Source: https://kanzlei-herfurtner.de/gesellschaftsrecht/
Timestamp: 2019-10-16 05:10:40
Document Index: 139227994

Matched Legal Cases: ['§181', '§ 705', '§ 705', '§ 105', '§ 21', '§ 1']

Gesellschaftsrecht Rechtsanwalt - Kompetente Beratung Müchen,Hamburg
RAin Charlotte Beyer
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GesellschaftsrechtRechtsanwalt Wolfgang Herfurtner2019-08-22T10:38:00+02:00
Anwalt Gesellschaftsrecht und gesellschaftsrechtliche Beratung – Die Anwaltskanzlei Herfurtner bietet rechtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt, insbesondere für
Unternehmer sowie
bei der Gründung, Leitung und Abwicklung von Gesellschaften.
Das Gesellschaftsrecht wird ergänzt durch das Konzern-, Kapitalmarkt- und Bilanzrecht. Bei einer Gesellschaft handelt es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Personen, welcher in einem Gesellschaftsvertrag festgelegt wird. Dieser Zusammenschluss muss einem erlaubten Zweck dienen, welcher von der zusammengeschlossenen Gesellschaft gefördert werden soll.
Das Gesellschaftsrecht ist weitgehend aus der kaufmännischen Praxis gewachsen. Da Handelsinteressen nicht an Grenzen halt machen, ist das Handelsrecht oft auf den internationalen Verkehr ausgerichtet. Das Gesellschaftsrecht hat sich aus dem Handelsrecht entwickelt und ist von der Selbstverantwortung der Beteiligten geprägt. Im Gesellschaftsrecht werden das Innen- und Außenverhältnis von Gesellschaften geregelt.
Gesellschaftsrecht – Bereiche
Geschäftsführung – rechtlicher Hintergrund Gesellschaftsrecht
Geschäftsführer einer GmbH: kündigen, abberufen, Amt niederlegen
Gesellschaftsrecht – Personengesellschaften
Kapitalgesellschaften als juristische Person
Wichtige Rechtsquellen für das Gesellschaftsrecht
Gesellschaftsrecht und Venture Capital, M&A
Im Aktienrecht beziehungsweise im Aktiengesetz werden die Struktur der Aktiengesellschaft, deren Rechte und Pflichten sowie das Handling der ausgegebenen Unternehmensanteile definiert und geregelt.
Zudem finden auch die Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie des Bürgerlichen Gesetzbuchs Anwendung. Das Wirtschaftsrecht wird ebenfalls tangiert, denn durch die anzuwendenden Straf- und Bußgeldvorschriften gehört das Aktiengesetz auch zum Nebenstrafrecht.
Das Aktienrecht umfasst mehr als 400 Paragraphen. Neben allgemeinen Vorschriften geht es unter anderem um die Gesellschaftsgründung, die Rechtsverhältnisse von Gesellschaft und Gesellschaftern, die Verfassung der AG, die Rechnungslegung und Gewinnverwendung oder Satzungsänderungen sowie Maßnahmen zur Kapitalbeschaffung und -herabsetzung.
Die Kanzlei Herfurtner ist im Gesellschaftsrecht tätig und berät Mandanten bundesweit in Zusammenhang mit der Gründung, dem Tagesgeschäft oder der Abwicklung einer Aktiengesellschaft.
Hierzu gehören beispielsweise die Handelsregisteranmeldung und -eintragung, Verträge und Satzung oder die Beratung sowie die Vertretung von Vorständen und Aufsichtsräten. Zudem werden wir tätig bei Hauptversammlungen (Vorbereitung und Durchführung), bei Aktionärsklagen oder im Zusammenhang mit Aktien- und Wertpapierkäufen.
Der Begriff D&O-Versicherung kommt aus dem Englischen und steht für „Directors-and-Officers-Versicherung“, also Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung. Der Art nach zählt diese Versicherung zu den Berufshaftpflichtversicherungen. Sie wird zugunsten Dritter von Unternehmen für ihre handelnden Organe und leitenden Angestellten abgeschlossen.
Ihren Ursprung hatte diese Versicherung in den 1930er Jahren in den USA, durchgesetzt hat sie sich knapp 50 Jahre später, als signifikante Ansprüche gegenüber leitenden Mitarbeitern deutlich zunahmen.
Der Versicherungsschutz umfasst sowohl eine Rechtsschutzfunktion (Anspruch auf die Erstattung von Abwehrkosten bei Inanspruchnahmen, die unbegründet sind) sowie eine Freistellungsfunktion (Anspruch auf Freistellung bei einer begründeten Schadenersatzforderung).
Wenn sich natürliche oder juristische Personen zusammenschließen, sei es um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen oder Mitglieder wirtschaftlich oder sozial durch den gemeinschaftlichen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern, spricht man von Genossenschaften oder Kooperativen.
Schon im Jahr 1889 trat das Genossenschaftsgesetz (Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, kurz GenG) in Kraft, um die Rechte der Genossenschaften zu regeln. Seit einer Novellierung im Jahr 2006 darf es sich beim Zweck der Genossenschaft auch um kulturelle oder soziale Inhalte handeln.
Die Anwälte für Gesellschaftsrecht der Kanzlei Herfurtner beraten bei der Prüfung nach der geeigneten Rechtsform, bei der Gründung, bei der Satzungserstellung, beim Anschluss an einen genossenschaftsrechtlichen Prüfungsverband sowie weiteren Fragen, die im Rahmen des Aufbaus einer Genossenschaft auftreten.
Im Rahmen des Gesellschaftsrechts wird unter der Geschäftsführung die Führung der Geschäfte für die Gesellschaft verstanden. Die Geschäftsleitung kann aus einer oder mehreren natürlichen Personen bestehen. Ihr oder ihnen obliegt zudem die organschaftliche Vertretung, gerichtlich wie außergerichtlich.
Die Geschäftsführung ist im Unternehmen verantwortlich für die Willensbildung und die Festlegung der Unternehmensziele und trifft entsprechende strategische Entscheidungen. Zu den Aufgabengebieten der Geschäftsleitung gehören zudem die Bereiche Organisation, Kontrolle und Unternehmensplanung.
Weil das Organ einer Gesellschaft keine eigene Handlungsfähigkeit besitzt, müssen laut Gesellschaftsrecht natürliche Personen als Organwalter eingesetzt werden. Diese bezeichnet man als Geschäftsführer; sie sind der bzw. die gesetzliche/n Vertreter der Gesellschaft.
Ohne Geschäftsführung fehlt dem Unternehmen sein Organwalter, es ist mithin handlungsunfähig. Kündigt ein Geschäftsführer bzw. legt er sein Amt nieder, kann sich das zum Nachteil des Unternehmens auswirken, wenn durch diese Handlung ein „Vakuum“ entsteht.
Es steht der Gesellschafterversammlung darüber hinaus frei, die Geschäftsführung abzuberufen. Ist dies der Fall, wird zumeist parallel der Anstellungsvertrag des oder der Geschäftsführer/s gekündigt. Nach GmbH-Gesetz kann die Abberufung jederzeit und ohne besonderen Grund erfolgen. Einschränken lässt sich diese Regelung durch einen entsprechenden Passus in der Satzung.
Aus wichtigem Grund kann die Abberufung jederzeit erfolgen, wenn die entsprechenden Gründe vorliegen.
Ein Rechtsanwalt für Gesellschaftsrecht kann die Kündigung oder Abberufung eines Geschäftsführers begleiten. Das Handlungsspektrum umfasst die Beratung im Vorfeld und die Ausgestaltung der Ausscheidungsvereinbarung oder die formale Vorbereitung von Beschlüssen oder Gesellschafterversammlungen.
Zudem können sich Geschäftsführer oder Gesellschaften gerichtlich und außergerichtlich vertreten lassen, falls die Kündigung oder Abberufung Anlass zum Streit ist.
Anders als die Gesellschafter eines Unternehmens haftet der Geschäftsführer der Gesellschaft gegenüber der Gesellschaft, wenn er die Pflichten der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes verletzt. Besteht die Geschäftsführung aus mehreren Geschäftsführern, so haften diese gemeinschaftlich.
Jedoch kennt das Gesellschaftsrecht die Beschränkung der Haftung im Einzelfall, wenn der Schaden in einem Ressort entstanden ist, das nicht in seinem Zuständigkeitsbereich liegt.
Sollte ein Insolvenzgrund eintreten wie Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, haftet der Geschäftsführer gemäß Gesellschaftsrecht für sämtliche Zahlungen, die hiernach geleistet werden. Ausnahme: Die Zahlungen sind zu diesem Zeitpunkt mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes vereinbar.
Gegenüber Dritten haftet die Geschäftsführung beispielsweise bei vorsätzlicher Rechtsverletzung eines anderen oder wenn sie Arbeitsentgelte vorenthält bzw. Sozialversicherungsbeiträge nicht abführt. Zudem haftet sie bei einer Verletzung der Insolvenzantragspflicht, bei der Begünstigung von Gläubigern, falls bei Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit Vermögen beiseitegeschafft wird, wenn Steuern hinterzogen oder Steuerhehlerei begangen wird oder wenn steuerliche Pflichten verletzt werden.
Ein Anwalt für Gesellschaftsrecht berät bei der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegenüber der Geschäftsführung, wenn Haftungsansprüche abgewehrt werden sollen oder bei der Gestaltung von Verträgen für Geschäftsführer und Gesellschaften in Bezug auf eine Reduzierung der Haftung.
Dem Geschäftsführervertrag kommt eine besondere Bedeutung zu, da die Geschäftsführer einer GmbH oder einer UG keine normalen Angestellten sind. Im Rahmen des Gesellschaftsvertrags wird die Geschäftsführung berufen, entweder aus dem internen Gesellschafterkreis oder von außen.
Bei der Ausgestaltung des Geschäftsführervertrags – egal ob als Fremdgeschäftsführer oder als Gesellschafter-Geschäftsführer – sind diverse Punkte zu berücksichtigen.
Festgehalten werden sollte die Befugnis zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft, die Regelung bezüglich zustimmungspflichtiger Geschäfte, Beschränkungen nach §181 BGB (Geschäfte mit sich selbst), Pflichten, Verantwortlichkeiten und Haftung des Geschäftsführers sowie Themen wie Wettbewerbsverbot, Urlaub oder Nebentätigkeiten.
Wird ein Geschäftsführervertrag benötigt, liefert eine Kanzlei für Gesellschaftsrecht Unterstützung bei der Ausgestaltung neuer Verträge. Zudem kann sie bestehende Entwürfe überprüfen und diese ggf. in Bezug auf Steuern, die Sozialversicherung oder arbeitsrechtliche Belange optimieren.
Im Kreise der Gesellschafter kann es situativ zu unterschiedlichen Auffassungen kommen, die sich zu einem Streit entwickeln können, der die Geschäfte des Unternehmens beeinflusst. Häufig entstehen Konflikte zwischen Gesellschaftern, die sich ausschließlich finanziell engagieren und solchen, die operativ tätig sind.
Kann ein Streit auf sachlicher Ebene nicht beigelegt werden, können die Folgen weitreichend sein. Es können Forderungen aufkommen, bestimmte Gesellschafter durch Einziehung von Anteilen aus dem Kreis auszuschließen oder die Geschäftsführung abzuberufen. Daher ist es angeraten, schon bei der Anbahnung eines Streites die möglichen finanziellen und auch steuerlichen Konsequenzen zu bedenken.
Anwälte für Gesellschaftsrecht können hinzugezogen werden, wenn im Rahmen eines Streits Gesellschafterversammlungen einberufen und Beschlüsse vorbereitet werden sollen. Sie können zudem skizzieren, wie eine Trennung zwischen den Parteien geregelt werden soll oder wie man sich bei Angriff eines feindlichen Gesellschafters verhält.
Auch eine Betrachtung der steuerlichen Folgen oder das Vorgehen bei der Abberufung der Geschäftsführung ist Bestandteil der Beratung für Gesellschaftsrecht.
Werden einem Gesellschafter dessen Anteile an der Gesellschaft entzogen oder kündigt dieser die Gesellschaft, verliert er laut Gesellschaftsrecht die Mitgliedschaft. Ein zwangsweiser Einzug von Geschäftsanteilen kann nur erfolgen, wenn bereits vor dem Erwerb der Anteile die Voraussetzungen hierfür in der Satzung geregelt sind.
Eine Kündigung der Gesellschaft auf Initiative des Gesellschafters ist möglich, wenn dies explizit im Gesellschaftsvertrag vorgesehen und die Rechtsnachfolge nach der Kündigung geregelt ist. Darüber hinaus kann ein Gesellschafter die Gesellschaft verlassen, wenn ein weiterer Verbleib für ihn unerträglich oder unzumutbar ist. Hierfür muss jedoch ein wichtiger Grund vorliegen.
Falls der Gesellschaftervertrag die Abfindungszahlung nicht regelt, hat der ausscheidende Gesellschafter einen gesetzlichen Abfindungsanspruch gegen die Gesellschaft. Um die Höhe des Anspruchs zu ermitteln, wird eine Abfindungsbilanz aufgestellt.
Eine Kanzlei für Gesellschaftsrecht berät ausscheidungswillige Gesellschafter und die Gesellschaft, die mit dem Ausscheiden eines Gesellschafter konfrontiert ist. Zu den sensiblen Themen gehören die Frage der Haftung, die Ausscheidungsvereinbarung, die die beteiligten Parteien treffen, die Abwehr oder Durchsetzung von Ansprüchen oder auch die Bewertung der Beteiligung am Unternehmen.
Die Ansprüche an Führungskräfte sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Manager werden immer häufiger von ihren Unternehmen belangt, wenn sie etwas getan oder unterlassen haben, was der Firma zum Nachteil gereicht. Dies kann bei hohen Summen weitreichende Folgen haben. Wird dem Manager im Schadensfall ein Fehlverhalten nachgewiesen, haftet dieser laut Gesellschaftsrecht unbegrenzt mit seinem privaten Vermögen.
Neben dem Geschäftsführer betrifft dies auch Vorstände und Aufsichtsräte sowie ehrenamtliche Vereinsvorstände. Auch ein Eigentümer, der seine Firma verkauft, kann Jahre später noch in Anspruch genommen werden, falls etwa Form- oder Informationsfehler auftauchen.
Um sich für den Schadensfall abzusichern, schließen Manager eine „D&O-Versicherung“ ab, eine Haftpflichtversicherung für „Directors and Officers“. Ein häufiger Grund für die Inanspruchnahme sind falsche Entscheidungen im Rahmen einer Insolvenz, beispielsweise die Anweisungen von Zahlungen, obwohl keine Liquidität vorhanden ist.
Um Haftungsrisiken zu beschränken bzw. zu vermeiden, kann ein Rechtsanwalt für Gesellschaftsrecht bei der Ausgestaltung der Verträge für Geschäftsführer, Vorstände oder Aufsichtsratsmitglieder konsultiert werden. Im Streitfall wird die Kanzlei gerichtlich oder außergerichtlich tätig, wenn es um die Durchsetzung oder Abwehr von Regress- oder Schadenersatzansprüchen geht.
Kommt es in Unternehmen zu Konflikten, besteht die Möglichkeit, im Rahmen von Mediation zu einer außergerichtlichen Lösung finden. Die beteiligten Parteien versuchen auf freiwilliger Basis und unter Hinzunahme eines Mediators – also Streitschlichters – ihren Streit beizulegen. Der Mediator hat keinerlei Entscheidungsbefugnis.
Seine Aufgabe liegt darin, eine persönliche Verständigung der streitenden Parteien und konstruktive, ergebnisorientierte Gespräche zu ermöglichen. Ein Rechtsanwalt kann nur als Mediator tätig werden, wenn er über eine entsprechende Zusatzausbildung verfügt.
Im Gegensatz zu nichtanwaltlichen Mediatoren kann ein Anwalt die verhandelnden Parteien rechtlich beraten und die verhandelten Inhalte in einem rechtsgültigen Vertrag zusammenfassen.
Ein Mediator kommt zum Einsatz bei Konflikten im Unternehmen, beispielsweise beim Streit zwischen Gesellschaftern/Inhabern und dem operativen Management. Auch wenn es zwischen einem Unternehmen und einem Geschäftspartner oder innerbetriebliche Konflikte gibt, kann ein Anwalt für Mediation dabei helfen, eine in Relation zu gerichtlichen Auseinandersetzung schnellere und für alle Beteiligten günstigere Lösung herbeizuführen.
Mitarbeiterbeteiligung Gesellschaftsrecht
In vielen Branchen herrscht heute ein regelrechter „War for Talents“, also der Kampf um die besten Mitarbeiter. Neben das Gehalt sind andere Werte getreten, die das Arbeitsverhältnis attraktiv(er) machen, von Home-Office bis Free Lunch.
Darüber hinaus ist die Mitarbeiterbeteiligung eine Möglichkeit, das Gesamtpaket für Mitarbeiter aufzuwerten. Gerade bei Start-ups ist diese Form der Incentivierung beliebt, denn sie können sich häufig noch nicht auf dem Gehaltsniveau bewegen wie eingesessene Firmen.
Bei der Mitarbeiterbeteiligung gibt es verschiedene Ausprägungen. Folglich können Mitarbeiter über eine Kapital- oder eine Erfolgsbeteiligung partizipieren, aber auch indem sie an der Gestaltung innerbetrieblicher Abläufe und Bedingungen mitwirken. Im Gegensatz zur Erfolgsbeteiligung trägt der Mitarbeiter bei einer Kapitalbeteiligung auch einen Teil des Risikos, in Form des Kapitalverlusts.
Ein Anwalt für Gesellschaftsrecht zeigt die verschiedenen Formen der Mitarbeiterbeteiligung auf und berät hinsichtlich der Ausgestaltung des Anreizsystems. Die Unterstützung reicht von der Ausarbeitung entsprechender Verträge über die Planung und Durchführung von Info-Events bis zur Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen, die aus einem Programm zur Mitarbeiterbeteiligung resultieren können.
Wer in Deutschland als Arbeitgeber sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse eingeht, muss dafür Sorge tragen, dass regelmäßig die entsprechenden Versicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer abgeführt werden.
Hierzu gehören die Kranken- und Pflegeversicherung, die Arbeitslosenversicherung, die Rentenversicherung und die Unfallversicherung. Auch für einen Geschäftsführer besteht die Sozialversicherungspflicht.
Eine Ausnahme besteht, wenn der Geschäftsführer gleichzeitig Gesellschafter des Unternehmens ist und mehr als 50 % der Anteile hält. Zudem sind weitere Ausschlussgründe gegeben, wenn man von einer selbstständigen Beschäftigung sprechen kann oder das Gehalt erfolgsabhängig ist bzw. die Arbeit ganz ohne Gehalt erfolgt. In diesen Fällen kann die Sozialversicherungspflicht für Geschäftsführer entfallen.
Anwälte für Gesellschaftsrecht prüfen, ob sich aus der Tätigkeit eines Geschäftsführers eine Sozialversicherungspflicht ergibt oder ob der Geschäftsführer die Möglichkeit hat, selbst für sich vorzusorgen. Eine Beratung kann hinsichtlich der Gestaltung des Anstellungsvertrags erfolgen, darüber hinaus wird Unterstützung und Vertretung in Feststellungsverfahren zum Status angeboten.
Wer ein Unternehmen gründen möchte, muss abseits der Geschäftsidee wichtige Entscheidungen treffen und sich mit dem Gesellschaftsrecht auseinandersetzen. Denn die Wahl der Rechtsform nimmt Einfluss auf steuerliche und Haftungsfragen. Je nach Art der Gründung, ob alleine oder gemeinsam mit Partnern, kennt das Gesellschaftsrecht verschiedene Rechtsformen wie
Einzelkaufmann,
Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – UG,
Offene Handelsgesellschaft (OHG) oder
Kommanditgesellschaft (KG).
Eine Rechtsberatung für Existenzgründer behandelt auch die Frage nach der passenden Finanzierung der Unternehmung.
Neben den klassischen Bankkredit sind moderne Finanzierungsformen wie Wagniskapital (Venture Capital), Crowdfunding oder Initial Coin Offerings (ICO) getreten. Anwälte für Handelsrecht und Gesellschaftsrecht beleuchten die Unterschiede und können Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen aufzeigen.
Weitere Rechtsgebiete, die im Rahmen einer Unternehmensgründung tangiert werden, sind das IT Recht, das Wettbewerbsrecht, das Marken– und Urheberrecht oder auch das Arbeitsrecht. Auch beim Erwerb von Unternehmen oder beim Firmenverkauf ist eine rechtzeitige rechtliche Beratung durch Anwälte für Gesellschaftsrecht angeraten.
Das Wettbewerbsverbot kommt im Arbeitsrecht, im Handelsrecht für freie Handelsvertreter (BGB) und im Gesellschaftsrecht vor. Während ein Arbeitnehmer für ein Unternehmen tätig ist, soll dieses davor geschützt werden, dass der Angestellte ihm Konkurrenz macht. Er darf also ohne Einwilligung des Arbeitgebers nicht im selben Marktbereich für Dritte auf eigene Rechnung arbeiten.
Verstößt ein Arbeitnehmer gegen das Wettbewerbsverbot, so ist er gegenüber dem Arbeitgeber schadenersatzpflichtig. Darüber hinaus kann die Kündigung des Arbeitsverhältnisses die Konsequenz sein.
Das Wettbewerbsverbot endet grundsätzlich zusammen mit dem Arbeitsverhältnis. Es lässt sich jedoch im Arbeitsvertrag schriftlich festhalten, dass die Vereinbarung auch über die Dauer der Anstellung hinaus Gültigkeit hat.
Ein Rechtsanwalt für Gesellschaftsrecht ist behilflich bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen unter dem Aspekt des Wettbewerbsverbots. Darüber hinaus kann er mit der Prüfung der Gültigkeit von Wettbewerbsverboten beauftragt werden. Kommt es zum Streit, kann er mit der gerichtlichen und außergerichtlichen Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen mandatiert werden.
Personengesellschaften entstehen laut Gesellschaftsrecht, wenn sich mindestens zwei natürliche und/oder juristische Personen zusammenschließen, um einen gemeinsamen Zweck zu erreichen. Eine Personengesellschaft ist keine juristische Person. Sie kann aber Träger von Rechten und Pflichten sein. Die Besteuerung der Gewinne einer Personengesellschaft erfolgt nach dem Transparenzprinzip.
Im deutschen Gesellschaftsrecht gibt es folgende Gesellschaftsformen:
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (sog. GbR/BGB-Gesellschaft) als Grundform der OHG, § 705 ff. BGB
Partnerschaftsgesellschaft (freie Berufe)
die Partenreederei
Gesellschaftsrecht – Kapitalgesellschaften als juristische Person
eG – eingetragene Genossenschaft (Mischform)
REIT-AG – Aktiengesellschaft, ausschließliche Tätigkeit im Immobiliensektor (Real Estate Investment Trust)
SCE – Europäische Genossenschaft
SE – Europäische Aktiengesellschaft
Aktiengesellschaften: AktG
Genossenschaften: GenG
Gesellschaft bürgerlichen Rechts: §§ 705 ff. BGB
Gesellschaften mit beschränkter Haftung: GmbHG
Partnerschaftsgesellschaften: PartGG
Personenhandelsgesellschaften (OHG & KG): §§ 105 ff. HGB
Vereine: §§ 21 ff. BGB
Gesellschaftsrecht Anwalt: Venture Capital, M&A
Im Venture Capital Bereich begleitet Rechtsanwalt Wolfgang Herfurtner Investoren und Gründer bei Start-up-Projekten und Finanzierungsrunden in allen rechtlichen Belangen im Gesellschaftsrecht.
Unternehmenskauf, Unternehmensverkauf und Unternehmensumwandlung
M&A – Beratung beim Kauf und Verkauf von Unternehmen und Unternehmensanteilen als Asset-Deal oder Share-Deal
Kernkompetenz der Wirtschaftsrechtskanzlei ist die klassische Beratung im Gesellschaftsrecht, im M&A- und Venture Capital-Bereich sowie bei Gesellschafterauseinandersetzungen.
Das Handelsrecht ist Teilgebiet des Privatrechts und bezieht sich insbesondere auf Kaufleute, die Industrie und auf das Handwerk. Man bezeichnet es als Sonderprivatrecht der Kaufleute. Es wird unter anderem im Handelsgesetzbuch geregelt.
Das HGB betrifft die Personenvereinigungen die unter das Privatrecht fallen. Darunter fallen die GbR, die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts und die Aktiengesellschaft.
Das HGB ist nur dann einschlägig, wenn alle vorausgesetzten Kaufmannseigenschaften vorliegen. Gemäß § 1 HGB muss zunächst ein Handwerksbetrieb betrieben werden. Bei einem solchen handelt es sich um einen Gewerbebetrieb, welcher nach Art und Umfang eine selbstständige kaufmännische Tätigkeit voraussetzt, die dort auch planmäßig umgesetzt wird.
Diese muss in der Regel auf Dauer angelegt sein und eine Tätigkeit darstellen, die gesetzlich zulässig ist. Eine weitere Voraussetzung für die Ausübung eines Gewerbebetriebs ist die Absicht, Gewinne zu erzielen.
Die Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner stehen Ihnen für alle Fragen im Themengebiet des Gesellschaftsrechts zur Verfügung.
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