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Timestamp: 2020-07-05 20:46:47
Document Index: 158564379

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 4', '§ 38', '§ 4', '§ 31', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein SchwarzNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schwarzberger Moor" vom 23. Juni 1994 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schwarzberger...
juris-Abkürzung: SchwarzNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1994 313
Gliederungs-Nr: 791-4-154
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schwarzberger Moor"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schwarzberger Moor" vom 23. Juni 1994 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes wird verordnet:
(1) Das Schwarzberger Moor in der Gemeinde Westre, Kreis Nordfriesland, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Schwarzberger Moor" unter Nummer 67 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 18 ha groß und umfaßt in der Gemarkung Westre das Schwarzberger Moor sowie östlich und westlich angrenzende Flächen. Es wird wie folgt begrenzt:
das Gebiet grenzt nördlich an den von Ost nach West führenden Gemeindeweg, der eine Verbindung zwischen der Kreisstraße K 104 und dem Ortsteil Ellhöftfeld darstellt;
im Osten bildet die Westseite der Kreisstraße K 104 die Grenze;
im Süden grenzt das Gebiet an die Provinzialforstflächen Süderlügum;
im Westen bildet die Flurstücksgrenze zwischen den Flurstücken 2 und 25, Flur 11 in der Gemarkung Westre, die Grenze.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Landrat des Kreises Nordfriesland - Untere Naturschutzbehörde -, 25813 Husum,
Amtsvorsteher des Amtes Karrharde, 25917 Leck,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus einem inmitten von Dünen gelegenen atlantischen Hochmoor mit Nieder- und Übergangsmoorflächen, trockenen Sandheiden, Feuchtheiden und Wald.
das kleinräumige, für den Naturraum typische Feuchtgebiet zu erhalten,
die natürlichen Funktionsabläufe des für den Naturraum typischen Moores zu gewährleisten,
die baumlosen Heiden mit Wald- und Saumgesellschaften als Übergang zum Wald zu erhalten und zu entwickeln und
die Waldflächen zu schützen, den Laubwaldanteil zu erhöhen und die natürliche Entwicklung zu fördern.
Stoffe organischer oder anorganischer Zusammensetzungen aufzubringen, zu lagern oder in den Untergrund einzubringen;
(2) Beschränkungen, Verbote oder Gebote nach dem Bundesnaturschutzgesetz, dem Landesnaturschutzgesetz und sonstigen Rechtsvorschriften bleiben unberührt.
die auf den Schutzzweck ausgerichtete ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung, wobei den natürlichen Entwicklungsabläufen Vorrang einzuräumen ist;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde durchführt oder durchführen läßt; Maßnahmen im Wald bedürfen der Zustimmung der zuständigen Forstbehörde.
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 bei einer erforderlichen Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen im Rahmen der Gewässerunterhaltung nach § 38 Landeswassergesetz
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 Gewässer im Sinne § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändert oder Stoffe einbringt, einleitet, entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 17 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art gelagert, Feuer macht oder Hunde laufen läßt;
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Naturschutzgebiet "Schwarzberger Moor" vom 17. Februar 1966 (GVOBl. Schl.-H. S.32), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 6. Dezember 1989 (GVOBl. Schl.-H. S. 171), außer Kraft.