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Timestamp: 2016-10-25 14:03:56
Document Index: 223578680

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 107', 'Art. 29', 'Art. 139', 'BGE', 'Art. 182', 'BGE', 'Art. 146', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

6B_488/2016 (05.09.2016)
6B_488/2016 � � Urteil vom 5. September 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Claudia Brun W�est,
Gewerbsm�ssiger Betrug; Willk�r,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern, 2. Abteilung, vom 16. Dezember 2015.
X.________ meldete sich am 8. Mai 2003 bei der A.________ AG ab dem 24. M�rz 2003 als arbeitsunf�hig. In der Folge bezog er von der Versicherung gest�tzt auf mehrere Arztzeugnisse f�r die Zeitspanne vom 27. M�rz 2003 bis 31. Oktober 2004 Krankentaggelder im Gesamtbetrag von Fr. 212'070.40. Nachdem die A.________ AG aufgrund diverser Hinweise zur �berzeugung gelangt war, dass X.________ entgegen den ausgestellten Arztzeugnissen einer Erwerbst�tigkeit nachging, stellte sie die Taggeldleistungen ab November 2004 ein. Am 29. M�rz 2006 erstattete sie gegen X.________ Strafanzeige wegen vollendeten und versuchten Versicherungsbetrugs.
Das Kriminalgericht Luzern sprach X.________ am 23. Januar 2014 des gewerbsm�ssigen Betrugs sowie des versuchten gewerbsm�ssigen Betrugs schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren, bei einer Probezeit von 2 Jahren. Zudem befand es �ber die sichergestellten Gegenst�nde und verpflichtete X.________, der A.________ AG Schadenersatz in der H�he von Fr. 212'070.-- zu bezahlen.
Gegen dieses Urteil erhob X.________ Berufung. Das Kantonsgericht Luzern best�tigte am 16. Dezember 2015 das vorinstanzliche Urteil mit Ausnahme der H�he der Freiheitsstrafe, die es auf 22 Monate herabsetzte.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen und beantragt, die Ziffern 2-5 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs seien aufzuheben und er sei von den Vorw�rfen des gewerbsm�ssigen Betrugs sowie des versuchten gewerbsm�ssigen Betrugs freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, der vorinstanzliche Sachverhalt sei l�ckenhaft und daher bundesrechtswidrig. Die Vorinstanz �bersehe, dass die Belastungszeugen widerspr�chlich und ungenau ausgesagt h�tten. Die darauf basierende unzul�ssige Annahme der Vorinstanz, dass seine T�terschaft erstellt sei, sei willk�rlich. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach sich seine Arbeitsf�higkeit aus seinen faktischen Aktivit�ten ableiten lasse, k�nne weder auf einzelne Aussagen noch auf die Gesamtheit der Aussagen abgest�tzt werden.
Der Beschwerdef�hrer reicht zur St�tzung seines Standpunktes erstmals vor Bundesgericht diverse Publikationen aus dem Internet (ausgedruckt am 11. April 2016) betreffend Nierenerkrankungen ein.
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde darzulegen ist. Hierbei handelt es sich um unechte Noven. Echte Noven, d.h. Tatsachen, die sich zugetragen haben, nachdem vor der Vorinstanz keine neuen Tatsachen mehr vorgetragen werden durften, sind vor Bundesgericht unbeachtlich (BGE 139 III 120 E. 3.1.2; 135 I 221 E. 5.2.4; je mit Hinweisen). Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, Beweise abzunehmen und Tatsachen festzustellen, �ber die sich das kantonale Gericht nicht ausgesprochen hat (BGE 136 III 209 E. 6.1 mit Hinweisen).
Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen bildeten bereits vor Vorinstanz Gegenstand des Verfahrens, und es gab nicht erst der vorinstanzliche Entscheid Anlass, diesbez�gliche Abkl�rungen zu treffen. Es ist daher nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdef�hrer die betreffenden Publikationen nicht bereits vor Vorinstanz ins Recht gelegt hat. Dass es sich dabei um allgemein zug�ngliche Unterlagen handelt, vermag daran nichts zu �ndern. Die erstmals vor Bundesgericht eingereichten Publikationen und die dazu gemachten Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers sind daher unbeachtlich.
3.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweis). Willk�r liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt f�r die Annahme von Willk�r nicht (BGE 141 I 49 E. 3.4; 140 I 201 E. 6.1; 140 III 16 E. 2.1; je mit Hinweisen). Eine entsprechende R�ge muss in der Beschwerde klar vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 I 65 E. 1.3.1; je mit Hinweisen). Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweis).
3.2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, einige Zeugen seien vor Einleitung der Strafuntersuchung von der Beschwerdegegnerin 2 kontaktiert worden. Trotzdem sehe die Vorinstanz darin kein Problem, weil die Antworten nicht suggeriert wirkten und sich in den Akten f�r bewusst falsche Aussagen keine Anhaltspunkte entnehmen liessen (Beschwerde S. 10).
Die Vorinstanz erachtet die Verwertbarkeit der betreffenden Aussagen nicht nur aus den vom Beschwerdef�hrer angef�hrten Gr�nden als unproblematisch. Sie f�hrt dazu insbesondere aus, die Zeugen h�tten sachliche Angaben gemacht und verschiedentlich auch erkennen lassen, dass sie Fragen nicht abschliessend beantworten k�nnten. Zudem h�tten die verschiedenen Zeugen den Beschwerdef�hrer unter diversen Aspekten jeweils in gleichem Mass belastet, obwohl sie den Sachverhalt von ihrer unterschiedlichen Beziehung zum Beschwerdef�hrer und ihren grunds�tzlich unterschiedlichen Funktionen her aus einer jeweils verschiedenen Optik betrachtet h�tten. Die Zeugen h�tten unter Wahrheitspflicht ausgesagt. Ihre Aussagen wirkten �berzeugend und seien konzis sowie widerspruchsfrei, weshalb kein Grund bestehe, nicht darauf abzustellen (Urteil S. 8 f. und 12).
Die vorinstanzlichen Ausf�hrungen, mit denen sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinandersetzt, erweisen sich als zutreffend. Entscheidend ist dabei insbesondere, dass alle Zeugen im Rahmen des Untersuchungsverfahrens unter Hinweis auf die Wahrheitspflicht und unter Wahrung der Verteidigungsrechte des Beschwerdef�hrers nochmals einvernommen wurden. Die Vorinstanz ber�cksichtigte bei ihrer Beweisw�rdigung nur diese und nicht auch allf�llige fr�her gegen�ber der Beschwerdegegnerin 2 gemachten Aussagen.
3.2.2.�Die Vorinstanz nimmt im angefochtenen Entscheid eine eingehende und sorgf�ltige Beweisw�rdigung vor und legt schl�ssig dar, wie sie zu dem von ihr als erstellt erachteten Sachverhalt gelangt. Dabei st�tzt sie sich vor allem auf diverse Zeugenaussagen. Die Vorinstanz erw�gt im Wesentlichen, es sei festzustellen, dass der Beschwerdef�hrer gegen�ber verschiedensten Personen aus seinem n�heren Umfeld als voll engagierter und uneingeschr�nkt aktiver Gesch�ftsmann aufgetreten sei, der f�r die Gesch�fte der B.________ AG umfassend verantwortlich gezeichnet habe. Er sei im operativen Rahmen der einzige Exponent dieser Gesellschaft gewesen. Er habe diese Firma nicht nur als Gesch�ftsf�hrer und einzige Ansprechsperson in administrativen Belangen wie Einstellung, �berwachung und Entlassung von Arbeitnehmern sowie bei der Aushandlung und dem Abschluss von Vertr�gen vertreten, sondern sei auch in die Abwicklung der Vertr�ge zwischen der B.________ AG und verschiedenen Kunden involviert gewesen. Zudem habe er �ber sein finanzielles Engagement auch Aktivit�ten f�r die Firma C.________ entwickelt, die auf ein betr�chtliches berufliches Engagement schliessen liessen. Die Beobachtungen der Zeugen st�nden im �brigen im Einklang mit den beschlagnahmten Gesch�ftsunterlagen. Auf eine Gesch�ftst�tigkeit des Beschwerdef�hrers von nennenswertem Ausmass deute auch der Vertrag �ber seine freiberufliche Zusammenarbeit mit der D.________ GmbH hin, der am 15. April 2004 unterzeichnet worden sei und r�ckwirkend ab Januar 2004 gegolten habe (Urteil S. 16 ff.).
3.3.1.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert die vorinstanzliche W�rdigung der Zeugenaussagen. Dabei beschr�nkt er sich im Wesentlichen darauf darzulegen, wie die Zeugenaussagen nach seiner Auffassung richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. Soweit er dem vorinstanzlichen Beweisergebnis lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegen�berstellt, ohne sich mit den vorinstanzlichen Erw�gungen detailliert auseinanderzusetzen, ersch�pfen sich seine Ausf�hrungen in appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil. Darauf ist nicht einzutreten. Dies gilt vor allem auch mit Bezug auf seine Ausf�hrungen, wonach die Zeugen F.________, G.________ und H.________ keine sachdienlichen Angaben zu seiner Arbeitsf�higkeit machen k�nnten (Beschwerde S. 8 ff.). Die Vorinstanz zitiert die Aussagen der Zeugin F.________, der damaligen Lebenspartnerin des Beschwerdef�hrers, wonach das Verhalten des Beschwerdef�hrers den Abl�ufen wie aus der Zeit vor dem M�rz 2003 entsprochen habe, als dieser noch voll einsatzf�hig gewesen sei. Die Zeugin habe den Eindruck gehabt, dass der Beschwerdef�hrer normal gearbeitet habe. Der Beschwerdef�hrer habe seiner Freundin, die ihn im gemeinsamen Haushalt sehr nahe erlebt habe, nicht das Bild eines kranken Mannes vermittelt. Die Vorinstanz legt ausf�hrlich dar, wie der Zeuge G.________, der vom 1. Oktober 2002 bis Ende Mai 2004 bei der B.________ AG eng mit dem Beschwerdef�hrer zusammenarbeitete, ebenfalls keine Verhaltens�nderungen des Beschwerdef�hrers feststellte. Sie erw�gt zusammengefasst, der Zeuge G.________ habe mit seinen Aussagen vom Beschwerdef�hrer das Bild eines Gesch�ftsmannes gezeichnet, der voll im Einsatz gewesen sei und die B.________ AG vollumf�nglich vertreten habe. Zum Zeugen H.________ h�lt die Vorinstanz zusammenfassend fest, dieser habe zwischen 2003 und 2005 intensiv mit dem Beschwerdef�hrer zusammengearbeitet und dabei den Beschwerdef�hrer stets als voll einsatzf�hig empfunden. Der Zeuge H.________ sei Informatikprojektleiter bei der I.________ AG, einer wichtigen Kundin der B.________ AG, gewesen. Der Beschwerdef�hrer sei diesem gegen�ber als verantwortlicher Projektleiter der genannten Firma sowie auch des Mutterhauses in E.________ aufgetreten. Der Zeuge habe das gesch�ftliche Engagement des Beschwerdef�hrers f�r die I.________ AG als uneingeschr�nkt empfunden. Die Vorinstanz gelangt aufgrund der Angaben des Zeugen H.________ zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer die vertraglichen Beziehungen zur Firma I.________ AG in allen Teilen pers�nlich und alleine in den H�nden gehabt habe (Urteil S. 12 ff.).
Der Beschwerdef�hrer h�tte klar und substanziiert darlegen m�ssen, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sind oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, und dass die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdr�ngen. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung auch vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt praxisgem�ss nicht f�r die Annahme von Willk�r (BGE 141 I 49 E. 3.4; 140 I 201 E. 6.1; 140 III 16 E. 2.1; je mit Hinweisen).
3.3.2.�Soweit die Vorbringen des Beschwerdef�hrers �ber eine unzul�ssige appellatorische Kritik hinausgehen, sind sie nicht geeignet, die vorinstanzliche Beweisw�rdigung willk�rlich erscheinen zu lassen oder eine Verletzung von Bundesrecht aufzuzeigen.
3.3.3.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz habe die Aussagen des Zeugen J.________ willk�rlich gew�rdigt, indem sie aus diesen den Schluss ziehe, dass sogar dieser an der geltend gemachten Arbeitsunf�higkeit gezweifelt habe (Beschwerde S. 10).
Die Vorinstanz erw�gt, Zweifel an der geltend gemachten Arbeitsunf�higkeit habe sogar der Hausarzt des Beschwerdef�hrers, Dr. med. J.________, gehegt. Dieser habe als Zeuge seine damalige Vermutung best�tigt, dass der Beschwerdef�hrer zu einem reduzierten Prozentsatz wieder h�tte arbeiten oder leichte B�roarbeiten ausf�hren k�nnen. Auf dessen Empfehlung sei denn auch eine vertrauens�rztliche Untersuchung durchgef�hrt worden, die allerdings keine messbare Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers ergeben habe (Urteil S. 13).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers erweist sich die vorinstanzliche W�rdigung der Aussagen des Zeugen J.________ nicht als willk�rlich. Der Zeuge erkl�rte auf die Frage nach dem Grund f�r die Empfehlung einer vertrauens�rztlichen Untersuchung, dass er bei den Versicherungen eine vertrauens�rztliche Beurteilung beantrage, wenn er bei einem Patienten erhebliche Zweifel habe. Diese Zweifel h�tten sich auf die M�glichkeit bezogen, leichtere B�roarbeiten auszuf�hren und nicht auf lange Autofahrten und Aussendienstarbeiten. Die Versicherung habe aus seinem Schreiben lesen k�nnen, dass er Zweifel gehabt habe (kantonale Akten Ordner 1, Reg. 2/84 Ziff. 28). In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass der Zeuge J.________ den Beschwerdef�hrer ab dem 10. Dezember 2003 zu 50 % arbeitsf�hig erkl�rt hatte, wenn auch dieser Arbeitsversuch in der Folge scheiterte und der Arzt den Beschwerdef�hrer aufgrund seiner Angaben ab 5. Januar 2004 erneut zu 100 % arbeitsunf�hig schreiben musste (kantonale Akten Ordner 1, Reg. 2/82 Ziff. 16).
3.3.4.�Entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers ist die vorinstanzliche Beweisw�rdigung auch mit Bezug auf die Aussagen der beiden Zeuginnen K.________ und L.________ nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern es offensichtlich unhaltbar ist, wenn die Vorinstanz auch gest�tzt auf die Angaben dieser Zeuginnen von einer Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers zum fraglichen Zeitpunkt ausgeht (Urteil S. 15 f.). Allein der Umstand, dass die Aussagen der Zeuginnen bez�glich der Zeiten, w�hrend welchen sie gemeinsam im Betrieb des Beschwerdef�hrers anwesend waren, Unstimmigkeiten enthalten (Beschwerde S. 10), l�sst die Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht als willk�rlich erscheinen.
3.3.5.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz versuche nicht einmal zu quantifizieren, um wie viel seine Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigt gewesen sei und gehe von einer 100 %igen Arbeitsf�higkeit aus. Er h�tte jedoch bereits bei einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % Anspruch auf Krankentaggelder gehabt. Die Zeugenaussagen verm�chten eine 100 %ige Arbeitsunf�higkeit (recte: Arbeitsf�higkeit) nicht zu beweisen (Beschwerde S. 12).
Die Vorinstanz h�lt im angefochtenen Urteil mit Bezug auf den Umfang der Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers keinen konkreten Grad fest. Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers stellt sie daher nirgends fest, dass er zu 100 % arbeitsf�hig gewesen sei. Es ist lediglich von einem betr�chtlichen beruflichen Engagement (Urteil S. 16), von einer Gesch�ftst�tigkeit von nennenswertem Ausmass (Urteil S. 18) respektive von einer Arbeitst�tigkeit in einem hohen Prozentsatz die Rede (Urteil S. 20 mit Hinweis auf den erstinstanzlichen Entscheid S. 40) und dass der Beschwerdef�hrer auch nach eigenen Vorbringen offensichtlich zumindest teilweise zu einem Arbeitseinsatz in der Lage gewesen sei (Urteil S. 17 f.). Nicht in Frage gestellt wird, dass der Beschwerdef�hrer zur Tatzeit gesundheitlich beeintr�chtigt war. Mithin wird dem Beschwerdef�hrer lediglich vorgeworfen, �ber das Ausmass der k�rperlichen Beschwerden respektive seiner Arbeitsunf�higkeit get�uscht zu haben, und die Vorinstanz l�sst offen, in welchem exakten Ausmass der Beschwerdef�hrer arbeitsf�hig war. Indem der Beschwerdef�hrer wahrheitswidrig eine Arbeitsunf�higkeit von 100 % vorgab, t�uschte er die Beschwerdegegnerin 2 arglistig (Urteil S. 9 f. und 20 mit Hinweis auf den erstinstanzlichen Entscheid S. 12 ff. und 38 f.; vgl. auch E. 4 nachfolgend). Der Beschwerdef�hrer setzt sich weder mit dem ihm zur Last gelegten Deliktsbetrag noch mit der adh�sionsweise zugesprochenen Zivilforderung auseinander. Es er�brigt sich deshalb, auf seine R�ge betreffend das fehlende exakte Ausmass der Arbeitsunf�higkeit n�her einzugehen.
3.4.1.�Der Beschwerdef�hrer moniert, die Vorinstanz habe seinen Antrag auf Einholung eines Gutachtens �ber seine Arbeitsf�higkeit abgewiesen. Das Gericht verf�ge nicht �ber die besonderen Kenntnisse und F�higkeiten, die zur Feststellung oder Beurteilung des Sachverhalts erforderlich seien, weshalb sie seinem Antrag auf Beizug einer sachverst�ndigen Person h�tte stattgeben m�ssen. Zudem habe die Vorinstanz die Einvernahme der beantragten Zeugen zu Unrecht abgewiesen (Beschwerde S. 7 ff.).
3.4.2.�Das Gericht kann, ohne den Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 3 Abs. 2 lit. c und Art. 107 StPO sowie Art. 29 Abs. 2 BV) zu verletzen, einen Beweisantrag ablehnen, wenn es in willk�rfreier W�rdigung der bereits abgenommenen Beweise zur �berzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei gen�gend abgekl�rt, und es �berdies in willk�rfreier antizipierter W�rdigung der zus�tzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine �berzeugung werde dadurch nicht mehr ge�ndert (vgl. Art. 139 Abs. 2 StPO; BGE 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3; je mit Hinweisen).
Gem�ss Art. 182 StPO ziehen Staatsanwaltschaft und Gerichte eine oder mehrere sachverst�ndige Personen bei, wenn sie nicht �ber die besonderen Kenntnisse und F�higkeiten verf�gen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Der gerichtliche Experte teilt dem Richter aufgrund seiner Sachkunde entweder Erfahrungs- oder Wissenss�tze seiner Disziplin mit, erforscht f�r das Gericht erhebliche Tatsachen oder zieht sachliche Schlussfolgerungen aus bereits bestehenden Tatsachen. Er ist Entscheidungsgehilfe des Richters, dessen Wissen er durch besondere Kenntnisse aus seinem Sachgebiet erg�nzt (Urteil 6B_568/2013 vom 13. November 2013 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 118 Ia 144 E. 1c).
3.4.3.�Die Vorinstanz weist den Antrag des Beschwerdef�hrers auf Erstellung eines Gutachtens im Wesentlichen mit der Begr�ndung ab, die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Ph�nomene wie Ersch�pfung, M�digkeit, Konzentrationsschw�che und dergleichen seien stark subjektiv gepr�gt. Die Beurteilung solcher Ph�nomene m�sse sich in weiten Teilen auf die Angaben des Betroffenen st�tzen, die bestenfalls auf Plausibilit�t gepr�ft werden k�nnten. Es handle sich nicht um messbare Gr�ssen. Objektive Indizien f�r den Zustand des Beschwerdef�hrers liessen sich nicht ausmachen. Zu welchen Aktivit�ten der Beschwerdef�hrer tats�chlich f�hig gewesen sei, sei vielmehr aufgrund des Erscheinungsbildes zu beurteilen, das er Dritten gegen�ber im Deliktszeitraum vermittelt habe. Aufgrund verschiedener schl�ssiger und aussagekr�ftiger Angaben lasse sich klar belegen, dass der Beschwerdef�hrer zum massgeblichen Zeitpunkt entgegen seinen anderslautenden Beteuerungen den �rzten und der Beschwerdegegnerin 2 gegen�ber gesch�ftlich sehr aktiv gewesen sei. Wie der Verteidiger �berdies selbst anf�hre, h�tten qualifizierte Sachverst�ndige bereits im Vorverfahren die Beurteilung der tats�chlichen Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers mittels eines Gutachtens als nicht m�glich erachtet. Auf die Einholung eines Gutachtens zum Gesundheitszustand bzw. zur daraus resultierenden Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers sei somit zu verzichten (Urteil 6 f. und 11 f.). Die beantragte Zeugin M.________ k�nnte allenfalls �usserungen des Beschwerdef�hrers selbst wiedergeben, die aber nichts Abschliessendes zur effektiven Leistungsf�higkeit darlegen k�nnten. Eine Beurteilung des Gesundheitszustands durch einen medizinischen Laien w�re �berdies ohnehin nicht relevant. Die k�rperlichen Ph�nomene, �ber welche die Zeugin berichten sollte, basierten auf Behauptungen des Beschwerdef�hrers, die sich nicht objektivieren liessen (Urteil S. 6). Der Beschwerdef�hrer sei bis zum Konkurs der B.________ AG im August 2004 in erster Linie f�r die in der Schweiz domizilierte Firma t�tig gewesen. Das Bet�tigungsfeld der Zeugen N.________ und O.________ habe in E.________ gelegen. Die beiden Zeugen h�tten bereits aus diesem Grund keinen umfassenden �berblick �ber die T�tigkeit des Beschwerdef�hrers gehabt, die dieser haupts�chlich in der Schweiz ausge�bt habe. Zudem seien die Kontakte zwischen dem Beschwerdef�hrer und dem Mutterhaus in E.________, jedenfalls was die konkreten Projekte betroffen habe, sehr lose gewesen. Der Beschwerdef�hrer werde von verschiedenen Zeugen �bereinstimmend belastet. Angesichts der glaubhaften und in allen Teilen �bereinstimmenden Beobachtungen dieser Zeugen k�nnten gegenteilige Aussagen der Zeugen N.________ und O.________ nichts am eindeutigen Beweisergebnis �ndern (Urteil S. 6 f. und 16).
3.4.4.�Die Abweisung der Beweisantr�ge durch die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht. Sie legt eingehend und schl�ssig dar, weshalb sie der Ansicht ist, dass die f�r einen Entscheid notwendigen Beweise erhoben worden seien und zus�tzliche Abkl�rungen ihre �berzeugung nicht beeinflussen k�nnten. Der Beschwerdef�hrer zeigt nicht auf, inwiefern die antizipierte Beweisw�rdigung der Vorinstanz schlechterdings nicht mehr vertretbar sein soll. Seine Argumentation ist weitgehend appellatorischer Natur und beschr�nkt sich auf die Darlegung seiner eigenen �berzeugung, weshalb seine Beweisantr�ge gutzuheissen gewesen w�ren. Darauf ist nicht einzutreten. Insbesondere erw�gt die Vorinstanz zutreffend, dass sich die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Beschwerden nicht objektiv messen liessen und die verschiedenen �rzte zu einem gewichtigen Teil auf dessen Angaben abstellen mussten (Urteil S. 7 ff., S. 11). Wie sie ferner zutreffend festh�lt, erachteten denn auch Spezialisten die Erstattung eines Gutachtens �ber die damalige Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers als nicht m�glich (kantonale Akten Ordner 2, Reg. 9/8 und 12). Dies gilt umso mehr im heutigen Zeitpunkt, nachdem seit dem Zeitpunkt der vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Arbeitsunf�higkeit �ber dreizehn Jahre verstrichen sind. Die Vorinstanz durfte daher die Beweisantr�ge des Beschwerdef�hrers abweisen, ohne in Willk�r zu verfallen.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt in rechtlicher Hinsicht vor, die Vorinstanz stelle fest, dass aus den finanziellen Transaktionen nicht auf eine Erwerbst�tigkeit geschlossen werden k�nne. Damit entfalle der Beweis eines Ertrages aus der angeblichen Tatzeit. Die erste Instanz habe die Gewerbsm�ssigkeit des Betruges mit einem monatlichen Erwerbseinkommen von Fr. 4'980.-- begr�ndet. Es stelle sich die Frage, ob der Tatbestand des Betrugs erf�llt sein k�nne, wenn er w�hrend der Zeit des Krankentaggeldbezuges keinerlei (anderes) Erwerbseinkommen gehabt habe. Der Tatbestand des Betrugs sei nicht erf�llt. W�rde es sich um einen Betrug handeln, w�re die Gewerbsm�ssigkeit nicht gegeben. Diese werde von der Vorinstanz denn auch nicht begr�ndet (Beschwerde S. 12).
4.2.�Gem�ss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betruges schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtm�ssig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdr�ckung von Tatsachen arglistig irref�hrt oder ihn in einem Irrtum arglistig best�rkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Verm�gen sch�digt. Handelt der T�ter gewerbsm�ssig, so wird er mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagess�tzen bestraft (Abs. 2).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt der Ansatzpunkt f�r die Definition der Gewerbsm�ssigkeit im berufsm�ssigen Handeln. Der T�ter handelt berufsm�ssig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er f�r die deliktische T�tigkeit aufwendet, aus der H�ufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Eink�nften ergibt, dass er die deliktische T�tigkeit nach der Art eines Berufes aus�bt. Wesentlich f�r die Annahme der Gewerbsm�ssigkeit ist, dass der T�ter, wie aus den gesamten Umst�nden geschlossen werden muss, sich darauf eingerichtet hat, durch deliktische Handlungen Eink�nfte zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen; dann ist die erforderliche soziale Gef�hrlichkeit gegeben (Urteil 6B_932/2015 vom 18. November 2015 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 116 IV 319 E. 4c; 119 IV 129 E. 3a). Eine quasi nebenberufliche deliktische T�tigkeit als Voraussetzung der Gewerbsm�ssigkeit gen�gt, wenn die erforderliche soziale Gef�hrlichkeit gegeben ist (Urteil 6B_311/2009 vom 20. Juli 2009 E. 2.3 mit Hinweis auf BGE 123 IV 113 E. 2c).
4.3.1.�Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers begr�ndete die erste Instanz, auf deren rechtlichen Erw�gungen die Vorinstanz verweist (Urteil S. 20), den Betrugstatbestand nicht mit den ihm angerechneten Eink�nften von monatlich Fr. 4'980.--. Mit diesen Eink�nften wollte die erste Instanz lediglich belegen, dass der Beschwerdef�hrer entgegen seinen Ausf�hrungen einer Erwerbst�tigkeit nachgegangen war (erstinstanzliches Urteil S. 36 ff.). Den Betrugstatbestand begr�ndete sie zutreffend mit den von der Beschwerdegegnerin 2 aufgrund der arglistigen T�uschung durch den Beschwerdef�hrer entrichteten Krankentaggeldern von insgesamt Fr. 212'070.--, welche die Versicherung bei Kenntnis der Erwerbst�tigkeit des Beschwerdef�hrers nicht oder nicht in diesem Umfang entrichtet h�tte (erstinstanzliches Urteil S. 39). Das dem Beschwerdef�hrer von der ersten Instanz attestierte Erwerbseinkommen, welches aber die Vorinstanz bei ihrer Beweisw�rdigung nicht ber�cksichtigt (Urteil S. 19 f.), ist daher f�r die Erf�llung des Betrugstatbestands irrelevant.
4.3.2.�Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die Annahme der gewerbsm�ssigen Begehungsweise. Die erste Instanz erw�gt dazu, durch die T�uschung habe der Beschwerdef�hrer erreicht, dass die Beschwerdegegnerin 2 ihm w�hrend fast 1 1/2 Jahren Taggelder in einem Gesamtbetrag von Fr. 212'070.40 ausbezahlt habe. Damit habe er ein Einkommen erzielt, das unbestreitbar einem berufsm�ssigen Verdienst gleichkomme, da dem Beschwerdef�hrer monatlich ca. Fr. 11'000.-- ausbezahlt worden seien. Die lange Zeitdauer des Taggeldbezuges sowie die stetig vorgef�hrten T�uschungen gegen�ber den �rzten und der Beschwerdegegnerin 2, das bewusste Einreichen falscher Zeugnisse sowie die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer die Gelder verwendet habe, um ein eigenes Unternehmen zu gr�nden und seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, erg�ben, dass er die t�uschenden Machenschaften nach der Art eines Berufes ausge�bt habe (erstinstanzliches Urteil S. 39).
Diese Ausf�hrungen erweisen sich als zutreffend. Der Beschwerdef�hrer erzielte durch die zu Unrecht bezogenen Leistungen der Beschwerdegegnerin 2 einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung. Er hatte sich auf diese Eink�nfte eingerichtet. Zu diesem Zweck betrieb er einen erheblichen Aufwand, indem er sich zahlreichen �rztlichen Untersuchungen unterzog, um sich entsprechende Atteste zu verschaffen. Auch erfolgten mehrere Besprechungen und eine umfangreiche Korrespondenz mit der Beschwerdegegnerin 2 (vgl. dazu medizinische Unterlagen in den kantonalen Akten Ordner 3, Reg. 11 ff.). Aufgrund der hohen Deliktsumme, der zahlreichen Tathandlungen und der daf�r vom Beschwerdef�hrer aufgewendeten Zeit verletzt der Schuldspruch wegen gewerbsm�ssigen Betrugs kein Bundesrecht.
Demnach erweist sich die Beschwerde auch in diesem Punkt als unbegr�ndet.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).