Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201980,%201383
Timestamp: 2020-02-28 07:09:22
Document Index: 161238340

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', '§ 812', '§ 372', 'BGH', 'BGH', '§ 372', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 372', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 372', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.10.1980 - VIII ZR 334/79 - dejure.org
https://dejure.org/1980,1341
BGH, 22.10.1980 - VIII ZR 334/79 (https://dejure.org/1980,1341)
BGH, Entscheidung vom 22.10.1980 - VIII ZR 334/79 (https://dejure.org/1980,1341)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 1980 - VIII ZR 334/79 (https://dejure.org/1980,1341)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1980,1341) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Erstreckung einer Grundschuld auf einen Fuhrpark als Grundstückszubehör - Einverständnis mit der Veräußerung des Fuhrparks als Verzicht auf ein zustehendes Absonderungsrecht - Vorrangigkeit der vor Abschluss des Sicherungsübereignungsvertrags eingetragenen Grundschuld - ...
WM 1980, 1383
Der (wahre) Berechtigte kann die Abgabe dieser Erklärung gemäß § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BGB von den übrigen Prätendenten verlangen, die ihre Rechtsposition auf seine Kosten erlangt haben; insoweit ist es ohne Bedeutung, ob die Voraussetzungen für die Hinterlegung vorlagen (BGH, Urteil vom 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79, WM 1980, 1383 ff.;… Palandt/Sprau, BGB, 74. Aufl., § 812 Rn. 93 mwN).
§ 372 Satz 2 Alt. 2 BGB ist hingegen nicht einschlägig, wenn mehrere Verbindlichkeiten in Frage stehen, deren Erfüllung mehrere Gläubiger aus verschiedenen Rechtsgründen vom Schuldner verlangen (…BGH, Urteile vom 1. Februar 2012 - VIII ZR 307/10, NJW 2012, 1718 Rn. 44;… vom 17. Januar 2007 - VIII ZR 171/06, BGHZ 170, 311 Rn. 15; vom 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79, WM 1980, 1383, 1384;… MüKoBGB/Fetzer, 7. Aufl., BGB § 372 Rn. 11; jeweils mwN).
Insbesondere kann der besser Berechtigte die Abgabe der Bewilligungserklärung gemäß § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BGB von den übrigen Prätendenten auch dann verlangen, wenn die Voraussetzungen für eine Hinterlegung nicht vorlagen, die Hinterlegung von der Hinterlegungsstelle aber dennoch angenommen wurde (…BGH, Urteile vom 30. Januar 2015 - V ZR 63/13, NJW 2015, 1678 Rn. 8; vom 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79, WM 1980, 1383, 1384; jeweils mwN).
Denn die anderen Hinterlegungsbeteiligten haben durch die auch zu ihren Gunsten erfolgte Hinterlegung schon deshalb eine günstige Rechtsposition auf Kosten des besser Berechtigten erlangt, weil es zur Auszahlung des hinterlegten Betrages an den besser Berechtigten ihrer Einwilligung bedarf (BGH, Urteil vom 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79, aaO).
Dies gilt auch dann, wenn - wie hier - wegen der rechtlichen Verschiedenheit der von beiden Prätendenten geltend gemachten Ansprüche kein Hinterlegungsgrund gemäß § 372 Satz 2 BGB vorlag (BGH, Urt. v. 22. Oktober 1980, VIII ZR 334/79, WM 1980, 1383, 1384 m.w.N.).
Dem wirtschaftlichen Zweck eines Betriebsgrundstückes dient auch der Fahrzeugpark einer Fabrik oder eines Handelsunternehmens, mit dem die Bedarfsgüter des Betriebes herbeigeschafft bzw. die erzeugten Produkte ausgeliefert werden (BGH Urteil vom 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79 - WM 1980, 1383, 1384; vgl. auch schon RGZ 69, 85, 87; RG JW 1907, 703).
Gleichwohl kann der wirkliche Rechtsinhaber gegenüber dem anderen Prätendenten die Einwilligung in die Auszahlung verlangen (BGH 15. Oktober 1999 - V ZR 141/98 - NJW 2000, 291; 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79 - WM 1980, 1383).
Gleichwohl kann der wirkliche Rechtsinhaber gegenüber dem anderen Prätendenten die Einwilligung in die Auszahlung verlangen (BGH 15. Oktober 1999 - V ZR 141/98 - NJW 2000, 291; 22. Oktober 1980 -VIII ZR 334/79 - WM 1980, 1383).
Zwar finden die Vorschriften der Hinterlegungsordnung ungeachtet des Umstandes, dass es sich nicht um eine iSd. §§ 372 ff. BGB wirksame Hinterlegung handelt, Anwendung (BGH 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79 - WM 1980, 1383).
Der Kläger kann nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich das Bundesarbeitsgericht anschließt, nach § 812 BGB vom beklagten Pensions-Sicherungs-Verein die Einwilligung in die Auszahlung des hinterlegten Betrages verlangen (vgl. u. a. BGH Urteil vom 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79 - WM 1980, 1383 f., zu II 1 der Gründe; BGH Urteil vom 26. April 1994 - XI ZR 97/93 - NJW-RR 1994, 847, zu I 2 der Gründe).
Voraussetzung ist, dass der andere Prätendent die Stellung eines Hinterlegungsbeteiligten auf Kosten des wahren Rechtsinhabers rechtsgrundlos erlangt hat, wobei es nicht darauf ankommt, ob tatsächlich ein Hinterlegungsgrund vorgelegen hat (BGH NJW 2000, 291; WM 1980, 1383).