Source: https://www.diebewertung.de/peters-group-aus-dortmund-miese-bilanz-wir-sagen-schon-lange-finger-weg/
Timestamp: 2020-04-08 09:35:54
Document Index: 240609850

Matched Legal Cases: ['§ 290', '§ 296', '§ 312', '§ 296', '§ 300', '§ 298', '§ 252', '§ 298', '§ 253', '§ 301', '§ 313', '§ 171', '§ 172', '§ 286', '§ 314', '§ 264', '§ 296', '§ 311', '§ 296']

JS Holding GmbH & Co. KG - früher Dr. Peters Group aus Dortmund: Miese Bilanz - wir sagen schon lange, Finger weg! - Diebewertung
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Ja, so kann man das mit einfachen Worten auch sagen. Da wird uns jeder zustimmen, der sich die letzte Bilanz genauer anschaut, insbesondere das ausgewiesene Jahresergebnis. Hier sprechen wir von einem höheren negativen siebenstelligen Betrag.
An die JS Holding GmbH & Co. KG, Dortmund
Wir haben den Konzernabschluss der JS Holding GmbH & Co. KG, Dortmund, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der JS Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise, Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Claus Brandt, Wirtschaftsprüfer
ppa Frank Uwe Anders, Wirtschaftsprüfer
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 179.369,30 124.265,40
179.369,30 124.265,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.108.428,12 8.088.121,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.539.403,00 29.095.978,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 561.803,79 369.975,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 142.131,74
35.209.634,91 37.696.205,89
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.249.111,68 937.364,61
2. Beteiligungen 2.282.510,84 2.136.849,02
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11,00 11,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 40.000,00 40.000,00
5. Sonstige Ausleihungen 1,00 4.358.534,04
4,571.634,52 7.472.758,67
39.960.638,73 45.293.229,96
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 751.239,05 594.947,03
2. Waren 47.782,68 74.874,14
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 8.760,16 0,00
807.781,89 669.821,17
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.710.024,73 2.866.592,90
2. Forderungen gegen Gesellschafter 868.420,35 768.473,25
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 149.999,14 1.770.940,94
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.858.753,59 29.494.964,04
5. Sonstige Vermögensgegenstände 10.380.671,25 7.380.895,29
19.967.869,06 42.281.866,42
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 34.803.233,32 17.530.232,20
55.578.884,27 60.481.919,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 797.508,41 771.929,89
D. Aktive latente Steuern 599.914,22 398.740,00
96.936.945,63 106.945.819, 64
A. Konzerneigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 26.880.952,90 30.310.348,78
II. Gewinnrücklagen 16.985.672,54 20.946.934,44
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 11.202,82 -16.872,50
IV. Nicht beherrschende Anteile 232.233,19 326.563,32
44.110.061,45 51.566.974,04
1. Steuerrückstellungen 637.868,77 880.881,48
2. Sonstige Rückstellungen 3.198.208,02 2.675.436,01
3.836.076,79 3.556.317,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.625.754,13 41.574.858,59
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.309,57
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.662.790,23 2.739.900,61
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.542.710,93 1.339.520,21
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 858.134,11 879.808,98
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.858.370,21 4.915.546,36
(davon aus Steuern € 768.305,47; Vorjahr € 202.874,63)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 29.335,90; Vorjahr € 27.145,06)
48.547.759,61 51.450.944,32
D. Rechnungsabgrenzungsposten 443.047,78 371.583,79
96.936.945,63 106.945.819,64
Konzern-Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
1. Umsatzerlöse 74.897.575,11 53.717.900,40
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.572.450,27 4.905.751,34
davon aus Währungsumrechnung € 3.679.130,02 (Vorjahr € 2.655.158,26)
3. Erträge aus Anteilsverkauf 3.088.718,82 0,00
83.558.744,20 58.623.651,74
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.640.468,36 983.003,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 32.834.494,24 25.435.146,39
a) Löhne und Gehälter 25.837.358,93 13.623.810,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.792.915,36 1.313.443,62
davon für Altersversorgung € 8.592,00 (Vorjahr € 6.822,43)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.980.644,12 2.961.684,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.215.148,06 13.387.303,91
davon aus Währungsumrechnung € 2.750.767,86 (Vorjahr € 5.446.186,96)
85.301.029,07 57.704.391,81
8. Erträge aus Beteiligungen 516.661,54 1.019.765,10
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 871.755,54 1.070.194,40
davon aus verbundenen Unternehmen € 29.289,13 (Vorjahr € 46.742,22)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 4.449.023,96 184.250,59
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.128.699,14 1.412.989,29
davon an verbundene Unternehmen € 128.263,25 (Vorjahr € 22.404,99)
12. Ergebnis vor Steuern -6.931.590,89 1.411.979,55
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 784.356,64 590.730,71
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € 201.174,22
(Vorjahr € 736.804,80)
14. Ergebnis nach Steuern -7.715.947,53 821.248,84
15. Sonstige Steuern 89.424,80 277.638,59
16. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -7.805.372,33 543.610,25
17. Belastung der/Gutschrift auf den Kapitalkonten der Kommandisten 0,00 -10.929.395,88
18. Belastung der/Gutschrift auf den Rücklagenkonten 8.044.667,28 10.703.361,79
19. Einstellung in den Posten „Nicht beherrschende Anteile“ -239.294,95 -317.576,16
20. Ergebnis nach Verwendungsrechnung/Bilanzgewinn 0,00 0,00
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
T€ 2017
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) -7.805 543
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des immateriellem Anlagevermögens 58 96
3. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens 2.923 2.861
4. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Finanzanlagevermögens 4.420 184
5. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 280 -2.088
6. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -1.999 1.862
7. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.089 -2.110
8. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.516 1.793
9. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -190 88
10. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.257 343
11. – Sonstige Beteiligungserträge -442 -1.020
12. + Einzahlungen aus Anteilsverkauf 26.863 0
13. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 784 591
14. -/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen -1.349 -1.806
I. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 23.227 1.337
15. – Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -113 -51
16. – Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -437 -328
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögen 1.223 2.438
18, – Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögens -1.265 -1.795
19. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Umlaufvermögens 0 1.432
20. – Auszahlungen für Investitionen in das Umlaufvermögen 0 -5.038
21. + Erhaltene Zinsen 826 198
22. + Erhaltene Dividenden 442 1.020
II. Cashflow aus Investitionstätigkeit 676 -2.124
23. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 10.276
24. – Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -7.125 -9.350
25. – Gezahlte Zinsen -1.501 -1.330
26. + Einzahlungen aus der Eigenkapitalzuführung von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 1.500 707
27. – Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter -64 0
28. + Einzahlungen von anderen Gesellschaftern 0 9
29. – Auszahlungen an andere Gesellschafter -240 -573
III. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -7.430 -261
30. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme I. – III.) 16.473 -1.048
31. +/- Konsolidierungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 788 -22
32. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 17.436 18.506
IV. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 34.697 17.436
V. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 34.803 17.530
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Zinsabgrenzungen -106 -94
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 34.697 17.436
Konzern-Eigenkapitalspiegel 2018
EUR Gewinnrücklagen EUR Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Stand am 31. Dezember 2016 18.828.395,19 31.030.047,60 28.15,37 49.887.158,16
Einlagen/Entnahmen 461.514,96 0,00 0,00 461.514,96
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 6.000.000,00 -6,000.000,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -45.587,87 -45.587,87
Übrige Änderungen 91,042,75 620.248,63 0,00 711,291,38
Konzernjahresüberschuss 4.929.395,88 -4.703.361,79 0,00 226.034,09
Konzerngesamtergebnis 11.481.953,59 8.500,00 -45.587,87 -255.821,81
Stand am 31. Dezember 2017 30.310.348,78 20.946.934,44 -16.872,60 51.240.410,72
Korrektur Vorjahre 0,00 -444.401,00 0,00 -444.401,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 58.011,29 0,00 58.011,29
Einlagen/Entnahmen 1.500.000,00 0,00 0,00 1.500,000,00
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen -3.423.852,01 3.423.852,01 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 28.075,32 28.075,32
Übrige Änderungen 0,00 -459.600,79 0,00 -459.600,79
Konzernjahresfehlbetrag -1.505.543,87 -6.539.123,41 0,00 -8.044.667,28
Konzerngesamtergebnis -3.429.395,88 -3.961.261,90 28.075,32 -7.362.582,46
Stand am 31. Dezember 2018 26.880.952,90 16.985.672,54 11.202,82 43.877.828,28
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Jahresergebnis
Stand am 31. Dezember 2016 62.128,01 28.715,37 528.629,62 619.473,00
Einlagen/Entnahmen 8.500,00 0,00 0,00 8.500,00
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 -573.397,97 -573.397,97
Währungsumrechnung 0,00 -45.587,87 0,00 -45.587,87
Übrige Änderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 317.576,16 317.576,16
Konzerngesamtergebnis 8.500,00 -45.587,87 -255.821,81 -292.909,68
Stand am 31. Dezember 2017 70.628,01 -16.872,50 272,807,81 326.563,32
Korrektur Vorjahre 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises -58.011,29 0,00 0,00 -58.011,29
Einlagen/Entnahmen 0,00 0,00 -240.269,79 -240.269,79
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 -63.419,32 -63.419,32
Währungsumrechnung 0,00 28.075,32 0,00 28.075,32
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 239.294,95 239.294,95
Konzerngesamtergebnis -58.011,29 28.075,32 -64.394,16 -94.330,13
Stand am 31. Dezember 2018 12.616,72 11.202,82 208.413,65 232.233,19
Stand am 31. Dezember 2016 60.506.631,16
Einlagen/Entnahmen 470,014,96
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen -573.397,97
Währungsumrechnung -91.175,74
Übrige Änderungen 711.291,38
Konzernjahresüberschuss 543.610,25
Konzerngesamtergebnis 1.060.342,88
Stand am 31. Dezember 2017 61.566.974,04
Korrektur Vorjahre -444.401,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00
Einlagen/Entnahmen 1.259.730,21
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen -63.419,32
Währungsumrechnung 56.150,64
Übrige Änderungen -459.600,79
Konzernjahresfehlbetrag -7.805.372,33
Konzerngesamtergebnis -7.456.912,59
Stand am 31. Dezember 2018 44.110.061,45
Konzernanhang für 2018
Die JS Holding GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Dortmund und ist unter der Nummer HRA 14610 im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund eingetragen.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde für den kleinsten und größten Kreis einzubeziehender Unternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die JS Holding GmbH & Co. KG hat erstmals zum 31. Dezember 2000 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufgestellt. Als Stichtag für die Erstkonsolidierung (Kapitalkonsolidierung) wurde der 1. Januar 2000 bzw. der spätere Tag der Anschaffung oder Gründung gewählt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konsolidierungskreis beinhaltet neben dem Mutterunternehmen, der JS Holding GmbH & Co. KG, 67 inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen. Alle Tochterunternehmen wurden vollkonsolidiert.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt 57 Gesellschaften entkonsolidiert, bei denen es sich hauptsächlich um Fonds-Komplementärgesellschaften handelt, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind und daher ab dem Geschäftsjahr 2018 unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB nicht mehr in den Konsolidierungskreis einbezogen werden.
Sieben Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2018 erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Auf die Einbeziehung einer assoziierten ausländischen Unternehmung unter Anwendung der Equity-Methode wurde aufgrund ihrer geringen Bedeutung verzichtet. Die Beteiligung wurde zu Anschaffungskosten bilanziert, ein materieller Unterschiedsbetrag nach § 312 Abs. 1 Satz. 2 HGB besteht nicht.
Ebenfalls nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden die Flughafenhotel Düsseldorf Komplementär GmbH und die Flughafenhotel Düsseldorf Management GmbH, deren Anteile als Projektentwicklung im Umlaufvermögen ausgewiesen werden.
Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang wurden gemäß § 296 Absatz 2 HGB wie in den Vorjahren nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der JS Holding GmbH & Co. KG einbezogenen Unternehmen werden unverändert zum Vorjahr nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, längstens jedoch vier Jahre, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 15 Jahre abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und unterliegt planmäßigen Abschreibungen (außer Grund und Boden). Die Abschreibungen erfolgen über die jeweilige Nutzungsdauer pro rata temporis. Das selbstgenutzte Geschäftsgebäude wird über 50 Jahre abgeschrieben. Für das konzerneigene Seeschiff wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren unterstellt. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in zwei bis fünf Jahren, längstens in 15 Jahren abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennbetrag angesetzt.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden im Inland mit einem einheitlichen und im Ausland mit dem landesüblichen Zinsfuß auf den Barwert abgezinst.
Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken bilanziert.
Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in ausländischer Währung werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 32,8 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, werden ebenfalls berücksichtigt, aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung“ ausgewiesen.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurde für Erwerbsvorgänge vor dem 01. Januar 2010 die vor dem BilMoG gültige Buchwertmethode beibehalten. Bei Erwerbsvorgängen ab dem 01. Januar 2010 wurde die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Erstkonsolidierungen erfolgen auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss.
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).
Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten zum 31. Dezember 2018 einen vollständig abgeschriebenen Firmenwert.
Unter den Grundstücken und Bauten werden das konzerneigene Grundstück und das selbstgenutzte Gebäude ausgewiesen. Nach den erfolgten Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2017 wird für beide Gebäudeteile (Alt- und Neubau) einheitlich eine Nutzungsdauer von 50 Jahren unterstellt.
Die Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen betreffen ein Seeschiff, das sich im Eigentum einer Konzerngesellschaft befindet (DS Charme). Da eine langfristige Nutzung beabsichtigt ist, wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren unterstellt.
Die sonstigen Ausleihungen beinhalten ein Darlehen an die Blue Ocean & Blue Wave GmbH & Co. KG, das im Berichtsjahr vollständig wertberichtigt wurde (TEUR 0, Vorjahr TEUR 4.333).
Der Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB setzt sich zum 31. Dezember 2018 zusammen wie in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 4.003 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr TEUR 1.120). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten wie im Vorjahr die Anteile an der Flughafenhotel Düsseldorf Komplementär GmbH und der Flughafenhotel Düsseldorf Management GmbH (insgesamt TEUR 5.038), die als Projektentwicklung im Umlaufvermögen gezeigt werden.
Die Kapitalanteile der Kommanditisten entsprechen dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Darüber hinaus umfasst das Eigenkapital des Mutterunternehmens die variablen Kapitalkonten (Kapitalkonto II) der Gesellschafter in Höhe von insgesamt TEUR 26.779 (Vorjahr TEUR 25.279). Auf dem Kapitalkonto II werden die Verlustanteile der Gesellschafter gebucht. Gewinnanteile werden dem Kapitalkonto II gutgeschrieben, solange dieses Konto durch Verlustanteile einen negativen Saldo ausweist. Die Gesellschafter können beschließen, dass ein Guthaben auf dem Kapitalkonto II ganz oder teilweise aufgelöst und auf die Privatkonten der Kommanditisten im Verhältnis ihrer Kapitalanteile umgebucht wird. Auf den Privatkonten sind derzeit keine entnahmefähigen Gewinnanteile mit entsprechendem Gesellschafterbeschluss verbucht.
Das Jahresergebnis des Mutterunternehmens wurde gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen dem Kapitalkonto II belastet. Eine abweichende Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung liegt nicht vor.
Die Konzern-Gewinnrücklagen beinhalten die Bilanzergebnisse der einbezogenen Gesellschaften. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.
Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 341 das abgelaufene Geschäftsjahr und mit TEUR 297 Vorjahre.
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für noch ausstehende Rechnungen (TEUR 263), Prozesskosten (TEUR 818), Personalkosten (TEUR 1.257) und Jahresabschlusskosten (TEUR 325) gebildet.
Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre 31.12.2018 31.12.2017
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.717 3.000 25.909 36.626 41.575
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0 1
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.344 0 319 4.663 2.740
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.073 0 2.470 4.543 1.340
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 298 262 298 858 880
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.858 0 0 1.858 4.915
– davon aus Steuern 768 0 0 768 203
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 29 0 0 29 27
16.290 3.262 28.996 48.548 51.451
Im Vorjahr hatten von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 5.000 eine Restlaufzeit von über einem Jahr und TEUR 28.930 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, hatten TEUR 307 eine Restlaufzeit von über einem Jahr und TEUR 261 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten waren im Vorjahr kurzfristig.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 25.094 vollständig durch eine Schiffshypothek besichert. Weitere Darlehen in Höhe von TEUR 7.625 sind durch Grundschulden über TEUR 7.000 besichert.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden wie im Vorjahr nicht.
Es werden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 600 ausgewiesen, die auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und deren steuerrechtlichen Wertansätzen beruhen. Im Wesentlichen betreffen diese Differenzen die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Währungsumrechnung. Auf steuerliche Verlustvorträge wurden keine latenten Steuern angesetzt.
Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurden Körperschaftsteuer (15 %), Solidaritätszuschlag (5,5 % auf Körperschaftsteuer) und Gewerbesteuer (16,975 %) berücksichtigt.
Die aktiven latenten Steuern haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 399) um TEUR 201 erhöht.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 74.898 (Vorjahr TEUR 53.718) erzielt. Davon resultierten insgesamt TEUR 54.071 (Vorjahr TEUR 37.177) aus den Asset-Management-Aktivitäten des Konzerns, wozu die Erlöse aus der Bereederung von Schiffen mit TEUR 48.269 (Vorjahr TEUR 33.909) wesentlich beitrugen. Die Umsatzerlöse aus der kaufmännischen Geschäftsbesorgung für Fondsgesellschaften beliefen sich auf insgesamt TEUR 11.286 (Vorjahr TEUR 8.851); davon entfielen auf die Abwicklung von Assetverkäufen TEUR 4.708 (Vorjahr TEUR 1.383).
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 5.572 beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 3.679). Daneben fielen als periodenfremde Ertragsposten Prozesskostenerstattungen (TEUR 230), Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 216) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 203) an. Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen beliefen sich auf TEUR 259.
Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr durch die Veräußerung der Anteile an der 66. Schiffahrt KG Erlöse in Höhe von TEUR 3.089 erzielt, die in der Gewinn- und Verlustrechnung in einem gesonderten Posten ausgewiesen werden.
Materialaufwand/Personalaufwand
Der Materialaufwand resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Leistungen im Zusammenhang mit der Bereederung von Schiffen in Höhe von TEUR 26.830 (Vorjahr TEUR 20.266) und Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Rahmen des Schiffsbetriebs von TEUR 9.640 (Vorjahr TEUR 983).
Der Personalaufwand beinhaltet im Wesentlichen Gehälter für Seeleute in Höhe von TEUR 13.749 (Vorjahr TEUR 5.367). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der DS Tankers GmbH & Co. KG.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 12.215 betreffen im Wesentlichen Kursaufwendungen (TEUR 2.751), Beratungskosten (TEUR 3.068), allgemeine Verwaltungsaufwendungen (TEUR 1.188) und Werbekosten (TEUR 848). Periodenfremd waren Aufwendungen für die Zuführung zu Einzelwertberichtigungen und Forderungsverluste in Höhe von insgesamt TEUR 830.
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 275 und Erstattungen in Höhe von TEUR 258 periodenfremd.
Der Ertragsteueraufwand des Konzerns wird in der nachfolgend dargestellten Steuerüberleitungsrechnung erläutert.
Ergebnis vor Ertragsteuern (Handelsbilanz) -7.260 1.134
Erwarteter Ertragsteueraufwand (Konzern-)Steuersatz 32,8% -2.381 372
steuerfreie Erträge -703 0
steuerliche nicht abzugsfähige Aufwendungen 406 265
temporäre Differenzen und Verluste, für die keine latenten Steuern erfasst wurden 3.737 540
Abweichungen latente Steuern Vorjahr -90 -774
Periodenfremde tatsächliche Steuern 13 -93
Effekte wegen abweichenden tatsächlichen Steuersatzes 114 315
Sonstige Steuereffekte -312 34
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand/-ertrag (-) 784 591
Aus Bürgschaften 8.640 25.199
Aus Garantien 5.500 0
Aus dem Wiederaufleben der Haftung gemäß § 171 Abs. 1 i. V. m. § 172 Abs. 4 HGB 4.100 3.493
Von den Bürgschaften beziehen sich TEUR 8.400 auf einen Immobilienfonds in der Platzierungsphase, die inzwischen erfolgreich abgeschlossen wurde.
Weitere Bürgschaften betreffen eine Projektentwicklungsgesellschaft (TEUR 240), die nach aktuellem Planungsstand die verbürgten Zahlungen leisten kann, so dass die Gesellschaft hier nicht mit einer Inanspruchnahme rechnet.
Die Garantie über TEUR 5.500 betrifft die 66. Schiffahrt KG, eine Reedereigesellschaft mit zwei langfristig vercharterten Tankschiffen. Die Anteile an dieser Gesellschaft wurden im Berichtsjahr von den bisher beteiligten Gesellschaften der Dr. Peters Group an einen chinesischen Investor veräußert. Im Zuge dieser Transaktion hat die Dr. Peters Group eine Offhire-Garantie mit einer Laufzeit bis 2027 und einem Höchstbetrag von TUSD 6.300 übernommen. Da der Betrieb der beiden Tankschiffe bisher störungsfrei verlief, wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.
Das Wiederaufleben der Haftung betrifft Auszahlungen diverser Fondsgesellschaften. Mit einer Rückzahlung rechnen wir nicht.
Die jährlichen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Miete Büro 224
Miete Büroausstattung 68
Wartung Software 78
KFZ-Leasing 173
Sämtliche Miet- und Leasingverträge bestehen gegenüber Drittunternehmen und enden zwischen 2019 und 2021.
Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand sowie den Guthaben gegenüber Kreditinstituten abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Zinsabgrenzung.
Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, JS Holding Verwaltungs-GmbH, Dortmund. Diese wurde im Geschäftsjahr 2018 vertreten durch:
Herrn Anselm Gehling, Lüdinghausen (bis 31. Dezember 2018)
Frau Kristina Salamon, Düsseldorf (seit 6. Dezember 2018)
Herrn Dr. Albert Tillmann, Essen
Herrn Markus Koch, Elz
Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB i. V. m § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB Gebrauch gemacht.
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 378 (Vorjahr 363) Arbeitnehmer, inkl. geringfügiger Beschäftigung und Arbeitnehmern in Teilzeit, beschäftigt.
Von den 378 Mitarbeitern waren 216 Seeleute (Vorjahr 232).
Honorare des Konzernabschlussprüfers
Der Konzernabschlussprüfer hat im Geschäftsjahr 2018 für Abschlussprüfungsleistungen ein Honorar von insgesamt TEUR 172 berechnet; weitere Leistungen wurden nicht abgerechnet.
Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften gem. §§ 264 und 264 b HGB
Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften haben von den Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Aufstellung und Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse Gebrauch gemacht:
JS Holding GmbH & Co. KG, Dortmund (Mutterunternehmen)
Dr. Peters GmbH & Co. KG, Dortmund
Dr. Peters Asset Invest GmbH & Co. KG, Dortmund
DS Aviation GmbH & Co. KG, Dortmund
DS Immobilien GmbH & Co. KG, Dortmund
DS-Rendite-Fonds GmbH & Co. siebenundvierzigste Schiffahrt KG, Dortmund
Quadrant Bereederungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg
DS Multibulk Invest GmbH & Co. KG, Hamburg
DS Multibulk Invest One GmbH & Co. KG, Hamburg
Persönlich haftende Gesellschafterin ist die JS Holding Verwaltungs-GmbH, Dortmund, mit einem Stammkapital in Höhe von EUR 50.000,00. Sie leistet keine Einlage und ist am Vermögen der Gesellschaft nicht beteiligt.
Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Konditionen wurden nicht abgeschlossen.
Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine wesentlichen Entwicklungen und Ereignisse, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirkten.
Dortmund, 10. Mai 2019
Kristina Salamon, Geschäftsführerin
Dr. Albert Tillmann, Geschäftsführer
Markus Koch, Geschäftsführer
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2018
01.01.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen Veränderung des Konsolidierungskreises 31.12.2018
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.368.625,84 107.947,76 0,00 0,00 9.873,32 1.486.440,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.708.479,21 0,00 17.919,83 0,00 0,00 2.690.559,38
4.077.105,05 107.947,76 17.919,83 0,00 9.873,32 4.177.006,30
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.795,819,48 57.790,19 0,00 136.793,22 0,00 10.990.402,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.112.829,87 0,00 0,00 0,00 0,00 54.112.829,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.984.476,47 366.203,56 0,00 0,00 8.002,96 2.358.682,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 142.131,74 0,00 5.338,52 -136.793,22 0,00 0,00
67.035.257,56 423.993,75 5.338,52 0,00 8.002,96 67.461.915,75
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.572.050,45 85.000,00 175.000,00 0,00 1.411.747,07 2.893.797,52
2. Beteiligungen 6.018.290,00 *) 1.179.816,01 991.230,92 0,00 -125.000,00 6.081.875,09
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.007.812,15 0,00 0,00 0,00 0,00 2.007,812,15
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 82.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 82.500,00
5. Sonstige Ausleihungen 6.245.709,74 0,00 25.667,76 0,00 0,00 6.220.041,98
15.926.362,34 1.264.816,01 1.191.898,68 0,00 1.286.747,07 17.286.026,74
87.038.724,95 1.796.757,52 1.215.157,03 0,00 1.304.623,35 88.924.948,79
01.01.2018 Zugänge Abgänge Veränderung des Konsolidierungskreises Zuschreibungen 31.12.2018
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.244.360,44 57.704,76 0,00 5.012,42 0,00 1.307.077,62
3.952.839,65 57.704,76 17.919,83 5.012,42 0,00 3.997.637,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.707.698,36 174.276,41 0,00 0,00 0,00 2.881.974,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.016.851,87 2.556.575,00 0,00 0,00 0,00 27.573.426,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.614.501,44 192.088,95 0,00 -9.711,19 0,00 1.796.879,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
29.339.051,67 2.922.940,36 0,00 -9.711,19 0,00 32.252.280,84
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 634.685,84 10.000,00 0,00 0,00 0,00 644.685,84
2. Beteiligungen 3.881.440,98 *) 106.158,68 159.377,09 0,00 28.858,32 3.799.364,25
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.007.801,15 0,00 0,00 0,00 0,00 2.007.801,15
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 42.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 42,500,00
5. Sonstige Ausleihungen 1.887.175,70 4.332.885,28 0,00 0,00 0,00 6.220.040,98
8.453.603,67 4.449.023,96 159.377,09 0,00 28.858,32 12.714.392,22
41.745.494,99 7.429.669,08 177.296,92 -4.698,77 28.858,32 48.964.310,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.249.111,88 937.364,61
4.571.634,52 7.472.758,67
*) Vorjahreswerte der Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen um EUR 4.535.011,00 angepasst (Verminderung)
Konsolidierungskreis Sitz Kapitalanteil
JS Holding GmbH & Co. KG Dortmund 100,00
JS Value GmbH Dortmund 100,00
DS Investor GmbH Dortmund 100,00
Dr. Peters Holding GmbH Dortmund 100,00
Dr. Peters GmbH & Co, KG Dortmund 100,00
Dr. Peters Geschäftsführungs-GmbH Dortmund 100,00
Dr. Peters Asset Invest GmbH & Co. KG Dortmund 100,00
Dr. Peters Vertriebs-GmbH Dortmund 100,00
Dr. Peters Asset Finance GmbH & Co, KG Kapitalverwaltungsgesellschaft Dortmund 100,00
Dr. Peters Asset Finance Verwaltungs-GmbH Dortmund 100,00
DS Immobilien GmbH & Co. KG Dortmund 100,00
DS Immobilien Geschäftsführungs-GmbH Dortmund 100,00
DS-Rendite-Fonds GmbH & Co. siebenundvierzigste Schiffahrt KG Dortmund 100,00
DS 47. Schiffahrt Verwaltungs-GmbH Dortmund 100,00
DS-Fonds-Treuhand GmbH Dortmund 100,00
DS-AIF Treuhand GmbH Dortmund 100,00
GVT Holding Geschäftsführungs-GmbH Dortmund 100,00
GVT Holding GmbH & Co. KG Dortmund 100,00
Gesellschaft für die Verwaltung von Beteiligungen an Tankschiffen mbH Dortmund 100,00
GVT Beteiligungs GmbH Dortmund 100,00
DS Aviation GmbH & Co. KG Dortmund 100,00
DS Aviation Management GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management II GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management IV GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management V GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management VI GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management Vit GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management VIII GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management IX GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management X GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management XI GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeug Management XII GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeugbeteiligung I GmbH Dortmund 100,00
DS Flugzeugbeteiligungs-Management I GmbH Dortmund 100,00
DS 140 Flugzeugbeteiligungs-GmbH & Co. KG Dortmund 100,00
DS Invest f GmbH Dortmund 100,00
DS Invest 140 Management I GmbH Dortmund 100,00
DS Invest 140 GmbH & Co. KG Dortmund 100,00
Carat Hotel Management GmbH Dortmund 100,00
DS Immobilien Management GmbH Dortmund 100,00
DS Immobilien Management II GmbH Dortmund 100,00
DS Life Value Emittentin GmbH Dortmund 100,00
DS-Rendite-Fonds Life Value Management Gmbh Dortmund 100,00
DS-Rendite Projektentwicklungsgesellschaft mbH Dortmund 100,00
DS-Rendite-Fonds GmbH Dortmund 100,00
DS Private Equity GmbH Dortmund 100,00
Newcap GmbH & Co. KG Dortmund 100,00
Newcap Geschäftsführungs-GmbH Dortmund 100,00
DS-Rendite-Fonds Shelfco Thirty-Two GmbH Dortmund 100,00
DS 66. Schiffahrt Verwaltungs-GmbH (vorm. DS-Rendite-Fonds Shelfco Nine GmbH) Dortmund 100,00
DS Shipping Invest GmbH Dortmund 100,00
DS Schiffahrt GmbH & Co, KG Hamburg 100,00
DS-Schiffahrt Management GmbH Dortmund 100,00
Quadrant Bereederungsgesellschaft mbH & Co, KG Hamburg 100,00
Quadrant Management GmbH Hamburg 100,00
Magellan Chartering Services GmbH Hamburg 100,00
Magellan Ship Brokers GmbH Hamburg 100,00
DS Crewing GmbH Hamburg 100,00
DS Scanmar Crewing Services GmbH Hamburg 51,00
DS-Scanmar Crewing Services, Inc. Singapur 51,00
DS Tankers GmbH & Co, KG Hamburg 100,00
DS Tankers Management GmbH Hamburg 100,00
DS Multibulk GmbH Hamburg 100,00
DS Multibulk Invest GmbH & Co. KG Hamburg 100,00
DS Multibulk Invest Management GmbH Hamburg 100,00
DS Multibulk Invest One GmbH & Co, KG Hamburg 100,00
DS Multibulk Invest Shipmanagement One GmbH Hamburg 100,00
DS Crewing Services GmbH Hamburg 100,00
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2018
Nicht in die Konsolidierung einbezogene verbundene Unternehmen und Beteiligungen Sitz Beteiligung
(%) Eigenkapital
(TEUR) Ergebnis 2018
DS-Rendite-Fonds GmbH & Co, Club- und Sporthotel Grömlitz KG * Dortmund 25 1.166 177
Flughafenhotel Düsseldorf Komplementär GmbH * Dortmund 100 20 -3
Flughafenhotel Düsseldorf Management GmbH ** Dortmund 50 10.018 -1
diverse Fonds-Komplementärinnen * Dortmund 100 n/a n/a
diverse * Dorfmund 55 -100 n/a n/a
DS Skytech Ltd. * Hampshire (UK) 50
* Die Nichteinbeziehung erfolgte wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB bzw. § 311 Abs. 2 HGB.
** Die Anteile werden nur zum Zweck der Veräußerung gehalten, so dass gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 21-108 keine Einbeziehung erfolgt.
Die Anteile an den nicht in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
der JS Holding GmbH & Co. KG, Dortmund
1.1 Geschäftsmodell des Konzerns
Die JS Holding GmbH & Co. KG (JS Holding) ist die Obergesellschaft und damit zugleich die Konzernmuttergesellschaft aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften (Dr. Peters Gruppe). Die Dr. Peters Gruppe ist ein Investmentanbieter mit integriertem Asset Management und bietet Investitionslösungen in Sachwerte für private und institutionelle Investoren an. Sie gehört zu den führenden Anbietern in diesem Markt und blickt auf mehr als 40 Jahre Erfahrung zurück. Sie bietet Investmentlösungen vor allem in den Assetklassen Schiffe, Flugzeuge und Immobilien an. Als einer der größten Anbieter der Branche verwaltet die Dr. Peters Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften mehr als EUR 3 Mrd Assets under Management und zählt mehr als 55.000 Kunden. Während des Geschäftsjahres 2018 managte die Gruppe 39 inländische Fonds und ein Investmentprodukt mit vier Flugzeugen, dass an der London Stock Exchange notiert ist. Insgesamt verwaltete die Gruppe somit 20 Immobilien-, 4 Schiffs- und 15 Flugzeugfonds. Im Berichtsjahr konnten aus den von der Dr. Peters Gruppe gemanagten Investments der vorgenannten Assetklassen insgesamt mehr als EUR 128 Mio an die Investoren ausgeschüttet werden.
Die Dr. Peters Gruppe verfügt in allen Segmenten über Mitarbeiter mit entsprechendem Know-how, ausgewiesener Erfahrung und fundierten Kompetenzen, um komplette Lebenszyklen der Assets professionell begleiten zu können. Dies erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Ankauf oder Neubau über die Instandhaltung und das laufende Management bis hin zum Verkauf. Die Dr. Peters Gruppe beschäftigte zum Jahresende an den beiden Standorten Dortmund und Hamburg 183 Mitarbeiter und darüber hinaus im Berichtsjahr durchschnittlich 216 Mitarbeiter auf Schiffen.
Im Berichtsjahr wurde die strategische Neuausrichtung der Gruppe weiter betrieben und in eine Matrix-Organisation überführt. Dabei rückten insbesondere die drei zentralen Geschäftsbereiche Aviation, Shipping und Real Estate stärker ins Zentrum der Gruppe und werden von allen anderen Unternehmensbereichen nun gezielter unterstützt. Darüber hinaus ist, basierend auf einer umfangreichen Kunden- und Marktanalyse, die kundenorientierte Ausrichtung der Dr. Peters Gruppe vorangetrieben worden. Dabei sollen neue Produkte und Investmentlösungen entwickelt und neue Kundengruppen angesprochen werden.
Um sich gezielter und fokussiert auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen des Marktes einzustellen, hat die Dr. Peters Gruppe 2018 die Unternehmensstrategie neu ausgerichtet. Nach tiefgehender Marktanalyse wurden in diesem Projekt die Fokusprojekte für die kommenden drei Jahre – 2019 bis 2021 – definiert. Dazu wurden unter Einbeziehung aller Assetklassen insgesamt sechs Kernprojekte erarbeitet. Mit diesen Kernprojekten soll insbesondere auch das Neugeschäft einen kräftigen Schub erhalten. Dabei liegt der Fokus zum einen im deutschen Fondsmarkt, denn der Absatz des aktuellen Hotelfonds DS 142 belegt, dass Privatanleger immer noch gerne und auch mit hohen Summen in Sachwerte investieren, weil sie so kapitalmarktunabhängig eine gewisse Stabilität für ihr Portfolio erzielen. Zum anderen soll der Zugang zu nationalen und internationalen institutionellen Investoren ausgebaut werden.
Da Privatanleger aktuell bevorzugt in Immobilienfonds investieren, wurden im Bereich Real Estate zwei neue Produkte als Kernprojekte definiert. Neben dem 2018 gestarteten Publikums-AIF soll zusätzlich ein risikogemischter Publikums-AIF aufgelegt werden, der in mehrere Hotels investiert. Das zweite Kernprojekt sieht einen Spezial-AIF für institutionelle Investoren vor.
Die beiden Kernprojekte im Bereich Aviation sehen eine Neuausrichtung des Bereichs im Hinblick auf die Asset-Typen bzw. die Investorenbasis vor. Wichtige Erfolge konnte das Profit Center mit den Anschlusslösungen für die A380-Flugzeuge erzielen, die im Berichtsjahr von Singapore Airlines zurückgeliefert wurden. Neben einem Leasingvertrag für alle 16 Triebwerke der vier Flugzeuge wurde für die Fonds DS 129 und DS 130 als Alternative der Komponentenverkauf gewählt.
Auch im Bereich Shipping ist eine Neuausrichtung erforderlich, wobei unter Fokussierung auf den Bereich Tanker die Investorenbasis, ggf. auch mittels Partnerschaften, ausgebaut werden soll. Da die DS Crewing mit der Vermittlung von philippinischem Schiffspersonal eine sehr überzeugende Erfolgsbilanz aufweisen kann und auch auf den Philippinen einen sehr guten Namen als Arbeitgeber hat, wurde innerhalb des Bereichs Shipping das Kernprojekt DS Crewing Services entwickelt. Hier wird ein neu gegründetes Tochterunternehmen der Dr. Peters Gruppe philippinische Arbeitskräfte für den Klinik- und Pflegebereich vermitteln. Dieses Projekt wurde bereits 2018 gestartet und erste Verträge im laufenden Jahr 2019 geschlossen.
Neben den Fokusprojekten wurden auch übergreifende Unternehmensziele definiert und transparent kommuniziert. Unverändert werden auch die Digitalisierung und Prozessoptimierung weitergeführt. Kundenzentrierung und Service spielen eine wichtige Rolle, um die Kundenzufriedenheit nachweislich zu steigern. Unter neuer Führung – Kristina Salamon hat die Position der Sprecherin der Geschäftsführung von Anselm Gehling übernommen, der zeitgleich aus dem Unternehmen ausgeschieden ist – wird die Dr. Peters Gruppe sich weiterhin an den Markttrends orientieren, frühzeitig Chancen identifizieren und diese für neue Produkte nutzen.
In den Konzernabschluss wurden im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 69 (Vorjahr 119) vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen, die überwiegend mit dem Kerngeschäft verbundene Dienstleistungen erbringen. Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der Entkonsolidierung von insgesamt 57 Gesellschaften, bei denen es sich hauptsächlich um Fonds-Komplementärgesellschaften handelt, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind. Die übrigen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind im Anhang erläutert.
1.3 Steuerungssystem
Die Dr. Peters Gruppe nutzt verschiedene Kennzahlen zur Steuerung ihrer Leistungen im Hinblick auf die obersten Unternehmensziele. Dabei steht das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im besonderen Fokus. Daneben verwendet die Dr. Peters Gruppe nicht-finanzielle Leistungsindikatoren wie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.
Die Hochkonjunkturphase der deutschen Wirtschaft hält weiter an. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet gemäß seiner Konjunkturprognose aus Dezember 2018 für das Jahr 2018 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 %. Für das Jahr 2019 wird mit 1,6 % ein Wirtschaftswachstum in ähnlicher Größenordnung erwartet. Das bedeutet für 2018 und 2019 ein ordentliches Wachstum und entspricht in etwa dem langjährigen Durchschnittswachstum.
Darüber hinaus zeigen sich am Arbeitsmarkt positive Rahmenbedingungen wie nie zuvor. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahr 2018 um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote von 5,3 % im Dezember 2017 auf 4,9 % im Dezember 2018. Im Zuge der steigenden Zahl der Beschäftigten und der ebenso steigenden Löhne machen sich am Markt auch die Einkommenszuwächse der privaten Haushalte bemerkbar.
Das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland ist laut Statista-Angaben seit Mitte 2013 von rd. EUR 4.728 Mrd auf ca. EUR 5.977 Mrd (Mitte 2018) gestiegen. Aufgrund zunehmender Geldvermögen und des fortwährenden Niedrigzinsumfeldes ist weiterhin mit einem Anlagebedarf in Sachwerte zu rechnen.
Nachfolgend werden die branchenbezogenen Rahmenbedingungen erläutert, die für die verschiedenen Assetklassen, in denen die Dr. Peters Gruppe über Fonds investiert ist, von Bedeutung sind.
2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen
2.2.1 Luftverkehrsmarkt
In der Luftfahrtbranche ist weiterhin ein langfristiger Wachstumstrend zu erkennen. Laut ihrem Jahresendbericht 2018 geht die International Air Transport Association (IATA) im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem Gewinn der weltweiten Airlines von USD 32,3 Mrd (USD 37,7 Mrd in 2017) aus. Für 2019 wird ein Gewinnanstieg auf USD 35,5 Mrd erwartet. Den größten Teil hieran erzielen – in absteigender Reihenfolge – Fluggesellschaften aus Nordamerika, der asiatisch-pazifischen Region und Europa.
Während in den USA fünf Airlines über 70 % des Marktes kontrollieren, ist das Angebot in Europa deutlich fragmentierter. Entsprechend schreitet die Konsolidierung in der europäischen Luftfahrt weiter voran. Fluggesellschaften sind gefordert, Effizienzgewinne zu realisieren, um dem Preisdruck am Markt standzuhalten und gleichzeitig das Angebot international auszubauen.
Für 2018 und 2019 werden gleichermaßen weltweite Ausgaben für Passagier- und Luftfrachttransporte von ca. USD 900 Mrd für die Luftfahrtbranche erwartet. Dies entspricht etwa 1 % des Bruttoweltproduktes.
Nachdem bereits im Jahr 2017 weltweit durchweg Steigerungen der Passagierkilometer (RPK) verzeichnet wurden, erwartet die IATA für 2018 einen Anstieg der Nachfrage nach Passagierflügen um 6,5 %. Gleichzeitig wird mit einer Erhöhung des Angebotes, gemessen in ASK (angebotene Sitzplatzkilometer), um 6,0 % im Vergleich zum Vorjahr gerechnet (Stand Dezember 2018). Die durchschnittliche Sitzplatzauslastung der Passagierflugzeuge konnte nach IATA-Schätzungen weiter ausgebaut werden und wird für 2018 auf einem neuen Höchststand bei 81,9 % erwartet (Vorjahr 81,5 %). Im Jahr 2017 wurden etwa 4,1 Mrd Passagiere befördert. Die IATA erwartet für 2018 ein Passagieraufkommen von etwa 4,3 Mrd, welches sich in 2019 auf über 4,5 Mrd erhöhen soll. Für 2019 wird mit einem Nachfrageanstieg von 6,0 % gerechnet. Gleichzeitig wird eine Erhöhung des Angebots von 5,8 % erwartet. Die Sitzplatzauslastung liegt demnach für 2019 bei prognostizierten 82,1 %.
Die kommerziell transportierte Frachtmenge wird erwartungsgemäß in 2018 auf 63,7 Mio Tonnen (2017: 61,5 Mio Tonnen) und in 2019 nochmals auf 65,9 Mio Tonnen steigen.
Die weltweite Flugzeugflotte ist im Jahr 2018 nach Prognosen der IATA um 5,0 % auf 29.754 Flugzeuge angewachsen und wird 2019 auf fast 31.000 steigen. Zukünftig wird es aufgrund der hohen Kerosinkosten, welche 2018 rund 23,5 % der operativen Kosten ausmachten, erforderlich, alte Flugzeuge durch neuere, effizientere zu ersetzen.
Gemäß den Prognosen der Flugzeughersteller Airbus und Boeing wird sich die weltweite Flotte kommerzieller Passagier- und Frachtmaschinen in den nächsten 20 Jahren (2018 auf 2037) mehr als verdoppeln.
2.2.2 Immobilienmarkt Deutschland
Bereits in den letzten Jahren wurden auf dem gewerblichen Immobilienmarkt in Deutschland Rekordzahlen in den Transaktionsvolumina verzeichnet. Auch im vergangenen Jahr wurde mit EUR 60,3 Mrd ein neues Hoch verzeichnet, dies entspricht einem Plus von 6,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Jones Lang LaSalle rechnet auch für das Jahr 2019 mit einem weiterhin überdurchschnittlichen Transaktionsvolumen von etwa EUR 55 Mrd (Ø 2008-2018: ca. EUR 35 Mrd).
2.2.2.1 Handel
Der deutsche Einzelhandel wird seine Wachstumsphase fortsetzen. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wird im Jahr 2018 mit einem nominalen Umsatzplus zwischen 3,1 % und 3,3 % gerechnet (preisbereinigter bzw. realer Anstieg zwischen 1,4 % und 1,5 %).
Gemäß Einschätzung von Colliers International lag das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Einzelhandelsimmobilienmarkt für das Jahr 2018 bei etwa EUR 9,8 Mrd (2017: EUR 12,0 Mrd) und damit etwa 12 % über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre. Mit etwa 16 % Anteil stellte die Sparte der Einzelhandelsimmobilien im abgelaufenen Geschäftsjahr die zweitgrößte nach den Büroimmobilien (51 %) auf dem Transaktionsmarkt dar.
Das Marktumfeld des Einzelhandels ist derzeit geprägt durch aufkommende Herausforderungen im Rahmen der voranschreitenden Digitalisierung und der daraus resultierenden veränderten Einkaufsbedürfnisse der Konsumenten. Dadurch ergibt sich ein sehr selektives Investitionsverhalten. Im Fokus der Investitionen stehen mit 51 % Anteil an den Einzelhandelstransaktionen weiterhin Fachmärkte und Fachmarktzentren.
2.2.2.2 Pflege
Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland lag im Dezember 2017 bei ca. 3,4 Mio (inkl. pflegebedürftiger Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz), was einen Anstieg von 19,4 % gegenüber 2015 bedeutet. Eine vollstationäre Betreuung in entsprechenden Pflegeheimen erfolgt für etwa ein Viertel der Personen. Die Zahl der vollstationär in Pflegeeinrichtungen betreuten Personen ist gegenüber 2015 um 4,5 % gestiegen. Darüber hinaus wurden etwa 40,2 % mehr Pflegebedürftige teilstationär versorgt. Entsprechend stieg im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Pflegeheime um 6,5 % bzw. 900 Einrichtungen (Gesamtzahl: 14.480).
Die starke Zunahme um 0,55 Mio Pflegebedürftige (+19 %) ist allerdings zum großen Teil auf die Einführung des neuen, weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 01. Januar 2017 zurückzuführen, wodurch mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft werden als zuvor.
Die steigende Anzahl der Pflegebedürftigen hat in den vergangenen Jahren bereits zu steigenden Auslastungsquoten der Pflegeeinrichtungen geführt. Die geringe Anzahl an Projektentwicklungen wird laut Einschätzungen von CBRE dafür sorgen, dass das Angebot an Plätzen in den kommenden Jahren nicht übermäßig ausgeweitet wird. Gründe für die zurückhaltende Bautätigkeit sind neben dem Fachkräftemangel auch die knappe Verfügbarkeit von Baugrundstücken und der Wettbewerb mit anderen Assetklassen.
Bereits in den ersten drei Quartalen 2018 wurden laut CBRE-Angaben EUR 1,75 Mrd in Pflegeimmobilien investiert, wobei etwa drei Viertel (Vorjahreszeitraum: 31 %) auf Portfolio-Transaktionen entfallen. Das entspricht einem Transaktionsplus von 137 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2018 rechnet CBRE mit dem bisher zweitgrößten Transaktionsvolumen im Bereich von EUR 2,0 Mrd bis EUR 2,5 Mrd. Die Spitzenrenditen gaben im Jahr 2018 um etwa 0,5 Prozentpunkte nach und liegen bei durchschnittlich 4,75 %.
2.2.2.3 Hotel
Das deutsche Hotelgewerbe konnte gemäß Dehoga im Jahr 2018 ein Umsatzplus von 3,7 % verzeichnen. Die Zahl der Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben legte bis Dezember 2018 um 4,0 % gegenüber dem Vorjahr auf ca. 478 Mio zu. Darüber hinaus konnte die durchschnittliche Auslastung der Gästezimmer leicht auf 62,7 % erhöht werden (2017: 62,1 %).
Gemäß vorliegenden Einschätzungen von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) und Colliers International knüpft das Transaktionsvolumen auf dem Hotelimmobilienmarkt an die Erfolge der vergangenen Jahre an und liegt nur etwa 4 % bis 5 % unter dem Vorjahreswert. Vor allem profitierte der Hotelinvestmentmarkt von der hohen Bautätigkeit, wodurch die Angebotsseite ausgeweitet werden konnte. Insgesamt ist rund ein Drittel des Transaktionsvolumens Projektentwicklungen zuzuordnen. Darüber hinaus wurden jedoch auch Verkäufe über einige ältere Objekte abgeschlossen, was zeigt, dass die Käufergruppen hinsichtlich der Baualtersklassen der Hotelinvestments breit aufgestellt sind. Etwa drei Viertel des bundesweiten Hotel-Investmentvolumens entfiel auf die acht größten und bedeutendsten Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart), wobei der mit EUR 520 Mio größte Anteil dem Standort München zuzurechnen ist.
2.2.2.4 Büro
Mit einem Anteil von etwa 51 % am Transaktionsvolumen stellte der Büromarkt im vergangenen Geschäftsjahr das wichtigste bzw. gefragteste Teilsegment auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt dar. Der Büroimmobilienmarkt profitiert fortwährend von der expansiven deutschen Konjunktur, wenngleich sich auch einige Belastungen einstellen, die dem entgegenwirken könnten, so z. B. die Handelskonflikte oder die Brexit-Verhandlungen.
Die Top-6-Büro-Standorte in Deutschland (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) verzeichneten im Jahr 2018 den historisch bis dato geringsten Leerstand. Dieser lag bei durchschnittlich etwa 3,7 % und damit 20 Basispunkte niedriger als im Vorquartal. An diesen Standorten besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Büroimmobilien, das Flächenangebot ist jedoch begrenzt. Bei einem leichten Rückgang des Flächenumsatzes von 2,8 % stiegen im vergangenen Jahr die Spitzenmieten um 4,2 % auf EUR 31,47 je qm und die Durchschnittsmieten um 6,8 % auf EUR 17,72 je qm. Für 2019 rechnet Savills an den Top-6-Büro-Standorten mit weiteren Leerstandsreduzierungen und einem weiteren Mietpreisanstieg. Gleichermaßen wird jedoch auch mit einer konjunkturell bedingt weniger stark wachsenden Nachfrage nach entsprechenden Büroobjekten gerechnet.
2.2.3 Schifffahrtsmarkt
Die Entwicklung des Schifffahrtsmarktes und damit der Charterraten hängt wesentlich von der Entwicklung der Weltwirtschaft und damit des globalen Bruttoinlandsproduktes (BIP) sowie von spezifischen Faktoren wie dem Ölpreis ab.
Die Ölnachfrage als ein wesentlicher Faktor für den Tankermarkt ist im Jahr 2018 um 1,3 % angestiegen. Das Ölangebot ist 2018 um 2,1 % gestiegen, für 2019 wird ein moderaterer Anstieg von rund 1,4 % erwartet. Gleichzeitig wird für das Jahr 2019 mit einem Anstieg der Ölnachfrage um rund 1,4 % gerechnet.
Im Jahresverlauf 2018 ist der Preis durch den Nachfrageüberhang, beispielsweise für die Sorte WTI, von über USD 75 je Barrel auf unter USD 45 je Barrel zum Jahresende gesunken:
Nach diesem Abrutschen der Ölpreise hat die OPEC im Januar 2019 ihre Ölproduktion um rund 2,5 % reduziert: Wie das Ölkartell mitteilte, lag die Förderung seiner Mitgliedstaaten im Januar 2019 bei durchschnittlich 30,8 Mio Barrel (rund 159 Liter) täglich. Das sind 800.000 Barrel weniger als im Dezember. Damit haben die OPEC-Länder ihre Förderung so stark reduziert wie seit zwei Jahren nicht.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr nahm die Nachfrage nach Rohöltankern gemäß Branchenausblick von Clarksons (Stand Dezember 2018) um 2,2 % zu. Darüber hinaus wird für das Jahr 2019 von einem Wachstum der Rohöltankernachfrage von 3,6 % ausgegangen. Dies fällt insbesondere aufgrund der Erwartungen an die chinesischen Importe höher als die für 2018 erwartete Nachfrage aus. Gleichzeitig stieg das Angebot – gemessen an der Tragfähigkeit – geringfügig um 0,2 %. Das Angebot soll erwartungsgemäß in 2019 um 3,6 % steigen.
Hinsichtlich der Handelsvolumina von Capesize Bulkern erwartet Clarksons für 2018 und 2019 einen Anstieg um jeweils 2,3 %. Die Tragfähigkeit der Flotte wuchs im Jahr 2018 um 3,5 %. Die Entwicklung lag damit über dem Wachstum der gesamten Massengutfrachter-Flotte von 2,8 %. Für 2019 werden Wachstumsraten in ähnlicher Größenordnung erwartet.
Die durchschnittliche Spotmarktrate für Capesize Bulker hat sich im vergangenen Geschäftsjahr mit USD 14.026 pro Tag gegenüber dem Vorjahr (USD 13.475) um etwa 4 % erhöht.
Die Charterraten für eine 6-12-Monats-Charter im Bereich Multipurpose (MPP) (12.500 Tonnen Tragfähigkeit) sind laut dem Toepfer Schiffsreport aus Oktober 2018 im Jahresverlauf gestiegen. Diese lagen im Oktober 2018 bei USD 7.499 pro Tag und damit etwa 15,8 % über dem Wert des Vorjahrs (Oktober 2017: USD 6.475 pro Tag).
Die Preise für Gebraucht-Schiffe haben sich im Verlauf des Jahres 2018 weiter stabilisiert und sind leicht angestiegen. Das erste Halbjahr 2018 war auf dem Gebrauchtmarkt für Schiffe das aktivste seit 2008. Das Orderbuch für neue Multipurpose Schiffe beläuft sich derzeit auf rund 7,5 % der Flotte.
2.3.1 Neugeschäft
Nach dem Vertriebsstart des zweiten vollregulierten alternativen Investmentfonds nach KAGB, der DS 141 Hotel Aachen GmbH & Co. geschlossene Investment KG (DS 141 KG), im Geschäftsjahr 2017 konnte die Platzierung des Fonds im Berichtsjahr abgeschlossen und der Fonds geschlossen werden. Im August 2018 wurde das Hotel „Courtyard by Marriott Oberpfaffenhofen“ angebunden und durch die DS 142 Hotel Oberpfaffenhofen GmbH & Co. geschlossene Investment KG (DS 142 KG) übernommen. Das Hotel ist langfristig an die Realotel Oberpfaffenhofen Hotelbetriebs GmbH verpachtet. Der Vertrieb des Kommanditkapitals der DS 142 KG hat im November 2018 begonnen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde für die DS 142 KG Eigenkapital von rund EUR 1,4 Mio zuzüglich Agio eingeworben. In der Zwischenzeit konnte im laufenden Geschäftsjahr die Vollplatzierung erreicht werden.
Die Dr. Peters Gruppe hat im Jahr 2017 ein Grundstück für einen Hotelneubau in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Düsseldorf und der Messe erworben. Das verkehrsgünstig gelegene Areal im so genannten „Quartier (n)“ hat eine Grundfläche von 5.655 m 2. Bis Mitte 2021 sollen dort ein 3-Sterne-plus-Hotel der Marke Holiday Inn Express und ein Parkhaus entstehen. Pächter und Franchisenehmer des Hotels ist die tristar GmbH. Im Berichtsjahr wurde die Baugenehmigung für das Hotel beantragt.
Innerhalb des Bereichs Shipping entwickelte sich im Berichtsjahr das Geschäft mit Multipurpose-Schiffen nicht wie geplant. Die bis zu 13 für Zeiträume zwischen zwei und zwölf Monaten von der DS Multibulk GmbH gecharterten Multipurpose-Schiffe verursachten Aufwendungen (Bareboatcharter, Bunker, Seeleute) in Höhe von EUR 32,6 Mio. Diesen standen Frachterlöse und Erlöse aus Timecharter in Höhe von nur EUR 25,6 Mio gegenüber, so dass erhebliche operative Verluste zu verzeichnen waren. Die DS Multibulk Invest One GmbH & Co. KG charterte die MS Wisconsin und erzielte Erlöse aus Bereederung, Befrachtung und Timecharter in Höhe von EUR 1,7 Mio, denen Aufwendungen von EUR 3,6 Mio gegenüberstanden. Im Ergebnis belaufen sich die Verluste aus dem Geschäft mit Multipurpose-Schiffen im Geschäftsjahr 2018 auf insgesamt EUR 8,4 Mio. Aufgrund dieser Entwicklung wird sich die Dr. Peters Gruppe im Geschäftsjahr 2019 aus dem Geschäft mit Multipurpose-Schiffen weitgehend zurückziehen. Die dazu notwendigen Maßnahmen wurden bereits eingeleitet.
2.3.2 Bestandsgeschäft
In der Assetklasse Aviation entwickelten sich die Erlöse aus Geschäftsbesorgung aufgrund vertraglich vereinbarter Steigerungsraten wie erwartet. Der zu dem Konzern gehörende Asset Manager DS Aviation sicherte die hohe Qualität der Verwaltung der gemanagten Fonds.
Die Fluggesellschaft Emirates hat ihre im Leasingvertrag per November 2018 eingeräumte zweite Verlängerungsoption für das Passagierflugzeug des Typs Boeing 777-300ER nicht ausgeübt. Die Airline wird das Flugzeug, welches Investitionsgegenstand des Flugzeugfonds DS 124 ist, somit im Dezember 2019 zurückgeben. Das Assetmanagement befasst sich daher mit der Vermarktung des Flugzeugs und hat hier zur Unterstützung auch einen Remarketing-Agenten beauftragt.
Für die beiden Boeing 777-300ER der Fonds DS 133 und DS 134 wurde die erste Verlängerungsoption von zwei Jahren im Jahr 2017 durch den Leasingnehmer
Emirates analog zum DS 124 ausgeübt. Die Leasingverträge laufen demnach noch mindestens bis zum Frühjahr 2021 (DS 133) bzw. Dezember 2020 (DS 134). Danach hat Emirates ebenfalls eine zweite Verlängerungsoption um weitere vier bzw. zwei Jahre.
Darüber hinaus beschäftigte sich die Dr. Peters Gruppe intensiv mit der Vermarktung von vier Flugzeugen des Typs Airbus A380, die nach Beendigung des ursprünglichen Leasingvertrages von der Fluggesellschaft Singapore Airlines an die Fondgesellschaften zurückgeliefert wurden. Für die beiden Flugzeuge des DS 129 und DS 130 zeigte sich nach umfangreichen und intensiven Vermarktungsbemühungen, dass ein Verkauf der Flugzeuge in Einzelteilen aus Anlegersicht die höchsten Ertragschancen verspricht. Daher haben die Anleger der betreffenden Fonds in Gesellschafterversammlungen beschlossen, die Flugzeuge im sogenannten Part-Out-Verfahren zu veräußern und darüber hinaus die Triebwerke zunächst zu verleasen. Der Lösungsvorschlag des Komponentenverkaufes wurde bei den Fonds mit jeweils mehr als 99 Prozent Zustimmung angenommen. Der Komponentenverkauf kann bis zu zwei Jahre andauern. Den Verkauf übernimmt die Gesellschaft Volvo Aero Services (VAS), mit der im dritten Quartal 2018 ein entsprechender Vertrag abgeschlossen wurde. Darüber hinaus konnte ein Triebwerk-Leasingvertrag mit Rolls-Royce für eine Laufzeit von 12 Monaten ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden.
Die beiden Flugzeuge des Fonds DS 131 befinden sich unverändert in der Vermarktung. Die Dr. Peters Gruppe arbeitet hier derzeit an einem Anschluss-Leasingvertrag. In der Zwischenzeit sind die Triebwerke ebenfalls an Rolls-Royce verleast.
Aus den von der Dr. Peters Gruppe gemanagten Flugzeugfonds wurden im Geschäftsjahr 2018 insgesamt über EUR 46 Mio an Investoren ausgeschüttet.
Die Assetklasse Shipping wurde durch eine divergente Entwicklung in den Schifffahrtsmärkten geprägt. Zum Ende des Berichtsjahres hatte die Gruppe vier Tanker als Fondsschiffe im Management, ferner die zwei Tanker DS Vision und DS Venture, das Multipurpose-Schiff DS Wisconsin, das Bulkschiff DS Charme und die Feeder-Containerschiffe Blue Ocean und Blue Wave (ehemalige Fondsschiffe). Außerdem sind sechs Multipurpose-Schiffe eingechartert und sechs weitere werden im technischen Management betreut.
Im Berichtsjahr hat die Dr. Peters Gruppe sämtliche Anteile an der DS-Rendite-Fonds GmbH & Co. sechsundsechzigste Schiffahrt KG (66. Schiffahrt KG) an die Bluesky 8 Leasing Company Ltd. (China) veräußert. Das Closing fand am 24. September 2018 statt. Die von Gesellschaften der Dr. Peters Gruppe in 2006 gegründete 66. Schiffahrt KG betreibt seit 2011 die beiden Tankschiffe DS Vision und DS Venture. Für beide Schiffe wurde in 2008 ein Chartervertrag mit einer Laufzeit von 16 Jahren +/- 60 Tagen ab Ablieferung abgeschlossen. Ursprünglich war beabsichtigt, die Schiffe nach ihrer Ablieferung in neu aufzulegende, geschlossene Schiffsfonds zu überführen. Aufgrund der mit der Finanzkrise einhergehenden Veränderungen der Schiffs- und Investmentmärkte konnte dies nicht umgesetzt werden, so dass die Anteile an der Gesellschaft zunächst bei der Dr. Peters Gruppe verblieben. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte durch Gesellschafterdarlehen sowie durch langfristige Bankdarlehen der HSH Nordbank, die im Zuge des Anteilsverkaufs in 2018 vollständig zurückgeführt wurden. Das Management und die Bereederung der beiden Tankschiffe werden weiterhin durch die Dr. Peters Gruppe ausgeführt.
Im Fondsbereich gab es im Berichtsjahr eine Reihe von alters- und marktbedingten Schiffsverkäufen. Die DS Valentina (DS 106) wurde für USD 17 Mio verkauft, die DS Warrior (DS 74) für USD 9,05 Mio, die DS Vada (DS 71) für USD 18,2 Mio und die DS Vector (DS 112) für USD 17,1 Mio.
Die Schiffe DS Tina (DS 98), DS Progress (DS 103), Bahamas Spirit (DS 104) und DS Velvet (DS 108) wurden ebenfalls verkauft und damit die Beschlüsse der jeweiligen Fondsgesellschafter umgesetzt. Durch gute Verhandlungen konnten für die Anleger dieser vier Schiffe Kaufpreise von insgesamt rund USD 46 Mio erzielt werden.
Im letzten Quartal wurde schließlich die DS Vida (DS 100) für USD 20,6 Mio veräußert. Bei der DS Vida konnte eine kommerzielle Einigung mit dem früheren Charterer erfolgreich finalisiert werden; der DS 100 verzeichnete im September 2018 eine Settlement-Zahlung in Höhe von USD 3 Mio.
An die Fondsanleger der Schiffsfonds wurden in 2018 insgesamt rund EUR 74 Mio ausgeschüttet.
Angesichts der erfolgten altersbedingten Schiffsverkäufe richtet der Geschäftsbereich Shipping seinen Fokus verstärkt auf die Akquise von neuen Managementaufträgen für Schiffe sowie die Ansprache institutioneller und internationaler Investoren. Aufgrund der in der Dr. Peters Gruppe stark ausgeprägten, langjährigen Expertise im Tankergeschäft liegt dabei das Hauptaugenmerk auf Tankschiffen.
In der Assetklasse Real Estate wurde das Bestandsgeschäft planmäßig fortgeführt und durch den zum Konzern gehörenden Property Manager DS Immobilien weiter ausgebaut.
Die in den Niederlanden gelegenen Immobilien des DS 70 wurden im Berichtsjahr verkauft. Der Verkaufspreis für beide Immobilien betrug EUR 5,9 Mio, was für die Anleger ein sehr gutes Ergebnis bedeutet.
Aufgrund der derzeit starken Nachfrage nach Pflegeimmobilien wird ein Verkauf von einzelnen Objekten geprüft. Parallel wird mit den Pächtern über eine Ausweitung der Mietverträge verhandelt.
Im „CARAT Hotel Grömitz“ (DS 18) wurde Anfang des Jahres 2018 mit der Zimmerrenovierung begonnen. Im Januar und Februar wurden 52 Zimmer erfolgreich modernisiert; die Kundenresonanz auf die neuen Zimmer ist durchweg positiv. Weitere 56 Zimmer sollen Anfang 2019 modernisiert werden, sodass Anfang 2020 die letzte Renovierungstranche folgen kann. In den Folgejahren sind weitere Investitionen in das Hotel (Aufzug, Rohrleitungen, Saal) vorgesehen.
Die Fondsanleger der Assetklasse Real Estate erhielten im abgelaufenen Geschäftsjahr Ausschüttungen in Höhe von rund EUR 8 Mio.
2.3.3 Mitarbeiter
Als Dienstleistungskonzern mit klarer Ausrichtung auf Kundenzentrierung und Service ist die Dr. Peters Gruppe zur Sicherung ihrer erfolgreichen Positionierung im Markt als wesentliche Ressource auf Mitarbeiter mit ausgewiesener Erfahrung und fundierten Kompetenzen angewiesen, die bereichsübergreifend zusammenarbeiten. Daher prägten Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen das Berichtsjahr in wesentlichen Bereichen.
Einerseits konnten im Rahmen der weiteren Strategieumsetzung in 2018 diverse Schlüsselpositionen erfolgreich besetzt werden, so dass der Personalbestand moderat auf 183 Mitarbeiter gestiegen ist.
Andererseits hat sich die gesamte Unternehmung hin zu bereichsübergreifenden Arbeitsmethoden entwickelt: Dazu wurde umfassende Transparenz über sämtliche wesentlichen Geschäftsvorfälle der Gruppe geschaffen und daraus im Hinblick auf die aktuelle Konzernstruktur aufbauorganisatorische Anforderungen abgeleitet.
Die Geschäftsführung der Dr. Peters Gruppe dankt allen Mitarbeitern für das große Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr. Trotz eines sehr herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes konnten diverse Veränderungen nicht nur angestoßen, sondern darüber hinaus sehr erfolgreich eingeführt und nachhaltig im Unternehmen etabliert werden.
Die Konzern-Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 106,9 Mio) um EUR 10,0 Mio auf EUR 96,9 Mio verringert.
Auf der Aktivseite verminderten sich die Buchwerte der Sachanlagen hauptsächlich abschreibungsbedingt um EUR 2,5 Mio. Gleichzeitig reduzierte sich das Finanzanlagevermögen aufgrund von Abschreibungen auf sonstige Ausleihungen in Höhe von EUR 4,3 Mio; gegenläufig wirkte der Zugang der Beteiligung an der norwegischen Ross Wisconsin AS (EUR 1,1 Mio), die als Eigentümerin des Multipurpose-Schiffes DS Wisconsin dem Geschäftsbereich Multipurpose zuzurechnen ist.
Im Zusammenhang mit der Veräußerung der 66. Schiffahrt KG reduzierten sich die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und die sonstigen Vermögensgegenstände um insgesamt EUR 24,0 Mio, und die liquiden Mittel stiegen um EUR 26,9 Mio.
Auf der Passivseite bewirkten im Wesentlichen Darlehenstilgungen in Höhe von EUR 7,1 Mio. einen Rückgang der Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital verringerte sich hauptsächlich ergebnisbedingt um EUR 7,5 Mio. Im Ergebnis blieb die Eigenkapitalquote mit 45,5 % weitgehend stabil (Vorjahr 48,2 %).
4. Finanzlage
Der Finanzmittelfonds des Konzerns ist im Geschäftsjahr 2018 deutlich um EUR 17,3 Mio. auf EUR 34,7 Mio. gestiegen.
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein positiver Cashflow in Höhe von EUR 23,2 Mio. (Vorjahr EUR 1,3 Mio.) erzielt. Der Cashflow aus der
Investitionstätigkeit betrug EUR 0,7 Mio. (Vorjahr EUR -2,1 Mio.), wobei die Veränderung sich überwiegend aus Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens und erhaltenen Zinsen erklärt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR -7,4 Mio. (Vorjahr EUR -0,3 Mio.) und resultierte im Wesentlichen aus Darlehenstilgungen.
Die Haftungsverhältnisse des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2018 deutlich reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf die Rückführung der durch die Dr. Peters Gruppe verbürgten Bankdarlehen der 66. Schiffahrt KG bedingt, die im Zuge der Anteilsveräußerung erfolgte. Zum 31. Dezember 2018 haftete die Dr. Peters Gruppe gegenüber der 66. Schiffahrt KG im Rahmen einer Offhire-Garantie mit einer Laufzeit bis 2027 und einem Höchstbetrag von USD 6,3 Mio.
Darüber hinaus bestand am Abschlussstichtag eine Platzierungsgarantie für den in der Platzierung befindlichen DS 142 in Höhe von EUR 8,4 Mio.
Ein effektives Liquiditätsmanagement ist Teil des monatlichen Berichtswesens und gewährleistet, dass jederzeit sämtliche steuerungsrelevanten Informationen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bereitstehen.
5. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2018 wurde die DS Tankers GmbH & Co. KG erstkonsolidiert. Die Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage sind von untergeordneter Bedeutung für den Konzern. Für die Ertragslage ergaben sich folgende Auswirkungen: Anstieg der Umsatzerlöse um EUR 1,9 Mio, Anstieg des Personalaufwands (Seeleute) um EUR 11,6 Mio und Rückgang von Aufwendungen aus bezogenen Leistungen in gleicher Höhe.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von EUR 7,8 Mio. (Vorjahr Konzernjahresüberschuss EUR 0,5 Mio) aus. Damit wurde die Vorjahresprognose eines positiven Konzernjahresergebnisses nicht erreicht. Hauptgrund hierfür ist die nicht planmäßig verlaufene Entwicklung des Multipurpose-Geschäftes.
In der nachfolgenden Übersicht wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach wirtschaftlichen Aspekten gegliedert und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Zusätzlich wurden die Ergebnisbeiträge des Multipurpose-Geschäftes bei ausgewählten Positionen separat dargestellt.
Umsatzerlöse 74.898 53.718 21.180
Geschäftsbesorgung 11.286 8.851 2.435
Asset Management 54.069 37.176 16.893
(davon Multipurpose-Geschäft) (23.247) (4.106) (19.141)
Neugeschäft 506 1.179 -673
Chartererlöse 6.899 3.185 3.714
(davon Multipurpose-Geschäft) (2.333) (210) (2.123)
Sonstige 2.138 3.327 -1.189
Materialaufwand -42.475 -26.418 -16.057
(davon Multipurpose-Geschäft) (-32.627) (-3.687) (-28.940)
Personalaufwand -27.630 -14.937 -12.693
Abschreibungen -2.981 -2.962 -19
Sonstige operative Erträge 1.445 1.603 -158
Sonstige operative Aufwendungen -8.634 -7.743 -891
Sonstige Steuern -89 -278 189
-80.364 -50.735 -29.629
Betriebsergebnis -5.466 2.983 -8.449
(davon Multipurpose-Geschäft) (-8.398) (123) (-8.521)
Beteiligungs- und Finanzergebnis -741 677 -1.234
Neutrales Ergebnis -814 -2.525 1.527
Ertragsteuern -784 -591 -193
Jahresergebnis -7.805 544 -8.349
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 74,9 Mio (Vorjahr EUR 53,7 Mio) erzielt. Davon resultierten insgesamt EUR 54,1 Mio (Vorjahr EUR 37,2 Mio) aus den Asset-Management-Aktivitäten des Konzerns, wozu die Erlöse aus der Bereederung von Schiffen mit EUR 48,3 Mio (Vorjahr EUR 33,9 Mio) wesentlich beitrugen. Die Umsatzerlöse aus der kaufmännischen Geschäftsbesorgung für Fondsgesellschaften beliefen sich auf insgesamt EUR 11,3 Mio (Vorjahr EUR 8,9 Mio); davon entfielen auf die Abwicklung von Assetverkäufen EUR 6,2 Mio (Vorjahr EUR 1,4 Mio).
Der Materialaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2018 um EUR 16,1 Mio auf EUR 42,5 Mio. erhöht. Er resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Leistungen im Zusammenhang mit der Bereederung von Seeschiffen in Höhe von EUR 26,8 Mio (Vorjahr EUR 20,3 Mio) und Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Rahmen des Schiffsbetriebs von EUR 9,6 Mio (Vorjahr EUR 1,0 Mio).
Der Personalaufwand beinhaltet im Wesentlichen Gehälter für Seeleute in Höhe von EUR 13,7 Mio (Vorjahr EUR 5,4 Mio). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der DS Tankers GmbH & Co. KG.
Das neutrale Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Währungsgewinne 3.679 2.655
Erträge aus Anteilsverkauf 3.089 0
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 216 166
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 203 310
Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen 29 0
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 0 172
7.216 3.303
Abschreibungen auf Finanzanlagen -4.449 -184
Währungsverluste -2.751 -5.446
Zuführungen zu Wertberichtigungen -472 -68
Forderungsverluste -358 -130
-8.030 -5.828
-814 -2.525
Die Erträge aus dem Anteilsverkauf betreffen den Verkauf der Beteiligung an der 66. Schiffahrt KG.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen resultieren in Höhe von EUR 4,3 Mio aus der Wertberichtigung der Ausleihung an die Blue Ocean & Blue Wave GmbH & Co. KG.
6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
6.1 Prognosebericht
Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Konzerngeschäftsführung aus der Geschäftsbesorgung und dem Asset Management Gesamterlöse von rund EUR 25,8 Mio, wovon EUR 4,1 Mio auf die Begleitung der Desinvestitionsphase einzelner Fonds entfallen. Damit wird das aktuelle Bestandsgeschäft weiterhin einen wesentlichen und stabilen Beitrag zur Ertragskraft der Dr. Peters Gruppe leisten. Darüber hinaus sind weitere Erlöse aus der Strukturierung von neuen Investments für private und institutionelle Investoren und dem Arrangement von Asset-Transaktionen geplant.
Hinsichtlich der Assetklasse Aviation ist der weltweite Flugzeugmarkt seit einigen Jahren von stabilen Wachstumszahlen geprägt. Da sich der Anstieg des weltweiten Passagieraufkommens im Geschäftsjahr 2018 weiter fortgesetzt hat, werden Fluggesellschaften in den kommenden Jahren erheblich in neue Flugzeuge investieren und dadurch die Bestandsflotte kontinuierlich ersetzen. Während der US-amerikanische Luftverkehrsmarkt eine stabile Anbieterstruktur aufweist, befindet sich die europäische Luftfahrt derzeit in einer Konsolidierungsphase, weil die Fluggesellschaften nur durch Realisierung von Effizienzgewinnen ihre Marktposition behaupten und ihr Angebot international ausbauen können. Diesen Marktbedingungen
begegnet die Dr. Peters Gruppe mit der Entwicklung neuer Investitionskonzepte für die Assetklasse Aviation. Gleichzeitig sind erhebliche Herausforderungen bei einzelnen Bestandsfonds zu bewältigen, insbesondere die erfolgte Rücklieferung von insgesamt vier A 380, die bislang an die Fluggesellschaft Singapore Airlines verleast waren, sowie die im Dezember 2019 bevorstehende Rücklieferung einer Boeing 777, für die die Fluggesellschaft Emirates ihre Verlängerungsoption zum Jahresende 2018 nicht ausgeübt hat. Die Dr. Peters Gruppe wird im Geschäftsjahr 2019 weiterhin intensiv an der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten arbeiten, die die sich ergebenden Chancen und Risiken angemessen berücksichtigen und bestmögliche Renditen für die Anleger erwirtschaften.
Das Bestandsgeschäft der Assetklasse Shipping ist geprägt durch eine divergente Entwicklung der einzelnen Schifffahrtsmärkte und durch markt- und altersbedingte Schiffsverkäufe, die im Geschäftsjahr 2018 zu einer weiteren Verkleinerung der Bestandsflotte geführt haben. Die Herausforderung besteht insbesondere darin, neue und jüngere Schiffe ins Management zu bringen, was durch die Akquise von Fremdmanagement-Aufträgen und die Initiierung neuer Schiffsinvestments für institutionelle Investoren realisiert werden soll. In dem zum Geschäftsbereich Shipping zählenden Bereich DS Crewing Services erwartet die Dr. Peters Gruppe durch die im Aufbau befindlichen Aktivitäten zur Vermittlung und Überlassung von Pflegekräften aus den Philippinen für das Geschäftsjahr 2019 erste Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Beenden wird die Dr. Peters Gruppe ihr Engagement im Bereich Multipurpose-Schiffe.
Für die Assetklasse Real Estate werden Geschäftsergebnisse auf stabilem Niveau erwartet. Auf Basis des unverändert hohen Anlagebedarfs bei anhaltender Produktknappheit wird mit einer dynamischen Entwicklung der Immobilienpreise gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2019 ist die Konzipierung neuer Investmentprodukte für verschiedene Kundengruppen geplant, die eine positive Entwicklung der Managementerlöse dieses Geschäftsbereichs erwarten lassen.
Für das Geschäftsjahr 2019 wird insgesamt mit einem ausgeglichenen EBIT sowie einer stabilen Finanzierungssituation bei ausreichend hoher Liquidität und Eigenkapitalquote gerechnet.
Aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen ist die Geschäftspolitik der Dr. Peters Gruppe auch weiterhin auf eine serviceorientierte Kundenfokussierung ausgerichtet, die neben der Zufriedenheit der Bestandskunden auch die Bedürfnisse und Interessen potenzieller neuer Kundengruppen berücksichtigen soll. Dazu werden die Entwicklung innovativer Investitionskonzepte und eine geschickte Einkaufspolitik kombiniert mit einer Diversifizierung der Konzernaktivitäten durch den Aufbau neuer Geschäftsfelder innerhalb der bestehenden Geschäftsbereiche. Für sämtliche Assetklassen besteht weiterhin die Zielvorgabe, für unsere Anleger sicherheitsorientierte, mit langfristigen Verträgen und bonitätsstarken Partnern ausgestattete renditestarke Investments anzubieten.
6.2 Chancen- und Risikobericht
Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist ein zentrales Element der Unternehmensführung in der Dr. Peters Gruppe. Aufgrund der stetig steigenden Komplexität und Volatilität der Investmentmärkte wird das Chancen- und Risikomanagement regelmäßig den veränderten Rahmenbedingungen angepasst.
Beim Risikomanagement der finanziellen Mittel und Fremdwährungen verfolgt die Geschäftsleitung eine konservative Strategie. Die finanziellen Mittel sind überwiegend als liquide Termin- und Festgelder angelegt. Einnahmen und Ausgaben in Fremdwährungen fallen in der Unternehmensgruppe zum Teil in USD an. Die Dr. Peters Gruppe hält entsprechend der Fälligkeit die benötigten Mittel bereit. Überschießende Mittel werden in USD-Festgeldanlagen angelegt bzw. zu als attraktiv angesehenen USD/EUR-Wechselkursen verkauft. Die Planung der Liquidität sowie der Liquiditätsallokation im Konzern erfolgt im Rahmen einer monatlich aktualisierten Liquiditätsplanung und eines wöchentlichen Liquiditätsstatus.
Die Ergebnissteuerung des Konzerns erfolgt auf der Grundlage eines retrospektiven Monats-Controllings sowie einer kurzfristigen rollierenden Planung, die sämtliche entscheidungsrelevanten Informationen beinhalten, damit bei eventuell auftretenden Mindererlösen oder höheren Kosten gegenüber dem Budget rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.
Für die Dr. Peters Gruppe stehen die für ein etabliertes Unternehmen üblichen Risiken im Vordergrund, wie etwa Marktrisiken, die Entwicklung der Erlös- und Kostenstruktur sowie operationale Risiken wie IT- und Personalrisiken. Die Risiken sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.
Das größte Risiko des Konzerns besteht weiterhin in einem unsicheren Marktumfeld für geschlossene AIF und in der damit verbundenen Zurückhaltung potenzieller Anteilszeichner. Daraus resultiert das Risiko, dass aus der Geschäftstätigkeit der Dr. Peters Gruppe nicht die erforderlichen Erträge in geplanter Höhe erwirtschaftet werden können. Diesem Risiko begegnet die Geschäftsführung, indem das Kostenmanagement sich eng an den Erlöschancen orientiert und dabei vor allem an den gestiegenen langfristigen Erträgen.
Darüber hinaus bestehen hinsichtlich der im Bestand befindlichen Altfonds und AIF die üblichen Markt- und Vertragspartnerrisiken, die laufend überwacht werden und weiterhin dem Risikoprofil entsprechen.
Es besteht das Risiko, dass die tatsächlichen Kosten des Konzerns (Betriebskosten, Verwaltungskosten, Personalkosten etc.) die ursprünglich kalkulierten Kosten übersteigen und zukünftig das Bestandsgeschäft daher nicht mehr ausreicht, die anfallenden Kosten vollständig zu decken.
Weiterhin besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonen aus der Dr. Peters Gruppe ausscheiden oder dem Unternehmen durch sonstige Personalrisiken (z. B. Kommunikationsfehler, Fehlentscheidungen aufgrund suboptimaler Informationen) Schaden entsteht. Diesem Risiko wird durch ein zentrales Personalmanagement entgegengewirkt.
Ein weiteres Risiko besteht in der Akquise von neuen Objekten, die sich für einen AIF eignen. Der Immobilienmarkt in Deutschland ist unverändert heiß umkämpft, sodass die Konkurrenz um geeignete Immobilienprojekte groß ist und die Ankaufspreise für Objekte weiter steigen. Wenn eine geplante Objektakquise nicht gelingt, können auch
die geplanten Konzeptionserlöse nicht realisiert werden. Der Immobilienmarkt wird daher von den Mitarbeitern der Dr. Peters Gruppe intensiv beobachtet, um auf interessante Akquisemöglichkeiten schnell reagieren zu können.
Auf der Basis aller zur Verfügung stehen Informationen zeichnen sich keine Risikoentwicklungen ab, die über die Risiken eines normalen Geschäftsbetriebes hinausgehen und den Fortbestand der Dr. Peters Gruppe gefährden könnten.
Chancen sieht die Dr. Peters Gruppe in der Entwicklung und Etablierung neuer Geschäftsfelder innerhalb ihrer bestehenden Geschäftsbereiche, bei der die im Konzern bereits vorhandene Expertise genutzt werden kann. Auch bei der geplanten Erschließung neuer Kundengruppen greift die Dr. Peters Gruppe auf ihre Erfahrungen u. a. aus der erfolgreichen Platzierung eines Flugzeuginvestments bei institutionellen Investoren zurück. Wie in den Vorjahren wird sich die Dr. Peters Gruppe den sich ändernden Erfordernissen am Markt flexibel und zeitnah anpassen, aktiv neue Marktchancen identifizieren und umsetzen. Umfassender Kundenservice und innovative Investmentkonzepte sichern auch zukünftig die Marktposition der Dr. Peters Gruppe.
Peters Group aus Dortmund miese Bilanz- wir sagen schon lange Finger weg!
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