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Timestamp: 2016-10-23 08:09:05
Document Index: 79258889

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE']

5A_998/2015 � � Urteil vom 11. Mai 2016
Ab�nderung des Vollj�hrigenunterhalts,
B.________ (geb. 1990) ist die Tochter von A.________ und C.________. Die Ehe der Eltern wurde mit Urteil vom 17. September 2009 durch das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland geschieden. B.________ wurde zu diesem Zeitpunkt angesichts ihrer Vollj�hrigkeit kein Kinderunterhaltsbeitrag zugesprochen.
Mit Urteil vom 7. Oktober 2010 verpflichtete das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland A.________, f�r den Unterhalt von B.________ monatlich und im Voraus bis zum Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung Fr. 1'400.-- zuz�glich allf�lliger Ausbildungszulagen zu bezahlen. Die dagegen erhobene Berufung und Anschlussberufung wurden vom Kantonsgericht St. Gallen am 8. September 2011 abgewiesen.
Am 25. M�rz 2014 klagte A.________ beim Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland auf Ab�nderung des Unterhaltsurteils vom 7. Oktober 2010. Er verlangte, seine Unterhaltspflicht gegen�ber B.________ r�ckwirkend auf den 10. Oktober 2013 aufzuheben.
Mit Berufung von 7. April 2015 verlangte A.________ die Aufhebung des Entscheids vom 22. Dezember 2014. Seine Unterhaltsverpflichtung gegen�ber B.________ sei mit Wirkung ab Oktober 2013 aufzuheben. Eventuell sei die Unterhaltsverpflichtung entsprechend der neuen Studienrichtung von B.________ neu zu berechnen und festzusetzen.
Am 15. Dezember 2015 hat A.________ (Beschwerdef�hrer) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Er beantragt, den Entscheid des Kantonsgerichts vom 13. November 2015 aufzuheben und seine Unterhaltspflicht gegen�ber B.________ (Beschwerdegegnerin) r�ckwirkend auf den 10. Oktober 2013 aufzuheben. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen.
Gegen den angefochtenen Entscheid steht dem Beschwerdef�hrer die Beschwerde in Zivilsachen zur Verf�gung (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75, Art. 76, Art. 90 BGG). Die Beschwerde ist rechtzeitig eingereicht worden (Art. 100 Abs. 1 BGG).
Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Zwar wendet das Bundesgericht das Recht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG; vgl. f�r Ausnahmen Abs. 2 dieser Norm) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst sich aber nur mit formell ausreichend begr�ndeten R�gen (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.; 137 III 580 E. 1.3 S. 584 mit Hinweisen). In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (Urteil 5A_963/2014 vom 9. November 2015 E. 2, nicht publ. in: BGE 141 III 513). Strengere Anforderungen gelten bei der R�ge der Verletzung von Grundrechten. Entsprechende R�gen m�ssen in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 397 E. 1.4 S. 400 f.; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen).
Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt ist f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn die Feststellung offensichtlich unrichtig - d.h. willk�rlich (BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 130 mit Hinweis) - ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Will der Beschwerdef�hrer die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten, muss er darlegen, inwiefern die genannten Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234; 137 II 353 E. 5.1 S. 356). Bei der R�ge der offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG) und es ist demnach anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen, inwiefern die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung willk�rlich sein soll, d.h. an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leiden soll. Demzufolge gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Auf solche rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 und 1.4.3 S. 254 f.; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 137 II 353 E. 5.1 S. 356).
Der Beschwerdef�hrer verlangt die Aufhebung seiner Verpflichtung zur Bezahlung von Unterhalt an seine vollj�hrige Tochter.
2.1.�Vor Kantonsgericht hielt es der Beschwerdef�hrer f�r unzumutbar, der Beschwerdegegnerin Unterhalt zu zahlen, da sie den Kontakt zu ihm verweigere.
Das Kantonsgericht hat diesbez�glich festgestellt, seit der Scheidung der Eltern der Beschwerdegegnerin am 17. September 2009 bestehe zwischen ihr und dem Beschwerdef�hrer bestenfalls ein minimaler pers�nlicher Kontakt. Der Beschwerdef�hrer beanstande zwar, dass die Kontaktaufnahmen jeweils �ber den Anwalt der Beschwerdegegnerin erfolgt seien. Offenbar seien jedoch zwischen den Parteien auch schon unmittelbar Textnachrichten verschickt worden. Der Austausch beschr�nke sich weitestgehend auf die Angaben zum Ausbildungsfortschritt der Beschwerdegegnerin und die Unterhaltszahlungen des Beschwerdef�hrers. Eine Ausnahme stelle das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 26. August 2013 dar, worin sie gegen�ber dem Beschwerdef�hrer Vorw�rfe betreffend das fr�here famili�re Zusammenleben erhebe und so begr�nde, dass sie keinen Kontakt w�nsche, der �ber den Nachweis von Studienleistungen hinausgehe. Die vom Beschwerdef�hrer beanstandete Kommunikation zwischen den Parteien �ber den Rechtsanwalt sei anhand der Gesamtsituation zu w�rdigen. Zu beachten sei, dass die Parteien seit 2009 wiederholt vor Gericht um den Vollj�hrigenunterhalt gestritten h�tten. Der Beschwerdef�hrer habe aus seiner Sicht unzureichende Studienleistungen zum Anlass genommen, seine Unterhaltsleistungen in Frage zu stellen, indem er auf die Aufhebung bzw. Ab�nderung seiner Unterhaltspflicht klagte oder die Zahlungen einstellte. Weil die Beschwerdegegnerin wisse, dass ihre Meldungen zu ihren Studienleistungen von ihrem Vater mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen sie in einem Gerichtsverfahren verwendet werden, k�nne ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn sie sich mit ihrem Anwalt berate und diesen die Unterlagen �bermitteln lasse. Die Informationen zu ihren Studienfortschritten seien immerhin regelm�ssig mit von ihr selbst formulierten und an ihren Vater gerichteten Ausf�hrungen begleitet. Die Schreiben zwischen den Parteien wirkten oft distanziert und sachlich, doch seien die Ausdrucksformen der Beschwerdegegnerin ihrem Vater gegen�ber korrekt. Soweit sie in ihren Schreiben eine opponierende oder larmoyante Haltung zeige, blieben diese in sachlichem Zusammenhang und negative Gef�hle d�rfe sie �ussern.
Die Beschwerdegegnerin habe sodann mit Arztzeugnissen zu belegen versucht, dass der Beschwerdef�hrer psychische und physische Gewalt gegen sie und ihre Mutter ausge�bt habe. Die Arztzeugnisse bewiesen zwar nicht, dass die behaupteten Ereignisse stattgefunden h�tten, zeigten aber, wie sehr die Beschwerdegegnerin unter der famili�ren Situation gelitten habe und immer noch leide. Nach ihrer Wahrnehmung habe sie massive �bergriffe erlebt und sei durch die famili�ren und gerichtlichen Streitigkeiten traumatisiert worden. Die Eltern seien anscheinend schon bei der Trennung nicht in der Lage gewesen, die Probleme ihres Kindes, das als "nicht einfach" beschrieben worden sei und Anzeichen einer Essst�rung gezeigt habe, gemeinsam anzugehen. Teilweise aufgrund dieser Konflikte sei die Beschwerdegegnerin in psychotherapeutischer Behandlung. Gem�ss dem Bericht der Therapeutinnen habe sie "�ber fehlende Konzentration und Lernschwierigkeiten sowie erhebliche �berforderungsgef�hle wegen der massiven famili�ren und gerichtlichen Streitigkeiten" geklagt. In der Therapie h�tten sich "starke Minderwertigkeitsgef�hle, Selbstwertprobleme mit heftigen inneren Abgrenzungskonflikten gegen�ber der Mutter" gezeigt. Die Psychotherapeutinnen seien zum Schluss gekommen, dass der Kontakt zwischen den Parteien f�r die Beschwerdegegnerin sch�dlich sei. Vor diesem Hintergrund hat das Kantonsgericht gefolgert, es k�nne der Beschwerdegegnerin keine Mitschuld oder die alleinige Schuld am Zerw�rfnis mit ihrem Vater zugesprochen werden. Es sei ihr auch nicht zuzumuten, entgegen der ausdr�cklichen Empfehlung einer Fachperson vermehrten Kontakt zum Vater zu suchen.
In der Vergangenheit seien wiederholt Gerichtsverfahren wegen der Unterhaltspflicht des Beschwerdef�hrers n�tig gewesen und er habe seine Zahlungen sogar eingestellt. Dies d�rfte ebenfalls zum schlechten Verh�ltnis zu seiner Tochter beigetragen haben. Die fehlende Zahlung im Fr�hling 2013 habe er damit begr�ndet, dass er nach dem Pr�fungsmisserfolg der Beschwerdegegnerin und der "kargen und widerwilligen Information" angenommen habe, sie verfolge ihr Studium nicht weiter. Mit dieser Zahlungsverweigerung habe er offensichtlich gegen seine Unterhaltspflicht verstossen. Der Beschwerdef�hrer habe auch ausgef�hrt, die K�rzung der Unterhaltsbeitr�ge sei dazu bestimmt gewesen, mit der Beschwerdegegnerin ins Gespr�ch zu kommen. Dieses Vorgehen sei sachfremd und sei von der Beschwerdegegnerin zu Recht als Zw�ngerei empfunden worden.
Gesamthaft sei das Vater-Tochter-Verh�ltnis beidseitig gespannt. Dies f�hre zu keinem Verlust der Unterhaltsanspr�che der Beschwerdegegnerin und dem Beschwerdef�hrer sei die Leistung von Unterhaltsbeitr�gen pers�nlich zumutbar.
2.2.�Der Beschwerdef�hrer zweifelte vor Kantonsgericht ausserdem daran, dass das neue Studium der Beschwerdegegnerin ihren F�higkeiten und Neigungen entspreche und wies darauf hin, dass sie im vorherigen Studium schlechte Ergebnisse erzielt habe. Der Studienwechsel sei unzureichend begr�ndet und es sei fraglich, ob sie nicht besser eine Berufslehre absolvieren w�rde.
Das Kantonsgericht hat festgestellt, die Beschwerdegegnerin habe bis Ende 2013 Veterin�rmedizin an der Universit�t D.________ studiert. Danach habe sie anfangs 2014 neu ein Biologiestudium begonnen, das sie seitdem weiterf�hre. Die Beschwerdegegnerin verf�ge noch �ber keine ordentliche Erstausbildung. Das weitere Bestehen der Unterhaltspflicht h�nge davon ab, ob der Ausbildungswechsel ohne Verschulden oder mutwillig erfolgt sei. Die Beschwerdegegnerin lege glaubhaft dar, dass sie die Verantwortung f�r zahlreiche Tiere in einem Praktikumseinsatz �berforderte, was auf einen unverschuldeten Ausbildungswechsel hindeute. Der Studienabbruch sei nach neun Semestern aber sehr sp�t erfolgt. Der bisherige Studienverlauf weise darauf hin, dass sie sich f�r das neue Studium eigne. Sie erziele im neuen Studium deutlich bessere Pr�fungsergebnisse als zuvor. Es erscheine dargetan, dass sie mit dem n�tigen Eifer studiere. Ihre Pl�ne f�r die weiteren Kurse seien nachvollziehbar. Mit Blick auf die Angemessenheit und Ernsthaftigkeit der Ausbildung sei es dem Beschwerdef�hrer zuzumuten, seiner Tochter Gelegenheit f�r eine nach den Umst�nden m�gliche Ausbildung zu geben. Dem Einwand des Beschwerdef�hrers, dass eine Lehre den F�higkeiten der Beschwerdegegnerin besser entspreche, stehe entgegen, dass sie sich mit dem Mittelschulabschluss f�r ein Studium qualifiziert habe. Dem Kind komme eine erhebliche Gestaltungsfreiheit hinsichtlich des Berufswunsches und der dazu f�hrenden Ausbildung zu. Auch ehrgeizige Ausbildungsziele seien angemessen, wenn sie realistisch erscheinen. Dass die Beschwerdegegnerin einen Studienberater konsultiert habe, biete zwar keine Gewissheit f�r eine geeignete Studienwahl, doch zeige es, dass sie ihr neues Studium nicht leichthin oder mutwillig gew�hlt habe. Sie habe das Biologiestudium zudem schon fr�her als Alternative zum Studium der Veterin�rmedizin gesehen. F�r ihre Eignung zum Biologiestudium habe sie mit den bisherigen Ergebnissen den Tatbeweis erbracht.
2.3.�Nach den Feststellungen des Kantonsgerichts lebt der Beschwerdef�hrer schliesslich in guten wirtschaftlichen Verh�ltnissen, so dass ihm auch insoweit die Unterhaltspflicht zumutbar sei. Er habe zwar eventualiter beantragt, die Unterhaltsleistungen der neuen Ausbildung anzupassen, doch habe er seinen Antrag nicht beziffert. Er begr�nde zudem nicht, inwiefern sich die Studienkosten reduziert h�tten oder der Beschwerdegegnerin eine Eigenleistung zumutbar sei. Mit Blick auf die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdegegnerin sei ihr ein namhafter Eigenverdienst kaum zuzumuten. Vielmehr solle sie sich ohne zus�tzlichen Druck auf ihr Studium konzentrieren d�rfen und dieses so gut und rasch wie m�glich abschliessen.
Der Beschwerdef�hrer macht vor Bundesgericht geltend, das angefochtene Urteil verstosse gegen die Offizialmaxime (gemeint ist der Untersuchungsgrundsatz) und gegen den Grundsatz, dass bei einer Ab�nderungsklage die Situation im Zeitpunkt des abzu�ndernden Urteils als gegeben anzunehmen ist und nur die �nderungen ber�cksichtigt werden d�rfen. In der Sache richten sich seine R�gen jedoch im Wesentlichen gegen die Beweisw�rdigung des Kantonsgerichts, die vom Bundesgericht nur auf Willk�r (Art. 9 BV) hin �berpr�ft wird (oben E. 1).
3.1.�Die Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweisw�rdigung erweist sich als willk�rlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat. Dass die von Sachgerichten gezogenen Schl�sse nicht mit der eigenen Darstellung des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen, belegt keine Willk�r (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 129 I 173 E. 3.1 S. 178; je mit Hinweisen).
3.2.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert zun�chst die Erw�gungen des Kantonsgerichts zum Kontakt zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin. Die "Unzumutbarkeit" (gemeint offenbar: die Gr�nde, die den bloss minimalen Kontakt der Tochter zum Vater rechtfertigen) sei nicht bewiesen. Der Beschwerdef�hrer wirft dem Kantonsgericht vor, sich nicht darum gek�mmert zu haben, welcher Art der Kontakt zwischen den Parteien sei. Es ist jedoch nicht ersichtlich, wie er dies aus der zitierten Urteilspassage ("Seither scheint bestenfalls ein minimaler pers�nlicher Kontakt zwischen den Parteien zu bestehen") herleitet, denn das Kantonsgericht hat danach ausf�hrlich die Art des minimalen Kontakts geschildert (vgl. oben E. 2.1, 2. Absatz). Der Beschwerdef�hrer behauptet sodann, im Jahre 2010 sei die Beschwerdegegnerin an einer Besprechung in der Kanzlei ihres Anwalts und an der Gerichtsverhandlung �ber die Unterhaltsbeitr�ge anwesend gewesen. Diese Behauptung ist unbelegt und damit appellatorisch. Soweit er aus ihr ableiten m�chte, im Zeitpunkt des ersten Unterhaltsurteils aus dem Jahre 2010 habe noch Kontakt zwischen den Parteien bestanden und dieser habe sich erst sp�ter verschlechtert, ist �berdies festzuhalten, dass der Kontakt im Rahmen eines Gerichtsverfahrens weitgehend durch die Umst�nde aufgezwungen und f�r die Qualit�t der pers�nlichen Beziehung kaum von Belang ist. Der Beschwerdef�hrer sieht sodann die Ursache f�r den ersten Prozess um die H�he des Vollj�hrigenunterhalts im Verhalten der Beschwerdegegnerin. Die entsprechenden Sachverhaltsbehauptungen finden im angefochtenen Urteil keine St�tze. Darauf ist nicht einzugehen. Auch die Ursache des vorliegenden Prozesses sieht er im Verhalten der Beschwerdegegnerin, n�mlich darin, dass sie sich weigere, vollst�ndig �ber ihre Studienfortschritte Auskunft zu geben. Er habe entgegen den Ausf�hrungen des Kantonsgerichts die Zahlungseinstellungen nie mit den schlechten Studienergebnissen seiner Tochter begr�ndet, sondern immer nur mit der Verweigerung des Kontakts und der ihm zustehenden Information. Die R�ge st�sst ins Leere, denn das Kantonsgericht hat diese Begr�ndung f�r die Zahlungseinstellung aufgenommen und gew�rdigt (vgl. oben E. 2.1, 4. Absatz). Es trifft zwar zu, dass das Kantonsgericht auch ausf�hrt, er habe unzureichende Studienleistungen zum Anlass genommen, seine Unterhaltsleistungen in Frage zu stellen. Eine Auseinandersetzung mit den Dokumenten, auf die sich das Kantonsgericht in diesem Zusammenhang st�tzt, erfolgt allerdings nicht (bekl. act. 4-10). Insoweit fehlt auch seiner Kritik an der Folgerung des Kantonsgerichts die Grundlage, wonach er Meldungen �ber die Studienleistungen wahrscheinlich gegen die Beschwerdegegnerin verwenden werde. Sodann bezeichnet er die kantonsgerichtliche Feststellung als "v�llig aus der Luft gegriffen und willk�rlich", aus dem Arztzeugnis ergebe sich, wie sehr die Beschwerdegegnerin unter der famili�ren Situation gelitten habe und immer noch leide. Eine Auseinandersetzung mit den Akten, auf die sich das Kantonsgericht st�tzt (FO/2.2; FO/12, Beilagen, bekl. act. 28), fehlt. Ebenfalls nicht nachvollziehbar sind die Einw�nde gegen die Ausf�hrungen des Kantonsgerichts zu den psychologischen Hintergr�nden der Kontaktverweigerung. Wieso das Kantonsgericht nach Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht in der Lage sein soll, psychologische Erkenntnisse wiederzugeben und zu w�rdigen, erschliesst sich nicht. Rein appellatorisch und unbelegt ist die Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe keine Anzeichen einer Essst�rung gezeigt und es handle sich um ein von der Mutter der Beschwerdegegnerin in die Welt gesetztes Ger�cht, das das Sozialamt ohne weiteres als unzutreffend abgetan habe. Ebenso unbelegt sind die Behauptungen, die Psychiaterin habe sich sp�ter beim Beschwerdef�hrer daf�r entschuldigt, dass sie ungepr�fte Behauptungen in ihren Bericht aufgenommen habe. Des Weiteren stellt keine gen�gende Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erw�gungen dar, wenn der Bericht der Psychiaterin bloss als "extrem summarisch und im Ergebnis nicht �berpr�fbar" dargestellt wird, abgesehen davon, dass das Kantonsgericht keinen Bericht einer Psychiaterin erw�hnt, sondern von Psychotherapeutinnen.
Die R�gen im Zusammenhang mit den vorinstanzlichen Feststellungen �ber den Kontakt zwischen Beschwerdef�hrer und Beschwerdegegnerin erweisen sich damit als unzul�ssig. Angesichts der ausf�hrlichen W�rdigung durch das Kantonsgericht (oben E. 2.1) trifft auch der Vorwurf des Beschwerdef�hrers nicht zu, dass das Kantonsgericht zu wenig abgekl�rt habe, welcher Kontakt zum Beschwerdef�hrer der Beschwerdegegnerin zugemutet werden k�nne, was der Grund der Verweigerung sei und ob diese berechtigt erscheine.
3.3.�Der Beschwerdef�hrer �ussert sich sodann zur Eignung der Beschwerdegegnerin f�r das neu begonnene Studium. Das Biologiestudium habe schlechte Berufsaussichten, vor allem f�r Studienabg�nger mit mittelm�ssigen Noten. Es m�sse von der Beschwerdegegnerin deshalb zumindest erwartet werden, dass sie eine Vorstellung habe, was sie mit dem Biologiestudium anfangen wolle und wie sie ihre zuk�nftige Karriere sehe. Dies habe sie nicht dargelegt. Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers stellt dies jedoch keinen entscheidenden Gesichtspunkt dar, selbst wenn die Berufsaussichten als Biologe derzeit nicht ganz einfach sein sollten. Zun�chst ist es spekulativ, Aussagen �ber die k�nftigen Besch�ftigungsm�glichkeiten nach Abschluss des Studiums zu treffen. Dass die Beschwerdegegnerin nur mittelm�ssige Noten erziele, hat die Vorinstanz sodann nicht festgestellt und diesbez�glich fehlt eine gen�gende Sachverhaltsr�ge. Dasselbe gilt f�r die Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe zum gr�ssten Teil Pr�fungswiederholungen abgelegt. Im �brigen deutet das Erzielen mittelm�ssiger Pr�fungsleistungen noch nicht ohne weiteres darauf hin, dass sie f�r das Studium nicht geeignet w�re. Bereits nach den Gesetzen der Statistik kann es nicht nur Spitzenstudenten geben. Schliesslich gilt f�r zahlreiche Studieng�nge, dass eine Stelle im Fachbereich selber mitunter schwer zu finden ist und das Studium als Sprungbrett in mehr oder weniger fachfremde Bereiche dient. Dies �ndert nichts an der Angemessenheit eines Studiums als Erstausbildung, wenn die entsprechenden F�higkeiten und Interessen vorhanden sind, denn die erworbenen allgemeinen Kenntnisse akademischen Arbeitens k�nnen in zahlreichen Bereichen - auch ausserhalb des Gegenstands des Studiums - in eine Erwerbst�tigkeit umgesetzt werden. Der Beschwerdef�hrer bringt ausserdem allgemein zum Ausdruck, er vertraue dem Urteil seiner Tochter bei der Studienwahl nicht mehr blind, zumal sie fr�her Veterin�rin als Traumberuf bezeichnet habe, den Anforderungen aber nicht gewachsen gewesen sei. Er �bergeht dabei, dass die Leistungen im Biologiestudium besser sind als in Veterin�rmedizin und sie Biologie bereits fr�her als Alternative zur Veterin�rmedizin gesehen hat. Letzteres anerkennt er sogar, doch steht dies entgegen seiner Ansicht nicht mit der vorinstanzlichen Feststellung in Widerspruch, dass der Studiengangswechsel nach einem Gespr�ch mit einem Studienberater und folglich nicht mutwillig erfolgt ist. Auch wenn man sich schon lange f�r ein Fachgebiet interessiert, kann das Aufsuchen eines Studienberaters dabei helfen, sich auf gefestigter Grundlage f�r das eine oder andere Studium zu entscheiden. Als willk�rlich erachtet der Beschwerdef�hrer die kantonsgerichtliche Einsch�tzung, dass die Beschwerdegegnerin ihre Ausbildung mit dem ben�tigten Eifer anstrebe. Er erkl�rt nicht, wie er diesen "Eifer" anders abkl�ren will als anhand seiner �usseren Ergebnisse, n�mlich den Pr�fungsresultaten, auf die sich das Kantonsgericht f�r seine Einsch�tzung st�tzt (FO/12, Beilagen, bekl. act. 27; FO/16, Beilagen, bekl. act. 30).
Ausserdem macht der Beschwerdef�hrer geltend, die Offizialmaxime (genauer: der Untersuchungsgrundsatz) h�tte geboten, den gesamten akademischen Leistungsausweis der Beschwerdegegnerin anzufordern. Daraus w�re hervorgegangen, dass sie bereits im Juni 2013 keine Chance mehr gehabt habe, das Veterin�rmedizinstudium innerhalb der Regelstudienzeit zu beenden. Sodann habe sie sich im August 2013 in psychiatrische Behandlung begeben.
Die Relevanz dieser Behauptungen f�r die vorliegend sich stellenden Fragen erschliesst sich nicht. Der Beschwerdef�hrer verf�gt sodann offenbar �ber den gesamten akademischen Leistungsausweis der Beschwerdegegnerin, da er damit die soeben wiedergegebenen Behauptungen begr�ndet. Er h�tte den Leistungsausweis somit selber dem Gericht vorlegen k�nnen.
3.4.�Der Beschwerdef�hrer wirft dem Kantonsgericht schliesslich vor, es habe in Verletzung der Offizialmaxime nicht abgekl�rt, ob die Beschwerdegegnerin einer Erwerbst�tigkeit nachgehen k�nne. Mit keinem Wort setzt er sich mit den entsprechenden kantonsgerichtlichen Erw�gungen auseinander (oben E. 2.3). Darauf ist nicht einzutreten.
3.5.�Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit auf sie �berhaupt eingetreten werden kann.