Source: https://www.ewir-online.de/heft-21-2006/ewir-2006-641-zulaessigkeit-der-klage-auf-zustimmung-zu-einem-vom-klaeger-ausformulierten-grundstueckskaufvertrag-bei/
Timestamp: 2019-08-21 21:37:06
Document Index: 291384073

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 305', '§ 305', '§ 894', '§ 305', '§ 894', 'BGH', 'BGH']

Zulässigkeit der Klage auf Zustimmung zu einem vom Kläger ausformulierten Grundstückskaufvertrag bei Kaufoption im Mietvertrag (BGH, Urt. v. 12.05.2006 – V ZR 97/05 – Robert Freitag) – EWiR 2006, 641 | EWiR online
EWiR 2006, 641
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1/06 Vorvertrag Abschluss Prozess Annahme durch Schweigen Wirtschaftsrecht AGB-, Vertrags- und Haftungsrecht BGB § 305; ZPO § 894Zulässigkeit der Klage auf Zustimmung zu einem vom Kläger ausformulierten Grundstückskaufvertrag bei Kaufoption im Mietvertrag BGB§ 305 ZPO§ 894 BGH, Urt. v. 12.05.2006 – V ZR 97/05 (OLG München), NJW 2006, 2843 = NZBau 2006, 508 = NZM 2006, 674 = WM 2006, 1499BGHUrt.12.5.2006V ZR 97/05NJW 2006, 2843NZBau 2006, 508NZM 2006, 674WM 2006, 1499OLG München
Die durch einen Vorvertrag begründete Verpflichtung zum Abschluss eines Vertrags führt in einem gerichtlichen Verfahren um den Inhalt des abzuschließenden Vertrags dazu, dass jede Partei des Vorvertrags berechtigt ist, die Erfüllung der übernommenen Verpflichtung durch Klage auf Abgabe einer von ihr formulierten Vertragserklärung zu verlangen. Sache der beklagten Partei ist es sodann, einen möglichen Gestaltungsspielraum einwendungsweise durch konkrete Alternativvorschläge geltend zu machen. Unterlässt sie dies, ist die Klage begründet, wenn die vom Kläger formulierten Regelungen des abzuschließenden Vertrags den Vorgaben des Vorvertrages, dessen Auslegung sowie Treu und Glauben entsprechen.
Robert Freitag, Dr. iur., Maître en droit, Universitätsprofessor in Hamburg