Source: http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Zahlungsverzug.html
Timestamp: 2020-04-05 15:08:40
Document Index: 271991105

Matched Legal Cases: ['§ 614', '§ 614', '§ 614', '§ 286', '§ 614', '§ 280', '§ 288', '§ 288', '§ 288', '§ 288', '§ 288', '§ 288', '§ 14', '§ 288', '§ 12', '§ 12', '§ 280', '§ 288', '§ 12', '§ 12', '§ 288', '§ 12', '§ 12', '§ 288', '§ 288', '§ 12', '§ 288', '§ 288', '§ 288', '§ 288', '§ 247']

Zahlungsverzug des Arbeitgebers - HENSCHE Arbeitsrecht
In­for­ma­tio­nen zum The­ma Zah­lungs­ver­zug des Ar­beit­ge­bers: Hen­sche Rechts­an­wäl­te, Kanz­lei für Ar­beits­recht
Auf die­ser Sei­te fin­den Sie In­for­ma­tio­nen zu der Fra­ge, wann der An­spruch auf die Ver­gü­tung (Lohn, Ge­halt) fäl­lig wird, wel­che Vor­aus­set­zun­gen das Ge­setz für den Schuld­ner­ver­zug ver­langt und wann der Ar­beit­ge­ber dem­ge­mäß in Zah­lungs­ver­zug ge­rät.
Au­ßer­dem fin­den Sie Hin­wei­se da­zu, ob Ar­beit­neh­mer ih­ren Zins­an­spruch für die Zeit des Lohn­ver­zugs aus­ge­hend vom Brut­to­lohn oder vom Net­to­lohn be­rech­nen kön­nen und was Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer im Fal­le ei­nes Lohn­ver­zugs be­ach­ten soll­ten.
Wann gerät der Ar­beit­ge­ber in Zah­lungs­ver­zug?
Wann wird der An­spruch auf die Vergütung fällig?
Wann gerät der Ar­beit­ge­ber nach dem Ge­setz in Schuld­ner­ver­zug?
Wel­che Rech­te ha­ben Ar­beit­neh­mer in­fol­ge des Lohn­ver­zugs?
Ha­ben Ar­beit­neh­mer im Fal­le des Lohn­ver­zugs An­spruch auf ei­ne Ver­zugs­scha­dens­pau­scha­le von 40,00 EUR?
Wie be­rech­nen sich die ge­setz­li­chen Ver­zugs­zin­sen?
Sind Zin­sen vom Brut­to­lohn oder vom Net­to­lohn ge­schul­det?
Was soll­ten Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer im Fal­le ei­nes Lohn­ver­zugs be­ach­ten?
Wo fin­den Sie mehr zum The­ma Zah­lungs­ver­zug des Ar­beit­ge­bers?
Vor­aus­set­zung für den Ver­zug des Ar­beit­ge­bers mit der Zah­lung der Vergütung (Lohn bzw. Ge­halt, Aus­bil­dungs­vergütung) sind zwei Din­ge:
Ers­tens muss der Zah­lungs­an­spruch fällig sein. Fällig­keit heißt, dass der Ar­beit­neh­mer die Zah­lung sei­ner Vergütung recht­lich ver­lan­gen kann.
Zwei­tens müssen, wenn der Zah­lungs­an­spruch fällig ist, die ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen des Schuld­ner­ver­zugs vor­lie­gen.
Zur Fällig­keit des Ar­beits­lohns gibt es ei­ne ge­setz­li­che Vor­schrift, nämlich § 614 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB). Da­nach ist die Vergütung nach der Leis­tung der Diens­te zu ent­rich­ten. Ist die Vergütung nach Zeit­ab­schnit­ten be­mes­sen, so ist sie nach dem Ab­lauf der ein­zel­nen Zeit­ab­schnit­te zu ent­rich­ten.
Nach die­ser ge­setz­li­chen Re­ge­lung sind Ar­beit­neh­mer vor­leis­tungs­pflich­tig: Erst muss der Ar­beit­neh­mer ar­bei­ten, da­nach muss der Ar­beit­ge­ber den Lohn be­zah­len.
Ist da­her im Ar­beits­ver­trag bei­spiels­wei­se ei­ne Mo­nats­vergütung ver­ein­bart ist, d.h. wird die Vergütung nach Zeit­ab­schnit­ten bzw. Mo­na­ten be­mes­sen, muss der Ar­beit­ge­ber erst nach Ab­lauf des je­wei­li­gen Mo­nats, d.h. am ers­ten Tag des fol­gen­den Mo­nats zah­len. An die­sem Tag wird al­so nach dem Ge­setz das Mo­nats­ge­halt fällig.
In vie­len Ar­beits- und Ta­rif­verträgen sind Fällig­keits­re­ge­lun­gen ent­hal­ten, die von § 614 BGB ab­wei­chen. Dann muss die Vergütung je nach­dem, was der Ar­beits­ver­trag oder Ta­rif­ver­trag vor­schreibt, z.B. bis zum 15. Ka­len­der­tag des lau­fen­den Mo­nats, am Mo­nats­letz­ten oder auch erst am 10. Ar­beits­tag des fol­gen­den Mo­nats ge­zahlt wer­den. Dann gilt nicht § 614 BGB, son­dern die ar­beits­ver­trag­li­che bzw. ta­rif­li­che Re­ge­lung.
Se­hen Sie da­her zunächst in Ih­rem Ar­beits­ver­trag oder ei­nem auf Ihr Ar­beits­verhält­nis an­wend­ba­ren Ta­rif­ver­trag nach, bis zu wel­chem Mo­nats­tag der Ar­beit­ge­ber den Lohn bzw. das Ge­halt ge­zahlt ha­ben muss.
Wie ge­sagt muss für den Ein­tritt des Ver­zugs die For­de­rung zunächst ein­mal fällig sein. Wel­che Vor­aus­set­zun­gen über die Fällig­keit hin­aus für den Ver­zug er­for­der­lich sind, ist in § 286 BGB ge­re­gelt. Die­se Vor­schrift lau­tet aus­zugs­wei­se:
Leis­tet der Schuld­ner auf ei­ne Mah­nung des Gläubi­gers nicht, die nach dem Ein­tritt der Fällig­keit er­folgt, so kommt er durch die Mah­nung in Ver­zug. Der Mah­nung ste­hen die Er­he­bung der Kla­ge auf die Leis­tung so­wie die Zu­stel­lung ei­nes Mahn­be­scheids im Mahn­ver­fah­ren gleich.
(2) Der Mah­nung be­darf es nicht, wenn
1. für die Leis­tung ei­ne Zeit nach dem Ka­len­der be­stimmt ist
(4) Der Schuld­ner kommt nicht in Ver­zug, so­lan­ge die Leis­tung in­fol­ge ei­nes Um­stan­des un­ter­bleibt, den er nicht zu ver­tre­ten hat.
Da für die Leis­tung des Ar­beit­ge­bers, d.h. die Lohn­zah­lung, in al­ler Re­gel ei­ne Zeit nach dem Ka­len­der be­stimmt ist, ist es für den Ein­tritt des Ver­zugs nicht er­for­der­lich, dass der Ar­beit­neh­mer ein Mahn­schrei­ben ver­fasst. Viel­mehr gilt:
Der Ar­beit­ge­ber kommt au­to­ma­tisch in Ver­zug, wenn er den "nach dem Ka­len­der be­stimm­ten" Fällig­keits­ter­min für die Lohn­zah­lung ver­strei­chen lässt. Ist im Ar­beits­ver­trag oder in ei­nem auf das Ar­beits­verhält­nis an­wend­ba­ren Ta­rif­ver­trag kei­ne von § 614 BGB ab­wei­chen­de Re­ge­lung über die Fällig­keit der Vergütung ent­hal­ten, kommt der Ar­beit­ge­ber da­her am zwei­ten Ka­len­der­tag des fol­gen­den Mo­nats mit der Lohn­zah­lung in Ver­zug.
Gerät der Ar­beit­ge­ber in Ver­zug mit der Lohn­zah­lung, ha­ben die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer Pro­ble­me. Vie­le lau­fen­den Zah­lun­gen sind zu Be­ginn des Mo­nats zu leis­ten, so vor al­lem die Mie­te oder Kre­dit­ra­ten. Ist das Kon­to dann aber auf­grund des Lohn­ver­zugs nicht ge­deckt, droht Ärger mit dem Ver­mie­ter und/oder mit der Bank.
Zum Aus­gleich die­ser Ver­zugsschäden sieht das Ge­setz vor, dass der säum­i­ge Ar­beit­ge­ber als Schuld­ner der Lohn­for­de­rung dem Ar­beit­neh­mer als Gläubi­ger der Lohn­for­de­rung
den Scha­den er­set­zen muss, der in­fol­ge der aus­ge­blie­be­nen bzw. ver­späte­ten Zah­lung ent­stan­den ist, z.B. in­fol­ge der Kündi­gung ei­nes Dar­le­hens­ver­trags oder ei­nes Kon­tos (§ 280, § 288 Abs.4 BGB),
Ver­zugs­zin­sen min­des­tens in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz pro Jahr be­zah­len muss (§ 288 Abs.1 BGB)
zah­len muss
Gemäß § 288 Abs.5 BGB ha­ben Gläubi­ger bei Zah­lungs­ver­zug des Schuld­ners über die bei­den o.g. Rech­te hin­aus (Er­satz des Ver­zugs­scha­dens, Ver­zugs­zin­sen von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz pro Jahr) außer­dem
ei­nen An­spruch auf 40,00 EUR Ver­zugs­kos­ten­pau­scha­le.
Auf den ers­ten Blick gilt die­ser An­spruch für al­le Ver­trags­verhält­nis­se und da­mit auch für Ar­beits­verhält­nis­se. In § 288 Abs.5 BGB heißt es:
"Der Gläubi­ger ei­ner Ent­gelt­for­de­rung hat bei Ver­zug des Schuld­ners, wenn die­ser kein Ver­brau­cher ist, außer­dem ei­nen An­spruch auf Zah­lung ei­ner Pau­scha­le in Höhe von 40 Eu­ro. Dies gilt auch, wenn es sich bei der Ent­gelt­for­de­rung um ei­ne Ab­schlags­zah­lung oder sons­ti­ge Ra­ten­zah­lung han­delt. Die Pau­scha­le nach Satz 1 ist auf ei­nen ge­schul­de­ten Scha­dens­er­satz an­zu­rech­nen, so­weit der Scha­den in Kos­ten der Rechts­ver­fol­gung be­gründet ist."
Ob die Vor­schrift über die Pau­scha­le von 40,00 EUR (§ 288 Abs.5 BGB) auch im Ar­beits­recht gilt und da­mit Ar­beit­neh­mern im Fal­le des Zah­lungs­ver­zugs ih­res Ar­beit­ge­bers ei­nen An­spruch von 40,00 EUR brut­to gibt (und zwar für je­den ein­zel­nen Fall des Lohnrück­stan­des), war ei­ni­ge Jah­re lang um­strit­ten.
Ei­ni­ge Lan­des­ar­beits­ge­rich­te (LAG) hat­ten in den Jah­ren 2016 bis 2018 zu­guns­ten der kla­gen­den Ar­beit­neh­mer ent­schie­den, d.h. die 40-Eu­ro-Pau­scha­le zu­ge­spro­chen (LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 13.10.2016, 3 Sa 34/16, LAG Köln, Ur­teil vom 22.11.2016, 12 Sa 524/16, wir be­rich­te­ten in: Ar­beits­recht ak­tu­ell: 16/370 LAG Köln: Bei Zah­lungs­ver­zug wer­den 40,00 EUR fällig).
Für die An­wen­dung von § 288 Abs.5 BGB zu­guns­ten von Ar­beit­neh­mern spricht, dass Ar­beit­neh­mer "Gläubi­ger ei­ner Ent­gelt­for­de­rung" (=Lohn­for­de­rung, Ge­halts­for­de­rung) sind, und dass der Schuld­ner die­ser For­de­rung (= der Ar­beit­ge­ber) kein Ver­brau­cher ist, son­dern ein Un­ter­neh­mer im Sin­ne von § 14 Abs.1 BGB.
Ge­gen die An­wen­dung von § 288 Abs.5 BGB auf Lohn­for­de­run­gen spricht aber § 12a Abs.1 Satz 1 Ar­beits­ge­richts­ge­setz (ArbGG), wo­nach die Par­tei­en ei­nes Ar­beits­ge­richts­pro­zes­ses im Ur­teils­ver­fah­ren in der ers­ten In­stanz kei­nen An­spruch auf Er­stat­tung der ei­ge­nen An­walts­kos­ten ha­ben, wenn sie den Pro­zess ge­win­nen.
Die­ser Aus­schluss der Kos­ten­er­stat­tung gemäß § 12a Abs.1 Satz 1 ArbGG gilt laut Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) auch für die Ein­schal­tung ei­nes An­walts im außer­ge­richt­li­chen Sta­di­um, al­so z.B. dann, wenn ein Ar­beit­neh­mer ei­nen An­walt da­mit be­auf­tragt, rückständi­ge Lohn­for­de­run­gen vor­ge­richt­lich durch ein an den Ar­beit­ge­ber ge­rich­te­tes An­walts­schrei­ben bei­zu­trei­ben.
Für die Kos­ten ei­nes sol­chen an­walt­li­chen Schrei­bens müss­te ei­gent­lich der säum­i­ge Schuld­ner (= Ar­beit­ge­ber) auf­kom­men, denn die An­walts­kos­ten sind ein Teil des Ver­zugs­scha­dens (§ 280, § 288 Abs.4 BGB). Die Kos­ten­er­stat­tung ist aber durch § 12a Abs.1 Satz 1 ArbGG nach der BAG-Recht­spre­chung aus­ge­schlos­sen, da § 12a Abs.1 Satz 1 ArbGG eben nicht nur für Ge­richts­pro­zes­se, son­dern schon für außer­ge­richt­li­che Strei­tig­kei­ten im Ar­beits­verhält­nis gilt.
Da­her hat das BAG im Sep­tem­ber 2018 ent­schie­den, dass nicht et­wa § 288 Abs.5 BGB ge­genüber § 12a Abs.1 Satz 1 ArbGG vor­ran­gig ist, son­dern um­ge­kehrt § 12a Abs.1 Satz 1 ArbGG ge­genüber § 288 Abs.5 BGB (BAG, Ur­teil vom 25.09.2018, 8 AZR 26/18, wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/239 Kei­ne Ver­zugs­kos­ten­pau­scha­le bei Ge­haltsrück­stand).
Da­bei kann sich das BAG auf § 288 Abs.5 Satz 3 BGB be­ru­fen ("Die Pau­scha­le nach Satz 1 ist auf ei­nen ge­schul­de­ten Scha­dens­er­satz an­zu­rech­nen, so­weit der Scha­den in Kos­ten der Rechts­ver­fol­gung be­gründet ist."). Dar­aus folgt, dass die Pau­scha­le ein Bei­trag zu den Kos­ten sein soll, die dem Gläubi­ger (Ar­beit­neh­mer) für die "Rechts­ver­fol­gung" ent­stan­den sind. Ist die Er­stat­tung sol­cher Rechts­ver­fol­gungs­kos­ten aber zu­las­ten (bzw. zu­guns­ten) bei­der Ar­beits­ver­trags­par­tei­en ge­ne­rell durch § 12a Abs.1 Satz 1 ArbGG aus­ge­schlos­sen, gilt das auch für die Kos­ten­pau­scha­le gemäß § 288 Abs.5 BGB, so je­den­falls das BAG.
Das be­deu­tet:
Laut BAG ha­ben Ar­beit­neh­mer kei­nen An­spruch auf die 40-Eu­ro-Pau­scha­le, wenn der Ar­beit­ge­ber mit Ge­halts­zah­lun­gen in Ver­zug ist.
An­de­rer An­sicht ist al­ler­dings neu­er­dings das Ar­beits­ge­richt Köln (Ar­beits­ge­richt Köln, Ur­teil vom 14.02.2019, 8 Ca 4245/18, wir be­rich­te­ten in: Ar­beits­recht ak­tu­ell: 19/118 Ar­beits­ge­richt Köln con­tra BAG).
Ob man bei ei­ner Lohn­kla­ge die 40,00 EUR Ver­zugs­kos­ten­pau­scha­le ein­kla­gen soll­te, ist da­her wie­der ei­ne of­fe­ne Fra­ge bzw. hängt da­von ab, ob man vor dem Ar­beits­ge­richt Köln oder vor ei­nem an­de­ren Ge­richt klagt, das der An­sicht des Ar­beits­ge­richts Köln folgt.
Wie ge­sagt ha­ben Ar­beit­neh­mer ab Be­ginn des Lohn­ver­zugs ei­nen An­spruch auf Ver­zugs­zin­sen. Da­zu sieht § 288 Abs.1 BGB vor, dass ei­ne Geld­schuld für die Dau­er des Ver­zugs zu ver­zin­sen ist und dass die Ver­zugs­zin­sen min­des­tens fünf Pro­zent­punk­te über dem Ba­sis­zins­satz pro Jahr be­tra­gen.
Der Ba­sis­zins­satz ist ei­ne veränder­li­che Größe, die je­weils am 01. Ja­nu­ar und am 01. Ju­li ei­nes je­den Jah­res neu fest­ge­setzt wird. Die Ände­run­gen bzw. der ak­tu­el­le Ba­sis­zins­satz wer­den von der Bun­des­bank be­kannt­ge­ge­ben. Beträgt der Ba­sis­zins­satz z.B. ein Pro­zent, be­tra­gen die ge­setz­li­chen Ver­zugs­zin­sen gemäß § 288 Abs.1 BGB sechs Pro­zent pro Jahr.
Der Ba­sis­zins­satz ist im Lau­fe der Jah­re auf­grund der all­ge­mei­nen Zins­ent­wick­lung im­mer klei­ner ge­wor­den und be­wegt sich ab An­fang 2013 im ne­ga­ti­ven Be­reich. Der­zeit, d.h. für die Zeit ab dem 01.07.2018, beträgt er -0,88 Pro­zent.
Dem­ent­spre­chend be­lau­fen sich die ge­setz­li­chen Ver­zugs­zin­sen gemäß § 288 Abs.1 BGB ak­tu­ell auf (-0,88 + 5,00 =) 4,12 Pro­zent pro Jahr.
Im Fol­gen­den fin­den Sie ei­ne Über­sicht über die Ba­sis­zinssätze seit 2012 und den sich dar­aus er­ge­ben­den ge­setz­li­chen Ver­zugs­zinssätzen:
Gel­tungs­zeit­raum Ba­sis­zins­satz Ver­zugs­zins­satz
29.07.2014 bis 31.12.2014
Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) können Sie die Ih­nen zu­ste­hen­den Ver­zugs­zin­sen aus Ih­rem Brut­to­lohn be­rech­nen (BAG, Großer Se­nat, Be­schluss vom 07.03.2001, GS 1/00).
Das müssen Sie bei ei­ner Lohn­kla­ge be­ach­ten, da das Ar­beits­ge­richt nur die­je­ni­gen Ansprüche durch Ur­teil zu­spre­chen kann, die von Ih­nen als dem Kläger be­an­tragt wur­den.
Nähe­re In­for­ma­tio­nen da­zu, was bei ei­ner Lohn­kla­ge zu be­ach­ten ist, fin­den Sie un­ter dem Stich­wort „Lohn­kla­ge“.
Was Sie als Ar­beit­ge­ber im Fal­le von Lohnrückständen be­ach­ten soll­ten, ins­be­son­de­re um als Geschäfts­lei­tungs­mit­glied der Ge­fahr ei­ner persönli­chen Haf­tung auf nicht ab­geführ­te So­zi­al­ab­ga­ben oder Lohn­steu­ern, können Sie näher un­ter dem Stich­wort „Lohnrück­stand - Ar­beit­ge­ber­pflich­ten“ nach­le­sen.
Wei­terführen­de In­for­ma­tio­nen zu der Fra­ge, was mit Ar­beits­verhält­nis­sen im In­sol­venz­fall ge­schieht, fin­den Sie un­ter dem Stich­wort „In­sol­venz des Ar­beit­ge­bers“.
In­for­ma­tio­nen über die recht­li­chen Möglich­kei­ten, die Ar­beit­neh­mer in Fällen des Lohn­ver­zugs ha­ben, fin­den Sie un­ter den Stich­wor­ten „Lohnrück­stand - Ar­beit­neh­mer­rech­te“, „Zurück­be­hal­tungs­recht“ und „Lohn­kla­ge“.
Wei­te­re In­for­ma­tio­nen, die Sie im Zu­sam­men­hang mit dem The­ma Zah­lungs­ver­zug des Ar­beit­ge­bers in­ter­es­sie­ren könn­ten, fin­den Sie hier:
Deut­sche Bun­des­bank, Ba­sis­zins­satz nach § 247 BGB
Hand­buch Ar­beits­recht: Aus­schluss­fris­ten
Hand­buch Ar­beits­recht: Zurück­be­hal­tungs­recht
Mus­ter­schrei­ben: Ab­mah­nung we­gen Zah­lungs­ver­zugs
Mus­ter­schrei­ben: Mahn­schrei­ben we­gen Ge­haltsrück­stan­des
Mus­ter­schrei­ben: Zu­rück­be­hal­tungs­recht - Aus­übung
Kom­men­ta­re un­se­res An­walts­teams zu ak­tu­el­len Fra­gen rund um das The­ma Zah­lungs­ver­zug des Ar­beit­ge­bers fin­den Sie hier:
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 19/118 Ar­beits­ge­richt Köln con­tra BAG
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 13/309 In­sol­venz­an­fech­tung von Lohn­zah­lun­gen, die im We­ge der Zwangs­voll­stre­ckung er­langt wur­den
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 13/242 Kor­rek­tur ei­ner Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 12/132 An­rech­nung von Hartz-IV-Leis­tun­gen auf rückständi­gen Lohn
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 12/051 Voll­stre­ckung der Pflicht zur Lohn­ab­rech­nung
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 11/024 Net­to­lohn­ver­ein­ba­rung bleibt auch nach Hei­rat un­verändert
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 10/141 An­nah­me­ver­zug des Be­triebs­er­wer­bers nach Frei­stel­lung durch den Be­triebs­veräußerer
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 09/059 Kein Reue­recht bei Ei­genkündi­gung
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 07/29 Ver­zugs­zin­sen ab 01.07.2007 erhöht
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 01/03 Ver­zugs­zin­sen sind aus dem Brut­to­lohn zu be­rech­nen
Wenn Sie Fra­gen im Zu­sam­men­hang mit rück­stän­di­gen Ver­gü­tungs­an­sprü­chen ha­ben oder auf­grund der be­reits auf­ge­lau­fe­nen Rück­stän­de ei­ne Lohn- bzw. Ge­halts­kla­ge in Be­tracht zie­hen, be­ra­ten wir Sie je­der­zeit ger­ne. Selbst­ver­ständ­lich sind wir auch bei der Aus­übung des Zu­rück­be­hal­tungs­rechts und bei der Er­he­bung ei­ner Kla­ge auf Lohn bzw. auf Ge­halt be­hilf­lich.
Bit­te be­ach­ten Sie, dass Ih­nen mög­li­cher­wei­se nur kur­ze Zeit für die Gel­tend­ma­chung Ih­rer An­sprü­che zur Ver­fü­gung steht, falls Sie Aus­schluss­fris­ten zu be­ach­ten ha­ben.
Lohn­ab­rech­nun­gen bzw. Ge­halts­mit­tei­lun­gen
Un­ter­la­gen / Be­le­ge für die rück­stän­di­gen Ver­gü­tungs­an­sprü­che (falls vor­han­den)
www.hensche.de > Handbuch Arbeitsrecht > Arbeitsrecht - Z
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Hier fin­den Sie ei­ne Vor­la­ge mit For­mu­lie­rungs­vor­schlä­gen für ei­ne Ab­mah­nung durch den Ar­beit­neh­mer we­gen Zah­lungs­ver­zugs.
Mus­ter­schrei­ben: Mahn­schrei­ben we­gen Ge­halts­rück­stan­des
Hier fin­den Sie ei­ne Vor­la­ge mit For­mu­lie­rungs­vor­schlä­gen für ein Mahn­schrei­ben an den Ar­beit­ge­ber we­gen Ge­halts­rück­stan­des.
Hier fin­den Sie ei­ne Vor­la­ge mit For­mu­lie­rungs­vor­schlä­gen für die Mit­tei­lung der Zu­rück­be­hal­tung der Ar­beits­leis­tung.