Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=09.10.1986&Aktenzeichen=I%20ZR%2016/85
Timestamp: 2019-07-22 06:53:32
Document Index: 34267859

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 22', 'BGH', '§ 57', 'BGH', '§ 1', 'BGH', '§ 57']

BGH, 09.10.1986 - I ZR 16/85 - dejure.org
https://dejure.org/1986,1021
BGH, 09.10.1986 - I ZR 16/85 (https://dejure.org/1986,1021)
BGH, Entscheidung vom 09.10.1986 - I ZR 16/85 (https://dejure.org/1986,1021)
BGH, Entscheidung vom 09. Januar 1986 - I ZR 16/85 (https://dejure.org/1986,1021)
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Eigenverantwortliche Berufsausübung - Steuerberatung - Unternehmensberatung - Beratungstätigkeit - Steuerberatergebühr
"Unternehmensberatungsgesellschaft II"; Zahlung der Steuerberatergebühren durch einen Dritten
BGHZ 98, 337
NJW 1987, 1326
GRUR 1987, 176
im Parallelprozeß (I ZR 16/85) verklagten Steuerbevoll mächtigten 'in Lörrach als ihrem Erfüllungsgehilfen beantworten lassen, dessen Tätigkeiten insoweit ihr als e igene Hand 1ungen zuzurechne n. s ind .
berechnung demzufolge (vgl. § 22 der Steuerberatergebühren Verordnung vom 17.12.1981, BGBl. I S. 1442) als zu hoch erscheinen (siehe auch das in der Parallelsache ergangene Senatsurteil "Unternehmensberatungsgesellschaft II" vom 9.10.1986 - I ZR 16/85).
Mit diesem Ansatz weicht der Senat nicht etwa vom Urteil BGHZ 98, 337, 339 f ab; denn die Frage, ob Werbung mit einer Zusammenarbeit wie der hier durchgeführten sittenwidrig ist, hat nichts damit zu tun, ob der auf diese Zusammenarbeit gerichtete Vertrag auch im Innenverhältnis nichtig ist (…ebenso Gehre aaO. § 57 Rdn. 4).
Eine wirksame Steuerrechtspflege ist ein wichtiges Gemeinschaftsgut, zu dessen Wahrung eine Beschränkung der Freiheit der Berufsausübung gerechtfertigt sein kann (vgl. BVerfGE 55, 185, 196; 60, 215, 231; 69, 209, 218; BGH, Urt. v. 9.10.1986 - I ZR 16/85, GRUR 1987, 176, 177 f. = WRP 1987, 450 - Unternehmensberatungsgesellschaft II).
Ein Verstoß gegen diese Bestimmung, die auch für den Wettbewerb der Rechtsanwälte von Bedeutung ist, ist zugleich ein Verstoß gegen § 1 UWG, ohne daß es dafür auf das Vorliegen weiterer Umstände ankäme (vgl. BGHZ 79, 390, 400 - Apotheken-Steuerberatungsgesellschaft; 98, 330, 336 - Unternehmensberatungsgesellschaft I; 98, 337, 340 - Unternehmensberatungsgesellschaft II, für den Verstoß gegen § 57 Abs. 1 StBerG).