Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20347/54
Timestamp: 2019-05-25 00:28:32
Document Index: 220875415

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', '§ 17', '§ 13', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.04.1956 - VI ZR 347/54 - dejure.org
https://dejure.org/1956,95
BGH, 13.04.1956 - VI ZR 347/54 (https://dejure.org/1956,95)
BGH, Entscheidung vom 13.04.1956 - VI ZR 347/54 (https://dejure.org/1956,95)
BGH, Entscheidung vom 13. April 1956 - VI ZR 347/54 (https://dejure.org/1956,95)
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Zur Anrechnung der Betriebsgefahr beim Schmerzensgeld des Fzg-Halters
BGHZ 20, 259
NJW 1956, 1067
DB 1956, 570
Hinsichtlich des Ausgleichs mehrerer Halter soll es nämlich keinen Unterschied machen, ob der Geschädigte ein Dritter oder einer der Halter ist (vgl. Senatsurteile BGHZ 20, 259, 261 und vom 24. Juni 1953 - VI ZR 319/52 - DAR 1953, 156).
Diese von der Revision nicht angegriffene Abwägung muss hinsichtlich aller konkurrierenden Ansprüche gleich ausfallen, weil bei der erweiternden Auslegung des § 254 BGB für die Schadensverteilung dieselben Maßstäbe maßgebend sind, wie bei den ihm nachgebildeten Vorschriften des § 17 Abs. 1 StVG und des § 13 Abs. 1 HPflG (…vgl. Senatsurteile vom 20. Januar 1954 - VI ZR 118/52, aaO, 129; vom 13. April 1956 - VI ZR 347/54, aaO, 263).
Kann er diesen Beweis nicht führen, muss er sich seine Betriebsgefahr anrechnen lassen (BGH NJW 56, 1067, Palandt § 254 BGB Rn. 10).
Jedoch bleibt seine Betriebsgefahr beachtlich, die auch die Höhe seines Schmerzensgeldanspruchs mindert (vgl. BGHZ 20, 259, 262).
Dies gilt zunächst für den Anspruch auf Ersatz künftiger materieller Schäden, aber auch bezüglich des Anspruchs auf Ersatz immaterieller Schäden (vgl. BGHZ 20, 259, 262 ff.).
Anerkanntermaßen kann es der Billigkeit entsprechen, gegenüber einem grob leichtfertig handelnden Schädiger eine nicht erheblich ins Gewicht fallende mitursächliche Betriebsgefahr bei der Abwägung außer Betracht zu lassen (BGHZ 20, 259, 262).
Diese Frage ist losgelöst von der rechtlichen Beurteilung der auf beiden Seiten in Betracht kommenden rechtlichen Haftungsgrundlagen zu beurteilen (BGHZ 20, 259 [263]).
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