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Timestamp: 2016-10-25 12:01:04
Document Index: 309007898

Matched Legal Cases: ['Art. 394', 'Art. 448', 'Art. 426', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 72', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 419', 'Art. 417', 'Art. 422', 'Art. 419', 'Art. 105', 'Art. 8', 'Art. 417', 'Art. 394', 'Art. 419', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 422', 'Art. 421', 'Art. 422', 'Art. 413', 'BGE', 'Art. 419', 'Art. 509', 'Art. 426', 'Art. 429', 'Art. 75', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 428', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 68']

5A_19/2012 (24.05.2012)
5A_19/2012
alle vertreten durch Rechtsanwalt J�rgen Imkamp,
Haftung der vormundschaftlichen Organe,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 10. November 2011.
A.________ ist Alleinerbe seines am 5. August 2000 verstorbenen gleichnamigen Onkels und Paten.
Auf eigenes Ersuchen war f�r H.________ sel. durch Beschluss der Vormundschaftsbeh�rde K.________ vom 5. Juli 1999 eine Beistandschaft im Sinn von Art. 394 ZGB errichtet und wunschgem�ss L.________ als Beist�ndin ernannt worden.
Nachdem diese trotz mehrfacher Aufforderung und Mahnung kein Er�ffnungsinventar erstellt hatte, beschloss die Vormundschaftsbeh�rde am 23. Mai 2000, die Beist�ndin im Sinn von Art. 448 ZGB in ihrem Amt vorl�ufig einzustellen. Gleichzeitig wurde Treuh�nder M.________ als vorl�ufiger Beistand eingesetzt. Dieser stellte am 8. September 2000 fest, dass das Verm�gen des Verbeist�ndeten praktisch aufgebraucht war, obwohl ihm Anfang des Jahres 2000 aus dem Verkauf der Eigentumswohnung 120'000.-- an baren Mitteln zugeflossen waren. Weiter stellte er fest, dass f�r die Summe von Fr. 108'140.55 jegliche Quittungen fehlten bzw. durch L.________ nicht beigebracht werden konnten. Die Schlussabrechnung wurde von der Vormundschaftsbeh�rde mit Beschluss vom 5. Februar 2001 genehmigt.
In der Folge erhob A.________ als Erbe des H.________ sel. am 22. August 2002 gegen die ehemalige Beist�ndin eine Klage �ber Fr. 108'140.55 nebst Zins seit 2. April 2002. L.________ anerkannte diese Forderung mit Schreiben vom 7. September 2002, worauf Bezirksgericht N.________ das Verfahren mit Beschluss vom 17. Oktober 2002 als durch Klageanerkennung erledigt abschrieb. Es stellte sich heraus, dass L.________ �berschuldet und die von ihr anerkannte Forderung deshalb uneinbringlich war.
In der Folge reichte A.________ am 23. September 2003 gest�tzt auf Art. 426 ff. ZGB gegen die Mitglieder der Vormundschaftsbeh�rde K.________ eine Klage �ber Fr. 115'231.75 (die vorgenannten Fr. 108'140.55 zuz�glich Fr. 7'091.20 Prozessentsch�digung aus dem Verfahren gegen die Beist�ndin) nebst Zinsen ein.
Mit Urteilen vom 14. September 2006 bzw. 12. Juni 2007 wiesen das Bezirksgericht N.________ und das Obergericht des Kantons Z�rich die Klage von A.________ sowie am 30. Juni 2008 das Kassationsgericht des Kantons Z�rich die von ihm erhobene Nichtigkeitsbeschwerde ab. Demgegen�ber erachtete das Bundesgericht mit Urteil 5A_594/2008 vom 2. Dezember 2008, publiziert als BGE 135 III 198, die Haftungsvoraussetzungen als grunds�tzlich gegeben und wies die Sache zur Bemessung des Schadens sowie f�r allf�llige Exkulpations- oder Reduktionsgr�nde an das Obergericht zur�ck. Dieses wies die Sache seinerseits zur betreffenden Beweiserhebung und Neubeurteilung an das Bezirksgericht zur�ck, welches eine lange Zeugeneinvernahme mit L.________ durchf�hrte.
Mit Urteilen vom 9. August 2010 bzw. 10. November 2011 wiesen das Bezirksgericht N.________ und das Obergericht Z�rich die Klage erneut ab mit der Begr�ndung, das Beweisverfahren habe aufgrund der Zeugenaussagen von L.________ ergeben, dass H.________ sel. allen Geldbez�gen laufend und jedenfalls nachtr�glich zugestimmt habe, weshalb keine unfreiwillige Verm�gensminderung vorliege und folglich gar kein Schaden entstanden sei.
Gegen das obergerichtliche Urteil vom 10. November 2011 hat A.________ am 9. Januar 2012 eine Beschwerde in Zivilsachen erhoben mit dem Begehren um Verurteilung der Beschwerdegegner zu Fr. 115'231.75 nebst Zins zu 5 % seit 2. April 2002 auf Fr. 108'140.55 und seit 17. April 2003 auf Fr. 7'091.20. Er wirft dem Obergericht eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweisw�rdigung vor und macht in verschiedener Hinsicht Rechtsverletzungen geltend.
Das Obergericht hat mit Stempel vom 27. Januar 2012 auf eine Vernehmlassung verzichtet. Die Beschwerdegegner schliessen in ihrer Vernehmlassung vom 15. Februar 2012 auf kostenf�llige Abweisung der Beschwerde. Die Sache wurde an einer Sitzung am 24. Mai 2012 �ffentlich beraten.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid �ber die verm�gensrechtliche Verantwortlichkeit vormundschaftlicher Organe (Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG). Auseinandersetzungen dieser Art stehen - wie diejenigen auf dem Gebiet der Aufsicht �ber die Vormundschaftsbeh�rden (dazu ausdr�cklich Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 5 BGG) - in unmittelbarem Zusammenhang mit Zivilrecht, weshalb die Beschwerde in Zivilrecht gegeben ist (Urteil 5A_594/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 1.2), zumal im �brigen der Mindeststreitwert von Fr. 30'000.-- erreicht ist (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG).
Zun�chst ist zwischen den Parteien umstritten, ob das Obergericht den Schaden vor dem Hintergrund, dass das Bundesgericht in seinem Urteil vom 2. Dezember 2008 alle Haftungsvoraussetzungen bejaht hatte, nicht nur in der H�he, sondern auch vom Grundsatz her pr�fen durfte oder ob diesbez�glich eine Bindewirkung bestand.
Das Bundesgericht hatte im genannten Urteil in E. 3 festgehalten, dass f�r den Fall, dass die Haftungsvoraussetzungen erf�llt seien, durch die kantonalen Instanzen noch Abkl�rungen zur H�he des Schadens zu treffen seien. Sodann hatte es in E. 8 im Zusammenhang mit der Kausalit�t ausgef�hrt, dass der im Verbrauch des erzielten Verkaufserl�ses bestehende Schaden gar nicht h�tte eintreten k�nnen, wenn die Vormundschaftsbeh�rde auf der fristgerechten Erstellung des Er�ffnungsinventars beharrt h�tte und damit die Unf�higkeit der Beist�ndin rasch zutage getreten w�re. Schliesslich hatte es in E. 9 festgehalten, dass alle Voraussetzungen f�r eine grunds�tzliche Haftung gegeben seien, die Sache indes zur Abkl�rung der Schadensh�he sowie hinsichtlich m�glicher Exkulpations- oder Reduktionsgr�nde zur�ckzuweisen sei.
Das Obergericht hat den Schaden als unfreiwillige Verminderung des Reinverm�gens definiert und eine solche verneint, indem es befand, die Aussagen der als Zeugin einvernommenen Beist�ndin h�tten ergeben, dass H.________ sel. mit s�mtlichen Bez�gen bzw. dem Verbrauch seines Verm�gens einverstanden gewesen sei und auch nach Absetzen von L.________ als Beist�ndin noch einmal erkl�rt habe, dass er mit allem einverstanden sei; dies sei als Genehmigung zu werten und folglich mangle es an der Unfreiwilligkeit der Verm�gensverminderung, weil H.________ sel. durch die Errichtung der Beistandschaft in seiner Handlungsf�higkeit nicht beschr�nkt worden sei und er deshalb weiterhin rechtsg�ltig �ber sein Verm�gen habe verf�gen d�rfen.
Die Schadensdefinition, mit welcher das Obergericht operiert, entspricht derjenigen des Bundesgerichts (BGE 132 III 186 E. 8.1 S. 205; 132 III 359 E. 4 S. 366; 133 III 462 E. 4.4.2 S. 471). Auch die Lehre geht gr�sstenteils von dieser Definition aus (statt vieler: SCHWENZER, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 4. Aufl. 2006, Rz. 14.03), wobei dies nur vereinzelt n�her begr�ndet wird (so namentlich bei VON TUHR/PETER, Allgemeiner Teil des schweizerischen Obligationenrechts, Band I, Z�rich 1979, S. 84); isoliert wird demgegen�ber vertreten, dass auch eine freiwillige Verm�gensminderung einen Schaden bedeuten k�nne (OFTINGER/STARK, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Allgemeiner Teil, Band I, Z�rich 1995, � 2 N. 8; vgl. sodann die �berlegungen zur Unsch�rfe des Kriteriums der (Un-)Freiwilligkeit im Zusammenhang mit Wiederherstellungskosten bei N�NNI, Integrit�tsinteresse und Ersatz fiktiver Kosten, in: Vertrauen - Vertrag - Verantwortung, Festschrift f�r Hans Caspar von der Crone, Z�rich 2007, S. 155). Vorliegend besteht kein Anlass, von der grossmehrheitlich vertretenen Schadensdefinition abzuweichen. Folglich stellt sich die Frage, ob vor dem Hintergrund der vorstehend zitierten Erw�gungen im Urteil 5A_594/2008 vom 2. Dezember 2008 f�r die kantonalen Gerichte noch ein Spielraum Bestand, im Rahmen der R�ckweisung �ber die (Un-)Freiwilligkeit der Verm�gensverminderung Beweis zu f�hren und in Bejahung der Freiwilligkeit den Schaden zu verneinen.
Vorauszuschicken ist zweierlei: Erstens wird auf die Frage zur�ckzukommen sein, in welchem Verh�ltnis das Kriterium der (Un-)Freiwilligkeit der Verm�gensminderung bzw. der Genehmigung des Verm�gensverbrauches zur Verm�genserhaltungs- und -f�rsorgepflicht des Beistandes gem�ss Art. 419 Abs. 1 ZGB steht. Zweitens ist das Kriterium im vorliegenden Fall insofern schillernd, als es potenziell auch die Kausalit�t (die rechtzeitige Einsetzung eines anderen Beistandes durch die Vormundschaftsbeh�rde w�re m�glicherweise ohne Einfluss geblieben, wenn H.________ sel. aufgrund eigenen Willensentschlusses unabh�ngig von der jeweiligen Person des Beistandes in Eigenregie sein ganzes Verm�gen verbraucht h�tte) und die Widerrechtlichkeit (Einwilligung des Verletzten als Rechtfertigungsgrund) beschlagen kann. Im �brigen besteht zwischen den beiden Vorbemerkungen eine gewisse Interdependenz: Trifft n�mlich den Beistand eine Verm�genserhaltungspflicht, die ihn zu ad�quatem Handeln anh�lt (dazu im Einzelnen E. 5), so hat eine diesbez�gliche Unterlassung bzw. die Verletzung von Interventionspflichten seitens der Vormundschaftsbeh�rde wiederum einen Einfluss auf die Kausalit�t, und insbesondere k�nnte das Handeln des Beistandes dann auch R�ckwirkungen auf die Schadensh�he haben.
Vorliegend geht es aber zun�chst darum, das Kriterium der (Un-)Freiwilligkeit der Verm�gensminderung im Zusammenhang mit der Begriffsbestimmung des Schadens zu w�rdigen. In dieser Hinsicht ist zu bemerken, dass die (Un-)Freiwilligkeit zwar die Schadensdefinition als solche betrifft, dass sie aber teilbar ist: Es w�re sehr gut m�glich, dass nur ein Teil des Verbrauchs genehmigt worden w�re und deshalb in der Optik des Obergerichtes nicht die ganze Verm�gensverminderung als freiwillig herbeigef�hrt erscheinen w�rde. Mithin ist in erster Linie die Schadensh�he angesprochen und hat sich das Obergericht nicht �ber die Bindewirkung des bundesgerichtlichen R�ckweisungsurteils hinweggesetzt, wenn es hier�ber Beweis gef�hrt hat und zum Schluss gelangt ist, weil s�mtliche Geldbez�ge von H.________ sel. genehmigt worden seien, betrage die Schadensh�he null.
Das Obergericht hat f�r die Zeugenaussagen im Wesentlichen auf das bezirksgerichtliche Urteil verwiesen. Aus diesem geht hervor, dass mit Beschluss vom 14. Januar 2010 den Beschwerdegegnern der Hauptbeweis daf�r auferlegt wurde, dass die von L.________ w�hrend ihrer Zeit als Beist�ndin get�tigten Barbez�ge von den Konten des H.________ sel. in der H�he von Fr. 108'140.55, �ber deren Verwendung keine Belege vorliegen, mit diesem abgesprochen bzw. von diesem genehmigt worden seien. Sodann hat das Bezirksgericht Folgendes festgehalten:
Die Zeugin habe bei der Einvernahme im vorliegenden zivilrechtlichen Haftungsprozess best�tigt, w�hrend ihrer Zeit als Beist�ndin (7. September 1999 bis 23. Mai 2000) Barbez�ge ab den Konten von H.________ sel. von Fr. 108'140.55 get�tigt zu haben, davon Fr. 106'237.15 zwischen 1. Februar 2000 und 23. Mai 2000. Nach langem Hin und Her und unter Hinweis auf die Tatsache, dass sie in dem gegen sie angestrengten Verfahren die Schuld �ber Fr. 108'140.55 anerkannt habe (Prot. S. 21-26), habe sie erkl�rt, das Geld mehrheitlich f�r sich verwendet zu haben (Prot. 26). Einen Teil des Geldes habe sie aber H.________ sel. gebracht, und sie habe immer wieder betont, nie Geld abgehoben zu haben, ohne dies mit ihm abgesprochen zu haben (Prot. S. 27). Auch nach ihrer Absetzung als Beist�ndin habe sie mit ihm �ber die Kontobez�ge gesprochen. Dabei habe er immer wiederholt, dass sie ja Alleinerbin sei; er werde dem neuen Beistand best�tigen, dass sie ihm einen Teil des Geldes gebracht habe und einen Teil f�r sich habe verwenden d�rfen (Prot. S. 28). Auf die Frage, ob sich H.________ sel. keine Sorgen gemacht habe, dass er nicht einmal mehr seine eigenen Ausgaben decken k�nne, als Ende Mai 2000 kaum mehr Geld auf seinen Konti gewesen sei, habe die Zeugin geantwortet, dass er solche Sorgen nicht gekannt habe; er habe immer wieder gesagt, es sei sein Geld und er k�nne damit machen, was er wolle (Prot. S. 29). Das Bezirksgericht hat ferner festgehalten, dass sich diese Aussagen mit denjenigen deckten, welche die Zeugin am 12. Juni 2001 im Rahmen des gegen sie eingeleiteten Strafverfahrens wegen ungetreuer Gesch�ftsf�hrung gemacht habe (dort hatte sie nach der Zusammenfassung im bezirksgerichtlichen Urteil angegeben, das Geld aus dem Wohnungsverkauf gr�sstenteils zur Bezahlung offener Rechnungen verwendet zu haben, wobei sie teilweise H.________ sel. auf sein Begehren auch gr�ssere Betr�ge in bar ab dem Konto �berbracht habe, von denen sie nicht wisse, was er damit gemacht habe; sie selbst habe in seinem Einverst�ndnis etwa Fr. 40'000.-- f�r sich selbst verbraucht, wobei sie sich ein Auto f�r Fr. 20'000.-- sowie ein Motorrad f�r Fr. 10'000.-- gekauft und mit dem Rest offene Rechnungen beglichen habe; sie sei damals in einer finanziellen Notlage gewesen, da ihr Ehemann die Alimente f�r sie und ihre drei Kinder nur unregelm�ssig geleistet habe; ihre Anfragen um finanzielle Unterst�tzung habe H.________ sel. immer bereitwillig genehmigt, wobei er jeweils ausgef�hrt habe, sie solle nur nehmen, was sie brauche, sie erbe dereinst ja sowieso alles, schliesslich habe sie sich um ihn gek�mmert und ihn gepflegt, er k�nne mit seinem Geld machen, was er wolle).
Beweisw�rdigend hat das Bezirksgericht, worauf das Obergericht ausdr�cklich verweist, befunden, dass die Zeugin bei der Einvernahme zum Teil widerspr�chliche Aussagen gemacht habe, was aber nachvollziehbar sei, weil die Vorkommnisse lange zur�ckl�gen. Insgesamt zeichne sich ein Bild eines �lteren kinderlosen Wittwers, der im Pflegeheim gelebt habe und dem deshalb seine eigene finanzielle Situation nicht besonders wichtig gewesen sei, weshalb er nichts dagegen gehabt habe, dass sein Geld nicht dem Staat, sondern einer alleinerziehenden Mutter dreier Kinder, welche ihn seit Jahren unterst�tze, zukomme. Deshalb habe er sich auch nach der Absetzung der Beist�ndin nie bei jemandem �ber die Tatsache beschwert, dass sein ganzes Verm�gen innert weniger Monate aufgebraucht worden sei. Insgesamt m�sse davon ausgegangen werden, dass er um die Bez�ge der Beist�ndin gewusst und dagegen nichts einzuwenden gehabt habe.
Zur Glaubw�rdigkeit der Zeugin, welche der Beschwerdef�hrer auch im Berufungsverfahren in Frage stellte, hat das Obergericht erg�nzend befunden, es treffe zwar zu, dass die Zeugin ausgesagt habe, dass es ihr zum fraglichen Zeitpunkt psychisch sehr schlecht gegangen sei und sie hohe Schulden gehabt habe; ebenfalls habe sie erw�hnt, auch heute noch verschuldet zu sein und eine Beist�ndin zu haben. Daraus sei aber nicht zu schliessen, dass sie nicht wahrheitsgem�sse Aussagen machen k�nne. Namentlich sei der Behauptung nicht zu folgen, dass sie ein Interesse daran habe, den Schaden m�glichst tief zu halten, denn sie habe diesen ja in ihrem eigenen Prozess anerkannt und vorliegend gehe es um die gegen die Mitglieder der Vormundschaftsbeh�rde gerichtete Klage. Weiter w�rden ihre Aussagen auch vor dem Hintergrund, dass sie keine Angaben zur Verwendung der abgehobenen Geldbetr�ge habe machen k�nnen, nicht als unglaubhaft erscheinen, da die Vorf�lle lange zur�ckl�gen. Wenn schliesslich vorgebracht werde, es sei unwahrscheinlich, dass ein voll urteilsf�higer Mann innerhalb von wenigen Monaten sein ganzes Verm�gen verbraucht bzw. verschenkt haben soll, so sei darauf hinzuweisen, dass H.________ sel. L.________ schon drei Jahre vor ihrer Ernennung zur Beist�ndin Vollmachten �ber all seine Konten erteilt und er sie ausdr�cklich als Beist�ndin gew�nscht habe. Unter diesen Umst�nden erscheine es keineswegs als in hohem Mass unwahrscheinlich, dass er ihr die fraglichen Geldmittel zugewendet habe.
Ausgehend von der vorstehend geschilderten Beweisw�rdigung hat das Obergericht in rechtlicher Hinsicht befunden, es gebreche an der Unfreiwilligkeit der Verm�gensminderung. Die Verbeist�ndung lasse die Handlungsf�higkeit n�mlich unber�hrt (Art. 417 Abs. 1 ZGB) und H.________ sel. habe deshalb mit seinem Geld machen d�rfen, was er wolle; insbesondere habe er es entgegennehmen und selbst verbrauchen, aber auch der Beist�ndin schenken d�rfen. Das erstinstanzlich durchgef�hrte Beweisverfahren habe ergeben, dass s�mtliche Bez�ge durch die Beist�ndin mit H.________ sel. abgesprochen gewesen seien. Dies betreffe insbesondere auch den Teil, welchen die Beist�ndin nach ihren Aussagen selbst habe verbrauchen d�rfen. Diesbez�glich sei mithin eine Schenkung anzunehmen. Entgegen dem Vorbringen des Kl�gers sei diese nicht genehmigungspflichtig im Sinn von Art. 422 Ziff. 7 ZGB gewesen, weil Art. 419 Abs. 2 ZGB als lex specialis zum Tragen komme. Im �brigen habe H.________ sel. ohnehin auch nach der Absetzung von L.________ als Beist�ndin noch einmal alles genehmigt, indem er gem�ss deren Zeugenaussagen ge�ussert habe, sie solle den neuen Beistand anrufen oder dieser solle ihn pers�nlich kontaktieren, um die Sache mit den Geldbez�gen zu kl�ren; er werde dem neuen Beistand best�tigen, dass sie ihm einen Teil des Geldes gebracht und einen Teil f�r sich habe verwenden d�rfen.
Mit Bezug auf die Beweisw�rdigung kritisiert der Beschwerdef�hrer als willk�rlich, dass das Obergericht nicht auf die rechtskr�ftige und bei der Zeugeneinvernahme best�tigte Anerkennung der Schadensforderung durch die Beist�ndin, sondern auf ihre vagen und �ber grosse Teile widerspr�chlichen Aussagen abgestellt und diese als gelungenen Beweis f�r eine Einwilligung bzw. Genehmigung durch H.________ sel. erachtet habe, zumal sie angesichts ihrer damals wie heute massiven �berschuldung und ihrer nunmehr eigenen Verbeist�ndung nicht als glaubw�rdig erachtet werden k�nne.
4.1 Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, f�r den Umfang des Schadens sei allein relevant, dass die Beist�ndin diesen in dem gegen sie angestrengten Haftungsprozess vollumf�nglich anerkannt habe, weshalb die betreffende Schuldanerkennung angesichts der Kaskadenhaftung nunmehr die Grundlage f�r die Zusprechung eben dieses Schadenquantums sein m�sse, ist mit den kantonalen Instanzen festzuhalten, dass die Schuldanerkennung der Beist�ndin nur in jenem Verfahren direkte Rechtsfolgen ausgel�st hat; f�r eine Sachverhaltsfixierung mit Bezug auf den vorliegenden Prozess h�tte es einer Streitverk�ndung bedurft. W�rde im vorliegenden Prozess direkt auf jene Schuldanerkennung abgestellt, h�tte dies zur Folge, dass ein Beistand eine beliebige, auch eine offensichtlich unberechtigte Forderung anerkennen k�nnte und die Mitglieder der Vormundschaftsbeh�rde diese ohne Parteirechte in jenem Prozess gegen sich gelten lassen m�ssten. Das heisst zweierlei: Zum einen ist die Schuldanerkennung der Beist�ndin im vorliegenden Verfahren nicht verbindlich, wohl aber ein Beweismittel, welches im Rahmen der Beweisw�rdigung zu ber�cksichtigen ist. Zum anderen k�nnen die Beschwerdegegner Beweismittel nennen, um den ihnen mit Beschluss vom 14. Januar 2010 auferlegten Hauptbeweis zu erbringen, dass H.________ sel. und mithin auch seinem Universalsukzessor aus den get�tigten Bankbez�gen kein Schaden erwachsen ist; diesen Beweis versuchen sie mit den Zeugenaussagen der Beist�ndin zu f�hren, welche ebenfalls im Rahmen der Beweisw�rdigung zu ber�cksichtigen sind.
4.2 Was die vom Beschwerdef�hrer als willk�rlich kritisierte Glaubw�rdigkeit anbelangt, wurde im angefochtenen Urteil (durch Verweis auf das bezirksgerichtliche Urteil) festgestellt, dass die Zeugin nach langem Hin und Her (Prot. S. 21-26) schliesslich ausgesagt habe, das Geld mehrheitlich f�r sich verwendet (Prot. 26) und einen Teil H.________ sel. gebracht zu haben (Prot. S. 27). Das gerichtlich angesprochene "lange Hin und Her" wird nicht n�her dargestellt, obwohl f�r die Frage der Glaubw�rdigkeit der Aussagen der Zeugin von entscheidender Bedeutung. Sie werden deshalb im Rahmen einer auf Art. 105 Abs. 2 BGG gest�tzten Sachverhaltserg�nzung nachfolgend auszugsweise festgehalten:
Die Zeugin hielt zun�chst fest, dass sie die Gemeinde mehrmals angerufen und gesagt habe, dass sie mit der Sache �berfordert sei, man m�sse ihr helfen; sie habe um einen Besprechungstermin gebeten, jedoch nie einen bekommen (Prot. S. 26). Sodann machte sie Ausf�hrungen zu den Besuchsintervallen bei H.________ sel., welche sie mit "sehr oft", "manchmal zwei Mal pro Woche", "manchmal nur w�chentlich", manchmal auch nur alle zwei Wochen", "es kam auch vor, dass ich ihn erst nach einem Monat wieder besuchen konnte" umschrieb; es sei von der jeweiligen Situation abh�ngig gewesen (Prot. S. 19).
Die Zeugin konnte sich nicht mehr erinnern, wie hoch der Erl�s aus dem Wohnungsverkauf war. Auf Vorhalt, dass w�hrend ihrer Zeit als Beist�ndin Betr�ge von Fr. 108'140.55 abgehoben worden seien, �ber deren Verwendung es keine Belege gebe, antwortete sie: "Wenn Sie dies sagen, muss es wohl stimmen." Sie sagte weiter aus, das Geld immer H.________ sel. ins Spital gebracht und nie ohne sein Wissen abgehoben zu haben (Prot. S. 20). Auf Vorhalt, dass im Anschluss an den Wohnungsverkauf in der Zeit vom 1. Februar 2000 bis zu ihrer Einstellung im Amt am 23. Mai 2000 Betr�ge von Fr. 106'237.15 abgehoben worden seien: "Es wird wohl stimmen, wenn es hier so steht." Auf Vorhalt, dass aus den Bankunterlagen nicht hervorgehe, wer das Geld abgehoben habe: "Es ist sicher, dass ich vielleicht das Geld f�r ihn geholt habe, da ich ja die Vollmacht �ber das Konto hatte. Er ging bestimmt nicht selber an den Bankschalter. Das heisst, die Unterschriften sind sicher von mir. Das kann ich mir zumindest vorstellen. Danach habe ich ihm das Geld jedoch gebracht." Auf weiteren Vorhalt, wonach am 10. Februar Fr. 10'000.--, am 18. Februar Fr. 1'000.--, am 24. Februar Fr. 47'537.15 und am 3. M�rz Fr. 20'000.-- abgehoben wurden: "Ich kann mich an die damalige Zeit nicht mehr erinnern. Ich habe Ihnen ja bereits gesagt, dass ich mit dieser Situation v�llig �berfordert war. Ich habe kein Geld abgehoben, welches ich ihm nicht auch gebracht habe. Ich habe von ihm lediglich den Betrag von Fr. 20'000.-- f�r das Auto bekommen." Auf weitere Frage, ob sie immer bei H.________ sel. vorbeigegangen sei, um das Einverst�ndnis zu den Geldbez�gen zu holen: "Nein, wir haben miteinander telefoniert und er sagte mir jeweils, wie viel Geld ich abholen m�sse" (Prot. S. 21). Auf Frage, wie lange diese Gespr�che jeweils gedauert h�tten: "Das ist schon so lange her. Dies kann ich Ihnen nicht mehr sagen. Wirklich nicht. Soll ich sagen, ich habe das Geld einfach abgehoben?" Auf die Antwort des Richters, er wolle nur die Wahrheit h�ren: "F�r mich ist dies die Wahrheit." Auf Frage, ob bestimmte Betr�ge in bestimmten Situationen besprochen worden seien: "Ja, dar�ber haben wir gesprochen. Das ist so." Auf weitere Frage, was er dann gesagt habe: "Ich habe ihm das ganze Geld, abgesehen von den Fr. 20'000.-- f�r das Auto, jeweils danach gebracht." Auf Frage, ob sie ihm z.B. den ganzen Betrag von Fr. 47'000.-- ins Altersheim gebracht habe: "Ja, das habe ich getan" (Prot. S. 22). Auf Frage, wof�r er das Geld gebraucht habe: "Er sagte mir, er wolle das Geld jemandem geben. Was er mit dem Geld effektiv gemacht hat, weiss ich nicht. Er hat mir stets gesagt, das Geld habe er gespart, es sei sein Geld und das wolle er auch haben. Es m�sse niemand wissen, auch ich nicht, was er mit seinem Geld mache. Er sagte, er k�nne das Geld auch ins WC hinuntersp�len." Auf Vorhalt, nicht einmal in der Strafuntersuchung erw�hnt zu haben, dass sie ihm die Fr. 47'000.-- ins Altersheim gebracht habe: "W�hrend der Strafuntersuchung war ich vielleicht auch nerv�s. Ich habe dem Richter jedoch gesagt, dass ich ihm das Geld gebracht habe. So habe ich es im Kopf. Aber sie werden es vor sich haben." Auf Frage, welche der beiden Aussagen (sie d�rfe Geld abheben und f�r sich verwenden - sie habe das abgehobene Geld immer ins Altersheim gebracht) richtig sei: "Mit dem Geld habe ich teilweise Rechnungen bezahlt und den Betrag in der H�he von Fr. 20'000.-- habe ich f�r das von ihm geschenkte Auto verwendet. Es k�nnen ja beide Aussagen stimmen. Ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern. Es kann auch sein, dass er mir sagte, ich solle den Betrag nehmen, den ich brauche. Ich habe ihm aber auch viel Geld, das er wollte, gebracht" (Prot. S. 23). Auf Frage, wof�r er das Geld im Pflegeheim gebraucht habe: "Er sagte jeweils nur, dass es sein Geld sei und er dies haben wolle. Er erw�hnte immer wieder, dass er aufgrund seines Aufenthaltes im Pflegeheim �ber nichts verf�gen k�nne, worauf ich erwiderte, dass das sein Geld sei und er dieses so verwenden k�nne, wie er wolle." Auf Vorhalt, es mute an, wie wenn sie das Konto als das ihre betrachtet h�tte bzw. ein Geldbetrag, kaum sei er auf das Konto geflossen, wieder weg gewesen sei: "Wenn Sie das so sagen, wird es auch so sein. Ich kann Ihnen das nicht beantworten. Schlussendlich bin ich die Angeschuldigte. Ich kann Ihnen nur mitteilen, was in meinem Kopf vorhanden ist." An den gegen sie eingeleiteten Haftungsprozess konnte sich die Zeugin nicht mehr erinnern, ebenso wenig an ihre dem Gericht eingereichte Schuldanerkennung: "Dass ich aber einem Gericht geschrieben haben soll, ist mir neu. Mich d�nkt, es kommen komische Dinge hervor." Gem�ss Verbal bestritt die Zeugin sodann, das Schuldanerkennungsschreiben vom 7. September 2002 verfasst zu haben, best�tigte jedoch, dass es ihre Unterschrift sei. Auf den weiteren Vorhalt, dass das Gerichtsverfahren gest�tzt auf ihre Schuldanerkennung abgeschrieben worden und ihr der Gerichtsbeschluss, welchen sie quittiert habe, zugestellt worden sei: "Dann wird das so sein." Auf erneuten Vorhalt, dass sie mit dem erw�hnten Schreiben gegen�ber dem Beschwerdef�hrer anerkannt habe, den Betrag von Fr. 108'000.-- zur�ckbezahlen zu m�ssen: Verbal, wonach die Zeugin dies zur Kenntnis nimmt (Prot. S. 25). Auf den weiteren Vorhalt, dass sie heute bestreite, das Geld f�r sich behalten zu haben: "Dann wird das stimmen, was in diesem Schreiben steht." Auf Frage, was mit den zwischen Februar und Mai 2000 bezogenen Geldbetr�gen geschehen sei: "Dann m�sste ich wohl sagen, dass ich es f�r mich verwendet habe. F�r mich war die Situation aber anders. Aber wenn ich die damalige Klage anerkannt habe, dann w�re es ja so, dass ich die Betr�ge bezogen habe. Dann m�sste ich sagen, ich h�tte das Geld f�r mich verwendet. Oder was soll ich sagen?" Nach der richterlichen Aussage, sie solle die Wahrheit sagen, wiederum die Zeugin: "Gut, dann habe ich das Geld f�r mich verwendet. Das wollen Sie ja h�ren." Auf erneute Frage, ob sie das Geld f�r sich verwendet oder H.________ sel. gebracht habe: "Ich habe ihm sicher einen Teil des Geldes gebracht. Ich habe kein Geld abgehoben, was ich mit ihm nicht so besprochen habe." Auf richterlichen Hinweis, dass sie unabh�ngig von der Klageanerkennung auch sagen k�nne, dass ihr damals ein Fehler unterlaufen sei und es nicht stimme, dass sie das Geld f�r sich verwendet habe, und auf erneute Frage nach dem Verwendungszweck: "Ich habe sicher nicht das ganze Geld, welches ich bezogen habe, f�r mich verwendet. Aber ja, wenn ich dies damals so anerkannt habe, ist es so. Nun weiss ich gar nichts mehr. Wenn ich dies damals so anerkannt habe, dann muss es wohl so sein" (Prot. S. 26). Auf erneute Frage, was nun stimme: "Was soll ich sagen? Ich kann es Ihnen nicht sagen. Wenn wir von der Anerkennung ausgehen, muss ich zustimmen, dass ich die Bez�ge f�r mich verwendet habe." Auf Frage, ob die einzelnen Bez�ge besprochen gewesen seien: "Ich habe es mit ihm besprochen. Ich habe nicht ohne sein Wissen Geld bezogen. Ich habe nichts gemacht, wor�ber er nicht im Bild war." Betreffend Frage nach Besuchsintervallen: "Ich kann mich nicht mehr genau an alles erinnern. Ich habe zu dieser Zeit auch gearbeitet, aber wir haben jeden Tag miteinander telefoniert" (Prot. S. 27). Mit Bezug auf die Diskussionen zu den verschwundenen Geldbetr�gen zwischen H.________ sel. und der Beist�ndin nach deren Absetzung sagte sie aus: "Ja, dar�ber habe ich mit ihm gesprochen. Ich habe ihn auch �ber das Schreiben von Herrn M.________ informiert, woraufhin H.________ sel. meinte, ich solle Herrn M.________ anrufen oder Herr M.________ soll ihn pers�nlich kontaktieren, um die Sache zu kl�ren. Er werde ihm best�tigen, dass ich ihm einen Teil des Geldes gebracht habe und einen Teil f�r mich verwenden durfte" (Prot. S. 28). Auf Frage, ob sich H.________ sel. nie Sorgen gemacht habe, nicht einmal mehr seine eigenen Ausgaben decken zu k�nnen: "Nein, diese Sorgen kannte er nicht. Er sagte immer wieder, es sei sein Geld und er k�nne damit machen was er wolle" (Prot. S. 29). Auf weitere Frage, ob man diskutiert habe, was zu machen sei, wenn es pl�tzlich kein Geld mehr auf dem Konto habe: "Ja, wir haben dar�ber auch gesprochen. Er sagte lediglich, dass ihm dies egal sei, denn es sei sein Geld, er habe dies gespart." Auf Frage, dass er gleichzeitig ein Testament gemacht habe, wonach das Patenkind Fr. 36'000.-- erhalte: "Dies w�rde nat�rlich nicht zusammen passen. Aber ich wusste nichts davon" (Prot. S. 30).
4.3 Fest steht, dass w�hrend der Zeit, als L.________ Beist�ndin war, Betr�ge �ber total Fr. 108'140.55 von den Konten des H.________ sel. abgehoben wurden, f�r deren Verwendung es keine Belege gibt und dass diese Gelder quasi dem gesamten Verm�gen von H.________ sel. entsprachen. Ferner kann als erstellt gelten, dass nicht H.________ sel., sondern die Beist�ndin s�mtliche Bez�ge t�tigte, dass diese hohe pers�nliche Schulden hatte, dass sie mit dem Amt als Beist�ndin aufgrund ihrer psychischen Verfassung und auch sonst v�llig �berfordert war, dass sie von der Gemeinde keine Hilfe bei der Amtsaus�bung erhielt und dass sie bis zum Schluss ausser Stande oder nicht nicht Willens war, ein Er�ffnungsinventar zu erstellen.
Mit Ausnahme des Autokaufes ist die n�here Verwendung der Bez�ge unbekannt; die Zeugin konnte oder wollte keine konkreten Angaben dazu machen. Weder hatte sie eine Erkl�rung, wof�r H.________ sel. die hohen Geldbetr�ge, welche sie ihm je nach Aussagevariante ins Altersheim gebracht haben will, gebraucht h�tte (dieser habe gesagt, es gehe niemanden etwas an, was er mit dem Geld mache), noch konnte sie im Rahmen einer ihrer weiteren Aussagevarianten, wonach sie auch viel Geld f�r H.________ sel. verwendet habe, die Verwendung n�her substanziieren (sie sprach pauschal davon, Rechnungen bezahlt zu haben und konnte sich im �brigen schlicht an nichts mehr erinnern).
Weiter machte die Zeugin widerspr�chliche Angaben zum Geldfluss im Anschluss an die Bankbez�ge: Einmal war davon die Rede, dass sie beliebig Geld f�r sich habe abheben d�rfen, einmal wollte sie s�mtliche Bez�ge in bar ins Altersheim gebracht haben, um dann wieder davon zu sprechen, einen Teil H.________ sel. gebracht und einen Teil f�r sich selbst behalten zu haben.
Was schliesslich die Frage der Einwilligung anbelangt, sind die Aussagen der Zeugin zwar dahingehend konstant, dass H.________ sel. mit allem einverstanden gewesen sei, jedoch in verschiedener Hinsicht diffus: Zum einen machte sie stets die pauschale Aussage, "alles" sei mit ihm abgesprochen gewesen. Auf welche Weise dies genau geschah, wurde im �brigen angepasst an neue Vorhalte modifiziert. So wollte sie dies zuerst anl�sslich von Besuchen mit H.________ sel. abgesprochen haben. Auf konkreten Vorhalt der Daten von gr�sseren Bankbez�gen, die in rascherem Intervall als die angegebenen Besuche erfolgten, sagte die Zeugin dann aus, sie habe t�glich mit H.________ sel. telefoniert und das Ganze jeweils telefonisch mit ihm besprochen. Wie bereits erw�hnt, waren auch ihre Angaben widerspr�chlich, ob sie das Geld f�r sich habe behalten d�rfen, ob sie es stets in Altersheim gebracht habe oder ob eine kombinierte Variante zutreffe.
Sodann f�llt auf, dass die Zeugin den einvernehmenden Richter mehrmals danach fragte, was er h�ren wolle, und sie dasjenige zur Antwort gab, von dem sie vermutete, dass man es von ihr h�ren wolle. Schliesslich konnte sie sich an vieles nicht mehr erinnern, auch an zentrale und sie selbst betreffende Dinge. So war ihr nicht mehr bewusst, dass sie die Forderung in ihrem eigenen Prozess anerkannt hatte, und mit Bezug auf ihr diesbez�gliches Schreiben, welches sie nicht mehr wiedererkannte, wohl aber die Unterschrift als die ihrige best�tigte, d�nkte sie, es k�men komische Dinge hervor.
Vor diesem ganzen Hintergrund erscheint es als willk�rlich, die Zeugin, zumal diese die Pl�nderung der Konten verursachte und mithin zentral in das Geschehen verwickelt ist, als neutrale und objektive Person zu charakterisieren, ihr eine uneingeschr�nkte Glaubhaftigkeit zu attestieren und ihre pauschalen Aussagen, H.________ sel. sei "mit allem" einverstanden gewesen, als gelungenen Beweis f�r eine erlaubte Verwendung der von ihr bezogenen Gelder zu werten. Sodann kann die nicht weiter konkretisierte Aussage der Zeugin, H.________ sel. habe nach ihrer Absetzung gemeint, sie solle Herrn M.________ anrufen und er werde diesem best�tigen, dass sie ihm einen Teil des Geldes gebracht und einen Teil f�r sich habe verwenden d�rfen, nicht willk�rfrei als nachtr�gliche Genehmigung von H.________ sel. zu allen Geldbez�gen und zum gesamten Geldverbrauch, dessen Umst�nde v�llig im Dunkeln liegen, gewertet werden.
Insbesondere k�nnen all die vorgenannten diffusen Aussagen der Zeugin auch nicht einfach deshalb zu einem tauglichen Beweis erhoben werden, weil die Vorkommnisse lange zur�ckliegen, denn damit wird die mit Beweisbeschluss vom 14. Januar 2010 korrekt im Sinn von Art. 8 ZGB verteilte Beweislast umgekehrt: Es ist nicht der Beschwerdef�hrer, welcher die Folgen ged�chtnisbedingter Verschwommenheit zu tragen hat, sondern die mit dem Beweis f�r die Genehmigung belasteten Beschwerdegegner. Im �brigen kontrastieren die in den kantonalen Urteilen erfolgten Erkl�rungshinweise auf die lange zur�ckliegenden Begebenheiten auch mit der gleichzeitigen Feststellung, die heutigen Aussagen der Zeugin w�rden mit denjenigen �bereinstimmen, welche sie bereits bei der Einvernahme am 12. Juni 2001 anl�sslich des Strafverfahrens gemacht habe.
In rechtlicher Hinsicht ist zu bemerken, dass zwar die Handlungsf�higkeit des Verm�genstr�gers durch die Verbeist�ndung in der Tat nicht beeintr�chtigt wird (Art. 417 Abs. 1 ZGB). Indes setzt die Beistandschaft auf eigenes Begehren voraus, dass der zu Verbeist�ndende infolge von Altersschw�che oder anderen Gebrechen oder von Unerfahrenheit seine Angelegenheiten nicht geh�rig zu besorgen vermag (Art. 394 i.V.m. 372 ZGB), und den Beistand, welchem die Verwaltung oder �berwachung eines Verm�gens �bertragen wird, trifft eine gesetzliche Verm�genserhaltungs- und Verm�gensf�rsorgepflicht (Art. 419 Abs. 1 ZGB). Aus dem f�r die Errichtung einer Beistandschaft erforderlichen Schw�chezustand des Verbeist�ndeten und den F�rsorgepflichten des Beistandes ergibt sich, dass der Beistand bei offensichtlicher Verm�gensverschleuderung durch den Verbeist�ndeten Einhalt gebieten muss, indem er diesen abmahnt und verm�genssch�tzende Vorkehrungen trifft und indem er bei der Vormundschaftsbeh�rde die Pr�fung sch�rferer vormundschaftlicher Massnahmen beantragt, wenn seine Bem�hungen im Rahmen der bei einer Beistandschaft gegebenen Interventionsm�glichkeiten fruchtlos bleiben. So hat das Bundesgericht im Zusammenhang mit der Haftung eines Beirates festgehalten, dass dieser seine Pflicht zur sorgf�ltigen Verm�gensverwaltung verletzt, wenn er die verbeiratete Person innert weniger Jahre das ganze Verm�gen verbrauchen l�sst, ohne zu intervenieren (Regeste zu BGE 136 III 113), weil der Beirat im Rahmen seiner Pflicht zur sorgf�ltigen Verwaltung des M�ndelverm�gens das Gesamtinteresse des Verbeirateten bestm�glichst zu wahren hat und die Ausgaben f�r den Verbeirateten so planen muss, dass nach vorsichtiger Sch�tzung dessen Lebensf�hrung gegen das Lebensende hin keine Beeintr�chtigung zu erleiden braucht (BGE 136 III 113 E. 3.2.1 S. 120), ansonsten ein beim M�ndel eingetretener Verm�gensschaden anzunehmen ist (BGE 136 III 113 E. 3.2 S. 119). Diese Ausf�hrungen gelten mutatis mutandis auch im Zusammenhang mit den entsprechenden Verm�genserhaltungs- und -f�rsorgepflichten des Beistandes. Indem die Beist�ndin vorliegend nichts unternommen hat, sondern umgekehrt aktiv an der Verm�gensverschleuderung beteiligt war oder diese gar initiierte, kann im vormundschaftlichen Haftungskontext nicht von einem fehlenden Schaden ausgegangen werden, auch wenn die Beistandschaft die Handlungsf�higkeit des Verbeist�ndeten an sich unber�hrt l�sst. Es kann nicht angehen, dass der Beistand dem Verbeist�ndeten Hilfe leistet oder diesen sogar dazu anh�lt, innert k�rzester Zeit sein ganzes Verm�gen zu verprassen, und er bzw. die Mitglieder der Vormundschaftsbeh�rde sich dabei auf ein - vorliegend nach dem in E. 4 Gesagten ohnehin nicht willk�rfrei bewiesenes - "Einverst�ndnis" des vom Schw�chezustand Betroffenen berufen. Im Umfang der get�tigten Bankbez�ge, f�r deren Verwendung keine Belege vorhanden und im �brigen auch keine klaren Anhaltspunkte nachgewiesen sind, ist deshalb ein Schaden gegeben.
Ebenfalls h�chst diffus bleibt, in welchem Umfang angeblich "Schenkungen" vorliegen sollen, indem das abgehobene Geld nicht f�r H.________ sel. verwendet, sondern von der Beist�ndin selbst verbraucht wurde. Angesichts des vorstehenden Resultates er�brigen sich aber Ausf�hrungen zu der vom Beschwerdef�hrer erneut thematisierten Frage, ob solche Rechtsgesch�fte f�r ihre G�ltigkeit nicht einer Genehmigung durch die Aufsichtsbeh�rde bedurft h�tten, dies in analoger Anwendung von Art. 422 Ziff. 7 ZGB (bejahend: DESCHENAUX/ STEINAUER, Personnes physiques et tutelle, 4. Aufl. 2001, Rz. 1132; GEISER, Basler Kommentar, N. 33 zu Art. 421/422 ZGB; EGGER, Z�rcher Kommentar, N. 19 zu Art. 422 ZGB; vgl. ferner die Regelung betreffend Interessenkollision in Art. 413 des auf 1. Januar 2013 in Kraft tretenden revidierten Vormundschaftsrechts, AS 2011 S. 738).
Nicht relevant sind ferner die langen Ausf�hrungen der kantonalen Gerichte im Zusammenhang mit der Frage, ob die Beist�ndin wusste, dass sie von H.________ sel. testamentarisch als Erbin eingesetzt worden war, und die diesbez�gliche Beweisf�hrung (sie machte hierzu ebenfalls widerspr�chliche Zeugenaussagen): Abgesehen davon, dass gerade bei �lteren Personen hohe Pflegekosten anfallen k�nnen und deshalb ein Interesse des Verbeist�ndeten an Verm�genserhaltung evident ist (vgl. auch BGE 136 III 113 E. 3.2.2 S. 120), dass deshalb den Beistand die bereits erw�hnte Verm�genserhaltungs- und -f�rsorgepflicht trifft (Art. 419 Abs. 1 ZGB) und dass drittens testamentarische Anordnungen jederzeit frei widerrufbar sind (Art. 509 ff. ZGB), weshalb die Verprassung des M�ndelverm�gens durch die Beist�ndin selbst vor dem Hintergrund eines allf�lligen Wissens um die Erbeinsetzung moralisch nicht zu entschuldigen w�re, ist vorliegend aus rechtlicher Sicht allein massgebend, dass die Verf�gungsberechtigung ausschliesslich dem aktuellen und nicht einem zuk�nftigen potenziellen Verm�genstr�ger zusteht; bis zum Tod des Erblassers handelt es sich f�r einen allf�lligen Erben um Fremdverm�gen, an welchem er in keiner Weise rechtszust�ndig ist.
Zusammenfassend ergibt sich, dass im Umfang der von der Beist�ndin get�tigten Bankbez�ge, f�r deren Verwendung keine Belege vorliegen, was unbestrittenermassen den Betrag von Fr. 108'140.55 betrifft, ein Schaden gegeben ist. Demgegen�ber k�nnen die Kosten des Prozesses gegen die Beist�ndin nicht als Schaden im Prozess gegen die Mitglieder der Vormundschaftsbeh�rde geltend gemacht werden. Zwar k�nnen Rechtsverfolgungskosten unter Umst�nden eine Schadensposition darstellen (vgl. Urteil 4C.11/2003 vom 19. Mai 2003 E. 5.1 und 5.2 m.w.H.). Indes ist die Haftung der Mitglieder der vormundschaftlichen Beh�rden im Sinn von Art. 426 ZGB eine selbst�ndige und es ist auch ein eigenst�ndiger Prozess erforderlich. Insofern ist nicht ersichtlich, inwiefern sie f�r das Inkassorisiko mit Bezug auf die Kosten des Prozesses gegen die Beist�ndin einstehen sollen; solches ergibt sich jedenfalls auch nicht aus der sich offensichtlich auf den durch schuldhaftes Handeln zugef�gten Schaden beziehenden Formulierung in Art. 429 Abs. 1 ZGB, dass bei gleichzeitiger Haftbarkeit die Mitglieder der Vormundschaftsbeh�rde f�r das belangt werden k�nnen, "was vom Vormund nicht erh�ltlich ist". Exkulpations- oder Reduktionsgr�nde wurden von den Beschwerdegegnern nicht geltend gemacht und vom Obergericht auch nicht festgestellt. Die �brigen Haftungsvoraussetzungen wurden im Urteil 5A_594/2008 vom 2. Dezember 2008 verbindlich bejaht. Demzufolge ist dem Beschwerdef�hrer der Betrag von Fr. 108'140.55 zuzusprechen.
Der Beschwerdef�hrer verlangt auf diesem Betrag Zins von 5 % seit 2. April 2002 (Datum des S�hnebegehrens im seinerzeit gegen die Beist�ndin eingeleiteten Haftungsprozess). Die Beschwerdegegner machen geltend, an jenem Verfahren nicht beteiligt gewesen zu sein, weshalb auch f�r den Zins keine Bindewirkung bestehe. Der Sch�diger ist in dem Zeitpunkt ersatzpflichtig, in welchem der Schaden eintritt (Art. 75 OR, OFTINGER/STARK, a.a.O., � 6 Rz. 19). Zum Schaden geh�rt deshalb nach konstanter Rechtsprechung der Zins vom Zeitpunkt an, in dem das sch�digende Ereignis sich finanziell ausgewirkt hat; dieser Schadenszins bezweckt, den Anspruchsberechtigten so zu stellen, wie wenn er f�r seine Forderung am Tag der unerlaubten Handlung bzw. f�r deren wirtschaftliche Auswirkungen befriedigt worden w�re (BGE 81 II 512 E. 6 S. 519). Er setzt im Gegensatz zum Verzugszins weder eine Mahnung des Gl�ubigers noch den Verzug des Schuldners voraus, erf�llt jedoch denselben Zweck: Er soll den Nachteil ausgleichen, der dadurch entsteht, dass ein Kapital nicht genutzt werden kann, weshalb er wie der Verzugszins mit 5 % zu veranschlagen ist (BGE 122 III 53 E. 4a/b S. 54 ff.). Der Schadenszins darf nicht auf den Schaden aufgerechnet bzw. auf den Schadenszins darf nicht zus�tzlich Verzugszins kumuliert werden (mit ausf�hrlicher Begr�ndung BGE 131 III 12 E. 9 S. 22 ff.), was vorliegend aber auch nicht verlangt wird. Vielmehr beschr�nkt sich das Rechtsbegehren auf einen Schadenszins von 5 % ab 2. April 2002. In diesem Zeitpunkt war der Schaden l�ngst eingetreten, weshalb der Zins im geforderten Umfang zugesprochen werden kann.
Die Mitglieder der Vormundschaftsbeh�rde haften f�r die vorgenannte Forderung nebst Zins nicht solidarisch, sondern anteilsm�ssig (Art. 428 Abs. 2 ZGB).
Der Beschwerdef�hrer ist mit Ausnahme einer untergeordneten Kostenforderung, f�r welche sich keine Kostenausscheidung rechtfertigt, grunds�tzlich durchgedrungen, weshalb die Beschwerdegegner kosten- und entsch�digungspflichtig werden (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG). Die Liquidation der kantonalen Kosten entsprechend dem neuen Ausgang des Verfahrens wird dem Obergericht �bertragen (Art. 68 Abs. 5 BGG).
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde in Zivilsachen und in Aufhebung des Urteils des Obergerichtes des Kantons Z�rich vom 10. November 2011 werden die Beschwerdegegner verurteilt, dem Beschwerdef�hrer je Fr. 18'023.40 nebst Zins zu 5 % seit 2. April 2002 zu bezahlen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden den Beschwerdegegnern auferlegt, unter solidarischer Haftbarkeit.
Die Beschwerdegegner haben den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 5'000.-- zu entsch�digen, unter solidarischer Haftbarkeit.
Die Liquidation der kantonalen Kosten wird dem Obergericht �bertragen.