Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfGH%20Berlin&Datum=22.01.2008&Aktenzeichen=VerfGH%2070/06
Timestamp: 2019-05-19 09:50:39
Document Index: 292922275

Matched Legal Cases: ['Art 23', 'Art 14', 'Art 15', '§ 49', '§ 50', 'Art. 23']

VerfGH Berlin, 22.01.2008 - VerfGH 70/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,5488
VerfGH Berlin, 22.01.2008 - VerfGH 70/06 (https://dejure.org/2008,5488)
VerfGH Berlin, Entscheidung vom 22.01.2008 - VerfGH 70/06 (https://dejure.org/2008,5488)
VerfGH Berlin, Entscheidung vom 22. Januar 2008 - VerfGH 70/06 (https://dejure.org/2008,5488)
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Art 23 Abs 1 Verf BE, Art 14 Abs 1 Verf BE, Art 15 Abs 1 Verf BE, § 49 Abs 1 VGHG BE, § 50 VGHG BE
Keine fristlose Kündigung wegen Zettelabwurf mit "Kampfansage" des Mieters gegen Wohnungsverkauf
Kritische Äußerungen über Vermieter kein Kündigungsgrund; Recht auf frei Meinungsäußerung; Abschreckung von Kaufinteressenten; Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Mietverhältnisses; außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund
Kündigung - Mieter darf Kaufinteressenten abschrecken
Mieterprotest gegen "Vermieterheuschrecken"
Keine fristlose Kündigung wegen Zettelabwurfs mit "Kritik" des Mieters gegen Wohnungsverkauf! (IMR 2008, 404)
LG Berlin, 02.12.2005 - 63 S 101/05
NJW 2008, 2244 (Ls.)
NJW-RR 2008, 1179
NZM 2008, 517
ZMR 2008, 605
Auch das Besitzrecht des Mieters an der gemieteten Wohnung ist Eigentum im Sinne von Art. 23 Abs. 1 VvB (Beschluss vom 22. Januar 2008 - VerfGH 70/06 - NJW-RR 2008, 1179; alle hier und im Folgenden genannten Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs auch unter www.gerichtsentscheidungen . berlin-brandenburg.de; für das Bundesrecht: BVerfGE 89, 1 ).
Auch liegt ein Verfassungsverstoß nicht bereits dann vor, wenn der Verfassungsgerichtshof bei der Beurteilung widerstreitender Grundrechtspositionen die Akzente anders setzen und daher anders entscheiden würde (Beschluss vom 22. Januar 2008 - VerfGH 70/06 - a. a. O.; für das Bundesrecht: BVerfGE 42, 143 ) oder die rechtliche Bewertung eines Sachverhaltes im Hinblick auf die grundrechtlich geschützten Positionen nicht zwingend erscheint (…VerfGH, a. a. O.; für das Bundesrecht: BVerfGE 89, 1 ).
Soweit eine solche Kündigung auf einer Pflichtverletzung des Mieters beruht, muss das Zivilgericht namentlich prüfen, ob das den Anlass der Kündigung bietende Verhalten des Mieters grundrechtlich geschützt ist und, wenn ja, ob dem höherrangige Rechte des Vermieters - insbesondere sein Eigentumsgrundrecht - entgegenstehen (Beschluss vom 22. Januar 2008 - VerfGH 70/06 - a. a. O. S. 1180).