Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20152,%2075
Timestamp: 2020-05-25 15:54:32
Document Index: 50196185

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 670', 'BGH', 'BGH', '§ 134', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/2002,292
BGH, 24.09.2002 - XI ZR 420/01 (https://dejure.org/2002,292)
BGH, Entscheidung vom 24.09.2002 - XI ZR 420/01 (https://dejure.org/2002,292)
BGH, Entscheidung vom 24. September 2002 - XI ZR 420/01 (https://dejure.org/2002,292)
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Kreditkartengeschäft; Unwiderruflichkeit eines unterzeichneten Belastungsbelegs
LG Düsseldorf, 10.10.2019 - 8 O 398/18
Wenn das Vertragsunternehmen ordnungsgemäße Belastungsbelege einreicht, darf das Kreditkartenunternehmen die Zahlung an das Vertragsunternehmen grundsätzlich für erforderlich halten, ohne zu prüfen, ob dem Vertragsunternehmen eine wirksame Forderung gegen den Karteninhaber zusteht (BGH, Urteil vom 24. September 2002 - XI ZR 420/01 -, juris Rn. 18).
Das ist nur dann der Fall, wenn offensichtlich oder liquide beweisbar ist, dass dem Vertragsunternehmen eine Forderung aus dem Valutaverhältnis gegen den Karteninhaber nicht zusteht (BGH, Urteil vom 24. September 2002 - XI ZR 420/01 -, BGHZ 152, 75-83, juris Rn. 19).
Kommt er dieser Verpflichtung nach, steht ihm ein Aufwendungsersatzanspruch gemäß §§ 670, 675 Abs. 1 BGB gegen den Karteninhaber zu (BGH, Urteil vom 23.10.2014 - IX ZR 290/13 - BGH, Urteil vom 24.09.2002 - XI ZR 420/01 -).
Das ist nur dann der Fall, wenn offensichtlich oder liquide beweisbar ist, dass dem Vertragsunternehmen eine Forderung aus dem Valutaverhältnis gegen den Karteninhaber nicht zusteht, z.B. weil der Vertrag des Vertragsunternehmens mit seinem Kunden gemäß §§ 134, 138 BGB nichtig ist (BGH, Urteil vom 24.09.2002, a.a.O.; BGH, Urteil vom 16.04.2002 - XI ZR 375/00 -).
OLG München, 28.02.2020 - 8 U 5467/19
Zahlungsauslösedienst als Zahlungsdienst und Zahlungsdienstleister
Sie müssten sich vielmehr streng innerhalb der Grenzen des ihnen erteilten formalen Auftrags halten (st. Rspr.: BGH NJW-RR 2004, 1637 - zu Missbrauchskontrollpflichten beim Überweisungsverkehr; Urteil vom 24.9.2002 - XI ZR 420/01 - zur rechtsmissbräuchliche Inanspruchnahme eines Kreditkartenunternehmens; Urteil vom 6.5.2008 - XI ZR 56/07 - zu Warnpflichten von Banken im bargeldlosen Zahlungsverkehr).
(1) Es ist bereits fraglich, ob die zu einer in engen Grenzen bestehenden Prüfungs- und Warnpflicht von Banken gegenüber ihren Kunden (BGH, Urteil vom 6.5.2008 - XI ZR 56/07; Urteil vom 22.6.2004 - XI Zr 90/03; Urteil vom 24.9.2002 - XI ZR 420/01) ergangene höchstrichterliche Rechtsprechung auf einen Zahlungsauslösedienst übertragbar ist.
Dementsprechend geht auch die Zivilrechtsprechung davon aus, dass Geldtransaktionen etwa vermittels einer Kreditkarte (BGH, Urteil vom 24. September 2002 - XI ZR 420/01 -, BGHZ 152, 75) oder einer Überweisung (OLG Köln, 20.11.1998 - 13 U 008/01, BeckRS 2002, 5892) irreversibel sind.
LG Hamburg, 03.01.2020 - 330 O 111/19
LG Wuppertal, 30.10.2019 - 3 O 384/18
Kunde eines illegalen Online-Casinos hat keinen Anspruch gegen PayPal auf …