Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZB%20250/08
Timestamp: 2019-12-05 22:45:55
Document Index: 272591061

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 290', '§ 85', '§ 290', '§ 85', 'BGH', '§ 290', '§ 305', 'BGH', '§ 141', 'BGH', '§ 85', '§ 290', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08 - dejure.org
https://dejure.org/2011,2824
BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08 (https://dejure.org/2011,2824)
BGH, Entscheidung vom 10.02.2011 - IX ZB 250/08 (https://dejure.org/2011,2824)
BGH, Entscheidung vom 10. Februar 2011 - IX ZB 250/08 (https://dejure.org/2011,2824)
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InsO § 290 Abs. 1 Nr. 6; ZPO § 85 Abs. 2
§ 290 Abs 1 Nr 6 InsO, § 85 Abs 2 ZPO
Restschuldbefreiungsversagung: Verschulden des Schuldners bei eigenmächtiger Änderung des Vermögensverzeichnisses durch den Verfahrensbevollmächtigten
Zurechnung des Fehlverhaltens des Verfahrensbevollmächtigten eines Schuldners als eigenes (qualifiziertes) Verschulden
Keine Zurechnung des Fehlverhaltens des Verfahrensbevollmächtigten bei Erstellung des Vermögensverzeichnisses
Keine Versagung der Restschuldbefreiung allein wegen eines schwerwiegenden Fehlverhaltens des Verfahrensbevollmächtigten des Schuldners
Keine Fehlverhaltenszurechnung des Verfahrensbevollmächtigen
Fehler des Schuldneranwalts im Insolvenzverfahren
AG Landshut, 01.08.2008 - 4 IK 674/06
LG Landshut, 29.09.2008 - 32 T 2274/08
NJW 2011, 1229
MDR 2011, 510
NZI 2011, 254
NZM 2011, 634
WM 2011, 503
Grundsätzlich ist es nicht Sache des Schuldners, seine Aktiva zu bewerten und vermeintlich "für die Gläubiger uninteressante" Positionen zu verschweigen (vgl. näher BGH, Beschluss vom 23. Juli 2004 - IX ZB 174/03, WM 2004, 1840, 1841;… vom 7. Dezember 2006 - IX ZB 11/06, ZInsO 2007, 96 Rn. 8; vom 10. Februar 2011 - IX ZB 250/08, WM 2011, 503 Rn. 11;… MünchKomm-InsO/Stephan, 2. Aufl., § 290 Rn. 76a).
LG Hamburg, 10.07.2017 - 326 T 181/16
Restschuldbefreiung bei Verbraucherinsolvenz: Prüfungspflicht des Schuldners bei …
Im Rahmen des § 305 I Nr. 3 InsO kann die Frage des Verschuldens nur nach dem Verhalten des Schuldners selbst beurteilt werden, denn es kommt allein auf seine persönliche Redlichkeit an und ob in seiner Person Versagungsgründe gegeben sind (BGH IX ZB 250/08, 10.02.11).
Solche Ausnahmefälle hat die Rechtsprechung etwa angenommen für den Fall des Verschuldens im Rahmen des § 141 Abs. 3 ZPO (BGH 22.06.2011 - I ZB 77/10 - NJW-RR 2011, 1363;… ebenso Beck OK-ZPO/Piepenbrock, § 85 Rn. 16 a) oder für vorsätzliche oder grob fahrlässige falsche oder unvollständige Angaben im Rahmen des § 290 Abs. 1 Nr. 6 InsO, die auf eigenmächtigen Änderungen des Bevollmächtigten beruhen (BGH 10.02.2011 - IX ZB 250/08 - NJW 2011, 1229).
Ein vorsätzlich oder grob fahrlässiger Verstoß des Prozessbevollmächtigten gegen seine anwaltlichen Pflichten lasse keinen Rückschluss auf die Redlichkeit oder Unredlichkeit der Partei zu (BGH 10.02.2011 - IX ZB 250/08 - NJW 2011, 1229 Rn. 8).
Im Hinblick auf die Höhe der im Vermögensverzeichnis nicht aufgenommenen Forderung der weiteren Beteiligten zu 2 und des sich hierzu verhaltenden Schreibens der H. S. an den Schuldner vom 10. März 2009 durfte dieser auch nicht - ohne weitere Überprüfungen vorzunehmen - das von seiner Verfahrensbevollmächtigten vorbereitete und offensichtlich fehlerhafte Verzeichnis unterzeichnen (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Februar 2011 - IX ZB 250/08, WM 2011, 209 Rn. 9).
BGH, 06.10.2011 - IX ZB 47/11
Vorzeitige Entscheidung über eine Restschuldbefreiung
Der von der Rechtsbeschwerde geltend gemachten Divergenz zu den Grundsätzen des Senatsbeschlusses vom 10. Februar 2011 (IX ZB 250/08, WM 2011, 503 Rn. 8) kommt mithin keine tragende Bedeutung zu.