Source: https://de.slideshare.net/minergie/die-schwerpunkte-der-neuen-mustervorschriften-der-kantone-im-energiebereich
Timestamp: 2017-11-20 02:31:21
Document Index: 298890975

Matched Legal Cases: ['Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 9', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 9']

Die Schwerpunkte der neuen Mustervorschriften der Kantone im Energieb…
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1. Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) Ausgabe 2014, beschlossen von der Plenarversammlung der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren EnDK vom 9. Januar 2015
2. Energie Aufgaben und Kompetenzen Bund (Art. 89 Abs. 3 BV) Der Bund erlässt Vorschriften über den Energieverbrauch von Anlagen, Fahrzeugen und Geräten. … Kantone (Art. 89 Abs. 4 BV) Für Massnahmen, die den Verbrauch von Energie in Gebäuden betreffen, sind vor allem die Kantone zuständig. Kantone (Art. 9 EnG) Kantone schaffen in ihrer Gesetzgebung günstige Rahmenbedingungen für die rationelle Energienutzung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich. Sie erlassen insbesondere Vorschriften über … 11.03.2015Antje Horvath 2
3. Energie Aufgaben und Kompetenzen Bund (Art. 89 Abs. 3 BV) Der Bund erlässt Vorschriften über den Energieverbrauch von Anlagen, Fahrzeugen und Geräten. … Kantone (Art. 89 Abs. 4 BV) Für Massnahmen, die den Verbrauch von Energie in Gebäuden betreffen, sind vor allem die Kantone zuständig. Kantone (Art. 9 EnG) Kantone schaffen in ihrer Gesetzgebung günstige Rahmenbedingungen für die rationelle Energienutzung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich. Sie erlassen insbesondere Vorschriften über … 311.03.2015Antje Horvath
4. MuKEn 2014 verabschiedet von der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) am 9. Januar 2015 411.03.2015Antje Horvath
6. Heizungen: Marktanteile in Neubauten 6 EFH MFH Einfluss Vorschriften (d.h. MuKEn) der Kantone? 1997 ZH: Inkraftsetzung Anforderung an Höchstanteil bei Neubauten ab 2000: Umsetzung MuKEn 2000 in weiteren Kantonen 11.03.2015Antje Horvath
7. MuKEn – ein eingespieltes Instrument «Gemeinsamer Nenner der Energiedirektoren» als Empfehlungen für die Umsetzung im kantonalen Recht; Ziel, eine möglichst weitgehende Harmonisierung der Vorschriften im Gebäudebereich; Die Kernbestandteile der MuKEn sind Bauvorschriften; Das «Basismodul» soll in allen Kantonen integral umgesetzt werden; Die «Zusatzmodule» werden von den Kantonen nach Bedarf umgesetzt; Die MuKEn sind kommentierte und begründete Gesetzes- und Verordnungsnormen. 711.03.2015Antje Horvath
8. MuKEn 2014 = Revision MuKEn 2008 Die Weiterentwicklung der MuKEn baut auf der MuKEn 2008 auf und integriert neue Anliegen aus der Energiestrategie und der Klimapolitik. MuKEn 2008 MuKEn 2014 Sanierungspflicht Elektroheizungen Nahezu-Null-Energiehaus, Eigenstromproduktion Neubau Vorbildfunktion öff. Hand CO2-Minderung Altbauten Aktionsplan 2.9.2011 Leitbild 4.5.2012 Verein- fachung MuKEn 20?? Energie- und Klimapolitik 811.03.2015Antje Horvath
9. Kantone gehen vorwärts Die Kantone arbeiten schrittweise an der Umsetzung der Energiestrategie! Eckwerte und Aktionsplan 2. Sept. 2011 Energie- politische Leitlinien 4. Mai 2012 MuKEn 2014 vom 9. Jan. 2015 HFM 2015 in Arbeit Umsetzung MuKEn bis ca. 2020 Neupositionierung Minergie 11.03.2015Antje Horvath 9
10. Übersicht Gebäudepolitik Info/Beratung, GEAK®, Weiterbildung Gebäudepolitik der Kantone Förderung (Kant.Programme/Globalbeiträge, DasGebäudeprogramm) Neubauten (Vorschriften&Vollzug) Vorbild öH BestehendeBauten (Vorschriften&Vollzug) Vorbild öH HFM (in Revision)MuKEn 2014 1011.03.2015Antje Horvath
11. Übersicht MuKEn 2014
12. MuKEn - Neubauten (Basismodul) • Umfassende Energieanforderungen: − Nahezu-Null-Energiegebäude (zugeführte Energie) − Senkung des Wärmebedarfes (zwischen Minergie- und Minergie-P- Standard); • Anforderungen Elektrizitätsbedarf; • Anteil Eigenerzeugung Strom: − Ersatzabgabe, wenn nicht realisierbar; • Vorbildfunktion der öffentlichen Hand: − Höherer Standard als die MuKEn 2014. 1211.03.2015Antje Horvath
13. Ziel Neubau: Nahezu-Null-Energiegebäude Extern zugeführte Energie: • Strom • Gas • Öl • Kohle • Wärmeverbund Abhängigkeiten des Bedarfs: • Gebäudehülle • Effiziente Haustechnik • Energieproduktion (Grundstück, im und am Haus) • Abwärme-Nutzung Wesentlicher gesetzlicher Gestaltungsrahmen: • Wärmeschutz von Gebäuden (Teil B) • Anforderung an Gebäudetechnik (Teil C) • Anforderung an Deckung Wärmebedarf (Teil D) • Eigenstromerzeugung bei Neubauten (Teil E) Ziel! Nahezu-Null 1311.03.2015Antje Horvath
14. Brennpunkt 1 Neue Anforderung: Max. Energiebedarf 35 kWh/m2: – zwischen Minergie (38 kWh/m2) und Minergie-P (30 kWh/m2); Ziel ist es, eine Optimierung des Gebäudes, um nur noch ein Minimum von Energie zuführen zu müssen (massgebend Grundstückgrenze): – Effiziente Gebäudehülle – Produktion erneuerbare Energie am Gebäude (Wärme, Strom) – Nutzung Umweltwärme (Luft, Wasser, Erdreich) – Nutzung Abwärme; Keine Einschränkung bezüglich der extern zugeführten Energieart; Entwicklung und Erfahrung zeigt, dass immer weniger fossile Energie bei solchen Gebäuden zum Zuge kommt. Nahezu-Null-Energiehaus und Stromeigenproduktion bei Neubauten 1411.03.2015Antje Horvath
15. Entwicklung der Anforderungen 15 Muster- vorschriften 2014 3,5 l 11.03.2015Antje Horvath
16. Entwicklung Anforderungen: Wand 16 U - Neubau U - Umbau Musterverordnung 1992 0,3 W/m2K 0,5 W/m2K Investitionsprogr. E2000 (1997) 0,3 W/m2K MuKEn 2000 (SIA 380/1:2001) 0,3 W/m2K 0,3 W/m2K Klimarappen (Gebäudeprogr. 2006) 0,23 W/m2K MuKEn 2008 0,2 W/m2K 0,25 W/m2K MuKEn 2014 0,17 W/m2K 0,25 W/m2K 11.03.2015Antje Horvath
17. Entwicklung Anforderungen: Fenster 17 U - Neubau U - Umbau Musterverordnung 1992 2,0 W/m2K 2,0 W/m2K Investitionsprogr. E2000 (1997) 1,5 W/m2K MuKEn 2000 (SIA 380/1:2001) 1,7 W/m2K 1,7 W/m2K Klimarappen (Gebäudeprogr. 2006) 1,5 W/m2K MuKEn 2008 1,3 W/m2K 1,3 W/m2K MuKEn 2014 1,0 W/m2K 1,0 W/m2K 11.03.2015Antje Horvath
18. MuKEn - Bestehende Bauten (Basismodul) • Anteil erneuerbare Wärme beim Ersatz fossiler Heizungen: − 10 % Kompensation aus erneuerbarer Quelle oder durch zusätzliche Effizienzmassnahmen (CO2-Reduktion); • Ersatz von zentralen Elektroheizungen und Elektroboilern: − Verpflichtung innerhalb von 15 Jahren; • Anforderungen Elektrizitätsbedarf; • Vorbildfunktion der öffentlichen Hand: − Wärmeversorgung bis 2050 zu 100% erneuerbar − Reduktion Stromverbrauch um 20% bis 2030 gegenüber 1990 − Oder Kompensation durch neu zugebaute erneuerbare Energien. 1811.03.2015Antje Horvath
19. Brennpunkt 2 Wärmepumpen statt Elektroheizungen: – Höchste Effizienz auch bei der Verwendung von Strom; Zentrale Elektroheizungen sollen innert 15 Jahren ersetzt werden; Zentrale Elektroboiler sollen innert 15 Jahren mit anderem Wärmeerzeuger kombiniert werden Die Geräte fragen vor allem im Winter einen hohen Anteil Strom nach; der Strom findet im Winter wertvollere und effizientere Verwendungen; Übergangsfrist dient der Nutzung der Lebensdauer der installierten Systeme; Ausnahmeregelung für besondere Situationen, zum Beispiel: – Bergbahnstationen, – Melkstube im Kuhstall – usw. Sanierungspflicht Elektroheizungen und Elektroboiler 1911.03.2015Antje Horvath
20. Brennpunkt 3 Ziel Senkung der CO2-Emissionen im bestehenden Gebäudepark: – über anstehende Heizungserneuerungen; 10% der bisher fossil erzeugten Wärme soll bei einem Heizungswechsel durch erneuerbare Energien oder Effizienzmassnahmen (Senkung Verbrauch) kompensiert werden; Es stehen dafür genügend vertretbare Lösungen zur Verfügung, um das Ziel zu erreichen zum Beispiel über optimierte Warmwassererwärmung: – mittels thermischer Solaranlage – oder Wärmepumpenboiler; Die fossile Wärmeerzeugung in bestehenden Gebäuden wird nicht verboten. Erneuerbare Wärme bei Wärmeerzeugungsersatz 2011.03.2015Antje Horvath
21. Heizungen: Marktanteile im Bestand 21 Handlungsbedarf im Bestand MuKEn, Basismodul Teil F blau = fossiler Energieträger / orange = nicht fossiler Energieträger UMBAU: Sanierung der Heizung bei Umbauvorhaben am Gebäude ERSATZ: „blosse“ Heizungssanierung MFHEFH 11.03.2015Antje Horvath
22. MuKEn - Förderung (Basismodul) • GEAK Plus als Fördervoraussetzung: − GEAK mit Beratungsbericht − Ausgenommen Bagatellförderung (< 10‘000.- CHF Förderbeitrag). 2211.03.2015Antje Horvath
23. MuKEn – Neue Zusatzmodule Neu! Modul 5: Ausrüstungspflicht Gebäudeautomation bei Neubauten: – Effizienteren Energieeinsatz durch automatische Steuerungen; Neu! Modul 6: Sanierungspflicht dezentraler Elektroheizungen: – Ersetzen dezentraler Geräte innerhalb von 15 Jahren; Neu! Modul 8: Betriebsoptimierung – Nichtwohnbauten mit Stromverbrauch > 200‘000 kWh, die keine Grossverbrauchervereinbarung abgeschlossen haben, müssen die Gebäudetechnik alle fünf Jahre optimieren und dokumentieren; Neu! Modul 9: GEAK-Anordnung für bestimmte Bauten – Die Kantonsregierung erhält die Kompetenz, den GEAK für bestimmte Bauten als obligatorisch zu erklären. 2311.03.2015Antje Horvath
24. Umsetzung in den Kantonen Erarbeiten von gemeinsamen Vollzugshilfen bis Ende 2015; Kantone planen und realisieren Umsetzung: – Unterschiedliches Vorgehen – Unterschiedlicher zusätzlicher Regelungsbedarf – Umsetzungsdauer insgesamt 3 – 5 Jahre. 2411.03.2015Antje Horvath
25. Weiteres Vorgehen Umsetzung der MuKEn 2014 in den Kantonen
26. Brennpunkt 4 Die Suche nach einem einfachen und vollzugstauglichen Indikatorensystem war nicht erfolgreich; Heutige einfache Indikatoren lassen zu viele unerwünschte „Schlupflöcher“ offen; Es braucht weitere fachliche Entwicklungen und Forschung dafür; Ein erstes Konzept, fand deshalb keine hinreichende Expertenunterstützung; Es bleibt das Ziel, bei einer nächsten Revision der MuKEn ein solches System einzuführen. Zielvorgaben statt Detailvorschriften 2611.03.2015Antje Horvath
27. Herausforderungen der Zukunft Vereinfachung der Gebäudevorschriften: – Weitere Grundlagenarbeit erforderlich; Übergang vom Förder- zum Lenkungssystem: – Starke Lenkungswirkung reduziert Bedarf an Vorschriften und umgekehrt; Klimapolitik post 2020: – Weitere Senkung des CO2-Ausstosses im Gebäudebereich; Raumplanung: Innere Verdichtung: – Ersatzneubau, gleiche Anforderungen wie Neubauten – Vermehrte Kooperation verschiedener Eigentümer in Quartieren – Gemeinsames Projekt mit dem Verein Minergie betreffend etappiertem Vorgehen bei Sanierungen 2711.03.2015Antje Horvath