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Timestamp: 2016-10-28 23:53:44
Document Index: 55715244

Matched Legal Cases: ['Art. 14', 'Art. 13', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 72', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 11', 'BGE', 'EuG', 'EuG', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'EuG', 'Art. 120', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 66', 'Art. 68']

Der 1970 geborene L.________, �sterreichischer Staatsangeh�riger, war ab dem 17. Februar 2005 bei der Firma W.________ als Forstarbeiter angestellt. Nachdem er am 25. Februar 2005 die Arbeit an seinem Einsatzort in Schweden aufgenommen hatte, wurde er dort am 7. M�rz 2005 bei der Arbeit durch einen umst�rzenden Baum schwer verletzt. Die Behandlung erfolgte zun�chst in einem Krankenhaus in Schweden und wurde sp�ter in �sterreich fortgesetzt. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) �bernahm die Behandlungskosten und richtete Taggelder aus. Mit Verf�gung vom 17. Mai 2006 stellte sie die Leistungen mangels Versicherungsdeckung mit sofortiger Wirkung ein. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 18. Juli 2006 fest. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 13. Dezember 2006 gut, hob den Einspracheentscheid auf und wies die Sache an die SUVA zur�ck zur Pr�fung der Frage, ob die Firma W.________. ihre Gesch�ftst�tigkeit gew�hnlich in der Schweiz aus�be. Das Bundesgericht hob den kantonalen Gerichtsentscheid auf Beschwerde der SUVA hin mit Urteil vom 4. August 2008 (U 50/07) auf. Dabei kam es zum Schluss, dass ein Arbeitnehmer, der, wie L.________, von einem Schweizer Unternehmen in einem Mitgliedstaat rekrutiert wird, um unmittelbar in einem weiteren Mitgliedstaat die Erwerbst�tigkeit aufzunehmen, die Voraussetzungen einer Entsendung im Sinne von Art. 14 Nr. 1 Bst. a der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbst�ndige sowie deren Familienangeh�rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1) nicht erf�lle, sondern f�r die zu beurteilende T�tigkeit den Rechtsvorschriften des Besch�ftigungslandes gem�ss Art. 13 Nr. 2 lit. a dieser Verordnung unterliege. Es wies die Sache an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zur�ck, damit dieses nach Durchf�hrung erg�nzender Abkl�rungen im Hinblick auf einen allf�lligen Versicherungsschutz gest�tzt auf den �ffentlich-rechtlichen Vertrauensschutz �ber die Beschwerde neu entscheide.
L.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, die SUVA sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Stellungnahme.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Diese Einschr�nkungen der R�ge- und �berpr�fungsbefugnis gelten nicht bei Beschwerden, welche sich gegen einen Entscheid �ber die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung richten. Hier kann jede unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 97 Abs. 2 BGG) und ist das Bundesgericht nicht an die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz gebunden (Art. 105 Abs. 3 BGG).
1.2 Der Beschwerdef�hrer beantragt, die SUVA sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung zu erbringen. Die SUVA hat ihre Leistungspflicht mit der Begr�ndung verneint, der Beschwerdef�hrer sei im Zeitpunkt des Unfalles vom 7. M�rz 2005 nicht bei ihr versichert gewesen. Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet einzig die von der Vorinstanz verneinte Frage der Versicherungsdeckung bei der SUVA. Bejaht das Bundesgericht die Versicherungsdeckung, kann dies zwar - bei Erf�llung der weiteren versicherungsm�ssigen Voraussetzungen - einen Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Unfallversicherung nach sich ziehen. Dies �ndert aber nichts daran, dass es in diesem Verfahren nur um die Frage der Versicherungsdeckung bei der SUVA geht. Ob Versicherungsdeckung besteht, ist - als Vorfrage zu pr�fende - Voraussetzung jedes Leistungsanspruchs, welcher gegen�ber einem Unfallversicherer (oder einem anderen Versicherer) geltend gemacht wird, unabh�ngig davon, ob es sich um Geld- oder um Sachleistungen handelt. Diese Vorfrage ist kognitionsm�ssig nicht anders als die �brigen vom Bundesgericht zu beurteilenden Versicherungsmaterien zu behandeln (BGE 135 V 412 E. 1.2.2 S. 414). Soweit die Frage der Versicherungsdeckung von Sachverhaltsfeststellungen abh�ngt, gilt daher die eingeschr�nkte Kognition.
2.1 Im angefochtenen Entscheid sind die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den �ffentlich-rechtlichen Vertrauensschutz bei unrichtigen beh�rdlichen Ausk�nften zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Laut Art. 27 ATSG sind die Versicherungstr�ger und Durchf�hrungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen verpflichtet, im Rahmen ihres Zust�ndigkeitsbereiches die interessierten Personen �ber ihre Rechte und Pflichten aufzukl�ren (Abs. 1). Jede Person hat Anspruch auf grunds�tzlich unentgeltliche Beratung �ber ihre Rechte und Pflichten. Daf�r zust�ndig sind die Versicherungstr�ger, denen gegen�ber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erf�llen sind (Abs. 2 Satz 1 und 2). Nach Art. 72 UVV haben die Versicherer daf�r zu sorgen, dass die Arbeitgeber �ber die Durchf�hrung der Unfallversicherung ausreichend informiert werden. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die Information an die Arbeitnehmer weiterzugeben. Sinn und Zweck der Beratungspflicht ist, die betroffene Person in die Lage zu versetzen, sich so zu verhalten, dass eine den gesetzgeberischen Zielen des jeweiligen Erlasses entsprechende Rechtsfolge eintritt (BGE 131 V 472; SVR 2008 IV Nr. 10, I 714/06 E. 4.1; ULRICH MEYER, Grundlagen, Begriff und Grenzen der Beratungspflicht der Sozialversicherungstr�ger nach Art. 27 Abs. 2 ATSG, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2006, S. 9).
2.2 Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben statuiert ein Verbot widerspr�chlichen Verhaltens und verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in beh�rdliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begr�ndendes Verhalten der Beh�rden (BGE 131 II 627 E. 6.1 S. 636). Die Voraussetzung f�r eine Berufung auf Vertrauensschutz, welche unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden gebieten kann, ist erf�llt: 1. wenn die Beh�rde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat; 2. wenn sie f�r die Erteilung der betreffenden Auskunft zust�ndig war oder wenn die rechtsuchende Person die Beh�rde aus zureichenden Gr�nden als zust�ndig betrachten durfte; 3. wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen konnte; 4. wenn sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil r�ckg�ngig gemacht werden k�nnen und 5. wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine �nderung erfahren hat. Der unrichtigen Auskunft gleichgestellt ist die Unterlassung einer beh�rdlichen Auskunft, welche gesetzlich vorgeschrieben oder nach den im Einzelfall gegebenen Umst�nden geboten war. Die dritte Voraussetzung lautet diesfalls: wenn die Person den Inhalt der unterbliebenen Auskunft nicht kannte oder deren Inhalt so selbstverst�ndlich war, dass sie mit einer anderen Auskunft nicht h�tte rechnen m�ssen (BGE 131 V 472 E. 5 S. 480). Selbst wenn diese Voraussetzungen erf�llt sind, kann die Anforderung nach einem richtig verstandenen Vollzug der Sozialversicherung dem Vertrauensschutz vorgehen, wenn die Abw�gung der Interessen dies im Einzelfall gebietet (BGE 131 II 627 E. 6 S. 636 ff; 129 I 161 E. 4.1 S. 170; 122 V 405 E. 3b/bb S. 409; 2C_762/2008 vom 8. Mai 2009 E. 2.2).
3.1 Das kantonale Gericht hat gepr�ft, ob die SUVA eine Auskunft unterlassen hat, zu welcher sie verpflichtet gewesen w�re. In sachverhaltlicher Hinsicht ging es davon aus, die Arbeitgeberfirma habe ihr am 14. Februar 2005 eine Zweck�nderung des Betriebes (neu Holzarbeiten und Transporte) gemeldet und um einen Besprechungstermin zwecks Neuerfassung ersucht. Drei Tage sp�ter sei der Beschwerdef�hrer eingestellt worden, worauf dieser am 7. M�rz 2005 den streitigen Arbeitsunfall erlitten habe. Die Unterredung habe schliesslich am 18. M�rz 2005 (recte 15. M�rz) stattgefunden. Laut den Erw�gungen der Vorinstanz war der SUVA bekannt oder musste ihr bekannt sein, dass nicht nur die bei ihr seit l�ngerem angeschlossene H.________ AG, sondern auch die von A.________ betriebene Firma W.________ ausl�ndische Arbeitskr�fte einstellt und diese im Ausland einsetzt. Sie h�tte daher bei der Arbeitgeberin abkl�ren m�ssen, welche Angestellten allenfalls nicht bei ihr versichert seien, zumal kein Formular E 101 (Entsendebescheinigung) vorgelegen habe. Nicht ersichtlich sei indessen, welche nachteiligen Dispositionen der Beschwerdef�hrer infolge unterbliebener oder fehlerhafter Auskunft getroffen habe, da der Arbeitsvertrag bereits vor der Besprechung zwischen Arbeitgeberin und SUVA abgeschlossen worden sei und sich auch das Unfallereignis vorher ereignet habe. Die SUVA habe nicht zu verantworten, dass die schwedische Unfallversicherungsanstalt die Versicherteneigenschaft ebenfalls verneine.
3.2 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, das kantonale Gericht habe den rechtserheblichen Sachverhalt unvollst�ndig gew�rdigt. Das Verhalten der SUVA verstosse nicht nur gegen die Aufkl�rungs- und Beratungspflicht gem�ss Art. 27 Abs. 1 und 2 ATSG und gegen die Pflicht, den Arbeitgeber im Sinne von Art. 72 UVV �ber die Durchf�hrung der Unfallversicherung ausreichend zu informieren, sondern auch gegen das Rechtsgleichheitsprinzip nach Art. 8 BV und gegen den Grundsatz von Treu und Glauben gem�ss Art. 9 BV. Zur Begr�ndung f�hrt er aus, die SUVA habe w�hrend Jahren von Arbeitnehmern des Betriebes bei Auslandseins�tzen erlittene Unf�lle �bernommen, ohne n�here Abkl�rungen �ber deren Versicherteneigenschaft zu t�tigen oder eine Entsendebescheinigung zu verlangen. Dies werde von der SUVA denn auch grunds�tzlich nicht bestritten. Hingegen stelle diese sich auf den Standpunkt, aus der unb�rokratischen und verfahrens�konomischen �bernahme von Unf�llen mit geringen Versicherungsleistungen k�nne der Beschwerdef�hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zudem habe die SUVA stets die Auffassung vertreten, eine kurze Instruktion des Arbeitnehmers vor dem Auslandseinsatz gen�ge, um den Entsendestatus zu begr�nden. Aufgrund des Verhaltens und der jahrelangen Praxis der SUVA habe angenommen werden k�nnen, diese erbringe bei einem Unfall des Beschwerdef�hrers die gesetzlichen Leistungen.
4.1 Wie BGE 134 V 428 zeigt, ist die Versicherungsunterstellung von Wanderarbeitnehmern nicht immer leicht zu beurteilen. Gerade bei der Qualifikation von entsandten Arbeitnehmern stellen sich relativ komplexe Rechtsfragen, welche sich aufgrund des Gesetzestextes allein nicht ohne weiteres beantworten lassen. Die Unklarheiten �ber die Handhabung der Entsenderegelungen veranlassten schliesslich das Bundesamt f�r Sozialversicherungen, in Rz. 2017.1 der Wegleitung �ber die Versicherungspflicht in der AHV/IV auf den 1. Januar 2006 eine Pr�zisierung der Weisungsbestimmungen zur Entsendung vorzunehmen, wie seiner Vernehmlassung vom 22. Mai 2007 zu entnehmen ist.
4.2 Gem�ss Feststellungen der Vorinstanz hat der Aussendienstmitarbeiter der SUVA in einer Aktennotiz vom 4. Mai 2006 festgehalten, der Betriebsinhaber sei bis zu seinem Besuch vom 3. Februar 2006 im Glauben gewesen, seine Angestellten seien bei der SUVA unfallversichert. Anl�sslich des Betriebserfassungsbesuchs vom 15. M�rz 2005 sei der Arbeitgeber nicht dar�ber informiert worden, dass f�r Entsandte das Formular E 101 h�tte ausgestellt werden m�ssen, weshalb die Firma ein solches bisher auch nie eingefordert habe. Zudem war offenbar auch seitens der SUVA nicht klar, ob eine kurze Instruktion in der Schweiz gen�ge, um den Entsendestatus zu begr�nden, weshalb sie die Frage im Einspracheentscheid vom 18. Juli 2006 offen liess.
4.3 Aufgrund der Praxis der SUVA, Schadensf�lle bei Auslandseins�tzen des Betriebes ohne vorg�ngige Pr�fung der Versicherteneigenschaft zu �bernehmen, bestand f�r den Arbeitgeber und die von ihm besch�ftigten Arbeitnehmer kein Grund zur Annahme, sie m�ssten im Hinblick auf die Sicherstellung der Versicherungsdeckung spezielle Massnahmen oder Abkl�rungen treffen.
5.1 Die Frage, ob eine Person als ordentliche oder entsandte Arbeitnehmerin zu gelten hat und mithin welchen Rechtsvorschriften sie unterliegt (vgl. Art. 13 ff. der Verordnung Nr. 1408/71), stellt sich nicht erst im Zeitpunkt des Eintritts eines Versicherungsfalles, sondern bereits wenn es darum geht festzustellen, welcher Versicherungstr�ger zust�ndig ist, Pr�mien zu erheben. Die Rechtsordnung stellt den Betroffenen mit der M�glichkeit der Einholung einer Entsendebescheinigung ein relativ einfaches Verfahren zur Kl�rung der Zust�ndigkeit des Versicherungstr�gers zur Verf�gung. Art. 11 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. M�rz 1972 �ber die Durchf�hrung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 �ber die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbst�ndige sowie deren Familienangeh�rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.11) sieht vor, dass Arbeitnehmer oder Arbeitgeber eine "Entsende"-Bescheinigung (E 101) beantragen k�nnen, welche in der Schweiz von den Ausgleichskassen ausgestellt wird (BGE 134 V 428 E. 4 S. 433 mit Hinweisen). Mit dieser Bescheinigung erkl�rt der zust�ndige Tr�ger, dass sein eigenes System der sozialen Sicherheit auf die entsandten Arbeitnehmer w�hrend der Dauer der Entsendung anwendbar bleibt. Wegen des Grundsatzes, dass die Arbeitnehmer einem einzigen System der sozialen Sicherheit angeschlossen sein sollen, hat diese Bescheinigung zur Folge, dass das System der sozialen Sicherheit des anderen Mitgliedstaates nicht angewandt werden kann. Nach der Rechtsprechung des EuGH ist der zust�ndige Tr�ger des Entsendestaates gest�tzt auf den Grundsatz der vertrauensvollen Zusammenarbeit verpflichtet, den Sachverhalt, der f�r die Bestimmung der im Bereich der sozialen Sicherheit anwendbaren Rechtsvorschriften massgebend ist, ordnungsgem�ss zu beurteilen und damit die Richtigkeit der in der Bescheinigung E 101 aufgef�hrten Angaben zu gew�hrleisten. Aufgrund der damit verbundenen Vermutung der Richtigkeit der Bescheinigung ist der zust�ndige Tr�ger des Mitgliedstaates, in den der Arbeitnehmer entsandt wird, daran gebunden, solange die Bescheinigung nicht zur�ckgezogen oder f�r ung�ltig erkl�rt wurde (Urteile des EuGH vom 10. Februar 2000 C-202/97 Fitzwilliam, Slg. 2000 I-883 Randnr. 49 ff.; vom 26. Januar 2006 C-2/05 Herbosch Kiere, Slg. 2006 I-1079 Randnr. 20 ff.). Obwohl diese Rechtsprechung aufgrund von Art. 16 Abs. 2 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) f�r die Schweiz grunds�tzlich nicht bindend ist, kann sie sich trotzdem daran orientieren (BGE 130 II 113 E. 5.2 S. 119; RtiD 2008 II S. 320, C_33/2007 vom 14. M�rz 2008 E. 3.4). Hinsichtlich der Entsendebescheinigung erscheint dies insofern geboten, als der Beschluss Nr. 181 vom 13. Dezember 2000 der Verwaltungskommission der Europ�ischen Gemeinschaften f�r die soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer (ABl. L 329 vom 14. Dezember 2001) gem�ss Art. 2 Abs. 1 von Anhang II FZA in Verbindung mit Abschnitt B Ziff. 4.66 dieses Anhangs zu den Rechtsakten z�hlt, welche die Schweiz ber�cksichtigt (BGE 134 V 428 E. 6.1 S. 434). Ziff. 7 des Beschlusses Nr. 181 h�lt die aus der Pflicht zur Zusammenarbeit hergeleitete, auf der Rechtsprechung des EuGH basierende Verpflichtung des zust�ndigen Tr�gers des Entsendestaates zur ordnungsgem�ssen Beurteilung des Sachverhalts im Hinblick auf das auszustellende Formular E 101 ausdr�cklich fest.
5.2 Mit Bezug auf den Beschwerdef�hrer wurde von keiner Seite eine Bescheinigung E 101 anbegehrt. Nach den Angaben der SUVA in der Eingabe vom 16. Oktober 2008 werden die Pr�mien in der Regel an Hand der allgemeinen Lohnerkl�rungen der Arbeitgeber am Jahresende erhoben. Erst im Rahmen eines Versicherungsfalles oder einer Revision w�rden genauere Abkl�rungen durchgef�hrt. Zwar muss der Arbeitgeber dem Versicherer aufgrund von Art. 120 Abs. 2 UVV erst nach Ablauf des Rechnungsjahres die zur Berechnung der endg�ltigen Pr�mienbetr�ge massgebenden L�hne melden. Wie gerade der vorliegende Fall zeigt, k�nnen die Unfallversicherer jedoch nicht darauf vertrauen, die Unterstellung der Arbeitnehmer unter die zust�ndige Rechtsordnung lasse sich im Rahmen eines konkreten Unfalles immer noch �berpr�fen. So h�lt auch Ziff. 6 des Beschlusses Nr. 181 fest, der Vordruck E 101 sei vorzugsweise vor Beginn des betreffenden Zeitraumes auszustellen. Eine fr�hzeitige Kl�rung des Versicherungsschutzes liegt nicht nur im Interesse eines guten Funktionierens der Sozialversicherung. Sie ist auch erforderlich, um den in der Schweiz niedergelassenen Arbeitgebern, die Arbeitnehmer ins Ausland entsenden, und den betroffenen Arbeitnehmern eine m�glichst optimale Rechtssicherheit zu gew�hrleisten. Zwar ist der SUVA beizupflichten, dass sie nicht selber den Sachverhalt mittels Bescheinigung E 101 verbindlich feststellen kann. Zumindest in jenen F�llen, in denen der Unfallversicherer aufgrund des bisherigen T�tigkeitsfeldes des ihm unterstellten Betriebes Kenntnis davon hat, dass Arbeitnehmer f�r kurzfristige Eins�tze im Ausland besch�ftigt werden, kann indessen von ihm verlangt werden, die Betroffenen anzuhalten, die Bescheinigung E 101 einzuholen. Nachdem die SUVA aufgrund der bisherigen T�tigkeit des Betriebes wusste, dass immer wieder ausl�ndische Arbeitskr�fte eingestellt und teilweise im Ausland eingesetzt wurden, h�tte sie in diesem Sinne vorgehen m�ssen. Dies hat sie nicht getan und damit ihre Informationspflicht verletzt.
5.3 Aufgrund des Verhaltens der SUVA konnte der Arbeitgeber und mit ihm der Beschwerdef�hrer glauben, hinsichtlich des Einsatzes in Schweden bestehe bei ihr Versicherungsdeckung, und sie hatten keinen Grund zur Annahme, dass der Arbeitnehmer f�r den Auslandseinsatz in Wirklichkeit von Gesetzes wegen von dieser Versicherung ausgeschlossen war. Die nachteilige Disposition des Beschwerdef�hrers besteht darin, dass er den Schwedeneinsatz ohne Zusicherung einer Versicherungsdeckung geleistet hat. In dieser Hinsicht kann aus Erfahrung angenommen werden, dass er die gef�hrliche T�tigkeit eines Waldarbeiters nicht aufgenommen h�tte, wenn er gewusst h�tte, dass er nicht gegen Unfall versichert war. F�r diesen hypothetischen Kausalverlauf verlangt die bundesgerichtliche Rechtsprechung keinen strikten Beweis. Es gen�gt vielmehr, wenn das Gericht zur �berzeugung gelangt, dass die �berwiegende Wahrscheinlichkeit f�r einen bestimmten Geschehensablauf spricht (8C_784/2008 vom 11. September 2009 E. 5.3, nicht publ. in: BGE 135 V 412). Aus den Akten ergeben sich keine verl�sslichen Anhaltspunkte daf�r, dass sich der Beschwerdef�hrer in Versicherungsangelegenheiten nachl�ssig verhielt und sich nicht rechtzeitig nach einer Versicherungsm�glichkeit im Besch�ftigungsland umgesehen h�tte, wenn er nicht auf die Zust�ndigkeit der SUVA vertraut h�tte.
5.4 Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Voraussetzungen f�r eine Berufung auf den Vertrauensschutz (vgl. E. 2.2) erf�llt sind. Gr�nde des �ffentlichen Interesses, welche dem Vertrauensschutz im vorliegenden Fall vorgehen w�rden, sind nicht auszumachen und werden auch nicht vorgebracht. Ziel von Art. 14 der Verordnung Nr. 1408/71 ist gem�ss den Erw�gungen des Beschlusses Nr. 181, Hindernisse, die der Freiz�gigkeit der Arbeitnehmer im Wege stehen, zu beseitigen und bei kurzen Erwerbst�tigkeiten Verwaltungsaufwand zu ersparen. Ist die Versichertenunterstellung somit als vertrauensschutzrechtlich zustande gekommen zu betrachten, bleiben die geltend gemachten Leistungsanspr�che zu pr�fen. Zu diesem Zweck und zum Erlass einer neuen Verf�gung wird die Sache an die SUVA zur�ckgewiesen.
Die Kosten des Verfahrens sind von der unterliegenden Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese hat dem Beschwerdef�hrer �berdies eine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 21. April 2009 und der Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 17. Mai 2006 aufgehoben werden und die Sache an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Leistungsanspruch neu verf�ge.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientsch�digung der vorangegangenen Verfahren an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zur�ckgewiesen.