Source: https://www.hamm.de/rathaus/ortsrecht/detail.html?tx_cqlocationlaw_ordinance%5Bordinance%5D=97&tx_cqlocationlaw_ordinance%5Baction%5D=ordinancedetail&tx_cqlocationlaw_ordinance%5Bcontroller%5D=Ordinance&cHash=8a78dd873b256a3e74d43d4edff1b29c
Timestamp: 2018-11-17 11:17:54
Document Index: 45906810

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 103', '§ 4', '§ 81', '§ 7', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 65', '§ 4', '§ 65', '§ 10', '§ 74', '§ 3', '§ 84', '§ 172']

Der Rat der Stadt Hamm hat in seiner Sitzung vom 06. Februar 2007 die 2. Änderung der Erhaltungs- und Gestaltungssatzung für die Arbeitersiedlung "Isenbecker Hof" in Hamm-Herringen beschlossen.
§§ 4 und 28 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 01. Oktober 1979 (GV. NW. S. 594/SGV. NW. 2023),
§ 103 (1) Nr. 1, 2, 4 und 5 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Januar 1970 (GV. NW. S. 96/SGV. NW. 232)
- jeweils in der zuletzt gültigen Fassung -
sowie als Rechtsgrundlage der 1. Änderungs- und Ergänzungssatzung
§ 4 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. August 1989 (GV. NW. S. 475/SGV. NW. 2023),
§ 81 (1) Nr. 1, 2, 4 und 5 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesbauordnung - BauO)vom 26. Juni 1984 (GV. NW. S. 4/9/SGV. NW. 232)
§ 7 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO)in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1994 (GV. NW. S. 666/SGV. NW. 2023),
(1) Die Satzung gilt für den Bereich der Siedlung "Isenbecker Hof" in Hamm - Herringen. Die zu diesem Bereich zählenden Grundstücke sind in der Anlage 1 zur Satzung im einzelnen aufgeführt.
(2) Die Anlage ist Bestandteil dieser Satzung.
§ 2 Ziel der Satzung
Ziel der Satzung ist es, das Erscheinungsbild der Siedlung zu erhalten und Veränderungen zu vermeiden, die das charakteristische Bild der Siedlung beeinträchtigen würden; jedoch dabei notwendige bauliche Veränderungen im Interesse der Bewohner zur Erhaltung und Verbesserung des Wohnwertes zu ermöglichen. Deshalb müssen sich alle baulichen und gestalterischen Maßnahmen hinsichtlich Konstruktion, Werkstoffwahl und Farbgebung nach den Vorschriften dieser Satzung in das Erscheinungsbild der gesamten Siedlung einfügen.
§ 3 Erhaltung baulicher Anlagen
(3)Der Abbruch, die Änderung, die Nutzungsänderung und die Errichtung baulicher Anlagen bedürfen der Genehmigung.
§ 4 Anforderungen an die bauliche Gestaltung
(1) Bauliche oder andere Veränderungen in der äußeren Erscheinung der baulichen Anlagen dürfen nur unter Wahrung der erhaltenswerten Eigenart dieser Gebäude und des besonderen Eindruckes, den sie hervorrufen, vorgenommen werden.
(2) Erweiterungsbauten und damit verbundene Umbauten sind zulässig und müssen im äußeren Erscheinungsbild, d.h., Form, Farbe, Material, Maßstab und Verhältnis der Baumassen zueinander so gestaltet sein, dass sie sich dem erhaltenswerten Hauptgebäude unterordnen und sich ihm anpassen.
(3) Neubauten sollen im äußeren Erscheinungsbild (Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen zueinander, Baumaterial, Firstrichtung, Dachart, Dachneigung) und Verhältnis der Baumassen zueinander so gestaltet sein, dass sie sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen.
§ 5 Dachausbildung
(2) Zur Dacheindeckung sind nur rote, rotbraune oder dunkelbraune bis anthrazitfarbene Dachsteine zulässig. Für zusammenhängende Dächer oder Dachteile ist ein einheitlicher Farbton zu verwenden.
(3) Dachflächenfenster sind zulässig.
(1) Fassaden im Sinne dieser Satzung sind alle von öffentlichen Verkehrsflächen einsehbaren Front- und Seitenfassaden
Die Verschieferung der Giebelflächen in der Farbe der Dacheindeckung ist zulässig. Sie ist auf die Fläche zwischen Dachfirst und ca. 30 cm oberhalb der Fenster des Obergeschosses zu beschränken.
§ 7 Fenster und Türen
(3) Der Einbau neuer Fenster ist zulässig.
(5) Die farbliche Gestaltung von Fenstern und Haustüren ist der Anlage 2 zu entnehmen. Die Anlage ist Bestandteil dieser Satzung.
§ 8 Private Freiflächen
(1) Stellplätze im Vorgartenbereich sind unzulässig.
(2) Die Einfriedung der Vorgärten ist in einer Höhe von bis zu 1,00 m unter Berücksichtigung der Sichtdreiecke zulässig.
Die Änderung der äußeren Gestaltung baulicher Anlagen ist genehmigungspflichtig. Diese Genehmigungspflicht umfasst auch die genehmigungsfreien Vorhaben gemäß § 65 BauO NW, sofern die §§ 4 bis 8 dieser Satzung eine Aussage dazu treffen (§ 65 Abs. 4 BauO NW).
§ 10 Ausnahmen und Befreiungen
Ausnahmen und Befreiungen von den die Baugestaltung betreffenden Vorschriften dieser Satzung richten sich nach den §§ 74 a und 86 (5) der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die §§ 3 - 8 verstößt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 84 (1) Nr. 20 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen.
Es wird hiermit gem. § 172 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) öffentlich bekannt gemacht, dass der Rat der Stadt Hamm in seiner Sitzung am 6. Februar 2007 die 2. Änderung der Erhaltungs- und Gestaltungssatzung für die Arbeitersiedlung „Isenbecker Hof“ in Hamm-Herringen beschlossen hat.
Anlagen 1 + 2