Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20020611_OGH0002_0010OB00038_02Y0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-27 22:07:28
Document Index: 21264226

Matched Legal Cases: ['OGH', '§483', '§513', '§72', '§ 483', '§ 513', 'OGH', 'OGH', '§ 483', '§ 513', 'OGH', 'OGH', '§ 483', '§ 513', 'OGH', '§ 72', '§ 483', 'OGH', 'OGH', '§ 483', 'OGH', '§ 483', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 65', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§4', '§11', '§ 5', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§235', '§237', 'OGH', 'OGH', '§ 483', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 7', 'OGH', 'OGH', '§ 7', 'OGH', '§ 7', '§ 19', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 7', '§ 7', '§ 7', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 7', '§ 7', '§ 291', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', 'OGH', 'OGH', '§ 7', '§ 7', 'OGH', '§ 7', '§ 19', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', 'OGH', 'OGH', '§1', '§5', 'OGH', 'OGH', '§ 291', '§ 291', 'OGH', '§ 7', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 7', '§ 114', 'OGH', '§ 7', '§ 7', 'OGH', 'OGH', '§11', '§ 483', '§ 483', 'OGH', '§ 11', '§ 11', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§5', '§ 291', '§ 291', '§ 7', 'OGH', 'OGH', '§ 199', '§ 291', 'OGH', '§ 7', '§ 7', 'OGH', 'OGH', '§ 291', '§ 291', '§7', 'OGH', '§ 114', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§2', '§483', '§ 483', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 1Ob38/02y - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 3Ob550/86 8ObA284/95 9O...
RS0041997
3Ob550/86; 8ObA284/95; 9ObA2270/96f; 1Ob270/00p; 10ObS54/01s; 10ObS239/01x; 10ObS350/01w; 10ObS198/01t; 1Ob38/02y; 4Ob299/02b; 10Ob81/04s; 10ObS161/07k; 4Ob130/08h; 5Ob114/09i; 17Ob30/09z; 4Ob123/12k; 10ObS113/12h; 9Ob56/14x; 5Ob117/18v
ZPO §483 Abs3
ZPO §513
ASGG §72
Gemäß § 483 Abs 3 ZPO in Verbindung mit § 513 ZPO werden durch die Zurücknahme der Scheidungsklage die darüber ergangenen Urteile der ersten und zweiten Instanz wirkungslos.
3 Ob 550/86
Entscheidungstext OGH 24.02.1988 3 Ob 550/86
8 ObA 284/95
Entscheidungstext OGH 18.01.1996 8 ObA 284/95
Auch; nur: Gemäß § 483 Abs 3 ZPO in Verbindung mit § 513 ZPO werden durch die Zurücknahme der Klage die darüber ergangenen Urteile der ersten und zweiten Instanz wirkungslos. (T1)
9 ObA 2270/96f
Entscheidungstext OGH 26.03.1997 9 ObA 2270/96f
1 Ob 270/00p
Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 270/00p
Beisatz: Die sinngemäße Anwendung des § 483 Abs 3 ZPO ist im Verfahren außer Streitsachen geboten, welcher besagt, dass im Umfang der Zurücknahme einer Klage das angefochtene Urteil wirkungslos wird und dies das Berufungsgericht beziehungsweise gemäß § 513 ZPO auch der Oberste Gerichtshof mit Beschluss festzustellen hat. (T2)
10 ObS 54/01s
Entscheidungstext OGH 28.06.2001 10 ObS 54/01s
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 72 ASGG. (T3); Beisatz: In analoger Anwendung der Bestimmung des § 483 Abs 3 letzter Satz ZPO ist durch Senatsbeschluss auszusprechen, dass die Urteile der Vorinstanzen in diesem Umfang wirkungslos sind. (T4)
10 ObS 239/01x
Entscheidungstext OGH 04.09.2001 10 ObS 239/01x
Vgl auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4
10 ObS 350/01w
Entscheidungstext OGH 11.12.2001 10 ObS 350/01w
Vgl auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4 nur: In analoger Anwendung der Bestimmung des § 483 Abs 3 letzter Satz ZPO ist durch Senatsbeschluss auszusprechen, dass die Urteile der Vorinstanzen wirkungslos sind. (T5)
10 ObS 198/01t
Entscheidungstext OGH 16.04.2002 10 ObS 198/01t
Vgl auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T5
Ähnlich; Beisatz: § 483 Abs 3 ZPO ist im Verfahren außer Streitsachen auch auf die Einschränkung eines Begehrens im Zuge des Rechtsmittelverfahrens (hier Einschränkung eines Begehrens auf Gewährung von Unterhaltsvorschüssen) anzuwenden. Im Revisionsrekursverfahren sind demnach die Beschlüsse der Vorinstanzen im Umfang der Einschränkung als wirkungslos festzustellen. (T6)
4 Ob 299/02b
Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 299/02b
Auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Gilt auch bei einstweiliger Verfügung. (T7)
10 Ob 81/04s
Entscheidungstext OGH 23.11.2004 10 Ob 81/04s
Vgl; Aus Anlass eines absolut unzulässigen Rechtsmittels kann der Oberste Gerichtshof den Ausspruch über die teilweise Wirkungslosigkeit der Entscheidungen der Vorinstanzen nicht nachholen. (T8)
10 ObS 161/07k
Entscheidungstext OGH 05.02.2008 10 ObS 161/07k
4 Ob 130/08h
Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 130/08h
5 Ob 114/09i
Entscheidungstext OGH 07.07.2009 5 Ob 114/09i
Beisatz: Die Wirkungslosigkeit der Urteile der Vorinstanzen ist deklarativ festzustellen. (T9)
17 Ob 30/09z
Entscheidungstext OGH 19.01.2010 17 Ob 30/09z
4 Ob 123/12k
Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 123/12k
10 ObS 113/12h
Entscheidungstext OGH 02.10.2012 10 ObS 113/12h
Auch; Hier: Klage nach § 65 ASGG“. (T10)
9 Ob 56/14x
Entscheidungstext OGH 26.08.2014 9 Ob 56/14x
Ähnlich; nur T1; Beisatz: Die Verständigung der beklagten Partei von der Zurücknahme der Klage und die Feststellung über die Wirkungslosigkeit der bislang ergangenen Entscheidungen obliegt dem Erstgericht. (T11)
5 Ob 117/18v
Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 117/18v
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0041997
JJR_19880224_OGH0002_0030OB00550_8600000_002
Rechtssatz für 7Ob625/90 6Ob573/92 3Ob...
RS0076082
7Ob625/90; 6Ob573/92; 3Ob549/92 (3Ob550/92); 6Ob553/93; 4Ob321/97b; 1Ob191/01x; 1Ob38/02y; 1Ob242/02y; 10Ob1/08g; 10Ob60/09k; 10Ob46/09a; 10Ob3/10d; 1Ob160/09z; 10Ob40/14a
UVG §4 Z1
UVG §11 Abs2
Der bloße Hinweis auf eine Konkurseröffnung reicht zur Glaubhaftmachung des Vorliegens der Voraussetzung für die Gewährung von Vorschüssen im Hinblick auf § 5 KO (Überlassung bzw Gewährung jener Mittel, die zu einer bescheidenen Lebensführung unerlässlich sind) nicht hin.
7 Ob 625/90
Entscheidungstext OGH 27.09.1990 7 Ob 625/90
Veröff: ÖVA 1993,29
3 Ob 549/92
Entscheidungstext OGH 27.08.1992 3 Ob 549/92
6 Ob 553/93
Entscheidungstext OGH 17.06.1993 6 Ob 553/93
4 Ob 321/97b
Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 321/97b
Vgl aber; Beisatz: Begründete Bedenken gegen das Weiterbestehen einer bereits titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien sind nach Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltsschuldners in geradezu typischer Weise dann gerechtfertigt, wenn sich der Unterhaltstitel auf monatliche Leistungen bezieht, die das zur Finanzierung einer bescheidenen Lebensführung erforderliche Maß übersteigen. (T1); Veröff: SZ 74/138
Vgl aber; Beisatz: "Begründete Bedenken" nach § 7 Abs 1 Z 1 UVG dahin, dass die titulierte Unterhaltsschuld von der gesetzlichen Unterhaltspflicht zufolge einer wesentlichen Änderung der Umstände abweicht, können nach der Aktenlage auch ohne die Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens bestehen, weil derartige Bedenken schon allein durch die Tatsache der Konkurseröffnung über das Vermögen des Unterhaltsschuldners erweckt werden könnten. Umgekehrt ist aber auch nach Konkurseröffnung eine nach typischen - also für den Regelfall geltenden - Voraussetzungen beurteilbare Sachlage denkbar, bei der "begründete Bedenken" gegen das gänzliche bzw teilweise Weiterbestehen der titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien im Allgemeinen (noch) nicht aufgeworfen werden. (T2)
Vgl aber; Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung bestehen bei Einleitung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen regelmäßig begründete Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG, wobei die Eröffnung eines Schuldenregulierungsverfahrens der Konkurseröffnung gleichzuhalten ist. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Der Abschluss eines Zahlungsplans ist für sich allein nicht geeignet, Bedenken am Bestehen der Unterhaltspflicht im Sinn des § 7 Abs 1 UVG hervorzurufen. (T4)
Vgl auch; Beis abweichend T3: Der vom Rechtsmittelwerber zitierte Rechtssatz, wonach bei Einleitung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen regelmäßig begründete Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG bestehen (RIS-Justiz RS0076080) erweist sich als überholt. (T5)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz:
Verstärkter Senat; Vgl auch; Beis gegenteilig wie T3; Beis wie T4; Veröff: SZ 2010/48
10 Ob 40/14a
Entscheidungstext OGH 15.07.2014 10 Ob 40/14a
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0076082
JJR_19900927_OGH0002_0070OB00625_9000000_002
Rechtssatz für 6Ob518/92 7Ob279/01g 1O...
RS0039644
6Ob518/92; 7Ob279/01g; 1Ob38/02y; 9ObA41/03z; 10Ob81/04s; 2Ob275/05p; 1Ob205/06p; 4Ob213/06m; 8Ob147/08p; 3Ob53/09d; 8ObA30/09h; 9ObA61/09z; 5Ob103/11z; 2Ob61/11a; 2Ob209/10i; 10ObS151/13y; 10Ob84/15y; 6Ob19/16m; 3Ob7/16z; 1Ob62/17z; 2Ob1/18p; 3Ob143/18b; 2Ob238/17i; 4Ob66/19p
ZPO §235 Abs5 E
ZPO §237 A
Im Rechtsmittelverfahren ist eine Klagseinschränkung, solange eine gänzliche Klagsrücknahme zulässig ist, unter denselben Voraussetzungen wie im Verfahren erster Instanz möglich. Die Einschränkung des Klagebegehrens ist nicht an die Voraussetzungen der Klagsrücknahme gebunden.
6 Ob 518/92
Entscheidungstext OGH 27.02.1992 6 Ob 518/92
Veröff: EvBl 1992/149 S 620 = JBl 1992,724
7 Ob 279/01g
Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 279/01g
Auch; nur: Im Rechtsmittelverfahren ist eine Klagseinschränkung, solange eine gänzliche Klagsrücknahme zulässig ist, unter denselben Voraussetzungen wie im Verfahren erster Instanz möglich. (T1)
Beisatz: Was für die Antragszurückziehung gilt, muss in gleicher Weise für die Einschränkung eines im Verfahren außer Streitsachen zu verfolgenden Begehrens im Zuge des Rechtsmittelverfahrens gelten, weil § 483 Abs 3 ZPO - wie im Zivilprozess - auch insoweit als Analogiegrundlage heranzuziehen ist. (T2)
9 ObA 41/03z
Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 ObA 41/03z
2 Ob 275/05p
Entscheidungstext OGH 01.12.2005 2 Ob 275/05p
Auch; Beisatz: Hier: Klagseinschränkung in der Revisionsbeantwortung. (T3)
1 Ob 205/06p
Entscheidungstext OGH 27.02.2007 1 Ob 205/06p
Vgl; Beisatz: Vor einer Entscheidung des Rechtsmittelgerichts ist die Klagseinschränkung auf Kosten jedenfalls dann zulässig, wenn es noch zu einer der Beweisergänzung dienenden mündlichen Berufungsverhandlung kommt. (T4)
Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2007/59
8 Ob 147/08p
Entscheidungstext OGH 23.04.2009 8 Ob 147/08p
Auch; Beisatz: Hier: Klagseinschränkung in der Revision. (T5)
3 Ob 53/09d
Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 53/09d
Vgl; Veröff: SZ 2009/99
nur T1; Bem: Parallelverfahren zu 8 ObA 30/09h. (T6)
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Rekurs gegen den berufungsgerichtlichen Aufhebungsbeschluss. (T7)
2 Ob 61/11a
Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 61/11a
Auch; nur T1; Beisatz: Selbst noch im Revisionsverfahren. (T8)
Veröff: SZ 2011/115
2 Ob 209/10i
Entscheidungstext OGH 10.11.2011 2 Ob 209/10i
Auch; nur T1; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Einer Klagseinschränkung im Revisionsverfahren steht die Rechtskraft des zweitinstanzlichen Zurückweisungsbeschlusses, mit dem im Berufungsverfahren ein diese Klagseinschränkung enthaltender Schriftsatz zurückgewiesen wurde, nicht entgegen. In einem solchen Fall ist auszusprechen, dass die Entscheidungen der Vorinstanzen im Umfang der Klagseinschränkung wirkungslos sind. (T9)
10 ObS 151/13y
Entscheidungstext OGH 19.11.2013 10 ObS 151/13y
10 Ob 84/15y
Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 84/15y
6 Ob 19/16m
Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 19/16m
Beis wie T8; Beisatz: Hier: Klagseinschränkung nicht in einer Revisionsbeantwortung, sondern in Form einer gesonderten Bekanntgabe. (T10)
Auch; Veröff: SZ 2016/48
1 Ob 62/17z
Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 62/17z
Auch; Beisatz: Hier: Klagseinschränkung vor Erhebung des Rekurses der Beklagten gegen den berufungsgerichtlichen Aufhebungsbeschluss. Es hat der Ausspruch zu erfolgen, dass der Beschluss des Gerichts zweiter Instanz und das erstinstanzliche Urteil insoweit als wirkungslos anzusehen sind. (T11)
2 Ob 1/18p
Entscheidungstext OGH 27.02.2018 2 Ob 1/18p
Vgl auch; Beisatz: Dies gilt auch im Provisorialverfahren (vgl RS0120298). (T12)
4 Ob 66/19p
Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 66/19p
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0039644
JJR_19920227_OGH0002_0060OB00518_9200000_001
Rechtssatz für 3Ob544/92 3Ob324/98p 1O...
RS0076080
3Ob544/92; 3Ob324/98p; 1Ob191/01x; 1Ob38/02y; 1Ob242/02y; 4Ob277/02t; 3Ob1/05a; 7Ob279/05p; 7Ob289/05h; 7Ob298/05g; 10Ob65/06s; 10Ob41/08i; 10Ob1/08g; 10Ob60/09k; 10Ob46/09a; 10Ob3/10d
Wird über das Vermögen eines Unterhaltspflichtigen ein Insolvenzverfahren eröffnet, so liegt es im allgemeinen nahe und es bestehen im Normalfall begründete Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG, dass die Unterhaltspflicht eines (bisher nicht unterdurchschnittlich leistungsfähigen) Unterhaltspflichtigen nicht mehr in der selben Höhe besteht, wie sie in einem vor der Insolvenz geschaffenen Exekutionstitel festgelegt wurde (Ablehnung von 7 Ob 636/90 = RZ 1991/44).
3 Ob 544/92
Entscheidungstext OGH 25.11.1992 3 Ob 544/92
3 Ob 324/98p
Entscheidungstext OGH 24.05.2000 3 Ob 324/98p
Vgl auch; Beisatz: Die Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen in der Schweiz reicht nicht hin, um begründete Bedenken gegen das Bestehen der Unterhaltspflicht zu erwecken, da ihm nach schweizerischem Recht sein Arbeitseinkommen weiterhin zur Verfügung steht, weshalb er keinen dem österreichischen Konkursrecht vergleichbaren Einschränkungen in seiner Lebensführung unterworfen ist. (T1)
Auch; Beisatz: Begründete Bedenken gegen das Weiterbestehen einer bereits titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien sind nach Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltsschuldners in geradezu typischer Weise dann gerechtfertigt, wenn sich der Unterhaltstitel auf monatliche Leistungen bezieht, die das zur Finanzierung einer bescheidenen Lebensführung erforderliche Maß übersteigen. (T2); Veröff: SZ 74/138
Auch; Beisatz: "Begründete Bedenken" nach § 7 Abs 1 Z 1 UVG dahin, dass die titulierte Unterhaltsschuld von der gesetzlichen Unterhaltspflicht zufolge einer wesentlichen Änderung der Umstände abweicht, können nach der Aktenlage auch ohne die Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens bestehen, weil derartige Bedenken schon allein durch die Tatsache der Konkurseröffnung über das Vermögen des Unterhaltsschuldners erweckt werden könnten. Umgekehrt ist aber auch nach Konkurseröffnung eine nach typischen - also für den Regelfall geltenden - Voraussetzungen beurteilbare Sachlage denkbar, bei der "begründete Bedenken" gegen das gänzliche beziehungsweise teilweise Weiterbestehen der titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien im Allgemeinen (noch) nicht aufgeworfen werden. (T3)
4 Ob 277/02t
Entscheidungstext OGH 17.12.2003 4 Ob 277/02t
Auch; Beisatz: § 7 Abs 1 Z 1 UVG ist im Verfahren nach § 19 Abs 2 UVG entsprechend anzuwenden. Nimmt ein Unterhalts(erhöhungs)beschluss zu Unrecht nicht auf einen rechtskräftig bestätigten Ausgleich (oder Zahlungsplan) Bedacht, ist dies bei der Entscheidung über den Unterhaltsvorschuss zu berücksichtigen. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Grundsätzlich ist jedoch auch in einem Konkurs-, Schuldenregulierungs- oder Abschöpfungsverfahren die Anspannung des Schuldners, wenngleich nicht nur aus der Tatsache der Eröffnung des Insolvenzverfahrens allein begründet, zulässig. (T5)
7 Ob 279/05p
Entscheidungstext OGH 21.12.2005 7 Ob 279/05p
10 Ob 65/06s
Entscheidungstext OGH 14.11.2006 10 Ob 65/06s
10 Ob 41/08i
Entscheidungstext OGH 06.05.2008 10 Ob 41/08i
Auch; Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung bestehen bei Einleitung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen regelmäßig begründete Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG, wobei die Eröffnung eines Schuldenregulierungsverfahrens der Konkurseröffnung gleichzuhalten ist. (T6)
Abweichend; Beisatz: Der Abschluss eines Zahlungsplans ist für sich allein nicht geeignet, Bedenken am Bestehen der Unterhaltspflicht im Sinn des § 7 Abs 1 UVG hervorzurufen. (T7)
Abweichend; Beis wie T7
Abweichend; Beisatz: Allein aufgrund des Umstands, dass über das Vermögen des Unterhaltsschuldners ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet worden ist und dieses mit einem Abschöpfungsverfahren geendet hat, bestehen keine begründeten Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0076080
JJR_19921125_OGH0002_0030OB00544_9200000_003
Rechtssatz für 3Ob544/92 1Ob607/93 1Ob...
RS0076405
3Ob544/92; 1Ob607/93; 1Ob633/94; 6Ob277/99z; 1Ob191/01x; 1Ob38/02y; 3Ob1/05a; 3Ob128/05b; 3Ob257/05y; 7Ob289/05h; 7Ob298/05g; 10Ob1/08g; 10Ob60/09k; 10Ob46/09a; 10Ob49/09t; 10Ob3/10d; 1Ob160/09z
Es kommt nicht auf die Offensichtlichkeit der Abweichung des Unterhaltstitels von der (geänderten) materiellen Rechtslage, sondern darauf an, ob begründete Bedenken gegen die im Exekutionstitel festgesetzte Unterhaltspflicht bestehen.
6 Ob 277/99z
Entscheidungstext OGH 25.11.1999 6 Ob 277/99z
Beisatz: Konnten aber aus dem bisherigen Unterhaltstitel ohnehin nur die Kosten bescheidener Lebensführung gedeckt werden, bestehen aus der Tatsache der Konkurseröffnung allein noch keine begründeten Bedenken gegen den Bestand der titelmäßig festgesetzten Unterhaltspflicht, zumal der Unterhaltspflichtige dem Grundsatz der Anspannung entsprechend für die Erfüllung seiner gesetzlichen Unterhaltspflichten im zumutbaren Rahmen zu sorgen hat. Zumutbar ist aber jedenfalls jenes Einkommen, das der Unterhaltsverpflichtete vor Konkurseröffnung ins Verdienen brachte. (T1)
Vgl; Beisatz: "Begründete Bedenken" nach § 7 Abs 1 Z 1 UVG dahin, dass die titulierte Unterhaltsschuld von der gesetzlichen Unterhaltspflicht zufolge einer wesentlichen Änderung der Umstände abweicht, können nach der Aktenlage auch ohne die Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens bestehen, weil derartige Bedenken schon allein durch die Tatsache der Konkurseröffnung über das Vermögen des Unterhaltsschuldners erweckt werden könnten. Umgekehrt ist aber auch nach Konkurseröffnung eine nach typischen - also für den Regelfall geltenden - Voraussetzungen beurteilbare Sachlage denkbar, bei der "begründete Bedenken" gegen das gänzliche bzw teilweise Weiterbestehen der titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien im Allgemeinen (noch) nicht aufgeworfen werden. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Es ist eine Frage des jeweiligen Einzelfalls, ob begründete Bedenken gegen das Bestehen (oder die Höhe) der festgesetzten Unterhaltspflicht iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG bestehen, was idR schon gegen das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage spricht. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Der Umstand, dass der Unterhaltsschuldner Krankengeld bezieht, das unter dem unpfändbaren Freibetrag des § 291b EO liegt und bei dem es sich nicht um einen nur kurzfristigen Krankengeldbezug handelt, begründet Bedenken der oben dargestellten Art dahin, dass die Unterhaltspflicht nicht mehr in voller Höhe des Exekutionstitels besteht. (T5)
Vgl; Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung bestehen bei Einleitung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen regelmäßig begründete Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG, wobei die Eröffnung eines Schuldenregulierungsverfahrens der Konkurseröffnung gleichzuhalten ist. (T6)
Vgl; Beisatz: Der Abschluss eines Zahlungsplans ist für sich allein nicht geeignet, Bedenken am Bestehen der Unterhaltspflicht im Sinn des § 7 Abs 1 UVG hervorzurufen. (T7)
Vgl; Beisatz: Der vom Rechtsmittelwerber zitierte Rechtssatz, wonach bei Einleitung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen regelmäßig begründete Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG bestehen (RIS-Justiz RS0076080) erweist sich als überholt. (T8)
Vgl; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Allein aufgrund des Umstands, dass über das Vermögen des Unterhaltsschuldners ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet worden ist und dieses mit einem Abschöpfungsverfahren geendet hat, bestehen keine begründeten Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG. (T9)
Verstärkter Senat; Vgl auch; Beis gegenteilig wie T6; Beis wie T7; Beis wie T9; Veröff: SZ 2010/48
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0076405
JJR_19921125_OGH0002_0030OB00544_9200000_004
Rechtssatz für 6Ob277/99z 1Ob191/01x 1...
RS0112789
6Ob277/99z; 1Ob191/01x; 1Ob38/02y; 1Ob242/02y; 4Ob277/02t; 10Ob1/08g; 10Ob60/09k; 10Ob46/09a; 10Ob3/10d; 1Ob160/09z
Übersteigt der (bisherige) Unterhaltstitel die - objektiv gesehen - für eine bescheidene Lebensführung erforderlichen Mittel, liegt es im Allgemeinen nahe und bestehen im Normalfall begründete Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG, dass die Unterhaltspflicht nach Konkurseröffnung nicht mehr in voller Höhe des vor der Insolvenz geschaffenen Exekutionstitels besteht.
Auch; Beisatz: Begründete Bedenken gegen das Weiterbestehen einer bereits titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien sind nach Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltsschuldners in geradezu typischer Weise dann gerechtfertigt, wenn sich der Unterhaltstitel auf monatliche Leistungen bezieht, die das zur Finanzierung einer bescheidenen Lebensführung erforderliche Maß übersteigen. (T1); Veröff: SZ 74/138
Vgl; Beisatz: "Begründete Bedenken" nach § 7 Abs 1 Z 1 UVG dahin, dass die titulierte Unterhaltsschuld von der gesetzlichen Unterhaltspflicht zufolge einer wesentlichen Änderung der Umstände abweicht, können nach der Aktenlage auch ohne die Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens bestehen, weil derartige Bedenken schon allein durch die Tatsache der Konkurseröffnung über das Vermögen des Unterhaltsschuldners erweckt werden könnten. Umgekehrt ist aber auch nach Konkurseröffnung eine nach typischen - also für den Regelfall geltenden - Voraussetzungen beurteilbare Sachlage denkbar, bei der "begründete Bedenken" gegen das gänzliche bzw teilweise Weiterbestehen der titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien im Allgemeinen (noch) nicht aufgeworfen werden. (T2)
Beis wie T1; Beisatz: Im vorliegenden Fall steht dem Unterhaltspflichtigen während seines Konkurses der allgemeine Arbeitsmarkt nicht offen, weil seine Arbeitskraft im (eigenen) Unternehmen gebunden ist. Er kann daher nicht - wie sonst im Regelfall - auf "das mittlere Einkommen von Arbeitern" verwiesen werden. (T3)
Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 277/02t
Vgl auch; Beisatz: § 7 Abs 1 Z 1 UVG ist im Verfahren nach § 19 Abs 2 UVG entsprechend anzuwenden. Nimmt ein Unterhalts(erhöhungs)beschluss zu Unrecht nicht auf einen rechtskräftig bestätigten Ausgleich (oder Zahlungsplan) Bedacht, ist dies bei der Entscheidung über den Unterhaltsvorschuss zu berücksichtigen. (T4)
Auch; Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung bestehen bei Einleitung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen regelmäßig begründete Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG, wobei die Eröffnung eines Schuldenregulierungsverfahrens der Konkurseröffnung gleichzuhalten ist. (T5)
Vgl; Beisatz: Der Abschluss eines Zahlungsplans ist für sich allein nicht geeignet, Bedenken am Bestehen der Unterhaltspflicht im Sinn des § 7 Abs 1 UVG hervorzurufen. (T6)
Vgl; Beis abweichend T5: Der vom Rechtsmittelwerber zitierte Rechtssatz, wonach bei Einleitung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen regelmäßig begründete Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG bestehen (RIS-Justiz RS0076080) erweist sich als überholt. (T7)
Vgl; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Allein aufgrund des Umstands, dass über das Vermögen des Unterhaltsschuldners ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet worden ist und dieses mit einem Abschöpfungsverfahren geendet hat, bestehen keine begründeten Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG. (T9)
Verstärkter Senat; Abweichend; Beis gegenteilig wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9; Veröff: SZ 2010/48
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112789
JJR_19991125_OGH0002_0060OB00277_99Z0000_001
Rechtssatz für 7Ob330/99a 1Ob191/01x 7...
RS0113298
7Ob330/99a; 1Ob191/01x; 7Ob299/01y; 7Ob69/02a; 1Ob38/02y; 3Ob201/02h; 1Ob242/02y; 7Ob176/02m; 2Ob160/02x; 6Ob284/02m; 1Ob86/04k; 1Ob176/04w; 3Ob1/05a; 7Ob279/05p; 7Ob298/05g; 6Ob52/06z; 7Ob291/05b; 9Ob74/07h; 10Ob60/09k; 10Ob46/09a; 10Ob3/10d; 1Ob160/09z; 9Ob27/16k; 4Ob4/17t
KO §1
KO §5
Bei der Unterhaltsbemessung kommt es auf die Einbringlichkeit nicht an. Die konkursrechtlichen Maßnahmen haben auf die Festsetzung der Unterhaltsverpflichtung des Vaters gegenüber seinem Kind keinen Einfluss.
7 Ob 330/99a
Entscheidungstext OGH 16.02.2000 7 Ob 330/99a
Vgl aber; Beisatz: Anders im Bezug auf das UVG! (T1); Veröff: SZ 74/138
7 Ob 299/01y
Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 299/01y
Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Erzielt der Gemeinschuldner eigenes Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, so fällt das nur eine bescheidene Lebensführung ermöglichende Existenzminimum gar nicht in die Konkursmasse, in die jedoch das den unpfändbaren Freibetrag übersteigende Nettoeinkommen einzubeziehen ist. Die Tilgung von Unterhaltsschulden ist daher nur aus der jeweiligen Differenz der Existenzminima nach § 291b Abs 2 EO und § 291a EO möglich. (T2)
3 Ob 201/02h
Entscheidungstext OGH 30.08.2002 3 Ob 201/02h
nur: Bei der Unterhaltsbemessung kommt es auf die Einbringlichkeit nicht an. (T3); Beisatz: Die aus einem Konkurs resultierende Schuldenbelastung des Geldunterhaltsschuldners ist an sich nicht von Bedeutung. (T4)
Vgl aber; Beis wie T2; Beisatz: Im Allgemeinen entstehen schon durch die Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen begründete Bedenken im Sinne des § 7 Abs 1 Z 1 UVG dahin, dass eine titelmäßig festgestellte Leistungspflicht von der materiellen Rechtslage abweicht, hat doch der Gemeinschuldner danach für sich und jene Personen, die ihm gegenüber einen gesetzlichen Unterhaltsanspruch haben, nur mehr Anspruch auf Überlassung der für eine bescheidene Lebensführung erforderlichen Mittel. (T5)
7 Ob 176/02m
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 7 Ob 176/02m
2 Ob 160/02x
Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 160/02x
Vgl aber; Beis wie T5
Abweichend; Beis wie T2
1 Ob 86/04k
Entscheidungstext OGH 17.05.2004 1 Ob 86/04k
Abweichend; Beisatz: Die Eröffnung eines Schuldenregulierungsverfahrens beeinflusst wie die Konkurseröffnung nicht nur die Einbringlichkeit einer titulierten Unterhaltsschuld, sondern in geradezu typischer Weise auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des (Gemeinschuldners) Schuldners als Grundlage für die Bemessung des laufenden Unterhalts. (T6); Beisatz: Die Eröffnung eines Schuldenregulierungsverfahrens über das Vermögen eines Unterhaltspflichtigen beeinflusst grundsätzlich die Unterhaltsbemessungsgrundlage. Der Inhalt des Zahlungsplans ist bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage zu berücksichtigen. (T7); Veröff: SZ 2004/77
1 Ob 176/04w
Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 176/04w
Abweichend; Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Die nach dem Zahlungsplan zurückzuzahlenden Schulden sind grundsätzlich als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig. (T8)
Vgl aber; Beis wie T5 nur: Im Allgemeinen entstehen schon durch die Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen begründete Bedenken im Sinne des § 7 Abs 1 Z 1 UVG dahin, dass eine titelmäßig festgestellte Leistungspflicht von der materiellen Rechtslage abweicht. (T9); Beis wie T6; Beisatz: Hier: Abschöpfungsverfahren. (T10)
Abweichend; Beis wie T6
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Frage, ob sich die Anwendung der Differenzmethode auf jene Fälle reduziert, in denen der Unterhaltspflichtige entweder bereits bei Eröffnung des Konkursverfahrens (in der Form eines Schuldenregulierungsverfahrens) unselbstständig erwerbstätig war (8 Ob 50/04t = EFSlg 107.212) oder zwar zu diesem Zeitpunkt ein Unternehmen betrieb, dieses in weiterer Folge dann aber gemäß § 114 KO geschlossen wurde und ob in den letztgenannten Fällen der Differenzrechnung ein aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit (nunmehr) tatsächlich erzieltes (3 Ob 1/05a) oder ein - nach Anspannungsgrundsätzen - erzielbares Einkommen zu Grunde zu legen ist (6 Ob 284/02m = EFSlg 103.521; 6 Ob 51/04z), wird - nach ausführlicher Ableitung - ausdrücklich offen gelassen. (T11)
Vgl aber; Beis wie T2; Beis wie T7
9 Ob 74/07h
Entscheidungstext OGH 28.01.2009 9 Ob 74/07h
Vgl auch; nur: Die konkursrechtlichen Maßnahmen haben auf die Festsetzung der Unterhaltsverpflichtung des Vaters gegenüber seinem Kind keinen Einfluss. (T12); Beisatz: An der Rechtsprechung, die eine generelle Abzugsfähigkeit der Zahlungsplanraten von der Unterhaltsbemessungsgrundlage bejaht, kann nicht festgehalten werden. (T13); Beisatz: Abzugsfähig sollen nur jene Schulden (Teile) bleiben, die schon vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Unterhaltsschuldners abzugsfähig waren, und zwar in jenem Umfang, wie deren Relation zu anderen vom Zahlungsplan erfassten Schulden ist. (T14); Bem: Siehe dazu RS0124554. (T15); Veröff: SZ 2009/15
Vgl auch; Beisatz: Der Senat lehnt die vom Rechtsmittelwerber angestrebte generelle Abzugsfähigkeit der Zahlungsplanraten von der Unterhaltsbemessungsgrundlage nach Aufhebung des Schuldenregulierungsverfahrens und eine damit verbundene Veränderung der Qualität der Schulden allein aufgrund der Tatsache des Schuldenregulierungsverfahrens ab. (T16); Beis wie T14; Bem wie T15; Beisatz: Der Abschluss eines Zahlungsplans ist für sich allein nicht geeignet, Bedenken am Bestehen der Unterhaltspflicht im Sinn des § 7 Abs 1 UVG hervorzurufen. (T17)
Auch; nur T12; Beis wie T13; Beis wie T14; Bem wie T15; Beis wie T17
Vgl auch; Beisatz: Allein aufgrund des Umstands, dass über das Vermögen des Unterhaltsschuldners ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet worden ist und dieses mit einem Abschöpfungsverfahren geendet hat, bestehen keine begründeten Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG. (T18)
Verstärkter Senat; Vgl aber; nur T12; Beis gegenteilig wie T7; Beis gegenteilig wie T9; Beis abweichend wie T9; Beis wie T4; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T18; Veröff: SZ 2010/48
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113298
JJR_20000216_OGH0002_0070OB00330_99A0000_001
Rechtssatz für 1Ob270/00p 1Ob38/02y 10...
RS0114549
1Ob270/00p; 1Ob38/02y; 10Ob81/04s; 2Ob36/09x; 4Ob103/18b; 10Ob31/18h
AußStrG 2005 §11 Abs1
In analoger Anwendung des § 483 Abs 3 ZPO ist für den Fall der rückwirkenden Zurückweisung eines Unterhaltserhöhungsantrages Wirkungslosigkeit der über den Erhöhungsantrag bereits gefassten Beschlüsse festzustellen.
Ähnlich; Beisatz: § 483 Abs 3 ZPO ist im Verfahren außer Streitsachen auch auf die Einschränkung eines Begehrens im Zuge des Rechtsmittelverfahrens (hier Einschränkung eines Begehrens auf Gewährung von Unterhaltsvorschüssen) anzuwenden. Im Revisionsrekursverfahren sind demnach die Beschlüsse der Vorinstanzen im Umfang der Einschränkung als wirkungslos festzustellen. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Aus Anlass eines absolut unzulässigen Rechtsmittels kann der Oberste Gerichtshof den Ausspruch über die teilweise Wirkungslosigkeit der Entscheidungen der Vorinstanzen nicht nachholen. (T2)
2 Ob 36/09x
Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 36/09x
Vgl; Beisatz: Siehe nunmehr § 11 Abs 1 AußStrG 2005. (T3); Beisatz: Gemäß § 11 Abs 1 AußStrG ist die Wirkungslosigkeit der Beschlüsse der Vorinstanzen festzustellen. Über den Revisionsrekurs ist nicht zu entscheiden. (T4)
4 Ob 103/18b
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 103/18b
10 Ob 31/18h
Entscheidungstext OGH 17.07.2018 10 Ob 31/18h
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114549
JJR_20001219_OGH0002_0010OB00270_00P0000_002
Rechtssatz für 1Ob191/01x 1Ob38/02y 1O...
RS0115702
1Ob191/01x; 1Ob38/02y; 1Ob242/02y; 2Ob160/02x; 2Ob90/03d; 7Ob260/03s; 1Ob86/04k; 7Ob289/05h; 6Ob52/06z; 7Ob291/05b; 10Ob65/06s; 2Ob192/06h; 6Ob178/07f; 10Ob1/08g; 10Ob60/09k; 10Ob46/09a; 6Ob187/09g; 10Ob3/10d; 1Ob160/09z
§5 KO
Begründete Bedenken gegen das Weiterbestehen einer bereits titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien sind nach Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltsschuldners in geradezu typischer Weise dann gerechtfertigt, wenn sich der Unterhaltstitel auf monatliche Leistungen bezieht, die das zur Finanzierung einer bescheidenen Lebensführung erforderliche Maß übersteigen.
Auch; Beisatz: Erzielt der Gemeinschuldner eigenes Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, so fällt das nur eine bescheidene Lebensführung ermöglichende Existenzminimum gar nicht in die Konkursmasse, in die jedoch das den unpfändbaren Freibetrag übersteigende Nettoeinkommen einzubeziehen ist. Die Tilgung von Unterhaltsschulden ist daher nur aus der jeweiligen Differenz der Existenzminima nach § 291b Abs 2 EO und § 291a EO möglich. (T1)
Auch; Beisatz: Im Allgemeinen entstehen schon durch die Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen begründete Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG dahin, dass eine titelmäßig festgestellte Leistungspflicht von der materiellen Rechtslage abweicht, hat doch der Gemeinschuldner danach für sich und jene Personen, die ihm gegenüber einen gesetzlichen Unterhaltsanspruch haben, nur mehr Anspruch auf Überlassung der für eine bescheidene Lebensführung erforderlichen Mittel. (T2)
2 Ob 90/03d
Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 90/03d
Vgl; Beisatz: Dass im Rahmen eines Schuldenregulierungsverfahrens ein Abschöpfungsverfahren eingeleitet wurde, begründet keine Bedenken gegen den Fortbestand des Unterhaltstitels, weil zu diesem Zeitpunkt die Erteilung der Restschuldbefreiung noch ungewiss ist. (T3)
Beisatz: Die Eröffnung eines Schuldenregulierungsverfahrens über das Vermögen eines Unterhaltspflichtigen beeinflusst grundsätzlich die Unterhaltsbemessungsgrundlage. Der Inhalt des Zahlungsplans ist bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage zu berücksichtigen. (T4); Veröff: SZ 2004/77
2 Ob 192/06h
Entscheidungstext OGH 31.01.2007 2 Ob 192/06h
Auch; Beisatz: Im Abschöpfungsverfahren mit Restschuldbefreiung (§§ 199 ff KO) sind die vom unterhaltspflichtigen Schuldner dem Treuhänder abgetretenen Forderungen aus einem Arbeitsverhältnis (Abschöpfungsbeträge) von der Unterhaltsbemessungsgrundlage ebenso abzuziehen wie die aufgrund eines gerichtlich bestätigten Zahlungsplans geleisteten Schuldenzahlungen. Dem Unterhaltsberechtigten steht aber jedenfalls ein monatlicher Unterhalt in der Höhe zu, wie er sich aufgrund einer Berechnung nach der sogenannten Differenzmethode nach der Differenz der Existenzminima nach den §§ 291a und 291b Abs 2 EO ergibt, auch wenn eine Unterhaltsberechnung nach der sogenannten Prozentsatzmethode wegen der grundsätzlichen Abzugsfähigkeit der Abschöpfungsbeträge einen geringeren Unterhaltsbeitrag ergäbe. (T6); Veröff: SZ 2007/11
6 Ob 178/07f
Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 178/07f
Vgl aber; Beisatz: Der Abschluss eines Zahlungsplans ist für sich allein nicht geeignet, Bedenken am Bestehen der Unterhaltspflicht im Sinn des § 7 Abs 1 UVG hervorzurufen. (T7)
Vgl auch; Bem: Hier: Frage der Richtigkeit der Differenztheorie wird ausdrücklich offen gelassen. (T8)
Vgl aber; Beisatz: Allein aufgrund des Umstands, dass über das Vermögen des Unterhaltsschuldners ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet worden ist und dieses mit einem Abschöpfungsverfahren geendet hat, bestehen keine begründeten Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG. (T9)
Verstärkter Senat; Vgl aber; Beis gegenteilig wie T4; Beis wie T7; Beis wie T9; Veröff: SZ 2010/48
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115702
JJR_20010817_OGH0002_0010OB00191_01X0000_001
RS0115703
1Ob191/01x; 1Ob38/02y; 1Ob242/02y; 2Ob160/02x; 6Ob51/04z; 3Ob1/05a; 7Ob288/05g; 6Ob52/06z; 1Ob160/09z
Der Maßstab für die Kosten einer bescheidenen Lebensführung, die trotz Eröffnung des Konkurses über den Unterhaltsschuldner dennoch zu tragen sind, ist das Existenzminimum nach der jeweils geltenden ExminV.
Veröff:SZ 74/138
Vgl; Beisatz: Erzielt der Gemeinschuldner eigenes Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, so fällt das nur eine bescheidene Lebensführung ermöglichende Existenzminimum gar nicht in die Konkursmasse, in die jedoch das den unpfändbaren Freibetrag übersteigende Nettoeinkommen einzubeziehen ist. Die Tilgung von Unterhaltsschulden ist daher nur aus der jeweiligen Differenz der Existenzminima nach § 291b Abs 2 EO und § 291a EO möglich. (T1)
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Soweit der in einem Exekutionstitel festgesetzte Unterhalt die danach berechneten Beträge übersteigt, bestehen „begründete Bedenken" iSd §7 Abs 1 Z 1 UVG gegen das Weiterbestehen der gesetzlichen Unterhaltspflicht in Höhe des titulierten Unterhaltsanspruchs. (T2)
7 Ob 288/05g
Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 288/05g
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Frage, ob sich die Anwendung der Differenzmethode auf jene Fälle reduziert, in denen der Unterhaltspflichtige entweder bereits bei Eröffnung des Konkursverfahrens (in der Form eines Schuldenregulierungsverfahrens) unselbstständig erwerbstätig war (8 Ob 50/04t = EFSlg 107.212) oder zwar zu diesem Zeitpunkt ein Unternehmen betrieb, dieses in weiterer Folge dann aber gemäß § 114 KO geschlossen wurde und ob in den letztgenannten Fällen der Differenzrechnung ein aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit (nunmehr) tatsächlich erzieltes (3Ob 1/05a) oder ein - nach Anspannungsgrundsätzen - erzielbares Einkommen zu Grunde zu legen ist (6 Ob 284/02m = EFSlg 103.521; 6Ob 51/04z), wird - nach ausführlicher Ableitung - ausdrücklich offen gelassen. (T3)
Verstärkter Senat; Vgl aber; Veröff: SZ 2010/48
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115703
JJR_20010817_OGH0002_0010OB00191_01X0000_002
RS0115704
1Ob191/01x; 1Ob38/02y; 1Ob242/02y; 7Ob260/03s; 6Ob51/04z; 6Ob52/06z; 6Ob209/06p
Einem Unternehmer, über dessen Vermögen der Konkurs eröffnet wurde, steht wie jedem anderen der allgemeine Arbeitsmarkt offen, soweit dessen Arbeitskraft nicht mehr notwendigerweise im Unternehmen gebunden ist. Ein solcher Arbeitssuchender findet im Regelfall zumindest als Arbeiter eine Beschäftigung und kann damit ein solches Nettoeinkommen erzielen, das dem mittleren Einkommen von Arbeitern in Österreich (derzeit S 16.915,66) entspricht.
Beisatz: Von dieser Zahl kann als Richtwert und Berechnungsgrundlage bis zum Vorliegen einer neueren Statistik auch in den Folgejahren ausgegangen werden, weil insoweit geringfügige statistische Schwankungen im Jahresabstand zu vernachlässigen sind. (T1)
Auch; Beisatz: m vorliegenden Fall steht dem Unterhaltspflichtigen während seines Konkurses der allgemeine Arbeitsmarkt nicht offen, weil seine Arbeitskraft im (eigenen) Unternehmen gebunden ist. Er kann daher nicht-wie sonst im Regelfall -auf "das mittlere Einkommen von Arbeitern" verwiesen werden. (T2)
Auch; Beisatz: Das Medianeinkommen kann als Richtwert im Bereich des Unterhaltsvorschussrechts herangezogen werden. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115704
JJR_20010817_OGH0002_0010OB00191_01X0000_003
Rechtssatz für 1Ob38/02y 10Ob81/04s
RS0116607
1Ob38/02y; 10Ob81/04s
AußStrG §2 A. ZPO §483 Abs3
§ 483 Abs 3 ZPO ist im Verfahren außer Streitsachen auch auf die Einschränkung eines Begehrens im Zuge des Rechtsmittelverfahrens (hier Einschränkung eines Begehrens auf Gewährung von Unterhaltsvorschüssen) anzuwenden. Im Revisionsrekursverfahren sind demnach die Beschlüsse der Vorinstanzen im Umfang der Einschränkung als wirkungslos festzustellen.
Vgl auch; Beisatz: Aus Anlass eines absolut unzulässigen Rechtsmittels kann der Oberste Gerichtshof den Ausspruch über die teilweise Wirkungslosigkeit der Entscheidungen der Vorinstanzen nicht nachholen. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116607
JJR_20020611_OGH0002_0010OB00038_02Y0000_001