Source: http://kggp.de/Blogosphere/blog/tag/antitotalitarismus/
Timestamp: 2013-05-24 06:10:33
Document Index: 179206740

Matched Legal Cases: ['§ 129', '§ 306', '§ 306', '§ 53', '§ 129', '§ 125']

Forum "Keine Gewalt gegen Polizisten" » Antitotalitarismus
Tag Archives: Antitotalitarismus
Dortmund (NRW): Großeinsatz gegen Rechtsextreme – Polizei zieht erste Bilanz
24. August 2012 – 08:08
Exemplarisch für alle Meldungen zu dieser großen Razzia:
“Ich teile die politische Einschätzung des Innenministers zur Gefahr des Rechtsextremismus und begrüße daher das heutige Verbot als konsequente Reaktion einer wehrhaften Demokratie”, sagte Polizeipräsident Norbert Wesseler in einer ersten Reaktion.
Mit einem Großaufgebot hat die Dortmunder Polizei heute Morgen 93 Objekte in Dortmund, Hamm, Bochum, Lünen, Essen, Unna, Gelsenkirchen, Münster, Herdecke, Schwerte und Bielefeld der vom Innenminister verbotenen Rechtsextremen Vereinigungen durchsucht.
Mittlerweile sind die Durchsuchungen an allen Objekten abgeschlossen. Es wurde zahlreiches Beweismaterial sichergestellt. Dabei handelt es sich um Reizstoffsprühgeräte, Schutzschilde, Vermummungsmaterial, Teleskopschlagstöcke, Propagandamaterial, Datenträger, Computer und mobile Kommunikationsmittel, NS-Devotionalien, Schusswaffen, einen Kleinbus, …….
Offenbar wurden die Rechtsextremen durch den von langer Hand vorbereiteten Einsatz völlig überrascht. An vielen der Privatadressen wurden sie von Polizeikräften aus dem Schlaf gerissen. Bereits um kurz nach 05:00 Uhr wurden die ersten Verbotsverfügungen in Justizvollzugsanstalten übergeben und setzte somit das Verbot in Kraft.
Eine erste sichtbare, offenbar verabredete Gegenreaktion erfolgte gegen kurz nach 09:00 Uhr, als ein Protagonist des verbotenen Dortmunder Vereins eine Spontandemonstration “Gegen polizeiliche Willkür” anmeldete. Diese wurde, wie bereits berichtet, von der Polizei aufgelöst.
“Wir haben in Dortmund bereits in der Vergangenheit den Rechtsextremisten gezeigt, dass wir ihnen auf den Füßen stehen werden. Dies haben wir durch die Arbeit unserer Ermittlungsgruppe “Kein Raum für Rechtsextreme” deutlich gemacht. Die hier gewonnenen Erkenntnisse trugen wesentlich zur Umsetzung des Vereinsverbotes bei”, erläuterte der Polizeipräsident. “Das heutige Verbot ist ein Erfolg gegen den Rechtsextremismus in der Region Dortmund und Hamm, ein ungeheuer schwerer Schlag in die Vereinsstrukturen, das Vermögen und die Logistik. Gerade deswegen müssen und werden wir unseren Kurs konsequent fortsetzen.”
Quelle: PM des PP Dortmund vom 23.08.2012
Vorab: Ich bin sehr froh, dass diese Razzien stattgefunden habe. Ich finde Rechtsextremismus und die Menschen verachtende Ideologie, die dahinter steckt, verachtenswert und ekelhaft.
Aber fällt eigentlich nur mir auf, dass keiner auf den Zug aufgesprungen ist “Gegen polizeiliche Willkür”? Wird eine ähnliche Razzia im sehr linken Milieu durchgeführt, ist der Aufschrei groß. Ich erinnere da nur an die Wohnungsdurchsuchung eines Jenaer Pfarrers. Da entblödeten sich sogar Parlamentarier und Bischöfinnen nicht, von einer “rechtswidrigen” Durchsuchung zu sprechen. Und viele Presseprodukte nahmen den Ball fröhlich auf. Dabei hätte ein Blick ins Gesetz diesen Vorwurf zügig entkräften können. Hier mein damaliger Blogbeitrag zu diesen Vorgängen.
Soweit zu dem Thema, wie blind diese Republik auf dem rechten Auge sei…
Selbst auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wo ist eigentlich der gute, alte Antitotalitarismus-Konsens hin? Tags Antitotalitarismus, Nordrhein-Westfalen
Innenminister Gall: Bericht zu Kontakten zweier Polizisten zum Ku Klux Klan vorgelegt – extremer Ausnahmefall
22. August 2012 – 18:13
Quelle: PM des Innenministeriums Baden-Württemberg vom 22.08.2012
Tags Antitotalitarismus, Baden-Württemberg, Potenzielles Fehlverhalten
Allgemein Widerliches Wie blöd kann man sein?
BDK: Für Extremisten ist in der Polizei kein Platz
2. August 2012 – 14:15
“”Ob Ku-Klux-Klan, Jihad Unterstützer oder Antifa, Extremisten haben in der Polizei nichts zu suchen”, ist die eindeutige Feststellung des BDK-Bundesvorsitzenden André Schulz.”
http://www.bdk.de/der-bdk/aktuelles/fur-extremisten-ist-in-der-polizei-kein-platz-polizisten-aus-baden-wurttemberg-sollen-mitglieder-des-ku-klux-klan-gewesen-sein?utm_source=twitterfeed&utm_medium=facebook
Ja, damit trifft der BDK ganz gut, was ich dazu denke. Wobei ich immer noch keine offizielle Stellungnahme des Innenministeriums dazu gesehen habe. Kann mir da jemand der Leser weiterhelfen?
Gestern hatte ich zuerst einmal leichte Schwierigkeiten zu glauben, dass es den Ku-Klux-Klan in Deutschland überhaupt gibt. Als gäbe es nicht genug ekelhafte Vereinigungen… aber ich muss es wohl glauben. Dann hatte ich wirklich Probleme zu glauben, dass Polizeibeamten sich solchen Vereinigungen anschließen, ohne dass es Konsequenzen hat.
Tags Antitotalitarismus, Gewerkschaft
Polizei Sachsen: Aktenübergabe an den Untersuchungsausschuss erfolgt
8. Juni 2012 – 14:55
Das Sächsische Staatsministerium des Innern, das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen und das Landeskriminalamt Sachsen haben dem Landtag umfangreiche Unterlagen übergeben, welche der Untersuchungsausschuss „Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen“ Anfang Mai 2012 angefordert hatte. Hintergrund sind mehrere Beweisbeschlüsse, die der Untersuchungsausschuss in seiner zweiten Sitzung am 30. April 2012 gefasst hatte. Der Rechercheaufwand war erheblich, da der Untersuchungszeitraum bis zum 3.Oktober 1990 zurückreicht.
Ebenso wurden dem Bundestagsuntersuchungsausschuss „Terrorgruppe nationalsozialistischer Untergrund“ in den vergangenen Wochen bereits ein großer Teil der Akten und Unterlagen übersandt, die auf der Grundlage von Beweisbeschlüssen angefordert wurden.
Quelle: PM der Polizei Sachsen vom 07.06.2012
Tags Antitotalitarismus, Sachsen, Terrorismus
GdP: Politisch motivierte Gewalt nicht länger hinnehmbar
11. Mai 2012 – 14:33
Bundesweit seien 2011 30.216 Straftaten der politisch motivierten Kriminalität registriert worden. Das entspreche einem Anstieg von über elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten habe um fast 18 Prozent zugenommen und bilde den Höchststand bei politisch motivierten Gewalttaten seit Einführung des derzeitigen Definitionssystems im Jahr 2001. Straftaten gegen die Polizei nahmen um nahezu 15 Prozent zu. Mit 3.317 Fällen (1.284 Gewalttaten) sei auch hier ein Höchstwert erreicht worde
Quelle: PM der GdP vom 11.05.2012
Tags Antitotalitarismus, Gewerkschaft, Polizistenhass
gmx.de: Polizei fürchtet weitere Salafisten-Krawalle
8. Mai 2012 – 14:31
Nach dem Angriff auf Bonner Polizisten durch Salafisten hat das Innenminsiterium NRW für heute mehr als 100 radikalislamischen Moslems verboten, die Kölner Innenstadt zu betreten, in der ebenfalls eine Pro NRW-Demo stattfindet.
Zudem wurde Pro NRW verboten, vor Moscheen Karrikaturen zu zeigen. Dieses Verbot dürfte allerdings von sämtlichen Verwaltungsgerichten gekippt werden, da das VG Minden in dieser Frage bereits entschieden hat. Für die Gerichtsbarkeit ist das Recht auf freie Meinungsäußerung unantastbar.
Der Täter der Angriffe auf die Bonner Polizisten hat gestanden. Als Motiv gibt er an, die Karrikaturen haben alle Moslems beleidigt. Er will keine Tötungsabsicht gehabt haben.
http://www.gmx.net/themen/nachrichten/deutschland/9494dlm-rechtsextreme-partei-mohammed-karikaturen-zeigen
Tags Anschlag, Antitotalitarismus, Verletzte Polizeibeamte
GBA: Haftbefehl gegen die Brandstifterin von Zwickau
14. November 2011 – 19:10
Haftbefehl gegen die Brandstifterin von Zwickau wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)”
36-jährige deutsche Staatsangehörige Beate Z.
wegen des dringenden Verdachts der Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie der besonders schweren Brandstiftung erlassen (§ 129a Abs. 1 Nr. 1, § 306a Abs. 1 Nr. 1, § 306b Abs. 2 Nr. 2, § 53 StGB).
Die Beschuldigte ist dringend verdächtig, im Jahr 1998 gemeinsam mit den am 4. November 2011 verstorbenen Uwe B. und Uwe M. eine rechtsextremistische Gruppierung gegründet zu haben, die sich zuletzt als “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)” bezeichnete. Im Jahr 2007 soll sich der gesondert verfolgte Holger G. der terroristischen Organisation angeschlossen haben (vgl. Pressemitteilung Nr. 36 vom 13. November 2011). Zweck der Vereinigung soll es gewesen sein, aus einer fremden- und staatsfeindlichen Gesinnung heraus vor allem Mitbürger ausländischer Herkunft zu töten. Nach den bisherigen Erkenntnissen ist der “NSU” für die sogenannten Imbissbudenmorde der Jahre 2000 bis 2006 verantwortlich, bei denen in Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Kassel insgesamt neun Menschen getötet wurden, davon acht türkischer und einer griechischer Herkunft. Darüber hinaus sollen Mitglieder des “NSU” den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn vom 25. April 2007 verübt haben.
Der Beschuldigten wird darüber hinaus vorgeworfen, am 4. November 2011 die Wohnung in Eisenach, die sie zuletzt gemeinsam mit den verstorbenen “NSU”-Mitgliedern Uwe B. und Uwe. M. bewohnt hatte, in Brand gesetzt zu haben. Sie soll beabsichtigt haben, Beweismittel zu vernichten, um ihre Beteiligung an der “NSU” und die Gewalttaten der terroristischen Vereinigung zu verdecken.
Quelle: PM der GBA vom 13.11.2011
Tags Antitotalitarismus, Terrorismus
BDK: Welche Rolle spielt der Verfassungsschutz?
13. November 2011 – 16:36
“Extremismus, egal ob rechts, links oder islamistisch motiviert, stellt eine erhebliche Bedrohung für unser Land da. Die Ermittlungen zu entsprechenden Straftaten und zum Täterkreis sind meistens sehr komplex, langwierig und personalintensiv. Was wir bisher zu der Gruppierung rund um die beiden in einem Wohnmobil in Eisenach erschossen aufgefundenen Männer wissen, scheint dem Rechtsextremismus aber eine neue Dimension zu geben”, beschreibt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz die aktuelle Situation.
“Es erfordert nun kriminalistische, analytische, organisatorische und logistische Höchstleistungen, wenn es die möglichen Verbindungen der Tatkomplexe des Mordes an der Kollegin in Heilbronn, der Mehrfachmorde mit derselben Waffe an acht Türken und einem Griechen und den Raub- und weiteren Straftaten, wie den Anschlägen in Köln und Düsseldorf, der Tätergruppe aus Zwickau zu ermitteln gilt”, sagt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz im Wissen um den bevorstehenden Ermittlungsaufwand.
“Mutmaßungen sind in so einem Ermittlungsfall fehl am Platze, aber es verwundert schon sehr, wie schnell sich die Bundesgeneralstaatsanwaltschaft nach der Explosion des Hauses in Zwickau und dem Auffinden der Leichen der beiden Täter zur Gruppierung der Täter festgelegt hat und wie schnell über zwei Dutzend Aktenordner mit Erkenntnisse über die Täter präsentiert werden konnten.
Hier bin ich sehr auf die Ermittlungen, speziell zur Rolle des Verfassungsschutzes, gespannt”, so der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz.
“Wenn es sich verfestigen sollte, dass hier möglicherweise eine rechtsterroristische Gruppierung geraubt und gemordet hat, werden wir eine personelle Verschiebung der Kriminalistinnen und Kriminalisten in diesen Ermittlungsbereich des polizeilichen Staatsschutzes feststellen”, sagt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz.
“Ich erwarte, dass das bekannt zu kleine Personal-Betttuch der Sicherheitsbehörden, wie in den letzten Jahren schon mehrfach praktiziert, dann aus anderen Bereichen, so z.B. der Bekämpfung des islamistischen Extremismus, abgezogen und in die Ermittlungen zur Erkenntnisgewinnung des Rechtsterrorismus gesteckt wird”, ist die Einschätzung des BDK-Bundesvorsitzende André Schulz und weiter, “ein gefährliches und riskantes Spiel der Verantwortlichen, denn dann droht in den anderen, den vernachlässigten Bereichen, Informationsverlust und damit die Entstehung von “blinden Flecken”.
Quelle: PM des BDK vom 13.11.2011
Tags Antitotalitarismus, Gewerkschaft, Terrorismus, Verfassungsschutz
Festnahme eines mutmaßlichen Mitglieds der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)
13. November 2011 – 16:29
Die Bundesanwaltschaft hat heute (13. November 2011)
den 37-jährigen deutschen Staatsangehörigen Holger G.
in der Nähe von Hannover durch Beamte des Landeskriminalamts Niedersachsen festnehmen lassen. Zudem wird die Wohnung des Beschuldigten durch Beamte des Bundeskriminalamts durchsucht.
Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, sich als Mitglied an der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)” beteiligt zu haben (§ 129a Abs. 1 Nr. 1 StGB).
Bei der “NSU” handelt es sich um eine rechtsextremistische Gruppierung, die für die sogenannten Imbissbudenmorde der Jahre 2000 bis 2006 und den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn vom 25. April 2007 verantwortlich sein soll.
Nach ersten Erkenntnissen war davon auszugehen, dass der “NSU” sich aus den am 4. November 2011 nahe Eisenach tot aufgefundenen Uwe B. und Uwe M. sowie der gesondert verfolgten Beate Z. zusammensetzte (vgl. Pressemitteilung Nr. 35 vom 11. November 2011). Die weiteren Ermittlungen haben ergeben, dass auch der Beschuldigte Holger G. dringend verdächtig ist, sich als Mitglied an der terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben. Holger G. stand seit Ende der 1990er Jahre mit den übrigen Mitgliedern des “NSU” in Kontakt. Er soll deren fremdenfeindliche Einstellung geteilt haben und in dieselben rechtsextremistischen Kreise wie sie eingebunden gewesen sein. Holger G. soll den drei übrigen, im Verborgenen agierenden Mitgliedern der Vereinigung 2007 seinen Führerschein und vor etwa vier Monaten seinen Reisepass zur Verfügung gestellt haben. Zudem soll er mehrfach Wohnmobile für die Gruppierung angemietet haben. Eines der Fahrzeuge soll bei dem Mordanschlag auf die Heilbronner Polizisten genutzt worden sein.
Gegenstand der Ermittlungen ist auch die mögliche unmittelbare Tatbeteiligung des Beschuldigten an den Mordtaten des “NSU”.
Die Bundesanwaltschaft wird den Beschuldigten morgen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorführen und Haftbefehl gegen Holger G. beantragen.
Tags Antitotalitarismus, Baden-Württemberg, Polizistenmord, Terrorismus, Todesfall
Soko “Rex” durchsucht in Nordrhein-Westfalen
Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Dresden hat das Landeskriminalamt Sachsen heute früh sechs Wohnungen im Großraum Köln/Aachen durchsucht. Die Maßnahmen richten sich gegen 6 Beschuldigte im Alter zwischen 23 und 40 Jahren. Sie werden verdächtigt, am 19. Februar 2011 in Dresden ein linkes Wohnprojekt angegriffen zu haben, indem sie Steine und andere Gegenstände gegen die Fassade warfen. Dadurch entstand ein erheblicher Sachschaden, Fenster und Türen wurden stark beschädigt.
Die Staatsanwaltschaft Dresden leitete daraufhin ein Verfahren wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs nach §§ 125, 125a StGB ein und beauftragte die Sonderkommission Rechtsextremismus mit den Ermittlungen. Das Gesetz sieht einen Strafrahmen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe vor.
Bei den Durchsuchungen konnten die Beamten u.a. PCs, diverse Speichermedien, Handys und eine Fotokamera sicherstellen.
Insgesamt waren 10 Beamte des LKA Sachsen und 26 Beamte aus Nordrhein-Westfalen im Einsatz.
Quelle: PM des LKA Sachsen vom 13.10.2011, 14 Uhr
Ich warte nun seit 24 Stunden und 28 Minuten auf die Empörungswelle. Hier hat doch die sächsische Polizei in einem anderen Bundesland durchsucht. Angeblich darf sie das doch gar nicht. Zumindest war in einem vergleichbaren Fall in Jena die Empörung groß… (vergleiche hier).Natürlich darf sie das hier genau so wie sie es in Jena durfte, weil das StGB Bundesgesetz ist.
Oder sollte diese Stille damit zu tun haben, dass hier die “richtigen Leute” durchsucht wurden? Oder ist das gar zu zynisch von mir, das anzunehmen?
Tags Antitotalitarismus, Nordrhein-Westfalen, Rechtslage
Kassel (Hessen): Strafe für Hakenkreuze und Angriff auf Polizei
10. September 2011 – 12:03
“Zusammen wandern habe man wollen. Und Kriegsgräber pflegen. Und sich bei den Hausaufgaben helfen. Was die ehemaligen Mitglieder einer ominösen „Deutschen Hilfsorganisation“ (DHO) im Kasseler Amtsgericht erzählten, ließ an Pfadfinder denken. An tiefbraune allerdings: Die DHO, die im vergangenen Jahr von einem Maurerlehrling und einem Bundeswehrsoldaten in Kassel gegründet wurde, verstand sich als rechtsextreme Kameradschaft.
Doch der 22-Jährige ließ sich nicht festnehmen, sondern wehrte sich und rammte dabei den Kopf eines Beamten, der im Gerangel gestolpert war, zweimal aufs Straßenpflaster.”
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/strafe-hakenkreuze-angriff-polizei-1397262.html
Über das Urteil lässt sich streiten. Wobei ich die Sache mit der Zusammenfassung des Tagebuchs der Anne Frank für das Mädchen eine tolle Idee finde. Ob der junge Mann für seinen Gewaltakt gegen einen Polizisten nicht zu gut weggekommen ist, kann man sicherlich trefflich diskutieren. Auch wenn man keine Ahnung hat, was Hakenkreuze überhaupt bedeuten, sollte man wohl wissen, was Schmerzen sind.
Diesen Artikel finde ich dennoch in vielerlei Hinsicht sehr bemerkenswert.
Zuerst einmal sind mir die Kommentare positiv aufgefallen. Wo sind denn die ganzen Polizistenfeinde geblieben? Schön, dass auch mal ganz normale Leute zum Kommentieren gekommen sind.
Na ja, und so weit dazu, wie blind doch angeblich Polizei und Justiz auf dem rechten Auge seien…
Tags Antitotalitarismus, Gerichtsurteil, Hessen, Polizist verletzt
Allgemein Dämliche Vorurteile Demo
2. Mai 2011 – 16:50
“Am 01.05.11 gegen 08:33h fielen Polizeibeamten in Schleswig-Holstein verdächtige Fahrzeugbewegungen auf der A 7 in Fahrtrichtung Norden auf. Es handelte sich um 11 Fahrzeuge aus Schleswig-Holstein und Hamburg, die mit Personen des rechten Spektrums besetzt waren. Die Fahrzeuge wurden durch Polizeibeamte begleitet, Fahrziel war Husum. Die Insassen verließen die Fahrzeuge in der Innenstadt und rollten Transparente aus. Im weiteren Verlauf wurden unter anderem Sachbeschädigungen an den Ständen auf einer Gewerkschaftsveranstaltung begangen, nur kurz darauf entfernten sich die Personen fluchtartig über die B 201. Im Bereich Hollingstedt konnten sie größtenteils gestellt werden. Die Identität der Insassen wurde festgestellt, Durchsuchungen der Personen und Fahrzeuge durchgeführt. Nach der Sicherstellung von den Transparenten, Pfefferspray und einem Schlagstock und der Beendigung der polizeilichen Maßnahmen vor Ort wurden die Fahrzeuge zurück in die unterschiedlichen Landesteile polizeilich begleitet. Der Einsatz endete gegen 13:oo Uhr. Diverse Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, mehrerer Verstöße gegen das Waffengesetz wurden gefertigt, inwieweit auch ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorliegt, wird derzeit geprüft.”
Tags Antitotalitarismus, Schleswig-Holstein
Polizist: “Ich bin Antifaschist”
30. April 2011 – 07:24
In der heutigen Online-Ausage der “Märkischen Allgemeinen” findet man diesen interessanten Artikel, der meine These untermauert, dass Polizisten Menschen sind und insofern in den Uniformen sehr vielfältige Inidividuen stecken.
“Wenn ein Mitdemonstrant nur Randale will, ‘gehe ich da hin und sage, dass er die Steine weglegen soll.’ Sonst verlasse er die Demo.
Arnim Behrendt, der sehr kontrolliert wirkt, treibt etwas an, das weiter zurückliegt als die Brandstiftungen Anfang der 1990er: ‘Für mich war immer das Vermächtnis der KZ-Opfer sehr wichtig.’ Vor einigen Jahren trat er der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes bei. Es sei ‘eine unheimliche Motivation’ aus den Augen der Zeitzeugen zu blicken. Nicht nur, wenn wieder Brandsätze durch deutsche Städte fliegen.”
Ein interessanter und lesenwerter Artikel über einen interessanten Menschen. Ich möchte allerdings hinzufügen, dass ich auch in die Augen von Zeitzeugen geblickt habe, die Hohenschönhausen überlebt haben. Das war auch beeindruckend und hat bei mir dazu geführt, dass ich zwar eine große Abwehrhaltung gegen alles habe, was sich rechts der Verfassungsgrenze befindet, aber die selbe Abwehrhaltung gegen alles an den Tag lege, was sich links der Verfassungsgrenze befindet. Genau deswegen kommt mir der Begriff “Antifaschistin” für mich nicht über die Lippen. Der wurde für meinen Geschmack von eben jenen Gewalttätern links der Verfassungsgrenzen entwertet, da sie den “Antifaschismus” als Vorwand und Rechtfertigung für ihre Gewaltexzesse missbrauchen. Ich bin “antitotalitär”, das schließt eine Gegnerschaft gegen jedes totalitäre Gedankengut ein, sei es rechtsextremistisch, linksextremistisch, religiös oder sonstwie bedingt. Ich kann auch radikale Vegetarier nicht leiden, die zum Mord an Menschen aufrufen, die Schnitzel essen. (Totalitäre Ideologien erkennt man meistens daran, dass Anhängern solchen Gedankenguts in Diskussionen nach spätestens fünf Sätzen zu Beleidigungen greifen, weil ihnen die Argumente ausgehen.)
Tags Antitotalitarismus, Individuum