Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20123,%20286
Timestamp: 2019-08-25 06:23:18
Document Index: 70583438

Matched Legal Cases: ['§ 64', '§ 120', '§ 64', '§ 64', '§ 64', 'BGH', '§ 519', '§ 64']

BFH, 27.07.1977 - I R 207/75 - dejure.org
https://dejure.org/1977,508
BFH, 27.07.1977 - I R 207/75 (https://dejure.org/1977,508)
BFH, Entscheidung vom 27.07.1977 - I R 207/75 (https://dejure.org/1977,508)
BFH, Entscheidung vom 27. Juli 1977 - I R 207/75 (https://dejure.org/1977,508)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1977,508) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Klageerhebung - Schriftliche Klageerhebung - Eigenhändige Unterschrift - Prozeßbevollmächtigter - Bezeichnung des Schriftstücks
BFHE 123, 286
NJW 1978, 184 (Ls.)
DB 1978, 192
BStBl II 1978, 11
aa) Danach kann dem Zweck des § 64 Abs. 1 FGO auch auf andere Weise entsprochen werden als durch eigenhändige Unterzeichnung des maßgebenden Schriftstückes durch den Verfasser (s. hierzu auch die BFH-Urteile vom 18. Mai 1972 V R 1/71, BFHE 106, 4, und vom 27. Juli 1977 I R 207/75, BFHE 123, 286, BStBl II 1978, 11).
Gleichwohl ist die von § 120 Abs. 1 Satz 1 FGO geforderte Schriftform eingehalten, da der nicht unterzeichneten Urschrift der Revisionsschrift eine vom Prozessbevollmächtigten eigenhändig und handschriftlich beglaubigte Abschrift beigefügt war (vgl. zur Schriftform des § 64 Abs. 1 FGO: BFH-Urteil vom 27. Juli 1977 I R 207/75, BFHE 123, 286, BStBl II 1978, 11; Schallmoser in Hübschmann/Hepp/ Spitaler, § 64 FGO Rz 45; Stöcker in Beermann/Gosch, FGO § 64 Rz 33).
Bereits nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 119, 62, 63; JW 1930, 2953 Nr. 21; JW 1934, 420 Nr. 16; JW 1938, 1237 Nr. 48), der sich der Bundesgerichtshof angeschlossen hat (siehe nur BGH, Beschluss vom 5. März 1954 - VI ZB 21/53, LM Nr. 14 zu § 519 ZPO;… Urteil vom 22. September 1992 - XI ZR 35/92, VersR 1993, 459 [juris Rn. 13]; siehe auch BFH, Urteil vom 27. Juli 1977 - I R 207/75, BFHE 123, 286, 287 f. [juris Rn. 8]), ersetzt die beglaubigte Abschrift einer Berufungs- oder Berufungsbegründungsschrift die Urschrift, wenn der Beglaubigungsvermerk von dem Prozessbevollmächtigten des Berufungsklägers handschriftlich vollzogen ist.
Da die Sachurteilsvoraussetzungen und damit auch die formgerechte Klageerhebung von Amts wegen zu überprüfen sind, ist das Revisionsgericht insoweit Tatsacheninstanz (BFH-Urteil vom 27. Juli 1977 I R 207/75, BFHE 123, 286, BStBl II 1978, 11, m. w. N.).
Allgemeine Meinung ist jedoch, daß dem Zweck des § 64 Abs. 1 Satz 1 FGO auch auf andere Weise entsprochen werden kann als durch eigenhändige Unterzeichnung des maßgebenden Schriftstückes durch den Verfasser (s. hierzu auch die BFH-Urteile vom 18. Mai 1972 V R 1/71, BFHE 106, 4, und vom 27. Juli 1977 I R 207/75, BFHE 123, 286, BStBl II 1978, 11).
BFH, 08.10.2012 - I B 76/12
Ergehen des FG-Urteils ohne mündliche Verhandlung bei fehlendem Einverständnis …
BFH, 27.01.1988 - I R 392/83
Umfang der Prüfungskompetenz des Revisionsgerichts bezüglich das Vorliegen von …