Source: https://www.dark-bird.com/Service/Sachkunde34a.aspx
Timestamp: 2019-04-23 10:43:27
Document Index: 193983783

Matched Legal Cases: ['§34', '§ 34', '§34', '§34', '§34', '§34', '§34', '§ 30', '§ 915', '§ 107', '§ 34', '§ 46', '§ 3']

Liste aller IHK und deren Anmeldung
Um im Wachgewerbe tätig zu sein müssen Sie eine Unterrichtung oder eine Sachkundeprüfung nach §34a ablegen. Die Unterrichtung erlaubt es Ihnen in geschlossenen privaten und privatbetrieblichen Objekten Wachdienste auszuüben. Für den Einsatz im öffentlichen Raum wie bei der City-Streife oder als Türsteher benötigen Sie den Sachkundenachweis. Beides kann bei der örtlichen IHK abgelegt werden. Adressen, weitere Informationen und Anmeldeböden finden Sie in der folgenden Liste.
Die Unterrichtung dauert in der Regel 40 Stunden und kostet ca. 430 Euro. Die Sachkundeprüfung umfasst 80 Lehrstunden und schlägt mit ca. 850 Euro zu Buche. In vielen Fällen zahlt das Arbeitsamt diese Gebühr als Weiterbildung und Qualifikation. Sollte dies nicht der Fall sein kann man sich häufig mit seinem Arbeitgeber darauf einigen, dass dieser die Kursgebühren vorstreckt und dann monatlich mit einem geringen Betrag vom Gehalt einbehält.
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Unternehmen die eine Tätigkeit nach §34a GewO nachgehen dürfen im aktiven Wachdienst nur Mitarbeiter einsetzen die nach §34a GewO Abs. 2 Nr.1 unterrichtet sind oder nach §34a GewO Abs. 2 Nr. 2 eine Sachkundeprüfung abgelegt haben. Mit Unterrichtung dürfen Mitarbeiter in privaten und/oder privatbetrieblichen Liegenschaften zum Einsatz kommen. Um im öffentlichen Raum, zum Beispiel als City-Streife oder Türsteher, eingesetzt zu werden ist zwingend der Sachkundenachweis erforderlich. Unternehmen des Wachgewerbes sind verpflichtet die Unterrichtung und den Sachkundenachweis Ihrer Mitarbeiter in schriftlicher Form vorzuhalten und bei deren Einstellung zu kontrollieren. Sollte ein Mitarbeiter bei Neueinstellung noch keine Befähigung nach §34a GewO besitzen so muss der Arbeitgeber den Mitarbeiter bei der zuständigen IHK zur Unterrichtung oder Sachkundeprüfung anmelden. Die zuständigen Industrie- und Handelskammern sowie einen Bogen zur Anmeldung finden Sie in der Liste weiter unten.
Von der Sachkundeprüfung befreit sind Personen mit einschlägigem Berufsabschluss wie Fachkräfte für Schutz und Sicherheit, Werkschutzfachkräfte oder der Meister für Schutz und Sicherheit (Werkschutzmeister). Weiterhin gilt die Befreiung für Personen mit erfolgreichem Abschluss im Rahmen einer Laufbahnprüfung wie dem mittleren Polizei- oder Justizvollzugsdienst oder der Feldjäger der Bundeswehr.
Zur Aufnahme der Tätigkeit im Wachgewerbe bedarf es vor der Gewerbeanemeldung einer Gewerbeerlaubnis. Diese kann bei der zuständigen Gemeinde oder der kreisfreien Stadt beantragt werden. Dieser Antrag muss folgende Nachweise beinhalten:
Auszug aus dem Handelsregister (Falls es sich um ein eingetragenes Unternehmen handelt. Z.B.: GmbH, KG).
Führungszeugnis gemäß § 30 Abs. 5 Bundeszentralregister (beim Einwohnermeldeamt zu beantragen) und Auskunft aus dem Gewerbezentralregister (beim Ordnungsamt zu beantragen). Bei juristischen Personen (z.B. GmbH) sind diese Unterlagen für alle vertretungsbefugten Personen zu erbringen.
Auskunft über Einträge im Schuldnerverzeichnis des Amtsgerichts, in dessen Bezirk der Antragsteller in den letzten drei Jahren seinen Wohnsitz oder eine gewerbliche Niederlassung hatte (§ 915 ZPO und § 107 KO).
Nachweis der für den Gewerbebetrieb erforderlichen finanziellen Mittel oder Sicherheiten.
Nachweis über die Teilnahme an einer 80-stündigen Unterrichtung für das Bewachungsgewerbe gemäß Bewachungsverordnung. Die Teilnahmebescheinigung wird von der für das Unterrichtungsverfahren verantwortlichen Industrie- und Handelskammer ausgestellt. Bei bestimmten Bewachungstätigkeiten: Nachweis einer vor der IHK abgelegten Sachkundeprüfung.
Weitere Anregungen und Erläuterungen bietet die IHK Rostock.
IHK Heilbronn-Franken, Heilbronn
IHK Hochrhein-Bodensee, Konstanz (Schopfheim)
IHK Südlicher Oberrhein, Freiburgi.Br.
IHK Nordschwarzwald, Pforzheim (Niefern)
IHK für Niederbayern, Passau
Industrie- und Handelskammer für Oberfranken-Bayreuth
IHK Ostbrandenburg, Frankfurt(Oder)
IHK Cottbus/Wildau
IHK für Ostfriesland und Papenburg, Emden
IHK Nord-Westfalen, Gelsenkirchen
IHK Nord-Westfalen, Münster
IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen
IHK Rheinhesse, Mainz
Gesetzestext: Gewerbeordnung § 34a Bewachungsgewerbe
der Antragsteller nicht durch eine Bescheinigung einer Industrie- und Handelskammer nachweist, daß er über die für die Ausübung des Gewerbes notwendigen rechtlichen Vorschriften unterrichtet worden ist und mit ihnen vertraut ist.
Mitglied in einem Verein, der nach dem Vereinsgesetz als Organisation unanfechtbar verboten wurde oder der einem unanfechtbaren Betätigungsverbot nach dem Vereinsgesetz unterliegt, war und seit der Beendigung der Mitgliedschaft zehn Jahre noch nicht verstrichen sind, oder
Mitglied in einer Partei, deren Verfassungswidrigkeit das Bundesverfassungsgericht nach § 46 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl. I S. 1473), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 12. Juli 2012 (BGBl. I S. 1501) geändert worden ist, festgestellt hat, war und seit der Beendigung der Mitgliedschaft zehn Jahre noch nicht verstrichen sind, oder
einzeln oder als Mitglied einer Vereinigung Bestrebungen im Sinne des § 3 Absatz 1 des Bundesverfassungsschutzgesetzes vom 20. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2954, 2970), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 20. August 2012 (BGBl. I S. 1798) geändert worden ist, verfolgt oder in den letzten fünf Jahren verfolgt hat.
(2) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kann mit Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung
die Anforderungen und das Verfahren für den Unterrichtungsnachweis nach Absatz 1 Satz 3 Nr. 3 sowie Ausnahmen von der Erforderlichkeit des Unterrichtungsnachweises festlegen,
die Anforderungen und das Verfahren für eine Sachkundeprüfung nach Absatz 1 Satz 6 sowie Ausnahmen von der Erforderlichkeit der Sachkundeprüfung festlegen und
die Anforderungen und Verfahren festlegen, die zur Durchführung der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. EU Nr. L 255 S. 22, 2007 Nr. L 271 S. 18) Anwendung finden sollen auf Inhaber von in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erworbenen Berufsqualifikationen, die im Inland das Bewachungsgewerbe vorübergehend oder dauerhaft ausüben möchten.