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Timestamp: 2016-10-22 08:57:17
Document Index: 382228212

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 19']

8C_346/2010 (21.07.2010)
8C_346/2010
vom 8. M�rz 2010.
Die 1976 geborene U.________ arbeitet als Produktionsmitarbeiterin bei der Firma X._______ und ist bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 28. Dezember 2006 verursachte sie einen Verkehrsunfall mit Front- und Seitenaufprall. Dabei zog sie sich eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) zu. Eine Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit bestand nicht. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen, stellte diese aber mit Verf�gung vom 11. M�rz 2008 wegen fehlender ad�quat kausaler Unfallfolgen ein. Die erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 23. Juni 2008 abgewiesen.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 8. M�rz 2010 ab.
Mit Beschwerde l�sst U.________ die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und weiterhin die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen beantragen. Eventualiter seien die Akten an die SUVA zur weiteren Abkl�rung zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder der Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend
gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Unter Ber�cksichtigung der f�r Beschwerden bestehenden allgemeinen Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) pr�ft es indessen grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese letztinstanzlich nicht mehr aufgegriffen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Streitig und zu pr�fen ist, ob zum Verf�gungszeitpunkt am 11. M�rz 2008 noch von einer namhaften Besserung der Beschwerden ausgegangen werden konnte. Unbestritten sind hingegen die fehlenden organisch objektivierbaren Befunde als Folgen des Unfalls vom 28. Dezember 2006 sowie die Einzelheiten der von der Vorinstanz vorgenommenen Ad�quanzpr�fung.
2.1 Der Unfallversicherer hat den Fall (unter Einstellung der vor�bergehenden Leistungen Heilbehandlung und Taggeld sowie mit Pr�fung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und allenfalls auf eine Integrit�tsentsch�digung) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG).
2.2 Entgegen der Annahme der Beschwerdef�hrerin muss eine namhafte Besserung nicht nur m�glich, sondern nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad �berwiegend wahrscheinlich sein. Diese Voraussetzung ist erf�llt, wenn und solange die Behandlung nicht nur eine weit entfernte M�glichkeit der namhaften Besserung erwarten l�sst (Urteil U 252/01 vom 17. Juni 2002 E. 3a mit Hinweis auf Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 274). Zwar gab Dr. med. A.________, Chefarzt der chirurgischen Abteilung des Spitals Y.________, im Einspracheverfahren auf Nachfrage dem Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin mit Schreiben vom 24. April 2008 an, die Beschwerden seien mittels regelm�ssiger Physiotherapie "noch besserungsf�hig". Nicht ersichtlich ist allerdings,
inwiefern mit Physiotherapie eine namhafte Besserung noch h�tte bewirkt werden k�nnen. Zum Zeitpunkt des Berichts von Dr. med. A.________ am 24. April 2008 befand sich die Beschwerdef�hrerin bereits seit �ber zwei Jahren in physiotherapeutischer Behandlung ohne entsprechende Besserung. Nicht schl�ssig sind sodann die Angaben von Dr. med. A.________, wonach eine deutliche Muskelschw�che der ganzen Halsmuskulatur und des Schulterg�rtels bestehe, welche vermutlich auf eine anf�ngliche Schonhaltung zur�ckzuf�hren sei. Eine entsprechende Schonhaltung bestand aufgrund der Akten nicht. Im Gegenteil ging die Beschwerdef�hrerin direkt nach dem Unfallereignis wieder zu 100 % ihrer k�rperlichen T�tigkeit in der Produktion der Firma X.________ nach und absolvierte von Beginn weg Physiotherapie. Bei einer anf�nglichen Schonhaltung w�re zudem ein Auftreten der Muskelschw�che erst �ber zwei Jahre nach dem Unfallereignis nicht nachvollziehbar. Aus der H�ufigkeit der angegebenen Arztbesuche, welche ab dem Unfallereignis bis Juli 2009 ca. einmal monatlich stattgefunden haben, kann schliesslich nichts zu einer namhaften Besserungsf�higkeit im M�rz 2008 gefolgert werden. Dr. med. B.________, Facharzt f�r Neurologie, empfahl hingegen bereits im Bericht vom 7. Juni 2007, auf weitere Physiotherapie zu verzichten, da diese keinen Wirkungsnachweis ergeben habe. Aufgrund der Befunde und des Beschwerdeverlaufs konnte zum Zeitpunkt des Fallabschlusses am 11. M�rz 2008 daher nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit noch von einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden. In �bereinstimmung mit der Schlussfolgerung der Vorinstanz erfolgte der Fallabschluss damit zu Recht. Dies f�hrt zur Abweisung der Beschwerde.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt f�r Gesundheit schriftlich mitgeteilt.