm das Regressrisiko aufbürden würde, weil er aus missbilligenswerten Motiven die Absicht hat, gerade diesen Schuldner zu belasten (BGH, Urteil vom 22. Januar 1991 - XI ZR 342/89, NJW 1991, 1289; vgl. auch Glöckner, BauR 1997, 529, 533).
Er hat vielmehr seine Rechte nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) auszuüben (…BGH, Urt. v. 30. Januar 1967 - III ZR 248/64, WM 1967, 397, 398; v. 22. Januar 1991 - XI ZR 342/89, NJW 1991, 1289;… v. 18. Juni 2007 - II ZR 86/06, NJW-RR 2008, 51, 52 Rn. 15;… v. 26. Juli 2007 - VII ZR 5/06, NJW-RR 2008, 176, 178 Rn. 24).
Ein derartiger Rechtsmissbrauch kann jedoch nur in krassen Ausnahmefällen angenommen werden, dann etwa, wenn der Gläubiger sich nur deswegen an einen von mehreren Gesamtschuldnern hält und diesem das Regressrisiko aufbürdet, weil er aus missbilligenswerten Motiven die Absicht verfolgt, gerade diesen Schuldner zu belasten (BGH, Urt. v. 22. Januar 1991, aaO;… v. 18. Juni 2007, aaO; OLG Köln NJW-RR 2006, 265, 266).
Der Gläubiger braucht dabei im Allgemeinen keine Rücksicht darauf zu nehmen, welcher Gesamtschuldner im Innenverhältnis ausgleichspflichtig ist (BGH NJW 1991, 1289; BGH NJW 1983, 1424).
Kapitalerhaltung bei Veräußerung eines Geschäftsanteils an einer GmbH unter …
Ein derartiger Rechtsmissbrauch kann jedoch nur in krassen Ausnahmefällen angenommen werden, etwa dann, wenn der Gläubiger sich nur deswegen an einen von mehreren Gesamtschuldnern halten und diesem das Regressrisiko aufbürden würde, weil er aus missbilligenswerten Motiven die Absicht verfolgt, gerade diesen Schuldner zu belasten (st.Rspr., vgl. nur BGH, Urt. v. 22. Januar 1991 - XI ZR 342/89, NJW 1991, 1289 m.w.Nachw.).
OLG Köln, 15.09.2005 - 8 U 21/05
Verstoß der Abtretung von Darlehensrückzahlungsforderungen einer Bank gegen das …
Selbst Nachlässigkeit bei der Rechtsverfolgung gegen einen Gesamtschuldner begründet keine Schadensersatzpflicht gegenüber anderen Gesamtschuldnern (BGH NJW 1991, 1289 f.; BGH NJW 1984, 906; BGH NJW 1983, 1423 f.).
Die Grenze bilden Arglist und § 242 BGB, wobei ein in diesem Zusammenhang in Betracht kommender Rechtsmissbrauch nur in krass liegenden Ausnahmefällen angenommen wird (BGH NJW 1991, 1289 f.; OLG Hamm NJW-RR 1993, 1071 f.).
Einer der oben genannten Ausnahmefälle, die eine Anwendung des § 242 BGB rechtfertigen könnte, ist insbesondere nicht schon dann anzunehmen, wenn im Innenverhältnis der andere Gesamtschuldner allein haftet (BGH NJW 1991, 1289 f.).
Im Allgemeinen braucht er auch keine Rücksicht darauf zu nehmen, welcher Gesamtschuldner im Innenverhältnis ausgleichspflichtig ist (vgl. ua. BGH 22. Januar 1991 - XI ZR 342/89 - BB 1991, 1002, zu 2 b der Gründe).
OLG Köln, 31.10.2006 - 3 U 138/05
Zuständigkeit des Schifffarhtsgerichts, Aufwendungsersatz für …
Auf die Haftungsverteilung im Innenverhältnis braucht sie grundsätzlich keine Rücksicht zu nehmen, selbst wenn sie von der Alleinverantwortlichkeit eines der Schuldner Kenntnis hat (vgl. BGH, Urt. v. 22.01.1991, NJW 1991, 1289 f.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kommt eine Ausnahme dann in Betracht, wenn der Gläubiger mit der Inanspruchnahme gerade eines bestimmten Gesamtschuldners missbilligenswerte Absichten verfolgt (vgl. BGH, Urt. v. 22.01.1991, NJW 1991, 1289 f.); dafür ist hier nichts ersichtlich.
Der Verwalter muss im Allgemeinen keine Rücksicht darauf nehmen, welcher Gesamtschuldner im Innenverhältnis ausgleichspflichtig ist (s allgemein BGH NJW 1991, 1289 [BGH 22.01.1991 - XI ZR 342/89] ).
Auf dieses Innenverhältnis muss der Verwalter bei der Durchsetzung seiner eigenen Ansprüche aber keine Rücksicht nehmen (vgl allgemein BGH NJW 1991, 1289 [BGH 22.01.1991 - XI ZR 342/89] ).
Er muss im Allgemeinen keine Rücksicht darauf nehmen, welcher Gesamtschuldner im Innenverhältnis ausgleichspflichtig ist (BGH NJW 1991, 1289 [BGH 22.01.1991 - XI ZR 342/89] ).
In extrem gelagerten Ausnahmefällen ist daher die Inanspruchnahme eines Gesamtschuldners nach § 242 BGB unzulässig (vgl BGH NJW 1991, 1289 [BGH 22.01.1991 - XI ZR 342/89] ; 1984, 906; 1983, 1423 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ; OLG Hamm NJW-RR 1993, 1071 [OLG Hamm 18.01.1993 - 31 U 199/92] ; LG Berlin Beschluss vom 28. September 2001, 5 O 187/01 [unveröffentlicht]).
OLG Jena, 07.01.2009 - 6 U 701/07
Rechtmäßigkeit der Auflösung einer Gesellschaft durch Privatgläubigerkündigung; …
OLG Saarbrücken, 25.04.2012 - 1 U 26/11
Zu den Voraussetzungen einer rechtsmissbräuchlichen Inanspruchnahme eines …
KG, 15.06.2004 - 1 W 75/04
Gerichtskosten: Unrichtige Sachbehandlung bei Inanspruchnahme des Zweitschuldners
BayObLG, 06.02.1992 - BReg. 3 Z 179/91
Wahlrecht des Notars bei Kostengesamtschuldnern