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20 Studien und Berichte - PDF
20 Studien und Berichte
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1 Institut für Bildungsforschung in der Max-Planck-Gesellschaft 20 Studien und Berichte Adolf Kell Die Vorstellungen der Verbände zur Berufsausbildung Band II Berlin 19702 INSTITUT FÜR BILDUNGSFORSCHUNG IN DER MAX - PLANCK - GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER WISSENSCHAFTEN E, V. Hellmut Becker Friedrich Edding Dietrich Goldschmidt Saul B. Robinsohn STUDIEN UND BERICHTE In dieser Reihe veröffentlicht das Institut Beiträge zur Bildungsforschung, die als Dokumentation oder Vorarbeit gedacht sind oder aus technischen Gründen in der vorliegenden Form und nicht im Buchdruck erscheinen. Bestellungen an die Verwaltung des Instituts, 1 Berlin 31, Blissestr. 2, bei gleichzeitiger Überweisung von DM 10, auf das Konto Nr. 91/588 der Sparkasse der Stadt Berlin West, Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Zustimmung des Instituts gestattet. D 1883 - 1 - INHALTSVERZEICHNIS Seite Anmerkungen zu 1* zu 2. zu 3. Einleitung Untersuchungskonzeption Einzelanalysen der Verbandsäußerungen zur Struktur des westdeutschen Ausbildungssystems 16 zu 3.1 Die Vorstellungen des Handwerks 16 zu 3.2 zu 3.3 zu 3.4 zu 3.5 zu 3.6 zu 3.7 zu 3.8 Die Vorstellungen von Industrie und Handel 71 Die Vorstellungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) 153 Die Vorstellungen des Deutschen Verbandes der Gewerbelehrer (DVG) 166 Die Vorstellungen des Verbandes Deutscher Diplom-Handelslehrer (VDDH) 192 Die Vorstellungen der Christlich- Demokratischen Union und der Christlich-Sozialen Union Deutschlands (CDU/CSU) 199 Die Vorstellungen der Freien Demokratischen Partei Deutschlands (FDP) 209 Die Vorstellungen der Sozialdemokratischen Deutschlands (SPD) 225 zu 4. Synopsis der Verbandsäußerungen zur Struktur des westdeutschen Ausbildungssystems 240 zu 5. Ausblick 2404 - 2 - Seite Literaturverzeichnis 245 Bücher 245 Broschüren, Manuskripte, Stellungnahmen, Zeitschriftenartikel 252 Gesetze, Gutachten Statistiken 3145 - 3 - ANMERKUNGEN zu 1, Einleitung zu 2. Untersuchungskonzeption Deutscher Ausschuß für das Erziehungs- und Bildungswesen, Empfehlungen und Gutachten (DAfEuB), Folge 7/8, Stuttgart Zum Beweis für die Behauptung, daß das Interesse der Öffentlichkeit an den Problemen der Berufsausbildung durch die Empfehlungen und Gutachten des Ausschusses eine bisher nicht erreichte Stärke aufweist, können die Reaktionen auf die folgenden vergleichbaren Veröffentlichungen angeführt werden. Verein für Sozialpolitik: Die Reform des Lehrlingswesens, 16 Gutachten und Berichte, Schriften Band 10, Leipzig Zentralstelle für Volkswohlfahrt: Das Lehrlingswesen und die Berufserziehung des gewerblichen Nachwuchses, Vorbericht und Verhandlungen der 5. Konferenz am 19. und 20. Juni 1911 in Elberfeld, Berlin Deutscher Ausschuß für Technisches Schulwesen: Die Lehrlingsausbildung in der mechanischen Industrie, Abhandlungen und Berichte, Band VI, Berlin WARE, George, W.: Berufserziehung und Lehrlingsausbildung in Deutschland, herausgegeben vom Amt des Hohen Kommissars für Deutschland, Amt für öffentliche Angelegenheiten, Kulturabteilung, o.o Gutachten zur Berufsausbildung der Deutschen Jugend, erstattet vom Ausschuß für Berufserziehung im Auftrage der Ständigen Konferenz der Kultusminister in der Deutschen Bundesrepublik, Bielefeld o.j. (1952). 2 Eine Fortsetzung und weitere Intensivierung der Diskussion um die Berufsausbildung unter dem spezifischen Aspekt der betrieblichen Ausbildung scheint neuerdings durch die Lehrlingsempfehlung des Bildungsrates ausgelöst worden zu sein (Deutscher Bildungsrat, Empfehlungen der Bildungskommission, "Zur Verbesserung der Lehrlingsausbildung", Bonn 1969). Vgl. auch Abschnitt Antrag der SPD-Bundestagsfraktion am , die Bundesregierung zur Vorlage eines Berufsausbildungsgesetzes zu veranlassen.6 - 4 - FDP-Gesetzentwurf vom zur Novellierung der Gewerbeordnung. Einstimmiger Beschluß des Bundestages am , die Bundesregierung bis zum zur Vorlage eines Berufsausbildungsgesetzes aufzufordern. Die Bundesregierung ist der Aufforderung nicht nachgekommen. Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Arbeitsmarktes an die Entwicklung von Wirtschaft und Technik (Arbeitsmarkt- Anpassungsgesetz ) der SPD-Bundestagsfraktion, BT-Drucksache V/887; im folgenden als "SPD-Entwurf" zitiert. Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der Berufsausbildung (Berufsausbildungsgesetz) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, BT-Drucksache V/1009; im folgenden als "CDU-Entwurf" zitiert. 3 LUTZ, Burkhart; BAUER, Leo; KORNATZKI, Jürgen von: Berufsaussichten und Berufsausbildung in der Bundesrepublik, eine Dokumentation des Stern, 3 Folgen, Hamburg 1964, 1965, Zum Begriff "Duales System" vgl. DAfEuB, Folge 7/8, a.a.o., S. 68; vgl. auch ABEL, Heinrich: Das Berufsproblem im gewerblichen Ausbildungs- und Schulwesen Deutschlands (Bundesrepublik Deutschland), Braunschweig 1963, S. 36. Diese Aussage bezieht sich auf die Diskussion um eine frühere Folge der Gutachten und Empfehlungen des DAfEuB, den "Rahmenplan 11, (Folge 3). Vgl. SCHORB, Alfons 0.: Für und Wider zum Rahmenplan, Stuttgart 1960, S. 12. Als solche - im Schwerpunkt soziologisch orientierten - Untersuchungen, auf die zum Teil zur Verkürzung der eigenen Anmerkungen zurückgegriffen wird, sind vor allem zu nennen: HONDRICH, Karl Otto: Die Ideologien von Interessenverbänden, Berlin BAETHGE, Martin: Ausbildung und Herrschaft - die unternehmerischen Interessen in der Bildungspolitik. Ein bildungssoziologischer Beitrag zum Verhältnis von Wirtschaftsinteressen und Bildungspolitik - dargestellt am Beispiel der unternehmerischen Spitzenverbände. Dissertation Hannover NYSSEN, Friedhelm: Schule im Kapitalismus. Der Einfluß wirtschaftlicher Interessenverbände im Felde der Schule, Köln 1969.7 - 5 - o 9 Um das politische Gewicht der Verbände berücksichtigen zu können, wird in den jeweiligen Vorbemerkungen zu den Einzelanalysen versucht/ die von SCHNEIDER als "Indikatoren" gekennzeichneten Kriterien zur Beurteilung des Einflusses und der Macht von Verbänden zu erfassen. Vgl. Anmerkungen 20 und 42. Die Analysen werden auf der modelltheoretischen Grundlage durchgeführt, die Herwig BLANKERTZ in einem Beitrag zum 65. Geburtstag Walther Löbners entwickelt hat. Um den Ansatzpunkt der folgenden Überlegungen aufzeigen zu können, soll das BLANKERTZ'sehe Modell kurz referiert werden. Vgl. BLANKERTZ, Herwig: Berufsbildungsthéorie und berufliche Ausbildungskonzeptionen, in: Deutsche Berufsund Fachschule (DBFSch) 1967, S Diese Aussage hängt vom Wissenschaftstheoretischen Standpunkt des Betrachters ab. Wird einmal als Prämisse unterstellt, durch wissenschaftliche Untersuchungen ließen sich bestimmten Bildungsinhalten eindeutig optimale Organisationsformen ihrer Vermittlung zuordnen, so sind die Fragen der Schulorganisation und der Ausbildungskonzeption letztlich didaktische Probleme. Informationsund lerntheoretische Ansätze wären dann gar nicht vor das angezeigte Deduktionsproblem gestellt, weil sie die Bildungsinhalte als außerpädagogisch festgelegte Daten ansehen und ihr wissenschaftliches Interesse sich gerade auf das oben als gelöst unterstellte Problem der optimalen Vermittlung von Bildungsinhalten richtet. Eine normative Pädagogik dagegen würde die Deduktion der Bildungsinhalte als möglich bejahen und könnte unter der gesetzten Prämisse bis zu logisch abgeleiteten organisatorischen Entwürfen vorstoßen. Der hier weiter verfolgte bildungstheoretische Ansatz nimmt insofern eine Mittelstellung zwischen informations- und lerntheoretischer einerseits und normativer Pädagogik andererseits ein, als die inhaltliche Bestimmung der Bildung als außerpädagogischer, politischer Konsens der gesellschaftlichen Mächte angesehen wird, den die Pädagogik jedoch mit der (formalen) Norm "Eigenrecht des Kindes" zu brechen vermag, ohne an die Stelle der abgewiesenen Gehalte selbst neue Inhalte setzen zu können (vgl. BLANKERTZ, Herwig: Bildungsbegriff, in: Die geisteswissenschaftliche Pädagogik am Ausgang ihrer Epoche - Erich Weniger, Weinheimund Berlin 1968, insbesondere S. 106). Als Beispiel sei auf die "Empfehlungen und Gutachten des Deutschen Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesen" verwiesen, deren zehn Folgen einen gewissen Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich der organisatorischen Neugestaltung des deutschen Schul- und Ausbildungswesens erheben dürfen. Hinter der Vollständigkeit verbirgt8 - 6 - sich aber keinesfalls eine geschlossene pädagogische Theorie, Das geht sowohl aus der Kontroverse zwischen Heinrich ABEL und Herwig BLANKERTZ (BLANKERTZ, Herwig: Berufspädagogik im Mittelraum. Bericht und kritische Anmerkungen zu Heinrich Abels Studie über das Berufsproblem, in: Die Berufsbildende Schule (DBbSch) 1965, S ABEL, Heinrich: Replik als Versuch einer Standortbestimmung, in: DBbSch 1965, S Vgl. auch BLANKERTZ, Herwig: Der Deutsche Ausschuß und die Berufsbildung ohne Beruf, in: DBbSch 1965, S Ders.: Berufsbildungstheorie und berufliche Ausbildungskonzeptionen, a.a.o., S. 415 und 419) als auch aus vielen kritischen Anmerkungen zu den Gutachten, insbesondere zur Folge 7/8, hervor, von denen nur eine als für das aufgezeigte Problem besonders interessante herausgehoben werden soll. "Hier geht es... um die mangelnde Originalität und Tiefe der ideellen Bezüge und den fehlenden begeisternden Schwung. Sie sind der Preis für den notwendigen Verzicht auf radikale Einseitigkeit reformerischer Aussage, wie sie nun einmal jede echte pädagogische Bewegung kennzeichnet. Man mag die nüchterne eklektische Verfahrensweise des Ausschusses einerseits begrüßen. Wie wir sahen, wird sie sowieso nicht allen berechtigten Sach- und Gruppenansprüchen gerecht. Unserer... Erziehungs- und Bildungssituation fehlt andererseits nichts nötiger als der zündende Funke neuer, das tiefste Innere des Menschen beunruhigende Ideen - die Zumutung des Normativen." (DÖRSCHEL, Alfons: Kritik an den Vorschlägen des Deutschen Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesen, in: DBFSch 1966, S. 85.) DÖRSCHEL neigt offenbar der Meinung zu, es könnten aus pädagogischen Normen geschlossene Ausbildungskonzeptionen abgeleitet werden. An einigen Stellen scheint auch der Deutsche Ausschuß zu implizieren, bildungstheoretische Vorstellungen würden einen bestimmten schulorganisatorischen Aufbau bedingen (z.b. beim Entwurf der Hauptschulkonzeption. Vgl. insbesondere die vorwiegend psychologische Begründung der Hauptschule als Jugendschule, Folge 7/8, S. 17.). BLANKERTZ, Herwig: Berufsbildungstheorie und berufliche Ausbildungskonzeptionen, a.a.o., S. 415; die bei der Darstellung des Modells in den Text übernommenen Seitenangaben beziehen sich auf diesen Aufsatz; (Unterstreichungen A.K.). 12 Vgl. BLANKERTZ, Herwig: Berufsbildung und Utilitarismus, Düsseldorf 1963, insbesondere S. 114 ff.9 - 7 - Zwischen der optimalen Entfaltung des Menschen entsprechend seiner Individualität und einer optimalen Ausbildung seiner Fähigkeiten zur Übernahme betrieblicher Funktionen muß keineswegs Deckungsgleichheit bestehen. Um die Vorstellungen der Verbände zu diesem wichtigen Problem in der Analyse herausarbeiten zu können, wird unter dem Kriterium "Zielsetzung 11 der Ausbildung auf die Dualität von ökonomischer und pädagogischer Zielsetzung einzugehen sein. 14 Unter Wirtschaftssystem werden hier die über die theoretischen Ordnungsmodelle (Wirtschaftsordnung) und rechtlichen Kodifizierungen (WirtschaftsVerfassung) hinausgehenden, diese interpretierende und ausfüllende Vorstellungen (Sitten, Bräuche, Regeln, Usancen - Weltanschauung, Politik) verstanden, die erst eine systematische Zusammenschau aller das wirtschaftliche Handeln beeinflussenden Faktoren erlauben (vgl. KELL, Adolf: Die Stellung des Kaufmanns in der Wirtschaft, in: Moderner Ratgeber des Kaufmanns, herausgegeben von Ludwicr STEINHERR, München 1969, S. 22). Hier wird deutlich, wie sehr wissenschaftliche Analysen den politischen Konsens durch Offenlegung der Zusammenhänge beeinflussen könnten. Das heutige Unwissen in diesem Punkt setzt diejenigen Verbände von vornherein dem Ideologieverdacht aus, die trotzdem ihre Vorstellungen zum Ausbildungssystem mit einem Rückgriff auf das Argument der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu rechtfertigen versuchen. Das Gemeinte soll an zwei Beispielen erhellt werden: a) Es lassen sich die Arbeitsanforderungen selbst dann nicht völlig abweisen, wenn der Erziehungswille der Gesellschaft die Forderungen der Arbeitswelt negieren wollte. b) Standespolitische Mindestansprüche von Lehrerverbänden sind ohne Gefährdung der gesamten Erziehung nicht abweisbar. 17 Den Zusammenhang zwischen Bildungsthéorie, Ausbildungskonzeptionen und Bedingungsfaktoren der Ausbildung verdeutlicht Herwig BLANKERTZ in einem Schaubild (S. 421). Vgl. KELL, Adolf: Der Einfluß wirtschaftlicher Interessengruppen..., a.a.o., S. 464.10 Vgl. S. 15 f. Zusätzlich sei angemerkt, daß die politische Verfassung der Bundesrepublik Deutschland nur wenige die Wirtschaft betreffende verfassungsrechtliche Vorschriften enthält. Für deren Konkretisierung im Wirtschaftssystem gewährt das Grundgesetz einen weiten Spielraum. (Vgl. GUTMANN, G.: HOCHSTRATE, H.-J.; SCHLÜTER, R.: Die Wirtschaftsverfassung der Bundesrepublik Deutschland, Schriften zum Vergleich wirtschaftlicher Lenkungssysteme, Heft 4, herausgegeben von K. Paul HENSEL, Stuttgart 1964, insbesondere S und dort aufgeführte Literatur). Demnach ist die inhaltliche Festlegung der Ausbildungskonzeptionen durch den Rechtsrahmen der "Sozialen Marktwirtschaft" sehr gering. Der Spielraum engt sich allerdings mit der Ausformung des verfassungsrechtlichen Rahmens durch die jeweils herrschende politische Gruppe ein. Dieser Umstand wird in der Diskussion meist zu wenig berücksichtigt. Wenn die herrschende Gruppe eine Ausbildungskonzeption als unvereinbar mit der (durch sie geprägten) Wirtschaftsordnung ablehnt, wird damit eine inhaltliche Gestaltung der Wirtschaftsordnung selbst vorgenommen. Andere Gruppen können dann nicht die Vereinbarkeit der abgelehnten Ausbildungskonzeption mit dieser so geprägten Wirtschaftsordnung nachweisen, sondern nur mit einer ihren Vorstellungen entsprechenden. Das Patt der Meinungen besteht dann gar nicht auf der Ebene der Ausbildungskonzeptionen, sondern auf der der Wirtschaftsordnung. Verschiedentlich wird auch mit dem Versuch der Durchsetzung eines Ausbildungssystems als Partikularinteresse die Veränderung der Wirtschaftsordnung angestrebt. Für den Versuch, nach der Analyse der Verbandsäußerungen den Rahmen für einen denkbaren zukünftigen Konsens abzustecken, ist zu berücksichtigen, daß die Position der Verteidiger des Bestehenden prinzipiell durch das Gewicht des Faktischen verstärkt wird. Vgl. als Beispiel die einseitige Betonung des konkreten Erziehungsprinzips durch das Handwerk (Abschnitt insbesondere Anmerkung 212). Vgl. SCHNEIDER, Herbert: Die Interessenverbände, München-Wien 1965, S. 17 f. 23 Vgl. HONDRICH, Karl Otto: Die Ideologien von Interessenverbänden, a.a.o., S. 55; DÜBBER, U.: An den Stellwerken der Macht, in: Die neue Gesellschaft 1962, Heft 2, S. 102.11 Q 29 Nach HONDRICH ist die "Suche nach Verbündeten" wesentlicher Teil in der Dramaturgie von Verbandsideologien (HONDRICH, Karl Otto: Die Ideologien von Interessenverbänden, a.a.o., S. 131). Berücksichtigung finden aber solche Artikel, mit deren Inhalt sich die Schriftleitung ausdrücklich identifiziert. Vgl. als Beispiel die Identifizierung mit Teilvorstellungen des Handwerks durch Industrie und Handel im Abschnitt 3.2.3, Vgl. SCHNEIDER, Herbert: Die Interessenverbände, a.a.o., S. 9. Die Frage, inwieweit die Gruppe der betrieblichen Ausbilder geschlossene Vorstellungen zur Berufsausbildung entwickelt hat, ob diese wesentlich von denen der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerverbände abweichen und über welche Verbände die Ausbilder ihre Vorstellungen zu artikulieren versuchen, ist hier ausgeklammert worden. Sie müßte durch eine gesonderte Analyse beantwortet werden. Für die hier im Vordergrund stehenden Probleme der Ausbildung im dualen System kämen nur die öffentlichen Betriebe (Bundespost, Bundesbahn) für eine Analyse in Betracht. Vgl. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland (StJb); Herausgeber: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Stuttgart und Mainz, jeweils Gebiet VII: Erwerbstätigkeit, Abschnitt C: Berufsausbildung. Die Begründungen für die Auswahl liefern die Vorbemerkungen zu den Einzelanalysen, in denen auch der organisatorische Aufbau der Verbände und die Formen ihrer Verflechtung erläutert werden. Zur Problematik der gegenseitigen Abgrenzung beider Ausbildungsbereiche vgl. insbesondere Anme rk ung 349. Als weitere bedeutende Verbände wären zu nennen: Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Christlicher Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB) und Deutscher Beamtenbund (DBB). 32 Mitgliederbestand am Vgl. RIEGE, Fritz-Albert: Die gewerkschaftlichen Organisationsformen in der Bundesrepublik Deutschland, Dissertation Göttingen 1965, S. 68;12 SCHNEIDER, Herbert: Die Interessenverbände, a.a.o., S. 49. Demgegenüber DAG: etwa , CGB: etwa , DBB: Mitglieder. Die im DBB vertretenen Beamten können außerdem nicht als unmittelbar an der dualen Ausbildung Beteiligte angesehen werden, soweit es sich nicht um die Lehrer an berufsbildenden Schulen handelt. Deren Vorstellungen werden jedoch durch die Analyse des Deutschen Verbandes der Gewerbelehrer und des Verbandes Deutscher Diplom- Handels lehrer, die beide über die Landesverbände fast ausschließlich dem DBB korporativ angehören, berücksichtigt. 33 Vgl. Abschnitt Vgl. SCHNEIDER, Herbert: Die Interessenverbände, a.a.o., S. 52. Die Unterschiede äußern sich besonders im Bereich der kaufmännischen Berufsausbildung. Die sich aus der christlichen Grundauffassung ergebenden, besonderen Aspekte zur Berufsausbildung gehen durch die Analyse der CDU-Vorstellungen jedoch nicht verloren. Allerdings bliebe durch eine gesonderte Untersuchung zu klären, inwieweit sich die in den Fachgruppen "Gewerbliche Schulen" und "Kaufmännische Schulen" entwickelten Vorstellungen innerhalb der GEW gegenüber den Auffassungen anderer in der Mehrheit befindlicher Lehrergruppen durchzusetzen vermögen, und welcher politische Stellenwert den GEW-Vorstellungen innerhalb des DGB zukommt. Daß in Einzelfragen die Auffassungen der in der GEW organisierten Lehrer berufsbildender Schulen in weit höherem Maße mit denen des DVG und des VDDH übereinstimmen als mit den Vorstellungen anderer Lehrergruppen des eigenen Verbandes, geht aus Minderheitsvoten hervor. Vgl. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Lehrerverbände (AGDL): Plan zur Neugestaltung des deutschen Bildungswesens, Frankfurt/Main 1962, S. 14. Zur Ergänzung der Formulierung "In der Hauptoberschule wird - auf der Grundlage einer vertieften Einsicht in die Vielgestaltigkeit moderner Arbeitswelt - die Überleitung in das Berufsleben durch schulische Maßnahmen der beruflichen Vorbereitlang angebahnt... Hier beginnt ein enges Zusammenwirken von Oberschule, berufsbildender Schule und Berufsberatung" verlangen die Fachgruppenausschüsse "Kaufmännische Schulen" und "Gewerbliche Schulen" die Aufnahme folgender Anmerkung: "... wo zunächst auch immer in der Übergangszeit die organisatorische Angliederung erfolgt, muß gesichert sein, daß die Bildungsaufgabe der Oberschule erfüllt wird." Vgl. auch die Hinweise über das Verhältnis von GEW/DGB bei NYSSEN, Friedhelm: Schule im Kapitalismus, a.a.o., S. 34 f. und S. 134 ff., sowie Abschnitt13 Vgl. TOPITSCH, Ernst: Sprachlogische Probleme der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung, in: Logik der Sozialwissenschaften, herausgegeben von Ernst TOPITSCH, Köln und Berlin 1965, S. 2 7 f. Vgl. SCHNEIDER, Herbert: Die Interessenverbände, a.a.o., S. 20 (SCHNEIDER zitiert MEYNAUD, der neben Monographien, die das gesamte Verbandswesen behandeln und Untersuchungen, die sich auf einen bestimmten Verband erstrecken, die sogenannten Case-Studien unterscheidet, die das Wirken mehrerer Verbände in einem besonderen Fall - in einem bestimmten Bereich - zum Gegenstand haben). BLANKERTZ, Herwig; CLAESSENS, Dieter; EDDING, Friedrich: Ein zentrales Forschungsinstitut für Berufsbildung? Gutachten im Auftrage des Senators für Arbeit und soziale Angelegenheiten des Landes Berlin, Berlin 19 66, S. 29ff. LEMPERT, Wolfgang und EBEL, Heinrich: LehrZeitdauer, Ausbildungssystem und Ausbildungserfolg, Grundlagen für die Bemessung des Zeitraumes der Ausbildung bis zum Facharbeiterniveau, Freiburg im Breisgau 1965, S. 19 (Klammereinfügung A.K.). Das Festhalten an dem im wesentlichen durch den DAfEuB publik gemachten Begriff (vgl. Anmerkung 4) wird später durch die Festlegung der Kristallisationspunkte der Analyse und der Untersuchungskriterien begründet. Vgl. SCHNEIDER, Herbert: Die Interessenverbände, a.a.o., S SCHNEIDER nennt als Beispiele die Mitgliedszahl, Finanzkraft und Machtchance der Verbände Vgl. Anmerkung Vgl. Anmerkung 4. Vgl. Abschnitte 2.4 und 2.5. Die Einzelanalysen sind im Rahmen eines rechtswissenschaftlich akzentuierten Forschungsprojektes über Verfassungsfragen von Berufsfreiheit und Berufsausbildung des Instituts für Bildungsforschung in der Max-Planck-Gesellschaft (RICHTER, Ingo: Über die öffentliche Verantwortung für Berufsausbildung und berufliche Erwachsenenbildung, Rechtsgutachten für die Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates. Als Manuskript14 gedruckt, Berlin 1969, S. 236) als Forschungsauftrag begonnen worden. Sie sind unter pragmatischen Gesichtspunkten abgeschlossen worden: VDDH 12/1966; DGB 1/1967; CDU/CSU 2/1967; SPD 4/1967; FDP 7/1967; DVG 9/1967; Handwerk 2/1969, Industrie und Handel 10/ Deutscher Bildungsrat, Empfehlungen der Bildungskommission, "Zur Verbesserung der Lehrlingsausbildung", a.a.o. Vgl. Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Industrieund Handelskammern zu den Schulreform-Plänen, in: WuBE 1949, S. 40 f. Vgl. die Ausführungen über eine Strategie zur Entwicklung von Berufsordnungsmitteln, die auf der Basis des auch hier zugrunde gelegten Modells "Berufsbildungsthéorie und berufliche Ausbildungskonzeptionen 11 entwickelt wurde. KELL, Adolf: Der Einfluß wirtschaftlicher Interessengruppen auf die Ordnung der Ausbildungsberufe, in: DBFSch 1969, S. 462 ff. 52 Die hier angesprochene Problematik ist vergleichbar mit der für die Entwicklung von Fachdidaktiken. Vgl. dazu ACHTENHAGEN, Frank: Grundlagen und Probleme einer Didaktik des fremdsprachlichen Unterrichts an Wirtschaftsschulen - Entwurf eines Forschungsprogrammes, Dissertation Berlin Vgl. auch BLANKERTZ, Herwig: Theorien und Modelle der Didaktik, München Vgl. KELL, Adolf: Die Folgerungen aus der Hauptschulkonzeption für die Berufsausbildung, in: BLZ 1968, Heft 1, S. 35; LEMPERT, Wolfgang und EBEL, Heinrich: Lehrzeitdauer..., a.a.o., S. 68. Es sei an dieser Stelle daran erinnert, daß zu den Ausbildungsinhalten aufgrund des hier unterlegten Modells unter anderem auch die kritische Reflexion über die Praxis gehört. Zu prüfen wäre, inwieweit allein unter diesem Gesichtspunkt und der möglichen Gefahr bloßer Anpassung durch die praktische Erkenntnisgewinnung der theoretische Aspekt für die Berufsausbildung zunehmende Bedeutung erlangt. Vgl. KELL, Adolf: Die Folgerungen aus der Hauptschulkonzeption für die Berufsausbildung, a.a.o., S. 35.15 DAfEuB, Folge 3, Stuttgart 1965, S. 16 und 27. Dagegen wird von den Schülern der Höheren Schule "geistige Fassungskraft", "Phantasie" (ebenda, S. 47) und "wissenschaftliches Denken" (ebenda, S. 46) verlangt. Vgl. LITT, Theodor: Führen oder Wachsenlassen, 8. Auflage, Stuttgart Vgl. dazu ABEL, Heinrich und GROOTHOFF, Hans-Hermann: Die Berufsschule. Gestalt und Reform, Darmstadt 1959, S. 58; JEANGROS, Erwin: Stilformen der Berufserziehung, in: DBFSch 1953, S. 2 f. LEMPERT, Wolfgang und EBEL, Heinrich: Lehrzeitdauer..., a.a.o., S. 68 ff.; STRATENWERTH, Wolfgang: "Betriebsgebundene" und "schulgebundene" Berufserziehung, in: DBFSch 19 59, S , Vgl. dazu den Versuch, einen Gegensatz von Ökonomie und Pädagogik aufzuheben, bei LEMPERT, Wolfgang und EBEL, Heinrich: Lehrzeitdauer..., a.a.o., S. 69 ff. 59 Hier könnte die von LEMPERT angedeutete "List der Vernunft", die zu einer Identität von Ökonomie und Pädagogik führen soll, ihren Ansatzpunkt haben. Vgl. LEMPERT, Wolfgang und EBEL, Heinrich: Lehrzeitdauer..., a.a.o., S. 69 ff. Dieser Satz kann als bleibende Erkenntnis der Erziehungswissenschaft angesehen werden, die durch den Neuhumanismus gewonnen wurde. Vgl. HUMBOLDT, Wilhelm von: Theorie der Bildung des Menschen, in: Wilhelm von Humboldt, Werke in fünf Bänden, herausgegeben von Andreas FLITNER und Klaus GIEL, Band I, Darmstadt 1960, S. 235; MOLLENHAUER, Klaus: Pädagogik und Rationalität, in: DDSch 1964, S Vgl. die Darstellung des GesamtZusammenhangs dieser Aussage bei BLANKERTZ, Herwig: Berufsbildung und Utilitarismus, Düsseldorf Dazu seien nur zwei Beispiele aus den Bereichen Bildungstheorie und Ausbildungskonzeption angeführt: "Ob es eine innere Berufenheit gibt, für welche die Gemeinschaft keine 'berufliche 1 Auswirkungsmöglichkeit bietet, möchte ich bezweifeln" (KERSCHENSTEINER, Georg: Theorie der Bildung, Leipzig 1926, S. 40).16 Es gibt eine Variante zur Stufenausbildung, die "von vornherein eine möglichst weitgehende Übereinstimmung herbeizuführen sucht zwischen der Struktur des Arbeitskräftebedarfs der Wirtschaft und der Eignungs- und Begabungsstruktur der Jugendlichen" (DIHT-Schriftenreihe, Heft 96, S. 12). Vgl. auch DAHRENDORF, Ralf: Bildung ist Bürgerrecht, Bramsehe/Osnabrück 1965, insbesondere S. 21 ff. Auf die psychologische Problematik kann hier nicht näher eingegangen werden. Einen kurzgefaßten Überblick über die verschiedenen Standpunkte in der Psychologie gibt KESSELRING, Michael: Allgemeine Psychologie, 4. erweiterte Auflage, Bad Heilbrunn 19 59, S Ansätze sind vorhanden bei BOEHM, Ullrich und WINTERHAGER, Wolfgang Dietrich: Ein Modell zur Organisation und Finanzierung der beruflichen Bildung, in: DBFSch 1968, S ; EDDING, Friedrich: Ökonomie des Bildungswesens. Lehren und Lernen als Haushalt und als Investition. Freiburg im Breisgau KRATZSCH, Konrad: Die Aufwendungen der Wirtschaft für die betriebliche Berufsausbildung, in: WWI- Mitteilungen 19 63, S ; WAHRMUT, Hans: Kosten und Erträge der Lehrlingshaltung im Handwerk, Köln 1957; WANDER, Hilde: Berufsausbildung und Produktivität, Kiel 1953; WINTERHAGER, Wolfgang Dietrich: Kosten und Finanzierung der beruflichen Bildung, Stuttgart Vgl. KOSIOL, Erich: Die Unternehmung als wirtschaftliches Aktions Zentrum. Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, Reinbek bei Hamburg 1966, S. 13 f. Hier könnte der Versuch ansetzen, aus makroökonomischer Sicht die Prodiaktivität der Ausbildung verschiedener Länder miteinander zu vergleichen, die unterschiedliche, aber in sich einheitliche Ausbildungssysteme aufweisen. Ein Entwurf zu einer empirischen Untersuchung über qualitative Unterschiede einzelner Ausbildungsformen stellt die Projektskizze dar bei BLANKERTZ, Herwig; CLAESSENS, Dieter; EDDING, Friedrich: Ein zentrales Forschungsinstitut für Berufsbildung?, a.a.o., Anhang S. 1.17 Vgl. LEMPERT, Wolfgang und EBEL, Heinrich: Lehrzeitdauer...,, a.a.o., insbesondere S Für einige Ausbildungsberufe haben LEMPERT/EBEL festgestellt: "Je niedriger die Ausbildungsqualität, desto höher der Ausbildungserfolg 11 (LEMPERT, Wolf gang und EBEL, Heinrich: Lehrzeitdauer..., a.a.o., S. 263 f.) Unter "Leistungsgrad 11 wird "... das prozentuale Verhältnis der erreichten Leistung zur Leistung einer durchschnittlichen vollgeübten Fachkraft verstanden" (ebenda, S. 2O4). Da nach der Voruntersuchung zum Beispiel das Kriterium "Berufsordnung" ausgeschieden wurde, sind einige Aspekte dazu in einem Aufsatz dargestellt worden, die insbesondere die Interessenlage einiger Verbände - der Arbeitgeberverbände - erhellen. Vgl. KELL, Adolf: Der Einfluß wirtschaftlicher Interessengruppen auf die Ordnung der Ausbildungsberufe, in: DBFSch 1969, S So wurde neben den oben schon erwähnten Problemen der Berufsordnung und der Ordnungsmittel die ganze didaktische Problematik ausgeklammert, weil die Festlegung der Ausbildungsberufe und der Ausbildungsinhalte durch ihre Abhängigkeit von den Arbeitsanforderungen so vielgestaltige Aspekte aufweisen, daß Vergleiche der Vorstellungen kaum möglich sind. Vgl. dazu das Modell einer Strategie zur Entwicklung von Berufsordnungsmitteln (Anmerkung 70, S. 462 ff.). 72 Vgl. die Ansätze zu einer Klärung des Begriffes "Duales System" von GRÜNER, Gustav: Das duale System, in: DBbSch 1965, S ; WISSING, Jürgen: Das "duale System" oder welches sonst?, in: DBFSch 1966, S. 347 ff.18 zu 3. zu 3.1 Einzelanalysen der Verbandsäußerungen zur Struktur des westdeutschen Ausbildungssystems Die Vorstellungen des Handwerks Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung), i.d.f. vom , BGBl. I, 1966, S. 1. Nach 1 Abs. 2 gilt nur ein Gewerbebetrieb als Handwerksbetrieb, "wenn er handwerksmäßig betrieben wird und vollständig oder in wesentlichen Tätigkeiten ein Gewerbe umfaßt, das in der Anlage A zu diesem Gesetz aufgeführt ist". Die Anlage A enthält 125 Gewerbe. 74 Deutscher Handwerkskammertag (DHKT), Jahresbericht 1966, a.a.o. (vgl. Anmerkung 89), S. 246 ff. 75 Prozente des Bruttoinlandsproduktes Vgl. DHKT- Jahresbericht 1966, S DAfEuB, Folge 7/8, a.a.o., S. 79 f.; DHKT-Jahresbericht 1966, S. 246 ff. Siehe Tabelle auf der folgenden Seite (Anmerkungen S. 17). Vgl. DHKT-Jahresbericht 1966, S. 255; OA 81 RASPE, Herbert: Aufbau und Aufgaben der Organisation der Berufserziehung im Handwerk, in: Festgabe, a.a.o., (vgl. Anmerkung 93), S. 80. Absolut zwischen bis Unternehmen. (Vgl. RASPE, Herbert: Aufbau und Aufgaben..., a.a.o., S. 66). Auf der Basis des VergleichsJahres 1963; Anlernlinge inbegriffen. (Vgl. StJb 1965, S. 163; DIHT-Schriftenreihe, Heft 92 (Berufsausbildung 1963), S. 31.) Vgl. die Tabelle zu Anmerkung 77. Der durchschnittliche Anteil der Lehrlinge an den Gesamtbeschäftigten beträgt etwa 10%, an den "Fachkräften" (Meister, Gesellen, Facharbeiter - insgesamt 58,1% der Beschäftigten) etwa 18% (DHKT-Jahresbericht 1966, S. 252 f.) O.V.: Klare Antworten, in: DLw 1967 (vgl. Anmerkung 90), S DHKT-Jahresbericht 1965, S19 Beschäftigtengrößenklasse (Betriebe mit... Beschäftigten) % der Betriebe (Sept. 1962) % der Beschäftigten (Mai 196 3) % der Lehrlinge (Mai 1963) Anteil der Lehrlinge in % der Beschäftigten (Mai 1963) ,5 18,6 5,1 6,5 0,4 3,6 0,7 5, ,3 13,2 16,0 11, ,2 19,9 30,3 15, ,8 15,4 19,7 12, ,3 16,9 15,4 8, ,9 10,6 7,6 6,9 100 und mehr 0,4 12,4 7,0 5,6 Absolut (nach: DHKT-Jahresbericht 1966, a.a.o., S. 255; RASPE, Herbert: Aufbau und Aufgaben der Organisation der BerufserZiehung im Handwerk, in: Festgabe, a.a.o., S. 80)20 Vgl* RASPE f Herbert: Aufbau und Aufgaben..., a.a.o., S ? DHKT-Jahresbericht 1965, S Die Einheitlichkeit der Willensäußerungen wird weitgehend durch organisatorische und personelle Verflechtungen in der Geschäftsführung der Dachverbände erzielt (vgl. DHKT-Jahresbericht 1966, S. 4). Vgl. o.v.: Gefährliche Experimente, in: DLw 1966, S. 378; an anderer Stelle werden bis Meister und Gesellen und bis hauptamtliche Kräfte genannt, die allerdings nicht nur an der Organisation der Berufsausbildung beteiligt sind (RASPE, Herbert: Aufbau und Aufgaben..., a.a.o., S. 84). 87 o o Beratendes Organ, bestehend aus Vertretern der Handwerkskammern, der Bundesinnungsverbände und des Gesellenstandes. Sein Vorsitzer, zur Zeit der Berliner Schlossermeister Herbert Snigola, ist gleichzeitig Mitglied des beschließenden Vorstandes des DHKT (DHKT-Jahresbericht 1965, S. 121; DHKT- Jahresbericht 1966, S. 4). Vgl. zum organisatorischen Aufbau der handwerklichen Selbstverwaltung und deren Tätigkeit im Bereich der Berufsausbildung auch DHKT: Handwerksfördernde Arbeit der Handwerkskammern, Bonn Deutsches Handwerks-Institut: Das Handwerk in der modernen Wirtschaft, Bad Wörishofen Institut für Berufserziehung im Handwerk: Die Berufserziehungsarbeit der Landesinnungsverbände, Köln KOLBENSCHLAG/PATZIG: Die deutsche Handwerksorganisation, Bonn Geschäftsführer Dipl.-Ing. Herbert RASPE; Würdigung in: DLw 1959, S Die engen Verbindungen zwischen den handwerklichen Vorstellungen und den theoretischen Schriften vor allem Friedrich SCHLIEPER's und Wilhelm WERNET's sind offenkundig, jedoch ist bisher ideologiekritisch nicht untersucht worden, welcher Art die Beziehungen zwischen den wissenschaftlichen Aussagen der beiden Autoren und den Äußerungen der Handwerksverbände sind. Da dieses Teilproblem nicht noch zusätzlich in die Analyse einbezogen werden kann, soll nur auf die in der Mehr anzeigen
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