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Timestamp: 2016-10-28 02:48:35
Document Index: 287377864

Matched Legal Cases: ['Art. 80', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 9', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 122', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 111', 'Art. 113', 'BGE', 'Art. 113', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 113', 'BGE', 'Art. 113', 'BGE', 'BGE', 'Art. 113', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 48', 'Art. 48', 'Art. 47', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 48', 'Art. 48']

Das Bezirksgericht Zofingen erkl�rte X.________ mit Urteil vom 2. April 2009 der versuchten vors�tzlichen T�tung, der einfachen K�rperverletzung, der mehrfachen T�tlichkeiten, der mehrfachen Gef�hrdung des Lebens, der Beschimpfung, der Drohung, der Freiheitsberaubung, der sexuellen N�tigung sowie der Vergewaltigung schuldig und verurteilte ihn zu 4� Jahren Freiheitsstrafe, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft, sowie zu einer Busse von Fr. 500.--, bei schuldhafter Nichtbezahlung umwandelbar in eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
Eine gegen diesen Entscheid vom Beurteilten gef�hrte Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau am 26. August 2010 ab.
X.________ f�hrt Beschwerde beim Bundesgericht, mit der er beantragt, die Urteile des Obergerichts des Kantons Aargau und des Bezirksgerichts Zofingen seien aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Bezirksgericht Zofingen zur�ckzuweisen. Ferner ersucht er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Der Beschwerdef�hrer beantragt nebst der Aufhebung des obergerichtlichen Entscheids auch die Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils. Gem�ss Art. 80 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde zul�ssig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen und des Bundesstrafgerichts. Nach der Rechtsprechung kann der Entscheid einer unteren kantonalen Instanz nur mitangefochten werden, wenn entweder der letzten kantonalen Instanz nicht s�mtliche vor Bundesgericht zul�ssigen R�gen unterbreitet werden konnten oder wenn solche R�gen zwar von der letzten kantonalen Instanz zu beurteilen waren, jedoch mit einer engeren Pr�fungsbefugnis, als sie dem Bundesgericht zusteht (BGE 126 II 377 E. 8b). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erf�llt. Auf die Beschwerde kann daher nur eingetreten werden, soweit der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird. Daran �ndert nichts, dass das Bundesgericht die Sache bei Gutheissung der Beschwerde nach Art. 106 Abs. 2 BGG auch an diejenige Beh�rde zu neuer Beurteilung zur�ckweisen kann, die als erste Instanz entschieden hat.
2.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Schuldspruch der versuchten vors�tzlichen T�tung. Dabei r�gt er eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Es treffe zu, dass er seine Ehefrau am fraglichen Tag mit einem K�chenmesser angegriffen und sie dabei am linken Unterarm verletzt habe. Es sei aber nicht rechtsgen�glich abgekl�rt worden, ob der Stich effektiv von unten her oder in horizontaler Richtung gef�hrt worden sei. Ebenso wenig sei rechtsgen�glich abgekl�rt worden, an welcher Stelle das Messer seine Ehefrau verletzt h�tte, wenn es nicht in den linken Unterarm eingedrungen w�re. Den Akten k�nne nicht zweifelsfrei entnommen werden, ob das Messer in den Oberk�rper der Ehefrau oder in den Bauchbereich eingedrungen w�re. Es sei nicht einmal erstellt, ob er die Stichbewegung, w�re sie nicht abgewehrt worden, �berhaupt zu Ende gef�hrt h�tte. Es sei durchaus denkbar, dass er den Stoss kurz vor dem Eindringen der Klinge in den K�rper abgestoppt h�tte, zumal er seiner Ehefrau lediglich habe Angst einfl�ssen wollen.
Die Vorinstanz habe in Bezug auf die vors�tzliche T�tung auch zu Unrecht Eventualvorsatz bejaht. Es m�sse nicht bei jedem gegen den Bauchbereich gef�hrten Messerstich mit dem Tod der angegriffenen Person gerechnet werden. Gegen den T�tungsvorsatz spreche namentlich, dass er sofort nach der Tat das Messer aus dem Unterarm gezogen habe, ins Badezimmer gerannt sei und einen Bademantel geholt und versucht habe, die Blutung zu stillen. Ausserdem habe er seine Ehefrau sofort ins Spital gebracht, ihre Familie kontaktiert und �ber den Vorfall orientiert. Schliesslich habe er, bevor er seine Ehefrau aufgesucht habe, keine Vorbereitungen f�r ein Gewaltdelikt getroffen, namentlich kein Messer oder einen anderen gef�hrlichen Gegenstand mit sich gef�hrt. Schliesslich habe seine Ehefrau zu Protokoll gegeben, dass sie nach dem Angriff in seinen Augen bereits Reue gesehen habe (Beschwerde S. 3 ff. mit Hinweis auf BGE 109 IV 5).
2.2 Nach den tats�chlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen suchte der Beschwerdef�hrer am 12. Januar 2008, um ca. 18.15 Uhr, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau in ihrer Wohnung in A.________ auf, nachdem er durch seine Schwiegermutter vom Fortbestehen ihrer ausserehelichen Beziehung erfahren hatte. Er habe sich zun�chst vergewissert, dass der gemeinsame Sohn in seinem Zimmer schlafe, und habe dann in der K�che und im Esszimmer die Storen heruntergelassen. Seine Ehefrau habe mit einem K�chenmesser Tomaten geschnitten. Der Beschwerdef�hrer habe sie zur Rede gestellt, ob ihre Fremdbeziehung weiter bestehe. Dies habe sie verneint, worauf er sie der L�ge bezichtigt habe. Als sie bestritten habe zu l�gen, habe ihn dies dermassen in Rage versetzt, dass er das K�chenmesser ergriffen und nach ca. 5 Sekunden damit einmal vehement von unten her in Richtung ihrer Brust gestochen habe. Die Ehefrau habe den Angriff mit ihrem linken Unterarm abwehren k�nnen, wobei dieser durchstochen worden sei. Der Beschwerdef�hrer habe dann das Messer sofort herausgezogen, zum Abbinden der Wunde einen Bademantel geholt und sie auf ihre Aufforderung hin in die n�chste Klinik gefahren (angefochtenes Urteil S. 8 ff. [Anklageschrift] und 14, vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 5).
Die Vorinstanz nimmt an, es bestehe kein Zweifel daran, dass ein Stich mit einem K�chenmesser mit einer Klingenl�nge von 11 cm in den Brustbereich eines Menschen ein lebensnotwendiges Organ oder eine Blutschlagader treffen und sich mithin t�dlich auswirken k�nne. Gest�tzt auf die Aussagen des Opfers sowie die Aussagen des Beschwerdef�hrers zu seinem Gem�tszustand gelangt die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdef�hrer sei �ber das Ableugnen der ausserehelichen Beziehung in Wut geraten und habe mit dem von seiner Ehefrau zuvor zum Tomatenschneiden verwendeten K�chenmesser reflexartig und unkontrolliert nach vorne gegen den Oberk�rper seiner Frau gestochen. Dabei sei ihr Oberk�rper nur deshalb unverletzt geblieben, weil sich die Ehefrau reflexartig mit dem linken Arm gesch�tzt habe. Aufgrund des unkontrollierten und �usserst heftigen Angriffs in Richtung des Oberk�rpers mit dem Messer sowie aufgrund der Besinnungslosigkeit des Beschwerdef�hrers bei der Tatver�bung habe ein sehr hohes Risiko von Verletzungen mit Todesfolge bestanden. Darum habe auch der Beschwerdef�hrer gewusst, habe er doch anl�sslich seiner polizeilichen Einvernahme dargelegt, sich bewusst gewesen zu sein, dass eine Person bei einem derartigen Messerangriff sterben k�nnte. Dem Beschwerdef�hrer habe sich demnach die M�glichkeit einer t�dlichen Verletzung als derart wahrscheinlich aufgedr�ngt, dass sein Verhalten vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme dieses Erfolges ausgelegt werden k�nne (angefochtenes Urteil S. 14 ff.).
3.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich im Wesentlichen gegen die Feststellungen des Sachverhalts durch die Vorinstanz. Gem�ss Art. 97 Abs. 1 BGG kann die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht. Die Wendung "offensichtlich unrichtig" entspricht dem Begriff der Willk�r im Sinne von Art. 9 BV. Die R�ge der offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts, mithin der Verletzung des Willk�rverbots, pr�ft das Bundesgericht gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nur insoweit, als sie in der Beschwerde explizit vorgebracht und substantiiert begr�ndet worden ist (BGE 136 II 489 E. 2.8).
Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung nur vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widerspr�chlichen Beweisw�rdigung beruht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Dabei gen�gt es nicht, wenn sich nur die Begr�ndung des angefochtenen Entscheides als unhaltbar erweist. Die Aufhebung eines Entscheides rechtfertigt sich nur, wenn dieser auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 135 II 356 E. 4.2.1; 134 I 140 E. 5.4 mit Hinweisen).
3.2 Die Einw�nde des Beschwerdef�hrers gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz ersch�pfen sich weitgehend in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, auf welche das Bundesgericht nicht eintritt. Der Beschwerdef�hrer h�tte darlegen m�ssen, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sind oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdr�ngen. Dies hat er indes nicht getan. Er beschr�nkt sich darauf, noch einmal alle Einwendungen vorzubringen, die er im kantonalen Verfahren erhoben hat, und seine eigene Sichtweise der Geschehnisse darzulegen. Es mag zutreffen, dass eine W�rdigung der Beweise, wie sie der Beschwerdef�hrer als richtig ansieht, ebenso in Betracht gezogen werden k�nnte oder gar vorzuziehen w�re, doch gen�gt dies f�r die Begr�ndung von Willk�r nicht (BGE 135 II 356 E. 4.2.1; 134 I 140 E. 5.4 mit Hinweisen). Im �brigen ist nicht ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid schlechterdings unhaltbar sein sollte.
Ob der Stich mit dem Messer in horizontaler Richtung oder von unten her gef�hrt und die Ehefrau, wenn sie ihn nicht abgewehrt h�tte, im Oberk�rper oder im Bauchbereich verletzt h�tte, ist f�r die rechtliche Qualifikation ohne Bedeutung, zumal auch Stichverletzungen im Bauchbereich ohne weiteres t�dliche Verletzungen herbeif�hren k�nnen. Wie das Bundesgericht in einem, auch vom Beschwerdef�hrer zitierten Entscheid ausgef�hrt hat, bedarf es keiner besonderen Intelligenz, um zu erkennen, dass ungezielte Messerstiche in Brust und Bauch eines Menschen den Tod zur Folge haben k�nnen (BGE 109 IV 5 E. 2; vgl. auch Entscheid des Kassationshofs 6S.104/2002 vom 22.10.2003 E. 2). Daran �ndert nichts, dass dem publizierten Entscheid ein Schuldspruch wegen schwerer K�rperverletzung mit Todesfolge gem�ss dem fr�heren Art. 122 Ziff. 2 aStGB zugrunde lag. Dass bei einem einzigen gegen den Oberk�rper des Opfers gef�hrten Stich nicht auf vors�tzliche T�tung erkannt werden k�nnte, l�sst sich daraus jedenfalls nicht ableiten.
Die Vorinstanz verf�llt auch nicht in Willk�r, soweit sie den Eventualvorsatz bejaht (vgl. BGE 133 IV E. 4.1 und 222 E. 5.3; 130 IV 58 E. 8.5). Dass die Ehefrau ihren linken Unterarm sch�tzend vor sich hielt oder gar in Richtung der angreifenden Hand des Beschwerdef�hrers bewegt und den Angriff auf diese Weise abgewehrt hat, f�hrt zu keinem anderen Ergebnis. Gegen die Darstellung des Beschwerdef�hrers, wonach er seine Ehefrau lediglich einsch�chtern wollte und er den Stoss mit dem Messer rechtzeitig abgestoppt h�tte, spricht, dass das Messer den Unterarm g�nzlich durchstossen hat, der Sich mithin mit grosser Heftigkeit gef�hrt worden ist. Schliesslich ist f�r die Beurteilung des subjektiven Tatbestandes ohne Bedeutung, wie sich der T�ter nach der Tat verhalten hat. Seine Bem�hungen, die Verletzung abzubinden, die Fahrt ins Spital und die nach der Tat angeblich sichtbare Reue spielen f�r die rechtliche W�rdigung des Sachverhalts keine Rolle.
Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet, soweit sie �berhaupt den Anforderungen an die Beschwerdebegr�ndung gen�gt (Art. 106 Abs. 2 BGG; 134 II 244 E. 2.2).
4.1 Eventualiter macht der Beschwerdef�hrer geltend, die ihm vorgeworfene Tathandlung erf�lle den Tatbestand des versuchten Totschlages. Die Situation zwischen ihm und seiner Ehefrau sei seit Monaten vor der Tatbegehung derart angespannt gewesen, dass er seine Sinne nicht mehr beieinander gehabt habe. Wegen seiner Eifersucht habe er nur noch auf der Basis von Frustration und seelischer Verletzung reagiert. Aufgrund der provozierenden Art der Ehefrau sei es zur Affekthandlung gekommen. Er habe sich im Zeitpunkt der Tat in einem kombinierten sthenischen und asthenischen Erregungszustand befunden. Die seit langer Zeit bestehenden ehelichen Schwierigkeiten, das ewige Hin und Her, die Tatsache, dass die Ehefrau mit ihm trotz gerichtlicher Trennung wieder pers�nlichen und sp�ter auch sexuellen Kontakt aufgenommen und dann trotzdem an der Drittbeziehung festgehalten habe, h�tten bei ihm, der von einem traditionellen Ehe- und Familienmodell gepr�gt sei, zu einer Wesensver�nderung gef�hrt und ihn emotional sehr belastet. Er habe f�r seine Frau die Heimat verlassen, eine Ausbildung abgebrochen und zum Zeitpunkt der Tatbegehung zwei Kinder mit ihr gehabt. Die Konsequenz einer allf�lligen Scheidung habe ihn emotional und finanziell ausserordentlich belastet. Dass schon kurz nach der Eheschutzverhandlung, auf Initiative der Ehefrau hin wieder eine Ann�herung erfolgt sei, habe bei ihm die Hoffnung aufkeimen lassen, dass die Ehe noch gerettet werden k�nne. Als er kurz darauf habe erfahren m�ssen, dass die Drittbeziehung trotz anderslautenden Beteuerungen nach wie vor bestehe, sei f�r ihn eine Welt zusammengebrochen. Die kantonalen Instanzen h�tten die seelische Belastung, unter welcher er in dieser Zeit gelitten habe, nicht richtig gew�rdigt. Seine Handlung m�sse sowohl unter dem Aspekt einer heftigen Gem�tsbewegung als auch als Handeln unter grosser seelischer Belastung gew�rdigt werden. Dass die Messerattacke im Affekt erfolgt sei, ergebe sich auch aus dem Umstand, dass die Ehefrau trotz der heftigen verbalen Auseinandersetzung, welche sie am fraglichen Tag mit dem Beschwerdef�hrer gef�hrt habe, sich nicht gef�hrdet f�hlte und das von ihr benutzte R�stmesser, nachdem sie ihre Arbeit verrichtet hatte, auf die Ablage zur�ckgelegt habe. Offensichtlich sei er ihr nicht bedrohlich erschienen, und sei seine Handlung eine Kurzschlusshandlung gewesen (Beschwerde S. 7 f.).
4.2 Die Vorinstanz nimmt an, die Gef�hlserregung des Beschwerdef�hrers sei, unabh�ngig davon, ob in Form der heftigen Gem�tsbewegung oder der grossen seelischen Belastung oder in kombinierter Form, nicht entschuldbar. Das Ehepaar habe bereits seit dem 19. September 2007 getrennt gelebt. Schon im Vorfeld der Trennung habe der Beschwerdef�hrer seine Ehefrau immer wieder k�rperlich drangsaliert. Er habe zudem gem�ss eigenen Aussagen von der Fremdbeziehung bereits im September/Oktober 2007 Kenntnis erlangt und diesbez�glich des �ftern mit seiner Ehefrau Auseinandersetzungen gehabt, wobei am 21. Oktober 2007 ein massiver k�rperlicher �bergriff durch eine Vergewaltigung erfolgt sei. Der Beschwerdef�hrer habe demnach um den Entscheid seiner Ehefrau, nicht weiter mit ihm zusammenleben zu wollen, gewusst, auch wenn es ab und zu noch zu freiwilligen, auch sexuellen, Kontakten zwischen ihnen gekommen sei.
Angesichts dieser Umst�nde h�tten sein Verdacht, die Fremdbeziehung bestehe fort, und das Abstreiten dieser Beziehung durch die Ehefrau keinen hinreichenden Anlass zu einer derartigen Unbeherrschtheit bis hin zur Besinnungslosigkeit und Unkontrolliertheit bieten k�nnen, wie sie der Beschwerdef�hrer gezeigt habe. Er habe seine Ehefrau f�r ihr Verhalten bestrafen wollen und sei nicht bereit gewesen, ihren Trennungswillen zu respektieren. Im �brigen sei das Scheitern der ehelichen Gemeinschaft vor allem auf die Brutalit�ten des Beschwerdef�hrers gegen�ber seiner Ehefrau zur�ckzuf�hren gewesen. Damit sei er selber f�r seinen Zustand verantwortlich (angefochtenes Urteil S. 17 ff.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 8 f.).
4.3 Gem�ss Art. 111 StGB wird, wer vors�tzlich einen Menschen t�tet, ohne dass eine der besonderen Voraussetzungen der nachfolgenden Artikel zutrifft, mit Freiheitsstrafe nicht unter f�nf Jahren bestraft. Handelt der T�ter in einer nach den Umst�nden entschuldbaren heftigen Gem�tsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung, so ist die Strafe gem�ss Art. 113 StGB Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.
4.3.1 Das Merkmal der heftigen Gem�tsbewegung benennt einen besonderen psychologischen Zustand, bei welchem der T�ter von einer starken Gef�hlserregung �berw�ltigt wird, die seine F�higkeit, die Situation einzusch�tzen oder sich zu beherrschen, in einem gewissen Grad einschr�nkt. Der T�ter reagiert typischerweise mehr oder weniger unverz�glich auf eine ihn j�h ergreifende Gef�hlswallung. Beispiele solcher heftiger Gem�tsbewegungen sind J�hzorn, Wut, und Eifersucht oder Verzweiflung, Angst und Best�rzung. Mit der Privilegierung des Tatbestands des Totschlages wird dem Umstand Rechnung getragen, dass der T�ter aufgrund des emotionalen Erregungszustandes im Moment der T�tungshandlung nur noch beschr�nkt in der Lage war, sein Verhalten zu kontrollieren (BGE 119 IV 202 E. 2a S. 203; 118 IV 233 E. 2a S. 236; STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, BT I, 7. Aufl. 2010, � 1 N 29; CHRISTIAN SCHWARZENEGGER, Basler Kommentar, Strafrecht II, 2. Aufl. 2007, Art. 113 StGB N 4).
Die heftige Gem�tsbewegung erlaubt eine Privilegierung der T�tungshandlung nur, wenn sie entschuldbar ist. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss sie nach den sie ausl�senden �usseren Umst�nden menschlich verst�ndlich sein und die T�tung dadurch bei Beurteilung nach ethischen Gesichtspunkten in einem wesentlich milderen Licht erscheinen. Es muss angenommen werden k�nnen, auch ein Durchschnittsmensch der Rechtsgemeinschaft, welcher der T�ter nach Herkunft, Erziehung und t�glicher Lebensf�hrung angeh�rt, k�nnte in der gleichen Situation leicht in einen solchen Affekt geraten. Hat der T�ter die Konfliktsituation, welche die Gem�tsbewegung ausl�ste, selber verschuldet oder doch vorwiegend durch eigenes Verhalten schuldhaft herbeigef�hrt, so ist der Affekt nicht entschuldbar. Auch verm�gen abnorme Elemente in der Pers�nlichkeit des T�ters, wie besondere Erregbarkeit oder krankhafte Eifersucht, die Gem�tsbewegung nicht zu entschuldigen, sondern stellen allenfalls bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigende Faktoren dar (BGE 108 IV 99 E. 3b; 107 IV 103 E. 2b/bb; SCHWARZENEGGER, a.a.O., Art. 113 StGB N 11 und 13).
4.3.2 Erfasst wird von Art. 113 StGB auch das Handeln unter einer grossen seelischen Belastung. Dieses Merkmal weist auf einen chronischen seelischen Zustand, einen psychischen Druck, der w�hrend eines langen Zeitraums kontinuierlich anw�chst und zu einem langen Leidensprozess bis zur v�lligen Verzweiflung f�hrt (BGE 118 IV 233 E. 2a). Massgebend ist dabei die Schwere und Unausweichlichkeit des Konflikts, in dem sich der T�ter befindet (vgl. die Beispielsf�lle gem. Urteil des Kassationshofs 6S.94/2000 vom 22.8.2000 E. 2d; ferner SCHWARZENEGGER, a.a.O., Art. 113 StGB N 14).
Auch die aufgrund grosser seelischer Belastung begangene T�tungshandlung kann nur als Totschlag gew�rdigt werden, wenn sie entschuldbar ist (BGE 118 IV 233 E. 2). Sie muss nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht nur psychologisch erkl�rbar, sondern bei objektiver Bewertung aufgrund der Umst�nde einf�hlbar erscheinen (BGE 119 IV 202 E. 2a: "... que son �tat ait �t� rendu excusable par les circonstances"). Die Frage der Entschuldbarkeit ist in diesem Kontext indessen nicht notwendigerweise nach denselben Kriterien zu entscheiden, die im Falle der heftigen Gem�tsbewegung zur Anwendung gelangen. Es gilt aber auch hier, dass der T�ter die Umst�nde, die zu seiner grossen seelischen Belastung gef�hrt haben, nicht vorwiegend selber zu verantworten haben darf. Denn die W�rdigung einer T�tungshandlung als Totschlag im Sinne von Art. 113 StGB ist dramatischen Situationen vorbehalten, deren Ursachen sich zur Hauptsache dem Willen des T�ters entziehen und die ihn damit in eine Lage bringen, die eine gewisse Analogie zu derjenigen bei der N�tigung oder beim Notstand aufweist.
Oftmals ergibt sich die Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung aus dem Verhalten des Opfers, eines Dritten oder den objektiven �usseren Umst�nden (BGE 118 IV 233 E. 2a S. 237). Als Massstab gilt auch in diesem Bereich, wie sich ein vern�nftiger Mensch unter denselben �usseren Bedingungen verhalten h�tte und ob dieser ebenfalls nicht mehr in der Lage gewesen w�re, die Situation richtig einzusch�tzen und sie zu meistern (BGE 119 IV 202 E. 2b). Massstab bildet dabei der (rechtlich gesinnte) Durchschnittsmensch; individuelle Besonderheiten wie ausgepr�gte Erregbarkeit oder �bertriebenes Ehrgef�hl fallen auch hier ausser Betracht (BGE 108 IV 102; SCHWARZENEGGER, a.a.O., Art. 113 StGB N 15 ff.). Im Weiteren ist bei der Pr�fung der Frage, ob die grosse seelische Belastung entschuldbar ist, nicht von der subjektiven Wahrnehmung des T�ters, sondern von objektiven Gesichtspunkten auszugehen (Urteil des Kassationshofs 6S.94/2000 vom 22.8.2000 E. 2e).
4.4 Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt kein Bundesrecht. Ein psychischer Ausnahmezustand oder eine schwerwiegende Konfliktlage, als deren Reflex die grosse Belastung erscheint, sind im vorliegenden Fall nicht gegeben. Das Verhalten der Ehefrau, die nach den Aussagen des Beschwerdef�hrers in seiner zweiten Einvernahme (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 5) seine Vorw�rfe ruhig und beharrlich geleugnet hatte, ist nicht geeignet, eine Ausnahmesituation zu begr�nden. Jedenfalls l�sst es eine pl�tzliche Wut und ein Explodieren des Beschwerdef�hrers nicht als verst�ndlich erscheinen. Ausserdem spricht auch das vorangehende Verhalten des Beschwerdef�hrers, namentlich dass er in einer Vorahnung eines verbalen Streits in der K�che und im Esszimmer die Storen heruntergelassen hatte, nicht f�r ein Handeln in einer unerwarteten Aufwallung von Eifersucht und Wut.
Im Weiteren verweist die Vorinstanz zu Recht darauf, dass der Beschwerdef�hrer seine Frau bereits im Vorfeld der Trennung drangsaliert hat und wegen der Fremdbeziehung, von der er bereits im September/Oktober 2007 Kenntnis erlangt hatte, mit ihr mehrfach Auseinandersetzungen gef�hrt hat. Namentlich hat er sie im Oktober 2007 in der Absicht, sie zu bestrafen, vergewaltigt. Indem der Beschwerdef�hrer seine Ehefrau, nachdem ihm seine Schwiegermutter das Fortbestehen der Fremdbeziehung hinterbracht hatte, erneut zur Rede stellte, hat er die Konfliktsituation, welche die Gem�tsbewegung schliesslich ausl�ste, auch weitgehend selber verschuldet. Im Lichte dieser Umst�nde begr�ndet das Ableugnen der Vorw�rfe durch die Ehefrau keinen Anlass, der das Ausrasten des Beschwerdef�hrers als entschuldbar erscheinen liesse.
5.1 Zuletzt wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die Strafzumessung. Er macht geltend, die Vorinstanz habe seine besondere Strafempfindlichkeit zu wenig gewichtet. Seine Frau und er h�tten einen Neuanfang gemacht und lebten seit dem Sommer 2008 wieder zusammen. Aufgrund der ausgef�llten Freiheitsstrafe w�rde seine Familie auseinanderbrechen und die Kinder wichtige Jahre ihrer Entwicklung ohne Anwesenheit des Vaters verbringen m�ssen. Ausserdem w�rde seine Familie von der Sozialhilfe abh�ngig, da seine Ehefrau mit den drei Kindern nicht arbeiten gehen k�nne. Schliesslich w�rde er mit gr�sster Wahrscheinlichkeit sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz verlieren, womit die Ehefrau mit den Kindern vor der Entscheidung stehen w�rde, ihm in die Heimat zu folgen oder sich scheiden zu lassen und dies, obwohl sie in der Schweiz die Schulen besucht habe und ihre Familie in B.________ lebe. Strafmildernd m�sse ferner ber�cksichtigt werden, dass er sich im Sinne von Art. 48 lit. c StGB in der Zeit ab Herbst 2007 in einer entschuldbaren heftigen Gem�tsbewegung befunden und unter diesem Eindruck gehandelt habe (Beschwerde S. 10 f.).
5.2 Die Vorinstanz geht unter Verweisung auf die Erw�gungen im erstinstanzlichen Urteil von einem ausserordentlich schweren Verschulden aus. Der Beschwerdef�hrer habe sich innerhalb einer Zeitspanne von 14 Monaten mehrere massive �bergriffe auf seine Ehefrau zu Schulden kommen lassen, weil er sich nicht habe damit abfinden k�nnen, dass sie ihn habe verlassen und eine aussereheliche Beziehung nicht habe aufgeben wollen. Dabei habe er sich aus rein egoistischen Beweggr�nden in zum Teil skrupelloser Weise �ber die k�rperliche, sexuelle und ethische Integrit�t seiner Ehefrau hinweggesetzt. Erg�nzend f�hrt die Vorinstanz aus, der Strafmilderungsgrund der heftigen Gem�tsbewegung oder der grossen seelischen Belastung gem�ss Art. 48 lit. c StGB sei nicht gegeben. Der Beschwerdef�hrer habe das Vertrauen seiner Ehefrau in schwerwiegender Weise missbraucht und seine sexuellen W�nsche, seine Rachegef�hle und seine verletzte Ehre ohne R�cksicht auf die Interessen und W�nsche seiner Ehefrau mit Gewalt und Gewaltandrohungen ausgelebt. Er habe seine Ehefrau in st�ndige Angst versetzt und ihr Selbstbestimmungsrecht immer wieder massiv gebrochen. Zugunsten des Beschwerdef�hrers seien seine Reue und Einsicht zu werten sowie sein Wohlverhalten seit den Taten. Nicht strafmindernd k�nne ihm aber zugute gehalten werden, dass er noch �ber keine Vorstrafen verf�ge. In W�rdigung seiner famili�ren Situation sei eine erh�hte Strafempfindlichkeit anzunehmen. Eine Herabsetzung der vor erster Instanz ausgesprochenen, bereits schon eher tiefen Freiheitsstrafe von 4� Jahren falle aufgrund des grossen Leids, das er seiner Ehefrau verursacht habe, ausser Betracht (angefochtenes Urteil S. 22 ff.).
5.3 Gem�ss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu. Es ber�cksichtigt das Vorleben, die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters. Nach Abs. 2 derselben Bestimmung bestimmt sich die Bewertung des Verschuldens nach der Schwere der Verletzung oder Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach, wie weit der T�ter nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden.
Gem�ss Art. 50 StGB hat das Gericht, sofern es sein Urteil zu begr�nden hat, die f�r die Zumessung der Strafe erheblichen Umst�nde und deren Gewichtung festzuhalten. Es hat seine �berlegungen in den Grundz�gen wiederzugeben, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Es ist jedoch nicht gehalten, in Prozentangaben oder Zahlen anzugeben, in welchem Umfang es die einzelnen Strafzumessungskriterien gewichtet. Besonders hohe Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung werden unter anderem gestellt, wenn die ausgesprochene Strafe ungew�hnlich hoch oder auffallend milde erscheint (BGE 134 IV 17 E. 2.1; 129 IV 6 E. 6.1; 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a).
5.4 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich.
Dies gilt namentlich, soweit der Beschwerdef�hrer beanstandet, die Vorinstanz habe seine Strafempfindlichkeit zu wenig gewichtet, zumal die Vorinstanz zugunsten des Beschwerdef�hrers eine erh�hte Strafempfindlichkeit annimmt. Es mag zutreffen, dass der Beschwerdef�hrer durch die drohende Verb�ssung der Freiheitsstrafe von seiner Familie getrennt werden wird. Die Verb�ssung einer Freiheitsstrafe ist f�r jeden in ein famili�res Umfeld eingebetteten T�ter mit einer gewissen H�rte verbunden. Die Trennung von der Familie ist aber als zwangsl�ufige, unmittelbare gesetzm�ssige Folge mit dem Vollzug einer Freiheitsstrafe verbunden und darf nur bei aussergew�hnlichen Umst�nden erheblich strafmindernd wirken. F�r sich allein kann sie nicht dazu f�hren, dass die Schwere des Verschuldens in den Hintergrund tritt und die Strafe unter Einbeziehung spezialpr�ventiver Gesichtspunkte auf ein Mass herabgesetzt wird, das eben diese Folgen ausschliesst (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_540/2010 vom 21.10.2010 E. 1.4.2; 6B_470/2009 vom 23.11.2009 E. 2.5 mit Hinweisen). Solche Umst�nde sind hier nicht ersichtlich. Dass die Familie als Folge des Vollzugs der ausgesprochenen Freiheitsstrafe gegebenenfalls von der Sozialhilfe abh�ngig werden wird, �ndert daran nichts.
Zu keinem anderen Ergebnis f�hren schliesslich die allf�lligen ausl�nderrechtlichen Folgen der Straftat. Nach der Rechtsprechung begr�ndet die drohende Wegweisung aus der Schweiz keine erh�hte Strafempfindlichkeit (Urteile des Bundesgerichts 6B_892/2010 vom 22.12.2010 E. 3.3; 6B_203/2010 vom 27.5.2010 E. 5.3.3).
Zuletzt hat die Vorinstanz auch zu Recht angenommen, der Beschwerdef�hrer habe auch nicht in einer nach den Umst�nden entschuldbaren heftigen Gem�tsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung im Sinne von Art. 48 lit. c StGB gehandelt. Dies ergibt sich schon daraus, dass sich die Auslegung dieses Strafmilderungsgrundes nach der Rechtsprechung zum Tatbestand des Totschlags richtet (Stefan Trechsel/Heidi Affolter-Eijsten, Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 2008, Art. 48 N 17) und die Voraussetzungen f�r W�rdigung des Sachverhalts unter dieser Bestimmung nicht erf�llt sind (E. 4.4). Die Bestimmung kann nur dort Bedeutung erlangen, wo nicht schon entsprechende Spezialbestimmungen des Besonderen Teils des Strafgesetzbuches oder andere Milderungsgr�nde eingreifen (Stratenwerth/Wohlers, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 48 N 7).
Insgesamt erscheinen die Erw�gungen der Vorinstanz als nachvollziehbar und sind die daraus gezogenen Schl�sse einleuchtend. Jedenfalls hat die Vorinstanz mit ihrer Strafzumessung ihr Ermessen nicht �berschritten.