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Timestamp: 2019-08-25 19:11:02
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Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 2', '§ 5', '§ 6', '§ 8', '§ 10', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 26', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 1', '§ 46', '§ 91', '§ 36', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 38', '§ 38', '§ 3', '§ 5', '§ 6', '§ 39', '§ 19', '§ 46', '§ 2', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 24', '§ 30', '§ 5', '§ 5']

Ordnung der Sächsischen Landesärztekammer für die Fortbildung und Prüfung zur Arztfachhelferingültig ab 01.09.2004 - MFA - Sächsische Landesärztekammer *
Ordnung der Sächsischen Landesärztekammer für die Fortbildung und Prüfung zur Arztfachhelferin (AFH)
Vom 09. Juli 2004
Aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 29.11.2003 und der Kammerversammlung vom 26.06.2004 erlässt die Sächsische Landesärztekammer als zuständige Stelle gemäß § 46 Berufsbildungsgesetz (BBiG) folgende Ordnung für die Fortbildung und Prüfung zur Arztfachhelferin (AFH)1
§ 2 Ziel der Fortbildung
§ 5 Inhalte der Fortbildung
§ 6 Durchführung der Fortbildung
§ 8 Zusammensetzung und Berufung
§ 10 Vorsitz, Beschlussfähigkeit, Abstimmung
§ 14 Zulassung und Anmeldung zur Fortbildungsprüfung
§ 15 Entscheidung über die Prüfungszulassung
§ 17 Prüfungsanforderungen
§ 19 Regelungen für Behinderte
§ 20 Nichtöffentlichkeit
§ 21 Leitung und Aufsicht
§ 22 Ausweispflicht und Belehrung
Bewertung, Feststellung und Beurkundung des Fortbildungsprüfungsergebnisses
§ 26 Feststellung des Prüfungsergebnisses
§ 28 Fortbildungsprüfungszeugnis und Arztfachhelferinnenbrief
§ 29 Anerkennung von Prüfungen und Geltungsbereich
§ 30 Wiederholungsprüfung
§ 31 Prüfungsunterlagen
Fortbildung i. S. dieser Satzung entspricht dem Begriff der Fortbildung gemäß § 1 Abs. 3 und § 46 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG).
(1) Ziel der Fortbildung zur Arztfachhelferin ist es, der Arzthelferin einen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen.
(2) Die Arztfachhelferin soll den Arzt durch weitgehend selbständiges Arbeiten sowie durch Koordinations- und Steuerungsfunktionen in den Bereichen Administration und Praxismanagement, Personalführung und Ausbildung sowie Gesundheitsberatung entlasten.
- qualifizierte Funktionen in allen verwaltungsbezogenen Bereichen der Praxis ausüben
- Praxisabläufe, -strukturen und -bewirtschaftung unter betriebswirtschaftlichen und unter auf Qualitätsmanagement orientierten Aspekten gestalten
- die Anwendung der für die Arztpraxis relevanten Rechtsgrundlagen, Verordnungen und Richtlinien im Praxisteam sicherstellen
- moderne Informations- und Kommunikationstechnologien einsetzen
- bei der Personalplanung und -führung sowie bei der Ausbildung von Arzthelferinnen verantwortlich mitwirken
- erforderliche Maßnahmen der Hygiene, des Arbeits- und Umweltschutzes koordiniert umsetzen
- Maßnahmen in der Gesundheitsberatung/Prävention aufbereiten und durchführen
- in Notfällen situationsgerecht reagieren und entsprechende Maßnahmen einleiten.
(3) Die Arztfachhelferin soll mindestens in einem weiteren medizinischen Arbeitsfeld qualifiziert mitwirken.
(1) Voraussetzung zur Zulassung an der Fortbildung ist der Nachweis einer mindestens zweijährigen beruflichen Tätigkeit als Arzthelferin nach bestandener Abschlussprüfung oder eines gleichwertigen Abschlusses.
(2) Die Gleichwertigkeit des beruflichen Abschlusses stellt auf Antrag die Sächsische Landesärztekammer fest.
(3) Bewerberinnen mit dem Abschluss Sprechstundenschwester oder Krankenschwester können bei Nachweis einer mindestens zweijährigen beruflichen Tätigkeit als Arzthelferin gleichwertig teilnehmen.
(4) Über die Zulassung zur Fortbildung entscheidet die Sächsische Landesärztekammer.
(1) Die Fortbildung umfasst insgesamt mindestens 400 Unterrichtsstunden.
(2) Die Fortbildung gliedert sich in einen Pflichtteil von mindestens 280 Unterrichtsstunden und in einen Wahlteil von mindestens 120 Unterrichtsstunden. Ein Fortbildungskurs des Wahlteils soll mindestens 40 Unterrichtsstunden umfassen. Kurse des Wahlteils können vor oder nach dem Pflichtteil absolviert werden.
(3) Die in der Fortbildung zu erwerbenden Kenntnisse und Fertigkeiten des Pflichtteiles werden in einzelnen Abschnitten vermittelt, die von den Fortbildungsteilnehmerinnen innerhalb von 2 Jahren absolviert werden sollen.
(4) Die Absolvierung von Fortbildungskursen des Wahlteiles vor dem Pflichtteil soll nicht länger als 5 Jahre zurückliegen.
(1) Die Fortbildung soll sich im Pflichtteil insbesondere auf folgende Wissensgebiete erstrecken (Anlage: Fortbildungsrahmenplan Arztfachhelferin):
- Prävention und Gesundheitsberatung
- Praxismanagement/TQM
- Medizinprodukte/Arbeitsschutz/Hygiene/Umwelt
- Notfallmedizin.
(2) Die Fortbildung im Wahlteil soll den Fortbildungscurricula der Bundesärztekammer entsprechen.
(3) Über die Anerkennung von Qualifizierungen innerhalb des Wahlteiles entscheidet die Sächsische Landesärztekammer.
(1) Die Fortbildung zur Arztfachhelferin im Pflichtteil erfolgt i. d. R. durch eine Ärztekammer.
(2) Die Fortbildung kann sowohl berufsbegleitend als auch in Vollzeitform angeboten werden. Sie muss den Erfordernissen der Erwachsenenbildung entsprechen.
(3) Soweit eine Vergleichbarkeit der Fortbildungsinhalte gegeben ist, kann die Sächsische Landesärztekammer auf schriftlichen Antrag Fortbildungsteile, die bei einer anderen Ärztekammer durchgeführt worden sind, anrechnen.
(1) Für die Abnahme der Fortbildungsprüfung errichtet die Sächsische Landesärztekammer einen Prüfungsausschuss.
(2) Bei Bedarf, insbesondere bei einer großen Anzahl von Prüfungsbewerberinnen, können mehrere Prüfungsausschüsse errichtet werden. Werden mehrere Prüfungsausschüsse errichtet, sollen Sitz und Zusammensetzung der Ausschüsse nach regionalen Gesichtspunkten bestimmt werden.
(3) Sofern ein gemeinsamer Prüfungsausschuss mit anderen Ärztekammern oder anderen Kammern i. S. von § 91 Abs. 1 BBiG nach § 36 Satz 2 BBiG errichtet wird, ist dieser für die Abnahme der Fortbildungsprüfung zuständig. In diesem Fall einigen sich die Kammern, bei wem der gemeinsame Prüfungsausschuss errichtet wird. Die Prüfungsordnung der Kammer ist anzuwenden, bei der der gemeinsame Prüfungsausschuss errichtet ist.
(1) Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Mitglieder müssen für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen geeignet sein (§ 37 Abs. 1 BBiG).
(2) Dem Prüfungsausschuss gehören als Mitglieder Ärzte als Beauftragte der Arbeitgeber, Arzthelferinnen als Beauftragte der Arbeitnehmer in gleicher Zahl sowie mindestens ein Lehrer einer berufsbildenden Schule, der Erfahrung in der Unterrichtung von Arzthelferinnen hat, an. Mindestens zwei Drittel der Gesamtzahl der Mitglieder sind Beauftragte der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Von dieser Zusammensetzung darf nur abgewichen werden, wenn sonst die erforderliche Zahl von Mitgliedern des Prüfungsausschusses nicht berufen werden kann (§ 37 Abs. 5 BBiG).
(3) Die Mitglieder haben einen oder mehrere Stellvertreter (§ 37 Abs. 2 BBiG).
(4) Die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder werden von der Sächsischen Landesärztekammer für drei Jahre berufen (§ 37 Abs. 3 Satz 1 BBiG).
(5) Die Arbeitnehmermitglieder werden auf Vorschlag der im Bereich der Sächsischen Landesärztekammer bestehenden Gewerkschaften und selbständigen Vereinigungen von Arbeitnehmern mit sozial- und berufspolitischer Zwecksetzung berufen (§ 37 Abs. 3 Satz 2 BBiG).
(6) Lehrer von berufsbildenden Schulen werden im Einvernehmen mit der Schulaufsichtsbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle berufen (§ 37 Abs. 3 Satz 3 BBiG).
(7) Werden Mitglieder nicht oder nicht in ausreichender Zahl innerhalb einer von der Sächsischen Landesärztekammer gesetzten angemessenen Frist vorgeschlagen, so beruft die Sächsische Landesärztekammer insoweit nach pflichtgemäßem Ermessen (§ 37 Abs. 3 Satz 4 BBiG).
(8) Die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder der Prüfungsausschüsse können nach Anhören der an ihrer Berufung Beteiligten aus wichtigem Grund abberufen werden (§ 37 Abs. 3 Satz 5 BBiG).
(9) Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich. Für bare Auslagen und das Zeitversäumnis ist, soweit eine Entschädigung nicht von anderer Seite gewährt wird, eine angemessene Entschädigung zu zahlen, deren Höhe von der Sächsischen Landesärztekammer mit Genehmigung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales festgesetzt wird.
(1) Bei der Zulassung und Prüfung dürfen Prüfungsausschussmitglieder nicht mitwirken, die mit der Prüfungsbewerberin verheiratet oder verheiratet gewesen oder mit ihr in gerader Linie verwandt oder verschwägert oder durch Annahme als Kind verbunden oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grade verwandt oder bis zum zweiten Grade verschwägert sind, auch wenn die Ehe, durch welche die Schwägerschaft begründet ist, nicht mehr besteht.
(2) Mitwirken soll ebenfalls nicht der Arbeitgeber der Prüfungsbewerberin, soweit nicht besondere Umstände eine Mitwirkung zulassen oder erfordern.
(3) Prüfungsausschussmitglieder, die sich befangen fühlen, oder Prüfungsbewerberinnen, die die Besorgnis der Befangenheit geltend machen wollen, haben dies der Sächsischen Landesärztekammer mitzuteilen, während der Prüfung dem Prüfungsausschuss.
(4) Die Entscheidung über den Ausschluss von der Mitwirkung trifft die Sächsische Landesärztekammer, während des Ablaufs der einzelnen Prüfungen der Prüfungsausschuss.
(5) Wenn infolge Befangenheit eine ordnungsgemäße Besetzung des Prüfungsausschusses nicht mehr möglich ist, kann die Sächsische Landesärztekammer die Durchführung der Prüfung einem anderen Prüfungsausschuss, sofern ein solcher besteht, erforderlichenfalls einer anderen zuständigen Stelle übertragen. Das Gleiche gilt, wenn eine objektive Durchführung der Prüfung aus anderen Gründen nicht gewährleistet erscheint.
(1) Der Prüfungsausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter sollen nicht derselben Mitgliedergruppe angehören (§ 38 Abs. 1 BBiG).
(2) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Mitglieder, mindestens drei, mitwirken. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag (§ 38 Abs. 2 BBiG).
(2) Die Sitzungsprotokolle sind vom Protokollführer und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben gegenüber Dritten über alle Prüfungsvorgänge Verschwiegenheit zu wahren.
(1) Die Sächsische Landesärztekammer bestimmt die Termine für die Durchführung der Prüfung sowie die Prüfungsorte.
(2) Die Sächsische Landesärztekammer gibt diese Termine einschließlich der Anmeldefristen rechtzeitig, mindestens drei Monate vorher bekannt.
Zulassung und Anmeldung zur Fortbildungsprüfung
- eine mit Erfolg vor einer Ärztekammer abgelegte Abschlussprüfung als Arzthelferin oder einen gleichwertigen Abschluss
- eine mindestens zweijährige Tätigkeit in dem Beruf gemäß § 3 durch Tätigkeitsbescheinigung, Arbeitszeugnis etc.
- die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen des Pflichtteils, die den Anforderungen des § 5 Abs. 1 und § 6 entsprechen, nachweist.
(2) Die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung hat schriftlich an die Sächsische Landesärztekammer nach den von ihr festgelegten Anmeldefristen und ausgegebenen Anmeldeformularen zu erfolgen.
Entscheidung über die Prüfungszulassung
(1) Über die Zulassung zur Fortbildungsprüfung entscheidet die Sächsische Landesärztekammer. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss (§ 39 Abs. 2 BBiG).
(2) Die Entscheidung über die Zulassung ist der Prüfungsbewerberin rechtzeitig unter Angabe des Prüfungstermins und des Prüfungsortes sowie der erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel schriftlich mitzuteilen. Auf das Antragsrecht Behinderter nach § 19 der Prüfungsordnung ist dabei hinzuweisen.
(3) Eine ablehnende Entscheidung ist der Prüfungsbewerberin rechtzeitig schriftlich unter Angabe der Gründe mitzuteilen.
(4) Die Zulassung kann bis zum Prüfungstag zurückgenommen werden, wenn sie aufgrund von gefälschten Unterlagen oder falschen Angaben ausgesprochen worden ist.
Für die Fortbildungsprüfung wird von der Prüfungsbewerberin eine Gebühr erhoben, deren Höhe von der Sächsischen Landesärztekammer festgelegt wird.
(1) Die nach § 46 Abs. 1 BBiG durchzuführende Prüfung betrifft den Pflichtteil der Fortbildung und erstreckt sich auf folgende Wissensgebiete:
In dem Wissensgebiet "Kommunikation" soll die Prüfungsteilnehmerin nachweisen, dass sie mit den Grundlagen der Kommunikation und Interaktion vertraut ist. Sie soll nachweisen, dass sie die Fähigkeit zur psychologischen Gesprächsführung und Konfliktbereinigung besitzt und den Umgang mit den differenten Verhaltensmustern der Patienten beherrscht. Sie soll die psychologischen und sozialen Grundlagen der Zusammenarbeit in einer Praxis und die Methoden der Teamentwicklung kennen und damit Voraussetzungen für die Personalführung nachweisen.
Die Prüfung erstreckt sich insbesondere auf nachstehende Sachgebiete:
- Grundlagen und Techniken der Kommunikation
- psychologische Gesprächsführung, Persönlichkeitsmodelle
- Umgang mit Patienten, psychische Bedingungen der Verhaltensmuster von Patienten
- Teamarbeit und Arbeitsteilung, Methoden der Teamentwicklung
- Grundlagen der Personalführung, Führungsgrundsätze, Führungsstile, Arbeitsmotivation.
In dem Wissensgebiet "Prävention und Gesundheitsberatung" soll die Prüfungsteilnehmerin vertiefte Kenntnisse der Krankheitsursachen, insbesondere über die psycho-, sozial- und umwelthygienischen Komponenten besitzen. Kenntnisse über Risikofaktoren, Folgeerkrankungen und die Suchtproblematik sind nachzuweisen. Die Maßnahmen und Modelle der Prävention sowie der Gesundheitsberatung sollen bekannt sein. Nachzuweisen ist die Fähigkeit der Führung und Motivation von Risikogruppen, insbesondere die soziale und medizinisch-technische Beratung.
- psycho-, sozial- und umwelthygienische Komponenten
- Risikofaktoren, Suchtproblematik
- Modelle der Prävention und Gesundheitsberatung
- Führung und Motivation von Risikogruppen
- soziale und medizinisch-technische Beratung
- Durchführung von Gruppentraining.
In dem Wissensgebiet "Arzthelferinnenausbildung" soll die Prüfungsteilnehmerin die Strukturen des dualen Bildungssystems sowie die rechtlichen Voraussetzungen der Berufsbildung kennen. Über die wesentlichen Grundlagen der Ausbildung von Jugendlichen, insbesondere aus entwicklungspsychologischer und sozialisationstheoretischer Sicht sollen Kenntnisse vorliegen. Die Prüfungsteilnehmerin muss in der Lage sein, die innerbetriebliche Ausbildung von Arzthelferinnen hinsichtlich Planung, didaktischer Aufbereitung, organisatorischen Ablaufes, methodischer Gestaltung, Lernzielkontrollen und Bewertung der Effizienz durchzuführen.
- Grundlagen des Berufsbildes und des dualen Bildungssystems
- Rechtsgrundlagen der Ausbildung einschließlich Jugendarbeitsschutz
- Bedeutung einer entwicklungsgerechten Ausbildung der Jugendlichen in Vorbereitung auf Arbeit und Beruf
- zeitliche und inhaltliche Planung sowie Durchführung der beruflichen Ausbildung
- ausbildungsbezogene Qualitätskontrolle
- Unterweisung unter fachdidaktischen Gesichtspunkten.
Im Wissensgebiet "Recht" sollen der Prüfungsteilnehmerin die Grundsätze der Berufsordnung und die Rechte und Pflichten eines Arztes im niedergelassenen Bereich bekannt sein. Hierzu gehören insbesondere Kenntnisse über den Behandlungsvertrag einschließlich relevanter haftungsrechtlicher Aspekte und über Dokumentations-, Aufklärungs- und Meldepflichten. Die Prüfungsteilnehmerin hat Kenntnisse über die Grundlagen des Arbeitsrechtes, des Arbeitsschutzrechtes sowie des Arbeitsvertragsrechtes nachzuweisen. Die Inhalte des Gehalts- und Manteltarifvertrages müssen bekannt sein. Schließlich sind die Grundsätze der sozialen Sicherung einschließlich der einschlägigen Sozialgesetzbücher Prüfungsgegenstand.
- Rechte und Pflichten des Arztes im niedergelassenen Bereich
- Haftung des Arztes und der Arzthelferin aus Behandlungsvertrag und unerlaubter Handlung
- Delegierbarkeit ärztlicher Leistungen
- Dokumentations-, Aufklärungs- und Meldepflicht
- Arbeitsschutzrecht, insbesondere Kündigungsschutzrecht
- Grundsätze der sozialen Sicherung und der einschlägigen Sozialgesetzbücher.
Im Wissensgebiet "Praxismanagement/Total Quality Management" soll die Prüfungsteilnehmerin den Nachweis erbringen, dass sie die selbständige zeitlich-räumlich-technische Organisation des Praxisablaufes beherrscht. Hierzu gehören die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Praxislogistik, des Personalmanagements und des Praxismarketings. Sie muss mit den organisatorischen, technischen, normativen und psychologischen Voraussetzungen eines Qualitätsmanagementsystems vertraut sein. Die Prüfungsteilnehmerin soll die Befähigung besitzen, im Rahmen des Qualitätsmanagements die kontinuierliche Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätsförderung und Qualitätsprüfung innerhalb einer ärztlichen Praxis zu leiten und sicherzustellen.
Die Prüfung erstreckt sich insbesondere auf nachfolgende Sachgebiete:
- Praxisablauforganisation
- Praxislogistik
- Total Quality Management (TQM).
Im Wissensgebiet "Betriebswirtschaftliche Praxisführung" soll die Prüfungsteilnehmerin nachweisen, dass sie mit den Gesamtvergütungssystemen sowie mit den Inhalten und Regelungen der Gebührenordnungen vertraut ist und dadurch weitgehend eigenverantwortlich die vertragsärztliche und private Abrechnung tätigen kann. Kenntnisse in den Bereichen Honorarverteilungsmaßstab, genehmigungspflichtige Leistungen, Verordnungsrichtlinien sowie Wirtschaftlichkeitsprüfung sind Prüfungsgegenstand. Die Prüfungsteilnehmerin soll in der Lage sein, selbständig die Finanz- und Lohnbuchhaltung zu führen.
- vertragsärztliches Abrechnungswesen
- privatärztliches Abrechnungswesen
Im Wissensgebiet "Informations- und Kommunikationstechnologien" soll die Prüfungsteilnehmerin die Grundlagen moderner Datenverarbeitung und der Vernetzung sicher beherrschen sowie die Arten der Standardsoftware kennen und anwenden. Darüber hinaus soll sie Datenpflege, Datensicherung und Datenschutz praktizieren und bei der betrieblichen EDV-Organisation mitwirken können. Ferner muss sie die modernen Kommunikationstechnologien und die Datenfernübertragung in den praxisinternen und -externen Informationsfluss sachgerecht einbeziehen können.
- Aufbau und Leistungsmerkmale moderner Rechner
- Betriebssysteme, Netzwerke und Einzelplatzsysteme
- Bedarfsermittlung praxisbezogener Software, Standardsoftware
- Anwendung der Datenverarbeitung mit Datenpflege, Datensicherung, Datenschutz
- moderne Kommunikationstechnologien, Internet, E-Mail
- Einsatz weiterer Praxis- und Bürokommunikationstechniken.
Im Wissensgebiet "Medizinprodukte, Arbeitsschutz, Hygiene, Umwelt" soll die Prüfungsteilnehmerin nachweisen, dass sie mit den Rechtsgrundlagen, den Verantwortungsbereichen und dem Management des Arbeitsschutzes vertraut ist, die Gefährdungsmöglichkeiten in der Praxis kennt und mit den Folgen von Versäumnissen umgehen kann. Sie soll vertiefte Kenntnisse der allgemeinen Hygiene und speziell der hygienischen Maßnahmen besitzen, die mit dem Arbeitsschutz in engem Zusammenhang stehen. Ferner soll sie Einblick in den medizinisch-technischen Bereich haben, innerhalb dessen die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Gerätesicherheit umzusetzen sind. Prüfungsinhalte sind die aktuellen Richtlinien des Umweltschutzes, insbesondere die Voraussetzungen für eine umweltfreundliche Beschaffung der Praxismaterialien und der umweltfreundlichen Entsorgung der Praxisabfälle.
- Rechtsgrundlagen der Anwendung von Medizinprodukten, des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit
- hygienischer Arbeitsschutz
- umweltfreundliche Anwendung und Entsorgung von Praxismaterialien, umweltbewusster Energieeinsatz.
Im Wissensgebiet "Notfallmedizin" werden Kenntnisse über entsprechende pathophysiologische Grundlagen und über die Ursachen vitaler Störungen vorausgesetzt. Die Prüfungsteilnehmerin hat nachzuweisen, dass sie die Reanimationstechniken, soweit sie in ihrem Kompetenzbereich liegen, beherrscht. Außerdem muss sie über die Maßnahmen der erweiterten Reanimation orientiert sein, um hierbei qualifizierte Assistenz leisten zu können. Kenntnisse über Aufbau und Funktion der Rettungsdienste gehören ebenfalls zum Prüfungsgegenstand.
- pathophysiologische Grundlagen
- Störungsfaktoren vitaler Funktionen
- Reanimationstechniken
- erweiterte Reanimationsmaßnahmen
- Aufbau der Rettungsdienste.
(2) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die Prüfungsteilnehmerin die in § 2 Abs. 2 festgelegten Ziele der Fortbildung erreicht hat und die hierfür notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen besitzt.
(1) Die Prüfung umfasst einen schriftlichen und einen mündlich/praktischen Teil.
(2) Die schriftliche Prüfung erstreckt sich auf die in § 17 Abs. 1 festgelegten Wissensgebiete. Die Gesamtdauer der schriftlichen Prüfung soll 120 Minuten nicht unterschreiten, bei programmierten Prüfungen nicht überschreiten.
(3) In der schriftlichen Prüfung hat die Prüfungsteilnehmerin unter Aufsicht schriftlich gestellte Aufgaben zu lösen.
(4) Bei programmierten Prüfungen hat die Prüfungsteilnehmerin anzugeben, welche der mit den Aufgaben vorgelegten Antworten sie für zutreffend hält. Dabei werden jeweils allen Prüfungsteilnehmerinnen dieselben Prüfungsaufgaben gestellt. Bei der Aufstellung der Prüfungsaufgaben ist festzulegen, welche Antworten als zutreffend anerkannt werden. Die Prüfungsaufgaben sind vor der Feststellung des Prüfungsergebnisses darauf zu überprüfen, ob sie, gemessen an den Anforderungen des § 17 Abs. 1 fehlerhaft sind. Ergibt diese Überprüfung, dass einzelne Prüfungsaufgaben fehlerhaft sind, sind diese bei der Feststellung des Prüfungsergebnisses nicht zu berücksichtigen. Die Zahl der Aufgaben für die Prüfung mindert sich entsprechend. Bei der Bewertung der schriftlichen Prüfung ist von der verminderten Zahl der Prüfungsaufgaben auszugehen. Die Verminderung der Zahl der Prüfungsaufgaben darf sich nicht zum Nachteil einer Prüfungsteilnehmerin auswirken.
(5) Die mündlich/praktische Prüfung soll in Form eines freien Prüfungsgespräches gemäß den Inhalten nach § 17 Abs. 1 durchgeführt werden. Sie soll in der Regel 45 Minuten nicht überschreiten.
Regelungen für Behinderte
(1) Die Fortbildungsprüfungen sind nicht öffentlich. Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales als Aufsichtsbehörde und Vertreter der Sächsischen Landesärztekammer sowie die Mitglieder oder stellvertretenden Mitglieder des Berufsbildungsausschusses können anwesend sein. Der Prüfungsausschuss kann im Einvernehmen mit der Sächsischen Landesärztekammer andere Personen als Gäste zulassen.
(1) Die Fortbildungsprüfung wird unter Leitung des Vorsitzenden vom Prüfungsausschuss abgenommen.
(2) Bei schriftlichen Fortbildungsprüfungen regelt die Sächsische Landesärztekammer im Benehmen mit dem Prüfungsausschuss die Aufsichtsführung, die sicherstellen soll, dass die Prüfungsteilnehmerin die Arbeiten selbständig und nur mit den erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln ausführt. Die Prüfungsaufgaben sollen dem Aufsichtsführenden im verschlossenen Umschlag übergeben werden, der erst bei Prüfungsbeginn zu öffnen ist.
(3) Der Prüfungsausschuss kann sich im Einvernehmen mit der Sächsischen Landesärztekammer bei der Durchführung der Fortbildungsprüfung der Hilfe anderer Personen bedienen.
(4) Über den Verlauf der schriftlichen Fortbildungsprüfung fertigen die aufsichtsführenden Personen ein Protokoll an, welches auch das zeitweilige Verlassen von Prüfungsteilnehmerinnen aus dem Prüfungsraum dokumentiert und von allen aufsichtsführenden Personen unterzeichnet wird.
Die Prüfungsteilnehmerinnen haben sich auf Verlangen des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder des Aufsichtsführenden über ihre Person auszuweisen. Sie sind vor Beginn der Fortbildungsprüfung über den Prüfungsablauf, die zur Verfügung stehende Zeit, die erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel, die Folgen von Täuschungshandlungen und Ordnungsverstößen zu belehren sowie auf Gesundheitsstörungen zu befragen und auf die Möglichkeiten gemäß § 24 hinzuweisen.
(1) Teilnehmerinnen, die sich einer Täuschungshandlung oder einer erheblichen Störung des Prüfungsablaufs schuldig machen, kann der Aufsichtsführende von der weiteren Teilnahme an der Fortbildungsprüfung vorläufig ausschließen. Als Versuch gilt auch die Bereithaltung nicht zugelassener Hilfsmittel nach Beginn der Fortbildungsprüfung. Ebenso kann verfahren werden, wenn die Handlungen zu Gunsten einer anderen Prüfungsteilnehmerin unternommen werden.
(2) Über den endgültigen Ausschluss und die Folgen entscheidet der Prüfungsausschuss nach Anhörung der Prüfungsteilnehmerin. In schwerwiegenden Fällen, insbesondere bei vorbereiteten Täuschungshandlungen, kann die Fortbildungsprüfung für nicht bestanden erklärt werden. Das Gleiche gilt bei innerhalb von sechs Monaten nachträglich festgestellten Täuschungen.
(1) Die Prüfungsbewerberin kann nach erfolgter Anmeldung rechtzeitig vor Beginn der Fortbildungsprüfung durch schriftliche Erklärung zurücktreten. In diesem Fall gilt die Fortbildungsprüfung als nicht abgelegt.
(2) Tritt die Prüfungsbewerberin nach Beginn der Prüfung zurück, so können bereits erbrachte, an sich abgeschlossene Prüfungsleistungen nur anerkannt werden, wenn ein wichtiger Grund für den Rücktritt vorliegt.
(3) Erfolgt der Rücktritt nach Beginn der Fortbildungsprüfung ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, so gilt die Fortbildungsprüfung als nicht bestanden.
(4) Die Fortbildungsprüfung gilt als nicht abgelegt, wenn die Prüfungsbewerberin zur Fortbildungsprüfung aus wichtigem Grund nicht erscheint.
(5) Die Entscheidung über das Vorliegen eines wichtigen Grundes und über den Umfang der anzuerkennenden Prüfungsleistung trifft der Prüfungsausschuss nach Anhören der Prüfungsteilnehmerin.
Bewertung, Feststellung und Beurkundung des
Fortbildungsprüfungsergebnisses
(1) Die Fortbildungsprüfung ist wie folgt zu bewerten:
- eine den Anforderungen in besonderem Maße entsprechende Leistung = 100 - 92 Punkte = Note 1 = sehr gut
- eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung = unter 92 - 81 Punkte = Note 2 = gut
- eine den Anforderungen im Allgemeinen entsprechende Leistung = unter 81 - 67 Punkte = Note 3 = befriedigend
- eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht = unter 67 - 50 Punkte = Note 4 = ausreichend
- eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind = unter 50 - 30 Punkte = Note 5 = mangelhaft
- eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse lückenhaft sind = unter 30 - 0 Punkte = Note 6 = ungenügend.
(2) Soweit eine Bewertung der Leistung nach dem Punktesystem nicht sachgerecht ist, ist die Bewertung nur nach Noten vorzunehmen. Bei programmierter Prüfung ist eine der Prüfungsart entsprechendeBewertung vorzunehmen.
(1) Der Prüfungsausschuss stellt im Anschluss an die praktische Fortbildungsprüfung das Gesamtergebnis fest. Dieses wird der Prüfungsteilnehmerin von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder von der Sächsischen Landesärztekammer mitgeteilt.
(2) Bei Nichtbestehen erhält die Prüfungsteilnehmerin einen schriftlichen Bescheid. Darin ist anzugeben, in welchen Prüfungsteilen ihre Leistungen nicht ausgereicht haben. Auf die Bedingungen der Wiederholungsprüfung gemäß § 30 ist hinzuweisen.
(3) Für die Ermittlung der Gesamtnote sind die Ergebnisse der beiden Prüfungsteile gleich zu gewichten.
(4) Die Fortbildungsprüfung ist bestanden, wenn das Ergebnis der schriftlichen Fortbildungsprüfung und das Ergebnis der praktischen Fortbildungsprüfung mindestens "ausreichend" lautet.
Über den Verlauf der gesamten Fortbildungsprüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, aus der Gegenstand, Ablauf und Ergebnisse der Fortbildungsprüfung sowie etwa vorgekommene Unregelmäßigkeiten hervorgehen. Die Niederschrift ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
Fortbildungsprüfungszeugnis und
Arztfachhelferinnenbrief
(1) Über die bestandene Fortbildungsprüfung erhält die Prüfungsteilnehmerin ein Zeugnis von der Sächsischen Landesärztekammer.
(2) Das Fortbildungsprüfungszeugnis enthält
- die Bezeichnung „Fortbildungsprüfungszeugnis”
- die Personalien der Prüfungsteilnehmerin
- die Wissensgebiete nach §§ 5 und 17 mit den Einzelergebnissen
- das Thema des praktischen Teils der Fortbildungsprüfung
- das Ergebnis des schriftlichen und praktischen Teils der Fortbildungsprüfung in Punkten und als Note
- das Gesamtergebnis der Fortbildungsprüfung als Note mit einer Stelle nach dem Komma gerundet
- das Datum des Tages, an dem das Gesamtergebnis festgestellt wurde
- die Unterschriften des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und des Beauftragten der Sächsischen Landesärztekammer mit Siegel.
(3) Die Prüfungsteilnehmerin erhält den Arztfachhelferinnenbrief nach
- erfolgreich abgelegter Prüfung im Pflichtteil sowie
- erfolgreich abgelegter Prüfung beziehungsweise Vorlage eines Zertifikates über die Absolvierung einer oder mehrerer Qualifizierungsmaßnahmen im Wahlteil.
Anerkennung von Prüfungen und Geltungsbereich
Die vor einer anderen Ärztekammer abgelegten Prüfungen werden anerkannt, soweit sie nach einer dieser Ordnung entsprechenden Fortbildungs- und Prüfungsordnung abgelegt worden sind.
(1) Eine nicht bestandene Fortbildungsprüfung kann zweimal wiederholt werden. Die erste Wiederholungsprüfung kann ohne weiteren Kursbesuch absolviert werden.
(2) Hat die Prüfungsteilnehmerin bei nicht bestandener Fortbildungsprüfung in einem Prüfungsteil mindestens ausreichende Leistungen erbracht, so sind diese auf Antrag der Prüfungsteilnehmerin nicht zu wiederholen, sofern sie sich innerhalb von zwei Jahren - vom Tage der nicht bestandenen Fortbildungsprüfung an - schriftlich zur Wiederholungsprüfung anmeldet.
(4) Die Vorschriften über die Anmeldung und Zulassung gelten sinngemäß. Bei der Anmeldung sind außerdem Ort und Datum der vorausgegangenen Fortbildungsprüfung anzugeben.
(1) Auf schriftlichen Antrag bei der Sächsischen Landesärztekammer ist der Prüfungsteilnehmerin nach beendeter Abschlussprüfung Einsicht in ihre Prüfungsunterlagen zu gewähren.
(2) Die schriftlichen Prüfungsarbeiten werden zwei Jahre ab Bestehen der Fortbildungsprüfung aufbewahrt. Zulassungsbelege, Prüfungszeugnis und Prüfungsurkunde werden 10 Jahre aufbewahrt.
Diese Ordnung für die Fortbildung und Prüfung zur Arztfachhelferin tritt nach ihrer Veröffentlichung im "Ärzteblatt Sachsen" am 01. September 2004 in Kraft.
Dresden, den 26.06.2004
Präsident Dienst-
siegel Dr. med. Lutz Liebscher
Das Sächsische Staatsministerium für Soziales hat mit Schreiben vom 02.07.2004, Az 21-5418/50/15 die Genehmigung erteilt.
Die vorstehende Ordnung der Sächsischen Landesärztekammer für die Fortbildung und Prüfung zur Arztfachhelferin wird hiermit ausgefertigt und wird im Ärzteblatt Sachsen bekannt gemacht.
Dresden, den 09. Juli 2004 Der Präsident
Anlage zu § 5 Abs. 1 der Ordnung für die Fortbildung und Prüfung zur Arztfachhelferin
Fortbildungsrahmenplan Arztfachhelferin (AFH)
Pflichtteil (mindestens 280 Stunden)
30 Stunden Prävention und
30 Stunden Arzthelferinnen-
- Umgang mit Patienten und Dritten
- Umgang im Team und mit Vorgesetzten
- Psycho-, Umwelt- und Sozialhygiene
- Umgang mit Risikofaktoren und Suchtproblematik
- Patientenschulung und -versorgung
- Medizinisch-technische Beratung
- Allgemeine und rechtliche Grundlagen
- Planung und Durchführung der Ausbildung
- Unterweisungsprobe
20 Stunden Praxismanagement/
40 Stunden Betriebswirtschaftliche
- Praxisablauf
- Bewertung und Kontrolle
40 Stunden Medizinprodukte/
Arbeitsschutz/Hygiene/
20 Stunden Notfallmedizin
- Dokumentation/ Archivierung
- Praxishygiene
- Störungen vitaler Funktionen
- Reanimations-
- Aufbau der Rettungsdienste