Source: https://www.bcvs.ch/de/glossar.html
Timestamp: 2019-01-17 10:36:17
Document Index: 77678616

Matched Legal Cases: ['Art. 621', 'Art. 1147', 'Art. 991', 'Art. 2', 'Art. 47', 'Art. 530', 'Art. 934', 'Art. 127']

Glossar :: Banque cantonale du Valais
Auch: erstrangige Hypothek, Hypothek im ersten Rang. Hypothekardarlehen, bei dem das Grundstück bis zu der von den Banken festgelegten Grenze von rund zwei Dritteln des Verkehrswerts belehnt wird. Siehe auch zweite Hypothek
Auch: zweitrangige Hypothek, Hypothek im zweiten Rang. Hypothekardarlehen, das normalerweise in einer Belehnungshöhe zwischen etwa 65% und 80% des Verkehrswerts gewährt wird. Die zweite Hypothek ist höher verzinslich als die erste Hypothek und muss in der Regel amortisiert werden. Siehe auch erste Hypothek
Auch: Aufschlag, Aufgeld, Aufpreis, Report, Prämie. Im Börsenhandel: Unterschied zwischen dem Nennwert und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers, ausgedrückt in % des Nennwerts (z.B. bei einer Obligation). Im Münzenhandel: Mehrpreis einer Münze (oder Medaille) gegenüber dem Metallwert. Im Devisenhandel: Differenz zwischen dem Kassakurs und dem höheren Terminkurs. Gegenteil: Disagio
Ein Kreditwerkzeug, kraft dessen sich eine Bank in Auftrag von ihrem Kunden verpflichtet, eine Summe zu legen, die zur Verfügung eines Empfängers ( des Akkreditierten) im allgemeinen mittels einer Bank, dem Korrespondenten veranlasst ist
Als Anlageklasse: Anlageinstrumente, die den Anleger in erster Linie den Risiken am Aktienmarkt aussetzen, d.h. dem Unternehmens-, Regionen- oder Sektorrisiko. Dazu zählen auch kotierte Aktien von Energie-, Rohstoff- und Immobilienunternehmen
Aktien (nach Sektor eingeteilte)
Aktien können nach der Art der Tätigkeit der Firma, die sie ausstellt, eingeteilt werden. So spricht man in den Börsenkommentaren vom: Informatiksektor, Transportsektor, Erdölsektor, Chemiesektor, Nahrungsmitte
Es handelt sich dabei um eine mit Aktienkapital dotierte Rechtspersönlichkeit, deren Ziel es ist, die Gewinne und Verluste unter allen Aktionären aufzuteilen
Grundkapital einer Aktiengesellschaft. In der Schweiz gesetzlich geregelt durch Art. 621 ff. OR. Siehe auch Partizipationskapital
An sämtlichen Börsenplätzen der Welt und für sämtliche Wertpapiere (Aktien, Obligationen, usw.) sind die Kurse STETS das Ergebnis des berühmtesten Prinzips der Wirtschaftstheorie, nämlich dem "Gesetz von Angebot und Nachfrage"
In der Bilanz aufgeführte Vermögenswerte eines Unternehmens (flüssige Mittel, Guthaben, Vorräte, Anlagen, Beteiligungen usw.). Andere Bezeichnung: Aktiva. Gegenteil: Passiven
Sammelbegriff für alle Bankgeschäfte, die sich auf der Aktivseite der Bankbilanz niederschlagen. Im engeren Sinn der Bereich der Forderungen (Kredite, Hypothekaranlagen, Wechseldiskontierung usw.) gegenüber Kunden oder Banken. Gegenpol des Passivgeschäfts
Zinsen, welche die Bank für ausgeliehenes Geld erhält. Setzt sich aus den Refinanzierungskosten, der Risikoprämie und dem Gewinnbeitrag zusammen. Gegenteil: Passivzinsen
(1) Schriftliche Erklärung auf der Wechselurkunde, dass der Wechsel angenommen wird. Die Annahme des Wechsels muss unbedingt erklärt werden, kann sich jedoch auch nur auf einen Teil der Wechselsumme beschränken. Der Bezogene des Wechsels wird mit dem Akzept verpflichtet, den Wechsel bei Fälligkeit zu bezahlen.(2) Akzeptierter Wechsel. Gegenteil: Tratte.(3) Annahme eines Angebots zu einem Vertrag
(1) Ratenweise Rückzahlung einer Schuld. Dementsprechend spricht man von Amortisationsanleihen oder Amortisationshypotheken, wenn periodisch Rückzahlungen erfolgen (2) Kraftloserklärung von Wertpapieren (3) Veralteter Ausdruck für Abschreibung
Langfristig geplante Verwendung von Kapital zur Erzielung eines Ertrags und/oder eines Wertzuwachses oder zur Erhaltung der Substanz. Wichtigste Formen der Kapitalanlage: Grund- und Liegenschaftenbesitz, Bankguthaben, Wertpapiere, Hypotheken, Edelmetalle usw
Auftrag des Kunden an die Bank, sein Kontoguthaben, insbesondere die Erträge von Wertpapieren, Kapitalrückzahlungen und allfällige Zahlungseingänge anzulegen
Nach schweizerischem Recht ist ein Anlagefonds entweder ein Wertschriftenfonds (Aktien, Obligationen, usw.), ein Immobilienfonds (der in Immobilien investiert wird) oder ein "anderer Fonds" (Edelmetalle, Optionen, Terminverträge).
Aus Tilgungsanteil und Zins bestehende jährliche Aufwendung eines Schuldners, die gemäss dem Prinzip der Annuitätenrechnung während der ganzen Tilgungsperiode unverändert bleibt. Mit der abnehmenden Schuld nimmt der zu leistende Zins schrittweise ab, die Tilgungsquote dagegen zu
Auftrag an den Angewiesenen, Geld, Wertpapiere oder andere vertretbare Sachen auf Rechnung des Anweisenden an den Anweisungsempfänger zu leisten. Die Zahlungsanweisung ist eine indirekte Form der Zahlung. Bei der Kreditanweisung wird dem Anweisungsempfänger vom Anweisenden über den Angewiesenen ein Darlehen gewährt. Wechselähnliche Anweisungen sind nach Art. 1147 OR Anweisungen, die im Text der Urkunde nicht als Wechsel bezeichnet sind, aber ausdrücklich Ordre lauten und im Übrigen den Erfordernissen des gezogenen Wechsels (Art. 991 f. OR) entsprechen
(Vermögenszuweisung). Struktur eines Portefeuilles aufgrund der verschiedenen Anlagearten (Aktien, Obligationen, Geldmarktanlage, usw.). Verteilung nach sektoriellen, geographischen und geldwirtschaftlichen Kriterien
Bei einer Forderung bedeutet der Vermerk, dass der betreffende Betrag sofort fällig wird, sobald der Gläubiger dem Schuldner das entsprechende Schuldverpflichtungsdokument bzw. den Zahlungsauftrag vorlegt
Erklärung eines Optionsinhabers, einen oder mehrere Basiswerte zu den im Optionskontrakt bestimmten Bedingungen kaufen oder verkaufen zu wollen
International verbreitetes System von Geldausgabeautomaten, das dem Karteninhaber unabhängig von den Schalteröffnungszeiten erlaubt, Notengeld bis zu einem bestimmten Betrag zu beziehen. Dazu werden eine Kunden- bzw. Maestro-Karte sowie ein PIN-Code benötigt. Bancomaten dienen auch zum Aufladen von Karten mithilfe von CASH
Unternehmen, das Bankgeschäfte betreibt, schwergewichtig in den Bereichen Finanzierungen, Geldanlage und Zahlungsverkehr samt den zugehörigen Dienstleistungen. Je nach Geschäftspolitik, Unternehmensgrösse und gesetzlichen Einschränkungen als Universalbank oder spezialisierte, regional, landesweit oder international ausgerichtete Bank tätig. In den meisten Ländern sind Banken einer strikten staatlichen Aufsicht unterstellt (Schweiz: Eidgenössische Bankenkommission (EBK)). Massgebliches Kriterium für die Geltung eines Unternehmens als Bank im juristischen Sinne und damit für die Unterstellung unter das Bankengesetz ist in der Schweiz die gewerbsmässige Entgegennahme von Publikumsgeldern bzw. die erhebliche Refinanzierung bei Drittbanken zwecks Finanzierung einer unbestimmten Zahl von Personen oder Unternehmen, mit denen es keine wirtschaftliche Einheit bildet; ebenfalls als Banken gelten Emissionshäuser, die Wertpapiere oder -rechte fest bzw. in Kommission übernehmen und öffentlich auf dem Primärmarkt anbieten (Art. 2a der Verordnung zum Bankengesetz)
Von der Bank angenommener Wechsel, auf der sie gezogen ist. Diese Finanzierungsform ist in der Schweiz nicht gebräuchlich sondern in den USA nicht sehr verstreut. Der BA ist Titel des Geldmarktes, die auf Handelsgeschäften ruhen. Im allgemeinen in den Dollars ausgestellt, sind das Wechsel an 90-180 Tagen, die von den großen amerikanischen Banken angenommen sind. Sie sind auf Grund des Skontos bezahlt und dienen besonders dazu, die Einfuhren und die Exporte zu finanzieren "
Die Aufsicht über die Banken teilen sich in der Schweiz vier Kontrolllinien: die EBK (Oberaufsicht), die externe Revisionsstelle nach Bankengesetz, das bankinterne Inspektorat sowie die Revisionsstelle nach Obligationenrecht (OR)
Unwiderrufliche Verpflichtung einer Bank, eine Zahlung vorzunehmen, falls ein Dritter eine bestimmte Leistung nicht erbringt. Wichtigste Arten der Bankgarantie: Offert-, Erfüllungs-, Anzahlungs-, Zahlungs- und Kreditsicherungsgarantien
Verpflichtung der Bank und ihrer Mitarbeiter, die sich auf Kunden beziehenden Informationen geheim zu halten. In der Schweiz ist die Verletzung des Bankgeheimnisses gemäss Bankengesetz (Art. 47) ein Offizialdelikt; eine Zeugnis- und Auskunftspflicht der Banken gegenüber Behörden besteht gemäss Strafprozessrecht sowie weiteren gesetzlichen Bestimmungen
Für Bankdienstleistungen verlangte Entschädigung.
Von den Finanzspezialisten verwendeter Ausdruck zur Beschreibung eines "sinkenden"Börsenmarktes, d.h. wenn die Aktienkurse dauerhaft fallen. Siehe auch "Bull Market".
Begriff aus dem Marketingbereich, was so viel wie "Bezugspunkt" oder "Anhaltspunkt" bedeutet. Im Börsenjargon werden Indizes oftmals "Benchmarks" genannt
Auch: unlimitiert. Anweisung des Auftraggebers im Rahmen des Kaufs bzw. Verkaufs eines Wertpapiers, wonach die Bank den Auftrag zum bestmöglichen Kurs auszuführen hat. Auf die Festlegung eines Höchst- bzw. Mindestkurses wird verzichtet. Siehe auch Bestensauftrag. Gegenteil: limitiert
Nebst den eigentlichen Aktien findet man eine bestimmte Anzahl Beteiligungstitel, die an der Börse auf die gleiche Weise kotiert sind, wie: Beteiligungsscheine, Genussscheine
Periodische Gegenüberstellung sämtlicher Aktiven und Passiven an einem bestimmten Stichtag. Die Aktivseite der Bilanz gibt Aufschluss über die Verwendung der Mittel, während die Passivseiteüber die Beschaffung der Mittel (Finanzierung) orientiert. In der Schweiz bestehen für Banken besonders weit gehende Bilanzierungsvorschriften (Bankbilanz)
Indossament, bei dem die Bezeichnung des Indossatars fehlt. In einem solchen Fall enthält das Wertpapier nur die Unterschrift des Indossanten
Kredit, bei dem der Kreditnehmer aufgrund seiner Integrität und Bonität keine besonderen Sicherheiten zu leisten hat
Es handelt sich dabei um erstklassige Aktien an der New Yorker Börse, wovon man aus einer kleinen Auswahl den arithmetischen Durchschnitt berechnet. So zählt der berühmte "Dow-Jones-Index der Industriewerte" heute xx Wertpapiere
Kurs, zu dem Wertpapiere, Devisen, fremde Noten oder Edelmetalle zum Verkauf angeboten werden. Kennzeichnung des Kurses durch Zusatz B bzw. b oder Brief. Gegenteil: Geldkurs
Von den Finanzspezialisten verwendeter Ausdruck zur Beschreibung eines "steigenden" Börsenmarktes, d.h. wenn die Aktienkurse dauerhaft steigen. Siehe auch "Bear Market"
Markt im wirtschaftlichen Sinne, wo zum Ankauf und Verkauf und nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage Aktien, Obligationen oder andere Gattungssachen von Privatpersonen, Firmen, Pensionskassen, usw. gehandelt werden
Es handelt sich dabei um Instrumente, die es ermöglichen, die Kursschwankung der Börsenaktien anhand von Durchschnittswerten auf künstliche Weise zu messen. Die wichtigsten Börsenindizes sind der SMI (Schweiz), SPI (Schweiz), Dow Jones (USA), Standard & P (UK)
Dieser Wert entspricht dem Börsenwert der Firma, da er das Ergebnis der Anzahl der Aktien ist, die aufgrund des Kurses einer Aktie ausgegeben wurden
Auch: Makler, Broker, Börsenagent, Börsenhändler. Natürliche oder juristische Person, die für Rechnung des Kunden, aber in eigenem Namen gewerbsmässig an der Börse Geschäftsabschlüsse tätigt. Im engeren Sinne hat der Makler/Broker/Agent (im Gegensatz zum Händler) lediglich eine Nachweis- oder Vermittlerfunktion, indem er im eigenen Namen, aber auf fremde Rechnung Verträge vermittelt oder entsprechende Abschlussmöglichkeiten nachweist
Vertragliche Verpflichtung des Bürgen gegenüber dem Gläubiger des Hauptschuldners, für dessen Schuld (Hauptschuld, Fremdschuld) einzustehen. Zweck der Bürgschaft ist die Sicherung einer Forderung, meist zur Beschaffung eines Kredits (Bürgschaftskredit)
Finanzanalyse: Während einer bestimmten Periode (z.B. während eines Jahres) erarbeitete Mittel eines Unternehmens. Der Cashflow ist die Summe von Reingewinn, Abschreibungen und Rückstellungen während der betreffenden Periode. Ausserordentliche oder periodenfremde Aufwendungen und Erträge sollen aus der Berechnung des Cashflows ausgeklammert werden, damit der ermittelte Gesamtertrag die tatsächliche Ertragskraftentwicklung des betreffenden Unternehmens möglichst klar widerspiegelt. Ebenso soll das Bild nicht durch extreme Veränderungen bei der Bildung oder Auflösung stiller Reserven verfälscht werden. Der Cashflow ist ein wichtiger Bewertungsmassstab bei Kapitalanlagen wie auch bei der Kreditgewährung
Buchmässige Verrechnung (to clear = ausgleichen) gegenseitiger Forderungen, sodass nur der verbleibende Saldo vergütet werden muss, z.B. Wertschriftenclearing und Bankenclearing
Gesamtheit der freiwilligen, bankaufsichtlichen und gesetzlich vorgeschriebenen Massnahmen zur Sicherstellung, dass die Geschäftstätigkeit von Finanzinstituten sowie die Eigengeschäfte der Mitarbeiter den geltenden Gesetzen, Regelungen und Usanzen entsprechen. Die Compliance dient der Erhaltung des guten Rufs der Finanzinstitute
Kommissionsweise Vergütung an den Börsenagenten für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Üblicherweise mit degressivem Ansatz, d.h., Aufträge mit hohem Transaktionsvolumen kosten prozentual weniger als Kleinaufträge
Courtagegebühren
Es handelt sich dabei um den Betrag, den die Bank für die Bearbeitung und Weiterleitung von Börsenaufträgen erhebt. Die Courtagegebühren können je nach den von der jeweiligen Bank berücksichtigten Kriterien variieren
Ausleihung einer bestimmten Geldsumme durch einen Gläubiger an einen Dritten, wobei dieRückzahlung auf einen vorbestimmten Verfalltag oder auf Kündigung erfolgt
Verminderung der Geldmenge im Verhältnis zum Güterangebot mit der Folge, dass das allgemeine Preis- und Lohnniveau zurückgeht und die Kaufkraft des Geldes steigt. In der Regel istdie Deflation auch verbunden mit nachlassender Wirtschaftsaktivität. Gegenteil: Inflation
Bank, welche das Vermögen eines Anlagefonds verwahrt, die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen besorgt und den Zahlungsverkehr des Fonds abwickelt. Die Depotbank wacht auchdarüber, dass der Anlagefonds sich an die gesetzlich und nach Fondsreglement vorgeschriebenen Anlagerichtlinien hält
(1) Kurzform von Wertschriftendepot.(2) Gesamtheit der bei einer Bank verwahrten Wertgegenstände. Siehe auch geschlossenes Depot, offenes Depot, Nummerndepot
Auch: Portefeuilleanalyse. Analyse eines Wertschriftendepots nach Kurswert, Ertrag sowie branchen-, länder- und währungsmässiger Risikoverteilung der Anlagen. Die Depotanalyse ist Teil der Anlageberatung und Wertschriftenverwaltung
Devisenkurz
Der für den Handel mit Devisen massgebende Kurs beim Wechseln einer Währung in eine andereWährung. Der Mittelkurs entspricht dem Durchschnittswert von Brief- und Geldkurs
Verteilung einer Anlage auf verschiedene Aktiven. Im Aktienbereich äussert sich die Diversifizierung durch die Verminderung von titelspezifischen Risiken. Bei ausreichender Diversifizierung besteht nur noch das Systemrisiko
Die Dividende bezeichnet den Teil des Gewinns, den die Firma an ihre Aktionäre ausschüttet. Die Höhe der Dividende hängt vom Gewinn, der vom Unternehmen erzielt wurde, und vom Entscheid des Verwaltungsrates ab
Es handelt sich dabei um den ältesten amerikanischen Börsenindex, der am 26. Mai 1896 eingeführt wurde. Am Anfang setzte er sich aus 12 industriellen Werten zusammen, wovon ein einziger noch heute dabei ist
Kurssensitivität eines festverzinslichen Wertpapiers gegenüber einer Zinsänderung um 1%. DieDuration wird in Jahren angegeben, ist aber nicht mit der Laufzeit einer Anleihe zu verwechseln. Bei allen konventionellen Anleihen ist die Duration kürzer als die Laufzeit. Eine Ausnahme bilden Nullcouponanleihen, deren Duration mit der Laufzeit identisch ist
Vertragsmässige Verbindung von zwei oder mehreren natürlichen bzw. juristischen Personen zur Erreichung eines gemeinsamen Zweckes (z.B. Emission einer Anleihe) mit gemeinsamen Mitteln. In der Schweiz gesetzlich geregelt durch Art. 530 bis 551OR
Diese Publikation ist gesetzlich vorgeschrieben und muss die für die Anleger unentbehrlichen Informationen über die Firma enthalten: Tätigkeiten, Ziele, Titelausgabebedingungen, usw.
Ein privates Unternehmen oder eine öffentlich-rechtliche Körperschaft, die sich durch Ausgabe vonWertpapiere (Obligationen, Aktien usw.) Geld beschafft
(1) Wertschriftenhandel: Verpflichtung aus (neuem) Wertpapierkauf oder Bezeichnung für das gesamte Wertpapierportefeuille eines Anlegers oder einer Käufergruppe.(2) Kreditgeschäft: Kreditverpflichtung, die eine Bank gegenüber einem Kunden oder einem Schuldnerland eingegangen ist (Kreditengagement).
Wert einer Kapitalanlage, der sich durch die Kapitalisierung zukünftiger Erträge unter Verwendung eines bestimmten Kapitalisierungszinsfusses errechnen lässt. Die Berechnung des Ertragswerts spielt eine besonders wichtige Rolle bei der Bewertung von Liegenschaften
Finanzierungsform, mittels der sich Unternehmen Liquidität beschaffen können. Beim Factoring werden kurzfristige Forderungen (meist mit einer Laufzeit von 30 Tagen) aus Lieferungen und Leistungen gewerbsmässig durch eine Factoringgesellschaft (Factor) angekauft. Die Gutschrift erfolgt unter Abzug einer Factoringgebühr für die vom Factor übernommenen Dienstleistungen; dazu kommen noch die Finanzierungskosten je nach der Kreditbeanspruchung
Verpfändete Sache (z.B. Wertpapiere, Schmuck, Edelmetalle) zur Sicherstellung eines Kredits
Auch: Feingehalt. Verhältnis des Gewichts des reinen Edelmetalls zum Bruttogewicht der Legierung, ausgedrückt in Tausendsteln
Auch: Investment-Research. Analyse der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Verfassung des Kapitalmarkts sowie der Branche und des Unternehmens zur Erarbeitung einer Anlagepolitik, einer Asset-Allocation sowie einzelner Titelempfehlungen. Siehe auch Fundamentalanalyse, technische Analyse
Reglement, das die Basis für die Geschäftstätigkeit eines Anlagefonds bildet und die Rechte undPflichten der Vertragsparteien – Fondsleitung, Depotbank, Anleger – regelt
Vertraglich festgelegtes Kooperationssystem auf dem Gebiet der Vertriebsorganisation und -finanzierung, z.B. im Detailhandel, Gastgewerbe und in der Industrie. Der Franchisegeber übernimmt gewisse Leitfunktionen, Betriebs- und Investitionskosten, während der Franchisenehmer im Rahmen der eingegangenen Verpflichtungen auf eigene Rechnung arbeitet
Teilbereich der Wertschriftenanalyse. Methode zur Ermittlung des wahren oder inneren Werts einer Aktie mittels fundamentaler Faktoren (Analyse von Bilanz und Erfolgsrechnung, Managementbeurteilung, Gesamtbranche). Mit der Fundamentalanalyse wird das künftige Gewinn- und Dividendenwachstum geschätzt. Liegt der aktuelle Kurs tiefer als der geschätzte innere Wert, gilt die Aktie als unterbewertet
Verschmelzung zweier oder mehrerer Unternehmungen zu einem einzigen Unternehmen. Nach dem schweizerischen Aktienrecht ist dieser Vorgang durch das Fusionsgesetz geregelt. Eine besondere Form der Fusion bildet der Leveraged Buy-out
Kurs, zu dem Wertpapiere, Devisen, fremde Noten oder Edelmetalle zum Ankauf nachgefragt werden. Kennzeichnung des Kurses durch Zusatz G bzw. g oder Geld. Gegenteil: Briefkurs
Der den Aufwand übersteigenden Ertrag. Das Total der Erträge abzüglich aller Kosten ergibt den Reingewinn oder Nettogewinn. Der verfügbare Gewinn umfasst neben dem Reingewinn des Geschäftsjahrs auch den allfälligen Gewinn- oder Verlustvortrag vom Vorjahr
Wechsel, bei dem der Aussteller den Bezogenen (Schuldner) anweist, dem Wechselnehmer(Begünstigten) eine bestimmte Geldsumme zu zahlen
Durchführung von bargeldlosen Zahlungen über Girokonten (girieren = übertragen).
Natürliche oder juristische Person, die ein Forderungsrecht besitzt. Die privilegierten Gläubiger besitzen gegenüber anderen Gläubigern ein Vorrecht (Rangordnung der Gläubiger). Bei einer Verwertung der Aktiven wird der daraus resultierende Erlös nach dem Kollokationsplan verteilt.
Öffentliches Register über die Rechte und die Lasten auf Grundstücken. Es besteht nach schweizerischem Recht aus Hauptbuch (je Grundstück ein Blatt), Belegen und Tagebuch (chronologisch geführt) sowie Plänen, Liegenschaftsverzeichnissen und -beschreibungen. Das Grundbuch wird unter Aufsicht der Kantone von den Grundbuchämtern geführt. Bei mehreren Pfandbelastungen je Grundbuchblatt erfolgt der Eintrag in Chronologie der Anmeldung in «Rängen» (1. Rang, 2. Rang usw.). Bei Teilabzahlung der Schuld können hintere Pfandränge zu leeren, wieder belehnbaren Pfandstellen werden
Offizielle Aufzählung aller Beschriftungen (Anmerkungen, u.s.w.) machen Sie im Grundbuch für ein Gebäude
Eigenkapital eines Unternehmens. Das Grundkapital der Aktiengesellschaft ist identisch mit dem Aktien- und allfälligen Partizipationskapital. Siehe auch eigene Mittel
Im Grundbuch eingetragene Verpflichtung des Eigentümers eines Grundstücks zu einer bestimmten Leistung (z.B. Unterhalt eines Weges) an einen Berechtigten, für die er mit dem Grundstück haftet
Guichet-Kommission
Auch: Platzierungskommission. Entschädigung für die bei einer Emission bzw. Platzierung von Beteiligungs- oder Anleihenstiteln mitwirkenden Banken
In einzelnen Kantonen der Schweiz verbreitetes Wertpapier, das eine auf Geldleistung gerichteteGrundlast auf einem Grundstück verbrieft. Für die Gültschuld haftet grundsätzlich nur das belastete Grundstück; eine persönliche Haftung besteht für rückständige, der Pfandhaft nicht mehr unterliegende Zinsen. Als Sicherheit bei neuen Immobilienfinanzierungen findet die Gült heute keine Verwendung mehr
Amtliches Register der Firmen, die ein Handels-, Fabrikations- oder ein anderes Gewerbe nach kaufmännischer Art betreiben. Die Rechte und Pflichten zur Eintragung sind in der Schweiz zur Hauptsache durch Art. 934 ff. OR geregelt
Auch: Leverage. Rentabilitätssteigernde Wirkung des Einsatzes von Fremdkapital, wenn die interne Verzinsung des Eigenkapitals den Fremdkapitalzinssatz übersteigt (positive Hebelwirkung).Nach demselben Prinzip wirkt der Einsatz von Derivaten, der es den Teilnehmern an den Terminmärkten ermöglicht, mit einem geringen Kapitaleinsatz eine im Verhältnis viel grössere Position des Basiswerts einzugehen. Die Hebelwirkung macht die prozentuale Veränderung der Gewinne und Verluste auf Options- und Futures-Kontrakten grösser als die entsprechende Veränderung des Basiswerts
Forderung, die durch ein Pfandrecht an einem Grundstück gesichert ist. Arten dieser Grundpfandrechte sind in der Schweiz Grundpfandverschreibung und Schuldbrief
Schriftliche und unterzeichnete Erklärung auf einem Orderpapier, mit welcher der Indossant dem Indossatar alle Rechte aus dem Papier überträgt. Siehe auch Abtretung
Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus mit der Folge, dass sich die Kaufkraft verringert
Aktie, die auf den nicht namentlich bezeichneten Inhaber lautet. Inhaberaktien dürfen erst nach der Einzahlung des vollen Nennwerts ausgegeben werden. Gegenteil: Namenaktie
1) Der nach objektiven Bewertungsmethoden ermittelte Wert, z.B. eines Unternehmens. Siehe auch Substanzwert.(2) Optionen: Positive Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem tieferen Ausübungspreis beim Call bzw. dem höheren Ausübungspreis beim Put
(1) Bankwesen: Synonym von Kapitalanlage.(2) Betriebswirtschaft: Mittel- und langfristige Anlage von Kapital in Produktionsmitteln zum Ersatz abgenutzter Produktionsmittel oder zur Kapazitätserweiterung
Heraufsetzung des Grundkapitals eines Unternehmens. Bei der Aktiengesellschaft Heraufsetzung des Eigenkapitals durch Herausgabe neuer Aktien oder Partizipationsscheine. Gegenteil: Kapitalschnitt
Positive/negative Differenz zwischen Einstands- und Verkaufspreis einer Kapitalanlage. Gewinn/Verlust aus dem Verkauf oder der Verwertung einer langfristigen Anlage
Auch: Kassaschein. In der Schweiz: von Banken laufend ausgegebene Obligation mit einer Laufzeit von zwei bis acht Jahren
Finanzanalysespezialisten verwenden mehrere Kennzahlen (Verhältnis von verschiedenen Werten), um den "Preis" der börsenkotierten Aktien so objektiv wie möglich zu schätzen
Auch: Syndikat. Vereinigung von Unternehmen in Form einer einfachen Gesellschaft zur gemeinsamen Durchführung von Geschäften. Banken schliessen sich beispielsweise auf gemeinsame Rechnung zur Durchführung grösserer Finanzoperationen (Anleihenausgabe, Kapitalerhöhungen, Kreditgewährung usw.) zu Konsortien zusammen
Auch: Verbraucherkredit. Kredit an Private für die Anschaffung von dauerhaften Konsumgütern oder zur Finanzierung von Ferien und Reisen
Auch: Kontokorrent, laufende Rechnung. Chronologische, laufende Verbuchung der sich aus dem Geschäftsverkehr der Banken mit dem einzelnen Kontokorrentkunden ergebenden Gutschriften und Belastungen mit laufendem Saldoausweis. Ein Kontokorrentkonto kann als Debitoren- oder Kreditorenrechnung geführt werden. Das Kontokorrentkonto bietet nur geringe oder keine Verzinsung der Guthaben, jedoch unbeschränkte Rückzugsmöglichkeiten und zusätzliche Dienstleistungen (z.B. Check, Bancomat, Zahlungsverkehr)
Geldbezug oder anderweitige Kontoverfügungen, der/die über das aktuelle Guthaben hinausgeht/hinausgehen, soweit zwischen Kunde und Bank keine Limite vereinbart wurde. Bei der Kontoüberziehung kommen risikobedingt höhere Zinsen zur Anwendung als bei der Kreditbenützung innerhalb einer vereinbarten Limite
Umwandelbarkeit einer Währung in eine andere Währung
Auch: Börsenzulassung. Zulassung eines Wertpapiers zum offiziellen Börsenhandel
International einsetzbares Zahlungsmittel, das bei Vorweisung und mit Unterschrift auf der Rechnung den bargeldlosen Kauf von Waren und Dienstleistungen ermöglicht. Die Abrechnung erfolgt monatlich. Verwendbar ist die Kreditkarte bei Vertragsunternehmen (z.B. Detailhandelsfirmen, Hotels, Restaurants, Transportunternehmen), die der entsprechenden Kreditkartenorganisation angeschlossen sind. Mit einem PIN-Code sind auch Barbezüge am Bancomaten möglich. Beispiele für Kreditkartenunternehmen: MasterCard, VISA, Diners Club, American Express
Im Kreditgeschäft zusätzlich zum Zins berechnete Vergütung für besondere Dienstleistungen
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren, Devisen, Münzen oder Waren
Ist ein Synonym für die Bezeichnung des Kurses einer Aktie oder Obligation. Man spricht auch von "kotierten Aktien"
Überlassung eines wirtschaftlichen Guts (v.a. Industrieanlagen und Investitionsgüter, z.B. Maschinen, technische Anlagen, Fahrzeuge) für eine bestimmte Zeit zur freien Verwendung und Nutzung, aber ohne Eigentumsübertragung. Als Vermieter können die Hersteller, oder beim Leasing im engeren Sinn (Finanzierungsleasing) besondere Leasinggesellschaften, auftreten. Das Leasing ermöglicht eine die Liquidität schonende mittel- bis langfristige Finanzierung der Investitionstätigkeit. 100%ige Fremdfinanzierung nach dem Prinzip «Pay as you earn». Die festen monatlichen Kosten umfassen Zins, Amortisation, Abschlussgebühr und, z.B. beim Autoleasing, die Versicherungsprämie
Auch: Verkauf à découvert. Verkauf von Finanzinstrumenten oder Waren auf Termin, die der Verkäufer noch nicht besitzt. Ziel des Verkäufers ist es, sich bis zur Lieferung billiger eindecken zu können
Abk.: London Interbank Offered Rate, Libor. Zinssatz, den sich Banken in London für kurzfristigeGeldanlagen untereinander belasten
Es handelt sich dabei um eine von der Schweizer Elektronikbörse (SWX) zugelassene Auftragsart und bedeutet, dass der Höchstkaufpreis bzw. der Mindestverkaufspreis zum Zeitpunkt der Auftragserteilung festgesetzt wird. Siehe auch "Bestens" und "Stop-Limit"
(1) Auflösung eines Vermögens bzw. eines Unternehmens durch Realisierung der Aktiven und Schuldenregelung.(2) Usanzgemässe Abwicklung von Börsentermingeschäften, wobei für die einzelnen Operationen (Prämienerklärung, Bezahlung, Lieferung der Titel usw.) im Voraus besondere Kalendertage (Liquidationstage) festgelegt werden. Der sog. Liquidationskalender wird vom Börsenvorstand beschlossen.(3) Glattstellung bzw. Kompensierung eines Devisen- oder Edelmetalltermingeschäfts durch eine entsprechende Gegentransaktion mit gleichem Verfall
Fähigkeit eines Unternehmens zur fristgerechten Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen. Im weiteren Sinn: Verfügbarkeit liquider (flüssiger) Mittel eines Unternehmens, des Geld- und Kapitalmarkts, einer Volkswirtschaft oder der Weltwirtschaft
Gegen Verpfändung leicht realisierbarer Titel vereinbarter Kredit
Absichtlich erhöhte Zeichnung bei einer Emission. Rechnet ein Investor mit einer starken Überzeichnung bei einer Emission, insbesondere bei einem IPO, wird er eine grössere Menge zeichnen, als er tatsächlich zu erwerben beabsichtigt. Durch dieses Vorgehen erhofft er sich, trotz Zuteilungskürzungen den eigentlich gewünschten Betrag zu erhalten. Verwandt mit der Majorisierung ist die Konzertzeichnung, bei der eine Zeichnung gleichzeitig bei verschiedenen Banken eingereicht wird
Theoretischer Ort, wo die finanziellen Werte verhandelt sind
Aktie, die in Namen des Aktieninhabers eingerichtet festgelegt ist und unter seinem Namen eingeschrieben ist oder unter demjenigen des Nutzungsberechtigten auf dem Register der Aktien, das von der Gesellschaft stattgefunden ist. Um sie zu übertragen, muß man ihn übernehmen weil es sich um ein Orderpapier handelt. Gegenteil: Inhaberaktie
Die erste Allkategorienbörse ist unbestritten das " New York Stock Exchange " (NYSE), gemeinhin " Wall Street " genannt, vom Namen der New Yorker Strasse, wo sich ihr Sitz befindet
Anleiheobligationen sind Wertpapiere, die eine Forderung gegenüber dem Aussteller (dem Schuldner) verkörpern. Diese Forderung besteht im Allgemeinen in einem Anspruch auf die Zahlung eines Jahreszinses
Vereinbarung, die einem Vertragspartner das einseitige Recht einräumt, eine im Voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Werts zu einem bestimmten Preis innerhalb eines definierten Zeitraums zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Optionen werden an Terminbörsen oder Optionenbörsen gehandelt
Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen. Beispiel: Dollar-Parität = Kurswert einer Währung in USD ausgedrückt
Bereich jener Geschäfte, bei denen die Bank fremde Gelder entgegennimmt und damit Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform sowie durch Ausgabe von Kassenobligationen und eigenen Anleihen eingeht. Gegensatz: Aktivgeschäft
Zinsen, welche die Bank für das von ihr hereingenommene Geld zahlen muss. Im Kontokorrentgeschäft meist Habenzinsen genannt. Gegensatz: Aktivzinsen
Die Performance misst die Steigerung beziehungsweise die Minderung des Wertes einer Anlage in Prozenten während einer bestimmten Periode
Von speziell dazu ermächtigten Instituten (Pfandbriefzentralen) ausgegebene Anleihensobligation mit besonders ausgestalteter Sicherung der Rückzahlungs- und Zinsverpflichtungen des Schuldners. Die pfandrechtliche Sicherung besteht unmittelbar durch ein Forderungspfandrecht, mittelbar durch ein besonderen gesetzlichen Auflagen genügendes Grundpfandrecht
Aus einer Kombination von Ziffern und/oder Buchstaben bestehender persönlicher Code, der bei der direkten Interaktion zwischen Kunde und Bankautomat bzw. EDV der Bank zur Identifikation des Berechtigten eingegeben werden muss, z.B. für den Geldbezug am Bancomat. PIN steht für Personal Identification Number
(1) Stand, Saldo (z.B. eines Kontokorrents).(2) Im Devisen- oder Börsengeschäft: Eingehen eines bestimmten Engagements in Wertpapieren
Konto einer Privatperson, die im wesentlichen für ihren Zahlungsverkehr bestimmt ist, sowie für die Einzahlung ihres Gehaltes und / oder ihrer Renten
Rückgriff eines ersatzweise haftenden Schuldners, der bezahlt hat, auf den Hauptschuldner. Bei Wechsel und Check: Rückgriff des Inhabers auf seine Vormänner (Indossanten, Aussteller usw.), falls der Bezogene seine Verpflichtungen nicht erfüllt
Es handelt sich dabei um ein Kapitaleinkommen, das in Prozenten ausgedrückt wird. Bei der Ausgabe einer Obligation zum Beispiel wird die Rendite aufgrund des Coupons und des Emissionspreises bestimmt
Erfolg eines Unternehmens im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Im engeren Sinn Synonym von Eigenkapitalrentabilität (siehe Eigenkapitalrendite)
Gefahr des Eintretens eines Schadensfalles bzw. Vermögensverlustes. Beispiele: Kursrückgang eines Wertpapiers oder Zahlungsunfähigkeit eines Gläubigers. In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage mit der Höhe der Varianz gemessen. Risiko und Ertrag stehen in direktem Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko, desto grösser sollte langfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen. Die wichtigsten zu beachtenden Risikoarten sind: Länder-, Transfer-, Abwicklungs-, Kurs-, Zins- und Delkredererisiko. Buchhalterisch erfolgt die Absicherung durch Rückstellungen. An Bankprodukten stehen z.B. Termin- und Reportgeschäfte, Optionen oder Financial Futures zur Verfügung. Siehe auch systematisches Risiko
Zinsaufschlag, den Anleger für Investments in risikobehaftete Kapitalanlagen fordern. Je grösser das Verlust- bzw. Ausfallrisiko, desto höher der Aufschlag
Wertbeständiger Vermögensteil (z.B. Immobilien, Edelmetalle, Rohstoff- oder Warenlager, Aktien).Eine Kapitalanlage in Sachwerten bietet in der Regel im Vergleich zu nominellen Forderungen (z.B. Obligationen) langfristig besseren Schutz vor Inflation und grössere Sicherheit gegen Kursverluste einer Währung. Hingegen ist sie grösseren Wertschwankungen unterworfen
Verschliessbares Fach im Kundentresor einer Bank, das dem Kunden auf der Basis eines Mietvertrags für die Benützung zur Verfügung gestellt wird
Auch: Scheck. Eine bei Sicht fällige, an bestimmte Formvorschriften gebundene Anweisung an die Bezogenen (in der Regel eine Bank), an den Checkinhaber oder eine namentlich genannte Person oder deren Order, eine bestimmte Geldsumme auszuzahlen. Im Unterschied zum Wechsel ist der Check kein Kreditmittel, sondern ein Zahlungsmittel, das dem bargeldlosen Zahlungsverkehr dient. In der Schweiz zahlbare Checks können nur auf eine Bank oder die Post gezogen werden; der Aussteller muss bei der betreffenden Stelle ein für den Checkverkehr verfügbares Guthaben besitzen. Auf den Inhaber lautende Checks können durch einfache Weitergabe auf andere Personen übertragen werden. Bei gekreuzten Checks ist die Verwendbarkeit eingeschränkt
Es handelt sich dabei um den Kurs, zu welchem die letzte Transaktion mit der Aktie X abgeschlossen wurde. Es ist nur einer von all jenen Kursen, die im Verlauf des Tages registriert wurden
Als Wertpapier ausgestattete Begründung einer persönlichen, grundpfandrechtlich gesicherten Forderung
Die mit den drei Buchstaben "SIX" bezeichnete Schweizer Börse ist aufgrund ihrer Kapitalisierung und ihres Transaktionsvolumens eine der wichtigsten Börsenplätze der Welt (die sechstgrösste bei der Kapitalisierung von Inlandaktien)
Abk.: SNB. Schweizerische Notenbank, deren drei gesetzliche Aufgaben in der Regelung des Geldumlaufs, der Erleichterung des Zahlungsverkehrs und der Führung einer den Landesinteressen dienenden Kredit- und Währungspolitik bestehen. Website: www.snb.ch
Die SEGA ist der "Geldschrank" der Schweizer Elektronikbörse. Diese Firma bewahrt die Titel (Aktien, Obligationen, usw.) physisch auf, regelt Transaktionen mit Schweizer Titeln und verbucht sie in Schweizer Franken oder in Euro
Sekundäre Wertpapiere
Die an der Börse gehandelten Aktien werden nach alter Tradition in "Blue Chips" und in sekundäre Wertpapiere unterteilt. Die Ersteren sind Aktien der grössten Firmen, die am aktivsten gehandelt werden. Sie gelten als besonders sicher
ABK: Swiss Market Index. Auf der Basis der höchstkapitalisierten schweizerischen Aktien berechneter Aktienindex. Der SMI wurde erstmals am 30. Juni 1988 berechnet
Abkürzung Schweizer nationaler Bank
Spareinlage in der Form eines Bankkontos mit besonderem gesetzlichem Schutz (Konkursprivileg). Dem Sparzweck entsprechend, weist das Sparkonto im Vergleich zum Privatkonto limitierte Dispositionsmöglichkeiten auf, wird aber dafür in der Regel höher verzinst
Tätigkeit, die darauf ausgerichtet ist, aus einer für die Zukunft erwarteten Marktveränderung Nutzen zu ziehen. Im engeren Sinn: Geschäft, bei dem unverhältnismässig hohe Gewinn- und Verlustrisiken eingegangen werden
SPI und SMI
Die wichtigsten Börsenindizes des Schweizer Marktes sind der " Swiss Performance Index " (SPI) und der " Swiss Market Index " (SMI).Der SPI wurde am 1.6.1987 eingeführt (Referenzbasis 1000) und wird fortlaufend berechnet
Konjunkturphase, die durch Wachstumsstillstand (Stagnation) und zugleich durch einen relativ starken Preisanstieg (Inflation) gekennzeichnet ist
Aktienselektionsverfahren auf einem bestimmten Markt
Eigentum an einem Stockwerk eines Gebäudes oder an einer einzelnen Wohnung (Eigentumswohnung). In der Schweiz ist das Stockwerkeigentum als besondere Form des Miteigentums bundesgesetzlich geregelt. Wie für ein ganzes Gebäude können auch für das Stockwerkeigentum Hypotheken gewährt werden
Ist identisch mit dem "Stop"-Auftrag. Wenn der Kurs jedoch erreicht ist (Stop Level), wird der Auftrag mit der angegebenen Limite (Limit) platziert. Siehe auch "Bestens" und "Limitiert"
Die Subskription (oder Zeichnung) ist die Verpflichtung, eine bestimmte Anzahl Aktien oder Obligationen zu kaufen, die ein Käufer bei einer Titelemission eingeht
Abk. für die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, die ihren Sitz in Brüssel hat. Sie betreibt ein computergesteuertes Kommunikationssystem zur Rationalisierung des internationalen Zahlungsverkehrs und anderer Finanztransaktionen
Es handelt sich dabei um ein Risiko, das den gesamten Markt gleichermassen betrifft und nicht durch Diversifizierung vermindert werden kann
Analyse der zukünftigen Börsentendenzen mit Hilfe von Grafiken
Wird im Kontext des Kreditwesens hauptsächlich bei Liegenschaftsfinanzierungen verwendet und dabei als prozentuale Belastbarkeit eines Einkommens (des Kreditnehmers) durch die Ausgaben für die Liegenschaft definiert
Diese Zahl zeigt die Anzahl der Titel (Aktien, Obligationen, usw.) an, die (im Allgemeinen) an einem Tag ausgetauscht (gleichzeitig gekauft und verkauft) wurden
Unterbewertung/Überbewertung
Der Kurs einer Aktie gilt als "unterbewertet", wenn deren Kursnotierung unter dem "reellen Wert" liegt. Der Kurs einer Aktie gilt als "überbewertet", wenn deren Kursnotierung über dem "reellen Wert" liegt
In der Schweiz: Ordnungsnummer der einzelnen Wertpapiersorten zur Erleichterung der Identifizierung und Verbuchung im Bankenverkehr. In Deutschland Wertpapierkennnummer genannt
Gegenteil : Aktien
Entkräftung einer Forderung durch Zeitablauf. Nach Verstreichen der Verjährungsfrist ist der Schuldner nicht mehr zur Zahlung verpflichtet. Das Gesetz kennt abhängig von der Art der Forderung unterschiedliche Verjährungsfristen (vgl. u.a. Art. 127 f. OR). Unverjährbar sind grundpfandrechtlich gesicherte Forderungen
Preis, der unter normalen Umständen bei einem Verkauf, insbesondere von Liegenschaften, erzielt werden kann. Die Ermittlung des Verkehrswerts erfolgt durch einen Sachverständigen auf der Grundlage des Sachwerts und des Ertragswerts, korrigiert je nach den örtlichen Verhältnissen und der Lage am Grundstücksmarkt
Auch: Verrechnungsscheck. Check, der auf der Vorderseite den Vermerk «nur zur Verrechnung», «nur zur Gutschrift» oder einen gleichbedeutenden Vermerk trägt. Er darf nicht bar ausbezahlt, sondern nur gutgeschrieben werden. Wird der Verrechnungscheck gestrichen, so gilt er als ungeschehen
In der Schweiz: Vom Bund erhobene Quellensteuer von zurzeit 35% auf 50 CHF übersteigenden inländischen Kapitalerträgen und Lotterietreffern. Die Steuerleistung kann von inländischen Steuerpflichtigen bei ordnungsgemässer Deklaration zurückgefordert bzw. mit geschuldeten kantonalen Steuern verrechnet werden. Im Rahmen der von der Schweiz mit anderen Staaten abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen besteht auch ein Rückforderungsrecht für Personen und Unternehmen mit Sitz im Ausland
Virt-X ist die neue europäische e-trading-Plattform in London. Dieses System ging aus der Fusion eines Teils der Tätigkeiten der SWX (Schweizer Börse) und von Tradepoint (Grossbritannien) hervor
Es handelt sich dabei um ein Merkmal bestimmter Aktien, die dafür bekannt sind, dass sie grundsätzlich schneller und vor allem stärker steigen oder fallen als andere "konventionelle" Aktien
Nach gesetzlichen Formvorschriften ausgestelltes Wertpapier mit der unbedingten Anweisung des Ausstellers an den Bezogenen, eine bestimmte Geldsumme zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Begünstigten zu zahlen. Der Wechsel ist von Gesetzes wegen ein Orderpapier und durch Indossament übertragbar. Diskontkredit bei Verkauf des Wechsels an eine Bank unter Abzug eines Diskonts
Kurs, zu dem Noten, Münzen oder Buchgeldbeträge eines Landes in die Währung eines anderen Landes umgewechselt werden
Im Börsenumfeld ist "Wertpapier" ein Synonym für "Aktie"
Geldsystem eines Landes oder einer Ländergruppe. Je nach dem internationalen Vertrauen, das eine Währung geniesst, spricht man einerseits von einer harten, starken oder stabilen Währung, anderseits von einer weichen oder schwachen Währung. Siehe auch Aussenwert, ISO-Währungscode
Auch: Vergütungsauftrag. Auftrag eines Kunden an die Bank, eine Zahlung zugunsten eines Dritten auszuführen
Die Zahlungsgarantie sichert allfällige Ansprüche des Verkäufers an den Käufer auf Zahlung des Kaufpreises zum vereinbarten Termin. Die Zahlungsgarantie tritt im Export-Import-Geschäft öfter an die Stelle eines Akkreditivs – bei Lieferung gegen «offene Rechnung». Ihre Höhe liegt in der Regel beim Kaufpreis oder einem Teil davon. Die Laufzeit dauert zumeist bis zum Zahlungsziel, plus z.B. 15 Tage. Siehe auch Bankgarantie
Durchführung von Zahlungen. Beim bargeldlosen Zahlungsverkehr erfolgen die Zahlungen ausschliesslich über Buchungen, d.h. ohne Transfer von physischem Geld
Person, die eine Forderung oder ein Recht an einen Dritten abtritt
Auch: Abtretung. Übertragung der Forderung aus einem Schuldverhältnis durch schriftlichen Vertrag zwischen dem Gläubiger (Zedent) und dem Erwerber (Zessionar). Siehe auch Globalzession, Indossament, stille Zession, Blankozession
Erwerber einer von einem Zedenten abgetretenen Forderung
Entgelt für leihweise zur Verfügung gestelltes Kapital. Üblicherweise auf Geldkapital bezogen, jedoch auch auf ausgeliehenes Sachkapital anwendbar (Miet-, Pachtzins)
(1) Differenz zwischen der Höhe der Aktivzinsen, welche eine Bank einnimmt, und jener der Passivzinsen, welche die Bank ausgibt.(2) Differenz zwischen den Zinssätzen in einer speziellen Sparte des Bankgeschäfts, z.B. zwischen dem Zinssatz für erste Hypotheken und dem Zinssatz für die Fremdgelder, mit denen die Hypotheken refinanziert werden
Auch: Zinsfuss. In Prozent ausgedrückte, auf ein ganzes Jahr bezogene Verzinsung des Kapitals
Auf diesem Markt, der sich ausserhalb der Schweizer Elektronikbörse abspielt, werden die sogenannten "sekundären" Wertschriften gehandelt. Diese Titel sind Aktien von Firmen, die noch nicht offiziell an der Börse kotiert sind
Öffentliches Aktienkaufangebot
Bei einem öffentlichen Aktienkaufangebot kann eine Firma X, sofern das Geschäft zustande kommt, die Kontrolle über die börsenkotierte Firma Y übernehmen, indem sie für jede Aktie Y einen festen und einmaligen Preis anbietet
Bargeldloser, buchmässiger Übertrag eines Geldbetrags von einem Konto auf ein anderes