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Timestamp: 2016-10-24 10:48:53
Document Index: 241950358

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 16', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE']

I 292/06 (03.07.2007)
B.________, 1953, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Herr Dr. med. D.________,
Der 1953 geborene B.________ war bei der Firma Z.________ angestellt, als er im Anschluss an eine Lungenoperation (Pneumonektomie rechts) im Dezember 1999 seine angestammte T�tigkeit als Gabelstapelfahrer nur noch zu 50 % aufnehmen konnte. Am 27. M�rz 2003 meldete er sich deswegen bei der IV-Stelle insbesondere zum Rentenbezug an. Gest�tzt auf die Ergebnisse ihrer Abkl�rungen medizinischer und erwerblicher Art lehnte die IV-Stelle Bern mit Verf�gung vom 9. Februar 2004 den Anspruch auf eine Invalidenrente ab. Grundlage bildete dabei u.a. auch ein Gutachten der Abteilung Pneumologie des Spitals I.________ vom 11. Dezember 2003. Auf Einsprache hin folgte zus�tzlich eine psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie/Psychotherapie, vom 16. September 2004. Mit Entscheid vom 17. August 2005 hielt die IV-Stelle an ihrer Auffassung fest.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst B.________ beantragen, in Aufhebung des Einsprache- und des vorinstanzlichen Entscheids sei die Angelegenheit f�r weitere Abkl�rungen mit neuerlichem Entscheid an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Begriffe der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) sowie der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) zutreffend wiedergegeben, worauf verwiesen wird. Richtig dargelegt hat es auch das Vorgehen bei der Invalidit�tsbemessung Erwerbst�tiger nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG; Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348 f.) und die Gesetzesbestimmung �ber den nach Massgabe des Invalidit�tsgrades zu bestimmenden Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 g�ltig gewesenen wie auch in der aktuellen Fassung).
Beizupflichten ist ferner den vorinstanzlichen Ausf�hrungen �ber die den �rztlichen Arbeitsf�higkeitssch�tzungen im Rahmen der Invalidit�tsbemessung zukommende Bedeutung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261 und 351 E. 3a S. 352 mit Hinweisen) und �ber die nach der Rechtsprechung bei der beweism�ssigen Auswertung medizinischer Berichte zu beachtenden Grunds�tze (BGE 125 V 351 E. 3a+b S. 352 f. mit Hinweis).
Die Abteilung Pneumologie des Spitals I.________ hatte den Versicherten am 9. September und 30. Oktober 2003 eingehend untersucht, dabei eine Diskrepanz zwischen der objektiv feststellbaren organischen Beeintr�chtigung (moderate Lungenfunktionseinschr�nkung) und den geklagten Beschwerden erkannt und deshalb eine psychiatrische Exploration empfohlen. Diese wurde von Dr. med. S.________ am 16. September 2004 durchgef�hrt, wobei keine sich auf die Arbeitsf�higkeit auswirkende, die Diskrepanz zwischen somatischem Befund und subjektivem Leiden erkl�rende psychische St�rung mit Krankheitswert erkannt worden ist. Der Psychiater schloss sich aus diesem Grund der von den Pneumologen des Spitals I.________ vorgenommenen Einsch�tzung der Restarbeitsf�higkeit in der aktuell ausge�bten T�tigkeit an. Danach soll der Versicherte wegen der Lungenfunktionseinschr�nkung in der als leicht bis mittelschwer einzustufenden Arbeit als Gabelstapelfahrer zu 50 % der Norm arbeitsf�hig sein. In einer dem Leiden besser angepassten, leichten T�tigkeit in lufthygienisch optimaler Umgebung sch�tzten die Somatiker die Leistungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers als uneingeschr�nkt ein.
Darauf stellte die Vorinstanz bei der Bestimmung des Invalidit�tsgrades ab, indem sie das unbestritten gebliebene Valideneinkommen von Fr. 54'768.- dem tabellarisch ausgewiesenen, um 25 % reduzierten Durchschnittseinkommen eines einfache, repetitive T�tigkeiten aus�benden Mannes gegen�ber stellte, was zu einer unter dem einen Rentenanspruch begr�ndenden Invalidit�tsgrad von 40 % liegenden Erwerbseinbusse f�hrte (1- 57'008 x 0.75 / 54'768 = 22 %). Die K�rzung des Tabellenverdienstes begr�ndete sie mit dem Umstand, dass der Versicherte wegen des somatischen Leidens nur noch k�rperlich leichte Arbeiten in lufthygienisch optimierter Umgebung zu 100 % auszu�ben vermag.
Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, vermag nicht durchzudringen:
5.1 Zwar ist einzur�umen, dass es im Bereich der leichten, repetitiven Arbeiten tats�chlich eine Vielzahl von T�tigkeiten mit f�r den Versicherten �berm�ssigen Staubimmissionen gibt. Die Pneumologen umschrieben daher auch die leidensangepasste T�tigkeit mit leichten Arbeiten in lufthygienisch optimierter Umgebung. Solche Arbeitspl�tze sind im (ausgeglichenen) allgemeinen Arbeitsmarkt vorhanden.
5.2 Dem Psychiater war sodann die Einsch�tzung der Pneumologen, insbesondere der Hinweis auf eine m�gliche depressive �ngstliche Erkrankung genau so bekannt wie die Ausf�hrungen des Hausarztes Dr. med. D.________, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, vom 16. Februar 2004 zum Vorliegen einer schweren chronischen Depression und einer chronischen Alkoholkrankheit. Dr. med. S.________ griff denn auch diese Punkte auf, ortete indessen lediglich ein leichtes bis mittelgradiges depressives Syndrom, klassifiziert nach ICD-10 unter F 34.8, anhaltende affektive St�rung, wie auch eine schwere, chronifizierte (invalidit�tsfremde) psychosoziale Problematik und setzte beides in einen (mit-)urs�chlichen Zusammenhang mit dem ebenfalls diagnostizierten Alkoholmissbrauch. Die psychische Verfassung des Versicherten erachtete er indessen nicht als derart gravierend, dass sie sich nachhaltig auf die Arbeitsf�higkeit des Versicherten auswirken w�rden, wenngleich er von einem mutmasslichen positiven Einfluss einer vollst�ndigen Alkoholabstinenz auf die psychische Verfassung sprach.
5.3 Auch wenn der Psychiater den Versicherten nur einmal pers�nlich untersucht hatte und sich im Einzelfall eine wiederholte Exploration durchaus als notwendig erweisen kann, vermag dies die Beweiskraft des Gutachtens des Dr. med. S.________ nicht zu ersch�ttern. Denn neben der Untersuchung standen ihm auch diverse, bisher zur Person erstellte medizinische Akten zur Verf�gung, die es ihm durchaus erlaubten, eine nicht auf eine Momentaufnahme beschr�nkte Diagnose zu stellen (vgl. Hoffmann-Richter, Die psychiatrische Begutachtung, Stuttgart 2005, S. 22; Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft f�r die Begutachtung psychischer St�rungen, publ. in: SAeZ 2004 Nr. 20 S. 1048 ff.).
5.4 Insgesamt finden sich keine hinreichenden Anhaltspunkte f�r die anbegehrten weiteren Abkl�rungen. Auch sonst ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Ob dem Beschwerdef�hrer Umschulungsmassnahmen zustehen, ist in diesem Verfahren nicht zu kl�ren. Vorliegend liegt einzig die Rentenfrage im Streit.