Source: https://www.telemedicus.info/urteile/Internetrecht/Haftung-von-Webhostern/
Timestamp: 2019-03-23 15:40:38
Document Index: 2536549

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 241', '§ 287', 'EuG', 'Art. 15', 'Art. 8', 'Art. 11', '§ 7']

Urteile Internetrecht, Haftung von Webhostern - Telemedicus
Haftung von Webhostern
Beschluss v. 2015-08-05, Az. 2-03 O 306/15
Urteil v. 2015-07-01, Az. 5 U 87/12
LG Köln: Domainregistrare haften wie Hostprovider
Urteil v. 2015-05-13, Az. 28 O 11/15
1. Die vom BGH entwickelten Grundsätze zur Hostprovider-Haftung können auf Domainregistrare angewendet werden.
2. Wie bei der Haftung von Hostprovidern besteht ab Hinweis bzw. Kenntnis eine Prüfpflicht des Domainregistrars.
3. Es ist ausreichend, wenn der Rechtsverstoß glaubhaft gemacht wird, sodass dieser ohne tiefergehende Prüfung bestätigt werden kann.
OLG Düsseldorf: Schadensersatz des Seitenbetreibers bei fehlendem Backup
Urteil v. 2014-12-30, Az. I-22 U 130/14
1. Ein Host-Provider ist auch ohne ausdrückliche vertragliche Vereinbarung zu Datensicherungen ("Backups") verpflichtet. Diese Pflicht ergibt sich aus § 241 Abs. 2 BGB und dem Auftraggeber steht bei Verletzung dieser Pflicht ein Schadensersatzanspruch zu.
2. Der Schadensersatz beläuft sich auf den Ersatz der Kosten für die Erstellung einer neuen Webseite, wobei ein Abzug neu für alt bestehen kann.
3. Bezüglich der Höhe muss eine Schätzung nach § 287 ZPO erfolgen.
4. Für eine durchschnittliche Nutzungsdauer einer Webseite wird für den Regelfall 8 Jahre angenommen.
Urteil v. 2014-10-22, Az. 1 U 25/14
Urteil v. 2013-08-15, Az. I ZR 80/12 -
Beschluss v. 2013-05-13, Az. 5 W 41/13
Urteil v. 2012-04-20, Az. 310 O 461/10
Urteil v. 2012-03-14, Az. 5 U 87/09
EuGH: Netlog NV
Urteil v. 2012-02-16, Az. C‑360/10
1. Art. 15 der E-Commerce-RL verbietet es, Host-Provider zur Einrichtung eines Filtersystems zu verpflichten, das
• alle auf dem Server durch seine Nutzer gespeicherten Informationen betrifft,
• unterschiedslos auf alle diese Nutzer anwendbar ist,
• präventiv,
• allein auf eigene Kosten und
• zeitlich unbegrenzt
wirken soll. Art. 8 Abs. 3 der InfoSoc-RL und Art. 11 der Enforcement-RL stehen dem nicht entgegen.
2. Die Verpflichtung zur Einrichtung eines solchen Filtersystems würde nicht das Erfordernis beachten, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den Grundrechten der EU-Grundrechtecharta, namentlich dem Recht am geistigen Eigentum einerseits und der unternehmerischen Freiheit, dem Recht auf den Schutz personenbezogener Daten und dem Recht auf freien Empfang oder freie Sendung von Informationen andererseits zu gewährleisten.
Urteil v. 2011-10-25, Az. VI ZR 93/10
OLG Hamburg: sevenload.de – Urheberrechtsverletzung durch Nutzervideos
Urteil v. 2010-09-29, Az. 5 U 9/09
1. Die von Nutzern der Webseite sevenload.de hochgeladenen Videoclips stellen keinen eigenen Inhalt des Seitenbetreibers i. S. von § 7 Abs. 1 TMG dar.
2. Sofern die hochgeladenen Videos Urheberrechte Dritter verletzen, haftet der Seitenbetreiber weder als Täter noch als Teilnehmer auf Unterlassung. Jedoch trifft ihn nach den Grundsätzen der Störerhaftung die Verpflichtung, Videos nach entsprechendem Hinweis auf Rechtsverletzungen unverzüglich zu entfernen und Vorkehrungen zu treffen, die weiteren Rechtsverletzungen vorbeugen.
Urteil v. 2010-09-01, Az. 12 O 319/08
Urteil v. 2010-07-06, Az. 1-20 U 8/10
Urteil v. 2010-03-22, Az. I-20 U 166/09
Urteil v. 2010-02-16, Az. 7 U 88/09
Urteil v. 2009-09-30, Az. 5 U 111/08
Urteil v. 2009-07-31, Az. 325 O 85/09
Urteil v. 2009-06-02, Az. 310 O 93/08
Beschluss v. 2008-07-18, Az. 1 L 1829/08.F
Urteil v. 2008-07-02, Az. 5 U 73/07
Urteil v. 2008-01-23, Az. 12 O 246/07
Urteil v. 2007-09-21, Az. 6 U 86/07
Urteil v. 2007-09-21, Az. 6 U 100/07
Urteil v. 2007-06-28, Az. 10 U 178/06
Urteil v. 2007-05-23, Az. 12 O 151/07