Source: https://rewis.io/urteile/urteil/jtj-06-05-2020-xii-zb-48319/
Timestamp: 2020-07-14 05:47:28
Document Index: 175238964

Matched Legal Cases: ['§ 1903', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 279']

Bundesgerichtshof: XII ZB 483/19 vom 06. 05. 2020 | 12. Zivilsenat
XII ZB 483/19
Bundesgerichtshof: XII ZB 483/19 vom 06.05.2020
1. Zu den Voraussetzungen, unter denen ein Gutachten über die Erforderlichkeit eines Einwilligungsvorbehalts an die Feststellungen eines unmittelbar vorausgegangenen Gutachtens über die Notwendigkeit einer Unterbringung anknüpfen darf.
2. Zur Notwendigkeit eines Einwilligungsvorbehalts für den Bereich der Vermögenssorge bei einem untergebrachten Betreuten.
§ 1903 Abs 1 BGB, § 280 Abs 1 S 1 Nr 1 FamFG
XII ZB 577/17 (BGH)
XII ZB 495/16 (BGH)
XII ZB 416/16 (BGH)
XII ZB 141/17 (BGH)
XII ZB 10/18 (BGH)
XII ZB 157/17
XII ZB 99/18
(1) 1Vor der Bestellung eines Betreuers oder der Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts hat eine förmliche Beweisaufnahme durch Einholung eines Gutachtens über die Notwendigkeit der Maßnahme stattzufinden. 2Der Sachverständige soll Arzt für Psychiatrie oder Arzt mit Erfahrung auf dem Gebiet der Psychiatrie sein.
(2) 1Der Sachverständige hat den Betroffenen vor der Erstattung des Gutachtens persönlich zu untersuchen oder zu befragen. 2Das Ergebnis einer Anhörung nach § 279 Absatz 2 Satz 2 hat der Sachverständige zu berücksichtigen, wenn es ihm bei Erstellung seines Gutachtens vorliegt.
das Krankheitsbild einschließlich der Krankheitsentwicklung,
den Umfang des Aufgabenkreises und