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Timestamp: 2016-10-26 21:19:33
Document Index: 127231704

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_219/2013 (04.09.2013)
8C_219/2013 � � Urteil vom 4. September 2013
Herr Prof. Dr. iur. Hardy Landolt,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 13. Februar 2013.
A.a.�Der 1957 geborene R.________ meldete sich am 20. Juni 2011 unter Hinweis auf ein chronisches lumbospondylogenes und lumboradikul�res Schmerzsyndrom zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Gest�tzt auf eine vom Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegebene vertrauens�rztliche Abkl�rung der Dres. med. B.________, Spezialarzt Innere Medizin, und A.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 9. und 21. Dezember 2011 wies die IV-Stelle Glarus mit Verf�gung vom 13. Februar 2012 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und auf Invalidenrente ab. Mit Entscheid vom 4. Juli 2012 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus die dagegen gef�hrte Beschwerde aufgrund einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs wegen unzureichender Begr�ndung der Verf�gung gut und wies die Sache im Sinne der Erw�gungen an die IV-Stelle zur�ck.
A.b.�Mit Verf�gung vom 27. September 2012 wies diese das Leistungsgesuch abermals ab, da in der angestammten T�tigkeit als Monteur von Kleinteilen eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit bestehe.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus wies die gegen die Renten ablehnende Verf�gung eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 13. Februar 2013 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst R.________ beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Sache im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1.�Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Immerhin pr�ft es grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG) und wenn die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.2.�Bei den gerichtlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit bzw. deren Ver�nderung in einem bestimmten Zeitraum handelt es sich grunds�tzlich um eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.). Ebenso stellt die konkrete Beweisw�rdigung eine Tatfrage dar. Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG eine Rechtsfrage; Gleiches gilt mit Bezug auf die Beachtung der bundesrechtlichen Anforderungen an den Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232).
Streitig ist, ob das kantonale Gericht unter Pr�fung des Rentenanspruchs zu Recht davon ausgegangen ist, der Beschwerdef�hrer sei in der Lage, ein Renten ausschliessendes Einkommen zu erzielen.
Im angefochtenen Entscheid wurden die f�r die Beurteilung des Leistungsanspruchs einschl�gigen Bestimmungen und die dazu ergangene Rechtsprechung zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1.�Nach den im Wesentlichen gest�tzt auf die - als beweiskr�ftig und ausschlaggebend erachtete - vertrauens�rztliche Abkl�rung (vom 9. und 21. Dezember 2011) getroffenen Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz ist der Beschwerdef�hrer aufgrund der in somatischer Hinsicht diagnostizierten chronischen spondylogenen R�cken- und Beinbeschwerden mit/nach sensiblem radikul�rem Syndrom S1 rechts (links fraglich), Status nach Diskektomie L4/5 links (1991) und L5/S1 links (03/11) sowie diskoprive Segmentdegenerationen L4/5 und L5/S1, sowohl in seiner bisherigen T�tigkeit in der Vormontage von Kleinteilen als auch f�r s�mtliche k�rperlich leichten bis mittelschweren T�tigkeiten mit maximal gelegentlicher Hebebelastung von 10 - 15 kg vollst�ndig arbeitsf�hig. Der Psychiater Dr. med. A.________ diagnostizierte in seinem Konsilium vom 9. Dezember 2011 keine die Arbeitsf�higkeit einschr�nkende psychiatrische Erkrankung, indem er einzig Hinweise f�r eine selbstunsichere und �ngstlich-hypochondrisch ausgerichtete Grundpers�nlichkeit fand.
3.2.1.�Dass das kantonale Gericht im Rahmen freier Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG) der in der vertrauens�rztlichen Abkl�rung in Ber�cksichtigung der relevanten Vorakten und der geklagten Beschwerden und aufgrund eines bidisziplin�ren spezial�rztlichen Konsensus attestierten vollst�ndigen Arbeitsf�higkeit beweism�ssig ausschlaggebendes Gewicht beigemessen hat, ist mit Blick auf die vorinstanzlich vollst�ndige und inhaltlich korrekte Darlegung der medizinischen Aktenlage sowie deren sorgf�ltige und objektive Pr�fung (vgl. BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) weder offensichtlich unrichtig noch willk�rlich oder sonst wie bundesrechtswidrig.
3.2.2.�Dem beschwerdef�hrerischen Einwand, es sei dementgegen mit Blick auf die zumutbaren Verweisungst�tigkeiten auf die Einsch�tzung der behandelnden �rzte abzustellen und von einer erwerblichen Leistungsf�higkeit von maximal zwei Stunden pro Tag auszugehen, kann nicht gefolgt werden. Der Hausarzt Dr. med. K.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, st�tzte seine Sch�tzung der Arbeitsf�higkeit zur Hauptsache auf die subjektiven Schmerzangaben des Versicherten (Berichte vom 1. Juli 2011 und 27. Januar 2012), wogegen Dr. med. B.________ auf eine erhebliche Diskrepanz zwischen Schmerzen, Schonverhalten, Krankheitskognitionen einerseits und den erhobenen Befunden andererseits hinwies. Der behandelnde Dr. med. G.________, Innere Medizin FMH, Schmerztherapie SSIPM, Institut f�r Rheumatologie und Schmerztherapie, �usserte sich sodann in seinem Schreiben vom 6. Juli 2011 nicht zur Arbeitsf�higkeit, wogegen er im Bericht vom 13. September 2011 festhielt, keine Arbeitsunf�higkeit zu attestieren. Die vertrauens�rztliche Feststellung des Dr. med. B.________, es sei von einer maladaptiven Krankheitsverarbeitung auszugehen, deckt sich sodann insofern mit den Angaben der RehaClinic Glarus in ihrem Austrittsbericht vom 15. August 2011, als in diagnostischer Hinsicht auf eine Schmerzverarbeitungsst�rung mit beginnender somatoformer Schmerzst�rung hingewiesen wurde, ohne sich zur zumutbaren Restarbeitsf�higkeit zu �ussern.
3.2.3.�Inwiefern die vorinstanzliche Beweisw�rdigung offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich sein soll (vgl. Urteil 9C_1034/2012 vom 5. April 2013 E. 2.2.2 mit Hinweisen), ist weder nachvollziehbar begr�ndet (Art. 106 Abs. 2 BGG) noch ersichtlich. Nach dem Gesagten ist der Verzicht auf weitere medizinische Abkl�rungen und eine Evaluation der funktionellen Leistungsf�higkeit in zul�ssiger antizipierender Beweisw�rdigung, ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, erfolgt (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 mit Hinweisen).
3.2.4.�Folglich bleibt die vorinstanzliche Feststellung einer uneingeschr�nkten Arbeitsf�higkeit sowohl in der bisherigen T�tigkeit in der Vormontage von Kleinteilen als auch f�r s�mtliche k�rperlich leichten bis mittelschweren leidensadaptierten T�tigkeiten f�r das Bundesgericht verbindlich (E. 1.2).
Der Versicherte war seit 1990 bei der E.________ AG anf�nglich in der Serienproduktion (Stanzen und Schweissen), anschliessend in der Montage und schliesslich in der Vormontage t�tig. Gest�tzt auf die Angaben der Firma im Fragebogen f�r Arbeitgebende vom 30. Juni 2011 ist dabei von einer mit dem �rztlicherseits definierten Zumutbarkeitsprofil �bereinstimmenden Arbeit auszugehen. Unter diesen Umst�nden er�brigte sich die Durchf�hrung eines Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG. Bei uneingeschr�nkter Arbeitsf�higkeit in der zuletzt ausge�bten T�tigkeit und in jeder anderen leichten bis mittelschweren Erwerbst�tigkeit liegt keine Invalidit�t vor, wobei der Versicherte auch bei Vornahme eines Einkommensvergleichs mit einem leidensbedingten Abzug im h�chstm�glichen Umfang von 25 % ein Renten ausschliessendes Einkommen erzielen k�nnte. Der Anspruch auf eine Invalidentente wurde demnach von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin zu Recht verneint.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) vom Beschwerdef�hrer als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 4. September 2013