Source: https://www.besserlackieren.de/Industrielle-Anwendungen/Lohnbeschichtung/Sicherheit-und-Gesundheitsschutz-kontinuierlich-verbessern
Timestamp: 2020-01-28 12:49:35
Document Index: 96635557

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Sicherheit und Gesundheitsschutz ­kontinuierlich verbessern / Lohnbeschichtung / Industrielle Anwendungen - Besser Lackieren
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Lohnbeschichtung: 14.03.2013
Diese Vorab-Checkliste zeigt die Kriterien auf, die bereits geregelt sein müssen, bevor das Gütesiegel "SmS" angestrebt wird. Quelle: BGHM
Optimale Oberflächenqua­lität und eine wirtschaftliche Produktion lassen sich auf ­Dauer nur erzielen, wenn die Arbeitsprozesse sicher und gesundheitsgerecht gestaltet sind. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zählen deshalb zu den unverzichtbaren Zielen jedes erfolgreichen Unternehmens. Die innerbetriebliche Organisation muss gewährleisten, dass diese Belange systematisch in alle Prozesse integriert und stets berücksichtigt werden. Unternehmen, die in dieser Weise ihrer sozialen Ver­antwortung gerecht werden, profitieren von der hohen Motivation ihrer Mitarbeiter und der großen Personalverfügbarkeit auf Grund minimierter Ausfallzeiten. Durch geringere Unfallkosten stehen sie auch wirtschaftlich besser da, erreichen höhere Produktqualität und erzielen vor allem ein optimiertes Image bei Kunden, Mitarbeitern, Auftraggebern und in der Öffentlichkeit. Der Alfelder Lohnbeschichter wwo hat sich auf qualitativ hochwertige Pulverbeschichtungen spezialisiert. Im September hat die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) dem Unternehmen das Gütesiegel "Sicher mit System" verliehen. Die BGHM hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung dieser unverzichtbaren sozialen Pflichten und der Integration in die Unternehmensziele zu unterstützen. Mit der Vergabe des Gütesiegels "Sicher mit System" besteht für Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, die Organisation des Arbeitsschutzes im Betrieb durch eine neutrale Stelle auf freiwilliger Basis und kostenlos überprüfen zu lassen. Werden im Zuge dieser Überprüfung Schwachstellen festgestellt, so werden dem Unternehmer kostenlos Vorschläge unterbreitet, um diese Defizite zu beheben. Nach erfolgreichem Abschluss der Überprüfung erhält das Unternehmen die Berechtigung, das Gütesiegel "Sicher mit System" öffentlichkeits- und werbewirksam zu führen. Das Gütesiegel ist ein Arbeitsschutz-Managementsystem, das auf dem Nationalen Leitfaden für Arbeitsschutz-Managementsysteme beruht (NLF/ILO-OSH 2001). Mit der Vergabe des Gütesiegels bestätigt die BGHM, dass das Antrag stellende Unternehmen die grundlegenden rechtlichen Anforderungen für die systema­tische, organisatorische Ein­bindung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in die betriebliche Struktur gemäß den Vergabebedingungen erfüllt.
Die BGHM will mit der Vergabe des Gütesiegels "Sicher mit System" positive Beispiele öffentlichkeitswirksam bekannt machen und alle Mitgliedsunternehmen motivieren, die Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes systematisch in die innerbetriebliche Organisation einzubinden. Somit soll ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestoßen werden, der darauf abzielt, die Zahl der Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und die sich daraus ergebenden Kosten systematisch und dauerhaft zu verringern. Nur alle Mitgliedsbetriebe der BGHM bis zu einer durchschnittlichen Zahl von etwa 250 Mitarbeitern haben die Möglichkeit das Gütesiegel zu erwerben. Es handelt sich um ein freiwilliges Angebot der BGHM – ein Rechtsanspruch besteht weder auf Teilnahme noch auf Erlangung des Gütesiegels. Die Gültigkeitsdauer beträgt drei Jahre. Der Unternehmer und alle betrieblichen Führungskräfte (mindestens bis Meisterebene), denen Unternehmerpflichten übertragen wurden, nehmen vor der Vergabe des Gütesiegels an einem eintägigen Seminar für Führungskräfte teil. Diese werden durch die BGHM entweder innerbetrieblich oder in einer der berufsgenossenschaftlichen Bildungsstätten angeboten.
Weiterführende Informationen zum Gütesiegel "Sicher mit System" und Kontaktinformationen zur Berufsgenossenschaft Holz und Metall finden Sie auf www.bghm.de
Oliver Weist, Geschäftsführer der wwo - weist + wienecke oberflächenveredelung GmbH
Welche Motivation stand bei Ihnen im Vordergrund, das Gütesiegel "Sicher mit System" zu beantragen?
Die Thematik Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz spielt bei uns schon lange eine sehr wichtige Rolle. Bereits seit 2009 arbeiten wir mit einer ­externen Sicherheitsfachkraft kontinuierlich daran, diesen Bereich weiter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit Krankenkassen ­haben wir z.B. Gesundheitsprogramme im Betrieb durchgeführt. Mit Hilfe des Gütesiegels wollten wir das Thema jetzt noch mehr in den Kernbereich setzen und offiziell innerhalb einer Norm festlegen. Auch bei unseren Kunden ist dies immer mehr gefragt.
Wie lange dauerte es von Antrag bis Erteilung und wie war der Ablauf konkret in Ihrem Betrieb?
Im Herbst letzten Jahres fanden erste Vorgespräche statt. In einem Seminar für die Führungskräfte haben wir den konkreten Ablauf im Detail besprochen. Umgesetzt haben wir das Projekt zusammen mit der BGHM im Lauf dieses Jahres. Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft haben geprüft, ob in puncto Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Maßnahmen erforderlich sind. Ergebnis war, dass in der Praxis wenig umzusetzen war. Die Kernarbeit innerhalb eines halben Jahres umfasste das Überarbeiten und Anpassen unserer Dokumentationen in Eigenarbeit.
Auch wenn jetzt u.a. wieder neue Aushänge zu beachten sind – unsere Mitarbeiter sehen den Sinn dieser Maßnahme. Die Auseinandersetzung mit dem Thema ist bei uns nichts Neues, da wir uns regelmäßig und intensiv damit beschäftigt haben – dies erkennen unsere Mitarbeiter an. Die positive Außenwirkung ist für sie ebenfalls vorteilhaft.
Ja, wir haben uns mit dem Gütesiegel Ziele gesetzt und diese auch erreicht. Wir haben alle Aufgabenstellungen gut bestanden und Anerkennung dafür bekommen.
Tauchten im Laufe der Be­gutachtung Verbesserungsvorschläge auf und haben Sie diese umgesetzt?
Zu verfeinern gibt es immer etwas. Manche Maßnahmen eignen sich aber nicht unbedingt für einen Kleinbetrieb, z.B. die Entwicklung bestimmter Kennzahlen – das lässt sich nicht alles umsetzen. Die Untersuchungen des Betriebsarztes haben wir jedoch neu bewertet und verfeinert. Optimierungen haben wir auch im Bereich der Lärmmessung und dem Abstecken des Lärmbereichs vorgenommen.
wwo - weist + wienecke oberflächenveredelung GmbH, Alfeld, Oliver Weist, Tel. +49 5181 80686-0, service@pulver-wwo.de, www.pulver-wwo.de