Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201995,%20263
Timestamp: 2020-03-29 09:58:25
Document Index: 369553178

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 133', '§ 559', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', '§ 192', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.10.1994 - V ZR 196/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,246
BGH, 14.10.1994 - V ZR 196/93 (https://dejure.org/1994,246)
BGH, Entscheidung vom 14.10.1994 - V ZR 196/93 (https://dejure.org/1994,246)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1994 - V ZR 196/93 (https://dejure.org/1994,246)
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BGB §§ 133, 459
Grundstückskaufvertrag - Baulicher Hauszustand - Auslegung - Falschauslegung revisibel - Keine Bindung an Revisionsgründe
C.i.c.-Haftung des Grundstücksverkäufers bei falschen Bauzustandsangaben außerhalb des Kaufvertrages
BGB § 133; ZPO § 559 Abs. 2
Baulicher Zustand eines Hausgrundstücks
Angaben zum baulichen Zustand eines Hausgrundstücks und cic
Auslegung von "geschäftsähnlichen" Handlungen; Umfang der Revisionsprüfung bei tatrichterlicher Auslegung von Individualerklärung; Verkäuferangaben zum Alter von Bauteilen
Immobilienverkauf: Für welche Angaben haftet Verkäufer? (IBR 1995, 182)
NJW 1995, 45
ZIP 1995, 37
MDR 1995, 31
VersR 1995, 220
WM 1995, 263
BB 1995, 480
DB 1994, 2494
Eine Bindung besteht jedoch nicht, wenn der Tatrichter gegen anerkannte Auslegungsgrundsätze verstoßen hat (BGH, Urteil vom 14. Oktober 1994 - V ZR 196/93, NJW 1995, 45, 46; Urteil vom 23. Januar 2009 - V ZR 197/07, NJW 2009, 1810; Urteil vom 16. Dezember 2004 - VII ZR 257/03, BauR 2005, 542 = NZBau 2005, 216 = ZfBR 2005, 263).
Die Auslegung eines Vertrages ist grundsätzlich Sache des Tatrichters und in der Revisionsinstanz nur daraufhin überprüfbar, ob gesetzliche oder allgemein anerkannte Regeln, Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt sind oder ob sie auf einem Verfahrensfehler beruht, indem unter Verstoß gegen Verfahrensvorschriften wesentliches Auslegungsmaterial außer acht gelassen wurde (vgl. BGH, Urteil vom 14. Oktober - V ZR 196/93 - NJW 1995, 45, 46).
Die Annahme einer dahingehenden Vereinbarung hielte einer revisionsgerichtlichen Kontrolle jedenfalls nicht stand, weil sich diese - auch ohne Erhebung einer Verfahrensrüge - ohne weiteres darauf erstreckt, ob das Berufungsgericht bei der Auslegung alle wesentlichen von ihm festgestellten Umstände gewürdigt hat (vgl. Senat, Urteil vom 14. Oktober 1994 - V ZR 196/93, NJW 1995, 45, 46; BGH, Urteil vom 13. März 2003 - IX ZR 199/00, NJW 2003, 2235).
Auf die Ablehnung iSv. § 15 Abs. 4 Satz 2 AGG finden die Bestimmungen über Willenserklärungen einschließlich der Grundsätze ihrer Auslegung entsprechende Anwendung (vgl. etwa BGH 14. Oktober 1994 - V ZR 196/93 - zu II 2 der Gründe) .
Insbesondere lässt es nicht erkennen, ob es diese für die Bestimmung der Pflichten der Beklagten zentralen Vertragsklauseln - wie geboten - aus Sicht eines objektiven Erklärungsempfängers ausgelegt hat (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 14. Oktober 1994 - V ZR 196/93, NJW 1995, 45 unter II 2 a mwN).
Die Auslegung der Klausel durch das Berufungsgericht ist - ungeachtet der Frage der Verwendung der Klausel über den Bezirk eines Oberlandesgerichts hinaus - für den Senat nicht verbindlich, weil die umfassende Verweisung auf die Verfahrensvorschriften der §§ 192 ff BauGB übersehen und damit nicht alle maßgeblichen Umstände berücksichtigt worden sind (vgl. Senat, Urt. v. 14. Oktober 1994, V ZR 196/93, NJW 1995, 45, 46 m.w.N.).
Sie bindet das Revisionsgericht aber dann nicht, wenn sie unter Verletzung der gesetzlichen Auslegungsregeln (§§ 133, 157 BGB) vorgenommen worden ist (Senat, Urt. v. 14. Oktober 1994, V ZR 196/93, WM 1995, 263 mwN).
Das Revisionsgericht kann lediglich nachprüfen, ob gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt wurden oder wesentlicher Auslegungsstoff außer acht gelassen wurde (vgl. BGH, Urteil vom 14. Oktober 1994 - V ZR 196/93 = NJW 1995, 45 unter II 2 m.w.Nachw.).
Die tatrichterliche Auslegung einer Individualvereinbarung ist revisionsrechtlich zwar nur beschränkt darauf überprüfbar, ob gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt worden sind (BGH, Urteil vom 14. Oktober 1994 - V ZR 196/93 = WM 1995, 263 unter II 2 m.w.N.).
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