Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=EWiR%202005,%20529
Timestamp: 2019-04-26 01:05:11
Document Index: 368237984

Matched Legal Cases: ['§ 817', '§ 23', '§ 138', '§ 6', '§ 23', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

§§ 817 Satz 2, 138 Abs. 1 BGB; § 23 Abs. 1b StVO
Zur Sittenwidrigkeit eines Kaufvertrages; Kauf eines Radarwarngerätes
Zur Sittenwidrigkeit eines Kaufvertrages über den Erwerb eines Radarwarngeräts
Verkehrsrecht - Sittenwidrigkeit eines Kaufvertrags über den Erwerb eines Radarwarngeräts
BGB §§ 138, 812, 817 Satz 2; StVG § 6; StVO §§ 23, 49
Sittenwidrigkeit des Kaufs eines Radarwarngeräts
JR 2006, 123
EWiR 2005, 529 (Ls.)
Vielmehr fällt bei dem nichtigen Kaufvertrag über das Radarwarngerät, wie unter 3 a ausgeführt, beiden Parteien - auch der Beklagten - ein Verstoß gegen die guten Sitten zur Last (vgl. Senatsurteil vom 23. Februar 2005, aaO, unter II 2).
Die Sittenwidrigkeit kann sich auch aus den Begleitumständen des Geschäfts, insbesondere den zu Grunde liegenden Motiven und den verfolgten Zwecken ergeben (BGH, Urteil vom 23. Februar 2005 - VIII ZR 129/04 - NJW 2005, 1490 f., juris Rn. 7 m. w. N.).
b) Die Vorschrift schließt die Rückforderung hierbei grundsätzlich nur bei einem bewussten Gesetzes- oder Sittenverstoß aus (BGH…, Urteil vom 9. Oktober 1991 - VIII ZR 19/91, NJW 1992, 310 unter II 1 [juris Rn. 21]); dem steht es gleich, dass sich der Leistende einer Einsicht in die Sittenwidrigkeit seines Handelns leichtfertig verschließt (BGH, Urteil vom 23. Februar 2005 - VIII ZR 129/04, NJW 2005, 1490 unter II 2 a [juris Rn. 14]).
Dem steht es gleich, wenn er sich der Einsicht in das Verbotswidrige seines Handelns leichtfertig verschlossen hat (…BGH, Urt. v. 9. Oktober 1991 - VIII ZR 19/91, NJW 1992, 310, 311; v. 23. Februar 2005 - VIII ZR 129/04, NJW 2005, 1490, 1491;… v. 26. Januar 2006 - IX ZR 225/04, WM 2006, 830 Rn. 28).
Dem steht es gleich, wenn er sich der Einsicht in das Verbotswidrige seines Handelns leichtfertig verschlossen hat (…BGH, Urt. v. 9. Oktober 1991 - VIII ZR 19/91, NJW 1992, 310, 311; v. 23. Februar 2005 - VIII ZR 129/04, NJW 2005, 1490, 1491).
Sittenwidrig können nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch Geschäfte sein, durch die Dritte gefährdet oder geschädigt werden oder die im Falle einer Beteiligung der öffentlichen Hand in krassem Widerspruch zum Gemeinwohl stehen (Senatsurteil vom 23. Februar 2005 - VIII ZR 129/04, NJW 2005, 1490, unter II 1 a; Senatsurteil vom 6. Dezember 1989 - VIII ZR 310/88, NJW 1990, 567, 568, unter B I 1 a bb, insoweit in BGHZ 109, 314 nicht abgedruckt), sofern alle an dem Geschäft Beteiligten sittenwidrig handeln, das heißt die Tatsachen, die die Sittenwidrigkeit begründen, kennen oder sich zumindest ihrer Kenntnis grob fahrlässig verschließen (Senatsurteile vom 9. Oktober 1991 - VIII ZR 19/91, NJW 1992, 310, unter I 1 a, und vom 23. Februar 2005 aaO; BGH, Urteil vom 15. März 1990 - III ZR 248/88, NJW-RR 1990, 750, unter 2, jeweils m.w.Nachw.).
Danach fordert der Ausschluss der Leistungskondiktion objektiv einen Gesetzesverstoß durch den Leistenden und subjektiv, dass dieser vorsätzlich dem Verbotsgesetz zuwider gehandelt oder sich der Einsicht in den Gesetzesverstoß leichtfertig verschlossen hat [BGH NJW 2005, 1490 - Rn. 14].
OLG Karlsruhe, 03.05.2005 - 12 U 373/04
Ungerechtfertigte Bereicherung: Rückforderung der für eine nichtexistierende …