Source: https://www.zvi-online.de/heft-12-2016/zvi-2016-472-keine-anerkennung-eines-auslaendischen-insolvenzverfahrens-bei-rechtsmissbraeuchlichem-verhalten-forum/
Timestamp: 2019-09-15 17:19:51
Document Index: 389256702

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 16', 'Art. 26', 'Art. 40', 'Art. 26']

Keine Anerkennung eines ausländischen Insolvenzverfahrens bei rechtsmissbräuchlichem Verhalten (forum shopping) (BFH, Beschl. v. 27.01.2016 – VII B 119/15) – ZVI 2016, 472 | ZVI online
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 1619-3741 Zeitschrift für Verbraucher- und Privat-Insolvenzrecht ZVI 2016 RechtsprechungSchuldnerberatung und Schuldenbereinigung EuInsVO Art. 3, 16, 26, 40Keine Anerkennung eines ausländischen Insolvenzverfahrens bei rechtsmissbräuchlichem Verhalten (forum shopping) EuInsVOArt. 3 EuInsVOArt. 16 EuInsVOArt. 26 EuInsVOArt. 40 BFH, Beschl. v. 27.01.2016 – VII B 119/15 (FG Greifswald ZVI 2016, 29)BFHBeschl.27.1.2016VII B 119/15FG GreifswaldZVI 2016, 29
1. Ein Verstoß gegen Art. 26 EuInsVO („Ordre public“) im Sinne eines Rechtsmissbrauchs kann sich daraus ergeben, dass eine nur vorübergehende Wohnsitzverlegung (bzw. eine nur vorübergehende Verlegung des COMI) in einen anderen Staat erfolgt, um dort unter erleichterten Bedingungen eine Restschuldbefreiung (hier: discharge) zu erwirken.
2. Im Fall einer rechtsmissbräuchlichen Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland kann unter diesen Umständen das Ergebnis der Anwendung des ausländischen Rechts unter Beachtung inländischer Rechtsvorstellungen untragbar erscheinen.