Source: http://online-bem.de/doku.php?id=bem-rechtsprechung&rev=1418631875&do=diff
Timestamp: 2019-01-16 07:01:52
Document Index: 180635514

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 80', '§ 80', '§ 99', '§ 99', '§ 84', '§ 84', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 84', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 84']

2014/12/15 09:24 feldes 2014/12/04 10:30 feldes 2014/12/04 10:27 feldes 2014/12/04 10:22 feldes 2014/12/04 10:06 feldes 2014/12/04 10:03 feldes 2014/12/04 10:00 feldes 2014/12/04 09:58 feldes 2014/12/04 09:57 feldes 2014/12/04 09:52 feldes 2014/12/01 18:59 feldes 2014/12/01 17:11 bem_admin angelegt
bem-rechtsprechung [2014/12/04 10:30]
bem-rechtsprechung [2014/12/15 09:24] (aktuell)
* BEM gilt auch im öffentlichen Dienst (//**BVerwG – 23.06.2010 – 6 P 8/09**//), im Richterverhältnis (//**BGH – 20.12.2006 ­– RiZ (R) 2/06**//) und im Beamtenrecht (//**BVerwG – 05.06.2014 – 2 C 22/13**//) * BEM gilt auch im öffentlichen Dienst (//**BVerwG – 23.06.2010 – 6 P 8/09**//), im Richterverhältnis (//**BGH – 20.12.2006 ­– RiZ (R) 2/06**//) und im Beamtenrecht (//**BVerwG – 05.06.2014 – 2 C 22/13**//)
* Das Eingliederungsmanagement ist nicht auf den Personenkreis der schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen begrenzt (//**BAG – 12.07.2007 – 2 AZR 716/06**//) * Das Eingliederungsmanagement ist nicht auf den Personenkreis der schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen begrenzt (//**BAG – 12.07.2007 – 2 AZR 716/06**//)
- * Das BEM normiert eine Rechtspflicht für den Arbeitgeber (//**BAG – 12.07.2007 – 2 AZR 716/​06**//​),​ die bei jedem Zeitraum von mindestens sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers gilt (//**BAG – 23.04.2008 – 2 AZR 1012/​07**//​); der Gesetzesauftrag verlangt vom Arbeitgeber die Initiative zur Einleitung und Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (//**BAG – 10.12.2009 – 2 AZR 198/09; BAG – 24.03.2011 – 2 AZR 170/10**//); der Arbeitgeber hat eine Mitwirkungspflicht,​ die ihm eine aktive Gestaltungsrolle zuweist (//**BAG – 04.10.2005 – 9 AZR 632/04**//) + * Das BEM normiert eine Rechtspflicht für den Arbeitgeber (//**BAG – 12.07.2007 – 2 AZR 716/​06**//​),​ die bei jedem Zeitraum von mindestens sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers gilt (//**BAG – 23.04.2008 – 2 AZR 1012/​07**//​)
+ * Der Gesetzesauftrag verlangt vom Arbeitgeber die Initiative zur Einleitung und Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (//**BAG – 10.12.2009 – 2 AZR 198/09; BAG – 24.03.2011 – 2 AZR 170/10**//)
+ * Der Arbeitgeber hat eine Mitwirkungspflicht,​ die ihm eine aktive Gestaltungsrolle zuweist (//**BAG – 04.10.2005 – 9 AZR 632/04**//)
* Die Regelungsaufgabe besteht darin, – unabhängig vom Einzelfall – ein System mit strukturierten Abläufen zu entwickeln, das sowohl ein Frühwarnsystem als auch ein konkretes Maßnahmenspektrum enthält, welches sämtliche Strategien für den Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit beinhaltet (//**LAG Düsseldorf – 29.09.2009 – 17 TaBV 107/09**//) * Die Regelungsaufgabe besteht darin, – unabhängig vom Einzelfall – ein System mit strukturierten Abläufen zu entwickeln, das sowohl ein Frühwarnsystem als auch ein konkretes Maßnahmenspektrum enthält, welches sämtliche Strategien für den Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit beinhaltet (//**LAG Düsseldorf – 29.09.2009 – 17 TaBV 107/09**//)
**Ergebnisqualität eines ordnungsgemäßen BEM** **Ergebnisqualität eines ordnungsgemäßen BEM**
- * Bei langzeit- und chronisch erkrankten Beschäftigten handelt es sich in erster Linie um Maßnahmen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation,​ um Versetzung an einen besser geeigneten Arbeitsplatz (//**BAG – 23.04.2008 – 2 AZR 1012/​06**//​), um korrektive Arbeitsgestaltung,​ die einen »leidensgerechten« Arbeitsplatz schafft (//**BAG – 12.07.2007 – 2 AZR 716/06; BAG – 30.09.2010 – 2 AZR 88/09**//), um Umsetzung an einen freizumachenden Arbeitsplatz (//**BAG – 23.04.2008 – 2 AZR 1012/​06**//​) + * Bei langzeit- und chronisch erkrankten Beschäftigten handelt es sich in erster Linie
+ * um Maßnahmen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation,​ um Versetzung an einen besser geeigneten Arbeitsplatz (//**BAG – 23.04.2008 – 2 AZR 1012/​06**//​)
+ * um korrektive Arbeitsgestaltung,​ die einen »leidensgerechten« Arbeitsplatz schafft (//**BAG – 12.07.2007 – 2 AZR 716/06; BAG – 30.09.2010 – 2 AZR 88/09**//)
+ * um Umsetzung an einen freizumachenden Arbeitsplatz (//**BAG – 23.04.2008 – 2 AZR 1012/​06**//​)
* Im BEM kommt ein „bunter Strauß“ möglicher Regelungen und Maßnahmen in Betracht (//**BAG – 18.08.2009 – 1 ABR 45/08**//) * Im BEM kommt ein „bunter Strauß“ möglicher Regelungen und Maßnahmen in Betracht (//**BAG – 18.08.2009 – 1 ABR 45/08**//)
* Im Mittelpunkt der Maßnahmenplanung stehen Anpassungen und Änderungen an den Arbeitsplätzen oder eine Weiterbeschäftigung durch Versetzung (//**BAG – 10.12.2009 – 2 AZR 198/09**//) * Im Mittelpunkt der Maßnahmenplanung stehen Anpassungen und Änderungen an den Arbeitsplätzen oder eine Weiterbeschäftigung durch Versetzung (//**BAG – 10.12.2009 – 2 AZR 198/09**//)
* Der Arbeitgeber ist gem. § 80 Abs. 2 Satz 1 BetrVG verpflichtet dem Betriebsrat darüber zu unterrichten,​ welche Beschäftigten die Voraussetzungen für ein BEM erfüllen – einschließlich der Arbeitnehmer,​ die von sich aus ein BEM beantragt haben (//**LAG München – 24.11.2010 – 11 TaBV 48/10**//) * Der Arbeitgeber ist gem. § 80 Abs. 2 Satz 1 BetrVG verpflichtet dem Betriebsrat darüber zu unterrichten,​ welche Beschäftigten die Voraussetzungen für ein BEM erfüllen – einschließlich der Arbeitnehmer,​ die von sich aus ein BEM beantragt haben (//**LAG München – 24.11.2010 – 11 TaBV 48/10**//)
* Der Arbeitgeber hat der Interessenvertretung auch seine Anschreiben an die betroffenen Beschäftigten – ohne besondere Zustimmung der betroffenen Person – zuzuleiten, damit diese ihre Überwachungsaufgaben erfüllen kann (//**BVerwG – 23.06.2010 – 6 P/09**//) * Der Arbeitgeber hat der Interessenvertretung auch seine Anschreiben an die betroffenen Beschäftigten – ohne besondere Zustimmung der betroffenen Person – zuzuleiten, damit diese ihre Überwachungsaufgaben erfüllen kann (//**BVerwG – 23.06.2010 – 6 P/09**//)
- * Die Information des Arbeitgebers über die Anzahl, die Namen und die konkrete Dauer der Fehlzeiten der Arbeitnehmer soll die Interessenvertretung auch in die Lage versetzen zu prüfen, ob sie zur Wahrnehmung von Aufgaben initiativ werden kann, soll oder muss (//**BAG – 08.06.1999 – 1 ABR 28/97; BAG – 09.07.1991 – AP Nr. 94 zu § 99 BetrVG**//) + * Die Information des Arbeitgebers über die Anzahl, die Namen und die konkrete Dauer der Fehlzeiten der Arbeitnehmer soll die Interessenvertretung auch in die Lage versetzen zu prüfen, ob sie zur Wahrnehmung von Aufgaben initiativ werden kann, soll oder muss (//**AP Nr. 94 zu § 99 BetrVG**//)
* Datenschutzrechtliche Erwägungen stehen dem Auskunftsanspruch des Betriebsrates bzgl. der Weitergabe von Namen und Fehlzeiten der betroffenen Beschäftigten nicht entgegen (//**ArbG Bonn – 16.06.2010 – 5 BV 20/10**//) * Datenschutzrechtliche Erwägungen stehen dem Auskunftsanspruch des Betriebsrates bzgl. der Weitergabe von Namen und Fehlzeiten der betroffenen Beschäftigten nicht entgegen (//**ArbG Bonn – 16.06.2010 – 5 BV 20/10**//)
* Der Betriebsrat muss zur Ausübung seines gesetzlichen Überwachungsrechtes nach § 84 Absatz 2 Satz 7 SGB IX den vom BEM möglicherweise betroffenen Personenkreis kennen. Einer namentlichen Benennung stehen weder datenschutzrechtliche Gründe noch das EU-Recht entgegen (//​**BAG**//​ – //**07. 02.2012 - 1 ABR 46/10**//) * Der Betriebsrat muss zur Ausübung seines gesetzlichen Überwachungsrechtes nach § 84 Absatz 2 Satz 7 SGB IX den vom BEM möglicherweise betroffenen Personenkreis kennen. Einer namentlichen Benennung stehen weder datenschutzrechtliche Gründe noch das EU-Recht entgegen (//​**BAG**//​ – //**07. 02.2012 - 1 ABR 46/10**//)
* Die offensichtliche Unzuständigkeit einer Einigungsstelle ist wegen des bunten Straußes der Eingliederungsmöglichkeiten nur selten der Fall, wenn der Betriebsrat konkrete Regelungen verlangt (//**LAG Hamm – 18.12.2009 – 13 TaBV 52/09; siehe auch: LAG Düsseldorf – 29.09.2009 – 17 TaBV 107/09; LAG Berlin-Brandenburg – 18.09.2009 – 14 TaBV 1416/​09**)//​ * Die offensichtliche Unzuständigkeit einer Einigungsstelle ist wegen des bunten Straußes der Eingliederungsmöglichkeiten nur selten der Fall, wenn der Betriebsrat konkrete Regelungen verlangt (//**LAG Hamm – 18.12.2009 – 13 TaBV 52/09; siehe auch: LAG Düsseldorf – 29.09.2009 – 17 TaBV 107/09; LAG Berlin-Brandenburg – 18.09.2009 – 14 TaBV 1416/​09**)//​
* Der Mitbestimmungsbezug nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG erfasst alle konkreten betrieblichen Regelungen, die wenigstens mittelbar dem Gesundheitsschutz dienen (//**BAG – 08.06.2004 – 1 ABR 4/03**//) * Der Mitbestimmungsbezug nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG erfasst alle konkreten betrieblichen Regelungen, die wenigstens mittelbar dem Gesundheitsschutz dienen (//**BAG – 08.06.2004 – 1 ABR 4/03**//)
- * Bei der Ausgestaltung des BEM ist für jede einzelne Regelung zu prüfen, ob ein Mitbestimmungsrecht besteht. Ein solches kann sich bei allgemeinen Verfahrensfragen aus § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG, in Bezug auf die Nutzung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten aus § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG und hinsichtlich der Ausgestaltung des Gesundheitsschutzes aus § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG ergeben, denn § 84 Abs. 2 SGB IX ist eine Rahmenvorschrift i.S.d. Bestimmung (**//BAG – 13.03.2012 – 1 ABR 78/10//**) + * Bei der Ausgestaltung des BEM ist für jede einzelne Regelung zu prüfen, ob ein Mitbestimmungsrecht besteht. Ein solches kann sich
+ * bei allgemeinen Verfahrensfragen aus § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG,
+ * in Bezug auf die Nutzung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten aus § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG und
+ * hinsichtlich der Ausgestaltung des Gesundheitsschutzes aus § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG ergeben,
+ * denn § 84 Abs. 2 SGB IX ist eine Rahmenvorschrift i.S.d. Bestimmung (**//BAG – 13.03.2012 – 1 ABR 78/10//**)
**Rechtsfolgen eines fehlenden betrieblichen Eingliederungsmanagements** **Rechtsfolgen eines fehlenden betrieblichen Eingliederungsmanagements**