Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767?p=942
Timestamp: 2019-02-20 03:32:15
Document Index: 387435996

Matched Legal Cases: ['§ 2279', '§ 2279', '§ 2279', '§ 2271', '§ 2279', '§ 2271']

II buch, LVI hauptstück,
von Kopp hat es in sachen Neuwiedt wider Kur
Trier widerleget, Koenigs sel. iuris publ. nouiss.
im 9ten th. s. 340-366, th. 10 s. 2-43, th. 12 s. 353-
412, Pestel de seruitute commerc. s. 55 (d) Lud.
Heinr. Nicolay de Argentinensium in Rheno na-
uigatione Straßb. 1760, 4to von dem anmaßli-
chen Kur-Mainzischen eigentume über den Main
(§ 2279 des 1ten th.) und den marktschiffen han-
delt Orth von den Reichsmessen zu Frankfurt
am Maine s. 252 fgg. Joh. Horix de libertate na-
uigationis in imp. Rom. Germ. Mainz 1764, fol.
cap. 3. Pet. Ant. Cotto de iuribus statuum imp.
circa flumina &c. Straßb. 1756, 4to.
von der schif-
fart, und den
see-rechten.
Gleichwie handel, und wandel gleichsam die see-
le einer wohlbestelleten republik ist; immaßen der
narungsstand, und das gewerbe dadurch beför-
dert, das nötige zum unterhalte des menschlichen
lebens beigeschaffet, reichtum ins land gebracht
wird; allso lehret die erfarung: daß durch die schiff-
und seefart der handel am meisten, und leichtesten
in den größten flor gebracht werden könne, wo-
durch die untertanen grosses vermögen erlangen
mögen, wie die städte, welche nahe am meere,
und an schiffbaren flüssen, auch der ehemalige han-
se-bund; imgleichen noch heute zu tage solche
orte ausweisen. Bei der schiffart hat man rechte
nötig, welche das see- recht ausmachen, und in
denen verordnungen bestehen, welche von den obe-
ren erteilet werden, wornach sich dijenige, welche
entweder schiffe halten, oder zur see faren, oder
auch sonst bei der schiffart, und dem seehandel in-
tereßiret sind, richten, und die etwa fürfallende
streitigkeiten darnach entschiden werden müssen,
damit der allgemeine nuz durch den seehandel desto
II buch, LVI hauptſtuͤck,
von Kopp hat es in ſachen Neuwiedt wider Kur
Trier widerleget, Koenigs ſel. iuris publ. nouiſſ.
im 9ten th. ſ. 340-366, th. 10 ſ. 2-43, th. 12 ſ. 353-
412, Peſtel de ſeruitute commerc. ſ. 55 (d) Lud.
Heinr. Nicolay de Argentinenſium in Rheno na-
chen Kur-Mainziſchen eigentume uͤber den Main
(§ 2279 des 1ten th.) und den marktſchiffen han-
delt Orth von den Reichsmeſſen zu Frankfurt
am Maine ſ. 252 fgg. Joh. Horix de libertate na-
cap. 3. Pet. Ant. Cotto de iuribus ſtatuum imp.
von der ſchif-
ſee-rechten.
Gleichwie handel, und wandel gleichſam die ſee-
le einer wohlbeſtelleten republik iſt; immaßen der
narungsſtand, und das gewerbe dadurch befoͤr-
dert, das noͤtige zum unterhalte des menſchlichen
lebens beigeſchaffet, reichtum ins land gebracht
wird; allſo lehret die erfarung: daß durch die ſchiff-
und ſeefart der handel am meiſten, und leichteſten
in den groͤßten flor gebracht werden koͤnne, wo-
durch die untertanen groſſes vermoͤgen erlangen
moͤgen, wie die ſtaͤdte, welche nahe am meere,
und an ſchiffbaren fluͤſſen, auch der ehemalige han-
ſe-bund; imgleichen noch heute zu tage ſolche
orte ausweiſen. Bei der ſchiffart hat man rechte
noͤtig, welche das ſee- recht ausmachen, und in
denen verordnungen beſtehen, welche von den obe-
ren erteilet werden, wornach ſich dijenige, welche
entweder ſchiffe halten, oder zur ſee faren, oder
auch ſonſt bei der ſchiffart, und dem ſeehandel in-
tereßiret ſind, richten, und die etwa fuͤrfallende
ſtreitigkeiten darnach entſchiden werden muͤſſen,
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[918/0942] II buch, LVI hauptſtuͤck, von Kopp hat es in ſachen Neuwiedt wider Kur Trier widerleget, Koenigs ſel. iuris publ. nouiſſ. im 9ten th. ſ. 340-366, th. 10 ſ. 2-43, th. 12 ſ. 353- 412, Peſtel de ſeruitute commerc. ſ. 55 (d) Lud. Heinr. Nicolay de Argentinenſium in Rheno na- uigatione Straßb. 1760, 4to von dem anmaßli- chen Kur-Mainziſchen eigentume uͤber den Main (§ 2279 des 1ten th.) und den marktſchiffen han- delt Orth von den Reichsmeſſen zu Frankfurt am Maine ſ. 252 fgg. Joh. Horix de libertate na- uigationis in imp. Rom. Germ. Mainz 1764, fol. cap. 3. Pet. Ant. Cotto de iuribus ſtatuum imp. circa flumina &c. Straßb. 1756, 4to. § 2271 Gleichwie handel, und wandel gleichſam die ſee- le einer wohlbeſtelleten republik iſt; immaßen der narungsſtand, und das gewerbe dadurch befoͤr- dert, das noͤtige zum unterhalte des menſchlichen lebens beigeſchaffet, reichtum ins land gebracht wird; allſo lehret die erfarung: daß durch die ſchiff- und ſeefart der handel am meiſten, und leichteſten in den groͤßten flor gebracht werden koͤnne, wo- durch die untertanen groſſes vermoͤgen erlangen moͤgen, wie die ſtaͤdte, welche nahe am meere, und an ſchiffbaren fluͤſſen, auch der ehemalige han- ſe-bund; imgleichen noch heute zu tage ſolche orte ausweiſen. Bei der ſchiffart hat man rechte noͤtig, welche das ſee- recht ausmachen, und in denen verordnungen beſtehen, welche von den obe- ren erteilet werden, wornach ſich dijenige, welche entweder ſchiffe halten, oder zur ſee faren, oder auch ſonſt bei der ſchiffart, und dem ſeehandel in- tereßiret ſind, richten, und die etwa fuͤrfallende ſtreitigkeiten darnach entſchiden werden muͤſſen, damit der allgemeine nuz durch den ſeehandel deſto beſſer
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 918. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/942>, abgerufen am 20.02.2019.