Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000084.htm
Timestamp: 2018-12-10 09:16:31
Document Index: 245155288

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 63']

Pleidelsheimer Höhe und angrenzende Gebiete
1.18.084 Hohnatsberg, Wacholderberg, Seewiesen, Pleidelsheimer Höhe und angrenzende Gebiete
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Hohnatsberg, Wacholderberg, Seewiesen, Pleidelsheimer Höhe und angrenzende Gebiete" vom 14.03.1990 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 22.03.1990).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Steinheim und der Gemeinde Murr wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Hohnatsbeg, Wacholderberg, Seewiesen, Pleidelsheimer Höhe und angrenzende Gebiete".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 120,0 ha. Das Schutzgebiet umfaßt im einzelnen die Gewanne bzw. Teile der Gewanne
Auf dem Gebiet der Stadt Steinheim
· Markung Steinheim:
· Markung Höpfigheim:
Au, Junger Berg, Hälden, Vogelherd, Steinheimer Höhe, Schafberg, Wacholderberg, Fleckenländer, Bruhrain, Hechelsten, Gauchenberg, Unterer Wacholderberg, Höhenhart, Spießhof, Pleidelsheimer Höhe, Untere Seewiesen und Unteres Tal
Auf dem Gebiet der Gemeinde Murr
· Markung Murr:
Linsenfeld, Hohenhart, Löchle, Schafberg und Krumme Äcker
(2) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umrandet und grün angeschummert eingetragen.
(3) Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Ludwigsburg, in 7140 Ludwigsburg, Hindenburgstr. 40, Ebene 7, Zimmer 701 zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung der abwechslungsreichen Kulturlandschaft des Wacholderberges und der angrenzenden Gebiete als wertvoller Lebensraum selten gewordener Tier- und Pflanzenarten.
Die extensiv genutzten Obstwiesengewanne sowie die Hohlwegböschungen mit Hecken sind landschaftlich und ökologisch besonders schützenswert. Die Landschaft des Wacholderberges soll langfristig gegen störende Eingriffe geschützt werden. Der Charakter einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft mit Hecken, Hohlwegen, Obstwiesen und Weinbergen mit Natursteinmauern und treppen soll auch als Naherholungsgebiet für die ruhesuchende Bevölkerung erhalten bleiben.
7. Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen sowie Anlagen für Segel- und Modellflugzeuge;
8. Betrieb von Motorsport, sowie von motorgetriebenen Schlitten;
13. Neuaufforstungen, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
14. Beseitigung oder Veränderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Röhrichtbeständen, Natursteinmauern und Natursteintreppen, Felsen und ähnliche Naturerscheinungen sowie die Beseitigung von Obstbäumen und der Umbruch von Wiesen in der Tallage des Beutenmühlbaches.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke; mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14;
2. für die Beseitigung von einzelnen absterbenden hochstämmigen Obstbäumen, wenn anstelle des alten Baumes auf demselben Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14, sofern Unterhaltungsmaßnahmen nicht lediglich aus Verkehrssicherheitsgründen vorgenommen werden;
(2) Die Befreiung bedarf bei folgenden Handlungen der Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde.
2. Anlage oder Veränderung von Vorhaben i.S.v. § 63 Abs. 2 Nr. 2 NatSchG, die zu Eingriffen von besonderer Tragweite oder zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung überörtlicher Interessen der erholungssuchenden Bevölkerung führen können;
3. Errichtung von Freizeitanlagen, die in besonders gelagerten Einzelfällen die landschaftliche Eigenart beeinträchtigen können, beispielsweise Skilifte oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen.
Ludwigsburg, den 14.03.1990