Source: https://www.tourconsult.com/agb/
Timestamp: 2019-08-23 23:25:53
Document Index: 99997656

Matched Legal Cases: ['§ 651', '§ 326', '§ 651', '§ 664', '§ 486', 'Art.11', 'Art. 26', 'Art. 12', '§ 664', '§ 651', '§ 651']

1. Die Buchung der Reise und einzelner Reiseleistungen wird für den Reiseveranstalter (nachfolgend als „Veranstalter" bezeichnet) erst verbindlich, wenn sie dem Reisenden oder dem von ihm beauftragten Reisebüro schriftlich vom Veranstalter bestätigt worden ist. Der Reiseveranstalter wird am Schluss dieser Bedingungen benannt.
3. Ändernde oder ergänzende Abreden zu den im Reiseprospekt beschriebenen Reisen und Reiseleistungen sowie zu den Reisebedingungen bedürfen ausdrücklicher Vereinbarungen mit dem Veranstalter. Sie sollten aus Beweisgründen schriftlich getroffen werden. (Reisebüros sind nicht bevollmächtigt, vom Inhalt des Reiseprospektes einschließlich der Reisebedingungen abweichende Zusicherungen zu geben oder abändernde oder ergänzende Vereinbarungen zu treffen.)
1. Werden einzelne Reiseleistungen ausdrücklich im fremden Namen vermittelt, z. B. Nurflug, Anschlußbeförderungen, Fährtransporte, Hotelaufenthalte ohne integrierte Beförderungsleistung, Mietwagen, Ausflüge etc., so richtet sich das Zustandekommen des Vertrages und dessen Inhalt nach den jeweiligen Bedingungen des Vertragspartners (Leistungsträgers) des Reiseteilnehmers.
1. Der Reisepreis ist vor Durchführung der Reise nur gegen Aushändigung eines Sicherungsscheines im Sinne des § 651 k Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) zu bezahlen. Das gilt auch für eine Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises, die innerhalb von 7 Tagen nach Zugang der Buchungsbestätigung fällig ist.
2. Der Reisepreis ist vier Wochen vor Reiseantritt fällig. Bei Gruppenbuchungen 4 Wochen vor Abreise. Bei Buchungen, die weniger als vier Wochen vor Reiseantritt vorgenommen werden, ist der gesamte Reisepreis bei Übergabe des Sicherungsscheines sofort fällig. Bis zur Zahlung des vollständigen Reisepreises kann der Veranstalter die Erbringung der vertraglichen Reiseleistungen verweigern.
3. Der Veranstalter ist berechtigt, die Leistung endgültig zu verweigern und Schadensersatz wegen Nichterfüllung des Reisevertrages vom Reisenden zu verlangen, wenn dieser sich mit der Zahlung des Reisepreises in Verzug befindet und die Leistungsverweigerung unter Setzung einer angemessenen Nachfrist unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen (§ 326 BGB) vorher durch den Veranstalter dem Reisenden schriftlich angedroht worden ist.
1. Der Veranstalter ist berechtigt, den Reisepreis zu erhöhen, wenn sich unvorhersehbar für den Veranstalter und nach Vertragsschluß die nachfolgend bezeichneten Preisbestandteile der gebuchten Reise aufgrund von Umständen erhöhen und neu entstehen, die von dem Veranstalter nicht zu vertreten sind: Devisen- Wechselkurse, Beförderungskosten (insbesondere bei Ölpreisverteuerungen), behördliche Gebühren oder sonstige behördliche Abgaben, wie z. B. Hafen- und Flughafengebühren. Die Preiserhöhung ist jedoch nur zulässig, wenn zwischen dem Vertragsschluß und dem Beginn der Reise ein Zeitraum von mehr als vier Monaten liegt.
4. Erhöht sich der Reisepreis um mehr als 5 %, so ist der Reisende berechtigt, entweder ohne Zahlung einer Entschädigung vom Reisevertrag zurückzutreten, oder stattdessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise zu verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Sowohl die Erklärung des Rücktritts als auch das Verlangen der Teilnahme an einer anderen Reise muß vom Reisenden unverzüglich gegenüber dem Reisebüro/ Veranstalter erklärt werden.
Der Veranstalter berechnet € 30,– pro Person, wenn der Kunde von den gesetzlichen Möglichkeiten des Reisevertragsrechtes Gebrauch macht und eine Ersatzperson benennt und er selbst die Reiseleistung nicht in Anspruch nimmt. Soweit durch den Personenwechsel weitere Kosten seitens der Leistungsträger (z.B. Ticketausstellungskosten etc.) anfallen, werden diese gesondert belastet. Der Veranstalter kann der Teilnahme eines Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften auch des Reiselandes oder behördliche Anordnungen entgegenstehen.
Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften der Kunde und der Dritte dem Veranstalter gegenüber als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die entstehenden Mehrkosten. Der Reisende kann bis Reisebeginn durch Erklärung gegenüber dem Veranstalter vom Reisevertrag zurücktreten. Dem Veranstalter steht bei Rücktritt des Reisekunden vom Vertrage unter Verlust des Anspruchs auf den vereinbarten Reisepreis eine angemessene Entschädigung gem. § 651 i. BGB zu. Deren Höhe bestimmt sich nach dem vereinbarten Reisepreis unter Abzug des Wertes der Veranstalter ersparten Aufwendungen sowie dessen, was der Veranstalter durch anderweitige Verwertung der Reiseleistungen erwerben kann.
Der Reisende kann bis Reisebeginn jederzeit durch Erklärung, die schriftlich erfolgen sollte, vom Reisevertrag zurücktreten. Maßgebend ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Veranstalter.
Mietwagen- und Campmobile, Landarrangements:
ab 30 - 22 Tage vor Reisebeginn: 35 %
ab 21 - 15 Tage vor Reisebeginn: 50 %
ab 14 Tage vor Reisebeginn: 75 %
am Abreisetag/bei Nichtantritt: 95%
Nach Reiseantritt betragen die Stornokosten 100 %
Bei einigen Boutique Hotels, Resorts, Lodges, Zügen, Schiffen, privaten Touren oder wenn zu den Reisedaten am jeweiligen Ort besondere Veranstaltungen stattfinden (Sylvester, Ostern, Weihnachten, örtliche Events oder Feierlichkeiten etc.), können höhere Anzahlungen oder die komplette Zahlung – verbunden mit bis zu 100% Stornogebühren anfallen.
Der Veranstalter behält sich vor, in Abweichung von den aufgeführten Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern, soweit der Veranstalter nachweisen kann, dass wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist der Veranstalter verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.
1. Gegen die in Ziffer VII genannten Rücktrittsentschädigungen (Stornokosten) kann sich der Reisende durch eine Reiserücktrittskosten-Versicherung versichern. Sofern nicht schon im Reisepreis obligatorisch mit eingeschlossen empfehlen wir den Abschluss einer solchen Versicherung. Die Buchungsstelle, bei der die Reise gebucht wird, kann eine solche Versicherung auf Anforderung vermitteln. Die Reiserücktritts-Versicherung muss spätestens innerhalb von 14 Tagen ab Zugang der Reisebestätigung beim Kunden gebucht werden.
2. Der Reisende ist gegen Unfall durch die einzelnen Beförderungsunternehmen (z. B. Fluggesellschaft) nach den jeweils gültigen Bestimmungen versichert. Wir empfehlen außerdem dringend die Buchung eines umfassenden Reiseversicherungspaketes mit folgenden
3. Wenn dem Veranstalter bei Schiffsreisen die Stellung eines Beförderers zukommt, regelt sich die Haftung von dem Veranstalter insoweit ausschließlich nach den Bestimmungen der §§ 664 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem 2. Seerechtsänderungsgesetz (SeeRÄndG). Diese Bestimmungen sehen Haftungsbeschränkungen und -ausschlüsse zu Gunsten des Beförderers vor. Soweit sich der ausführende Beförderer auf eine Beschränkung der Gesamthaftung gemäß § 486 HGB in Verbindung mit Art.11 des 2. SeeRÄndG berufen kann, steht dieses Recht auch dem Veranstalter gegenüber dem Reiseteilnehmer zu.
1. Vermittelt der Veranstalter lediglich einzelne fremde Leistungen (z.B. Hotelaufenthalte für Selbstfahrer, Linienbeförderung, fremde Ausflüge etc.) so haftet der Veranstalter nur für die ordnungsgemäße Vermittlung der Leistung und nicht für die Leistungserbringung selbst.
1. Reiseleitungen bzw. örtliche Vertretungen des Veranstalters sind während der Reise beauftragt, Mängelanzeigen und Abhilfe- verlangen entgegenzunehmen und für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich oder erforderlich ist. Dies schließt Vereinbarungen ein, mit denen Reisemängel vor Ort ausgeglichen und durch Zusatzleistungen einvernehmlich mit dem Reisenden kompensiert werden. Reiseleitungen bzw.
örtliche Vertretungen des Veranstalters sind jedoch nicht befugt oder bevollmächtigt, Ansprüche auf Minderung, oder Schadensersatz mit Wirkung gegen den Veranstalter anzuerkennen, oder derartige Anspruchsstellungen entgegenzunehmen.
2. Eine Kündigung des Reisevertrages durch den Veranstalter (z. B. bei höherer Gewalt) kann auch durch die Reiseleitung oder einen sonstigen örtlichen Vertreter von dem Veranstalter ausgesprochen werden; diese sind insoweit von dem Veranstalter bevollmächtigt.
1. Bei Reisegepäck sind Verluste oder Beschädigungen sowie Verspätungen unverzüglich dem Beförderungsunternehmen – unter Beifügung der notwendigen Unterlagen zu melden. Das Beförderungsunternehmen ist zur Ausstellung einer schriftlichen Bestätigung (P.I.R. genannt = Property Irregularity Report) verpflichtet. Ohne rechtzeitige Anzeige besteht die Gefahr eines Anspruchsverlustes! Auf Ausschlußfristen für Fluggepäck (Art. 26 des Warschauer Abkommens) oder Seegepäck bei Kreuzfahrten (Art. 12 der Anlage zu §§ 664 ff. HGB) wird hingewiesen.
2. Soweit zusätzlich eine Anspruchstellung auch gegenüber dem Veranstalter folgt, müssen für die Geltendmachung von Ansprüchen bei Verlust, Beschädigung oder Verspätung von Reisegepäck auch die Ausschlußfrist gemäß § 651 g I BGB eingehalten werden. Auf Ziffer XIV. 1. dieser Reisebedingungen wird verwiesen.
XVI. Paß- ,Visa- ,Zoll-, Devisen und Gesundheitsbestimmungen
Für den Fall, dass der Reisende nach Vertragsschluß seinen Wohnsitz, oder gewöhnlichen Aufenthaltsort aus Deutschland heraus verlegt oder dieser im Zeitpunkt der Klageerhebung unbekannt ist, wird für Ansprüche von dem Veranstalter gegen den Reisenden der Gerichtsstand Bruchsal vereinbart.
Naturgemäß kann der Prospekt nur die zu diesem Zeitpunkt feststehenden Einzelheiten des Reise- angebotes und der Reiseabwicklung, wie z. B. Preise, Termine und Reisezeiten anführen. Änderungen sind insoweit aufgrund der weiteren Entwicklung möglich und bleiben vorbehalten. Dies gilt natürlich nur für Reiseverträge, die noch nicht abgeschlossen sind. Maßgeblich hinsichtlich der Preise, Termine, Reisezeiten etc. ist daher allein der Inhalt der Buchungsbestätigung in Verbindung mit der Buchung und sonstigen, rechtswirksam im Reisevertrag getroffenen Abreden.
1. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Vertrages mit diesen Reisebedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. Ergänzend gelten die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die §§ 651 a bis l des Bürgerlichen Gesetzbuches, soweit der Veranstalter nicht nur Vermittler von einzelnen Reiseleistungen ist.
2. Während der Laufzeit dieses Prospektes werden Gesetzesänderungen erwartet, die evtl. Auswirkungen auf diese Reise- und Zahlungsbedingungen haben. Ein umfangreiches Gesetz zur Änderung des Bürger-lichen Gesetzbuches ist im Gesetzgebungsverfahren. Der Gesetzestext liegt also noch nicht verbindlich vor. Sollte während der Laufzeit dieses Prospektes eine Gesetzesänderung wirksam werden, die dazu führt, dass Bestimmungen dieser Reise- und Zahlungsbedingungen gegen zwingende (neue) gesetzliche Vorschriften verstoßen, wird der Reiseveranstalter insoweit von seinen Bedingungen keinen Gebrauch machen. Derzeit ist eine Auswirkung aufgrund der vorliegenden Gesetzesentwürfe nicht zu erwarten.
e) Gerichtsstandsvereinbarung für Bruchsal (Ziffer XVIII.). Soweit in den Bedingungen, auf deutsche gesetzliche Bestimmungen verwiesen wird, gelten die gesetzlichen Bestimmungen nach österreichischem Recht.
Inhaber: Andreas Fraißl
HRA 704697 – Registergericht – Amtsgericht Mannheim