Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2059/92
Timestamp: 2019-07-17 11:49:48
Document Index: 356172106

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263']

BGH, 27.05.1993 - III ZR 59/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,415
BGH, 27.05.1993 - III ZR 59/92 (https://dejure.org/1993,415)
BGH, Entscheidung vom 27.05.1993 - III ZR 59/92 (https://dejure.org/1993,415)
BGH, Entscheidung vom 27. Mai 1993 - III ZR 59/92 (https://dejure.org/1993,415)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1993,415) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Durchführung militärischer Tiefflüge - Einhaltung der Flugzeiten - Haftung der BRD aus Amtspflichtverletzung durch NATO-Streitkräfte
AOPA-Arbeitskreis der Fliegenden Juristen und Steuerberater , S. 23 (Leitsatz)
Amtshaftung bei durch militärische Tiefflüge entstandene Schäden
Umweltschutz; Schmerzensgeldansprüche bei Lärmimmissionen durch Tiefflüge
LG Stade, 02.08.1990 - 5 O 514/89
OLG Celle, 09.04.1992 - 5 U 200/90
BGHZ 122, 363
NJW 1993, 2173
MDR 1993, 737
NZV 1993, 430 (Ls.)
VersR 1993, 1012
Eine Mehrheit von Streitgegenständen liegt auch dann vor, wenn die materiell-rechtliche Regelung die zusammentreffenden Ansprüche durch eine Verselbständigung der einzelnen Lebensvorgänge erkennbar unterschiedlich ausgestaltet (vgl. BGH, Urteile vom 27. Mai 1993 - III ZR 59/92, NJW 1993, 2173, in BGHZ 122, 363 nicht abgedruckt…, vom 13. September 2012 - I ZR 230/11, BGHZ 194, 314 Rn. 19 …und vom 3. März 2016 - IX ZB 33/14, aaO, jeweils mwN).
Eine Mehrheit von Streitgegenständen liegt auch bei gleichem Antrag dann vor, wenn die materiell-rechtliche Regelung die zusammentreffenden Ansprüche erkennbar unterschiedlich ausgestaltet (BGH Urteil vom 27.5.1993 - III ZR 59/92 - NJW 1993, 2173;… vgl auch Vollkommer in Zöller, ZPO, 29. Aufl 2012, Einleitung RdNr 72) .
Mit Recht hat das Berufungsgericht den Repräsentanten der Beklagten, die - nach der Behauptung der Kläger - im NATO-Militärausschuss an der Festlegung strategisch geeigneter Ziele mitwirken konnten, einen noch weitergehenden nicht justiziablen Ermessens- bzw. Beurteilungsspielraum zugebilligt, ähnlich wie etwa dem Bundesverteidigungsministerium bei der Prüfung, ob militärische Tiefflüge zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben zwingend notwendig sind (Senat BGHZ 122, 363, 369; vgl. auch - für Einschätzungen und Wertungen der Bundesregierung im außenpolitischen Bereich - BVerfGE 68, 1 - und - in Bezug auf die Beurteilung der völkerrechtlichen Lage Deutschlands durch die zuständigen Staatsorgane der Bundesrepublik Deutschland - BVerfGE 55, 349, 367 f; 77, 137, 166 f).
b) Ohne Erfolg verweist die Revision gegenüber dem vorstehenden Ansatz auf das Senatsurteil BGHZ 122, 363, 366 (vgl. auch Senatsurteil vom 30. Oktober 1975 - III ZR 79/73 - VersR 1976, 276, 277), wonach eine gesamtschuldnerische Haftung der Bundesrepublik Deutschland in Betracht kommt, wenn bei militärischen Tiefflügen der NATO über einem Hausgrundstück in Deutschland die Bewohner gesundheitliche Schäden erleiden, ohne dass bestimmte Verursacher zu ermitteln sind.
Nach dem behaupteten Ausmaß der Belastungen handelt es sich nicht mehr um geringfügige Einwirkungen ohne wesentliche Beeinträchtigung der Lebensführung, wie sie etwa bei für das Alltagsleben typische und häufig auch aus anderen Gründen als einem besonderen Schadensfall entstehende Beeinträchtigungen des körperlichen und seelischen Wohlbefindens aufkommen können und die im Einzelfall weder unter dem Blickpunkt der Ausgleichs- noch der Genugtuungsfunktion ein Schmerzensgeld als billig erscheinen lassen (…vgl. BGH, Urt. v. 14. Januar 1992 - VI ZR 120/91, NJW 1992, 1043; v. 27. Mai 1993 - III ZR 59/92, NJW 1993, 2173, 2175 insoweit in BGHZ 122, 363 nicht abgedruckt).
Bei einem einheitlichen Klagebegehren liegen allerdings verschiedene Streitgegenstände vor, wenn die materiell-rechtliche Regelung die zusammentreffenden Ansprüche durch eine Verselbständigung der einzelnen Lebensvorgänge erkennbar unterschiedlich ausgestaltet (vgl. BGH, Urteil vom 27. Mai 1993 - III ZR 59/92, NJW 1993, 2173;… Beschluss vom 16. September 2008 - IX ZR 172/07, NJW 2008, 3570 Rn. 9;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 29. Aufl., Einleitung Rn. 70).
Jedoch liegen bei gleichem Antrag unterschiedliche Streitgegenstände dann vor, wenn die materiell-rechtliche Regelung die zusammentreffenden Ansprüche durch eine Verselbständigung der einzelnen Lebensvorgänge erkennbar unterschiedlich ausgestaltet (BGH, Urt. v. 27. Mai 1993 - III ZR 59/92, NJW 1993, 2173;… Urt. v. 11. Juli 1996, aaO).
Bei dieser Sachlage stellt der von dem Kläger rechtlich verselbständigte Lebensvorgang einen neuen Klagegrund (BGH, Urt. v. 27. Mai 1993, aaO;… v. 11. Juli 1996, aaO;… MünchKomm-ZPO/Becker-Eberhard, aaO § 263 Rn. 13) und damit eine zur Unzulässigkeit der Revision führende Klageänderung dar.
Schadenersatzbegehren im Zusammenhang mit einem verpassten Flug infolge einer …
LAG Baden-Württemberg, 05.02.1997 - 3 Sa 96/96
LG Köln, 23.07.2008 - 25 O 322/05
Vorliegen eines Behandlungsfehlers und Aufklärungspflichtverletzung im …
LG Bonn, 24.07.2006 - 1 O 397/05
AG Böblingen, 27.07.2004 - 11 C 1450/04
Schadenersatz bei Verkehrsunfall: Ausschluss eines Schmerzensgeldes für …