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Timestamp: 2019-08-18 12:47:04
Document Index: 332039069

Matched Legal Cases: ['§ 218', '§ 218', '§ 218', '§ 219', '§ 218', '§ 219', '§ 218', '§ 219']

​​​​​​​Ist Abtreibung Vernichtung menschlichen Lebens? | aktion-leben e.V.
​​​​​​​Ist Abtreibung Vernichtung menschlichen Lebens?
08.01.2019 für Jüngere |
Referat einer Schülerin
1. Der Beginn des menschlichen Lebens
1.1. Zur Wissenschaft
1.1.1. Zur Sichtweise einiger Humangenetiker
1.1.2. Zur Sichtweise vieler Humanembryologen
1.2. Zur kirchlichen Lehre
1.3. Die wichtigen Stationen der Entwicklung des Kindes im Mutterleib
2.1. Zur Straffreiheit gemäß § 218 a Abs. 1 StGB
2.2. Im Fall der medizinischen Indikation gemäß § 218 a Abs. 2 StGB
2.3. Im Fall der kriminologischen Indikation gemäß § 218 Abs. 3 StGB
2.4. Zum Ziel der Beratungsstellen gemäß § 219 StGB
3. Die Arten der Abtreibung
3.1. Zur Tötung durch Hormone
3.2. Zur Tötung durch instrumentellen Curettage
3.3. Zur Tötung durch Saugcurettage
3.4. Zur Tötung durch Hysterotomie (kleiner Kaiserschnitt)
3.5. Zur Tötung durch Salzverätzung
3.6. Zur neuesten Methode
4. Im Fall wirklicher sozialer Not
5. Zur Überbevölkerung, Hunger in der Welt, Kindesmisshandlungen
6. Im Fall der Gefährdung des Lebens der Mutter
7. Im Fall einer Behinderung
8. Im Fall der Zeugung durch Vergewaltigung
9. Die psychischen Folgen
9.1. Für das medizinische Personal
9.2. Für die Mutter (drei Leidensstufen)
9.2.1. Depressionen mit Schuldbewusstsein
9.2.2. Aggressionen gegen die eigene Person, gegen den Vater des Kindes, gegen die ganze Welt
9.2.3. Dauernde Persönlichkeitsstörungen
Für viele ist die "Abtreibung" so etwas wie ein Termin beim Zahnarzt! Die Prozedur ist etwas unangenehm, aber "notwendig", wie es scheint, und wenn man sie überstanden hat, vorbei und vergessen - glaubt man. Von den vielfältigen Bedrohungen des Lebens vor der Geburt wird bei der Abtreibung die Bosheit des Tuns in besonders klarer Weise sichtbar.
Auch wenn man gewöhnlich versucht, die Realität der Abtreibung durch beschönigende Begriffe wie "Schwangerschaftsabbruch" oder "Schwangerschaftsunterbrechung" zu verschleiern, will ich sie doch klar als das benennen, was sie ist: Jede Abtreibung ist die direkte Tötung eines unschuldigen Menschen und damit wenigstens objektiv ein Mord! Der vorliegende Beitrag gibt eine Gesamtschau der Problematik, zeigt die tieferen Hintergründe auf und will bei der Wahrheitsfindung helfen.
Das Leben ist das kostbarste Gut, deshalb darf es nicht radikal zerstört werden.
Bevor ich die Zerstörung des Lebens in Form von Abtreibung näher erläutere, muss klargestellt werden, wann das menschliche Leben überhaupt beginnt: Jörg-Dietrich Hoppe, der Präsident der Bundesärztekammer, erklärt in einem Presseinterview: "Manche Humangenetiker sprechen erst von einem Menschen, wenn er geboren ist. Entwicklungsvorstufen wie befruchtete Eizellen, Embryonen oder Föten verstehen sie als irgend etwas Vormenschliches, mit dem man umgehen darf, wie man will."
Er fährt mit seiner Meinung fort: "Diese Sichtweise lehne ich entschieden ab. Für mich beginnt menschliches Leben, wenn Ei- und Samenzelle verschmelzen und einen Chromosomensatz bilden." So denken viele Mediziner; und diese Sichtweise ist wissenschaftlich nachgewiesen. Prof. Dr. med. Erich Blechschmidt ist einer dieser ernsthaften Humanembryologen, die die Existenz des Menschen als Individuum Mensch seit dem Zeitpunkt der Befruchtung lehren. Er faßt die Ergebnisse seiner Forschungen in dem Satz zusammen: "Ein Mensch entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch, er wird nicht Mensch, sondern ist Mensch von Anfang an!" Sein Buch "Wie beginnt das Menschliche Leben: vom Ei zum Embryo" beinhaltet Aspekte seines Lebenswerkes - die Erforschung des jungen Menschen.
Die kirchliche Lehre teilt ihre Meinung mit Präsident Hoppe und Prof. Dr. Blechschmidt. Sie beruft sich auf diese nachgewiesene Wissenschaft zurück und bekräftigt lediglich die Emanzipation des Lebewesens seit der Empfängnis. Im 1. Abschnitt des 1. Kapitels der Kongregation vom 10. März 1987 wird folgendes über die Achtung vor dem beginnenden menschlichen Leben ausgesagt: "Ein menschliches Wesen muss von dem Augenblick seiner Empfängnis an als Person geachtet und behandelt werden und infolgedessen muss man ihm von diesem selben Augenblick an die Rechte der Person Zuerkennen und darunter vor allem das unverletzliche Recht jedes unschuldigen menschlichen Wesens auf Leben."
Im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Auffassungen über den Beginn der Existenz menschlichen Lebens sind auch die wichtigsten Stationen der Entwicklung eines Kindes im Mutterleib erwähnenswert zur Verdeutlichung, dass das Leben wirklich das kostbarste Gut ist. So findet mit der Befruchtung die erste Zellteilung statt. Dabei entsteht eine neue, einzigartige, Spezifisch menschliche personale Existenz. In der zweiten Schwangerschaftswoche findet die Nidation statt, die Einnistung in die Gebärmutter. Eine Woche später beginnt das Herz des 1,6 Millimeter großen Menschen zu schlagen. Im vollendeten ersten Monat ist das Wesen bereits 4 bis 6 Millimeter groß.
Das große Organsystem entsteht: Gehirn, Rückenmark, Nerven und damit auch Schmerzempfindlichkeit! Ebenfalls werden Skelett und Muskulatur gebildet.
Einen Monat später ist ein Größenwachstum auf ca. 3 Zentimeter festzustellen und fast alle Organe sind frühentwickelt. Das Kind greift, schluckt, macht Atembewegungen und ist schmerzempfindlich. Im dritten Monat ist es nun schon ca. 9 Zentimeter groß. Man spricht in der Fachsprache nun nicht mehr vom Embryo, sondern vom Fetus. Das Kind ändert nur noch seine Größe.
Ist es nicht faszinierend, dass ein 9 Zentimeter großes Wesen genauso "fertig" ist wie wir? - In diesem Zusammenhang stellt sich ja wohl kaum noch die Frage nach dem kostbarsten Gut. Das Leben ist schließlich das einzige, was wir kennen. Wir können nicht wissen, was außerhalb des Lebens ist. Dieses "Außerhalb" bezeichnen wir als "Tod". Was sich aber mit dem Tod verbindet, wissen wir nicht.
Was wir aber mit großer Sicherheit kennen und wissen, sind unsere Gesetze. Laut § 218 a Abs. 1 StGB (Fassung des 1.1.1996) ist die Abtreibung straffrei, wenn
Rechtmäßig (bzw. nicht rechtswidrig) und ohne zeitliche Begrenzung (d.h. bis unmittelbar vor die Geburt) möglich ist eine Abtreibung nach Abs. 2 im Fall der Medizinischen Indikation:
"Der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommenen Schwangerschaftsabbruch ist nicht rechtswidrig, wenn der Abbruch der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um deine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden, und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann."
Ebenso rechtmäßig ist eine Abtreibung, die bis zur 12. Woche nach einer Vergewaltigung (kriminologische Indikation) vorgenommen wird (vgl. Abs. 3). - Das sind gesetzliche Regelungen, die ich nicht akzeptieren kann.
Bevor ich jedoch die genauen Arten der Abtreibung sowie Begründungen und Ansichten, die ich mit den meisten Abtreibungsgegnern teile, aufzeige, möchte ich auf die Ziele der Beratungsstellen gemäß § 219 StGB eingehen - hierzu einige Zitate aus Abs. 1, Sätze 1 bis 3:
"Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens" (Satz 1)
"Sie soll ihr (der Schwangeren) helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung (evtl. gegen das Kind) zu treffen." (Satz 2)
Ein Schwangerschaftsabbruch kann dann in Betracht kommen, "wenn der Frau durch das Austragen des Kindes eine Belastung erwächst, die so schwer und außergewöhnlich ist, dass sie die zumutbare Opfergrenze übersteigt." (Satz 3)
Mit dem neu gefaßten § 218, § 219 StGB haben wir in Deutschland erstmals ein Gesetz, welches die Tötung unschuldiger Menschen als "nicht rechtswidrig" bezeichnet. Jedoch ist ein Gesetz, dass das Töten Unschuldiger legalisiert, gegen jegliches Menschenrecht - sozusagen "menschenrechtswidrig"! Das ungeborene Kind, das ja eigentlich durch das Gesetz geschützt werden sollte, wird nicht einmal erwähnt. Alleiniges Kriterium ist die "zumutbare Opfergrenze" und der Wille der Schwangeren, deren "verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung" das Todesurteil über ihr Kind fällt. Wenn alle Gesetze solche unbegründeten, unmenschlichen und ungerechten Ausnahmen hätten, wäre das StGB vollkommen zwecklos, weil dann jeder tun und lassen könnte, was er will
Alle abgetriebenen Föten sind bereits 3 Monate alt, d.h. es wird ein vollkommen entwickelter Mensch getötet, der sich nicht wehren kann. Allein die grausame und unmenschliche Vorgehensweise jeder Abtreibungsart insbesondere wäre Grund genug, nicht abzutreiben. Um dies zu verdeutlichen seien im folgenden die gängigen Formen der vorgeburtlichen Kindstötung durch Abtreibung kurz vorgestellt:
Eine häufig angewandte Methode ist die Tötung durch Hormone. Dabei wird durch die Abtreibungspille RU 486 und ähnliche "Menschenpestizide" im Körper der Mutter die Wirkung jener Hormone blockiert, die für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft notwendig sind. Das Kind wird langsam ausgetrocknet bis es stirbt.
Bei der Tötung durch instrumentelle Curettage wird die Gebärmutter gewaltsam geöffnet und das Kind mittels eines löffelartigen, scharfkantigen Instrumentes (Curette) bei lebendigem Leib in Stücke geschnitten und herausgekratzt. Um sicher zu gehen, dass auch alle Teile des Kindes aus dem Mutterleib entfernt sind, muss eine Krankenschwester die entnommenen Teile zusammenlegen.
Die Saugcurettage ist die Art der Abtreibung, bei der das Kind, wie Ultraschalluntersuchungen beweisen, in höchster Aufregung ist. Seine Herzfrequenz schnellt von 140 Schlägen pro Minute auf über 200 hoch. Es versucht, der in die Gebärmutter eindringenden Saugspitze zu entgehen und wird schließlich durch den starken Sog des Absauggerätes, dessen Saugkraft fünfmal so hoch ist wie die eines Staubsaugers, in Stücke gerissen. Dr. med. Samuel Pfeifer erlebte einst selbst eine solche Abtreibung mit. Er berichtet:
"Die Saugcurette wurde eingeführt, die Vakuumpumpe angestellt. Langsam kletterte der Zeiger des Manometers höher. Plötzlich zerriß ein lautes gieriges Schlürfen die Stille des OP. Damals, als der mörderische Schlund des Saugrohrs das ungeborene Leben verschlang und schaumiges Blut, zerfetztes Gewebe und abgehackte Händchen ausspie, da wurde ich zum vehementen Abtreibungsgegner, Ich habe mich seither geweigert, auch nur eine Narkose für diesen Eingriff zu machen."
Hysterotomie ist ein Kleiner Kaiserschnitt. Diese Art der Abtreibung wird ca. ab dem dritten Schwangerschaftsmonat angewandt, will das Kind dann für die Tötung durch die Curette bereits zu groß ist. Die Bauchdecke der Mutter wird geöffnet, das lebende Kind entnommen und unversorgt liegengelassen bis es stirbt. Zunehmend werden auch die Organe dieser Kinder zur Forschung und zur Organtransplantation verwertet.
Die Salzverätzung wird ebenfalls in späten Stadien der Schwangerschaft angewandt. Der Mutter wird durch die Bauchdecke eine konzentrierte Kochsalzlösung oder ein anderes Gift (z.B. das Desinfektionsmittel Rivanol) in die Gebärmutter injiziert. Das Kind wird dadurch innerlich und äußerlich verätzt und daraufhin, meist mittels künstlicher Hormone (Prostaglandine), ausgestoßen. Es sind Fälle bekannt geworden, wo das Kind noch lebend ausgestoßen und dann unversorgt liegengelassen wurde.
In den USA wird eine neue Art des Tötens praktiziert: Man dreht das Kind im Mutterleib, so dass die Füße zuerst aus dem Mutterschoß gezogen werden. Bevor mit dem Austreten des Kopfes die Geburt juristisch vollendet ist, stößt man dem Kind eine Nadel zwischen Nacken und Kopfansatz und zieht ihm die Gehirnmasse ab, die man u.a. zu Gehirngewebstransplantationen verwerten kann. Das Kind steht dabei natürlich nicht etwa unter Narkose oder gar unter Unzurechnungsfähigkeit. Es ist unerhört und einem menschenfreundlichen Volk vollkommen widersprüchlich, derartige Brutalität durch Ausnahmezustände legal zu machen.
Es ist wohl die Unwissenheit der Frauen, die sie u.a. zum Abtreiben bewegt. Auf diese anderen Beweggründe und auf die wichtigsten Fragen möchte ich im Folgenden eingehen. Im vornherein möchte ich allerdings wiederholt klarstellen, dass ich meine Meinung mit der Wissenschaft teile: Der Mensch ist Mensch von Anfang an und muss als solcher behandelt werden. Die wirkliche soziale Not ist also eins der typischsten Argumente - besonders derer, die gegen Abtreibung sind, jedoch sie in bestimmten Ausnahmefällen berechtigt und notwendig finden. Um es klar auszudrücken, muss man sagen: Diese sehen Mord als eine Sache an, die man nicht in jeder Situation bestrafen darf. / Diese erachten Mord als eine nicht eindeutig bestrafbare Tätigkeit, denn der Mord hängt von dem Ermordeten ab und der jeweiligen Situation, in der sich der Täter befindet. - Doch genug der Kritik: Stellen wir uns eine Familie vor mit sechs Kindern. Nun kommt diese Familie in wirklich schwere soziale Not. Darf die Mutter dann etwa eines ihrer Kinder töten, um den anderen das Leben zu erleichtern? - Natürlich nicht! Sie würde selbst gesetzlich und richterlich bestraft werden - wegen Kindesmord.
Worin bestände aber ein Unterschied, wenn dieselbe Mutter mit dem sechsten Kind schwanger wäre? - Den Unterschied stellt das Gesetz: keine Bestrafung, wenn die Mutter ihr Kind im Mutterleib tötet. Tötet sie aber eines seiner Geschwister, so tritt der erste Fall wieder ein: die Mutter würde bestraft werden. - Stellt nicht hier das StGB einen unglaublichen Widerspruch in sich selbst und gegen die Verfassung dar? -
Als wirkliche Hilfemöglichkeit stellt sich die Sozialhilfe heraus. Mit diesen Geldern kann man auf jeden Fall auskommen, denn dabei stelle ich mir meine Großmutter vor, die alle ihre fünf Kinder zur Zeit des II. WK gebar und am Ende des Krieges alleinerziehend war. Sie schaffte es mit einem äußerst geringen Einkommen und ohne jegliche staatliche Unterstützung die sechsköpfige Familie zu ernähren und zu kleiden, was eine einfache Lebensart natürlich nicht ausschließt. Doch heute gibt es zum Glück einige Möglichkeiten der staatlichen Unterstützung - die Sozialhilfe ist eine davon. Aber auch Schwangerschaftsberatungsstellen bieten Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung an, wenn die werdende Mutter das Kind behalten möchte. Vereine wie die "Aktion Leben" stellen, genau wie die Wohlfahrtsverbände, Hilfemöglichkeiten bereit. Es besteht also in der heutigen Gesellschaft überhaupt kein Grund mehr aufgrund eines geringen Einkommens abzutreiben - ganz davon abgesehen, dass das Kind in jedem Fall ein Recht auf sein Leben hat.
Deshalb sind auch Argumente wie "Überbevölkerung, Hunger in der Welt, Kindesmißhandlungen" nicht gerechtfertigt - und schon gar nicht das erstere. Denn die Überbevölkerung wird sich mit aller Wahrscheinlichkeit sowieso irgendwann lösen. Das beweist beispielsweise die Aidsrate in Afrika. Öffentlich bekannt sind bereits enorm viele Fälle, die Dunkelziffer aber der in Afrika an Aids Erkrankten wird wohl der Auslöser für einen sehr starken Bevölkerungsrückgang sein. Jedoch bei all diesen und ähnlichen Problemen müssen wir doch unbedingt daran festhalten, dass man nie etwas Böses tun darf, auch nicht um gutes zu bewirken! Daher kann die direkte Tötung unschuldiger Menschen nie der Weg sein, Probleme zu lösen!
Wenn aber das Leben der Mutter gefährdet ist ... !? - Das kann eine - menschlich gesehen - in der Tat sehr schwierige Situation sein. Was sollte man beispielsweise sagen, wenn die Mutter noch andere kleine Kinder hinterlassen würde, wenn sie vielleicht sogar alleinerziehend ist? - Es ist wichtig, auch in dieser Frage ganz klar und konsequent zu sein! Man muss also zunächst feststellen:
Das ungeborene Kind ist ebenso ein vollwertiger Mensch wie die Mutter und hat grundsätzlich das gleiche Recht zu leben. Es ist niemals erlaubt, direkt Unschuldige zu töten. Ein Arzt, der eine schwangere Frau behandelt, hat demzufolge zwei Patienten: die Mutter und das Kind. Er darf weder die Mutter töten, um das Kind zu retten, noch darf er das Kind töten, um die Mutter zu retten, sondern er muss um das Leben beider ringen. Wenn er alles getan hat, was in seiner Macht steht, und dann dennoch eines von beiden stirbt, so ist er vor den Menschen, dem Gesetz und seiner medizinischen Moral gerechtfertigt. - Jedoch die Mutter ist ja neben dem Kind das eigentliche Opfer.
Normalerweise wäre eine gute Mutter doch ohne zu zögern breit, lieber selbst zu sterben, als ihr (geborenes) Kind leiden oder sterben zu sehen. Ist eine Frau aber nun wirklich in dieser Situation, so würden zweifellos alle Menschen in ihrem Umfeld versuchen, sie von der Interruption zu überzeugen, schließlich hängen sie an ihr und wollen sie nicht verlieren. Würden sie das sich in der Mutter entwickelnde Kind aber bereits kennen, so hingen sie an ihm sicher nicht mehr und nicht weniger wie an der Mutter. Das bedenkt aber keiner, man sieht nur die Mutter - nicht das Kind. Und doch haben beide das gleiche Recht auf Leben. So schwer es auch ist, man muss das Risiko eingehen. Denn die Medizin ist bereits so weit, dass "heute möglich ist, beinahe jede Patientin auch während einer Schwangerschaft durchzubringen, es sei denn, sie leide an einer Krankheit, die wie Krebs oder Leukämie ohnehin zum Tod führt. Dann aber würde auch eine Abtreibung das Leben nicht mehr verlängern oder gar retten", so Dr. Alan Gutmacher.
Ein weiteres, nicht selten angewandtes Argument für die angebliche "Notwendigkeit" der Abtreibung ist der Fall, wenn das Kind im Mutterleib behindert ist. Darf man aber einen geborenen, behinderten Menschen töten? - Nein! Das ist gesetzwidrig und wider jegliches Menschenrecht, wobei es allerdings keinen Unterschied zwischen einem geborenen und einem ungeborenen Behinderten gibt! Und doch sehen viele eine Behinderung ihres ungeborenen Kindes als einen Grund zum Mord dieses Kindes an, obwohl doch gerade Menschen mit einer Behinderung oft die glücklicheren Menschen sind! - Man muss hinzufügen, dass die Behinderung oder irgendwelche Erbkrankheiten, deren wirkliches Auftreten nicht vorhersehbar ist, durch Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) und ähnliche Methoden vorgeburtlicher Diagnostik festgestellt werden. Diese sind weder für die Frau noch für das Kind ungefährlich - im Gegenteil: sie sind eher noch gesundheitsschädigend. Das Risiko, das Kind durch die Untersuchung zu verlieren, ist fast genau so hoch wie das Risiko ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen oder es durch die Untersuchung zu schädigen, was wissenschaftlich erwiesen ist.
Da aber dennoch viele Mitmenschen heute mit der Frage der Abtreibung bei Behinderung ganz besonders großen Schwierigkeiten haben, möchte ich noch einige Anregungen geben, den vollen Wert auch des behinderten Lebens zu akzeptieren: Hierzu muss jeder erst einmal zwei Fragen in Kauf nehmen, die er ganz für sich selbst beantworten muss: Was müßte wohl ein behinderter Mensch empfinden, wenn er solch eine Meinung hören würde? Würde man das wohl auch einem Behinderten ins Gesicht sagen?
Des weiteren sollte man sich vor Augen führen, wie man selbst handeln würde, wenn das eigene Kind irgendwann - vielleicht schon in nächster Zukunft - in ein Auto laufen und behindert sein würde. Man dürfte das Kind gerade dann auf keinen Fall weniger lieben - und wer würde das schon tun?! - im Gegenteil: Es bräuchte noch mehr der Liebe und Sorge der Eltern. - Oder wäre man dann auch dafür, es zu töten?
Es ist meiner Meinung nach sehr gefährlich und anmaßend, wenn Gesunde den anderen Menschen - nur weil sie nicht so gesund sind wie man selbst - das Recht auf Leben absprechen. - Oder fürchtet man in der eigenen Lebensqualität eingeschränkt zu sein? Sind Behinderte etwa zu teuer, wie es ein Hitler im II. WK lehrte? - So scheinen all diese Argumente nur auf Spekulationen zu beruhen. Jedoch ist jedes von ihnen äußerst lebensnah, denn es kann jedem passieren - selbst wenn er noch keine Kinder hat -, dass er schon morgen in eine gleiche oder zumindest ähnliche Situation gebracht wird, in der er ernsthaft über die Emanzipation eines behinderten Menschen auf das Recht zu leben nachdenken muss! Und dabei spielt es keine Rolle, ob dieser behinderte Mensch geboren oder ungeboren ist - er ist ein MENSCH!
Genauso unberechtigt und dem ungeborenen Wesen gegenüber ungerecht ist das Argument, man müsse oder - gesetzlich gesehen - dürfe ein Kind abtreiben, wenn es durch eine Vergewaltigung entstand. Jedoch das Kind kann für die Art seiner Entstehung genauso wenig dafür wie für die Tatsache, dass sein Vater ein Verbrecher ist.
Natürlich hat eine Vergewaltigung schwere psychische Folgen für die betroffene Frau. Jedoch würden sich diese im Falle einer Abtreibung nur noch vermehren. Denn ein Verbrechen lässt sich durch ein viel größeres Verbrechen, nämlich durch die Tötung eines unschuldigen Menschen, nicht aus der Welt schaffen. Mord war noch nie eine Lösung und wird auch nie eine sein können. Es entstehen daraus nur neue Probleme.
Eine Adoption hingegen wäre eine wirkliche Lösung. Auf diese Weise würde das Kind sogar zum "Wunschkind"! - Genauso gut könnte die Reaktion eines Mannes, der seine Frau, die vergewaltigt wurde, wirklich liebt, folgende sein: "Es ist nicht mein Kind, aber es ist dein Kind, und weil ich dich liebe, werden wir zusammen tun, was für dich und das Kind gut ist." Schließlich ist auch seine Frau nur Opfer, die - wie das Kind - für die Vergewaltigung auch nichts kann. -
In einer ähnlichen Situation wäre eine Mutter von beispielsweise drei Kindern, wenn sie von ihrem Mann geschlagen wird. Sie hat auch kein Recht, eines ihrer Kinder zu töten - auch nicht, wenn eines die Gewalttat gesehen hat, und schon gar nicht, wenn eines selbst Opfer des gewalttätigen Vaters geworden ist.
Worin besteht der Unterschied, ob das Kind nun geboren oder ungeboren ist? Es ist ein Kind - ein Kind, das durch ein Verbrechen entstand und das wiederum einem Verbrechen zum Opfer fallen?! - Spätestens an dieser Stelle bringen viele das Argument: "Aber die psychischen Folgen für die Mutter ... wenn sie das Kind sieht, wird sie immer wieder an das, was ihr angetan wurde, denken!" Die psychischen Folgen nach einer Vergewaltigung sind in der Tat sehr schwerwiegend für die Frau. Die nach einer Abtreibung aber nicht viel leichter zu nehmen. Die Frau hätte also an den Folgen der Vergewaltigung UND der Abtreibung zu leiden. Es ist also fast unmöglich, dass die ohnehin schon leidende Frau von der Interruption noch "profitieren kann"!
Auf die psychischen Folgen der Abtreibung möchte ich an dieser Stelle näher eingehen. Man könnte meinen, die einzige Betroffene an irgendwelchen Folgen wäre die Frau.
Das medizinische Personal, das den Eingriff durchführt, aber ist weitgehend auch davon betroffen. So berichtet beispielsweise ein Arzt: "Wie eine Tortur, dann ging ich zur nächsten Abtreibung und hatte wieder dieses schreckliche Bild vor Augen." Bei einer Befragung in der Gynäkologie stellte sich Folgendes heraus: "Nachts Ängste und Alpträume." 26.000 junge Mädchen und Frauen wurden in der Klinik nach einer Abtreibung gefragt: "Was fühlen Sie jetzt?" Alle waren ZUNÄCHST erleichtert. Schuldgefühle, Verzweiflung fanden die Befrager nur dort, wo sie es nicht vermutet hätten - "bei den Ärzten."
Dr. Bernhard Nathanson, welcher selbst einige Monate Leiter der größten Abtreibungsklinik der Welt in den USA war, schildert schließlich die Situation seines Personals nach der Abtreibung: "... Andere Ärzte bekamen während der Abtreibung Schweißausbrüche; ihre Hände zitterten. Zwischen den Operationen mussten sie Schnaps trinken. Viele wurden im Laufe der Zeit zu schweren Alkoholikern. Schreckliche Alpträume plagten sie. Einige sahen monatelang nachts nur noch Blut. Schwestern der Spezialklinik mussten in Psychiatrische Behandlung."
Jedoch am meisten hat natürlich die Frau nach der Abtreibung mit den psychischen Folgen zu kämpfen. Dass der operative Eingriff überhaupt Auswirkungen hat, streiten Ärzte, die nach der Abtreibung die Frauen nicht weiter betreuen, zum Großteil ab. Tatsächlich aber wurden von anderen Ärzten, die nach der Interruption den Frauen noch psychischen Beistand leisteten, drei Stufen des Leidens erstellt.
9.2.1. Depressionen mit Schuldbewußtsein
Die erste zeigt sich in Depressionen mit Schuldbewußtsein. Es sind nach der Abtreibung bereits so tiefe Depressionen festgestellt worden, die direkt zum Selbstmord führen können und schon geführt haben. So wollte sich auch die 14-jährige Christine das Leben nehmen: Ihre Gewissensbisse nach dem Schwangerschaftsabbruch hatten sie dazu getrieben - "weil ich mein unschuldiges Kind getötet habe". Bedeutend öfter aber sind diese Depressionen mit Schuldbewußtsein verbunden. In diesem Zusammenhang schreibt der französische Philosoph Jean Guitton:
"Die Mutter bereitet in ihrem Körper das Dasein vor, das für die Ewigkeit bestimmt ist und nimmt somit Anteil an den tiefsten Ereignissen der Welt. Dies ist die Ursache der eigentlichen Größe der Frau als Mutter und die Vernichtung desselben wird für sie zur Vernichtung ihrer selbst."
Hieraus wird überdeutlich, warum die Frau dieses Schuldbewußtsein ihr ganzes Leben nicht mehr loswerden kann, was zwei Fälle aus meinem Bekanntenkreis beweisen. Die Interruption ist bereits zwanzig Jahre her, und doch haben die Frauen noch immer darunter zu leiden, fühlen sich als Mörderin. Hätten sie damals, als sie sich dazu entschlossen haben, gewußt, wie lange sie unter solch schweren Folgen leiden müssen, hätten sie sich mit Sicherheit nicht dazu bereit erklärt. Das Schuldbewußtsein verbindet sich außerdem gewöhnlich mit dem Verlust des eigenen Wertgefühls. Die Frau empfindet durchaus, dass sie etwas Großes vernichtet hat, das eigentlich zu ihrem Lebensinhalt, zu ihrem irdischen Lebensziel hätte werden können; das jedoch geopfert worden ist für weniger wertvolle, oberflächliche, kurzfristige Teilziele. Aus diesem Grund kann man nicht ungestraft ein Kind einfach töten. Frauen, die dies dennoch tun, leiden - ich unterstreiche abermals - über Jahre hinweg an dieser Entscheidung. Die lebendige Erinnerung an das, was geschehen ist, trägt in sich den Stempel einer organischen Verletzung. Die Interruption nämlich verletzt sehr tief den Hormonhaushalt des weiblichen Organismus, weshalb man eine organische Schädigung des endokrinen Systems nicht ausschließen kann. Überdies wird das Schuldgefühl durch den weiteren Verlauf des Schicksals einer solchen Frau nur noch verstärkt: Unfruchtbarkeit, die dann als eine Folge auftritt.
Das beweist der Bericht über ein 16-jähriges Mädchen:
"Schon dreimal während des vergangenen Jahres musste Steffi für mehrere Wochen ins Krankenhaus. Sie litt unter heftigen Leibschmerzen. Die Diagnose: Gebärmutterentzündung, Eileiterentzündung, Eierstockentzündung - alles Komplikationen infolge einer Abtreibung. Es ist noch nicht sicher, ob sie je wieder ein Kind erwarten kann."
Die Qual, welche die Frau dann erlebt, verstärkt sich zusehends und sucht meist eine "feste Form" in Aggressionen beispielsweise dem Vater des ungeborenen Kindes gegenüber - aber auch eine Aggression gegen die eigene Person und gegen die ganze Welt. Es gibt einige Fälle, bei denen der Partner die Frau oder die Eltern das Mädchen zu dem Entschluß gegen das Kind zwingen - oft gegen den innersten Willen der Mutter.
So schreibt die Verkäuferin Erika B. (29) ihrem Mann:
"Du Mörder - du hast mich zur Abtreibung gezwungen! Deine Freiheit, abends in den Kneipen rumzuhocken, war dir wichtiger als unser Kind!"
Und die 13jährige Maria berichtet todtraurig:
"Ich sah mich schon als stolze Mutter. Mit einer ganz gemeinen Lüge aber haben mich meine Eltern dazu gebracht auf dieses Glück zu verzichten."
Gegen ihren innersten Willen handelte auch eine Frau, die Folgendes berichtet:
"Seit ich vor drei Jahren abgetrieben habe, quälen mich ständig Schuldgefühle. Denn ich habe damals gegen meine innere Überzeugung gehandelt. Ich weiß nicht, was ich tun kann, damit ich nicht eines Tages seelisch zugrunde gehe!"
Doch zunächst noch zu den Gefühlen einer Frau, die sich nach der erfolgten Abtreibung urplötzlich ändern: Während sie, die Frau, vorher noch überzeugt gewesen ist, kein Kind zu wollen, verstärkt sich die Überzeugung des Willens zum Kind. Das gebiert aber ein ungeheuer starkes Gefühl des Leidens darüber, dass das nunmehr erwünschte Kind nicht mehr vorhanden ist.
Aus diesem Grund will auch die 16jährige Sandra so schnell wie möglich wieder schwanger werden, denn:
"Seit ich mir mein Kind habe wegmachen lassen, wird ich noch fast wahnsinnig vor Sehnsucht nach einem Baby ...."
Diese Sehnsucht nach dem verlorenen Kind intensiviert sich ungeheuer und parallel dazu steigt auch die Kurve der Vorwürfe - und letztlich des Hasses dem Mann, dem Partner gegenüber. Hunderte von Frauen erklären, dass sich somit den Mann, den Partner nicht mehr lieben können. Es ändert sich aber auch die ganze Einstellung der Frau dem Geschlechtsverkehr gegenüber, wobei dies bei vielen in Frigidität umschlägt. Sie zeigen deutlich, dass sie dem Mann, dem Partner gegenüber Haß, ja Ekel empfinden. Der Konflikt zwischen den Ehepartnern wird immer größer, immer unüberbrückbarer, die Mädchen, die bereits vor der Ehe schwanger werden und diese Schwangerschaft unter dem Druck des Partners abbrechen, brechen auch meist alle Beziehungen zu diesem schlagartig ab, wie auch Claudia.
Sie ist erst 15, aber von Männern will sie für alle Zeit nichts mehr wissen:
"Schuld daran ist mein Freund, denn er hat mich zur Mörderin meines Kindes gemacht ..."
Man kann somit sagen, dass gleichzeitig mit dem Töten des Kindes ein Töten der Liebe einhergeht. Die Frau verliert das Vertrauen zu ihrem Partner. Nicht selten sind aber auch Ärger und Aggressionen gegenüber dem "behandelnden" Arzt zu beobachten, während der Patient normalerweise nach einer therapeutischen Operation seinem Arzt gegenüber Dankbarkeit empfindet. Die schwangere Frau kommt in Verzweiflung und Depression zum Arzt, der wissen müßte, dass die Abtreibung niemals die geeignete Behandlungsmethode sein kann. Und auch dies sind gesicherte Feststellungen: Eine Frau, die vom Arzt überzeugt und überredet worden ist, das Kind doch auszutragen und die Abtreibung abzulehnen, wird über kurz oder lang diesem Arzt große Dankbarkeit entgegenbringen, da er menschliches Leben gerettet hat.
Dennoch sind solche Ärzte nicht der Normalfall. Im Gegenteil - die heutige Gesellschaft begünstigt den Entschluß der Frau, indem sie in vielen Fällen die Abtreibung geradezu erwartet - ja, die heutige Gesellschaft erwartet die Vernichtung des kostbarsten Gutes, nämlich des Lebens! Das ist leider Realität. Und dieselbe Gesellschaft stempelt eine Frau, die diesen gewollten Weg gegangen ist und nun unter den schweren Folgen leidet, als unerträglich ab. Denn statt einer für eine Mutter charakteristischen Weichheit treten nach der Interruption Griesgrämigkeit, Unbeherrschtheit, Schroffheit, Unduldsamkeit und Ungeduld selbst zutage. Diese beschriebenen Eigenschaften sind dauerhaft und unheilbar, denn irgend etwas ist vernichtet worden, das sich nicht wieder regenerieren lässt.
Diese Persönlichkeitsstörungen der Frauen kann jemand aus meiner Verwandtschaft, die selbst sechs Wochen auf einer Gynäkologie lag, bestätigen. Sie berichtet:
"Als ich Frauen, die eine Abtreibung hinter sich hatten, ansprach, antworteten sie nur in abgehakten Sätzen oder gar nur mit `Ja´ oder `Nein´. Das habe ich vermehrt beobachtet und kam dabei schließlich zu dem Schluß, dass sich keine von ihnen auf irgendein Gespräch einließ."
Die Erfahrung lehrt außerdem, dass in den beschriebenen Fällen weder Pharmaka noch Psychotherapie weiterhelfen. Das Töten des eigenen Kindes im eigenen Schoße vernichtet zugleich die Struktur der Weiblichkeit und tastet deren Seele unmittelbar und irreparabel an. Deshalb reicht hier die Medizin nicht aus, denn diese ist weitgehend ratlos. Ratlos dem unruhigen und fragenden Gewissen gegenüber.
Gerade aus diesen Gründen will ich niemanden verurteilen. Aber ich bin der Meinung, man muss über das Wesen der Abtreibung informieren, um in erster Linie Leben zu retten, aber auch um den Betroffenen Seelenqualen und körperliche Schädigungen zu ersparen. Ich hoffe, dass diese Informationsweitergabe meinerseits bei euch weitgehend angekommen ist. Solltet ihr also einmal in eine Situation kommen, in der ihr euch überlegt, ob ihr ein Kind haben wollt oder nicht, so trefft die Entscheidung VOR der Zeugung, denn danach ist es zu spät, dann gibt es einen Menschen mehr in der Gesellschaft, der auf sein Lebensrecht besteht.
Im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Auffassungen des Beginns der Existenz menschlichen Lebens sind auch die wichtigen Stationen der Entwicklung eines Kindes im Mutterleib erwähnenswert. So findet mit der Befruchtung die erste Zellteilung statt. Dabei beginnt eine neue, einzigartige, spezifisch menschliche personale Existenz. Durch die dabei erzeugten Hormone können Hormonspezialisten bereits das Geschlecht des kleinen Geschöpfes festlegen. Vom 12. bis zum 14. Tag findet die Nidation - die Einnistung in die Gebärmutter - statt.
Der Mensch besteht nun schon aus 8.000 Zellen. In dem nur 1,6 mm großen Wesen beginnt nach 18 bis 21 Tagen das Herz zu schlagen. Die inneren Organe, Leber, Lunge, Magen, Darm und Nieren, beginnen sich zu bilden. Eine Woche später - der erste Monat ist vollendet - entsteht in dem bereits 4 bis 6 mm großen Körper das große Organsystem - Gehirn, Rückenmark, Nerven und damit auch Schmerzempfindlichkeit entwickeln sich. Aber auch Skelett und Muskulatur werden gebildet. Nach fünf Wochen sind im Gesicht bereits Nase, Ohren und Augen erkennbar. Mit Hilfe eines EKG sind die Herztöne des kleinen Menschen hörbar, der nun schon 1 cm groß und 1 g schwer ist.
In der sechsten Schwangerschaftswoche werden die Finger erkennbar, die Knorpel verfestigen sich und die Gehirnströme lassen sich mit einem EEG messen. In der siebten Woche trägt die werdende Mutter einen 2 cm großen Knirps mit unverwechselbaren Fingerabdrücken in ihrem Bauch. Am Ende des zweiten Monats ist das Kind 3 cm groß, fast alle Organe sind frühentwickelt, es greift, schluckt, macht Atembewegungen und ist schmerzempfindlich.
Bis zur zehnten Woche ist ein Größenwachstum auf 6 cm feststellbar, in der zwölften Woche (vollendeter dritter Monat) ist das Kind bereits 9 cm groß. In der Fachsprache spricht man nun nicht mehr vom Embryo, sondern vom Fetus.
Jetzt wird nur noch eine Änderung des Wachstumsprozesses vollzogen.