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Timestamp: 2019-11-19 09:29:42
Document Index: 259498490

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 30', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 44']

Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 19/2017
Eingetragen oder aktualisiert am 08.05.2017
1.2 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 17.03.2017 - L 11 AS 192/17 B ER
1.3 - Bayerisches Landessozialgericht, Urt. v. 16.03.2017 - L 11 AS 24/16
2. Zwar sind Ausnahmen für Fallgestaltungen denkbar, in denen eine Vergleichbarkeit mit einer erstmaligen Anschaffung gegeben ist (zB Anschaffungen nach einem Wohnungsbrand oder bei einer Erstanmietung nach einer Haft). Ein solcher Ausnahmefall ist vorliegend aber nicht gegeben, da die Einrichtungsgegenstände noch vorhanden sind.
1.4 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 16.03.2017 - L 11 AS 121/17 B ER
1.5 - Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss v. 03.04.2017 - L 7 AS 919/16 B - rechtskräftig
Zur Rechtmäßigkeit der Verhängung eines Ordnungsgeldes gegen die Klägerin (hier bejahend)
1.6 - Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss v. 20.03.2017 - L 3 AS 258/16
1.7 - LSG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 13. Februar 2017 (Az.: L 6 AS 17/17 B ER):
1.8 - LSG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 4. April 2017 (Az.: L 8 AS 107/16 B ER):
1.9 - LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 11. April 2017 (Az.: L 5 AS 167/17 B ER):
1.10 - LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 15. März 2017 (Az.: L 12 AS 134/15):
2.1 - Sozialgericht Düsseldorf, Urteil vom 13. März 2017 (Az.: S 43 AS 3864/14):
S.a. : SG Düsseldorf verurteilt JC Wuppertal zur Zahlung von SGB II – Leistungen an einen Österreicher: tacheles-sozialhilfe.de
2.2 - Sozialgericht Düsseldorf, Urt. v. 10.12.2014 - S 12 AS 2661/12
2. Zwar ist anerkannt, dass Einnahmen dann nicht als Einkommen zu berücksichtigen sind, wenn sie mit einer wirksamen Rückzahlungsverpflichtung einhergehen, da in einem solchem Falle kein endgültiger Zuwachs bereiter Mittel vorliege (BSG, Urteil vom 17.06.2010, Az.: B 14 AS 46/09 R). Entscheidend dabei ist jedoch, dass die Einnahme bereits bei Zufluss mit der Rückzahlungsverpflichtung belastet ist. Dies ergibt sich aus dem so genannten Monatsprinzip, wonach laufende Einnahmen für den Monat zu berücksichtigen sind, in dem sie zufließen (§ 11 Abs.2 S.1 SGB II) und wonach Hilfebedürftige Einnahmen im Monat ihres Zuflusses zur Bestreitung des Lebensunterhaltes einzusetzen haben (BSG, Urteil vom 23.08.2011, Az.: B 14 AS 165/10 R).
LSG Baden-Württemberg, 21.03.2012 - L 2 AS 5392/11 - Zugeflossenes Kindergeld, welches als Einkommen auf die Bewilligung von SGB II-Leistungen angerechnet wurde, bleibt auch dann Einkommen, wenn die Bewilligung des Kindergeldes rückwirkend aufgehoben wird.
2.3 - Sozialgericht Reutlingen, Urt. v. 27.02.2017 - S 7 AS 1594/16 - rechtskräftig
Zur Frage, ob der Kläger trotz Volljährigkeit noch Teil der (temporären) Bedarfsgemeinschaft ist (Frage wurde vom Gericht offen gelassen)
3. Hält sich das Kind - wie hier - zur Hälfte in den Haushalten seiner beiden Elternteile auf, besteht eine Angehörigkeit zu beiden Haushalten. Ein Haushalt stellt sich als Schnittstelle von Merkmalen örtlicher (Familienwohnung), materieller (Vorsorge, Unterhalt) und immaterieller Art (Zuwendung, Fürsorge, Begründung eines familienähnliches Bandes) dar (vgl. BSG, Urteil vom 14.03.2012 - B 14 AS 17/11 R). Dass der Kläger (auch) im Haushalt seines Vaters lebte und lebt, zeigt sich an sämtlichen dieser Merkmale, wobei die polizeiliche Meldung in der Wohnung der Mutter die gleichzeitige Zuordnung zum Haushalt des Vaters nicht ausschließt, denn der Kläger hatte seinen Lebensmittelpunkt und gewöhnlichen Aufenthalt (§ 30 Abs. 3 Erstes Buch Sozialgesetzbuch) eben auch und in gleicher Weise wie im Haushalt der Mutter bei seinem Vater.
S.a.: SG Reutlingen: Bedarfsgemeinschaft, volljähriges Kind, Haushaltsangehörigkeit bei beiden Elternteilen, temporäre Bedarfsgemeinschaft, ein Beitrag vom Juraforum: www.juraforum.de
LSG NRW, Beschluss vom 24.11.2011 - L 7 AS 1656/11 B ER - das Rechtsinstitut einer sogenannten temporären Bedarfsgemeinschaft gilt grundsätzlich nur für minderjährige Kinder; BSG, 06.08.2014 - B 4 AS 55/13, hat eine Ausweitung des Instituts der temporären Bedarfsgemeinschaft auf volljährige Kinder jedenfalls dann verneint, wenn dieses Kind von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II ausgeschlossen ist (Rdnr. 31 und 32 des juris-Umdrucks).
2.4 - Sozialgericht Magdeburg, Gerichtsbescheid vom 14. März 2017 (Az.: S 14 AS 2810/14):
2.5 - Sozialgericht Magdeburg, Beschluss v. 17.03.2017 - S 11 AS 3642/16 ER
2.6 - Sozialgericht Kiel, Urteil vom 17. November 2016 (Az.: S 28 AS 581/14):
2.7 - Sozialgericht München, Beschluss v. 30.01.2017 - S 40 AS 3074/16 ER - rechtskräftig
3.1 - Bayerisches Landessozialgericht, Urt. v. 15.02.2017 - L 10 AL 285/15
4.1 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urt. v. 09.03.2017 - L 23 SO 363/15
Unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG, 23.07.2014 - 1 BvL 10/12, 1 BvL 12/12, 1 BvR 1691/13) hat der Senat keinerlei Bedenken hinsichtlich der Verfassungsgemäßheit der Regelungen über die Ermittlung und die Höhe des Regelbedarfs für alleinstehende Leistungsberechtigte nach dem Vierten Kapitel des SGB XII für die Jahre 2013 und 2014.
Es ist nicht zu beanstanden, dass zum 1. Januar der Jahre 2013 und 2014 jeweils lediglich eine Fortschreibung der Regelbedarfsstufen nach § 28a SGB XII erfolgt ist und keine Neuermittlung der Regelbedarfe nach § 28 SGB XII. Die Ergebnisse einer bundesweiten neuen EVS, die den Gesetzgeber gemäß § 28 Abs. 1 SGB XII zur Neuermittlung der Höhe der Regelbedarfe verpflichtet hätte, lagen zum Zeitpunkt der Fortschreibungen noch nicht vor. Wie der Kläger selbst vorträgt, lagen die Ergebnisse der bundesweiten EVS 2013 erst im Jahr 2015 vor (vgl. auch BT-Drucks. 18/6760, Seite 23-25) und konnten jedenfalls für die Jahre 2013 und 2014 noch nicht berücksichtigt werden. Ob es, wie der Kläger meint, auf ein zögerliches Verhalten der Bundesregierung zurückzuführen ist, dass die Neuermittlung der Höhe der Regelbedarfe erst zum 1. Januar 2017 und noch nicht zum 1. Januar 2016 erfolgt ist (vgl. hierzu auch Bayerisches LSG, Beschluss vom 21. Juli 2016 – L 18 AS 405/16 B PKH –, juris; Bayerisches LSG, Beschluss vom 24. August 2016 – L 16 AS 222/16 B PKH –, juris; LSG für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27. Oktober 2016 – L 9 SO 447/16 B –, juris; LSG für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 1. Dezember 2016 – L 19 AS 2235/16 B –, juris), bedarf im vorliegenden Fall keiner Klärung.
5.1 - Sozialgericht Mainz, Urteil vom 18. Juli 2016 (Az.: S 13 SO 126/15):
5.2 - Sozialgericht Lübeck, Gerichtsbescheid v. 13.02.2017 - S 31 SO 165/15 - rechtskräftig
Zur Rechtmäßigkeit einer Rücknahme- und Erstattungsentscheidung des Beklagten im Rahmen eines Überprüfungsverfahrens nach § 44 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X, hier verneinend)
Vgl. LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 10.01.2017 – L 15 SO 345/16 B ER
6.1 - Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, urteil v. 04.05.2017 - Az. 14 A 2023/16.A
Quelle: Pressemitteilung des OVG Münster v. 04.05.2017: www.juris.de
6.2 - LG Aachen: Rückforderung von Geschenken wegen Pflege
LG Aachen, Urteil vom 14.03.2017 - 3 S 127/16, BeckRS 2017, 105856 (dejure.org)
6.3 - "EU-Bürgerinnen-Ausschlussgesetz: Aktuelle Rechtsprechung und Arbeitshilfe" von Claudius Voigt, GGUA
6.4 - SG Leipzig: Krankengeldanspruch kann auch ohne förmliche Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit bestehen - SG Leipzig, Urt. v. 03.05.2017 - S 22 KR 75/16 - nicht rechtskräftig
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