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Timestamp: 2016-10-22 19:57:36
Document Index: 325647067

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Fr�sard; Gerichtsschreiberin Durizzo
T.________, 1954, Beschwerdef�hrer, vertreten durch den Rechtsdienst f�r Behinderte, Sch�tzenweg 10, 3014 Bern,
A.- Der 1954 geborene, aus dem Kosovo stammende T.________ arbeitete seit 1989 als Dachdeckergehilfe in der Schweiz. Nachdem er bereits fr�her einschiessende Schmerzen im R�cken versp�rt hatte, erlitt er am 11. Oktober 1997 ein Verhebetrauma. Seither ist er, abgesehen von einem Arbeitsversuch von wenigen Tagen im Januar 1998, nicht mehr er- werbst�tig. Der behandelnde Arzt Dr. med. S.________, Innere Medizin FMH, O.________, stellte am 13. Oktober 1997 ein akutes schweres, vorwiegend lokales Lumbalsyndrom fest.
Nach einem station�ren Aufenthalt in der Klinik im Winter 1997/1998 und einer R�ckenoperation am 25. Mai 1998 stellte T.________ bei der Invalidenversicherung am 8.
Oktober 1998 ein erstes und w�hrend eines station�ren Aufenthalts vom 24. M�rz bis zum 30. April 1999 im Spital, Medizinische Abteilung C.________, am 21. April 1999 ein zweites Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente.
R.________, Rheumatologie FMH, stellte in seinem Gutachten vom Dezember 1999 fest, dass dem Versicherten Arbeiten mit gr�sserer R�ckenbelastung, insbesondere auch die bisherige T�tigkeit als Dachdecker, nicht mehr zumutbar seien. Eine weitergehende Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit lasse sich aber aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht mit den objektivierbaren Befunden nicht begr�nden. Eine Arbeit mit leichter bis h�chstens mittelgradiger R�ckenbelastung und der M�glichkeit, periodisch die K�rperhaltung zu wechseln, sei T.________ zeitlich und leistungsm�ssig indes ohne Einschr�nkung zuzumuten. Dr. med. H.________, Psychiatrie FMH, kam in seinem Gutachten vom 15. Dezember 1999 zum Schluss, dass die Arbeitsf�higkeit in psychischer Hinsicht nicht eingeschr�nkt sei. Gest�tzt auf diese Abkl�rungen lehnte die IV-Stelle das Ersuchen des Versicherten mit Verf�gung vom 14. Juli 2000 ab und f�hrte zur Begr�ndung an, es bestehe lediglich ein rentenausschliessender Invalidit�tsgrad von 15 %.
C.- T.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren, es seien der angefochtene Entscheid aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, ihm ab 1. Oktober 1998 eine ganze Rente auszurichten.
1.- a) Die Vorinstanz hat die Bestimmung �ber den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG) zutreffend dargelegt.
Darauf kann verwiesen werden. Zu erg�nzen ist, dass der Versicherte nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine ganze Rente hat, wenn er mindestens zu 66 2/3 %, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zu 50 % oder auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 40 % invalid ist; in H�rtef�llen hat der Versicherte nach Art. 28 Abs. 1bis IVG bereits bei einem Invalidit�tsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine halbe Rente.
b)Um den Invalidit�tsgrad bemessen zu k�nnen, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die �rztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verf�gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der �rztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bez�glich welcher T�tigkeiten die versicherte Person arbeitsunf�hig ist. Im Weiteren sind die �rztlichen Ausk�nfte eine wichtige Grundlage f�r die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden k�nnen (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1).
2.- a) Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht nicht auf das Gutachten der �rzte des Spital vom 18. Mai 1999, sondern auf dasjenige von Dr. med. H.________ vom 15. Dezember 1999 abgestellt habe.
Lediglich gest�tzt auf eine einmalige Konsultation habe Dr. med. H.________ die Beurteilung seines Gesundheitszustands nach f�nfw�chiger Behandlung im Spital in Zweifel gezogen und angenommen, dass er zum Zeitpunkt seines Aufenthalts im Spital zufolge invalidit�tsfremder Gr�nde und nur vor�bergehend unter psychischen Beschwerden gelitten habe. Es liege jedoch eine chronifizierte psychische Beeintr�chtigung vor, weshalb er im April 2000 eine Behandlung im psychiatrischen Dienst des Spitals aufgenommen habe. Die behandelnde �rztin habe gem�ss ihrem Bericht vom 20. September 2000 eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung sowie eine mittelgradige depressive Episode festgestellt.
b) Die �rzte des Spitals hatten gem�ss Bericht vom 18. Mai 1999 ein lumbales Schmerzsyndrom sowie eine Major Depression diagnostiziert und erachteten nur noch eine leichte k�rperliche T�tigkeit im Umfang von 30 % als zumutbar. Der von der IV-Stelle zur Begutachtung des Beschwerdef�hrers beauftragte Rheumatologe Dr. med. R.________ stellte mit Gutachten vom Dezember 1999 ein chronisches lumbo-sakrales Schmerzsyndrom mit linksseitigen Beinschmerzen fest. Es finde sich eine leicht bis m�ssig eingeschr�nkte Lendenwirbels�ule mit leichter muskul�rer Begleitsymptomatik. Dieser Befund verm�ge das vom Versicherten geklagte Schmerzausmass und die dadurch verursachte Behinderung nicht zu erkl�ren. Die Einsch�tzung der �rzte des Spitals, wonach der Versicherte zu 30 % arbeitsf�hig sei (3 Std. pro Tag/max. 5 kg, entsprechend dem F�hren eines Kleinhaushaltes), k�nne er sich nur unter der Annahme einer vorwiegend psychosomatischen Betrachtungsweise erkl�ren, denn weder mit den aktuellen Befunden noch mit den im Austrittsbericht des Spitals vom 18. Mai 1999 protokollierten Untersuchungen lasse sich eine solche Beeintr�chtigung begr�nden. In seiner Expertise vom 15. Dezember 1999 attestierte der Psychiater Dr. med.
H.________ dem Beschwerdef�hrer nach pers�nlicher Begutachtung eine sehr gute Verfassung. Psychische St�rungen seien, auch nach testpsychologischer Untersuchung, nicht nachzuweisen. Es m�sse davon ausgegangen werden, dass eine Major Depression, wie sie dem Beschwerdef�hrer im Spital attestiert worden sei, nie bestanden habe. Entsprechende Beobachtungen eines mit einer schweren depressiven Episode verbundenen hohen Suizidrisikos sowie von psychotischen Symptomen wie Wahnideen und Halluzinationen seien nicht dokumentiert. Es habe wohl zu jenem Zeitpunkt eine depressive Reaktion bestanden, da der Versicherte w�hrend seiner Hospitalisation die Fernsehberichterstattung �ber die kriegerischen Ereignisse in seinem Heimatland verfolgt habe, wo sich mehrere Familienmitglieder in akuter Lebensgefahr befunden h�tten.
c) Die Gutachten der Dres. R.________ und H.________ entsprechen den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an Arztberichte (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). Sie stellen schl�ssig fest, dass beim Beschwerdef�hrer weder ein k�rperlicher noch ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, der ihm eine Erwerbst�tigkeit verunm�glichen w�rde. Mit den von ihrer Einsch�tzung abweichenden Diagnosen des Spitals setzen sie sich ausdr�cklich und �berzeugend auseinander. Im Ergebnis wird ihre Beurteilung auch durch den Bericht der psychiatrischen Dienste des Spitals vom 20. September 2000 best�tigt, wonach beim Beschwerdef�hrer lediglich eine mittelgradig depressive Episode festgestellt werden konnte, die ihm eine mit R�cksicht auf seine somatoforme Schmerzst�rung r�ckenschonende Arbeit weiterhin erm�gliche. Die Beweisw�rdigung der Vorinstanz ist daher nicht zu beanstanden.
3.- Zu pr�fen bleibt die erwerbliche Seite. Unbestritten ist, dass der Beschwerdef�hrer im Jahr 2000 ohne Invalidit�t ein (Validen-) Einkommen von Fr. 44'422.- h�tte erzielen k�nnen. F�r die Bestimmung des trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) k�nnen nach der Rechtsprechung Tabellenl�hne beigezogen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Versicherte - wie hier - nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Laut Tabelle A 1 der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 1998 belief sich der Zentralwert f�r die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) besch�ftigten M�nner im privaten Sektor (bei einer w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) im Jahre 2000 auf Fr. 4'268.-, was bei Annahme einer betriebs�blichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2001 Heft 12, S. 80, Tabelle B 9.2) ein Gehalt von monatlich Fr. 4'460.- oder Fr. 53'520.- im Jahr (Fr. 4'460.- x 12) ergibt. Angepasst an die Nominallohnentwicklung 1999 von 0,3 % und 2000 von 1,3 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 81, Tabelle B 10.2) betr�gt das Invalideneinkommen im Jahr 2000 Fr. 54'377.-. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 44'422.- resultiert somit selbst unter Ber�cksichtigung des h�chstzul�ssigen Abzugs von 25 % vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) ein rentenausschliessender Invalidit�tsgrad von lediglich 8,2 %. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet.