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Timestamp: 2019-12-09 02:49:09
Document Index: 148580203

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 1415', '§ 2346', '§ 3', '§ 6', '§ 12', '§ 12', '§ 10', '§ 7', '§ 7', '§ 37', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 29', '§ 13', '§ 15', '§ 7']

ErbStG § 7 Schenkungen unter Lebenden - NWB Gesetze
ErbStG § 7 i.d.F. 25.03.2019
§ 7 Schenkungen unter Lebenden [1] [2]
(1) Als Schenkungen unter Lebenden gelten
jede freigebige Zuwendung unter Lebenden, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird;
die Bereicherung, die ein Ehegatte oder ein Lebenspartner bei Vereinbarung der Gütergemeinschaft (§ 1415 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) erfährt;
was als Abfindung für einen Erbverzicht (§§ 2346 und 2352 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) gewährt wird;
der Übergang von Vermögen auf Grund eines Stiftungsgeschäfts unter Lebenden. 2Dem steht gleich die Bildung oder Ausstattung einer Vermögensmasse ausländischen Rechts, deren Zweck auf die Bindung von Vermögen gerichtet ist;
was bei Aufhebung einer Stiftung oder bei Auflösung eines Vereins, dessen Zweck auf die Bindung von Vermögen gerichtet ist, erworben wird. 2Dem steht gleich der Erwerb bei Auflösung einer Vermögensmasse ausländischen Rechts, deren Zweck auf die Bindung von Vermögen gerichtet ist, sowie der Erwerb durch Zwischenberechtigte während des Bestehens der Vermögensmasse. 3Wie eine Auflösung wird auch der Formwechsel eines rechtsfähigen Vereins, dessen Zweck wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien auf die Bindung von Vermögen gerichtet ist, in eine Kapitalgesellschaft behandelt;
was als Abfindung für aufschiebend bedingt, betagt oder befristet erworbene Ansprüche, soweit es sich nicht um einen Fall des § 3 Abs. 2 Nr. 5 handelt, vor dem Zeitpunkt des Eintritts der Bedingung oder des Ereignisses gewährt wird.
(2) 1Im Fall des Absatzes 1 Nr. 7 ist der Versteuerung auf Antrag das Verhältnis des Nacherben zum Erblasser zugrunde zu legen. 2§ 6 Abs. 2 Satz 3 bis 5 gilt entsprechend.
(4) Die Steuerpflicht einer Schenkung wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass sie zur Belohnung oder unter einer Auflage gemacht oder in die Form eines lästigen Vertrags gekleidet wird.
(5) 1Ist Gegenstand der Schenkung eine Beteiligung an einer Personengesellschaft, in deren Gesellschaftsvertrag bestimmt ist, dass der neue Gesellschafter bei Auflösung der Gesellschaft oder im Fall eines vorherigen Ausscheidens nur den Buchwert seines Kapitalanteils erhält, werden diese Bestimmungen bei der Feststellung der Bereicherung nicht berücksichtigt. 2Soweit die Bereicherung den Buchwert des Kapitalanteils übersteigt, gilt sie als auflösend bedingt erworben.
(6) Wird eine Beteiligung an einer Personengesellschaft mit einer Gewinnbeteiligung ausgestattet, die insbesondere der Kapitaleinlage, der Arbeits- oder der sonstigen Leistung des Gesellschafters für die Gesellschaft nicht entspricht oder die einem fremden Dritten üblicherweise nicht eingeräumt würde, gilt das Übermaß an Gewinnbeteiligung als selbständige Schenkung, die mit dem Kapitalwert anzusetzen ist.
(7) 1Als Schenkung gilt auch der auf dem Ausscheiden eines Gesellschafters beruhende Übergang des Anteils oder des Teils eines Anteils eines Gesellschafters einer Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft auf die anderen Gesellschafter oder die Gesellschaft, soweit der Wert, der sich für seinen Anteil zur Zeit seines Ausscheidens nach § 12 ergibt, den Abfindungsanspruch übersteigt. 2Wird auf Grund einer Regelung im Gesellschaftsvertrag einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung der Geschäftsanteil eines Gesellschafters bei dessen Ausscheiden eingezogen und übersteigt der sich nach § 12 ergebende Wert seines Anteils zur Zeit seines Ausscheidens den Abfindungsanspruch, gilt die insoweit bewirkte Werterhöhung der Anteile der verbleibenden Gesellschafter als Schenkung des ausgeschiedenen Gesellschafters. 3Bei Übertragungen im Sinne des § 10 Abs. 10 gelten die Sätze 1 und 2 sinngemäß.
(8) 1Als Schenkung gilt auch die Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, die eine an der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar beteiligte natürliche Person oder Stiftung (Bedachte) durch die Leistung einer anderen Person (Zuwendender) an die Gesellschaft erlangt. 2Freigebig sind auch Zuwendungen zwischen Kapitalgesellschaften, soweit sie in der Absicht getätigt werden, Gesellschafter zu bereichern und soweit an diesen Gesellschaften nicht unmittelbar oder mittelbar dieselben Gesellschafter zu gleichen Anteilen beteiligt sind. 3Die Sätze 1 und 2 gelten außer für Kapitalgesellschaften auch für Genossenschaften.
1Anm. d. Red.: § 7 Abs. 1 und 7 i. d. F. des Gesetzes v. 24. 12. 2008 (BGBl I S. 3018) mit Wirkung v. 1. 1. 2009 ; Abs. 8 angefügt gem. Gesetz v. 7. 12. 2011 (BGBl I S. 2592) mit Wirkung v. 14. 12. 2011 .
2Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 7 siehe § 37 Abs. 7.
Werner, Die disquotale Verteilung von Gesellschafterrechten, NWB 14/2019 S. 959
Ramb, Schenkungen i. S. des § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG und Schenkungskosten, SteuerStud 10/2018 S. 691
BFH-Entscheidungen zur Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer im Jahre 2000, NWB 5/2002 S. 307
BFH-Entscheidungen zur Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer im Jahre 1999, NWB 10/2001 S. 783
Änderungen des Erbschaftsteuergesetzes durch das StEntlG 1999/2000/2002, NWB 25/1999 S. 2287
Viskorf/Viskorf, ErbStG § 7
Viskorf, ErbStG § 7
Viskorf/Schuck, ErbStG § 7
H E7.1 ErbStH
H E7.2 ErbStH
H E7.3 ErbStH
H E7.4 (1) ErbStH
H E7.4 (2) ErbStH
H E7.4 (3) ErbStH
H E7.4 (4) ErbStH
H E7.5 ErbStH
H E7.7 ErbStH
H E7.9 ErbStH
BFH - II R 33/18, Verfahrensverlauf
BFH - II R 24/18, Verfahrensverlauf
BFH - II R 25/18, Verfahrensverlauf
Sachlicher Anwendungsbereich von § 7 Abs. 1 Nr. 8 ErbStG - Vermögensübertragung an liechtensteinische Familienstiftung - Schenkung unter Lebenden - Erlöschen der Schenkungsteuer nach § 29 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG - Rechtswirkung einer strafbefreienden Erklärung, Mustereinspruch
Grunderwerbsteuerbefreiung bei unentgeltlicher Übertragung eines hälftigen Grundstückanteils bei gleichzeitiger Übernahme des lebenslangen Nießbrauchs unter Geschwistern, Mustereinspruch
Berücksichtigung des Erbbauzinses bei unentgeltlicher Übertragung eines Erbbaurechts?, Mustereinspruch
Schenkungsteuer bei Weiterleitung veruntreuter Geldbeträge?, Mustereinspruch
Schenkungsteuer: Zum Vorliegen und zur Wertermittlung einer gemischten freigebigen Zuwendung, hier gemeiner Wert nicht notierter Anteile an Kapitalgesellschaften, Mustereinspruch
Keine Schenkungsteuer bei treuhänderischem Erwerb eines Geschäftsanteils durch einen sog. Pooltreuhänder, Mustereinspruch
Keine Steuervergünstigung nach § 13a Abs. 1 und 2 ErbStG a.F. bei Übertragung eines Kommanditanteils unter Zurückbehaltung betriebswesentlichen Sonderbetriebsvermögens?, Mustereinspruch
Bestimmung des Freibetrags und der Steuerklasse bei Übertragung von Vermögen auf eine Stiftung als „entferntest Berechtigter“ i.S.d. § 15 Abs. 2 Satz 1 ErbStG, Mustereinspruch
ErbStG § 7 Schenkungen unter Lebenden ablegen in?