Source: https://www.viantro.com/zusatzbezeichnung-sportmedizin/
Timestamp: 2020-08-06 12:42:50
Document Index: 161917466

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4']

Wie erhalte ich die Zusatzbezeichnung für Sportmedizin? | Karriere
Wie erhalte ich die Zusatzbezeichnung für Sportmedizin?
So kannst Du Sportmediziner werden
Spielst Du mit dem Gedanken, eine Zusatzweiterbildung für Sportmedizin zu absolvieren?
Zudem erfährst Du, wie wir Dich auf dem Weg Deiner Zusatzweiterbildung entlasten können und welche passenden Stellen für Sportmediziner zur Verfügung stehen.
Überblick Zusatzbezeichnung Sportmedizin
Die Sportmedizin gehört zur theoretischen und praktischen Medizin, die sich mit Bewegung, Training und Sport sowie mit Bewegungsmangel auseinandersetzt.
Fachärzte mit der Zusatzweiterbildung Sportmedizin befassen sich mit der Beurteilung, Beratung und Betreuung gesunder und kranker Menschen. Zu den Patienten gehören Menschen jeden Alters, die im Leistungs-, Breiten-, Rehabilitations- und Behindertensport tätig sind.
Neben Sportschäden und Sportverletzungen gehört seit einiger Zeit der chronische Bewegungsmangel der Gesellschaft zu den Fokusthemen der Sportmedizin. Als Querschnittsfach bündelt die Sportmedizin dabei Methoden und Kenntnisse aus verschieden medizinischen Fachgebieten, wie der Orthopädie oder Rehabilitativen Medizin.
Voraussetzung Zusatzweiterbildung Sportmedizin
Die Zusatzweiterbildung Sportmedizin kann in den meisten Ärztekammern von Fachärzten der unmittelbaren Patientenversorgung absolviert werden. In Berlin genügt auch eine dreijährige Tätigkeit in einer sportmedizinischen Einrichtung, in Nordrhein eine zweijährige Tätigkeit in der unmittelbaren Patientenversorgung. Bei manchen Ärztekammern bedarf es eine Facharztweiterbildung in den Gebieten:
Weiterbildungsinhalte: Facharzt für Sportmedizin
Grundlage der Sportmedizin:
Spezielle anatomische, physiologische, biochemische und pathophysiologische Grundlagen in Ruhe und unter akuter bzw. chronischer Belastung sowie deren Anpassungsreaktionen
Einfluss, Indikationen und Kontraindikationen von Bewegung und Sport auf verschiedene Erkrankungen
Überlastungen, Risiken und Gefährdungen bei körperlicher Aktivität und Sport sowie präventive bzw. kompensatorische Maßnahmen
Bewegungsspezifische Grundlagen, motorische Hauptbeanspruchungsformen, Fähigkeiten und Fertigkeiten
Sportartspezifische Techniken, Erscheinungsformen und Disziplinen der jeweiligen Sportarten und ihre sportmedizinische Relevanz
Bewegungs- und Trainingslehre sowie Sportdidaktik und Sportmethodik
Erfassung, Berücksichtigung, Einordnung und Bewertung akuter, chronischer und sportartspezifischer Belastungen aller beteiligter Organsysteme und deren Anpassungsreaktionen
Beratung und Betreuung zu präventiven, therapeutischen und rehabilitativen Bewegungsangeboten
Beurteilung von Rehabilitationsmaßnahmen und Belastbarkeit in den einzelnen Rekonvaleszenzphasen
Durchführung relevanter allgemeiner und sportartspezifischer Messmethoden und deren Bewertung, z. B. Spiroergometrie, Feldstufentest, Laktatabnahme/Laktatmessung
Spezifische sportmedizinische Aspekte:
Besonderheiten von Geschlecht und Altersgang aller Organsysteme und Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit von Lebensalter, Geschlecht und sportlicher Aktivität
Differenzierung zwischen entwicklungs-/altersbedingten, geschlechtsbezogenen Befunden (Altersinvolution/Trainingsmangel), Abweichungen von der Norm, Schwächen und Schäden der Organsysteme
Einfluss extremer Umweltbedingungen und Umweltbelastungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit
Besonderheiten von Impfungen im Zusammenhang mit körperlicher Aktivität und Sport
Sportartspezifische Erste-Hilfe-Maßnahmen
Sportmedizinische Aspekte bei Erkrankungen:
Sportartspezifische Techniken von Sportarten für Menschen mit Behinderungen in ihren Erscheinungsformen und Disziplinen und ihre sportmedizinische Relevanz
Betreuung von Menschen mit Behinderungen im Kontext körperlicher Aktivität und Sport
Sportartspezifische Techniken von Sportarten für Menschen mit chronischen Erkrankungen in ihren Erscheinungsformen und Disziplinen und ihre sportmedizinische Relevanz
Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei chronischen Erkrankungen
Beratung und Betreuung von Personen mit funktionellen Beeinträchtigungen, Schäden und chronischen Krankheiten im Kontext körperlicher Aktivität und Sport
Einfluss medikamentöser und physikalischer Therapie auf körperliche Aktivität und Sport
Ethische und rechtliche Aspekte der Sportmedizin und des Sports:
Ethik sowie (Haft-, Standes-)Recht in der (Sport-)Medizin und im Sport
Strukturen und Organisation(en) des Sports und der Sportmedizin unter gesundheitlicher und gesellschaftlicher Perspektive
Ernährung, Pharmaka, Dopingproblematik:
Grundlagen der Sporternährung (Makro-, Mikronährstoffe, Flüssigkeitsbedarf) unter Berücksichtigung verschiedener Leistungsklassen
Beratung und Bewertung von sportgerechter Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln sowie mögliche Substitution
Management und Bewertung erforderlicher Medikamenteneinnahme einschließlich exogener Hormongaben, z. B. Kontrazeptiva
Medikamentenmissbrauch und Doping, rechtliche Grundlagen und Anti-Doping-Regularien sowie Nachweisverfahren
Praktische sportärztliche Tätigkeit in Vereinen oder vergleichbaren Institutionen:
Beratung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Männern, Menschen mit Behinderungen und Senioren in verschiedenen Gruppen, z. B. im Bereich Leistungs-, Breiten-, Rehabilitationssport
Sportmedizinische Bewertung der Bewegungs- und Trainingslehre, der Sportdidaktik und Sportmethodik
Sportmedizinische Schulungsmaßnahmen von Übungsleitern
Ablauf der Zusatzweiterbildung Sportmedizin
Ziel der Zusatzweiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Sportmedizin nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses.
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sportmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch
240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Sportmedizin und 120 Stunden sportärztliche Tätigkeit in einem Sportverein oder einer anderen vergleichbaren Einrichtung innerhalb von mindestens 12 Monaten
12 Monate bei einem Weiterbilder für Sportmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Sportmedizin
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung oder eine dreijährige Tätigkeit in einer sportmedizinischen Einrichtung
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sportmedizin gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder ersetzbar durch 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Absatz 8 in Sportmedizin
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sportmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Sportmedizin
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sportmedizin gemäß § 5 Abs. 1 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Sportmedizin und anschließend
Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung oder in den Gebieten der Arbeitsmedizin oder Öffentliches Gesundheitswesen.
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Sportmedizin
12 Monate bei einem Weiterbildungsermächtigten gemäß § 6 Abs. 1 Satz 2 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch
240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 5 Abs. 9 in Sportmedizin und 120 Stunden sportärztliche Tätigkeit in einem Sportverein oder einer anderen vergleichbaren Einrichtung innerhalb von mindestens 12 Monaten
Zwei Jahre Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung
120 Stunden sportärztliche Tätigkeit in einem Sportverein oder einer anderen vergleichbaren Einrichtung innerhalb von 12 Monaten
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sportmedizin gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Absatz 8 in Sportmedizin
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sportmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 in einer sportmedizinischen Einrichtung (Weiterbildungsabschnitte von mindestens 3 Monaten können angerechnet werden) oder anteilig ersetzbar durch
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sportmedizin gemäß § 5 Abs. 1 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Sportmedizin
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sportmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 in einer sportmedizinischen Einrichtung oder anteilig ersetzbar durch 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 9 in Sportmedizin
Den Verlauf Deiner Zusatzweiterbildung Sportmedizin musst Du, wie auch den Ablauf Deiner Facharztweiterbildung, in einem Logbuch dokumentieren.
Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer für die Zusatzbezeichnung Sportmedizin geht es hier.
Wenn Du alle Anforderungen der Zusatzweiterbildung erfüllt und die Abschlussprüfung bestanden hast, erhältst Du die Zusatzbezeichnung Sportmedizin.
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