Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=StV%202006,%20191
Timestamp: 2020-02-21 19:42:56
Document Index: 216947624

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 52', '§ 54', '§ 16', '§ 17', '§ 52', '§ 11', 'BGH', 'BGH', '§ 11', 'BGH', '§ 11', '§ 11', '§ 11', 'BGH', 'BGH', '§ 11', '§ 42', '§ 43', 'Art 293', '§ 43', 'Art. 293']

Rechtsprechung: StV 2006, 191 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Hamm, 05.01.2006 | KG, 28.11.2005
https://dejure.org/2005,4995
OLG Frankfurt, 18.10.2005 - 1 Ss 220/05 (https://dejure.org/2005,4995)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 18.10.2005 - 1 Ss 220/05 (https://dejure.org/2005,4995)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 18. Januar 2005 - 1 Ss 220/05 (https://dejure.org/2005,4995)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,4995) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
WaffG § 2; WaffG § 52; WaffG § 54
Rechtliche Qualifizierung des Merkmals "ohne die erforderliche Erlaubnis" im Sinne des Waffengesetzes (WaffG); Abgrenzung zwischen Verbotsirrtum und Tatbestandsirrtum
§ 16 Abs. 1 StGB; § 17 StGB; § 52 Abs. 3 WaffG
Tatumstandsirrtum; Verbotsirrtum
AG Frankfurt/Main - 912 B-Ds 111 Js 50945/04
NStZ-RR 2006, 353
a) Bei einem Irrtum über das Erlaubtsein einer Handlung liegt ein Verbotsirrtum i. S. d. § 11 Abs. 2 OWiG vor, wenn das Verhalten aufgrund seiner Gefährlichkeit grundsätzlich verboten ist, aber Ausnahmen zugelassen werden können (vgl. BGH NStZ 1993, 594 [Kriegswaffenkotrollgesetz]; BGH NStZ-RR 2003, 55 [Außenwirtschaftsgesetz]; OLG Celle NJW 2004, 3790 [Rechtsberatungsgesetz]; OLG Frankfurt NStZ-RR 2006, 353 [Waffengesetz];… Göhler a.a.O., § 11 Rn.21 m.w.N).
Das unter Strafandrohung gestellte Verhalten leitet seinen Unwert deshalb erst aus dem Fehlen der Erlaubnis her und nicht, weil es für sich betrachtet schon Unrecht darstellt und in dem Fall einem repressiven Verbot mit Befreiungsvorbehalt unterläge (vgl. BGH, Urteil vom 22.07.1993, 4 StR 322/93, NStZ 1993, 594; sowie Urteil vom 11.09.2002, 1 StR 73/02, NStZ-RR 2003, 55; OLG Frankfurt, NStZ-RR 2006, 353).
OLG Stuttgart, 20.05.2009 - 4 Ss 1057/09
Ordnungswidriger Fischfang: Erfordernis einer behördlichen Erlaubnis für den …
Maßgebend dafür, ob bei einem Irrtum über das Erfordernis der Erlaubnis für Elektrofischerei ein Tatumstands- oder ein Verbotsirrtum i.S.d. § 11 OWiG vorliegt, ist, inwieweit hierin ein sozialadäquates Verhalten, welches seinen Unwertgehalt erst aus der fehlenden Erlaubnis herleitet (dann Tatumstandsirrtum, § 11 Abs. 1 OWiG), oder ein Verhalten zu sehen ist, welches aufgrund seiner Gefährlichkeit grundsätzlich verboten ist, von dem aber Ausnahmen zugelassen werden können (dann Verbotsirrtum, § 11 Abs. 2 OWiG; vgl. BGH NStZ 1993, 594 [Kriegswaffenkotrollgesetz]; BGH NStZ-RR 2003, 55 [Außenwirtschaftsgesetz]; OLG Celle NJW 2004, 3790 [Rechtsberatungsgesetz]; OLG Frankfurt NStZ-RR 2006, 353 [Waffengesetz];… Göhler, OWiG, 15. Aufl., § 11 Rn 21 mwN).
Die Erlaubnis ist Tatbestandsmerkmal, wenn das Verhalten von der allgemeinen Handlungsfreiheit - da sozialadäquat, wertneutral oder nicht unerwünscht - an sich gedeckt wird und sie nur den Zweck hat, eine Kontrolle über potenzielle Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu ermöglichen (OLG Celle NJW 2004, 3791/3792; OLG Frankfurt StV 2006 191).
Untersuchungshaft wegen Verdachts auf illegales Einschleusen von chinesischen Staatsbürgern; Besonderer Beschleunigungsgrundsatz auch nach Beginn der Hauptverhandlung; Niedrige zu erwartenden Reststrafe bei Anrechnung von fast 17 Monaten Untersuchungshaft; Aufhebung des ...
LG Bochum, 08.12.2005 - 10 KLs 46 Js 158/04
KG, 28.11.2005 - (4) 1 Ss 427/05 (182/05)
https://dejure.org/2005,33242
KG, 28.11.2005 - (4) 1 Ss 427/05 (182/05) (https://dejure.org/2005,33242)
KG, Entscheidung vom 28.11.2005 - (4) 1 Ss 427/05 (182/05) (https://dejure.org/2005,33242)
KG, Entscheidung vom 28. November 2005 - (4) 1 Ss 427/05 (182/05) (https://dejure.org/2005,33242)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,33242) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 42 StGB, § 43 StGB, Art 293 StGBEG
Geldstrafe: Zwingende Gewährung von Zahlungserleichterungen
Erst wenn die Geldstrafe uneinbringlich ist und deshalb an ihre Stelle die Ersatzfreiheitsstrafe tritt (§ 43 StGB), kann deren Vollstreckung nach Maßgabe der landesrechtlichen Bestimmungen - in Sachsen-Anhalt durch die Verordnung über die Abwendung der Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafe durch freie Arbeit vom 21. September 1993 (GVBl. 1993, 564) - durch freie Arbeit abgewendet werden (Art. 293 EGStGB) (vgl. KG StV 06, 191;… Fischer a. a. O.).