Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2197.htm
Timestamp: 2018-12-15 21:46:57
Document Index: 49466421

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 22', '§ 2', '§ 63', '§ 33', '§ 4', '§ 5']

Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Naturschutzgebiet »Sandgrube im Dreispitz-Mörsch« in Rheinstetten, Landkreis Karlsruhe vom 17. August 1995 (GBl. v. 13.12.1995, S. 820).
Auf Grund der §§ 21, 58 und 64 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29.März 1995 (GBl. S. 385) und der §§ 22 und 33 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dein Gebiet der Gemeinde Rheinstetten, Gemarkung Mörsch, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Sandgrube im Dreispitz-Mörsch«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 34 ha. Es wird im wesentlichen begrenzt im Westen durch den parallel zur Bundesbahnlinie Karlsruhe-Rastatt verlaufenden Flurweg, im Süden durch die L 566, im Osten durch die Abteilungsgrenze 34/33 des Forchheimer Gemeindewaldes und im Norden durch die Gemarkungsgrenze zwischen Forchheim und Mörsch. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Rheinstetten, Gemarkung Mörsch, die Grundstücke Flst. Nrn. 3897, 3896 (tw), 3819/3 (tw) und 2458/9.
2. die Sicherung und Förderung der Sukzessionsstadien der Vegetation auf den verschiedenen Standorten;
3. die Sicherung und Förderung der Strukturvielfalt der Topographie und Morphologie der Sandgruben, ihrer Steilböschungen und Bodenerhebungen als Lebensraum der an diese extremen Standorte angepaßten Tier- und Pflanzenwelt, vor allem spezialisierter und gefährdeter Vogel- und Insektenarten sowie Filzkräuter.
15. Flugmodelle im oder über dem Gelände zu betreiben;
1. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
a) außerhalb des Waldbereiches keine Hochsitze bzw. Jagdkanzeln errichtet werden dürfen; im Waldrandbereich ist die Errichtung von Ansitzleitern zulässig;
d) die Wasservogeljagd nur auf die Stockente zulässig ist;
e) die Brutgebiete gefährdeter Vogelarten (Rohbodenstandorte und Hangbereiche) in der Zeit vom 15.Februar bis 15. August nicht betreten werden; ausgenommen ist ein Nachsuchen krankgeschossener oder schwerkranker Tiere;
3. für den Ausbau der L 566 und den Bau der Bahnunterführung, soweit dies durch einen Planfeststellungsbeschluß festgestellt wird.
\Ion den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG Befreiung erteilt werden.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs.2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 in Verbindung mit § 5 Nr. 2 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
Diese Verordnung tritt am Tagt,. nach Ablauf der Auslegungsfrist in Kraft.