Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F07-07-2003-U_96-2003
Timestamp: 2016-10-26 04:14:56
Document Index: 293059896

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159', 'BGE']

U 96/03 (07.07.2003)
U 96/03
betreffend M.________, 1980
(Entscheid vom 4. Februar 2002 [recte: 2003])
M.________, geboren 1980, ist seit 1996 f�r die Bank X.________ als Kundenberaterin t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: NATIONAL oder Beschwerdef�hrerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 7. August und 14. September 2001 meldete die Versicherte erstmals eine Verletzung an der rechten Schulter als Folge eines Unfalles von 1998 bei der NATIONAL an, weil diese Verletzung am 17. September 2001 eine arthroskopische Labrumrefixation in der Klinik f�r Orthop�dische Chirurgie am Spital Y.________ erforderte. Ohne dass M.________ sich an das genaue Datum zu erinnern vermochte, beschrieb sie das Ereignis gem�ss den Unfallmeldungen vom 7. August und 14. September 2001 dahingehend, anl�sslich eines Handballspieles mit der Damenmannschaft habe ihr eine Gegenspielerin bei einem Angriff auf das Tor von hinten in den Wurfarm gegriffen, um sie am Abwurf des Balles zu hindern. Dr. med. E.________ hielt anl�sslich der Erstbehandlung vom 17. August 1998 in seiner Krankengeschichte fest, die Versicherte leide seit langem an Schulterschmerzen, welche vor einem Jahr beim Handballspielen aufgetreten seien. Sie k�nne schmerzfrei arbeiten, leide aber nachts und beim Sport an diesen Schmerzen. Die rechte Schulter sei frei beweglich mit einer vorne oben druckdolenten Bicepssehne. Zur Therapie verordnete er Voltaren (3 x 50 mg) und Algesal Schaum. Bereits am 31. August 1998 war die rechte Schulter nicht mehr behandlungsbed�rftig. Die entsprechenden Behandlungskosten trug der damals zust�ndige Krankenversicherer. Nach dem Beizug verschiedener medizinischer Berichte lehnte die NATIONAL gest�tzt auf ein Aktengutachten des Administrativexperten Dr. med. V.________, Spezialarzt f�r Chirurgie FMH, vom 26. November 2001 eine Leistungspflicht betreffend den Gesundheitsschaden an der rechten Schulter ab (Verf�gung der NATIONAL vom 13. Dezember 2001). Auf Einsprache der SWICA Gesundheitsorganisation (nachfolgend: SWICA) hin, hielt die NATIONAL an der Ablehnung einer Leistungspflicht fest (Einspracheentscheid vom 20. Juni 2002).
Die hiegegen erhobene Beschwerde der SWICA hiess das Kantonsgericht des Kantons Appenzell Innerrhoden mit Entscheid vom 4. Februar 2002 (recte: 2003) gut und verpflichtete die NATIONAL, in Bezug auf die rechtsseitigen Schulterbeschwerden der Versicherten die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die NATIONAL, unter Aufhebung des kantonalen Entscheides sei der Einspracheentscheid vom 20. Juni 2002 zu best�tigen.
W�hrend sowohl die SWICA als sinngem�ss auch M.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Unfallversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 20. Juni 2002) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar.
2.1 Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers zun�chst vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 119 V 337 Erw. 1 mit Hinweisen) sowie zur Pflicht des Leistungsansprechers, die Umst�nde eines Unfalles glaubhaft zu machen (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50 Erw. 2), und zur Praxis, wonach unter Umst�nden auch der medizinische Befund einen Beweis f�r ein unfallm�ssiges Geschehen bilden kann, jedoch die medizinischen Feststellungen h�ufig nur - aber immerhin - Indizien im Beweise f�r oder gegen das Vorliegen eines Unfalles sind (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 Erw. 2 mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.2 Die Verwaltung als verf�gende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht d�rfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen �berzeugt sind (Kummer, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu f�llen. Die blosse M�glichkeit eines bestimmten Sachverhalts gen�gt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen m�glichen Geschehensabl�ufen als die wahrscheinlichste w�rdigen (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen).
Gelangt das Gericht bei pflichtgem�sser Beweisw�rdigung zur �berzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als �berwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es k�nnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweisw�rdigung; Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, S. 212, Rz 450; K�lz/H�ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., S. 39, Rz 111 und S. 117, Rz 320; Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 Erw. 4a, 122 III 223 Erw. 3c, 120 Ib 229 Erw. 2b, 119 V 344 Erw. 3c mit Hinweis). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis).
Streitig ist, ob die Beschwerdef�hrerin hinsichtlich der rechtsseitigen Schulterbeschwerden die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen hat.
3.1 Die Vorinstanz bejahte die Leistungspflicht der NATIONAL im Wesentlichen mit der Begr�ndung, trotz unterschiedlicher Angaben zum Zeitpunkt und Hergang des urs�chlichen Ereignisses sei mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die geklagten rechtsseitigen Schulterschmerzen erstmals im Fr�hjahr 1998 bei einem Handballtraining aufgetreten seien und zwar als Folge des von der Versicherten beschriebenen, w�hrend dem Training erlittenen Unfalles. Dies gehe unter anderem auch aus den nachvollziehbaren, schl�ssigen und �berzeugenden Ausf�hrungen der Dres. med. K.________, FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, Sportmedizin SGSM, und W.________, Klinik f�r Orthop�dische Chirurgie am Spital Y.________, hervor, wonach das Unfallereignis vom Februar 1998 die Ursache des Gesundheitsschadens sei.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin macht demgegen�ber geltend, ein Unfallereignis habe nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden k�nnen. Die in den Akten auffindbaren Angaben zum Zeitpunkt des Ereignisses wichen um Monate voneinander ab, weshalb nicht von einem glaubhaft dargelegten Unfallereignis auszugehen sei. Der erstbehandelnde Dr. med. E.________ habe die Kausalit�t nicht klar beurteilen k�nnen, weil die Versicherte ihm gegen�ber kein "eigentliches Unfallereignis" genannt habe. Hinsichtlich der Ursache der Schmerzen sei er von einer vor�bergehenden �berbelastung der rechten Schulter ausgegangen. Unter konservativer Therapie seien diese Beschwerden denn auch innert kurzer Zeit im August 1998 abgeheilt. Auf die Aussage des Dr. med. W.________, wonach der Gesundheitsschaden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit einzig auf den Unfall von Februar 1998 zur�ckzuf�hren sei, k�nne nicht abgestellt werden, da er seine Einsch�tzung nicht begr�ndet habe. Gest�tzt auf medizinische Fachpublikationen k�nne aus den intraoperativ durch Dr. med. K.________ vorgefundenen Verh�ltnissen im rechten Schultergelenk nicht auf die Ursache des Labrumabrisses geschlossen werden. Basierend auf der Aktenbeurteilung des Administrativexperten Dr. med. V.________ sei davon auszugehen, dass der Schaden "durch Mikrotraumatas im Sinne einer �berbelastung" sukzessive entstanden sei. Eine Unfallkausalit�t der Schulterbeschwerden sei somit nicht rechtsgen�glich nachgewiesen.
Zu pr�fen ist, ob der Gesundheitsschaden die nat�rlich und ad�quat kausale Folge eines versicherten Unfallereignisses ist.
4.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers gem�ss UVG (Art. 6 Abs. 1 UVG) setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 119 V 337 Erw. 1).
4.1.1 Gem�ss Bericht des Schadeninspektors der NATIONAL vom 6. November 2001 (nachfolgend: Inspektorenbericht) beschrieb die Versicherte ihm gegen�ber anl�sslich einer Besprechung vom 26. Oktober 2001 das Ereignis von Mitte Februar 1998 wie folgt:
"Versicherte spielte damals in der Juniorinnenabteilung des Handballclubs. Im Training habe ihr eine Trainingskollegin, welche als Abwehrspielerin �bte, von hinten in den Wurfarm (rechts) gegriffen. Die Kollegin h�tte ca. Mitte Unterarm eingegriffen. Es habe einen sp�rbaren Knacks im Schultergelenk gegeben und sie habe einen heftigen stichartigen Schmerz versp�rt, der einige Tage angehalten h�tte. Das ganze h�tte sich angef�hlt, wie wenn die Schulter aus- und wieder eingekugelt w�re. [...] Am 17.8.1998 erstmalige �rztliche Behandlung beim damaligen Hausarzt Dr. med. E.________. Da dieser damals an eine �berbeanspruchung der Schulter glaubte, wurde jene Behandlung von der KK bezahlt."
Und zum weiteren Beschwerdeverlauf ist dem Inspektorenbericht zu entnehmen:
"Wie schon erw�hnt, gew�hnte sich die Versicherte eine gewisse Schonhaltung an, die es ihr erlaubte, im Alltag, aber auch im Handball weitgehend normal agieren zu k�nnen. Lediglich das Heben �ber Kopf von schweren Lasten sowie die normale Wurfhaltung w�re nicht mehr m�glich gewesen ohne stichartige Beschwerden, die aber bald wieder vergingen. So habe sie die Saisons 98/99 und 99/00 durchgespielt in der Juniorinnenmannschaft. Von August bis November 2000 war sie im Ausland und von Dezember 2000 bis M�rz 2001 habe sie bei der 2. Mannschaft von der Spielvereinigung Z.________ 1. Liga gespielt. Ab April 2001 besuchte sie dann das Training der 1. Mannschaft der Nationalliga A, der obersten Spielklasse mit teilweise Profispielerinnen in der Schweiz. Die Angaben der Versicherten erscheinen plausibel und glaubhaft."
Im Rahmen des seit Fr�hjahr 2001 mit der Nationalliga-A-Mannschaft besuchten Handballtrainings, insbesondere bei intensiven Wurftrainings, wurde M.________ gem�ss Inspektorenbericht darauf aufmerksam gemacht, dass sie nicht den ergonomisch idealen Bewegungsablauf einhalte. Um dem - beim empfohlenen Bewegungsablauf - versp�rten Stichschmerz auszuweichen, habe sie sich angew�hnt, den Ball entweder mit dem Arm �ber den Kopf hinweg oder unterhalb der Horizontalen (eine Art Schlenzerschuss) abzuschiessen. Nach diesen Hinweisen aus dem Wurftraining habe sie sich zun�chst in die Behandlung ihres neuen Hausarztes Dr. med. H.________ und sodann in diejenige des Dr. med. K.________ ins Spital Y.________ begeben.
4.1.2 Der von der Versicherten beschriebene Geschehensablauf, welcher zu den geklagten Schmerzen f�hrte, entspricht einem im Handballsport erfahrungsgem�ss h�ufig zu beobachtenden Regelverstoss, bei welchem ein Spieler zum Wurf ausholt und vor Abgabe des Balles durch pl�tzliches Eingreifen eines Gegenspielers von hinten in den Wurfarm der vorgesehene Bewegungsablauf programmwidrig abrupt unterbrochen wird, um dadurch den Angreifer am Abschuss des Balles zu hindern. Sportunf�lle erf�llen infolge mechanischer Einwirkung eines �usseren Faktors auf den K�rper (Sturz, Zusammenstoss etc.) in der Regel den Unfallbegriff; die Ungew�hnlichkeit eines Vorfalles kann nicht deshalb verneint werden, weil es sich dabei um einen in der betreffenden Sportart verbreiteten Regelverstoss handelt, f�r den die Spielregeln Sanktionen vorsehen, da mit einer solchen Sichtweise die Annahme eines Unfalles in vielen F�llen fast zwangsl�ufig ausser Betracht fiele (SVR 1999 UV Nr. 9 S. 28 f. Erw. 3c/dd mit Hinweis).
4.1.3 Obwohl M.________ sich nicht mehr an ein bestimmtes Datum zu erinnern vermochte, erkannte die Vorinstanz zutreffend, dass die Versicherte glaubhaft darlegte, im Februar 1998 anl�sslich eines Handballtrainings sich eine Verletzung an der rechten Schulter zugezogen zu haben. Dies wird durch den medizinischen Befund des operierenden orthop�dischen Chirurgen Dr. med. K.________ best�tigt, wonach dieser schon intraoperativ einen bis posterior erhaltenen Labrumrand "ohne Abn�tzung im posterioren Bereich, wie es bei Werferschultern h�ufig ist", fand (Operationsbericht vom 17. September 2001). Nachtr�glich entkr�ftete der Sportmediziner zudem ausdr�cklich die abweichende Auffassung des Administrativexperten mit dem Hinweis darauf, dass er bei M.________ "einen basisnahen Abriss, wie er typischerweise bei Verletzungen auftritt", festgestellt habe, jedoch das vordere Labrum nicht ausgefranst gewesen sei, was gegebenenfalls auf "eine durch Abn�tzung oder Mikrotrauma bedingte Labruml�sion" h�tte hindeuten k�nnen. Somit spricht auch dieses Indiz f�r das Vorliegen eines Unfalles (vgl. RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 Erw. 2 mit Hinweisen). Die Beurteilung des Dr. med. K.________ vom 26. August 2001 ist in Verbindung mit dem Operationsbericht vom 17. September 2001 - im Gegensatz zur Einsch�tzung des Dr. med. V.________ - in sich widerspruchsfrei, setzt sich nachvollziehbar und �berzeugend mit der abweichenden Meinung des Administrativexperten auseinander und beruht auf eigenen Untersuchungen der Versicherten (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis), sodass hier ausschlaggebend darauf abzustellen ist.
4.1.4 Demnach steht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass die anl�sslich der Operation vom 17. September 2001 behandelte und organisch nachgewiesene anteriore Labruml�sion an der rechten Schulter der Versicherten nach begr�ndeter naturwissenschaftlich-medizinischer Auffassung eine Folge des Unfalles ist.
4.3 Ist folglich zusammenfassend der nat�rliche (Erw. 4.1.4 hievor) und ad�quate (Erw. 4.2 hievor) Kausalzusammenhang zwischen dem Gesundheitsschaden und dem Unfall zu bejahen, hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass die NATIONAL hinsichtlich der rechtsseitigen Schulterbeschwerden der Versicherten die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen hat.
5.1 Streitigkeiten zwischen Versicherungstr�gern �ber Leistungen aus Unfallfolgen f�r einen gemeinsamen Versicherten sind kostenpflichtig (BGE 126 V 192 Erw. 6 mit Hinweisen). Die NATIONAL hat deshalb als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).
5.2 Nach Art. 159 Abs. 2 OG darf im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde obsiegenden Beh�rden oder mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientsch�digung zugesprochen werden. In Anwendung dieser Bestimmung hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht der SUVA und den privaten UVG-Versicherern sowie - von Sonderf�llen abgesehen - den Krankenkassen keine Parteientsch�digungen zugesprochen, weil sie als Organisationen mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben zu qualifizieren sind (BGE 123 V 309 Erw. 10 mit Hinweisen).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Appenzell Innerrhoden, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und M.________ zugestellt.