Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2058,%20181
Timestamp: 2020-01-24 05:47:22
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BGH, 24.02.1972 - VII ZR 177/70 - dejure.org
BGH, 24.02.1972 - VII ZR 177/70
https://dejure.org/1972,222
BGH, 24.02.1972 - VII ZR 177/70 (https://dejure.org/1972,222)
BGH, Entscheidung vom 24.02.1972 - VII ZR 177/70 (https://dejure.org/1972,222)
BGH, Entscheidung vom 24. Februar 1972 - VII ZR 177/70 (https://dejure.org/1972,222)
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Berechnung der Minderung (Zur Berechnung der Minderung bei mangelhafter Bauleistung)
BGHZ 58, 181
NJW 1972, 821
MDR 1972, 509
DB 1972, 766
BauR 1972, 242
Soweit dem Urteil des Senats vom 24. Februar 1972 (VII ZR 177/70, BGHZ 58, 181) entnommen werden kann, dass die Berechnung einer Minderung regelmäßig durch den Abzug fiktiver Mängelbeseitigungskosten erfolgen könne, hält der Senat auch hieran aus den bereits oben unter II. 1. c) bb) ausgeführten Erwägungen nicht fest.
Vor Inkrafttreten des Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes hat die Rechtsprechung (vgl. BGH, Urt. v. 27.06.1996 - VII ZR 151/93 - NJW 1996, 3001, Tz. 27, BGH, Urt. v. 24.02.1972 - VII ZR 177/10 - BGHZ 58, 181, Tz. 22) für die Berechnung der Minderung auf das Verhältnis abgestellt, in welchem zur Zeit der Abnahme der Wert des Werks in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden hätte, obwohl § 634 Abs. 4 BGB a.F. auf § 472 Abs. 1 BGB a.F. verwiesen und letztere Vorschrift nach ihrem Wortlaut auf den Zeitpunkt des Verkaufs abgestellt hat.
Diese Gewährleistungsansprüche verringern den Wert der Unternehmerleistung (vgl. Fischer WM 2001, 1093, 1098), deren Minderwert sich regelmäßig in dem Geldbetrag ausdrückt, der zur Mängelbeseitigung aufgewendet werden muß (BGHZ 58, 181, 184; BGH, Urteil vom 27. Juni 1996 - VII ZR 151/93, WM 1996, 2125, 2127).
Ist - wie hier - davon auszugehen, daß mangelfreie Leistung und vereinbarte Vergütung im Zeitpunkt der Abnahme gleichwertig gewesen wären, so kann die Werklohnminderung durch Abzug der notwendigen Instandsetzungskosten vollzogen werden (BGHZ 58, 181, 183 m.N.).
Es ist anerkannt, daß die Minderung des Werklohns auch durch Abzug der - von der Beklagten im einzelnen dargelegten - Kosten der Nachbesserung erfolgen kann (BGHZ 58, 181, 183; für § 472 BGB ferner BGH, Urteil vom 19. Oktober 1988 - VIII ZR 298/87 = WM 1988, 1901, 1903 unter III); die Voraussetzung hierfür, daß der Werklohn dem Wert des Werkes entspricht, ist nach dem bisherigen Vorbringen der Beklagten nicht auszuschließen.
Ausgehend davon, dass der Wert der vereinbarten Leistung dem wirklichen Wert entspricht (vgl. dazu BGH, Urteil vom 24. Februar 1972 - VII ZR 177/70, BGHZ 58, 181, 183), bestimmt sich die Minderung nach dem Wert des durch die Teilunmöglichkeit nicht erbrachten Teils.
Üblicherweise lehnt sich die Wertminderung an den Geldbetrag an, der aufgewendet werden muß, um die bei Abnahme vorhandenen Mängel zu beheben (vgl. BGHZ 58, 181, 184).
Denn der Minderungsanspruch stellt keinen Schadensersatzanspruch dar und kann deshalb auch nicht wie ein solcher berechnet werden (vgl. BGH, Urteil vom 24.2.1972 - VII ZR 177/10, in: BauR 1972, 242 f.).
OLG Braunschweig, 18.06.1980 - 3 U 28/79
Anspruch auf Zahlung von restlichem Werklohn aus Bau eines Einfamilienhauses; …
LG Potsdam, 27.01.2003 - 13 S 13/02
Minderung eines Werklohnanspruchs aus einem Werklieferungsvertrag; Vorliegen …