Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F11-05-2010-8C_1032-2009
Timestamp: 2016-10-25 12:03:13
Document Index: 143751778

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_1032/2009 (11.05.2010)
8C_1032/2009
M.________, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt,
Basler Versicherungs-Gesellschaft, Aeschengraben 21, 4051 Basel, vertreten durch Advokat Dr. Manfred Bayerd�rfer, Rathausstrasse 40/42, 4410 Liestal,
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 30. Oktober 2009.
M.________, geboren 1961, gr�ndete 1998 zusammen mit einer Gesch�ftspartnerin die Firma X.________, f�r welche sie seither in gesch�ftsf�hrender Funktion als Wohnbiologin arbeitete. In dieser Eigenschaft war sie bei der Basler Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Basler oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Zudem war sie seit 2000 mit einem Teilpensum beratend f�r die Firma Y.________ t�tig. Um die Mittagszeit des 1. Juni 2004 geriet sie innerhalb ihrer Familienwohnung in eine t�tliche Auseinandersetzung mit der Ex-Ehefrau ihres Lebenspartners sowie mit deren Freund. Am Nachmittag begab sie sich zu ihrem Hausarzt Dr. med. A.________, welcher von geklagten Kopfschmerzen, Brechreiz, Schmerzen im Hinterhaupt und im Bereich der obersten Halswirbel, der rechten Wange, beider Schultern und Oberschenkel, des rechten Vorderarmes, des linken Kleinfingers und der linken Niere berichtete. Dr. med. A.________ schloss oss�re L�sionen aus, diagnostizierte Prellungen, Zerrungen und eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS). Er attestierte ab 3. Juni 2004 eine volle Arbeitsunf�higkeit f�r eine Woche und prognostizierte einen voraussichtlichen Behandlungsabschluss in sechs Wochen (Arztzeugnis UVG vom 11. Juni 2004). Ab 8. Juni 2004 war die Versicherte wieder zu 50% arbeitsf�hig. Der Neurologe Dr. med. B.________ ging in seiner Beurteilung vom 9. September 2004 von einem leichten Sch�delhirntrauma aus, welches in Kombination mit der kleinen Gef�ssmissbildung - am ehesten einem Cavernom - zur Einblutung gef�hrt haben k�nne. Auch eine durch den Konflikt ausgel�ste Blutdrucksteigerung habe diese Blutung ausl�sen k�nnen. Dr. med. B.________ diagnostizierte einen Status nach Unfall mit leichter traumatischer Hirnsch�digung (Commotio cerebri), eine chronisch posttraumatische Cephalea und eine depressive Episode. Die Basler erbrachte f�r die Unfallfolgen die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Nach umfangreichen medizinischen Abkl�rungen sowie nachdem ein von der Versicherten gelenkter Personenwagen am 27. Juni 2007 vor einem Fussg�ngerstreifen in eine Heckauffahrkollision verwickelt worden war, reduzierte die Basler den Taggeldansatz auf Grund einer Neuermittlung des versicherten Verdienstes r�ckwirkend ab 4. Juni 2004 auf Fr. 25.45 (bei 100%-iger Arbeitsunf�higkeit) und forderte f�r den Zeitraum bis 17. April 2007 Fr. 46'415.- an zu Unrecht ausgerichteten Taggeldern zur�ck; ab 18. April 2007 hat die Basler das Taggeld bereits basierend auf dem neu reduzierten Ansatz ausgerichtet (Verf�gung vom 28. Juni 2007; nachfolgend: Verf�gung 1). Hiegegen liess die Versicherte am 20. August 2007 einspracheweise die Aufhebung der Verf�gung beantragen. Mit einer weiteren Verf�gung vom 31. M�rz 2008 (nachfolgend: Verf�gung 2) verneinte die Basler den nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang der �ber den 1. Januar 2008 hinaus geklagten Beschwerden sowohl zum Unfall vom 1. Juni 2004 als auch zu jenem vom 27. Juni 2007 (Verf�gung 2 Ziff. 1 und 7), verneinte die Ad�quanz der Unfallkausalit�t in Bezug auf s�mtliche psychischen Beschwerden (Verf�gung 2 Ziff. 2 und 7) sowie den nat�rlichen Kausalzusammenhang in Bezug auf das Cavernom und die damit in Verbindung stehende Behandlung (Verf�gung 2 Ziff. 3 und 7), stellte s�mtliche Leistungen per 31. Dezember 2007 ein (Verf�gung 2 Ziff. 4, 5 und 7) und schloss die beiden Unf�lle per 1. Januar 2008 folgenlos ab (Verf�gung 2 Ziff. 6 und 7). Nach Vereinigung der beiden Einspracheverfahren hiess die Basler die Einsprache gegen die Verf�gung 1 insoweit gut, als sie auf die R�ckforderung von Fr. 46'415.- verzichtete, hielt im �brigen aber an den beiden Verf�gungen fest (Einspracheentscheid vom 27. August 2008).
Die hiegegen erhobene Beschwerde der M.________ hiess das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn mit Entscheid vom 30. Oktober 2009 insoweit teilweise gut, als es den Einspracheentscheid vom 27. August 2008 in Bezug auf das vom 18. April bis 31. Dezember 2007 ausgerichtete Taggeld zur weiteren Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen und Neuverf�gung �ber den Taggeldanspruch f�r diese Periode an die Basler zur�ckwies; im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst M.________ unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides beantragen, die Basler sei zu verpflichten, der Versicherten "auf Grund der Unfallereignisse vom 1. Juni 2004 und 27. Juni 2007 weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen."
W�hrend die Basler auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) auf eine Vernehmlassung.
Das kantonale Gericht hat die Grunds�tze �ber den f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.), die vorausgesetzte Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181), bei psychischen Unfallfolgen (BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116, 115 V 133) und Folgen eines Unfalls mit HWS-Schleudertrauma oder �quivalenter Verletzung (BGE 134 V 109) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle richtig dargelegt. Im Sozialversicherungsrecht spielt die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Ad�quanz vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen). Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte gepr�ft (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), w�hrend bei Schleudertraumen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367; vgl. auch E. 2.2.2 hiernach) und �quivalenten Verletzungen der HWS (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, U 183/93 E. 2) sowie Sch�del-Hirntraumen (BGE 117 V 369 E. 4b S. 383) auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen). Korrekt sind sodann auch die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zum Wegfall des urs�chlichen Zusammenhangs und damit des Leistungsanspruchs der versicherten Person bei Erreichen des Status quo sine vel ante und zu den sich dabei stellenden Beweisfragen (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9, 8C_354/2007 E. 2.2 mit Hinweisen). Richtig sind schliesslich die Hinweise zu dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 150 E. 2.1 S. 153 mit Hinweisen), zur Beweisw�rdigung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, SVR 2006 IV Nr. 27 S. 92, I 3/05 E. 3.2.4, je mit Hinweisen) und zum Beweiswert von Arztberichten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Darauf wird verwiesen.
Vorweg zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin �ber den 1. Januar 2008 hinaus an organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitssch�den litt, welche mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit einem der Unf�lle standen.
3.1 Das kantonale Gericht verneinte diese Frage nach umfassender W�rdigung der Aktenlage insbesondere gest�tzt auf die Expertise des Instituts Z.________ vom 26. November 2007 und hielt fest, dass nach dem 1. Januar 2008 keine somatischen Unfallfolgen mehr objektivierbar waren. Weder die cerebrale Gef�ssmissbildung (Cavernom-Bildung links frontal) an sich noch die Cavernom-Einblutungen st�nden mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 1. Juni 2004. Zwar anerkennt die Versicherte ausdr�cklich, dass das Cavernom selbst keine Unfallfolge ist. Sie macht jedoch geltend, der genannte Unfall stelle zumindest eine nat�rliche Teilursache f�r die seither rezidivierenden Cavernom-Einblutungen dar.
3.2 Nach Aktenlage steht aus medizinischer Sicht unbestritten fest, dass nicht nur das kavern�se H�mangiom (D18.02 nach ICD-10) als solches, sondern auch die erh�hte Blutungsneigung infolge eines Mangels an Gerinnungsfaktoren (D68.2 nach ICD-10) auf einen krankhaften Vorzustand zur�ckzuf�hren sind. Der erstbehandelnde Dr. med. A.________ vermochte laut Bericht vom 3. Juni 2004 abgesehen von "etwas verschwollenen Weichteilen an Vorderarmen und Oberschenkeln [...] keine eindeutigen Bluterg�sse" oder anderweitige, �usserlich sichtbare Verletzungsfolgen der t�tlichen Auseinandersetzung vom 1. Juni 2004 zu erkennen. Trotz ausf�hrlicher Wiedergabe der von der Versicherten gemachten Angaben zum Hergang der T�tlichkeiten und zur Entwicklung der in der Folge geklagten Beschwerden, der nach der Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" (vgl. BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit Hinweisen) erh�hter Beweiswert zukommt, finden sich im genannten Bericht des Hausarztes - entgegen dem sp�teren Bericht des Dr. med. B.________ vom 9. September 2004 - weder Hinweise auf eine leichte traumatische Hirnsch�digung (Commotio cerebri) noch Anhaltspunkte f�r eine anterograde Amnesie. Nach der Beurteilung des neurologischen Facharztes Dr. med. C.________, ist im Folgenden davon auszugehen, dass die Versicherte weder eine milde traumatische Hirnverletzung noch eine Commotio cerebri erlitten hat. Weiter verwies Dr. med. A.________ in seinem Bericht vom 17. April 2007 sodann auf ein offensichtlich unfallfremdes vorbestehendes, bereits 1998 aufgetretenes vasospastisches Syndrom mit vermehrter Gef�ssfragilit�t, Kollapsneigung in der H�he und mit H�matomen bei geringstem Anlass sowie auf ein mildes von Willebrand Syndrom hin. Dr. med. B.________ f�hrte in seinem Bericht vom 9. September 2004 aus, dass bereits eine Blutdrucksteigerung anl�sslich eines Konfliktes eine Cavernom-Einblutung habe verursachen k�nnen. "Derartige auch kleine H�mangiome [neigten] zu Blutungen aus geringen Anl�ssen und [seien] potentiell heilbar mit neurochirurgischen Exzisionen oder interventionell neuroradiologisch via Thrombosierung." Der Neurochirurg Dr. med. D.________, welcher w�hrend eines teilstation�ren zweit�gigen Aufenthaltes in der Klinik E.________ am 15. Dezember 2004 eine Gamma Knife Behandlung des Cavernoms durchf�hrte, hatte bereits vor dem Eingriff am 19. November 2004 berichtet, dass er "sichere fokal neurologische Ausf�lle [...] nicht [habe] feststellen k�nnen" und sich "im EEG [...] keine Anhaltspunkte f�r eine cerebrale �bererregbarkeit" ergeben h�tten.
3.3 Auf Grund einer eingehenden polydisziplin�ren Untersuchung der Versicherten am 11. und 12. September sowie am 25. Oktober 2007 gelangten die verschiedenen Fach�rzte des Instituts Z.________ unter Mitber�cksichtigung der umfangreichen medizinischen Aktenlage zur Auffassung, bei der t�tlichen Auseinandersetzung vom 1. Juni 2004 sei es nicht zu einer massiven Gewalteinwirkung auf den Kopf gekommen. Die nach dem 1. Juni 2004 festgestellten Hinweise auf eine �ltere Cavernom-Einblutung ("sehr kleine �ltere H�morrhagie mit winziger frischer Komponente [und] rezidivierend kleinsten Blutungen" gem�ss Bericht vom 9. Juli 2004 zur gleichentags durchgef�hrten bildgebenden Untersuchung des Neurocraniums im Zentrum F.________) k�nnten nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit in einen urs�chlichen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 1. Juni 2004 gesetzt werden. Auch nach dem 1. Juni 2004 seien - ohne traumatische Einwirkung - neue Blutungen eingetreten. Weder das Cavernom als solches noch die Cavernom-Einblutung seien mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nat�rlich kausale Folgen einer unfallbedingten Einwirkung. Zudem sei das komplexe Beschwerdebild (mit Kopf- und Nackenschmerzen, Gesichtsfeldst�rungen und -ausf�llen, Schwindelbeschwerden, �belkeit, passageren Gewichtszunahmen, neuropsychologischen St�rungen usw.) nicht auf das Cavernom zur�ckzuf�hren. Ein Zusammenhang zwischen den Cavernom-Einblutungen und den Beeintr�chtigungen sei sehr unwahrscheinlich. Die festgestellten Befunde w�rden verschiedene Funktionsbereiche betreffen und k�nnten daher nicht auf eine fokale Hirnsch�digung zur�ckgef�hrt werden. Das Gutachten des Instituts Z.________ ist f�r die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, ber�cksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enth�lt begr�ndete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Somit kommt dieser Expertise grunds�tzlich volle Beweiskraft zu.
3.4 Was die Beschwerdef�hrerin hiegegen vorbringt, ist unbegr�ndet. Es ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und Verwaltung hinsichtlich der ausschlaggebenden Frage der nat�rlichen Unfallkausalit�t dem Gutachten des Instituts Z.________ die h�here Beweiskraft als dem Gutachten des Institutes G.________ vom 28. August 2006 beimassen. Obwohl das Gutachten des Instituts G.________ eine sehr ausf�hrliche und �bersichtliche Zusammenfassung der medizinischen Aktenlage enth�lt und bei der eingehenden Untersuchung anamnestisch auch Angaben zur Krankenvorgeschichte erhoben wurden, finden sich darin (S. 21) keine Hinweise zu den vom Hausarzt erst sp�ter in seinem Bericht vom 17. April 2007 schriftlich dargelegten Ausf�hrungen betreffend weiterer Vorzust�nde aus dem Jahre 1998 und 1999. Immerhin hielt der Neurologe Dr. med. C.________, welcher die Versicherte am 24. Oktober 2005 anl�sslich der Begutachtung durch das Institut G.________ eingehend untersuchte, in seinem neurologischen Gutachten vom 30. Dezember 2005 (nachfolgend: neurologisches Gutachten) ausdr�cklich fest, dass nicht nur das wenige Wochen nach der t�tlichen Auseinandersetzung vom 1. Juni 2004 gefundene Cavernom an sich, sondern auch die "�ltere Blutung [...] nicht im Rahmen der Ereignisse vom 1. Juni 2004 entstanden [sei], sondern [...] viele Monate, wenn nicht gar Jahre alt sein [m�sse]", aber offenbar nach Angaben der Beschwerdef�hrerin asymptomatisch geblieben sei. "Als m�gliche Entstehungsmechanismen [k�men] Sch�tteln, abrupte Kopf- oder K�rperbewegungen, ven�se Drucksteigerungen (Pressen)" in Frage. Trotz der von ihm selber genannten zahlreichen unfallfremden Ausl�sefaktoren bejahte schliesslich Dr. med. C.________ die Unfallkausalit�t basierend auf der Beweisregel "post hoc, ergo propter hoc" (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.) mit der Begr�ndung, "der kausale Zusammenhang zu den Ereignissen vom 1. Juni 2004 [erscheine] bei der diesbez�glich vor dem 1. Juni 2004 beschwerdefreien Patientin mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben zu sein." Schliesslich ist dem Gutachten des Instituts G.________ (S. 42) ausdr�cklich zu entnehmen, dass die Frage, "ob der schicksalshafte, nat�rliche Verlauf des Cavernoms, welches zu spontanen und traumatisch bedingten Blutungen neigt, auch ohne das Ereignis vom 1. Juni 2004 zu vergleichbaren Beschwerden gef�hrt h�tte, kaum beantwortet werden [k�nne]." Unter den gegebenen Umst�nden waren daher hier - abweichend von der Ausgangslage in dem von der Versicherten angef�hrten Fall (SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94, U 413/05; vgl. dazu ANDREAS TRAUB, Nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitssch�digung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgrenzung der wesentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: SZS 2009 S. 479 ff.) - von einer R�ckweisung der Sache zur erg�nzenden Abkl�rung der Ausschliessbarkeit einer blossen Zufallsursache keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten (antizipierte Beweisw�rdigung: BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S. 94; SVR 2010 UV Nr. 10 S. 40, 8C_626/2009 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdef�hrerin schliesslich mit Blick auf ein angeblich signifikant erh�htes Risiko weiterer Einblutungen nach einer einmal stattgehabten ersten Cavernom-Einblutung eine richtunggebende Verschlechterung des Vorzustandes durch die Ereignisse des 1. Juni 2004 geltend macht, muss diese Risikoerh�hung bereits in der Folge der gem�ss Dr. med. C.________ offensichtlich schon vor dem 1. Juni 2004 erfolgten Einblutung eingetreten sein.
3.5 Nach dem Gesagten steht fest, dass das Cavernom links fokal und die Cavernom-Einblutungen nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nat�rlich kausale Unfallfolgen sind und auch sonst ab 1. Januar 2008 keine organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitssch�den mehr feststellbar waren, welche mit dem erforderlichen Beweisgrad in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit einem der fraglichen Unf�lle standen.
Das kantonale Gericht hat die Unfallad�quanz der organisch nicht objektiv ausgewiesenen, �ber den 1. Januar 2008 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden unbestritten und zu Recht nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) gepr�ft. Soweit sich die Versicherte diesbez�glich �berhaupt in rechtsgen�glicher Weise mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzt, macht sie geltend, beim Ereignis vom 1. Juni 2004 habe es sich um einen mittelschweren Unfall im mittleren Bereich, wenn nicht gar im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen gehandelt. Zudem seien sechs der sieben Ad�quanzkriterien erf�llt und daher die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges der auch �ber den 1. Januar 2008 hinaus geklagten Befindlichkeitsst�rungen zu bejahen. Demgegen�ber hat die Vorinstanz mit Blick auf die massgebende Rechtsprechung zutreffend erkannt, dass es sich beim Ereignis vom 1. Juni 2004 nach dem hier allein massgebenden augenf�lligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f.; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1 mit Hinweisen) h�chstens um einen mittelschweren Unfall im mittleren Bereich und bei der Heckauffahrkollision vom 27. Juni 2007 um ein mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen handelte (vgl. RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E. 5.1.2 mit Hinweisen). Das kantonale Gericht qualifizierte einzig die Kriterien der besonderen Eindr�cklichkeit bzw. der besonders dramatischen Begleitumst�nde sowie der erheblichen Beschwerden als in nicht ausgepr�gter Weise erf�llt und verneinte die Unfallad�quanz daher praxisgem�ss korrekt. Soweit die Beschwerdef�hrerin aus der behaupteten Unfallfolge der Cavernom-Einblutung und den damit zusammenh�ngenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen weitere Ad�quanzkriterien als erf�llt betrachtet, kann ihr nicht gefolgt werden, nachdem diese Gesundheitssch�den nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeiten Folgen der Unf�lle vom 1. Juni 2004 und/oder 26. Juni 2007 sind (E. 3 hievor). Es bleibt dabei, dass Verwaltung und Vorinstanz die Unfallad�quanz der �ber den 1. Januar 2008 hinaus geklagten, nicht objektivierbaren Beschwerden zu Recht verneint haben.