Source: https://360.lexisnexis.at/d/rechtsnorm-ris/beinstg_9/L-10008253-A2_P9
Timestamp: 2018-06-23 10:21:46
Document Index: 290200967

Matched Legal Cases: ['Art. 2', '§ 9', 'Art. 2', '§ 9', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 1', '§ 10']

Art. 2 § 9 BEinstG | Lexis 360®
Art. 2 § 9 BEinstG
1.1.2002 bis 31.12.2010 (BGBl. I Nr. 60/2001)
1.7.2001 bis 31.12.2001 (BGBl. I Nr. 60/2001)
13.1.1999 bis 30.06.2001 (BGBl. I Nr. 17/1999)
1.1.1997 bis 12.01.1999 (BGBl. Nr. 201/1996)
1.7.1994 bis 31.12.1996 (BGBl. Nr. 314/1994)
1.7.1992 bis 31.12.1993 (BGBl. Nr. 313/1992)
1.1.1990 bis 30.06.1992 (BGBl. Nr. 285/1990)
1.1.1989 bis 31.12.1989 (BGBl. Nr. 721/1988)
​Ausgleichstaxe
​(1) Vom Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen ist die Entrichtung einer Ausgleichstaxe alljährlich für das jeweils abgelaufene Kalenderjahr mittels Bescheides vorzuschreiben, wenn die Beschäftigungspflicht nicht erfüllt ist.
​(2) Die Ausgleichstaxe beträgt für jede einzelne Person, die zu beschäftigen wäre, ab 1. Jänner 2011 monatlich 226 Euro. Abweichend davon beträgt die Ausgleichstaxe für Dienstgeber, die 100 oder mehr Dienstnehmer beschäftigen, für jede Person, die zu beschäftigen wäre, ab 1. Jänner 2011 monatlich 316 Euro und für Dienstgeber, die 400 oder mehr Dienstnehmer beschäftigen, für jede Person, die zu beschäftigen wäre, ab 1. Jänner 2011 monatlich 336 Euro. Diese Beträge sind ab 1. Jänner 2012 und in der Folge mit Wirkung vom 1. Jänner eines jeden Jahres mit dem für den Bereich des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes festgesetzten Anpassungsfaktor zu vervielfachen. Die vervielfachten Beträge sind auf den nächsten vollen Eurobetrag zu runden, dabei sind Beträge unter 50 Cent zu vernachlässigen und Beträge von 50 Cent an auf einen vollen Euro zu ergänzen. Die gerundeten Beträge sind der folgenden Anpassung zugrunde zu legen. Der Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz hat die jeweilige Höhe der Ausgleichstaxe mit Verordnung festzustellen. Diese Verordnung kann auch rückwirkend in Kraft gesetzt werden.
​(3) Die Entrichtung der Ausgleichstaxe kann nur binnen zwei Jahren, gerechnet vom Einlangen der Abschrift des Verzeichnisses (​§ 16 Abs. 2) an, falls der Dienstgeber von der Vorlage des Verzeichnisses gemäß ​§ 16 Abs. 5 und ​6 befreit war, binnen drei Jahren nach Ablauf des Jahres, für das die Ausgleichstaxe zu zahlen ist, vorgeschrieben werden. Hat der Dienstgeber der Auskunfts- und Meldepflicht (​§ 16) nicht entsprochen bzw. unwahre oder unvollständige Angaben gemacht, kann die Entrichtung der Ausgleichstaxe binnen sieben Jahren, gerechnet vom Ende des Kalenderjahres an, für das keine bzw. unvollständige oder unrichtige Meldungen erstattet wurden, vorgeschrieben werden. Diese Frist beginnt durch jede Maßnahme des Bundesamtes für Soziales und Behindertenwesen, die auf Einholung der Verzeichnisabschrift oder einer wahrheitsgetreuen Meldung gerichtet ist, neu zu laufen.
​(4) Die Ausgleichstaxe wird nach Ablauf von vier Wochen, gerechnet vom Eintritt der Rechtskraft des Bescheides, mit dem die Ausgleichstaxe vorgeschrieben wurde, fällig. Sie ist spätestens bis zum Fälligkeitstag unaufgefordert an das Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen einzuzahlen.
​(5) Wird die Ausgleichstaxe nicht bis zum Fälligkeitstag (Abs. 4) eingezahlt, so sind ab dem darauffolgenden Kalendertag Zinsen in der Höhe von 4 vH über dem jeweils geltenden Basiszinssatz gemäß ​§ 1 1. Euro-Justiz-Begleitgesetz, ​BGBl. I Nr. 125/1998 pro Jahr an den Ausgleichstaxfonds (​§ 10) zu entrichten. Die Geltendmachung eines Zinsenanspruches hat zu unterbleiben, wenn der Zinsenbetrag 7,30 Euro nicht übersteigt.