Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F21-03-2006-U_351-2005
Timestamp: 2016-10-24 14:21:53
Document Index: 78594448

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 351/05 (21.03.2006)
R.________, 1949, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Barbara Wyler, Z�rcherstrasse 191, 8500 Frauenfeld,
Der 1949 geborene R.________, Staatsangeh�riger des ehemaligen Jugoslawien, war ab Februar 1985 als Sandstrahler in der Firma G.________ AG t�tig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 9. Februar 2001 prallte er auf dem Weg zur Arbeit als Mofalenker in die Seite eines in Verletzung seines Vortrittsrechtes aus einer Stoppstrasse einbiegenden Personenwagens und kam zu Fall. Nach eigener Angabe schlug er dabei mit der linken Seite des mit einem Helm gesch�tzten Kopfes auf dem Boden auf. R.________ ging anschliessend zur Arbeit, suchte aber noch gleichentags wegen Schmerzen im Hals, in der oberen Schultermuskulatur und in der linken Wade den Hausarzt auf. Dieser diagnostizierte ein Schleudertrauma sowie eine Prellung an der linken Wade und best�tigte eine Arbeitsunf�higkeit. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Der Versicherte nahm in der Folge die Arbeit nicht wieder auf, weshalb die Arbeitgeberin das Anstellungsverh�ltnis auf Ende 2001 k�ndigte. R.________ war seither nicht erwerbst�tig. Nach verschiedenen medizinischen Abkl�rungen schloss die SUVA den Fall auf den 30. November 2003 ab, und sie sprach dem Versicherten f�r die verbleibenden somatisch erkl�rbaren Unfallfolgen ab 1. Dezember 2003 eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 44 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 10 % zu (Verf�gung vom 2. Februar 2004). Auf Einsprache des Versicherten hin erh�hte die SUVA die Integrit�tsentsch�digung auf 25 %; im Rentenpunkt hielt sie an der Verf�gung vom 2. Februar 2004 fest (Einspracheentscheid vom 20. September 2004).
Hiegegen erhob R.________ Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau zog die Akten der Invalidenversicherung, bei der sich R.________ im Dezember 2001 ebenfalls zum Leistungsbezug angemeldet hatte, bei und wies die Beschwerde, unter gleichzeitiger Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung, ab (Entscheid vom 6. Juli 2005).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst R.________ beantragen, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei eine UVG-Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 100 %, eventuell nach Massgabe des Invalidit�tsgrades (von 48 % resp. 63 %) gem�ss den zwischenzeitlich ergangenen Rentenverf�gungen der Invalidenversicherung vom 2. September 2005, und eine Integrit�tsentsch�digung auf der Grundlage einer Integrit�tseinbusse von 45 % zuzusprechen. Zudem wird um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das letztinstanzliche Verfahren ersucht.
Streitig und zu pr�fen ist die H�he des Invalidit�tsgrades, welcher dem ab 1. Dezember 2003 bestehenden UVG-Rentenanspruch zugrunde zu legen ist, und der Integrit�tseinbusse, nach der sich die Integrit�tsentsch�digung bemisst.
Im Einsprache- und im angefochtenen Entscheid sind die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Anspruch auf eine UVG-Invalidenrente und auf eine Integrit�tsentsch�digung zutreffend dargelegt. Zu erg�nzen ist, dass mit den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Rechts�nderungen der Wortlaut verschiedener Bestimmungen insofern angepasst wurde, als nunmehr nebst den k�rperlichen und geistigen auch die psychischen Gesundheitssch�den, welche zuvor schon nach der Rechtsprechung als Grundlage f�r eine Invalidenrente (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 298 Erw. 4c in fine) oder Integrit�tsentsch�digung (BGE 124 V 29) anerkannt waren, ausdr�cklich erw�hnt werden. Wiederum richtig ist, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraussetzt (BGE 129 V 181 Erw. 3.1 mit Hinweisen), wobei die Rechtsprechung besondere Grunds�tze zur Ad�quanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall (BGE 115 V 133), Schleudertraumen der Halswirbels�ule (HWS) ohne organisch hinreichend nachweisbare Folgesch�den (BGE 117 V 359), dem Schleudertrauma �quivalenten Verletzungen (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) und Sch�del-Hirntraumen (BGE 117 V 369) erarbeitet hat.
2.1 Der Beschwerdef�hrer wurde nach dem Unfall vom 9. Februar 2001 wiederholt eingehend medizinisch abgekl�rt. Auf dem organischen Gebiet k�nnen die Ergebnisse dahingehend zusammengefasst werden, dass der Versicherte an einem persistierenden Zervikalsyndrom leichter bis m�ssiger Auspr�gung und leicht bis m�ssig schmerzhafter Funktionsst�rung sowie an einer ebenfalls zervikogenen peripheren vestibul�ren Funktionsst�rung, welche mit leichten Gleichgewichtsst�rungen und Schwindel verbunden ist, und an einem beidseitigen Tinnitus leidet. Diese Gesundheitssch�digungen sind von der SUVA als Folgen des Unfalles anerkannt und der Zusprechung von Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung zugrunde gelegt worden.
2.2 Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, es sei beim Verkehrsunfall vom 9. Februar 2001 auch eine Hirnverletzung eingetreten, kann ihr nicht gefolgt werden. Verschiedene, unter anderem bildgebende Untersuchungen des Kopfes haben keinen pathologischen Befund ergeben. Es liess sich namentlich auch keine commotio oder schwerere Beeintr�chtigung des Hirnes ermitteln. Vielmehr wurden die geklagten Kopfschmerzen, soweit organisch begr�ndbar, teils als zervikogen und teils als psychogen beurteilt. Diese �rztliche Einsch�tzung ist schl�ssig, zumal der Versicherte beim Unfall einen Helm trug, keine Bewusstlosigkeit eintrat und gegen�ber dem gleichentags aufgesuchten Arzt bei fehlenden �usseren Verletzungen zun�chst nur Schmerzen in Hals und oberer Schultermuskulatur sowie in der linken Wade geklagt wurden. Dass der Versicherte nicht neuropsychologisch untersucht wurde, ist entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zu beanstanden. Im von der Invalidenversicherung eingeholten Gutachten des Institutes A.________ vom 6. Januar 2003 wird der bewusste Verzicht auf solche Abkl�rungen vom Konsiliararzt neurologischer Fachrichtung in nachvollziehbarer Weise damit begr�ndet, dass mangels einer eingetretenen Bewusstlosigkeit oder eines ver�nderten Verhaltens nach dem Unfall die in den Akten nur selten erw�hnten kognitiven Einschr�nkungen viel eher auf den chronifizierten Schmerzen beruhen d�rften, als dass die Diagnose einer zus�tzlichen Hirnbeteiligung anl�sslich des Unfalles gestellt werden k�nnte. Gleich �usserte sich Dr. med. I.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, von der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA in der �rztlichen Beurteilung vom 9. September 2004.
Was sodann die festgestellten degenerativen Ver�nderungen an der Wirbels�ule auf H�he C5/C6 betrifft, ist aufgrund der fach�rztlichen Abkl�rungen festzustellen, dass diese Befunde nicht �berwiegend wahrscheinlich in einem urs�chlichen Zusammenhang zum Unfall vom 9. Februar 2001 stehen und die geklagten Beschwerden auch nicht zu erkl�ren verm�gen.
2.3 Es bleibt somit hinsichtlich bei den eingangs festgestellten, organisch objektivierbaren Gesundheitssch�digungen. Hieran verm�gen die - teils mit Hinweisen auf medizinische Fachliteratur verbundenen - Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu �ndern.
3.1 F�r die geklagten Beschwerden, welche mit den nachgewiesenermassen unfallbedingten organischen Gesundheitssch�digungen nicht erkl�rt werden k�nnen, ist nach Auffassung von Unfallversicherer und Vorinstanz die nach dem Unfall aufgetretene psychische Problematik verantwortlich. Dass diese eine nat�rliche Folge des Unfalles darstellt, ist nicht umstritten. Der Unfallversicherer verneint aber den ad�quaten Kausalzusammenhang und wird darin vom kantonalen Gericht best�tigt. Demgegen�ber erachtet der Versicherte die Ad�quanz als gegeben.
3.2 Die Meinungen der Verfahrensbeteiligten gehen schon in der Beantwortung der Frage auseinander, wie die Ad�quanzbeurteilung vorzunehmen ist. W�hrend die SUVA die Rechtsprechung bei psychischen Unfallfolgen angewendet hat, erachtet der Beschwerdef�hrer die Praxis zu Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen der HWS sowie Sch�del-Hirntraumen f�r massgebend. Diese Unterscheidung ist insofern relevant, als nach der so genannten Schleudertraumapraxis, anders als im Falle einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall, bei der Pr�fung der unfallbezogenen Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 367 Erw. 6a und 382 f. Erw. 4b).
Das kantonale Gericht hat die Ad�quanz mit der Begr�ndung, die physischen Beschwerden seien schon sehr bald nach dem Unfall vom 9. Februar 2001 durch die psychische Problematik dominiert worden, wie der Unfallversicherer nach BGE 115 V 133 gepr�ft.
3.3 Nach der von der Vorinstanz angewendeten Rechtsprechung ist auch bei Schleudertraumen der HWS und �quivalenten Unfallmechanismen sowie Sch�del-Hirntraumen die Ad�quanz dann nach den f�r psychische Unfallfolgen geltenden Grunds�tzen zu pr�fen, wenn die psychische Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufweist (BGE 123 V 99 Erw. 2a) oder wenn im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 439 Erw. 3b [Urteil W. vom 18. Juni 2002, U 164/01]).
Ein solcher Sachverhalt liegt hier vor: Bereits drei Monate nach dem Unfall vom 9. Februar 2001 konstatiert Dr. med. M.________, Neurologie FMH, bei einer ambulanten Untersuchung vom 10. April 2001 eine schwere depressive �berlagerung. Eine depressive Entwicklung erw�hnt auch der Hausarzt am 19. April 2001. Im Bericht der Klinik X.________ vom 12. Juli 2001 wird erstmals eine im Verlauf zunehmend in den Vordergrund getretene Anpassungsst�rung mit gemischter �ngstlich-depressiver Reaktion (ICD-10: F43.22) diagnostiziert. Im Res�mee der Frau Dr. med. N.________, Ober�rztin beim Psychiatrischen Dienst Y.________, vom 18. April 2002 wird von einer mittelgradigen depressiven Episode gesprochen. Wiederum auf eine �ngstlich-depressiv gepr�gte Anpassungsst�rung wird im Gutachten des Institutes A.________ vom 6. Januar 2003 und in der Expertise des Dr. med. S.________, Spezialarzt Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3. M�rz 2004 geschlossen. In Anbetracht dieses Verlaufes ist mit der Vorinstanz von einer sehr fr�h dominierenden psychischen Problematik auszugehen, weshalb die Ad�quanz nach der Praxis bei psychischen Unfallfolgen zu pr�fen ist.
3.4 Bei dieser Ausgangslage muss nicht abschliessend gepr�ft werden, ob der Versicherte �berhaupt eines der Verletzungsmuster erlitten hat, welche der so genannten Schleudertraumapraxis zugrunde liegen. Dies liesse sich durchaus in Frage stellen: Zwar fand anerkanntermassen ein Abknickmechanismus der HWS statt. Gem�ss den Akten klagte der Versicherte aber zun�chst nur �ber Kopf- und Nackenschmerzen sowie Schwindel, was sich dann auch objektivieren liess. Erst nach und nach und teilweise nur mit retrospektiver Beschreibung wurden weitere zum typischen Beschwerdebild nach Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen der HWS sowie Sch�del-Hirntraumen geh�rende Beeintr�chtigungen angegeben, wobei von �rztlicher Seite verschiedentlich auch Anhaltspunkte f�r aggravierendes und appellatives Verhalten erw�hnt werden.
Offen bleiben kann ebenfalls, ob die aufgetretene psychische Problematik als Symptom der Distorsionsverletzung oder aber, was ebenfalls die Anwendung der Grunds�tze bei psychischen Fehlentwicklungen zur Folge h�tte, als selbstst�ndige sekund�re Gesundheitssch�digung zu beurteilen ist (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79 ff. Erw. 2 [Urteil B. vom 12. Oktober 2000, U 96/00]; Urteil P. vom 30. September 2005, U 277/04).
3.5 F�r die zu pr�fende Frage der Ad�quanz kann aus der �usserung im Bericht des Dr. med. I.________ vom 29. April 2002, wonach in Bezug auf die psychische St�rung die medizinische nat�rliche Kausalit�t zu bejahen sei, entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts hergeleitet werden. Ob der ad�quate Kausalzusammenhang vorliegt, ist als Rechtsfrage (BGE 123 V 105 Erw. 3f in fine, 117 V 382 Erw. 4a mit Hinweis) ohnehin nicht von medizinischen Fachpersonen, sondern von den rechtsanwendenden Instanzen zu beurteilen (Urteil N. vom 13. Oktober 2005, U 107/05, Erw. 2.4).
Hief�r ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzukn�pfen (BGE 115 V 139 Erw. 6 Ingress). Das Ereignis vom 9. Februar 2001 ist aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufes und der erlittenen Verletzungen h�chstens als mittelschwerer Unfall im mittleren Bereich einzustufen.
Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa), m�ssten demnach f�r eine Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgepr�gter Weise oder aber mehrere in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb).
Dies ist, wie Unfallversicherer und Vorinstanz zutreffend erkannt haben, nicht der Fall. Bejahen liessen sich allenfalls, wenn auch mit Vorbehalten, die Kriterien der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung, der k�rperlichen Dauerschmerzen sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit. Dies gen�gt aber nicht, zumal keiner dieser Faktoren in besonders ausgepr�gter Weise vorliegt. Die weiteren in Frage kommenden Ad�quanzkriterien sind nicht erf�llt. Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zumindest sinngem�ss vertretenen Auffassung sind keine Verletzungen eingetreten, welche aufgrund ihrer Schwere oder besonderen Art geeignet w�ren, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen, und es liegen auch keine besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalles vor. Dem Unfallgeschehen kann zwar eine bestimmte Eindr�cklichkeit nicht abgesprochen werden. Diese war aber objektiv nicht besonders ausgepr�gt, und es lagen auch keine besonderen Begleitumst�nde vor. Die Vorinstanz hat eine Leistungspflicht des Unfallversicherers f�r die organisch nicht erkl�rbaren Beschwerden somit zu Recht mangels eines ad�quaten Kausalzusammenhangs zum Unfall vom 9. Februar 2001 verneint.
4.1 Bei der Pr�fung des Rentenanspruchs gehen Unfallversicherer und Vorinstanz davon aus, dass der Beschwerdef�hrer aufgrund der unfallbedingten Gesundheitsst�rungen (Erw. 2.1 hievor) k�rperlich schwere Arbeiten, wie die bisherige eines Sandstrahlers, nicht mehr aus�ben kann. Hingegen ist ihm eine leichte, bestimmte Voraussetzungen bei Bewegungsabl�ufen und Gewichtsbelastungen erf�llende T�tigkeit zumutbar, wobei unter Ber�cksichtigung von Pausen und einer gewissen Verlangsamung gesamthaft eine 70%ige Arbeitsleistung erwartet werden kann.
Diese Beurteilung ist aufgrund der medizinischen Akten, namentlich auch des einl�sslich begr�ndeten Gutachtens des Institutes A.________ vom 6. Januar 2003 und der - ebenfalls beweiskr�ftigen (BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee) - Berichte der versicherungsinternen �rzte richtig. Was hiegegen vorgetragen wird, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Namentlich trifft nicht zu, dass eine erwerbliche Umsetzung der Restarbeitsf�higkeit auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG) aufgrund des �rztlich best�tigten Zumutbarkeitsprofils unrealistisch ist. Auch sind die von Unfallversicherer und Vorinstanz �bernommenen fach�rztlichen Aussagen zu den gesundheitsbedingt noch zumutbaren Einsatzm�glichkeiten, selbst wenn keine konkreten Verweisungst�tigkeiten genannt wurden, hinreichend klar f�r eine sachgerechte Invalidit�tsbemessung (Urteil A. vom 31. Januar 2005, I 558/04, Erw. 3.2).
4.2 Der Beschwerdef�hrer verlangt weiter, es sei mindestens der von der Invalidenversicherung ermittelte Invalidit�tsgrad auch f�r die Belange der Unfallversicherung zu �bernehmen. Wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht indessen wiederholt entschieden hat, bindet die Invalidit�tssch�tzung der Invalidenversicherung den Unfallversicherer nicht. Dies gilt unter der Herrschaft des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) nicht anders als davor (BGE 131 V 366 ff. Erw. 2.2 und 2.3). Im vorliegenden Fall w�re im �brigen ohnehin zu ber�cksichtigen, dass die Invalidenversicherung �ber einen Rentenanspruch erst nach dem Unfallversicherer und zudem unter Ber�cksichtigung unfallfremder Faktoren verf�gt hat.
4.3 Beim Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG) gehen Unfallversicherer und Vorinstanz gest�tzt auf die Angaben der fr�heren Arbeitgeberin davon aus, dass der Versicherte im Jahr 2003 (Rentenbeginn als massgebender Vergleichszeitpunkt: BGE 128 V 174; vgl. auch BGE 129 V 222) ohne unfallkausale Gesundheitssch�digung mutmasslich einen Lohn von Fr. 64'715.- bezogen h�tte. Dieses Valideneinkommen ist nicht umstritten.
Das trotz (unfallbedingter) Gesundheitssch�digungen zumutbarerweise noch erzielbare Erwerbseinkommen (Invalideneinkommen) setzte die SUVA f�r das Jahr 2003 anhand statistischer Durchschnittsl�hne nach Massgabe der gegebenen Restarbeitsf�higkeit von 70 % und unter Ber�cksichtigung eines - mit der Beschr�nkung auf k�rperlich leichte T�tigkeiten - begr�ndeten leidensbedingten Abzuges von 10 % auf Fr. 36'422.- fest. Der Unfallversicherer ist dabei in allen Teilen nach Gesetz und Praxis (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b) vorgegangen, was zu Recht vom kantonalen Gericht best�tigt und auch nicht substanziiert bestritten wird.
Die Gegen�berstellung des Valideneinkommens von Fr. 64'715.- und des Invalideneinkommens von Fr. 36'422.- ergibt eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 28'293.-. Dies entspricht dem Invalidit�tsgrad von 44 % (zur Rundung: BGE 130 V 121), den die SUVA dem Rentenanspruch zugrunde gelegt hat.
Die f�r die Integrit�tsentsch�digung massgebende Integrit�tseinbusse wurde im Einspracheentscheid vom 20. September 2004 f�r die organischen Unfallfolgen auf gesamthaft 25 % festgesetzt. Dies ist mit der Vorinstanz grunds�tzlich und im Ausmass zu best�tigen. Eine unfallkausale Hirnverletzung resp. daraus folgende psychische Folgen, wie sie der Versicherte zur Begr�ndung eines h�heren Integrit�tsschadens anf�hrt, liegen nicht vor (Erw. 2.2 hievor).
Festzuhalten bleibt mit Blick auf die entsprechenden R�gen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, dass die Begr�ndung und namentlich auch die Auseinandersetzung mit den Vorbringen des Beschwerdef�hrers in Einsprache- und angefochtenem Entscheid zwar teilweise knapp, aber gen�gend ausgefallen ist. Eine Verletzung der Begr�ndungspflicht durch die entscheidenden Instanzen liegt somit nicht vor. Damit ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vollumf�nglich abzuweisen.
Da es um Versicherungsleistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten ist daher gegenstandslos. Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann hingegen gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird Frau Rechtsanw�ltin Dr. Barbara Wyler f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.