Source: https://www.tierimrecht.org/de/recht/hunderecht/appenzell-ausserrhoden/
Timestamp: 2018-03-18 05:54:44
Document Index: 108810129

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 11', 'Art. 6', 'Art. 19', 'Art. 10', 'Art. 8', 'Art. 17', 'Art. 33', 'Art. 12', 'Art. 7', 'Art. 15']

Hundegesetz vom 23. März 2015 (HuG) (Ausserrhodische Gesetzessammlung 525.1)
Hundeverordnung vom 12.01.2016 (Ausserrhodische Gesetzessammlung 525.11)
Verordnung zum Gesetz über Jagd, Wild- und Vogelschutz (Jagdverordnung) vom 23. April 2003 (Ausserrhodische Gesetzessammlung 526.21)
Hunde müssen so gehalten werden, dass sie Menschen und Tiere nicht belästigen oder gefährden und kein fremdes Eigentum beschädigen. Sie sind jederzeit unter Aufsicht und wirksamer Kontrolle zu halten und dürfen Dritte nicht durch übermässigen Lärm oder Gerüche belästigen (Art. 6 Abs. 1 lit. a bis c Hundegesetz/AR).
Hundekot ist von fremdem und öffentlich zugänglichem Grund aufzunehmen und zu entsorgen (Art. 6 Abs. 1 lit. d Hundegesetz/AR).
Personen, die im Kanton Appenzell Ausserrhoden einen Hund halten, müssen über eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 5 Millionen Franken verfügen (Art. 11 Hundegesetz/AR i.V.m. Art. 6 VO zum Hundegesetz/AR).
Für im Kanton Appenzell Ausserrhoden gehaltene Hunde, die älter sind als drei Monate, ist eine Hundesteuer zu entrichten. Diese beträgt maximal 200 Franken und beläuft sich zurzeit auf 100 Franken pro Jahr (Stand Januar 2016). Für jeden weiteren Hund gilt die doppelte Hundesteuer (Art. 19 Hundegesetz/AR i.V.m. Art. 10 VO zum Hundegesetz/AR).
Hunde sind auf Schulanlagen, öffentlich zugänglichen Spiel- und Sportplätzen sowie in öffentlich zugänglichen Parkanlagen, in öffentlichen Gebäuden, in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen und Haltestellen und beim Betreten von Weiden, auf denen sich Nutztiere aufhalten, an der Leine zu führen (Art. 8 Hundegesetz/AR).
Streunende und herrenlose Hunde sind durch die Gemeinde in Gewahrsam zu nehmen und dem Halter bzw. der Halterin zuzuführen. Kann dieser nicht ermittelt werden, wird der Hund auf vorläufig untergebracht. Nach zwei Monaten entscheidet die Gemeinde über das weitere Vorgehen und kann den Hund einschläfern lassen (Art. 17 Hundegesetz/AR).
Wildernde Hunde können von den Jagdpolizeiorganen entschädigungslos abgeschossen werden (Art. 33 Jagdverordnung/AR).
Für Herdenschutzhunde gelten besondere Vorschriften (vgl. Art. 12 Hundegesetz/AR und Art. 7 VO zum Hundegesetz/AR).
Hat ein Hund Menschen oder Tiere erheblich verletzt oder zeigt er übermässiges Aggressionsverhalten oder andere Verhaltensauffälligkeiten bzw. bestehen Anzeichen, dass der Halter oder die Halterin keine Gewähr für eine sichere Hundehaltung bietet, ordnet die zuständige kantonale Stelle die erforderlichen Einschränkungen der Hundehaltung an (Art. 15 Abs. 1 Hundegesetz/AR; eine Auflistung der möglichen Massnahmen findet sich in Abs. 2).
Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat in seine Hundegesetzgebung keine Rasseliste aufgenommen.
Das revidierte Hundegesetz inklusive Verordnung ist am 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Weitere Gesetzesänderungen sind zurzeit nicht geplant.
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