Source: http://www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern/steuerrecht/steuerrecht-von-a-z/
Timestamp: 2013-05-23 11:02:00
Document Index: 51596141

Matched Legal Cases: ['§ 257', '§ 147', '§ 14', '§ 15', '§ 2', '§ 19']

Das Handelsgesetzbuch (HGB) verpflichtet Kaufleute zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (§ 257 HGB). Aus steuerlichen Gründen haben alle Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft aber auch die Aufbewahrungsvorschriften nach § 147 Abgabenordnung (AO) zu erfüllen. Seit dem 1. Januar 2004 regelt ergänzend das Umsatzsteuergesetz Aufbewahrungsfristen und Aufbewahrungsorte (§ 14b UStG). Danach gilt, dass der Unternehmer ein Doppel der Rechnung, die er selbst oder ein Dritter in seinem Namen und für seine Rechnung ausgestellt hat, sowie alle Rechnungen, die er erhalten hat oder die ein Leistungsempfänger oder in dessen Namen für dessen Rechnung ein Dritter ausgestellt hat, zehn Jahre aufzubewahren hat. » Mehr Informationen zu Aufbewahrungsfristen
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) sind völkerrechtliche Verträge, mit deren Hilfe die Staaten vermeiden, dass bei demselben Steuerpflichtigen dieselben Einkünfte für denselben Zeitraum durch gleichartige Steuern mehrfach belastet werden. Dies geschieht einerseits dadurch, dass der Staat, aus dem die Einkünfte stammen (Quellenstaat), die Beseteuerung zugunsten des Wohnsitzstaates des Beziehers der Einkünfte zurücknimmt oder einschränkt, und andererseits dadurch, dass der Wohnsitzstaat Einkünfte, die im Quellenstaat besteuert werden können, von seiner Besteuerung freistellt oder dass er die auf diese Einkünfte entfallende ausländische Steuer auf seine Steuer anrechnet.
Mit Schreiben vom 17. Januar 2012 hat das Bundesministerium für Finanzen die Übersicht über den Stand der DBA zum 01. Januar 2012 bekannt gegeben.
Das Bundesministerium der Finanzen bietet auf seiner Webseite einen Überblick über die von Deutschland geschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen an. (Quelle: Bundesministerium der Finanzen)
So gibt es beispielsweise für ein mittelständisches Unternehmen ca. 300 Pflichtfelder, die einzutragen bzw. einzupflegen sind – für große Unternehmen bis zu 500. Damit geht die elektronisch zu übermittelnde Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung über den bislang einzureichenden Umfang wesentlich hinaus. Die technische Umstellung auf die elektronische Übermittlung muss in den Unternehmen auch erst durchgeführt werden. Da nach bisherigem Stand auch ganz neue Felder angelegt werden müssten, ist ein Start zum Jahresbeginn 2011 kaum möglich.
Die Energie-und Stromsteuer sind Mendensteuern, d.h. die Steuer ist unabhängig von der Preisentwicklung. Der Anteil der Steuer am Preis liegt für private Haushalte zurzeit zwischen 10 Prozent (Strom) und 60 Prozent (Benzin), die Anteile der Steuern am Verkaufspreis sinken im Zeitablauf durch Inflation.
Steuerschuldner bzw. Ermäßigungsberechtigte sind diejenigen, die Energieerzeugniss zum Verheizen abgeben bzw. verwenden. Die Energiesteuer wird grundsätzlich erst im Nachhinein ermäßigt und muss also beim Lieferer erst einmal in vollem Umfang gezahlt werden ("Antragsverfahren"). Dieses Verfahren gilt ab 01.01.2011 auch für die Stromsteuer (bisher: "Erlaubnisverfahren").
Die Erwerbsschwelle gilt für Abnehmer ohne Umsatzsteueridentifikationsnummer, die nur steuerfreie Umsätze ohne Vorsteuerabzugsrecht ausführen, Kleinunternehmer, Land- und Forstwirte sowie nicht unternehmerisch tätige juristische Personen. Diese Unternehmen können bis zu dem angegebenen Betrag jährlich Warenbezüge aus dem Gemeinschaftsgebiet bewirken, ohne für Zwecke des Erwerbs steuerpflichtig zu werden. » Mehr Informationen zur Erwerbsschwelle
Diese IHK-Information soll Existenzgründer über die Grundzüge der Unternehmensbesteuerung und über die Ermittlung des steuerpflichtigen Gewinns mit Hilfe der Buchführung informieren. Die enthaltenen Informationen zielen in erster Linie auf gewerblich tätige Existenzgründer ab, allerdings finden auch Selbständige/ Freiberufler nützliche Informationen. Die Unterscheidung beider Einkunftsarten wirkt sich in vielerlei Hinsicht aus, beispielsweise auf das Anmeldeverfahren, auf Buchführungspflichten und auf die Frage der Gewerbesteuerpflicht. Gewerblich ist die Tätigkeit dann, wenn sie selbständig, nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeführt wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt. Als sogenannte selbständige Tätigkeit gelten in erster Linie die Freien Berufe, also Ärzte, Ingenieure, Architekten, Musiker usw. Zu Abgrenzungsfragen gibt die IHK im Einzelfall gern Auskunft. Die Informationen sollen außerdem verdeutlichen, dass Buchführung nicht nur als lästige Pflicht betrachtet werden sollte. Sie kann auch wichtiges Steuerungsinstrument für Ihren Betrieb sein. Haben Sie wenig oder gar keine Erfahrung in Buchführungs- und Steuerfragen, empfiehlt es sich, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. » Mehr Informationen zu Steuern für Existenzgründer
Ein Export liegt aus zollrechtlicher Sicht immer dann vor, wenn Waren in ein Drittland verbracht werden, also einem Land außerhalb der Europäischen Union. » Mehr Informationen zum Export aus zollrechtlicher Sicht
Die Gewerbesteuer ist eine Realsteuer, die ausschließlich an das Besteuerungsobjekt (den Gewerbebetrieb), nicht aber an die persönlichen Verhältnisse des Steuerschuldners anknüpft. Die Gewerbesteuer wird - ebenso wie die Realsteuern Grundsteuer A und Grundsteuer B - von den Gemeinden erhoben, die in ihrer jährlichen Haushaltssatzung den Hebesatz bestimmen, der auf den bundeseinheitlich festgestellten Gewerbesteuermessbetrag anzuwenden ist. Rechtsgrundlage für die Erhebung der Gewerbesteuer ist das Gewerbesteuergesetz (GewStG), das insbesondere im Zuge der zum 01.01.2008 in Kraft getretenen Unternehmensteuerreform in einigen wesentlichen Punkten geändert wurde. Damit haben sich die Bemessungsgrundlage und das relative Gewicht der Gewerbesteuer erheblich gewandelt. Jedes gewerblich tätige Unternehmen im Sinne von § 15 Absatz 2 Satz 1 Einkommensteuergesetz und jeder Gewerbebetrieb kraft Rechtsform (z. B. Kapitalgesellschaften) nach § 2 Absatz 2 Satz 1 GewStG unterliegen der Gewerbesteuerpflicht. » Mehr Informationen zur Gewerbesteuer
Die zunehmende Internationalisierung des Wirtschaftsverkehrs bringt es mit sich, dass immer häufiger Dienstleistungen nicht nur im Inland, sondern grenzüberschreitend erbracht werden. Dies gilt für Beratungs- und Gutachterleistungen ebenso wie beispielsweise für Montagen oder Reparaturen. Werden Dienstleistungen über die Grenze erbracht, stellt sich zugleich immer auch die Frage, was steuer- und abgabenrechtlich zu beachten ist. Insbesondere ist zu klären, wie die korrekte umsatzsteuerliche Behandlung der grenzüberschreitenden Leistungen aussieht. Hierbei spielt vor allem eine Rolle,in welchem Land die erbrachte Leistung umsatzsteuerlich erfasst wird, d. h., wo diese "steuerbar" istund wie als Folge dessen die jeweilige Rechnungsstellung auszusehen hat.Die Regelungen hierzu sind im Einzelnen äußerst kompliziert und zumindest für die bis 31. Dezember 2009 geltende Rechtslage durch eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen gekennzeichnet, die das Verständnis erheblich erschweren. Zur Verbesserung dieser Situation wurde auf europäischer Ebene eine Rechtsänderung verabschiedet, die von allen EU-Mitgliedstaaten bis 31. Dezember 2009 umgesetzt sein muss (sog. Mehrwertsteuerpaket 2010). In Deutschland ist dies bereits durch das Jahresteuergesetz 2009 erfolgt. Hierdurch wir es in weitern Teilen ab 1. Januar 2010 zu einer Vereinfachung und damit spürbaren Verbesserung kommen. Die folgenden Ausführungen geben einen Überblick über die Grundzüge der umsatzsteuerlichen Behandlung von Dienstleistungen, die an unternehmerische Leistungsempfänger erbracht werden (B2B) aus Sicht eines in Deutschland ansässigen Leistenden. Hierbei werden die bis 31. Dezember 2009 und die sich ab 1. Januar 2010 ergebenden Änderungen parallel dargestellt. Wichtig: Für die Leistungserbringung an Privatpersonen gelten andere Regeln, die nicht Gegenstand dieser Information sind.
Ein deutscher Unternehmer, der Waren von der Bundesrepublik Deutschland aneinen Unternehmer in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union liefert, ist regelmäßig von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Im Einzelnen müssen hierzu folgende Voraussetzungen vorliegen:die gelieferte Ware ist in einen anderen EU-Mitgliedstaat gelangtder Abnehmer ist ein Unternehmer (diese Voraussetzung wird durch die Verwendung einer Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr.) eines anderen Mitgliedstaates dokumentiert)der Abnehmer hat den Gegenstand für sein Unternehmen erworbender Erwerb des Gegenstandes der Lieferung unterliegt beim Abnehmer in einem anderen Mitgliedstaat den Vorschriften der Umsatzbesteuerung, d. h. der Abnehmer ist verpflichtet, in einem anderen EU-Staat die Erwerbsbesteuerung durchzuführen (diese Verpflichtung des Abnehmers wird durch Verwendung der USt-IdNr. eines anderen Mitgliedstaates dokumentiert).» Mehr Informationen zum innergemeinschaftlichen Warenverkehr zwischen Unternehmen
Seit 1986 müssen Kapitalgesellschaften in Deutschland ihre Jahresabschlüsse veröffentlichen. Die Offenlegung des Jahresabschlusses dient insbesondere dem Gläubigerschutz, aber auch dem Funktionsschutz des Marktes. Die Sicherheit des Handelsverkehrs soll nämlich dadurch verbessert werden, dass sich der interessierte Geschäftsverkehr durch Einsicht in die Unternehmensergebnisse von der Solvenz eines Unternehmens überzeugen kann. Dieser dem deutschen Rechtssystem bis dahin fremde Gedanke wurde durch verschiedene EWG-Richtlinien in der gesamte Europäischen Union eingeführt. Viele Firmen, vor allem kleinere GmbHs, sind dieser Verpflichtung allerdings nicht nachgekommen, ohne dass sie mit schwerwiegenden Folgen rechnen mussten. Denn die Möglichkeiten der Registergerichte, die Unternehmen zur Einreichung zu zwingen, waren gering. Durch das am 01.01.2007 in Kraft getretene Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG) wurden die Sanktionsvorschriften wesentlich verschärft. » Mehr Informationen zum Jahresabschluss
Die Umsatzbesteuerung wird von vielen Unternehmern wegen ihres kompliziertenVerfahrens kritisiert. Das Umsatzsteuergesetz (UStG) sieht aber für die sogenannten Kleinunternehmer Erleichterungen vor (§ 19 UStG).
Insbesondere in der Automobilbranche, aber auch in vielen anderen Branchen werden häufig so genannte Konsignationslager unterhalten. Hierbei handelt es sich um Warenbestände, die regelmäßig bereits vor Ort beim Kunden vorgehalten werden. Der (Zu)lieferer bleibt zunächst jedoch noch Eigentümer der Ware. Sie bleibt in seinem bilanziellem Bestand. Erst mit Entnahme der Ware aus dem Lagerbestand geht die Verfügungsmacht beziehungsweise das Eigentum auf den Kunden über. Diese unter den Wirtschaftsbeteiligten gängige Praxis birgt für die steuerliche Abwicklung Fallstricke. Verantwortlich hierfür sind die komplizierten Regelungen des Umsatzsteuerrechts, die nachfolgend für den Unterhalt von Konsignationslagern in der Europäischen Union (EU) dargestellt werden.
Wie hoch ist die Umsatzsteuer in Italien, Spanien oder in Tschechien? Die Europäische Kommission hat ein umfangreiches Dolument zu den Mehrwertsteuersätzen in der EU veröffentlicht.
» Mehr Informationen zur Mehrwersteuer in der EU
Vor allem kleinere Gewerbetreibende und Unternehmen haben oftmals Probleme im Umgang mit dem Finanzamt. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass sie sich nur unzureichend mit steuerlichen Regelungen und Vorschriften auskennen und aus wirtschaftlichen Gründen die Hilfe eines steuerlichen Beraters nicht in Anspruch nehmen können. Nicht selten sind Steuerschulden bei den betreffenden Unternehmen entstanden, die sie in existenz-bedrohende Schwierigkeiten bringen. Die Schwierigkeiten sind dabei nicht nur in finanzieller Hinsicht zu sehen. Es besteht auch die Gefahr, dass dem Unternehmer aufgrund der Steuerschulden und der damit verbundenen Unzuverlässigkeit das Gewerbe untersagt wird. Im Folgenden wird dargestellt, was bei der Abgabe von Steuererklärungen und der Zahlung von Steuern beachtet werden muss. Anschließend werden die Schutzmöglichkeiten des Steuerschuldners sowie die Konsequenzen von Steuerschätzungen erläutert.
Die IHK Offenbach am Main bietet verschiedene Steuerformulare (Anlage Einnahmenüberschussrechnung EÜR, Anlage Umsatzsteuer-Voranmeldung) zum Download an. » Steuerformulare
Schlüssel für die Teilnahme am EU-weiten Binnenmarkt ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.). Sie wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben. Der Antrag kann schriftlich oder online gestellt werden. » Mehr Informationen zur Umsatzsteueridentifikationsnummer
Die IHK Offenbach am Main stellt Ihnen die Muster der Vordrucke im Umsatzsteuervoranmeldungs- und Vorauszahlungsverfahren zur Verfügung. » Steuerformulare