Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201992,%202969
Timestamp: 2019-06-24 12:42:35
Document Index: 31016464

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 97', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 97', '§ 92', 'BGH']

Revisionsinstanz - Revision - Hauptanspruch - Angriff gegen die Kostenentscheidung - Streitwert - Vorinstanz - Teilabweisung - Unbeschränkter Unterlassungsantrag - Verbot einer konkreten Verletzungsform - Auslegung des Antrags - Sachvortrag des Klägers - Preisgünstiges Generikum - Präparat - Informationsinteresse - Ursprungsprärarat - Medikament
Unerheblich ist dabei, dass die Parteien den betreffenden Teil des Hauptsachetenors (Anspruch auf Auflassung und Bewilligung) nicht zur Überprüfung stellen; auch ein beschränkter Rechtsmittelangriff reicht aus, um die gesamte Kostenentscheidung der Vorinstanz einer Kontrolle zu unterziehen (BGH GRUR 1992, 625;… Zöller/Herget a. a. O., § 97 Rn. 6).
Er erfasst damit auch zulässige Verhaltensweisen, verfehlt damit das charakteristische Element des von der Klägerin als verbotswidrig angesehenen Verhaltens und erweist sich aus diesem Grund als unbegründet (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 1992 - I ZR 226/90, GRUR 1992, 625, 627 = WRP 1992, 697 - Therapeutische Äquivalenz; Urteil vom 4. Mai 2005 - I ZR 127/02, GRUR 2005, 692, 694 = WRP 2005, 1009 - "statt"-Preis, m.w.N.).
Der Streitgegenstand einer Unterlassungsklage bestimmt sich indes nicht nur nach dem Klageantrag, sondern auch nach dem dazu vorgetragenen Lebenssachverhalt (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 2000, I ZR 269/97, NJW 2001, 1791 = GRUR 2001, 181, unter II. 2. a aa; BGH, Urteil vom 5. April 1995, I ZR 67/93, NJW 1995, 2170 = GRUR 1995, 518, unter II. 3.; BGH, Urteil vom 11. Juni 1992, I ZR 226/90, NJW 1992, 2969 = GRUR 1992, 625, unter II. 3.; BGH, Urteil vom 2. April 1992, I ZR 146/90, NJW-RR 1992, 1069 = GRUR 1992, 552, unter III.).
Im übrigen beruht die Kostenentscheidung auf § 97 Abs. 1 ZPO; obwohl die Anschlussberufung des Klägers zurückgewiesen wurde, hat er nicht (gem. § 92 ZPO) einen Teil der Kosten des Berufungsverfahrens zu tragen, weil sich die Anschlussberufung auf die Kostenentscheidung beschränkte und deshalb auf den Streitwert keinen Einfluss hatte (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 1992, a. a. O., unter II. 3.).