Source: https://www.kvn.de/Mitglieder/Zulassung/Bedarfsplanung.html
Timestamp: 2019-08-21 13:28:22
Document Index: 21158844

Matched Legal Cases: ['§ 103', '§ 11', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 14']

Mit der gesetzlich vorgeschriebenen Bedarfsplanung soll eine möglichst gleichmäßige Verteilung von Ärzten und Psychotherapeuten erreicht werden, die zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen sind. Konkret wird durch die Bedarfsplanung festgelegt, wie viele Ärzte und Psychotherapeuten in einem bestimmten räumlichen Bereich tätig sein sollen. Dazu wird definiert, wie viele Ärzte und Psychotherapeuten in einem definierten räumlichen Bereich für eine bestimmte Bevölkerungsanzahl zur Verfügung stehen sollen (Verhältniszahl - Ärzte pro Einwohner).
Räumliche Grundlage der Bedarfsplanung sind die so genannten Planungsbereiche. Wenn in einem Planungsbereich mehr Ärzte und Psychotherapeuten tätig sind, als nach der Bedarfsplanung vorgesehen, wird vom Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen eine Überversorgung festgestellt. Das kann zur Folge haben, dass Zulassungsbeschränkungen angeordnet werden. Für diesen Planungsbereich werden dann künftig keine Zulassungen zur vertragsärztlichen Versorgung mehr erteilt.
Es werden nunmehr fast alle Arztgruppen beplant, und es gibt fortan für die einzelnen Arztgruppen unterschiedlich große Planungsbereiche. Hausärzte werden dabei kleinräumiger, spezialisierte Fachärzte jedoch großflächiger beplant. Zusätzlich wurde für fast alle Arztgruppen ein so genannter Demografiefaktor eingeführt. Dieser gibt die Altersstruktur eines Planungsbereichs im bundesweiten Vergleich wieder. Mit diesen Maßnahmen wird also Rechnung getragen, dass bei der Bedarfsplanung unterschiedliche Altersgruppen unterschiedliche ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen.
Auf Landesebene müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen nach Maßgabe der Bedarfsplanungs-Richtlinie einen Bedarfsplan aufstellen.
Im Bedarfsplan kann wegen regionaler Besonderheiten von den Vorgaben der bundesweit gültigen Bedarfsplanungs-Richtlinie abgewichen werden.
Der von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen nach den Vorgaben der neuen Bedarfsplanungs-Richtlinie aufgestellte Bedarfsplan wurde dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vorgelegt und nicht beanstandet.
Ergänzende Informationen AFV
Ergänzende Informationen SFV
Hausärztliche Planungsbereiche
Physik.-Reha.-Mediziner
Aufgrund des Bedarfsplans hat der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Niedersachsen gem. § 103 Abs. 1 SGB V Überversorgungsfeststellungen getroffen und für einzelne Arztgruppen planungsbereichsbezogene Zulassungsbeschränkungen angeordnet.
Soweit keine Feststellung von Überversorgung getroffen wurde, wurde festgelegt, in welchem Umfang noch Zulassungen erteilt werden können. Den jeweils aktuellen Beschluss des Landesausschusses finden Sie unten.
Die aktuellen Zulassungsmöglichkeiten für Ärzte und Psychotherapeuten in Niedersachsen finden Sie hier.
Beschluss § 11 Hausärzte
Beschluss AFV § 12 Augenärzte
Beschluss AFV § 12 Chirurgen und Orthopäden
Beschluss AFV § 12 Frauenärzte
Beschluss AFV § 12 Hautärzte
Beschluss AFV § 12 HNO
Beschluss AFV § 12 Kinderärzte
Beschluss AFV § 12 Nervenärzte
Beschluss AFV § 12 Psychotherapeuten
Beschluss AFV § 12 Urologen
Beschluss SFV § 13 Anästhesisten
Beschluss SFV § 13 Fachinternisten
Beschluss SFV § 13 Kinder- und Jugendpsychiater
Beschluss SFV § 13 Radiologen
Beschluss SFV § 14 Alle Arztgruppen