Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202013,%20711
Timestamp: 2020-08-07 21:17:47
Document Index: 190347589

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263']

BGH, 29.01.2013 - 2 StR 422/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,4599
BGH, 29.01.2013 - 2 StR 422/12 (https://dejure.org/2013,4599)
BGH, Entscheidung vom 29.01.2013 - 2 StR 422/12 (https://dejure.org/2013,4599)
BGH, Entscheidung vom 29. Januar 2013 - 2 StR 422/12 (https://dejure.org/2013,4599)
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Feststellung des Vermögensschadens beim Betrug (Gefährdungsschaden; Saldierungszeitpunkt; Kreditbetrug; kick-back-Zahlungen; Bedeutung werthaltiger Sicherungen)
Betrug: Darlehensgewährung durch die über die Bonität des Schuldners getäuschte Bank; Berechnung des Vermögensschadens
Vermögensschaden i.S.d. § 263 Abs. 1 StGB einer kreditgebenden Banken im Falle einer eingeschränkten oder fehlenden finanziellen Leistungsfähigkeit des Schuldners; Auswirkungen des Vorhandenseins von werthaltigen - ein Ausfallrisiko abdeckenden - Sicherheiten auf Seiten der ...
NStZ 2013, 711
NStZ 2014, 697
Ein Schaden entsteht daher nur, wenn die vorgespiegelte Rückzahlungsmöglichkeit nicht besteht und auch gegebene Sicherheiten wertlos oder minderwertig sind (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Januar 2013 - 2 StR 422/12, NStZ 2013, 711 mwN;… Dannecker in Graf/Jäger/Wittig, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, § 263 StGB Rn. 235 f.;… Raum in Wabnitz/Janovsky, Handbuch des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts, 4. Aufl., Kapitel 4 Rn. 87).
Ein Minderwert des Rückzahlungsanspruchs, etwa infolge einer Täuschung über die Bonität, kann mithin durch den Wert hinreichend werthaltiger und liquider Sicherheiten kompensiert werden (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Januar 2013 - 2 StR 422/12, wistra 2013, 268 mwN).
Ein Minderwert des Rückzahlungsanspruchs, etwa infolge einer Täuschung über die Bonität, kann mithin durch den Wert hinreichend werthaltiger und liquider Sicherheiten kompensiert werden (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Januar 2013 - 2 StR 422/13, wistra 2013, 268 m.w.N.).
Der Wert dieser Forderung ist nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise zu bewerten (BGH, Beschluss vom 29.01.2013, 2 StR 422/12, NStZ 2013, 711; Urteil vom 26.11.2015 - 3 StR 247/15, wistra 2016, 228, Rn 8).
Ein Vermögensverlust als Schaden im Sinne des § 263 Abs. 1 StGB tritt ein, wenn die Vermögensverfügung des Getäuschten bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise unmittelbar zu einer nicht durch Zuwachs ausgeglichenen Minderung des Gesamtwerts seines Vermögens führt (Prinzip der Gesamtsaldierung; st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 8. Oktober 2014 - 1 StR 359/13 , BGHSt 60, 1 ff.; vom 2. Februar 2016 - 1 StR 437/15, NStZ 2016, 286, 287; vom 16. Juni 2016 - 1 StR 20/16, NJW 2016, 3543, 3544; Beschlüsse vom 18. Februar 2009 - 1 StR 731/08, BGHSt 53, 199, 201; vom 25. Januar 2012 - 1 StR 45/11, BGHSt 57, 95, 113; vom 29. Januar 2013 - 2 StR 422/12, NStZ 2013, 711).
Ein Schaden entsteht, wenn und soweit eine Möglichkeit zur Rückzahlung des Darlehens nicht besteht und auch gegebene Sicherheiten wertlos oder minderwertig sind (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Januar 2013 - 2 StR 422/12, NStZ 2013, 711, 712 mwN;… Dannecker in Graf/Jäger/Wittig, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, 2. Aufl., § 263 StGB Rn. 217).
Betrug (kausaler Irrtum; Schadensberechnung bei betrügerisch erlangtem Darlehen); …