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Timestamp: 2016-10-22 07:12:32
Document Index: 267835728

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 9', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 111', 'Art. 111', 'Art. 111', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_808/2013 (19.05.2014)
6B_808/2013 � � Urteil vom 19. Mai 2014
Versuchte vors�tzliche T�tung; Beweisw�rdigung, Unschuldsvermutung, rechtliches Geh�r,
Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 2. Juli 2013.
�Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt wirft X.________ vor, er habe am 11. Mai 2012 nach einem zun�chst verbalen Streit unter nigerianischen Landsleuten in der N�he des Kioskes auf der U.________ in V.________ sp�ter bei den WC-Anlagen w�hrend der Fortsetzung der Auseinandersetzung ein Klappmesser mit einer ca. 8 cm langen und ca. 2 cm breiten Klinge in der rechten Hand gehalten, ge�ffnet und damit A.________ bedroht. Als Letzterer sich abwendete, habe ihm X.________ im Rahmen des dynamischen Geschehens eine ca. 8 bis 9 cm tiefe Stichwunde im Bereich der linken H�fte oberhalb des Beckenkammes zugef�gt. Angesichts des dynamischen Tatverlaufs und des starken Zustechens sei die Bauchh�hle in der N�he lebenswichtiger Organe (Milz, Niere, Magen, Darm) nur zuf�llig nicht er�ffnet worden. X.________ habe eine lebensgef�hrlich schwere K�rperverletzung des Opfers in Kauf genommen. A.________, welcher zun�chst nur einen heftigen Stoss gegen die Nierengegend versp�rte, habe vorerst nicht realisiert, dass X.________ mit einem Messer zugestochen habe. Als sich A.________ daraufhin wieder X.________ zuwandte und diesen schlagen wollte, habe X.________ erneut gedroht, mit dem Messer einzustechen und das Opfer zu t�ten. Mit einem zweiten Stich habe er nur den �rmel der Wolljacke von A.________ getroffen.
�Das Strafgericht des Kantons Basel-Stadt verurteilte X.________ wegen versuchter schwerer K�rperverletzung und versuchter N�tigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 3 Jahren. Es entschied �ber die Herausgabe der beschlagnahmten Gegenst�nde und verpflichtete X.________ zur Bezahlung einer Genugtuung von Fr. 4'000.-- an A.________. Dessen Schadenersatzforderung hiess es im Umfang von Fr. 1'493.40 gut und verwies ihn f�r die Mehrforderung bez�glich des Schadenersatzes auf den Zivilweg. Zus�tzlich verpflichtete es X.________ zur Bezahlung eines Zinses von 5 % seit 11. Mai 2012 auf beiden zugesprochenen Summen.
�Auf Berufung der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt und auf Anschlussberufung von X.________ hin hiess das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt die Berufung der Staatsanwaltschaft teilweise gut, indem es X.________ der versuchten vors�tzlichen T�tung und der versuchten N�tigung schuldig erkl�rte und ihn zu 4 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilte. Im �brigen best�tigte es den vorinstanzlichen Entscheid. Die Anschlussberufung des X.________ wies es ab.
�X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil sei aufzuheben. Er sei vom Vorwurf der versuchten vors�tzlichen T�tung vollumf�nglich freizusprechen, statt dessen jedoch wegen versuchter N�tigung zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu Fr. 20.-- bei einer Probezeit von 2 Jahren zu verurteilen. Eventualiter sei er wegen einfacher K�rperverletzung mit einem gef�hrlichen Gegenstand und versuchter N�tigung zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 9 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren zu verurteilen. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Strafgericht des Kantons Basel-Stadt zur�ckzuweisen. Sodann l�sst X.________ im Kostenpunkt eventualiter beantragen, ihm sei die notwendige amtliche Verteidigung mit dem unterzeichneten Advokaten als amtlichem Verteidiger zu bewilligen.
�Der Beschwerdef�hrer r�gt, das kantonale Gericht habe den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt.
1.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39; vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 138 I 305 E. 4.3 S. 319; 137 I 1 E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen). Die R�ge der willk�rlichen Feststellung des Sachverhalts pr�ft das Bundesgericht gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nur insoweit, als sie in der Beschwerde explizit vorgebracht und substantiiert begr�ndet worden ist. In der Beschwerde muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176; 136 II 489 E. 2.8 S. 494; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287; je mit Hinweisen). Dem Grundsatz "in dubio pro reo" kommt in der vom Beschwerdef�hrer angerufenen Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a S. 40; 124 IV 86 E. 2a S. 87 f.; je mit Hinweisen).
�Den kantonalen Instanzen steht bei der Beweisw�rdigung ein weiter Spielraum des Ermessens zu. Willk�r gem�ss Art. 9 BV liegt nur vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren Beweisw�rdigung beruht, d.h. wenn die Beh�rde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen, oder wenn jene erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst. Dabei gen�gt es nicht, wenn sich der angefochtene Entscheid lediglich in der Begr�ndung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51, 305 E. 4.3 S. 319; 138 V 74 E. 7 S. 82; je mit Hinweisen). Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; 136 II 489 E. 2.8 S. 494).
1.2.1.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet, die Stichverletzung, von welcher beide Vorinstanzen und die Beschwerdegegnerin 1 ausgegangen seien, befinde sich nicht oberhalb des hinteren linken Beckenkammes, sondern 6 cm unterhalb desselben. Indem die Beschwerdegegnerin 1 von einem falschen Sachverhalt ausgegangen sei, habe sie den aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie aus Art. 6 Ziff. 3 lit. a und b EMRK abgeleiteten und nunmehr in Art. 9 Abs. 1 StPO festgeschriebenen Anklagegrundsatz verletzt. Basierend auf dem korrigierten Sachverhalt komme h�chstens eine einfache K�rperverletzung mit einem gef�hrlichen Gegenstand und versuchte N�tigung in Frage.
1.2.2.�Die Vorinstanz hat gest�tzt auf die im bisherigen Verfahren unbestritten gebliebenen Feststellungen zur Stichwunde in tats�chlicher Hinsicht erkannt, dass der Beschwerdef�hrer dem Opfer das Messer mit mindestens seiner gesamten Klingenl�nge von 8 cm �ber dem linken Beckenkamm nach oben und zur K�rpermitte hin in den K�rper gestossen habe, dadurch in unmittelbare N�he zu lebenswichtigen Organen vorgedrungen sei und dementsprechend gem�ss Gutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin der Universit�t Basel vom 13. August 2012 (nachfolgend: IRM-Gutachten) im Rahmen des dynamischen Geschehens eine potentielle Lebensgefahr bestanden habe.
1.2.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 III 121 E. 3 S. 124). Dies ist in der Beschwerde darzulegen (BGE 134 V 223 E. 2.2.1 S. 226 mit Hinweis).
�Indem sich der Beschwerdef�hrer auf den Austrittsbericht des Universit�tsspitals Basel vom 12. Mai 2012 sowie auf das von ihm selbst im vorinstanzlichen Verfahren mehrmals, jedoch in anderem Zusammenhang zitierte IRM-Gutachten beruft, macht er - erstmals vor Bundesgericht - neu geltend, die Vorinstanzen und die Beschwerdegegnerin 1 seien hinsichtlich der Lokalisierung der Stichverletzung von einer unzutreffenden Sachverhaltsfeststellung ausgegangen (vgl. E. 1.2.1 hievor). Dabei handelt es sich um ein vor Bundesgericht unzul�ssiges neues Vorbringen, auf welches nicht einzutreten ist, zumal der Beschwerdef�hrer nicht darlegt, inwiefern erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gegeben habe.
1.3.1.�Im Weiteren kritisiert der Beschwerdef�hrer die vorinstanzliche Beweisw�rdigung. Das kantonale Gericht habe zu Unrecht nur die Aussagen des Beschwerdegegners 2, nicht aber diejenigen des Beschwerdef�hrers zum Kerngeschehen als glaubw�rdig taxiert. Es habe dagegen nicht in Betracht gezogen, dass sich nicht nur die Aussagen des Beschwerdef�hrers, sondern auch diejenigen des Beschwerdegegners 2 als unglaubw�rdig erweisen k�nnten.
1.3.2.�Die Vorinstanz hat die Aussagen des Beschwerdef�hrers, des Beschwerdegegners 2 und der Zeugen einl�sslich und sorgf�ltig gew�rdigt. Ohne �ber die Widerspr�che in den Angaben des Beschwerdegegners 2 unter anderem betreffend Motiv und H�ufigkeit seiner Aufenthalte in V.________ hinwegzusehen, hielt sie fest, f�r die zu kl�renden Kernfragen nach der Bedrohung des Opfers und der Zuf�gung der Stichverletzung spiele es keine Rolle, ob es bei der Auseinandersetzung um Drogengesch�fte gegangen sei. Die Glaubw�rdigkeit der Angaben des Beschwerdegegners 2 zum Kerngeschehen werde nicht dadurch gemindert, dass er sich zum Grund seiner Anwesenheit auf der U.________ bei der Gruppe von Afrikanern und zur Ursache des Gerangels nicht schl�ssig ge�ussert habe. Daran �ndere auch nichts, dass sich der Beschwerdegegner 2 geweigert habe, sich einer Drogenanalyse durch das Institut f�r Rechtsmedizin zu unterziehen. Entscheidend sei praxisgem�ss nicht die allgemeine Glaubw�rdigkeit einer aussagenden Person, sondern die Glaubhaftigkeit ihrer Aussage. Unabh�ngige Zeugen best�tigten keineswegs, dass der Beschwerdef�hrer mit der Auseinandersetzung nichts zu tun gehabt habe und nur schlichtend eingreifen wollte. Im zentralen Punkt zum Kerngeschehen habe sich der Beschwerdef�hrer in Bezug auf das Auftauchen, den Einsatz und das Wegwerfen des Klappmessers in unaufl�sbare Widerspr�che verwickelt. Dies sei nicht mit dem Aussageverhalten einer - angeblich zu Unrecht - beschuldigten Person zu erkl�ren. Es mache vielmehr den Anschein, als habe der Beschwerdef�hrer seine Aussagen dem jeweiligen Stand der Ermittlungen angepasst. Letzterer habe schliesslich eingestandenermassen das Messer in der Hand gehabt und weggeworfen. Danach sei es jedoch nicht auf dem von ihm behaupteten, sondern auf dem vom Beschwerdegegner 2 beschriebenen Fluchtweg gefunden worden. Dies lege den Schluss nahe, dass der Beschwerdef�hrer durch seine Aussage das Auffinden der Tatwaffe zu verhindern versuchte. Er sei vom Beschwerdegegner 2 bei der Festnahme eindeutig als Angreifer identifiziert worden. Auch wenn der Beschwerdegegner 2 den unmittelbaren Angriff mit dem Messerstich nicht habe auf sich zukommen sehen, weil er sich zu diesem Zeitpunkt vom T�ter abgewandt hatte, best�nden keine Zweifel an der Tatherrschaft des Beschwerdef�hrers. Denn unmittelbar nach dem Stich, den der Beschwerdegegner 2 zun�chst als Faustschlag wahrnahm, habe er sich zum Beschwerdef�hrer umgedreht, welcher das Messer in der Hand hielt. Nach Angaben der medizinischen Gutachterin k�nne die Verletzung nur durch einen willentlich gef�hrten, wuchtigen Stich erfolgt sein. Es sei daher auszuschliessen, dass die Stichwunde unbeabsichtigt - etwa im Rahmen des vom Beschwerdef�hrer beschriebenen Gerangels um das Messer - entstanden sei. Auch der vom Beschwerdegegner 2 geschilderte zweite Stich sei anhand eines entsprechendes Loches am linken �rmel des Pullovers dokumentiert. Demgegen�ber lasse nichts darauf schliessen, dass der Beschwerdef�hrer anl�sslich der Auseinandersetzung Schl�ge in sein Gesicht erhalten habe.
1.3.3.�Insgesamt zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf, inwiefern die vorinstanzliche Beweisw�rdigung schlechterdings unhaltbar sei. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung auch vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt f�r die Begr�ndung von Willk�r nicht (BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51 mit Hinweisen).
1.4.�Ist von der Lokalisierung des Messerstichs im Bereich der linken H�fte �ber dem linken Beckenkamm gem�ss Vorinstanz auszugehen (E. 1.2 hievor), bestreitet der Beschwerdef�hrer zu Recht nicht, dass dieser Messerstich "in unmittelbarer N�he zu wichtigen inneren Organen (Milz, Niere, Darmtrakt, Bauchfell und wom�glich sogar Lunge) zu liegen" kam. Von einer Verletzung des Anklagegrundsatzes kann nach dem Gesagten keine Rede sein.
�Sodann beanstandet der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie auf eine versuchte eventualvors�tzliche T�tung geschlossen habe. Statt dessen k�nne er gem�ss Eventualantrag "nur wegen einfacher K�rperverletzung mit einem gef�hrlichen Gegenstand und versuchter N�tigung verurteilt werden" (act. 1 S. 18 oben).
2.1.�Wie dargelegt (vgl. E. 1.2.3 hievor), ist auf die vom Beschwerdef�hrer erstmals vor Bundesgericht neu vorgetragene Tatsachenbehauptung betreffend angeblich fehlerhafter Sachverhaltsfeststellung hinsichtlich der Lokalisierung der Stichwunde nicht einzutreten, weshalb er aus dem von ihm behaupteten "korrigierten Sachverhalt" nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag.
2.2.1.�Vors�tzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt oder wer die Verwirklichung der Tat f�r m�glich h�lt und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Eventualvorsatz, welcher zur Erf�llung des subjektiven Tatbestandes von Art. 111 StGB gen�gt (Christian Schwarzenegger, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, Art. 111 StGB N. 7; vgl. Stratenwerth/Wohlers, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 3. Aufl. 2013, Art. 111 StGB N. 6; BGE 103 IV 65 E. I.2 S. 67 ff.), ist nach st�ndiger Rechtsprechung gegeben, wenn der T�ter die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis).
2.2.2.�Was der T�ter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft sogenannte innere Tatsachen, welche vor Bundesgericht nur im Rahmen von Art. 97 Abs. 1 BGG ger�gt werden k�nnen. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begr�ndet ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4; 135 IV 152 E. 2.3.2 S. 156; je mit Hinweisen). Da sich Tat- und Rechtsfragen insoweit teilweise �berschneiden, hat der Sachrichter die in diesem Zusammenhang relevanten Tatsachen m�glichst ersch�pfend darzustellen, damit erkennbar wird, aus welchen Umst�nden er auf Eventualvorsatz geschlossen hat. Das Bundesgericht kann in einem gewissen Ausmass die richtige Bewertung dieser Umst�nde im Hinblick auf den Rechtsbegriff des Eventualvorsatzes �berpr�fen (BGE 133 IV 9 E. 4.1 S. 17 mit Hinweisen).
2.2.3.�F�r den Nachweis des Vorsatzes darf der Richter vom Wissen des T�ters auf den Willen schliessen, wenn sich diesem die Verwirklichung der Gefahr als so wahrscheinlich aufdr�ngte, dass die Bereitschaft, sie als Folge hinzunehmen, vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis). Je gr�sser die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Rechtsgutsverletzung wiegt, desto n�her liegt die Schlussfolgerung, der T�ter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 135 IV 12 E. 2.3.2 S. 17; 133 IV 222 E. 5.3 S. 226). Allerdings kann nicht unbesehen aus dem Wissen des T�ters um die M�glichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkaufnahme geschlossen werden. Sicheres Wissen um die unmittelbare Lebensgefahr, also um die M�glichkeit des Todes, ist nicht identisch mit sicherem Wissen um den Erfolgseintritt und kann sowohl mit (eventuellem) T�tungsvorsatz als auch bewusster Fahrl�ssigkeit bez�glich der Todesfolge einhergehen. Ein T�tungsvorsatz ist zu verneinen, wenn der T�ter trotz der erkannten m�glichen Lebensgefahr handelt, aber darauf vertraut, die Todesgefahr werde sich nicht realisieren. Zur Annahme eines T�tungsvorsatzes m�ssen zum Wissenselement weitere Umst�nde hinzukommen (BGE 133 IV 9 E. 4.1 S. 17; zur Verneinung des Eventualvorsatzes vgl. Urteil 6B_775/2011 vom 4. Juni 2012 E. 2.4). Solche Umst�nde liegen namentlich vor, wenn der T�ter das ihm bekannte Risiko in keiner Weise kalkulieren und dosieren kann und der Gesch�digte keinerlei Abwehrchancen hat (BGE 133 IV 1 E. 4.5 S. 7; 131 IV 1 E. 2.2 S. 5; Urteil 6B_754/2012 vom 18. Juli 2013 E. 3.2.4).
2.3.�Der Schluss der Vorinstanz auf ein eventualvors�tzliches Handeln des Beschwerdef�hrers verletzt kein Bundesrecht. Wer in einer dynamischen Auseinandersetzung unkontrolliert mit einem Messer in den Bauch/Unterleib eines Menschen sticht, muss in aller Regel mit schweren Verletzungen rechnen. Das Risiko einer t�dlichen Verletzung ist generell als hoch einzustufen. Dies gilt selbst f�r Verletzungen mit einer eher kurzen Messerklinge (Urteil 6B_475/2012 vom 27. November 2012 E. 4.2 mit Hinweis). Gem�ss angefochtenem Entscheid lag der Einstich nur wenige Zentimeter neben anatomischen Strukturen, deren Verletzung lebensgef�hrlich gewesen w�re. Der Beschwerdef�hrer stach in einem dynamischen Tatverlauf mit grosser Wucht unkontrolliert zu und konnte nicht genau steuern, wo und wie (tief) er A.________ verletzte. Es war damit letztlich Zufall, dass die eindringende Messerklinge keine inneren Organe und Blutgef�sse lebensgef�hrlich traf. Eine Todesfolge lag damit im allgemein bekannten Rahmen des Kausalverlaufs, was auch dem Beschwerdef�hrer bewusst und von seinem Vorsatz erfasst war (Urteil 6B_475/2012 vom 27. November 2012 E. 4.2).
�Der Beschwerdef�hrer st�tzt seinen "kardinalen Einwand" auf die unzul�ssige und folglich hier unbeachtliche neue Tatsachenbehauptung der im bisherigen Verfahren angeblich fehlerhaften Lokalisierung des Messerstichs. Darauf ist - wie dargelegt (vgl. E. 1.2.3 hievor) - nicht weiter einzugehen. Mit Blick auf die Kritik an der vorinstanzlichen Anwendung der dargestellten Rechtsprechung kann unter den gegebenen Umst�nden weiterhin offenbleiben, ob es �berhaupt m�glich ist, jemanden (eventual-) vors�tzlich lebensgef�hrlich zu verletzen ohne gleichzeitig dessen Tod ebenfalls billigend in Kauf zu nehmen (Urteil 6B_475/2012 vom 27. November 2012 E. 4.2), zumal jedenfalls im konkret zu beurteilenden Fall - entgegen dem Beschwerdef�hrer - eine potentiell lebensgef�hrliche Stichverletzung nicht in Frage zu stellen ist. Es finden sich keine Anhaltspunkte daf�r, dass die Schlussfolgerung gem�ss angefochtenem Entscheid, wonach der Beschwerdef�hrer aufgrund der massgebenden tats�chlichen Verh�ltnisse (eventual-) vors�tzlich eine lebensgef�hrliche Verletzung mit Todesrisiko f�r m�glich halten musste und in Kauf nahm, Bundesrecht verletzen w�rde.
�Die �brigen Einw�nde des Beschwerdef�hrers �ndern nichts daran. Die Vorbringen hinsichtlich der behaupteten Grundrechtsverletzungen gen�gen der qualifizierten R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die von der Vorinstanz korrekt angewendete Rechtsprechung zum Nachweis des Eventualvorsatzes (E. 2.2.3 hievor) gegen die angerufenen verfassungsm�ssigen Grunds�tze verstossen w�rde. Da sich auch die Begr�ndung der Eventualbegehren auf die unzul�ssigen neuen Tatsachenvorbringen (vgl. E. 1.2.3 hievor) abst�tzt, ist darauf - sowie auf die Antr�ge im Zivilpunkt und zum Verfahren, welche auf derselben Begr�ndung basieren - nicht einzutreten.
2.4.�Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen versuchter (eventual-) vors�tzlicher T�tung und versuchter N�tigung verletzt kein Bundesrecht. Sind auch im �brigen keine Gr�nde ersichtlich, weshalb der angefochtene Entscheid als bundesrechtswidrig zu beanstanden w�re, ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
�Bei diesem Ausgang tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).