Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.09.2012&Aktenzeichen=VI%20ZR%2092/11
Timestamp: 2020-08-05 02:03:45
Document Index: 341794987

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', '§ 830', '§ 830', '§ 826', '§ 830', '§ 830', '§ 111', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.09.2012 - VI ZR 92/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,33607
BGH, 11.09.2012 - VI ZR 92/11 (https://dejure.org/2012,33607)
BGH, Entscheidung vom 11.09.2012 - VI ZR 92/11 (https://dejure.org/2012,33607)
BGH, Entscheidung vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11 (https://dejure.org/2012,33607)
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§ 826 BGB, § 830 Abs 1 BGB, § 830 Abs 2 BGB
Haftung eines Vorstandsmitglieds, des Aufsichtsratsvorsitzenden und eines Steuerberaters bei Wertlosigkeit der von der Aktiengesellschaft ausgegebenen Aktien
BGB § 826; BGB § 830
Zur Haftung für wertlose Aktien
Zur Haftung bei Ausgabe wertloser Aktien
Außenhaftung von Organmitgliedern als Mittäter oder Gehilfen setzt positive Kenntnis von der Haupttat voraus
Zur Haftung eines Vorstandsmitglieds, des Aufsichtsratsvorsitzenden und eines Steuerberaters mit Vollmacht zur Stimmrechtsausübung, wenn die von einer Aktiengesellschaft ausgegebenen Aktien wertlos sind
Haftung eines Vorstandsmitglieds für wertlose Aktien
Aufsichtsrat, Darlegungs- und Beweislast, Geschäftsführer, Gesellschaftsrecht, Haftung, Schadensersatzanspruch, tatsächliche Vermutung, Vorstand
Zur Haftung der Verantwortlichen einer AG im Hinblick auf wertlos gewordene Aktien
BGB §§ 830, 249, 826; AktG § 111
Teilnahme an einer vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung
LG Aschaffenburg, 10.05.2010 - 3 O 519/08
OLG Bamberg, 17.03.2011 - 1 U 62/10
ZIP 2012, 2302
VersR 2012, 1525
WM 2012, 2195
BB 2013, 2244
DB 2012, 2628
NZG 2012, 1303
OLG Brandenburg, 24.06.2020 - 4 U 147/19
Für den eigens festzustellenden subjektiven Tatbestand der Sittenwidrigkeit genügt hingegen die Kenntnis der tatsächlichen Umstände, die das Sittenwidrigkeitsurteil begründen (OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19. November 2019 - 17 U 146/19 -, WM 2020, 325, Rdnr. 50 bei juris; OLG München…, Urteil vom 15. Januar 2020 - 20 U 3219/18 -, Rdnr. 48, unter Hinweis auf BGH…, Urteil vom 28. Juni 2016 - VI ZR 536/15 -, NJW 2017, 250, Rdnr. 25, sowie auf BGH…, Urteil vom 13. September 2004, II ZR 276/02, NJW 2004, 3706, Rdnr. 36 bei juris; BGH, Urteil vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11, WM 2012, 2195 Rdnr. 31).
(b) Soweit die Revision sich auf ein bewusstes Verschließen der Klägerin vor der Erkenntnis sittenwidrigen Handelns der Fondsinitiatoren beruft, verkennt sie, dass dies voraussetzt, dass die Unkenntnis auf einem gewissenlosen oder grob fahrlässigen (leichtfertigen) Handeln beruht (vgl. BGH, Urteil vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11, WM 2012, 2195 Rn. 31 mwN), etwa weil Berufspflichten in solchem Maße leichtfertig verletzt wurden, dass das Verhalten als bedenken und gewissenlos zu bezeichnen ist (…BGH aaO).
So kann sich ein Schadensersatzanspruch nach § 826 BGB auch gegen Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft richten und insbesondere dann in Betracht kommen, wenn ein Anleger völlig wertlose Aktien dieser Gesellschaft erwirbt (vgl. Senatsurteil vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11, VersR 2012, 1525 Rn. 21 ff.).
OLG Brandenburg, 07.07.2020 - 6 U 109/18
Für den eigens festzustellenden subjektiven Tatbestand der Sittenwidrigkeit genügt hingegen die Kenntnis der tatsächlichen Umstände, die das Sittenwidrigkeitsurteil begründen (vgl. BGH, Urteil vom 11.09.2012 - VI ZR 92/11, juris Rn. 31; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19.11.2019 - 17 U 146/19, juris Rn. 50; OLG München…, Urteil vom 15.01.2020 - 20 U 3219/18, juris Rn. 48).
OLG Brandenburg, 08.07.2020 - 4 U 106/19
Für den einzelnen Beteiligten muss ein Verhalten festgestellt werden, das den rechtswidrigen Eingriff in ein fremdes Rechtsgut unterstützt hat und das von der Kenntnis der Tatumstände und dem auf die Rechtsgutsverletzung gerichteten Willen getragen war (vgl. BGH, Urteil vom 4. November 1997 - VI ZR 348/96, BGHZ 137, 89, 102; Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, NJW 2004, 3423, 3425; Urteil vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11, ZIP 2012, 2302 Rn. 24 mwN).
Das Nichterwähnen der vom Beklagten benannten Zeugen lässt sich nur damit erklären, das Berufungsgericht habe den Vortrag nicht zur Kenntnis genommen und sich - wie aber von § 286 ZPO geboten und einer Überprüfung durch das Revisionsgericht zugänglich (…vgl. Senatsurteil vom 8. Mai 2012 - XI ZR 262/10, BGHZ 193, 159 Rn. 37 ff.; BGH, Urteil vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11, WM 2012, 2195 Rn. 19 mwN) - mit dem Prozessstoff nicht umfassend auseinandergesetzt.
Mittäterschaft setzt danach einen gemeinsamen Tatentschluss voraus, der die einzelnen Tatbeiträge zu einer gemeinschaftlich begangenen Tat verbindet (vgl. BGH, Urteil vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11 [unter II 2 a]).
Eine Beihilfe in diesem Sinn setzt weder eine kommunikative Verständigung von Haupttäter und Gehilfen auf einen gemeinsamen Tatplan noch eine Mitwirkung des Gehilfen bei der Tatausführung voraus, ebensowenig ist eine objektive Mitverursachung des Taterfolgs in seinem konkreten Gepräge durch den Gehilfen notwendig; ausreichend ist vielmehr ein Verhalten, das die tatbestandsmäßige Handlung fördert, erleichtert oder den Täter in seinem Entschluss zur Tatbegehung bestärkt (vgl. BGH, Urteil vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11 [unter II 1 a bb]; Urteil vom 26. Oktober 2004 -XI ZR 279/03 [unter II 2 a]; Urteil vom 25. Juli 2005 - II ZR 390/03 [unter II 1 c aa]).
Es genügt, dass sich der Handelnde dieser Kenntnis bewusst verschließt, was dann anzunehmen ist, wenn die Unkenntnis auf einem gewissenlosen oder grob fahrlässigen (leichtfertigen) Handeln beruht, etwa Berufspflichten in solchem Maße leichtfertig verletzt wurden, dass das Verhalten als bedenken- und gewissenlos zu bezeichnen ist (vgl. BGH, Urteil vom 11. September 2012 - VI ZR 92/11 [unter II 1 a cc (2)]).
LG Köln, 05.06.2014 - 15 O 83/10
Anforderungen an die schlüssige Darlegeung von Tatsachen zum Nachweis einer …