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Timestamp: 2020-04-09 13:32:31
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Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 17', '§ 1', '§17', '§ 33', '§ 2', '§ 2', '§ 17', '§17', '§ 33']

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen: Unterschied zwischen den Versionen – Brandschutz Wiki
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen: Unterschied zwischen den Versionen
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RWA´s können in den unterschiedlichsten Ausführungen realisiert werden, es werden maschinelle und natürliche Anlagen unterschieden: Bei maschinellen Anlagen werden die Verbrennungsprodukte über Ventilatoren abgeführt. Bei natürlichen Anlagen werden die Verbrennungsprodukte über Luken (Dach- oder Wandöffnungen) abgeführt.
RWA – Anlagen sind zum Schutz von Menschenleben und Sachwerten, sprich Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, ein bedeutender Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes geworden. Mit verantwortungsvoller Strategie bei der Planung kann eine maximale Schadensbegrenzung oder Schadensverhinderung durchgeführt werden. Je nach Gebäudeart sind die verschiedenen landesbaulichen Grundlagen, Vorschriften und Empfehlungen zu berücksichtigen. Nur durch richtige Anwendung der für den Gebäudetyp zutreffende Grundlage kann eine korrekte Auslegung unter Berücksichtigung der richtigen Versicherungstabellen ausgearbeitet werden.
RWA – Anlagen verhindern kein Feuer. Im Falle eines Brandes sind sie jedoch ein wirksames Mittel zur Schadensbegrenzung.
Alternativ können auch mobile Großventilatoren durch die Feuerwehr eingesetzt werden, um Rauch und Hitze aus dem Objekt zu verdrängen.
RWA´s dienen
1.der Rettung von Menschenleben
2. dem Erhalt von Gebäuden und
3. schützen Sachwerte
===Was sind RWA – Anlagen?===
RWA Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sind Teil des vorbeugenden Brandschutzes. Eine RWA – Anlage besteht aus einzelnen Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (RWG).RWG Rauch- und Wärmeabzugsgeräte, die sich im Brandfall automatisch und / oder manuell öffnen lassen und so Abzugsöffnungen für Rauch- und Brandgase im Dach freigeben.
Zur weiteren ordnungsgemäßen Funktion einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage gehören ferner Branderkennungselemente, Betätigungs- bzw. Auslösevorrichtungen, Öffnungsaggregate, Energiezuleitungen und – bei größeren Räumen – Rauchschürzen zur Unterteilung der Fläche unter dem Dach in Abschnitte.
RWA – Anlagen müssen so bemessen sein, dass im Brandfall Rauch- und Brandgase den Raum nicht vollständig füllen können um somit eine rauchfreie Zone am Boden erhalten bleibt. Auslegung und Anordnung sind von der Art und der Nutzung des Gebäudes abhängig und entsprechend den jeweils zutreffenden Regelwerken zu bemessen. Bei der Bemessung einer RWA – Anlage ist die AWG zugrunde zu legen.
AWG Als AWG eines Abzugsgerätes (Fenster, Lichtkuppel usw.) wird diejenige Fläche bezeichnet, die im vollständig geöffnetem Zustand aerodynamisch in Rechnung gestellt werden darf. Die wirksame Öffnungsfläche einer Rauchabzugsanlage (RWA) ist die Summe der wirksamen Öffnungsflächen aller einzelnen Abzugsgeräte. Für Treppenräume sind Rauchabzüge in allen Bundesländern durch die Landesbauordnung vorgeschrieben. Auslösestellen sind im Erdgeschoss, auf dem obersten Treppenabsatz bzw. in jedem dritten Geschoss anzuordnen. Rauchabzugsanlagen können dabei auf Flachdächern in Form von Lichtkuppeln oder Lichtbändern, bei Steildächern als unmittelbar unter der Decke liegende Seitenfenster angeordnet werden. Für Treppenräume und Versammlungsstätten ist die geometrisch freie Rauchabzugsfläche AG anzusetzen.
===Feuer und Rauch===
Feuer im Gebäude
Innerhalb eines Gebäudes herrschen völlig andere Bedingungen. Die Rauch- und Feuersäule wird durch die Geschoss- oder Dachdecke daran gehindert, nach oben abzuziehen, d.h. Rauch- und heiße Brandgase steigen auf und breiten sich unterhalb der Decke aus.
Gleichzeitig füllt dieser schwarze Rauch den ganzen Raum von oben nach unten sehr schnell aus, bis der Raum völlig verqualmt ist. Die Rettung von Menschenleben und gezielte Löscharbeiten sind wenn überhaupt- nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Erst der spätere Zusammenbruch der Dachkonstruktion, die nicht ausreichend widerstandsfähig gegen die auftretenden Temperaturen ist, lässt die angestauten Rauch- und Brandgase in die Atmosphäre entweichen. Für das Gebäude und eventuell eingeschlossene Personen kommt dann allerdings jeder Rettungsversuch zu spät.
===Brandfolgeschäden===
Heiße Rauch- und Brandgase, die sich in einem geschlossenen Gebäude (Raum) sammeln, sind lebensgefährlich und vergrößern die Sachschäden. Sinnvolle Brandentlüftung rettet Leben und erhält Sachwerte.
Bei Feuer werden durch den Verbrennungsprozess in Verbindung mit dem thermischen Auftrieb (warme Luft steigt nach oben)
◾Rauchgase
◾Zersetzungsprodukte
◾Wärmeenergie
====Rauchgase====
====Zersetzungsprodukte====
====Wärmeenergie====
Es bildet sich schon nach sehr kurzer Zeit nach dem Brandausbruch eine heiße Rauch- und Brandgasschicht unter der Decke. Da vom Feuer immer mehr Wärmeenergie nachgeschoben wird, steigt die Temperatur ständig weiter an. Ist die entsprechende Entzündungstemperatur der verwendeten Baustoffe bzw. Lagergüter erreicht, so entstehen sekundäre Brandherde an der Deckenunterseite und sogenannte Wipfelbrände an hochgelagerten Gütern. Brennend herabfallende Teile tragen den Brand weiter.
Die im gesamten Raum gelösten Zersetzungsprodukte führen schließlich bei Überschreitungen ihrer Entzündungstemperatur zur Durchzündung, dem "flash - over" (Feuerübersprung). Bei über 500 Grad Celsius ist die Temperatur erreicht, bei der tragende Stahlbauteile, auch die Bewehrungen von Stahlbeton, ihre Tragfähigkeit verlieren. Das Gebäude ist dann nicht mehr zu retten.
Richtig und ausreichend dimensionierte und korrekt angeordnete Brandentlüftungsöffnungen in Verbindung mit einer Unterteilung des Dachraumes durch Rauchschürzen behindern die Ausbreitung von Rauchgasen, Zersetzungsprodukten und Wärmeenergie und ermöglichen ihren raschen Abzug nach draußen. Fluchtwege bleiben rauchfrei; die Feuerwehr kann gezielt und schnell eingreifen. Sekundärbrände und der "flash – over" werden weitgehend vermieden und so die Brandfolgeschäden reduziert.
===Rauchgas und Temperatur===
Der Verlauf eines Brandes ist entscheidend abhängig vom Temperaturgeschehen innerhalb des Raumes, in dem der Brand stattfindet.
Während in den ersten 15 Minuten die Rauchgasentwicklung das erste spektakuläre Brandfolgeereignis darstellt, wird die Umgebungstemperatur zunächst nur gering erhöht. Das ändert sich mit der Entwicklung großer Rauchgasmengen. Heißer Rauch und zündfähige Brandgase sammeln sich an der Deckenunterseite und führen dort zu einer rapiden Anhebung des Temperaturniveaus. Bereits nach 15 Minuten kommt es im oberen Teil des Raumes zu den ersten Sekundärbränden an der Dach- bzw. Deckenkonstruktion, zu Wipfelbränden und schließlich, bei Zündung der Zersetzungsprodukte, zum "flash – over". Ein so entstandener Vollbrand kann sich in weniger als 20 Minuten entwickeln und ist meist nicht mehr zu löschen.
Völlig anders und wesentlich langsamer verläuft das Brandgeschehen, wenn die sich an der Deckenunterseite sammelnden heißen Rauchgase und Zersetzungsprodukte ins Freie abgeführt werden können. Dadurch wird ein Anstau gefährlicher, heißer und explosiver Stoffe im Raum vermieden. Der Temperaturanstieg wird gemildert und vollzieht sich weniger rasant. Die Entstehung von Sekundär- und Wipfelbränden sowie die Ausbildung des "flash - over" werden verzögert. Die Feuerwehr hat mehr Zeit zum Löschen, da sich der Brand bei ihren Eintreffen noch nicht zum Vollbrand entwickelt hat.
Brandentlüftungen dienen also in erster Linie dazu, Rauch und Wärme aus dem brennenden Gebäude abzuführen, eine Ausbreitung des Brandes zu verzögern und bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr die Voraussetzungen für eine sinnvolle und gezielte Brandbekämpfung zu schaffen. Die gleichzeitige Wärmeabführung reduziert für die Gebäudekonstruktion die Wärmebelastung und damit die Einsturzgefahr.
===Zeit = "Löschmittel"===
Die Zeit ist eines der wichtigsten "Löschmittel" der Feuerwehren. Zeit bedeutet mehr Chancen zur Rettung von Menschenleben, mehr Erfolg beim Erhalt von Gebäude- und Sachwerten.
Die Löschmannschaften brauchen für ihre Arbeit eine rauchfreie Schicht über dem Boden. Nur dann kann der Brandherd schnell und sicher geortet, nur dann können unverzüglich Maßnahmen zur Rettung von Menschenleben und zur Bekämpfung des Feuers eingeleitet werden. Fehlen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, wie das zum Teil bei älteren Gebäuden der Fall ist, müssen zunächst Öffnungen auf dem Dach von der Feuerwehr aufgehackt werden.
Abgesehen vom erheblichen Zeitverlust durch diese Arbeiten, muss hier auch auf die erhöhte Lebensgefahr für die Löschmannschaften hingewiesen werden. Sie sind in solchen Fällen oft gezwungen, auf extrem brandbelasteten Konstruktionen zu arbeiten, die im nächsten Augenblick unter ihren Füßen einstürzen können, sofern diese nicht ausreichend feuerwiderstandsfähig sind. Bei Neubauten sind u.a. auch aus diesen Gründen von vornherein Rauch- und Wärmeabzugsanlagen oder Geräte einzuplanen bzw. häufig schon vorgeschrieben.
Voraussetzung für den thermischen Auftrieb und damit für die Wirksamkeit von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen ist die Zufuhr von entsprechenden Frischluftmengen in das brennende Gebäude. Im Gegensatz zu Bränden in kleineren Räumen, wo einem Brandherd durch Schließen aller Türen und Fenster die Sauerstoffzufuhr "abgedreht" werden kann, liegen bei großen Räumen ganz andere Verhältnisse vor. In Industrie- und Lagerhallen, aber auch in Treppenräumen ist das verfügbare Sauerstoffvolumen so groß und die möglichen Öffnungen für neuen Sauerstoffzutritt sind so vielfältig, dass ein Brand hier nicht durch das Schließen von Türen u. ä. erstickt werden kann. Im Gegenteil – die Frischluftzufuhr hat wichtige, die Brandbekämpfung unterstützende Funktionen.
Sauberer Abbrand:
Die zugeführte Frischluft bewirkt eine Reduzierung der Rauchgasmenge und der explosiven Schwelgase.
Thermik:
Nachströmende (kalte!) Frischluft erhöht den thermischen Auftrieb und bewirkt ein schnelleres Abziehen der Rauchgase durch die Öffnungen im Dach.
Temperaturminderung:
Die Frischluftzufuhr im unteren Bereich ermöglicht der Feuerwehr näher an das Feuer heranzukommen.
Freie Sicht:
Durch die Frischluft bildet sich im unteren Hallenbereich eine rauchfreie Zone, die für klare Sicht auf Rettungs- und Fluchtwegen sorgt.
==Vorschriften und Richtlinien==
===Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)===
Einteilung in:
◾1. RWA – Anlagen gemäß Landesbauordnung (LBO)
◾2. RWA – Anlagen gemäß DIN 18 232 bzw. VdS
Punkt 1.1.
◾Schulen, Sporthallen,
◾Banken, Versicherungen,
◾Verwaltungsgebäude,
◾Veranstaltungsgebäude,
◾Einkaufszentren, Krankenhäuser,
◾mehrgeschossige Wohnbauten,
Punkt 1.1.1.
◾Neubauten (Neuanlagen)
◾Reparaturen, Umbauten, (Instandsetzung),
◾Wartungen
Punkt 1.1.2.
◾Pneumatische Anlagen für Umbauten
◾Neuanlagen
◾Reparaturen
Punkt 1.1.3.
◾Elektrische Anlagen für Umbauten
Punkt 1.1.4.
◾Hydraulische Anlagen für Umbauten
Punkt 1.2.
◾Eigenfabrikate
Punkt 1.2.1.
◾Fremdfabrikate (Umbauten, Wartungen)
Punkt 2.1.
◾Industrielle Hallenbauten (Möbelhäuser, Baumärkte)
Punkt 2.1.1.
◾Neubauten
Punkt 2.1.2.
◾Pneumatische Anlagen gemäß DIN
===Gesetzliche Grundlagen Technische Regeln===
Die Landesbauordnung
verlangt Rauchabzüge für Treppenräume in allen Gebäuden ab einer bestimmten Höhe. Im Regelfall sind Rauchabzüge bei solchen Gebäuden verlangt, in denen sich in einer oder mehreren Etagen in mehr als 7 m Höhe über dem Gelände, Personen aufhalten können und für Versammlungsstätten. Außerdem schreibt sie für Anlagen besonderer Art und / oder Nutzung für den Einzelfall gesonderte Maßnahmen vor, zu denen auch der Einbau von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen gehören kann.
DIN 18 232
behandelt den baulichen Brandschutz für die Anwendung und Bemessung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen im Industriebau, gibt Hinweise für den sachgerechten Einbau und legt Prüfverfahren für Abzugsgeräte fest. Sie stellt den anerkannten Stand der Technik dar.
VdS – Richtlinie Form 2098
beinhaltet weitergehende Empfehlungen für Planung und Einbau von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und enthält zusätzliche Anforderungen aus versicherungstechnischer Sicht. Sie fordert Rauch- und Wärmeabzugsanlagen für alle eingeschossigen gewerblichen Gebäude und für mehrgeschossige Gebäude, bei denen die Decke gleichzeitig die Dachkonstruktion darstellt. Die Einhaltung dieser Richtlinie ist Voraussetzung für die Berücksichtigung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen bei der Rabattierung der Feuerversicherungsprämie.
als sensible und sicherheitsrelevante Bauteile sind ausschließlich von anerkannten und erfahrenen Fachfirmen
◾zu planen
◾zu errichten und
◾zu warten.
===Auszüge aus der Landesbauordnung===
(Bau 0 NW)
====§ 2 Begriffe====
====Begriffe (§ 2)====
====§ 17====
(1) Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2, müssen unter Berücksichtigung insbesondere
◾der Brennbarkeit der Baustoffe,
◾der Feuerwiderstandsdauer der Bauteile ausgedrückt in Feuerwiderstandsklassen,
◾der Dichtheit der Verschlüsse von Öffnungen,
◾der Anordnung von Rettungswegen
=====17 Brandschutz (§17)=====
Die Baustoffe müssen nach DIN 4102 Teil 1 Abschnitt 7 entsprechend ihrem Brandverhalten gekennzeichnet sein.
Baustoffe, die beim Brand brennend abfallen oder brennend abtropfen, können zur Feuerweiterleitung beitragen oder die Rettung von Menschen und Tieren behindern. Bei brennbaren Baustoffen, die brennend abfallen oder brennend abtropfen, wird diese Eigenschaft durch einen entsprechenden Hinweis
◾bei normalentflammbaren Baustoffen (B 2) in den Prüfzeugnissen,
◾bei schwerentflammbaren Baustoffen (B 1) in den Prüfbescheiden
====§ 33====
===VV Bau 0 NW===
====Allgemeines====
Die Richtlinien gelten nicht für
◾ Gebäude, die durch eine automatische Feuerlöschanlage (Raumschutzanlage) mit gasförmigen Löschmittel oder Leichtschaum geschützt sind.
◾Aufgrund der Öffnungen für die RWA im Dach sind der Aufbau und die Aufrechterhaltung einer wirksamen Löschmittel – Konzentration nicht gesichert.
◾Das Vorhandensein einer Einrichtungsschutz- oder Objektschutzanlage mit gasförmigem Löschmittel schließt jedoch nicht generell die Anwendung dieser Richtlinie aus.
◾Gebäude mit hochgestapelten Lagergütern oder einer langen Brandentwicklungsdauer.
===Aufgabe der Rauch- und Wärmeabzugsanlage===
n einem geschlossenen Raum steigen Rauch und heiße Brandgase über der vom Brand erfassten Fläche durch die Thermik bis zum Dach bzw. bis zur Decke (im folgenden als Dach bezeichnet) auf, breiten sich dort aus und füllen den gesamten Raum.
Durch ausreichend dimensionierte und entsprechend angeordnete Abluft- und Zugluftöffnungen sowie durch eine Unterteilung des Dachraumes durch Rauch- und Wärmeschürzen in Dachabschnitte wird erreicht, dass die Schicht von Rauch und heißen Brandgasen ein bestimmtes Maß nicht überschreitet.
RWA ermöglichen oder erleichtern daher im Brandfall
◾die Sicherung der Fluchtwege,
◾den schnellen und gezielten Löschangriff der Feuerwehr,
◾den Schutz der Gebäudekonstruktion, der Einrichtung und des Inhalts,
◾die Reduzierung der Brandfolgeschäden durch thermische Zersetzungsprodukte.
Die abzuführende Brandgas – Luft – Menge ist abhängig von der
◾Brandgefahr und Lagerhöhe
◾erwarteten Brandentwicklungsdauer,
◾Deckenhöhe,
◾Höhe der angestrebten rauchfreien Schicht.
Aerodynamisch wirksame Öffnungsfläche (Aw): ist die geometrische Öffnungsfläche (Ag) multipliziert mit dem Durchflussbeiwert (Cv).
Sie ist sowohl für ein Gerät (Awg) als auch für die gesamte Anlage (Awa) definiert.
===Auslösung der RWA===
Auslöseeinrichtungen einschließlich der dazugehörigen Leitungssysteme müssen so konstruiert und montiert werden, dass sie im Brandfall ihre Funktion sicher erfüllen und die RWG innerhalb von 45 sek. nach Auslösung bis in die Endstellung öffnen.
Ansprechtemperatur von RWA – Meldern
Die Errichterfirma hat bei der Übergabe die Funktionsfähigkeit der RWA nachzuweisen und dem Bauherrn folgende Unterlagen zur Verfügung zu stellen.
◾Betriebs- und Bedienungsanleitung zusammen mit einer Darstellung der Funktionsteile der RWA, mit deren Systemsbezeichnung und bei VdS – anerkannten Anlagen der Anerkennungsnummer,
◾Prüf- und Wartungsanleitung zusammen mit einer Liste der Austauschteile für die Wartung,
◾Zeichnungen, aus denen Lage und Abmessungen der RWG sowie der Auslöse- und Handansteuereinrichtung ersichtlich sind
◾Installationstest
===Wartung===
In regelmäßigen Zeitabständen, nach Angaben des Herstellers, mindestens jedoch jährlich, müssen RWA sowie ihre Betätigungs- und Steuerelemente, Öffnungsaggregate, Energiezuleitungen und ihr Zubehör auf Funktionsfähigkeit und Betriebsbereitschaft von einer Fachkraft geprüft, gewartet und gegebenenfalls instand gesetzt werden. Die Prüfungen sind in einem Betriebsbuch zu vermerken.
Für Anlagen, auf die der Versicherer einen Rabatt auf die Versicherungsprämie gewährt, darf nach Klausel 3610 die Behebung der festgestellten Mängel nur durch eine vom VdS anerkannte Fachfirma durchgeführt werden. Prüfung und Wartung sind bei diesen Anlagen halbjährlich durchzuführen.
Version vom 15. April 2017, 18:49 Uhr
1.der Rettung von Menschenleben 2. dem Erhalt von Gebäuden und 3. schützen Sachwerte
2 Feuer und Rauch
3 Brandfolgeschäden
3.1 Rauchgase
3.2 Zersetzungsprodukte
3.3 Wärmeenergie
4 Rauchgas und Temperatur
5 Zeit = "Löschmittel"
6 Vorschriften und Richtlinien
6.1 Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)
6.2 Gesetzliche Grundlagen Technische Regeln
6.3 Auszüge aus der Landesbauordnung
6.3.1 § 2 Begriffe
6.3.2 Begriffe (§ 2)
6.3.3 § 17
6.3.3.1 17 Brandschutz (§17)
6.3.4 § 33
6.4 VV Bau 0 NW
6.5 Aufgabe der Rauch- und Wärmeabzugsanlage
6.6 Auslösung der RWA
6.7 Wartung
1. Sauberer Abbrand: Die zugeführte Frischluft bewirkt eine Reduzierung der Rauchgasmenge und der explosiven Schwelgase.
2. Thermik: Nachströmende (kalte!) Frischluft erhöht den thermischen Auftrieb und bewirkt ein schnelleres Abziehen der Rauchgase durch die Öffnungen im Dach.
3. Temperaturminderung: Die Frischluftzufuhr im unteren Bereich ermöglicht der Feuerwehr näher an das Feuer heranzukommen.
4. Freie Sicht: Durch die Frischluft bildet sich im unteren Hallenbereich eine rauchfreie Zone, die für klare Sicht auf Rettungs- und Fluchtwegen sorgt.
Auszüge aus der Landesbauordnung
n einem geschlossenen Raum steigen Rauch und heiße Brandgase über der vom Brand erfassten Fläche durch die Thermik bis zum Dach bzw. bis zur Decke (im folgenden als Dach bezeichnet) auf, breiten sich dort aus und füllen den gesamten Raum. Durch ausreichend dimensionierte und entsprechend angeordnete Abluft- und Zugluftöffnungen sowie durch eine Unterteilung des Dachraumes durch Rauch- und Wärmeschürzen in Dachabschnitte wird erreicht, dass die Schicht von Rauch und heißen Brandgasen ein bestimmtes Maß nicht überschreitet.
Die abzuführende Brandgas – Luft – Menge ist abhängig von der ◾Brandgefahr und Lagerhöhe ◾erwarteten Brandentwicklungsdauer, ◾Deckenhöhe, ◾Höhe der angestrebten rauchfreien Schicht.
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