Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201960,%20626
Timestamp: 2020-04-10 00:25:50
Document Index: 220531376

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 836', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.03.1960 - VI ZR 59/59 - dejure.org
https://dejure.org/1960,818
BGH, 08.03.1960 - VI ZR 59/59 (https://dejure.org/1960,818)
BGH, Entscheidung vom 08.03.1960 - VI ZR 59/59 (https://dejure.org/1960,818)
BGH, Entscheidung vom 08. März 1960 - VI ZR 59/59 (https://dejure.org/1960,818)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1960,818) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
VersR 1960, 426
VersR 1960, 626
Vielmehr reicht es aus, daß die Verletzung mit dem Durchbrechen des Bretts in ursächlichem Zusammenhang steht und sich als eine bei gewöhnlichem Geschehensablauf eintretende Unfallfolge darstellt (vgl. Senatsurteile vom 8. März 1960 - VI ZR 59/59 - VersR 1960, 426, 427 …und vom 12. Juni 1973 - VI ZR 163/71 - aaO m. w. N.).
Das ist rechtlich nicht zu beanstanden (…vgl. BGH Urt. v. 21. April 1959 - VI ZR 74/58 = VersR 1959, 694; Urt. v. 8. März 1960 - VI ZR 59/59 = VersR 1960, 426).
Zum einen kann diese Vertragsbestimmung den deliktischen Ansprüchen des Klägers, der nicht Vertragspartner war, ohnehin nicht entgegengehalten werden Vgl. BGH, VersR 1960, 426, 428.; im übrigen bezieht sich die genannte Vorschrift nur auf die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften für die Bauarbeiten als solche.
Eine Ablösung liegt deshalb auch vor beim Durchbrechen eines Fußbodenbrettes [17] oder einer Wellblechplatte eines Daches BGH, VersR 1960, 426, 427; vgl. auch BGH, VersR 1965, 801.
Das ist hier der Fall, denn es steht fest, daß das Loslösen der Stahlblechplatten den Sturz des Klägers und damit auch dessen Verletzung herbeigeführt hat Vgl. RGZ 52, 236, 237 ff.; BGH, VersR 1960, 426, 427.
Vielmehr reicht es aus, dass die Verletzung mit dem Lösen der Strebe in ursächlichem Zusammenhang steht und sich als eine bei gewöhnlichem Geschehensablauf auftretende Unfallfolge darstellt (BGH VersR 1960, 426/427).
Die vorhandenen Mängel müssen nicht die alleinige Ursache des Schadens sein (…BGH a.a.O.; VersR 1960, 426, 427).
Die Anwendung der Beweislastregell des § 836 BGB wäre nur ausgeschlossen, wenn die Ablösung auf völlig außergewöhnlichen hier nicht gegebenen Witterungseinflüssen beruht hätte, da ansonsten gerade die Loslösung eines Teiles infolge Witterungseinwirkung die Mangelhaftigkeit der Anlage oder der Unterhaltung beweist (BGH VersR 1960, 426, 428).
Der daraus gezogene Schluß, ein Hausbesitzer müsse auch solche ungewöhnlichen, aber möglichen Sturmstärken in seine Betrachtung einbeziehen und entsprechende Vorsorge für die Festigkeit der Gebäudeteile treffen, ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden (vgl. dazu Senatsurteile vom 13. Juli 1956 - VI ZR 32/55 - VersR 56, 629 = NJW 56, 1598 [Insoweit in BGHZ 21, 285 nicht abgedruckt]; v. 8. März 1960 - VI ZR 59/59 - VersR 1960, 426, 428 und BGHZ 58, 149, 153; ferner OLG Zweibrücken OLGZ 69, 341, 343).
Damit hat es die "grobe" zum Unterschied von der "einfachen", "gewöhnlichen" oder "durchschnittlichen" Fahrlässigkeit (vgl. BGH VersR 1959, 348) zutreffend gekennzeichnet (BGH VersR 1960, 626; 1958, 16u.a.m.).
OLG Hamm, 08.01.2016 - 9 U 113/15