Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvL%204/51
Timestamp: 2019-10-19 21:17:57
Document Index: 198674892

Matched Legal Cases: ['Art. 125', 'BVerG', 'Art. 74', 'Art. 105', 'Art. 72', 'Art. 125', 'Art. 125']

BVerfG, 20.05.1952 - 1 BvL 3/51, 1 BvL 4/51 - dejure.org
BVerfG, 20.05.1952 - 1 BvL 3/51, 1 BvL 4/51
https://dejure.org/1952,20
BVerfG, 20.05.1952 - 1 BvL 3/51, 1 BvL 4/51 (https://dejure.org/1952,20)
BVerfG, Entscheidung vom 20.05.1952 - 1 BvL 3/51, 1 BvL 4/51 (https://dejure.org/1952,20)
BVerfG, Entscheidung vom 20. Mai 1952 - 1 BvL 3/51, 1 BvL 4/51 (https://dejure.org/1952,20)
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Verfassungswidrigkeit des Landesrechts über Ladenschlusszeiten von Baden und Bremen
VG Freiburg, 22.06.1951 - VS 92/51
VG Freiburg, 19.07.1952 - VS 92/51
BVerfGE 1, 283
DVBl 1952, 567
DVBl 1952, 767
DÖV 1952, 629
Ob das Bundesrecht eine Frage "erschöpfend regelt", ist auf grund einer Gesamtwürdigung des betreffenden Normenbereiches festzustellen (BVerfGE 1, 283 [296]; 7, 342 [347]; 20, 238 [248]; 49, 343 [358]).
Hierdurch war der hamburgische Landesgesetzgeber von Grundgesetzes wegen am Erlaß der vorgelegten Regelung gehindert (vgl. BVerfGE 1, 283 [296]; st. Rspr.).
Der generelle Zweck des Art. 125 GG besteht darin, eine weitere Rechtszersplitterung auf dem Gebiet der konkurrierenden Gesetzgebung zu verhindern (BVerfGE 1, 283 ; 4, 178 ).
Wann der Bundesgesetzgeber eine solche erschöpfende Regelung getroffen hat, ist einer Gesamtwürdigung des betreffenden Normenkomplexes zu entnehmen (vgl. BVerfGE 1, 283 [296]; 7, 342 [347]).
Eine Gesamtwürdigung der Bestimmungen der Verwaltungsgerichtsordnung ergibt, daß der Bund durch sie das verwaltungsgerichtliche Verfahren erschöpfend geregelt hat (vgl. BVerfGE 1, 283 [296]; 7, 244 [259]; 7, 342 [347]).
Neben der Festsetzung der Arbeitszeit durch Gesetze und Tarifverträge verlor zwar die Ladenschlußregelung als Arbeitszeitschutz an Bedeutung; dafür trat der Gedanke der Wettbewerbsneutralität stärker in den Vordergrund, der von Anfang an zur Einbeziehung auch der ohne Personal arbeitenden Ladeninhaber in die Ladenschlußregelung geführt hatte (vgl. BVerfGE 1, 283 [297]).
Wann eine bundesrechtliche Regelung erschöpfend ist, ist einer Gesamtwürdigung des betreffenden Normenkomplexes zu entnehmen (BVerfGE 1, 283 [296]).
Diese Theorie stellt auf den vom Willen des Gesetzgebers losgelösten objektivierten Willen des Gesetzes ab, sowie er sich aus dem Wortlaut und dem Sinnzusammenhang ergibt (vgl. u. a. Bundesverfassungsgerichts-Urteil vom 20. Mai 1952 1 BvL 3/51, 1 BvL 4/51, Bundesverfassungsgerichtsentscheidungen (BVerGE) 1, 299, 312; BFH-Urteil vom 09. Juni 1993 I R 81/92, BStBl II 1993, 790).
Ferner reicht es aus, wenn der vorkonstitutionelle Rechtssatz eine Materie regelt, die in den Katalogen von Art. 74 bzw. Art. 105 Abs. 2 GG geführt wird (vgl. Urteil des Bundesverfassungsgerichts -- BVerfG -- vom 20. Mai 1952 1 BvL 3/51 und 4/51, BVerfGE 1, 283, 293 f.).
Davon, ob ein Bedürfnis nach bundesgesetzlicher Regelung besteht (Art. 72 Abs. 2 GG), ist die Fortgeltung alten Rechts als Bundesrecht nach Art. 125 GG nicht abhängig (BVerfGE 1, 283 [293 ff.]).
Der generelle Zweck des Art. 125 GG besteht darin, eine weitere Rechtszersplitterung auf dem Gebiet der konkurrierenden Gesetzgebung zu verhindern (BVerfGE 1, 283 ; 4, 178 [BVerfG 04.05.1955 - 1 BvF 1/55]).
BVerfG, 22.04.1953 - 1 BvL 54/52
BVerfG, 18.02.1959 - 2 BvL 6/57
Verfahrensbestimmungen im vorkonstitutionellen Recht