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Timestamp: 2017-08-19 01:47:34
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Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 14', '§ 7', '§46', '§5', '§ 39']

Pflegelexikon - Die wichtigsten Fachbegriffe
Wir erläutern Ihnen mit unserem Pflegelexikon kurz und verständlich Wissenswertes aus der Altenpflege, Krankenpflege sowie dem medizinischen Bereich.
Die allgemeine Pflege – auch: Grundpflege – umfasst alle Maßnahmen zur Unterstützung, Erhaltung und Wiederherstellung der psychischen und physischen Gesundheit sowie des Wohlbefindens der Pflegebedürftigen. Pflegende können zudem eine beratende Position einnehmen und sind Ansprechpartner für ihre Patienten. Zu den Aufgaben in der allgemeinen Pflege gehören die Körperpflege, Ernährung, hauswirtschaftliche Versorgung, sowie die Erhaltung der Mobilität.
Unter Altenhilfe wird im Allgemeinen die Unterstützung älterer Menschen verstanden. Sie soll dazu dienen, im Alter entstehende Schwierigkeiten zu verhindern oder zu mildern, sodass eine ungehinderte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben weiterhin ermöglicht wird.
Die Altenpflege beschäftigt sich mit der Betreuung und Pflege hilfsbedürftiger, älterer Menschen. Ausgebildete Fachkräfte, wie auch Pflegehelfer übernehmen hierbei Aufgaben der Grundpflege, unterstützen die Senioren bei Erledigungen und sind zudem ein Ansprechpartner bei Sorgen und Problemen. Die Pflege kann sowohl in stationären Einrichtungen, aber auch teilstationär oder komplett zu Hause erfolgen.
Seit dem 1. August 2003 ist das sogenannte Gesetz über die Berufe in der Altenpflege aktiv. Es gewährleistet die einheitliche Ausbildung in der Altenpflege auf Bundesebene; dies umfasst den Ausbildungsinhalt und die Ausbildungsstruktur sowie die Anforderungen, die in der Prüfung erfüllt werden müssen.
Altenpflegehelfer unterstützen Altenpfleger bei ihrer Arbeit in stationären und teilstationären Einrichtungen sowie im ambulanten Pflegedienst. Als Unterstützung für die Fachangestellten übernehmen sie Aufgaben rund um die Pflege und Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen.
Mit fortschreitendem Alter können alltägliche Verrichtungen wie Treppen laufen oder in die Badewanne bzw. Dusche steigen eine Belastung darstellen. Deswegen sollte schon frühzeitig über eine altersgerechte und barrierefreie Anpassung des Wohnraums nachgedacht werden. Treppenlifte, Griffe und Einstiegshilfen für sanitäre Einrichtungen oder auch Bewegungssensoren für das Licht können beispielsweise eine sinnvolle Ergänzung sowie Entlastung und Gefahrenminderung im Alltag sein. Hierzu gibt es Zuschüsse von der Pflegeversicherung, wenn man leistungsberechtigt ist.
Als Altersvorsorge werden alle Maßnahmen bezeichnet, die im Laufe des Lebens zur Vorbereitung auf einen möglichst uneingeschränkten Ruhestand getroffen werden. Dies kann zur Deckung des Lebensunterhaltes in Form einer finanziellen Altersvorsorge erfolgen; hierbei werden die gesetzliche und die private Altersvorsorge unterschieden. Während die gesetzliche Altersvorsorge die Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung umfassen, werden bei der privaten Altersvorsorge auf freiwilliger Basis über einen längeren Zeitraum Beiträge eingezahlt (z.B. Rentenfonds oder Riester-Rente). Diese Anlagen stehen im Ruhestand zusätzlich zur gesetzlichen Rente zur Verfügung.
Das sogenannte „Morbus Alzheimer“ ist eine neurologische Erkrankung, die meist erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Sie ist eine der häufigsten Ursachen für altersbedingte Demenz. Den Patienten fällt das Bewältigen alltäglicher Aufgaben durch eine fortschreitende Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten immer schwerer. Von Gedächtnisstörungen bis hin zu Orientierungsproblemen und Sprach- sowie Handlungsstörungen äußern sich die Symptome auf unterschiedliche Art und Weise. Oftmals wird eine Alzheimer Erkrankung spät erkannt, da die Symptome leicht mit dem altersbedingten Nachlassen kognitiver Fähigkeiten verwechselt werden können.
Ambulante Pflegedienste sind – im Unterschied zu Sozialstationen – privat oder gemeinnützig geführte Unternehmen. Fachpflegekräfte führen hierbei die häusliche Alten- oder Krankenpflege durch. Neben Leistungen der Grundpflege bieten ambulante Pflegedienste zudem noch die hauswirtschaftliche Versorgung des Patienten, die Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung, Betreuungsmaßnahmen oder Verhinderungspflege an.
Ambulante Pflege in den eigenen vier Wänden bietet die GDA unter dem Namen » GDA AGiL an allen Standorten an.
Als Dekubitus werden Druckgeschwüre bezeichnet; eine Beschädigung der Haut beziehungsweise des Gewebes, welche von Schmerzen begleitet wird. Sie entstehen infolge von langem Liegen beziehungsweise dem dauerhaften Verharren in der gleichen Position ohne Bewegung. Dekubitus kann durch Mobilisierung und mit Unterstützung von Hilfsmitteln schon frühzeitig vorgebeugt werden beziehungsweise im akuten Fall weniger schmerzhaft sein: Mit speziellen Anti- Dekubitus-Matratzen wird der Druck beim Liegen beispielsweise nicht auf eine Stelle komprimiert, sondern gleichmäßig auf die größtmögliche Auflagefläche verteilt. Zudem können beim Sitzen sowie bei der Körperhygiene spezielle Unterlagen verwendet werden, welche den Auflagedruck ebenfalls umverteilen.
Das Risiko für Stürze in den eigenen vier Wänden sowie das Vergessen der Einnahme von wichtigen Medikamenten nimmt im Alter bedeutend zu. Assistenzsysteme können Abhilfe schaffen: Hausnotrufsysteme, Treppenlifte, Bewegungssensoren, welche das Licht automatisch einschalten, oder Einstiegshilfen für Dusche und WC können einige potenzielle Gefahrenquellen minimieren. Technische Hilfsmittel sind zudem für Senioren angepasst und leicht zu bedienen. Sie unterstützen Senioren bei alltäglichen Verrichtungen und erhalten weitestgehend die Selbstständigkeit im fortschreitenden Alter. Zusätzlich soll auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben weiterhin erhalten bleiben, dies kann ebenfalls durch Hilfsmittel wie Hörgeräte gewährleistet werden. Auch die gesundheitliche Verfassung kann mit entsprechenden Hilfsmitteln kontrolliert werden. Im modernen Zeitalter findet das Konzept der Telemedizin verstärkt Anwendung, bei welchem die Konsultation des Arztes im Notfall über eine zeitliche und räumliche Distanz funktioniert. Wecker für die rechtzeitige Einnahme von Medikamenten sind zudem eine sinnvolle Ergänzung im alltäglichen Leben. Viele dieser Hilfsmittel sind vom Arzt verschreibungsfähig.
Unter Barrierefreiheit wird die Zugänglichkeit öffentlicher und privater Orte für die Allgemeinheit bezeichnet, genauer: für Senioren oder im Bewegungsapparat eingeschränkte Personen. Öffentliche Einrichtungen oder dergleichen sollen demnach so gestaltet werden, dass sie unabhängig von der körperlichen Verfassung für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sind. Dies gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel. Ziel eines barrierefreien Um- bzw. Ausbaus soll die uneingeschränkte Teilnahme aller Menschen am gesellschaftlichen Leben sein.
Das betreute Wohnen soll eine Möglichkeit bietet, auch mit fortschreitendem Alter sowie einer eventuellen Pflegebedürftigkeit ein gewisses Maß an Selbstständigkeit und Normalität beizubehalten. Das Konzept stützt sich auf den Grundsatz: „So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig“. Beim betreuten Wohnen handelt es sich um eine allgemeine Wohnform, welche nicht an spezielle Einrichtungen gebunden ist. So kann betreutes Wohnen innerhalb einer Seniorenwohnung, aber selbstverständlich auch in der eigenen Wohnung stattfinden. Minimale Leistung sind Anbindung an ein Notrufsystem und das Vorhandensein eines Ansprechpartners.
Das Betreute Wohnen heißt bei der GDA AktivWohnen und wird an diesen Standorten angeboten:
» Göttingen,
» Hannover-Waldhausen (Landhaus Ammann)
» Neustadt an der Weinstraße,
» Trippstadt,
» Bad Homburg v.d.H. (GDA Domizil am Schlosspark) und
» Bad Homburg v.d.H. (Rind'sches Bürgerstift).
Für pflegende Angehörige kann eine temporäre Betreuung der Pflegebedürftigen eine große Entlastung für Erledigungen oder die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit bedeuten. Die Tagespflege ist eine Form von temporärer Betreuung. Die Pflegebedürftigen werden hierbei für einen bestimmten Zeitraum am Tag in einer stationären Einrichtung oder zu Hause betreut. Auch einige ambulante Pflegedienste bieten Betreuungsleistungen an.
Betreuungsassistenten (auch: Alltagsbegleiter) sind für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen in teilstationären und stationären Pflegeeinrichtungen tätig. Nach dem Inkrafttreten des ersten Pflegestärkungsgesetzes am 01.01.2015 haben alle Pflegebedürftigen fortan Anspruch auf eine zusätzliche Betreuungskraft. Zuvor galt diese Regelung nur für Patienten mit Demenzerkrankungen und Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung. Sie übernehmen die Aktivierung der Patienten für geistige oder körperliche Tätigkeiten und sind gleichzeitig eine Bezugsperson.
Kann ein volljähriger Mensch aufgrund einer körperlichen oder geistigen Einschränkung seine alltäglichen Angelegenheiten nicht mehr allein erledigen, so bekommt er vom Gericht einen gesetzlichen Betreuer zugewiesen. Der Unterschied zum Begriff der Entmündigung ist, dass der Betreute trotz allem geschäftsfähig bleibt. Der Betreuer ist nicht für Angelegenheiten der Pflege oder Hauswirtschaft zuständig, sondern vertritt lediglich die Interessen des Betreuten und hilft ihm, alles Notwendige in seinem Leben zu organisieren.
Wie sich anhand des Begriffes schon vermuten lässt, handelt es sich bei der Bezugspflege um eine Pflegeform, bei welcher ausschließlich eine einzige Person für die Betreuung und Versorgung eines Patienten verantwortlich ist und diese koordiniert. Sie baut über die Zeit eine Bindung zum Patienten auf und fungiert als Vertrauensperson. Die Pflegetätigkeiten selbst können auch von anderen Pflegekräften übernommen werden.
Pflegebedürftige, die aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen permanent auf die Unterstützung Dritter angewiesen sind, benötigen die sogenannte Dauerpflege. Diese kann sowohl im häuslichen Umfeld – beispielsweise durch Angehörige, in Kombination mit ambulanten Pflegediensten oder durch die 24-Stunden-Pflege – als auch in einer stationären Einrichtung vollzogen werden. Hierbei wird die pflegebedürftige Person rund um die Uhr betreut, bei alltäglichen Verrichtungen unterstützt und gepflegt.
Dekubitus (auch: Druckgeschwür) ist eine Erkrankung am Gewebe beziehungsweise der Haut, welche durch zu langes Lagern und zu hohe Belastung einzelner Körperstellen, aber auch durch eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche entstehen kann. Vor allem ältere Menschen sind bedingt durch die Veränderung der Haut beziehungsweise eine erhöhte Sensibilität oftmals von derartigen chronischen Wunden betroffen.
Spezialisierte Pflegekräfte übernehmen bei entsprechender Pflegebedürftigkeit die Betreuung und Aktivierung von Demenzpatienten. Eine hohe Präsenz, spezielle Pflegekonzepte und eine Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben prägen dieses Angebot. Diese Form der Betreuung wird sowohl in vollstationären als auch in teilstationären Pflegeeinrichtungen angeboten. Auch ambulante Pflegedienste können entsprechende Betreuungsangebote machen.
Als Demenz wird eine Hirnschädigung bezeichnet, welche eine Fehlfunktion des Gedächtnisses zur Folge hat. Demente Menschen können sich meist episodisch nicht mehr an bestimmte Dinge erinnern. Zudem passiert es häufig, dass Menschen mit Demenz vergessen, wie bestimmte alltägliche Verrichtungen funktionieren oder nicht mehr die volle Kontrolle über ihre Handlungen und Sinne haben. Aus medizinischer Hinsicht wird zwischen den primären und sekundären Demenzen unterschieden. Die primäre Demenzerkrankung – zu welcher auch die Alzheimer- Krankheit zählt – hat ihren Ursprung direkt im Gehirn. Sie entsteht beispielsweise durch Stoffe, welche den Austausch zwischen den einzelnen Nervenzellen behindern. Diese Form der Demenz ist irreversibel. Die sekundäre Demenz entsteht durch Erkrankungen außerhalb des Gehirns, beispielsweise durch Stoffwechselstörungen oder psychische Erkrankungen und ist in der Regel behandelbar.
Lesen Sie hier mehr über die besondere » Betreuung bei Demenz an den GDA-Standorten.
Unter Druckgeschwüren (Dekubitus) versteht man Schädigungen der Haut bzw. des Gewebes an bestimmten Stellen. Die Entstehung solcher Druckgeschwüre kann durch verschiedene äußere, aber auch innere Faktoren begünstigt werden: Druck, welcher von zu enger Kleidung oder dem Liegen auf einer Matratze verursacht wird, zu langes Liegen auf einer Stelle, aber auch genetische Faktoren wie die Beschaffenheit des Körpergewebes spielen eine Rolle. Durch regelmäßiges Umdrehen bettlägeriger Menschen kann die Entstehung derartiger Druckgeschwüre verhindert werden. Auch spezielle Anti-Dekubitus-Hilfsmittel können zur Vorbeugung und Therapie eingesetzt werden.
Die Ersatz- oder auch Verhinderungspflege ist nach § 39 SGB XI eine Leistung der Pflegeversicherung. Für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr wird von der Pflegeversicherung bei Bedarf eine Ersatzpflegekraft zur Verfügung gestellt. Dies kann dann in Anspruch genommen werden, wenn es einem pflegenden Angehörigen oder einer unbezahlten Privatperson aufgrund von Krankheit, Urlaub oder privaten Gründen nicht möglich ist, die Pflege zu gewährleisten. Je nach Pflegebedarf wird dies durch eine ambulante Pflege beziehungsweise in einer teilstationären oder stationären Einrichtung vorgenommen.
Für pflegende Angehörige ist es oftmals schwer, neben der Berufstätigkeit Zeit für die Betreuung und Pflege eines Familienangehörigen zu finden. Diesbezüglich wurde am 01.01.2012 mit dem Familienpflegezeitgesetz ein Modell eingeführt, welches es Arbeitnehmern erleichtern soll, sich der Pflege eines Angehörigen trotz Berufstätigkeit anzunehmen. In einem Zeitraum von höchstens zwei Jahren nimmt sich der Arbeitnehmer hauptsächlich der Pflege an; die wöchentliche Arbeitszeit wird auf maximal 15 Stunden reduziert. Zudem erhält der Pflegende eine Aufstockung seines Gehaltes in Relation zur verringerten Arbeitszeit, welche nach Ablauf der Pflegezeit nach und nach mit dem eigentlichen Gehalt verrechnet wird. Sobald der Arbeitnehmer wieder voll arbeitet, wird ein verringerter Lohn ausgezahlt, bis das Wertguthaben aus der Pflegezeit wieder ausgeglichen ist. Während der maximal zweijährigen Pflegezeit steht der Arbeitnehmer unter Kündigungsschutz.
Die Fixierung erfüllt den Straftatbestand der Freiheitsberaubung und ist demnach ohne Einwilligung des Patienten oder einen richterlichen Beschluss strafbar, da sie im Gegensatz zu den Grundrechten eines jeden Menschen steht. In der Pflege kann sie als letztes Mittel zur Vermeidung von aggressiven, gewalttätigen Angriffen gegen andere Personen sowie zur Gesundheitserhaltung beziehungsweise Vermeidung von Selbstgefährdung eingesetzt werden. Hierbei ist eine genaue Dokumentation und Darlegung der Gründe entscheidend, um im Zweifelsfall eine eindeutige Beweislage garantieren zu können. In guten Einrichtungen gibt es Standards zur Vermeidung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen.
Während das Gehirn in jungen Jahren noch sehr aktiv und aufnahmefähig ist, lässt dessen Leistung mit fortschreitendem Alter ohne regelmäßige geistige Tätigkeiten nach. Deswegen ist es wichtig, es im Laufe der Zeit regelmäßig zu fordern. Dies kann unter Umständen einer altersbedingten Demenz vorbeugen, erleichtert aber in jedem Fall die Denkprozesse und hält die kognitiven Fähigkeiten auf einem konstanten Level. Durch Spiele wie Sudoku oder ein Quiz werden nicht nur das Interesse und die Motivation zum eigenständigen Denken geweckt, sondern zeitgleich das Gehirn gefordert.
Als Gehhilfe werden jegliche Gegenstände bezeichnet, welche als Hilfsmittel zur Entlastung der Gelenke sowie zum Erhalten der Mobilität (z.B. bei der Rehabilitation von Verletzungen) eingesetzt werden können. Hierunter fallen einfache Hilfsmittel wie beispielsweise Krücken oder Gehstöcke, aber auch Rollatoren können als Unterstützung zum Erhalt der Mobilität gewählt werden.
Bei einem Gehstock handelt es sich um ein Hilfsmittel, welches die Mobilität bei einer körperlichen Einschränkung erleichtern bzw. gewährleisten soll. Als Unterstützung und zusätzliche Stabilisation des Körpers beim Gehen kann dieser im Außenbereich bzw. in der Öffentlichkeit verwendet werden. Gehstöcke werden zudem bei Rehabilitationsmaßnahmen – beispielsweise nach Gelenkoperationen – eingesetzt.
Die Geriatrie stellt sowohl einen Bereich der Alterswissenschaften (Gerontologie), als auch der Medizin dar. Sie arbeitet interdisziplinär und befasst sich vor allem mit dem Erkennen, Vorbeugen und Behandeln altersbedingter Krankheiten; nicht nur physischer, sondern auch psychischer Art. Sie richtet den Fokus vor allem auf das Auftreten mehrerer gleichzeitigen Erkrankungen (Multimorbidität) und deren Behandlungsmöglichkeiten.
Mit zunehmendem Alter wächst häufig das Risiko der Multimorbidität, also dem gleichzeitigen Auftreten mehrerer Krankheitsbilder. Bei der geriatrischen Rehabilitation wird genau dies berücksichtigt: Es handelt sich um eine spezielle Form der Rehabilitation, bei welcher eine Pflegebedürftigkeit vermieden und die individuelle Selbstständigkeit erhalten werden soll. Ein Team aus Spezialisten (Ärzte, Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten, etc.) stehen den Patienten zur Seite.
Die Gerontologie ist die Wissenschaft des Alterns bzw. Altwerdens. Sie befasst sich sowohl mit der biologischen Erforschung des Alters als auch mit der Aufklärung der Öffentlichkeit und Anpassung der Umgebung sowie den Vorschlägen zur Prävention altersbedingter Risiken. Ebenfalls bietet sie medizinischen und pflegerischen Einrichtungen Ansätze zur altersgerechten Organisation und Anpassung der Betriebsabläufe und Versorgung.
Bei der Gerontopsychiatrie handelt es sich um ein spezielles Gebiet in der Psychiatrie, welches sich mit psychischen Störungen im (höheren) Alter beschäftigt. Da Symptome für altersbedingte psychische Erkrankungen aufgrund des Nachlassens der kognitiven Fähigkeiten im Alter oftmals spät erkannt werden, ist diese Disziplin von entscheidender Bedeutung.
Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung, welche im Falle einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit greift. Personen, welche gesetzlich oder privat krankenversichert sind, sind automatisch auch gesetzlich pflegeversichert. Sie stützt sich auf regelmäßige Pflichtbeiträge von Arbeitnehmern. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit können auf Basis der zugrunde liegenden Pflegestufe finanzielle Zuschüsse (Pflegegeld) gewährt werden.
Die Grundpflege soll als Unterstützung bei Aufgaben des alltäglichen Lebens dienen. Sie umfasst den Bereich der Körperpflege, Ernährung und Mobilität. Genauer gesagt helfen ggf. Pflegekräfte oder Angehörige beim Waschen, der Nahrungsaufnahme sowie dem Gehen, Treppen steigen, etc. Die hauswirtschaftliche Versorgung, wie z.B. die Unterhaltsreinigung der Wohnung, gehört nicht in den Bereich der Grundpflege.
Die häusliche Pflege umfasst die pflegerische Betreuung und hauswirtschaftliche Unterstützung innerhalb der eigenen Wohnung des Patienten oder eines Angehörigen. Sie kann sowohl durch Angehörige als auch durch ambulante Pflegedienste durchgeführt werden. Das Ziel der häuslichen Pflege ist es, den Verbleib im gewohnten Umfeld trotz Pflegebedürftigkeit zu ermöglichen.
Besteht in Pflegeeinrichtungen ein erhöhter ärztlicher Versorgungsbedarf, so können gegebenenfalls Kooperationsverträge mit externen, ansässigen Ärzten geschlossen werden. Die Pflegekassen sollen stationäre Einrichtungen bei der Kooperation mit Medizinern unterstützen, um eine qualitativ hochwertige und ausreichende Versorgung der Patienten zu garantieren. Wird innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten durch die Kassenärztliche Vereinigung keine passende Kooperation zwischen Pflegeeinrichtung und Arzt hergestellt, so kann die Einrichtung ihren Anspruch auf die feste Anstellung eines Arztes geltend machen.
Um zu jedem Zeitpunkt eine qualitativ hochwertige und angemessene Pflege und Betreuung zu gewährleisten gibt es unabhängige Prüfstellen, welche Pflege- und Senioreneinrichtungen in regelmäßigen Abständen besuchen und prüfen. Dies gibt nicht nur den Bewohnern und deren Angehörigen ein gewisses Maß an Sicherheit, sondern ist auch für die Einrichtungen eine gute Möglichkeit, sich beraten zu lassen und weiter zu verbessern.
Das alte Heimgesetz(HeimG) verlor seine Gültigkeit nach der Föderalismusreform 2006. Es regelte die Anforderungen an eine Pflegeeinrichtung sowie das Verhältnis zwischen Heimleitern, Pflegekräften und Bewohnern. In der heutigen Zeit sind die Bundesländer selbst mit der rechtlichen Regelung betraut (Landesheimgesetze).
Kann die allgemeine Pflege und Unterstützung bzw. die Pflege gemäß der zugrunde liegenden Pflegestufe in den eigenen vier Wänden nicht mehr in vollem Maße gewährleistet werden, so wird die Suche nach einem passenden Pflege- oder Seniorenheim notwendig. Heimplätze sind Betreuungsplätze in stationären Einrichtungen. Infolge des demografischen Wandels und der daraus resultierenden Nachfrage, ist es meist schwierig, kurzfristig einen Heimplatz zu erhalten. Wird eine Unterbringung im Heim notwendig, sollten Angehörige und Patienten daher frühzeitig mit der Suche beginnen, um eine bestmögliche und angenehme Unterbringung zu gewährleisten.
Nach Unfällen oder bei einer körperlichen Behinderung werden Hilfsmittel zur Rehabilitation oder Vereinfachung beziehungsweise zur Gewährleistung der Eigenständigkeit des Patienten vom Arzt verordnet und angewendet. Damit sind nicht nur Gehhilfen, sondern auch Hilfsmittel zum Sehen und Hören gemeint. Die Kosten werden i.d.R. von den Krankenkassen übernommen.
Bei einem Hospiz handelt es sich um eine stationäre Einrichtung, welche zum Ziel hat, Sterbende und deren Angehörige in den verbleibenden Wochen und Monaten zu begleiten. Der Fokus liegt hierbei nicht auf dem Versuch der Heilung – es geht um Patienten, welche aus medizinischer Sicht nicht mehr geheilt werden können – sondern um die Linderung der Symptome und darum, die verbleibende Zeit so wertvoll wie möglich zu gestalten.
Die Hospizpflege umfasst die Begleitung unheilbar kranker Menschen und deren Angehörigen. Eine Heilung ist hierbei aus medizinischer Sicht ausgeschlossen, es geht vielmehr um die Linderung der Symptome. Zudem soll die verbleibende Zeit mit Hilfe der Angehörigen so angenehm wie möglich gestaltet werden. Diese Form der Pflege kann sowohl in einer spezialisierten stationären Einrichtung, als auch ambulant im eigenen Zuhause durchgeführt werden. Wichtig ist in jedem Fall die Verbindung zu Familie und Verwandten, die eine Beziehung zum Patienten haben und dementsprechend am Prozess beteiligt sein sollten.
Im Allgemeinen bezeichnet Inkontinenz das unwillkürliche, unkontrollierbare Ablassen von Ausscheidungen. Dies ist meist zurückzuführen auf eine Krankheit oder auf Muskel- beziehungsweise Nervenschäden. Inkontinenz kann zudem unterschiedliche Ausmaße annehmen. Vielen Menschen ist es unangenehm, über dieses Thema zu sprechen, jedoch gibt es heutzutage gute und diskrete Möglichkeiten, Inkontinenz gezielt zu behandeln, bzw. damit umzugehen.
Die Krankenpflege umfasst die Pflege, Betreuung und Unterstützung eines kranken Patienten, darunter fallen die Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Wundversorgung sowie die Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben und der Medikamenteneinnahme. Sie wird von Fachkräften in Absprache mit einem behandelnden Arzt vollzogen und soll den Heilungsprozess unterstützen.
Können oder wollen Menschen aufgrund physischer oder psychischer Erkrankungen nicht mehr selbstständig essen, so können sie künstlich ernährt werden. Es wird zwischen parenteraler und enteraler Ernährung unterschieden. Bei der parenteralen Ernährung werden alle für den Körper notwendigen Nährstoffe über eine Infusion direkt in die Blutbahn geleitet. Diese Behandlungsform findet beispielsweise bei Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt Anwendung, denn dieser wird dabei komplett umgangen. Die enterale Ernährung wird über eine Sonde durch die Speiseröhre oder durch die Bauchdecke direkt in den Magen (sog. PEG-Sonde) durchgeführt. Hierbei wird die flüssige Nahrung durch den Magen-Darm-Trakt geleitet. Eine künstliche Ernährung kann nur mit dem Einverständnis des Patienten oder dessen gesetzlichen Vertreter erfolgen.
Die Kurzzeitpflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung und tritt dann ein, wenn eine pflegebedürftige Person für einen Zeitraum von maximal acht Wochen pro Jahr in einer stationären Einrichtung untergebracht wird. Das Pflegegeld wird für diesen Zeitraum zur Hälfte weiter ausgezahlt. Die Unterbringung dient Personen, die von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt und betreut werden und ermöglicht diesen eine vorübergehende Entlastung. Diese Form der Pflege findet Anwendung, wenn eine häusliche Pflege durch Krankheit, Abwesenheit oder Überforderung von Angehörigen kurzzeitig nicht gewährleistet werden kann und auch eine teilstationäre Unterbringung nicht ausreichend ist. Die Kurzzeitpflege wird jedoch auch für pflegebedürftige Menschen eingesetzt, die nach einem längeren Krankenhausaufenthalt auf das eigenständige Leben zu Hause vorbereitet werden sollen.
Im Rahmen der Föderalismusreform 2007 haben die Länder die Aufgabe, den ordnungsrechtlichen Teil der Heimgesetzgebung selbst zu regeln. Darunter fallen beispielsweise die Umstände zur Genehmigung des Betriebs von Alten- und Pflegeeinrichtungen, bauliche Mindestanforderungen, Maßnahmen des Qualitätsmanagements sowie die Sanktionen bei Nicht-Einhalten gesetzlicher Vorschriften.
Wird eine Betreuung einer pflegebedürftigen Person für länger als vier Wochen pro Jahr notwendig, so spricht man von Langzeitpflege. Diese kann in Form von häuslicher Pflege durch Angehörige mit entsprechender Beratung durch Experten oder durch ambulante Pflegedienste durchgeführt werden. Ist eine häusliche Pflege durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste sowie eine teilstationäre Unterbringung nicht ausreichend, so kann die Langzeitpflege auch in Form einer dauerhaften stationären Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung erfolgen. Bei der Langzeitpflege werden die Pflegebedürftigen umfassend betreut und versorgt und bei der Bewältigung des Alltags weitestgehend unterstützt. Zudem sind die Betreuungs- und Pflegekräfte für die Patienten Ansprechpartner und soziale Bezugspersonen.
Der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen (kurz: MDK) ist ein sozialmedizinischer Dienst, welcher in beratender und begutachtender Funktion im Auftrag der Pflegekassen arbeitet. Er überprüft beispielsweise, ob die Voraussetzungen für eine Pflegebedürftigkeit im individuellen Fall gegeben sind und welcher Pflegegrad zugrunde liegt. Für dieses Gutachten kann ein von Patienten und Angehörigen geführtes Pflegetagebuch von Vorteil sein. Die Pflegekassen orientieren sich am Gutachten des MDK, es stellt die Basis für den Anspruch auf Pflegegeld dar. Zudem ist der MDK für die Begutachtung und Beurteilung von Senioreneinrichtungen zuständig und vergibt anhand vielseitiger Kriterien die sogenannten Pflegenoten. Sie sind als Orientierung für Pflegebedürftige und Angehörige gedacht, welche sich auf der Suche nach dem passenden Pflegeheim befinden.
Ein mobiler Pflegedienst ist ein Unternehmen, welches die häusliche Alten- und Krankenpflege durchführt. Neben Leistungen der Grundpflege führen ausgebildete Pflegekräfte zudem noch die hauswirtschaftliche Versorgung des Patienten, die Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung oder Verhinderungspflege durch.
Bettlägerige Patienten sowie Pflegebedürftige, die sich bedingt durch Krankheiten oder körperliche Beschwerden nur schwer oder gar nicht mehr bewegen können, sollen durch Maßnahmen der Mobilisation wieder zur eigenständigen Bewegung motiviert werden. Durch die Bewegung einzelner Körperteile – beispielsweise durch Physiotherapeuten – soll die Bewegungsfähigkeit erhalten bleiben und die Selbstständigkeit des Patienten erhöht werden. Auch nach Operationen an Gelenken kann eine Mobilisierung in Form einer Rehabilitation eingesetzt werden, um die volle Funktionsfähigkeit der Körperteile weiterhin zu garantieren.
Unter Multimorbidität wird das gleichzeitige Auftreten mehrerer Krankheiten verstanden; das Risiko hierfür steigt mit zunehmendem Alter. So leiden ältere Menschen beispielsweise gleichzeitig an Bluthochdruck, Diabetes und Herzkrankheiten. In solchen Fällen ist eine Berücksichtigung der Medikation beziehungsweise der allgemeinen Behandlung und Therapie erforderlich. Mit der Erforschung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten beim Auftreten mehrerer unterschiedlicher Krankheiten beschäftigt sich die Geriatrie.
Unter Nachpflege wird die Beobachtung beziehungsweise Begleitung bei der Rehabilitation in Folge eines operativen Eingriffs verstanden. Diese wird meist in Kliniken vorgenommen, kann aber auch mithilfe ambulanter Dienste durchgeführt werden. Sie dient der Vermeidung von Komplikationen bei der Wundheilung.
Als Palliativpflege wird die Pflege im Rahmen der Sterbebegleitung schwerstkranker Menschen bezeichnet, bei welchen eine Heilung nicht mehr möglich ist. Hierbei wird nicht auf die künstliche Verlängerung des Lebens, sondern vielmehr auf die Erhaltung der Lebensqualität und der Autonomie geachtet. Die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten stehen im Vordergrund; zudem sollte die Familie ein entscheidender Bestandteil im Zuge der Palliativpflege sein.
Die Parkinson-Krankheit – auch: Morbus Parkinson – bezeichnet eine Erkrankung des Gehirns, von welcher vor allem die willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufe betroffen sind. Die neurologischen Fehlfunktionen äußern sich meist durch Muskelzittern, Muskelstarre und verlangsamten Bewegungsabläufen. Die Nervenkrankheit ist bisher noch nicht heilbar, jedoch gibt es verschiedene Behandlungsmethoden (z.B. Ergotherapie) und Hilfsmittel (z.B. Gehhilfen) und hilfreiche Medikamente.
Die Patientenverfügung gibt im Notfall beziehungsweise im Falle der Entscheidungsunfähigkeit des Patienten Auskunft über die Einwilligung oder Verweigerung in bestimmte Behandlungen sowie medizinische Versorgungsmaßnahmen. Idealerweise schließt man sie zusammen mit einer Vorsorgevollmacht ab, bei welcher die Umsetzung des eigenen Willens im Notfall auf eine Vertrauensperson übertragen wird.
Eine Pflegebedürftigkeit liegt laut § 14 SGB XI dann vor, wenn ein Mensch aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkung nicht mehr in der Lage ist, seinen Alltag ohne die Hilfe Dritter zu bewältigen. Je nach Pflegebedürftigkeit bedarf es hierbei einer dauerhaften Unterstützung bei täglichen Verrichtungen, wie z.B. der Körperpflege oder Nahrungsaufnahme, welche sowohl durch Angehörige als auch durch ambulante Pflegedienste oder mittels der Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung erfolgen kann. Patienten und Angehörige können bei der Pflegekasse einen Antrag auf Anerkennung der Pflegebedürftigkeit stellen und erhalten nach Bedarf finanzielle Zuschüsse für die pflegerische Versorgung.
Personen, die Leistungen bei der Pflegeversicherung beantragen beziehungsweise bereits erhalten, haben Anspruch auf eine umfassende und individuelle Pflegeberatung nach § 7a SGB XI. Die Ziele der Pflegeberatung sind unter anderem das Erfassen der Hilfsbedürftigkeit, die Erstellung und Beobachtung der Durchführung eines Versorgungsplans und die Auswertung und Dokumentation des Beratungsprozesses.
Pflegedienste sind Dienstleistungsunternehmen, welche ältere und kranke Menschen in ihrem zu Hause betreuen und pflegen. Diese ambulanten Dienste sollen eine Unterbringung in einer stationären Einrichtung umgehen sowie eine vollwertige häusliche Unterstützung und Pflege gewährleisten.
Die schriftliche Fixierung individueller Arbeitsabläufe und Pflegemaßnahmen durch das Pflegepersonal dient der Transparenz für Mitarbeiter sowie Orientierung bei der Planung der zukünftigen Pflege. Hierbei werden nicht nur die einzelnen Arbeitsschritte detailliert festgehalten, sondern auch Anmerkungen bezüglich zukünftiger Pflegemaßnahmen dokumentiert. Dies dient bei Ausfall oder dem Wechsel des Pflegepersonals für die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen und patientenorientierten Pflege.
Können Menschen ihren Alltag aufgrund seelischer, körperlicher oder geistiger Einschränkungen nicht mehr ohne fremde Hilfe bewältigen, bietet sich die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung an. Hierunter fallen sowohl teilstationäre Pflegekonzepte (z.B. Tagespflege) als auch der dauerhafte Aufenthalt in einem Senioren- oder Pflegeheim.
Personen, die eine Ausbildung mit staatlich anerkannter Abschlussprüfung im Bereich Alten-, Kranken-, Gesundheits- oder Kinderkrankenpflege abgelegt haben, werden als Pflegefachkraft bezeichnet. Sie werden sowohl in stationären Pflegeeinrichtungen, als auch im ambulanten Pflegedienst eingesetzt.
Beim Pflegegeld handelt es sich um eine finanzielle Bezuschussung pflegebedürftiger Personen, die von der Pflegekasse gewährt wird. Es wird nach einem entsprechenden Antrag bei der Pflegekasse auf Grundlage der Pflegebedürftigkeit berechnet. Es dient dazu, selbst beschaffte pflegerische Unterstützung finanzieren zu können.
Als Pflegeheime werden Einrichtungen bezeichnet, welche sich auf die Pflege und Betreuung hilfsbedürftiger Menschen spezialisiert haben. Ausgebildete Pflegefachkräfte übernehmen die Versorgung der Bewohner und helfen ihnen bei der Verrichtung alltäglicher Aufgaben, wie z.B. der Körperpflege oder Nahrungsaufnahme, aber auch bei der Betreuung und Beschäftigung.
Pflegehelfer sind Mitarbeiter in ambulanten Pflegediensten oder stationären Pflegeheimen, die zwar praktisch geschult und angeleitet werden, jedoch über keine fachpflegerische Ausbildung verfügen. Der Einsatz von Pflegehelfern beschränkt sich daher auf nur bestimmte Tätigkeiten.
Als Pflegehilfsmittel werden Gegenstände bezeichnet, welche unterstützend bei erforderlichen Pflegemaßnahmen eingesetzt werden können. Pflegehilfsmittel werden von der Pflegeversicherung finanziert und sind eher zum Verbrauch bestimmte Dinge, wie einmalig verwendbare Hilfsmittel wie Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel sein. Sie sollen die Arbeit des zuständigen Pflegedienstes oder pflegenden Angehörigen erleichtern. Es gibt aber auch sogenannte „Hilfsmittel“, die von der Krankenkasse finanziert werden und vom Arzt verordnet werden müssen, z.B. ein Pflegebett oder ein Rollstuhl.
Urlaub und Entspannung sind für jeden Menschen gleichermaßen wichtig. Ältere Menschen werden jedoch oft von körperliche Gebrechen oder Krankheiten abgehalten, in den Urlaub zu fahren beziehungsweise gemeinsam mit der Familie unterkommen zu können. Spezielle Pflegehotels vereinen Urlaub mit der individuellen Pflege sowie Hilfsmitteln: In idyllischen Gegenden Urlaub machen, jedoch mit barrierefreiem Zugang zum Hotel sowie der seniorenfreundlichen Zimmerausstattung, welche sich noch um zusätzliche Hilfsmittel erweitern lassen. Pflegehotels bieten Senioren die Möglichkeit, zusammen mit Familie und Angehörigen einen Urlaub ohne Einschränkungen zu genießen.
Die Pflegekassen in Deutschland sind nach §46 SGB XI die Träger der Pflegeversicherungen. Sie übernehmen beispielsweise die Prüfung von Anträgen auf Pflegebedürftigkeit und ermitteln den individuell zugrunde liegenden Anspruch an Hilfsbedarf (Pflegegeld und oder Pflegesachleistung).
Als Pflegeleitbild werden die einrichtungsintern festgelegten übergeordneten Arbeitsgrundsätze bezeichnet. Es umfasst neben der fachgemäßen Durchführung pflegerischer Tätigkeiten unter anderem das Menschenbild und die Unternehmensphilosophie. Durch das Pflegeleitbild schafft sich eine Einrichtung gewissermaßen eine eigene Identität, da sie ihre Schwerpunkte und Ansprüche genau definieren, sich individuell präsentieren und somit von anderen Pflegeeinrichtungen absetzen können.
In Pflegeeinrichtungen, welche Leistungen nach dem SGB XI (Pflegeversicherungen) erbringen, gelten gewissen Qualitäts- und Leistungsstandards. Diese werden in Deutschland durch die Pflegekassen mit den sogenannten Pflegenoten bewertet. Die Qualitätsprüfung innerhalb der Einrichtung erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Das Ziel der Pflegenoten soll eine weitgehende Transparenz und Vertrauenswürdigkeit darstellen: Sowohl Patienten und Angehörige sollen sich bei der Suche nach einem Pflegeheim auf eine seriöse Bewertung verlassen können, zusätzlich soll die Bewertung auch ein Anreiz für die Einrichtung sein, sich in bestimmten Punkten weiterentwickeln zu können. Bei der Bewertung der Einrichtungen werden verschiedene verbindliche Kategorien bewertet, darunter fallen beispielsweise der Umgang mit Demenzpatienten, die Bewertung der pflegerischen Leistungen aber auch die Meinungen einzelner Bewohner. Die Politik erwägt, die Noten wieder abzuschaffen und durch ein aussagekräftigeres Instrument zu ersetzen.
Wenn die häusliche Pflege einer pflegebedürftigen Person durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste nicht mehr im ausreichenden Maß gewährleistet werden kann, so wird eine Unterbringung in einer stationären Einrichtung notwendig. Pflegeplätze sind freie Plätze in Pflegeheimen oder alternativen Wohn- und Pflegekonzepten.
Pflegestandards sind Richtlinien, nach denen die Leistungen und das Pflegeniveau innerhalb einer Pflegeeinrichtung ausgerichtet werden sollen. Sie dienen zur Garantie einer gleichwertigen, qualitativ hochwertigen Pflegeleistung und legen die Organisation und Durchführung allgemeiner Pflegemaßnahmen fest.
Das zweite Pflegestärkungsgesetz umfasst eine erneute Erhöhung der Leistungen und führt ein neues Begutachtungsverfahren sowie eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit ein. Aus den zuvor gültigen drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade.
Diese sollen dazu dienen, die Pflegeleistungen besser an den Bedürfnissen pflegebedürftiger Menschen mit kognitiven Einschränkungen zu orientieren. Hierbei wird besonders auf Menschen mit demenziellen Erkrankungen geachtet. Die fünf Pflegegrade werden ab dem 01.01.2017 endgültig in Kraft treten.
Lesen Sie hier mehr zum PSG II: "Aus Pflegestufe wird Pflegegrad"
Ein Pflegetagebuch sollte dann geführt werden, wenn eine Einstufung in die Pflegeversicherung beantragt wird und durch den Medizinischen Dienst (MDK) ein entsprechendes Gutachten erstellt wird. Ein Pflegetagebuch wird hierbei als Hilfsmittel zur Beurteilung des Pflegeaufwandes herangezogen. Es sollte in der Regel den täglichen Pflegeaufwand sowie diejenigen Aufgaben beinhalten, die der Pflegebedürftige nicht mehr selbstständig verrichten kann.
Seit dem 01. Juli 2009 gilt die Pflegetransparenzvereinbarung als verbindliche Grundlage bei der Qualitätsprüfung von Pflegeeinrichtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Hierbei werden ambulante und stationäre Einrichtung anhand festgelegter Kriterien bewertet. Diese Bewertung gilt als Grundlage für die sogenannte Pflegenote, welche für Außenstehende Aufschluss über die Qualität der Pflege, des Wohnens oder ähnlichen Faktoren geben soll. Die echte Aussagekraft der Pflegenoten ist allerdings stark umstritten.
Die Pflegeversicherung stellt die fünfte Säule der gesetzlichen Sozialversicherung dar. Jeder Mensch, der gesetzlich oder privat krankenversichert ist, ist auch automatisch bei der sozialen Pflegeversicherung gemeldet. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen zu gleichen Teilen regelmäßige Beiträge in die Versicherungskasse ein. Die Leistungen der Pflegeversicherung decken einen Großteil der entstehenden Kosten, jedoch meist nicht die Gesamtkosten.
Ähnlich wie bei Wohnstiftsverträgen beinhaltet der Pflegevertrag die Rahmenbedingungen, auf denen das Pflegeverhältnis basiert. Dieser wird zwischen einem ambulanten Pflegedienst, und der pflegebedürftigen Person geschlossen und beinhaltet sowohl die zu erbringenden Pflegemaßnahmen, sowie die entsprechenden Kosten. In der Regel wird ein Kostenvoranschlag erstellt, die tastsächlichen Kosten können im ambulanten Bereich aber abweichen, je nach tatsächlicher Inanspruchnahme der Leistungen. Auch im stationären Pflegeheim gibt es Pflegeverträge, diese beinhalten auch die Kosten, die aber fix sind und alle notwendigen Maßnahmen beinhalten.
Ob eine Physiotherapie notwendig ist, entscheidet einzig und allein ein Arzt. Beim Physiotherapeuten handelt es sich um einen Gesundheitsfachberuf. Hierbei wird durch eine Art körperlichen Trainings und Ausführung spezieller Bewegungsabläufe auf eine Wiederherstellung, Besserung oder Prävention bestimmter Körperpartien abgezielt.
Sobald die Notwendigkeit einer Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung aufkommt, steht die Frage im Raum, welche Einrichtung für die individuellen Bedürfnisse und Wünsche die beste ist. Für viele ältere Menschen stellt der Einzug in eine stationäre Einrichtung oftmals ein Problem dar, da sie Angst haben, sich dort unwohl und allein zu fühlen, auf unfreundliche Menschen zu treffen oder schlecht behandelt zu werden. Das sogenannte Probewohnen bietet ihnen die Möglichkeit, die Einrichtung erst einmal unverbindlich für einige Tage und Nächte kennenzulernen und abzuschätzen, ob sie sich in dieser wohlfühlen. Dabei kann die Hemmschwelle überwunden sowie die Einrichtung, deren Angestellte und die Bewohner im Vorfeld kennengelernt werden. Das Probewohnen ist selbstverständlich auch im Wohnstift möglich.
Ein Qualitätshandbuch beinhaltet alle Richtlinien und Vorgaben, welche eine Einrichtung innerhalb des Betriebsablaufs umsetzt. Es gliedert sich meist in verschiedene Themenabschnitte auf, darunter fallen beispielsweise die Leistungen des Unternehmens sowie Vorgaben, die Unternehmensphilosophie und das Erläutern von Pflegeprozessen und deren Umsetzung bzw. Ziele.
Das Qualitätsmanagement (auch: Qualitätssicherung) umfasst jegliche Aspekte der Umsetzung von festgelegten Richtlinien zur Förderung der Unternehmensleistungen. Hierunter fallen sowohl die grundlegende Auffassung von qualitativ hochwertigen Pflege- und Betreuungsprozessen als auch die Orientierung an vorgegebenen Pflegestandards und die Pflegedokumentation.
Seit Herbst 2009 veröffentlicht der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) die Beurteilung verschiedener Pflegeeinrichtungen anhand der erbrachten Leistungen und deren Qualität. Hierbei werden die Einrichtungen im Hinblick auf zahlreiche Kriterien geprüft, dazu gehören sowohl die Pflegedokumentation als auch der Pflegezustand der Patienten. Aus diesen Kriterien ergibt sich am Ende ein Gesamturteil (Pflegenote), an welchem sich Pflegebedürftige und deren Angehörige bei der Auswahl einer passenden Einrichtung orientieren können. Die Heimaufsicht führt ebenfalls Qualitätsprüfungen in stationären Pflegeeinrichtungen durch.
Beim Quartierskonzept handelt es sich um eine spezielle Form vom Wohnen und Leben im Alter. Sie wird von Städten umgesetzt und stützt sich auf drei Grundpfeiler: altersgerechte Wohnräume, Freizeitmöglichkeiten sowie die zusätzliche Betreuung und Versorgung durch Pflegekräfte. Der Vorteil dieses Pflegekonzepts ist es, dass die Senioren eigenständig in einer barrierefreien Wohnung und Umgebung mit Gleichaltrigen leben, die Möglichkeit zur Unterstützung durch Pflegefachkräfte jedoch zusätzlich besteht.
Eine Rehabilitation dient laut §5 SGB XI der Vorbeugung einer Pflegebedürftigkeit. Sie kann infolge eines Unfalls, einer Verletzung, oder auch eines psychischen beziehungsweise seelischen Schadens erfolgen. Bei körperlichen Schäden erfolgt die Rehabilitation meist in Form von Physiotherapie, bei welcher der Patient dazu angeleitet wird, bestimmte Körperteile selbstständig beziehungsweise mit geringer Unterstützung zu bewegen. Die Rehabilitation kann in einfachen Fällen ambulant, aber auch in spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen erfolgen.
Wie bei der Krankenversicherung gibt es auch bei der Rentenversicherung sowohl die gesetzliche als auch die private Variante. Unabhängig von der Art der Versicherung erbringt der Versicherte regelmäßige Beitragszahlungen, welche in der Regel ab einem bestimmten Alter ausgezahlt werden können. Die gesetzliche Rentenversicherung besteht bei jedem Arbeitnehmer. Dieser zahlt monatlich einen kleinen Anteil seines Gehalts in die Rentenkasse ein. Die gesetzliche Rente wird grundsätzlich ab dem 67. Lebensjahr ausgezahlt, sofern keine chronischen gesundheitlichen Einschränkungen auftreten. Die private Rentenversicherung ist vielmehr eine zusätzliche Altersvorsorge. Auch hier zahlt der Versicherte regelmäßig Beiträge ein, um für das Leben im Ruhestand ausreichend finanziell vorzusorgen.
Bei der Seelsorge können sich Patienten, aber auch Familie und Angehörige mit einem Ansprechpartner über Sorgen und Probleme austauschen. Sie kann in Form von Einzel- oder Gruppengesprächen erfolgen, die unterschiedlich gestaltet werden können. Dabei kann es sich um einmalige Gespräche, aber auch um einen fortlaufenden Prozess aus mehreren Sitzungen handeln. Das Ziel der Seelsorge ist es, die Probleme des Hilfesuchenden zu erkennen und diesem bei der Lösungsfindung eine Stütze zu sein.
Seniorenpflegeheime sind stationäre Einrichtungen, die sich mit der Pflege und Betreuung von älteren Menschen beschäftigt, die den Alltag zu Hause allein nicht mehr bewältigen können. Sie bieten Senioren einen Wohnraum, der rund um die Uhr betreut wird und übernehmen zudem die individuelle Pflege. Dieses Pflegekonzept findet Anwendung, wenn die häusliche Pflege durch ambulante Dienste oder Angehörige nicht mehr ausreicht.
Seniorenresidenzen stellen die Luxusklasse der Seniorenheime dar. Es handelt sich um gehobene, komfortable Wohneinrichtungen mit 1- bis 3-Zimmer- Wohnungen. Diese sind selbstverständlich barrierefrei gestaltet. Senioren können hier entweder allein oder auch zusammen mit dem Partner ihren Ruhestand genießen. Die Betreuung durch Pflegepersonal bleibt gegeben, zudem gibt es meist ein großzügiges Angebot an Freizeit- und Gruppenaktivitäten.
Eine Seniorenwohnanlage ist eine Form des betreuten Wohnens und vereint das barrierefreie, selbstständige Wohnen mit der Unterstützung und Betreuung durch Betreuungskräfte. Es handelt sich um seniorengerechte Wohnräume in einer ansprechenden Umgebung, in welcher Senioren ihren Ruhestand in Gesellschaft Gleichaltriger verbringen können. In der Regel sind derartige Wohnanlagen so angesiedelt, dass auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erhalten bleibt und beispielsweise die Innenstadt leicht zu Fuß erreicht werden kann.
Auch mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen möchten viele Menschen nicht auf ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung verzichten. Für derartige Fälle bieten Pflegeketten das sogenannte Servicewohnen an. Hierbei wird für Pflegebedürftige eine Wohnung zur Verfügung gestellt, in welcher sie mit anderen zusammen oder allein leben können und bei Bedarf von Pflegekräften betreut und unterstützt werden. Dies bietet zum einen den Erhalt der Selbstständigkeit und zum anderen das Wissen über die nötige Hilfe und Sicherheit. Zudem gibt es oftmals noch ein Angebot an Freizeit- und Wellnessaktivitäten.
Beim „snoezelen“ handelt es sich um eine Art Entspannungstechnik, welche auch einen positiven Effekt auf die kognitiven Fähigkeiten haben soll. Hierbei liegt der Patient in einem angenehm warmen, ruhigen Raum, welcher von leiser Musik und entspannenden Lichteffekten erfüllt ist: Naturklänge, Wasserrauschen oder leise Klaviermusik sowie Traumbilder fördern die individuelle Entspannung. Diese Art der Anwendung kommt auch bei Demenzpatienten zum Einsatz.
Bedingt durch Erkrankungen (z.B. Allergien und Unverträglichkeiten) oder die persönlichen Ansprüche verträgt beziehungsweise mag nicht jeder Mensch die gleiche Kost. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für Menschen jeden Alters wichtig; gerade mit fortschreitendem Alter sollte neben eventuellen Unverträglichkeiten oder Krankheiten auch darauf geachtet werden, dass das Essen nicht zu fettig oder salzhaltig ist. Sowohl Krankenhäuser, Pflege- und Altenheime sowie Menübringdienste für kranke und ältere Menschen bieten für diese Fälle Sonderkostformen an, die speziell auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.
Können pflegerische Maßnahmen durch ambulante Pflegedienste oder Angehörige nicht in angemessenem Umfang in der häuslichen Umgebung gewährleistet werden, ist eine Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung meist die geeignetere Option. Bei der stationären Pflege kann grundsätzlich zwischen zwei Arten unterschieden werden: die vollstationäre und die teilstationäre Pflege.
Bei der teilstationären Pflege wird der Patient nur für einen begrenzten Zeitraum am Tag in einer Tagespflege-Einrichtung betreut und gepflegt. Die vollstationäre Pflege umfasst hingegen einen vollständigen Wohnraumwechsel für den Patienten. Er bezieht ein Zimmer oder Appartement in einer stationären Pflegeeinrichtung und wird dort rund um die Uhr gemäß seinen Ansprüchen bzw. auf der Grundlage seines Pflegegrades versorgt. Hierbei gibt es verschiedene Formen stationärer Einrichtungen, die auf Basis der individuellen Anforderungen ausgewählt werden können: Vom normalen Seniorenpflegeheim bis hin zu Seniorenresidenzen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
Ein Stiftsarzt ist innerhalb eines Senioren- bzw. Pflegestifts für die medizinische Versorgung der Patienten zuständig. Er ist Ansprechpartner bei akuten oder chronischen Erkrankungen und verordnet nach Bedarf eine entsprechende Medikation oder Therapie. Die freie Arztwahl bleibt aber unangetastet.
Bei der Sturzprophylaxe geht es vor allem darum, potenzielle Sturzgefahren für ältere Menschen schon frühzeitig zu erkennen und diese zu beseitigen. Sowohl äußere Faktoren wie herumliegende Kabel oder Schuhe, schlechte Beleuchtung, herausstehende Fußbodenleisten oder Teppiche auf glattem Untergrund, aber auch die körperliche und gesundheitliche Verfassung des Patienten steigern das Sturzrisiko enorm. Gerade für ältere Menschen kann dies schnell zum Verhängnis werden, da sich im fortschreitenden Alter sowohl die Reaktionsgeschwindigkeit verringert als auch die Reflexe nachlassen. Ein Sturz kann demnach fatale Folgen für die körperliche Gesundheit älterer Menschen haben. Um dies zu erkennen und zu umgehen, sind die verantwortlichen Pflegekräfte gefragt. Zudem können bei eventuell anfallenden Umbaumaßnahmen auch Sachverständige zurate gezogen werden. Auch Hilfsmittel wie Hüftpolster, Gehhilfen oder Haltegriffe in sanitären Einrichtungen können nützlich sein, gefährliche Stürze im Voraus zu verhindern. Die beste Sturzprophylaxe ist aber ein Höchstmaß an Mobilität, die speziell trainiert werden kann.
Bei der Tagespflege handelt es sich um eine Form der teilstationären Versorgung. Die Patienten verbringen den Tag in einer stationären Einrichtung, in welcher sie sowohl betreut und versorgt werden, als auch Zeit für Aktivitäten mit anderen Menschen haben. Diese Form der Pflege dient zur Entlastung der Angehörigen für einen bestimmten Zeitraum. Besonders für Patienten mit Demenz eignet sich dieses Konzept, da sie für einen bestimmten Zeitraum sicher untergebracht und betreut werden.
Bei der Urlaubspflege handelt es sich um eine Form der Pflegevertretung. Ist ein pflegender Angehöriger oder eine andere ehrenamtlich pflegende Person für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen im Jahr verhindert, so werden von der Pflegeversicherung die Kosten für eine Vertretung übernommen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die pflegende Person selbst einmal Urlaub benötigt oder neue Kräfte sammeln muss.
Die Verhinderungspflege ist nach § 39 SGB XI eine Leistung der Pflegeversicherung. Sie wird gewährt, wenn sich Angehörige oder andere ehrenamtliche unbezahlte Privatpersonen der häuslichen Pflege angenommen haben und für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen im Kalenderjahr für die häusliche Pflege durch Krankheit, Urlaub oder aus anderen Gründen verhindert sind. Von der Pflegeversicherung wird für diesen Zeitraum eine Ersatzkraft für die Pflege zu Hause zur Verfügung gestellt. Je nach Pflegegrad kann die Leistung für einen ambulanten Pflegedienst, aber auch für Einrichtungen genutzt werden, welche Tages- beziehungsweise Nachtpflege anbieten. Es muss sich jedoch nicht immer um einen längeren Zeitraum handeln: Durch die Verhinderungspflege kann also eine auf die Bedürfnisse des Patienten angepasste, lückenlose Pflege gewährleistet werden.
Eine vollstationäre Betreuung und Pflege wird notwendig, wenn die häusliche Pflege nicht mehr als ausreichend erachtet wird. Dies wird auf der Basis der verschiedenen Pflegegrade vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) geprüft und durch die Pflegekassen genehmigt. Bei der vollstationären Pflege wird der Pflegebedürftige in einer speziellen Pflegeeinrichtung untergebracht, in welcher er dauerhaft lebt und betreut wird. Abhängig vom Pflegegrad wird die vollstationäre Unterbringung von der Pflegekasse bezuschusst, um den Pflegeaufwand, die soziale Betreuung und die medizinische Versorgung abzudecken. Unterbringung, Verpflegung und eventuelle Sonderleistungen sind darin nicht enthalten und müssen vom Patienten selbst getragen werden.
In der Vorsorgevollmacht wird die Umsetzung des eigenen Willens im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit auf eine zuvor ausgewählte Vertrauensperson übertragen. Im Idealfall sollte eine Vorsorgevollmacht in Verbindung mit einer Patientenverfügung abgeschlossen werden. Diese regelt zusätzlich, welche Eingriffe am Patienten durchgeführt werden dürfen und welche gemäß dem eigenen Willen zu unterlassen sind.
Seit dem 01.10.2009 gibt das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) die Rahmenbedingungen für Heim- bzw. Wohnstiftsverträge vor. Im Gegensatz zum zuvor gültigen Heimgesetz schließt das WBVG alle unterschiedlichen Wohnformen mit ein. Es basiert auf dem Verbraucherschutzgesetz und soll für Transparenz und Übersichtlichkeit bezüglich der Leistungen und Kosten in Heimverträgen Sorge tragen. Die Unternehmen sind verpflichtet, den Verbrauchern im Voraus alle notwendigen Informationen über die Konditionen in Bezug auf die Überlassung des Wohnraums und die Erbringung von Pflegeleistungen sowie die dadurch entstehenden Kosten zu vermitteln.
Wohnstifte sind spezialisierte Einrichtungen für altersgerechtes betreutes Wohnen. Im Vordergrund steht hierbei die Gewährleistung der Selbstständigkeit der Senioren. Sie leben in einem eigenen möblierten Appartement mit Küche und barrierefreiem Badezimmer. In einem Wohnstiftsvertrag werden die Kosten für die Unterbringung sowie die Pflege- und Betreuungsleistungen innerhalb der Einrichtung schriftlich festgehalten. Neben dem Wohnraum und der Betreuung durch Fachkräfte werden den Senioren verschiedene Freizeitprogramme, wie zum Beispiel Gedächtnistraining, Gruppengespräche oder sportliche Betätigungen, angeboten.
Der Wohnstiftsvertrag ist die vertragliche Grundlage für das Leben im Wohnstift. Im Wohnstiftsvertrag beschreibt der Träger einer Wohnanlage alle Angebote, Leistungen und Kosten im Wohnstift.
Die Regelleistungen rund um die Unterkunft, die Gemeinschaftseinrichtungen, die Leistungen der Hauswirtschaft, Küche und Haustechnik sowie die sozial-kulturellen Leistungen werden dabei genau beschrieben und zugehörige Kosten benannt. Selbiges gilt für diejenigen Betreuungs- und Pflegeleistungen, die ggf. zu den Regelleistungen gehören.