Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.05.2017&Aktenzeichen=VII%20ZB%2038%2F16
Timestamp: 2019-03-25 12:51:18
Document Index: 394450901

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 766', '§ 767', '§ 766', '§ 767', '§ 767', '§ 766', '§ 767', '§ 766', '§ 767', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.05.2017 - VII ZB 38/16 - dejure.org
ZPO § 766 Abs. 1, § 767 Abs. 1
§ 766 Abs 1 ZPO, § 767 Abs 1 ZPO
Statthaftigkeit der Vollstreckungsabwehrklage bei der Geltendmachung eines Verstoßes gegen einen vereinbarten Vollstreckungsverzicht; Geltendmachung eines Verstoßes der Pfändung gegen die vollstreckungsbeschränkende Vereinbarung im Ehevertrag durch den Schuldner im Wege der Vollstreckungserinnerung; Durchführung der Zwangsvollstreckung durch das Gericht als Vollstreckungsorgan; Bewertung des gerichtlichen Ausspruchs der Unzulässigkeit einer Vollstreckungsmaßnahme (hier: Pfändung) als Aufhebung der Vollstreckungsmaßnahme; Rechtsbeschwerde des Gläubigers mit dem Ziel der Ermöglichung einer Vollstreckung mit neuem Rang
Antrag auf Aufhebung einer Pfändung unter Berufung auf eine vollstreckungsbeschränkende Vereinbarung nur im Wege der Vollstreckungsabwehrklage entsprechend § 767 Abs. 1 ZPO
ZPO § 766 Abs. 1; ZPO § 767 Abs. 1
Familienrecht - Vollstreckungsbeschränkende Vereinbarung in Ehevertrag
§ 766 Abs. 1 ZPO, § 767 Abs. 1 ZPO
Rechtsbehelf zur Aufhebung einer Pfändung - Vollstreckungsbeschränkung
AG Miesbach, 14.07.2014 - M 2580/12
AG Miesbach, 27.11.2014 - M 2580/12
AG Miesbach, 02.12.2014 - M 2580/12
LG München II, 14.07.2015 - 2 T 219/15
LG München II, 14.07.2016 - 2 T 219/15
NJW 2017, 2202
MDR 2017, 903
FamRZ 2017, 1325
Rpfleger 2017, 632
Etwas anderes gilt nur dann, wenn - was hier nicht geschehen ist - das den Pfändungsbeschluss aufhebende Gericht zugleich die Anordnung trifft, dass der Aufhebungsbeschluss erst mit seiner Rechtskraft wirksam wird (BGH, Beschluss vom 18. Mai 2017 - VII ZB 38/16, WM 2017, 1161 Rn. 19).
Ist ein Pfändungsbeschluss durch instanzgerichtlichen Beschluss aufgehoben worden und hat das aufhebende Gericht keine Anordnung getroffen, dass der Aufhebungsbeschluss erst mit seiner Rechtskraft wirksam wird, ist das Rechtsschutzbedürfnis für eine Rechtsbeschwerde des Gläubigers gleichwohl gegeben, wenn mit ihr das Ziel verfolgt wird, eine Vollstreckung mit neuem Rang zu ermöglichen (BGH, Beschluss vom 18. Mai 2017 - VII ZB 38/16, WM 2017, 1161 Rn. 20).
worden sei, entspricht vielmehr der fachrechtlichen Rechtsprechung (BGH, Beschluss vom 18. Mai 2017 - VII ZB 38/16).