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Timestamp: 2020-01-26 21:39:19
Document Index: 41244387

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 8', '§ 24', '§ 10', '§ 11', '§ 12']

BayBhV: § 9 Allgemeine Abrechnungsgrundlagen für psychotherapeutische Leistungen - Bürgerservice
Bereich reduzierenAbschnitt IV Beihilfefähige Aufwendungen in Krankheitsfällen (§§ 8–28)
§ 24 Häusliche Krankenpflege, Kurzzeitpflege bei fehlender Pflegebedürftigkeit
(1) 1Zu den psychotherapeutischen Leistungen gehören Leistungen der psychosomatischen Grundversorgung (§ 10), der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Psychotherapien (§ 11), der Verhaltenstherapien (§ 12) sowie der psychotherapeutischen Akutbehandlung (Abs. 3). 2Aufwendungen für tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapien sowie Verhaltenstherapien sind nur beihilfefähig
(2) 1Aufwendungen für psychotherapeutische Behandlungen, die zu den wissenschaftlich anerkannten Verfahren gehören und nach der Anlage Abschnitt B und G GOÄ abgerechnet werden, sind beihilfefähig, wenn
(3) 1Aufwendungen für Leistungen einer psychotherapeutischen Akutbehandlung sind bis zur Entscheidung über die Durchführung einer Langzeittherapie beihilfefähig, wenn
ein akuter Behandlungsbedarf in einer probatorischen Sitzung festgestellt wird und
ein Gutachterverfahren bei der Festsetzungsstelle beantragt wurde.
2Die Akutbehandlung ist als Einzeltherapie in Einheiten von mindestens 25 Minuten je Krankheitsfall durchzuführen, gegebenenfalls unter Einbeziehung von Bezugspersonen. 3Im Fall eines positiven Gutachtens wird die Zahl der durchgeführten Akutbehandlungen auf die Zahl der bewilligten Sitzungen der Langzeittherapie angerechnet.
(4) 1Bei der psychosomatischen Grundversorgung sind Abs. 2 Satz 1 Nrn. 2 und 3 nicht anzuwenden. 2Maßnahmen nach Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 sind auch dann beihilfefähig, wenn sich eine psychotherapeutische Behandlung als nicht notwendig erwiesen hat.
(5) 1Eine Therapie mittels katathymen Bilderlebens ist nur im Rahmen eines übergeordneten tiefenpsychologischen Therapiekonzepts, eine Rational Emotive Therapie nur im Rahmen eines umfassenden verhaltenstherapeutischen Behandlungskonzepts beihilfefähig. 2Aufwendungen für eine Eye-Movement-Desensitization-and-Reprocessing-Behandlung (EMDR) sind nur bei Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, mit posttraumatischen Belastungsstörungen im Rahmen eines umfassenden Behandlungskonzepts der Verhaltenstherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie oder analytischen Psychotherapie beihilfefähig.
(6) Erfolgt die Behandlung durch eine Psychologische Psychotherapeutin bzw. einen Psychologischen Psychotherapeuten oder eine Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bzw. einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, muss spätestens nach den probatorischen Sitzungen und vor der Einleitung des Begutachtungsverfahrens der ärztliche Nachweis einer somatischen (organischen) Abklärung erbracht werden (Konsiliarbericht).