Source: https://winterhoffbuss.de/widerrufsjoker/
Timestamp: 2020-06-06 08:15:53
Document Index: 263853255

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 492', '§ 492', '§ 356']

Widerrufsjoker - Kanzlei Winterhoff Buss
Der Europäi­sche Gerichtshof hat im Sensa­ti­ons­ur­teil vom 26.03.2020 entschieden, dass fast alle Verbrau­cher-Kredit­ver­träge in Deutsch­land seit dem Jahr 2010 wider­rufbar sind. Das kann eine Zinser­sparnis von bis zu 3 % p.a. bedeuten. DER WIDERRUFSJOKER Widerruf kostenlos prüfen lassen
Heute noch das EuGH-Urteil nutzen und Darlehen widerrufen.
Die von den meisten Banken verwen­deten Verträge sind nach dem Urteil des höchsten Europäi­schen Gerichts (EuGH) für Verbrau­cher in einem entschei­denden Punkt unver­ständ­lich. Doch dies darf nicht zum Nachteil des Verbrau­chers führen – deswegen haben Kredit­nehmer jetzt die Möglich­keit, ihren Kredit auch heute noch zu wider­rufen, auch wenn der Kredit vor Jahren abgeschlossen wurde.
Dies betrifft insbe­son­dere Immobi­lien-Kredite und KfZ-Kredite.
So können Sie etwa ihren im Jahr 2013 geschlos­senen Immobi­lien-Kredit mit einem Zinssatz von 3,5 % wider­rufen und einen neuen Kredit heute zu einem Zinssatz von 1 % abschließen. Ein Zinsge­winn von 2,5 % pro Jahr! Sie können ihr finan­ziertes Auto noch Jahre nach dem Kauf zurück­zu­geben und im Gegenzug alle gezahlten Raten sowie die Anzah­lung zurück­zu­er­halten.
Mit unseren spezia­li­sierten Anwälten haben Sie einen starken Partner an Ihrer Seite.
Die anwalt­liche Prüfung Ihres Darle­hens ist für Sie kostenlos und ohne jegliche Verpflich­tungen.
EuGH Widerrufsjoker: Kredite in Höhe von 1,5 Billionen Euro in Deutschland betroffen
Die Tragweite des Urteils ist enorm: Allein die Summe der Wohnungs­bau­kre­dite an private Haushalte für den Zeitraum Juni 2010 bis März 2016 beträgt für Deutsch­land rund 1,2 Billionen Euro. Das Volumen der relevanten Autokredit- und Leasing­ver­träge beträgt weitere 340 Milli­arden Euro. Insge­samt sind rund 1,5 Billionen Euro Kredit­vo­lumen somit betroffen.
Zögern Sie nicht und lassen Sie Ihren Darle­hens­ver­trag kosten­frei von uns auf Fehler prüfen. Mögli­cher­weise sparen Sie durch den Wider­rufs­joker mehrere tausend Euro.
​Kredit­ver­träge mit Verbrau­chern müssen klare und verständ­liche Hinweise auf den Beginn von Wider­rufs­fristen enthalten.
​Der EuGH hat nun klarge­stellt, dass der seit 2010 in fast sämtli­chen Kredit­ver­trägen verwen­dete Verweis auf § 492 Abs. 2 BGB, der seiner­seits wieder auf weitere Regelungen verweist, die ihrer­seits auf weitere Regelungen verweisen („Kaska­den­ver­weis“), ist für Verbrau­cher so nicht nachzu­voll­ziehen und ist unwirksam.
​Die Folge ist, dass die Darle­hens­nehmer noch heute wider­rufen können, weil ihnen nicht ordent­lich mitge­teilt wurde, bis wann die Wider­rufs­frist abläuft. ​
Im Text der Wider­rufs­be­leh­rung heißt es dazu:
„Die Frist beginnt nach Vertrags­schluss, aber erst, nachdem der Darlehens­nehmer alle Pflicht­angaben nach § 492 Abs. 2 BGB (z. B. Angaben zur Art des Darle­hens, Angabe zum Nettodarlehens­betrag, Angabe zur Vertrags­lauf­zeit) erhalten hat“.
Ein juris­tisch nicht vorge­bil­deter Kunde wird es kaum schaffen, den Verweisen im Gesetz bis zum Schluss zu folgen – er verliert sich im „Paragrafen – Dschungel“.
​An dieser Stelle greift der Wider­rufs-Joker. Beispiels­rech­nung für die ersparten Aufwen­dungen:
Darle­hens­höhe 120.000 Euro
Abschluss­jahr 2012
Ersparnis durch Umschul­dung Rund 12.000 Euro
Darle­hens­höhe 250.000 Euro
Abschluss­jahr 2013
Restlauf­zeit der Zinsbin­dung 5 Jahre
Gesparte Vorfällig­keits­entschädigung Rund 25.000 Euro
Wieso kann ich heute noch einen vor Jahren abgeschlos­senen Vertrag wider­rufen?
Die EU hat festge­legt, dass Verbrau­cher einen Darle­hens­ver­trag 14 Tage nach Vertrags­ab­schluss wider­rufen können sollen. Die 14-Tages­frist hat aber bei den meisten Darle­hens­ver­trägen noch nicht zu laufen begonnen, weil die Banken die Wider­rufs­be­leh­rung fehler­haft gestaltet haben. Darum besteht noch heute die Möglich­keit, den Widerruf zu erklären: Der Wider­rufs­joker
Was bedeutet der Widerruf eines Darle­hens­ver­trags?
Anders als bei einer Kündi­gung eines Darle­hens­ver­trags (dort wird der Vertrag „zu Ende gerechnet“ einschließ­lich der Vorfäl­lig­keits­ent­schä­di­gung) werden beim Widerruf beide Seiten (Kunde und Bank) so gestellt, als wäre der Vertrag erst gar nicht geschlossen worden.
Bei welchen Alt-Verträgen ist ein Widerruf des Immobi­li­en­dar­le­hens möglich?
Wider­rufbar sind Altkre­dit­ver­träge, die zwischen dem 11. Juni 2010 und dem 21. März 2016 abgeschlossen wurden.
Durch das Gesetz zur Umset­zung der Wohnim­mo­bi­li­en­kre­dit­richt­linie wurde § 356 b Abs. 2 BGB geändert. Seit dem 21. März 2016 beträgt die maximale Wider­rufs­frist für Immobi­li­en­kre­dit­ver­träge 1 Jahr und 14 Tage. Demnach können Stand April 2020 neuere Darle­hens­ver­träge nur noch wider­rufen werden, wenn sie Mitte März 2019 abgeschlossen wurden.
Was passiert nach einem Widerruf eines Darle­hens­ver­trags?
Der Kunde und die Bank sind so zu stellen, als wäre der Vertrag erst gar nicht geschlossen worden. Der Kunde muss der Bank das ausge­reichte Darlehen zurück­zahlen und muss für die Zukunft keine Vorfäl­lig­keits­ent­schä­di­gung bezahlen. Gezahlte Zinsen verbleiben im Grund­satz bei der Bank, aber die Bank muss den Kunden dafür entschä­digen, dass sie mit dem gezahlten Zins und der Tilgung arbeiten konnte. Hier kann eine Entschä­di­gung von bis zu 2,5 % p.a. auf gezahlte Zinsen und Tilgung ausge­spro­chen werden.
In der Praxis verhan­deln wir nach erfolgtem Widerruf mit den Banken über neue Darle­hens­kon­di­tionen. Wegen der aktuell absolut niedrigen Zinsen sich durch diese Verhand­lungen oftmals viele tausende Euros sparen. Mit anderen Worten: Durch den Wider­rufs­joker können Sie also günstig „umschulden“.
Was kostet mich die Erst-Beratung zum Wider­rufs­joker durch die Kanzlei Winter­hoff Buss?
Sie erhalten von uns eine kosten­lose Erstein­schät­zung zur Prüfung Ihres Darle­hens­ver­trags.
Wenn Sie kein Recht zum Widerruf haben – teilen wir Ihnen dies kostenlos mit.
Wenn Ihnen nach unserer Einschät­zung ein Wider­rufs­recht zusteht, bekommen Sie auch diese Einschät­zung kostenlos.
Wie geht es weiter, wenn ich den Wider­rufs­joker ziehen kann? Welche Kosten können auf mich zukommen?
Wir übersenden Ihnen das vorfor­mu­lierte Schreiben an Ihre Bank, mit dem Sie den Widerruf erklären.
Wenn die Bank den Widerruf akzep­tiert, rechnen wir , rechnen wir wie folgt ab:
bei einer Darle­hens­summe von bis zu EUR 50.000,00: pauschal EUR 500,00 netto
bei Darle­hens­summen von EUR 50.000,00 – 100.000,00: pauschal von EUR 750,00 netto
bei Darle­hens­summen von EUR 100.000,00 – 200.000,00: pauschal EUR 1.000,00 netto.
bei Darle­hens­summen von EUR 200.000,00 – 500.000,00: pauschal EUR 1.500,00 netto.
bei Darle­hens­summen von über EUR 500.000,00: pauschal EUR 2.000,00 netto.
Wenn die Bank den Widerruf nicht akzep­tiert, hängt der weitere Ablauf davon ab, ob Sie eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung haben:
Wenn Sie eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung haben, liegt bei der Ableh­nung des Wider­rufs ein sog. „Rechts­schutz­fall“ vor. Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung muss nun die Kosten für Ihren Anwalt übernehmen. Wir holen die Deckungs­zu­sage bei der Rechts­schutz­ver­si­che­rung für einen Pauschal­be­trag von EUR 100,00 netto dort ein. Wir können die meisten Rechts­schutz­ver­si­che­rungen davon überzeugen, ihren Kunden die Deckung zu gewähren. Danach rechnen wir die Kosten der anwalt­li­chen Vertre­tung gegen­über der Bank mit der Rechts­schutz­ver­si­che­rung ab. Nachdem die Kosten­tra­gung geklärt ist, treten wir gegen­über der Bank auf.
Wenn Sie keine Rechts­schutz­ver­si­che­rung haben, müssen Sie die Entschei­dung treffen, ob Sie uns auf Ihre Kosten nach den folgenden Gebühren mit der Vertre­tung gegen­über der Bank beauf­tragen wollen:
Wenn außer­ge­richt­lich wider Erwarten keine Einigung mit der Bank erzielt werden kann, können wir die Bank gericht­lich in Anspruch nehmen.
wenn Sie rechts­schutz­ver­si­chert sind, rechnen wir die Kosten mit Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung ab.
Wenn Sie nicht rechts­schutz­ver­si­chert sind, müssen Sie für einen Rechts­streit zunächst die gesetz­li­chen Anwalts­ge­bühren und die Gerichts­kosten vorstre­cken. Wenn wir gewinnen, muss die Bank diese Kosten erstatten. Hier besteht ein wirtschaft­li­ches Risiko, denn gericht­liche Entschei­dungen können nicht vorher­ge­sehen werden, auch wenn die besten Gründe dafür sprechen, dass Sie im Recht sind.
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