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Timestamp: 2020-02-25 06:15:56
Document Index: 351848583

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 82', '§ 15', '§ 82', '§ 15', '§ 3']

Rahmenkollektivvertrag für ArbeiterInnen in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung gültig ab 1.1.2018 - WKO.at
Rahmenkollektivvertrag für ArbeiterInnen in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung gültig ab 1.1.2018
Stand 1. Jänner 2018
Anhang A Reinigungsleistungen – Quadratmeterleistungen in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung
(2) Fachlich: Für alle der Bundesinnung der Chemischen Gewerbe und der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger angehörenden Betriebe folgender Berufszweige:
(1) Dieser Kollektivvertrag tritt am 1.1.2018 in Kraft und wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
(3) Während der ersten drei Monate kann sowohl der Lehrberechtigte als auch der Lehrling das Lehrverhältnis jederzeit gem. § 15 Abs. 1 und 2 Berufsausbildungsgesetz, BGBl. 1969/142 in der jeweils geltenden Fassung (i.d.g.F.) (BAG), einseitig auflösen.
(6) Wird das Arbeitsverhältnis aufgelöst, muss der/dem Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer mindestens 14 Kalendertage nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses die Endabrechnung und das offene Entgelt zur Verfügung stehen (Wertstellung).
(7) Die Zeit für den Transport sowie das Be- und Entladen von Arbeitsgeräten und Materialien sowie Tätigkeiten, die zur Durchführung der Arbeitsanweisungen notwendig sind, gelten als Arbeitszeit (außer persönliche Vorbereitungen der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, wie z. B. Umkleiden).
(8) Am 24. und 31. Dezember endet die Arbeitszeit um 12.00 Uhr (mittags) unter Fortzahlung des Lohnes für die ausfallende Arbeitszeit.
(5) Der/Dem Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer ist mit der laufenden Lohnabrechnung eine detaillierte Aufstellung ihrer/seiner Zeitguthaben/-schulden bekannt zu geben. Dem Betriebsrat, sofern einer besteht, ist auf sein Verlangen Einsicht in die detaillierte Aufstellung der Zeitguthaben/-schulden der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer zu gewähren.
(1) Es gelten die Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes BGBl. Nr. 461/69 i.d.g.F. (AZG) und des Arbeitsruhegesetzes BGBl. Nr. 144/83 i.d.g.F. (ARG) in der jeweils geltenden Fassung.
(2) Überstunden an Werktagen in der Zeit von 6 bis 21 Uhr werden mit einem Zuschlag von 50 % des jeweiligen Stundenlohnes, solche in der Zeit von 21 bis 6 Uhr mit einem Zuschlag von 100 % des jeweiligen Stundenlohnes (Nachtüberstunden) entlohnt.
(12) Beträgt die geleistete Arbeitszeit an Sonn- oder Feiertagen weniger als 3 Stunden, so ist eine Arbeitszeit von 3 Stunden zu bezahlen. Die im Zusammenhang mit den an Sonn- und Feiertagen zu erbringenden Arbeitsleistungen entstehenden tarifgünstigsten Fahrtkosten sind der/dem Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer von der/dem Arbeitgeberin/Arbeitgeber zu vergüten, sofern der Transfer nicht durch firmeneigene Fahrzeuge erfolgt.
Arbeinehmerinnen/Arbeitnehmer mit abgeschlossener Lehrzeit, die die Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Reinigungstechnik nicht oder nicht erfolgreich abgelegt haben, haben unabhängig von der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit Anspruch auf den Lohn der Lohngruppe 2.
Reiseaufwandsentschädigungen (Zehrgeld, Trennungszulage, Fahrtkostenvergütung) sind nicht miteinzubeziehen.
(3) Der Urlaubszuschuss ist mit der Mailohnauszahlung (spätestens 15. Juni) auszuzahlen, die Weihnachtsremuneration mit der Oktoberlohnauszahlung (spätestens 15. November) auszubezahlen.
(4) Im ersten Kalenderjahr des Eintrittes in ein Arbeitsverhältnis gilt abweichend vom ersten Absatz, dass der aliquote Teil des Urlaubszuschusses, gerechnet vom Eintrittstag bis zum 31. Mai, mit der Mailohnzahlung auszubezahlen ist. Der restliche aliquote Teil des Urlaubszuschusses, der bis zum 31. Oktober entstanden ist, ist mit der Oktoberlohnauszahlung und der übrige aliquote Teil des Urlaubszuschusses bis zum Ende des Kalenderjahres mit der Dezemberlohnauszahlung auszubezahlen. Der aliquote Teil der Weihnachtsremuneration, gerechnet vom Eintrittstag bis zum 31. Oktober, ist mit der Oktoberlohnauszahlung, der restliche Teil der Weihnachtsremuneration mit der Dezemberlohnauszahlung auszubezahlen.
(6) Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, die den Urlaubszuschuss für das laufende Kalenderjahr bereits erhalten haben, aber noch vor Ablauf des Kalenderjahres ausscheiden, haben den erhaltenen Urlaubszuschuss nur dann zurückzuzahlen, wenn sie nach § 82 GewO 1859 (§ 15 BAG) berechtigt entlassen werden oder ohne wichtigen Grund gem. § 82a GewO 1859 (§ 15 BAG) vorzeitig austreten.
Bei Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern, die während des Kalenderjahres ihre Lehrzeit beendet haben, setzt sich der Urlaubszuschuss bzw. die Weihnachtsremuneration aus dem aliquoten Teil der letzten Lehrlingsentschädigung und aus dem aliquoten Teil der Arbeiterwochenlöhne zusammen.
Bei einer Arbeitsverhinderung der/des Arbeitnehmerin/Arbeitnehmers durch Krankheit (Unglücksfall), Arbeitsunfall oder Berufserkrankung gelten das Entgeltfortzahlungsgesetz, BGBl. 399/1974 i.d.g.F. (EFZG), der Generalkollektivvertrag über den Begriff des Entgeltes gemäß § 3 EFZG vom 2. August 1974 und das Berufsausbildungsgesetz, BGBl. Nr. 142/1969 i.d.g.F. (BAG).
Hinsichtlich der Abfertigung gelten die Bestimmungen des Arbeiter-Abfertigungsgesetzes 1979, BGBl 1979/107 i.d.g.F. bzw. des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbstständigenvorsorgegesetzes, BGBl I 2002/100 i.d.g.F. (BMSVG).
(1) Die für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer maximal zulässige m²-Leistungen pro Stunde sind im Anhang A als Ö-Norm D 2050 in der Ausgabe 1-11-2014 geregelt. Nur diese Ausgabe ist Bestandteil des Rahmenkollektivvertrages.
Die vorliegende Ausgabe ersetzt die Ausgabe ÖNORM D 2050:2014, die technisch überarbeitet wurde. Die wesentlichen Änderungen sind nachfolgend angeführt, wobei die Zusammenstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhabt:
Für die Anwendung dieser ÖNORM gelten die Begriffe nach ÖNORMEN D 2200, D 2201, D 2202, D 2203, D 2204, D 2205, D 2206, D 2220 sowie D 2221 und die folgenden Begriffe:
Bereich in der sich der Zeitbedarf für die Reinigung der Bodenfläche durch den maschinellen Einsatz im Vergleich zur reinen manuellen Reinigung verkürztAnmerkung 1 zum Begriff: Manuelle m²-Leistungen sind in Tabelle 1, maschinelle m²-Leistungen für Großflächenreinigungen von Bodenflächen in Tabelle 3 und Tabelle 4 zusammengefasst.
3.3 Bewohnerzimer
Zeit, die aufgrund der Oberflächen- und Materialeigenschaften der Bodenfläche die Weiterführung der Reinigungsleistungen für einen bestimmten Zeitraum
Zeit, die innerhalb des Objekts oder der Anlage und Entsorgungstellen zurückzulegen ist oder für damit verbundene Tätigkeiten (z.B. Wartezeit auf den Lift, Auf- und Zusperren, Fenster schließen) erforderlich ist
Reinigung der frei geräumter Fensterbänke und Heizkörper,
Leistungen der Vollreinigung gelten für alle Gebäude, Gebäudeteile und andere in 5.1 genannten Reinigungsbereiche.
Diese Reinigungsleistungen gelten für alle Gebäude, Gebäudeteile und andere in 5.1 genannten Reinigungsbereiche.
4.2.1 Reinigung von Hotelzimmern, Appartementzimmern, Gästezimmern, Bewohnerzimmern u. dgl.
4.2.2 OP-Reinigung
4.2.3 Stiegenhausreinigung in Wohnhäusern
Diese Reinigungsleistung hat sämtliche Oberflächen eines Raumes, wie z.B. Wand-, Boden- und Deckenflächen, Einrichtungsgegenstände (innen und außen), technische Raumausstattung (nur außen), Beleuchtung (ohne Montagetätigkeiten) sowie Fenster, zu umfassen.
Reinigung von Fenstern oder Fixverglasungen (Glas samt Stock und Rahmen),
Sicht- und Funktionskontrolle von technischen Einrichtungen oder Spielplätzen, einfache Wartungen (z.B. Türschließer einstellen, Tausch von Leuchtmittel).
4.8.1 Desinfektion und Verrichtung weiterer Hygienemaßnahmen
Ergänzend zu den Unterhaltsreinigungsleistungen für Vollreinigung und Teilreinigung sind zusätzlich im jeweiligen Umfang Maßnahmen zur Desinfektion und die Verrichtung weiterer Hygienemaßnamen aufgrund der jeweiligen Gesetze und Vorschriften je nach Reinigungsbereich durchzuführen.
4.8.2 Andere Zusatzleistungen
Toiletten, Duschen, Aufzüge, Stationsbad
Treppenhäuser 300 200 140
Treppenhäuser in Wohnhäusern inkl. Gänge 200 140 65
Gehwegreinigung und Grünflächenreinigung in Außenanlagen 1.300 1.000 850
Festsäle, Haustechnik-Bereiche 600 400 250
Labore/medizinische Laboratorien 330 220 160
Verkehrsmittel Kurzstrecke (z.B. U-Bahn, Straßenbahn, Linienbus, S-Bahn, Reginalzug) 400 200 50
Die Flächenleistung für Reinigungsbereiche mit automatengeeigneten Bodenflächen gemäß Tabelle 3 und Tabelle 4. z. B. Gänge sind im Verhältnis zu den entsprechenden manuell zu reinigenden anderen Oberflächen gemäß Tabelle 1 zu ermitteln.
m²-Leistung/Stunde
Steinboden kalkhaltig Spraykristallisation 20
Steinboden kalkhaltig Pulverkristallisation 15
Steinboden kalkhaltig 3-stufige Sanierung mit Diamantsteinpolierpads 5
Teppich Gampadreinigung 40
breite (AB)
retische Flächen-
verbrauch bei 1000 mm AB
Laufzeit nach Wasser-
380 18 22 3 1140 1 48
400 22 24 3 1200 1 55
450 30 30 3 1350 1 67
500 45 45 3 1500 1,25 72
550 50 50 3 1650 1,25 73
600 60 60 3 1800 1,5 67
650 60 60 3 1950 1,5 62
700 70 70 4 2800 1,5 67
750 80 80 4 3000 1,75 61
800 90 90 4 3200 1,75 65
850 100 100 4 3400 1,75 68
900 110 110 4 3600 2 62
950 110 110 4 3800 2 58
1000 120 120 4 4000 2 60
1100 130 130 4 4400 2 60
1200 140 140 4 4800 2 59
700 70 70 5 3500 1,5 67
750 80 80 5 3750 1,75 61
800 90 90 5 4000 1,75 65
850 100 100 5 4250 1,75 68
900 110 110 5 4500 2 62
950 110 110 5 4750 2 58
1000 120 120 5 5000 2 60
1100 130 130 5 5500 2 60
1200 140 140 5 6000 2 59
Normen werden im Dialog und Konsens aller Betroffenen und Interessierten entwickelt. Sie legen Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen, Systeme und Qualifikationen fest und definieren, wie die Einhaltung dieser Anforderungen überprüft wird. Von ihrem Wesen her sind Normen Empfehlungen. Ihre Anwendung ist somit freiwillig, aber naheliegend, da Normen den aktuellen Stand der Technik dokumentieren: das, was in einem bestimmten Fachgebiet „Standard“ ist. Dafür bürgen das hohe Fachwissen und die Erfahrung der Experten und Expertinnen in den zuständigen Komitees auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene sowie die Kompetenz von Austrian Standards Institute / Österreichisches Normungsinstitut und seiner Komitee-Manager.
Für die Bundesinnung der Chemischen Gewerbe und Denkmal-, Fassaden und Gebäudereiniger
Komm.-Rat Mag. Dr. Günter REISINGER
Lohnordnung für Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger gültig ab 1.1.2018
Nebenkosten bei Löhnen, Gehältern, Lehrlingsentschädigungen und Überstunden	PDF