Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_23_09_2010_IX_ZR_212_09_Rechtliche_Konsequenzen_faktisch-d4142417.html
Timestamp: 2016-12-03 11:55:48
Document Index: 244353987

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 947', '§ 948', '§ 392', '§ 47', '§ 48', '§ 129', '§ 130', '§ 130', '§ 142']

BundesgerichtshofUrt. v. 23.09.2010, Az.: IX ZR 212/09Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 23.09.2010Referenz: JurionRS 2010, 24614Aktenzeichen: IX ZR 212/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG Hamburg - 04.01.2008 - AZ: 302 O 374/05OLG Hamburg - 20.10.2009 - AZ: 9 U 40/08nachgehend:BGH - 26.10.2010 - AZ: IX ZR 212/09Rechtsgrundlagen:§ 947 Abs. 1 BGB§ 948 Abs. 1 BGB§ 392 Abs. 2 HGB§ 47 InsO§ 48 InsO§ 129 Abs. 1 InsO§ 130 Abs. 1 Nr. 1 InsO§ 130 Abs. 2 InsO§ 142 InsOFundstellen:BB 2010, 2578BB 2010, 2721-2723EWiR 2010, 825MDR 2010, 1487-1489NJ 2011, 33-34NJW 2010, 3578-3581 "Ausschluss eines Bargeschäfts"NJW-Spezial 2011, 86-87NWB 2010, 3440NWB direkt 2010, 1110NZG 2010, 1310-1314NZI 2010, 897-900StuB 2011, 119WM 2010, 1986-1990WM 2010, 2287WuB 2011, 59-61ZBB 2010, 517ZInsO 2010, 1929-1933ZIP 2010, 2009-2014Amtlicher Leitsatz:Begegnet ein Vollstreckungszugriff dritter Gläubiger auf den entäußerten Vermögenswert faktischen Hindernissen, steht das einer Gläubigerbenachteiligung nicht entgegen. Veräußert ein Tankstellenbetreiber im Namen und für Rechnung eines Mineralölunternehmens in dessen Eigentum stehende Kraftstoffe an Endkunden und überweist er die zunächst für fremde Rechnung vereinnahmten Barerlöse nach Einzahlung auf seinem allgemeinen Geschäftskonto an das Mineralölunternehmen, so scheidet ein Bargeschäft aus. Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 23. September 2010 durch den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter, die Richter Raebel, Prof. Dr. Kayser, Prof. Dr. Gehrlein und Grupp für Recht erkannt: Tenor:Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 9. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 20. Oktober 2009 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als über die Berufung der Beklagten zu seinem Nachteil erkannt worden ist. Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg, Zivilkammer 2, vom 4. Januar 2008 wird insgesamt zurückgewiesen. Die Kosten der Revision trägt die Beklagte; von den Kosten des Berufungsrechtszuges tragen der Kläger 53 v. H. und die Beklagte 47 v. H.. (1) Red. Anm.:"Klägerin" wird korrigiert durch "Schuldnerin" (siehe Verknüpfung zum Korrekturbeschluss)