Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.12.2000&Aktenzeichen=XI%20ZR%2072/00
Timestamp: 2019-12-15 08:00:02
Document Index: 102536441

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 133', 'BGH', '§ 133', 'BGH', '§ 133', 'BGH', '§ 346', '§ 157', 'BGH']

BGH, 12.12.2000 - XI ZR 72/00 - dejure.org
https://dejure.org/2000,884
BGH, 12.12.2000 - XI ZR 72/00 (https://dejure.org/2000,884)
BGH, Entscheidung vom 12.12.2000 - XI ZR 72/00 (https://dejure.org/2000,884)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 2000 - XI ZR 72/00 (https://dejure.org/2000,884)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2000,884) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB §§ 133 C, 157 F
Baukreditbedingungen - Eigenkapitalnachweis - Auslegung
Nichtabnahmeentschädigung trotz verweigerter Darlehensauszahlung bei fehlendem Eigenkapitalnachweis
Zur Auslegung des in Baukreditbedingungen vereinbarten "Eigenkapitalnachweises"
Zur Auslegung des Begriffs "Eigenkapitalnachweis"?
BGB §§ 133, 157, 326
Anforderungen an den Einsatz von Eigenkapital (Eigenkapitalnachweis)
NJW 2001, 1344
ZIP 2001, 510
MDR 2001, 464
NZBau 2001, 196
WM 2001, 350
ZfBR 2001, 147
ZfBR 2001, 256
Da weitere tatsächliche Feststellungen nicht zu erwarten sind, kann der erkennende Senat die Auslegung des Kaufvertrags vom 14. Dezember 2012 selbst vornehmen (vgl. etwa BGH, Urteile vom 12. Dezember 2000 - XI ZR 72/00, NJW 2001, 1344 unter II 2 a mwN;… vom 22. Februar 2012 - VIII ZR 34/11, WM 2012, 2061 Rn. 25).
Leidet die tatrichterliche Auslegung an solchen revisionsrechtlich beachtlichen Rechtsfehlern, bindet sie das Revisionsgericht nicht (…vgl. BGH, Urt. v. 19.1.2000 - VIII ZR 275/98, NJW-RR 2000, 1002, 1003 = WM 2000, 1643; Urt. v. 12.12.2000 - XI ZR 72/00, NJW 2001, 1344 f.;… Urt. v. 12.12.2001 - IV ZR 47/01, ZIP 2002, 226, 227).
Maßgeblich ist der Anspruch der Klägerin auf Abnahme der Darlehen (vgl. Senat, Urteil vom 12. Dezember 2000 - XI ZR 72/00, WM 2001, 350, 352), der durch den Abschluss der Darlehensverträge wirksam begründet worden ist.
Das Berufungsgericht hat jedoch nicht hinreichend den allgemein anerkannten Auslegungsgrundsatz beachtet, daß bei Erklärungen, die sich an Angehörige eines bestimmten Verkehrskreises richten, nicht das allgemeinsprachliche Verständnis der Aussagen entscheidend ist, sondern das in dem maßgeblichen Fachkreis verkehrsübliche Verständnis (…vgl. BGH, Urt. v. 23. Juni 1994, VII ZR 163/93, NJW-RR 1994, 1108, 1109; Urt. v. 12. Dezember 2000, XI ZR 72/00, NJW 2001, 1344, 1345 m.w.N.).
Dies kann der Senat selbst entscheiden, da das Berufungsgericht die Auslegung des Vertrags unterlassen hat und weitere tatsächliche Feststellungen nicht zu erwarten sind (vgl. Senatsurteil BGHZ 124, 39, 45; Senat…, Urteil vom 16. Dezember 1998, aaO; BGH, Urteil vom 12. Dezember 2000 - XI ZR 72/00, NJW 2001, 1344 = WM 2001, 350 unter II 2 a).
Bei Begriffen, die in den beteiligten Verkehrskreisen in einem bestimmten Sinne verstanden werden, ist dieser Sinn maßgeblich (BGH NJW 2001, 1344, 1345;… Ellenberger in Palandt, BGB, 78. Aufl. 2019, § 133 Rn. 14).
Wird ein im Wortlaut einer Vereinbarung verwendeter Begriff in den beteiligten Verkehrskreisen in einer bestimmten Weise verstanden, verstößt es in aller Regel gegen §§ 133, 157 BGB, ihn in einem davon abweichenden Sinne zu verstehen (Anschluss BGH, Urt. v. 12.12.2000, XI ZR 72/00, NJW 2001, 1344).
Wird ein im Wortlaut verwendeter Begriff in den beteiligten Verkehrskreisen in einer bestimmten Weise verstanden, verstößt es in aller Regel gegen §§ 133, 157 BGB, ihn in einem anderen Sinne zu deuten (vgl. BGH, Urt. v. 12.12.2000, XI ZR 72/00, NJW 2001, 1344).
Jedoch ist bei der Frage, wie empfangsbedürftige Willenserklärungen auszulegen sind, nicht an dem buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften, sondern der wirkliche Wille unter Berücksichtigung der Verkehrssitte zu erforschen (§§ 133, 157 BGB, vgl. auch BGH NJW 2001, 1344 ff.).
Vielmehr wären der entsprechende Handelsbrauch (§ 346 HGB) oder die insoweit bestehende Verkehrssitte in den beteiligten Geschäftskreisen gemäß § 157 BGB schon bei der Auslegung des Vertrags zu berücksichtigen (vgl. z. B. BGH, Urteil vom 12. Dezember 2000 - XI ZR 72/00, WM 2001, 350, 351 und vom 23. November 1994 - VIII ZR 133/93, NJW-RR 1995, 364 f).
OLG Köln, 07.05.2003 - 13 U 158/02
Aufklärungspflicht im Hinblick auf Baufinanzierung
LG Göttingen, 04.05.2005 - 2 O 617/03
Anspruch auf eine Entschädigung für die Nichtabnahme eines Darlehens; Zahlung …