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Timestamp: 2019-11-12 21:48:16
Document Index: 393115994

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 78', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 172', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 518', 'BGH', 'BGH', '§ 476', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1990, 1305 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: AG Grevenbroich, 10.07.1989
BGH, 18.10.1989 - IVa ZB 15/89
https://dejure.org/1989,1641
BGH, 18.10.1989 - IVa ZB 15/89 (https://dejure.org/1989,1641)
BGH, Entscheidung vom 18.10.1989 - IVa ZB 15/89 (https://dejure.org/1989,1641)
BGH, Entscheidung vom 18. Januar 1989 - IVa ZB 15/89 (https://dejure.org/1989,1641)
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Anforderungen an die Postulationsfähigkeit eines eine Berufungsschrift einreichenden Anwalts - Entäußerung einer Berufungsschrift innerhalb der Vertreterzeit eines Anwalts - Beendigung der Vertreterzeit nach Unterzeichnung und vor Postausgang aus der Kanzlei - Begriff ...
NJW 1990, 1305
MDR 1990, 421
VersR 1990, 65
BB 1990, 1428
Die Postulationsfähigkeit eines Rechtsanwalts bei einem Gericht ist Prozesshandlungsvoraussetzung (…Zöller/Vollkommer, ZPO 25. Aufl. § 78 Rdn. 3) und muss im Zeitpunkt der Vornahme der Prozesshandlung gegeben sein (vgl. BGH, Beschlüsse vom 18. Oktober 1989 - IVa ZB 15/89, NJW 1990, 1305 und vom 30. Juni 1992 - VI ZB 15/92, NJW 1992, 2706).
Richtig ist zwar, dass die Postulationsfähigkeit Prozesshandlungsvoraussetzung ist, die im Zeitpunkt der Vornahme der Prozesshandlung gegeben sein muss (vgl. BGH, Beschlüsse vom 30. Juni 1992 - VI ZB 15/92, NJW 1992, 2706 und vom 18. Oktober 1989 - IVa ZB 15/89, NJW 1990, 1305).
Mit dieser Rechtsauffassung folgt der Senat dem BGH (NJW 2005, 3773 f; NJW 1992, 2706; NJW 1990, 1305; MDR 1985, 30), wonach die Postulationsfähigkeit eines Rechtsanwalts bei einem Gericht Prozesshandlungsvoraussetzung ist und zum Zeitpunkt der Vornahme der Prozesshandlung gegeben sein muss (…Zöller, a.a.O., Rdnr. 4;… Wenzel in Münchener Kommentar, § 172 ZPO, Rdnr. 4).
Nicht anders als im Zivilprozess sei der Wegfall einer Handlungsvoraussetzung nach Abgabe, aber vor Wirksamwerden der verfahrensrechtlichen Erklärungen unschädlich (Schöner/Stöber Rn. 3581 mit Rn. 102b unter Bezugnahme auf BGH NJW 1990, 1305 für den Wegfall der Postulationsfähigkeit vor dem Eingang der Berufungsschrift bei Gericht).
Demgemäß muß die Postulationsfähigkeit bei Unterzeichnung und Einreichung der Berufungsschrift vorliegen (BGH, Beschluß vom 18. Oktober 1989 - IVa ZB 15/89 = BGHR ZPO § 518 Abs. 1 Postulationsfähigkeit 1).
Vielmehr muß schon die Berufungsschrift von einem Rechtsanwalt unterzeichnet sein, der - mindestens im Zeitpunkt der Unterzeichnung bei dem Berufungsgericht zugelassen ist (vgl. BGH, Beschluß vom 18. Oktober 1989 - IVa ZB 15/89 = NJW 1990, 1305).
Damit soll in leicht nachweisbarer Form festgestellt werden können, daß ein postulationsfähiger Anwalt mit seiner Unterschrift die Verantwortung für den Inhalt des Schriftsatzes und damit für die Einlegung des Rechtsmittels übernimmt (BGH, Beschluß vom 18. Oktober 1989 a.a.O.).
Dieser Ausschluß wäre nur dann nichtig, wenn der Beklagte einen Mangel arglistig verschwiegen (§ 476 BGB) oder eine fehlende Eigenschaft zugesichert hätte (BGH DAR 1989, 458, 459).
b) Soweit die Kläger einwenden, die Berufung sei nicht wirksam eingelegt worden, weil der damalige Prozessbevollmächtigte der Beklagten bei Unterzeichnung der Berufungsschrift beim Oberlandesgericht noch nicht zugelassen war und sich für ihre Ansicht auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes (vgl. BGH NJW 90, 1305) beziehen, ist diese Entscheidung vorliegend nicht einschlägig.
AG Grevenbroich, 10.07.1989 - 11 C 152/89
https://dejure.org/1989,6584
AG Grevenbroich, 10.07.1989 - 11 C 152/89 (https://dejure.org/1989,6584)
AG Grevenbroich, Entscheidung vom 10.07.1989 - 11 C 152/89 (https://dejure.org/1989,6584)
AG Grevenbroich, Entscheidung vom 10. Juli 1989 - 11 C 152/89 (https://dejure.org/1989,6584)
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AG Grevenbroich, 30.06.1989 - 11 C 152/89
NJW-RR 1990, 653 (Ls.)
MDR 1990, 248