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Timestamp: 2020-01-23 19:33:25
Document Index: 266591234

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 29', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 12', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 12', '§ 6', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 23', '§ 12', '§ 12', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 23', '§ 3', '§ 4', '§ 15', '§ 56', '§ 3', '§ 56', '§ 4', '§ 22', '§ 15', '§ 4', '§ 3', '§ 22']

Rechtsprechung: DVBl 2006, 787 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: VGH Baden-Württemberg, 30.01.2006 | VGH Hessen, 06.01.2006 | VGH Bayern, 02.01.2006 | VGH Baden-Württemberg, 15.02.2006 | OVG Nordrhein-Westfalen, 30.11.2005
VGH Bayern, 02.12.2005 - 20 A 04.40040 bis 40048
https://dejure.org/2005,27246
VGH Bayern, 02.12.2005 - 20 A 04.40040 bis 40048 (https://dejure.org/2005,27246)
VGH Bayern, Entscheidung vom 02.12.2005 - 20 A 04.40040 bis 40048 (https://dejure.org/2005,27246)
VGH Bayern, Entscheidung vom 02. Dezember 2005 - 20 A 04.40040 bis 40048 (https://dejure.org/2005,27246)
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Änderungsgenehmigung zur zivilen Nutzung des ehemaligen NATO-Militärflugplatzes Memmingen zur Anlage und zum Betrieb des regionalen Verkehrsflughafens Allgäu; Durchführung von Flügen nach Sicht- und Instrumentenflugregeln; Konversion eines seit Jahrzehnten bestehenden ...
Regionaler Verkehrsflughafen Allgäu
Der Planfeststellungsbeschluss weist insoweit ohne Rechtsfehler darauf hin, dass regionalwirtschaftliche Standortbedingungen auch dann förderungswürdig sind, wenn eine Region - wie hier - bereits über günstige Ausgangsfaktoren verfügt (vgl. auch BayVGH, U.v. 2.12.2005 - 20 A 04.40040 - juris Rn. 68).
Der Lärmschutz ist in §§ 6 Abs. 2 Satz 1, 29b Abs. 2 LuftVG als abwägungserheblicher Belang ausdrücklich genannt und damit vom Schutzzweck des Gesetzes, insbesondere des darin geregelten luftverkehrsrechtlichen Genehmigungsverfahrens, erfasst (BayVGH, U.v. 2.12.2005 - 20 A 04.40040 - juris Rn. 104;… Fellenberg in Grabherr/Reidt/Wysk, LuftVG, Stand Juni 2013, § 6 Rn. 300).
Zwar ist, worauf das Gericht im Beschluss vom 9. Mai 2017 (Az. W 4 S 17.343) im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes hingewiesen hat, ein Dauerschallpegel am lärmbetroffenen Grundstück von unter 50 dB(A) nach ständiger Rechtsprechung nicht abwägungserheblich (z.B. BayVGH, U.v. 2.12.2005 - 20 A 04.40040 - juris Rn. 38;… U.v. 20.5.2003 - 20 A 02.40015 - juris Rn. 71;… U.v. 26.2.2002 - 20 A 00.40039 - juris Rn. 21;… Fellenberg in Grabherr/Reidt/Wysk a.a.O.).
Diese verfahrensrechtliche Privilegierung von Konversionsvorhaben gilt auch, wenn - wie im vorliegenden Falle - die Aufgabe der militärischen Nutzung nicht unmittelbar vor der Genehmigungserteilung erfolgte, solange die bisher vorhandene Infrastruktur des ehemaligen Militärflugplatzes ohne wesentliche bauliche Änderungen weiter genutzt werden kann, weil anderenfalls die Privilegierung faktisch kaum zur Anwendung käme und die Vorschrift damit letztlich leerliefe (vgl. BayVGH, U.v. 2.12.2005 - 20 A 04.40040 - juris Rn. 45;… VGH BW, U.v. 4.6.2002 - 8 S 460/01 - juris Rn. 30 ff.).
Die Planrechtfertigung liegt vor, wenn der von dem Luftfahrtunternehmer geltend gemachte Luftverkehrsbedarf besteht und die Änderung des Platzes geeignet und vernünftigerweise geboten ist, diesen Bedarf zu decken; das LuftVG soll die Anlegung, die Änderung und den Betrieb von Flugplätzen ermöglichen, wovon ein privater Sonderlandeplatz als Infrastruktureinrichtung des Luftverkehrs erfasst ist (…BVerwG, U.v. 26.4.2007 - 4 C 12.05 - juris Rn. 46;… U.v. 9.11.2006 - 4 A 2001.06 - juris Rn. 33 f.; BayVGH, U.v. 2.12.2005 - 20 A 04.40040 - juris Rn. 58 ff.; VG München, U.v. 23.10.2009 - M 24 K 08.4862 - juris).
Die Zumutbarkeit erheblicher Lärmeinwirkungen ist von der Behörde mit Rücksicht auf die Gebietsart und die konkreten tatsächlichen Verhältnisse im Einzelfall wertend zu bestimmen (BayVGH, U.v. 2.12.2005 - 20 A 04.40040 - juris Rn. 107;… Fellenberg in Grabherr/Reidt/Wysk, LuftVG, Stand Juni 2013, § 6 Rn. 304).
Soweit nach § 29b Abs. 2 LuftVG die Luftfahrtbehörden auf den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm hinzuwirken haben, ist die Zumutbarkeit erheblicher Lärmeinwirkungen von der Behörde mit Rücksicht auf die Gebietsart und die konkreten tatsächlichen Verhältnisse im Einzelfall wertend zu bestimmen (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 20.01.2009 - 4 B 45/08 -, Rn. 7, juris;… Fellenberg in: Grabherr/Reidt/Wysk, a.a.O., § 6 Rn. 304, juris; BayVGH, Urt. v. 02.12.2005 - 20 A 04.40040 -, Rn. 107, juris).
c) Die Beteiligte zu 2 wendet ein, die luftverkehrsrechtliche Änderungsgenehmigung vom 9.7.2004 sei noch nicht bestandskräftig; die von ihr erhobene Revision gegen das klageabweisende Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 2.12.2005 (DVBl. 2006, 787 - Leitsatz -) sei vom Bundesverwaltungsgericht zugelassen worden.
Denn Lärmbelastungen in diesen Größenordnungen sind in einer schon bisher durch Fluglärm vorbelasteten (Wohn-)Lage in jedem Fall im Rahmen des Zumutbaren anzusiedeln (…vgl. BVerwG vom 24.6.2004, a.a.O., S. 166; BayVGH Urt. vom 2.12.2005 Az. 20 A 04.40040 u.a. UA S. 46 f. mit weiteren Nachweisen).
VG Würzburg, 12.02.2008 - W 4 K 07.1124
Nachbarklage; luftverkehrsrechtliche Genehmigung; Hubschrauberlandeplatz für ein …
Die Zumutbarkeit ist von der Behörde mit Rücksicht auf die Gebietsart und die konkreten tatsächlichen Verhältnisse im Einzelfall wertend zu bestimmen (s. BayVGH, U.v. 02.12.2005, 20 A 04.40040 u.a. , insoweit in UPR 2006, 399 nicht abgedruckt).
https://dejure.org/2006,2849
VGH Hessen, 06.01.2006 - 6 TG 1392/04 (https://dejure.org/2006,2849)
VGH Hessen, Entscheidung vom 06.01.2006 - 6 TG 1392/04 (https://dejure.org/2006,2849)
VGH Hessen, Entscheidung vom 06. Januar 2006 - 6 TG 1392/04 (https://dejure.org/2006,2849)
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Rangfolge der Haftung des Verhaltensstörers und des Zustandsstörers nach § 4 Abs. 3 Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG); Vorraussetzungen für eine Heranziehung zur Haftung des Zustandsstörers anstelle des Verhaltensstörers (hier: im Rahmen von § 4 Abs. 3 BBodSchG); ...
Abfallrecht: Altlastensanierung - Altlast, Ermessen, Gesamtrechtsnachfolger, Rangfolge, Sanierung, Sanierungsverantwortlicher, Störerauswahl, Verhaltensstörer, Zustandsstörer
Verhaltensstörer immer vor Zustandsstörer in Anspruch nehmen?
Altlasten: Wer haftet für Untersuchungsmaßnahmen? (IBR 2006, 1323)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des VGH Kassel vom 06.01.2006, Az.: 6 TG 1392/04 (Kein genereller Vorrang der Haftung des Verhaltensstörers vor Zustandsstörer bei Altlastensanierung)" von RA Michael Drasdo, original erschienen in: ZfIR 2006, 250 - 251.
VG Wiesbaden, 13.04.2004 - 4 G 486/04
NVwZ-RR 2006, 781
Auch der Hessische Verwaltungsgerichtshof habe ausgeführt, dass kein genereller Vorrang der Haftung des Verhaltens- gegenüber dem Zustandsstörer bestehe (Beschluss vom 6. Januar 2006 - 6 TG 1392/04 -, juris).
Vielmehr stehen zunächst einmal Handlungs- wie Zustandsstörer gleich verpflichtet nebeneinander (…Beschl. d. BVerfG v. 26.2.2000 Az. 1 BvR 242/91 und 1 BvR 315/99, Rdnr. 53 - juris; VGH Mannheim v. 25.10.1999 Az. 8 S 2407/99 …und vom 3.9.2002 Az. 10 S 957/02 - NVwZ-RR 2003, S. 103; BVGH v. 22.3.2001 Az. 22 ZS 01.731, v. 17.3.2004 Az. 22 CS 04.362, v. 13.10.2004 Az. 22 CS 04.2489 und vom 31.8.2006 Az. 22 CS 06.2055; VGH Kassel v. 6.1.2006 Az. 6 TG 1392/04 - NVwZ-RR 2006, S. 781).
Als ermessensfehlerhaft wäre auch anzusehen, wenn die Behörde bei der Störerauswahl ihr bekannte und unstreitige Vereinbarungen zwischen den Störern über die zivilrechtliche Letztverantwortlichkeit völlig unberücksichtigt lässt (BayVGH v. 3.7.1996 Az. 22 CS 96.1305;… VGH Mannheim v. 29.4.2002 Az. 10 S 2367/01 - NVwZ 2002, S. 1260 ff.; VGH Kassel v. 6.1.2006 Az. 6 TG 1392/04 - NVwZ-RR 2006, S. 781).
Selbst ein etwaiges Verschulden eines Handlungsstörers steht der Heranziehung des Zustandsstörers unter dem Gesichtspunkt einer effektiven Gefahrenbeseitigung nicht entgegen (…vgl. BayVGH, B. v. 31.8.2006 - 22 CS 06.2055 - juris Rn. 2; HessVGH vom 6.1.2006, NuR 2006, 308).
Gesamtrechtsnachfolger im Sinne von § 4 Abs. 3 Satz 1 BBodSchG ist stets diejenige natürliche oder juristische Person, die kraft gesetzlicher Anordnung oder kraft Rechtsgeschäfts in die gesamten Rechte und Pflichten einer anderen Person eintritt, vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 27. März 2012 - 10 S 2572/11 -, juris Rn. 16; VGH Hessen, Beschluss vom 6. Januar 2006 - 6 TG 1392/04 -, juris Rn. 16.
Vielmehr stehen zunächst einmal Handlungs- wie Zustandsstörer gleichverpflichtet nebeneinander (…Beschl. d. BVerfG v. 26.2.2000 Az. 1 BvR 242/91 und 1 BvR 315/99, Rdnr. 53 - juris; VGH Mannheim v. 25.10.1999 Az. 8 S 2407/99 …und vom 3.9.2002 Az. 10 S 957/02 - NVwZ-RR 2003, S. 103; BVGH v. 22.3.2001 Az. 22 ZS 01.731, v. 17.3.2004 Az. 22 CS 04.362, v. 13.10.2004 Az. 22 CS 04.2489 und vom 31.8.2006 Az. 22 CS 06.2055; VGH Kassel v. 6.1.2006 Az. 6 TG 1392/04 - NVwZ-RR 2006, S. 781).
Als ermessensfehlerhaft wäre auch anzusehen, wenn die Behörde bei der Störerauswahl ihr bekannte und unstreitige Vereinbarungen zwischen den Störern über die zivilrechtliche Letztverantwortlichkeit völlig unberücksichtigt lässt (BayVGH, B.v. 3.7.1996 - 22 CS 96.1305; VGH Mannheim, B.v. 29.4.2002 - 10 S 2367/01; VGH Kassel, B.v. 6.1.2006 - 6 TG 1392/04).
Zwar ist bei der Störerauswahl grundsätzlich von einer Gleichrangigkeit der in § 4 Abs. 3 BBodSchG bezeichneten Verantwortlichen auszugehen.(…Vgl. Frenz, BBodSchG, § 4 Abs. 3 Rdnr. 123;… Versteyl/Sondermann, BBodSchG, 2. Aufl., § 4 Rdnr. 26;… Kloepfer, Umweltrecht, 3. Aufl., § 12 Rdnr. 204; VGH Kassel, Beschluss vom 06.01.2006 - 6 TG 1392/04 -, NVwZ-RR 2006, 781; VG Düsseldorf, Beschluss vom 09.06.2009 - 17 L 513/09 -, juris) Ein Rangverhältnis, nach dem sich die Störerauswahl bestimmt, gibt es demnach nicht.
Vielmehr stehen zunächst einmal Handlungs- wie Zustandsstörer gleich verpflichtet nebeneinander (BVerfG vom 26.2.2000 Az. 1 BvR 242/91 und 1 BvR 315/99, Rn 53 - juris; VGH BW vom 25.10.1999 Az. 8 S 2407/99; vom 3.9.2002 Az. 10 S 957/02, NVwZ-RR 2003, 103; BayVGH vom 22.3.2001 Az. 22 ZS 01.731; vom 17.3.2004 Az. 22 CS 04.362; vom 13.10.2004 Az. 22 CS 04.2489; vom 31.8.2006 Az. 22 CS 06.2055; HessVGH vom 6.1.2006 Az. 6 TG 1392/04, NVwZ-RR 2006, 781).
VG München, 06.11.2012 - M 2 K 11.5775
Bodenschutzrechtliche Untersuchungsanordnung; ermessensfehlerhafte Auswahl des …
§ 4 Abs. 3 BBodSchG begründet kein Rangverhältnis hinsichtlich der danach als Adressaten in Betracht kommenden Verantwortlichen (BayVGH vom 31.08.2006 Az. 22 CS 06.2055 juris RdNr. 2 m.w.N.; HessVGH vom 06.01.2006 Az. 6 TG 1392/04 juris RdNr. 10 m.w.N.; VGH Baden-Württemberg vom 11.12.2000 Az. 10 S 1188/00 juris RdNr. 12 m.w.N.), sondern lässt eine in erster Linie an der Effektivität der Gefahrenabwehr orientierte Auswahlentscheidung zu (BayVGH vom 13.10.2004 Az. 22 CS 04.2489 juris RdNr. 2; OVG Berlin-Brandenburg vom 24.02.2011 Az. OVG 11 B 10.09 juris RdNr. 45).
Entgegen der vom Gesetzgeber gewählten Reihenfolge besteht in Rechtsprechung und Literatur Einigkeit darüber, dass für die behördliche Störerauswahl grundsätzlich von der Gleichrangigkeit der im Gesetz bezeichneten Verantwortlichen auszugehen ist, vgl. Frenz, BBodSchG, § 4 Abs. 3, Rz. 123; Versteyl/Sondermann, BBodSchG, 2. Aufl., § 4 Rz. 26; Kloepfer, Umweltrecht, 3. Aufl., § 12 Rz. 204; VGH Kassel, Beschluss vom 6. Januar 2006 - 6 TG 1392/04 -, NVwZ-RR 2006, 781.
VG Düsseldorf, 09.06.2009 - 17 L 513/09
https://dejure.org/2006,2577
VGH Bayern, 02.01.2006 - 22 A 04.40016 (https://dejure.org/2006,2577)
VGH Bayern, Entscheidung vom 02.01.2006 - 22 A 04.40016 (https://dejure.org/2006,2577)
VGH Bayern, Entscheidung vom 02. Januar 2006 - 22 A 04.40016 (https://dejure.org/2006,2577)
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Atomrechtliche Aufbewahrungsgenehmigung
123recht.net (Pressemeldung, 13.1.2006)
Weist Klagen gegen atomare Zwischenlager in Bayern ab // "Erforderliche Vorsorge gegen Schäden getroffen"
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des VGH München vom 02.01.2006, Az.: 22 A 04.040016 (Atomrechtliche Aufbewahrungsgenehmigung)" von Ministerialdirektor Wolfgang Renneberg, original erschienen in: ZUR 2006, 431 - 433.
Dem Bund ist damit eine Handlungspflicht auferlegt (vgl. zu § 6 Abs. 4 AtG BVerwG, Beschl. v. 5.1.2005 - 7 B 135.04 -, NVwZ 2005, 817 - öffentliches Interesse kraft Gesetzes;… ferner OVG Münster, Urt. v. 3.10.1996 - 21 D 2/89.AK -, RdE 1997, 222 ff.; Beschl. v. 26.4.1993 - 21 B 1563/92.AK -, NVwZ-RR 1994, 143, 146; VGH München, Urt. v. 2.1.2006 - 22 A 04.40016 -) und die Frage der Erforderlichkeit vom Gesetzgeber beantwortet (…vgl. Gaentzsch, Struktur und Probleme des atomrechtlichen Planfeststellungsverfahrens, aaO, S. 119 f.;… de Witt, aaO, S. 129).
Verwischen sich somit in Gestalt des modernen Terrorismus die Grenzen zwischen Krieg und Terror, insbesondere wenn Terrorakte mit staatlicher Unterstützung organisiert werden, so legt dies die Konsequenz nahe, jedenfalls Terrorakte, die ihrer Art und Schwere nach Kriegshandlungen gleichkommen, rechtlich wie solche zu behandeln mit der Folge, dass sie nicht unter § 7 Abs. 2 Nr. 5 AtG fallen (…ebenso Czajka, aaO, S. 76;… a.A. VGH München, Urt. v. 7.10.2004 - 22 A 03.40036 -, UA S. 8; v. 2.1.2006 - 22 A 04.40016 -, S. 20 ff.).
Derartige Ereignisse seien nicht im Rahmen der Richtlinie für den Schutz von Kernkraftwerken mit Leichtwasserreaktoren gegen Störungen oder sonstige Einwirkungen Dritter (SEWD-Richtlinie v. 5.12.1995) zu berücksichtigen (VGH München, Urt. v. 2.1.2006 - 22 A 04.40016 - vgl. auch Urt. v. 28.7.2005 - 22 A 04.40061 - Bericht der Bundesregierung zum Übereinkommen über nukleare Sicherheit 2004, BT-Drs. 15/3650, S. 64 ff./66).
Ein derart vorsichtiges Regelungskonzept kann nicht auf andere Bereiche übertragen werden, zumal wenn dem Betreiber nicht allein Vorsorge gegen ein Versagen der eigenen Anlage, sondern gegen eine Vielfalt denkbarer Störmaßnahmen Dritter abverlangt wird und er damit vor noch größere Schwierigkeiten gestellt wird (vgl. VGH München, Urt. v. 2.1.2006 - 22 A 04.40016 -, UA S. 26).
Zutreffend hat der Beklagte deshalb bei der Bewertung der radiologischen Auswirkungen in Bezug auf die Überprüfung, ob Maßnahmen des Katastrophenschutzes, insbesondere Evakuierungsmaßnahmen, erforderlich sein könnten, auf diese Empfehlungen abgestellt (vgl. auch VGH München, Urt. v. 2.1.2006 - 22 A 04.40016 -).
Wenn - wie hier - der Eingreifrichtwert für das Einleiten der Maßnahme "Evakuierung" deutlich unterschritten wird, fehlt es auch an Anzeichen dafür, dass der Eingreifrichtwert von 100 mSv für das Einleiten der Maßnahme "Umsiedlung" (Nr. 4.4.5 der genannten Radiologischen Grundlagen) praktische Bedeutung gewinnen kann (vgl. dazu auch VGH München, Urt. v. 2.1.2006 - 22 A 04.40016 -).
Zum damaligen Zeitpunkt lagen Urteile des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen (…Urteil vom 30. Oktober 1996 - 21 D 2/89.AK -, [...] Rn. 239), des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (…Urteil vom 11. Mai 2004 - 10 S 1291/01 -, [...] Rn. 37 und 48) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (Urteil vom 2. Januar 2006 - 22 A 04.40016 -, [...] Rn. 49 f.) vor, denen zufolge Drittbetroffene die erforderliche Schadensvorsorge gemäß § 6 Abs. 2 Nr. 4 AtG grundsätzlich auch in Bezug auf die Gefahr terroristischer Angriffe einfordern können.
Diese höchstrichterlichen Grundsätze habe der VGH München bei seiner Entscheidung , § 6 AtG finde zweifelsfrei Anwendung (Urt. v. 02.01.2006, a.a.O.), außer acht gelassen.
Wenn der VGH München in seinem Urteil vom 02.01.2006 22 A 04.40016 einen drittschützenden Charakter des § 6 Abs. 2 Nr. 4 AtG aus den Schutzzielen der SEWD-Richtlinie ableite, so berücksichtige er dabei nicht, dass auch der Schutz der Allgemeinheit letztlich dem Schutz von Leben und Gesundheit diene.
Auch in Rechtsprechung (…VGH Mannheim, Urt. v. 22.10.2002 3 S 1689/01 -, UPR 2003, 115; VGH München, Urt. v. 02.01.2006, a.a.O.) und Literatur werde die Abgrenzungsfrage zwischen den Tatbeständen der §§ 6 und 7 AtG mit der gesetzlichen Neuregelung als in diesem Sinne geklärt angesehen.
So habe auch der VGH München in den Verfahren zu den bayerischen Standortzwischenlagern entschieden (Urt. v. 02.01.2006, a.a.O.) und sei hierin auch durch den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 24.08.2006 a.a.O. bestätigt worden.
Entgegen der vom Kläger unter Berufung auf eine rechtsgutachterliche Stellungnahme von Degenhart zum Urteil des BayVGH v. 02.01.2006 (22 A 04.40016) (Anl. K 20; vgl. inzwischen auch DVBl. 2006, 1125 ff) vertretenen Auffassung hält der Senat die Zuständigkeitsregelung des § 23 Abs. 1 Nr. 4 AtG nicht für verfassungswidrig.
Für diese enthält § 12 Abs. 1 Nr. 10 AtG eine eigene - bislang ungenutzte - gesetzliche Ermächtigungsgrundlage zur Konkretisierung des Schutzes in Form einer Rechtsverordnung (vgl. BayVGH, Urt. v. 02.01.2006 - 22 A 04.40016 -, DVBl. 2006, 787, Juris Rn. 56;… BVerwG, Urt. v. 24.08.2006 - 7 B 38/06 -, DVBl. 2006, 1524, Juris Rn. 19).
167 Grundsätzlich anerkannt ist, dass die Eingreifrichtwerte der Rahmenempfehlungen und der Radiologischen Grundlagen der Strahlenschutzkommission als Orientierungswerte dafür herangezogen werden können, inwieweit dem Betreiber Maßnahmen des Schutzes vor SEWD zuzumuten ist (vgl. hinsichtlich des Evakuierungswertes auch BayVGH, Urt. v. 02.01.2006 - 22 A 04.40016 - Grundremmingen -, Juris Rn. 58;… VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 25.09.2012 - 10 S 731/12 -, Juris Rn. 57;… OVG Lüneburg, Urt. v. 08.03.2006 - 7 KS 145/02 u.a. -, DVBl. 2006, 1044, Juris Rn. 152).
Daran anknüpfend spricht nach Auffassung des Senats angesichts der mangelnden Anwendbarkeit der Werte der Strahlenschutzverordnung und des Fehlens eigenständiger untergesetzlicher Regelungen über den Schutz vor SEWD auf Grundlage des § 12 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10 AtG alles dafür, im Rahmen der Prüfung der Genehmigungsvoraussetzung des § 6 Abs. 2 Nr. 4 AtG auch die Umsiedlungswerte als Maßstab heranzuziehen (so im Ausgangspunkt auch BayVGH, Urt. v. 02.01.2006 - 22 A 04.40016 -, Juris Rn. 58;… Urt. v. 09.01.2006 - 22 A 04.40010 u.a., Juris Rn. 60 u. Urt. v. 12.01.2006 - 22 A 03.40019 u.a. -, Juris Rn. 69).
Diese höchstrichterlichen Grundsätze habe der VGH München bei seiner Entscheidung, § 6 AtG finde zweifelsfrei Anwendung (Urt. v. 02.01.2006, a.a.O.), außer acht gelassen.
Wenn der VGH München in seinem Urteil vom 02.01.2006 - 22 A 04.40016 - einen drittschützenden Charakter des § 6 Abs. 2 Nr. 4AtG aus den Schutzzielen der SEWD-Richtlinie ableite, so berücksichtige er dabei nicht, dass auch der Schutz der Allgemeinheit letztlich dem Schutz von Leben und Gesundheit diene.
Auch in Rechtsprechung (… VGH Mannheim, Urt. v. 22.10.2002 - 3 S 1689/01 -, UPR 2003, 115; VGH München, Urt. v. 02.01.2006, a.a.O.) und Literatur werde die Abgrenzungsfrage zwischen den Tatbeständen der §§ 6 und 7 AtG mit der gesetzlichen Neuregelung als in diesem Sinne geklärt angesehen.
So habe auch der VGH München in den Verfahren zu den bayerischen Standortzwischenlagern entschieden (Urt. v. 02.01.2006, a.a.O.)und sei hierin auch durch den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 24.08.2006a.a.O. bestätigt worden.
Entgegen der von den Klägern unter Berufung auf eine rechtsgutachterliche Stellungnahme von Degenhart zum Urteil des BayVGH v. 02.01.2006 ( 22 A 04.40016 ) (Anl. K 20; vgl. inzwischen auch DVBI. 2006, 1125 ff) vertretenen Auffassung hält der Senat die Zuständigkeitsregelung des § 23 Abs. 1 Nr. 4 AtG nicht für verfassungswidrig.
b) das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 2. Januar 2006 - 22 A 04.40016 -,.
(…BayVGH, Urteil v. 07.10.2004 - 22 A 03.40036 -, juris - Rn. 30; Urteil v. 02.01.2006 - 22 A 04.40016 -, juris - Rn. 63).
Zu prüfen war, ob die der behördlichen Sicherheitsbeurteilung zugrundeliegenden Sicherheitsannahmen auf einer ausreichenden Datenbasis beruhten und dem im Zeitpunkt der Behördenentscheidung gegebenen Stand von Wissenschaft und Technik Rechnung trugen (so auch Urteil des VGH vom 2.1.2006 - Az. 22 A 04.40016, Nr. V 1 e der Entscheidungsgründe; vgl. auch BVerwG vom 10.4.2008 UPR 2008, 349/351).
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VGH Baden-Württemberg, 15.02.2006 - 8 S 2551/05 (https://dejure.org/2006,3868)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 15.02.2006 - 8 S 2551/05 (https://dejure.org/2006,3868)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 15. Februar 2006 - 8 S 2551/05 (https://dejure.org/2006,3868)
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§ 3 Abs 4 BauNVO, § 4 Abs 2 Nr 3 BauNVO, § 15 Abs 1 S 2 BauNVO, § 56 Abs 5 BauO BW
Gebot der Rücksichtnahme, Pflegeheim, Schwerstbehinderte Sachgebiete: Nachbarschutz Bauplanungsrecht (einschließlich Gebot; der Rücksichtnahme)
Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit von betreuten Wohnbereichen sowie von Förderbereichen und Betreuungsbereichen in einem allgemeinen Wohngebiet nach der Baunutzungsverordnung (BauNVO)
Pflegeheim in Wohngebiet?
Behinderten-Pflegeheim darf in Wohngebiet gebaut werden - Lebensäußerungen behinderter Menschen sind keine Lärmbelästigung
Rücksichtnahmegebot: Behindertenpflegeheim im Wohngebiet zulässig? (IBR 2006, 593)
NJW 2006, 2344
NZBau 2006, 568
VBlBW 2006, 193
BauR 2006, 1278
ZfBR 2006, 481
Hier ist das - teilweise aus § 3 Abs. 1 LBO abgeleitete - Gebot der bauordnungsrechtlichen Rücksichtnahme zu berücksichtigen, das drittschützend sein kann (…vgl. Senatsbeschluss vom 9.2.2018 - 5 S 2130/17 - NVwZ-RR 2018, 511, juris Rn. 24; ferner: VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 15.2.2006 - 8 S 2551/05 - VBlBW 2006, 193, juris Rn. 3;… Schlotterbeck in ders./Hager/Busch/Gammerl, LBO und LBOAVO, 7. Aufl., § 56 Rn. 65 u. 71).
Hierbei kommt vorliegend dem räumlichen Einzugsbereich im Hinblick auf den Wortlaut des § 4 Abs. 2 Nr. 3 BauNVO sowie dem Immissionspotential - abgesehen vom Verkehrslärm - im Hinblick auf § 22 Abs. 1a Satz 1 BImSchG und die Sozialverträglichkeit von Lautäußerungen behinderter Menschen (…vgl. VG Würzburg, B.v. 22.11.2002 - W 5 S 02.1171 - juris Rn. 37; VGH BW, B.v. 15.2.2006 - 8 S 2551/05 - NJW 2006, 2344 - juris Rn. 4; OVG NW, B.v. 23.12.1985 - 11 B 1911/85 - NJW 1986, 3157 - juris) jedoch eine geringere Bedeutung zu.
Darüber hinaus stellen Lebensäußerungen behinderter Menschen keine Belästigung im Sinne des § 15 Abs. 1 Satz 2 BauNVO dar (VGH BW, B.v. 15.2.2006 - 8 S 2551/05 - NJW 2006, 2344 - juris Rn. 4; OVG NW, B.v. 23.12.1985 - 11 B 1911/85 - NJW 1986, 3157 - juris).
Selbst wenn man aber einen gebietsübergreifenden Gebietserhaltungsanspruchs anerkennen wollte, so käme dies grundsätzlich nur bei einer Abweichung von einem dem Gebietstyp des klagenden Nachbarn gleichartigen Baugebiet in Betracht (vgl. Maschke, Der Gebietserhaltungsanspruchs, Diss. 2009, Seite 162ff,167 m.w.N.), was vorliegend im Hinblick auf die genehmigte Wohnnutzung mit einer Wohnanlage für Behinderte gerade nicht der Fall ist, da es sich hier um eine gemäß § 4 Abs. 2 Nr. 3 BauNVO im allgemeinen Wohngebiet grundsätzlich zulässige Einrichtung handelt (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 23.12.1985 - 11 B 1911/85, NJW 1986, 3157; VGH BW, Beschluss vom 15.02.2006 - 8 S 2551/05, BauR 2006, 1278).
Neben der Seniorenresidenz - welche selbst in einem reinen Wohngebiet zulässig wäre, da deren Ausgestaltung ein selbstbestimmtes Wohnen selbst bei vollständiger Pflege und Betreuung ermöglicht (vgl. zu § 3 Abs. 4 BauNVO: BVerwG…, Beschluss vom 25. März 1996 - 4 B 302/95 -, juris Rn. 11 ff.; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 15. Februar 2006 - 8 S 2551/05 -, juris Rn. 2;… Stock, in: König/Roeser/Stock, Baunutzungsverordnung, 3. Aufl. 2014) - befinden sich in den Gebäuden der Karl-Marx-Straße 121a und 121b diverse Dienstleistungsbetriebe, wie etwa Kosmetik-, Massage- und Nagelstudios.
Auf unzumutbare Lärmbeeinträchtigungen durch die Kindertagesstätte, die Nutzung des Freibereichs und die Lebensäußerungen behinderter Menschen können sich die Antragsteller ebenfalls nicht berufen, da diese als sozialadäquat hinzunehmen sind (§ 22 Abs. 1a BImSchG sowie VGH BW, B.v. 15.2.2006 - 8 S 2551/05 - NJW 2006, 2344 - juris Rn. 4).
https://dejure.org/2005,7499
OVG Nordrhein-Westfalen, 30.11.2005 - 8 A 1315/04 (https://dejure.org/2005,7499)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 30.11.2005 - 8 A 1315/04 (https://dejure.org/2005,7499)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 30. November 2005 - 8 A 1315/04 (https://dejure.org/2005,7499)
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Abfallrechtliche Bestimmungen in der BImSchG-Genehmigung
Voraussetzungen für die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung; Pflicht des Anlagenbetreibers zur Beseitigung bzw. Verwertung des in der Anlage anfallenden Abfalls; Besondere Überwachungsbedürftigkeit von Abfall; Beweislast hinsichtlich des Nachweises ...
- 8 A 1315/04 - u.a. in ZUR 2006, 211, 11.
vgl. zum Vorstehenden: OVG NRW, Urteil vom 30.11.2005 - 8 A 1315/04 -, ZUR 2006, 211 = AUR 2006, 181.