Source: http://www.profond.ch/glossar/
Timestamp: 2018-06-25 08:12:26
Document Index: 349275419

Matched Legal Cases: ['Art. 331', 'Art. 7', 'Art. 27', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 79', 'Art. 2', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 24', 'Art. 31', 'Art. 33', 'Art. 324', 'Art. 324', 'Art. 12', 'Art. 15', 'Art. 23', 'Art. 11', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 22', 'Art. 53', 'Art. 37', 'Art. 47', 'Art. 48', 'Art. 57', 'Art. 53', 'Art. 53', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 60', 'Art. 44', 'Art. 65', 'Art. 44', 'Art. 59', 'Art. 29', 'Art. 49', 'Art. 56', 'Art. 58']

Glossar - Profond
Glossar der Sammelstiftung «Profond»
Glossar zur betrieblichen Vorsorge in der Schweiz.
Siehe: AHV – 1. Säule
Vergleiche: Drei-Säulen-Prinzip
Siehe: Berufliche Vorsorge in der Schweiz – 2. Säule
Siehe: freiwillige Vorsorge
Absenzenmanagement bedeutet die systematische Bewirtschaftung und Analyse von Kurz- und Langzeitabsenzen im Betrieb. Fehlzeiten und die damit verbundenen Risiken werden frühzeitig erkannt, gezielte präventive Massnahmen werden abgeleitet.
AHVG: Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, 20. Dezember 1946
Die AHV wird nach dem Umlageverfahren finanziert, im Gegensatz zu den BVG-Altersguthaben, die nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanziert werden.
Englisch: AHV (OASI) – 1st pillar
Französisch: AVS – 1er pillier
Italienisch: AVS – 1° pilastro
Siehe: Lohn
Alter, massgebendes
Die Höhe der Beiträge und Altersgutschriften sind vom Alter der Versicherten abhängig. Dieses entspricht der Differenz zwischen dem Kalender- und Geburtsjahr.
Englisch: Age, determining
Französisch: Age déterminant
Italienisch: Età determinante
Altersguthaben, BVG
Siehe: BVG-Altersguthaben
Siehe: persönliches Altersguthaben
Gesetzlich für Versicherte und Arbeitgeber vorgeschriebene Mindestbeiträge an die Altersleistungen, in Prozenten des koordinierten Lohnes. Die Beiträge sind abhängig vom Alter:
BVV 1–3: Verordnungen zum Vorsorgegesetz
Einmalige Barleistung einer Vorsorgeeinrichtung an einen Versicherten, zum Zeitpunkt seiner Pensionierung und auf seinen Wunsch, an Stelle einer Rente (vgl. Altersrente).
Registrierte Vorsorgeeinrichtungen müssen individuelle (d.h. pro versicherte Person) Alterskonten führen, nach BVG-Normen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Mindestanforderungen des BVG eingehalten werden.
Die Zielaltersrente wird anhand der versicherungstechnischen Grundlagen der Vorsorgeeinrichtung berechnet. Differenzen zwischen der persönlichen und der maximalen Zielaltersrente können mit zusätzlichen Beiträgen, Einlagen oder freiwilligen Einkäufen ausgeglichen werden.
Die auf dem persönlichen Ausweis ausgewiesene, voraussichtliche Altersrente entspricht einer Hochrechnung auf das ordentliche Rentenalter mittels der gesetzlich vorgegebenen Annahmen über die Entwicklung der Zinsen.
Siehe: Drei-Säulen-Prinzip
Siehe: Arbeitslosenversicherung
Siehe: Anlagevorschriften
Eine Anlagestiftung bedient exklusiv Vorsorgeeinrichtungen der 2. und 3. Säule, mit fondsähnlichen, ertrags-, einkommens- und verrechnungssteuerbefreiten Anlageprodukten. In den Organen der Anlagestiftungen wirken die Anleger mit.
Registrierte und nichtregistrierte Vorsorgeeinrichtungen müssen ihre Anlagen im Rahmen der Vorschriften von BVV2 tätigen.
Anlagen beim Arbeitgeber werden in den Artikeln 57 und 58 BVV2 geregelt.
Vergleiche: BVV2 – Verordnung zum BVG
Arbeitgeberbeitragsreserven im Sinne von Art. 331 Abs. 3 OR sind vom Arbeitgeber in der Vorsorgeeinrichtung geäufnete und in der Bilanz gesondert ausgewiesene Reserven zum Zweck der Finanzierung von künftigen Finanzierungsverpflichtungen des Arbeitgebers.
Die Arbeitgeberbeitragsreserven sind steuerlich in ihrer Höhe begrenzt auf das fünffache der nach dem Reglement des Vorsorgewerkes jährlich zu erbringenden Arbeitgeberbeiträge. Die Arbeitgeberbeitragsreserven dürfen nicht an den Arbeitgeber zurückbezahlt werden, können aber in Einzelfällen andern Stiftungszwecken zugeordnet werden, im Einverständnis mit dem Arbeitgeber.
Der Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung beträgt im Jahr 2011 total 2,2% des Bruttolohns. Es gilt eine Beitragsbemessungsgrenze von CHF 126’000 pro Jahr. Für Löhne von CHF 126’000 bis CHF 315’000 wird ein Solidaritätszuschlag von 1% erhoben. Arbeitnehmer und Arbeitgeber übernehmen je 50% der Kosten.
In der Regel werden 70% bis 80% des versicherten AHV-pflichtigen Lohns als Arbeitslosenentschädigung ausgezahlt.
weitere Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung:
Bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers deckt die Insolvenzentschädigung den Verdienstausfall für bereits geleistete Arbeit für maximal 3 Monate.
Von Kurzarbeit betroffene Arbeitgeber erhalten über einen bestimmten Zeitraum einen Teil der Lohnkosten ausbezahlt. Damit sollen Kündigungen wegen kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle verhindert werden.
Schlechtwetterentschädigung gibt es für Arbeitsausfälle, die wegen schlechter Witterung entstanden sind.
Die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Gemäss BSV-Mitteilung Nr. 44 vom 14.4.1999 Rz 258 muss die Arbeitsunfähigkeit zudem erheblich, offensichtlich und dauerhaft sein. Die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen ist laut Rechtsprechung erheblich, wenn sie mindestens 20% beträgt (AHI 1998 S. 126 ff., E. 3c). Damit die Vorsorgeeinrichtung, der eine versicherte Person bei Eintritt der durchgehenden Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für das eingetretene Invaliditätsrisiko aufzukommen hat, ist erforderlich, dass zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht.
ATSG – Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts
ATSG: Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 6. Oktober 2000
Die ATSG ist als „Koordinationshandbuch“ zu betrachten, welche u.a. die Vorleistungspflicht regelt.
Eine Vorsorgeeinrichtung, an welche jene Arbeitgeber angeschlossen werden, die ihrer Pflicht zum Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung nicht freiwillig nachkommen.
Es ist auch ein freiwilliger Anschluss an diese Einrichtung möglich, und ausserdem müssen jene Freizügigkeitsleistungen an sie überwiesen werden, welche nicht anderweitig platziert werden können.
Vergleiche: Freizügigkeitsleistungen
Die Profond Vorsorgeeinrichtung wird von der Aufsichtsbehörde des Kantons Zürich beaufsichtigt. Diese wachen darüber, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.
Englisch: Supervision
Italienisch: Vigilanza
Ausserobligatorische Guthaben
Vorsorgeguthaben, die die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestleistungen übersteigen
Ein Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung erfolgt in der Regel beim Stellenwechsel, falls vorher kein Vorsorgefall (Alter, Invalidität, Tod) eingetreten ist. Der Austretende bleibt während höchstens einem Monat für die Risiken Tod und Invalidität versichert, solange er keine neue Stelle antritt.
Englisch: termination
Versicherte, welche die Vorsorgeeinrichtung verlassen, bevor ein Vorsorgefall (Alter, Invalidität, Tod) eintritt, haben Anspruch auf eine Austrittsleistung (Freizügigkeitsfall). Sie wird mit dem Austritt fällig und in der Regel auf die neue Vorsorgeeinrichtung übertragen.
Ein Verzugszins ist durch eine Vorsorgeeinrichtung geschuldet bei verspäteter Überweisung der Freizügigkeitsleistung. Gemäss Art. 7 FZV entspricht der Verzugszinssatz dem BVG-Mindestzinssatz plus einem Prozent. Artikel 65d Absatz 4 BVG10 ist nicht anwendbar. Link
Mindestzins/Mindestverzinsung BVV2
Link zu den Reglementen der Profond Vorsorgeeinrichtung
Englisch: termination benefits
Französisch: prestations de sortie
Italienisch: prestazioni di uscita
Autonome Kasse mit Rückdeckung
Siehe: Vorsorgeeinrichtung
Autonome und halbautonome Kassen
Versicherte können bei definitiver Ausreise aus der Schweiz die Barauszahlung der Austrittsleistung verlangen, ausser bei einer Ausreise in den EU-Raum, nach Island, Liechtenstein oder Norwegen. Bei den vorerwähnten Ländern verbleibt das Altersguthaben gemäss BVG in der Schweiz.
Wert, den künftig anfallende Zahlungen im jetzigen Zeitpunkt besitzen.
Siehe Beschreibung bei Wikipedia
Die Leistungen der Vorsorgeeinrichtung werden mittels Beiträgen der Arbeitnehmer und -geber sowie den auf dem Vermögen erwirtschafteten Erträgen finanziert. Der Stiftung fliessen ordentliche Beiträge und Einkaufsbeiträge zu.
Englisch: contributions
Französisch: cotisations
Italienisch: contributi
Für arbeitsunfähige (Prämienbefreiung nach Wartefrist) und invalide Versicherte müssen keine Beiträge bezahlt werden. Damit bleibt der Vorsorgeschutz aufrecht und die Altersgutschriften werden bis zum Vorsorgefall Alter oder Tod weiter geäufnet.
Siehe Vorsorgereglemente der Profond Vorsorgeeinrichtung
Englisch: exemption from contributions
Französisch: exemption de cotisations
Italienisch: esonero dall’obbligo di contribuzione
Für AHV-Rentner, pro Jahr 16 800 Franken.
Auf geringfügigem Entgelt aus Nebenerwerb pro Jahr: 2300 Franken (Stand 2011; AHV/IV/EO).
Vergleiche: Beitragsbefreiung
Siehe: Primate
Die 12 Monate (Kalenderjahr), über welche jeweils mit dem Sicherheitsfonds abgerechnet wird. Einreichefrist bis spätestens 30.6. des folgenden Jahres.
Vergleiche: Sicherheitsfonds
Berufliche Vorsorge in der Schweiz, 2. Säule
Die berufliche Vorsorge – die sogenannte 2. Säule – hat die Aufgabe, den Versicherten nach der Pensionierung die Fortsetzung ihres bisherigen Lebensstandards in angemessener Weise zu ermöglichen.
Zu versichern sind alle AHV-pflichtigen Arbeitnehmer ab dem 1. Januar nach ihrem 17. Geburtstag und mit einem AHV-Jahreslohn von mehr als 20 880 Franken (Eintrittsschwelle, Stand 1.1.2011).
Berufliche Vorsorge und 3. Säule – Aktuell
Sinn und Zweck der beruflichen Vorsorge (BSV)
Englisch: Occupational pension funds in Switzerland, 2nd pillar
Französisch: prévoyance professionnelle en Suisse, 2e pilier
Italienisch: previdenza professionale nella Svizzera, secondo pilastro
Unter Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) wird die Entwicklung integrierter betrieblicher Strukturen und Prozesse verstanden, welche die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit, Organisation und dem Verhalten am Arbeitsplatz zum Ziel haben und den Beschäftigen wie der Organisation gleichermassen zugute kommen (Prävention).
BSV – Bundesamt für Sozialversicherung
Übersicht Soziale Sicherheit in der Schweiz
Glossar zur beruflichen Vorsorge des BSV
Englisch: Federal Social Insurance Office (FSIO), Switzerland
Französisch: Office fédéral des assurances sociales OFAS
Italienisch: Ufficio federale delle assicurazioni sociali UFAS
Versicherungsvertragsgesetz vom 2. April 1908
Das VVG bildet die gesetzliche Grundlage für privatrechtliche Versicherungsverträge.
Für die Krankenversicherung fallen Zusatzversicherungen und Krankentaggeldversicherungen nach VVG unter den privatrechtlichen Versicherungsvertrag.
Die Krankenkassen können bei Versicherungen nach VVG die Aufnahme eines Interessenten ablehnen (Vertragsfreiheit), die Prämien abhängig von Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und weiteren Kriterien gestalten oder Kollektivverträge mit Prämienrabatten anbieten. Die Kündigungsmöglichkeiten sind je nach Krankenkasse unterschiedlich.
Französisch: Loi sur le contrat d’assurance, LCA
Italienisch: Legge sul contratto d’assicurazione, LCA
BVG – Gesetz zur beruflichen Vorsorge
Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982
Siehe auch: BVV – Verordnungen zum Vorsorgegesetz
Englisch: LOB – Law on occupational retirement
Französisch: LPP – Loi sur la prévoyance professionnelle
Italienisch: LPP – Legge sulla previdenza professionale
Das vom Gesetz vorgegebene Altersguthaben (Obligatorium) wird zu Vergleichszwekken fortlaufend nachgeführt und beim Austritt der neuen Vorsorgeeinrichtung gemeldet. Es ergibt sich durch die Summierung und Verzinsung der gesetzlichen Altersgutschriften.
Bei der Pensionierung sowie im Freizügigkeits- und Schadenfall dient das BVG-Altersguthaben zur Ermittlung der minimalen gesetzlichen Leistungen.
Englisch: LOB old-age savings
Französisch: Avoir de vieillesse LPP
Italienisch: Avere di vecchiaia ai sensi della LPP
Das BVG definiert obligatorische Minimalleistungen. Vorsorgeeinrichtungen sind verpflichtet, diese in jedem Falle zu gewährleisten. Die Profond erbringt in der Regel höhere Leistungen. Die Differenz zu den BVG-Minimalleistungen bezeichnet man als Vor- oder Überobligatorium.
Das Rentenalter entspricht den arbeitsvertraglichen Bestimmungen. Das ordentliche Rentenaltenalter für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist zur Zeit das 64. bzw. 65. Altersjahr.
Versicherte können vor dem Erreichen des ordentlichen ein früheres Rentenalter festlegen, wenn sie ihre Erwerbstätigkeit aufgeben.
Englisch: Mandatory LOB
Französisch: LPP obligatoire
Italienisch: Obbligatorietà (LPP)
Englisch: BVG Revision
Französisch: 1re révision LPP
Italienisch: 1a Revisione della LPP
BVV 1: Verordnung vom 29. Juni 1983 über die Beaufsichtigung und die Registrierung der Vorsorgeeinrichtungen
BVV 2: Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, 18. April 1984
BVV 3: Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen, 13. November 1985
Siehe auch: BVG – Gesetz zur beruflichen Vorsorge
Englisch: OOB – Ordinances in connection with LOB
Französisch: OPP – Ordonnance sur la prévoyance professionnelle vieillesse
Italienisch: OPP – Ordinanza sulla previdenza professionale
Methode zur Unterstützung der beruflichen Wiedereingliederung von erkrankten und verunfallten Menschen durch Koordination medizinischer, beruflicher, persönlich-sozialer und versicherungs-rechtlicher Aspekte.
Verhältnis zwischen vorhandenem Vorsorgevermögen (Aktiven) und dem für die Vorsorgeleistungen benötigten Deckungskapital (Vorsorgeverpflichtungen = Passiven).
Englisch: cover ratio
Französisch: Taux de couverture
Italienisch: grado di copertura
Von einer Vorsorgeeinrichtung benötigtes Kapital zur Finanzierung der den Versicherten zustehenden Leistungen.
Englisch: actuarial reserves
Französisch: réserves mathématiques
Italienisch: riserve matematiche
Siehe: Versicherter BVG
Drei-Säulen-Prinzip/Konzept
Absicherung von Alter, Invalidität und Tod in der Schweiz mit drei unabhängigen Einrichtungen:
1. Säule: Staatliche Grundversicherung AHV und IV für alle Personen ab 17. Altersjahr, die in der Schweiz wohnen. Ziel: Existenzsicherung
2. Säule: Berufliche Vorsorge; sie soll zusammen mit AHV/IV eine Rente von 60 Prozent des Bruttoeinkommens sicherstellen, zur Fortführung der gewohnten Lebensweise
3. Säule: Selbstvorsorge im Sinne von privatem Vorsorgesparen
berufliche Vorsorge in der Schweiz – 2. Säule
freiwillige Vorsorge – 3. Säule
Englisch: Three-Pillar System
Französisch: Système des trois piliers
Italienisch: Sistema dei tre pilastri
Eheähnliche Lebensgemeinschaft, Konkubinat
In der Profond Vorsorgeeinrichtung bezieht sich die Vorsorge für Hinterbliebene in der Regel auch auf nichteheliche Lebensgemeinschaften unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts. Aus Gründen der Risikofähigkeit und Rechtssicherheit besteht eine erhöhte Nachweispflicht.
Siehe unsere Vorsorgereglemente Art. 27:
Siehe auch: Ehegattenrente
Englisch: cohabitation
Französisch: communauté de vie assimilable au mariage
Italienisch: convivenza more uxorio
Die Ehegattenrente ist eine temporäre Rente an den überlebenden Ehegatten einer vor der Pensionierung verstorbenen versicherten Person.
Die Ehegattenaltersrente wird an den überlebenden Ehegatten einer nach der Pensionierung verstorbenen versicherten Person ausbezahlt.
Für Geschiedenenrenten siehe Artikel 28 unserer Vorsorgereglemente.
Siehe Vorsorgereglemente:
Art. 25: Ehegattenrente
Art. 26: Ehegattenaltersrente
Art. 27: Lebenspartnerrente
Art. 28: Rente für den geschiedenen Ehegatten
Siehe auch: eheähnliche Lebensgemeinschaften
Englisch: surviving spouse’s pension
Französisch: rente de conjoint
Italienisch: rendita per il coniuge superstite
Im Erwerbsleben stehende Versicherte können einen oder mehrere Beträge einzahlen und sich damit in bessere Pensionskassen(Vorsorge)-Leistungen einkaufen. Das Vorsorgereglement bestimmt den höchstmöglichen Einkaufsbetrag und das BVG legt die Obergrenzen fest (Art. 79b BVG).
Kapitalbezüge sind innerhalb von drei Jahren nach einem Einkauf nicht mehr möglich. Ausserdem sind Einkäufe erst wieder möglich, wenn Vorbezüge für Wohneigentumsförderung vollständig zurückbezahlt sind.
Vergleiche: Wohneigentumsförderung
Ihr gehören jene Personen an, die bei Inkrafttreten des BVG (1.1.1985) das 25. Altersjahr vollendet und das Rentenalter noch nicht erreicht hatten.
Ergänzungsleistungen zur Deckung des persönlichen Existenzbedarfs zu Sozialversicherungsleistungen -> Link Gesetz.
Siehe: Erwerbsersatzordnung
Ergänzungskasse
Siehe: Kaderkasse
Ergänzungsleistungen – EL
siehe „EL – Ergänzungsleistungen“
Erwerbsersatzordnung (EO/Mutterschaft)
Die Erwerbsersatzordnung (EO) ersetzt Personen, die Militär-, Zivil- oder Zivilschutzdienst leisten, einen Teil des Verdienstausfalls. Seit dem 1. Juli 2005 leistet die EO überdies den Erwerbsersatz bei Mutterschaft (Mutterschaftsentschädigung) während max. 14 Wochen.
Link BSV
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
Siehe auch: Beitragbefreiung
Link für Definition von Erwerbsunfähigkeit
Französisch: Incapacité de gain
Italienisch: Incapacità al guadagno
Nach dem neuen Gesetz werden in allen Kantonen mindestens folgende Zulagen pro Kind und Monat ausgerichtet:
Das neue Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZG) ist seit dem 1. Januar 2009 in Kraft.
Link mit Erklärungen zu Familienzulagen
Englisch: Family Allowances
Französisch: Allocations familiales (LAFam)
Italienisch: Assegni familiari (LAFam)
Siehe: Familienzulagen
Siehe: Swiss GAAP FER 26
Finanzierungsrisiken in der Vorsorge
Siehe unseren Artikel: Kurz- und mittelfristige Finanzierungsrisiken
Sie dient erstens zur Finanzierung einer Vorsorgeeinrichtung und kann zweitens bei Frühpensionierungen Überbrückungsrenten zahlen.
Frühpensionierungen – Planung
Siehe: Rentenalter
Freies Vorsorgevermögen
Freies Vermögen ist Vorsorgevermögen, das nicht durch Forderungen der Destinatäre (Altersguthaben, Deckungskapital, Rückstellungen für versicherungstechnische Risiken, Selbstbehalt, Teuerungsanpassungen etc.) gebunden ist.
Freiwillige Vorsorge: 3. Säule = private Vorsorge
Gesperrtes Bankkonto zur Deponierung der Freizügikeitsleistungen von Personen, die vorübergehend oder definitiv keiner Pensionskasse angeschlossen sind.
FZG – Freizügigkeitsgesetz
Freizügikeitsleistungen
Die Freizügigkeitsleistung oder Austrittsleistung, nach FZG, Art. 2, ist der Betrag, der einem Versicherten zusteht, wenn er aus einer Vorsorgeeinrichtung austritt. Die Freizügigkeitsleistung setzt sich zusammen aus:
Einkäufe, mit Verzinsung
per 31. Dezember des Bemessungsjahres. Das entspricht bei Kassen
mit Beitragsprimat nach FZG Art. 15 dem BVG-Altersguthaben
mit Leistungsprimat nach FZG Art. 16 dem Barwert aller erworbenen Leistungen
bzw. nach Art. 17 FZG dem Mindestbetrag bei Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung.
Eine Vorsorgeeinrichtung muss den Versicherten jährlich die reglementarisch Austrittsleistung mitteilen (Art. 24, Abs. 1, FZG).
Zur Freizügigkeitsleistung gehören auch Beträge auf Freizügigkeitskonten und -policen bei Banken und Versicherungen.
Barwert aller erworbenen Leistungen
Versicherungspolice zur Aufnahme und Erhaltung von Freizügigkeitsleistungen eines Versicherten, welche mit der Freizügigkeitsleistung als Einmaleinlage für ein Erlebensfall- und Todesfallkapital finanziert wird.
Sie verwalten die Freizügigkeitsvermögen von Arbeitnehmern, die ihre Freizügigkeitsleistungen nicht in eine neue Vorsorgeeinrichtung einbringen können und sie auch nicht bei ihrer bisherigen belassen können.
Das ordentliche Pensionierungsalter liegt in der Schweiz für Männer bei 65, für Frauen bei 64 Jahren. Eine Frühpensionierung bei Männern ist ab Alter 58 möglich.
Gehört zur allgemeinen Vorsorge und ist normalerweise nicht reglementiert; er erbringt freiwillige Leistungen ohne Rechtsanspruch.
siehe: Wohlfahrtsfonds
Fusionen, Übernahmen in der Vorsorge
Käufe und Verkäufe von Firmen, Abspaltungen und Zusammenschlüsse, Beteiligungen und Investitionen an Finanz- und Kapitalmärkten verlangen eine wahre und faire Einschätzung von Verpflichtungen, die den Unternehmen aus ihrer beruflichen Vorsorge erwachsen. Gestaltung und Umfang der betrieblichen Personalvorsorge beeinflussen den Wert von Unternehmen massgeblich, und firmeneigene Vorsorgeeinrichtungen (Pensionskassen) können unter Umständen finanziell gewichtiger als das Unternehmen selbst sein.
Gesetz vom 17. Dezember 1993
FZV – Verordnung zum Freizügigkeitsgesetz
Englisch: FLV – Federal Law on Vesting
Französisch: LFLP – Loi fédérale sur le libre passage
Italienisch: LFLP – Legge federale sul libero passaggio
Eine Stiftung mit einheitlicher Vorsorge für mehrere Unternehmen, die miteinander verbunden sind. Es wird jedoch ein separates Rechnungswesen geführt. Beispiele: Konzerngesellschaften, Branchenverband, …
Siehe auch: Vorsorgeeinrichtungen
Guthaben, ausserobligatorische
Siehe: ausserobligatorische Guthaben
Siehe: Alterskonto
Personen, die bei Tod eines Versicherten (Aktive oder Rentner) Anspruch auf eine Leistung einer Vorsorgeeinrichtung haben. Dazu gehören Witwen, Witwer, geschiedene Ehefrauen, Lebenspartner in eingetragener Partnerschaft, Waisen. Sie erhalten eine Hinterlassenenrente.
Hinterlassenenrenten sollen beim Tod eines Versicherten verhindern, dass die Hinterlassenen (Ehegatte, Kinder, Lebenspartner) in finanzielle Not geraten.
Die Hinterlassenenrenten fallen weg bei Wiederverheiratung oder Tod eines bzw. einer Hinterlassenen. Die Waisenrenten laufen dagegen bis maximum Alter 25 weiter.
Internationale Vorsorge
Schweizer Betriebe beschäftigen überdurchschnittlich viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Ausland. Zahlreich sind auch Konzerne, die aus Betriebsstätten in der Schweiz ihre international tätigen Arbeitskräfte betreuen, sogenannte Expatriates (expats) oder Third Country Nationals (TCN’s). Zur Abdeckung der Bedürfnisse von international tätigen Arbeitskräften kann daher den Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz eine zentrale Bedeutung zukommen.
Invalidenversicherung und Invaliditätsleistungen
Invaliditätsversicherung der Schweiz
IVG: Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 19. Juni 1959; PDF
Englisch: disability Insurance (DI)
Französisch: assurance-invalidité (LAI)
Italienisch: assicurazione per l’invalidità (LAI)
Invaliditätsleistungen von Profond: Art. 31–32 und weitere
IVG/IV
Siehe: Invalidenversicherung
Der für Vorsorgezwecke anrechenbare Jahreslohn entspricht in der Regel dem auf das Jahr berechneten AHV-Lohn. Davon können für die Alters- und Risikovorsorge sowie die Beitragsbemessung unterschiedliche Teile berücksichtigt und als koordinierter, versicherter bzw. beitragpflichtiger Jahreslohn bezeichnet werden.
Jahreslohn und Lohnbegrenzungen können unter Umständen dem Beschäftigungsgrad angepasst werden.
Englisch: Annual salary
Französisch: Salaire annuel
Italienisch: Salario annuo
Kapitalbezüge aus einer Pensionskasse im Rahmen der Wohneigentumsförderung. Ab Alter 50 darf die Vorbezugssumme maximal dem Stand des Vorsorgekapitals im Alter 50 entsprechen bzw. der Hälfte des beim Bezug vorhandenen Alterskapitals.
Kapitalbezüge aus einer Pensionskasse mit dem Zweck des Einkaufs in eine andere Pensionskasse – Versicherte können gleichzeitig verschiedenen Vorsorgewerken angehören
Kapitalbezug aus einer Pensionskasse wegen Wechsels in die Selbständigkeit
Kapitalbezug aus einer Pensionskasse wegen definitiver Ausreise ins Ausland:
gesamtes angespartes Kapital bei Ausreise in ein Land ausserhalb der EU, Island, Norwegen und Fürstentum Liechtenstein
vor- und überobligatorischer Teil des Kapitals auch bei Ausreise in ein Land der EU, Island, Norwegen und Fürstentum Liechtenstein (gilt als freiwillige Vorsorge); der obligatorische Teil des angesparten Kapitals muss in ein Freizügigkeitskonto, -Depot oder Police einbezahlt werden.
Kapitalbezug bei Pensionierung oder vorzeitiger Pensionierung, vollständig oder teilweise anstelle einer Rente.
Auskauf einer Rente sofern dies das Vorsorgereglement vorsieht
WEF – Wohneigentumsförderung
Das BVG stützt sich auch auf dieses Verfahren: das BVG-Altersguthaben wird für die Versicherten während ihrer Erwerbstätigkeit geäufnet, und seine Höhe ist erst am Ende bekannt.
Siehe: eheähnliche Lebensgemeinschaft
Nach BVV2, Art. 33, eine natürliche oder juristische Person, die jährlich Rechnungs- und Geschäftsführung einer Pensionskasse kontrolliert.
Koordinationsabzug/-betrag
Der Koordinationsbetrag wird vom anrechenbaren Jahreslohn abgezogen, d.h. vom massgebenden Lohn. Damit wird der koordinierte Lohn bestimmt bzw. werden die Leistungen aus der ersten Säule (AHV/IV) angemessen berücksichtigt.
Der Koordinationsabzug entspricht 7/8 der maximalen einfachen AHV-Rente
von CHF 27 840.00/Jahr, das heisst CHF 24 360.00/Jahr, ab 1. Januar 2011.
Werte für 2011:
AHV maximal CHF 27 840.–/Jahr oder CHF 2320.–/Monat
Koordination: CHF 24 360.–/Jahr oder 2030.–/Monat
Vergleiche Lohn:
Englisch: Coordination sum
Französisch: Montant de coordination
Italienisch: Contributo coordinato
Koordinierter Lohn, koordinierter BVG-Lohn
Das Krankentaggeld ersetzt den Lohnausfall durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit oder Mutterschaft. Viele Arbeitnehmer sind durch ihren Arbeitgeber ausreichend versichert. Arbeitnehmer, die keiner solchen Kollektivversicherung angehören, Selbständigerwerbende und Hausfrauen können eine freiwillige Taggeldversicherung abschliessen:
Krankentaggeldversicherung nach Krankenversicherungsgesetz (KVG), Grundlage der obligatorischen Grundversicherung. Krankenkassen müssen obligatorisch zu Versichernde in die Kasse aufnehmen.
Krankentaggeldversicherung gemäss Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG), Grundlage für freiwillige, privatrechtliche Versicherungsverträge, z.B. auch Krankentaggeldversicherungen, welche von den Krankenkassen abgelehnt oder an Bedingungen geknüpft werden können.
Zügerrecht bei Austritt aus einer Kollektiv-Krankentaggeld-Versicherung
– Krankenversicherungsgesetz (KVG)
– Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG)
die obligatorische Grundversicherung und
die Krankentaggeldversicherung nach KVG
Es ist so abschliessend formuliert, dass die Leistungen in der Grundversicherung bei sämtlichen Krankenkassen identisch ist.
Spezielle Bedingungen für die Taggeldversicherung nach KVG:
Beitrittswillige, auch Hausfrauen, müssen von jeder Krankenkasse aufgenommen werden.
Für die Aufnahme muss der zu Versichernde Gesundheitsfragen beantworten, Vorbehalte wegen Krankheiten dürfen aber nicht länger als fünf Jahre lang angebracht werden.
Kollektivversicherungen sind erlaubt.
Eine Arbeitsunfähigkeit infolge Mutterschaft ist bei Versicherungsabschluss mindestens 270 Tage vor der Geburt gedeckt
Taggeld von max. CHF 30 pro Tag gemäss KVG.
Grundlage vom 18. März 1994. Gesetz
Siehe: Krankenversicherungsgesetz
Der Name sagt es: das kumulierte Einkommen über die ganze Lebensarbeitszeit eines Werktätigen.
Mit der beruflichen Vorsorge sparen wir während 40 Jahren für durchschnittlich 20 anschliessende Ruhejahre. Werden jährlich zwei Drittel vom Arbeitseinkommen verbraucht und ein Drittel für den Ruhestand zurückgelegt, sind damit bis zum Alter 85 zwei Drittel des früheren Einkommens gesichert. Allerdings kann kaum jemand so viel für das Alter erübrigen.
Siehe: Ehegattenrente
Siehe: Überschüsse
Lohn – nach Alphabet (Stand 2011)
AHV-Altersrente, maximal
CHF 27 840.–
Als AHV-Lohn gilt der letzte bekannte AHV-pflichtige Lohn unter Berücksichtigung der für das laufende Jahr bereits vereinbarten Änderungen.
Beitragspflichtiger Lohn:
Für AHV-Jahresbruttolöhne von CHF 20 880.– bis 27 840.–:
– BVG-beitragspflichtiger Jahreslohn CHF 3480.–
– BVG-beitragspflichtiger Monatslohn CHF 290.–
Für AHV-Jahresbruttolöhne von über CHF 27 840.– wird zur Berechnung
des BVG-Lohns der Koordinationsabzug benutzt (siehe weiter unten).
Das BVG-Obligatorium reicht bis zu einem maximalen AHV-Jahresbruttolohn
von CHF 83 520.–.
AHV-Lohn vor Abzug der Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherungen
Eintrittsschwelle in die berufliche Vorsorge
3/4 der maximalen AHV-Altersrente: CHF 20 880.–
7/8 der maximalen AHV-Altersrente CHF 24 360.–
Koordinierter Lohn oder BVG-Lohn
Lohnteil, der für das BVG berücksichtigt wird = massgebender Lohn ./. Koordinationsabzug
Untergrenze des koordinierten Lohnes: CHF 3480.–
Obergrenze CHF 59 160.–
Massgebender, mutmasslicher oder massgeblicher Lohn
Summe der Elemente der jährlichen Entlöhnung, die für die berufliche Vorsorge gemäss Vorsorgereglement zu berücksichtigen sind. Der massgebende Lohn hat ab 1. Januar 2011 die gesetzlich bestimmte Obergrenze von CHF 83 520.–.
Dreifache maximale AHV-Altersrente: 3 x CHF 27 840.00
abzüglich des Koordinationsabzugs von CHF 24 360.00 (siehe dort)
das heisst CHF 59 160.00 = Obergrenze des koordinierten BVG-Lohnes.
1/8 der maximalen AHV-Altersrente von CHF 27 840.00 = CHF 3480.00
Bei Krankheit + Unfall geniessen Arbeitnehmende arbeitsrechtlichen Kündigungsschutz. Der Schutz ist aber lückenhaft und zeitlich beschränkt. Das gilt erst recht für die Lohnfortzahlung.
OR Art. 324a gewährt Arbeitnehmenden während einer beschränkten Zeit Anspruch auf Lohnfortzahlung. Voraussetzung: ein Arbeitsverhältnis muss mehr als drei Monate gedauert haben bzw. für mehr als drei Monate eingegangen worden sein. Im ersten Dienstjahr dauert der Lohnanspruch drei Wochen, anschliessend eine angemessene längere Zeit (Art. 324a Abs. 2 OR), wobei offen gelassen worden ist, was eine angemessene längere Zeit ist
Siehe auch die Arbeitsgerichts-Entscheide, welche zur:
Berner-Skala
Basler-Skala
Zürcher-Skala
Massgebender Lohn / massgeblicher Lohn
Summe der Elemente der jährlichen Entlöhnung (mutmasslicher AHV-Jahreslohn), die für die berufliche Vorsorge zu berücksichtigen sind. Der massgebende Lohn hat eine gesetzlich bestimmte Obergrenze.
Bundesgesetz über die Militärversicherung (MVG) vom 19. Juni 1992
Leistungen werden erbracht bei Militär- oder Zivil(schutz)dienst sowie Jugend+Sport-Aktivitäten. Es ist das älteste Sozialversicherungswerk in der Schweiz seit 1852.
Englisch: Military Insurance (MI)
Französisch: Assurance militaire (LAM)
Italienisch: Assicurazione militare (LAM)
Mindestjahreslohn für die Unterstellung
Siehe Lohn: beitragspflichtiger Lohn
BVV 2 Art. 12 Mindestzinssatz (Art. 15 Abs. 2 + 3 BVG)
Das Altersguthaben wird verzinst:
bis 31. Dezember 2002: mindestens mit 4,00 %
ab 1. Januar 2003: mindestens mit 3,25 %
ab 1. Januar 2004: mindestens mit 2,25 %
ab 1. Januar 2005: mindestens mit 2,50 %
ab 1. Januar 2008: mindestens mit 2,75 %
ab 1. Januar 2009: mindestens mit 2,00 %
ab 1. Januar 2012: mindestens mit 1,50 %
ab 1. Januar 2014: mindestens mit 1,75 %
Siehe: Militärversicherung
Bundesgesetz über das Obligationenrecht (OR), vom 30. März 1911. Link, Wikipedia
Das Obligationenrecht ist der fünfte Teil des schweizerischen Zivilgesetzbuches, aber mit eigener Numerierung. Es regelt die schuldrechtlichen Beziehungen zwischen Rechtssubjekten – natürlichen und juristischen Personen.
Englisch: Code of Obligations (CO)
Französisch: Code des obligations (CO)
Italienisch: Codice delle obbligazioni (CO)
Vorsorgeeinrichtungen haben gemäss BVG die Pflicht, gewisse Minimalleistungen zu erbringen, z.B. das Versichern der Lohnbestandteile bis CHF 83 520.– (Stand 2011)
Siehe auch: Überobligatorium
Siehe: Obligationenrecht
Parität – paritätische Vertretung
In den Verwaltungskommissionen – Vorsorgekommission, Stiftungsrat, … – für Anschlüsse, welche das BVG erfüllen, sind Arbeitnehmer- und Arbeitgeber in gleicher Anzahl, das heisst paritätisch vertreten.
Englisch: Equality
Französisch: Parité
Italienisch: Parità
Patronaler Fonds – patronale Stiftung
Pensioniertenkinderrente von Profond: Art. 23
Anspruch auf eine Pensioniertenkinderrente haben die Kinder eines Versicherten, die bei dessen Tod eine Waisenrente beanspruchen könnten.
Für detaillierte Angaben siehe Vorsorgereglemente der Profond Vorsorgeeinrichtung.
Englisch: pensioner‘s child‘s pension
Französisch: rente d’enfant de retraité
Italienisch: rendita per figli di pensionato
Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt für Männer 65 Jahre und für Frauen 64 Jahre.
Eine vorzeitige Pensionierung führt zu einer lebenslänglich reduzierten AHV-Altersrente (–6,8 %/Jahr). Männer können die AHV-Altersrente ab Alter 63, Frauen ab Alter 62 Jahren beantragen.
Der AHV-Bezug kann auf Wunsch aufgeschoben werden, was später zu einer höheren Rente führt – auch der Maximalrente. Mögliche Aufschubdauer: mindestens ein, höchstens fünf Jahre.
Wie hoch wird ihre AHV-Rente sein?
Info bei der AHV-Ausgleichskasse oder bei AHV/IV-Info.
Unsere Vorsorgereglemente
Profond Vorsorgeeinrichtung:
Art. 11: Rücktrittsalter
Art. 19: Vorzeitige Pensionierung, Auskauf der Rentenreduktion, Teilpensionierung
Art. 20: Aufgeschobene Pensionierung
Art. 22: AHV-Überbrückungsrente
Pensionskassenexperte, PK-Experte
Pensionskassenexperten sind geprüfte Experten für berufliche Vorsorge, im Sinne von Art. 53 Abs. 2 BVG und Art. 37 BVV2. Sie weisen sich u.a. über Fachwissen in Versicherungsmathematik und -technik aus. Sie sind als Berater von betrieblichen oder verbandlichen Vorsorgeeinrichtungen privaten und öffentlichen Rechts tätig.
Hauptaufgaben der Pensionskassenexperten sind die Kontrolle der finanziellen Sicherheit von Vorsorgeeinrichtungen durch die periodische Erstellung einer versicherungstechnischen Bilanz sowie das Prüfen, ob die versicherungstechnischen Bestimmungen des Vorsorgereglementes den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.
Neben den erwähnten Hauptaufgaben nehmen PK-Experten viele weitere Aufgaben im Bereich der Vorsorge wahr. Eine Übersicht findet sich bei der Kammer der Pensionskassenexperten (KPE/CAC).
Experte der Profond Vorsorgeeinrichtung ist Ernst Sutter von der Beratungsgesellschaft für die zweite Säule AG in Basel.
Pensionskassenreserven
Pensionskassenreserven sollen einer Pensionskasse ein Sicherheitspolster geben für schlechte Zeiten. Für Leute, die die Pensionskasse wechseln (Stellenwechsel) und von einer Kasse mit hohen in eine mit niedrigen Reserven wechseln, bedeutet das, dass sie Geld verlieren, denn Reservengelder sind Gelder, die den Versicherten vorenthalten werden und die man bei einem Wechsel nicht mitnehmen kann.
siehe „Sozialversicherungen“
siehe „Berufliche Vorsorge in der Schweiz – 2. Säule“
Die Versicherten erhalten via ihrem Arbeitgeber beim Ein- und Austritt und jeweils jährlich einen persönlichen Ausweis, worauf einerseits die versicherten Leistungen und anderseits die Beiträge sowie der jeweilige Stand der Altersvorsorge festgehalten sind.
Englisch: Personal pension card
Französisch: Certificat personnel
Italienisch: Certificato personale
Das persönliche Altersguthaben ergibt sich durch die Aufsummierung und Verzinsung der reglementarischen Altersgutschriften. Es wird allenfalls durch Zusatzgutschriften, eingebrachte Freizügigkeitsleistungen, Einkaufsbeträge und freiwillige Beiträge ergänzt.
Englisch: Personal old-age savings
Französisch: Avoir de vieillesse personnel
Italienisch: Avere di vecchiaia personale
Politischer Umwandlungssatz
Siehe: Umwandlungssatz
Das Primat bezeichnet eine vorgegebene Grösse. Daraus werden die übrigen Grössen abgeleitet. In der Profond Vorsorgeeinrichtung sind die Leistungen bei Tod und Invalidität meistens in % des versicherten Lohnes vorgegeben. Daraus werden die notwendigen Gutschriften und Beiträge abgeleitet.
Man unterscheidet in der Vorsorge zwei Arten von Primate:
Die Leistungen der Pensionskasse richten sich nach der Höhe der von Arbeitgebern und Versicherten bezahlten Beiträge. Diese Beiträge können durch das Gesetz (Minimum) oder das Vorsorgereglemente einer Vorsorgeeinrichtung in Prozenten des versicherten Lohnes festgelegt werden. Die Höhe der Leistungen wird je Versicherten individuell bestimmt und entspricht der Summe aller während der Beitragsdauer einbezahlten Beiträge sowie der Zinsen (bei Kapitalisierung). Jede Lohnveränderung hat eine Änderung der Altersleistungen zur Folge.
Die Leistungen entsprechen einem durch das Vorsorgereglement einer Pensionskasse bestimmten Prozentsatz des versicherten Lohnes. Massgeblich ist der zuletzt erhaltene Lohn oder der Durchschnittslohn der letzten 5 bis 10 Jahre oder der Durchschnittslohn während der gesamten Beitragsdauer. Der Prozentsatz des versicherten Lohns ist meistens abhängig vom Alter des Versicherten bei seinem Eintritt in eine Vorsorgeeinrichtung. Damit der Leistungssatz bei Lohnveränderungen beibehalten werden kann, müssen die Mehrkosten (Ausfinanzierung) durch Nachzahlungen finanziert werden.
Englisch: Primacy amount: primacy of contributions / primacy of benefits
Französisch: Primauté: primauté des cotisations / primauté des prestations
Italienisch: Primato: primato dei contributi / primato delle prestazioni
Private Vorsorge in der Schweiz
Siehe: Drei-Säulen-Prinzip/Konzept
Schweizer zahlen ihre Steuern zu Jahresende. Bei Ausländern ohne C-Bewilligung, auch wenn sie im Ausland wohnen, wird der Steuerbetrag monatlich durch den Arbeitgeber direkt an die Steuerbehörde abgeführt. Die Höhe der Abgaben ist kantonal geregelt und kann sich jährlich ändern.
Gleiches Prinzip bei Baraustrittsleistungen: geschuldete Beträge werden direkt von der Austrittsleistung abgezogen. Siehe: Barauszahlung.
Siehe Vorsorgereglemente der Profond Vorsorgeeinrichtung, Art. 47.
Englisch: Withholding tax
Französisch: Impôt à la source
Italienisch: Imposte alla fonte
Siehe: Swiss GAAP FER 26: Rechnungslegung
Rechtsform von Vorsorgeeinrichtungen
Es gibt Vorsorgeeinrichtungen des öffentlichen und solche des privaten Rechts
Privatrechtliche Vorsorgeeinrichtungen müssen eine Stiftung oder eine Genossenschaft sein.
Die registrierte Vorsorgeeinrichtung
ist dem BVG (Art. 48) unterstellt und muss die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen. Registrierung im Register für die berufliche Vorsorge erfolgt auf Antrag hin
und/oder ist eine Vorsorgeeinrichtung mit reglementarischen Leistungen nach FZG.
Registrierte Vorsorgeeinrichtungen sind automatisch dem Sicherheitsfonds BVG (Art. 57) angeschlossen.
Jeder obligatorisch versicherte Arbeitnehmer muss bei einer registrierten Vorsorgeeinrichtung versichert sein.
Der Stiftungsrat einer Vorsorgeeinrichtung erlässt u.a. ein Vorsorgereglement, mit welchem alle Aspekte der Vorsorgetätigkeit der Stiftung sowie die Rechte und Pflichten der Versicherten gegenüber der Stiftung geregelt werden.
Vorsorgereglemente der Profond Vorsorgeeinrichtung.
Englisch: Regulations of a pension fund
Französisch: Règlement d’une institution de prèvoyance
Italienisch: Regolamento di un istituto di previdenza
Reglementarischer Umwandlungssatz
Bei der beruflichen Vorsorge (BVG) sind Frauen ab dem vollendeten 64. Altersjahr und Männer ab vollendetem 65. Altersjahr rentenberechtigt. Das Reglement der Vorsorgeeinrichtung kann ein flexibles Rentenalter (Alter 58 – 70/69) vorsehen.
Die Einführung des flexiblen Rentenalters wurde in der Volksabstimmung zur AHV vom 16. Mai 2004 verworfen, bleibt aber aktuell in der politischen Diskussion, weil geplant war das Rentenalter der Frauen per 2009 von 64 auf 65 (analog 1948!) anzuheben.
Festlegen der Rentenfinanzierung so, dass das Deckungskapital für neu anfallende Renten bereitgestellt wird.
Siehe auch: Deckungskapital
Bezüger irgendeiner Rente:
Rente aus privaten Rentenverträgen
Es zählen dazu alle Rentenberechtigten, z.B. auch Waisen, Hinterlassene wie Witwen, Witwer und Lebenspartner.
Siehe: Pensionskassenreserven
Bereitschaft des Stiftungsrates aufgrund der Risikofähigkeit bewusst Risiken einzugehen. Die Risikobereitschaft sagt aus, wie der Stiftungsrat mit Wertschwankungen umgeht und welche Risiken er eingeht.
Diejenige Fähigkeit, welche auf sachlichen und objektiven Tatsachen (z.B. versicherungstechnisches Gutachten, Deckungsgrad, Bestand von Aktiven und Rentner, etc.) beruht. Siehe auch „Risikobereitschaft“
Die Risikoprämie in der beruflichen Vorsorge dient der Finanzierung von Risikoleistungen: Tod, Invalidität – und wird monatlich vom Lohn abgezogen. «… bei Firmen mit herkömmlichen Schadenverläufen betragen die Risikoprämien heute meist ein Drittel des gesamten Aufwandes für die berufliche Vorsorge.» (zitiert aus einem Artikel in der «Bilanz», 14.2.06: Vorsorge: Die Pensionskasse im Vorsorgecheck)
Gegensatz: Sparprämie
Risikosteuerung in der Vorsorge
Die Risikosteuerung gehört zu den Aufgaben der Verwaltungsgremien der Vorsorgeeinrichtungen.
Siehe: Rückdeckung
Übertragung einzelner oder aller Risiken des Vorsorgegeschäftes, insbesondere Invalidität und Tod, auf einen Versicherer, mittels Kollektivversicherungsvertrags.
Siehe: Vorsorgeeinrichtungen
Sanierung von Vorsorgeeinrichtungen
Gleichgewicht in einer Vorsorgeeinrichtung herrscht, wenn sich Zu- und Abgänge die Waage halten, das Kapital erhalten bleibt und ausreichend Reserven vorhanden sind oder gebildet werden können. – Unsicherheit besteht bezüglich der Frage von zukünftigen Erträgen und Leistungen.
Insbesondere in Zeiten von Unterdeckungen von Pensionskassen werden für diese Sanierungsmassnahmen gefordert.
Reserve einer Vorsorgeeinrichtung zur Deckung von Risikoabweichungen der Anlagen, z.B. infolge von Kurs- und Währungsschwankungen.
Die Schwankungsreserven einer Pensionskasse dienen dem Ausgleich der Kursschwankungen der Wertschriften, in denen die Gelder der Pensionskasse angelegt sind. (Def. Eidg. Finanzdepartement)
Mit dem Schritt in die Selbständigkeit entsteht die zusätzliche Verantwortung, sich und seine Angehörigen finanziell abzusichern. Die Qualifikation, ob jemand selbständig erwerbend ist, richtet sich nach der AHV.
Selbständige müssen sich selber um ihre Sozialversicherungen kümmern und ihre Beiträge an AHV, IV, EO und Krankenversicherung in ganzer Höhe selber bezahlen.
Personen, die in die Selbständigkeit wechseln, können sich das bisher geäufnete Altersguthaben von der Pensionskasse auszahlen lassen und als Startkapital nutzen (jedoch nicht empfehlenswert!).
Für Selbständige ist die berufliche Vorsorge nicht obligatorisch, sie können sich aber auf eigenen Wunsch einer solchen unterstellen, indem sie sich z.B. einer Gemeinschaftseinrichtung (ihres Berufverbandes) anschliessen oder – als Inhaber einer Einzelfirma – derselben Vorsorgeeinrichtung wie ihre Mitarbeiter. Weiter sollten Selbständigerwerbende auch die Möglichkeiten der 3. Säule nutzen.
Der Sicherheitsfonds BVG (SIFO) ist eine vom Bundesrat errichtete Stiftung, welche bei Zahlungsunfähigkeit von Vorsorgeeinrichtungen deren Leistungen in einem gewissen Rahmen sicherstellt. Auch werden gesetzliche Ausgleichszahlungen infolge „ungünstiger Altersstruktur“ erbracht.
Englisch: LOB guarantee fund
Französisch: fonds de garantie LPP
Italienisch: fondo di garanzia LPP
Siehe: Sicherheitsfonds BVG
Sondermassnahmen BVV2
Sondermassnahmen nach Artikel 70 BVG wurde durch die 1. BVG-Revision aufgehoben (Inkrafttreten 1. Januar 2005). Es gibt vor dem Vorsorgefall keine weiteren Ergänzungsgutschriften mehr. Daher musste diese Bestimmung in diesem Sinn abgeändert werden. Der Beitrag für die Sondermassnahmen (dannzumal 1% der koordinierten BVG-Löhne) entfällt.
Unter den Sozialversicherungen, werden in der Schweiz folgende Versicherungszweige verstanden:
siehe auch Drei-Säulen-Prinzip
Siehe: Altersgutschriften
Spareinrichtung, auch Sparkasse
Leistungen auf der Basis der angesparten und verzinsten Beträge, ohne Risikokomponente. Spareinrichtungen haben nach Einführung des BVG an Bedeutung verloren.
Die Sparprämie dient der Finanzierung der Altersleistungen (Altersgutschrift) und wird monatlich vom Lohn abgezogen.
Gegensatz: Risikoprämie
steuerbegünstigter Einkauf
Siehe: Einkauf
Der Stiftungsrat ist das oberste (Führungs-)Organ einer Stiftung «Vorsorgeeinrichtung / Pensionskasse / Personalvorsorge / Personalfürsorge». Er wird normalerweise paritätisch zusammengesetzt. Ausnahme bilden dabei „Wohlfahrtsfonds“ und Finanzierungsstiftungen.
Swiss GAAP FER 26 – Rechnungslegung
Swiss GAAP FER 26 regelt die Rechnungslegung von Vorsorgeeinrichtungen, gemäss den gesetzlichen Vorschriften. Swiss GAAP FER 26 umfasst Bilanz, Betriebsrechnung und Anhang. Eine zusätzliche Rechnung ist nicht notwendig.
In der Bilanz erfolgt die Bewertung zu den tatsächlichen Werten. Wertschwankungsreserven sind aufgrund der Langfristigkeit der Vorsorgeziele möglich.
Die Fachempfehlung selbst enthält keine aktuariellen Bestimmungen; eine Berechnung der Vorsorgekapitalien und der technischen Rückstellungen ist nach statischen und dynamischen Methoden möglich.
Die Gliederung von Bilanz und Betriebsrechnung und die zu verwendenden Begriffe sind verbindlich vorgegeben.
In den Anhang gehören Angaben zu Grundlagen, Organisation, versicherungstechnischen Risiken oder zu Vermögensanlage und Nettoergebnis.
Rechnungslegung und Swiss GAAP FER 26
Englisch: Swiss GAAP FER 26: Financial reporting
Französisch: Swiss GAAP RPC 26: Présentation des comptes
Italienisch: Swiss GAAP RPC 26: Rendiconto
Der technische Zins wird für die Diskontierung der künftigen Leistungen und Beiträge einer Pensionskasse angewendet. Er basiert auf langfristigen Annahmen über die zu erwartende Anlagerendite. Der technische Zins wird vom Stiftungsrat so festgelegt, dass er langfristig mit einer angemessenen Marge unterhalb der effektiven Anlagerendite liegt und über einen längeren Zeitraum beibehalten werden kann.
French: Taux d’intérêt technique
Italiano: Tasso Tecnico
Teilautonome Kassen
Art. 53b BVG nennt drei mögliche Gründe für eine Teilliquidation einer Vorsorgeeinrichtung:
a. eine erhebliche Verminderung der Belegschaft erfolgt
b. eine Unternehmung restrukturiert wird
Ein Teilliquidationsverfahren muss von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden. Das Verfahren selber ist in Art. 53d BVG geregelt. Der Anspruch auf freie Mittel ist in Art. 27g BVV 2, der kollektiver Anspruch auf Rückstellungen und Schwankungsreserven in Art. 27h BVV2 geregelt.
Bei der Profond Vorsorgeeinrichtung – Vorsorgereglement Art. 60 Teilliquidation – wird die Teilliquidation in einem separaten Reglement geregelt, dem Teilliquidationsreglement.
Vorhandenes Altersguthaben, soweit dieses nicht zur Finanzierung der Ehe-
gattenrente benötigt wird. In gewissen Vorsorgeplänen kann ein zusätzliches Todesfallkapital mitversichert werden. Auch ist in gewissen Vorsorgereglemente ein Auskauf von Renten als Kapital möglich.
Übernahmen, Fusionen
Siehe: Fusionen, Übernahmen
Über die durch das BVG geforderte Mindestleistungen hinaus kann eine Vorsorgeeinrichtung zusätzliche Leistungen vorsehen: Überobligatorium – gestützt auf einen Entscheid der paritätischen Kommission.
Das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) regelt nur den obligatorischen Teil der Personalvorsorge. Im überobligatorischen Bereich bestimmen die Versicherer den Umwandlungssatz nach eigenem Ermessen; so haben sie 2004 mit dem so genannten Winterthur-Modell ihre Umwandlungssätze im Überobligatorium auf 5,4 Prozent für Frauen und 5,8 Prozent für Männer reduziert. Da mehr als die Hälfte aller Vorsorgegelder zum Überobligatorium zählen, hat das schwerwiegende Folgen auf die Leistungen (Alter, Tod, Invalidität) für die Versicherten.
Zum Überobligatorium gehören:
Spargutschriften auf Lohnteilen über CHF 83 520.–
Einzahlungen vor 1985 (Vorobligatorium)
alle versicherten Lohnteile unter dem BVG-Minimum
Sparpläne, die besser sind, als vom BVG vorgesehen!
Siehe auch: obligatorische Leistungen
Überschüsse (Legal quote)
Die Lebensversicherungen müssen Überschüsse (aus Anlage, Risiko, Verwaltung), die aus Prämien der Arbeitnehmenden und Arbeitgeber erwirtschaftet werden, gesetzlich zu 90 Prozent an die Versicherten zurückfliessen lassen; dies ist geregelt mit der sogenannten «Legal quote» oder Mindestausschüttungsquote für die Überschussbeteiligung.
Das Umlageverfahren ist eine Methode zur Finanzierung von Sozialversicherungen, speziell der Altersvorsorge, aber auch von Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung.
Die eingezahlten Beiträge werden unmittelbar für die Finanzierung der erbrachten Leistungen herangezogen. In der Schweiz wird die AHV nach diesem Modell finanziert, nicht aber das BVG-Altersguthaben, welches nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanziert wird.
Umwandlungsatz BVG (UWS)
Der Umwandlungssatz (UWS) bestimmt die Rentenleistung, die sich bei einer Kasse mit Beitragsprimat aus dem Altersguthaben bei Pensionierung ergibt. Beim Obligatorium ist die Untergrenze des Satzes gesetzlich vorgeschrieben und wird für Männer und Frauen bis 2015 von 7,2 % (1985-2004) schrittweise auf 6,8 % gesenkt werden.
Bei einem Altersguthaben von CHF 100 000.– und einem UWS von 6,8 % ergibt sich eine jährliche Rente von CHF 6800.– (1985).
Weiteres im Vorsorgereglement der Profond Vorsorgeeinrichtung.
Übergangsregelung Profond
Englisch: Conversion rate
Französisch: Taux de conversion
Italienisch: Aliquote di conversione
Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 20. März 1981. Link zum Gesetz
Die Unfallversicherung nach UVG bietet einen besseren Schutz als die Unfallversicherung nach KVG: keine Franchise, kein Selbstbehalt an Heilungskosten; weitere Leistungen wie Taggelder, Renten oder Entschädigungen bei schweren Unfällen (Integritätsentschädigung).
Die Leistungen der Unfallversicherung gemäss UVG gehen grundsätzlich vor (siehe auch ATSG).
Betriebsunfälle: der Arbeitgeber bezahlt die Prämien
Nichtbetriebsunfälle: der Arbeitnehmer bezahlt normalerweise die Prämien
Englisch: Federal Law on Accident Insurance (UVG [AI])
Französisch: Loi fédérale sur l’assurance-accidents (LAA)
Italienisch: Legge federale sull’assicurazione contro gli infortuni (LAINF)
Gemäss BVV 2, Art. 44, Unterdeckung (Art. 65c und 65d Abs. 4 BVG), besteht bei einer Vorsorgeeinrichtung dann eine Unterdeckung, wenn am Bilanzstichtag das nach anerkannten Grundsätzen durch den Experten für berufliche Vorsorge berechnete versicherungstechnisch notwendige Vorsorgekapital nicht durch das dafür verfügbare Vorsorgevermögen gedeckt ist. Berechnungen gemäss Anhang zu Art. 44, Abs. 1 BVV2.
Die Vorsorgeeinrichtung muss die Aufsichtsbehörde, den Arbeitgeber, die Versicherten sowie die Rentnerinnen und Rentner angemessen darüber informieren.
Link zum Gesetzesartikel
Siehe auch «Art. 59 Massnahmen bei Unterdeckung» und weitere des Vorsorgereglementes der Profond Vorsorgeeinrichtung.
Englisch: Cover shortfall
Französisch: Découvert
Italienisch: Copertura insufficiente
Siehe: Unfallversicherungsgesetz
Versicherter BVG
Versicherte einer Vorsorgeeinrichtung – Personen, die noch im Erwerbsleben stehen als auch Rentner.
Bemessungsgrundlage für Leistungen und Finanzierung in der beruflichen Vorsorge:
Mit ihr wird festgestellt, ob das verfügbare Vermögen einer Kasse gemäss kaufmännischer Bilanz, zusammen mit den erwarteten Beiträgen und Zinsen, reicht, um die eingegangenen Versicherungsverpflichtungen, bezogen auf einen Stichtag, sowie sonstige Rückstellungen erfüllen zu können.
Ist geschuldet ab dem 30. Tag nach Erhalt aller nötigen Infos.
Siehe: Austrittsleistung
Bei diesem Modell von Sammelstiftungen werden alle Risiken vom (Lebens-)Versicherer gedeckt: Alter, Tod, Invalidität.
Vorobligatorium
Einzahlungen in die Vorsorgeverhältnisse via Arbeitgeber vor 1985.
Vergleiche: Überobligatorium
Vorsorgeeinrichtungen, Vorsorgewerke, Pensionskassen: Diese versichern Arbeitnehmer, verwalten treuhänderisch Vorsorgegelder und richten Alters-, Invaliden- und Hinterlassenenleistungen an Versicherte aus, auf der Grundlage des BVG.
Siehe auch: Rechtsform von Vorsorgeeinrichtungen, Registrierte Vorsorgeeinrichtungen
Autonome Kassen: selbstverwaltete Kassen, das heisst Institutionen mit eigener Organisation und Verwaltung, welche ihre Mitglieder auf eigene Gefahr versichern. (Selbsttragung sämtlicher Risiken wie Alter, Tod und Invalidität).
Halbautonome Kassen, autonome Kassen mit Rückdeckung: sie versichern ganz oder teilweise wirtschaftliche Risiken einer Pensionskasse – vor allem Tod und Invalidität – durch den Abschluss z.B. einer Stop-Loss-Versicherung.
Kaderkasse: Vorsorgelösung speziell für das Kader eines Unternehmens, in Ergänzung zur Lösung für das gesamte Personal. – Weitere Begriffe für die Kaderkasse: Belétage, Ergänzungskasse usw.
Sammelstiftungen: Vorsorgeeinrichtung, der sich mehrere unabhängige Arbeitgeber – meist KMU – anschliessen können. Es gibt unabhängige wie die Profond und von Versicherern oder Banken geführte Sammelstiftungen.
Teilautonome Kassen: eine Vorsorgeeinrichtung, die das Vermögen selber anlegt, die Versicherung der Risiken Tod und Invalidität hingegen einer Versicherungsgesellschaft übergibt.
Umhüllende Kasse: eine Vorsorgeeinrichtung, die nebst den gesetzlichen Mindestleistungen nach BVG auch überobligatorische Leistungen erbringt.
Vorsorgewerk: Vorsorgeplan eines Arbeitgebers – die übliche Form der Abmachungen von Sammelstiftungen mit den angeschlossenen Arbeitgebern. Der Plan basiert auf einem Reglement.
Profond Vorsorgeeinrichtung, Vorsorgesammelstiftung für KMU – wenn Sie die Aufgaben der Vorsorge auf uns übertragen wollen.
Englisch: Pension schemes
Französisch: Institution de prévoyance
Italienisch: Istituto di previdenza
Siehe: Deckungskapital
Der Vorsorgeplan regelt die Leistungen, Finanzierung und Organisation einer Vorsorgeeinrichtung resp. Vorsorgewerkes.
Das Vorsorgereglement regelt die berufliche Vorsorge einer Vorsorgeeinrichtung. Es wird vom zuständigen Organ der Vorsorgeeinrichtung, dem Stiftungsrat erlassen.
Eine Vorsorgeeinrichtung legt im Vorsorgereglement die Leistungen, die Art der Finanzierung, die Anspruchsvoraussetzungen, die verschiedenen Vorsorgepläne, die Versichertenkollektive (versicherter Personenkreis) und anderes fest.
Die Vorsorgereglemente der Profond Vorsorgeeinrichtung herunterladen.
Vorsorgeversicherungsexperte
Siehe: Pensionskassenexperte
Siehe: Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
Sieht das Reglement Waisenrenten vor, so werden diese fällig, wenn eine versicherte Person stirbt und Kinder hinterlässt, welche einen entsprechenden Anspruch haben. Die Höhe sowie das Ende der Rentenzahlung richten sich nach dem Reglement. Die Höhe der Waisenrenten nach den Mindestvorschriften des BVG beträgt 20 % der BVG-Invalidenrente.
Profond Vorsorgeeinrichtung: Art. 29
Englisch: orphan’s pension
Französisch: rente d’orphelin
Italienisch: rendita per orfani
Siehe: Wohneigentumsförderung
Witwer erhalten zu den gleichen Bedingungen dieselben Leistungen wie Witwen.
Wohneigentumsforderung (WEF)
Verordnung über die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge (WEFV) vom 3. Oktober 1994. Link zum Gesetz
Die Wohneigentumsförderung ist bei der Profond Vorsorgeeinrichtung im Vorsorgereglement geregelt, Art. 49 und andere.
Italienisch: Promozione delle proprietà d’abitazioni (OPPA)
Vorsorgeeinrichtungen melden hier kontaktlose und von Versicherern vergessene Guthaben.
Versicherte können an die Zentralstelle gelangen, wenn sie z.B. wegen häufigen Stellenwechseln nicht mehr alle Freizügigkeitsleistungen beisammen haben.
Link Zentralstelle 2. Säule
Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB), vom 10. Dezember 1907. Link zum Gesetz
Fünfter Teil: Obligationenrecht (OR, siehe dort)
Englisch: Swiss Civil Code (SCC)
Französisch: Code sivil suisse (CC)
Italienisch: Codice civile svizzero (CCS)
Zuschüsse bei ungünstiger Altersstruktur; siehe BVG Art. 56 / Art. 58
Italienisch:Sovvenzioni