Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%201981,%20198
Timestamp: 2019-06-17 03:53:06
Document Index: 32163200

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 649', 'BGH', '§ 649', 'BGH', '§ 649', 'BGH', '§ 651', '§ 649', 'BGH', '§ 649']

BGH, 23.10.1980 - VII ZR 324/79 - dejure.org
BGH, 23.10.1980 - VII ZR 324/79
https://dejure.org/1980,805
BGH, 23.10.1980 - VII ZR 324/79 (https://dejure.org/1980,805)
BGH, Entscheidung vom 23.10.1980 - VII ZR 324/79 (https://dejure.org/1980,805)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 1980 - VII ZR 324/79 (https://dejure.org/1980,805)
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Kündigung des Auftraggebers - Vergütungsanspruch des Auftragnehmers
Kündigung des Werkvertrags - Kündigung - Gegenrecht - Einrede - Ersparnis
WM 1980, 1450
DB 1981, 315
BauR 1981, 198
ZfBR 1981, 80
Nach der Rechtsprechung des Senats entsteht der Anspruch des Unternehmers aus § 649 Satz 2 BGB von vorneherein als Differenz zwischen vereinbarter Vergütung einerseits, ersparten Aufwendungen und anderweitigem Erwerb andererseits (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1980 - VII ZR 324/79 = BauR 1981, 198 = ZfBR 1981, 87).
Schließlich ist dem Umstand Rechnung zu tragen, daß für nicht ausgeführte Leistungen, die lediglich gemäß § 649 BGB zu vergüten sind, nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes keine Mehrwertsteuer entrichtet werden muß (BFH, BStBl. 1971, Teil II, 6, 8, f; vgl. auch BGH BauR 1981, 198 = WM 1980, 1450).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entsteht der Anspruch des Unternehmers aus § 649 Satz 2 BGB a.F. von vorneherein als Differenz zwischen vereinbarter Vergütung einerseits, ersparten Aufwendungen und anderweitigem Erwerb andererseits (vgl. BGH, Urt. v. 23.10.1980 - VII ZR 324/79, BauR 1981, 198).
Das Berufungsgericht wertet den Vertrag der Parteien über die Lieferung der Zündholzschachteln mit dem Werbeaufdruck im Anschluß an das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 23. Oktober 1980 - VII ZR 324/79 (Der Betrieb 1981, 315) als Werklieferungsvertrag über nicht vertretbare Sachen, aus dem sich bei einer Kündigung durch den Besteller nach § 651 Abs. 1 Satz 2 zweiter Halbsatz in Verbindung mit § 649 Satz 2 BGB ein Anspruch auf die vereinbarte Vergütung unter Anrechnung der Ersparnis des Unternehmers ergeben könne.
Der Vorschrift liegt somit der Rechtsgedanke der Vorteilsausgleichung zugrunde, der auf dem Gerechtigkeitsgebot beruht und darauf abzielt, zwischen den widerstreitenden Interessen des Unternehmers und des Bestellers einen gerechten Ausgleich herbeizuführen (Senatsurteil BGHZ 60, 353, 358/359; vgl. a. Urteil vom 23. Oktober 1980 - VII ZR 324/79 = BauR 1981, 198 = ZfBR 1981, 80 = WM 1980, 1450).
Nach § 649 BGB soll er jedoch keinesfalls mehr erhalten, als er nach Herstellung des Werkes gehabt hätte (Senatsurteil vom 23. Oktober 1980 - VII ZR 324/79 = BauR 1981, 198).
Auch wenn der Einwand der Ersparnis kein Gegenrecht des Bestellers ist, das nur auf dessen Vortrag hin berücksichtigt werden dürfte(Senatsurteil vom 23. Oktober 1980 - VII ZR 324/79 = ZfBR 1981, 80, 81 = BauR 1981, 198, 199), so trägt der Besteller doch für Art und Umfang der streitigen Ersparnis die Beweislast(Senatsurteil vom 22. September 1977 - VII ZR 162/74 BauR 1978, 55).
Mehrwertsteuer kann die Klägerin daher nicht verlangen (Senatsurteil ZfBR 1981, 80, 81 = BauR 1981, 198, 199 mit Nachw.).
OLG Brandenburg, 18.11.2003 - 11 U 47/03
Vorzeitige Beendigung eines Werkvertrages: Zur Anrechnung des Werklohns aus …