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Timestamp: 2019-08-22 07:55:10
Document Index: 208845050

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 32', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 10', '§ 10', '§ 10', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 11', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 22', '§ 12', '§ 13', '§ 10', '§ 12', '§ 12', '§ 8', '§ 32', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 2', '§ 2', '§ 18']

Häufige Fragen zur Landesförderung
« am: 10. Juni 2009, 21:58:10 »
Wie wird das Einkommen in Baden-Württemberg berechnet und wo liegen die Grenzen ?
Wie wird das Einkommen in Bayern berechnet und wo liegen die Grenzen ?
Wie wird das Einkommen in Brandenburg berechnet und wo liegen die Grenzen ?
Wie wird das Einkommen in Hamburg berechnet und wo liegen die Grenzen ?
Wie wird das Einkommen in Thüringen berechnet und wo liegen die Grenzen?
Wie wird das Einkommen in den übrigen Ländern berechnet und wo liegen die Grenzen?
Tabelle mit Beispielen zur Einkommensgrenze
Gibt es auch Einkommensgrenzen "nach unten"?
Kann ich für jedes Vorhaben Fördermittel erhalten?
Kann ich mein Vorhaben allein mit Krediten und Fördermitteln finanzieren?
Habe ich einen Anspruch auf die Fördermittel?
Ich habe bereits mit dem Bau angefangen und merke, dass ich mich finanziell übernommen habe. Kann ich jetzt noch Fördermittel beantragen?
Werden auch nichteheliche Lebensgemeinschaften gefördert?
Was sind Aufwendungsdarlehen ?
Wie wird das Einkommen berechnet und wo liegen die Grenzen ?
Mit Ausnahme von Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg und Thüringen (zumindest für bestimmte Programme) erfolgt bei der Landesförderung die Berechnung des Einkommens nach dem Wohnraumförderungsgesetz.
Die (vereinfachte) Einkommensberechnung nach den Paragrafen 20 bis 24 Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) sieht wie folgt aus:
Vom Bruttoeinkommen jeder Person im Haushalt, das in den kommenden 12 Monaten zu erwarten ist, werden zunächst die Werbungskosten abgezogen (Selbständige müssen von ihrem Gewinn ausgehen). Danach werden Pauschalen von je 10 % des verbleibenden Betrages für Steuern und Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung abgezogen, sofern diese gezahlt werden (je nach Einzelfall daher Abzug von 10, 20 oder 30 %). Die so verbleibenden Einkommen aller Haushaltsmitglieder werden zusammengezählt.
Das danach verbleibende Einkommen ist das maßgebliche anrechenbare Einkommen i. S. d. § 9 WoFG. Die nach dem dortigen Absatz 2 maßgebliche Einkommensgrenze eines Haushalts berechnet sich grundsätzlich nach der Formel:
1-Personen-Haushalt 12.000 Euro
2-Personen-Haushalt 18.000 Euro
Für jede weitere Person zusätzlich 4.100 Euro
Für jedes Kind i. S. d. § 32 EStG zusätzlich (es zählt dabei sowohl als "Person" als auch als "Kind") 500 Euro
Bei einem Vierpersonenhaushalt (2 Erwachsene, 2 Kinder) ergibt sich so ein Grenzwert von 27.200 Euro (18.000 Euro für die ersten beiden Personen plus je 4.100 Euro für die dritte und die vierte Person plus zweimal je 500 Euro für die Kinder). Unter Berücksichtigung der Pauschalen für Steuer, Kranken- und Rentenversicherung sowie der Werbungskosten (mindestens pauschal 920 Euro) entspricht das bei einem Haushalt mit einem Verdiener (Angestellter/Arbeiter) einem Brutto-Jahreseinkommen von rund 39.777 Euro (siehe dazu auch die nachstehende Tabelle). Wenn es sich im Beispielsfall um ein "jungen Ehepaar" (mit zwei Kindern) handelt, dürfte das Brutto-Jahreseinkommen durch den Freibetrag für junge Ehepaare (4.000 Euro, siehe oben) sogar rund 45.491 Euro betragen (in der Tabelle ist dieser Freibetrag wie auch die übrigen Frei- und Abzugsbeträge nicht eingerechnet).
Beispiele Einkommensgrenzen gemäß § 9 Abs. 2 WoFG (Angaben in Euro)
Personen im Haushalt 2 2 3 3 4 4 5 5 6
davon Kinder 0 1 1 2 2 3 3 4 4
Einkommensgrenze gem. § 9 Abs. 2 WoFG 18.000 18.500 22.600 23.100 27.200 27.700 31.800 32.300 36.400
Entspricht bei einem Verdiener* Jahresbrutto von ca. 26.634 27.349 33.206 33.920 39.777 40.491 46.349 47.063 52.920
Entspricht bei zwei Verdienern** Jahresbrutto von ca. 27.554 28.269 34.126 34.840 40.697 41.411 47.269 47.983 53.840
Einkommensgrenze gem. § 9 Abs. 2 WoFG plus 30 % 23.400 24.050 29.380 30.030 35.360 36.010 41.340 41.990 47.320
Entspricht bei einem Verdiener* Jahresbrutto von ca. 34.349 35.277 42.891 43.820 51.434 52.363 59.977 60.906 68.520
Entspricht bei zwei Verdienern** Jahresbrutto von ca. 35.269 36.197 43.811 44.740 52.354 53.283 60.897 61.826 69.440
* Angestellter/Arbeiter, berechnet unter Abzug von 920 Euro Werbungskosten und der Pauschalen für Steuern, Kranken- und Rentenversicherung in Höhe von je 10 %. Durch die Frei- und Abzugsbeträge sowie Unterhaltszahlungen kann sich die Bruttogrenze im konkreten Fall noch erhöhen.
** Beträge gelten für das Bruttojahreseinkommen von beiden gemeinsam, also nicht pro Person. Beide Verdiener Angestellte/Arbeiter, berechnet unter Abzug von 1.840 Euro Werbungskosten und der Pauschalen für Steuern, Kranken- und Rentenversicherung in Höhe von je 10 %. Für jeden weiteren Verdiener steigt der Betrag um die Werbungskosten in Höhe von mindestens 920 Euro. Durch die Frei- und Abzugsbeträge sowie Unterhaltszahlungen kann sich die Bruttogrenze im konkreten Fall noch erhöhen.
Wie wird das Einkommen in Baden-Württemberg berechnet und wo liegen die Grenzen?
In Baden-Württemberg beruht die Berechnung des maßgeblichen Einkommens seit dem 1. Januar 2008 nicht mehr auf dem Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) des Bundes, sondern auf dem Baden-Württembergischen Landeswohnraumförderungsgesetz, das an diesem Tag in Kraft trat (LWoFG vom 11. Dezember 2007, GBl. 2007 Nr. 20, S. 581 ff.).
Das Landesgesetz orientiert sich bei der Einkommensberechnung nicht am WoFG des Bundes (siehe oben), sondern enthält eine eigenständige Definition, die z. B. auf die Frei-, Abzugs- und Unterhaltsbeträge nach dem WoFG verzichtet und auch die maßgebliche Einkommensgrenze nicht selbst regelt.
Die (vereinfachte) Einkommensberechnung nach § 12 Abs. 2 LWoFG sieht wie folgt aus:
Zunächst wird für alle zum Haushalt gehörenden Personen das Jahreseinkommen ermittelt, das ab dem Monat der Antragstellung zu erwarten ist. § 12 Abs. 2 LWoFG bestimmt für die verschiedenen Einkommensarten, was unter dem maßgeblichen Jahreseinkommen zu verstehen ist. Bei nicht selbständiger Arbeit ist das der Bruttojahresverdienst abzüglich der Werbungskosten einschließlich der diesen gleichgestellten Kosten, mindestens aber der steuerlichen Werbungskostenpauschale. Bei Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit zählt grundsätzlich der Gewinn, und weitere Definitionen betreffen u. a. das Einkommen aus Vermietung, Verpachtung und Kapitalvermögen (Überschuss der Einnahmen über die steuerlich anerkannten Werbungskosten) sowie aus Renten, Pensionszahlungen, Altersvorsorgevermögen etc. (Bezüge abzüglich Werbungskosten).
In § 12 Abs. 3 LWoFG ist festgelegt, was alles zum Bruttojahresverdienst zählt: Bruttolohn bzw. -gehalt einschließlich aller tariflichen und außertariflichen Leistungs-, Sozial-, und sonstigen Zulagen und Zuschläge (insbes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld,13. und 14. Monatsgehalt, Gratifikationen etc.), ferner vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers und von ihm übernommene Lohnsteuerbeträge und Versicherungsprämien.
Die so ermittelten Einkommen werden zusammengezählt und bilden das maßgebliche Einkommen i. S. d. § 12 Abs. 1 LWoFG. Die Einkommensgrenze eines Haushalts wird im LWoFG nur abstrakt geregelt, indem § 10 Abs. 3 LWoFG auf einen bestimmten statistischen Durchschnittsverdienst verweist, von dem außerdem Zu- oder Abschläge vorgenommen werden können. Konkretisiert wird dieser Grenzwert in der Verwaltungsvorschrift zum Landeswohnraumförderungsprogramm 2009 (GABl. 2008 Nr. 12, S. 517 ff.). Danach berechnet sich die Grenze für das Programmjahr 2009 nach folgender Formel:
1-Personen-Haushalt 43.920 Euro
2-Personen-Haushalt 43.920 Euro
Für jede weitere Person zusätzlich 8.500 Euro
Bei Haushalten ab 2 Personen für jede schwerbehinderte Person zusätzlich 2.400 Euro
Bei einem Vierpersonenhaushalt (2 Erwachsene, 2 Kinder) ergibt sich so ein Grenzwert von 60.920 Euro (43.920 Euro für die ersten beiden Personen plus je 8.500 Euro für die dritte und die vierte Person). Unter Berücksichtigung der Werbungskosten (mindestens pauschal 920 Euro) entspricht das bei einem Haushalt mit einem Verdiener (Angestellter/Arbeiter) einem Brutto-Jahreseinkommen von rund 61.840 Euro (siehe dazu auch die nachstehende Tabelle). Wenn im Beispielsfall eine schwerbehinderte Person zum Haushalt gehört, dürfte das Brutto-Jahreseinkommen durch die Erhöhung der Einkommensgrenze (2.400 Euro, siehe oben) sogar rund 64.240 Euro betragen (in der nachstehenden Tabelle ist diese Erhöhung nicht eingerechnet).
Beispiele Einkommensgrenzen gemäß § 10 Abs. 3 LWoFG Baden-Württemberg i. V. m. Landeswohnraumförderungsprogramm 2009 (Angaben in Euro)
Einkommensgrenze gem. § 10 Abs. 3 LWoFG 43.920 43.920 52.420 51.420 60.920 60.920 69.420 69.420 77.920
Entspricht bei einem Verdiener* Jahresbrutto von 44.840 44.840 53.340 53.340 61.840 61.840 70.340 70.340 78.840
Entspricht bei zwei Verdienern** Jahresbrutto von 45.760 45.760 54.260 54.260 62.760 62.760 71.260 71.260 79.760
* Angestellter/Arbeiter, berechnet unter Abzug von 920 Euro Werbungskosten. Bei Haushalten mit Schwerbehinderten erhöhen sich die Beträge jeweils um 2.400 Euro pro Schwerbehinderten.
** Beträge gelten für das Bruttojahreseinkommen von beiden gemeinsam, also nicht pro Person. Beide Verdiener Angestellte/Arbeiter, berechnet unter Abzug von 1.840 Euro Werbungskosten. Für jeden weiteren Verdiener steigt der Betrag um die Werbungskosten in Höhe von mindestens 920 Euro. Bei Haushalten mit Schwerbehinderten erhöhen sich die Beträge jeweils um 2.400 Euro pro Schwerbehinderten.
Wie wird das Einkommen in Bayern berechnet und wo liegen die Grenzen?
In Bayern beruht die Berechnung des maßgeblichen Einkommens seit dem 1. Mai 2007 nicht mehr auf dem Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) des Bundes, sondern auf dem Bayerischen Wohnraumförderungsgesetz, das an diesem Tag in Kraft trat (BayWoFG vom 10. April 2007, BayGVBl. 2007 Nr. 8, S. 260 ff.).
Das bayerische Gesetz orientiert sich grundsätzlich am WoFG des Bundes (siehe oben), allerdings mit anderen Einkommensgrenzen Frei- und Unterhaltsbeträgen.
Die (vereinfachte) Einkommensberechnung nach den Art. 4 - 7 Bay WoFG sieht wie folgt aus:
Von diesem Gesamteinkommen des Haushalts können gemäß Art. 5 BayWoFG verschiedene Frei- und Abzugsbeträge abgezogen werden:
4.000 Euro für jeden Schwerbehinderten mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50 % und
5.000 Euro für "Junge Ehepaare" (beide Partner jünger als 40 Jahre alt und noch keine 5 Jahre verheiratet).
Bis zu 4.000 Euro für jeden Haushaltsangehörigen, der auswärts untergebracht ist und sich in der Berufsausbildung befindet,
bis zu 6.000 Euro für jeden nicht zum Haushalt rechnenden früheren oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner,
bis zu 4.000 Euro für jede sonstige nicht zum Haushalt rechnende Person, und
bis zu 4.000 Euro für ein Kind dauernd getrennt lebender oder geschiedener Eltern, denen das elterliche Sorgerecht uneingeschränkt gemeinsam zusteht, wenn diese mit dem Kind den Wohnsitz teilen.
Das danach verbleibende Einkommen ist das maßgebliche Einkommen i. S. d. Art. 11 BayWoFG. Die Einkommensgrenze eines Haushalts berechnet sich gemäß Art. 11 BayWoFG grundsätzlich nach folgender Formel:
1-Personen-Haushalt 19.000 Euro
2-Personen-Haushalt 29.000 Euro
Für jede weitere Person zusätzlich 6.500 Euro
Für jedes weitere Kind zusätzlich (es zählt dabei sowohl als "Person" als auch als "Kind") 1.000 Euro
Bei einem Vierpersonenhaushalt (2 Erwachsene, 2 Kinder) ergibt sich so ein Grenzwert von 44.000 Euro (29.000 Euro für die ersten beiden Personen plus je 6.500 Euro für die dritte und die vierte Person plus zweimal je 1.000 Euro für die Kinder). Unter Berücksichtigung der Pauschalen für Steuer, Kranken- und Rentenversicherung sowie der Werbungskosten (mindestens pauschal 920 Euro) entspricht das bei einem Haushalt mit einem Verdiener (Angestellter/Arbeiter) einem Brutto-Jahreseinkommen von rund 63.777 Euro (siehe dazu auch die nachstehende Tabelle). Wenn es sich im Beispielsfall um ein "jungen Ehepaar" (mit zwei Kindern) handelt, dürfte das Brutto-Jahreseinkommen durch den Freibetrag für junge Ehepaare (5.000 Euro, siehe oben) sogar rund 70.920 Euro betragen (in der Tabelle ist dieser Freibetrag wie auch die übrigen Frei- und Abzugsbeträge nicht eingerechnet).
Beispiele Einkommensgrenzen gemäß Art. 11 BayWoFG (Angaben in Euro)
Einkommensgrenze gem. Art. 11 BayWoFG 29.000 30.000 36.500 37.500 44.000 45.000 51.500 52.500 59.000
Entspricht bei einem Verdiener* Jahresbrutto von ca. 42.348 43.777 53.062 54.491 63.777 65.205 74.491 75.920 85.205
Entspricht bei zwei Verdienern** Jahresbrutto von ca. 43.268 44.697 53.982 55.411 64.697 66.125 75.411 76.840 86.125
Wie wird das Einkommen in Brandenburg berechnet und wo liegen die Grenzen?
In Brandenburg beruht die Berechnung des maßgeblichen Einkommens nicht auf dem Wohnraumförderungsgesetz, sondern - ähnlich wie früher bei der Eigenheimzulage - auf dem Einkommensteuerrecht.
Die Förderbestimmungen verweisen auf § 2 Einkommensteuergesetz (EStG) und setzen gleichzeitig bestimmte Obergrenzen fest. Danach kann der Anspruchsberechtigte die Zuschüsse in Anspruch nehmen, wenn die "Summe der positiven Einkünfte" nach § 2 Abs. 2 EStG der letzten zwei Kalenderjahre vor Antragseingang folgende Grenzen nicht überschreitet: Für den Bauherrn/Erwerber 70.000 Euro, für den (Ehe-)Partner zusätzlich 50.000 Euro und für jede weitere zum Haushalt gehörende Person jeweils 30.000 Euro. Für ein Ehepaar mit zwei Kindern beträgt die Grenze somit 180.000 Euro (siehe dazu auch die nachstehende Tabelle).
Einkünfte im Sinne des § 2 Abs. 2 EStG sind bei Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit der Gewinn, bei nichtselbständiger Arbeit, den Einkünften aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung sowie den sonstigen Einkünften im Sinne des § 22 EStG der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten. Für abhängig Beschäftigte wie beispielsweise Arbeiter, Angestellte oder Beamte, die über keine weiteren Einkünfte verfügen, wird die maßgebliche "Summe der positiven Einkünfte" in der Regel dem Bruttoarbeitslohn bzw. dem -gehalt abzüglich der Werbungskosten entsprechen. In den übrigen Fällen kann die korrekte steuerrechtliche Berechnung im Einzelfall sehr kompliziert sein, so dass Sie sich gegebenenfalls von Ihrer Verbraucherzentrale oder einem Steuerberater beraten lassen sollten.
Beispiele Einkommensgrenzen Brandenburg (Angaben in Euro)
1-Personen-Haushalt 70.000 Euro
2-Personen-Haushalt 120.000 Euro
3-Personen-Haushalt 150.000 Euro
4-Personen-Haushalt 180.000 Euro
5-Personen-Haushalt 210.000 Euro
6-Personen-Haushalt 240.000 Euro
Für jede weitere Person zusätzlich 30.000 Euro
Wie wird das Einkommen in Hamburg berechnet und wo liegen die Grenzen?
In Hamburg beruht die Berechnung des maßgeblichen Einkommens seit dem 1. April 2008 nicht mehr auf dem Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) des Bundes, sondern auf dem Hamburgischen Wohnraumförderungsgesetz, das an diesem Tag in Kraft trat (HmbWoFG vom 19. Februar 2008, HmbGVBl. 2008 Nr. 12, S. 74 ff.).
Das Landesgesetz orientiert sich bei der Einkommensberechnung nicht umittelbar am WoFG des Bundes (siehe oben). Es verweist aber teilweise auf das Wohngeldgesetz des Bundes (WoGG), dessen nach dem HmgWoFG anzuwendene Bestimmungen wiederum dem WoFG ähneln. Im Ergebnis ergibt sich so ein Verfahren, das im wesentlichen dem nach dem WoFG entspricht, aber insbesondere bei den Frei- und Abzugsbeträgen von diesem abweicht.
Die (vereinfachte) Einkommensberechnung nach den § § 12 - 14 Abs. 2 HmbWoFG sieht wie folgt aus:
Zunächst wird für alle zum Haushalt gehörenden Personen das Jahreseinkommen ermittelt, das in den letzten 12 Monaten vor dem Monat der Antragstellung erzielt worden ist. Dabei verweist § 13 Abs. 1 HmbWoFG auf die Vorschriften zur Berechnung des Jahreseinkommens nach dem WoGG (insbesondere sind das die § § 10 und 12 WoGG). Danach werden vom Bruttoeinkommen der letzten 12 Monate von jeder Person im Haushalt zunächst die Werbungskosten abgezogen (Selbständige müssen von ihrem Gewinn ausgehen). Danach werden Pauschalen von je 10 % des verbleibenden Betrages für Steuern und Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung abgezogen, sofern diese gezahlt werden (je nach Einzelfall daher Abzug von 10, 20 oder 30 %). Die so verbleibenden Einkommen aller Haushaltsmitglieder werden zusammengezählt.
Von diesem Gesamteinkommen des Haushalts kann gemäß § 12 Abs. 2 HmbWoFG folgender Freibetrag abgezogen werden:
4.000 Euro für jeden Schwerbehinderten mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50 % .
Außerdem können gemäß § 12 Abs. 3 HmbWoFG bestimmte Beträge für Unterhaltszahlungen abgezogen werden, die in beurkundeten Unterhaltsvereinbarung festgelegt oder in einem Unterhaltstitel oder Unterhaltsbescheid festgestellt wurden. Ohne Titel oder Vereinbarung können folgende Beträge abgesetzt werden:
bis zu 6.000 Euro für jeden nicht zum Haushalt rechnenden früheren oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz und den Partner einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft,
bis zu 4.000 Euro für jedes Kind dauernd getrennt lebender oder geschiedener, denen das elterliche Sorgerecht uneingeschränkt gemeinsam zusteht, wenn diese mit dem Kind den Wohnsitz teilen.
Das danach verbleibende Einkommen ist das maßgebliche anrechenbare Einkommen i. S. d. § 8 HmbWoFG. Die nach dem dortigen Absatz 2 maßgebliche Einkommensgrenze eines Haushalts berechnet sich grundsätzlich nach der Formel:
Für jedes Kind i. S. d. § 32 EStG zusätzlich (es zählt dabei sowohl als "Person" als auch als "Kind") 1.000 Euro
Bei einem Vierpersonenhaushalt (2 Erwachsene, 2 Kinder) ergibt sich so ein Grenzwert von 28.200 Euro (18.000 Euro für die ersten beiden Personen plus je 5.100 (4.100 Euro als "Person" plus 1.000 Euro als "Kind") Euro für die dritte und die vierte Person). Unter Berücksichtigung der Werbungskosten (mindestens pauschal 920 Euro) entspricht das bei einem Haushalt mit einem Verdiener (Angestellter/Arbeiter) einem Brutto-Jahreseinkommen von rund 41.200 Euro (siehe dazu auch die nachstehende Tabelle). Wenn im Beispielsfall eine schwerbehinderte Person zum Haushalt gehört, dürfte das Brutto-Jahreseinkommen durch den Freibetrag (4.000 Euro, siehe oben) sogar rund 46.920 Euro betragen (in der Tabelle ist dieser Freibetrag wie auch die möglichen Unterhaltsbeträge nicht eingerechnet).
Allerdings gelten die Grenzwerte des § 8 Abs. 2 HmbWoFG nicht für alle Förderprogramme bzw. -mittel Denn nach § 8 Abs. 3 HmbWoFG darf der Senat auch höhere Einkommensgrenzen festlegen. Von dieser Möglichkeit er mit der "Verordnung zur Festlegung der Einkommensgrenzen" Gebrauch gemacht (HmbGVBl. 2008 Nr. 19 vom 1. April 2008, S. 136). Dort ist festgelegt, dass die Grenze des § 8 Abs. 2 HmbWoFG um bis zu 100 Prozent überschritten werden darf. In diesem Fall muss der gemäß § 8 Abs. 2 HmbWoFG nach der Haushaltszusammensetzung maßgebliche Grenzwert (z. B. für einen Vierpersonenhaushalt mit zwei Kindern 28.200 Euro, siehe oben) um den fraglichen Prozentsatz angehoben werden. Bei einer Erhöhung um beispielsweise 100 % wären das zusätzlich 28.200 Euro, so dass sich ein Wert von insgesamt 56.400 Euro ergibt (entspricht bei einem Verdiener einem Jahresbrutto von ca. 81.490 Euro).
Beispiele Einkommensgrenzen gemäß § 8 Abs. 2 HmbWoFG (Angaben in Euro)
Einkommensgrenze gem. § 8 Abs. 2 HmbWoFG 18.000 19.000 23.100 24.100 28.200 29.200 33.300 34.300 38.400
Entspricht bei einem Verdiener* Jahresbrutto von ca. 26.634 28.062 33.920 35.348 41.205 42.634 48.491 49.920 55.777
Entspricht bei zwei Verdienern** Jahresbrutto von ca. 27.554 29.982 34.840 36.268 42.125 43.554 49.411 50.840 56.697
Einkommensgrenze gem. § 8 Abs. 2 HmbWoFG plus 40 % 25.200 26.600 32.340 33.740 39.480 40.880 46.620 48.020 53.760
Entspricht bei einem Verdiener* Jahresbrutto von ca. 36.920 38.920 47.120 49.120 57.320 59.320 67.520 69.520 77.720
Entspricht bei zwei Verdienern** Jahresbrutto von ca. 37.840 38.840 48.040 50.040 58.240 60.240 68.440 70.440 78.640
* Angestellter/Arbeiter, berechnet unter Abzug von 920 Euro Werbungskosten und der Pauschalen für Steuern, Kranken- und Rentenversicherung in Höhe von je 10 %. Durch den Freibetrag sowie Unterhaltszahlungen kann sich die Bruttogrenze im konkreten Fall noch erhöhen.
** Beträge gelten für das Bruttojahreseinkommen von beiden gemeinsam, also nicht pro Person. Beide Verdiener Angestellte/Arbeiter, berechnet unter Abzug von 1.840 Euro Werbungskosten und der Pauschalen für Steuern, Kranken- und Rentenversicherung in Höhe von je 10 %. Für jeden weiteren Verdiener steigt der Betrag um die Werbungskosten in Höhe von mindestens 920 Euro. Durch den Freibetrag sowie Unterhaltszahlungen kann sich die Bruttogrenze im konkreten Fall noch erhöhen.
In Thüringen hängt die Methode zur Berechnung des maßgeblichen Einkommens vom jeweiligen Förderprogramm ab. Beim "Thüringer Familienbaudarlehen", beim "Thüringer Modernisierungsdarlehen" und beim "Thüringer Modernisierungsdarlehen - Öko Plus" richtet sich die Einkommensberechung nach den allgemeinen Bestimmungen des Wohnraumförderungsgesetzes des Bundes. Für das Programm "Schaffung von Wohneigentum in der Stadt" hat das Land dagegen eigene Bestimmungen festgelegt. Hier beruht die Berechnung des maßgeblichen Einkommens nicht auf dem Wohnraumförderungsgesetz, sondern - ähnlich wie früher bei der Eigenheimzulage - auf dem Einkommensteuerrecht.
Die Förderbestimmungen des Programms "Schaffung von Wohneigentum in der Stadt" verweisen auf § 2 Einkommensteuergesetz (EStG) und setzen gleichzeitig bestimmte Obergrenzen fest. Danach kann der Anspruchsberechtigte die Zuschüsse in Anspruch nehmen, wenn die "Summe der positiven Einkünfte" nach § 2 Abs. 2 EStG der letzten zwei Kalenderjahre vor Antragstellung folgende Grenzen nicht überschreitet: Für den Bauherrn/Erwerber 60.000 Euro, für den (Ehe-)Partner zusätzlich 40.000 Euro und für jede weitere zum Haushalt gehörende Person jeweils 25.000 Euro. Für ein Ehepaar mit zwei Kindern beträgt die Grenze somit 150.000 Euro (siehe dazu auch die nachstehende Tabelle). Ein Ausgleich mit negativen Einkünften aus anderen Einkunftsarten und mit negativen Einkünften des zusammen veranlagten Ehegatten ist nicht zulässig.
Beispiele Einkommensgrenzen Programm "Schaffung von Wohneigentum in der Stadt" in Thüringen (Angaben in Euro)
1-Personen-Haushalt 60.000 Euro
2-Personen-Haushalt 100.000 Euro
3-Personen-Haushalt 125.000 Euro
4-Personen-Haushalt 150.000 Euro
5-Personen-Haushalt 175.000 Euro
6-Personen-Haushalt 200.000 Euro
Für jede weitere Person zusätzlich 25.000 Euro
Ja, die Förderbestimmungen enthalten so genannte "Belastungsgrenzen", "Grenzeinkommen" oder "Mindestrückbehalte", die festlegen, wie viel Geld dem Haushalt nach Abzug der Baufinanzierungskosten und weiterer Posten ("Belastung") noch mindestens monatlich zum Leben verbleiben muss. So soll verhindert werden, dass sich der Bauherr finanziell überfordert. Sie werden in unserem Rechner derzeit allerdings nicht berücksichtigt und liegen derzeit - je nach Land - etwa bei 500 bis 650 Euro pro Monat für einen Einpersonenhaushalt, 750 bis 850 Euro für zwei Personen und 200 Euro für jede weitere Person.
Nein, es gibt beispielsweise Kosten- und Größengrenzen, die verhindern sollen, dass mit den knappen Mitteln Luxusbauten errichtet werden. Die einzelnen Länder legen dabei unterschiedlichen Vorgaben fest, die etwa bei den Kosten auch regionale Unterschiede berücksichtigen können. Diese Kostenobergrenzen werden in unserem Rechner derzeit allerdings nicht berücksichtigt. Daneben gibt es teilweise sehr detaillierte bautechnische Bestimmungen und diverse andere Faktoren, die über die Förderung mitentscheiden. Grundsätzlich ausgeschlossen ist auch meist der, der schon Wohneigentum besitzt oder bereits einmal gefördert wurde.
Nein, in der Regel ist ein Eigenanteil von mindestens 10 bis 15 % der Gesamtkosten erforderlich, der z. B. aus eigenen Ersparnissen bestehen muss. In manchen Ländern können in begrenztem Umfang aber auch Selbsthilfeleistungen oder Teile der Fördermittel als Eigenanteil anerkannt werden.
Nein, die Förderbestimmungen der Länder schließen das durchgehend aus. Sie können daher auch dann keine Mittel beanspruchen, wenn Sie alle notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Schon deshalb sollten Sie, wenn Sie Fördermittel in Ihre Finanzierungspläne einbeziehen wollen, sich möglichst frühzeitig und umfassend durch die zuständigen Stellen beraten lassen.
Nein, denn nach den Förderbestimmungen dürfen Mittel grundsätzlich nur für Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen wurden. Ausnahmen gelten nur in bestimmten festgelegten Fällen, etwa wenn in den entsprechenden Bau- oder Kaufverträgen Klauseln enthalten sind, nach denen Sie jederzeit und kostenlos vom Vertrag zurücktreten können. Sie sollten die Mittel daher rechtzeitig beantragen, zumal auch die zeitliche Reihenfolge der Anträge mit über die Förderung entscheiden kann.
Grundsätzlich ja, denn nach § 18 Absatz 2 Nr. 4 Wohnraumförderungsgesetz gehört auch der "Partner einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft" zum Haushalt. In einigen Bundesländern kommen aber teilweise noch weitere Voraussetzungen wie etwa ein gemeinsames Kind oder das gemeinsame Eigentum am Baugrundstück hinzu.
Was sind Aufwendungsdarlehen?
Aufwendungsdarlehen dienen dazu, die finanzielle Belastung während der Rückzahlung anderer Kredite zu mindern. Sie werden über einen bestimmten Zeitraum, meist 8, 10 oder 15 Jahre lang, ausgezahlt, und verringern sich während dieser Zeit jährlich oder in größeren Abständen, meist um den Betrag, der den Bruchteil der Gesamtlaufzeit ausmacht, bei 8 Jahren also jährlich um 1/8 des Betrages des ersten Jahres.