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Timestamp: 2016-10-22 01:57:23
Document Index: 138345651

Matched Legal Cases: ['Art. 60', 'Art. 60', 'Art. 109', 'Art. 109', 'Art. 66', 'Art. 65']

6B_1097/2015 � � Urteil vom 27. November 2015
Qualifizierte einfache K�rperverletzung; Massnahme nach Art. 60 StGB (Suchtbehandlung Alkohol),
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 25. September 2015.
Am 17. Mai 2014 kam es in Winterthur vor dem Wohnhaus des Beschwerdef�hrers zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdef�hrer und einer Drittperson. Zun�chst schlug der Beschwerdef�hrer dem Gesch�digten mit dem Stiel einer Schaufel zweimal gegen den Oberarm. Nachdem sich der Beschwerdef�hrer ins Haus begeben hatte, trat der Gesch�digte mehrmals gegen die Haust�re. Der Beschwerdef�hrer kam erneut ins Freie und attackierte den Gesch�digten mit einer Wodkaflasche, indem er damit f�nf wuchtige Schl�ge in Richtung von dessen Kopf ausf�hrte und ihn dabei einmal an der Stirn traf. Dieser Schlag f�hrte zu einer klaffenden Wunde, die im Spital gen�ht werden musste.
Das Obergericht des Kantons Z�rich verurteilte den Beschwerdef�hrer im Berufungsverfahren am 25. September 2015 wegen qualifizierter einfacher K�rperverletzung zu 18 Monaten Freiheitsstrafe unbedingt, wovon 497 Tage durch Haft erstanden waren. Das Gericht ordnete eine station�re therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB (Suchtbehandlung Alkohol) an. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde zu diesem Zweck aufgeschoben.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich ans Bundesgericht, ohne einen ausdr�cklichen Antrag zu stellen. Seine Ausf�hrungen betreffen einerseits das Strafmass und anderseits die Suchtbehandlung.
In Bezug auf die Strafzumessung betont der Beschwerdef�hrer, er sei vom Gesch�digten provoziert worden. Insoweit kann in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG auf die Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urteil S. 6/7). Ihre Schlussfolgerung, die Schl�ge mit der Flasche l�gen ausserhalb jeder Verh�ltnism�ssigkeit und seien nur sehr begrenzt nachvollziehbar, trifft angesichts der unbedeutenden Provokation durch den Gesch�digten zu. Eine erhebliche Strafminderung war nicht notwendig.
In Bezug auf die Suchtbehandlung und die Behandlungsbereitschaft des Beschwerdef�hrers kann ebenfalls auf die einl�sslichen Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urteil S. 9 - 14). Die ambivalente Haltung des Beschwerdef�hrers kommt auch in seiner Eingabe vor Bundesgericht zum Ausdruck, f�hrt er doch aus, w�hrend er vor der ersten Instanz noch verneint habe, ganz mit dem Alkohol aufh�ren zu wollen, sei er heute an einem Punkt angelangt, wo er keinen Alkohol mehr trinken wolle (Beschwerde S. 2 unten/3 oben). Damit hat sich bei ihm in der letzten Zeit eine Einsicht in die Krankheit entwickelt, die sich von seiner fr�heren Haltung unterscheidet. Nachdem der Beschwerdef�hrer in der Vergangenheit bereit war, sich einer ambulanten Behandlung zu unterziehen, ist mit der Vorinstanz durchaus davon auszugehen, dass er auch f�r eine station�re Suchtbehandlung motiviert werden kann. Deren Anordnung ist nicht zu beanstanden.
Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Den finanziellen Verh�ltnissen des alkoholabh�ngigen und sich seit l�ngerem in Haft befindenden Beschwerdef�hrers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).