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Timestamp: 2019-11-12 10:31:18
Document Index: 198904580

Matched Legal Cases: ['Art. 115', 'Art. 133', 'Art. 115', 'Art. 133', 'Art. 115', 'Art. 133', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 133', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 382', 'Art. 322', 'Art. 104', 'Art. 118', 'Art. 134']

Art. 115 ff. StPO, Art. 133 StGB; Begriff des Geschädigten beim Raufhandel.
Unmittelbar verletzt und geschädigt im Sinne von Art. 115 StPO ist, wer Träger des durch die verletzte Strafnorm geschützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsgutes ist (Bestätigung der Rechtsprechung). Bei Straftaten gegen kollektive Interessen reicht es für die Annahme der Geschädigtenstellung im Allgemeinen aus, dass das von der geschädigten Person angerufene Individualrechtsgut durch den Straftatbestand nachrangig oder als Nebenzweck geschützt wird (E. 2.3.1).
Der Raufhandel gemäss Art. 133 StGB ist ein abstraktes Gefährdungsdelikt. Bei den abstrakten Gefährdungsdelikten gibt es keine Geschädigten im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO, es sei denn, jemand werde als Folge der Begehung eines solchen Delikts konkret gefährdet (E. 2.3.2).
Der Tatbestand des Raufhandels im Sinne von Art. 133 StGB schützt in erster Linie das öffentliche Interesse, Schlägereien zu verhindern, und in zweiter Linie das Individualinteresse der Opfer von solchen Schlägereien. Eine Person, die durch einen Raufhandel verletzt oder konkret gefährdet wird, ist Geschädigte im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO (E. 2.3.2).
Sachverhalt ab Seite 455
BGE: 138 IV 258, 140 IV 155, 139 IV 78, 139 IV 168 mehr... , 137 IV 1
Artikel: Art. 133 StGB, Art. 115 Abs. 1 StPO, Art. 115 ff. StPO, Art. 382 Abs. 1 StPO mehr... , Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO, Art. 118 Abs. 1 StPO, Art. 134 StGB