Source: http://www.betriebsrats-wahlen.de/page.asp?his=6640.6833
Timestamp: 2013-05-18 23:31:08
Document Index: 345382102

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 14', '§ 8', '§ 1', '§ 9', '§ 5', '§ 3', '§ 2', '§ 4', '§ 11']

Der Wahlvorstand 2014
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©iStockphoto.com/Anastasia Pelikh Ernennen Sie Ihren Wahlvorstand Einleitung der Wahl durch den Wahlvorstand So erstellen Sie eine gültige Wählerliste Die Erstellung von Vorschlagslisten für die Betriebsratswahl Berechnung der richtigen Anzahl der Betriebsratssitze Erlassen Sie das Wahlausschreiben Die Stimmabgabe Die Stimmauszählung Die Bekanntgabe des Wahlergebnisses Der Wahlvorstand führt die Betriebsratswahl durch
Das entscheidende Gremium einer Betriebsratswahl ist der Wahlvorstand. Ihm obliegt die Vorbreitung, Organisation und Durchführung der gesamten Wahl. Er hat die folgenden Aufgaben:
Aushang des Wahlausschreibens und Erstellung der Wählerliste Wahlvorschläge entgegennehmen, prüfen und bekannt geben Durchführung und Organisation des Wahlvorgangs Stimmauszählung und Sitzverteilung Bekanntgabe des Wahlergebnisses und Fertigen einer Wahlniederschrift Ernennen Sie Ihren Wahlvorstand Der erste Schritt zur erfolgreichen Betriebsratswahl ist die Ernennung eines neuen Wahlvorstands. Mindestens zehn Wochen vor dem Ende der Amtszeit des alten Betriebsrats müssen Sie einen neuen Wahlvorstand wählen. Aufgrund der vielfältigen Aufgaben, die der Wahlvorstand bewältigen muss, empfiehlt sich eine frühere Bestellung. Gleichzeitig ernennen Sie auch den Vorsitzenden des Wahlvorstands. Wichtiger Hinweis: In Unternehmen ohne Betriebsrat wählen je nach Größe des Betriebs eine Betriebs- oder eine Wahlversammlung den Wahlvorstand. Der Wahlvorstand hat mindestens drei stimmberechtigte Mitglieder, die auch gleichzeitig das aktive Wahlrecht haben müssen. Sie sind Wahlvorstand? In diesem Beitrag aus "Betriebsrat KOMPAKT" zeigen wir Ihnen, wie Sie sich problemlos auf die Betriebsratswahl vorbereiten. Lesen Sie jetzt gleich jetzt den Artikel: So bereitet sich der Wahlvorstand vor.pdf (54,71 KB) Übrigens: Die Zahl der Mitglieder kann erhöht werden, wenn eine ordnungsgemäße Durchführung der Wahl dies erfordern sollte. Das ist insbesondere wichtig für große Betriebe, in denen an mehr als drei Orten Wahllokale eingerichtet werden. Der Wahlvorstand besteht immer aus einer ungeraden Zahl von Mitgliedern. Außerdem kann jede in Ihrem Betrieb vertretene Gewerkschaft darüber hinaus nicht stimmberechtigte Mitglieder entsenden. Einleitung der Wahl durch den Wahlvorstand
So erstellen Sie eine gültige Wählerliste
Eine Woche vor der Betriebsratswahl müssen gültige Wählerlisten zusammengestellt und ausgelegt werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Wahlvorstand bei der Ermittlung der wahlberechtigten Arbeitnehmer zu unterstützen. Er muss dem Wahlvorstand alle nötigen Informationen zur Erstellung der Wählerliste zur Verfügung stellen. Praxis-Tipp: Am besten Sie bitten Ihren Arbeitgeber schriftlich um die Aushändigung der erforderlichen Unterlagen. Nutzen Sie dafür unser vorformuliertes Musterschreiben!
Musterschreiben - Aushaendigung von Unterlagen fuer Waehlerlisten 2014.doc (42,00 KB) Übrigens, mit jeder Ausgabe erhalten die Leser von "Betriebsrat KOMPAKT" praktische Arbeitshilfen wie diese! Machen Sie sich Ihre Betriebsratsarbeit einfacher! Testen Sie Betriebsrat kompakt jetzt 30 Tage kostenlos. Die Wählerliste sollte im Betrieb an einer Stelle ausliegen, an der jeder Arbeitnehmer sie problemlos und ohne hohen Aufwand einsehen kann.Der Wahlvorstand muss die Liste bis zum Tag der Stimmabgabe sorgfältig korrigieren, falls Änderungen im Betrieb vorgenommen werden (zum Beispiel Ausscheiden eines Kollegen). Die Wählerliste muss außerdem bis zum Abschluss der Stimmabgabe ausliegen.
Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie aber, dass in Ausdrucken der Wählerlisten, die ausgehängt werden sollen, das Geburtsdatum der Wähler nicht erscheinen darf. Überprüfen Sie anhand dieser Aufstellung, ob Ihre Wählerliste korrekt zusammengestellt ist.
Sind alle Wahlberechtigten aufgeführt? Sind die Wahlberechtigten getrennt nach Geschlecht aufgeführt? Sind die Wahlberechtigten in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen sortiert? Enthält die Wählerliste Nachname, Vorname und Geburtsdatum der Wahlberechtigten? Sind Leiharbeitnehmer gesondert gekennzeichnet? VORSICHT: Der Wahlvorstand ist verpflichtet, ausländische Kollegen, die der deutschen Sprache nicht oder nur teilweise mächtig sind, in geeigneter Weise rechtzeitig vor Einleitung der Wahl über Wahlverfahren, Aufstellung der Wähler und Vorschlaglisten, Wahlvorgang und Stimmabgabe zu informieren. Andernfalls kann die Wahl anfechtbar werden. (§ 2 Abs. 5 Wahlordnung und BAG, Beschluss v. 13.10.2004, Az.: 7 ABR 5/)
Die Erstellung von Vorschlagslisten für die Betriebsratswahl
Hat der Wahlvorstand das Wahlausschreiben erlassen, so haben die Arbeitnehmerund die im Betrieb vertretenen Gewerkschaften (§ 14 Abs. 5 BetrVG) zwei Wochen Zeit, Vorschlaglisten für die Betriebsratswahl bei einem beliebigen Mitglied des Wahlvorstands einzureichen. Achtung: Sind innerhalb dieser Frist keine gültigen Vorschlaglisten beim Wahlvorstand eingegangen, verlängert der Wahlvorstand die Frist um eine Woche. Liegt dann immer noch keine gültige Vorschlagliste vor, findet die Betriebsratswahl nicht statt. Der Wahlvorstand muss dies dann öffentlich bekannt geben Vorschlagslisten müssen vom Wahlvorstand geprüft werdenInnerhalb zweier Arbeitstage nach Erhalt muss der Wahlvorstand die Vorschlaglisteauf ihre Gültigkeit hin prüfen und den Listenvertreter über das Ergebnis der Prüfung in Kenntnis setzen (§ 8 Abs. 1 und 2 WO). In einigen Fällen können ungültige Vorschlaglisten nachgebessert werden.
Machen Sie’s sich einfacher! Nutzen Sie zur Prüfung unsere praktischen Checklisten:
Checkliste Gueltigkeit der Vorschlagsliste 2014.doc (41,50 KB) Checkliste Ungueltigkeit der Vorschlagsliste 2014.doc (41,50 KB) Vorschlagslisten müssen öffentlich ausgehängt werdenSpätestens zwei Wochen vor der Wahl hängt der Wahlvorstand die Vorschlaglistenaus. Für jede Liste muss ein Listenvertreter festgelegt werden. Die einzelnen Vorschlagslisten erhalten Ordnungsnummern (unter bestimmten Voraussetzungen können auch Kennwörter für die Listen vergeben werden). Der Wahlvorstand hat unter Anwesenheit der Listenvertreter diese Ordnungsnummern zuzulosen. Gut zu wissen! Besonders in größeren Betrieben ist der Einsatz von Wahlhelfern bei der Betriebsratswahl manchmal unumgänglich. Beachten Sie dabei unbedingt folgende Punkte: Der Wahlvorstand kann die Wahlhelfer durch einen Beschluss einsetzen (§ 1 Abs. 2 Satz 2 WO). Der Arbeitgeber muss den Wahlhelfern in der Zeit der Wahl ganz normal Lohn und Gehalt zahlen. Der Wahlvorstand bestimmt, welche Kollegen als Wahlhelfer eingesetzt werden und wie viele. Allerdings dürfen nur wahlberechtigte Arbeitnehmer zu Wahlhelfern ernannt werden. Der Wahlvorstand sollte Wahlhelfer frühzeitig ernennen. Er ist dafür verantwortlich, diese so einzuweisen, dass sie keine Fehler machen. Auch der Arbeitgeber ist dankbar wenn er rechtzeitig weiß, wo am Tag der Wahl personelle Engpässe auftreten. Berechnen Sie die richtige Anzahl der Betriebsratssitze
Der Wahlvorstand hat vor der Betriebsratswahl die Anzahl der Sitze zu berechnen. Bei der Ermittlung der Sitze des Betriebsrats ist nach § 9 BetrVG die Anzahl der „in der Regel“ beschäftigten Arbeitnehmer maßgeblich. Bei der Festlegung der Sitze für das Minderheitengeschlecht muss der Wahlvorstand nach § 5 Abs. 1 WO die Anzahl der Männer und Frauen, die am Tag des Erlasses des Wahlausschreibens tatsächlich im Betrieb arbeiten, berücksichtigen.Wenn die Größe des Gremiums feststeht, hat der Wahlvorstand die Anzahl der Sitze zu berechnen, die auf das Geschlecht, das in der Belegschaft in der Minderheit vertreten ist (Minderheitengeschlecht), mindestens entfallen müssen. Danach muss er die Sitzverteilung korrekt vornehmen.Dazu muss der Wahlvorstand zunächst Frauen und Männer im Betrieb nebeneinander stellen und in Anwendung des d’Hondtschen Höchstzahlensystems berechnen.
Erlassen Sie das Wahlausschreiben
Stehen der Wahltermin und damit auch alle Fristen fest, müssen Sie das Wahlausschreiben nach den Vorschriften des § 3 Wahlordnung (WO) erlassen. Der Erlass darf jederzeit geschehen, spätestens 6 Wochen (Link auf Fristen) vor der ersten Stimmabgabe. Mit dem Erlass dieses Wahlausschreiben ist die Betriebsratswahl eingeleitet. Das Wahlausschreiben muss u. a. folgende Punkte enthalten:
Datum seines Erlasses die Bestimmung des Orts, an dem die Wählerliste und diese Verordnung ausliegen, sowie im Fall der Bekanntmachung in elektronischer Form (§ 2 Abs. 4 Satz 3 und 4) wo und wie von der Wählerliste und der Verordnung Kenntnis genommen werden kann dass nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wählen oder gewählt werden können, die in die Wählerliste eingetragen sind, und dass Einsprüche gegen die Wählerliste (§ 4) nur vor Ablauf von zwei Wochen seit dem Erlass des Wahlausschreibens schriftlich beim Wahlvorstand eingelegt werden können; der letzte Tag der Frist ist anzugeben Mehrheitswahl oder Verhältniswahl? Legen Sie das Wahlverfahren festLiegt nur eine gültige Vorschlagliste vor, wird eine Mehrheitswahl durchgeführt. Die Stimmzettel enthalten dann Namen, Vornamen und Art der Beschäftigung im Betrieb der Kandidaten. Bei mehreren gültigen Vorschlaglisten wird eine Verhältniswahl durchgeführt. Die Stimmzettel enthalten dann die Vorschlaglisten in der Reihenfolge der Ordnungsnummern, Kennwort der Listen, sowie Namen, Vornamen und Art der Beschäftigung im Betrieb der jeweils ersten zwei Kandidaten einer Liste.
Nachdem alle Vorbreitungen abgeschlossen sind, rückt die Stimmabgabe – also die Wahl im eigentlichen Sinn - immer näher. Die persönliche Stimmabgabe am Wahltag läuft in 4 Schritten ab
Schritt: Unmittelbar vor der Stimmabgabe händigt ein Mitglied des Wahlvorstands oder ein Wahlhelfer den Stimmzettel nebst Wahlumschlag an den Wähler aus. Der Wähler kennzeichnet dann unbeobachtet in Wahlkabinen die von ihm gewählte Vorschlagsliste durch Ankreuzen an der vorgesehenen Stelle und steckt den Stimmzettel in den Wahlumschlag. Nach dem Wahlvorgang hat der Wähler seinen Namen gegenüber einem Mitglied des Wahlvorstands bzw. einem Wahlhelfer zu nennen. Der Wähler wird dann in der Wählerliste gekennzeichnet. Anschließend steckt der Wähler den Wahlumschlag in die Wahlurne. Neben der persönlichen Stimmabgabe gibt es auch noch die Möglichkeit der schriftlichen Stimmabgabe. Näher Informationen dazu finden Sie in unserer Rubrik „Rechtliche Grundlagen bei der Betriebsratswahl“Wichtiger Hinweis: Die genauen Vorschriften der Stimmabgabe finden Sie im § 11 der Wahlordnung. Die Stimmauszählung
Der Wahlvorstand hat unverzüglich nach Abgabe der letzten Stimme die Stimmauszählung in öffentlicher Sitzung vorzunehmen. Achtung: Der Grundsatz des Wahlgeheimnisses verlangt, dass die Auszählung der Stimmen erst nach der Beendigung der Wahlhandlung vorgenommen wird. Dies gilt besonders, wenn die Wahl über mehrere Tage geht oder zu verschiedenen Zeiten stattfindet. Der Wahlvorstand muss dafür sorgen, dass während einer Unterbrechung die Wahlurnen sichergestellt und versiegelt werden. Nach Öffnung der Wahlurne entnimmt der Wahlvorstand die Stimmzettel den Wahlumschlägen und zählt dann die auf jede Vorschlagsliste bzw. auf jeden Bewerber/ auf jede Bewerberin entfallenen Stimmen zusammen. Dabei hat der auch die Gültigkeit der Stimmen zu prüfen. Beispiele für ungültige Stimmzettel:Ungültig sind Stimmzettel, die sich nicht im Wahlumschlag befinden, die mit einem besonderen Merkmal versehen sind oder aus denen sich der Wille des Wählers nicht zweifelsfrei ergibt. Die Bekanntgabe des Wahlergebnisses
Die Erstellung der WahlniederschriftDer Wahlvorstand muss die Wahlniederschrift erstellen, wenn das vorläufige Wahlergebnis feststeht. Sie enthält u. a. die Namen der gewählten Bewerber. Die Wahlniederschrift muss vom Vorsitzenden und von mindestens einem weiteren stimmberechtigten Mitglied des Wahlvorstands unterschrieben sein. Eine Abschrift ist dem Arbeitgeber zu übersenden.
Wichtiger Hinweis: Die Stimmauszählung, die Erstellung der Wahlniederschrift und alles anderen Vorschriften der Betriebsratswahl sind in der Wahlordnung (WO) und im Betriebsverfassungsgesetze (BetrVG, 2. Teil, 1. Abschnitt) geregelt.Vom „vorläufigen“ zum „endgültigen“ WahlergebnisDer Wahlvorstand hat die in den Betriebsrat gewählten Arbeitnehmer unverzüglich zu benachrichtigen.Achtung: Jede gewählte Person kann binnen drei Tagen nach dem Zugang der Benachrichtigung gegenüber dem Wahlvorstand die Wahl ablehnen. Sobald diese Frist abgelaufen ist, gilt die Wahl als angenommen.Sobald die Namen der Betriebsratsmitglieder endgültig feststehen und damit das endgültige Wahlergebnis festgestellt werden kann, hat der Wahlvorstand die Namen der künftigen Betriebsratsmitglieder in der üblichen Weise durch Aushang bekannt zu geben. Mit den Insider-Tipps erfolgreicher Betriebsräte vertreten Sie Ihre Kollegen stets optimal und sichern sich die beste Verhandlungsposition. „Betriebsrat intern“ unterstützt Sie dabei. Probieren Sie es aus und testen Sie „Betriebsrat intern“ jetzt 30 Tage kostenlos. © 2013 i.b.m. Institut für Betriebliche Mitbestimmung von GWI – eine Marke der WEKA MEDIA GmbH & Co. KG · AGB · Impressum ·
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