Source: https://www.baik-archiv.at/urka/SimplePage.do?_pageTitle=Aufbau%20des%20Archivs&_page=/Overview.jsp
Timestamp: 2020-01-27 09:05:15
Document Index: 31041568

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 91', '§ 89', '§ 91', '§ 91', '§ 4', '§ 19', '§ 19', '§ 20', '§16']

Aufbau des zt-Archivs
BEZEICHNUNG DER CONTAINER
Urkundencontainer
Im Urkundencontainer sind öffentliche Urkunden, die gem. § 4 Abs. 3 ZTG errichtet wurden, und für die Einstellung in die Urkundensammlung des Grundbuches oder sonst zur öffentlichen Einsicht bestimmt sind oder die mit Zustimmung des Auftraggebers elektronisch errichtet wurden, unter Beifügung der elektronischen Beurkundungssignatur, gespeichert. Die öffentlichen Urkunden müssen im Format pdf/A – 1b gespeichert werden.
Gutachtencontainer
Im Gutachtencontainer werden mit Zustimmung des Auftraggebers private Urkunden gespeichert. Dem Auftraggeber ist vom Ziviltechniker elektronischer Zugang zu diesen Urkunden zu ermöglichen. Der Auftraggeber ist berechtigt auch anderen Personen elektronischen Zugang zu diesen Urkunden einzuräumen. Private Urkunden können in beliebigen Formaten gespeichert werden. Für die künftige Lesbarkeit ist der Ziviltechniker zuständig.
Sicherungscontainer
Der Sicherungscontainer dient als „back up“ bzw. als privates Archiv des Ziviltechnikers. Hier können Dokumente und Daten unterschiedlicher Art in unterschiedlichen Formaten gespeichert werden.
Zur besseren Identifizierung und/oder Auffindbarkeit der in das Archiv eingebrachten Dokumente stehen nachfolgende Metadatensets zur Auswahl. Die Attributdaten müssen, sofern nicht anders vermerkt, verpflichtend eingeben werden.
Auftraggeber Bezeichnung
Auftraggeber Straße
Auftraggeber PLZ
Auftraggeber Ort
Geschäftszahl (optional)
Gegenstand der Urkunde
Digital oder gescannt
Auftragsdatum (optional)
Allfällige Anmerkungen (optional)
Zusätzliches Geodätenset
Ortsbezug Strasse (optional)
Ortsbezug Ort (optional)
Gauss-Krüger Koordinaten (optional)
Alle Urkunden und Beilagen des Urkundencontainers müssen im Format PDF/A-1b vorliegen. Als Signaturformat gilt ausschließlich XML-DSig.
Details zu dieser Spezifikation erfahren Sie unter:
§ 91b GOG
(7) Der im Beglaubigungsarchiv der Justiz gespeicherte Dateninhalt gilt bis zum Nachweis des Gegenteils als ein Original der gespeicherten Urkunde. Der Hinweis auf die Einstellung in das Beglaubigungsarchiv der Justiz verbunden mit einer Übersendung einer mit der elektronischen Signatur der Justiz versehenen verkehrsfähigen Version der elektronischen Urkunde gemäß § 89c oder einer wirksamen Ermächtigung zum Zugang zu den Daten der gespeicherten Urkunde ist der Vorlage der Urschrift der Urkunde gleichzuhalten. Letzteres gilt nicht für die Vorlage jener Urkunden, durch die ein mit dem Besitz oder der Innehabung der Urkunde untrennbar verbundenes Recht durch Übergabe oder Vorlage der Urkunde ausgeübt werden soll.
(8) Soweit die Bundes-Architekten- und Ingenieurkonsulentenkammer ein Urkundenarchiv der Ziviltechniker (§ 91c und § 91d GOG) errichtet hat, sind Urkunden gemäß § 4 Abs. 3, die für die Einstellung in die Urkundensammlung des Grundbuchs oder sonst zur öffentlichen Einsicht bestimmt sind oder die mit Zustimmung des Auftraggebers elektronisch errichtet werden, vom Ziviltechniker unter Beifügung seiner elektronischen Beurkundungssignatur in diesem Urkundenarchiv zu speichern. Gleiches gilt für Beilagen zu diesen Urkunden und damit im Zusammenhang stehende Urkunden
(1) Mit Ausnahme des Bundeswappens muss der Inhalt des Siegels im qualifizierten Zertifikat der elektronischen Beurkundungssignatur nachweisbar sein. Bei Gebrauch der elektronischen Beurkundungssignatur ist das Siegel zusätzlich noch im Unterschriftsvermerk am Schluss des Textes der elektronisch zu unterzeichnenden Urkunde abzubilden (§ 19 Abs. 3 E-GovG). Für die Prüfbarkeit der elektronischen Beurkundungssignatur und die Rückführbarkeit von Ausdrucken gelten § 19 Abs. 3 und § 20 E-GovG, soweit die Rückführung der Ansicht des gesamten Dokuments in eine Form, die die Signaturprüfung zulässt, möglich ist.“
E-Government-Gesetz - E-GovG
(1) Die Amtssignatur ist eine elektronische Signatur im Sinne des Signaturgesetzes, deren Besonderheit durch ein entsprechendes Attribut im Signaturzertifikat ausgewiesen wird.
(3) Die Darstellung der Amtssignatur in Ansichten elektronischer Dokumente geschieht durch eine Bildmarke, die die Behörde im Internet als die ihre gesichert veröffentlicht hat. Neben der Bildmarke sind in der Ansicht zumindest die Seriennummer sowie der Name und das Herkunftsland des Zertifizierungsdiensteanbieters und der eigentliche Signaturwert anzugeben. Die Signaturprüfung muss über die Rückführung der Ansicht des gesamten Dokuments in eine Form, die die Signaturprüfung zulässt, möglich sein. Jene zusätzlichen Informationen, die für die Wiederherstellung des elektronischen Dokuments aus der Ansicht notwendig sind, hat der Aussteller des Dokuments ebenfalls im Internet gesichert zu veröffentlichen.
Auf Papier ausgedruckte elektronische Dokumente von Behörden haben die Vermu-tung der Echtheit für sich, wenn das Dokument mit einer Amtssignatur signiert ist und die Überprüfbarkeit der Signatur auch in der ausgedruckten Form durch Rückführbarkeit in das elektronische Dokument gegeben ist. Das Dokument muss zu diesem Zweck die Eigenschaft der Rückführbarkeit angeben und einen Hinweis auf die Fundstelle im Internet enthalten, wo das Verfahren der Rückführung des Ausdrucks in das elektronische Dokument und die anwendbaren Prüfmechanismen dargestellt sind.
MODALITÄTEN DER GEBÜHRENEINHEBUNG
Die Höhe der Gebühr für die Speicherung von Urkunden und Daten, sowie für die Dateneinsicht sind der Urkundenarchiv-Verordnung §16 zu entnehmen.
Die Bezahlung kostenpflichtiger Downloads ist – je nach Benutzergruppe - wahlweise mittels
PayPal (Informationen siehe http://www.paypal.at)