Source: http://www.steuerlinks.de/richtlinie/erbstr-2003/r130.html
Timestamp: 2018-01-21 18:27:54
Document Index: 372784162

Matched Legal Cases: ['§ 140', '§ 140', '§ 34', '§ 1', '§ 142', '§ 1', '§ 51', '§ 34']

Richtlinie 130 ErbStR 2003 hier in der aktuellen Fassung
> R 130 ErbStR 2003 Betriebsteil Zu §§ 140 und 141 BewG
R 130 ErbStR 2003
Betriebsteil Zu §§ 140 und 141 BewG
[ R 129 ErbStR 2003 ]
[ R 131 ErbStR 2003 ]
Der Betriebsteil umfasst die in § 34 Abs. 2 BewG bezeichneten Nutzungen und Wirtschaftsgüter sowie die Nebenbetriebe einschließlich der dazugehörenden Wirtschaftsgebäude und Betriebsmittel.
Die Gesamtfläche des Betriebsteils gliedert sich in
die Flächen im Sinne von § 1 des Bodenschätzungsgesetzes (BodSchätzG) ,
die weinbaulich genutzten Flächen,
die forstwirtschaftlich genutzten Flächen,
die Hof- und Wirtschaftsgebäudeflächen, soweit sie nicht zu den Betriebswohnungen oder zum Wohnteil gehören,
die sonstigen Flächen (z.B. Geringstland, Unland, Abbauland, fischereiwirtschaftlich genutzte Wasserflächen).
Zu den Flächen im Sinne der Nr. 4 gehören auch Wege, Hecken, Gräben, Grenzraine und dergleichen. Die nach § 142 Abs. 2 BewG erforderlichen Flächenangaben sind auf volle Ar abzurunden.
Flächen im Sinne von § 1 BodSchätzG sind die Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung, der Nutzungsteile Hopfen und Spargel, der gärtnerischen Nutzungsteile und der bodengebundenen sonstigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzungsteile (z.B. Saatzucht, Weihnachtsbaumkultur).
Die Hof- und Wirtschaftsgebäudeflächen umfassen die Gebäude- und Gebäudenebenflächen, soweit sie nicht den Wohngebäuden zuzuordnen sind. Nicht zu den Wohngebäuden gehörende Gartenflächen (> R 132 Abs. 6 Satz 2 ) sind der landwirtschaftlichen Nutzung zuzurechnen. Wirtschaftswege, Hecken, Gräben, Grenzraine und dergleichen sind in die Hof- und Wirtschaftsgebäudefläche einzubeziehen; dies gilt auch für unproduktive Wasserflächen, Bewässerungsteiche, Dämme, Uferstreifen und dergleichen, die nicht als Unland klassifiziert sind. Diese Flächen sind regelmäßig aus den Katasterunterlagen zu übernehmen. Sind in einem forstwirtschaftlichen Betriebswerk oder Betriebsgutachten derartige Flächenanteile der forstwirtschaftlichen Nutzung zugerechnet, ist dem bei der Bewertung zu folgen. Wegen der Behandlung der Wege und Holzlagerplätze bei der forstwirtschaftlichen Nutzung > R 138 Abs. 2 .
Als Wirtschaftsgebäude im Sinnes des Absatzes 1 kommen insbesondere Gebäude zur Unterbringung von Vieh, Vorräten, Maschinen und anderen Betriebsmitteln sowie Verkaufs-, Arbeits- und Sozialräume in Betracht. Hierzu gehören auch die Büros, in denen die mit der Betriebsorganisation und Betriebsführung zusammenhängenden Arbeiten vorgenommen werden.
Werden Tierbestände, die nach § 51 BewG zu einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft gehören, vom Inhaber dieses Betriebs vorübergehend in einen anderen Betrieb als Pensionsvieh gegeben, können diese Tierbestände nicht nach § 34 Abs. 4 BewG in den Pensionsbetrieb einbezogen werden.