Source: https://www.elo-forum.org/threads/informationsveranstaltung-beim-massnahmetraeger-als-meldezweck.200019/
Timestamp: 2020-05-30 21:30:31
Document Index: 149632756

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§45', '§ 45', '§ 16', '§\n16', '§ 16', '§ 4', '§ 6', '§ 5', '§ 16', '§ 45', '§ 4', '§ 315']

Informationsveranstaltung beim Maßnahmeträger als Meldezweck | Erwerbslosenforum Deutschland
Informationsveranstaltung beim Maßnahmeträger als Meldezweck (1 Betrachter)
Starter*in Keyboard
informationsveranstaltung meldezweck
ich bin neu hier, und es würde mich freuen, wenn Sachkundige mir Tipps geben würden, wie ich mit dieser
Einladung "Unterstützungs- und Vermittlungsangebot" bei einem Maßnahmeträger
- getrant als Meldezweck - umgehen soll.
Diese Einladung wird als Meldezweck deklariert, obwohl sie in den Räumen des Maßnahmeträgers stattfindet und ich sehr stark vermute, dass kein Mitarbeiter vom JC anwesend sein wird. (LSG München, Urteil v. 14.09.2016 – L 16 AS 373/16)
In meiner EGV steht nix von Teilnahme an einer Maßnahme oder sonstigem Gedöns (nur Bewerbungen auf Vermittlungsvorschläge) – muss ich dann trotzdem diese Maßnahme machen?
Muss ich einen Coach akzeptieren – oder gibt es da schon Urteile, einen Coach ablehnen zu können?
Diese Einladung sieht sehr nach diesem neuen § 16i SGB II aus. Da wird wohl auf Teufel komm raus jeder LZA erst mal in Coaching-Maßnahmen gepresst.
Wäre schön, wenn Ihr mir mit Tipps zur Gegenwehr helfen könntet.
Einladung_Deutsche_Wirtschaft.pdf
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1. Oft ist eine JC-MA da. Aufgrund Deiner Vermutung würde ich ein Nicht-Erscheinen nicht riskieren.
2. Eine Maßnahme-Zuweisung ist ein eigenständiger Verwaltungsakt.
Hingehen, nix unterschreiben und Maßnahmenanfang kann erst am nächsten Tag stattfinden da Meldetermin.
Keyboard meinte:
Da wird wohl auf Teufel komm raus jeder LZA erst mal in Coaching-Maßnahmen gepresst.Wäre schön, wenn Ihr mir mit Tipps zur Gegenwehr helfen könntet
Die Details der Maßnahme "Haus der Perspektiven" sind mir bekannt und liegen mir aus der Ausschreibung vor.
Die Gegenwehr beginnt da, wo die Zielgruppe als solche darin genannt wird:
2.2 Zielgruppe / Handlungsbedarfe
Teilnehmende sind Leistungsbezieher/-innen, die mindestens zwei Jahre arbeitslos oder mindestens sechs Jahre im Leistungsbezug des SGB II sind (z.B. Aufstocker/-innen), bei denen eine Integration in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von mindestens 20 Stunden wöchentlich innerhalb von sechs Monaten ohne die Förderung nicht zu erwarten ist.
Bei den potentiellen Teilnehmenden können überbegreifende Handlungsbedarfe aus allen Schlüsselgruppen vorliegen (Qualifikation, Leistungsfähigkeit, Motivation,
Gehörst Du zu dieser Zielgrupp?
Nächste Überlegung Deinerseits sollte sein: Liegt bei mir ein Bedarf oder eine Notwendigkeit für diese Maßnahme vor? -um in Arbeit zu kommen oder brauche ich gar eine zusätzliche Maßnahme danach , was an der Zielsetzung dieser Maßnahme erkennbar wäre:
2.1 Kurzbeschreibung der zu erbringenden Leistung
Leistungsgegenstand ist die Durchführung einer Maßnahme zur Unterstützung der beruflichen Eingliederung durch Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (§45 Abs. 1 S. 1 Nr.
1 SGB III), sowie durch Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen (§ 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 SGB III).
Ziel ist die Erarbeitung und Einleitung einer realistischen beruflichen Perspektive durch eine auf jede/-n einzelnen Teilnehmende/-n ausgerichtete Orientierung und Unterstützung im Rahmen eines Einzelcoachings mit begleitenden Gruppenangeboten. Erreicht werden soll ein
konkreter Fortschritt in der Integrationsplanung oder eine (Wieder-)Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Sollte eine Beschäftigungsaufnahme nicht möglich sein, soll eine
Überleitung in andere bedarfsgerechte Fördermöglichkeiten des SGB II und ggf. die Prüfung einer Beschäftigungsmöglichkeit außerhalb des ersten Arbeitsmarkts erfolgen. Die Maßnahme
teilt sich nach dem Angebot einer offenen Kontaktaufnahme in eine Diagnosephase, ein daran anschließendes Einzelcoaching sowie begleitende Angebote in Form von Workshops.
Die Erfahrungen aus dem ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit (ESF-LZA) haben gezeigt, dass die Teilnehmenden durch eine intensive Zusammenarbeit
unter bedarfsgerechten Bedingungen erfolgreich und nachhaltig in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden können. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür ist die
bedarfsgerechte, sozialpädagogische Begleitung langzeitarbeitsloser Menschen möglichst früh vor dem geplanten Beginn eines ggf. geförderten Arbeitsverhältnisses. Im „Haus der Perspektiven“ soll ein Teil dieser Zielgruppe gezielt an den Arbeitsmarkt und an bedarfsgerechte Fördermöglichkeiten herangeführt werden. Insbesondere sollen im Rahmen der Maßnahme folgende Inhalte und Ziele abgedeckt werden:
• Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
• Kompetenzbilanzierung (durch standardisiertes Diagnostikverfahren)
• Erwerb von Schlüsselqualifikationen (z.B. Absprachefähigkeit, Zuverlässigkeit,
Problemlösungsfähigkeit, Soziale Kompetenz)
• Stabilisierung und aktive Einbindung in den Beratungsprozess durch engmaschige
Anbindung der Teilnehmenden
• Erarbeitung realistischer Anschlussperspektiven nach der Zielvorgabe „kein Ausstieg ohne Einstieg“
• Einbezug von Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des ersten Arbeitsmarktes
Die individuelle Zuweisungsdauer der Teilnehmenden beträgt drei Monate. Im begründeten Bedarfsfall ist eine Verlängerung der individuellen Zuweisungsdauer um maximal weitere drei
Die wöchentliche Präsenzzeit beträgt im Rahmen der Coachingphase in der Regel 15 Stunden. Nach Abschluss der Diagnosephase findet mindestens zwei Mal wöchentlich ein
einstündiges Einzelcoaching statt. Die restliche Präsenzzeit nutzen die Teilnehmenden die begleitenden Angebote. Das Einzelcoaching kann sowohl in den Räumlichkeiten des
Auftraggebers als auch aufsuchend erfolgen.
Für die Selbstversorgung der Teilnehmenden mit Lebensmitteln ist je Standort mindestens ein Sozialraum mit einer Begegnungsküche zur Vernetzung und Austausch der Teilnehmenden mit einer Größe von mindestens 20 qm vorzuhalten.Der Sozialraum bzw. die Begegnungsküche soll mit dem Bereich der offenen
Kontaktaufnahme verbunden werden. Die Räumlichkeiten müssen so eingerichtet sein, dass die Angebote zur aktivierenden Freizeitgestaltung (z.B. Lese-Ecke, Tischfußball, „Schwarzes
Brett“, PC-Arbeitsstation) in dem Bereich der kombinierten Begegnungsküche und offenen Kontaktaufnahme vorgehalten werden können.
• Kaffee, Tee und Mineralwasser sind den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung zu
Was die Art der Kontaktaufnahme zum potentiellen Teilnehmer betrifft -so ist die in der Ausschreibung anders vorgesehen!! Nämlich so:
3.1. Offene Kontaktaufnahme
In den einladenden Räumlichkeiten der offenen Kontaktaufnahme soll interessierten Kundinnen und Kunden die Möglichkeit gegeben werden, den Auftragnehmer und das
Maßnahme-Angebot im persönlichen Kontakt kennenzulernen. gen. Der Zugang kann aus eigener Motivation oder durch einen Impuls aus einem Beratungsgespräch mit der IFK erfolgen. Vor
Ort sollen die potentiellen Teilnehmenden mit Angeboten zur aktivierenden Freizeitgestaltung (z.B. Lese-Ecke, Tischfußball, „Schwarzes Brett“) mit dem Auftragnehmer in Kontakt kommen;
neben der Möglichkeit der Eigenrecherche an PC-Arbeitsstationen soll flankierend ein Coach des Auftraggebers vor Ort als Ansprechpartner/-in für die potentiellen Teilnehmenden zur
Kernelement ist die Kontaktaufnahme und das Schaffen einer Vertrauensbasis zwischen Teilnehmender/-m und Auftragnehmer zur Heranführung an den beruflichen und sozialen Eingliederungsprozess. Die Teilnehmenden, die oft bereits an mehreren Maßnahmen teilgenommen haben und ggf. Vorbehalte gegenüber dem Förderinstrument haben, sollen gezielt für eine Teilnahme am weiterführenden Coaching und den begleitenden Angeboten motiviert werden.
In einer Zeichnung dazu ist in den Unterlagen vorgesehen, dass nach der Kontaktaufnahme eine Zuweisung erfolgt, sofern man nicht freiwillig zustimmt.
Dann soll der Einstieg so erfolgen:
3.2. Diagnosephase
Nach Zuweisung bzw. Eintritt in die Maßnahme beginnt die Diagnosephase, die Grundlage für
die Ausgestaltung des anschließenden Coachings sowie der begleitenden Angebote ist.
Mittels eines standardisierten, diagnostischen Verfahrens werden in der ersten Woche der
individuellen Teilnahme im Umfang von mindestens 15 Wochenstunden sowohl die Potenziale
als auch die für eine Beschäftigung relevanten Vermittlungshemmnisse identifiziert. Neben der
beruflichen wird die gesundheitliche und soziale Situation erfasst sowie die vorhandenen
Kompetenzen bilanziert. Die Auswertung erfolgt gemeinsam mit den Teilnehmenden in
Einzelgesprächen, bei denen die weiteren Schwerpunkte des Coachings und die Teilnahme
an den begleitenden Angeboten abgestimmt werden.
Das standardisierte, diagnostische Verfahren soll den folgenden Zielfragenkatalog abbilden:
Arbeit/Arbeitssuche
• Was hat aus Sicht der Teilnehmenden zu der (Langzeit-) Arbeitslosigkeit geführt?
• Wer oder was war in der Phase der Erwerbslosigkeit besonders wichtig?
• Welche verfügbaren bzw. reaktivierbaren Fähigkeiten, Erfahrungen und beruflichen
Kenntnisse liegen für eine erneute Beschäftigungsaufnahme vor?
• Was ist vor einer Beschäftigungsaufnahme wichtig zu klären (z. B. Qualifizierungen,
Regelung der Kinderbetreuung, Sicherstellung der Pflege von Angehörigen, etc.)?
• Was bei einer Arbeitsstelle besonders wichtig? Welche Rahmenbedingungen müssen
erfüllt sein, welche sollten erfüllt sein und welche wären angenehm?
• Wie ist die Selbsteinschätzung zur gesundheitlichen Situation? Welche objektiven
Aussagen gibt es (Gutachten, Trägerberichte, Befunde, Arztbriefe, etc.)?
• Welche leidensgerechte Beschäftigung ist vorstellbar?
• Welche gesundheitlichen Einschränkungen sollten bei einer künftigen Arbeitsstelle
• Welche stabilisierenden Ressourcen sind vorhanden?
• Welches soziale Netzwerk besteht (Familie, Freunde, Nachbarn, etc.)?
• Wie ist die Mobilität der Teilnehmenden (Führerschein, Pkw, ÖPNV, Fahrrad, etc.)
• Welche gesellschaftlichen Aktivitäten spielen eine Rolle (Hobbies, Ehrenamt, Nutzung
kultureller Angebote, etc.)?
• Wie wird die eigene Wohnsituation erlebt?
• Wie wird die eigene finanzielle Situation eingeschätzt?
• Wie wirkt sich die rechtliche Situation auf die Beschäftigungssuche bzw. auf eine
künftige Beschäftigung aus (Einträge im Führungszeugnis, drohende Lohnpfändungen, etc.)?
Ergänzend dazu käme dann noch :
3.3.1. Soziales Coaching
Das soziale Coaching findet wöchentlich im Umfang von zwei einstündigen
Gesprächsterminen statt und kann sowohl in den Räumlichkeiten des Auftraggebers sowie
aufsuchend erfolgen. Die Teilnehmenden sollen eine integrationsorientierte Unterstützung bei
der Heranführung an den Arbeitsmarkt erhalten. Die Aufgabe des Coaches ist dabei die
Stabilisierung der Teilnehmenden zur Förderung der Maßnahmefähigkeit, die Verhinderung
von Abbrüchen und umfasst die Identifizierung notwendiger Qualifizierungsbedarfe. Die
Erarbeitung und zeitnahe Umsetzung der individuellen Anschlussperspektiven unter der
Zielvorgabe „Kein Ausstieg ohne neuen Einstieg“ ist im Rahmen des Coachings zu beachten. Hierbei liegt im Rahmen der Förderkettenlogik neben der Arbeitsvermittlung ein besonderer
Fokus auf einer Prüfung der Weiterförderung durch bedarfsgerechte Regelinstrumente des § 16 SGB II.
Die Einleitung der Anschlussperspektive erfolgt immer in Abstimmung mit dem Auftraggeber.
Hierbei liegt im Rahmen der Förderkettenlogik neben der Arbeitsvermittlung ein besonderer
Fokus auf einer Prüfung der Weiterförderung durch bedarfsgerechte Regelinstrumente des §
16 SGB II.
3.3.2. Begleitende Angebote
Flankierend nehmen die Teilnehmenden an integrationsorientierten Angeboten bzw.
Workshops/Seminare in Kleingruppen mit maximal sieben Teilnehmenden im Umfang von
wöchentlich mindestens acht Stunden wahr. Die restliche Präsenzzeit im Umfang von
mindestens fünf Stunden wöchentlich soll eigenständig durch die Teilnehmenden geplant
werden. Der Auftragnehmer soll im Rahmen seines Konzeptes entsprechende Ansätze zur
Ausgestaltung des Zeitkontingents entwickeln. Die folgenden Angebote sollen mindestens
• Überblick über den aktuellen Arbeitsmarkt in der Region/bundesweit, ggf. europaweit
sowie Ausblick auf künftige Entwicklungen
• Arbeitsbedingungen und Anforderungen in:
• Hotel- und Gaststätten
Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, ihre persönlichen Voraussetzungen (Neigung,
gesundheitliche Eignung und Leistungsfähigkeit) zu den Anforderungen von Berufen und
Tätigkeiten in ein realistisches Verhältnis zu setzen. Berufsorientierung umfasst mindestens:
• Informationen zu den in Frage kommenden Ausbildungsberufen sowie beruflichen
Tätigkeiten und deren Anforderungen,
• Berücksichtigung der Interessen, Fähigkeiten, Fertigkeiten des/r Teilnehmenden,
• Informationen über den regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt,
• Erarbeitung von Entwicklungsperspektiven unter Berücksichtigung des regionalen
Förderangebotes,
• Überprüfung der getroffenen Berufswahlentscheidung/Tätigkeitsentscheidung
Es sollen dann ergänzend die Module Bewerbungscoaching, Wirtschaftliches Verhalten und gesunde Lebensführung undggf. eine betriebliche Erprobung dazu kommen. welche nachfolgend so vorgesehen sind:
Mit Blick auf die Zielgruppe, die teilweise bereits verschiedene Arbeitsmarkdienstleistungen
mit Bewerbungscoaching durchlaufen haben, wird hier eine besondere Berücksichtigung
hinsichtlich der Motivierung sowie der passgenauen und empathischen Ansprache und
Unterstützung der Teilnehmenden erwartet. Der Auftragnehmer soll in seinem Konzept explizit
auf die besonderen Anforderungen an die Ausgestaltung des Bewerbungscoachings für die
Zielgruppe der Maßnahme eingehen und innovative Ansätze entwickeln, um die
Teilnehmenden zielführend und bedarfsgerecht für den Bewerbungsprozess aktivieren und
• Analyse des bisherigen Bewerbungsverhalten und der Bewerbungsunterlagen
• die konstruktiv kritische Reflektion bisheriger Aktivitäten des Bewerbers
• die Analyse fehlgeschlagener Bewerbungen und Vorstellungsgespräche
• Abklärung des Bewerberpotentials sowie evtl. bestehender alternativer
Berufsmöglichkeiten gemein-sam mit dem/-r Teilnehmenden
• Stärkung der Eigeninitiative und Motivation
• Steigerung der beruflichen Mobilität und Flexibilität, insbesondere durch Darstellung
alternativer Arbeitszeitmodelle und alternativer Beschäftigungsformen (u.a. Zeitarbeit,
Selbständigkeit), Chancen befristeter Beschäftigungsverhältnisse, Nutzung ÖPNV,
• Information über die Möglichkeiten der Online-Bewerbung und über den elektronischen
Versand von Bewerbungsunterlagen und Training der hierfür notwendigen
Anwendungen (Erstellung von Worddokumenten, Präsentationen, E-Mail-Versand,
• Persönliche Kompetenzen (z.B. Motivation, Leistungsfähigkeit, Selbsteinschätzung)
• Soziale Kompetenzen (z.B. Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit,
Konfliktfähigkeit, Aufbau von Tagesstrukturen über einen längeren Zeitraum)
• Methodische Kompetenzen (z.B. Problemlösung, Arbeitsorganisation, Lerntechniken,
Einordnung und Bewertung von Wissen)
• IT- und Medienkompetenz (z.B. selbständige Anwendung und zielgerichtete Nutzung
von Informations- und Kommunikationstechniken, Printmedien sowie der JOBBÖRSE
der Bundesagentur für Arbeit).
Bei den Teilnehmenden ist Sensibilität und Bereitschaft zu wecken, um eigene finanzielle
Ressourcen sinnvoll und wirtschaftlich einzusetzen, sofern die/der Teilnehmende damit
einverstanden ist. Hierzu gehören unter anderem folgende Themenstellungen:
• Transparenz über individuelle Situation schaffen, Wünsche und Ziele thematisieren
(i.d.R. bei wirtschaftlicher Unabhängigkeit)
• Möglichkeiten zur Erhöhung der Einnahmen/Verringerung der Ausgaben aufzeigen
(Haushalts- und Budgetberatung)
• Umgang mit knappen Ressourcen (Haushaltsplanung, Versicherungen, Kontoführung,
Handyvertrag, Sparpotentiale)
• Beitrag zur Schuldenprävention leisten
Eine Schuldnerberatung i.S.d. § 16 a SGB II darf nicht durchgeführt werden
Ziel ist die Vermittlung von Kenntnissen über die Voraussetzungen einer gesunden
Lebensführung, die überwiegend durch praktische Anwendung vermittelt werden sollen. Die
Wechselwirkung zwischen physischer und psychischer Gesundheit und der sozialen und
beruflichen Integration soll verdeutlicht werden.
• Ein weiterer wesentlicher Baustein ist die Ernährungsberatung und -praxis. Hierbei soll
den Teilnehmenden eine gesunde Ernährung auch ohne finanziellen Mehraufwand
• Weitere Ansatzpunkte zur Schaffung der Voraussetzungen einer gesunden
Lebensführung können z.B. sein:
• Aufbau einer regelmäßigen Tagesstruktur einschließlich Schlafzeiten
• Erlernen von Techniken zur Regeneration und Konzentration
• Stressbewältigung (Wahrnehmung von Stressfaktoren und Strategieentwicklung zu Vermeidung bzw. Umgang mit Stress und Entspannungstechniken) • Fragen der Körperhygiene.
• Der Einsatz externer Referent/-innen (z.B. Krankenkasse) zur Durchführung der Informationsveranstaltungen ist zulässig. §§ 4 Abs. 5 und Abs. 15 Nr. 8 der Vertragsbedingungen und § 6 Abs. 1 Nr. 2 BWB finden insofern keine Anwendung.
Und zuletzt ist auch die Umsetzung einer TAUSCHBÖRSE vorgesehen:
Weiterführende sozialpädagogische Angebote
Die weiterführenden sozialpädagogischen Angebote haben einen hohen Stellenwert für die Zielerreichung der Maßnahme und dienen der Motivierung und Vernetzung der Teilnehmenden in gruppendynamischen Prozessen. Die Teilnehmenden, die teilweise bereits verschiedene Arbeitsmarktdienstleistungen durchlaufen haben, sollen hier gezielt und individuell die Möglichkeit einer Partizipation und Mitgestaltung an den verschiedenen
Angeboten erhalten. Der Auftragnehmer soll im Rahmen seines Konzeptes ausführlich auf die entsprechenden Ansätze eingehen und diese im Rahmen seiner Eingliederungsstrategie
zielführend erweitern:
• Tauschbörse (unentgeltliche, gegenseitige Hilfen, die auf freiwilliger Basis von den Teilnehmenden organisiert und angeboten werden können, soweit entsprechende Bedarfe bestehen)
• an den Interessen der Teilnehmenden ausgerichtetes regelmäßiges Sport/Bewegungsangebot (mindestens aber Tischtennis, Yoga, Boxen)
• Musikpädagogische Ansätze mit dem Ziel die individuellen und sozialen Fähigkeiten
der Teilnehmenden und die Auseinandersetzung mit den eigenen Interessen und Neigungen der Teilnehmenden zu fördern. Dabei können sozialpädagogische,
präventive, bildungsbezogene und kulturelle Zielsetzungen miteinander kombiniert werden.
Der / die Teilnehmer/-in wird im Vorfeld durch den Auftraggeber über die Zuweisung und den Zugriff des Auftragnehmers auf seine selektiven Bewerberdaten in VerBIS
beraten. Im Anschluss wird dem Auftragnehmer der Zugriff auf die selektiven Bewerberdaten in VerBIS gewährt. Die Information über die Zuweisungen der Teilnehmenden und den eingeräumten Datenzugriff erfolgt in elektronischer Form über VerBIS.
Grundsätzlich ist für jeden Teilnehmenden eine betriebliche Erprobung Bestandteil seiner individuellen Aktivierung. Die betriebliche Erprobung bei einem Arbeitgeber kann abhängig
von der individuellen Leistungsfähigkeit bis zu vier Wochen betragen. Es ist grundsätzlich von einer Dauer von fünf Werktagen unter Beachtung der arbeitsrechtlichen und tarifrechtlichen Vorschriften je Woche auszugehen. Bei branchen- bzw. betriebsüblicher Besonderheit kann diese abweichen.
Ziel ist entweder die Anwendung, Überprüfung und Vertiefung von berufsfachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten in der betrieblichen Praxis oder die Eignungsprüfung für eine
Beschäftigung beim jeweiligen Betrieb. Sofern eine betriebliche Erprobung im Einzelfall nicht zielführend ist, muss eine dokumentierte Begründung und Abstimmung mit der zuständigen IFK erfolgen. Der Auftragnehmer übernimmt die Gewährleistung für die ordnungsgemäße Durchführung. Hierzu gehören insbesondere angemessene Arbeitsbedingungen, die durchgehende Sicherstellung der Betreuung und Überwachung der Teilnehmenden während der betrieblichen Erprobung sowie eine individuelle Vor- und Nachbereitung. Übungseinrichtungen wie Übungsfirmen oder -werkstätten dürfen dabei nicht anstelle der betrieblichen Erprobung herangezogen werden.
Maßnahmeteile bei einem Zeitarbeitsunternehmen sind nur dann zulässig, wenn sie nicht beim Entleiher erfolgen. Die Durchführung beim Arbeitgeber darf nicht dazu genutzt werden, urlaubs- oder krankheitsbedingte Ausfälle oder betriebliche Spitzenbelastungen aufzufangen.
Besonders speziell finde ich die darin ZUSÄTZLICH enthaltene Fahrtkostenregelung :
Fahrtkosten bei Nutzung eines Fahrrades
• Benutzen Kund/-innen mindestens vier Mal innerhalb eines Monats ein Fahrrad, werden als Wegstreckenentschädigung für diesen Monat fünf Euro gewährt. Das Vorhandensein des Fahrrads ist monatlich nachträglich anzuzeigen. Werden im
Einzelfall höhere Kosten (z. B. Mietfahrrad, Callbike) nachgewiesen, werden diese erstattet (siehe Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundesreisekostengesetz
(BRKG) (- BRKGVwV-), bezüglich § 5 Abs. 3, die Nr. 5.3.1)
Quelle: Auszug der Leistungsbeschreibung Individuelle Eingliederungsmaßnahme (Arbeitstitel: „Haus der Perspektiven“)
gem. § 16 Abs. 1 Satz 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 SGB III
Vergabe-Nr: 701 VOL 4/18 der Stadt Köln für das Jobcenter Köln
Angesichts dessen würde ich DIR STATTDESSEN empfehlen -für die Zeit ein Vorstellungsgespräch bei einer ZAF oder einem sonstigen AG zu vereinbaren. Vorstellungsgespräche müssen alternativ anerkannt werden. Zumindest war das bei mir bisher so problemlos möglich . Ich wohne allerdings nicht in Köln. Kannst auch hingehen -und mit den Infos ein Fass aufmachen oder eine Abwehr einleiten.
Selbstverständlich kannst Du da auch teilnehmen -sofern das Deinem Bedarf entsprechen sollte.
Was ich ja hier besonders dreist finde, ist die Art des sanktionsbewehrten Meldetermins -ganz im Gegenteil zu den Vorgaben , die in der Ausschreibung mithin anders drinstehen:
Besonderheit Offene Kontaktaufnahme
Die Offene Kontaktaufnahme durch interessierte potentielle Teilnehmende (s.o.) muss mindestens werktags 09:00 bis 12:00 möglich sein. Der Auftraggeber behält sich, vor dieses
Zeitfenster innerhalb der geschuldeten Öffnungszeiten (siehe § 4 Abs. 13 der Vertragsbedingungen) nach billigem Ermessen (§ 315 BGB) bedarfsabhängig zu verschieben.
Die Verpackung in einen sanktionsbewehrten Meldetermin finde ich dem gegenüber als nicht korrekt und willkürlich.
Hab mir heute den Träger angeschaut - das Programm verschlägt mir die Sprache
Herzlichen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort @Dinobot
Werde alles noch in Ruhe durchlesen.
Aber momentan bin ich noch ziemlich aufgebracht von dem, was dieser Maßnahmeträger
mir da "zumuten" will. Komme gerade von diesem Maßnahmeträger zurück ...
ALLES (bis auf 2 Stunden die Woche mit einem Coach) spielt sich in einem einzigen großen Raum ab (4,5 x 8 m)
Rechtswandig stehen 5 Laptops, linkswandig steht eine Junggesellenküche,
dazwischen zusammengewürfelt ein paar 4-er Tische mit Bestuhlung.
Das Programm selbst haut mich wirklich um:
Kochkurs, gemeinsames Frühstück, gesunde Ernährung, Yoga, Spaziergang,
gesunder Schlaf (!!!), Selbstfürsorge, Kreativgruppe und noch irgendwelche psychologischen Spielereien ...
Anbei das Programm als pdf-Datei.
Dauer: 3 Monate, 15 Stunden wöchentlich
Beginn: direkt am Donnerstag nach der Informationsveranstaltung!!!
Auf die Frage an die beratende Person vor Ort, wo denn die die Kontaktaufnahme
mit den Arbeitgebern im Programm sein, meinte die Dame:
"Das ist nur ein Vorkurs. Danach kommt ein weiterer Kurs."
Nochmals herzlichen Danke für Deine Antwort - ich werde mich noch mal melden, wenn ich Dein Posting gelesen habe.
@Dinibot
Mittlerweile habe ich Deine Texte gelesen. Ich habe einen Flyer mit einem
ganz anderen Text in der Hand (3-spaltig in gelb, blau und weiß).
Der Text ist ganz auf "Vorkurs" zugeschnitten (sich selbst entdecken,
miteinander reden ... und weiterer Kinderkram ..Nix von Vermittlung in Arbeit)
Massnahme_Programm_Anonym.pdf
Du hast also an der Infoveranstaltung teilgenommen. In der Einladung heißt es doch: "Anschließend können wir gern Ihre Teilnahme besprechen".
Wie ist das Gespräch denn abgelaufen? Hast du einer Teilnahme zugestimmt?
Gibt es denn eine Zuweisung mit genaueren Angaben über Dauer und zeitlichen Aufwand?
AW: Hab mir heute den Träger angeschaut - das Programm verschlägt mir die Sprache
Mittlerweile habe ich Deine Texte gelesen. Ich habe einen Flyer mit einemganz anderen Text in der Hand (3-spaltig in gelb, blau und weiß). Der Text ist ganz auf "Vorkurs" zugeschnitten (sich selbst entdecken,)
Die Flyer werden den Teilnehmern immer ENTKERNT präsentiert. Mal im Ernst: Wer sich dadurch selbst eines Bedarfs nach SELBSTFÜRSORGE entlarvt und daran teilnimmt, der muss sich nicht wundern, wenn er weiter zum Spielball kruder Psycho Spielchen gemacht wird -anstatt in Arbeit zu kommen. Und das weitere Maßnahmen anstehen -soll der Wertung und den Berichten an das Jobcenter -für den jeweils einzelnen Teilnehmer überlassen werden. Alles dient nur dazu -die Fragen , welche in der Ausschrebung zur Klärung anstehen -spielerisch aus den Teilnehmern heraus zu bekommen und einen Abbruch zu verhindern.
Arbeitssuche ist hier -laut Deinem Plan -viel zu kurz eingeplant. Und eine offene Gesprächsrunde verstößt für mich gegen den Datenschutz und gegen das Recht auf Privatheit und informelle Selbstbestimmung. Du solltest wissen: Die Jobcenter wollen JEDES gesprochene Wort wissen -auch , um Dir möglicherweise daraus die Schuld an der Arbeitslosigkeit und eine mögliche Absicht zu unterstellen. Darum der Schleier einer "Erlebnistour"
SPAZIERGANG??? :Kannst Du das nicht alleine bewerksteliigen?
Die Jobcenter unterstellen den Elo ja oft vielfältige Hemmnisse. Aber der Flyer vermittlet mir den Eindruck einer Maßnahme für das "Hemmnis" Hedonismus -reine Zeitverschwendung, nur um die Elos seelisch nackig machen zu wollen. Ist meine Meinung dazu
Ansonsten solltest Du dich mehr an meine Inhalte aus der Ausschreibung halten -weil das so vorrangig mit dem Träger vertraglich vereinbart wurde.
Nee, Informationsveranstaltung findet erst am Donnerstag statt
Ich fuhr heute einfach so dahin, um meine Fahrtzeit für Donnerstag
abzuschätzen und um den Laden mal in Augenschein zu nehmen.
Da ja dort den ganzen Tag "open door" ist (in dem großen Eingangsraum
ist ein ständiges Kommen und Gehen) kam ich rein und fragte eine der dortigen
Angestellten nach Infos zu der Maßnahme.
Denn jetzt weiß ich, dass am Donerstag von JC-Mitarbeitern die "Kunden"
noch am gleichen Tag in die Maßnahme gepresst werden sollen ...
Ich werde den Teufel tun ... auch nur irgendwas zu unterschreiben ....
Ich werde die schriftliche Zuweisung abwarten
- und dann weiter sehen, wie ich aus diesem Kinderprogramm rauskomme.
AW: Nee, Informationsveranstaltung findet erst am Donnerstag statt
IIch werde die schriftliche Zuweisung abwarten- und dann weiter sehen, wie ich aus diesem Kinderprogramm rauskomme.
Du könntest zwischenzeitlich auch selbst die Ausschreibungsunterlagen dazu durchforsten, weil 53 Seiten der gesamten 66 Seiten noch downloadbar sind, wie ich gerade festgestellt habe -und zwar hier nachfolgend -im Feld Aktion unter Anschreiben
https://www.dtvp.de/Satellite/public/company/project/CXP4Y94YUDF/de/documents
Speichere das dann in Deinen Unterlagen ab -weil das noch wichtig werden könnte, falls das Jobcenter den Inhalt als solches in Abrede stellen will.