Source: https://www.easyleaving.com/ihre-beerdigungs-planung-brandenburg
Timestamp: 2019-06-24 17:28:40
Document Index: 196990443

Matched Legal Cases: ['§1', '§2', '§3', '§4', '§5', '§9', '§17', '§18', '§19', '§25']

Ihre Beerdigungs­planung in Brandenburg | Drupal
Ihre Beerdigungs­planung in Brandenburg
Viele möchten Ihre Beerdigung selbst planen und vorbereiten. Das ist ein guter Gedanke, denn so helfen Sie Ihren Angehörigen durch eine schwere Zeit. Wir haben Ihnen im Folgenden die wichtigsten Details zu Bestattung, Grabgestaltung, Trauertexte und Trauerfeier zusammen getragen. Beerdigungen werden in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gesetzlich geregelt. In dieser Checkliste sind die Regelungen von Brandenburg berücksichtigt.
Das Gesetz über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen im Land Brandenburg (Brandenburgisches Bestattungsgesetz - BbgBestG) trat am 7. November 2001 in Kraft und wurde zuletzt 2012 reformiert.
Auch Brandenburg fordert in §1 Abs. 1 eine würdige Bestattung und erklärt diese zur öffentlichen Aufgabe. Abs. 2 bestimmt, dass von Leichen, Leichenteilen oder Aschen von Leichen keine gesundheitliche Gefahr ausgehen darf und beim Umgang mit ihnen das sittliche Empfinden der Allgemeinheit nicht verletzt werden darf und auch die öffentliche Sicherheit und die öffentliche Gesundheit nicht gefährdet werden soll ohne dass diese Punkte näher definiert würden. Gleiches wird in §2 von Bestattungseinrichtungen verlangt. §3 definiert den Begriff der Leiche und bestimmt, dass Tot- und Fehlgeburten erst ab einem Gewicht von 500 Gramm im Sinne des Gesetzes als Leichen gelten. Die Leichenschau verlangt der §4. Jede Leiche ist von einem approbierten Arzt zur Feststellung des Todes, des Todeszeitpunktes, der Todesart und der Todesursache zu untersuchen. Diese ist von folgenden Personen zu veranlassen:
Personen, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben die Kosten der Leichenschau zu übernehmen, bei Sterbefällen in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen, zu deren Aufgaben auch die ärztliche Behandlung der aufgenommenen Personen gehört, kann eine besondere Vergütung für die Leichenschau und die Ausstellung des Totenscheins jedoch nicht verlangt werden.
Personen, in deren Wohnung, Unternehmen oder Einrichtung sich der Sterbefall ereignet hat
Personen, die eine Leiche auffinden.
Der zur Bestattung Verpflichtete übernimmt die Kosten für die Leichenschau. Verantwortlich für die Durchführung dieser sind laut §5
bei Sterbefällen in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen, jeder dort tätige Arzt
bei häuslichen und sonstigen Sterbefällen jeder erreichbare niedergelassene Arzt oder ein Arzt im ärztlichen Notfalldienst
Klinische Sektion (Obduktion)
Die Klinische Sektion (innere Leichenschau) ist nach Brandenburger Recht "Teil der Qualitätssicherung und dient der Überprüfung ärztlichen Handelns im Hinblick auf Diagnose, Therapie und Todesursache, der Lehre und Ausbildung, der Epidemiologie, der medizinischen Forschung sowie Begutachtung." Sie wird in besonderen Fällen angeordnet, etwa bei unklarer Todesursache oder einem unnatürlichen Tod. Laut §9 kann sie bei einer dafür ermächtigten Einrichtung für Pathologie oder Rechtsmedizin unter Angabe des Grundes von einem Arzt oder den Angehörigen beantragt werden.
§17 Totenschein und Sektionsschein
Der Arzt , der die Leichenschau durchführt stellt einen Totenschein aus, wurde eine innere Leichenschau durchgeführt zudem noch einen Sektionsschein.
§18 Aufbewahrung und Beförderung von Leichen
Verstorbene sind innerhalb von 24 Stunden nach Eintritt des Todes, bei späterem Auffinden unverzüglich, jedoch erst nach der Leichenschau in eine Leichenhalle zu überführen. Die untere Gesundheitsbehörde kann Ausnahmen zulassen. Soll die Leiche ins Ausland überführt werden, braucht es hierfür einen Leichenpass.
Auch Brandenburg hat im §19 eine Bestattungspflicht bestimmt. Ausgenommen sind hiervon Totgeburten bis 1.000 Gramm Gewicht. Auf Wunsch der Eltern können und müssen Totgeborenen sowie Fehlgeborene aber ebenfalls bestattet werden, selbst wenn sie weniger wiegen.
Die Verstorbenen müssen innerhalb von zehn Tagen nach Feststellung des Todes bestattet werden. Diese Frist kann auf Antrag von der unteren Gesundheitsbehörde verlängert werden, wenn keine gesundheitlichen Bedenken dagegen bestehen.
Wer ist für die Beerdigungsplanung verantwortlich?
Folgende Angehörigen in der genannten Reihenfolge und jeweils die ältesten vor den jüngeren müssen für die Beerdigung ihrer Angehörigen sorgen:
durch Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft verbundene Personen
Die Art der Beerdigung richtet sich nach nach dem Willen des Verstorbenen. Ist dieser nicht bekannt, haben die geschäftsfähigen Angehörigen diese zu bestimmen. Die Beisetzung hat nach §25 auf einem Friedhof zu erfolgen, allerdings sind Ausnahmen in wichtigen Fällen und wenn diese öffentlichen Belangen nicht entgegenstehen auf Antrag möglich. Auch Seebestattungen gestattet Brandenburg ausdrücklich.
Hinterlegen Sie in Ihrem Mein easyleaving-Profil Ihre Beerdigungsplanung und Trauerfeier. Melden Sie sich an, hinterlassen Sie den Angehörigen Ihre Wünsche und informieren Sie sie über die Vorkehrungen, die Sie zu Lebzeiten bereits veranlasst haben.