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Timestamp: 2017-02-23 07:08:20
Document Index: 215443461

Matched Legal Cases: ['Art. 26', 'Art. 24', 'Art. 21', 'Art. 435', 'Art. 435', 'Art. 435']

Organisational requirements for the automated trading environment - PDF
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Bella Karola Brauer
1 Organisational requirements for the automated trading environment 6th Annual bwf/icma Capital Markets Conference Ulf Linke, Referat WA 39 Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 12 Überblick Automatisiertes Handelsumfeld Hochfrequenzhandel Algorithmischer Handel Definitionen und Ausnahmen Folgen HFT - ggf. Erlaubnispflicht für neue Institute Anforderungen an Systeme und Kontrollen Risikomanagement Dokumentation Vermeidung Marktmissbrauch Besondere Anforderungen für Anbieter von direktem/gefördertem Marktzugang Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 23 Grundlagen Hochfrequenzhandelsgesetz vom Abs. 1a Satz 2 Nr. 4d KWG 33 Abs. 1a WpHG ESMA Leitlinien 2012/122 (DE) Systeme und Kontrollen für Handelsplattformen, Wertpapierfirmen und zuständige Behörden in einem automatisierten Handelsumfeld Rundschreiben BA 54- FR /0006 Anforderungen an Systeme und Kontrollen für den Algorithmushandel von Instituten Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 34 Hochfrequenzhandel - Definition Gesetz zur Vermeidung von Gefahren und Missbräuchen im Hochfrequenzhandel 33 Abs. 1a WpHG (HFT-Gesetz) Neuer Erlaubnistatbestand unter Eigenhandel 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4d KWG: Kaufen oder Verkaufen von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung als unmittelbarer oder mittelbarer Teilnehmer eines inländischen organisierten Marktes oder multilateralen Handelssystems mittels einer hochfrequenten algorithmischen Handelstechnik, die gekennzeichnet ist durch die Nutzung von Infrastrukturen, die darauf abzielen, Latenzzeiten zu minimieren, durch die Entscheidung des Systems über die Einleitung, das Erzeugen, das Weiterleiten oder die Ausführung eines Auftrags ohne menschliche Intervention für einzelne Geschäfte oder Aufträge und durch ein hohes untertägiges Mitteilungsaufkommen in Form von Aufträgen, Quotes oder Stornierungen, auch ohne Dienstleistung für andere (Eigenhandel) Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 45 Hochfrequenzhandel - Definition Was sind Infrastrukturen, die darauf abzielen, Latenzzeiten zu minimieren? Kollokation: Marktteilnehmer ihre Computersysteme in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Computer eines Handelsplatzes aufstellen, der die Aufträge miteinander abgleicht (Matching-Maschine). Proximity Hosting: die Bereitstellung von Computersystemen in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Matching-Maschine eines Handelsplatzes durch Dritte zu verstehen. Direkte schnelle elektronische Hochgeschwindigkeitszugänge sind Verbindungen, die eine Übermittlung von Mitteilungen, inklusive Einleitung, Änderung oder Löschen von Aufträgen in Sekundenbruchteilen ermöglichen. Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 56 Hochfrequenzhandel Definition Zwei Kriterien: Distanz zwischen Matching-Machine des Handelsplatzes und des Servers, auf dem die Algorithmen ausgeführt werden und die Datenmenge, die pro Sekunde durch die Leitung übertragen wird (Bandbreite) BaFin bejaht derzeit Hochfrequenzhandel, wenn Server in unmittelbarer Nähe zur Matching Maschine des Handelsplatzes steht UND Bandbreite von 10 Gigabit pro Sekunde genutzt wird. Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 67 Hochfrequenzhandel - Definition Untertägiges Mitteilungsaufkommen Mitteilungen pro Marktplatz gemäß dem Market Identifier Code nach ISO pro Handelstag pro Teilnehmer im Jahresdurchschnitt Das Mitteilungsaufkommen ist dabei auf der Basis des Zeitraums der letzten zwölf Monate handelstageweise rollierend zu ermitteln. Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 78 Algorithmischer Handel - Definition Was ist ein Algorithmus nach 33 Abs. 1a WpHG? Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen muss zusätzlich die in diesem Absatz genannten Bestimmungen einhalten, wenn es in der Weise Handel mit Finanzinstrumenten betreibt, dass ein Computeralgorithmus die einzelnen Auftragsparameter automatisch bestimmt, ohne dass es sich um ein System handelt, das nur zur Weiterleitung von Aufträgen zu einem oder mehreren Handelsplätzen oder zur Bestätigung von Aufträgen verwendet wird (algorithmischer Handel). Auftragsparameter im Sinne des Satzes 1 sind insbesondere Entscheidungen, ob der Auftrag eingeleitet werden soll, über Zeitpunkt, Preis oder Quantität des Auftrags oder wie der Auftrag nach seiner Einreichung mit eingeschränkter oder überhaupt keiner menschlichen Beteiligung bearbeitet wird. Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 89 Algorithmischer Handel - Definition Zwei Arten von Algorithmen werden erfasst: Algorithmen, die automatisch Aufträge generieren und/oder entscheiden, diese auszuführen (Grundlage für diese Kauf/Verkaufsorders ist die automatische Auswertung von Marktdaten oder Nachrichten, die dann in entsprechende Aufträge automatisch umgesetzt und in das Handelssystem eingesetzt wird) und Algorithmen, die selbständig über bestimmte Aspekte eines Auftrags entscheiden (Preis, Volumen, Zeitpunkt der Ausführung, ggf. Löschung oder ob eine menschliche Intervention nötig ist etc ) Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 910 Algorithmischer Handel - Ausnahmen Warnsysteme für Händler Sofern Algorithmen beispielsweise nur dazu dienen, den Händler auf das Vorliegen einer bestimmten Situation aufmerksam zu machen, und der Händler anschließend noch eigenständig die Entscheidungen über das Einleiten, Erzeugen, Weiterleiten oder Ausführen von Aufträgen treffen muss, löst die Nutzung solcher Algorithmen noch nicht die Pflichten nach 33 Abs. 1a WpHG aus. Best Execution Systeme Soweit bei einer Order der Ausführungsort nicht vorgegeben ist und der Algorithmus ausschließlich die Verpflichtung zur bestmöglichen Ausführung von Kundenaufträgen nach 33 a WpHG umsetzt, fällt er nicht unter den Anwendungsbereich von 33 Abs. 1a WpHG. Für Zwecke des Risikomanagements gilt diese Ausnahme nicht, insofern sind Folgepflichten, die sich auf 25a KWG beziehen, für solche Algorithmen einzuhalten. Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1011 Algorithmischer Handel keine Ausnahme Market Maker Algorithmen, die verbindliche oder unverbindliche Quotierungen für Market Maker (z.b. von strukturierten Produkten) erstellen, fallen nach Auffassung der BaFin unter 33 Abs. 1a WpHG. Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1112 Wer betreibt algorithmischen Handel? WpDU setzt eigene Algorithmen ein WpDU stellt seinen Kunden Infrastruktur zur Verfügung Direkter Marktzugang / geförderter Marktzugang Kunde nutzt Algorithmen des WpDU Kunde nutzt eigene Algorithmen Soweit der Kunde algorithmischen Handel betreibt, muss sich das Wertpapierdienstleistungsunternehmen auf geeignete Art und Weise versichern, dass der Kunde die gesetzlichen Vorgaben nach 33 Abs. 1a WpHG einhält. Nicht erfasst hiervon werden Retailkunden, die ihre Orders über Onlinesysteme der Banken aufgeben (insb. im Onlinebankenbereich), soweit hier die Aufträge nur über das Internet an die Bank weitergeleitet werden, ohne dass sie inhaltlich bearbeitet werden. Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1213 Anforderungen an Systeme und Kontrollen Anforderungen an Systeme und Kontrollen ESMA Leitlinien Systeme und Kontrollen für Handelsplattformen, Wertpapierfirmen und zuständige Behörden in einem automatisierten Handelsumfeld Rundschreiben BA 54 Anforderungen an Systeme und Kontrollen für den Algorithmushandel von Instituten Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1314 Anforderungen an Systeme und Kontrollen Rundschreiben BA 54 Anforderungen an Systeme und Kontrollen für den Algorithmushandel von Instituten Anwendungsbereich Institute isv 1 Abs. 1b KWG bzw. 53 Abs. 1 KWG Zweigniederlassungen deutscher Institute im Ausland Nicht aber Zweigniederlassungen von Unternehmen mit Sitz in EWR nach 53b KWG Ergänzt MaRisk und MaComp Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1415 Anforderungen an Systeme und Kontrollen Allgemeine Anforderungen u.a. Regelmäßige Risikoinventur der mit dem Algo-Handel verbunden Risiken Berücksichtigung im IKS Überwachung der Aufträge in Echtzeit durch Risikocontrolling Kennzeichnung eigener und fremder Algorithmen für das interne Risikomanagment Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1516 Anforderungen an Systeme und Kontrollen Risikomanagement, Ergänzung zu MaRisk Ausreichende Kapazität der Handelssysteme auch für Notfallsituationen Benutzerberechtigungen möglichst minimieren, Zugriff auf Systeme durch geeignete Mechanismen schützen Notfallkonzept auf Stand der aktuellen Technik Stressszenarien Datensicherung Ausweichstandort Schulungen Mitarbeiter Jährlicher Test Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1617 Anforderungen an Systeme und Kontrollen Änderung von Algorithmen Festlegung und Dokumentation, was Änderungen sind Weitergehende Anforderungen an Stresstests Einrichtung von Verfahren zur Früherkennung von Risiken (Kredit-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken) Überwachung des Handels in Echtzeit durch Risikocontrolling Limitsysteme Vor Handelsgeschäft Kontrahenten-, Emittenten- und Marktpreislimits setzen Überwachung der Limits in Echtzeit Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1718 Anforderungen an Systeme und Kontrollen Dokumentation Aufbewahrung der auf elektronischen Handelssysteme und algorithmen bezogenen Aufzeichnungen für fünf Jahre Nachweisbare Dokumentation warum Algorithmus eine Handelsentscheidung getroffen hat relevante Marktdaten und nicht ausgeführte Aufträge und Preisempfehlungen für drei Monate Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1819 Anforderungen an Systeme und Kontrollen Vermeidung Marktmissbrauch Bereithaltung geeigneter Systeme, die zeitnah relevante Verhaltensweisen erkennen können Umfassende Überwachung durch Compliance Mitarbeiter Entsprechende Schulungen der Mitarbeiter Verdachtsmeldungen Aufbewahrungsfrist fünf Jahre Compliance Muss uneingeschränkten zeitnahen Zugang zu allen Informationen erhalten Und ausreichend ausgestattet sein Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 1920 Anforderungen an Systeme und Kontrollen Direkter und/oder geförderter Marktzugang Institute sind Handel ihrer DM/GM Kunden im Sinne Solvenz- und Liquiditätsrisiko uneingeschränkt verantwortlich und für resultierende Marktmissbräuche mitverantwortlich Entsprechende Kontrollverfahren sind einrichten Due Dilligence Prüfung der entsprechenden Kunden vor Bereitstellung des Marktzugangs Kontrolle der Kundenalgorithmen vor deren Einsatz; insb. Vorhandelskontrolle - unkontrollierter/ungefilterter Marktzugang ist zu unterbinden Einrichtung von Limits für Kunden und Überwachung sowie Übermittlung der Limits an Handelsplatz Institute müssen Aufträge von DM/GM Kunden von anderen Aufträgen unterscheiden können Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 2021 Fragen? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ulf Linke Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Marie-Curie-Straße Frankfurt Fon: +49 (0) 228 / Fax: +49 (0) 228 / Organisational requirements for the automated trading environment Ulf Linke Seite 21 Ähnliche Dokumente
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