Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%202001,%20800
Timestamp: 2019-06-25 22:54:35
Document Index: 185630391

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.12.2000 - VI ZR 242/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,449
BGH, 12.12.2000 - VI ZR 242/99 (https://dejure.org/2000,449)
BGH, Entscheidung vom 12.12.2000 - VI ZR 242/99 (https://dejure.org/2000,449)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 2000 - VI ZR 242/99 (https://dejure.org/2000,449)
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BGB § 823 Ac
(Keine) Eigentumsverletzung des späteren Käufers bei Beschädigung eines Grundstücks ("Quasi-Weiterfresser-Schaden")
Eigentumsverletzung - Aufgefülltes Grundstück - Ausdehnung der Schlacke - Beschädigung des Bauwerks
Schlacke, Ausdehnung der - als Schadensursache an Bauwerken; Eigentumsverletzung, keine - bei mit Schlacke aufgefülltem Grundstück
Zur Rechtsprechung bei "Quasi-Weiterfresserschäden"
Unerlaubte Handlungen, Zur Eigentumsverletzung bei Errichtung mangelfreier Gebäude auf einem mangelbehafteten Grundstück
Spätschäden an Gebäuden durch Schlackeverfüllungen der Baugrundstücke als Eigentumsverletzung
"Produzentenhaftung" aus mangelhafter Auffüllung eines Baugrundstücks? (IBR 2001, 116)
BGHZ 146, 144
NJW 2001, 1346
DNotZ 2001, 368
NZBau 2001, 266
VersR 2001, 462
BauR 2001, 1082
BauR 2001, 800
ZfBR 2001, 250
ZfBR 2001, 255
Dagegen kommt ein Anspruch aus § 823 Abs. 1 BGB in Betracht, wenn das nicht der Fall ist, der geltend gemachte Schaden also nicht "stoffgleich" mit dem der Sache von Anfang an anhaftenden Mangelunwert ist (BGH BGHZ 162, 86 = NJW 2005, 1423 [1425]; BGHZ 86, 256; BGHZ 146, 144 = NJW 2001, 1346 jeweils m. w. N.).
Entscheidend ist also, ob durch ein fehlerhaftes Bauprodukt bereits vorhandenes Eigentum beschädigt wird (Haftung des Herstellers möglich) oder ob ein Bauteil ggf. überhaupt erst im mangelhaften Zustand in das Eigentum des Grundstückeigentümers übergeht (keine Haftung des Herstellers gemäß § 823 Abs. 1 BGB, vgl. BGH NJW 1981, 2248; NJW 2001, 1346 [1347 f.]).
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (siehe nur Urteil vom 12. Dezember 2000 - VI ZR 242/99 -), dass das Eigentum am Grund und Boden durch eine mangelhafte Bauweise keine Minderung gegenüber dem vorigen Zustand erfahren und das bebaute Grundstück nie in mangelfreiem Zustand im Eigentum der Bauherren gestanden hat.
In ihrem (Un-)Wert verkörpert sich das deliktsrechtlich nicht geschützte Nutzungs- und Äquivalenzinteresse, während der Schaden an den weiteren, beim Erwerb des Fahrzeugs noch unbeschädigten Motorteilen das deliktsrechtlich geschützte Integritätsinteresse des Klägers verletzt hat (vgl. BGH NJW 2001, 1346 ff).
aa) Der Kaufvertrag vom 14.12.2004 und das aufgrund dessen erworbene Eigentum der K... war vielmehr auf den Erwerb der mit den zu dem Einkaufszentrum "..." gehörenden Gebäuden bebauten Grundstücke als Sachgesamtheit (zu diesem Gesichtspunkt vgl. nur: BGH Urteil vom 12.12.2000 - VI ZR 242/99 - Rn. 15) gerichtet.
OLG Düsseldorf, 23.09.2005 - 23 U 16/05
Haftung des Werkunternehmers für entstehende Mangelfogeschäden
Ist der geltend gemachte Schaden, wie hier die Reparaturkosten, mit dem Mangelunwert der Werkleistung stoffgleich, besteht ein Schadensersatzanspruch aus Eigentumsverletzung nicht (BGH Urt. v. 12.12.2000 - VI ZR 242/99, BGHReport 2001, 155).
Denn das Vorliegen einer deliktischen Eigentumsverletzung beurteilt sich nicht maßgeblich nach den sachenrechtlichen Zuordnungsvorschriften, sondern danach, ob durch die Beschädigung oder Zerstörung einzelner Bestandteile einer Gesamtsache das Integritäts- und nicht nur das Äquivalenzinteresse (Nutzungsinteresse) des Eigentümers beeinträchtigt worden ist (vgl. BGH NJW 1998, 1943; BGHZ 86, 256, 258 ff, BGH, NJW 2001, 1346, 1347).
aa) Ob diese Grundsätze auch dann Anwendung finden, wenn der Käufer nicht - wie in dem vom Bundesgerichtshof in BGHZ 117, 183 und NJW 1998, 1352 entschiedenen Fällen - aus verschiedenen Komponenten eine Sache herstellt, die er als fertiges Werk wiederum an einen Dritten zum Einbau in ein Endprodukt weiterveräußert, sondern durch Verwendung verschiedener Materialien erstmals beim Endauftraggeber ein einheitliches Werk (hier Gleisanlage) herstellt, ist angesichts der vom Bundesgerichtshof geforderten natürlichen und wirtschaftlichen Betrachtungsweise (vgl. auch BGH, NJW 2001, 1346, 1348; BGHZ 86, 282) zweifelhaft.
LG Duisburg, 08.05.2015 - 10 O 477/11
Schadensersatzbegehren des Eigentümers im Hinblick auf die an seinem Haus …