Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20R%2029/03
Timestamp: 2019-07-16 21:30:15
Document Index: 347113486

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 163', 'Art. 3', '§ 9', '§ 15', '§ 9', '§ 9']

BFH, 19.05.2004 - III R 29/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,975
BFH, 19.05.2004 - III R 29/03 (https://dejure.org/2004,975)
BFH, Entscheidung vom 19.05.2004 - III R 29/03 (https://dejure.org/2004,975)
BFH, Entscheidung vom 19. Mai 2004 - III R 29/03 (https://dejure.org/2004,975)
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AO 1977 § 39 Abs. 2 Nr. 1, § 163; GG Art. 3 Abs. 1; EigZulG § 9 Abs. 2 Satz 3, § 15 Abs. 1 Satz 2
Ein Miteigentümer kann den Fördergrundbetrag der Eigenheimzulage immer nur mit der Quote seines Anteils beanspruchen
Alleinige Nutzung einer Wohnung im Zwei- oder Mehrfamilienhaus durch den Miteigentümer
Wohnungsbau - Erwerb von Miteigentumsanteil an Mehrfamilienhaus
Erwerb von Miteigentumsanteilen an Mehrfamilienhaus
Gewährung der Eigenheimzulage im Wege einer Billigkeitsregelung in gesetzlich nicht vorgesehenen Fällen; Anspruch auf den Fördergrundbetrag nur entsprechend dem Miteigentumsanteil
Unabhängig von der tatsächlichen Nutzung erhält der Miteigentümer Eigenheimzulage nur nach quotalem Anteil
FG Baden-Württemberg, 15.01.2003 - 12 K 245/02
BFHE 206, 253
NZM 2005, 31
BB 2004, 1670 (Ls.)
DB 2004, 1762 (Ls.)
BStBl II 2005, 77
Einem Miteigentümer einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung steht die Eigenheimzulage --unabhängig von dem Umfang der tatsächlichen Nutzung-- allerdings nur entsprechend seinem Miteigentumsanteil zu (§ 9 Abs. 2 Satz 3 EigZulG; BFH-Urteile vom 5. Juni 2003 III R 47/01, BFHE 202, 327, BStBl II 2003, 744; vom 19. Mai 2004 III R 29/03, BFH/NV 2004, 1331).
Der Steuerpflichtige hat einen auch von den Gerichten zu beachtenden Rechtsanspruch darauf, nach Maßgabe der allgemeinen Verwaltungsanweisungen besteuert zu werden, es sei denn, die Billigkeitsregelung verlässt den gesetzlich vorgesehenen Rahmen (…vgl. BFH-Urteile vom 30. September 1997 IX R 39/94, BFH/NV 1998, 446;vom 16. März 2004 VIII R 33/02, BFHE 205, 270, BStBl II 2004, 927;vom 19. Mai 2004 III R 29/03, BFHE 206, 253, BStBl II 2005, 77;…vom 07.12.2005 I R 123/04, BFH/NV 2006, 1097 …und vom 14.03.2007, BFH/NV 2007, 1838).
Der Senat kann daher offen lassen, ob es sich bei dem BMF-Schreiben in BStBl I 2000, 1118 ff. um eine zur Selbstbindung der Verwaltung führende Billigkeitsregelung handelt, auf deren Anwendung der Steuerpflichtige einen Rechtsanspruch hat (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 12. April 1984 IV R 112/81, BFHE 141, 45, BStBl II 1984, 554; vom 23. April 1991 VIII R 61/87, BFHE 164, 422, BStBl II 1991, 752) und die von den an Gesetz und Recht gebundenen Steuergerichten nicht in gleicher Weise wie Gesetze gehandhabt, insbesondere nicht nach den dafür maßgeblichen Kriterien ausgelegt werden dürfen (vgl. dazu BFH-Urteil vom 20. Oktober 1999 X R 69/96, BFHE 190, 185, BStBl II 2000, 259, m.w.N.), wobei der Senat Bedenken hätte, ob eine derart weit über den Gesetzeswortlaut hinausgehende Regelung überhaupt Bindungswirkung entfalten könnte (vgl. BFH-Urteil vom 19. Mai 2004 III R 29/03, BFHE 206, 253, BStBl II 2005, 77).
Der Steuerpflichtige hat einen auch vor den Steuergerichten zu beachtenden Rechtsanspruch darauf, nach Maßgabe der allgemeinen Verwaltungsanweisungen besteuert zu werden, es sei denn, die Billigkeitsregelung verlässt den gesetzlich vorgesehenen Rahmen (…BFH-Urteile vom 7. Dezember 2005 I R 123/04, BFH/NV 2006, 1097; vom 19. Mai 2004 III R 29/03, BFHE 206, 253, BStBl II 2005, 77; vom 16. März 2004 VIII R 33/02, BFHE 205, 270, BStBl II 2004, 927, …und vom 30. September 1997 IX R 39/94, BFH/NV 1998, 446).
Einen solchen Rechtsanspruch darauf, nach Maßgabe der allgemeinen Verwaltungsanweisungen besteuert zu werden, hat der Steuerpflichtige jedoch nur, wenn die konkrete Billigkeitsregelung den gesetzlichen Rahmen nicht verlässt, mithin die Verwaltungspraxis mit dem Gesetz im Einklang steht (vgl. BFH, Urteil v. 23.04.1991, VIII R 61/87, BStBl. II 1991, 752; Urteil v. 19.05.2004, III R 29/03, BStBl. II 2005, 77;… Urteil v. 14.03.2007, XI R 59/04, BFH/NV 2007, 1838).
Abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgründen; Aktivierungswahlrecht für …
Der Steuerpflichtige hat vielmehr einen auch vor den Steuergerichten zu beachtenden Rechtsanspruch darauf, nach Maßgabe der allgemeinen Verwaltungsanweisungen besteuert zu werden, es sei denn, die Billigkeitsregelung verlässt den gesetzlich vorgesehenen Rahmen (BFH-Urteile vom 23. April 1991 VIII R 61/87, BFHE 164, 422, BStBl II 1991, 752; vom 19. Mai 2004 III R 29/03, BFHE 206, 253, BStBl II 2005, 77, jeweils m.w.N.).
Deshalb kann sie den Fördergrundbetrag (§ 9 EigZulG) nur entsprechend ihrem Miteigentumsanteil geltend machen (vgl. BFH-Urteil vom 19. Mai 2004 III R 29/03, BFHE 206, 253, BStBl II 2005, 77), hier in Höhe von 22 v.H. eines Betrages von 5 000 DM (= 1 100 DM).
dd) Die Kläger können sich nicht auf Vertrauensschutz oder einen Anspruch aus einer Selbstbindung der Verwaltung berufen, da es sich bei den BMF-Schreiben vom 15. Mai 2002 (BStBl I 2002, 533), vom 12. Januar 2007 in BStBl I 2007, 108) und vom 19. September 2007 in BStBl I 2007, 701) um den Senat nicht bindende norminterpretierende Anweisungen handelt (vgl. dazu BFH, Urteil vom 19. Mai 2004 III R 29/03, DStR 2004, 1287).
Der Steuerpflichtige hat einen auch vor den Steuergerichten zu beachtenden Rechtsanspruch darauf, nach Maßgabe der allgemeinen Verwaltungsanweisungen besteuert zu werden, es sei denn, die Billigkeitsregelung verlässt den gesetzlich vorgesehenen Rahmen (…BFH-Urteil vom 14.03.2007 XI R 59/04 BFH/NV 2007, 1838 zur KFZ-Besteuerung unter Hinweis auf die BFH-Urteile vom 7.12.2005 I R 123/04, BFH/NV 2006, 1097; vom 19.05.2004 III R 29/03, BFHE 206, 253, BStBl II 2005, 77; vom 16.03.2004 VIII R 33/02, BFHE 205, 270, BStBl II 2004, 927, …und vom 30.09.1997 IX R 39/94, BFH/NV 1998, 446).
BFH, 04.11.2004 - III E 1/04
Streitwert bei Rechtsstreit um Eigenheimzulage