Source: http://dedocz.com/doc/128457/ehemalige-kehrichtdeponie-solothurn-west---chance-wassers.
Timestamp: 2017-01-20 22:12:39
Document Index: 162781357

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art.\n10', 'Art. 10', 'Art. 9', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 17', 'Art. 9', 'Art.\n10', 'Art. 10', 'Art. 12', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 12', 'Art. 9', 'Art. 12']

ehemalige kehrichtdeponie solothurn west - Chance Wasserstadt
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Auftraggeber: Einwohnergemeinde Solothurn, Stadtbauamt, Solothurn
EHEMALIGE KEHRICHTDEPONIE SOLOTHURN WEST
(&quot;STADTMIST&quot;, SPITELFELD UND OBERER EINSCHLAG)
Br&uuml;hlgraben
Brunngraben
Spitelfeld
Projektleitung: Dr. Rita Hermanns Stengele
Sachbearbeitung: Lars Knechtenhofer, Tanja M&uuml;ller
Koreferat: Daniel B&uuml;rgi
Objekt-Nr. 05.32 (2)
Z&uuml;rich, 18. August 2009
Verwendete Unterlagen, Vorakten
GRUNDLAGEN AUS VOR- UND DETAILUNTERSUCHUNG
Schutzg&uuml;ter
Gef&auml;hrdungsabsch&auml;tzung
ERG&Auml;NZENDE STANDORTUNTERSUCHUNG
Schlussfolgerungen aus allen Untersuchungen
SANIERUNGSBEDARF UND -ZIELE
Altlastenrechtliche Beurteilung Standort Spitelfeld
Altlastenrechtliche Beurteilung Standort Oberer Einschlag
Sanierungsbedarf Nachbargrundst&uuml;cke
Ziel und Machbarkeit der Sanierung
Verfahren zur Dekontamination
Verfahren zur Sicherung
Zusammenfassende Bewertung aller Varianten
SANIERUNGSKONZEPT AUSHUB
Belastete Materialien, Abfallkategorien
Ablauf der Sanierungsarbeiten
&Uuml;berwachung Schutzg&uuml;ter
Deponie &quot;Stadtmist&quot;, Solothurn. Sanierungsprojekt / 05.32
6.10 Grobkostensch&auml;tzung
Beurteilung der Machbarkeit
Beurteilung der Wirksamkeit
Beurteilung der Kosten
Zusammenfassende Beurteilung Sanierungsprojekt Aushub
NORMEN, GESETZLICHE GRUNDLAGEN, REFERENZEN
Deponie &quot;Stadtmist&quot;, SolothurnSanierungsprojekt / 05.32
Situationen Wasser- und Feststoffproben
Profile der Baggersondierungen
Situationen Porenluftuntersuchungen
Analysenberichte Labor
Geologische Profile
Sanierungsprojekt, Situation 1:5’000
Absch&auml;tzung Kubaturen und Kosten
Amt f&uuml;r Umwelt, Kt. Solothurn, Martin Brehmer, Solothurn
Einwohnergemeinde Solothurn, Stadtbauamt, Solothurn
Bernhard Straub, planteam, Solothurn
FRIEDLIPARTNER AG, Z&uuml;rich
Auf der Deponie Stadtmist am Westrand der Stadt Solothurn wurden zwischen Ausgangslage und
1992 und 2006 mehrere Altlastenuntersuchungen durchgef&uuml;hrt. Dabei ergaben Zielsetzung
sich klare Hinweise, dass ein altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf besteht. Im
Jahre 2007 wurde daher beschlossen, mittels Zusatzuntersuchungen den
Sanierungsbedarf abschliessend abzukl&auml;ren und ein Sanierungsprojekt mit
Variantenstudium auszuarbeiten.
Der vorliegende Bericht enth&auml;lt eine Zusammenfassung aller bisherigen Unter- Inhalt des Berichts
suchungsergebnisse, ein Variantenstudium f&uuml;r die Sanierung sowie ein erstes
Grobkonzept f&uuml;r die Sanierungsvariante Aushub.
Auf den beiden Fl&auml;chen „Spitelfeld“ und „Oberer Einschlag“ (totale Fl&auml;che ca. Historik
135‘000 m2) wurde von 1950 bis 1975 der Kehricht der Stadt Solothurn in Kehrichtdeponie
H&uuml;geldeponien abgelagert. Das Deponiegut liegt ohne Abdichtung auf einer
feink&ouml;rnigen Schicht aus Verlandungssediment. Darunter folgt der sandige Grundwassertr&auml;ger. Die gesamten Deponiefl&auml;chen verf&uuml;gen &uuml;ber ein altes Drainagesystem, das direkt in die beiden B&auml;che Brunn- und Br&uuml;hlgraben entw&auml;ssert.
Ein grosser Teil der 310'000 m3 (fest) Deponiegut besteht aus organischem Mate- Schadstoffpotential
rial (bis &gt; 50 %). Abh&auml;ngig vom Ablagerungszeitraum und den Entw&auml;sserungs- Deponiegut
verh&auml;ltnissen (Einstau), ist das Material unterschiedlich stark abgebaut. Aufgrund
der Schadstoffgehalte im Feststoff bzw. in den Eluaten und der Fremdstoffanteile
weist das Deponiematerial mehrheitlich Reaktor- bzw. Reststoffqualit&auml;t auf.
Das Grundwasser und die beiden B&auml;che Brunn- und Br&uuml;hlgraben im Abstrom- Belastung B&auml;che und
bereich der Deponiefl&auml;chen sind u.a. mit Ammonium, Nitrit und chlorierten Grundwasser
L&ouml;sungsmitteln (CKW) bzw. deren Abbauprodukten (z.B. Vinylchlorid) belastet.
Die AltlV-Konzentrationswerte werden f&uuml;r Ammonium und Vinylchlorid im Grundwasser und in beiden B&auml;chen &uuml;berschritten (z.T. &gt; 10-fach).
Ausgehend von allen bisher durchgef&uuml;hrten Untersuchungen besteht f&uuml;r die Sanierungsbedarf
Teilfl&auml;che Spitelfeld eindeutig ein Sanierungsbedarf nach Art. 9 Abs. 2b AltlV bzgl. Spitelfeld
Grundwasser (relevante Schadstoffe: Ammonium und Vinylchlorid) bzw. nach Art.
10 Abs. 2a AltlV bzgl. der Oberfl&auml;chengew&auml;sser Brunngraben, Br&uuml;hlgraben und
Aare (relevante Schadstoffe: Ammonium und Vinylchlorid).
F&uuml;r das Spitelfeld bestand die Hypothese, dass die Quelle der sanierungs- Sanierungsperimeter
bed&uuml;rftigen CKW-Verunreinigung auf eine Teilfl&auml;che eingrenzbar ist. Zur Pr&uuml;fung Spitelfeld
dieser Hypothese wurde eine Rasterbeprobung der Porenluft durchgef&uuml;hrt. Die
Untersuchungen zeigten jedoch, dass praktisch &uuml;berall im Deponieperimeter CKW
nachzuweisen sind und keine eindeutig identifizierbare CKW-Herde bestehen.
Die Teilfl&auml;che Oberer Einschlag ist aufgrund der festgestellten Belastungen im Sanierungsbedarf
Sickerwasser (Hauptschadstoffe Ammonium, Benzol, PCB und Schwermetalle) Oberer Einschlag
&uuml;berwachungsbed&uuml;rftig. Aufgrund der m&ouml;glichen direkten Entw&auml;sserung
(Drainagesystem) in den Brunngraben besteht ein Sanierungsbedarf nach Art. 10
Abs. 2b AltlV. Aufgrund des voraussichtlich ungen&uuml;genden R&uuml;ckhalts besteht
auch ein Sanierungsbedarf f&uuml;r das Grundwasser nach Art. 9, Abs. 2d AltlV.
Aufgrund des festgestellten Sanierungsbedarfs war f&uuml;r die beiden Ablagerungsstandorte ein Sanierungsprojekt nach Art. 17 Altlastenverordnung (AltlV) auszuarbeiten. Im vorliegenden Bericht wird das Sanierungsprojekt erarbeitet. Das
eigentliche Ausf&uuml;hrungsprojekt wird erst im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens erstellt.
Sanierungsziel
Ziel der Sanierung ist die Beseitigung der Einwirkungen oder der konkreten Gefahr solcher Einwirkungen, die zur Sanierungsbed&uuml;rftigkeit gef&uuml;hrt haben. Schadstoffe m&uuml;ssen nicht zwingend entfernt werden, es gilt das Prinzip des nachhaltigen Quellenstopps. Insbesondere besteht kein Zwang zur Totaldekontamination.
F&uuml;r die Sanierung wurden verschiedene denkbare Sanierungsvarianten ermittelt.
Dabei wurden folgende Dekontaminations- und Sicherungs-Verfahren n&auml;her
betrachtet: Teil- und Totalaushub, Pump and Treat, In situ Strippen / Air-Sparging,
Biosparging / Aerobisierung, Monitored Natural Attenuation, Einkapselung,
Permeable Reaktive Barrieren.
Aushub als
Bestvariante
Die genannten Verfahren wurden jeweils bez&uuml;glich den Kriterien Machbarkeit,
Wirksamkeit sowie Kosten beurteilt. Die Variante Aushub schnitt in der Gesamtbewertung am besten ab. Insbesondere weist sie eine deutlich bessere Wirksamkeit als alle anderen Varianten auf. F&uuml;r die Variante Aushub wurde daher auch
das Sanierungsprojekt erarbeitet.
Teil- oder Totaldekontamination
Bei der Variante Aushub wird der gesamte Oberboden (30'000 m3 fest) und das
gesamte Deponiegut (310'000 m3 fest) vom Standort entfernt. Mit dieser
Teildekontamination w&uuml;rde das altlastenrechtliche Sanierungsziel voraussichtlich
bereits erreicht. Bei einer Totaldekontamination w&uuml;rde zus&auml;tzlich auch der leicht
belastete anstehende Untergrund (36'000 m3 fest) ausgehoben und entfernt.
inkl. Hallen
Zu Beginn ist die notwendige Infrastruktur zu erstellen (Lagerpl&auml;tze, Verkehrswege etc.). Zur Vermeidung von Geruchsemissionen ist die Installation einer
mobilen Abbauhalle und einer station&auml;ren Aufbereitungshalle zu pr&uuml;fen.
Entw&auml;sserung und
Vorbel&uuml;ftung
Vor dem eigentlichen Aushub ist die Deponie zu entw&auml;ssern (Deponiegut steht ca.
1 m im Wasser). Anschliessend ist eine Vorbel&uuml;ftung des Deponieguts durchzuf&uuml;hren (Vermeidung &uuml;berm&auml;ssiger Geruchsemissionen und explosionsf&auml;higer
Deponiegas-Luft-Gemische).
Aushub und Triage
in 5 Fraktionen
Nach Abtrag des Oberbodens wird das Deponiegut ausgehoben. In einer Aufbereitung vor Ort wird das Deponiegut in f&uuml;nf verschiedene Fraktionen (Brennbarer
Abfall, mineralisches Aushubmaterial und stark abgebauter Kehricht, Bauschutt,
Metalle, Spezialabf&auml;lle) aufgetrennt.
Als m&ouml;gliche Entsorgungswege kommen KVA, Zementwerke, Sonderm&uuml;llverbrennungsanlagen, Bodenwaschanlagen sowie Reaktor-, Rest- und Inertstoffdeponien in Frage. Es wird eine hohe Vewertungsquote angestrebt.
Kosten 80-200 Mio,
Zeitbedarf 2-4 Jahre
Basierend auf Erfahrungswerten und zahlreichen Annahmen wird von Kosten von
ca. 80–200 Mio CHF und einer Ausf&uuml;hrungsdauer von 2–4 Jahren ausgegangen.
Mit der Aushubvariante besteht eine machbare, wirksame und nachhaltige
Sanierungsmethode, mit welcher das Sanierungsziel erreicht werden kann.
Stadtmist Solothurn
(Spitelfeld und Oberer Einschlag)
Parzellen Kat.-Nr.
GB2038, GB5251 (Spitelfeld),
GB2025 (Oberer Einschlag)
Mittlere Koordinaten
606'190 / 227'900 (Spitelfeld)
605'900 / 227'640 (Oberer Einschlag)
Mittlere Kote
ca. 429 m &uuml;.M.
Deponiefl&auml;chen
ca. 108'000 m2 (Spitelfeld)
ca. 25'000 m2 (Oberer Einschlag)
Gew&auml;sserschutzbereich
Grundwasserschutzzone
Keine Zone
Eintrag im Kataster der
belasteten Standorte
022.001.002A (Spitelfeld)
022.001.001A (Oberer Einschlag)
Die Stadtmist-Deponien sind in die beiden Teilfl&auml;chen Spitelfeld und Oberer Ein- Lage
schlag unterteilt und liegen in der Landwirtschaftszone an der westlichen Stadtgrenze von Solothurn. Das Gebiet wird durch die beiden kanalisierten B&auml;che
Br&uuml;hl- und Brunngraben in Richtung Aare entw&auml;ssert. Der Obere Einschlag liegt in
der Schutzzone Witi (Grenze ist der Brunngraben). Die &Ouml;rtlichkeiten sind in den
Situationen in den Anh&auml;ngen 1 und 5 ersichtlich.
Aufgrund der bisherigen Untersuchungen sind das Grundwasser und die beiden Sanierungsbedarf
B&auml;che Brunn- und Br&uuml;hlgraben im Abstrombereich der Deponiefl&auml;chen Spitelfeld
und Oberer Einschlag u.a. mit Ammonium, Nitrit und chlorierten L&ouml;sungsmitteln
(CKW) bzw. deren Abbauprodukten (z.B. Vinylchlorid) belastet. Aufgrund dieser
Belastungen sind die Standorte als sanierungsbed&uuml;rftig gem&auml;ss Altlastenverordnung (AltlV) einzustufen. Die ausf&uuml;hrliche Beurteilung nach AltlV findet sich in
Kapitel 4 des vorliegenden Berichts. Die Feststellung des altlastenrechtlichen
Status in Form einer Verf&uuml;gung durch das Amt f&uuml;r Umwelt Kanton Solothurn steht
Mit Auftragsbest&auml;tigungen vom 27. April 2007 und 25. M&auml;rz 2008 wurde die Auftrag
FRIEDLIPARTNER AG von der Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn beauftragt, erg&auml;nzende Standortuntersuchungen durchzuf&uuml;hren und ein Sanierungsprojekt zu Handen des AfU auszuarbeiten.
Optimale Sanierungsmassnahmen
Im vorliegenden Sanierungsprojekt werden m&ouml;gliche Sanierungsvarianten
bewertet und ein Vorschlag f&uuml;r eine optimale Sanierungsvariante gemacht. Es soll
als Beurteilungsgrundlage f&uuml;r das AfU zur Genehmigung des Sanierungsprojektes
dienen (Art. 18 AltlV). Die Beh&ouml;rde entscheidet daraufhin &uuml;ber die definitiven
Sanierungsziele und Sanierungsmassnahmen.
Der Bericht umfasst ein Sanierungsprojekt nach Art. 17 AltlV mit Schwerpunkt auf
dem Variantenstudium und einem Konzept f&uuml;r die optimale Sanierungsvariante.
F&uuml;r die konkrete Umsetzung ist im Rahmen des Baubewilligungsverfahren zu
einem sp&auml;teren Zeitpunkt ein detailliertes Ausf&uuml;hrungsprojekt auszuarbeiten.
Benedikt Affolter
Baselstrasse 7
Tel. 032 626 93 10
Vollzugsbeh&ouml;rden
Amt f&uuml;r Umwelt (AfU) Kanton Solothurn
Dr. Martin Brehmer
Tel. 032 627 20 52
Dr. Rita Hermanns Stengele
Tel. 044 315 10 10
Eigentumsverh&auml;ltnisse
Die heutigen Eigentums- und Pachtverh&auml;ltnisse sind in der Tabelle 1 zusammengestellt.
Eigentums- und Pachtverh&auml;ltnisse der betroffenen Parzellen
Deponieteil
Eigent&uuml;mer
P&auml;chter
GB 2038
78'240
der Stadt Solothurn
Bernhard Lehmann, Solothurn,
Ulrich Rothen, Bellach
GB 5251
30'850
GB 2025
24'930
Bernhard Lehmann, Solothurn
Die gesetzlichen Grundlagen und Richtlinien f&uuml;r die Bearbeitung von Altlasten- Gesetzliche
f&auml;llen sind in Kapitel 9 aufgef&uuml;hrt.
[1] FRIEDLIPARTNER AG (2006). Ehemalige St&auml;dtische Kehrichtdeponie Solo- Vorakten
thurn West (&quot;Stadtmist&quot;). Altlastenvoruntersuchung: Technische Untersuchung Etappe 2. Bericht FRIEDLIPARTNER AG, 23. Februar 2006.
[2] Geotechnisches Institut (2005). Altdeponien Stadtmist Solothurn Weststadt,
Informationsaustausch Hydrogeologie. Protokoll. Daniele Biaggi. 1. April
[3] Geotechnisches Institut (2005). Deponien Stadtmist (Solothurn West), Unterlagen zur Sitzung vom 31. M&auml;rz 2005.
[4] Ambio (2005). Stadtmist Solothurn. Voruntersuchung Boden. Eruierung der
Schadstoffbelastung des Bodens und Gef&auml;hrdungsabsch&auml;tzung. M&auml;rz 2005.
[5] Friedli Geotechnik AG (2003). Solothurn Weststadt, Kehrichtdeponien 2.
Sondierungsetappe. Aktennotiz. 5. Dezember 2003.
[6] Sieber Cassina + Partner AG (2003). Weststadt Solothurn, Belastungen des
Grundwassers mit chlorierten Kohlenwasserstoffen, Untersuchungsresultate
der Probenahmekampagne, Mai 2003. 30. Juni 2003.
[7] Friedli Geotechnik AG (2001). Zwischenbericht Solothurn Weststadt, Kehrichtdeponien, Erste Erkenntnisse im Rahmen der technischen Untersuchung. 29.
Oktober 2001.
[8] Friedli Geotechnik AG (2001). Pflichtenheft zur erg&auml;nzenden technischen
Untersuchung, ehemalige st&auml;dtische Kehrichtdeponie „Stadtmist“. 23. April
[9] Friedli Geotechnik AG (1996). Ehemalige st&auml;dtische Kehrichtdeponien in der
Weststadt, Zusammenfassender Jahresbericht 1996. 18. Dezember 1996.
[10] Friedli Geotechnik AG (1996). Bericht &uuml;ber die Kontrollmessungen vom
05.01.1996, ehemalige st&auml;dtische Kehrichtdeponien in der Weststadt. 16. April 1996.
[11] Geotechnisches Institut (1995). Ehemalige Deponie „Stadtmist“, Kurzbericht
&uuml;ber bisherige Untersuchungsergebnisse und Vorschlag f&uuml;r das weitere Vorgehen. 13. September 1995.
[12] Friedli Geotechnik AG (1994). Ehemalige st&auml;dtische Kehrichtdeponien in der
Weststadt, Bericht &uuml;ber die Kontrollmessungen vom 24.01.1994 an den Sickerw&auml;ssern aus der Deponie Spitelfeld (GB2038). 14. Februar 1994.
[13] Friedli Geotechnik AG (1992). Ehemalige st&auml;dtische Kehrichtdeponien (Stadtmist) in der Weststadt, Bericht &uuml;ber die Untersuchungen an den Deponien
Spitelfeld (GB2038) und Oberer Einschlag (GB2025), Empfehlungen f&uuml;r das
weitere Vorgehen. 23. Juni 1992.
Im vorliegenden Kapitel werden die Ergebnisse der Untersuchungen aus den
Jahren 1992-2006 nochmals zusammenfassend dargestellt (vgl. Vorakten).
Ist-Zustand/ Nutzung
Auf den Deponiefl&auml;chen wurde nach der Rekultivierung Ackerwirtschaft betrieben.
Seit 1982 darf auf dem Spitelfeld nur noch Graswirtschaft (inkl. Weide) betrieben
werden. Aufgrund von neueren Bodenuntersuchungen [4] sind 2008 durch das
AfU f&uuml;r den Ostteil des Spitelfeldes weitere Nutzungseinschr&auml;nkungen verf&uuml;gt
worden. Auf dem Oberen Einschlag wird nach wie vor Ackerwirtschaft betrieben.
Kehrichtablagerung
Die Kehrichtablagerungen auf dem Spitelfeld erfolgten von 1950 bis 1970, im
Bereich des Oberen Einschlags von 1971 bis 1976. Nach 1976 wurden keine
Abf&auml;lle mehr abgelagert. Die Anlage der Deponie wurde etappenweise auf dem
vorg&auml;ngig st&uuml;ckweise abhumusierten Untergrund ausgef&uuml;hrt. Die Deponien verf&uuml;gen weder &uuml;ber eine Sohlenabdichtung noch &uuml;ber Sickerwasserdrainagen [1, 13].
Das abgelagerte Material besteht zur Hauptsache aus Siedlungsabf&auml;llen der
Stadt Solothurn (ca. 90 %). Zus&auml;tzlich sind Gewerbe- und Industrieabf&auml;lle wie
Farb- und L&ouml;sungsmittelreste, diverse Industrieschl&auml;mme, Strassenwischgut,
Autoreifen, Glas und Metzgereiabf&auml;lle vorhanden [13].
Geologie /
Das Deponiegut liegt ohne Abdichtung auf dem anstehenden Untergrund. Dieser
besteht im Bereich der Deponien aus 1-3 m m&auml;chtigen feink&ouml;rnigen Verlandungssedimenten, darunter folgen sandige Seeablagerungen.
In den sandigen Seeablagerungen ist ein subartesisch gespanntes Grundwasservorkommen vorhanden. Der Flurabstand des Grundwassers betr&auml;gt im Bereich
des Spitelfeldes 1-2 m. Die generelle Grundwasserfliessrichtung verl&auml;uft nach
SSE bis S [1].
Entw&auml;sserung
Das gesamte Gebiet der Stadtmistdeponie ist stark drainiert. Die abgesenkten
Br&uuml;hl- und Brunngraben dienen dabei als Vorfluter f&uuml;r die Drainagen und das
oberfl&auml;chennahe Grundwasser. Trotz des wahrscheinlich schlechten Zustandes
des alten Entw&auml;sserungssystems (Dichtigkeit, Verschl&auml;mmung) fliesst immer noch
ein relevanter Teil des Deponiesickerwassers &uuml;ber die Drainage- und Sickerleitungen in den Br&uuml;hl- und Brunngraben. Das restliche Sickerwasser infiltriert ins
Grundwasser und exfiltiert stromabw&auml;rts in die beiden Kan&auml;le [1].
Relevante Schutzg&uuml;ter sind der Boden, das Grundwasser und die Oberfl&auml;chengew&auml;sser Br&uuml;hlgraben, Brunngraben und die Aare.
Die Kubaturen an abgelagertem Deponiematerial betragen f&uuml;r die Teilfl&auml;che Kubaturen
Spitelfeld ca. 250'000 m3 (fest), f&uuml;r die Teilfl&auml;che Oberer Einschlag ca. 60'000 m3
(fest). Durch Emissionen aus dem Deponiegut wurden zus&auml;tzlich ca. 33'000 m3
(fest) Oberboden (Deponieabdeckung) und ca. 36'000 m3 (fest) anstehender
Untergrund mit Schadstoffen belastet. Ingesamt ergibt sich eine Kubatur an
belastetem Material von ca. 380'000 m3 (fest).
Wie im Abschnitt Historik (Abschnitt 2.1) erw&auml;hnt, besteht das Deponiegut Art und Menge der
mehrheitlich aus Siedlungsabf&auml;llen (ca. 90 %) sowie z.T. aus Gewerbe- und Schadstoffe
Industrieabf&auml;llen. In den durchgef&uuml;hrten Baggerschlitzen wurde u.a. Sperrgut,
Plastik (Abfalls&auml;cke), Gummi (Pneus), Textilien, Papier, Metall-, Glas-, Keramikund Holzst&uuml;cke etc. angetroffen.
Aufgrund der Schadstoffgehalte im Feststoff und der Fremdstoffanteile weist das
Deponiematerial mehrheitlich Reststoff- bzw. Reaktorstoffqualit&auml;t auf. Lokal
d&uuml;rften die Anforderungen der TVA an Inertstoffe erf&uuml;llt sein.
Die im 2005 beprobten Sickerw&auml;sser aus dem Spitelfeld und dem Oberen Sickerw&auml;sser
Einschlag wiesen hohe organische Frachten und allgemein stark reduzierende
Verh&auml;ltnisse auf. Die Gehalte an Vinylchlorid, Ammonium, Benzo(a)pyren,
PCB, Benzol und diversen Schwermetallen lagen zum Teil deutlich &uuml;ber dem
AltlV-Konzentrationswert.
Sowohl im Grundwasser als auch im Br&uuml;hl- und Brunngraben wurden im Belastungen in den
Abstrombereich der Deponien teilweise stark erh&ouml;hte Ammonium-, Nitrit- und Schutzg&uuml;tern
DOC-Konzentrationen festgestellt. Weiter treten durchwegs erh&ouml;hte Belastungen
mit Vinylchlorid auf. Die AltlV-Konzentrationswerte werden bei Ammonium und
Vinylchlorid im Grundwasser und im Brunn- und Br&uuml;hlgraben &uuml;berschritten (z.T.
&gt; 10-fach).
Aufgrund der Historik, Untersuchungen im Deponiek&ouml;rper (Feststoffproben) und Herkunft der Belastung
Zustrommessungen im Grundwasser und in den B&auml;chen stammen die festgestellten Immissionen eindeutig aus den abgelagerten Abf&auml;llen auf dem Spitelfeld
und dem Oberen Einschlag.
Das Schadstoffpotential ist aufgrund der starken bis sehr starken Belastung des Schadstoffpotential
Deponieguts und der sehr grossen Kubaturen als sehr hoch einzustufen [1].
Das Freisetzungspotential ist aufgrund folgender Punkte ebenfalls als sehr hoch Freisetzungspotential
einzustufen:
Fehlende Oberfl&auml;chenversiegelung
Fehlende Sohlenabdichtung
Direkte Entw&auml;sserung von Deponiesickerwasser in die Oberfl&auml;chengew&auml;sser
Brunn- und Br&uuml;hlgraben
Teilweise hoch mobile Schadstoffe (CKW)
Eine Freisetzung von Schadstoffen in die Schutzg&uuml;ter ist nachweisbar bereits
Gef&auml;hrdung m&ouml;glich
Die erh&ouml;hten Vinylchlorid- und Ammoniumkonzentrationen in Brunn- und Br&uuml;hlgraben stellen eine Gef&auml;hrdung dieser beiden Gew&auml;sser dar. Insbesondere ist
durch die gute Zug&auml;nglichkeit der Gew&auml;sser auch eine Gef&auml;hrdung von Mensch
und Umwelt (Flora/Fauna) nicht auszuschliessen [1].
Zuk&uuml;nftige Emissionen
Das hohe Schadstoffpotential und die im Vergleich zum gesamten
Schadstoffpotential geringen j&auml;hrlich emittierten Frachten deuten auf einen
Emissionszeitraum von deutlich mehr als 50 Jahren hin [1]. Das Emissionsniveau
wird somit in den n&auml;chsten Jahrzehnten voraussichtlich nur langsam reduziert.
Die altlastenrechtliche Beurteilung der Deponiefl&auml;chen, basierend auf s&auml;mtlichen
bisher durchgef&uuml;hrten Arbeiten ist in Kapitel 4 dargelegt.
Basierend auf den zwischen 1992 und 2005 durchgef&uuml;hrten Untersuchungen (vgl. Ausgangslage
Vorakten, Kap. 1.5) waren die beiden Deponiefl&auml;chen Spitelfeld (KbS-Nr.
022.001.002A) und Oberer Einschlag (KbS-Nr. 022.001.001A) als belastete
Standorte zu beurteilen.
Die Fl&auml;che Spitelfeld war bereits aufgrund der fr&uuml;heren Untersuchungen [1]
eindeutig als sanierungsbed&uuml;rftig bzgl. der Schutzg&uuml;ter Grundwasser und Oberfl&auml;chengew&auml;sser zu beurteilen.
Die Fl&auml;che Oberer Einschlag war aufgrund der fr&uuml;heren Untersuchungen als
&uuml;berwachungsbed&uuml;rftig einzustufen. Der Sanierungsbedarf konnte im oben
genannten Bericht [1] aufgrund von Wissensl&uuml;cken noch nicht abschliessend
Im Rahmen der Erarbeitung des vorliegenden Sanierungsprojektes wurden 2007 Zus&auml;tzliche
und 2008 zus&auml;tzliche technische Untersuchungen zur Schliessung von Kenntnis- Untersuchungen
l&uuml;cken durchgef&uuml;hrt (erg&auml;nzende Standortuntersuchungen).
Basierend auf den Ergebnissen k&ouml;nnen die beiden Deponiefl&auml;chen nun Abschliessende
abschliessend altlastenrechtlich beurteilt werden (vgl. Kapitel 4). Weiter konnten Beurteilung m&ouml;glich
zus&auml;tzliche Erkenntnisse bzgl. der Materialqualit&auml;t im Hinblick auf die Beurteilung
der Sanierungsvarianten (vgl. Kapitel 5) gewonnen werden.
Im vorliegenden Kapitel 3 werden die Ergebnisse dieser Zusatzuntersuchungen
zusammenfassend dargestellt.
Ausgef&uuml;hrte Arbeiten
Mit den durchgef&uuml;hrten erg&auml;nzenden Untersuchungen sollten die folgenden Ziele
erreicht werden:
Verifizierung der Belastungen im Abstrombereich der Deponiefl&auml;chen (Grundwasser und Oberfl&auml;chengew&auml;sser)
Differenzierte Beuteilung des Oberen Einschlags bzgl. der altlastenrechtlichen
Beurteilung des Spitelfelds hinsichtlich allf&auml;lligen nicht sanierungsbed&uuml;rftigen
Teilfl&auml;chen (altlastenrechtliche notwendige Sanierungsmassnahmen)1.
Charakterisierung des Deponiematerials inkl. chemischer Belastung im Hinblick auf die Entsorgung
Die erg&auml;nzenden Untersuchungen waren in die folgenden vier Teile gegliedert:
Teil 1: Zus&auml;tzliche Grundwasserbeprobungen im Abstrom der beiden
Deponiefl&auml;chen sowie im Brunn- und Br&uuml;hlgraben. Insbesondere wurde eine
neue Messstelle (MS 2, vgl. Anhang 1) im Brunngraben eingerichtet mit dem
Ziel, allf&auml;llige unterschiedliche Einfl&uuml;sse der beiden Deponiefl&auml;chen auf den
Brunngraben zu erkennen.
Teil 2: Baggersondierungen im Deponiek&ouml;rper zur besseren Beurteilung des
Deponiematerials.
Teil 3: Porenluft-Rasterbeprobung zur Ermittlung der r&auml;umlichen Verteilung
der Belastung mit chlorierten L&ouml;sungsmitteln (CKW) auf der Fl&auml;che Spitelfeld.
Teil 4: F&uuml;nf zus&auml;tzliche Piezometer im Deponiek&ouml;rper des Spitelfelds.
Untersuchung des Sickerwassers auf CKW.
Die ausgef&uuml;hrten Arbeiten sind untenstehend aufgelistet. Die Lage der Sondierungen und der Probenahmestellen kann den Situationen in Anhang 1 entnommen
8. Juni 2007: Entnahme von vorgepumpten Grundwasserproben (Entnahmetiefe 3.5 m) aus Piezometern KB 2, KB 3, IMP Bautest AG, Oberbuchsiten.
8. Juni 2007: Entnahme von Sch&ouml;pfproben aus dem Br&uuml;hl- und Brunngraben
(bei US 1, MS 2 und US 3) durch IMP Bautest AG, Oberbuchsiten.
Aufgrund der vier unterschiedlichen Ablagerungszeitr&auml;ume in den vier Sektoren D1-D4
(vgl. Anhang 6) bestand f&uuml;r das Spitelfeld die Hypothese, dass die Quellen der sanierungsbed&uuml;rftigen CKW-Verunreinigungen auf einzelne Teilfl&auml;chen eingrenzbar sind. Auf dem
Oberen Einschlag (Sektor D5) wurden die Abf&auml;lle ohne Etappierung, in einem einzigen
Ablagerungszeitraum eingebaut. Daher k&ouml;nnen beim Oberen Einschlag keine Teilfl&auml;chen
mit anderer Abfallzusammensetzung eingegrenzt werden. Beim Oberen Einschlag wurde
daher auf eine weitere Untersuchung der Porenluft zur Eingrenzung von Schadstoffherden
Chemische Analysen der Grund- und Bachwasserproben durch IMP Bautest
AG, Oberbuchsiten. Analyseparameter: pH-Wert, Leitf&auml;higkeit, O2, Ammonium, Nitrit, DOC, Schwermetalle und PUT (u.a. CKW).
12. Juli 2007: Aufgraben von 8 Baggerschlitzen auf der Deponiefl&auml;che Spitelfeld durch die Reinhold D&ouml;rfiger AG, Egerkingen; geologische und organoleptische Aufnahme der Sondierungen, Entnahme von Feststoffproben des Deponiegutes und des anstehenden Untergrundes durch die FRIEDLIPARTNER
AG. Entnahme von Deponiematerial f&uuml;rs Eluat-Tests nach TVA und AltlV.
Chemische Analysen der Feststoffproben (Deponiegut und Verlandungssedimente) durch IMP Bautest AG, Oberbuchsiten. Analyseparameter: pH-Wert,
Leitf&auml;higkeit, O2, Ammonium, Nitrit, DOC, Schwermetalle und PUT (u.a.
CKW).
Chemische Analysen von Eluaten (1x AltlV, 1x TVA 24h) aus dem Deponiegut
durch IMP Bautest AG, Oberbuchsiten, Analyseparameter: pH-Wert, Leitf&auml;higkeit, O2, Ammonium, Nitrit, DOC, PCB, Schwermetalle, PUT (u.a. CKW).
24./25. April 2008: Rasterbeprobung der Porenluft auf der Fl&auml;che Spitelfeld
durch die UmweltMess GmbH, L&uuml;tzelfl&uuml;h. Messung von CH4, H2S, CO2 und
CKW in der Porenluft an 45 Messpunkten.
September 2008: Versetzen von 5 Grundwassermessstellen (PM 2008-1 bis
2008-5, 2 Zoll) durch die UmweltMess GmbH, L&uuml;tzelfl&uuml;h.
8. Oktober 2008: Entnahme von Sickerwasserproben (Entnahmetiefe 2 m)
aus den Piezometern PM 2008-1 bis PM 2008-5 durch das Institut Bachema,
Schlieren.
Chemische Analyse an den Sickerwasserproben durch das Institut Bachema,
Schlieren. Analyseparameter: PUT.
16. Januar 2009: Aufgraben von 3 Baggerschlitzen auf der Deponiefl&auml;che
Spitelfeld und Oberer Einschlag durch die Reinhold D&ouml;rfiger AG, Egerkingen;
geologische und organoleptische Aufnahme der Sondierungen durch die
FRIEDLIPARTNER AG, Vor-Ort-Beurteilung des Deponiegutes durch spezialisierte Entsorgungsunternehmen, Entnahme von Proben zur Feststoffanalytik
und f&uuml;r Eluat-Tests nach TVA.
Chemische Analyse an den Feststoffproben und Eluattests durch das Institut
Bachema, Schlieren. Analyseparameter: Schwermetalle, KW-Index, PUT.
Die Ergebnisse der Zusatzuntersuchung sind zusammen mit den Ergebnissen
fr&uuml;herer Untersuchungen in Anhang 1 dargestellt:
Anhang 1.1: Feststoffproben
Anhang 1.2: Sickerwasserproben und AltV-Eluate
Anhang 1.3: Grundwasser- und Bachwasserproben
Die Profile der Baggerschlitze 2007-1 bis 2007-08 sind in Anhang 2 beigelegt. Die
Porenluftanalysen sind als Belastungskarten in Anhang 3 dargestellt (Interpolation
mittels Programm SURFER, Methode &quot;Kriging&quot;). Die vollst&auml;ndigen Analyseberichte der Labore finden sich in Anhang 4.
3.3.1 Ergebnisse Feststoffproben und TVA-Eluate
Die Zusammensetzung des Deponiegutes ist sowohl im Spitelfeld als auch im
Oberen Einschlag sehr heterogen und &auml;ndert kleinr&auml;umig. Die organoleptische
Aufnahme der Baggerschlitze der Zusatzuntersuchung best&auml;tigte im Allgemeinen
die Materialqualit&auml;ten der bisherigen Untersuchungen (ca. 90 % Siedlungsabf&auml;lle,
ca. 10 % Gewerbe- bzw. Industrieabf&auml;lle, vgl. Abschnitt 2.3). Im Baggerschlitz BS
2007-7 wurde eine ca. 1 m m&auml;chtige Schicht aus sandigem Kies mit ca. 50 %
mineralischen Bauabf&auml;llen angetroffen.
Das Deponiegut ist abh&auml;ngig von der Tiefe, dem Alter und der Abfallzusammensetzung unterschiedlich stark verwittert bzw. abgebaut. Die oberste, nicht
eingestaute Schicht des Deponiegutes (ca. 1 m) ist im Allgemeinen stark verwittert
und weist einen kleineren organischen Anteil auf. Die darunter liegenden
Schichten weisen h&ouml;here organische Anteile auf.
In horizontaler Hinsicht unterscheiden sich nur die &auml;ltesten Ablagerungen im
Nordostviertel des Spitelfelds deutlich vom Rest. Hier ist der mineralische Anteil
h&ouml;her und es ist weniger Plastik vorhanden als in den anderen, j&uuml;ngeren
Bereichen von Spitelfeld und Oberem Einschlag.
Feststoffproben
Deponiegut
Die analysierten Feststoffproben des Deponiegutes weisen durchwegs stark erh&ouml;hte Kohlenwasserstoff- und PAK-Gehalte auf (&gt; Inertstoff, vgl. Anhang 1.1).
Auch die Schwermetalle Blei, Kupfer, Zink und Quecksilber wurden teilweise in
Konzentrationen deutlich &uuml;ber den entsprechenden Inertstoff-Grenzwerten
nachgewiesen. Das Material ist somit im Allgemeinen als Reaktor- bzw.
Reststoffmaterial zu klassieren.
Das Deponiegut weist im Allgemeinen einen hohen Anteil an organischem Material auf. Abh&auml;ngig vom Ablagerungszeitraum und den Entw&auml;sserungsverh&auml;ltnissen (Einstau) ist der organische Anteil unterschiedlich stark abgebaut. Selbst in
den &auml;ltesten Ablagerungen betr&auml;gt der organische Anteil (Gl&uuml;hverlust) jedoch
immer noch 10-20 %. So wurde an zwei Mischproben aus &auml;lteren Ablagerungsbereichen des Spitelfelds (&quot;BS 2007-01-1/BS 2007-04-1&quot; und &quot;BS 2007-051/BS2007-06-2&quot;) ein Gl&uuml;hverlust von 12.9 bzw. 20.3 % festgestellt. Bei den
j&uuml;ngeren Bereichen d&uuml;rfte der organische Anteil weit h&ouml;her (&gt; 50 % liegen).
Aus vier Sondierungen wurden Proben der anstehenden Verlandungssedimente Feststoffproben
untersucht. Das tonig-siltige Material wies dabei schwache Belastungen mit Untergrund
Kohlenwasserstoffen auf (&lt; Inerstoff-Grenzwert). Die Konzentrationen von PAK,
Blei, Kupfer, Quecksilber sowie Zink lagen durchwegs unter dem Grenzwert f&uuml;r
unverschmutzten Aushub. Das Material kann somit insgesamt als tolerierbarer
Aushub klassiert werden.
Mit Deponiegut aus dem Spitelfeld (Proben BS 2007-8-1, BS 2009-2-1, vgl. TVA-Eluate
Anhang 1.1) wurden TVA-Eluate (24 h) hergestellt (vgl. Tabelle 2). Die Anfor- Deponiegut
derungen der TVA an Inertstoffdeponien wurden bei Ammonium, Nitrit und Arsen
nicht eingehalten. Bei den Schwermetallen wurden keine &Uuml;berschreitungen des
massgebenden Grenzwertes festgestellt. Das Deponiematerial ist auch aufgrund
dieser Ergebnisse (wie bereits aufgrund der Feststoffproben) als Reaktor- bzw.
Ausgew&auml;hlte Schadstoff-Gehalte in den TVA-Eluaten
BS 2007-08-1
BS 2009-02-1
Grenzwert TVA
(Inertstoffe)
(Reststoffe)
Ammonium (N)
KW-Index
&lt; 0.002
&lt; 0.0002
Alle Messwerte in mg/l gel&ouml;ste Konzentration. Rote Zahlen: &gt; Grenzwert f&uuml;r Inertstoffe.
3.3.2 Ergebnisse Emissionsmessungen (AltlV-Eluate und Sickerwasser)
AltlV-Eluat-Test
Mit Deponiegut aus dem nord&ouml;stlichen Bereich des Spitelfelds (Probe BS 2007-11, vgl. Anhang 1.2) wurde ein AltlV-Eluat-Test durchgef&uuml;hrt. Das Material ist relativ
stark verwittert und weist einen kleineren Fremdstoffanteil als die neueren
Ablagerungen auf.
In Tabelle 3 sind die im AltlV-Eluat gemessenen Konzentrationen zusammengestellt. Die Substanzen Vinylchlorid und Antimon &uuml;berschritten die entsprechenden Konzentrationswerte der AltlV. Ammonium &uuml;berschritt 50 % des
AltlV-Konzentrationswerts.
Ausgew&auml;hlte Schadstoff-Gehalte im Altlasten-Eluat der Probe BS 2007-1-1
W/F 0.25
W/F 3.0
W/F 6.0
Konzentrationswert
AltlV
&lt; 0.005
&micro;g/l
&lt; 0.05
&lt; 0.01
Alle Messwerte in mg/l bzw. &micro;g/l Eluat gel&ouml;ste Konzentration (vgl. Spalte „Einheit“).
W/F = Wasser-Feststoff-Verh&auml;ltnis. Rote Zahlen: &gt; Konzentrationswert AltlV, orange: &gt; 50% AltlV
In allen f&uuml;nf Sickerwasserproben aus den Piezometern im Deponiek&ouml;rper des
Spitelfelds (PM 2008-1 bis 5, vgl. Anhang 1.2) wurden Spuren von organischen
L&ouml;sungsmitteln, insbesondere Benzol, festgestellt. Die maximale BenzolKonzentration betrug 4.4 &micro;g/l und lag damit knapp unterhalb des halben Konzentrationswertes der AltlV (10 &micro;g/l). Weiter zeigten zwei Proben Belastungen mit
Vinylchlorid (0.07 bzw. 0.11 &micro;g/l) in der Gr&ouml;ssenordnung des AltlVKonzentrationswertes (0.10 &micro;g/l).
In der Sickerwasserprobe aus dem Oberen Einschlag (Piezometer in BS 2009-01)
vom 16.01.2009 wurde Ammonium und Blei &uuml;ber dem AltlV-Konzentrationswert
nachgewiesen. Benzol und Cadmium lagen &uuml;ber der H&auml;lfte der entsprechenden
AltlV-Konzentrationswerte.
3.3.3 Ergebnisse Immissionsmessungen (Bachwasser und Grundwasser)
Die beiden Abstromproben im Br&uuml;hl- und Brunngraben (US 1, US 2, vgl. Anhang Oberfl&auml;chengew&auml;sser
1.3) wiesen auch im 2007 wiederum erh&ouml;hte Werte an Ammonium, Nitrit und
Vinylchlorid auf. In beiden B&auml;chen lagen insbesondere die Konzentrationen an
Vinylchlorid mit 0.94 bzw. 1.66 &micro;g/l um ein Mehrfaches &uuml;ber dem entsprechenden
AltlV-Konzentrationswert von 0.1 &micro;g/l.
Im Brunngraben zeigte die Probe der Messstelle MS 2 (Abstrom Spitelfeld und
Anstrom Oberer Einschlag, vgl. Situation Anhang 1.3) bei der Messung im Jahre
2007 nur Spuren von Ammonium, Nitrit und PER. Die Probe wies somit &auml;hnliche
Konzentrationen wie die Zustromprobe OS 2 im Jahre 2005 auf. Alle Messwerte
lagen unterhalb des AltlV-Konzentrationswertes.
Die Grundwasserprobe aus dem Abstrom des Spitelfeldes (KB 2, vgl. Anhang 1.3) Grundwasser
zeigte deutliche &Uuml;berschreitungen der AltlV-Konzentrationswerte bei verschiedenen Schadstoffen. So wurden 46.5 &micro;g/l Vinylchlorid (AltlV-Konzentrationswert 0.1
&micro;g/l) und 21.5 mg/l Ammonium (AltlV-Konzentrationswert 0.5 mg/l) festgestellt.
Im Abstrom des Oberen Einschlag wurden dagegen nur Spuren von PER (0.05
&micro;g/l) und Ammonium (0.09 mg/l) gefunden.
3.3.4 Ergebnisse Porenluftmessung
Zwecks Abgrenzung von allenfalls nicht sanierungsbed&uuml;rftigen Bereichen wurden
im Spitelfeld Porenluftmessungen durchgef&uuml;hrt. Die Messungen zeigen generell
ein sehr heterogenes Bild (vgl. Anhang 3).
Bei 31 der 45 Beprobungspunkte wurden CKW festgestellt, haupts&auml;chlich Trichlor- CKW
(TRI) und Tetrachlorethen (PER). Die maximalen Konzentrationen betrugen rund
0.1 ml/m3 (Summe CKW) und lagen somit deutlich unter den entsprechenden
Konzentrationswerten der AltlV2 (50 ml/m3 f&uuml;r PER sowie f&uuml;r TRI). Die r&auml;umliche
Verteilung ist heterogen. Mit Ausnahme eines s&uuml;dlichen zentralen Bereichs
wurden &uuml;berall zumindest Spuren von CKW festgestellt (vgl. Anhang 3.1). Die
festgestellten Belastungen stehen in keinem Zusammenhang mit den Ablagerungszeitr&auml;umen, sowohl in den &auml;ltesten als auch in den j&uuml;ngeren Ablagerungen
treten CKW auf.
Die Methangehalte schwankten sehr stark und reichten von 0 bis max. 46 Vol.-%. Methan
und lagen somit teilweise deutlich &uuml;ber dem AltlV-Konzentrationswert von 10'000
ml/m3 (= 1 Vol.-%). Die Belastungsschwerpunkte liegen f&uuml;r Methan eindeutig im
j&uuml;ngeren, westlichen Bereich der Deponie (vgl. Anhang 3.2).
Kohlendioxid (CO2) war, wie Methan, v.a. am westlichen Rand des Spitelfelds Kohlendioxid
stark erh&ouml;ht sowie in geringerem Ausmass auch an den n&ouml;rdlichen und &ouml;stlichen
Die Konzentrationswerte f&uuml;r Luft gem&auml;ss AltlV k&ouml;nnen nur angewendet werden, wenn das
Schutzgut Luft betroffen ist, d.h. wenn sich Personen regelm&auml;ssig w&auml;hrend l&auml;ngerer Zeit in
geschlossenen R&auml;umen im Einflussbereich der Deponiegase aufhalten. Beim Stadtmist
Solothurn ist dies nicht der Fall. Im vorliegenden Bericht werden die Konzentrationswerte
daher nur zu orientierenden Zwecken verwendet.
Deponier&auml;ndern (vgl. Anhang 3.3). Die maximalen Konzentrationen betrugen 30
Vol-% (AltlV-Konzentrationswert = 0.5 Vol-%).
Schwefelwasserstoff konnte nur in der Westh&auml;lfte des Spitelfelds festgestellt
werden (vgl. Anhang 3.4). Der AltlV-Konzentrationswert von 10 ml/m3 wurde dabei
an vier Messpunkten bis 10-fach &uuml;berschritten.
Aus den Ergebnissen der Zusatzuntersuchung und aller fr&uuml;heren Untersuchungen
(vgl.Vorakten) ergeben sich folgende Schlussfolgerungen:
Qualit&auml;t Deponiematerial
Das Deponiematerial weist einen hohen Anteil an organischem Material auf.
Selbst in den &auml;ltesten Ablagerungen betr&auml;gt der organische Anteil (Gl&uuml;hverlust)
10-20 %. Bei den j&uuml;ngeren Bereichen d&uuml;rfte der organische Anteil weit h&ouml;her (&gt;
50 % liegen). Basierend auf den Methan- und CO2-Messungen ist die Abbauaktivit&auml;t der organischen Anteile in den meisten Bereichen immer noch sehr hoch.
Aufgrund der Schadstoffgehalte im Feststoff (vgl. Anhang 1.1), im TVA-Eluat
sowie der Fremdstoffanteile weist das Deponiematerial mehrheitlich Reaktorbzw. Reststoffqualit&auml;t auf. Lokal d&uuml;rften die Anforderungen der TVA an Inertstoffe erf&uuml;llt sein.
Anstehender
Die direkt unter den Ablagerungen anstehenden Verlandungssedimente sind nur
schwach bis m&auml;ssig belastet (max. Inertstoffqualit&auml;t). Die Eindringtiefe der Belastungen d&uuml;rfte gering sein (wenige Dezimeter).
Sickerwasser und
AltlV-Eluate
Sowohl die Sickerw&auml;sser der Deponien Spitelfeld und Oberer Einschlag als auch
die AltlV-Eluate von Deponiematerial aus dem Spitelfeld weisen wiederholt stark
erh&ouml;hte Schadstoff-Konzentrationen auf (vgl. Anhang 1.2). Insbesondere
Ammonium, Vinylchlorid und diverse Schwermetalle wie Blei und Antimon
liegen z.T. deutlich &uuml;ber den entsprechenden Konzentrationswerten der AltlV.
Vereinzelt &uuml;berschritten in Sickerwasserproben auch weitere Schadstoffe wie
PCB, Benzol und Benzo(a)pyren die Konzentrationswerte der AltlV.
Belastungen in den
Schutzg&uuml;tern
Die Ergebnisse der zus&auml;tzlichen Beprobungen best&auml;tigten die bereits fr&uuml;her
festgestellten Belastungen im abstr&ouml;menden Grundwasser und in den Abstromproben in den beiden B&auml;chen Brunn- und Br&uuml;hlgraben. Die Konzentrationswerte
der AltlV sind insbesondere f&uuml;r Ammonium und Vinylchlorid teilweise deutlich
&uuml;berschritten (vgl. Anhang 1.3). In den Anstromproben war Vinylchlorid hingegen
nicht nachweisbar und Ammonium nur in sehr geringen Konzentrationen.
Die Porenluft wurde insgesamt viermal beprobt (1992, 2001, 2005 und 2008, vgl.
[13], [7], [1] sowie Kap. 3.3.4 des vorliegenden Berichts). Dabei wurden bei jeder
Kampagne andere Probenahme- und Analysen-Methoden eingesetzt. Die
Ergebnisse sind daher nur bedingt vergleichbar. Es k&ouml;nnen bez&uuml;glich der
Belastung der Porenluft folgende Schlussfolgerungen gezogen werden:
Bei den Ablagerungen im Oberen Einschlag und im j&uuml;ngeren, westlichen Teil des
Spitelfelds weist die Porenluft stellenweise sehr hohe Methankonzentrationen
auf (Spitelfeld bis 47.4%, Oberer Einschlag bis 47.5 %). Bei Arbeiten in diesen
Bereichen ist daher die latente Explosionsgefahr zu beachten (vgl. Kap. 6.6,
Sicherheitsaspekte). Neben Methan sind in diesen Bereichen auch weitere
Deponiegase wie CO2 und H2S stark erh&ouml;ht.
Die Porenluft ist zudem auf der ganzen Fl&auml;che des Spitelfeldes und auch im
Oberen Einschlag mit CKW belastet (je nach Probenahmekampagne und je nach
Probe v.a. mit Per, Tri, Vinylchlorid und/oder Methylenchlorid, mit Konzentrationen
Σ CKW bis max. 3 ml/m3). Die CKW-Gehalte zeigen keinen Zusammenhang mit
dem Alter der Ablagerungen. Insbesondere k&ouml;nnen auch keine gr&ouml;sseren CKWfreie Teilfl&auml;chen ausgeschieden werden.
Neben CKW wurden in diversen Porenluft-Proben aus beiden Deponiefl&auml;chen
weitere organische Schadstoffe wie BTEX, MTBE sowie aliphatische Kohlenwasserstoffe (C2-C10) in Konzentrationen bis max. ca. 250 ml/m3 nachgewiesen.
F&uuml;r die beiden Ablagerungsstandorte Spitelfeld und Oberer Einschlag wurde in
der Vor- bzw. Detailuntersuchung [1] bereits ein Vorschlag f&uuml;r die altlastenrechtliche Beurteilung gemacht (vgl. Kap. 2 und Abschnitt 3.1. des vorliegenden
Berichts). Nachfolgend wird die Klassierung der Standorte unter Einbezug der
neuen Untersuchungsergebnisse (vgl. Kap. 3) nochmals ausgef&uuml;hrt.
Sanierungsbed&uuml;rftiger
Die erg&auml;nzenden Standortuntersuchungen (vgl. Kapitel 3) best&auml;tigen die
Beurteilung des Ablagerungsstandortes Spitelfeld (Nr. 022.001.002A) aus der Vorbzw. Detailuntersuchung. Er ist eindeutig als sanierungsbed&uuml;rftiger Standort zu
4.2.1 Sanierungsbedarf hinsichtlich Grundwasser
Ein Sanierungsbedarf hinsichtlich Schutz des Grundwassers nach Art. 9 Abs. 2b
AltlV besteht aus folgenden Gr&uuml;nden3:
Deutliche &Uuml;berschreitung der AltlV-Konzentrationswerte im Grundwasser f&uuml;r
Ammonium und Vinylchlorid im unmittelbaren Abstrom des Spitelfelds
(Probenahmestelle KB 2). Aufgrund der Ergebnisse der Anstromprobe (vgl.
[1]) sowie der Ergebnisse der Sickerwasserproben und des AltlV-Eluats von
Deponiematerial stammen die Schadstoffe eindeutig aus dem Spitelfeld.
4.2.2 Sanierungsbedarf hinsichtlich Oberfl&auml;chengew&auml;sser
Ein Sanierungsbedarf hinsichtlich Schutz von Oberfl&auml;chengew&auml;ssern nach Art.
10 Abs. 2a AltlV besteht aus folgenden Gr&uuml;nden:
Hinsichtlich Br&uuml;hl- und Brunngraben ist ein Sanierungsbedarf aufgrund der
stark erh&ouml;hten Ammonium- und Vinylchloridkonzentrationen im eingeleiteten
Gem&auml;ss Aussagen des Amtes f&uuml;r Umwelt wurden bei der &ouml;stlich angrenzenden Deponie
Unterhof im Grundwasser keine relevanten Schadstoffbelastungen nachgewiesen, obwohl
die geologische bzw. hydrogeologische Situation vergleichbar mit den Verh&auml;ltnissen beim
Spitelfeld ist. Allerdings sind auf der Deponie Unterhof im Unterschied zum Spitelfeld keine
mobilen Schadstoffe wie z.B. CKW im Deponiematerial vorhanden (Ablagerungen im
Zeitraum 1926 bis 1947, vor dem verbreiteten Einsatz von CKW). Auch der organische
Anteil der Abf&auml;lle im Unterhof ist deutlich geringer als bei den Abf&auml;llen im Stadtmist (im
Unterhof abgelagerte Haushaltsabf&auml;lle wurden vorg&auml;ngig meist verbrannt, so kamen nur die
Asche und unbrennbare Gegenst&auml;nde zur Ablagerung). Die im Unterhof in relevanten
Konzentrationen nachgewiesenen Schwermetalle sind weniger mobil als CKW und werden
in den feink&ouml;rnigen Verlandungssedimenten vermutlich praktisch vollst&auml;ndig adsorbiert und
dadurch zur&uuml;ckgehalten.
Sickerwasser gegeben (mehr als Zehnfache &Uuml;berschreitung der
Konzentrationswerte in den Sickerwasserprobe der Kontrollsch&auml;chte KS 1
und KS 2, welche direkt in Brunn- bzw. Br&uuml;hlgraben entw&auml;ssern, vgl. [1]).
Weiterhin besteht auch hinsichtlich des Oberfl&auml;chengew&auml;sser Aare ein
Sanierungsbedarf nach Art. 10 Abs 2a AltlV, da die Vinylchloridkonzentrationen in den Aarezufl&uuml;ssen Br&uuml;hl- und Brunngraben den AltlV-Konzentrationswert um &uuml;ber das 10-fache &uuml;berschreiten.
4.2.3 Sanierungsbed&uuml;rftiger Perimeter
Aufgrund der Heterogenit&auml;t der Ablagerungen und der praktisch &uuml;berall im Ganze Fl&auml;che
Deponiek&ouml;rper auftretenden CKW-Belastungen ist keine Ausscheidung von nicht sanierungsbed&uuml;rftig
sanierungsbed&uuml;rftigen Fl&auml;chen m&ouml;glich (vgl. Kap. 3). Die Quellen der CKWImmissionen k&ouml;nnen nicht n&auml;her eingegrenzt werden. Der Sanierungsbedarf
besteht somit f&uuml;r die gesamte Fl&auml;che des Ablagerungsstandortes Spitelfeld.
4.2.4 Sanierungsbedarf hinsichtlich Boden
Hinsichtlich des Schutzgutes Boden besteht f&uuml;r das Spitelfeld gem&auml;ss Art. 12 Abs Sanierungsbedarf f&uuml;r
1 AltlV ein Sanierungsbedarf, da die Konzentrationswerte aus Anhang 3 AltlV f&uuml;r S&uuml;dostecke
Kupfer &uuml;berschritten werden. Diese &Uuml;berschreitung und somit der Sanierungsbedarf ist jedoch auf die s&uuml;d&ouml;stliche Ecke des Spitelfelds beschr&auml;nkt (vgl. [4]).
Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass auf der Deponiefl&auml;che des Oberen Weniger CKW als
Einschlags das Schadstoffpotential bez&uuml;glich der chlorierten L&ouml;sungsmittel wahr- Spitelfeld
scheinlich niedriger ist als im Falle des Spitelfeldes. So wurden in einer Grundwasserprobe aus KB 3 (Abstrom Oberer Einschlag) nur Spuren von PER
gemessen (vgl. Anhang 1.3). Die Beurteilung des Standorts Oberer Einschlag
kann daher bzgl. CKW nicht analog derjenigen des Spitelfeldes erfolgen. Bei
anderen Schadstoffen wie Benzol, Ammonium und den Schwermetallen liegen im
Oberen Einschlag allerdings vergleichbare oder gar h&ouml;here Belastungen vor [1].
4.3.1 Sanierungsbedarf hinsichtlich Grundwasser
Hinsichtlich des Schutzgutes Grundwasser ist der Ablagerungsstandort Oberer &Uuml;berwachungsbedarf
Einschlag (Nr. 022.001.001A) aus untenstehenden &Uuml;berlegungen als &uuml;berwachungsbed&uuml;rftig nach AltlV zu beurteilen:
Im abstromseitigen Grundwasser (Probenahmestelle KB 3) wurden in den
beiden Beprobungen im 2005 und 2007 geringe Konzentrationen von
Ammonium, Nitrit und Tetrachlorethen (PER) festgestellt. Die massgebenden
halben Konzentrationswerte der AltlV wurden jedoch nicht &uuml;berschritten. Es
besteht daher nach Art. 9 Abs. 2b AltlV kein Sanierungsbedarf, nach Art. 9
Abs. 1b jedoch allenfalls ein &Uuml;berwachungsbedarf. Es kann allerdings nicht
ausgeschlossen werden, dass die Schadstoffe nicht aus dem Oberen
Einschlag, sondern aus dem Spitelfeld bzw. aus dem Anstrombereich
oberhalb beider Deponiefl&auml;chen stammen.
Sanierungsbedarf da
ungen&uuml;gender R&uuml;ckhalt
Im Sickerwasser aus den Probenahmestelle BS 2005-4 und BS 2009-1
wurden die AltlV-Konzentrationswerte f&uuml;r Ammonium, Benzol, PCB und
diverse Schwermetalle teilweise z.T. deutlich &uuml;berschritten (vgl. Abschnitt 3.3
und [1]). Diese Sickerwasserproben k&ouml;nnen als Eluat des Deponiematerials
aus dem Oberen Einschlag betrachtet werden. Daher ist der Standort nach
Art. 9 Abs. 1a eindeutig &uuml;berwachungsbed&uuml;rftig.
Ein Sanierungsbedarf hinsichtlich des Schutzes des Grundwassers besteht nach
Art. 9 Abs. 2d aufgrund des oben aufgef&uuml;hrten &Uuml;berwachungsbedarfs und des
ungen&uuml;genden R&uuml;ckhaltes des Untergrundes:
Zwischen den Ablagerungen und dem Grundwasserleiter besteht eine ca. 80
cm m&auml;chtige Schicht aus tonig-siltigen Verlandungssedimenten. Diese feink&ouml;rnige Schicht wirkt vermutlich als verz&ouml;gernde Barriere f&uuml;r die Schadstoffausbreitung (vgl. dazu die Ergebnisse der Feststoffanalysen dieser Schicht,
Abschnitt 3.3). Die geringe Durchl&auml;ssigkeit dieser Verlandungssedimente und
das geringe Alter der Ablagerungen haben wahrscheinlich bisher einen
relevanten Eintrag von Schadstoffen ins Grundwasser verhindert.
Die Grundwasserbelastungen beim Spitelfeld (&auml;ltere Ablagerungen als Oberer
Einschlag) zeigen allerdings, dass die Verlandungssedimente voraussichtlich
keine dauerhafte Barriere f&uuml;r mobile Schadstoffe wie Ammonium, Benzol und
chlorierte L&ouml;sungsmittel darstellen. Insbesondere Benzol und Ammonium
treten auch bei Sickerwasser des Oberen Einschlages in erh&ouml;hten Konzentrationen auf und k&ouml;nnen l&auml;ngerfristig ins Grundwasser gelangen.
Aufgrund der Analogie von abgelagerten Materialien und der Analogie des
geologischen Untergrunds beim Spitelfeld und beim Oberen Einschlag ist
damit zu rechnen, dass auch beim Oberen Einschlag (mit j&uuml;ngeren
Ablagerungen) zuk&uuml;nftig relevante Schadstoff-Konzentrationen im abstr&ouml;menden Grundwasser gemessen werden k&ouml;nnen.
4.3.2 Sanierungsbedarf hinsichtlich Oberfl&auml;chengew&auml;sser
&Uuml;berwachungsbedarf
Hinsichtlich des Schutzes der Oberfl&auml;chengew&auml;sser ist der Obere Einschlag als
&uuml;berwachungsbed&uuml;rftig nach AltlV zu beurteilen:
Sanierungsbedarf bzgl.
Ein Sanierungsbedarf hinsichtlich des Brunngrabens besteht nach Art. 10 Abs.
2b aufgrund des ungen&uuml;genden R&uuml;ckhaltes des Untergrundes:
Aufgrund der teilweise deutlichen &Uuml;berschreitung der AltlV-Konzentrationswerte im Sickerwasser (= Eluat des Deponiematerials) aus den Probenahmestellen BS 2005-4 und BS 2009-1 f&uuml;r Ammonium, Benzol, PCB und
diverse Schwermetalle (vgl. Abschnitt 3.3) ist der Standort nach Art. 10 Abs.
1a &uuml;berwachungsbed&uuml;rftig.
Die Deponiefl&auml;che ist zumindest teilweise drainiert. Die Drainagen entw&auml;ssern
direkt in den Brunngraben (f&uuml;r Details vgl. [1]). Es ist daher wahrscheinlich,
dass zumindest lokal Sickerwasser aus der Deponie ohne Passage der Verlandungssedimente direkt in den Brunngraben gelangt. Damit ist der Standort
nach Art. 10 Abs. 2b wegen des ungen&uuml;genden R&uuml;ckhaltes als sanierungsbed&uuml;rftig zu klassieren.
Ob die Bedingungen von Art. 10 Abs. 2a AltlV f&uuml;r einen Sanierungsbedarf hin- Sanierungsbedarf bzgl.
sichtlich des Schutzgutes Aare erf&uuml;llt sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt aus Aare nicht beurteilbar
untenstehenden Gr&uuml;nden nicht abschliessend beurteilt werden:
Beim Oberen Einschlag liegt die Differenz von Ab- und Zustrom (US 2 – MS
2) des Brunngraben-Bachwassers f&uuml;r Vinylchlorid im Bereich des 10-fachen
AltlV-Konzentrationswerts. Da der Brunngraben anschliessend in die Aare
entw&auml;ssert, w&uuml;rde dies nach Art. 10 Abs. 2a AltlV einen Sanierungsbedarf
bez&uuml;glich dem Schutzgut Aare bedeuten.
Das im Brunngraben bei US 2 gemessene Vinylchlorid d&uuml;rfte allerdings nicht
nur aus dem Oberen Einschlag, sondern z.T. auch aus dem Spitelfeld
stammen: Aufgrund der starken Drainagewirkung dient der Brunngraben auch
als Vorfluter f&uuml;r das abstromseitige Grundwasser des Spitelfelds (vgl. dazu
die Ausf&uuml;hrungen in [1]). Sowohl das Spitelfeld als auch der Obere Einschlag
emittieren somit Schadstoffe in den Brunngraben. Der Einfluss der beiden
Deponienfl&auml;chen kann jedoch nicht klar differenziert werden. Die Bedingungen von Art. 10 Abs. 2a AltlV sind f&uuml;r den Oberen Einschlag wahrscheinlich
erf&uuml;llt. Eine abschliessende Beurteilung ist jedoch nicht m&ouml;glich.
4.3.3 Sanierungsbedarf hinsichtlich Boden
Hinsichtlich des Schutzgutes Boden besteht f&uuml;r den Oberen Einschlag gem&auml;ss Kein Sanierungsbedarf
Art. 12 Abs 1 AltlV kein Sanierungsbedarf, da die Konzentrationswerte aus
Anhang 3 AltlV f&uuml;r keine Substanz &uuml;berschritten werden (vgl. [4]).
Es gibt keine Hinweise, dass belastetes Material ausserhalb des eigentlichen Keine Ablagerungen,
Deponieperimeters abgelagert wurde. Auch ist nicht damit zu rechnen, dass keine Phase
fl&uuml;ssige Schadstoffe in Phase &uuml;ber den eigentlichen Deponieperimeter hinaus
gelangt sein k&ouml;nnten.
Es kann daher davon ausgegangen werden, dass sich der sanierungsbed&uuml;rftige Perimeter auf Deponien
Perimeter auf die in Anhang 6 dargestellten Fl&auml;chen “Spitelfeld” und “Oberer beschr&auml;nkt
Einschlag” beschr&auml;nkt. Insbesondere ist nicht damit zu rechnen, dass benachbarte Grundst&uuml;cke im Anstrom oder im Abstrom der Deponiefl&auml;chen sanierungsbed&uuml;rftig sind.
Ziel der Sanierung ist die Beseitigung der Einwirkungen oder der konkreten Ge- Ziel der Sanierung
fahr solcher Einwirkungen, die zur Sanierungsbed&uuml;rftigkeit gef&uuml;hrt haben. Schadstoffe m&uuml;ssen nicht zwingend entfernt werden, es gilt das Prinzip des nachhaltigen Quellenstopps. Generell gilt als minimales Sanierungsziel, dass mit den
Sanierungsmassnahmen die sch&auml;dlichen oder l&auml;stigen Einwirkungen vom belasteten Standort auf ein Schutzgut so weit verringert werden, dass keine Sanierungsbed&uuml;rftigkeit mehr gegeben ist (Art. 9 bis 12 AltlV).
Das Sanierungsziel kann durch Dekontamination, Sicherung oder Nutzungseinschr&auml;nkung erreicht werden (BUWAL, 2001). Die Sanierung ist nach Erreichen der
Sanierungsziele abgeschlossen. Die Beh&ouml;rden k&ouml;nnen ein etappiertes Vorgehen
zur Erreichung der Sanierungsziele vorsehen.
Nachweis der Machbarkeit der Sanierung
Die Sanierungsmassnahmen m&uuml;ssen eine langfristig wirksame und nachhaltige
Gefahrenbeseitigung erm&ouml;glichen. Die Machbarkeit der Sanierungsmassnahmen
ist vom Sanierungspflichtigen nachzuweisen.
Abweichen vom
Bei der Sanierung zum Schutz der oberirdischen Gew&auml;sser oder des Grundwassers kann vom Ziel abgewichen werden wenn
dadurch die Umwelt gesamthaft weniger belastet wird;
sonst unverh&auml;ltnism&auml;ssige Kosten anfallen w&uuml;rden; und
bei oberirdischen Gew&auml;ssern: das Gew&auml;sser die Anforderungen der
Gew&auml;sserschutzgesetzgebung an die Wasserqualit&auml;t erf&uuml;llt.
bei Grundwasser: die Nutzbarkeit des Grundwassers gew&auml;hrleistet ist.
So kann eine kosteng&uuml;nstige und umweltvertr&auml;gliche Sanierungsmassnahme vorgezogen werden, sofern sie zu einer wesentlichen Verbesserung der Umweltsituation f&uuml;hrt (BUWAL, 2001).
F&uuml;r die Sanierung der Deponien Spitelfeld und Oberer Einschlag wurden ver- Allgemeines
schiedene denkbare Sanierungsvarianten ermittelt. Einerseits wurden Verfahren
zur Dekontamination (Abschnitt 5.1), andererseits Verfahren zur Sicherung (Abschnitt 5.2) der belasteten Standorte diskutiert.
Die Verfahren wurden jeweils bez&uuml;glich den Kriterien Machbarkeit, Wirksamkeit
sowie Kosten (qualitativ) beurteilt (Tabelle 4 und Tabelle 5). Grunds&auml;tzliche Vorund Nachteile s&auml;mtlicher Verfahren sind in Abschnitt 5.3 zusammenfassend
dargestellt (Tabelle 6).
Im Folgenden werden f&uuml;nf Verfahren zur Dekontamination evaluiert. Im Anschluss
an die Tabelle 4 werden die Verfahren kurz erl&auml;utert und bez&uuml;glich ihrer grunds&auml;tzlichen Eignung beurteilt. F&uuml;r beide Deponien werden die gleichen Verfahren
Aushub: Totaldekontamination oder Teildekontamination
In situ-Sanierung durch aktive hydraulische Verfahren: Pump and Treat
In situ-Sanierung durch pneumatische Verfahren: Strippen / Air-Sparging
In situ-Sanierung durch biologische Verfahren: Biosparging oder
Aerobisierung
Beurteilung m&ouml;glicher Sanierungsvarianten zur Dekontamination (Vorstudie)
Total- oder Teildekontamination
Entfernen der Schadstoffe
aus dem Untergrund /
Grundwasser durch Aushub
der belasteten Materialien
und umweltgerechte Entsorgung
Machbarkeit Deponien Stadtmist
• Erfahrungswert: Stand der Technik
• Kontrollierbarkeit: gut
• Schwierigkeitsgrad: mittel; Aushub im Grundwasser
oder Grundwasserabsenkung, geringe M&auml;chtigkeit
• Erfolgsaussichten: gut, nachhaltige
• Realisierungszeit: mittel
• Umweltauswirkung: Belastung Luft /
L&auml;rm durch Aushub und Abtransport;
Bel&auml;stigung der Anwohner durch Luft
(Geruch)
• Akzeptanz: mittel -hoch
• Flexibilit&auml;t: hoch
• Realisierungskosten:
hoch, keine Anlagenkosten
• Kosten nach Realisierung: gering,
kein umfangreiches Monitoring
n&ouml;tig
• Nutzungsm&ouml;glichkeiten: gut
• Entsorgung: belastetes GW muss entsorgt / gereinigt werden; bei Deponierung: Verlagerung; bei
Verbrennung / Bodenw&auml;sche: Verwertung als
Aktive hydraulische Verfahren
GW, hier Sickerwasser,
fassen, mit Pumpen f&ouml;rdern,
behandeln (z.B. Spaltanlage)
und reinfiltrieren oder in
Kanalisation einleiten
evtl. in
einer vertikalen
evtl. zus&auml;tzlich vertikale
Infiltration des
Deponiek&ouml;rpers: durch
„Bew&auml;sserung“ in situ„W&auml;sche“, ausgewaschenen
Schadstoffe werden mit
Filterbrunnen abgepumpt
• Erfahrungswert: hoch, Stand der Technik (Pump
and Treat)
• Schwierigkeitsgrad: mittel, Schadstoffe im GW
verf&uuml;gbar. Heterogene, eher geringe
Durchl&auml;ssigkeit des Deponiek&ouml;rpers
• Realisierungszeit: mittel - hoch
• Akzeptanz: mittel - hoch
• Flexibilit&auml;t: mittel - hoch
• Entsorgung: Reinigung und Reinfiltration des abgepumpten Wassers oder Einleitung in Kanalisation
• Einfluss auf Nachbargeb&auml;ude (Setzungen): keine,
da nicht eigentlicher GW-Spiegel abgesenkt wird
Ehemalige Kehrichtdeponie Solothurn West (&quot;Stadtmist&quot;, Spitelfeld und Oberer Einschlag) / 05.32
• Erfolgsaussichten: L&ouml;slichket der
Schadstoffe im GW gegeben; zu
Beginn sehr gut, aber Effektivit&auml;t der
Reinigungsleistung l&auml;sst mit der Zeit
nach, Einpendeln auf ein bestimmtes
Schadstoffniveau, Nachdiffundieren
(Desorption) der Schadstoffe; in Kombination mit Infiltration bessere Erfolgsaussichten; keine Sanierung der
Quelle, nur der Auswirkungen, nicht
• Realisierungskosten: Anlagekosten je nach Variante mittel bis
hoch; Betriebskosten: hoch (je
nach Zeitdauer) durch Abpumpen,
Reinigung und Reinfiltration oder
Ableitung des Sickerwassers
• Kosten nach Realisierung: gering mittel
• Nutzungsm&ouml;glichkeit: mittel
• Umweltauswirkungen: gering
Strippen / AirSparging
Einblasen von Luft in ges&auml;ttigte Zone, Austreiben der
Schadstoffe in unges&auml;ttigte
Zone, Absaugen und Reinigung der Bodenluft, evtl.
auch F&ouml;rderung des biologischen Abbaus
• Schwierigkeitsgrad: mittel - hoch
• Erfolgsaussichten: schlecht –mittel;
Fl&uuml;chtigkeit der Schadstoffe nur f&uuml;r
Vinylchlorid gegeben, Abbaubarkeit
der Schadstoffe, aerob und teilweise
anaerob gegeben; Sauerstoffversorgung f&ouml;rdert biologischen Abbau;
Inhomogenit&auml;ten vermindern die
Effizienz; nachhaltig?
• Akzeptanz: mittel
• Flexibilit&auml;t: mittel
• Entsorgung: Fassen und Reinigung der abgesaugten Bodenluft notwendig (z.B. Aktivkohle)
(kombiniert mit
Strippen)
Einleiten von Luft bzw.
Druckluft in Deponiek&ouml;rper,
dadurch Beschleunigung des
biologischen Abbaus organischer Schadstoffe in
ges&auml;ttigter, teilweise auch in
unges&auml;ttigter Bodenzone
(Biosparging)
• Kontrollierbarkeit: gut-mittel
• Schwierigkeitsgrad: mittel
• Erfolgsaussichten: Ammonium gut,
Vinylchlorid aber schlecht biologisch
abbaubar; beschleunigter in situAbbau des Schadstoffpotentials in Deponie sowohl in ges&auml;ttigter (schwerfl&uuml;chtige) als auch in unges&auml;ttigter
Zone (leicht fl&uuml;chtige Schadstoffe).
Verlagerung der Schadstoffe in GW
oder Luft m&ouml;glich; nachhaltig, wenn
• Entsorgung: bei Kombination mit Strippen; Fassen
und Reinigung der abgesaugten Bodenluft
notwendig (z.B. Aktivkohle)
• Betriebskosten: mittel-hoch (je
nach Zeitdauer)
• Realisierungskosten: je nach
Variante mittel bis hoch
• Realisierungskosten: mittel-hoch
(je nach Zeitdauer), Zufuhr von
Energie notwendig
• Kosten Nach Realisierung: gering
• Nutzungsm&ouml;glichkeit: mittel - hoch
• Umweltauswirkungen: gering-mittel (je
nach Kontrolle); Beseitigung von
Methangasemissionen
Intensive Grundwasser&uuml;berwachung (Monitoring)
ohne weitere Massnahmen
• Erfahrungswert: mittel, nicht in CH
• Realisierungskosten: gering
• Schwierigkeitsgrad: einfach
• Erfolgsaussichten: gering, Vinylchlorid
werden schlecht abgebaut; nicht
nachhaltig, da Sanierung &gt; eine
• Kosten nach Realisierung: mittel
(nur Analytik, aber &uuml;ber lange Zeit)
• Realisierungszeit: hoch
• Akzeptanz: mittel - gering
• Flexibilit&auml;t: keine
• Umweltauswirkungen: mittel - gering
• Entsorgung: keine
5.1.1 Aushub (Total- oder Teildekontamination)
Beim Aushub wird der Schadensherd ausgekoffert und je nach Zusammensetzung
gesetzeskonform entsorgt (Bodenw&auml;sche, thermische Behandlung, Deponierung
etc). Anfallendes belastetes Grundwasser ist dabei zu fassen und allenfalls nach
einer Behandlung der Kanalisation (ARA) zuzuf&uuml;hren oder, wenn m&ouml;glich, dem
Grundwasserleiter zur&uuml;ckzugeben (Wiederversickerung).
Die r&auml;umlichen Ausmasse der Deponiek&ouml;rper sind gut bekannt. Da die M&auml;chtig- Technische
keit der Ablagerungen nur wenige Meter (maximal 3 m) betragen und durch eine Machbarkeit
noch vorhandene geringm&auml;chtige Schicht aus Verlandungssedimenten vom anstehenden Untergrund getrennt sind, bereitet der Aushub der Abf&auml;lle nur geringe
technische Schwierigkeiten. Mit entsprechenden baulichen Massnahmen (Spundw&auml;nde und Absenken des GW-Spiegels innerhalb der Deponien) k&ouml;nnen die Abf&auml;lle ausgekoffert, vor Ort triagiert und einer gesetzeskonformen Entsorgung zugef&uuml;hrt werden. Sollte der gewachsene Untergrund ebenfalls noch Belastungen
aufweisen, k&ouml;nnen auch diese entfernt werden.
Bei der Aushubvariante kann zwischen einer Total- und einer Teildekontamination Total- vs Teildekontamination
Bei einer Totaldekontamination w&uuml;rde das gesamte belastete Material vom TotalStandort entfernt. So w&uuml;rden neben dem belasteten Oberboden und dem dekontamination
Deponiegut auch die belasteten Verlandungssedimente vom Standort entfernt.
Nach einer Totaldekontamination w&auml;re am Standort kein belastetes Untergrundmaterial mehr vorhanden. Der Standort k&ouml;nnte aus dem Kataster der belasteten
Standorte (KbS) entlassen werden.
Zur Erreichung des altlastenrechtlichen Sanierungsziels (Beseitigung der Ein- Teilwirkungen oder der konkreten Gefahr solcher Einwirkungen, die zur Sanierungs- dekontamination
bed&uuml;rftigkeit gef&uuml;hrt haben, vgl. Abschnitt 4.5) ist keine Totaldekontamination
notwendig. Der Sanierungsperimeter d.h. der Aushubbereich k&ouml;nnte prinzipiell
sowohl in lateraler, als auch in vertikaler Hinsicht auf die eigentlichen Schadstoffherde begrenzt werden, welche zur Sanierungsbed&uuml;rftigkeit f&uuml;hren.
Im vorliegenden Fall ist eine Eingrenzung in lateraler Hinsicht jedoch nicht
m&ouml;glich: F&uuml;r das Spitelfeld wurde mittels Rasterbeprobung der Porenluft und
Sickerwasserproben gepr&uuml;ft, ob eine Eingrenzung der Schadstoffquellen,
insbesondere bzgl. Vinylchlorid, auf Teilfl&auml;chen m&ouml;glich ist (vgl. Kap. 3). Die
durchgef&uuml;hrte Untersuchungen zeigten jedoch, dass CKW-Belastungen auf
mindestens 2/3 der Fl&auml;che des Spitelfeldes auftreten. Es konnte keine gr&ouml;ssere
CKW-freie Teilfl&auml;che ausgeschieden werden.
Auch f&uuml;r den Oberen Einschlag gibt es keine Hinweise, dass eine laterale Eingrenzung von sanierungsbed&uuml;rftigen Schadstoffherden m&ouml;glich w&auml;re (keine
Abgrenzung von Sektoren mit unterschiedlichen Abfallarten vorhanden).
Bez&uuml;glich der vertikalen Ausdehnung ist eine Begrenzung des Aushubs auf die
Schicht mit dem Deponiegut, welches die eigentliche Schadstoffquelle darstellt,
denkbar. Der oberhalb des Deponieguts liegende Oberboden sowie die unter
dem Deponiegut liegenden Verlandungssedimente sind zwar auch belastet,
f&uuml;hren aber mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu einem Sanierungsbedarf
bez&uuml;glich Grundwasser oder Oberfl&auml;chengew&auml;sser. Ein altlastenrechtlicher
Sanierungsbedarf hinsichtlich des Schutzgutes Boden besteht nur f&uuml;r die
s&uuml;d&ouml;stliche Ecke des Spitelfelds (vgl. Kap. 4).
Der Oberboden m&uuml;sste aus technischer Hinsicht jedoch auch bei einer
Teildekontamination entfernt werden (damit das darunterliegende Deponiegut
ausgehoben werden kann). Stark belastetes Bodenmaterial m&uuml;sste dabei
gesetzeskonform entsorgt werden (Inert- oder Reststoff/Reaktordeponie).
Unbelastetes und schwach belastetes Bodenmaterial k&ouml;nnte prinzipiell vor Ort
wiederverwendet werden. Allerdings ist ein grosser Teil des Bodens (insbesondere beim Oberen Einschlag) mit Abf&auml;llen durchsetzt, was eine Wiederverwendung
verunm&ouml;glicht.
Die nur leicht belasteten Verlandungssedimente k&ouml;nnten bei einer Teildekontamination allerdings ohne technische Schwierigkeiten im Untergrund
verbleiben. Das Sanierungsziel k&ouml;nnte trotzdem erreicht werden. In Anhang 5.2
und 5.3 sind die daraus resultierenden unterschiedlichen Tiefen von Teil- und
Totaldekontamination im geologischen Schnitt eingezeichnet.
Sowohl eine Total- als auch eine Teildekontamination (Entfernung von Oberboden
und Deponiegut, verbleiben der belasteten Verlandungssedimente im Untergrund)
mittels Aushub sind aus technischer Sicht m&ouml;glich und wirksam, wenn auch mit
grossem finanziellem Aufwand.
5.1.2 Pump and Treat
Das Pump and Treat Verfahren stellt ein Verfahren zur Reinigung des Grundwassers dar. Im vorliegenden Fall w&uuml;rde jedoch nicht das Grundwasser, sondern das
mit Schadstoffen belastete Deponiesickerwasser mittels mehrerer Filterbrunnen
direkt im Deponiek&ouml;rper gefasst, abgepumpt und allenfalls nach einer Behandlung
der Kanalisation (ARA) zugef&uuml;hrt oder, wenn m&ouml;glich, dem Grundwasserleiter
zur&uuml;ckzugeben (Wiederversickerung).
Vertikale Infiltration
Die Reinigungswirkung k&ouml;nnte allenfalls noch durch eine vertikale Infiltration des
Deponiek&ouml;rpers erh&ouml;ht werden.
Geringe Effizienz
Die ges&auml;ttigte Zone im Deponiek&ouml;rper des vorliegenden Projekts ist nur wenige
Meter (max. 2 m) m&auml;chtig, sehr heterogen und von geringer Durchl&auml;ssigkeit. Unter
solchen Voraussetzungen wird der Pumperfolg einer Pump and Treat-Anlage als
gering beurteilt.
Gefahr f&uuml;r
Weiterhin besteht die Gefahr, dass die Filterbrunnen die unter dem Deponiek&ouml;rper
vorhandenen, relativ geringdurchl&auml;ssigen, aber auch geringm&auml;chtigen (wenige
Dezimeter) Verlandungssedimente perforieren und somit einen erh&ouml;hten Eintrag
der Schadstoffe in den Grundwasserleiter bewirken.
Variante: im Abstrom
Eine Pump and Treat-Anlage im Abstrom der Deponie wird als nicht effizient beurteilt, da der Eintrag an Sickerwasser ins Grundwasser und die Durchl&auml;ssigkeit des
Untergrundes gering sind.
Das Pump and Treat-Verfahren kommt aufgrund der schlechten Effizienz sowohl
im Deponiek&ouml;rper als auch im Abstrom der Deponien nicht in Betracht.
5.1.3 In situ-Strippen
Die beim in situ-Strippen aus der ges&auml;ttigten Bodenzone ausgetriebenen fl&uuml;chtigen Schadstoffe (CKW) m&uuml;ssen abgesaugt und fachgerecht gereinigt werden.
Durch das kontrollierte Einblasen von Luft (Sauerstoff) wird in der ges&auml;ttigten
Zone der biologische Abbau von Schadstoffen (Ammonium) gef&ouml;rdert. Als geeigneter Untergrund gilt Material mit einer hoher Durchl&auml;ssigkeit (k-Wert &gt; 10-5 m/s).
Die Deponiek&ouml;rper weisen heterogene, eher geringdurchl&auml;ssige Ablagerungs- Beurteilung
materialien auf. Sowohl die ges&auml;ttigte als auch die unges&auml;ttigte Zone sind nur
geringm&auml;chtig (je max. 2 m). Ammonium kann durch Sauerstoffzufuhr biologisch
gut abgebaut werden, Vinylchlorid hingegen praktisch nicht. Ausserdem geh&ouml;rt
Vinylchlorid zu den schwerfl&uuml;chtigen organischen Kohlenwasserstoffen. Das in
situ-Strippen kommt daher aufgrund der geringen Effizienz bez&uuml;glich Vinylchlorid
5.1.4 Biosparging /Aerobisierung
Das Biosparging und die Aerobisierung entsprechen weitestgehend dem in situStrippen. Der Schadstoffaustrag durch Desorption ist bei diesen biologischen Verfahren kleiner als beim in situ-Strippen. Ansonsten gilt das oben gesagte.
Die Deponiek&ouml;rper weisen heteroge, eher geringdurchl&auml;ssige Ablagerungsmate- Beurteilung
rialien auf. Ammonium kann durch Sauerstoffzufuhr biologisch gut abgebaut werden, Vinylchlorid hingegen praktisch nicht. Ausserdem geh&ouml;rt Vinylchlorid zu den
schwerfl&uuml;chtigen organischen Kohlenwasserstoffen. Insbesondere f&uuml;r Vinylchlorid
eignen sich Biosparging und Aerobisierung nicht.
5.1.5 Monitored natural attenuation
Monitored natural attenuation stellt kein Sanierungsverfahren im eigentlichen Sinn
dar. Es wird hier auf die „Selbstreinigung“, d.h. den nat&uuml;rlichen Abbau von Schadstoffen z.B. durch Mikroorganismen abgezielt. Eine intensive &Uuml;berwachung w&auml;re
Reines monitored natural attenuation wird in der Schweiz i.a. nicht als Sanierungs- Beurteilung
variante anerkannt. Der Abbau von Vinylchlorid erfolgt auf nat&uuml;rliche Weise nur
sehr langsam. Es kommt somit als alleinige Variante nicht in Betracht.
Im Folgenden werden drei Verfahren zur Sicherung evaluiert. Im Anschluss an die
Tabelle 5 werden die Verfahren kurz erl&auml;utert und bez&uuml;glich ihrer grunds&auml;tzlichen
Eignung beim vorliegenden Projekt beurteilt.
Oberfl&auml;chenabdichtung
Permeable Reaktive Barrieren (PRB)
Beurteilung m&ouml;glicher Sanierungsvarianten zur Sicherung der Altlast (Vorstudie)
Reduktion des Deponiesickerwassers, evtl. Fassen von
• Erfahrung: Stand der Technik
• Schwierigkeitsgrad: gering - mittel
• Realisierungszeit: gering - mittel
• Erfolgsaussichten: gering, da Quelle erhalten bleibt und durch Versiegelung
aerober Abbau stark reduziert wird
• Anlagekosten: je nach Variante mittel - hoch
• Akzeptanz: hoch - mittel
• Ansammlung von Deponiegas unter Abdichtung
• Zufuhr von Energie (Fassen und Reinigen/Abfackeln von Gas)
• Betriebskosten: f&uuml;r Abdichtung keine; bei Gasfassung:
• Indirekter Eingriff in Quelle
• Nicht nachhaltig
Dichtw&auml;nden
Oberfl&auml;chenabdichtung wie
oben, zus&auml;tzlich Einbau von
vertikalen Dichtw&auml;nden im Anund/oder Abstrom des
Grundwassers und zu den
B&auml;chen; Abpumpen von
Sickerwasser und evtl.
Gasfassung
• Kontrollierbarkeit: gut - mittel
• Erfolgsaussichten: bis Ende Lebensdauer der Wand: gut, danach: s.u.
• Akzeptanz: gering - mittel
• Zufuhr von Energie (Fassen und Reinigen
von Sickerwasser und Gas)
• Nicht nachhaltig: Umweltgef&auml;hrdung
bleibt bestehen (nach Ende Lebensdauer), da Quelle erhalten bleibt und
durch Versiegelung aerober Abbau stark
reduziert wird
• Umweltauswirkungen: w&auml;hrend Massnahme und nach Sicherung gering
• Anlagekosten: je nach
Variante mittel - hoch
• Betriebskosten: f&uuml;r Sickerwasserfassung und Reinigung/Ableitung: mittel hoch; bei Gasfassung:
gering - mittel; f&uuml;r Monitoring: mittel
• Dichtwandmaterial weist begrenzte
Lebensdauer auf
Barriere (PRB)
Permeable Reaktive W&auml;nde
im Abstrom (z.B. Aktivkohle,
UV-Licht, nullwertiges Eisen),
verhindern die weitere Freisetzung von Schadstoffen im
GW, Reinigung des GWs
durch F&uuml;llmaterial
• Reduktion/Abbau der Schadstoffe mit
geeigneten F&uuml;llmaterialien theoretisch
• noch keine echten Langzeiterfahrungen. Erfahrung: haupts&auml;chlich an Modellstandorten
oder privaten Projekten
reaktive Zonen im Abstrom
kombiniert mit Dichtw&auml;nden
• Erfolgsaussichten: lange Sanierungszeit, je nach Reaktivit&auml;t der Wand abnehmende Reinigungsleistung, vermutlich mehrere Jahrzehnte
• Betriebskosten: gering
• Kosten f&uuml;r Monitoring: mittel
• Nutzungsm&ouml;glichkeit: gut
• keine Sanierung der Quelle, sondern
nur der Auswirkungen, nicht nachhaltig
• keine &auml;ussere Energiezufuhr n&ouml;tig
• Anlagekosten: hoch
• Umweltbelastung gering w&auml;hrend Herstellung und Betrieb
• Realisierungszeit:hoch
Vollfl&auml;chig
• Kontrollierbarkeit gut
• Entsorgung von Aushub, sofern belastet
• gute Reinigungsleistungen bei Einkomponentenstoffen oder Stoffgruppen
• Genaue Kenntnis der Geologie und Hydrogeologie notwendig
• Geringe Durchl&auml;ssigkeit der ges&auml;ttigten
Zone (k ≈ 2&middot;10 m/s)
5.2.1 Einkapselung
Eine Einkapselung, sei es nur durch eine Oberfl&auml;chenabdichtung oder durch Oberfl&auml;chenabdichtung
eine Oberfl&auml;chenabdichtung in Kombination mit einer vertikalen Dichtwand im / Dichtw&auml;nde
An- und/oder Abstrom des Grundwassers und zu den B&auml;chen hin w&uuml;rde verhindern, dass belastetes Grundwasser weiterhin das Areal verl&auml;sst und belastetes
Sickerwasser direkt in die B&auml;che drainiert.
Die Dichtw&auml;nde werden senkrecht zur Grundwasserfliessrichtung und zur Ent- Verfahren aus
w&auml;sserungsrichtung in die B&auml;che erstellt. Hierf&uuml;r stehen verschiedene Verfahren Spezialtiefbau
aus dem Spezialtiefbau, wie z.B. Schmalw&auml;nde, Schlitzw&auml;nde im Ein- oder Zweiphasenverfahren sowie mixed-in-place (MIP) oder Injektionsw&auml;nde zur Verf&uuml;gung.
Um einen Aufstau vor oder ein seitliches Umstr&ouml;men der Wand zu vermeiden,
muss das anstr&ouml;mende Grundwasser in Filterbrunnen gefasst, abgepumpt und
gereinigt werden (Pump and Treat, siehe oben).
Die Oberfl&auml;chenabdichtung verhindert das Eindringen von Niederschlagswasser, Abbau vermindert
damit aber auch weitgehend den aeroben Abbau organischer Schadstoffe. Eine
gewisse Methanbildung wird jedoch auch weiterhin stattfinden, sodass allenfalls
eine Fassung und Entsorgung des Deponiegases (z.B. durch Abfackeln) gesorgt
Eine Einkapselung der Deponien mit Oberfl&auml;chenabdichtungen, auch in Kombina- Beurteilung
tion mit Dichtw&auml;nden, kommt aufgrund des verz&ouml;gerten Abbaus der organischen
Schadstoffe, der begrenzten Lebensdauer der Dichtw&auml;nde (R&uuml;ckhalt von Vinylchlorid durch Dichtwandmaterial ebenfalls fraglich) und somit einer Sanierungszeit
von voraussichtlich mehreren Generationen sowie sehr hohen Kosten f&uuml;r den
Betrieb von Fassung und Behandlung f&uuml;r Grundwasser und Gas nicht in
5.2.2 Permeable reaktive Barrieren (PRB)
Permeable reaktive Barrieren werden im Abstrom einer Schadstofffahne im
Grundwasser errichtet (vollfl&auml;chig durchstr&ouml;mbar oder Funnel and Gate-Systeme).
Das Wandmaterial wird so auf den Schadstoff abgestimmt, dass das Grundwasser
w&auml;hrend der Durchstr&ouml;mung vom Schadstoff gereinigt wird (z.B. Abbau, Ausf&auml;llung, Umwandlung). Eine gute Durchl&auml;ssigkeit des Wandmaterials und des Untergrundes sind Voraussetzungen f&uuml;r die Funktionsf&auml;higkeit. Der Grundwassertr&auml;ger
sollte eine m&ouml;glichst homogene Durchl&auml;ssigkeit &uuml;ber die Tiefe der Wand ausweisen.
Der Untergrund (Verlandungssedimente und feink&ouml;rnige Sande) eignet sich im Beurteilung
vorliegenden Fall hydraulisch schlecht f&uuml;r eine PRB, da er eine geringe Durchl&auml;ssigkeiten aufweist. Selbst bei der Wahl eines hydraulisch geeigneten Wandmaterials w&uuml;rde die Sanierungszeit durch den noch vorhandenen nat&uuml;rlichen
R&uuml;ckhalt der Schadstoffe durch die Verlandungssedimente unterhalb der Deponie
vermutlich deutlich l&auml;nger als eine Generation dauern. An Stellen, an denen die
PRB bestehende Drainageleitungen durchtrennt, fliessen konzentrierte Wassermengen durch die PRB und reduzieren damit lokal die Wirkung der Wand. Eine
PRB kommt somit als Sicherungsmassnahme aufgrund ungen&uuml;gender Effizienz
und zu langer Sanierungsdauer nicht in Betracht.
In untenstehender Tabelle 6 sind die Vor- und Nachteile aller Sanierungsvarianten
nochmals zusammenfassend dargestellt. In Tabelle 7 werden die Kriterien
Machbarkeit, Wirksamkeit und Kosten semi-quantitativ beurteilt. Der Variantenvergleich ergibt zusammenfassend folgendes Fazit:
Beste Variante:
Als beste Sanierungsmassnahme wird die Dekontamination der Deponien durch
Aushub und umweltgerechter Entsorgung der abgelagerten Abf&auml;lle beurteilt. Diese
Variante (sowohl die Teil- als auch Totaldekontamination mittels Aushub) wird im
folgenden Kapitel 6 konkretisiert.
Sanierungsvarianten (Vorstudie), Vor- und Nachteile
Nachhaltig, Areal sowohl bei Total- als auch
bei Teildekontamination (exkl. Verlandungssedimente) wieder uneingeschr&auml;nkt nutzbar,
technisch relativ einfach machbar
Grundwasserhaltung/-absenkung n&ouml;tig, je
nach weiterer Nutzung R&uuml;ckf&uuml;llung
notwendig, finanziell aufw&auml;ndig
Schadstoffe sind im GW l&ouml;slich, Stand der
Technik, zu Beginn relativ effizientes
Verfahren, relativ geringe Investitionskosten
Schlechte Effizienz in gering durchl&auml;ssigen
B&ouml;den, Einstellung eines konstanten
Schadstoffniveaus (Tailing), Betriebskosten
hoch, keine Sanierung der Quelle,
langfristige Massnahme
In situ Strippen /
Air-Sparging
Zugef&uuml;hrte Luft (Sauerstoff) f&ouml;rdert den
mikrobiellen Abbau von Ammonium, Stand der
Inhomogenit&auml;ten der Ablagerungen
verringern Effizienz, langfristige Sanierung,
Vinylchlorid nicht oder nur schwer
biologisch abbaubar, wenig fl&uuml;chtig
Biosparging /
mikrobiellen Abbau von Ammonium, Stand
derTechnik, Beseitigung / Verminderung von
Monitored Natural
Kosteng&uuml;nstiges Verfahren, nur MonitoringKosten
lang andauernder Prozess, langsamer
Relativ kosteng&uuml;nstig, Stand der Technik
„Mumifizierung“ der Deponiek&ouml;rper,
Reduktion des biologischen Abbaus der
Schadstoffe, nur Sicherung, keine
eigentliche Sanierung
Stand der Technik, kurze Realisierungszeit
eigentliche Sanierung, begrenzte
Lebensdauer der Dichtw&auml;nde
Geringer Energieaufwand, niedrige Betriebsund Wartungskosten, minimaler Eingriff in den
Boden- und Wasserhaushalt, passive
Massnahme, Austauschbarkeit des
Adsorptionsmaterials.
Hohe Investitionskosten, Verbleib von
Adsorbermaterial nach Abschluss der
Massnahme im Boden oder als Abfall,
Wiederverwertung bzw. Entsorgung?
eventuell erforderlicher R&uuml;ckbau des
Gesamtsystems nach erfolgreicher
Sanierung, mit hohem technischem
Aufwand, Hindernisse durch Werkleitungen,
ungleichm&auml;ssiger Durchfluss der PRB,
Lebensdauer begrenzt
Total- oder
Teildekontamination
und Dichtw&auml;nde
Permeable Reaktive
Barrieren (PRB)
Bewertung der Sanierungsvarianten. ++ = sehr gute Erf&uuml;llung. -- = sehr schlechte Erf&uuml;llung des jeweiligen Kriteriums.
In situ Strippen
/ Air-Sparging
(nur Oberfl&auml;chenabdichtung)
(Oberfl&auml;chenabdichtung u.
Dichtw&auml;nde)
Zwischentotal 1 (Machbarkeit)
Zwischentotal 2 (Wirksamkeit)
Realisierungskosten
Kosten nach Realisierung
Zwischentotal 3 (Kosten)
Sanierung innert zwei Generationen
Basierend auf der Bewertung aller Sanierungsvarianten in Kapitel 5 wird im Teil- oder Totalvorliegenden Kapitel die Variante Aushub konkretisiert. Dabei wird sowohl die dekontamination
Total- als auch die Teildekontamination (ohne Aushub der belasteten
Verlandungssedimente) betrachtet. Das Konzept sieht f&uuml;r beide Teilvarianten das
gleiche Vorgehen vor, der einzige Unterschied bildet die etwas geringere
Aushubkubatur bei der Teildekontamination.
Die Aushubvariante kann auf viele unterschiedliche Arten ausgef&uuml;hrt werden. Das Stand der Technik
vorliegende Konzept beschreibt eine denkbare Umsetzung der Aushubvariante mit
praxiserprobten Methoden, welche als Stand der Technik bezeichnet werden
Falls im weiteren Projektverlauf einschr&auml;nkende Rahmenbedingungen z.B. Ge&auml;nderte Rahmenbez&uuml;glich Zeit, Kosten, Emissionen (L&auml;rm, Luft) etc. festgelegt werden, sind bedingungen
entsprechend angepasste Vorgehensweisen zu pr&uuml;fen.
Im Rahmen der Ausschreibung f&uuml;r die Ausf&uuml;hrung sind zudem Unternehmer- Unternehmervarianten
varianten zu pr&uuml;fen. Insbesondere das Behandlungsverfahren vor Ort sollte
sinnvollerweise erst nach Pr&uuml;fung der Unternehmervarianten festgelegt werden.
Aufgrund der sehr heterogenen Zusammensetzung des Deponieguts sind die Absch&auml;tzungen, in
folgenden Absch&auml;tzungen von Kubaturen und Kosten sehr approximativ und Vorprojekt pr&uuml;fen
allenfalls in einem Vorprojekt noch genauer abzukl&auml;ren.
Auf den gesamte Deponiefl&auml;chen (Spitelfeld und Oberer Einschlag) ist ein &auml;hnli- Schichtaufbau /
cher Schichtaufbau vorhanden: Unter 0.2 bis 0.3 m Oberboden stehen durch- M&auml;chtigkeiten
schnittlich 2.5 m Deponiegut an. Der anstehende Untergrund (Verlandungssedimente) ist bis ca. 0.3 m ab UK Deponie belastet. Es ergibt sich somit f&uuml;r den Aushub eine Gesamtm&auml;chtigkeit von rund 3 m.
Auf dem Spitelfeld und dem Oberen Einschlag sind gem&auml;ss heutigem Wissens- Kubaturen
stand folgende Kubaturen an belastetem Material vorhanden (vgl. Tabelle 9):
ca. 30'000 m3 fest Oberboden
ca. 310‘000 m3 fest Deponiematerial
ca. 36'000 m3 fest anstehender Untergrund (Verlandungssedimente)
Bei einer Totaldekontamination f&auml;llt somit insgesamt 376'000 m3 fest belastetes
Aushubmaterial an. Bei einer Teildekontamination werden nur der Oberboden und
das Deponiematerial entfernt, also total 340'000 m3 fest.
Best-Guess vs.
Bei den oben genannten Angaben handelt es sich um die sogenannte BestGuess-Sch&auml;tzung (wahrscheinlichster Fall, basierend auf den heute verf&uuml;gbaren
Daten). F&uuml;r das Sanierungskonzept wird von diesen Zahlen ausgegangen. Es ist
allerdings zu ber&uuml;cksichtigen, dass im schlechten Fall (Worst-Case) insgesamt bis
ca. 450'000 m3 fest und im g&uuml;nstigsten Fall (Best-Case) weniger als 325'000 m3
fest an belastetem Aushubmaterial zu erwarten sind (vgl. Anhang 7.1).
5 Hauptfraktionen
Beim Aushub werden der Oberboden, das Deponiegut und die Verlandungssedimente je separat erfasst. Die ca. 310'000 m3 fest Deponiegut werden weiter in
f&uuml;nf Hauptfraktionen aufgetrennt (vgl. Tabelle 9):
Brennbarer Abfall (wenig verrotteter Siedlungsabfall, Holz, Plastik, Sperrgut
etc.): Der brennbare Anteil des Deponieguts variiert nach den bisherigen
Erkenntnissen in Abh&auml;ngigkeit des Ablagerungszeitraums zwischen 10 - 80%
(vgl. Tabelle 8). Der j&uuml;ngere Teil der Deponie im Oberen Einschlag besteht
noch bis zu 80 % aus brennbarem Deponiegut. Durchschnittlich sind ca. 4565 % des Deponieguts brennbar. Dies ergibt eine Kubatur von ca. 150’200'000 m3 fest.
Mineralisches Aushubmaterial (abgelagerte Aushubmaterialien) und stark
abgebauter bzw. mineralisierter Kehricht (stark verrotteter, nicht mehr
brennbarer Siedlungsabfall, optisch kaum unterscheidbar von feink&ouml;rnigem
mineralischem Aushubmaterial) und nicht brennbare Anteile des Kehrichts
(Keramik etc.): Durchschnittlich ca. 15-30 % des Deponieguts bzw. 55’-90'000
m3 fest.
Mineralische Bauabf&auml;lle (Betonabbruch, Ziegelbruch etc.): Durchschnittlich
ca. 5-10 % des Deponieguts bzw. 15’-30'000 m3 fest.
Metalle: Durchschnittlich ca. 5-10 % des Deponieguts bzw. 15’-30’000 m3
Spezialabf&auml;lle (Gewerbeabf&auml;lle, alte Gebinde, ggf. F&auml;sser, Spitalabf&auml;lle etc.):
Durchschnittlich &lt; 5 % des Deponieguts bzw. &lt; 15’000 m3 fest.
Anteile der
Hauptfraktionen
Die ungef&auml;hren Anteile der einzelnen Fraktionen wurden aufgrund der bisherigen
Erkenntnisse aus den Baggerschlitzen der Voruntersuchungen abgesch&auml;tzt (vgl.
Tabelle 8 und Tabelle 9). Die Absch&auml;tzungen sind sehr approximativ und
aufgrund der sehr heterogenen Zusammensetzung des Deponieguts allenfalls in
einem Vorprojekt noch genauer abzustimmen.
Belastungskategorien
Der Oberboden ist zu ca. 10 % als Reaktormaterial, ca. 75 % als Inerstoff und
ca. 15% als unverschmutzter Bodenaushub zu klassieren (vgl. Tabelle 9).
Beim Deponiegut handelt es sich gem&auml;ss den chemischen Analysen der Voruntersuchung mehrheitlich um Reaktormaterial und vereinzelt um Inertstoff
(Bauschutt o.&auml;.).
Das anstehende Untergrundmaterial (feink&ouml;rnige Verlandungssedimente) weist
voraussichtlich mehrheitlich die Qualit&auml;t von tolerierbarem Aushubmaterial
gem&auml;ss Aushubrichtlinie auf (vgl. Anhang 1.1).
Charakterisierung des Deponiegutes in den f&uuml;nf Deponieteilen (vgl. Anhang 6)
Ablagerungszeitraum
• ca. 40 - 60 % Deponiegut (Keramik, Glas,
Holz, Gummi etc.), weniger als die H&auml;lfte
davon brennbar
Brennbarer
&gt; 20 %
• &lt; 10 % Metall
• ca. 30-60 % siltig-sandiges Aushubmaterial oder stark abgebauter Kehricht
• ca. 50 - 70 % mehrheitlich brennbares
Deponiegut (Sperrgut, Holz, Gummi,
Plastik, Keramikteile, Papier, Glas, etc.),
• &lt; 10 % Bauschutt
• &lt; 5 % Spezialabf&auml;lle (alte Gebinde,
Spitalabf&auml;lle).
• 10 - 20 % feink&ouml;rniges (d.h. tonig-siltiges)
Aushubmaterial oder stark abgebauter
(= Oberer
• ca. 70 - 80 % mehrheitlich brennbares
Plastik, Keramikteile, Papier, Glas)
• ca. 5 - 10 % Metall
• &lt; 5 % Bauschutt
• ca. 10 % sehr feink&ouml;rniges (d.h. tonigsiltiges) Aushubmaterial oder stark
abgebauter Kehricht
Abfall- und Aushubfraktionen und m&ouml;gliche Entsorgungswege
Typ, Fraktion
Materialaufteilung
Kat. II/III
Aushubdeponie,
m (fest)
Total Oberboden
Deponiegut Fl&auml;che D1
• Brennbar
• Mineralischer Aushub bzw.
• Spezialabf&auml;lle
Reststoff /
Reaktormat.
5’ - 15’000
30’ - 40’000
&lt; 10
&lt; 5‘000
&lt; 2’500
Deponiegut Fl&auml;chen D2 - D4
Inertstoff
Fl&auml;chen D1 - D5:
100’-140’000
20’-40’000
Verwertung/Deponie
&lt; 20’000
&lt; 10’000
40’ - 50’000
6’ - 9’000
3’ - 6’000
&lt; 3’000
Total Wasser
Verbrennung/Deponie
310’000
45 -65
145’ - 205’000
55’ - 90’000
15’ - 30’000
&lt; 15’000
36’000
Total Untergrundmaterial
Sickerwasser / abgepumptes
Sonderm&uuml;llofen/Deponie
Total Deponiegut
200’000
Deponiegut Fl&auml;che D5
M&ouml;gliche Entsorgungswege
Belastung,
120 mio l
Via Absetzbecken in Schmutzwasser-kanalisation
Annahme: rund 30 cm belastetes Untergrundmaterial auf Gesamtfl&auml;che von 120’000m2.
Annahme: ca. unterster Meter des Deponieguts steht im Wasser bzw. ist nass
6.3.1 &Uuml;bersicht Bauablauf
Ein vordefinierter Bauablauf soll sicherstellen, dass der Aushub, die Aufbereitung Geplantes Vorgehen
sowie der Abtransport und die Entsorgung fachgerecht und m&ouml;glichst effizient und
kosteng&uuml;nstig erfolgen. Es ist untenstehendes Vorgehen geplant. Details zu
einzelnen Vorgehensschritten werden in den anschliessenden Abschnitten
Installationen (Aushub- und Aufbereitungshallen, Umschlagpl&auml;tze, Verkehrsinfrastruktur etc., vgl. Abschnitt 6.3.2)
Absenken Grundwasserspiegel (Wellpoint, Spundw&auml;nde, vgl. Abschnitt
6.3.3).
Bereichsweise Vorbel&uuml;ftung Deponiek&ouml;rper (vgl. Abschnitt 6.3.5)
Aushub, Grobtriage mit Bagger (vgl. Abschnitt 6.3.6)
Mechanische Auftrennung des Deponieguts vor Ort in die 5 Hauptfraktionen
(vgl. Abschnitt 6.3.6)
Chemische Analysen und Klassierung der Materialien (vgl. Abschnitt 6.3.7)
Auflad und Abtransport (vgl. Abschnitt 6.3.8)
Entsorgung in externe Aufbereitungs- /Behandlungsanlagen oder Deponien
(vgl. Abschnitt 6.4)
Wiederauff&uuml;llung / Rekultivierung der gesamten Fl&auml;che (vgl. Abschnitt 6.5)
Aufgrund der Gr&ouml;sse der Deponiefl&auml;chen Spitelfeld und Oberer Einschlag ist eine Etappierung
Etappierung der Arbeiten vorzusehen. Bei der Definition der Etappen bzw.
Sektoren sind geotechnische, logistische und umwelttechnische Aspekte zu
ber&uuml;cksichtigen.
Zur &Uuml;berpr&uuml;fung der technischen Machbarkeit von Entw&auml;sserung, Vorbel&uuml;ftung, Pilotprojekt
Trennbarkeit, Verwertbarkeit / Brennbarkeit etc. empfehlen wir die Ausf&uuml;hrung
eines zeitlich vorgezogenen Pilotprojekts auf einer Teilfl&auml;che.
6.3.2 Installation / Infrastruktur / Hallen
Vor Beginn der Aushubarbeiten sind Arbeits- bzw. Lagerfl&auml;chen auszuscheiden Arbeits- und
und zu installieren (Zwischenlagerpl&auml;tze f&uuml;r Aushubmaterial, Platz f&uuml;r die Auf- Lagerfl&auml;chen
bereitung vor Ort, Abstellfl&auml;chen f&uuml;r Ger&auml;te und Maschinen, Containerdorf /
Garderoben / sanit&auml;re Anlagen f&uuml;r Mitarbeiter, etc.).
Da sich die Deponie im Siedlungsrandgebiet bzw. innerhalb der Landwirtschaftszone befindet, bestehen keine speziellen r&auml;umlichen Einschr&auml;nkungen. Bei der
definitiven Festlegung der Installationsplatzes sind die Nutzung der Landwirtschaftsfl&auml;chen, logistische Aspekte, umweltspezifische Aspekte (Immissionen
Anwohner) und Bauvorhaben im Umfeld des Stadtmists zu ber&uuml;cksichtigen.
Die s&uuml;dlich an das Spitelfeld angrenzende Landwirtschaftfl&auml;che auf dem Unterfeld
(insbesondere der &ouml;stlichen Teil, welcher nicht intensiv ackerbaulich genutzt wird)
w&auml;re f&uuml;r Lager- und Arbeitsfl&auml;chen geeignet, da diese sich direkt neben den
Aushubfl&auml;chen und angrenzend an die Strasse befinden (vgl. Anhang 6).
Eine Alternative w&auml;re die Erstellung des Installationsplatzes auf einer in einem
Vorprojekt bereits sanierten Teilfl&auml;che auf dem Spitelfeld oder dem Oberen
Einschlag.
Zu pr&uuml;fen ist auch, ob die Installation f&uuml;r Zwischenlager und Aufbereitung direkt
bei der KEBAG in Zuchwil m&ouml;glich w&auml;re.
Als Voraussetzung f&uuml;r eine reibungslose Abfuhr sind s&auml;mtliche Zufahrten f&uuml;r die
zu erwartende Verkehrsbelastung einzurichten und evt. neue Anbindungen an das
Verkehrsnetz sowie allenfalls ein Eisenbahnanschluss zu erstellen (vgl. Abschnitt
6.3.8). F&uuml;r die LKW ist eine Fahrzeugwaschanlage vorzusehen.
Immissionsbegrenzung
durch Einhausung
Das freigelegte Deponiegut f&uuml;hrt beim Aushub und bei der anschliessenden
Fraktionierung voraussichtlich zu starken Geruchsemissionen. Aufgrund der N&auml;he
zum Siedlungsgebiet sind Massnahmen zur Immissionsbegrenzung zu treffen (vgl.
Abschnitt 6.6 und 6.9). Dazu ist der Abbaubereich einzuhausen sowie der Bau von
Hallen f&uuml;r die Zwischenlagerung und die Aufbereitung zu pr&uuml;fen.
Bei Ausf&uuml;hrung der Arbeiten in Hallen oder Zelten k&ouml;nnen die Geruchsstoffe bzw.
Schadstoffe via Entl&uuml;ftung auf Biofilter oder Aktivkohlefilter gelenkt werden.
Zus&auml;tzlich werden auch andere Emissionen bzw. Immissionen reduziert (Sichtund Zutrittsschutz, Staubschutz, Vermeidung Meteorwassereintritt ins Deponiegut
etc., vgl. Abschnitt 6.9, Umweltauswirkungen).
Mobile Abbauhalle oder
Aufgrund der grossen Fl&auml;chen wird eine allenfalls notwendige Einhausung des
Abbaubereichs vorteilhafterweise als mobile Einrichtung ausgef&uuml;hrt. Eine mobile
Halle k&ouml;nnte beispielsweise auf Schienen entlang der Deponie in den jeweiligen
Abbaubereich verschoben werden. Die Halle muss nicht zwingend mit festen
W&auml;nden ausgef&uuml;hrt werden, allenfalls sind Blachen-W&auml;nde ausreichend. Ebenso
ist der Einsatz von grossen Festzelten denkbar. Die Herstellung eines Unterdrucks
ist nicht zwingend, eine aktive Entl&uuml;ftung (ggf. &uuml;ber Filter) sollte ausreichend sein.
Fixe Zwischenlagerund Aufbereitungshalle
Hallen f&uuml;r Zwischenlager und Aufbereitung k&ouml;nnten fest installiert werden. Die
Zwischenlagerhalle w&auml;re auf 3-5 Aushub-Tagesleistungen auszulegen. Bei einer
Abbauleistung von 500-1'000 m3 / Tag erg&auml;be sich eine geforderte Kapazit&auml;t von
1'500-5'000 m3. Die Aufbereitungshalle w&auml;re angepasst auf die notwendigen
Installationen f&uuml;r die Aufbereitung vor Ort auszulegen.
6.3.3 Grundwasserabsenkung
Deponiesohle
eingestaut
Die Deponiesohle ist heute zum Grossteil im Wasser eingestaut. Die Entsorgung
von nassem Material w&auml;re mit grossen Mehrkosten verbunden (bis zu 50%).
Mittels geotechnischen Massnahmen ist daher sicherzustellen, dass das
Grundwasser im auszuhebenden Sektor soweit abgesenkt werden kann bzw. die
Deponie entw&auml;ssert wird, dass der Aushub des Deponiematerials ohne
Wasserzufluss und eine Separierung von „trockenen“ (entw&auml;sserten) Abf&auml;llen erfolgen kann.
In einem ersten Schritt m&uuml;ssen die Vorkehrungen f&uuml;r eine &uuml;ber die ganze Geotechnische
Aushubphase hin dauerhafte Grundwasserabsenkung getroffen werden. Dazu
bedarf es geotechnischer Sicherungsmassnahmen (B&ouml;schungssicherungen, in
Sektoren unterteilte Spundw&auml;nde, allenfalls Abschirmung Zustrom), welche die
Grundwasserabsenkung auch w&auml;hrend der Aushubphase der Deponie
gew&auml;hrleisten.
Die Grundwasserabsenkung soll m&ouml;glichst zeitnah zum Aushub im Zeitpunkt der
entsprechenden Sektor erfolgen. Falls die Entw&auml;sserung zu fr&uuml;h erfolgt, wird die Absenkung
Gasproduktion im entw&auml;sserten Deponiegut stark erh&ouml;ht. Mit einer fr&uuml;hen
Entw&auml;sserung k&ouml;nnte trotzdem kein relevanter Zusatzabbau der organischen
Substanz des Deponieguts erreicht werden, welcher Vorteile bei der Entsorgung
bringen w&uuml;rde.
Das bei der Entw&auml;sserung anfallende Wasser aus dem Deponiebereich muss ge- Entsorgung Deponiesickerwasser
sammelt, chemisch &uuml;berwacht, allenfalls vorbehandelt und entsprechend entsorgt
bzw. in die Kanalisation eingeleitet werden.
Die Einleitbedingungen in die &ouml;ffentliche Kanalisation wurden in den Analysen von
Grund- bzw. Sickerwasser im Jahr 2008 bis auf zwei Ausnahmen (DOC 14 bzw.
29 mg/l) f&uuml;r alle gemessenen Parameter stets eingehalten. Im Jahr 2005 wurden
bei zwei Proben im Sickerwasser die Einleitbedingungen f&uuml;r Schwermetalle bis zu
Faktor 15 &uuml;berschritten (Pb, Cd, Cu, Zn, As).
Zur Vorbehandlung des Deponiewassers k&ouml;nnen z.B. kaskadenartig angeordnete Vorbehandlung
Absetzbecken eingesetzt werden. F&uuml;r eine weitergehende Vorbehandlung w&auml;re Deponiewasser
der Einsatz von Flockungs- bzw. F&auml;llungsmitteln, Ionenaustauschern, Aktivkohlefiltern o.&auml;. denkbar. Dazu w&auml;ren geeignete Speicher- und Behandlungsbecken
vorzusehen.
6.3.4 Restliche Entw&auml;sserung
Neben Deponiewasser, welches bei der oben beschriebenen Grundwasserabsenkung anf&auml;llt, sind folgende Abwasserarten zu entsorgen: Abwasser
Umschlagsfl&auml;chen, Abwasser Verkehrswege, unverschmutztes Regenwasser
(Meteorwasser), Waschwasser.
Das auf der Umschlagsfl&auml;che anfallende Wasser (Regen- und Oberfl&auml;chenwasser Abwasser
Umschlagsfl&auml;chen
aus Triage-, Zwischenlager- und Aufbereitungsplatz) ist gleich wie das abgepumpte Grundwasser zu behandeln (vgl. Abschnitt 6.3.3).
Mittels Entw&auml;sserungssystem ist eine vollst&auml;ndige Fassung und allenfalls Vorbe- Abwasser
handlung (neuer &Ouml;labscheider) der anfallenden Oberfl&auml;chenw&auml;sser von Platz- und Verkehrswege
Zufahrtswegen zu gew&auml;hrleisten.
Es ist eine Fahrzeugwaschanlage sowie ein Waschplatz f&uuml;r die manuelle Waschw&auml;sser
Reinigung der Ger&auml;te mittels Hochdruckreiniger mit Fassung und Ableitung der
Waschw&auml;sser zur Reinigungsanlage vorzusehen.
Das Regenwasser ist soweit m&ouml;glich getrennt von den anderen Abwasserarten zu Unverschmutztes
erfassen. Eine Verunreinigung des Meteorwassers im jeweiligen Aushubbereich
soll mittels geeigneter &Uuml;berdeckung des Aushubbereichs (Halle, Festzelt o.&auml;.)
verhindert werden. Die Ableitung des Regenwassers erfolgt
Entw&auml;sserung allf&auml;lliger Dachfl&auml;chen (Regenwasserableitrinnen).
L&ouml;schwasser
Das Regenwasser kann in Regenwasserretentionsbecken abgeleitet werden,
welche parallel als L&ouml;schwasserr&uuml;ckhaltung genutzt werden k&ouml;nnen. Daf&uuml;r ist ein
Platz f&uuml;r die Unterbringung von Becken oder Lagertanks bereitzustellen.
6.3.5 Vorbel&uuml;ftung Deponiek&ouml;rper
Hohe Gehalte an
Deponiegasen
In den j&uuml;ngeren Deponieteilen (Oberer Einschlag und westlicher Bereich des
Spitelfelds) liegen Deponiegase wie Methan und CO2 in der Porenluft in stark
erh&ouml;hten Konzentrationen vor (vgl. Ergebnisse der Porenluftmessungen, Abschnitt
3.3.4 und Beurteilung der Gef&auml;hrlichkeit der Deponiegase, Abschnitt 6.6).
Vorbel&uuml;ftung notwendig
Aus Gr&uuml;nden der Arbeitssicherheit und zur Vermeidung von &uuml;berm&auml;ssigen
Geruchsemissionen ist in den genannten Bereichen vor dem Aushub voraussichtlich eine Bel&uuml;ftung des Deponiek&ouml;rpers vorzunehmen (vgl. Abschnitt 6.9).
Die Vorbel&uuml;ftung kann vor Freilegung des Deponieguts durch Einblasen von Luft
(ggf. angereichert mit zus&auml;tzlichem Sauerstoff) geschehen. Gleichzeitig werden
die Deponiegase abgesaugt und &uuml;ber eine Filteranlage (Aktivkohle, Biofilter)
gef&uuml;hrt. Durch Herstellung eines Unterdrucks im Deponiek&ouml;rper kann ein
unkontrolliertes Entweichen der Deponiegase in relevanten Mengen vermieden
2-4 Wochen Dauer
Aufgrund von Erfahrungswerten bei anderen Hausm&uuml;lldeponien ist mit einer
Behandlungszeit von 2-4 Wochen zu rechnen, bis ein aerobes Milieu entsteht (vgl.
z.B. Sanierung der Fischer-Deponie in Nieder&ouml;sterreich).
6.3.6 Aushub, Triage und Aufbereitung vor Ort
Der Aushub erfolgt prinzipiell in der Abfolge Oberboden, Deponiegut, Verlandungssedimente. Diese drei Materialarten sind sortenrein zu erfassen.
Aushub-Ger&auml;te
Das Deponiegut wird soweit m&ouml;glich bereits beim Aushub in die Hauptfraktionen
aufgetrennt. F&uuml;r die erste Grobtriage des Deponiegutes sind neben
konventionellen Aushubbaggern daher auch Bagger mit Greifarmen und
Siebl&ouml;ffeln (Gitterl&ouml;ffel) vorzusehen.
F&ouml;rderbandsystem
F&uuml;r den Transport des Aushubmaterials aus dem Aushubbereich zur zentralen
Aufbereitung vor Ort kann ein F&ouml;rderbandsystem eingesetzt werden. Zur
Vermeidung von Staub- und Geruchsemissionen ist das F&ouml;rderband einzuhausen.
Aufbereitung vor Ort
Mittels mechanischer Aufbereitung vor Ort erfolgt eine erste Auftrennung des
Deponieguts in die f&uuml;nf Hauptfraktionen (brennbarer Abfall, Metalle, Bauschutt,
mineralisches Aushubmaterial und Rest).
Das mineralische Aushubmaterial und die Restfraktion werden mittels
Trockensiebung (z.B. Doppeldeckersieb, Siebschnitt 200 – 300 mm),
Windsichter (zum Ausblasen von leichten Stoffen wie Plastik und Papier) und
Metallabscheider soweit m&ouml;glich vom restlichen Abfallmaterial (brennbare und
nicht brennbare Abf&auml;lle wie Altpapier, Keramik-, Ziegelbruchst&uuml;cke, Bauschutt,
Holz, Metall etc.) getrennt. Somit wird eine Aufbereitung der Aushub bzw.
Restfraktion in einer Bodenwaschanlage erm&ouml;glicht.
Das brennbare Deponiegut wird mittels Shredder vor Ort in KVA taugliche St&uuml;cke
zerkleinert.
Aufgrund der unterschiedlichen Konsistenz und der zu erwartenden hohen Aufbereitung technisch
Feuchte des Aushubmaterials d&uuml;rfte die Aufbereitung vor Ort technisch anspruchsvoll
anspruchsvoll sein. Ob die im vorliegenden Konzept geplante Fraktionierung
&uuml;berhaupt technisch umsetzbar ist, w&auml;re nach Vorliegen der Unternehmervarianten zu er&ouml;rtern und in einem Vorprojekt pr&uuml;fen.
F&uuml;r die Auftrennung und Aufbereitung der Abf&auml;lle vor Ort sind ausreichend grosse Lagerpl&auml;tze
Triage- und Zwischenlagerpl&auml;tze f&uuml;r die f&uuml;nf Hauptfraktionen (&agrave; bis zu 3-5 Tagesleistungen) mit befestigten Fl&auml;chen vorzusehen.
6.3.7 Probenahme, Analysen und Klassierung
Das Aushubmaterial wird erst nach der Auftrennung in die Hauptfraktionen Konzept Triageanalytik
beprobt und analysiert. Das Probenahme- und Analysenprogramm ist pro Hauptfraktion gesondert festzulegen. F&uuml;r KVA-g&auml;ngiges Material kann voraussichtlich
ein gegen&uuml;ber dem mineralischen Aushub und dem Restmaterial reduziertes
Analysenprogramm angewendet werden.
Als Leitparameter sind i.A. Schwermetalle, PAK, aliphatische Kohlenwasserstoffe Leitparameter
C10-C40, PCB und fl&uuml;chtige organische Substanzen (z.B. mittels Methode Purge
&amp; Trap, PUT) im Labor zu analysieren. Ein erstes Schwermetallscreening kann vor
Ort mit einem tragbaren XRF-Ger&auml;t erfolgen. Die XRF-Messungen sind allerdings
regelm&auml;ssig im Labor zu verifizieren.
F&uuml;r Probenaufbereitung und Analysen in einem externen Labor sind im Normalfall Labor extern
2-3 Arbeitstage zu veranschlagen. Falls die Analysen sehr kurzfristig vorliegen oder vor Ort
m&uuml;ssen (z.B. bei unzureichender Kapazit&auml;t der Zwischenlager) sind Expressanalysen bzw. die Einrichtung eines Labors vor Ort zu pr&uuml;fen.
6.3.8 Transport und Logistik
Insgesamt fallen rund 310'000 m3 fest Deponiematerial, 30’000 m3 fest Oberbo- Ca. 470'000 m lose
zum Abtransport
denmaterial sowie bei der Totaldekontamination 36'000 m fest Untergrundmaterial an, welches zur weiteren Aufbereitung oder zur Deponierung abtransportiert werden muss (vgl. Abschnitt 6.2). Nur ein kleiner Teil des Oberbodens (ca.
4'000 m fest unbelasteter Bodenaushub, vgl. Tabelle 9) k&ouml;nnte prinzipiell vor Ort
wiederverwertet werden. Diese insgesamt 376'000 m3 fest entsprechen rund
470'000 m3 lose Material.
Die Aushub-Etappierung ist so zu planen, dass die Abwicklung der Transporte Etappierung
verkehrstechnisch sinnvoll realisiert werden kann.
Mit der direkten Erschliessung des nahegelegenen Industriegebietes Obach durch Strassentransport
die neue Umfahrung der Westtangente ist das ehemalige Deponiegebiet Spitelfeld
und Oberer Einschlag gut an das Strassenverkehrsnetz mit Anschluss an die
Autobahn (A5 und A1) angeschlossen. S&auml;mtliche Richtungen (Grenchen - Biel,
Bern-Z&uuml;rich) und externe Aufbereitungsanlagen bzw. Deponien sind ohne
Umwege oder Fahrten durch Quartierstrassen innert kurzer Zeit per Lastwagen
F&uuml;r den Abtransport des Aushub- und Deponieguts wird mit Sattelschleppern (16
m3 lose F&uuml;llvolumen) gerechnet. Bei einer Gesamtkubatur von 470'000 m3 lose
ergeben sich ca. 29’000-40'000 LKW-Fahrten &agrave; 12 bis 16 m3. Bei einer
Ausf&uuml;hrungszeit von ca. 375 bis 750 Tagen f&uuml;r den Aushub (vgl. Abschnitt 6.8)
entspricht dies t&auml;glich ca. 40-110 LKW-Fahrten.
Bei der Wiederherstellung (Rekultivierung) sind nochmals 12’000-15'000 LKWFahrten f&uuml;r die Anlieferung der R&uuml;ckf&uuml;llmaterialien notwendig (vgl. Abschnitt 6.5).
Schiffsweg
F&uuml;r die Variante des Materialtransports mit der Bahn bestehen prinzipiell
verschiedene M&ouml;glichkeiten:
Nutzung der SBB-Linie Solothurn-Lyss. S&uuml;dlich der Aare, parallel zur
Autobahn, ist eine stillgelegte, nicht elektrifizierte Eisenbahnlinie vorhanden.
Das Schienennetz ist jedoch funktionst&uuml;chtig und wird z.T. f&uuml;r Zuckerr&uuml;bentransporte genutzt. Die Aushubmaterialien m&uuml;ssten ggf. mittels F&ouml;rderband
&uuml;ber die Aare, an den n&ouml;rdlichen Fuss des Hunnenbergs (Gemeindegebiet
Biberist) transportiert werden. Hier k&ouml;nnte ein Verlad auf Eisenbahnwagen
erfolgen, welche z.B. zur KVA in Zuchwil gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Aufgrund
der engen Platzverh&auml;ltnisse am Fuss des Hunnenbergs m&uuml;sste die
vorg&auml;ngige Aufbereitung der Abf&auml;lle n&ouml;rdlich der Aare erfolgen.
Abtransport mit dem LKW zu einer bestehenden Bahn-Verladestation.
Neubau eines Anschlusses an die SBB-Bahnlinie rund 800 m &ouml;stlich entlang der Dammstrasse (mit bereits bestehendem regionalen Bahnhof) bzw.
ca. 600 m n&ouml;rdlich an die bestehende SBB-Bahnlinie mittels Abzweigergleis
(Verl&auml;ngerung zur Deponie). Ein rund 200 m breiter Streifen bis auf H&ouml;he der
SBB-Linie ist zurzeit noch nicht bebaut (Landwirtschaftsland). Die Infrastruktur
f&uuml;r Verlad und Abtransport ist noch nicht vorhanden. Die Linienf&uuml;hrung d&uuml;rfte
aber aufgrund der &ouml;rtlichen und baulichen Gegebenheiten kaum realisierbar
Da sich das ehemalige Gebiet der Kehrichtdeponien Spitelfeld und Oberer Einschlag in nur gerade 200 bis 400 m Distanz zur Aare befindet, stellt sich die Frage
nach der M&ouml;glichkeit des Schiffstransports.
Abkl&auml;rungen bei den zust&auml;ndigen Wehrbetreibern bzw. Wasserpolizei haben
ergeben, dass der Schiffsverkehr Aareabw&auml;rts f&uuml;r grosse Lasten nicht geeignet
ist, da Aareabw&auml;rts zahlreiche Kraftwerke mit Wehranlagen zum Teil &uuml;ber
Bootstransportanlagen mit Maximalgewichten zwischen 2 und 4 Tonnen passiert
werden m&uuml;ssen. Erst ab Waldhut kann der Rhein ohne Barrieren mit grossen
Frachtschiffen befahren werden.
M&ouml;glich w&auml;re jedoch ein Schiffstransport Aareaufw&auml;rts, insbesondere bis zur
KEBAG in Zuchwil. Dort k&ouml;nnte ggf. auch ein Umlad und Weitertransport der
nicht-brennbaren Abf&auml;lle erfolgen.
Ziel der Entsorgung ist es, eine m&ouml;glichst gute Auftrennung der verschiedenen Hohe
Abfallfraktionen zu erreichen und, unter Beachtung der technischen Machbarkeit
und der wirtschaftlichen Tragbarkeit gem&auml;ss Art. 12, Abs. 3a TVA, eine hohe Verwertungsquote zu erzielen.
F&uuml;r die Entsorgung der Aushubmaterialien gibt es die M&ouml;glichkeiten einer Entsorgungsm&ouml;glichkeiten
Verwertung, einer Aufbereitung und Wiederverwendung oder einer Deponierung.
Dazu bieten sich je nach Materialkategorie und chemischer Belastung die in
Tabelle 10 aufgef&uuml;hrten Entsorgungsm&ouml;glichkeiten in der N&auml;he von Solothurn an.
In Tabelle 9 (vgl. Seite 38) erfolgt eine Zuteilung der erwarteten Abfallarten zu
m&ouml;glichen Entsorgungswegen.
Das brennbare Material (Holz, Plastik, Papier, etc.) kann zur Verbrennung in eine Brennbares Material
KVA (vgl. Tabelle 10) gebracht werden. Das Abfallmaterial muss daf&uuml;r „trocken“
(d.h. brennbar) sein und mindestens einen brennbaren Anteil von 50 % aufweisen6. Die in der KVA angelieferten Materialien d&uuml;rften maximal eine St&uuml;ckgr&ouml;sse von ca. 50 x 10 x 10 cm aufweisen (Einsatz von Holzschredder vor Ort).
F&uuml;r die aussortierten Metalle ist die Verwertung als Wertstoff (Alteisen etc.) vor- Metalle
F&uuml;r das mineralische Aushubmaterial und f&uuml;r den Bauschutt ist je nach Mineralischer Aushub /
chemischer Belastung und Fremdstoffanteil eine geeignete Aufbereitungsmethode
(Bauschuttaufbereitung,
Nassmechanische
Behandlung im Zementwerk) oder eine gesetzeskonforme Deponierung (Inertstoffdeponie, Reststoff- / Reaktordeponie) zu w&auml;hlen (vgl. Tabelle 10).
Das restliche Deponiematerial bzw. die nichtverwertbaren Anteile (Kadaver, etc.) Restmaterial
sind in einer Sonderm&uuml;llverbrennungsanlage zu verbrennen oder in einer geeigneten Deponie fachgerecht einzulagern.
Die Kapazit&auml;ten der jeweiligen Entsorgungsanlagen werden in Kap. 6.8, Zeit- Kapazit&auml;ten
bedarf, n&auml;her diskutiert.
Gem&auml;ss Aussagen der Betreiber der KVA bereitet feuchter oder sogar nasser Kehricht
keine relevanten Probleme bei der Verbrennung, solange der brennbare organische Gehalt
gen&uuml;gend hoch ist.
Deponiegut,
Oberboden,
Aushub,
M&ouml;gliche Entsorgungswege in der Umgebung von Solothurn
Art der Entsorgung
bzw. Klassierung
Verwertung,
Deponierung,
Reaktormaterial
Inertstoffmaterial
KVA Zuchwil
(KEBAG)
KVA Oftringen
KVA Biel (M&Uuml;VE)
KVA Bern (EWB)
Geordnete Deponie
H&auml;rkingen AG
H&auml;rkingen
Deponie Erlimoos
Deponie Rothacker
Bodenrecycling AG
Eberhard Recycling
R&uuml;mlang
ISD Chr&uuml;tzwald und
Gleisaushubwaschanlage Vibeton AG
ISD Steinigand und
Gleisaushubwaschanlage KIESTAG
Toggenburger AG,
Bodensanierungszentrum Tollenmatt
Makies AG
W&uuml;renlingen
P&eacute;ry
Altmetallh&auml;ndler
Sonderabfallverwertungs-AG SOVAG
Br&uuml;gg
RSMVA (regionale
Sonderm&uuml;llverbrennungsanlage)
U = unverschmutzt, T = tolerierbare Qualit&auml;t, IS = Inertstoffqualit&auml;t, RS = Reststoffqualit&auml;t, SA =
Nach dem Aushub bzw. der Totaldekontamination der Gebiete Spitelfeld und Rekultivierungsziel
Oberer Einschlag sind die entstandenen Gel&auml;ndemulden wieder auf die umliegende Terrainh&ouml;he zu rekultivieren. Bei der R&uuml;ckf&uuml;llung ist zwingend zu beachten,
dass ausschliesslich unbelastetes Material wiederverf&uuml;llt wird.
Bei einem Bodenaufbau von 0.3 m Ober- bzw. 0.5 m Unterboden sowie zus&auml;tzli- Mengen Bodenaushub
ches Aushubmaterial f&uuml;r die Rohplanie wird total rund ca. 200'000 m3 lose Material (d.h. 12'000 - 15’000 LKW &agrave; 12-16 m3) ben&ouml;tigt.
Die mit der Ausdehnung der ehemaligen Deponie verbundene Baustellengr&ouml;sse Sicherheit
sowie das Vorhandensein von Deponiegasen erfordert eine sorgf&auml;ltige Planung
und Umsetzung aller notwendigen Sicherheitsmassnahmen.
In der Porenluft des Spitelfelds wurden insbesondere im westlichen Bereich der Deponiegase
Deponie z.T. massiv erh&ouml;hte Konzentrationen an Methan, Kohlendioxid und
Schwefelwasserstoff nachgewiesen (vgl. Kapitel 3 und Anhang 3). Im Oberen
Einschlag ist von &auml;hnlichen Verh&auml;ltnissen auszugehen.
Die Gehalte an Methan erreichten bis 46 Vol.-%. und lagen somit sowohl &uuml;ber der
unteren, als auch der oberen Explosionsgrenze f&uuml;r Methan (UEG = 4.4 Vol.-%,
OEG 16.5 Vol.-%). Zwischen UEG und OEG kann es bei einer Z&uuml;ndung zu einer
Explosion kommen.
Kohlendioxid (CO2) erreichte Konzentrationen bis 30 Vol.-%, ist jedoch weder
explosionsgef&auml;hrlich noch toxisch. Da es schwerer ist als Luft, kann es sich jedoch
in Gr&auml;ben / Vertiefungen ansammeln.
Schwefelwasserstoff (H2S) wurde in Konzentrationen bis ca. 100 ml/m3
nachgewiesen. H2S ist ebenfalls schwerer als Luft. Zudem ist H2S toxisch sowie
brennbar und riecht stark nach faulen Eiern.
Zur Minimierung der Deponiegas-Belastung, insbesondere zur Vermeidung Vorbel&uuml;ftung
explosionsf&auml;higer Luft-Gas-Gemische, ist in den j&uuml;ngsten Deponiebereichen Deponiegase
(Oberer Einschlag, Westteil Spitelfeld) eine Vorbel&uuml;ftung vorzusehen (vgl.
Abschnitt 6.3.5).
Beim Aushub sind die Deponiegase laufend mittels mobiler FID-Gasmessger&auml;te &Uuml;berwachung und
Massnahmen Gase
zu &uuml;berpr&uuml;fen. F&uuml;r den Fall einer &Uuml;berschreitung der MAK-Werte bzw. der unteren
Explosionsgrenze (UEG) sind konkrete Massnahmen und Aktionspl&auml;ne
vorzusehen (z.B. Einsatz von Luftgebl&auml;se, &Ouml;ffnungen der Hallenseitenw&auml;nde bei
Hallenvariante).
F&uuml;r die Variante einer Abbauhalle ist die Eigenluftversorgung der Bagger und
anderer in der Halle arbeitenden Maschinen zu pr&uuml;fen.
Es ist ein Brandschutzkonzept (Sofortmassnahmen, Zufahrten Feuerwehr etc.)
auszuarbeiten. F&uuml;r den Fall eines Brandes (z.B. Entz&uuml;ndung Deponiegase durch
Funkenschlag) ist eine ausreichende Menge an L&ouml;schwasser vor Ort zu lagern.
Dazu ist ein Meteorwasserr&uuml;ckhalt (vgl. Abschnitt 6.3.4, Entw&auml;sserung) oder eine
direkte Zuleitung ab Aare vorzusehen.
Schwarz/WeissBereiche
&Uuml;ber den ganzen Baustellenperimeter sind klar definierte “Schwarz/Weiss“Bereiche auszuscheiden (schwarz: Kontakt mit belasteten Materialien, weiss: saubere Bereiche). Der Aushubperimeter bzw. die Deponie ist als Schwarzbereich
durch vollst&auml;ndige Einz&auml;unung mit Eingangstoren abzusichern und es sind Massnahmen zur Verhinderung von Schadstoffverschleppungen vorzusehen. Die
Schwarzbereiche sind dazu mit Personen- und Fahrzeugschleusen abzutrennen.
Pers&ouml;nliche
Das Tragen von Arbeitskleidung und allenfalls Staubmasken ist in den belasteten Bereichen, den sogenannten Schwarz-Bereichen vorgesehen (standardm&auml;ssig sind keine speziellen Schutzkleider oder Atemschutzger&auml;te vorgesehen).
Durch die Wahl einer geeigneten Verkehrsf&uuml;hrung ist sicherzustellen, dass ein
reibungsfreier Ablauf f&uuml;r Zu- und Abtransporte gew&auml;hrleistet werden kann
(vgl. Abschnitt 6.3.8 und Anhang 6). Beachtung finden sollten dabei die Auswirkungen auf die Anwohner n&ouml;rdlich des Sektors D1 sowie ein m&ouml;glichst effizienter
und sicherer Zu- bzw. Abtransport der G&uuml;ter und Materialien. Die Verkehrsicherheit auf der Baustelle ist mit sauberen Markierungen, vordefinierten Ein- und Ausfahrten / Wendepl&auml;tzen / Abstellpl&auml;tze etc. zu gew&auml;hrleisten.
Die &Uuml;berwachungsmassnahmen sollen sicherstellen, dass das Sanierungsziel
erreicht wird und dass bei Auff&auml;lligkeiten der Analysenresultate schnell und gezielt
reagiert werden kann. Die Qualit&auml;t der Schutzg&uuml;ter soll w&auml;hrend den Aushubarbeiten durch allenfalls neu mobilisierte Schadstoffe nicht verschlechtert werden.
Untenstehend wird ein erstes &Uuml;berwachungskonzept vorgestellt. Die Details bzgl.
Probenahmerythmus, Probenahmestellen und Analysenparameter sind im
Ausf&uuml;hrungsprojekt zu regeln.
Grundwasser&uuml;berwachung
W&auml;hrend dem Aushub auf dem Oberen Einschlag wird das Grundwasser alle zwei
Wochen im Zustrom (Grundwasserprobenahmestelle KB1) sowie im Abstrom
(KB3) des Oberen Einschlag auf LCKW (inkl. Vinylchlorid), Benzol, KW-Index,
DOC, Nitrat, Nitrit und Schwermetalle (Pb, Cd) analysiert.
W&auml;hrend den Aushubarbeiten auf dem Spitelfeld sind monatlich Grundwasserproben aus dem Zustrom (KB1) sowie aus dem Abstrom (KB2 und KB4) auf
LCKW (inkl. Vinylchlorid), Benzol, KW-Index, DOC, Nitrat, Nitrit und Schwermetalle (Pb, Cd) zu analysieren.
Bachwasser&uuml;berwachung
Aus dem Br&uuml;hl- und dem Brunngraben sind ab Beginn bis Ende der Aushubarbeiten monatlich je zwei Proben im Zustrom sowie zwei im Abstrom der ehemaligen
Deponiefl&auml;chen auf die Parameter LCKW (inkl. Vinylchlorid), Benzol, KW-Index,
DOC, Nitrat, Nitrit und Schwermetalle (Pb, Cd) zu analysieren.
Bei Ausf&uuml;hrung der Teildekontamination wird der verbleibenden anstehenden Erfolgskontrollen
Untergrund rasterweise beprobt und gepr&uuml;ft, ob allenfalls noch sanierungsbed&uuml;rftige Belastungen vorhanden sind.
Bei einer Totaldekontamination wird nach Erreichen der ehemaligen Deponiesohle
solange anstehendes Material (Verlandungssedimente) ausgehoben, bis die chemischen Analysen alle Richtwerte f&uuml;r unverschmutzten Aushub einhalten. Dazu
werden ebenfalls rasterweise Proben analysiert.
Die im Lauf der &Uuml;berwachung anfallenden Analyse-Daten sollten (zusammen mit DMS
allen Informationen &uuml;ber Abfallmengen, Fraktionen, Entsorgungswege etc.) in
einem Deponie-Management-System (DMS) dargestellt und den Beh&ouml;rden
selektiv Online zur Verf&uuml;gung gestellt werden.
Zur Absch&auml;tzung des Zeitbedarfs f&uuml;r die Sanierung der Deponie Stadtmist wird in Erfahrungswerte
anderer Deponien
erster Linie auf Erfahrungswerte von Sanierungen anderer Deponien abgestellt.
Insbesondere folgende drei gr&ouml;ssere Sanierungen in &Ouml;sterreich und Deutschland
sind in Ausmass, Abfallarten und Vorgehen vergleichbar (Quelle: &ouml;ffentlich
zug&auml;ngliche Daten im Internet):
Sanierung Fischer-Deponie in Nieder&ouml;sterreich (2002-2006): Total 840'000 t
Deponiematerial. Durchschnittliche R&auml;umungsleistung 3'000 t/Tag (=ca. 1500
m3/Tag).
Sanierung der Hausm&uuml;lldeponie Immenstetten in der Oberpfalz (1997-1998):
Total 235'000 m3 M&uuml;ll, durchschnittliche R&auml;umungsleistung 600-700 m3/Tag.
Sanierung der Berger-Deponie in Nieder&ouml;sterreich (1996-2001): Total
1'379'000 t Abf&auml;lle und kontaminierter Untergrund. Maximal 4'000 t / Tag.
Durchschnittlich ca. 1’000 t / Tag (= ca. 500 m3/Tag).
Bei diversen kleineren Deponie-Sanierungen in der Schweiz konnten Tagesleistungen von ca. 500 m3 fest/Tag erreicht werden.
Zusammenfassend ist realistischerweise von eine Tagesleistung von 500 bis Realistische
1'000 m3 fest/Tag auszugehen. Die genannte Tagesleistung kann nur erreicht Tagesleistung
werden, falls bei keinem Sanierungsschritt ein Engpass entsteht. Insbesondere
sind die Abbauleistung, die Kapazit&auml;t der Aufbereitung vor Ort, die Abfuhrleistung
sowie die Kapazit&auml;ten der Entsorger zu ber&uuml;cksichtigen.
Die Abbauleistung, die Aufbereitung vor Ort und die Abfuhr k&ouml;nnen prinzipiell Kapazit&auml;ten
entsprechend der gew&uuml;nschten Tagesleistung ausgelegt werden. Ein Engpass
k&ouml;nnte insbesondere noch bei den Entsorgungsanlagen entstehen. Daher wurden
erste Kapazit&auml;tsabkl&auml;rungen durchgef&uuml;hrt:
Die gr&ouml;ssten Kubaturen fallen beim brennbaren Abfall an (vgl. Abschnitt 6.2). In
den KVA k&ouml;nnen im Normalfall pro KVA ca. 200 - 300 to Abfall/Tag entsorgt werden. Aufgrund der grossen zu erwartenden Kubaturen muss der Abfall auf
mehrere KVA in der Region verteilt werden. Die Kapazit&auml;t der in der N&auml;he
liegenden KVA Zuchwil (KEBAG) ist davon abh&auml;ngig, ob die 4. Ofenlinie f&uuml;r die
Entsorgung des Stadtmistes ge&ouml;ffnet und der Marktkehricht zur&uuml;ckgestellt werden
kann7. In diesem Fall k&ouml;nnten ca. 150-200 to/Tag in die KEBAG gef&uuml;hrt werden.
Bei den Zementwerken ist mit Kapazit&auml;tsgrenzen von 100 - 150 to/Tag pro
Zementwerk zu rechnen. Bei den Bodenwaschanlagen kann durchschnittlich mit
einer Kapazit&auml;t von rund 200 to/Tag gerechnet werden.
Insgesamt sollte die oben genannten Tagesleistung des Abbaus von 500 bis 1'000
m3 fest/Tag (ca. 1'000 bis 2'000 to/Tag) bei einer Verteilung auf mehrere
Entsorgungsanlagen voraussichtlich zu keinem Entsorgungsengpass f&uuml;hren.
Fazit Zeitbedarf
F&uuml;r den Aushub, die Triage und den Abtransport der Gesamtkubatur von 376'000
m3 fest Aushubmaterial ergibt sich bei einer Tagesleistung von 500 bis 1'000 m3
fest/Tag ein Zeitbedarf von rund 375 bis 750 Arbeitstagen = 75 bis 150 Arbeitswochen = 1.5 bis 3 Jahre.
Nicht eingerechnet in obige Zeit sind Installations- und Vorbereitungsarbeiten (Bau
Hallen, Vor-Ort-Aufbereitung, Verkehrswege, Entw&auml;sserung, Vorbel&uuml;ftung, etc.)
sowie die Wiederherstellung / Rekultivierung. Bei Ber&uuml;cksichtigung dieser
Arbeiten ergibt sich ein Zeitbedarf von ca. 2 bis 4 Jahren.
Durch den Aushub, die Sortierung und den Abtransport des Deponieguts entstehen diverse Emissionen (insbesondere L&auml;rm- und Geruchsemissionen).
N&auml;he Siedlungsgebiet
Da sich die Deponie in unmittelbarer N&auml;he des Siedlungsgebiets befindet, sind
zahlreiche Anwohner von allf&auml;lligen Emissionen bzw. Immissionen betroffen. Die
Emissionen bzw. Immissionen sind durch technische Massnahmen auf ein
vertretbares Mass reduzieren.
Geruchsemissionen entstehen durch die Freilegung und den Umschlag des
teilweise bereits verrotteten Deponieguts und durch die im Deponiegut vorhandenen Deponiegase (Methan, Schwefelwasserstoff, etc.). Es sind mindestens
folgende Massnahmen zur Emissions- bzw. Immisionsminderung zu pr&uuml;fen:
Das Schadstoff- und Geruchspotential der Deponiegase kann mit einer
Vorbel&uuml;ftung des Deponiek&ouml;rpers vor Aushubbeginn stark reduziert werden
(&Uuml;berf&uuml;hrung in einen aeroben Zustand, Details vgl. Abschnitt 6.3.5).
Beim Abbau wird jeweils nur ein kleiner Teilbereich der Deponie auf einmal
Der Abbau und die Vor-Ort-Aufbereitung des Deponieguts sind allenfalls in
Hallen auszuf&uuml;hren (Details vgl. Abschnitt 6.3.2).
Gem&auml;ss Martin Moser, Amt f&uuml;r Umwelt, Fachstelle Abfallwirtschaft w&auml;re die
Voraussetzung f&uuml;r den Betrieb der 4. Ofenlinie eine GP-&Auml;nderung, befristet auf die Dauer
der Sanierung des Stadtmists. Ausserdem w&auml;ren evtl. Investitionen in zus&auml;tzliche
technische Einrichtungen f&uuml;r die W&auml;rmeabgabe notwendig.
Das f&uuml;r den Transport des Aushubmaterials verwendete F&ouml;rderbandsystem
ist zur Vermeidung von Staub- und Geruchsemissionen einzuhausen (vgl.
Abschnitt 6.3.6).
Durch den Einsatz von grossen Maschinen, die Aufbereitung des Materials vor Ort L&auml;rm
sowie den Verlad und Abtransport des Materials werden L&auml;rmemissionen verursacht.
Bei den eingesetzten Maschinen und Anlagen ist sicherzustellen, dass diese dem
heutigen Stand der Technik entsprechen und s&auml;mtliche L&auml;rm- und Schadstoffemissionen auf m&ouml;glichst geringem Niveau gehalten werden.
Neben den L&auml;rm- und Geruchsemissionen ergeben sich im Zusammenhang mit Staub / Luftschadstoffe
dem geplanten Deponier&uuml;ckbau insbesondere Staub- bzw. Luftschadstoffemissionen.
Die oben vorgestellten Massnahmen zur Geruchsminimierung dienen jeweils auch
der Reduzierung der Staub- und Luftschadstoffemission. Zus&auml;tzlich gilt es vor
allem bei der Sortierung bzw. beim Umschlag des Materials auf dem Zwischenlagerplatz die Staubbelastung zu minimieren (befestigter Zwischenlagerplatz,
W&auml;sserung, Abfangen Platzwasser und Einleiten in Kanalisation).
Der Staubbelastung durch die zu- und wegfahrenden LKW’s soll mit einer Fahrzeugwaschanlage minimiert werden (vgl. Abschnitt 6.3.4).
Die jeweiligen Emissionen sind laufend durch ein &Uuml;berwachungsprogramm Monitoring
(Monitoring) zu &uuml;berpr&uuml;fen.
Grobkostensch&auml;tzung
6.10.1 Kosten Totaldekontamination
Die gesch&auml;tzten Kosten f&uuml;r die Totaldekontamination der Deponiefl&auml;chen
Stadtmist und Oberer Einschlag sind in untenstehender Tabelle 11 zusammengestellt. Die detaillierte Herleitung der Kubaturen und der Entsorgungskosten ist in
Anhang 7.1, die Herleitung der Gesamtkosten in Anhang 7.2 beigelegt.
Es wurden drei Szenarien berechnet: Der Best-Guess entspricht dem wahrschein- Szenarien
lichsten Fall. Der Worst-Case ist eine Absch&auml;tzung des schlechtesten Falls, der
Best-Case ist der g&uuml;nstigste Fall. Die tats&auml;chlichen Kosten liegen mit einer
Wahrscheinlichkeit von ca. 95 % zwischen dem Best-Case und dem Worst-Case.
Die Gesamtkosten f&uuml;r die Totaldekontamination liegen zwischen ca. 85 und 200 Gesamtkosten
Mio. CHF, mit einem Best-Guess bei ca. 125 Mio. CHF. Die Kosten wurden 85-200 Mio CHF
entsprechend den in Kap. 6.3 bis 6.5 aufgef&uuml;hrten Arbeitsschritten berechnet.
Mit 75 % der Gesamtkosten sind die Entsorgungskosten der bestimmende Entsorgung 75 % der
Kostenblock. Weitere ca. 6 % der Gesamtkosten werden f&uuml;r den eigentlichen Kosten
Aushub der Materialien ben&ouml;tigt. Die weiteren Kostenbl&ouml;cke bewegen sich jeweils
in der Gr&ouml;ssenordnung von ca. 2 % der Gesamtkosten (vgl. Tabelle 11).
Grobkostensch&auml;tzung Totaldekontamination
Kubatur [m fest]
Total Aushubkubatur
Best-Guess
375'000
Entw&auml;sserung, inkl. Spundw&auml;nde
1'500'000
Vorbel&uuml;ftung Deponiek&ouml;rper
Mobile Abbauhalle
Sortieranlage (Installation)
Sortieranlage (Betrieb)
Planung / Ausschreibung / Begleitung
7'500'000
92'500'000
150'000'000
65'000'000
124'000'000
202'000'000
83'500'000
Entsorgung (inkl. Transport)
Total Grobkostensch&auml;tzung
Die Berechnungen basieren auf den Ergebnissen der bisherigen Untersuchungen,
heutigen Marktpreisen, unverbindlichen Preisanfragen bei Unternehmern,
Erfahrungen der FRIEDLIPARTNER AG sowie zahlreichen Annahmen. Unsicherheiten bestehen dabei v.a. In folgenden Bereichen:
Die physikalische Qualit&auml;t des Aushubmaterials, insbesondere die Dichte (t/m3),
die Entw&auml;sserbarkeit, die Sortierbarkeit sowie die Verwertbarkeit des Deponieguts
k&ouml;nnten erst im Rahmen eines Vorprojekts genauer beurteilt werden. Die
entsprechenden Eigenschaften haben einen sehr grossen Einfluss auf die
Entsorgungskosten und f&uuml;hren in diesem Bereich zu einer verbleibenden
Unsicherheit von gegen 100%.
Die Entsorgungspreise wurden gem&auml;ss heutigen Marktpreisen angenommen.
Insbesondere f&uuml;r die KVA k&ouml;nnen die Preise jedoch noch stark variieren, da das
Deponiematerial nicht einem &uuml;blichen Hauskehricht entspricht und es allenfalls zu
Kapazit&auml;tsengp&auml;ssen in nahegelegenen KVAs kommen k&ouml;nnte (vgl. Kap.6.8). Die
verbleibende Unsicherheit sch&auml;tzen wir auf ca. 20%.
6.10.2 Kosten Teildekontamination
Weniger Aushub und
Bei einer Teildekontamination (vgl. Kap. 5.1.1) w&uuml;rden die Kosten f&uuml;r Aushub und
Entsorgung der belasteten Verlandungssedimente entfallen. Die Entsorgungskosten f&uuml;r die Verlandungssedimente betragen im Best-Guess ca. 6 Mio. CHF
(vgl. Anhang 7.1), die Kosten f&uuml;r deren Aushub ca. 700’000 CHF (ca. 35’000 m3 &agrave;
CHF 20/m3 fest).
Zudem verringern sich die Kosten f&uuml;r die Wiederauff&uuml;llung um ca. 1 Mio. CHF, da Weniger R&uuml;ckf&uuml;llung
weniger Material r&uuml;ckgef&uuml;llt werden m&uuml;sste (ca. 35’000 m3 &agrave; CHF 30/m3 fest). Die
Einsparung bei allen anderen Arbeitsschritten d&uuml;rfte aufgrund der um ca. 6 %
kleineren Gesamtkubatur in der Gr&ouml;ssenordnung von 5 % liegen.
Insgesamt liegen somit die Kosten f&uuml;r die Teildekontamination im Best-Guess bei Ca. 10 Mio. CHF
ca. 115 Mio. CHF, also ca. 10 Mio. CHF tiefer als die Gesamtkosten f&uuml;r die Total- weniger als Totaldek.
dekontamination (vgl. Anhang 7.2).
7 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND
Die Sanierung von Hausm&uuml;lldeponien mittels konventionellem Aushub entspricht
dem Stand der Technik. Im benachbarten Ausland wurden in den letzten Jahren
Sanierungen von Deponien mit &auml;hnlicher Ausdehnung und Abfallzusammensetzung mittels Aushub erfolgreich ausgef&uuml;hrt (vgl. Abschnitt 6.8).
Entsorgungskapazit&auml;t
Die Entsorgungsanlagen in der Region verf&uuml;gen insgesamt &uuml;ber gen&uuml;gend
Kapazit&auml;t zur Aufnahme der anfallenden Abfallmengen (vgl. Abschnitt 6.8).
Entw&auml;sserung machbar
F&uuml;r die Deponie Spitelfeld ergeben sich spezielle Schwierigkeiten aufgrund des
Einstaus des Deponieguts im Wasser. Die Entw&auml;sserung des Deponiek&ouml;rpers ist
jedoch technisch machbar.
Ausf&uuml;hrungszeit 2-4
Aufgrund der Erfahrungswerte von vergleichbaren Sanierungen ist realistischerweise mit einer Ausf&uuml;hrungszeit von 2-4 Jahren zu rechnen (vgl. Abschnitt 6.8).
Bei Vorgabe einer k&uuml;rzeren Sanierungszeit w&auml;re die Machbarkeit neu zu pr&uuml;fen.
Die Akzeptanz in der Bev&ouml;lkerung ist abh&auml;ngig von den Immissionen
(insbesondere Geruch und L&auml;rm) w&auml;hrend der Ausf&uuml;hrung der Sanierung. Durch
geeignete Massnahmen (Vorbel&uuml;ftung, Halle etc.) kann insbesondere die
Geruchsimmission stark reduziert werden.
Sanierungsziel wird
Mit dem Aushub von Oberboden und Deponiegut wird das Sanierungsziel mit sehr
grosser Wahrscheinlichkeit bereits erreicht. Die belasteten Verlandungssedimente
sind vermutlich nur bei einer Totaldekontamination zu entfernen (vgl. Kap. 5.1.1).
Restbelastungen im
GW m&ouml;glich
Benzol und Vinylchlorid (VC) wurden bereits im Grundwasser, ausserhalb des
Sanierungsperimeters nachgewiesen. Erfahrungsgem&auml;ss ist daher damit zu
rechnen, dass auch l&auml;ngere Zeit nach einem Totalaushub der Deponie noch Restbelastungen dieser Schadstoffe im Grundwasser nachzuweisen sind.
Mit dem Aushub der Abf&auml;lle im Deponieperimeter wird jedoch die eigentliche
Quelle der Belastung entfernt, zus&auml;tzliche Belastungen des Grundwassers werden
verhindert. Die in allen Bereichen der Deponie nachgewiesene CKW-Belastung in
der Porenluft, die erh&ouml;hten Benzol- und z.T. VC-Konzentrationen in den Sickerwasserproben sowie die erh&ouml;hte VC-Konzentration im Altlasteneluat der Probe
2007-1-1 beweisen, dass im Deponiek&ouml;rper weiterhin ein hohes entsprechendes
Schadstoffpotential vorhanden.
Zudem ist zu beachten, dass mit dem Aushub neben den BTEX und CKW auch
weitere Schadstoffe wie PCB und Schwermetalle entfernt werden, welche bis
heute (noch) nicht in das Grundwasser eingetragen wurden, aber mit dem
Sickerwasser bereits heute in die angrenzenden Oberfl&auml;chengew&auml;sser gelangen.
Die Aushubvariante ist nachhaltig, da die sanierungsausl&ouml;senden Abf&auml;lle Nachhaltig
endg&uuml;ltig vom Standort entfernt werden.
Das Areal kann sowohl nach einer Total- als auch bei einer Teildekontamination Uneingeschr&auml;nkte
(exkl. Verlandungssedimente) wieder uneingeschr&auml;nkt genutzt werden.
Die Kontrollierbarkeit des Sanierungserfolgs ist gegeben.
Beim Aushub und bei der Aufbereitung vor Ort sind relevante Emissionen von Umweltauswirkungen
Deponiegasen (Geruch) zu erwarten. Durch Aushub, Aufbereitung und Abtransport sind zudem L&auml;rm-Bel&auml;stigungen der Anwohner m&ouml;glich. Die entsprechenden
Immissionen sind durch geeignete Massnahmen zu minimieren (Details vgl.
Abschnitt 6.9).
Die Realisierungskosten der Aushubvariante sind sehr hoch. Eine erste Kosten- Hohe Kosten
sch&auml;tzung geht von einem Betrag in niedriger dreistelliger Millionenh&ouml;he aus (vgl.
Kap. 6.10). Nach Abschluss der Sanierung fallen nur noch marginale &Uuml;berwachungskosten an.
Wie bereits im Abschnitt „Wirksamkeit“ (7.2) erw&auml;hnt, bestehen nach aus- Sehr gute Nutzungsgef&uuml;hrtem Aushub und Rekultivierung uneingeschr&auml;nkte Nutzungsm&ouml;glichkeiten m&ouml;glichkeiten
mit entsprechendem Ertragspotential.
Zusammenfassend kann die Sanierungsvariante Aushub als machbar, wirksam Machbar, wirksam,
und nachhaltig bezeichnet werden.
Das Kosten-Nutzen-Verh&auml;ltnis ist gut, da die kurzfristig hohen Ausf&uuml;hrungskosten Kosten-Nutzen gut
zu einer nachhaltigen L&ouml;sung mit uneingeschr&auml;nkten Nutzungsm&ouml;glichkeiten
Besprechung Bericht mit dem BAFU (August 2009)
Ggf. &Uuml;berarbeitung Bericht (September 2009)
Anh&ouml;rung BAFU und Stellungnahme BAFU (Oktober 2009)
Sanierungsverf&uuml;gung AfU
Abgeltungsgesuch an BAFU
Planung und Ausschreibung Sanierung (2010/2011)
Beginn Sanierung (ab 2012)
Alle Arbeiten der FRIEDLIPARTNER AG wurden unter Einhaltung der Sorgfaltspflicht ausgef&uuml;hrt. Die FRIEDLIPARTNER AG &uuml;bernimmt keine Haftung f&uuml;r die
Folgen aus unbekannten oder verschwiegenen Tatsachen. Ebenso &uuml;bernimmt die
FRIEDLIPARTNER AG keine Haftung f&uuml;r allf&auml;llige Kostenfolgen aus den getroffenen Absch&auml;tzungen (Ausmasse, Kosten).
Falls Dritte basierend auf diesen Bericht Entscheidungen treffen, so tr&auml;gt der
Dritte die alleinige Verantwortung f&uuml;r allf&auml;llige Kostenfolgen.
Das vorliegende Gutachten ist f&uuml;r den Auftraggeber und zu dessen ausschliesslicher Nutzung erstellt. Es ist vertraulich und darf ohne Zustimmung von Auftraggeber und Verfasser weder kopiert noch an Dritte weitergegeben werden.
Z&uuml;rich,
Rita Hermanns Stengele,
Dr.sc.techn. ETH, Dipl.-Ing. / SIA
Daniel B&uuml;rgi
Dipl. Natw. ETH, NDS BWI ETH
Macintosh HD:Users:danielbuergi:Desktop:05.32_Stadtmist_Sanierungsprojekt_2009_04_18.doc
Aushubrichtlinie (BUWAL)
Altlastenverordnung
Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol
C5-C10
Aliphatische Kohlenwasserstoffe C5 bis C10
GC-Fingerprint
Gaschromatographische Auftrennung mit FID und ECD
Kohlenwasserstoffe (aliphatische Kohlenwasserstoffe &gt;
C10)
parts per million (w/w), entspricht der Einheit mg/kg
Technische Verordnung &uuml;ber Abf&auml;lle
Verordnung &uuml;ber Belastungen des Bodens
Verordnung &uuml;ber Schadstoffe im Boden
Altlastenverdachtsfl&auml;chen-Kataster des Kantons Z&uuml;rich
Verordnung &uuml;ber den Verkehr mit Abf&auml;llen
K&uuml;rzel aus dem Periodensystem der Elemente sind nicht aufgef&uuml;hrt.
NORMEN, GESETZLICHE
GRUNDLAGEN, REFERENZEN
BUWAL (1997) Richtlinie f&uuml;r die Verwertung mineralischer Bauabf&auml;lle. Vollzug
Umwelt – Abfall. EDMZ, Bern.
BUWAL (1999) Richtlinie f&uuml;r die Verwertung und Ablagerung von mineralischem
Aushub- Abraum und Ausbruchmaterial (Aushubrichtlinie). Vollzug Umwelt – Abfall und Altlasten. EDMZ, Bern.
BUWAL (2001) Erstellung von Sanierungsprojekten f&uuml;r Altlasten. Vollzug Umwelt
– Altlasten Sanierung. EDMZ, Bern.
Schweizerischer Bundesrat (1994) Technische Verordnung &uuml;ber Abf&auml;lle (TVA).
EDMZ, Bern.
Schweizerischer Bundesrat (1998) Verordnung &uuml;ber die Sanierung von belasteten
Standorten (AltlV). EDMZ, Bern.
SIA (1993) Entsorgung von Bauabf&auml;llen bei Neubau-, Umbau- und Abbrucharbeiten. Empfehlung 430, SIA, Z&uuml;rich.
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