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Timestamp: 2020-08-15 10:00:19
Document Index: 162862238

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 915', '§ 107', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', 'Art 27', 'Art 32', 'Art 68', 'Art 23', 'Art 25', '§ 44', '§ 45', '§ 1', '§ 32', '§ 25', '§ 21', '§ 116', '§ 23', '§ 15', 'Art 1', '§ 8', 'Art 1', '§ 1', '§ 51', 'Art. 68', 'Art. 13', 'Art. 35', '§ 44', 'Art. 27', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 40', '§ 99', '§ 161', '§ 162', '§ 161', '§ 161', '§ 161', '§ 161', '§ 161', '§ 113', 'Art. 131', 'Art. 12', 'Art. 131', 'Art. 12', 'Art. 131']

Rechtsprechung: NVwZ 1989, 47 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: StGH Baden-Württemberg, 28.01.1988 | BVerwG, 29.09.1988 | VerfGH Bayern, 02.05.1988 | BVerfG, 27.09.1988
BVerfG, 25.07.1988 - 1 BvR 109/85
https://dejure.org/1988,1984
BVerfG, 25.07.1988 - 1 BvR 109/85 (https://dejure.org/1988,1984)
BVerfG, Entscheidung vom 25.07.1988 - 1 BvR 109/85 (https://dejure.org/1988,1984)
BVerfG, Entscheidung vom 25. Juli 1988 - 1 BvR 109/85 (https://dejure.org/1988,1984)
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Schuldnerverzeichnis - Eintragung - Vorzeitige Löschung - Konkursverfahren - Informationelle Selbstbestimmung
NJW 1988, 3009
Rpfleger 1989, 121
OLG Karlsruhe, 22.06.2009 - 1 U 13/09
zu werden (BGH, NJW 88, 3009).
Vielmehr besteht ein Allgemeininteresse daran, dass keine Marken zu Unrecht eingetragen werden oder zu Unrecht eingetragen bleiben und dass nicht aus eingetragenen Marken zu Unrecht Ausschließlichkeitsrechte abgeleitet werden (vgl. BVerfG NJW 1988, 3009 f. zur Eintragung im Schuldnerverzeichnis).
Zwar dient das Schuldnerverzeichnis dem Schutz des Geschäftsverkehrs vor unzuverlässigen Schuldnern (…vgl. Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, Zivilprozeßordnung, 48. Aufl., § 915, Anm. 1; Beschluß des Landgerichts - LG - Tübingen vom 26. August 1985 5 T 120/85, Der Deutsche Rechtspfleger - Rpfleger - 1986, 24, 25; des LG Freiburg vom 29. Januar 1986 8 T 17/86, Rpfleger 1986, 187; vgl. auch Beschluß des BVerfG vom 25. Juli 1988 1 BvR 109/85, Rpfleger 1989, 121, in dem die Verfassungsmäßigkeit der Schuldnerliste nach § 107 Abs. 2 der Konkursordnung - KO - auch unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bejaht wird).
Zu den sachlichen Verhältnissen gehören auch Daten, welche aus einer wirtschaftlichen Betätigung hervorgehen (vgl. BVerfG, 1. Kammer des 1. Senates, Beschluss vom 25.07.1988, Az. 1 BvR 109/95, NJW 1988, S. 3009 ff.).
Dieses sog. Recht auf informationelle Selbstbestimmung erfaßt nach der Rechtsprechung des BVerfG neben den Verhältnissen der persönlichen Lebensführung auch die beruflichen, betrieblichen, unternehmerischen und sonstigen wirtschaftlichen Verhältnisse (Urteil des BVerfG vom 17. Juli 1984 2 BvE 11, 15/83, BVerfGE 67, 100, 142; BVerfG-Beschlüsse vom 25. Juli 1988 1 BvR 109/85, NJW 1988, 3009; vom 24. Juli 1990 1 BvR 1244/87, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht - NVwZ - 1990, 1162).
Auch generelle Eigenschaften einer Person können offenbart werden, wie bei der Bedürftigkeit eines Unterhaltsempfängers, der Solvenz eines Debitors nach Forderungsabschreibung oder der Gemeinnützigkeit einer juristischen Person beim Spendenabzug (vgl. BMF-Schreiben vom 16. März 1978, BStBl 1978 1, 169, AO-Kartei K. 2; Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 30 AO, Rd. 53 ff, 56; Koch/Scholtz, AO, 4. A., § 30 Rd. 31 "Gemeinnützigkeit", Schwarz, AO,§ 30 Rd. 34, 35, Tipke/Kruse, AO/FGO, § 30 AO Rd. 41); ggf. kann dabei der gesteigerte Sozialbezug entsprechender Daten berücksichtigt werden (vgl. BVerfG-Beschluß vom 25. Juli 1988 1 BvR 109/85 , NJW 1988, 3009).
Unabhängig von einer tatsächlich beantragten oder beschlossenen Beiladung ist die Akten-Offenbarung nach vorstehenden Grundsätzen zulässig, soweit sich ein Vorrang des Informationsbedürfnisses aus der Interessenabwägung ergibt, die verfassungskonform vorzunehmen und gerichtlich nachprüfbar ist (Hans. OLG, NJW 1995, 3399, 3400 [OLG Hamburg 24.08.1995 - 2 VAs 7/95] ; Tipke/Kruse, AO/FGO, § 30 AO Rd. 40; ferner BVerfG, NJW 1988, 3009 [BVerfG 25.07.1988 - 1 BvR 109/85] ; Landgericht "LG-Bremen" 12 Qs 746/79, NJW 1981, 592).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichte (BVerfGE 65.1 ff. und Rpfleger 1989, 121 f.) ist dieses Recht nicht schrankenlos gewährleistet.
Die früheren Eintragungen bleiben auch nach ihrer Löschung bedeutsam, vor allem für einen möglichen Kreditgeber des Grundstückseigentümers; sie dienen damit weiterhin dem Schutz des Rechtsverkehrs (vgl. BVerfG Rpfleger 1989, 121; OLG Düsseldorf RPfleger 1987, 409).
OLG Brandenburg, 07.08.2001 - 11 VA 21/01
Anfechtung der Verweigerung von Akteneinsicht und Erteilung von Auskünften im …
OLG Brandenburg, 22.07.2002 - 11 VA 29/01
Zulässigkeit eines Antrags auf Auskunft darüber, ob über das Vermögen des …
AG Köln, 26.10.2011 - 72 IN 30/11
Insolvenzeröffnungsantrag wird mangels Masse abgewiesen; Abweisung der Eröffnung …
OLG Frankfurt, 25.06.2019 - 5 UF 35/19
https://dejure.org/1988,2305
StGH Baden-Württemberg, 28.01.1988 - GR 1/87 (https://dejure.org/1988,2305)
StGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 28.01.1988 - GR 1/87 (https://dejure.org/1988,2305)
StGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 28. Januar 1988 - GR 1/87 (https://dejure.org/1988,2305)
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Zulässigkeit der Sperrung des Telefons eines Landtagsabgeordneten; Beteiligtenfähigkeit einer Fraktion im Landtag; Verfassungsrechtliche Natur eines Rechtsstreits zwischen Beteiligten mit Verfassungsstatus; Ausübung des Hausrechts bei parlamentsinternen Maßnahmen; Aufruf ...
Art 27 Abs 3 Verf BW, Art ... 32 Abs 2 Verf BW, Art 32 Abs 3 S 1 Verf BW, Art 68 Abs 1 Nr 1 Verf BW, Art 23 Verf BW, Art 25 Verf BW, VoZählG 1987, § 44 StGHG BW, § 45 StGHG BW, § 1 PolG BW, § 32 Abs 1 PolG BW, § 25 VwVG BW, § 21 VwVG BW, § 116 OWiG, § 23 Abs 1 BStatG, § 15 BStatG, Art 1 § 8 Abs 1 Nr 1 RBerG, Art 1 § 1 Abs 1 S 1 RBerG
Verfassungsrechtliche Streitigkeit über "Info-Telefon" zur Volkszählung 1987: Sperrung des Fernsprechanschlusses eines Abgeordneten durch Landtagspräsident rechtmäßig
spiegel.de (Pressebericht mit Bezug zur Entscheidung, 18.05.1987)
Als sei es des Teufels eigenes Werk
ESVGH 38, 81
NJW 1988, 3199
VBlBW 1989, 410
DVBl 1988, 632
Er ist ein durch die Landesverfassung und die Geschäftsordnung des Landtags mit eigenen Zuständigkeiten ausgestatteter "anderer Beteiligter" (vgl. StGH, Urteil vom 16.4.1977 - GR 2/76 -, ESVGH 27, 1 ; StGH, Urteil vom 28.1.1988 - GR 1/87 - ESVGH 38, 81 f.).
OVG NRW, Urteil vom 28.11.1994 - 22 A 2478/93 -, juris; Beschluss vom 31.8.1992 - 15 A 693/90 -, RiA 1993, 202; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 21.1.1975 - IX 443/74 -, ESVGH 25, 144 (146); Bay. VGH, Beschluss vom 4.7.1988 - 7 CE 88.1824 -, WissR 22 (1989), 83 (84); Urteil vom 23.2.1981 - Nr. 7 B 80 A.1522 und 1948 -, BayVBl. 1981, 657; Hess. VGH, Beschluss vom 23.7.1979 - VI OE 69/78 -, DVBl. 1979, 925; Kirchhof/ Plückhahn, in: Held u. a., Kommunalverfassungsrecht Nordrhein-Westfalen (Stand: November 2008), § 51 Anm. 4; vgl. auch Knoke, Betriebliche Organisationsgewalt in Räumlichkeiten des Verwaltungsvermögens, AöR 94, 388 (398 ff.); a. A. StGH Bad.-Württ., Urteil vom 20.1.1988 - 1/87 -, DVBl. 1988, 632 (633); Ehlers, Gesetzesvorbehalt und Hausrecht der Verwaltungsbehörden, DÖV 1977, 737 (739).
Damit beruft sie sich auf ein verfassungsrechtlich begründetes Recht, das grundsätzlich mit einem Organstreitantrag durchsetzbar ist (vgl. VerfGH…, Urteil vom 27.10.2017 - 1 GR 35/17 -, Juris Rn. 38, 41 ff.; StGH, Urteil vom 28.1.1988 - GR 1/87 -, ESVGH 38, S. 81 f.; Sächs. VerfGH…, Urteil vom 27.10.2016 - Vf. 134-I-15 -, Juris - Rn. 32 ff.).
1/87 -, DVBl. 1988, 632.
vgl. z.B. StGH Baden-Württemberg, Urteil vom 28. Januar 1988, a.a.O., (Unterbringung der rechtswidrigen Verwendung der dienstlichen Telefonanlage durch einen Landtagsabgeordneten).
Die Antragsgegnerin zu 2. ist als Präsidentin des Landtags mit Zuständigkeiten im Sinne von Art. 68 Abs. 1 Nr. 1 LV ausgestattet (vgl. bereits StGH, Urteil vom 28.1.1988 - GR 1/87 -, ESVGH 38, 81, 82).
VG München, 07.07.2020 - M 30 S 20.2940
Dies ergibt sich zum einen aus der formellen Stellung der Antragstellerin und Antragsgegnerin im verfassungsrechtlichen Kontext zueinander, zum anderen aber insbesondere durch die antragstellerische - alleinige - Berufung auf das Recht der Abgeordneten auf freie Ausübung des Mandats nach Art. 13 Bayerische Verfassung (BV) (vgl. a. BadWürttStGH, U.v. 28.1.1988, NJW 1988, 3199 ff. - beck-online; VerfGH Baden-Württemberg, B.v. 18.11.2019 - 1 GR 58/19 - beck-online).
Machen die Antragsteller aber die Verletzung eines in der Verfassung des Landes Baden-Württemberg verbrieften parlamentarischen Minderheitsrechts geltend, so liegt im Kern eine verfassungsrechtliche Streitigkeit vor (vgl. StGH, Urt. v. 28.1.1988 - GR 1/87 -, ESVGH 38, 81, 82).
Der Staatsgerichtshof hat sich dem in Ergebnis und Begründung für die inhaltsgleichen Vorschriften des Art. 35 Abs. 1 S. 1 LV und der §§ 44, 45 StGHG bereits mit Urteil vom 14.3.1985 (- GR 1/83-, ESVGH 35, 161, 162) angeschlossen und hält seitdem in ständiger Rechtsprechung hieran fest (vgl. StGH, Urt. v. 28.1.1988 - GR1/87 -, ESVGH 38, 81 f., Urt. v. 13.8.1991 - G R 1/91 -, ESVGH 42, 7, 8).
Einen diesbezüglichen Antrag kann auch ein Abgeordneter des Landtags stellen, da er in der Verfassung insbesondere in Art. 27 Abs. 2 und Art. 40 LV mit eigenen Rechten ausgestattet ist (vgl. nur StGH, Urteil vom 28.01.1988 - GR 1/87 -, ESVGH 38, 81 ; zum Organstreit bei Ausgestaltung des Abgeordnetenstatus BVerfGE 64, 301 ).
Dieses bezweckt die Aufrechterhaltung eines ungestörten, widmungsgemäßen Betriebes des Landtags und erstreckt sich - jedenfalls grundsätzlich - auch auf die Abgeordneten (…vgl. Magiera in: Sachs, GG, 5. Aufl., Art. 40 Rn. 29;… H. H. Klein, a.a.O., Art. 40 Rn. 164; differenzierend: StGH BW, Urteil vom 28. Januar 1988, NJW 1988, 3199).
VerfGH Baden-Württemberg, 18.11.2019 - 1 GR 58/19
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 01.06.2007 - 2 M 66/07
BVerwG, 29.09.1988 - 7 B 185.87
https://dejure.org/1988,2586
BVerwG, 29.09.1988 - 7 B 185.87 (https://dejure.org/1988,2586)
BVerwG, Entscheidung vom 29.09.1988 - 7 B 185.87 (https://dejure.org/1988,2586)
BVerwG, Entscheidung vom 29. September 1988 - 7 B 185.87 (https://dejure.org/1988,2586)
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Rechtsstreit - Erledigung - Mündliche Verhandlung - Festhalten am Klageantrag
VG Augsburg, 15.01.1986 - 112 IV 78
VGH Bayern, 03.06.1987 - 4 B 86.00700
NVwZ 1989, 47
Hierin liegt keine Klageänderung im Rechtssinne (§ 99 Abs. 3 Nr. 3 SGG; vgl Hauck, SGb 2004, 407, 412; zur VwGO vgl BVerwG Beschluss vom 30.10.1969 - VIII C 219.67 - BVerwGE 34, 159, 160 f; BVerwG Beschluss vom 29.9.1988 - 7 B 185.87 - Buchholz 310 § 161 VwGO Nr. 79 = Juris RdNr 7 - "kraft Gesetzes zulässige besondere Form der Klageänderung";… BVerwG Urteil vom 25.4.1989 - 9 C 61.88 - BVerwGE 82, 41, 42 - "Klageänderung eigener Art" und hierzu BSG SozR Nr. 193 zu § 162 SGG) .
Für den Übergang vom ursprünglichen Klageantrag zur Erledigungserklärung gibt es grundsätzlich keine zeitliche Grenze (vgl BVerwG Beschluss vom 29.9.1988 - 7 B 185.87 - Buchholz 310 § 161 VwGO Nr. 79 S 3 = Juris RdNr 7; BVerwG Beschluss vom 29.7.2003 - 1 B 291.02 - Buchholz 310 § 161 VwGO Nr. 121 = Juris RdNr 8) .
Das Prozeßrecht setzt ihm dafür keine zeitliche Grenze (im Anschluß an denBeschluß vom 29. September 1988 - BVerwG 7 B 185.87 - Buchholz 310 § 161 VwGO Nr. 79 S. 3).
Das Bundesverwaltungsgericht hat bereitsim Beschluß vom 29. September 1988 (BVerwG 7 B 185.87 - Buchholz 310 § 161 VwGO Nr. 79 S. 3 ) entschieden, daß es keine zeitliche Grenze für den Übergang zur Erledigungserklärung gibt.
OVG Sachsen, 24.06.2020 - 3 B 196/20
Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache; Erledigung der Hauptsache; …
Davon zu unterscheiden ist die Erledigung der Hauptsache (des Rechtsstreits), nämlich wenn ein nach Klageerhebung eingetretenes außerprozessuales Ereignis dem Klagebegehren die Grundlage entzieht, das Klagebegehren rechtlich oder tatsächlich gegenstandslos geworden ist, weil das Rechtsschutzziel entweder bereits außerhalb des Prozesses erreicht wurde oder überhaupt nicht mehr erreicht werden kann (BVerwG, Beschl. v. 29. September 1989 - 7 B 185.87 -, juris).
Die objektive Feststellbarkeit ist erst dann zu verneinen, wenn in Wirklichkeit nur das subjektive Motiv des Klägers für die Weiterverfolgung seines Klagebegehrens entfallen ist (Flucht in die Erledigung bzw. verschleierte Klagerücknahme - vgl. etwa BVerwG, Beschl. v. 29.09.1988 - 7 B 185.87 -, Rn. 5, juris).
Einen höchstrichterlichen Rechtssatz des Inhalts, daß ein nach Verkündung der Normenkontrollentscheidung gestellter Erledigungsfeststellungsantrag es dem Normenkontrollgericht verwehrt, den Normenkontrollantrag aus prozessualen Gründen abzulehnen, hat er indes weder dem Urteil vom 22. Januar 1993 - BVerwG 8 C 40.91 - (NVwZ 1993, 979) noch dem Beschluß vom 29. September 1988 - BVerwG 7 B 185.87 -(Buchholz 310 § 161 VwGO Nr. 79) zu entnehmen vermocht.
Im Verfahren BVerwG 7 B 185.87 wurde der Rechtsstreit vom Kläger in der Berufungsverhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof für erledigt erklärt.
Zwar wird grundsätzlich unter bestimmten Voraussetzungen in einem Klageverfahren in analoger Anwendung der Regelung des § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO auch dem Beklagten zugebilligt, durch die Aufrechterhaltung seines Klagabweisungsantrags eine Sachentscheidung gegen den Willen des Klägers zu erzwingen (…BVerwG, U.v. 3.6.1988 - 8 C 66/86 - BayVBl 1988, 602 - juris Rn. 6; B.v. 29.9.1988 - 7 B 185.87 - BayVBl 1989, 217 - juris Rn. 7 und U.v. 31.10.1990 - 4 C 7/88 - DVBl 1991, 214 - juris Rn. 19).
Dies ergibt sich daraus, dass die Möglichkeit der Erklärung der Erledigung durch den Antragsteller bzw. Kläger grundsätzlich zeitlich unbegrenzt ist und insofern auch noch in der Rechtsmittelinstanz erfolgen kann (BVerwG, Beschluss vom 29.09.1988 - 7 B 185/87 -, zit. nach juris [Rn. 7]; Urteil vom 22.01.1993 - 8 C 40/91 -, zit. nach juris [LS];… Beschluss vom 29.07.2003 - 1 B 291/02 -, zit. nach juris [Rn. 8]).
OVG Schleswig-Holstein, 26.11.2003 - 2 LA 58/03
https://dejure.org/1988,3402
VerfGH Bayern, 02.05.1988 - 18-VII-86 (https://dejure.org/1988,3402)
VerfGH Bayern, Entscheidung vom 02.05.1988 - 18-VII-86 (https://dejure.org/1988,3402)
VerfGH Bayern, Entscheidung vom 02. Mai 1988 - 18-VII-86 (https://dejure.org/1988,3402)
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Bildungs- und Erziehungsziele - Ehrfurcht vor Gott als Bildungsziel
BayVerf . Art. 131 Abs. 2
NJW 1989, 2442
Damit sind die Erziehungsziele Ehrfurcht vor Gott und christliche Nächstenliebe auch mit Blick auf die bereits wiedergegebene Rechtsprechung des BVerfG mit der Bekenntnisneutralität des Staates zu vereinbaren (…Braun, LV, Art. 12 Rdnr. 16 m.w.N.;… Würtenberger, a.a.O. S. 17 ff.; zur gleichen Frage bei Art. 131 Abs. 2 BayVerf: BayVerfGH, Entscheidung vom 02.05.1988, NJW 1988, 3141) .
Damit sind die Erziehungsziele "Ehrfurcht vor Gott" und "christliche Nächstenliebe" auch mit Blick auf die bereits wiedergegebene Rechtsprechung des BVerfG mit der Bekenntnisneutralität des Staates zu vereinbaren (…Braun, LV, Art. 12 Rdnr. 16 m.w.N.;… Würtenberger, a.a.O. S. 17ff.; zur gleichen Frage bei Art. 131 Abs. 2 BayVerf: BayVerfGH, Entscheidung vom 02.05.1988, NJW 1988, 3141).