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Timestamp: 2016-10-01 03:12:24
Document Index: 256065800

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 30', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 30', 'Art. 19']

8C_651/2015 (14.01.2016)
8C_651/2015 � � Urteil vom 14. Januar 2016
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 18. Mai 2015.
A.a.�Die 1990 geborene A.________ hatte am 27. April 2008 einen Motorradunfall erlitten. Im Juli 2008 nahm sie eine Teilzeitt�tigkeit im Rahmen von 35 % bei der B.________ AG auf und war dadurch bei der Sympany Versicherungen AG (nachfolgend Sympany) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Dr. med. C.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, diagnostizierte am 10. September 2008 eine Ruptur des hinteren Kreuzbandes rechts. Am 15. September 2008 begann A.________ eine Ausbildung zur Pflegefachfrau HF am Zentrum D.________. Auf dem Heimweg vom Arbeitsplatz bei der B.________ AG erlitt die Versicherte am 13. Oktober 2008 einen weiteren Motorradunfall, bei welchem sie sich eine Unterschenkel-Schaftfraktur rechts sowie eine offene Fraktur des Tuber calcanei rechts zuzog. Es folgte ein station�rer Aufenthalt im Spital E.________ mit mehreren operativen Eingriffen. Die Sympany erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verf�gung vom 25. November 2010 sprach sie A.________ eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 5 % zu. Im Rahmen des Einspracheverfahrens veranlasste die Unfallversicherung am 6. Mai 2011 eine Abkl�rung bei Dr. med. F.________, Praktischer Arzt FMH, Manuelle Medizin FMH, Vertrauensarzt FMH, beratender Arzt der G.________ AG. Gest�tzt darauf verf�gte sie am 20. Juli 2011 den R�ckzug der Verf�gung vom 25. November 2010 sowie die Zusprache einer Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 10 %. Diese Verf�gung erwuchs in Rechtskraft.
A.b.�Am 1. Oktober 2011 nahm A.________ eine Anstellung als diplomierte Pflegefachfrau HF im Hotel H.________, Alters- und Pflegeheim auf. F�r eine anl�sslich der Arbeitst�tigkeit am 25. Oktober 2011 zugezogene Verletzung im Brust-Schulterbereich erbrachte die AXA Winterthur als Versicherung der Arbeitgeberin die Leistungen bis Ende November 2011.
A.c.�Am 14. Juli 2012 meldete A.________ der Sympany einen R�ckfall und machte geltend, die Beschwerden im vom Unfall vom 13. Oktober 2008 beeintr�chtigten Bein seien seit Februar 2012 immer st�rker geworden, weshalb ihr eine weitere Bet�tigung als Pflegefachfrau nicht mehr zumutbar sei. Mit Verf�gung vom 23. Oktober 2012 entschied die Sympany, die Behandlung der Folgen des Unfalls vom 13. Oktober 2008 sei sp�testens am 6. Mai 2011 abgeschlossen gewesen und ihre Leistungspflicht ende dementsprechend mit der Integrit�tsentsch�digungsverf�gung vom 20. Juli 2011. Nach Einholung eines orthop�dischen Gutachtens der Frau Dr. med. I.________, Orthop�die und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 14. Februar 2014 wies die Sympany die Einsprache der Versicherten mit Entscheid vom 13. August 2014 ab.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt mit Entscheid vom 18. Mai 2015 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ beantragen, in Aufhebung des Entscheids vom 18. Mai 2015 sei die Sympany zu verpflichten, ihr die als Folge des Unfalles vom 13. Oktober 2008 aus dem UVG zustehenden gesetzlichen Leistungen �ber den 20. Juli 2011 hinaus zu erbringen und das Verfahren sei zwecks Festlegung der gesetzlichen Leistungen ab 20. Juli 2011 an die Sympany zur�ckzuweisen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob aus dem Unfall vom 13. Oktober 2008 �ber den 20. Juli 2011 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung besteht.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber den f�r eine Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung nebst anderem erforderlichen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f. mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausf�hrungen �ber den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) und auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG), �ber den Anspruch auf eine Invalidenrente, namentlich auch auf eine �bergangsrente (Art. 18 Abs. 1 UVG und Art. 19 Abs. 3 UVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 Satz 1 UVV) sowie auf eine Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 f. UVG). Im Weiteren hat sich das kantonale Gericht zur Bestimmung des Invalidit�tsgrades mittels Einkommensvergleich sowie zu den Anforderungen an beweiswertige �rztliche Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352) ge�ussert. Darauf wird verwiesen.
3.1.�Nach W�rdigung der medizinischen Aktenlage, namentlich gest�tzt auf das orthop�dische Gutachten der Frau Dr. med. I.________ vom 14. Februar 2014, gelangte die Vorinstanz zum Schluss, die Beschwerdef�hrerin verf�ge mit den Restfolgen des Unfallereignisses vom 13. Oktober 2008 �ber eine 100%ige Arbeitsf�higkeit als Pflegefachfrau HF, sofern sie ihre T�tigkeit aus wechselnder Ausgangslage verrichten k�nne und nicht schwer heben und tragen m�sse. Ihr seien, so das kantonale Gericht, unter Ber�cksichtigung der Wechselbelastung s�mtliche, k�rperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren T�tigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes ebenfalls zu 100 % zumutbar. Ein Anspruch auf eine �bergangsrente bestehe nicht, da - abgesehen davon, dass die Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung nicht allein die Unfallfolgen beschlagen - keine 10%ige Erwerbseinbusse vorliege. Die Beschwerdegegnerin habe daher den Fall mit Verf�gung vom 20. Juli 2011 unter Zusprache einer Integrit�tsentsch�digung von 10 % zu Recht abgeschlossen und weitere Anspr�che der Versicherten f�r das Unfallereignis vom 13. Oktober 2008 verneint.
3.2.1.�So erweist sich das Gutachten der Frau Dr. med. I.________ vom 14. Februar 2014, welches in der Beschwerde erneut als mangelhaft ger�gt wird, als schl�ssig und nachvollziehbar begr�ndet und vermag den rechtsprechungsgem�ssen Anforderungen (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3 S. 352 mit Hinweisen) an eine beweiskr�ftige medizinische Entscheidgrundlage zu gen�gen. Es beruht auf einer pers�nlichen Untersuchung, ist in Kenntnis der massgebenden medizinischen Akten ergangen und setzt sich mit den Vorakten, namentlich auch mit den bildgebenden Untersuchungen vor und nach dem Unfallereignis vom 13. Oktober 2008 auseinander. Die diagnostizierten Befunde sowie die attestierte 100%ige Arbeitsf�higkeit als Pflegefachfrau sowie in jeglicher anderen T�tigkeit, sofern die M�glichkeit bestehe, diese aus wechselnder Ausgangslage zu verrichten und es sich um k�rperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Arbeiten handle, sind nachvollziehbar begr�ndet. Insbesondere legt die Gutachterin �berzeugend dar, dass sich die Symptomatik der auf das Ereignis vom 13. Oktober 2008 zur�ckgehenden Unfallfolgen seit dem Fallabschluss vom 20. Juli 2011 nicht verschlimmert hat. So stimmt das von Frau Dr. med. I.________ erstellte Zumutbarkeitsprofil denn auch weitgehend mit der von Dr. med. F.________ im Bericht vom 6. Mai 2011 beschriebenen 100%igen Arbeits- und Ausbildungsf�higkeit in Bezug auf die damalige T�tigkeit als Praktikantin in der Pflegefachfrauenausbildung �berein. Mit der bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten Kritik am Gutachten der Frau Dr. med. I.________ hat sich im �brigen das kantonale Gericht einl�sslich und �berzeugend auseinandergesetzt. Zusammenfassend ist die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Beschwerdef�hrerin mit den Restfolgen des Unfalles vom 13. Oktober 2008 �ber eine 100%ige Arbeitsf�higkeit als Pflegefachfrau HF verf�gt, sofern sie ihre T�tigkeit aus wechselnder Ausgangslage verrichten kann und nicht schwer heben und tragen muss, und ihr unter Ber�cksichtigung der Wechselbelastung s�mtliche k�rperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren T�tigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes ebenfalls zu 100 % zumutbar sind, nicht zu beanstanden.
3.2.2.�Was sodann den Anspruch auf eine �bergangsrente nach Art. 19 Abs. 3 UVG in Verbindung mit Art. 30 UVV anbelangt, hat das kantonale Gericht zutreffend dargelegt, dass der ausstehende Entscheid der Invalidenversicherung �ber die berufliche Eingliederung Vorkehren beschlagen muss, welche eine Eingliederungsproblematik aufgrund eines unfallkausalen Gesundheitsschadens betreffen. Der in Art. 19 Abs. 1 erster Satz UVG vorbehaltene Abschluss allf�lliger Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung, soweit es um berufliche Massnahmen geht, kann sich praxisgem�ss nur auf Vorkehren beziehen, welche geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu legenden Invalidit�tsgrad zu beeinflussen (SVR 2009 UV Nr. 39 S. 134, 8C_304/2008 E. 3.2.2; Urteil 8C_347/2014 vom 15. Oktober 2014 E. 3.4). Da der Beschwerdef�hrerin mit den Restfolgen des Unfalles vom 13. Oktober 2008 - wie oben dargelegt - die T�tigkeit als Pflegefachfrau mit gewissen Einschr�nkungen nach wie vor zu 100 % zumutbar ist, kann mit der Vorinstanz das Vorliegen einer 10%igen Erwerbseinbusse ohne Vornahme eines Einkommensvergleichs ausgeschlossen werden. Demnach konnten allf�llige Eingliederungsmassnahmen den die Invalidenrente der Unfallversicherung bestimmenden Invalidit�tsgrad nicht rechtsrelevant beeinflussen. Nebstdem hat das kantonale Gericht zu Recht darauf hingewiesen, dass gem�ss Akten der Invalidenversicherung, namentlich gem�ss Bericht des Dr. med. K.________, RAD, vom 27. November 2012, berufliche Massnahmen der Invalidenversicherung nicht allein aufgrund des Unfalles vom 13. Oktober 2008 zugesprochen werden, sondern insbesondere auch wegen der bereits vor diesem Unfall diagnostizierten HKB-Insuffizienz sowie wegen einer behandlungsbed�rftigen Epilepsie. Das kantonale Gericht hat den Anspruch auf eine �bergangsrente demnach zu Recht verneint.
3.3.�Zusammenfassend hat es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.