Source: https://www.landkreis-zwickau.de/detail?type=VB&id=3721
Timestamp: 2020-02-17 14:57:08
Document Index: 254577258

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 67', '§ 45', '§ 44', '§ 15', '§ 18', '§ 44', '§ 7', '§ 44', '§ 7', '§ 7', '§ 44']

﻿ ﻿ Artenschutz, Befreiung/Ausnahme von den Zugriffsverboten
Artenschutz, Befreiung/Ausnahme von den Zugriffsverboten
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Mit den sogenannten Zugriffsverboten stellt das Bundesnaturschutzgesetz im § 44 bestimmte Pflanzen- und Tierarten (z. B. alle europäischen Vogelarten, heimische Fledermäuse, Hornissen) unter besonderen bzw. strengen Schutz. Danach ist es verboten,
Auf Antrag kann gemäß § 67 Abs. 2 BNatSchG eine Befreiung erteilt werden, wenn die Durchführung der Vorschriften im Einzelfall zu einer unzumutbaren Belastung führen würde. Die Befreiung kann mit Nebenbestimmungen (z. B. Fristen, Ausgleichs-/Ersatzmaßnahmen, Vermeidungsmaßnahmen) versehen werden.
Im Einzelfall können weitere Ausnahmen gemäß § 45 Abs. 7 BNatSchG erlassen werden.
Artenschutzfachliche Bewertung,
Artenschutzfachbeitrag (Populationsökologische Bewertung, Maßnahmen zur Vermeidung, Schutz und Kompensation)
Um Verzögerung beim Bauablauf oder im schlimmsten Fall einen Baustopp zu vermeiden, soll der Bauherr oder Planer das Gebäude bereits während der Planungsphase von einer fachlich geeigneten Person auf vorhandene Lebensstätten besonders sowie streng geschützter Tierarten untersuchen lassen. Am günstigsten ist hierfür die Fortpflanzungssaison bzw. die Winterruhe bei Fledermauswinterquartieren.
Werden am Gebäude Hinweise auf Nist- oder Ruhestätten wie z. B. Nester, Einflugöffnungen, Spechtlöcher, Kotfahnen oder anfliegende Vögel oder Fledermäuse festgestellt, sind meistens die o. g. Zugriffsverbote berührt und das Abbruch- oder Bauvorhaben bedarf einer artenschutzrechtlichen Prüfung.
Dies ist z. B. der Fall bei der Beseitigung von Nestern, dem Verschluss von Löchern und Spalten bei Sanierung, Wärmedämmung oder Arbeiten am Dach.
Ebenso ist die Schaffung von Hindernissen, die es den Tieren unmöglich machen zu ihren Niststätten zu gelangen, verboten (z. B. Aufstellen von Gerüsten vor Mauerseglerniststätten während der Brutzeit, Abspannung mit Netzen und Folien, Anbau von Balkonen).
10 € bis 5.000 €
Gemäß § 44 Abs. 5 Satz 1 gelten für nach § 15 BNatSchG zulässige Eingriffe in Natur und Landschaft sowie Vorhaben im Sinne § 18 Abs. 2 S. 1 BNatSchG die Zugriffs-, Besitz- und Vermarktungsverbote nach Maßgabe der Sätze 2 bis 5.
Für die Beseitigung von Gehölzen mit Fortpflanzungs- und Ruhestätten ist eine Befreiung erforderlich, auch wenn das Gehölz nicht nach der örtlichen Satzung geschützt ist.
Stellenbezeichnung: Sachbearbeiter Naturschutz
Schutzgebiete im ehemaligen Chemnitzer Land
Telefon: 0375 4402-26318
§ 44 BNatSchG i. V. m. § 7 BArtSchV,
Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) § 44 in Verbindung mit Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) § 7
Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) § 7 in Verbindung mit Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) § 44
Info-Faltblatt bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen o. beim Abbruch von Gebäuden