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Timestamp: 2017-12-15 15:58:52
Document Index: 230745874

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 254', '§ 675', '§254', '§675', '§287', '§ 64', '§675', '§64', '§68', '§237', 'BGH', '§ 199', '§68', '§199', 'Art 229', '§ 6', 'Art 229', '§ 6', 'Art 229', '§ 12', 'Art 229', '§ 12', '§675', '§8', '§ 280', '§ 675', '§280', '§675', '§9', '§ 57', '§43', '§57', '§3', '§4', 'BGH', '§ 134', '§134', '§242', '§611', '§626', '§628', '§57', '§280', 'BGH', '§ 254', '§ 675', '§254', '§675', '§ 199', '§ 280', '§ 195', '§ 199', '§ 4', '§280', '§195', '§199', '§4', '§68', '§ 296', '§ 531', '§611', '§675', '§296', '§531', '§ 357', '§68', '§357', '§ 34', '§ 7', '§34', '§7', '§ 4', '§ 164', '§ 169', '§ 170', '§675', '§4', '§68', '§199', '§164', '§675', '§ 675', '§ 249', '§675', '§249', '§12', '§ 138', '§ 392', '§138', '§392', '§ 627', '§ 307', '§ 627', '§307', '§627', '§280', '§23', '§ 90', 'Art.6', 'Art.20', '§90', '§ 68', '§68', '§233', '§ 10', '§4', '§57', '§10', '§ 371', '§ 1', '§ 1', '§280', '§675', '§371', '§1', '§675', '§ 4', '§ 5', '§ 276', '§ 307', '§ 309', '§307', '§309', '§4', '§5', '§276', '§311', '§ 122', '§ 68', '§ 122', '§68', '§122', '§ 43', '§ 43', '§43', '§57', '§57', '§89', '§90', '§4', '§57', '§57', '§8', '§50']

Rechtsprechung - Suchergebnis - 15.12.2017 16:58h
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Ausschluss der Verjährungseinrede für Schadensersatzansprüche wegen Einkommensteuerbelastung infolge eines nicht eingelegten Einspruchs gegen einen Feststellungsbescheid Hat ein Steuerberater durch Übersendung einer Abschrift eines auftragswidrig nicht eingelegten Einspruchs den Anschein erweckt, der Steuerbescheid, der angefochten werden sollte, sei nicht in Bestandskraft erwachsen, kann er sich bis zur Aufdeckung seines Fehlers und des eingetretenen Schadens auch dann nicht auf die eingetretene Verjährung des gegen ihn gerichteten Haftungsanspruchs berufen, wenn ihm ein vorsätzliches Handeln nicht nachgewiesen werden kann.
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Insolvenzrecht Berufsrecht - Steuerberater Steuerberaterhaftung Haftung
IX ZR 204/12
1. Erklärt der vertraglich lediglich mit der Erstellung der Steuerbilanz betraute Steuerberater, dass eine insolvenzrechtliche Überschuldung nicht vorliege, haftet er der Gesellschaft wegen der Folgen der dadurch bedingten verspäteten Insolvenzantragstellung.
2. Der durch eine verspätete Insolvenzantragstellung verursachte Schaden der Gesellschaft bemisst sich nach der Differenz zwischen ihrer Vermögenslage im Zeitpunkt rechtzeitiger Antragstellung im Vergleich zu ihrer Vermögenslage im Zeitpunkt des tatsächlich gestellten Antrags.
3. Wird der Insolvenzantrag einer GmbH infolge einer fehlerhaften Abschlussprüfung verspätet gestellt, trifft die Gesellschaft mit Rücksicht auf ihre Selbstprüfungspflicht in der Regel ein Mitverschulden an dem dadurch bedingten Insolvenzverschleppungsschaden.
BGB § 249, § 254 Abs 1, § 675
Aktenzeichen: IXZR204/12 Paragraphen: BGB3249 BGB§254 BGB§675 ZPO§287 Datum: 2013-06-06
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Insolvenzrecht Berufsrecht - Insolvenzantrag Steuerberater
IX ZR 64/12
1. Das steuerberatende Dauermandat von einer GmbH begründet bei üblichem Zuschnitt keine Pflicht, die Mandantin bei einer Unterdeckung in der Handelsbilanz auf die Pflicht ihres Geschäftsführers hinzuweisen, eine Überprüfung in Auftrag zu geben oder selbst vorzunehmen, ob Insolvenzreife besteht.
2. Eine entsprechende drittschützende Pflicht trifft den steuerlichen Berater auch gegenüber dem Geschäftsführer der Gesellschaft nicht.
GmbHG vom 15.05.1986 § 64 Abs 2
Aktenzeichen: IXZR64/12 Paragraphen: BGB§675 GmbHG§64 Datum: 2013-03-07
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IX ZR 108/12
Aktenzeichen: IXZR108/12 Paragraphen: StBerG§68 AO§237 Datum: 2013-01-24
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IX ZR 184/09
Die Verjährung des Schadensersatzanspruchs gegen einen Steuerberater, welcher verschuldet hat, dass Verluste seiner Mandanten niedriger als möglich festgestellt worden sind, beginnt regelmäßig mit der Bekanntgabe der entsprechenden Grundlagenbescheide (im Anschluss an BGH, 12. November 2009, IX ZR 218/08, WM 2010, 138).
BGB § 199 Abs 1 Nr 1
Aktenzeichen: IXZR184/09 Paragraphen: StBerG§68 BGB§199 Datum: 2012-11-15
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BGBEG Art 229 § 6 Abs 1 S 2, Art 229 § 6 Abs 3, Art 229 § 12 Abs 1 S 1 Nr 13
BGBEG Art 229 § 12 Abs 1 S 2
Aktenzeichen: IXZR109/09 Paragraphen: Datum: 2012-11-15
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IX ZR 92/08
Umfang der Aufklärungspflicht bezüglich gestaltungsabhängiger Steuerrisiken; Hinweiserteilung an Angestellte der Gesellschaft
1. Erarbeitet ein Steuerberater mehrmals hintereinander für eine GmbH den steuerlichen Jahresabschluss oder die Erklärungen zu Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern, so muss er auch in einem hierauf beschränkten Dauermandat die innerhalb seines Gegenstands liegenden Gestaltungsfragen, aus denen sich verdeckte Gewinnausschüttungen ergeben können, mit der Auftraggeberin erörtern und auf das Risiko und seine Größe hinweisen.
2. Inwieweit ein Steuerberater Hinweise auf gestaltungsabhängige Steuerrisiken haftungsvermeidend an Angestellte seiner Auftraggeberin erteilen kann oder ob er sie der Geschäftsleitung unmittelbar vortragen muss, hängt sowohl von der betrieblichen als auch von der persönlichen Stellung der angesprochenen Angestellten (hier: Ehefrau eines Familiengesellschafters) ab.
Aktenzeichen: IXZR92/08 Paragraphen: BGB§675 KStG§8 Datum: 2012-02-23
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5 U 138/09
Steuerberatervertrag: Schadensberechnung auf Grund einer Pflichtverletzung durch einen unterbliebenen Hinweis hinsichtlich möglicher Kürzung eines Gewerbeertrages
BGB § 280 Abs 1, § 675
Aktenzeichen: 5U138/09 Paragraphen: BGB§280 BGB§675 GewStG§9 Datum: 2011-10-20
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Wettbewerbsrecht Berufsrecht - Steuerberater Sonstiges Wettbewerbsrecht
6 U 6/10
Führung eines ausländischen Doktorgrades als Wettbewerbsverstoß
HSchulG SH § 57
Aktenzeichen: 6U6/10 Paragraphen: StBerG§43 HSchulGSH§57 UWG§3 UWG§4 Datum: 2011-05-26
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Versicherungsrecht Berufsrecht - Haftpflichtrecht Steuerberater
Aktenzeichen: IVZR168/09 Paragraphen: Datum: 2011-05-18
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BGH - OLG Karlsruhe - LG Baden-Baden
a) Zur Nichtigkeit eines zwischen einem Steuerberater und seinem Mandanten geschlossenen "Beratungsvertrag Sanierung".
b) Zur Verwirkung des Vergütungsanspruchs für erbrachte Beratungsleistungen unter dem Gesichtspunkt der schwerwiegenden (Treue-)Pflichtverletzung.
BGB §§ 134, 242 Cc, 611, 626, 628 Abs. 1
Aktenzeichen: IIIZR107/10 Paragraphen: BGB§134 BGB§242 BGB§611 BGB§626 BGB§628 StBerG§57 Datum: 2011-05-12
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3 U 190/10
Ein Steuerberater ist zur Beratung in wirtschaftlichen Angelegenheiten nur aufgrund eines gesonderten Auftrags verpflichtet. Beteiligt er sich aber an Gesprächen über die Frage der ggf. eingetretenen insolvenzrechtlich relevanten Überschuldung einer von ihm steuerlich beratenen Gesellschaft, die auf der Grundlage der von ihm erstellten Bilanzen bzw. betriebswirtschaftlichen Auswertungen geführt werden, muss ein von ihm erteilter Rat zutreffen. Ohne Erstellung eines gesondert in Auftrag zu gebenden Insolvenzstatus wird er aber nicht zuverlässig feststellen können, ob eine Gesellschaft tatsächlich im insolvenzrechtlichen Sinn überschuldet ist. Ob er verpflichtet ist, die Erstellung eines solchen Status zu empfehlen, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls.
Aktenzeichen: 3U190/10 Paragraphen: BGB§280 Datum: 2011-04-06
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BGH - LG Schweinfurt
BGB § 254 Abs 2, § 675 Abs 1
Aktenzeichen: IXZR162/08 Paragraphen: BGB§254 BGB§675 Datum: 2011-03-17
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3 U 174/10
Sagt der Steuerberater dem Mandanten hinsichtlich einer bestimmten steuerrechtlichen Fragestellung zu, die Entwicklung in einem bestimmten Rechtsgebiet (hier: Pflicht des selbständigen Familienhelfers zur Entrichtung von Umsatzsteuer) zu beobachten, und hat er aufgrund dessen Anlass anzunehmen, es könnte zu einer zeitnahen Änderung einer bestehenden höchstrichterlichen Rechtsprechung kommen, ist er unter Umständen verpflichtet, auch ohne ausdrückliche Weisung des Mandanten Einspruch gegen ergangene Steuerbescheide einzulegen oder zumindest vor Ablauf der Einspruchsfrist mit diesem Rücksprache zu halten. In diesem Zusammenhang kann er verpflichtet sein, auch Periodika internationaler Natur im Blick zu behalten.
Verlässt sich der Mandant aufgrund vorhergehender Absprachen auf eine solche Handlungsweise des Steuerberaters, erlangt er die gemäß § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB für den Beginn der Verjährungsfrist maßgebliche Kenntnis erst dann, wenn er erfährt, dass die erwartete Einlegung des Einspruchs unterblieben ist.
BGB § 280 Abs 1, § 195, § 199
UStG § 4 Nr 14
Aktenzeichen: 3U174/10 Paragraphen: BGB§280 BGB§195 BGB§199 UStG§4 Datum: 2011-02-23
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Aktenzeichen: IXZR183/08 Paragraphen: StBerG§68 Datum: 2011-02-03
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6 U 94/08
1. Haftung des Steuerberaters wegen einer angeblich fehlerhaften Beratung eines beabsichtigten Sandausbeutungsvertrages und dadurch verursachte steuerliche Nachteile
2. Die Nichtzulassungsbeschwerde hat der Bundesgerichtshof durch Beschluss vom 16.12.2010 (IX ZR 230/08) zurückgewiesen.
ZPO § 296 a, § 531 Abs 2
Aktenzeichen: 6U94/08 Paragraphen: BGB§611 BGB§675 ZPO§296a ZPO§531 Datum: 2010-12-05
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AO § 357 Abs. 3 Satz 1 und 2
Aktenzeichen: IXZR170/09 Paragraphen: SrBerG§68 AO§357 Datum: 2010-10-21
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StBerG § 34 Abs. 2 Satz 2
BOStB § 7
Aktenzeichen: IZR95/09 Paragraphen: StberG§34 BOStB§7 Datum: 2010-10-14
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Berufsrecht Haftungsrecht - Steuerberaterhaftung Steuerberater
IX ZR 26/09
1. Der mit der Anmeldung von Umsatzsteuer aus dem Betrieb von Geldspielautomaten betraute Steuerberater braucht den Mandanten auf eine etwaige Gemeinschaftswidrigkeit der Besteuerung erst hinzuweisen, sobald der Bundesfinanzhof dahin lautende Bedenken in einer Entscheidung, die dem Steuerberater bekannt sein muss, äußert.
2. Ein Steuerberater braucht eine nicht mit einem Leitsatz versehene Entscheidung des Bundesfinanzhofs, die lediglich in einer nicht amtlichen Entscheidungssammlung, aber in keiner der einschlägigen allgemeinen Fachzeitschriften abgedruckt wurde, vorbehaltlich anderer Hinweise nicht zu kennen.
3. Versäumt es der Steuerberater, im Anschluss an die beratungsfehlerfreie Abgabe von Jahresumsatzsteueranmeldungen auf eine danach bekannt gewordene Rechtsprechungsänderung durch einen Antrag auf Neufestsetzung zu reagieren, so beginnt die Verjährung eines Ersatzanspruchs des Mandanten erst mit dem Ende der Festsetzungsfrist zu laufen.
UStG 2004 § 4 Nr. 9 lit. b
AO § 164 Abs. 4 Satz 1, § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1
Aktenzeichen: IXZR26/09 Paragraphen: BGB§675 UStG§4 StBerG§68 BGB§199 AO§164 Datum: 2010-09-23
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Aktenzeichen: IXZR180/09 Paragraphen: BGB§675 Datum: 2010-07-15
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IX ZR 189/09
BGB § 675 Abs. 1, § 249 A
Aktenzeichen: IXZR189/09 Paragraphen: BGB§675 BGB§249 Datum: 2010-04-15
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3 U 170/09
1. Ein Steuerberater ist verpflichtet, seinen Mandanten auf steuerrechtliche Irrtümer (hier: Berechnung eines zu geringen Umsatzsteuersatzes) hinzuweisen.
2. Die dem Mandanten durch die - rechtmäßige - Steuernachforderung entstandenen Aufwendungen können dann einen ersatzfähigen Schaden darstellen, wenn der Mandant nachweist, dass er bei pflichtgemäßer Aufklärung durch seinen Steuerberater die sich bei Berechnung des korrekten Mehrwertsteuersatzes ergebenden höheren Preise für die von ihm vertriebenen Produkte am Markt hätte durchsetzen können.
Aktenzeichen: 3U170/09 Paragraphen: UStG§12 Datum: 2010-02-24
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25 KLs 5101 Js 76196/06
1. Werden einem Angeschuldigten in einer Anklage sowohl Steuerstraftaten als auch andere Straftaten zur Last gelegt, ist ein Steuerberater kraft Gesetzes berechtigt, den Angeschuldigten zu verteidigen, soweit die Steuerstraftaten betroffen sind.
2. Stehen die zugleich angeklagten anderen Straftaten in einem engen Zusammenhang zu den Steuerstraftaten (hier: Vorenthalten von Arbeitsentgelt und Lohnsteuerhinterziehung für die selben Tatzeiträume), ist der Steuerberater auch im Übrigen als Verteidiger zuzulassen.
3. Das gilt auch dann, wenn der Steuerberater im Ermittlungsverfahren als Zeuge vernommen wurde. Es ist allein Sache des Angeschuldigten zu entscheiden, wie er seine Verteidigung möglichst effektiv gestaltet.
StPO § 138 Abs 2
AO § 392 Abs 1
Aktenzeichen: 25KLs5101Js76196/06 Paragraphen: StPO§138 AO§392 Datum: 2010-02-18
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IX ZR 114/09
Ein einheitlicher Steuerberatervertrag kann nach § 627 BGB gekündigt werden, auch wenn für einen Teilbereich der Tätigkeit dauerhaft feste Bezüge vereinbart sind.
BGB § 307 Abs. 2 Bc, Cb, § 627
Aktenzeichen: IXZR114/09 Paragraphen: BGB§307 BGB§627 Datum: 2010-02-11
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3 U 194/09
1. Zur Pflicht des Steuerberaters auf Nachfrage seines Mandanten, der die Absicht hat, ein vor Ablauf von zehn Jahren erworbenes und zwischenzeitlich in das Betriebsvermögen eingelegtes, später aber wieder entnommenes Grundstück zu verkaufen, auf die ungefähre Größenordnung des dann anfallenden steuerpflichtigen Gewinns hinzuweisen.
2. Eine doppelte Besteuerung findet trotz der schon durch die Entnahme aufgedeckten stillen Reserven nicht statt.
3. Wird das Grundstück nach mehr als zehn Jahren seit der ursprünglichen Anschaffung aber weniger als zehn Jahre nach seiner Entnahme aus dem Betriebsvermögen veräußert, ergibt sich der zu versteuernde Veräußerungsgewinn aus der Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Entnahmewert.
Aktenzeichen: 3U194/09 Paragraphen: BGB§280 ESrtG§23 Datum: 2010-02-03
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Berufsrecht - Steuerberater Wirtschaftsprüfer
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StbSt (R) 2/09
StBerG § 90
Aktenzeichen: StbSt(R)2/09 Paragraphen: MRKArt.6 GGArt.20 StBerG§90 Datum: 2009-12-07
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IX ZR 218/08
Hat ein Kommanditist Steuernachzahlungen infolge verringerter Verlustzuweisungen zu verzinsen, beginnt die Verjährung eines Ersatzanspruchs gegen den steuerlichen Berater wegen verspäteten Hinweises auf dieses Risiko mit dem ersten Bescheid, welcher die Verluste der KG in dementsprechend vermindertem Umfang feststellt, selbst wenn es gelingt, durch Vorziehung von Sonderabschreibungen die Gewinnerhöhung in spätere Veranlagungszeiträume zu verschieben und dadurch den Zinsschaden zu mindern. StBerG § 68 a.F.
Aktenzeichen: IXZR218/08 Paragraphen: StBerG§68 AO§233a Datum: 2009-11-12
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1 U 57/08
1. Der Hinweis des Steuerberaters auf eine Einkommenssteuer mindernde Verrechnungsmöglichkeit von Gewinnen aus Aktienveräußerungen mit - gezielt realisierten - Verlusten aus anderen Aktienverkäufen ist unvollständig, wenn die Verrechnungsmöglichkeit nur unter bestimmten, von ihm nicht genannten Bedingungen besteht (hier: sog. Spekulationsfrist).
2. Wenn ein Steuerberater eine schriftliche Fixierung des Gesprächsinhaltes für seinen Mandanten für erforderlich hält, dann muss diese Niederschrift ebenso vollständig sein, wie der mündlich gegebene Rat, insbesondere dann, wenn dem Rat in Schriftform der Charakter einer Handlungsanweisung an den Mandanten zukommt.
Aktenzeichen: 1U57/08 Paragraphen: Datum: 2009-09-03
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Berufsrecht - Steuerberater Wettbewerbsrecht
I ZR 77/07
BOStB § 10 Abs. 2
Aktenzeichen: IZR77/07 Paragraphen: UWG§4 StBerG§57a BOStB§10 Datum: 2009-07-29
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Haftungsrecht Berufsrecht - Steuerberaterhaftung Steuerberater
3 U 226/08
1. Eine Pflichtverletzung des Steuerberaters ist sowohl darin zu sehen, dass er - ohne valide Kenntnis vom Gesamtvermögen seines Mandanten - den Hinweis auf eine möglicherweise durch das Finanzamt erfolgende Schätzung seines Vermögens und auf dieser Grundlage ergehende Vermögensteuerbescheide unterlässt, als auch darin, dass er dem Finanzamt Erträge aus Kapitalanlage in der Schweiz im Wege der Selbstanzeige nach § 371 AO offenbart und nicht die strafbefreiende Erklärung nach § 1 Abs. 1 StraBEG wählt, was die erfolgte Festsetzung von Vermögensteuer vermieden hätte.
StraBEG § 1 Abs 1
Aktenzeichen: 3U226/08 Paragraphen: BGB§280 BGB§675 AO§371 StraBEG§1 Datum: 2009-02-11
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IX ZR 12/05
Aktenzeichen: IXZR12/05 Paragraphen: BGB§675 Datum: 2008-12-18
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Prozeßrecht Berufsrecht - Prozeßvertretung/Anwälte Steuerberater
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StBerG § 4 Nr. 5, § 5
BGB §§ 276 Fa, 311 Abs. 2 n.F.
BGB § 307 Abs. 1 a.F., § 309 a.F.
Aktenzeichen: IXZR238/06 Paragraphen: BGB§307 BGB§309 StBerG§4 StBerG§5 BGB§276 BGB§311 Datum: 2008-03-20
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Haftungsrecht Berufsrecht - Steuerberaterhaftung Verjährung
IX ZR 198/06
a) Die Verjährung des Schadensersatzanspruches gegen einen Steuerberater, der steuerliche Nachteile seines Mandanten verschuldet hat, beginnt mit der Bekanntgabe des belastenden Steuerbescheides; das gilt auch dann, wenn der Steuerbescheid noch keine Steuerfestsetzung enthält, sondern Bemessungsgrundlagen selbständig feststellt, welche für die nachfolgende Steuerfestsetzung bindend sind.
b) Für den Beginn der Verjährung ist der Zeitpunkt maßgebend, in dem der Steuerbescheid dem Steuerpflichtigen oder seinem Steuerberater tatsächlich zugegangen ist; die gesetzliche Bekanntgabefiktion in § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO ist nicht maßgebend.
StBerG § 68 a.F. AO § 122 Abs. 2
Aktenzeichen: IXZR198/06 Paragraphen: StBerG§68 AO§122 Datum: 2008-02-07
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StL 3/07 - StV 11/06
Im Geschäftsverkehr ist neben der Berufsbezeichnung "Steuerberater" der Zusatz "Zertifizierter Finanzplaner (FH)" unzulässig und stellt eine Berufspflichtverletzung gemäß § 43 StBerG dar. Dagegen begegnet ein entsprechender Hinweis wie "Tätigkeitsschwerpunkt Finanzplanung" keinen rechtlichen Bedenken.
StBerG §§ 43, 57, 57a, 89, 90
Aktenzeichen: StL3/07 Paragraphen: StBerG§43 StBerG§57 StBerG§57a StBerG§89 StBerG§90 Datum: 2008-01-21
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=23158
OLG Naumburg - LG LG Dessau-Roßlau
1 U 12/07
Aktenzeichen: 1U12/07 Paragraphen: UWG§4 StBG§57 StBG§57a UWG§8 StGB§50 Datum: 2007-11-08
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