Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20ABR%2027/92
Timestamp: 2019-04-23 09:21:38
Document Index: 70559651

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 6', '§ 19', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 6', '§ 187', '§ 19', '§ 19']

BAG, 09.12.1992 - 7 ABR 27/92 - dejure.org
BAG, 09.12.1992 - 7 ABR 27/92
Anfechtbarkeit einer Betriebsratswahl gemäß § 19 Abs. 1 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) - Anfechtung einer Betriebsratswahl wegen unzulässiger Verlängerung der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen - Überschreitung der Befugnisse des Wahlvorstandes durch eigenmächtige Verlängerung der Zweiwochenfrist für die Einreichung von Wahlvorschlägen für die Betriebsratswahl - Abdingbarkeit und Regelungsziel des § 6 Abs. 1 S. 2 der Wahlordnung 1972 - Möglichkeit einer Beeinflussung des Wahlergebnisses als Voraussetzung der Beachtlichkeit eines Wahlverfahrensfehlers gemäß § 19 Abs. 1 Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG)
ArbG Wesel, 30.09.1991 - 5 BV 30/91
LAG Düsseldorf, 25.02.1992 - 6 TaBV 117/91
NZA 1993, 765
BB 1993, 1217
Sie soll dem Wahlvorstand keinen Spielraum einräumen (BAG 9. Dezember 1992 - 7 ABR 27/92 - zu B II der Gründe; vgl. zu § 6 Abs. 2 Nr. 8 BPersVWO BVerwG 17. Juli 1980 - 6 P 4.80 -) .
Dies gilt nicht nur für den letzten Tag der Frist (BAG 9. Dezember 1992 - 7 ABR 27/92 - zu B II der Gründe) , sondern auch für die Uhrzeit des Fristablaufs (…vgl. etwa Jacobs GK-BetrVG 11. Aufl. § 6 WO Rn. 5, § 4 WO Rn. 5; Boemke BB 2009, 2758 f.; vgl. auch BVerwG 17. Juli 1980 - 6 P 4.80 - zu § 6 Abs. 2 Nr. 8 BPersVWO) .
Daher bestimmt sich das Fristende nach §§ 187 Abs. 1, 188 Abs. 2 BGB (vgl. BAG 9. Dezember 1992 - 7 ABR 27/92 - NZA 1993, 765; BVerwG 17. Juli 1980 - 6 P 4/80 - PersV 1981, 498) .
Nach allgemeiner Auffassung hat der Wahlvorstand bei der Angabe des letzten Tages der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlaglisten im Wahlausschreiben keinen Entscheidungsspielraum (vgl. BAG 9. Dezember 1992 - 7 ABR 27/92 - NZA 1993, 765; BVerwG 17. Juli 1980 - 6 P 4/80 - PersV 1981, 498) .
Die Zwei-Wochen-Frist bildet aus Gründen der Rechtssicherheit für alle Beteiligten eine klare Grenze für die Einreichung von Wahlvorschlägen ( BAG Beschluss vom 9. Dez. 1992 - 7 ABR 27/92 - EzA § 19 BetrVG 1972 Nr. 38; Hess. LAG Beschluss vom 18. Aug. 2005 - 9 TaBV 31/05 -).
Die Zwei-Wochen-Frist bildet aus Gründen der Rechtssicherheit für alle Beteiligten eine klare Grenze für die Einreichung von Wahlvorschlägen (BAG Beschluss vom 9. Dez. 1992 - 7 ABR 27/92 - EzA § 19 BetrVG 1972 Nr. 38; Hess. LAG Beschluss vom 18. Aug. 2005 - 9 TaBV 31/05 -).
Die Zwei-Wochen-Frist bildet aus Gründen der Rechtssicherheit für alle Beteiligten eine klare Grenze für die Einreichung von Wahlvorschlägen (BAG vom 09.12.1992 - 7 ABR 27/92 - AP Nr. 2 zu Wahl z BetrVG 1972).