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Timestamp: 2019-12-06 03:19:55
Document Index: 5018026

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§14', '§14', '§33', '§ 33', '§ 13']

Vorabrechnung (Vertragsrecht) - frag-einen-anwalt.de
www.frag-einen-anwalt.deVertragsrechtRechnungVorabrechnung
| 06.11.2008 10:10 |
wir verlangen teilweise Vorkasse von unseren Kunden und einer dieser Kunden benötigt nun eine Vorkasserechnung von uns. Da wir aber auf den Rechnungen das Leistungsdatum aufdrucken, ist mir unklar, wie eine solche Rechnung auszusehen hat. Eine reine Proforma-Rechnung möchten wir eigentlich nicht ausstellen, denn der Vertragsschluss hat ja schon statt gefunden und das Geld soll uns rechtlich wirksam geschuldet werden. Können Sie mir bitte die Pflichtangaben, die auf einer solchen Vorabrechnung aufgedruckt sein müssen, auflisten und dabei auch auf den Punkt "Zeitpunkt der Leistung" eingehen?
Rechnung Rechnung Leistung Lieferung
Ein Vorsteuerabzug durch den Leistungsempfänger ist nach geltendem Recht nur möglich, wenn er im Besitz einer nach den §§ 14 und 14a UStG ausgestellten Rechnung ist.
Die Pflichtangaben in Rechnungen ergeben sich aus §14 Abs. 4 und §14a UStG sowie aus den §§33,34 UStDV folgende Informationen:
- die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer der die ihm vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteueridentifikationsnummer,
- der Zeitpunkt der Lieferung oder der sonstigen Leistung und der Vereinnahmung des Entgelts, sofern dieser Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt,
- der auf das Entgelt entfallende Steuerbetrag, der gesondert auszuweisen ist der eine Hinweis auf die Steuerbefreiung und
- eine fortlaufende Nummer (Rechnungsnummer), die die Einmaligkeit der vom Unternehmer erstellten Rechnung sicherstellt.
Rechnungen über Kleinbeträge i.S. des § 33 UStDV müssen mindestens folgende
- die Menge und die handelsübliche Bezeichnung des Gegenstandes der Lieferung
- oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung,
- den Steuersatz
Bei Anzahlungen "Vorkasse" entsteht die Steuer bereits im Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder Teilentgelts, auch wenn die Leistung noch nicht ausgeführt worden ist. Nach § 13 UStG, Abs. 1 Nr. 1 a entsteht die USt-Steuer auf die Anzahlung in dem Monat der Anzahlung.
Die Angabe "Zeitpunkt der Leistung" kann also entfallen, wenn der Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts nicht feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt. Die Angabe des Monats der voraussichtlichen Vereinnahmung des Entgelts ist aber unschädlich.
Bewertung des Fragestellers 08.11.2008 | 00:30
FRAGESTELLER 08.11.2008 4,6/5,0