Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201985,%20948
Timestamp: 2020-01-28 01:31:39
Document Index: 204924544

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.01.1985 - V ZR 123/83 - dejure.org
BGH, 18.01.1985 - V ZR 123/83
https://dejure.org/1985,4874
BGH, 18.01.1985 - V ZR 123/83 (https://dejure.org/1985,4874)
BGH, Entscheidung vom 18.01.1985 - V ZR 123/83 (https://dejure.org/1985,4874)
BGH, Entscheidung vom 18. Januar 1985 - V ZR 123/83 (https://dejure.org/1985,4874)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1985,4874) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Schadensersatz wegen Nichterfüllung in Höhe der Differenz zwischen dem in der Zwangsversteigerung erzielten Erlös und einem vereinbarten Kaufpreis eines Grundstücks - Kenntnis der Klägerin von einem auffälligen Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung - ...
WM 1985, 948
Denn nach der Lebenserfahrung, die regelmäßig auch der Begünstigte teilt, werden außergewöhnliche Zugeständnisse nicht ohne besondere, den Benachteiligten in seiner Entscheidungsfreiheit hemmende, Umstände gemacht (Senatsurt. v. 18. Januar 1985, V ZR 123/83, WM 1985, 948; vgl. auch Senatsurteile v. 30. Januar 1981, V ZR 70/80, WM 1981, 404 ff und v. 12. Dezember 1986, V ZR 100/85, WM 1987, 353).
BGH, 21.03.1997 - V ZR 355/95
Sittenwidrigkeit der Veräußerung von Mietwohnungen wegen überhöhter Preise
Der Rückschluß aus dem Wertmißverhältnis gilt nicht ausnahmslos, unter besonderen Umständen läßt er sich nicht ziehen (vgl. Senatsurt. v. 18. Januar 1985, V ZR 123/83, WM 1985, 948 ff).
In einem solchen Fall kann regelmäßig das subjektive Tatbestandselement der Sittenwidrigkeit nicht mehr ohne weiteres vermutet werden (vgl. auch Senatsurt. v. 18. Januar 1985, aaO).
Unzulässigkeit der Berufung auf Formnichtigkeit der Anerkennung einer …
Ein Rechtsgeschäft, dem die besonderen Merkmale des Wuchertatbestandes fehlen, kann aber gleichwohl nach § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig sein, falls das Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung so kraß ist, daß allein daraus schon auf eine verwerfliche Gesinnung des begünstigten Vertragspartners und damit auf einen sittenwidrigen Charakter des Geschäfts zu schließen ist (Senatsurteilev. 30. Januar 1981, V ZR 7/80, WM 1981, 404 undv. 18. Januar 1985, V ZR 123/83, WM 1985, 948, 949).
Für die Feststellung des inneren Tatbestandes auf seiten des Begünstigten ist die Lebenserfahrung zu berücksichtigen, daß in der Regel außergewöhnlich hohe Gegenleistungen nicht ohne Not (oder aufgrund eines sonstigen den Benachteiligenden hemmenden Umstandes) zugestanden werden (Senatsurt.v. 18. Januar 1985, V ZR 123/83, aaO).
OLG Köln, 13.02.1998 - 13 W 72/97
Formunwirksamkeit eines eigenhändigen Testaments; Sittenwidrigkeit eines …
Es geht bei diesen Grundsätzen immer nur um die Berücksichtigung der Lebenserfahrung, daß in der Regel außergewöhnliche Leistungen nicht ohne Grund zugestanden werden und der Begünstigte diese Erfahrung teilt (BGH WM 1985, 948; BGH NJW-RR 1991, 589; BGH WM 1997, 1155, 1157).
OLG Rostock, 14.05.2003 - 6 U 117/01
Unter besonderen Umständen lässt er sich nicht ziehen (BGH WM 1985, 948).
BGH, 16.01.1997 - V ZR 169/96
Ablehnung der Annahme einer Revision - Beurteilung der Sittenwidrigkeit eines …
Das Berufungsurteil ist im Ergebnis zur Frage der Sittenwidrigkeit insbesondere deshalb nicht zu beanstanden, weil dem Kauf (ähnlich wie im Fall des Senatsurteils vom 18. Januar 1985, V ZR 123/83, WM 85, 948) ein Wertgutachten zugrunde lag.