Source: http://www.uni-erlangen.de/einrichtungen/personalabteilung/handbuch-personal/arbeitsunfaehigkeit/
Timestamp: 2014-03-09 09:38:59
Document Index: 225100865

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 22', '§ 74', '§ 84', '§ 21', '§ 21']

Portal der Universität Erlangen-Nürnberg: Arbeitsunfähigkeit
Arbeitsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit Suche
Sie befinden sich hier: startseite einrichtungenpersonalabteilunghandbuch personalarbeitsunfaehigkeit
Rundschreiben "Arbeitsunfähigkeit und Urlaub für Arbeitnehmer" vom 25.07.2008 (Word / PDF) Rundschreiben:
Rundschreiben "Regelungen bei Arbeitsunfähigkeit" vom 03.06.2005 (Word / PDF)
Mitteilung der Arbeitsunfähigkeit oder der Kur eines Arbeitsnehmers (Anlage 1 des RS) (Word / PDF)
Muster Krankmeldung (Anlage 2 des RS) (Word / PDF) Formular: Muster Rückmeldung (Anlage 2 des RS) (Word / PDF) Formular:
Krank- und Rückmeldung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZUV (Word / PDF)
Arbeitsverhinderung wegen Krankheit wird bei Arbeitnehmern als Arbeitsunfähigkeit, bei Beamten als Dienstunfähigkeit bezeichnet. 1. Arbeitnehmer Krankmeldung
Ist ein Mitarbeiter krank geworden, dann muss er seine Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitteilen. Der Arbeitnehmer muss also den Leiter der Einrichtung, an der er beschäftigt ist, so früh wie möglich informieren (zu Arbeitsbeginn bzw. zu Beginn der Kernzeit). Die Erkrankung ist von der Einrichtung mittels Formblatt selbständig an das Landesamt für Finanzen zu melden, selbst dann, wenn die Krankheit nur einen Tag dauert. Besonders wichtig ist die sorgfältige Angabe der exakten Krankheitszeiten (Beginn und Ende), um Fehler bei der Entgeltfortzahlung zu vermeiden.
Falls der Arbeitnehmer länger als drei Kalendertage arbeitsunfähig krank ist, dann muss er außerdem eine vom Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AUB) vorlegen, § 5 EntgFG. Diese muss spätestens am darauf folgenden nächsten allgemeinen Arbeitstag (i.d.R. der vierte Krankheitstag) zugegangen sein. Die AUB verbleibt immer bei der jeweiligen Einrichtung, weitergeleitet wird nur das Formblatt. Beispiele* für die Vorlagepflicht einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: (* Es handelt sich jeweils um einen Arbeitnehmer mit regulärer 5-Tage-Arbeitswoche von Montag bis Freitag) Ein Arbeitnehmer ist ab Dienstag krank. Er muss an diesem Tag seine Krankheit dem Lehrstuhl mitteilen. Eine ärztliche Bescheinigung muss er erst am Freitag vorlegen. Erkrankt ein Arbeitnehmer am Freitag und ist bis einschließlich Montag krank, dann muss er am Montag die ärztliche Bescheinigung vorlegen. Ein Arbeitnehmer wird am Freitag krank, am folgenden Montag kommt er als gesund zurück. Er muss montags keine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Der Arbeitnehmer wird ab Mittwoch krank. Am Montag erscheint er wieder zur Arbeit. Da angenommen wird, dass er am Wochenende schon wieder gesund war, muss er keine ärztliche Bescheinigung vorlegen.
Entgelt im Krankheitsfall Unverschuldet arbeitsunfähige Arbeitnehmer haben Anspruch auf Entgelt im Krankheitsfall (=Entgeltfortzahlung), § 22 Abs. 1 TV-L. Entgeltfortzahlung wird für die Dauer der Erkrankung, höchstens aber sechs Wochen lang, geleistet. Nach Ablauf von sechs Wochen schließt sich die Zahlung des Krankengeldes an. Das Krankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, von dort erhalten Sie Auskünfte über die im Einzelfall maßgebliche Höhe und Dauer der Zahlung.
Wird ein Arbeitnehmer wiederholt krank, gelten Höchstfristen für die arbeitgeberseitigen Leistungen (Entgeltfortzahlung und Krankengeldzuschuss), ebenso für den Bezug von Krankengeld. Schadenersatzansprüche Falls ein Dritter für den Arbeitsausfall eines Arbeitnehmers verantwortlich ist, dann könnte dieser schadenersatzpflichtig sein (z. B. bei Unfällen, vorsätzlicher Körperverletzung u. a.). In einem solchen Fall ist zusätzlich die Rechtsabteilung des LfF Ansbach zu informieren. Kur
Kurmaßnahmen werden bei Arbeitnehmern wie eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit behandelt. Die Nachweispflichten (s.o.) sind zu beachten. Wiedereingliederung Wenn ein Arbeitnehmer längere Zeit krank war, kann eine Wiedereingliederung vereinbart werden, § 74 SGB V. Der behandelnde Arzt schlägt, je nach Genesungsfortschritt, eine stufenweise Erhöhung der Arbeitszeit vor. Diesen Wiedereingliederungsplan (ein mehrseitiges Formblatt) hat der Beschäftigte dem zuständigen Personalsachbearbeiter komplett vorzulegen. Anschließend erhält der Arbeitnehmer ein Anschreiben, in welchem ihm der genaue Ablauf des Wiedereingliederungsverfahrens erklärt wird. Folgende Grundsätze gelten:
Die Maßnahme dient der Rehabilitation, sie erfolgt nicht auf arbeitsvertraglicher Basis. Deshalb ändert sich das bestehende Arbeitsverhältnis nicht, insbesondere bleibt die im Arbeitsvertrag vereinbarte Arbeitszeit unverändert. Der Arbeitnehmer gilt für die Zeit der Wiedereingliederung weiterhin als krank. Deshalb erhält er kein Entgelt (Gehalt/Lohn), sondern i. d. R. Krankengeld und -zuschuss (s.o.). Der Arbeitnehmer und die Universität sind berechtigt, die Wiedereingliederung jederzeit und fristlos zu beenden. Prävention (§ 84 SGB IX)
Bitte informieren Sie deshalb das zuständige Personalreferat, wenn in Ihrem Bereich Beschäftigte länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind. Erkrankung eines Kindes des Arbeitnehmers 2. Beamte
Nach § 21 Abs. 1 der Urlaubsverordnung (UrlV) ist die Erkrankung und deren voraussichtliche Dauer am folgenden Arbeitstag dem Vorgesetzten anzuzeigen. Im Hinblick auf die besondere Treuepflicht der Beamten können diese nicht besser gestellt werden als Angestellte und Arbeiter. Von Beamten ist deshalb zu verlangen, dass sie wie Arbeitnehmer die Dienstunfähigkeit dem Leiter ihrer Beschäftigungsstelle am ersten Krankheitstag zu Dienstbeginn mitteilen.
Dauert die Dienstunfähigkeit länger als drei Kalendertage, so ist spätestens am vierten Kalendertag eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen (§ 21 Abs. 2 UrlV).
Damit das Bestehen solcher Ansprüche geprüft werden kann, ist bei der Anzeige einer Dienstunfähigkeit immer auch zur Frage Stellung zu nehmen, ob ein Unfall (Dienst- oder privater Unfall) vorliegt oder ob aus anderen Gründen ein Dritter schadenersatzpflichtig sein kann. (Muster Krankmeldung (Word / PDF); Muster Rückmeldung (Word / PDF)).
Übergehende Ansprüche werden durch das Landesamt für Finanzen geltend gemacht. Kur Wiedereingliederung und Prävention:
Die Ausführungen zu Wiedereingliederung und Prävention bei Arbeitnehmern gelten sinngemäß auch für Beamte. Nach oben
Zentrale Universitätsverwaltung, Personalabteilung - Letzte Änderung: 21.08.2013