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Timestamp: 2020-05-25 10:12:25
Document Index: 164968658

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', 'Art. 159', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 17']

BBL 1903 Band 42 S. 379
Departementen und andern Verwaltungsstellen des Bundes, --
den Übertritt Dienstpflichtiger in die Landwehr und den Landsturm und den Austritt aus der Wehrpflicht.
15. Oktober 1903.)
Gestützt auf die Bestimmungen des ßundesgesetzes betreffend die Dienstzeit der Offiziere, vom 22. März 1888; die bundesrätlichen Verordnungen vom 15. September 1876 und vom 12. März 1889 ; die Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend den Landsturm, vom 4. Dezember 1886 ; die Abänderung der Verordnung über Organisation, Ausrüstung, Aufgebot, Kontrollführung und Verwendung des Landsturmes vom 5. Dezember 1887 durch Beschluß des Bundesrates vom 8. Juli 1892 ; die Verordnung betreffend die Abgabe der Bewaffnungs-, Bekleidungsund Ausriistungsgegenstände der Unteroffiziere und Soldaten, vom 28. November 1893 ; das Bundesgesetz über die Neuordnung der Landwehrtruppen der Infanterie, vom 12. Juni 1897; die Verordnung betreffend die Vollziehung des Bundesgesetzes über die Neuordnung der Truppenkörper der Artillerie, vom 26. Oktober 1897, werden folgende Anordnungen getroffen:
§ 1. Mit dem 31. Dezember 1903 treten in die Landwehr: a. die Hauptleute, welche im Jahre 1865 geboren sind; 6. die im Jahre 1869 gebornen Oberlieutenants und Lieutenants; c. die im Jahre 1859 gebornen Subalternoffiziere der Infanterie treten in das II. Aufgebot.
380 B. Unteroffiziere und Soldaten.
§ 2. Mit dem 31. Dezember 1903 treten'in die Landwehr: a. die Unteroffiziere aller Grade und die Soldaten der Infanterie, der Artillerie, der Genietruppen, der Festungstruppen, der Sanitätstruppen und der Verwaltungstruppen vom Jahrgange 1871 ; die Unteroffiziere und Soldaten der Infanterie vom Jahrgang 1864 treten in das II. Aufgebot; diejenigen des mobilen Korpsparks und des Linientrains I. Aufgebotes vom Jahrgang 1864 treten zum Depotpark und zum Linientrain II. Aufgebotes, die Linientrains der Infanterie-Brigadestäbe vom Jahrgang 1864 in das Landwehr-Traindetachement des betreffenden Divisionskreises; b. die Unteroffiziere, Trompeter (inklusive Stabstrompeter) und Soldaten der Kavallerie, welche zehn effektive Dienstjahre zählen; ferner diejenigen, welche im Jahre 1871 geboren sind, auch wenn sie den gesetzlich vorgeschriebenen Dienst nicht durchwegs geleistet haben und insofern, als sie anläßlich ihres spätem Eintrittes zur Waffe sich nicht gegenüber dem Waffenchef zu langerai Auszügerdienst verpflichtet haben.
Die Hufschmiede, Sattler, Krankenwärter und Büchsenmacher der Kavallerie, welche im Jahr 1871 geboren sind.
Zum Erlass der in Ausführung der Artikel 196 und 197 der MilitärOrganisation notwendigen Verfügungen haben die Kantone die Dienstbüchlein der zum Übertritt berechtigten Kavalleristen an den Waffenchef der Kavallerie bis spätestens den 1. November einzusenden.
H. Übertritt in den Landsturm.
§ 3. Mit dem 31. Dezember 1903 treten in den Landsturm: a. die Hauptleute, Oberlieutenantä und Lieutenants des Jahrganges 1855 ; b. die Stabsoffiziere (Majore, Oberstlieutenants und Obersten), welche das 48. Altersjahr vollendet haben, sofern von ihnen ein entsprechendes Gesuch bis Ende Februar 1903 gestellt worden ist.
§ 4; Mit dem 31. Dezember 1903 treten in den Landsturm: die Unteroffiziere und Soldaten aller Waffen und Grade vom Jahrgang 1859.
UT. Austritt aus der Wehrpflicht.
§ 5. Mit dem 31. Dezember 1903 treten aus dem Landsturm und somit aus der Wehrpflicht: a. die Offiziere aller Grade des Jahrganges 1848, wenn sie sich auf eventuell erfolgte Anfrage seitens der Wahlbehörde nicht zu längerer Dienstleistung bereit erklärt haben; 6. die Unteroffiziere und Soldaten aller Abteilungen des Jahrganges 1853.
IV. Atagabe der Bewaffnungs- und Ausrüstungsgegenstände.
§ 6. Die in die Landwehr übertretende Mannschaft behält ihre Bewaffnung, Bekleidung und Ausrüstung, mit Ausnahme der Dragoner, Guiden und Magazingewehrschützen, welche die Handfeuerwaffe (Karabiner, Revolver) und die vollständige Pferdeausrüstung dein Staate abzuliefern haben; ebenso haben diejenigen berittenen Artillerieunteroffiziere und Trompeter, welche in der Landwehr unberitten werden, ihre Revolver abzugeben, auf Wunsch jedoch kann den Artillerieunteroffizieren der Revolver bis zum Austritt aus der Landwehr leihweise belassen werden.
§ 7. Bei Anlaß der nächsten Besammlung ist die übergetretene Mannschaft, ausgenommen das erste Aufgebot, durch die Kantone mit dem Landwehrabzeichen, ferner, soweit Minderungen eintreten, mit den neuern Einheitsnummern zu versehen; ebenso erhält der Landsturm die entsprechenden Abzeichen.
§ 8. Kavalleristen, welche in die Landwehr übertreten, ohne die zehn Jahre Auszügerdienst erfüllt zu haben, oder solche, die nicht mehr im Besitze ihres ersten Dienstpferdes sind, werden bezüglich der vom Bunde beschafften Dienstpferde nach Artikel 197 der Militärorganisation behandelt.
§ 9. Mit bezug auf die Abgabe von Bekleidungs- und Ausrüstungsgegcnständen, sowie der Bewaffnung der in den Landsturm oder aus der Wehrpflicht tretenden Mannschaft gelten die Bestimmungen der eingangs zitierten Verordnung vom 28. November 1893.
Die gewehrtragende Mannschaft des in den Landsturm tretenden Jahrganges behält das Gewehr, Modelle 1889 und 1889/96.
Austretende Wehrpflichtige sind berechtigt, die Waffen bisheriger Ordonnanz als Eigentum zu behalten gegen Vergütung folgender Ansätze: Vetterligewehre und -Stutzer, Modell 1869/71, ohne Bajonett Fr. 5. -- ,, 1878/81, ,, ,, ,, 10. -- Revolver, Modell 1872/78 ,, 7. -- Reiteraäbel mit Kuppel und Schlagband ,, 5. -- § 10. Sämtliche Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände in Händen der Wehrpflichtigen sind als anvertrautes Eigentum des Staates zu betrachten, welches weder veräußert noch verpfändet werden darf (Art. 159 M.-O.), und es gelten für diese Gegenstände während der ganzen Dauer der Landsturmpflicht die Bestimmungen der Artikel 144 bis und mit 161 der Militärorganisation.
In Ausnahmefälleu entscheidet das Militärdepartement über die Abgabepflicht.
§ 11. Den Offizieren ist der Übertritt in die Landwehr (I. oder II. Aufgebot) oder in den Landsturm, sowie die Entlassung aus der Wehrpflicht, durch die betreffende Wahlbehörde in entsprechender Form besonders zur Kenntnis zu bringen.
§ 12. Die von den Kantonen, bezw. der administrativen Abteilung der Kriegsmaterialverwaltung, gelieferten Gegenstände der persönlichen Ausrüstung und Bewaffnung, inkl. die Pferdeausrüstung, welche der Mannschaft abzunehmen sind, werden den betreffenden Amtsstellen zur Verfügung gestellt.
382 § 13. Die Kantone sorgen dafür, daß die Kreiskommandanten den Übertritt von Unteroffizieren und Soldaten in die Landwehr (I. oder II. Aufgebot) denselben im Dienstbüchlein bescheinigen und die neue Einteilung entsprechend vormerken.
§ 14. Die Kantone sorgen ferner dafür, daß von den Kreiskommandanten die auf den Übertritt in die Landwehr (1. oder II. Aufgebot) und den Austritt aus derselben bezüglichen Mutationen den Kontrolleführern sofort mitgeteilt werden. Bei eidgenössischen Truppenkorps hat dies durch Vermittlung des Waffenchefs zu geschehen.
§ 15. Bezüglich Kontrollführung und Rapportwesen beim Landsturm wird auf die Bestimmungen der Verordnung vom 5. Dezember 1887 und auf die Abänderung dieser Verordnung durch Bundesratsbeschluß vom 8. Juli 1892 verwiesen.
§ 17. Die Kantone haben diese Anordnungen den Beteiligten in geeigneter Weise zur Kenntnis zu bringen und in den Publikationen für den Übertritt in die Landwehr diejenigen Korps speziell zu bezeichnen, in welche die Übertretenden dem Gesetze und den einschlägigen Verordnungen gemäß versetzt werden.
B e r n , den 15. Oktober 1903.
Schweigerisches Militär departement : Müller.
Versteigerung von Arfülerie-ßundespferden.
Die schweizerische Militärverwaltung bringt zur Kenntnis, daß die diesjährige Versteigerung der Artillerie-Bundespferde in vier Serien stattfinden wird, nämlich : in Bern, Dienstag den 3. November, vormittags 10 Uhr, bei der städtischen Keitschule (Schützenmatte), zirka 30 Pferde ; in Lausanne, Mittwoch den 4. November, vormittags 10 Uhr, bei den Stallungen der Kaserne Ponthaise zirka 15 Pferde; in Zürich, Freitag den 6. November, vormittags 10 Uhr, bei den Kasernenstallungen zirka 30 Pferde ; in FrauenfeM, Donnerstag den 12. November, vormittags 10 Uhr, bei den Kasernenstallungen zirka 30 Pferde.
Für diese Versteigerungen gelten im allgemeinen die bis. herigen Bestimmungen, welche an der Versteigerung mitgeteilt werden; die Kenntnisgabe derselben an Interessenten kann aber jetzt schon auf Verlangen durch die unterzeichnete Verwaltung geschehen.
T h u n , den 1. Oktober 1903.
Direktion der eidg. Pferderegieanstalt.
3° 0 eidgenössisches Anleihen von Fr. 70,000,000 von 1903.
Die Titelinhaber, werden hiermit benachrichtigt, daß die verfallenen Coupons und ausgelosten Obligationen eingelöst werden in der Schweiz: bei der eidgenössischen Staatskasse und den Kreispost- und Hauptzollkassen,
beim Crédit Lyonnais und der Banque de Paris et des Pays-Bas in Genf, bei den hauptsächlichsten Bankhäusern auf den ändern Plätzen ;
in Paris: beim Crédit Lyonnais und bei der Banque de Paris et des Pays-Bas.
B e r n , im Oktober 1903.
Urteilsnotifikation.
ordnung, vom 28. Juni 1889, als Offizier entlassen und in die Klasse der Steuerpflichtigen versetzt.
B e r n , den 12. Oktober 1903.
Schwein. Militärdepartement: Müller.
10 020 720