Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.11.2000&Aktenzeichen=V%20ZR%20306%2F99
Timestamp: 2019-05-27 02:17:58
Document Index: 49362247

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 49', '§ 549', '§ 185', '§ 185', '§ 49', '§ 549', '§ 49', '§ 549', '§ 185', '§ 85', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', 'Art. 14', '§ 145', 'BGH']

BGH, 03.11.2000 - V ZR 306/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,1761
BGH, 03.11.2000 - V ZR 306/99 (https://dejure.org/2000,1761)
BGH, Entscheidung vom 03.11.2000 - V ZR 306/99 (https://dejure.org/2000,1761)
BGH, Entscheidung vom 03. November 2000 - V ZR 306/99 (https://dejure.org/2000,1761)
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DDR: KomVerf § 49; ZPO § 549; BGB § 185
Runderlaß - Innenminister - Mecklenburg-Vorpommern - Grundstücksgeschäfte - Genehmigung - Gemeinde - Rechtsvorschrift - Irrevisible Vorschrift - Verwaltungsmaßnahme - Rechtsaufsichtsbehörde - Wirksamkeit
Grundstücksgeschäfte der Gemeinden in Mecklenburg -Vorpommern
Genehmigungsfreiheit kommunaler Grundstücksgeschäfte aufgrund des Runderlasses des Innenministers von Mecklenburg-Vorpommern vom 22. 4. 1991
BGB § 185; DDR-KomVerf § 49; ZPO § 549
§ 49 KommVerf.; § 549 ZPO; § 185 BGB
Runderlass als Rechtsvorschrift/Grundstücksgeschäfte einer Gemeinde in den neuen Ländern/Genehmigungserfordernis
Wiedereinführung der Genehmigungsbedürftigkeit
NJW 2001, 683 (Ls.)
NJ 2001, 314
WM 2001, 475
Allerdings ist § 85 SGB IV kein älteres, noch von früheren Gewohnheiten, die Unterschiede zwischen Verwaltungsaußen- und Innenverhältnis nicht zu akzentuieren, geprägtes Gesetz und stammt auch nicht aus einer geringer strukturierten Rechtsordnung (für das Kommunalrecht der DDR: BGHZ 142, 51; Senat, Urteil vom 3. November 2000, V ZR 306/99, VIZ 2001, 108).
Ein schwebend unwirksamer Vertrag erlangt Gültigkeit, wenn die Genehmigungspflicht nach neuen Rechtsvorschriften entfällt (BGHZ 37, 233, 237; 127, 368, 375; BGH Urteil vom 03. November 2000, V ZR 306/99).
§ 8 Abs. 1a Satz 1 VZOG gilt, weil die Überleitungsvorschrift in Art. 14 Abs. 4 des Gesetzes vom 14. Juli 1992 keine entsprechende Einschränkung enthält, nicht nur für künftige, sondern auch für Rechtsgeschäfte, die vor diesem Zeitpunkt vorgenommen worden und deshalb mit Fortfall eines etwa bestehenden Genehmigungserfordernisses wirksam geworden sind (vgl. Senatsurt. v. 15. Dezember 1995, V ZR 110/94, KPS § 145 BGB 1/95 S. 3; vgl. auch BGHZ 127, 368, 375; Frenz, DtZ 1993, 41, 42; ebenso für Freistellung durch Runderlaß: Senatsurt. vom 3. November 2000, V ZR 306/99, VIZ 2001, 108).
Denn es reicht zur Annahme eines gemeinsamen Geschäftswillens nicht aus, dass eine Partei ihre Kalkulationsgrundlagen offenlegt und die andere Partei diese zur Kenntnis nimmt (vgl. Senat, Urteil vom 17. Januar 2003 - V ZR 137/02, WuM 2004, 211, 212), und ist zudem grundsätzlich Sache der Parteien, sich gegen voraussehbare Störungen der Geschäftsgrundlage und die dadurch drohenden Nachteile abzusichern; für eine nachträgliche Berücksichtigung solcher Störungen ist regelmäßig kein Raum (Senat, Urteil vom 3. November 2000 - V ZR 306/99, WM 2001, 475, 477).