Source: https://www.arcguide.de/ausschreibung/deutschland-wiesbaden-auftragsbekanntmachung-7/?doing_wp_cron=1553594928.6074819564819335937500
Timestamp: 2019-03-26 10:08:50
Document Index: 189267989

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 76', '§ 45', '§ 45', '§ 39', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 122', '§ 42', '§ 160']

2019/S 007-011798
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.had.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-1682cfd51c7-62fe594353a61475
B 455, Wi – Freianlagenplaner Gewässerrenaturierung LPH 1-9
Referenznummer der Bekanntmachung: 2019-VgV-BStr-F
B 455 Boelckestraße, Wiesbaden – Freianlagenplaner für Gewässerrenaturierung / LPH 1-9
Wiesbaden, Stadtteil Mainz-Kastel
B 455 (Boelckesraße) zwischen der Anschlussstelle 015 der A 671 und dem Otto-Suhr-Ring
Mit dem aktuellen Vorhaben soll der Ochsenbrunnenbach ab der Kreuzung Boelckestraße/Ernst-Galonske-Straße westlich der Boelckestraße in einem neu entstehenden Ausgleichsstreifen verlaufen; das Kreuzungsbauwerk für den Seitenwechsel ist bereits vorhanden. Auf einer Länge von gut 550m soll der Bach nach den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie naturnah gestaltet werden, bevor er vor dem Otto-Suhr-Ring erneut die Boelckestraße kreuzt und in die bereits vorhandene Verrohrung zurückgeführt wird.
In dem Ausgleichstreifen ist zudem ein Erdbecken auszubilden mit einem Fassungsvermögen von rd. 680 m3 (Aushubvolumen rd. 2 750 m3). Das Erdbecken wird mit Niederschlagswasser von der Straßenentwässerung über einen Koaleszensabscheider beaufschlagt und soll in natürlichem Gefälle in den renaturierten Bach entwässern, unmittelbar bevor dieser wieder in der Verrohrung verschwindet.
Auf dem zur Verfügung stehenden Grünstreifen sind zu dem weitere Maßnahmen erforderlich (Grünanlage, Naturschutz).
— Freianlagenplanerleistungen gem. HOAI 2013 Teil 3, Abschnitt 2, § 38-40, LHP 1-6, 7 (50 %), 8, 9.
Im Rahmen der beauftragten Leistungsphasen darüber hinaus die nachfolgend aufgeführten Besonderen Leistungen:
LHP 1: Kartieren und Untersuchen des Bestandes, Floristische oder faunistische Kartierungen
LPH 3: Erarbeiten von Ausarbeitungen nach den Anforderungen der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung sowie des besonderen Arten- und Biotopschutzrechtes, Eingriffsgutachten, Eingriffs- oder Ausgleichsbilanz nach landesrechtlichen Regelungen
LPH 4: Erstellen von landschaftspflegerischen Fachbeiträgen oder Natur- und artenschutzrechtlichen Beiträgen
LPH 8: Rechnungsprüfung (elektronisch im FUTURA Portal), Vergleich der Ergebnisse der Rechnungsprüfungen mit der Auftragssumme
LPH 9: Überwachung der Entwicklungs- und Unterhaltungspflege
Artenschutzrechtliche Begleitung und Durchführung von Umsiedlungs-/ Vergrämungmaßnahmen
Qualitätskriterium – Name: Konzeption /Herangehensweise / Gewichtung: 55,00
Qualitätskriterium – Name: Bürostruktur / Gewichtung: 30,00
Kostenkriterium – Name: Honorar (nach Maßgabe § 76 Abs. 1 Satz 2 VgV) / Gewichtung: 15,00
LPH 8 endet mit der Fertigstellung des Bauvorhabens. Die Vorgesehene bauliche Umsetzung erfolgt bis Anfang 2023. Bei Verschiebung des Fertigstellungstermins verlängert sich die Vertragslaufzeit entsprechend.
Darüber hinaus verschiebt sich dann die abzurufende LPH 9 um die Dauer der jeweiligen Gewährleistungsfristen.
Es wird empfohlen, den Teilnahmeantrag den zu verwenden. Der Teilnahmeantrag inkl. Bewertungsmatrix stehen, unter dem in I.3) genannten Link, zum kostenfreien Download zu Verfügung.
Dies gilt auch für Nachunternehmen, die zur Eignungsleihe eingesetzt werden sollen. Ferner ist von diesen Nachunternehmern eine entsprechende Verpflichtungserklärung beizufügen.
Bei Bewerbergemeinschaften sind die geforderten Nachweise – soweit einschlägig – grundsätzlich für alle Mitglieder vorzulegen. Bei den Nachweisen nach III.1.2) und III.1.3) weist jedes Mitglied die Eignung für den Leistungsbestandteil nach, den es übernehmen soll. Für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft ist ein eigener Bewerbungsbogen einzureichen.
b) Nachweis der Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister, nicht älter als 1.1.2018;
Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seinen Umsatz für Leistungen, die mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind, in den letzten drei Geschäftsjahren (§ 45 Abs. 4 Nr. 4 VgV).
Im Falle einer Beauftragung ist vom Bieter eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von je 3 000 000 EUR für Personenschäden sowie 500 000 EUR für Sach- und Vermögensschäden (§ 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV) nachzuweisen.
Ein Umsatz von mindestens 200 000 EUR netto im Mittel der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Leistungen (Freianlagen gem § 39 HOAI).
a.2) Falls vorhanden: Nachweis über die Durchführung eines Projektes für einen öffentlichen Auftraggeber;
a.3) Falls vorhanden: Nachweis über die Erstellung Hydraulischer Nachweise unter Einhaltung der deutschen Richtlinien (DWA-Normen);
a.4) Falls vorhanden: Nachweis über die Erstellung und Umsetzung einer Ausgleichsflächenplanung;
a.5) Falls vorhanden: Nachweis über die Erbringung von gutachterlichen Leistungen im Bereich Artenschutz;
a.6) Falls vorhanden: Nachweis über die Durchführung von Umsiedlungsmaßnahmen.
b) Referenzen von mindestens einer der in den letzten sieben Jahren erbrachten vergleichbaren Leistungen aus den Bereichen Gewässerrenaturierung/-ökologie sowie Landschaftsgestaltung unter Angabe der anrechenbaren Kosten, der bearbeiteten Leistungsphasen, der Leistungszeit, des Auftraggebers sowie einer Kurzbeschreibung (§ 46 Abs. 1 Nr. 1 VgV); auch zulässig Auftraggeberbestätigungen im Sinne des § 46 Abs. 1 Nr. 1 VgV einzureichen. Siehe auch Teilnahmeantrag/Bewertungsmatrix.
Wir bitten Sie uns drei Referenzprojekte zu nennen, die gewertet werden sollen;
c) Eigenerklärung über das jährliche Mittel der vom Bewerber oder Bieter in den letzten drei Jahren Beschäftigten und die Anzahl seiner Führungskräfte in den letzten drei Jahren (§ 46 Abs.3 Nr. 8 VgV);
Geforderte Eignungsnachweise gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV, die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a.HPQR) vorliegen, sind im Rahmen ihres Erklärungsumfangs zulässig.
Es ist mindestens je ein Projekt der Gewässerrenaturierung/- ökologie mit einer Gewässerlauflänge von 100 m sowie mindestens eine Visualisierung einer Landschaftsgestaltung, bei denen die naturraumtypische Habitatausbildung hervorgehoben ist nachzuweisen.
Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als „Ingenieur", wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG gewährleistet ist, juristische Personen, sofern einer der Gesellschafter oder einer der bevollmächtigten Vertreter und der mit der Aufgabe betraute Mitarbeiter die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt.
Sämtliche Kommunikation i. R. d. Bewerbungs- sowie Angebotsverfahren ist ausschließlich über die Vergabeplattform e-HAD (elektronische Hessische Ausschreibungsdatenbank) zulässig.
Teilnahmeanträge sowie die späteren Angebote sind ausschließlich elektronisch über das Bietercockpit der Vergabeplattform e-HAD einzureichen.
Dies erfordert eine kostenfreie Registrierung. Wenn Sie sich registriert haben werden Sie aktiv informiert, sobald eine neue Version der Unterlagen von der Vergabestelle veröffentlicht wird oder sobald die Vergabestelle neue Nachrichten zum Verfahren verschickt.
Teilnahmeanträge sowie die späteren Angebote, die schriftlich in Papierform oder auf anderem elektronischen Wege sowie welche, die nach der Angebotsfrist eingehen, werden von der Wertung ausgeschlossen.
— finanzielle, wirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit, mit der Bewertung 5-40 Punkte,
— fachliche Eignung und Referenzen, mit der Bewertung 0-460 die genaue Bewertungsmatrix ist angefügt.
Sollte es zu Aufklärungs- /Verhandlungsgesprächen kommen, so sollen diese voraussichtlich Anfang 2019 stattfinden.
Verwendung der Vergabeunterlagen
Es wird darauf hingewiesen, dass sämtliche zur Verfügung gestellten Unterlagen vertraulich zu behandeln sind und ausschließlich für die Zwecke dieses Verfahrens verwendet werden dürfen, soweit sie nicht öffentlich zugänglich oder bekannt sind oder ohne Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten bekannt werden. Eine Weitergabe der zur Verfügung gestellten Unterlagen an Dritte ohne ausdrückliche Zustimmung des AGs ist nicht erlaubt.
Fax: +49 6151126601
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GWB).