Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2057,%20160
Timestamp: 2020-01-29 20:07:44
Document Index: 143717384

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 242', 'BGH', 'BGH', '§ 198', '§ 5', 'BGH', '§ 130', '§ 212', 'BGH', '§ 212', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 56', '§ 198', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 5', '§ 198', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 174', '§ 130', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.10.1971 - X ZB 15/71 - dejure.org
https://dejure.org/1971,398
BGH, 26.10.1971 - X ZB 15/71 (https://dejure.org/1971,398)
BGH, Entscheidung vom 26.10.1971 - X ZB 15/71 (https://dejure.org/1971,398)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 1971 - X ZB 15/71 (https://dejure.org/1971,398)
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Voraussetzungen für die Anmeldung eines Gebrauchsmusters - Anforderungen an die Geltendmachung von Gebrauchsmusteransprüchen - Rechtmäßigkeit der Zurückweisung der Anmeldung eines Gebrauchsmusters
BGHZ 57, 159
BGHZ 57, 160
NJW 1972, 50
MDR 1972, 235
GRUR 1972, 196
Der Einwand unzulässiger Rechtsausübung (§ 242 BGB) kann zwar grundsätzlich auch im Recht der Zustellung begründet sein (vgl. Staudinger/Looschelders/Olzen (2015) § 242 BGB Rn. 1133; BGH 7. Oktober 2010 - V ZB 37/10 - Rn. 17; 28. April 2008 - II ZR 61/07 - Rn. 2 ff.; 26. Oktober 1971 - X ZB 15/71 - zu B III 2 f der Gründe, BGHZ 57, 160) .
b) Die nach dem Gesetz erforderliche Unterschrift des Anwalts ist nach ständiger Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs (zu §§ 198, 212 a ZPO und § 5 Abs. 2 VwZG ) eigenhändig und handschriftlich zu leisten (RGZ 151, 82, 84 f.; BGHZ 30, 299, 303 ff.; 57, 160, 163 f.).
Angesichts des insoweit übereinstimmenden Unterschriftserfordernisses in § 130 Nr. 6 und § 212 a ZPO können zur näheren Bestimmung der Anforderungen an die anwaltliche Unterschrift in einem Empfangsbekenntnis keine anderen Maßstäbe angelegt werden als für bestimmende Schriftsätze (BGHZ 57, 160, 164; ebenso BAG, Urteil vom 3. Oktober 1975 - 2 AZR 339/74, Nr. 5 zu § 212 a ZPO ).
Vereinfachte Zustellung an einen Rechtsanwalt gemäß § 5 Abs. 2 …
Zwar sei dieser Hinweis zutreffend, und nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Beschluß vom 26. Oktober 1971 - BGHZ 57, 160 ff. [BGH 26.10.1971 - X ZB 15/71] -) seien auf § 5 Abs. 2 des für die Zustellung gemäß § 56 VwGO maßgeblichen Verwaltungszustellungsgesetzes vom 3. Juli 1952 (BGBl. I S. 379 mit späteren Änderungen) - VwZG - die in der Rechtsprechung zur Auslegung von § 198 ZPO entwickelten Grundsätze anzuwenden.
Der Senat schließt sich daher der Auffassung des Bundesgerichtshofs (Beschluß vom 26. Oktober 1971 [BGHZ 57, 160 ff. [BGH 26.10.1971 - X ZB 15/71] ] und Urteil vom 30. Januar 1975 - III ZR 83/73 - [NJW 1975, 1171]) hinsichtlich der Auslegung des § 5 Abs. 2 VwZG an.
Eine Paraphierung stellt als ein rein innerbehördlicher Akt im Rechtssinn keine Unterschriftleistung dar (vgl. BGHZ 57, 160, 165; 76, 236, 241).
BVerwG, 11.09.1978 - 7 B 173.78
Zustellung durch Empfangsbekenntnis - Unterschrift - Paraphe
Insbesondere ist nicht entscheidungserheblich, ob bei einer Zustellung nach § 5 Abs. 2 VwZG nur geringere Anforderungen gestellt zu werden brauchen als bei einer Zustellung nach § 198 Abs. 2 ZPO (vgl. BGHZ 57, 160 [163] einerseits und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Januar 1972 - BVerwG 4 C 41.70 - in NJW 1972, 1435 [1436] andererseits), und ob für die Wirksamkeit einer Zustellung nach § 5 Abs. 2 VwZG die (volle) Unterschrift auf dem Empfangsbekenntnis erforderlich ist oder die Unterzeichnung mit einer Paraphe genügt.
Die Unterschrift besteht danach nicht nur aus den Buchstaben "Dr. R." - auch nicht, wie es in der Entscheidung BGHZ 57, 160 der Fall war, lediglich aus den Anfangs- und Endbuchstaben eines längeren Namens -, sondern neben den Buchstaben "Dr. R." noch aus weiteren, im einzelnen allerdings nicht lesbaren Zeichen.
Diese Würdigung steht nicht im Widerspruch zu dem erwähnten Urteil des BGH in BGHZ 57, 160, das die Unterschrift auf einem Empfangsbekenntnis bei der Zustellung nach § 5 Abs. 2 VwZG "mit dem vollen Namen" für erforderlich hält.
Da mit der Berufungsschrift ein wirksames Empfangsbekenntnis erteilt worden ist, kommt es auf die von der Revisionserwiderung geltend gemachten Bedenken nicht an, ob sich die Klägerin auf die fehlerhafte Unterzeichnung des Empfangsbekenntnisses berufen könne, die nach dem Akteninhalt einer allgemeinen Übung im Büro ihrer vorinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten entspreche (vgl. dazu allgemein BGHZ 57, 160, 164 f.) [BGH 26.10.1971 - X ZB 15/71].
Angesichts des insoweit übereinstimmenden Unterschriftserfordernisses in § 174 Abs. 3 ZPO und § 130 Nr. 6 ZPO können zur näheren Bestimmung der Anforderungen an die Unterschrift in einem Empfangsbekenntnis keine anderen Maßstäbe angelegt werden als für bestimmende Schriftsätze (zur Vorschrift § 212a ZPO vgl. BGH, Urteil vom 26.10.1971 X ZB 15/71).
BGH, 29.01.1976 - IX ZR 47/74
Laufbeginn der Klagefist - Empfangsbekenntnis - Fehlende Unterschrift - Klage - …
BGH, 19.06.1979 - X ZB 8/79
Möglichkeit der Anfechtung eines patentgerichtlichen Beschlusses hinsichtlich …
VG Halle, 28.02.2002 - 4 A 374/99