Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZB%2022/92
Timestamp: 2020-01-26 18:04:24
Document Index: 3915329

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.11.1992 - V ZB 22/92 - dejure.org
https://dejure.org/1992,853
BGH, 12.11.1992 - V ZB 22/92 (https://dejure.org/1992,853)
BGH, Entscheidung vom 12.11.1992 - V ZB 22/92 (https://dejure.org/1992,853)
BGH, Entscheidung vom 12. November 1992 - V ZB 22/92 (https://dejure.org/1992,853)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1992,853) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Grundstücksverkauf - DDR - Beurkundungsmangel - Grundbuchberichtigung - Vorabentscheidung - Rechtsweg - Zivilgerichte - Berufung
Rechtswegzuständigkeit; Bindungswirkung; Beschwerdezulässigkeit; Vorabentscheidung; Ausreiseverkauf; formnichtiger Kaufvertrag; Grundbuchberichtigung; Vorrang der Grundbuchberichtigung vor Restitution
Zur Reichweite und Exklusivität des Vermögensgesetzes
BGHZ 120, 198
NJW 1993, 388
ZIP 1992, 1783
MDR 1993, 77
NJ 1993, 33
WM 1993, 26
WM 1993, 30
DB 1993, 36
JR 1993, 147
Außerdem schließe der Bundesgerichtshof in den Entscheidungen vom 12. November 1992 (BGHZ 120, 198 und 120, 204) die Berufung des Betroffenen auf Mängel des Grundstückskaufvertrags, der auf staatlichen Druck zur Ermöglichung der Ausreise aus der Deutschen Demokratischen Republik abgeschlossen worden sei, nicht aus, wenn es sich um einen zusätzlichen Mangel handele, der schon nach dem Recht der Deutschen Demokratischen Republik zur Unwirksamkeit des Erwerbs geführt hätte.
Eine andere Beurteilung ist nicht deshalb geboten, weil der Bundesgerichtshof in Fällen, in denen ein Rechtsgeschäft nicht nur an einem vom Vermögensgesetz erfaßten Makel, sondern unabhängig davon an einem zusätzlichen, mit dem Unrechtsverhalten der Deutschen Demokratischen Republik nicht zusammenhängenden Mangel leidet, neben dem Restitutionsanspruch auch zivilrechtliche Ansprüche für möglich hält (vgl. etwa die vom Beschwerdeführer angeführten Entscheidungen BGHZ 120, 198 und 120, 204 ).
Dies erübrigt sich nur, wenn es die Zulässigkeit des Rechtswegs bejaht und im Falle der Vorabentscheidung keinen Anlaß sähe, die Beschwerde an den Bundesgerichtshof zuzulassen (Senatsurt. v. 9. November 1995, V ZB 27/94, WM 1996, 87, für BGHZ bestimmt; vgl. auch BGHZ 120, 198 und 204).
b) Ist das Oberlandesgericht mit der Rechtswegfrage befaßt, hat es unter den Voraussetzungen des § 17 a Abs. 2 und Abs. 3 GVG grundsätzlich selbst in das Vorabverfahren einzutreten; dies erübrigt sich, wenn es die Zulässigkeit des Rechtswegs bejaht und im Falle der Vorabentscheidung keinen Anlaß hätte, die Beschwerde an den Bundesgerichtshof zuzulassen (im Anschluß an BGHZ 120, 198 und 204).«.
Der Senat ist an die Zulassungsentscheidung nach § 17 a Abs. 4 Satz 6 GVG unbeschadet des Umstandes gebunden, daß das Oberlandesgericht erstmalig und nicht, wie bei einer erstinstanzlich angebrachten Rechtswegrüge vorgesehen (§ 17 a Abs. 3 Satz 2, Abs. 4 Satz 3 GVG), als Beschwerdegericht entschieden hat (BGHZ 120, 198).
Da die Zulassungsbeschwerde des § 17a Abs. 4 Satz 5 GVG der Klärung grundsätzlicher Fragen und der Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung dient (vgl. BGHZ 120, 198, 199 f), der letztere Gesichtspunkt aber in wesentlichen Zügen mit der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zusammenhängt, sieht sich der Senat nach § 17a Abs. 4 Satz 6 GVG an die Zulassung gebunden.
Bei der Differenzierung nach Risikokreisen (s. auch Senatsentscheidungen BGHZ 120, 198 [BGH 12.11.1992 - V ZB 22/92] und 204; 121, 347; 122, 204; v. 7. Mai 1993, V ZR 99/92, WM 1993, 1291) sieht sich der Senat in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urt. v. 19. Januar 1995, ZIP 1995, 415, 418).
§ 17 a Abs. 4 Satz 5 ergibt im Gegenteil, daß die oberen Bundesgerichte nur noch grundsätzliche Rechtsfragen zu klären haben und die Einheitlichkeit der Rechtsprechung auch insoweit wahren sollen (Senat, Beschl. v. 12. November 1992, V ZB 22/92, BGHZ 120, 198, 199).
Die Grenzen des Ausschlusses zivilrechtlicher Ansprüche durch das Vermögensgesetz hat der Senat in zwei Entscheidungen vom 12. November 1992 (Urt. V ZR 230/91, WM 1993, 26 ; Beschl. V ZB 22/92, WM 1993, 30 ; jeweils zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt) abgesteckt.
Der Senat hat deshalb in Fällen, in denen eine unzuständige Stelle bei der Veräußerung des Miteigentumsanteils des in die Bundesrepublik übergesiedelten Ehemannes mitgewirkt hatte ( V ZR 230/91 oder der Zwangsverkauf an einem Beurkundungsmangel gescheitert war ( V ZB 22/92), neben dem Rückübertragungsanspruch nach §§ 1 Abs. 3, 3 VermG zivilrechtliche Ansprüche zugelassen.
b) Der Senat ist an die Zulassung gemäß § 17 a Abs. 4 Satz 6 GVG gebunden, obwohl das Oberlandesgericht erstmalig und nicht als Beschwerdeinstanz in dem Vorabverfahren gemäß § 17 a Abs. 2 bis 4 GVG entschieden hat (BGHZ 120, 198, 199 f.; 131, 169, 170 f.).
Das erübrigt sich indes, wenn es den ordentlichen Rechtsweg für gegeben hält und im Falle der Vorabentscheidung keinen Anlaß hätte, die Beschwerde an den Bundesgerichtshof zuzulassen (Senatsbeschl. v. 9. November 1995, V ZB 27/94, WM 1996, 87, für BGHZ 131, 169 vorgesehen; vgl. auch BGHZ 120, 198).
BGH, 18.06.1993 - V ZR 47/92
Wirksamkeit von Grundstücksverfügungen mit Beendigung staatlicher …
BGH, 09.07.1993 - V ZR 262/91
BGH, 07.05.1993 - V ZR 99/92
Rechtsfolgen eines Scheingeschäfts bei Zwangsveräußerung eines DDR-Grundstücks …
Wirksamkeit eines mit dem Bürgermeister einer Gemeinde zu Zeiten der ehemaligen …
BGH, 15.05.1998 - V ZR 146/97
Verdrängung zivilrechtlicher Ansprüche
BGH, 21.11.1996 - V ZB 19/96
Rechtsweg für eine Klage eines Grundstückseigentümers gegen die Deutsche Bahn AG …
BVerwG, 10.03.1994 - 4 B 46.94
Voraussetzungen für die Wirksamkeit eines Enteignungsbeschlusses - Verhältnis von …
BGH, 29.02.1996 - III ZB 7/95
Rechtsweg für eine Klage auf Erstattung von zu Zeiten der DDR gezahlten …
OLG Köln, 08.12.1994 - 18 U 15/94
OLG Naumburg, 21.07.1994 - 4 U 39/94
Rechtsnatur eines Grundstücksüberlassungsvertrags: gemischte Schenkung - …
OLG Brandenburg, 15.12.1997 - 13 W 3/97
Wahlkampfkostenerstattung für die Landtagswahl 1990; Eröffnung des ordentlichen …
OLG Frankfurt, 05.06.1997 - 5 W 4/97
Gerichtszuständigkeit bei einem Rechtsstreit über die Zahlung einer variablen …
OLG Rostock, 22.03.1994 - 4 U 99/93
Anfechtbarkeit und Nichtigkeit einer Grundstückszwangsveräußerung eines …
BGH, 28.05.1993 - V ZR 53/92
VG Schwerin, 28.09.1994 - 1 B 14/94
Einstweiliger Rechtsschutz auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung des …
LG Berlin, 27.01.1994 - 31 O 438/93
Zulässigkeit des Zivilrechtswegs im Rahmen der Aufhebung der staatlichen …
OLG Jena, 20.06.1995 - 4 W 87/95
Zustimmung zur Grundbuchberichtigung; Vorliegen der Voraussetzungen für eine …
OLG Rostock, 04.01.1994 - 4 W 45/93
Abhängigkeit der Beschreitung des Zivilrechtsweges vom den Streitgegenstand …
LG Berlin, 10.03.1994 - 34 O 55/94
Ansprüche nach Aufhebung der staatlichen Verwaltung