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Timestamp: 2016-10-24 08:46:04
Document Index: 38853215

Matched Legal Cases: ['Art. 173', 'Art. 48', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 321', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 173', 'Art. 321', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 273', 'Art. 173', 'Art. 269', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'BGE', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 273', 'Art. 278']

6S.171/2003 (10.09.2003)
6S.171/2003 /kra
Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher lic. iur. Martin Schwaller, Obere Vorstadt 37, 5001 Aarau,
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Bischofberger, Mellingerstrasse 6, Postfach 2028, 5402 Baden.
vom 14. M�rz 2003.
Am 18. Juni 1999 versandte Rechtsanwalt A.________ ein von ihm verfasstes Schreiben an das Anwaltsb�ro Dr. B.________ und Partner mit unter anderem folgendem Inhalt:
Sie haben nachweislich �ber die Jahre sich immer mehr das Vertrauen des YZ.________ erschlichen, und es wird behauptet, dass der Abschluss dieses unglaublichen Vergleichs Ihnen, der sich in katastrophalen finanziellen Verh�ltnissen befinden soll, einen Verm�gensvorteil nicht unbetr�chtlicher Art verschafft haben soll.
Dar�ber hinaus sollen Recherchen ergeben haben, dass Sie an zwei Bordellbetrieben beteiligt sein sollen. Die Beweggr�nde, sich auf diese Weise zu gesunden, liegen damit halbwegs offen..."
Rechtsanwalt A.________ st�tzte diese �usserungen auf entsprechende Aussagen, die sein Mandant XZ.________ ihm gegen�ber gemacht hatte.
Das Bezirksgericht Baden, 3. Abteilung, erkannte am 26. M�rz 2002:
1. Der Beklagte XZ.________ ist schuldig der �blen Nachrede (Art. 173 Ziff. 1 StGB).
2. Er wird hief�r in Anwendung der obgenannten Bestimmung sowie gest�tzt auf Art. 48 und 63 StGB mit einer Busse von Fr. 2'000.-- bestraft.
Am 14. M�rz 2003 wies das Obergericht des Kantons Aargau, 2. Strafkammer, die Berufung XZ.________s - ausser in einem hier nicht interessierenden Kostenpunkt - ab.
Gegen dieses Urteil hat XZ.________ sowohl staatsrechtliche Beschwerde wie auch eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde eingereicht. In der Nichtigkeitsbeschwerde beantragt er die Aufhebung des angefochtenen Urteils, ferner die aufschiebende Wirkung und die unentgeltliche Rechtspflege.
Mit Schreiben vom 28. Mai 2003 wies der Kassationshof den Beschwerdef�hrer unter anderem darauf hin, dass sein Gesuch um aufschiebende Wirkung nicht begr�ndet sei.
Mit Schreiben vom 10. Juni 2003 zog der Beschwerdef�hrer sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r beide Beschwerdeverfahren zur�ck.
Das Obergericht beantragt in seinen Gegenbemerkungen die Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde. Weitere Vernehmlassungen wurden nicht eingeholt.
Gem�ss Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich der �blen Nachrede schuldig, wer jemanden bei einem anderen eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu sch�digen, beschuldigt oder verd�chtigt.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Anwalt sei nicht ein "anderer" im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, womit dieses Tatbestandsmerkmal objektiv nicht erf�llt sei und deshalb auch keine T�terschaft gem�ss dieser Bestimmung vorliege.
1.1 Die Vorinstanz hielt fest, dass der deutsche Anwalt A.________ die Informationen f�r das Schreiben vom 8. Juni 1999 unbestrittenermassen vom Beschwerdef�hrer erhalten habe. Letzterer habe somit die inkriminierten �usserungen im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gegen�ber einem Dritten gemacht (BGE 86 IV 209) und demnach in diesem Punkt tatbestandsm�ssig gehandelt.
Auch Vertrauenspersonen seien Dritte, denen gegen�ber der Geltungsanspruch einer Person beeintr�chtigt werden k�nne. Nun lasse sich jedoch gem�ss einer in der Lehre vertretenen Auffassung in diesen F�llen die Annahme von Straflosigkeit auf eine Interessenabw�gung st�tzen, bei der dem Mitteilungsbed�rfnis insoweit der Vorrang gegeben werde, als der "T�ter" nicht wider besseres Wissen handle und aus tats�chlichen oder rechtlichen Gr�nden davon ausgehen k�nne, dass seine �usserungen von den Adressaten als vertraulich behandelt w�rden (G�nter Stratenwerth/Guido Jenny, Schweizerisches Strafrecht, Bes. Teil I, 6. Aufl., Bern 2003, � 11 N. 25). Auch wenn man dieser Auffassung folgte, k�me dem Mitteilungsbed�rfnis des Beschwerdef�hrers gegen�ber dem Anwalt A.________ kein Vorrang zu. Der Beschwerdef�hrer habe n�mlich nicht davon ausgehen k�nnen, dass seine �usserungen gegen�ber A.________ von diesem als vertraulich behandelt w�rden, habe er doch dem Anwalt gem�ss seinen eigenen Worten eine Zusammenfassung seiner Informationen �ber den Beschwerdegegner geben wollen. Der Streit zwischen den Parteien habe ebenfalls den Sachverhalt im Zusammenhang mit der Erbangelegenheit des Vaters des Beschwerdef�hrers betroffen. Ein Mandant k�nne nicht davon ausgehen, dass Informationen an seinen Anwalt, die mit dem Streitgegenstand, dessentwegen er den Anwalt aufgesucht habe, im Zusammenhang st�nden, von diesem nicht weiterverwendet w�rden. Anders verhalte es sich bloss, wenn der Mandant dem Anwalt Zusatzinformationen liefere mit dem Verbot, diese zu verwenden. Dies mache der Beschwerdef�hrer aber nicht geltend. Dem Anwalt komme nicht die einem Arzt oder Geistlichen vergleichbare Rolle eines "confident n�cessaire" zu. Im Unterschied zu Anw�lten, denen Informationen vermittelt w�rden, damit sie diese in irgendeiner Form verwenden, seien Geistliche und �rzte in der Regel lediglich Ansprechpartner f�r den Ratsuchenden bzw. Patienten, und es geh�re nicht zu deren Aufgabenbereich, mit diesen Informationen f�r den Klienten bei Dritten ein Ziel zu erreichen. Das Tatbestandsmerkmal des Dritten sei somit erf�llt.
Selbst wenn man annehmen wollte, beim Anwalt A.________ habe es sich nicht um einen Dritten im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB gehandelt, w�re das Tatbestandsmerkmal erf�llt. Diesfalls m�sste davon ausgegangen werden, der Beschwerdef�hrer habe sich des Tatbestands in Mitt�terschaft schuldig gemacht. Die �usserungen im Schreiben des damaligen Anwalts des Beschwerdef�hrers seien von den Sekret�rinnen des Beschwerdegegners als Dritten wahrgenommen worden. In F�llen, in denen der Anwalt in einer im Namen des Mandanten verfassten Prozessschrift ehrverletzende �usserungen verwende, sei nicht anzunehmen, der Anwalt habe diese von sich aus und gegen den Willen des Mandanten getan, und es habe auch der Verletzte unter solchen Umst�nden f�r den Regelfall von einer Beteiligung von Partei und Anwalt auszugehen (BGE 110 IV 87). Es k�nne nicht ernsthaft daran gezweifelt werden, dass das Schreiben im Wissen und im Einverst�ndnis des Beschwerdef�hrers geschrieben worden sei. Die gegenteiligen Beteuerungen seien nichts als Schutzbehauptungen. Selbst wenn also nicht bereits die �usserungen des Beschwerdef�hrers gegen�ber dem Anwalt als gegen�ber einem Dritten erfolgt zu betrachten w�ren, w�re dieses Tatbestandsmerkmal zumindest mit der Kenntnisnahme des Schreibens durch die Sekret�rinnen des Beschwerdegegners erf�llt, weil sich der Beschwerdef�hrer die Ehrverletzungen im Schreiben zurechnen lassen m�sse.
1.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe den Anwalt zu Unrecht als Dritten im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB betrachtet. Dem Anwalt komme wie dem Arzt die Rolle eines "confident n�cessaire" zu. Zwischen dem Mandanten und seinem Anwalt bestehe notgedrungen ein sehr enges Vertrauensverh�ltnis. Nicht selten m�sse ein Mandant gegen�ber seinem Anwalt sein Herz aussch�tten d�rfen, um hernach auf sachlicher Ebene mit ihm �ber den Fall sprechen zu k�nnen. Es liege, soweit die ge�usserten Vermutungen �berhaupt als ehrenr�hrig qualifiziert werden k�nnten, zumindest ein ausser- oder �bergesetzlicher Rechtfertigungsgrund vor. Nach Rechtsprechung und Lehre bestehe gest�tzt darauf und in der Wahrnehmung berechtigter Interessen ein sozialad�quates und damit erlaubtes Risiko. Der Beschwerdef�hrer habe ein solches berechtigtes Interesse. Die Auffassung, eine Instruktion d�rfe nicht auch so genannte "weiche Faktoren" wie Image, Ger�chte usw. umfassen, zeuge von realit�tsferner Sicht. Sie missachte die �usserungsfreiheit und das Vertrauensverh�ltnis zwischen dem Mandanten und dem Anwalt. Die Geheimhaltungspflicht sei Voraussetzung f�r das notwendige Vertrauen. Der Zweck der Konsultation eines Rechtsanwaltes bestehe gerade darin, dass dieser den Mandanten unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde rechtlich berate. Dazu geh�re unter anderem auch die Er�rterung allf�lliger Motive der Gegenpartei f�r ein angeblich sch�digendes Verhalten. Die Aufgabe des Rechtsanwaltes bestehe diesfalls auch darin, den Mandanten auf die rechtliche Problematik allf�llig ehrverletzender Ger�chte hinzuweisen. Es k�nne doch nicht davon ausgegangen werden, der Rechtsanwalt werde dem Mandanten empfehlen, eine �ble Nachrede zu begehen beziehungsweise an einer solchen mitzuwirken; er m�sse ihn im Gegenteil davon abhalten. Der Mandant d�rfe darauf vertrauen, dass der beauftragte Rechtsanwalt sich an das gesetzliche Berufsgeheimnis halte und Ger�chte auf ihren Wahrheitsgehalt pr�fe, bevor er dann allenfalls davon in zul�ssiger Weise Gebrauch mache.
1.3 Der Tatbestand der �blen Nachrede im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB setzt voraus, dass die ehrverletzende �usserung gegen�ber einem "anderen", dass heisst einem Dritten erfolgt. Grunds�tzlich ist jede Person Dritte, die nicht mit dem T�ter oder dem Verletzten identisch ist, so auch der Anwalt (BGE 86 IV 209). In der Lehre spricht sich der �berwiegende Teil der Autoren f�r eine Einschr�nkung dieses Kreises aus. Ehrverletzende �usserungen im engsten Familienkreis und gegen�ber gem�ss Art. 321 StGB zur Geheimhaltung verpflichteten Personen sollen unter Umst�nden straflos sein (Martin Schubarth, Kommentar zum Schweizerischen Strafrecht, Bes. Teil, 3. Band, Bern 1984, Art. 173 N. 39; Stefan Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Aufl., Z�rich 1997, Art. 173 N. 4; Peter Noll, Schweizerisches Strafrecht, Bes. Teil I, Z�rich 1983, S. 113; J�rg Rehberg/Niklaus Schmid/Andreas Donatsch, Strafrecht III, 8. Aufl., Z�rich 2003, S. 323/324; wohl auch Franz Riklin, Basler Kommentar, Band II, Basel 2003, Art. 173 N. 6, nach dessen Auffassung man sich hier auf die Sozialad�quanz berufen k�nne; unentschieden Bernard Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. 1, Bern 2002, Art. 173 StGB N. 43-45). Der Kassationshof hat in seinem nicht publizierten Urteil vom 11. Juli 1957 (zitiert in BGE 86 IV 209) die Frage aufgeworfen, aber offen gelassen, ob allenfalls Personen, denen die Rolle von "confidents n�cessaires" zukomme, vom Kreis der Dritten im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB auszunehmen seien. In BGE 86 IV 209, hat er aber erkannt, dass der Rechtsanwalt f�r den Mandanten kein "confident n�cessaire" und somit ein Dritter im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sei. Im Urteil 6S.608/1991 vom 24. Januar 1992 hat der Kassationshof unter Hinweis auf Art. 321 StGB (Verletzung des Berufsgeheimnisses) eine �rztin als "confidente n�cessaire" und somit nicht als Dritte im Sinne von Art. 173 Abs. 1 Ziff. 1 StGB qualifiziert. In der Lehre wird unter anderem die Auffassung vertreten, dass grunds�tzlich auch Vertrauenspersonen Dritte seien, denen gegen�ber der Geltungsanspruch des Verletzten beeintr�chtigt werden k�nne. Die Straflosigkeit lasse sich jedoch auf eine Interessenabw�gung st�tzen, bei der dem Mitteilungsbed�rfnis insoweit Vorrang einger�umt werde, als der "T�ter" nicht wider besseres Wissen handle und aus tats�chlichen oder rechtlichen Gr�nden davon ausgehen k�nne, dass seine �usserungen von den Adressaten auch vertraulich behandelt w�rden (Stratenwerth/Jenny, a.a.O., � 11 N. 25).
Ob im Sinne dieses L�sungsansatzes bei einem Rechtsanwalt eher die Stellung als Vertrauensperson in den Vordergrund r�ckt und er unter Umst�nden nicht als Dritter im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu betrachten ist, kann vorliegend indessen offen gelassen werden. Selbst bei einer weniger weiten Auslegung des Tatbestandsmerkmals des "anderen" k�nnte der damalige Anwalt des Beschwerdef�hrers nicht als "confident n�cessaire" betrachtet werden. Gem�ss den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz konnte der Beschwerdef�hrer nicht davon ausgehen, dass seine �usserungen gegen�ber seinem Anwalt A.________ von diesem als vertraulich behandelt w�rden, hat er ihm doch gem�ss seinen eigenen Worten eine Zusammenfassung seiner Informationen �ber den Beschwerdegegner geben wollen. Er konnte somit nicht annehmen, sein Anwalt w�rde derartige Informationen nicht in der einen oder anderen Art in seine Strategie einbauen. Er setzte seinen damaligen Anwalt in einem Streit gegen die UBS ein. In diesem Zusammenhang standen nach seinen Worten auch "die Machenschaften der Gegenpartei zur Diskussion". Aufgrund dieser tats�chlichen Feststellungen kommt die Vorinstanz zum Schluss, es k�nne nicht ernsthaft daran gezweifelt werden, dass der Brief im Wissen und im Einverst�ndnis des Beschwerdef�hrers geschrieben worden ist.
Es ist demnach davon auszugehen, dass der damalige Anwalt des Beschwerdef�hrers als Dritter im Sinne von Art. 173 Ziff.1 Abs. 1 StGB zu betrachten ist.
1.4 Die Frage, ob auch die Sekret�rinnen des Beschwerdegegners Dritte sind, wie die Vorinstanz annimmt, kann daher offen bleiben.
Auf die diesbez�glichen R�gen k�nnte im �brigen nicht eingetreten werden. Indem der Beschwerdef�hrer geltend macht, es habe ihm an Wissen und Willen gefehlt, wendet er sich gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz. Solche Vorbringen sind im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde unzul�ssig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP).
Die Nichtigkeitsbeschwerde ist somit in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Im Weiteren r�gt der Beschwerdef�hrer, dass er f�r seine �usserung, der Beschwerdegegner sei an Bordellbetrieben beteiligt gewesen, nicht zum Entlastungsbeweis zugelassen wurde.
2.1 Die Vorinstanz hielt dazu fest, der Beschwerdef�hrer hege einen Groll gegen den Beschwerdegegner, weil er denke, dieser habe sich in der Erbschaftssache betreffend den verstorbenen Vater YZ.________ durch unlautere Machenschaften bereichert. Der Beschwerdef�hrer habe nach seinen Ausf�hrungen in der Berufung mit seinem Anwalt A.________ unter anderem auch nach m�glichen Motiven des Beschwerdegegners f�r dessen - nach Ansicht des Beschwerdef�hrers begangenen - Verfehlungen im Zusammenhang mit seiner Funktion als Willensvollstrecker und Interessenvertreter des Verstorbenen suchen wollen. Die �usserung, der Beschwerdegegner sei an Bordellbetrieben beteiligt, habe keinen Zusammenhang mit den �brigen Vorw�rfen, die gem�ss dem Beschwerdef�hrer voraussichtlich in einem Zivilverfahren zu beurteilen seien. Der Beschwerdef�hrer habe somit keine begr�ndete Veranlassung gehabt, eine solche Bemerkung gegen�ber seinem Anwalt vorzubringen. Der zumindest �berwiegende Zweck dieser �usserung habe in der Beleidigung des Beschwerdegegners gelegen. F�r diese Aussage sei der Beschwerdef�hrer somit nicht zum Entlastungsbeweis zuzulassen.
2.2 Der Beschwerdef�hrer sieht eine Bundesrechtsverletzung darin, dass ihm die F�hrung des Entlastungsbeweises betreffend die angebliche Beteiligung des Beschwerdegegners an Bordellen vorenthalten worden sei. Zur Begr�ndung f�hrt er unter anderem aus, dass der ihm bis anhin im Einzelnen nicht bekannte Geldfluss zwischen YZ.________ sel. und dem Beschwerdegegner sowie den Bordellbetrieben in einem Zivilprozess Prozessthema geworden w�re, wenn sich herausgestellt h�tte, dass sich der Beschwerdegegner wegen Beteiligungen an Bordellen in einer finanziell misslichen Lage befinde. Es habe somit auch beim Vorwurf der Beteiligung an Bordellen begr�ndete Veranlassung im Sinne von Art. 173 Ziff. 3 StGB bestanden. Die Aufgabe von Rechtsanwalt A.________ sei es lediglich gewesen, die Vermutungen abzukl�ren.
2.3 Soweit sich der Beschwerdef�hrer gegen die Beweisw�rdigung wendet, ist auf seine Vorbringen nicht einzutreten, weil damit nicht eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird (Art. 269 Abs. 1 BStP).
Beweist der Beschuldigte, dass die von ihm vorgebrachte oder weiterverbreitete �usserung der Wahrheit entspricht, oder dass er ernsthafte Gr�nde hatte, sie in guten Treuen f�r wahr zu halten, so ist er nicht strafbar (Art. 173 Ziff. 2 StGB). Der Beschuldigte wird zum Beweis nicht zugelassen und ist strafbar f�r �usserungen, die ohne Wahrung �ffentlicher Interessen oder sonst wie ohne begr�ndete Veranlassung, vorwiegend in der Absicht vorgebracht oder verbreitet werden, jemandem �bles vorzuwerfen, insbesondere, wenn sich die �usserungen auf das Privat- oder Familienleben beziehen (Art. 173 Ziff. 3 StGB). Nach der Rechtsprechung, die von der Doktrin grunds�tzlich gebilligt wird, kommt ein Ausschluss vom Entlastungsbeweis nur in Betracht, wenn kumulativ die beiden vom Gesetz genannten Kriterien gegeben sind, wenn also der Beschuldigte die �usserung ohne begr�ndete Veranlassung und vorwiegend in der Absicht, jemandem �bles vorzuwerfen, gemacht hat (BGE 116 IV 31 E. 3; 101 IV 292 E. 2; 98 IV 90 E. 4a, 89 IV 190 E. 1; 82 IV 91 E. 2; Riklin, a.a.O., Art. 173 N. 21; Stratenwerth/Jenny, a.a.O., � 11 N. 36; Trechsel, a.a.O., Art. 173 N. 15). Dabei darf weder aus dem Fehlen einer begr�ndeten Veranlassung auf die genannte Absicht noch umgekehrt aus dem Vorliegen einer �blen Absicht auf das Fehlen einer begr�ndeten Veranlassung geschlossen werden (BGE 116 IV 31 E. 3 S. 38). Eine begr�ndete Veranlassung kann sich auf �ffentliche oder private Interessen beziehen. Sie muss objektiv bestanden haben und Beweggrund f�r die �usserung gewesen sein (vgl. BGE 82 IV 91 E. 3 S. 97, dazu auch mit Beispielen Riklin, a.a.O., Art. 173 N. 21; Stratenwerth/Jenny, a.a.O., � 11 N. 35; Trechsel, a.a.O., Art. 173 N. 15 ff.).
Die Veranlassung zur �usserung muss mithin begr�ndet und objektiv sein. Es muss ein tats�chlich zureichender Anlass bestehen, diese �usserung zu machen (BGE 82 IV 91 E. 3 S. 97; Stratenwerth/Jenny, a.a.O., � 11 N. 35). Dem Beschwerdef�hrer ging es gem�ss den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz darum, mit seinem Anwalt A.________ unter anderem auch nach m�glichen Motiven des Beschwerdegegners f�r dessen - nach Ansicht des Beschwerdef�hrers begangenen - Verfehlungen im Zusammenhang mit seiner Funktion als Willensvollstrecker oder Interessenvertreter des verstorbenen Vaters YZ.________ sel. zu suchen. F�r den in diesem Zusammenhang get�tigten Hinweis auf die Beteiligung an zwei Bordellbetrieben bestand objektiv keine begr�ndete Veranlassung. Vielmehr stellten die Hinweise in der Beschwerdeschrift, dass sich der Beschwerdegegner wegen einer Beteiligung an Bordellbetrieben in einer misslichen Lage befinde und dass zwischen dieser misslichen Lage und dem angeblichen Geldfluss zwischen YZ.________ sel. und dem Beschwerdegegner ein Zusammenhang bestehe, nichts anderes als auf keinerlei Tatsachen abgest�tzte spekulative Verd�chtigungen dar. Daraus ergibt sich keine objektiv begr�ndete Veranlassung f�r die Behauptung, dass der Beschwerdegegner an Bordellbetrieben beteiligt gewesen sei. Der Beschwerdef�hrer ist in diesem Punkt zu Recht nicht zum Entlastungsbeweis zugelassen worden. Somit ist die Nichtigkeitsbeschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
3.1 Im Weiteren wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen "einseitige Ausf�hrungen", welche die Vorinstanz bei der Frage der Zulassung des Entlastungsbeweises bez�glich der �usserungen gemacht habe, wonach sich der Beschwerdegegner das Vertrauen von YZ.________ sel. erschlichen und sich durch die Erbschaftsabwicklung bereichert habe und wonach er sich in katastrophalen finanziellen Verh�ltnissen befinde. Der Beschwerdef�hrer beanstandet in diesem Punkt einzig die Beweisw�rdigung und legt nicht dar, inwiefern hier eine Bundesrechtsverletzung vorliegen soll. Deshalb ist auf die Nichtigkeitsbeschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten.
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter, die Vorinstanz lege Art. 173 StGB unhaltbar aus, wenn sie feststelle, er verhalte sich deshalb widerspr�chlich, weil er einerseits angebe, �ber nicht gen�gend Indizien verf�gt zu haben, welche die ge�usserten Verd�chtigungen erh�rtet h�tten, andererseits jedoch den Entlastungsbeweis anzutreten versuche. Mit dieser Erw�gung suchte die Vorinstanz die Argumentation des Beschwerdef�hrers zu widerlegen, seine �usserungen seien deshalb nicht ehrverletzend, weil sie lediglich Ger�chte darstellten. Die Kritik des Beschwerdef�hrers an dieser Erw�gung der Vorinstanz geht an der Sache vorbei. Wie die Vorinstanz an anderer Stelle ihres Urteils zutreffend festhielt, k�nnen gem�ss Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB auch blosse Verd�chtigungen ehrverletzend sein. Die vom Beschwerdef�hrer beanstandete Erw�gung der Vorinstanz ist daher im Ergebnis nicht relevant. Die Nichtigkeitsbeschwerde ist somit in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
3.3 Wie der Beschwerdef�hrer selber einr�umt, wendet er sich am Ende seiner Beschwerdeschrift gegen die Beweisw�rdigung und die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz, was im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde unzul�ssig ist (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP).
Es ist somit in diesem Punkt nicht auf die Nichtigkeitsbeschwerde einzutreten.
Zusammenfassend ist demnach die Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Entsprechend diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Kosten vor Bundesgericht zu tragen (Art. 278 Abs. 1 BStP).
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde vom Beschwerdef�hrer zur�ckgezogen. Damit bleibt es bei der gesetzlichen Kostenfolge.