Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=Slg.%202008,%20I-6747
Timestamp: 2020-03-29 06:41:06
Document Index: 291462865

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 234', 'Art. 2', 'Art. 29', 'Art. 267', 'Art. 87']

Rechtsprechung: Slg. 2008, I-6747 - dejure.org
Schlußanträge unten: Generalanwalt beim EuGH, 08.05.2008
Slg. 2008, I-6747
Generalanwalt beim EuGH, 08.05.2008 - C-428/06, C-429/06, C-430/06, C-431/06, C-432/06, C-433/06, C-434/06
https://dejure.org/2008,7613
Generalanwalt beim EuGH, 08.05.2008 - C-428/06, C-429/06, C-430/06, C-431/06, C-432/06, C-433/06, C-434/06 (https://dejure.org/2008,7613)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 08.05.2008 - C-428/06, C-429/06, C-430/06, C-431/06, C-432/06, C-433/06, C-434/06 (https://dejure.org/2008,7613)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 08. Mai 2008 - C-428/06, C-429/06, C-430/06, C-431/06, C-432/06, C-433/06, C-434/06 (https://dejure.org/2008,7613)
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Staatliche Beihilfen - Von einer regionalen oder lokalen Körperschaft erlassene steuerliche Maßnahmen - Ermäßigter Körperschaftsteuersatz - Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für bestimmte Investitionen - Selektiver Charakter
Staatliche Beihilfen - Von einer regionalen oder lokalen Körperschaft erlassene steuerliche Maßnahmen - Ermäßigter Körperschaftsteuersatz - Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für bestimmte Investitionen - Selektiver Charakter“
In den verbundenen Rechtssachen C-428/06 bis C-434/06.
betreffend Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 234 EG, eingereicht vom Tribunal Superior de Justicia de la Comunidad Autónoma del País Vasco (Spanien) mit Entscheidungen vom 20. September 2006 (C-428/06, C-429/06 und C-431/06 bis C-434/06) und 29. September 2006 (C-430/06), beim Gerichtshof eingegangen am 18. Oktober 2006, in den Verfahren.
Comunidad Autónoma de Castilla y León (C-433/06).
Comunidad Autónoma de Castilla y León (C-432/06).
Comunidad Autónoma de Castilla y León (C-434/06).
Diese Ersuchen ergehen in Rechtsstreitigkeiten zwischen der Unión General de Trabajadores de La Rioja (im Folgenden: UGT-Rioja) (C-428/06), der Comunidad Autónoma de La Rioja (C-429/06 bis C-431/06) und der Comunidad Autónoma de Castilla y León (C-432/06 bis C-434/06) einerseits und den Juntas Generales del Territorio Histórico de Vizcaya, den Diputaciones Forales de Álava, de Vizcaya und de Guipúzcoa als den zuständigen Stellen der Territorios Históricos de Vizcaya, de Álava und de Guipúzcoa (im Folgenden: Diputaciones Forales) sowie der Cámara de Comercio, Industria y Navegación de Bilbao und der Confederación Empresarial Vasca (im Folgenden: Confebask) andererseits wegen von den Diputaciones Forales erlassener Steuerregelungen.
In den Rechtssachen C-428/06, C-429/06 und C-434/06 betreffen die in den Ausgangsverfahren erhobenen Nichtigkeitsklagen die Norma Foral 7/2005 der Juntas Generales de Vizcaya vom 23. Juni 2005, mit deren Art. 2 die Norma Foral 3/1996 vom 26. Juni 1996 über die Körperschaftsteuer geändert wurde.
In den Rechtssachen C-430/06 und C-433/06 betreffen die in den Ausgangsverfahren erhobenen Nichtigkeitsklagen das Decreto Foral Normativo de Urgencia Fiscal 2/2005 des Consejo de Diputados de Álava vom 24. Mai 2005, das durch Zustimmung der Juntas Generales de Álava vom 13. Juni 2005 genehmigt wurde.
Die mit diesen Klagen angegriffene Regelung hat den gleichen Inhalt wie die Regelung, die in dem Ausgangsverfahren in Frage steht, das zur Vorlagefrage in der Rechtssache C-434/06 geführt hat.
In den Rechtssachen C-431/06 und C-432/06 betreffen die in den Ausgangsverfahren erhobenen Nichtigkeitsklagen das Decreto Foral 32/2005 der Diputación Foral de Guipúzcoa vom 24. Mai 2005, dessen Einziger Artikel in seinen Abs. 3 und 4 die Art. 29 und 37 der Norma Foral 7/1996 vom 4. Juli 1996 über die Körperschaftsteuer ändert.
Vor diesem Hintergrund hat das Tribunal Superior de Justicia de la Comunidad Autónoma del País Vasco die Verfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof die folgende, in den Rechtssachen C-428/06, C-429/06 und C-434/06 gleich formulierte Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:.
In den Rechtssachen C-430/06 bis C-433/06 ist die Vorlagefrage die gleiche wie die in der vorstehenden Randnummer wiedergegebene, betrifft jedoch die einschlägigen Normas Forales von Álava und Guipúzcoa.
Mit Beschluss vom 30. November 2006 hat der Präsident des Gerichtshofs die Rechtssachen C-428/06 bis C-434/06 zu gemeinsamem schriftlichen und mündlichen Verfahren und zu gemeinsamer Entscheidung verbunden.
Wenn sich die in jeder der Rechtssachen C-428/06 bis C-434/06 gestellte Vorlagefrage auch auf von einem bestimmten Territorio Histórico erlassene steuerliche Maßnahmen bezieht, ist doch zu beachten, dass das vorlegende Gericht in seinen Erläuterungen, aus welchem Grund die Beantwortung dieser Frage erforderlich sei, sowohl von der Autonomen Gemeinschaft des Baskenlands als auch von den Territorios Históricos spricht.
Sowohl aus dem Wortlaut als auch aus dem Aufbau des Art. 267 AEUV folgt, dass das Vorabentscheidungsverfahren voraussetzt, dass bei den nationalen Gerichten tatsächlich ein Rechtsstreit anhängig ist, in dessen Rahmen sie eine Entscheidung erlassen müssen, bei der das Vorabentscheidungsurteil des Gerichtshofs berücksichtigt werden kann (Urteil vom 11. September 2008, UGT-Rioja u. a., C-428/06 bis C-434/06, EU:C:2008:488, Rn. 39 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Zur Beurteilung der Selektivität einer Maßnahme ist zu prüfen, ob sie im Rahmen einer bestimmten rechtlichen Regelung bestimmte Unternehmen gegenüber anderen Unternehmen, die sich in einer vergleichbaren tatsächlichen und rechtlichen Situation befinden, begünstigt (vgl. u. a. Urteile vom 13. Februar 2003, Spanien/Kommission, C-409/00, Slg. 2003, I-1487, Randnr. 47, Portugal/Kommission, Randnr. 54, und vom 11. September 2008, UGT-Rioja u. a., C-428/06 bis C-434/06, Slg. 2008, I-0000, Randnr. 46).
75 Vgl. auch Urteil vom 11. September 2008, UGT-Rioja u. a. (C-428/06 bis C-434/06, EU:C:2008:488, Rn. 47, 75 und 143).
Hierzu ist darauf hinzuweisen, dass sich aus der von der Beklagten des Ausgangsverfahrens angeführten Rechtsprechung zwar ergibt, dass eine Maßnahme, die nicht vom nationalen Gesetzgeber, sondern von einer unterhalb der nationalstaatlichen Ebene angesiedelten Körperschaft erlassen wurde, nicht schon deshalb selektiv im Sinne von Art. 87 Abs. 1 EG ist, weil sie nur in dem Teil des Staatsgebiets Vergünstigungen gewährt, in dem sie Anwendung findet (vgl. Urteile Portugal/Kommission, oben angeführt, Randnrn. 53 und 57, und vom 11. September 2008, UGT-Rioja u. a., C-428/06 bis C-434/06, Slg. 2008, I-6747, Randnrn. 47 und 48).
Das ist der Fall, wenn diese Körperschaft aufgrund ihrer rechtlichen und tatsächlichen Stellung gegenüber der Zentralregierung eines Mitgliedstaats so autonom ist, dass sie - und nicht die Zentralregierung - durch die von ihr erlassenen Maßnahmen eine grundlegende Rolle bei der Festlegung des politischen und wirtschaftlichen Umfelds spielt, in dem die Unternehmen tätig sind (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 11. September 2008, Union General de Trabajadores de La Rioja [UGT Rioja] u. a., C-428/06 bis C-434/06, EU:C:2008:488, Rn. 47 bis 50 und die dort angeführte Rechtsprechung).
13 - Urteil UGT-Rioja u. a. (C-428/06 bis C-434/06, EU:C:2008:488, Rn. 39 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Zulässigkeit eines auf die Feststellung der Rechtswidrigkeit der Aufhebung des …