Source: https://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/schutzgebiete/die_einzelnen_naturschutzgebiete/-40826.html
Timestamp: 2020-08-09 00:03:54
Document Index: 142171711

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 65', '§ 3', '§ 3', '§ 4']

Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Brockzeteler Moor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Brockzeteler Moor"
Verordnung vom 11.12.1986 über das Naturschutzgebiet "Brockzeteler Moor" in der Stadt Aurich, Landkreis Aurich
(1) Das in § 3 dieser Verordnung näher bezeichnete Gebiet wird zum Naturschutzgebiet "Brockzeteler Moor" erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet ist ca. 180 ha groß.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der mitveröffentlichten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 sowie in einer Karte im Maßstab 1 : 5.000 mit einem Punktraster dargestellt. Die äußere Kante des Punktrasters kennzeichnet die Grenze des Schutzgebietes.
der Stadt Aurich, 2960 Aurich
Das Brockzeteler Moor ist Lebensstätte bedrohter, wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tiere, die des besonderen Schutzes bedürfen und in ihrem Bestand langfristig erhalten, gepflegt und entwickelt werden sollen. Außerdem ist dieses Moor als Archiv für vegetations- und frühgeschichtliche Forschung sowie aus heimatkundlicher Sicht von besonderer Bedeutung.
a) Bodenbestandteile aller Art zu entnehmen,
b) Flächen aufzuforsten,
c) Grünland in einem Zeitraum von jeweils 10 Jahren länger als 2 Jahre ackerbaulich zu nutzen,
d) Pflanzenbehandlungsmittel, außer bei einer Ackerzwischennutzung, anzuwenden,
e) bislang nach den Regeln der Deutschen Hochmoorkultur bewirtschaftete Flächen in Sandmisch- oder Sanddeckkulturen umzuwandeln,
f) auf allen landeseigenen, landwirtschaftlich genutzten Flächen darüber hinaus,
- jeglich Form der Ackernutzung zu betreiben,
- Gülle auszubringen,
- in der Zeit vom 01.04. bis 15.06. eines jeden Jahres zu walzen, zu schleppen und zu mähen,
g) Erdsilos anzulegen,
h) auf bislang nicht kultivierten Hochmoorflächen Wildäcker und Futterstellen einzurichten.
(1) Freigestellt von den Vorschriften des § 3 dieser Verordnung sind
(3) Ein Verstoß kann gemäß § 65 NNatG im Falle des § 3 Abs. 1 dieser Verordnung mit einer Geldbuße bis zu 50.000,-- DM, im Falle des § 3 Abs. 2 und 3 und des § 4 Abs. 1 a) dieser Verordnung mit einer Geldbuße bis zu 10.000,-- DM geahndet werden.
Oldenburg, den 11.12.1986