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Timestamp: 2017-12-18 04:50:23
Document Index: 131130401

Matched Legal Cases: ['§42', '§42', '§42', '§42', '§1', '§42', '§42']

DE Waffengesetz §42A und weiter Infos [Archiv] - Previval Forum
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15.02.2016, 16:22
hallo geschätzte Deutsche Kollegen
hier ein sehr guter Artikel zu dem sehr leidigen und vielfach unklaren Thema :
http://knife-blog.com/2015/09/waffengesetz-was-messerfreunde-wissen-sollten/
15.02.2016, 16:50
Verschlossen heißt in diesem Fall wirklich verschlossen.
Der direkte Zugriff soll / muss verhindert werden.
Also nur Reisverschluss reicht nicht.
Wenn du aber den Reisverschluss mit einem Schloß fixierst, dann ist es in Ordnung.
Diese Auskunft bekam ich von der Polizei Dachau vor 2 Jahren.
Die mussten aber auch lange suchen.....
Leider blickt da ja keiner wirklich durch. Ich denke da ist viel Ermessenssache dabei.
Aber wenn du einen Juristen kennst dann frag ihn doch bitte. Könnte für uns ja von Nutzen sein.
Das ist richtig weil es soll "verschlossen" sein und nicht nur "geschlossen", sehe ich auch so und habe ich auch so schon mehrfach gelesen.
Hi, als ich mein Pohl-Force Messer gekauft habe, wurde mir gesagt, dass ich das Messer in der dazugehörigen Tasche transportieren soll und den Reissverschluss mit einem Kabelbinder oder Schloss sichern soll! Der Reissverschluss hat dafür extra Ösen!
Gut das Messer fällt nicht unter 42a, aber egal.
Ich denke das ist wieder auslegungssache des Beamten! Wahrscheinlich solltest du den Rucksack irgenwie abschliessen falls du es einfach drin transportieren möchtest.
Edit....da sind mir wohl 2 zuvor gekommen!:grosses Lachen:
Boxer hat recht verschlossen heißt mit einem Schloss, Kabelbinder oder ähnlich vor dem unmittelbaren Zugriff gesichert. Nur mit einem Reißverschluss gesichert reicht nicht. Eine Pappkarton der mit Tape verschlossen ist würde z.B. auch ausreichen.
Das mache ich jetzt seit Jahren, wenn ich aus dem Grünen wieder in die Stadt/Ort muss oder gar in den ÖPNV, dann kommt vorher alles Bedenkliche in den Rucksack und ein Schloss drauf.
wenn man da bei Anfahrt/Abfahrt oder bei kurzem Besuch in einem Ort drauf achtet, ist man auf der sicheren Seite.
Verschlossen ist klar. Ich muss also das Behältnis mit einem Schloss sichern.
Behältnis, ein umschlossener Raum um Dinge darin aufzubewahren. ZB.: Brillenetui für die Brille. Alditüte für den Einkauf, Tresor fürs Kleingeld. Für den Transport eines Rambomessers muss dieses Behältnis mit einem Schloss gesichert sein.
Fazit 1: Ich könnte dieses Messer also in den Tresor (Behältnis) legen, diesen mit dem eingebauten Schloss sichern, aufhucken und damit spazieren gehen.
Fazit 2: Der Begriff verschlossenes Behältnis ist nicht klar definiert. Also könnte ich besagtes Messer auch in eine Alditüte stecken, ein Minischlösschen durch die Henkel ziehen und damit loseiern. Die Tüte ist verschlossen. Punkt.
Blödsinn das alles.....:devil:
Als Input: Es gibt diverse Sattler die Scheiden für Folder und Fixed mit abschliessbarer Lasche anbieten. So müsst ihr kein zusätzliches Behältnis mitführen oder den Rucksack abschliessen (und euch so den Zugriff auf das übrige Equipment versperren). Ohne Schloss sichert die Lasche regulär das Messer gegen Verlust.
Du glaubst doch nicht das es was gibt was nicht definiert ist:lachen:
Die Definition zu Verschlossenes Behältnis: Ein Behältnis ist ein zur Aufnahme von Sachen dienendes und sie umschließendes Raumgebilde, das – im Gegensatz zum umschlossenen Raum – nicht dazu bestimmt ist, von Menschen betreten zu werden. Verschlossen ist ein Behältnis, wenn sein Inhalt durch ein Schloss, eine andere technische Schließvorrichtung oder in sonstiger Weise (z.B. durch Zukleben, Verschnüren, Zunageln) gegen den ordnungswidrigen Zugriff von außen besonders gesichert ist.
http://www.iurastudent.de/definition/verschlossenes-beh%C3%A4ltnis
15.02.2016, 18:53
Gesetze müssen wir nicht verstehen, nur einhalten....
Schnell abtaucht :unschuldig:
das Ganze ist für Jäger und Sportschützen in D nicht neu.
Das Schlimme ist, daß die Verkäufer von Messern u.ä. das Alles nicht wissen. Oder des Umsatzes wegen nicht wissen wollen.
Wenn eine Hausfrau oder Oma beim Discounter ein in der Küche übliches Messer mit feststehender Klinge und über 12cm Klingenlänge kauft und dies dann nach hause transportiert, unterliegt das schon dem Waffenrecht. D.h. das Brotmesser o.ä. darf nicht in der Alditüte nach hause geschleppt werden, sondern muß in einem mit einem Schloß gesicherten Behältnis (Rucksack, Aktenkoffer, Koffer, Konferenzmappe, Handtasche usw.) oder mit Klebeband verklebten Karton transportiert werden, ansonsten gilt dies als führen.
Dem Gesetzgeber geht es ja bei der Sache des Transports und Führens darum, daß die jeweilige Waffe nicht sofort zugriffsbereit ist, damit wohl niemand im Affekt was Dummes macht.
Klingt zwar komisch, ist in D aber so.
Das gilt ja nicht nur für Messer und Schußwaffen, sondern auch für echt wirkendes Spielzeug, Softair, Luftgewehre, Schreckschuß- und Signalwaffen.
Über die Sinnhaftigkeit warum manche Messer u.ä. gänzlich verboten sind lohnt sich nicht zu diskutieren.
Wo die Grenzen zu manchen Tools sind, ist nicht ganz klar. Da kommts wohl auf Kläger und Richter an. Z.b. bei Macheten, Tools ala Leatherman usw.
Mit der Gesetzesänderung habe ich jedenfalls die AK-Bajonette aus unseren KFZs genommen und durch Messer mit feststehenden Klingen <12cm ersetzt. Im Frontera ist die Machete immernoch sichtbar drin, aber der ist auch voll mit anderen Berge-, Offroad- und Campingausrüstungen. Bei Einhandmessern habe ich alle Pins entfernt, teils die Verschraubungen fester gezogen und bei gelochten Klingen die Löcher mit Zweikomponentenmasse ausgefüllt.
Naja ich finde es am besten, dass mein Schweizer Soldatenmesser unter 42a fällt und mein Pohl-Force nicht!
Mit welchem könnte ich wohl mehr Schaden anrichten?
Klappmesserchen gegen Feststehende Klinge.......
Ich glaube mehr brauch man zu dem 42a nicht sagen. Bescheuert.
Oh Odin, wo sind wir hier nur hingeraten in teutschen Landen. Messer sind Schneidwerkzeuge und keine Waffen!:banghead:
Tut mir echt Leid für das OT jetzt, aber ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte, wenn ich diesen irren Regulierungswahn und diese verschachtelten und unverständlichen Müll lesen muss der sich Waffenrecht schimpft. Wenn ich mir mit einem Brotmesser auf dem Campingplatz (öffentlicher Raum) eine Scheibe abschneiden möchte, begehe ich einen Gesetzesbruch!:weinen: Seit der Erfindung des Stahls gibt es kurze und lange Messer für die unterschiedlichsten Tätigkeiten. Ich will selbst entscheiden können, wann ich welches Messer für bestimmte Tätigkeiten einsetze und mich nicht von irren Brotschneidemaschinenbesitzern (wenn sie es nicht schon geschnitten kaufen) reglementieren lassen. Demnächst werden noch Pflastersteine, Nageleisen, Dreikantschaber, Hämmer und Beile mit Auflagen belegt.:verärgert:
Tschuldigung. All meine Messer, die ich mit nach draußen nehme, sind durchaus gesetzeskonform. Die meisten der anfallenden Arbeiten kann ich durchaus damit erledigen. Meine Machete mal ausgenommen, die brauche ich um Angelstellen an der Fulda von Brennnesseln zu befreien. Aber diese ist ein Werkzeug und kein Messer.
Hätte nicht übel Lust es drauf ankommen zu lassen. Rambomesserchen in Alditüte mit Kofferschlösschen.....:rolleys:
Ähm Hammer, Fahrradkette, Schere usw gelten auch als Waffen!
Moin Rocky, moin @ll,
nun zum Glück profitiert Oma Kieselknirsch von dem Einfallsreichtum der Verpackungsindustrie und der Tatsache, dass sie das Küchenmesserchen ja nicht im Fachhandel sondern beim Dsicounter eingekauft hat:
Im Fachhandel hätte das Messer sehr wohl aus einer Umverpackung entnommen und nach ausführlichem Beratungsgespräch "lose" verkauft worden sein. Diese Gefahr besteht im Supermarkt oder beim Discounter des geringsten Misstrauens nicht. Dort werden die Messer in der Regel entweder in einem durch Klebesiegel verschlossenen Karton bzw. Plastikkasten oder in einer verschweissten Blisterpackung feil geboten.
Beide sind gegen unbefugten Zugriff gesichert, da sie ja auch den potentiellen Ladendieb daran hindern sollen, den Gegenstand der Begierde unbemerkt aus der Verpackung zu entwenden. Gleichzeitig wird auch das Verletzungsrisiko von Mitarbeiter und (potentiellen) Kunden beim einräumen bzw. begutachten der Ware minimiert ...
In sofern hat Oma Kieselknirsch zwar mit dem Waffenrecht zu tun, verhält sich jedoch völlig gesetzeskonform - es sei denn sie besucht mit ihren neuen Einkäufen den offenen Rentnerstammtisch der Kirchengemeinde ...
Das gerade die etwas stabileren Blisterverpackungen die alte Dame dann zu Hause vor eine größere Hersuaforderung bei der NEtnahme der Neuerwerbung stellen und das hierdurch erhöhte Verletzungsrisiko durchaus eine Klassifikation der Verpackung als gefährlichen Gegenstand rechtfertigten, lassen wir bei der Betrachtung jetzt einfach mal außen vor! :devil:
Mensch Kinder macht doch keine Probleme, wo keine sind - wir haben schon genug davon ... :rolleys:
Eigentlich ist es nicht allzu komplex. Brauchtum ist bei uns schlichtweg raus; beruflich war auch keiner da. Alles über 12cm Klingenlänge hat an Deinem Gürtel nichts verloren.
Benötigst Du zu Outdoor- Essenszubereitung ein längeres Messer, muss es nach Abschluss der Tätigkeit gegen Zugriff gesichert aufbewahrt werden.
@ Herr Survial: Wenn man sich in anderen Foren die Beispiele aus dem Alltag der User und Cops durchliest, gibt es in DE keine Rechtssicherheit diesbezüglich. Wenn keine Gefährdung des Jobs oder Eignung als Schusswaffenbesitzer hinten dran hängt würde ich drauf sch.... Ansonsten bleibt nur vorsichtig sein.
@ Herr Survial -> Hier wurde das Thema schon mehrfach von kompetenten Leuten diskutiert:
http://www.tacticalforum.de/index.php?page=Board&boardID=172&3caba8b0
@ Mod's ich hoffe das ich mit dem Link gegen keine Regel verstosse. Ansonsten bitte Nachsichtig sein und löschen.
16.02.2016, 07:30
Überleben zu wollen ist also kein anerkannter Zweck.:ohhh: Ich werde mich also hier abmelden und der Mittelalterszene anschließen müssen.:peinlich: Dann darf ich zum Zweck der Brauchtumspflege einen Sax am Gürtel tragen.:grosses Lachen:
Der das natürlich nicht wirklich Ernst meint...:rolleys:
Mal ein blöde Frage:
- Was kann man einem jetzt wirklich passieren wenn das Brotmesser nicht verschlossen im Rucksack mitgeführt wird?
16.02.2016, 08:43
die Bedürfnisfrage beschäftigt ziemlich viele Leute.
Grob gesagt, wenn Du im Schützenverein bist und beim Umzug den traditionellen Nicker trägst, ist es gestattet. Bist Du in einem eingetragenen Heimatverein, der sich auch mit germanischen/keltischen Wurzeln beschäftigt, darfst Du auch mit Sax und Ger lustwandeln (das keltische Tathlum lassen wir mal außen vor).
Arbeitest Du im Forst, ist gegen die Heppe nichts einzuwenden, ebenso wie für Winzer und Gärtner auch größere Okkuliermesser.
Es gibt sicher noch tausend Beispiele, aber für alle gilt:
Wenn Du streng nach Gesetz handeln möchtest, müssen diese Gegenstände nach dem Arbeitstag, bzw nach dem Umzug wieder gesichert und verschlossen aufbewahrt werden.
Die Nummer mit der Alditüte funktioniert dementsprechend nicht, weil nicht nur der Verschluss, sondern auch die sichere Aufbewahrung zählt.
Beispiel Handschuhfach im Auto: Wenn Du nur den Deckel schließt, ist es unzureichend; schließt Du es zusätzlich ab, gilt es als ausreichend gesichert.
P.S. : Ich bin seit einigen Jahren Mitglied im Tactical Forum; auch dort werden seit geraumer Zeit die selben Fragen gestellt.
Naja, das wird immer auf die Rahmenumstände, Polizisten, Kläger und Richter ankommen.
Bei einem unbescholtenen Bürger wirds zwischen mündlicher Ermahnung, Geldauflage oder Tagessätze rauslaufen.
Anders kanns bei Jägern oder Sportschützen aussehen. Die hätten es wissen müssen und da kann schnell an der Zuverlässigkeit (eine Voraussetzung für den legalen Schußwaffenbesitz) gezweifelt werden. Dann darf dieses Hobby aufgeben und alle Waffen abgeben werden.
Vor Gericht und auf hoher See ist der Ausgang immer ungewiss. Normalerweise wird das in NRW von der Staatsanwaltschaft gegen Zahlung eines Ordnungsgeldes/Geldbuße eingestellt.
Solltest Du das nicht zahlen (wollen), dann geht es zu Gericht. Dort in der Regel zu einem "Rechtspfleger" nicht zu einem Amts-Richter. Auch der Rechtspfleger wird ggf. Bussgeld erheben.
Das Urteil kann natürlich dann angefochten werden und dann kommt die teure Hauptverhandlung mit Berufsrichter.
Wem es passiert, verhaltet Euch schlau damit aus dem Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit nicht eine Strafverhandlung wird.Also früh "freiwillig" zahlen, nicht hochputschen, das kann teuer werden.
In welcher Höhe bewegt sich das Bußgeld?
Lag in NRW in den letzten Jahren, so zwischen 300 Euro und 1500 Euro, auch in Wertung des Einkommensverhältnisses des "Täters" und des "Anlasses" der Entdeckung der Mitführung.
Opa hat falsches Taschenmesser mit ...gering....Gezielt als (SV)-Waffe dabei in der Disse...teuer
300€ für ein falsch mitgeführtes Brotmesser, bei richtigen Waffen ist es ja nachvollziehbar, ich glaube ich muß Deutschland nicht mehr verstehen.
Ich weiss nicht mehr wo, aber ich habe auch schon mehrmals davon gelesen, das man eine Busse bis zu 10'000.- Euro bekommen kann, wenn es ganz übel kommt.
In der Praxis wird es aber wohl eher so sein, wie es witchcraft geschrieben hat.
Und natürlich wird das Messer wohl eingezogen werden. Je nach Messer kann da so ein Nachkauf durchaus auch teuer werden. ;-)
Darum habe ich, sollte ich überraschenderweise über die Grenze nach Deutschland gehen, immer ein Stück Kette und ein Schloss dabei. So kann ich auch mein Victorinox Trailmaster OneHand sicher abschliessen. Ohne dass ich es in den Rucksack oder gar in eine seperate Box einsperren muss.
Wie die wohl reinschauen werden, wenn sie das Messer so vorfinden? :grosses Lachen:
Wobei es sich bei vielen Angaben von dir ebenfalls um Interpretationen und keine eineindeutigen Referenzen auf das Gesetz handelt. Wenn ich diese mit frei zugänglichen Urteilen aus verschiedenen Bundesländern vergleiche, fehlt mir definitiv die Übereinstimmung.
Dies soll keine Kritik an dir als Person sondern viel eher am deutschen (Un-) Rechtsstaat sein. Aus diesem Grund klinke ich mich auch hier aus der Diskussion aus und wünsche allen deutschen Fori's gutes gelingen bei der Umsetzung des elften Gebotes.
Am Ende sieht es der Richter so mal der andere so...
Ich denke dieser Satz trifft es (in diesem Fall leider) ziemlich genau. Die Würdigung der subjektiven Komponenten eines Verfahrens obliegen dem Richter. Das heißt, er entscheidet anhand der vorliegenden Fakten, welche Motivlage für das Mitführen er "unterstellt".
Das Waffenrecht ist in weiten Teilen ein auf die "gefühlte Sicherheit" abgestelltes Flickwerk. Leider lassen sich Gefühle nicht mit Tatsachen und Fakten beruhigen... Auch die Einhandmesser sind nicht mit einem Führungsverbot belegt worden, weil sie objektiv so gefährlich sind. Das Verbot beruht auf der häufigen missbräuchlichen Benutzung als "Poserwaffe" durch "Abzieher".
Reell betrachtet habe ich meine starre Klinge bereits wieder vom Blut gesäuber und weggesteckt, bevor der Frickel mit dem Butterfly sein Ding auch nur aufhat... Der "Move" sieht aber nicht so toll aus!
Darum darf ich heute auch noch 12cm festen Stahl durch die Gegend tragen, ein Springmesser/Butterfly/Einhandmesser sind dagegen tabu.
Es gab laut einer Aussage des BKA keinen einzigen Fall einer vorsätzlichen Körperverletzung durch Verwendung eines Wurfsterns. Die Dinger sind trotzdem verbotene Waffen. Ich persönlich vermute, aufgrund der Ninja-Filme! Da konnte jeder "sehen" was das für tödliche Teufelsdinger sind/waren. Die gefühlte Sicherheit war gestört und der Gesetzgeber hat trotz Faktenlage die Dinger verboten ...und sich den Schein von Handlungskompetenz gegeben.
Das Ganze ist SEHR unbefriedigend, es hilft aber wirklich nicht mit "das macht doch keinen Sinn" zu argumentieren. Recht und Gerechtigkeit sind zwei völlig verschiedene Dinge!
Es kann passieren, dass eine Streife bei einem Einhandmesser ein Auge zudrückt. Die gleiche Streife kann dann aber ein offen getragenes, festes 8cm Messer aus Gründen der Gefahrenabwehr beschlagnahmen, wenn der Träger sich weigert es z.B. in der Fußgängerzone verdeckt zu tragen. Das Messer wird später zwar wieder ausgehändigt, die Rennerei bleibt aber...
Was noch bescheuerter ist: Ein Klappmesser mit mehr als 12cm Klingenlänge darf geführt werden, ein Messer mit starrer Klinge gleicher Länge nicht...
In Mitteleuropa sind es maximal gefährliche Gegenstände, aber keine Waffen...
Hier mal zwei Zitate aus dem Text:
Der §42 WaffG regelt das Führen von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen. Lange Rede, kurzer Sinn: das Mitführen von Waffen (also auch von Taschenmessern [...]) ist verboten!
In der Praxis heißt das nicht mehr und nicht weniger, als dass Besucher auf der IWA, in Schaafheim oder Hilders keine Waffe nach §1 Abs. 2 WaffG mit sich führen dürfen. Also auch kein Schweizer Taschenmesser!
Jetzt würde ich mich doch mal über eine Erklärung freuen, wie der Verfasser des Textes dazu kommt, ein Taschenmesser als Waffe einzustufen. Und ich meine jetzt wirklich ein "ganz ordinäres" Schweizer Taschenmesser, ohne Einhand, ohne "Extra-Groß", ohne Arretierung, mit den "billigen" roten Griffschalen. Nix "tacticooles". Wie kann man das bitteschön als Waffe einstufen?
Übrigens aus der Praxis: Ich war Ende letzten Jahres zweimal bei meiner Kreispolizeibehörde bezüglich meiner Jagdwaffen. Beide Male wurde ich am Eingang gefragt, ob ich irgendeine Waffe dabei hätte. Beide Male war meine Antwort: "Nein, nur ein Schweizer Taschenmesser." Beide Male wurde mir danach lächelnd die Tür aufgedrückt (es waren unterschiedliche Personen).
Nicht ganz so ernst gemeint:
1.) Angelschein machen
2.) Das hier dabei haben http://www.amazon.de/gp/product/B00ALNISDM/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B00ALNISDM&linkCode=as2&tag=uferan-21
3.) "Spezial vor General-Norm" merken
Damit sollte man fein raus sein. Sonst kann ich mich SBB nur anschließen, es kommt denke ich auch viel auf das wann, wo und wie an.
Das Böse ist immer und überall...der hat eben einen Blick für verdächtige Gestalten :rolleys:
@ Nudnik: Den Blick auf die Taschen hat er sicherlich unter Berücksichtigung der Eigensicherung als Teil des Standartablaufs durchgeführt.
Ist gar nicht so falsch auch als "Zivilist" auf solche Sachen zu achten. In ein ähnliches Kapitel fallen IWB Loops:-)
@mirfölltnixein:
Ich vermute mal, dass der Blogschreiber das wegen dem Mitführen eines Messers auf öffentlichen Veranstaltungen leicht missverstanden hat.
Es ist schon ein Unterschied ob es nun ein kleines, offen zugängliches, kostenloses Platzkonzert mitten in der Stadt ist, oder ob es ein Openair-Festival mit 80'000 Besuchern ist.
Beim ersteren behaupte ich mal, wird keiner was sagen, wenn man ein Taschenmesser dabei hat. Schliesslich gibt es ja nichtmal richtige Eingänge.
Beim letzteren werden sie dir spätestens bei den Schleusen zum Konzertareal, nicht nur Messer sondern auch Nietengürtel usw. wegnehmen.
Bei einer Messeraustellung in einem geschlossenen Raum, ist es wohl wirklich ein Grenzfall. Aber da wird wohl keiner der Beamten so doof sein, und die Besucher kontrollieren ob sie ein Taschenmesser dabei haben.
Das Beispiel der Kreispolizeibehörde hinkt allerdings leicht. Das Büro der Kreispolizeibehörde ist keine öffentliche Veranstaltung. Sondern höchstens ein öffentliches Gebäude. Und selbst da wäre ich mir nichtmal so sicher.
Da darf die Polizei wohl unabhängig der Gesetze ihre eigenen Hausregeln aufstellen.
Zitat von knife-blog.com Der §42 WaffG regelt das Führen von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen. Lange Rede, kurzer Sinn: das Mitführen von Waffen (also auch von Taschenmessern [...]) ist verboten!
Das wäre auch, ohne einen eventuell erweiterten Kontext, definitiv falsch!
Der schweizer Klassiker ist weder als Waffe (durch den Hersteller) bestimmt, noch in eine der Anlagen explizit aufgeführt. Neben dem reinen Gesetzeswerk gibt es dann eigentlich nur noch die BKA-Feststellungsbescheide, die ggf. zu beachten sind. Und auch hier ist nichts zu finden. Da hat sich der Autor vermutlich vergaloppiert... oder ein anderes Messer im Kopf (also bildlich gemeint! :rolleys:)
Oh je! Wenn ich darüber nachdenke, wie viele (Fleischer-) Messer ich im Wohnwagen mitführe und damit quer durch Europa fahre.....
Wenn die Polizei im Sommer alle Wohnwagen und Wohnmobile kontrollieren würde, müsste man wahrscheinlich die meisten Besitzer als Terroristen verhaften.
Bringt dir was?
Es wurden in D Jägern schon ihre Jagdmesser am Sammelplatz abgenommen - weil dort braucht er es ja noch nicht, sondern frühestens am Stand... :brech::Kopfschuetel::crazy::banghead::explodieren:
eigentlich hatte ich das ja hier eingestellt um für die Anfänger und Neubeginner die Sachlage zu verdeutlichen.
Hätte wissen sollen das das nix bringt.
Werde wohl in Zukunft nur noch sowas
nach DE mitnehmen..
Geht auch nicht..."Nicht einführen darf man Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern. Wird der Zoll hier fündig, werden die Lebensmittel der Vernichtung zugeführt." :winke:
Bist du dir da wirklich sicher das du damit durch kommst? Ich habe im §42a nicht herausgelesen, das ein Messer zwingend aus Stahl sein muss um als gefährlich eingestuft werden zu können. Möglicherweise wirft man dir vor eine verdeckte Waffe zu führen! Schließlich könntest du dieses Messer jemanden heimtückisch anbieten, der es dann völlig ahnungslos futtert.:grosses Lachen:
Hätte so eine bodenlose Gemeinheit und Hinterlist nicht von dir erwartet. Schäm dich...:weinen:
Die Pflicht ein Messer bei mir zuführen, das für die Versorgung eines Fisches ausreicht. Und das ist nun mal eine stehende Klinge die auch ein büschen länger sein darf.
Das mir dann jemand das Messer abnimmt dürfte zumindest Diszi würdig sein, Messer ist vllt weg, aber der Kontrolleur macht den Fehler nur einmal. Von daher warte ich mal auf eine Quelle von Dir.
es gibt schon noch vernünftige Messer, die auch nach deutschem Recht führbar sind, z.B.
http://wolfster.de/index.php?disp=shop&show=116/0/01LL2076
Immer wenn die entfernte Möglichkeit besteht, kontrolliert zu werden, hab ich derartiges Werkzeug dabei.
19.02.2016, 09:12
Klingt nach Räuberpistole.... hast du eine Quelle dafür?
Das war vor Jahren mal in einer Jagdzeitschrift. Kann sein dass ich die zu Hause noch hab', bin aber gerade im Ausland...
Dein Fischermesser darfst du beim Fischen dabei haben. Du brauchst es weder auf dem Weg zum Angelplatz noch auf dem Heimweg. Und schon gar nicht, wenn du ohne Angelzeug unterwegs bist. Somit gibt es dafür auch keine Legitimation für's Führen..
Weil ich Harry Potter bin und mir das an meinen Angelplatz zauber?
Oder ich muss mir was einfallen lassen wie ich das kenntlich mache das die ganze Sache nicht ganz ernst gemeint war. :winke:... oh Moment...
Bisher hat sich kein Polizist sich an meinem Messer beim Angeln gestört, ob nun Wasserschutz oder Normalos. Daher bleibt SBB+ Aussage für mich immer noch korrekt, es kommt sehr viel auf die Situation an.
Wie schrieb doch schon Franz Kaffka so schön...bitte das Wort Adel ..durch Elite ersetzen...
Unsere Gesetze sind nicht allgemein bekannt, sie sind Geheimnis der kleinen
Adelsgruppe, welche uns beherrscht. Wir sind davon überzeugt, daß diese alten
Gesetze genau eingehalten werden, aber es ist doch etwas äußerst Quälendes, nach
Gesetzen beherrscht zu werden, die man nicht kennt. Ich denke hierbei nicht an
die verschiedenen Auslegungsmöglichkeiten und die Nachteile, die es mit sich
bringt, wenn nur einzelne und nicht das ganze Volk an der Auslegung sich
beteiligen dürfen. Diese Nachteile sind vielleicht gar nicht sehr groß. Die
Gesetze sind ja so alt, Jahrhunderte haben an ihrer Auslegung gearbeitet, auch
diese Auslegung ist wohl schon Gesetz geworden, die möglichen Freiheiten bei der
Auslegung bestehen zwar immer noch, sind aber sehr eingeschränkt. Außerdem hat
offenbar der Adel keinen Grund, sich bei der Auslegung von seinem persönlichen
Interesse zu unseren Ungunsten beeinflussen zu lassen, denn die Gesetze sind ja
von ihrem Beginne an für den Adel festgelegt worden, der Adel steht außerhalb
des Gesetzes, und gerade deshalb scheint das Gesetz sich ausschließlich in die
Hände des Adels gegeben zu haben. Darin liegt natürlich Weisheit - wer zweifelt
die Weisheit der alten Gesetze an? -, aber eben auch Qual für uns,
wahrscheinlich ist das unumgänglich.
Übrigens können auch diese Scheingesetze eigentlich nur vermutet werden. Es
ist eine Tradition, daß sie bestehen und dem Adel als Geheimnis anvertraut sind,
aber mehr als alte und durch ihr Alter glaubwürdige Tradition ist es nicht und
kann es nicht sein, denn der Charakter dieser Gesetze verlangt auch das
Geheimhalten ihres Bestandes. Wenn wir im Volk aber seit ältesten Zeiten die
Handlungen des Adels aufmerksam verfolgen, Aufschreibungen unserer Voreltern
darüber besitzen, sie gewissenhaft fortgesetzt haben und in den zahllosen
Tatsachen gewisse Richtlinien zu erkennen glauben, die auf diese oder jene
geschichtliche Bestimmung schließen lassen, und wenn wir nach diesen
sorgfältigst gesiebten und geordneten Schlußfolgerungen uns für die Gegenwart
und Zukunft ein wenig einzurichten suchen - so ist das alles unsicher und
vielleicht nur ein Spiel des Verstandes, denn vielleicht bestehen diese Gesetze,
die wir hier zu erraten suchen, überhaupt nicht. Es gibt eine kleine Partei, die
wirklich dieser Meinung ist und die nachzuweisen sucht, daß, wenn ein Gesetz
besteht, es nur lauten kann: Was der Adel tut, ist Gesetz. Diese Partei sieht
nur Willkürakte des Adels und verwirft die Volkstradition, die ihrer Meinung
nach nur geringen zufälligen Nutzen bringt, dagegen meistens schweren Schaden,
da sie dem Volk den kommenden Ereignissen gegenüber eine falsche, trügerische,
zu Leichtsinn führende Sicherheit gibt. Dieser Schaden ist nicht zu leugnen,
aber die bei weitem überwiegende Mehrheit unseres Volkes sieht die Ursache
dessen darin, daß die Tradition noch bei weitem nicht ausreicht daß also noch
viel mehr in ihr geforscht werden muß und daß allerdings auch ihr Material, so
riesenhaft es scheint, noch viel zu klein ist und daß noch Jahrhunderte vergehen
müssen, ehe es genügen wird. Das für die Gegenwart Trübe dieses Ausblicks
erhellt nur der Glaube, daß einmal eine Zeit kommen wird, wo die Tradition und
ihre Forschung gewissermaßen aufatmend den Schlußpunkt macht, alles klar
geworden ist, das Gesetz nur dem Volk gehört und der Adel verschwindet
Lustig wie über diesen Paragraphen schwammiger diskutiert wird als er selber schon ist...jedes Mal.
Lest das Gesetz. Lest es noch einmal. Haltet euch dran. Oder auch nicht.
Wenn ihr wegen der Auslegung nicht sicher seid, dann geht doch übereifrig auf Nummer sicher, so dass garantiert alles schön in Ordnung ist.
Selbst als Schweizer ist dieses Gesetz echt nicht schwer zu verstehen! Ich bin bloss froh ist es bei uns noch nicht so weit :rolleys:
Wurde nun alles zum Thema gesagt?
Vermutlich sogar mehrfach
Aber noch nicht von jedem. :grosses Lachen:
(duck und weg ...)