Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:288975-2015:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2018-12-19 14:21:42
Document Index: 270112902

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 102', '§ 107', '§ 107', '§ 107', '§ 107']

Dienstleistungen - 288975-2015 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 288975-2015
15/08/2015 S157 - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren
Deutschland-Köln: Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung
2015/S 157-288975
Zweckverband Nahverkehr Rheinland GmbH (ZV NVR)
Zu Händen von: Herrn Heiko Sedlaczek
Telefon: +49 221208080
E-Mail: vergabeverfahren-rb38@nvr.de
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: http://www.nvr.de
Sonstige: Zweckverband
Sonstige: Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr
Verkehrsdienstleistungen im SPNV auf der Linie RB 38 Süd.
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: SPNV-Leistungen für die Linie RB 38 Süd (Köln Messe/Deutz – Bedburg).
NUTS-Code DEA23
Der ZV Nahverkehr Rheinland (NVR) vergibt interimsmäßig Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr auf der RegionalBahnlinie 38 (RB38) für den Streckenabschnitt Köln Messe/Deutz bis Bedburg im alleinigen Zuständigkeitsbereich des NVR.
Eine Interimsvergabe ist deswegen notwendig, weil die RB38 nach Beendigung des Übergangszeitraumes in die sog. „Erft-S-Bahn“ aufgehen soll, wofür allerdings noch die erforderliche Infrastruktur zu schaffen ist.
Insofern soll die Vertragslaufzeit mindestens sechs Jahre betragen, also von 12/2017 bis 12/2023. Zudem ist eine zweimalige Verlängerungsoption von je einem Jahr vorgesehen, um auf bauliche Verzögerungen reagieren zu können. Auf Abbestelloptionen wird dagegen verzichtet.
Das Leistungsvolumen wird mindestens die im Status quo-Angebot enthaltenen Fahrten mit den derzeitigen (seit dem Fahrplanwechsel in 12/2014 erweiterten) Sitzplatzkapazitäten umfassen, also circa 613 000 Zugkilometer pro Jahr betragen.
Es sollen Neufahrzeuge zum Einsatz kommen. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeit dürfen aber auch alternativ Gebrauchtfahrzeuge angeboten werden. Die für den Einsatz vorgesehenen Fahrzeuge müssen den derzeit gefahrenen Fahrplan einhalten können und an allen derzeit bedienten Stationen den Fahrgastwechsel unter Berücksichtigung der derzeit vorhandenen Bahnsteighöhe und der zukünftig beabsichtigten Bahnsteighöhe von 960 mm über SOK durchführen können. Das Sitzplatzangebot muss dem Fahrgastaufkommen gerecht werden und die Fahrzeuge müssen über Toiletten verfügen. Der Verkehrsvertrag wird als Bruttovertrag gestaltet.
Das Vergabeverfahren wird als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach Maßgabe des ersten Abschnittes der VOL/A durchgeführt.
Es wird deshalb ein Verhandlungsverfahren durchgeführt, weil der NVR nicht aus eigener Sachkunde beurteilen kann, welche Fahrzeugkonzepte sich am Gebrauchtfahrzeugmarkt derzeit realisieren lassen. Hier ist er auf das Wissen und die Markterkenntnis der Bieter angewiesen.
Im Teilnahmewettbewerb werden die Bieter ausgewählt, die an dem Verhandlungsverfahren teilnehmen können.
Nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs (im September 2015) werden die vorläufigen Vergabeunterlagen versendet. Es schließt sich die Phase mit den Verhandlungen an. Diese sollen im Dezember 2015 abgeschlossen sein. Im Anschluss danach werden die Vergabeunterlagen ergänzt und überarbeitet und zur finalen Kalkulation an die Bieter versendet.
Ca. 613 000 Zugkm/Jahr.
Beginn 10.12.2017. Abschluss 10.12.2023
Die Abgabe von Angeboten durch Bietergemeinschaften ist bei gesamtschuldnerischer Haftung mit bevollmächtigtem Vertreter zulässig.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Die Bieter müssen ihre Zuverlässigkeit nachweisen. Dazu haben die Bieter die nachfolgenden Angaben, Erklärungen und Dokumente mit dem Teilnahmeantrag abzugeben bzw. vorzulegen:
— Rechtsverbindlich unterzeichnete Eignungserklärung (hierzu ist bei der unter I.1) genannten Kontaktstelle unter der E-Mail-Adresse „vergabeverfahren-rb38@nvr.de“ das Formular 1 abzufordern, wie vorgegeben auszufüllen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen),
— Im Fall von Bietergemeinschaften: Erklärung, dass keine unzulässigen wettbewerbsbeschränkenden Abreden getroffen wurden und kein Verstoß gegen Kartellrecht vorliegt, durch z. B. Angaben der Gründe, die zu der Kooperation geführt haben (hierzu ist bei der unter I.1) genannten Kontaktstelle das Formular 2 abzufordern, wie vorgegeben auszufüllen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen).
— Alle Bieter mit mittelbaren oder unmittelbaren öffentlichen Anteilseignern haben bei mit Abgabe des Teilnahmeantrages darzulegen, dass die Abgabe eines Angebots im Einklang mit den die wirtschaftliche Betätigung des betreffenden Unternehmens regelnden Vorschriften des Kommunalverfassungsrechts steht. Mögliche Nachweise sind zum Beispiel Entscheidungen in Nachprüfungsverfahren, eine Bescheinigung der zuständigen Aufsichtsbehörde oder eine rechtliche Selbsteinschätzung, insbesondere durch Vorlage eines Rechtsgutachtens, welches die kommunalrechtliche Unbedenklichkeit bestätigt.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Die Bieter haben ihre finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Dazu haben die Bieter die nachfolgenden Angaben, Erklärungen und Dokumente mit dem Teilnahmeantrag abzugeben bzw. vorzulegen:
— Jahresabschluss oder Geschäftsbericht des letzten abgeschlossenen Kalender- oder Wirtschaftsjahres, aus dem auch die Eigentums- und Gesellschaftsverhältnisse hervorgehen. Ermöglicht werden muss eine Überprüfung der in § 2 Abs. 2 Satz 3 EBZugV genannten Merkmale; Alternativ können die in § 2 Abs. 4 EBZugV genannten Nachweise vorgelegt werden.
Die Bieter haben ihre fachliche und technische Leistungsfähigkeit durch geeignete Unterlagen nachzuweisen, beispielsweise durch die nachfolgenden Angaben und Dokumente:
— Nachweise über die Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen nach dem AEG. Dieser Nachweis ist zwingend erforderlich.
— Nachweis, dass die für die Geschäftsführung bestellten Personen gemäß § 2 Abs. 2 oder 3 der Eisenbahnbetriebsleiterverordnung bestätigt sind bzw. Darlegung, wie diese Voraussetzung bis zur Betriebsaufnahme erfüllt wird. Der Geschäftsführer muss dabei nicht Eisenbahnbetriebsleiter sein.
— Auskunft über vergleichbare Referenzprojekte im SPNV, insbesondere auch bezüglich der Erfahrung in Verkehrs- und Tarifkooperationen.
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift: Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen nach dem AEG.
Bekanntmachungsnummer im ABl: 2011/S 104-169610 vom 31.5.2011
Die Teilnahmeanträge sind in einfacher Ausfertigung schriftlich, rechtsverbindlich unterzeichnet, in einem verschlossenen Umschlag bei der unter I.1) genannten Stelle einzureichen. Sie sind wie folgt zu kennzeichnen: Teilnahmeantrag RB 38 Süd – 14.9.2015 – nicht öffnen.
Bei der unter I.1) genannten Stelle sind die in III.2.1) und III.2.2) genannten Formulare 1-2 unter der E-Mail-Adresse „vergabeverfahren-rb38@nvr.de“ anzufordern.
Zeughausstraße 2 -10
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Das Verfahren für Verstöße gegen diese Vergabe richtet sich nach den Vorschriften der §§ 102 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zur Wahrung der Fristen wird auf die §§ 107 ff. GWB verwiesen.
Vergabeverstöße sind unverzüglich, nachdem der Bieter den Verstoß erkannt hat, beim Auftraggeber
unverzüglich zu rügen. Eine Rüge ist nicht mehr unverzüglich ist, wenn 10 Kalendertage nach Kenntnis vergangen sind.
Vergabeverstöße, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind gemäß § 107 Abs. 3 Nr. 2 GWB spätestens mit Ablauf der Teilnahmefrist zu rügen. Vergabeverstöße, die aufgrund der Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind gemäß § 107 Abs. 3 Nr. 3 GWB spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.
Zudem weisen wir darauf hin, dass ein Nachprüfungsantrag gemäß § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, zu stellen ist.
Siehe Ziffer VI.4.1)
Letzte Änderung: 19/12/2018