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Timestamp: 2016-10-23 20:38:23
Document Index: 32773337

Matched Legal Cases: ['Art. 187', 'Art. 191', 'Art. 187', 'Art. 189', 'Art. 190', 'Art. 187', 'Art. 191', 'Art. 43', 'Art. 49', 'Art. 9', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 307', 'BGE', 'in dubio', 'in fine', 'Art. 156', 'Art. 159', 'Art. 152', 'Art. 159']

1P.636/2006 (14.12.2006)
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Heiner Bernold,
Y.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Ren� Peyer,
Am 28. August 2001 telefonierte A.________, Stiftungsleiter der Stiftung G.________ in K.________, der Kantonspolizei Zug und �usserte den Verdacht des sexuellen Missbrauchs zum Nachteil der in ihrer geistigen Entwicklung retardierten Sch�lerin der Stiftung, Y.________, geb. 1988. Der Tatverdacht richtete sich gegen deren Stiefonkel X.________, auf dessen Hof Y.________ regelm�ssig die Ferien verbracht hatte.
Mit �berweisungsverf�gung vom 10. November 2004 schloss das Untersuchungsrichteramt des Kantons Zug die Strafuntersuchung gegen X.________ betreffend sexuelle Handlungen mit Kindern ab und �berwies die Sache an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug.
Mit Anklageschrift vom 3. Februar 2005 erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug Anklage gegen X.________ mit den Antr�gen, dieser sei schuldig zu sprechen der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gem�ss Art. 187 Ziff. 1 StGB und der mehrfachen Sch�ndung gem�ss Art. 191 StGB, eventualiter der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gem�ss Art. 187 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen sexuellen N�tigung gem�ss Art. 189 Abs. 1 StGB und der mehrfachen Vergewaltigung gem�ss Art. 190 Abs. 1 StGB, und zu bestrafen mit 4 � Jahren Zuchthaus unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 15 Tagen. Im Anklagesachverhalt wurde X.________ vorgeworfen, "ab einem nicht mehr genau bestimmbaren Zeitpunkt, fr�hestens aber seit Juli 1997 und sp�testens seit Sommer 2000, bis im Sommer 2001 an einzelnen nicht mehr genau bestimmbaren Daten auf seinem Bauernhof in L.________, N.________," mit Y.________ im Einzelnen umschriebene geschlechtliche Handlungen vorgenommen zu haben. X.________ bestritt die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe vollumf�nglich.
Y.________ liess dem Strafgericht des Kantons Zug eine Zivilklage einreichen, mit der sie beantragte, X.________ sei zur Leistung einer Genugtuungssumme von CHF 30'000.-- zuz�glich Zins zu 5% seit 1. Juli 1997 an sie zu verpflichten.
Mit Urteil vom 17. Juni 2005 sprach das Strafgericht des Kantons Zug X.________ der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gem�ss Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie der mehrfachen Sch�ndung gem�ss Art. 191 StGB schuldig und bestrafte ihn mit drei Jahren Zuchthaus, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 15 Tagen. Gest�tzt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB ordnete es eine ambulante Behandlung des Beschuldigten an, ohne dass der Vollzug der Freiheitsstrafe aufgeschoben wurde. Ferner verpflichtete das Strafgericht den Beschuldigten, Y.________ gest�tzt auf Art. 49 OR eine Genugtuung von CHF 20'000.-- zuz�glich 5% Zins seit 15. Januar 2000 zu bezahlen.
Gegen dieses Urteil erhob X.________ Berufung an das Obergericht des Kantons Zug mit den Antr�gen, auf die Anklage sei zufolge fehlender Prozessvoraussetzung nicht einzutreten, die beiden Aussagen von Y.________ vom 24. September 2001 und vom 17. Dezember 2002 seien durch eine ausgewiesene Fachperson entsprechend den heute geforderten wissenschaftlichen Standards aussagepsychologisch begutachten zu lassen, der Berufungskl�ger sei vollumf�nglich von Schuld und Strafe freizusprechen und die Zivilklage von Y.________ sei vollumf�nglich abzuweisen. Mit Urteil vom 29. August 2006 wies die strafrechtliche Abteilung des Obergerichts des Kantons Zug die Berufung ab und best�tigte das Urteil des Strafgerichts vom 17. Juni 2005.
Gegen dieses Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Obergerichts hat X.________ am 26. September 2006 staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht mit dem Antrag, das angefochtene Urteil sei aufzuheben. Ferner hat er um Bewilligung der aufschiebenden Wirkung und der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht. Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Anklageprinzips und beanstandet, dass keine Glaubw�rdigkeitsbegutachtung von Y.________ durchgef�hrt worden ist. Er beruft sich auf Art. 9 und Art. 32 Abs. 1 und 2 BV sowie auf Art. 6 Ziff. 2 und 3 lit. a EMRK.
Mit Eingabe vom 27. September 2006 reichte der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht Lohnabrechnungen der Gemeindeverwaltung L.________ nach, aus denen hervorgehe, dass er in den Sommermonaten Juli und August 1998 bis 2002 jeweils als Gemeindearbeiter der Gemeinde L.________ gearbeitet habe.
Y.________ hat sich mit dem Antrag auf Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde vernehmen lassen. Sie beantragt ihrerseits die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Die strafrechtliche Abteilung des Obergerichts beantragt Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde unter Verzicht auf eine Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 25. Oktober 2006 hat der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob auf eine Beschwerde einzutreten ist (BGE 131 II 58 E. 1 S. 60 mit Hinweisen).
1.1 Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde gilt das R�geprinzip. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Dabei hat der Beschwerdef�hrer die wesentlichen Tatsachen zu nennen und darzulegen, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
Handelt es sich um eine Willk�rbeschwerde wegen Verletzung von Art. 9 BV, gen�gt es nicht, wenn der Beschwerdef�hrer bloss den angefochtenen Entscheid kritisiert, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren tun k�nnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei �berpr�fen kann. Er muss deutlich dartun, welche Vorschriften oder allgemein anerkannten Rechtsgrunds�tze die kantonalen Beh�rden in einer gegen Art. 9 BV verstossenden Weise verletzt haben sollen. Auf nicht hinreichend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262; 129 I 185 E. 1.6 S. 189, je mit Hinweisen).
Die Begr�ndung muss in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein; ein blosser Verweis auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften gen�gt daf�r nicht (BGE 115 la 27 E. 4a S. 30).
1.2 Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist somit unter dem Vorbehalt geh�rig begr�ndeter R�gen (E. 1.1 hiervor) einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer wirft der strafrechtlichen Abteilung des Obergerichts vor, der Anklagegrundsatz sei verletzt, da der Anklagesachverhalt in zeitlicher Hinsicht zu wenig genau umschrieben sei, was gegen Art. 9 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK verstosse.
In der Anklageschrift wird ausgef�hrt, der Beschwerdef�hrer habe die ihm vorgeworfenen sexuellen Handlungen "ab einem nicht mehr genau bestimmbaren Zeitpunkt, fr�hestens aber seit Juli 1997 und sp�testens seit Sommer 2000, bis im Sommer 2001" begangen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, mangels der zeitlichen Fixierung der ihm vorgeworfenen Taten sei ihm die M�glichkeit eines Entlastungsbeweises genommen worden. Er habe daher seine Verteidigungsrechte nicht wirksam wahrnehmen k�nnen. Er macht geltend, f�r eine wirksame Verteidigung w�re es unumg�nglich gewesen zu wissen, in welchem Jahr und in welcher Ferienwoche die einzelnen Delikte vorgekommen sein sollen. Er h�tte dann mit Hilfe der Ferienkontrolle seiner Tochter F.________, die unbestrittenermassen ihre Ferien im fraglichen Zeitraum wegen des Besuchs von Y.________ immer auf dem elterlichen Hof verbracht habe und im �brigen auch dort gelebt habe, abkl�ren k�nnen, ob eine Tatbegehung zum angegebenen Zeitpunkt �berhaupt m�glich war.
2.1 Der Anklagegrundsatz dient dem Schutz der Verteidigungsrechte des Angeklagten und konkretisiert insofern das Prinzip der Geh�rsgew�hrung (Art. 29 Abs. 2 BV; Art 6 Ziff. 3 EMRK; vgl. BGE 120 IV 348 E. 2b). Nach diesem Grundsatz bestimmt die Anklage das Prozessthema. Gegenstand des gerichtlichen Verfahrens k�nnen mithin nur Sachverhalte sein, die dem Angeklagten in der Anklageschrift oder �berweisungsverf�gung vorgeworfen werden. Diese m�ssen nebst der Person des Angeklagten die ihm zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so pr�zise umschreiben, dass die Vorw�rfe im objektiven und subjektiven Bereich gen�gend konkretisiert sind (Umgrenzungsfunktion). An diese Anklage ist das Gericht gebunden (Immutabilit�tsprinzip). Zum anderen vermittelt sie dem Angeklagten die f�r die Durchf�hrung des Verfahrens und die Verteidigung notwendigen Informationen. Sie dient insofern dem Schutz der Verteidigungsrechte des Angeklagten (Informationsfunktion). Beiden Funktionen kommt gleiches Gewicht zu (BGE 120 IV 348 E. 2b und c S. 353 f.; 116 la 455 E. 3a/cc S. 458; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6P.151/2002 vom 5. M�rz 2003 E. 2).
Zun�chst ist es das kantonale Verfahrensrecht, das die formellen Erfordernisse an die Anklageschrift festlegt. � 37 Abs. 2 der Strafprozessordnung f�r den Kanton Zug vom 3. Oktober 1940 (StPO/ZG) verlangt, dass sich die Anklageschrift, unter Hinweis auf die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung und die gesetzlichen Bestimmungen, aussprechen soll �ber die Freisprechung oder Verurteilung des Beschuldigten, �ber die Art und Dauer der Strafe oder sonstiger Massnahmen, �ber den allenfalls zu gew�hrenden bedingten Strafvollzug, �ber die Tragung der Kosten sowie die Urteilsmitteilung. �ber die zeitliche Umschreibung des Anklagesachverhalts ist dieser Bestimmung nichts zu entnehmen.
Nach Art. 32 Abs. 2 BV hat jede angeklagte Person Anspruch darauf, m�glichst rasch und umfassend �ber die gegen sie erhobenen Beschuldigungen unterrichtet zu werden. Sie muss die M�glichkeit haben, die ihr zustehenden Verteidigungsrechte geltend zu machen. Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK verlangt, dass jeder Angeklagte in m�glichst kurzer Frist in einer f�r ihn verst�ndlichen Sprache in allen Einzelheiten �ber die Art und den Grund der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen in Kenntnis gesetzt wird.
Auch Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK enthalten somit keine konkreten Vorschriften �ber die zeitliche Umschreibung des Anklagesachverhalts.
2.3 Kernst�ck der Anklageschrift bildet die Darstellung der dem Angeklagten zur Last gelegten Taten. Die Anklageschrift ist nicht Parteischrift, sondern sie hat den Sachverhalt zwar kurz, aber vollst�ndig, objektiv, sachlich und genau aktenm�ssig darzustellen. Aus der Anklageschrift muss erhellen, welche historischen Ereignisse, welche Lebensvorg�nge, welche Handlungen oder Unterlassungen des Angeklagten Gegenstand der Beurteilung bilden sollen, und welches Delikt bzw. welche Delikte, welcher strafrechtliche Tatbestand bzw. welche strafrechtlichen Tatbest�nde durch die betreffenden Handlungen erf�llt seien. Einerseits m�ssen die Taten individualisiert, d.h. ihre tats�chlichen Verumst�ndungen oder Tatbestandsmerkmale - Zeit, Ort, Art der Begehung und Form der Mitwirkung, angestrebter oder verwirklichter Erfolg (einschliesslich Kausalzusammenhang) - angegeben sein; andererseits sind die einzelnen rechtlichen Elemente der Delikte hervorzuheben. Die Darstellung der tats�chlichen Vorg�nge ist auszurichten auf die gesetzlichen Tatbest�nde, die nach Auffassung der Anklage als erf�llt zu betrachten sind, d.h. es ist anzugeben, welche einzelnen Vorg�nge und Sachverhalte den einzelnen Merkmalen der betreffenden Straftatbest�nde entsprechen (BGE 120 IV 348 E. 3c S. 355; Urteil des Bundesgerichts 1P.427/2001 vom 16. November 2001 E. 5a).
2.4 Die strafrechtliche Abteilung des Obergerichts hat im angefochtenen Urteil zur R�ge, der Anklagegrundsatz sei verletzt, ausgef�hrt, die Anklageschrift umschreibe die dem Beschwerdef�hrer zur Last gelegten Taten detailliert. Es gehe klar daraus hervor, welche Handlungen des Beschuldigten Gegenstand der Beurteilung bilden sollten und welche Delikte diese erf�llten. Die zeitliche Umschreibung der Staatsanwaltschaft sei nicht zu unbestimmt. Eine genaue Zeitangabe k�nne vorliegend nicht vorausgesetzt werden. Es k�nne von einem Opfer im Allgemeinen und insbesondere von einem geistig retardierten M�dchen von 12 bis 13 und weniger Jahren nicht erwartet werden, dass es die exakten Daten von m�glicherweise �ber mehrere Jahre andauernden sexuellen �bergriffen in genauester Erinnerung behalten werde. Zudem sei die Tatzeit auf den Sommer der angegebenen Jahre beschr�nkt worden, wobei aus der Anklage hervorgehe, dass jeweils nur die Schulsommerferien in Betracht kamen.
2.5 Die erste Videobefragung von Y.________ wurde am 24. September 2001 durchgef�hrt. Auf die zeitliche Positionierung der zur Diskussion stehenden sexuellen Handlungen angesprochen, erkl�rte sie auf die Frage nach dem ersten Mal, dies sei gewesen, als sie noch in der alten Schule gewesen sei. Auf die Frage, wie oft es im Ganzen passiert sei, antwortete sie: "In den Sommerferien" und auf die Frage: "In den letzten Sommerferien?" sagte sie: "Nein, schon lange her." Die Frage nach dem letzten Mal beantwortete sie mit: "Auch in den Sommerferien, und, ja, im Sommer." Auf die Frage, ob dies manchmal passiert sei, oder ob es einzelne Male gewesen seien, antwortete sie: "Manchmal..."
Diese Aussagen von Y.________ zeigen, dass sich die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen sexuellen Handlungen �ber einen l�ngeren Zeitraum erstreckten, dass eine genaue zeitliche Einordnung aber nicht m�glich ist. Dies ist bei sexuellen Handlungen zum Nachteil von Kindern nicht aussergew�hnlich, sondern entspricht vielmehr der Lebenserfahrung und gilt umso mehr, wenn das betreffende Kind, wie vorliegend Y.________, geistig retardiert ist. Eine pr�zise Bestimmung des Tatzeitpunkts ist in solchen F�llen nicht m�glich und, wie das Bundesgericht festgehalten hat, auch nicht erforderlich. Entscheidend ist, dass der Angeklagte weiss, was ihm konkret vorgeworfen wird (Urteil des Bundesgerichts 1P.427/2001 vom 16. November 2001 E. 5b).
2.6 Diese Bedingung ist auch im vorliegenden Fall erf�llt. Die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen Taten sind in der Anklageschrift hinsichtlich Ort und Handlung klar umschrieben, womit der Beschwerdef�hrer genau �ber das ihm Vorgeworfene informiert wurde. Wohl erstreckt sich der Zeitraum dieser Handlungen laut Anklageschrift �ber l�ngstens f�nf Jahre. Die Wirksamkeit der Verteidigung wurde dadurch jedoch nicht beeintr�chtigt. Insbesondere legt der Beschwerdef�hrer nicht dar, inwiefern die von ihm angef�hrte Ferienkontrolle seiner Tochter F.________ bei n�herer zeitlicher Pr�zisierung der ihm vorgeworfenen Handlungen h�tte aufzeigen k�nnen, dass eine Tatbegehung nicht m�glich sein konnte.
Die im Nachgang zur staatsrechtlichen Beschwerde eingereichten Lohnabrechnungen der Gemeindeverwaltung L.________ k�nnen als unzul�ssige Noven nicht ber�cksichtigt werden. Selbst wenn jedoch davon ausgegangen w�rde, dass der Beschwerdef�hrer, wie er geltend macht, in den Monaten Juli und August der Jahre 1998 bis 2002 als Gemeindearbeiter bei der Gemeinde L.________ besch�ftigt war, w�rde dies nicht gegen eine Tatbegehung sprechen, da anzunehmen w�re, dass die inkriminierten Handlungen in der Freizeit stattgefunden haben.
Das Obergericht hat im angefochtenen Urteil erkl�rt, der Beschuldigte habe angegeben, 1998 einen Arbeitsunfall gehabt zu haben, weshalb er in der Folge bis ca. Mai 1999 arbeitsunf�hig gewesen sei. Seither habe er nur noch intern auf dem Bauamt gearbeitet, n�mlich am Mittwochnachmittag, am Freitag und am Samstagmorgen. Mit diesen Ausf�hrungen hat sich der Beschwerdef�hrer in keiner Weise auseinandergesetzt. Er hat vielmehr die Ausf�hrungen des Obergerichts, wonach es immer wieder Zeiten gegeben habe, in welchen er alleine mit Y.________ auf dem Hof N.________ gewesen sei, ausdr�cklich als zutreffend bezeichnet. Seine daran ankn�pfenden Ausf�hrungen ersch�pfen sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil, weshalb hierauf nicht eingetreten werden kann (vgl. oben E. 1.1).
2.7 Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die R�ge des Beschwerdef�hrers, die zeitliche Umschreibung des Anklagesachverhalts sei im Hinblick auf die Verj�hrung der einzelnen ihm vorgeworfenen Handlungen ungen�gend. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern ihm daraus konkret ein Nachteil erwachse.
2.8 Die Frage nach dem erforderlichen Pr�zisierungsgrad der zeitlichen Umschreibung des Anklagesachverhalts l�sst sich nicht abstrakt beurteilen. Wenn beispielsweise festgehalten wurde, das Anklageprinzip sei nicht verletzt, wenn dem Angeklagten eine geh�ufte und in regelm�ssiger Weise ver�bte gleiche Tatbegehung vorgeworfen und in der Anklage der relevante Zeitpunkt auf ein halbes Jahr eingegrenzt wird, ohne hinsichtlich jeder einzelnen Tathandlung einen genauen Zeitpunkt zu nennen (vgl. Robert Hauser/Erhard Schweri/Karl Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl. 2005 � 50 Rz 7b S. 225), so vermag dies, entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers, f�r den vorliegenden Fall nichts auszusagen.
Wird vorliegend eine Abw�gung zwischen dem berechtigten Anliegen des Opfers auf Strafverfolgung und dem Recht des Beschwerdef�hrers auf eine wirksame Verteidigung, welcher das Gebot der zeitlichen Fixierung des Sachverhalts insbesondere dienen soll, vorgenommen (vgl. Urteil des Kassationsgerichts Z�rich vom 6. Dezember 2004, ZR 104/2005, Nr. 31 E. 3.2.2c/cc S. 132), so ergibt sich, dass der Anklagegrundsatz durch die in der Anklageschrift enthaltene zeitliche Umschreibung des Anklagesachverhalts nicht verletzt ist.
Der Beschwerdef�hrer r�gt ferner, dass das Obergericht kein Glaubw�rdigkeitsgutachten �ber Y.________ eingeholt hat. Er beruft sich diesbez�glich auf Art. 9 und Art. 32 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK.
3.1 Die strafrechtliche Abteilung des Obergerichts hat sich eingehend mit der Frage der Einholung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens auseinandergesetzt, nachdem der Beschwerdef�hrer eine aussagepsychologische Begutachtung von Y.________ bereits in der Strafuntersuchung beantragt und diesen Antrag vor beiden kantonalen Instanzen wiederholt hatte.
Im angefochtenen Urteil hat das Obergericht vorweg festgehalten, dass keine ganzheitliche aussagepsychologische Begutachtung durchgef�hrt wurde, dass jedoch ein unter Strafandrohung von Art. 307 StGB abgefasster Bericht von Dr. med. B.________, Facharzt FMH f�r Kinder- und Jugendmedizin, �ber die Visionierung der beiden videodokumentierten Opferbefragungen vorliege, sowie mehrere Austrittsberichte diverser psychiatrischer Kliniken, welche ein Bild �ber den allgemeinen physischen und psychischen Zustand und die geistige Entwicklung der Privatkl�gerin g�ben.
Das Obergericht wies ferner auf die im Jahre 2004 durchgef�hrte testpsychologische Untersuchung von Y.________ durch Dr. phil. C.________, klinische Psychologin der Klinik f�r Psychiatrie und Psychotherapie, H.________, hin, wonach Y.________ einen Gesamt-IQ von 51 erreiche, d.h. einen Wert im Bereich der leichten Intelligenzminderung.
Das Obergericht hat somit, auch wenn es kein Glaubw�rdigkeitsgutachten im technischen Sinne eingeholt hat, die Glaubw�rdigkeit der Aussagen von Y.________ nicht ohne R�ckhalt und Bezugnahme auf sachdienliche Abkl�rungen von Fachleuten beurteilt.
3.2 Nach Visionierung der beiden Videobefragungen von Y.________ hegte das Obergericht keinerlei Zweifel an deren Glaubw�rdigkeit. Das Obergericht nannte mehrere Punkte, die f�r deren Glaubw�rdigkeit sprechen w�rden. Motive f�r eine falsche Anschuldigung gebe es keine; es sei nicht vorstellbar, dass Y.________ aufgrund ihrer geistigen Entwicklung f�hig gewesen w�re, eine komplexe L�gengeschichte zu konstruieren oder eine ihr �ber einen l�ngeren Zeitraum von aussen eingetrichterte L�gengeschichte wiederzugeben, ohne sich in Widerspr�che zu verwickeln. Auf die Einholung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens verzichtete das Obergericht schliesslich auch aus Gr�nden des Opferschutzes.
3.3 Nach der Rechtsprechung ist es Aufgabe des Richters, Beweise zu w�rdigen, namentlich die Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen und die Glaubw�rdigkeit der aussagenden Person zu beurteilen. Eine Glaubw�rdigkeitsbegutachtung durch einen Sachverst�ndigen dr�ngt sich in der Regel sachlich erst dann auf, wenn der Richter aufgrund besonderer Umst�nde auf zus�tzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen angewiesen ist. Dies ist etwa dann der Fall, wenn Anzeichen bestehen, dass die betreffende Person wegen einer ernsthaften geistigen St�rung, Drogensucht, �berm�ssigen Medikamentenkonsums oder sonstiger Umst�nde in ihrer Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabef�higkeit beeintr�chtigt und zur wahrheitsgem�ssen Aussage nicht f�hig oder nicht willens sein k�nnte. Eine Begutachtung kann auch geboten sein, wenn konkrete Anhaltspunkte f�r eine Beeinflussung des Zeugen durch Dritte vorliegen oder wenn schwer interpretierbare Ausserungen eines Kleinkindes zu beurteilen sind. Dem Richter steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umst�nde des Einzelfalles der Beizug eines Sachverst�ndigen zur Glaubw�rdigkeitsbegutachtung notwendig ist oder nicht, ein Ermessensspielraum zu (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57; 129 IV 179 E. 2.4 S. 184; 128 I 81 E. 2 S. 86; 118 la 28 E. 1c S. 30 ff; Urteile des Bundesgerichts 1P. 539/2004 vom 11. Februar 2005 E. 2.2 und 1P.674/2002 vom 9. April 2003 E. 2.1 mit Hinweisen).
Die Bestimmung von � 23 Abs. 1 StPO/ZG, auf die sich der Beschwerdef�hrer beruft, sieht nur vor, dass, wo zur Feststellung der Tatsachen besondere Fachkenntnisse notwendig sind, Sachverst�ndige beigezogen werden sollen. Damit geht diese Bestimmung hinsichtlich der Gr�nde zur Einholung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens nicht �ber die von der Rechtsprechung diesbez�glich entwickelten Grunds�tze hinaus.
3.4 Als besonderen Umstand, der vorliegend seiner Ansicht nach die Einholung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens erfordere, nennt der Beschwerdef�hrer den geistigen Entwicklungsr�ckstand von Y.________. Er macht geltend, diese leide an einer leichten bis mittelgradigen geistigen Behinderung und besuche ihrem Zustand entsprechend die Sonderschule f�r geistig behinderte Kinder in der Stiftung G.________ in K.________. Dies h�tte die Strafbeh�rden bereits im Untersuchungsverfahren veranlassen m�ssen, das von der Verteidigung beantragte aussagepsychologische Gutachten erstellen zu lassen.
Das Obergericht hat sich im angefochtenen Urteil mit der geltend gemachten Intelligenzminderung von Y.________ befasst, hat diese als leicht bezeichnet und ausgef�hrt, eine leichte geistige St�rung resp. Intelligenzminderung bedeute weder Zeugnisunf�higkeit noch indiziere eine solche f�r sich allein ein aussagepsychologisches Gutachten. F�r das Obergericht seien die Aussagen des Opfers jedenfalls auch ohne kinderspezifische Fachkenntnisse verst�ndlich und bewertbar. Mit diesen Ausf�hrungen des Obergerichts hat sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinandergesetzt und lediglich seine eigene, bereits im kantonalen Verfahren vorgetragene Auffassung derjenigen des Obergerichts gegen�bergestellt. Damit gen�gt er den Begr�ndungsanforderungen nicht (vgl. oben E. 1.1).
3.5 Der Beschwerdef�hrer macht im Weiteren geltend, es sei verfahrensm�ssig problematisch, dass die engste Betreuerin von Y.________, Frau M.________, bei den Videoeinvernahmen anwesend gewesen sei und auch als Zeugin ausgesagt habe. Er vertritt die Auffassung, es habe eine Suggestivbeeinflussung stattgefunden, die durch die beantragte Glaubw�rdigkeitsbegutachtung h�tte untersucht und gewichtet werden m�ssen.
Das Obergericht hat im angefochtenen Urteil ausgef�hrt, Anzeichen, welche auf eine Suggestivbeeinflussung des sozialen Umfeldes deuten w�rden, seien keine ersichtlich. So habe Y.________ aus freien St�cken im Rahmen einer Schulstunde gegen�ber ihrer Lehrerin D.________ erz�hlt, dass der Beschwerdef�hrer "so sexuelle Sachen" mit ihr mache.
Diese �usserung machte Y.________ gem�ss der Aussage von D.________ spontan im Klassenverband, wobei Ausl�ser Gespr�che unter den Kindern in der Pause waren. Frau D.________ war damals nur Stellvertreterin in der von Y.________ besuchten Klasse. Sie vermutete, dass Y.________ ihre Aussagen ihr gegen�ber gerade darum gemacht hatte, weil sie im Gegensatz zur Klassenlehrerin nur ab und zu mit ihr Kontakt hatte. Gerade D.________, deren Mitteilung und Bericht an den Schulleiter A.________ in der Folge zur Anzeige f�hrte, geh�rte somit keineswegs zu den engsten Betreuerinnen von Y.________. Hierauf st�tzt sich die Feststellung des Obergerichts, es best�nden keine Anzeichen f�r eine Suggestivbeeinflussung aus dem sozialen Umfeld.
Auch damit setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Indem er seine bereits im kantonalen Verfahren dargelegte Betrachtungsweise erneut vortr�gt, beschr�nkt er sich auf appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil, worauf nicht eingetreten werden kann (vgl. oben E. 1.1).
3.6 In ihrem Erg�nzungsbericht vom 28. Februar 2003 an die Untersuchungsrichterin erkl�rte Frau Dr. med. E.________, Ober�rztin Kinder- und Jugendgyn�kologie am Spital I.________, ein normaler Untersuchungsbefund bei der Genitalinspektion schliesse sexuelle Handlungen nicht aus. Bei dem bei Y.________ erhobenen Befund vom 27. September 2001 scheine ihr jedoch mehrfach vollzogener Geschlechtsverkehr mit Scheidenpenetration unwahrscheinlich.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, damit widerlege Frau Dr. med. E.________ die Aussagen von Y.________. Um den Beschwerdef�hrer trotzdem verurteilen zu k�nnen, habe das Obergericht, wie zuvor schon das Strafgericht, einfach angenommen, Y.________ habe aufgrund ihres Alters und ihrer geistigen Behinderung die sexuellen Handlungen nicht richtig einordnen k�nnen. Da es gem�ss Gutachten nicht zu einer Penetration gekommen sei, sei es halt zu einer Ber�hrung des m�nnlichen Geschlechtsteils des Beschwerdef�hrers im �usseren Vaginalbereich von Y.________ gekommen, was von ihr als vollzogener Geschlechtsverkehr empfunden worden sei. Diese Interpretation des Obergerichts sei ohne jegliche Anhaltspunkte zu Lasten des Beschwerdef�hrers erfolgt.
Dabei �bersieht der Beschwerdef�hrer, dass es nach dem Erg�nzungsbericht von Frau Dr. med. E.________ vom 28. Februar 2003 bekannt ist, dass Opfer sehr oft keine genauen Angaben machen k�nnen �ber die Einzelheiten der Vergewaltigungssituation. Schon Ber�hrungen an den �usseren Geschlechtsteilen werden laut diesem Erg�nzungsbericht oft als ein Eindringen empfunden und erlebt. Das Obergericht hat im angefochtenen Urteil ausdr�cklich auf diese Auffassung von Frau Dr. med. E.________ hingewiesen.
Der Beschwerdef�hrer hat es wiederum unterlassen, sich mit dieser Auffassung von Frau Dr. E.________ auseinandersetzen, welche es durchaus als plausibel und die Annahme als keineswegs willk�rlich erscheinen l�sst, dass die damals sexuell unerfahrene Y.________ die Ber�hrungen des Beschwerdef�hrers als vollzogenen Geschlechtsverkehr empfand. Der Beschwerdef�hrer legt auch nicht dar, inwiefern das Obergericht durch diese auf den Erg�nzungsbericht von Frau Dr. med. E.________ abgest�tzte Betrachtungsweise den Grundsatz in dubio pro reo verletzt haben soll. Auch in diesem Punkt sind die Begr�ndungsanforderungen nicht erf�llt (vgl. oben E. 1.1).
3.7 Das Obergericht hat die Einholung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens abgelehnt, weil es ein solches nicht f�r zwingend n�tig erachtete, da es sich selbst ein Urteil �ber die Glaubw�rdigkeit der Aussagen von Y.________ bilden k�nne. Es hat somit, wie es im �brigen ausdr�cklich festhielt, nicht aufgrund antizipierter Beweisw�rdigung auf ein Glaubw�rdigkeitsgutachten verzichtet. Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, st�sst ins Leere. Auch die Bemerkung des Obergerichts, wenn sich ein Gericht ein Urteil �ber die Glaubw�rdigkeit einer aussagenden Person bilden k�nne, ohne dass es auf eine Fachmeinung angewiesen sei, sei es auch unerheblich, wie eine solche ausfallen w�rde (angefochtenes Urteil E. 3.7 in fine), besagt nichts anderes.
Das Obergericht hat ausf�hrlich die Gr�nde dargelegt, aufgrund welcher es die Aussagen von Y.________ als glaubw�rdig beurteilt hat. Dass das Obergericht bei Y.________ einerseits keine Einschr�nkung ihrer Aussagef�higkeit festgestellt, andererseits aber angenommen hat, Y.________ sei zur richtigen Einordnung der erlebten Handlungen nicht f�hig, beinhaltet aufgrund der Ausf�hrungen von Frau Dr. med. E.________ keinen Widerspruch und ist nicht willk�rlich.
3.8 Abschliessend erkl�rte das Obergericht, es w�re auch aus Gr�nden des Opferschutzes auf eine Glaubw�rdigkeitsbegutachtung von Y.________ zu verzichten, nachdem diese bereits zweimal befragt worden sei. Diese Aussage machte das Obergericht im Sinne eines obiter dictum, nachdem es im vorhergehenden Absatz des angefochtenen Urteils nach eingehender Begr�ndung klar und uneingeschr�nkt festgehalten hatte, der Antrag der Verteidigung auf Einholung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens mit Bezug auf die Aussagen der Privatkl�gerin erweise sich als unbegr�ndet und sei abzuweisen. Was der Beschwerdef�hrer bez�glich des Opferschutzes vorbringt, ist daher nicht stichhaltig.
Bei diesem Ausgang hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine Parteientsch�digung ist ihm nicht zuzusprechen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG). Seinem Antrag auf Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege kann nicht entsprochen werden, da die Beschwerde als von vorneherein aussichtslos zu bezeichnen ist (Art. 152 Abs. 1 OG).
Die Beschwerdegegnerin, deren Zivilanspr�che vom Ausgang des Verfahrens abh�ngen, bedurfte im Hinblick auf ihre Jugend und ihre geistige Retardierung eines anwaltlichen Beistands. An sich h�tte der Beschwerdef�hrer die Beschwerdegegnerin, die sich kurz hat vernehmen lassen, angemessen zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2 OG). Da eine dem Beschwerdef�hrer auferlegte Parteientsch�digung allerdings nach den in Akten liegenden Unterlagen uneinbringlich w�re, erscheint es gerechtfertigt, dem Gesuch der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Rechtspflege zu entsprechen.
2.1 Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird abgewiesen:
3.1 Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird gutgeheissen:
3.2 Rechtsanwalt Ren� Peyer wird als unentgeltlicher Rechtsvertreter ernannt und f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit einem Honorar von Fr. 1'000.-- entsch�digt.