Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/zulassung-im-wege-der-praxisnachfolge-bei-einer-berufsausuebungsgemeinschaft-374333
Timestamp: 2019-10-22 01:08:01
Document Index: 187407875

Matched Legal Cases: ['§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 95', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', 'Art 19', '§ 103', 'Art 19', '§ 103', '§ 33', '§ 103', '§ 103', '§ 33', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 87', '§ 103', '§ 85', '§ 103', '§ 103', '§ 117', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 24', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 24', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 16', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 103', '§ 103', '§ 103', 'Art 1', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 8', '§ 2', '§ 23', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 103', '§ 135', '§ 103', '§ 101']

Kas­sen­zu­las­sung im Wege der Pra­xis­nach­fol­ge bei einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft | Rechtslupe
Die Zulas­sungs­gre­mi­en sind bei der Aus­wahl­ent­schei­dung ver­pflich­tet, die in § 103 Abs 6 Satz 2 SGB V ange­spro­che­nen "Inter­es­sen" der in der Pra­xis ver­blei­ben­den Ärz­te zu gewich­ten. Je deut­li­cher sich der Ein­druck auf­drängt, die BAG sei vor­ran­gig gegrün­det wor­den, um über die erwähn­te Vor­schrift auf die Nach­be­set­zung Ein­fluss neh­men zu kön­nen, je kür­zer die BAG tat­säch­lich bestan­den hat, und je weni­ger ? zB bei einer über­ört­li­chen BAG ? die Pra­xen der betei­lig­ten Ärz­te tat­säch­lich über einen län­ge­ren Zeit­raum ver­floch­ten waren, des­to gerin­ger sind die Inter­es­sen des ver­blei­ben­den Arz­tes zu gewich­ten. Das geht jedoch nicht so weit, dass die Inter­es­sen der ver­blei­ben­den Ärz­te unter Hin­weis auf die Miss­bräuch­lich­keit der Grün­dung der BAG voll­stän­dig unbe­rück­sich­tigt blei­ben könn­ten. Ein Arzt, mit dem die ande­ren Mit­glie­der der BAG aus objek­tiv nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den defi­ni­tiv nicht zusam­men­ar­bei­ten kön­nen, kann nicht als Nach­fol­ger zuge­las­sen wer­den.
Die Zulas­sung im Wege der Pra­xis­nach­fol­ge ist in § 103 Abs 3a, Abs 4 SGB V gere­gelt. Rechts­grund­la­ge für die Ent­schei­dung der Zulas­sungs­gre­mi­en über die Ertei­lung einer Zulas­sung im Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren ist § 103 Abs 4 SGB V. Bei den auf Zulas­sung zur ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung gerich­te­ten Vor­nah­me­sa­chen sind grund­sätz­lich alle Ände­run­gen der Sach­la­ge bis zur münd­li­chen Ver­hand­lung in der letz­ten Tat­sa­chen­in­stanz sowie alle Rechts­än­de­run­gen, auch soweit sie erst in der Revi­si­ons­in­stanz ein­tre­ten, zu berück­sich­ti­gen, sodass hier grund­sätz­lich § 103 Abs 4 SGB V in der seit dem 1.01.2013 gel­ten­den Fas­sung des Geset­zes zur Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gungs­struk­tu­ren in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung 1 zugrun­de zu legen ist. Eine Aus­nah­me gilt aber, sofern dem Vor­nah­me­be­geh­ren – wie hier – not­wen­di­ger­wei­se eine Abwehr­kla­ge in Gestalt einer Dritt­an­fech­tung der Begüns­ti­gung des für die Pra­xis­nach­fol­ge aus­ge­wähl­ten Bewer­bers vor­an­ge­hen muss. Falls sich für die Zulas­sung des begüns­tig­ten Drit­ten die Sach- oder Rechts­la­ge im Zeit­punkt der letz­ten Ver­wal­tungs­ent­schei­dung vor­teil­haf­ter dar­stellt, ist die­ser Zeit­punkt maß­geb­lich 2.
Anlass für ein Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren besteht dann, wenn die Zulas­sung eines Ver­trags­arz­tes in einem Pla­nungs­be­reich, für den Zulas­sungs­be­schrän­kun­gen ange­ord­net sind, durch Tod, Ver­zicht oder Ent­zie­hung endet und die Pra­xis von einem Nach­fol­ger wei­ter­ge­führt wer­den soll (vgl § 103 Abs 3a Satz 1 nF, Abs 4 Satz 1 aF SGB V). Nach dem bis zum 31.12.2011 gel­ten­den und somit für das im Jahr 2010 durch­ge­führ­te Ver­fah­ren noch maß­geb­li­chen (Verfahrens-)Recht wird das Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren durch einen Antrag des Ver­trags­arz­tes oder sei­ner zur Ver­fü­gung über die Pra­xis berech­tig­ten Erben in Gang gesetzt (§ 103 Abs 4 Satz 1 SGB V aF); nach neu­em Recht ent­schei­det der ZA, ob über­haupt ein Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren für den Ver­trags­arzt­sitz durch­ge­führt wer­den soll (§ 103 Abs 3a Satz 1 SGB V nF). Die KÄV hat sodann die­sen Ver­trags­arzt­sitz unver­züg­lich aus­zu­schrei­ben und eine Lis­te der ein­ge­hen­den Bewer­bun­gen zu erstel­len (§ 103 Abs 4 Satz 1 SGB V aF wie nF).
Die Aus­wahl des Pra­xis­nach­fol­gers rich­tet sich nach § 103 Abs 4 Satz 4 ff sowie Abs 5 Satz 3 SGB V. Nach altem wie nach neu­em Recht hat danach der ZA unter meh­re­ren Bewer­bern, die die aus­ge­schrie­be­ne Pra­xis als Nach­fol­ger des bis­he­ri­gen Ver­trags­arz­tes fort­füh­ren wol­len, den Nach­fol­ger nach pflicht­ge­mä­ßem Ermes­sen aus­zu­wäh­len (§ 103 Abs 4 Satz 4 SGB V). Bei der Aus­wahl der Bewer­ber sind gemäß § 103 Abs 4 Satz 5 SGB V (alter wie neu­er Fas­sung) – neben vor­lie­gend nicht rele­van­ten Gesichts­punk­ten – die beruf­li­che Eig­nung (Nr 1), das Appro­ba­ti­ons­al­ter (Nr 2) und die Dau­er der ärzt­li­chen Tätig­keit (Nr 3) zu berück­sich­ti­gen. Wei­te­re zu berück­sich­ti­gen­de Kri­te­ri­en sind – nach neu­em Recht – eine Tätig­keit in unter­ver­sorg­ten Gebie­ten (Nr 4) sowie die Bereit­schaft des Bewer­bers, beson­de­re Ver­sor­gungs­be­dürf­nis­se zu erfül­len (Nr 7). Zusätz­lich bestimmt § 103 Abs 5 Satz 3 SGB V, dass bei der Aus­wahl der Bewer­ber für die Über­nah­me einer Ver­trags­arzt­pra­xis nach Absatz 4 die Dau­er der Ein­tra­gung in die War­te­lis­te zu berück­sich­ti­gen ist. Wenn die Zulas­sung eines Ver­trags­arz­tes endet, der die Pra­xis bis­her mit ande­ren Ver­trags­ärz­ten gemein­schaft­lich aus­ge­übt hat, sind gemäß § 103 Abs 6 Satz 2 SGB V fer­ner die Inter­es­sen der in der Pra­xis ver­blei­ben­den Ver­trags­ärz­te bei der Aus­wahl ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen.
Gesetz­li­ches Ziel der Aus­schrei­bung eines frei gewor­de­nen Ver­trags­arzt­sit­zes und des­sen Nach­be­set­zung ist die "Fort­füh­rung" der Pra­xis ent­we­der in Gestalt einer Ein­zel­pra­xis oder des Anteils an der Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft. Des­halb kann nach stän­di­ger Recht­spre­chung die Aus­schrei­bung und Nach­be­set­zung einer Ein­zel­pra­xis nur so lan­ge erfol­gen, wie das Pra­xis­sub­strat vor­han­den ist 3. Für eine Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft gilt ent­spre­chend, dass eine Anknüp­fung an die gemein­sam aus­ge­üb­te Tätig­keit noch mög­lich sein muss 4.
Wenn eine Arzt­pra­xis, die auf einen Nach­fol­ger über­tra­gen wer­den könn­te, nicht vor­han­den ist, gibt es grund­sätz­lich kei­ne Recht­fer­ti­gung für die Durch­füh­rung eines Nach­be­set­zungs­ver­fah­rens. Gesichts­punk­te der Siche­rung einer ange­mes­se­nen ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung sind in die­sem Zusam­men­hang nicht von Bedeu­tung, weil das Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren nach § 103 Abs 3a Satz 1, Abs 4 Satz 1 SGB V nur in Pla­nungs­be­rei­chen durch­zu­füh­ren ist, die für die jewei­li­ge Arzt­grup­pe wegen Über­ver­sor­gung gesperrt sind. In über­ver­sorg­ten Pla­nungs­be­rei­chen ist auf­grund ange­ord­ne­ter Zulas­sungs­be­schrän­kun­gen ein Hin­zu­tre­ten wei­te­rer Ver­trags­ärz­te grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen (vgl § 95 Abs 2 Satz 9 iVm § 103 Abs 1 Satz 2 SGB V). Nach der gesetz­li­chen Kon­zep­ti­on ist in die­sen Pla­nungs­be­rei­chen auch die Nach­be­set­zung von Ver­trags­arzt­sit­zen im Grund­satz uner­wünscht 5. Der Gesetz­ge­ber lässt es mit der in § 103 Abs 4 SGB V getrof­fe­nen Rege­lung gleich­wohl zu, dass ein bestehen­der – für die Ver­sor­gung nicht erfor­der­li­cher – Ver­trags­arzt­sitz nach­be­setzt wer­den kann. Seit der mit Wir­kung vom 01.01.2013 in Kraft getre­te­nen Ände­rung des § 103 SGB V durch das GKV-VStG gilt das aller­dings nur noch, wenn der ZA dem Antrag, ein Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren durch­zu­füh­ren, ent­spricht. Mit der Mög­lich­keit der Nach­fol­ge­zu­las­sung in über­ver­sorg­ten Pla­nungs­be­rei­chen berück­sich­tigt der Gesetz­ge­ber die finan­zi­el­len Inter­es­sen des bis­he­ri­gen Pra­xis­in­ha­bers bzw sei­ner Erben 6, wel­che ande­ren­falls wegen der feh­len­den Ver­wer­tungs­mög­lich­keit der Arzt­pra­xis erheb­li­che Nach­tei­le erlei­den wür­den 7. Weil typi­scher­wei­se die Arzt­pra­xis nicht ver­äu­ßert wer­den kann, wenn der Erwer­ber den mit ihr ver­bun­de­nen Sitz nicht erhält, bedarf es der Zulas­sung des Erwer­bers. Nicht der Ver­trags­arzt­sitz, son­dern die Arzt­pra­xis ist ver­äu­ßer­bar. Wo kei­ne Pra­xis mehr exis­tiert, kann auch kei­ne Nach­be­set­zung mehr statt­fin­den. Denn die­se wür­de ledig­lich der Kom­mer­zia­li­sie­rung des Ver­trags­arzt­sit­zes die­nen, die vom Gesetz­ge­ber nicht gewollt ist 8.
Eine ver­trags­ärzt­li­che Tätig­keit setzt den (Mit-)Besitz von Pra­xis­räu­men, die Ankün­di­gung von Sprech­zei­ten, die tat­säch­li­che Ent­fal­tung einer ärzt­li­chen Tätig­keit unter den übli­chen Bedin­gun­gen sowie das Bestehen der für die Aus­übung der ärzt­li­chen Tätig­keit im jewei­li­gen Fach­ge­biet erfor­der­li­chen Pra­xis­in­fra­struk­tur vor­aus. Jeden­falls wenn es an all dem fehlt, dann exis­tiert auch kei­ne Pra­xis mehr, die fort­ge­führt wer­den könn­te 9. Für die Beur­tei­lung der Fra­ge, ob die Vor­aus­set­zun­gen einer "Fort­füh­rung" der Pra­xis gege­ben sind, ist dem zeit­li­chen Abstand zwi­schen der Been­di­gung der ver­trags­ärzt­li­chen Tätig­keit durch den Vor­gän­ger und der Auf­nah­me der Tätig­keit durch den Nach­fol­ger erheb­li­che Bedeu­tung bei­gemes­sen wor­den. Dies gilt nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts nicht nur für die Ein­zel­pra­xis, son­dern in glei­cher Wei­se für den Sitz in einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft 10. Eine gene­rel­le Fest­le­gung, nach wel­cher Zeit­span­ne eine fort­füh­rungs­fä­hi­ge Pra­xis nicht mehr exis­tiert, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt jedoch nicht getrof­fen, son­dern dies von der Bewer­tung der gesam­ten Umstän­de des Ein­zel­fal­les abhän­gig gemacht.
Mit Urteil vom 28.11.2007 11 hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt dar­ge­legt, dass jeden­falls mehr als sie­ben Jah­re nach dem Aus­schei­den eines Arz­tes aus einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft kei­ne Grund­la­ge mehr für eine Fort­füh­rung besteht. Die Fra­ge, nach wel­chem Zeit­raum gene­rell nicht mehr von einer "Fort­füh­rung" die Rede sein kann, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt im Übri­gen aus­drück­lich offen gelas­sen. In Tei­len der Lite­ra­tur 12 wird die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass sich der ide­el­le Wert einer Arzt­pra­xis nach sechs Mona­ten ohne Pati­en­ten­be­hand­lung ver­flüch­tigt habe. Auch bezo­gen auf die Nach­be­set­zung eines Sit­zes in einem MVZ hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­den, dass eine Frist von sechs Mona­ten ein­zu­hal­ten ist, die "in beson­de­ren Fäl­len des Miss­lin­gens recht­zei­ti­ger Nach­be­set­zung trotz erkenn­bar ernst­li­chen Bemü­hens" noch­mals um sechs Mona­te ver­län­gert wer­den kön­ne. Nach Ablauf der Frist erlö­sche das Recht auf Nach­be­set­zung 13. Auf die Pra­xis­nach­fol­ge nach § 103 Abs 4 SGB V ist die­se zu § 103 Abs 4a Satz 3 SGB V ergan­ge­ne Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts aller­dings nicht unmit­tel­bar zu über­tra­gen, weil die "Nach"-besetzung (der Arzt­stel­le in einem MVZ) begriff­lich dem vor­he­ri­gen Pra­xis­be­trieb nicht so eng ver­bun­den ist, wie dies bei einer Praxis-"fortführung" der Fall ist 14. In zwei Beschlüs­sen vom 05.06.2013 15; und vom 29.10.2009 16 hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt aus­ge­führt, dass jeden­falls vier Jah­re nach dem fak­ti­schen Ende der ver­trags­ärzt­li­chen Tätig­keit davon aus­ge­gan­gen wer­den kann, dass ein Pra­xis­sub­strat nicht mehr vor­han­den und eine Nach­fol­ge­zu­las­sung nach § 103 Abs 4 SGB V aus­ge­schlos­sen sei. Bezo­gen auf den Sach­ver­halt, der dem og Beschluss vom 05.06.2013 zugrun­de lag, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ange­nom­men, dass die dort vor­han­de­nen Sach­mit­tel nach einem Zeit­raum von mehr als einem Jahr, in dem kei­ner­lei ver­trags­ärzt­li­che Leis­tung erbracht wor­den ist, kei­nen Bezug mehr zur ver­trags­ärzt­li­chen Tätig­keit auf­wie­sen.
Es muss grund­sätz­lich genü­gen, dass die fort­füh­rungs­fä­hi­ge Pra­xis bzw der Pra­xis­an­teil zum Zeit­punkt der Stel­lung des Antrags auf Aus­schrei­bung des Sit­zes durch die KÄV bestan­den hat. Zwar kann nach der Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts selbst eine krank­heits­be­ding­te Ein­stel­lung der ver­trags­ärzt­li­chen Tätig­keit zur Fol­ge haben, dass eine fort­füh­rungs­fä­hi­ge Pra­xis nicht mehr exis­tiert 17. Auch in einer Fall­kon­stel­la­ti­on, in der der aus einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft aus­schei­den­de Arzt erst nach lang­jäh­ri­gen zivil­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren sei­ner ver­trag­li­chen Ver­pflich­tung nach­ge­kom­men war, die Aus­schrei­bung zu bean­tra­gen, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­den, dass eine Nach­fol­ge­zu­las­sung man­gels fort­füh­rungs­fä­hi­gem Pra­xis­an­teil nicht mehr in Betracht kommt, wenn wegen des Zeit­ab­laufs bis zur Aus­schrei­bung nicht mehr an die gemein­schaft­li­che Aus­übung ange­knüpft wer­den kann 18. Dar­in hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt auch kei­nen Ver­stoß gegen das Gebot des effek­ti­ven Rechts­schut­zes (Art 19 Abs 4 Satz 1 GG) gese­hen und den Klä­ger auf die Mög­lich­keit des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes sowie zivil­recht­li­che Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gegen den ver­trags­brü­chi­gen ehe­ma­li­gen Pra­xis­part­ner ver­wie­sen.
Indes zeigt das vor­lie­gen­de Ver­fah­ren, dass nicht alle am Nach­fol­ge­zu­las­sungs­ver­fah­ren Betei­lig­ten ihre Belan­ge effek­tiv in Ver­fah­ren des einst­wei­li­ge Rechts­schut­zes durch­set­zen kön­nen. Die vom Beru­fungs­aus­schuss nicht aus­ge­wähl­ten Mit­be­wer­ber kön­nen eine vor­läu­fi­ge Fort­füh­rung der ver­trags­ärzt­li­chen Tätig­keit kaum durch­set­zen. Wenn der im Ver­wal­tungs­ver­fah­ren aus­ge­wähl­te Bewer­ber nicht auf der Grund­la­ge einer sofor­ti­gen Voll­zie­hung der Zulas­sungs­ent­schei­dung ver­trags­ärzt­lich tätig wird, wird die Pra­xis bzw der Pra­xis­an­teil in einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft des­halb wäh­rend des gericht­li­chen Ver­fah­rens um die Recht­mä­ßig­keit der Aus­wahl­ent­schei­dung in der Regel nicht fort­ge­führt. Einem Bewer­ber um die Nach­fol­ge kann im Übri­gen nicht immer zuge­mu­tet wer­den, auf der Basis eines Erfol­ges im Ver­fah­ren des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes in grö­ße­rem Umfang in eine Pra­xis­über­nah­me zu inves­tie­ren. Ange­sichts der Dau­er gericht­li­cher Haupt­sa­che­ver­fah­ren von nicht sel­ten meh­re­ren Jah­ren wird eine fort­füh­rungs­fä­hi­ge Pra­xis zum Zeit­punkt der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung in der Tat­sa­chen­in­stanz viel­fach nicht mehr bestehen. Wenn – wie vor­lie­gend – die Recht­mä­ßig­keit der getrof­fe­nen Aus­wahl­ent­schei­dung im Streit ist, bestehen viel­fach auch kei­ne rea­lis­ti­schen Aus­sich­ten auf einen Scha­dens­er­satz­an­spruch. Ein sol­cher Anspruch könn­te gegen­über der zu 1. bei­gela­de­nen KÄV nur mit der Begrün­dung gel­tend gemacht wer­den, dass die von ihr ent­sand­ten Mit­glie­der der Zulas­sungs­gre­mi­en 19 schuld­haft eine unrich­ti­ge Ent­schei­dung getrof­fen hät­ten. Die Mit­glie­der der Zulas­sungs­gre­mi­en sind bei der Geset­zes­aus­le­gung und Rechts­an­wen­dung aller­dings nur ver­pflich­tet, die Geset­zes- und Rechts­la­ge unter Zuhil­fe­nah­me der ihnen zu Gebo­te ste­hen­den Hilfs­mit­tel sorg­fäl­tig und gewis­sen­haft zu prü­fen und sich danach auf­grund ver­nünf­ti­ger Über­le­gun­gen eine Rechts­mei­nung zu bil­den. Des­halb begrün­det nicht jeder objek­ti­ve Rechts­irr­tum ohne Wei­te­res einen Schuld­vor­wurf. Wenn die nach sorg­fäl­ti­ger Prü­fung gewon­ne­ne Rechts­an­sicht des Amts­trä­gers als recht­lich ver­tret­bar ange­se­hen wer­den kann, dann kann aus der Miss­bil­li­gung die­ser Rechts­auf­fas­sung durch die Gerich­te ein Schuld­vor­wurf nicht her­ge­lei­tet wer­den 20.
Im Ergeb­nis wäre nicht sicher­ge­stellt, dass ein zu Unrecht über­gan­ge­ner Bewer­ber um die Pra­xis­nach­fol­ge ent­we­der die erstreb­te Zulas­sung als Nach­fol­ger oder einen Scha­dens­er­satz­an­spruch errei­chen könn­te, wenn die Exis­tenz einer fort­füh­rungs­fä­hi­gen Pra­xis auch noch zum Zeit­punkt der Ent­schei­dung in der letz­ten Tat­sa­chen­in­stanz gefor­dert wür­de. In Fall­ge­stal­tun­gen, in denen eine fort­füh­rungs­fä­hi­ge Pra­xis zwar zum Zeit­punkt der Stel­lung des Antrags auf Aus­schrei­bung des Ver­trags­arzt­sit­zes noch exis­tiert hat, jedoch im Ver­lauf eines Rechts­streits um die Recht­mä­ßig­keit der von den Zulas­sungs­gre­mi­en getrof­fe­nen Aus­wahl­ent­schei­dung nicht mehr betrie­ben wird, sind die Anfor­de­run­gen, die § 103 Abs 4 SGB V an die Fort­füh­rung einer bestehen­den Pra­xis stellt, daher im Inter­es­se der Gewäh­rung effek­ti­ven Rechts­schut­zes (Art 19 Abs 4 Satz 1 GG), ein­schrän­kend aus­zu­le­gen. Aus­rei­chend ist grund­sätz­lich die Exis­tenz der fort­füh­rungs­fä­hi­gen Pra­xis zum Zeit­punkt der Stel­lung des Antrags auf Aus­schrei­bung des Pra­xis­sit­zes. Ob davon wie­der­um Aus­nah­men zu machen sind, wenn zB ein Antrag in miss­bräuch­li­cher Wei­se bereits lan­ge Zeit vor der Been­di­gung der Zulas­sung des abge­ben­den Arz­tes gestellt oder wenn das Zulas­sungs­ver­fah­ren ver­zö­gert wird, braucht nicht ent­schie­den zu wer­den, weil ein sol­cher Fall hier jeden­falls nicht vor­liegt.
§ 103 Abs 6 Satz 2 SGB V gebie­tet nicht nur die ange­mes­se­ne Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen der Part­ner einer ört­li­chen Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft, son­dern in glei­cher Wei­se die Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen der Part­ner einer über­ört­li­chen Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft. Die davon abwei­chen­de Auf­fas­sung des Beklag­ten steht bereits im Wider­spruch zum Wort­laut, der ledig­lich vor­aus­setzt, dass die Pra­xis "mit einem oder meh­re­ren Ver­trags­ärz­ten gemein­schaft­lich" aus­ge­übt wur­de. Eine Beschrän­kung auf die gemein­schaft­li­che Aus­übung am sel­ben Ort ist der Vor­schrift nicht zu ent­neh­men. Gemäß § 33 Abs 2 Satz 1 Ärz­te-ZV 21 kann die gemein­sa­me Berufs­aus­übung sowohl in einer ört­li­chen Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft wie auch in einer über­ört­li­chen Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft erfol­gen. Damit über­ein­stim­mend wird die Rege­lung auch in der Lite­ra­tur all­ge­mein so ver­stan­den, dass die Inter­es­sen der in der Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft ver­blei­ben­den Ärz­te zu berück­sich­ti­gen sind. Eine Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen ört­li­cher und über­ört­li­cher Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft wird nicht vor­ge­nom­men 22. Auch die Grün­de, die den Gesetz­ge­ber ver­an­lasst haben, mit dem Gesund­heits­struk­tur­ge­setz 23 die Rege­lung des § 103 Abs 6 Satz 2 SGB V ein­zu­füh­ren, spre­chen gegen eine sol­che Unter­schei­dung. Zwar weist der Beklag­te zutref­fend dar­auf hin, dass es bei Ein­füh­rung der Vor­schrift noch nicht die Mög­lich­keit des über­ört­li­chen Zusam­men­schlus­ses in einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft gab. Aus­schlag­ge­bend für das Erfor­der­nis, die Inter­es­sen der in der Gemein­schafts­pra­xis ver­blei­ben­den Ver­trags­ärz­te bei der Bewer­ber­aus­wahl zu berück­sich­ti­gen, war nach der Geset­zes­be­grün­dung jedoch der Umstand, dass die ver­blei­ben­den Mit­glie­der mit dem Anteils­über­neh­mer gesell­schafts­recht­li­che Ver­bin­dun­gen ein­ge­hen müs­sen 24. Gera­de in die­ser Fra­ge ist durch die Eröff­nung der Mög­lich­keit zur über­ört­li­chen Zusam­men­ar­beit kei­ne Ände­rung ein­ge­tre­ten. Auch die Part­ner einer über­ört­li­chen Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft müs­sen sich im Rah­men ihrer Zusam­men­ar­beit über eine Viel­zahl gesell­schafts­recht­li­cher, arbeits­recht­li­cher und orga­ni­sa­to­ri­scher Fra­gen ver­stän­di­gen und ent­spre­chen­de ver­trag­li­che Ver­ein­ba­run­gen tref­fen.
Der in § 103 Abs 6 Satz 2 SGB V vor­ge­schrie­be­nen ange­mes­se­nen Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen der ver­blei­ben­den Pra­xis­part­ne­rin kann nicht mit Erfolg ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den, dass die über­ört­li­che Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft der Bei­gela­de­nen zu 9. und des Bei­gela­de­nen zu 8. nur zum Schein und mit dem Ziel gegrün­det wor­den sei, die Aus­wahl­ent­schei­dung im Ver­fah­ren um die Pra­xis­nach­fol­ge zu beein­flus­sen. Dabei ver­kennt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt nicht, dass hier eine Rei­he von – im Urteil des LSG und auch bereits im Urteil des SG zutref­fend bezeich­ne­ten – Anhalts­punk­ten dafür vor­lie­gen, dass die Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft auch oder sogar vor­ran­gig mit die­sem Ziel gegrün­det wor­den sein könn­te. Wie das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung vom 14.12.2011 zum Akten­zei­chen B 6 KA 13/​11 R 25 im Ein­zel­nen dar­ge­legt hat, wird die Ent­schei­dung dar­über, ob die Kri­te­ri­en einer Gemein­schafts­pra­xis erfüllt sind, in dem dafür vor­ge­se­he­nen Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren nach § 33 Abs 3 Ärz­te-ZV getrof­fen. Die­se Ent­schei­dung zum Sta­tus der Arzt­pra­xis ent­fal­tet grund­sätz­lich Bin­dungs­wir­kung auch gegen­über allen ver­trags­ärzt­li­chen Insti­tu­tio­nen Drit­ter 26. Daher hat die KÄV bei Aus­schrei­bung eines Ver­trags­arzt­sit­zes nicht zu prü­fen, ob die Zulas­sungs­gre­mi­en den Sta­tus der Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft zu Recht zuer­kannt haben. Wenn die Zulas­sung eines Arz­tes, der sei­ne ver­trags­ärzt­li­che Tätig­keit zuletzt in einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft aus­ge­übt hat, durch Tod, Ver­zicht oder Ent­zie­hung endet und wenn – nach dem seit dem 1.01.2013 gel­ten­den Recht – der ZA ent­schie­den hat, dass ein Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren für die­sen Ver­trags­arzt­sitz durch­ge­führt wer­den soll, dann hat die KÄV den Sitz in einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft aus­zu­schrei­ben. Dabei hat die KÄV nicht zu prü­fen, ob die Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft in ers­ter Linie mit dem Ziel gegrün­det wor­den ist, die Aus­wahl­ent­schei­dung für die Nach­fol­ge zu beein­flus­sen. Die Aus­schrei­bung eines Sit­zes in einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft hat zur Fol­ge, dass sich auch die Aus­wahl des Bewer­bers auf den Sitz in der Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft bezie­hen muss. Auf­grund einer Aus­schrei­bung als Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft darf grund­sätz­lich kei­ne Nach­fol­ge­zu­las­sung in eine Ein­zel­pra­xis erfol­gen 27. Auch die Zulas­sungs­gre­mi­en haben den Sta­tus der Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft im Ver­fah­ren um die Nach­be­set­zung also nicht zu prü­fen.
Gegen die Mög­lich­keit einer Über­prü­fung des Sta­tus als Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft im Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren spricht nicht zuletzt die Not­wen­dig­keit, die­ses Ver­fah­ren zügig durch­zu­füh­ren 28. Strei­tig­kei­ten bereits zum Inhalt der Aus­schrei­bung eines Ver­trags­arzt­sit­zes als Sitz in einer Ein­zel­pra­xis oder in einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft wür­den das Risi­ko eines Ver­falls des Werts der Pra­xis erhö­hen.
Die Bin­dung der Zulas­sungs­gre­mi­en an die Sta­tus­ent­schei­dung bezo­gen auf die Zulas­sung der Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft hat zwar zur Fol­ge, dass für eine Über­prü­fung der Zulas­sungs­ent­schei­dung kein Raum ist. Damit sind der Inter­es­sen des oder der in der Pra­xis ver­blei­ben­den Ver­trags­ärz­te in Anwen­dung des § 103 Abs 6 Satz 2 SGB V "ange­mes­sen" zu berück­sich­ti­gen. Wel­ches Gewicht dabei den Inter­es­sen der ver­blei­ben­den Ärz­te zukommt, hängt jedoch wesent­lich von Inten­si­tät und Dau­er der bis­he­ri­gen Zusam­men­ar­beit ab. Das Inter­es­se an der Fort­füh­rung einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft in einer bestimm­ten gewach­se­nen Struk­tur und einer im Hin­blick auf die Zahl der zu behan­deln­den Pati­en­ten ange­mes­se­nen Grö­ße wird die Zulas­sung eines Bewer­bers, mit dem die in der Pra­xis ver­blei­ben­den Ärz­te nicht zusam­men­ar­bei­ten wol­len, in aller Regel aus­schlie­ßen 29. Aller­dings ist den Inter­es­sen der ver­blei­ben­den Ärz­te nach einer nur sehr kur­zen und nicht sehr inten­si­ven Zusam­men­ar­beit in einer über­ört­li­chen Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft nur ein ent­spre­chend gerin­ges Gewicht bei der Aus­wahl­ent­schei­dung bei­zu­mes­sen. Dies kann im Ein­zel­fall auch eine Ein­schrän­kung des in der Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts ent­wi­ckel­ten Grund­sat­zes erfor­dern, dass einem Bewer­ber, mit dem die ver­blei­ben­den Ver­trags­ärz­te nicht zusam­men­ar­bei­ten wol­len, die Zulas­sung nicht erteilt wer­den darf. Gera­de in Fäl­len, in denen die Umstän­de dafür spre­chen, dass die Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft in ers­ter Linie mit dem Ziel gegrün­det wor­den ist, die Aus­wahl­ent­schei­dung zu beein­flus­sen, kann die erfor­der­li­che Abwä­gung mit den übri­gen nach § 103 Abs 6 Satz 1 SGB V zu berück­sich­ti­gen­den Kri­te­ri­en zur Aus­wahl eines von den übri­gen Mit­glie­dern der Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft nicht gewünsch­ten Bewer­bers füh­ren. Je deut­li­cher sich also der Ein­druck auf­drängt, dass die Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft vor­ran­gig mit dem Ziel gegrün­det wor­den ist, Ein­fluss auf die Nach­be­set­zung zu neh­men, je kür­zer die Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft bestan­den hat und je weni­ger inten­siv die Zusam­men­ar­beit inner­halb der Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft war, des­to gerin­ge­res Gewicht kommt den Inter­es­sen der ver­blei­ben­den Ärz­te bei der Aus­wahl­ent­schei­dung zu. Damit wird die Mög­lich­keit, die Aus­wahl eines bestimm­ten Bewer­bers über die Grün­dung einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft zu steu­ern, jeden­falls ein­ge­schränkt. Durch die Grün­dung einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft mit kurz dar­auf fol­gen­der Nach­be­set­zung ris­kie­ren die in der Pra­xis ver­blei­ben­den Ärz­te ent­we­der, mit einem Bewer­ber zusam­men­ar­bei­ten zu müs­sen, der nicht voll­stän­dig ihren Vor­stel­lun­gen ent­spricht, oder das Schei­tern des Nach­be­set­zungs­ver­fah­rens, weil der Gesell­schafts­ver­trag nicht zustan­de kommt und der aus­ge­wähl­te Bewer­ber den Sitz damit nicht über­neh­men kann. Im zuletzt genann­ten Fall kommt eine neue Aus­schrei­bung nur in Betracht, wenn auch zu die­sem Zeit­punkt noch eine fort­füh­rungs­fä­hi­ge Pra­xis exis­tiert. Bezo­gen auf die Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft bedeu­tet dies, dass ein funk­ti­ons­fä­hi­ger Pra­xis­an­teil noch vor­han­den und eine Anknüp­fung an die gemein­sam aus­ge­üb­te Tätig­keit noch mög­lich sein muss 30.
Die so ver­stan­de­ne "ange­mes­se­ne" Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen der in der Pra­xis ver­blei­ben­den Ver­trags­ärz­te darf aller­dings nicht dazu füh­ren, dass die Zulas­sungs­gre­mi­en einen Bewer­ber aus­wäh­len, mit dem aus objek­tiv nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den eine Zusam­men­ar­beit kei­nes­falls erwar­tet wer­den kann. Die ver­blei­ben­den Pra­xis­part­ner auch einer über­ört­li­chen Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft müs­sen sich mit dem Nach­fol­ger – neben dem Kauf­preis – über alle Fra­gen, die Gegen­stand des zu schlie­ßen­den Gesell­schafts­ver­trags sind, sowie zB über die Anmie­tung der Pra­xis­räu­me, Arbeits­zei­ten, die Anstel­lung von Per­so­nal, den Umgang mit Pati­en­ten­un­ter­la­gen und Fra­gen der Pra­xis­or­ga­ni­sa­ti­on eini­gen 31. Dies gilt auch für eine Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft, die erst kurz vor der Nach­be­set­zung gegrün­det wor­den ist. Wenn die Zulas­sungs­gre­mi­en einen Nach­fol­ger aus­wäh­len, obwohl bereits abseh­bar ist, dass eine Eini­gung zu den genann­ten Fra­gen nicht zustan­de kom­men kann, ist ein Schei­tern des Nach­be­set­zungs­ver­fah­rens vor­pro­gram­miert. Des­halb müs­sen die Zulas­sungs­gre­mi­en der Anga­be der in der Pra­xis ver­blei­ben­den Ärz­te, mit einem bestimm­ten Bewer­ber nicht zusam­men­ar­bei­ten zu wol­len, umso grö­ße­res Gewicht bei­mes­sen, je gewich­ti­ger die Grün­de sind, die objek­tiv gegen die Mög­lich­keit einer Zusam­men­ar­beit spre­chen. Ein Bewer­ber, mit dem eine Zusam­men­ar­beit aus objek­tiv nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen wer­den kann, kommt als Nach­fol­ger nicht in Betracht.
Wie das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in einer Ent­schei­dung vom 20.03.2013 im Ein­zel­nen dar­ge­legt hat, ist der Wil­le, die zu über­neh­men­de Pra­xis bzw den Pra­xis­an­teil fort­zu­füh­ren, eine der Vor­aus­set­zun­gen, die in der Per­son des Bewer­bers erfüllt sein müs­sen, damit die­ser im Nach­be­set­zungs­ver­fah­ren nach § 103 Abs 4 SGB V zur ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung zuge­las­sen wer­den kann 32. Inso­fern besteht auch kein Ermes­sens- oder Beur­tei­lungs­spiel­raum der Zulas­sungs­gre­mi­en, sodass die­ses Merk­mal der vol­len gericht­li­chen Über­prü­fung unter­liegt. Dies ergibt sich bereits aus dem Wort­laut des § 103 Abs 4 Satz 4 SGB V, der die vor­zu­neh­men­de Aus­wahl­ent­schei­dung auf Bewer­ber bezieht, "die die aus­ge­schrie­be­ne Pra­xis als Nach­fol­ger des bis­he­ri­gen Ver­trags­arz­tes fort­füh­ren wol­len". Dass Ansprü­che von der­ar­ti­gen inne­ren Tat­sa­chen 33 abhän­gen, ist kei­ne Beson­der­heit der Pra­xis­nach­fol­ge, son­dern ent­spricht den Gege­ben­hei­ten in ande­ren Berei­chen auch des Sozi­al­rechts 34. Die Schwie­rig­kei­ten, die mit der Ermitt­lung sol­cher sub­jek­ti­ven Merk­ma­le ver­bun­den sein kön­nen, begrün­den kei­nen Ermes­sens- oder Beur­tei­lungs­spiel­raum der Ver­wal­tung.
Der Aus­nah­me­cha­rak­ter der mit einer Nach­fol­ge­be­set­zung ver­bun­de­nen Durch­bre­chung bestehen­der Zulas­sungs­be­schrän­kun­gen recht­fer­tigt es, an die "Fort­füh­rung" einer Pra­xis stren­ge Anfor­de­run­gen zu stel­len, um zu ver­hin­dern, dass es zu gesetz­lich nicht vor­ge­se­he­nen Käu­fen von Pra­xis­sit­zen kommt 35. Ein Ver­trags­arzt, der nur an der Zulas­sung des aus­schei­den­den Ver­trags­arz­tes inter­es­siert ist, aber des­sen Pra­xis nicht fort­füh­ren möch­te, kann nicht im Rah­men eines Nach­be­set­zungs­ver­fah­rens zuge­las­sen wer­den 36. Des­halb kommt auch ein Arzt, der sich mit dem erklär­ten Ziel auf einen Ver­trags­arzt­sitz bewirbt, die ihm erteil­te Zulas­sung sofort in eine Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft ein­zu­brin­gen, um dort als ange­stell­ter Arzt tätig zu wer­den, nicht für eine Zulas­sung als Nach­fol­ger in Betracht 37.
Die der Ent­schei­dung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 20.03.2013 38 zugrun­de lie­gen­de Fall­ge­stal­tung mit dem ange­kün­dig­ten sofor­ti­gen Ver­zicht des Bewer­bers auf die erteil­te Zulas­sung hat dem Bun­des­so­zi­al­ge­richt kei­nen Anlass gege­ben, zu der Fra­ge Stel­lung zu neh­men, auf wel­chen Zeit­raum sich die Bereit­schaft zur Fort­füh­rung bezie­hen muss. Dass die Absicht, die Pra­xis nur für einen belie­big kur­zen Zeit­raum fort­zu­füh­ren, nicht genü­gen kann, folgt bereits aus dem Sinn der Rege­lung, der ua dar­in besteht, eine Kom­mer­zia­li­sie­rung von Ver­trags­arzt­sit­zen zu ver­mei­den 39. Dem Wort­laut der Vor­schrift sind Hin­wei­se für eine wei­te­re Kon­kre­ti­sie­rung des Zeit­raums, auf den sich der Fort­füh­rungs­wil­le zu erstre­cken hat, nicht zu ent­neh­men. Aller­dings impli­ziert der Begriff der Fort­füh­rung nach der Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts bereits eine wei­test­mög­li­che Kon­ti­nui­tät des Pra­xis­be­triebs 40. Dabei beinhal­tet eine Pra­xis­fort­füh­rung sowohl eine räum­li­che wie auch eine per­so­nel­le Kom­po­nen­te. Eine Pra­xis­fort­füh­rung wird nicht bereits dann ange­strebt, wenn ledig­lich die ver­trags­ärzt­li­che Tätig­keit im medi­zi­ni­schen Fach­ge­biet und im Pla­nungs­be­reich des aus­schei­den­den Ver­trags­arz­tes ange­strebt wird 41.
Unter Berück­sich­ti­gung der an die Kon­ti­nui­tät des Pra­xis­be­triebs zu stel­len­den Anfor­de­run­gen sowie im Inter­es­se der Ein­däm­mung eines Zulas­sungs­han­dels ist es nach Auf­fas­sung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts im Regel­fall sach­ge­recht, den Fort­füh­rungs­wil­len auf einen Zeit­raum von fünf Jah­ren – gerech­net ab dem Zeit­punkt der Auf­nah­me der ver­trags­ärzt­li­chen Tätig­keit durch den Nach­fol­ger – zu bezie­hen. Dabei geht das Bun­des­so­zi­al­ge­richt davon aus, dass ein Arzt, der neu in eine Pra­xis ein­tritt, im Regel­fall einen gewis­sen Zeit­raum benö­tigt, um sich dort zu eta­blie­ren. Ins­be­son­de­re Arzt­grup­pen, in denen ein inten­si­ver und län­ger­fris­ti­ger Kon­takt zu Pati­en­ten von hoher Bedeu­tung ist, muss das erfor­der­li­che Ver­trau­ens­ver­hält­nis auf­ge­baut wer­den. Aber auch in Fach­ge­bie­ten wie der Radio­lo­gie kommt es auf die Dau­er der ärzt­li­chen Tätig­keit an. Die­se ist beson­ders im Kon­takt mit über­wei­sen­den Ärz­ten und Kran­ken­häu­sern von Bedeu­tung, die Gele­gen­heit haben müs­sen, eine ver­trau­ens­vol­le Koope­ra­ti­on zu ent­wi­ckeln 42. Dass der Gesetz­ge­ber der Koope­ra­ti­on von Ärz­ten eheb­li­che Bedeu­tung bei­misst, zeigt zB § 87b Abs 2 Satz 2 SGB V in der Fas­sung des GKV-VStG, der die För­de­rung von Pra­xis­net­zen bei der Hono­rar­ver­tei­lung ermög­licht. Die­se und ande­re erwünsch­te und geför­der­te For­men der Zusam­men­ar­beit set­zen – unab­hän­gig von der Inten­si­tät des Arzt-Pati­en­ten-Kon­takts im jewei­li­gen Fach­ge­biet – ein gewis­ses Maß an per­so­nel­ler Kon­ti­nui­tät vor­aus.
Mit dem pau­scha­li­sie­ren­den Abstel­len auf einen Zeit­raum von fünf Jah­ren, auf den sich der Wil­le zur Pra­xis­fort­füh­rung im Regel­fall bezie­hen muss, wird eine pro­ble­ma­ti­sche Ungleich­be­hand­lung bei der Nach­be­set­zung von Pra­xis­sit­zen mit Ärz­ten unter­schied­li­cher Fach­ge­bie­te ver­mie­den. Damit schließt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt nicht aus, dass im Ein­zel­fall Kon­stel­la­tio­nen denk­bar erschei­nen, in denen ein kür­ze­rer Zeit­raum aus­rei­chend sein kann. Das gilt aber jeden­falls nicht für die vor­lie­gen­de Fall­ge­stal­tung, in der ins­be­son­de­re die Fra­ge zu beant­wor­ten ist, ob die Klä­ge­rin ange­sichts des meh­re­re Jah­re zurück­lie­gen­den Ein­tritts in den Ruhe­stand und der Beschrän­kung auf Ver­tre­tungs­tä­tig­keit in gerin­gem Umfang tat­säch­lich über den Wil­len ver­fügt, nicht nur kurz­fris­tig in die Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft mit der Bei­gela­de­nen zu 9. ein­zu­tre­ten.
Bei der Bemes­sung der Frist auf fünf Jah­re ori­en­tiert sich das Bun­des­so­zi­al­ge­richt zunächst an § 103 Abs 4 Satz 5 Nr 4 SGB V. Danach wird ein Bewer­ber im Rah­men der Aus­wahl bei der Nach­be­set­zung eines Ver­trags­arzt­sit­zes pri­vi­le­giert, der min­des­tens fünf Jah­re in einem unter­ver­sorg­ten Gebiet ver­trags­ärzt­lich tätig war. Dar­aus kann geschlos­sen wer­den, dass der Gesetz­ge­ber eine fünf­jäh­ri­ge ver­trags­ärzt­li­che Tätig­keit als ver­sor­gungs­re­le­vant ein­stuft. Im Übri­gen lehnt sich das Bun­des­so­zi­al­ge­richt mit der pau­scha­lie­ren­den Bemes­sung des maß­ge­ben­den Zeit­raums auf fünf Jah­re ua an die Recht­spre­chung an, nach der das Appro­ba­ti­ons­al­ter und die Dau­er der ärzt­li­chen Tätig­keit bei der Aus­wahl des Pra­xis­nach­fol­gers eben­falls bis zu einer Gren­ze von etwa fünf Jah­ren zu berück­sich­ti­gen ist 43.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 11. Dezem­ber 2013 – B 6 KA 49/​12 R
Auf­lö­sung einer zahn­ärzt­li­chen Gemein­schafts­pra­xis wäh­rend… Beim Wech­sel eines Zahn­arz­tes von einer Gemein­schafts­pra­xis in eine Ein­zel­pra­xis ist kei­ne jah­res­be­zo­ge­ne Berech­nung der Punkt­men­gen­gren­zen nach § 85 Abs 4b SGB V vor­zu­neh­men, son­dern…
(GKV-VStG) vom 22.12.2011, BGBl I 2983[↩]
vgl BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12 RdNr 22; BSGE 94, 181, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 2, RdNr 5; BSG SozR 4 – 2500 § 117 Nr 2 RdNr 8 mwN[↩]
BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12 RdNr 30; BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 19; BSGE 99, 218, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 3, RdNr 19; BSGE 85, 1, 5 und 7, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 31 f und 34; s auch BSGE 86, 121, 122 f, SozR 3 – 5520 § 24 Nr 4 S 15 f[↩]
BSGE 99, 218, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 3, RdNr 19 mwN[↩]
BSGE 110, 34, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 11, RdNr 20; BSGE 91, 253, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 1 RdNr 19; BSGE 85, 1, 6, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 32; vgl auch BSGE 109, 182, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 8, RdNr 23[↩]
s hier­zu BSGE 85, 1, 6, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 32 f; BSGE 91, 253, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 1 RdNr 19; BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 19; BSGE 110, 34, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 11, RdNr 20 f[↩]
vgl zB BSGE 110, 34, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 11, RdNr 20 mwN[↩]
s hier­zu etwa BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12 RdNr 28; BSGE 85, 1, 6, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 32 f; BSGE 91, 253, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 1 RdNr 28; zum Ver­hält­nis der pri­vat­recht­lich über­trag­ba­ren Pra­xis zur öffent­lich-recht­li­chen Zulas­sung vgl auch BSGE 86, 121, 122 ff, SozR 3 – 5520 § 24 Nr 4 S 15 ff[↩]
BSGE 85, 1, 5, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 32[↩]
vgl BSGE 99, 218, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 3, RdNr 19; BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 27; BSGE 91, 253, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 1 RdNr 22; aA Meschke in Bäune/​Meschke/​Rothfuß, Ärz­te-ZV, § 16b RdNr 67[↩]
BSGE 99, 218, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 3, RdNr 22; eben­so: BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 27[↩]
Kremer/​Wittmann, Ver­trags­ärzt­li­che Zulas­sungs­ver­fah­ren, 2012, S 147 mwN[↩]
BSGE 109, 182, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 8, RdNr 26[↩]
B 6 KA 2/​13 B[↩]
B 6 KA 42/​09 B – BeckRS 2010, 67009[↩]
vgl BSG Beschluss vom 05.06.2013 – B 6 KA 2/​13 B – ver­öf­fent­licht in Juris; BSG Beschluss vom 29.10.2009 – B 6 KA 42/​09 B – BeckRS 2010, 67009[↩]
BSGE 99, 218, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 3[↩]
zur Haf­tung der ent­sen­den­den Orga­ni­sa­ti­on vgl BGH Urteil vom 10.02.2011 – III ZR 37/​10 – BGHZ 188, 302; BGH Beschluss vom 12.04.2006 – III ZR 35/​05 – GesR 2006, 325; bezo­gen auf Ent­schei­dun­gen des Bewer­tungs­aus­schus­ses vgl BGH Urteil vom 14.03.2002 – III ZR 302/​00 – BGHZ 150, 172[↩]
vgl BGH Urteil vom 10.02.2011 – III ZR 310/​09 – GesR 2012, 363; BGH Urteil vom 14.12.2000 – III ZR 151/​99 – BGHZ 146, 153, 165; BGH Urteil vom 14.03.2002 – III ZR 302/​00 – BGHZ 150, 172, 181[↩]
in der Fas­sung des Geset­zes zur Ände­rung des Ver­trags­arzt­rechts und ande­rer Geset­ze – Ver­trags­arzt­rechts­än­de­rungs­ge­setz (VÄndG) vom 22.12.2006, BGBl I 3439[↩]
vgl zB Paw­li­ta in juris­PK – SGB V, 2. Aufl 2012, § 103 RdNr 100; Ber­ner in Eichenhofer/​Wenner, SGB V, § 103 RdNr 29 f; Hess in Kas­se­ler Komm, § 103 SGB V RdNr 34, 46[↩]
BT-Drs. 12/​3937 S 15, Zu Art 1 Nr 54[↩]
BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 17 ff[↩]
Grund­satz der Dritt­bin­dungs­wir­kung, BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 17[↩]
BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 25[↩]
BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 18[↩]
vgl BSGE 110, 43, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 9, RdNr 23; BSGE 91, 253, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 1 RdNr 27; BSGE 85, 1, 6 ff, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 33 f[↩]
vgl BSGE 99, 218, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 3, RdNr 19; BSGE 91, 253, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 1 RdNr 22[↩]
vgl Paß­mann, ZMGR 2013, 155, 158[↩]
BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12 RdNr 29 ff; vgl bereits BSGE 91, 253, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 1 RdNr 28; BSGE 85, 1, 6 f, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 33 f; eben­so: Schles­wig-Hol­stei­ni­sches LSG Beschluss vom 15.05.2008 – L 4 B 369/​08 KA ER , 33 f, GesR 2008, 432 ff; Paw­li­ta in juris­PK-SGB V, 2. Aufl 2012, § 103 RdNr 77; Zieg­ler in Hei­del­ber­ger Kom­men­tar – Arzt­recht, Kran­ken­haus­recht, Medi­zin­recht, Pra­xis­ver­äu­ße­rung RdNr 42; Hes­ral in Ehlers, Fort­füh­rung von Arzt­pra­xen, 3. Aufl 2009, RdNr 350; Fied­ler, NZS 2003, 574, 575[↩]
Beweg­grün­de, Wil­lens­rich­tung, ua[↩]
vgl zB zur Ermitt­lung des Zwecks der Ehe­schlie­ßung bei der sog Ver­sor­gungs­ehe: BSG Urteil vom 19.10.2011 – B 13 R 33/​11 R, RdNr 25; zur sog Hand­lungs­ten­denz bei der Prü­fung der ver­si­cher­ten Tätig­keit in der Unfall­ver­si­che­rung: BSG SozR 4 – 2700 § 8 Nr 44 RdNr 31; BSGE 111, 37, SozR 4 – 2700 § 2 Nr 20, RdNr 21 mwN; zum erfor­der­li­chen Ver­schul­den bei der Haf­tung des Arz­tes für einen "sons­ti­gen Scha­den" vgl BSG SozR 4 – 5545 § 23 Nr 2 RdNr 20[↩]
BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12 RdNr 26[↩]
BSGE 91, 253, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 1 RdNr 28; BSGE 85, 1, 6, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 32 f[↩]
BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12[↩]
B 6 KA 19/​12 R, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12[↩]
vgl Hes­ral in Ehlers, Fort­füh­rung von Arzt­pra­xen, 3. Aufl 2009, RdNr 350, der eine Fort­füh­rung für die Dau­er von zumin­dest eini­gen Quar­ta­len am glei­chen Ort für erfor­der­lich hält[↩]
BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12 RdNr 31; BSGE 109, 182, SozR 4 – 2500 § 103 Nr 8, RdNr 21; BSGE 85, 1, 5 und 7, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 31 f, 34[↩]
vgl BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12 RdNr 31; BSGE 85, 1, 4, SozR 3 – 2500 § 103 Nr 5 S 30[↩]
vgl zB zur Auf­ga­be von Radio­lo­gen, über­wei­sen­de Ärz­te bei der Aus­wahl der geeig­ne­ten Unter­su­chungs­me­tho­de zu bera­ten: BSG SozR 3 – 2500 § 135 Nr 16 S 89[↩]
BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 12 RdNr 48; BSGE 107, 147, SozR 4 – 2500 § 101 Nr 9, RdNr 39[↩]
ArztArztpraxisDritter WegVertragsarzt