Source: https://tierimrecht.org/de/recht/hunderecht/appenzell-innerrhoden/
Timestamp: 2020-02-17 08:08:32
Document Index: 83690317

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 17', 'Art. 7', 'Art. 15', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 6', 'Art. 5', 'Art. 41', 'Art. 5', 'Art. 10']

Kantonales Hundegesetz vom 24. April 2005 (560.100 Gesetzessammlung Appenzell I. Rh.)
Verordnung zum Hundegesetz vom 21. November 2005 (560.110 Gesetzessammlung Appenzell I. Rh.)
Verordnung zum Alpgesetz (Alpverordnung) vom 12. Februar 1996 (916.510 Gesetzessammlung Appenzell I. Rh.)
Verordnung zum Jagdgesetz (JaV) vom 13. Juni 1989 (922.010 Gesetzessammlung Appenzell I. Rh.)
Hunde müssen so gehalten werden, dass sie Menschen und Tiere nicht gefährden (Art. 5 Hundegesetz/AI).
Hundehalter und Hundehalterinnen sind verpflichtet, für ihre Hunde eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen (Art. 17 Abs. 2 Hundegesetz/AI).
Hundehalter und Hundehalterinnen sind verpflichtet, den Kot ihrer Hunde von öffentlichen und fremden privaten Grundstücken fachgerecht zu beseitigen (Art. 7 Hundegesetz/AI).
Wer einen Hund von mehr als drei Monaten hält, hat eine Hundesteuer von mindestens 50 und höchstens 500 Franken pro Jahr zu bezahlen (Art. 15 Abs. 1 Hundegesetz/AI). Die Beträge sind für die Haltung von einem zweiten oder weiteren Hunden höher (Art. 1 Abs. 2 Hundeverordnung/AI). Für gewerbsmässige Hundezuchten sowie für Tierheime kann vom Bezirksrat eine pauschale Hundesteuer von 600 Franken pro Jahr festgelegt werden (Art. 1 Abs. 3 Hundeverordnung/AI).
Eine generelle Leinenpflicht gilt auf Pausenplätzen, in Schulhausanlagen sowie auf Schul- und Sportplätze. Weitere Zonen, in denen Leinenzwang oder gar ein Betretungsverbot gilt, können vom jeweiligen Bezirk vorgesehen werden (Art. 6 Hundegesetz/AI).
Während der Alpzeit sind Hunde an der Leine zu führen (ausgenommen die Hunde der Bewirtschafter) (Art. 5 Alpverordnung/AI).
Hunde, die unberechtigt dem Wild nachstellen, dürfen vom Wildhüter und von den von diesem beauftragten Personen erlegt werden (Art. 41 Jagdverordnung/AI).
Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat in seine Hundegesetzgebung keine Rasseliste aufgenommen.
Ganz allgemein gilt aber, dass Hunde so gehalten werden müssen, dass sie Menschen und Tiere nicht gefährden. Bösartige Hunde sind zur Vermeidung einer Gefährdung oder Belästigung sowie einer Beschädigung fremden Eigentums in einem sicheren Gehege zu halten, an der Leine zu führen oder mit einem Maulkorb zu versehen (Art. 5 Hundegesetz/AI).
Für Hunde, bei denen unter anderem Bösartigkeit oder ausserordentliche Gefährlichkeit festgestellt wird, ein schwerwiegender Verdacht einer Bedrohung besteht oder der Hundehalter seinen Pflichten nicht nachkommt, steht dem jeweiligen Bezirk ein nicht abschliessender Massnahmenkatalog zur Verfügung. Vorgesehen sind Weisungen über die Erziehung, Pflege oder Unterbringung, ein ständiger Leinen- oder Maulkorbzwang, ein Wesenstest, die Beaufsichtigung, der Besuch eines Hundehalter- oder Erziehungskurses oder sogar ein Hundehalteverbot oder die Hundebeseitigung (Art. 10 Hundegesetz/AI).
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