Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.04.2014&Aktenzeichen=III%20ZR%20156/13
Timestamp: 2019-05-19 13:42:45
Document Index: 79310995

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', '§ 7', '§ 199', '§ 328', '§ 675', '§ 7', 'Art 3', '§ 7', 'Art. 3', '§ 199', '§ 328', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 157', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 398', '§ 412', '§ 404', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.04.2014 - III ZR 156/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,9075
BGH, 24.04.2014 - III ZR 156/13 (https://dejure.org/2014,9075)
BGH, Entscheidung vom 24.04.2014 - III ZR 156/13 (https://dejure.org/2014,9075)
BGH, Entscheidung vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 (https://dejure.org/2014,9075)
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BGB §§ 675, 328, 199 Abs. 1 Nr. 2; WpPG § 7
§ 199 Abs 1 Nr 2 BGB, § 328 BGB, § 675 BGB, § 7 WpPG, Art 3 Anl 1 Nr 13.2 EGV 809/2004
Haftung des Wirtschaftsprüfers gegenüber Kapitalanleger: Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter; fehlerhafte Testierung der Gewinnprognosen in einem Wertpapierprospekt; Verjährungsfristbeginn
Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bei Abgabe eines fehlerhaften Testats in einem Wertpapierprospekt betreffend die Prüfung der Gewinnprognosen
Einbeziehung des Anlegers in den Schutzbereich des Vertrags zwischen Emittentin und Wirtschaftsprüfer zur Testierung der Gewinnprognosen im Wertpapierprospekt
Zur Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die in einem Wertpapierprospekt ein fehlerhaftes Testat betreffend die Prüfung der Gewinnprognosen nach § 7 des Wertpapierprospektgesetzes i.V.m. Art. 3 und Anhang I Nr. 13.2. der Verordnung (EG) Nr. 809/2004 abgegeben hat, gegenüber einem Kapitalanleger nach den Grundsätzen des Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter; zum Verjährungsbeginn, wenn der haftungsauslösende Fehler der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in einer falschen Rechtsanwendung liegt
Gewinnprognosen in einem Wertpapierprospekt - und die Haftung des Wirtschaftsprüfers
Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte, Wirtschaftsprüfer
BGB § 199 Abs. 1 Nr. 2, §§ 328, 675; WpPG § 7
Fehlerhaftes Testat in Wertpapierprospekt kann zur Haftung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft führen
Haftung des Wirtschaftsprüfers gegenüber Kapitalanleger bei fehlerhaftem Testat
Haftung des Wirtschaftsprüfers gegenüber Dritten
Zur Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wegen fehlerhaften Testats in einem Wertpapierprospekt
Wirtschaftsprüferhaftung: Anleger erfolgreich - Wirtschaftsprüfer muss zahlen
Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wegen fehlerhaften Testats in einem Wertpapierprospekt
Verjährungsbeginn bei fehlerhafter Rechtsanwendung
Haftung einer Wirtschaftsprüfergesellschaft
Dritthaftung des Wirtschaftsprüfers für fehlerhaftes Testat im Prospekt
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.04.2014, Az.: III ZR 156/13 (WP-Gesellschaft haftet gegenüber einem Kapitalanleger für fehlerhaftes Testat in einem Wertpapierprospekt)" von RA/FAHandels-/GesellschR Peter Juretzek, original erschienen in: DStR 2014, 1515 - 1516.
LG Duisburg, 11.11.2011 - 10 O 65/11
OLG Düsseldorf, 05.04.2013 - 17 U 185/11
BGH, 05.11.2014 - III ZR 156/13
NJW 2014, 2345
ZIP 2014, 972
MDR 2014, 653
VersR 2015, 122
DB 2014, 1126
AnwBl 2014, 654
NZG 2014, 741
Daher müssen, wenn Dritte in die Schutzwirkungen eines Vertrags einbezogen werden sollen, diese bestimmungsgemäß mit der Hauptleistung in Berührung kommen, der Gläubiger muss an deren Schutz ein besonderes Interesse haben und Inhalt und Zweck des Vertrags müssen erkennen lassen, dass diesen Interessen Rechnung getragen werden soll (BGH…, Urteil vom 7. März 2013 - IX ZR 64/12, WM 2013, 802 Rn. 25 mwN; vom 24. April 2014 - III ZR 156/13, WM 2014, 935 Rn. 11 mwN).
Dies war insbesondere der Fall, wenn zwischen Gläubiger und Drittem eine Rechtsbeziehung mit personenrechtlichem Einschlag, zum Beispiel ein familien-, arbeits- oder mietvertragliches Verhältnis bestand (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 10 unter Verweis auf nur BGH, Urteile vom 2. Juli 1996 - X ZR 104/94, BGHZ 133, 168, 170 ff und vom 20. April 2004 - X ZR 250/02, BGHZ 159, 1, 8; Senat…, Urteil vom 7. Mai 2009 - III ZR 277/08, BGHZ 181, 12 Rn. 16).
In Weiterentwicklung dieser Rechtsprechung sind in die Schutzwirkungen eines Vertrags Dritte auch einbezogen worden, wenn diese bestimmungsgemäß mit der Hauptleistung in Berührung kommen, der Gläubiger an deren Schutz ein besonderes Interesse hat und Inhalt und Zweck des Vertrags erkennen lassen, dass diesen Interessen Rechnung getragen werden soll, beziehungsweise die Parteien den Willen haben, zugunsten dieser Dritten eine Schutzpflicht des Schuldners zu begründen (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 11 unter Verweis auf BGH, Urteil vom 2. Juli 1996 - X ZR 104/94, BGHZ 133, 168, 172 f; Senat…, Urteil vom 7. Mai 2009 - III ZR 277/08, BGHZ 181, 12 Rn. 17 mwN).
In diesem Sinne können Personen, die über eine besondere, vom Staat anerkannte Sachkunde verfügen, und in dieser Eigenschaft gutachterliche Stellungnahmen abgeben, wie etwa Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige, aus Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte gegenüber Personen haften, denen gegenüber der Auftraggeber von dem Gutachten bestimmungsgemäß Gebrauch macht (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 12 unter Verweis auf BGH, Urteil vom 20. April 2004 - X ZR 250/02, BGHZ 159, 1, 5).
So gehören Wirtschaftsprüfungsgesellschaften prinzipiell zu dem Personenkreis, dessen Stellungnahmen aufgrund der Sachkunde und der erwarteten Unabhängigkeit, Gewissenhaftigkeit und Unparteilichkeit - insbesondere bei Prüfaufträgen - von besonderer Bedeutung sind (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 12 unter Verweis auf BGH, Urteil vom 26. September 2000 - X ZR 94/98, BGHZ 145, 187, 198;… Senat, Urteile vom 6. April 2006 - III ZR 256/04, BGHZ 167, 155 Rn. 12 …und vom 7. Mai 2009 - III ZR 277/08, BGHZ 181, 12 Rn. 17).
Dies ist jedoch nur gewährleistet, wenn der Verfasser sie objektiv nach besten Wissen und Gewissen erstellt und auch dem Dritten gegenüber dafür einsteht (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 13 unter Verweis auf BGH, Urteile vom 10. November 1994 - III ZR 50/94, BGHZ 127, 378, 380 und vom 2. April 1998 - III ZR 245/96, BGHZ 138, 257, 261).
Wesentlich ist nur, dass eine von Sachkunde geprägte Stellungnahme oder Begutachtung den Zweck hat, das Vertrauen eines Dritten zu erwecken und - für den Sachkundigen hinreichend erkennbar - Grundlage einer Entscheidung mit wirtschaftlichen Folgen zu werden (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 14 unter Verweis auf BGH, Urteil vom 20. April 2004 - X ZR 250/02, BGHZ 159, 1, 5;… Senat, Urteile vom 6. April 2006 - III ZR 256/04, BGHZ 167, 155 Rn. 12 …und vom 7. Mai 2009 - III ZR 277/08, BGHZ 181, 12 Rn. 17).
Bei der Frage, ob Dritte in den Schutzbereich eines Vertrags einbezogen sind, gehören zum wesentlichen Auslegungsstoff die in dem Gutachten enthaltenen Angaben über dessen Zweck und der sonstige Inhalt des Gutachtens, aber auch die eigenen Angaben des Gutachters zu Inhalt und Umständen der Auftragserteilung (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 14 unter Verweis auf BGH, Urteil vom 20. April 2004 - X ZR 250/02, BGHZ 159, 1, 6).
Er soll die Möglichkeit haben, sein Risiko bei Vertragsschluss zu kalkulieren und gegebenenfalls zu versichern (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 14 unter Verweis auf BGH…, Urteil vom 20. April 2004 aaO S. 9; Senat…, Urteil vom 7. Mai 2009 aaO).
Anders als in den vorstehend genannten Fällen und dem Fall der Haftung von Wirtschaftsprüfern für Testate, die in Emissionsprospekten verwendet werden, so dass die zu zeichnende Kapitalsumme als begrenztes Gesamtrisiko gegebenenfalls versicherbar ist (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris, Rz. 20), ist die Verwendung der von der Beklagten erteilten Bonitätszertifikate vorliegend nicht klar begrenzt und somit das Haftungsrisiko im Hinblick auf die unüberschaubare Anzahl möglicher Anleger weder überschaubar oder berechenbar noch versicherbar, woraus sich eine uferlose Haftung der Beklagten für die von ihr erteilten Zertifikate ergeben würde.
dd) Darüber hinaus scheitert die Einbeziehung der Zedenten an deren mangelnder Schutzbedürftigkeit, weil ihnen eigene vertragliche Ansprüche zustehen, die denselben oder zumindest einen gleichwertigen Inhalt haben wie diejenigen, die ihnen über eine Einbeziehung in den Schutzbereich des Vertrags zukämen (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 juris Rz. 22 unter Verweis auf BGH, Urteile vom 15. Februar 1978 - VIII ZR 47/77, BGHZ 70, 327, 330; vom 2. Juli 1996 - X ZR 104/94, BGHZ 133, 168, 173 f und vom 22. Juli 2004 - IX ZR 132/03, NJW 2004, 3630, 3632).
Ansprüche aus Prospekthaftung gegen einen Prospektverantwortlichen und Ansprüche gegen einen Wirtschaftsprüfer aus einem Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter sind nicht gleichwertig, da die Prospekthaftung eine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit von Werbeaussagen ist, während die Haftung wegen eines fehlerhaften Gutachtens oder Prüfberichts aus Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter eine Berufshaftung der Experten gegenüber Dritten ist, die auf dem besonderen Vertrauen beruht, das Experten aufgrund der von ihnen erwarteten beruflichen Sachkunde und persönlichen Zuverlässigkeit in Anspruch nehmen (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 -, juris Rz. 22 unter Verweis auf BGH, Urteil vom 8. Juni 2004 - X ZR 283/02, NJW 2004, 3420, 3421;… Senat, Urteile vom 14. Juni 2007 - III ZR 125/06, NJW 2007, 1332 [OVG Nordrhein-Westfalen 06.09.2006 - 18 B 1682/06] Rn. 27 und III ZR 300/05, NJW-RR 2007, 1329 [BGH 14.06.2007 - III ZR 300/05] Rn. 21).
Das ist insbesondere dann der Fall, wenn zwischen Gläubiger und Drittem eine Rechtsbeziehung mit personenrechtlichem Einschlag - ein familienrechtliches, arbeitsrechtliches oder mietvertragliches Verhältnis - besteht (vgl. nur BGH NJW 2014, 2345 Rn. 10 u. BGH NJW 2001, 3115 juris-Rn. 16).
In Weiterentwicklung dieser Rechtsprechung sind in die Schutzwirkung eines Vertrages im Wege ergänzender Vertragsauslegung auch Dritte einbezogen worden, wenn der Gläubiger an deren Schutz ein besonderes Interesse hat und wenn Inhalt und Zweck des Vertrages erkennen lassen, dass diesem Interesse Rechnung getragen werden soll, und die Parteien den Willen hatten, zugunsten dieser Dritten eine Schutzpflicht des Schuldners zu begründen (BGH NJW 2001, 3115 juris-Rn. 17, BGH NJW 2006, 830 Rn. 52 u. BGH NJW 2014, 2345 Rn. 11 m.w.N.).
Das durch die Rechtsprechung entwickelte Institut des Vertrages mit Schutzwirkung zugunsten Dritter beruht auf einer maßgeblich durch das Prinzip von Treu und Glauben (§ 242 BGB) geprägten ergänzenden Vertragsauslegung (§ 157 BGB; vgl. BGH NJW 2004, 3035 juris-Rn. 12 u. BGH NJW 2014, 2345 Rn. 9).
Ob insoweit ein rechtsgeschäftlicher Wille zur Einbeziehung besteht, hat der Tatrichter nach allgemeinen Auslegungsgrundsätzen zu ermitteln (BGH NJW 2014, 2345 Rn. 9 m.w.N.).
(1) Ob ein rechtsgeschäftlicher Wille zur Einbeziehung in den Schutzbereich des Vertrages besteht, hat - wie bereits oben ausgeführt - der Tatrichter nach allgemeinen Auslegungsgrundsätzen zu ermitteln (vgl. nur BGH NJW 2004, 3035 juris-Rn. 13 u. BGH NJW 2014, 2345 juris-Rn. 9 je m.w.N.).
Die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Wirtschaftsprüfer gegenüber den Anlegern aus einer Prospekthaftung im engeren Sinn haftet, ist geklärt (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13, Rn. 16, 21 f., NJW 2014, 2345;… Urteil vom 21. Februar 2013 - III ZR 139/12 Rn. 12 ff., NJW 2013, 1877;… Urteil vom 17. November 2011 - III ZR 103/10 Rn. 19 f., BGHZ 191, 310;… Beschluss vom 11. November 2008 - III ZR 317/07 Rn. 5;… Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZR 307/07 Rn. 5, NJW 2009, 512;… Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 185/05 Rn. 15, NJW-RR 2007, 1479;… Urteil vom 15. Dezember 2005 - III ZR 424/04, NJW-RR 2006, 611, juris Rn. 19;… Urteil vom 2. April 1998 - III ZR 245/96, BGHZ 138, 257, juris Rn. 9).
Dies gilt auch, wenn der Bestätigungsvermerk im Zusammenhang mit einem Börsengang oder - wie hier - der Ausgabe öffentlich notierter Wertpapiere in einen Verkaufsprospekt aufgenommen worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III 156/13 Rn. 16, NJW 2014, 2345;… Beschluss vom 11. November 2008 - III ZR 317/07 Rn. 5;… Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZR 307/07 Rn. 5, NJW 2009, 512;… Urteil vom 6. April 2006 - III ZR 256/04, BGHZ 167, 155, juris Rn. 13;… Urteil vom 15. Dezember 2005 - III ZR 424/04, NJW-RR 2006, 611, juris Rn. 12 f., Urteil vom 2. April 1998 - III ZR 245/96, BGHZ 138, 257, juris Rn. 9).
a) Ob ein bestimmter Dritter im Einzelfall in den Schutzbereich eines Vertrages einbezogen ist, ist zunächst eine Frage der Auslegung und insoweit vom Tatrichter zu entscheiden (BGH, Urteil vom 2. November 1983 - IVa ZR 20/82, NJW 1984, 355, 356; vom 20. April 2004 - X ZR 250/02, BGHZ 159, 1, 6; vom 24. April 2014 - III ZR 156/13, ZIP 2014, 972 Rn. 9;… D. Fischer in G. Fischer/Vill/D. Fischer/Rinkler/Chab, aaO, § 10 Rn. 2 mwN).
Die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Wirtschaftsprüfer gegenüber den Anlegern aus einer Prospekthaftung im engeren Sinn haftet, ist geklärt (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 Rn. 16, 21 f., NJW 2014, 2345;… Urteil vom 21. Februar 2013 - III ZR 139/12 Rn. 12 ff., NJW 2013, 1877;… Urteil vom 17. November 2011 - III ZR 103/10 Rn. 19 f., BGHZ 191, 310;… Beschluss vom 11. November 2008 - III ZR 317/07 Rn. 5;… Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZR 307/07 Rn. 5, NJW 2009, 512;… Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 185/05 Rn. 15, NJW-RR 2007, 1479;… Urteil vom 15. Dezember 2005 - III ZR 424/04, NJW-RR 2006, 611, juris Rn. 19;… Urteil vom 2. April 1998 - III ZR 245/96, BGHZ 138, 257, juris Rn. 9).
Dies gilt auch, wenn der Bestätigungsvermerk im Zusammenhang mit einem Börsengang oder - wie hier - der Ausgabe öffentlich notierter Wertpapiere in einen Verkaufsprospekt aufgenommen worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 Rn. 16, NJW 2014, 2345; Beschluss vom 11. November 2008 - III ZR 317/07 Rn. 5; Beschluss vom 30. Oktober 2008.
Zu dieser Voraussetzung der Leistungsnähe muss ein schutzwürdiges Interesse des Gläubigers an der Einbeziehung des Dritten in den vertraglichen Schutzbereich hinzutreten (vgl. BGH…, Urteil vom 7. Mai 2009 - III ZR 277/08, BGHZ 181, 12 Rn. 19 ff; vom 24. April 2014 - III ZR 156/13, WM 2014, 935 Rn. 11).
Im Falle des Gläubigerwechsels durch Abtretung (§ 398 BGB), Legalzession (§ 412 BGB) oder Gesamtrechtsnachfolge muss sich der neue Gläubiger - entsprechend § 404 BGB - die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis des alten Gläubigers zurechnen lassen (BGH, Urteil vom 17. Oktober 1995 - VI ZR 246/94, NJW 1996, 117, 118; vom 24. April 2014 - III ZR 156/13, NJW 2014, 2345 Rn. 25;… vom 30. April 2014 - IV ZR 30/13, NJW 2014, 2492 Rn. 13).
Die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Wirtschaftsprüfer gegenüber den Anlegern aus einer Prospekthaftung im engeren Sinn haftet, ist geklärt (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 -III ZR 156/13, Rn. 16, 21 f., NJW 2014, 2345;… Urteil vom 21. Februar 2013 - III ZR 139/12 Rn. 12 ff., NJW 2013, 1877;… Urteil vom 17. November 2011 - III ZR 103/10 Rn. 19 f., BGHZ 191, 310;… Beschluss vom 11. November 2008 - III ZR 317/07 Rn. 5;… Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZR 307/07 Rn. 5, NJW 2009, 512;… Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 185/05 Rn. 15, NJW-RR 2007, 1479;… Urteil vom 15. Dezember 2005 - III ZR 424/04, NJW-RR 2006, 611, juris Rn. 19;… Urteil vom 2. April 1998 - III ZR 245/96, BGHZ 138, 257, juris Rn. 9).
Dies gilt auch, wenn der Bestätigungsvermerk im Zusammenhang mit einem Börsengang oder - wie hier - der Ausgabe öffentlich notierter Wertpapiere in einen Verkaufsprospekt aufgenommen worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 Rn. 16, NJW 2014, 2345;… Beschluss vom 11. November 2008 - III ZR 317/07 Rn. 5;… Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZR 307/07 Rn. 5, NJW 2009, 512;… Urteil vom 6. April 2006 - III ZR 256/04, BGHZ 167, 155, juris Rn. 13;… Urteil vom 15. Dezember 2005 - III ZR 424/04, NJW-RR 2006, 611, juris Rn. 12 f.;… Urteil vom 2. April 1998 - III ZR 245/96, BGHZ 138, 257, juris Rn. 9).
Die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Wirtschaftsprüfer gegenüber den Anlegern aus einer Prospekthaftung im engeren Sinn haftet, ist geklärt (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 - III ZR 156/13 Rn 16, 21 f., NJW 2014, 2345;… Urteil vom 21. Februar 2013 - III ZR 139/12 Rn. 12 ff., NJW 2013, 1877;… Urteil vom 17. November 2011 - III ZR 103/10 Rn. 19 f., BGHZ 191, 310;… Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 185/05 Rn. 15, NJW-RR 2007, 1479;… Urteil vom 15. Dezember 2005 - III ZR 424/04, NJW-RR 2006, 611, juris Rn. 19).
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