Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH,%20Ermittlungsrichter&Datum=21.02.2011&Aktenzeichen=4%20BGs%202/11
Timestamp: 2019-07-21 07:48:58
Document Index: 114027467

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 19', '§ 406', '§ 172', '§ 406', '§ 406', '§ 406', '§ 406', 'BGH', 'BGH']

BGH, Ermittlungsrichter, 21.02.2011 - 4 BGs 2/11 - dejure.org
https://dejure.org/2011,31525
BGH, Ermittlungsrichter, 21.02.2011 - 4 BGs 2/11 (https://dejure.org/2011,31525)
BGH, Entscheidung vom Ermittlungsrichter, 21.02.2011 - 4 BGs 2/11 (https://dejure.org/2011,31525)
BGH, Entscheidung vom Ermittlungsrichter, 21. Februar 2011 - 4 BGs 2/11 (https://dejure.org/2011,31525)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2011,31525) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Art. 2 Abs. 1 EMRK; Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG; Art. 19 Abs. 4 GG; § 406e Abs. 1, Abs. 4 Satz 2 StPO; § 172 StPO
Akteneinsicht des Verletzten (Antrag auf gerichtliche Entscheidung; überwiegendes schutzwürdiges Interesse anderer Personen; Geheimhaltungsinteressen bei der Kunduz-Affäre: Schutz der ISAF-Soldaten und der mit ihnen zusammenarbeitenden Informanten, militärische Geheimnisse); Klageerzwingungsverfahren
§ 406e Abs 1 StPO, § 406e Abs 2 S 1 StPO, § 406e Abs 4 S 2 StPO
Akteneinsichtsrecht des Verletzten: Versagung der Einsichtnahme in die als "VS-GEHEIM" eingestuften Teile der Ermittlungsakte
Verfahrensrecht - Ablehnung umfassender Akteneinsicht durch Generalbundesanwalt
StV 2012, 327
Bei der Prüfung gemäß § 406 Abs. 2 S. 1 StPO ist davon auszugehen, dass diese Vorschrift einen vertretbaren Ausgleich im schwierigen Spannungsverhältnis zwischen Datenschutz, Verteidigungsinteressen, Wahrheitsfindung, Funktionsinteressen der Strafrechtspflege und dem legitimen, verfassungsrechtlich abzuleitenden Informationsanspruch des Verletzten sucht (BGH, Beschluss vom 21.02.2011, 4 BGs 2/11).
Ein Verfahrensbevollmächtigter ist grundsätzlich aufgrund seiner verfahrensrechtlichen Funktion berechtigt, die von ihm im Rahmen eines Verfahrens gewonnenen Erkenntnisse an seinen Mandanten weiterzugeben und mit diesem zu erörtern (BGH, Beschluss vom 21. Februar 2011 - 4 BGs 2/11 -, juris, Rn. 29 f.) Es liegt daher die Möglichkeit nicht fern, dass der Verfahrensbevollmächtigte den Zeitpunkt der persönlichen Anhörung seinem Mandanten mitgeteilt hätte.