Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2017,%20209
Timestamp: 2020-08-11 16:04:02
Document Index: 278337466

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 30', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 75', 'Art. 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.05.1955 - I ZR 120/53 - dejure.org
https://dejure.org/1955,186
BGH, 10.05.1955 - I ZR 120/53 (https://dejure.org/1955,186)
BGH, Entscheidung vom 10.05.1955 - I ZR 120/53 (https://dejure.org/1955,186)
BGH, Entscheidung vom 10. Mai 1955 - I ZR 120/53 (https://dejure.org/1955,186)
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BGHZ 17, 209
NJW 1955, 1151
MDR 1955, 599
GRUR 1955, 490
DB 1955, 684
Diese Rechtsfolge ergibt sich daraus, daß nach feststehender Rechtsprechung (BGHZ 17, 209 (212) [BGH 10.05.1955 - I ZR 120/53] ; BGH GRUR 1956, 555 - Jurid) die Wirkung einer Enteignung dort aufhört, wo die Gebietshoheit der enteignenden Macht endet (Territorialitätsprinzip), und zudem eine entschädigungslose Enteignung auch aus dem Gesichtspunkt des ordre public (Art. 30 EGBGB) keine Rechtswirkung auf das im Gebiet der Bundesrepublik belegene Vermögen des Enteigneten äußern kann (BGH BB 1956, 383).
der Firma E. T. erhalten (BGHZ 17, 209 [213 f]; 18, 1 [8];… BGH GRUR 1956, 553 - Jurid - Baumbach-Hefermehl a.a.O., Grundzüge vor § 1 WZG Anm. 24 S. 723 f).
Ebensowenig wie eine Enteignung konnte die Entziehung der Vertretungsbefugnis Wirkungen ausserhalb der Sowjetzone erzeugen (BGHZ 17, 209 [212 f]).
Ebensowenig wie eine Enteignung konnte die Entziehung der Vertretungsbefugnis Wirkungen außerhalb der Sowjetzone erzeugen (BGHZ 17, 209 [212 f]).
Ist in ihr noch keine verkappte oder sonstwie faktisch vollendete Vermögensentziehung zu sehen, sondern nur eine vorläufige Maßnahme, so wird im allgemeinen lediglich diese Maßnahme, sofern sie nicht überhaupt nur in Fürsorgeabsicht getroffen wird, eine territorial begrenzte Wirkung haben, so daß etwa Verfügungen des von der Behörde Beauftragten über Vermögen in einem anderen Hoheitsgebiet unwirksam sind oder jedenfalls der besonderen Anerkennung durch den dortigen Hoheitsträger bedürfen (vgl. BGHZ 17, 209, 212 [BGH 10.05.1955 - I ZR 120/53]; 25, 134, 150 [BGH 11.07.1957 - II ZR 318/55]; BGH LM AktG § 75 Nr. 11; aber auch LM MRG 52 Art. 11 Nr. 9 = WM 1959, 668).
Sie hat lediglich zur Folge, daß Verfügungen des zwangsweise eingesetzten Vertreters oder Verwalters Vermögen jenseits der Grenzen nicht erfassen können (vgl. oben zu 1 c; BGHZ 17, 209, 212 [BGH 10.05.1955 - I ZR 120/53], ausführlicher abgedr. in NJW 1955, 1151 und IzRspr 1954-1957 II Nr. 215); die Fusion zwischen der LE-Alt und der ESAG betraf aber kein Westvermögen der DCGG.
Das Berufungsgericht ist mit zutreffender Begründung davon ausgegangen, daß die Klägerin ungeachtet der Enteignung ihres Betriebsvermögens in der SBZ als juristische Person in der Bundesrepublik mit ihren auch dort belegenen Vermögenswerten fortbesteht und daß ihre Schutzrechte, insbesondere das Recht aus dem mit Priorität vom 29. August 1934 eingetragenen und aufrecht erhaltenen Warenzeichen Nr. 470 202 durch diese Enteignung nicht berührt worden sind (vgl. BGHZ 17, 209, 212; BGH GRUR 1956, 553, 554 - Jurid; BGH GRUR 1960, 137, 138 - "Astra").
Nach ständiger Rechtsprechung sind die Wirkungen der Enteignung auf das Gebiet der enteignenden Macht beschränkt (vgl.u.a. BGHZ 17, 209, 212; BGH GRUR 1956, 553, 554 - Jurid; BGH GRUR 1959, 367, 371 - "Ernst Abbe").
Diese Vermögenswerte sind nach den Rechtsgrundsätzen, die in der Rechtsprechung der Bundesrepublik zur Frage der sowjetzonalen entschädigungslosen Enteignungen privat-wirtschaftlicher Industrie- und Handelsunternehmen entwickelt worden sind, von der Enteignung nicht erfaßt worden; denn dem Zugriff staatlicher Hoheitsakte können immer nur diejenigen Sachen und Gegenstände unterliegen, die sich im Machtbereich des Staates befinden, der den Hoheitsakt erlassen hat (BGHZ 5, 35, 37 [BGH 01.02.1952 - I ZR 123/50] ; 17, 209, 212, 213 [BGH 10.05.1955 - I ZR 120/53] ; 20, 4) [BGH 12.01.1956 - III ZR 3/55] .
Diese Rechte sind von der sowjetzonalen Enteignung jedenfalls insoweit nicht betroffen worden, als das Gebiet außerhalb der Sowjetzone in Frage steht (BGHZ 17, 209, 213 [BGH 10.05.1955 - I ZR 120/53] ; BGH vom 24. Juli 1957 - I ZR 21/56 - Zeiss - insoweit abgedruckt in NJW 1958, 17 [BGH 24.07.1957 - I ZR 21/56] ).
Desgleichen hat das Berufungsgericht auch nicht geprüft, ob - und gegebenenfalls aus welchen Gründen und bis zu welchem Zeitpunkt - hier eine der Fallgestaltungen vorliegt, für die die Rechtsprechung aus besonderen, in den Verhältnissen der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft, des Krieges und der Nachkriegszeit liegenden Gründen, insbesondere im Hinblick auf Enteignungen und ihre Folgen, großzügigere Maßstäbe bei der Beurteilung der notwendigen Einheit von Geschäftsbetrieb und Kennzeichnungsrecht angewendet hat (vgl. BGHZ 6, 137, 140 ff; BGHZ 17, 209, 213;… BGH Urt. v. 7.7.1959 - I ZR 101/58, GRUR 1959, 541, 542 f = WRP 1959, 276 - Nußknacker).
Bei dieser Sachlage mußte das Patentamt die naheliegende Möglichkeit berücksichtigen, daß eine Enteignung vorliege, die nach schon damals feststehender Rechtsprechung für das im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland belegene Recht an dem eingetragenen Warenzeichen keine rechtliche Wirkung gehabt hätte (BGHZ 17, 209, 214 [BGH 10.05.1955 - I ZR 120/53] vom 10. Mai 1955 - Heynemann).
BGH, 12.11.1959 - VII ZR 165/58
Ostenteignung. Bürgschaft
BGH, 03.07.1953 - I ZR 216/52
Aufrechnung gegenüber Kriegsgesellschaften
BGH, 12.10.1962 - I ZR 99/61
BGH, 02.10.1959 - I ZR 126/58
BGH, 04.07.1957 - II ZR 346/55
BGH, 09.07.1956 - II ZR 279/54
Voraussetzungen für einen Anspruch auf Rechnungslegung - Anforderungen an das …