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Timestamp: 2016-10-23 09:42:32
Document Index: 249058010

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 113', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 142', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 143', 'Art. 142', 'Art. 145', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 64']

5D_81/2015 � � Urteil vom 4. April 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Christina Kotrba,
A.________ und B.________ hatten am 10. Dezember 1988 geheiratet. Sie sind die Eltern des vollj�hrigen Sohnes C.________ und der Tochter D.________, die 1998 geboren ist. Das Landgericht Athen schied die Ehe der Parteien mit Urteil vom 26. Mai 2003 im S�umnisverfahren. Unterhaltsbeitr�ge wurden keine festgesetzt.
Auf Klage von B.________ hin erg�nzte das Bezirksgericht Willisau mit Urteil vom 13. Januar 2015 das Scheidungsurteil (Bst. A) dahingehend, dass A.________ seiner Tochter ab 1. Januar 2015 monatliche Kinderalimente von Fr. 400.-- und ab 1. April 2015 solche von Fr. 1'000.-- schuldet.
C.a.�Gegen dieses Urteil wandte sich A.________ am 13. Februar 2015 an das Kantonsgericht Luzern. Er beantragte eine Reduktion seiner Unterhaltspflicht auf Fr. 270.-- von April bis Dezember 2015.
C.b.�Am 20. M�rz 2015 reichte B.________ eine Berufungsantwort ein. A.________ erhielt die Eingabe am 24. M�rz 2015 vom Kantonsgericht "zur Orientierung" zugestellt. Am 7. April 2015, Dienstag nach Ostern, �bergab er der Post eine Replik, in der er sich zur Berufungsantwort �usserte.
C.c.�Mit Urteil vom 8. April 2015 hiess das Kantonsgericht die Berufung teilweise gut. Die monatlichen Alimente wurden auf Fr. 400.-- (ab 1. Januar 2015) und Fr. 730.-- (ab 1. April 2015) festgesetzt.
C.d.�Am 9. April 2015 traf die Replik von A.________ (Bst. C.b) beim Kantonsgericht ein.
Mit subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 11. Mai 2015 wendet sich A.________ (Beschwerdef�hrer) an das Bundesgericht. Er beantragt, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Ziffer 1). Eventualiter sei er zu verpflichten, seiner Tochter ab 1. April 2015 bis 2. Januar 2016 monatlich Unterhalt von Fr. 270.-- zu bezahlen (Ziffer 2). Zudem ersucht der Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege. Mit Verf�gung vom 28. Mai 2015 hat der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung der Beschwerde praxisgem�ss die aufschiebende Wirkung betreffend die bis und mit April 2015 geschuldeten Unterhaltsbeitr�ge erteilt.
D.a.�Eingeladen, sich zur Beschwerde vernehmen zu lassen, stellt B.________ (Beschwerdegegnerin) den Antrag, die Beschwerde "vollumf�nglich abzuweisen". Zugleich ersucht sie f�r das bundesgerichtliche Verfahren um das Armenrecht (Eingabe vom 12. Oktober 2015). Das Kantonsgericht schliesst ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde (Eingabe vom 14. September 2014). Der Beschwerdef�hrer hat am 26. Oktober 2015 repliziert. Diese Eingabe wurde der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht.
D.b.�Am xx.xx.2016 ist die Tochter D.________ vollj�hrig geworden. Nach st�ndiger Praxis kann der bisherige gesetzliche Vertreter den h�ngigen Prozess in einem solchen Fall nur unter der Voraussetzung weiterf�hren, dass das nun vollj�hrige Kind dieser Prozessf�hrung zustimmt (Urteil 5A_344/2015 vom 29. Februar 2016 Sachverhalt Bst. E.c; BGE 129 III 55 E. 3.1.5 S. 59). Mit Eingabe vom 8. M�rz 2016 (Datum der Postaufgabe) erkl�rt D.________ ihr Einverst�ndnis, dass die Beschwerdegegnerin f�r sie den Prozess vor Bundesgericht weiterf�hrt.
Rechtzeitig angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer Zivilsache (Art. 72 Abs. 1, 75, 90 und 100 Abs. 1 BGG). Der Streit betrifft den Kindesunterhalt, ist also verm�gensrechtlicher Natur. Der Streitwert liegt unter Fr. 30'000.-- und eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt sich nicht (Art. 74 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 Bst. a BGG). Damit steht dem Beschwerdef�hrer nur die subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) offen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung seines rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Wegen ihrer formellen Natur (s. BGE 135 I 187 E. 2.2 S. 190) ist diese R�ge zuerst zu pr�fen.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer beruft sich darauf, dass die Berufungsantwort vom 20. M�rz 2015 auch neue Beweismittel enthalten habe. Deshalb habe er ein Recht darauf gehabt, zu replizieren. Dem Kantonsgericht wirft der Beschwerdef�hrer vor, dieses Replikrecht verletzt zu haben. Die Berufungsantwort sei ihm am 24. M�rz 2015 zugegangen. Unter Ber�cksichtigung der Ostergerichtsferien sei "die 10-t�gige Frist zur freiwilligen Stellungnahme" am 20. April 2015 abgelaufen. Seine Replik vom 7. April 2015 (s. Sachverhalt Bst. C.b) sei also binnen Frist erfolgt und beim Kantonsgericht am 9. April 2015 eingetroffen (s. Sachverhalt Bst. C.d). Die Vorinstanz habe ihr Urteil aber schon am 8. April 2015, also noch w�hrend der Gerichtsferien gef�llt (s. Sachverhalt Bst. C.c), ohne seine Eingabe abzuwarten. Der Beschwerdef�hrer rechnet vor, dass ihm unter Ber�cksichtigung der Gerichtsferien "effektiv h�chstens vier Tage beziehungsweise drei Werktage" zur Verf�gung gestanden h�tten, um eine Stellungnahme einzureichen oder die Ansetzung einer Frist zu beantragen. Diese Frist erweise sich als unzureichend. Weiter argumentiert der Beschwerdef�hrer, selbst wenn das Bundesgericht die Ostergerichtsferien nicht gelten lasse, w�re der letzte Tag der Replikfrist auf den Karfreitag (3. April 2015) gefallen. Diesfalls h�tte sich die Frist gest�tzt auf Art. 142 Abs. 3 ZPO bis Dienstag, 7. April 2015, verl�ngert. Entsprechend w�re seine Eingabe auch in diesem Fall rechtzeitig erfolgt.
2.2.�Das Kantonsgericht wehrt sich gegen den Vorwurf der Geh�rsverletzung. Es stellt sich auf den Standpunkt, die Gerichtsferien w�rden nichts daran �ndern, dass eine Partei ihr Replikrecht umgehend wahrzunehmen habe. Den Fristenstillstand auch jeder nur potenziell replizierenden Partei zuteil werden zu lassen, sei mit dem Beschleunigungsgebot kaum vereinbar. Die Berufungsantwort sei dem Beschwerdef�hrer am 24. M�rz 2015 zur Orientierung zugestellt worden. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, bis zum Tag der Urteilsf�llung am 8. April 2015 h�tten dem Beschwerdef�hrer somit zwei Wochen zur Verf�gung gestanden, um sich freiwillig vernehmen zu lassen. Ihrer Meinung nach h�tte es gerade w�hrend der Ostertage dem Beschwerdef�hrer oblegen, um Ansetzung einer Frist zu ersuchen, die seinen Bed�rfnissen Rechnung getragen h�tte. Die Beschwerdegegnerin sieht die Sache im Wesentlichen gleich wie die Vorinstanz.
2.3.1.�Nach Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Geh�r. Aus dieser verfassungsm�ssigen Garantie folgt unter anderem das Recht einer Partei, sich im Rahmen eines Gerichtsverfahrens zu den Stellungnahmen und Vernehmlassungen der anderen Verfahrensparteien, unteren Instanzen und weiteren Stellen zu �ussern (BGE 139 I 189 E. 3.2 S. 191 f.; 138 I 484 E. 2.1 S. 485 f.; 133 I 98 E. 2.1 S. 99). Dieses �usserungsrecht steht einer Prozesspartei unabh�ngig davon zu, ob die eingereichte Eingabe neue und/oder wesentliche Vorbringen enth�lt und ob sie im Einzelfall geeignet ist, den richterlichen Entscheid zu beeinflussen. Es ist Sache der Parteien und nicht des Gerichts zu beurteilen, ob eine neue Eingabe oder ein neues Beweismittel Bemerkungen erfordert (BGE 138 I 484 a.a.O.; 137 I 195 E. 2.3.1 S. 197; 133 I 100 E. 4.3 S. 102; 132 I 42 E. 3.3.2 S. 46).
2.3.2.�Damit die Partei ihr Replikrecht auch tats�chlich wahrnehmen kann, muss ihr die fragliche Eingabe vor Erlass des Urteils zugestellt werden. Nur so kann sie sich dar�ber schl�ssig werden, ob sie sich dazu �ussern will (BGE 137 I 195 E. 2.3.1 S. 197 mit Hinweisen). In diesem Sinne ist der Prozesspartei die konkrete M�glichkeit zu einer effektiven Replik einzur�umen (BGE 133 I 100 E. 4.3-4.6 S. 102 ff. mit Hinweisen; Urteil 9C_557/2008 vom 3. April 2009 E. 3.2, nicht publ. in: BGE 135 III 289). Hierzu reicht es grunds�tzlich aus, die fragliche Eingabe der Partei zur Information zuzustellen (im Einzelnen BGE 138 I 484 E. 2.4 S. 487; s. auch 138 III 252 E. 2.2 S. 255; Urteil 5A_553/2015 vom 16. Dezember 2015 E. 4.1.1 [zur Publikation vorgesehen]). Begn�gt sich das Gericht in diesem Sinne mit einer blossen Zustellung zur Kenntnisnahme, ohne dem Adressaten eine Frist zur Stellungnahme zu setzen, so bringt es damit zum Ausdruck, dass der Schriftenwechsel geschlossen ist und von den Parteien auch sonst keine zus�tzlichen Eingaben mehr erwartet werden, es die Sache mithin als spruchreif erachtet. Dementsprechend wird erwartet, dass eine Partei, die eine Eingabe ohne Fristansetzung zur Kenntnisnahme zugestellt erh�lt und sich dazu �ussern will, dies umgehend und spontan tut oder wenigstens um Ansetzung einer Frist nachsucht; andernfalls wird angenommen, sie habe auf eine weitere Eingabe verzichtet (BGE 138 I 484 E. 2.2 S. 486 mit Hinweisen). Das soeben Gesagte gilt erst recht f�r den Rechtsanwalt, der von Berufs wegen als Parteivertreter auftritt und kraft seines Mandats in der Pflicht steht, die Rechte seiner Klientschaft zu wahren (vgl. Urteile 4D_27/2014 vom 26. August 2014 E. 4.2.1; 5A_155/2013 vom 17. April 2013 E. 1.4). Sieht sich der Anwalt ausserstande, umgehend eine ausformulierte Stellungnahme f�r seinen Mandanten auszuarbeiten, so muss er dem Gericht ank�ndigen, dass er eine Stellungnahme einzureichen beabsichtige, oder die Justizbeh�rde wenigstens um Ansetzung einer Frist ersuchen.
2.3.3.�Soll die Partei ihr Replikrecht in der zuletzt beschriebenen Konstellation effektiv wahrnehmen k�nnen, muss ihr das Gericht ausreichend Zeit f�r eine Stellungnahme lassen. Allerdings muss das Gericht mit der Entscheidf�llung auch nur so lange zuwarten, bis es annehmen darf, dass der Adressat auf eine weitere Eingabe verzichtet habe (Urteile 4A_215/2014 vom 18. September 2014 E. 2.1; 4D_27/2014 vom 26. August 2014 E. 4.2.1; 5A_155/2013 vom 17. April 2013 E. 1.4). Welche Wartezeit ausreichend ist, h�ngt vom Einzelfall ab. Die Rechtsprechung bejaht in aller Regel eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, wenn das Gericht "nur wenige Tage" nach der Mitteilung entscheidet (BGE 137 I 195 E. 2.6 S. 199; Urteile 5D_112/2013 vom 15. August 2013 E. 2.2.3; 5A_155/2013 vom 17. April 2013 E. 1.4). Als begr�ndet erachtete das Bundesgericht die Geh�rsr�ge zum Beispiel in einem Fall, wo das kantonale Verwaltungsgericht die Beschwerdeantwort und die Vernehmlassung der Gemeinde am 8. November 2005 zur Kenntnisnahme zustellte und am 16. November 2005 sein Urteil f�llte (Urteil 1P.798/2005 vom 8. Februar 2006 E. 2.3). Auch eine k�rzere Zeitdauer wurde in der Praxis verschiedentlich als unzureichend erachtet (Urteile 2C_794/2008 vom 14. April 2009 E. 3.5 [sieben Tage seit Zustellung sind unzureichend]; 2C_560/2012 vom 21. Januar 2013 E. 4.4 f., in: StR 2013 S. 405 [vier Werktage seit Zustellung sind unzureichend]; 1B_459/2012 vom 16. November 2012 E. 2.4 [vier Tage sind unzureichend]; 1B_407/2012 vom 21. September 2012 E. 3.2 [vier Tage bzw. ein Tag seit Zustellung ist unzureichend]; 1B_25/2010 vom 17. Februar 2010 E. 2.2 [zwei Tage sind unzureichend]). In einer allgemeineren Formulierung hielt das Bundesgericht fest, dass jedenfalls vor Ablauf von zehn Tagen nicht, hingegen nach zwanzig Tagen schon von einem Verzicht auf das Replikrecht ausgegangen werden d�rfe (Urteile 9C_159/2014 vom 7. April 2014 E. 3; 9C_193/2013 vom 22. Juli 2013 E. 2.1.2; 5A_155/2013 vom 17. April 2013 E. 1.4; 1B_407/2012 vom 21. September 2012 E. 2.2; 6B_629/2010 vom 25. November 2010 E. 3.3.2 mit weiteren Hinweisen).
2.3.4.�In all den erw�hnten Urteilen beantwortet das Bundesgericht die immer gleiche Frage, ob die Beh�rde zu einem bestimmten Zeitpunkt - nach Ablauf einer bestimmten Anzahl Tage - von einem Verzicht auf das Replikrecht ausgehen und ihren Entscheid f�llen durfte. Die bundesgerichtliche Praxis besch�ftigt sich nicht mit dem Thema,�
bis wann�die zur Replik entschlossene Partei zur Tat schreiten�
muss. Sie versucht Klarheit dar�ber zu schaffen,�
von wann an�die Beh�rde entscheiden�
darf. Soweit das Bundesgericht in der zitierten Rechtsprechung losgel�st vom konkreten Fall auf die Zahl von zehn Tagen zu sprechen kommt, handelt es sich also nicht um eine Aufforderung an die Partei, eine allf�llige Replik bis sp�testens am letzten dieser zehn Tage beim Gericht einzureichen oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung zu �bergeben, wie es Art. 143 Abs. 1 ZPO f�r gesetzliche und gerichtliche Fristen vorschreibt. Vielmehr ist es nach der zitierten Rechtsprechung die�
Beh�rde, die vor Ablauf einer Frist von zehn Tagen seit Zustellung der Eingabe nicht von einem Verzicht auf das Replikrecht ausgehen d�rfen soll (so ausdr�cklich Urteil 6B_629/2010 vom 25. November 2010 E. 3.3.2; s. E. 2.3.3). Das bedeutet, dass die Beh�rde nach Ablauf dieser zehn Tage, das heisst vom elften Tag an, ihr Urteil f�llen darf. Will eine Partei sicherstellen, dass ihre Replik ber�cksichtigt werden kann, so ist es also an ihr daf�r zu sorgen, dass die Eingabe bis sp�testens am zehnten Tag beim Gericht eintrifft. In der zitierten Rechtsprechung ist denn auch nicht davon die Rede, dass das Gericht - zus�tzlich zu den zehn Tagen - noch den Ablauf einer weiteren Zeitdauer f�r die �bermittlung der Eingabe abwarten muss. Eine solche Lesart w�rde darauf hinauslaufen, dass die Zustellung einer Eingabe ohne Fristansetzung im Ergebnis gleich zu behandeln w�re, wie wenn das Gericht eine (zehnt�gige) Frist zur Vernehmlassung angesetzt h�tte. Wie das Bundesgericht ausdr�cklich festgehalten hat, folgt eine derartige Gleichstellung aber gerade nicht aus der zitierten Rechtsprechung. Vielmehr �bernimmt die Partei, der eine Eingabe lediglich zur Information zugestellt wurde und die damit weiss, dass die Sache aus der Sicht des Gerichts spruchreif ist, das Risiko eines raschen Entscheids (Urteil 5A_155/2013 vom 17. April 2013 E. 1.4).
2.4.�Bezogen auf den konkreten Fall ergibt sich aus den vorigen Erw�gungen, was folgt:
2.4.1.�Dass die Beschwerdeantwort vom 20. M�rz 2015 dem Beschwerdef�hrer am 24. M�rz 2015 zugestellt wurde, ist vor Bundesgericht nicht bestritten (s. Sachverhalt Bst. C.b). Nach dem Gesagten musste der Beschwerdef�hrer an sich damit rechnen, dass das Kantonsgericht nach Ablauf von zehn Tagen seit dieser Zustellung sein Urteil f�llen kann. Allerdings fiel der zehnte Tag der Wartefrist auf den 3. April 2015 und damit auf den Karfreitag. Weil der Karfreitag im Kanton Luzern bekanntlich ein vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag ist, musste der Beschwerdef�hrer nicht annehmen, dass das Kantonsgericht an diesem Tag Eingaben in Empfang nimmt. Dasselbe gilt f�r den Folgetag (Samstag) und die weiteren Osterfeiertage (Ostersonntag und Ostermontag). Im Ergebnis verl�ngerte sich die Wartefrist, vor deren Ablauf das Kantonsgericht nicht von einem Verzicht auf das Replikrecht ausgehen durfte, also bis am Dienstag, 7. April 2015. Daraus folgt, dass die Vorinstanz im Grunde genommen vom 8. April 2015 an ihr Urteil f�llen konnte. Das hat sie auch getan (s. Sachverhalt Bst. C.c). Wollte man dem Beschwerdef�hrer die dargelegte Rechtsprechung ohne Einschr�nkung entgegenhalten, so h�tte er es sich also selbst zuzuschreiben, wenn er seine Replik erst am 7. April 2015 der Schweizerischen Post �bergab und damit riskierte, dass seine Sendung dem Kantonsgericht erst am 9. April 2015 zugestellt wurde (s. Sachverhalt Bst. C.d). Einschliesslich des Tages der Zustellung der Eingabe vom 20. M�rz 2015 (24. M�rz 2015 standen ihm bis und mit Gr�ndonnerstag (2. April 2015) acht Werktage zur Verf�gung, um eine Replik auszuarbeiten und einzureichen. Nachdem ihm das Kantonsgericht die Beschwerdeantwort ohne Fristansetzung zur Information zugestellt hatte, war es seine Sache daf�r zu sorgen, dass seine Replik bis sp�testens am 7. April 2015 beim Kantonsgericht eintrifft. Mit Blick auf die anstehenden Osterfeiertage h�tte ein sorgf�ltiger Anwalt die Eingabe wom�glich noch vor Karfreitag, 3. April 2015, der Schweizerischen Post �bergeben. Denn wie oben dargelegt, darf eine Partei, die eine Eingabe bloss "zur Orientierung" und ohne Ansetzung einer Frist zugestellt erh�lt, gerade nicht darauf vertrauen, dass das Gericht gleich verf�hrt, wie wenn es eine Frist zur Stellungnahme angesetzt h�tte.
2.4.2.�Zwar kann sich die Frage, ob eine Partei zu einem bestimmten Zeitpunkt auf die Aus�bung des Replikrechts verzichtet habe, kaum jemand anderem als der mit dem Entscheid befassten (Gerichts-) Beh�rde stellen. Trotzdem k�nnte der Umstand, dass sich das Bundesgericht in verschiedenen deutschsprachigen Entscheiden des passiven Modus' bedient (so z.B. Urteil 9C_159/2014 vom 7. April 2014 E. 3: "darf jedenfalls nicht vor Ablauf von zehn Tagen... davon ausgegangen werden"), bei einem unbedarften oder fremdsprachigen Leser Zweifel dar�ber aufkommen lassen, f�r wen denn diese zehn Tage nun gelten sollen. Vor allem aber hat das Bundesgericht bis zum heutigen Tag nicht klar und deutlich festgehalten, dass es sich bei der Zehntagesfrist, von der in den zitierten Urteilen im Sinne einer verallgemeinerten Faustregel die Rede ist, um eine Wartefrist f�r das Gericht handelt, die auch die Zeit einschliesst, welche die Partei zur �bermittlung ihrer (Replik-) Eingabe ben�tigt. In dieser besonderen Situation durfte der Beschwerdef�hrer ausnahmsweise entsprechend seiner eigenen Lesart der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ausgehen, dass ihm auf jeden Fall (volle) zehn Tage zur Verf�gung stehen, um sich zur Beschwerdeantwort vom 20. M�rz 2015 zu �ussern, er also bis zum 3. April 2015 Zeit hatte, seine Replik dem Kantonsgericht einzureichen.
2.4.3.�Nun bringt der Gesetzgeber in Art. 142 Abs. 3 ZPO zum Ausdruck, dass Eingaben an ein Gericht nie an einem Samstag, einem Sonntag oder einem am Gerichtsort vom Bundesrecht oder vom kantonalen Recht anerkannten Feiertag eingereicht werden m�ssen. Die Zivilprozessordnung stellt diese Regel f�r die gesetzlichen und richterlichen Fristen auf. Von der Sache her muss der Grundsatz aber sinngem�ss auch f�r den hier zu beurteilenden Fall gelten. Die beschriebene Maxime wurzelt n�mlich in der �berlegung, dass es f�r eine Partei an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag je nach den konkreten Umst�nden gar nicht m�glich ist, eine ge�ffnete Empfangsstelle zu finden, oder jedenfalls nicht zumutbar, eine solche aufzusuchen, um eine Eingabe zu Handen des Gerichts der Schweizerischen Post (oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung) zu �bergeben. Mit dieser Schwierigkeit war auch der Beschwerdef�hrer konfrontiert, wenn er sich ausnahmsweise (E. 2.4.2) darauf verlassen durfte, seine Replikeingabe sp�testens am Karfreitag, 3. April 2015, einreichen zu m�ssen. Nachdem im Kanton Luzern der Ostermontag ebenfalls ein vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag ist, kann es dem Beschwerdef�hrer unter den gegebenen besonderen Umst�nden (s. E. 2.4.2) nicht zum Nachteil gereichen, wenn er seine Replik erst am folgenden Dienstag, dem 7. April 2015, zu Handen des Kantonsgerichts der Schweizerischen Post �bergab (s. Sachverhalt Bst. C.b). Indem das Gericht bereits am Folgetag (8. April 2015) entschied (s. Sachverhalt Bst. C.c), verletzte es den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r. Die Beschwerde erweist sich insofern als begr�ndet. Im �brigen bleibt es losgel�st vom vorliegenden Fall aber dabei, dass nicht das Gericht, sondern die Partei das Risiko eines raschen Entscheids tr�gt, wenn ihr das Gericht keine Frist zur Stellungnahme setzt (E. 2.3.4).
2.5.�Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob der Beschwerdef�hrer in einem Fall wie dem vorliegenden gest�tzt auf Art. 145 Abs. 1 Bst. a ZPO den Fristenstillstand vom siebten Tag vor Ostern bis und mit siebten Tag nach Ostern f�r sich in Anspruch nehmen k�nnte, obwohl ihm das Kantonsgericht f�r eine allf�llige Reaktion auf die Beschwerdeantwort vom 20. M�rz 2015 unbestrittenermassen keine Frist angesetzt hat und das Gesetz f�r solche Eingaben auch keine Frist bestimmt.
3.1.�Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen. Das Kantonsgericht hat dem Beschwerdef�hrer das Recht abgeschnitten, auf die Beschwerdeantwort vom 20. M�rz 2015 zu replizieren. Diese Verweigerung des rechtlichen Geh�rs f�hrt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Prozessstandpunkte zur R�ckweisung der Sache an das Kantonsgericht (s. BGE 135 I 279 E. 2.6.1 S. 285), damit es unter Ber�cksichtigung der Replik vom 7. April 2015 neu entscheide. Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdegegnerin. An sich m�sste sie deshalb f�r die Gerichtskosten aufkommen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG) und den Beschwerdef�hrer entsch�digen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Unter den gegebenen besonderen Umst�nden (s. E. 2.4) rechtfertigt es sich aber, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG). Soweit aussergerichtliche Kosten entstanden sind, hat jede Partei ihre eigenen Aufwendungen f�r das bundesgerichtliche Verfahren selbst zu tragen (Art. 68 Abs. 1 BGG).
3.2.�Soweit die Parteien gest�tzt auf Art. 64 Abs. 1 BGG darum ersuchen, dass sie das Bundesgericht von der Bezahlung der Gerichtskosten befreit, werden ihre Armenrechtsgesuche nach dem Gesagten gegenstandslos. Im �brigen sind die Voraussetzungen f�r die unentgeltliche Verbeist�ndung im bundesgerichtlichen Verfahren (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG) f�r beide Parteien erf�llt. Insbesondere kann keiner Partei entgegengehalten werden, vor Bundesgericht ein aussichtsloses Begehren gestellt zu haben. Die Parteien haben der Gerichtskasse Ersatz zu leisten, wenn sie sp�ter dazu in der Lage sind (Art. 64 Abs. 4 BGG). Die Tochter D.________ ist w�hrend des vor Bundesgericht h�ngigen Verfahrens vollj�hrig geworden. Sie hat sich damit einverstanden erkl�rt, dass das Verfahren mit der Beschwerdegegnerin als Gegenpartei zu Ende gef�hrt wird, ohne jedoch zum Ausgang des Verfahrens Stellung zu nehmen (s. Sachverhalt Bst. D.b). Sie trifft keine Kosten- und Entsch�digungspflicht.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Das Urteil des Kantonsgerichts Luzern, 2. Abteilung, vom 8. April 2015 wird aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
2.1.�Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen und es wird dem Beschwerdef�hrer Rechtsanw�ltin Christina Kotrba als Rechtsbeist�ndin beigegeben.
2.2.�Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen und es wird der Beschwerdegegnerin Rechtsanwalt Felix Horat als Rechtsbeistand beigegeben.
Rechtsanw�ltin Christina Kotrba wird aus der Gerichtskasse mit Fr. 1'500.-- entsch�digt.
Rechtsanwalt Felix Horat wird aus der Gerichtskasse mit Fr. 1'500.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird den Parteien, D.________ und dem Kantonsgericht Luzern, 2. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.