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Timestamp: 2020-04-09 03:06:31
Document Index: 375658111

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 15', '§ 15', 'Art. 3', '§ 3']

BFH, 26.06.2002 - IV R 39/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1534
BFH, 26.06.2002 - IV R 39/01 (https://dejure.org/2002,1534)
BFH, Entscheidung vom 26.06.2002 - IV R 39/01 (https://dejure.org/2002,1534)
BFH, Entscheidung vom 26. Juni 2002 - IV R 39/01 (https://dejure.org/2002,1534)
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EStG § 3 Nr. 2 i. d. F. des JStG 1997
EStG § 3 Nr. 2 i.d.F. des JStG 1997
Existenzgründung - Zuschuss - Konkursausfallgeld - Zuwendung - Existenzgründungsbeihilfe - Europäischer Sozialfonds - Betriebseinnahme - Überbrückungsgeld - Steuerfreiheit - Existenzgründungszuschuss - Einkommensteuer
EStG § 3 Nr. 2 (i.d.F. des JStG 1997 JStG 1997)
Einkommensteuer; Existenzgründungsbeihilfen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
FG Sachsen, 28.05.2001 - 3 K 1470/99
BFHE 199, 374
DB 2002, 2084
BStBl 2002, 697
BStBl II 2002, 697
Dass eine gesetzliche Regelung nur rechtspolitisch als verbesserungsbedürftig anzusehen ist ("rechtspolitische Fehler"), reicht nicht aus (BFH-Urteil vom 12. Oktober 1999 VIII R 21/97, BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220, unter II.2.b aa; ebenso BFH-Urteile vom 24. Januar 1974 IV R 76/70, BFHE 111, 329, BStBl II 1974, 295, unter 2.a; vom 13. Juli 1989 V R 110/84, BFHE 158, 157, BStBl II 1989, 1036, unter II.4.a; vom 14. September 1994 I R 136/93, BFHE 175, 406, BStBl II 1995, 382, unter II.3.; vom 25. Juli 1995 VIII R 25/94, BFHE 178, 418, BStBl II 1996, 684, unter II.2.a; vom 26. Februar 2002 IV R 39/01, BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697, unter 2.b aa, …und vom 29. März 2006 X R 55/04, BFH/NV 2006, 1641, unter II.3.b aa).
Ob eine Regelungslücke oder lediglich ein sog. rechtspolitischer Fehler vorliegt, ist unter Heranziehung des Gleichheitsgrundsatzes zu ermitteln, wobei auf die Wertungen und die Entstehungsgeschichte des Gesetzes zurückzugreifen ist (BFH-Urteil in BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220, unter II.2.b aa; ebenso BFH-Urteile in BFHE 111, 329, BStBl II 1974, 295, unter 2.b; in BFHE 175, 406, BStBl II 1995, 382, unter II.3.; in BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697, unter 2.b aa, und in BFH/NV 2006, 1641, unter II.3.b aa).
BFH, 18.09.2002 - X R 41/01
Die Klägerin erhielt den streitigen Zuschuss im Zusammenhang mit der Gründung ihres Betriebs (vgl. auch BFH-Urteile vom 9. Oktober 1996 XI R 35/96, BFHE 181, 309, BStBl II 1997, 125, unter II. 1., und vom 26. Juni 2002 IV R 39/01, BFH/NV 2002, 1389, unter 1.).
In seinem Urteil in BFH/NV 2002, 1389 hat der IV. Senat des BFH zu einem ähnlich gelagerten, gleichermaßen einen Existenzgründerzuschuss aus Mitteln des ESF und des Freistaates Sachsen betreffenden Fall in Bezug auf die gleiche Rechtslage im Veranlagungszeitraum 1997 zutreffend Folgendes ausgeführt:.
Insoweit fehlt es bereits an einer für einen Analogieschluss erforderlichen planwidrigen Gesetzeslücke (BFH-Urteil in BFH/NV 2002, 1389; vgl. ferner BFH-Urteil in BFHE 181, 309, BStBl II 1997, 125, betreffend Existenzgründerzuschuss aus Mitteln des Landes Brandenburg).
Dabei kann der erkennende Senat --wie der IV. Senat im Urteil in BFH/NV 2002, 1389-- offen lassen, ob man im Streitfall von einer Gesetzeslücke ausgehen könnte.
Auch insoweit schließt sich der erkennende Senat den zutreffenden Erwägungen des IV. Senats des BFH im Urteil in BFH/NV 2002, 1389 an.
Eine Weiterung dieser Rechtsfolge in dem Sinne, dass allein aufgrund der Übernahme der unbeschränkten gesellschaftsrechtlichen Haftung die Berücksichtigung der bisher als verrechenbar festgestellten Verluste insgesamt --d.h. selbst dann, wenn der Gesellschafter z.B. durch Einlagen in das Gesamthandsvermögen oder Tilgung der Gläubigerforderungen für sie einzustehen hat-- ausgeschlossen wäre, weil vom Wortlaut des § 15a EStG lediglich die Verlustnutzung durch einen beschränkt haftenden Gesellschafter (Kommanditist) erfasst werde, läge jedoch nicht nur außerhalb des Regelungsanliegens des § 15a EStG; sie wäre zudem mit dem Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes --GG--) nicht zu vereinbaren (zur Lückenfeststellung vgl. BFH-Urteile vom 26. Juni 2002 IV R 39/01, BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697; vom 12. Oktober 1999 VIII R 21/97, BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220, jeweils m.w.N.).
Eine solche Lücke liegt vor, wenn eine Regelung gemessen an ihrem Zweck unvollständig, d.h. ergänzungsbedürftig ist und wenn ihre Ergänzung nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschränkung auf bestimmte Tatbestände widerspricht (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 26. Juni 2002 IV R 39/01, BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697).
aa) Eine solche Lücke liegt vor, wenn eine Regelung gemessen an ihrem Zweck unvollständig, d.h. ergänzungsbedürftig ist und wenn ihre Ergänzung nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschränkung auf bestimmte Tatbestände widerspricht (vgl. hierzu und zum Folgenden BFH-Urteil vom 26. Juni 2002 IV R 39/01, BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697, m.w.N.).
Dass eine gesetzliche Regelung nur rechtspolitisch als verbesserungsbedürftig anzusehen ist ("rechtspolitische Fehler"), reicht nicht aus (vgl. z.B.: BFH vom 24. Januar 1974 IV R 76/70, BStBl II 1974, 295; BFH vom 13. Juli 1989 V R 110/84, BStBl II 1989 S. 1036; BFH vom 14. September 1994 I R 136/93, BStBl II 1995 S. 382; BFH vom 25. Juli 1995 VIII R 25/94, BStBl II 1996 S. 684; BFH vom 12. Oktober 1999 VIII R 21/97, BStBl II 2000 S. 220; BFH vom 26. Februar 2002 IV R 39/01, BStBl II 2002 S. 697;… BFH vom 29. März 2006 X R 55/04, BFH/NV 2006 S. 1641;… BFH vom 11. Februar 2010 V R 38/08, BFH/NV 2010 S. 1376).
Eine solche Lücke liegt vor, wenn eine Regelung gemessen an ihrem Zweck unvollständig, d.h. ergänzungsbedürftig ist und wenn ihre Ergänzung nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschränkung auf bestimmte Tatbestände widerspricht (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 26. Juni 2002 IV R 39/01, BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697).
Hiervon zu unterscheiden ist der sog. rechtspolitische Fehler, der gegeben ist, wenn sich eine gesetzliche Regelung zwar als rechtspolitisch verbesserungsbedürftig, aber doch nicht - gemessen an der dem Gesetz immanenten Teleologie - als planwidrig unvollständig und ergänzungsbedürftig erweist (BFH-Urteil vom 26. Juni 2002 - IV R 39/01, BStBl II 2002, 697 m.w.N.).
Ob es sich um eine Regelungslücke oder lediglich um einen sog. rechtspolitischen Fehler handelt, ist unter Heranziehung des Gleichheitsgrundsatzes zu ermitteln, wobei für den danach erforderlichen Vergleich auf die Wertungen des Gesetzes, insbesondere die Entstehungsgeschichte des Gesetzes zurückzugreifen ist (BFH-Urteil vom 26. Juni 2002 - IV R 39/01, BStBl II 2002, 697).
Ob es sich um eine Regelungslücke oder lediglich um einen sog. rechtspolitischen Fehler handelt, ist unter Heranziehung des Gleichheitsgrundsatzes zu ermitteln, wobei für den danach erforderlichen Vergleich auf die Wertungen des Gesetzes unter besonderer Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte zurückzugreifen ist (BFH-Urteile vom 26. Juni 2002 IV R 39/01, BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697; in BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220).
Ob es sich um eine Regelungslücke oder lediglich um einen sog. rechtspolitischen Fehler handelt, ist unter Heranziehung des Gleichheitsgrundsatzes zu ermitteln, wobei für den danach erforderlichen Vergleich auf die Wertungen des Gesetzes unter besonderer Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte zurückzugreifen ist (BFH-Urteil vom 26. Juni 2002 IV 39/01, BStBl II 2002, 697).
BFH, 08.07.2004 - XI B 102/03
Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung (hier: Anwendbarkeit von § 3 Nr. 2 EStG)
FG Sachsen, 16.03.2009 - 8 V 179/07
Existenzgründungszuschüsse nicht steuerfrei
FG Köln, 22.01.2003 - 5 K 6622/00
Keine Aussetzungszinsen, wenn Erfolglosigkeit der Anfechtung nur, weil die …