Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2071/76
Timestamp: 2019-07-16 15:36:07
Document Index: 285411458

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 818', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.10.1978 - VII ZR 71/76 - dejure.org
https://dejure.org/1978,167
BGH, 26.10.1978 - VII ZR 71/76 (https://dejure.org/1978,167)
BGH, Entscheidung vom 26.10.1978 - VII ZR 71/76 (https://dejure.org/1978,167)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 1978 - VII ZR 71/76 (https://dejure.org/1978,167)
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Gescheiterter Hotelverkauf
§ 812 BGB, Schuldübernahme, Genehmigungsverweigerung, Abwicklung 'im Dreieck'
Zurückverlangung von Zinsen, die ein Käufer eines Grundstücks vor der Genehmigung der Schuldübernahme durch den Grundschuldgläubiger an diesen für die Grundschuld gezahlt hat - Definition einer "Leistung" im Sinn des § 812 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - Verpflichtung der rechtzeitigen Befriedigung des Gläubigers durch den Schuldübernehmer gegenüber dem Schuldner bei fehlender Genehmigungserteilung hinsichtlich der Schuldübernahme durch den Gläubiger
Rückforderung von Grundschuldzinsen durch den Schuldübernehmer
BGHZ 72, 246
NJW 1979, 157
DNotZ 1979, 414
Daß es nach dieser Vorschrift nicht auf die innere Vorstellung des Dritten ankommt, sondern darauf, wie der Zahlungsempfänger sein Verhalten vernünftigerweise verstehen durfte (st.Rspr., siehe z.B. BGHZ 72, 246, 248 f.; 137, 89, 95; BGH, Urteil vom 26. September 1994 - II ZR 166/93, WM 1994, 2286), rechtfertigt keine andere rechtliche Beurteilung.
Allerdings scheidet nach dem Eintritt der verschärften Haftung die Berufung auf den Wegfall der Bereicherung (§ 818 Abs. 3 BGB) aus (BGHZ 55, 128; 72, 246, 254 ff).
Denn die erweiterten Prüfungspflichten ten Dritter (BGH NJW 1979, 157).
Für die Annahme einer Leistung durch einen Dritten im Sinne von § 267 BGB ist es ausreichend, daß der Leistende jedenfalls auch eine fremde Verbindlichkeit tilgen will (BGHZ 70, 389, 396 f.; 72, 246, 248 f.; BGH, Urteil vom 21. Dezember 1973 - V ZR 59/72, WM 1974, 199 unter I.).
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist unter einer Leistung im Sinn des § 812 Abs. 1 BGB eine bewußte und zweckgerichtete Vermehrung fremden Vermögens zu verstehen, wobei sich die jeweilige Zweckrichtung nach dem übereinstimmenden Parteiwillen, beim Fehlen eines solchen nach objektiver Betrachtungsweise aus der Sicht des Zuwendungsempfängers bestimmt (vgl. BGHZ 40, 272, 277; 58, 184, 186; 72, 246, 248 f; 105, 365, 369;… BGB-RGRK/Heimann-Trosien, 12. Aufl. § 812 Rdn. 17).
Da die Rechtsfigur des Vertrages zugunsten Dritter bei unterschiedlichsten Lebenssachverhalten auftritt, ist ein sachgerechter Bereicherungsausgleich nur im Wege differenzierender Wertung zu finden (vgl. BGHZ 58, 184, 187 ff; 72, 246, 250 f), wie sich überhaupt bei der bereicherungsrechtlichen Behandlung von Vorgängen, an denen mehr als zwei Personen beteiligt sind, jede schematische Lösung verbietet und in erster Linie die Besonderheiten des einzelnen Falles zu beachten sind (…ständige Rechtsprechung des BGH, vgl. BGHZ 105 aaO. 369 mit zahlreich. N.).
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