Source: http://forum.jurawelt.com/viewtopic.php?f=54&t=54560&sid=5ebaeb6089f8e385df3bf1fafa9b4931
Timestamp: 2017-03-29 11:10:16
Document Index: 370440473

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 6', '§ 7', '§ 12', '§ 12', '§ 6']

Jurawelt-Forum • Thema anzeigen - Zulassung zur Anwaltschaft
Aktuelle Zeit: Mittwoch 29. März 2017, 13:10
durasedlex
Betreff des Beitrags: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Samstag 21. Januar 2017, 21:38 Noch selten hier
Registriert: Samstag 21. Januar 2017, 21:35Beiträge: 10
Ich fange demnächst bei einer GK an. Wie läuft es da mit der Anwaltszulassung? Muss ich das selbst machen oder läuft das über die Kanzlei? Vielen Dank Nach oben
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Samstag 21. Januar 2017, 22:51 Moderator
Registriert: Donnerstag 10. Januar 2013, 00:09Beiträge: 7715
Ich glaub nicht, dass § 12a BRAO eine Vertretung zulässt.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Samstag 21. Januar 2017, 23:05 Mega Power User
Registriert: Sonntag 5. September 2010, 11:31Beiträge: 2258
Na da hat sich ja eine Kanzlei wieder ein High Potential an Land gezogen... Nach oben
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Samstag 21. Januar 2017, 23:19 Super Mega Power User
Registriert: Mittwoch 27. Januar 2010, 20:19Beiträge: 5868
Mich wundert sowas gar nicht, wenn mich eine Kollegin fragt, ob auf eine Brief eine Briefmarke gehört Zur Ausgangsfrage: du fragst bei deiner Kanzlei wegen der Haftpflichtversicherung nach und dann stellst du deine Unterlagen für den Antrag zusammen, den du SELBSTVERSTÄNDLICH selber einreichst.... (sollte es eine Kanzlei geben, die einem das abnimmt, fress ich einen Besen, sobald Schweine fliegen können).
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Samstag 21. Januar 2017, 23:25 Mega Power User
Registriert: Freitag 9. August 2013, 12:32Beiträge: 2535
Den Antrag nach § 6 I BRAO muss man natürlich selbst stellen. Die meisten Angaben, die nach § 7 BRAO erforderlich sind, könnte ein anderer auch gar nicht für einen machen.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Samstag 21. Januar 2017, 23:28 Super Mega Power User
Registriert: Donnerstag 11. Juni 2009, 17:48Beiträge: 4391
Was ich mich dabei Frage:Warum soll ein Gelöbnis nach § 12a IV BRAO irgendwie weniger mit dem Glauben und dem Gewissen kollidieren als ein Eid ohne religiöse Beteuerung gemäß § 12a II BRAO?Hat das nen tieferen Ursprung?
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Samstag 21. Januar 2017, 23:36 Mega Power User
Eine solche Regelung ist in nahezu allen Gesetzen zu finden, die Amtseide betreffen. Der Hintergrund besteht darin, dass manche Religionsgemeinschaften ausdrücklich das Schwören von Eiden ablehnen. Dann tritt an deren Stelle eben ein entsprechendes "Gelöbnis".Vgl. auch Mt. 5,33-37.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Samstag 21. Januar 2017, 23:40 Super Mega Power User
Klingt für mich nach nem unerlaubten Umgehungsgeschäft! Ob da nicht trotzdem das Fegefeuer wartet?
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Sonntag 22. Januar 2017, 13:27 Noch selten hier
Wie läuft das mit den Haftpflichtversicherungen des Arbeitgebers und der privaten?Etwas weniger Hohn täte euch gut. Lauter 15-Punkte-Anwälte hier. Ein besonderer Ort.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Sonntag 22. Januar 2017, 13:46 Mega Power User
Registriert: Sonntag 10. Dezember 2006, 12:18Beiträge: 2655
durasedlex hat geschrieben:Wie läuft das mit den Haftpflichtversicherungen des Arbeitgebers und der privaten?Etwas weniger Hohn täte euch gut. Lauter 15-Punkte-Anwälte hier. Ein besonderer Ort.Na, deine Fragen sind halt etwas naiv. Da muss man schon mal mit etwas Häme und Spott rechnen. Das schult dich für den Berufsalltag in der GK.In der Sache wurde dir ja schon oben gesagt, dass du eine Bescheinigung der Kanzlei über die Berufshaftpflichtversicherung benötigst. Die Policen laufen ja über die Kanzlei. Für dich wird da nicht extra etwas abgeschlossen.Was meinst du mit privater Haftpflichtversicherung? Eine klassische Privathaftpflicht hat nichts mit einer Berufshaftlichtversicherung zu tun. Und eine private Berufshaftpflichtversicherung brauchst du nicht, es sei denn, du willst nebenbei noch eine eigene Kanzlei aufmachen, wobei ich bezweifle, dass deine Kanzlei dir dies erlaubt. Ist auch ganz gut. So kann man immer gegenüber Freunden und Verwandten vorschieben, dass man sie nicht vertreten darf, da der Arbeitgeber keine Nebentätigkeit erlaubt. Ach ja, willkommen im Forum. Schalt aber erstmal einen Gang runter. Gerade beim Berufseinstieg sollte man erst mal kleine Brötchen backen. Kommt nicht so gut an, wenn du so auch in der Kanzlei auftreten wirst.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Sonntag 22. Januar 2017, 14:00 Noch selten hier
Vielen Dank für die wertvollen Tipps. Alle können jetzt gehen.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Sonntag 22. Januar 2017, 14:07 Mega Power User
Registriert: Freitag 24. Januar 2014, 22:54Beiträge: 2688
Ich würde an deiner Stelle schlicht beim Arbeitgeber nachfragen. Da bricht dir auch kein Zacken aus der Krone. "Naiv" finde ich deine Fragen übrigens nicht, die würden sich mir genau so stellen.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Sonntag 22. Januar 2017, 14:20 Mega Power User
Bei Fragen zur Haftpflicht mag das ja noch stimmen, aber dass nicht einfach der Arbeitgeber den Antrag nach § 6 I BRAO stellen kann, ist wirklich absolut offensichtlich, insbesondere wenn man sich mal die minimale Mühe gemacht hat, sich ein entsprechendes Antragsformular anzuschauen. "Naiv" würde ich das freilich auch nicht unbedingt nennen.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Sonntag 22. Januar 2017, 14:22 Mega Power User
Ja gut, man hat halt von so Fragen erstmal keine Ahnung. Dann könnte man versuchen, selbst was rauszufinden (Blick ins Gesetz) oder man fragt schnell wen, der es vermutlich weiß. Ist doch wirklich halb so wild alles.
Betreff des Beitrags: Re: Zulassung zur AnwaltschaftVerfasst: Sonntag 22. Januar 2017, 14:32 Noch selten hier
OJ1988 hat geschrieben:Ja gut, man hat halt von so Fragen erstmal keine Ahnung. Dann könnte man versuchen, selbst was rauszufinden (Blick ins Gesetz) oder man fragt schnell wen, der es vermutlich weiß. Ist doch wirklich halb so wild alles.Danke, das war der Plan. Mittlerweile scheint mir das mit der privaten Berufshaftpflicht und derjenigen des AG klar zu sein. Man kann sich hier des Eindrucks nicht erwehren, dass der Anwaltsberuf traurig und verbittert macht. Einige scheinen auch nicht die Hellsten zu sein, weil sie die dümmste anzunehmende Auslegung der Frage favorisieren. In diesem Sinne