Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/156
Timestamp: 2019-09-19 11:13:45
Document Index: 181411996

Matched Legal Cases: ['§ 156', '§ 295', '§ 139', '§ 579', '§ 192', '§ 156', '§ 139', 'BGH', 'BGH', '§ 156', 'BGH', 'BGH', '§ 156', '§ 309', '§ 309', '§ 309', '§ 309', '§309', '§60', '§ 156', '§ 309', 'BGH', '§ 156', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 156', 'Art. 103', 'BGH', '§ 156', '§ 579', 'BGH', '§ 581', 'BGH', '§ 156', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 283', '§ 82', '§ 156', 'BGH', 'BGH', '§ 156', 'BGH', 'BGH', '§156', 'BGH', 'BGH', '§ 156', 'BGH', '§ 156', 'BGH', '§ 156', 'BGH', '§ 156', 'BGH', 'BGH', '§ 156', 'BGH', '§ 156', '§ 156', '§ 107', 'BGH', '§ 156', '§ 156', 'BGH', 'BGH', '§ 55', '§ 282', '§ 296', '§ 156', 'BGH', '§156', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 156', '§ 139', 'BGH', '§ 156', 'BGH']

§ 156 ZPO: Wiedereröffnung der Verhandlung
1.das Gericht einen entscheidungserheblichen und rügbaren Verfahrensfehler (§ 295), insbesondere eine Verletzung der Hinweis- und Aufklärungspflicht (§ 139) oder eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, feststellt,
2.nachträglich Tatsachen vorgetragen und glaubhaft gemacht werden, die einen Wiederaufnahmegrund (§§ 579, 580) bilden, oder
3.zwischen dem Schluss der mündlichen Verhandlung und dem Schluss der Beratung und Abstimmung (§§ 192 bis 197 des Gerichtsverfassungsgesetzes) ein Richter ausgeschieden ist.
OLG Bamberg, vom 1.11.2015, Az. 4 U 196/14 48 Eine Pflicht zur Wiedereröffnung bestünde gemäß § 156 Abs. 2 Nr. 1 ZPO dann, wenn das Vorbringen der Beklagten zu 2) aufgrund eines nicht prozessordnungsgemäßen Verhaltens des Gerichts, insbesondere einer Verletzung der richterlichen Aufklärungspflicht (§ 139 ZPO) oder des Anspruchs auf rechtliches Gehör, nicht rechtzeitig in den Prozess eingeführt worden ist (BGH NJW 1999, 2123; NJW 1993, 134).
BGH, URTEIL vom 2.3.2015, Az. II ZR 255/13 Scheidet einer der beteiligten Richter vor der Fällung des Urteils aus, ist gemäß § 156 Abs. 2 Nr. 3 ZPO zwingend die Wiedereröffnung der Verhandlung anzuordnen (BGH, Urteil vom 1. März 2012 - III ZR 84/11, NJW-RR 2012, 508 Rn. 9 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. III ZR 84/11 Deshalb hätte das Berufungsgericht - was es verfahrensfehlerhaft unterlassen hat - vor Fällung eines Urteils gemäß § 156 Abs. 2 Nr. 3 ZPO zwingend die Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung anordnen müssen (vgl. Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 22. Aufl., § 309 Rn. 4; Wieczorek/Schütze/Rensen, ZPO, 3. Aufl., § 309 Rn. 14; MünchKomm-ZPO/Musielak, ZPO, 3. Aufl., § 309 Rn. 12; Hk-ZPO/Saenger, ZPO, 4. Aufl., § 309 Rn. 5; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 70. Aufl., §309 Rn. 5; Rosenberg/Schwab/Gottwald, Zivilprozessrecht, 17. Aufl., §60 Rn. 1; s. zur Rechtslage vor Einfügung des Absatzes 2 in § 156 ZPO durch das Zivilrechtsreformgesetz vom 27. Juli 2001: RGZ 16, 417, 419; AK-ZPO/Wasser-mann, § 309 Rn. 5; Vollkommer NJW 1968, 1309, 1310; siehe im Übrigen auch BAGE 101, 145, 150 ff).
BGH, URTEIL vom 3.2.2010, Az. I ZR 34/08 Unterlässt das Gericht die gebotene prozessuale Reaktion und erkennt es aus einem nicht nachgelassenen Schriftsatz der betroffenen Partei, dass diese sich offensichtlich in der mündlichen Verhandlung nicht ausreichend hat erklären können, ist gemäß § 156 Abs. 2 Nr. 1 ZPO die mündliche Verhandlung wiederzueröffnen (st. Rspr.; BGH, Urt. v. 7.10.1992 - VIII ZR 199/91, NJW 1993, 134; Urt. v. 8.2.1999 - II ZR 261/97, NJW 1999, 2123, 2124 f.; Beschl. v. 15.2.2005 - XI ZR 144/03, FamRZ 2005, 700; Urt. v. 18.9.2006 - II ZR 10/05, NJW-RR 2007, 412 Tz. 4; BGH, Beschl. v. 18.12.2008 - VII ZR 200/06, BauR 2009, 681 Tz. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2009, Az. IX ZR 79/08 Selbst wenn die Überlegungen des Berufungsgerichts nicht zwingend, die Vorschrift des § 156 Abs. 2 Nr. 1 ZPO daher nicht in jeder Hinsicht richtig angewandt worden wäre, begründete dies allein noch keine Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG (vgl. BVerfGE 70, 288, 294; BVerfG NJW 2003, 125, 127).
BGH, URTEIL vom 3.0.2009, Az. IV ZR 6/08 Nach § 156 Abs. 2 Nr. 2 ZPO hat das Gericht die Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung insbesondere dann anzuordnen, wenn nachträglich Tatsachen vorgetragen und glaubhaft gemacht werden, die einen Wiederaufnahmegrund i.S. der §§ 579, 580 ZPO bilden (vgl. BGH, Urteil vom 28. Oktober 1999 - IX ZR 341/98 - NJW 2000, 142 unter II m.w.N.); auf die weiteren Voraussetzungen des § 581 ZPO kommt es - entgegen der Revisionserwiderung -dabei nicht an.
BGH, URTEIL vom 4.8.2004, Az. VII ZR 173/03 b) Da die sachliche Stellungnahme der Klägerin zu dem gerichtlichen Hinweis erst nach Schluß der mündlichen Verhandlung möglich war, hätte das Berufungsgericht die mündliche Verhandlung gemäß § 156 Abs. 2 Nr. 1 ZPO wieder eröffnen müssen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Februar 1999 -VIIZR 399/97, BGHZ 140, 365, 371).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2003, Az. I ZB 36/00 mit § 283 ZPO, oder auf die Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung hinwirken können, § 82 Abs. 1 MarkenG i.V. mit § 156 ZPO (vgl. hierzu BGHZ 140, 365, 371).
BGH, URTEIL vom 1.10.2002, Az. II ZR 224/00 Vielmehr hätte das Berufungsgericht auf die nunmehrige, der Klägerin offenbar nicht früher mögliche Substantiierung ihres Vortrags die mündliche Verhandlung wiedereröffnen müssen (§ 156 ZPO; vgl. auch BGH, Urteil v. 11. Februar 1999 - VII ZR 399/97, NJW 1999, 1867 f.), wie die Revision
BGH, Urteil vom 5.1.2002, Az. V ZR 357/00 Dies sind aber die Umstände, die für eine fehlerfreie und sachgerechte Ermessensausübung - auch im Hinblick auf eine zwingende Wiedereröffnung wegen eines Verfahrensfehlers (vgl. §156 Abs. 2 Nr. 1 ZPO n.F.; zu dem früheren Recht bereits BGHZ 30, 60, 65; 53, 245, 262; Senat, Urt. v. 21. Februar 1986, VZR 246/84, NJW 1986, 1867, 1868; BGH, Urt. v. 7. Oktober 1992, VIII ZR 199/91, NJW 1993, 134; Urt. v. 8. Februar 1999, II ZR 261/97, NJW 1999, 2123, 2124; Urt. v. 28. Oktober 1999, IX ZR 341/98, NJW 2000, 142, 143)- maßgeblich sind (vgl. MünchKomm-ZPO/Peters, 2. Aufl., § 156 Rdn. 3 - 6, 9 -11).
BGH, URTEIL vom 1.11.2001, Az. II ZR 348/99 Zumindest hätte es nach der entsprechenden Klarstellung im Schriftsatz des Beklagten vom 16. September 1999 die mündliche Verhandlung wiedereröffnen müssen (§ 156 ZPO), weil sich daraus ergab, daß die Sache noch nicht vollständig erörtert, die bisherige Verhandlung vielmehr lückenhaft war (vgl. BGHZ 53, 245, 262; Zöller/Greger, ZPO 22. Aufl. § 156 Rdn. 3).
BGH, Urteil vom 3.9.1994, Az. XII ZR 53/93 Denn aus dem neuen Vorbringen ergab sich, daß die bisherige Verhandlung lük-kenhaft war und vor deren Abschluß Veranlassung zur Ausübung des Fragerechts bestanden hätte; die mündliche Verhandlung hätte daher gemäß § 156 ZPO wiedereröffnet werden müssen (vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 1992 - VIII ZR 199/91 - NJW 1993, 134 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.9.1985, Az. IX ZR 73/85 7 Ob das Vorbringen eines solchen prozessualen Mangels nach Schluß der Verhandlung das Prozeßgericht verpflichtet, gemäß § 156 ZPO die mündliche Verhandlung wiederzueröffnen (vgl. dazu BGHZ 53, 245, 262 f; Stein/Jonas/Schumannn, ZPO 20. Aufl. § 156 Rdnr. 10? Wieczorek, ZPO 2. Aufl. § 156 An. B II c; Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht 13• Aufl. § 107 III 9? Walchshöfer NJW 1972, 1028, 1030 f? zur Wiedereröffnung bei nachträglichem Vorbringen eines Restitutionsgrundes vgl. BGHZ 30, 60, 65 f? Baumbach/Lauterbach/Hart-mann, ZPO 43. Aufl. § 156 An. 2 A? Thomas/Putzo, ZPO 13. Aufl. S 156 An. 1 b; Zöller/Stephan, ZPO 14. Aufl. § 156 Rdnr. 5? Henke JR 1960, 86 f? Gaul FamRZ 1960, 320 f), kann indessen ebenso offen bleiben wie die Frage, ob die Nichtberücksichtigung der materiell-rechtlichen Einwendung aus den SS 104 Nr. 2, 105 BGB einen Verstoß gegen S 156 ZPO darstellt.
BGH, URTEIL vom 4.2.1981, Az. III ZR 60/80 Hiergegen bestehen zv/ar rechtliche Bedenken, da die Erhebung einer V/iderklage nur bis zu dem Schluß der mündlichen Verhandlung statthaft ist (BGH Urt. v. 12. Februar 1981 - VII ZR 112/80; Lorff JuS 1979, 569, 571; Stein/Jonas/Schumann aaO § 55 Rdn. 12; Baumbach/ Lauterbach/Hartmann aaO § 282 An. 2; Zöller/Stephan aaO § 296 a An. 2) und sie deshalb ohne Wiedereröffnung der Verhandlung (§ 156 ZPO) nicht mehr Gegenstand des vorlie-
BGH, URTEIL vom 2.5.1974, Az. VI ZR 210/72 Nach §156 ZPO kann das Gericht die Wiedereröffnung einer bereits geschlossenen Verhandlung anordnen; es ist hierzu verpflichtet, wenn sich aus dem neuen Vorbringen ergibt, daß die bisherige Verhandlung lückenhaft war und in der letzten mündlichen Verhandlung bei sachgemäßem Vorgehen Veranlassung zur Ausübung des Fragerechts bestanden hätte (BGHZ 53, 245, 262 mit Recht-sprechungs- und Schriftumghinweisen).
BGH, vom 5.5.1962, Az. IV ZR 224/61 Nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 102, 262, 266), die der Bundesgerichtshof übernommen hat (vgl« das in BGHZ 30, 60, 65 abgedruckte Urteil des erkennenden Senats vom 29« April 1959 - IV ZR 311/58; ferner Urteil des VIII« Zivilsenats vom 19» Oktober 1959 - VIII ZR 115/58 LM Nr, 1 a zu § 156 ZPO), kann eine Partei nur dann die Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung verlangen, wenn sich aus ihrem neuen Vorbringen ergibt, daß die bisherige Verhandlung Lücken hat und in ihr für das Gericht ein unbeachtet gebliebener Anlaß Vorgelegen hat, nach § 139 ZPO den Sachverhalt weiter aufzuklären « Liegen diese Voraussetzungen, die von der Sicht des bis zu dem Schluß der Verhandlung vorgetragenen Prozeßstoffes her zu beurteilen sind, nicht vor, so steht eine Wiedereröffnung im freien tatrichterlichen Ermessen, Dieser seiner Befugnis war sich das Berufungsgericht bewußt» Es hat, rechtlich zutreffend, ausgeführt, daß sich aus dem zur Zeit des Verhandlungsschlusses vorliegenden Prozeßstoff kein Anlaß zur Wiedereröffnung ergibt.
BGH, Urteil vom 3.11.1961, Az. V ZR 71/60 Es bestand auch für das Berufungsgericht keine Pflicht nach § 156 ZPO, die mündliche Verhandlung wieder zu eröffnen* Hach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung kann eine Partei nur dann die Wiedereröffnung verlangen, wenn sich aus ihrem Vorbringen ergibt, daß die bisherige Verhandlung Lücken hatte und die Ausübung dos Fragerechts geboten war (BGHZ 30, 60, 65).