Source: http://blog.wawzyniak.de/kurze-parlamentarische-chronik/
Timestamp: 2018-10-17 08:13:28
Document Index: 171778167

Matched Legal Cases: ['§ 177', '§ 184', '§ 184', '§ 54', 'BGH', '§ 177', 'BGH']

Kurze parlamentarische Chronik – Blog von Halina Wawzyniak
Autor HalinaVeröffentlicht am 11. Juli 2016 Kategorien Persönliches, PolitischesSchlagwörter Aufenthaltsgesetz, Gruppenparagraf, Katja Keul, Nein heißt Nein, Sexualstrafrecht, sexuelle Selbstbestimmung, § 177 StGB, § 184h Nr. 1 StGB, § 184j StGB, § 54 AufenthG
8 Gedanken zu „Kurze parlamentarische Chronik“
„Übersetzt heißt das nach BGH: Auch in einer schutzlosen Lage muss eine Zwangswirkung existieren, damit der Tatbestand des § 177 Abs. 1 Nr. 3 StGB erfüllt ist.“
Genau so ist es und genau so muss es sein. Wie soll man sonst den Tatbestand der Vergewaltigung als erfüllt ansehen? Wenn eine Frau / Mann Handlungen über sich ergehen lässt, ohne dass Gewalt gegen diese Frau / Mann angewendet wird, dann ist es auch keine Vergewaltigung. Schon aus dem Wortsinn des Begriffs VerGEWALTigung ergibt sich diese Notwendigkeit ganz deutlich.
Die Studentin hätte sich einfach zusammen mit ihren Freundinnen zu Bett begeben sollen und den Jungen in seiner Suche nach einem Geschlechtspartner auch noch bestärken sollen. Die Tatsache, dass sie sich allein, nachdem alle anderen zu Bett gegangen waren, noch mit dem Jungen unterhalten hat zeigt, dass sie offensichtlich das Zusammensein in Abgeschiedenheit mit Jungen suchte. Wie soll ein Mann so etwas sonst verstehen?
genau wegen solcher kommentare und einstellungen war die „nein heißt nein“ regelung überfällig.
@dictum est
Ohje, als nächstes folgt noch, dass Frauen keine kurzen Röcke mehr tragen sollen denn damit „zeigen“ sie ja das sie auf Partnersuche wären! Das ist eine Neandertaler Logik.
Hat aber auch nichts mit einer vermeintlichen Schutzlücke zu tun!
Neanderthal natürlich mit „h“, aber was solls, Steinzeitlich ist’s auf alle Fälle.
Hallo dictum est,
„Wie soll ein Mann so etwas sonst verstehen?“
Damit demonstrieren Sie nicht nur ein sehr beschränktes Frauen-, sondern auch ein ebensolches Männerbild.
Es ist regelrecht lustig, dass man so feinsinnige Gesetzesänderung in einer Zeit beschliesst, in denen Frauen auf offener Straße von Gruppen von Männern angefallen werden, WEIL sie ganz genau wissen, dass die Frauen das nicht wollen, dass das NEIN also absolut überflüssig ist.
Ich nenne das eine Ersatzhandlung, oder gar einen Kranz, der einer untergehenden Welt ans Grab gelegt wird, von ihren ahnungslosen Jüngern.
das gibt es ja nicht erst seit kurzem.
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