Source: https://spruchverfahren.blogspot.com/2020/02/
Timestamp: 2020-03-29 13:15:49
Document Index: 49735662

Matched Legal Cases: ['§ 62', '§ 327', '§ 62', '§ 327', '§ 198', '§ 247', '§ 327', '§ 1', '§ 327', '§ 14', '§ 31', '§ 33', '§ 33']

SpruchZ: Spruchverfahren Recht & Praxis: Februar 2020
Squeeze-out bei der STAHLGRUBER Otto Gruber AG eingetragen
Die Hauptversammlung der STAHLGRUBER Otto Gruber AG, Poing, hatte am 3. Dezember 2019 die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Haupaktionärin, die OWG Beteiligungs AG, beschlossen. Der Übertragungsbeschluss wurde am 28. Januar 2020 in das Handelsregister (Amtsgericht München) eingetragen und am 25. Februar 2020 bekannt gemacht.
Pressemitteilung der Noerr LLP
Noerr berät die comdirect bank AG umfassend im Rahmen der von der Commerzbank AG angekündigten Verschmelzung der Direktbank auf die Commerzbank durch Aufnahme (sog. umwandlungsrechtlicher Squeeze-out).
Im Zusammenhang mit der Verschmelzung beinhaltet der Verschmelzungsvertrag einen Ausschluss der Minderheitsaktionäre der comdirect gegen eine angemessene Barabfindung. Das Wirksamwerden des umwandlungsrechtlichen Squeeze-out hängt unter anderem noch von dem zustimmenden Beschluss der Hauptversammlung der comdirect und der Eintragung des Übertragungsbeschlusses und der Verschmelzung in das Handelsregister des Sitzes der Commerzbank bzw. der comdirect ab. Die Hauptversammlung findet am 5. Mai 2020 statt.
Für die comdirect bank AG ist ein Team um Dr. Volker Land und Dr. Maurice Séché tätig. Volker Land, Co-Leiter des Hamburger Noerr-Büros und Spezialist für Banken-M&A und Übernahmerecht, hat die comdirect bereits im Rahmen des öffentlichen Erwerbsangebots der Onlinebank durch die Commerzbank AG sowie beim Verkauf der B2B-Direktbank ebase beraten.
Dr. Volker Land (Corporate/M&A, Hamburg), Dr. Maurice Séché (Corporate/M&A, Düsseldorf, gemeinsame Federführung), Dr. Stephan Schulz (Kapitalmarktrecht, Hamburg), Sebastian de Schmidt (Kapitalmarktrecht, Frankfurt), Dr. Patrick Mückl (Arbeitsrecht, Düsseldorf), Yvonne Dietzel (Arbeitsrecht, Dresden)
Associates: Dr. Jan Hoffmann Linhard (Kapitalmarktrecht, Hamburg), Vanessa Wüsthoff (Corporate/M&A, Hamburg), Dr. Wolfgang Wittek (Arbeitsrecht, Hamburg), Dr. Philip Schmoll (Kapitalmarktrecht, Frankfurt)
Inhouse comdirect bank AG: Dietmar Gabor
AUDI AG: Squeeze-out, Hauptversammlung im Juli oder August 2020
AVW Immobilien AG: Squeeze-out, Eintragung und Bekanntmachung am 21. Januar 2020
comdirect bank AG: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out (nach Überschreiten der 90 %-Schwelle durch die Commerzbank), Hauptversammlung am 5. Mai 2020
IC Immobilien Holding AG: Squeeze-out, Eintragung am 23. Januar 2020
i:FAO Aktiengesellschaft: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out
innogy SE: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out, ao. Hauptversammlung am 4. März 2020
Kontron S&T AG: Squeeze-out, ao. Hauptversammlung am 13. März 2020
MAN SE: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out
OSRAM Licht AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der ams- Tochtergesellschaft ams Offer GmbH als herrschender Gesellschaft
München, 28. Februar 2020 - Der Vorstand der TRATON SE hat dem Vorstand der MAN SE heute seine Absicht mitgeteilt, die MAN SE als übertragenden Rechtsträger auf die TRATON SE als übernehmenden Rechtsträger zu verschmelzen, um die Gesamtkonzernstruktur der TRATON GROUP zu optimieren. Der Vorstand der TRATON SE hat vorgeschlagen, mit dem Vorstand der MAN SE Verhandlungen über einen Verschmelzungsvertrag aufzunehmen. Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der MAN SE auf die TRATON SE hat der Vorstand der TRATON SE heute des Weiteren gemäß § 62 Abs. 5 UmwG i.V.m. § 327a Abs. 1 AktG das förmliche Verlangen übermittelt, das Verfahren zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der MAN SE auf die TRATON SE gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung (verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out) einzuleiten und die Hauptversammlung von MAN innerhalb von drei Monaten nach Abschluss des Verschmelzungsvertrags über den verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out beschließen zu lassen. Die TRATON SE hat bestätigt, dass sie derzeit 94,36 % des Grundkapitals der MAN SE hält und damit ist die TRATON SE die Hauptaktionärin der MAN SE im Sinne von § 62 Abs. 5 UmwG i.V.m. § 327a Abs. 1 AktG. Die Höhe der angemessenen Barabfindung, die die TRATON SE als Hauptaktionärin den Minderheitsaktionären der MAN SE für die Übertragung der Aktien gewähren wird, steht derzeit noch nicht fest.
Ein verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out bei der MAN SE war bereits vor einem Jahr vermutet worden: https://spruchverfahren.blogspot.com/2019/03/squeeze-out-bei-der-man-se-moglich.html
Zur Kritik der Aktionärsvereinigung SdK an dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der RENK AG und sämtlicher Gesellschaftsanteile an der MAN Energy Systems (vormals MAN Turbo Diesel) siehe: https://spruchverfahren.blogspot.com/2019/12/sdk-kritisiert-vorgehen-von-volkswagen.html
- Unternehmensgründer Eugen Münch und Asklepios bündeln ihre Anteile von zusammen fast 50 % an der RHÖN-KLINIKUM AG in einem gemeinsamen Joint Venture
- Übernahmeangebot durch Asklepios an alle übrigen Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG in Höhe von 18,00 Euro in Bar je RHÖN-Aktie angekündigt
- Gemeinsam streben die Partner nach Abschluss der Transaktion die Mehrheit der Stimmrechte an RHÖN-KLINIKUM AG an.
- Eugen Münch, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender RHÖN-KLINIKUM AG: "Wir bündeln unsere Kräfte mit dem gemeinsamen Ziel, unsere Vision für die Gesundheitsversorgung in Deutschland unter dem Dach einer Gruppe Asklepios/RHÖN zu verwirklichen"
- Dr. Bernard große Broermann, Gründer und Alleingesellschafter von Asklepios: "Die heutige Vereinbarung ist ein Meilenstein für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Deutschland"
Übernahmeangebot für Aktien der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft zu EUR 18,-
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 149532
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Schweinfurt unter HRB 1670
Die Angebotsunterlage für das Übernahmeangebot (in deutscher Sprache sowie in einer unverbindlichen englischsprachigen Übersetzung) mit den detaillierten Bedingungen und sonstigen Informationen zum Übernahmeangebot wird im Internet unter
Berlin - Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlicht / Stellungnahme enthält Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2019
Vorstand und Aufsichtsrat der Axel Springer SE haben heute ihre gemeinsame begründete Stellungnahme zum öffentlichen Delisting-Erwerbsangebot der Traviata B.V. an die Aktionäre der Axel Springer SE abgegeben. Traviata B.V. ist eine Holdinggesellschaft im Besitz von Fonds, die durch KKR beraten werden. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass das Delisting im besten Interesse der Axel Springer SE liegt. Da ein Delisting-Erwerbsangebot Voraussetzung für das Delisting ist, befürworten und unterstützen Vorstand und Aufsichtsrat nach sorgfältiger und eingehender Prüfung der am 21. Februar 2020 veröffentlichten Angebotsunterlage das Angebot von KKR. Vorstand und Aufsichtsrat bestätigen, dass die Gegenleistung in Höhe von EUR 63,00 die gesetzlichen Anforderungen an ein Delisting-Erwerbsangebot erfüllt und damit für die Zwecke des Delisting-Erwerbsangebots angemessen ist.
Die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat beinhaltet neben Finanzkennzahlen des vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer testierten Jahres- und Konzernabschlusses der Axel Springer SE für das Geschäftsjahr 2019 und dem Dividendenvorschlag auch die Prognose für das Jahr 2020. Die Axel Springer SE hat im Gesamtjahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 3.112,1 Millionen (Vj.: EUR 3.180,7 Millionen), ein bereinigtes EBITDA von EUR 630,6 Millionen (Vj.: EUR 737,9 Millionen) sowie ein bereinigtes EBIT von EUR 414,5 Millionen (Vj.: EUR 527,9 Millionen) erzielt. Der Vorstand hat einen Gewinnverwendungsvorschlag, der eine Dividende je Axel Springer Aktie in Höhe von EUR 1,16 (Vj.: EUR 2,10) vorsieht, beschlossen. Am 10. März 2020 wird der Aufsichtsrat über die Billigung und Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie über seinen Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung entscheiden, bevor am 11. März 2020 der vollständige Geschäftsbericht der Axel Springer SE für das Geschäftsjahr 2019, der den Konzernabschluss enthält, sowie der Jahresabschluss 2019 der Axel Springer SE veröffentlicht wird.
Die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat wurde auf der Unternehmenswebsite der Axel Springer SE unter http://go.axelspringer.com/kkr veröffentlicht. Gedruckte Exemplare der Stellungnahme sind zudem kostenfrei erhältlich bei Axel Springer SE, Investor Relations, Axel-Springer-Straße 65, 10969 Berlin, ir@axelspringer.de. Die Mitteilung, dass die Stellungnahme veröffentlicht wurde und kostenfrei erhältlich ist, ist heute auch im Bundesanzeiger erfolgt.
Die Annahmefrist für das Delisting-Erwerbsangebot von KKR hat mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlage am 21. Februar 2020 begonnen und wird am 20. März 2020 um 24 Uhr (MEZ) enden.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass allein die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat maßgeblich ist. Die Informationen in dieser Pressemitteilung stellen keine Erläuterungen oder Ergänzungen zu den Aussagen in der gemeinsamen begründeten Stellungnahme dar.
Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der Mannheimer Aktiengesellschaft Holding: Sachverständigengutachten vorgelegt
In dem Spruchverfahren zu dem auf der außerordentliche Hauptversammlung der Mannheimer Aktiengesellschaft Holding am 18. Dezember 2012 beschlossenen verschmelzungsrechtlichen Squeeze-Out hatte das LG Mannheim einen Beweisbeschluss gefasst (Beschluss vom 27. März 2015) und mit ergänzendem Beschluss vom 1. April 2015 Herrn WP/StB Ulrich Frizlen, c/o Bansbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, zum Sachverständigen bestellt. Dieser hat Ende 2019 sein Gutachten vorgelegt, das nunmehr den Beteiligten zugestellt wurde. Nach Auffassung des Sachverständige führt auch den Ansatz einer niedrigeren Marktrisikoprämie nicht zu einer höheren Barabfindung.
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. u.a. ./. Continentale Holding Aktiengesellschaft (früher: deutsche internet versicherung aktiengesellschaft)
Rechtsanwälte Hengeler Mueller, 40213 Düsseldorf (RA Dr. Daniel Wilm)
Um die 90 %-Schwelle an comdirect zu erreichen, hatte die Commerzbank EUR 15,15 je comdirect-Aktie an Petrus Advisers gezahlt: https://spruchverfahren.blogspot.com/2020/01/commerzbank-inlandsbanken-holding-ag.html
Die Hauptversammlung der comdirect bank AG soll am 5. Mai 2020 stattfinden.
Überprüfungsverfahren zum Squeeze-out bei der BEKO HOLDING AG geht in die Verlängerung
In dem Überprüfungsverfahren zu dem Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) bei der BEKO HOLDING AG hatte das bei der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) angesiedelte "Gremium zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses nach dem AktG" bei seiner Sitzung am 24. April 2019 einen angemessenen Wert in Höhe von EUR 7,05 je BEKO-Aktie festgestellt. Das Gremium folgte damit dem von ihm bestellten Sachverständigen WP/StB Dr. Klaus Rabel, p.A. Rabel & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, siehe: https://spruchverfahren.blogspot.com/2018/04/uberprufungsverfahren-zum-squeeze-out.html.
Das Landesgericht Krems an der Donau hatte nach einer längeren Verhandlung (zwei Verhandlungstage mit mehreren Einvernahmen) die Barabfindung mit Beschluss vom 16. Januar 2020 auf EUR 7,88 je BEKO-Aktie festgesetzt und damit um EUR 2,08 noch einmal deutlich erhöht (+ 35,86 %), siehe: https://spruchverfahren.blogspot.com/2020/01/uberprufungsverfahren-zum-squeeze-out_27.html. Hinzu kommen Zinsen in Höhe von zwei Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz. Die Antragsgegnerin hat sämtliche Kosten des Verfahrens zu tragen.
Die Antragsgegnerin hat gegen diesen Beschluss des Landesgerichts mit Schriftsatz vom 19. Februar 2020 Rekurs eingelegt. Sie rügt dabei Verfahrensfehler und die Mangelhaftigkeit des Beschlusses. Es handele sich um eine Überraschungsentscheidung, die auf eine einseitige Beweiswürdigung gestützt sei. Besonders bemängelt wird das Abstellen auf den Tageskurs bei den von BEKO gehaltenen All-for-One-Aktien.
Über dieses Rechtsmittel der Antragsgegnerin wird das Oberlandesgericht Wien als zuständiges Rekursgericht entscheiden. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung dürfte es daher noch einige Zeit dauern.
Eingestellt von RA Martin Arendts um 16:05 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Kaufangebot für Nachbesserungsrechte zum Squeeze-out bei der BDI - BioEnergy International AG
Mitteilung meiner Deptobank:
Abfindungspreis: 0,35 EUR je Nachbesserungsrecht
Sonstiges: Die Mindestabnahmemenge beträgt 200 Nachbesserungsrechte. (...)
Der Anbieter bietet an, bis zu 1.000.000 Nachbesserungsrechte zu übernehmen. Sollten mehr Nachbesserungsrechte zum Kauf angeboten werden, erfolgt die Annahme in der Reihenfolge des Eingangs der Annahmeerklärungen. (...)
In dem Überprüfungsverfahren zum Squeeze-out bei der BDI - BioEnergy International AG hatte das Gremium Herrn WP Mag. Dr. Werner Hallas von der Keppert, Hallas & Partner Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH zum Sachverständigen bestellt. Der Sachverständige kommt in dem kürzlich vorgelegten Gutachten bezüglich des Gesamtunternehmenswerts auf eine Bandbreite von ca. EUR 56.753.448,- (EUR 14,94 je Aktie) und EUR 57.353.449,- (EUR 15,08 je Aktie). Die Hauptaktionärin und nunmehrige Antragsgegnerin hatte eine Barabfindung in der Höhe von lediglich EUR 13,50 pro Aktie angeboten.
https://spruchverfahren.blogspot.com/2020/02/uberprufungsverfahren-zum-squeeze-out_11.html
Eingestellt von RA Martin Arendts um 15:47 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
PNE AG: PNE-Gruppe startet mit neuen Projekten schwungvoll in 2020
In Südafrika konnte die PNE-Gruppe zusammen mit ihrem Joint Venture WKN windcurrent im Dezember die Umweltgenehmigung für ein Projekt mit 75 Windenergieanlagen erreichen. Das Projekt liegt in der Provinz Northern Cape. In 2020 wurde eine weitere Umweltgenehmigung für ein Projekt mit bis zu 100 MW in der Region Eastern Cape erreicht
Als Aktionär der INDUSTRIEHOF AG macht die Valora Effekten Handel AG Ihnen ein Übernahme- und Abfindungsangebot für Ihre Aktien zu den folgenden Konditionen:
Abfindungspreis: 240 EUR je Aktie
Das Angebot ist auf insgesamt 3.000 Aktien begrenzt. Der Anbieter behält sich vor, Annahmeerklärungen auch dann anzunehmen, wenn diese der Stückzahl nach insgesamt 3.000 Aktien überschreiten. (...)
Wenn Sie Informationen zu einzelnen Spruchverfahren bzw. Firmen suchen, können Sie die Suchfunktion (Feld links oben mit der Lupe) nutzen. Sie können insbesondere nach Firmen, Beteiligten, Aktenzeichen, Gerichten etc. suchen.
In dem seit 2003 dauernden Spruchverfahren zu dem Squeeze-out bei der Volksfürsorge Holding AG, Hamburg, ist ein Ende immer noch nicht absehbar. Der vom Landgericht Hamburg bestellte Sachverständige, Herr Wirtschaftsprüfer Dr. Heiko Buck, war in seinem 2011 vorgelegten Gutachten zu einem Wert einer Volksfürsorge-Aktie in Höhe von EUR 602,40 gekommen. Die nunmehr (ebenfalls nach Durchführung eines Squeeze-outs) als Generali Deutschland AG firmierende Antragsgegnerin hatte lediglich EUR 554,- je Aktie geboten. Seitdem blieb das Verfahren trotz mehrerer Sachstandsanfragen und sogar Verzögerungsrügen (§ 198 Abs. 3 GVG) von Antragstellerseite jahrelang kommentarlos liegen. Eine von mehreren Antragstellern und dem gemeinsamen Vertreter beantragte Anhörung des Sachverständigen ist bislang nicht erfolgt. Es ist nicht absehbar, wann mit einer zumindest die I. Instanz abschließenden Entscheidung des Landgerichts zu rechnen ist.
OMEGA Vermögensverwaltung GmbH u.a. ./. AMB Generali Holding AG (dann: Generali Deutschland Holding AG, jetzt: Generali Deutschland AG)
Die Traviata B.V.. hat den Aktionären der Axel Springer SE - wie angekündigt: https://spruchverfahren.blogspot.com/2020/01/borse-aktien-axel-springer-aktie-news.html - ein öffentliches Delisting-Erwerbsangebot gegen Zahlung einer Geldleistung in Höhe von EUR 63,00 je Aktie unterbreitet. Die Annahmefrist dauert vom 21. Februar 2020 bis zum 20. März 2020.
Die Traviata II S.à r.l., eine Holdinggesellschaft im Besitz von Fonds, die durch KKR beraten werden, hatte im letzten Jahr eine Angebotsunterlage für ihr freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Aktien der Axel Springer SE zu EUR 63,- veröffentlicht:
https://spruchverfahren.blogspot.com/2019/07/annahmefrist-fur-das-freiwillige.html. Nach dem erfolgreichen Angebot waren weitere Strukturmaßnahmen erwartet worden.
Link zum Download auf der Webseite der BaFin:
https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Angebotsunterlage/axel_springer_se_delisting.html;jsessionid=187636A49C629772025AFB584D032123.1_cid372?nn=7845970
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 102819
Zugspitzstraße 1, 82049 Pullach, Deutschland
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 227195
ISIN: DE000A0DPRE6 / WKN: A0DPRE
Die Hyundai Capital Bank Europe GmbH (die 'Bieterin') hat am 21. Februar 2020 entschieden, den Aktionären der Sixt Leasing SE im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes anzubieten, ihre auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien der Sixt Leasing SE (DE000A0DPRE6; die 'Sixt Leasing-Aktien') gegen Zahlung einer Geldleistung in Höhe von EUR 18,00 je Sixt Leasing-Aktie zu erwerben (das 'Übernahmeangebot'). Falls das Übernahmeangebot noch vor der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung der Sixt Leasing SE vollzogen wird, wird sich die Geldleistung in Abhängigkeit von dem im geprüften Konzernabschluss der Sixt Leasing SE ausgewiesenen Konzernüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 um bis zu EUR 0,90 je in das Übernahmeangebot eingereichter Sixt Leasing-Aktie erhöhen.
Die Bieterin ist eine Joint-Venture-Gesellschaft von Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft und Hyundai Capital Services Inc.
Das Übernahmeangebot wird unter den in der Angebotsunterlage festgelegten Vollzugsbedingungen stehen, unter anderem bestimmten fusionskontrollrechtlichen und sonstigen regulatorischen Freigaben, einer Mindestannahmeschwelle von 55% der Sixt Leasing-Aktien und anderen üblichen Vollzugsbedingungen.
Die Angebotsunterlage (in Deutsch und in einer nicht bindenden englischen Übersetzung), die die detaillierten Bestimmungen und Bedingungen des Übernahmeangebots sowie weitere damit im Zusammenhang stehende Informationen enthält, wird im Internet unter
www.hcbe-offer.de
Die Angebotsunterlage für das Übernahmeangebot wird außerdem durch Hinweisbekanntmachung im Bundesanzeiger veröffentlicht werden und wird auf der Internetseite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ('BaFin') verfügbar sein.
Die Bieterin hat am heutigen Tag mit Sixt SE mit Sitz in Pullach, Deutschland, einen Kaufvertrag über den Erwerb der von der Sixt SE gehaltenen insgesamt 8.644.638 Sixt Leasing-Aktien (entsprechend ca. 41,9 % des Grundkapitals und der Stimmrechte der Sixt Leasing SE) gegen Zahlung eines Kaufpreises in Höhe von EUR 18,00 je Sixt Leasing-Aktie abgeschlossen. Falls der Kaufvertrag noch vor der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung der Sixt Leasing SE vollzogen wird, wird sich der Kaufpreis in Abhängigkeit von dem im geprüften Konzernabschluss der Sixt Leasing SE ausgewiesenen Konzernüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 um bis zu EUR 0,90 je verkaufter Sixt Leasing-Aktie erhöhen. Der Vollzug des Kaufvertrags steht unter anderem unter der Bedingung des Erreichens der Mindestannahmeschwelle von 55% im Übernahmeangebot, wobei die vorgenannten, unter dem Kaufvertrag zu erwerbenden Aktien für Zwecke der Mindestannahmeschwelle zu berücksichtigen sind, sowie der Erteilung bestimmter fusionskontrollrechtlicher und sonstiger regulatorischer Freigaben.
Frankfurt am Main, 21. Februar 2020
- Verkauf des 41,9-%-Aktienpakets an der Sixt Leasing SE an Hyundai Capital Bank Europe GmbH, einem Joint Venture der Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft und Hyundai Capital Services Inc.
- Auf Basis eines Verkaufspreises von 18,00 Euro je Aktie ergibt sich ein Erlös von 155,6 Mio. Euro; der Verkauf erzielt damit eine attraktive Prämie von rund 40,8% gegenüber dem unbeeinflussten volumengewichteten dreimonatigen Durchschnittskurs der Aktien der Sixt Leasing SE
- Fokussierung von Managementkapazitäten und deutliche Optimierung der Bilanzstruktur ermöglichen weitere Expansion und Wachstum im strategischen Kerngeschäft
- Hyundai Capital Bank Europe GmbH wird freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle weiteren Sixt Leasing Aktien abgeben
- Erich Sixt, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Sixt SE: "Nach dem Börsengang der Sixt Leasing SE im Jahr 2015 ist die jetzt beschlossene Veräußerung unseres restlichen Aktienpakets ein konsequenter strategischer Schritt."
Pullach, 21.02. 2020 - Die Sixt SE wird sich vollständig von ihrer Beteiligung an der Tochtergesellschaft Sixt Leasing SE trennen. Der internationale Mobilitätsdienstleister hat heute mit der Hyundai Capital Bank Europe GmbH, einem Joint Venture der Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft und der Hyundai Capital Services Inc., eine Vereinbarung über den Verkauf seiner Aktien an der Sixt Leasing SE (41,9% des Grundkapitals) geschlossen. Die börsennotierte Sixt Leasing SE ist bisher eine vollkonsolidierte Tochtergesellschaft der Sixt SE.
Der für den Verkauf der Beteiligung vereinbarte Kaufpreis beträgt rund 155,6 Mio. Euro oder 18,00 Euro je verkaufter Aktie - dies entspricht einer Prämie von rund 40,8% auf den unbeeinflussten volumengewichteten dreimonatigen Durchschnittskurs der Aktien der Sixt Leasing SE bis einschließlich 18. Februar 2020. [1] Zusätzlich steht der Sixt SE nach der Vereinbarung für ihre Beteiligung an der Sixt Leasing SE in Abhängigkeit von dem im geprüften Konzernabschluss der Sixt Leasing SE ausgewiesenen Konzernüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 noch eine Dividende für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von bis zu EUR 0,90 je Aktie zu. Die Sixt SE hat der Sixt Leasing SE vor diesem Hintergrund - unter dem Vorbehalt eines hierfür ausreichenden Bilanzgewinns - eine Dividendenerwartung für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von bis zu EUR 0,90 je Aktie mitgeteilt. Sollte der Verkauf noch vor der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung der Sixt Leasing SE vollzogen werden, würde sich der Kaufpreis auf bis zu rund 163,4 Mio. Euro oder bis zu 18,90 Euro je verkaufter Aktie erhöhen. Die zuvor genannte Prämie würde dann auf rund 47,9% ansteigen.
Mit dieser Entscheidung wird sich die Sixt SE noch stärker auf die Aktivitäten im Geschäftsbereich "Mobility", der die Autovermietung wie auch die neuen digitalen Mobilitätsdienste auf Basis der Mobilitätsplattform ONE umfasst, konzentrieren. Hier wächst SIXT als Innovationsführer der Branche seit Jahren deutlich stärker als der Wettbewerb. Im Vordergrund stehen dabei die weitere Digitalisierung sowie insbesondere die internationale Expansion in den USA und Westeuropa. Leasing-Produkte werden nach jetzigem Stand künftig nicht mehr Teil des Produktportfolios von SIXT sein.
Der Vollzug des Verkaufs der Beteiligung der Sixt SE an der Sixt Leasing SE ist unter anderem davon abhängig, dass die Hyundai Capital Bank Europe GmbH im Rahmen ihres freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots - unter Einschluss der von der Sixt SE erworbenen Beteiligung - eine Annahmequote von mindestens 55% aller Aktien der Sixt Leasing SE erreicht. Daneben steht der Vollzug unter dem Vorbehalt der Sicherstellung der Finanzierung der Transaktion durch die Hyundai Capital Bank Europe GmbH und der Erteilung fusionskontrollrechtlicher und sonstiger regulatorischer Freigaben. Die Sixt SE rechnet mit einem Vollzug des Verkaufs im zweiten Halbjahr 2020.
Erich Sixt, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Sixt SE: "Nach dem Börsengang der Sixt Leasing im Jahr 2015 ist die jetzt beschlossene Veräußerung unseres restlichen Aktienpakets ein konsequenter strategischer Schritt. Ich möchte dem Vorstand, den Führungskräften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sixt Leasing SE für ihren großen Beitrag zum Erfolg des Sixt-Konzerns in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten herzlich danken."
Alexander Sixt, Vorstand (CAO) der Sixt SE: "Durch den Verkauf setzen wir ganz bewusst auf den konsequenten Ausbau unseres Kerngeschäftes und konzentrieren uns noch stärker als zuvor auf die wachstums- und innovationsgetriebene Weiterentwicklung unserer neuen Mobilitätsdienste, die Digitalisierung unseres Unternehmens sowie insbesondere die internationale Expansion in den USA und Westeuropa. Die Transaktion ermöglicht es uns ferner, durch die Entkonsolidierung des Leasinggeschäfts die Bilanz deutlich zu kürzen und unsere Spitzenposition in unserer Peer Group in Bezug auf die Eigenkapitalquote weiter auszubauen."
Jochen Klöpper, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hyundai Capital Bank Europe GmbH: "Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, künftig strategisch mit Sixt Leasing zusammenzuarbeiten. Das Know-how und das erfolgreiche Geschäftsmodell des Unternehmens bilden eine starke Wachstumsplattform. Durch die Ergänzung unseres Produktportfolios mit den innovativen Mobilitätsdienstleistungen und dem Flottengeschäft von Sixt Leasing am Point-of-Sale und im Online-Bereich kann die Hyundai Capital Bank Europe ihre Position in der Automobilfinanzierung weiter stärken."
Yoono Hwang, Präsident von Hyundai Capital Services Korea und Mitglied des Aufsichtsrats der Hyundai Capital Bank Europe GmbH: "Wir sind überzeugt, dass dies eine hervorragende Gelegenheit ist, das Innovationspotenzial von Sixt Leasing im Hinblick auf zukünftige Markttrends im Automobilsektor zu nutzen."
Als Aktionär der WESTAG GETALIT VZO O.N. macht die Westag & Getalit AG Ihnen ein Rückkaufangebot für Ihre Aktien zu den folgenden Konditionen:
Wertpapiername: WESTAG GETALIT VZO O.N.
Art des Angebots: Rückkauf
Anbieter: Westag & Getalit AG
Zwischen-WKN: A254V8
Abfindungspreis: 25,20 EUR je Aktie (...)
Laut gestriger Stimmrechtsmitteilung hält die Covivio S.A. seit dem 17. Februar 2020 mehr als 50 % an der Godewind Immobilien AG, nämlich 52,03 %, davon 43,69 % über "Instrumente". Die beiden Unternehmen hatten kürzlich eine Grundsatzvereinbarung (Business Combination Agreement, "BCA") abgeschlossen, wonach Covivio ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für 100 % des Grundkapitals von Godewind unterbreiten wird, wobei die Godewind-Aktien delistet werden sollen, siehe: https://spruchverfahren.blogspot.com/2020/02/covivio-x-tend-ag-kundigt-abgabe-eines_14.html
In dem Spruchverfahren zu dem auf der ao. Hauptversammlung der Elektrischen Licht- und Kraftanlagen AG (Elikraft) am 24. Mai 2019 beschlossenen Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Verhandlungstermin auf den 23. Juni 2020, 10:00 Uhr, angesetzt.
LG Frankfurt am Main, Az. 3-05 O 79/19
SCI AG u.a. ./. Park-Bau Verwaltung Borken in Hessen KG
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin, Park-Bau Verwaltung Borken in Hessen KG:
RAe Pinsent Masons Germany LLP, 80333 München
Als Aktionär der CCR LOGISTICS SYSTEMS AG macht die Small & Mid Cap Investmentbank AG Ihnen ein Erwerbsangebot für Ihre Aktien zu den folgenden Konditionen:
Wertpapiername: CCR LOGISTICS SYSTEMS AG
Art des Angebots: Erwerbsangebot
Abfindungspreis: 4,00 EUR je Aktie
(...) Der Anbieter bietet an, bis zu 20.000 Aktien zu erwerben. Wenn die Aktionäre insgesamt mehr Aktien einreichen, kann es zu einer sogenannten Pro-Rata-Zuteilung kommen. In diesem Fall würde der Anbieter von den Aktionären, die das Angebot angenommen haben, jeweils nur einen Teil der Aktien übernehmen. Der Anbieter behält sich vor, mehr als 20.000 Aktien zu erwerben, insbesondere, aber nicht ausschließlich, durch eine nachträgliche und vor Ende der Annahmefrist erfolgende Erhöhung der Stückzahl, auf die dieses Angebot begrenzt ist. Außerdem behält sich der Anbieter im Falle der Überannahme des Angebots das Recht vor, alle im Rahmen des Erwerbsangebots zum Erwerb angedienten Aktien zu erwerben und für diesen Fall auf die verhältnismäßige Annahme zu verzichten. (...)
Das Landgericht München I hatte in dem Spruchverfahren zu dem am 7. November 2007 zwischen der CCR Logistics Systems AG als abhängiger Gesellschaft und der Reverse Logistics GmbH als herrschender Gesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags die Anträge auf Erhöhung der Barabfindung von EUR 7,41 abgelehnt, jedoch den Ausgleich von brutto EUR 0,41 auf EUR 0,50 je Aktie erhöht:
https://spruchverfahren.blogspot.com/2016/08/beherrschungs-und-gewinnabfuhrungsvertr.html
https://spruchverfahren.blogspot.com/2017/10/beendigung-des-spruchverfahrens-zum.html
Die Aktien der CCR Logistics Systems AG (ISIN DE0007627200) sind zwischenzeitlich im Jahr 2015 delisted worden.
Zu den aktuell im Vergleich zu dem Erwerbsangebot deutlich höheren Kursen im sog. "Telefonhandel" bei Valora:
https://veh.de/isin/de0007627200
In dem Überprüfungsverfahren zu dem Squeeze-out der Minderheitsaktionäre bei dem Vermögensverwalter C-QUADRAT Investment AG, Wien, hat das Gremium zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses die Sache am 17. Februar 2020 verhandelt. Die Antragsgegnerin soll sich innerhalb von vier Wochen zu einem möglichen Vergleich äußern. Ansonsten wird das Gremium einen externen Sachverständigen hinzuziehen.
Gremium, Az. Gr 7/19
FN 55148 a
HG Wien, Az. 75 Fr 17733/18 i-5
Walle u.a. ./. CUBIC (LONDON) LIMITED
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin: Schönherr Rechtsanwälte GmbH, A-1010 Wien
Aroundtown SA hält nunmehr mehr als 77 % an der TLG IMMOBILIEN AG
Laut heutiger Stimmrechtsmitteilung hält die Aroundtown SA nach dem erfolgreichen Umtauschangebot nunmehr 77,76 % an der TLG IMMOBILIEN AG.
Innerhalb der ersten Annahmefrist waren bereits 59,37 % der TLG-Aktien angedient worden, siehe: https://spruchverfahren.blogspot.com/2020/01/fusion-ende-der-ersten-annahmefrist-tlg.html
Die TLG IMMOBILIEN AG und die Aroundtown SA hatten am 19. November 2019 ein Business Combination Agreement ("BCA") abgeschlossen, um ein führendes Gewerbeimmobilienunternehmen in Europa zu schaffen, siehe: https://spruchverfahren.blogspot.com/2019/11/tlg-immobilien-und-aroundtown.html.
Überprüfungsverfahren zum Squeeze-out bei der BWT Aktiengesellschaft: Ergänzendes Gutachten vorgelegt - Fortsetzung der Verhandlung
In dem Überprüfungsverfahren zu dem Anfang Oktober 2017 eingetragenen Squeeze-out bei dem führenden Wasseraufbereitungsunternehmen BWT Aktiengesellschaft (Best Water Technology) hatte das Gremium zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses nach dem AktG ("Gremium") nach einer Verhandlung Herrn WP/StB Dr. Klaus Rabel, Rabel & Partner GmbH, mit der Erstellung eines Gutachtens zum Unternehmenswert beauftragt. Der Sachverständige Dr. Rabel beurteilte den von der WAB Privatstiftung angebotenen Abfindungsbetrag von EUR 16,51 in seinem Gutachten vom 10. Oktober 2019 als nicht angemessen, siehe: https://spruchverfahren.blogspot.com/2019/10/uberprufungsverfahren-zum-squeeze-out_27.html
Bei der weiteren Verhandlung vor dem Gremium wurde das Gutachten diskutiert. Zu einem Vergleich kam es allerdings nicht. Der Sachverständige hat nunmehr zu den Fragen der Beteiligten (u.a. zur Marktrisikoprämie, zum Beta-Faktor und zum Maketing-/Werbeaufwand) in seinem "Ergänzenden Gutachten" vom 3. Februar 2020 Stellung genommen und dabei die Ergebnisse seines Gutachtens bekräftigt.
Die Verhandlung vor dem Gremium wird am 3. März 2020, 10:00 Uhr, fortgesetzt. Dabei soll das Ergänzungsgutachten erörtert werden.
78 Anträge (mit z.T. mehreren Antragstellern)
In der aktuellen Ausgabe 9/2020 berichtet FOCUS-MONEY auf S. 30 ff. über Übernahme- und Abfindungskandidaten. Verwiesen wird dabei auf die "Endspiel-Studie" von Solventis. Als Kandidaten mit einem über 75 % beteiligten Großaktionär werden folgende Unternehmen aufgeführt:
- 1&1 Drillisch
- Demire
- Logwin (Luxemburg)
- Lotto 24
- IFA Hotel & Touristik
- AGROB
- GxP German Properties
der AVW Immobilien AG
Gemäß Übertragungsbeschluss erhalten die ausgeschiedenen Aktionäre der AVW Immobilien AG eine von Herrn Frank H. Albrecht zu zahlende Barabfindung in Höhe von EUR 1,58 je auf den Inhaber lautender Stückaktie der AVW Immobilien AG mit einem rechnerischen Anteil von jeweils EUR 1,00 am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Barabfindung ist von der gerichtlichen Bekanntmachung der Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister in dem von der Landesjustizverwaltung bestimmten elektronischen Informations- und Kommunikationssystem unter www.registerbekanntmachungen.de an mit jährlich fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 247 BGB zu verzinsen.
Die Angemessenheit der Barabfindung wurde durch die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, als dem durch das Landgericht Hamburg ausgewählten und bestellten sachverständigen Prüfer geprüft und bestätigt.
Die Auszahlung der Barabfindung an die aufgrund der Eintragung des Übertragungsbeschlusses ausgeschiedenen Aktionäre der AVW Immobilien AG erfolgt Zug um Zug gegen Ausbuchung der Aktien der AVW Immobilien AG nach Eintragung des Übertragungsbeschlusses durch die
flatex Bank AG, Frankfurt am Main,
über die jeweilige Depotbank. Die Auszahlung der Barabfindung und die Ausbuchung der Aktien werden ohne besonderen Auftrag des Depotkunden durchgeführt und sind für die ausgeschiedenen Aktionäre der AVW Immobilien AG provisions- und spesenfrei.
Für den Fall, dass in einem gerichtlichen Spruchverfahren gemäß § 327f AktG, §§ 1 ff. SpruchG rechtskräftig eine höhere als die festgelegte Barabfindung festgesetzt wird, wird diese höhere Barabfindung allen gemäß §§ 327a ff. AktG ausgeschlossenen Minderheitsaktionären der AVW Immobilien AG gewährt werden.
ADLER Real Estate AG: Bekanntmachung eines Kontrollwechsels an die Wandelanleihegläubiger
Bekanntmachung im Zusammenhang mit den EUR 137,9 Mio. 2,5 % Wandelschuldverschreibungen 2016/2021 ISIN DE000A161XW6 WKN A161XW (die "Schuldverschreibungen")
Jeder Anleihegläubiger ist gemäß § 14(1)(b) der Anleihebedingungen berechtigt, mittels Abgabe einer Rückzahlungserklärung von der Anleiheschuldnerin zum Wirksamkeitstag die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen, für welche das Wandlungsrecht nicht ausgeübt wurde und die nicht zur vorzeitigen Rückzahlung fällig gestellt wurden, zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Wirksamkeitstag (ausschließlich) auf den Nennbetrag aufgelaufener Zinsen zu verlangen. Die Rückzahlungserklärung muss der Anleiheschuldnerin mindestens zehn Tage vor dem Wirksamkeitstag zugegangen sein, wie in den Anleihebedingungen näher beschrieben. (...)
NAV geeignete Bewertungsmethode bei vermögensverwaltenden und Immobiliengesellschaften
OLG München, Beschluss vom 12. Juli 2019, Az. 31 Wx 213/17
Fundstelle: AG 2020, 56 - 59
1. Der Net Asset Value (NAV) kann insbesondere bei vermögensverwaltenden und Immobiliengesellschaften eine zur Schätzung des Unternehmenswertes grundsätzlich geeignete Bewertungsmethode sein.
2. Es handelt sich beim NAV um einen in der Wirtschaftswissenschaft allgemein anerkannten und in der Praxis gebräuchlichen Bewertungsansatz, bei welchem sich der Unternehmenswert aus der Summe der einzelnen Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten ableitet, wobei die Marktwerte der einzelnen Assets von deren jeweiligen voraussichtlichen Erträgen bzw. Zahlungsströmen abhängen. Dementsprechend stellt der NAV zwar vordergründig ein Einzelbewertungsverfahren dar, greift im Einzelnen jedoch regelmäßig auf das Ertragswertverfahren bzw. das Discounted Cash Flow-Verfahren zurück.
Gegenstandswert im Spruchverfahren bei mehreren von einem Anwalt vertretenen Antragstellern
OLG Karlsruhe, Beschluss vom 23. Januar 2020, Az. 12 W 16/19
1. Vertritt der Rechtsanwalt im Spruchverfahren mehrere Antragsteller, so beträgt der Gegenstandswert für seine Tätigkeit gemäß § 31 Abs. 2 RVG mindestens EUR 5.000,-, multipliziert mit der Zahl der von ihm vertretenen Antragsteller.
2. Der Beschluss über die Wertfestsetzung für die Rechtsanwaltsgebühren gemäß § 33 Abs. 1 RVG ist zuzustellen. Durch eine formlose Mitteilung wird die Beschwerdefrist des § 33 Abs. 3 Satz 3 RVG nicht in Lauf gesetzt.
Stuttgart, Deutschland, 13. Februar 2019. RIB Software SE, der weltweit führende Anbieter von iTWO 4.0 Cloud Enterprise Platform-Technologie, gab heute seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 bekannt. In 2019 erzielte RIB einen Umsatz von €214,3 Mio., +57% ggü. Vorjahr. Das ARR Umsatzwachstum betrug 94% und das NRR-Umsatzwachstum 22%. Das organische Umsatzwachstum durch ARR/NRR betrug 12%. Das EBITDA betrug €50,1 Mio., +32% ggü. Vorjahr, mit einer EBITDA-Marge von 23,4%. Das operative EBITDA* wuchs um 31,6% auf €51 Mio.
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