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Matched Legal Cases: ['§ 24', '§24', '§25', '§25', '§28', '§25']

Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. :: Thema anzeigen - Nachträgliche Notenänderung zum Nachteil des Schülers
Nachträgliche Notenänderung zum Nachteil des Schülers
Verfasst am: 22.03.2006, 13:17 Titel: Nachträgliche Notenänderung zum Nachteil des Schülers
Unsere Tochter, 16 Jahre, besucht die 10. Klasse eines Gymnasiums in Darmstadt.
Am Mittwoch, den 1. 3. 06 (Aschermittwoch), wurde in dieser Klasse eine Mathematik-Übungsarbeit geschrieben, die am 6. 03. 06 von uns unterschrieben wurde, Note 4-.
Am 07.03.06 holte die Mathematik-Lehrerin unsere Tochter nach vorne und forderte sie auf die Logarithmus-Gesetze auf ein Blatt zu schreiben, mit dem Hinweis, sie habe ja eine so schöne Schrift.
Unsere Tochter war nicht in der Lage die Regeln aufzuschreiben, daraufhin erfolgte eine
Mitteilung an uns, dass die Lehrerin davon ausgeht, dass unsere Tochter diese Regeln, die sie in der Übungsarbeit richtig hingeschrieben hatte, irgendwo abgeschrieben hat, und sie daher die Note 4- in eine 6 abändert.
Mein Mann hat daraufhin der Lehrerin geantwortet, dass er diese Arbeit bereits unterschrieben hat, und sie diese Note nicht einfach aufgrund eines aus der Luft gegriffenen Verdachts abändern darf.
Bisher erfolgte seitens der Lehrerin keine Reaktion.
Wie sollte man weiter vorgehen?[/b][/b]
Verfasst am: 22.03.2006, 15:12 Titel:
Es ist mir neu, dass bei der Einstellung hessischer Lehrer intuitive, hellseherische oder telepathische Fähigkeiten zwingend vorausgesetzt werden.
Aber ernsthaft: ein Täuschungsversuch war während der Arbeit nicht zu erkennen oder gar nachweisbar,
sonst hätte eine Ermahnung und Androhung nach § 24 Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses erfolgen müssen.
Dies war Ihrer Beschreibung nach nicht der Fall.
Die Note wurde ?ohne Bedenken? erteilt und von Ihnen zur Kenntnis genommen.
Somit entbehrt die unzulässige nachträgliche Änderung der Note jeglicher Grundlage.
Die erteilte Note bleibt unverändert.
Auch die unten stehende Verordnung bezieht sich nur auf einzuleitende Maßnahmen bei ersichtlichen und nachweisbaren Täuschungen, während die Arbeit geschrieben wird.
Alles andere macht auch wenig Sinn, fällt unter Willkür und bleibt lediglich eine Vermutung.
Teilen Sie dies der Lehrerin und der Schulleitung schriftlich mit, verweisen Sie auf Ihr erstes Schreiben, fordern Sie eine schriftliche Stellungnahme/Bestätigung und setzten Sie dazu eine Frist.
Erfolgt keine Reaktion, haben Sie die Möglichkeit einer Untätigkeitsbeschwerde beim Staatlichen Schulamt.
Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses, (s. §24 Täuschungen)
http://www2.schulrecht.hessen.de/sc....1e-401a-6d78-7189e20c8825
Zuletzt bearbeitet von Ulrike am 22.03.2006, 16:47, insgesamt einmal bearbeitet
Verfasst am: 22.03.2006, 16:30 Titel:
interessant auch was in der "Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses" zu Übungsarbeiten steht:
Unter §25 Arbeiten Punkt (2) Schriftliche Arbeiten werden gefertigt als
c) "Übungsarbeiten und in schriftlicher Form durchgeführte Übungen, die der individuellen Kenntnisfeststellung dienen und nicht Grundlage der Leistungsbeurteilung sind;"
Die Lehrerin darf aus ihrer Beobachtung 'nur' schließen, dass das Wissen noch nicht im Langzeitgedächtnis gespeichert ist und noch Wiederholungsbedarf besteht.
Verfasst am: 23.03.2006, 06:02 Titel: Widerspruch! Dicker Fehler der Lehrkraft ! Unrecht !
wurde in dieser Klasse eine Mathematik-Übungsarbeit geschrieben, die am 6. 03. 06 von uns unterschrieben wurde, Note 4-.
in der "Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses" zu Übungsarbeiten steht unter
§25 Arbeiten Punkt (2):
Schriftliche Arbeiten werden gefertigt als
Also darf gar keine Note für die Schülerin auf die Übungsarbeit gegeben werden.
Die Lehrerin kann allenfalls für sich erkennen, dass ihre eigene Unterrichtsarbeit bisher nur 4- oder 6 wert war. Ihre Tochter hat es ja nicht umsonst bis ins 10.Schuljahr Gymnasium geschafft. Wenn sie diesen Stoff noch nicht kann, war es die Unfähigkeit der Lehrerin, ihr diesen bisher zu vermittel.
"Setzen 6, Madame. 50 Minuspunkte in der Pflicht-Lehrerfortbildung. In den Osterferien nachzuholen und nachzuweisen! Erstattung der Nachilfestunden für die Schülerin direkt durch die Gehaltskasse von Ihrem Gehalt."
Verfasst am: 26.03.2006, 18:29 Titel:
zunächst einmal vielen Dank für die Antworten. Wir haben daraufhin die Lehrerin noch einmal aufgefordert die Maßnahme der Notenänderung zurückzunehmen; eine Kopie unseres diesbezüglichen Schreibens ging an die Schulleitung.
Nun haben wir gestern eine Mail des Schulleiters erhalten, in der er uns mitteilt, dass wir ein
Schreiben von der Lehrerin erhalten werden, in dem die Notensituation unserer Tochter in Mathematik dargelegt wird (diese wollten wir gar nicht wissen, da wir sie kennen).
Wir sind gespannt, wie diese Sache weitergeht.
Verfasst am: 26.03.2006, 22:19 Titel:
na dann sind wir mal gespant auf die Antwort...
Nach den Regeln dieser Lehrerin müsste ich wohl meine Zeugnisse alle umschreiben lassen.
Ich habe einiges vergessen, was ich in der Schule mal gelernt hatte, beispielsweise das Gedicht "Der Erlkönig" oder auch "John Maynard" und andere Gedichte.
Verfasst am: 29.03.2006, 18:18 Titel:
So, nun ist es heraus, die Mathematik-Übungsarbeit am 1.3.2006 war eine Hausaufgabenkontrolle und keine Übungsarbeit und wurde mit schwach ausreichend bewertet.
Außerdem hat unsere Tochter es angeblich bis heute versäumt unsere Unterschrift unter der Note vorzuzeigen, was laut unserer Tochter nicht den Tatsachen entspricht.
Wir werden gebeten sicher zu stellen, dass unsere Kenntnisnahme vorgezeigt wird.
Weiterhin werden wir darauf hingewiesen, dass unsere Tochter bei einer erneuten
Abfrage die Leistung aus der Hausaufgabenkontrolle (Logarithmus-Gesetze) nicht
bestätigen konnte, so dass diese erneute Abfrage nun mit ungenügend bewertet werden musste.
Die Note der Hausaufgabenkontrolle bleibt selbstverständlich bestehen.
Es handelte sich bei der ganzen Angelegenheit also um ein bedauerliches? Missverständnis?.
Verfasst am: 08.04.2006, 21:21 Titel:
welche Überschrift wurde denn gewählt "Hausaufgabenkontrolle" oder "Übungsarbeit"?
Bei einer schriftlichen Überprüfung der Hausaufgaben ist gem. hessichem Schulgesetz §28 Abs. 3 folgendes zu beachten:
(3) Hausaufgaben sind in den Unterricht einzubeziehen und zumindest stichprobenweise regelmäßig zu überprüfen. Ein schriftliches Abfragen der Hausaufgaben, beispielsweise in der Form von Vokabelarbeiten, ist zulässig, wenn es sich auf die Hausaufgaben der letzten Unterrichtswoche bezieht, nicht länger als 15 Minuten dauert und nicht die Regel darstellt.
Eine weitere erneute Überprüfung stellt eine Regelmäßigkeit dar, was nach §25 Abs. 3 nicht zulässig ist!
Außerdem bezog sich die zweite Überprüfung am 07.03.06 aufgrund der bereits verstrichenen Zeit wohl nicht mehr auf Inhalte der letzten Unterrichtswoche! Somit ebenfalls nicht zulässig!
Schreibe den Rektor erneut an und teile ihm, dass Du Dich ans Schulamt wendest, wenn die Note nicht umgehend geändert wird!