Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20180,%2038
Timestamp: 2013-06-19 00:19:58
Document Index: 246061050

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: BGHZ 180, 38
Rechtsprechung BGH, 16.02.2009 - II ZR 120/07 Volltextver�ffentlichungen (13)
QiviveAktG � 27 Abs. 2 Halbs. 2; GmbHG � 19 Abs. 5, �� 30, 31, 32a jeweils i. d. F. bis 31. Oktober 2008; GmbHG � 19 Abs. 4, 5 i. d. F. des Gesetzes vom 23. Oktober 2008
AktG � 27 Abs. 2 Halbs. 2;GmbHG � 19 Abs. 5, �� 30, 31, 32a jeweils i. d. F. bis 31.10.2008;GmbHG � 19 ...Dienstleistungen des GmbH-Gesellschafters sind nicht sacheinlagef�hig
Kapitalaufbringung: Absprachegem��e Verwendung der Bareinlage zur Bezahlung von Dienstleistungen des GmbH-Gesellschafters - Grunds�tze der verdeckten Sacheinlage und der Umgehungstatbestand des Hin- und Herzahlens finden keine Anwendung - Umqualifizierung der Verg�tungsanspr�che f�r die Dienstleistungen in Eigenkapitalersatz bei �berschreitung der vereinbarten Zahlungsfristen
Anwendung der Grunds�tze der verdeckten Sacheinlage auf von einem GmbH-Gesellschafter nach Leistung einer Bareinlage entgeltlich erbrachten Dienstleistungen; Kriterien f�r das Vorliegen eines der Erf�llung der Einlageschuld entgegenstehenden Hin- und Herzahlens der Einlagemittel; Erlangen eines eigenkapitalersetzenden Charakters durch Dienstleistungsverpflichtungen eines Gesellschafters
Keine Anwendung der Grunds�tze der verdeckten Sacheinlage auf Dienstleistungen ("Qivive")
AktG � 27 Abs. 2 Halbs. 2; GmbHG � 19 Abs. 5, �� 30, 31, 32a jeweils i. d. F. bis 31. Oktober 2008; GmbHG � 19 Abs. 4, 5 i. d. F. des Gesetzes vom 23. Oktober 2008Keine Anwendung der Grunds�tze der verdeckten Sacheinlage auf Dienstleistungen (ʼʼQiviveʼʼ)
Nichteinlagef�higkeit von Dienstleistungen und Umgehungsschutz bei der Kapitalaufbringung
Verdeckte Sacheinlage durch Beraterleistungen - f�r die AG gilt nichts Anderes als f�r die GmbH
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.02.2009, Az.: II ZR 120/07 (Verdeckte Sacheinlage; Hin- und Herzahlen von Einlagemitteln; Eigenkapitalersatz, �� 30. 31 GmbHG a.F.)" von RA Dr. Thorsten M�tzig, original erschienen in: JR 2010, 204 - 210.
Kurznachricht zu "Die Bedeutung der Sacheinlagef�higkeit f�r die verdeckte Sacheinlage und den Kapitalersatz sowie erste h�chstrichterliche Aussagen zum Hin- und Herzahlen nach MoMiG. Das Qivive-Urteil des BGH" von RA Dr. Andreas Pentz, FA Handels. u. GesellR, original erschienen in: GmbHR 2009, 505 - 512.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 16.2.2009 - II ZR 120/07 (Erbringung entgeltlicher Dienstleistungen keine Umgehung von Kapitalaufbringungsregeln)" von Prof. Dr. Martin H�ublein, original erschienen in: DNotZ 2009, 768 - 776.
Wird zitiert von ... (10) BGH, 01.02.2010 - II ZR 173/08 EUROBIKEDie Grunds�tze der verdeckten Sacheinlage finden auf Dienstleistungen, die der Bezieher neuer Aktien im zeitlichen Zusammenhang mit einer Kapitalerh�hung entgeltlich f�r die Aktiengesellschaft erbracht hat oder durch eine von ihm abh�ngige Gesellschaft hat erbringen lassen, keine Anwendung (Fortf�hrung von BGHZ 180, 38 - "Qivive").Die Grunds�tze der verdeckten Sacheinlage finden auf entgeltliche Dienstleistungen keine Anwendung, wie der Senat nach Erlass des Berufungsurteils zur Kapitalaufbringung bei der GmbH entschieden hat (BGHZ 180, 38 Tz. 9 f.- "Qivive").Gegenstand einer verdeckten Sacheinlage kann nur eine sacheinlagef�hige Leistung sein (BGHZ 165, 113, 116; 165, 352, 356; 180, 38 Tz. 9 - "Qivive").Voraussetzung des Tatbestands einer verdeckten Sacheinlage ist nach der inzwischen auch in den Gesetzestext (� 19 Abs. 4 GmbHG, � 27 Abs. 3 AktG) aufgenommenen Rechtsprechung des Senats, dass das Umgehungsgesch�ft dazu f�hrt, dass die Gesellschaft im wirtschaftlichen Ergebnis eine Sacheinlage erh�lt (BGHZ 180, 38 Tz. 9 - "Qivive").Bei einer verdeckten Sacheinlage werden die Regeln �ber die Kapitalaufbringung durch eine Sacheinlage dadurch umgangen, dass eine Bareinlage vereinbart wird, die Gesellschaft aber bei wirtschaftlicher Betrachtung vom Einleger aufgrund einer im Zusammenhang mit der �bernahme der Einlage getroffenen Absprache einen Sachwert erhalten soll (vgl. BGHZ 155, 329, 334; 166, 8 Tz. 11; 170, 47 Tz. 11; 173, 145 Tz. 14; 180, 38 Tz. 8 - "Qivive";… Sen.Urt. v. 20. Juli 2009 - II ZR 273/07, ZIP 2009, 1561 Tz. 10, z.V.b. in BGHZ - "Cash-Pool II").Entsprechendes gilt bei verdeckter Einbringung sonstiger Gegenst�nde, die als Sacheinlage eingebracht werden k�nnen, wie z.B. einer Forderung des Inferenten (vgl. BGHZ 113, 335, 341; 132, 133, 144; 152, 36, 42; 166, 8 Tz. 12 - "Cash-Pool I"; 180, 38 Tz. 8 - "Qivive"; v. 20. Juli 2009 - II ZR 273/07, ZIP 2009, 1561 Tz. 10, z.V.b. in BGHZ - "Cash-Pool II").Die Rechtsordnung kann dem Einlageschuldner nachteilige Rechtsfolgen nicht an die Nichteinhaltung eines Verfahrens kn�pfen, das sie f�r den betreffenden Vorgang nicht bereitstellt (BGHZ 180, 38 Tz. 11 - "Qivive").Einer Absprache steht hier schon entgegen, dass erst k�nftig entstehende und von einer Dienstleistung abh�ngige Forderungen nicht sacheinlagef�hig sind (BGHZ 180, 38 Tz. 11 - "Qivive") und somit auch nicht offen als Sacheinlage eingebracht werden k�nnten.Ein Hin- und Herzahlen liegt vor, wenn es an einer Bareinlageleistung zur freien Verf�gung des Vorstands (� 54 Abs. 3 AktG) fehlt, weil der Einlagebetrag absprachegem�� umgehend wieder an den Einleger, z.B. als Darlehen oder aufgrund einer Treuhandabrede, zur�ckflie�en soll (BGHZ 180, 38 Tz. 15 - "Qivive"; v. 20. Juli 2009 - II ZR 273/07, ZIP 2009, 1561 Tz. 11, z.V.b. in BGHZ - "Cash-Pool II").Die Einlage wird auch zur freien Verf�gung der Gesellschaft geleistet, solange sie nicht f�r die Bezahlung der Dienstleistungen reserviert wird (vgl. BGHZ 180, 38 Tz. 15 - "Qivive"), was hier ohnehin nur f�r das Anfang Dezember 2002 als einziges nach �bernahme der Aktien im November 2002 gezahlte Beratungshonorar in Frage kommt.
BGH, 20.07.2009 - II ZR 273/07 Cash-Pool IIDie Einlageverpflichtung wird nicht erf�llt, wenn eine als Einlage geleistete Zahlung unter Umgehung der Kapitalaufbringungsregeln im Wege der verdeckten Sacheinlage oder durch ein verbotenes Hin- und Herzahlen an den Inferenten zur�ckflie�t (� 19 Abs. 1 GmbHG; Senat , Urt. v. 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, ZIP 2009, 713, Tz. 18 "Qivive").Nach der Rechtsprechung des Senats liegt die f�r die Erf�llung der Einlageschuld (� 19 Abs. 1 GmbHG) erforderliche Leistung zur freien Verf�gung der Gesch�ftsf�hrung nicht vor, wenn der eingezahlte Einlagebetrag absprachegem�� umgehend an den Inferenten zur�ckflie�t und die Einlageforderung der Schuldnerin durch eine schw�chere R�ckzahlungsforderung ersetzt wird (Senat, BGHZ 165, 113, 116 ; 165, 352, 356 ; 174, 370 Tz. 6; Urt. v. 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, ZIP 2009, 713, Tz. 15 "Qivive").Der Gesetzgeber ist dieser Unterscheidung gefolgt und hat mit � 19 Abs. 4 und 5 GmbHG n.F. (Fassung des MoMiG vom 23. Oktober 2008, BGBl. I, S. 2026) lediglich die Rechtsfolgen neu geregelt (vgl. Senat , Urt. v. 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, ZIP 2009, 713, Tz. 15 "Qivive").Wie der Senat bereits entschieden hat (Urt. v. 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, ZIP 2009, 713, Tz. 16 "Qivive"), ist die Offenlegung der verdeckten Finanzierung der Einlagemittel durch die Gesellschaft (� 19 Abs. 5 Satz 2 GmbHG n.F.) eine Voraussetzung f�r die Erf�llung der Einlageschuld.
BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10 Kapitalanlage - Differenzhaftungsanspruch bei der AktiengesellschaftDie Rechtsordnung kann nachteilige Rechtsfolgen nicht an die Nichteinhaltung eines Verfahrens kn�pfen, das sie f�r den betreffenden Vorgang nicht bereitstellt (BGH…, Urteil vom 1. Februar 2010 - II ZR 173/08, BGHZ 184, 158 Rn. 17 - Eurobike; Urteil vom 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38 Rn. 11 - Qivive).
OLG N�rnberg, 13.10.2010 - 12 U 1528/09 Kapitalerh�hung der GmbH: Tilgung der Einlageschuld durch Voreinzahlung auf eine …Der Sache nach zielt das Vorgehen des Inferenten in solchen F�llen darauf ab, die prinzipiell unverzichtbare Einlageforderung (…entgegen dem Schutzzweck des � 19 Abs. 2 Satz 1 GmbHG, vgl. M�rtens in: M�nchKomm-GmbHG � 19 Rn. 65) durch eine in dieser Hinsicht schw�chere schuldrechtliche Forderung (z. B. aus Darlehen) zu ersetzen (vgl. BGH, Urteil vom 21.11.2005 - II ZR 140/04, BGHZ 165, 113) und damit eine verdeckte Finanzierung der Einlagemittel durch die Gesellschaft zu bewirken, was die Rechtsprechung f�r unzul�ssig erachtet und so behandelt hat, als habe der Inferent bis dahin nichts geleistet (BGH, Urteil vom 16.02.2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38 - Qivive;… Hueck/Fastrich in: Baumbach/Hueck a. a. O. � 19 GmbHG Rn. 23 ff.;… M�rtens in: M�nchKomm-GmbHG � 19 Rn. 280; jeweils m. w. N.).Eine derartige Offenlegung w�re indes Voraussetzung der Erf�llung der Einlagenschuld (BGH, Urteil vom 16.02.2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38 - Qivive).
OLG K�ln, 20.05.2010 - 18 U 122/09 Rechtsfolgen der Behandlung einer Bareinlage als verdeckte SacheinlageEntsprechendes gilt bei verdeckter Einbringung sonstiger Gegenst�nde, welche als Sacheinlage eingebracht werden k�nnten, wie z.B. eine vor Begr�ndung der Einlageschuld entstandene Altforderung des Inferenten (BGH; Urt. v. 16.02.2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38-50, zitiert nach juris, dort Rn. 8 "Qivive" mit weiteren Nachweisen).Der Sache nach zielt das Vorgehen des Inferenten in solchen F�llen darauf ab, die prinzipiell unverzichtbare Einlageforderung durch eine in dieser Hinsicht schw�chere schuldrechtliche Forderung (z.B. aus Darlehen) zu ersetzen, was der Bundesgerichtshof f�r unzul�ssig erachtet und so behandelt hat, als habe der Inferent bis dahin nichts geleistet (BGH; Urt. v. 16.02.2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38-50, zitiert nach juris, dort Rn. 15 "Qivive" mit weiteren Nachweisen).
OLG Hamm, 26.11.2009 - 28 U 27/08 Pflichten eines Rechtsanwalts als Prozessbevollm�chtigter eines Mandanten in …Eine verdeckte Sacheinlage liegt vor, wenn die gesetzlichen Regeln f�r Sacheinlagen objektiv dadurch unterlaufen werden, dass zwar eine Bareinlage vereinbart wird, die Gesellschaft aber bei wirtschaftlicher Betrachtung von dem Einleger auf Grund eines im Zusammenhang mit der �bernahme der Einlage abgeschlossenen Gegengesch�fts (oder einer sonstigen Absprache) einen Sachwert erhalten soll (st. Rspr.; BGHZ 165, 113, 116 f.; 170, 47, Tz. 11; 173, 145, Tz. 14; BGH, Urteile vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376, Tz. 13; vom 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, WM 2009, 698, Tz. 8).
OLG Stuttgart, 06.09.2011 - 8 W 319/11 Registerverfahren: Wiedereinsetzung wegen Vers�umung der Beschwerdefrist; Pflicht …Die f�r die GmbH kontrovers diskutierte Problematik, ob auch die ordnungsgem��e Anmeldung gem. � 19 Abs. 5 Satz 2 GmbHG vorliegen muss, damit die Erf�llungswirkung gem�� � 19 Abs. 5 Satz 1 GmbHG eintritt, hat der BGH in zwei Entscheidungen (BGHZ 180, 38, "Qivive"; BGHZ 182, 103, "Cash-Pool II") ausdr�cklich bejaht, womit die Streitfrage f�r die Praxis (vgl. OLG Koblenz GmbHR 2011, 579) und auch f�r die Parallelvorschrift in � 27 Abs. 4 Satz 2 AktG entschieden ist.
OLG Koblenz, 17.03.2011 - 6 U 879/10 Erf�llung der Einlageschuld bei Gr�ndung einer GmbHNach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs handelt es sich nicht nur um eine Ordnungsvorschrift, sondern um eine Voraussetzung f�r die Erf�llung der Einlageschuld (BGHZ 180, 38 Tz. 16; BGHZ 182, 103 Tz. 25; ebenso OLG N�rnberg, Urteil vom 13.10.2010 - 12 U 1528/09, Tz. 101).
OLG D�sseldorf, 25.05.2012 - 16 U 39/11 Anforderungen an die Erf�llung der Einlageschuld des GmbH-GesellschaftersZudem war hier weder die Leistung an den Beklagten als Gesellschafter noch die Vereinbarung einer solchen Leistung in der Anmeldung angegeben, wie es � 19 Abs. 5 Satz 2 GmbHG n.F. fordert (vgl. BGH, Urteil vom 20. Juli 2009 - II ZR 273/07 -, BGHZ 182, 103 ff.; BGH, Urteil vom 6. Februar 2009 - II ZR 120/07 -, NJW 2009, 2375 ; Oberlandesgericht D�sseldorf, Urteil vom 27. Februar 2009 - 16 U 73/08 -, juris).
LG Hagen, 13.04.2010 - 9 O 439/09 Im �brigen fehlt die nach � 19 Abs. 5 Satz 2 GmbHG erforderliche Offenlegung der vereinbarten darlehensweisen R�ckgew�hr gegen�ber dem Registergericht, die nach herrschender Auffassung in der Rechtsprechung Wirksamkeitsvoraussetzung der Lockerungen des � 19 Abs. 5 Satz 1 GmbHG ist, vgl. BGH NZG 2009, 944 Rz 2; NJW 2009, 2375 Rz 16; auch Q GmbHR 2009, 505, 511; Bormann/Urlichs GmbR Sonderheft Oktober 2008, 37, 44; Bormann/Kauka/Ockelmann Kap 4 Rz 64.