Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%20230/12
Timestamp: 2020-02-19 06:18:23
Document Index: 64057422

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 906', '§ 906', '§ 906', '§ 906', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 906', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 833', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 301', '§ 301', '§ 301', 'BGH', '§ 301', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 906', 'BGH', 'BGH', '§ 906', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 906', '§ 43', '§ 906', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 906', 'BGH', '§ 13', 'BGH']

BGH, 25.10.2013 - V ZR 230/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,28637
BGH, 25.10.2013 - V ZR 230/12 (https://dejure.org/2013,28637)
BGH, Entscheidung vom 25.10.2013 - V ZR 230/12 (https://dejure.org/2013,28637)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 2013 - V ZR 230/12 (https://dejure.org/2013,28637)
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Wohnungseigentum: Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch bei Beeinträchtigung des Sondereigentums durch von einem anderen Sondereigentum ausgehenden rechtswidrigen Einwirkungen
Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch - Mietwohnung
Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch bei Beeinträchtigung des Sondereigentums durch rechtswidrige Einwirkungen eines anderen Wohnungseigentümers
Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch bei rechtswidrigen Einwirkungen unter Sondereigentümern
Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch bei Beeinträchtigung von Sondereigentum durch Einwirkung von anderem Sondereigentum
Entsprechende Anwendung von § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB, wenn Sondereigentum durch Einwirkungen beeinträchtigt wird, die von einem anderen Sondereigentum ausgehen
Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch auch unter Eigentümern?
Mietrecht - Verschuldensunabhängiger nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch auch im Verhältnis von Wohnungseigentümern
Zum Nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch
Wasserschaden: Verschuldensunabhängiger Ausgleichsanspruch zwischen Wohnungseigentümern bzw. Mietern
Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch des Wohnungseigentümers
WEG-Nachbarn haften gegenseitig auch ohne Verschulden
Wohnungseigentumsrecht - Verschuldensunabhängiger nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch auch im Verhältnis von Wohnungseigentümern?
Wohnungseigentümer haften untereinander auch ohne Verschulden
Wasserschäden im Wohnungseigentum
Wohnungseigentum: Ist der Ausgleichsanspruch des § 906 Abs. 2 BGB anwendbar?
Verschuldensunabhängige Haftung von Wohnungseigentümern und ihren Mietern analog § 906 Abs. 2 S. 2 BGB
§ 906 Abs. 2 S. 2 BGB analog bei nachbarrechtlichem Ausgleich zwischen Wohnungseigentümern
Nachbarlicher Ausgleichsanspruch auch zwischen Wohnungseigentümern! (IMR 2014, 25)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.10.2013, Az.: V ZR 230/12 (Wasserschadensausgleich im beidseits vermieteten Sondereigentum)" von Wolfgang Dötsch, original erschienen in: NJW 2014, 458 - 462.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.10.2013, Az.: V ZR 230/12 (Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch bei Einwirkung von einem Sondereigentum auf Sondereigentum eines anderen Wohnungseigentümers)" von RA/FAVersR Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther, original erschienen ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.10.2013, Az.: V ZR 230/12 (Nachbarrecht)" von Prof. Dr. Markus Würdinger, original erschienen in: JZ 2014, 687 - 692.
BGHZ 198, 327
NJW 2014, 458
MDR 2014, 23
DNotZ 2014, 120
NZM 2014, 37
ZMR 2014, 225
VersR 2014, 514
WM 2014, 715
Dem steht nicht entgegen, dass nach der ständigen Rechtsprechung des Senats ein Ausgleichsanspruch entsprechend § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB auch bei Störungen durch Grobimmissionen wie Wasser in Betracht kommt (Senat, Urteil vom 12. Dezember 2003 - V ZR 180/03, BGHZ 157, 188, 190; Senat, Urteil vom 25. Oktober 2013 - V ZR 230/12, BGHZ 198, 327 Rn. 7).
a) Ein Grundurteil (§ 304 Abs. 1 ZPO) darf nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, grundsätzlich alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind, und wenn nach dem Sach- und Streitstand zumindest wahrscheinlich ist, dass der Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 25. Oktober 2013 - V ZR 230/12, BGHZ 198, 327 Rn. 26 m.w.N.;… Urteil vom 13. August 2015 - VII ZR 90/14, BGHZ 206, 332 Rn. 44).
c) Schließlich muss die genaue rechtliche Grundlage der Haftung auch nicht im Hinblick darauf feststehen, dass sich der deliktische Anspruch gemäß § 833 BGB nach den §§ 249 ff. BGB richtet, während der nachbarrechtliche Ausgleichsanspruch nach den Grundsätzen der Enteignungsentschädigung zu bemessen ist (vgl. Senat, Urteil vom 25. Oktober 2013 - V ZR 230/12, BGHZ 198, 327 Rn. 24 mwN).
Eine solche Gefahr besteht namentlich bei einer Mehrheit selbständiger prozessualer Ansprüche, wenn zwischen den prozessual selbständigen Ansprüchen eine materiell-rechtliche Verzahnung besteht oder die Ansprüche prozessual in ein Abhängigkeitsverhältnis gestellt sind (…vgl. zum Ganzen BGH, Urteil v. 13. Oktober 2008 - II ZR 112/07 , NJW 2009, 230 Rz. 8; Urteil v. 11. Mai 2011 - VIII ZR 42/10 , BGHZ 189, 256 = NJW 2011, 2736 Rzn. 13 f.; Urteil v. 30 November 2012 - V ZR 230/12 , NJW 2013, 1009 Rz. 9;… Urteil v. 24. Februar 2015 - VI ZR 279/14 , NJW 2015, 2429 Rz. 7;… Urteil v. 1. März 2016 - VI ZR 437/14 , NJW 2016, 1648 Rz. 30;… Urteil v. 21. November 2017 - VI ZR 436/16 , NJW 2018, 623 Rz. 7, jew. m.w.N.; vgl. auch Elzer in BeckOK-ZPO, 27. Ed., Stand: 01.03.2018, § 301 Rzn. 8 f.;… Feskorn in Zöller, ZPO, 32. Aufl. [2018], § 301 Rzn. 12 ff.;… Musielak in Musielak/Voit, ZPO, 15. Aufl. [2018], § 301 Rzn. 3 ff.).
Unter der genannten Prämisse gilt auch für den Fall der subjektiven Klagehäufung, dass der Erlass eines Teilurteils nur gegen einen oder einzelne Streitgenossen die Gefahr hervorruft, dass das Gericht bei einem späteren Urteil - sei es auf Grund neuen Vortrags, sei es auf Grund einer geänderten Rechtsauffassung (vgl. BGH, Urteil v. 28. Januar 2000 - V ZR 402/98 , NJW 2000, 1405 [1406] [unter II.1.b)]; Urteil v. 30 November 2012 - V ZR 230/12 , NJW 2013, 1009 Rz. 9) - hierzu abweichend entscheidet.
Der Erlass eines nach § 301 ZPO unzulässigen Teilurteils stellt einen wesentlichen Verfahrensmangel dar, der in der Rechtsmittelinstanz von Amts wegen zu berücksichtigen ist (BGH, Urteil v. 11. Mai 2011 - VIII ZR 42/10 , BGHZ 189, 256 = NJW 2011, 2736 Rzn. 19 ff.; Urteil v. 30 November 2012 - V ZR 230/12 , NJW 2013, 1009 Rz. 9); dasselbe gilt für die Nichteinhaltung der Voraussetzungen für den Erlass eines Grundurteils nach § 304 ZPO (…vgl. BGH, Urteil v. 11. Mai 2011 - VIII ZR 42/10 , BGHZ 189, 256 = NJW 2011, 2736 Rz. 23; Urteil v. 25. Oktober 2013 - V ZR 230/12 , NJW 2014, 458 Rz. 25, jew. m.w.N.).
Bei dieser Sachlage ist die zumindest theoretische Gefahr nicht auszuschließen gewesen, dass über die Klageanträge im Ergebnis, sei es auf Grund neuen Vortrags, sei es auf Grund einer geänderten Rechtsauffassung (vgl. BGH, Urteil v. 28. Januar 2000 - V ZR 402/98 , NJW 2000, 1405 [1406] [unter II.1.b)]; Urteil v. 30 November 2012 - V ZR 230/12 , NJW 2013, 1009 Rz. 9), voneinander abweichend entschieden würde.
In der erneuten Verhandlung wird das Berufungsgericht zu berücksichtigen haben, dass aufgrund eines Entschädigungsanspruchs gemäß § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB analog nicht Schadensersatz, sondern lediglich ein nach den Grundsätzen der Enteignungsentschädigung zu bestimmender Ausgleich verlangt werden kann, wonach nur der unzumutbare Teil der Beeinträchtigung auszugleichen ist (Senat, Urteile vom 23. Februar 2001 - V ZR 389/99, BGHZ 147, 45, 53 und vom 25. Oktober 2013 - V ZR 230/12, BGHZ 198, 327 Rn. 24 mwN).
Zwar findet § 906 BGB zwischen den Parteien keine unmittelbare Anwendung, weil die Vorschrift nach ihrem Wortlaut voraussetzt, dass die auf das Grundstück des Anspruchstellers einwirkende Störung von einem anderen Grundstück herrührt, es sich mithin um einen grenzüberschreitenden "Eingriff von außen" handelt (vgl. BGH, Urt. v. 25.10.2013 - V ZR 230/12 = NZM 2014, 37 (38) Rn. 13).
Denn die Vorschrift ist entsprechend anzuwenden, weil das Sondereigentum der Klägerin durch Einwirkungen beeinträchtigt wird, die von dem benachbarten Sondereigentum der Beklagten ausgehen (vgl. BGH, Urt. v. 25.10.2013 - V ZR 230/12 = NZM 2014, 37 (38) Rn. 12).
Die Berechtigung des Sondereigentümers, mit seinem "dinglich-gegenständlich abgegrenzten Gebäudeteil" grundsätzlich nach Belieben zu verfahren und jeden anderen von Einwirkungen hierauf ausschließen zu können (vgl. § 13 Abs. 1 WEG), zeigt, dass das Sondereigentum - auch in der Wahrnehmung des Rechtsverkehrs - als eine Art Ersatzgrundstück fungiert (vgl. BGH, Urt. v. 25.10.2013 - V ZR 230/12 = NZM 2014, 37 (38 f.) Rn. 15).
Ist für das Verhältnis der Sondereigentümer untereinander zumindest grundsätzlich auf die nachbarrechtlichen Regelungen zurückzugreifen (BGH, Urt. v. 25.10.2013 - V ZR 230/12 = NZM 2014, 37 (39) Rn. 19) und § 906 BGB entsprechend anzuwenden, sind keine Gründe ersichtlich, die Abwehr von durch Sondereigentümer veranlassten Immissionen von der Gütepflicht auszunehmen (…vgl. Bärmann/ Roth , 13. Aufl. (2015), Vorbem zu §§ 43 ff. Rn. 8 f.).
In Konfliktlagen - wie der streitgegenständlichen - wendet die Rechtsprechung die Vorschrift des § 906 BGB indes analog an (vgl. BGH, Urt. v. 25.10.2013 - V ZR 230/12 = NZM 2014, 37) und bezieht die landesrechtlichen Vorschriften der Nachbargesetze aufgrund ihrer Leitbildfunktion in die Abwägung der gegenseitigen Interessen ausdrücklich ein, auch wenn es sich nicht um eine pauschale analoge Anwendung der nachbarrechtlichen Vorschriften handeln soll (vgl. OLG Hamm, Beschl. v. 21.10.2002 - 15 W 77/02 = NJW-RR 2003, 230 (231)).
Ein Grundurteil gem. § 304 Abs. 1 ZPO darf nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, grundsätzlich alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind, und wenn nach dem Sach- und Streitstand zumindest wahrscheinlich ist, dass der Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (BGH - V ZR 230/12, NJW 2014, 458 Rn 26 m.w.N.).
LG Dortmund, 24.01.2017 - 1 S 166/16
Vorgeschaltetes Schiedsverfahren bei Ansprüchen aus § 906 BGB auch unter …
Denn die Vorschrift ist entsprechend anzuwenden, weil das Sondereigentum der Klägerin durch Einwirkungen beeinträchtigt wird, die von dem benachbarte Sondereigentum der Beklagten ausgehen (vgl. BGH, Urt. v. 25.10.2013 - V ZR 230/12 = NZM 2014, 37 (38) Rn. 12).
Die Berechtigung des Sondereigentümers, mit seinem "dinglichgegenständlich abgegrenzten Gebäudeteil" grundsätzlich nach Belieben zu verfahren und jeden anderen von Einwirkungen hierauf ausschließen zu können (vgl. § 13 Abs. 1 WEG), zeigt, dass das Sondereigentum - auch in der Wahrnehmung des Rechtsverkehrs - als eine Art Ersatzgrundstück fungiert (vgl. BGH, Urt. v. 25.10.2013 - V ZR 230/12 = NZM 2014, 37 (38 f.) Rn. 15).
LG Frankfurt/Main, 15.03.2018 - 13 S 102/17
Für den Streit zwischen zwei Wohnungseigentümern über die "Grenzbepflanzung" der …
OLG Düsseldorf, 08.05.2019 - U (Kart) 9/18
Kartellschadensersatz wegen eines Schienenvertriebskartells
OLG Düsseldorf, 08.05.2019 - U (Kart) 12/18