Source: https://blog.minijob-zentrale.de/befreiung-von-der-rentenversicherungspflicht-im-minijob-infos-fuer-arbeitgeber-und-minijobber/
Timestamp: 2020-08-06 18:55:07
Document Index: 49697750

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 8', '§ 6', '§ 28', '§ 271', '§ 614']

Befreiung von Rentenversicherungspflicht für Minijobber - Minijob-Zentrale
Posted on 3. Juli 2018 10. Juli 2020
Minijobber sind versicherungspflichtig in der Rentenversicherung und profitieren dadurch vom vollen Leistungspaket der Rentenversicherung. Falls sie darauf verzichten wollen, können sich Minijobber jedoch auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Wir erklären, was Arbeitgeber von Minijobbern in diesem Fall beachten müssen und warum es sich Minijobber gut überlegen sollten, diesen Schritt zu gehen.
Der Minijobber verzichtet mit der Befreiung auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung
Lässt sich der Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien, entfällt sein Eigenanteil von 3,6 Prozent. Dadurch gehen dem Minijobber jedoch Leistungen der Rentenversicherung verloren.
Ein rentenversicherungspflichtiger Minijobber erwirbt vollwertige Pflichtbeitragszeiten, die für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten in der Rentenversicherung berücksichtigt werden. Damit kann der Minijobber von zahlreichen Leistungen der Rentenversicherung profitieren. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass die Rentenversicherung bei Erfüllung der Leistungsvoraussetzungen die Kosten für eine Kur übernimmt oder im Falle von Erwerbminderung bereits vor der gesetzlichen Altersrente mit 67 eine Rente zahlt.
Wichtig: Die Entscheidung zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht sollte gut überlegt sein, denn sie ist für die gesamte Dauer des Minijobs bindend.
Für weitere Informationen zur Rentenversicherungspflicht von Minijobbern lohnt sich auch ein Blick in unsere Broschüre „Mit Minijobs die Rente sichern“.
Was der Arbeitgeber mit dem Befreiungsantrag machen muss
Wenn sich ein Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen will, muss er dies schriftlich bei seinem Arbeitgeber beantragen. Dafür kann der Befreiungsantrag auf unserer Internetseite genutzt werden. Der Arbeitgeber hat den Befreiungsantrag zu seinen Entgeltunterlagen zu nehmen und auf dem Antrag das Eingangsdatum zu notieren.
Weitere Tipps zum Führen der Entgeltunterlagen finden Arbeitgeber übrigens in unserem Blog „Welche Unterlagen muss ein Minijob-Arbeitgeber führen?“.
Arbeitgeber müssen die Befreiung innerhalb von sechs Wochen melden
Die Befreiung gilt in der Regel ab Beginn des Kalendermonats, in dem der Minijobber den schriftlichen Antrag beim Arbeitgeber stellt.
Damit die Befreiung ohne Verzögerung beginnt, muss der Arbeitgeber die Befreiung innerhalb von sechs Wochen – das entspricht 42 Kalendertagen – der Minijob-Zentrale melden. Die Frist beginnt mit dem Eingang des Befreiungsantrags beim Arbeitgeber.
Der Arbeitgeber hat die Minijob-Zentrale über die Befreiung durch die Meldung zur Sozialversicherung (SV-Meldung) mit der Beitragsgruppe „5“ in der Rentenversicherung zu informieren. Der Befreiungsantrag selbst verbleibt bei den Entgeltunterlagen des Arbeitgebers.
Übermittelt der Arbeitgeber die Meldung nicht fristgerecht, wirkt die Befreiung des Minijobbers erst zu Beginn des übernächsten Monats nach Eingang der Meldung bei der Minijob-Zentrale. Hierbei berücksichtigt der Gesetzgeber die einmonatige Widerspruchsfrist der Minijob-Zentrale.
Beispiel für eine verspätete Meldung:
Ein Minijobber nimmt am 1. März 2020 eine Beschäftigung auf und reicht am 31. März 2020 den Befreiungsantrag bei seinem Arbeitgeber ein. Der Arbeitgeber übermittelt die SV-Meldung am 18. Mai 2020 an die Minijob-Zentrale.
Sechswöchige Meldefrist des Arbeitgebers (= 42 Tage): 1. April 2020 bis 12. Mai 2020
Einmonatige Widerspruchsfrist der Minijob-Zentrale: 19. Mai 2020 bis 18. Juni 2020
Lösung: Der Minijobber hat den Befreiungsantrag im März bei seinem Arbeitgeber gestellt, so dass er grundsätzlich ab Beginn dieses Monats hätte befreit werden können. Der Arbeitgeber hat es aber versäumt, die Meldung zur Sozialversicherung fristgerecht an die Minijob-Zentrale zu übermitteln. Damit wirkt die Befreiung erst ab dem 1. Juli 2020. Bis einschließlich Juni 2020 besteht Rentenversicherungspflicht.
Arbeitgeber erhalten keinen Bescheid über die Bewilligung der Befreiung
Nach dem die Meldung zur Sozialversicherung mit dem Beitragsgruppenschlüssel „5“ in der Rentenversicherung (Kennzeichnung, dass dem Arbeitgeber ein Befreiungsantrag des Minijobbers vorliegt) bei der Minijob-Zentrale eingegangen ist, kann die Minijob-Zentrale innerhalb eines Monats der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht widersprechen oder ein Verfahren zur Feststellung der Versicherungspflicht einleiten. Passiert dies nicht, gilt die Befreiung als bewilligt, der Arbeitgeber erhält keinen gesonderten Bescheid.
Der Beitrag zur Rentenversicherung bleibt für den Arbeitgeber unverändert
Der volle Beitragssatz zur Rentenversicherung liegt derzeit bei 18,6 Prozent und wird vom Arbeitgeber und Minijobber gemeinsam getragen. Der Arbeitgeber übernimmt dabei immer einen Beitragsanteil in Höhe von 15 Prozent des Verdienstes. Der Eigenanteil des Minijobbers beläuft sich auf 3,6 Prozent und entfällt im Falle der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht. Die Abgaben können mit unserem Minijob-Rechner ganz einfach und schnell berechnet werden.
72 Kommentare zu “Befreiung von der Rentenversicherungspflicht im Minijob – Infos für Arbeitgeber und Minijobber”
Nicole Wirges sagt:
24. Juli 2020 um 13:14 Uhr
Hallo!Meine Tochter hat ihr Abi gemacht und möchte jetzt ein Jahr überbrücken. Sie hat einen Minijob angenommen und soll aber einen Rentenversicherungsverzicht abgeben.Was hat der Arbeitgeber davon?
27. Juli 2020 um 10:14 Uhr
Hallo Frau Wirges,
die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht erfolgt durch den Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber kann nicht verlangen, dass die Verzichtserklärung abgegeben wird. Weder durch die Rentenversicherungspflicht für den Arbeitnehmer, noch durch die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht entstehen für den Arbeitgeber Nachteile.
der Vorteil, sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen, liegt ja hauptsächlich darin, Beitragszeiten zu sammeln.
Wenn man nun während der Elternzeit einen Minijob ausführt, greift dieser Vorteil aber nicht mehr, weil die Elternzeit ohnehin als Beitragszeit angerechnet wird.
Ist es also sinnvoll, sich bei einem Minijob während der Elternzeit von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen? Oder welche Vorteile hätte man, dies nicht zu tun?
8. Juli 2020 um 13:39 Uhr
für Ihre spätere Rente kann auch ein Minijob während der Elternzeit von Vorteil sein. Ihre Rentenansprüche können dadurch erhöht werden.
Vor- und Nachteile liegen jedoch oft auch im Auge des Betrachters. Welche Auswirkungen eine zusätzliche Zahlung von Rentenbeiträgen im Laufe Ihrer Elternzeit konkret auf Ihr Rentenkonto hat, kann Ihnen Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger sagen.
So lässt sich ein individueller Vor- oder Nachteil für Sie vielleicht leichter abwägen.
Beachten Sie jedoch in diesem Zusammenhang, dass die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht für die Dauer der gesamten Beschäftigung bindend ist und nicht widerrufen werden kann. Sie überträgt sich ebenfalls auf alle weiteren zeitgleich ausgeübten 450-Euro-Minijobs.
29. Juni 2020 um 11:38 Uhr
kurze Frage zur Rentenversicherung im Minijob.
Ich üben meinen Minijob seit 2008 aus und habe mich damals von der RV-Pflicht befreien lassen.
Momentan pausiert mein Minijob wegen Corona und der Arbeitgeber hat mich abgemeldet.
Für den Vertrag habe ich eine Ruhensvereinbarung unterschrieben.
Kann ich, wenn der Vertrag wieder anläuft, RV-Beiträge bezahlen?
Reicht es, wenn ich dem Arbeitgeber dies schriftlich mitteile oder müßte ich den Vertrag erst kündigen und einen neuen Vetrag schließen?
29. Juni 2020 um 13:49 Uhr
Sie üben Ihren Minijob bereits seit 2008 aus. Im Jahr 2013 wurden die Minijobs gesetzlich neu geregelt. Um Ihnen Ihre Frage korrekt beantworten zu können, sind noch weitere Angaben für uns relevant. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir diese aufgrund des Datenschutzes nicht über unseren öffentlichen Blog kommunizieren können. Nutzen Sie für Ihre Anfrage am besten das gesicherte Kontaktformular, das Sie über http://www.minijob-zentrale.de/kontaktformular aufrufen können. So senden Sie uns ganz bequem eine Nachricht und Dateianhänge auf sicherem Weg. Die Daten werden automatisch verschlüsselt.
Gern beraten wir Sie zu Ihrem Sachverhalt auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.
30. März 2020 um 17:34 Uhr
wenn ich einen zweiten Minijob beginne und mich von dem ersten Minijob für die Rentenversicherung habe befreien lassen, ist es dann möglich in dem zweiten Minijob dennoch die Beiträge zur Rentenversicherung zu zahlen? Also mich beim zweiten Minijob nicht befreien zu lassen?
nein, das ist nicht möglich. Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht erstreckt sich auf alle parallel ausgeübten 450-Euro-Minijobs. Das gilt auch dann, wenn der zweite Minijob später aufgenommen wurde.
Erst wenn alle Minijobs, für welche die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gilt, beendet wurden, können Sie sich bei einem neu aufgenommenen 450-Euro-Minijob für die Rentenversicherungspflicht entscheiden.
Pingback: Sind Anträge auch ohne Unterschrift des Minijobbers gültig? (Nachgefragt #37) | Die Minijob-Zentrale
Rainer M. Meißner sagt:
14. Februar 2020 um 18:54 Uhr
Ich habe mich als Rentner von Rentenbeitragszahlungen befreien lassen, wobei mein AG ca. 50,00 € monatlich zahlt ohne das es eine Gegenleistung gibt.
Kann dies abgeändert werden?
17. Februar 2020 um 14:05 Uhr
Hallo Herr Meißner,
für Arbeitgeber die einen 450-Euro-Minijobber im gewerblichen Bereich beschäftigen fallen Pauschalbeiträge in Höhe von momentan 31,15 % an. Unabhängig davon, ob Sie sich als Arbeitnehmer von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen oder nicht.
Eine Auflistung der Beiträge finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/Abgaben-450-Euro-Minijob-gewerblich
Durch die Abführung der Beiträge, haben Sie als Arbeitnehmer unter anderem Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Der Pauschalbeitrag (Arbeitgeber-Anteil) zur Rentenversicherung begründet keinen vollen Anspruch in der Rentenversicherung. Allerdings bleibt der Pauschalbeitrag in Ihrem Rentenkonto nicht in jedem Fall unberücksichtigt.
Für eine individuelle Beratung, ob und inwiefern sich der Pauschalbeitrag auf Ihr Rentenkonto auswirkt, wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger.
Ich habe seit zwei Jahren eine geringfügige Beschäftigung bei der ich von der Rentenversicherung befreit bin. Nun habe ich eine weitere geringfügige Beschäftigung aufgenommen und liege damit bei einem Einkommen von mehr als 450 Euro. Bei meiner zweiten geringfügigen Beschäftigung wurden mir nun Rentenversicherungsbeiträge abgezogen, obwohl das ja eigentlich durch meine Befreiung in meiner ersten geringfügigen Beschäftigung nicht geht. Mir wurde dann gesagt, dass die Löhne der beiden Minijobs zusammengerechnet werden und ich nicht über die 450 Euro kommen darf. So habe ich das im Gesetz und die Informationen auf ihrer Website allerdings nicht verstanden. Können Sie mich aufklären, wer jetzt Recht hat und wie ich das im Zweifelsfall bei meinem Arbeitgeber belegen kann?
14. November 2019 um 08:48 Uhr
gehen Sie keiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nach, dürfen Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Liegt Ihr Verdienst aus beiden Beschäftigungen in Summe über 450 Euro, sind beide Beschäftigungen sozialversicherungs- und steuerpflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden. Sie finden diese Regelung in den Geringfügigkeits-Richtlinien unter dem Punkt 2.2.2.1: https://t1p.de/MJZE-Geringfuegigkeits-RL
Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Können mehrere Minijobs gleichzeitig ausgeübt werden?“ : https://t1p.de/Blogbeitrag-gleichzeitig-mehrere-Minijobs
9. Oktober 2019 um 09:21 Uhr
Guten Morgen, wie kann ich einen Rentner, der bei mir monatlich 40€ bekommt für Rasen mähen, Hecke schneiden und kleinere Reparaturarbeiten durchführt anmelden bzw absichern?
9. Oktober 2019 um 15:40 Uhr
das ist davon abhängig, ob die Beschäftigung für Ihren Privathaushalt oder beispielsweise für ein vermietetes, verpachtetes oder gewerblich genutztes Objekt geplant ist.
Gern beraten wir Sie hierzu auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.
Gudrun Schmitt sagt:
22. Juni 2019 um 12:46 Uhr
meine Tochter studiert und hat einen Minijob . Wider Erwarten verdient sie aber im ersten Monat nur 40,60 Euro und im laufenden Monat noch gar nichts.
Sie hat sich nicht von der Rentenversicherung befreien lassen und im ersten Monat nur 14 Euro ausbezahlt bekommen wegen des Mindestbeitrages von 32,55 Euro.
Da sie nicht wusste dass an ihr der Mindestbeitrag hängen bleibt hat sie auch nicht der Versicherungspflicht widersprochen.
Wie kann sie in die Befreiung kommen ? Gibt es nur die Möglichkeit, das Beschäftigungsverhältnis zu kündigen ?
24. Juni 2019 um 11:17 Uhr
Ihre Tochter kann auch in einer laufenden Beschäftigung jederzeit die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragen. Die Befreiung beantragt Ihre Tochter schriftlich bei ihrem Arbeitgeber. Ausführliche Informationen sowie einen Befreiungsantrag finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Befreiung-von-der-Rentenversicherungspflicht
Katja Kersten sagt:
ich habe eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung und möchte zusätzlich einen Minijob beginnen und eine Befreiung der Rentenversicherungspflicht beantragen.
Nachteil der Befreiung: ich erhalte dadurch etwas weniger Rente später, das habe ich verstanden. Wie ist es allerdings mit der Wartezeit/Mindestversicherungszeit? Entstünden mir da Nachteile? denn ich erwerbe ja bereits Pflichtbeitragszeiten durch meinen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Oder wird das dann doppelt gezählt?
Hallo Frau Kersten,
Ihre Frage kann pauschal nicht beantwortet werden, da Ihre Teilzeitbeschäftigung bei der Rentenberechnung auch entsprechend berücksichtigt werden muss.
Wir empfehlen Ihnen daher ein individuelles Beratungsgespräch bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger.
Jo. Rück sagt:
24. April 2019 um 00:45 Uhr
hat man sich als Minijober von der Versicherungspflicht befreien lassen ist eine Rückkehr nur durch Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses möglich! Dieses Vorgehen der Rentenversicherung ist gegen die Arbeitnehmer und späteren Rentner gerichtet, es wird mit allen Mitteln versucht den Minijober die Vorzüge der Beitragszahlung nicht mehr angedeihen zu lassen. Ergo hat die gesetzliche Rentenversicherung nicht das Wohl der
Rentner im Blick, sondern versucht eine einmal durch Unwissenheit falsche Entscheidung der Befreiung der Beitragspflichtig nicht zu korrigieren.
Man kann nur unter der Gefahr seinen Job zu verlieren (Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses) die Beitragspflichtig zurück erlangen. Was ist das für eine Gesetzgebung!
Bin entsetzt sagt:
26. Oktober 2019 um 11:54 Uhr
Traurig, dass der Rentenversicherung nur daran gelegen ist, die Arbeitgeberleistungen zu kassieren, ohne dafür Gegenleistungen erbringen zu müssen. Eine wirklich schlimme Gesetzgebung – vorbei am Wohl der Menschen.
28. Oktober 2019 um 13:09 Uhr
werden die pauschalen Arbeitgeberbeiträge für die Rentenversicherung entrichtet, erhält der Minijobber anteilige Beitragsmonate für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten und
auch das erzielte Arbeitsentgelt wird bei der Berechnung der Rente anteilig berücksichtigt.
Auf den von der Minijob-Zentrale zur Verfügung gestellten Vordruck Antrag auf Befreiung zur Rentenversicherungspflicht, empfehlen wir ausdrücklich eine individuelle Beratung bezüglich der rentenrechtlichen Auswirkungen der Befreiung bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.
bei einer Lohnprüfung moniert der SV-Prüfer heute, dass wir den Antrag auf Befreiung lediglich als ankreuzbaren Passus in unserem Standard-Fragebogen zur Abfrage aller abrechnungsrelevanten Stammdaten aufgenommen haben. Hier heißt es audrücklich: „Ja, ich beantrage hiermit die Befreiung von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung“, darunter stehen zusätzlich noch einige Sätze zur Erklärung dieses Satzes. Natürlich gibt es auch die Alternative der ebenfalls ankreuzbaren RV-Pflicht: „Nein, ich verzichte nicht…“ mit einer ebensolchen Erklärung und ein angehängtes Merkblatt über die Folgen. Der Fragebogen wird vom Arbeitnehmer unterschrieben und von uns mit Eingangsstempel versehen (aber in der Regel vom Arbeitgeber nicht unterschrieben). Der SV-Prüfer meint, es müsse zusätzlich das von Ihnen hier auf der Homepage zur Verfügung gestellte Formular zur Beantragung der Befreiung verwendet werden.
Mir wäre bisher nicht bewusst gewesen, dass es hier eine direkte Formvorschrift gibt, die ein spezielles Formular vorschreibt. Auf Ihrer Homepage habe ich den von Ihnen aufgesetzten Antrag als „kann“ verstanden.
Irre ich mich? Wenn ja: Könnten Sie mir bitte eine Fundstelle nennen, aus der sich die Pflicht zur Nutzung dieses speziellen Formblatts ergibt?
Bianka Knapp
19. Februar 2019 um 12:57 Uhr
Guten Tag Frau Knapp,
die Formerfordernis des Antrags auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ist in § 6 Absatz 1b Satz 2 Sozialgesetzbuch – Viertes Buch – (SGB IV) geregelt. Demnach ist dem Arbeitgeber der Befreiungsantrag schriftlich zu übergeben. Weiter hat der Arbeitgeber nach § 8 Absatz 2 Nummer 4a Beitragsverfahrensverordnung (BVV) den Tag des Eingangs des Befreiungsantrages auf dem Befreiungsantrag zu dokumentieren und diesen zu den Entgeltunterlagen des Arbeitnehmers zu nehmen. In begründeten Ausnahmefällen kann auch auf die Dokumentation des Antragseingangs auf dem Antragsformular abgesehen werden, wenn der Tag des Eingangs des Befreiungsantrags beim Arbeitgeber aus den Entgeltunterlagen anderweitig zweifelsfrei hervorgeht. Weitergehende Formerfordernisse hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen. Insofern empfehlen wir auch das Ihnen bekannte, von der Minijob-Zentrale in Abstimmung mit der Deutschen Rentenversicherung Bund entwickelte, Antragsformular.
Fehlt eine der oben genannte Formerfordernisse, entfaltet der Befreiungsantrag nach § 6 Absatz 4 Satz 2 Sozialgesetzbuch – Sechstes Buch – (SGB VI) keine Wirksamkeit. Es liegt dann weiterhin Rentenversicherungspflicht ab Aufnahme der Beschäftigung vor.
Wolfgang Schröder sagt:
welche Renten- und Kranheitskostenansprüche erwerben die Minijob-Arbeitnehmer eigentlich aus den Pauschalbeiträgen KV und RV des Arbeitgebers?
28. Januar 2019 um 12:20 Uhr
als Minijobber zahlen Sie für die Krankenversicherung keine eigenen Beiträge. Daher entsteht durch den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers kein eigenes Krankenversicherungsverhältnis und somit z.B. auch kein Anspruch auf Krankengeld.
In der Rentenversicherung ist das anders. Hier unterliegen Sie als Minijobber dem Grunde nach der Versicherungspflicht und zahlen – wenn Sie keinen Befreiungsantrag gestellt haben – einen Eigenanteil zusätzlich zum gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitgeberpauschalbeitrag. Aber auch allein durch die pauschalen Abgaben des Arbeitgebers erwerben Sie sich, wenn Sie sich also von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, geminderte rentenrechtliche Anwartschaftszeiten.
Für die Rentenversicherungspflicht bzw. die Zahlung eigener Rentenbeiträge im Minijob sprechen viele Vorteile:
– Ihr Arbeitsentgelt wird in voller Höhe bei der Rentenberechnung berücksichtigt.
– Beitragsmonate werden in vollem Umfang auf die Wartezeit angerechnet.
– Ein Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung wird gesichert.
– Ein Früherer Rentenbeginn ist möglich.
– Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation werden erworben.
– Anspruch auf Übergangsgeld bei Reha-Maßnahmen nach Lohnfortzahlung besteht.
– Die Zugangsvoraussetzung für die staatliche Riester-Förderung wird erfüllt.
– Es besteht ein Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung.
– Seit 2017 kann sich auch bei Bezug einer Vollrente wegen Alters, der Minijob rentensteigernd auswirken.
28. Januar 2019 um 13:46 Uhr
vielen Dank. Wenn aus den (zugegebenermaßen geringeren als den üblichen) KV- und RV-Pauschalen überhaupt kein Anspruch für die Minijob-Arbeitnehmer erwächst, was wird dann durch diese Pauschalen finanziert?
Hallo Herr Schöder,
die eingezogenen Beiträge und Abgaben leiten wir als Minijob-Zentrale an die Träger der Gesetzlichen Rentenversicherung, den Gesundheitsfonds und das Bundeszentralamt für Steuern weiter. Für diese Dienstleistung erhält die Minijob-Zentrale wiederum von den Sozialversicherungsträgern eine Vergütung und vom Bundesministerium der Finanzen einen jährlichen Zuschuss. Die Bestimmungen hierfür sind geregelt in § 28 I Sozialgesetzbuch Viertes Buch.
Das Bundeszentralamt für Steuern erhält die vereinnahmten Pauschsteuern. Aus der Gesamtsumme der Pauschsteuer entfallen grundsätzlich 90 Prozent auf die Einkommensteuer, sowie jeweils 5 Prozent auf den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Anhand der übermittelten Entgeltmeldungen errechnet die Minijob-Zentrale den Verteilungsschlüssel des Einkommensteueranteils auf die einzelnen Bundesländer. Grundlage hierfür ist der gemeldete Wohnort der Minijobber.
nochmals vielen Dank für Ihre ausführliche Auskunft. Die Verwendung der Pauschalen UV, U1, U2 und PSt ist/war mir bekannt. Umso mehr begrüße ich die Ehre, mich an der Finanzierung der Kosten für die Migrationswelle nicht nur aus den von mir entrichteten Steuern (ESt, USt, KapSt, Verbrauchsteuern, Grundsteuer und der o.a. LSt-Pauschale) beteiligen, sondern auch via Gesundheitsfonds und Entnahme aus dessen Liquiditätsreserve gem. § 271 Abs. 2 Satz 4 SGB V(Fassung 2017 nach PsychVVG) i.H.v. 1,5 Mrd. € beteiligt haben zu dürfen.
Kann ich mir nach der Befreiung der rentenversicherung noch Beiträge von vorherigen Monaten zurückzahlen lassen ?
wir gehen davon aus, dass hier Ihr Arbeitnehmer-Eigenanteil am Rentenversicherungspflicht-Beitrag im Minijob gemeint ist.
Wurden diese Beiträge dem Grunde nach zurecht entrichtet, ist eine Erstattung durch die Minijob-Zentrale nicht möglich.
Ob eine eventuelle Erstattung von Seiten Ihres Rentenversicherungsträgers in Frage kommt, können Sie bei dem für Sie zuständigen Träger prüfen lassen.
Karin Huber sagt:
30. Oktober 2018 um 13:09 Uhr
ich habe seit einigen Monaten einen Minijo und verdiene dort im Moment 300 Euro/Monat. Ich führe dafür auch als Arbeitnehmerin Sozialversicherungsbeiträge ab. Außerdem bin ich noch in meiner Haupttätigkeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt bzw. angestellt.
Meine Frage ist nun: Wie wird sich der Minijob auf meine Rente auswirken? Konkret gefragt: Mit wieviel Euro mehr Rente kann ich rechnen pro Jahr Minijob mit etwa 300 Euro Verdienst pro Monat?
In einer Zeitschrift zum Thema Rente las ich kürzlich, dass ein Minijob mit 450 Euro Verdienst/Monat die Rente mit jedem Jahr monatlich um 2,50 Euro erhöht. Ist das korrekt?
Vielen Dank für Ihre Antwort und beste Grüße
31. Oktober 2018 um 09:24 Uhr
Guten Tag Frau Huber,
bitte wenden Sie sich an Ihre zuständige Auskunfts-und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Diese berät Sie zu den individuellen Auswirkungen der Beiträge aus dem Minijob auf Ihre Rente.
Hans PS sagt:
27. September 2018 um 14:41 Uhr
1. ist es für eine Schülerin ( 18Jahre ) sinnvoll im Minijob Rentenbeiträge zu bezahlen da doch die Zeiten bis zum Ausbildungsende als „Anrechnungszeiten“ sowieso belegt sind.
2. Wenn besagte Schülerin die Befreiung von der RVPflicht beantragt hat, den Minijob beendet und im nächsten Monat einen neuen Minijob antritt muss dann im neuen Minijob erneut die Befreiung beantragt werden?
1. Oktober 2018 um 10:08 Uhr
Die Frage, ob es sich für einen Minijobber lohnt eigene Rentenbeiträge zu zahlen kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern sollte von Fall zu Fall individuell geklärt werden. Damit Arbeitnehmern im Minijob keine Nachteile entstehen, empfehlen wir bei Fragen die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Dort erfolgt eine ganz individuell Beratung.
Wir möchten Ihnen die Vorteile der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung für den Arbeitnehmer kurz darstellen:
– Arbeitsentgelt wird in voller Höhe bei der Rentenberechnung berücksichtigt.
– Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung wird gesichert.
– Früherer Rentenbeginn ist möglich.
– Anspruch auf Übergangsgeld bei Reha-Maßnahmen nach Lohnfortzahlung.
– Zugangsvoraussetzung für die staatliche Riester-Förderung wird erfüllt.
– Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung
Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gilt für die gesamte Dauer des 450-Euro-Minijobs und kann nicht widerrufen werden. Der Befreiungsantrag verliert erst seine Wirkung, wenn die Beschäftigung beendet wird. Nimmt der Arbeitnehmer danach erneut einen Minijob bei einem anderen Arbeitgeber auf, muss erneut einen Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gestellt werden, wenn dieses vom Arbeitnehmer gewünscht ist. Dies gilt auch dann, wenn sich die neue Beschäftigung nahtlos an die bisherige Beschäftigung anschließt.
Folgt hingegen eine erneute geringfügig entlohnte Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber, ist davon auszugehen, dass es sich immer noch um dieselbe Beschäftigung handelt, wenn zwischen dem Ende der ersten Beschäftigung und dem Beginn der neuen Beschäftigung ein Zeitraum von nicht mehr als zwei Monaten liegt. Der Befreiungsantrag bleibt daher wirksam, wenn der Unterbrechungszeitraum beim gleichen Arbeitgeber weniger als zwei Monate beträgt.
Hallo, bitte konkretisieren Sie Ihre Angabe. Wenn eine Unterbrechung vorliegt (z. B. Meldegrund 34) dann gilt das Beschäftigungsverhältnis eben nicht als beendet und die Befreiung gilt weiter auch wenn die Unterbrechung länger als zwei Monate andauert. Erst bei einer Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses (Meldegrund 30) länger als zwei Monate ist der Antrag nicht mehr bindend. Bitte bestätigen Sie das so.
8. Oktober 2019 um 16:02 Uhr
das ist korrekt, vielen Dank für Ihren Hinweis. Bei unserer Antwort wird von einem Beschäftigungsende ausgegangen (Meldegrund 30).
Dieser Sachverhalt gilt nicht, wenn die Beschäftigung nur deshalb abgemeldet wird, weil das Arbeitsverhältnis länger als einen Monat ohne Anspruch auf einen Verdienst fortbesteht (z. B. im Fall einer längeren Erkrankung des Mitarbeiters). In diesen Fällen behält die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht auch dann ihre Wirksamkeit, wenn die Beschäftigung erst nach einer mehr als zwei Monate umfassenden Unterbrechung ohne Entgeltzahlung wieder aufgenommen wird.
Heike Niederhausen sagt:
23. September 2018 um 19:18 Uhr
Ich habe seit 10/2017 einen Minijob, beim Arbeitgeber habe ich keinen Antrag auf Freistellung der Rentenbeiträge gestellt. Wurde aber versehentlich mit Befreiung angemeldet, wobei ich das Haushaltsscheckformular nicht unterzeichnet habe. Bei einer Kontenklärung der RV im 9/2018 wurde mir die falsche Anmeldung mitgeteilt. Kann ich bzw der Arbeitgeber eine rückwirkende Änderung auf Beitragszahlung stellen?
24. September 2018 um 13:35 Uhr
Hallo Frau Niederhausen,
um den genauen Sachverhalt prüfen zu können, bitten wir Sie Ihre Anfrage über unsere Kontaktformular zu stellen.
https://www.minijob-zentrale.de/DE/00_home/node.html
Auf unserer Internetseite über Kontakt können Sie uns Ihrer Rentenversicherungsnummer oder optional Ihren Namen mit Geburtsdatum nennen.
So haben wir die Möglichkeit Ihren Einzelfall zu eruieren.
Steven Moosakhani sagt:
14. September 2018 um 15:35 Uhr
Hallo, ich habe mich von der Beitragspflichtig befreien lassen aber möchte jetzt doch für die Rente einzahlen. Ist das möglich?
Hallo Herr Moosakhani,
die Entscheidung zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ist für die gesamte Dauer des Minijobs bindend. Erst nach einer Unterbrechung der Beschäftigung von länger als 2 Monaten, können Sie bezüglich der Rentenversicherungspflicht beim gleichen Arbeitgeber neu wählen.
7. Oktober 2019 um 11:23 Uhr
8. Oktober 2019 um 15:59 Uhr
Ich arbeite als Halbtagskraft und zahle in die Rentenkasse ein nun möchte ich noch einen Minijob auf 450 EUR Basis machen da kann ich mich doch dort von dem Rentenbeitrag für den Minijob befreien lassen richtig.?
wir gehen davon aus, dass es sich bei der Arbeit als Halbtagkraft um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt.
Grundsätzlich besteht für Sie natürlich die Möglichkeit, sich im Minijob von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Beachten Sie aber hierbei bitte, dass der Verzicht dann für die Dauer der Beschäftigung gilt und nicht rückgängig gemacht werden kann. Damit Ihnen keine Nachteile entstehen, empfehlen wir Ihnen sich an Ihre Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Dort werden Sie ganz individuell beraten.
Claudia Hipp sagt:
19. Juli 2018 um 15:36 Uhr
Im DEZEMBER werde ich 65 Jahre und erhalte ab 01.08.19 Rente .
Im Moment arbeite ich auf Minijob Basis und zahle Rentrnbeitäge. Nun möchte mich mit Rentenbeginn die Beiträge zur Rentenversicherung nicht mehr entrichten.
Wann muss ich was beantragen.
Danke sehr für Ihre Information
20. Juli 2018 um 07:08 Uhr
Guten Tag Frau Hipp,
sobald Sie Regelaltersrente beziehen, endet Ihre Beitragszahlung im Minijob.
Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über den bevorstehenden Eintritt in die Regelaltersrente. Er nimmt dann die notwendigen Meldungen vor und zieht Ihnen ab diesem Zeitpunkt keine Rentenbeiträge mehr ab.
Simone Lindenberg sagt:
ich werde ab 1.9. einen neuen Minijob im öffentlichen Dienst übernehmen. Es handelt sich um eine Bildungseinrichtung im kulturellen Bereich. Die Bezahlung wird entsprechend der Einsatzzeiten geleistet und wird eher unter den 450 Euro bleiben. Nun gibt es während der Sommerferien so gut wie keine Angebote, sodaß ich in dieser Zeit vermutlich nicht die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage von 175 Euro erreichen werde. Eine weitere Tätigkeit übe ich nicht aus.
Was kann ich da tun bzw was der Arbeitgeber, damit meine RVbeiträge weiter gezahlt werden?
die vollen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden auch in den Monaten gezahlt, in denen Sie weniger als 175 Euro verdienen. Allerdings erfolgt die Berechnung Ihrer Rentenversicherungsbeiträge in diesen Monaten nicht von Ihrem tatsächlichen Verdienst, sondern von 175 Euro.
Das bedeutet, Sie zahlen die Differenz zwischen dem mindestens zu zahlenden Betrag von 32,73 Euro (2018: 18,6 Prozent von 175 Euro) und dem Beitrag des Arbeitgebers (15 Prozent von Ihrem tatsächlichen Verdienst).
Lediglich für Kalendermonate, in denen Sie kein tatsächliches Arbeitsentgelt erzielen, ist auch kein (Mindest)Beitrag zur Rentenversicherung zu zahlen.
Harald Maier sagt:
13. Juli 2018 um 07:38 Uhr
Meine Frau bekommt Erwerbsminderungsrente und hat noch einen Minijob mit 400€ bei dem sie den Rentenbeitrag weiter entrichtet.
Frage: Erhöht sich ihre Erwerbsminderungsrente durch diese Beitragszahlungen?
13. Juli 2018 um 10:13 Uhr
mit den Beiträgen zur Rentenversicherung erwirbt Ihre Frau die volle Anrechnung ihrer Beschäftigungszeiten in Form von Wartezeiten.
Der Verdienst aus dem Minijob wird voll auf ihre Rente angerechnet und erhöht sich auch somit.
Eine individuelle Beratung dazu, erhält Ihre Frau bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung.
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/01_kontakt/01_telefonischer_kontakt_node.html
H. mier sagt:
24. Juli 2018 um 15:11 Uhr
nun ist die neuste Erwerbsminderungsrenten Erhöhung gekommen. Es wurde aber nur die normale Rentenerhöhung gezahlt, die 1 1/2 Jahre in denen Sie weiter Beiträge entrichtet hatte wurde nicht berücksichtigt.
25. Juli 2018 um 08:09 Uhr
wie in unserer Antwort vom 13. Juli 2018 beschrieben, erfolgt eine Anrechnung der Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung auf die Wartezeit.
Ob und wie sich im Einzelfall die Rente erhöht ist individuell bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html) zu klären. Diese informieren umfassend über Auswirkungen der Rentenversicherungspflicht unter Berücksichtigung aller persönlichen Umstände.
Wir empfehlen Ihnen zur Klärung der Frage, eine individuelle Beratung beim zuständigen Rentenversicherungsträger in Anspruch zu nehmen.
Link: Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung
(https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/01_kontakt/01_telefonischer_kontakt_node.html)
Tel.: (08 00) 10 00 48 00
Elke Merz sagt:
12. Juli 2018 um 14:55 Uhr
ich vermisse immer wieder die Info von der Knappschaft, dass der Rentenbeitrag von mindestens 175 € berechnet wird, der AG den festen Prozentsatz von 15 % bezahlt und den Rest der Arbeitnehmer aufzahlen muss, dass heißt:
Wenn der AG nur 50 € im Monat verdient, zahlt der AG 15 % von 50 € = 7,50 €.
Der Mindestbetrag beträgt 18,6 % von 175 €, also 32,55 €, der Arbeitnehmer zahlt
den Differenzbetrag von 32,55 € zu 7,50 €, also insgesamt 25,05 €. Der Arbeitnehmeranteil von 3,6 % bezahlt der Arbeitnehmer nur, wenn er mehr als 175 € im Monat verdient.
13. Juli 2018 um 09:44 Uhr
ja Ihre Ausführungen sind richtig, wir ergänzen das noch wie folgt:
Die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage von 175 Euro gilt nicht, wenn neben dem Minijob noch eine rentenversicherungspflichtige Haupt(Beschäftigung) ausgeübt wird oder die betroffene Person anderweitig bereits rentenversicherungspflichtig ist, wie beispielsweise Auszubildende, Pflegepersonen, gewisse selbständig Tätige, Bezieher von Kranken- oder Übergangsgeld, Arbeitslosengeld I sowie Personen während der Anrechnung von Kindererziehungszeiten.
Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer Internetseite.
https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/05_rentenversicherungspflicht/04_mindestbeitrag/node.html
10. Juli 2018 um 20:15 Uhr
Ich habe mich vor Jahren von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, nun habe ich mich eines besseren belehren lassen und möchte die Rentenbeiträge einzahlen ohne den Arbeitgeber zu wechseln! Auf den Seiten der Minijobzentrale habe ich folgendes gefunden:
Fragen und Antworten Katalog zum 450,-€ Gesetz
Endet die Wirkung der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht
durch den Wechsel in eine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber?
Ja. Sobald der Wechsel von einer geringfügig entlohnten in eine mehr als
geringfügige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben
Arbeitgeber erfolgt, verliert die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ihre Wirkung und muss bei einem (erneuten) Wechsel in eine geringfügig entlohnte Beschäftigung im Anschluss an die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber erneut vom Arbeitnehmer beantragt werden.
Also wenn ich dann für einige Zeit (2-3 Monate) in eine Teilzeitbeschäftigung wechsle die über 851,- Euro liegt, kann ich danach wieder in den Minijob zurück und weiter die Rentenbeiträge zahlen!
Man sagte mir in der Minijobzentrale das ich dafür neue Verträge bräuchte.
Ich möchte nicht kündigen.
Reichen 2 Änderungsverträge zum gültigen Arbeitsvertrag, in denen die Arbeitsstunden einmal erhöht und dann wieder gesenkt werden?
11. Juli 2018 um 12:49 Uhr
Ja, es ist korrekt, dass die Statusänderung ausreicht, also unterschiedliche neue Verträge geschlossen werden.
Zum Beispiel der Wechsel von einer geringfügigen in eine mehr als geringfügige Tätigkeit bei demselben Arbeitgeber.
12. Juli 2018 um 10:59 Uhr
Meines Erachtens reicht es aus, wenn die Teilzeitbeschäftigung über 450,00 € liegt, denn dann ist sie nicht mehr geringfügig. Eine Beschäftigung über 850 € ist nicht erforderlich.
12. Juli 2018 um 11:43 Uhr
Wichtig ist, dass der Verdienst aus der Beschäftigung mehr als 450 Euro im Monat beträgt.
9. Juli 2018 um 08:16 Uhr
Ich habe zwei Minijobs gleichzeitig und habe ärgerlicherweise bei beiden Arbeitgebern die Befreiung beantragt.
Das ist wohl ein großes Problem, weshalb ich jetzt keinen Lohn ausbezahlt bekommen kann.
Was kann ich jetzt tun? Wie muss ich weiter vorgehen?
9. Juli 2018 um 13:17 Uhr
grundsätzlich kann der von Ihnen geschilderte Sachverhalt in der Praxis kein Problem darstellen. Beantragen Sie als Minijobberin mit mehreren 450-Euro-Minijobs für einen davon die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht, gilt diese Befreiung für alle 450-Euro-Minijobs gleichzeitig und endet erst, wenn kein Minijob mehr besteht. Besonderheiten können sich allerdings ergeben, wenn Sie beispielsweise zusätzlich noch einer versicherungspflichtigen Haupt(Beschäftigung) nachgehen oder zusammengerechnet mit beiden Minjobs monatlich mehr als 450 Euro verdienen.
Jedoch hat die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht mit der Auszahlung des Lohnes nichts zu tun.
Wir stellen Ihnen hier noch einen kurzen Überblick zur Fälligkeit der Arbeitsvergütung zur Verfügung.
In der Praxis hat jedoch der § 614 BGB eine geringe Bedeutung, da es zahlreiche Sonderregelungen gibt. In Arbeits-und Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen finden sich daher meist andere Regelungen zur Fälligkeit. Üblich sind heute Vereinbarungen über monatliche Zahlungen mit schriftlicher Abrechnung und Zahlungen zum Monatsende beziehungsweise bis zum 15. Kalendertag des folgenden Monats in bargeldloser Form. Erfolgt die Vergütung über den 15. des Folgemonats hinaus oder mitunter garnicht, empfehlen wir Ihnen zum Thema Arbeitsrecht das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
Sibylle Kamm sagt:
8. Juli 2018 um 14:28 Uhr
Was hat es für einen Vorteil für den Arbeitgeber, den Arbeitnehmer dazu zu drängen,
sich von der Rentenversicherung befreien zu lassen, wenn Sein Beitragssatz gleichbleibt???
Sibylle Kamm
es gibt keinen finanziellen Vorteil für den Arbeitgeber. Wird die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragt, zahlt der Arbeitgeber weiterhin den Pauschalbeitrag von 15 Prozent zur Rentenversicherung – nur der Eigenanteil des Minijobbers fällt weg.
Berger, Kerstin sagt:
5. Juli 2018 um 14:51 Uhr
Muss der Antrag auf Befreiung von der RV-Pflicht für einen Minijobber immer neu gestellt werden, wenn dieser Arbeitnehmer mehrfach im Jahr für Zeiträume eingestellt wird?
6. Juli 2018 um 11:54 Uhr
wenn zwischen dem Ende der Beschäftigung und dem Beginn der neuen Beschäftigung ein Zeitraum von nicht mehr als zwei Monaten liegt, verliert die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht nicht Ihre Wirkung und muss somit auch nicht erneut schriftlich beantragt werden. Bei einem Zeitraum von mehr als zwei Monaten ist ein neuer Befreiungsantrag nötig.
21. Juli 2018 um 17:10 Uhr
Meine Haushaltshilfe hatte bei der Anmeldung die Befreiung von der RV-Pflicht beantragt. Sie möchte künftig rentenversicherungspflichtig werden. Ist das möglich?
23. Juli 2018 um 12:22 Uhr
die Entscheidung zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht Ihrer Haushaltshilfe ist für die gesamte Dauer des Minijobs bindend.
Endet der Minijob bei Ihnen, weil Sie Ihrer Haushaltshilfe mehr als 450 Euro zahlen, endet auch die Befreiung.
Das gleich gilt, wenn das Beschäftigungsverhältnis komplett endet und sie nicht vor Ablauf von zwei Monaten erneut einen Minijob bei Ihnen aufnimmt.
Gudrun Krekeler-Behage sagt:
ich habe hierzu noch folgende Rückfrage: Es ist immer zu lesen, dass die Befreiung bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses erlischt. Wenn aber nun ein Wechsel der SV-Pflicht (z.B. für einen Monat voll sozialversicherungspflichtig wegen einer Mehrfachbeschäftigung, die zusammengerechnet werden muss) vorliegt, erlischt die Befreiung dann auch, obwohl das Beschäftigungsverhältnis selbst gar nicht unterbrochen wird?
Oder ist tatsächlich eine reale Unterbrechung von zwei Monaten erforderlich um die Befreiung aufzuheben?
Gudrun Krekeler-Behage
26. Februar 2019 um 14:28 Uhr
Guten Tag Frau Krekeler-Behage,
sobald der Wechsel von einer geringfügig entlohnten in eine mehr als geringfügige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber erfolgt, verliert die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ihre Wirkung.
Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht müssen Sie daher – wenn gewünscht – nach Beendigung des zweiten Minijobs erneut bei Ihrem alten Minijob-Arbeitgeber beantragen.
Inge Mehler sagt:
3. Juli 2018 um 19:30 Uhr
Ich bin bereits in Rente und fange einen neuen Minijob an. Ist es da sinnvoll die Abzüge für eine Rentenversicherung in Kauf zu nehmen?
Inge Mehler
Guten Tag Frau Mehler,
ob es für Sie sinnvoll ist, können wir nicht beantworten. Lassen Sie sich dazu bei Ihrem Rentenversicherungsträger individuell beraten.
Peter Skudlawski sagt:
21. Juli 2020 um 14:22 Uhr
Hallo Frau Mehler,
sofern sie eine Hinterbliebenen-Rente beziehen sollten sie sich den Newsletter der Minijob-Zentrale 1/2020 – 06.02.2020 unter dem Punkt – Hinterbliebenenrente neben Altersvollrente: Wie Minijobber profitieren!- durchlesen. Die Minijob-Zentrale kann da sicher weiterhelfen!