Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%201,%20259
Timestamp: 2020-01-18 14:01:43
Document Index: 104373288

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BGH, 31.05.1951 - 3 StR 106/51 - dejure.org
BGH, 31.05.1951 - 3 StR 106/51
https://dejure.org/1951,276
BGH, 31.05.1951 - 3 StR 106/51 (https://dejure.org/1951,276)
BGH, Entscheidung vom 31.05.1951 - 3 StR 106/51 (https://dejure.org/1951,276)
BGH, Entscheidung vom 31. Mai 1951 - 3 StR 106/51 (https://dejure.org/1951,276)
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BGHSt 1, 259
Sie ist auch stets beachtlich, wenn sie zugunsten des Beschwerdeführers wirkt (BGHSt 1, 259, 261 f.; RGSt 19, 367, 369 f.; 21, 200, 201; OLG Köln NJW 1952, 758) oder wenn sie - bei einem einheitlichen Vorgang - teilweise zu seinen Gunsten, teilweise zu seinen Ungunsten vorgenommen worden ist (…BGHSt aaO; RGSt 56, 29; RG GA 57 (1910), 396; JW 1932, 3109).
Eine Protokollberichtigung ist immer zu berücksichtigen, wenn sie zugunsten des Angeklagten wirkt (BGHSt 1, 259 [261 f.]) oder wenn sie - bei einem einheitlichen Vorgang - teilweise zugunsten, teilweise zu Ungunsten einer Rüge vorgenommen worden ist (RGSt 56, 29;… BGH aaO).
Eine Protokollberichtigung ist immer zu berücksichtigen, wenn sie zugunsten des Angeklagten wirkt (BGHSt 1, 259, 261 f.) oder wenn sie - bei einem einheitlichen Vorgang - teilweise zugunsten, teilweise zu Ungunsten einer Rüge vorgenommen worden ist (RGSt 56, 29;… BGH aaO).
Dabei kommt der Berichtigung die volle Beweiskraft gemäß § 274 StPO zu (BGHSt 1, 259 ff.).
Der Berichtigungsbeschluss vom 8. Oktober 2014 ist unwirksam; er ist nur von der Vorsitzenden gefasst und unterzeichnet; er muss aber, um wirksam zu werden, von beiden Urkundspersonen (§ 271 Abs. 1 Satz 1 StPO) unterschrieben werden (unstr.; vgl. nur RGSt 57, 394, 396 f.; BGH, Urteil vom 31. Mai 1951 - 3 StR 106/51, BGHSt 1, 259 f.;… LR-StPO/Stuckenberg, 26. Aufl., § 271 Rn. 53;… HK-StPO/Julius, 5. Aufl., § 271 Rn. 8;… KK-StPO/Greger, 7. Aufl., § 271 Rn. 19;… Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 57. Aufl., § 271 Rn. 23).
Wird jedoch durch das unberichtigte Protokoll der gerügte Verfahrensverstoß nicht belegt, so führt dies auch dann, wenn ihm zu dem fraglichen Verfahrensvorgang aufgrund Widersprüchlichkeit die Beweiskraft fehlt, nicht dazu, dass der diesbezügliche Revisionsvortrag als richtig zu behandeln ist; vielmehr ist in diesem Fall schon nach bisheriger Rechtsprechung für das Revisionsgericht gemäß § 274 Satz 1 StPO der Inhalt des berichtigten Protokolls maßgebend (vgl. BGHSt 1, 259).
Wirkt sich eine Protokollberichtigung zugunsten des Beschwerdeführers aus, so ist sie aber auch im Rechtsbeschwerdeverfahren zu beachten (BGHSt 1, 259; OLG Saarbrücken, VRS 17, 63;… LR-Gollwitzer, StPO, 25. Aufl., § 271 Rdnr. 60;… Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO, 45. Aufl., § 271 Rdnr. 26).
BGH, 10.04.1952 - 4 StR 11/50