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Timestamp: 2020-07-09 09:41:07
Document Index: 342221506

Matched Legal Cases: ['§ 1671', '§ 17', '§ 49', '§ 8', '§ 1684', '§ 235']

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Väter-Foren und PAS (Entfremdungssyndrom) - Chaos?
Verfasst am: 14.03.09, 00:43 Titel: Väter-Foren und PAS (Entfremdungssyndrom) - Chaos?
wir haben eine neue Spielplatzbekanntschaft, eine Mutti mit zwei Kindern.
Wohnt noch nicht lange hier, macht aber einen sehr netten Eindruck.
Gestern hat sie mir ihr Herz ausgeschüttet, während unsere Kids außer Hörweite im Sand tollten...
Nun hab ich mal gegoogelt und bin auf unzählige Beiträge in Väterforen und auf wissenschaftliche Veröffentlichungen im Netz gestoßen, Thema PAS.
Auch auf die Ausarbeitung des Herrn Dr. Walter Andritzky, welcher PAS und Borderline verknüpft.
PAS - ist das die neue "Allzweckwaffe" gegen alleinerziehende Mütter oder Väter?
Blickt da überhaupt jemand durch, braucht es für eine solche "Diagnose" eine spezielle Ausbildung oder kann ein ganz normaler Jugendamtsmitarbeiter tatsächlich PAS bescheinigen?
Ist PAS eine psychische Krankheit beim entfremdenden Elternteil oder beim Kind?
Dr. Andritzky verweist auf diverse "Erkennungsmerkmale" für PAS - ich vermute mal, dann betrifft das Problem PAS mindestens 98% aller Scheidungen bzw. deren Gründe.
Außerdem habe ich im Netz gelesen, dass Kindern unmissverständlich klar gemacht werden muss, dass es kein Kinder-Recht auf Nicht-Umgang-haben-wollen gibt. (gelesen im Pappa-Forum)
Dort heisst es auch, dass kein Kind von Natur aus ein negatives Bild von einem Elternteil hat - schreibt ein Vater, der sein Kind verprügelt hat und dessen Signatur lautet "Früher bekamen die Frauen was aufs Maul - heute ist alles verweichlicht".
Was ist PAS also?
Der große Holzhammer der Nicht-Sorgeberechtigten gegen die Sorgeberechtigten?
Wer sind die Fachleute für PAS und wie nennt sich die Berufsbezeichnung? Danach würde ich gern mal googlen, denn irgendwie hab ich den Eindruck, da blickt keiner so wirklich durch...
Verfasst am: 14.03.09, 02:28 Titel: Re: Väter-Foren und PAS (Entfremdungssyndrom) - Chaos?
Ach ja, mal wieder unsere Michaela mit einem Scheidungsproblem (aber nicht ihrem eigenen - vermutlich)
wir haben eine neue Spielplatzbekanntschaft, eine Mutti mit zwei Kindern....
Dort heisst es auch, dass kein Kind von Natur aus ein negatives Bild von einem Elternteil hat -
Nein, nicht "von Natur aus" und man sollte sich hüten, den anderen dem Kind gegenüber als "der Böse" darzustellen. Wenn es nicht stimmt, merkt das auch ein kleines Kind bald und der angestrebte Effekt schlägt ins Gegenteil um.
Ist zwar schwer und oft wird der Rosenkrieg auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Aus Hass gegen den (ehemaligen) Partner, als "naturgegebenes Recht des Stärkeren" gegenüber der Frau oder finanzielle Vorteile der Frau (Unterhaltszahlungen gegenüber den Mann). Aus reinem Egoismus- und wissentlich gegen die Interessen der Kinder.
Wenn man keine Agressionen gegen den Partner im Kinde schürt, wenn man versucht, dem Kind Sicherheit zu bietern (Töchterchen - bei der Mama - bekam mit 4 Jahren ein Handy, dass es Papa und Opa/Oma jederzeit anrufen konnte. Sie erinnern sich, die jetzt 12 Jährige Selbständige "wir schaffen das schon" mit alleinerziehendem Vater!?) dann merkt das Kind bald, wer es nur "gebrauchen" will und wer sich wirklich um das Kind kümmert.
Auch irgendwie blöde, wenn bei einem Jugendamtstermin Mutter mit Kind (damals 4..5Jahre) sowie mit Freundin und deren Kind erscheint und beide "Blagen" den Vater kaum zu Wort komen lassen, weil sie mit ihm rumturnen und spielen wollen. Ein "Umgang mit dem Vater ist nicht gut für das Kind" ist so natürlich schlecht zu belegen.
Auch Kinder in dem Alter spüren schon, wer sich wirklich für das Kind interessiert und wer es nur für eigene Zwecke benutzen will. Nur dauert sowas länger und man sollte sich treu bleiben und nicht zu früh verzweifeln. Wenn dann irgendwann kommt: "Mama trinkt Sekt und fällt dann immer vom Stuhl ..."
Kurz und gut (und vielleicht weiter in der SC ?) bei vielen Trennungen gibts ne Schlammschlacht (massiv gegen die Interessen der Kinder) und da wird jeder miese Trick genommen. Wenn man irgendwelche (mehr oder minder) wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu missbrauchen (oder umdeuten) kann - umso besser.
Vielleicht sollte man "rosenkriegnde" ex-Partner grundsätzlich von den Kindern abschirmen, solange die Schlammschlacht dauert?
Zuletzt bearbeitet von hws am 14.03.09, 02:54, insgesamt 1-mal bearbeitet
Verfasst am: 14.03.09, 02:42 Titel:
... kann ein ganz normaler Jugendamtsmitarbeiter tatsächlich PAS bescheinigen?
Im ASD der Jugendämter arbeiten in der Regel staatlich anerkannte Dipl.-Sozialarbeiter/Dipl.-Sozialpädagogen.
Bei Sorgerechtsstreitigkeiten geht es meist nicht um die Frage, was das Beste für das Kind ist, sondern um die am wenigsten schädliche Alternative. Dem Kindschaftsrecht von 1998 liegt die Annahme zu Grunde, daß selbst wenn sich ein Paar trennt, sie dennoch Eltern des Kindes bleiben. Mit der Reform des Kindschaftsrecht steht den Eltern auch nach der Trennung in der Regel das gemeinsame Sorgerecht zu. Nur wenn die Eltern sich nicht einigen können (§ 1671 BGB) kommt das Familiengericht ins Spiel. Das Jugendamt kann allenfalls beraten, aber es stellt in der Regel keine Diagnosen (§§ 17 und 18 in Verbindung mit 50 SGB VIII, sowie § 49a FGG).
Seit 2005 gibt es zudem den § 8a SGB VIII. In schwierigen Situationen stehen dem Jugendamt weitere Fachkräfte (Psychologen, Psychiater, Therapeuten etc.) für die Diagnostik zur Verfügung.
Für das Familiengericht erstellt das Jugendamt eine "gutachterliche Stellungnahme" (keine Diagnosen). In der Stellungnahme äußert sich das Amt zum Kindeswohl. Der theoretische Rahmen bildet dabei u.a. die Bindungstheorie und die Systemische Theorie bzw. Systemische Sozialarbeit (als Zusatzausbildung). Zur Vertiefung siehe auch ASD und Kindeswohlgefährdung.
Es gibt sicher einen Zusammenhang zwischen konflikthaften Trennungssituation zwischen den Eltern und der Eltern-Kind-Entfremdung. Als Stichwort dürfte "Rosenkrieg" genügen.
Die Sozialarbeit ist ein Gemischtwarenladen (was das Studium angeht) und in der Praxis findet dann eine Spezialisierung (nach Arbeitsfeld/Arbeitsgebiet) statt.
Das Jugendamt steht immer in der Kritik wenn eine konflikthafte Trennung im Raume steht. In den neunziger Jahren war dies die Diskussion über den "Mißbrauch mit dem Mißbrauch" und jetzt ist es "PAS".
Verfasst am: 14.03.09, 08:37 Titel:
hws - anscheinend habe ich Sie verletzt mit meinem Posting über Bastian, das tut mir aufrichtig leid und ich entschuldige mich dafür.
Es geht tatsächlich nicht um meine Scheidung, die ist bereits sieben Jahre her.
Beträfe mein Posting mich selbst, würde ich das offen sagen - siehe meine Anfragen wegen PKH-Rückweisung, Umgang usw.
Danke aber für die Erläuterung zum Thema Rosenkrieg und deren Ausführlichkeit.
Klaus, auch Dir ein Dankeschön für die Antwort und die Darstellungen zum Jugendamt.
Ich wollte mit meinem Ursprungsposting eigentlich fragen, was PAS nun genau ist, wie es definiert ist, woran es erkannt wird und inwieweit es in der deutschen Rechtssprechung verankert ist.
Alles, was ich gelesen habe, bezieht sich auf amerikanische Forschungsergebnisse und Fallbeispiele.
Im Netz bin ich auf Artikel von Fr. Anita Heiliger wie diesen hier http://www.kofra.de/htm/PDF/Pas.pdf gestoßen und darin wird nun wieder alles ganz "andersrum" gesehen.
Also nochmal meine Frage, mit der Bitte um Nachsicht und Geduld: WAS ist PAS und WER kennt sich damit stichhaltig im deutschen Recht aus?
ps: laut Aussage des Dr. Gardner waren in den 80er Jahren die Mütter jene, welche die Väter entfremdeten, in den 90ern Mütter und Väter, jetzt zunehmend (nicht sorgeberechtigte) Väter, die durch massive Herabwürdigung der Mütter die Kinder faktisch sich selbst entfremden.
pps: ich habe beruflich mit Kindern zu tun, daher interessiert mich dieses Thema.
Verfasst am: 14.03.09, 09:03 Titel:
Ich wollte mit meinem Ursprungsposting eigentlich fragen, was PAS nun genau ist, wie es definiert ist, woran es erkannt wird und inwieweit es in der deutschen Rechtssprechung verankert ist. ..
Hierzu hatte ich schon zu Wiki: "Eltern-Kind-Entfremdung" verlinkt.
Siehe auch Walter Andritzky: Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstruktur entfremdender Eltern in: Psychotherapie 7. Jahrg. 2002, Bd. 7, Heft 2.
Verfasst am: 14.03.09, 09:25 Titel:
und ich hatte den Link auch gesehen + benutzt, danke dafür.
Der gesamte Artikel bei Wiki ist folgendermaßen überschrieben:
Wiki hat folgendes geschrieben::
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Der Schwerpunkt des Artikels liegt in der Beschreibung des Geschlechterkonfliktes, nicht in der des Kindesleids (s. Disku). Eine Bearbeitung, welche die Perspektive Kindes innerhalb des Geschehens betont und die langfristigen Auswirkungen beschreibt, ist erforderlich.
Irgendwie klingen alle Veröffentlichungen zum Thema PAS, als ob die Verfasser selbst sich nicht einig sind und selbst Dr. Gardner scheint über die "inflationäre Verwendung als Waffe" entsetzt zu sein.
hws hatte ja geschrieben, dass selbst junge Kinder in der Lage sind zu erkennen, wer es nur gegen den Ex-Partner "gebrauchen" will - dies wird zum Abwenden des Kindes von diesem Elternteil führen und schlimmstenfalls unterstellt man dem Falschen die Gehirnwäsche.
Verfasst am: 14.03.09, 10:25 Titel:
Hallo MichaelaT,
wie so oft fehlt der ganzheitliche Ansatz, wenn sich "spezialisierte Spezialisten" zu einem Thema äußern. Das Ganze wird schnell ein Kampf der Theorien (Theorie als Modell) oder Ideologie, wenn sich eine Interessensvertretung (hier meist Väterorganisationen) eine Theorie besonders zu eigen macht.
Jede Zeit bringt ihre eigenen Theorien und Gegentheorien heraus. Was wahr oder nicht wahr ist, ist meist objektiv nicht überprüfbar.
Es reicht m.E. auch nicht aus sich mit den Arbeiten eines/r Wissenschaftler/in auseinander zu setzen. Neben den Büchern von Alice Miller und Anna Freud müßten m.E. auch die Bücher von Gisela Zenz u.a. gelesen werden.
Die damalige "erregte" Diskussion über den "Mißbrauch mit dem Mißbrauch" begann, nachdem die Frauenbewegung mit Tabu über den Mißbrauch zu reden und schreiben gebrochen hatte (statt vieler siehe Ursula Enders, Gisela Braun) und wurde ebenfalls von Väterorganisationen hochgepowert.
In/mit ihren Kindern begegnen sich Eltern ihrer eigenen Kindheit. Eigene ungelöste Kindheitskonflikte werden zu dem zur Problemlösung der nächsten Generation übertragen (Miller). Das traditionelle System Familie ist aus den Fugen geraten.
Bei einem Rosenkrieg werden die Interessen und Bedürfnisse von Kindern mit Füßen getreten. Die Frage: "Hört ihr die Kinder weinen" ist aktueller denn je, oder auch "Was hat man Dir, du armes Kind, getan?".
ich habe beruflich mit Kindern zu tun, daher interessiert mich dieses Thema.
Unter diesem Aspekt habe ich diese Zeilen geschrieben.
Verfasst am: 14.03.09, 10:46 Titel:
Danke für die Literaturverweise, ich habs mir ausgedruckt und beglücke jetzt anschließend die nette Dame der Bibliothek... zum Glück gibt es ja Fernausleihe, auch wenn es immer etwas länger dauert.
Was ist Deine Empfehlung, mit welchem Buch anfangen?
Ich muss dazu sagen, dass "lesen" bei mir immer etwas ausführlicher gerät - so mit Notizen auf Zetteln, Querverweisen und zusätzlich besorgten Hintergrundinfos.
Dankeschön im voraus und liebe Grüße,
Verfasst am: 14.03.09, 12:33 Titel:
hws - anscheinend habe ich Sie verletzt mit meinem Posting über Bastian, das tut mir aufrichtig leid und ich entschuldige mich dafür..
Wofür entschuldigen?
Ach Gott (nein, nicht M.A.S gemeint ) erstens sehe ich nix, was mich da verletzen könnte oder hätte.
Und Zweitens müsste da schon was richtig massives kommen, um einen alleinerziehenden Vater mit erfolgreicher Trennung "zu verletzen". ("das schaffen wir schon!" - sie erinnern sich?)
Das war eine eher lustig / scherzhaft gemeinte Bemerkung.
Mir fällt halt auf, dass sie sich viel mit "Scheidungskinderproblemen" befassen.
(Nicht unbedingt) ihre eigenen.
Diese Auseinandersetzung mehr auf der Gefühleseite diskutieren, denn auf der Paragraphenseite.
Sie etwas ... hmmm .. (zartbesaitet vielleicht?) sind.
Sie haben vermutlich bemerkt, dass man bei einer Trennung - insbesondere bei Rosenkrieg - auch mal hart sein muss. Nicht hinterhältig auf dem Rücken der Kinder seine Rache oder (kurzfristige) persönliche Vorteile ausnutzen, aber freundlich und bestimmt gewisse Forderungen bzw Zurückweisungen vertreten.
Jammern in so einer Situation hilft nix (bestenfalls der Gegenpartei)
Und um himmelwillen NEIN. Ich will ihnen nix, nicht kritisieren, nicht beleidigen ... ist halt so mein Eindruck und der ist nicht negativ.
Verfasst am: 15.03.09, 09:07 Titel:
huch - wo ist der Thread denn jetzt gelandet?
Hab ich irgendwas verkehrt gemacht oder so?
Hallo, hws - Danke für Dein Posting. Hat bei mir einige Beklemmung weggenommen, ich wollte echt nix Böses.
"Etwas zart besaitet" ist wahrscheinlich ein Volltreffer, ich bin Musikpädagogin. *lach*
Und selbst ein Scheidungskind, der Rosenkrieg wurde eine regelrechte Schlammschlacht.
Ich (Einzelkind, damals 7 Jahre alt) wurde von der gesamten Familie bestochen, genötigt, geködert, eingeschüchtert, gestreichelt und geschlagen - fürchterlich!
Vielleicht sind deshalb meine Antennen automatisch auf Empfang, wenn es um Kinder geht...
Hallo, liebe Fachleute
Liegt in diesem Fall von der KM verschuldetes PAS vor?
KV nicht sorgeberechtigt, gewalttätig und mit punktuellem Alkoholproblem. Kinder verweigern den Kontakt, nachdem KV mehrfach Unwahrheiten über die KM zu ihnen gesagt hat, KM wird verunglimpft und KV stellt sich als Opfer dar. Kinder wurden erpresst und genötigt bei Besuchskontakten ("Wenn ihr nicht...., dann bringe ich eure Mutter ins Gefängnis und ihr kommt ins Heim!")
Liegt durch die KM verschuldetes PAS vor?
Verfasst am: 15.03.09, 09:54 Titel:
ich habe den Thread verschoben, da dein Thema durchaus für eine virtuelle Schulung geeignet ist.
Bei dem Thema sind zudem verschiedene Disziplinen/Wissenschaften (Rechtswissenschaft, Psychologie, Soziologie, Pädagogik und Sozialwissenschaft usw.) betroffen.
Es ist also nichts schlimmes mit der Verschiebung passiert.
Verfasst am: 15.03.09, 12:22 Titel:
Kinder verweigern den Kontakt
Sieh an , und da befürchten sie, dass Kinder nicht unterscheiden konnen, wer sie "lieb hat" und wer sie "besch.. will"
Liegt durch die KM verschuldetes PAS vor?!
Ich weiss nicht ob man die Frage so stellen kann bzw ob PAS (schon) eine strafbare Handlung ist.
Verfasst am: 15.03.09, 12:48 Titel:
... man die Frage so stellen kann bzw ob PAS (schon) eine strafbare Handlung ist. ...
"PAS" (Begriff aus der Psychologie) wird sicher nicht als Rechtsbegriff Eingang in das BGB oder StGB finden. Aber es gibt den § 1684 BGB und den § 235 StGB.
Verfasst am: 15.03.09, 21:49 Titel:
Hallo hws
ich bin mir sicher, dass meine Kids wissen, dass ich sie wirklich lieb habe.
Ein Gutachten aus 2005 besagt, ich würde meine Ängste vor dem KV unbewusst auf die Kinder projizieren, die gegnerische Anwältin machte daraus "die KM instrumentalisiert" und nun heißt es "Die Umgangsverweigerung der Kinder könnte auf PAS zurückzuführen sein."
Klar - damals hatte ich einfach panische Anst vor ihm, das ist nun mal so nach jahrelanger schlimmster Misshandlung. Da auch die misshandelten Kinder Angst hatten, war nur begleiteter Umgang möglich (den ich auch nie boykottiert hab).
Wenn etwas "falsch läuft" so wie jetzt der Kampf mit dem Umgang, dann suche ich zuerst bei mir nach den Fehlern.
Aber egal, wie ich grüble und im Gedächtnis wühle: ich hab nie Schimpfworte gebraucht, ihn nie als Mistkerl hingestellt oder ihm die Pest an den Hals gewünscht. Auch nicht die Kinder geängstigt, immer wieder von den Vorfällen geredet.
Haben die Kinder mich gefragt, habe ich wahrheitsgemäß geantwortet und den Satz drangehängt "aber jeder Mensch kann sich ändern und das alles ist doch lange her".
Unsere Dame vom Jugendamt wollte mir verbieten, mit den Kindern über die Gewalterlebnisse zu reden - das wäre nicht meine Aufgabe. Mein Sohn hat seinen Vater einmal danach gefragt, dieser hüllte sich in Schweigen und die Dame vom Jugendamt fand dieses Verhalten prima.
Der Richter dagegen meinte zum KV "Natürlich haben Sie auf die Fragen zu antworten und es kann nur eine Antwort darauf geben: Ich habe Mist gebaut und es tut mir leid!"
Diese Antwort hat mein Ex jedoch nie gebracht.
Nach nur zwei unbegleiteten Kontakten, in welchen der KV sich als unschuldiges Opfer hinstellte, über mich kräftig herzog und die Kinder zu weiteren Kontakten zu erpressen versuchte, stellen sich Beide quer. Sohnemann ist knapp 12 und meinte letztens "Wenn du da hin willst, dann geh doch - ich jedenfalls nicht!"
(Sohnemann war drei bei unserer Trennung, für dessen Misshandlung bekam der KV die höchste Einzelstrafe).
Die gegnerische Anwältin beruft sich nun auf das Gutachten aus 2005, ignoriert meine erfolgreich absolvierte Gewaltverarbeitungstherapie und stellt mich als psychisch schwerst krank dar. (Ihr Satz, meine Gewalterlebnisse wären ja vielleicht sogar nicht mal unverschuldet - der zog mir glatt die Socken aus)
Im Netz habe ich jetzt folgendes gefunden, ich kopiere mal hier rein:
"Doch selbst Gardner erwähne, dass seine Theorie nicht anwendbar sei in Fällen, in denen Gewalt gegen das Kind, sexueller Missbrauch und Vernachlässigung die Umgangsverweigerung begründet (vgl. ebd.), während die deutschen Protagonisten der PAS-Theorie, allen voran Jopt/Behrend (2000), dies gar nicht in Betracht ziehen, sondern verweigernde Kinder als „Opfer eines Programmierungsprozesses“ darstellen, deren Willensäußerung nicht beachtet werden müsse."
Die Dame vom Jugendamt erklärte mir vor einiger Zeit, dass mir auch das Sorgerecht entzogen werden könne, wenn ich die Durchführung der Umgangskontakte nicht ermögliche.
Prompt stellte der KV einen Antrag auf Übertragung des alleinigen Sorgerechts, dieser wurde jedoch zurückgewiesen.
Gibt es für Gutachten eigentlich ein "Verfall-Datum"?
Damals war ich ein verschrecktes Etwas, heute gucke ich ihm mit geradem Rücken ins Gesicht und bekomme auch kein Herzflattern mehr.
Das Gericht hatte mir diese Therapie empfohlen, da laut Aussage des Staatsanwaltes die gesamte Famile schwerst traumatisiert war (der KV wurde rechtskräftig wegen 14facher Misshandlung Schutzbefohlener verurteilt).
Der KV hat weder die Antiagressionstherapie noch die Alkoholtherapie gemacht, weil er ja angeblich "gar nichts gemacht" hat.
Wie gehe ich nun mit dem Vorwurf um, ich würde die Kinder entfremden??
Im Laufe von 13 Verhandlungen wurden die Kinder zweimal begutachtet, zweimal durch Richter angehört, vom Jugendamt befragt, vom Verfahrenspfleger und einer Umgangspflegerin durchleuchtet. Sie haben die Nase gestrichen voll, wollen vom KV in Ruhe gelassen werden und meine Kleine weint, weil er "hässliche Sachen" über mich sagt.
Die gegnerische Anwältin sagt auch, Sohnemann könne sich an die Misshandlungen gar nicht mehr erinnern ... das wäre alles von mir "eingeimpft".
Das Kind war damals drei Jahre alt und im Lehrbuch der Kinderpsychologie steht, traumatische Erlebnisse hinterlassen bereits Kindern unter einem Jahr bleibende Spuren.
Noch eine Frage: Verlangt man von mir, die Kinder anzulügen, wenn sie nach "damals" fragen?
Fragen kommen zwangsläufig vor oder nach Besuchskontakten.
Wenn ich dann erzähle, damals wäre alles super und toll gewesen - wieso sind wir dann geschieden? Ich verliere an Glaubwürdigkeit, wenn ich nicht ehrlich bin.
Irgendwie drehen sich meine Gedanken im Kreis, immer wieder suche ich die Fehler bei mir. Die begleiteten Umgangskontakte waren völlig okay, ich hab die Kids immer gut drauf vorbereitet und sie teilweise sogar mit neuem Spielzeug dazu geködert. Bei unbegleiteten Kontakten hatte ich so meine Zweifel und immer hieß es, ich solle doch nicht übertreiben... und nun soll ich Schuld sein, dass die Kids "nein!" sagen.
Meine Gedanken drehen sich im Kreis, es ist fürchterlich.
PAS hängt wie ein Damoklesschwert über mir.
Liebe Grübelgrüße,
Verfasst am: 16.03.09, 09:26 Titel:
Uii, jetzt wirds persönlich, und damit meist subjektiv.
Selbst die Formulierung "A und B haben ..." bewirkt schon etwas Objektivierung, auch wenn man genau weiss, dass A der Schreiber ist, B seine Ex und der Fall sein persönicher Fall. (oder so Ähnliches)
Ich habe langsam dass Gefühl, sie möchten hier über ihre persönliche Situation reden und benutzen fremde Fälle, die eine ähnliche Situation haben.
Wenn ich sie persönlich oder/und bessr kennen würde, würde ich ihnen möglicherweise einen in den Hintern treten: "jetzt nimm gefälligst deinen Ar... hoch, wehr dich. Hör auf, dir alles gefallen zu lassen und über die Situation und den ach so bösen Ex zu jammern. Lern gefälligst "nein" zu sagen. Und bei der nächsten unrechtmäßigen Aktion des Ex SOFORT nein sagen und (evtl per Rechtsanwalt) dagegen vorgehen.
Selbst wenn das objektiv nicht viel Erfolg zeigt, merkt der Ex subjektiv, dass "das kleine Dummchen" sich nun nix mehr gefallen lässt und die Drohungen/Demütigungen nun nix mehr nützen.
Prügelknabe wird man nur dann, wenn man sich alles gefallen lässt. Da ist schwer wieder rauszukommen. Aber (besonders im Interesse der Kinder) wäre das nützlich und notwendig. Nicht, dass die auch noch Prügelknaben werden. Heute heisst das wohl Mobbingopfer. Und gemobbt wird auch nur der, der es sich gefallen lässt - ausser vielleicht der Chef will einen Angestellten loswerden, den er so einfach nicht kündigen kann.
So, das war der "Klartext". Wenn sie jetzt geschockt nen Weinkrampf bekommen, dann vergessen sie das ganze. Wenn sie nach dem Winkrampf vielleicht doch etwas selbstbewusster werden, dann freuit mich das für sie.
Auch wenn ich ab sofort ihr Hassgegner bin, der ihnen ja so viel Gemeinheiten gesagt hat.
Sie erinnern sich an meinen / Töchterschens Spruch: "wir schaffen das schon"? Diesen Spruch fand ich schon bei Bob, der Baumeister gut.
So, das wars mit persönlicher Ansprache, die ich im Forum auch nur dieses eine mal gemacht habe.
Ein Gutachten aus 2005 besagt, ich würde meine Ängste vor dem KV unbewusst auf die Kinder projizieren
Ist oft so, ängstliche Eltern haben oft ängstliche Kinder. Kinder eifern den Eltern nach - imguten wie im "schlechten". Daher mein Rat, Stärke zu zeigen.
ich hab nie Schimpfworte gebraucht, ihn nie als Mistkerl hingestellt oder ihm die Pest an den Hals gewünscht ...
Das muss man auch nicht. Das Kind merkt die Einstellung auch so. Ebenso wie: "das Kind merkt auch so, wer es lieb hat und wer es nur benutzen will"
Auch nicht die Kinder geängstigt, immer wieder von den Vorfällen geredet.
Es reicht, wenn das Kind merkt, dass SIE sich änsgstigen. Es übernimmt das Verhalten. (dummerweise)
Dann, wenn ein neueres Gutachten präsentiert (oder angeordnet) wird und dieses (in einigen Punkten zumindest) dem alten Gutachten widerspricht.
Urteile zum Unterhalt gelten auch solange, bis man eine Abänderungsklage einreicht.
Na prima, dann wird sie meine "klare Ansprache" wohl auch nicht aus der Bahn geworfen haben
In dem Alter vermutlich gar nicht mehr - wenn sie die Umgangskontakte nicht vorsätzlich torpedieren. Sie sollten auch nachweisen, dass sie den Kindern immer wieder gesagt haben: besucht doch mal wieder euern Vater.
Wenn ich heute Töchterchen(12) zwingen wollte, bestimmte "uncoole" Sachen anzuziehen, würde ich scheitern. Mag auch daran hängen, das ich sie zur Selbständigkeit erzogen habe.
Wer verlangt das? Komplett anlügen würde ich nie - hab ich auch nie gemacht. Mit einem "nun ja, aber.." vielleicht auf die zweispältige Situation hinweisen.
Zum Mobbingopfer macht man sich oft selbst durch ständiges Nachgeben. Probieren sie's auch mal mit der "wir schaffen das schon" Motivation.
(Mist, schon wieder kaum was rechtlich relvantes in meinem Beitrag )