Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201998,%201047
Timestamp: 2019-12-13 08:05:09
Document Index: 369778309

Matched Legal Cases: ['§ 1671', '§ 1671', 'BGH', 'BGH', '§ 1671', 'BGH']

OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,3752
OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97 (https://dejure.org/1998,3752)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 02.03.1998 - 10 UF 159/97 (https://dejure.org/1998,3752)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 02. März 1998 - 10 UF 159/97 (https://dejure.org/1998,3752)
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Gerichtliche Sorgerechtsentscheidung bei Scheidung der Eltern; Heranziehung des neuen noch nicht in Kraft getretenen Kindschaftsrechts zur Auslegung des älteren Rechts; Beibehaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge; Anordnung der Alleinsorge eines Elternteils; Bindung ...
BGB § 1671, § 1671 n.F.
AG Potsdam, 29.10.1997 - 44 F 497/95
FamRZ 1998, 1047
Denn aufgrund des hohen sozialpolitischen Werts, der einer auch nach Trennung der Eltern verantwortungsbewusst im Kindesinteresse ausgeübten gemeinschaftlichen elterlichen Sorge innewohnt (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047; KG, FamRZ 2000, 504), ist eine Verpflichtung der Eltern zum Konsens nicht zu bestreiten (BGH, FamRZ 2008, 592), zumal es grundsätzlich dem Kindeswohl entspricht, wenn ein Kind in dem Bewusstsein lebt, dass beide Eltern für es Verantwortung tragen, und wenn es seine Eltern in wichtigen Entscheidungen für sein Leben als gleichberechtigt erlebt.
Allerdings ist aufgrund des hohen sozialpolitischen Werts, der einer auch nach Trennung der Eltern verantwortungsbewusst im Kindesinteresse ausgeübten gemeinschaftlichen elterlichen Sorge innewohnt (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047; KG, FamRZ 2000, 504), eine Verpflichtung der Eltern zum Konsens nicht zu bestreiten (BGH, FamRZ 2008, 592), zumal es grundsätzlich dem Kindeswohl entspricht, wenn ein Kind in dem Bewusstsein lebt, dass beide Eltern für es Verantwortung tragen, und wenn es seine Eltern in wichtigen Entscheidungen für sein Leben als gleichberechtigt erlebt.
Entscheidend sind also die objektive Kooperationsfähigkeit und die subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047, 1048; KG, FamRZ 2000, 504;… Johannsen/Henrich/Jaeger, Familienrecht, 6. Auf., § 1671 BGB Rn. 36).
Beachtlich ist, wenn es zu schwerwiegenden Konflikten in der Vergangenheit nicht gekommen ist, weil ein Elternteil das Entscheidungsrecht des anderen Elternteils in den wesentlichen Punkten nie in Frage gestellt hat (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047; Beschluss vom 24.11.2011 - 10 UF 263/11, BeckRS 2014, 02347; OLG Brandenburg, 5. Familiensenat, NJOZ 2014, 883, 884).
Allerdings ist aufgrund des hohen sozialpolitischen Werts, der einer auch nach Trennung der Eltern verantwortungsbewusst im Kindesinteresse ausgeübten gemeinschaftlichen elterlichen Sorge innewohnt (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047 ; KG, FamRZ 2000, 504 ), eine Verpflichtung der Eltern zum Konsens nicht zu bestreiten (BGH, FamRZ 2008, 592 ), zumal es grundsätzlich dem Kindeswohl entspricht, wenn ein Kind in dem Bewusstsein lebt, dass beide Eltern für es Verantwortung tragen, und wenn es seine Eltern in wichtigen Entscheidungen für sein Leben als gleichberechtigt erlebt.