Source: http://www.kirchen-groeditz.de/friedhofe/friedhof-groeditz/
Timestamp: 2018-05-22 19:17:18
Document Index: 148552288

Matched Legal Cases: ['§ 29', '§ 5', '§ 28', '§ 29', '§ 36', '§37', '§ 41', '§ 13', '§ 14', '§ 27', '§ 18', '§ 36', '§ 33', '§ 39', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 14', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 33', '§ 24', '§ 2', '§ 13', '§ 12', '§ 14', '§ 28']

Friedhof Kirche Gröditz | Ev.-Luth. Kirchgemeinden Gröditz und Nauwalde
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Friedhof Gröditz	Christian Thiele	2017-12-06T18:26:36+00:00
Pflegeleichte Wahlgrabanlage – verlängerbare Einzel oder Doppelgräber für Bestattungen in Urnen oder Särgen
(siehe § 29 a Friedhofsordnung und § … Friedhofsgebührenordnung)
Friedhofsordnung für den Friedhof der Evangelisch- Lutherischen Kirchgemeinde Gröditz (Alter Friedhof) vom 28.3.2001
1. Nachtrag vom 20. 09. 2005 zur Friedhofsordnung vom 28. 03. 2001
2. Nachtrag vom 04.11.2013 zur Friedhofsordnung für den Friedhof der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz vom 28.03.2001
3. Nachtrag vom 24.03.2014 zur Friedhofsordnung für den Friedhof der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz vom 28.03.2001
Der kirchliche Friedhof ist die Stätte, auf der die Gemeinde ihre Toten zur letzten Ruhe bettet. Der kirchliche Friedhof ist als Bestattungsort immer auch zugleich Glaubenszeugnis. Er ist die Stätte der Toten, die zur letzten Ruhe bestattet sind. An seiner Gestalt wird sichtbar, inwieweit ihrer in Liebe gedacht wird und bei ihrem Gedächtnis christlicher Glaube lebendig ist. Gestaltung und Pflege des Friedhofs erfordern daher besondere Sorgfalt. Alle Arbeit auf dem Friedhof erhält so ihren Sinn und ihre Richtung.
§ 5 Verhalten auf dein Friedhof
§ 28 a Gemeinschaftsgrabanlagen
C Wahlgrabstätten
§ 29 a Pflegeleichte Wahlgrabstätten
§ 36 Material, Form und Bearbeitung i §37 Schrift, Inschrift und Symbol
§ 41 Haltung
Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Gröditz erlässt aufgrund von § 13 Absatz 2, Buchstabe i der Kirchgemeindeordnung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (KGO) vom 13. April 1983 (Amtsblatt Seite A 33) folgende
1) Der (Alte) Friedhof in steht im Eigentum des Kirchlehns der Ev. – Luth. Kirchgemeinde Gröditz.
Träger ist die Evangelisch-Lutherisch Kirchgemeinde.
2) Leitung und Aufsicht liegen beim Kirchenvorstand
3) Aufsichtsbehörde ist das Evangelisch-Lutherische Bezirkskirchenamt Großenhain
1) Der Friedhof ist bestimmt zur Bestattung der Gemeindeglieder der Evangelisch- Lutherischen Kirchgemeinde Gröditz und sonstiger Personen, die bei ihrem Ableben ein Recht auf Bestattung in einer bestimmten Grabstätte .besaßen bzw. einen entsprechenden Antrag an den Friedhofsträger Gestellt haben.
a) Angehörige anderer evangelischer Kirchgemeinden
b) Angehörige anderer christlicher Religionsgemeinschaften, die an Ort keinen eigenen Friedhof besitzen.
3) Ausnahmen bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Friedhofsträgers
1) Der Friedhof, einzelne Friedhofsteile oder einzelne Grabstätten können ans einem wichtigen Grund beschränkt geschlossen, geschlossen und entwidmet werden.
2) Nach der beschränkten Schließung werden Nutzungsrechte nicht mehr verliehen. Eine Verlängerung von Nutzungsrechten erfolgt lediglich zur Anpassung au die Ruhezeit. Beisetzungen dürfen nur noch in Grabstätten stattfinden, an denen im Zeitpunkt der beschränkten Schließung noch Nutzungsrechte bestehen, sofern die Grabstätten noch nicht belegt sind oder sofern zu dem genannten Zeitpunkt die Ruhezeiten abgelaufen waren. Eingeschränkt werden kann auch der Kreis der Beisetzungsberechtigten.
1.) Der Nutzungsberechtigte kann sich zwecks Auskunftseiteilung und Beratung in allen Fragen, die sich auf die Gestaltung von Grabmal und Grabstätte einschließlich deren Bepflanzung beziehen, an den Friedhofsträger/die Friedhofsverwaltung wenden.
a) in den Monaten März bis Oktober von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr/Sonnenuntergang
b) in den Monaten November bis Februar von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr/Sonnenuntergang.
a) die Wege mit Fahrzeugen aller Art zu befahren – Kinderwagen und Rollstühle und Fahrzeuge der Friedhofsverwaltung sind ausgenommen,
c) an Sonn- und Feiertagen und in der Nähe einer Bestattung an Werktagen störende Arbeiten auszufuhren.
h) zu lärmen und zu spielen. “
Hunde ohne Leine laufen zu lassen
6) Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofes und der Ordnung auf ihm vereinbar sind. Erforderliche Genehmigungen sind rechtzeitig bei der Fried¬hofsverwaltung einzuholen.
10) Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Mitarbeiter im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof verursachen. Bei Beendigung der Arbeiten ist der Arbeitsplatz wieder in einen ordnungsgemäßen und verkehrssicheren Zustand zu versetzen. Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen über die Dauer der Ausführung des jeweiligen Auftrags hinaus nicht auf dem Friedhof gelagert werden. Es ist nicht gestattet, Geräte der Gewerbetreibenden in oder an den Wasserentnahmestellen des Friedhofes zu reinigen.
11) Die Tätigkeit Gewerbetreibender auf dem Friedhof beschränkt sich auf die Dienstzeit der Friedhofsverwaltung.
12) Die Gewerbetreibenden sind verpflichtet, die bei ihren Arbeiten anfallenden nicht kompostierbaren Abfälle vom Friedhof zu entfernen.
A. Benutzerbestimmungen für Feier-und Leichenhallen
Die Bestattung ist bei dem Friedhofsträger unter Vorlage der Bescheinigung des Standesamtes für die Beurkundung des Todesfalles oder eines Beerdigungserlaubnisscheines der Ordnungsbehörde rechtzei¬tig anzumelden. Wird die Bestattung in einer vorzeitig erworbenen Grabstätte beantragt, ist das Nutzungsrecht nachzuweisen.
1) Die Leichenkammen dienen zur Aufbewahrung der Verstorbenen bis zu deren Bestattung. Die Kammern/Hallen und die Särge dürfen nur im Eivernehmen mit dem Friedhofsträger geöffnet und geschlossen werden.
3) Die Grunddekoration der Leichenkammern /-hallen besorgt der Friedhofsträger.
4) Bei der Nutzung der Leichenhalle für nichtkirchliche Trauerfeiern ist zu respektieren, dass diese sich auf einem kirchlichen Friedhof befindet.
Andere Bestattungsfeiern am Grabe Bei Bestattungsfeiern, Ansprachen und Niederlegung von Grabschmuck am Grab ist zu respektieren, dass sich das Grab auf einem kirchlichen Friedhof befindet.
2) Feierlichkeiten sowie Musikdarbietungen auf dem Friedhof außerhalb einer Bestattungsfeier bedürfen der vorherigen Genehmigung des Friedhofsträgers.,
3. Nachtrag vom 24.03.2014 zur Friedhofsordnung für den Friedhof
der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz vom 28.03.2001
Der Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz hat in seiner Sitzung am 24.03.2014 die nachstehenden Änderungen der Friedhofsordnung vom 28.03.2001 beschlossen und erlässt hierzu den folgenden 2. Nachtrag.
1. § 14 erhält folgende Neufassung:
2) In vorhandene – baulich intakte Grüfte – dürfen Urnen beigesetzt werden, Särge, sofern keine hygienischen Vorschriften entgegenstehen. Der Nutzungsberechtigte ist verpflichtet, für den baulichen Erhalt der Gruftanlage zu sorgen. Im übrigen gilt § 27 entsprechend.
Die Gräber werden von dein Friedhofsträger ausgehoben und wieder zugefüllt.
3) Die Gräber für Leichenbestattungen müssen voneinander durch mindestens 0,30 m starke gewachsene Erdwände getrennt sein
1.) Die Ruhe der Toten darf grundsätzlich nicht gestört werden.
2. § 18 (Umbettungen) Absatz 2 erhält folgende Neufassung:
Gröditz, am 24.03.2014
4) Umbettungen werden vom Friedhofspersonal/Beauftragten des Friedhofsträgers durchgeführt. Der Zeitpunkt der Umbettung wird vom Friedhofsträger festgesetzt.
1) Särge sollen höchstens 2,10 m lang, und die Kopfenden einschließlich der Sargfüße nicht höher als 0,80 m und im Mittelmaß nicht breiter als 0,70 in sein. Sind in Ausnahmefällen größere Särge erforderlich, ist die Zustimmung des Friedhofsträgers bei der Anmeldung der Bestattung einzuholen.
2) Die Särge müssen gegen das Durchsickern von Leichenflüssigkeit gesichert und genügend fest gearbeitet sein. Das Verwenden von Särgen, Sargausstattungen, Sargwäsche und Sargabdichtungen aus nicht verrottbaren Stoffen (z. B. aus PVC und PE) ist nicht gestattet, ebenso Särge und Ausstattungen von Särgen, die in der Erde bis zum Ablauf der Ruhezeit nicht zerfallen.
3) Die Urnenkapsel sowie die Überurne muss aus zersetzbarem Material sein
a) Reihengrabstätten für Leichenbestattung
b) Reihengrabstätten für Aschebestattung
4) Die Vergabe von Nutzungsrechten wird abhängig gemacht von der schriftlichen Anerkennung dieser Ordnung, insbesondere der erlassenen Gestaltungsvorschriften (§§ 36-40).
5) Aus dem Nutzungsrecht ergibt sich die Verpflichtung zur Anlage und Pflege von Grabstätten,
7) Ober Sonder- und Ehrengrabstätten entscheidet der Friedhofsträger.
2) Der Nutzungsberechtigte ist verpflichtet, nach Ablauf der Nutzungszeit (bei Wahlgrabstätten) bzw. der Ruhezeit (bei Reihengrabstätten) die Grabstätte zu beräumen. 3) Das Anlegen, Herrichten und jede wesentliche Änderung der Grabstätte
muss nach § 33 Abs. 2 sowie nach § 39 erfolgen.
5) Wird eine Grabstätte nicht ordnungsgemäß hergerichtet oder gepflegt, hat der Nutzungsberechtigte auf schriftliche Aufforderung des Friedhofsträgers die Grabstätte innerhalb einer jeweils fest¬zusetzenden angemessenen Frist in Ordnung zu bringen. Ist der Nutzungsberechtigte nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, genügt eine öffentliche Bekanntmachung und ein sechswöchiger Hinweis auf der Grabstätte. Bleibt die Aufforderung oder der Hinweis drei Monate unbeachtet wird auf Kosten des Nutzungsberechtigten die Reihengrabstätte abgeräumt, eingeebnet und eingesät. Bei Wahlgrabstätten kann der Friedhofsträger die Grabstätten auf Kosten des jeweiligen Nutzungsberechtigten in Ordnung bringen lassen oder das Nutzungsrecht ohne Entschädigung entziehen. Vor Entziehen des Nutzungsrechts ist der Nutzungsberechtigte unter Androhung des Entzuges noch einmal schriftlich aufzufordern, die Grabstätte unverzüglich in Ordnung zu bringen. Ist er nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, hat nochmals eine entsprechende öffentliche Bekanntmachung und ein entsprechender mehrwöchiger Hinweis auf der Grabstätte zu erfolgen.
Wird das Nutzungsrecht entzogen, wird in dem Entziehungsbescheid der Nutzungsberechtigte aufgefordert, das Grabmal, Fundamente und sonstige bauliche Anlagen innerhalb von drei Monaten seit Unanfechtbarkeit des Entziehungsbescheides zu entfernen.
1) Aus Gründen der Standsicherheit von Grabmalen beträgt die erforderliche Mindeststeinstärke bei Grabmalen bis 0,70 m Höhe 12cm, über 0,70 m bis 1,00 m Höhe 14cm und über 1,00 m Höhe 18 cm. Bei Grabmalen über 1,60 in Höhe ist die Standsicherheit statisch nachzuweisen. Grabmale, die die geforderte Mindeststärke unterschreiten, werden vom Friedhofsträger aus Gründen der Verkehrssicherheit auf Kosten des Nutzungsberechtigten wieder entfernt.
2) Auf Grabstätten, die an der Friedhofsmauer liegen, beträgt der Mindestabstand zwischen Friedhofsmauer und Grabmal 40 an. Bei Grabmalen über 1,60 m Höhe gibt der Friedhofsträger den erforderlichen Mindestabstand gesondert vor.
a) Der Grabmalentwurf mit Grundriss und Seitenansicht im Maßstab 1:10 mit genauen Angaben über Art und Bearbeitung des Materials, über Abmessungen und Form des Steins sowie über Inhalt, Anordnung und Art der Schrift und des Symbols sowie der Fundamentierung und Verdübelung. Falls es der Friedhofsträger für erforderlich hält, kann er die statische Berechnung der Standfestigkeit verlangen.
b) Soweit es zum Verständnis erforderlich ist, Zeichnungen der Schrift, der Ornamente und der Symbole im Maßstab 1:1 mit dem unter 2,a) genannten Angaben.
Künstlerisch oder geschichtlich wertvolle Grabmale, bauliche Anlagen sowie Grabstätten oder Grabstätten, die als besondere Eigenart des Friedhofes aus früheren Zeiten zu gelten haben, unterstehen dem besonderen Schutz des Friedhofs träger.
1) Nach Ablauf des Nutzungsrechts sind die Grabmale, deren Fundamente und sonstige bauliche Anlagen durch den Nutzungsberechtigten zu entfernen. Sind die Grabmale, deren Fundamente, sonstige bauliche Anlagen nicht innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Nutzungsrechtes entfernt, ist der Friedhofsträger berechtigt, sie zu entfernen und darüber zu verfügen. Die dem Friedhofsträger entstehenden Kosten trägt der Nutzungsberechtigte.
2) Reihengrabstätten werden eingerichtet für;
a) Leichenbestattung, Verstorbene bis fünfJahre
Größe des Grabhügels: Länge 1,20 m, Breite 0,60 cm, Höhe bis 0,15 cm
Länge 2,50 m. Breite 1,25 m
3) ln einer Reihengrabstätte darf nur eine Leiche oder eine Asche bestattet werden,
1. Nachtrag vom 20.09.2005 zur Friedhofsordnung für den Friedhof der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz (Alter Friedhof) vom 28.03.2001
Der Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz hat am 20.09.2005 die nachstehende Ergänzung der Friedhofsordnung vom 28.03.2001 beschlossen und erlässt hierzu den folgenden 1. Nachtrag.
Nach § 28 erfolgt eine Ergänzung um den folgenden § 28 a:
Gemeinschaftsgräber als einheitlich gestaltete Reihengrabstätten für Sarg-und Urnenbestattungen und ihre RechtsverhäItnisse .
(1) Bei den Gemeinschaftsgräbern handelt es sich um einheitlich gestaltete Reihengrabstätten für Sarg-oder Urnenbestattung mit Unterhaltung auf Dauer der Ruhezeit durch die Friedhofsverwaltung.
(2) Sie sind nur für Verstorbene bestimmt, die bis zu ihrem Tode ihren Wohnsitz im Bereich der EV.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz hatten. Diese Grabstätten sind vorzugsweise für alleinstehende Personen bestimmt.
(3) Die Grabstätten werden durch den Friedhofsträger mit einer standortgemäßen, ausdauernden und bodendeckenden Bepflanzung und mit einem schlichten Grabmal mit Nennung der Namen in der Reihenfolge Vor-, Familienname, dem Geburts-und Sterbejahr des Bestatteten auf jeder einzelnen Grabstätte einheitlich angelegt und auf Dauer der Ruhezeit gepflegt.
(4) Da die Anlage und Unterhaltung dieser Reihengräber ausschließlich dem Friedhofsträger obliegt, ist die individuelle Anbringung von Grabschmuck nur in den dafür vorgesehenen Behältern (bodenbündige Steckvasen) gestattet (eingeschränktes Nutzungsrecht).
(5) Die Ausübung eines weitergehenden Nutzungsrechtes an der Grabstätte ist wegen des besonderen Charakters von Gemeinschaftsgräbern ausgeschlossen.
(6) Da in einer Reihengrabstätte nur eine Beisetzung erfolgt (vgl § 28. Abs.3 der Friedhofsordnung), ist eine weitere Beisetzung (z. B. des Ehepartners) ausgeschlossen.
(7) In Bezug auf Vergabe, Abmessung, Nutzungsrecht und Ruhezeit gelten die Bestimmungen für Reihengräber gemäß § 28 , ausgenommen Abs. 2 Buchstabe b) sowie § 14 der Friedhofsordnung.
(8) Die Bestattungskosten sind in jedem Fall rechtzeitig vor der Bestattung zu entrichten.
(9) Im Falle einer etwaigen Umbettung werden Gebühren nicht rückerstattet.
Dieser Nachtrag tritt nach Bestätigung durch das EV.-Luth. Bezirkskirchenamt Großenhain am Tag nach seiner Veröffentlichung in Kraft.
1) Wahlgrabstätten sind Grabstätten für Leichen- oder Aschenbestattungen, an den auf Antrag im Todesfall ein Nutzungsrecht für die Dauer von 20 Jahren, beginnend mit dem Tag der Zuweisung vergeben und deren Lage gleichzeitig im Einvernehmen mit dem Erwerber bestimmt werden kann. In besonders begründeten Fällen kann auch zu Lebzeiten ein Nutzungsrecht vergeben werden.
4) ln einer Wahlgrabstätte werden der Nutzungsberechtigte und seine Angehörigen bestattet. Als Angehörige im Sinne dieser Bestimmungen gelten: Ehepaare, Verwandte auf- und absteigender Linie sowie Geschwister, Geschwisterkinder und Ehegatten der Vorgenannten. Auf Wunsch des Nutzungsberechtigten können darüber hinaus mit Zustimmung des Friedhofsträgers auch andere Verstorbene beigesetzt werden. Grundsätzlich entscheidet der Nutzungsberechtigte, wer von den beisetzungsberechtigten Personen beigesetzt wird.
6) Bei Ablauf der Nutzungszeit kann das Nutzungsrecht auf Antrag und nur für die gesamte Grabstätte verlängert werden. Wird das Nutzungsrecht nicht verlängert, erlischt es nach Ablauf der Nutzungszeit. Über den Ablauf der Nutzungszeit informiert der Friedhofsträger sechs Monate vor Ablauf der Nutzungszeit durch öffentliche Bekanntmachung und Hinweis auf der betreffenden Grabstätte. Überschreitet bei einer Belegung oder Wiederbelegung von Wahlgrabstätten die neu begründete Ruhezeit die laufende Nutzungszeit, so ist das Nutzungsrecht mindestens für die zur Wahrung der Ruhezeit notwendigen Jahre für die genannte Wahlgrabstätte zu verlängern.
4. Nachtrag vom 12.07.2017 zur Friedhofsordnung für den Friedhof der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz vom 28.03.2001
Der Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz hat am 10.07.2017 die nachstehende Ergänzung der Friedhofsordnung vom 28.03.2001 beschlossen und erlässt hierzu den folgenden 4. Nachtrag.
Nach § 29 erfolgt eine Ergänzung um den folgenden § 29 a:
Gröditz, am 10.07.2017
Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz
4.)Der Rechtsnachfolger hat dem Friedhofsträger den Übergang des Nutzungsrechtes unverzüglich anzuzeigen. Die Übertragung des Nutzungsrechtes wird dem neuen Nutzungsberechtigten schriftlich bestätigt. Solange das nicht geschehen ist, können Bestattungen nicht verlangt werden.
2) Vor dem Inkrafttreten dieser Ordnung entstandene Nutzungsrechte von unbegrenzter oder unbestimmter Dauer sowie zeitlich begrenzte Nutzungsrechte, deren Dauer die in § 29 Absatz l der Friedhofsordnung angegebene Nutzungszeit übersteigt, werden auf eine Nutzungszeit nach § 29 Absatz 1 dieser Ordnung, jedoch nicht unter 30 Jahre nach Erwerb begrenzt, Sie enden jedoch nicht vor Ablauf der Ruhezeit der letzten Bestattung und vor Ablauf eines Jahres nach Inkrafttreten dieser Ordnung.
2) Jede Grabstätte ist so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass der Friedhofszweck erfüllbar ist und die Würde des Friedhofs gewahrt bleibt. Die Grabstätten sind so zu bepflanzen, dass benachbarte Grabstätten und öffentliche Anlagen nicht beeinträchtigt werden. Die Höhe der Pflanzen darf in ausgewachsenem Zustand 1 ,5 m nicht überschreiten.
Der Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz hat am 04.11.2013 die nachstehende Ergänzung der Friedhofsordnung vom 28.03.2001 beschlossen und erlässt hierzu den folgenden 2. Nachtrag.
Inschriften und Symbole sollen auf den Toten, das Todesgeschehen und dessen Überwindung Bezug nehmen. Die Nennung des Vor- und Familiennamens ist erforderlich.
2) Nicht gestattet sind auf der Grabstätte:
das Aufstellen von Pflanzkübeln,
das sichtbare Aufbewahren von Gefäßen, Geräten u. a.,
das Abdecken von mehr als der Hälfte der Grabstätte mit einer Platte.
Gröditz, am 04.11.2013
1) Wer den Bestimmungen dieser Friedhofsordnung zuwiderhandelt, kann durch einen Beauftragten des Friedhofsträgers zum Verlassen der Friedhöfe veranlasst, gegebenenfalls durch den Friedhofsträger wegen Hausfriedensbruchs bzw. wegen Verstoßes gegen die geltende Gemeindesatzung zur Anzeige gebracht werden.
2) Bei Verstoß gegen die §§ 33 Abs. 1, 35, 36 ,37 wird nach § 24 verfahren.
Der Friedhofsträger haftet nicht für Schäden, die durch nicht ordnungsgemäße Benutzung der Friedhöfe, seiner Anlagen und Einrichtungen, durch dritte Personen, durch Tiere oder durch höhere Gewalt entstehen. Ihm obliegen keine besonderen Obhuts- und Überwachungspflichten.
1) Diese vom Evangelisch-Lutherischen Bezirkskirchenamt Großenhain am 06. November 2001 bestätigte Friedhofsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.
2) Mit Inkrafttreten dieser Friedhofsordnung tritt die b Friedhofsordnung vom 10.11.1975 außer Kraft.
Gröditz, den 08.03.2001
Sehn Pf.
Bestätigungsvermerk des Evangelisch- Lutherischen Bezirkskirchenamtes
für den Friedhof der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz in Gröditz
Aufgrund von § 2 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 13 Abs. 2 Buchstabe a und 43 der Kirchgemeinde-ordnung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens (KGO) vom 13. April 1983 (Amtsblatt Seite A 33 in der jeweils geltenden Fassung) und § 12 Absatz 1 der Rechtsverordnung über das kirchliche Friedhofs-wesen in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (Friedhofsverordnung – FriedhVO) vom 9. Mai 1995 hat die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gröditz die folgende Gebührenordnung für ihren Friedhof beschlossen:
(4) Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung wird die Friedhofsunterhaltungsgebühr für einen Zeitraum von 3 Jahren im Voraus festgesetzt. Sie ist bis zum 30. Juni des jeweiligen Erhebungsjahres fällig.
(Ruhezeit 10 Jahre) 200 € (jährlich 20 €)
(Ruhezeit 20 Jahre) 800 € (jährlich 40 €)
2.1.1 Einzelstelle ) 850,00 € (jährlich 42,50 €)
2.2.1 Einzelstelle ) 850,00 € (jährlich 42,50 €)
(Verwaltungs- und Organisationsaufwand im Zusammenhang mit der Bestattung, Aufwand für Grabherstellung etc.)1
1.3 Urnenbeisetzung 220,00 €
1. Gebühr für die Benutzung der Leichenhalle pro Benutzung 15,00 €
Diese Gebühren umfassen die Nutzungs- und Bestattungsgebühr, die Kosten für die gärtnerische Anlage der Grabstätte und das Grabmal, sowie die Friedhofsunterhaltungsgebühr und die Pflegekosten für die gesamte Dauer der Ruhefrist gemäß § 14 der Friedhofsordnung
1. Gemeinschaftseinzelgräber als einheitlich gestaltete Reihengrabstätten mit Pflege durch die Friedhofsverwaltung gemäß § 28 a der Friedhofsordnung
1. 1 für Sargbestattung für Grabstätte
In dieser Summe sind enthalten: Nutzungsgebühr jährlich 40 €, Bestattungsgebühr 450 €, gärtnerische Anlage der Grabstätte und Pflege jährlich 84,14 €, Grabmal 548,00 €, Friedhofsunterhaltsgebühren jährlich 25 €: 3980,00 € (jährlich 199 €)
1.2 für Urnenbestattung für Grabstätte
In dieser Summe sind enthalten: Nutzungsgebühr jährlich 40 €, Bestattungsgebühr 220 €, gärtnerische Anlage der Grabstätte und Pflege jährlich 84,14 €, Grabmal 548,00 €, Friedhofsunterhaltsgebühren jährlich 25 €: 3750,00 € (jährlich 187,50 €)
2.1 für Sargbestattung für Grabstätte
In dieser Summe sind enthalten: Nutzungsgebühr jährlich 42,50 €, Bestattungsgebühr 450 €, gärtnerische Anlage der Grabstätte jährlich 22,37 €, Grabmal 383,18 €, Pflegekosten jährlich 33,30 €, Friedhofsunterhaltsgebühren jährlich 25 €: 3297,00 €(jährlich 164,85 €)
2.2 für Urnenbestattung für Grabstätte
In dieser Summe sind enthalten: Nutzungsgebühr jährlich 42,50 €, Bestattungsgebühr 220 €, gärtnerische Anlage der Grabstätte jährlich 22,37 €, Grabmal 383,18 €, Pflegekosten jährlich 33,30 €, Friedhofsunterhaltsgebühren jährlich 25 €: 3067,00 €(jährlich 153,35 €)
3. Gebühr für die Nachlösung von 2.1 und 2.2
1. Genehmigung für die Errichtung eines Grabmals sowie anderer baulicher Anlagen (z. B. Einfassungen) 55,00 €
2. Genehmigung für die Veränderung eines Grabmales oder der Ergänzung von Inschriften oder anderer baulicher Maßnahmen 34,00 €
3. Erteilung einer Berechtigungskarte an einen Gewerbetreibenden 55,00 €
4. Zweitausfertigung von Bescheinigungen der Friedhofsverwaltung 5,00 €
5. Überlassung eines Exemplars bzw. Auszugs der Friedhofsordnung 5,00 €
6. Umschreibung von Nutzungsrechten 6,00 €
(2) Mit Inkrafttreten dieser Friedhofsgebührenordnung tritt die Friedhofsgebührenordnung vom 24.03.2014 samt ihren Nachträgen außer Kraft.
Gröditz, den 10.07.2017