Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201970,%201119
Timestamp: 2019-04-22 09:25:00
Document Index: 211545905

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 476', 'Art. 229', '§ 6', 'Art. 231', '§ 6', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', '§ 208', 'BGH']

BGH, 17.03.1970 - VI ZR 148/68 - dejure.org
BGH, 17.03.1970 - VI ZR 148/68
Abschlagszahlung - Anerkenntnis - Schuldanerkenntnis - Unterbrechung der Verjährung - Deckungssumme
Rechtliche Wirkung eines Anerkenntnisses durch Abschlagszahlung des Versicherers
NJW 1970, 1119
MDR 1970, 577
VersR 1970, 549
DB 1970, 927
Ein solches tatsächliches Anerkenntnis ist insbesondere dann anzunehmen, wenn der Schädiger oder der auch insoweit für ihn handelnde Haftpflichtversicherer dem Geschädigten bzw. dessen Rechtsnachfolger auf dessen Verlangen Schadensersatzleistungen erbringt (Senatsurteile vom 17. März 1970 - VI ZR 148/68 - VersR 1970, 549, 550 und vom 29. Oktober 1985 - VI ZR 56/84 - VersR 1986, 96, 97).
Die Zahlung des Kraftfahrtversicherers stellt grundsätzlich ein die Verjährung unterbrechendes Anerkenntnis zu Lasten des Versicherungsnehmers dar; es erfaßt auch den Teil der Ansprüche, für den der Versicherer nicht einzustehen hat, weil er die Deckungssumme übersteigt (BGH, Urt. v. 17. März 1970 - VI ZR 148/68, NJW 1970, 1119; v. 22. November 1988 - VI ZR 20/88, NJW-RR 1989, 278).
Dennoch muß der Beklagte, wie der Senat in seinemUrteil vom 17. März 1970 (VI ZR 148/68 - VersR 1970, 549) näher begründet hat, ein die Verjährung unterbrechendes Anerkenntnis seines Versicherers, dem er die Regulierung der Schäden überlassen hatte, gegen sich gelten lassen.
BGH, 29.10.1985 - VI ZR 56/84
Unterbrechung der Verjährung des Schadensersatzanspruchs durch vorbehaltlose …
Ein solches tatsächliches Anerkenntnis ist insbesondere dann anzunehmen, wenn der Schädiger oder der auch insoweit für ihn handelnde Haftpflichtversicherer (Senatsurteil vom 17. März 1970 - VI ZR 148/68 - VersR 1970, 549, 550) dem Geschädigten auf dessen Verlangen Schadensersatzleistungen erbringen.
Diese zunächst bis zum 7. Juli 1991 laufende Verjährungsfrist wurde sowohl nach dem Recht der DDR gemäß § 476 Abs. 1 Nr. 3 ZGB-DDR als auch für die Zeit nach dem 3. Oktober 1990 bis zum 31.12.2001 gemäß Art. 229 § 6 Abs. 1 Satz 1, Art. 231 § 6 Abs. 1 Satz 1 EGBGB in Verbindung mit § 208 BGB a.F. durch die regelmäßigen vorbehaltlosen Zahlungen durch die staatliche Versicherung der DDR, die Deutsche Versicherungs-AG - später Allianz Versicherungs-AG -, bezüglich des Stammrechts immer wieder von neuem unterbrochen (vgl. Senatsurteile vom 17. März 1970 - VI ZR 148/68 - VersR 1970, 549 f.; vom 29. Oktober 1985 - VI ZR 56/84 - VersR 1986, 96, 97; BGH, Urteil vom 22. Juli 2004 - IX ZR 482/00 - VersR 2004, 1278).
ccc) Nur vorsorglich fügt das Berufungsgericht an, dass aus seiner Sicht - übereinstimmend mit der des Landgerichts - ein etwaiges Anerkenntnis zu Lasten des Versicherungsnehmers und über den Rahmen der eigenen Einstandspflicht im Verhältnis zu diesem hinaus nicht von einer Vollmacht gedeckt gewesen wäre (BGHZ 28, 244; NJW 1970, 1119; NJW-RR 1989, 278; 2004, 1475).
Verjährungsunterbrechende oder -einschränkende Erklärungen können auch durch einen Bevollmächtigten des Schuldners abgegeben werden (für das Anerkenntnis im Sinne des § 208 BGB vgl. BGH, Urt. v. 17. März 1970 - VI ZR 148/68, NJW 1970, 1119;… BGB-RGRK/Johannsen, 12. Aufl. § 208 Rdnr. 4).
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