Source: http://www.jurablogs.com/2014/02/27/bayrisches-landessozialgericht-kippt-moeglichkeit-freien-mitarbeiter-physiotherapeuten
Timestamp: 2016-12-11 10:29:54
Document Index: 166947331

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 124', '§ 11', '§ 27', '§ 32', '§ 39', '§ 66', '§ 39', '§ 14']

Physiotherapie Scheinselbstständigkeit | Bayrisches Landessozialgericht kippt die Möglichkeit einer freien Mitarbeiter von Physiotherapeuten für Physiotherapeuten GbR +
Nachforderung von Beiträgen in Höhe von 46.383 EUR
BlogsArbeitsrecht & Mediation BerlinFebruar 2014Bayrisches Landessozialgericht kippt die Möglichkeit einer freien Mitarbeiter von Physiotherapeuten für Physiotherapeuten GbR +
Nachforderung von Beiträgen in Höhe von 46.383 EURRechtsanwalt Bodem, Fachanwalt Arbeitsrecht Berlin1. Ein Beschäftigungsverhältnis ist geprägt dadurch, dass der Tätige in einen fremden Betrieb eingegliedert ist und dabei einem Zeit, Dauer, Ort und Art der Ausführung der Arbeiten umfassenden Weisungsrecht des Arbeitgebers unterliegt. 2. Selbstständige Tätigkeiten sind dagegen anzunehmen, wenn sie durch ein Unternehmerrisiko und spiegelbildlich dazu durch eine eigene Unternehmenschance geprägt sind sowie durch das Vorhandensein einer eigenen Betriebsstätte, durch die Verfügungsmöglichkeit über eigene Arbeitskraft und durch eine im Wesentlichen frei gestaltete Arbeitszeit. 3. Insoweit ist eine Gesamtabwägung aller relevanter Umstände vorzunehmen, unter denen die jeweilige Tätigkeit ausgeübt worden ist (ständige Rechtsprechung, vgl. BSG Urteil vom 12.2.2004 – B 12 KR 26/02 R; Bayerisches Landessozialgericht Urteil vom 28.6.2011 – L 5 R 880/10; vgl. in diesem Zusammenhang auch BGH, Beschluss vom 4.9.2013 – 1 StR 94/13). In diesem Sinne gilt, dass die tatsächlichen Verhältnisse den Ausschlag geben, wenn sie von Vereinbarungen abweichen. Maßgebend ist die Rechtsbeziehung so wie sie praktiziert wird und die praktizierte Beziehung so wie sie rechtlich zulässig ist (st. Rspr., vgl zuletzt BSG, Urteil vom 30. April 2013 – B 12 KR 19/11 R, Rn 14 – zitiert nach juris)4. Nach der vorzunehmenden typologischen Zuordnung sind Physiotherapeuten, die ihre Leistungen in einer fremden, zur Leistungserbringung nach § 124 SGB V zugelassen Praxis erbringen abhängig beschäftigt. Denn in diesen Fällen treten die Praxisinhaber gegenüber den Patienten als Heilmittelerbringende der jeweiligen Krankenkasse auf. Sie – die Inhaber – rechnen die erbrachten Heilmittel iSd § 11 Abs. 1 Nr. 4, § 27 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4, § 32 SGB V gegenüber der jeweiligen Gesetzlichen Krankenkasse ab und treten nach außen als verantwortliche Praxisbetreiber auf ...Zum vollständigen Artikel132 LeserAndere Ansicht:SG Stuttgart: Rechtswidrige Ersetzung nicht ausgehandelter Eingliederungsveteinbarung d...223 LeserAnwalt bloggt:Be­frei­ung eines ne­ben­be­ruf­lich­en Rechts­an­waltes von der Ver­sich­er­ungs­pflicht38 LeserRechtslupe:Keine Patientenunterlagen für die Krankenkasse510 LeserCMS Hasche Sigle:CGZP: „Tohuwabohu“ vor den Landessozialgerichten10 verwandte ArtikelArzt in RufbereitschaftRentenversicherung – Versicherungspflicht – Alleingeschäftsführer bzw. Alleingesellschafter einer GmbH – arbeitnehmerähnlicher
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