Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=10.11.1998&Aktenzeichen=1%20BvR%201531/96
Timestamp: 2019-05-26 04:26:49
Document Index: 163525439

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art 2', 'Art 1', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', 'Art 5']

BVerfG, 10.11.1998 - 1 BvR 1531/96 - dejure.org
https://dejure.org/1998,19
BVerfG, 10.11.1998 - 1 BvR 1531/96 (https://dejure.org/1998,19)
BVerfG, Entscheidung vom 10.11.1998 - 1 BvR 1531/96 (https://dejure.org/1998,19)
BVerfG, Entscheidung vom 10. November 1998 - 1 BvR 1531/96 (https://dejure.org/1998,19)
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Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG, Allgemeines Persönlichkeitsrecht
Verletzung von GG Art 2 Abs 1 iVm Art 1 Abs 1 durch Abweisung des Unterlassungsbegehrens hinsichtlich rufschädigender Äußerungen - Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts auch gegenüber Zuschreibungen von Gruppenmitgliedschaften
Allgemeines Persönlichkeitsrecht - Schutzbereich - Fälschlich zugeschriebene Mitgliedschaft - Unwahrheit - Tatsachenbehauptung - Gerichtliches Verfahren
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde im Zusammenhang mit dem Anspruch auf Unterlassung rufschädigender Äußerungen
Persönlichkeitsrecht; Anspruch auf Unterlassung rufschädigender Äußerungen
BVerfGE 99, 185
NJW 1999, 1322
ZUM 1999, 236
afp 1999, 57
So müssen wahre Tatsachenbehauptungen in der Regel hingenommen werden, unwahre dagegen nicht (vgl. BVerfGE 99, 185 ).
aa) Geht es um Tatsachenbehauptungen, die, soweit sie Dritten zur Meinungsbildung dienen können, grundsätzlich vom Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG erfasst sind (…Senatsurteile vom 22. November 2011 - VI ZR 26/11, AfP 2012, 53 Rn. 14 - Die INKA Story;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, AfP 2009, 137 Rn. 11;… vom 22. April 2008 - VI ZR 83/07, BGHZ 176, 175 Rn. 16; BVerfGE 99, 185, 197; jeweils mwN), hängt die Abwägung maßgeblich von ihrem Wahrheitsgehalt ab (…BVerfG, AfP 2009, 480 Rn. 62).
Der gebotene Ausgleich zwischen den Anforderungen der Meinungsfreiheit und den Belangen des Persönlichkeitsschutzes wird dann aber dadurch hergestellt, dass demjenigen, der nachteilige Tatsachenbehauptungen über andere aufstellt, Pflichten zur sorgfältigen Recherche über den Wahrheitsgehalt auferlegt werden, die sich im Einzelnen nach den Aufklärungsmöglichkeiten richten und etwa für Medien strenger sind als für Privatleute (BVerfGE 99, 185, 197 f.;… BVerfG, AfP 2009, 480 Rn. 62 mwN;… Senatsurteile vom 20. November 2007 - VI ZR 144/07, VersR 2008, 1081 Rn. 12;… vom 18. November 2014 - VI ZR 76/14, BGHZ 203, 239 Rn. 15 mwN - Chefjustiziar ).
Es wird nach Art. 2 Abs. 1 GG durch die verfassungsmäßige Ordnung und die Rechte anderer beschränkt (vgl. BVerfGE 99, 185 ).
VG Arnsberg, 16.09.2008 - 12 L 597/08
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Unwahre Tatsachenbehauptungen sind nicht vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt
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