Source: http://mediengruppethiel.de/blog/15-copyright-worauf-muessen-sie-achten
Timestamp: 2018-05-25 14:24:37
Document Index: 394393213

Matched Legal Cases: ['§10', '§ 2', '§ 7', '§ 12', '§ 1', '§ 2']

Copyright – worauf müssen Sie achten?
Fast alle Bilder, Layouts, Texte und vieles mehr sind mittlerweile mit dem Copyright Vermerk versehen. Es ist kaum noch etwas ohne dieses Zeichen zu finden. Was die wenigsten wissen, ist, das dieser Vermerk keinen Sinn hat. Es spricht nichts dagegen seine „Werke“ mit dem Vermerk zu versehen aber es spricht auch nicht viel dafür.
Das Copyright kommt aus dem Recht der Vereinigten Staaten und nicht aus dem Deutschen. In Deutschland entsteht der Schutz seiner Geistigen Schöpfung (Urheberrechtsschutz) automatisch (in den Staaten mittlerweile auch). Die Werke müssen nicht mit Zeichen oder Namen versehen werden. Sinnvoll ist es allerdings für:
….. den Schutz, im Internet, vor Personen, die das Urheberrecht bzw. die Gesetzeslage nicht kennen (ausländische Nutzer)
….. zum Nachweis vor dem Gesetz, dass man der Schöpfer ist
(§10 UrhG Vermutung der Urheber- oder Rechtsinhaberschaft)
Voraussetzung, um Urheber zu sein, ist, dass das „Werk“ eine gewisse Schöpfungshöhe erreicht. Gemeint ist damit, dass eine persönliche geistige Schöpfung des Urhebers und nicht etwa einer Maschine vorliegt oder es sich um ein banales Werk handelt. (§ 2 Abs. 2 UrhG)
Mit anderen Worten: auch eine Software oder der Inhalt einer Webseite, auf welcher ein Vermerk angebracht ist, können u.U. urheberrechtlich nicht geschützt sein, zum Beispiel, weil es sich um eine Trivialsoftware (standardisierte Software) handelt oder die bloße Übersetzung eines Textes in den HTML - Code von der Rechtsprechung nicht als ausreichende individuelle geistige Schöpfung angesehen wird.
Ein Affe, der seiner „Kreativität“ freien Lauf lässt, könnte niemals Schöpfer eines Werkes sein. Im Gegenzug kann z.B. 3 Jahre altes Kind durchaus ein Schöpfer eines Werkes sein. Bei dem Kleinkind liegt im Gegensatz zu dem Affen eine erkennbare schöpferische Leistung vor.
Nach § 7 UrhG ist der Urheber der Schöpfer des Werkes, woraus sich ableiten lässt, dass es sich bei ihm nur um eine natürliche Person, also einen Menschen, handeln kann. Dies schließt sowohl juristische Personen als auch Tiere aus.
Wenn das Werk auf der Grundlage einer Bestellung erschaffen wurde, ist der Besteller niemals der Urheber des Werkes. Dem Besteller (in unserem Fall Sie als Kunde) kann höchstens ein Nutzungsrecht eingeräumt werden. Auch ein Arbeits- oder Dienstverhältnis ändert an der Inhaberschaft nichts. Es kann lediglich ein Anspruch auf Übertragung der Nutzungsrechte bestehen.
Dieses Nutzungsrecht kann räumlich, zeitlich, inhaltlich oder auf bestimmte Nutzungsarten beschränkt sein.
Das Urheberrecht kann nicht Übertragen werden und ist lediglich vererbbar.
Nach § 12 UrhG ergibt sich, dass dem Urheber die alleinige Bestimmung obliegt, ob, wann und wie sein Werk veröffentlicht wird.
Schutzgegenstand des deutschen Urheberrechts ist:
gemäß § 1 UrhG Werke der Literatur, Wissenschaft, Kunst.
Gemäß § 2 UrhG Reden, öffentliche Reden, Werke aus dem Computerbereich, Tanz und Pantomime, Lichtbildwerke und Filme
Bei Auftragsarbeiten (Bsp. Layouts) erwerben Sie lediglich das Nutzungsrecht für bestimmte Zwecke. Niemals sind Sie der Urheber und können das Werk uneingeschränkt nutzen oder sogar als Ihr Werk verkaufen.
Es ist auch ein Irrtum zu glauben, im Internet sei alles umsonst. Die Bilder und Texte sind nur nach Rücksprache mit dem Urheber zu verwenden. Ausnahmen sind Bilder von Bilddatenbanken, die man gegen Bezahlung für bestimmte Zwecke nutzen kann. Selbst hier ist aber die Verwendung nicht uneingeschränkt möglich und sollte genau beachtet werden.
Bei dem Artikel handelt es sich nur um eine kleine Übersicht zum Thema Urheberrecht. Interessierte können sich unter anderem hier http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/ informieren.