Source: https://www.bag-urteil.com/16-11-2010-9-azr-573-09-2/
Timestamp: 2019-09-19 11:06:38
Document Index: 88479380

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 3', '§ 27', '§ 3', '§ 34', '§ 83', '§ 26']

﻿ ﻿ BAG – 9 AZR 573/09 | bag-urteil.com
BAGE 136, 156	NZA 2011, 453	DB 2011, 822
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 16.11.2010, 9 AZR 573/09
Dieser nachvertragliche Anspruch setzt nicht voraus, dass der Arbeitnehmer ein konkretes berechtigtes Interesse darlegt. Der Arbeitnehmer kann seine über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus fortbestehenden Rechte auf Beseitigung oder Korrektur unrichtiger Daten in seiner Personalakte nur geltend machen, wenn er von deren Inhalt Kenntnis hat. Schon das begründet ein Einsichtsrecht.
9 AZR 573/09 > Rn 1
9 AZR 573/09 > Rn 2
9 AZR 573/09 > Rn 3
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9 AZR 573/09 > Rn 5
9 AZR 573/09 > Rn 6
9 AZR 573/09 > Rn 7
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9 AZR 573/09 > Rn 9
9 AZR 573/09 > Rn 10
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9 AZR 573/09 > Rn 18
9 AZR 573/09 > Rn 19
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9 AZR 573/09 > Rn 26
9 AZR 573/09 > Rn 27
9 AZR 573/09 > Rn 28
9 AZR 573/09 > Rn 29
9 AZR 573/09 > Rn 30
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9 AZR 573/09 > Rn 32
9 AZR 573/09 > Rn 33
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9 AZR 573/09 > Rn 35
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9 AZR 573/09 > Rn 37
9 AZR 573/09 > Rn 38
9 AZR 573/09 > Rn 39
9 AZR 573/09 > Rn 40
9 AZR 573/09 > Rn 41
9 AZR 573/09 > Rn 42
9 AZR 573/09 > Rn 43
9 AZR 573/09 > Rn 44
(4) Diese gesetzgeberische Interessenentscheidung des § 32 BDSG ist für die Beurteilung des nachvertraglichen Akteneinsichtsrechts von Bedeutung. Mit der Begrenzung der Datenverwendungsfreiheit korrespondiert die Beschränkung der Unabhängigkeit der Datenbeherrschung. Zwar bezieht der Gesetzgeber die Regelung des § 32 Abs. 2 BDSG allein auf § 32 Abs. 1 BDSG. Damit unterstellt er die nicht dateigemäße Aktenführung nur den materiellen Voraussetzungen rechtmäßiger Datenverwendung, nicht jedoch den übrigen verfahrensgemäßen Instrumentarien und Sanktionen des Dritten Abschnitts des BDSG. Daraus folgt jedoch nicht, dass den Betroffenen jede Transparenz der Achtung ihrer grundrechtserheblichen Rechtsposition versagt ist. Der nachwirkende, vertraglich ausgelöste Schutz des Persönlichkeitsrechts findet vielmehr bereits in § 32 Abs. 1 Satz 1 iVm. Abs. 2 und § 3 Abs. 11 Nr. 7 Alt. 2 BDSG ein hinreichend normiertes berechtigtes Interesse, sich über den personenbezogenen Datenbestand zu informieren. Jede andere Bewertung wäre mit der gesetzgeberischen Entscheidung zum Beschäftigtendatenschutz nach Beschäftigungsende unvereinbar. Das Personalaktenrecht unterliegt zudem schon nach bisheriger Rechtsprechung des Senats zwingend den Erfordernissen der Kontinuität, Vollständigkeit und Wahrheit (Senat 18. November 2008 – 9 AZR 865/07 – Rn. 30 f., BAGE 128, 299; 16. Oktober 2007 – 9 AZR 110/07 – Rn. 28, BAGE 124, 203; 12. September 2006 – 9 AZR 271/06 – Rn. 23, BAGE 119, 238). Der Arbeitgeber ist deshalb nicht befugt, Unterlagen oder Daten über Arbeitnehmer zu sammeln, die deren Einsichtnahme entzogen sind und deren Richtigkeit sie nicht überprüfen können (Senat 16. Oktober 2007 – 9 AZR 110/07 – Rn. 30, aaO).
9 AZR 573/09 > Rn 45
9 AZR 573/09 > Rn 46
9 AZR 573/09 > Rn 47
9 AZR 573/09 > Rn 48
9 AZR 573/09 > Rn 49
9 AZR 573/09 > Rn 50
9 AZR 573/09 > Rn 51
9 AZR 573/09 > Rn 52
9 AZR 573/09 > Rn 53
9 AZR 573/09 > Rn 54
Düwell Düwell Krasshöfer
Jungermann Starke
beendetes Arbeitsverhältnis,
Einsicht in Personalakte,
BDSG a.F. § 27
BDSG a.F. § 3
BDSG a.F. § 34
BetrVG § 83 Abs. 1
SprAuG § 26 Abs. 2
Das Urteil BAG – 9 AZR 573/09 wird zitiert in: