Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82370000048.htm
Timestamp: 2018-11-15 13:27:22
Document Index: 388848368

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 2', '§ 10', '§ 4', '§ 41']

2.37.048 Salzstetter Horn
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet ”Salzstetter Horn” (Gemeinde Waldachtal und Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt) vom 31. Juli 1997 (GBl. v. 26.09.1997, S. 393).
Auf Grund der §§ 21 und 58 Abs.2 und § 64 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBI. S. 385) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Waldachtal, Gemarkung Salzstetten, und der Stadt Horb, Gemarkung Altheim, werden zum Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung »Salzstetter Horn«.
(1) Das Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 583,7 ha. Davon entfallen auf das Naturschutzgebiet rund 152,0 ha, auf das Landschaftsschutzgebiet rund 431,7 ha.
· Das Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet umfaßt im wesentlichen das »Salzstetter Horn«, die Waldkuppen des Altheimer Heiligenwaldes, Teile des Lettenberges nördlich von Salzstetten, das Streuobstgebiet am Ost‑ und Südrand von Salzstetten, die breiten Talzüge des Brühlbaches und des Gebersbaches und die Waldgebiete in Richtung Obertalheim.
(3) Die Grenzen des Natur‑ und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) sowie in zwölf Detailkarten im Maßstab 1 : 2 500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner, flächig schwarz punktierter Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe, beim Landratsamt Freudenstadt, bei der Stadt Horb und der Verwaltungsgemeinschaft Horb auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
1. die Erhaltung des Streuobstgebietes und der Wiesen- und Weidelandschaft um die Ortschaft Salzstetten als ökologisch wichtiger Ergänzungsbereich der anschließenden Naturschutzgebietsflächen sowie als ästhetisch reizvolles Bindeglied zwischen Bebauung und freier Landschaft;
2. die Erhaltung und Förderung einer abwechslungsreichen, mit naturnahen Landschaftselementen des »Hecken‑ und Schlehengäues« ausgestatteten Kulturlandschaft als erweiterter Lebens‑ und Rückzugsraum einer artenreichen Tier‑ und Pflanzenwelt;
3. die Erhaltung eines großräumigen, abwechslungsreichen und gut erschlossenen naturnahen Landschaftsteiles mit hohem Erholungswert für die Allgemeinheit;
4. die Förderung der extensiv bewirtschafteten Wiesen‑, Weiden‑ und Ackerflächen sowie der unterschiedlichen Waldstandorte zur Erhaltung eines ausgewogenen Naturhaushaltes.
13. Iandschaftsbestimmende Bäume, Hecken, Gebüsche, Steinriegel sowie Böschungen zu beseitigen oder zu zerstören.
c) landschaftsbestimmende Bäume, Hecken, Gebüsche, Steinriegel sowie Böschungen nicht beseitigt oder zerstört werden;
d) die Grundstücksnutzung nicht wesentlich geändert wird;
e) durch Entwässerungs‑ oder andere Maßnahmen der Wasserhaushalt nicht verändert wird;
f) eine Nutzung des Brühlbaches als Tränke lediglich an den bereits bestehenden Zugängen erfolgt und keine weiteren Zugänge geschaffen werden;
das Recht, die landwirtschaftliche Nutzung wieder aufzunehmen, die auf Grund vertraglicher Bewirtschaftsbeschränkungen oder der Teilnahme an einem Extensivierungs‑ oder Stillegungsprogramm zeitweise eingeschränkt oder aufgegeben war, bleibt unberührt;
2. ordnungsgemäße Forstwirtschaft;
§ 10 Schutz‑ und Pflegemaßnahmen, Flurbereinigung
Schutz‑ und Pflegemaßnahmen werden durch die höhere Naturschutzbehörde in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt. §§ 4, 7 und 8 dieser Verordnung sind insoweit nicht anzuwenden. Die Durchführung von Maßnahmen, die in einem Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz (FlurbG) im Plan nach § 41 FlurbG enthalten sind, erfolgt im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde.
Diese Verordnung tritt am Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist in Kraft. Gleichzeitig tritt für den Geltungsbereich dieser Verordnung die Verordnung des Landratsamtes Freudenstadt über das Landschaftsschutzgebiet »Salzstetter Horn« vom 5. Februar 1982 außer Kraft.
Karlsruhe, den 31.Juli 1997