Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=04.06.1996&Aktenzeichen=IX%20ZR%2051/95
Timestamp: 2019-06-25 18:46:45
Document Index: 381724657

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.06.1996 - IX ZR 51/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,87
BGH, 04.06.1996 - IX ZR 51/95 (https://dejure.org/1996,87)
BGH, Entscheidung vom 04.06.1996 - IX ZR 51/95 (https://dejure.org/1996,87)
BGH, Entscheidung vom 04. Juni 1996 - IX ZR 51/95 (https://dejure.org/1996,87)
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Zur Haftung des Rechtsanwalts wegen der Verwendung unzutreffender Fachausdrücke zur Beendigung eines Vertrages - Sorgfaltspflichten des Anwalts
Auftrag an Anwalt - Beendigung des Mandantenvertrages - Verwendung falscher Fachausdrücke - Sorgfaltspflichtverletzung - Klägerisches Zinsverlangen - AGB - Hinweispflicht des Anwalts
Haftung des Rechtsanwalts bei Fehlern bei der Beendigung eines Vertrages; Rechtsfolgen falscher Wortwahl
Umfang der anwaltlichen Sorgfalts- und Hinweispflicht
NJW 1996, 2648
VersR 1996, 1499
WM 1996, 1824
BB 1996, 2218
DB 1996, 1866
aa) Der konkrete Umfang der anwaltlichen Pflichten richtet sich nach dem erteilten Mandat und den Umständen des einzelnen Falles (BGH, Urt. v. 4. Juni 1996 aaO).
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist der mit der Prozessführung betraute Rechtsanwalt seinem Mandanten gegenüber verpflichtet, dafür einzutreten, dass die zugunsten des Mandanten sprechenden tatsächlichen und rechtlichen Gesichtspunkte so umfassend wie möglich ermittelt und bei der Entscheidung des Gerichts berücksichtigt werden (…BGH, Urt. v. 24. März 1988 - IX ZR 114/87, NJW 1988, 3013, 3016;v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, NJW 1996, 2648, 2650;… v. 24. Mai 2007 - IX ZR 142/05, WM 2007, 1425, 1426 f Rn. 14; Beschl. v. 19. Juni 2008 - IX ZR 111/05, ZMR 2008, 602; Zugehör NJW 2003, 3225, 3226 unter 2a).
Der Möglichkeit, auf die rechtliche Beurteilung des Gerichts Einfluss zu nehmen, entspricht im Verhältnis zum Mandanten die Pflicht, diese Möglichkeit zu nutzen (BGH, Urt. v. 4. Juni 1996, aaO).
aa) Der konkrete Umfang der anwaltlichen Pflichten richtet sich nach dem erteilten Mandat und den Umständen des einzelnen Falles (BGH, Urt. v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, aaO).
Dazu hat er dem Auftraggeber den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären, damit der Mandant zu einer sachgerechten Entscheidung in der Lage ist (BGHZ 89, 178, 181 ff;… BGH, Urt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377; v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, WM 1996, 1824, 1825;… v. 8. Dezember 2005 - IX ZR 188/04, Umdruck Rn. 7, z.V.b.).
Zu Unrecht berufen sich der Beklagte und die Beigeladenen zu 1 und 2 demgegenüber auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95 - (NJW 1996, 2648 ), wonach es Aufgabe des mit einer Rechtsgestaltung beauftragten Rechtsanwaltes sei, schon durch die Wortwahl seiner Erklärung Klarheit zu schaffen, und wonach dieser es regelmäßig gar nicht dazu kommen lassen dürfe, dass der Wortlaut seiner Erklärungen zu Zweifeln Anlass gebe, die erst Voraussetzung für eine Auslegung sein könnten.
a) Ein Rechtsanwalt, der bei einer Vertragsgestaltung mitwirkt, hat bei der Abfassung des Vertragstextes für eine richtige und vollständige Niederlegung des Willens seines Mandanten und für einen möglichst eindeutigen und nicht erst der Auslegung bedürftigen Wortlaut zu sorgen (vgl. BGH, Urt. v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, WM 1996, 1824, 1826;… Zugehör/Sieg, Handbuch der Anwaltshaftung, 1999, Rn. 763).
a) Der konkrete Umfang der anwaltlichen Pflichten richtet sich nach dem erteilten Mandat und den Umständen des einzelnen Falles (BGH, Urt. v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, WM 1996, 1824, 1825).
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