Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000012.htm
Timestamp: 2018-11-21 12:49:52
Document Index: 94511902

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 2']

1.18.012 Wartbiegel - Katharinenlinde und Umgebung
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Wartbiegel-Katharinenlinde und Umgebung" vom 16.11.1987 (Nachrichtenblatt Schwieberdingen vom 18.12.1987).
Aufgrund von §§ 22 und 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Schwieberdingen wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Wartbiegel-Katharinenlinde und Umgebung".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 42 ha und umfaßt die nachstehenden Gewanne auf Markung Schwieberdingen: Flöz, Wartbiegel und Teile des Gewannes Hart.
(3) Beide Karten enthalten die rechtsverbindliche Festsetzung des Landschaftsschutzgebietes und sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ludwigsburg in 7140 Ludwigsburg und bei der Gemeindeverwaltung Schwieberdingen in Schwieberdingen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung der Eigenart dieses in seiner weiteren Umgebung durch seine Vielgestaltigkeit auffallenden Landschaftsausschnittes, der wegen seiner exponierten Lage vor Veränderungen des Landschaftsbildes und des Naturhaushaltes bewahrt werden soll. Insbesondere soll die landschaftliche Vielfalt wegen ihrer ökologischen Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sichergestellt und erhalten werden. Dazu gehört auch die Erhaltung der Nutzungsstruktur und die Sicherung des Gebietes wegen ihrer Bedeutung für die Naherholungsfunktion. Die Obstbaumbestände des Schutzgebietes sind als landschaftlich und ökologisch wertvolle Landschaftsbestandteile besonders schutzwürdig.
(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besondern Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
6. Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen oder anderen Verkehrswegen;
11. Anlage von Gewässern;
13. Aufforstungen, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
14. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feldgehölze und ähnlichen Naturerscheinungen sowie die Beseitigung von Obstbäumen.
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen und Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
1. a) für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14;
§ 2 Abs. 3 Ziffer 11 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.03.1985.
Ludwigsburg, den 16.11.1987