Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=19.07.2006&Aktenzeichen=II%20R%201%2F05
Timestamp: 2018-09-22 00:25:09
Document Index: 154413379

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 9', '§ 10', '§ 13', '§ 2303', '§ 3', '§ 9', '§ 2303', '§ 2317', '§ 3', '§ 2303', '§ 10', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 9', '§ 3']

BFH, 19.07.2006 - II R 1/05 - dejure.org
ErbStG § 3 Abs. 1 Nr. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b, § 10 Abs. 5 Nr. 2, § 13 Abs. 1 Nr. 11; BGB § 2303
Erbschaftsteuer: Maßgebend ist der Tag der Forderung des Pflichtteils
ErbStG § 3 Abs. 1 Nr. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1; BGB § 2303 Abs. 1, § 2317 Abs. 1
Entstehung der ErbSt bei Geltendmachung eines Pflichtteilsanspruchs
Notare Bayern , S. 79 (Leitsatz und Auszüge und Entscheidungsbesprechung)
§§ 3, 9 ErbStG; §§ 2303, 2317 Abs. 1 BGB
Erbschaftsteuer entsteht mit Geltendmachen des Pflichtteils
Erbschaftsteuer für Pflichtteilsanspruch
Bezifferung des geltend gemachten Pflichtteilsanspruchs als Voraussetzung für die Entstehung der Erbschaftssteuer; Aufhebung oder Veränderung des einmal entstandenen Steueranspruchs durch Erfüllungsabreden zwischen dem Erben und dem Pflichtteilsberechtigten bzw. eines Verzichts des Pflichtteilsberechtigten
Erbschaftsteuer bei Geltendmachung eines Pflichtteilsanspruches
Erbschaftssteuer wird fällig sobald ein Pflichtteilsanspruch geltend gemacht wird
Pflichtteilsrecht - Steuerentstehung: Bezifferung des Anspruchs
Erbschaftsteuer - Wann entsteht die Erbschaftsteuer bei der Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen?
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 19.07.2006, Az.: II R 1/05 (Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs durch unbeziffertes Auskunftsbegehren)" von RA Dr. Michael Messner, FAStR, original erschienen in: ZEV 2006, 514 - 516.
FG Köln, 28.10.2003 - 9 K 1425/00
BFHE 213, 122
NJW 2006, 3455
FamRZ 2006, 1526
BB 2006, 2010
BB 2006, 2287
DB 2006, 1992
BStBl II 2006, 718
BFH, 19.02.2013 - II R 47/11
Geltendmachung des Pflichtteils nach Tod des Verpflichteten durch dessen …
Dieses zeitliche Hinausschieben der erbschaftsteuerrechtlichen Folgen eines Pflichtteilsanspruchs ist im Interesse des Berechtigten geschehen und soll ausschließen, dass bei ihm auch dann Erbschaftsteuer anfällt, wenn er seinen Anspruch zunächst oder dauerhaft nicht erhebt (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 7. Oktober 1998 II R 52/96, BFHE 187, 50, BStBl II 1999, 23; vom 19. Juli 2006 II R 1/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718, und vom 31. März 2010 II R 22/09, BFHE 229, 374, BStBl II 2010, 806, Rz 11).
Der Berechtigte muss seinen Entschluss, die Erfüllung des Anspruchs zu verlangen, in geeigneter Weise bekunden (BFH-Urteil in BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718).
BFH, 31.03.2010 - II R 22/09
Kein Anfall von Schenkungsteuer bei zinsloser Stundung eines nicht geltend …
Dieses zeitliche Hinausschieben der erbschaftsteuerrechtlichen Folgen eines Pflichtteilsanspruchs ist im Interesse des Berechtigten geschehen und soll ausschließen, dass bei ihm auch dann Erbschaftsteuer anfällt, wenn er seinen Anspruch zunächst oder dauerhaft nicht erhebt (BFH-Urteile vom 7. Oktober 1998 II R 52/96, BFHE 187, 50, BStBl II 1999, 23, und vom 19. Juli 2006 II R 1/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718).
Das bloße Bestehen von Pflichtteilsverbindlichkeiten ist auch insoweit ohne steuerrechtliche Bedeutung (BFH-Urteile in BFHE 187, 50, BStBl II 1999, 23, und in BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718).
Der Berechtigte muss seinen Entschluss, die Erfüllung des Anspruchs zu verlangen, in geeigneter Weise bekunden, die Höhe des Anspruchs aber nicht beziffern (BFH-Urteil in BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718).
Entscheidend ist der Eintritt der Gesamtrechtsnachfolge mit dem Tod der E. Sollte sich das Pflichtteilsrecht der Tochter auf das durch den Vertrag vom ... Dezember 2001 erfasste Vermögen der E bezogen haben, würde ein Abzug als Nachlassverbindlichkeit nach § 10 Abs. 5 Nr. 2 ErbStG dessen Geltendmachung voraussetzen (zu den Anforderungen an die Geltendmachung vgl. BFH-Urteile vom 19. Juli 2006 II R 1/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718, und vom 31. März 2010 II R 22/09, BFHE 229, 374, BStBl II 2010, 806).
BFH, 21.08.2015 - II B 126/14
Pflichtteilsansprüche nur in tatsächlich geltend gemachter Höhe als …
Die Regelung soll ausschließen, dass bei dem Pflichtteilsberechtigten auch dann Erbschaftsteuer anfällt, wenn er seinen Anspruch zunächst oder dauerhaft nicht erhebt (BFH-Urteile vom 7. Oktober 1998 II R 52/96, BFHE 187, 50, BStBl II 1999, 23, und vom 19. Juli 2006 II R 1/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718).
Hat der Pflichtteilsberechtigte lediglich einen Teil seines Anspruchs geltend gemacht, entsteht nur in dieser Höhe die Erbschaftsteuer bzw. kann der Erbe nur in dieser Höhe Nachlassverbindlichkeiten geltend machen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718; Wälzholz in Viskorf/Knobel/Schuck/Wälzholz, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 4. Aufl., § 3 ErbStG Rz 152; Gottschalk in Troll/Gebel/ Jülicher, ErbStG, § 3 Rz 227; Geck in Kapp/Ebeling, § 3 ErbStG Rz 212, 213 und 213.2).
Dasselbe gilt, wenn sich der Pflichtteilsberechtigte nach ernstlichem Streit über die Höhe seines Pflichtteils vergleichsweise mit weniger zufrieden gibt als er beansprucht hat und ihm zusteht; auch in diesem Fall kann er nur aus diesem niedrigeren Wert besteuert werden (BFH-Urteile vom 18. Juli 1973 II R 34/69, BFHE 110, 196, BStBl II 1973, 798, und in BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718).
Jedenfalls ist das FG nicht von den Rechtsgrundsätzen, die der von der Klägerin zitierten Entscheidung des BFH in BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718 zugrunde liegen, abgewichen, sondern hat diese Rechtsgrundsätze bei seiner eigenen Entscheidung berücksichtigt und auf den Streitfall angewendet.
BFH, 01.07.2008 - II R 71/06
Ansatz einer Zugewinnausgleichsverpflichtung mit dem Nennwert - …
Nach der Rechtsprechung des BFH können die Pflichtteilsberechtigten in einem solchen Fall nur aus dem vergleichsweise vereinbarten, niedrigeren Wert besteuert werden (BFH-Urteile vom 19. Juli 2006 II R 1/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718; vom 18. Juli 1973 II R 34/69, BFHE 110, 196, BStBl II 1973, 798).
BFH, 27.09.2012 - II R 52/11
Denn mit der Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs durch die Klägerin wäre die Erbschaftsteuer gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b ErbStG auf der Grundlage des tatsächlichen Werts ihres Anspruchs entstanden und zugleich damit der Erwerb aus erbschaftsteuerrechtlicher Sicht vollendet gewesen (BFH-Urteil vom 19. Juli 2006 II R 1/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718).
In diesem Fall kann er nur aus dem niedrigeren Wert besteuert werden (BFH-Urteile in BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718, und vom 1. Juli 2008 II R 71/06, BFHE 222, 63, BStBl II 2008, 874, jeweils m.w.N.).
FG Hessen, 03.11.2015 - 1 K 1059/14
Pflichtteil; Pflichtteilsanspruch; Abziehbarkeit; Nachlassverbindlichkeit; …
Dieses zeitliche Hinausschieben der erbschaftsteuerrechtlichen Folgen eines Pflichtteilsanspruchs ist im Interesse des Berechtigten geschehen und soll ausschließen, dass bei ihm auch dann Erbschaftsteuer anfällt, wenn er seinen Anspruch zunächst oder dauerhaft nicht erhebt (Urteile des BFH vom 07.10.1998 II R 52-96, BFHE 187, 50, BStBl II 1999, 23 [BFH 07.10.1998 - II R 52/96] ; vom 19.07.2006 II R 1-05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718, [BFH 19.07.2006 - II R 1/05] und vom 31.03.2010 II R 22-09, BFHE 229, 374, BStBl II 2010, 806, [BFH 31.03.2010 - II R 22/09] Rz 11).
Der Berechtigte muss seinen Entschluss, die Erfüllung des Anspruchs zu verlangen, in geeigneter Weise bekunden (BFH-Urteil in BFHE 213, 122, [BFH 19.07.2006 - II R 1/05] BStBl II 2006, 718 [BFH 19.07.2006 - II R 1/05] ).
FG Schleswig-Holstein, 04.05.2016 - 3 K 148/15
Der Berechtigte muss seinen Entschluss, die Erfüllung des Anspruchs zu verlangen, in geeigneter Weise bekunden (BFH-Urteil vom 19. Juli 2006 II R 1/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718).
FG Baden-Württemberg, 01.10.2014 - 7 K 1520/11
Pflichtteilsansprüche nur in tatsächlich erfüllter Höhe als …
Dieses zeitliche Hinausschieben der erbschaftsteuerrechtlichen Folgen eines Pflichtteilsanspruchs ist im Interesse des Berechtigten geschehen und soll ausschließen, dass bei ihm auch dann Erbschaftsteuer anfällt, wenn er seinen Anspruch zunächst oder dauerhaft nicht erhebt (Urteile des Bundesfinanzhofs -BFH - vom 07. Oktober 1998 II R 52/96, BFHE 187, 50, BStBl II 1999, 23; vom 19. Juli 2006 II R 1/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718; vom 31. März 2010 II R 22/09, BFHE 229, 374, BStBl II 2010, 806, Rz 11; vom 19. Februar 2013 II R 47/11, BFHE 240, 186, BStBl II 2013, 332).
Unter "Geltendmachung" des Pflichtteilsanspruchs ist das ernstliche Verlangen auf Erfüllung des Anspruchs gegenüber dem Erben zu verstehen (BFH-Urteil vom 19.07.2006 II R 1/05, BStBl. II 2006, 718;… Gebel in Troll/Gebel/Jülicher, ErbStG, § 3 Rn. 226).
Die Höhe des Anspruchs muss nicht beziffert werden (BFH-Urteil vom 19.07.2006 II R 1/05, BStBl. II 2006, 718;… BFH-Urteil vom 30.04.2003 II R 6/01, BFH/NV 2004, 341).
FG Düsseldorf, 07.09.2011 - 4 K 803/11
Pauschale Abgeltung der Ansprüche des überlebenden Ehegatten auf …
BFH, 11.02.2010 - II B 123/09
Grundsätzliche Bedeutung - Divergenz - Keine Besteuerung des geltend gemachten …
FG Rheinland-Pfalz, 16.05.2013 - 4 K 2215/11
Abzug von Prozesszinsen als Nachlassverbindlichkeit - Zugrundelegung eines …