Source: https://www.stadt.bamberg.de/buergerinformationssystem/vo020.asp?VOLFDNR=3450
Timestamp: 2020-01-27 19:52:04
Document Index: 259477048

Matched Legal Cases: ['Art. 71', 'Art. 55', 'Art. 73', 'Art. 38', '§ 31', 'Art. 68', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35']

Sitzungsvorlage - VO/2014/0725-62 - Vorbescheid: Abbruch Wohnhaus mit Nebengebäude und Neubau Einfamilienwohnhaus mit Garage, Paradiesweg 39b, Bamberg
Sitzungsvorlage - VO/2014/0725-62
Betreff: Vorbescheid: Abbruch Wohnhaus mit Nebengebäude und Neubau Einfamilienwohnhaus mit Garage, Paradiesweg 39b, Bamberg
Referent: Beese Thomas Aktenzeichen: 1684/13
02_Grundrisse
03_Schnitt
04_Ansicht Süd
05_Ansicht Ost
Bauherr: Keidel Simon und Kristina
Entwurfsverfasser: Arch. Kristina Keidel
Breite: Länge: Überbaute Gesamthöhe
Fläche: 9,89 m (Bestandsgebäude: 8,00 m)
Ebene 1 16,68 m 7,82 m
Ebene 2 16,16 m 7,82 m
Ebene 3 7,76 m 24,32 m 358 m² (Bestandsgebäude: 209 m²)
Vorbescheid Art. 71 BayBOGenehmigung Art. 55 Abs. 1 BayBOZustimmungsverfahren Art. 73 BayBOVoranfrage Art. 38 Abs. 1 BayVwVfGIsolierte Befreiung § 31 II BauGBAblehnung Art. 68 Abs. 1 Satz 1 BayBO bereits ausgeführt: ja nein Antragseingang: 02.09.2013
Durch das Vorhaben sind öffentliche Belange beeinträchtigt, weil es den Darstellungen des Flächennutzungsplanes (Grünfläche) und des Landschaftsplanes (Grünfläche) widerspricht ( § 35 Abs. 3 Satz 1 Ziffer 1 u. 2 BauGB ).
Ferner werden öffentliche Belange beeinträchtigt, weil das Vorhaben den Belangen des Naturschutzes widerspricht s.u. (§ 35 Abs. 3 Satz 1 Ziffer 5 BauGB). Des Weiteren lässt das Vorhaben die Entstehung einer Splittersiedlung befürchten (§ 35 Abs. 3 Satz 1 Ziffer 7 BauGB). Außerdem ist die Erschließung nicht gesichert, da die Straße Paradiesweg bis heute nie erstmals hergestellt wurde und in dieser Straße weder Abwasserkanal noch Wasserleitungen liegen. Damit besteht zusätzlich die Gefahr unwirtschaftlicher Erschließungsaufwendungen (§ 35 Abs. 3 Satz 1 Ziffer 4 BauGB).
Folglich ist das Vorhaben aus städtebaulicher Sicht nicht genehmigungsfähig. Auch die Aufstellung eines Bebauungsplanes kann nicht in Aussicht gestellt werden, da das Vorhaben der Darstellung des Flächennutzungsplanes als Grünfläche und der Landschaftsschutzgebietsverordnung widerspricht sowie eine ausreichende Erschließung nicht gesichert ist.
erforderlich: 1 anrechenbar: 1 nachzuweisen: kein zusätzlicher Bedarf
Aus naturschutzfachlicher Sicht wird das Bauvorhaben abgelehnt. Es befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Leinritt-Hain. Im Schutzgebiet ist es laut Verordnung vom 10.05.1976 verboten, Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind „die Landschaft zu verunstalten, die Natur zu schädigen oder den Naturgenuss zu beeinträchtigen“.
Das Bauvorhaben würde diese Folgen auslösen. Von dem Verbot könnte aber im Einzelfall Befreiung erteilt werden, wenn insbesondere der Vollzug der Bestimmungen der Verordnung zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den Belangen des Naturschutzes vereinbar ist. Diese Bedingungen sind aus Sicht der unteren Naturschutzbehörde nicht gegeben. Ergänzt wird, dass selbst im Falle einer positiven Beurteilung durch die untere Naturschutzbehörde die dann erforderliche Erlaubnis der Zustimmung der Regierung als höherer Naturschutzbehörde bedarf. Dies wird nach fachlicher Beurteilung nicht erwartet.
Die Rechtslage wurde den Bauherren und ihrem Rechtsbeistand in einem Gespräch am 22.01.2014 im Stadtplanungsamt ausführlich erläutert.
1 öffentlich 01_Lageplan (479 KB)
2 öffentlich 02_Grundrisse (803 KB)
3 öffentlich 03_Schnitt (242 KB)
4 öffentlich 04_Ansicht Süd (16 KB)
5 öffentlich 05_Ansicht Ost (204 KB)