Source: http://www.gsta.spk-berlin.de/hausordnung_539.html
Timestamp: 2018-01-22 23:58:24
Document Index: 224250680

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 4', '§ 2', '§ 3', '§ 4']

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz | Benutzung > Rechtsgrundlagen > Hausordnung
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Archivalien-Vorbestellung
Buch-Vorbestellung
(im Zusammenhang mit der Benutzungs- und Gebührenordnung vom 9. Dezember 2005)
gültig ab 2. Januar 2006
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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz sind bemüht, dessen Benutzerinnen und Benutzern in ihren Benutzungsanliegen und Forschungsvorhaben zu unterstützen, sowie Ihnen dabei einen angenehmen Aufenthalt im Hause Archivstraße 12 - 14 zu ermöglichen. Dieser Zielsetzung dient auch die vorliegende Hausordnung, die insoweit die Benutzungs- und Gebührenordnung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz vom 9. Dezember 2005 ergänzt.
Bei Archivalien handelt es sich in der Regel um Unikate, die bei Verlust oder Zerstörung nicht zu ersetzen sind. Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz ist daher in gleicher Weise bestrebt, sein Archiv- oder Bibliotheksgut der Benutzung zugänglich zu machen und es dabei im bestmöglichen Zustand zu erhalten. Da aber jede Benutzung für das Archiv- oder Bibliotheksgut auch eine Belastung darstellt, gibt diese Hausordnung insbesondere unter § 4 neben Anweisungen auch Empfehlungen für das Verhalten im Forschungssaal.
Mit der Benutzung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz erkennen Sie dessen Hausordnung in ihrer jeweils gültigen Fassung unbeschadet des allgemeinen Hausrechts als verbindlich an.
Im allseitigen Interesse werden Sie gebeten, sich so zu verhalten, dass andere Benutzerinnen und Benutzer ebenso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz in ihren berechtigten Ansprüchen nicht beeinträchtigt werden.
Den Anweisungen des Archivpersonals müssen Sie Folge leisten.
Verstöße gegen die Hausordnung können ein Hausverbot zur Folge haben.
§ 2 Garderobe; Haftung und Haftungsausschluss
Überbekleidung, Schirme, Koffer, Taschen und Rucksäcke dürfen Sie nicht in den Forschungssaal mitnehmen. Zu ihrer Aufbewahrung dienen die Ihnen unentgeltlich zur Verfügung stehenden Garderobenschränke, für die an der Pforte Schlüssel ausgegeben werden.
In den Garderobenschränken verwahrte Sachen müssen spätestens nach Schließung des Forschungssaals noch am selben Tage ausgeräumt werden. Nicht ausgeräumte Gegenstände werden als Fundsache behandelt; sie unterliegen also einer Aufbewahrungsfrist bzw. Abgabeverpflichtung an die Polizei.
Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz haftet nicht für die von Ihnen mitgebrachten Sachen; insbesondere in Bezug auf die nicht in den Garderobenschränken verschlossen aufbewahrten Bekleidungs- oder Gepäckstücke.
Für den Verlust oder die Beschädigung von ordnungsgemäß in den Garderobenschränken verschlossen aufbewahrter Sachen haftet das Archiv im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften nur dann, wenn Sie den Verlust oder die Beschädigung noch am selben Tage zurückverlangen bzw. melden, und die Schadenssumme 1.000,00 € nicht übersteigt. Eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit sowie für Geld und sonstige Wertsachen ist grundsätzlich ausgeschlossen; ebenso für Verluste und Beschädigungen, die durch unbefugte Eingriffe Dritter in verschlossene Garderobenschränke entstanden sind.
Für den Verlust eines Garderobenschrankschlüssels wird ein Entgelt in Höhe der Schlüssel-Neuanschaffung erhoben.
§ 3 Speisen, Getränke, Rauchen, Telefonieren
Essen, trinken und rauchen dürfen Sie nur in den dafür ausgewiesenen Bereichen bzw. Räumen.
Lebensmittel, Süßigkeiten usw. dürfen Sie nicht in den Forschungssaal bringen bzw. dort verzehren.
Mobiltelefone dürfen Sie innerhalb des Forschungssaals zum Telefonieren nicht benutzen. Weiterhin müssen diese Geräte dort stummgeschaltet sein, damit andere Benutzerinnen oder Benutzer nicht durch Anruftöne gestört werden. Außerhalb des Forschungssaals dürfen Sie auf den Fluren und im Foyer Ihr Mobiltelefon zum Telefonieren benutzen.
§ 4 Benutzung im Forschungssaal
Im Forschungssaal muss im Interesse Aller größtmögliche Ruhe herrschen. Bitte achten Sie also darauf, andere Benutzerinnen oder Benutzer nicht durch Gespräche usw. zu stören.
Nach Voranmeldung können Ihnen im Forschungssaal Arbeitsplätze reserviert werden. Der Anspruch auf einen solchen reservierten Platz erlischt, wenn dieser innerhalb von zwei Stunden nach Öffnung des Forschungssaals nicht in Anspruch genommen bzw. nach erster Belegung länger als eine Stunde nicht benutzt wird. Der Platz kann dann durch das Archivpersonal anderen Benutzerinnen oder Benutzern zur Verfügung gestellt werden.
Waschen Sie bitte möglichst vor und zu Ihrem eigenen gesundheitlichen Schutz auch nach der Benutzung von Archiv- oder Bibliotheksgut die Hände. Verwenden Sie bitte dazu vor der Benutzung keine Handcremes.
Ergeben sich beim Umgang mit Archiv- bzw. Bibliotheksgut (z. B. beim Öffnen) technische Schwierigkeiten, so lassen Sie diese bitte durch das Saalaufsichtspersonal beheben. Ebenso bieten Ihnen die Kolleginnen oder Kollegen der Akten- bzw. Buchausgabe gerne Hilfestellungen an, wenn das Wiederverpacken des Archiv- oder Bibliotheksguts nach der Benutzung Probleme bereiten sollte.
Schäden, Lücken oder Blattverluste an und im Archiv- oder Bibliotheksgut, die Sie feststellen oder vermuten, teilen Sie bitte sofort der Saalaufsicht mit.
Den Ordnungszustand des Archiv- oder Bibliotheksguts dürfen Sie nicht (z. B. durch die Entnahme von Einzelschriftstücken) verändern. Die im Archiv- oder Bibliotheksgut gegebenenfalls befindlichen losen Schriftstücke müssen Sie vielmehr genau in der Reihenfolge, in der sie von der Akten- oder Buchausgabe ausgehändigt wurden, wieder abgeben.
Bitte vermeiden Sie jede unnötige mechanische oder chemische Belastung des Archiv- oder Bibliotheksguts (z. B. das Aufstützen von Ellbogen und Unterarm auf die Pergamente und Papiere oder das Nachzeichnen von Linien mit den Fingern).
Beim Blättern im Archiv- oder Bibliotheksgut wenden Sie bitte vorsichtig Blatt für Blatt, ohne dabei - auch zum Schutz Ihrer Gesundheit! - die Finger zu befeuchten.
Pergamenturkunden, Amtsbücher, Folianten oder umfangreich geheftete Akten benutzen Sie bitte mit Hilfe von Unterlagen, Buchkeilen oder Beschwerungsmaterialien, die Sie bei der Saalaufsicht erhalten.
Urkunden, aufgeschlagene Akten und (Amts-) Bücher dürfen Sie keineswegs übereinander stapeln.
Archiv- oder Bibliotheksgut darf nicht als Schreibunterlage missbraucht werden.
Großformatige Karten, Pläne oder Plakate sehen Sie bitte nur am Kartentisch ein.
Sie dürfen weder in noch auf dem Archiv- oder Bibliotheksgut Eintragungen oder Markierungen anbringen, oder vorhandene tilgen, oder das Archiv- oder Bibliotheksgut durchpausen.
Als Lesezeichen oder Einlegestreifen benutzen Sie bitte nur die von der Saalaufsicht zur Verfügung gestellten Papierstreifen.
Für die Aufzeichnung Ihrer handschriftlichen Notizen, Exzerpte oder Transkriptionen sollten Sie möglichst nur Bleistifte verwenden, die Sie nötigenfalls bei der Saalaufsicht ausleihen können. Allerdings ist bis auf weiteres auch die Benutzung anderer Schreibmaterialien gestattet. Die Bestellformulare müssen Sie jedenfalls mit schwarz- oder blauschreibendem Kugelschreiber ausfüllen.
Sie dürfen eigene EDV-Geräte zur Aufzeichnung Ihrer Notizen, Exzerpte oder Transkriptionen benutzen, doch kann dies Einschränkungen unterworfen werden. Solche und andere Geräte (z. B. Diktiergeräte; auch in Form von Mobiltelefonen usw.) dürfen im Forschungssaal nur benutzt werden, wenn durch ihren Gebrauch andere Benutzerinnen oder Benutzer nicht gestört werden.
Die Benutzung eigener technischer Reproduktionsgeräte (z. B. Digitalkameras, Scanner, auch in Form von Mobiltelefonen usw.) ist nicht zulässig.
Schützen Sie das Archiv- oder Bibliotheksgut bitte vor unnötiger Lichteinwirkung, indem Sie dieses vor Arbeitspausen schließen.
Nach beendeter Tagesarbeit räumen Sie bitte die Arbeitsplätze auf und geben Sie das ausgeliehene Archiv- oder Bibliotheksgut an den jeweiligen Ausgabestellen zurück. Ausnahmen bedürfen der Absprache mit der Saalaufsicht.
Das Archiv- oder Bibliotheksgut kann Ihnen für weitere 14 Tage bereitgehalten werden. Wird dieses jedoch nicht binnen dieser Frist erneut von Ihnen benutzt, so muss es in die Magazine reponiert werden.
Wenn Sie private fotografische Aufnahmen vom Inneren oder Äußeren des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz anfertigen wollen, verständigen Sie bitte zuvor die Saalaufsicht, damit diese gegebenenfalls die Zustimmung der Direktorin bzw. des Direktors einholen kann.
Kommerzielle Film- und Dreharbeiten müssen Sie schriftlich beim Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz beantragen und gegebenenfalls durch die Direktorin bzw. den Direktor genehmigen lassen. Die Aufnahmen sind in der Regel kostenpflichtig.
Tiere dürfen - mit Ausnahme von Blindenführhunden - in das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz nicht mitgebracht werden.
Vorstehende Hausordnung gebe ich hiermit bekannt.
Die Verkündung der Hausordnung erfolgt darüber hinaus in geeigneter Weise im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Auf Verlangen wird davon ein Exemplar kostenlos übergeben.
Der Direktor des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz Berlin, 30. Dez. 2005
(Prof. Dr. Jürgen Kloosterhuis)