Source: https://www.unterweisungen.de/document/69343
Timestamp: 2018-09-26 12:38:46
Document Index: 127600010

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 3', '§ 4', '§ 4']

Angebotsvergleich (Unterweisung Industriekaufmann / -kauffrau) | Unterweisungen.de
2.1 Gesetzliche Einordnung
2.2 Betriebliche Einordnung
3.1 Analyse des Auszubildenden
3.2 Analyse des Ausbildungsbetriebes
3.3 Ort, Zeit und Dauer der Unterweisung
3.4 Arbeitsmittel
3.5 Unfallverhütung
4.4 Nachgelagertes Lernziel
6. Kompetenzbereiche
7. Bewertungsmaßstab
8. Unterweisungs-Methode
8.2 Begründung
9.2 Lehrgespräch
9.4 Verabschiedung
Angebotsvergleich.
Der Auszubildende bekommt mehrere Angebote für benötigtes Büromaterial vorgelegt. Der Auszubildende soll die Angebote rechnerisch (Preis, Konditionen) und technisch (Lieferzeit, Spezifikationen) vergleichen und unter Berücksichtigung dieser Aspekte das geeignetste Angebot auswählen. Das Anfrageschreiben liegt dem Auszubildenden vor.
2. Einordnen der Unterweisung
Zum Gegenstand der Berufsausbildung zum Industriekaufmann gehört unter anderem der Teil Bestelldurchführung (§ 4 Abs. 1 Nr. 6.2). Zur Lfd. Nr. 6.2 Bestelldurchführung gehört auch das Einholen von Angeboten, prüfen und vergleichen (§ 4 Abs. 1 Nr. 6.2 b).
Laut § 5 sollen die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 3 nach den in den Anlagen des Rahmenlehrplan 1 und 2 enthaltenen Anleitungen zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung vermittelt werden.
Gemäß Ausbildungsrahmenplan sind im 1. Ausbildungsjahr in einem Zeitraum von insgesamt 5-7 Monaten die Fertigkeiten und Kenntnisse der Beschaffung und Bevorratung zu vermitteln.
Der Auszubildende ist seit zwei Wochen in der Abteilung Einkauf. Der Auszubildende soll in den nächsten Wochen das Vergleichen von Angeboten der Büromaterialzulieferer, selbständig erledigen.
Der Auszubildende ist 18 Jahre alt und hat Mittlere Reife. Der Auszubildende macht eine Ausbildung zum Industriekaufmann und befindet sich im 5 Ausbildungsmonat des 1. Ausbildungsjahres. Bisher war der Auszubildende in der Buchhaltung und in der Berufsschule. Seit zwei Wochen ist der Auszubildende im Einkauf. Die grundlegenden Prozesse und Arbeiten wurden im bereits vermittelt. Der Auszubildende erledigt die ihm übertragenen Aufgaben selbständig und sorgfältig. Er ist aufgeschlossen, eifrig und gegenüber Kollegen und anderen Auszubildenden stets hilfsbereit und freundlich. In der Berufsschule hat er bereits den ersten Unterrichtsblock besucht und zeigt gute Leistungen. In seiner Freizeit ist er in der Jugendarbeit engagiert.
Die F. GmbH ist ein internationales Chemieunternehmen. An dem Ausbildungsort des Auszubildenden sind ca. 500 Menschen beschäftigt. Seit Jahren ist die Ausbildung zum Industriekaufmann ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, guten Nachwuchs durch eigene Auszubildenden sicherzustellen. Momentan sind 10 Auszubildende im Unternehmen die eine Ausbildung zum Industriekaufmann anstreben. Davon sind 3 im ersten, 4 im zweiten und 3 im dritten Ausbildungsjahr.
Für die Unterweisung wurde das Abteilungseigene Besprechungszimmer reserviert. Der Raum ist ca. 30 qm groß, hell und ruhig. In der Mitte steht ein Besprechungstisch mit Stühlen für 6 Personen. Der Raum verfügt über kein Telefon und nur einer Tür. Der Raum wurde vorher reserviert. Dies wird durch einen Raumbelegungsplan, der für jeden über das firmeneigene Intranet, sowie durch einen an der Tür angebrachten Plan, ersichtlich ist. Damit sind Störungen durch andere Personen ausgeschlossen worden.
Die Unterweisung findet an einem Montag um 9 Uhr statt. Für die Unterweisung sind ca. 15-20 Minuten eingeplant.
Als Arbeitsunterlagen stehen Stifte, Taschenrechner, Berechnungsformulare, Anfrageschreiben und Lieferantenangebote zur Verfügung.
In dem Besprechungsraum, wie auch am Arbeitsplatz sind die vorgeschriebenen Unfallverhütungsmaßnahmen und Brandschutzbestimmungen eingehalten.
Gemäß Ausbildungsordnung § 4 Abs. 1 Nr. 6.2 lautet das Richtlernziel für diese Unterweisung Bestelldurchführung.
Gemäß Ausbildungsordnung lautet das Groblernziel für die Berufsbildposition Bestelldurchführung nach § 4 Abs. 1 Nr. 6.2 b: Angebote einholen, prüfen und vergleichen
Das Feinlernziel der Unterweisung besteht darin, dass der Auszubildenden danach die für einen Angebotsvergleich benötigten Bestandteile kennen und aus eingehenden Angeboten auswählen kann. Er soll die Daten der Angebote in ein Rechenschema eintragen, vergleichen und sich für das beste Angebot entscheiden können.
Nach dem Auswählen des besten Angebots, die Bestellung in das EDV-System eingeben. Dies wird dem Auszubildenden in der nächsten Ausbildungseinheit erklärt.
Der Auszubildende soll die für einen Angebotsvergleich wichtigen Daten kennen, aus dem Angebot heraussuchen und an Hand dieser Daten das beste Angebot auswählen können.
5.2 Affektiver Bereich
Der Auszubildenden soll danach in der Lage sein, selbständig und verantwortungsbewusst einen Angebotsvergleich durchzuführen. Dabei soll er die Wichtigkeit seiner Aufgabe, kostenbewusst und richtig auszuwählen, konzentriert und richtig zu rechnen, verstehen.
5.3 Psychomotorischer Bereich
In dieser Unterweisung wird der psychomotorischer Bereich nicht angesprochen. Die benötigten psychomotorischen Fähigkeiten bringt der Auszubildenden auf Grund seines Entwicklungsstandes mit. Es werden keine neuen vermittelt.
- Relevante Daten für den Angebotsvergleich erkennen und erklären können
- Rechenschema kennen und verstehen
- Ergebnisse verstehen und bewerten
- Angebotsvergleich erstellen können
- korrekte und selbständige Anwendung des Rechenschemas
- Aufgabenstellung verstehen und lösen können
- vergleichen der Ergebnisse
- Wichtigkeit und Verantwortung für sein Handeln verstehen
- Argumentationsfähigkeit entwickeln
7 Bewertungsmaßstab
Die Unterweisung wurde erfolgreich durchgeführt, wenn der Auszubildenden unter mehreren Angeboten und unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte, das beste auswählen kann, richtig rechnet und auch die Lieferzeit berücksichtigt.
Im Lehrgespräch bestimmt der Ausbilder Ziel und Inhalt des Gespräches und versucht beim Auszubildenden durch zielgerichtete Fragen, Denk- und Erkenntnisprozesse auszulösen. Die Inhalte werden (scheinbar) gemeinsam erarbeitet. Lehrgespräche eignen sich gut um Wissenslücken zu erkennen, an vorhandenes Wissen anzuknüpfen und um die Aufmerksamkeit auf Schwerpunkte zu lenken.
In einem Lehrgespräch (hier mit einem Auszubildenden) besteht ein direkter Kontakt zum Auszubildenden. Der Auszubildende kann durch zielgerichtete Fragen (fragend entwickelnd) gelenkt werden, aber auch selbst auf das gewünschte Ergebnis (Ziel) kommen. Der Auszubildende kann an den Ausbilder Fragen stellen, auf die der Ausbilder sofort eingehen kann. Der Ausbilder hat die Möglichkeit, je nach Leistungsfähigkeit des Auszubildenden, diesen eng anzuleiten oder selbständiger arbeiten zu lassen. Der Auszubildende hat mit dem Ausbilder einen direkten Ansprechpartner und kann dadurch nicht das Gefühl von Orientierungs- oder Hilflosigkeit bekommen. Bei auftretenden Schwierigkeiten, bei der Bearbeitung der Übungsaufgaben, oder bei auch bei Verständnisschwierigkeiten, kann der Ausbilder sofort darauf eingehen, wie auch bei guten Fortschritten den Auszubildenden loben.
Christian Colletta (Autor)
V69343
Die Ausarbeitung wurde bei der Prüfung mit 100 % bewertet.
Angebotsvergleich Industriekaufmann Ausbildereignungsprüfung Industriekauffrau Unterweisung Unterweisungsentwurf AdA Ausbildung der Ausbilder Industriefachwirt
Christian Colletta (Autor), 2006, Angebotsvergleich (Unterweisung Industriekaufmann / -kauffrau), München, GRIN Verlag, https://www.unterweisungen.de/document/69343