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Timestamp: 2018-11-14 17:18:25
Document Index: 240865081

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 101', 'EuG', 'Art. 267']

BVerfG: Unterlassen einer Vorlage an EuGH verletzt Recht auf gesetzl. Richter
Autor Thema: BVerfG: Unterlassen einer Vorlage an EuGH verletzt Recht auf gesetzl. Richter (Gelesen 778 mal)
« am: 12. November 2017, 01:58 »
Querbezug zum Thema "Rundfunkbeitrag" verbunden siehe u.a. unter
1. Das Urteil des Landgerichts Zweibrücken vom 21. März 2016 - 3 S 118/15 - verletzt die Beschwerdeführer in ihrem grundrechtsgleichen Recht aus Artikel 101 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes.
4. Das Land Rheinland-Pfalz hat den Beschwerdeführern ihre notwendigen Auslagen zu erstatten.
Re: BVerfG: Unterlassen einer Vorlage an EuGH verletzt Recht auf gesetzl. Richter
« Antwort #1 am: 12. November 2017, 11:19 »
Das ist ja eigentlich schon längst geklärt und ständige Rechtsprechung des BVerfG.
Dass die Bundesverwaltungsrichter sich nicht daran halten, ist in höchstem Maße besorgniserregend. Sie legen ganz klar und offen das EU-Recht einfach selbst aus. Sie behaupten nicht einmal, es handele sich um einen acte clair oder acte éclairé * (was beides vorliegend tatsächlich nicht gegeben ist). Für mich ist das bewusste Rechtsprechungswillkür, a.k.a Rechtsbeugung.
*) Wikipedia: Acte-clair-Theorie
https://de.wikipedia.org/wiki/Acte-clair-Theorie
« Antwort #2 am: 12. November 2017, 11:48 »
Thematik im Grunde hier schon Gegenstand:
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,21897.0.html
Es erstaunt, dass sich das BVerfG einmal mehr wiederholen muss?
« Letzte Änderung: 12. November 2017, 17:38 von Bürger »
« Antwort #3 am: 12. November 2017, 18:48 »
Zitat von: pinguin am 12. November 2017, 11:48
Und es nun möglicherweise noch ein drittes(?) Mal (auch für die in der letzten Reihe...) erklären muss, wenn man dem Vortrag von RA Thorsten Bölck in der aktuell anhängigen Beschwerde beim BVerfG folgt (PDF S. 11/664):
3.4 Der Bf. ist in seinem Grundrecht aus Art. 101 (1) S. 2 GG verletzt, weil das BVwG ihm den gesetzlichen Richter entzog, indem es keine Vorabentscheidung des EuGH nach Art. 267 AEUV einholte.
(aller guten Dinge sind schließlich drei... hoffentlich endlich auch im Falle des BVerwG [oder BVwG])
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24625.msg156207.html
Sicherungsabbild als Direktlink zum oben erwähnten PDF (ca. 50MB):
vgl. dazu auch user boykott2015 in:
"Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) verstrickt sich weiter in Widersprüche"
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24709.msg159329.html#msg159329
und den Beschluss des BVerWG (vom 20.09.2017, Az.: 6 B 50.17)
(auf den im Antwortschreiben des Schleswig-Holsteinischen Landtages hingewiesen wird)
"Nichtzulassung der Revision bei Klage gegen Rundfunkbeitragspflicht im privaten Bereich"
« Antwort #4 am: 14. November 2017, 00:24 »
Sollte man da nicht gleich durch entsprechende Formulierung der Klage die deutschen Gerichte überspringen?