Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F04-11-2014-2C_129-2014
Timestamp: 2016-10-25 10:21:14
Document Index: 32458983

Matched Legal Cases: ['Art. 100', 'Art. 42', 'Art. 90', 'Art. 86', 'Art. 82', 'Art. 83', 'e contrario', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 62', 'Art. 63', 'Art. 62', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 96', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 5', 'Art. 96', 'Art. 8', 'Art. 99', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 30', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 62', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_129/2014 (04.11.2014)
2C_129/2014 � � Urteil vom 4. November 2014
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 4. Dezember 2013.
�A.________ (Jahrgang 1980) wurde in der Schweiz geboren. Er ist t�rkischer Staatsangeh�riger. Zwischen 1986 und 1996 weilte er in der T�rkei, wo er die Schule besuchte. Er ist Inhaber einer Niederlassungsbewilligung.
�Im Jahr 1999 verm�hlte er sich in der T�rkei, wo auch eine gemeinsame Tochter zur Welt kam. Die Ehefrau und die Tochter reisten in die Schweiz nach und im Jahr 2004 definitiv in die T�rkei zur�ck. Ein Jahr sp�ter wurde die Ehe in der T�rkei geschieden.
�W�hrend seines Aufenthalts in der Schweiz erwirkte A.________ zahlreiche strafrechtliche Verurteilungen. Im Zeitraum zwischen 2004 und 2011 wurde er wegen mehrfacher (grober) Verletzung der Verkehrsregeln, Vergehen gegen das Bundesgesetz vom 20.Juni 1997 �ber Waffen, Waffenzubeh�r und Munition (Waffengesetz; SR 514.54), Fahrens in fahrunf�higem Zustand, (mehrfacher) T�tlichkeiten, mehrfacher Sachbesch�digung, Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit, pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall, mehrfachen F�hrens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs, mehrfachen Fahrens ohne F�hrerausweis oder trotz Entzug, mehrfachen T�tlichkeiten, Drohung, Beschimpfung, Hausfriedensbruchs und falscher Anschuldigung zu Geldstrafen und Bussen verurteilt. Am 5. Juni 2012 sprach das Strafgericht des Kantons Basel-Stadt f�r begangenen Diebstahl, mehrfache Beschimpfung, mehrfache Drohung, N�tigung, mehrfache falsche Anschuldigung, mehrfache Verletzung der Verkehrsregeln, mehrfaches Fahren in fahrunf�higem Zustand, Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit, pflichtwidriges Verhalten bei Unfall, mehrfache Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch, mehrfaches Fahren ohne F�hrerausweis und trotz Entzugs sowie missbr�uchliche Verwendung von Ausweisen und Schildern eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, eine Geldstrafe von 10 Tagess�tzen und eine Busse von Fr. 500.-- aus.
�Mit Schreiben vom 14. Februar 2006 wurde A.________ ausl�nderrechtlich verwarnt. Mit Verf�gung vom 27. November 2012 widerrief das Amt f�r Migration Basel-Landschaft (AfM) nach erfolgter Anh�rung seine Niederlassungsbewilligung und wies ihn aus der Schweiz weg. Gegen diese Verf�gung erhob A.________ Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft und beantragte, die angefochtene Verf�gung sei kostenf�llig aufzuheben und ihm sei die Niederlassungsbewilligung zu belassen; eventuell sei ihm die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Der Regierungsrat wies die Beschwerde ab. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft mit Urteil vom 4. Dezember 2013 ebenfalls ab und setzte dem Beschwerdef�hrer eine Ausreisefrist von 30 Tagen an.
�Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 3. Februar 2014 an das Bundesgericht beantragt A.________, das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 4. Dezember 2013 sei aufzuheben und ihm sei die Niederlassungsbewilligung zu belassen bzw. zu verl�ngern. Als Eventualstandpunkt wiederholte er den bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Urteils und auf R�ckweisung an die kantonale Instanz zur Pr�fung der Erteilung einer H�rtefallbewilligung. Im Falle eines Unterliegens sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung durch den unterzeichneten Anwalt zu gew�hren.
�Die Vorinstanz hat auf die Einreichung einer Vernehmlassung verzichtet. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft und das Bundesamt f�r Migration schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Mit Pr�sidialverf�gung vom 6. Februar 2014 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
�Mit Eingabe vom 20. Februar 2014 f�hrt der Beschwerdef�hrer aus, er werde den Kostenvorschuss leisten, weshalb er auf den Nachweis von prozessualer Bed�rftigkeit innert Zahlungsfrist verzichte. In einer weiteren Eingabe h�lt er vollumf�nglich an seinen Beschwerdeantr�gen fest.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wurde unter Einhaltung der gesetzlichen Frist (Art. 100 Abs. 1 BGG) und Form (Art. 42 BGG) eingereicht und richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG) auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts. Grunds�tzlich besteht ein Anspruch auf den Fortbestand einer bereits erteilten Niederlassungsbewilligung, weshalb gegen den letztinstanzlichen kantonalen Entscheid �ber deren Widerruf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen steht (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c [e contrario]; BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4). Die Beschwerde ist zul�ssig.
1.2.�Der Beschwerdef�hrer, der am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und mit seinen Antr�gen unterlegen ist, hat ein schutzw�rdiges Interesse an der Aufhebung oder Ab�nderung des angefochtenen vorinstanzlichen Urteils. Er ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist, vorbeh�ltlich zul�ssiger und gen�gend begr�ndeter R�gen, einzutreten.
1.3.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten Vorbringen, sofern allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f. mit Hinweis). Die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht untersucht es in jedem Fall nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
1.4.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig festgestellt ist ein Sachverhalt, wenn er willk�rliche Feststellungen beinhaltet (BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62). Die betroffene Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt in diesem Sinne mangelhaft erscheint und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG); rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung gen�gt den Begr�ndungs- bzw. R�geanforderungen nicht (vgl. BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen).
�Der Beschwerdef�hrer bestreitet ausdr�cklich nicht, mit seiner Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 2 AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG gesetzt zu haben. Er r�gt jedoch, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweise sich als unverh�ltnism�ssig, weil die Vorinstanz den seit der Tatzeit vergangenen Zeitraum und die darin stattgefundene positive Entwicklung des Beschwerdef�hrers in tats�chlicher Hinsicht nicht zur Kenntnis genommen habe. Die im vorinstanzlichen Verfahren durchgef�hrte Interessenabw�gung erweise sich zudem als rechtsfehlerhaft, weil das �ffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdef�hrers angesichts der Art und Schwere des begangenen Delikts die privaten Interessen des Beschwerdef�hrers an einem Verbleib in der Schweiz nicht zu �berwiegen verm�gen.
2.1.�Gem�ss Art. 63 Abs. 2 AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung einer Person, welche sich seit mehr als f�nfzehn Jahren ordnungsgem�ss und ununterbrochen in der Schweiz aufh�lt, widerrufen werden, wenn die betreffende Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgef�llt worden ist (BGE 139 I 31 E. 2.1 S. 32). Als l�ngerfristig gilt eine Freiheitsstrafe, wenn sie mehr als ein Jahr betr�gt, wobei mehrere unterj�hrige Strafen nicht kumuliert werden d�rfen (BGE 139 I 31 E. 2 S. 32). Mit seiner Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren hat der Beschwerdef�hrer unbestrittenermassen diesen Widerrufsgrund gesetzt. Unerheblich und nicht zu pr�fen ist bei dieser Sachlage, ob die begangenen Delikte auch als schwerwiegender Verstoss gegen die �ffentliche Ordnung und Sicherheit qualifiziert und damit der Widerruf alternativ gest�tzt auf Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG angeordnet werden k�nnte (Urteil 2C_242/2011 vom 23. September 2011 E. 3.3.3).
2.2.�Liegt ein Grund daf�r vor, die Niederlassungsbewilligung zu widerrufen, ist zu pr�fen, ob sich diese aufenthaltsbeendende Massnahme als verh�ltnism�ssig erweist.
2.2.1.�Die Niederlassungsbewilligung eines Ausl�nders, der sich w�hrend langer Zeit in der Schweiz aufgehalten hat, ist nur mit besonderer Zur�ckhaltung zu widerrufen. Bei wiederholter oder schwerer Straff�lligkeit ist ein Widerruf selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn der Ausl�nder hier geboren ist und sein ganzes Leben im Lande verbracht hat. Bei schweren Straftaten, R�ckfall und wiederholter Delinquenz besteht - �berwiegende private oder famili�re Bindungen vorbehalten - auch in diesen F�llen ein schutzw�rdiges �ffentliches Interesse daran, die Anwesenheit des Ausl�nders zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verh�tung von (weiteren) Straftaten zu beenden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19; Urteil 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.1, nicht publ. in BGE 137 II 233).
2.2.2.�Die Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit der staatlichen Anordnung des Widerrufs (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AuG) entspricht inhaltlich jener, welche f�r eine Einschr�nkung von verfassungsm�ssigen Rechten (Art. 36 Abs. 3 BV) durchzuf�hren ist (BGE 139 I 16 E. 2.2.2 S. 20; Urteil 2C_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.1, mit weiteren Hinweisen). Abzustellen ist auf die Schwere des Delikts, das Verschulden des Betroffenen, den seit der Tat vergangenen Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend diesem, den Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile (BGE 139 II 121 E. 6.5.1 S. 132). Ist der Schutzbereich der konventionsrechtlichen Garantie von Art. 8 Ziff. 1 EMRK er�ffnet, so fliesst das Erfordernis einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK.
2.2.3.�Der vollj�hrige und geschiedene Beschwerdef�hrer, dessen Tochter in der T�rkei lebt, begr�ndet in seiner Beschwerdeschrift nicht, aus welchen Gr�nden er sein konventionsrechtliches Recht auf Schutz seines Privat- und Familienlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK) durch die aufenthaltsbeendende Massnahme tangiert sieht (vgl. zum Schutzbereich BGE 140 I 77 E. 5.2 S. 80 f.; 139 II 339 E. 5.1 S. 402; 139 I 330 E. 2.1 S. 335 f.; zur qualifizierten R�gepflicht f�r Grundrechtsverletzungen [Art. 106 Abs. 2 BGG] oben, E. 1.3). Die nachfolgend durchzuf�hrende Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung der aufenthaltsbeendenden Massnahme erfolgt somit ausschliesslich gest�tzt auf Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 AuG, wobei die zur Anwendung gelangenden Kriterien inhaltlich mit denjenigen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK �bereinstimmen.
2.3.�Ausgangspunkt der vorinstanzlichen Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung war das strafrechtliche Verschulden des Beschwerdef�hrers. Die Vorinstanz erwog, dieses wiege erheblich und mit Bezug auf die begangenen Strassenverkehrsdelikte als sehr schwer, was sich in der H�he der ausgesprochenen Sanktion (zwei Jahre Freiheitsstrafe) widerspiegle. Das deliktische Verhalten des Beschwerdef�hrers wurde als r�cksichtslos, perfide, geringsch�tzend und gleichg�ltig gegen�ber elementaren Rechtsg�tern Anderer beschrieben. Seine deliktischen Handlungen seien von zunehmender krimineller Energie gepr�gt gewesen. Trotz Vorstrafen und laufenden Probezeiten habe er unverdrossen weiter delinquiert, was von einer ausserordentlichen Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit sowie einer Geringsch�tzung der schweizerischen Rechtsordnung zeuge.
�Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was diese vorinstanzlichen Feststellungen zu seinem strafrechtlichen Verschulden und seinem w�hrend der Begehung der Delikte an den Tag gelegten Verhalten zu entkr�ften verm�chte. W�re die Delinquenz des Beschwerdef�hrers wie vorgetragen auf eine Alkoholabh�ngigkeit zur�ckzuf�hren, w�re diesem Umstand bei der Bemessung des strafrechtlichen Verschuldens Rechnung getragen worden. Die diesbez�glichen sachverhaltlichen Vorbringen - soweit es sich nicht um unzul�ssige Nova handelt (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG) - verm�gen die gegenteilige Einsch�tzung der Vorinstanz nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen lassen. Das strafrechtliche Verschulden des Beschwerdef�hrers hat als erheblich bzw. sehr schwer zu gelten.
2.3.1.�Entgegen den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers hat die Vorinstanz auch den seit den begangenen Delikten verstrichenen Zeitraum und das Verhalten des Beschwerdef�hrers w�hrend diesem bei der Interessenabw�gung ber�cksichtigt. Sie f�hrte aus, hinsichtlich des begangenen Verm�gensdelikts sei die Legalprognose zumindest nicht schlecht, bez�glich der Strassenverkehrsdelikte sehr negativ und hinsichtlich der Anschlussdelikte wie falsche Anschuldigung, Drohung und N�tigung nicht gut. Insgesamt sei nicht vorbehaltslos von einer g�nstigen Legalprognose auszugehen, weshalb das Strafgericht auch eine Probezeit von vier Jahren angeordnet habe.
�Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern die Vorinstanz willk�rlich oder in rechtsverletzender Weise (Art. 97 Abs. 1 BGG; E. 1.4) weitere tats�chliche Elemente, die auf eine positive Entwicklung des Beschwerdef�hrers seit der Tatbegehung schliessen liessen, nicht festgestellt h�tte. Auf die neuen sachverhaltlichen Vorbringen ist nicht weiter einzugehen (Art. 99 Abs. 1 BGG), zumal einem Wohlverhalten w�hrend laufender strafrechtlicher Probezeit nach der Rechtsprechung keine ausschlaggebende Bedeutung zukommt (Urteil 2C_1162/2013 vom 28. August 2014 E. 2.5). F�r die Interessenabw�gung ist von einer nicht vorbehaltslos g�nstigen Legalprognose und einem relativ kurzen, unter dem Eindruck einer strafrechtlichen Probezeit stehenden deliktfreien Zeitraum auszugehen.
2.3.2.�Die begangenen Delikte betreffen weiter zwar keine besonders hochwertigen Rechtsg�ter wie Leib und Leben. Eine aufenthaltsbeendende Massnahme wie der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist jedoch auch bei weniger schwer wiegender, wiederholter Delinquenz und R�ckfall nicht ausgeschlossen. Bei der Vorinstanz entstand der Eindruck eines weder durch Sanktionen der Strafverfolgungsbeh�rden noch durch administrative Massnahmen oder durch fremdenpolizeiliche Verwarnung im Jahr 2006 zu beeindruckenden uneinsichtigen Gewohnheitsdelinquenten, der die ihm gew�hrten Chancen nicht zu nutzen vermochte und bei welchem die in einem Rechtsstaat zur Verf�gung stehenden Sanktionen augenscheinlich wirkungslos seien. Dieses Bild vermochte der Beschwerdef�hrer nicht zu entkr�ften.
2.3.3.�Zusammenfassend begr�nden die f�r die Interessenabw�gung massgeblichen Elemente des Verschuldens, der seit der Tat verstrichene Zeitraum, das Verhalten des Delinquenten w�hrend diesem sowie der begangenen Rechtsgutverletzung ein erhebliches �ffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers. Ins Gewicht f�llt weiter, dass gem�ss unbestritten gebliebener vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung gegen den Beschwerdef�hrer 38 Betreibungen in der H�he von Fr. 87'511.35 und offene Verlustscheine im Umfang von Fr. 82'127.70 vorliegen. Dieser Umstand w�rde, selbst wenn im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren novenrechtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG) der Umstand ber�cksichtigt werden k�nnte, dass der Beschwerdef�hrer Fr. 500.-- pro Monat an Schuldentilgung leistet, dadurch nicht entkr�ftet werden. Das durch die wiederholte Delinquenz und die Schulden des Beschwerdef�hrers begr�ndete �ffentliche Interesse an einer Ausreise wird durch sein privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz nicht aufgewogen. Das Gericht verkennt nicht, dass der Beschwerdef�hrer zwar hier geboren und in der Schweiz �ber ein soziales Beziehungsnetzverf�gt. Unbestrittenermassen leben seine Freundin, seine Eltern, seine zwei Geschwister und zwei Onkel sowie Neffen in der Schweiz. Die lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz und seine sozialen Bindungen begr�nden sicher ein gewichtiges pers�nliches Interesse des Beschwerdef�hrers am Fortbestand seiner Niederlassungsbewilligung. Hinweise auf �berwiegende famili�re Bindungen zu einer Kernfamilie - wie etwa ein ehe�hnliches Konkubinat oder ein minderj�hriges, in der Schweiz aufenthaltsberechtigtes Kind - lassen sich der Beschwerdeschrift allerdings nicht entnehmen. W�hrend seiner Kindheit hat der Beschwerdef�hrer zudem zehn Jahre in der T�rkei gelebt; er spricht folglich die t�rkische Sprache und ist mit den Verh�ltnissen in seinem Heimatstaat vertraut. Das im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichte t�rkische Scheidungsurteil stellt ein unzul�ssiges und damit unbeachtliches Novum dar (Art. 99 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdef�hrer ist eine R�ckkehr in seinen Heimatstaat T�rkei zumutbar, und dieser stehen auch keine �berwiegenden privaten und famili�ren Bindungen in der Schweiz entgegen. Damit verm�gen die privaten Interessen des Beschwerdef�hrers an einem Verbleib in der Schweiz die �ffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht zu �berwiegen.
�Die vorinstanzliche Interessenabw�gung ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet.
�Als unbegr�ndet erweist sich auch die R�ge, die Vorinstanz habe sich nicht mit den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zum Eventualstandpunkt auf Erteilung einer H�rtefallbewilligung nach Art. 30 lit. b AuG auseinandergesetzt und dadurch Art. 29 Abs. 2 BV verletzt.
�Streitgegenstand des vorliegenden bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens bilden der mit Verf�gung vom 27. November 2012 angeordnete und anschliessend angefochtene Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers und dessen Wegweisung (vgl. zum Begriff des Streitgegenstandes BGE 136 II 165 E. 5 S. 174; Urteil 2C_961/2013 vom 29. April 2014 E. 3.3; Urteil 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 1.1). Sind die Voraussetzungen f�r den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung erf�llt, ist die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung als mildere Massnahme zum vollst�ndigen Widerruf ausgeschlossen (Urteil 2C_254/2010 vom 15. Juli 2010 E. 4.3). Mangels Rechtserheblichkeit w�re die Vorinstanz nicht gehalten gewesen, sich im vorinstanzlichen Verfahren mit dem Eventualstandpunkt des Beschwerdef�hrers auseinanderzusetzen (BGE 133 III 235 E. 5.2 S. 249; Urteil 1C_534/2012 vom 16. Juli 2013 E. 2.5). Ob bei Vorliegen von Widerrufsgr�nden im Sinne von Art. 63 Abs. 2 AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG die Voraussetzungen f�r die Erteilung einer humanit�ren Bewilligung (Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG) �berhaupt erf�llt sein k�nnen (vgl. zu den Voraussetzungen f�r eine H�rtefallbewilligung BGE 124 II 110 E. 3 S. 113; UEBERSAX, Einreise und Anwesenheit, in: Ausl�nderrecht, 2. Aufl. 2009, S. 275 ff.), muss vorliegend nicht weiter vertieft werden.
�Dessen ungeachtet hat die Vorinstanz den Eventualstandpunkt des Beschwerdef�hrers auf Erteilung einer H�rtefallbewilligung gew�rdigt, auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Unzul�ssigkeit der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bei erf�llten Voraussetzungen f�r den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung hingewiesen und das Vorliegen eines H�rtefalls verneint. Die Beschwerde wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) ist nicht begr�ndet.
�Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Eingabe war zum Vornherein aussichtslos, weshalb dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung nicht entsprochen wird (Art. 64 BGG). Angesichts des Verfahrensausgangs sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 2'000.-- dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
�Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Basel-Landschaftund dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.