Source: http://www.wiete-strafrecht.de/User/Leitsaetze/LS_266a_StGB.html
Timestamp: 2018-11-12 20:09:31
Document Index: 105224427

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 266', '§ 266', '§ 266', '§ 266', '§ 266', '§ 266', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 266', '§ 5', '§ 6', 'BGH', '§ 266', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', '§ 266', '§ 9', '§ 10', '§ 263', '§ 266', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Leitsätze des BGH zu § 266a StGB - Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt
Leitsätze und Leitsatzentscheidungen des Bundesgerichtshofs zu § 266a StGB
2. die für den Einzug der Beiträge zuständige Stelle pflichtwidrig über sozialversicherungsrechtlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt und dadurch dieser Stelle vom Arbeitgeber zu tragende Beiträge zur Sozialversicherung einschließlich der Arbeitsförderung, unabhängig davon, ob Arbeitsentgelt gezahlt wird, vorenthält.
(3) Wer als Arbeitgeber sonst Teile des Arbeitsentgelts, die er für den Arbeitnehmer an einen anderen zu zahlen hat, dem Arbeitnehmer einbehält, sie jedoch an den anderen nicht zahlt und es unterlässt, den Arbeitnehmer spätestens im Zeitpunkt der Fälligkeit oder unverzüglich danach über das Unterlassen der Zahlung an den anderen zu unterrichten, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Satz 1 gilt nicht für Teile des Arbeitsentgelts, die als Lohnsteuer einbehalten werden.
Leitsätze zu § 266a StGB
StGB § 266a Abs. 2
Bei illegalen Beschäftigungsverhältnissen, die den Tatbestand des § 266a Abs. 2 erfüllen, wirkt die Unmöglichkeit der Beitragsentrichtung - anders als im originären Anwendungsbereich des § 266a Abs. 1 StGB (vgl. insoweit BGH, Beschluss vom 28. Mai 2002 - 5 StR 16/02, BGHSt 47, 318) - regelmäßig nicht tatbestandsausschließend.
BGH, Beschluss vom 11. August 2011 - 1 StR 295/11 - LG Coburg
BGH, Beschluss vom 7. Oktober 2010 - 1 StR 424/10 - LG Mannheim
StV 2011, 348
StGB § 266a, SGB IV § 5 Abs. 1, § 6
BGH, Urteil vom 24. Oktober 2007 - 1 StR 160/07 - LG Landshut
wistra 2008, 60
Zur Anwendbarkeit von § 266a wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt u.a.
BGH, Beschluss vom 7. März 2007 - 1 StR 301/06 - LG Landshut
BGHSt 51, 224 - wistra 2007, 218
BGH, Urteil vom 24. Oktober 2006 - 1 StR 44/06 - LG München I
wistra 2007, 65
StGB § 263, § 266a Abs. 1; AÜG § 9 Nr. 1, § 10 Abs. 1
b) Macht der Arbeitgeber gegenüber der sozialversicherungsrechtlichen Einzugsstelle falsche Angaben über die
Verhältnisse seiner Arbeitnehmer, so begeht er einen Betrug nach § 263 StGB; eine Strafbarkeit nach § 266a
Abs. 1 StGB tritt dahinter zurück.
BGH, Beschluss vom 12. Februar 2003 - 5 StR 165/02 - LG Kleve
wistra 2003, 262
BGH, Beschluss vom 28. Mai 2002 - 5 StR 16/02 - LG Neuruppin
BGHSt 47, 318 - NJW 2002, 2480