Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_03_05_2011_1_StR_100_11_Die_Beruecksichtigung_von_Auswir-d4399130.html
Timestamp: 2016-12-08 10:06:57
Document Index: 85030442

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 35', '§ 46', '§ 263', '§ 35', '§ 35', 'BGH', 'BGH']

BundesgerichtshofUrt. v. 03.05.2011, Az.: 1 StR 100/11Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 03.05.2011Referenz: JurionRS 2011, 16176Aktenzeichen: 1 StR 100/11 Verfahrensgang:vorgehend:LG Nürnberg - 02.11.2010Rechtsgrundlagen:§ 35 BtMG§ 46 StGB§ 263 StGBFundstellen:NStZ-RR 2012, 183-184StraFo 2011, 282-283StV 2011, 533Verfahrensgegenstand:Betrug u.a. Redaktioneller Leitsatz:1.Die Höhe der Gesamtfreiheitsstrafe darf sich nicht wesentlich an den (formellen) Voraussetzungen des § 35 Abs. 3 Nr. 2 BtMG ausrichten, um es einem Angeklagten zu ermöglichen, nach Ablauf einer überschaubaren Zeitspanne zur Behandlung seiner Betäubungsmittelabhängigkeit eine stationäre Drogenentwöhnungstherapie anzutreten.2.Dagegen darf bei der Bemessung der Strafe berücksichtigt werden, dass der Erfolg einer unter den Voraussetzungen des § 35 BtMG bereits begonnenen Therapie stabilisiert und nicht gefährdet werden soll.Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 3. Mai 2011, an der teilgenommen haben: Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof Nack und die Richter am Bundesgerichtshof Dr. Wahl, Rothfuß, Hebenstreit, Prof. Dr. Sander, Richterin am Landgericht als Vertreterin der Bundesanwaltschaft, Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle, für Recht erkannt: Tenor:Die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 2. November 2010 wird verworfen. Die Kosten des Rechtsmittels sowie die der Angeklagten hierdurch entstandenen notwendigen Auslagen trägt die Staatskasse. BGH, 03.05.2011BGH, 03.05.2011