Source: https://solar-direktinvest.de/abschreibung-photovoltaik-steuer/
Timestamp: 2019-05-21 15:07:47
Document Index: 54082410

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 15']

Photovoltaik Steuer Abschreibung » Solar Direktinvestment
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Steuer & Abschreibung
Staatliche Vergütung (EEG)
Solaranlage Abschreibung und Steuer
Durch den Betrieb einer Photovoltaik Anlage ergeben sich viele Steuervorteile und Abschreibungsmöglichkeiten. Im Jahr der Anschaffung und sogar in den Jahren vor der Anschaffung können bereits bis zu 55% der gesamten Anschaffungskosten steuerlich geltend gemacht werden.
I. Abschreibung
III. 6 Tipps
I. Photovoltaik Abschreibung Einkommensteuer
Für Photovoltaik Anlagen können drei verschiedene Formen der Abschreibung genutzt werden:
Investitionsabzugsbetrag: Schreiben Sie 40% des Netto-Verkaufspreises im Jahr vor der Anschaffung ab
Sonderabschreibung: Schreiben Sie 20% des Netto-Verkaufspreises beliebig innerhalb der ersten 5 Jahre ab
Lineare Abschreibung: Schreiben Sie 20 Jahre lang je 5% des nach Investitionsabzug und Sonderabschreibung übrigen Nettowerts ab.
1. Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g Abs. 1 EStG
Wenn die übrigen Anspruchsvoraussetzungen vorliegen, können bereits bis zu 3 Jahr vor der Anschaffung max. 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten als fiktive Betriebsausgaben abgezogen werden. Wird ein IAB in der Steuererklärung angegeben und nicht innerhalb von 3 Jahren geltend gemacht, so wird er rückwirkend aufgelöst.
Gesetzesänderung Investitionsabzugsbetrag
Gute Neuigkeiten zur Abschreibungsmöglichkeit von Photovoltaikanlagen. Seit Beginn des Jahres 2016 gilt eine neue Regelung zu Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG.
Betriebe können nun in der steuerlichen Gewinnermittlung ohne weitere Angaben Abzugsbeträge für begünstigte künftige Anschaffungen im beweglichen Anlagevermögen (bis zu einem Höchstbetrag von 200.000€) steuermindernd geltend machen. Unterlagen für einen konkreten Nachweis der spezifischen Investitionsabsicht sind jetzt nicht mehr erforderlich. Die Gesetzesänderung vereinfacht erheblich die Anwendung des § 7g EStG. Investoren können nun erheblich flexibler steuerbegünstigt investieren.
2. Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG
Zusätzlich sind Sonderabschreibungen in Höhe von bis zu 20 % der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten möglich, die beliebig über die ersten fünf Jahre verteilt werden können. Bemessungsgrundlage für die Sonderabschreibung und lineare Abschreibung ist der Restbuchwert nach der Bildung des IABs.
3. Lineare Abschreibung
Bei der Einnahmenüberschussrechnung sind die Regelungen über die Absetzung für Abnutzung (AfA) zu befolgen, d.h. die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage (gemindert um evtl. Zuschüsse, vgl. IV./5.) sind auf die steuerliche Nutzungsdauer von 20 Jahren zu verteilen und in gleichen Jahresbeträgen (jährliche AfA = 5 %) zu berücksichtigen. Im Jahr der Fertigstellung, kann die AfA allerdings nur zeitanteilig vorgenommen werden, also für die noch verbleibenden Monate des Jahres.
Abschreibung RECHENBEISPIEL 1
Bemessungsgrundlage für die AfA sind die Anschaffungskosten i.H.v. 100.000€
Die Anschaffungskosten können im Jahr der Anschaffung um 40% = 40.000€,
höchstens jedoch um die Hinzurechnung (40.000€) gewinnmindernd herabgesetzt werden (§ 7g Abs. 2 Satz 2 EStG) /40.000€
Bemessungsgrundlage für die AfA, erhöhte AfA, Sonderabschreibungen 60.000€
Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG 20 % von 60.000€ /12.000€
Lineare AfA nach § 7 Abs. 1 EStG (5 %) /3.000€
Restbuchwert 45.000€
Abschreibung RECHENBEISPIEL 2
Planung des Kaufes in 2017, Steuersatz 45% 200.000€
Investitionsabzugsbetrag 80.000€
Steuerersparnis in 2017 durch IAB 36.000€
Bemessungsgrundlage für die Sonderabschreibungen 120.000€
Sonderabschreibung nach § 7 EStG (5 %) 24.000€
Lineare AfA nach § 7 Abs. 1 EStG (5 %) 6.000€
Steuerersparnis in 2018 13.500€
Die Steuerersparnis bei einer Investition von 200.000€ beträgt 49.500 €.
Die Anschaffungskosten der Solaranlage werden Brutto gezahlt. Nach Abgabe der Umsatzsteuererklärung, werden die 19% Mehrwertsteuer wieder vom Finanzamt erstattet. Einnahmen sind die Erlöse des Stromverkaufes. Diese werden inkl. der Umsatzsteuer überwiesen, diese muss an das Finanzamt weitergeführt werden.
Die Voranmeldungen sind grundsätzlich auf elektronischem Weg beim Finanzamt einzureichen. Das hierzu erforderliche Programm „ELSTER“ ist kostenlos auf einer CD im Finanzamt erhältlich bzw. kann unter www.elster.de heruntergeladen werden. In Ausnahmefällen kann das Finanzamt auf Antrag genehmigen, die Voranmeldungen auf dem amtlich vorgeschriebenen Vordruck in Papierform abzugeben.
III. Photovoltaik Steuerberater: 6 Tipps
IV. Photovoltaik Steuer – FAQs
Manche Steuerberater haben sich auf dieses Gebiet spezialisiert und betreuen bereits viele Mandaten mit deren Photovoltaik Investments. Manche besitzen auch selbst Photovoltaikanlagen oder sind an einer beteiligt.
Wenn Sie von noch keinen Steuerberater zur Seite haben, suchen Sie am besten einen, der bereits Erfahrung mit Photovoltaik hat. Ein Steuerberater kann auch weiter entfernt seine Kanzlei haben. Man wird nicht jede Woche ein persönliches Gespräch mit ihm führen. Vieles wenn nicht sogar alles im Punkt Steuern lässt sich am Telefon per Fax, Post und Email regeln.
Zum Thema Investitionsabzugsbetrag (IAB) – Handelt es sich bei einer Photovoltaikanlage um ein bewegliches Wirtschaftsgut?
Um Steuern zu sparen und einen Investitionsabzugsbetrag (IAB) bilden zu können, benötigen wir ein bewegliches Wirtschaftsgut. Aufdach- bzw. Dachparallelanlagen und Freiflächenanlagen zählen als bewegliche Wirtschaftsgüter, die nur für eine vorübergehende Zeit und einen vom Haus getrennten wirtschaftlichen Zweck errichtet werden. Sie können ohne weitere Beeinträchtigung des Gebäudes oder Grundstücks wieder entfernt werden. Indachanlagen könnte man hingegen schon als Bestandteil des Gebäudes betrachten, nämlich als sein Dach. Sie wären damit Teil einer Immobilie. Steuerlich macht das einen Unterschied, denn eine Dachinterne PV Anlage kann nur gemeinsam mit der Immobilie über einen deutlich längeren Zeitraum abgeschrieben werden. Bei Photovoltaik Direktinvestments auf fremden Grundstücken und Dachflächen handelt es sich immer um ein bewegliches Wirtschaftsgut.
Ist eine Gewerbe Anmeldung und ein Gewerbeschein zwingend notwendig?
Ja. Mit einem Gewerbeschein bekommen wir eine eigene Steuernummer. Er erleichtert die Vorgänge rund um die Mehrwertsteuer, denn uns fragt das EVU danach, damit es die Einspeisevergütung zuzüglich 19% Umsatzsteuer monatlich an uns überweisen kann. Diese müssen wir dann unsererseits bei der regelmäßigen Einkommensteuervoranmeldung an das Finanzamt weiter überweisen. Und wenn wir unsere Kfw. Auflagen zum PV-Kredit lesen, steht dort: „Auszahlung nur nach Vorlage eines Gewerbescheins möglich“.
Muss ich Gewerbesteuer zahlen?
Ein Gewerbebetrieb im Sinne des § 15 EStG ist dem Grunde nach auch gewerbesteuerpflichtig. Gewerbesteuer fällt aber erst an, wenn der Gewinn aus der gewerblichen Tätigkeit 24.500 € im Jahr übersteigt.
Habe ich Steuer Vorteile bei der Erbschafts-/ Schenkungs- Steuer?
Photovoltaikanlagen sind grundsätzlich Betriebsvermögen im Sinne der Erbschaft- und Schenkungs- Steuer. Damit stehen dem Erben bzw. Beschenkten auch die besonderen steuerlichen Vergünstigungen/Freistellungen für Betriebsvermögen zu. Insoweit lassen sich Vermögensübertragungen zu Lebzeiten steuerfrei vollziehen.
Kann ich die Steuer Abschreibung nutzen bei einem Eigennutz der Photovoltaikanlage?
Photovoltaikanlagen die ausschließlich Strom für den Eigenverbrauch erzeugen, bleiben steuerlich unbedeutend.
Wie kann ich durch Photovoltaik Steuern sparen bei einer Abfindung ?
Photovoltaikanlagen bringen zum Zeitpunkt der Anschaffung und bereits vor der Anschaffung hohe Steuervorteile. So ergeben sich enorme Steuerersparnisse in Kombination mit einer Abfindung. Eine detaillierte Erklärung finden Sie hier: Photovoltaik Abfindung
Wie sieht ein konkreter Vergleich der Steuer Abschreibung zwischen einer vermieten Immobilie und einer Photovoltaik Anlage aus?
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