Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2051/89
Timestamp: 2019-06-16 09:45:14
Document Index: 122524562

Matched Legal Cases: ['§ 8', 'Art. 10', '§ 20', 'Art. 10', '§ 20', '§ 20', '§ 8', '§ 8', '§ 11', '§ 11']

BFH, 24.03.1992 - VIII R 51/89 - dejure.org
https://dejure.org/1992,2174
BFH, 24.03.1992 - VIII R 51/89 (https://dejure.org/1992,2174)
BFH, Entscheidung vom 24.03.1992 - VIII R 51/89 (https://dejure.org/1992,2174)
BFH, Entscheidung vom 24. März 1992 - VIII R 51/89 (https://dejure.org/1992,2174)
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EStG 1977 §§ 8 Abs. 1, 20 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 8, 11 Abs. 1; DBA-Schweiz Art. 10, 11, 28
Eidgenössische Verrechnungssteuer - Dividendenschuldner - Zinsschuldner - Erstattungsfähiger Teil - Zufluß der Kapitalerträge - Einkünfte aus Kapitalvermögen
§ 20 EStG; Art. 10, 11, 28 DBA-Schweiz
Doppelbesteuerung; schweizerische Verrechnungssteuer
BFHE 168, 234
BStBl II 1992, 941
Wie der Bundesfinanzhof bereits in seinem Urteil vom 24. März 1992 VIII R 51/89 (BFHE 168, 234, BStBl II 1992, 941) entschieden hat, ist die Frage nach der Höhe der zu versteuernden Einnahmen sowie nach dem Zeitpunkt ihres Zuflusses nach deutschem Einkommensteuerrecht zu beantworten.
Genussrechte im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG können auch an Kapitalgesellschaften bestehen, die nach ausländischem Recht errichtet worden sind (BFH-Urteil vom 24. März 1992 VIII R 51/89, BFHE 168, 234, BStBl II 1992, 941;… Intemann, a.a.O., § 20 Anm. 56).
Nach herrschender Meinung (vgl. BFH-Urteil vom 24. März 1992 VIII R 51/89, BFHE 168, 234, BStBl II 1992, 941 m. w. N.; Blümich, EStG, § 8 EStG Tz 28) liegt eine Einnahme des Steuerpflichtigen i. S. v. § 8 Abs. 1 EStG auch dann vor, wenn ein Schuldner seine - durch eine Leistung des Steuerpflichtigen im Rahmen einer Einkunftsart veranlasste - Zahlungsverpflichtung dadurch erfüllt, dass er mit der Zahlung an einen Dritten eine Schuld des Steuerpflichtigen tilgt.
In der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist geklärt, dass auch Leistungen an Dritte einen Zufluss i.S. des § 11 EStG beim Steuerpflichtigen bewirken können, wenn nämlich der Schuldner auf Geheiß des steuerpflichtigen Gläubigers an einen Dritten leistet und der Vorgang wirtschaftlich zugleich eine Leistung des Schuldners an den Steuerpflichtigen und eine solche des Steuerpflichtigen an den Dritten darstellt (vgl. BFH-Urteile vom 10. Dezember 1985 VIII R 15/83, BFHE 145, 538, BStBl II 1986, 342; vom 8. Dezember 1987 IX R 161/83, BFHE 152, 240, BStBl II 1988, 433; vom 24. Januar 1989 VIII R 74/84, BFHE 156, 126, BStBl II 1989, 419; vom 24. März 1992 VIII R 51/89, BFHE 168, 234, BStBl II 1992, 941;… Seiler in Kirchhof, Einkommensteuergesetz, 5. Aufl., § 11 Rn. 21).
Der Steuerpflichtige erlangt diese z.B. auch dann, wenn der Geld- oder Sachwert im abgekürzten Zahlungsweg an einen Dritten für Rechnung des Steuerpflichtigen geleistet wird (vgl. BFH-Urteile vom 24. März 1992 VIII R 51/89, BFHE 168, 234, BStBl II 1992, 941; vom 1. Oktober 1993 III R 32/92, BFHE 172, 445, BStBl II 1994, 179).
Dieser habe in einer Entscheidung zum DBA-Schweiz ausdrücklich festgestellt, dass Einkünfte aus Genussscheinen nur insoweit zu den Dividenden gezählt werden könnten, als sie das Recht auf Gewinnbeteiligung beinhalteten und/oder als Gesellschaftsanteil zu qualifizieren seien (BFH, Urteil vom 24. März 1992 - VIII R 51/89, BFHE 168, 234; BStBl II 1992, 941).