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Timestamp: 2018-02-18 07:21:56
Document Index: 341999400

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 18', 'Art. 30', 'Art. 25', 'Art. 23', 'Art. 29', 'Art. 31', 'Art. 18', 'Art. 34', 'Art. 48', 'Art. 47', 'Art. 42', 'Art. 40', 'Art. 4', 'Art. 23', 'Art. 4', 'Art. 40', 'Art. 31', 'Art. 36', 'Art. 35']

CLP das neue System zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen - PDF
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1 CLP das neue System zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen Chambre de Commerce, 3. Mai 2010 Dr. Arno P. Biwer Helpdesk REACH, & CLP Luxembourg 1 Inhalt 1. Einführung 2. Was ist CLP und ab wann gilt es? 3. Was ändert sich? Einstufung Kennzeichnung Sicherheitsdatenblatt Weiteres 4. Was muss ich tun? 5. Wo kriege ich Informationen? 2 1
2 1. Einführung 3 Stoffe, Gemische, gefährlich Stoff: (Art. 2(7) CLP): Chemisches Element und seine Verbindungen in natürlicher Form oder gewonnen durch ein Herstellungsverfahren, einschließlich notwendige Zusatzstoffe und Verunreinigungen, aber mit Ausnahme von Lösungsmitteln Beispiele: i Wasser, Salzsäure, Ethanol, Eisen, Benzin, Kochsalz, Ammonium, Kohlendioxid, Propan, Quarzsand, etc. Gemisch: (Art. 2(8) CLP): Gemische oder Lösungen, die aus zwei oder mehr Stoffen bestehen Beispiele: Reinigungsmittel, Farben, Lacke, Beton, etc. Gefährlich Gefährlich : (Art. 3 CLP): Stoff/Gemisch, der/das den Kriterien für physikalische Gefahren, Gesundheits- oder Umweltgefahren entspricht, ist gefährlich. Beispiele: Explosive Stoffe, enzündbare Feststoffe (physikalische Gefahren), ätzende Wirkung, krebserregend (Gesundheitsgefahren), gewässergefährdend (Umweltgefahren) 4 2
3 Einstufung + Kennzeichnung vor CLP Richtlinie 67/548/EWG*: für gefährliche Stoffe Richtlinie 1999/45/EG**: für gefährliche Zubereitungen/Gemische * RL 67/548/EWG zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe ** RL1999/45/EG zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung 5 gefährlicher Zubereitungen GHS Global Harmonisiertes System Starke Ausweitung des weltweiten Handels auch mit Chemikalien als Teil der Globalisierung Verschiedene Systeme zur Klassifizierung und Kennzeichnung von gefährlichen Chemikalien (EU, USA, Japan, Australien, Neuseeland, etc.) mit abweichenden Einstufungen und Kennzeichnungen Behinderung des Handels durch die unterschiedlichen Systeme Bsp: Stoff mit akuter Toxizität LD 50 = 257 mg/kg: US, Kanada, Japan: toxisch; Neuseeland: gefährlich; Europa, Australien, Malaysia, Thailand: schädlich; Indien: nicht-toxisch; China: nicht gefährlich GHS Globally Harmonized System (Global/Weltweit vereinheitlichtes System) Harmonisierung der Einstufung und der Kennzeichnung von Chemikalien auf UN-Ebene 6 3
4 2. Was ist CLP und ab wann gilt es? 7 CLP EU-Umsetzung von GHS Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 vom Dezember 2008, über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen engl. Classification, Labeling and Packaging g = CLP Umsetzung von GHS in der EU am in Kraft getreten unmittelbar anwendbar, d.h. keine nationale Umsetzung notwendig Verordnung (EG) Nr. 790/2009 = erste Anpassung an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt 8 4
5 CLP gilt nicht für Fertigerzeugnisse: Arzneimittel, Tierarzneimittel, kosmetische Mittel, Medizinprodukte und medizinische Geräte, Lebensmittel oder Futtermittel (inklusive Lebensmittelzusatzstoffe und Aromastoffe, Zusatzstoffe für die Tierernährung und Tierfutter) Transport gefährlicher Güter im Luft-, See-, Straßen-, Eisenbahn- oder Binnenschiffsverkehr (ADR) Abfall radioaktive Stoffe und Gemische Stoffe und Gemische in zollamtlicher Überwachung nichtisolierte Zwischenprodukte (Definition: Art. 2(22) CLP) nicht in Verkehr gebrachte Stoffe und Gemische für wissenschaftliche h Forschung und Entwicklung Stoffe oder Gemische im Interesse der Landesverteidigung 9 Ab wann gilt CLP. Übergangsfristen von 2010 bis 2015: Etikett Alte Kennzeichnung CLP Stoffe erlaubt bis erlaubt seit (+ 2 Jahre für Lagerbestände) zwingend ab Gemische erlaubt bis (+ 2 Jahre für Lagerbestände) erlaubt seit zwingend ab Hinweis: Auf Etikett nur alte oder neue Kennzeichnung nie beide! Sicherheitsda- tenblatt/klass. Alte Klassifizierung Stoffe zwingend bis Gemische zwingend bis CLP erlaubt seit zwingend ab erlaubt seit zwingend ab
6 3. Was ändert sich? Einstufung Kennzeichnung Sicherheitsdatenblatt Weiteres 11 Altes System CLP Einstufung I Einstufung = Beurteilung der Gefährlichkeit von Stoffen und Gemischen; jedoch nicht von Erzeugnissen (Ausnahme: Erzeugnisse mit Explosivstoffe) Umwandlungstabelle Anhang VII CLP Zubereitung CLP Gemisch Gefahrenkategorien 15 Gefahrenkategorien (explosiv, giftig, ätzend, umweltgefährlich ) Gefahrenklassen (Art der Gefahr) Untergliederung in Gefahrenkategorien (nach Schwere der Gefahr) 28 Gefahrenklassen, untergliedert in Kategorien: - 16 Klassen für physikalischen Gefahren (z.b. explosive Stoffe/Gemische) - 10 Klassen für Gefahren für die menschliche Gesundheit (z.b. karzinogene Wirkung) - 2 Klassen für Gefahren für die Umwelt (gewässergefährdend und die Ozonschicht schädigend) 12 6
7 CLP Beispiel Gefahrenklasse Kanzerogenität - Kategorien Alte Klassifizierung CLP-Klassifizierung Kriterien Kat. 1 Kat. 1A Nachweis beim Menschen Kat. 2 Kat. 1B Klarer Nachweis im Tierexperiment Kat.3 Kat. 2 Verdacht 13 CLP Einstufung II Einstufung durch Hersteller, Importeur oder nachgeschalteten Anwender (nach Kapitel II CLP): Kriterien in Anhang I CLP Einstufung von Stoffen basierend auf (Art. 5 CLP): Daten aus anerkannten Prüfmethoden, epidemiologische Daten und Erfahrungen über die Wirkungen beim Menschen, wie z. B. Daten über berufsbedingte Exposition und Daten aus Unfalldatenbanken neue wissenschaftliche Informationen alle anderen Informationen, die im Rahmen international anerkannter Programme zur Chemikaliensicherheit gewonnen wurden 14 7
8 CLP Einstufung III Einstufung von Gemischen (Art. 6 CLP): Basierend auf relevanten verfügbaren Informationen über das Gemisch selbst oder die darin enthaltenen Stoffe Bevorzugt Verwendung von Informationen über das Gemisch selbst Ausnahmen: Keine oder nur unzureichende (= nicht geeignete und zuverlässige) Daten zum Gemisch Gefahrenklassen Karzinogenität, Keimzellmutagenität und Reproduktionstoxizität Eigenschaften Bioabbaubarkeit b i und Bioakkumulierung innerhalb Gefahrenklasse gewässergefährdend Sondervorschriften in Artikel 14 zur Einstufung von Gemischen 15 CLP Gefahrenklasse Akute Toxizität - Kategorien Einstufung Kategorie 1 Kategorie 2 Kategorie 3 Kategorie 4 Signalwort Gefahr Gefahr Gefahr Achtung GHS Gefahrenpiktogramm Gefahrenhinweis (Bsp.) Lebens- Lebens- Gesundheits Giftig bei gefahr bei gefahr bei -schädlich Verschlucken Verschluckeschlucken Ver- bei Verschlucken 16 8
9 CLP - Geänderte Einstufungskriterien Beispiel: Akute Toxizität (bei oraler Aufnahme) * Directives = altes System ** Letale Dosis LD 50 (mg/kg Körpergewicht) Quelle: INRS 17 CLP Inhalt Kennzeichnungsetikett Name, Anschrift und Telefonnummer des bzw. der Lieferanten Nennmenge des Stoffes oder Gemisches in der Verpackung, die der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, sofern diese Menge nicht auf der Verpackung anderweitig angegeben ist Produktidentifikatoren tifik t (Name, Identifikationsnummer, CAS-Nr., Art. 18) Gefahrenpiktogramme (wo zutreffend) Signalwörter (wo zutreffend) Gefahrenhinweise / Hazard statements (wo zutreffend) Sicherheitshinweise / Precautionary statements (wo zutreffend) Ergänzende Informationen (wo zutreffend) 18 9
10 CLP - Gefahrenpiktogramme Neue Gefahrenpiktogramme (Anhang V CLP) 19 CLP Gefahrenpiktogramme Vermittlung einer bestimmten Information über die betreffende Gefahr Gefahrenpiktogramme verschiedenen Gefahrenkategorien zugeordnet. Ersetzen die alten Gefahrensymbole GHS 01: expl. Bombe GHS 02: Flamme GHS 03: Flamme über Kreis GHS 04: Gasflasche GHS 05: Ätzwirkung GHS 06: Totenkopf GHS 07: Ausrufezeichen GHS 08: Gesundheitsgefahr GHS 09: Umwelt 20 10
11 CLP Signalwörter Signalwörter geben Ausmaß der Gefahr an zwei Gefahrenausmaßstufen: f Gefahr : Signalwort für die schwerwiegenden Gefahrenkategorien; Achtung : Signalwort für die mit weniger schwerwiegenden Gefahrenkategorien Keine Entsprechung im bisherigen System 21 CLP Gefahrenhinweise Gefahrenhinweise (H-Sätze, H = Hazard) Gefahrenkategorien zugeordnet: Textaussage zu einer bestimmten Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie, die die Art und gegebenenfalls den Schweregrad der von einem gefährlichen Stoff oder Gemisch ausgehenden Gefahr beschreibt. Vergleichbar den alten R-Sätzen Alphanumerischer Code (Anhang III CLP) H2xx: physikalische Gefahren, z.b. H220: Extrem entzündbares Gas H3xx: Gesundheitsgefahren, z.b. H301: Giftig bei Verschlucken und H334: Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen H4xx: Umweltgefahren, z.b. H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung 22 11
12 CLP Sicherheitshinweise Sicherheitshinweise (P-Sätze, P = Precautionary): Textaussage, die eine (oder mehrere) empfohlene Maßnahme(n) beschreibt, um schädliche Wirkungen aufgrund der Exposition gegenüber einem gefährlichen Stoff oder Gemisch bei seiner Verwendung oder Beseitigung zu begrenzen oder zu vermeiden Vergleichbar den alten S-Sätzen Ein P-Satz ist meist mehreren Gefahrenkategorien zugeordnet Einer Gefahrenkategorien sind meist mehrere P-Sätze zugeordnet. Alphanumerischer Code (Anhang IV CLP) P1xx: Allgemeines, z.b. P102: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. P2xx: Prävention, z.b. P251: Behälter steht unter Druck: Nicht durchstechen oder verbrennen, auch nicht nach der Verwendung P3xx: Reaktion, z.b. P314: Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. P4xx: Aufbewahrung, z.b. P420: Von anderen Materialien entfernt aufbewahren. P5xx: Entsorgung, P501: Inhalt/Behälter zuführen. 23 CLP Kennzeichnungsetikett 24 12
13 CLP Was man noch zum Etikett wissen sollte I Anhang I CLP gibt für jede Kategorie die jeweiligen Gefahrenpiktogramme, Signalwörter, Gefahrenhinweise und Sicherheitshinweise an Rangfolgeregelung für Piktogramme, Gefahren- und Sicherheitshinweise reduziert den Umfang des Etiketts (Art CLP) Aktualisierung des Etiketts (Art. 30 CLP): unverzüglich, wenn Änderung der Einstufung oder Kennzeichnung des Stoffes oder Gemisches und die neue Gefahr größer ist oder wenn neue zusätzliche Kennzeichnungselemente erforderlich sind Spezifische Regeln zur Anbringung des Etiketts (Art CLP) Produktidentifikatoren für Gemische: Handelsnamen oder die Bezeichnung des Gemisches und Identität aller in dem Gemisch enthaltenen Stoffe, die zur Einstufung des Gemisches beitragen 25 CLP Was man noch zum Etikett wissen sollte II Ergänzende Informationen für besondere Stoffgruppen (Art. 25 CLP und Anhang II CLP), z.b.: bleihaltige Gemische: EUH201: Achtung! Enthält Blei. Nicht für den Anstrich von Gegenständen verwenden, die von Kindern gekaut oder gelutscht werden könnten. Pflanzenschutzmittel: EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten. Besondere Kennzeichnungsbedingungen für ortsbewegliche Gasflaschen, Gasbehälter für Propan, Butan oder Flüssiggas, Aerosolpackungen und Behälter mit aspirationsgefährlichen Stoffen oder Gemischen, Metalle in kompakter kt Form, Legierungen, polymerhaltige lti Gemische, elastomerhaltige Gemische, explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Art. 23 CLP). Ausnahmen von Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften für sehr kleine Verpackungen und unverpackte Stoffe und Gemische (Art. 29) 26 13
14 REACH* Sicherheitsdatenblatt wichtigstes Medium um Informationen in der Lieferkette weiterzugeben; muss kostenlos vom Lieferanten zur Verfügung gestellt werden SDB zweites Instrument neben Etikett zur Information über die Gefahren von Stoffen und Gemischen Definiert Anwendungsbedingungen und Risikomanagementmaßnahmen (um einen angemessenen Schutz der Gesundheit und der Umwelt sicherzustellen) REACH (Art. 31 und Anhang II REACH) Sicherheitsdatenblatt (SDB) notwendig (durch Hersteller, Importeur), wenn Stoff als gefährlich klassifiziert persistent, bio-akkumulierend und toxisch (PBT) oder sehr persistent und sehr bioakkumulierend (vpvb) Besonders besorgniserregend Sicherheitsdatenblatt (durch nachgeschalteten Anwender oder Lieferant) für Gemische erforderlich, wenn ein Inhaltsstoff gesundheitsgefährdend oder umweltgefährlich ( 1% w/w, bzw. 2% w/v) PBT, vpvb, besonders besorgniserregend ( 0,1%) Grenzwert für Exposition am Arbeitsplatz * Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) 27 Zusätzlich - Kontaktadresse (Kapitel 1) Änderungen Sicherheitsdatenblatt I Geänderte Kapitelreihenfolge Mögliche Gefahren = Kapitel 2; Zusammensetzung/Angaben zu Bestandteilen = Kapitel 3 Erweitertes SDB bei Herstellung >10 t/a (= Stoffsicherheitsbericht). Expositionsszenarien als Anhang zum SDB (Nutzung- und Expositionsbedingungen) 28 14
15 Änderungen Sicherheitsdatenblatt II Stoffe: Bis : Einstufung nach 67/548/EWG, optional CLP- Einstufung zusätzlich bis : beide verpflichtend Ab : nur noch CLP Gemische: Bis : Einstufung nach 1999/45/EG, optional CLP- Einstufung zusätzlich Ab : Nur noch CLP Produktidentifikatoren auf Kennzeichnungsetikett und in SDB sollen identisch sein (Art. 18 CLP). 29 Lagerung REACH/CLP Häufige Fehler Bsp SDB Benzol, Kap. 7: Lagerung: Dicht verschlossen. An gut belüfteten Ort. Von Zünd- und Wärmequellen entfernt. Bei C. Nur für Fachkundige zugänglich. Lösemittelbehälter bleiben über längeren Zeitraum geöffnet Stoffe zusammenlagern, die nicht zusammengelagert werden dürfen (Kap. 10: Zu vermeidende Stoffe: Mineralsäuren, Schwefel, ) Fehlende Hinweise, dass ein Stoff nicht mit Wasser gelöscht werden darf (Kap. 5: Geeignete Löschmittel: CO 2, Schaum, Pulver) 30 15
16 Schutzausrüstung: REACH/CLP Häufige Fehler Bsp: Fehlende Schutzkleidung bei Austausch von Bremsflüssigkeit o. Verarbeitung von Farben und Abbeizmitteln (Atemmaske, Handschuhe) Kap. 8: Handschutz: Bei Vollkontakt: Handschuhmaterial Viton, Schichtdicke: 0,70 mm, Durchbruchzeit: 480 min. Konkrete Anweisungen zur Handhabung aus Sicherheitsdatenblatt werden missachtet (Kap. 7: Arbeiten unter Abzug vornehmen. Stoff nicht einatmen) Sicherheitsdatenblätter oft nicht direkt verfügbar; obwohl wichtige Erste-Hilfe- Hinweise und Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung (Kap. 5: Nicht in Kanalisation gelangen lassen. Explosionsgefahr!) 31 Weitere Regelungen der CLP-VO I Alternativer Name eines Stoffes in einem Gemisch: Hersteller, Importeur oder nachgeschaltete Anwender können unter bestimmten Bedingungen für einen Stoff einen anderen Namen auf dem Etikett und im SDB verwenden, wenn dies Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse gefährden würden Gebührenpflichtiger Antrag bei der ECHA Ähnliche Regelung bereits in Richtlinie 1999/45/EG Besondere Anforderung an Verpackung von gefährlichen Stoffen und Gemische (Art. 34 CLP). Werbung (Art. 48 CLP): Gefahreneigenschaften/-klassen/-kategorien müssen immer genannt werden. Nationale Regelung zu Sanktionen bei Verstößen bis 20. Juli 2010 (Art. 47 CLP); regelmäßige Berichterstattung der Mitgliedstaaten zur Durchsetzung (erstmals 20. Januar 2012) Aufbewahrungspflicht: 10 Jahre für sämtliche Informationen, die für die Zwecke der Einstufung und Kennzeichnung verwendet wurden 32 16
17 Weitere Regelungen der CLP-VO II Harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung Für Kategorien Sensibilisierung der Atemwege, Keimzellmutagenität, Karzinogenität, Reproduktionstoxizität (andere Kategorien mit Begründung) und Wirkstoffe von Bioziden und Pflanzenschutzmitteln Antrag von Mitgliedstaat,Hersteller, Importeur oder nachgeschaltetem Anwender (gebührenpflichtig); Entscheidung durch KOM Auflistung der harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung in Anhang VI CLP (regelmäßige Aktualisierung) Liegt für einen Stoff eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung vor, muss diese verwendet werden 33 Weitere Regelungen der CLP-VO III Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis Erfasst alle unter REACH registrierte Stoffe, in Verkehr gebrachte gefährliche Stoffe, bestimmte Stoffe in Gemischen Von ECHA unterhaltene Datenbank (Art. 42 CLP) Mitteilung von jedem Hersteller/Importeur, der Stoff in Verkehr bringt (wenn nicht schon REACH-Registrierung) bis (Art. 40 CLP) 34 17
18 4. Was muss ich tun? 35 Was muss ich tun...? I Hersteller/Importeure/Lieferanten: Einstufung von in Verkehr gebrachten Stoffen und Gemischen (vor dem Inverkehrbringen) und von Stoffe, die unter REACH gemeldet oder registriert werden (Art. 4(1-5) CLP): Einstufung nach Titel II CLP; Kriterien in Anhang I CLP Verwendung einer harmonisierten Einstufung (Anhang VI CLP) Übernahme einer Einstufung eines Akteurs der Lieferkette Unterlagen 10 Jahre aufbewahren Produzenten von Erzeugnissen: Einstufung und Kennzeichnung von Erzeugnissen mit Explosivstoffen (Art. 23 CLP) Kennzeichnung und Verpackung von als gefährlich eingestuften Stoffen und Gemischen vor dem Inverkehrbringen (Art. 4(4) CLP) Meldung von Einstufung und Kennzeichnung an ECHA (wenn nicht schon REACH-Registrierung) durch Hersteller/Importeur (Art. 40 CLP) bis zum 3. Januar 2011 Erstellung/Aktualisierung Sicherheitsdatenblatt (Art. 31 REACH) 36 18
19 Was muss ich tun...? II Nachgeschalteter Anwender: Anwender müssen neues System kennen: Mitarbeiter informieren in Bezug auf die neuen Gefahrenpiktogramme, Signalwörter, H- und P- Sätze, Gefahrenklassen, etc. Erhaltene Sicherheitsdatenblätter: Empfohlene Risikomanagementmaßnahmen umsetzen (z. B. Schutzausrüstung, Belüftung oder ähnliches) Überprüfen ob Ihre Anwendung von einer der identifizierten Verwendungen abgedeckt wird (Expositionsszenarien). Wenn nein, Verwendung an Lieferant melden, alternativen Lieferanten suchen oder selbst Stoffsicherheitsbericht erstellen. überprüfen und ggf. zusätzliche Informationen zur gefährlichen Eigen- schaften und Risikominimierungsmaßnahmen an Lieferanten weitergeben. Erhaltene Informationen 10 Jahre aufheben (Art. 36 REACH) Betriebsinterne Anweisungen und Unterlagen aktualisieren, so weit notwendig (siehe auch ITM-CL37.1: Produits dangereux) Weitergabe von Informationen an Arbeitnehmer (Art. 35 REACH), Kunden, + ggf. an Verbraucher Wo kriege ich Informationen? 38 19
20 REACH & CLP Helpdesk REACH Rolle des REACH & CLP Helpdesk Nationale Auskunftsstelle für luxemburgische Firmen für Fragen zu REACH und CLP Unterstützt tüt tfirmen, insbesondere von KMUs, beim Erfüllen ihrer Verpflichtungen unter REACH und CLP In Zusammenarbeit mit der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) und anderen nationalen Auskunftststellen Aktivitäten Organisation von Informationsveranstaltungen o a sta tu und Seminaren e Bereitstellung von Informationsmaterial: Broschüre, Faltblätter Internetseite und Newsletter Individuelle Beantwortung von Fragen 39 REACH & CLP Helpdesk CRTE Centre de Ressources des Technologies pour l Environnement 66, rue de Luxembourg L-4002 Esch-sur-Alzette Tél.: Mail : Kontaktpersonen: Arno Biwer - Caroline Fedrigo Virginie Piaton Joëlle Welfring Im Auftrag von: 40 20
21 Weitere Informationsquellen Europäische Chemikalienagentur : Anleitungen: Helpdesk Deutschland: Helpdesk Frankreich: 41 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 42 21