Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=14.02.1992&Aktenzeichen=8%20B%20121.91
Timestamp: 2019-12-15 19:18:26
Document Index: 149210906

Matched Legal Cases: ['§ 60', '§ 133', '§ 139', '§ 60', '§ 67', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60']

BVerwG, 14.02.1992 - 8 B 121.91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1937
BVerwG, 14.02.1992 - 8 B 121.91 (https://dejure.org/1992,1937)
BVerwG, Entscheidung vom 14.02.1992 - 8 B 121.91 (https://dejure.org/1992,1937)
BVerwG, Entscheidung vom 14. Februar 1992 - 8 B 121.91 (https://dejure.org/1992,1937)
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VG Karlsruhe, 19.04.1989 - 3 K 178/88
Die genannte Vorschrift bezweckt keine Besserstellung der Behörde gegenüber einer anwaltlich vertretenen Privatperson (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 14.02.1992 - 8 B 121/91 -, Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 176 …und vom 06.06.1995 - 6 C 13/93 -, a.a.O.).
Diese besondere Sorgfaltspflicht macht es erforderlich, dass die Person, die die Behörde vertritt - in gleicher Weise wie ein Rechtsanwalt (vgl. dazu BVerwG, Beschluss vom 14.02.1992 - 8 B 121/91 -, a.a.O.) - die Wahrung der Frist eigenverantwortlich überwacht.
Nach der Rechtsprechung darf ein Rechtsanwalt - und entsprechend ein Behördenvertreter - zwar die Berechnung der üblichen Fristen in Rechtsmittelsachen, die in seiner Praxis häufig vorkommen und deren Berechnung keine rechtlichen Schwierigkeiten macht, gut ausgebildetem und sorgfältig überwachtem Büropersonal überlassen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 14.02.1992 - 8 B 121/91 -, a.a.O.).
Zu diesen Fristen gehören aber die Rechtsmittelbegründungsfristen grundsätzlich nicht, die in Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (nach § 133 Abs. 3 Satz 1 und § 139 Abs. 3 Satz 1 VwGO) zu beachten sind (vgl. BVerwG, Beschluss vom 14.02.1992 - 8 B 121/91 -, a.a.O.; BVerwG, Beschluss vom 07.03.1995 - 9 C 390/94 -, NJW 95, 2122 = VBlBW 1995, 387).
Dabei sind an eine Behörde wie die Beklagte zwar keine strengeren, aber auch keine geringeren Anforderungen zu stellen als an einen Rechtsanwalt (BVerwG, Beschluß vom 14. Februar 1992 - BVerwG 8 B 121.91 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 176).
BVerwG, 22.12.2000 - 11 C 10.00
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Organisationsverschulden; …
Die für eine Prozessvertretung durch Rechtsanwälte vor dem Bundesverwaltungsgericht entwickelten Rechtsgrundsätze gelten sinngemäß auch für den Fall der Prozessvertretung von juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder Behörden durch den in § 67 Abs. 1 Satz 3 VwGO genannten Personenkreis (BVerwG, Beschluss vom 14. Februar 1992 - BVerwG 8 B 121.91 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 176).
Zwar darf ein Rechtsanwalt die Berechnung und Beachtung üblicher Fristen in Rechtsmittelsachen, die in seiner Praxis häufig vorkommen und deren Berechnung keine rechtlichen Schwierigkeiten macht, grundsätzlich auf gut ausgebildete und sorgfältig überwachte andere Mitarbeiter übertragen (BVerwG, Beschl. v. 14.02.1992 - 8 B 121.91 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 176).
Das gilt etwa für die vom Zivilprozess abweichenden und in ihrer Berechnung daher fehleranfälligen Rechtsmittelfristen in Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (vgl. BVerwG, Beschl. v. 14.02.1992, a. a. O.), aber auch für die Berufungs- bzw. Zulassungsfrist in Verfahren vor den Oberverwaltungsgerichten, deren Berechnung und Beachtung vergleichbare Besonderheiten aufweisen.
Zu den Fristen, deren Feststellung und Berechnung gut ausgebildetem und sorgfältig beaufsichtigtem Büropersonal überlassen werden darf, gehört aber nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die in Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht zu beachtende Rechtsmittelbegründungsfrist grundsätzlich nicht (BVerwG…, Beschluss vom 9. September 1968 - BVerwG 3 C 207.67 - a.a.O., S. 15;… Beschluss vom 5. März 1982 - BVerwG 8 C 159.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 122, S. 6;… Beschluss vom 10. Dezember 1991 - BVerwG 5 B 125.91 - a.a.O., S. 45; Beschluss vom 14. Februar 1992 - BVerwG 8 B 121.91 - a.a.O., S. 48; Beschluss vom 15. August 1994 - BVerwG 11 B 68.94 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 189); das gilt auch für das Verfahren auf Zulassung der Revision.
Soweit das Verwaltungsgericht maßgeblich auf eine vom Kläger-bevollmächtigten nicht erfüllte Überwachungspflicht abgehoben hat, verkennt es, dass die hierzu entwickelte Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, auf die es sich beruft, nicht im Zusammenhang mit der Absendung von Telefax-Sendungen ergangen ist, sondern Fälle einer Fristberechnung betraf (vgl. Urteil vom 28. April 1967 - BVerwG IV C 100.66 - BVerwGE 27, 36; Beschluss vom 26. Juni 1986 - BVerwG 3 C 47.84 - NJW 1987, 458; Beschluss vom 14. Februar 1992 - BVerwG 8 B 121.91 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 176; vgl. ferner Beschluss vom 12. September 1997 - BVerwG 3 B 140.97 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 215).
Abgelehnte Wiedereinsetzung in die versäumte Berufungsbegründungsfrist bei einem …
BVerwG, 28.03.2000 - 1 B 19.00
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumnis einer Beschwerdefrist …
BVerwG, 16.01.2003 - 1 B 468.02
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Ablehnung der Wiedereinsetzung …