Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202008,%201237
Timestamp: 2019-12-08 13:53:14
Document Index: 55417746

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 199', '§ 199', '§ 199', '§ 199', '§ 812', '§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 195', '§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 852', 'BGH', '§ 852']

BGH, 19.03.2008 - III ZR 220/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,227
BGH, 19.03.2008 - III ZR 220/07 (https://dejure.org/2008,227)
BGH, Entscheidung vom 19.03.2008 - III ZR 220/07 (https://dejure.org/2008,227)
BGH, Entscheidung vom 19. März 2008 - III ZR 220/07 (https://dejure.org/2008,227)
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BGB §§ 199, 812
Verjährung - Kondiktionsansprüche
Zutreffend rechtliche Würdigung als Voraussetzung für die für den Verjährungsbeginn maßgeblichen Gläubigerkenntnisse bezüglich anspruchsbegründender Umstände; Geltung allgemeiner verjährungsrechtlicher Grundsätze für Kondiktionsansprüche
Verjährungsbeginn mit Kenntnis der anspruchsbegründenden Umstände trotz falscher rechtlicher Würdigung
Verjährungsbeginn - Voraussetzungen
Einheitslösung gilt bei für Verjährungsbeginn erforderlicher Kenntnis von anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners
Verjährungsbeginn; Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis von den anspruchsbegründenden Umständen
Zu der für den Verjährungsbeginn nach § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB erforderlichen Kenntnis von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners
Verjährung von Bereicherungsansprüchen; Verjährungsbeginn nach § 199 I BGB: Subjektive Voraussetzungen, Kenntnis der anspruchsbegründenden Tatsachen
BGB § 199 § 812
Beginn der Verjährung von Bereicherungsansprüchen
Verjährungsbeginn: Wann liegt die erforderliche Kenntnis vor?
Verjährungsbeginn - Kenntnis vom Schaden setzt generell keine zutreffende rechtliche Würdigung voraus
Beginn der Regressverjährung nach neuem Recht
Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist bei unzutreffender rechtlicher Würdigung von anspruchsbegründenden Umständen
Kenntnis oder grobfahrlässige Unkenntnis i.S.d. § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB erfordert keine zutreffende rechtliche Wertung
Verjährungsbeginn: Wann liegt die erforderliche Kenntnis vor? (IBR 2008, 318)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 19.3.2008, Az.: III ZR 220/07 (Einheitslösung gilt bei Verjährungsbeginn erforderlicher Kenntnis von anspruchsbegründenen Umständen und der Person des Schuldners)" von RA Arne Podewils, original erschienen in: ZfIR 2008 Heft 9, ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 19.03.2008, Az.: III ZR 220/07 (Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist für Bereicherungsansprüche)" von Herbert P. Schons, original erschienen in: AGS 2008, 322 - 323.
LG München I, 05.07.2006 - 25 O 196/05
OLG München, 04.07.2007 - 15 U 4350/06
NJW-RR 2008, 1237
ZIP 2008, 1538
VersR 2008, 1121
WM 2008, 1077
DB 2008, 927
Ausnahmsweise kann die Rechtsunkenntnis des Gläubigers den Verjährungsbeginn aber hinausschieben, wenn eine unsichere und zweifelhafte Rechtslage vorliegt, die selbst ein rechtskundiger Dritter nicht zuverlässig einzuschätzen vermag (BGH, Urteil vom 19. März 2008 - III ZR 220/07, WM 2008, 1077, 1078).
Eine zutreffende rechtliche Würdigung setzt § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB hingegen nicht voraus (…BGH, Urteile vom 29. Januar 2008 - XI ZR 160/07, BGHZ 175, 161 Rn. 26;… vom 15. Juni 2010 - XI ZR 309/09, NJW-RR 2010, 1574 Rn. 12; Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07, NJW-RR 2008, 1237 Rn. 7).
Eine Ausnahme wird lediglich für die Fälle in Betracht gezogen, in denen es sich um eine unübersichtliche oder zweifelhafte Rechtslage handelt, so dass sie selbst ein rechtskundiger Dritter nicht zuverlässig einzuschätzen vermag (BGH, Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07, aaO mwN).
Nicht erforderlich ist in der Regel, dass der Gläubiger aus den ihm bekannten Tatsachen die zutreffenden rechtlichen Schlüsse zieht (…ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BGHZ 203, 115 = NJW 2014, 3713 Rn. 35 mwN;… BGHZ 179, 260 = NJW 2009, 2046 Rn. 47 mwN;… BGH Urteil vom 26. September 2012 - VIII ZR 279/11 - NJW 2013, 1077 Rn. 47 mwN und Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07 - NJW-RR 2008, 1237 Rn. 7 mwN).
In diesen Fällen fehlt es an der Zumutbarkeit der gerichtlichen Geltendmachung des Anspruchs als übergreifender Voraussetzung für den Verjährungsbeginn (…vgl. BGHZ 203, 115 = NJW 2014, 3713 Rn. 35 mwN;… BGHZ 179, 260 = NJW 2009, 2046 Rn. 47 mwN;… BGH Urteil vom 22. Juli 2014 - KZR 13/13 - NJW 2014, 3092 Rn. 23 mwN und Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07 - NJW-RR 2008, 1237 Rn. 7 mwN).
Vielmehr entspricht es gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass diese Rechtsgrundsätze auf sämtliche Ansprüche anwendbar sind (…vgl. BGHZ 203, 115 = NJW 2014, 3713 Rn. 54 mwN;… BGH Urteil vom 26. September 2012 - VIII ZR 279/11 - NJW 2013, 1077 Rn. 48 mwN und Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07 - NJW-RR 2008, 1237 Rn. 7 mwN; a. A. Bitter/Alles NJW 2011, 2081, 2083 f.).
Jedoch entsteht der hier in Rede stehende und nach § 195 BGB (i.V.m. § 199 Abs. 1 BGB) verjährende Bereicherungsanspruch (vgl. nur BGH, Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07, NJW-RR 2008, 1237 mwN) erst dann, wenn feststeht, dass es zu dem Erwerb des Eigentums bzw. des Erbbaurechts nicht mehr kommt (vgl. Senat, Beschluss vom 9. Juli 2009 - V ZR 244/08, juris; BGH, Urteil vom 12. Juli 1989 - VIII ZR 286/88, NJW 1989, 2745, 2747).
Vielmehr genügt aus Gründen der Rechtssicherheit und Billigkeit im Grundsatz die Kenntnis der den Ersatzanspruch begründenden tatsächlichen Umstände (…st. Rspr., BGH, Urteile vom 11. Januar 2007 - III ZR 302/05, BGHZ 170, 260 Rn. 28 und vom 19. März 2008 - III ZR 22/07, WM 2008, 1077 Rn. 7;… Senatsurteil vom 3. Juni 2008 - XI ZR 319/06, WM 2008, 1346 Rn. 27).
Zutreffend ist auch, dass bei Vorliegen der subjektiven Voraussetzungen von § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB schon vor dem 1. Januar 2002 die neue Verjährungsfrist zum 31. Dezember 2004 abgelaufen wäre, mithin vertragliche und deliktische Ansprüche der Klägerin zu diesem Zeitpunkt verjähren konnten (vgl. BGHZ 171, 1, 7 ff.; BGH, Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07 - VersR 2008, 1121; Urteile vom 8. Mai 2008 - VII ZR 106/07 - NJW 2008, 2427, 2428 und vom 3. Juni 2008 - XI ZR 319/06 - NJW 2008, 2576, 2578).
Dabei bezieht sich die grob fahrlässige Unkenntnis ebenso wie die Kenntnis auf Tatsachen, auf alle Merkmale der Anspruchsgrundlage und bei der Verschuldenshaftung auf das Vertretenmüssen des Schuldners, wobei es auf eine zutreffende rechtliche Würdigung nicht ankommt (BGH, Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07 - a.a.O.;… Mansel, a.a.O., S. 92).
Erforderlich ist, dass der Gläubiger um die anspruchsbegründenden Umstände weiß, nicht dass er den Vorgang rechtlich zutreffend beurteilt (vgl. nur Senat, Urteile vom 19. März 2008 - III ZR 220/07, NJW-RR 2008, 1237 Rn. 7 …und vom 18. Dezember 2008 - III ZR 132/08, NJW 2009, 984 Rn. 13 f; siehe auch Senat…, Urteil vom 11. Januar 2007 - III ZR 302/05, BGHZ 170, 260 Rn. 28 mwN zu § 852 BGB aF).
Bei der Beurteilung der Frage, wann der Gläubiger diese Kenntnis besitzt, kann, auch bei Bereicherungsansprüchen (BGH, Beschluss vom 19. März 2008 - III ZR 220/07, WM 2008, 1077, 1078 Tz. 8), weitgehend auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu § 852 Abs. 1 BGB a.F. zurückgegriffen werden (Senat, Urteil vom 3. Juni 2008 - XI ZR 319/06, WM 2008, 1346, 1349 Tz. 27, m.w.Nachw.).
Verjährung von Ansprüchen auf Rückersattung von Honorar nach HOAI
LG Bonn, 31.03.2009 - 7 O 4/09
Zurverfügungstellung von Werbedrucksachen als erforderliche Unterlagen durch …
LG Düsseldorf, 13.09.2011 - 4b O 154/09
Faltbarer Aufbewahrungsbehälter
LG Bonn, 31.03.2009 - 7 O 3/09
LG Bonn, 31.03.2009 - 7 O 13/09
LG Bonn, 31.03.2009 - 7 O 2/09
OLG München, 03.03.2009 - 5 U 4432/08
Kapitalanlagerecht: Beginn der Verjährung von Schadensersatzansprüchen wegen …
AG Bonn, 09.07.2008 - 11 C 95/07