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Timestamp: 2016-10-27 15:15:33
Document Index: 43666202

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 10', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 10', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21']

8C_619/2010 (16.05.2011)
A.a Die 1959 geborene O.________ war Sachbearbeiterin bei der Firma X._________ AG und damit bei den Elvia Versicherungen (nunmehr Allianz Suisse Versicherungen; nachfolgend Allianz) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 2. Mai 1991 rutschte sie in der Badewanne aus und schlug sich beim R�ckw�rtsfallen den Nacken und den Kopf am Wannenrand an. Es wurde die Diagnose eines Cervikalsyndroms bei (kongenitaler) Blockwirbelbildung C4/5 gestellt. Nach verschiedenen Operationen und einer Expertise �ber die Kausalit�t zwischen den persistierenden Beschwerden und dem Unfall sprach die Allianz O.________ mit Verf�gung vom 18. Juni 1998 ab 1. Mai 1998 eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung von je 50 % zu. Auch nach Rentenbeginn kam die Unfallversicherung weiter f�r die Heilbehandlung in Form von Arztkonsultationen, Physiotherapie und Medikamenten auf.
Nach einer internen medizinischen Meinungsbildung vom 6. Mai 2002 teilte die Unfallversicherung O.________ formlos mit, sie werde f�r Heilbehandlungen nur noch bis Ende des Jahres 2002 aufkommen. Im M�rz 2004 informierte die Versicherte die Allianz, ihr Gesundheitszustand habe sich weiter verschlechtert, sie sei arbeitsunf�hig. O.________ unterzog sich am 26. M�rz 2004 und am 20. August 2004 weiteren Operationen an der Halswirbels�ule. Die Allianz liess sie in der Folge am Institut Y.________ untersuchen (Expertise vom 1. Juli 2005) und er�ffnete der Versicherten mit Verf�gung vom 12. April 2006, die Leistungen f�r Heilbehandlung seien auf den 31. Dezember 2002 eingestellt worden, weshalb sie f�r die Operationen im Jahre 2004 nicht aufkomme; die Rentenleistungen w�rden auf den 31. August 2004 eingestellt. Daran hielt die Unfallversicherung auch auf Einsprache hin fest (Entscheid vom 23. Juli 2007).
A.b Das Verwaltungsgericht Nidwalden (Versicherungsgericht) wies eine gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 3. M�rz 2008 ab. Diesen hob das Bundesgericht mit Urteil vom 14. September 2009 in dem Sinne teilweise auf, als es die Einstellung des Rentenanspruchs auf den 31. August 2004 best�tigte, die Sache aber an die Vorinstanz zur�ckwies, damit diese �ber die im Entscheid vom 3. M�rz 2008 nicht beurteilten weiteren Antr�ge der Beschwerdef�hrerin betreffend Heilbehandlung und Taggeldanspruch f�r die Zeit vom 1. Januar 2003 bis 31. August 2004 materiell entscheide.
O.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, es seien ihr in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides �ber den 31. Dezember 2002 hinaus Heilbehandlung zu gew�hren und Taggeld zu entrichten. Eventualiter sei die Sache zur erg�nzenden Abkl�rung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Allianz l�sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf Vernehmlassung.
Streitig und zu pr�fen ist vorliegend nur noch, ob die Beschwerdef�hrerin in der Zeit vom 1. Januar 2003 bis 31. August 2004 Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung in Form von Heilbehandlung und Taggeld hatte.
2.1 Im Einsprache- und im vorinstanzlichen Entscheid sowie im Urteil vom 14. September 2009 sind die Bestimmungen �ber diesen Leistungsanspruch und die Rechtsprechung �ber die hief�r erforderlichen kausalen Zusammenh�nge zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden mit den jeweils zu beachtenden Beweisregeln zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.2 Hervorzuheben ist, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraussetzt (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Ad�quanz vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen.
2.3 Zu erg�nzen bleibt, dass nach Art. 11 UVV Versicherungsleistungen auch f�r R�ckf�lle und Sp�tfolgen gew�hrt werden, f�r Bez�ger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen des Art. 21 UVG. Bei einem R�ckfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu �rztlicher Behandlung, m�glicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunf�higkeit kommt; von Sp�tfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe l�ngerer Zeit organische oder psychische Ver�nderungen bewirkt, die zu einem andersgearteten Krankheitsbild f�hren k�nnen. R�ckf�lle und Sp�tfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend k�nnen sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur ausl�sen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitssch�digung ein nat�rlicher und ad�quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 f. E. 2c mit Hinweisen)
Im angefochtenen Entscheid hat das kantonale Gericht die Frage, ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen den die Operationen im Jahre 2004 notwendig machenden Beschwerden und dem versicherten Unfall bestehe, offen gelassen, da es an der zus�tzlichen Leistungsvoraussetzung des ad�quaten Kausalzusammenhanges mangle. Im Weiteren sei es der Beschwerdef�hrerin nicht gelungen gen�gend zu begr�nden, dass die Bedingungen gem�ss Art. 21 Abs. 1 lit. d UVG - wonach Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen auch nach Festsetzung einer Rente gew�hrt werden - erf�llt seien.
Die Beschwerdef�hrerin l�sst anf�hren, den Wegfall der nat�rlichen Kausalit�t habe die Unfallversicherung f�r den nunmehr noch relevanten Zeitraum bis Ende August 2004 nicht belegen k�nnen. Eine Pr�fung der Ad�quanz entfalle beim organisch begr�ndeten Schaden. Ein ad�quater Kausalzusammenhang w�re aber - soweit ein solcher gepr�ft w�rde - zu bejahen. Im weiteren habe sich die Vorinstanz in Verletzung des rechtlichen Geh�rs mit den Akten, welche die Ausnahmebedingungen f�r den Anspruch auf �bernahme der Heilungskosten nach der Berentung belegten, nicht auseinandergesetzt.
4.1 Das Bundesgericht hatte in seinem Urteil vom 14. September 2009 festgestellt, dass Dr. med. T.________, Facharzt FMH f�r Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, im Rahmen des Gutachtens des Instituts Y.________ vom 1. Juli 2005 - welches sowohl von der Vorinstanz als auch vom Bundesgericht selbst als �berzeugend erachtet und auf welches in der Beurteilung abgestellt wurde - die von der Versicherten angegebenen Beschwerden als objektivierbar erachtete, weshalb sich eine gesonderte Pr�fung des ad�quaten Kausalzusammenhanges er�brigt h�tte (vgl. 8C_959/2008 E. 4.3). Demgegen�ber hielt das kantonale Gericht in Erw�gung 4.4 des nunmehr angefochtenen Entscheids vom 4. Mai 2010 fest, dass es nach wie vor davon ausgehe, dass gerade keine organisch nachweisbare Unfallfolgen auszumachen seien. Allein auf die Aussage des Dr. med. T.________ abzustellen erachtete das Gericht nicht als ausreichend. Die Vorinstanz ging davon davon aus, dass kein ad�quater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall im Jahre 1991 und der geltend gemachten Behandlungsbed�rftigkeit und Arbeits-unf�higkeit gegeben sei.
4.2.1 Die Ad�quanz als rechtliche Haftungsbeschr�nkung spielt grunds�tzlich nur dann eine Rolle, wenn ein Unfall mindestens teilurs�chlich f�r einen festgestellten k�rperlichen oder seelischen Gesundheitsschaden verantwortlich ist. Die Rechtsprechung hat zur Vereinfachung des Verwaltungsverfahrens und dessen gerichtliche �berpr�fung anerkannt, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang im Zweifelsfall nicht genau abzukl�ren ist, wenn die Ad�quanz auch bei vorhandenem nat�rlichem Kausalzusammenhang verneint werden m�sste. Ebenso hat das Bundesgericht auch festgestellt, dass die Ad�quanz im Bereiche der sozialen Unfallversicherung dann praktisch keine Rolle spielt, - oder mit anderen Worten immer bejaht werden muss - wenn organisch ausgewiesene Unfallfolgen vorliegen (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen). Damit gilt es grunds�tzlich immer zu pr�fen, ob bestimmte Beschwerden organischer Natur sind und wenn ja, ob diese zumindest teilweise auf das versicherte Ereignis zur�ckzuf�hren sind und ob die Unfallversicherung daf�r Leistungen zu erbringen hat. Wenn die Beschwerden nicht organischer Natur sind - und nur dann -, kann von der Abkl�rung des nat�rlichen Kausalzusammenhanges dann abgesehen werden, wenn die Ad�quanz eindeutig zu verneinen w�re.
4.2.2 Indem das kantonale Gericht die Frage der Organizit�t im angefochtenen Entscheid einzig mit dem Hinweis auf die Ausf�hrungen in ihrem Entscheid vom 3. M�rz 2008 verneinte, ohne sich damals oder neu mit der anderslautenden medizinischen Meinung im Gutachten vom 1. Juli 2005 auseinanderzusetzen, ist sie ihrer Begr�ndungs- und Untersuchungspflicht nicht nachgekommen. Dies umso mehr, als die Leistungen seit dem Unfall gem�ss Gutachten des Dr. med. D.________ vom 7. Dezember 1993 einzig aufgrund einer organischen Gesundheitssch�digung ausgerichtet wurden, was sich auch mit der Gew�hrung einer Integrit�tsentsch�digung in der H�he von 50 % wegen Wirbels�ulenaffektionen zeigte (vgl. Ausf�hrungen des PD Dr. med. F.________ vom 10. M�rz 1998 zum Integrit�tsschaden).
4.3 Zu pr�fen ist daher, ob die Behandlungsbed�rftigkeit der Beschwerdef�hrerin im rechtserheblichen Zeitraum auf eine organisch nachgewiesene Gesundheitssch�digung zur�ckzuf�hren ist und ob diese in einem nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 2. Mai 1991 steht.
4.3.1 Mit Schreiben vom 2. M�rz 2004 meldete die Beschwerdef�hrerin der Allianz einen R�ckfall mit markanter Verschlimmerung ihres Gesundheitszustandes und einer vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit. Am 26. M�rz 2004 wurde an der Klinik S.________ eine dorsale Laminotomie und Dekompression von C3/4 beidseits durchgef�hrt. Auf Anfrage der Unfallversicherung best�tigte der behandelnde Assistenzarzt, Dr. med. A.________, die objektiven Befunde w�rden die beklagten Beschwerden vollst�ndig erkl�ren und die aktuellen Behandlungsmassnahmen seien mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf Folgen des Unfalls vom 2. Mai 1991 zur�ckzuf�hren. Dr. med. B.________, beratender Arzt der Allianz, erachtete auf Grund der Akten einen Kausalzusammenhang zwischen den Befunden und dem versicherten Unfall als nicht gegeben. Die Beschwerden seien vielmehr auf die verschiedenen Wirbels�ulenoperationen zur�ckzuf�hren. Am 19. Mai 2004 berichtet der behandelnde Wirbels�ulenorthop�de, Prof. Dr. med. G.________, die Patientin sei bez�glich der Halsbeschwerden vollst�ndig beschwerdefrei, klage nun aber �ber Sensibilit�tsst�rungen im linken Handr�cken, welche nach der Operation aufgetreten seien. In der Folge wurde am 20. August 2004 an der Klinik S.________ eine zus�tzliche Dekompression C3/4 vorgenommen, worauf eine weitere Verbesserung des bereits nach der Operation vom M�rz 2004 positiven Verlaufes eintrat. Zur Beurteilung der Kausalit�t wurde die Beschwerdef�hrerin am Institut Y.________ interdisziplin�r begutachtet. Auf konkrete Frage der Allianz hin hielten die Gutachter fest, die "jetzt vorhandenen Dys�sthesien und motorischen St�rungen im linken Arm bzw. vor allem der Hand und der Finger, lassen sich neurologisch und radiologisch objektivieren". Erkl�rend wird angef�gt, dass ein Blockwirbel jahrelang keine Beschwerden verursachen k�nne, trotzdem komme es bei den Segmenten ober- und unterhalb des Blockwirbels aber zu einer vermehrten Beanspruchung der Weichteilstrukturen und Bandscheiben, die erst recht nach einem Trauma auch richtungsbetont Beschwerden verursachen k�nnten. Die Strukturen w�rden auch nach der Durchf�hrung von Spondylodesen vermehrt beansprucht. Die aktuellen Beschwerden seien mit dem Trauma und den nachfolgenden chirurgischen Interventionen als �berlastungsfolgen zu deuten. Die Frage, ob der Unfall vom 2. Mai 1991 zu einer vor�bergehenden oder zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung der unfallfremden Faktoren (kongenitaler Wirbelblock) gef�hrt habe, wird von den Gutachtern bejaht. Die seit der chirurgischen Intervention am 26. M�rz 2004 bestehenden Beschwerden h�tten eigentlich nichts mehr mit dem Unfall zu tun, wobei es eigenartig sei, dass die Beschwerden von Seiten des rechten Armes erst mit der Operation vom 2. (recte: 20.) August 2004 verschwunden seien. Danach sei der Status quo ante im Sinne der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit wieder erreicht gewesen.
4.3.2 Zusammenfassend ergibt sich aufgrund der Erkenntnisse im Gutachten des Instituts Y.________ vom 1. Juli 2005, dass die von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen insgesamt organischer Natur und rheumatologisch/neurologisch/radiologisch erkl�rbar sind. Eine anderslautende medizinisch fundierte Meinung liegt nicht vor. Gest�tzt wird diese Beurteilung auch durch das Teilgutachten der Fach�rztin FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. R.________, welche weder anamnestisch noch zum Untersuchungszeitpunkt irgendwelche Hinweise f�r eine psychiatrische St�rung feststellen konnte. Die Tatsache, dass es der Beschwerdef�hrerin nach den operativen Eingriffen eindeutig besser ging weist �berdies deutlich darauf hin, dass ihre vorherigen Beschwerden organischer Natur waren. Auch die �usserung des Dr. med. B.________, die Beschwerden seien auf die Operationen und nicht auf den Unfall zur�ckzuf�hren, besagen nicht, dass diese nicht organischer Natur sind. Diese Meinung beschl�gt einzig die Frage nach der nat�rlichen Kausalit�t. Es gen�gt nicht, wenn das kantonale Gericht ohne weitere Begr�ndung darlegt, allein auf die gutachterliche Beurteilung des Dr. med. T.________ abzustellen sei nicht ausreichend. Diese Einsch�tzung h�tte allenfalls Anlass bieten m�ssen, den Sachverhalt selbst weiter abzukl�ren oder die Frage zur weiteren Abkl�rung an die Allianz zur�ckzuweisen. Davon kann aber abgesehen werden, da angesichts des bereits als �berzeugend und aussagekr�ftig beurteilten interdisziplin�ren Gutachtens keine Veranlassung besteht, an den fach�rztlichen �usserungen zu zweifeln. Damit bleibt f�r eine Ad�quanzbeurteilung, wie sie die Unfallversicherung und die Vorinstanz vorgenommen haben, kein Raum.
4.4 In Bezug auf die nat�rliche Kausalit�t des am 2. M�rz 2004 gemeldeten R�ckfalls steht aufgrund des Gutachtens vom 1. Juli 2005 fest, dass der Unfall vom 2. Mai 1991 und die wegen des Unfalls erfolgten Operationen an der Halswirbels�ule mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest eine Teilursache f�r die im Jahre 2004 erfolgte Verschlechterung und die erneute Operationsbed�rftigkeit gesetzt hat. Ob dies auch f�r die zweite Operation vom 20. August 2004 zutrifft, ist nach den gutachterlichen Ausf�hrungen nur schwer beurteilbar. Diese Unsicherheit geht indessen zu Lasten der Unfallversicherung, da diese - bei gegebener Kausalit�t des R�ckfalles - Leistungen zu erbringen hat, bis der Status quo sine vel ante eingetreten ist. Das ist mit der zweiten Operation gem�ss Ausf�hrungen im Gutachten der Fall. Damit steht fest, dass die Allianz f�r den R�ckfall bis und mit der Operation vom 20. August 2004 (und der danach n�tigen Heilungsphase) grunds�tzlich Leistungen zu erbringen hat.
Die Vorinstanz hat die Leistungspflicht der Unfallversicherung neben der ihres Erachtens mangelnden Kausalit�t auch mit dem Argument verneint, die Voraussetzungen gem�ss Art. 21 Abs. 1 lit. d UVG seien nicht erf�llt.
5.1 Nach der Festsetzung der Rente werden dem Bez�ger die Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen nach Art. 10 ff. UVG gew�hrt, wenn er u.a. gem�ss Art. 21 Abs. 1 lit. b UVG unter einem R�ckfall oder an Sp�tfolgen leidet und die Erwerbsf�higkeit durch medizinische Vorkehren wesentlich verbessert oder vor wesentlicher Beeintr�chtigung bewahrt werden kann, oder, wenn er gem�ss lit. d erwerbsunf�hig ist und sein Gesundheitszustand durch medizinische Vorkehren wesentlich verbessert oder vor wesentlicher Beeintr�chtigung bewahrt werden kann. Im weiteren wird in Abs. 3 des Art. 21 UVG festgehalten, dass bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen ein Rentenbez�ger auch Anspruch auf Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen gem�ss den Art. 10 - 13 dieses Gesetzes hat. Erleidet er w�hrend dieser Zeit eine Verdiensteinbusse, so erh�lt er ein Taggeld, das nach dem letzten vor der neuen Heilbehandlung erzielten Verdienst bemessen ist.
5.2 Das kantonale Gericht hat sich einzig dahingehend ge�ussert, die Voraussetzungen gem�ss Art. 21. Abs. 1 lit. d UVG seien nicht erf�llt, ohne dass diese Feststellung im Entscheid begr�ndet wurde.
Die genannte Bestimmung ist vorliegend gar nicht anwendbar, da die Beschwerdef�hrerin nicht "erwerbsunf�hig", das heisst zu 100 % invalid war (vgl. dazu ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung, 3. Aufl. 2003, S. 149 und ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 1985, S. 384). Der Anspruch der Beschwerdef�hrerin st�tzt sich vielmehr auf Art. 21 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 UVG. Gem�ss Gutachten des Instituts Y.________ vom 1. Juli 2005 ist die ab Januar 2004 aufgetretene Verschlechterung der gesundheitlichen Verh�ltnisse als Sp�tfolge der durch den Sturz in der Badewanne - mit direkter Kontusion der Halswirbels�ule - und den darauf folgenden Operationen eingetretenen richtunggebenden Verschlimmerung der kongenitalen Blockwirbelbildung zu interpretieren. Dass diese in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall steht, wurde bereits dargelegt. Damit hat die Allianz f�r die Heilungskosten bis Ende August 2004 aufzukommen, da die erfolgten Operationen zu einer wesentlichen Verbesserung im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. b UVG gef�hrt haben.
5.3 Mit Schreiben vom 16. M�rz 1998 sicherte die Unfallversicherung der Beschwerdef�hrerin zu, auch nach dem Erlass der Rentenverf�gung "gewisse stabilisierende oder konservierende medizinische Massnahmen" zu gew�hren. Dies erfolgte insbesondere in Form von Kosten�bernahmen f�r Physiotherapie und Medikamente. Obwohl die Zusicherung in der Verf�gung vom 18. Juni 1998 nicht ausdr�cklich best�tigt wurde, erbrachte die Allianz bis Ende 2002 regelm�ssig entsprechende Leistungen. Damit besteht eine faktische Verf�gung hinsichtlich dieser Leistungskategorie, auf die nur bei ver�nderten Verh�ltnissen oder mittels prozessualer Revision oder einer Wiedererw�gung aufgrund einer zweifellosen Unrichtigkeit zur�ckgekommen werden k�nnte. Beides wird auch von Seiten der Allianz nicht geltend gemacht. Da nicht ersichtlich ist, dass sich die Verh�ltnisse ab jenem Zeitpunkt wesentlich ver�ndert h�tten, und der behandelnde Arzt, PD Dr. med. F.________, mit Schreiben vom 2. Oktober 2001 dar�ber hinaus eine entsprechende Behandlungsbed�rftigkeit bejahte, hat die Unfallversicherung diese Leistungen auch bis zur R�ckfallmeldung vom 2. M�rz 2004 zu erbringen.
5.4 Was den geltend gemachten Anspruch auf Taggeldleistungen betrifft, ist das Erleiden einer Lohneinbusse f�r die Taggeldberechtigung im Sinne von Art. 21 Abs. 3 Satz 2 UVG konstitutiv (Urteil 8C_34/2008 vom 7. November 2008 E. 5.1 mit Hinweisen). Diesbez�glich ergibt sich aus den Akten kein abschliessendes Bild. Die Allianz wird daher die n�tigen Abkl�rungen �ber die Dauer und die H�he des Anspruchs auf Taggeld in der Zeit vom Januar bis Ende August 2004 zu treffen und dar�ber neu zu verf�gen haben.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden, Abteilung Versicherungsgericht, vom 4. Mai 2010 wird ganz und der Einspracheentscheid der Allianz Suisse Versicherungen vom 23. Juli 2007 wird hinsichtlich des Anspruchs auf Taggeld und Heilbehandlung aufgehoben. Die Sache wird an die Allianz Suisse Versicherungen zur�ckgewiesen, damit sie im Sinne der Erw�gungen �ber den Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld ab 1. Januar 2003 neu verf�ge.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientsch�digung des vorangegangenen Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Abteilung Versicherungsgericht, zur�ckgewiesen.