Source: https://www.ndeex.de/erbrecht-aktuell/1185200575/
Timestamp: 2020-08-14 19:19:50
Document Index: 293707100

Matched Legal Cases: ['§ 894', '§ 2042', '§ 2043', '§ 86', '§ 2042', '§ 363']

Erbrecht Aktuell - Die Erbteilungsklage | NDEEX
Erbteilungsklage alternativ Vermittlungsverfahren
Eine Teilungsklage hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn ein dezidierter Teilungsplan aufgestellt worden ist (OLG Düsseldorf, FamRZ 2000, 1049). Der Klageantrag stellt ein Angebot des teilungswilligen Miterben auf Abschluss eines Auseinandersetzungsvertrages dar. Das gerichtliche Urteil ersetzt gem. § 894 ZPO die Zustimmung der anderen, nicht teilungswilligen Miterben zum vorgelegten Teilungsplan. Nach allgemeiner Ansicht können mit der Teilungsklage auch Anträge auf dinglichen Vollzug verbunden werden; dieses Vorgehen ist auch empfehlenswert, um das etwas umständliche Verfahren nach § 2042 BGB effizienter zu machen (Werber, Die Erbengemeinschaft, 1. Aufl. 2006, Rdnr. 25). Für die Zulässigkeit der Erbteilungsklage dürfen keine Klageausschlussgründe gem. den §§ 2043 – 2045 BGB vorliegen. Vor Klageerhebung muss weder das Vermittlungsverfahren beim Nachlassgericht nach §§ 86 FGG (Palandt/Edenhofer, BGB, 66. Aufl., 2007, § 2042, Rdnr. 16 - jetzt nach den §§ 363 ff. FamFG dem Noar übertragen) noch ein Erbscheinserteilungsverfahren (vgl. Steiner, ZEV 1997, 89, 90) durchgeführt werden.