Source: https://www.ra-kotz.de/berliner_tabelle.htm
Timestamp: 2017-10-19 03:47:17
Document Index: 295909946

Matched Legal Cases: ['§ 1612', '§ 1612', '§ 645', '§ 1603', '§ 1615', '§ 20', '§ 1612']

Berliner Tabelle als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle (Stand: 01.07.2007) - RA Kotz
mit den Kindergeldabzugstabellen für das alte Bundesland und für das Beitrittsgebiet
alte Tabelle – 01.07.2005 – 30.06.2007
Die Prozentsätze Ost der Regelbeträge ab Gruppe b) sind gemäß § 1612 a Abs. 2 S. 1 BGB zu errechnen (z. B. 194 EUR : 186 EUR = 104,3 %). Die 135%-Grenze Ost für die Kindergeldanrechnung nach § 1612 b Abs. 5 BGB beträgt in den drei Altersstufen 252 EUR bzw. 306 EUR bzw. 361 EUR.
Die 150%-Grenze Ost für das vereinfachte Verfahren (§ 645 Abs. 1 ZPO) beläuft sich in den drei Altersstufen auf 279 EUR bzw. 339 EUR bzw. 401 EUR.
Das Kammergericht wendet nunmehr für alle im Elternhaushalt lebenden volljährigen Kinder, auch für die Schüler im Sinne von § 1603 Abs. 2 S 2 BGB, die 4. Altersstufe an. Die Bedarfbeträge der Gruppen a) und b) sowie 1 bis 3 der 4. Altersstufe sind veranlasst durch das Urteil des BGB vom 17. Januar 2007 – XII ZR 166/04 – (FamRZ 2007, 542, 545) zur Sicherung des Existenzminimums für volljährige Kinder.
(12. bis 17.
der Regel-
wie Düsseldorfer Tabelle (aber ohne Bedarfskontrollbetrag)
Anmerkung zur Berliner Tabelle:
I. Der notwendige monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber minderjährigen Kindern und volljährigen Kindern bis zum 21. Geburtstag, solange die im Elternhaushalt leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden
1. wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist: 900 EUR
II. Der angemessene monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber anderen volljährigen Kindern: 1.100 EUR
III. Der angemessene monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber dem getrennt lebenden und dem geschiedenen Ehegatten, unabhängig davon, ob erwerbstätig oder nicht erwerbstätig: 1.000 EUR
IV. Der angemessene Bedarf (samt Warmmiete von 270 EUR und üblicher ausbildungsbedingter Aufwendungen, aber ohne Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und ohne Studiengebühren) eines volljährigen Kindes, welches nicht im Elternhaushalt wohnt, beträgt in der Regel monatlich: 640 EUR
V. Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gegen seinen Eltern und gegenüber Enkeln beträgt mindestens monatlich: 1.400 EUR
zuzüglich der Hälfte des darüber hinausgehenden Einkommens.
VI. Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gegenüber der Mutter oder dem Vater im Sinne von § 1615 l BGB beträgt mindestens monatlich, unabhängig davon, ob erwerbstätig oder nicht erwerbstätig: 1.000 EUR
1. bei Erwerbstätigkeit des Ehegatten: 650 EUR
2. bei Nichterwerbstätigkeit des Ehegatten: 560 EUR
Die Berliner Tabelle ist nur anzuwenden, wenn sowohl Unterhaltsgläubiger als auch Unterhaltsschuldner in Berlin wohnen. Die in den Anmerkungen genannten Selbstbehalte und Bedarfsätze sind in ganz Berlin gleich hoch, da durch § 20 Abs. 2 SGB II für die alten Bundesländer einschließlich Berlin (Ost) inzwischen die gleichen Regelleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts festgesetzt worden sind. Wohnt der Unterhaltspflichtige außerhalb Berlins, ist auf den an seinem Wohnsitz geltenden abweichenden Selbstbehalt abzustellen. Für die im früheren Ostteil Berlins wohnenden Kinder geltend bis auf weiteres die Regelbeiträge Ost wie im sonstigen Beitrittsgebiet.
Bei volljährigen Kindern ist das Kindergeld in vollem Umfang auf den Unterhaltsbedarf anzurechnen. Bei minderjährigen Kindern erfolgt die grundsätzlich hälftige Anrechnung von Kindergeld auf den Tabellenunterhalt nur insoweit, als das hälftige Kindergeld zusammen mit dem Tabellenbedarfsbetrag der Düsseldorfer Tabelle (DT) bzw. der Berliner Tabelle (BT) den jeweils geltenden 135%igen Regelbetrag übersteigt (§ 1612 b Abs. 1 und 5 BGB).
Hälftiges Kindergeld (dieses beträgt ab 1. Januar 2002 77 EUR für das erste bis dritte Kind sowie 89,50 EUR für das vierte und jedes weitere Kind, BGBI I 2001, 2074, 2077 f.; 2005, 458, 461) + Unterhaltsbedarfbetrag – 135%iger Regelbetrag West bzw. Ost (nach dem Wohnsitz des Kindes uns seiner Altersstufe) = anzurechnendes Kindergeld (bei einem Negativsaldo entfällt die Anrechnung).
Darauf ergibt sich die folgende Kindergeldabzugstabelle (Tabellenbedarfsbetrag – Kindergeldabzug = Zahlbetrag) für das alte Bundesgebiet bis zur Gruppe 6 der DT (135%-Grenze West):
1. bis 3. Kind 1 [bis 1.300]
202 – 6,00 = 196,00
245 – 0,00 = 245,00
288 – 0,00 = 288,00
ab 4. Kind 1 [bis 1.300]
1. bis 3. Kind 2 [1.300 – 1.500]
217 – 21,00 = 196,00
263 – 9,00 = 254,00
309 – 0,00 = 309,00
ab 4. Kind 2 [1.300 – 1.500]
1. bis 3. Kind 3 [1.500 – 1.700]
231 – 35,00 = 196,00
280 – 26,00 = 254,00
329 – 17,00 = 312,00
ab 4. Kind 3 [1.500 – 1.700]
1. bis 3. Kind 4 [1.700 – 1.900]
245 – 49,00 = 196,00
297 – 43,00 = 254,00
249 – 37,00 = 312,00
ab 4. Kind 4 [1.700 – 1.900]
1. bis 3. Kind 5 [1.900 – 2.100]
259 – 63,00 = 196,00
314 – 60,00 = 254,00
269 – 57,00 = 312,00
ab 4. Kind 5 [1.900 – 2.100]
1. bis 3. Kind 6 [2.100 – 2.300]
273 – 77,00 = 196,00
331 – 77,00 = 254,00
389 – 77,00 = 312,00
ab 4. Kind 6 [2.100 – 2.300]
1. bis 3. Kind a) [bis 1.000]
186 – 11,00 = 175,00
266 – 0,00 = 226,00
267 – 0,00 = 267,00
ab 4. Kind a) [bis 1.000]
186 – 23,50 = 162,50
226 – 9,50 = 216,50
1. bis 3. Kind b) [1.000 – 1.150]
194 – 19,00 = 175,00
236 – 7,00 = 229,00
278 – 0,00 = 278,00
ab 4. Kind b) [1.000 – 1.150]
194 – 31,50 = 162,50
236 – 19,50 = 216,50
278 – 6,50 = 271,50
202 – 27,00 = 175,00
245 – 16,00 = 229,00
288 – 4,00 = 284,00
202 – 39,50 = 162,50
245 – 28,50 = 216,50
288 – 16,50 = 271,50
217 – 42,00 = 175,00
263 – 34,00 = 229,00
309 – 25,00 = 284,00
217 – 54,50 = 162,50
263 – 46,50 = 216,50
309 – 37,50 = 271,50
231 – 56,00 = 175,00
280 – 51,00 = 229,00
329 – 45,00 = 284,00
231 – 68,50 = 162,50
280 – 63,50 = 162,50
329 – 57,50 = 271,50
245 – 70,00 = 175,00
297 – 68,00 = 229,00
349 – 65,00 = 284,00
245 – 82,50 = 162,50
297 – 80,50 = 216,50
349 – 77,50 = 271,50
1. bis 3. Kind 135 %-Grenze Ost
252 – 77,00 = 175,00
306 – 77,00 = 229,00
361 – 77,00 = 284,00
ab 4. Kind 135 %-Grenze Ost
252 – 89,50 = 162,50
306 – 89,50 = 216,50
361 – 89,50 = 271,50