Source: http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&st=lr&doc.id=jlr-BerSchulATAPOHApG4&doc.part=X&doc.origin=bs
Timestamp: 2020-07-02 06:37:40
Document Index: 292088132

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 47', '§ 192', '§ 40', '§ 19', '§ 40', '§ 25', '§ 27', '§ 30', '§ 20', '§ 25', '§ 30', '§ 33', '§ 34', '§ 20', '§ 14']

Vom 25. Juli 20001)2)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 16. Dezember 2019 (HmbGVBl. 2020 S. 1)3)
[Red. Anm.: Beachte die in der Verordnung zur Anpassung der Prüfungsregelungen in beruflichen Bildungsgängen aus Anlass der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 16. April 2020 (HmbGVBl. S. 216) verkündeten Ausnahmeregelungen.]
Auf Grund von § 44 Absatz 1 Satz 2, § 44 Absatz 2 Satz 3, § 45 Absatz 4, § 46 Absatz 2 und § 47 Absatz 2 des Hamburgischen Schulgesetzes vom 16. April 1997 (Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt Seite 97) wird verordnet:
1Diese Verordnung gilt für alle berufsbildenden Schulformen und Bildungsgänge soweit nicht in der jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsordnung etwas anderes bestimmt ist. 2Diese Verordnung gilt nicht für die beruflichen Gymnasien.
(2) 1Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Vorbildungen an einer Schule im Ausland erworben haben und deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist, müssen für die Zulassung zu einer Ausbildung zusätzlich zu Absatz 1 Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der deutschen Sprache nachweisen, die es ihnen ermöglichen, mit Aussicht auf Erfolg am Unterricht der jeweiligen Ausbildung teilzunehmen. 2Ausreichende Sprachkenntnisse werden durch eine entsprechende Vorbildung oder durch die erfolgreiche Teilnahme an der Eingangsprüfung Deutsch nachgewiesen. 3Die Eingangsprüfung Deutsch wird von der Schule entsprechend den Anforderungen der Ausbildung durchgeführt. 4Zur Durchführung bildet die Schulleiterin oder der Schulleiter einen Prüfungsausschuss, der aus drei Lehrkräften besteht. 5Der Prüfungsausschuss beschließt mit Stimmenmehrheit; Stimmenthaltung ist unzulässig. 6Über die Prüfung wird eine Ergebnisniederschrift geführt. 7Das Ergebnis der Prüfung wird der Bewerberin oder dem Bewerber unverzüglich bekannt gegeben.
(1) 1Die Zulassung zu einer Ausbildung kann eine Durchschnittsnote voraussetzen. 2Die Durchschnittsnote wird aus allen Noten des zur Zulassung erforderlichen Abschlusszeugnisses mit Ausnahme der Note für das Fach Sport auf eine Stelle hinter dem Komma errechnet; es wird nicht gerundet. 3Die Noten für ausschließlich im Wahlpflichtbereich unterrichtete Fächer und Lernbereiche werden nur mit ihrem Mittelwert berücksichtigt. 4Bei einem Abschlusszeugnis der integrierten Gesamtschule wird der Notendurchschnitt der auf grundlegende und erweiterte Anforderungen bezogenen Noten (A- und B-Noten) wie folgt errechnet:
(2) 1Wer die in Absatz 1 genannte Durchschnittsnote nicht erreicht hat, weil persönliche, schwer wiegende Belastungen die Leistungsfähigkeit eingeschränkt haben, wird ausnahmsweise zugelassen, wenn auf Grund der persönlichen Leistungsentwicklung zu erwarten ist, dass sie oder er die Ausbildung erfolgreich abschließen wird. 2Voraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Aufnahmegespräch, in dem insbesondere der schulische Werdegang, die Beweggründe für die Wahl der Ausbildung sowie die mit den Anforderungen der Ausbildung möglicherweise verbundenen Schwierigkeiten für die Bewerberin oder den Bewerber zu erörtern sind. 3Das Aufnahmegespräch wird von einem Zulassungsausschuss geführt, der von der Schulleiterin oder dem Schulleiter bestimmt wird. 4Ihm gehören die Schulleiterin oder der Schulleiter oder eine Inhaberin oder ein Inhaber einer Funktionsstelle und zwei weitere Mitglieder der Lehrerkonferenz an. 5Der Zulassungsausschuss beschließt mit Stimmenmehrheit; Stimmenthaltung ist unzulässig. 6Über das Aufnahmegespräch wird eine Ergebnisniederschrift geführt. 7Die Entscheidung des Zulassungsausschusses wird unverzüglich bekannt gegeben.
(1) 1Eine Ausbildung kann mit einer sechs Monate dauernden Probezeit beginnen, in der die Schülerinnen und Schüler nachweisen sollen, dass sie auf Grund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erfüllen (Probehalbjahr). 2Die Voraussetzungen erfüllt, wer nach den Noten des Halbjahreszeugnisses eine Durchschnittsnote von mindestens 4,0 erreicht und gegebenenfalls die besonderen Voraussetzungen der maßgeblichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung erfüllt hat. 3Die Durchschnittsnote wird aus allen Noten mit Ausnahme der Note für das Fach Sport auf eine Stelle hinter dem Komma errechnet; es wird nicht gerundet.
(2) 1Wer die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung nach Absatz 1 nicht erfüllt, muss die Ausbildung beenden. 2Eine Wiederholung des Probehalbjahres oder von Teilen des Probehalbjahres ist ausgeschlossen. 3Die zuständige Behörde kann eine Wiederholung ausnahmsweise genehmigen, wenn die Beendigung der Ausbildung durch längere Krankheit oder andere schwer wiegende Belastungen verursacht ist.
(3) 1Ausnahmsweise kann eine Schülerin oder ein Schüler die Ausbildung fortsetzen, ohne dass die Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllt sind, wenn auf Grund der persönlichen Leistungsentwicklung und Leistungsbereitschaft zu erwarten ist, dass sie oder er die Ausbildung erfolgreich abschließen wird. 2Die Entscheidung trifft die Zeugniskonferenz.
(2) 1Bei den Noten sehr gut bis mangelhaft ist eine vorhandene Leistungstendenz durch Zufügung eines Plus- oder Minuszeichens zu kennzeichnen; dies gilt nicht für Zeugnis- und Endnoten. 2Zwischennoten sind unzulässig.
(1) 1Unterrichtliche Lernziele und Inhalte können durch gruppenbezogene Lern- und Arbeitsformen vermittelt werden. 2Schriftliche, mündliche und praktische Leistungen, die Schülerinnen und Schüler gemeinsam oder einzeln zur Erfüllung einer gruppenbezogenen Aufgabenstellung erbringen, können für alle Mitglieder der Gruppe mit einer Gruppennote bewertet werden.
(2) 1Für eine Gruppenarbeit sind geeignete Maßnahmen vorzusehen, die gewährleisten, dass die Schülerinnen und Schüler auch individualisierbare Leistungen in die Gruppenarbeit einbringen. 2Die Grundlagen der Leistungsbewertung werden den Schülerinnen und Schülern vor Beginn der Gruppenarbeit vermittelt.
(3) 1Hat eine Schülerin oder ein Schüler nicht oder nur unerheblich an der Gruppenarbeit mitgewirkt, ist ihre oder seine Leistung, unabhängig von der Bewertung der Gruppenarbeit, mit der Note ungenügend zu bewerten. 2Hat eine Schülerin oder ein Schüler die Leistung der Gruppe insgesamt durch herausragendes Mitwirken besonders gefördert, kann diese Leistung, unabhängig von der Bewertung der Gruppenarbeit, mit einer besseren Note als die Gruppennote bewertet werden.
(1) 1Unterrichtsfächer können in projektorientierten Unterrichtsvorhaben übergreifend unterrichtet werden. 2Dabei sind geeignete projektspezifische Leistungsnachweise vorzusehen, die eine Bewertung der Leistungen der Schülerin oder des Schülers gewährleisten.
(2) 1Die von den Schülerinnen und Schülern in einem projektorientierten Unterrichtsvorhaben erbrachten Leistungen werden entweder für jedes Fach getrennt bewertet oder mit einer Gesamtnote, die für jedes Fach oder jeden Kurs gilt. 2Die Leistungen können auch mit einer Projektnote bewertet werden, wenn das Unterrichtsvorhaben mindestens 40 Unterrichtsstunden umfasst. 3Die Projektnote wird als zusätzliche Note im Zeugnis aufgeführt und ist in ihren Wirkungen der Note eines Faches gleichgestellt.
(1) 1Die Schülerinnen und Schüler können im letzten Schuljahr eine besondere Lernleistung erbringen. 2Als besondere Lernleistung gilt eine Arbeit, in der die Schülerin oder der Schüler eine Aufgabenstellung mit fachlichem Bezug zu einem Unterrichtsfach selbstständig konzipiert, bearbeitet, reflektiert und dokumentiert. 3Die besondere Lernleistung ist schriftlich zu dokumentieren und in einem Kolloquium zu erörtern. 4Sie kann von bis zu drei Schülerinnen und Schülern gemeinsam erbracht werden, wenn eine getrennte Bewertung der individuellen Leistungen gewährleistet ist. 5Die besondere Lernleistung ist mit der Fachlehrkraft abzustimmen und wird von dieser in geeigneter Form begleitet.
(2) 1Für die Bewertung der besonderen Lernleistung bestimmt die Schulleiterin oder der Schulleiter einen Bewertungsausschuss. 2Ihm gehören die Schulleiterin oder der Schulleiter oder eine Inhaberin oder ein Inhaber einer Funktionsstelle als vorsitzendes Mitglied und zwei Fachlehrkräfte als beisitzende Mitglieder an; dem Bewertungsausschuss soll die Lehrkraft angehören, die die besondere Lernleistung begleitet hat. 3Die Bewertung der besonderen Lernleistung setzt sich aus den Einzelbewertungen der in der schriftlichen Dokumentation und im Kolloquium sowie gegebenenfalls in einem Produkt erbrachten Leistungen zusammen. 4Die schriftliche Dokumentation und gegebenenfalls das Produkt werden von den beisitzenden Mitgliedern jeweils begutachtet und bewertet. 5Das Kolloquium wird vom Bewertungsausschuss durchgeführt und bewertet; es wird eine Ergebnisniederschrift geführt. 6Der Bewertungsausschuss beschließt mit Stimmenmehrheit; Stimmenthaltung ist unzulässig. 7Die Note für die besondere Lernleistung wird der Schülerin oder dem Schüler unverzüglich bekannt gegeben.
(1) 1Die Schülerin oder der Schüler erhält am Ende eines Schulhalbjahres ein Halbjahreszeugnis, soweit kein anderes Zeugnis erteilt wird. 2Die Lehrerkonferenz kann beschließen, dass keine Halbjahreszeugnisse erteilt werden; dies gilt nicht für das Halbjahreszeugnis am Ende des Probehalbjahres und für Ausbildungen mit Halbjahresversetzung.
(1) 1Wird ein im Unterricht geforderter Leistungsnachweis ohne Nachweis eines wichtigen Grundes nicht erbracht, so wird dies als ungenügende Leistung gewertet. 2Liegt ein wichtiger Grund vor und ist der Leistungsnachweis für die Festsetzung der Note erforderlich, wird der Schülerin oder dem Schüler Gelegenheit gegeben, einen entsprechenden Leistungsnachweis nachträglich zu erbringen. 3Für einen nicht erbrachten nachträglichen Leistungsnachweis gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend; ein weiterer nicht erbrachter nachträglicher Leistungsnachweis wird als ungenügende Leistung gewertet.
(2) 1Ist die Bewertung der Leistungen einer Schülerin oder eines Schülers in einem Fach wegen Fehlens von Leistungsnachweisen nicht möglich, so wird keine Note festgesetzt. 2In der Wirkung entspricht dies ungenügenden Leistungen in dem Fach, außer wenn die Bewertung wegen erheblichen Unterrichtsausfalls nicht möglich ist oder die Schülerin oder der Schüler von der Teilnahme am Unterricht befreit war oder aus einem wichtigen Grund nicht am Unterricht teilnehmen konnte.
(1) 1Jahres- und Halbjahreszeugnisse können Bemerkungen zu den Zeugnisnoten der Schülerin oder des Schülers enthalten. 2Sie sind frei zu formulieren und so zu fassen, dass sie der Schülerin oder dem Schüler für den weiteren Schulbesuch hilfreich sind.
(3) 1Alle Zeugnisse enthalten die nach den Vorschriften dieser Verordnung und nach den besonderen Vorschriften der maßgeblichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung erforderlichen Vermerke zur Schullaufbahn und zu den erworbenen Berechtigungen. 2In dem für die Versetzung einer Schülerin oder eines Schülers entscheidenden Zeugnis wird zur Schullaufbahn »versetzt« oder »nicht versetzt« vermerkt. 3Beendet eine Schülerin oder ein Schüler die Ausbildung am Ende des für die Versetzung maßgeblichen Ausbildungsabschnitts und erfüllt sie oder er die Voraussetzungen für die Versetzung in den nächsthöheren Ausbildungsabschnitt, wird dies im Abgangszeugnis vermerkt. 4In dem nach nicht bestandener Abschlussprüfung zu erteilenden Abgangszeugnis wird vermerkt, dass die Prüfung nicht bestanden wurde.
(3) 1Ist in einem Fach wegen Fehlens von Leistungsnachweisen keine Note erteilt worden und entspricht dies in der Wertung ungenügenden Leistungen, wird an der betreffenden Stelle des Zeugnisses »nicht bewertbar« eingetragen. 2Ist in einem Fach wegen Unterrichtsausfalls keine Note erteilt worden, wird an der betreffenden Stelle des Zeugnisses »nicht erteilt« eingetragen. 3Ist in einem Fach keine Note erteilt worden, weil die Schülerin oder der Schüler vom Unterricht befreit worden war, wird an der betreffenden Stelle des Zeugnisses »befreit« eingetragen. 4Ist in einem Fach keine Note erteilt worden, weil die Schülerin oder der Schüler aus einem wichtigen Grund nicht am Unterricht teilnehmen konnte, wird an der betreffenden Stelle des Zeugnisses »entschuldigt nicht teilgenommen« eingetragen.
(4) 1Beendet eine Schülerin oder ein Schüler die Ausbildung innerhalb der ersten zwei Monate, enthält das Abgangszeugnis keine Noten. 2Beendet eine Schülerin oder ein Schüler die Ausbildung innerhalb der ersten zwei Monate nach Unterrichtsbeginn eines Ausbildungsabschnitts, werden die Noten des letzten Zeugnisses in das Abgangszeugnis übernommen.
(6) 1Ein Zeugnis wird in zwei Ausfertigungen erstellt. 2Die Ausfertigungen des Halbjahres-, Jahres- oder Abgangszeugnisses werden jeweils von der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer und von der Schulleiterin oder dem Schulleiter unterschrieben; sie tragen das Datum des Ausgabetages. 3Die Ausfertigungen des Abschlusszeugnisses werden jeweils von der Prüfungsleitung und der Schulleiterin oder dem Schulleiter unterschrieben und mit dem Dienstsiegel der zuständigen Behörde versehen; sie tragen das Datum des Tages, an dem die Endnoten festgesetzt worden sind. 4Beide Ausfertigungen des Zeugnisses werden der Schülerin oder dem Schüler ausgehändigt, sofern nicht eine Erteilung auf anderem Wege geboten ist. 5Die Schülerin oder der Schüler, im Falle der Minderjährigkeit eine oder einer der Sorgeberechtigten, bestätigt die Kenntnisnahme auf einer der Ausfertigungen und gibt diese an die Schule zurück. 6Diese Ausfertigung wird in der Schule verwahrt.
1Über die Sitzungen der Zeugniskonferenz werden Ergebnisniederschriften geführt. 2In die Niederschrift sind auch die Entscheidungsgründe aufzunehmen, wenn
1Ist die Versetzung einer Schülerin oder eines Schülers oder die Erreichung des Abschlusses gefährdet, weist die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer im Einvernehmen mit den Fachlehrkräften die Schülerin oder den Schüler unverzüglich und schriftlich darauf hin. 2Das Unterbleiben einer Warnung begründet keinen Anspruch auf Versetzung oder Erteilung des Abschlusszeugnisses.
(1) 1Eine Schülerin oder ein Schüler wird nachträglich versetzt, wenn auf Grund ihrer oder seiner Leistungen in einer Nachprüfung zu erwarten ist, dass sie oder er erfolgreich am Unterricht des nächsthöheren Ausbildungsabschnitts teilnehmen wird. 2Eine Nachprüfung ist in höchstens einem Fach zulässig, das in dem nächsthöheren Ausbildungsabschnitt unterrichtet wird und in dem die Schülerin oder der Schüler mangelhafte Leistungen erbracht hat, für die sie oder er keinen Ausgleich entsprechend der maßgeblichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung hat. 3Die Zeugniskonferenz stellt fest, ob und in welchen Fächern eine Nachprüfung zulässig ist und teilt dies der Schülerin oder dem Schüler unmittelbar nach der Entscheidung schriftlich mit. 4Kommen für die Nachprüfung mehrere Fächer in Betracht, wählt die Schülerin oder der Schüler das Fach aus, in dem die Nachprüfung abgelegt werden soll.
(2) 1Die Schülerin oder der Schüler kann sich bis zwei Wochen vor Beginn des Unterrichts im nachfolgenden Ausbildungsabschnitt zur Nachprüfung in einem der zugelassenen Fächer anmelden. 2Die Nachprüfung wird innerhalb einer Woche nach Beginn des Unterrichts durchgeführt. 3Bis zur Entscheidung über die nachträgliche Versetzung nimmt die Schülerin oder der Schüler als Gast am Unterricht im nächsthöheren Ausbildungsabschnitt teil.
(3) 1Für die Durchführung der Nachprüfung bestimmt die Schulleiterin oder der Schulleiter einen Nachprüfungsausschuss. 2Ihm gehören die Schulleiterin oder der Schulleiter oder die Inhaberin oder der Inhaber einer Funktionsstelle als vorsitzendes Mitglied sowie zwei Fachlehrkräfte als beisitzende Mitglieder an; dem Nachprüfungsausschuss soll die Lehrkraft angehören, die die Schülerin oder den Schüler in dem Fach im vorangegangenen Ausbildungsabschnitt unterrichtet hat. 3Die Nachprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. 4Der schriftliche Teil entspricht in seinem Umfang und seinen Anforderungen einer Klassenarbeit des vorangegangenen Ausbildungsabschnitts. 5Die Aufgaben bestimmt ein beisitzendes Mitglied. 6Die beisitzenden Mitglieder des Nachprüfungsausschusses begutachten jeweils unabhängig voneinander die Arbeit und schlagen eine Note vor. 7Die mündliche Prüfung wird als Einzel- oder Gruppenprüfung vom Nachprüfungsausschuss durchgeführt und soll etwa 15 Minuten je Prüfling dauern. 8Sie findet nicht statt, wenn im schriftlichen Teil mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht wurden. 9Von der mündlichen Prüfung kann abgesehen werden, wenn im schriftlichen Teil mindestens befriedigende Leistungen erbracht wurden. 10Der Nachprüfungsausschuss entscheidet mit Stimmenmehrheit; Stimmenthaltung ist unzulässig.
(4) 1Im Anschluss an die mündliche Prüfung setzt der Nachprüfungsausschuss die Note für die in der Nachprüfung insgesamt erbrachten Leistungen fest. 2Die Nachprüfung ist bestanden, wenn die Schülerin oder der Schüler mindestens ausreichende Leistungen erbracht hat. 3In diesem Fall versetzt der Nachprüfungsausschuss die Schülerin oder den Schüler nachträglich. 4Das Ergebnis der Nachprüfung und die Entscheidung über die nachträgliche Versetzung sind der Schülerin oder dem Schüler schriftlich mitzuteilen.
(5) 1Versäumt die Schülerin oder der Schüler einen Nachprüfungstermin ohne wichtigen Grund, gilt die Nachprüfung als nicht bestanden. 2Der wichtige Grund ist unverzüglich nachzuweisen; bei Krankheit kann die Vorlage einer amtsärztlichen Bescheinigung verlangt werden. 3Liegt ein wichtiger Grund vor, legt das vorsitzende Mitglied des Nachprüfungsausschusses einen neuen Prüfungstermin innerhalb der nächsten zwei Wochen fest. 4Bereits abgelegte Prüfungsteile werden angerechnet. 5Wird der neue Prüfungstermin versäumt, gilt die Nachprüfung als nicht bestanden.
§ 192)
(2) 1Eine Schülerin oder ein Schüler kann mit Genehmigung der Zeugniskonferenz in den nachfolgenden Ausbildungsabschnitt zurücktreten, wenn auf Grund ihrer oder seiner Lern- und Leistungsentwicklung eine erfolgreiche Mitarbeit erheblich beeinträchtigt ist und wenn zu erwarten ist, dass sie oder er in dem nachfolgenden Ausbildungsabschnitt besser gefördert werden kann. 2Bei Ausbildungen, die nach der maßgeblichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung regelhaft ein Schuljahr umfassen, ist der Rücktritt ausgeschlossen. 3Der Rücktritt in den nachfolgenden Ausbildungsabschnitt ist auch ausgeschlossen, wenn ausschließlich die erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht nach § 40 b Absatz 2 Nummern 1, 3 und 4 erheblich beeinträchtigt ist. 4Ein Rücktritt innerhalb von zwei Monaten vor dem Beginn der Abschlussprüfung gilt als Nichtbestehen der Prüfung.
(3) 1Eine Schülerin oder ein Schüler darf die nach der maßgeblichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung vorgesehene Regelausbildungszeit durch Rücktritt und Wiederholung höchstens um ein Schuljahr verlängern. 2Wer die Ausbildung innerhalb dieser Zeit nicht abschließen kann, muss sie beenden. 3Ausnahmsweise kann die Zeugniskonferenz die Fortsetzung der Ausbildung genehmigen, wenn die Wiederholung eines Ausbildungsabschnitts durch längere Krankheit oder andere schwer wiegende Belastungen verursacht ist und wenn zu erwarten ist, dass trotz der Belastungen das Ziel des bisher besuchten Ausbildungsabschnitts erreicht wird.
(1) 1Die zuständige Behörde bestellt zur Organisation und Beaufsichtigung des Prüfungsverfahrens eine Prüfungsleiterin oder einen Prüfungsleiter (Prüfungsleitung). 2Zur Prüfungsleitung kann eine Beamtin oder ein Beamter des Schulaufsichts- oder Schulverwaltungsdienstes, die Schulleiterin oder der Schulleiter oder die stellvertretende Schulleiterin oder der stellvertretende Schulleiter bestellt werden. 3Zur Prüfungsleitung kann ferner ein Mitglied der Lehrerkonferenz bestellt werden, das über hinreichende Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen verfügt.
(2) 1In der Abschlussprüfung soll die Schülerin oder der Schüler nachweisen, dass ihre oder seine erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten den Anforderungen entsprechen, die mit dem Ausbildungsziel des Bildungsgangs verbunden sind. 2Die Abschlussprüfung besteht in der Regel aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil; ein praktischer Teil kann hinzutreten.
(2) 1Die Vornoten werden auf Grund der Leistungen der Schülerin oder des Schülers während der Gesamtdauer des Bildungsganges festgesetzt. 2Wurde ein Prüfungsfach im letzten Ausbildungsabschnitt nicht mehr unterrichtet, ist die Note des letzten Zeugnisses die Vornote.
(1) 1Die schriftliche Prüfung besteht aus Prüfungsaufgaben, die in der vorgegebenen Zeit unter Aufsicht schriftlich zu bearbeiten sind. 2Die Aufgaben können auch praktische Anteile umfassen.
(2) 1Die Aufgaben für die schriftliche Prüfung bestimmt die zuständige Behörde. 2Die Aufgaben können auch aus mehreren Teilaufgaben bestehen oder in der Weise gestellt werden, dass der Prüfling aus mehreren eine auswählt. 3Die Fachlehrkraft schlägt der zuständigen Behörde zu dem von ihr festgesetzten Termin über die Schulleiterin oder den Schulleiter Aufgaben unter Angabe der vorgesehenen Hilfen und Hilfsmittel vor. 4Es dürfen keine Aufgaben vorgeschlagen werden, die im Unterricht bereits so weit behandelt wurden oder einer bearbeiteten Aufgabe so nahe stehen, dass ihre Lösung keine selbstständige Leistung mehr darstellt. 5Die zuständige Behörde ist an die Vorschläge nicht gebunden; sie kann insbesondere die vorgeschlagenen Aufgaben ändern, weitere Aufgabenvorschläge anfordern oder einheitliche Aufgaben für eine Ausbildung festlegen. 6Die Aufgabenvorschläge und die zur Bearbeitung bestimmten Aufgaben sind bis zum Beginn der Prüfung unter Verschluss zu halten.
(3) 1Die Prüfungsleitung sorgt durch geeignete Maßnahmen für einen ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung. 2Zu Beginn der Prüfung ist der Prüfling auf die Vorschriften über Versäumnis und Pflichtwidrigkeiten hinzuweisen.
(4) 1Die Prüfungsaufgaben sind übersichtlich und gut leserlich in der vorgesehenen Zeit zu bearbeiten. 2Reicht die Bearbeitungszeit nicht aus, so ist die Arbeit unvollendet abzugeben. 3Eine nicht rechtzeitig abgegebene Arbeit gilt als ungenügende Leistung. 4Die bearbeiteten Prüfungsaufgaben erhalten keine für die Mitglieder des Fachprüfungsausschusses erkennbare Bezeichnung des Prüflings.
(5) 1Die beisitzenden Mitglieder des Fachprüfungsausschusses begutachten jeweils die Arbeit unter Kennzeichnung ihrer Vorzüge und Mängel, der richtigen Lösungen und der Fehler und schlagen jeweils eine Note vor. 2Die Note für die schriftliche Prüfung wird vom Fachprüfungsausschuss festgesetzt und dem Prüfling unverzüglich bekannt gegeben.
(1) 1Die praktische Prüfung besteht aus Prüfungsaufgaben, die in der vorgegebenen Zeit praktisch zu bearbeiten und deren Ergebnisse in der Regel darzustellen sind. 2Die Aufgaben können auch schriftliche Anteile umfassen. 3Bis zu fünf Prüflinge können gemeinsam eine Prüfungsaufgabe bearbeiten, wenn eine getrennte Bewertung der individuellen Leistungen möglich ist.
(2) 1Die Prüfungsleitung setzt die mündliche Prüfung in einem Prüfungsfach fest, wenn das Ergebnis der schriftlichen oder der praktischen Prüfung um mehr als zwei ganze Notenstufen von der Vornote abweicht. 2Die Prüfungsleitung kann die mündliche Prüfung in einem Prüfungsfach festsetzen, um angemessene und vergleichbare Prüfungsanforderungen zu gewährleisten.
(3) 1Der Prüfling kann eine mündliche Prüfung in höchstens der Hälfte der Prüfungsfächer beantragen. 2Ist der Prüfling in einem Fach bereits schriftlich oder praktisch geprüft worden, kann er die mündliche Prüfung nur beantragen, wenn das Ergebnis der schriftlichen oder der praktischen Prüfung von der Vornote abweicht. 3Eine mündliche Prüfung findet nicht statt, wenn der Prüfling die Abschlussprüfung insgesamt nicht mehr bestehen kann.
(4) 1Die mündliche Prüfung in einem Prüfungsfach ist innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe der Vornote oder nach Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen oder der praktischen Prüfung schriftlich zu beantragen. 2Der Antrag kann nicht zurückgenommen werden.
(6) 1Die mündliche Prüfung wird vom Fachprüfungsausschuss durchgeführt. 2Sie wird vom vorsitzenden Mitglied geleitet und von einem beisitzenden Mitglied geführt. 3Alle Mitglieder des Fachprüfungsausschusses können Fragen stellen. 4Die Prüfung soll sich auf Unterrichtsinhalte des letzten Ausbildungsabschnitts beschränken. 5Sie kann auch praktische Teile umfassen.
(7) 1Der Prüfling wird allein oder in einer Gruppe bis zu fünf Prüflingen geprüft. 2In einem Fach soll der Prüfling nicht länger als etwa 20 Minuten geprüft werden. 3Zur Vorbereitung auf die Prüfungsaufgaben kann eine Vorbereitungszeit von bis zu 30 Minuten gegeben werden.
(8) 1Im Anschluss an die mündliche Prüfung setzt der Fachprüfungsausschuss die Note für die in der mündlichen Prüfung erbrachten Prüfungsleistungen fest und gibt sie dem Prüfling unverzüglich bekannt. 2Ist ein Prüfling der Auffassung, dass die Benotung nicht den erbrachten Leistungen entspricht, muss er unmittelbar im Anschluss an die Bekanntgabe der Noten den Prüfungsausschuss auffordern, die Note zu begründen. 3Der Prüfling kann binnen einer Woche eine schriftliche Begründung verlangen, wenn er die mündlich gegebene Begründung nicht für überzeugend hält und inhaltliche Argumente vorträgt, die eine sachliche Überprüfung zulassen.
(2) 1Die Prüfung wird auf Antrag des Prüflings durchgeführt. 2Der Antrag ist bis zum Beginn des letzten Schulhalbjahres der Ausbildung zu stellen und kann grundsätzlich nicht zurückgenommen werden. 3Die Schule soll die Schülerin oder den Schüler beraten. 4Ein Prüfling wird zugelassen, wenn er bis zum Zeitpunkt der Prüfung weniger als drei Jahre Englischunterricht erteilt bekommen hat. 5Über Ausnahmen entscheidet die zuständige Behörde.
(5) 1Die Note der anderen Fremdsprache wird anstelle von Fachenglisch im Zeugnis eingetragen. 2Im Zeugnis wird vermerkt, dass der Schüler am Unterricht im Fach Fachenglisch teilgenommen hat.
(1) 1Nach Abschluss der mündlichen Prüfung setzt der Fachprüfungsausschuss für das Prüfungsfach die Prüfungsnote fest. 2Die Prüfungsnote wird auf Grund der in der Abschlussprüfung insgesamt erbrachten Leistungen unter Berücksichtigung ihrer Anteile an der Gesamtleistung und der Art des Faches festgesetzt.
(2) 1Nach Festsetzung der Prüfungsnoten setzt die Prüfungsleitung für jedes Prüfungsfach die Endnote fest. 2Die Endnote wird als Durchschnittsnote aus der Vornote und der Prüfungsnote gebildet. 3Liegt der Durchschnitt in der Mitte zwischen zwei Noten, gibt die Prüfungsnote den Ausschlag. 4In Prüfungsfächern, in denen keine Prüfung stattgefunden hat, ist die Vornote die Endnote.
1Wer ohne wichtigen Grund einen Prüfungstermin versäumt oder eine geforderte Prüfungsleistung nicht erbringt, hat die Abschlussprüfung nicht bestanden. 2Wird ein wichtiger Grund unverzüglich nachgewiesen, bestimmt die Prüfungsleitung einen neuen Prüfungstermin; bei Krankheit kann die Vorlage einer amtsärztlichen Bescheinigung verlangt werden. 3Bereits abgelegte Prüfungsteile werden angerechnet. 4Wird eine Abschlussprüfung mehr als insgesamt zweimal unterbrochen, gilt sie als nicht bestanden.
(2) 1Die Aufsicht führende Lehrkraft teilt der Prüfungsleitung jede Pflichtwidrigkeit unverzüglich mit. 2Die Aufsicht führende Lehrkraft kann Prüflinge, die eine Pflichtwidrigkeit begehen, von der Fortsetzung der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben ausschließen.
(4) 1Wird eine Pflichtwidrigkeit, die zum Ausschluss berechtigt hätte, erst nach dem Abschluss der Prüfung festgestellt, so kann die zuständige Behörde die in der Prüfung erzielten Leistungen nachträglich für nicht erbracht erklären. 2Die Erklärung muss innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach Erteilung des Abschlusszeugnisses erfolgen; das Abschlusszeugnis wird eingezogen.
(2) 1Mit Genehmigung des vorsitzenden Mitglieds des Fachprüfungsausschusses können einzelne Personen, die ein berechtigtes Interesse haben, oder Personen, an deren Anwesenheit ein Prüfling ein berechtigtes Interesse hat, bei der mündlichen Prüfung anwesend sein. 2Eine Anwesenheit bei den Beratungen des Fachprüfungsausschusses ist ausgeschlossen. 3Der Antrag auf Anwesenheit muss bis spätestens drei Tage vor der mündlichen Prüfung bei der Prüfungsleitung gestellt werden.
(1) 1Über die Prüfungen und über die Beratungen der Fachprüfungsausschüsse werden Niederschriften geführt. 2Die Niederschriften über die Prüfungen sollen den Ablauf des Prüfungsverfahrens und alle besonderen Vorkommnisse wiedergeben.
(2) 1Die Niederschrift über die schriftliche Prüfung wird von der jeweils Aufsicht führenden Lehrkraft geführt. 2Sie soll insbesondere enthalten:
(3) 1Die Niederschrift über die mündliche Prüfung wird von einem beisitzenden Mitglied des Fachprüfungsausschusses geführt. 2Sie soll insbesondere enthalten:
3Die Niederschrift ist von allen Mitgliedern des Fachprüfungsausschusses zu unterschreiben. 4Schriftliche Teile der Prüfung sowie Entwürfe der einzelnen Prüflinge sind als Anlagen beizufügen.
(5) 1Die Prüfungsleitung führt eine Übersicht über die Ergebnisse der Abschlussprüfung. 2Die Übersicht enthält die Vornoten, die Noten der schriftlichen, der praktischen und der mündlichen Prüfung, die Prüfungsnoten sowie die Endnoten.
(1) 1Wer die Abschlussprüfung nicht bestanden hat, kann den vorangegangenen Ausbildungsabschnitt und die Abschlussprüfung einmal wiederholen; die Regelungen über die Verlängerung der Ausbildungszeit gemäß § 19 Absatz 3 gelten nicht. 2Ist ein ganzes Schuljahr zu wiederholen, kann die Zeugniskonferenz die Wiederholung der Abschlussprüfung nach Wiederholung nur des letzten Schulhalbjahres der Ausbildung genehmigen, wenn zu erwarten ist, dass die Schülerin oder der Schüler die Abschlussprüfung bestehen wird.
(2) 1Die Abschlussprüfung kann nur im Ganzen wiederholt werden. 2Wer auch die Wiederholungsprüfung nicht bestanden hat, muss die besuchte Schulform verlassen. 3In besonders gelagerten Einzelfällen kann die zuständige Behörde eine zweite Wiederholung der Prüfung genehmigen, wenn das zweite Nichtbestehen durch längere Krankheit oder andere schwer wiegende Belastungen verursacht ist und wenn zu erwarten ist, dass die Schülerin oder der Schüler trotz der Belastungen die Abschlussprüfung bestehen wird.
(1) 1Zur Fremdsprachenprüfung wird zugelassen, wer eine staatliche berufsbildende Schule besucht und nach dem persönlichen Bildungsgang und Berufsweg erwarten lässt, dass die erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten den Anforderungen genügen, die an den Erwerb des Fremdsprachenzertifikats gestellt werden. 2Der Antrag auf Zulassung ist schriftlich an die zuständige Behörde zu richten. 3Im Antrag ist anzugeben, auf welcher Niveaustufe die Fremdsprachenprüfung durchgeführt werden soll.
(2) 1Die Fremdsprachenprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. 2 Soll die Fremdsprachenprüfung in Fachenglisch abgelegt werden, entfällt die schriftliche Prüfung, wenn die Schülerin oder der Schüler an der Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife nach § 40 c teilnimmt und die Prüfung in Umfang und Niveau der angestrebten Niveaustufe entspricht.3 Die Entscheidung trifft die zuständige Behörde.4Für die Bearbeitung der schriftlichen Prüfungsaufgaben stehen für das Fremdsprachenzertifikat der Niveaustufe I 60 Minuten, der Niveaustufe II 90 Minuten, der Niveaustufe III 120 Minuten und der Niveaustufe IV 150 Minuten zur Verfügung.
(3) 1Die zuständige Behörde bestimmt zwei fachkundige Lehrkräfte als Prüfer für die schriftliche und mündliche Prüfung und organisiert die Durchführung der Fremdsprachenprüfung. 2Für die Durchführung der Fremdsprachenprüfung gelten § 25 Absatz 1, Absatz 2 Sätze 1 und 2, Absätze 3 und 4, § 27 Absatz 6 und die §§ 30 bis 34 entsprechend.
1Die in der schriftlichen Prüfung erbrachten Leistungen werden für jedes Niveau mit bis zu 100 Punkten, und die in der mündlichen Prüfung erbrachten Leistungen werden jeweils mit bis zu 30 Punkten bewertet. 2Die Fremdsprachenprüfung ist bestanden, wenn der Prüfling in der schriftlichen Prüfung mindestens 50 Punkte und in der mündlichen Prüfung mindestens 15 Punkte erreicht hat.
(1) 1Wer die Fremdsprachenprüfung bestanden hat, erhält das Fremdsprachenzertifikat. 2Es enthält die in der schriftlichen und der mündlichen Prüfung erreichbaren sowie die erreichten Punkte, die geprüfte Niveaustufe und eine Beschreibung der Kompetenzbereiche sowie der Niveaustufen. 3Im Übrigen gelten die Regelungen über das Abschlusszeugnis entsprechend.
(1) 1Wer die Fremdsprachenprüfung nicht bestanden hat, kann sie einmal wiederholen. 2Eine bestandene Prüfung kann nicht wiederholt werden. 3Die Fremdsprachenprüfung kann nur im Ganzen wiederholt werden.
(4) Die zuständige Behörde entscheidet über Inhalt und Umfang der Prüfungsaufgaben. Die Aufgaben orientieren sich an den durch die Vereinbarung der Kultusministerkonferenz über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen vom 5. Juni 1998 in der jeweils geltenden Fassung festgelegten Standards und den Anforderungen der Bildungspläne. §§ 20, 21, § 25 Absätze 3 bis 5, §§ 30, 31, 32, § 33 Absatz 1 und § 34 Absätze 1 und 2 gelten entsprechend.
(3) 1Zur Externenprüfung wird nicht zugelassen, wer
2In besonders gelagerten Einzelfällen kann die zuständige Behörde Ausnahmen zu den Nummern 1 bis 3 genehmigen.
(4) 1Über die Zulassung entscheidet die zuständige Behörde. 2Die Entscheidung wird schriftlich bekannt gegeben und im Fall der Ablehnung begründet.
(1) 1Für die Durchführung der Externenprüfung gelten die §§ 20, 21, 25 bis 28 und 30 bis 34 entsprechend. 2Bei der Durchführung der mündlichen Prüfung sollen die individuellen Arten der Vorbereitung der einzelnen Prüflinge, insbesondere der Besuch einer Schule in freier Trägerschaft, die Teilnahme an Lehrgängen und die besonderen Arbeitsgebiete und Schwerpunkte der Vorbereitung angemessen berücksichtigt werden.
(2) 1Der Fachprüfungsausschuss kann durch die Beteiligung von Lehrkräften privater Bildungseinrichtungen unterschiedlich besetzt sein. 2Hat sich der Prüfling durch den Besuch einer privaten Bildungseinrichtung auf die Prüfung vorbereitet, soll dem Fachprüfungsausschuss die Lehrkraft als beisitzendes Mitglied angehören, die den auf die Prüfung vorbereitenden Unterricht erteilt hat. 3Die Lehrkraft muss die Lehrbefähigung in dem Prüfungsfach besitzen. 4In Einzelfällen kann hierauf verzichtet werden, wenn die Lehrkraft auf Grund langjähriger Unterrichtserfahrung fachlich und pädagogisch für die Durchführung einer Prüfung geeignet ist.
(1) 1Nach Abschluss der mündlichen Prüfung setzt der Fachprüfungsausschuss für das Prüfungsfach die Prüfungsnote ohne Tendenzkennzeichnung fest. 2Die Prüfungsnote wird auf Grund der in der Abschlussprüfung insgesamt erbrachten Leistungen unter Berücksichtigung ihrer Anteile an der Gesamtleistung und der Art des Faches festgesetzt. 3Die Prüfungsnote bildet die Endnote.
(1) 1Wer die Externenprüfung bestanden hat, erhält das Abschlusszeugnis der entsprechenden Ausbildung; § 14 gilt entsprechend. 2Im Abschlusszeugnis wird vermerkt, dass die Externenprüfung abgelegt wurde.
(1) 1Wer die Externenprüfung nicht bestanden hat, kann sie frühestens nach sechs Monaten einmal wiederholen. 2Eine bestandene Prüfung kann nicht wiederholt werden. 3Die Externenprüfung kann nur im Ganzen wiederholt werden.