Source: https://ibbv.at/nutzwertgutachten/bewertung-aenderungsnutzwertgutachten-weg-1948/
Timestamp: 2020-02-24 18:15:54
Document Index: 366770613

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 29', '§ 29', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 2', '§ 2', '§ 5', '§ 11', '§ 25', '§ 9', '§ 6', '§ 2', '§ 9', '§ 5', '§ 55', '§ 2']

Bewertung – Änderungs-Nutzwertgutachten WEG 1948 | M ENGELMEIER
ÄNDERUNGSNUTZWERTGUTACHTEN WEG 1948
Ich brache ein Nutzwertgutachten infolge Änderungen / Ausbau von bestehendem Wohnungseigentum (z.B. Dachgeschoßausbau, Umbau oder Wohnungszusammenlegung) für bestehendes Wohnungseigentum (Erstbegründung vor dem 1. September 1975)
Sie haben ein Objekt bei welchem vor dem 1. September 1975 erstmals Wohnungseigentum begründet wurde und haben Änderungen vorgenommen, die ein Änderungsnutzwertgutachten WEG 1948 notwendig machen.
Im § 55 WEG 2002 findet sich die diesbezügliche Regelung: Das Wohnungseigentumsgesetz 1975, BGBl. Nr. 417, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 98/2001, tritt mit Ablauf des 30. Juni 2002 außer Kraft. Die Übergangsregelungen des § 29 Abs. 1 bis 3 des Wohnungseigentumsgesetzes 1975 gelten jedoch für die davon erfassten Rechtsverhältnisse weiter.
Im Bundesgesetz über das Eigentum an Wohnungen und sonstigen Räumlichkeiten (Wohnungseigentumsgesetz 1975 – WEG 1975) StF: BGBl. Nr. 417/1975 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2002 steht:
§ 29. (1) Mit dem Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes tritt das Wohnungseigentumsgesetz, BGBl. Nr. 149/1948, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 28/1951 (WEG 1948) mit den folgenden Einschränkungen außer Kraft:
1. Die §§ 2 und 5 sind in den Fällen weiterhin anzuwenden, in denen zumindest an einer Wohnung (einem Geschäftsraum) das Wohnungseigentum nach den bisher geltenden Vorschriften (vor dem 1. September 1975) erworben worden ist.
Dabei ist der § 3 Abs. 2 Z 2 (Änderung im Bestand räumlich unmittelbar aneinandergrenzender Objekte bzw. Übertragung von Zubehör) und Abs. 3 (Feststellung in Entscheidung ob sich die Summe der Mietwerte ändert) in Verbindung mit den § 4 Abs. 3 (Ausgleichspflicht) und § 5 Abs. 3 (Summe vor und nach der Änderung gleich) des vorliegenden Bundesgesetzes (WEG 1975) sinngemäß anzuwenden.
Wird aber eine solche Grundbuchseinlage umgeschrieben, so ist das Wohnungseigentum auf dem Mindestanteil einzutragen, mit dem es verbunden ist.
Das Weitergelten der §§ 2 und 5 WEG 1948 bedeutet, dass sich der Mindestanteil nach dem Verhältnis der Jahresmietzinse für 1914 oder der festgesetzten Jahresmietwerte (und nicht nach Nutzwerten) orientiert.
Das Bundesgesetz vom 8. Juli 1948, betreffend das Eigentum an Wohnungen und Geschäftsräumen (Wohnungseigentumsgesetz – WEG.) führt an:
§ 2. Der Miteigentumsanteil des Wohnungseigentümers darf nicht kleiner sein, als es dem Verhältnis des Jahresmietzinses der im Wohnungseigentum stehenden Wohnung (des Geschäftsraumes) für 1914 zu der Gesamtsumme der Jahresmietzinse aller Wohnungen (Geschäftsräume) der Liegenschaft für 1914 entspricht.
Fehlt ein Jahresmietzins für 1914 oder steht seine Höhe nicht fest, so hat die Mietkommission auf Antrag einen Jahresmietwert festzusetzen, der für Mietgegenstände von gleicher Lage und Beschaffenheit am 1. August 1914 ortsüblich als Mietzins entrichtet wurde.
§ 5. (1) Das Wohnungseigentum ist im Grundbuch als Beschränkung des Eigentumsrechtes der übrigen Miteigentümer [§ 11, Abs. (1), Allgem. GAG.] zugunsten des jeweiligen Eigentümers des Anteiles, mit dem es verbunden ist, einzutragen und bei dem Anteil des Berechtigten ersichtlich zu machen.
(2) Dem Gesuche um Eintragung des Wohnungseigentums müssen beiliegen:
a) die Bescheinigung der Baubehörde über den Bestand einer selbständigen Wohnung (eines Geschäftsraumes),
b) die amtliche Bestätigung oder die Entscheidung der Mietkommission über die Höhe der Jahresmietzinse für 1914.
(3) Für Eintragungen, die dem Wohnungseigentum im Range vorangehen und sich auf den Miteigentumsanteil des Wohnungseigentümers beziehen, gilt § 25, Abs. (2), Liegenschaftsteilungsgesetz sinngemäß.
Bei Änderungen im Bestand kommt daher nur ein gerichtlicher Antrag in Betracht.
Als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für das Immobilienwesen darf ich die Nutzwerte durch Gutachten gem. § 9. (1) WEG 2002 ermitteln und das Gutachten über den Bestand an wohnungseigentumstauglichen Objekten gem. § 6 (1) Z. 2 WEG 2002 erstellen (ÄNDERUNGSNUTZWERTGUTACHTEN WEG 1948).
Die Erstellung des Nutzwertgutachtens (inkl. Mietwertberechnung für die Neufestsetzung der Mietwerte / Mietzinse gem. §§ 2 und 5 WEG 1948 idF d. BGBl. Nr. 28/1951 iVm. § 9 Abs. 2 Ziff. 3/4/5 WEG 2002, BGBl. I Nr. 124/2006 sowie Gutachten zur Ermittlung der selbstständigen Räumlichkeiten gem. § 5 Abs. 2 lit. a des WEG 1948, BGBl. Nr. 149/1948 idF d. BGBl. I Nr. 70/2002 (gem. § 55 WEG 2002, BGBl. I Nr. 70/2002 gelten die §§ 2 u. 5 WEG 1948 weiter) und idF d. BGBl. I Nr. 124/2006) erfolgt nach
Für die Erstellung eines konkreten Angebots Ihres Änderungsnutzwertgutachtens WEG 1948 benötige ich neben Ihren Kontaktdaten bitte folgende Mindestangaben: