Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202017,%201301
Timestamp: 2020-01-28 19:32:23
Document Index: 247843658

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 306', '§ 306', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 545', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/2017,2022
BGH, 18.01.2017 - VIII ZR 263/15 (https://dejure.org/2017,2022)
BGH, Entscheidung vom 18.01.2017 - VIII ZR 263/15 (https://dejure.org/2017,2022)
BGH, Entscheidung vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 263/15 (https://dejure.org/2017,2022)
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Bestimmung des Leistungsortes des Leasinggegenstands bei Vertragsende bei Fehlen einer (wirksamen) vertraglichen Festlegung; Anforderungen an eine in formularmäßigen Leasingbedingungen enthaltene Rückgabeklausel; Vorbehalt eines einseitigen Leistungsbestimmungsrechts in ...
Zum Leistungsort für die Rückgabepflicht des Leasingnehmers bei Vertragsende; Unwirksamkeit einer Allgemeinen Geschäftsbedingung, nach der der Leasingnehmer nach Beendigung des Leasingvertrages das Leasingobjekt entweder an eine vom Leasinggeber zu benennende Anschrift ...
BGHZ 213, 302
ZMR 2017, 354
Die Idee ist stets, dass i) der "infizierte Teil" ohne weitere Änderungen gestrichen werden kann, ii) der fortbestehende Satz auch trotz der Streichungen einen Sinn bewahrt und iii) die ursprüngliche Zielsetzung des aufrechterhaltenen Satzes bewahrt bleibt, d. h. sich nichts an der Bedeutung ändert(… 79 Siehe Uffmann, K., Das Verbot der geltungserhaltenden Reduktion , Tübingen 2010, S. 157;… Basedow, J., Krüger, W., Münchener Kommentar zum BGB , 7. Aufl., München 2016, § 306 , Nr. 18; Schlosser, P., in Staudinger , Kommentar zum BGB , § 306 , April 2013, Nr. 20. Zur Rechtsprechung vgl. BGH, Urteile vom 10. Oktober 2013 ( III ZR 325/12, Nr. 14), vom 16. Februar 2016 ( XI ZR 454/14, Nr. 21) und vom 18. Januar 2017 ( VIII ZR 263/15, Nr. 38).
Eine solche wird daher vom Bundesgerichtshof, zumindest im Zusammenhang mit Fällen, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie 93/13 fallen, als unzulässig angesehen( 80 Vgl. u. a. BGH, Urteile vom 17. Mai 1982 ( VII ZR 316/81), vom 25. Juni 2003 ( VIII ZR 344/02) und vom 18. Januar 2017 ( VIII ZR 263/15, Nr. 38).
Dies ist eine kontrollfähige Nebenabrede (s. a. BGH, Urteil vom 18.1.2017 - VIII ZR 263/15 - NJW 2017, 1301 Tz. 26).
Das setzt voraus, dass gewichtige (Sach-) Gründe dies rechtfertigen, dass die Voraussetzungen und der Umfang des Leistungsbestimmungsrechts tatbestandlich hinreichend konkretisiert sind und dass die berechtigten Belange des anderen Teils ausreichend gewahrt werden(BGH, Urteil vom 18.1.2017 - VIII ZR 263/15 - NJW 2017, 1301).
Es entspricht aber der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, an die der Gesetzgeber bei der Neufassung des § 545 Abs. 1 ZPO angeknüpft hat (vgl. Regierungsentwurf zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, BT-Drucks. 16/9733, S. 302), dass Allgemeine Geschäftsbedingungen wie revisible Rechtsnormen zu behandeln und infolgedessen vom Revisionsgericht frei auszulegen sind, da bei ihnen ein Bedürfnis nach einheitlicher Handhabung besteht (BGH…, Urteil vom 9. Juni 2010 - VIII ZR 294/09, NZM 2010, 615 Rn. 11 mwN; BGH, Urteil vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 263/15, NJW 2017, 1301 Rn. 21).
Dazu müssen aber die Voraussetzungen und der Umfang des Leistungsbestimmungsrechts hinreichend konkretisiert und die berechtigten Belange des anderen Teils ausreichend gewahrt sein (BGH NJW 2017, 1301, 1303).
LG Wuppertal, 13.12.2018 - 4 O 96/18