Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.11.2007&Aktenzeichen=IX%20ZR%205/06
Timestamp: 2019-06-25 10:42:37
Document Index: 186407005

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 311', '§ 675', '§ 280', '§ 627', '§ 311', '§ 675', '§ 43', '§ 675', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.11.2007 - IX ZR 5/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,176
BGH, 08.11.2007 - IX ZR 5/06 (https://dejure.org/2007,176)
BGH, Entscheidung vom 08.11.2007 - IX ZR 5/06 (https://dejure.org/2007,176)
BGH, Entscheidung vom 08. November 2007 - IX ZR 5/06 (https://dejure.org/2007,176)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2007,176) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB § 311 Abs. 2, § 675
Beauftragung einer Anwaltssozietät durch den Gegner der ihr Mandate vermittelnden Partei; Hinweispflicht der beauftragten Anwaltssozietät bei fehlendem tatsächlichen oder rechtlichen Zusammenhang mit den vom Gegner erteilten Aufträgen; Offenbarungpflicht eines Anwalts bei fehlender Bereitschaft zur Vertretung eines Mandanten gegen den beauftragenden Gegner; Verstoß gegen das Verbot zur Vertretung widerstreitender Interessen; Folgen bei Verletzung der vorvertraglichen Aufklärungspflicht eines Anwalt über Mandatsbeziehungen seiner Sozietät zum Gegner einer Partei
Hinweispflicht des Anwalts auf Mandatsbeziehungen zum Gegner der von ihm vertretenen Partei
Zur Schadensersatzpflicht des Rechtsanwalts, der es unterlässt, dem Mandanten zu offenbaren, dass sein Gegner der Sozietät häufig Aufträge erteilt
Verschulden bei Vertragsverhandlungen (culpa in contrahendo): Haftungsvoraussetzungen (§§ 280 I, 311 II, 241 II BGB) und Haftungsausfüllung, Beweislast; Teilvergütung bei fristloser Kündigung von Dienstverträgen gem. §§ 627, 628 BGB
Anwaltliche Aufklärungspflicht über Mandatsbeziehungen
BGB § 311 Abs. 2 § 675
Hinweispflichten eines Rechtsanwalts bei Übernahme eines Mandats
Pflicht zur Offenlegung von Mandatsbeziehungen zum Gegner
Zur Interessenkollision bei Mandaten mit dem Gegner
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: Jahrgang 2008, Seite 56
Interessenkollision bei Mandanten mit dem Gegner, § 43a BORA
BGB §§ 675, 311 Abs. 2
Zu Offenbarungspflichten von Anwälten
Interessenkollision bei Mandaten mit dem Gegner
Pflicht zur Offenlegung von Mandatsbeziehungen zum Gegner (IBR 2008, 1047)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 08.11.2007, Az.: IX ZR 5/06 (Zur Interessenkollision bei Mandaten mit dem Gegner)" von RAin Antje Jungk, original erschienen in: BRAK-Mitt 2008, 56 - 57.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 8.11.2007, Az.: IX ZR 5/06 (Anwaltliche Aufklärungspflicht über Mandatsbeziehungen)" von Prof. Dr. Barbara Grunewald, original erschienen in: JZ 2008, 691 - 692.
Zusammenfassung von "Neue anwaltliche Betätigungsverbote bei Interessenkonflikten" von Prof. Dr. Martin Henssler und WissMit. Christian Deckenbrock, original erschienen in: NJW 2008, 1275 - 1279.
Zusammenfassung von "Haftungsrisiko bei vorzeitiger Mandatsbeendigung - Offenlegungspflicht für Rechtsanwälte bei Mandatsübernahme?" von RA Dr. Michael Kleine-Cosack, original erschienen in: AnwBl 2008, 278 - 281.
Kurznachricht zu "Anwalt muss kämpfen - Beziehungen zur Gegenseite aufdecken" von Dr. Joachim Jahn, original erschienen in: BRAKMagazin 2008, 6.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 08.11.2007, Az.: IX ZR 5/06 (Pflicht des Anwalts, auf Mandatsbeziehungen zum Gegner hinzuweisen)" von RA Prof. Dr. Axel Pestke, FAStR, original erschienen in: Stbg 2008, 306 - 308.
BGHZ 174, 186
NJW 2008, 1307
ZIP 2008, 369
MDR 2008, 413
VersR 2008, 688
WM 2008, 371
DB 2008, 463
AnwBl 2008, 297
Für den hier maßgeblichen Zeitraum wurde ein Stundenhonorar von 500 EUR seitens des Senats (BGHZ 174, 186 ff) nicht beanstandet.
Die Wahrnehmung anwaltlicher Aufgaben setzt den unabhängigen, verschwiegenen und nur den Interessen des eigenen Mandanten verpflichteten Rechtsanwalt voraus (BGH, Urteil vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 12;… vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039 Rn. 10).
Die Wahrnehmung anwaltlicher Aufgaben setzt den unabhängigen, verschwiegenen und nur den Interessen des eigenen Mandanten verpflichteten Rechtsanwalt voraus (BGH, Urteil vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 12 = NJW 2008, 1307).
Die Aufwendungen für den zuerst bestellten Prozessbevollmächtigten sind dann für den Auftraggeber nutzlos geworden, der Vergütungsanspruch geht unter (BGH…, Urteil vom 7. Oktober 1976 aaO;… vom 8. Oktober 1981 aaO; vom 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41; vom 17. Oktober 1996 - IX ZR 37/96, NJW 1997, 188, 189; vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 17).
Die Wahrnehmung anwaltlicher Aufgaben setzt den unabhängigen, verschwiegenen und nur den Interessen des eigenen Mandanten verpflichteten Rechtsanwalt voraus (BGH, Urteil vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 12; BVerfG, NJW 2003, 2520, 2521).
Wie der Senat bereits entschieden hat, darf der Mandant, welcher dem Anwalt die Schließung eines Anwaltsvertrages anträgt, von diesem Leitbild eines Rechtsanwalts ausgehen (BGH, Urteil vom 8. November 2007, aaO).
Für konkurrierende Interessen Dritter gilt insoweit nichts anderes als für die gegenläufigen Interessen des Gegners des Mandanten (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 8. November 2007, aaO;… vom 19. September 2013 - IX ZR 322/12, WM 2014, 87 Rn. 11).
Dass ein Rechtsanwalt seinem Mandanten Belehrungen über Umstände schuldet, die zu zusätzlichen Kosten für den Mandanten führen können, ist in der Rechtsprechung des Senats anerkannt (vgl. BGH, Urteil vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 14).
Nach ständiger Rechtsprechung verliert der Rechtsanwalt seinen Vergütungsanspruch für bereits erbrachte Beratungsleistungen nach einer durch sein vertragswidriges Verhalten veranlassten Kündigung insbesondere dann, wenn ein neuer Anwalt bestellt werden muss, für den die gleichen Gebühren nochmals entstehen (BGHZ 174, 186, 192;… Urt. v. 30. März 1995 - IX ZR 182/94, NJW 1995, 1954;… v. 17. Oktober 1996 aaO).
Der Anwalt muss vor Vertragsschluss auch offenbaren, dass er mit Rücksicht auf andere Mandate seiner Sozietät von vornherein nicht bereit ist, den Vertragsinteressenten erforderlichenfalls auch vor Gericht zu vertreten (BGH, Urteil vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 11 ff).
Die in Fällen der Rechtsanwalts- und Steuerberaterhaftung nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch für vorvertragliche Pflichtverletzungen (vgl. BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 44/04, BGHZ 174, 186 Rn. 19) bestehende Beweiserleichterung für den Ursachenzusammenhang zwischen Pflichtverletzung und Schaden nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises gilt nicht generell.
aa) Anders als der gerichtliche Sachverständige ist der Rechtsanwalt kein zur Unparteilichkeit verpflichteter, vom Gericht bestellter "Gehilfe des Richters", sondern unabhängiger Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten (§ 3 Abs. 1 BRAO), der nur den Interessen des eigenen Mandanten verpflichtet ist (vgl. BGH, Urteil vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 12; BVerfG NJW 2003, 2520, 2521).
Die Wahrnehmung anwaltlicher Aufgaben setzt den unabhängigen, verschwiegenen und nur den Interessen des eigenen Mandanten verpflichteten Rechtsanwalt voraus (vgl. BGH Urteil vom 08.11.2007, Az: IX ZR 5/06).