Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%20384/12
Timestamp: 2020-02-22 07:52:28
Document Index: 237138937

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 68', '§ 278', '§ 1897', '§ 68', '§ 1897', '§ 68', '§ 68', '§ 278', '§ 68', '§ 1897']

BGH, 21.11.2012 - XII ZB 384/12 - dejure.org
https://dejure.org/2012,39427
BGH, 21.11.2012 - XII ZB 384/12 (https://dejure.org/2012,39427)
BGH, Entscheidung vom 21.11.2012 - XII ZB 384/12 (https://dejure.org/2012,39427)
BGH, Entscheidung vom 21. November 2012 - XII ZB 384/12 (https://dejure.org/2012,39427)
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§ 68 Abs 3 S 2 FamFG, § 278 Abs 1 FamFG, § 1897 Abs 4 S 2 BGB
Betreuungsverfahren: Pflicht zur persönlichen Anhörung im Beschwerdeverfahren; Berücksichtigung des Willens des Betroffenen hinsichtlich der Auswahl des Betreuers
FamFG §§ 68 Abs. 3 S. 2, 278 Abs. 1; BGB § 1897 Abs. 4 S. 2
Absehen von persönlicher Anhörung im Betreuungsverfahren nach § 68 Abs. 3 S. 2 FamFG; Betreuerauswahl; Berücksichtigung des Willens des Betroffenen
Erforderlichkeit einer erneuten Anhörung des Betroffenen im Beschwerdeverfahren über eine Betreuerbestellung
FamFG § 68 Abs. 3 S. 2; FamFG § 278 Abs. 1 S. 1
Familienrecht - Beschwerdegericht in Betreuungsverfahren
Betreuungsrecht - Betreuerauswahl und Wille des Betroffenen
Betreuerauswahl und Wille des Betroffenen
AG Waldbröl, 11.01.2012 - 10 XVII 198/11
LG Bonn, 11.06.2012 - 4 T 143/12
NJW-RR 2013, 643
MDR 2013, 284
FGPrax 2013, 66 (Ls.)
FamRZ 2013, 286
Rpfleger 2013, 142
Darüber hinaus war die Anhörung des Betroffenen auch deshalb geboten, weil der Betroffene - worauf das Beschwerdegericht nicht eingegangen ist - erstmals im Zuge des Beschwerdeverfahrens den konkreten Wunsch geäußert hat, ihm für den Fall der Betreuungsanordnung einen von ihm ausgewählten Betreuer (nämlich Rechtsanwalt Dr. L.) zu bestellen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 21. November 2012 - XII ZB 384/12 - FamRZ 2013, 286 Rn. 9 …und vom 16. März 2011 - XII ZB 601/10 - FamRZ 2011, 880 Rn. 16).
Allerdings darf das Beschwerdegericht nach § 68 Abs. 3 Satz 2 FamFG von der persönlichen Anhörung absehen, wenn diese bereits im ersten Rechtszug vorgenommen worden ist und von einer erneuten Anhörung keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. dazu Senatsbeschluss vom 21. November 2012 - XII ZB 384/12 - FamRZ 2013, 286 Rn. 9 mwN).
Dieses wird die erforderlichen Feststellungen zur Betreuerauswahl zu treffen und dabei unter anderem die Betroffene - auch zu ihrem Betreuerwunsch - persönlich anzuhören haben (vgl. Senatsbeschlüsse vom 21. November 2012 - XII ZB 384/12 - FamRZ 2013, 286 Rn. 11 …und vom 16. März 2011 - XII ZB 601/10 - FamRZ 2011, 880 Rn. 17).
Beschränkt sich die Ablehnung hingegen auf ganz bestimmte Personen, ohne dass die Betreuung als solche verhindert werden soll, ist die in der Ablehnung ausgedrückte Aversion ein starkes Indiz dafür, dass der Betroffene zu dieser Person kein Vertrauen hat und daher die persönlichen Voraussetzungen einer Betreuung nicht gegeben sind (vgl. Senatsbeschluss vom 21. November 2012 - XII ZB 384/12 - FamRZ 2013, 286 Rn. 13;… BeckOGK/Schmidt-Recla [Stand: 1. Februar 2018] BGB § 1897 Rn. 71).