Source: http://dedocz.com/doc/145145/einschulung-in-die--grundschule----staatliche-schulberatu..
Timestamp: 2016-12-08 09:54:18
Document Index: 139338821

Matched Legal Cases: ['Art 37', 'Art. 41', 'Art. 41', 'Art. 37', 'Art. 37', 'Art. 80', 'Art. 41', 'Art. 41', 'Art. 37', 'Art. 37', 'Art. 41', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 43', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 19', 'Art. 30', 'Art. 41', 'Art. 30', 'Art. 59', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 60', 'Art. 30', 'Art.37', 'EuG', 'Art. 41', 'Art.37', 'Art. 37', 'Art.37', 'Art. 37']

Einschulung in die Grundschule - Staatliche Schulberatung in Bayern
Schuljahr 2014/2015Bildungpdf1 985 KB
Ausgabe 21 - 17.10.14 bis 31.10.14 - Gemeinde RöglingBildungpdf1 322 KB
Liebe Mitglieder, während der Osterferien schließt unser Haus in derSeele and Geistpdf156 KB
Niederschrift - Stadt SchwarzenbekBildungpdf155 KB
Einschulung in die Grundschule - Staatliche Schulberatung in BayernEinbettenintegration code for your site or blogWidth: (Auto)
1. Von der Schulreife zur Schulf&auml;higkeit
Als sog. „kritisches Lebensereignis“ ist der Eintritt in die Grundschule ein wichtiger Schritt im
Leben eines jeden Kindes. Bisher &uuml;berwiegend aufgehoben im Scho&szlig;e der Familie, muss es
sich nun in einer neuen Sozialisationsinstanz behaupten. Den Eltern, Geschwistern und
Freunden waren die St&auml;rken und Schw&auml;chen des Kindes vertraut, hier wurde gelobt, gest&uuml;tzt, getr&ouml;stet. Den notwendigen Vergleich zum Entwicklungsfortschritt des eigenen Kindes
bildeten weniger die anderen Kinder (soziale Bezugsnorm), sondern der individuelle Zugewinn an Wissen und Handlungskompetenz beim Kind selbst, also die intraindividuelle Bezugsnorm. Selbst der Kindergarten hatte in der Regel gen&uuml;gend Freir&auml;ume, um die Eigenheiten der kleinen Pers&ouml;nlichkeiten weitgehend zu akzeptieren.
Schule ist anders. Ihr Erziehungs- und Bildungsauftrag ist klar definiert. Um die Durchl&auml;ssigkeit im staatlich anerkannten Schulsystem zu sichern und vorgegebene Bildungsabschl&uuml;sse
nicht zu gef&auml;hrden, sind die Inhalte je nach Schulart und Jahrgangsstufe weitgehend vorgegeben. Sie bauen aufeinander auf und setzen jeweils den erfolgreichen Abschluss der vorangegangenen Stufe voraus. Mehr Flexibilit&auml;t findet sich nur im privaten, genehmigten
Schulsystem, das allerdings ohne anerkannte Zeugnisberechtigung auskommen muss.
In der 1. Klasse Grundschule, also bei der Einschulung, bestehen die Voraussetzungen nat&uuml;rlich nicht in vorweg erworbenem schulischem Wissen. Hier handelt es sich vielmehr um
Kriterien, die den Begriff „Schulf&auml;higkeit“ mit Leben f&uuml;llen.
Noch bis vor ca. 10 Jahren wurde meistens von der „Schulreife“ eines Kindes gesprochen.
Das Bild eines reifen Apfels diente als Modell. Der Apfel (... das Kind) musste m&ouml;glichst so
lange am Baum h&auml;ngen bleiben, bis er vollreif war. Dann fiel er herunter. Diese endogene
Vorstellung implizierte, dass der Reifungsprozess haupts&auml;chlich etwas mit der Person des
Kindes zu tun hat, und er sich im Wesentlichen ohne &auml;u&szlig;ere Einwirkung vollzieht.
Die Einf&uuml;hrung des &ouml;kopsychologischen Modells und des Begriffs „Schulf&auml;higkeit“ ist ein
Paradigmenwechsel. Ihr liegt die Vorstellung einer optimalen Passung zugrunde. Eltern,
Schule und Kind bilden ein Dreieck, das sich wechselseitig beeinflusst – st&uuml;tzt oder auch
hemmt. Im Einzelnen beinhalten die drei Komponenten:
- das Kind mit seinen individuellen Lernvoraussetzungen, anlage- und umweltbedingt,
- das Elternhaus mit seinen f&ouml;rderlichen oder hemmenden M&ouml;glichkeiten,
- die Schule mit ihrem spezifischen Profil, ihrem Anspruchsniveau, ihren personellen M&ouml;glichkeiten.
Ein Beispiel soll das Zusammenwirken verdeutlichen:
Die f&uuml;nfj&auml;hrige Tina weist in ihrer Entwicklung eine starke Dyssynchronie auf. W&auml;hrend sie
intellektuell ihrer Altersgruppe weit voraus ist, zeigt sich ihre emotionale Stabilit&auml;t noch leicht
irritierbar. Sie braucht viel und oft Zuwendung, um sich in einer Gemeinschaft wohl zu f&uuml;hlen.
Im Hinblick auf die Modellvorstellung „Schulreife“ w&uuml;rde Tina noch nicht eingeschult werden.
Man w&uuml;rde abwarten, bis auch die Emotionalit&auml;t ausgereift ist. Unter der Vorgabe „Schulf&auml;higkeit“ wird gefragt, welche kompensatorischen Faktoren eine erfolgreiche Einschulung erm&ouml;glichen k&ouml;nnen, z.B. eine besonders kleine Klasse, die individuelle Betreuung erm&ouml;glicht;
oder g&uuml;nstige, h&auml;usliche Faktoren, die nachmitt&auml;gliche Zuwendung garantieren. Dadurch
k&ouml;nnen Schwachstellen aufgefangen werden und der Schulstart erfolgreich verlaufen. Ung&uuml;nstige Rahmenbedingungen k&ouml;nnten allerdings auch hier zu der Empfehlung „Schulkindergarten“ o.&auml;. f&uuml;hren.
Bedingungsfaktoren von allgemeiner Schulf&auml;higkeit
Was aber wird nun im Einzelnen unter „Schulf&auml;higkeit“ verstanden. Welche Kriterien sind f&uuml;r
einen Erfolg versprechenden Schulstart von Bedeutung? Die nachfolgende Grafik zeigt sieben wichtige S&auml;ulen.
Einschulung Dr. Helga Ulbricht, Staatliche Schulberatung M&uuml;nchen
Mimi ist
Mitsch&uuml;ler
Einschulung, Dr. Helga Ulbricht, Staatliche Schulberatung M&uuml;nchen
Entwicklung differenzierter
Sprachwahrnehmungsleistungen
Differenzierte, feinmotorische
Voraussetzungen f&uuml;r den erfolgreichen Schulstart beim Kind
1. K&ouml;rperlicher Entwicklungsstand
Wichtig bei der Einsch&auml;tzung des k&ouml;rperlichen Entwicklungsstandes ist das harmonische Gesamtbild, das Eltern, Kindergarten und Kinderarzt vom Kind haben. Richtwerte wie eine K&ouml;rpergr&ouml;&szlig;e von 1,20 +/- 11 cm oder eine Gewicht von 21 kg +/- 4 kg k&ouml;nnen immer nur die Grundlage bilden. Auch einsetzender Zahnwechsel und Gestaltwandel (die Proportionen ver&auml;ndern
sich, das Kind streckt sich) geh&ouml;ren zu den g&auml;ngigen Merkmalen. Die Grobmotorik sollte in der
Regel entwickelt sein: schulf&auml;hige Kinder k&ouml;nnen bereits auf einem Bein stehen, balancieren,
r&uuml;ckw&auml;rts gehen, einen gro&szlig;en Ball fangen, mit einem Bein schie&szlig;en und Bewegungsabl&auml;ufe
(z.B. Hampelmann) nachahmen. Bei Kindern, die noch nicht in der Lage sind, sich zielgerichtet
zu bewegen, k&ouml;nnen st&uuml;tzende Ma&szlig;nahmen (Ergotherapie, Krankengymnastik, Sonderturnen)
Verbesserungen bringen. Ein ausreichender k&ouml;rperlicher Entwicklungsstand ist nicht nur eine
gute Voraussetzung f&uuml;r die schulischen Anforderungen, sondern tr&auml;gt auch zum Selbstbewusstsein eines Kindes bei.
2. Differenzierte, feinmotorische Fertigkeiten
Im unmittelbaren Zusammenhang mit der Grobmotorik stehen die feinmotorischen Fertigkeiten.
Sie werden besonders in der Eingangsstufe der Grundschule vom Kind gefordert. In der Regel
leistet hier der Kindergarten gute Vorarbeit. Ein schulf&auml;higes Kind sollte mit der Schere sicher
umgehen k&ouml;nnen, einen Stift richtig halten, Fl&auml;chen ausmalen, Begrenzungen einhalten und
einfache Formen nachmalen k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus muss es sich alleine an- und ausziehen
k&ouml;nnen. Besonders das Malen kann nat&uuml;rlich von unterschiedlicher Qualit&auml;t sein, da nicht jedes
Kind gern malt.
3. Kognitive Lernvoraussetzungen
Hierunter werden intellektuelle F&auml;higkeiten verstanden, nicht aber ein bestimmtes Wissen, das
erst in der Schule vermittelt wird; das hei&szlig;t, ein schulf&auml;higes Kind muss nicht &uuml;ber Buchstabenkenntnisse verf&uuml;gen. Exemplarisch sollen hier einige Voraussetzungen genannt werden, die
den Schulstart erleichtern: Ein Kind sollte sich einfache Sachverhalte merken k&ouml;nnen (Merkf&auml;higkeit), eine Zahlenverst&auml;ndnis im Zahlenraum bis 5 besitzen (Entwicklung des Zahlbegriffs),
Wenn-dann-Beziehungen verstehen (schlussfolgerndes Denken), soziale Handlungsabl&auml;ufe
erkennen (soziale Intelligenz), mehrteilige Auftr&auml;ge ausf&uuml;hren und Farben und Formen erkennen k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus sollte es in kindgem&auml;&szlig;en Bereichen ein Erfahrungswissen haben.
4. Entwicklung differenzierter Sprachwahrnehmungsleistungen
F&uuml;r den Leselernprozess ist die differenzierte Laut- und Sprachwahrnehmung von besonderer
Bedeutung. Einzelne Laute, sp&auml;ter dann W&ouml;rter, m&uuml;ssen unterschieden werden k&ouml;nnen. Die
etwas sp&auml;ter einsetzende Rechtschreibung erfordert zudem ein phonematisches Geh&ouml;r, das
hei&szlig;t, auch die Reihenfolge einzelner Buchstaben muss herausgeh&ouml;rt werden k&ouml;nnen. Umgekehrt ist nat&uuml;rlich auch das Sprechverm&ouml;gen eines Kindes wichtig. Es muss deutlich sprechen
k&ouml;nnen. Sprechmotorische Leistungen haben einen gro&szlig;en Anteil an der Speicherung von
Laut- Wort- und Satzschemata. BREUER / WEUFFEN (1997) heben zudem die melodische und
rhythmische Differenzierungsf&auml;higkeit hervor. Sie unterst&uuml;tzen ebenfalls den Lese- und
5. Emotionale Stabilit&auml;t
Trotz hoher intellektueller Kapazit&auml;ten kann sich ein Schulanf&auml;nger in der neuen Klassengemeinschaft &auml;u&szlig;erst unwohl f&uuml;hlen. Das pers&ouml;nliche Wohlbefinden wirkt sich wiederum auf die
Lernbereitschaft und die langfristige Lernleistung aus. Daher sollte f&uuml;r einen gelungenen
Schulstart ein Kind auch &uuml;ber emotionale Stabilit&auml;t verf&uuml;gen. Im Einzelnen geh&ouml;ren dazu das
problemlose Abl&ouml;sen von vertrauten Personen (Mutter usw.), allgemeines Selbstvertrauen und
Ich-St&auml;rke, Frustrationstoleranz, Aufschieben von Bed&uuml;rfnissen, wenig &Auml;ngste.
Auch ein Schulanf&auml;nger kann nicht damit rechnen, dass er in jeder Phase des Unterrichts von
au&szlig;en motiviert wird. Grunds&auml;tzliches Interesse, Neugier und Freude an der Arbeit m&uuml;ssen
vom Kind ausgehen. Langfristige Lernprozesse erfordern zudem Ausdauer, Anstrengungsbereitschaft, Konzentration und zielstrebiges Vorgehen. Die Abh&auml;ngigkeit von einer extrinsischen
Verst&auml;rkung sollte sich mehr und mehr auf die Freude am Wissenszuwachs verlagern (intrinsische Verst&auml;rkung). &Auml;u&szlig;ere Verst&auml;rker (Bildchen, Stempel, Aktivit&auml;ten, Lob) sind in einer Klassengemeinschaft nicht immer greifbar.
Schulf&auml;hige Kinder k&ouml;nnen Kontakt zu anderen Kindern herstellen. Sie entwickeln ein Gesp&uuml;r
f&uuml;r den richtigen Umgang mit den Klassenkameraden. Nicht jedes Kind geht hier in gleicher
Weise vor, es gibt zur&uuml;ckhaltende und temperamentvolle Kinder, jedoch verf&uuml;gen beide &uuml;ber
Strategien, die die eigene Zufriedenheit in der Gruppe sichern. Kommt es zu Konflikten, so k&ouml;nnen diese weitgehend selbst&auml;ndig gel&ouml;st werden. Auf Erwachsene gehen schulf&auml;hige Kinder
offen, aber nicht distanzlos zu.
Die oben aufgezeigten S&auml;ulen vermitteln ein breit gef&auml;chertes Bild von den wesentlichen Voraussetzungen eines schulf&auml;higen Kindes. Im Regelfall wird ein Kind viele dieser Forderungen
bereits erf&uuml;llen, teilweise aber auch erst im Zusammenhang mit der Einschulung erwerben, erweitern und sichern. In der Schulf&auml;higkeitsdiagnostik geht es immer um die Einsch&auml;tzung der
Gesamtpers&ouml;nlichkeit, und das im Hinblick auf die beiden anderen Determinanten: Elternhaus
2. Schulrechtliche Situation
In Bayern ist das Einschulungsalter gesetzlich geregelt. Kinder, die bis zum 30. September
desselben Jahres das 6. Lebensjahr erreicht haben oder bereits einmal von der Aufnahme in
die Grundschule zur&uuml;ckgestellt wurden, m&uuml;ssen zum Schulbesuch angemeldet werden.
Kinder, die in den Monaten Oktober, November, Dezember desselben Jahres das 6. Lebensjahr erreichen, k&ouml;nnen zum Schulbesuch angemeldet werden. Kinder, die erst ab dem 1.1. des
Folgejahres das 6. Lebensjahr erreichen, k&ouml;nnen ebenfalls angemeldet werden, ben&ouml;tigen
aber ein schulpsychologisches Gutachten, das in Zusammenhang mit der Schulanmeldung
Art 37 Bay EUG
(1) 1 Mit Beginn des Schuljahres werden alle Kinder schulpflichtig, die bis zum 30. September
sechs Jahre alt werden oder bereits einmal von der Aufnahme in die Grundschule zur&uuml;ckgestellt wurden. 2 Ferner wird auf Antrag der Erziehungsberechtigten ein Kind schulpflichtig,
wenn zu erwarten ist, dass das Kind voraussichtlich mit Erfolg am Unterricht teilnehmen kann. 3
Bei Kindern, die nach dem 31. Dezember sechs Jahre alt werden, ist zus&auml;tzliche Voraussetzung f&uuml;r die Aufnahme in die Grundschule, dass in einem schulpsychologischen Gutachten
die Schulf&auml;higkeit best&auml;tigt wird.
Es besteht ebenfalls die M&ouml;glichkeit, ein Kind erst ein Jahr sp&auml;ter einzuschulen. F&uuml;r Kinder, die
schulpflichtig sind, ist dazu eine Zur&uuml;ckstellung durch die Schulleitung der Grundschule erforderlich.
(2) 1 Ein Kind, das am 30. September mindestens sechs Jahre alt ist, kann f&uuml;r ein Schuljahr
von der Aufnahme in die Grundschule zur&uuml;ckgestellt werden, wenn zu erwarten ist, dass
das Kind voraussichtlich erst ein Schuljahr sp&auml;ter mit Erfolg oder nach Ma&szlig;gabe von Art. 41
Abs. 1 am Unterricht der Grundschule teilnehmen kann. 2 Die Zur&uuml;ckstellung soll vor Aufnahme
des Unterrichts verf&uuml;gt werden; sie ist noch bis zum 30. November zul&auml;ssig, wenn sich erst
innerhalb dieser Frist herausstellt, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zur&uuml;ckstellung gegeben
sind. 3 Die Zur&uuml;ckstellung ist nur einmal zul&auml;ssig; Art. 41 Abs. 2 bleibt unber&uuml;hrt. 4 Vor der
Entscheidung hat die Schule die Erziehungsberechtigten zu h&ouml;ren. 5
Die Grundschulordnung (GrSO, September 2014) sieht folgende Regelungen zur Einschulung
„&sect; 21
(1) Ein Kind, das nach Art. 37 BayEUG schulpflichtig wird oder werden soll, ist von den Erziehungsberechtigten zum Anmeldetermin an der &ouml;ffentlichen Grundschule, in deren Sprengel es seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt hat, oder an einer privaten Grundschule anzumelden,
soweit nicht eine unmittelbare Anmeldung am F&ouml;rderzentrum nach den Bestimmungen der
Volksschulordnung – F (VSO-F) erfolgt. …
(2) Der Anmeldetermin soll im April liegen. Ort und Zeit werden von der Schulleiterin oder
dem Schulleiter, in Gemeinden und Schulverb&auml;nden mit mehreren &ouml;ffentlichen Grundschulen
von der dienst&auml;ltesten Schulleiterin oder vom dienst&auml;ltesten Schulleiter, in kreisfreien Gemeinden vom Staatlichen Schulamt festgesetzt und orts&uuml;blich bekannt gemacht.
(3) Mindestens eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter soll mit dem Kind
pers&ouml;nlich zur Schulanmeldung kommen und die notwendigen Angaben zur Person des Kindes machen, die erforderlichenfalls durch entsprechende Urkunden zu belegen sind;
bei Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache sind auch Angaben &uuml;ber einen Besuch
eines Kindergartens oder eines Vorkurses gem&auml;&szlig; Art. 37a BayEUG zu machen. Informationen der Kindertageseinrichtungen zu dem Kind d&uuml;rfen nur mit Einverst&auml;ndnis der Erziehungsberechtigten oder durch die Erziehungsberechtigten an die Schule weitergegeben werden. 3Ein
in einem Heim untergebrachtes Kind kann von der Heimleitung angemeldet werden.
Die Erziehungsberechtigten haben zur Schulanmeldung einen Nachweis &uuml;ber eine Schuleingangsuntersuchung nach Art. 80 Satz 1 BayEUG mitzubringen oder bis Schuljahresbeginn
nachzureichen; die Erziehungsberechtigten sollen die Schule informieren, soweit diese
Untersuchung Feststellungen erbracht hat, die f&uuml;r die Unterrichtsgestaltung und das Schulleben
Die Schule kann die Teilnahme an einem Verfahren zur Feststellung der Schulf&auml;higkeit
verlangen. …
Stellt die Schule fest, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Unterrichtung an der Grundschule
nach Art. 41 Abs. 1 BayEUG nicht gegeben sind, lehnt sie die Aufnahme des Kindes schriftlich ab und empfiehlt den Erziehungsberechtigten eine Anmeldung an dem voraussichtlich zust&auml;ndigen F&ouml;rderzentrum. Wollen die Erziehungsberechtigten weiterhin die Aufnahme an der Grundschule, legt die Schulleiterin oder der Schulleiter die Angelegenheit dem
Staatlichen Schulamt vor; … Bleibt zweifelhaft, ob die Voraussetzungen f&uuml;r einen Besuch der
Grundschule … gegeben sind, kann die Grundschule das Kind zun&auml;chst bis zu drei Monate
probeweise aufnehmen und nach Ablauf der Probezeit abschlie&szlig;end entscheiden.
(4) Ein Kind mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf kann auch bei Vorliegen der Voraussetzungen gem&auml;&szlig; Art. 41 Abs. 5 BayEUG f&uuml;r ein Schuljahr von der Aufnahme in die Grundschule
zur&uuml;ckgestellt werden, wenn nach diesem Zeitraum zu erwarten ist, dass eine Unterrichtung an
der Grundschule voraussichtlich erfolgen kann. Bei der Entscheidung &uuml;ber die Zur&uuml;ckstellung
k&ouml;nnen die Mobilen Sonderp&auml;dagogischen Dienste einbezogen werden.
… Eine zweite Zur&uuml;ckstellung ist mit einem sonderp&auml;dagogischen Gutachten zu begr&uuml;nden.
(5) Ein Antrag auf vorzeitige Einschulung nach Art. 37 Abs. 1 Satz 2 BayEUG ist sp&auml;testens
bei der Schulanmeldung zu stellen. Die Erziehungsberechtigten k&ouml;nnen ein auf Antrag aufgenommenes Kind nach dem 31. Juli nicht mehr abmelden.
(6) Der Tr&auml;ger einer privaten Grundschule hat die Aufnahme eines Kindes der &ouml;ffentlichen
Grundschule mitzuteilen, in deren Sprengel das Kind seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt hat
(7) Ein Kind, das nach Beginn der Vollzeitschulpflicht seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt in Bayern
nimmt, ist unverz&uuml;glich anzumelden; Abs. 5 gilt entsprechend.“
Einschulung von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache (Bay EUG, Art. 37a)
(1) Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache, bei denen nicht mindestens eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter deutschsprachiger Herkunft ist, nehmen im ersten
Halbjahr des Kalenderjahres, das dem Jahr des Eintritts der Vollzeitschulpflicht vorangeht, an
einer Sprachstandserhebung im Kindergarten oder in einem Haus f&uuml;r Kinder teil. Besucht
das Kind weder einen Kindergarten noch ein Haus f&uuml;r Kinder, f&uuml;hrt die Sprachstandserhebung
die Grundschule durch, in der die Schulpflicht voraussichtlich zu erf&uuml;llen ist.
(2) Kinder, die nach dem Ergebnis der Sprachstandserhebung nicht &uuml;ber hinreichende
Deutschkenntnisse verf&uuml;gen, die f&uuml;r eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der Grundschule notwendig sind, sollen einen Vorkurs zur F&ouml;rderung der deutschen Sprache besuchen.
(3) Die zust&auml;ndige Grundschule kann ein Kind, das weder einen Kindergarten bzw. ein Haus f&uuml;r
Kinder noch einen Vorkurs nach Abs. 2 besucht hat und bei dem im Rahmen der Schulanmeldung festgestellt wird, dass es nicht &uuml;ber die notwendigen Deutschkenntnisse verf&uuml;gt, von
der Aufnahme zur&uuml;ckstellen und das Kind verpflichten, im n&auml;chsten Schuljahr einen Kindergarten bzw. ein Haus f&uuml;r Kinder mit integriertem Vorkurs zu besuchen.
Einschulung auf Antrag der Eltern und vorzeitige Einschulung
Kinder, die im Oktober, November oder Dezember das sechste Lebensjahr erreichen, k&ouml;nnen
auf Antrag der Eltern (sp&auml;testens bei der Schulanmeldung) eingeschult werden. Die Schule hat
die M&ouml;glichkeit, die Schulf&auml;higkeit zu &uuml;berpr&uuml;fen.
Kinder, die erst nach dem 31. Dezember des laufenden Jahres sechs Jahre alt werden, ben&ouml;tigen ein schulpsychologisches Gutachten. Auch hier ist der Antrag sp&auml;testens bei der Schulanmeldung zu stellen. Der Schule bzw. den untersuchenden Schulpsychologen muss ausreichend
Zeit zur Verf&uuml;gung stehen, um Schuleingangstests im Einzelverfahren und als Gruppentests
durchzuf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Eine nachtr&auml;gliche Organisation von Gruppentestverfahren ist in der
Regel nach Abschluss der Schulanmeldung nicht mehr m&ouml;glich.
Schulpflicht bei sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf und bei Krankheit (BayEUG
Kinder mit voraussichtlich erh&ouml;htem F&ouml;rderbedarf oder sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf
werden regul&auml;r an der Grundschule oder einer Schule mit dem Schulprofil „Inklusion“
angemeldet. Die direkte Anmeldung an einem F&ouml;rderzentrum sollte v.a. dann erfolgen, wenn
bereits eine schulvorbereitende Einrichtung (SVE) besucht wurde und eine entsprechende
Schullaufbahnempfehlung vorliegt. Die Aufnahme am F&ouml;rderzentrum setzt ein sonderp&auml;dagogisches Gutachten voraus.
Die notwendigen F&ouml;rderma&szlig;nahmen bzw. der F&ouml;rderort werden von der einschreibenden
Grundschule oder im Fall einer geplanten &Uuml;berweisung an ein F&ouml;rderzentrum in einem sonderp&auml;dagogischen Gutachten festgelegt.
Art. 41 BayEUG
(1) 1Schulpflichtige mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf erf&uuml;llen ihre Schulpflicht
durch den Besuch der allgemeinen Schule oder der F&ouml;rderschule. 2Die F&ouml;rderschule kann
besucht werden, sofern die Sch&uuml;lerin oder der Sch&uuml;ler einer besonderen sonderp&auml;dagogischen
F&ouml;rderung bedarf, ansonsten nur im Rahmen der offenen Klassen nach Art. 30 a Abs. 7 Nr. 3.
Die Erziehungsberechtigten entscheiden, an welchem der im Einzelfall rechtlich und tats&auml;chlich zur Verf&uuml;gung stehenden schulischen Lernorte ihr Kind unterrichtet werden soll; …
(3) 1Die Erziehungsberechtigten eines Kindes mit festgestelltem oder vermutetem sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf sollen sich rechtzeitig &uuml;ber die m&ouml;glichen schulischen Lernorte
an einer schulischen Beratungsstelle informieren. 2Zu der Beratung k&ouml;nnen weitere Personen,
z. B. der Schulen, der Mobilen Sonderp&auml;dagogischen Dienste sowie der Sozial- oder Jugendhilfe, beigezogen werden.
(4) 1Die Erziehungsberechtigten melden ihr Kind unter Beachtung der schulartspezifischen
Regelungen f&uuml;r Aufnahme und Schulwechsel (Art. 30 a Abs. 5 Satz 2, Art. 30 b Abs. 2 Satz 3
und Abs. 3 Satz 2) an der Sprengelschule, einer Schule mit dem Schulprofil „Inklusion“
oder an der F&ouml;rderschule an. 2Die Aufnahme an der F&ouml;rderschule setzt die Erstellung
eines sonderp&auml;dagogischen Gutachtens voraus. 3Sofern nach Einsch&auml;tzung der Schule ein
Ausnahmefall des Abs. 5 vorliegt oder die Voraussetzungen der Art. 30 a Abs. 4, Art. 30 b
Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3 Satz 2 oder Art. 43 Abs. 2 und 4 nicht erf&uuml;llt sind, unterrichtet die
Schule die Erziehungsberechtigten dar&uuml;ber, das Kind nicht aufzunehmen.
(5) Kann der individuelle sonderp&auml;dagogische F&ouml;rderbedarf an der allgemeinen Schule
auch unter Ber&uuml;cksichtigung des Gedankens der sozialen Teilhabe nach Aussch&ouml;pfung der an
der Schule vorhandenen Unterst&uuml;tzungsm&ouml;glichkeiten sowie der M&ouml;glichkeit des Besuchs einer
Schule mit dem Schulprofil „Inklusion“ nicht hinreichend gedeckt werden und
1. ist die Sch&uuml;lerin oder der Sch&uuml;ler dadurch in der Entwicklung gef&auml;hrdet oder
2. beeintr&auml;chtigt sie oder er die Rechte von Mitgliedern der Schulgemeinschaft erheblich,
besucht die Sch&uuml;lerin oder der Sch&uuml;ler die geeignete F&ouml;rderschule.
(6) 1Kommt keine einvernehmliche Aufnahme zustande, entscheidet die zust&auml;ndige
Schulaufsichtbeh&ouml;rde nach Anh&ouml;rung der Erziehungsberechtigten und der betroffenen Schulen &uuml;ber den schulischen Lernort. 2Sie kann ihre Lernortentscheidung auch zeitlich begrenzt
aussprechen. 3Das N&auml;here einschlie&szlig;lich der Einholung eines sonderp&auml;dagogischen, &auml;rztlichen
oder schulpsychologischen Gutachtens sowie der Beauftragung einer Fachkommission regeln
die Schulordnungen.
(7) 1&Uuml;ber eine Zur&uuml;ckstellung von Kindern mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf entscheidet die Grundschule oder die F&ouml;rderschule, sofern das Kind dort angemeldet wurde.
Die Grundschule kann sich von der F&ouml;rderschule beraten lassen. 3Eine zweite Zur&uuml;ckstellung
von der Aufnahme kann nur in besonderen Ausnahmef&auml;llen erfolgen; sie kann mit Empfehlungen zur F&ouml;rderung verbunden werden. 4Die F&ouml;rderschule ist zu beteiligen, sofern die Grundschule die von den Erziehungsberechtigten gew&uuml;nschte Zur&uuml;ckstellung ablehnt oder die Erziehungsberechtigten eine zweite Zur&uuml;ckstellung beantragen. 5Das N&auml;here bestimmen die Schulordnungen.
Art. 30a BayEUG
Zusammenarbeit von Schulen und kooperatives Lernen
(3) 1Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit und ohne sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf k&ouml;nnen gemeinsam in Schulen aller Schularten unterrichtet werden. 2Die allgemeinen Schulen werden
bei ihrer Aufgabe, Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf zu unterrichten, von den F&ouml;rderschulen unterst&uuml;tzt.
(4) Die Aufnahme von Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf in
den F&ouml;rderschwerpunkten Sehen, H&ouml;ren sowie k&ouml;rperliche und motorische Entwicklung in die
allgemeine Schule bedarf der Zustimmung des Schulaufwandstr&auml;gers; die Zustimmung
kann nur bei erheblichen Mehraufwendungen verweigert werden.
(5) 1Ein sonderp&auml;dagogischer F&ouml;rderbedarf begr&uuml;ndet nicht die Zugeh&ouml;rigkeit zu einer
bestimmten Schulart. 2Schulartspezifische Regelungen f&uuml;r die Aufnahme, das Vorr&uuml;cken, den
Schulwechsel und die Durchf&uuml;hrung von Pr&uuml;fungen an weiterf&uuml;hrenden Schulen bleiben unber&uuml;hrt. 3Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf m&uuml;ssen an der allgemeinen Schule die Lernziele der besuchten Jahrgangsstufe nicht erreichen, soweit keine
schulartspezifischen Voraussetzungen bestehen. 4Die Festschreibung der Lernziele der
Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf durch einen individuellen
F&ouml;rderplan sowie den Nachteilsausgleich regeln die Schulordnungen. 5Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, die auf Grund ihres sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderbedarfs die Lernziele der Haupt- bzw.
Mittelschulen und Berufsschulen nicht erreichen, erhalten ein Abschlusszeugnis ihrer Schule mit einer Beschreibung der erreichten individuellen Lernziele sowie eine Empfehlung
&uuml;ber M&ouml;glichkeiten der beruflichen Eingliederung und zum weiteren Bildungsweg.
1. Kooperationsklassen:
In Kooperationsklassen der Volksschulen und Berufsschulen wird eine Gruppe von Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf zusammen mit Sch&uuml;lerinnen und
Sch&uuml;lern ohne sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderbedarf gemeinsam unterrichtet. Dabei erfolgt eine
stundenweise Unterst&uuml;tzung durch die Mobilen Sonderp&auml;dagogischen Dienste.
2. Partnerklassen:
Partnerklassen der F&ouml;rderschule oder der allgemeinen Schule kooperieren mit einer Partnerklasse der jeweils anderen Schulart. Formen des gemeinsamen, regelm&auml;&szlig;ig lernzieldifferenten
Unterrichts sind darin enthalten. Gleiches gilt f&uuml;r Partnerklassen verschiedener F&ouml;rderschularten.
3. Offene Klassen der F&ouml;rderschule:
In offenen Klassen der F&ouml;rderschule, in denen auf der Grundlage der Lehrpl&auml;ne der allgemeinen Schule unterrichtet wird, k&ouml;nnen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler ohne sonderp&auml;dagogischen
F&ouml;rderbedarf unterrichtet werden. Voraussetzung ist, dass kein Mehrbedarf hinsichtlich des
ben&ouml;tigten Personals und der ben&ouml;tigten R&auml;ume entsteht. Im Rahmen der zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel k&ouml;nnen die Schulaufsichtsbeh&ouml;rden bei F&ouml;rderzentren mit den F&ouml;rderschwerpunkten Sehen, H&ouml;ren oder k&ouml;rperliche und motorische Entwicklung in Abweichung von Satz 2
Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler ohne F&ouml;rderbedarf bis zu 20 v. H. der vom Staatsministerium festgelegten Sch&uuml;lerh&ouml;chstzahl je Klasse bei der Klassenbildung ber&uuml;cksichtigen.
Art. 30b BayEUG:
(2) 1Einzelne Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf, die die allgemeine Schule, insbesondere die Sprengelschule, besuchen, werden unter Beachtung ihres
F&ouml;rderbedarfs unterrichtet. 2Sie werden nach Ma&szlig;gabe der Art. 19 und 21 durch die Mobilen
Sonderp&auml;dagogischen Dienste unterst&uuml;tzt. 3Art. 30 a Abs. 4, 5 und 8 Satz 1 gelten entsprechend.
(3) 1Schulen k&ouml;nnen mit Zustimmung der zust&auml;ndigen Schulaufsichtsbeh&ouml;rde und der beteiligten Schulaufwandstr&auml;ger das Schulprofil „Inklusion“ entwickeln. 2Eine Schule mit dem Schulprofil „Inklusion“ setzt auf der Grundlage eines gemeinsamen Bildungs- und Erziehungskonzepts in
Unterricht und Schulleben individuelle F&ouml;rderung im Rahmen des Art. 41 Abs. 1 und 5 f&uuml;r alle
Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler um; Art. 30 a Abs. 4 bis 6 gelten entsprechend. 3Unterrichtsformen
und Schulleben sowie Lernen und Erziehung sind auf die Vielfalt der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler
mit und ohne sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf auszurichten. 4Den Bed&uuml;rfnissen der Kinder
und Jugendlichen mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf wird in besonderem Ma&szlig;e Rechnung getragen. 5Das Staatsministerium f&uuml;r Unterricht und Kultus wird erm&auml;chtigt, das N&auml;here
(4) 1In Schulen mit dem Schulprofil, Inklusion‘ werden Lehrkr&auml;fte der F&ouml;rderschule in das Kollegium der allgemeinen Schule eingebunden und unterliegen den Weisungen der Schulleiterin
oder des Schulleiters; Art. 59 Abs. 1 gilt entsprechend. 2Die Lehrkr&auml;fte der allgemeinen Schule
gestalten in Abstimmung mit den Lehrkr&auml;ften f&uuml;r Sonderp&auml;dagogik und gegebenenfalls weiteren
Fachkr&auml;ften die Formen des gemeinsamen Lernens. 3Die Lehrkr&auml;fte f&uuml;r Sonderp&auml;dagogik beraten die Lehrkr&auml;fte, die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler sowie die Erziehungsberechtigten und diagnostizieren den sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderbedarf. 4Sie f&ouml;rdern Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit
sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf und unterrichten in Klassen mit Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern
ohne und mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf. 5Der fachliche Austausch zwischen allgemeiner Schule und F&ouml;rderschule ist zu gew&auml;hrleisten. 6Hinsichtlich der m&ouml;glichen Unterst&uuml;tzung durch Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter gilt Art. 30 a Abs. 8 Satz 1 entsprechend;
sind mehrere Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler einer Klasse pflegebed&uuml;rftig gilt Art. 30 a Abs. 8 Satz 2
(5) 1F&uuml;r Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit sehr hohem sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderbedarf k&ouml;nnen
in Schulen mit dem Schulprofil „Inklusion“ Klassen gebildet werden, in denen sie im gemeinsamen Unterricht durch eine Lehrkraft der allgemeinen Schule und eine Lehrkraft f&uuml;r Sonderp&auml;dagogik unterrichtet werden. 2Die Lehrkraft f&uuml;r Sonderp&auml;dagogik kann durch sonstiges Personal
unterst&uuml;tzt bzw. teilweise nach Ma&szlig;gabe der Art. 60 Abs. 2 S&auml;tze 1 und 2 ersetzt werden.
Diese Klassen bed&uuml;rfen der Zustimmung des Schulaufwandstr&auml;gers und der Regierung.
Anmelde- und Aufnahmeverfahren an der F&ouml;rderschule (VSO-F)
Ein Kind mit sehr hohem sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderbedarf kann von den Erziehungsberechtigten unmittelbar an der Volksschule zur sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderung angemeldet werden,
wenn auf Grund von Stellungnahmen aus der vorschulischen F&ouml;rderung …. Zwingend nur eine
Beschulung an einer F&ouml;rderschule in Betracht kommt. …
&sect; 28 VSO-F
(1) Die Anmeldung erfolgt an einer &ouml;ffentlichen oder an einer privaten Volksschule zur sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderung mit dem F&ouml;rderschwerpunkt, in dem der wesentliche F&ouml;rderbedarf
des Kindes liegt; die Erziehungsberechtigten sind von der Schule nachweislich &uuml;ber die M&ouml;glichkeit eines gemeinsamen Unterrichts und Schullebens nach Art. 30a und 30b BayEUG zu
informieren. Soll eine Aufnahme an eine &ouml;ffentliche Volksschule zur sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderung erfolgen, ist die Anmeldung an der Schule vorzunehmen, in deren Sprengel das Kind
seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt hat.
(4) Nach der Anmeldung sind in einem sonderp&auml;dagogischen Gutachten der Volksschule zur
sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderung unter Verwendung geeigneter Diagnoseverfahren der sonderp&auml;dagogische F&ouml;rderbedarf des Kindes zu beschreiben, die erforderlichen F&ouml;rderma&szlig;nahmen aufzuzeigen und eine Empfehlung f&uuml;r den geeigneten schulischen F&ouml;rderort zu geben;
gegebenenfalls kann eine Zur&uuml;ckstellung von der Aufnahme empfohlen werden. ….
(6) Stimmen die Erziehungsberechtigten eine auf Grund des diagnostizierten sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderbedarfs gebotenen Aufnahme ihres Kindes in der Volksschule zur sonderp&auml;dagogischen F&ouml;rderung nicht zu, k&ouml;nnen sie eine m&uuml;ndliche Er&ouml;rterung im Staatlichen Schulamt
beantragen. …
(7) Kann in dem Verfahren nach Abs.6 kein Einvernehmen mit den Erziehungsberechtigten erreicht werden, k&ouml;nnen diese eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Feststellungen und Empfehlungen des sonderp&auml;dagogischen Gutachtens durch eine &uuml;ber&ouml;rtliche, unabh&auml;ngige Fachkommission verlangen. Die Kommission wird f&uuml;r den Einzelfall von der zust&auml;ndigen Regierung einberufen. …
3. Verlaufserfahrung
Das Alter eines Kindes ist nur eine von mehreren Gr&ouml;&szlig;en, die die Schulf&auml;higkeit beeinflussen. Daher ist ein gewisser Spielraum in Bezug auf die Altersgrenze bei der Einschulung nur
konsequent. Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren k&ouml;nnen einen &auml;hnlichen Entwicklungsstand in
Bezug auf die Schulf&auml;higkeit aufweisen. Die Beobachtungen und Wahrnehmungen der Eltern und der Kinderg&auml;rtnerinnen geben in der Regel den Ansto&szlig;, &uuml;ber eine Einschulung
nachzudenken. Bewertet werden sollten die intellektuelle, soziale und emotionale Entwicklung eines Kindes. Allerdings sollten auch die schulischen Rahmenbedingungen mit einbezogen werden. Kleine Klassen und sch&uuml;lerorientiertes Unterrichten erleichtert auch j&uuml;ngeren
Kindern die Integration in eine Klassengemeinschaft. Wenn die Einschulungsentscheidung
auf der Grundlage einer fundierten Beratung getroffen wurde, ist die Prognose f&uuml;r den schulischen Erfolg sehr g&uuml;nstig.
In Zweifelsf&auml;llen trifft die Entscheidung &uuml;ber die Einschulung die Schulleitung auf der
Grundlage der gesammelten Informationen aus Gespr&auml;chen, Beobachtungen und Testverfahren. Im abschlie&szlig;enden Beratungsgespr&auml;ch liegt der Schwerpunkt nicht auf der Mitteilung
einer bereits getroffenen Entscheidung, sondern auf der gemeinsamen Sorge um das Wohlergehen des Kindes. Die Schulleitung, die Beratungslehrkraft, ggf. der Schulpsychologe und
die Eltern suchen nach dem im Augenblick besten Weg f&uuml;r das Kind. Transparenz in der
Entscheidungsfindung seitens der Schule bedeutet f&uuml;r die Eltern ein Mittragen der Verantwortung. &Uuml;ber die am Kind orientierte Datenerhebung hinaus (s. o.) geh&ouml;rt eine Einsch&auml;tzung der schulischen Rahmenbedingungen auch zur Entscheidungsfindung, da Schulf&auml;higkeit stets in Abh&auml;ngigkeit vom Anforderungsniveau steht.
Hinweise zur &auml;rztlichen Schuleingangsuntersuchung
Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien f&uuml;r Umwelt und
Gesundheit und f&uuml;r Unterricht und Kultus vom 12. November 2010
Az.: 33b-G8224-2010/10-14 und IV 4-5S4363-6-11357
2.1 Die Schuleingangsuntersuchung erfolgt auch bei Kindern, bei denen die Personensorgeberechtigten erw&auml;gen, einen Antrag auf Zur&uuml;ckstellung zu stellen. Erfolgt keine Einschulung im folgenden Schuljahr, so muss den Kindern nur bei Auff&auml;lligkeiten im Schuleingangsscreening oder der schul&auml;rztlichen Untersuchung, sowie bei einer Ver&auml;nderung des
Gesundheitszustands, eine zweite Untersuchung angeboten werden.
2.2 Personensorgeberechtigte, die eine vorzeitige Einschulung ihres Kinds beabsichtigen,
erhalten von der Schule die Information, dass ihr Kind an der Schuleingangsuntersuchung
teilnehmen muss. Sie werden aufgefordert, sich bei der unteren Beh&ouml;rde f&uuml;r Gesundheit,
Veterin&auml;rwesen, Ern&auml;hrung und Verbraucherschutz zu melden.
Die Einladung zur Schuleingangsuntersuchung erfolgt erst im Jahr vor der regul&auml;ren
Schulpflicht (die Kinder besuchen dann evtl. schon die erste Klasse). Haben diese Kinder
bereits im Vorjahr an der Schuleingangsuntersuchung teilgenommen, so haben sie ihre Teilnahmepflicht erf&uuml;llt.
2.3 Die Personensorgeberechtigten werden von den Gesundheits&auml;mtern zum Untersuchungstermin ihres
Kinds mit der Bitte um Anwesenheit schriftlich eingeladen. Bei der Untersuchung d&uuml;rfen weitere Personen nur auf Wunsch der Personensorgeberechtigten oder mit deren Einwilligung
zugegen sein oder soweit dies zur ordnungsgem&auml;&szlig;en Durchf&uuml;hrung der Untersuchung notwendig ist.
2.4 Die Teilnahme an der Fr&uuml;herkennungsuntersuchung U9 ist nachzuweisen. Dies
kann beispielsweise durch Vorlage des gelben Kinderuntersuchungshefts, eines &auml;rztlichen Attests oder einer beglaubigten Kopie erfolgen. Eine einfache Kopie ist nicht ausreichend, weil dann F&auml;lschungen nicht ausgeschlossen werden k&ouml;nnen. Eventuell anfallende
Kosten f&uuml;r diesen Nachweis (beispielsweise durch Ausfertigung eines &auml;rztlichen Attests) sind
von den Personensorgeberechtigten selbst zu tragen. Die Personensorgeberechtigten sind
f&uuml;r den Fall einer fehlenden U9 auf die Notwendigkeit einer erg&auml;nzenden schul&auml;rztlichen
Untersuchung hinzuweisen.
2.5 Eine &auml;rztliche Untersuchung, die entsprechend den Richtlinien &uuml;ber die Fr&uuml;herkennung
von Krankheiten bei Kindern bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs („Kinderrichtlinien“) anstatt der Fr&uuml;herkennungsuntersuchung U9 durchgef&uuml;hrt worden ist, wird anerkannt.
Dies gilt f&uuml;r Untersuchungen au&szlig;erhalb des Zeitfensters f&uuml;r die Fr&uuml;herkennungsuntersuchung U9 (60–64 Monate) oder f&uuml;r Kinder, die im Ausland leben bzw. aus dem Ausland zugezogen sind. Eine entsprechende Bescheinigung ist bei den unteren Beh&ouml;rden f&uuml;r Gesundheit, Veterin&auml;rwesen, Ern&auml;hrung und Verbraucherschutz vorzulegen. Diese Untersuchung
ersetzt nicht die Teilnahme am Schuleingangsscreening.
2.6 Die Einladung und die Mahnungen zur Schuleingangsuntersuchung sowie die Mitteilung
&uuml;ber das Untersuchungsergebnis an die Schule erfolgen mit verbindlichen Formularen.
2.7 Schulrelevante Befunde werden von den unteren Beh&ouml;rden f&uuml;r Gesundheit, Veterin&auml;rwesen, Ern&auml;hrung und Verbraucherschutz an die Schulleitung &uuml;bermittelt. Bei schulrelevanten Befunden handelt es sich zum Beispiel um hochgradige Beeintr&auml;chtigungen der
Seh- und H&ouml;rf&auml;higkeit oder Rollstuhlpflichtigkeit. Auf &sect; 8 Abs. 2 Satz 2 Schulgespfl V
wird hingewiesen. Die unteren Beh&ouml;rden f&uuml;r Gesundheit, Veterin&auml;rwesen, Ern&auml;hrung und
Verbraucherschutz weisen die Personensorgeberechtigten darauf hin, dass chronische
Erkrankungen und andere Befunde des Kinds der Schule zum Wohle des Kinds mitgeteilt werden sollen. Eine entsprechende Mitteilung an die Schulleitung kann durch die unteren Beh&ouml;rden f&uuml;r Gesundheit, Veterin&auml;rwesen, Ern&auml;hrung und Verbraucherschutz erfolgen,
sofern die Personensorgeberechtigten schriftlich zugestimmt haben. Bestehen begr&uuml;ndete
Zweifel an der F&auml;higkeit des Kinds, eine Regelschule zu besuchen, so wird den Personensorgeberechtigten empfohlen, sich &uuml;ber die Aufnahme des Kinds in der Schule besonders
Aufnahme in die Grundschule zum Schuljahr 2015/2016 (Anmeldung im April 2015)
a) regul&auml;r
b) auf Antrag
b) auf Antrag mit Gutachten
bis 30.09. geborene Kinder
f&uuml;r alle im Oktober, November und Dezember geb. Kinder
ab 1.1. des Folgejahres geborene Kinder
Erreichen das 7. Lebensjahr:
vom 30.9. des Vorjahres
bis zum 30.9. des laufenden Jahres. (BayEUG
Art.37 Abs.2)
Hier ist in der Regel keine weitere Zur&uuml;ckstellung m&ouml;glich. Bei weiterer, mangelnder Schulf&auml;higkeit kann der sonderp&auml;dagogische F&ouml;rderbedarf &uuml;berpr&uuml;ft werden.
&Uuml;ber eine Zur&uuml;ckstellung
von Kindern mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf entscheiden die
GS oder die F&ouml;S. Eine
zweite Zur&uuml;ckstellung
kann nur in bes. Ausnahmef&auml;llen erfolgen.
(BayEuG, Art. 41; 7)
Erreichen das 6. Lebensjahr:
vom 1.10. des Vorjahres
bis zum 30.09. des laufenden Jahres.
(BayEUG Art.37 Abs.1)
vom 1.10. des laufenden Jahres bis zum 31.12. des laufenden Jahres.
(BayEUG Art. 37 Abs. 1)
Antrag auf Einschulung sp&auml;testens bei der Schulanmeldung!
Die Schulf&auml;higkeit wird nur im Zweifels- Auf Antrag der Erziehungsbefall &uuml;berpr&uuml;ft. (Aussagen des Kindergar- rechtigten wird ein Kind schultens, Antrag der Eltern, Auff&auml;lligkeiten
pflichtig, wenn zu erwarten ist,
bei Aufnahmegespr&auml;ch oder Screening). dass das Kind voraussichtlich
Neuregelung bei Kindern mit zu gerinmit Erfolg am Unterricht teilgen Deutschkenntnissen.
nehmen kann. Die Schulf&auml;higArt.37a BayEUG
keit kann auf Wunsch der SchuEine Zur&uuml;ckstellung ist einmal m&ouml;gle &uuml;berpr&uuml;ft werden.
Ablehnung m&ouml;glich, wenn die
k&ouml;nnen ein auf Antrag aufgenommenes Kind nach dem 31.
Juli nicht mehr abmelden.
ab dem 1.1. des kommenden Jahres
(BayEUG Art. 37 Abs.1)
sp&auml;testens bei der Schulanmeldung!
Die Schulf&auml;higkeit wird grunds&auml;tzlich
Ablehnung m&ouml;glich, wenn die Aufnahmevoraussetzungen nicht gegeben sind.
Die Erziehungsberechtigten k&ouml;nnen ein auf Antrag aufgenommenes
Kind nach dem 31. Juli nicht mehr