Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.10.2004&Aktenzeichen=X%20ZR%202/03
Timestamp: 2019-12-09 15:37:56
Document Index: 12696711

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 528', '§ 88', '§ 90', '§ 529', '§ 93', '§ 33', '§ 90', 'BGH', '§ 529', 'BGH', 'BGH', '§ 528', 'BGH', '§ 528', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 528', '§ 528', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.10.2004 - X ZR 2/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,851
BGH, 19.10.2004 - X ZR 2/03 (https://dejure.org/2004,851)
BGH, Entscheidung vom 19.10.2004 - X ZR 2/03 (https://dejure.org/2004,851)
BGH, Entscheidung vom 19. Januar 2004 - X ZR 2/03 (https://dejure.org/2004,851)
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BGB § 528; BSHG §§ 88 Abs. 2 Nr. 7, 90; SGB XII §§ 90 Abs. 2 Nr. 8, 93
Kein Ausschluss des Rückforderungsanspruchs wegen Verarmung des Schenkers bei ehemaliger Schonvermögenseigenschaft des verschenkten Grundbesitzes
Schonvermögen: Verarmung des Schenkers
Rückforderungsanspruch wegen Verarmung des Schenkers; Überleitung eines Rückforderungsanspruchs des Schenkers wegen Verarmung auf den Träger der Sozialhilfe; Veräußerung eines zum Schonvermögen des Schenkers gehörenden Grundstücks; Anspruch auf Herausgabe eines ...
Rückforderung eines zum Schonvermögen des Schenkers gehörigen Geschenks durch den Träger der Sozialhilfe
Von der Mutter Häuschen geschenkt bekommen - Sohn der Sozialhilfeempfängerin muss deshalb Sozialhilfe zurückzahlen
§ 529 BGB; § 93 SGB XII; § 33 SGB II; § 90 SGB XII
Sozialhilferegress bei Schenkung von Schonvermögen (Notar Dr. Hans-Frieder Krauß, LL.M. (Michigan), Hof)
Sozialhilferegress - Schenkungsrückforderung des Sozialhilfeträgers
Zusammenfassung von "Urteilsanmerkung zu BGH v. 19.10.2004 - X ZR 2/03 - Rückgewähranspruch von Sozialleistungen an die verstorbene Mutter gegen den Sohn" von RA u. Notar Bernd Meisterernst, original erschienen in: DNotZ 2005, 283 - 285.
LG Stade - 6 O 301/01
OLG Celle, 12.12.2002 - 6 U 39/02
NJW 2005, 670
MDR 2005, 676
DNotZ 2005, 281
FamRZ 2005, 177
DVBl 2005, 391 (Ls.)
In dem der genannten Entscheidung zugrunde liegenden Sachverhalt, in welchem ebenfalls der Träger der Sozialhilfe als Anspruchsteller aus übergeleitetem Recht vorging, sah der Bundesgerichtshof zwar tatsächliche Anhaltspunkte für die Anwendung von § 529 Abs. 2 BGB nicht als gegeben an; dass der Einwand des Notbedarfs gegenüber dem Träger der Sozialhilfe von vornherein nicht zur Anwendung kommen könne, hat er aber gerade nicht angenommen (vgl. BGH, Urteil vom 19. Oktober 2004 - X ZR 2/03, NJW 2005, 670, juris Rz. 15).
Dass die Notbedarfseinrede gegenüber dem Träger der Sozialhilfe ausgeschlossen sein soll, wird im Allgemeinen nicht angenommen (vgl. nur BGH, Urteil vom 19. Oktober 2004 - X ZR 2/03, juris Rz. 15;… Herrmann in: Erman, BGB, 14. Aufl., § 528 BGB RI. 8).
Insoweit unterscheidet sich die Lage von der Rückforderung zur Sicherung des eigenen angemessenen Unterhalts des Schenkers, für den der zurückgeforderte Vermögensgegenstand stets zur Verfügung steht, auch wenn dieser auf Seiten des Schenkers sozialhilferechtliches Schonvermögen darstellt (vgl. BGH Urteil vom 19. Oktober 2004 - X ZR 2/03 - FamRZ 2005, 177, 178 mwN).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass der Anspruch auf Herausgabe des Geschenks gemäß §§ 528 Abs. 1 Satz 1, 812 BGB in dem Umfang besteht, in welchem der Schenkungsgegenstand zur Deckung des angemessenen Unterhalts des Schenkers erforderlich ist, so dass er bei einem nicht teilbaren Geschenk - wie einem Grundstück - von vornherein auf die wiederkehrende Zahlung eines der jeweiligen Bedürftigkeit des Schenkers entsprechenden Wertanteils gerichtet ist, bis der Wert des Geschenks erschöpft ist (BGHZ 94, 141, 144; BGHZ 96, 380, 382; BGHZ 125, 283, 284; BGHZ 155, 57; BGH, Urt. v. 19.10.2004 - X ZR 2/03, NJW 2005, 670, 671).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 155, 57;59; BGH NJW 2005, 670), der der Senat folgt, kommt es für die Beurteilung der Bedürftigkeit des Schenkers in den hier in Rede stehenden Fällen, in denen ein Sozialhilfeträger aus übergeleitetem Recht den Anspruch des Schenkers aus § 528 BGB gegen den Beschenkten geltend macht, allein auf dessen Einkommens- und Vermögenslage im Zeitpunkt der Bewilligung der Sozialhilfe an.
Dabei entspricht es ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass der Anspruch auf Herausgabe des Geschenks nach §§ 528 Abs. 1, 812 BGB bei einem nicht teilbaren Geschenk wie ein Grundstück von vorneherein auf die wiederkehrende Zahlung eines der jeweiligen Bedürftigkeit des Schenkers entsprechenden Wertanteils gerichtet ist, bis der Wert des Geschenks erschöpft ist (BGH, Urteil vom 19.10.2004, X ZR 2/03, zitiert nach juris Rn. 10; BGH NJW-RR 2003, 53, 54).
AG Eschweiler, 26.07.2016 - 26 C 50/16
Rückzahlungsbegehren des Sozialhilfeträgers von schenkweise erhaltenen Beträgen …
Dem Rückforderungsanspruch und dessen Überleitung auf den Sozialhilfeträger steht auch nicht entgegen, dass das Geschenk, wenn es dem Schenker verblieben wäre, zu dessen Schonvermögen gehört hätte (BGH, Urteil vom 19.10.2004, X ZR 2/03, zitiert nach juris).
etwa BGH, Urteil vom 19.10.2004 - X ZR 2/03 -, NJW 2005, 670.
Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 19. Oktober 2004 - X ZR 2/03 -, NJW 2005, 670; Urteil vom 5. November 2002 - X ZR 140/01 -, NJW 2003, 1384.
OLG Celle, 24.11.2006 - 6 W 117/06
Schenkung: Ansprüche des Schenkers bei Notbedarf auf Grund Verarmung bei einem …
VG Münster, 20.03.2007 - 5 K 975/05
Voraussetzungen für einen unmittelbar durch einen Seniorenheimbewohner …
VG Minden, 16.10.2007 - 6 K 3415/06
Voraussetzungen des Anspruchs eines Heimträgers auf Bewilligung von …
VG Minden, 18.01.2008 - 6 K 2495/06
VG Minden, 16.10.2007 - 6 K 3731/06
VG Minden, 24.11.2005 - 7 K 7111/03
Rücknahme der Bewilligung von Pflegewohngeld wegen eines dem Pflegebedürftigen …
VG Minden, 03.11.2005 - 7 K 884/04
Ausgestaltung der gerichtlichen Durchsetzung des sozialrechtlichen Anspruchs auf …