Source: https://www.landkreis-osnabrueck.de/node/31634?text=1
Timestamp: 2019-04-26 04:00:30
Document Index: 31186232

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 17', '§ 39', '§ 42', '§ 18', '§ 18', '§ 39', '§ 42', '§ 39', '§ 18', '§ 39', '§ 17', '§ 18']

Aufenthalt zwecks Ausbildung, Studium oder Berufstätigkeit | Landkreis Osnabrück
Sie können sich als ausländische Staatsangehörige bzw. ausländischer Staatsangehöriger auch zum Zweck der Ausbildung oder der Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.
Die gesetzlichen Vorschriften hierzu sind in den §§ 16 ff. des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) niedergeschrieben. Wir geben Ihnen hierzu einen kleinen Überblick.
Studium, Sprachkurse oder Schulbesuch
Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, dass Ihnen zum Zweck des Studiums an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule oder vergleichbaren Ausbildungseinrichtung eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden kann.
Dabei ist zu beachten, dass auch schon Sprachkurse oder der Besuch eines Studienkollegs, die zur Vorbereitung auf das Studium dienen (eine sogenannte studienvorbreitende Maßnahme), von diesem Aufenthaltszweck nach § 16 AufenthG umfasst sein können.
Zum Studium darf die Aufenthaltserlaubnis allerdings nur erteilt werden, wenn Sie von der Ausbildungseinrichtung zugelassen worden sind.
Die Ausbildungserlaubnis würde erstmalig für mindestens einem Jahr erteilt werden. Auch die Verlängerung soll mindestens ein Jahr betragen und dabei jedoch maximal zwei Jahre nicht überschreiten.
Weitergehende rechtliche Informationen erhalten Sie hier: http://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__16.html
Sonstige Ausbildungszwecke (Berufsausbildung)
Nach § 17 AufenthG haben Sie die Möglichkeit eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der betrieblichen Aus- und Weiterbildung erteilt zu bekommen. Dies meint dabei eine klassische Berufsausbildung, wie. z.B. zum Tischler, Handwerker oder Elektroinstallateur.
Maßgeblich für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zu diesem Zweck ist nach § 39 AufenthG die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit oder es durch Rechtsverordnung nach § 42 AufenthG oder durch zwischenstaatliche Vereinbarung bestimmt ist.
Wenn Sie Ihre Ausbildung erfolgreich beendet haben, kann Ihnen zur Arbeitsplatzsuche Ihre Aufenthaltserlaubnis bis zu einem Jahr verlängert werden.
Weitergehende rechtliche Informationen erhalten Sie hier: http://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__17.html
Die Beschäftigung/ Berufstätigkeit
Wenn Sie über eine qualifizierte Berufsausbildung verfügen und darüber nachdenken, zukünftig einer Beschäftigung in der Bundesrepublik Deutschland nachgehen zu wollen, müssen Sie folgendes wissen:
Nach § 18 Abs. 1 S.1 AufenthG orientiert sich die Zulassung ausländischer Beschäftigter an den Erfordernissen des Wirtschaftsstandortes Deutschland unter Berücksichtigung der Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt und dem Erfordernis, die Arbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen.
Das heißt für Sie als Betroffene/n, dass es nach § 18 Abs. 2 AufenthG in Verbindung mit § 39 AufenthG von der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit abhängt, ob Sie dem von Ihnen vorgeschlagenen Angebot einer Beschäftigung nachgehen dürfen oder nicht. Auch hier wird zudem auf den § 42 AufenthG sowie auf zwischenstaatliche Vereinbarungen hingewiesen, die den § 39 AufenthG in Ausnahmefällen obsolet erscheinen lassen können.
Für weitergehende rechtliche Informationen lesen Sie bitte den § 18 AufenthG.
§ 39 AufenthG
Weitergehende Informationen nach § 17 AufenthG (Sonstige Ausbildungszwecke/Berufsausbildung)
Weitergehende Informationen nach § 18 AufenthG (Beschäftigung/Berufstätigkeit)
Herr Glandorf
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E-Mail: glandorft@lkos.de
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