Source: https://www.lecturio.de/jura/totschlag-212-stgb.vortrag
Timestamp: 2017-11-18 21:29:53
Document Index: 81219336

Matched Legal Cases: ['§212', '§ 211', '§ 211', '§ 212', '§ 212', '§ 211', '§ 212']

Totschlag von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Totschlag“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „Straftaten gegen das Leben“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Der maßgebliche Zeitpunkt für §212 StGB
Wann beginnt der strafrechtliche Lebensschutz bei den §§ 211-213 StGB?
Mit Beginn der Geburtstaktes
Mit Abschluss des Geburtsaktes
Mit Einnisten der Eizelle
Wann endet nach h.M. das menschliche Leben?
Mit dem Hirntod
Stillstand von Kreislauf und Atmung (sog. klinischer Tod)
Mit Erlöschen des Herzschlages
Was hat der Täter bei Anwendbarkeit der §§ 211 ff. zu vertreten?
Ist die eigenverantwortliche Selbsttötung bzw. dessen Versuch strafbar?
Der Versuch ist strafbar, die Vollendung nicht
Was versteht man unter dem Begriff "Töten"?
Verursachung des sog. klinischen Todes
Verursachung dauerhafter Bewusstlosigkeit
In welcher Form kann die Tathandlung des § 212 StGB auftreten?
Nur Unterlassen
Lediglich im Tot"schlagen"
Welche Vorsatzform ist mindestens für § 212 StGB erforderlich?
Wie wird nach h.M. dolus eventualis von bewusster Fahrlässigkeit abgegrenzt?
Nach der sog. Einwilligung- und Billigungstheorie
Nach der sog. Hemmschwellentheorie
Nach der absoluten Straftheorie
Nach der relativen Straftheorie
Ist die Hemmschwellentheorie bei Tötungsdelikten wichtig? Wenn ja, warum?
Sie ist wichtig, da vor dem Tötungsvorsatz eine viel höhere Hemmschwelle steht als vor einem Gefährdungs- oder Verletzungsvorsatz
Die Hemmschwellentheorie ist nicht wichtig, da sie veraltet ist und ihr deshalb keine Bedeutung zukommt
Sie ist nur im Bezug auf § 211 StGB wichtig
Findet die Hemmschwellentheorie auch bei einem Handeln durch Unterlassen Anwendung?
Selbstverständlich, die "Hemmschwelle" muss natürlich auch bei einem Handeln durch Unterlassen überschritten werden
Ja, aber nur unter den Voraussetzungen der engen familiären Bindung
Kann im Rahmen des § 212 StGB eine rechtfertigende oder mutmaßliche Einwilligung als möglicher Rechtfertigungsgrund gelten?
Ja, es gibt keine Einschränkung bei der Dispositionsbefugnis
Dozent des Vortrages Totschlag