Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/geigenbausbv
Timestamp: 2019-08-23 14:40:02
Document Index: 136975908

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

Diese Verordnung gilt für die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Geigenbauer/Geigenbauerin nach der Handwerksordnung.
Zurichten von Hölzern für Einzelteile,
Herstellen von Einzelteilen für Streichinstrumente,
Herstellen von Hälsen,
Zusammenbauen von Hälsen und Korpussen,
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für das erste Ausbildungsjahr und unter laufender Nummer 7 Buchstabe f, laufender Nummer 15 Buchstabe b bis e, laufender Nummer 16 Buchstabe a und b und laufender Nummer 17 Buchstabe a für das zweite Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend den Rahmenlehrplänen zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens sieben Stunden drei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Herstellen eines Werkstücks nach vorgegebener Form durch manuelles Sägen, Hobeln und Schneiden,
Herstellen eines Werkstücks nach vorgegebener Form durch Hobeln, Feilen und Schleifen und
Herstellen eines Werkstücks nach vorgegebener Form durch Biegen.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens 120 Stunden ein Prüfungsstück anfertigen und in höchstens sieben Stunden zwei Arbeitsproben durchführen.
Herstellen eines weißen spielfertigen Instruments.
Einschneiden der f-Löcher,
Einpassen des Baßbalkens,
Herstellen der Randstärke,
Schneiden des Umrisses oder
Durchführen einzelner Arbeitsgänge zur Fertigstellung an einem Instrument.
Handwerkszeuge, Geräte und Maschinen,
Werkstoffbe- und -verarbeitung,
Werkstoffeigenschaften,
Werkstofflagerung,
Materialverbrauch und -kosten, Fertigungszeiten und -kosten,
Skizzen und technische Unterlagen,
Klassifizierung der Musikinstrumente,
Stilrichtungen, Bauweisen und Modelle;
3. im Prüfungsfach Instrumentenkunde 90 Minuten,
§ 9 Aufheben der Vorschriften
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsbildungspläne und Prüfungsanforderungen für den Ausbildungsberuf Geigenbauer/Geigenbauerin sind nicht mehr anzuwenden.
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Geigenbauer/zur Geigenbauerin
(Fundstelle: BGBl. I 1997, S. 73 - 77)
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen bzw. personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
4 Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung (§ 3 Nr. 4) a) berufsbezogene Vorschriften der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Merkblätter, beachten und anwenden
b) Gefahren am Arbeitsplatz, insbesondere durch fehlerhaften Umgang mit Betriebs- und Hilfsmitteln, erkennen und berufsbezogene Arbeitssicherheitsvorschriften bei den Arbeitsabläufen anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen und Bränden, insbesondere in elektrischen Anlagen, beschreiben sowie Maßnahmen der Schadensminderung und der Ersten Hilfe einleiten oder veranlassen
d) Gefahren beim Lagern, Verwenden und Beseitigen gefährlicher Arbeitsstoffe, insbesondere Reinigungs-, Lösungs- und Schmiermittel, beachten
e) Bestimmungen über gefährliche Arbeitsstoffe und Umweltschutz einhalten
f) für den ausbildenden Betrieb geltende wesentliche Vorschriften über den Immissions- und Gewässerschutz sowie über die Reinhaltung der Luft nennen
g) zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen sowie Möglichkeiten der rationellen und umweltschonenden Materialverwendung, insbesondere durch Wiederverwendung und Entsorgung von Werk- und Hilfsstoffen, nutzen
h) im Ausbildungsbetrieb verwendete Energiearten nennen und Möglichkeiten rationeller Energieverwendung im beruflichen Einwirkungs- und Beobachtungsbereich anführen
5 Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufs sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse (§ 3 Nr. 5) a) Arbeitsschritte unter Beachtung mündlicher und schriftlicher Vorgaben abstimmen und festlegen sowie Arbeitsablauf sicherstellen 4
b) Materialbedarf abschätzen und bereitstellen
c) Informationen für Fertigung und Instandhaltung beschaffen
d) Arbeitsplatz an Werkbank und Werkzeugmaschine einrichten
e) Arbeitsergebnis einschließlich Qualität kontrollieren und bewerten
6 Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen (§ 3 Nr. 6) a) Skizzen anfertigen und lesen 3
b) Zeichnungen unter Beachtung von Proportionen, Maßen und Zeichnungsnormen anfertigen und lesen
c) konstruktive Merkmale in Ansichten und Schnittdarstellungen zeichnen
7 Prüfen, Messen und Kennzeichnen (§ 3 Nr. 7) a) Längen mit Strichmaßstäben, insbesondere Meßschieber und Meßschrauben, unter Beachtung von systematischen und zufälligen Meßfehlermöglichkeiten messen 3
b) Ebenheit von Flächen mit Lineal und Winkel nach dem Lichtspaltverfahren sowie Formgenauigkeit mit Schablonen prüfen
c) Oberflächen durch Sichtprüfen beurteilen
d) Bezugslinien, Bohrungsmitten und Umrisse an Werkstücken unter Beachtung der Werkstoffeigenschaften und nachfolgender Bearbeitung anzeichnen
e) Werkstücke kennzeichnen
f) maßgenaue Übertragungen vom Modell auf den Werkstoff mit Meßzeugen, insbesondere Lineal, Zirkel und Winkel, durchführen 2
8 Anfertigen und Instandhalten von Werkzeugen (§ 3 Nr. 8) a) Werkzeuge, insbesondere Schnitzer und Ziehklingen, anfertigen 2
b) Werkzeuge schärfen und instandhalten
9 manuelles und maschinelles Bearbeiten von Werkstoffen (§ 3 Nr. 9) a) Werkzeuge hinsichtlich des Verwendungszwecks auswählen 8
b) von Holzstäuben ausgehende Gefahren beachten und Maßnahmen für den Gesundheitsschutz ergreifen
c) Hölzer, Natur- und Kunststoffe, insbesondere durch Zuschneiden, Sägen, Hobeln und Feilen, manuell bearbeiten
d) Maschinen, insbesondere Säge- und Bohrmaschinen, einrichten
e) Hölzer, Natur- und Kunststoffe, insbesondere durch Sägen und Bohren, maschinell bearbeiten
f) Betriebsmittel, insbesondere Werkzeuge und Maschinen, pflegen und warten
g) Hölzer und andere Naturstoffe sowie Kunststoffe durch Fräsen maschinell bearbeiten 4
10 Behandeln von Oberflächen (§ 3 Nr. 10) a) Verfahren der Oberflächenbehandlung für verschiedene Hölzer unterscheiden und auswählen 6
b) Oberflächen am weißen Instrument, insbesondere durch Putzen, Benetzen und Schleifen, behandeln
c) Eigenschaften und Reaktionen, insbesondere von Lösungsmitteln, Harzen, Beizen und Bleichmitteln, hinsichtlich des Gesundheitsschutzes beachten und Sicherheits- und Entsorgungsmaßnahmen durchführen
d) Grundierungen und Lackierungen unter Beachtung ihrer Aufgaben und Funktionen auswählen 12
e) Lösungsmittel, Harze und Farbstoffe unter Beachtung von Eigenschaften und Reaktionen auswählen
f) Oberflächen, insbesondere durch Färben, Grundieren, Lackieren, Schleifen und Polieren, behandeln
11 Anwenden von Leimen und Klebern (§ 3 Nr. 11) a) Leime und Kleber nach Eigenschaften und Verwendungszweck auswählen 4
b) Einzelteile zum Leimen vorbereiten
c) Spannzeuge unter Beachtung von Größe, Form und Werkstoff auswählen und befestigen
d) Einzelteile, insbesondere durch Leimen, verbinden
12 Auswählen, Bestimmen und Lagern von Werkstoffen (§ 3 Nr. 12) a) Werkstoffe, insbesondere Tonhölzer, unter Beachtung von Aufbau, Struktur und Eigenschaften unterscheiden 3
b) Werkstoffe, insbesondere Tonhölzer, lagern
c) Tonhölzer bestimmen und nach ihrem Verwendungszweck auswählen 3
13 Fügen (§ 3 Nr. 13) a) Einzelteile auf Oberflächenbeschaffenheit der Fügeflächen und Formtoleranz prüfen 4
b) Einzelteile unter Beachtung der Reihenfolge und Werkstoffeigenschaften verbinden
14 Zurichten von Hölzern für Einzelteile (§ 3 Nr. 14) a) Futterleisten und Zargen nach Maßangaben hobeln 8
b) Formen und Schablonen vorbereiten und herstellen
c) Klötze spalten, zurichten und setzen
d) Decke und Boden abrichten
15 Herstellen von Einzelteilen für Streichinstrumente (§ 3 Nr. 15) a) Zargenkranz durch Biegen, Einpassen, Leimen und Abrichten herstellen 7
b) Decke und Boden durch Aufzeichnen nach Schablone aussägen 10
c) Wölbung stechen
d) Randstärke herstellen
e) Umriß- und Wölbungsformen unter Beachtung der akustischen Funktionen herstellen
16 Herstellen von Korpussen (§ 3 Nr. 16) a) Wölbungen fertigstellen 10
b) Decke und Boden unter Beachtung von Elastizität und Festigkeit ausarbeiten
c) Umriß fertig umschneiden 10
d) Hohlkehle stechen
e) Adergraben einschneiden und Einlagespäne in Decke und Boden einlegen
f) f-Löcher aufzeichnen und schneiden 12
g) Baßbalken unter Beachtung der Druck- und Zugverhältnisse einpassen
h) Korpus zuleimen und Untersattel einpassen
i) Korpus rändeln und fertigstellen
17 Herstellen von Hälsen (§ 3 Nr. 17) a) Griffbrett und Sattel herrichten 4
b) Hölzer entsprechend der Maserung des Korpusses auswählen 12
c) Hals und Schnecke aufzeichnen, aussägen und stechen
18 Zusammenbauen von Hälsen und Korpussen (§ 3 Nr. 18) a) Hals und Korpus unter Beachtung von Auswirkungen der Maß- und Mensurverhältnisse auf Spieltechnik und Akustik zurichten, einpassen und einleimen 6
b) Halsgriff ausschneiden
19 Spielfertigmachen (§ 3 Nr. 19) a) Griffbrett und Obersattel aufleimen 10
b) Halsgriff fertigstellen
c) Wirbel einpassen
d) Stimmstock setzen
e) Steg aufschneiden
f) Saiten unter Beachtung von Arten und Eigenschaften aufziehen und stimmen
g) Instrument anspielen und hinsichtlich Funktionsfähigkeit, Spielbarkeit und klanglicher Eigenschaften prüfen und beeinflussen
20 Ausführen von Reparaturen (§ 3 Nr. 20) a) Bauweisen und Modelle von Instrumenten und Bögen unterscheiden 9
b) Fehler und Mängel feststellen
c) im Gespräch mit dem Kunden Mängel erfassen, beurteilen und dokumentieren
d) Fehler und Mängel, insbesondere durch Anschäften, Ergänzen von Teilen und Leimen von Rissen, beseitigen
e) Lackschäden retuschieren
1997, 70: BGBl I