Source: https://www.graumarktinfos.de/2017-06/hq-capital-gmbh-co-kg-8-stelliges-minus-in-der-bilanz-als-jahresergebnis-230632
Timestamp: 2017-06-23 06:43:36
Document Index: 37151666

Matched Legal Cases: ['§ 317', '§ 290', '§ 296', '§ 290', '§ 301', '§ 296', '§ 314', '§ 286']

HQ Capital GmbH & Co. KG-8 stelliges Minus in der Bilanz als Jahresergebnis › Graumarktinfos
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HQ Capital GmbH & Co. KG-8 stelliges Minus in der Bilanz als Jahresergebnis
Es ist schon eine außergewöhnliche Bilanz, alleine schon auf Grund des hohen negativen Jahresergebnisses im 8-stelligen Bereich. Lesen Sie selber: Insbesondere die Gewinn und Verlustrechnung ist bei der Betrachtung dann sehr aufschlussreich.HQ Capital GmbH & Co. KG
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Wir haben den von der HQ Capital GmbH & Co. KG, Bad Homburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, 24. Februar 2017
Heist, Wirtschaftsprüfer
Kruskop, Wirtschaftsprüfer
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
646.729,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert
46.530.935,04
47.177.664,26
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
909.388,53
86.679,25
2.070.834,85
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.804.740,77
4.871.643,40
131.000,00
3. Beteiligungen
4.745.323,36
4. Sonstige Ausleihungen
4.886.323,36
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
12.781.531,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Forderungen gegen Gesellschafter
4. sonstige Vermögensgegenstände
1.869.506,38
27.651.038,33
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
10.203.215,21
387.843,29
D. Aktive latente Steuern
25.466,43
95.203.194,28
92.725
47.814.810,56
III. Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
5.364.353,25
IV. Konzernbilanzgewinn
-14.711.222,82
V. Nicht beherrschende Anteile
1.962.998,97
46.430.939,96
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
65.439,49
2. Steuerrückstellungen
63.309,92
3. Sonstige Rückstellungen
6.086.231,57
6.214.980,98
8.792.772,90
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
395,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten
33.702.637,15
42.495.805,44
D. Passive latente Steuern
61.467,90
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
49.104.221,06
1.015.152,75
3. Personalaufwand
-28.968.311,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung,
davon für Altersversorgung: EUR 500.317,20
-3.795.970,00
-32.764.281,98
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-16.143.805,14
-19.625.700,54
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-18.414.413,85
7. Erträge aus Beteiligungen
5.387.092,19
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00
8. Zinsen und ähnliche Erträge
19.130,58
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-456.689,45
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00
-701.414,04
12. Ergebnis nach Steuern
-14.166.294,57
13. sonstige Steuern
-2.959,00
14. Jahresergebnis
-14.169.253,57
15. Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Konzernergebnis
469.885,33
16. Konzernergebnis
-13.699.368,24
17. Verlustvortrag
-1.011.854,58
18. Konzernbilanzgewinn
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter)
2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
16.143.805,14
3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen
48.577,67
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
-135.050,30
5. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
2.447.271,98
6. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
1.332.242,36
7. Zinsaufwendungen/Zinserträge
437.558,87
8. Sonstige Beteiligungserträge
-5.387.092,19
9. Ertragsteueraufwand/-ertrag
701.414,04
10. Ertragsteuerzahlungen
-743.183,27
11. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
676.290,73
12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
-455.919,67
13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
14. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
-3.215.686,49
15. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens
3.894.434,41
16. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
-2.166.192,30
17. Erhaltene Zinsen
19.099,03
18. Erhaltene Dividenden
5.361.527,60
19. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
3.437.264,57
20. Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter
-3.961.277,46
21. Gezahlte Zinsen
-37.349,84
22. Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter
-675.590,81
23. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-4.674.218,11
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
-560.662,82
25. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
907.854,91
26. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
9.856.023,12
27. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Nicht einge-
forderte aus-
stehende Einlagen
rücklage gemäß Gesellschafts-
vertrag*
Rücklage gemäß Gesell-
Sonstige Gewinn-
Stand am 1. Januar 2015
39.759.592,49
Erhöhung/
Herabsetzung der Kapitalanteile
Einforderung/
Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Gutschrift auf Gesellschafterkonten Im Fremdkapital
Einstellung In/Entnahme aus Rücklagen
12.516.137,93
-4.022.112,55
-438.807,31
-4.460.919,86
Stand am 31. Dezember 2015
48.253.617,87
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
-794.937,05
44.964.655,44
-216.917,53
-4.677.837,39
44.467.940,99
Nicht beherrschende Anteile vor Eigendifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
2.286.233,39
47.250.888,83
254.037,93
5.618.391,18
-168.222,11
-4.846.059,50
60.835,09
-469.885,33
2.178.846,37
*Bestand zum 01.01.2015 enthält einen passiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.964.212,30 €.
1. Allgemeine Erläuterungen
Der Konzernabschluss der HQ Capital GmbH & Co. KG, Bad Homburg v.d.H. ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
2. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der HQ Capital GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen die in Anlage A (Liste des Anteilsbesitzes) dargestellten in- und ausländischen Unternehmen einbezogen.
Von der Einbeziehung in den Konsolidierungskreis wurde bei den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften abgesehen, da sie aufgrund ihres geringen Geschäftsumfangs für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB):
HQ Equita Beteiligungs GmbH
HQ Equita Fonds V Verwaltungs GmbH
RP Management GmbH
3. Erstkonsolidierung und Konsolidierungsstichtag
Zum 1.1.2015 wurden erstmalig die Voraussetzungen für die Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß den §§ 290 ff. HGB erfüllt. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf diesen Stichtag. Zum 31.12.2015 wurde erstmalig ein Konzernabschluss für das vergangene Konzerngeschäftsjahr vom 1.1.2015 bis zum 31.12.2015 erstellt. Bei der Erstkonsolidierung wurden die Wertansätze zum 1.1.2015 zugrunde gelegt.
Aus der Erstkonsolidierung resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 57.681.405,28 €, der als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen wird. Darüber hinaus entstand ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.964.212,30 €, der direkt mit den Rücklagen verrechnet wurde.
4. Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen.
Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben.
Passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß den Vorschriften des DRS 23.148 mit dem Eigenkapital verrechnet.
Anteile Dritter werden, ausgehend von dem jeweils am Bilanzstichtag vorhandenen Eigenkapital, ermittelt und als „nicht beherrschende Anteile“ separat im Eigenkapital ausgewiesen.
Konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander aufgerechnet.
5. Währungsumrechnung im Konzern
Die in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden zur Konsolidierung in die Berichtswährung Euro umgerechnet.
Die Währungsumrechnung der Aktiv- und Passivposten in Euro erfolgen mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Konzernbilanzstichtag. Die Posten des Eigenkapitals werden mit dem historischen Kurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs in Euro umgerechnet.
Die aus der Währungsumrechnung resultierende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ ausgewiesen.
Die Abschlüsse der konsolidierten Konzernunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Jahresabschlüsse von Konzernunternehmen, die nach abweichenden Grundsätzen aufgestellt sind, werden entsprechend angepasst (Handelsbilanz II).
Die Geschäftsleitung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Der Konzernabschluss ist unter dieser Prämisse aufgestellt worden.
Das Realisations- und Imparitätsprinzip wurde beachtet.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen bewertet.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Soweit es sich um abnutzbare Gegenstände des Sachanlagevermögens handelt, werden diese über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sofern erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 150 € und 1.000 € werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine einheitliche Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden in Höhe des anteiligen Eigenkapitals ausgewiesen. Sofern erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Für die Bewertung des Umlaufvermögens wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Sofern erforderlich werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.
Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden zum Nennwert angesetzt.
Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert und dem auf die Folgejahre entfallenden Anteil angesetzt.
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung der latenten Steuern werden die temporären und quasi-temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen für die Vermögenswerte und Schulden mit dem am Sitz der Gesellschaft gültigen Steuersatz in Höhe von 4% bzw. 20% bewertet. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden nicht abgezinst. Latente Steuern aufgrund von Verlustvorträgen werden nicht angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen.
7. Erläuterungen zur Konzernbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage B).
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um die gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierten Gesellschaften.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände davon mit einer Restlaufzeit von
Forderungen gegen Gesellschafter
1.777.416,88
92.089,50
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 121.026,80 € pauschalwertberichtigt.
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen ungewisse Verbindlichkeiten für Tantiemen (5.311.225,57 €), ausstehende Rechnungen (506.501,08 €), Abschlussprüfung (66.600,00 €) sowie übrige Posten (201.904,92 €).
Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit von
einem bis fünf Jahren
mehr als fünf Jahren
4.442.192,83
5.371.554,09
23.888.890,23
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 75.881,32 € und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 0,00 €.
8. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse setzen sich im Hinblick auf die Art der Umsatzerlöse sowie die regionale Zuordnung wie folgt zusammen:
Management Gebühren
36.668.306,67
Incentive Gebühren
5.392.869,76
7.043.044,63
32.928.650,74
12.846.797,89
3.328.772,43
Die Abschreibungen in Höhe von 16.143.805,14 € enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 9.237.304,30 €.
Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 204.884,67 €. Diese resultieren aus Kursdifferenzen von USD-Beständen auf Fremdwährungskonten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 810.960,03 € enthalten. Diese resultieren aus der Rückzahlung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in USD.
9. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss
Über die in der Bilanz hinaus ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinaus bestehen langfristige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen in folgendem Umfang:
davon mit einer Fälligkeit innerhalb von
19.421.012,54
1.795.860,51
5.555.177,82
12.069.974,21
20.342.806,32
1.848.161,32
5.285.285,02
13.209.359,98
Die oben genannten Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen hauptsächlich aus langfristigen Mietverträgen für Büroräume, Leasing von Fahrzeugen sowie verschiedenen technischen Anlagen und Büroausrüstung.
Es besteht keine Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verträge über derivative Finanzinstrumente.
Im Geschäftsjahr 2015 waren im Konzern durchschnittlich 135 Mitarbeiter beschäftigt.
Angabe zu marktunüblichen Geschäften
Im Geschäftsjahr 2015 sind keine marktunüblichen Geschäfte zwischen Konzerngesellschaften und nahestehenden Personen zu verzeichnen.
Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers
Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Gesamthonorar beträgt 298 T€. Davon entfallen 84 T€ auf Abschlussprüfungsleistungen, 23 T€ auf andere Bestätigungsleistungen sowie 190 T€ auf Steuerberatungsleistungen.
Angabe zu nicht in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäften
Neben den Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine weiteren, für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendige, nicht-bilanzierte Geschäfte.
Angaben zu den Organen
Persönlich haftende Gesellschafterin, ohne Kapitaleinlage, ist die HQ Capital Management GmbH, Bad Homburg v.d.H., die allein zur Geschäftsführung und Vertretung der HQ Capital GmbH & Co. KG berechtigt ist. Im Geschäftsjahr 2015 setzte sich die Geschäftsführung der HQ Capital Management GmbH wie folgt zusammen:
Dr. Michael Knittel (bis 31. Januar 2015),
Herr Bernhard Oberhofer (bis 31. Januar 2015),
Dr. Georg Wunderlin,
Dr. Ernest Boles.
Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2015:
Frau Gabriele Quandt, München,
Herr Dr. Thomas Jetter, Bad Homburg v.d.H.,
Herr Dr. Axel May, Frankfurt am Main,
Herr Peter Schwicht, Bad Vilbel (1. April bis 30. September 2015).
Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Aufsichtsrat um die folgenden Personen erweitert:
Philipp Geller (ab 1. April 2016),
Barbara Knoflach (ab 1. März 2016).
Angaben zu den Gesamtbezügen
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde analog § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015 betrug 120.000,00 €.
Bad Homburg v.d.H., den 23. Februar 2017
Dr. Ernest Boles
Dr. Georg Wunderlin
Name der Gesellschaft, Sitz
Konzernanteil /Stimmrechte
HQ Capital International G.P.
HQ Capital International L.P.
HQ Capital U.S., LLC, New York
HQ Capital Private Equity LLC, Delaware
HQ Capital Management (G.P.) Ltd
HQ Capital Management (Cayman) L.P.
HQ Capital (UK) Ltd, London
HQ Capital (Deutschland) GmbH, Bad Homburg v.d.H.
HQ Capital Fondsverwaltungs GmbH, Bad Homburg v.d.H.
HQ Capital MA Verwaltungs GmbH, Bad Homburg v.d.H.
PE Concepts GmbH, Bad Homburg v.d.H.
PE Concepts Verwaltungs GmbH, Bad Homburg v.d.H.
HQ Capital Research LLC, New York
HQ Capital Asia Limited, Hong Kong
HQ Capital Real Estate Limited Partnership, Delaware
75,10 %
HQ Capital Real Estate GP LLC, Delaware
HQ Capital LTIP, LLC, Delaware
HQ Capital WEST II, Inc., Delaware
HQ Capital Property Management, L.P., Delaware
HQ Capital Property Management PG, Inc.., Delaware
HQ Finanzbeteiligungs GmbH, Bad Homburg v.d.H.
HQ Equita GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
Paragon AG, Bad Homburg v.d.H.
HQ Equita Beteiligungs GmbH, Bad Homburg v.d.H.
HQ Equita Fonds V Verwaltungs GmbH, Bad Homburg v.d.H.
RP Management GmbH, Bad Homburg v.d.H.
MPM Capital LLC, Boston
Konzern-Anlagenspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Herstellungs- oder Anschaffungskosten
per 01.01.2015
Umbu-
per 31.12.2015
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
563.689,50
322.131,65
70.592,80
956.413,95
57.681.405,82
133.788,02
4.051.432,90
61.866.626,74
58.245.095,32
455.919,67
4.122.025,70
62.823.040,69
3.071.959,33
350.648,64
3.422.607,97
276.308,63
57.916,18
32.797,93
367.022,75
2.262.988,81
1.391.417,90
-34.749,77
261.564,32
3.881.221,25
geleistete Anzahlungen, Anlagen in Bau
1.766.352,41
38.388,36
5.611.256,77
3.215.686,49
683.399,25
9.475.592,74
3.361.594,78
2.156.192,30
-881.415,94
404.045,69
5.040.416,83
2.498.245,24
-2.724.201,89
225.956,66
5.990.840,02
2.166.192,30
-3.605.617,84
630.002,35
5.181.416,83
69.847.192,11
5.837.798,47
-3.640.367,61
5.435.427,30
77.480.050,26
Zuschrei-
162.063,69
126.922,70
20.698,33
309.684,73
15.335.691,70
15.462.614,40
15.645.376,43
1.918.774,23
367.441,19
227.004,03
2.513.219,45
220.531,47
33.902,66
25.909,36
280.343,49
1.415.101,28
279.846,88
-34.747,77
150.186,01
1.810.386,41
3.554.406,98
681.190,73
403.099,41
4.603.949,35
288.816,58
6.276,89
295.093,47
3.716.470,67
16.143.805,13
254.068,81
430.074,63
20.544.419,25
401.625,80
58.083.031,62
1.153.185,11
55.777,16
847.887,53
2.056.849,79
4.871.643,39
66.130.721,43
56.935.631,01
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015
Der HQ Capital Konzern (nachfolgend auch „HQ Capital“) ist im Jahr 2015 aus den unabhängigen Unternehmen Auda (gegründet 1989, heute HQ Capital Private Equity), Real Estate Capital Partners (gegründet 1989, heute HQ Capital Real Estate) sowie Equita (gegründet 1992, heute HQ Equita) hervorgegangen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurden die Beteiligungsunternehmen in der HQ Capital GmbH & Co. KG als HQ Capital Gruppe gebündelt und alle von der Vorgängergesellschaft, der HQFS L.P., gehaltenen Aktiva und Passiva zu Buchwerten in die HQ Capital GmbH & Co. KG (nachfolgend „HQ Capital Holding“ oder „Gesellschaft“) übernommen.
Die HQ Capital GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2014 mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Ihre Geschäftstätigkeit ist das Erwerben, Halten, Verwalten und Veräußern von Beteiligungen an anderen Unternehmen.
Die wesentlichen Beteiligungen der Gesellschaft sind:
HQ Capital International L.P. und Tochterunternehmen (HQ Capital Private Equity), Teilkonzern (100%), konsolidiert
HQ Capital Real Estate L.P. und Tochterunternehmen (HQ Capital Real Estate), Teilkonzern (75,1 %), konsolidiert
HQ Equita (100%) mit HQ Finanzbeteiligungs GmbH als Zwischenholding, konsolidiert
MPM Capital LLC (12,4 %), Minderheitenbeteiligung an einem Venture Capital Unternehmen (Biotechnologie), nicht konsolidiert
HQ Capital ist ein unabhängiger Investmentmanager für alternative Kapitalanlagen mit Büros u.a. in Bad Homburg, New York, Hong Kong, Shanghai und Tokio.
Im Bereich Private Equity investiert HQ Capital über eigene Dachfonds oder individuelle Managed Accounts für ihre Kunden in Fonds und Co-Investments in den Primär- und Sekundärmärkten.
Der Bereich Real Estate investiert in Bestandsimmobilien und Projektentwicklungen in den USA. Es werden eigene Fonds aufgelegt und Beratungs- und Asset Management-Dienstleistungen im Rahmen von Managed Accounts für institutionelle Kunden und Family Offices angeboten.
Gegenstand der Geschäftstätigkeit der HQ Equita ist die Initiierung von Unternehmensbeteiligungsgesellschaften sowie die Erbringung von Managementdienstleistungen für solche Gesellschaften. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der betreuten Unternehmensbeteiligungsgesellschaften ist die vorzugsweise mehrheitliche Beteiligung an mittelständischen Unternehmen in traditionellen Branchen, deren Sitz, Leitung oder Haupttätigkeit im deutschsprachigen Raum liegt.
Die HQ Capital steht unter der einheitlichen Leitung von Dr. Ernest Boles und Dr. Georg Wunderlin als Geschäftsführer der HQ Capital Management GmbH, die als persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitaleinlage allein zur Geschäftsführung und Vertretung der HQ Capital GmbH & Co. KG berechtigt ist. Die Überwachung der Geschäftsführung erfolgt durch den Aufsichtsrat der HQ Capital GmbH & Co. KG. Weitere zentrale Funktionen der HQ Capital sind die CFO (Chief Financial Officer), CCO (Chief Compliance Officer) und Controlling- Funktionen der Gruppe.
Die Bereiche Private Equity, Real Estate und HQ Equita werden unter der Leitung der HQ Capital operativ weitgehend dezentral von den Geschäftsführern der Bereiche geführt, die an die Geschäftsführung der HQ Capital berichten.
Die Gesellschaft ist in das Netzwerk der Harald Quandt-Gruppe eingebunden und hat über Dienstleistungsverträge Zugang zu Ressourcen und Finanzmitteln der Harald Quandt-Gruppe.
Der Private Equity Markt entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 positiv. Auf der Investorenseite konnten signifikante neue Commitments in Fonds und Managed Accounts akquiriert werden, die die Gebührenbasis und den Haupttreiber für die generierten Management Gebühren bilden.
Das Marktumfeld für Real Estate Investments war ebenfalls positiv in 2015. Der im Fokus stehende Real Estate Markt in den USA war positiv beeinflusst von der guten wirtschaftlichen Entwicklung, guten Arbeitsmarktdaten, steigenden Einkommen und einer steigender Anzahl von Haushalten — mit in der Folge positiven Effekten auf die Mietpreisentwicklung, trotz eines Anstiegs der Bautätigkeit.
Auch vor dem Hintergrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus blieben Private Equity und Real Estate unverändert attraktive Anlageklassen für Investoren. Durch das Niedrigzinsumfeld blieben auch auf der Investmentseite Akquisitionsfinanzierungen günstig und leicht verfügbar mit positiven Effekten auf Kaufpreise und Leverage-Multiples.
Regulatorische Anforderungen, wie z.B. die Vorschriften der AIFMD, erhöhten hingegen die Komplexität der Anlageklassen und verlängerten die Entscheidungsprozesse, insbesondere bei Erstinvestoren. Ebenfalls wurden durch die am Markt vorherrschenden Unsicherheiten hinsichtlich schwebender Gesetzgebungsverfahren, z.B. Anlageverordnung, Investitionsentscheidungen nur verzögert getroffen.
Die HQ Capital hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse aus Management, Incentive- und sonstigen Gebühren in Höhe von EUR 49,0 Mio. generiert, davon EUR 24,6 Mio. (50,2%) im Bereich Private Equity, EUR 18,6 Mio. (38,0%) im Bereich Real Estate und EUR 5,8 Mio. in der HQ Equita (11,8%).
Der Bereich Private Equity hat im Jahr 2015 neue Commitments in Höhe von ca. USD 640 Mio. generiert und 2 neue Managed Accounts Mandate gewonnen.
Der Bereich Real Estate hat im Jahr 2015 Management Gebühren in Höhe von USD 8,2 Mio. generiert und Sonstige Gebühren im Wesentlichen aus der Akquisition von neuen Portfoliounternehmen in Höhe von USD 6,5 Mio. erzielt. Aus dem Verkauf von Portfolio Assets wurden im Jahr 2015 Incentive Gebühren in Höhe von USD 6,0 Mio. erzielt. Das Ergebnis im Bereich Real Estate war durch Sondereffekte in den Bereichen Reorganisation und Personal (USD 2,2 Mio.) belastet.
HQ Equita hat im Geschäftsjahr EUR 1,1 Mio. aus Akquisitions-Gebühren aus dem Erwerb eines Portfolio Unternehmens und Management Gebühren in Höhe von EUR 4,7 Mio. generiert. Insgesamt war das Ergebnis der HQ Equita GmbH im Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Sondereffekten aus der Vorbereitung der neuen Fondsstruktur (EUR 0,2 Mio.) und die geringer als geplante Anzahl von Unternehmenserwerben durch die Equita Holding/ Equita CoVest belastet.
Insgesamt hat sich das Geschäft im Geschäftsjahr 2015 positiv entwickelt.
Ertragslage:
Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung 2015 weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 13,7 Mio. aus. Dieser ist wesentlich durch planmäßige (EUR 6,1 Mio.) und außerplanmäßige Abschreibungen (EUR 9,2 Mio.) auf den Geschäfts- und Firmenwert beeinflusst.
In 2015 wurden Umsatzerlöse aus Management-, Incentive- und Sonstigen Gebühren in Höhe von insgesamt EUR 49,0 Mio. erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge (EUR 1,0 Mio.) beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,2 Mio. Diese resultieren aus Kursdifferenzen von USD-Beständen auf Fremdwährungskonten.
Die Aufwendungen der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 52,4 Mio. setzen sich im Wesentlichen aus Personalaufwand (EUR 32,8 Mio.) sowie allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (EUR 19,6 Mio.) zusammen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,8 Mio. enthalten. Diese resultieren aus der Rückzahlung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in USD.
Finanzlage:
Der Zahlungsmittelbestand beträgt zum Jahresende EUR 10,2 Mio. und umfasst die aus laufenden Bankkonten resultierenden Forderungen gegen Kreditinstitute und den Kassenbestand. Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten. Die Eigenkapital -Quote hat zum Jahresende 48,8% betragen.
Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von USD 3,4 Mio. für den Ausbau und die Ausstattung der neu angemieteten Büroräume in New York getätigt. Der Ausbau wurde im ersten Quartal des Jahres 2016 abgeschlossen und aus den Mitteln der Gesellschaft finanziert.
Innerhalb der HQ Gruppe hat die HQ Capital die Möglichkeit, sich jederzeit zu finanzieren. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gegeben. Auch in Zukunft wird keine Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit gesehen.
Vermögenslage:
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 beträgt EUR 95,2 Mio. Die Aktiva betreffen mit EUR 46,5 Mio. den Geschäfts- und Firmenwert, mit EUR 12,8 Mio. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit EUR 14,9 Mio. sonstige Vermögensgegenstände, davon EUR 13 Mio. Forderungen gegenüber Gesellschaftern (aus Kapitalerhöhung) sowie mit EUR 10,2 Mio. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Passiva verteilten sich auf ein Eigenkapital von EUR 46,4 Mio. (EK-Quote 48,8%), sonstige Verbindlichkeiten von EUR 33,7 Mio., davon 23,9 Mio. gegenüber HQ Holding GmbH (Verkäuferdarlehen in der HQFB aus Kauf HQ Equita), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 8,8 Mio.) sowie Rückstellungen (EUR 6,2 Mio.).
Im Geschäftsjahr wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 13,0 Mio. durch die Gesellschafter beschlossen, um die Solvabilität nach Abschreibungen auf Beteiligungen im Rahmen von anlassbezogenen Neubewertungen zu gewährleisten. Die Zahlung in die Kapitalrücklage erfolgte in 2016 und die Mittel wurden für die Rückführung des Verkäuferdarlehens in der HQFB aus dem Kauf der Anteile an der HQ Equita verwendet.
Das Konzerneigenkapital hat nach Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages, des Verlustvortrages und der Kapitalerhöhung zum 31.12.2015 EUR 46,4 Mio. betragen.
Es bestehen keine finanziellen Verpflichtungen oder schwebende Rechtsstreitigkeiten, die sich nachhaltig auf die Vermögenslage der Gesellschaft auswirken könnten. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet.
Die Lage der Gesellschaft ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Vor dem Hintergrund der Finanzierungs- und Liquiditätsstruktur sowie der Unternehmensplanung ist die Fortführung des Unternehmens auch künftig gewährleistet.
Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Primäres Interesse des Unternehmens ist die kontinuierliche Akquisition neuer Commitments für die Fonds-Produkte der Gruppe und das Hinzugewinnen neuer Beratungsmandate. Die Verwaltungsaufwendungen werden durch ein effizientes Kostenmanagement gesteuert. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig neue Commitments, Assets under Management, Erträge und Aufwendungen und Cost-Income Ratios nach operativer Gesellschaft sowie die Eigenkapitalausstattung und Liquidität der Gruppe und der operativen Gesellschaften überwacht.
Die HQ Capital Gruppe verfügt über hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter, in denen sie ihren wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikator sieht. Im Geschäftsjahr 2015 waren im Durchschnitt 135 Mitarbeiter (inklusive Geschäftsführung) in der HQ Capital beschäftigt. Das Engagement, die Eigenverantwortlichkeit, das unternehmerische Handeln, die hohe Fachkompetenz und Qualifikation eines jedes Mitarbeiters werden gefordert und gefördert. Dies ermöglicht es, den steigenden Erwartungen der Investoren jederzeit gerecht zu werden und Kundenwünsche zeitnah umzusetzen. Die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit werden in Feedback- Gesprächen regelmäßig abgefragt.
Im Bereich Real Estate konnte im Juli 2016 der Verkauf eines Investments (Boston Financial – RECAP Affordable Housing Fund) realisiert werden, aus dem im Geschäftsjahr 2016 Incentive Gebühren in Höhe von ca. USD 17 Mio. erwartet werden.
Vier der fünf Gesellschafter haben in 2016 Ihre Anteile (je 20%) an der HQ Capital GmbH & Co. KG und der HQ Capital Management GmbH auf die folgenden Gesellschaften übertragen:
KGH Capital GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Homburg v.d. Höhe (Anteil 20%)
GQ Capital GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Homburg v.d. Höhe (Anteil 20%)
AMT Capital GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Homburg v.d. Höhe (Anteil 20%)
CRM Capital GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Homburg v.d. Höhe (Anteil 20%)
In 2016 wurde darüber hinaus der Anteil der HAFT GmbH (20%) an der HQ Capital Management GmbH auf die Sali Holdings LLC übertragen. Der Übertrag des Anteils der HAFT GmbH (20%) an der HQ Capital GmbH & Co. KG auf die Sali Holdings LLC war bereits im Geschäftsjahr 2015 erfolgt.
In 2016 wurde die Gesellschaft HQ Capital (Schweiz) GmbH mit Sitz in Zürich gegründet.
Der Aufsichtsrat der HQ Capital GmbH & Co. KG wurde im Geschäftsjahr 2016 um zwei Mitglieder erweitert.
Nach dem Bilanzstichtag hat es darüber hinaus keine Vorgänge von besonderer Bedeutung gegeben.
4. Risikobericht
Die Gesellschaft hat dem geschäftlichen Umfang entsprechend geeignete Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle von Risiken getroffen. Hierzu dienen insbesondere die Unternehmens- und Liquiditätsplanung. Das interne Überwachungssystem ist durch die unmittelbare Einbindung der Geschäftsführung in die betrieblichen Prozesse geprägt. Die innerbetrieblichen Steuerungssysteme sind der Betriebsgröße entsprechend angemessen.
Angesichts der Art der Geschäftstätigkeit, der begrenzten Größe der Gesellschaft und des Geschäftsumfangs sind die bestehenden Risiken überschaubar und wurden von der Geschäftsleitung wie folgt identifiziert:
Marktpreisrisiko ist die Gefahr eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern eintreten kann. Bei der Gesellschaft entstehen weder Spreadrisiken, Aktienkursrisiken noch Rohwarenpreisrisiken. Ebenfalls resultieren keine Marktpreisrisiken aus den Kundenaktivitäten. Es gibt weder Marktpreisrisiken aufgrund von Zinsänderungsrisiken aus der Anlage eigener Mittel noch aus Währungsrisiken.
Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass liquide Mittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen oder nur zu überhöhten Kosten beschafft werden können. Die finanzielle Lage der Gesellschaft lässt sich jederzeit mit hinreichender Genauigkeit bestimmen und wird regelmäßig ermittelt. Das Liquiditätsrisiko ist daher als generell gering einzustufen.
Das Währungsrisiko ergibt sich aus den Fremdwährungspositionen und den möglichen Änderungen der entsprechenden Wechselkurse. Die Zahlungseingänge der Gesellschaft in Fremdwährung resultieren im Wesentlichen aus planmäßigen Ausschüttungen der Beteiligungen. Durch eine zeitnahe Konvertierung in EUR wird das Währungsrisiko minimiert.
Das Adressenausfallrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Schuldner den Verpflichtungen dem Gläubiger gegenüber nicht mehr nachkommt bzw. nachkommen kann. Das Adressenausfallrisiko der Gesellschaft ist aufgrund der Art und des Umfangs des Geschäfts als gering anzusehen. Forderungen entstehen aus der gewöhnlichen, operativen Geschäftstätigkeit und gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Adressenausfallrisiko aus der Anlage eigener Mittel ist als gering zu betrachten.
Ein allgemeines Geschäftsrisiko kann auf Grund veränderter Rahmenbedingungen entstehen, dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, regulatorische Rahmenbedingungen, das Kundenverhalten und der technische Fortschritt. Die Weiterentwicklung der HQ Equita hängt nicht unwesentlich vom erfolgreichen Fundraising des Fonds V ab. Durch ständigen Kontakt zu Kunden und Beobachtung des Marktes kann diesem Risiko zeitnah entgegengewirkt werden. Dabei ermöglichen die Betriebsgröße und die transparente Produkt- und Kundenstruktur ein schnelles Erkennen und eine kurze Reaktionszeit im Rahmen der Gegebenheiten.
Operationale Risiken sind die Gefahr eines unerwarteten Verlustes, der infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintritt. Hinsichtlich der operationalen Risiken tragen der fachlich qualifizierte Personalstamm sowie die laufende Einbindung der Geschäftsführung in die Geschäftsabläufe zur Risikominderung bei. Zur Sicherung der Datenbestände werden u.a. tägliche Datensicherungen durchgeführt. Die personelle und technisch-organisatorische Ausstattung der HQ Capital ist angemessen.
Derzeit und für die weitere Entwicklung sind keine bestandsgefährdenden bzw. sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erkennen.
5. Prognosebericht
Die strategische Ausrichtung der HQ Capital bleibt für 2016 unverändert. Die HQ Capital wird sich weiterhin als Berater auf ausgewählte institutionelle Investoren und signifikante Privatvermögen fokussieren. Dabei liegt der Schwerpunkt unverändert auf dem Kerngeschäft der von HQ Capital angebotenen Fonds sowie auf dem Ausbau der Beratungsmandate. HQ Capital plant in 2016 den Markteintritt mit zwei neuen Private Equity Fonds und das weitere Fundraising für einen neuen Real Estate Fonds und den neuen Fonds V der HQ Equita.
Die Gesellschaft orientiert sich an der Entwicklung des Geschäftsjahres 2015 und prognostiziert leicht steigende Management Gebühren aus Fonds- Produkten und Beratungsmandaten. Die Prognose der Incentive Gebühren berücksichtigt den Verkauf des Boston Financial Portfolios im Bereich Real Estate und den Verkauf eines Portfoliounternehmens in der HQ Equita.
Bezüglich der operativen Kosten der Gesellschaft wird grundsätzlich auf Basis der Kostenbudgets im Rahmen der allgemeinen Preissteigerung von insgesamt leicht steigenden Kosten ausgegangen.
Die Prognosen der Gesellschaft beruhen auf detaillierten Bottom-up Planungen für die operativen Geschäfte. Insgesamt wird in 2016 ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessertes, positives Ergebnis erwartet.
Die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit werden auch weiterhin die wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren bleiben und regelmäßig in persönlichen Gesprächen abgefragt werden.
Regulatorische Themen wie Solvency II, Basel III und die Vorschriften der AIFMD werden für den Markt weiterhin bestimmende Faktoren bleiben. Andererseits bleiben die Asset-Klassen Private Equity und Real Estate aufgrund ihrer Renditen im aktuellen Zinsumfeld eine attraktive Anlageklasse für Investoren im Rahmen einer ausgewogenen Portfolio-Diversifikation.
6. Chancenbericht
Die Gesellschaft geht davon aus, dass es ihr weiterhin gelingt, neue Kundenbeziehungen zu fördern bzw. bereits bestehende zu vertiefen. Die große Expertise im Rahmen von gewonnenen Beratungsmandaten aus verschiedenen Gruppen von Institutionellen Anlegern eröffnet Chancen für die Akquirierung weiterer Beratungsmandate.
Durch die Implementierung einer Struktur in Luxemburg für zukünftige HQCRE Fonds wird erwartet, dass die Fonds für institutionelle Investoren attraktiver werden und somit in Summe höhere Commitments für die Fonds akquiriert werden können.
Sollte die Gesellschaft mit der Einwerbung neuer Investoren-Commitments für Ihre Produkte größeren Erfolg haben als erwartet, wird sich das unmittelbar positiv auf die Management Gebühren auswirken.
Es wird das Ziel verfolgt, in Teilbereichen die gemeinsame Nutzung von Ressourcen zwischen den Konzerngesellschaften auszubauen, um in Zukunft den operativen Leverage erhöhen zu können.
Insgesamt werden die Chancen, das Geschäft auszubauen und die operativen Abläufe zu verbessern, als gut eingeschätzt.
Der Konzernabschluss wurde mit Aufsichtsratsbeschluss vom 31.03.2017 gebilligt.
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