Source: https://www.bpk.ch/glossar/
Timestamp: 2017-12-11 18:52:05
Document Index: 138717418

Matched Legal Cases: ['Art. 53', 'Art. 25', 'Art. 72', 'Art. 53', 'Art 33', 'Art. 72', 'Art. 30']

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Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946
Die Summe der aufgezinsten Altersgutschriften nach BVG.
Die jährlichen Gutschriften der Beiträge, die in einer Beitragsprimatkasse zur Bildung des Sparguthabens gutgeschrieben werden. Meistens werden die Altersgutschriften altersabhängig festgelegt.
Die aufgeführten Altersguthaben berechnen sich aufgrund des Altersguthabens per Ende Vorjahr, den Sparbeiträgen auf der Basis des aktuell versicherten Jahreslohnes bis zum aufgeführten Rücktrittsalter sowie einer bis zum Erreichen des Rücktrittsalters angenommenen Verzinsung. Der für die Berechnung des voraussichtlichen Altersguthabens verwendete Zinssatz ist auf dem Vorsorgeausweis ersichtlich (Projektion 0 % und 2 %). Die so ermittelten Altersguthaben werden mit dem gemäss Rücktrittsalter angegebenen Umwandlungssatz in eine Altersrente umgerechnet.
Zulässige Anlagen und Begrenzungen werden in Art. 53 ff BVV 2 und im Anlagereglement der BPK geregelt.
Basierend auf den gesetzlichen Anforderungen bezüglich Sicherheit, Risikoverteilung, Ertrag und Ethik sowie der Risikofähigkeit der BPK legt die Verwaltungskommission die Vermögensstrategie fest.
Anrechenbarer Minimallohn
siehe Eintrittsschwelle
Leistung, die aufgrund der heutigen Versicherungssituation beim Eintritt eines Vorsorgefalles erwartet werden kann.
Sie können die Barauszahlung verlangen, wenn Sie
die Schweiz endgültig verlassen (Vorbehalt Art. 25f FZG)
eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufnehmen und der obligatorischen beruflichen Vorsorge nicht mehr unterstehen (vorbehältlich genügender Nachweis, Fristen)
Ihre Austrittsleistung weniger als Ihr Jahresbeitrag beträgt (Geringfügigkeit)
Die Beiträge dienen zur Finanzierung der Leistungen und werden bei der BPK sowohl vom Arbeitnehmer als auch vom Arbeitgeber monatlich entrichtet (Abzug von der Besoldung).
Die Sparbeiträge (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) werden Ihrem Altersguthaben gutgeschrieben. Mit den Risikobeiträgen werden die Leistungen bei Invalidität und im Todesfall finanziert. Der Finanzierungsbeitrag ist solange fällig, als sich die BPK in Unterdeckung befindet. Die versicherte Person kann gemäss dem für sie anwendbaren Vorsorgeplan freiwillige Sparbeiträge (Arbeitnehmerbeiträge) leisten.
Beitragsprimat (BPK ab Januar 2015)
Ein Pensionskassensystem, bei dem die Leistungen aufgrund der bezahlten Beiträge respektive den eingebrachten Kapitalien (inkl. Zinsen) berechnet werden. Während die Höhe der Beiträge bekannt ist, lässt sich die Höhe der Leistungen u. a. aufgrund der Anlage- und Inflationsrisiken nicht genau voraussagen.
Die Referenzgrösse bzw. der Massstab, an dem die Performance (Erfolg) einer Anlage, einer Anlagekategorie oder eines Portfolios gemessen wird. Als Benchmark dienen zum Beispiel Obligationen- und Aktienindizes, die eine Kennzahl bezüglich der Kursentwicklung von Obligationen und Aktien an der Börse darstellen. Die Benchmarks der BPK richten sich nach der von der Verwaltungskommission festgelegten Anlagestrategie.
Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 (in Kraft seit 1. Januar 1985)
Verordnung über die Aufsicht in der beruflichen Vorsorge vom 10. und 22. Juni 2011 (in Kraft seit 1. Januar 2012)
Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 18. April 1984 (in Kraft seit 1. Januar 1985)
Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen vom 13. November 1985 (in Kraft seit 1. Januar 1987)
Das Verhältnis zwischen dem vorhandenen Vermögen und dem für die Finanzierung der Leistungen notwendigen Deckungskapital.
Die Rückstellungen, welche für die Deckung der in den Reglementen der BPK versprochenen Leistungen notwendig sind. Das Deckungskapital der aktiven Versicherten entspricht dem Barwert der erworbenen Leistungen und das Deckungskapital der Rentner/innen dem Barwert der laufenden Renten.
Eine Deckungslücke liegt vor, wenn das vorhandene Vermögen das notwendige Deckungskapital nicht deckt.
Die aktiv versicherte Person kann solange keine Arbeitsunfähigkeit, die zur Invalidität führt, eingetreten ist, mittels freiwilliger Einkäufe Vorsorgeleistungen einkaufen; die Einlagen werden ihrem Sparkonto gutgeschrieben. Bei monatlicher Zahlung mittels Lohnabzug beginnt die Zinsgut-schrift ab dem 1. des Folgemonats.
Vorfinanzierung des Altersrücktritts vor dem ordentlichen Rücktrittsalter:
Die durch den Altersrücktritt vor dem ordentlichen Rücktrittsalter bedingte tiefere Altersrente kann bis 3 Monate vor dem Altersrücktritt durch die versicherte Person ganz oder teilweise mit persönlichen Einlagen eingekauft werden.
Einkaufsbeschränkung
Für den Einkauf gelten von Gesetzes wegen Einschränkungen. Beispielsweise sind freiwillige Einkäufe erst möglich, wenn Vorbezüge für die Wohneigentumsförderung zurückbezahlt wurden. Ebenfalls gelten Einschränkungen für Personen, die erstmals aus dem Ausland in der Schweiz einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind. Weiter dürfen geleistete Einkaufssummen innerhalb von drei Jahren nicht in Kapitalform bezogen werden.
Einlagen in das Überbrückungskonto
Die versicherte Person kann mittels Einlagen das Konto Überbrückungsrente erhöhen.
Bezeichnet die Grenze des AHV-Jahreslohns, ab welchem eine Person sich gemäss BVG versichern muss. Der Betrag entspricht 6/8 der maximalen AHV-Altersrente. Sollte die Eintrittsschwelle nicht erreicht werden, können sich Personen bei der BPK freiwillig versichern, wenn sie mindestens 20 % arbeiten.
Wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst, und ist die versicherte Person nicht in einer anderen Vorsorgeeinrichtung gemäss BVG versichert, kann sie für längstens 2 Jahre mit den vorher gültigen Bedingungen weiter versichert werden. In diesem Fall sind sämtliche Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge dieser freiwilligen Weiterversicherung geschuldet.
Ist eine öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrichtung im System der Teilkapitalisierung mit Staatsgarantie (Art. 72a BVG) muss ein Finanzierungsplan vorgelegt werden.
Die BPK bietet verschiedene Möglichkeiten zur freiwilligen Versicherung:
Bei Nichterreichen der Eintrittsschwelle können Sie sich freiwillig versichern, sofern Sie für ein Arbeitspensum von mindestens 20 % angestellt sind.
Bei Senkung des Beschäftigungsgrades oder des Lohnes können Sie die wegfallenden versicherten Lohnteile für maximal 2 Jahre weiterversichern, falls Sie nicht älter als 58 Jahre sind. Sie schulden in diesem Fall sämtliche Arbeitnehmer- plus die Arbeitgeberbeiträge der freiwilligen Weiterversicherung.
Haben Sie das Alter 50 überschritten und das Arbeitsverhältnis wird aufgelöst, aber Sie werden nicht in einer anderen Vorsorgeeinrichtung gemäss BVG versichert, können Sie sich für längstens 2 Jahre mit den vorher gültigen Bedingungen weiterversichern. Sie schulden in diesem Fall sämtliche Arbeitnehmer- plus die Arbeitgeberbeiträge dieser freiwilligen Weiterversicherung.
Haben Sie das Alter 58 überschritten und Ihr Lohn sinkt um höchstens die Hälfte, können Sie den bisherigen versicherten Lohn bis längstens Alter 65 weiterversichern. Sie schulden in diesem Fall sämtliche Arbeitnehmer- plus die Arbeitgeberbeiträge der freiwilligen Weiterversicherung.
Im Rahmen der 2. Säule gesperrtes Bankkonto zur Erhaltung des Vorsorgeschutzes.
Der Betrag, der dem Mitglied beim Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung zusteht. Dieser entspricht bei Vorsorgeeinrichtungen im Leistungsprimat dem Barwert der erworbenen Leistungen, bei Vorsorgeeinrichtungen im Beitragsprimat dem Alters- oder Sparguthaben.
Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 17. November 1993 (in Kraft seit 1. Januar 1995).
Verordnung über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 3. Oktober 1994 (in Kraft seit 1. Januar 1995).
Die Leistungen, welche nach dem Tod einer versicherten Person ausgerichtet werden, wie z.B. Ehegatten- oder Waisenrenten, Todesfallkapital.
Die Invalidität ist in der eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) abgedeckt. Zusätzlich leistet die BPK Invalidenrenten und Invalidenkinderrenten, wobei sie sich an den Invaliditätsbegriff der eidgenössischen IV hält.
Bundesgesetz über die Eidgenössische Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (in Kraft seit 15. Oktober 1959).
Die Finanzierung, bei welcher Beträge gespart werden, um im Leistungsfall in eine Rente umgewandelt zu werden. Die berufliche Vorsorge funktioniert nach dem Kapitaldeckungsverfahren.
Der Betrag, welcher vom Bruttolohn (massgebender Lohn) abgezogen wird, um den versicherten Lohn (koordinierter Lohn) zu erhalten. Der Abzug dient der Koordination zwischen der 1. und 2. Säule. Der Koordinationsabzug wird deshalb meistens in Anlehnung an die Höhe der AHV-Rente festgelegt. Bei der BPK richtet sich der Koordinationsabzug bei Teilzeitbeschäftigten nach dem Beschäftigungsgrad.
Bezeichnet den Lohnanteil, welcher für die Versicherung berücksichtigt wird.
Stirbt eine unverheiratete versicherte Person, so hat der überlebende Lebenspartner Anspruch auf eine Lebenspartnerrente, falls er von der verstorbenen Person als Anspruchsberechtigter für die Lebenspartnerrente bei der BPK bezeichnet war.
Die Zahlungen, welche die BPK ihren Versicherten zukommen lässt wie beispielsweise: Austrittsleistungen, Altersrenten, Invalidenrenten, Kinderrenten, Überbrückungsrenten, Ehegattenrenten, Lebenspartnerrenten, Todesfallkapital, Waisenrenten. Die BPK erbringt die Leistungen gemäss ihren Reglementen, in jedem Fall mindestens die Leistungen nach BVG.
Bei Vorliegen einer Überversicherung können die Hinterlassenen- und Invalidenleistungen gekürzt werden, soweit sie zusammen mit anderen anrechenbaren Einkünften 90 % des mutmasslich entgangenen Verdienstes übersteigen. Weitere Kürzungen kann die BPK vornehmen, wenn ein Mitglied seine Invalidität vorsätzlich oder grobfahrlässig herbeigeführt hat. Bei Auszahlung eines Vorbezugs gemäss WEF oder bei Scheidung reduzieren sich die Leistungen. Die Reduktion wirkt sich sowohl im Guthaben als auch in der Versicherungszeit aus.
Leistungsprimat (BPK bis 31. Dezember 2014)
Ein Pensionskassensystem, bei dem die Leistungen direkt von der Höhe des versicherten Verdienstes berechnet werden. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der Höhe der vorgegebenen Leistungen. Während die Höhe der Leistungen bekannt ist, lässt sich die Höhe der Beiträge u. a. aufgrund der Anlage- und Inflationsrisiken nicht genau voraussagen.
Die Jahresbesoldung einschliesslich der 13. Monatsbesoldung, in der Regel aber ohne Zulagen und Nebenbezüge. Vermindert um die Koordinationsabzüge ergibt der massgebende Jahreslohn den jährlichen versicherten Verdienst.
Mindestbetrag gemäss BVG
Das BVG als Rahmengesetz schreibt den Vorsorgeeinrichtungen Mindestleistungen vor. Diese Leistungen dürfen nicht unterschritten werden. Sie werden auch obligatorische Leistungen genannt.
Der Bundesrat beschliesst jährlich über den BVG-Mindestzinssatz. Dieser Zinssatz ist für die Verzinsung der obligatorischen Sparguthaben verbindlich. Bei Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung kann der Mindestzinssatz in gewissen Fällen unterschritten werden.
Beim Miteigentum steht jedem Miteigentümer ein Bruchteil am Grundstück zu, welches äusserlich nicht geteilt ist. Jeder Miteigentümer wird mit seiner Quote im Grundbuch eingetragen und kann grundsätzlich über seinen Anteil verfügen. In der beruflichen Vorsorge ist das Miteigentum relevant für Vorbezüge für Wohneigentum zusammen mit anderen Personen (Lebenspartner), wenn sie nicht miteinander verheiratet sind.
siehe Mindestleistungen
Zur Berechnung des ökonomischen Deckungsgrads wird das vorhandene Vermögen zu Marktwerten ins Verhältnis zum notwendigen Deckungskapital gesetzt. Der ökonomische Deckungsgrad ist meistens tiefer als der versicherungstechnische Deckungsgrad. Er wird von Experten häufig für die massgebende Risikofähigkeit herangezogen.
Bundesgesetz über das Obligationenrecht vom 30. März 1911 (in Kraft seit 1. Januar 2012).
Zahlenmässig gleich starke Vertretung von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern im Stiftungsrat bzw. in der Verwaltungskommission.
Der Pensionskassenexperte berechnet das Deckungskapital, und prüft, ob die Vorsorgeeinrichtung die gegenüber ihren Versicherten eingegangenen Verpflichtungen erfüllen kann und steht der Verwaltungskommission beratend zur Seite. Er bedarf einer Zulassung durch die Oberaufsichtskommission.
Öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrichtungen unterstehen einer Gesetzesvorlage, welche durch die Legislative erlassen wird. Die BPK hat sich an die Vorgaben des PKG zu halten, welches vom Grossen Rat des Kantons Bern genehmigt wird.
Zeigt z.B. die Ertragsentwicklung eines Wertschriftenvermögens auf. Bei der BPK wird die Performance (P) nach folgendem Algorithmus berechnet:
P = ((Vn - 0.5 x K) / (Vo + 0.5 x K) - 1) x 100
Vo = Stand des Vermögens am Jahresanfang
Vn = Stand des Vermögens am Jahresende
K= Kapitalzufluss oder Kapitalabfluss während des Jahres
Performance hat sich im Sprachgebrauch für die Ertragsentwicklung eingebürgert. Betriebswirtschaftlich korrekt wäre eine Masszahl zur Zielerreichung, welche in Out- oder Underperformance (besseres oder schlechteres Ergebnis zum Vergleichswert) ausgedrückt wird.
Ist ein anderer Ausdruck für die berufliche Vorsorge.
Gesetz über die kantonalen Pensionskassen (siehe auch Pensionskassengesetz)
Der Projektionszinssatz wird verwendet, um zu ermitteln, wie hoch die Sparguthaben einer versicherten Person im Zeitpunkt des Altersrücktritts voraussichtlich sein werden (Projektion). Es handelt sich dabei um eine Annahme, d. h. um einen "hypothetischen Zinssatz". Je nach dem, wie hoch der Zinssatz angenommen wird, ergeben sich niedrigere oder höhere Endaltersguthaben. Mit dem Umwandlungssatz im entsprechenden Alter wird dann die projizierte Altersrente berechnet.
Bei ausländischen Staatsangehörigen werden die Steuern direkt an der Quelle, bei Arbeitnehmenden also beim Lohn abgezogen. Dasselbe Prinzip gilt auch für Austrittsleistungen, die an ein Mitglied bar ausbezahlt werden. Die Vorsorgeeinrichtung zieht den geschuldeten Betrag direkt von der Austrittsleistung ab. Auch wird die Quellensteuer abgezogen, wenn ein Leistungsbezüger seinen Wohnsitz im Ausland hat. Sie variiert von Kanton zu Kanton und unterliegt der Progression.
Ein Reglement einer Vorsorgeeinrichtung beschreibt die Vorsorgetätigkeit, häufig wird es auch Vorsorgereglement genannt. Dieses wird vom Stiftungsrat bzw. der Verwaltungskommission erlassen. Vorsorgeeinrichtungen verfügen je nach Grösse über zahlreiche Reglemente (z.B. Organisations-, Anlage-, Teilliquidationsreglement etc.)
Die Rendite ist die Masszahl des Gewinns auf den Vermögensanlagen.
Ist auf Ihrem Vorsorgeausweis ein * ersichtlich, handelt es sich um eine Übergangsbestimmung aus dem Leistungsprimat. Die sogenannte Rentenuntergrenze garantiert eine Altersrente von 98% gemäss Leistungsprimat.
Der Leistungsplan der BPK, welcher nach dem Leistungsprimat funktioniert. Die Mitglieder der BPK werden in der Regel ab 1. Januar nach Vollendung des 19. Lebensjahres, der Rentenversicherung zugewiesen, womit der Sparprozess beginnt.
Eine juristische oder natürliche Person, welcher die jährliche Kontrolle der Rechnungslegung und Geschäftsführung der Vorsorgeeinrichtung übertragen wird. Die Aufgaben der Revisionsstelle sind in Art. 53 BVG und Art 33 BVV 2 umschrieben.
Bei der BPK werden alle Mitglieder bis zum 31. Dezember nach vollendetem 19. Altersjahr der Risikoversicherung zugewiesen. Ebenfalls der Risikoversicherung zugeteilt werden Personen in der beruflichen Grundausbildung, Praktikanten, Hilfsassistenten und Aushilfen. Der Übertritt in die Rentenversicherung erfolgt spätestens am 1. Januar nach vollendetem 24. Altersjahr.
Dieser Begriff bezeichnet den Vorgang, bei dem eine Vorsorgeeinrichtung alle oder einzelne Risiken durch einen Kollektivversicherungsvertrag mit einer Versicherungsgesellschaft abdeckt. Die BPK ist nicht rückversichert.
Befindet sich eine Vorsorgeeinrichtung in Unterdeckung, so hat sie Sanierungsmassnahmen zu ergreifen.
Ein Sanierungsplan wird erstellt, um eine Vorsorgeeinrichtung in Unterdeckung zu sanieren.
Der Sicherheitsfonds garantiert die Leistungen von Vorsorgeeinrichtungen bei deren Zahlungsunfähigkeit bis zu einem gesetzlich definierten Maximalanspruch. Der Fonds richtet zudem Leistungen an Kassen mit ungünstiger Altersstruktur des Versichertenbestandes aus.
Öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrichtungen können das System der Teilkapitalisierung wählen (Art. 72a BVG), wenn die gesetzlichen Bedingungen dafür erfüllt werden. Dabei handelt es sich um eine Möglichkeit, um mit einer Staatsgarantie bei einem Deckungsgrad von unter 100 % verbleiben zu können.
Die Überbrückungsrente ist eine Leistung der BPK, die zusätzlich zu einer vorzeitigen Altersrente ausgerichtet wird. Sie überbrückt eine noch fehlende AHV-Rente, wenn ein Mitglied vor dem AHV-Rentenalter pensioniert wird. Versicherte Personen, welche am 31. Dezember 2014 bei der BPK versichert waren und deren Anspruch auf eine Altersrente nach vollendetem 60. Altersjahr innerhalb von 2 Jahren nach Inkrafttreten dieses Reglements beginnt, haben gemäss den bisherigen Bestimmungen Anspruch auf eine Überbrückungsrente.
Versicherte Personen, welche am 31. Dezember 2014 bei der BPK versichert waren und deren Anspruch auf eine Altersrente nach vollendetem 60. Altersjahr innerhalb von 4 Jahren nach Inkrafttreten dieses Reglements beginnt, haben ebenfalls gemäss den bisherigen Bestimmungen Anspruch auf eine Überbrückungsrente. Die Höhe der Überbrückungsrente vermindert sich jedoch um die Hälfte.
Für den Vorsorgeplan der Kantonspolizei gelten besondere Bestimmungen.
Liegt der Deckungsgrad über 100 % liegt eine Überdeckung vor.
Das BVG als Rahmengesetz gibt in erster Linie obligatorische Leistungen vor. Fallen Leistungen von Vorsorgeeinrichtungen grösser aus, spricht man von überobligatorischen Leistungen.
Das Finanzierungsverfahren, bei dem die Beiträge so festgesetzt werden, dass sie gerade ausreichen, um die jährlich anfallenden Versicherungsleistungen zu decken (z. B. AHV).
Der Prozentsatz zur Berechnung der jährlichen Rente aufgrund des vorhandenen Alterskapitals. Findet bei Vorsorgeeinrichtungen im Beitragsprimat Anwendung. Der Umwandlungssatz in reinen BVG-Plänen ist in der Regel höher als in überobligatorischen resp. umhüllenden Plänen.
Liegt der Deckungsgrad unter 100 %, besteht eine Unterdeckung. In der Praxis spricht man von einer erheblichen Unterdeckung, sobald der Deckungsgrad unter 90 % liegt.
Urlaubsrisikoversicherung
Die versicherten Personen der BPK sind während eines unbezahlten Urlaubs gegen die Risiken von Tod und Invalidität versichert.
Die Kosten der Risikoprämien trägt die versicherte Person.
Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 (in Kraft seit 1. Januar 1984).
Der versicherte Lohn bildet die Grundlage für die Berechnung der Beiträge und entspricht dem massgebenden Jahreslohn, vermindert um den Koordinationsbetrag. Der Koordinationsbetrag entspricht dem tieferen der folgenden beiden Beträge:
a 30 % des massgebenden Jahreslohns;
b 87.5 % des Höchstbetrags der AHV-Altersrente, multipliziert mit dem Beschäftigungsgrad in Hundertsteln, jedoch höchstens 100 %.
Der versicherte Lohn entspricht mindestens dem im BVG festgelegten minimalen koordinierten Lohn.
Zur Berechnung des versicherungstechnischen Deckungsgrads wird das vorhandene Vermögen zu Marktwerten plus Wertschwankungsreserven ins Verhältnis zum notwendigen Deckungskapital gesetzt. Der versicherungstechnische Deckungsgrad ist meistens höher als der ökonomische Deckungsgrad.
Die Verwaltungskommission übt die oberste Leitung, die Aufsicht und Kontrolle der Geschäftsführung der BPK aus. Sie besteht aus 10 bis 14 Mitgliedern, je zur Hälfte aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern. Die Amtsdauer beträgt 4 Jahre. Sie erlässt u. a. die Reglemente, wählt die Direktionsmitglieder, bestimmt die langfristige Anlagepolitik, schliesst Anschlussvereinbarungen ab und erstellt den Jahresbericht und die Jahresrechnung.
Privatrechtliche Vorsorgeeinrichtungen unterliegen dem System der Vollkapitalisierung. Das bedeutet, dass sie grundsätzlich keine Unterdeckung aufweisen dürfen und bei einer Unterdeckung rechtzeitig Sanierungsmassnahmen einleiten müssen.
Versicherte Personen (Aktive und Rentner) können Vorbezüge für den Erwerb von selbstbewohntem Wohneigentum tätigen. Als Grundlage für die Höhe dient die aktuelle Austrittsleistung. Die anwartschaftlichen Leistungen werden entsprechend gekürzt. Der minimale Vorbezug beträgt CHF 20'000.
Verordnung über die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge vom 3. Oktober 1994 (in Kraft seit 1. Januar 1995). Zusätzliche Grundlagen sind Art. 30 BVG sowie das Vorsorgereglement der BPK.
Wertschwankungsreserven sind Rückstellungen und dienen dazu, Verluste aus der Anlagetätigkeit auszugleichen. Die Höhe wird unter Berücksichtigung der Anlagekategorien und deren Risiko festgelegt. Sie können erst geäufnet werden, wenn der Deckungsgrad von 100 % erreicht ist. Die BPK verfügt deshalb aktuell über keine WSR.