Source: https://www.trinkwasserlabor.de/eigentuemer.php
Timestamp: 2019-02-21 02:48:24
Document Index: 330169885

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 21', '§ 15', '§ 24', '§ 73', '§ 25', '§ 73']

TRINKWASSERLABOR Labor Staber - Infos für Hauseigentümer, Hausverwaltung, Eigentümergemeinschaft
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Wer ist von der Trinkwasserverordnung 2001, Novellierung 2018 betroffen?
Hauseigentümer, Vermieter, Hausverwaltungen
Für die Trinkwasserqualität bis zum Übergabepunkt, meist NACH dem Wasserzähler, ist der Unternehmer oder sonstiger Inhaber einer Wasserversorgungsanlage (UsI) verantwortlich. Ab diesem Punkt hängt die Qualität von der internen Hausanlage ab und obliegt der Verantwortung des Eigentümers/Betreibers der Anlage.
Ab dem 1. November 2011 wurden besondere Untersuchungspflichten wirksam. Gemäß § 14 Absatz 3 TrinkwV. besteht für Eigentümer, Eigentümergemeinschaften, Baugenossenschaften, und in deren Auftrag tätige Hausverwalter, die Pflicht alle drei Jahre das Wasser der Trinkwasserinstallation auf Legionellen durch ein zertifiziertes Unternehmen (Siehe Service / Ablauf / Kosten) durchführen zu lassen.
Diese erfolgt gemäß dem DVGW Arbeitsblatt W 551 und betrifft Anlagen zur Trinkwassererwärmung mit mindestens 400 Liter oder Warmwasserleitungen mit mindestens 3 Liter Inhalt zwischen dem Trinkwassererwärmer und der Entnahmestelle und somit praktisch alle Mehrfamilienhäuser.
Die Anzahl der repräsentativen Probenahmestellen richtet sich nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik, die in dem DVGW Arbeitsblatt W551 beschrieben sind.
In der Regel soll das Wasser am Ausgang des Warmwasserbereiters (Warmwasser-vorlauf) und am Ende der Zirkulationsleitung (Warmwasserrücklauf), vor dem Wiedereintritt in den Warmwasserbereiter beprobt werden. Weiterhin ist das Wasser jeder Steigleitung zu untersuchen und zwar an der vom Warmwasserbereiter entferntesten Entnahmestelle.
Sofern noch nicht vorhanden sind durch einen Installateur am Vorlauf und Rücklauf des Warmwasserbereiters abflammbare Entnahmehähne/Probenahmeventile einzurichten, welche für die mikrobiologische Probenahme geeignet sind.
Bitte setzen Sie sich deswegen mit Ihrem Hausinstallateur in Verbindung.
Die Probenahme erfolgt nach der DIN EN ISO 19458 wie unter Zweck „B“ beschrieben. Das heißt, die Probenahme darf ausschließlich durch einen zertifizierten Probenehmer erfolgen. Die eigentliche Untersuchung auf Legionellen darf ausschließlich von hierfür staatlich zugelassenen Laboren durchgeführt werden.
Die Mieter sind nach Trinkwasserverordnung vom UsI über das Ergebnis der Untersuchung schriftlich oder per Aushang zu informieren (s. § 21 Absatz 1 TrinkwV).
Bei Überschreitung des Maßnahmenwertes (Legionellenkonzentrationen 100 Einheiten (KBE)/100 ml) muss eine unverzügliche Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erfolgen (§§ 15, 16 TrinkwV).
Die Meldung an das Gesundheitsamt kann auch durch das Labor erfolgen, sofern Sie das zuständige Gesundheitsamt angegeben haben und Ihre Einwilligung zur Übermittlung erteilt haben.
RECHTLICHE FOLGEN BEI NICHTEINHALTUNG
Entzieht sich ein Hauseigentümer der neuen Regelungen, muss er mit empfindlichen Strafen rechnen.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen der Trinkwasserverordnung handelt kann z. B. mit bis zu zwei Jahren Haft oder Geldstrafe belangt werden ( siehe § 24 TrinkwV, sowie §§ 73-75 Infektionsschutzgesetz (IfSG)).
Wer der Anzeige-, Untersuchungs-, Aufzeichnungs- oder Unterrichtspflicht nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit Geldbußen bis zu € 25.000 geahndet werden (§ 25 TrinkwV, § 73 IfSG).
Die Verordnung können Sie auf der Webseite des Verlags des Bundesanzeigers, Bundesgesetzblatt online - Bürgerzugang einsehen.
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