Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/1997/Do_aufsp.htm
Timestamp: 2018-01-21 06:47:44
Document Index: 7979448

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 3', '§ 8', '§ 14', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 23', '§ 24', '§ 27', '§ 20', '§ 6', '§ 8', '§ 21', '§ 11', '§ 4', '§ 26']

für den Aufbaustudiengang Sportwissenschaft
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Diplomprüfungsordnung für den Aufbaustudiengang Sportwissenschaft vom 11.7.1994 als Satzung beschlossen, die vom Kultusministerium gemäß § 17 Abs. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7.10.1993 (GVBl. LSA S. 614), zuletzt geändert durch Gesetz vom 13.2.1996 (GVBl. LSA S. 74) i. V. m. Abschnitt III Nr. 3 des Beschlusses der Landesregierung Sachsen-Anhalt vom 21.11.1995 (MBl. LSA S. 2355), zuletzt geändert durch Beschluß vom 24.9.1996 (MBl. LSA S. 2012), am 4.12.1996 genehmigt worden ist.
für den Aufbaustudiengang Sportwissenschaft mit den Schwerpunkten
§ 3 Regelstudienzeit und Studienaufbau
§ 8 Prüfung der Lehreignung im Sport in Prävention, Rehabilitation und Therapie
§ 14 Bestehen, Nichtbestehen und Bescheinigung von Prüfungsleitstungen
2. Die Diplomprüfung
§ 19 Zweck und Durchführung der Diplomprüfung
§ 20 Fachliche Zulassungsvoraussetzungen für die Diplomprüfung
§ 21 Umfang und Art der Diplomprüfung
§ 23 Diplomurkunde
§ 24 Ungültigkeit der Diplomprüfung
§ 27 Inkrafttreten und Bekanntmachung
Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß im Aufbaustudiengang Sportwissenschaft. Die vorliegende Prüfungsordnung regelt die Durchführung der Diplomprüfung des Aufbaustudienganges Sportwissenschaft am Institut für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidaten bzw. Kandidatinnen die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben haben, die fachlichen Zusammenhänge überblicken und die Fähigkeit besitzen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
Ist die Diplomprüfung bestanden, verleiht der Fachbereich Musik-, Sport- und Angewandte Sprachwissenschaften den Diplomgrad " Diplom-Sportlehrer" bzw. "Diplom-Sportlehrerin".
(1) Die Regelstudienzeit des Aufbaustudiums beträgt vier Semester.
(2) Am Ende des dritten Semesters werden die Fachprüfungen der Diplomprüfung im Studiengang Sportwissenschaft abgelegt und mit Beginn des vierten Semesters die Diplomarbeit angefertigt.
(3) Lehrangebot und Studienplan werden so gestaltet, daß alle Veranstaltungen, an denen der Student bzw. die Studentin teilzunehmen hat, in drei Studiensemestern besucht werden können. Ihr Stundenvolumen beträgt insgesamt 60 Semesterwochenstunden.
ein achtwöchiges Fachpraktikum,
ein achtsemestriges Sportstudium erfolgreich abgeschlossen hat (Diplom- oder Magistergrad, Erste Staatsprüfung für ein Lehramt),
die fachlichen Zulassungsvoraussetzungen für die jeweilige Prüfung erfüllt, die regelmäßig im Nachweis bestimmter Studienleistungen (Leistungsnachweise) bestehen (§ 20),
(2) Die Zulassung ist zu versagen, wenn der Kandidat bzw. die Kandidatin die Diplomprüfung im Studiengang Sportwissenschaft an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden hat, oder wenn er bzw. sie sich in einem solchen Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet oder wenn seine oder ihre eingereichten Unterlagen unvollständig sind.
(3) Der Antrag auf Zulassung zur Diplomprüfung ist schriftlich zu stellen; ihm sind beizufügen:
die Nachweise über das Vorliegen der in Absatz 1 Nrn. 1 bis 4 genannten Zulassungsvoraussetzungen für die Diplomprüfung,
eine Erklärung darüber, ob der Kandidat oder die Kandidatin bereits eine Diplomprüfung in demselben Studiengang nicht bestanden hat oder ob er bzw. sie sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet.
(1) Die Diplomprüfung besteht aus Fachprüfungen und der Diplomarbeit. Fachprüfungen setzen sich aus Prüfungsleistungen (§§ 6 ff.) in einem Prüfungsfach oder in einem fächerübergreifenden Prüfungsgebiet zusammen; sie können auch aus nur einer Prüfungsleistung bestehen.
(2) Die Diplomprüfung (außer Diplomarbeit) wird bis zum Ende des dritten Semesters durchgeführt.
(4) Prüfungsleistungen können durch Studienleistungen ersetzt werden, sofern diese nach Anforderungen und Verfahren den Prüfungsleistungen gleichwertig sind (prüfungsrelevante Studienleistungen). Sie können die Diplomprüfung nicht vollständig ersetzen.
(5) Der bzw. die Studierende soll die Diplomprüfung zu den in der Prüfungsordnung festgelegten Terminen ablegen. Überschreitet er bzw. sie aus von ihm bzw. ihr zu vertretenden Gründen diese Fristen bei der Diplomprüfung um mehr als zwei Semester, oder legt er bzw. sie eine Prüfung, zu der er bzw. sie sich gemeldet hat, aus von ihm bzw. ihr zu vertretenden Gründen nicht ab, so gilt diese Prüfung als abgelegt und nicht bestanden.
die Prüfung der Lehreignung im Präventions-, Rehabilitations- und Therapiesport (§ 8),
(gilt nur für A II)
(1) Die sportpraktischen Prüfungen bestehen jeweils aus einer Überprüfung der sportlichen Leistungen und der Demonstration sportartenspezifischer Techniken. Sie erstrecken sich auf die jeweils in der Sportart geforderten einzelnen Prüfungsteile.
(2) Die Note einer sportpraktischen Prüfung setzt sich aus den Einzelnoten der Prüfungsteile zusammen, die gleichgewichtig ermittelt werden.
Prüfung der Lehreignung im Sport in Prävention, Rehabilitation und Therapie
(gilt nur für A 1)
(1) Die Prüfung der Lehreignung im Sport in Prävention, Rehabilitation und Therapie erfolgt durch eine Lehrprobe von ca. 45 Minuten Dauer und eine mündliche Prüfung von ca. 30 Minuten Dauer. Sie wird durch mindestens zwei Prüfende abgenommen.
(2) Mündliche Prüfungen werden von mindestens zwei Prüfenden (Kollegialprüfung) oder vor einem Prüfer bzw. einer Prüferin in Gegenwart eines sachkundigen Beisitzers bzw. einer Beisitzerin als Gruppenprüfung oder als Einzelprüfung abgelegt. Hierbei wird jeder Kandidat bzw. jede Kandidatin grundsätzlich nur von einem Prüfer bzw. einer Prüferin geprüft. Vor der Festsetzung der Note hört der Prüfer bzw. die Prüferin die anderen an einer Kollegialprüfung mitwirkenden Prüfer bzw. Prüferinnen oder den Beisitzer bzw. die Beisitzerin.
(1) In den Klausuren soll der Kandidat bzw. die Kandidatin nachweisen, daß er bzw. sie in begrenzter Zeit ein Problem fachgerecht erkennen und Wege zu einer Lösung finden und angemessen sprachlich darstellen kann. Dem Kandidaten bzw. der Kandidatin können Themen zur Auswahl gestellt werden.
(3) Das Thema und die Aufgabenstellung der Diplomarbeit müssen so eingegrenzt werden, daß die zur Bearbeitung vorgegebene Frist (§ 21 Abs. 4) eingehalten werden kann. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Den Kandidaten bzw. Kandidatinnen ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplomarbeit Vorschläge zu machen. Soll die Diplomarbeit in einer Einrichtung außerhalb der Hochschule durchgeführt werden, bedarf es hierzu der Zustimmung des bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Im Einzelfall kann auf begründeten Antrag die Prüfungskommission die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um höchstens drei Monate verlängern.
(3) Versucht der Kandidat bzw. die Kandidatin, das Ergebnis einer Prüfung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Ein Kandidat bzw. eine Kandidatin, der bzw. die den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer bzw. der Prüferin oder dem/der Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als "nicht ausreichend" (5,0). In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuß den Kandidaten bzw. die Kandidatin von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.
(1) Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn ihre Fachprüfungen bestanden sind und die Diplomarbeit mindestens mit "ausreichend" (4,0) bewertet wurde. Fachprüfungen sind bestanden, wenn die Fachnote mindestens "ausreichend" (4,0) beträgt.
(3) Hat der Kandidat bzw. die Kandidatin die Diplomprüfung nicht bestanden, oder gilt eine dieser Prüfungen als nicht bestanden, wird ihm bzw. ihr auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die zur Prüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen läßt, daß die Prüfung nicht bestanden ist.
(2) Fachprüfungen (außer Abs. 1), die nicht bestanden wurden oder als nicht bestanden gelten, können einmal wiederholt werden. Die Wiederholung einer bestandenen Fachprüfung ist nicht zulässig. Fehlversuche an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen sind anzurechnen.
(3) Die Diplomarbeit kann bei einer Beurteilung mit "nicht ausreichend" (5,0) einemal wiederholt werden. Eine Rückgabe des Themas der Diplomarbeit in der in § 11 Abs. 3 Satz 2 genannten Frist ist jedoch nur zulässig, wenn der Kandidat bzw. die Kandidatin bei der Anfertigung seiner/ihrer ersten Diplomarbeit von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hatte.
(4) Die zweite Wiederholung einer Fachprüfung kann der Prüfungsausschuß bei Vorliegen einer besonderen Härte auf begründeten Antrag und nur zum nächsten regulären Prüfungstermin zulassen. Der Antrag muß innerhalb von vier Wochen nach Mitteilung über die nicht bestandene Fachprüfung beim Prüfungsausschuß gestellt werden. Eine zweite Wiederholung der Diplomarbeit ist ausgeschlossen. Fehlversuche an anderen Hochschulen werden angerechnet.
(5) Eine Wiederholungsprüfung soll spätestens innerhalb von zwei Semestern nach Abschluß der nicht bestandenen Fachprüfung abgelegt werden. Versäumt der Kandidat bzw. die Kandidatin, sich innerhalb eines Jahres nach dem fehlgeschlagenen Versuch zur Wiederholungprüfung zu melden, verliert er bzw. sie den Prüfungsanspruch, es sei denn, er bzw. sie weist nach, daß er bzw. sie das Versäumnis dieser Frist nicht zu vertreten hat.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen im Diplomstudiengang Sportwissenschaft an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfung kann versagt werden, wenn mehr als die Hälfte der Fachprüfungen oder die Diplomarbeit anerkannt werden soll.
(1) Für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen bildet der Fachbereich einen Prüfungsausschuß. Ihm gehören fünf gewählte Mitglieder an, und zwar drei Vertreter der Gruppe der Professoren bzw. Professorinnen, ein hauptamtlich oder hauptberuflich in der Lehre tätiger Vertreter bzw. eine Vertreterin der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen und eine Student bzw. eine Studentin. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt 3 Jahre. Wiederwahl ist zulässig. Für das studentische Mitglied beträgt die Amtszeit ein Jahr. Der Prüfungsausschuß achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er ist insbesondere zuständig für die Entscheidung über Widersprüche gegen in Prüfungsverfahren getroffene Entscheidungen. Der Prüfungsausschuß berichtet regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, dem Fachbereich über die Entwicklung der Prüfungs- und Studienzeiten einschließlich der tatsächlichen Bearbeitungszeiten für die Diplomarbeit sowie über die Verteilung der Fach- und Gesamtnoten. Der Prüfungsausschuß kann die Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle auf den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende übertragen; dies gilt nicht für Entscheidungen über Widersprüche und den Bericht an den Fachbereich.
(1) Der Aufbaustudiengang führt zum Erwerb der Berufsbezeichnung "Diplomsportlehrer bzw. Diplomsportlehrerin für Prävention, Rehabilitation und Therapie" bzw. "Diplomsportlehrer bzw. Diplomsportlehrerin für Breiten- und Wettkampfsport". Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat bzw. die Kandidatin die für den Übergang in den Beruf notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge des Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
(2) Die Fachprüfungen der Diplomprüfung finden bis zum Ende des dritten Semesters statt. Danach erfolgt die Fertigstellung der Diplomarbeit.
die fachlichen Voraussetzungen gemäß § 4 Abs. 1 nachweist,
sich termingerecht zur Prüfung angemeldet hat und an folgenden Lehrveranstaltungen des Aufbaustudiums erfolgreich teilgenommen hat:
(1) Diese Prüfungsordnung findet auf alle Studierenden Anwendung, die ab Wintersemester 1995/96 für den Aufbaustudiengang eingeschrieben werden. Alle Studierenden, die ihr Studium nach der alten Ordnung begonnen haben, können auf Antrag die Diplomprüfung nach der neuen Ordnung ablegen. Eine Prüfung nach der alten Ordnung ist jedoch letztmalig möglich im Wintersemester 1997/98.
(1) Diese Prüfungsordnung tritt nach Genehmigung durch das Kultusministerium am Tage nach der Veröffentlichung im Ministerialblatt des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft. Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung vom 27.4.1992 außer Kraft (Ausnahme: § 26 Abs. 1).
(2) Diese Prüfungsordnung wird im Ministerialblatt des Landes Sachsen-Anhalt bekanntgemacht.