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Timestamp: 2018-07-15 23:08:57
Document Index: 128122109

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 11', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 7', '§ 7', '§ 7']

Neben der unmittelbaren Förderung durch Zuschüsse wird die Erhaltung von Bau- und Kulturdenkmalen beziehungsweise von Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsgebieten auch steuerlich im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer berücksichtigt.
Um die steuerlichen Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können, benötigen Sie eine spezielle Bescheinigung, die Sie dem Finanzamt vorlegen müssen. Diese Bescheinigung erhalten Sie auf Antrag, und zwar in der Regel von Ihrer Stadt bzw. der Gemeinde.
Begünstigt werden Herstellungskosten an Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen sowie an Baudenkmalen, die zu Einkünften führen (z.B. Einkünfte aus Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit, Land- und Forstwirtschaft, Vermietung und Verpachtung). Der Steuerpflichtige kann im Rahmen der Berechnung der Einkommensteuer im Jahr der Herstellung und in den folgenden sieben Jahren jeweils bis zu neun Prozent und in den folgenden vier Jahren jeweils bis zu sieben Prozent absetzen (§§ 7h, 7i EStG).
Verteilung auf zwei bis fünf Jahre (§§ 11a, 11b EStG)
Nutzt der Erwerber die modernisierte Eigentumswohnung beziehungsweise das Gebäude in einem Sanierungsgebiet beziehungsweise einem städtebaulichen Entwicklungsbereich oder in einem Baudenkmal zu eigenen Wohnzwecken (also nicht zur Einkunftserzielung), kann er den Teil seiner Anschaffungskosten, der auf die nach Abschluss des Kaufvertrags durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen entfällt, im Rahmen von § 10f Abs. 1 EStG wie Sonderausgaben abziehen. Der Steuerpflichtige kann im Jahr der Herstellung und in den folgenden neun Jahren jeweils bis zu neun Prozent als Sonderausgaben nach § 10f EStG geltend machen.
Verteilung auf zehn Jahre jeweils bis zu neun Prozent jährlich (§ 10f EStG)
Hinweis: Die Aufwendungen für den Wiederaufbau eines verlorengegangenen oder beseitigten Baudenkmals sowie für eine völlige Neuerrichtung eines Denkmals sind nicht bescheinigungsfähig. Auch der Abbruch und Neubau von Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen ist für eine Anerkennung von Aufwendungen i.S. der §§ 7h, 10f, 11a EStG schädlich.
Die Anschaffungskosten für ein Baudenkmal sind nicht begünstigt, jedoch die nach Abschluss des Kaufvertrags als Herstellungskosten zu behandelnden Instandsetzungs- und Modernisierungsaufwendungen.
Bescheinigungsrichtlinien mit Musteranträgen und Musterbescheinigungen für Mecklenburg-Vorpommern:
§§ 7h, 10f und 11a EStG (Erlass des Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Umwelt – nunmehr Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus – vom 27. Oktober 1998 - VIII 330 - 513.1.02)
§§ 7i, 10f und 11b EStG (Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 8. Oktober 2015 – VII 420 - 354-208xx-2013/005-011 - VV Meckl.-Vorp. Gl. Nr. 224 – 13; AmtsBl. M-V 2015 S. 665