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Timestamp: 2016-10-23 22:26:01
Document Index: 55403159

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 42', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 48', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 76', 'Art. 49', 'Art. 105', 'Art. 49', 'Art. 76', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 63', 'Art. 51', 'Art. 63', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 163', 'Art. 63', 'Art. 96', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 96', 'Art. 96', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 67', 'Art. 68']

2C_1085/2015 � � Urteil vom 23. Mai 2016
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 2. Abteilung, vom 21. Oktober 2015.
Der ecuadorianische Staatsangeh�rige A.________ (geb. 1974) heiratete am 11. Dezember 2001 in seinem Heimatland eine Schweizer B�rgerin. Am 18. Februar 2002 reiste er in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Am 1. Dezember 2002 gaben die Ehegatten die eheliche Wohngemeinschaft auf. In der Folge wurde die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert.
Aus einer Beziehung mit einer anderen Schweizerin ist am 21. Dezember 2003 der Sohn B.________ hervorgegangen. Dieser lebt bei seiner allein sorgeberechtigten Mutter. A.________ verf�gt �ber ein eingeschr�nktes und begleitetes Besuchsrecht.
Am 19. Februar 2007 ist aus einer weiteren Beziehung von A.________ mit einer Schweizerin die Tochter C.________ geboren. Ein aufgrund des neuen Sachverhalts gestelltes Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung wurde mit Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich am 8. Januar 2013 abgewiesen und erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Mit Verf�gung vom 2. M�rz 2015 verweigerte das Migrationsamt eine weitere Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und wies diesen per 2. Mai 2015 aus der Schweiz weg, da sich die Eheleute in der Zwischenzeit getrennt hatten. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel sind erfolglos geblieben (Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 30. Juni 2015, Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 21. Oktober 2015).
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 2. Dezember 2015 beantragt A.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, sein Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung gutzuheissen.
W�hrend die Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung verzichtet, beantragt das Verwaltungsgericht die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Staatssekretariat f�r Migration schliesst ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. Das Migrationsamt hat sich nicht vernehmen lassen.
Mit Verf�gung vom 4. Dezember 2015 wurde der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Der angefochtene Entscheid wurde von einer letzten kantonalen Gerichtsinstanz in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts erlassen und schliesst das kantonale Verfahren ab, weshalb die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten grunds�tzlich offen steht (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 sowie Art. 90 BGG). Sie ist jedoch ausgeschlossen gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Um den Weg der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zu er�ffnen, muss ein solcher Anspruch in vertretbarer Weise geltend gemacht werden. Ob die geltend gemachten Anspr�che tats�chlich bestehen, ist alsdann Sache der materiellen Beurteilung (vgl. BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179). Der Beschwerdef�hrer macht in vertretbarer Weise geltend, gest�tzt auf die Ehe mit einer Schweizer B�rgerin (Art. 42 Abs. 1 i.V.m. Art. 49 AuG [SR 142.20], eventualiter Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG) und angesichts seiner minderj�hrigen Schweizer Tochter gest�tzt auf Art. 8 EMRK und Art. 13 BV �ber einen potentiellen Bewilligungsanspruch zu verf�gen, weshalb die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig ist. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 42 und 100 Abs. 1 BGG) des nach Art. 89 Abs. 1 BGG legitimierten Beschwerdef�hrers ist einzutreten.
2.3.�Der vom Migrationsamt dem Bundesgericht eingereichte �rztliche Bericht vom 16. Dezember 2015 ist als echtes Novum im bundesgerichtlichen Verfahren unzul�ssig und daher nicht weiter zu beachten (BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.).
3.1.�Ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AuG). Der Anspruch besteht trotz Aufl�sens oder definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausl�ndische Person sich hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG; BGE 136 II 113 E. 3.3.3 S. 119) oder wenn wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG; BGE 138 II 393 E. 3.1 S. 394 f.; 138 II 229 E. 3.1 S. 231 f.).
Eine ausl�nderrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht solange, als die eheliche Beziehung tats�chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist. Dabei ist haupts�chlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2 S. 231; 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347). Vom Erfordernis des Zusammenwohnens im Sinne von Art. 42 Abs. 1 AuG wird nach Art. 49 AuG ausnahmsweise abgesehen, wenn f�r getrennte Wohnorte wichtige Gr�nde vorliegen und die Ehegemeinschaft dennoch weiter besteht (Urteile 2C_638/2014 vom 10. November 2014 E. 2.1; 2C_48/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.2). Ausnahmen sind namentlich "aus wichtigen und nachvollziehbaren beruflichen oder famili�ren Gr�nden" m�glich (Botschaft vom 8. M�rz 2002 zum AuG, BBl 2002 3709, 3795 zu Art. 48 E-AuG; vgl. auch Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]). Die Gr�nde m�ssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen, was grunds�tzlich von der ausl�ndischen Person darzutun ist (vgl. Art. 90 AuG; Urteile 2C_48/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.2; 2C_428/2013 vom 8. September 2013 E. 4.2). Dabei erscheint es nicht von vornherein ausgeschlossen, dass solche wichtigen Gr�nde gesundheitlicher Natur sein k�nnen (Urteil 2C_140/2011 vom 15. Juni 2011 E. 3.2). Ein freiwilliger Entscheid f�r ein "living apart together" f�r sich allein genommen stellt dagegen praxisgem�ss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AuG dar (Urteile 2C_48/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.2; 2C_40/2012 vom 15. Oktober 2012 E. 4 mit Hinweisen).
3.2.�Die Vorinstanz hat angesichts der langen Trennungsdauer (Abmeldung des Beschwerdef�hrers durch die Ehefrau am 3. April 2014; eheschutzrichterlicher Entscheid des Bezirksgerichts vom 6. Mai 2014, wonach die Ehegatten seit dem 1. M�rz 2014 getrennt leben; Best�tigung durch den Beschwerdef�hrer anl�sslich des Verl�ngerungsgesuchs vom 31. Januar 2015, seit dem 15. Juli 2014 von seiner Ehefrau getrennt zu leben), unabh�ngig von den vorgebrachten Trennungsgr�nden und der begonnenen Paartherapie, die Ehegemeinschaft als sp�testens seit dem im Fr�hjahr 2014 erfolgten Auszug des Beschwerdef�hrers als aufgehoben betrachtet.
Der Beschwerdef�hrer bringt dagegen vor, ein st�ndiges Zusammenwohnen sei aus gesundheitlichen Gr�nden (Alkoholabh�ngigkeit des Beschwerdef�hrers, Burn-out der Ehefrau) seit Mitte 2014 nicht mehr m�glich. Er und seine Ehefrau w�rden nichtsdestotrotz einen sehr h�ufigen und engen Kontakt pflegen, ihr Ehe- und Familienleben trotz der partiellen r�umlichen Trennung weiterleben und je einzeln durch �rztliche bzw. psychologische Betreuung sowie gemeinsam im Rahmen einer psychotherapeutischen Paartherapie daran arbeiten, die Voraussetzungen f�r ein k�nftiges st�ndiges Zusammenwohnen wieder herzustellen.
3.3.�Der Beschwerdef�hrer lebt gem�ss unbestrittener vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung seit eineinhalb Jahren getrennt von seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter. Angesichts der langen Trennungsdauer ist die Vorinstanz nicht mehr von einer vor�bergehenden Trennung im Sinne von Art. 49 AuG und Art. 76 VZAE ausgegangen und hat es unterlassen, �berhaupt auf die vorgebrachten Trennungsgr�nde einzugehen. In der Tat l�sst sich im Regelfall ein Getrenntleben dieser Dauer nicht mehr als vor�bergehend bezeichnen. Allerdings ist nicht allein deswegen schon eine Ausnahme nach Art. 49 AuG auszuschliessen. Vielmehr ist nach dieser Bestimmung zu �berpr�fen, ob eine Familiengemeinschaft fortbesteht und wichtige Gr�nde f�r getrennte Wohnorte geltend gemacht werden. Tatsachen, aus denen sich solche Gr�nde ergeben k�nnen, wurden vom Beschwerdef�hrer bereits im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht vorgebracht. Indem sich die Vorinstanz gar nicht erst damit auseinandersetzte, hat sie den massgebenden Sachverhalt offensichtlich unvollst�ndig festgestellt. Dieser ist - zumal sich die fehlenden Sachverhaltselemente aus den Akten ergeben - durch das Bundesgericht vorliegend zu erg�nzen (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG; vorne E. 2.2).
3.3.1.�Aus den vom Beschwerdef�hrer bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten (jedoch unbeachtet gebliebenen) �rztlichen Berichten geht hervor, dass bei ihm Alkoholabh�ngigkeit (F10.2) und ADHS im Erwachsenenalter (F90) diagnostiziert wurden und er deswegen seit 12. Januar 2012 in Behandlung im Zentrum f�r Abh�ngigkeitserkrankungen der Psychiatrischen Universit�tsklinik Z�rich ist (Arztbericht vom 14. August 2015). Auch seine Ehefrau ist in medizinischer Behandlung. Das Arztzeugnis vom 9. April 2015 r�t aufgrund der gesundheitlichen Situation aktuell dringend davon ab, dass der getrennt lebende Ehemann erneut in die gemeinsame Wohnung zur�ckkehre. Aufgrund der Vorerfahrungen und ungekl�rten Problemkonstellation/Konflikte sowie der multiplen aktuellen Belastungen und Umstellungen f�r die Ehefrau, w�rde dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer massiven Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes mit drohender Arbeitsunf�higkeit f�hren. Der Beschwerdef�hrer macht somit gesundheitliche Gr�nde f�r das Getrenntleben geltend, wobei diese nicht nur bei ihm, sondern auch seiner Ehefrau liegen und mit �rztlichen Zeugnissen belegt sind. Sie sind vorliegend objektiviert und weisen angesichts des ausdr�cklichen �rztlichen Ratschlags, zurzeit (noch) nicht wieder zusammenzuziehen, durchaus ein gewisses Gewicht auf. Selbst wenn die Trennung zun�chst als beschr�nkte "Auszeit" zur Kl�rung der ehelichen Situation erfolgt sein sollte, scheint dies in der Folge nicht mehr der Grund f�r das Getrenntleben gewesen zu sein.
3.3.2.�Weiter hat der Beschwerdef�hrer (ebenfalls bereits dem Verwaltungsgericht) ein �rztliches Zeugnis vom 24. August 2015, unterzeichnet durch eine Fachpsychologin sowie eine Psychiaterin, eingereicht. Diese best�tigen, dass der Beschwerdef�hrer und seine Ehefrau seit 21. Juli 2015 eine Paar- und Familientherapie besuchen, und f�hren aus, diese Therapie sei unabdingbar f�r den Familienerhaltungsprozess. Auch dieser Umstand spricht daf�r, dass der Beschwerdef�hrer und seine Ehefrau ernsthaft an der Ehe- und Familiengemeinschaft festhalten wollen und an dieser arbeiten.
3.3.3.�Schliesslich bekr�ftigte die Ehefrau mit Schreiben vom 20. Februar 2015 an die Sicherheitsdirektion, sie, der Beschwerdef�hrer und die gemeinsame Tochter seien eine Familie. Seit sie sich im M�rz 2006 kennen gelernt h�tten, seien sie und der Beschwerdef�hrer ein Paar. Sie w�rden einander lieben und wollten zusammen ihre Tochter aufziehen. Wegen seiner Alkoholabh�ngigkeit sei es vor�bergehend zur gerichtlichen Trennung gekommen. Erschwerend sei hinzugekommen, dass sie im Sommer 2014 an einem Burn-out erkrankt und zu 50% krank geschrieben worden sei. Inzwischen sei ihr klar geworden, dass es nicht helfe, ihren Mann wegen seiner Alkoholabh�ngigkeit unter Druck zu setzen. Er sei krank und diese Sucht m�sse mit der Familie therapiert werden. Deshalb h�tten sie zus�tzlich (zu den Einzeltherapien) eine Familientherapie begonnen. Aus diesen Gr�nden sei es f�r sie beide sehr hilfreich, zwischendurch eine R�ckzugsm�glichkeit zu haben. Sie h�tten daher die Trennung im Moment noch nicht aufgehoben, wollten dies aber baldm�glichst tun. Sie hoffe zudem, ab Herbst 2015 eine Vollzeitstelle zu finden, um dann auch finanziell wieder in der Lage zu sein, f�r ihren Mann zu sorgen.
3.3.4.�Den Aussagen der Ehefrau zufolge wollen sie, der Beschwerdef�hrer und die gemeinsame Tochter weiter als Familie leben. Hierzu ist es zurzeit offenbar aus gesundheitlichen Gr�nden erforderlich, dass sich die Eltern zwischendurch r�umlich zur�ckziehen k�nnen. Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz pflegt der Beschwerdef�hrer trotz der getrennten Wohnungen weiterhin ein enges Verh�ltnis zu seiner Tochter und steht fast t�glich mit dieser in pers�nlichem oder telefonischem Kontakt. Es kann daher von einer weiterhin bestehenden Ehe- und Familiengemeinschaft ausgegangen werden. Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers und seiner Ehefrau stimmen insgesamt �berein und werden durch verschiedene �rztliche Schreiben best�tigt. Damit ist im vorliegenden Fall von wichtigen Gr�nden im Sinne von Art. 49 AuG und Art. 76 VZAE auszugehen, die zumindest f�r eine gewisse Dauer ein Getrenntleben der Familie erforderlich erscheinen lassen. Vom Erfordernis des Zusammenlebens kann daher - entgegen der Vorinstanz - ausnahmsweise abgesehen werden.
3.4.�Der Beschwerdef�hrer hat somit gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 i.V.m. Art. 49 AuG einen Anspruch auf Verl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung.
4.1.�Der Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung erlischt, wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 63 AuG vorliegen (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG). Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG sieht vor, dass die zust�ndige Beh�rde die Bewilligung widerrufen kann, wenn die ausl�ndische Person oder eine Person, f�r die sie zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist. Ein Widerruf soll in Betracht kommen, wenn eine Person hohe finanzielle F�rsorgeleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft f�r ihren Lebensunterhalt sorgen wird. Nach geltender Praxis ist der Widerrufsgrund wegen F�rsorgeabh�ngigkeit nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG erf�llt, wenn konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen F�rsorgeabh�ngigkeit besteht; blosse finanzielle Bedenken gen�gen nicht. Neben den bisherigen und den aktuellen Verh�ltnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf l�ngere Sicht abzuw�gen (Urteile 2C_120/2015 vom 2. Februar 2016 E. 2.1; 2C_1058/2013 vom 11. September 2014 E. 2.3 mit Hinweisen). Massgeblich sind die finanziellen Verh�ltnisse der Familie in ihrer Gesamtheit �ber eine l�ngere Sicht (Urteil 2C_851/2014 vom 24. April 2015 E. 3.4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 II 1 E. 3c S. 8).
4.2.�Der Beschwerdef�hrer ist gem�ss dem angefochtenen Urteil bisher mit Sozialhilfeleistungen im Umfang von rund Fr. 200'000.-- unterst�tzt worden. Die Vorinstanz erachtete die unzureichende wirtschaftliche Integration und die daraus resultierende Sozialhilfeabh�ngigkeit zumindest teilweise als selbstverschuldet. Der Beschwerdef�hrer macht dagegen geltend, diese sei auf den jahrelang bloss verfahrensrechtlich gesicherten Aufenthaltsstatus zur�ckzuf�hren. Hinzu komme seine Alkoholsuchterkrankung. Ihm sei aber zugute zu halten, stets in Besch�ftigungsprogrammen im zweiten, teilweise sogar im prim�ren Arbeitsmarkt angestellt gewesen zu sein. Da sich zudem sein Gesundheitszustand in den letzten Jahren deutlich verbessert habe, m�sse ihm hinsichtlich der Losl�sung von der Sozialhilfe eine g�nstige Prognose gestellt werden.
4.3.�Der Beschwerdef�hrer hat in der Vergangenheit (im Wesentlichen seit 2008) in erheblichem Umfang Sozialhilfeleistungen bezogen (nach der Rechtsprechung kann bereits ein Betrag von Fr. 50'000.-- als erheblich gelten; vgl. Urteile 2C_780/2013 vom 2. Mai 2014 E. 3.3.3 mit Hinweisen; 2C_672/2008 vom 9. April 2009 E. 3.3; vgl. auch die Hinweise auf die Rechtsprechung in den Urteilen 2C_1109/2014 vom 20. Juli 2015 E. 2.3 und 2C_268/2011 vom 22. Juli 2011 E. 6.2.3). Zurzeit arbeitet er in einem sozialen Betrieb der Stadt Z�rich. Insofern manifestiert er immerhin einen Willen zur wirtschaftlichen Integration. Zudem soll es ihm gesundheitlich besser gehen und die Einzel- wie Paartherapien d�rften einen stabilisierenden Einfluss haben. Alleine deshalb l�sst sich allerdings noch nicht auf eine g�nstige Entwicklung der finanziellen Verh�ltnisse schliessen. Die Vorinstanz liess freilich in ihrem Entscheid unber�cksichtigt, dass die Ehefrau des Beschwerdef�hrers als Kinderg�rtnerin t�tig ist und ihrem Schreiben vom 20. Februar 2015 zufolge auf den Herbst 2015 eine Vollzeitstelle anzutreten w�nsche, damit sie wieder in der Lage sei, auch finanziell f�r ihren Mann zu sorgen. Wie soeben gesehen, besteht zwischen ihnen nach wie vor eine Familiengemeinschaft; entsprechend besteht auch eine gegenseitige Unterhaltspflicht (vgl. Art. 163 ZGB). Es kann daher nicht gesagt werden, es l�ge nur am Beschwerdef�hrer, seine Familie zu unterst�tzen. Unter Ber�cksichtigung der Erwerbst�tigkeit seiner Ehegattin kann vielmehr davon ausgegangen werden, dass sich die finanzielle Lage der Familie als Ganzes verbessern d�rfte. Damit erscheint fraglich, ob der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG gegeben ist.
4.4.�Die Frage kann vorliegend offen gelassen werden. So oder anders ist aus Gr�nden der Verh�ltnism�ssigkeit von der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung abzusehen. Liegt ein Widerrufsgrund vor, ist zu pr�fen, ob die Massnahme verh�ltnism�ssig ist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG; BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19; 135 II 377 E. 4.3 u. 4.5 S. 381 ff.). Dies erfordert eine Interessenabw�gung unter Ber�cksichtigung aller wesentlichen Umst�nde des Einzelfalls. Stellt der Widerruf bzw. die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung einen Eingriff in das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte Familienleben dar, ergibt sich die Notwendigkeit einer Interessenabw�gung auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Gem�ss Art. 96 Abs. 2 AuG k�nnen Ausl�nder unter Androhung einer Massnahme verwarnt werden, wenn diese begr�ndet, aber nach den Umst�nden nicht angemessen ist.
Der Beschwerdef�hrer ist in Ecuador aufgewachsen und ins Erwerbsleben eingestiegen. Er hat famili�re Verbindungen in sein Heimatland, wo zwei vollj�hrige Kinder von ihm leben. Wie eng diese sind, ist allerdings fraglich, zumal er sich seit anfangs 2002 in der Schweiz aufh�lt. In der Schweiz leben sein 12-j�hriger Sohn aus einer fr�heren Beziehung, zu dem er im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts Kontakt hat, sowie seine gut 8�-j�hrige Tochter. Von dieser wohnt er derzeit zwar getrennt, pflegt offenbar aber ein sehr enges und gutes Verh�ltnis und sieht oder spricht sie fast t�glich. Er ist wegen seiner Alkoholabh�ngigkeit und des ADHS in therapeutischer Behandlung und besucht mit seiner Ehefrau eine Paartherapie. Zudem ist er in Besch�ftigungsprogrammen t�tig. Vor diesem Hintergrund erscheint es angemessen, von der Beendigung des Aufenthalts abzusehen und stattdessen eine mildere Massnahme auszusprechen.
In Anbetracht der gesamten Umst�nde rechtfertigt es sich, anstelle der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung den Beschwerdef�hrer gest�tzt auf Art. 96 Abs. 2 AuG f�rmlich zu verwarnen, was hiermit erfolgt. Sollte er danach erneut in erheblichem Mass sozialhilfeabh�ngig werden, muss er mit dem Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung rechnen.
5.1.�Die Beschwerde ist nach dem Gesagten gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich ist anzuweisen, dem Beschwerdef�hrer die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern. Der Beschwerdef�hrer ist f�rmlich zu verwarnen.
5.2.�Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird damit gegenstandslos. Der Kanton Z�rich hat dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 BGG). F�r die Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens ist die Angelegenheit an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 21. Oktober 2015 aufgehoben. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers zu verl�ngern.
3.1.�Es werden keine Gerichtskosten erhoben
3.2.�Der Kanton Z�rich hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
3.3.�Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen der kantonalen Rechtsmittelverfahren an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen.