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Timestamp: 2020-01-28 13:22:36
Document Index: 313525689

Matched Legal Cases: ['§ 433', '§ 164', '§ 164', '§ 187', '§ 240', '§ 164', '§ 164']

Kfz verkauf im kunden auftrag. - frag-einen-anwalt.de
www.frag-einen-anwalt.deVertragsrechtFahrzeugKfz verkauf im kunden auftrag.
05.01.2011 00:33 |
Ich bin ein gewerbliche autoverkäufer.
Ich habe vor kurzem eine fahrzeug im kunden auftrag verkauft.
Das fahrzeug wurde auch im kunden auftrag von mir, in internet insariert.
Im insarat wurde ausdrücklich auch erwähnt das es um eine kunden auftrags fahrzeug handelt.
Das fahrzeug wurde auch im kunden auftrag verkauft.Dies wurde mundlich und vertraglich auch festgehalten.(auch unter zeuge).
Das fahrzeug wurde ohne jäglisches gewährleistung von privat an privat verkauft.
Das wurde auch genauso im vertrag geschrieben.Der käufer war auch mit allem einverstanden.
jetzt ca nach 2 Monaten bekam ich ein schreiben von seinem anwalt,das bei dem genannte fahrzeug am tacko manopoliert sei und das der wagen somit wenige wert ist.
Er fordert von mir,obwohl ich nich der verkäufer bin,2500€ plus Anwalts gebühren.
Ich haben natürlich gleich den Verkäufer informiert.Er sagt das er das fahrzeug auch mit dem angegebenen km stand gekauft habe und auch so weiter verkauft hat.Er wüsste nicht von gesamt laufleistung.
(Im vertrag steht, das der laufleistung abgelesener km stand sei und nicht gesamtlaufleistung).
Jetzt meine eigentliche sorge.!! Der käufer seine anwalt hat nur mich angeschrieben und nicht den verkäufer.
Da ich keine rechtschutz habe möchte ich nicht sofort zum Anwalt gehen.
Was meinen sie,wie soll ich hier vorgehen.?
In was für form von brief kann ich selbst an seinem Anwalt schreiben.
Ich bitte um eine schnellere antwort,da der gegnerische Anwalt mir frist bis zu 08.01.2011
gesetz hat.Ansonsten würden sie straf anzeige gegen mich erstatten.
1. Es ist hier davon auszugehen, dass der Käufer und sein Anwalt den Anspruch auf einen Sachmangel des Fahrzeuges gemäß §§ 433, 437, 280 BGB stützt. Eine tatsächliche Laufleistung eines PKW, die über dem angezeigten Kilometerstand liegt, stellt einen Sachmangel des verkauften Fahrzeugs dar. Die Anwaltskosten können in diesem Fall Teil des Schadensersatzes sein.
2. Für Sachmängel (und die damit zusammenhängenden Anwaltskosten) haftet der Verkäufer der Kaufsache. Wie Sie richtig sagen, stellt sich hier die Frage, ob Sie als Händler der richtige Ansprechpartner sind und als Verkäufer einzustufen sind oder ob Sie nur Stellvertreter des Privatverkäufers sind. Im Falle einer Stellvertretung ist der Privatverkäufer Schuldner eines evtl. Anspruches wegen Sachmängeln.
3. Gemäß § 164 BGB ist für die Stellvertretung erforderlich, dass für den Käufer offenkundig war, dass Sie den PKW nicht im eigenen Namen, sondern im Namen eines anderen verkaufen wollten. Dies kann durch ausdrücklichen Hinweis erfolgen oder sich aus den Umständen ergeben. Auch muss der Name des Vertretenen (des Privatverkäufers) nicht ausdrücklich genannt zu werden (Palandt, 69.Auflage, 2010, § 164, Rnr. 1).
In Ihrem Fall geht aus der Zeitungsannonce und der Formulierung im Vertrag hervor, dass das Fahrzeug für einen Dritten und nicht auf eigene Rechnung verkauft wird. Daher ist für den Käufer erkennbar gewesen, dass nicht Sie, sondern ein privater Dritter Verkäufer war.
Die Voraussetzungen für die Stellvertretung liegen also vor, so dass Sie nicht als Verkäufer in Anspruch genommen werden können.
Der Anwalt muss sich also an den Privatverkäufer halten.
Ob diesem eine Tacho-Manipulation nachgewiesen werden kann, muss Sie also nicht interessieren.
Weisen Sie den Rechtsanwalt in Ihrem Schreiben am besten hierauf hin.
4. Direkt könnten Sie nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Käufer samt Rechtsanwalt behauptet, dass Sie persönlich am Tacho manipuliert hätten. Dies müsste er jedoch beweisen – andernfalls läge ggf. eine strafbare Verleumdung (§ 187 StGB) vor.
5. Dass der Rechtsanwalt der Gegenseite mit einer
Strafanzeige droht für den Fall, dass Sie die Forderung nicht fristgemäß begleichen, ist ebenfalls nicht rechtmäßig und liegt im Grenzbereich zu einer strafbaren versuchten Nötigung (§ 240 StGB). Hiervon sollten Sie sich nicht einschüchtern lassen.
Nachfrage vom Fragesteller	05.01.2011 | 08:25
Sehr geehrte Hr.Driftmeyer.
Ich habe noch eine bitte.Wie könnte ich, kurz formuliert,einen antwort an dem käufer seine an schreiben.? Vielen dank im vorraus.
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.01.2011 | 08:31
dies ergibt sich im wesentlichen aus Punkt 3 der Antwort, was umformuliert in einem Schreiben so aussehen kann:
"Sehr geehrter Herr RA xy,
Schuldner des Gewährleistungsanspruches wegen Sachmängeln ist der Verkäufer, ich wurde hier jedoch nur als Stellvertreter tätig.
Gemäß § 164 BGB ist für die Stellvertretung erforderlich, dass für den Käufer offenkundig war, dass der PKW von mir nicht im eigenen Namen, sondern im Namen eines anderen verkaufen werden sollte. Dies kann durch ausdrücklichen Hinweis erfolgen oder sich aus den Umständen ergeben. Auch muss der Name des Vertretenen (des Privatverkäufers) nicht ausdrücklich genannt zu werden (Palandt, 69.Auflage, 2010, § 164, Rnr. 1).
Hier ging aus der Zeitungsannonce und der Formulierung im Vertrag hervor, dass das Fahrzeug für einen Dritten und nicht auf eigene Rechnung verkauft wird. Daher ist für den Käufer erkennbar gewesen, dass nicht icht, sondern ein privater Dritter Verkäufer war.
Die Voraussetzungen für die Stellvertretung liegen also vor, so dass ich nicht als Verkäufer in Anspruch genommen werden kann.
Halten Sie sich also bitte an den Privatverkäufer xy."
Ich hoffe, Ich konnte Ihre Nachfrage hiermit beantworten und verbleibe