Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202000,%20643
Timestamp: 2019-06-17 20:06:15
Document Index: 196441745

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 154', '§ 194', '§ 208', '§ 114', '§ 30', '§ 154', '§ 194', '§ 208', '§ 114', '§ 30', '§ 208', '§ 208', '§ 903', '§ 208', '§ 208', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 208', '§ 208', '§ 30', '§ 114', '§ 2', '§ 208', '§ 30', '§ 208', '§ 9', '§ 328', '§ 208', '§ 33', '§ 155', '§ 17', '§ 30']

BFH, 25.07.2000 - VII B 28/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,297
BFH, 25.07.2000 - VII B 28/99 (https://dejure.org/2000,297)
BFH, Entscheidung vom 25.07.2000 - VII B 28/99 (https://dejure.org/2000,297)
BFH, Entscheidung vom 25. Juli 2000 - VII B 28/99 (https://dejure.org/2000,297)
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AO 1977 § 30a Abs. 1 und 3, § 154 Abs. 2, § 194 Abs. 3, § 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 3 und Satz 2; FGO § 114 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3
Unzulässige Rasterfahndung - Steuerfahndung - Steuerstrafrechtliches Ermittlungsverfahren - Kreditinstitut - Inhaber von Tafelpapieren - Sammeldepotverwahrung - Steuerstrafrechtlicher Anfangsverdacht
Kein steuerstrafrechtlicher Anfangsverdacht wegen Einlieferung von Tafelpapieren in Sammeldepot
Zur Frage der Befugnis zur Verwertung beschlagnahmter Unterlagen aus einer Steuerfahndungs-Außenprüfung bei einer Bank
AO 1977 § 30a Abs. 1 und 3, § 154 Abs. 2, § 194 Abs. 3, § 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 3 und Satz 2; FGO § 114 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3
§§ 30a, 154, 194, 208 AO
Steuerstrafrecht; unzulässige Rasterfahndung bei Kreditinstitut
Abgrenzung von Zuständigkeit und Befugnis der Steuerfahndung
BFHE 192, 44
NJW 2000, 3157
ZIP 2000, 1886
NVwZ 2000, 1334 (Ls.)
WM 2000, 1842
BB 2000, 1872
DB 2000, 1997
BStBl II 2000, 643
Die Gegensätze sind auch durch weitere Stellungnahmen des VII. Senats des BFH (vgl. Beschluss vom 25. Juli 2000 - VII B 28/99 -, BFHE 192, 44, BStBl II 2000, S. 643;… Beschluss vom 21. März 2002 - VII B 152/01 -, BFHE 198, 42, BStBl II 2002, S. 495) nicht ausgeräumt worden und führen in der Prüfungspraxis der Finanzämter dazu, dass im Einzelfall der Bankenprüfung Maßnahmen zur Verifikation von Spekulationsgewinnen aus privaten Wertpapiergeschäften nicht sicher geplant und deren Rechtmäßigkeit nicht sicher abgeschätzt werden können.
Sie hält das Vorgehen der Steufa für eine unzulässige Rasterfahndung, deren Vorliegen anhand der steuerverfahrensrechtlichen Schranken des § 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AO 1977, die der Bundesfinanzhof (BFH) etwa mit Beschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99 (BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643) aufgestellt habe, zu prüfen sei.
Da diese auf der Rechtsprechung des Senats beruhen (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 28. Oktober 1997 VII B 40/97, BFH/NV 1998, 424; in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643; vom 6. Februar 2001 VII B 277/00, BFHE 194, 26, BStBl II 2001, 306) und die Beteiligten hiergegen keine Einwendungen erhoben haben, sieht der Senat von einer weiter gehenden Begründung ab.
§ 208 AO 1977 ist ein Gesetz i.S. des § 903 Satz 1 BGB, das der Steufa bestimmte Aufgaben und Befugnisse zuweist und daher geeignet ist, den geltend gemachten Abwehranspruch zu entkräften (vgl. Senatsbeschlüsse in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643, und vom 15. Juni 2001 VII B 11/00, BFHE 195, 40, BStBl II 2001, 624).
Die Aufdeckung und Ermittlung unbekannter Steuerfälle umfasst Nachforschungen sowohl nach unbekannten Steuerpflichtigen als auch nach bisher unbekannten steuerlichen Sachverhalten (vgl. Senatsbeschluss in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643;… Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 16. Aufl., § 208 AO 1977 Rz. 26 ff., mit Hinweisen auf die Gesetzesbegründung des Finanzausschusses, BTDrucks 7/4292 zu § 208 AO 1977).
Zutreffend weist das FG darauf hin, dass die Ausführungen des Senats in dem Beschluss in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643 auf den Streitfall nicht übertragen werden können.
Demgegenüber lagen der Steufa in dem in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643 entschiedenen Streitfall derartige Erkenntnisse nicht vor.
Für die Anwendung einer Rasterfahndung spricht auch nicht, dass die Steufa die Erheblichkeitsschwelle (d.h. eine Differenzierung hinsichtlich des Nennwertes der zu untersuchenden Wertpapiertransaktionen) etwa zu niedrig angesetzt oder sogar gänzlich vernachlässigt hätte (vgl. dazu Senatsbeschluss in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643).
Zwar hat der Senat mit Beschlüssen in BFH/NV 1998, 424 und in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643 ausgeführt, dass der Begriff "Außenprüfung" i.S. des § 30a Abs. 3 AO 1977 funktional auszulegen und damit auch die Fahndungsprüfung als Außenprüfung anzusehen sei.
Im Streitfall kommt es nicht darauf an, wie weit der durch § 30a AO 1977 geschützte Kernbestand des Bankgeheimnisses reicht (zur weiteren Entwicklung der Rechtsprechung in dieser Frage s. auch BFH-Urteil vom 15. Dezember 1998 VIII R 6/98, BFHE 187, 302, BStBl II 1999, 138; BFH-Beschlüsse vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643; vom 15. Juni 2001 VII B 11/00, BFHE 195, 40, BStBl II 2001, 624; vom 2. August 2001 VII B 290/99, BFHE 196, 4, BStBl II 2001, 665; vom 4. September 2000 I B 17/00, BFHE 192, 260, BStBl II 2000, 648; vom 21. März 2002 VII B 152/01, BFHE 198, 42, BStBl II 2002, 495; Entscheidungen des FG Köln vom 8. Dezember 1999 2 V 7278/99, EFG 2000, 598; des FG Hamburg vom 19. Oktober 2000 VI 169/98, EFG 2001, 246; des Schleswig-Holsteinischen FG vom 28. November 2001 V 288/00, EFG 2001, 182, und des Niedersächsischen FG vom 22. Juni 2001 6 V 672/00, EFG 2001, 1100).
Die vom Senat im einstweiligen Rechtsschutzverfahren in seinem Beschluss in BFH/NV 1998, 424 in summarischer Beurteilung der Rechtsfrage geäußerten Einwände gegen das Abstellen auf das Erfordernis eines "hinreichenden Anlasses" sind wie folgt zu präzisieren (so tendenziell schon Senatsbeschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643):.
FG Niedersachsen, 05.12.2001 - 6 V 384/01
Verwertung von Bankunterlagen (einstweilige Anordnung)
Zur Begründung verweist er im Wesentlichen auf die Beschlüsse des BFH vom 06. Februar 2001 VII B 277/00 und vom 25. Juli 2000 VII B 28/99.
Schließlich darf durch die einstweilige Anordnung die Hauptsache nicht unzulässigerweise vorweggenommen werden (vgl. BFH-Beschl. v. 25. Juli 2000 VII B 28/99, BStBl II 2000, 643).
Dazu beruft er sich auf den BFH-Beschl. v. 25. Juli 2000 VII B 28/99, in dem eine Rasterfahndung (Ausforschungsmaßnahme) als unzulässig angesehen worden ist.
Als rechtliche Grundlage für einen Untersagungsanspruch kommt nach dem Vortrag des Antragstellers nur § 30 a Abs. 3 AO in Betracht (vgl. BFH-Beschluss v. 25. Juli 2000 VII B 28/99, BStBl II 2000, 643).
Anders als im vom Antragsteller zur Begründung angeführten und vom BFH mit Beschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99 (…a.a.O.) entschiedenen Sachverhalt (dort hatte sich die Steuerfahndung anläßlich von Vermögenstransfers nach Luxemburg Unterlagen bezüglich aller, d.h. auch rein inländischer, Tafelgeschäfte vorlegen lassen), hat die Steuerfahndung F den durch den Durchsuchungsbeschluss vorgegebenen Rahmen nicht verlassen.
Es ist allgemein anerkannt, dass die Steuerfahndung im Rahmen der Tätigkeit nach § 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 AO gleichzeitig auch in der Erfüllung ihrer Aufgabe zur Aufdeckung und Ermittlung unbekannter Steuerfälle, also im Rahmen steuerverfahrensrechtlicher Ermittlungen, tätig werden kann (§ 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AO; BFH-Beschluss v. 25. Juli 2000 VII B 28/99, a.a.O.).
Die Aufdeckung und Ermittlung unbekannter Steuerfälle erfasst Nachforschungen sowohl nach unbekannten Steuerpflichtigen als auch nach bisher unbekannten steuerlichen Sachverhalten (BFH v. 25. Juli 2000, a.a.O.).
Gleiches gilt, wenn ein steuerrechtliches Ermittlungsverfahren bei einem Kreditinstitut mit einem bestimmten Auftrag dazu benutzt wird, ohne Rücksicht auf eine etwaigen Zusammenhang mit diesem Auftrag bestimmter Verhaltensweisen von Kunden dieses Kreditinstituts möglichst vollständig zu erfassen mit dem Ziel, in allen Fällen undifferenziert die Vorgänge auf ihre steuerlich korrekte Erfassung einer Überprüfung zu unterziehen (BFH v. 25. Juli 2000, a.a.O.).
Für die Feststellungen der Steuerfahndungsbehörde über legitimationsgeprüfte Konten ergibt sich deshalb kein Verwertungsverbot gemäß § 30a Abs. 3 Satz 2 AO 1977 (…Abgrenzung zu den BFH-Beschlüssen vom 28. Oktober 1997 VII B 40/97, BFH/NV 1998, 424, und vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, DStR 2000, 1511).
Gegner einer derartigen Klage --und ebenso des entsprechenden Antrages auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gemäß § 114 FGO-- ist im Verfahren gemäß § 2 Abs. 2 EGAHiG das insoweit zuständige BfF (vgl. Senatsurteil vom 23. Juli 1986 I R 306/82, BFHE 148, 1, BStBl II 1987, 92; vgl. auch zur vergleichbaren Rechtslage im Zollrecht BFH-Urteil in BFHE 190, 522) und nicht --wie bei innerstaatlicher Übermittlung von Kontrollmitteilungen-- das zuständige (Prüfungs-) FA (…vgl. dazu z.B. die BFH-Beschlüsse in BFHE 147, 492, BStBl II 1987, 440, und in BFH/NV 1998, 424; Niedersächsisches FG in EFG 1999, 10; vgl. auch allgemein zum Abwehranspruch des betroffenen Bankkunden gegen die Auswertung von Fahndungsergebnissen BFH-Beschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2000, 1511).
Bei den sonach vorgenommenen Ermittlungen handelt es sich gerade nicht um "steuerverfahrensrechtliche Tätigkeiten", die in funktionaler Hinsicht "typischerweise zum Tätigkeitsfeld der Außenprüfung gehören" (…so BFH-Beschluß in BFH/NV 1998, 424, 430; daran anknüpfend BFH-Beschluss in DStR 2000, 1511).
Allerdings hat der VII. Senat seine Rechtsprechung im Beschluss in DStR 2000, 1511, 1516 nochmals bekräftigt.
Zu einer "Rasterfahndung" oder zu Ermittlungen "ins Blaue hinein" ist die Steuerfahndung danach nicht berechtigt (zum Ganzen BFH-Urteil vom 29. Oktober 1986 VII R 82/85, BFHE 148, 108, BStBl II 1988, 359, unter II.2.b, die Verfassungsbeschwerde blieb erfolglos, s. BVerfG-Beschluss vom 6. April 1989 1 BvR 33/87, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1989, 440; BFH-Beschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643, unter II.2.c aa).
BFH, 15.06.2001 - VII B 11/00
Diese geht davon aus, dass die bloße Inhaberschaft von Tafelpapieren, verbunden mit der Einlieferung derselben zur Verwahrung in das Depot oder die Sammeldepotverwahrung eines deutschen Kreditinstituts keinen strafrechtlichen Anfangsverdacht rechtfertigt (vgl. Senatsbeschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99 (BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643), denn es wäre widersinnig und mit einer rechtsstaatlichen Ordnung nicht zu vereinbaren, wenn an die bloße Existenz eines vom Gesetz für erlaubt erklärten Tatbestands automatisch die Rechtsfolge eines strafrechtlichen Anfangsverdachts zu knüpfen wäre.
Sollten im Streitfall tatsächlich auch solche Fälle von Tafelgeschäften erfasst sein, in denen sich ein Anfangsverdacht nicht begründen lässt, so stände es den davon betroffenen Bankkunden im Übrigen frei, in Person gegen die von der Steufa beabsichtigten Maßnahmen nach den Grundsätzen der Senatsentscheidung in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643 vorzugehen.
Wie der Senat jedoch bereits mehrfach entschieden hat, gilt dieses in Form eines gebundenen Ermessens formulierte Verbot nicht, wenn wegen des Verdachts einer Steuerverkürzung ermittelt wird oder ermittelt worden ist (vgl. BFH in BFH/NV 1998, 424), mithin ein steuerstrafrechtlicher Anfangsverdacht besteht oder gegeben war (BFH in BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643).
Soweit sich der Kläger u.a. auf die Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 25.07.2000 (Az: VII B 28/99) berufe, sei diese Entscheidung über den entschiedenen Einzelfall hinaus nicht anwendbar (Nichtanwendungserlass, BMF, vom 12.12.2000 zu VI A 4-S 0130 a-9/00; BStBl 2000 I 1549).
Insoweit konnte der Senat offen lassen, ob anlässlich einer Steuerfahndung im rechtlichen Sinne gegenüber nicht verfahrensbeteiligten Dritten gewonnene Erkenntnisse (nach § 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AO ) von vornherein nicht der Verwertungsbeschränkung des § 30 a Abs. 3 AO unterliegen (so BFH, Beschluss vom 4. September 2000 I B 17/00, BStBl II 2000, 649, a.A, BFH, Beschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, BStBl II 2000, 643).
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH hat die Aufgabenerfüllung der Steuerfahndung nach § 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AO unter Berücksichtigung der Gesetzesbegründung, der Bedeutung der allgemeinen Steueraufsicht für die Sicherung der Staatseinnahmen sowie unter Abwägung des hohen Stellenwerts, den das Gebot der Steuergleichheit und Steuergerechtigkeit für die Allgemeinheit hat, gegen die Rechte und Interessen des von der Maßnahme der Steufa im Einzelfall Betroffenen, zwar erst dann einzusetzen, wenn für ein Tätigwerden der Steufa ein hinreichender Anlass besteht, welcher vorliegt, wenn aufgrund konkreter Anhaltspunkte (z.B. wegen der Besonderheit des Objekts oder der Höhe des Wertes) oder aufgrund allgemeiner Erfahrungen (auch konkreten Erfahrungen für bestimmte Gebiete) die Möglichkeit einer Steuerverkürzung in Betracht kommt und daher eine Anordnung bestimmter Art. angezeigt ist; Ermittlungen "ins Blaue hinein", Rasterfahndungen, Ausforschungsdurchsuchungen oder ähnliche Ermittlungsmaßnahmen sind unzulässig (vgl. BFH, Beschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, BStBl II 2000, 643 (Nichtanwendungserlass: BMF-Schreiben vom 12. Dezember 2000 - IV A 4 - S 0130a - 9/00, BStBl I 2000, 1549); BFH, Beschluss vom 21. März 2002 VII B 152/01, BStBl II 2002, 495 ).
Sofern die Steuerfahndung daher im Rahmen eines Auskunftsersuchens nicht die totale Erfassung aller Auslandsanleger in undifferenzierter Weise verfolgt hätte, was im Ergebnis zu einer unzulässigen Rasterfahndung (die anzunehmen ist, wenn jedwede Anhaltspunkte für steuerlich erhebliche Umstände fehlen oder eine vollständige Erfassung von Bankkunden beabsichtigt ist mit dem Ziel, in allen Fällen undifferenziert, d.h. unabhängig von der Höhe der festgestellten Beträge oder von sonstigen Besonderheiten, die Vorgänge auf ihre steuerlich korrekte Erfassung einer Überprüfung zu unterziehen [vgl. BFH, Beschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, a.a.O.]) geführt hätte, sondern unter Berücksichtigung einer sich nach den steuerlichen Freibeträgen gemäß §§ 9a Satz 1 Nr. 1b , 20 Abs. 4 EStG orientierten Erheblichkeitsschwelle, welche der Senat auf 100.000,-- DM Anlage-/Überweisungskapital schätzt, und unter Beschränkung des Erhebungszeitraumes auf die Jahre 1992 bis 1994, d.h. unmittelbar um die Einführung des Zinsabschlagsteuergesetzes herum, ein entsprechendes, mit Zwangsmitteln (§§ 328 ff AO ) durchsetzbares Auskunftsersuchen nach §§ 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, 93 AO bei der Bank A gestellt hätte, so hätte die Steuerfahndung die maßgeblichen Auslandsüberweisungen des Klägers im Jahre 1992 und 1993 ebenfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mitgeteilt bekommen.
Soweit der VII. Senat des BFH in seinem Beschluss vom 25. Juli 2000 ( VII B 28/99, BStBl II 2000, 643) anderer Auffassung ist, vermag der Senat dem nicht zu folgen.
a) Die Zulässigkeit des Finanzrechtswegs gemäß § 33 Abs. 1 Nr. 1 FGO, die das FG mit eingehender Begründung überzeugend bejaht hat, ist vom BFH als Beschwerdegericht nach § 155 FGO i.V.m. § 17a Abs. 5 des Gerichtsverfassungsgesetzes nicht mehr zu überprüfen (vgl. Senatsbeschluss vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643, m.w.N.).
BFH, 06.02.2001 - VII B 277/00
BFH, 28.01.2004 - X S 21/03
Voraussetzungen für die Gewährung einer Wiedereinsetzung bei einem mittellosen …
BFH, 02.04.2004 - VIII S 2/04
Voraussetzungen der Bewilligung von PKH für eine beabsichtigte NZB
BFH, 21.12.2001 - VII B 216/01
BFH, 24.10.2005 - II B 131/04
Fahndung bei Kreditinstitut; Tätigwerden der Steuerfahndung; Anfechtung …
FG Düsseldorf, 16.05.2006 - 17 K 6514/04
Rechtmäßigkeit eines Auskunftsersuchens bzw. Vorlageersuchens von …
FG Sachsen, 24.10.2007 - 1 K 1925/06
Notwendigkeit des Vorliegens eines hinreichenden Anlasses für die Aufdeckung und …
BFH, 02.08.2005 - IV B 185/03
BFH, 03.12.2008 - VIII B 54/07
Grundsätzliche Bedeutung von Fragen zu einem aus § 30a AO folgenden …
FG Niedersachsen, 05.12.2001 - 6 V 779/00
Bankenfälle - Rechtsbehelfe der Bankkunden bei Ermittlungen der Steufa
FG Hessen, 05.09.2000 - 4 V 2857/00
Zuständigkeit; Rechtsweg; Steuerfahndung; strafrechtliches Ermittlungsverfahren; …
LG Karlsruhe, 08.01.2001 - 12 Qs 21/00