Source: https://www.vdvka.de/ZPO-233-Fe-574-57/
Timestamp: 2018-03-22 20:01:00
Document Index: 261019207

Matched Legal Cases: ['§ 233', '§ 574', '§ 577', '§ 233', '§ 574', '§ 577', '§ 233', '§ 577']

<span class="caps">ZPO</span> § 233 Fe, § 574, § 577 | Verband deutscher VerkehrsrechtsAnwälte e.V.
ZPO § 233 Fe, § 574, § 577
a) Ver­schul­dens­maß­stab im Rah­men des § 233 ZPO ist nicht die äußers­te oder größt­mög­li­che Sorg­falt, son­dern die von einem ordent­li­chen Rechts­an­walt zu for­dern­de übli­che Sorgfalt.b) Der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te einer Par­tei…
, der einen falsch adres­sier­ten Schrift­satz unter­schrie­ben, sei­nen Irr­tum dann aber bemerkt hat, genügt regel­mä­ßig die­ser übli­chen Sorg­falt, wenn er eine sonst zuver­läs­si­ge Kanz­lei­kraft damit beauf­tragt, einen kor­ri­gier­ten Schrift­satz zu erstel­len, die­sen ihm zur Unter­schrift vor­zu­le­gen und den ursprüng­li­chen Schrift­satz zu ver­nich­ten, und er den kor­ri­gier­ten Schrift­satz dann auch tat­säch­lich unter­schreibt; der eigen­hän­di­gen Ver­nich­tung oder eigen­hän­di­ger Durch­strei­chun­gen des ursprüng­li­chen Schrift­sat­zes bedarf es dann nicht.c) Eine Ent­schei­dung des Rechts­be­schwer­de­ge­richts in der Sache über einen Wie­der­ein­set­zungs­an­trag kommt nach § 577 Abs. 5 ZPO nur in Betracht, wenn aus dem ange­foch­te­nen, die Wie­der­ein­set­zung ver­sa­gen­den Beschluss mit hin­rei­chen­der Sicher­heit ent­nom­men wer­den kann, dass der dem Wie­der­ein­set­zungs­an­trag zugrun­de­lie­gen­de Sach­ver­halt für glaub­haft erach­tet und nicht nur unter­stellt und für uner­heb­lich gehal­ten wur­de.
Ver­öf­fent­licht: 19.12.2013
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=66275&pos=10&anz=628