Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Rheinland-Pfalz&Datum=11.05.2005&Aktenzeichen=8%20A%2010281/05
Timestamp: 2020-03-31 17:50:03
Document Index: 229742386

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 113', '§ 35', '§ 65', '§ 70', '§ 35', '§ 113']

OVG Rheinland-Pfalz, 11.05.2005 - 8 A 10281/05.OVG - dejure.org
OVG Rheinland-Pfalz, 11.05.2005 - 8 A 10281/05.OVG
https://dejure.org/2005,2182
OVG Rheinland-Pfalz, 11.05.2005 - 8 A 10281/05.OVG (https://dejure.org/2005,2182)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 11.05.2005 - 8 A 10281/05.OVG (https://dejure.org/2005,2182)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 11. Mai 2005 - 8 A 10281/05.OVG (https://dejure.org/2005,2182)
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§ 35 Abs 1 Nr 5 BauGB vom 24.06.2004, § 113 Abs 5 S 1 VwGO, § 35 Abs 3 BauGB, § 65 BauO RP, § 70 Abs 1 S 1 BauO RP
Außenbereich; Solaranlage am Standort einer Windenergieanlage; Baugenehmigungsverfahren; Bescheidungsklage
Windenergieanlage, Windkraftanlage, Solarenergie, Solarenergieanlage, Photovoltaik, Modulträger, Photovoltaikmodulträger, Privilegierung, Dienen, Bauantrag, Bauunterlagen, Spruchreife, stecken gebliebenes Genehmigungsverfahren, Bescheidungsantrag, Bescheidungsurteil,
Baurecht - Windenergieanlage; Windkraftanlage; Solarenergie; Solarenergieanlage; Photovoltaik; Modulträger; Photovoltaikmodulträger; Privilegierung; Dienen; Bauantrag; Bauunterlagen; Spruchreife; stecken gebliebenes Genehmigungsverfahren; Bescheidungsantrag; ...
Zulässigkeit einer Bescheidungsklage bei "stecken gebliebenem" Baugenehmigungsverfahren; Fälle eines "stecken gebliebenen" Baugenehmigungsverfahrens; Beurteilungskriterien für die Frage, ob eine am Standort einer Windenergieanlage im Außenbereich errichtete Solaranlage ...
Solaranlage als "mitgezogener " Teil an Windkraftstandort im Außenbereich zugelassen
BauR 2005, 1606
Die hiergegen eingelegte Berufung wies der Senat mit Urteil vom 11. Mai 2005 - 8 A 10281/05.OVG - (BauR 2005, 606) zurück.
Die Beschränkung auf einen Bescheidungsausspruch ist nach den Grundsätzen über das sog. "stecken gebliebene" Genehmigungsverfahren ebenfalls zulässig (vgl. OVG Rh-Pf., Urteil vom 11. Mai 2005 -8 A 10281/05-, BauR 2005, 606).
Wie der Senat bereits im Urteil vom 11. Mai 2005 (a.a.O.) ausgeführt und das Verwaltungsgericht in dem hier angegriffenen Urteil vom 28. Juni 2006 noch einmal klargestellt hat, war das Verpflichtungsbegehren im Vorprozess lediglich auf die Genehmigung zur Errichtung eines Modulträgers beschränkt.
Der Senat hat bereits in seinen Urteilen vom 11. Mai 2005 (a.a.O.) und vom 24. Mai 2006 -8 A 10892/05- (ZfBR 2006, 571) dargelegt, dass der 1996 neu eingefügte Privilegierungstatbestand nach § 35 Abs. 1 Nr. 5 BauGB heutiger Fassung im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens ausdrücklich auf die Ausnutzung der "Wind- und Wasserenergie" beschränkt worden ist.
Ein Genehmigungsverfahren ist in diesem Sinne "steckengeblieben", wenn die Behörde einen Ablehnungsgrund heranzieht, der die Versagung der Genehmigung in Wirklichkeit nicht trägt und die Genehmigung nach den bis zum Zeitpunkt der Entscheidung gewonnen Erkenntnisstand nicht schon aus anderen Gründen offensichtlich zu versagen ist (vgl. dazu OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 14. April 2011 - 8 A 320/09 - juris; Urteil vom 19. Juni 2007 - 8 A 2677/06 -, juris; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 11. Mai 2005 - 8 A 10281/05 -, BauR 2005, 1606).
Zur dienenden Funktion einer Photovoltaik-Anlage am Standort einer Großwindenergieanlage für die Nutzung und Erforschung der Windenergie (Fortführung der Rechtsprechung im Urteil vom 11. Mai 2005 - 8 A 10281/05.OVG -, BauR 2005, 606).
Das Verwaltungsgericht hat der Klage unter Zulassung der Berufung stattgegeben, wobei es unter Hinweis auf ein rechtskräftiges Urteil des Senats vom 11. Mai 2005 (8 A 10281/05.OVG) im Wesentlichen der Rechtsauffassung der Klägerin gefolgt ist.
Der Anspruch auf Neubescheidung setzt bei der hier gegebenen Fallgestaltung eines "steckengebliebenen" Genehmigungsverfahrens voraus, dass der von der Behörde herangezogene Versagungsgrund die Ablehnung des Antrags nicht trägt und die Genehmigung nach dem bis zum Zeitpunkt der Entscheidung gewonnenen Erkenntnisstand nicht schon aus anderen Gründen offensichtlich zu versagen ist (…vgl. OVG NW, Urt. v. 14.04.2011 - 8 A320/09 -, juris;… Urt. v. 19.06.2007 - 8 A 2677/06 -, NWVBl. 2008, 26, im Anschluss an BVerwG, Urt. v. 14.04.1989 - 4 C 52.87 -, a.a.O.; OVG Rh.-Pf., Urt. v. 11.05.2005 - 8 A 10281/05 -, BauR 2005, 1606 ).
Eine Pflicht, die Sache spruchreif zu machen, besteht insoweit gemäß § 113 Abs. 5 Satz 1 VwGO nicht (…vgl. BVerwG, Urt. v. 14.4.1989 - 4 C 52.87 -, NVwZ 1990, 257; Beschl. v. 25.11.1997 - 4 B 179.97 -, NVwZ-RR 1999, 74; OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 11.5.2005 - 8 A 10281/05 -, BauR 2005, 1606;… OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 19.6.2007 - 8 A 2677/06 -, ZNER 2007, 237).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 25. November 1997 - 4 B 179.97 -, NVwZ-RR 1999, 74 = juris Rn. 3, Urteil vom 14. April 1989 - 4 C 52.87 -, NVwZ 1990, 257 = juris Rn. 18 (für das Immissionsschutzrecht); OVG NRW, Urteile vom 3. Februar 2011 - 2 A 1416/09 -, BauR 2011, 1631 = juris Rn. 131, und vom 19. November 2010 - 2 A 63/08 -, juris Rn. 72; OVG Rh.-Pf., Urteil vom 11. Mai 2005 - 8 A 10281/05 -, BRS 69 Nr. 105 = juris Rn. 20.
VG Koblenz, 06.04.2009 - 1 K 1305/08
Genehmigung für Monitoringkonzept
VG Koblenz, 25.07.2006 - 1 K 59/06