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Timestamp: 2019-07-16 16:13:42
Document Index: 309328892

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 38', '§ 31', '§ 7', '§ 7', '§ 12', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 54', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein RuppersNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ruppersdorfer See" vom 1. November 1999 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ruppersdorfer...
juris-Abkürzung: RuppersNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 01.11.1999
Fundstelle: GVOBl. 1999 396
Gliederungs-Nr: 791-4-192
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ruppersdorfer See"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ruppersdorfer See" vom 1. November 1999 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes und des § 38 des Landesjagdgesetzes verordnet das Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten:
(1) Der Ruppersdorfer See mit seinen Uferbereichen und den unmittelbar angrenzenden Flächen in der Gemeinde Ratekau, Kreis Ostholstein, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Ruppersdorfer See" unter Nummer 180 in das im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberste Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 80 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen Ratekau und Neuhof-Ruppersdorf die Gemarkungsteile Ruppersdorfer See, Seehof, Ratekauer Moor, Seewisch und Warder.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Naturschutzbehörde, 24106 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
- 23701 Eutin,
Bürgermeister der Gemeinde Ratekau,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus dem wiederentstandenen Ruppersdorfer See mit seinen Uferbereichen, den daran angrenzenden extensiv genutzten Grünland- und Sukzessionsflächen sowie den landwirtschaftlich genutzten Acker- und Grünlandflächen.
das Gewässerökosystem eines Flachgewässers mit seinen charakteristischen Uferzonierungen und Verlandungszonen einschließlich der Pflanzen- und Tierwelt,
die Brutbestände der typischen, teilweise im Bestand bedrohten Wasser-, Röhricht- und Wiesenvögel,
das bedeutsame Nahrungs- und Rastgebiet für Wasservögel,
die extensiv genutzten Grünlandbereiche und
die der Eigenentwicklung überlassenen Flächen
Gewässer im Sinne des § 31 des Wasserhaushaltsgesetzes auszubauen oder Maßnahmen durchzuführen, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändern, oder Stoffe einzubringen, einzuleiten, zu entnehmen oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachhaltig zu verändern;
die Lebensräume der Pflanzen und der Tiere zu beseitigen oder nachhaltig zu verändern, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen;
die Gewässer mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren oder auf diesen Wasserflächen mit Eisfahrzeugen aller Art zu fahren;
Zelte oder Wohnwagen aufzustellen oder Verkaufsstände aller Art aufzustellen oder zu betreiben, Sachen aller Art zu lagern, Feuer zu machen oder Hunde nicht angeleint mitzuführen;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den im Eigentum der Gemeinde Ratekau befindlichen Flächen nach Maßgabe der Empfehlungen des Landesamtes für Natur und Umwelt;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als
Acker genutzten, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte kariert dargestellten Flächen in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang;
Grünland genutzten, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte in waagerechter Schraffur dargestellten Flächen; nicht zulässig ist es, die Flächen mehr als bisher zu entwässern, umzubrechen oder Pflanzenschutzmittel oder Klärschlamm auf diesen Flächen aufzubringen;
die ordnungsgemäße, den Schutzzweck berücksichtigende forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes ;
die Jagd auf Wasserwild und Graureiher auszuüben,
mit Bleischrot zu schießen,
Treibjagden vor dem 16. Oktober eines jeden Jahres durchzuführen,
geschlossene Hochsitze zu errichten oder
Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben oder Wildäsungsflächen oder Wildäcker anzulegen oder Brutkästen für Enten aufzustellen;
die erforderlichen Maßnahmen zur Unterhaltung und Sicherung der Wege unter Beachtung des § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes ; nicht zulässig ist die Verwendung von wassergefährdenden, auswasch- oder auslaugbaren Materialen;
das Eislaufen auf dem Ruppersdorfer See von Ufergrundstücken aus, die mit Zustimmung der unteren Naturschutzbehörde festzulegen und in der Örtlichkeit zu kennzeichnen sind;
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Natur und Umwelt Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und des § 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. d im Einzelfall zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und des § 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. e zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(4) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen gewähren. Bei der Gewährung von Befreiungen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11, 12 und 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 16 die Gewässer mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt oder auf diesen Wasserflächen mit Eisfahrzeugen aller Art fährt;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 18 Zelte oder Wohnwagen aufstellt oder Verkaufsstände aller Art aufstellt oder betreibt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint mitführt;