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Timestamp: 2018-12-15 13:16:01
Document Index: 152959696

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 11', '§ 11', '§ 4', 'Art. 10', 'Art. 10', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 31', '§ 31', '§ 6', '§ 93']

1. 1 BSG, Urteil v. 25.10.2017 - B 14 AS 35/16 R
Die Nicht-Berücksichtigung des Kinderzuschlags nach § 6a BKGG folgt jedoch entgegen der Ansicht des SG nicht aus einer Gleichsetzung des Kinderzuschlags mit den Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 11a Abs 1 Nr 1 SGB II, sondern aus der im SGB II geltenden modifizierten Zuflusstheorie. Nach dieser ist vom tatsächlichen Zufluss einer Einnahme auszugehen, es sei denn, rechtlich wird ein anderer Zufluss als maßgeblich bestimmt (stRspr seit BSG vom 30.7.2008 - B 14 AS 26/07 R; zuletzt etwa BSG vom 24.5.2017 - B 14 AS 32/16 R ). Eine solche andere rechtliche Zuordnung ergibt sich für den Kinderzuschlag aus dem besonderen Sinn und Zweck dieser Leistung und ihren systematischen Zusammenhängen mit den Leistungen nach dem SGB II.
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=tm&Datum=2017&nr=14740
1. 2 BSG, Urteil v. 25.10.2017 - B 14 AS 4/17 R
2. 1 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urt. v. 23.08.2016 - L 4 AS 480/14 - rechtskräftig
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=183038&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2. 2 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urt. v. 19.10.2016 - L 4 AS 736/15 - rechtskräftig
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=191435&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2. 3 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil v. 19.01.2017 - L 2 AS 640/14 - rechtskräftig
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=191700&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Hinweis: SG Neubrandenburg, Urteil v. 21.02.2017 - S 12 AS 973/12
2. 4 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urt. v. 31.01.2017 - L 4 AS 28/15 - rechtskräftig
1. Denn die Nichtberücksichtigung von Privateinnahmen als Einkommen im Sinne des § 11 SGB II ergibt sich bereits aus der grundsätzlichen Erwägung, dass Privatentnahmen auf der Verfügungsbefugnis des Selbstständigen über sein Betriebsvermögen beruhen und daher der Substanz entnommen werden. Sie sind als Rechnungsposten beim Betriebsvermögensvergleich (vgl. § 4 Abs. 1 EStG) nicht das Ergebnis unternehmerischer Tätigkeit und damit kein Einkommen. Solche sonstigen Privatentnahmen wirken sich nicht Einnahmen erhöhend aus, weil sie bereits bei der steuerrechtlichen Gewinnermittlung berücksichtigt werden (s. hierzu Landessozialgericht [LSG] Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. April 2007 – L 26 B 422/07 AS ER; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 4. April 2008 – L 7 AS 5626/07 ER-B; vgl. auch Bundessozialgericht [BSG], Urteil vom 30. Juli 2008 – B 14 AS 44/07 R ).
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=191925&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Rechtstipp: ebenso Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urt. v. 31.01.2017 - L 4 AS 27/15 - rechtskräftig
2. 5 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urt. v. 31.08.2017 - L 20 AS 1182/15 - Berufung anhängig beim BSG unter dem Az. : B 14 AS 37/17 R
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=196095&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Hinweis: Keine Rechtsgrundlage für die Berücksichtigung von Wohngeld als Einkommen - Gesetzeslücke? Beschluss des 32. Senats des Landessozialgericht Berlin-Brandenburg vom 9. Juni 2017 im Verfahren L 32 AS 416/16 : http://www.ra-jtlehmann.de/wp-content/uploads/2017/07/LSG-Berlin-Brandenburg_S_32_AS_416-16.pdf
2. 6 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 26.09.2017 - L 6 AS 380/17 B ER - rechtskräftig
1. Hier kann sich sowohl der Antragsteller als Vater der in Schulausbildung befindlichen Kinder als auch die Antragstellerin als Kindesmutter jedenfalls auf das aus Art. 10 der VO (EG) Nr. 492/2011 abgeleitete Aufenthaltsrecht wegen der Anwesenheit und der Fürsorge als sorgeberechtigte und sorgeausübende Eltern der Kinder berufen. Das aus Art. 10 VO 492/11/EU abgeleitete Aufenthaltsrecht eines sorgeberechtigten Elternteils endet im Übrigen u.a. erst dann, wenn der Verlust seines Aufenthaltsrechts nach den Vorschriften des FreizügG/EU festgestellt wird, wobei für Letzteres ausschließlich die Ausländerbehörden zuständig sind (LSG NRW Beschluss vom 27.01.2016 - L 19 AS 29/16 B ER ). Dies gilt auch für die Zeit vom 02.12.2016 bis zum Inkrafttreten des § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 c) SGB II n.F. am 29.12.2016.
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=196015&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Rechtstipp: Anmerkung zu: LSG Essen 6. Senat, Beschluss vom 01.08.2017 - L 6 AS 860/17 B ER
Weiter Juris: https://www.juris.de/jportal/portal/t/h9e/page/homerl.psml?nid=jpr-NLSR000010517&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp
2. 7 Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss v. 11.092017 - L 7 AS 595/17 B ER - rechtskräftig
1. Der Antragsteller ist auch nicht nach § 7 Abs. 4 SGB II von Leistungen ausgeschlossen. Nach der genannten Norm erhält Leistungen nach dem SGB II nicht, wer eine Rente wegen Alters oder ähnliche Leistungen öffentlich-rechtlicher Art bezieht. Es kommt bereits nach dem Wortlaut der Norm für den Leistungsausschluss auf den tatsächlichen Bezug an (Korte/Thie in LPK-SGB II, 6. Aufl. § 7, Rn. 115; BT-Drucksache 16/7460, S. 12; vgl. auch LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10.02.2014 – L 19 AS 54/14 B ER; LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 29.04.2011 – L 5 AS 525/11 B ER ).
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=195999&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
3. 1 Sozialgericht Karlsruhe, Urt. v. 09.08.2017 - S 5 AS 750/17
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=196101&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
3. 2 SG Karlsruhe, Urteil vom 30. August 2017 - S 11 AS 222/17 (entgegen Beschluss des SG Leipzig vom 09. September 2016 - S 22 AS 2098/16 ER)
Quelle: http://www.sozialgericht-karlsruhe.de/pb/,Lde/Startseite/Presse/Minderung+des+Arbeitslosengeld+II+-+Meldeversaeumnis+-+Anforderungen+an+die+Rechtsfolgenbelehrung/?LISTPAGE=4408387
Rechtstipp: ebenso SG München, Beschluss v. 12.07.2017 – S 40 AS 1532/17 ER
3. 3 Sozialgericht Reutlingen, Beschluss v. 29.09.2017 - S 7 AS 2249/17 ER - rechtskräftig
1. Denn Sinn der Vorschrift des § 31a Abs. 3 Satz 2 SGB II (nämlich minderjährige Kinder von Umschichtungen zu ihren Lasten wegen eingetretener Sanktionen zu bewahren) sowie das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums, welches durch den Regelbedarf festgelegt wird (vgl. Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 09.02.2010 - 1 BvL 1/09 - ), gebieten zur Verhinderung einer verfassungswidrigen Bedarfsunterdeckung der minderjährigen Kinder eine analoge Anwendung der Vorschrift.
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=196091&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Hinweis: S. a. dazu Leitsatz aus Juris:
§ 31a Abs. 3 Satz 2 SGBII ist- in verfassungskonformer Auslegung- entsprechend anzuwenden, wenn sich im Haushalt minderjährige Kinder befinden und durch die Kumulation gleichzeitiger Sanktionen von verschiedenen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft eine Minderung des ArbeitslosengeldesII von mehr als 30 Prozent eintritt. In diesem Fall hat der Grundsicherungsträger zwingend ergänzende Leistungen zuerbringen. Ansonsten droht eine verfassungswidrige Bedarfsunterdeckung der minderjährigen Kinder durch Umschichtung von Mitteln innerhalb der Bedarfsgemeinschaft. Um somehr gilt dies,wenn die Bedarfsgemeinschaft zeitgleich durch eine monatliche Aufrechnung gegen den laufenden Leistungsanspruch belastet ist. Der Träger muss gleichzeitig mit der Erteilung des Minderungsbescheides ergänzende Leistungen erbringen. Unterlässt er dies, ist der Minderungsbescheid rechtswidrig.
3. 4 Sozialgericht Osnabrück, Urt. v. 26.04.2017 - S 24 AS 916/15
Eine Optionskommune nach § 6aSGBII verstößt gegen den Grundsatz der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung als Kompetenzausübungsschranke,wenn sie ihre hoheitlichen Aufgaben durch zweirechtlich verselbständigte Verwaltungseinheiten wahrnehmen lässt. Das widerspricht dem vom Gesetzgeber vorgesehenen Einheitsprinzip für Optionskommunen (Anschluss an SG Osnabrück vom28.6.2016- S 31 AS 440/12=jurisRdNr27).(Rn.12)
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=196041&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
3. 5 SG Aurich, Urteil vom 18.10.2016 - S 55 AS 693/15
Bei Unterbrechung und darauf folgendem neuen Leistungsfall ist eine hilfebedürftige Person so zu behandeln, wie eine einen Erstantrag stellende Person.
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=195539&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
4. 1 LSG München, Urteil v. 28.09.2017 – L 8 SO 219/15
3 Im Falle einer Überleitungsanzeige (§ 93 SGB XII) ist das Bestehen des Anspruchs nach hM in Rspr. und Lit. keine Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit der Überleitungsanzeige. Die Überleitung ist nur dann ausgeschlossen und damit rechtswidrig, wenn das Bestehen des übergeleiteten Anspruchs nach materiellem Recht offensichtlich ausgeschlossen und damit die Überleitung erkennbar sinnlos ist (sog Negativevidenz). (Rn. 33) (redaktioneller Leitsatz)
Quelle: http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2017-N-128127?hl=true
5. 1 Sozialgericht Osnabrück, Urt. v. 23.11.2016 - S 27 BK 15/16 - rechtskräftig
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=196040&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
6. 1 Kein Kindergeld bei Arbeitslosengeld II und Erwerbstätigkeit des anderen Elternteils im EU-Ausland
BFH, 26.07.2017 - III R 18/16: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20R%2018/16
6. 2 Ungerechte Regelung: Wenn soziales Engagement bestraft wird - Exakt, MDR am 25.10.2017
Video: http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/c/video-148566.html
Weiter: http://www.mdr.de/investigativ/ungerechte-behandlung-bufdi-100.html
Anmerkung: Gerichte haben bereits geurteilt
6. 3 Zur Rückforderung von ALG II bei Nichtbenennung aller Bescheide im Aufhebungs- und Erstattungsbescheid, ein Beitrag von RA Helge Hildebrandt, Kiel - Besprechung zu BSG, Urteil vom 27.10.2017 - B 14 AS 9/17 R
weiter: https://sozialberatung-kiel.de/2017/10/29/zur-rueckforderung-von-alg-ii-bei-nichtbenennung-aller-bescheide-im-aufhebungs-und-erstattungsbescheid/