Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.06.1952&Aktenzeichen=III%20ZR%20215%2F51
Timestamp: 2019-03-24 12:15:57
Document Index: 135274870

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 836', 'BGH', '§ 838', 'BGH', '§ 838', '§ 838', 'BGH', '§ 838', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', '§ 838', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.06.1952 - III ZR 215/51 - dejure.org
BGHZ 6, 315
NJW 1952, 1011
Gefahrenbeseitigung bei Ruinen
Das objektive Interesse der Beklagten an dem Abbruch der Giebelmauer bestand sowohl wegen der öffentlich-rechtlichen Zustandshaftung nach dem PrPVG als auch wegen der zivilrechtlichen Haftung des Grundstücksbesitzers nach § 836 BGB, die unabhängig von der öffentlichrechtlichen Haftung nach dem PrPVG auch den Eigentümer eines Ruinengrundstücks trifft (vgl. BGHZ 6, 315 [319]).
Gehen seine Befugnisse aber weiter, so ist seine Haftung aus § 838 BGB bejaht worden (Urteile vom 16. Juni 1952 - III ZR 215/51 = BGHZ 6, 315 und vom 8. Juli 1953 - VI ZR 325/52 = LM § 838 BGB Nr. 3).
Ähnlich hat der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes den Verwalter eines Gebäudes, der auf bauliche Mängel zu achten und zu entscheiden hatte, welche Instandsetzungen auszuführen seien, ungeachtet dessen als gebäudeunterhaltungspflichtig im Sinne von § 838 BGB angesehen, daß er für größere Instandsetzungsmaßnahmen der Zustimmung des Eigentümers bedurfte (BGHZ 6, 315, 317 f. mit Anm. Pagendarm LM § 838 zu Nr. 2).
BGH, 28.09.1955 - VI ZR 261/54
Es hat dabei weitgehend auf die Entscheidungsgründe des Teilurteils des 8. Zivilsenats des Kammergerichts vom 26. Mai 1951 - 8 U 2 260/50 - in Sachen Rieger./. Grundbesitzverwaltungs AG Bezug genommen, das von dem III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs durch das Urteil vom 16. Juni 1952 - III ZR 215/51 - (auszugsweise abgedruckt in BGHZ 6, 315) bestätigt worden ist.
Hierzu hat bereits der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seinem Urteil vom 16. Juli 1952 - III ZR 215/51 - eingehend Stellung genommen.
BGH, 30.09.1952 - I ZR 31/52
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch Erkenntnis vom 16. Juni 1952 (III ZR 215/51) die Revision gegen ein Urteil des Kammergerichts, das zur Zahlung von Ostmark verurteilt hatte, als unbegründet zurückgewiesen.
Aus diesem haftungsrechtlichen Zusammenhang folgt, dass eine zivilrechtliche Haftung sowohl neben den in der Satzung geregelten Handlungspflichten, als auch dann entstehen kann, wenn es gar keine Satzung gibt (vgl. hierzu bei BGHZ 6, 315, 319; BGH NJW 1972, 1321 bei Juris Rn 14).
R ic h tig i s t a u c h , daß d ie p r i v a t r e c h t l i c h e H aftung e in e s S ach eig en tü m ers neben o d er g a r ohne b eso n d ere ö f f e n t l i c h - r e c h t l i c h e V o r s c h r if t b e s te h e n k an n , und daß d e r F o r t f a l l e i n e r ö f f e n t l i c h - r e c h t l i c h e n P f l i c h t , f ü r den Z u stan d e i n e r Sache e in z u s te h e n , n i c h t s ü b er d ie z i v i l r e c h t l i c h e H aftu n g zu b esag en b r a u c h t (BGHZ 6, 315/319) Aber h i e r w ird d ie vom K am m ergericht g efu n d en e Lösung dem W o rtla u t und dem Zweck des G e se tz e s v o l l g e r e c h t .
Auch wenn man in Fortführung der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 71, 187 [191]; 94, 140 [142]; JW 1937, 3029 Nr. 14) den Fall ebenso behandeln würde, wie wenn ein Verschulden des einen Teils der von dem anderen Teil kraft Gesetzes zu tragenden Betriebsgefahr gegenüberstellt (vgl. BGHZ 2, 355; 6, 319), [BGH 16.06.1952 - III ZR 215/51]so bedürfte es der Feststellung, daß ein bestimmtes Verhalten des Beklagten schuldhaft und ursächlich war, und der weiteren Prüfung, ob sich bei einer Abwägung der Ursächlichkeit nach den Grundsätzen des § 254 BGB ein Anteil zu Lasten des Beklagten ergeben würde.
BGH, 08.07.1953 - VI ZR 325/52
Es ist lediglich ausgeführt und in einem weiteren Urteil bestätigt (BGHZ 6, 315 [317]), daß es auf die Abreden im Einzelfalle ankomme, eine Unterhaltungspflicht im Sinne des § 838 BGB dann allerdings zu verneinen sein werde, wenn die Tätigkeit des Verwalters sich darin erschöpfe , den Zustand des Gebäudes zu überwachen und im übrigen auf Einzelanweisungen hin tätig zu werden.
BGH, 23.11.1955 - VI ZR 228/54
Zu dem Kinoeinsturz vom 26. September 1948 hatte bereits der III. Zivilsenat in dem Urteil vom 16. Juni 1952 - III ZR 215/51 - in Sachen Mi. gegen G.-Verwaltungs-AG (auszugsweise abgedruckt in BGHZ 6, 315) Stellung genommen und die Auffassung des Kammergerichts bestätigt, daß der Einsturz eine Folge mangelnder Unterhaltung des Gebäudes gewesen sei.