Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2000/00'7'09.htm
Timestamp: 2018-01-19 21:21:40
Document Index: 188123415

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 77', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 11']

10. Jahrgang, Nr. 7 vom 19. Dezember 2000, S. 52
Vierte Satzung zur Änderung der Magisterprüfungsordnung für die Fächer des Fachbereiches Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg vom 02.12.1994, zuletzt geändert am 05.05.1998
Auf Grund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300) hat der Senat der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg in seiner Sitzung am 08.03.2000 folgende Änderung der „Magisterprüfungsordnung für die Fächer des Fachbereiches Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg“ beschlossen:
Die Magisterprüfungsordnung für die Fächer des Fachbereiches Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg wird im Teil II - Fachspezifische Bestimmungen - wie folgt ergänzt:
(1) „Fachspezifische Bestimmungen für das Fach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens im Rahmen der Magisterprüfungsordnung des Fachbereiches Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg
1.1 Zwischenprüfung Hauptfach
Für die Zulassung zur Zwischenprüfung im Hauptfach sind erforderlich:
Nachweis über Sanskritkenntnisse;
Nachweise über den erfolgreichen Abschluss der für das Grundstudium vorgeschriebenen Sprachkurse oder Teile von Sprachkursen;
Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den in § 7 Abs. 2 der Studienordnung des Faches Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens angegebenen Lehrveranstaltungen aus dem Pflicht- und Wahlpflichtbereich des Grundstudiums, die die Analyse von südasiatischsprachigem Quellenmaterial beinhalten. Ein Nachweis muss benotet sein.
Nachweise über die Teilnahme an allen anderen in § 7 Abs. 2 der Studienordnung für das Hauptfach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens als Bestandteile des Grundstudiums aufgelisteten Lehrveranstaltungen;
Nachweis über die Anfertigung eines benoteten Referats oder einer benoteten Hausarbeit.
1.2 Magisterprüfung Hauptfach
Nachweis über die erfolgreich abgeschlossene Zwischenprüfung;
Nachweise über den erfolgreichen Abschluss der für das Hauptstudium vorgeschriebenen Sprachkurse oder Teile von Sprachkursen;
Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den in § 7 Abs. 4 der Studienordnung für das Hauptfach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens angegebenen Lehrveranstaltungen aus dem Pflichtbereich des Hauptstudiums, die die Analyse von südasiatischsprachigem Quellenmaterial beinhalten. Ein Nachweis muss benotet sein.
Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den in § 7 Abs. 4 der Studienordnung für das Hauptfach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens angegebenen Lehrveranstaltungen aus dem Wahlpflichtbereich des Hauptstudiums, die die Analyse von Quellenmaterial in den im Grund- und Hauptstudium des Prüfungsfaches erlernten Sprachen beinhalten. Zwei Nachweise müssen benotet sein.
Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den verbleibenden der in § 7 Abs. 4 der Studienordnung für das Hauptfach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens angegebenen Lehrveranstaltungen aus dem Wahlpflichtbereich des Hauptstudiums;
Nachweis über die Anfertigung eines benoteten anspruchsvollen Referats oder einer benoteten anspruchsvollen Hausarbeit.
1.3 Zwischenprüfung Nebenfach
Für die Zulassung zur Zwischenprüfung im Nebenfach sind erforderlich:
Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des für das Grundstudium vorgeschriebenen Sprachkurses;
Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der in § 7 Abs. 3 der Studienordnung für das Nebenfach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens angegebenen Lehrveranstaltung aus dem Pflichtbereich des Grundstudiums, die die Analyse von südasiatischsprachigem Quellenmaterial beinhaltet;
Nachweise über die Teilnahme an allen verbleibenden Lehrveranstaltungen, die in § 7 Abs. 3 der Studienordnung für das Nebenfach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens als Bestandteile des Grundstudiums im Hauptfach aufgelistet sind.
1.4 Magisterprüfung Nebenfach
Nachweis über die erfolgreich abgeschlossene Zwischenprüfung, wenn Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens dasjenige Nebenfach war, in dem die Zwischenprüfung gemäß der Magisterprüfungsordnung des Fachbereiches Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften stattzufinden hatte;
Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des für das Hauptstudium vorgeschriebenen Sprachkurses;
Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den in § 7 Abs. 5 der Studienordnung für das Nebenfach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens angegebenen Lehrveranstaltungen aus dem Pflichtbereich des Hauptstudiums, die die Analyse von südasiatischsprachigem Quellenmaterial beinhalten. Ein Nachweis muss benotet sein.
Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den in § 7 Abs. 5 der Studienordnung für das Nebenfach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens angegebenen Lehrveranstaltungen aus dem Wahlpflichtbereich des Hauptstudiums. Ein Nachweis muss benotet sein.
In der schriftlichen Zwischenprüfung soll der Prüfling beweisen, dass er in der Lage ist, einen kurzen, mittelschweren Text in einer von ihm gewählten modernen südasiatischen Sprache ins Deutsche zu übersetzen. Da dieser Text auch Vokabeln enthalten darf, deren Kenntnis nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann, wird dem Prüfling die Zuhilfenahme eines von der Universität gestellten Wörterbuches der entsprechenden Sprache gestattet. Alternativ dazu kann der Prüfungstext einem erheblich längeren, zusammenhängenden Text entnommen werden, der vorher bekanntgegeben wurde; in diesem Falle ist die Zuhilfenahme eines Wörterbuches nicht gestattet.
In der mündlichen Prüfung, die nur im Hauptfach stattfindet, sollen Fragen aus dem Bereich des im Grundstudium durchgenommenen Lehrstoffes beantwortet werden; auch die dem Prüfling eventuell genannte Pflichtlektüre kann Gegenstand der Prüfung sein. Dabei ist unter anderem der Nachweis der Beherrschung der Elementargrammatik einer zweiten, vom Prüfling gewählten modernen südasiatischen Sprache zu erbringen.
In der schriftlichen Magisterprüfung soll der Prüfling in einer Klausur beweisen, dass er in der Lage ist, einen längeren, schwierigen Text in einer von ihm gewählten modernen süasiatischen Sprache ins Deutsche zu übersetzen. Da dieser Text auch Vokabeln enthalten darf, deren Kenntnis nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann, wird dem Prüfling die Zuhilfenahme eines von der Universität gestellten Wörterbuches der entsprechenden Sprache gestattet. Alternativ dazu kann der Prüfungstext einem erheblich längeren, zusammenhängenden Text entnommen werden, der vorher bekanntgegeben wurde; in diesem Falle ist die Zuhilfenahme eines Wörterbuches nicht gestattet. Sprachliche Besonderheiten des übersetzten Textes sind zu erläutern. Findet die Prüfung im Hauptfach statt, so sind in zwei weiteren Klausuren jeweils ein kurzer, mittelschwerer Text in einer älteren Form der für die erste Klausur gewählten Sprache und in einer zweiten modernen südasiatischen Sprache zu übersetzen. Für die Übersetzung aus der älteren Form der ersten Prüfungssprache darf grundsätzlich ein von der Universität gestelltes Wörterbuch verwendet werden; bei der Übersetzung aus der zweiten Prüfungssprache wird so verfahren, wie im Falle der Übersetzung aus der moderneren Form der ersten Prüfungssprache.
In der mündlichen Prüfung sollen Fragen aus dem Bereich des im Grund- und Hauptstudium durchgenommenen Lehrstoffs beantwortet werden, wobei besonderes Gewicht auf die im Studium gesetzten Schwerpunkte gelegt wird. Findet die Prüfung im Hauptfach statt, so müssen dabei auch Fragen beantwortet werden, die die Sprachgeschichte der beiden vom Prüfling gewählten modernen südasiatischen Sprachen betreffen und zudem Elementarkenntnisse des Alt- und Mittelindoarischen voraussetzen. Liegt ein Studienschwerpunkt in einem Bereich, der für den südasiatischen Islam von besonderer Relevanz ist, so können auch Fragen gestellt werden, die für die Sprachgeschichte der südasiatischen Sprachen relevante Rudimentärkenntnisse des Persischen und/oder Arabischen voraussetzen.
In der Magisterarbeit ist die Fähigkeit unter Beweis zu stellen, an Hand von Schriftzeugnissen in einer oder mehreren modernen südasiatischen Sprachen ein anderweitig bisher noch nicht zufriedenstellend erforschtes Thema aus dem Bereich von Sprache, Literatur, Religion, Geschichte oder Politik Südasiens umfassend zu analysieren und unter Beibringung des Beweises methodisch einwandfreier wissenschaftlicher Vorgehensweise schrittweise zu einem dem Thema angemessenen Endergebnis zu kommen, das die eigene wissenschaftliche Leistung deutlich erkennen läßt.
2.2.1 Zwischenprüfung
Die Zwischenprüfung erfolgt in der Regel in der vorlesungsfreien Zeit nach dem 4. Fachsemester des Hauptfachstudiums. Die Dauer der Klausur beträgt 120 Minuten, die der mündlichen Prüfung im Hauptfach 30 Minuten.
2.2.2 Magisterprüfung
Die Magisterarbeit darf in der Regel nur dann im Fach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens geschrieben werden, wenn dieses im Hauptstudium als Hauptfach studiert worden ist. Begründete Ausnahmen, etwa bei Überwechseln von einer anderen Universität, an der nur ein undifferenzierter Studiengang aus dem Bereich der Indologie/Südasienkunde angeboten wird, sind bei entsprechender Studienausrichtung möglich, bedürfen jedoch der Genehmigung der Prüfungskommission des Fachbereiches im Einvernehmen mit der für das Fach zuständigen Person gemäß § 11 der Magisterprüfungsordnung.
Die Klausuren werden in der Regel nach Abschluss des 8. Fachsemesters des Hauptfachstudiums geschrieben. Wird die Magisterarbeit im Fach Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens geschrieben, so finden die Klausuren nach Annahme dieser statt; ansonsten regeln die Bestimmungen des Faches, in dem die Magisterarbeit geschrieben wird, die Reihenfolge. Im Nebenfach ist nur eine Klausur erforderlich, deren Dauer 120 Minuten beträgt. Im Hauptfach beträgt die Dauer aller Klausuren insgesamt 240 Minuten: für die modernere Form der ersten modernen südasiatischen Sprache 120 Minuten, für die der älteren Form dieser Sprache und für die der zweiten modernen südasiatischen Sprache jeweils 60 Minuten.
Die mündliche Prüfung erfolgt im Regelfall nach Abschluss des 8. Fachsemesters des Hauptfachstudiums und nur nach erfolgreich absolvierter Klausur. Die Dauer beträgt im Nebenfach 30 Minuten, im Hauptfach 60 Minuten.“
Diese Satzung tritt nach ihrer Genehmigung durch das Kultusministerium am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg in Kraft.
Ausgefertigt auf der Grundlage des Beschlusses des Fachbereichsrates des Fachbereiches Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften vom 17.02.2000 und des Senats der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg vom 08.03.2000 und der Genehmigung durch das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt vom 08.06.2000.
Vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt am 08.06.2000 genehmigt.