Source: https://transparenzportal.gv.at/tdb/tp/leistung/1030089.html
Timestamp: 2020-05-28 18:15:44
Document Index: 145957859

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 27', '§ 45', '§ 27', '§ 31', '§ 32', '§ 40']

Transparenzportal - Unterbringung im Rahmen der Vollen Erziehung bei Pflegepersonen und nahen Angehörigen
Start > Unterbringung im Rahmen der Vollen Erziehung bei Pflegepersonen und nahen Angehörigen
Unterbringung im Rahmen der Vollen Erziehung bei Pflegepersonen und nahen Angehörigen
Ist das Kindeswohl gefährdet und ist zu erwarten, dass die Gefährdung nur durch eine Betreuung außerhalb der Familie oder des sonstigen bisherigen Wohnumfeldes abgewendet werden kann, ist Kindern und Jugendlichen volle Erziehung bei Pflegepersonen bzw. nahen Angehörigen zu gewähren. Eine Übertragung der Pflege und Erziehung erfolgt im Regelfall im Rahmen einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Obsorgeberechtigten und dem Land Kärnten, wobei die Behörde auch von Amts wegen tätig werden kann.
Pflegepersonen, die ein Pflegekind im Rahmen der vollen Erziehung betreuen, gebührt ein Pflegekindergeld. Die Bezirksverwaltungsbehörde entscheidet über die Gewährung des Pflegekindergeldes mittels Bescheid (Abgeltung des mit der Pflege und Erziehung verbundenen Aufwandes).
Zu Beginn eines jeden Pflegeverhältnisses gebührt den Pflegepersonen zusätzlich zum Pflegekindergeld eine einmalige Ausstattungspauschale.
Weiters werden zusätzlich zum Pflegekindergeld Sonderleistungen gewährt, wenn durch besonderen Betreuungs- bzw. Sachbedarf erhöhte Kosten entstehen.
Die jeweilig örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden werden von Amts wegen tätig und entscheiden über Art der Erziehungshilfe; der Pflegekindergeldbescheid wird von den Bezirksverwaltungsbehörden erstellt.
Koordinationsstelle: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 4 - Soziale Sicherheit, Mießtaler Straße 4, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel. 050 536 14502
Vertrag zwischen Obsorgeberechtigten und Land Kärnten bzw. kann die Behörde auch von Amts wegen tätig werden.
Aufgrund der Hilfeplanung gemäß § 40 K-KJHG vorgeschlagene Maßnahmen.
Gemäß § 27 K-KJHG müssen u.a. folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Die nicht nur vorübergehende Pflege und Erziehung von Pflegekindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres bedarf einer Bewilligung, die auf Antrag von der Bezirksverwaltungsbehörde mit Bescheid für ein bestimmtes Pflegeverhältnis zu erteilen ist. Bei der Bewilligung ist zu prüfen, ob die Pflegepersonen eine förderliche Pflege und Erziehung der anvertrauten Pflegekinder gewährleisten können. Dabei sind insbesondere die geistige und körperliche Gesundheit, die Erziehungseinstellung und -fähigkeit, das Alter und die Zuverlässigkeit der Pflegepersonen sowie die Belastbarkeit des Familiensystems in Betracht zu ziehen.
Weiterführende Informationen zu den angeführten §§ finden Sie im Kärntner Kinder- und Jugendhilfegesetz (K-KJHG).
§ 45 in Zusammenhang mit § 27, § 31, § 32 und § 40 Kärntner Kinder- und Jugendhilfegesetz - K- KJHG, LGBl. 83/2013 idgF
Die Kosten der vollen Erziehung und der Hilfen für junge Erwachsene sind, soweit durch diese Leistungen der Unterhalt tatsächlich gewährt wurde, von den zivilrechtlich zum Unterhalt Verpflichteten zu ersetzen, soweit diese nach ihren Lebensverhältnissen dazu imstande sind oder zum Zeitpunkt der Gewährung der Erziehungshilfe imstande waren. Forderungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf wiederkehrende Leistungen, die der Deckung des Unterhaltsbedarfs dienen, gehen bis zur Höhe der Ersatzforderung auf das die volle Erziehung oder die Hilfen für junge Erwachsene gewährende Land über. Der Übergang der Forderung ist dem zur Leistung Verpflichteten anzuzeigen. Die Familienbeihilfe erhalten die jeweiligen Pflegepersonen bzw. nahen Angehörigen. Ebenso erhalten diese ein Pflegekindergeld (Bescheid).
Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1030089