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Timestamp: 2016-10-24 22:05:11
Document Index: 245996083

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 1', 'Art. 16', 'Art. 24', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 423/05 (06.10.2006)
K.________, 1963, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph H�berli, Langstrasse 4, 8004 Z�rich
A.a K.________, geboren 1963, arbeitete als angelernter Zimmermann, bis er Ende Februar 1997 seine Stelle verlor und in der Folge arbeitslos wurde. Am 29. M�rz 1997 erlitt er als Beifahrer eines Personenwagens bei einer Heckauffahrkollision ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), bei welcher er obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert war, kam f�r die Kosten der Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus.
A.b Am 15. Mai 1998 trat K.________ eine neue Stelle als Zimmermann an, verletzte sich indessen bereits am 25. Mai 1998 bei einem Arbeitsunfall am rechten Fuss (Pilon tibial-Fraktur mit lateraler Malleolarfraktur Typ Weber B). Die SUVA erbrachte wiederum die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). In der Folge entwickelte sich im rechten oberen Sprunggelenk (OSG) eine posttraumatische Arthrose. Mit Verf�gung vom 23. Mai 2000 sprach die IV-Stelle des Kantons Z�rich K.________ eine ganze Rente vom 1. Mai bis 30. Juni 1999 zu. Die SUVA verf�gte am 5. Juli 2001 die Zusprechung einer Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 15 % sowie einer Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von ebenfalls 15 %.
Nachdem K.________ gegen die Festsetzung des Invalidit�tsgrades Einsprache hatte erheben lassen, hob die SUVA ihre Verf�gung vom 5. Juli 2001 auf und sprach ihm am 19. September 2001 nach weiteren erwerblichen Abkl�rungen - wiederum ausgehend von einem Invalidit�tsgrad von 15 % - eine Rente zu. Auch hiegegen liess K.________ Einsprache erheben.
A.c Bereits am 22. Juni 2001 hatte sich K.________ bei einem weiteren Unfall eine HWS-Kontusion zugezogen. Die SUVA teilte ihm am 28. Februar 2002 mit, der Fallabschluss sei angesichts des dritten Unfalles verfr�ht erfolgt, weshalb die Verf�gung vom 19. September 2001 aufgehoben werde.
Am 22. August 2002 verf�gte die SUVA f�r die verbliebenen Beeintr�chtigungen aus den Unf�llen vom 25. Mai 1998 und 22. Juni 2001 die Zusprechung einer Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 15 % und einer Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 10 %. Hiegegen liess K.________ erneut Einsprache erheben, worauf die SUVA am 10. Januar 2003 die Verf�gung - wiederum unter Hinweis auf einen verfr�hten Fallabschluss - aufhob.
In der Folge liess die SUVA K.________ in der Rehaklinik X.________ begutachten (Gutachten vom 1. Mai 2003) und verf�gte am 12. Dezember 2003 die Zusprechung einer Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 22 % und einer Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 10 %. Die hiegegen erhobene Einsprache des K.________ wies sie am 10. M�rz 2004 ab.
Beschwerdeweise beantragte K.________, es sei ihm eine Rente basierend auf einem "22 % deutlich �bersteigenden" Invalidit�tsgrad sowie eine 10 % "deutlich �bersteigende" Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen und eine umfassende medizinische Begutachtung, unter Einschluss einer neuropsychologischen Abkl�rung, durchzuf�hren. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich hiess die Beschwerde am 16. September 2005 in dem Sinne gut, als es den Einspracheentscheid vom 10. M�rz 2004 aufhob und die Sache zur nochmaligen Abkl�rung und Neuverf�gung an die SUVA zur�ckwies.
Die SUVA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sowie die R�ckweisung der Sache an das kantonale Gericht zur materiellen Beurteilung.
K.________ l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf Vernehmlassung.
Im angefochtenen Entscheid wie auch im Einspracheentscheid, auf welchen die Vorinstanz verweist, werden die massgeblichen Rechtsgrundlagen zum intertemporalen Recht (BGE 130 V 329; zur G�ltigkeit der bisherigen Rechtsprechung unter dem ATSG: RKUV 2004 Nr. U 529 S. 576 [Urteil G. vom 22. Juni 2004, U 192/03]), zu den Voraussetzungen des Anspruchs auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG), zur allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG) und zur Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 UVG, Art. 36 Abs. 1 UVV) ebenso zutreffend dargelegt wie die Grunds�tze zur freien Beweisw�rdigung (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c). Darauf wird verwiesen.
Richtig ist insbesondere, dass auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner �rzte Beweiswert beigemessen werden kann, sofern sie als schl�ssig erscheinen, nachvollziehbar begr�ndet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverl�ssigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverh�ltnis zum Versicherungstr�ger steht, l�sst somit nicht schon auf mangelnde Objektivit�t und auf Befangenheit schliessen. Dies trifft insbesondere auch auf die Berichte und Gutachten von �rzten der SUVA zu, da diese ein zur Objektivit�t verpflichtetes gesetzesvollziehendes Organ ist (BGE 122 V 161 f. Erw. 1c in fine). In jedem Fall bedarf es besonderer Umst�nde, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begr�ndet erscheinen lassen, wobei an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzulegen ist (BGE 122 V 161 f. mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die medizinischen Abkl�rungen zur Beurteilung des Leistungsanspruches gen�gen.
2.1 Die Vorinstanz erwog, an die �berzeugungskraft der Berichte aus X.________ sei angesichts dessen, dass die Rehaklinik von der SUVA betrieben werde und der Versicherte dort einen mehrw�chigen Aufenthalt absolviert habe, ein strenger Massstab anzulegen. Zwar erhielten die Einsch�tzungen der dortigen �rzte in Anbetracht des station�ren Aufenthaltes des Beschwerdegegners ein gewisses Gewicht, doch l�ge der Bericht der �rzte an der Klinik Y.________, vom 16. Januar 2004 dem Einspracheentscheid zeitlich am n�chsten. Sodann best�nden zwischen den Berichten der Klinik Y.________ und des Hausarztes Dr. med. S.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 21. Januar 2003 auf der einen und denjenigen der Rehaklinik X.________ vom 28. Januar 2002 und 1. Mai 2003 auf der anderen Seite hinsichtlich der Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit erhebliche Differenzen. Schliesslich seien die beiden Berichte aus X.________ auch unter sich widerspr�chlich und es fehlten Ausf�hrungen zur Kausalit�t und den Auswirkungen der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsst�rungen.
2.2 Mit der Rechtsprechung zum Grundsatz der freien Beweisw�rdigung ist es nicht zu vereinbaren, die Beweiskraft einer �rztlichen Einsch�tzung unbesehen des Beweiswertes des konkreten Berichtes oder Gutachtens (hiezu BGE 125 V 352 f. Erw. 3) einzig anhand der zeitlichen N�he zur Verf�gung oder zum Einspracheentscheid festzusetzen. Da f�r die (richterliche) Pr�fung des Leistungsanspruchs die tats�chlichen Verh�ltnisse zum Zeitpunkt der Verf�gung bzw. des Einspracheentscheides massgeblich sind (BGE 129 V 4 169 Erw. 1), kommt den diesen zeitlich am n�chsten stehenden �rztlichen Einsch�tzungen aufgrund ihrer Aktualit�t zwar besondere Bedeutung zu. Indessen �ndert dies nichts daran, dass die Beurteilung, ob und allenfalls inwieweit auf eine �rztliche Einsch�tzung abzustellen ist, sich - nebst der fachlichen Qualifikation des rapportierenden Arztes - vor allem nach deren Inhalt beurteilt (BGE 122 V 160 f. Erw. 1c mit Hinweisen).
Soweit die Vorinstanz dem Bericht der Klinik S.________ vom 16. Januar 2004 deshalb entscheidende Bedeutung beimass, weil er dem Einspracheentscheid vom 10. M�rz 2004 zeitlich am n�chsten liegt, kann ihr nach dem Gesagten nicht gefolgt werden. Dies gilt umso mehr, als das Gutachten der Rehaklinik lediglich zehn Monate vor Erlass des Einspracheentscheides datiert und Dr. med. L.________ von der Klinik Y.________ keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, sondern im Gegenteil eine "deutliche Regredienz der vor 4 Monaten akuten Verschlechterung", bemerkte.
2.3.1 Es trifft zu, dass die �rztlichen Einsch�tzungen bez�glich der Arbeitsf�higkeit stark divergieren. W�hrend Hausarzt Dr. med. S.________ eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit seit 22. Juni 2001 (Bericht vom 18. Oktober 2001) bzw. 1. Mai 2002 (Bericht vom 21. Januar 2003) attestierte und auch die �rzte am Spital Z.________ - wo der Versicherte vom 25. bis 28. M�rz 2003 wegen zunehmenden Nacken- und immobilisierenden R�ckenschmerzen hospitalisiert war - am 28. M�rz 2002 eine 100%ige Arbeitsunf�higkeit seit 25. M�rz 2002 bis auf Weiteres bescheinigten, erachteten sowohl Kreisarzt Dr. med. J.________ (Einsch�tzung vom 14. Mai 2002) als auch die �rzte an der Rehaklinik X.________ (Bericht vom 28. Januar 2002; Gutachten vom 1. Mai 2003) den Beschwerdegegner als im Rahmen des Zumutbaren arbeitsf�hig. Anl�sslich der Abkl�rung in der Klinik Y.________ vom 16. Januar 2004 kam Dr. med. L.________ zum Schluss, der Versicherte sei f�r leichte T�tigkeiten versuchsweise zu 50 % arbeitsf�hig.
2.3.2 Die Gutachter der Rehaklinik X.________ verf�gten aufgrund der mehrw�chigen Hospitalisation des Versicherten und umfangreicher Untersuchungen �ber genaue Kenntnis der gesundheitlichen Einschr�nkungen. Sie beschrieben die noch m�glichen (leichten wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden) T�tigkeiten (mit [deutlichen] Einschr�nkungen f�r Verrichtungen wie Besteigen von Leitern, Ger�sten oder Treppensteigen) denn auch sehr pr�zise und begr�ndeten ihre Einsch�tzungen einleuchtend. Demgegen�ber veranschlagte Dr. med. L.________ die Arbeitsf�higkeit ohne weitere Konkretisierungen auf versuchsweise 50 % f�r leichte T�tigkeiten, was umso weniger nachvollziehbar ist, als er sowohl in der neurologischen Untersuchung wie auch anhand der R�ntgenbilder der HWS und aus dem ihm vorliegenden MRI der Klinik I.________, vom 9. Oktober 2003 nur diskrete Befunde erhob. Hingegen ber�cksichtigte er - wie im �brigen auch die �rzte am Spital Z.________ (Bericht vom 28. M�rz 2002) - nebst den schwierigen sozialen Umst�nden bzw. der Symptomausweitung insbesondere auch die R�ckenschmerzen im Lumbalbereich, welche indessen als unbestrittenermassen unfallfremd ausser Acht bleiben m�ssen. Die Beurteilung des Dr. med. L.________ ist schliesslich umso kritischer zu w�rdigen, als er - was vom Beschwerdegegner letztlich nicht bestritten wird - nicht �ber s�mtliche Akten verf�gte.
2.3.3 Das nicht n�her begr�ndete Kurzattest des Dr. med. S.________ vom 21. Januar 2003 vermag das Gutachten vom 1. Mai 2003 ebenfalls nicht in Frage zu stellen. Daran �ndert nichts, dass der Hausarzt in fr�heren Berichten (�rztliches Zeugnis zuhanden des Sozialamtes vom 23. Mai 2002; Schreiben an die Rehaklinik X.________ vom 30. Januar 2003) die vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit n�her begr�ndet (und auf Kopfschmerzen, Schwindel sowie Schulter/ Nacken- und Armbeschwerden bei zervikocephalem und zervikobrachialem Schmerzsyndrom links zur�ckf�hrt). Zum einen fehlt es auch in den angef�hrten Berichten an einer nachvollziehbaren Begr�ndung und insbesondere an dokumentierten Befunden, welche die Arbeitsunf�higkeit erkl�ren k�nnten. Zum anderen f�llt ins Gewicht, dass die Einsch�tzungen des Dr. med. S.________ mit Blick auf seine auftragsrechtliche Vertrauensstellung mit Vorbehalt zu w�rdigen sind (Urteil S. vom 20. M�rz 2006, I 655/05, Erw. 5.4 mit Hinweisen) und ihnen nicht der gleiche Beweiswert zukommt wie beispielsweise den Berichten von �rzten, die von der Verwaltung mit der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt werden (SVR 2005 UV Nr. 16 [U 192/03] S. 54 Erw. 2.2; Urteil P. vom 2. August 2006, U 58/06).
2.4 Zu pr�fen ist der weitere Einwand, die Berichte der Rehaklinik enthielten nicht dieselben Diagnosen. Eine Gegen�berstellung der Hauptdiagnosen ergibt folgendes Bild:
- bewegungs- und belastungsabh�ngigen
- leichtgradig schmerzhaft eingeschr�nkter
- schmerzabh�ngigen
- klinisch Hinweise f�r vestibul�re
Funktionsst�rung rechts
- AP f�r radikul�re Reiz- o. Ausfallsymptomatik bei
2. Anlauf-, belastungs- und bewegungsabh�ngige Schmerzsymptomatik im OSG- und Fersenbereich rechts
- mittelschwer eingeschr�nkter OSG-
- leichtgradig periartikul�rer
- R�ckfussvarusfehlstellung und
B. Dislozierte Pilon tibiale-Tr�mmerfraktur mit
Im Gutachten vom 1. Mai 2003 wird das zervikozephale und zervikobrachiale Schmerzsyndrom links unter dem Titel "Diagnosen" nicht erw�hnt. Indessen weist die SUVA zutreffend darauf hin, dass die Terminologie hinsichtlich der Beschleunigungsverletzungen der HWS uneinheitlich ist. So beschreibt die Bezeichnung "Zervikobrachial- und Zervikozephal-Syndrom" letztlich dasselbe Beschwerdebild wie der Terminus "HWS-Distorsionstrauma" (hiezu Prof. Dr. Peter Marx, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft f�r Neurologische Begutachtung der Deutschen Gesellschaft f�r Neurologie EV [ANB], Berlin, Referat zum Thema "Aktuelle Entwicklungen in der Begutachtung der HWS-Beschleunigungsverletzung", gehalten anl�sslich der Jahrestagung der ANB 2004; abrufbar unter http://www.anb-ev.de/publikationen/). Dar�ber hinaus f�hren die Gutachter bei den "aktuellen Problemen" an, der Versicherte klage �ber belastungsabh�ngige myofasziale Beschwerden im Nacken-Hinterhauptsbereich, verbunden mit Kopfbeschwerden und zeitweise Schwindelsensationen, was im Wesentlichen dasselbe Beschwerdebild umschreibt, wie es auch im Bericht vom 28. Januar 2002 enthalten ist.
Die Armbeschwerden werden im Gutachten weder bei den Diagnosen noch bei den aktuellen Problemen vermerkt. Die �rzte stellten bei der Untersuchung des Schulterg�rtels fest, die Arme k�nnten frei bewegt werden, der Armvorhalteversuch sei 20 Sekunden m�glich mit Angabe von m�ssig ziehenden muskul�ren Beschwerden in der Nacken-Schultermuskulatur. Aus den weiteren medizinischen Akten geht indessen hervor, dass der Versicherte nicht durchgehend �ber (ausstrahlende) Schmerzen in die Arme - insbesondere in den linken Arm - geklagt hat. So gab er beispielsweise nach dem ersten Unfall gegen�ber Dr. med. R.________, FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabiliation, am 25. Juni 1997 an, unter ausstrahlenden Schmerzen in den linken Arm zu leiden, und beschrieb �hnliche Beschwerden auch anl�sslich der kreis�rztlichen Untersuchungen vom 14. November 1997 und 12. M�rz 2001. Hingegen klagte er weder anl�sslich der Konsultation des Dr. med. S.________ vom 26. Juni 2001 (Bericht vom 18. Oktober 2001) noch bei der Untersuchung durch Dr. med. W.________, FMH f�r Neurologie, vom 4. Oktober 2001 �ber solche Schmerzen. In Anbetracht des fluktuierenden Beschwerdebildes kann daraus, dass die �rzte im Gutachten vom 1. Mai 2003 diese Beschwerden nicht erw�hnt haben, nicht auf die Inkonsistenz ihrer Beurteilung geschlossen werden. Im �brigen hat die Zervikobrachialgie nach Einsch�tzung der �rzte an der Klinik A.________ vom 7. Juni 2001 ohnehin keinen Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit.
Schliesslich findet sich die Diagnose einer HWS-Distorsion und -Kontusion sowohl im Bericht vom 28. Januar 2002 als auch im Gutachten vom 1. Mai 2003. Entgegen den vorinstanzlichen Erw�gungen bestehen damit bez�glich der am 28. Januar 2002 bzw. 1. Mai 2003 erhobenen Diagnosen keine inhaltlichen Widerspr�che.
2.5 Zu pr�fen sind die weiteren (inhaltlichen) R�gen der Vorinstanz an den Berichten der Rehaklinik.
2.5.1 Soweit im Bericht von 28. Januar 2002 bei den Resultaten der therapeutischen Massnahmen angef�hrt wird, der Versicherte sei maximal im Stande gewesen, Gewichte bis 8 kg auf Taillenh�he (nicht repetitiv) zu heben und zu tragen und bei der Beurteilung das Heben auch von leichten Gewichten bis 10 kg (nur bis Taillenh�he sowie "repetitiv limitiert und beschwerlich") als m�glich erachtet wird, liegt in den unterschiedlichen Traglimiten kein Widerspruch. W�hrend sich die erste Angabe auf die subjektiv demonstrierte Leistungsf�higkeit bezieht, betrifft die Limite von 10 kg die aus medizinischer Sicht zumutbare Belastung. Die Differenz ist angesichts dessen, dass in den Akten verschiedentlich auf die Selbstlimitierung und die Symptomverdeutlichung des Versicherten hingewiesen wird (vgl. etwa Bericht des Spitals B.________ vom 6. August 1997 "�usserst demonstrative Schilderung der Beschwerden mit Tendenz zu Aggravation"; festgestellte Symptomausweitung und gewisse Selbstlimitierung anl�sslich des Psychosomatischen Konsiliums in der Rehaklinik X.________ vom 17. Dezember 2001), ohne weiteres erkl�rbar.
2.5.2 Aus denselben Gr�nden spricht auch der Umstand, dass die �rzte einerseits festhalten, aufgrund der Selbsteinsch�tzung der k�rperlichen Leistungsf�higkeit seien berufliche Massnahmen nur mit Vorbehalt empfohlen worden und anderseits ausf�hren, eine berufliche Neuorientierung sei indiziert, nicht gegen die Glaubw�rdigkeit des Berichts von 28. Januar 2002. Wie die SUVA zutreffend ausf�hrt, ergibt sich die Notwendigkeit der beruflichen Umorientierung aus der unfallbedingten OSG-Problematik. Dass entsprechende Massnahmen bislang nicht durchgef�hrt worden sind, ist auf die Selbstlimitierung des Beschwerdegegners zur�ckzuf�hren. Die letztinstanzlich eingereichte Mitteilung der IV-Stelle, wonach berufliche Massnahmen derzeit wegen der von Dr. med. S.________ attestierten vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit nicht durchgef�hrt werden k�nnten, f�hrt zu keinem anderen Schluss.
2.5.3 Wenn im Gutachten vom 1. Mai 2003 zum einen von einer "nur fraglichen" milden traumatischen Hirnverletzung die Rede ist, w�hrend im selben Gutachten unmittelbar zuvor eine solche Verletzung verneint und aus diesem Grund auch kein Anlass f�r eine neuropsychologische Untersuchung gesehen wird, ist dies keine Ungenauigkeit, welche die �berzeugungskraft des Gutachtens einschr�nkt. Anl�sslich des ersten Aufenthaltes in X.________ (vom 14. November 2001 bis 11. Januar 2002) hielt Dr. med. N.________ im neurologischen Konsilium fest, beim zweiten und dritten Unfall seien "h�chstens fraglich" milde traumatische Hirnverletzungen durchgemacht worden, weshalb eine neuropsychologische Untersuchung nicht unbedingt indiziert sei. In seiner Stellungnahme vom 28. April 2003 f�hrte Dr. med. N.________ aus, die detaillierte neurologische Untersuchung vom Januar 2002 habe ergeben, dass der Versicherte zwei HWS-Distorsionen, jedoch keine milde traumatische Hirnverletzungen erlitten habe; eine neuropsychologische Untersuchung mache daher keinen Sinn. Diese Aussagen werden im Gutachten vom 1. Mai 2003 wiedergegeben. Weder bei der neurologischen Abkl�rungen in X.________ noch anl�sslich der neurologischen Untersuchung durch Dr. med. W.________ vom 3. Oktober 2001 wurden eine intrakranielle L�sion oder ein messbarer Defektzustand in Form neurologischer Ausf�lle, wie sie nach einer Contusio cerebri auftreten k�nnen, festgestellt, welche auf eine milde traumatische Hirnverletzung schliessen liessen (vgl. Urteil T. vom 29. M�rz 2006, U 197/04, Erw. 3.1). Vielmehr hielt Dr. med. N.________ in seinem Konsilium vom 11. Januar 2002 fest, die detaillierte neurologische Untersuchung habe einzig eine leichte Unsicherheit im vestibul�ren Bereich ergeben, w�hrend Dr. med. W.________ nicht einmal den Verdacht auf eine (fragliche) milde traumatische Hirnverletzung �ussert. Aus den Akten ergibt sich somit eindeutig, dass die Kriterien f�r die Annahme einer solchen Verletzung nicht erf�llt sind, woran die im Gutachten vom 1. Mai 2003 wiedergegebene Formulierung des Dr. med. N.________ einer "h�chstens fraglichen" milden traumatischen Hirnverletzung nichts �ndert.
2.6 Entgegen der Vorinstanz - und anders als in dem von ihr zitierten Urteil P. vom 18. Juni 2003, U 135/00 (Erw. 3.2) - ist hier ein typisches buntes Beschwerdebild - mit einer H�ufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depressionen, Wesensver�nderung usw. (vgl. SVR 2003 UV Nr. 12 S. 35) - nicht gesichert. Bez�glich des ersten Unfalles vom 29. M�rz 1997 hielt Dr. med. Bracher, Z�rich, am 28. April 1997 lediglich fest, der Versicherte klage �ber Schmerzen in der oberen BWS. Im Anschluss an den Unfall vom 22. Juni 2001 klagte der Beschwerdegegner �ber leichte Kopfschmerzen und Schmerzen im Nacken, rechts mehr als links und etwas in die rechte Schulter ausstrahlend (Bericht des Stadtspitals Waid Z�rich vom 22. Juni 2001), sp�ter auch �ber Schmerzen an der HWS (Bericht des Dr. med. S.________ vom 18. Oktober 2001). Es besteht daher kein Anlass, bez�glich der nat�rlichen Kausalit�t nicht auf die Einsch�tzungen der �rzte an der Rehaklinik X.________ abzustellen.
2.7 Zusammenfassend ist eine zus�tzliche medizinische Abkl�rung nicht angezeigt. Bei diesem Ergebnis ist die Sache antragsgem�ss an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 16. September 2005 aufgehoben, und es wird die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit sie �ber die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 10. M�rz 2004 materiell entscheide.