Source: http://vg-welden.de/aktuell.html?post=vollzug-des-baugesetzbuches-bebauungsplan-nr-36-bhaldenloh-iiil-entwurf-offentliche-auslegung-gemass-s-3-abs-2-baugb
Timestamp: 2019-04-21 09:08:50
Document Index: 230912149

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 35', '§ 3', '§ 30', 'Art. 23', '§ 44', '§ 44']

﻿ Vollzug des Baugesetzbuches; Bebauungsplan Nr. 36 „Haldenloh III“ - Entwurf Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB - Aktuelle Nachrichten · VGem Welden
Der Marktgemeinderat Welden hat am 17.04.2018 beschlossen, für den Bereich der Grundstücke Flur-Nrn. 1809 und 1812 sowie Teilflächen der Grundstücke Flur-Nrn. 1805 und 1810, jeweils Gemarkung Welden, am nordöstlichen Ortsrand von Welden, den Bebauungsplan Nr. 36 „Haldenloh III“ aufzustellen. Mit der Ausarbeitung des Bebauungsplanes wurde die Arnold Consult AG in Kissing beauftragt.
Nachdem die für eine gewerbliche Bebauung planungsrechtlich bereits gesicherten Grundstücksflächen im Gewerbegebiet Haldenloh zwischenzeitlich weitestgehend bebaut bzw. veräußert sind, sieht die Marktgemeinde Welden vor, weitere gewerbliche Bauflächen zur Deckung der diesbezüglich vorliegenden Anfragen auszuweisen. Für eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes Haldenloh sollen im Zuge der Planung unter Berücksichtigung der vorhandenen gewerblich genutzten Grundstücke und Erschließungswege neue gewerbliche Bauflächen ausgewiesen werden.
Nachdem das Plangebiet im Nordosten von Welden im Außenbereich gemäß § 35 BauGB liegt, ist zur planungsrechtlichen Sicherung der geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes neben der Änderung des Flächennutzungsplanes die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Die in der 11. Änderung des Flächennutzungsplanes vorgesehenen Erweiterungsflächen sollen in das Plangebiet des Gewerbegebietes „Haldenloh III“ mit einbezogen werden. Auf Grundlage eines Planungsund Erschließungskonzeptes wurden unter Berücksichtigung der natur- und artenschutzrechtlichen Belange die zeichnerischen Festsetzungen des vorliegenden Bebauungsplanes Nr. 36 ausgearbeitet.
Der vom Marktgemeinderat Welden am 25.09.2018 gebilligte Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 36 „Haldenloh III“, bestehend aus der Planzeichnung, dem Textteil und der Begründung mit Umweltbericht, jeweils in der Fassung vom 25.09.2018, liegt in der Verwaltungsgemeinschaft Welden, Marktplatz 1, 86465 Welden in der Zeit
vom 17. Dezember 2018 bis einschließlich 25. Januar 2019
im Rahmen der öffentlichen Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB zu jedermanns Einsichtnahme öffentlich aus. Die Planunterlagen können ebenfalls online unter http://www.vg-welden.de/ im Internet eingesehen werden. In diesem Zeitraum besteht während der bekannten Dienstzeiten die Möglichkeit sich über die allgemeinen Zwecke und Ziele sowie die wesentlichen Auswirkungen des Bebauungsplanes Nr. 36 „Haldenloh III“ zu unterrichten und Anregungen sowie Hinweise zum Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 36 „Haldenloh III“ schriftlich oder zur Niederschrift vorzubringen.
Zu dem Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 36 „Haldenloh III“ liegen bereits folgende wesentliche Umweltinformationen und umweltbezogene Stellungnahmen und Gutachten vor, die im Zusammenhang mit der öffentlichen Auslegung des Entwurfes des Bebauungsplanes Nr. 36 in der Verwaltungsgemeinschaft Welden eingesehen werden können:
Umweltbericht der Arnold Consult AG, Kissing, als Bestandteil der Begründung des Bebauungsplanes Nr. 36 „Haldenloh III“ vom 25.09.2018. Im Umweltbericht werden Informationen zu folgenden
Schutzgütern gegeben:
Umweltbericht: Beschreibung der baubedingten, betriebsbedingten und kumulativen Auswirkungen des Vorhabens; keine Wechselwirkungen zwischen einzelnen Schutzgütern, die im Zusammenspiel erhöhte Umweltbetroffenheit befürchten lassen; Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung;
Bestimmung interner und externer Ausgleichsmaßnahmen.
Umweltbericht: Vorbelastung durch Emissionen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung der umliegenden landwirtschaftlichen Nutzflächen (Lärm, Staub, Geruch), die jedoch über das im ländlichen Raum übliche Maß nicht hinausgehen; Vorbelastung durch Emissionen aus dem bestehenden Gewerbegebiet; bisher keine Wohn- und Erholungsnutzung vorhanden; Schadstoffauswirkungen aus dem Betrieb der geplanten gewerblichen Einrichtungen sowie durch den damit verbundenen Kraftfahrzeugverkehr möglich (Lärm, Staub); keine gesonderten Schallschutzmaßnahmen erforderlich; visuelle Reize zu erwarten (Beleuchtung, Werbeanlagen).
Landratsamt Augsburg, Untere Immissionsschutzbehörde, Schreiben vom 04.06.2018, mit der Empfehlung die ausnahmsweise zulässigen Wohnungen für Aufsichtspersonen etc. zu streichen, keine Bedenken gegenüber der Ausweisung eines Gewerbegebiets am vorgesehenen Standort.
Umweltbericht: Nahrungs- und Teilhabitat für Insekten, Vögel und Kleinsäuger; Artenvorkommen, die verschiedene Umweltfaktoren ertragen können; Lebensraumqualität aufgrund der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung nachhaltig gestört; Pflanzen konnten sich nur eingeschränkt entwickeln (landwirtschaftliche Nutzung); Betroffenheit von artenschutzrechtlich relevanten Arten kann ausgeschlossen werden; Festlegung von Vermeidungs- oder CEF-Maßnahmen nicht erforderlich (Artenschutzrechtliche Relevanzprüfung Büro Dr. Schuler vom 16.08.2018); Vorkommen des Laubfrosches und der Kleinen Bartfledermaus wurden bei der Ausarbeitung der Ausgleichsmaßnahmen berücksichtigt (Laichgewässer für Gelbbauchunke und Laubfrosch, Gehölzpflanzungen für Fledermaus); die gemäß § 30 BNatSchG i.V.m. Art. 23 BayNatSchG gesetzlich geschützten, amtlich kartierten Biotope Nr. 7530-0092-006 und Nr. 7530-0092-007 (Gehölzstrukturen) bleiben erhalten.
Artenschutzrechtliche Relevanzprüfung, Büro für Landschaftsplanung Dr. Andreas Schuler, Bericht vom 16.08.2018, zur Beurteilung einer artenschutzrechtlichen Prüfung bezüglich der Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG (Fazit: Betroffenheit von artenschutzrechtlich relevanten Arten kann ausgeschlossen werden, Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG nicht erfüllt; weitere Prüfung oder Vermeidungs- und CEF-Maßnahmen sind nicht erforderlich).
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg, Schreiben vom 05.06.2018, zum Abstand der Bebauung zu angrenzenden Waldflächen.
Bayerischer Bauernverband, Schreiben vom 06.06.2018, mit Anmerkungen zur Grünordnung, zur Zufahrtssituation der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen sowie zur Beschattung und Entwässerung.
BUND Naturschutz in Bayern e.V., Ortsgruppe Welden und Kreisgruppe Augsburg, Schreiben vom 08.06.2018 bzw. 25.06.2018, mit der Forderung einer artenschutzrechtlichen Prüfung innerhalb des überplanten Areals und Hinweisen zu Vorkommen bestimmter Arten in der Umgebung (Laubfrosch, Fledermaus).
Landratsamt Augsburg, Untere Naturschutzbehörde, Schreiben vom 07.06.2018, mit Anmerkungen zu den Ausgleichsflächen sowie zur Ein- und Durchgrünung.
Umweltbericht: überwiegend intensiv landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen; keine besonders schützenswerten oder seltenen natürlichen Ressourcen vorhanden; quantitativer Flächenverlust von landwirtschaftlichen Nutzflächen durch Überbauung; qualitative Aufwertung der Flächen im Randbereich des neuen Baugebietes.
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg, Schreiben vom 05.06.2018, mit einem Verweis auf das Ziel zur Minimierung des Flächenverbrauches.
Amt für ländliche Entwicklung Schwaben, Schreiben vom 29.05.2018, zum sparsamen Umgang der Ausweisung von Bauland in bisher unbebauter landwirtschaftlicher Lage.
Umweltbericht: Bodenaufbau und -nutzung (Geologie); keine Altlasten oder Altlastenverdachtsflächen bekannt; Erhöhung des Versiegelungsgrades aufgrund der geplanten Nutzung.
Umweltbericht: Keine Oberflächengewässer vorhanden; Versickerungsfähigkeit nur bedingt gegeben; mögliches Hang- und Schichtenwasser aufgrund der topographischen Situation; Verringerung der Grundwasserneubildungsrate durch Erhöhung der Versiegelung.
Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, Schreiben vom 23.05.2018, mit Hinweisen zur Wasserversorgung, zum Grundwasserschutz, zur Niederschlagswasserbeseitigung (DWA-M 153) sowie zu Oberflächenwasser und wild abfließendem Wasser (Hang- und Schichtenwasser).
Umweltbericht: Beschreibung der klimatischen Verhältnisse (durchschnittliche Temperatur, Niederschlagsmenge); landwirtschaftliche Flächen, die zur Kaltluftproduktion beitragen, gehen verloren;
Funktion für das Schutzgut nur von geringer Bedeutung (Bebauung in der Umgebung), ausgleichende Wirkung durch geplante Grünstrukturen.
- Schutzgut Landschaft, Landschaftsbild:
Umweltbericht: Vorprägung durch bewegtes Relief mit landwirtschaftlicher Nutzung (Acker) und gewerblich genutzte Flächen in der Umgebung; LSG „Augsburg – Westliche Wälder“ in der südlichen und östlichen Umgebung (keine Beeinträchtigung); durch Ein- und Durchgrünungsmaßnahmen und gestalterische Festsetzungen kann eine verträgliche Einbindung der geplanten gewerblichen Nutzflächen in den bereits vorbelasteten Landschaftsbereich sichergestellt werden; verträglicher Übergang zu den Wald- und landwirtschaftlichen Flächen durch Ausgleichsmaßnahmen in den Randbereichen des Plangebietes.
Umweltbericht: keine bekannten Kultur- oder sonstige Sachgüter von der Planung betroffen; Bodendenkmal ca. 600 m südwestlich des Plangebietes („Burgstall des Mittelalters sowie mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich der Kath. Votivkirche St. Thekla, darunter abgegangenes Jagdschloss der frühen Neuzeit“).
Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan Nr. 36 „Haldenloh III“ unberücksichtigt bleiben können.
Umgriff Bebauungsplan Nr. 36
„Haldenloh III“
Welden, 05.12.2018
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