Source: http://www.jurablogs.com/2013/03/06/kuendigung-vollmachtlosen-vertreter-frist-kuendigungsschutzklage
Timestamp: 2017-02-22 04:02:02
Document Index: 207606616

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 1', 'EuG']

Kündigung durch vollmachtlosen Vertreter – und die Frist für die Kündigungsschutzklage
BlogsRechtslupeMärz 2013Kündigung durch vollmachtlosen Vertreter – und die Frist für die KündigungsschutzklageIm Falle des (formwirksamen) Ausspruchs einer Kündigung durch einen Vertreter ohne Vertretungsmacht beginnt die Klagefrist des § 4 KSchG erst mit dem Zugang der Genehmigung des Arbeitgebers beim Arbeitnehmer. Dies gilt auch im den Fall des Bestehens einer Anscheinsvollmacht.Will der Arbeitnehmer geltend machen, eine Kündigung sei sozial ungerechtfertigt oder aus „anderen Gründen“ rechtsunwirksam, muss er gemäß § 4 Satz 1 KSchG innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung beim Arbeitsgericht Klage auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst worden ist. Wird die Unwirksamkeit der Kündigung nicht rechtzeitig geltend gemacht, gilt die Kündigung gemäß § 7 KSchG als von Anfang an rechtswirksam. Eine verspätet erhobene Kündigungsschutzklage ist deshalb als unbegründet abzuweisen.Da § 4 Satz 1 KSchG auf den Zugang der schriftlichen Kündigung abstellt, kann der Mangel der Schriftform auch noch nach Ablauf der Dreiwochenfrist geltend gemacht werden.Nach Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung setzt der Beginn der Klagefrist ferner den Zugang einer vom Arbeitgeber stammenden, ihm jedenfalls zurechenbaren Kündigung voraus.Die Erweiterung des § 4 Abs. 1 KSchG auf „sonstige Unwirksamkeitsgründe“ durch das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt vom 24.12.2003 erfolgte im Interesse einer raschen Klärung der Frage, ob eine Kündigung das Arbeitsverhältnis beendet hat oder nicht. Die dreiwöchige Klagefrist dient vor allem dem Schutz des Arbeitgebers. Er soll nach Ablauf von drei Wochen nach Zugang und einer Zeitspanne für die Klagezustellung darauf vertrauen dürfen, dass seine Kündigung das Arbeitsverhältnis aufgelöst hat. Dieses Schutzes bedarf der Arbeitgeber nicht, wenn weder er selbst noch ein Vertreter mit Wirkung für und gegen ihn gekündigt hat ...Zum vollständigen Artikel39 LeserRechtsanwalt Olaf Moegelin:Nachträgliche Zulassung einer Kündigungsschutzklage wegen Suizidversuchs109 LeserIhr Arbeitsrecht:Was Sie nach einer Kündigung dringend beachten müssen! Arbeitsgericht, Arbeitsagentur usw.61 LeserRechtslupe:Nichteinhaltung der Kündigungsfrist durch den Arbeitgeber53 LeserRechtsanwalt Olaf Moegelin:Bezeichnung „Rassist“ durch Arbeitnehmeranwalt: Auflösungsantrag des Arbeitgebers80 LeserRechtsanwalt Olaf Moegelin:KSchG – Kündigungsschutz für den Arbeitnehmer36 Leseriurastudent.de:Der Fall „Emmely“ (BAG Az. 2 AZR 541/09)174 LeserAnwalt bloggt:Haftantritt be­recht­igt Ar­beit­ge­ber nicht un­be­dingt zur Kündigung74 LeserRechtsanwalt Olaf Moegelin:Kündigung wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern10 verwandte ArtikelDie von einem Vertreter unterschriebene KündigungArbeitsrecht: Kündigung durch vollmachtlosen Vertreter: Dreiwöchige Klagefrist findet keine Anwendung!Klagefrist, Stellvertretung und GenehmigungBAG: Klagefrist des § 4 KSchG gilt auch bei außerordentlicher Kündigung vor Ablauf der Wartezeit des § 1 Abs. 1 KSchG - Urteil vom 28. Juni
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