Source: https://rafalke.de/2017/06/
Timestamp: 2020-07-02 06:12:53
Document Index: 210512419

Matched Legal Cases: ['§ 106', '§ 45', '§ 6', '§ 16', '§ 16', 'BGH', 'Art. 47', 'BGH']

Juni 2017 - Falke&Collegen
Der u.a. für das Versicherungsvertragsrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 14. Juni 2017 über den Versicherungsschutz in der privaten Krankheitskostenversicherung für eine im Ausland vorgenommene künstliche Befruchtung mittels Eizellspende entschieden. Urteil vom 14. Juni 2017 – IV ZR 141/16
Der Zehnte Senat möchte die Auffassung vertreten, dass der Arbeitnehmer im Anwendungsbereich des § 106 GewO* eine unbillige Weisung des Arbeitgebers auch dann nicht befolgen muss, wenn keine dementsprechende rechtskräftige Entscheidung der Gerichte für Arbeitssachen vorliegt. Damit weicht der Senat von der Rechtsprechung des Fünften Senats (22. Februar 2012 – 5 AZR 249/11 – Rn. 24, BAGE 141, 34) ab. Der Zehnte Senat fragt deshalb nach § 45 Abs. 3 Satz 1 ArbGG an, ob der Fünfte Senat an seiner Rechtsauffassung festhält. Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 14. Juni 2017 – 10 AZR 330/16 –
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 14. Juni 2017 entschieden, dass Arbeitnehmer von Landkreisen nur dann an der Übernahme eines Mandats im Kreistag gehindert sind, wenn sie auf die Verwaltungsführung des Kreises inhaltlich Einfluss nehmen können. Das ist bei einem Klinikpförtner nicht der Fall. BVerwG 10 C 2.16 – Urteil vom 14. Juni 2017
Ein Gewerbetreibender kann seinen Betrieb nicht steuerneutral an seinen Nachfolger übergeben, wenn er sich den Nießbrauch vorbehält und seine bisherige gewerbliche Tätigkeit fortführt. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 25. Januar 2017 X R 59/14 zu § 6 Abs. 3 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes entschieden.
Wird ein Radweg ohne die erforderliche Genehmigung in einem FFH-Gebiet gebaut,kann eine Umweltvereinigung unter Umständen ein Nutzungsverbot erzwingen. So entschied am 1. Juni 2017 das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. BVerwG 9 C 2.16 – Urteil vom 01. Juni 2017
Betreibt die Geschäftsführerin eines Vereins auf intrigante Weise zielgerichtet die Abwahl des Vereinsvorsitzenden, kann dies die außerordentliche Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses rechtfertigen. Durch ein solch illoyales Verhalten wird die für eine weitere Zusammenarbeit erforderliche Vertrauensbasis zerstört und der Betriebsfriede erheblich gestört. Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 1. Juni 2017 – 6 AZR 720/15 –
Keine grenzüberschreitende Wärmedämmung für Neubaute
Der Bundesgerichtshof hat am 2. Juni 2017 entschieden, dass ein Grundstückseigentümer nicht nach § 16a Abs. 1 NachbG Bln eine die Grundstücksgrenze überschreitende Wärmedämmung einer Grenzwand dulden muss, mit der der benachbarte Grundstückseigentümer erstmals die Anforderungen der bei der Errichtung des Gebäudes bereits geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt. Die Frage, ob die Vorschrift des § 16a NachbG Bln verfassungsgemäß ist, ist offen geblieben. BGH Urteil vom 2. Juni 2017- V ZR 196/16
Der Bundesgerichtshof hat am 2. Juni 2017 entschieden, dass bei einer Grenzbepflanzung eines Grundstücks, das tiefer liegt als das Nachbargrundstück, die nach den nachbarrechtlichen Vorschriften (hier: Art. 47 Abs. 1 BayAGBGB) zulässige Pflanzenwuchshöhe von dem höheren Geländeniveau des Nachbargrundstücks aus zu messen ist. BGH Urteil vom 2. Juni 2017- V ZR 230/16