Source: https://www.steuba.de/gmbh/geschaeftsanteil-gmbh-stammeinlage-rechte-pflichten-gesellschafter/
Timestamp: 2019-12-14 18:12:20
Document Index: 44534049

Matched Legal Cases: ['§ 47', '§ 49', '§ 49', '§ 49', '§ 50', '§ 13', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 31', '§ 15']

GmbH Stammeinlage: Welche Rechte habe ich als GmbH Gesellschafter?
GeschÃ¤ftsanteil GmbH: Was sind Rechte und Pflichten des Gesellschafters?
17 Sep GeschÃ¤ftsanteil GmbH: Was sind Rechte und Pflichten des Gesellschafters?
VerÃ¶ffentlicht um: 16:12Uhr in GmbH	von	Michael Jonas
Was ist der GeschÃ¤ftsanteil der GmbH? Was sind die Rechte und Pflichten der GmbH Gesellschafter?
Was ist der GeschÃ¤ftsanteil der GmbH? Was ist die Definition?
Was sind die Rechte und Pflichten eines GmbH Gesellschafters?
Rechte und Pflichten: Was ist das Mitverwaltungsrecht des GmbH Gesellschafters?
Was umfasst das Stimmrecht des GmbH Gesellschafters?
Gibt es ein Stimmrechtsverbot eines GmbH Gesellschafters?
Rechte und Pflichten: Was sind die VermÃ¶gensrechte des GmbH Gesellschafters?
Wie wird eine Gesellschafterversammlung einer GmbH durch den GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer bzw. Gesellschafter einberufen?
Wie kann ein GeschÃ¤ftsanteil an einer GmbH erworben werden?
Der GeschÃ¤ftsanteil ist nicht im Gesellschaftsvertrag definiert sondern beschreibt im Grunde die Rechte und Pflichten des Gesellschafters der GmbH.
Ãœber diesen werden dem Gesellschafter die Rechte und Pflichten zugewiesen. FÃ¼r das VerhÃ¤ltnis der Gesellschafter untereinander ist der Nennbetrag der Stammeinlage, der ins VerhÃ¤ltnis zum Stammkapital der GmbH gesetzt wird.
Aus seinem GeschÃ¤ftsanteil erhÃ¤lt der Gesellschafter Verwaltungs- und VermÃ¶gensrechte.
Das Mitverwaltungsrecht des GmbH Gesellschafters lÃ¤sst sich inbesondere in folgende Rechte aufsplitten:
Stimmrecht in Gesellschafterversammlungen
Anfechtungsrecht von GesellschafterbeschlÃ¼ssen
Recht auf Einberufung und Teilnahme an Gesellschafterversammlungen
Recht auf GehÃ¶r in Gesellschafterversammlungen
DarÃ¼berhinaus kann jeder Gesellschafter je nach Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags verschiedenste Rechte zugewiesen werden. (Zustimmungsrechte, Bestellung und Abberufung von GeschÃ¤ftsfÃ¼hrern usw).
Neben diesen genannten Rechten steht dem Gesellschafter ein Informationsrecht sowie ein Gleichbehandlungsrecht zu.
Jeder Euro eines GeschÃ¤ftsanteils gewÃ¤hrt eine Stimme (Â§ 47 GmbHG):
(1) Die von den Gesellschaftern in den Angelegenheiten der Gesellschaft zu treffenden Bestimmungen erfolgen durch BeschluÃŸfassung nach der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
(2) Jeder Euro eines GeschÃ¤ftsanteils gewÃ¤hrt eine Stimme.
(3) Vollmachten bedÃ¼rfen zu ihrer GÃ¼ltigkeit der Textform.
(4) Ein Gesellschafter, welcher durch die BeschluÃŸfassung entlastet oder von einer Verbindlichkeit befreit werden soll, hat hierbei kein Stimmrecht und darf ein solches auch nicht fÃ¼r andere ausÃ¼ben. Dasselbe gilt von einer BeschluÃŸfassung, welche die Vornahme eines RechtsgeschÃ¤fts oder die Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits gegenÃ¼ber einem Gesellschafter betrifft.
FÃ¼r das Stimmrecht spielt es keine Rolle, ob die Stammeinlage vollstÃ¤ndig einbezahlt ist. Auch wer nur lediglich ein Viertel seiner Stammeinlage, also das gesetzlich vorgeschriebene Minimum erbracht hat, besitzt volles Stimmrecht. Es ist allerdings statthaft, abweichende Regelungen im Gesellschaftsvertrag aufzunehmen.
Sofern die Gesellschaft eigene Anteile hÃ¤lt, ruhen die Stimmrechte aus diesen Anteilen. Der Gesellschafter ist hinsichtlich seines Abstimmungsverhaltens frei, nur inGrenzfÃ¤llen ergibt sich aus der Treuepflicht gegenÃ¼ber der Gesellschaft und den Mitgesellschaftern die Verpflichtung, in einer bestimmten Weise abzustimmen.
NatÃ¼rlich hat der GmbH Gesellschafter ein Recht auf Teilnahme an der Gesellschafterversammlung, das Stimmrecht kann aber unter UmstÃ¤nden eingeschrÃ¤nkt sein.Folgende Stimmrechtsverbote sind mit die wichtigsten, wenn:
er entlastet werden soll
er von einer Verbindlichkeit befreit werden soll, etwa von einem Schadensersatzanspruch wegen Verletzung der Treuepflicht;
gegenÃ¼ber ihm ein RechtsgeschÃ¤ft vorgenommen werden soll
beschlossen werden soll, ob ein Rechtsstreit gegen ihn eingeleitet oder beendet wird.
ein Stimmverbot konstruiert wird, hierzu zÃ¤hlt z. B. der Ausschluss eines Gesellschafters aus der Gesellschaft aus wichtigem Grund.
NatÃ¼rlich hat ein GmbH Gesellschafter auch AnsprÃ¼che auf
AnsprÃ¼che auf LiquidationserlÃ¶s
ggf. Bezugsrechte
Die Pflichten wie
ggf. Pflicht zur GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung
ggf. Nachschusspflicht
sind unabdingbar und kÃ¶nnen nicht eingeschrÃ¤nkt werden.
Im Grundsatz gilt, dass die Gesellschafterversammlung durch die GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer einzuberufen ist (Â§ 49 Abs. 1 GmbHG). Gibt es mehrere GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer, so ist jeder einzelne GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer zur Einberufung berechtigt und ggf. verpflichtet, auch wenn der Grundsatz der GesamtgeschÃ¤ftsfÃ¼hrung und -vertretung gelten sollte.
Wann eine Gesellschafterversammlung einzuberufen ist, bestimmt sich zunÃ¤chst nach dem Gesellschaftsvertrag. DarÃ¼ber hinaus hat eine Einberufung immer dann zu erfolgen, wenn es im Interesse der Gesellschaft erforderlich erscheint (Â§ 49 Abs. 2 GmbHG). Diese allgemeine Bestimmung wird durch Abs. 3 des Â§ 49 GmbHGdahingehend konkretisiert, dass eine Versammlung auf jeden Fall einberufen werden muss, wenn sich aus der Jahresbilanz oder aus einer im Laufe des GeschÃ¤ftsjahres aufgestellten Bilanz ergibt, dass die HÃ¤lfte des Stammkapitals verloren ist.
Mindestens einmal im Jahr ist eine Gesellschafterversammlung jedenfalls durchzufÃ¼hren, damit Ã¼ber die Feststellung des Jahresabschlusses und Ã¼ber die Ergebnisverwendung beschlossen werden kann.
Gesellschafter, die allein oder zusammen mindestens 10% des Stammkapitals halten, kÃ¶nnen nach Â§ 50 Abs. 1 GmbHG unter Angabe des Zwecks und der GrÃ¼nde von der Gesellschaft die Einberufung einer Gesellschafterversammlung verlangen:
(1) Gesellschafter, deren GeschÃ¤ftsanteile zusammen mindestens dem zehnten Teil des Stammkapitals entsprechen, sind berechtigt, unter Angabe des Zwecks und der GrÃ¼nde die Berufung der Versammlung zu verlangen.
(2) In gleicher Weise haben die Gesellschafter das Recht zu verlangen, daÃŸ GegenstÃ¤nde zur BeschluÃŸfassung der Versammlung angekÃ¼ndigt werden.
(3) Wird dem Verlangen nicht entsprochen oder sind Personen, an welche dasselbe zu richten wÃ¤re, nicht vorhanden, so kÃ¶nnen die in Absatz 1 bezeichneten Gesellschafter unter Mitteilung des SachverhÃ¤ltnisses die Berufung oder AnkÃ¼ndigung selbst bewirken. Die Versammlung beschlieÃŸt, ob die entstandenen Kosten von der Gesellschaft zu tragen sind.
Das Verlangen bedarf keiner Form, sollte jedoch aus BeweisgrÃ¼nden durch Einschreiben mit RÃ¼ckschein erfolgen. Handelt ein BevollmÃ¤chtigter, bedarf er einer Vollmacht in Textform. Erst wenn die Gesellschaft diesem Verlangen nicht in angemessener Zeit â€“ regelmÃ¤ÃŸig Monatsfrist â€“ entspricht, sind diese Gesellschafter berechtigt, die Gesellschafterversammlung selbst einzuberufen. Solange die Minderheit von ihrem Einberufungsrecht noch nicht Gebrauch gemacht hat, kann ein GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer dies durch Vornahme der verlangten Einladung zum ErlÃ¶schen bringen. Nach erfolgter Einberufung durch die Minderheit, ist eine Einberufung durch die GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer auf einen frÃ¼heren oder spÃ¤teren Zeitpunkt ausgeschlossen. Auf der Gesellschafterversammlung ist zu beschlieÃŸen, ob die Kosten von der Gesellschaft zu Ã¼bernehmen sind. Nur bei einer offensichtlich Ã¼berflÃ¼ssigen oder unvernÃ¼nftigen Einberufung darf eine KostenÃ¼bernahme abgelehnt werden .
Der GeschÃ¤ftsanteil an einer GmbH kann entweder
bei der GrÃ¼ndung
bei einer KapitalerhÃ¶hung
durch Gesamtrechtsnachfolge
durch Einzelrechtsnachfolge
Der GeschÃ¤ftsanteil an einer GmbH entsteht bei der GrÃ¼ndung mit der Eintragung der GmbH in das Handelsregister (Â§ 13 GmbHG). Die Gesellschafterstellung in der Vorgesellschaft bzw. der VorgrÃ¼ndungsgesellschaft lÃ¤sst noch keinen GeschÃ¤ftsanteil entstehen.
Bei einer KapitalerhÃ¶hung werden dem VermÃ¶gen der GmbH in der Regel von auÃŸen neue Mittel zugefÃ¼hrt, Alternative wÃ¤re eine KapitalerhÃ¶hung aus Gesellschaftsmitteln (Â§ 57c bis 57o GmbHG) wie bspw. einer Umwandlung der RÃ¼cklagen in Stammkapital.
Â§ 57c KapitalerhÃ¶hung aus Gesellschaftsmitteln
Â§ 57d Ausweisung von Kapital- und GewinnrÃ¼cklagen
Â§ 57e Zugrundelegung der letzten Jahresbilanz; PrÃ¼fung
Â§ 57f Anforderungen an die Bilanz
Â§ 57g Vorherige Bekanntgabe des Jahresabschlusses
Â§ 57h Arten der KapitalerhÃ¶hung
Â§ 57i Anmeldung und Eintragung des ErhÃ¶hungsbeschlusses
Â§ 57j Verteilung der GeschÃ¤ftsanteile
Â§ 57k Teilrechte; AusÃ¼bung der Rechte
Â§ 57l Teilnahme an der ErhÃ¶hung des Stammkapitals
Â§ 57m VerhÃ¤ltnis der Rechte; Beziehungen zu Dritten
Â§ 57n Gewinnbeteiligung der neuen GeschÃ¤ftsanteile
Â§ 57o Anschaffungskosten
Die in Stammkapital umgewandelten RÃ¼cklagen unterliegen Â§ 31f GmbHG.
Der Erwerb eines GeschÃ¤ftsanteils durch Gesamtrechtsnachfolge ist in der Regel im Rahmen eines Erbfalls durch Anfall in den Nachlass. Ob tatsÃ¤chlich die Gesellschafterstellung auf Dauer durch die Erben erfolgt ist anschliessend zu regeln.
Die Einzelrechtsnachfolge, und das ist bei den meisten Gesellschaften der wichtigste Fall, ist der Kauf von GeschÃ¤ftsanteile gemÃ¤ÃŸ Â§ 15 GmbHG.
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