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Timestamp: 2020-07-07 22:49:18
Document Index: 348805253

Matched Legal Cases: ['§ 67', '§ 12', '§ 147', '§ 123', '§ 53', '§ 152']

OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 19. April 2007, Az.: 12 B 449/07
Aktenzeichen: 12 B 449/07
Die Beschwerde ist weder zulässig noch begründet.
Formell ist sie entgegen dem Vertretungserfordernis des § 67 Abs. 1 Satz 2 VwGO, auf das in der dem angefochtenen Beschluss beigefügten Rechtsmittelbelehrung ausdrücklich hingewiesen wird, nicht durch einen Rechtsanwalt oder Rechtslehrer an einer deutschen Hochschule i. S. d. Hochschulrahmengesetzes mit Befähigung zum Richteramt als Bevollmächtigten eingelegt worden, weil die Zulassung des Antragstellers als Rechtsanwalt durch die Rechtsanwaltskammer Freiburg nach Maßgabe von § 12 Abs. 2 Satz 1 BRAO erst durch die Aushändigung der Zulassungsurkunde am Mittwoch, dem 28. März 2007, und damit nach Ablauf der - mit der Bekanntgabe der erstinstanzlichen Entscheidung am Montag, dem 12. März 2007, in Gang gesetzten - zweiwöchigen Rechtsmittelfrist des § 147 Abs. 1 Satz 1 VwGO Wirksamkeit erlangt hat.
In der Sache vermag der teilweise jenseits des deutschen - in der vorliegenden Sache aber auch für den Antragsteller maßgeblichen - Rechtsverständnisses argumentierende Beschwerdevortrag weder in Frage zu stellen, dass der Antragsteller mit seiner Antragsschrift vom 26. Dezember 2006 tatsächlich und wirksam einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt hat, deren Ziel die vorweggenommene und nicht von der vorherigen Zahlung einer Erteilungsgebühr abhängige Bekanntgabe der Beibehaltungsgenehmigung als dem letzten Akt ihrer Erteilung im Wege der postalischen Übersendung ist, noch dass es insofern an einem von § 123 VwGO zwingend verlangten Anordnungsgrund fehlt. Allein sein abweichender Rechtsstandpunkt machten es für den Antragsteller nicht unzumutbar, die mit einer verzögerten Erteilung der Beibehaltungsgenehmigung und seinem Vortrag für sein Einbürgerungsbegehren in der T. verbundenen Gefahren dadurch selbst abzuwenden, dass er die Gebühr von 255 EUR zunächst zahlt und sich die Urkunde beim Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in H. persönlich aushändigen oder von diesem zusenden lässt. Es bleibt ihm dabei unbenommen, im Hinblick u. a. auf die Annahme einer unzureichenden Rechtsgrundlage für die Gebührenforderung die vollständige oder teilweise Rückzahlung der Gebühr zu betreiben und zum Zwecke der Geltendmachung von etwaigen Amtshaftungsansprüchen die Rechtswidrigkeit des Vorauszahlungsverlangens und der Weigerung einer postalischen Übersendung der Beibehaltungsgenehmigung gerichtlich feststellen zu lassen.
Die Streitwertfestsetzung folgt aus §§ 53 Abs. 3 Nr. 1, 52 Abs. 1 GKG und orientiert sich an Ziffer 1.5, Satz 1 und Ziffer 42 des Streitwertkataloges 2004.
Der Beschluss ist nach § 152 Abs. 1 VwGO unanfechtbar.
Az: 12 B 449/07
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