Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201979,%20S.%20976
Timestamp: 2020-02-18 12:59:07
Document Index: 190072362

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 929', '§ 930', '§ 868', '§ 930', '§ 1353', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 930', '§ 930', '§ 930', '§ 930', '§ 930', '§ 930', 'BGH', '§ 1353', '§ 1626', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 930', '§ 419', '§ 929', '§ 21', '§ 930', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 929', '§ 929', 'BGH']

BGH, 31.01.1979 - VIII ZR 93/78 - dejure.org
https://dejure.org/1979,195
BGH, 31.01.1979 - VIII ZR 93/78 (https://dejure.org/1979,195)
BGH, Entscheidung vom 31.01.1979 - VIII ZR 93/78 (https://dejure.org/1979,195)
BGH, Entscheidung vom 31. Januar 1979 - VIII ZR 93/78 (https://dejure.org/1979,195)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1979,195) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Übertragung von Hausrat an Ehefrau
§ 929 BGB, Bestimmtheitsgrundsatz, Übergabe bei Mitbesitz, § 930 BGB
Zuordnung des ehelichen Hausrats zur Konkursmasse - Eigentumsübertragung von Hausrat unter Ehegatten - Anforderungen an den Bestimmtheitsgrundsatz bei der Übereignung von Gegenständen - Berücksichtigung von späteren, ausserhalb des Vertrages liegenden Umständen - ...
BGB § 868, § 930, § 1353
BGHZ 73, 253
NJW 1979, 976
DB 1979, 1176
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt hinreichende Bestimmtheit dann vor, wenn es infolge der Wahl einfacher äußerer Abgrenzungskriterien für jeden, der die Parteiabreden in dem für den Eigentumsübergang vereinbarten Zeitpunkt kennt, ohne Weiteres ersichtlich ist, welche individuell bestimmten Sachen übereignet worden sind (BGHZ 73, 253, 254;… BGH, Urt. v. 13. Januar 1992 - II ZR 11/91, NJW 1992, 1161).
Der Vereinbarung eines besonderen Besitzmittlungsverhältnisses bedarf es jedoch dann nicht, wenn bereits ein gesetzliches Besitzmittlungsverhältnis zwischen dem Veräußerer und dem Erwerber besteht und es dem Willen der Beteiligten entspricht, daß dieses Verhältnis sich auf die übereigneten Gegenstände erstreckt (vgl. RGZ 108, 122, 124; BGHZ 73, 253, 258; Palandt/Bassenge, § 930 BGB Anm. 3 b;… Erman/Schmidt, § 930 BGB Rdnr. 5; weitergehend - bloße Einigung über den Eigentumsübergang genügt - Staudinger/Wiegand, § 930 BGB Rdnrn. 26-29;… Soergel/Mühl, § 930 BGB Rdnr. 13;… MK-BGB/Quack, § 930 Rdnr. 40).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist bereits anerkannt, daß bei der Übereignung von Sachen unter Ehegatten das eheliche Verhältnis ein für § 930 BGB ausreichendes Besitzmittlungsverhältnis ergeben kann, wenn die Beteiligten die Erstreckung dieses Besitzmittlungsverhältnisses auf die übereigneten Gegenstände übereinstimmend in ihren Willen aufgenommen haben (RGZ 108, 122, 123 ff; BGHZ 73, 253, 257 ff).
Dies gilt im Hinblick auf § 1353 BGB für die eheliche Lebensgemeinschaft und im Hinblick auf § 1626 Abs. 1 BGB auch für die sorgeberechtigten Eltern im Verhältnis zu ihrem Kind (…BGH NJW 1989, S. 2542, 2543 f [BGH 08.06.1989 - IX ZR 234/87] ; NJW 1979, S. 976, 977 [BGH 31.01.1979 - VIII ZR 93/78] ).
Aus der Besitzberechtigung folgt, dass der mitbesitzende Nichteigentümer dem Eigentümer den Besitz mittelt (BGH NJW 1979, S. 976, 977 [BGH 31.01.1979 - VIII ZR 93/78] ).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes liegt hinreichende Bestimmtheit dann vor, wenn es infolge der Wahl einfacher äußerer Abgrenzungskriterien für jeden, der die Parteiabreden in dem für den Eigentumsübergang vereinbarten Zeitpunkt kennt, ohne weiteres ersichtlich ist, welche individuell bestimmten Sachen übereignet worden sind (BGHZ 73, 253, 254 m.w.N.;… BGH, Urt. v. 21. November 1983 - VIII ZR 191/82, LM Nr. 17 zu § 930 BGB = NJW 1984, 803, 804;… Urt. v. 20. März 1986 - IX ZR 88/85, LM Nr. 42 zu § 419 BGB = NJW 1986, 1985, 1986;… Urt. v. 3. Dezember 1987 - IX ZR 228/86, LM Nr. 34 zu § 929 BGB = WM 1988, 346, 347;… Urt. v. 18. April 1991 - IX ZR 149/90, NJW 1991, 2144, 2146; vgl. ferner Serick, Eigentumsvorbehalt und Sicherungseigentum, Bd. II § 21 II 1 S. 152 f.).
Dem für die Einigung nach §§ 930, 929 BGB geltenden Bestimmtheitsgrundsatz ist bereits dann Rechnung getragen, wenn die Gegenstände so benannt sind, daß für denjenigen, der die Parteiabreden kennt, in dem für den Eigentumsübergang maßgeblichen Zeitpunkt ohne weiteres ersichtlich ist, welche Stücke davon erfaßt sein sollen (BGHZ 73, 253, 254 f;… BGH, Urt. v. 13. Januar 1992 - II ZR 11/91, NJW 1992, 1161).
Dem wird zumindest dann ausreichend Rechnung getragen, wenn es infolge der Wahl einfacher, äußerer Abgrenzungskriterien für jeden, der die Parteiabreden in dem für den Eigentumsübergang vereinbarten Zeitpunkt kennt, ohne weiteres ersichtlich ist, welche individuell bestimmten Sachen übereignet worden sind (BGH NJW 1979, 976 [976] [BGH 31.01.1979 - VIII ZR 93/78] [BGH 31.01.1979 - VIII ZR 93/78] ;… Oechsler i n Münchener Kommentar zum BGB 7. Auflage 2017, § 929 Rn. 6;… Wiegand in Staudinger (2017) BGB § 929, Rn. 11).
Die in der Urkunde erklärte Einigung über den Eigentumsübergang ist ihrem Wortlaut nach hinreichend bestimmt; denn durch die konkrete Bezeichnung der Grundstücke, auf die sie sich bezieht, den Begriff "sämtliches bewegliches Mobiliar" und dessen Erläuterung im zweiten Absatz ermöglicht sie es jedem, der am 28. Februar 1987 die vertraglichen Abreden kannte, exakt die davon erfaßten Gegenstände zu ermitteln (vgl. BGHZ 73, 253, 254 f).
OLG Brandenburg, 09.11.2005 - 4 U 30/04
Bürgschaftsgesicherter Kreditvertrag: Verpflichtungen des Gläubigers gegenüber …
OLG Stuttgart, 19.10.1979 - 15 U 57/78
Eheliche Lebensgemeinschaft; Gesetzliches Besitzmittlungsverhältnis; …
LG Saarbrücken, 10.02.2004 - 5 T 49/04
Anforderungen an die Bestimmtheit einer Eintragungsbewilligung und das …