Source: http://helfer-in-steuersachen.de/index.php/steuertipps/09-tipps-zur-anlage-so-sonstige-eink%C3%BCnfte/684-0110-sonstige-eink%C3%BCnfte-basisinformation.html
Timestamp: 2019-01-22 15:28:01
Document Index: 59977137

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 9', '§ 22', '§ 22', '§ 22']

Tipp 01.0 >> Sonstige Einkünfte - Helfer in Steuersachen
Aktuelle Seite: Home > Steuertipps > 09 - Tipps zur Anlage SO - Sonstige Einkünfte > Tipp 01.0 >> Sonstige Einkünfte
Tipp 01.0 >> Sonstige Einkünfte
In der Anlage SO sind die Einnahmen aus Leistungen, wiederkehrenden Bezügen, Ausgleichsleistungen zur Vermeidung des Versorgungsausgleichs, Unterhaltsleistungen, privaten Veräußerungsgeschäften sowie Abgeordnetenbezüge zu erklären (§§ 22 und 23 EStG).
Ehepartner geben eine gemeinsame Anlage SO ab.
Hauptsächlich geht es um folgende Sachverhalte:
Sie haben von Ihrem geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehepartner Unterhalt bezogen und / oder er hat Ihre Kranken- oder Pflegeversicherungsbeiträge gezahlt und Sie haben der Versteuerung zugestimmt.
Sie haben Einkünfte aus sonstigen Leistungen z. B. durch gelegentliche Vermittlung von Versicherungen oder Bausparverträgen oder Vermietung beweglicher Gegenständen (Fahrzeug, Schiff) Einnahmen über 255 € im Jahr erzielt.
Sie haben durch An- und Verkauf privater Wirtschaftsgüter Spekulationsgeschäfte getätigt (z. B. Grundstücke, Wertgegenstände, Oldtimer etc.) und einen Gewinn von mehr als 599 € erzielt.
Einnahmen aus dem Verkauf von Wertpapieren (Aktien, Optionen, Futures, Warentermingeschäfte) gehören indessen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungsteuer (Anlage KAP).
Einnahmen aus Renten, die ebenfalls zu den sonstigen Einkünften gehören, sind nicht hier, sondern in der Anlage R anzugeben.
Pecunia non olet („Geld stinkt nicht“) ist eine lateinische Redewendung, die dem römischen Kaiser Vespasian (17.11.9–23.6.79) zugeschrieben wird. Dieser hatte von den Bürgern Roms eine Latrinensteuer erhoben.
Vielleicht von der Latrinensteuer angeregt hält der deutsche Fiskus Bestechungsgelder für steuerpflichtig (BFH Urteil vom 16.06.2015 - IX R 26/14). Muss der Bestochene das Geld wieder herausgeben, hat er in entsprechender Höhe Werbungskosten.
Berechnung der sonstigen Einkünfte
Wiederkehrende Bezüge (§ 22 Nr.1, 1b, 1c EStG / Zeile 4) ..... €
+ Einnahmen aus Versorgungsausgleich (§ 22 Nr. 1a EStG / Zeile 5) ..... €
+ Einnahmen aus Unterhalt (§ 22 Nr. 1a EStG / Zeile 5) ..... €
Summe ..... €
- Werbungskosten, mind. Pauschbetrag 102 € (§§ 9, 9a EStG / Zeile 6) ..... €
Verbleiben ..... € > ..... €
Einkünfte aus Leistungen (§ 22 Nr. 3 EStG (Zeilen 7 - 13) ..... €
Spekulationsgewinne (§ 22 Nr. 2 EStG / Zeilen 31 - 48) ..... €
Summe = sonstige Einkünfte (ohne Renten) ..... €
Ehegatten geben für den Fall der Zusammenveranlagung eine gemeinsame Anlage SO ab, aber in getrennten Spalten. Nur so kann das Finanzamt für jeden Ehegatten die Einkünfte berechnen und bei jedem den Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 € berücksichtigen.
Quelle: §§ 22 und 23 EStG