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Timestamp: 2016-10-26 15:36:42
Document Index: 131552877

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9']

Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Ferrari und Meyer; Gerichtsschreiberin Riedi Hunold
Helsana Versicherungen AG, Recht Deutsche Schweiz, Stadelhoferstrasse 25, 8024 Z�rich, Beschwerdegegnerin,
A.- R._______ (geboren 1954) ist durch seinen Arbeitgeber bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 29. Juli 1998 versp�rte er bei einem Misstritt beim Volleyballspiel mit seiner Familie einen Zwick im linken Knie (Unfallmeldung vom 13. November 1998). Auf Grund der in der Folge aufgetretenen Beschwerden musste am 12. November 1998 eine diagnostische Arthroskopie mit subtotaler medialer Meniskektomie, Chondroplastik mit dem Shaver am Femurkondylus und an der Patella sowie Resektion einer fibrosierten Plica synovialis mediopatellaris am linken Kniegelenk vorgenommen werden (Operationsbericht des Dr. med. L._______, Facharzt f�r orthop�dische Chirurgie). Mit Verf�gung vom 11. Dezember 1998 lehnte die SUVA die Erbringung jeglicher Leistungen ab. Nach Einsprache des R._______ sowie seines Krankenversicherers, der Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana), best�tigte die SUVA ihren Standpunkt mit der Begr�ndung, dass weder ein Unfall noch eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege, da sich nichts Aussergew�hnliches ereignet habe und die Meniskusl�sion auf degenerative Ursachen zur�ckzuf�hren sei (Einspracheentscheid vom 1. Februar 1999).
C.- Die SUVA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der vorinstanzliche Entscheid vom 26. Januar 2000 sei aufzuheben.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern erg�nzt seine Begr�ndung mit Schreiben vom 20. M�rz 2000, enth�lt sich jedoch eines Antrags. Die Helsana schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Sowohl das Bundesamt f�r Sozialversicherung wie auch R._______ lassen sich nicht vernehmen.
1.-Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der unfall�hnlichen K�rpersch�digungen (Art. 6 Abs. 2 UVG, Art. 9 Abs. 2 UVV in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 1998 in Kraft stehenden Fassung; BGE 123 V 43 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
2.- Streitig ist das Vorliegen einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung.
a) Die SUVA begr�ndet die Ablehnung des Leistungsanspruchs damit, dass die vorliegenden Beschwerden nicht auf eine unfall�hnliche K�rpersch�digung zur�ckzuf�hren seien, da das Leiden degenerativ bedingt sei.
b) Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat in seinem Urteil E. vom 5. Juni 2001 (U 398/00) festgehalten, dass auch unter der seit 1. Januar 1998 in Kraft stehenden Fassung von Art. 9 Abs. 2 UVV, wonach einerseits der bisher nur f�r lit. a (Knochenbr�che) geltende Vorbehalt der eindeutigen Erkrankung im Ingress auf alle Tatbest�nde von Abs. 2 ausgedehnt und dieser andererseits auf die eindeutige degenerative Ver�nderung erweitert wurde (AS 1998 151; vgl. auch RKUV 1998 S. 71 und 89), die Rechtsprechung gem�ss BGE 123 V 43 weiterhin Geltung hat. Demnach liegt eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vor, wenn mit Ausnahme der Ungew�hnlichkeit alle Kriterien des Unfallbegriffs erf�llt sind. Insbesondere muss ein �usseres Ereignis vorliegen, d.h. ein ausserhalb des K�rpers sich ereignender, objektiv feststellbarer, sinnf�lliger Vorfall. Gelingt es, ein solches �usseres Ereignis mit Einwirkung auf den K�rper auszumachen, und sei es auch nur als Ausl�ser eines der in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgez�hlten Gesundheitssch�den, liegt keine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitssch�digung, sondern eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vor, selbst wenn auch degenerative Faktoren gegeben sind.
c) Vorliegend schilderte der Versicherte den Verlauf des Geschehens als "Misstritt beim Ballspielen mit den Kindern"; in der Folge litt er an Schmerzen im linken Knie. Nachdem eine Meniskusl�sion im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV vorlag und die f�r diesen Gesundheitsschaden symptomatischen und f�r die Diagnosestellung schl�ssigen Schmerzen unmittelbar nach dem erw�hnten Misstritt auftraten, ist ein �usseres Ereignis im obgenannten Sinn erstellt. Da auch die �brigen Tatbestandsmerkmale der unfall�hnlichen K�rpersch�digung (pl�tzliche, nicht beabsichtigte, sch�digende Einwirkung auf den menschlichen K�rper) erf�llt sind, ist die SUVA im Grundsatz leistungspflichtig. Der vorinstanzliche Entscheid besteht demnach zu Recht.