Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2007/07'4'05.htm
Timestamp: 2018-01-23 09:47:52
Document Index: 7007560

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 77', '§ 2', '§ 10', '§ 14', '§ 3', '§ 7', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 20']

17. Jahrgang, Nr. 4 vom 13. März 2007, S. 7
Studien- und Prüfungsordnung für die Studienprogramme Judaistik/Jüdische Studien
im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang (60 und 90 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für die Studienprogramme Judaistik/Jüdische Studien (60 und 90 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang beschlossen.
§ 2 Ziele des Studienprogramms 2 2 2
§ 10 Abschlussbezeichnung (nur 90 LP) 4
§ 14 Bachelor-Arbeit (90 LP) 6
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau der Studienprogramme Judaistik/Jüdische Studien (60 und 90 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang.
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2006/2007 das Studium der Judaistik/Jüdische Studien im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Ein Ziel des Studienprogramms ist es, die Studierenden mit den grundlegenden sprachlichen Kenntnissen auszustatten, welche für die Beschäftigung mit jüdischer Kultur und Geschichte notwendig sind. Im BA 60 werden (im Unterschied zum BA 90) nicht alle Sprachstufen des Hebräischen, sondern lediglich das Biblische und Moderne Hebräisch vermittelt.
Des Weiteren erhalten die Studierenden eine allgemeine Einführung in die jüdische Geschichte und Kultur, auf welche sie in den Wahlpflichtmodulen aufbauen und ihre Kenntnisse spezifizieren bzw. vertiefen können. Sie sollen am Ende des Studiums in der Lage sein, historische und moderne Quellentexte selbständig zu übersetzen, zu analysieren und zu kontextualisieren. Fragestellungen des Fachs können von den Absolventinnen und Absolventen aufgrund des erarbeiteten Überblickswissens, des eingeübten Umgangs mit Forschungs-Ressourcen und Quellen bearbeitet werden.
(2) Das Studienprogramm bietet durch Kombination mit einem relevanten größeren Fach, die Möglichkeit, folgende Tätigkeiten anzustreben: wissenschaftliche Bibliotheksarbeit (z.B. in Handschriftenabteilungen oder Spezialsammlungen), Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. wissenschaftlicher Mitarbeiter an Museen, Forschungsinstituten, der Universität, journalistische bzw. publizistische Arbeit, Verlagstätigkeit usw.
(3) Ein Ziel des Studienprogramms ist es, die Studierenden mit umfassenden sprachlichen Kenntnissen auszustatten, welche für die Beschäftigung mit jüdischer Kultur und Geschichte notwendig sind. Das heißt, es werden alle Sprachstufen des Hebräischen vermittelt, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Biblischen und dem Modernen Hebräisch. Hinzu kommt eine zweite für das Fach relevante Sprache.
(4) Das Studienprogramm bietet durch Kombination mit relevanten Fächern, bzw. nach Absolvierung entsprechender anderer Ausbildungsformen (z.B. durch Museumspraktika oder Bibliothekarsausbildung) die Möglichkeit, folgende Tätigkeiten anzustreben: wissenschaftliche Bibliotheksarbeit (z.B. in Handschriftenabteilungen oder Spezialsammlungen), Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. wissenschaftlicher Mitarbeiter an Museen, Forschungsinstituten, der Universität, journalistische bzw. publizistische Arbeit, Verlagstätigkeit usw.
(2) Die studienbegleitende Fachberatung ist obligatorisch und erfolgt durch die Lehrenden des Seminars für Jüdische Studien.
(1) Kenntnisse des Englischen auf Abiturniveau (mindestens Grundkurs) sind erforderlich. Eine zweite moderne Fremdsprache ist erwünscht, aber nicht zulassungsrelevant.
(2) In die Studienprogramme Judaistik/Jüdische Studien können unter Anrechnung ihrer bis dahin erbrachten Studienleistungen alle Studierenden übertreten, die das Magister-Studium der Judaistik/Jüdischen Studien zum Wintersemester 2005/2006 begonnen haben. Dabei können Hauptfach-Studierende in das 90er Studienprogramm, Nebenfach-Studierende in das 60er Studienprogramm wechseln (§ 3 Abs. 3 ABStPOBM).
(1) Es gilt die freie Kombinierbarkeit gemäß § 7 Abs. 3 der ABStPOBM.
(2) Für diejenigen Studierenden, welche im BA 90 einen Studiengang mit einer zweiten, für das Fach relevanten Sprache studieren, kann das Modul SK-2 (Zweite für das Fach relevante Sprache) durch ein anderes Modul im Wert von 5 LP ersetzt werden. Darüber entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss.
(1) Für den Aufbau der Studienprogramme, Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Modulvorleistungen, Teilnahmevoraussetzungen, sowie Formen der Modulleistung/en bzw. Modulteilleistungen siehe die Anlage „Studienprogrammübersicht“ zu dieser Ordnung bzw. die Modulhandbücher.
(2) Im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikation werden Module aus folgenden Bereichen empfohlen: Klassische und Moderne Fremdsprachen, Vortragsgestaltung/Präsentation, Umgang mit modernen Medien (Powerpoint, Datenbankerstellung, Programmierung etc.), Sprecherziehung, wissenschaftliches Schreiben. Im Zweifelsfall bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars für Jüdische Studien ein beratendes Gespräch an.
c. Proseminare dienen dazu, die Studierenden mit den fachspezifischen Aufgabenstellungen sowie mit Hilfsmitteln und der wissenschaftlichen Methodik des Faches vertraut zu machen. Des Weiteren dienen ausgewiesene Proseminare der Vermittlung der Sprachstufen des Hebräischen;
e. Sprachkurse: dienen der gezielten aktiven und/oder passiven Vermittlung einer Sprache;
f. Lektürekurse: dienen dazu, Texte aus einer der für das Fach relevanten Sprachen zu übersetzen, gegebenenfalls deren Grammatik zu analysieren und/oder sie inhaltlich zu kontextualisieren;
g. Konversationskurse: dienen in erster Linie der Vertiefung der aktiven Sprachbeherrschung der für das Fach relevanten Sprachen;
h. Tutorien: begleiten Vorlesungen und Seminare und vertiefen behandelte Stoffgebiete oder fachwissenschaftliche Fragestellungen in Arbeitsgruppen unter studentischer Anleitung;
Abschlussbezeichnung (nur 90 LP)
b. Referat: ein Referat kann, je nach Vorgabe der Dozentin bzw. des Dozenten, eine Zeitspanne von 10 Minuten bis zu einer Stunde einnehmen. Das Thema wird entweder von der Seminarleiterin bzw. vom Seminarleiter gestellt oder in Absprache mit den Studierenden festgelegt;
c. Referatsarbeit: eine im Anschluss an einen mündlichen Vortrag schriftlich fixierte Arbeit von maximal 30.000 Textzeichen / maximal 7 Seiten;
d. Hausarbeit: eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit von maximal 60.000 Textzeichen / ca. 15 Seiten;
f. Praktikumsbericht: eine Tätigkeitsbeschreibung zur Vorlage beim Studien- und Prüfungsausschuss von maximal 30.000 Textzeichen / ca. 7 Seiten;
g. Stundenprotokoll: eine inhaltliche Zusammenfassung von ca. 2 Seiten;
h. Thesenpapier: eine stundenvorbereitende schriftliche Arbeit von maximal 3 Seiten;
i. Informationsreferat: auf Exkursionen vor Ort vorzutragende schriftliche Arbeit von maximal 3 Seiten;
(2) Gemäß §§ 14 Abs. 8 und 20 Abs. 13 ABStPOBM wird in allen Modulen mit Ausnahme der Bachelor-Arbeit die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen. Die Bachelor-Arbeit kann nur einmal wiederholt werden.
(3) Die Anmeldung zu den Modulen gemäß § 15 Abs. 1 ABStPOBM entspricht der Anmeldung zur Modulleistung, sobald die technischen Möglichkeiten dies zulassen. Die Anmeldung erfolgt im zuständigen Prüfungsamt oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem. Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der Studienprogrammübersicht in Verbindung mit den Modulbeschreibungen.
(1) Für das Studienprogramm Judaistik/Jüdische Studien wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern der Fakultät ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM), der vom Fakultätsrat zu bestätigen ist.
Bachelor-Arbeit (90 LP)
(2) Im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang wird die Bachelor-Arbeit in einem der beiden Studienprogramme geschrieben. Wird die Bachelor-Arbeit nicht in diesem, sondern in dem anderen Studienprogramm des Zwei-Fach-Bachelor-Studiengangs geschrieben, dann ist an Stelle der Bachelor-Arbeit das „Ersatzmodul für Abschlussarbeit“ zu belegen. Dieses Modul sollte, in Absprache mit der Fachstudienberaterin bzw. dem Fachstudienberater, aus den Fächern bzw. Fachgebieten Altes Testament, Bibelkunde, Ethnologie, Soziologie, Geschichte, etc. belegt werden (z.B. die Module „Geschichte und Theorie der Ethnologien“, „Gesellschaften und Kulturen im Vergleich“, „Systematische Ethnologien“ etc.).
(3) Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll nicht mehr als 35 Seiten betragen.
(4) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird nur, wer mindestens 60 LP im Studienprogramm erworben hat.
(5) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird zu Beginn des sechsten Semesters über den Studien- und Prüfungssausschuss ausgegeben und von einer bzw. einem durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. Prüfer betreut (§ 20 Abs. 7 ABStPOBM).
Studienprogramm Judaistik 60 Leistungspunkte
(alle obligatorisch)
(Bezogen auf Modul gesamt), Kontaktstudium (Veranstaltungsdauer in SWS)
SK-1 Biblisches Hebräisch
Sprachkurs 180 h / 8 SWS
(G=300h)
BM Religion und Kultur des Judentums
Proseminar 60h / 2 SWS
Vorlesung 30h / 2 SWS
Hausarbeit 60h / -
210h / 6 SWS (G=300h)
Hebräisch in Geschichte und Gegenwart (HGG) 1
Sprachkurs Modernes Hebräisch I
90h / 4 SWS
180h / 8 SWS (G=300)
(SK-1)
Hebräisch in Geschichte und Gegenwart (HGG) 2
Lektüre oder Konversation 30h / 2SWS
PS 60h / 2 SWS
90 SWS / 4 SWS (G=150h)
(SK-1, HGG-1)
BM Jüdische Geschichte
90h / 4 SWS (G=150h)
VM-2 Geschichte des Judentums in der Diaspora
2 Hauptseminare à 2 SWS 140h / 4 SWS
Hausarbeit 100h /-
240h / 4 SWS (G=300h)
VM-1 Jüdische Literatur
Gewichtung der einzelnen Module in der Gesamtnote:
SK-1 Klassisches Hebräisch (10 LP)
BM Jüdische Geschichte (5 LP)
Hebräisch in Geschichte und Gegenwart 1 (10 LP)
Hebräisch in Geschichte und Gegenwart 2 (5 LP)
VM-1 Jüdische Literatur (10 LP)
VM-2 Geschichte des Judentums in der Diaspora (10 LP)
[Abschlussarbeit (10 LP)
10/60]
Studienprogramm Judaistik 90 Leistungspunkte
(Proseminar-Einführung Studientechniken 30h / 2 SWS)
(Proseminar 60h / 2 SWS)
90h / 4 SWS (Gesamt =150h)
Proseminar (Einführung Studientechniken) 30h / 2 SWS
Hausarbeit 90h / -
Sprachkurs Modernes Hebräisch I 90h / 4 SWS
Sprachkurs Modernes Hebräisch II 90h / 4 SWS
1 Hauptseminar 70h / 2 SWS
Modul SK-2: Zweite für das Fach relevante Sprache
Sprachkurs: Zweite Sprache 1
45h / 2 SWS
Sprachkurs: Zweite Sprache 2 45h / 2 SWS
Lektüre oder Konversation 30h /
90 h / 4 SWS (G=150h)
(SK-1/HGG-1)
2 Hauptseminare à 2 SWS
140h / 4 SWS
Hausarbeit 100h / -
Jüdische Geschichte)
BM Landeskunde
5. Semester1
Selbststudium 300 h
1 Bei diesem Modulangebot handelt es sich um einen Import aus der Theologie. Die dortigen BA-Pläne stehen zur Zeit noch nicht zur Verfügung.
SK-1 Biblisches Hebräisch (10 LP)
Hebräisch in Geschichte und Gegenwart (HGG) 1 (10 LP)
Hebräisch in Geschichte und Gegenwart (HGG) 2 (5 LP)
Übersicht Judaistik BA 60
SK 1 – Biblisches Hebräisch
BM – Religion und Kultur des Judentums
BM – Jüdische Geschichte
VM 1 – Jüdische Literatur
VM 2 – Geschichte des Judentums in der Diaspora
Übersicht Judaistik BA 90
SK 1-Biblisches Hebräisch
Abschlussarbeit oder Ersatzmodul