Source: https://www.sz.ch/staatskanzlei-departemente/finanzdepartement/steuerverwaltung/unternehmen/aktuelles.html/72-416-387-382-3151-3352-3222
Timestamp: 2019-09-18 03:16:16
Document Index: 144666865

Matched Legal Cases: ['Art. 8', '§ 27', '§ 12', 'Art. 130', '§ 149', 'Art. 58', '§ 64', 'Art. 30', 'Art. 18', '§ 19']

Umsetzung der Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) bei der Steuerverwaltung Schwyz
Aufschaltung der Übersichtstabelle der Massnahmen inkl. Fragekatalog, Version 1.2, Stand per 03.09.2019. Die Version 1.2 beinhaltet neue Fragen und Antworten sowie eine Praxisänderung (Frage 11) zum Step-up, siehe Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF).
Generelle Neuschätzung Landwirtschaft 2018
Aufgrund der neuen eidgenössischen Schätzungsanleitung sind nach Gesetz die landwirtschaftlichen Grundstücke und Gewerbe im Kanton Schwyz per 2018 neu zu bewerten. Die massgebenden Schätzungsgrundlagen der generellen Neuschätzung sowie weitere Informationen können unter folgendem Link eingesehen werden:
www.sz.ch/steuern/ls
Änderungen im Schwyzer Steuerbuch
Die Weisung zur privilegierten Festlegung des Eigennutzungswertes der abtretenden Generation in der Landwirtschaft (Steuerbuch 50.14) wurde aufgrund des Regierungsratsbeschluss Nr. 483/2019 vom 2. Juli 2019 wie folgt geändert:
Randziffer 12: Begrenzung des zeitlichen Anwendungsbereich der Weisung auf Hofübergaben bis 31. März 2018.
Redaktionelle Änderungen: Anpassung der Zitierhinweise an die neubenannten Erlasse gemäss der neuen Kantonsverfassung.
Die Weisung zur privilegierten Festlegung des Mietwertes des über den Normalbedarf hinaus vorhandenen Wohnraums für die Ertragswertermittlung (Steuerbuch 50.15) wurde aufgrund des Regierungsratsbeschluss Nr. 484/2019 vom 2. Juli 2019 aufgehoben.
Neues Merkblatt Besteuerung nach dem Aufwand
Das Merkblatt Besteuerung nach dem Aufwand wurde an das neue Kreisschreiben Nr. 44 der ESTV (Besteuerung nach dem Aufwand bei der direkten Bundessteuer) vom 24. Juli 2018 angepasst. Im Weiteren wurde es redaktionell überarbeitet, teilweise ergänzt und umformuliert sowie neu strukturiert. In Anlehnung an die direkte Bundessteuer wurde das Merkblatt mit einem neuen Titel versehen. Die Anpassung an das Kreisschreiben des Bundes bringt gewisse praxisrelevante Präzisierungen betreffend Auslegung und Konkretisierung der Aufwandbesteuerung mit sich:
Eine Verwaltungsratstätigkeit in der Schweiz steht einer Pauschalbesteuerung in jedem Fall entgegen, unabhängig von deren Umfang. Das heisst, dass ein Verwaltungsrat nicht in den Genuss einer Pauschalbesteuerung kommen kann, auch wenn sein Honorar nur in einem geringfügigen Betrag plus Spesenersatz besteht.
Wer früher nach dem Aufwand besteuert wurde und nach einer Landesabwesenheit wieder in den Kanton Schwyz zurückkehrt, kann ungeachtet der zehnjährigen Mindestabwesenheitsfrist wieder nach dem Aufwand besteuert werden.
Diplomaten, Konsularbeamte und Beamte internationaler Organisationen, deren Erwerbseinkommen aufgrund völkerrechtlicher Verträge steuerbefreit war und die nach ihrer Pensionierung im Kanton Schwyz bleiben, können keine Aufwandbesteuerung geltend machen.
Wer nach bisheriger Aufwandbesteuerung freiwillig auf diese Besteuerungsart verzichtet und ordentlich besteuert wird, kann später nicht wieder nach dem Aufwand besteuert werden.
Die Weisung über die Organisation der kantonalen Steuerkommission und das kantonale Einspracheverfahren (StKW) (Steuerbuch 50.13) wurde aufgrund des Regierungsratsbeschluss Nr. 391/2019 vom 4. Juni 2019 wie folgt geändert:
Randziffer 2; letzter Satz: Neu wird dem Steuerkommissionspräsident die Möglichkeit gegeben, abteilungsübergreifende thematische Schwerpunkte zubilden und deren Behandlung an eine einzelne Abteilung der Steuerkommission zuzuweisen.
Randziffer 14; erster Satz: Neu sind Rückweisungen an die Vorinstanz durch Entscheid des Steuerkommissionspräsident möglich (vorher nur durch Kommissionsbeschluss)
Redaktionelle Änderungen: Abschnitt B (Sprachliche Gleichstellung) ersatzlos gestrichen (Bereits in Art. 8 AVG, SRSZ 140.200 geregelt), Anpassung der Zitierhinweise an die neubenannten Erlasse der neuen Kantonsverfassung.
Die Weisung trat per 04. Juni 2019 in Kraft und findet auf alle hängigen und neuen Verfahren vor Steuerkommission Anwendung.
Neues Merkblatt zur Grundstückgewinnsteuer
Abgrenzung zwischen Grundstückgewinnsteuer und Gewinnsteuer bei Veräusserungen von Grundstücken des Geschäftsvermögens: Im Kanton Schwyz unterliegen Gewinne, die bei der Veräusserung von privaten und geschäftlichen Grundstücken oder von Anteilen an solchen erzielt werden, der Grundstückgewinnsteuer. Anders als bei Grundstücken des Privatvermögens ist bei der Veräusserung von Geschäftsgrundstücken auch die Einkommens- resp. Gewinnsteuer betroffen. Das neue Merkblatt erläutert steuersystematische Differenzen zwischen diesen Steuerarten. Weiter enthält es Hinweise zur Abgrenzung nachträglicher Kosten (Garantiekosten und Nachtragsrechnungen) sowie zur Verrechnung von einkommens- resp. gewinnsteuerlichen Verlusten bei der Grundstückgewinnsteuer.
Die Quellensteuerverordnung KQStV (SRSZ 172.311 oder Steuerbuch Nr. 21.12) wurde wie folgt geändert:
§ 27 Abs. 1 (Senkung der Bezugsprovision für die Schuldner der steuerbaren Leistung (Arbeitgeber) von bisher 3% auf neu 2%.)
Die Verordnung über die vorläufige Anpassung des Kantonalen Steuerrechts an das Steuerharmonisierungsgesetz ÜVStHG (SRSZ 172.214 oder Steuerbuch Nr. 21.17) wurde geändert. Die wichtigsten Änderungen sind:
Anpassung an das Bundesgesetz über die Gewinnbesteuerung von juristischen Personen mit ideellen Zwecken (Steuerfreigrenze für Gewinne bis Fr. 20000.--).
Anpassungen an das Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz, BGS) (Freibetrag von 1 Mio. Franken für Grossspielgewinne und Online-Spielbankengewinne, Freigrenze von Fr. 1000.-- für Gewinne aus Lotterien und Geschicklichkeitsspielen zur Verkaufsförderung und Abzug von Einsatzkosten)
Die detaillierten Änderungen sind aus der Fortlaufenden Gesetzsammlung GS Nr. 25-35 ersichtlich.
Die Verordnung über die kantonale Kursaalabgabe KAV wurde durch die Verordnung über die kantonale Spielbankenabgabe (SRSZ 172.611 oder Steuerbuch 21.25) ersetzt.
Die Kantonale Vollzugsverordnung zum Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer KVStV (SRSZ 171.211 oder Steuerbuch Nr. 23.11) wurde geändert.
Wichtigste Änderung: § 12 (Neu werden Verrechnungssteuerguthaben in der Regel nicht mehr ausbezahlt, sondern mit offenen Steuern verrechnet).
Die detaillierten Änderungen sind aus der Fortlaufenden Gesetzsammlung GS Nr. 25-36 ersichtlich.
Das Justizgesetz JG (SRSZ 231.110 oder Steuerbuch Nr. 30.10) wurde aufgrund des Kantonsratsbeschlusses betreffend die Zusammenarbeit der Justizbehörden der Gemeinden und Bezirke vom 14. März 2018 geändert.
Die detaillierten Änderungen sind aus der Fortlaufenden Gesetzsammlung GS Nr. 25-25f (Ziffer 6.) ersichtlich.
Alle Änderungen traten auf den 01.01.2019 in Kraft, mit Ausnahme der Besteuerung juristischer Personen mit idellen Zwecken (Freigrenze; 01.01.2018).
Überarbeitung Merkblatt Interkantonale Steuerausscheidung mit Liegenschaften
Die Repartitionswerte dienen als einheitliche Referenzgrösse für die interkantonale Steuerausscheidung von Liegenschaften.
Die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK) hat die Repartitionswerte mit Kreisschreiben 22 vom 22. März 2018 (geändert am 17. September 2018) auf den 1. Januar 2019 angepasst.
Aus diesem Grunde wurde das Zahlenbeispiel im Merkblatt der Kantonalen Steuerverwaltung Schwyz ergänzt.
Das überarbeitete Merkblatt wird im Internet publiziert.
Elektronische Steuererklärung 2018 für juristische Personen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften
Ab sofort ist eTax.schwyz 2018 JP für juristische Personen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften zum Download verfügbar.
Dieses kostenlose Computer-Programm hilft Ihnen dabei, die Steuererklärung für bis zu fünf juristische Personen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften schnell und einfach zu erstellen.
Elektronische Steuererklärung 2018 für natürliche Personen
Ab sofort ist eTax.schwyz 2018 NP für natürliche Personen zum Download verfügbar.
Die Steuerfusstabelle 2019 wurde publiziert. Daraus ersichtlich sind die für das Jahr 2019 gültigen Gesamtsteuerfüsse pro Gemeinde für Natürliche Personen mit und ohne Kultussteuer sowie die Gesamtsteuerfüsse für Juristische Personen. Auf einer weiteren Tabelle sind die detaillierten Steuerfüsse je Gemeinwesen aufgelistet.
Unter Steuerberechnung / Steuerfusstabellen finden Sie die Steuerfusstabellen zurück bis ins Jahr 1946.
Steuerfolgen bei Pflege- und Betreuungsverhältnissen
Überarbeitung Merkblatt Besteuerung von Pflegeeltern bzw. neues Merkblatt Steuerfolgen bei Pflege- und Betreuungsverhältnissen
Das Merkblatt „Besteuerung von Pflegeeltern“ vom 4. Dezember 2008 ist überarbeitet worden. Da neu auch die Steuerfolgen bei Tagesmüttern geregelt werden, wurde das Merkblatt umbenannt in „Steuerfolgen bei Pflege- und Betreuungsverhältnissen“.
Wird ein Entgelt für die Kindbetreuung ausgerichtet und liegt eine unselbstständige Erwerbstätigkeit vor, muss die Person, welche das Entgelt ausrichtet, entweder im vereinfachten Verfahren gegenüber der AHV-Ausgleichskasse abrechnen oder einen Lohnausweis ausstellen.
Neu geregelt wird die Besteuerung des Auslagenersatzes (Spesen), welchen die Pflegeeltern und Tagesmütter für die Kindbetreuung erhalten. Der Auslagenersatz wird nicht besteuert, wenn er den Ansätzen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) oder der IG Familienplätze entspricht. Zudem wird erläutert, wie der Auslagenersatz im Lohnausweis zu deklarieren ist.
Im Weiteren wird ausgeführt, welche Abzüge von den Pflegeeltern und Tagesmüttern geltend gemacht werden können (Abzug für unmittelbare Berufskosten und Zweiverdienerabzug).
Das überarbeitete Merkblatt wird im Internet publiziert. Es ist auf alle offenen Steuerveranlagungen anwendbar.
Entscheid der kantonalen Steuerkommission/Verwaltung für die direkte Bundessteuer vom 22. November 2018 i.S. M. AG (StKE 110/2016)
Ermessensveranlagung (Art. 130 Abs. 2 DBG; § 149 Abs. 2 StG): Unrichtigkeitsnachweis im Einspracheverfahren
Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 24. Oktober 2018 i.S. L. AG (2C_886/2018)
Gewinnsteuer: geldwerte Leistung (Art. 58 Abs. 1 Bst. b DBG und § 64 Abs. 1 Bst. b StG): Verkauf einer Yacht an den Hauptaktionär
Verrechnungssteuerguthaben neu auf Steuerrechnung
Die Verrechnungssteuer von 35% wird auf dem Ertrag von beweglichem Kapitalvermögen, auf Lotteriegewinnen und auf bestimmten Versicherungsleistungen erhoben. Mit Einreichung der Steuererklärung können natürliche Personen ihr Verrechnungssteuerguthaben wieder zurückfordern.
Aktuell erstattet der Kanton Schwyz die Verrechnungssteuerguthaben noch mittels Bank- oder Postüberweisung zurück. Damit ist der Kanton Schwyz einer der wenigen Kantone, welche die Verrechnungssteuerguthaben noch nicht bei der Steuerrechnung zur Anrechnung bringen. Ab nächstem Jahr werden solche Guthaben nun im Regelfall neu bei der Steuerrechnung berücksichtigt. Mit diesem Systemwechsel kann der Steuerprozess in einem weiteren Bereich optimiert werden, was das erklärte Ziel des Projekts „eSteuern.sz“ ist.
Quellensteuer: Weniger Aufwand führt zu tieferer Bezugsprovision
Erhalten Personen, die der Quellensteuer unterliegen, eine steuerbare Leistung, so nimmt der Schuldner dieser Leistung (v.a. Arbeitgeber) bei der Auszahlung einen Quellensteuerabzug vor und liefert die zurückbehaltene Quellensteuer dem Kanton ab. Dafür kann er aktuell 3% Bezugsprovision einbehalten. Der Regierungsrat hat per 1. Januar 2019 die Bezugsprovision bei der Quellensteuer neu auf 2% festgelegt. Grund dafür sind die schweizweiten Harmonisierungsbestrebungen und die Möglichkeit, die Quellensteuer elektronisch mit dem Kanton abzurechnen (elektronisches Lohnmeldeverfahren bzw. „ELM/Quellensteuer“). Diese führen zu Automatisierungen und Vereinfachungen und verringern den administrativen Aufwand bei den Schuldnern der steuerbaren Leistung. Die Mehrheit der Kantone hat die Bezugsprovision ebenfalls schon gesenkt.
Höchstabzug Säule 3a und Zinssätze im 2019
Die Höchstabzüge der Säule 3a wurden für das Jahr 2019 erhöht. Für den Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) gelten im 2019 folgende Höchstabzüge:
Für Steuerpflichtige mit 2. Säule Fr. 6'826.-- (Vorjahr Fr. 6'768.--)
Für Steuerpflichtige ohne 2. Säule Fr. 34'128.-- (Vorjahr Fr. 33'840.--)
Die aktualisierte Übersicht "Höchstabzüge für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen" Nr. 90.13 aus dem Schwyzer Steuerbuch beinhaltet die Höchstabzüge ab Steuerjahr 2001.
Die Vergütungs- / Rückerstattungszinsen, die Verzugszinsen, der Vorauszahlungszins sowie der Skontoabzug bleiben für das Jahr 2019 unverändert. Die aktualisierte Übersicht "Verzugs- und Vergütungszinsen, Skontoabzüge" Nr. 90.12 aus dem Schwyzer Steuerbuch beinhaltet einen Überblick der Zinssätze und Skontoabzüge zurück bis ins Jahr 2008.
Die Steuerstatistik 2015 ist ab sofort verfügbar.
Änderung im Merkblatt Besteuerung von getrennt lebenden und geschiedenen Ehegatten mit Liegenschaften
Das Merkblatt Besteuerung von getrennt lebenden und geschiedenen Ehegatten mit Liegenschaften ist überarbeitet worden.
Neu ist, dass der Ehegatte seinen Liegenschaftsanteil, welchen er seinem getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten zur Verfügung stellt, unter Eigenmietwert deklarieren muss, anstelle wie früher unter Liegenschaftsertrag. Den Liegenschaftsanteil bzw. den Eigenmietwert sowie die für den anderen Ehegatten übernommenen Hypothekarzinsen oder Liegenschaftsunterhaltskosten kann er als Alimentenleistungen in Abzug bringen. Der andere Ehegatte muss im Gegenzug den Eigenmietwert der Liegenschaft, welche ihm zur Verfügung gestellt wird, sowie die übernommenen Hypothekarzinsen oder Liegenschaftsunterhaltskosten als Alimentenleistungen in gleicher Höhe versteuern.
Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 30. Juli 2018 i.S. H. (2C_1075/2017)
Anspruch auf einen unabhängigen Richter im steuerlichen Rechtsmittel­verfahren (Art. 30 BV); selbstständige Erwerbstätigkeit als Teilhaber einer einfachen Gesellschaft (Art. 18 Abs. 1 DBG und § 19 Abs. 1 StG): Beweis des Gesellschaftsaustritts