Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=22.03.1995&Aktenzeichen=2%20BvG%201/89
Timestamp: 2019-06-16 12:00:47
Document Index: 63549375

Matched Legal Cases: ['Art. 24', '§ 64', 'Art. 24', 'Art. 23', '§ 64', 'Art. 70', 'Art. 23', '§ 68', 'Art. 32']

BVerfG, 22.03.1995 - 2 BvG 1/89 - dejure.org
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BVerfG, 22.03.1995 - 2 BvG 1/89 (https://dejure.org/1995,708)
BVerfG, Entscheidung vom 22.03.1995 - 2 BvG 1/89 (https://dejure.org/1995,708)
BVerfG, Entscheidung vom 22. März 1995 - 2 BvG 1/89 (https://dejure.org/1995,708)
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Art. 24 Abs. 1, 30, 70 Abs. 1, 93 Abs. 1 Nr. 3 GG
Zur Wahrung der Länderrechte gegenüber der EG (Fernsehrichtlinie)
Europäische Gemeinschaft - Rechtsetzungskompetenz - Sache des Bundes - Vertretung der Rechte der Bundesrepublik Deutschland - Bund-Länder-Streit - Beitritt von Ländern - Einhaltung der Frist des § 64 III BverfGG - Von der Gemeinschaft beanspruchter Gegenstand - Bund als Sachwalter der Länder - Bundesregierung erwachsen prozessuale Pflichten - Bundesstaatliche Zusammenarbeit und Rücksichtnahme
EWG-Richtlinie
kommunikationsseminare.eu , S. 20 (Ausführliche Zusammenfassung)
Rundfunk - "EG-Fernsehrichtlinie"
Grundgesetz, Art. 24 und 30
Rechtsakte der Organe, DROI
BVerfG, 11.04.1989 - 2 BvG 1/89
BVerfG - 2 BvG 1/89 (anhängig)
NJW 1996, 3408 (Ls.)
MDR 1995, 648
NVwZ 1996, 1093
DVBl 1995, 561
DÖV 1995, 552
ZUM 1995, 405
afp 1995, 483
Die Rundfunkgebühr ist außerdem dem der Gesetzgebungskompetenz der Länder unterliegenden Bereich des Rundfunks (vgl. Art. 23 Abs. 6 Satz 1 GG, BVerfGE 90, 60 ; 92, 203 ; 121, 30 ) zuzuordnen.
Da das Organstreitverfahren im Zeitpunkt des Beitritts der Partei DIE LINKE bereits anhängig war, besteht kein Anlass, ihre Beteiligung an dem Verfahren mit den gleichen Anträgen im Hinblick auf die Frist des § 64 BVerfGG zu unterbinden (vgl. BVerfGE 92, 203 ).
Studienabgaben sind dem Hochschulwesen und damit der Kulturhoheit zuzuordnen, die nach der Regel des Art. 70 Abs. 1 GG grundsätzlich der Gesetzgebungskompetenz der Länder unterliegt (BVerfG, Beschluss vom 11. Juni 1974 - 1 BvR 82/71 - BVerfGE 37, 314 , Urteile vom 22. März 1995 - 2 BvG 1/89 - BVerfGE 92, 203 …und vom 19. März 2003 a.a.O. S. 14).
Der Berliner Landesgesetzgeber hat auch nicht gegen die ihm obliegende verfassungsrechtliche Pflicht zu bundesfreundlichem Verhalten in ihrer Bedeutung als Kompetenzausübungsschranke verstoßen (vgl. dazu BVerfGE 12, 205 [239, 254]; 14, 197 [215]; 32, 199 [218]; 43, 291 [348]; 92, 203 [230]).
Verantwortlich für die Übertragung der Währungshoheit auf die Europäische Gemeinschaft und die Fortentwicklung durch eine Änderung ihrer vertraglichen Grundlagen ist primär der Gesetzgeber (Art. 23 Abs. 1 GG), für den Vollzug des Vertrages primär die Bundesregierung (BVerfGE 92, 203 ).
Dabei zeigt die Staatspraxis, dass auch Auseinandersetzungen um Gesetzgebungskompetenzen im Rahmen eines Bund-Länder-Streits ausgetragen werden (vgl. etwa BVerfGE 92, 203 ff.; 12, 205 ff.; BVerfGE 4, 115 ff.;… ferner Dagtoglou, Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern im Bereich der Gesetzgebung, DÖV 1971, S. 35 ;… Schorkopf, in: Umbach/Clemens/Dollinger, BVerfGG, 2. Aufl. 2005, Vor §§ 68 ff. Rn. 18 ff.).
In diesem Zusammenhang merkt der Senat lediglich an, dass die Zuständigkeitsordnung des Grundgesetzes - abgesehen von Verfassungsänderungen - nicht zur Disposition des Bundes und der Länder steht, weshalb sich in einem Hauptsacheverfahren unter Umständen die durch das Lindauer Abkommen für die jahrzehntelange Staatspraxis durch einvernehmliche Verfahrensregelungen (vgl. BVerfG, Urt. v. 22.3.1995, BVerfGE 92, 203 [231]) ausgeklammerte Frage der Vertragskompetenz der Länder nach Art. 32 Abs. 3 GG stellen kann (…vgl. Papier, aaO, 268).
Daran ändert die Tatsache nichts, dass die Länder dem Übereinkommen gemäß dem sogenannten "Lindauer Abkommen" zugestimmt haben (siehe Gesetzentwurf der Bundesregierung, BRDrucks 101/02 S. 17; vgl. auch BVerfG, Urteil vom 22. März 1995 - 2 BvG 1/89 - BVerfGE 92, 203 ).
Landesregierung hat durch unzulässige Wahlwerbung in den Landtagswahlkampf 2009 …