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Timestamp: 2016-10-21 22:00:25
Document Index: 88015741

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'Art. 27', 'Art. 116', 'Art. 106', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 108', 'Art. 65', 'Art. 66']

2D_35/2012 (06.07.2012)
2D_35/2012
Urteil vom 6. Juli 2012
Einwohnergemeinde Bern,
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 3000 Bern 7,
Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern, Beschwerdedienst, Kramgasse 20, 3011 Bern.
Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Mai 2012.
Die 1988 geborene chinesische Staatsangeh�rige X.________ verf�gte von 2002 bis 2008 �ber Aufenthaltsbewilligungen im Kanton Obwalden zwecks Besuchs des Gymnasiums. Sie bestand die Maturit�tspr�fung nicht. Ein Gesuch um Aufenthaltsbewilligung zwecks Besuchs der Kantonsschule wies die zust�ndige Z�rcher Beh�rde am 24. Februar 2009 ab. In der Folge erhielt sie im Kanton Bern eine bis zum 10. Juni 2010 g�ltige Aufenthaltsbewilligung zwecks Besuchs eines Deutschintensivkurses. Bereits im Januar 2010 begann sie beim Bildungszentrum SAKE in Bern eine Ausbildung zur Therapeutin in Traditioneller Chinesischer Medizin, die bis 2013 oder 2014 dauern sollte. Mit Verf�gung vom 19. April 2011 lehnten die Einwohnerdienste (Migration und Fremdenpolizei) der Einwohnergemeinde Bern das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab; zugleich wurde die Wegweisung angeordnet. Eine Beschwerde an die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern blieb erfolglos (Entscheid vom 16. November 2011), und mit Urteil vom 14. Mai 2012 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die gegen den Beschwerdeentscheid vom 16. November 2011 erhobene Beschwerde ab.
X.________ gelangte am 20. Juni 2012 mit vom 18. Juni 2012 datierter Rechtsschrift an das Bundesgericht; sie beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und es sei ihre Aufenthaltsbewilligung zwecks Beendigung ihrer Ausbildung beim SAKE Bildungszentrum zu verl�ngern.
Am 5. Juli 2012 hat die Beschwerdef�hrerin aufforderungsgem�ss und fristgerecht das angefochtene Urteil nachgereicht. Weitere Instruk-tionsmassnahmen sind nicht angeordnet worden.
Das Gesuch um aufschiebende Wirkung (Verzicht auf Wegweisungsvollzug bis zum Entscheid �ber die Beschwerde) wird mit dem vorliegenden instanzabschliessenden Urteil gegenstandslos.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist gem�ss Art. 83 lit. c BGG unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt (Ziff. 2), sowie betreffend Wegweisung (Ziff. 4).
Die Beschwerdef�hrerin hat keinen Rechtsanspruch auf Erteilung der nachgesuchten (weiteren) Aufenthaltsbewilligung zu Ausbildungszwecken; namentlich ergibt sich ein solcher nicht aus der einschl�gigen bundesrechtlichen Norm (Art. 27 AuG; s. Urteil 2D_72/2011 vom 2. M�rz 2012 E. 2.1). Das Urteil des Verwaltungsgerichts kann mithin nicht mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden. Das eingelegte Rechtsmittel ist als subsidi�re Verfassungsbeschwerde zu behandeln. Mit Verfassungsbeschwerde kann (allein) die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 116 BGG); solche R�gen bed�rfen spezifischer Geltendmachung und Begr�ndung (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdef�hrerin nennt kein verfassungsm�ssiges Recht und zeigt nicht auf, inwiefern das Verwaltungsgericht ein solches verletzt haben k�nnte, indem es die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung gesch�tzt hat. Ohnehin fehlte ihr mangels Bewilligungsanspruchs weitgehend das nach Art. 115 lit. b BGG erforderliche rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Urteils, soweit sie den Bewilligungsentscheid in materieller Hinsicht bem�ngelt, und insofern die Berechtigung zur Verfassungsbeschwerde (vgl. BGE 133 I 185).
Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unzul�ssig (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG), und es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. Juli 2012