Source: http://elibrary.verlagoesterreich.at/main/e-journals/zvg-zeitschrift-der-verwaltungsgerichtsbarkeit/2016/heft-4/zvg-2016-4.html
Timestamp: 2017-04-30 03:09:42
Document Index: 20107650

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art 130', '§ 50', '§ 44', '§ 45', '§ 31', '§ 32', '§ 68', 'Art 4', '§ 3', '§ 6', '§ 8', '§ 11', '§ 5', 'Art 18', '§ 7', '§ 8', 'Art 6', 'Art 7', '§ 132', '§ 100', 'EGMR', 'Art 130', '§ 28', 'Art 130', '§ 2', '§ 4', '§ 28', 'Art 130', '§ 4', '§ 28', '§ 33', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 8', '§ 10', '§ 32', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 68', 'Art 14', 'Art 14', '§ 23', '§ 29', '§ 14', '§ 14', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 7', '§ 2', '§ 131', '§ 131', '§ 24', '§ 2', '§ 2', '§ 24', '§ 79', '§ 79', '§ 44', '§ 24', '§ 2', '§ 2', '§ 24', '§ 44', '§ 1', '§ 2', '§ 15', '§ 288', 'Art 133', '§ 3', '§ 3', 'Art 11', '§ 3', '§ 94', '§ 92', '§ 92', '§ 114', 'Art 6', '§ 92', '§ 64', '§ 64', '§ 8', '§ 75', '§ 13', '§ 66', '§ 28', '§ 10', '§ 4', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 19', '§ 31', '§ 10', '§ 10', '§ 14', '§ 24', '§ 8', '§ 27', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 18', '§ 28', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§18', '§ 18', '§ 18', '§ 9', '§ 13', '§ 13', '§ 28', '§ 28', '§ 8', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 278', 'Art 133', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 39', '§ 5', '§ 1', '§ 5', '§ 11', '§ 1', '§ 2', '§ 5', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 14', '§ 27', 'Art 133', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 60', '§ 79', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 79', '§ 74']

ZVG 2016/4 - Heft 4 - 2016 - ZVG - Zeitschrift der Verwaltungsgerichtsbarkeit - e-Journals
Volltext Cover Download EditorialZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 285–286
Berger, Wolfgang Verwaltungsgerichtsbarkeit und aktuelle Fragen der Öffentlichkeitsbeteiligung
ZVG 2016, 285 Nachbarn müssen nach der Rechtsprechung des EuGH im Urteil vom 16. April 2015, C-570/13,... Nachbarn müssen nach der Rechtsprechung des EuGH im Urteil vom 16. April 2015, C-570/13, Karoline Gruber, die Möglichkeit haben, die Entscheidung der UVP-Behörde, keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen, „im Rahmen eines gegen sie oder gegen einen späteren Genehmigungsbescheid eingelegten Rechtsbehelfs anzufechten“.Einer Beschränkung der Klagebefugnis und des Umfangs der gerichtlichen Prüfung „auf Einwendungen [...], die bereits innerhalb der Einwendungsfrist im Verwaltungsverfahren, das zur Annahme der Entscheidung geführt hat, eingebracht wurden“, steht das Urteil des EuGH vom 15. Oktober 2015, C-137/14, Kommission gegen Deutschland, entgegen. Vor dem Hintergrund dieses Urteils stellt sich die Frage, ob auch in einem Verfahren, „das nicht an den einschlägigen Vorschriften der UVP-RL zu messen ist und demgemäß in Bezug auf die Umweltauswirkungen regelmäßig Vorhaben geringerer Bedeutung zum Inhalt hat, die durch den Verlust der Parteistellung eintretende Beschränkung der Anfechtbarkeit der Rechtmäßigkeit von Verwaltungsentscheidungengegen den Grundsatz des Zugangs zu Gericht verstößt und den effektiven gerichtlichen Rechtsschutz der betroffenen Öffentlichkeit unzulässigerweise einschränkt“.Die zitierten Aussagen des Verwaltungsgerichtshofes spiegeln zwei von mehreren „Baustellen“ wider, auf denen in jüngster Zeit – ausgehend von der Aarhus-Konvention und deren Umsetzung im Unionsrecht – gewohnte Institute im Gebäude des Verwaltungsrechts abgerissen oder doch zumindest deutlich umgebaut wurden. Die Verwaltungsgerichte sehen sich in zahlreichen Fällen damit konfrontiert, dass der Verwaltungsgerichtshof im Gefolge des Karoline Gruber-Urteils Anlagengenehmigungen aufgehoben hat, weil die Verwaltungsbehörden sich bei Vorliegen eines Feststellungsbescheids der UVP-Behörde, der die UVP-Pflicht verneinte, an diesen gebunden erachtet und die „UVP-Frage“ selbst nicht mehr geprüft hatten. Und seit der EuGH in seinem Urteil vom 15. Oktober 2015 die der österreichischen Rechtslage entsprechende deutsche Präklusionsregelung als in bestimmten Bereichen des Umweltrechts im Widerspruch zum Unionsrecht gesehen hat, müssen sich die Verwaltungsgerichte entscheiden, wann sie Beschwerden von präkludierten Parteien dennoch inhaltlich zu behandeln haben. Volltext	News-RadarZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 289–291
Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Praxis ZVG 2016, 289 Im Zeitraum 25.4.2016 bis 31.5.2016 erfolgten 6 Bundesgesetze betreffende Kundmachungen... Im Zeitraum 25.4.2016 bis 31.5.2016 erfolgten 6 Bundesgesetze betreffende Kundmachungen (chronologisch geordnet):BGBl I 2016/22
Mit diesem Bundesgesetz werden das Tabakgesetz und das Gesundheits- und Ernährungssicherheitsgesetz ? GESG geändert. Es enthält Bestimmungen hinsichtlich des Layouts (zB kombinierte gesundheitsbezogene Warnhinweise, allgemeine Warnhinweise, Rauchstoppinformation), der Emissionshöchstwerte, der Inhalts- und Zusatzstoffe, der Werbe- und Sponsoringverbote, der Rückverfolgbarkeit und der Kontrollen/Überwachung (inkl. Betrieb, Wartung und Analyse der von der Europäischen Kommission einzurichtenden Datenbank) und des Verkaufs von Tabakerzeugnissen und verwandten Erzeugnissen sowie auch der Zulassung verwandter Erzeugnisse.BGBl I 2016/23
Diese Änderung des Suchtmittelgesetzes ? SMG soll neue (aggressive) Formen des Handels mit verbotenen Suchtmitteln wirksamer bekämpfen. So werden das vorschriftswidrige Anbieten, Überlassen oder Verschaffen von Suchtmitteln mit höherer Strafe bedroht, wenn drei Voraussetzungen hinzukommen: a) Das Anbieten, Überlassen oder Verschaffen erfolgt gegen Entgelt; b) es findet an einem allgemein zugänglichen Ort statt und c) die Handlung beinhaltet einen besonderen sozialen Störwert, der entweder in der öffentlichen Begehung oder in der Eignung liegen kann, durch unmittelbare Wahrnehmung berechtigtes Ärgernis zu erregen. Volltext	AufsätzeZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 292–299
Honeder, Andreas | Praschl-Bichler, Tobias Sache und Sachentscheidung bei unkonkretem Spruch in Verwaltungsstrafverfahren
Sache, Sachentscheidung, Kassatorik, Meritorik, Verwaltungsstrafverfahren, Konkretisierungspflichten, Doppelbestrafungsverbot, Entscheidungsform, Sperrwirkung, Einstellungsgründe, Verfolgungshandlung, Verfolgungsverjährung, Anklageprinzip, ZVG 2016, 292, Art 130 Abs 4 B-VG, § 50 VwGVG, § 44a VStG, § 45 VStG, § 31 VStG, § 32 VStG, § 68 AVG, Art 4 7. ZPEMRK Der Verwaltungsgerichtshof vertritt die Ansicht, dass durch die... Der Verwaltungsgerichtshof vertritt die Ansicht, dass durch die Verwaltungsgerichtsbarkeitsnovelle keine Änderung der für die vormaligen Berufungsbehörden geltenden Sachentscheidungspflicht in Verwaltungsstrafsachen eingetreten ist. Dennoch gibt es mitunter große Divergenzen in der Judikatur der Verwaltungsgerichte hinsichtlich des Umfanges dieser Sachentscheidungspflicht bei Vorliegen eines unkonkreten Spruches im verwaltungsbehördlichen Straferkenntnis. Dieser Artikel soll einige diesbezügliche Probleme näher beleuchten. Volltext	AufsätzeZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 300–303
Jantschgi, Gerit Katrin Nachwirkungen des Stmk Gemeindestrukturreformgesetzes im Lichte der Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichts Steiermark – Ein unvollständiger Auszug
Gemeindestrukturreform, Regierungskommissär, Beirat, ZVG 2016, 300, § 3 StGsrG, § 6 Stmk GemO, § 8 Stmk GemO, § 11 Stmk GemO Mit 01.01.2015 wurde die Stmk Gemeindestrukturreform vollzogen und konnte die Zahl der Gemeinden... Mit 01.01.2015 wurde die Stmk Gemeindestrukturreform vollzogen und konnte die Zahl der Gemeinden von 542 auf 287 gesenkt werden. Als erste unmittelbare Konsequenz hatte das Stmk Gemeindestrukturreformgesetz, mit dem (Kleinst-)Gemeinden zwangsweise fusioniert wurden, einer umfassenden verfassungsgerichtlichen Überprüfung standzuhalten. Aber schon bald war klar: Aus politischer Sicht ist die Gemeindestrukturreform in der Steiermark jedenfalls ein voller Erfolg. Volltext	AufsätzeZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 304–310
Swoboda, Lukas-Sebastian Der „agent provocateur“ aus verwaltungsstrafrechtlicher Sicht
agent provocateur, Strafbarkeit, Strafzumessungslösung, ZVG 2016, 304, § 5 StPO, Art 18 B-VG, § 7 VStG, § 8 VStG, Art 6 MRK, Art 7 MRK, § 132 StPO, § 100 FinStrG Bekannt aus dem gerichtlichen Strafrecht kommt dem agent provocateur im Verwaltungsrecht noch... Bekannt aus dem gerichtlichen Strafrecht kommt dem agent provocateur im Verwaltungsrecht noch eine vergleichsweise unbedeutende Rolle zu. Der Beitrag widmet sich eben dieser Thematik unter Einbeziehung der neuesten Rechtsprechung des EGMR. Volltext	JudikaturZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 311–311
ZVG 2016, 311 Der Judikaturbereich gliedert sich in zwei Teile. Entscheidungen verfahrensrechtlicher Natur... Der Judikaturbereich gliedert sich in zwei Teile. Entscheidungen verfahrensrechtlicher Natur (sämtlicher Gerichtshöfe) werden in der Rubrik Verfahrensrecht, materiellrechtliche Entscheidungen in der Rubrik Materienrecht wiedergegeben. Die Darstellung erfolgt dabei nach ausgewählten Lebensbereichen, mit hoher Relevanz für den Praktiker. In Klammern angegeben sind die Seiten in diesem Heft, auf denen zu den jeweiligen Bereichen Entscheidungen zu finden sind.Verfahrensrecht der VerwaltungsgerichteAllgemeines Verfahren (312 ff)
VerwaltungsstrafverfahrenVerfahrensrecht der VerwaltungsbehördenAllgemeines Verfahren (320 ff)
Verwaltungsvollstreckung Volltext	Judikatur - VerfahrensrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 312–314
Sachentscheidung des Verwaltungsgerichts auch bei res iudicata
LVwG-550791/8/Fi/CH, Oö GVG 1994, ZVG 2016, 312, ZVG-Slg 2016/70, Art 130 Abs 4 B-VG, § 28 Abs 2 VwGVG Das VwG hat auch dann, wenn der Sachentscheidung der Verwaltungsbehörde res iudicata... Das VwG hat auch dann, wenn der Sachentscheidung der Verwaltungsbehörde res iudicata entgegenstand oder eine sonstige Prozessvoraussetzung fehlte, eine meritorische Entscheidung zu treffen und ? wenn die Voraussetzungen des Art 130 Abs 4 B-VG vorliegen ? die Zurückweisung des verfahrenseinleitenden Antrags zum Inhalt seiner Sachentscheidung zu machen. Volltext	Judikatur - VerfahrensrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 314–315
Sachentscheidungspflicht des Verwaltungsgerichts iZm der Verleihung der Berechtigung zur Führung der Standesbezeichnung „Ingenieur“
LVwG-850548/6/HW, ZVG 2016, 314, ZVG-Slg 2016/71, § 2 IngG 2006, § 4 IngG 2006, § 28 VwGVG, Art 130 Abs 4 B-VG Vom LVwG OÖ war zwar auszusprechen, dass dem Bf die Berechtigung zur Führung der... Vom LVwG OÖ war zwar auszusprechen, dass dem Bf die Berechtigung zur Führung der Standesbezeichnung „Ingenieur“ zu verleihen ist bzw antragsgemäß verliehen wird, jedoch hat die belangte Behörde in weiterer Folge eine Beurkundung der Verleihung im Sinne des § 4 Abs 6 IngG 2006 vorzunehmen. Volltext	Judikatur - VerfahrensrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 315–317
Rechtsschutzinteresse und Zeitablauf
Ra 2016/03/0043, ZVG 2016, 315, ZVG-Slg 2016/72, § 28 VwGVG, § 33 VwGG Eine Beschwerde gegen einen Bescheid, mit dem der Antrag auf Parteistellung in einem... Eine Beschwerde gegen einen Bescheid, mit dem der Antrag auf Parteistellung in einem Genehmigungsverfahren zurückgewiesen wurde, ist vom VwG mangels Rechtsschutzinteresses zurückzuweisen, wenn im Zeitpunkt der Einbringung der Beschwerde der Zeitraum, für den die Bewilligung erteilt worden war, schon verstrichen ist und die Bf in ihrer Beschwerde nicht darlegen, warum sie ungeachtet dessen von einem fortbestehenden Rechtsschutzinteresse an der Klärung ihrer Parteistellung ausgehen. Volltext	Judikatur - VerfahrensrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 317–320
Bumberger, Leopold Wiederaufnahme des VwG-Verfahrens und Revisionszulässigkeit
Ro 2016/12/0007, ZVG 2016, 317, ZVG-Slg 2016/73, § 32 Abs 1 VwGVG, § 32 Abs 2 VwGVG Das in § 32 Abs 1 zweiter Halbsatz VwGVG enthaltene Wort „zulässig“ bezieht sich nicht auf... Das in § 32 Abs 1 zweiter Halbsatz VwGVG enthaltene Wort „zulässig“ bezieht sich nicht auf die konkrete Zulässigkeit der Revision.§ 32 Abs 1 zweiter Halbsatz VwGVG stellt nicht auf den Zulässigkeitsausspruch des VwG ab. Auch die ao Revision fällt unter den Begriff der „noch zulässigen“ Revision.Eine Revision ist (auch dann) nicht mehr zulässig, wenn die Partei bereits Revision erhoben hat, weil damit das Revisionsrecht verbraucht ist.Bei alleinigem Fehlen der Bewilligungsvoraussetzung des § 32 Abs 1 zweiter Halbsatz VwGVG ist weder mit Ab- noch mit Zurückweisung des Wiederaufnahmeantrages vorzugehen, sondern es ist der Eintritt der genannten Bewilligungsvoraussetzung abzuwarten.Während des Fehlens der Bewilligungsvoraussetzung des § 32 Abs 1 zweiter Halbsatz VwGVG besteht eine Entscheidungspflicht des VwG über den Wiederaufnahmeantrag nicht. Volltext	Judikatur - VerfahrensrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 320–321
Beschwerde ohne taugliche Vollmacht: Im Verfahren über die Zurückweisung der Beschwerde durch Beschwerdevorentscheidung hat nur der Bescheidadressat Parteistellung
LVwG-200009/2/Wei/BZ, ZVG 2016, 320, ZVG-Slg 2016/74, § 8 AVG, § 10 AVG, § 32 VStG, § 14 VwGVG, § 15 VwGVG Wird für die Erhebung einer Beschwerde kein Nachweis einer tauglichen Vollmacht erbracht, so... Wird für die Erhebung einer Beschwerde kein Nachweis einer tauglichen Vollmacht erbracht, so ist eine für den Beschuldigten erhobene Beschwerde gegen das ergangene Straferkenntnis nicht als Beschwerde zu werten und ? nach fruchtlosem Verbesserungsauftrag ? zurückzuweisen. Der Beschuldigte ist dabei nicht Adressat dieses zurückweisenden Bescheides, ihm kommt keine Parteistellung zu. Auch wenn die Beschwerdevorentscheidung über die Zurückweisung der Beschwerde „weiters“ dem Beschuldigten zugestellt wurde, ist diese Zustellung sachlich nur „als zur Information gemeint“ zu werten und begründet keine Parteistellung. Adressat dieses Bescheides und alleinige Partei im Verfahren über die Zurückweisung der „Beschwerde“ war der (nicht bevollmächtigte) Einschreiter. Daher hätte auch nur dieser den Vorlageantrag gem § 15 VwGVG stellen können. Volltext	Judikatur - VerfahrensrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 322–324
Prüfung, ob Identität der Sache vorliegt (res iudicata)
LVwG-250074/5/Wei/BZ, ZVG 2016, 322, ZVG-Slg 2016/75, § 68 AVG Die Rechtskraft des Bescheides steht einer weiteren Entscheidung in derselben Sache entgegen.... Die Rechtskraft des Bescheides steht einer weiteren Entscheidung in derselben Sache entgegen. Dass die belangte Behörde ihrer Entscheidung im Jahre 2012 einen „falschen“ Sachverhalt zugrunde gelegt hat, ist in Zusammenschau mit der Judikatur bei der Prüfung der Identität der Sache nicht zu berücksichtigen. Auch das Vorbringen der Bfin, dass sich die Rechtsansicht der belangten Behörde durch eine Entscheidung des VwGH aus dem Jahre 2013 änderte, führt unter Beachtung höchstgerichtlicher Judikatur nicht zum Erfolg. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 324–328
Berufsqualifikationsrichtline ? bei bloßen Unterschieden in der Dauer der Ausbildung ist Vorschreibung von Ergänzungsprüfung bzw Anpassungslehrgang nicht mehr zulässig
LVwG-303-001/R4-2015, RL 2005/36/EG Art 14 Abs 1, Art 14 Abs 4, ZVG 2016, 324, § 23 Vlbg SchischulG, § 29 Abs 1 Vlbg SchischulG Da § 14 Abs 4 der Richtlinie 2005/36/EG in der Stammfassung noch von Abweichungen hinsichtlich... Da § 14 Abs 4 der Richtlinie 2005/36/EG in der Stammfassung noch von Abweichungen hinsichtlich Dauer oder Inhalt spricht, in der durch die Richtlinie 2013/55/EU geänderten Fassung aber nur mehr von Abweichungen hinsichtlich des Inhalts gesprochen wird, ist davon auszugehen, dass Ausgleichsmaßnahmen nur mehr dann zulässig sind, wenn Unterschiede zwischen den Ausbildungen bestehen, die über eine unterschiedliche Dauer der Ausbildung hinausgehen. Bloße Unterschiede in der Ausbildungsdauer der Fächer berechtigen somit zu keiner Auferlegung von Ausgleichsmaßnahmen mehr, wenn innerhalb der kürzeren Dauer Inhalte absolviert wurden, die sich nicht wesentlich von denen im Aufnahmemitgliedstaat unterscheiden. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 328–331
Begründungstiefe der Zuschlagsentscheidung ? zeitliche Möglichkeit der Nachreichung einer ergänzenden Begründung
LVwG-840098/6/JS/FE – 840099/2, ZVG 2016, 328, ZVG-Slg 2016/77, § 1 Oö VergRSG 2006, § 2 Oö VergRSG 2006, § 4 Oö VergRSG 2006, § 7 Oö VergRSG 2006, § 2 BVergG 2006, § 131 BVergG 2006 Der Bieter muss schon zu Beginn der Frist für einen Nachprüfungsantrag und der Stillhaltefrist... Der Bieter muss schon zu Beginn der Frist für einen Nachprüfungsantrag und der Stillhaltefrist jene Informationen besitzen, die für einen allfälligen Nachprüfungsantrag unerlässlich sind, um eine wirksame Nachprüfung beantragen zu können. Die Übermittlung einer ergänzenden Begründung fünf Tage nach Mitteilung der Zuschlagsentscheidung ist nicht mehr als unschädlich anzusehen, da der Antragstellerin im Zeitpunkt der Übermittlung der ergänzenden Informationen zur Zuschlagsentscheidung nur mehr effektiv fünf volle Tage bis zum Ende der Stillhaltefrist und Ablauf der Antragsfrist zur Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens zur Verfügung standen, was eine wesentliche Reduzierung der ursprünglichen Anfechtungsfrist von de facto 11 vollen Tagen entsprach. Diese nachträgliche Bekanntgabe konnte daher den ursprünglichen Begründungsmangel der Zuschlagsentscheidung im Sinne des § 131 Abs 1 BVergG 2006 schon unter diesem Blickwinkel bei einem Bauverfahren im Oberschwellenbereich mit einem geschätzten Auftragswert von über 7 Millionen Euro netto nicht mehr heilen. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 332–334
Werden auf einem Grundstück Abfälle vorgefunden, kann allein aus diesem Umstand nicht auf die Tätigkeit eines Abfallsammlers iSd § 24 Abs 1 AWG geschlossen werden
LVwG 30.24-1503/2015, ZVG 2016, 332, ZVG-Slg 2016/78, § 2 Abs 6 Z 3 AWG, § 2 Abs 5 Z 9 AWG, § 24a Abs 1 AWG, § 79 Abs 1 Z 7 AWG, § 79 Abs 2 Z 6 AWG, § 44a Z 1 VStG Aus dem Tatvorwurf, wonach auf einem Grundstück gefährliche und nicht gefährliche Abfälle... Aus dem Tatvorwurf, wonach auf einem Grundstück gefährliche und nicht gefährliche Abfälle ohne entsprechende Sammlererlaubnis vorgefunden wurden, kann nicht schon auf die Tätigkeit eines Abfallsammlers im Sinne des § 24a Abs 1 AWG geschlossen werden, welche einer Erlaubnis durch den Landeshauptmann bedarf. Konkrete Verhaltensweisen, die auf das Einsammeln von Abfällen durch Abholung, Entgegennahme oder rechtliches Verfügen über die Abholung oder Entgegennahme durch einen beauftragten Dritten schließen lassen, wie dies nach den Begriffsbestimmungen des § 2 Abs 5 Z 9 bzw § 2 Abs 6 Z 3 AWG für einen Abfallsammler gefordert ist, gehen aus dem angeführten Tatvorwurf nicht hervor. Daher wurde die Begehung von Übertretungen der §§ 24a Abs 1 iVm 79 Abs 1 Z 7 und 24a Abs 1 iVm 79Abs 2 Z 6 AWG nicht im Sinne des § 44a Z 1 VStG 1991 ausreichend umschrieben. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 334–336
Wasseranschlussgebühr auch zulässig, wenn Gemeinde bestehende Wasserversorgungsanlage erwirbt
LVwG-472-003/R11-2015, ZVG 2016, 334, ZVG-Slg 2016/79, § 1 Abs 2 WassergebührenO Silbertal 2011, § 2 WassergebührenO Silbertal 2011, § 15 Abs 3 Z 4 FAG 2008, § 288 BAO, Art 133 Abs 4 B-VG Für die Vorschreibung einer Wasseranschlussgebühr kommt es nicht darauf an, ob die Gemeinde... Für die Vorschreibung einer Wasseranschlussgebühr kommt es nicht darauf an, ob die Gemeinde die Wasserversorgungsanlage (samt den Anschlüssen) selbst errichtet, oder ob die Gemeinde eine bereits bestehende Wasserversorgungsanlage samt den bereits bestehenden Anschlüssen erwirbt. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 337–338
Zur fehlenden Antragslegitimation von Nachbarn im UVP-Feststellungsverfahren
W104 2121923-1/8E, ZVG 2016, 337, ZVG-Slg 2016/80, § 3 Abs 7 UVP-G, § 3 Abs 7a UVP-G, Art 11 UVP-RL Nachbarn kommt im UVP-Feststellungsverfahren keine Antragslegitimation zu. Daran ändert auch... Nachbarn kommt im UVP-Feststellungsverfahren keine Antragslegitimation zu. Daran ändert auch nichts, dass Nachbarn nunmehr durch die UVP-G-Novelle 2016, BGBl I Nr 4/2016, in § 3 Abs 7a UVP-G 2000 die Berechtigung eingeräumt wurde, gegen einen negativen UVP-Feststellungsbescheid Beschwerde an das BVwG zu erheben, weil sich die Beschwerde nicht gegen einen negativen UVP-Feststellungsbescheid, sondern gegen einen Bescheid richtet, mit dem die Antragslegitimation der Beschwerdeführer betreffend ein UVP-Feststellungsverfahren zurückgewiesen wurde. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 338–341
Abgehen von der Unschuldsvermutung bei Ausstellung eines Konventionsreisepasses wegen Vorliegens einer Anklage wegen Schlepperei unzulässig
L516 2116260-1/9E, ZVG 2016, 338, ZVG-Slg 2016/81, § 94 Abs 5 FPG, § 92 Abs 1 Z 4 FPG, § 92 Abs 1a FPG, § 114 FPG, Art 6 MRK Mit der Einrichtung des Bundesverwaltungsgerichtes wurde dieses auch in Angelegenheiten... Mit der Einrichtung des Bundesverwaltungsgerichtes wurde dieses auch in Angelegenheiten bezüglich der Ausstellung von österreichischen Dokumenten für Fremde die zuständige Beschwerdeinstanz. Die zentralen Normen für diesen Bereich finden sich im 11. Hauptstück (Österreichische Dokumente für Fremde) des Fremdenpolizeigesetzes wieder. In diesem Hauptstück sind bereits im 1. Abschnitt die Regelungen betreffend der Fremdenpässe, Konventionsreisepässe und der Identitätskarten vorhanden.Zu Beginn des Abschnittes werden unter anderem die Ausstellung, die Gültigkeitsdauer und der Geltungsbereich sowie die Versagung und die Einziehung des Fremdenpasses geregelt. Abgeschlossen wird dieser Abschnitt mit den Begriffsbestimmungen für den Konventionsreisepass und der Identitätskarte für Fremde.Die auf Antrag durchzuführende Ausstellung eines Konventionsreisepasses, den Fremde, denen in Österreich der Status des Asylberechtigten zukommt, begehren können, ist bei Vorliegen eines Ausschließungsgrundes gem § 92 FPG zu versagen, wobei letztendlich der Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl zu beheben war, zumal die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Entscheidung noch strafrechtlich unbescholten war und sohin die gesetzlichen Voraussetzungen zur Ausstellung eines Konventionsreisepasses gegeben waren, weil noch keine rechtskräftige Verurteilung wegen Schlepperei vorlag. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 341–344
Änderung des verfahrenseinleitenden Antrags im Beschwerdeverfahren
VGW-151/082/283/2016, ZVG 2016, 341, ZVG-Slg 2016/82, § 64 Abs 1 NAG, § 64 Abs 3 NAG, § 8 Z 7 lit b NAG-DV, § 75 Abs 6 UniversitätsG 2002 Der Beschwerdeführer hat nach Abweisung seines verfahrenseinleitenden Antrags durch die... Der Beschwerdeführer hat nach Abweisung seines verfahrenseinleitenden Antrags durch die erstinstanzliche belangte Behörde seinen ursprünglichen, auf Erteilung einer weiteren Aufenthaltsbewilligung lautenden Verlängerungsantrag umgestellt. Eine solche Änderung ? auch unter Berücksichtigung des § 13 Abs 8 AVG ? ist nur zulässig, wenn dadurch die „Sache“ des Beschwerdeverfahrens nicht überschritten wird. „Sache“ eines Rechtsmittelverfahrens (ehemals § 66 Abs 4 AVG, nunmehr § 28 Abs 1 VwGVG) ist grundsätzlich die Angelegenheit, die den Inhalt des Spruchs der Behörde erster Instanz gebildet hat. Wie weit eine Änderung des verfahrenseinleitenden Antrags gehen darf, hängt aber entscheidend davon ab, ob sie vor Erlassung des erstinstanzlichen Bescheids oder erst im Zuge eines allfälligen Berufungs- oder Beschwerdeverfahrens erfolgt. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 344–346
Durch die Verhängung einer neuerlichen Strafe tritt die Tilgung der Freiheitsstrafen wegen Vorsatztaten (noch) nicht ein
LVwG-750330/2/ER, ZVG 2016, 344, ZVG-Slg 2016/83, § 10 Abs 2 Z 1 StbG, § 4 TilgG In Anwendung des StbG ist für die Berechnung der Tilgung einer Freiheitsstrafe nicht darauf... In Anwendung des StbG ist für die Berechnung der Tilgung einer Freiheitsstrafe nicht darauf abzustellen, ob die darauffolgende Strafe auch dem Versagungsgrund des § 10 Abs 1 Z 2 StbG entspricht. Bei der Berechnung der Tilgung von Strafen, die Versagungsgründe iSd StbG darstellen, ist für den Fall, dass danach neuerliche Strafen verhängt werden, keine Unterscheidung zwischen den Strafarten zu treffen. Durch die Verhängung einer neuerlichen Strafe tritt die Tilgung der wegen vorsätzlicher Tatbegehung verhängten Freiheitsstrafen noch nicht ein und steht somit § 10 Abs 1 Z 2 StbG der Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft zum jetzigen Zeitpunkt entgegen. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 346–349
Die Pflege von psychisch Kranken befreit nicht von der Verpflichtung des Nachweises über ausreichende Deutschkenntnisse
LVwG-750333/14/ER, ZVG 2016, 346, ZVG-Slg 2016/84, § 10f StbG, § 11a StbG, § 19 StbG, § 31 FPG Für die Beurteilung der Ausnahmebestimmung des § 10a Abs 2 Z 3 StbG ist die Rsp des VwGH zu §... Für die Beurteilung der Ausnahmebestimmung des § 10a Abs 2 Z 3 StbG ist die Rsp des VwGH zu § 14a Abs 5 Z 2 NAG heranzuziehen. Demnach ist eine analoge Anwendung entgegen dem ausdrücklichen Wortlaut der Bestimmung auf Fremde, die psychisch Kranke pflegen, nicht möglich. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 349–351
„Sache“ des Beschwerdeverfahrens ist bei Abweisung des Antrags auf Bescheidzustellung nur die Frage der Parteistellung, welche hinsichtlich des Feststellungsverfahrens nach § 24 Abs 3 Oö NSchG 2001 zu klären ist
LVwG-550852/4/FP, ZVG 2016, 349, ZVG-Slg 2016/85, § 8 AVG, § 27 VwGVG, § 24 Abs 3 Oö NSchG 2001 Im vorliegenden Fall ist nur die Frage zu klären, ob der Bf Parteistellung zukommt und ihr... Im vorliegenden Fall ist nur die Frage zu klären, ob der Bf Parteistellung zukommt und ihr diesfalls der Bescheid zuzustellen gewesen wäre. Es ist hier also eine verfahrensrechtliche Frage zu klären, die letztlich die Frage der allfälligen Parteistellung der Bf in einem Verfahren nach § 24 Abs 3 letzter Satz Oö NSchG 2001 zum Inhalt hat. Insbesondere ist es dem VwG verwehrt, festzustellen, ob für das Vorhaben „Betrieb des E R“ ein Bewilligungsverfahren durchzuführen ist. Vielmehr ist diese Frage „Sache“ jenes Bescheides, dessen Zustellung die Bf begehrt und könnte demgemäß ein diesbezüglicher Abspruch nur in dem genannten Verfahren bzw einem Rechtsmittelverfahren erfolgen, welches dieses betrifft.Das im § 24 Abs 3 zweiter Satz Oö NSchG 2001 normierte Verfahren ist ein vom Bewilligungsverfahren unabhängiges Feststellungsverfahren. In diesem Verfahren, in welchem die belangte Behörde bescheidmäßig festzustellen hat, ob eine Bewilligungspflicht nach dem ersten Satz besteht, kommt der Bf keine Parteistellung zu. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 352–354
Vereinbarungen mit Jugendlichen über die Ausdehnung der Arbeitszeit in einzelnen Wochen eines mehrwöchigen Durchrechnungszeitraumes bedürfen im Gastgewerbe der Schriftform
LVwG 30.15-2649/2015, ZVG 2016, 352, ZVG-Slg 2016/86, § 11 Abs 2a KJBG Vereinbarungen mit Jugendlichen nach § 11 Abs 2a KJBG über die Ausdehnung der Arbeitszeit in... Vereinbarungen mit Jugendlichen nach § 11 Abs 2a KJBG über die Ausdehnung der Arbeitszeit in den einzelnen Wochen eines mehrwöchigen Durchrechnungszeitraumes bedürfen bei einer Beschäftigung der Jugendlichen im Gastgewerbe der Schriftform. Zwar geht dies aus dem Wortlaut des Pkt 2 lit e des Kollektivvertrages für Arbeiter im Gastgewerbe nicht ausdrücklich hervor, folgt jedoch bereits aus dem Zusammenhalt mit der Regelung in Pkt 2 lit b, wonach derartige Vereinbarungen mit erwachsenen Arbeitnehmern schriftlich festzulegen und im Dienstzettel oder im Arbeitsvertrag festzuhalten sind. Den Kollektivvertragspartnern kann nicht unterstellt werden, dass bei jugendlichen Arbeitnehmern auf das schon aus Gründen der Beweissicherung ungemein wichtige Erfordernis der Schriftform verzichtet werden sollte. Außerdem knüpft die Bestimmung des § 11 Abs 2 KJBG derartige Ausnahmevereinbarungen an mehrere Bedingungen, nämlich, dass es für vergleichbare erwachsene Arbeitnehmer des Betriebes ebenfalls eine solche Arbeitszeiteinteilung gibt und eine abweichende Arbeitszeiteinteilung für Jugendliche dem Arbeitgeber nicht zugemutet werden kann. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 354–357
Keine Beendigung der Selbstversicherung aufgrund eines Anspruchs auf Alterspension
W164 2016503-2/9E, ZVG 2016, 354, ZVG-Slg 2016/87, § 18b ASVG, § 28 Abs 3 VwGVG Anders als § 18a ASVG, der die dort normierte Berechtigung zur Selbstversicherung neben einem... Anders als § 18a ASVG, der die dort normierte Berechtigung zur Selbstversicherung neben einem bescheidmäßig zuerkannten Anspruch auf eine laufende Leistung aus einer eigenen gesetzlichen Pensionsversicherung ? in seiner Fassung vor der Novelle BGBl I 2015/2 – ausschloss, enthält § 18b ASVG dazu keine ausdrückliche Regelung. Mit der Novelle BGBl I 2015/2 wurden die Anspruchsvoraussetzungen des §18a ASVG weitgehend an § 18b ASVG angeglichen. Auch der genannte Ausschlussgrund wurde aufgehoben. Aus dieser Zusammenschau ergibt sich, dass das Entstehen eines Eigenpensionsanspruches nicht zum Wegfall der Berechtigung zur Selbstversicherung nach § 18b ASVG führt. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 357–359
Antrag auf Genehmigung des Fernbleibens einer Schülerin vom Unterricht zum Zweck der Teilnahme an einer von einer anderen Schule angebotenen Sprachreise ins Ausland
W128 2118479-1/3E, ZVG 2016, 357, ZVG-Slg 2016/88, § 9 Abs 6 Schulpflichtgesetz 1985, § 13 Abs 7 AVG, § 13 Abs 8 AVG, § 28 Abs 2 VwGVG, § 28 Abs 5 VwGVG Wird ein Antrag auf Freistellung vom Unterricht in der Folge in der Weise abgeändert, dass der... Wird ein Antrag auf Freistellung vom Unterricht in der Folge in der Weise abgeändert, dass der antragsgegenständliche Zeitraum um einen Tag verkürzt und damit auf genau eine Woche reduziert wird, was eine Änderung der Zuständigkeiten zur Folge hat, dann liegt eine konkludente Zurückziehung des ursprünglichen Antrags vor und darf über diesen somit nicht mehr entschieden werden. Der bekämpfte Bescheid war ersatzlos zu beheben und das Verfahren einzustellen. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 359–363
Partielle Kommunalsteuerbefreiung von Körperschaften, soweit sie mildtätigen Zwecken und/oder gemeinnützigen Zwecken dienen, besteht unabhängig vom Ausmaß der nicht gemeinnützigen Tätigkeiten
LVwG-455-002/R11-2015, ZVG 2016, 359, ZVG-Slg 2016/89, § 8 Z 2 KommStG, § 39 Z 1 BAO, § 40 Abs 1 BAO, § 41 Abs 1 BAO, § 278 Abs 1 BAO, Art 133 Abs 4 B-VG Der Wortlaut des § 8 Z 2 KommStG beschränkt nicht das Ausmaß der nicht gemeinnützigen... Der Wortlaut des § 8 Z 2 KommStG beschränkt nicht das Ausmaß der nicht gemeinnützigen Tätigkeit, die neben einer gemeinnützigen Tätigkeit ausgeübt wird. Aus dem Wortlaut des § 8 Z 2 KommStG ergibt sich kein Hinweis, dass nicht gemeinnützige Tätigkeiten nur in dem Ausmaß ausgeübt werden dürfen, wie es das Ausschließlichkeitskriterium des § 39 Z 1 BAO erlaubt. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 364–367
Kommunalsteuerbemessung – Abgabenprivileg des § 5 Abs 2 PrivbG
LVwG-450092/2/FP/MSCH, ZVG 2016, 364, ZVG-Slg 2016/90, § 1 KommStG 1993, § 5 KommStG 1993, § 11 KommStG 1993, § 1 PrivbG, § 2 PrivbG, § 5 PrivbG, § 1 EisbG 1957, § 1a EisbG 1957, § 1b EisbG 1957, § 4 EisbG 1957, § 14 EisbG 1957, § 27 EisbG 1957, Art 133 Abs 4 B-VG § 5 Abs 2 Privatbahngesetz 2004 begünstigt Eisenbahnunternehmen, die eine Privatbahn, dh eine... § 5 Abs 2 Privatbahngesetz 2004 begünstigt Eisenbahnunternehmen, die eine Privatbahn, dh eine Haupt- oder Nebenbahn betreiben. Solche Unternehmen werden als Eisenbahninfrastrukturunternehmen einzuordnen sein. Sie dienen dem Bau und Betrieb der Eisenbahn mit ihrer Infrastruktur einschließlich ihres dazugehörigen Schienennetzes und sind über diese verfügungsberechtigt. Der Betrieb liegt ua in der Regelung und Abwicklung der Nutzung der Eisenbahn. Eisenbahnverkehrsunternehmen, die nicht auch gleichzeitig Eisenbahninfrastrukturunternehmen sind, können daher keine nach § 5 Abs 2 PrivbG begünstigten Unternehmen sein. Volltext	Judikatur - MaterienrechtZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 367–370
Swoboda, Lukas Zum Rechtsschutz gegen die Beurteilung von wissenschaftlichen Arbeiten
Ro 2014/10/0061, ZVG 2016, 367, ZVG-Slg 2016/91, § 60 Abs 1 UniStG 1997, § 79 Abs 1 UniversitätsG 2002, § 74 Abs 2 UniversitätsG 2002 Im Verfahren zur Nichtigerklärung von Beurteilungen nach § 74 Abs 2 UniversitätsG 2002 wird... Im Verfahren zur Nichtigerklärung von Beurteilungen nach § 74 Abs 2 UniversitätsG 2002 wird nicht über die Beurteilung einer wissenschaftlichen Arbeit entschieden, sondern über die Erschleichung der Beurteilung einer wissenschaftlichen Arbeit. In § 74 Abs 2 UniversitätsG 2002 wird ausdrücklich auf die „Beurteilung einer Prüfung, einer wissenschaftlichen Arbeit oder einer künstlerischen Master- oder Diplomarbeit“ Bezug genommen. Die Annahme, das Unterbleiben der Nennung von wissenschaftlichen Arbeiten in § 79 Abs 1 UniversitätsG 2002 sei vom Gesetzgeber nicht beabsichtigt gewesen, wird dadurch gerade nicht gestützt, weil (auch) aus § 74 Abs 2 leg cit deutlich wird, dass der Gesetzgeber dort, wo er nicht nur die Beurteilung von Prüfungen, sondern auch die Beurteilung von wissenschaftlichen Arbeiten umfasst sehen wollte, dies auch im Wortlaut zum Ausdruck gebracht hat. Volltext	PersonenverzeichnisZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 372–372
ZVG 2016, 372 RA Dr. Wolfgang Berger, RA Dr. Wilhelm Bergthaler, Dr. Johannes Fischer, Dr. Gunther Gruber,... RA Dr. Wolfgang Berger, RA Dr. Wilhelm Bergthaler, Dr. Johannes Fischer, Dr. Gunther Gruber, Mag. Harald Perl Volltext	PersonenverzeichnisZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 372–372
ZVG 2016, 372 Richard Erlinger Richard Erlinger Volltext	PersonenverzeichnisZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 373–373
ZVG 2016, 373 Tobias Praschl-Bichler, Mag. Dr. Gerit Katrin Jantschgi, Mag. Andreas Honeder BSc (WU), Mag.... Tobias Praschl-Bichler, Mag. Dr. Gerit Katrin Jantschgi, Mag. Andreas Honeder BSc (WU), Mag. Lukas Swoboda Volltext	PersonenverzeichnisZVG 2016/4, Jahrgang 2016, Heft 4, S. 373–373
ZVG 2016, 373 Der Beirat setzt sich aus den PräsidentInnen der Landesverwaltungsgerichte, dem Präsident und... Der Beirat setzt sich aus den PräsidentInnen der Landesverwaltungsgerichte, dem Präsident und dem Vizepräsident des Bundesverwaltungsgerichts, der Präsidentin des Bundesfinanzgerichts sowie den Präsidenten des VfGH und des VwGH zusammen: Volltext	Fachgebiete