Source: https://www.peterlang.com/view/9783653984422/15_Chapter_3.html
Timestamp: 2018-02-19 14:20:04
Document Index: 84026793

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 10', '§ 3', '§ 12', '§ 3', '§ 12']

Kapitel III: Die Tatbestände des § 3 Abs. 1 Nr. 2 Sätze 2, 3 ErbStG und des § 7 Abs. 7 ErbStG : Gesellschaftsvertragliche Abfindungsklauseln in der Erbschaft- und Schenkungsteuer
Kapitel III: Die Tatb...
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Das Ausscheiden eines Gesellschafters gegen Minderabfindung ist in § 3 Abs. 1 Nr. 2 Sätze 2, 3 ErbStG und § 7 Abs. 7 ErbStG (i. V. m. § 10 Abs. 10 ErbStG) für die Erbschaft- und Schenkungsteuer geregelt. Der Gesetzgeber trennt systematisch zwischen dem Ausscheiden bei Tod des Gesellschafters (Erwerb von Todes wegen) und dem Ausscheiden zu Lebzeiten des Gesellschafters (Schenkung unter Lebenden).
Nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 ErbStG gilt als Schenkung auf den Todesfall der auf dem Ausscheiden eines Gesellschafters beruhende Übergang des Anteils oder des Teils eines Anteils eines Gesellschafters einer Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft bei dessen Tod auf die anderen Gesellschafter oder die Gesellschaft, soweit der Wert, der sich für seinen Anteil zur Zeit seines Todes nach § 12 ErbStG ergibt, Abfindungsansprüche Dritter übersteigt. Der Tatbestand wird durch die Regelung des § 3 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 ErbStG ergänzt, nach der bei einer Einziehung eines Geschäftsanteils an einer GmbH bei Tod eines Gesellschafters die durch die Einziehung bewirkte Werterhöhung der Geschäftsanteile der verbleibenden Gesellschafter als Schenkung auf den Todesfall gilt, sofern der sich nach § 12 ErbStG ergebende Wert des Anteils Abfindungsansprüche Dritter übersteigt.