Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Nordrhein-Westfalen&Datum=11.08.2006&Aktenzeichen=15%20E%20880/06
Timestamp: 2019-08-21 23:37:39
Document Index: 332647868

Matched Legal Cases: ['§ 40', 'Art. 3', '§ 55', '§ 100', '§ 97', '§ 40']

OVG Nordrhein-Westfalen, 11.08.2006 - 15 E 880/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,2127
OVG Nordrhein-Westfalen, 11.08.2006 - 15 E 880/06 (https://dejure.org/2006,2127)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 11.08.2006 - 15 E 880/06 (https://dejure.org/2006,2127)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 11. August 2006 - 15 E 880/06 (https://dejure.org/2006,2127)
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VwGO § 40; GG Art. 3 Abs. 1; LHO § 55
Eröffnung des Verwaltungsrechtswegs für die gerichtliche Überprüfung der Vergabe öffentlicher Aufträge; Grundsätze für das Vergabeverfahren im öffentlichen Auftragswesen; Definition der öffentlich-rechtlichen Streitigkeit nach der Subordinationstheorie, der Interessentheorie und der Sonderrechtstheorie
Vergabe unterhalb der Schwellenwerte: Verwaltungsrechtsweg ist eröffnet! (IBR 2006, 630)
NVwZ-RR 2006, 771
NVwZ-RR 2006, 842
NZBau 2006, 797 (Ls.)
VergabeR 2006, 771
OVG NRW, Beschluss vom 11.8.2006 - 15 E 880/06 - , NVwZ-RR 2006, 771 m.w.N.
Es spricht vieles dafür, dass - worauf das OLG München (…a.a.O.) hinweist - das Vergabeverfahren, dessen Nachprüfung das Verfahren vor der Vergabekammer dient, in verfahrensrechtlicher Hinsicht kein Verwaltungsverfahren darstellt, welches mit dem Erlass eines Verwaltungsakts endet; selbst nach Auffassung des OVG NW (Beschlüsse vom 11.08.2006 - 15 E 880/06 und vom 12.01.2007 - 15 E 1/07), welches von einem öffentlich-rechtlichen Verhältnis zwischen Vergabestelle und Bieter ausgeht, endet das Verwaltungsverfahren nicht mit einem Verwaltungsakt, sondern mit dem privatrechtlichen Zuschlag.
vgl. zu Vorstehendem insgesamt OVG NRW, Beschluss vom 11. August 2006 - 15 E 880/06 -, VergabeR 2006, 771 ff.
Dabei ist eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit nicht nur dann gegeben, wenn der im Streitfall zugrunde liegende Sachverhalt in einem Über- und Unterordnungsverhältnis zwischen einem privatrechtlichen Rechtssubjekt und einem Träger öffentlicher Gewalt wurzelt (vgl. OVG NRW, Beschl. vom 11.08.2006, 15 E 880/06, und OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. vom 28.07.2006, 1 L 59/06, jeweils m. w. N. aus der Rechtsprechung).
Inwieweit hier die Vorschriften der Vergabeordnung greifen, insbesondere ein öffentlicher Auftraggeber nicht-offene Ausschreibungsverfahren gegebenenfalls europaweit durchzuführen hätte, lässt sich mangels entsprechender Anknüpfungstatsachen nicht beurteilen, zudem ist zu berücksichtigen, dass für die gerichtliche Überprüfung der Vergabe öffentlicher Aufträge, auf die gemäß § 100 GWB die §§ 97 ff GWB nicht anwendbar sind, gemäß § 40 Abs. 1 VwGO der Verwaltungsrechtweg gegeben ist (OVG Münster, Beschluss vom 11.8.2006 -15 E 880/06).
VG Köln, 19.04.2007 - 4 K 879/07
Unterhalb der Schwellenwerte: Feststellungsklage vor VG zulässig!
dazu OVG NRW, Beschluss vom 11.08.2006 - 15 E 880/06 -, NWVBI.