Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%20283/15
Timestamp: 2019-02-16 06:24:15
Document Index: 125821783

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 15', '§ 1829', '§ 15', '§ 41', '§ 48', '§ 59', '§ 63', '§ 41', '§ 1829', '§ 15', '§ 41', '§ 48', '§ 59', '§ 63', '§ 1829', 'BGH', '§ 63', 'BGH', '§ 1829', 'BGH', '§ 189', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.12.2015 - XII ZB 283/15 - dejure.org
FamFG §§ 15 Abs. 2 Satz 1 Alt. 2, 41 Abs. 3, 48 Abs. 3, 59 Abs. 1, 63; BGB § 1829 Abs. 1 Satz 2
§ 15 Abs 2 S 1 Alt 2 FamFG, § 41 Abs 3 FamFG, § 48 Abs 3 FamFG, § 59 Abs 1 FamFG, § 63 FamFG
Betreuungsgerichtliche Genehmigung einer Grundstücksveräußerung: Beschwerde des Vertragspartners gegen einen Aufhebungsbeschluss; Beginn der Beschwerdefrist für den Betroffenen; erforderlicher Aktenvermerk bei der Bekanntgabe durch Aufgabe zur Post; Doppelvollmacht für den Urkundsnotar zur Entgegennahme der Genehmigung und deren Mitteilung an den Vertragspartner
Betreuungsgerichtliche Genehmigung einer Grundstücksveräußerung; Statthaftigkeit der Beschwerde im Verfahren über die Erteilung einer gerichtlichen Genehmigung
FamFG §§ 41 Abs. 3, 48 Abs. 3, 59 Abs. 1, 63; BGB §§ 1829 Abs. 1 S. 2, 1908i Abs. 1
Beschwerdeberechtigung des Vertragspartners des Betreuten bei Aufhebung der betreuungsgerichtlichen Genehmigung; Zulässigkeit einer Doppelvollmacht an den Notar
FamFG § 15 Abs. 2 Satz 1 Alt. 2, § 41 Abs. 3, § 48 Abs. 3, § 59 Abs. 1, § 63; BGB § 1829 Abs. 1 Satz 2
Zur gerichtlichen Genehmigung eines Grundstückskaufvertrags bei Vertretung des Veräußerers durch einen Betreuer
Betreuungsgerichtliche Genehmigung von Grundstücksveräußerungen
Betreuungsgerichtliche Genehmigung - und die Doppelvollmacht des Notars
Bekanntgabe durch Aufgabe zur Post
Betreuungsgerichtliche Genehmigung - und die Beschwerdefrist
Rücknahme einer betreuungsgerichtlichen Genehmigung - und die Beschwerde der Käufer
Betreuungsrecht - Grundstücksveräußerung und die Genehmigung des Betreuungsgerichts
Beschwerdeberechtigung und Beschwerdefrist
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 02.12.2015" von Prof. Dr. Barbara Veit, original erschienen in: FamRZ 2016, 296 - 300.
LG Nürnberg-Fürth, 28.05.2015 - 13 T 1743/15
NJW 2016, 565
MDR 2016, 229
DNotZ 2016, 195
FamRZ 2016, 296
Rpfleger 2016, 280
Zwar ist die Beschwerdefrist des § 63 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 3 S. 2 FamFG gewahrt, weil eine Bekanntgabe der angefochtenen Entscheidung ihr gegenüber nicht erfolgt ist und die Frist von 5 Monaten bei Eingang der Beschwerde noch nicht abgelaufen war (vgl. dazu: BGH, Beschluss vom 02.12.2015, AZ: XII ZB 283/15, bei juris Langtext Rn 28 m.w.N.).
Dies betrifft zum einen Fälle, in denen eine gegenüber dem Vertragspartner bereits vorgelegte und damit gem. § 1829 Abs. 1 BGB unabänderlich gewordene Genehmigung vom Familiengericht oder vom Beschwerdegereicht gleichwohl noch einmal abgeändert wird (vgl. dazu: BGH, Beschluss vom 02.12.2015, AZ: XII ZB 283/15, bei juris Langtext Rn 12 m.w.N.).
Dass die Richterin schon unter dem 21. März 2013 die Übersendung des Gutachtens an den Betroffenen veranlasst hatte, reicht zum Nachweis einer früheren Mitteilung des Gutachtens nicht aus (zur Bekanntgabe durch Aufgabe zur Post vgl. Senatsbeschluss vom 2. Dezember 2015 - XII ZB 283/15 - FamRZ 2016, 296 Rn. 22 ff.).
Ob § 189 ZPO auch bei der Bekanntgabe durch Aufgabe zur Post nach § 15 Abs. 2 Satz 1, Alt. 2 FamFG (entsprechend) anwendbar wäre (vgl. dazu OLG München FamRZ 2012, 1405, und BGH NJW 2016, 565 [BGH 02.12.2015 - XII ZB 283/15] ), kann offen bleiben, weil auch eine solche Bekanntgabe hier nicht erfolgt ist (vgl. zu deren Anforderungen BGH NJW 2016, 565 [BGH 02.12.2015 - XII ZB 283/15] ) und eine solche erkennbar auch nicht beabsichtigt war (vgl. dazu OLG München FamRZ 2012, 1405).