Source: http://ak-lebensrecht.de/info/gesetz_eschg.html
Timestamp: 2018-01-17 18:30:10
Document Index: 24607700

Matched Legal Cases: ['§ 218', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13']

Das Embryonenschutzgesetz von 1990 ist aus unserer Sicht das beste Gesetz zum Schutz ungeborenen Lebens. Hier werden ungeborene Kinder konsequent ab der Zeugung (in vitro, im Reagenzglas) geschützt, weitaus besser und konsequenter als durch §§ 218 ff. Sarkastisch formuliert: „Die Menschenwürde des Embryos ist unantastbar, solange er nicht eingepflanzt ist.“
So ist es kein Wunder, daß dieses Gesetz manchen Forschern und Politikern ein Dorn im Auge ist, das angeblich Innovation und den Biotechnologie-Standort Deutschland gefährdet. Spätestens seit Beginn der Debatte um den Import embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken zeichnet sich ab, daß die amtierende Bundesregierung Schritt für Schritt den Schutz des Embryos aufweicht, und vermutlich noch in dieser Legislaturperiode ein „Biotechnologie-Gesetz“ zu erwarten ist, das das ESchG weitgehend ablösen oder aushöhlen wird.
Ein Vorgeschmack wird in der heftig kritisierten Rede vom 29.10.2003 von Justizministerin Brigitte Zypries gesehen, in der sie von einem „sich entwickelnden Recht des Embryos auf Leben“ spricht und die Menschenwürde des Embryos gegen die Forschungsfreiheit aufwiegt.
§ 1  Mißbräuchliche Anwendung von Fortpflanzungstechniken.
es unternimmt, durch intratubaren Gametentransfer innerhalb eines Zyklus mehr als drei Eizellen zu
befruchten,
§ 2  Mißbräuchliche Verwendung menschlicher Embryonen.
§ 3  Verbotene Geschlechtswahl.
§ 4  Eigenmächtige Befruchtung, eigenmächtige Embryoübertragung und künstliche Befruchtung nach dem Tode.
§ 5  Künstliche Veränderung menschlicher Keimbahnzellen.
§ 6  Klonen.
§ 7  Chimären- und Hybridbildung.
§ 8  Begriffsbestimmung.
§ 9  Arztvorbehalt.
§ 10  Freiwillige Mitwirkung.
§ 11  Verstoß gegen den Arztvorbehalt.
§ 12  Bußgeldvorschriften.
§ 13  Inkrafttreten.
Quelle: Bundesgesetzblatt 1990, Teil I, Seite 2746 ff, zitiert nach: Bundesministerium für Gesundheit, http://www.bmgesundheit.de/rechts/genfpm/embryo/embryo.htm am 31.01.2002.