Source: https://www.klimakoenner.de/tag/sanierungsfahrplan
Timestamp: 2019-08-19 20:42:07
Document Index: 389905563

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 4', '§ 2', '§ 6', '§ 9', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 9', '§ 13', '§ 16', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 16']

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28.09.2018 Bewertungen
Nach § 6.4 SFP-VO wird eine unabhängige Beratung vorgeschrieben. Da wir ggf. auch Ihr Biogaslieferant sind, könnte ein Interessenkonflikt vorliegen. Aus diesem Grund geben wir diese veranwortungsvolle Aufgabe durch unsere kostenlose Vermittlung in die Hände von lokalen Energie-Experten.
Eine geförderte Vor-Ort-Beratung der BAFA – die dem Sanierungsfahrplan inhaltlich stark ähnelt – kann für Wohngebäude ersatzweise angerechnet werden. Einen Experten finden Sie über unser Formular, über die regionalen Energieagenturen in Baden-Württemberg oder in dieser Liste des Bundes. Ein Energiesparcheck dagegen ist nicht ausreichend für die Erfüllung des Gesetzes.
Siehe § 4.3 SFP-VO in Verbindung mit der Richtlinie zur Förderung der BAFA-Vor-Ort-Beratung
Generell können Sie im baden-württembergischen Wärmegesetz natürlich auch eine andere (Teil-)Erfüllungsoption wählen.
Gibt es eine Förderung für Nicht-Wohngebäude?
Nein. Eine Förderung ist leider nicht vorgesehen. Eine Förderung ist auf Wohngebäude beschränkt. Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Nicht-Wohngebäuden-Typen gibt es auch keinen Musterbericht.
Führt ein Nicht-Wohngebäude aber beispielsweise bereits ein Energiemanagementsystem oder ein Energieaudit, so können relevante Daten für den Sanierungsfahrplan genutzt werden. Damit können der Aufwand und die Kosten für den Sanierungsfahrplan reduziert werden.
Siehe § 2.1 FöRL SFP
Gibt es eine Förderung für Wohngebäude?
Ja. Die Förderung ist in der Förderrichtlinie zum Sanierungsfahrplan festgelegt und wird vom Aussteller (z. B. ein Energieberater) bei der L-Bank beantragt. Der Aussteller stellt seine Rechnung somit abzüglich des Landeszuschusses. Grundvoraussetzung für einen Zuschuss ist, dass der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde.
Die Höhe dieses Zuschusses ist von der Anzahl der Wohneinheiten in den jeweiligen Gebäuden abhängig. Er beträgt für Ein- bis Zweifamilienhäuser 200 €, für Mehrfamilienhäuser erhöht sich der Zuschuss ab der dritten Wohneinheit um 50 € für jede weitere Wohneinheit. Der Zuschuss beträgt höchstens 50 % der Beratungskosten für den einzelnen Sanierungsfahrplan (inkl. Mehrwertsteuer). Der maximale Zuschuss pro Gebäude beträgt 500 €.
Eine Sanierungsfahrplan-Beratung in Anspruch nehmen können Gebäudeeigentümer (natürliche Person), Erbbauberechtigte oder Wohnungseigentümergemeinschaften. Dies gilt auch für von Gebäudeeigentümern beauftragte Dritte, sofern alle Gebäudeeigentümer mit der Erstellung des Sanierungsfahrplans einverstanden sind. Auch Gebäudebesitzer (d. h. Mieter oder Pächter) in Abstimmung mit dem jeweiligen Gebäudeeigentümer kommen in Betracht.
Wurde in den letzten 5 Jahren bereits eine Förderung in Anspruch genommen, ist eine weitere Förderung nicht möglich.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der L-Bank: sanierungsfahrplan@l-bank.de, Tel.: 0721 150 1600, Fax: 0721 150 3896.
Muss ich den Sanierungsfahrplan nach einer gewissen Zeit wiederholen?
Nein, der Sanierungsfahrplan muss zur Gesetzeserfüllung nur einmal durchgeführt werden und sichert Ihnen damit die Teilerfüllung von 5 %. Auch, wenn Sie keine der im Sanierungsfahrplan ermittelten Maßnahmen zur Energieeinsparung durchführen, ist eine Wiederholung der energetischen Beratung nicht notwendig.
Wer kann einen Sanierungsfahrplan erstellen?
Neben Energieberatern dürfen vor allem bei Wohngebäuden auch entsprechend qualifizierte Handwerker und Schornsteinfeger nach § 6 SFP-VO Sanierungsfahrpläne ausstellen. Der Aussteller bestätigt mit einer Selbsterklärung, dass er die Anforderungen erfüllt.
Bei Nicht-Wohngebäuden muss der Berater nachweisen, dass er in den letzten 2 Jahren eine dem Sanierungsfahrplan vergleichbare Beratung durchgeführt hat oder an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen hat.
Berater, die auf der Expertenliste der dena gelistet sind, sind ebenfalls ausstellungsberechtigt.
Wann muss der Sanierungsfahrplan erstellt werden?
Der Sanierungsfahrplan darf nicht älter als 5 Jahre sein um im Erneuerbare-Wärme-Gesetz anerkannt zu werden. Eine Förderung der L-Bank wird außerdem nur gewährt, wenn der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde.
Siehe § 9.3 EWärmeG 2015 und § 4.6 FöRL SFP in Verbindung mit § 4.1 EWärmeG 2015
Was kostet die Erstellung eines Sanierungsfahrplans?
Die Kosten für einen Sanierungsfahrplan betragen für Wohngebäude (Ein- und Zweifamilienhäuser) je nach Größe und Aufwand in der Regel ~ 700 € bis 1.000 € ggf. abzüglich eines Landeszuschusses (bis zu 500 €) der L-Bank. Dieser wird aber nur gewährt, wenn der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde. Insgesamt betragen die Kosten dann effektiv ~ 500 €. Ein Sanierungsfahrplan für Mehrfamilienhäuser kostet anteilig mehr.
Aufgrund des spezifischen Sanierungsfahrplanes für Nicht-Wohngebäude erhöht sich der Aufwand und somit die Kosten hier überproportional.
Für welche Gebäude ist der Sanierungsfahrplan vorgesehen?
Für Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude in Baden-Württemberg.
Siehe § 6.2 § 9 § 13.2 § 16 EWärmeG 2015
Müssen die Empfehlungen umgesetzt werden?
Nein. Im Sanierungsfahrplan sind nur Empfehlungen aufgeführt, eine Umsetzung ist freiwillig. Der Sanierungsfahrplan soll den Eigentümern lediglich Möglichkeiten der Sanierung aufzeigen.
Siehe § 9.2 EWärmeG 2015
Die Eckpunkte eines Sanierungsfahrplanes werden nach § 9.4 EWärmeG 2015 in der Verordnung zum Sanierungsfahrplan vorgegeben.
Siehe § 9 § 16 EWärmeG 2015