Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Berlin-Brandenburg&Datum=15.12.2010&Aktenzeichen=L%207%20KA%2062%2F09
Timestamp: 2019-02-23 22:30:38
Document Index: 384076679

Matched Legal Cases: ['§ 82', '§ 83', '§ 85', '§ 85', '§ 85', '§ 87', '§ 87', '§ 89', '§ 87', '§ 87', '§ 89', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87']

LSG Berlin-Brandenburg, 15.12.2010 - L 7 KA 62/09 KL - dejure.org
LSG Berlin-Brandenburg, 15.12.2010 - L 7 KA 62/09 KL
§ 82 Abs 2 S 1 SGB 5, § 83 SGB 5, § 85 Abs 1 S 1 SGB 5, § 85 Abs 2 S 1 SGB 5, § 85 Abs 2 S 2 SGB 5
Vertragsärztliche Versorgung - erweiterter Bewertungsausschuss - Beschlüsse über besonders förderungswürdige Leistungen - Zuschlag zum Orientierungswert - außerbudgetäre Leistungen - Verpflichtung zur Nachzahlung zusätzlicher morbiditätsbedingter Vergütung - Verstoß gegen höherrangiges Recht - eingeschränkter Umfang gerichtlicher Kontrolle
Es kann offenbleiben, ob der EBewA hierzu berechtigt war (vgl dazu LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 15.12.2010 - L 7 KA 62/09 KL - Revision anhängig unter B 6 KA 28/11 R).
Ob der EBewA mit seinen Beschlüssen zur Vergütung dieser Leistungen die maßgeblichen gesetzlichen Regelungen beachtet hat (verneinend LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 15.12.2010 - L 7 KA 62/09 KL - Revision anhängig unter B 6 KA 28/11 R) bedarf hier keiner Entscheidung.
Gegen diesen Beschluss hat der Spitzenverband Bund der Krankenkassen am 15.4.2009 Klage erhoben (L 7 KA 62/09 KL).
Ungeachtet des fakultativen Charakters der Regelung hat nach der Rechtsprechung des Senats (…BSGE 110, 258 = SozR 4-2500 § 87a Nr. 1, RdNr 27 - zur Vergütung von Leistungen außerhalb der Gesamtvergütungen;… BSGE 111, 114 = SozR 4-2500 § 87 Nr. 26, RdNr 41 - zur Vereinbarung von Zuschlägen) jede der Vertragsparteien die Möglichkeit, eine entsprechende Vereinbarung über das Schiedsamt nach § 89 Abs. 1 SGB V zu erreichen (aA noch LSG Berlin Urteil vom 15.12.2010 - L 7 KA 62/09 KL - Juris RdNr 58 = KRS 10.089) .
Ungeachtet des fakultativen Charakters der Regelung hat nach der Rechtsprechung des Senats (…BSGE 110, 258 = SozR 4-2500 § 87a Nr. 1, RdNr 27 - zur Vergütung von Leistungen außerhalb der Gesamtvergütungen;… BSGE 111, 114 = SozR 4-2500 § 87 Nr. 26, RdNr 41 - zur Vereinbarung von Zuschlägen) jede der Vertragsparteien die Möglichkeit, eine entsprechende Vereinbarung über das Schiedsamt nach § 89 Abs. 1 SGB V zu erreichen (aA noch LSG Berlin-Brandenburg Urteil vom 15.12.2010 - L 7 KA 62/09 KL - Juris RdNr 58 = KRS 10.089).
LSG Berlin-Brandenburg, 31.05.2013 - L 24 KA 4/10
Vergütungen von Notfallleistungen im Krankenhaus - Beschluss des EBewA vom 16. …
Eines Vorverfahrens bedarf es wegen der mit einem Schiedsamt vergleichbaren Stellung des Beklagten nicht (…BSG, a. a. O. und Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 15. Dezember 2010 - L 7 KA 62/09 KL - zitiert nach Juris).
Soweit es dafür auch weiterer Neufestlegungen bedarf, weil andernfalls andere gesetzliche Vorschriften nicht eingehalten würden, sind diese dem Beklagten nicht verwehrt (Urteil des LSG Berlin-Brandenburg vom 15. Dezember 2010, a. a. O.).
Das gilt - mit Ausnahme der Sonderregelungen in § 87a Abs. 3 Satz 4 SGB V und Abs. 3a Satz 4 a.F. betreffend den unvorhersehbaren Anstieg des morbiditätsbedingten Behandlungsbedarfs und die Änderung der Versichertenzahl - trotz § 87a Abs. 1 SGB V a.F. auch für die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung, wie sich aus § 87a Abs. 3 Satz 1 und § 87c Abs. 4 SGB V a.F. ergibt, wonach auch die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung "mit befreiender Wirkung" vereinbart wird (vgl. LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 15.12.2009 - L 7 KA 62/09 KL - juris Rdnr. 67, Revision anhängig unter B 6 KA 28/11 R;… Engelhard , a.a.O., § 87a Rdnr. 28).
Dass der Beigeladene zu 6) in dem Verfahren vor dem LSG Berlin-Brandenburg evtl. noch die Möglichkeit hat, die Klage dahingehend zu erweitern, dass er (ggf. hilfsweise wie in dem der Entscheidung des LSG Berlin-Brandenburg vom 15.12.2010 zu Grunde liegenden Verfahren L 7 KA 62/09 KL, juris) die Aufhebung des gesamten Beschlusses des Erweiterten Bewertungsausschusses beantragt, ist insofern unerheblich, da es für die Entscheidung in dem vorliegenden Verfahren allein auf den Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung vor der erkennenden Kammer ankommt und zumindest derzeit sich die Klage in dem Verfahren L 24 KA 4/10 KL ausschließlich gegen Beschlussteil C richtet.