Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201989,%20442
Timestamp: 2019-06-18 09:50:25
Document Index: 5692208

Matched Legal Cases: ['§ 141', '§ 141', '§ 141', '§ 141', '§ 161', '§ 141', '§ 141', '§ 14', '§ 169', '§ 169', '§ 144', '§ 152', '§ 46', '§ 169', '§ 169', '§ 169']

Rechtsprechung: BStBl II 1989, 442 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 31.01.1989
https://dejure.org/1988,803
BFH, 13.10.1988 - IV R 136/85 (https://dejure.org/1988,803)
BFH, Entscheidung vom 13.10.1988 - IV R 136/85 (https://dejure.org/1988,803)
BFH, Entscheidung vom 13. Januar 1988 - IV R 136/85 (https://dejure.org/1988,803)
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AO 1977 § 141 Abs. 1
AO (1977) § 141 Abs. 1, 2
Ertragsteuerrechtliche Regelungen
Mehrere land- und forstwirtschaftliche Betriebe
BFHE 154, 442
BFHE 154, 7
BB 1989, 1183
DB 1989, 27
BStBl II 1989, 442
BStBl II 1989, 7
Dafür ist bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben insbesondere zu beurteilen, ob ein wirtschaftlicher, finanzieller und organisatorischer Zusammenhang gegeben ist, ob es sich um gleichartige oder ungleichartige Betätigungen handelt, ob mit jeweils für einen selbständig existenzfähigen Betrieb ausreichenden Betriebsflächen von einer oder mehrerer Hofstellen aus mit jeweils den gleichen oder jeweils anderen Sachmitteln und Arbeitskräften gewirtschaftet wird oder nicht (BFH-Urteil vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85, BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7, m.w.N.).
BFH, 07.10.2009 - II R 23/08
Ermittlung der Umsatzgrenze für Buchführungspflicht nach § 141 Abs. 1 Satz 1 Nr. …
Sinn und Zweck der Buchführungspflicht gemäß § 141 Abs. 1 AO ist die richtige Gewinnermittlung für die Einkommensbesteuerung (vgl. BFH-Urteil vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85, BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7, zur Buchführungspflicht für Land- und Forstwirte).
Die Buchführungsgrenzen nach § 161 AO sind zwar auf die umsatzsteuerrechtlich zu interpretierenden Begriffe des Unternehmers bzw. des Unternehmens (des einzelnen Steuerpflichtigen) bezogen (vgl. BFH-Urteil vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85, BFHE 154, 442, 443, BStBl II 1989, 7, 8, m. w. N.).
Einkommensteuerrechtlich hat der erkennende Senat den Begriff des Betriebes für die Frage der Buchführungspflicht als die auf Erreichung eines arbeits- und produktionstechnischen Zwecks gerichtete organisatorische Zusammenfassung personeller, sachlicher und anderer Arbeitsmittel zu einer selbständigen Einheit definiert (BFH-Urteil vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85, BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7).
Sie ist vom Revisionsgericht nur darauf zu überprüfen, ob sie alle bedeutsamen Umstände unter Einbeziehung des Erfahrungswissens erfasst hat und ohne Verstoß gegen die Denkgesetze zustande gekommen ist (Senatsurteile in BFH/NV 1997, 749, und in BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7).
Bei der landwirtschaftlichen Betätigung des Vaters der Klägerin habe es sich aufgrund einer sachlichen, organisatorischen und personell einheitlichen Bewirtschaftung nur um einen Hof im ertragsteuerlichen Sinn gehandelt (BFH-Urteil vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85).
Im Streitfall hat das FG insbesondere festgestellt, daß für den Pachtbetrieb in O eigene Ländereien und - anders als im Falle des Senatsurteils vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85 (BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7) - eine eigene Hofstelle, von der aus der Betrieb bewirtschaftet wurde, vorhanden waren, daß der Betrieb von einem eigenständig wirtschaftenden Verwalter geleitet wurde und auch die weiteren erforderlichen und nur in O tätigen Arbeitnehmer zur Verfügung standen, daß das für die Bewirtschaftung erforderliche lebende und tote Inventar vorhanden war, daß eigene Konten bei der Molkerei und der Zuckerfabrik geführt wurden, und auch sonst weitgehend ein eigener Kundenkreis vorhanden war.
Subjektiv muss diese organisatorische Einheit zu einem betrieblichen Zweck und zur Erzielung von Gewinnen eingesetzt werden (vgl. BFH, Urteil vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85, BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7; Wendt, Zur Grauzone zwischen Betriebsaufgabe und Betriebsänderung, Finanz-Rundschau --FR-- 1998, 264, 265, m.w.N.).
Der Betriebsbegriff des § 141 AO 1977, der die organisatorische Zusammenfassung personeller, sachlicher und anderer Arbeitsmittel zu einer selbständigen Einheit zum Inhalt hat (BFH-Urteil vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85, BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7) und auf den die Klägerinnen verweisen, besagt hierfür nichts anderes.
BFH, 24.02.1994 - IV R 4/93
Fortbestehen der Buchführungspflicht bei Aufteilung eines einheitlichen land- und …
Unstreitig hat das FA im Streitfall eine solche Feststellung nicht getroffen, so daß für die Kläger die für ihren ursprünglichen einheitlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb bestehende Buchführungspflicht fortgalt (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85, BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7).
Wie der erkennende Senat in seinem Urteil in BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7 ausgeführt hat, ist der Begriff des einzelnen Betriebs i. S. des § 141 AO 1977 im wesentlichen identisch mit dem Betriebsbegriff der §§ 14, 16 EStG.
Subjektiv muss diese organisatorische Einheit zu einem betrieblichen Zweck und zur Erzielung von Gewinnen eingesetzt werden (…Senatsurteil vom 19. Februar 2004 III R 1/03, BFH/NV 2004, 1231; BFH-Urteil vom 13. Oktober 1988 IV R 136/85, BFHE 154, 442, BStBl II 1989, 7).
BFH, 10.04.1997 - IV R 48/96
BFH, 10.02.1989 - III R 78/86
Aktiengesellschaft - Vergleichsvolumen - Teilbarkeit - Gewerblicher Betrieb - …
BFH, 30.05.2007 - IV B 93/06
Unterbrechung des für die Annahme von Teilbetrieben innerhalb des land- und …
BFH, 04.05.1999 - VIII B 111/98
FG Niedersachsen, 20.01.1999 - XI 256/94
Einheitlicher Betrieb (L + F) bei mehreren räumlich getrennten Betriebsstätten.
https://dejure.org/1989,519
BFH, 31.01.1989 - VII R 77/86 (https://dejure.org/1989,519)
BFH, Entscheidung vom 31.01.1989 - VII R 77/86 (https://dejure.org/1989,519)
BFH, Entscheidung vom 31. Januar 1989 - VII R 77/86 (https://dejure.org/1989,519)
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AO 1977 § 169 Abs. 2 Satz 3
Steuerhinterziehung - Verlängerte Festsetzungsfrist - Exkulpationsbeweis - Vermögensvorteil - Verbesserung der Vermögenslage
AO (1977) § 169 Abs. 2 S. 3
Steuerstrafrecht; verlängerte Festsetzungsfrist bei Steuerhinterziehung
BFHE 156, 30
BFHE 156, 31
BB 1989, 1813
BB 1989, 976
Ob der Steuerschuldner selber oder sein Vertreter bzw. Erfüllungsgehilfe den Tatbestand einer Steuerhinterziehung oder einer leichtfertigen Steuerverkürzung erfüllt hat, ist unerheblich (BFH-Urteile vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442, …und vom 30. Oktober 1990 VII R 18/88, BFH/NV 1991, 721; vgl. zu § 144 Abs. 1 Satz 1 der Reichsabgabenordnung --AO-- BFH-Urteil vom 4. März 1980 VII R 88/77, BFHE 130, 131, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 1980, Nr. 335, und zu § 152 Abs. 1 Satz 3 AO 1977 Senatsurteil vom 3. Februar 1983 IV R 153/80, BFHE 137, 547, BStBl II 1983, 324).
Steuerrechtlich hat zudem der Steuerpflichtige die objektiv unrichtigen Angaben zu verantworten, selbst wenn ihn daran kein eigenes Verschulden trifft (BFH-Urteile in BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442, und in BHFE 137, 547, BStBl II 1983, 324, jeweils m.w.N.).
Die Verjährungsvorschriften dienen der Rechtssicherheit und dem Rechtsfrieden (vgl. BFH-Urteile vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442;… vom 15. Juni 1988 I R 68/86, BFH/NV 1990, 128), und zwar in gleicher Weise im Interesse der Steuerpflichtigen als auch im Interesse der Allgemeinheit an einem geordneten Arbeitsablauf bei der Finanzverwaltung.
Die Festsetzungsfrist dient der Rechtssicherheit und dem Rechtsfrieden; denn die Erweisbarkeit eines Anspruchs wird um so schwieriger, je mehr Zeit nach Entstehung des Anspruchs verstrichen ist (BFH-Entscheidungen vom 28. September 2000 III R 43/97, BFHE 193, 28, BStBl II 2001, 211;… vom 18. Juni 1998 V R 24/97, BFH/NV 1999, 281; vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442, und BVerfG-Beschluss vom 22. Oktober 1981 1 BvR 172/81, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Einkommensteuergesetz 1974, § 46, Rechtsspruch 2).
Sowohl das Rechtsinstitut der Verjährung (BFH-Urteil vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442) als auch dasjenige der Bestandskraft (BFH-Urteil vom 29. November 1988 VIII R 226/83, BFHE 155, 259, BStBl II 1989, 259, 261) dienen der Rechtssicherheit.
Entgegen der Auffassung des Klägers kommt es jedoch bei § 169 Abs. 2 Satz 2 AO zunächst nur darauf an, dass überhaupt Steuern hinterzogen worden sind (vgl. Urteil des BFH vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442 m.w.N.).
Diese beiden Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein, damit der Exkulpationsnachweis gelingt (vgl. Urteil des BFH vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442 ).
Denn falls der Steuerpflichtige durch die Steuerhinterziehung objektiv reicher geworden ist, ist es auch angemessen und billig, ihn nicht in den Genuss der kurzen Festsetzungsfrist gelangen zu lassen (Urteil des BFH vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, a.a.O.).
Der Begriff des Vermögensvorteils umfasst jede Verbesserung der Vermögenslage, die durch die Tat verursacht wurde (Urteil des BFH vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, a.a.O.).
Nach jener Regelung kommt es indessen unstreitig nicht darauf an, dass der Steuerschuldner selbst die Steuerverkürzung verübt hat oder an ihr beteiligt war; das gilt unabhängig von § 169 Abs. 2 Satz 3 AO 1977, der von dem genannten umfassenden Verständnis des Satzes 2 ausgeht und nur eine einschränkende Billigkeitsregelung trifft (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442, 443;… Tipke/ Kruse, a.a.O., § 169 AO Tz. 18, m.w.N.).
Nach einer bestimmten Zeit, eben der normalen Festsetzungsfrist, soll daher der Steuerpflichtige darauf vertrauen dürfen, daß er nicht mehr in Anspruch genommen wird (Senatsurteil vom 31. Januar 1989 VII R 77/86, BFHE 156, 30, BStBl II 1989, 442).
FG Hamburg, 06.05.2003 - IV 434/02
Ausfuhr von Branntwein aus dem Verbrauchsteuergebiet der Europäischen …
BFH, 31.07.1996 - XI R 82/95
Gegen den gutgläubigen Tatmittler, der aufgrund fingierter Rechnungen …
BFH, 02.05.1991 - VII R 7/89
FG Hamburg, 19.06.2007 - 4 K 107/03
Rückforderung von Mineralölsteuer
FG München, 24.05.2007 - 14 K 5007/04
Inanspruchnahme des Hauptverpflichteten wegen nicht ordnungsgemäßer Erledigung …
FG München, 27.02.1996 - 8 K 3303/93
Lohnsteuerhaftungsbescheid gegenüber dem Arbeitgeber: Zum Umfang der Darlegung …
FG Baden-Württemberg, 23.09.2014 - 11 K 2762/10
Nachträgliche Erhebung von Einfuhrumsatzsteuer vom vollmachtlosen Vertreter - …
FG Saarland, 15.12.1993 - 1 K 412/92
FG Hessen, 22.01.1998 - 7 V 6171/97
Wirksamkeit eines Steuerbescheids bei Hinterziehung von Einfuhrabgaben; Einfuhr …