Source: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Cmg/Fragment_100_22
Timestamp: 2017-03-30 06:49:10
Document Index: 170750975

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 2']

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Cmg/Fragment 100 22
Graf Isolan, Strafjurist, Klicken
Untersuchte Arbeit:Seite: 100, Zeilen: 22-29
Quelle: Schwarzenegger 2007Seite(n): 3, Zeilen: re. Sp. 12-33
Insbesondere Ludwig Minelli, Generalsekretär von Dignitas, ficht in verschiedenen Publikationen dafür, dass der Staat nicht nur den freiverantwortlichen Suizid tolerieren müsse, sondern dass aus der verfassungsrechtlich garantierten persönlichen Freiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) bzw. auch aus dem konventionalrechtlich gewährleisteten Schutz des Privatlebens (Art. 8 EMRK) eine Pflicht abzuleiten sei, die Ausübung dieses Freiheitsrechts faktisch nicht durch das Heilmittel- oder Betäubungsmittelrecht zu beschränken. Daraus leite sich ein Anspruch jedes Individuums – nicht nur des terminal Kranken – gegenüber dem Staat ab, den selbstverantwortlich beschlossenen Suizid [risiko- und schmerzfrei vornehmen zu können. Der Staat müsse deshalb dafür sorgen, dass ein Suizidwilliger Zugang zu Natrium-Pentobarbital erhält.331]
Insbesondere Ludwig A. Minelli ficht in verschiedenen Publikationen dafür [20], dass der Staat nicht nur den freiverantwortlichen Suizid tolerieren müsse, sondern dass aus der verfassungsrechtlich garantierten persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) bzw. auch aus dem konventionalrechtlich gewährleisteten Schutz des Privatlebens (Art. 8 EMRK) eine Pflicht abzuleiten sei, die Ausübung dieses Freiheitsrechts faktisch nicht durch das Heilmittel- oder Betäubungsmittelrecht zu verunmöglichen. Daraus leite sich ein Anspruch jedes Individuums – nicht nur des terminal oder sonst wie körperlich Schwerkranken – gegenüber dem Staat ab, den selbstverantwortlich beschlossenen Suizid risiko- und schmerzfrei vornehmen zu können. Der Staat müsse deshalb dafür sorgen, dass einem Suizidwilligen der Zugang zu Natrium-Pentobarbital ermöglicht werde, etwa indem gerichtlich festgehalten werde, dass ihm dieses von einem Apotheker über eine Suizidbegleitungsorganisation zur Verfügung zu stellen sei.
Der Beleg in der Absatzfußnote auf der Folgeseite weist zwar auf die Quelle hin, macht aber weder Umfang noch Intensität der Übernahme im Wortlaut und dem Sinn nach deutlich. Der Leser kann daraus nicht ableiten, dass hier im Wesentlichen die Vorlage Schwarzenegger wiedergegeben wird.
Der gesetzliche Bezugsrahmen wurde von schweizerischen ("Art. 10 Abs. 2 BV") auf deutsche Verhältnisse umgearbeitet ("Art. 2 Abs. 1 GG"). Ein Verweis auf Minelli findet sich in der Fn. nicht, obwohl gerade seine Ansicht ausweislich des ersten Satzes im Haupttext referiert werden soll.
(Graf Isolan), TaBi
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Schwarzenegger 2007