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Timestamp: 2018-12-12 06:59:18
Document Index: 190087417

Matched Legal Cases: ['§ 291', '§ 291', '§ 291', '§ 9', '§ 9', '§ 119', '§ 119', '§ 291', '§ 291', '§ 8', '§ 12']

Alles zur TI-Anbindung - KZV Sachsen-Anhalt
Alles zur TI-Anbindung
Elektronische Gesundheitskarte / Vernetzung im Gesundheitswesen
Die elektronische Gesundheitskarte und die mit ihr verbundene Telematikinfrastruktur (TI) gilt als eines der wichtigsten Reformprojekte im deutschen Gesundheitswesen. Seit mehr als zehn Jahren ist die Karte Dauerthema in der gesundheitspolitischen Debatte.
Mit zahlreichen Speicherfunktionen ausgestattet, sollte die Karte Informationen über den Gesundheitszustand der Patienten liefern können. Nach den Vorstellungen des Gesetzgebers sollen dadurch kostspielige Doppeluntersuchungen vermieden und die Arzneimittelsicherheit gestärkt werden.
Mit dem zum 01.01.2004 wirksam gewordenen Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) wurde das Ziel der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für alle Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen gesetzt. Spätestens zum 1. Januar 2006 sollte die eGK eingeführt werden (bundesweiter Rollout) und die bisherige Krankenversichertenkarte ablösen.
Die endgültige Umstellung auf die elektronische Gesundheitskarte erfolgte dann aber erst zum 1. Januar 2015. Seit diesem Zeitpunkt ist die alte Krankenversichertenkarte unabhängig kein gültiger Versicherungsnachweis mehr.
Für den weiteren Aufbau der Telematik-Infrastruktur fordert der Gesetzgeber die technische Umstellung in allen Praxen Deutschlands. Die Umstellung soll künftig den Austausch von Informationen zwischen Zahnärzten, Krankenkassen und KZVen über ein Intranet ermöglichen. Dieser sogenannte "Online-Rollout" erfolgt schrittweise.
Umsetzungsstand in Sachsen-Anhalt (Stand: 03.12.2018)
Zahnärztinnen und Zahnärzte im Besitz eines elektronischen Heilberufsausweises 1.250
Beantragte Praxisausweise (SMC-B-Karte) 1.004
An die Telematik-Infrastruktur angebundene Praxen 658
Nach aktueller Gesetzgebung muss die Anbindung der Zahnarztpraxen an die Telematik-Infrastruktur im Gesundheitswesen bis zum 30. Juni 2019 erfolgen, da sonst rückwirkend Sanktionen (Kürzung der Vergütung) greifen. Das heißt, dass ab dem 30.06.2019 in der Praxis der Abgleich bzw. die Aktualisierung der Versichertendaten auf der eGK mit den zentral gespeicherten Daten der Krankenkassen erfolgen muss.
Im Gesetz ist aber auch festgelegt, dass Praxen bis zum 31. März 2019 alle Komponenten für die Telematikinfrastruktur (TI) bestellen und dies bei der KZV nachweisen müssen. Anderenfalls sind Honorarkürzungen vorgesehen.
Um die neuen gesetzlichen Fristen einzuhalten, müssen Sie bis zum 31.03.2019 (!) ein TI-Installationspaket bestellen und einen Installationstermin vereinbaren, der vor dem 30.06.2019 datiert ist.
Sonst droht ab dem 01. Juli 2019 die gesetzlich vorgegebene Honorarkürzung rückwirkend für alle Leistungen, die ab dem 01.01.2019 erbracht wurden.
Welche ersten Schritte sie für die Anbindung ihrer Praxis unternehmen müssen und welche technischen Geräte sie benötigen, möchten wir ihnen im Folgenden erklären.
Einen guten Überblick zu dieser Thematik gibt die Informationsbroschüre der KZBV „Anbindung an die Telematikinfrastruktur“ und das Informationsvideo „TI in Zahnarztpraxen – So geht’s!“. Die Broschüre und das Video finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
12.11.2018: Fristverlängerung bei der TI-Anbindung beschlossen
Der Deutsche Bundestag hat den Gesetzentwurf des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) am Freitag, den 9. November 2018 in 2. und 3. Lesung beschlossen. Im Gesetz ist festgelegt, dass Praxen bis zum 31. März 2019 alle Komponenten für die Telematikinfrastruktur (TI) bestellen und dies bei der KZV nachweisen müssen. Andrenfalls sind Honorarkürzungen vorgesehen.
Die endgültige Frist für die Anbindung der Praxen an die TI ist der 30. Juni 2019. Praxen, die dann noch nicht an die TI angeschlossen sind und noch nicht das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte durchführen können, werden mit Honorarkürzungen von einem Prozent sanktioniert.
Um die neuen gesetzlichen Fristen einzuhalten, müssen Sie daher bis zum 31.03.2019 (!) ein TI-Installationspaket bestellen und einen Installationstermin vereinbaren, der vor dem 30.06.2019 datiert ist.
Juli 2018: Zweiter Konnektor zugelassen und bestellbar
Die gematik GmbH hat die Zulassung für den Konnektor der T-Systems International GmbH erteilt. Damit kann die Telekom Deutschland GmbH neben der CompuGroup Medical SE als zweiter Anbieter ein Komplettpaket aller notwendigen Komponenten für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur anbieten. Weitere Informationen unter:
https://geschaeftskunden.telekom.de/startseite/426284/medical-access-port-bundle.html
Bitte stimmen Sie sich mit Ihrem Abrechnungssoftwarehersteller ab, welcher Konnektor am besten für Ihre Praxis geeignet ist.
03. Juli 2018: Mobile Kartenleser für die TI
Die mobilen Kartenterminals von Ingenico Healthcare und das baugleiche Gerät der Cherry GmbH haben das Zulassungsverfahren der gematik erfolgreich durchlaufen. Bei der neuen Version werden die Versichertendaten schon im mobilen Kartenterminal ausgewertet, um beispielsweise eine abgelaufene elektronische Gesundheitskarte zu erkennen. Diese Version ist zudem notwendig, um auch nach der bundesweiten Einführung des Online-Abgleichs der Versichertenstammdaten alle Versichertendaten von der Gesundheitskarte auslesen zu können. Für die Bestandsgeräte von Ingenico Healthcare und der Zemo GmbH wurde zudem ein Update zugelassen.
Beachten Sie, wenn Sie ein mobiles Kartenterminal einsetzen wollen, dass eine (zusätzliche) SMC-B Karte benötigt wird. Alternativ kann auch der eHBA dafür eingesetzt werden.
15. Juni 2018: Weiterer Anbieter für elektronischen Praxisausweis: T-Systems
Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat mit T-Systems einen zweiten Anbieter für die Ausgabe von elektronischen Praxisausweisen (SMC-B) an Zahnarztpraxen zugelassen. Bislang war die Bestellung der Karte nur bei der Bundesdruckerei möglich.
Die SMC-B-Karte ist der elektronische Ausweis für Ihre Praxis. Mit dieser Karte weist sich die Praxis als berechtigter Teilnehmer der Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen aus.
Der Vorgang zur Beantragung und Bestellung des Praxisausweises beginnt auf der Internetseite der KZV Sachsen-Anhalt. Hier melden Sie sich mit Ihrem elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) an.
Hilfestellungen zur Beantragung finden Sie auf unserer Internetseite unter:
https://www.kzv-lsa.de/index.php/alles-zur-ti-anbindung.html
Weitere Hinweise und die Preise der anbietenden Firmen finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten:
https://www.bundesdruckerei.de/de/Newsroom/Aktuelles/Informationen-zum-neuen-Praxisausweis
https://geschaeftskunden.telekom.de/startseite/425796/praxisausweis.html
Im Zuge des Antragsverfahrens werden Sie aufgefordert, Ihre bei uns vorliegenden Daten (Stammdaten) auf Aktualität und Richtigkeit zu prüfen. Daraus resultierende Änderungen Ihrer Stammdaten müssen Sie schriftlich (per E-Mail / Fax / Post) an die Zulassungsstelle bei der KZV Sachsen-Anhalt übermitteln (Mail: zulassung@kzv-lsa.de, Fax: 0391 6293 234).
Ihre Daten werden nach Eingabe am Folgetag im System aktualisiert.
13. Juni 2018: Erhöhung der Pauschalen für die Praxisausstattung
Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat sich mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) auf die Anpassung der Erstattungspauschalen für die Anbindung der Zahnarztpraxen an die Telematikinfrastruktur (TI) geeinigt. Demnach wird die Bruttopauschale für das dritte Quartal 2018 auf 1.719 Euro erhöht. Ab dem vierten Quartal 2018 wird eine neue Pauschale von 1.547 Euro festgelegt.
Die KZBV geht davon aus, dass innerhalb der kommenden Monate Konnektoren weiterer Hersteller von der gematik zugelassen werden. KZBV und GKV-SV werden sich vor dem Hintergrund der dann vorliegenden Marktsituation noch einmal über die geltende Vereinbarung verständigen und die Pauschalen gegebenenfalls ab dem Folgequartal anpassen. Die Möglichkeit der Anpassung der Pauschalen an die tatsächliche Marktsituation ist fester Bestandteil der Grundsatzfinanzierungsvereinbarung zwischen KZBV und GKV-SV.
Patienteninformation: Probleme beim Einlesen der eGK
In Zahnarztpraxen, die bereits an die Telematik-Infrastruktur (TI) angebunden sind, kommt es vereinzelt noch immer zu Problemen beim Einlesen der Gesundheitskarte. Alte Versichertenkarten werden nach der Installation der neuen TI-Komponenten nicht mehr als gültiger Versichertennachweis akzeptiert.
Dies betrifft eGKs der Version < G1+ oder tatsächlich abgelaufene Karten. In vielen Fällen liegt das Versäumnis bei den Versicherten, die von Ihrer Krankenkasse bereits eine neue, gültige eGK erhalten haben, aber die alte Karte weiterhin benutzen.
Die KZV hat zur Auslage in den Praxen oder als Handreichung an die betreffenden Patienten eine Information vorbereitet.
Patienteninformation: Probleme beim Einlesen der Gesundheitskarte
15. Mai 2018: Die KZBV zur aktuellen Diskussion in den Medien über die Zukunft der elektronischen Gesundheitskarte (eGK)
Die in den vergangenen Tagen geführte Diskussion um die eGK zielte insbesondere auf die Frage ab, in welcher Form Patienten künftig einen schnellen, sicheren und unkomplizierten Zugang zu ihren eigenen Gesundheitsdaten erhalten sollten. Die grundsätzliche Einführung der TI und somit die digitale Vernetzung der Teilnehmer des Gesundheitswesens stand dabei ausdrücklich nicht zur Disposition. Die momentan im Aufbau befindliche TI ist aus Sicht der KZBV grundsätzlich eine sinnvolle und zugleich sichere Kommunikationsplattform für Zahnärzte, Kostenträger, andere Heilberufe und Krankenhäuser. Deshalb wird die KZBV auch weiterhin aktiv die Einführung der TI fördern und damit zu einer erfolgreichen Digitalisierung im Gesundheitswesen beitragen. Der laufende bundesweite Rollout der TI in den Zahnarztpraxen wird daher folgerichtig auch unverändert fortgesetzt.
Die KZBV appelliert ansonsten an die Politik, durch missverständliche Interviewäußerungen und Presseverlautbarungen nicht weiter zur Verunsicherung in den Praxen beizutragen und damit den anspruchsvollen Rollout der TI zusätzlich zu hemmen. Gleiches gilt für die durch den Gesetzgeber angedrohten Sanktionen für Praxen in Form von Honorarabschlägen. Solche Strafmaßnahmen sind für eine Beschleunigung des Projekts der falsche Weg, denn sie befördern Misstrauen an Stellen, an denen Vertrauen dringend benötigt wird. Aus diesem Grund macht sich die KZBV auch noch einmal ausdrücklich für eine Fristverlängerung für den flächendeckenden Rollout stark. Diese Frist sollte aus unserer Sicht mindestens bis zum 1. Juli 2019, idealerweise aber bis zum 31. Dezember 2019 laufen."
Nach der Bundesdruckerei hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) mit T-Systems einen zweiten Anbieter für die Ausgabe von elektronischen Praxisausweisen an Zahnarztpraxen zugelassen.
Von dem neuen Anbieter erhofft die KZBV mehr Wettbewerb und mehr Bewegung in der Preisgestaltung der Praxisausstattung für die Anbindung an die TI.
Die Beantragung über T-Systems wird in Kürze möglich sein. Hinweise zu den Preisen von T-Systems und der Bundesdruckerei erhalten Sie hier:
Konditionen der Bundesdruckerei:
https://www.bundesdruckerei.de/de/Service-Support/Service/elektronischer-Praxisausweis-SMC
Konditionen von T-Systems:
https://www.ehealth-telematik.com/smc-b-fuer-aerzte/
Umgang mit ungültigen bzw. veralteten Versichertenkarten (eGK)
Nachdem die ersten Zahnarztpraxen in Sachsen-Anhalt an die Telematik-Infrastruktur angebunden sind, kommt es vermehrt zu Anfragen, weil durch die neuen Komponenten in den Praxen einige Versichertenkarten (eGK) nicht mehr eingelesen werden können.
Dies betrifft Versichertenkarten der 1. Generation der eGK. Diese sind seit dem 01.10.2017 ungültig, jedoch noch immer im Umlauf.
Bei Patienten, die mit diesen Karten in die Praxis kommen, kommt es daher beim Einlesen zu Fehlermeldungen.
Irritationen entstehen vor allem dann, wenn ein Patient kurz zuvor mit derselben eGK beim Hausarzt vorstellig wurde und seine Karte dort problemlos eingelesen werden konnte. Dies liegt daran, dass nach der Ausstattung mit den neuen Komponenten zur TI-Anbindung eine wesentlich gründlichere Prüfung der eKG bezüglich des auf ihr enthaltenen Zertifikates erfolgt.
Meist betrifft es alte eGKs (Version < G1+) oder tatsächlich abgelaufene Karten, welche die betreffende Kasse oder der/die Patient(in) nicht ausgetauscht haben.
Da es sich in diesen Fällen um einen ungültigen Leistungsanspruchsnachweis handelt, darf das Ersatzverfahren auf keinen Fall durchgeführt werden.
Ggf. sollte ein schriftlicher Versichertennachweis des Patienten angefordert werden.
In vielen Fällen liegt das Versäumnis bei den Versicherten, die von Ihrer Krankenkassen bereits eine neue, gültige eGK erhalten haben, aber die „alte“ Karte weiterhin benutzen. Patienten, die Ihnen gegenüber Unmut äußern, sollten auf diesen Umstand hingewiesen werden.
Als Hilfestellung möchten wir Sie auf ein von der KZBV zur Verfügung gestelltes Merkblatt „Fehlermeldungen bei Prüfung der eGK“ hinweisen:
Merkblatt „Fehlermeldungen bei Prüfung der eGK“
Erster Schritt: Beantragung des eHBA bei der Firma medisign
Damit ihr Softwareunternehmen die technischen Umsetzungen in ihrer Praxis vornehmen kann, müssen sie im Besitz des Praxisausweises sein. Mit dieser Karte weisen Sie sich als berechtigter Teilnehmer der Telematikinfrastruktur aus.
Im Rahmen der neuen technischen Ausstattung ihrer Praxis für die Telematikinfrastruktur wird die Karte in das Kartenterminal gesteckt und in der Regel morgens durch die Eingabe einer PIN aktiviert.
Der eHBA ist auch Voraussetzung, um Ihren Praxisausweis (SMC-B-Karte) beantragen zu können.
!!! Bitte beachten Sie: Die Beantragung des Praxisausweises (der SMC-B-Karte) ist nur mit dem eHBA möglich !!!
Das hat mit dem vorgeschriebenen Authentifizierungsverfahren zu tun. Dieses haben Sie mit dem eHBA bereits durchlaufen und müssen es somit nur einmal durchführen. Somit ist gewährleistet, dass Sie persönlich als Zahnarzt den Antrag stellen.
Um Verzögerungen an dieser Stelle zu vermeiden, raten wir daher allen Zahnärztinnen und Zahnärzten, die noch nicht im Besitz des elektronischen Heilberufeausweises sind, den eHBA schnellstmöglich zu beantragen.
Der elektronische Heilberufeausweis müssen Sie über die Firma Medisign (www.medisign.de) beantragen. Fragen hierzu richten Sie bitte an Medisign oder an die ZÄK Sachsen-Anhalt.
Geeignete Kartenlesegeräte
Für die Nutzung des elektronischen Heilberufeausweises (eHBA) können viele, derzeit in den Praxen verwendete Kartenlesegeräte nicht genutzt werden. Wir empfehlen im Hinblick auf die zukünftige allgemeine Nutzung außerhalb der Telematik-Infrastruktur sowie speziell für die Nutzung auf der Internetseite der KZV Sachsen-Anhalt die Kartenleser Cherry ST2000 oder REINER SCT.
Zwingende Voraussetzungen in Ihrer Praxis / Checkliste zur Vorbereitung der Installation
Ihre Praxis wird an die Telematikinfrastruktur angeschlossen? In der Regel ist Ihr IT-Dienstleister Ihr primärer Ansprechpartner. Dieser wird auch die von Ihnen beauftragten Hardwarekomponenten wie das E-Health-Kartenterminal und den Konnektor am Installationstag zur Verfügung stellen.
Damit am Installationstag alles Notwendige vorliegt und Ihr Praxisbetrieb so wenig wie möglich eingeschränkt wird, soll diese Checkliste Sie bei der Vorbereitung unterstützen:
Externer Link: Checkliste Zahnarztpraxis
Erst dann entsteht gegenüber der KZV ein Anspruch auf Erstattung der Kosten für die Erstaus-stattung mit den in der Vereinbarung genannten Komponenten und Diensten.
Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten, die Erklärung zum Nachweis der Anbindung an die Telematikinfrastruktur zu gegebener Zeit auszufüllen und umgehend an die KZV Sachsen-Anhalt per Fax oder per Post zurück zu schicken.
Praxisinfo der KZBV: Anbindung an die Telematikinfrastruktur
Die KZBV hat die Praxisinformation „Anbindung an die Telematikinfrastruktur – Informationen für Ihre Praxis“ veröffentlicht. Die neue Publikation gibt Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten hinsichtlich der Telematikinfrastruktur Antworten auf alle Fragen zu der notwendigen technischen Ausstattung und Finanzierung. Zudem enthält sie übersichtliche Checkliste, Tabellen sowie Tipps und Hinweise, wie sich die Praxen auf den Einstieg in die Telematikinfrastruktur rechtzeitig vorbereiten können.
Praxisinfo: Anbindung an die Telematikinfrastruktur
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur SMC-B und eGK
Die KZBV hat auf ihrer Internetseite die FAQ-Liste zur SMC-B im Online-Produktivbetrieb mit Stand
29.08.2018 veröffentlicht.
Die FAQs wurden an den aktuellen Stand der Finanzierungsvereinbarung angepasst. Dies betrifft
die Antwort auf die Frage nach den SMC-B-Kosten (Frage 11).
Zeitgleich wurde die aktualisierte FAQ-Liste zur eGK veröffentlicht. Im Wesentlichen wurden die Informationen zum Stand der Einführung weiterer Anwendungen der eGK aktualisiert sowie eine Erläuterung zur Vorgehensweise bei Ungültigkeitsmeldung der eGK durch das PVS ergänzt.
Darüber hinaus haben wurden die Informationen zu Anschaffung und Einsatz geeigneter Kartenterminals
entfernt, da sie sich auf Geräte ohne Zulassung für den Online-Produktivbetrieb beschränkten.
FAQs zur SMC-B Stand 29.08.2018
FAQs zur eGK Stand August 2018
Informationsvideo: TI in Zahnarztpraxen – So geht’s!
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch den neuen Erklärfilm, welcher von der KZBV und der KZV Sachsen produziert wurde. Erläutert werden darin im Detail die notwendige Ausstattung und Schritt für Schritt der entsprechende Einrichtungsprozess der verschiedenen Elemente.
Das Video können Sie über den nachfolgenden Link auf dem Videoportal "vimeo" abrufen.
Erklärfilm zur TI
Ute Freber: Zulassung, ute.freber@kzv-lsa.de, Tel.: 0391 6293 271, Fax: 0391 6293 234
Mandy Baumgardt: Zulassung, mandy.baumgardt@kzv-lsa.de, Tel.: 0391 6293 272, Fax: 0391 6293 234
Fragen zur Gutschrift der Refinanzierungssumme richten Sie bitte an die Mitarbeiterinnen der Abteilung Finanzen.
Mit der Einführung der eGK wurden zumindest auf Versichertenseite die Voraussetzungen für eine umfassende elektronische Vernetzung im Gesundheitswesen geschaffen. Ziel ist der Aufbau eines sicheren Netzwerks, in dem auch Krankenhäuser, Ärzte und Zahnärzte online angebunden sind.
Für den Aufbau einer solchen Telematikinfrastruktur und die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sind gemäß § 291 a SGB V die Organisationen der Selbstverwaltung zuständig. Zur Erfüllung ihrer gemeinsamen Aufgaben haben die Organisationen der Selbstverwaltung die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) gegründet.
Aufgabe der gematik ist es, die technischen Vorgaben einschl. eines Sicherheitskonzeptes zu erstellen sowie Inhalt und Struktur der Datensätze für deren Bereitstellung und Nutzung festzulegen. Darüber hinaus stellt die gematik die notwendigen Test- und Zertifizierungsmaßnahmen sicher.
Träger der vom Gesetzgeber initiierten gematik sind die Spitzenorganisationen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), also auch die KZBV und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK).
E-HEALTH-GESETZ: SANKTIONEN UND FRISTEN AUCH FÜR DIE ZAHNARZTPRAXEN
Interessenkonflikte der Akteure, Datenschutzbedenken und technologische Fragen dominieren den Diskurs um die eGK und die Einführung der TI. Aufgrund zahlreicher Verzögerungen in der Umsetzung beschloss der Gesetzgeber das "Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)".
Das E-Health-Gesetz ist zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Es enthält einen Fahrplan für die Einführung einer digitalen Infrastruktur und die Einführung von Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte.
Diese Maßnahmen sind mit Frist- und Sanktionsregelungen verbunden. Spätestens ab dem 01.07.2018 soll der sog. Wirkbetrieb der Online-Anbindung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) beginnen (Online-Rollout). Das bedeutet, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK) endlich mit Anwendungen bestückt wird.
Bitte beachten Sie: Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 3. November 2017 die Verordnung zur Verlängerung der Frist nach § 291 Absatz 2b Satz 14 SBV V bis zum 31.12.2018 beschlossen.
Der Wirkbetrieb beginnt in einem ersten Schritt mit dem sogenannten Versichertenstammdatenmanagement („VSDM“) durch die Zahnarztpraxen. Dabei werden die auf der eGK gespeicherten Versichertenstammdaten mit den bei der Kasse gespeicherten Daten abgeglichen und online aktualisiert.
Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass jedem Zahnarzt, der nicht bis zum 31.12.2018 mit seiner Praxis online ist, seine Leistung so lange um ein Prozent gekürzt wird, bis er die Prüfung durchführt.
Externer Link: Veröffentlichung des Gesetzestextes im Bundesgesetzblatt am 28.12.2015
TECHNISCHE AUSSTATTUNG DER PRAXEN
Die (technischen) Voraussetzungen in den Praxen:
Internetanschluss (Empfehlung: wenigstens 1 MBit/s Upload) und Router
wenigstens eine weitere Steckdose für den Konnektor
zwei Netzwerkdosen
ein weiterer Stromanschluss für den Konnektor
Software-Update des Praxis-Verwaltungssystems durch den jeweiligen Hersteller
Sicherheitshalber sollten Sie die Gegebenheiten Ihrer Praxis durch den Systembetreuer prüfen lassen. Auch der Anbieter Ihrer Praxissoftware (PVS) kann Ihnen zusätzliche Hinweise geben.
Um die Telematikinfrastruktur (TI) nutzen zu können, benötigen Vertragszahnärzte verschiedene Komponenten und Dienste. Alle müssen von der gematik für den Einsatz in der TI zugelassen sein. Die gematik wird auf ihrer Internetseite veröffentlichen, welche Komponenten zugelassen sind.
Die neue Hardwareausstattung besteht aus:
Konnektor und
Kartenleser (zugelassenes e-Health-Kartenterminal / eHKT),
einem angepassten Praxisverwaltungssystem (PVS) und
einem elektronischen Praxisausweis (SMC-B)
eventuell ein mobiles Kartenlesegerät
Vor der Bestellung von Komponenten sollten Sie sich am besten zunächst an ihren PVS-Hersteller beziehungsweise ihren Systembetreuer wenden, da für den Anschluss an die TI auch das PVS angepasst werden muss.
Über einen Konnektor erfolgt die Anbindung der Praxis an die Telematikinfrastruktur. Der Konnektor fungiert ähnlich einem DSL-Router, allerdings auf einem deutlich höheren Sicherheitsniveau. Er ist mit dem eHealth-Kartenterminal und dem Praxisverwaltungssystem verbunden.
Für den Anschluss selbst beauftragen Praxen einen Dienstleister.
Die Konnektoren werden von der gematik zugelassen und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert.
Bestellung und Ausgabe der SMC-B
Der Konnektor kann nur dann eine Verbindung zur TI aufbauen, wenn die jeweilige Praxis registriert ist. Dazu dient eine Praxis- beziehungsweise Institutionskarte (SMC-B). Die Praxiskarte wird in das Kartenterminal gesteckt und in der Regel morgens durch die Eingabe einer PIN aktiviert.
Mit dieser Karte identifiziert sich die Praxis also als befugt für den Versichertenstammdatenabgleich, d.h. den Abgleich der auf der eGK des Patienten gespeicherten Daten mit seinen Daten auf einem zentralen Server.
Die Bestellung der SMC-B können Sie nach Anmeldung mit Ihrem eHBA auf der Internetseite der KZV Sachsen-Anhalt bereits durchführen. Über das Internetportal der KZV werden Sie die Praxiskarte bei einem zugelassenen Anbieter beantragen können.
Externer Link: FAQ Liste elektronischer Praxisausweis (KZBV)
Zahnärzte wurden seit 2011 mit eGK-fähigen Kartenterminals ausgestattet. Ihr altes Lesegerät ist nur für den Offline-Modus ausgelegt und muss daher ausgetauscht werden. Das neue eHealth-Kartenterminal muss den Online-Zugriff auf den Versichertenstammdatenserver via Konnektor ermöglichen.
Der VPN-Zugangsdienst stellt die gesicherte Verbindung zwischen der Zahnarztpraxis und den Versichertenstammdatenservern her. Diese Verbindung kann jedoch nur über zertifizierte Konnektoren erfolgen. Sprechen Sie sich mit Ihrem Anbieter ab, inwieweit der Konnektor für einen VPN-Zugangsdienst geeignet ist.
Damit man sich überhaupt bei einem VPN-Zugangsdienst registrieren kann, braucht man die freigeschaltete Praxiskarte (SMC-B).
Auch die Praxissoftware muss dann entsprechend angepasst werden. Zuständig hierfür sind die Anbieter.
Wichtig ist, dass der PVS-Anbieter die Praxissoftware für die Funktionen freischaltet. Bei der Auswahl eines vom PVS unabhängigen Komponentenanbieters sollten Sie darauf achten, dass die technischen Komponenten mit Ihrem PVS-System kompatibel sind.
Wie viele Konnektoren und Kartenterminals braucht die Praxis?
Dies hängt von der Größe, der Anzahl der Standorte und der IT-Struktur der Praxis ab sowie davon, welche digitalen Anwendungen zukünftig genutzt werden sollen.
Klar ist: Jeder Praxisstandort benötigt eine Standardausstattung mit den oben genannten Komponenten.
Worauf sollten Sie auch achten?
Der Anbieter, mit dem Sie einen Vertrag zur Bereitsstellung und Installation der technischen Komponenten eingehen, sollte als Dienstleistung auch folgende Dienste anbieten:
Einweisung und Schulung des Praxispersonals in der Handhabung der Geräte und zur Durchführung des VSDM, Umgang mit technischen Störungen
Erhalt der Funktionsfähigkeit der Komponenten: Updateservice und Wartung bei Defekten/Störungen
Die gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH hat im November 2017 erstmalig Zulassungen für Produkte und Dienste der Industrie zum bundesweiten Betrieb der ersten Anwendung Versichertenstammdaten-Management erteilt. Als erste haben das Zulassungsverfahren der gematik erfolgreich durchlaufen der Konnektor „KoCoBox MED+“ des Unternehmens KoCo Connector, das E-Health-Kartenterminal „ORGA 6141 online“ des Unternehmens Ingenico Healthcare, der VPN-Zugangsdienst des Unternehmens CompuGroup Medical Deutschland und die Bundesdruckerei als Anbieter von elektronischen Praxisausweisen.
Erfahrungsgemäß dauert eine solche Installation ca. fünf Stunden. Planen Sie dies also ein, wenn Sie einen Installationstermin vereinbaren.
FINANZIERUNG DURCH KOSTENTRÄGER
Die Finanzierung der Kosten und des Aufwandes für die technische Ausstattung der Praxen ist gesetzlich geregelt.
§ 291a SGB V sieht vor, dass die Aufwände der Telematikinfrastruktur von den Kostenträgern erstattet werden. Eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung ist auf Bundesebene zu treffen.
Abwicklung durch die KZV
Die Kosten für die Anschaffung und die Installation der neuen Komponenten sowie die Betriebskosten werden durch den GKV-Spitzenverband (GKV-SV) refinanziert. Die Erstattung der Kosten erfolgt über die KZV, welche dafür ein Antrags- und Änderungsverfahren anbieten wird.
Nach Anmeldung mit Ihrem eHBA haben Sie die Möglichkeit, sich auf der KZV-Internetseite über Ihren spezifischen Anspruch zur Refinanzierung zu informieren.
Gemäß der getroffenen Vereinbarung werden die erstmaligen Anschaffungskosten mit einer sogenannten Erstausstattungspauschale rückerstattet.
Die Höhe der Pauschalen wird so kalkuliert sein, dass sie die günstigsten Kosten eines Standard-Erstausstattungspaketes vollständig decken.
Für die Erstausstattung mit den genannten Komponenten und Diensten erhalten die anspruchs­berechtigten vertragszahnärztlichen Praxen je Standort eine Pauschale, die in Abhängigkeit von der Praxisgröße gestaffelt wird.
Komponenten und Dienste
1-3 Zahnärzte
4-6 Zahnärzte
> 6 Zahnärzte
Smartcard (Kartenlesegerät)
SMC-B („Teamkarte“ bzw. „Praxisausweis“)
1 je Zahnarzt
Die Refinanzierung der Komponenten durch die Krankenkassen wird über die jeweilige KZV gewährleistet.
Komponenten und Dienste: Pauschalbeträge
Zeitraum der Installation
Konnektor inkl. gSMC-K
ab 4. Quartal 2018 1.547,00
Stationäres E-Health-Kartenterminal inkl. gSMC-KT Unabhängig 435,00
TI- Startpauschale
Diese getroffene Vereinbarung war insbesondere hinsichtlich der quartalsweisen Reduzierung des Erstattungsbetrages für den Konnektor maßgeblich durch die entsprechende Schiedsamtsentscheidung über die Vereinbarung zwischen der KBV und dem GKV-SV präjudiziert. Der KZBV war es deshalb leider nicht möglich, für den vertragszahnärztlichen Bereich eine abweichende Erstattungs-Systematik zu vereinbaren.
Die Vertragspartner sind bei der Vereinbarung der Pauschalbeträge auch davon ausgegangen, dass die Kosten für die einzelnen Komponenten aufgrund des Wettbewerbs weiter absinken werden. Aus diesem Grund ist pro Quartal eine 10% Absenkung der Pauschalbeträge vorgesehen. Sollten sich die Gerätekosten entgegen dieser Vermutung anders entwickeln, werden die Pauschalen gemäß § 9 der Finanzierungsvereinbarung erneut verhandelt:
§ 9 der GFinV: Die Vertragspartner nehmen umgehend Verhandlungen zur Anpassung der Pauschalen auf, wenn sich neue Marktpreise ergeben sollten.
Zusätzlich zur Erstausstattung werden die nachfolgenden Pauschalen für die Kosten des laufenden Betriebes der Telematikinfrastruktur gezahlt:
Monatliche Betriebskostenpauschale
Vom 3. Quartal 2017 bis
einschließlich 2. Quartal 2018
Ab 3. Quartal 2018
Pauschale für Praxiskarte SMC-B
Als Einmalzahlung für 5 Jahre
Pauschale für HBA
Berechnung Ihres Erstattungsanspruchs
Eine individuelle Berechnung Ihres Erstattungsanspruchs können Sie über unsere Internetseite nach Anmeldung mit dem eHBA abrufen.
Nach Eingabe des von Ihnen prognostizierten Datums der Inbetriebnahme wird errechnet, wie hoch die Refinanzierung der Komponenten und Dienste bei Ihrer aktuellen Praxiskonstellation ist.
Eine Pauschale für ein mobiles Kartenterminal und eine weitere SMC-B wird gewährt, wenn die Praxis gegenüber der KZV entweder mindestens 30 Besuchsfälle im Vorjahr oder im aktuellen Jahr oder den Abschluss eines Kooperationsvertrages gemäß § 119b Abs. 1 SGB V nachweist, welcher den Anforderungen der Rahmenvereinbarung nach § 119b Abs. 2 SGB V entspricht.
Internetzugang und LAN
Der Zugang zum Internetzugang ist nicht Bestandteil Ihres Refinanzierungsanspruches zur TI-Anbindung. Mögliche Zugangs- und Anschlusskosten werden daher nicht (re-)finanziert. Hier wird davon ausgegangen, dass Anschlüsse an das Internet bereits in jeder Zahnarztpraxis vorhanden sind.
Sie bekommen lediglich eine Betriebskostenpauschale für den VPN-Zugangsdienst erstattet.
Weiterhin wird davon ausgegangen, dass in jeder Praxis ein Computernetzwerk (Lokal Area Network – LAN) existiert.
BMV-Z, Anlage 11: Grundsatzfinanzierungsvereinbarung zur Finanzierung der Maßnahmen nach § 291a Abs. 7b Satz 2 SGB V
BMV-Z, Anlage 11a: Pauschalen-Vereinbarung
BMV-Z, Anlage 11b: Vereinbarung einer Stichprobenprüfung
BMV-Z, Anlage 11c: Finanzierungsvereinbarung gem. § 291a Abs. 7b Satz 3 SGB V
ERKLÄRUNG ZUM NACHWEIS DER ANBINDUNG AN DIE TELEMATIK-INFRASTRUKTUR GEGENÜBER DER KZV
Erklärung zum Nachweis der Anbindung an die Telematikinfrastruktur gegenüber der KZV
ABLAUF DER ERSTEN PFLICHTANWENDUNG: VERSICHERTENSTAMMDATENABGLEICH (VSD)
Der Start des Online Rollouts Stufe 1 (ORS1) soll spätestens am 31.12.2018 mit dem Versichertenstammdatenabgleich (VSD) beginnen.
In den Zahnarztpraxen werden die Stammdaten der Patienten künftig on abgeglichen und bei Bedarf direkt auf der eGK und im Praxisverwaltungssystem aktualisiert. Das geschieht weitgehend automatisch beim Einlesen der eGK.
Einlesen der eGK
Nimmt der Patient das erste Mal im Quartal Leistungen der GKV in Anspruch, ist in der betreffenden Praxis der Abgleich durchzuführen. Der Vorgang findet weitgehend automatisch statt. Wie bisher stecken die Mitarbeiter am Empfang die KArte in das Kartenterminal. Es wird automatisch ein Verbindung zum Versichertenstammdatendienst der Krankenkassen aufgebaut und geprüft, ob der Versichertenstammdatenabgleich bereits durchgeführt wurde, falls nicht, ob neue Datensätze für die betreffende Karte vorliegen (z.B. Adress- und/oder Namensänderung) und diese ggf. aus der TI geladen und auf die Karte geschrieben.
1. Fall: Die Daten auf der eGK sind aktuell:
Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter am Empfang erhält eine entsprechende Meldung. Er oder sie entfernt die Karte aus dem Kartenterminal.
2. Die Stammdaten des Versicherten bei der Krankenkasse wurden aktualisiert. Die Daten auf der eGK sind somit nicht mehr aktuell:
Liegen der Krankenkassen aktualisierte Stammdaten vor, zum Beispiel eine neue Adresse, müssen die Daten auf
der Gesundheitskarte des Patienten entsprechend aktualisiert werden. Dies geschieht automatisch.
Der Mitarbeiter am Empfang kann die aktualisierten Daten dann auch direkt in das PVS übernehmen, ohne sie per Hand eingeben zu müssen. Nach erfolgreicher Aktualisierung erhält er eine entsprechende Meldung.
Der Mitarbeiter nimmt die Karte aus dem Kartenterminal.
3. Es besteht kein gültiges Versichertenverhältnis:
Der Mitarbeiter am Empfang erhält einen entsprechenden Hinweis. Dann greifen die Regelungen des Bundesmantelvertrages
(§ 8 BMV-Z) bzw. des Ersatzkassenvertrages (§ 12 EKVZ) zur Nichtvorlage eines gültigen Versicherungsnachweises.
Dauer eines Prüfvorganges
Die gesamte Prüfung der Daten eines Versichertern dauert in der Regel ca. 3-6 Sekunden, maximal jedoch 13 Sekunden. Dabei müssen Sie sich um nichts kümmern, denn die Geräte übernehmen alle Arbeitsschritte vom Datenabgleich im PVS bis zur Speicherung des Prüfnachweises selbst.
Ziel der gematik ist es aber, den gesamten Prozess auf sieben Sekunden zu begrenzen. Sollte der Online-Dienst einmal nicht erreichbar sein, wird die Online-Prüfung spätestens nach 30 Sekunden abgebrochen und eine erfolgreiche Überprüfung unterstellt. Das verhindert, dass der Praxisbetrieb aufgrund technischer Störungen unnötig unterbrochen wird.
Wichtig: Zuständig dafür, dass die Stammdaten auf dem neuesten Stand sind, bleibt der Patient. Er hat weiterhin dafür zu sorgen, dass seine Krankenkasse seine aktuellen Daten hat.
Pflichtanwendung ab dem 1. Juli 2018
Ab dem 01.07.2018 wird der VSD verpflichtend, d.h. bei Nichtdurchführung wird die Vergütung aller vertragszahnärztlichen Leistungen nach dem Willen des Gesetzgebers pauschal so lange um 1% gekürzt, bis die Praxis die Prüfung durchführt.
Die Voraussetzungen dafür sind eine neue Hardwareausstattung bestehend aus Konnektor und Kartenleser, einem angepassten Praxisverwaltungssystem (PVS) und einem elektronischen Praxisausweis (SMC-B). Die alten eGK-Lesegeräte sind nicht mehr verwendbar.
Einlesen der eGK mit einem mobilen Kartenlesegerät nocht nicht möglich
Beim Einlesen der eGK mit einem mobilen Kartenlesegerät, zum Beispiel bei Haus- und Heimbesuchen, können die Versichertenstammdaten noch nicht online geprüft werden.
In solchen Fällen ist auch eine nachträgliche Prüfung der Versichertenstammdaten nicht möglich, da für die Online-Prüfung immer die eGK vorliegen muss.
Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Krankenkassen haben derzeit noch zu regeln, wie dies mit der gesetzlichen Verpflichtung zur Online-Prüfung in Einklang gebracht werden kann.
Krankenkassen haben keinen Einblick in die Daten auf dem PC der Zahnarztpraxis
Die Krankenkassen werden weiterhin keinen Zugriff auf Praxissysteme haben und auch keine Zahnarzt-Patienten-Profile erstellen können. Identitätsdaten der Praxis werden nicht an die Kassen gesendet. Die Anfragen zur Aktualisierung der Versichertenstammdaten werden immer anonymisiert.
Die Anwendungen der eGK werden schrittweise eingeführt.
Die erste Anwendung, die einen Online-Zugang der Praxen voraussetzt, ist wie oben beschrieben, der Versichertenstammdatenabgleich in den Praxen. Der Gesetzgeber hat im E-Health-Gesetz festgelegt, dass der VSD ab 1. Juli 2018 von allen Praxen durchgeführt werden muss.
Als weitere Anwendungen sind vorgesehen:
Qualifizierte, elektronische Signatur (QES)
Sichere Kommunikation Leistungserbringer (KOM-LE)
KRANKENKASSEN HABEN KEINEN EINBLICK IN DIE DATEN DES PRAXIS-PCs
Sobald uns neue Informationen zur eGK-Onlineanbindung vorliegen, werden wir Sie zeitnah unterrichten.