Source: https://gesetze-in-app.de/StVO/7
Timestamp: 2019-05-24 05:57:28
Document Index: 82824896

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 5', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7']

BGH, URTEIL vom 2.11.2006, Az. VI ZR 75/06 7	Da	für das Vorhandensein mehrerer Fahrstreifen die zu dem Fahren eines mehrspurigen Fahrzeugs erforderliche Breite entscheidend ist und nicht das Vorhandensein von Fahrbahnmarkierungen (Hentschel aaO, § 7 Rn. 5; Heß aaO, § 7 Rn. 2; KG, NZV 2003, 182, 183; verneinend für Motorräder OLG Düsseldorf, ZfS 1990, 214), stellt ein Wechsel von einer Fahrspur in die andere während des Abbiegevorgangs nur im Hinblick auf das Queren des nicht markierten Kreuzungsbereichs und die allgemeine Änderung der Fahrtrichtung keinen Spurwechsel im Sinne des § 7 Abs. 5 StVO dar (vgl. KG vom 13. Juni 1996 - 12 U 2594/95 - juris und DAR 2005, 24 f. = NZV 2005, 91; BayObLG, DAR 1980, 277; Hentschel aaO, § 7 Rn. 16; Walther aaO, § 7 Rn. 21; Heß aaO, § 7
LG Aachen, Urteil vom 5.0.2010, Az. 6 S 168/09 23Im Falle eines unstreitig oder erwiesenermaßen unmittelbar zuvor erfolgten Spurwechsels des Vordermannes spricht der Beweis des ersten Anscheins daher nicht gegen den Auffahrenden, sondern vielmehr dafür, dass der vorausfahrende Verkehrsteilnehmer unter Verstoß gegen § 7 Abs. 5 StVO die Fahrspur gewechselt hat (vgl. OLG Frankfurt Zfs 2006, 259; KGR Berlin 1997, 223).
LG Duisburg, Urteil vom 4.3.2002, Az. 5 S 151/01 Ein Verstoß gegen die Anforderungen beim Fahrspurwechsel aus § 7 Abs. 5 StVO liegt schon deshalb nicht vor, weil § 7 Abs. 5 StVO nur den fließenden, nicht aber den ruhenden Verkehr schützt (OLG München NJW-RR 94, 1442, 1443; Jagusch/Hentschel § 7 StVO, Rn. 17).
LG Landshut, vom 5.7.2013, Az. 72 O 1012/12 Ein Verstoß gegen § 7 Abs. 5 StVO liegt für beide Unfallbeteiligte nicht vor, da § 5 StVO als Spezialvorschrift vorgeht (vgl. Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 42. Aufl., § 7 StVO, RdNr. 17).
OLG München, Urteil vom 5.3.2013, Az. 10 U 357/12 Mangels Widerlegung dieses Anscheinsbeweises verbleibt es wegen der hohen Sorgfaltsanforderungen des § 7 Abs. 5 StVO, wonach ein Fahrstreifen nur gewechselt werden darf, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist, bei der alleinigen Haftung des Spurwechslers (vgl. OLG Bremen, 28. November 1995, 3 U 31/95 = VersR 1997, 253).
OLG München, Urteil vom 5.3.2013, Az. 10 U 357/12 Da die Kollision in einem unmittelbaren zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit dem Spurwechsel steht, spricht der Anscheinsbeweis für die Missachtung der Sorgfaltspflichten, die für den Spurwechsler gelten (OLG Bremen VersR 97, 253; KG NZV 04, 28; KG VRR 2010, 402; Burmann/Heß/Jahnke/Janker-Heß Straßenverkehrsrecht 22. Aufl., § 7 StVO Rz. 25).
OLG München, vom 5.2.2016, Az. 10 U 4087/15 - Jedoch übersieht das Erstgericht (EU 5 = Bl. 95 d. A.), dass der - unstreitig zunächst gegebene und aus der Gesetzesfassung des § 7 V StVO abgeleitete - Anscheinsbeweis gegen einen Fahrstreifenwechsler lediglich insoweit gilt, als eine unsorgfältige Missachtung der in § 7 V StVO festgelegten Sorgfaltspflichten festzustellen ist (Senat NJW-Spezial 2013, 426; Urt. v. 26.04.2013 - 10 U 357/12 [BeckRS 2013, 07719]; Urt. v. 17.12.2010 - 10 U 2926/10 [BeckRS 2011, 00016]; Urt. v. 08.04.2005 - 10 U 5279/04 [BeckRS 2005, 31680]; OLG Bremen, Urt. v. 28.11.1995 - 3 U 31/95 [BeckRS 2008, 15613]; KG VM 1996, Nr. 27; NJOZ 2011, 1044; NZV 2011, 185).