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Timestamp: 2016-10-26 13:20:05
Document Index: 286816569

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 19', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 30', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 159', 'BGE']

Z�rich Versicherungs-Gesellschaft, Postfach, 8085 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
A.________, 1954, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, 8024 Z�rich,
A.________, 1954, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, 8024 Z�rich,
Der 1954 geborene, seit 1. Mai 2000 bei der Firma B.________ als Gartenarbeiter und Maschinist im Landschaftsbau angestellte A.________ war am 3. April 2001 mit dem Aushub f�r eine Drainage in leicht abfallendem Gel�nde besch�ftigt, als der von ihm gef�hrte Kleinbagger seitlich umkippte und das rechte Bein einklemmte. Er zog sich multiple Kontusionen am Thorax, im Bereich der Lendenwirbels�ule und am Oberschenkel rechts sowie eine Kniedistorsion rechts mit L�sion des medialen Seitenbandes zu. Die Z�rich Versicherungs-Gesellschaft (Z�rich Schweiz), Z�rich (im Folgenden: Z�rich), erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Mit Verf�gung vom 14. April 2004 schloss sie den Fall per 15. Januar 2004 ab, woran sie auf Einsprache hin festhielt (Einspracheentscheid vom 12. Mai 2005).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, soweit es auf die Rechtsvorkehr eintrat, teilweise gut und stellte fest, dass A.________ ab 16. Januar 2004 Anspruch auf eine Invalidenrente aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 12 % hat (Entscheid vom 19. April 2006).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst A.________ die Rechtsbegehren stellen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei ihm "eine Rente f�r eine 100 % Erwerbsunf�higkeit" sowie "eine IE auf Basis von 30 % zuzusprechen"; "betreffend zu gew�hrenden weiteren Massnahmen sei das Verfahren im Sinne der Erw�gungen zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen". Weiter ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung.
Die Z�rich schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Die Z�rich f�hrt ihrerseits Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben.
A.________ l�sst sinngem�ss auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Da den beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden derselbe Sachverhalt zugrunde liegt und die Rechtsmittel den n�mlichen kantonalen Entscheid betreffen, rechtfertigt es sich, die beiden Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (BGE 128 V 126 Erw. 1 mit Hinweisen).
2.1 Prozessthema bildet die Frage, ob und in welcher H�he der Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung hat. Aufgrund der medizinischen Akten steht fest und ist unbestritten, dass ab 1. November 2003 von der Fortsetzung �rztlicher Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich hat einen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen mit Verf�gung vom 5. Juli 2004 verneint. Damit sind die Voraussetzungen f�r die Entstehung eines allf�lligen Rentenanspruchs im Sinne von Art. 19 Abs. 1 und 2 UVG erf�llt.
2.2 Das kantonale Gericht hat die Grundlagen �ber den Anspruch auf Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG), die Bestimmung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen aufgrund eines Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) sowie die Praxis zum Beweiswert �rztlicher Stellungnahmen (BGE 125 V 352 Erw. 3a) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1 Soweit der Versicherte eine Arbeitsf�higkeit bestreitet, steht dies in klarem und nicht begr�ndeten Widerspruch zu den medizinischen Akten.
3.2 Der Versicherte bringt in der Begr�ndung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vor, die Z�rich h�tte eine �bergangsrente zusprechen m�ssen. Eine sofortige Vollbelastung in einer zumutbaren Arbeitst�tigkeit h�tte erneute Komplikationen und Schmerzen im Bereich des rechten Knies und damit einen R�ckfall zur Folge. Es bestehe die Gefahr einer psychogenen Chronifizierung der vorhandenen somatoformen Schmerzst�rung. Es sei ihm daher zu erm�glichen, zun�chst teilzeitlich unter allm�hlicher Steigerung des Besch�ftigungsgrades bis zu einem Vollzeitpensum zu arbeiten. Dabei sei die Z�rich zu verpflichten, ihm und dem Arbeitgeber beratend zur Seite zu stehen sowie f�r eine zielgerichtete Psychotherapie aufzukommen. Nur mit einem solchen Vorgehen sei eine erfolgreiche Wiedereingliederung ins Erwerbsleben gew�hrleistet.
3.3 Es fehlen in den medizinischen Akten Anhaltspunkte, die auf das Vorliegen eines psychischen Gesundheitsschadens schliessen lassen. Eine Psychotherapie ist daher nicht indiziert. Sodann ist die berufliche Eingliederung von Gesetzes wegen Aufgabe der Invalidenversicherung, weshalb die Z�rich nicht verpflichtet werden kann, Einliederungsmassnahmen zu treffen. Nachdem die IV-Stelle des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 5. Juli 2004 einen diesbez�glichen Anspruch verneinte, bestand kein Anspruch auf eine �bergangsrente (vgl. Art. 19 Abs. 3 UVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. b UVV).
3.4 Auf den Einwand des Versicherten, er verm�ge wegen des Knieschadens die Arbeitsf�higkeit auf dem Arbeitsmarkt wirtschaftlich nicht zu verwerten, ist nicht n�her einzugehen, da dies offensichtlich in Widerspruch zu den anderen Vorbringen seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde steht und auch sonst nicht �berzeugt.
3.5 Die Vorinstanz hat zutreffend erkannt, dass die Verletzung am Kniegelenk keine dauernde erhebliche Sch�digung der k�rperlichen Integrit�t zur Folge hatte, weshalb ein Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung entf�llt. Das Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, mit Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung werde ein Anreiz zur Selbsteingliederung geschaffen, ist unbehelflich.
4.1.1 Die Z�rich ging davon aus, dass der Versicherte auch schwere T�tigkeiten zu verrichten vermag. Demgegen�ber stellte die Vorinstanz fest, dass der Versicherte im ausge�bten Beruf als G�rtner im Landschaftsbau nicht mehr arbeitsf�hig sei, weshalb gest�tzt auf einen Vergleich der hypothetisch erzielbaren Einkommen zu bestimmen sei, ob und in welchem Umfang eine Erwerbseinbusse bestehe. Sie ermittelte aufgrund der statistischen Durchschnittswerte der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Jahres 2004 (Total, Anforderungsniveau 4, M�nner) einen mutmasslich erzielbaren Invalidenverdienst von Fr. 57'258.-, welchen sie um 15 % k�rzte, weil der auf eine knieschonende T�tigkeit angewiesene Versicherte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gegen�ber gesundheitlich nicht beeintr�chtigten Mitbewerbern benachteiligt sei. Dasselbe gelte angesichts des Umstands, dass er in einem neuen Beruf (wieder) im ersten Dienstjahr beginnen m�sse. Bei der Firma B.________ h�tte der Versicherte, w�re er gesund geblieben, im Jahre 2004 ein Sal�r von Fr. 55'333.55 erreicht. Aus der Gegen�berstellung der hypothetischen Vergleichseinkommen ergebe sich eine Lohneinbusse von Fr. 6664.25, mithin ein Invalidit�tsgrad von 12 %.
4.1.2 Die Z�rich macht in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Wesentlichen geltend, aus den der vorinstanzlichen Beurteilung zugrunde liegenden Berichte der Rehabilitationsklinik X.________ vom 1. Oktober 2003 (wo sich der Versicherte vom 13. August bis 10. September 2003 aufgehalten hatte) sowie des Universit�tsspitals Y.________ vom 26. Juli 2002 sei keine Beeintr�chtigung als G�rtner im Landschaftsbau zu entnehmen. Es er�brige sich daher, einen Einkommensvergleich vorzunehmen. Sollte dem vorinstanzlichen Vorgehen zugestimmt werden, sei der Invalidenlohn um einen deutlich unter 15 % liegenden Ansatz zu k�rzen.
4.2.1 Die Orthop�dische Universit�tsklinik Y.________ hielt im Bericht vom 16. Juli 2002 fest, dass der Patient sich aktuell viel besser f�hle. Er habe die vorgesehene Arthroskopie am rechten Kniegelenk auf �rztlichen Rat hin abgesagt, nachdem ihm wegen der bestehenden degenerativen Abn�tzungen keine Gewissheit einer Schmerzlinderung und Wiederherstellung der Arbeitsf�higkeit f�r schwere T�tigkeiten habe in Aussicht gestellt werden k�nnen.
Die Rehaklinik X.________ f�hrte im Bericht vom 1. Oktober 2003 unter der Rubrik "Zumutbarkeit/Arbeitsunf�higkeit" aus, es bestehe ab 15. September 2003 eine Arbeitsunf�higkeit von 50 % und ab 1. November 2003 von 0 %. Der Patient verm�ge die geschilderten m�ssigen bis mittelstarken belastungsabh�ngigen Schmerzen im rechten Kniegelenk nur diffus, ohne genaue Lokalisation anzugeben. In den klinischen Untersuchungen seien keine Auff�lligkeiten, insbesondere kein intraartikul�rer Erguss oder �berw�rmung des rechten Kniegelenks feststellbar gewesen. Es bestehe eine deutliche Diskrepanz zwischen den klinisch und radiologisch (MRI [magnetic resonance imaging] vom 3. April 2001 und 4. September 2003 [Bericht der Universit�tsklinik Y.________, Radiologie]) erhobenen Befunden.
4.2.2 Die �rzte nehmen in den zitierten Berichten zwar nicht explizit Stellung zur Frage, ob der Versicherte im Beruf als G�rtner im Landschaftsbau arbeitsunf�hig ist. Indessen geht die Universit�tsklinik Y.________ eindeutig davon aus, dass schwere Belastungen nicht mehr m�glich sind. In Kenntnis dieser Sachlage h�lt die Rehaklinik X.________ fest, dass das Ziel des Rehabilitationsaufenthalts, die belastungsabh�ngigen Schmerzen zu reduzieren und damit einhergehend die Belastbarkeit zu steigern, nicht erreicht werden konnte. Aus diesen Angaben ist der Schluss zu ziehen, dass der Versicherte im Beruf als G�rtner im Landschaftsbau, bei welcher T�tigkeit schwere Arbeiten zu verrichten sind, in der Leistungsf�higkeit zumindest erheblich eingeschr�nkt ist. Die Z�rich selbst ging, wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, in der Verf�gung vom 14. April 2004 ausdr�cklich davon aus, dass gem�ss Bericht der Rehaklinik X.________ nurmehr f�r leichte bis mittelschwere Arbeiten eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit vorgelegen hat. Das vorinstanzliche Vorgehen ist somit nicht zu beanstanden.
4.2.3 Was die Frage anbelangt, in welchem Ausmass das gest�tzt auf statistische Durchschittswerte ermittelte Invalideneinkommen zu k�rzen ist, bringt die Z�rich keine triftigen Gr�nde vor, die eine von der vorinstanzlichen Einsch�tzung abweichende Ermessensaus�bung als naheliegender erscheinen liessen (Art. 132 lit. a OG; BGE 125 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen).
5.1 Das im Verfahren U 264/06 gestellte Gesuch des Versicherten um unentgeltliche Verbeist�ndung ist wegen Aussichtslosigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen).
5.2 Der im Verfahren U 259/06 obsiegende Versicherte hat Anspruch auf eine dem Aufwand entsprechende Parteientsch�digung (Art. 159 OG), nicht jedoch der im Verfahren U 264/06 obsiegende Versicherungstr�ger (BGE 118 V 169 f.).
Die Z�rich Versicherungs-Gesellschaft hat dem Beschwerdegegner im Verfahren U 259/06 f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 200.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Das Gesuch des Beschwerdef�hrers im Verfahren U 264/06 um unentgeltliche Verbeist�ndung wird abgewiesen.