Source: http://www.ocmts.de/egk/xmlcontainer/html/dimension.html
Timestamp: 2017-07-24 08:47:51
Document Index: 345763290

Matched Legal Cases: ['§ 291', '§ 219', '§ 291', '§ 291', '§ 264', '§ 53', '§ 16']

1. Das Konzept des neuen Deutschen Gesundheitssystems2. Erlebnisbericht: "DAK-Besuch für Einsicht in meine erfassten Daten"3. Verfassungsklage gegen das eHealth-Gesetz 3a. Kommentare zu einigen ausgewählten Textpassagen des neuen eHealth-Gesetzes Das Konzept des neuen Deutschen Gesundheitssystem, des informationellen Systems der elektronischen Gesundheitskarte und der Telematikinfrastruktur, basiert auf den innovativen fortgeschrittenen Möglichkeiten der Überwindung proprietärer Soft- und Hardware-Systeme mit Hilfe telematischer Anwendungen. Lt. WIKIPEDIA bedeutet dieses Adjektiv "im Eigentum befindlich (von lateinisch propriē eigentümlich, eigen, ausschließlich). Es wird bei Soft- und Hardware, die auf herstellerspezifischen, nicht veröffentlichten Standards basiert, verwendet, um diese zu freier Software und freier Hardware abzugrenzen."Der inhaltliche Kern der technischen Beschreibungen und die Konstruktion des eGK/TI-Systems besteht in der Ausnutzung der semantischen Interoperabilität auf Basis von neuesten Webtechnologien, die die nächste Stufe des Internet einleiten.Semantische Interoperabilität ermöglicht die Überwindung nicht veröffentlichter Standards über die Erhebung zusätzlicher Informationen!Was ist semantische Interoperabilität? Antworten: - Ein Bündel an Technologien für die Schaffung einer internationalen Austauschsprache und von Wissen, die Menschen und Maschinen ausgewertet werden- Die Produktion von zusätzlichen Daten und Informationen zu bereits existierenden Daten und Informationen (Metadaten)- Die Überwindung gekapselter nicht frei zugänglicher Standards und Systeme, in dem- mit Hilfe der Metadaten, -interoperabel- , zwischen nicht offenen und offenen Standards, zwischen lesbaren und nicht lesbaren Daten informelle Beziehungen hergestellt werdenDer sperrige Begriff ‘Telematikinfrastruktur’ für das neue Deutsche Gesundheitsystem wird in den technischen Dokumentationen der gematik mbh Berlin als die Infrastruktur der Primärsysteme, der Leistungserbringer des Gesundheitssystems, beschrieben, für die eine Anpassung durchgeführt wird. Wenn von Infrastruktur gesprochen wird, dann ist damit die Vollständigkeit von Systemen gemeint, die aus Hard- und Software- Systemen und menschlichen Organisationen bestehen. Die erwähnte Anpassung bezieht sich auf die vielfältigen Veränderungen, die lt. den Plänen der gematik und anderer Initiatoren, auf den Grundlagen der semantischen Interoperabilität durchgeführt werden.Die Veränderungen beziehen sich in revolutionärer und globaler Form auf Hard -/ Software und die Organisationsformen menschlicher und maschineller Interaktionssysteme im bestehenden Deutschen Gesundheitssystem.Aus der Kenntnis der konzeptionellen und technischen Grundlagen des neuen Deutschen Gesundheitssystems ließ sich ableiten, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK), die Smart-Card, der Minicomputer, eine wichtige Rolle spielt, aber nicht die Bedeutung hat, die ihr zugeschrieben wird.In der neuen eGK sind die Grundlagen des globalen neuen Systems direkt enthalten, z.B. in Form der Austauschsprache XML, weitaus wichtiger ist aber die Versicherungsnummer und die neuartige Form der Datenverarbeitung, die über die Anpassungen von Hard- und Software bei den Leistungserbringern, in den Arztpraxen, den Krankenhäusern, Apotheken und bei den Krankenkassen erreicht werden soll.Im Zuge der Entwicklungen der technologischen Komponenten, die besonders bei den Smartphones, Tablets und Fitness-Armbändern deutlich werden, wird die Austauschbarkeit der Datenerfassung überdeutlich. Sie ist in der Cloud nicht an ein technisches Gerät, an einen bestimmten Computer, sondern an den Einstiegspunkt in der Cloud, in Form einer Portalanwendung und Linkadresse in unserer vernetzten Welt gebunden. Und dahinter liegt die moderne und für Laien abstrakte Welt der Datenbanken, die alles erfassen und mit allem in Beziehung setzen können.Weiterführende Kenntnisse über die Arbeitsweise und Anpassungen der bestehenden Systeme im Deutschen Gesundheitswesen zu besitzen sind von entscheidender Bedeutung um sich gegen die elektronische Gesundheitskarte, die Telematikinfrastruktur und das neue eHealth-Gesetz, zu Wehr zu setzen. Im Kontext des Konzepts des neuen Deutschen Gesundheitssystems und der anstehenden Verfassungsklage gegen das neue eHealth-Gesetz hat der Besuch zur Einsicht in meine Daten, bei meiner Krankenkasse, zum richtigen Zeitpunkt dazu beigetragen die laufenden Entwicklungen noch besser zu verstehen.2. Erlebnisbericht: "DAK-Besuch für Einsicht in meine erfassten Daten"Am 07.4.2016 nahm ich die eingeräumte Gelegenheit war bei der DAK, der Krankenkasse meiner Wahl, Einsicht in meine Daten zu bekommen.Aus der Einsicht, die auf den strengen Regeln des Datenschutzes basierte, konnte ich durch einen einfachen visuellen Zusammenhang, auf weiterführende Informationen und Funktionen der DAK-Informationssysteme, genannt proDAK, schließen. Diese Informationen sind im Prinzip öffentlich zugänglich, wie ich nachträglich feststellte, sie sind aber nicht weiter verbreitet und stark unvollständig. Während der Einsichtnahme im DAK-Service Zentrum fielen mir 2 Dinge ins Auge, auf den Arbeitstischen der Mitarbeiter standen IGEL-Clients als Hardware, anstatt Computer und ich konnte das Citrix-Desktop Logo sehen. Was ist ein IGEL-Client und was ist Citrix? Ein IGEL-Client ist ein virtueller Desktop-PC, das heißt der angeschlossene Monitor, die Tastatur und Maus arbeiten über eine Fernverbindung auf der Serverzentrale der DAK und nicht auf einem lokal installierten PC. Der IGEL-Client, nicht viel größer als ein Modem, sorgt nur dafür das Monitorbild, die Tastaturanschläge und Mausbewegungen permanent über das Internet, über gesicherte Verbindungen, zu den Servern der DAK übertragen werden und wieder zurück. Citrix liefert dazu die Grundlage, von einem Computer/Device, bei der DAK der IGEL-Client, mit einem unterstützten Betriebssystem, von überall aus der Ferne über eine Terminalanwendung auf das Unternehmensnetz zuzugreifen, ohne dass die eigentliche Unternehmenssoftware auf dem verwendeten Rechner installiert sein muss!
Damit existiert, in Falle der DAK, eine weit fortgeschrittene Telematikinfrastruktur auf den Grundlagen der Virtualisierung, die darauf wartet mit dem eGK/TI-System verbunden zu werden. Ein Nebenprodukt der Existenz von Citrix und IGEL-Clients in der DAK-Service Zentrale ist die Tatsache, dass die Beschreibungen des Standes der DAK-Software bei WIKIPEDIA veraltet ist und der Zugriff auf Citrix-Sitzungen, also auf bestehende Verbindungen der IGEL-Clients, per Fernwartung über die Serversoftware Citrix-Direktor für jeden Administrator leicht möglich ist. Jeder Citrix-Administrator kann sich in eine Citrix-Verbindung spiegeln und kann dann per Fernzugriff auf die Inhalte des Monitors, die auch der DAK-Mitarbeiter sieht, Einfluss nehmen. Er sieht alle Informationen, auch eine aktuell geöffnete Software-Maske, in der meine Daten, z.B. über einen Krankenhausaufenthalt in 2012 gerade lesbar geöffnet sind.
Die DAK wird, wie alle anderen Unternehmen auch, viel Geld einsetzen und einen hohen Aufwand betreiben Sicherheit für ihre IT-Systeme herzustellen. Die grundsätzliche Frage ist allerdings, angesichts beschleunigter nicht von der Gesellschaft registrierter Veränderungen, ob der Ausbau der IT-Systeme in dieser Form, auf Basis von Citrix, für soziale Institutionen erfolgen darf. Der Umstieg auf Cloud Computing und virtuelle Desktops und der Technologie-Komplex von Citrix und IGEL-Clients bergen eine enorme Anzahl an Konsequenzen, die nur Spezialisten bekannt sind, aber nicht den Entscheidern in der Politik und den Versicherten. Ein Beispiel ist ein Schlüsselfaktor, der nicht nur bei Citrix eine Rolle spielt, die Möglichkeit vorhandene ältere DAK-Software wie DAKIDIS, die aus über 5000 programmierten älteren Modulen besteht, nicht neu programmieren zu müssen, sondern einfach in Citrix zur Ansicht und Ausführung zu integrieren. Das heißt die Begrenzungen und Einschränkungen, einer -unfreien-, über nicht offenen Standards betriebenen, älteren Software mit ihrem Datenbestand, können vollständig umgangen werden. Während der Einsichtnahme meiner Daten erfuhr ich die Namen der eingesetzten DAK-Software, DAK-Kundenorientierung, DAKOR-Plattform, DAKIDIS (Kernanwendung für die Mitgliederbestandsführung und das Beitrags-Management) und ihre Verbindungen zur Bitmarck Holding GmbH, eines IT-Dienstleisters der Sozialversicherungsbranche. An dem Unternehmen hält die DAK etwa 25%. Mit Hilfe von DAKOR sind die DAK-Mitarbeiter in der Lage, über eine einzige Oberfläche Zugriff auf alle Kundendaten zu bekommen, das Wechseln zwischen verschiedenen Anwendungen ist vorbei (siehe Interview in der Computerwoche). DAKOR steht für die DAK-Neuausrichtung zur Optimierung sämtlicher Arbeitsprozesse im Unternehmen und nutzt Web-2.0-Technologien und bezieht die neue auf dem Internet Protocol (IP) basierende DAK-Plattform für Sprach- und Datenkommunikation ein. Im Falle der DAK haben wird es also mit den gleichen Technologien zutun, die auch im eGK/TI-System mit genutzt werden! Beim Nachlesen der Begriffe im Internet ist mir dann bei dem Wikipedia-Artikel aufgefallen, dass hier nirgends Citrix und IGEL-Clients erwähnt werden und das genannte neu anvisierte neue Kernsystem-Standard ISKV 21c noch nicht existiert. In einem Artikel des CIO-Newsletters mit dem Titel: “CIO frisiert Kernsystem Dakidis” erfahren wir, dass dieses neue System in der Warteschleife hängt und die Umstellung Jahre dauern würde. Wir können also den Schluss ziehen mit den neuen Webtechnologien kann eine enorme Beschleunigung der Weiterentwicklung der IT-Systeme und Einsparungen erzielt werden.
Damit entsteht eine besorgniserregende und sehr komplexe Situation, nicht nur am Beispiel der DAK festgemacht, sondern generell für die Versicherten im Deutschen Gesundheitssystem. Die Situation ist dadurch gekennzeichnet, dass die exponentiell verlaufende Umsetzung der neuen Technologien uns vor vollendete Tatsachen stellt, die niemand vorher in dem erforderlichen Umfang bedacht und mit den dazu erforderlichen Mitteln untersucht hat. Es existiert keine gesellschaftlich koordinierte Gestaltung, die in demokratischen breiten Verfahren in der Lage wäre Einfluss zu nehmen. Die Bürger sind vollständig ausgegrenzt! Nichts wird einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt! Bitte lesen Sie den Beitrag der sich hinter dem dritten Link verbirgt, besser wäre alle Linkinhalte zu kennen : ).https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bitmarckhttps://www.igel.com/de/branchen/gesundheitswesen.htmlhttps://www.igel.com/de/branchen/versicherungen/gesundheits-und-betriebskrankenkassen-ueberblick/dak-deutsche-angestellten-krankenkasse.htmlhttp://www.computerwoche.de/a/der-durchstarter,1876890
Das eHealth-Gesetz, siehe Vergleich vorher/nachher, unter https://egk-kritiker.pad.foebud.org/up/20160322-083547/eHealth-Gesetz%20vorher%20nachher.pdf soll die Öffnung der Telematikinfrastruktur für Gesundheitsanwendungen, auch von privaten Anbietern, voranbringen. Es geht angeblich um die stärkere Digitalisierung des Deutschen Gesundheitswesens. Aus meiner Sicht liegen die wahren Absichten in der uneingeschränkten Umsetzung der Anpassungen aller Hard- und Software-Systeme, in dem die Erhebung von Metadaten, über alle bestehenden Datenbestände hinweg, integriert wird. Bevor ich einige Aspekte des neuen eHealth-Gesetzes beleuchte, will ich dank der Hilfe von Monika Laubach, den existierenden Bereich der eingesetzten Software in den Arztpraxen, auch für online-basierende Abrechnungsverfahren, hervorheben. Die Digitalisierung hat im Deutschen Gesundheitswesen eine lange Tradition, denn es fließen Milliarden für neue Technologien in das System. Seit langem werden auf elektronisch digitalen Wegen die Datenerfassung und auch die Abrechnungen der Leistungen, entweder über lokal installierte Software, oder über Online-Portale, die sich zu den Abrechnungszentren verbinden, durchgeführt. Andere Formen des elektronischen Arztbriefes und der elektronischen Erfassung der Disease Management Programme (eDMP) sind bereits etabliert. Anpassungsvorgänge an das neue eGK/TI-System und Informationen über bestehende Lösungen finden Sie hier: https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/ambulante_leistungen/hebammen/20121002_Broschuere_TP5.pdf
http://www.dmrz.de/mit-allen-kostentraeger-allen-krankenkassen-abrechnen.html
( < Implementierungsleitfaden zur Einbindung der eGK ) ftp://ftp.kbv.de/ita.../KBV_ITA_AHEX_Pruefpaket_KVDT.pdf
https://www.kv-rlp.de/mitglieder/verguetung/abrechnung/
https://www.kv-rlp.de/mitglieder/service/online-dienste/#c882
Wie weit die Software teilweise schon ist läßt sich hier erkennen:
ftp://ftp.kbv.de/ita-update/Service-Informationen/Zulassungsverzeichnisse/KBV_ITA_SIEX_Verzeichnis_Zert_Software.pdf
https://www.kv-telematik.de/praxen-und-krankenhaeuser/weitere-angebote/d2d/
https://www.kv-telematik.de/praxen-und-krankenhaeuser/weitere-angebote/d2d/faq-d2d/
https://www.kv-telematik.de/fileadmin/DOWNLOADS/D2D-KVC_Mohr_Roadmap_2.0_Sep2015-1.pdf
Die Verfassungsklage gegen das neue eHealth-Gesetz sollte alle diese Informationen und Konsequenzen berücksichtigen, die sich aus meinem Artikel und den Links ergeben.
In letzter Zeit wurde ich von einem neuen Kläger gefragt ab wann Daten seiner Person im neuen eGK/TI-System gespeichert werden und wie das funktioniert. Eine andere Mitstreiterin verwies darauf das in der TI nur medizinische Daten mit Zustimmung des Versicherten und geschützt durch die eGK erhoben werden sollen.
Die Beantwortung der Frage ist rein technisch gesehen sehr einfach zu geben, insbesondere auch nach den bisherigen Ausführungen in diesem Artikel: In dem Moment wo bestehende Softwareanwendungen und personenbeziehbare Daten in existierenden Datenbanken mit den Technologiekomponenten und Metadaten ergänzt werden, die das neue eGK/TI-System ausmachen. Wenn im neuen § 291d SGB V steht das offene und standardisierte Schnittstellen zur systemneutralen Archivierung von Patientendaten, sowie zur Übertragung von Patentiendaten bei einem Systemwechsel integriert werden, dann basiert diese Möglichkeit konkret auf den erhobenen Metadaten, die zu den Datensätzen erfasst werden. Auch die bekannte Absicht über das neue eGK/TI-System produzierte Daten für Forschungszwecke zu verarbeiten basiert auf der Öffnung der Systeme, die durch Virtualisierung (ähnlich wie bei der DAK) und der Erhebung von Metadaten über semantische Technologien (wie z.B. XML, OIDs, HL7, CDA, usw) möglich wird.
Auch die Beantwortung der Frage nach der Zustimmung kann prinzipiell relativ leicht gegeben werden, denn Zustimmung bedeutet hier, dass zusätzlich zu den mit Metadaten ergänzten Datensätzen der Versicherten ein weiteres Merkmal gespeichert wird, in Form einer Nummer oder eines anderen Wertes. In einfachsten Falle würde die Zahl 0 die Ablehnung und die 1 die Zustimmung kennzeichnen. Das gravierende Problem ist und bleibt dabei, dass die Daten potentiell erhoben worden sind, auch wenn Sie nicht angezeigt werden.
Die transparente Öffnung der Systeme und Daten erfolgt über Technologiekomponenten, wie Citrix, Smartphones und Methoden der semantischen Interoperabilität, in dem über jede Aktion und jede existierende Information Metadaten erhoben werden. Es entsteht über das neue eHealth-Gesetz ein noch größerer Druck, über definierte Abläufe und festgelegte Nutzungen, die Funktionen des System wahrzunehmen. Dies wird in den Gesetzestexten besonders am elektronischen Arztbrief und am Medikationsplan deutlich. Der § 219b Absatz 1 erzwingt die Übermittlung medizinischer Dokumente über die Telematikinfrastruktur. Denken Sie daran, medizinische Informationen und Dokumente werden seit langem auf elektronisch digitalen Wegen in telematischen Systemen im Deutschen Gesundheitssystem übertragen, es ist aber nicht damit sichergestellt, dass diese Übertragung vom neuen eGK/TI-System, über die Erhebung von Meta- und Kontrolldaten, registriert wird!
Quelle: https://egk-kritiker.pad.foebud.org/up/20160322-083547/eHealth-Gesetz%20vorher%20nachher.pdf Der Gesetzestext ist in Schrägschrift und meine Kommentare in Normalschrift dargestellt:
Ab dem 1. Januar 2019 besteht der Anspruch auf Aktualisierung über den Anspruch nach Satz 1 hinaus gegenüber jedem an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Arzt sowie nach Satz 2 gegenüber der abgebenden Apotheke, wenn der Versicherte gegenüber dem Arzt oder der abgebenden Apotheke den Zugriff auf die Daten nach § 291a Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 erlaubt. Die Aktualisierungen nach Satz 3 sind mittels der elektronischen Gesundheitskarte zu speichern, sofern der Versicherte dies wünscht.Die Zustimmung der Aktualisierung der Daten ist über die Metadaten in Form einer Kennzeichnung in den Datenbanken des neuen eGK/TI-Systems erfasst, zunächst unabhängig von der Speicherung der Kennzeichnung auf der eGK selbst. Der Vorgang illustriert den Umfang der zunehmenden Datenerfassung aller relevanten Daten, die für den Versicherten entstehen. Wurde die Zustimmung unbeabsichtigt gegeben oder durch einen Fehler im System verursacht, dann würde die eGK in automatisierter Form zu Aktualisierung der Daten führen, was nicht in jeder Situation akzeptabel ist.Für die elektronische Verarbeitung und Nutzung der Daten des Medikationsplans ist die Vereinbarung nach Absatz 4 Satz 1 erstmals bis zum 30. April 2017 so fortzuschreiben, dass Daten nach Absatz 2 Satz 1 in den von Vertragsärzten zur Verordnung genutzten elektronischen Programmen und in den elektronischen Programmen der Apotheken einheitlich abgebildet und zur Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit genutzt werden können.
Im neuen eHealth-Gesetz wird in der Anfangsphase noch von papiergebundenen Medikationsplänen ausgegangen, im Zuge der Anpassungen der Software an die neue Telematikinfrastruktur wird über die einheitlichen Standards der semantischen Austauschverfahren eine Gleichförmigkeit der Medikationspläne entstehen, die dann die Voraussetzungen schaffen die flächendeckende Arzneimitteltherapiesicherheit herzustellen. Dies wäre nur möglich wenn eine weitgehenden Öffnung der sensiblen Daten der Medikationspläne, in jeder denkbaren Situation und an jeder Stelle des neuen Deutschen Gesundheitssystem, entsteht.
Zur Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung soll die papiergebundene Kommunikation unter den Leistungserbringern und mit den Krankenkassen so bald und so umfassend wie möglich durch die elektronische und maschinell verwertbare Übermittlung von Befunden, Diagnosen, Therapieempfehlungen, Behandlungsberichten und Unterlagen in Genehmigungsverfahren, die sich auch für eine einrichtungsübergreifende fallbezogene Zusammenarbeit eignet, ersetzt werden.
Es geht nur vordergründig um weniger Papier, es geht um die Erfassung der kompletten Kommunikation und der produzierten Daten. Die einrichtungsübergreifende fallbezogene Arbeit würde dann in hohem Maße mit automatisiert produzierten Daten aus dem neuen eGK/TI-System arbeiten. Die Automation bezieht sich besonders auf die Anonymisierung von personenbezogenen Daten, die produzierten Metadaten und die Überwindung der Zustimmung der Versicherten mit Hilfe komplexe Prozesse der Datenproduktion.
Die Kassenärztlichen Bundesvereinigungen und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen prüfen, inwieweit bislang papiergebundene Verfahren zur Organisation der vertragsärztlichen Versorgung durch elektronische Kommunikationsverfahren ersetzt werden können. Das Ergebnis der Prüfung ist dem Bundesministerium für Gesundheit spätestens am 31. Dezember 2016 vorzulegen.
Eine Prüfung die dann papiergebundene Verfahren endgültig verhindert?
Die elektronische Gesundheitskarte enthält vorbehaltlich des § 291a folgende Angaben: 1. die Bezeichnung der ausstellenden Krankenkasse, einschließlich eines Kennzeichens für die Kassenärztliche Vereinigung, in deren Bezirk der Versicherte seinen Wohnsitz hat,2. den Familiennamen und Vornamen des Versicherten,3. das Geburtsdatum des Versicherten,4. das Geschlecht des Versicherten,5. die Anschrift des Versicherten,6. die Krankenversichertennummer des Versicherten,7. den Versichertenstatus, für die Personengruppen nach § 264 Absatz 2 den Status der auftragsweisen Betreuung,8. den Zuzahlungsstatus des Versicherten,9. den Tag des Beginns des Versicherungsschutzes,10. bei befristeter Gültigkeit der elektronischen Gesundheitskarte das Datum des Fristablaufs.Über die Angaben nach Satz 1 hinaus kann die elektronische Gesundheitskarte auch Angaben zum Nachweis von Wahltarifen nach § 53, von zusätzlichen Vertragsverhältnissen und in den Fällen des § 16 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 bis 4 und Absatz 3a Angaben zum Ruhen des Anspruchs auf Leistungen enthalten. Die Angaben nach den Sätzen 1 und 2 sind in einer Form zu speichern, die geeignet ist für eine maschinelle Übertragung auf die für die vertragsärztliche Versorgung vorgesehenenDer Einsatz von XML auf der eGK selbst und die Beziehungen der XML-basierenden Daten zur TI lassen an der Vollständigkeit zweifeln.Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft sowie die für die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen gebildete maßgebliche Spitzenorganisation der Apotheker auf Bundesebene schaffen die insbesondere für die Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte und ihrer Anwendungen erforderliche interoperable und kompatible Informations-, Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur (Telematikinfrastruktur). Wo sind die Bürger und Datenschutzorganisationen, wo die Kritiker des Systems mit eingebunden? Wir, Kritiker, Verweigerer und Datenschützer, stehen vor nie zuvor dagewesenen Herausforderungen, ohne ausreichende Mittel und Zeit, alle diese Hintergründe und Aspekte aufzuklären und zu beschreiben. 17.04.2016 Rolf D. Lenkewitz