Source: http://lenzburger.de/jagd/jungjaegerinfo/waidgerechtigkeit.php
Timestamp: 2018-04-24 22:42:02
Document Index: 203716495

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 22', '§ 22']

zum Wild, indem er die Grundkenntnisse der Jagdkunde beherrscht und die Hege und angemessene Erhaltung des Wildes voranstellt,zum Jagen , indem er unbeherrschtes Töten vermeidet, dem Wild Qualen erspart und die Beute sachgerecht behandelt, das jagdliche Kulturgut wahrt und überlieferten Brauch sinnvoll pflegt,zum Mitjäger, indem er ihm kameradschaftlich und hilfsbereit gegenübersteht, undzur Gesellschaft, indem er ihr aufgeschlossen begegnet und seine jagdliche Tätigkeit in den Rahmen zeitgerechter Erfordernisse stellt. (Dazu gehört heute immer stärker die Ausrichtung nach den Belangen des Naturschutzes auf der Grundlage ökologischer Erkenntnisse...)
Die allgemein anerkannten Grundsätze der Waidgerechtigkeit haben in vielen geschriebenen Regeln ihren Niederschlag gefunden. So wird im Bundesjagdgesetz z.B. bestimmt, dassdie Hege die Erhaltung eines artenreichen Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen zum Ziel hat (§ 1 Abs. 2 BJG),auf Schalenwild nicht mit Schrot geschossen werden darf (§19 Abs. 1 Nr. 1 BJG),Büchsenpatronen unterhalb einer bestimmten Auftreffenergie bzw. eines bestimmten Kalibers nicht verwandt werden dürfen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a und b BJG),auf gesundes Wild nicht mit Pistolen oder Revolvern geschossen werden darf (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. d BJG),Schlingen jeder Art, in denen sich Wild fangen kann, nicht aufgestellt werden dürfen (§ 19 Abs. 1 Nr. 8 BJG),Wild nicht vergiftet werden darf und keine vergifteten oder betäubenden Köder verwandt werden dürfen (§ 19 Abs. 1 Nr. 15 BJG),in den Setz- und Brutzeiten bis zum Selbstständig werden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere, auch die von Wild ohne Schonzeit, grundsätzlich nicht bejagt werden dürfen (§ 22 Abs. 4 Satz 1 BJG) oderkrankgeschossenes Wild unverzüglich zu erlegen ist, um es vor vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zu bewahren; gleiches gilt für schwer krankes Wild, wenn es nicht gesund gepflegt werden kann (§ 22a Abs. 1 BJG).