Source: http://www.anwalt24.de/urteile/bgh/2011-09-08/iii-zr-229_10
Timestamp: 2017-02-21 16:41:32
Document Index: 52918854

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BGH, 08.09.2011 - III ZR 229/10 - Wertfestsetzung einer Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter Berücksichtigung ihrer hohen Verwendungshäufigkeit | Urteile auf anwalt24.de
BGH, 08.09.2011 Inhaltsübersicht
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BGH, 08.09.2011 - III ZR 229/10 - Wertfestsetzung einer Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter Berücksichtigung ihrer hohen Verwendungshäufigkeit
BundesgerichtshofBeschl. v. 08.09.2011, Az.: III ZR 229/10Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 08.09.2011Referenz: JurionRS 2011, 23905Aktenzeichen: III ZR 229/10 Verfahrensgang:vorgehend:LG Koblenz - 04.11.2009 - AZ: 10 O 235/07OLG Koblenz - 30.09.2010 - AZ: 2 U 1388/09Rechtsgrundlage:§ 26 Nr. 8 EGZPODer III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 8. September 2011 durch den Vizepräsidenten Schlick und die Richter Dörr, Dr. Herrmann, Seiters und Tombrink beschlossen: Tenor:Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Koblenz vom 30. September 2010 - 2 U 1388/09 - wird als unzulässig verworfen. Die Beklagte hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen. Streitwert: 15.000 €. Gründe1 Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision ist unzulässig, weil die gemäß § 26 Nr. 8 EGZPO erforderliche Mindestbeschwer nicht erreicht ist. Der Senat setzt den Wert der Beschwer für jede der noch im Streit befindlichen sechs Klauseln auch unter Berücksichtigung ihrer hohen Verwendungshäufigkeit mit 2.500 € an (vgl. Senatsbeschluss vom 28. September 2006 - III ZR 33/06, NJW-RR 2007, 497 Rn. 2, 3). Maßgebend hierfür ist, dass sich die Beschwer an dem Interesse der Allgemeinheit am Unterbleiben des Gebrauchs der strittigen Klauseln orientiert. Um die Verbraucherschutzverbände bei der Wahrnehmung der ihnen im Gemeininteresse eingeräumten Befugnis, den Rechtsverkehr von unwirksamen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu befreien, vor unangemessenen Kostenrisiken zu schützen, wird der wirtschaftlichen Bedeutung der Verbote, bestimmte Klauseln zu verwenden, bei der Bemessung der Beschwer hingegen keine ausschlaggebende Bedeutung beigemessen (Senat aaO Rn. 2 m.w.N.). 2 Dies gilt entgegen der Ansicht der Beklagten nicht nur für die Beschwer eines Verbraucherschutzverbandes, sondern, wie sich aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ergibt, auch für die Bemessung der Beschwer des im Unterlassungsprozess unterliegenden Verwenders (vgl. BGH, Beschlüsse vom 15. April 1998 - VIII ZR 317/97, NJW-RR 1998, 1465 und vom 18. Juli 2000 - VIII ZR 12/00, NJW 2001, 352). Schlick Dörr Herrmann Seiters TombrinkHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.
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