Source: http://www.vgkk.at/portal27/vgkkportal/content/contentWindow?contentid=10007.722478&action=2&viewmode=content
Timestamp: 2017-03-30 04:48:39
Document Index: 200876303

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 8', '§ 12', '§ 18', '§ 39', '§ 38', '§ 44', '§ 43', '§ 35', '§ 33', '§ 36', '§ 35']

Beim Bezug eines Heilmittels (Medikamentes) ist pro Packung eine Kostenbeteiligung (="Rezeptgebühr") direkt in der Apotheke zu entrichten. Die Rezeptgebühr beträgt 2017 je Verordnung EUR 5,85Eine Befreiung von der Rezeptgebühr ist möglich und aufgrund einer besonderen Schutzbedürftigkeit vorgesehen.Rezeptgebührenbefreiung
Online Ratgeber RezeptgebührenbefreiungGesetzliche Befreiung (kein Antrag erforderlich) z.B.: bei anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheiten (z.B. Geschlechtskrankheiten) von Zivildienern und deren Angehörigen von Asylwerbern in Bundesbetreuung von Personen, die den Gebietskrankenkassen gemäß § 26 Abs.2 KOVG 1957, § 8 Abs.2 HVG oder § 12 Abs.1 OFG zugeteilt sind. Befreiung bei besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit (kein Antrag erforderlich) Die nachstehend angeführten Bezieher bestimmter Geldleistungen werden wegen besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit, wenn die betreffende Geldleistung die Pflichtversicherung begründet: Bezieher einer Ausgleichszulage zu einer Pension aus der Pensionsversicherung, Bezieher einer Ergänzungszulage zu einem Ruhe- oder Versorgungsgenuss nach dem Pensionsgesetz 1965, Bezieher einer Provision, einer Witwenprovision oder einer Waisenprovision mit Ergänzungszulage von der Generaldirektion der österreichischen Bundesforste, Bezieher einer monatlichen Leistung nach dem Kleinrentnergesetz, Bezieher eines Vorschusses gemäß § 18 ARÜG, Bezieher einer Waisenrente oder Waisenbeihilfe gemäß §§ 39 ff. KOVG 1957 oder gemäß §§ 38 ff. HVG sowie Bezieher einer Elternrente gemäß §§ 44 ff. KOVG 1957 oder gemäß § 43 ff. HVG, Bezieher einer Witwen(Witwer)zusatzrente gemäß § 35 Abs.3 KOVG 1957 oder gemäß § 33 Abs.2 HVG sowie Bezieher einer Witwen(Witwer)beihilfe gemäß § 36 Abs.2 KOVG 1957 oder gemäß § 35 HVG. Befreiung bei sozialer Schutzbedürftigkeit (Antrag erforderlich) Wegen besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit sind auf Antrag von der Rezeptgebühr zu befreien: Personen, deren monatliche Nettoeinkünfte derzeit EUR 889,84 für Alleinstehende, EUR 1.334,17 für Ehepaare nicht übersteigen. Diese Beträge erhöhen sich für jedes Kind um derzeit EUR 137,30.Personen, die infolge von Krankheiten oder Gebrechen überdurchschnittliche Ausgaben nachweisen, sofern die monatlichen Nettoeinkünfte bei Alleinstehenden EUR 1.023,32 und bei Ehepaaren EUR 1.534,30 nicht übersteigen. Diese Beträge erhöhen sich für jedes Kind um EUR 137,30 .Pensionisten, die mit dem Gatten im gemeinsamen Haushalt wohnen und ausschließlich nur deshalb keine Ausgleichszulage erhalten, weil diese nur einer Person gebührt, werden auf Antrag von der Rezeptgebühr befreit.
Pensionisten Pensionisten werden ersucht, die von der Pensionsversicherungsanstalt ausgestellte Verständigung über die Pensionshöhe des betreffenden Jahres in Kopie beizuschließen. Antragstellung Die Befreiung gilt sowohl für Versicherte selbst als auch für Angehörige mit Leistungsanspruch. Es empfiehlt sich, hierfür die bei der VGKK aufliegenden Anträge zu verwenden. Feststellung des Einkommens Bei der Feststellung des Einkommens des Versicherten ist das Einkommen eines mit ihm im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegatten oder Lebensgefährten mit zu berücksichtigen. Das Einkommen sonstiger mit ihm im gemeinsamen Haushalt lebender Personen ist nur zu 12,5 % mit zu berücksichtigen. Erhöht sich während der Befristung das Einkommen des Versicherten, ist die VGKK über die geänderten Verhältnisse sofort zu informieren. Erhöhter Medikamentenbedarf Liegt wegen erhöhten Medikamentenbedarfes eine besondere soziale Schutzbedürftigkeit vor, kann der Anspruchsberechtigte im Einzelfall und zeitlich begrenzt von der Rezeptgebühr befreit werden. Diese besondere soziale Schutzbedürftigkeit ist jedoch nur dann anzunehmen, wenn eine längerdauernde medikamentöse Behandlung notwendig ist, die im Hinblick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten eine nicht zumutbare Belastung mit Rezeptgebühren zur Folge hätte.
Informationsblatt (230.7 KB)