Source: https://www.peterlang.com/view/9783653985078/12_Chapter_04.html
Timestamp: 2018-02-22 20:51:57
Document Index: 387336653

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35']

← 84 | 85 →Kapitel 4 Der räumlich-funktionale Zusammenhang mit dem Betrieb nach § 35 Abs. 1 Nr. 6 a BauGB
Das Merkmal des räumlich-funktionalen Zusammenhangs mit dem Betrieb nach § 35 Abs. 1 Nr. 6 a BauGB gründet auf der den Grundsatz größtmöglichen Außenbereichsschutzes präzisierenden Absicht, Splittersiedlungen und somit eine Zersiedelung des Außenbereichs zu verhindern.372 Aufgrund des Vorliegens eines gleichlaufenden Regelungsgehalts in § 35 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 e BauGB kann zur Auslegung auf die in diesem Rahmen festgelegten Grundsätze abgestellt werden.373 An dieser Einschätzung vermag auch die Verwendung verschiedener Begriffe für den Gebäudebestand nichts zu ändern. Denn die zusätzliche Verwendung des Begriffs Hofstelle in § 35 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 e BauGB bedeutet lediglich eine dahingehende Unterscheidung, vom „räumlich-funktionalen Zusammenhang“ im Sinne des § 35 Abs. 1 Nr. 6 a BauGB auch derartige Gebäudeteile umfasst zu sehen, die nicht der Wohnung des Betriebsleiters dienen.374
Im Rahmen der Beurteilung des räumlich-funktionalen Zusammenhangs stellt sich unter anderem die Frage, ob dieser nur hinsichtlich des Basisbetriebs oder im Fall ← 85 | 86 →kooperierender Zulieferer auch hinsichtlich dieser Betriebe bestehen muss.375 Hentschke/Urbisch folgend läge jedenfalls im Fall weitläufiger Gebiete unweigerlich eine größere räumliche Distanz vor, sodass regelmäßig nur wenige Betriebe tatsächlich relevant werden könnten. Weiterhin unterlägen derartige Betriebe der insoweit ausreichenden Restriktion der Herkunft „aus nahe gelegenen Betrieben“ gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 6 b BauGB. Deshalb könne ein entsprechender Zusammenhang ausschließlich mit dem Basisbetrieb gefordert werden.376 Kruschinski nimmt hingegen grundlegend eine Trennung zwischen den Merkmalen „r...