Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VRS%2095,%20232
Timestamp: 2019-07-16 03:14:11
Document Index: 175231885

Matched Legal Cases: ['§ 71', '§ 80', '§ 267', '§ 267', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', '§ 267']

OLG Hamm, 19.05.1998 - 2 Ss OWi 553/98 - dejure.org
https://dejure.org/1998,1590
OLG Hamm, 19.05.1998 - 2 Ss OWi 553/98 (https://dejure.org/1998,1590)
OLG Hamm, Entscheidung vom 19.05.1998 - 2 Ss OWi 553/98 (https://dejure.org/1998,1590)
OLG Hamm, Entscheidung vom 19. Mai 1998 - 2 Ss OWi 553/98 (https://dejure.org/1998,1590)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,1590) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Lichtbild, ordnungsgemäße Verweisung, Identifizierung des Betroffenen anhand eines bei dem Verkehrsverstoss gefertigten Lichtbildes, Augenscheinseinnahme
OWiG § 71 Abs. 1, § 80a; StPO § 267 Abs. 1 S. 3
NStZ-RR 1998, 238
VRS 95, 232
Das Urteil muss die Bezugnahme deutlich und zweifelsfrei zum Ausdruck bringen; der Hinweis, die Abbildung sei in der Hauptverhandlung in Augenschein genommen worden, genügt nicht (OLG Düsseldorf VRS 92, 417; OLG Hamm NStZ-RR 1998, 238;… Meyer-Goßner a.a.O. Rn. 8;… LR-Gollwitzer StPO 25. Aufl. § 267 Rn. 22).
Das muss nicht in der Weise geschehen, dass die Vorschrift des § 267 Abs. 1 Satz 3 StPO angeführt und ihr Wortlaut verwendet wird, obwohl diese Form der Verweisung sich als die kürzeste und deutlichste aufdrängt (OLG Hamm NStZ-RR 1998, 238 mwN).
Eine zusätzliche Beschreibung einzelner Identifizierungsmerkmale ist dann entbehrlich (vgl. BGH, NZV 1996, 157; Senat, Beschluss vom 19. Mai 1998 in 2 Ss OWi 553/98 = NStZ-RR 1998, 238, 239; OLG Hamm, Beschluss vom 6. Februar 2003 in 3 Ss OWi 631/02).
Den Ausführungen muss eindeutig zu entnehmen sein, dass das Foto zum Bestandteil der Urteilsgründe gemacht werden soll (vgl. Senat, Beschluss vom 19. Mai 1998, a.a.O.).
Fehlt aber eine solche Verweisung, muss der Tatrichter durch eine ausführliche Beschreibung der Bildqualität und der charakteristischen Identifizierungsmerkmale der abgebildeten Person dem Rechtsbeschwerdegericht in gleicher Weise wie bei Betrachtung des Fotos die Prüfung ermöglichen, dass dieses zur Identifizierung geeignet ist (…vgl. BGH, a.a.O.; Senat, Beschluss vom 19. Mai 1998, a.a.O.).
Dass das Lichtbild zum Inhalt der Urteilsurkunde gemacht worden ist, lässt sich der Angabe der Fundstelle oder der bloßen Mitteilung, es sei in Augenschein genommen und mit dem Betroffenen verglichen worden, mit der lediglich der Beweiserhebungsvorgang beschrieben wird, nicht entnehmen (OLG Hamm NStZ-RR 1998, 238; OLG Brandenburg NStZ-RR 1998, 240; SenE v. 12.03.1999 - Ss 97/99 B - SenE v. 28.05.2002 - Ss 209/02 B - SenE v. 02.08.2002 - Ss 336/02 B - SenE v. 10.9.2002 - Ss 381/02 - anders für die Angabe der Blattzahl möglicherweise OLG Frankfurt NZV 2002, 256).
Das muss nicht in der Weise geschehen, dass die Vorschrift des § 267 Abs. 1 Satz 3 StPO angeführt und ihr Wortlaut verwendet wird, obwohl diese kürzeste und deutlichste Form der Verweisung sich aufdrängt (OLG Hamm NStZ-RR 1998, 238 mwN).
Den Ausführungen muss eindeutig zu entnehmen sein, dass das Foto zum Bestandteil der Urteilsurkunde gemacht werden soll (vgl. Senat, Beschluss vom 19. Mai 1998, a.a.O.).
Durch die Bemerkung im Urteil, der Zeuge W. habe eine Skizze in der Hauptverhandlung vorgelegt, die in Augenschein genommen worden sei, ist keine zweifelsfreie Bezugnahme im Sinne des § 267 Abs. 1 Satz 3 StPO erfolgt (vgl. OLG Brandenburg DAR 1998, 112 = NStZ-RR 1998, 240 = VRS 94, 454), OLG Hamm NStZ-RR 1998, 238).
OLG Hamm, 15.05.2000 - 2 Ss OWi 409/00
Absehen vom Fahrverbot, Möglichkeit Bewusstsein, Urteilsgründe