Source: https://psychiatrie-wunstorf.krh.de/kliniken/forensische-psychiatrie-und-psychotherapie
Timestamp: 2019-09-18 01:15:18
Document Index: 202578641

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§126', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 67', '§ 67', '§ 126', '§ 63']

Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Forensische Psychiatrie und Psychotherapie
Willkommen in der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie
In der Forensischen Klinik in Wunstorf werden Patienten behandelt, die in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung erhebliche Straftaten begangen haben und vom Gericht in den Maßregelvollzug gemäß § 63 des Strafgesetzbuches oder einstweilig (vor der Urteilsfindung) gemäß §126a der Strafprozessordnung eingewiesen sind. Es besteht eine Aufnahmezuständigkeit für den Landgerichtsbezirk Hannover (Männer und Frauen).
Die KRH Psychiatrie Wunstorf ist vom Land Niedersachsen mit der Durchführung des Maßregelvollzuges gemäß § 63 StGB beliehen. Der Chefarzt als Vollzugsleiter, seine Vertreter und weitere Mitarbeiter sind als Landesbedienstete für die Anordnung und Durchführung hoheitlicher Aufgaben verantwortlich.
(050 31) 93 0
(050 31) 93 1207
angelika.heitmueller(@)krh.de
Die Leistung der Forensischen Klinik in der KRH Psychiatrie Wunstorf umfasst die Behandlung von Patienten, die in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung erhebliche Straftaten begangen haben und in den Maßregelvollzug gemäß § 63 eingewiesen wurden.
Die Forensische Institutsambulanz bietet eine spezialisierte forensische Nachsorge mit regelmäßig aufsuchendem Charakter an. Zielgruppe sind Patienten, bei denen die Unterbringung nach § 63 gemäß § 67b oder § 67d StGB zur Bewährung ausgesetzt und Führungsaufsicht angeordnet ist.
In neun Wohngruppen werden nach einem integrativen und differenzierten psychiatrisch-psychotherapeutischen Konzept insbesondere Patienten mit psychotischen Erkrankungen, schweren Persönlichkeitsstörungen, organisch begründeten Erkrankungen und Intelligenzminderungen behandelt.
Unser gesetzlicher Auftrag ist die erfolgreiche Behandlung der psychischen Störung, um künftige von dem Patienten infolge seiner Krankheit ausgehende Risiken aufzuheben oder deutlich zu reduzieren. Die Behandlung dient gleichzeitig dem Schutz der Allgemeinheit. Die Patienten haben einen Anspruch auf eine intensive Behandlung, Rehabilitation und Reintegration in die Gesellschaft.
Therapieangebote und Sicherheitsphilosophie
Neben der klinischen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung (Einzel- und Gruppentherapien, Familientherapie sowie medikamentöse Therapie) haben schulische und berufliche Qualifizierung, Ergotherapie, körperbezogene Therapieverfahren, aber auch Kunst- und Musiktherapie ihren Stellenwert. Psychotherapeutische Schwerpunkte sind kognitive Verhaltenstherapie, psychodynamisch-tiefenpsychologische Verfahren und systemische Methoden. Es gibt interaktive, psychoedukative, sexualtherapeutische und suchttherapeutische Gruppenangebote.
Mit dem Patienten werden das Anlassdelikt und dessen Entstehungsbedingungen, aber auch die Perspektive des Opfers ausführlich bearbeitet.
Sicherheit entsteht vor allem durch Behandlung und Beziehung. Zu Beginn sind konsequente äußere Sicherungsmaßnahmen notwendig, erst im weiteren Behandlungsverlauf können schrittweise Freiheitsspielräume erprobt werden, um eine tragfähige Stabilisierung zu erreichen. Entsprechend unserer Sicherheitsphilosophie werden diese sog. Lockerungsschritte in einem mehrstufigen Entscheidungsprozeß unter Einbeziehung externer Fachleute, einem Sicherheitsbeauftragten und der Staatsanwaltschaft beraten und entschieden. Die Einrichtungen in Niedersachsen haben eine langjährige gute Erfahrung mit dieser abgestuften therapeutisch orientierten Sicherheitsphilosophie.
Die Therapie im Maßregelvollzug ist im Unterschied zum Strafvollzug nicht zeitlich befristet. Die Behandlungsdauer hängt von den individuellen Behandlungsfortschritte und der persönlichen Entwicklung des Patienten ab. Die Entscheidung über eine Entlassung auf Bewährung liegt nicht beim Krankenhaus, sondern bei der Justiz, die hierzu auch unabhängige Gutachten einholt.
Die Forensische Klinik arbeitet mit einem aus unabhängigen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Wunstorf gebildeten Beirat zusammen und einer unabhängigen Besuchskommission (Nds. PsychKG) zusammen und legt großen Wert darauf, die Arbeit mit forensischen Patienten auch für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger transparent zu gestalten.
Der Chefarzt steht als Ansprechpartner für strafrechtliche Sachverständigengutachten, die einem internen Qualitäts- und Supervisionsprozess unterliegen, zur Verfügung.
Auch Gutachten aus den Sachgebieten Öffentliches Recht, Zivilrecht oder Sozialrecht können in der Abteilung und von kompetenten Fachärzten der übrigen Abteilungen zeitnah bearbeitet werden.
Generell sind Besuche nach telefonischer Absprache mit der entsprechenden Station möglich.
Besucher von strafprozessual untergebrachten Patienten (§§ 126a, 453c StPO) benötigen eine Besuchs- und Telefonerlaubnis des zuständigen Gerichtes.
Seit 2006 verfügt Niedersachsen flächendeckend über Forensische Nachsorgeambulanzen. Sie werden überwiegend vom Land finanziert.
Kernaufgabe der forensischen Institutsambulanz (FIA) ist die nachsorgende Behandlung psychisch kranker Rechtsbrecher, die mit gerichtlichen Auflagen aus dem Maßregelvollzug gemäß § 63 StGB entlassen wurden beziehungsweise deren Unterbringung das Gericht direkt mit der Anordnung in der Hauptverhandlung zur Bewährung ausgesetzt hat.
Die FIA ist spezialisiert auf eine sorgfältige psychiatrische Behandlung sowie insbesondere auf eine langfristig ausgerichtete Planung und Unterstützung von Rehabilitationsmaßnahmen.
Wir legen Wert auf eine hohe personelle Kontinuität und regelmäßige aufsuchende Kontakte. Das kontinuierliche Risikomanagement zielt auf eine frühzeitige Krisenerkennung, um in einer gut vernetzten Arbeit mit vielen anderen Beteiligten Verschlechterungen des Gesundheitszustandes entgegenzuwirken und damit einhergehende Risiken erneuter Straftaten zu reduzieren.
Unsere Kooperationspartner sind das gesamte regionale Hilfesystem für psychisch kranke Menschen, die psychiatrischen Kliniken im Versorgungsgebiet und die Angehörigen unserer Patienten, aber auch die Bewährungshilfe, die Führungsaufsichtstellen, die Staatsanwaltschaft als Strafvollstreckungsbehörde und die Strafvollstreckungskammern.
Die Dauer der Nachsorge ist auf den Zeitraum der Führungsaufsicht beschränkt. Vorrangiges Ziel ist die Wiedereingliederung der Patienten in das allgemeine psychiatrische Versorgungssystem.
Sprechstunden in der Forensischen Institutsambulanz (FIA)
Forensische Institusambulanz Oberarzt Dr. med. M. Schöningh​
(0‍50‍31) 9‍3 1‍59‍0
Chefarzt und Vollzugsleiter & Sekretariat
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Forensische Psychiatrie, Systemische Therapie
andreas.taenzer(@)krh.de
Portrait Angelika Heitmüller
Angelika Heitmüller
(05031) 93 1233
(05031) 93 1591
Reinhold Maibaum
Forensische Psychiatrie, Systemische Therapie
reinhold.maibaum(@)krh.eu
martin.schoeningh(@)krh.eu
Telefon: (05031) 93 1507
Fax: (05031) 93 1207
torsten.pech(@)krh.eu
Telefon: (05031) 93 1244
christian.hein(@)krh.eu