Source: https://www.sander-foerdertechnik.de/de/Service/Technik-Sicherheitsservices/Pruefung-Arbeitsmittel/
Timestamp: 2019-05-26 19:00:11
Document Index: 212481696

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 2', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 9']

Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sind grundlegend im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) geregelt. Vom Arbeitgeber wird dabei gefordert „Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird.“ (§ 4 Abs. 1 Allgemeine Grundsätze)
Dazu zählt auch, dass die bereitgestellten Arbeitsmittel regelmäßig geprüft werden. Detaillierte Vorgaben zur Prüfung von Arbeitsmitteln sind in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) beschrieben und werden durch die Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) ergänzt.
Was versteht der Gesetzgeber unter Arbeitsmittel?
Definition Arbeitsmittel laut Betriebssicherheitsverordnung
(Auszug aus der BetrSichV § 2 Begriffsbestimmungen)
Ein bekanntes Sprichwort und in vielerlei Hinsicht treffend. Geprüfte Arbeitsmittel sorgen für sichere Betriebsabläufe und verringern das Risiko von Personen- und Sachschäden.
Regelmäßige Prüfungen sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Behalten Sie durch uns den Überblick im Vorschriftendschungel - gern beantworten wir all Ihre Fragen.
Unser sachkundiger Mitarbeiter prüft Ihre Arbeitsmittel im Unternehmen und gibt nützliche Hinweise für einen sicheren und ordnungsgemäßen Umgang.
Regelmäßige Prüfungen erhöhen die Sicherheit im Betrieb!
Ein unbemerkter Riss in der Faser der Rundschlinge und schon ist es passiert:
die Schlinge reißt – das Transportgut knallt auf den Boden.
Immer wieder treten vermeidbare Unfälle aufgrund von unsachgemäß oder gar nicht geprüften Lastaufnahme- und Anschlagmitteln auf.
Die Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren für Leben und Gesundheit sind in den Unfallverhütungsvorschriften „Betreiben von Arbeitsmitteln“gesetzlich festgelegt. Die DGUV Regel 100-500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“ beschreibt in Kapitel 2.8 speziell den Umgang mit den „Betreiben von Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb“.
Prüfung von Lastaufnahmemittel
„Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Lastaufnahmeeinrichtungen in Abständen von längstens einem Jahr durch einen Sachkundigen geprüft werden. Je nach den Einsatzbedingungen der Lastaufnahmeeinrichtungen können Prüfungen in kürzeren Abständen als einem Jahr erforderlich sein. Dies gilt z. B. bei besonders häufigem Einsatz, erhöhtem Verschleiß, bei Korrosion oder Hitzeeinwirkung oder wenn mit erhöhter Störanfälligkeit zu rechnen ist.“
Des Weiteren ist für bestimmte Anschlagmittel zusätzlich eine physikalisch-technische Prüfung mindestens aller drei Jahre vorgeschrieben. Rundstahlketten müssen auf Rissfreiheit und Hebebänder mit aufvulkanisierter Umhüllung auf Drahtbrüche und Korrosion geprüft werden.
Werden nicht ausgebildete Personen für die Prüfung eingesetzt, geht der Unternehmer ein sehr hohes Risiko ein.
Nach Schadensfällen oder besonderen Vorkommnissen, die die Tragfähigkeit beeinträchtigen können, sowie nach Instandsetzung müssen die Lastaufnahmeeinrichtungen einer außerordentlichen Prüfung durch einen Sachkundigen unterzogen werden.
„Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass über die Prüfungen von Tragmitteln ... sowie über die besonderen Prüfungen von Rundstahlketten und Hebebändern mit aufvulkanisierter Umhüllung ... Nachweis geführt wird.“
Seit April 2018 bietet die Sander Fördertechnik GmbH die gesetzlich geforderten Prüfungen an. Diese Aufgabe übernimmt Herr René Bonitz, zertifizierter Sachkundiger für Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb.
Geprüfte Arbeitsmittel und sensibilisierte Mitarbeiter, die diese bewusst und achtsam einsetzen, beugen Unfällen vor und erhöhen aktiv die Betriebssicherheit in Ihrem Unternehmen.
René Bonitz, zertifizierter Sachkundiger für Lastaufnahmeeinrichtungen
Tägliche Sichtprüfung unerlässlich
Unabhängig von der wiederkehrenden Prüfung ist eine tägliche Sichtprüfung eines jeden genutzten Arbeitsmittels erforderlich, um die unter § 4 Abs.5 BetrSichV genannte Forderung zu erfüllen:
„Der Arbeitgeber hat weiterhin dafür zu sorgen, dass Arbeitsmittel vor ihrer jeweiligen Verwendung durch Inaugenscheinnahme und erforderlichenfalls durch eine Funktionskontrolle auf offensichtliche Mängel kontrolliert werden und Schutz- und Sicherheitseinrichtungen einer regelmäßigen Funktionskontrolle unterzogen werden.“
Dabei handelt es sich grundsätzlich um Mängel, die einem für die Benutzung des Arbeitsmittels geeigneten, unterwiesenen oder beauftragten Beschäftigten bereits bei Inaugenscheinnahme auffallen müssten.
Wer hoch hinaus will, braucht einen sicheren Stand.
Leitern gibt es in jedem Unternehmen. Sie sind das Arbeitsmittel der Wahl, wenn ein Karton aus dem Regal zu holen ist oder eine Glühbirne gewechselt werden muss. Regelmäßig kommen sie zum Einsatz. Funktionell und einfach erscheint die Handhabung. Doch darin liegt die Gefahr.
Leiter ist nicht gleich Leiter. Es gibt verschiedene Arten: Stehleitern, Anlegeleitern, Podestleitern und Mehrzweckleitern. Jede ist für einen bestimmten Einsatz geeignet. Viele Beschäftigte sind im Umgang fahrlässig oder nicht richtig geschult.
Unfälle durch unsachgemäßen Umgang sind keine Seltenheit. Mangelnde Standfestigkeit ist dabei die häufigste Unfallursache beim Einsatz von Leitern.
90 % der Unfälle mit Leitern aufgrund mangelhafter Standsicherheit
Laut der Statistik zum Arbeitsunfallgeschehen der DGUV gab es im Jahr 2016 insgesamt knapp 23.700 meldepflichtige Unfälle, die im Zusammenhang mit Leitern stattfanden. Fast jeder 15. Unfall hatte schwere Verletzungen zur Folge oder endete tödlich. Fast 90 Prozent aller Leiterunfälle, so das Ergebnis der BG BAU, fallen auf die mangelhafte Standsicherheit zurück.
Überarbeitete Leiternorm DIN EN 131 seit 1. Januar 2018 in Kraft
Die überarbeitete Leiternorm macht neue Vorgaben, die die Standfestigkeit von Leitern verbessern sollen. Ziel ist es, diese Gefahrenquelle bereits bei der Herstellung der Leitern zu minimieren.
Die neuen Richtlinien betreffen vor allem Unternehmen, die Anlege- und Mehrzweckleitern verwenden.
Die Änderung der Leiternorm wurde durch das Europäische Komitee für Normung (CEN) in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU), der Berufsgenossenschaft für Handel und Warenlogistik (BGHW) und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) entwickelt.
Die wichtigsten Änderungen der Norm DIN EN 131
Anlegeleitern mit einer Länge von mehr als drei Metern
Diese Leitern müssen eine größere Standbreite aufweisen. Entweder durch eine Quertraverse oder durch eine sogenannte konische Bauweise. So wird die Standsicherheit erhöht und ein seitliches Umkippen verhindert.
Mehrzweckleitern mit einem aufgesetzten Schiebeleiterteil
Ist dieses Schiebeleiterteil länger als drei Meter, muss es untrennbar mit der Leiter verbunden sein. Es sei denn, das Teil hat eine eigene Traverse. Dann darf es separat als Leiter genutzt werden, da es die neue Standbreiten-Anforderung erfüllt.
Unterteilung der Leitern in zwei Klassen
Es wird zwischen Leitern für den gewerblichen und für den privaten Gebrauch unterschieden. Entsprechende Piktogramme sorgen für die sichtbare Kennzeichnung der Leiterklassen.
Die Prüfvorgaben wurden angepasst. Für Leitern in der betrieblichen Nutzung gelten deutlich höhere Prüfungsbelastungen.
Die neue Norm fordert verbreiterte Standfüße für Leitern mit einer Länge von über drei Metern.
Was bedeutet die Änderung der DIN EN 131 für den Unternehmer?
Die Gefährdungsbeurteilung muss in Bezug auf Leitern überarbeitet werden.
Bei Bedarf müssen zusätzliche Quertraversen an die Leitern angebracht werden.
Bei Neuanschaffungen müssen die Vorgaben beachtet werden.
Die befähigte Person, die im Auftrag des Unternehmers die wiederkehrenden Prüfungen vornimmt, muss den Inhalt dieser anpassen.
Was ist mit den „Alten“?
Vorhandene Leitern, die nicht der aktuellen Norm entsprechen, dürfen nur weiterverwendet werden, wenn die Sicherheit für den betreffenden Arbeitsauftrag gewährleistet ist.
Jedes Unternehmen ist verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilungen der Arbeitsmittel zu erstellen. "Sollte dabei herauskommen, dass die Standsicherheit der Leitern nicht gewährleistet ist, empfiehlt die DGUV - je nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung - die entsprechenden Leitern mit einer Traverse nachzurüsten", erklärt Thomas Jacob von der Berufsgenossenschaft für Handel und Warenlogistik (BGHW).
Regelmäßige Prüfung von Leitern und Tritten
Auch Leitern und Tritte sind Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung. Unternehmerinnen und Unternehmer müssen Sorge für eine regelmäßig wiederkehrende Prüfung tragen. Wie häufig diese anzusetzen ist, hängt auch von Nutzungshäufigkeit und der Beanspruchung ab. Die Prüfung sollte jedoch mindestens einmal jährlich durch eine befähigte Person durchgeführt werden.
Profitieren Sie vom Fachwissen unserer sachkundigen Mitarbeiter. Wir prüfen, unter Berücksichtigung der individuellen Betriebsverhältnisse, die Leitern und Tritte in Ihrem Unternehmen. Die Dokumentation der Prüfergebnisse sowie nützliche Hinweise zum Umgang mit Leitern gehören selbstverständlich dazu.
Sicher gekoppelt dank geprüfter Anziehungskraft
Lasthebemagnete sind häufig in der Metall verarbeitenden Industrie wie z. B. in Stahlwerken, im Anlagen- und Werkzeugbau aber auch in Transportbetrieben und Materiallagern im Einsatz. Sie eignen sich hervorragend für Hebevorgänge von runden und flachen metallischen Gütern.
Nagt schon der Zahn der Zeit?
Die einwandfreie Funktion von Lasthebemagneten ist nicht, wie bei anderen Arbeitsmitteln, optisch sofort erkennbar. Alle Permanentmagnete verlieren mit der Zeit ihre Magnetfähigkeit.
Nach der EN Norm 13155 müssen diese, unter Berücksichtigung der angegebenen Herstellerbedingungen, im sogenannten Abreißtest die Haftkraft von mindestens dem Dreifachen der nominalen Tragfähigkeit aufzeigen. Das bedeutet für den Praxiseinsatz: Ein Lastmagnet mit einer Tragfähigkeit von 600 kg muss den Abzugstest mit mindestens 1.800 kg bestehen.
Betriebsanleitung und Herstellerinformationen liefern wichtige Daten. Lastaufnahmemittel wurden für spezielle Anwendungen entwickelt und sollten daher nicht für andere Einsätze verwendet werden. Zur Bestimmung der Tragfähigkeit liegt jedem Lasthebemagneten eine Tragfähigkeitstabelle bei. In Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren und Eigenschaften (Materialstärke, Oberfläche, Werkstoff etc.) kann somit ermittelt werden, ob die Güter sicher angehoben werden können.
Abb. A zeigt ein zu dünnes Werkstück. Es kann nicht alle Magnetkraftlinien aufnehmen. Die Tragfähigkeit reduziert sich.
Anwender sollten beim Betrieb keine Risiken eingehen — Lasthebemagnete sind, wie jedes andere Lastaufnahmemittel, mindestens einmal im Jahr auf Sicherheit und Funktion von einer sachkundigen Person zu prüfen. Je nach Einsatz kann das Prüfintervall auch kürzer ausfallen.
Liegt ein außergewöhnliches Ereignis, wie Lastabsturz, Kollision, Überlastung, Hitze oder ähnliches vor, sollten Lastaufnahmemittel laut AMVO § 9.(1) auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden.
Die Sander Fördertechnik prüft Ihre Lasthebemagneten und weitere Arbeitsmittel, um Ihre Prozesse sicher und effizient zu gestalten. Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gern.
+49 (0)371 52338-54 Email versenden
Haben Sie noch Fragen oder wünschen Sie weiterführende Informationen zum Thema Regelmäßige Prüfungen? Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Anfrage über unser Kontaktformular.
Zieh- und Schiebehilfen
Der Transport von Industriewagen, Rollcontainern, Warenträgern, Einkaufswagen, Krankenhausbetten, Abfallbehältern, um nur ein paar zu nennen, ist eine zeitaufwendige, schwierige und aus ergonomischer Sicht oft unvorteilhafte Arbeit. Unternehmen aus den verschiedensten Branchen kennen das Problem, ein Lösungsansatz: elektrische Zieh- und Schiebehilfen.