Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.12.1995&Aktenzeichen=XII%20ZB%20173/95
Timestamp: 2020-01-20 21:59:06
Document Index: 315691972

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 85', '§ 233', '§ 236', '§ 294', 'BGH', 'BGH', '§ 236', '§ 294', '§ 85', 'BGH', 'BGH', '§ 232', '§ 85', 'BGH', 'BGH', '§ 232', '§ 85', '§ 85', 'BGH', 'BGH', '§ 85', '§ 5', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.12.1995 - XII ZB 173/95 - dejure.org
https://dejure.org/1995,2944
BGH, 13.12.1995 - XII ZB 173/95 (https://dejure.org/1995,2944)
BGH, Entscheidung vom 13.12.1995 - XII ZB 173/95 (https://dejure.org/1995,2944)
BGH, Entscheidung vom 13. Dezember 1995 - XII ZB 173/95 (https://dejure.org/1995,2944)
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Rechtsanwalt - Fehlendes Mandat - Zurechnung - Wiedereinsetzung
ZPO § 85 Abs. 2, § 233, § 236, § 294 ,
FamRZ 1996, 408
Die Richtigkeit des Parteivorbringens muß damit nicht gewiß, sondern nur überwiegend wahrscheinlich sein (vgl. BGH, Beschl. v. 13. Dezember 1995 - XII ZB 173/95, BGHR ZPO § 236 Abs. 2 Satz 1 Glaubhaftmachung 5; v. 20. März 1996 - VIII ZB 7/96, NJW 1996, 1682;… Zöller/Greger, ZPO, 20. Aufl., § 294 Rdn. 1).
Zur Anwendbarkeit des § 85 Abs. 2 ZPO im Rahmen der Prüfung, ob eine verspätete …
Die Vertretung beginnt nach ständiger Rechtsprechung des BGH mit der Annahme des Mandats, d. h. nach Zustandekommen eines Vertrages (BGHZ 47, 322; 50, 83 zum aufgehobenen §§ 232 ZPO, bestätigend für § 85 Abs. 2 ZPO: BGH VersR 1982, 950; BGH Beschluß vom 13.12.1995, Az: XII ZB 173/95 = FamRZ 1996, 408-409;… vgl. zu § 232 ZPO Stein/Jonas/Pohle ZPO 19. Aufl., Anm. II. 1. b); zu § 85 ZPO Zöller-Vollkommer ZPO 23. Aufl., Anm. 22).
Diese rechnet, wie oben erwähnt, Fehler von Personen, die in Vorbereitung eines Mandatsverhältnisses tätig werden, der Partei nicht zu (…Zöller-Vollkommer ZPO 23. Aufl. § 85 ZPO, Anm. 20 mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen; BGH v. 13.12.1995 a.a.O.;… so auch KR-Friedrich a.a.O).
Von einem solchen Fall zu unterscheiden ist jedoch ein Sachverhalt, bei dem ein Anwalt zwar (auskunftserteilend) tätig geworden ist, von der Parteien jedoch überhaupt nicht mandatiert worden war (vgl. dazu BGH vom 13.12.1995 FamRZ 1996, 408 f.), als auch der Fall, dass es sich um eine im Vorfeld liegende Beratung handelt, die keinen Prozessführungsauftrag bezweckt und damit nach allgemeiner Ansicht außerhalb des Geltungsbereiches des § 85 Abs. 2 ZPO liegt (…vgl. dazu etwa Bader/Brahm/Dörner/Wenzel § 5 KSchG Rdnr. 86).
Wie bereits erwähnt, muss die Richtigkeit des Vorbringens nicht gewiss, sondern nur überwiegend wahrscheinlich sein (vgl. BGH, Beschluss vom 13.12.1995 - XII ZB 173/95 -).
Insgesamt ist eine Tatsache dann glaubhaft gemacht, wenn nach umfassender Würdigung aller Umstände des Einzelfalls und Heranziehung aller vorliegenden Unterlagen mehr für deren Richtigkeit spricht als dagegen (st Rspr, vgl zB BGH NJW 2003, 3558, 3560; FamRZ 1996, 408; BVerfG, NVwZ 1994, Beilage 1, 2-3).