Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=25.01.2002&Aktenzeichen=4%20BN%202.02
Timestamp: 2019-07-16 21:31:36
Document Index: 158331154

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 1', '§ 9', 'Art. 14', 'Art. 14', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 132']

BVerwG, 25.01.2002 - 4 BN 2.02 - dejure.org
https://dejure.org/2002,2864
BVerwG, 25.01.2002 - 4 BN 2.02 (https://dejure.org/2002,2864)
BVerwG, Entscheidung vom 25.01.2002 - 4 BN 2.02 (https://dejure.org/2002,2864)
BVerwG, Entscheidung vom 25. Januar 2002 - 4 BN 2.02 (https://dejure.org/2002,2864)
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Antragsbefugnis; Bebauungsplan; gesunde Wohnverhältnisse; Grundstückseigentümer; Normenkontrolle; Rechtsverletzung; Verkehrslärmschutz
Antragbefugnis für ein Normkontrollverfahren - Eigentümer eines im Plangebiet gelegenen Grundstücks - Antragbefugnis eines Grundstückserwerbers - Klage gegen das eigene Grundstück unmittelbar betreffende bauplanerische Festsetzungen - Sicherung gesunder Wohnverhältnisse - Beeinträchtigung durch Verkehrslärm
Antragbefugnis für ein Normkontrollverfahren; Eigentümer eines im Plangebiet gelegenen Grundstücks; Antragbefugnis eines Grundstückserwerbers; Klage gegen das eigene Grundstück unmittelbar betreffende bauplanerische Festsetzungen; Sicherung gesunder Wohnverhältnisse; Beeinträchtigung durch Verkehrslärm
BauR 2002, 1199
ZfBR 2002, 493
Die Rechtsordnung verhält sich gegenüber den Belangen des Verkehrslärmschutzes insofern nicht neutral, gesetzlicher Schutzbedarf wird anerkannt, wie sich aus §§ 3, 41 ff. und 50 BImSchG, aber auch aus § 1 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1 und § 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB ergibt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.01.2002 - 4 BN 2.02 -, BauR 2002, 1199 ff.).
Lärmbelästigungen dürfen nur dann außer Betracht bleiben, wenn betroffene Grundstückseigentümer kein schutzwürdiges Vertrauen auf den Fortbestand einer bestimmten Verkehrslage haben oder wenn die Belästigungen quantitativ als lediglich geringfügig einzustufen sind (vgl. BVerwG, Beschluss vom 28.11.1995 - 4 NB 38.94 -, NVwZ 1996, 711; Beschluss vom 25.01.2002, a.a.O.).
Mehr als nur geringfügige Lärmeinwirkungen sind auch dann abwägungsrelevant, wenn sie unterhalb der Schwelle bleiben, die nach den einschlägigen technischen Regelwerken Lärmschutzmaßnahmen zwingend erforderlich macht (BVerwG, Beschluss vom 25.01.2002, a.a.O.).
Erheblich sind für das menschliche Ohr kaum hörbare Lärmerhöhungen grundsätzlich auch dann, wenn der Gesamtverkehrslärm nach Planverwirklichung die Richt- oder Grenzwerte technischer Regelwerke überschreitet (BVerwG, Beschluss vom 25.01.2002, a.a.O. sowie Urteil des Senats vom 22.09.2005 - 3 S 772/05 -, BRS 69, Nr. 51).
Daran bestehen erhebliche Zweifel, weil sie zwar Inhaberin einer Auflassungsvormerkung ist, sie in der mündlichen Verhandlung jedoch bestätigt hat, dass Besitz, Nutzen und Lasten noch nicht auf sie übergegangen sind (vgl. zu diesen Voraussetzungen BVerwG, Beschlüsse vom 25.1.2002 - 4 BN 2.02 -, BauR 2002, 1199, juris Rn. 3; …und vom 25.9.2013 - 4 BN 15.13 -, BauR 2014, 90, juris Rn. 3; OVG Rheinl.-Pfalz…, Urteil vom 29.9.2004 - 8 C 10626/04 -, BauR 2005, juris Rn. 14 f.;… OVG Meckl.-Vorp., Urteil vom 20.5.2009 - 3 K 24/05 -, juris Rn. 53; zur fehlenden Antragsbefugnis des Nacherben trotz Anwartschaftsrechts wegen mangelnden Rechts zu Besitz und Nutzung vgl. BVerwG…, Beschluss vom 27.10.1997 - 4 BN 20.97 -, BauR 1998, 289, juris Rn. 6 f.).
vgl. dazu BVerwG, Beschluss vom 25. Januar 2002 - 4 BN 2.02 -, BRS 65 Nr. 52 = juris Rn. 4.
Ob dies der Fall ist, kann er im Normenkontrollverfahren überprüfen lassen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 25. Januar 2002 - 4 BN 2.02 -, juris).
OVG Rheinland-Pfalz, 24.03.2011 - 1 C 10737/10
Mitwirkungsverbot eines Gemeinderatsmitglieds bei Bauleitplanung
Die Tatsache, dass eine bestimmte Grundstücksnutzung nur aufgrund eines Miet- oder Pachtvertrages geschieht, führt nicht dazu, dass die damit zusammenhängenden Interessen bei der planerischen Abwägung unberücksichtigt zu bleiben hätten (vgl. BVerwG, Urteil vom 5. November 1999, BVerwGE 110, 36 ff. und Beschluss vom 25. Januar 2002, BauR 2002, 1199 ff.; BayVGH, Beschluss vom 8. Januar 2007 - 24 N 06.2110 - in juris; OVG NRW, Beschluss vom 14. Juli 2010 - 2 B 637/10.NE - in juris, jeweils m.w.N.).
Eine Rechtsverletzung kommt stets dann in Betracht, wenn sich der Eigentümer gegen eine bauplanerische Festsetzung wendet, die unmittelbar sein im Plangebiet gelegenes Grundstück betrifft; dies beruht auf der Erwägung, dass es sich bei den Regelungen eines Bebauungsplans um Inhalts- und Schrankenbestimmungen im Sinne des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG handelt; Beschränkungen, die sich hieraus für die Nutzung des Grundeigentums ergeben, braucht der Eigentümer nur hinzunehmen, wenn der Bebauungsplan rechtmäßig ist (BVerwG, Beschl. v. 25.01.2002 - 4 BN 2.02 -, BauR 2002, 1199, m.w.N.).
Auf eine Verletzung des durch Art. 14 Abs. 1 GG geschützten Eigentumsrechts (vgl. hierzu etwa BVerwG, Urteil vom 10. März 1998 - 4 CN 6.97 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 123 m.w.N. und Beschluss vom 25. Januar 2002 - 4 BN 2.02 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 153 S. 73) kann sich die Antragstellerin nicht berufen, weil sie - unstreitig - nicht Eigentümerin eines im Plangebiet gelegenen Grundstücks ist.
Zwar können nach der Rechtsprechung des Senats auch Personen, denen - etwa als Mieter oder Pächter - Nutzungsrechte übertragen worden sind, als Folge nachteiliger bauplanerischer Festsetzungen Rechtsbeeinträchtigungen erleiden und deshalb im Normenkontrollverfahren - selbständig und unabhängig vom Eigentümer - überprüfen lassen, ob die ihre Nutzung beeinträchtigenden Festsetzungen unter beachtlichen Rechtsfehlern leiden (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 11. November 1988 - 4 NB 5.88 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 30, vom 18. Mai 1994 - 4 NB 27.93 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 90 und vom 25. Januar 2002 - 4 BN 2.02 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 153 = juris Rn. 4).
Ob dies der Fall ist, kann er im Normenkontrollverfahren überprüfen lassen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 25. Januar 2002 - 4 BN 2/02 -, juris).
Daran bestehen erhebliche Zweifel, weil sie zwar Inhaberin einer Auflassungsvormerkung ist, sie in der mündlichen Verhandlung jedoch bestätigt hat, dass Besitz, Nutzen und Lasten noch nicht auf sie übergegangen sind (vgl. zu diesen Voraussetzungen BVerwG, Beschlüsse vom 25.1.2002 - 4 BN 2.02 -, BauR 2002, 1199 , [...] Rn. 3; …und vom 25.9.2013 - 4 BN 15.13 -, BauR 2014, 90, [...] Rn. 3; OVG Rheinl.-Pfalz…, Urteil vom 29.9.2004 - 8 C 10626/04 -, BauR 2005, [...] Rn. 14 f.;… OVG Meckl.-Vorp., Urteil vom 20.5.2009 - 3 K 24/05 -, [...] Rn. 53; zur fehlenden Antragsbefugnis des Nacherben trotz Anwartschaftsrechts wegen mangelnden Rechts zu Besitz und Nutzung vgl. BVerwG…, Beschluss vom 27.10.1997 - 4 BN 20.97 -, BauR 1998, 289 , [...] Rn. 6 f.).
BVerwG, 11.04.2006 - 4 BN 59.05
Auf sämtliche Zulassungsgründe des § 132 Abs. 2 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) …
OVG Niedersachsen, 28.10.2004 - 1 KN 119/03
Änderung eines Bebauungsplans zur Intensivierung gewerblicher Nutzung und …
Verkündet am 9. März 2017
VGH Hessen, 27.03.2015 - 3 B 153/15
Antragsbefugnis obligatorisch Berechtigter im Normenkontrollverfahren
OVG Berlin-Brandenburg, 14.06.2012 - 10 A 7.09
Normenkontrolle; Entwicklungssatzung; Aufhebung einer Entwicklungsverordnung; …