Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.06.2013&Aktenzeichen=IX%20ZR%20155/11
Timestamp: 2020-06-05 16:59:35
Document Index: 295633030

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 139', '§ 531', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.06.2013 - IX ZR 155/11 - dejure.org
https://dejure.org/2013,17158
BGH, 13.06.2013 - IX ZR 155/11 (https://dejure.org/2013,17158)
BGH, Entscheidung vom 13.06.2013 - IX ZR 155/11 (https://dejure.org/2013,17158)
BGH, Entscheidung vom 13. Juni 2013 - IX ZR 155/11 (https://dejure.org/2013,17158)
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Rechtanwaltshaftung: Pflichten bei gerichtlicher Geltendmachung eines Verkehrsunfallschadens mit möglicher psychischer Schädigung des Mandanten
Zu den Pflichten des Rechtsanwalts bei der Geltendmachung eines verkehrsunfallbedingten Personenschadens
Pflichten des Rechtsanwalts bei gerichtlicher Geltendmachung eines Verkehrsunfallschadens bei Drohen einer psychischen Schädigung des Mandanten
Zu den Pflichten des Rechtsanwalts bei gerichtlicher Geltendmachung eines Verkehrsunfallschadens, wenn eine psychische Schädigung des Mandanten in Betracht kommt
ZPO § 139 Abs. 1; ZPO § 531 Abs. 2
Rechtsanwälte & Notare - Verkehrsunfall: Welcher Schaden ist geltend zu machen?
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: BRAK-Mitt. 2013, 220
Zu den Sorgfaltspflichten eines Rechtsanwalts
Sorgfalt des Anwalts bei Geltendmachung psychischer Schädigung durch Verkehrsunfall
BGH, 29.08.2013 - IX ZR 155/11
NJW 2013, 2965
NZV 2013, 536
VersR 2014, 582
WM 2013, 1754
WM 2013, 2008
Es ist Aufgabe des Rechtsanwalts, der einen Anspruch seines Mandanten klageweise geltend machen soll, die zugunsten seiner Partei sprechenden tatsächlichen und rechtlichen Gesichtspunkte so umfassend wie möglich darzustellen, damit sie das Gericht bei seiner Entscheidung berücksichtigen kann (BGH, Urteil vom 13. Juni 2013 - IX ZR 155/11, WM 2013, 1754 Rn. 8).
Es ist Aufgabe des Rechtsanwalts, der einen Anspruch seines Mandanten klageweise gerichtlich geltend machen soll, die zugunsten seiner Partei sprechenden tatsächlichen und rechtlichen Gesichtspunkte so umfassend wie möglich darzustellen, damit das Gericht ihn bei seiner Entscheidung berücksichtigen kann (vgl. nur BGH, Urteile vom 13. Juni 2013 - IX ZR 155/11, Rz. 8;… vom 11. April 2013 - IX ZR 94/10, Rz. 4;… vom 18. Dezember 2008 - IX ZR 179/07, Rz. 8).
Er hat, wenn mehrere Maßnahmen in Betracht kommen, zu derjenigen zu raten, welche die sicherste und gefahrloseste ist, und, wenn mehrere Wege möglich sind, um den erstrebten Erfolg zu erreichen, den zu wählen, auf dem dieser am sichersten erreichbar ist (BGH, Urteile vom 13. Juni 2013, aaO; vom 29. Juni 2006 - IX ZR 76/04; vom 23. September 2004 - IX ZR 137/03;… Zugehör/Vill, aaO, Rn. 635).
Dies erscheint auf der Grundlage der von der Klägerin behaupteten gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht gänzlich fernliegend, zumal der für eine Gesundheitsschädigung verantwortliche Schädiger grundsätzlich auch für Folgewirkungen einstehen muss, die auf einer psychischen Prädisposition beruhen (BGH 13.06.2013 - IX ZR 155/11 - Rn. 15 mwN).
LG Aurich, 11.01.2019 - 4 S 134/18
Er hat sich nach den Zielsetzungen seiner Mandanten zu erkundigen und sich bei der anschließenden rechtlichen Würdigung prinzipiell an dem Gebot des sichersten Weges zu orientieren und deshalb denjenigen Weg vorzuschlagen, der die größte Sicherheit der Zielerreichung verspricht, um vermeidbare Nachteile zu vermeiden (BGH NJW 2013, 2965; BGH NJW 2012, 2435; BGH NJW 2009, 1589; BGH NJW 2007, 2486).
Er darf sich nicht ohne weiteres mit dem begnügen, was sein Auftraggeber ihm an Informationen liefert, sondern muss um zusätzliche Aufklärung bemüht sein, wenn den Umständen nach für eine zutreffende rechtliche Einordnung die Kenntnis weiterer Tatsachen erforderlich und deren Bedeutung für den Mandanten nicht ohne weiteres ersichtlich ist (BGH WM 1996, 1832; WM 2002, 1077 f.; NJW 2013, 2965 f.).