Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202001,%20629
Timestamp: 2019-12-05 17:20:10
Document Index: 282517762

Matched Legal Cases: ['§ 150', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 150', '§ 6', '§ 150', '§ 6', '§ 150', '§ 150', '§ 31', '§ 25', '§ 14', '§ 34', '§ 79', '§ 150', '§ 80', '§ 150', '§ 150']

BFH, 29.03.2001 - III R 48/98 - dejure.org
BFH, 29.03.2001 - III R 48/98
https://dejure.org/2001,1871
BFH, 29.03.2001 - III R 48/98 (https://dejure.org/2001,1871)
BFH, Entscheidung vom 29.03.2001 - III R 48/98 (https://dejure.org/2001,1871)
BFH, Entscheidung vom 29. März 2001 - III R 48/98 (https://dejure.org/2001,1871)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2001,1871) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
AO 1977 § 150 Abs. 3; InvZulG 1993 § 6 Abs. 1, Abs. 3 Satz 1
Einmann-GmbH - Investitionszulagen-Antrag - Gesetzlicher Vertreter - Bewilligungsverfahren
Eigenhändige Unterschrift des Investitionszulagen-Antrags bei längerer Abwesenheit
§ 6 InvZulG 1993
Investitionszulage; eigenhändige Unterschrift des Investitionszulagen-Antrags bei längerer Abwesenheit
FG Berlin, 17.12.1997 - 2355/96
BFHE 195, 1
DB 2001, 1761
BStBl II 2001, 629
Es setze sich damit in Widerspruch zu dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 29. März 2001 III R 48/98 (BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629).
Dies ergibt sich aus dem zumindest entsprechend (vgl. § 7 Abs. 1 InvZulG 1996) anwendbaren § 150 Abs. 3 Satz 1 AO 1977, nach dem bei gesetzlich angeordneter Eigenhändigkeit der Unterschrift die Unterzeichnung durch einen Bevollmächtigten nur ausnahmsweise zulässig ist, wenn der gesetzliche Vertreter infolge seines körperlichen oder geistigen Zustandes oder durch längere Abwesenheit an der Unterschrift gehindert ist (Senatsurteil in BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629, m.w.N.).
Ausschlaggebend für diese Auslegung war insbesondere, dass der Investitionszulagenantrag --nach der auch für das Streitjahr geltenden Rechtslage (vgl. § 6 Abs. 1 InvZulG 1996)-- als eine Art Jahreserklärung erst bis zum 30. September des dem Investitionsjahr nachfolgenden Kalenderjahres einzureichen war und dass die für die Gewährung der Investitionszulage erforderlichen tatsächlichen Erklärungen (als Wissenserklärungen) dem strafrechtlichen Verantwortungsbereich des Antragsberechtigten oder seines gesetzlichen Vertreters zugeordnet sind (Senatsurteil in BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629, m.w.N.).
BFH, 10.04.2002 - VI R 66/98
Unterzeichnung der Einkommensteuer-Erklärung durch Bevollmächtigten für auf Dauer …
Mit Urteil vom 29. März 2001 III R 48/98 (BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629), auf dessen Inhalt insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen wird, hat der BFH ausführlich die zu § 150 Abs. 3 AO 1977 bestehenden Rechtsauffassungen dargelegt.
Mit dieser Entscheidung weicht der Senat nicht vom Urteil des III. Senats in BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629 ab.
a) In der Rechtsprechung des BFH ist geklärt, dass ein für eine GmbH gestellter Antrag auf Investitionszulage gemäß § 6 Abs. 3 des Investitionszulagengesetzes (InvZulG) 1996 eigenhändig vom Geschäftsführer zu unterzeichnen war und deshalb die Unterschrift eines Prokuristen oder eines sonstigen Vertreters nicht genügte (Senatsurteile vom 15. Oktober 1998 III R 58/95, BFHE 187, 141, BStBl II 1999, 237; vom 17. Dezember 1998 III R 87/96, BFHE 188, 182, BStBl II 1999, 313;… vom 30. Juni 1998 III R 5/97, BFH/NV 1999, 363; vom 29. März 2001 III R 48/98, BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629; vom 13. Dezember 2001 III R 24/99, BFHE 196, 464, BStBl II 2002, 159; vom 16. Mai 2002 III R 27/01, BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668;… Senatsbeschlüsse vom 28. Juli 2003 III B 129/02, BFH/NV 2003, 1610;… vom 30. Juni 2004 III B 174/03, BFH/NV 2004, 1619; vom 14. Oktober 2004 III B 54/04, juris;… vom 25. Februar 2005 III B 113/04, BFH/NV 2005, 1144;… vom 31. Januar 2006 III B 57/05, BFH/NV 2006, 1047;… vom 31. Januar 2007 III B 168/05, BFH/NV 2007, 977; vom 30. Juli 2007 III B 161/06, juris).
e) Unabhängig hiervon sind im Streitfall auch keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass der Geschäftsführer während seiner Abwesenheit postalisch nicht erreichbar war (s. hierzu Senatsurteil in BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629).
(4) Der Senat folgt daher hinsichtlich der Auslegung des Begriffs der Verhinderung wegen längerer Abwesenheit den Grundsätzen des BFH zur Auslegung dieses Begriffs im Bereich des Investitionszulagerechts (vgl. BFH-Urteil vom 29. März 2001 III R 48/98, BStBl II 2001, 629).
FG Köln, 19.10.2005 - 4 K 867/04
Hinsichtlich der Behandlung des Entlassungsgelds werde auf die Rechsprechung des BFH, insbesondere die Urteile vom 26.04.1991 III R 48/98, BStBl II 1991, 716 und vom 14.05.2002, VIII R 57/00 verwiesen.
Nach der Rechtsprechung des BFH (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 26.04.1991 III R 48/98, BStBl II 1991, 716 und vom 14.05.2002, VIII R 57/00) entfällt es entsprechend den Grundsätzen zur wirtschaftlichen Zurechnung dieser Bezüge auf alle Monate des Kalenderjahres nach Beendigung der Dienstzeit.
BFH, 30.07.2007 - III B 161/06
Vorliegen einer Überraschungsentscheidung; Verletzung des Rechts auf Gehör; Rüge …
Jedoch hat sich das FG im angefochtenen Urteil auf die Senatsrechtsprechung gestützt, der zufolge eine Verhinderung i.S. von § 150 Abs. 3 der Abgabenordnung (AO) nicht anzunehmen ist, wenn derjenige, der eine eigenhändige Unterschrift zu leisten hat, postalisch erreichbar ist (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. März 2001 III R 48/98, BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629).
Bei dieser Sachlage kann nach der einschlägigen Rechtsprechung des BFH nicht von einer Verhinderung an der Leistung der eigenhändigen Unterschrift wegen längerer Abwesenheit ausgegangen werden (BFH Urteil vom 29. März 2001 III R 48/98 BStBl II 2001, 629 -632-; Urteil vom 15. Oktober 1998 III R 58/95 BStBl II 1999, 237 ).
Der Senat folgt daher hinsichtlich der Auslegung des Begriffs der Verhinderung wegen längerer Abwesenheit den Grundsätzen des BFH zur Auslegung dieses Begriffs im Bereich des Investitionszulagerechts (vgl. BFH-Urteil vom 29.3.2001 III R 48/98, BStBl II 2001, 629).
Eigenhändige Unterschrift des Investitionszulagen-Antrags bei längerer Erkrankung …
Der BFH vertritt die Auffassung, allein eine mehrwöchige Urlaubsabwesenheit eines Geschäftsführers einer (Einmann)-GmbH reiche nicht aus, um die Voraussetzungen von § 150 Abs. 3 Satz 1 AO zu bejahen (Urteil vom 29. März 2001, III R 48/98, BStBl. 2001 II 629, 632).
FG Hamburg, 22.03.2006 - III 86/05
Nach dem Tod des Geschäftsführers G am ... November 2004 und vor der Bestellung des neuen Geschäftsführers K am ... Juli 2005 war die klagende GmbH als Steuerpflichtige (mehr als) verhindert, die Körperschaft- und Gewerbesteuer-Erklärungen gemäß § 31 KStG i.V.m. § 25 Abs. 3 EStG , § 14a GewStG eigenhändig durch ihren Geschäftsführer (§ 34 AO , § 79 Abs. 1 Nr. 3 AO ) zu unterzeichnen und war daher eine Vertretung entsprechend § 150 Abs. 3 Satz 1 AO durch den am 30. August 2004 bevollmächtigten Rechtsanwalt (§ 80 AO ) bei der Unterzeichnung der Steuererklärungen am 18. Februar 2005 zulässig (Sonderakte Erklärungen Bl. 77; vgl. zur Geschäftsführer-Verhinderung BFH vom 29. März 2001, III R 48/98, BFHE 195, 1 , BStBl II 2001, 741, m. Bespr. Hardt, KFR F. 2 AO § 150 . 1/01, S. 423;… vom 7. November 1997, VI R 45/97, BFHE 184, 381 , BStBl II 1998, 54 , m. Bespr. Hardt, KFR F. 2 AO § 150, 1/98, S. 219).