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Timestamp: 2020-02-23 06:55:37
Document Index: 82376011

Matched Legal Cases: ['§ 160', '§ 160', '§ 97', '§ 134', '§ 135', '§134']

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▼ Durchführung von hydrochemischen Feldtest: Sanierung und Rekultivierung von Urangewinnungsbetriebs DE-09117 13.01.2019
Durchführung von hydrochemischen Feldtest: Sanierung und Rekultivierung von Urangewinnungsbetriebs
Wismut GmbH Abteilung Beschaffung
GIP Grundwasser-Ingenieur-Planung GmbH Dresden
311.300,00 EUR
I.1) Wismut GmbH
Internet: www.wismut.de/Ausschreibungen
I.4) Art des öffentlichen Auftraggebers Andere: Die Wismut GmbH ist ein Unternehmen des Bundes in Sachsen und Thüringen. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Stilllegung, Sanierung und Rekultivierung von Urangewinnungs- und Uranaufbereitungsbetrieben.
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags: Studie zur Ausführung eines hydrochemischen Feldtests zum Einbringen einer reaktiven Lösung in den Flutungswasserkörper der Grube Königstein
II.1.2) CPV-Code Hauptteil 71351000
II.1.4) Kurze Beschreibung: Für einen hydrochemischen Feldtest zur Einbringung von reaktiven Lösungen in den Flutungswasserkörper der Grube Königstein sind ein Versuchskonzept zu erstellen, die dafür notwendigen technischen Anlagen zu konzipieren und bereitzustellen sowie der Versuch durchzuführen, auszuwerten und zu dokumentieren. Der zu konzipierende hydrochemische Feldtest ist hinsichtlich möglicher Umweltauswirkungen, insbesondere des Wasserpfades entsprechend Wasserhaushaltgesetz, zu bewerten.
II.1.7) Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.) Wert ohne MwSt.: 311.300,00 EUR
II.2.2) Weitere(r) CPV-Code(s) 71356300 71351200 71621000 71900000 71351700
II.2.3) Erfüllungsort NUTS-Code: DED2F Hauptort der Ausführung: Wismut GmbH Bereich Sanierung Aue/Königstein Standort Königstein Königsteiner Straße 45 01824 Königstein / OT Leupoldishain
II.2.4) Beschreibung der Beschaffung: Für einen hydrochemischen Feldtest zur Einbringung von reaktiven Lösungen in den Flutungswasserkörper der Grube Königstein sind ein Versuchskonzept zu erstellen, die dafür notwendigen technischen Anlagen zu konzipieren und bereitzustellen sowie der Versuch durchzuführen, auszuwerten und zu dokumentieren. Der zu konzipierende hydrochemische Feldtest ist hinsichtlich möglicher Umweltauswirkungen, insbesondere des Wasserpfades entsprechend Wasserhaushaltgesetz, zu bewerten. Teilaufgaben/Randbedingungen: 4.1) Auswahl eines geeigneten Bohrlochs aus dem gegeben Bestand (Grundwassermessstellen im 4. GWL, die den Flutungswasserkörper südlich der Nordstörung erschließen) für den hydrochemischen Feldtest zur Injektion von reaktiven Lösungen unter Nutzung der vom AG bereitgestellten Bohrloch- und Monitoringdaten. Der AG führt bis Nov. 2018 ergänzende Pump- und Schluckversuche sowie Bohrlochmessungen durch. Die Ergebnisse werden dem AN übergeben und sind für die Auswahl zu berücksichtigen. Für den Feldtest müssen hinreichend repräsentative Verhältnisse für den Flutungswasserkörper, die Gesteinsmatrix und die Wasserströmung gegeben sein. Die Auswahl ist mit dem AG abzustimmen 4.2) Erarbeitung eines Versuchskonzeptes unter folgenden Randbedingungen: — Nutzung und Anwendung der Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Feldversuch „Injektion Pufferfluid 2011“, GIP 2011, — Übertragung der geochemisch-mikrobiologischen Ergebnisse aus GFI 12/2017 auf den hier gegebenen Maßstab (Ableitung Reaktionsraum, Stoffmengen, Reaktionszeiten, Monitoringerfordernisse usw..), — Prüfung und ggf. Konzipierung unterstützender Tracerversuche, — Vorzugsprinzip: Wasserentnahme (Pumpen) in Stapelbehälter Zugabe reaktiver Lösungen Reinjektion Monitoring, ggf. weitere Zyklen. Alternativansätze sind möglich, — Erarbeitung eines Versuchskonzeptes, das mit o. g. Versuchsanlage die Umsetzung des hydrochemischen Feldtests im Rahmen von 12 Monaten (einschließlich Auswertung/Dokumentation) ermöglicht, — Während des hydrochemischen Feldtests soll der Flutungswasserspiegel bei ca. 139,5 m NN gehalten werden, — Erarbeitung eines Versuchs-, Monitoring- und Auswertekonzeptes und Abstimmung mit dem AG, — Berücksichtigung der gegebenen örtlichen und infrastrukturellen Verhältnisse an der ausgewählten Messstelle, — Berücksichtigung genehmigungsrechtlicher Erfordernisse, — Bewertung der Auswirkungen auf den Wasserpfad entsprechend Wasserhaushaltgesetz. 4.3) Konzipierung einer technischen Versuchsanlage, mit der ca. 10 m3 Flutungswasser zusammen mit der reaktiven Lösung injiziert und monitoriert werden können. Beachtung der Energieversorgung im freien Gelände. — Die zu konzipierende technische Anlage zur Herstellung und Injektion der reaktiven Lösung für den hydrochemischen Feldtest soll konzeptionelle Grundlagen und Kennziffern für eine mögliche großtechnische Anwendung liefern, — Abstimmung der Anlagenkonzipierung mit den AG 4.4) Erarbeitung des fachlichen Teils der Antragsunterlagen zur Zulassung des hydrochemischen Feldtests entsprechend den Anforderungen aus Berg-, Wasser- und Strahlenschutzrecht, einschließlich eines Fachbeitrags nach WRRL 4.5) Umsetzung des hydrochemischen Feldtests — Herrichtung der Versuchsflächen, Versuchseinrichtung (ELT, Beleuchtung, Anfahrtsweg, Sicherheitseinrichtung), — Bereitstellung der kompletten Versuchsanlage (Bohrlochausrüstung, Pumpen, Dosier- und Mischanlage, Stapelbehälter, Versturzeinrichtung, erforderliche technische Infrastruktur), — Chemikalienbereitstellung (Beschaffung, Transport, Lagerung, Vorlagebehälter), — Versuchsdurchführung (einschl. Probenahme, Spezialanalytik). Die hydrochemische Standardanalytik wird im Labor des AG durchgeführt, — Vollständiger Rückbau der Versuchsanlage, kontaminierte Teile können beim AG kostenfrei entsorgt werden. 4.6) Auswertung und Dokumentation
IV.1.1) Verfahrensart Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle) Die Bauleistungen/Lieferungen/Dienstleistungen können aus folgenden Gründen nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden: nicht vorhandener Wettbewerb aus technischen Gründen Erläuterung: Die Leistung ist eine ingenieurtechnische Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die u. a. auf Grundlage des öffentlich geförderten BMBF-Projektes 02WN0755 der Weiterentwicklung und Anpassung eines speziell für die Sanierung der Grube Königstein entwickelten Verfahrens zur In-situ-Sanierung des Flutungswasserkörpers dient. Die Weiterentwicklung dieses Verfahrens ist erforderlich, um mit einer substantiellen Vertiefung und Schärfung des Vorhabens der Flutung von Teilbereich II der Grube die Genehmigungsfähigkeit des derzeit im Widerspruch befindlichen Genehmigungsverfahrens herstellen zu können. Konzipierung, technische Ausrüstung, Umsetzung und Auswertung müssen auf dem bisherigen Entwicklungsstand aufbauen und können nicht mit anderen Verfahrensansätzen bzw. Anlagen nach Stand der Technik umgesetzt werden. Entwickler des Verfahrens zur In-situ-Sanierung des Flutungswasserkörpers der Grube Königstein ist die GIP Grundwasser-Ingenieur-Planung GmbH Dresden und deshalb kann die Leistung auch nur durch diese Firma erbracht werden.
Abschnitt V: Auftragsvergabe Auftrags-Nr.: 3221874-U57 Bezeichnung des Auftrags: Studie zur Ausführung eines hydrochemischen Feldtests zum Einbringen einer reaktiven Lösung in den Flutungswasserkörper der Grube Königstein Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.2) Angaben zu den Angeboten Anzahl der eingegangenen Angebote: 1 Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1 Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 1 Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3) Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde GIP Grundwasser-Ingenieur-Planung GmbH Dresden Meraner Straße 10 Dresden 01217 Deutschland Telefon: +49 3514050630 E-Mail: info gip-dresden.de Fax: +49 3514050639 NUTS-Code: DED21 Internet: www.gip-dresden.de Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4) Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.) Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 300.000,00 EUR Gesamtwert des Auftrags/Loses: 311.300,00 EUR
VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren Vergabekammer des Bundes Villemomblerstraße 76 Bonn D-53123 Deutschland Telefon: +49 2289/4990 E-Mail: info bundeskartellamt.bund.de Fax: +49 2289 / 499-400 Internet: www.bundeskartellamt.de
VI.4.3) Einlegung von Rechtsbehelfen Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Hinsichtlich der Fristen zur Einlegung von Rechtsbehelfen wird auf § 160 Abs. 3 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) verwiesen. § 160 GWB lautet wie folgt: Einleitung; Antrag. (1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein; (2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht; (3) Der Antrag ist unzulässig, soweit: 1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat, der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nr. 2.§134 Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.
VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung Tag: 04.01.2019
Geonet Vergabe 27299 vom 13.01.2019