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Timestamp: 2016-10-23 01:24:31
Document Index: 278578665

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 83', 'Art. 116', 'Art. 117', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 63', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 126', 'Art. 63', 'Art. 96', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 64']

2C_475/2009 (26.01.2010)
2C_475/2009
vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard J�si und
lic. iur. Magda Zihlmann,
vom 22. Juli 2009.
Der aus dem Kosovo stammende X.________ (geb. 1982) reiste im November 1991 im Rahmen des Familiennachzugs als Neunj�hriger in die Schweiz ein, wo er die Niederlassungsbewilligung erhielt. Er lebte zun�chst bei den Eltern in Winterthur/ZH und absolvierte die obligatorische Schulzeit. In der Folge fand er keine Lehrstelle und arbeitete in einer Eingliederungsschule und danach an einer Tankstelle.
X.________ wurde seit Februar 2000 mehrfach straff�llig. Unter anderem verurteilte ihn die Bezirksanwaltschaft Winterthur/ZH mit Strafbefehl vom 12. September 2001 wegen Diebstahls, Sachbesch�digung und Hausfriedensbruchs zu bedingt aufgeschobenen drei Monaten Gef�ngnis und das Migrationsamt des Kantons Z�rich sprach zudem eine Verwarnung aus. Das Bezirksamt Brugg/AG verurteilte X.________ am 6. Mai 2003 wegen gewerbsm�ssigen, teilweise bandenm�ssigen Diebstahls, mehrfacher Sachbesch�digung, Hehlerei und mehrfachen Hausfriedensbruchs zu 15 Monaten Gef�ngnis, wobei ihm der bedingte Strafvollzug gew�hrt wurde; hingegen wurde der bedingte Strafvollzug f�r die dreimonatige Gef�ngnisstrafe widerrufen. Das Migrationsamt verwarnte ihn zudem erneut. Vom 8. Dezember 2003 bis 7. M�rz 2004 befand sich X.________ im Strafvollzug. In der Folge war er arbeitslos und besuchte einen Grundkurs im Lagerwesen, den er erfolgreich abschloss. Vom 6. Dezember 2004 bis 23. September 2005 befand sich X.________ in Untersuchungshaft. W�hrend der Haft kam am 18. Juni 2005 die Tochter A.________ zur Welt. Nach der Haftentlassung arbeitete er als Lagerist und wohnte mit der Mutter des Kindes, Y.________ (geb. 1987), einer serbischen Staatsangeh�rigen mit Niederlassungsbewilligung f�r den Kanton Z�rich, zusammen.
Mit Urteil vom 31. August 2007 verurteilte das Obergericht des Kantons Z�rich X.________ zweitinstanzlich wegen gewerbs- und bandenm�ssigen Diebstahls, mehrfacher Sachbesch�digung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und Gehilfenschaft zur Vereitelung einer Blutprobe zu zwei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe. Vom 11. August 2008 bis zum 3. August 2009 befand er sich im Strafvollzug und am 4. November 2008 kam sein Sohn B.________ zur Welt. Seine beiden Kinder verf�gen �ber eine Niederlassungsbewilligung f�r den Kanton Z�rich.
Mit Verf�gung vom 7. November 2008 widerrief das Migrationsamt des Kantons Z�rich die Niederlassungsbewilligung von X.________ und ordnete an, dieser habe das schweizerische Staatsgebiet unverz�glich nach Beendigung des Strafvollzugs zu verlassen. Hiergegen rekurrierte er erfolglos beim Regierungsrat des Kantons Z�rich. Eine beim Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich eingereichte Beschwerde wurde von diesem mit Urteil vom 22. Juli 2009 teilweise gutgeheissen: in Bezug auf den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung wurde die Beschwerde abgewiesen, in Bezug auf die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege dagegen gutgeheissen.
Mit Eingabe vom 30. Juli 2009 erhebt X.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten sowie subsidi�re Verfassungsbeschwerde beim Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils (mit Ausnahme der Ziffer �ber die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege); eventualiter sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Subeventualiter sei die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und das Migrationsamt anzuweisen, beim Bundesamt f�r Migration die Anordnung einer vorl�ufigen Aufnahme zu beantragen. Weiter wird beantragt, dem Beschwerdef�hrer sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme der Aufenthalt und die Erwerbsaufnahme f�r die Dauer des Verfahrens zu bewilligen. Ger�gt wird im Wesentlichen die Verletzung von Art. 8 EMRK und Art. 13 BV (Schutz des Familienlebens) sowie die Unverh�ltnism�ssigkeit des Widerrufs der Bewilligung.
Der Regierungsrat des Kantons Z�rich und das Bundesamt f�r Migration schliessen auf Abweisung der Beschwerde, w�hrend das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Mit Verf�gung vom 7. September 2009 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt, das Gesuch um weitere vorsorgliche Massnahmen dagegen abgewiesen.
1.1 Das Bundesgericht pr�ft seine Zust�ndigkeit und die Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels von Amtes wegen (Art. 29 BGG; BGE 134 V 45).
Nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Gegen Entscheide �ber den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig, weil grunds�tzlich ein Anspruch auf das Fortbestehen dieser Bewilligung gegeben ist (BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4. mit Hinweis). Auf die im �brigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde kann daher grunds�tzlich eingetreten werden (vgl. jedoch E. 1.2 hiernach).
Die Verfassungsbeschwerde ist im Verh�ltnis zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten subsidi�r (Art. 113 BGG). Da hier die Letztere zur Verf�gung steht, ist auf die von den Beschwerdef�hrern erhobene Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten.
1.2 Nicht zul�ssig ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten dagegen insoweit, als der Beschwerdef�hrer subeventualiter beantragt, es sei die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und das kantonale Migrationsamt anzuweisen, beim Bundesamt f�r Migration die Anordnung einer vorl�ufigen Aufnahme zu beantragen, da dieser Antrag in den Bereich des Ausnahmekatalogs f�llt (Art. 83 lit. c Ziff. 3 und 4 BGG).
Im �brigen erweist sich der Subeventualantrag auch unter dem Blickwinkel der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde als unzul�ssig, da die R�ge der Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten zu wenig substantiiert erhoben wird (vgl. Art. 116 BGG und Art. 117 in Verbindung mit 106 BGG).
1.3 Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
1.4 Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten. In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen m�ssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt. Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
Mit Beschwerdeerg�nzung vom 31. August 2009 l�sst der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht verschiedene Schriftst�cke zukommen, namentlich einen Auszug aus dem Eheregister und einen Einsatzvertrag f�r eine Tempor�rfirma. Gem�ss Eheregisterauszug haben der Beschwerdef�hrer und Y.________ am 5. August 2009 die Ehe geschlossen.
Soweit diese Schriftst�cke erst nach dem vorinstanzlichen Urteil vom 22. Juli 2009 datieren, was sowohl auf den Eheregisterauszug wie auf den Einsatzvertrag zutrifft, handelt es sich dabei um sog. "echte" Noven, welche im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig sind (BGE 2C_295/2009 vom 25. September 2009 E. 3; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f. mit Hinweisen). In dem Umfang, als die ins Recht gelegten Beweismittel bereits vor dem Entscheid des Verwaltungsgerichts entstanden sind, wurde vom Beschwerdef�hrer nicht dargelegt, inwiefern erst der angefochtene Entscheid zu deren Einreichung Anlass gegeben h�tte. Auch diese Unterlagen k�nnen vom Bundesgericht mithin nicht ber�cksichtigt werden (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. E. 1.3).
3.1 Der von den Vorinstanzen angenommene Widerrufsgrund der Verurteilung zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b des hier bereits anwendbaren Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (AuG; SR 142.20) ist erf�llt, da gegen den Beschwerdef�hrer eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr ausgesprochen wurde (BGE 2C_295/2009 vom 25. September 2009 E. 4.2; zum �bergangsrecht vgl. Art. 126 AuG und Urteil 2C_745/2008 vom 24. Februar 2009 E. 1.2). Ob der von den Vorinstanzen ebenfalls bejahte Widerrufsgrund des schwerwiegenden Verstosses gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG gegeben ist, kann offen bleiben.
3.2 In jedem Fall rechtfertigt sich ein Widerruf bzw. die Nichtverl�ngerung der Bewilligung aber nur, wenn die jeweils im Einzelfall vorzunehmende Interessenabw�gung die entsprechende Massnahme auch als verh�ltnism�ssig erscheinen l�sst. Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG sowie Urteil 2A.451/2002 vom 28. M�rz 2003 E.2, nicht publ. in: BGE 129 II 215).
Die Notwendigkeit einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ergibt sich auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK: Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK (resp. Art. 13 Abs. 1 BV) gesch�tzte Familienleben dann statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale oder �ffentliche Sicherheit, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Bei der Interessenabw�gung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK sind die Schwere des begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend dieser Periode, die Auswirkungen auf die prim�r betroffene Person sowie deren famili�re Situation zu ber�cksichtigen. Zudem sind die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte relevant, welche R�ckschl�sse auf deren Intensit�t zulassen (Geburt und Alter allf�lliger Kinder; Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umst�nden nicht in der Schweiz gelebt werden kann). Von Bedeutung sind auch die Nachteile, welche dem Partner oder den Kindern erwachsen w�rden, m�ssten sie dem Betroffenen in dessen Heimat folgen (BGE 2C_295/2009 vom 25. September 2009 E. 4.3 mit Hinweisen).
4.1 Der Beschwerdef�hrer erachtet den Widerruf der Niederlassungsbewilligung als unverh�ltnism�ssig. Er f�hrt aus, er habe keine h�chstrangigen Rechtsg�ter wie etwa Leib und Leben oder die sexuelle Integrit�t verletzt. Er habe sich zwischen seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft und dem Antritt des Strafvollzugs nichts mehr zu Schulden kommen lassen und sich auch erfolgreich in die Arbeitswelt integriert. Die famili�re Situation habe ihn grundlegend ver�ndert und er habe sich von seiner kriminellen Vergangenheit distanziert. Die angeh�uften Schulden st�nden gr�sstenteils im Zusammenhang mit seinem kriminellen Lebensabschnitt und er werde bestrebt sein, diese abzubauen. Eine Wegweisung in den Kosovo w�rde f�r ihn zu einer regelrechten Entwurzelung f�hren, da er �ber keinerlei Verwandte im Herkunftsland verf�ge.
4.2 Die Einwendungen des Beschwerdef�hrers verm�gen nicht zu �berzeugen:
4.2.1 Der Beschwerdef�hrer wurde - neben einer Jugendstrafe - viermal strafrechtlich verurteilt, gesamthaft zu vier Jahren, zwei Monaten und zehn Tagen. Er unterbrach seine deliktische T�tigkeit im Wesentlichen nur, wenn er sich in Untersuchungshaft oder im Strafvollzug befand. Auch der Beschwerdef�hrer selber geht von einem schweren Verschulden aus. Er hat �ber Jahre banden- und gewerbsm�ssig delinquiert. Zwar mag es zutreffen, dass keine besonders schweren Gewalt-, Sexual- oder Bet�ubungsmitteldelikte begangen wurden. Hingegen liegen wiederholte Straftaten von erheblichem Gewicht vor und es besteht eine sich verschlechternde Situation, d.h. der Beschwerdef�hrer fuhr mit der deliktischen T�tigkeit fort und liess sich immer schwerere Taten zu Schulden kommen (Urteil 2C_745/2009 vom 24. Februar 2009 E. 4.2 mit Hinweisen). Bei dieser Sachlage durften die Vorinstanzen davon ausgehen, dass ein gewichtiges �ffentliches Interesse besteht, den Beschwerdef�hrer von der Schweiz fernzuhalten.
4.2.2 Dem �ffentlichen Interesse an einer Fernhaltung sind die privaten Gr�nde des Beschwerdef�hrers, in der Schweiz zu verbleiben, gegen�berzustellen.
Der Beschwerdef�hrer reiste 1991 im Alter von neun Jahren in die Schweiz ein und h�lt sich hier seit 19 Jahren auf. Wohl ist bei der Interessenabw�gung zu ber�cksichtigen, dass er sich den �berwiegenden Teil seines Lebens in der Schweiz aufgehalten hat. Je l�nger ein Ausl�nder in der Schweiz anwesend gewesen ist, desto strengere Anforderungen sind grunds�tzlich an Fernhaltemassnahmen zu stellen. Jedoch ist eine Ausweisung bei wiederholter schwerer Straff�lligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn ein Ausl�nder hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (BGE 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190 mit Hinweisen).
Im vorliegenden Fall ist festzustellen, dass der Grad seiner Integration in die schweizerische Gesellschaft nicht mit seiner verh�ltnism�ssig langen Aufenthaltsdauer korrespondiert. Gem�ss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. E. 1.3) pflegte der Beschwerdef�hrer - zumindest zur Zeit seiner kriminellen Aktivit�ten - vorwiegend mit Landsleuten und Verwandten Kontakt. Ein neuer Freundeskreis besteht nicht. Eine vertiefte Integration in die hiesigen Verh�ltnisse und damit eine enge Verbundenheit zur Schweiz ist nicht ersichtlich, weshalb der vom Beschwerdef�hrer angerufenen langen Aufenthaltsdauer kein allzu hohes Gewicht beizumessen ist.
In Bezug auf die Prognose f�r das k�nftige Wohlverhalten, welche im Lichte des gesamten ausl�nderrechtlich relevanten Verhaltens und nicht lediglich aufgrund der Zeitspanne seit der (letzten) Haftentlassung zu stellen ist, d�rfen strengere Massst�be angelegt und einem korrekten Verhalten im Strafvollzug bzw. seit der bedingten Entlassung geringere Bedeutung beigemessen werden als bei den entsprechenden strafrechtlichen Entscheiden (Urteil 2A.51/2006 vom 8. Mai 2006 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die im Vollzugsbericht f�r den Beschwerdef�hrer gestellte g�nstige Prognose ist deshalb zu relativieren und namentlich in Bezug zur jahrelangen deliktischen T�tigkeit (mit Verurteilungen zu insgesamt �ber 50 Monaten Freiheitsstrafe) zu setzen. Zu Recht hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang auch festgehalten, dass ihn die Beziehung zu seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau und seine beruflichen T�tigkeiten nicht von seinen deliktischen Aktivit�ten abzuhalten vermochten.
Die Vorinstanz hat weiter festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer Albanisch in Wort und Schrift beherrscht, einen Teil seiner Kindheit im Kosovo verbracht und das Land auch nach seiner Einreise in die Schweiz wieder besucht hat. Zwar mag es zutreffen, dass die wirtschaftliche Situation im Kosovo schwieriger und die Arbeitslosenquote erheblich h�her ist als in der Schweiz und eine R�ckkehr in sein Heimatland den Beschwerdef�hrer damit hart treffen w�rde. Diese Folge ist jedoch seinem kriminellen Verhalten zuzuschreiben und deshalb hinzunehmen. Damit durfte die Vorinstanz den Schluss ziehen, dass keine massgeblichen Gr�nde, die der Wiedereingliederung des Beschwerdef�hrers in seiner Heimat entgegenst�nden, ersichtlich sind.
4.2.3 Soweit sich der Beschwerdef�hrer weiter auf Art. 8 EMRK und Art. 13 BV (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens) beruft, kann seiner R�ge nicht gefolgt werden. Zwar wird die Beziehung zu seinen beiden Kindern und seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau unbestrittenermassen vom Schutzbereich der genannten Bestimmungen erfasst. Die Vorinstanz durfte aber zu Recht davon ausgehen, dass eine Ausreise sowohl f�r die heutige Ehefrau wie f�r die gemeinsamen Kinder nicht unverh�ltnism�ssig w�re. Art. 8 EMRK und Art. 13 BV gelten nicht absolut: Es ergibt daraus weder ein Recht auf Aufenthalt in einem bestimmten Staat noch auf die Wahl des f�r das Familienlebens am geeignetsten erscheinenden Orts (BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285). Die Ausreise w�re f�r die Ehefrau und die Kinder zwar mit Nachteilen verbunden. Die Ehefrau ist aber mit den Verh�ltnissen im Kosovo vertraut und hat gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz dort Verwandte. Dazu kommt, dass ihr das deliktische Verhalten ihres damaligen Freundes und heutigen Ehemannes schon zum Zeitpunkt der ersten Schwangerschaft bekannt sein musste. Die beiden Kinder sind zudem noch in einem anpassungsf�higen Alter, so dass es zumutbar erscheint, dass diese dem ausgewiesenen Elternteil folgen (BGE 127 II 60 E. 2b S. 67). Der Ehefrau und den Kindern steht es im �brigen frei, ob sie im Rahmen ihrer Niederlassungsbewilligung in der Schweiz verbleiben oder ihrem Ehemann und Vater in den Kosovo folgen wollen.
4.2.4 Zusammenfassend ist es bei dieser Sachlage nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz annimmt, dass das �ffentliche Interesse an einer Fernhaltung des Beschwerdef�hrers h�her zu gewichten ist als dessen pers�nliche Interessen an seinem Verbleib in der Schweiz. Das Verwaltungsgericht hat mithin die Verh�ltnism�ssigkeit des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers zu Recht bejaht. Dem Beschwerdef�hrer kann auch nicht im Sinne einer milderen Massnahme eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, da damit das angestrebte Sicherheitsziel - die Entfernung des Beschwerdef�hrers aus der Schweiz - nicht erreicht werden k�nnte.
Damit erweist sich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er hat jedoch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht. Die von ihm gestellten Rechtsbegehren k�nnen - wie bereits die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt hat - insbesondere mit Blick auf die lange Anwesenheitsdauer in der Schweiz und seine famili�re Situation nicht als von vorneherein aussichtslos bezeichnet werden. Die Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers ist ebenfalls zu bejahen. Dem Gesuch ist daher zu entsprechen. Damit sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 64 Abs. 1 BGG) und der Vertreter des Beschwerdef�hrers wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren als unentgeltlicher Rechtsbeistand eingesetzt (Art. 64 Abs. 2 BGG).
3.2 Rechtsanwalt Bernhard J�si, Z�rich, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren als unentgeltlicher Rechtsbeistand eingesetzt und aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 1'500.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Sicherheitsdirektion, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht, 4. Kammer, des Kantons Z�rich, sowie dem dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.
M�ller Winiger