Source: https://www.familiennachzug-visum.de/family-first/ehegattennachzug/fluechtling-deutschland
Timestamp: 2019-12-09 23:05:01
Document Index: 298172261

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 60', '§25', '§ 25', '§ 5', '§ 29', '§ 25', '§ 25', '§ 26', '§ 5', '§ 30', '§ 25', '§25', '§ 5', '§ 30', '§ 30']

Ehegattennachzug zum Flüchtling – Visa zum Familiennachzug
Ehegattennachzug zu anerkannten Flüchtlingen in Deutschland
Der ausländische Ehegatte hat einen Anspruch auf Nachzug zu einem anerkannten Asylberechtigten (§ 16a GG) bzw. zu einem – nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannten Flüchtling – blauer Pass – (§ 60 Abs. 1 AufenthG), der eine Aufenthaltserlaubnis nach §25 Abs. 1 oder Abs. 2 AufenthG hat.
Für anerkannte Asylberechtigte bzw. für anerkannte Flüchtlinge nach § 25 Abs. 2 1. Alternative gibt es auch weitere Erleichterungen beim Ehegattennachzug. So kann von der Unterhaltssicherung (§ 5 AufenthG) abgesehen werden.
§ 29 Abs. 2 AufenthG:
Bei dem Ehegatten und dem minderjährigen ledigen Kind eines Ausländers, der eine Aufenthaltserlaubnis nach [ ….,] § 25 Absatz 1 oder 2, […] nach Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 2 Satz 1 zweite Alternative eine Niederlassungserlaubnis nach § 26 Absatz 4 besitzt, kann von den Voraussetzungen des § 5 Absatz 1 Nummer 1 und des Absatzes 1 Nummer 2 abgesehen werden.
In den Fällen des Satzes 1 ist von diesen Voraussetzungen abzusehen, wenn
Bestand die Ehe bereits vor der Einreise bedarf es auch nicht eines Nachweises deutscher Sprachkenntnisse (A1), § 30 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 Nr. 1 AufenthG.
Ehegattennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten
Mit der Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 2 AufenthG hat ein subsidiär Schutzberechtigter einen Anspruch auf Ehegattennachzug (§25b IV),
wenn die o. g. humanitären, völkerrechtlichen oder politischen Gründe vorliegen,
der Ehepartner mindestens 18 Jahre alt ist,
der Ehepartner einfache Sprachkenntnisse nachweisen kann,
ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht und
die generellen Erteilungsvoraussetzungen gemäß § 5 AufenthG erfüllt sind (§ 30
Abs. 1 Satz 1 Nr. 3c AufenthG).
Auf einen Sprachnachweis wird verzichtet, falls die Ehe bereits bestand, als
der subsidiär Schutzberechtigte seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland
verlegt hat (§ 30 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 AufenthG).
ABER Achtung: 2 Jahres Frist: Nach 25b V AufenthG wird die Aufenthaltserlaubnis längstens für 2 Jahre erteilt und verlängert.