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Timestamp: 2020-02-20 00:36:56
Document Index: 321873001

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 14', '§ 14']

2 Fragen zur Umsatzsteuererklärung Umsatzsteuer www.frag-einen-steuerprofi.de
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Frage geschrieben am 12.04.2014 15:54:16
Betreff: 2 Fragen zur Umsatzsteuererklärung
1) Ich habe einen kleinen Verlag und habe jährlich einen Umsatz unter € 17500,--. Allerdings fordere ich ganz normal die Vorsteuer zurück bzw. führe Umsatzsteuer ab bzw. wird vom Finanzamt erhoben. Ich werde also wie ein Unternehmer und nicht wie ein Nichtunternehmer behandelt. Muss ich in der Umsatzsteuererklärung auf Seite 1 die Zeilen 22-25 ausfüllen oder nicht?
2) Muss ich eigentlich die steuerbefreiten Belege wie die von der Post oder beim Parken (hier wird ja keine Umsatzsteuer erhoben) irgendwo in der Umsatzsteuererklärung oder in der Anlage UR oder sonstwo angeben?
geschrieben am 15.04.2014 08:33:11
wenn Sie von einem Steuerberater eine Antwort auf Ihre Fragen haben wollen, empfehle ich Ihnen, die Gebietsbeschränkung in Ihrer Frage zu entfernen.
Antwort geschrieben am 15.04.2014 18:17:21
Im Umsatzsteuerrecht gibt es 2 Arten von Unternehmern, die "Regelbesteuerten" und die "Kleinunternehmer"
Betragsmäßig könnten Sie zwar Kleinunternehmer i. S. d. § 19 UStG sein, haben sich aber irgendwann einmal dazu entschieden, "Regelbesteuerter" Unternehmer zu sein. An diese Entscheidung sind Sie gem. § 19 Abs. 2 UStG 5 Jahre gebunden. In soweit sind die nachgefragten Zeilen 22 - 25 nicht von Ihnen auszufüllen.
Sinn des § 19 UStG ist es u. a. Kleinunternehmern die hauptsächlich Privatkunden haben, die Möglichkeit zu geben, sich gegenüber regelbesteuerten Unternehmern einen Wettbewerbsvorteil i. H. der Umsatzsteuer zu verschaffen. Wenn jetzt noch die Einkäufe überwiegend von Privat erfolgen würden, wäre das Klassenziel des § 19 UStG erreicht, womit wir schon zu Ihrer 2. Frage kommen.
Hier fragen Sie, ob Sie Umsatzsteuern als Vorsteuern aus steuerfreien Kostengeltend machen können. Dies selbstverständlich nicht. Diese Beträge werden nicht mit Vorsteuern verbucht und sind nirgendwo zu melden. Es sind einfach Kosten ohne Umsatzsteuer. Sie entscheiden beim Buchen des Beleges, ob er Umsatzsteuer enthält und ob diese abzugsfähig ist. In Kosten, in denen keine Umsatzsteuer enthalten ist, können Sie selbstverständlich auch keine Vorsteuern geltend machen. Ansonsten richtet sich der Vorsteuerabzug nach den §§ 14 u. 15 UStG.
die gesetzlich geschuldete Steuer für Lieferungen und sonstige Leistungen, die von einem anderen Unternehmer für sein Unternehmen ausgeführt worden sind. Die Ausübung des Vorsteuerabzugs setzt voraus, dass der Unternehmer eine nach den §§ 14, 14a ausgestellte Rechnung besitzt. Soweit der gesondert ausgewiesene Steuerbetrag auf eine Zahlung vor Ausführung dieser Umsätze entfällt, ist er bereits abziehbar, wenn die Rechnung vorliegt und die Zahlung geleistet worden ist;....
....Verwenden Sie eine EDV gestützte Buchführung entscheiden Sie durch die Wahl des Kontos und des Umsatzsteuerschlüssels darüber, ob ein Vorsteuerbetrag vom Programm zum Abzug in der Umsatzsteuervoranmeldung angemeldet wird. Machen Sie Ihre Buchführung "zu Fuß", entscheidet das der Buchungssatz. Die so von Ihnen ermittelte Monatssumme der Ihnen in Rechnung gestellten Umsatzsteuern (Vorsteuern) tragen Sie manuell in das Elster Formular ein.
Besten Dank für die schnelle Antwort. Das hat mir sehr weitergeholfen, so dass ich nun meine Umsatzsteuererklärung abschließen kann.
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