Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/aussergewoehnliche-belastung/page/2
Timestamp: 2019-12-09 12:29:59
Document Index: 173103289

Matched Legal Cases: ['§ 64', '§ 64', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 64', '§ 33', '§ 33']

außergewöhnliche Belastung 2 | Rechtslupe
Das jeder­zei­ti­ge Bereit­ste­hen für einen even­tu­el­len Pfle­ge­ein­satz bei behin­der­ten Ange­hö­ri­gen ("Pfle­ge auf Abruf") ist kein beson­de­rer Umstand, der die gene­rel­le Erwerbs­ob­lie­gen­heit voll­jäh­ri­ger Per­so­nen ent­fal­len lässt. Der Steu­er­pflich­ti­ge hat grund­sätz­lich nach­zu­wei­sen, dass sich die unter­hal­te­ne Per­son um eine Beschäf­ti­gung bemüht hat. Fehlt es hier­an, kommt eine Schät­zung der (fik­ti­ven) Ein­künf­te in
Maß­geb­li­cher Zeit­punkt für die wis­sen­schaft­li­che Aner­ken­nung einer Behand­lungs­me­tho­de i.S. des § 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 Buchst. f ESt­DV ist der Zeit­punkt der Behand­lung. Um fest­zu­stel­len, ob eine wis­sen­schaft­lich aner­kann­te Behand­lungs­me­tho­de i.S. des § 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 Buchst. f ESt­DV vor­liegt, kann sich das Finanz­ge­richt auf all­ge­mein zugäng­li­che Fach­gut­ach­ten oder sol­che Gut­ach­ten
Auf­wen­dun­gen für den behin­der­ten­ge­rech­ten Umbau einer Motor­yacht erwach­sen dem Steu­er­pflich­ti­gen nicht zwangs­läu­fig und sind des­halb nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung i.S. des § 33 EStG zu berück­sich­ti­gen. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall ist der Steu­er­pflich­ti­ge auf­grund eines Auto­un­falls quer­schnitts­ge­lähmt und auf einen Roll­stuhl ange­wie­sen (Grad der Behin­de­rung 100). Im
Auf­wen­dun­gen für die Adop­ti­on eines Kin­des sind kei­ne außer­ge­wöhn­li­chen Belas­tun­gen im Sin­ne des § 33 EStG. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall hat­ten die Klä­ger in ihrer Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung Auf­wen­dun­gen in Höhe von 8.560, 68 € für eine Aus­lands­ad­op­ti­on als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen gel­tend gemacht. Die infol­ge orga­nisch beding­ter Ste­ri­li­tät ent­stan­de­nen Auf­wen­dun­gen
Erwach­sen einem Steu­er­pflich­ti­gen zwangs­läu­fig grö­ße­re Auf­wen­dun­gen als der über­wie­gen­den Mehr­zahl der Steu­er­pflich­ti­gen glei­cher Ein­kom­mens­ver­hält­nis­se, glei­cher Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se und glei­chen Fami­li­en­stan­des (außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung), so wird die Ein­kom­men­steu­er nach § 33 Abs. 1 EStG auf Antrag in bestimm­tem Umfang ermä­ßigt. Gemäß § 33 Abs. 2 Satz 1 EStG erwach­sen dem Steu­er­pflich­ti­gen Auf­wen­dun­gen zwangs­läu­fig, wenn er sich
Die Kos­ten des Schei­dungs­pro­zes­ses sind auch nach der ab dem Jahr 2013 gel­ten­den gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung wei­ter­hin als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen abzieh­bar. In dem hier vom Finanz­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­nen Fall ließ sich die Klä­ge­rin im Jahr 2013 von ihrem Ehe­mann schei­den und mach­te sodann die Kos­ten des Schei­dungs­pro­zes­ses, die Kos­ten einer im
Wis­sen­schaft­lich nicht aner­kannt i.S. des § 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 Buchst. f ESt­DV i.d.F. des StVer­einfG 2011 ist eine Behand­lungs­me­tho­de dann, wenn Qua­li­tät und Wirk­sam­keit nicht dem all­ge­mein aner­kann­ten Stand der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se ent­spre­chen. Die Fest­stel­lung, ob eine Behand­lungs­me­tho­de wis­sen­schaft­lich nicht aner­kannt ist, obliegt dem Finanz­ge­richt als Tat­sa­chen­in­stanz. Die­ser Ent­schei­dung des
Auf­wen­dun­gen für die krank­heits­be­ding­te Unter­brin­gung in einem Senio­ren­wohn­stift sind zwangs­läu­fig i.S. des § 33 EStG. Sie sind nach Maß­ga­be der für Krank­heits­kos­ten gel­ten­den Grund­sät­ze als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen zu berück­sich­ti­gen, soweit sie nicht außer­halb des Rah­mens des Übli­chen lie­gen. Soweit der­ar­ti­ge Auf­wen­dun­gen im Rah­men des Übli­chen lie­gen, ermä­ßi­gen sie daher nach
Die Kos­ten einer Diät­ver­pfle­gung kön­nen nach Ansicht des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf in der Ein­kom­men­steu­er nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung abge­zo­gen wer­den. In dem jetzt in Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Fall strit­ten die Betei­lig­ten um die steu­er­li­che Berück­sich­ti­gung von Auf­wen­dun­gen für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel. Die Klä­ge­rin lei­det an einer chro­ni­schen Stoff­wech­sel­stö­rung und nimmt aus die­sem Grund Vit­ami­ne
Auf­wen­dun­gen eines Schwer­be­hin­der­ten für eine Begleit­per­son bei Rei­sen sind nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung abzieh­bar, wenn die Begleit­per­son ein Ehe­gat­te ist, der aus eige­nem Inter­es­se an der Rei­se teil­ge­nom­men hat und für den kein durch die Behin­de­rung des ande­ren Ehe­gat­ten ver­an­lass­ter Mehr­auf­wand ange­fal­len ist. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Rechts­streit
Wer die Auf­lö­sung einer Grund­stücks­ge­mein­schaft durch Ver­kauf des gemein­schaft­li­chen, bis­lang ver­mie­te­ten Grund­stücks im Wege der Tei­lungs­ver­stei­ge­rung bean­tragt, kann die damit ver­bun­de­nen Pro­­zess- und Anwalts­kos­ten nicht des­halb als Wer­bungs­kos­ten abset­zen, weil er rein hypo­the­tisch die Mög­lich­keit hat, das Grund­stück im Wege der Ver­stei­ge­rung selbst zu erwer­ben. Wer die Auf­lö­sung einer Grund­stücks­ge­mein­schaft
Die nicht mehr benö­tig­te Miet­woh­nung als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung
Wird eine Miet­woh­nung wegen der Unter­brin­gung des allein­ste­hen­den Mie­ters in einem Pfle­ge­heim gekün­digt, so kön­nen für die Mona­te, in denen die Woh­nung zwar nicht mehr genutzt wird, die Mie­te wegen der ein­zu­hal­ten­den Kün­di­gungs­frist aber gleich­wohl noch gezahlt wer­den muss, die­se Miet­zah­lun­gen nach Ansicht des Finanz­ge­richts Rhein­­land-Pfalz nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung
Nach § 33 Abs. 1 EStG wird die Ein­kom­men­steu­er wegen außer­ge­wöhn­li­chen Belas­tun­gen auf Antrag ermä­ßigt, wenn einem Steu­er­pflich­ti­gen zwangs­läu­fig grö­ße­re Auf­wen­dun­gen als der über­wie­gen­den Mehr­zahl der Steu­er­pflich­ti­gen glei­cher Ein­kom­mens­ver­hält­nis­se, glei­cher Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se und glei­chen Fami­li­en­stands erwach­sen. Zwangs­läu­fig erwach­sen die Auf­wen­dun­gen, wenn er sich ihnen aus recht­li­chen, tat­säch­li­chen oder sitt­li­chen Grün­den nicht ent­zie­hen