Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.11.2007&Aktenzeichen=II%20ZR%20167%2F06
Timestamp: 2018-02-22 14:29:03
Document Index: 105886719

Matched Legal Cases: ['§ 849', '§ 849', 'BGH', 'BGH', '§ 849', '§ 849', '§ 849', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 246', 'BGH', '§ 1', '§ 849', '§ 849', 'BGH', '§ 849', 'BGH', '§ 849', '§ 246', 'BGH', '§ 849', '§ 849', '§ 849', '§ 849', 'BGH']

Zinsanspruch in Höhe von vier % vom Zeitpunkt einer deliktischen Entziehung an und für die Zeit zwischen einer Überweisung eines Einlagebetrags und dem Eintritt der Rechtshängigkeit; Ausgleich eines Verlustes der Nutzbarkeit einer Sache durch einen auf einen pauschalierten Mindestbetrag gerichteten Zinsanspruch; Anwendungsbereich und Normzweck des § 849 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Auf die Bestimmung des § 849 BGB, die auch auf die Entziehung von Geld anwendbar ist (vgl. BGHZ 8, 288, 298; BGH, Urt. v. 26. November 2007 - II ZR 167/06;… MünchKomm-BGB/Wagner, 4. Aufl. § 849 Rn. 5;… Palandt/Sprau, BGB aaO § 849 Rn. 1;… Staudinger/Vieweg, BGB, 13. Bearb. 2002 § 849 Rn. 4), muss daher nicht näher eingegangen werden.
Von den Nutzungen des hingegebenen Geldbetrags ist der Geschädigte nicht nur ausgeschlossen, wenn er mit Bargeld bezahlt hat, sondern auch, wenn er eine Zahlung auf andere Art und Weise geleistet hat (vgl. BGH NJW 2008, 1084 Rn. 6 - juris).
Die VBL hat der Klägerin dadurch, dass sie sie zur Zahlung des Gegenwerts veranlasst hat, das Geld entzogen (vgl. BGH, NJW 2008, 1084 Rn. 4).
Auch wenn der Schädiger den Geschädigten durch eine unerlaubte Handlung dazu bestimmt, ein Sache wegzugeben oder darüber zu verfügen, entzieht er sie ihm (BGH, NJW 2008, 1084 Rn. 4).
Der Senat folgt insoweit der überwiegend vertretenen Auffassung in Rechtsprechung und Literatur, wonach sich die Zinshöhe nach dem gesetzlichen Zinssatz gemäß § 246 BGB richtet (BGH, NJW 2008, 1084 Rn. 3;… Sprau in Palandt, BGB, 73. Aufl. § 1;… Rüßmann in jurisPK-BGB, § 849 BGB Rn. 4;… Bueren aaO. S. 1060).
Wer durch eine unerlaubte Handlung dazu bestimmt wird, Geld zu überweisen, kann vom Schädiger eine Verzinsung nach § 849 BGB verlangen ( BGH , Urt . v. 26.11.2007 - II ZR 167/06 , NJW 2008, 1084 Rn . 4 ff.).
Falls sich die Hauptforderung als begründet erweisen sollte, wäre auch die mit der Berufung des Klägers verfolgte Zinsforderung vom Zeitpunkt der Überweisung der einzelnen Anlagebeträge an gemäß § 849 BGB begründet (vgl. BGH, Urteil vom 26. November 2007 - II ZR 167/06, WM 2008, 291).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind nach § 849 BGB für durch eine unerlaubte Handlung verursachte Wertminderungen Zinsen gemäß § 246 BGB in Höhe von 4% jährlich zu entrichten (BGH, Versäumnisurteil vom 26. November 2007 - II ZR 167/06, NJW 2008, 1084 Rn. 3;… Vieweg in Staudinger, BGB, 2015, § 849 Rn. 8;… Rüßmann in jurisPK-BGB, 8. Aufl., § 849 Rn. 4).
Nach § 849 BGB kann insbesondere auch derjenige, der durch eine unerlaubte Handlung dazu bestimmt wird, Geld zu überweisen, vom Schädiger eine Verzinsung nach § 849 BGB beanspruchen (BGH NJW 2008, 1084).