Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20109,%20250
Timestamp: 2020-04-10 20:21:30
Document Index: 77872806

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', '§ 6', '§ 1', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', '§ 9', '§ 554', '§ 9', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.11.1989 - VIII ZR 323/88 - dejure.org
https://dejure.org/1989,1181
BGH, 29.11.1989 - VIII ZR 323/88 (https://dejure.org/1989,1181)
BGH, Entscheidung vom 29.11.1989 - VIII ZR 323/88 (https://dejure.org/1989,1181)
BGH, Entscheidung vom 29. November 1989 - VIII ZR 323/88 (https://dejure.org/1989,1181)
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Finazierungsleasingvertrag - Leasing - Verdecktes Abzahlungsgeschäft - Abzahlungsgesetz - Sale-and-lease-back
Finanzierungsleasingvertrag als verdecktes Abzahlungsgeschäft auch bei "sale-and-lease-back"
BGHZ 109, 250
NJW 1990, 829
ZIP 1990, 656
WM 1990, 103
BB 1990, 232
DB 1990, 270
JR 1990, 284
JR 1990, 287
c) Da es sich auch bei dem "Sale-and-lease-back-Verfahren" grundsätzlich um ein Leasing handelt (Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 29. November 1989 VIII ZR 323/88, BGHZ 109, 250, unter II.2.c), finden die genannten Grundsätze auch auf solche Gestaltungen Anwendung.
Das "Sale-and-lease-back" ist dadurch gekennzeichnet, dass sich der Leasinggeber den Leasinggegenstand nicht von einem Dritten, sondern vom Leasingnehmer beschafft (BGH-Urteil in BGHZ 109, 250, unter II.2.a).
D.h. auch beim "sale-and-lease-back" erwirbt der Käufer (Leasinggeber) das zivilrechtliche Eigentum an dem Leasinggegenstand (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH--, vom 29. November 1989 VIII ZR 323/88, BGHZ 109, 250).
Der Bundesgerichtshof hat in einer älteren, von der klagenden Partei zitierten Entscheidung angenommen, dass ein Finanzierungsleasingvertrag, der dem Leasingnehmer eine Erwerbsoption am Leasinggut einräumt, auch dann ein verdecktes Abzahlungsgeschäft i.S.v. § 6 AbzG darstellen kann, wenn er in der Sonderform des "sale-and-lease-back" abgeschlossen ist (vgl. BGH, Urt. v. 29.11.1989 - VIII ZR 323/88, juris).
Die vom Bundesgerichtshof in der Entscheidung vom 29.11.1989 (VIII ZR 323/88, juris) herangezogene Regelung des § 6 AbzG sah bis zum 31.12.1990 eine entsprechende Anwendung der §§ 1 bis 5 AbzG auf Verträge vor, welche darauf abzielen, die Zwecke eines Abzahlungsgeschäfts in einer anderen Rechtsform, insbesondere durch mietweise Überlassung der Sache, zu erreichen.
Die Besonderheiten des "sale-and-lease-back" standen der Anwendung des § 6 AbzG nicht entgegen (vgl. BGH, Urt. v. 29.11.1989 - VIII ZR 323/88, juris).
Rechtlich ist zwischen beiden Rechtsverhältnissen zu unterscheiden; insbesondere hat es der Bundesgerichtshof abgelehnt, den Sacherwerb als unselbständigen Bestandteil eines der Finanzierung dienenden einheitlichen Gesamtgeschäfts zu qualifizieren (vgl. BGH, Urt. v. 29.11.1989 - VIII ZR 323/88, juris).
Indes sind Verkauf und Leasing beim "sale-and-lease-back", wie bereits aufgezeigt, an sich getrennt zu betrachten (vgl. BGH, Urt. v. 29.11.1989 - VIII ZR 323/88, juris).
Dass in dieser Konstellation das leasingtypische Dreiecksverhältnis zwischen Leasinggeber, Leasingnehmer und Hersteller fehlt und der Rechtsvorgänger der Klägerin in einer Person Leasinggeber und Hersteller des zu sanierenden und zu erweiternden Gebäudekomplexes war, steht nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der Qualifizierung als Finanzierungsleasingvertrag nicht entgegen (BGHZ 109, 250, 257 f.).
LG Berlin, 15.01.2002 - 65 S 559/00
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der Klausel in § 8 des Mietvertrages, wonach der Untermietzins an die Klägerin abgetreten wird, denn abgesehen davon, dass hierdurch der Klägerin nur ein zusätzlicher Schuldner geschaffen werde, nicht aber die Voraussetzungen einer Untermieterlaubnis geregelt werden sollte, verstößt diese Klausel gegen § 9 AGBG und ist daher unwirksam (OLG Celle WM 1990, 103, 105 bezüglich einer wortgleichen Klausel).
Diese Rechgtsauffassung hat der Senat bereits in seiner Entscheidung v. 19.7.1989 - 5 UH 1/88 [= WM 1990, 103) vertreten - wenn auch aus formellen Gründen damals ohne nähere Begründung.
LG Berlin, 20.10.2000 - 65 S 237/99
Unwirksame Formularklausel über die Tilgungsreihenfolge
Denn die Bestimmung in Nr. 4 Abs. 3 Satz 2, 3 der Allgemeinen Vertragsbestimmungen der Klägerin war als gegen § 554 b BGB verstoßend und wegen unangemessener Benachteiligung gemäß § 9 Abs. 1, 2 Nr. 1 AGBG unwirksam (ebenso OLG Celle, WM 1990, 103, 109; LG München I, WM 1994, 370, 371;… Bub/Treier - Bub, Handbuch der Geschäfts- und Wohnraummiete, 3. Aufl., Rn. II 428).
D.h. auch beim sale and lease back erwirbt der Käufer (Leasinggeber) das zivilrechtliche Eigentum an dem Leasinggegenstand (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs -BGH-, vom 29. November 1989 VIII ZR 323/88, BGHZ 109, 250).
AG Köln, 15.10.1991 - 208 C 278/91
Verkehrssicherungspflicht; Garagenstellplatz; Parkhaus; Schrankenanlage