Source: https://www.rechtsportal.de/Rechtsprechung/Rechtsprechung/1993/BGH/Hat-die-Strafkammer-festgestellt-dass-sich-der-zur-Tatzeit-erst-21-jaehrige-nicht-altersgemaess-gereifte-Angeklagte-aus-einer-Gruppensituation-heraus-zur-Tatbeteiligung-entschlossen-hat-weil-er-nicht-als-Schwaechling-darstehen-wollte-ist-er-abgesehen-von-einer-sieben-Jahre-zurueckliegenden-jugendrichterlichen-Massregelung-und-einer-Ermahnung-nach-45-JGG-nicht-vorbelastet-und-hat-er-die-Tat-von-sich-aus-offenbart-weil-ihn-sein-Gewissen-bedrueckte-so-sprechen-diese-Umstaende-gegen-die-straferhoehend-angestellte-Erwartung-der-Strafkammer-dass-zur-Einwirkung-auf-den-Angeklagten-die-teilweise-Vollstreckung-einer-empfindlichen-Freiheitsstrafe-unumgaenglich-sei
Timestamp: 2019-11-18 01:43:17
Document Index: 183743431

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 45', 'BGH', 'BGH', '§ 46']

Hat die Strafkammer festgestellt, daß sich der zur Tatzeit erst 21-jährige, nicht altersgemäß gereifte Angeklagte aus einer Gruppensituation heraus zur Tatbeteiligung entschlossen hat, weil er nicht als Schwächling darstehen wollte, ist er abgesehen von e / BGH / 1993 / Rechtsprechung / Rechtsprechung / Rechtsportal - Deubner Rechtsportal
Strafschärfende Berücksichtigung der mittäterschaftlichen Tatbeteiligung; Begründung einer erhöhten Strafwürdigkeit durch die Beteiligung mehrerer Personen an einer Straftat
BGH (3 StR 428/15) | Datum: 05.04.2016
Hat die Strafkammer festgestellt, daß sich der zur Tatzeit erst 21-jährige, nicht altersgemäß gereifte Angeklagte aus einer Gruppensituation heraus zur Tatbeteiligung entschlossen hat, weil er nicht als Schwächling darstehen wollte, ist er abgesehen von einer sieben Jahre zurückliegenden jugendrichterlichen Maßregelung und einer Ermahnung nach § 45 JGG nicht vorbelastet und hat er die Tat von sich aus offenbart, weil ihn sein Gewissen bedrückte, so sprechen diese Umstände gegen die straferhöhend angestellte Erwartung der Strafkammer, daß zur Einwirkung auf den Angeklagten die teilweise Vollstreckung einer empfindlichen Freiheitsstrafe unumgänglich sei.
BGH (3 StR 281/93)
Fundstelle: BGHR StGB § 46 Abs. 2 - Wertungsfehler 25; StV 1993, 520
Das Landgericht hat die Angeklagten R. und W. wegen schwerer räuberischer Erpressung zu Freiheitsstrafen von jeweils zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Rechtsmittel der Angeklagten haben mit der Sachrüge zum [...]