Source: https://www.dienstzeitende.de/haeufige-fragen.html
Timestamp: 2017-12-11 07:38:43
Document Index: 143070609

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 16', '§ 5', '§ 11', '§ 11', '§ 12', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 55', '§ 40', '§ 10']

Fragen & Antworten rund um den Berufsförderungsdienst (BFD)
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Wichtig: Wir übernehmen keine Garantie für die Richtigkeit der aufgeführten Antworten. Bitte wenden Sie sich für eine verbindliche Auskunft an Ihren BFD bzw. den Sozialdienst.
Berufsförderung von Zeitsoldaten und FWDL:
Was ist der Berufsförderungsdienst (BFD) und was bietet er Zeitsoldaten?
Welcher BFD ist für mich zuständig?
Wie hoch ist mein Berufsförderungsanspruch als SaZ oder FWDL?
Habe ich Anspruch auf Freistellung vom militärischen Dienst vor meinem Dienstzeitende?
Welche Aus- und Weiterbildung passt zu mir?
Was ist ein Förderungsplan und wie beantrage ich die Förderung durch den BFD?
Kann ich meinen finanziellen BFD-Anspruch in einer Summe auszahlen lassen?
Fördert der BFD nur AZWV zertifizierte Aus- und Weiterbildungen?
Habe ich Anspruch auf Sonderurlaub für eine BFD-Maßnahme?
Was sind interne BFD-Maßnahmen und was sind externe BFD-Maßnahmen?
Welche Kosten übernimmt der BFD und welche Kosten übernimmt der BFD nicht?
Kann mein BFD-Anspruch verfallen?
Gibt es Antragsformulare des BFD auch zum Download?
Welche Neuerungen ergeben sich durch das Bw-Reformbegleitgesetz?
Welche Bücher empfiehlt DZE zum Thema "Berufsförderung nach der Bundeswehr"?
Wo erhalte ich verbindliche Auskunft zum Thema "Berufsförderungsansprüche"?
Dienstzeitversorgung ehemaliger Soldaten:
Was sind Übergangsgebührnisse, Ausgleichsbezüge und Übergangsbeihilfe?
Wie lange und in welcher Höhe erhalte ich Übergangsgebührnisse durch die Bundeswehr?
Wie hoch ist meine Übergangsbeihilfe (Abfindung) nach der Bundeswehr?
Ich beziehe neben den Ü-Gebührnissen ein zusätzliches Einkommen. Muss ich das melden?
Welche Bücher empfiehlt DZE zum Thema "Dienstzeitversorgung nach der Bundeswehr"?
Wo erhalte ich verbindliche Auskunft zum Thema "Dienstzeitversorgungsansprüche"?
Dienstzeitverkürzung als Zeitsoldat:
Wie kann ich meine Dienstzeit in der Bundeswehr als Zeitsoldat verkürzen?
Was bedeutet "dienstliches Interesse" bei der Dienstzeitverkürzung?
Welche BFD-Ansprüche bleiben nach einer Dienstzeitverkürzung?
Wo erhalte ich verbindliche Auskunft zum Thema "Dienstzeitverkürzung" als SaZ?
Wer entscheidet über eine Dienstzeitverkürzung?
Eingliederungsschein und Zulassungsschein für Zeitsoldaten:
Was ist ein Eingliederungsschein (E-Schein) und was ist ein Zulassungschein (Z-Schein)?
Was sind vorbehaltene Stellen im öffentlichen Dienst?
Habe ich Anspruch auf einen E-Schein oder Z-Schein?
Wie beantrage ich den E- oder Z-Schein und wie bewerbe ich mich im öffentlichen Dienst?
Was ist der Unterschied zwischen Eingliederungschein und Zulassungsschein?
Kann ich E- und Z-Schein zurückgeben bzw. tauschen?
Welche Bücher empfiehlt DZE zum Thema "E-Schein bzw. Z-Schein"?
Wo erhalte ich verbindliche Auskunft zum Thema "E-Schein" bzw. "Z-Schein"?
Rente, Arbeitslosen- und Krankenversicherung nach der Bundeswehr:
Werde ich nach meiner Dienstzeit in der Rentenversicherung nachversichert?
Beziehe ich nach der Bundeswehr Arbeitslosengeld?
Wie läuft das mit der Krankenversicherung nach der Bundeswehr?
Was ist der Sozialdienst der Bundeswehr und welche Aufgaben hat er?
Welche Bücher empfiehlt DZE zum Thema "Sozialversicherung nach der Bundeswehr"?
Wo erhalte ich verbindliche Auskunft zum Thema "Sozialversicherungen nach der Bundeswehr"?
Der BFD ist Bestandteil der Wehrverwaltung der Bundeswehr und gliedert sich in bundesweit 16 Dezernate und 86 Standortteams, die den 16 Karrierecentern der Bundeswehr zugeordnet sind, auf.
Gemäß Soldatenversorgungsgesetz (SVG) ist es Kernaufgabe des Berufsförderungsdienstes, den Soldaten auf Zeit (SaZ) oder freiwillig Wehrdienstleistenden (FWDL) nach Eignung, Neigung und Leistungsfähigkeit zu einer angemessenen Eingliederung in das zivile Berufsleben zu verhelfen. Im Rahmen der Berufsförderung stehen dem Soldaten dabei folgende Leistungen des BFD zu:
Beratung in Fragen der schulischen und beruflichen Bildung sowie der Eingliederung in das zivile Erwerbsleben,
Teilnahme an dienstzeitbegleitenden Bildungs- und Eingliederungsmaßnahmen,
Besuch von Lehrgängen an einer Bundeswehrfachschule,
Förderung der beruflichen Bildung in öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen,
Weitere Eingliederungshilfen in das zivile Erwerbsleben (z.B. Einarbeitungszuschuss, Stellenbörse für SaZ).
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Für aktive Soldaten ist das BFD-Standortteam der Dienststelle des Soldaten zuständig. Für ehemalige Soldaten ist jenes BFD-Standortteam zuständig, welches dem Wohnort des Soldaten am nächsten liegt. Hier finden Sie den für Sie zuständigen Berufsförderungsdienst.
Wie hoch ist mein BFD-Anspruch als SaZ oder FWDL?
Wurden Sie VOR oder NACH dem 26. Juli 2012 in die Bundeswehr eingezogen?
Für Soldaten, die VOR dem 26. Juli 2012 Soldat wurden, gilt:
Die Höhe Ihres Berufsförderungsanspruches als Soldat unterteilt sich in zwei autarke, nicht miteinander verrechenbare "Töpfe":
Dienstzeitbegleitende Förderung nach § 4 SVG (alte Fassung) und
Förderung am Ende und nach der Dienstzeit nach § 5 SVG (alte Fassung).
1. Dienstzeitbegleitende Förderung nach § 4 SVG (alte Fassung)
Neben den kostenfreien internen Maßnahmen des BFD können Sie im Rahmen der dienstzeitbegleitenden Förderung auch an externen Maßnahmen teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine Ermessensförderung. Das bedeutet, dass Sie als Zeitsoldat keinen Rechtsanspruch auf die Förderung haben und Ihnen diese nur unter dem Vorbehalt ausreichender Haushaltsmittel zur Verfügung steht.
Die dienstzeitbegleitende Förderung endet mit Ablauf Ihrer festgesetzten Dienstzeit als Soldat. Ihnen stehen, je nach Verpflichtungszeit als Soldat auf Zeit (SaZ) und ohne Berücksichtigung von Minderungsgründen, Fördermittel bis zur Höhe des Kostenrichtwertes für die Teilnahme an externen Aus- und Weiterbildungen während der Dienstzeit zur Verfügung. Die Kostenrichtwerte bei Ihrem SaZ-Status entnehmen Sie bitte unserem Tool "Mein BFD-Anspruch".
2. Förderung am Ende und nach der Dienstzeit nach § 5 SVG (alte Fassung)
Als SaZ > 4, der nicht Inhaber eines Eingliederungsscheines ist, haben Sie einen Rechtsanspruch auf Förderung Ihrer schulischen und beruflichen Bildung am Ende und nach Ihrer Dienstzeit in der Bundeswehr. Das "am Ende" bezieht sich hierbei auf einen eventuellen Anspruch auf Freistellung vom militärischen Dienst vor Ablauf Ihrer Dienstzeit als Soldat.
Ihnen stehen, je nach Verpflichtungszeit als SaZ und ohne Berücksichtigung von Minderungsgründen, Fördermittel bis zur Kostenhöchstgrenze für die Teilnahme an externen Aus- und Weiterbildungen am Ende bzw. nach der Dienstzeit zur Verfügung. Die Kostenhöchstgrenze und Förderungsdauer bei Ihrem SaZ-Status entnehmen Sie bitte unserem Tool "Mein BFD-Anspruch"
Alle SaZ können im Rahmen freier Kapazitäten noch bis zu 6 Jahre nach dem Ende der Dienstzeit kostenfrei an internen BFD-Maßnahmen teilnehmen.
Für Soldaten, die NACH dem 26. Juli 2012 Soldat, wurden gilt:
1. Interne BFD-Maßnahmen
Während Ihrer Dienstzeit können Sie als SaZ oder FWDL kostenfrei an internen BFD-Maßnahmen teilnehmen. Im Rahmen freier Kapazitäten können SaZ auch noch innerhalb von 6 Jahren nach dem DZE an internen Maßnahmen des Berufsförderungsdienstes kostenfrei teilnehmen.
2. Dienstzeitbegleitende Förderung nach § 5 Abs. 1a SVG
Für SaZ > 4, die nicht Inhaber eines Eingliederungsscheines sind besteht die Möglichkeit, dienstzeitbegleitend an einer externen Bildungsmaßnahme teilzunehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass ein im Förderungsplan des Soldaten vorgesehenes Bildungsziel schon während der Dienstzeit erreicht werden soll, es jedoch durch die Teilnahme an internen BFD-Maßnahmen nicht erreicht werden kann.
Eine Anrechnung auf den zeitlichen BFD-Anspruch nach § 5 SVG erfolgt nicht. Die Kosten der externen Bildungsmaßnahme werden jedoch auf den Höchstbetrag angerechnet.
3. Förderung nach der Dienstzeit nach § 5 SVG
Als Zeitsoldat, der nicht Inhaber eines Eingliederungsscheines ist, haben Sie einen Rechtsanspruch auf Förderung Ihrer schulischen und beruflichen Bildung nach Ablauf Ihrer Dienstzeit in der Bundeswehr.
Ihnen stehen, je nach Verpflichtungszeit als SaZ und ohne Berücksichtigung von Minderungsgründen, Fördermittel bis zum Höchstbetrag für die Teilnahme an externen Aus- und Weiterbildungen nach der Dienstzeit zur Verfügung. Den Höchstbetrag und die Förderungsdauer bei Ihrem SaZ-Status entnehmen Sie bitte unserem Tool "Mein BFD-Anspruch"
Es gibt zwei Formen der Freistellung vom militärischen Dienst:
Anspruch auf Freistellung vom militärischen Dienst nach § 5 SVG und
Ermessensfreistellung in begründeten Einzelfällen.
1. Anspruch auf Freistellung vom militärischen Dienst nach § 5 SVG:
Als SaZ > 6 (ohne Bw-Studium) können Sie vor Ablauf Ihrer Dienstzeit nach § 5 SVG für eine schulische oder berufliche Aus- und Weiterbildung vom militärischen Dienst freigestellt werden. Zu berücksichtigen ist, dass es sich um kein Arbeitsverhältnis sondern um eine Aus- oder Weiterbildung in Vollzeit handeln muss. Vollzeit im Sinne der Berufsförderung bedeutet, dass die Aus- und Weiterbildung wöchentlich an vier Werktagen mind. 25 Unterrichtsstunden (mit jeweils mindestens 45 Minuten) Ihrer Arbeitskraft in Anspruch nimmt. Mögliche Freistellungszeiträume bei Ihrem SaZ-Status entnehmen Sie bitte unserem Tool "Mein BFD-Anspruch".
Bei Eintritt von Minderungsgründen wird Ihr Freistellungsanspruch jeweils gekürzt um:
drei Monate, wenn eine militärfachliche Ausbildung zum Bestehen eines anerkannten Ausbildungsberufes geführt hat,
neun Monate, wenn die oben genannte Ausbildungszeit länger als 12 Monate gedauert hat,
sechs Monate, wenn eine militärfachliche Fortbildung zur Qualifikation auf Meister-, Fachwirt oder Technikerebene geführt hat,
sechs Monate, wenn eine militärfachliche Ausbildung zur Fahrlehrerlaubnis oder einem Schulabschluss geführt hat.
Bei Abbruch eines Bw-Studiums (aus nicht dienstlichen Gründen) wird der Rechtsanspruch auf Freistellung um die tatsächlich geleistete Studiendauer gekürzt.
Minderungsgründe werden bis zum maximalen Umfang Ihres Rechtsanspruchs auf Freistellung addiert. Das bedeutet, dass Sie im Extremfall keinen Anspruch auf Freistellung vom militärischen Dienst vor Ablauf der Dienstzeit haben.
2. Ermessensfreistellung:
Falls Ihnen als SaZ > 4 die Teilnahme an einer Aus- und Weiterbildung aufgrund des Starttermins nicht möglich sein sollte bzw. ein späterer Start der Aus- und Weiterbildung erhebliche Nachteile für Sie bringt, kann eine Ermessensfreistellung erfolgen. Grundsätzliche Voraussetzung für eine Ermessensfreistellung ist, dass Sie dienstlich abkömmlich sind. Der Umfang der möglichen Ermessensfreistellung ist abhängig von Ihrem SaZ-Status:
SaZ 4 < SaZ 6 = mögliche Freistellung im letzten Dienstmonat,
SaZ 6 < SaZ 8 = mögliche Freistellung in den letzten drei Dienstmonaten,
SaZ 8 und länger = mögliche Freistellung in den letzten fünf Dienstmonaten.
Eine Ermessensfreistellung führt zur Kürzung des Bezugszeitraumes der Übergangsgebührnisse.
Für Soldaten, die NACH dem 26. Juli 2012 Soldat wurden, gilt:
Sie haben keinen Anspruch auf Freistellung vom militärischen Dienst vor Ablauf Ihrer Dienstzeit als Zeitsoldat. In Ausnahmefällen kann eine Freistellung nach § 5 Abs. 11 SVG i.V.m § 16 Abs. 2 BföV in den letzten drei Dienstmonaten erfolgen, sofern es für die Umsetzung Ihres Förderungsplans zwingend notwendig ist. Das ist dann der Fall, wenn der Kursbeginn nicht verschoben und eine Verzögerung der Umsetzung des Förderplans vermieden werden kann. Allerdings dürfen keine dienstlichen Gründe gegen die Freistellung sprechen. Die Entscheidung trifft das Karrierecenter auf Grundlage der Stellungnahme des nächsten Disziplinarvorgesetzten und im Einvernehmen mit der personalbearbeitenden Stelle.
Eine gewährte Freistellung nach § 5 Abs. 11 SVG führt zur Kürzung des Bezugszeitraumes der Übergangsgebührnisse.
Zunächst einmal müssen Sie sich im Klaren darüber sein, in welchem Berufsfeld Sie nach Ihrer Dienstzeit als Soldat tätig sein möchten. In der Regel liegen nach Ihrem DZE noch etwa 35 Berufsjahre vor Ihnen - da bringt der sicherste Arbeitsplatz nichts, wenn Sie keine Freude an Ihrem Beruf haben. Daher sollten Sie bei der Wahl des zukünftigen Berufsfeldes nicht nur die Situation am Arbeitsmarkt sondern auch Ihre persönlichen Neigungen berücksichtigen.
Je nach aktueller beruflicher Qualifikation und gewünschtem Berufsfeld können Sie nun Ihre Weiterbildungsziele für Ihre Karriere nach der Bundeswehr präzisieren:
Ich möchte meine Karriere im erlernten Beruf fortsetzen und über den BFD eine Weiterbildung machen oder studieren, um beruflich aufzusteigen bzw. mich zu spezialisieren.
Ich möchte eine Karriere in einem anderen Berufsfeld starten und über den BFD eine Umschulung machen oder studieren, um mich beruflich neu zu orientieren.
Ich habe noch keine Ausbildung und möchte über den BFD eine Berufsausbildung oder ein Studium absolvieren, um in das zivile Berufsleben zu starten.
Ich möchte über den BFD einen höheren Schulabschluss machen, um so z.B. die Voraussetzungen für ein Studium zu schaffen.
Für jedes dieser Aus- und Weiterbildungsziele gibt es auf dem Bildungsmarkt eine Vielzahl an geeigneten Abschlüssen. Es gilt nun für Sie, aus der Masse der Bildungsangebote das Angebot zu wählen, dass am besten zu Ihrer aktuellen schulischen und beruflichen Qualifikation, Ihrer Berufserfahrung und natürlich Ihren persönlichen Stärken passt.
Mit dem DZE-Karriereplaner erhalten Sie einen Überblick über Ihre mögliche Aus- und Weiterbildung über den BFD. Nach Eingabe Ihrer schulischen und beruflichen Eckdaten, Ihres SaZ-Status sowie Ihres gewünschten Berufsfeldes zeigt Ihnen der DZE-Karriereplaner realisierbare Abschlüsse und passende Bildungsanbieter auf.
Planen Sie jetzt kostenlos und anonym Ihre Karriere nach der Bundeswehr.
Es gilt der Grundsatz: keine Förderung ohne Beratung durch den Berufsförderungsdienst!
Aus diesem Grund legt Ihr zuständiger BFD-Berater (m/w) gemeinsam mit Ihnen unter Berücksichtigung von Neigung, Eignung und Qualifikation, Ihren beruflichen Förderungsplan fest. Hier werden alle Schritte Ihrer geplanten BFD-Förderung, während und nach der Dienstzeit bis hin zur Rückkehr in das zivile Berufsleben, schriftlich fixiert.
Gehen Sie nicht davon aus, dass die persönliche Beratung des BFD eine eigenständige Berufswahl ersetzt. Es geht hier vielmehr darum, Ihre zukünftigen Berufsvorstellungen in Einklang mit den Förderungsmöglichkeiten des BFD zu bringen. Sie müssen in der Lage sein, Ihren Eingliederungswunsch und konkreten Aus- und Weiterbildungsbedarf in Worte zu fassen. Als kleine Hilfestellung steht Ihnen unser DZE-Karriereplaner rund um die Uhr zur Verfügung.
Die Beantragung der BFD-Förderung für eine Bildungsmaßnahme erfolgt schriftlich über Ihren BFD-Berater (m/w). Wir empfehlen Ihnen, hierfür ebenfalls einen persönlichen Termin zu vereinbaren, da Fragen direkt mit dem Berater geklärt werden können.
Folgende Informationen sollten Sie schon vor der Antragstellung einholen:
Unterstützt mein Vorgesetzter das Vorhaben bzw. bin ich während der Unterrichtszeiten dienstlich abkömmlich (bei BFD-Maßnahmen während der Dienstzeit)?
Erfülle ich die Zugangsvoraussetzungen bzw. passt der Abschluss zu meinen Karrierezielen nach der Bundeswehr?
Welche Unterrichtsform (Vollzeit, Teilzeit, Fernstudium, E-Learning) wähle ich und wie lange dauert die gesamte Ausbildung?
Welcher Bildungsanbieter erscheint mir am geeignetsten und wie lauten dessen Kontaktdaten?
Wie hoch sind die gesamten Lehrgangskosten exkluse der MwSt. (BFD zahlt keine MwSt.)?
Wie groß ist die Entfernung zwischen Wohnort und Ausbildungsort? (Reisekosten und Trennungsgeld werden nur bei Maßnahmen am Ende und nach der Dienstzeit erstattet.)
Ein Antrag auf BFD-Förderung kann auch nach dem offiziellen Beginn der Bildungsmaßnahme beim zuständigen BFD-Berater (m/w) eingereicht werden. In diesem Fall kann jedoch nur eine anteilige Förderung ab Eingang des schriftlichen Antrags erfolgen.
Nein, eine "Barauszahlung" der BFD-Ansprüche ist leider nicht möglich.
Fördert der BFD nur AZWV-zertifizierte Aus- und Weiterbildungen?
Nein, die AZWV-Zertifizierung eines Anbieters beruflicher Bildung ist keine zwingende Voraussetzung für eine Förderung durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD). Externe Aus- und Weiterbildungen im Rahmen des Berufsförderungsanspruchs können Sie bei allen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen oder auch Arbeitgebern durchführen.
In jedem Fall sollten Sie die in Frage kommenden Anbieter beruflicher Weiterbildung genau unter die Lupe nehmen und sich von der Qualität der angebotenen Aus- und Weiterbildung überzeugen. Welche Kriterien es hierbei zu beachten gibt, hat das Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) in der "Checkliste-Qualität beruflicher WEITERBILDUNG" zusammengestellt.
Nein, Sie haben keinen Anspruch auf Sonderurlaub. Nach ZDv A-1420/12 Nr. 341 kann Ihnen Ihr Disziplinarvorgesetzter Sonderurlaub für die Teilnahme an BFD-Maßnahmen während der Dienstzeit gewähren:
für SaZ 2 bis zu fünf Tagen während der gesamten Dienstzeit,
für länger dienende Zeitsoldaten jeweils bis zu fünf Tagen in den letzten beiden aktiven Dienstjahren als Zeitsoldat und
für SaZ 4 aufwärts zusätzlich bis zu zehn Tage in den letzten beiden aktiven Dienstjahren als Zeitsoldat, wenn keine zivil verwertbare Qualifikation während der Dienstzeit erreicht wurde. Aber nur zur Teilnahme an berufsfördernden Maßnahmen des Berufsförderungsdienstes und der Bundeswehrfachschulen.
In der Regel wird Ihnen Ihr Disziplinarvorgesetzer keine Steine in den Weg legen wollen. Er kann Ihnen jedoch nur Sonderurlaub gewähren, wenn Sie dienstlich abkömmlich sind. Informieren Sie ihn daher frühzeitig über eine geplante Aus- und Weiterbildung während der Dienstzeit im Rahmen Ihres Berufsförderungsanspruches.
Was sind interne BFD-Maßnahmen und was sind externen BFD-Maßnahmen?
Interne BFD-Maßnahmen sind Aus- und Weiterbildungen, Vorträge und Seminare, die der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr Zeitsoldaten während der Dienstzeit grundsätzlich kostenfrei anbietet. Im Rahmen freier Kapazitäten können Soldaten auf Zeit auch noch innerhalb von bis zu sechs Jahren nach dem Dienstzeitende an internen Maßnahmen teiilnehmen. Diese Maßnahmen werden in Zusammenarbeit mit ausgewählten Anbietern beruflicher Bildung durchgeführt. Die Teilnahme an einer internen Maßnahme im Rahmen Ihre Berufsförderung müssen Sie schriftlich bei Ihrem BFD-Berater (m/w) beantragen.
Das aktuelle Angebot an internen BFD-Maßnahmen an Ihrem Standort finden Sie online im Katalog interne BFD-Maßnahmen oder speziell für Offiziere im Seminarprogramm für Offiziere auf Zeit.
Externe BFD-Maßnahmen sind Aus- und Weiterbildungsangebote, an denen der Soldat während (wenn BFD keine vergleichbare Aus- und Weiterbildung als interne Maßnahme am Standort anbietet) oder am Ende und nach der Dienstzeit teilnehmen kann. Die Teilnahme des Soldaten an der Maßnahme muss durch den Berufsförderungsdienst bewilligt werden. Lehrgangsgebühren werden voll auf den BFD-Anspruch des Soldaten angerechnet.
Bei externen BFD-Maßnahmen während der Dienstzeit übernimmt der BFD die gesamten Lehrgangsgebühren der bewilligten Bildungsmaßnahme bis zur Höhe des jeweiligen Kostenrichtwertes bzw. Höchstbetrages. Grundsätzlich müssen Sie in Vorleistung gehen und bekommen die Kosten nach Abschluss der Aus- und Weiterbildung erstattet. Bei höheren Rechnungsbeträgen sollten Sie mit Ihrem BFD-Berater über die Möglichkeiten einer Direktabrechnung bzw. mit Ihrem Bildungsanbieter über eine mögliche Ratenzahlung sprechen. I.d.R. zeigen sich hier beide Seiten kulant.
Reisekosten, Trennungsgeld und Übernachtungskosten werden bei einer Förderung während der Dienstzeit nicht übernommen.
Bei externen BFD-Maßnahmen am Ende bzw. nach der Dienstzeit übernimmt der BFD die gesamten Lehrgangsgebühren, anteilig die Kosten für Ausbildungsmittel (z.B. Schutzkleidung, Literatur, Computer), Kosten für Exkursionen, u.U. Beiträge zur Krankenversicherung und die Kosten für eventuelle Eignungsfeststellungsverfahren bis zur Höhe der jeweiligen Kostenhöchstgrenze bzw. des Höchstbetrages.
Reisekosten, Trennungsgeld, Übernachtungskosten sowie ggf. ein Zuschuss zu den Umzugsauslagen können ohne Anrechnung auf die Kostenhöchstgrenze bzw. Höchtbetrages übernommen werden.
Ja, die Förderung schulischer und beruflicher Bildung durch den BFD kann bis zu sechs Jahre nach Ihrem Dienstzeitende erfolgen.
An Eingliederungshilfen des Berufsförderungsdienstes (z.B. Bewerbertrainingsprogrammen, Einarbeitungszuschuss) können Sie wiederrum bis zu sieben Jahren nach Ihrem Dienstzeitende teilnehmen.
Gibt es die Antragsformulare des BFD auch zum Download?
Ja, auf dem offiziellen Internetauftritt des Berufsförderungsdienstes finden Sie eine Vielzahl an Formularen wie z.B.: Anträge für die Erstattung von Reisekosten oder Trennungsgeld durch den BFD, Anträge für die Förderung einer BFD-Maßnahme, Anträge für die Erteilung eines E-Scheines bzw. Z-Scheines u.v.m. zum Download. Hier geht es zu den online BFD-Formularen.
Für Soldaten, die vor dem 26. Juli 2012 in die Bundeswehr eingezogen wurden, gibt es bis auf wenige Ausnahmen (Beitrag im DZE-Blog September 2012) keine Änderungen in der Berufsförderung und Dienstzeitversorgung - sofern sie sich nicht ab dem 23. Mai 2015 weiterverpflichtet oder die "neuen" Förderungs- und Versorgungsansprüche in Anspruch genommen haben (im Rahmen der Wandeloption).
Für Soldaten, die ab dem 26. Juli 2012 in die Bundeswehr eingezogen wurden, gelten die Neuerungen in der Berufsförderung und Dienstzeitversorgung von Soldaten im Rahmen des Bundeswehrreformbegleitgesetzes (BwRefBeglG) im vollem Umfang.
Titel: Meine Rechte danach als Zeitsoldat
Autor: Markus Krämer
ISBN: 978-3-8029-6265-3
Vereinbaren Sie hierzu einen Termin mit Ihrem zuständigen BFD-Berater (m/w).
Mitglieder des Deutschen BundeswehrVerband können sich, insbesondere in Rechtsfragen, direkt an das zuständige Referat VR-6 beim DBwV wenden.
Im Rahmen der Dienstzeitversorgung erhalten Sie als Zeitsoldat nach Ablauf Ihrer Dienstzeit finanzielle Leistungen durch die Bundeswehr, deren Umfang von der tatsächlich geleisteten Dienstzeit abhängt. Im Wesentlichen umfasst die Dienstzeitversorgung die Zahlung von:
i.d.R. monatlichen Übergangsgebührnissen nach § 11 SVG, oder
Ausgleichsbezügen nach § 11a SVG sowie
einer einmaligen Übergangsbeihilfe (Abfindung) nach § 12 SVG.
Zweck der Dienstzeitversorgung ist es, Ihnen das Halten des bisher gewohnten Lebensstandards während der Wiedereingliederungsphase in das zivile Berufsleben, besonders im Zeitraum von Aus- und Weiterbildungen, zu ermöglichen.
1. Übergangsgebührnisse nach § 11 SVG
Als SaZ mit einer Dienstzeit von mindestens vier Jahren erhalten Sie nach Ihrer Entlassung, aufgrund des Ablaufs der Verpflichtungszeit oder einer Dienstunfähigkeit, Übergangsgebührnisse durch die Bundeswehr. Die Zahlung der Übergangsgebührnisse beginnt in dem Monat, der dem Dienstzeitende folgt und beträgt je nach aktueller Wiedereingliederungssituation zwischen 75 Prozent und 100 Prozent Ihrer letzten Dienstbezüge. Die Zahlungsdauer der Übergangsgebührnisse ist abhängig von der geleisteten Dienstzeit und beträgt zwischen sieben und 60 Monate nach Ihrem Dienstzeitende.
Die Übergangsgebührnisse müssen Sie nicht beantragen. Sie werden wie Ihre Dienstbezüge als Soldat versteuert und vom Bundesverwaltungsamt (BVA) monatlich auf Ihr Konto überwiesen. Auf Antrag kann eine Kapitalisierung der Übergangsgebührnisse erfolgen oder deren Bezugszeitraum aufgeschoben bzw. unterbrochen werden.
Mit dem DZE-Online-Rechner erhalten Sie eine Orientierungshilfe über die monatliche Auszahlungshöhe Ihrer Übergangsgebührnisse ohne Berücksichtigung von Minderungsgründen.
2. Ausgleichsbezüge nach § 11a SVG
Als Inhaber eines Eingliederungsscheines und nach Ernennung zum Beamten (m/w) bzw. Beamten auf Widerruf (m/w), erhalten Sie für maximal zehn Jahre an Stelle von Übergangsgebührnissen sogenannte Ausgleichsbezüge, um sich beim Wechsel in den Öffentlichen Dienst finanziell nicht zu verschlechtern. Die Höhe der Ausgleichsbezüge ist die Differenz zwischen dem Grundgehalt Ihrer letzten Dienstbezüge als Zeitsoldat und Ihren aktuellen Dienstbezügen als Beamter bzw. Anwärterbezügen als Beamter auf Widerruf.
3. Übergangsbeihilfe (Abfindung) nach § 11a SVG
Als SaZ mit einer Dienstzeit von mehr als sechs Monaten, erhalten Sie nach Ihrer Entlassung aufgrund des Ablaufs der Verpflichtungszeit oder einer Dienstunfähigkeit, eine Übergangsbeihilfe durch die Bundeswehr. Die Höhe der Übergangsbeihilfe beträgt für SaZ, die nicht Inhaber eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheines sind, je nach geleisteter Dienstzeit als Soldat, zwischen dem 1,5-fachen und 12-fachen der letzten Dienstbezüge als SaZ.
Die Übergangsbeihilfe müssen Sie nicht beantragen. Sie wird i.d.R. durch das BVA zusammen mit Ihren ersten Übergangsgebührnissen in einer Summe auf Ihr Konto überwiesen. Die Übergangsbeihilfe wird versteuert. Bei Zeitsoldaten, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Januar 2006 begründet wurde, wird ein Steuerfreibetrag in Höhe von 10.800,00 € bei der Berechnung der Übergangsbeihilfe berücksichtigt.
Mit dem DZE-Online-Rechner erhalten Sie eine Orientierungshilfe über die Auszahlungshöhe Ihrer Übergangsbeihilfe als Zeitsoldat.
Für Soldaten, die VOR dem 26. Juli 2012 Soldat wurden bzw. für SaZ "alter" Art, gilt:
Die Höhe Ihre Übergangsgebührnisse beträgt grundsätzlich 75 Prozent Ihrer letzten Dienstbezüge als Zeitsoldat. Übergangsgebührnisse werden entsprechend Ihrer Lohnsteuerklasse versteuert. Familien- und Kinderzulagen werden durch das BVA auch weiterhin in voller Höhe gezahlt.
Für die Dauer einer durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) geförderten Aus- und Weiterbildung in Vollzeitform, erhöhen sich Ihre Übergangsgebührnisse auf 90 Prozent Ihrer letzten Dienstbezüge als Zeitsoldat. Vollzeit im Sinne der Berufsförderung bedeutet, dass die Aus- und Weiterbildung wöchentlich an vier Tagen mind. 25 Unterrichtsstunden (mit jeweils mind. 45 Minuten) Ihrer Arbeitskraft in Anspruch nimmt.
Beziehen Sie neben Ihren Übergangsgebührnissen ein zusätzliches Einkommen aus einer geförderten Bildungsmaßnahme (z.B. Ausbildungsvergütung), das die Hinzuverdienstgrenze (15 Prozent Ihrer letzten Brutto-Dienstbezüge als SaZ) übersteigt, mindern sich Ihre Übergangsgebührnisse um 15 Prozent Ihrer letzten Dienstbezüge als Zeitsoldat. Ein zusätzliches Erwerbseinkommen (z.B. Lohn, Gehalt), dass nicht aus einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst stammt, führt zu keiner Verminderung der Übergangsgebührnisse.
Die Dauer Ihrer Übergangsgebührnisse nach DZE ohne Berücksichtigung von Minderungen, entnehmen Sie bitte folgender Tabelle:
SaZ 4 < SaZ 6
SaZ 6 < SaZ 8
SaZ 8 < SaZ 12
bis zu 21 Monate
SaZ 12 und mehr
Offz m. Bw-Studium < SaZ 12
Offz m. Bw-Studium > SaZ 12
Für Soldaten, die NACH dem 26. Juli 2012 Soldat wurden bzw. für SaZ "neuer" Art, gilt:
Die Höhe Ihre Übergangsgebührnisse beträgt grundsätzlich 75 Prozent Ihrer letzten Dienstbezüge als Zeitsoldat. Übergangsgebührnisse werden entsprechend Ihrer Lohnsteuerklasse versteuert. Bei der Berechnung wird der Familienzuschlag bis zur Stufe 1 zu Grunde gelegt.
Für die Dauer einer durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) geförderten Aus- und Weiterbildung in Vollzeitform, wird Ihnen auf Antrag ein Bildungszuschuss in Höhe von 25 Prozent Ihrer letzten Dienstbezüge gewährt. Dadurch erhöhen sich Ihre Übergangsgebührnisse auf 100 Prozent Ihrer letzten Dienstbezüge als Zeitsoldat. Vollzeit im Sinne der Berufsförderung bedeutet, dass die Aus- und Weiterbildung wöchentlich an vier Tagen mind. 25 Unterrichtsstunden (mit jeweils mind. 45 Minuten) Ihrer Arbeitskraft in Anspruch nimmt.
Beziehen Sie neben Ihren Übergangsgebührnissen ein zusätzliches Einkommen aus einer geförderten Bildungsmaßnahme (z.B. Ausbildungsvergütung), wird dieses auf den Bildungszuschuss bis maximal zu dessen Höhe angerechnet. Ein zusätzliches Erwerbseinkommen (z.B. Lohn, Gehalt), dass nicht aus einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst stammt, führt zu keiner Verminderung der Übergangsgebührnisse.
Übergangsgebührnisse nach Dienstzeitende
SaZ 4 < SaZ 5 bis zu 12 Monate
SaZ 5 < SaZ 6 bis zu 18 Monate
SaZ 7 < SaZ 8 bis zu 30 Monate
SaZ 8 < SaZ 9 bis zu 36 Monate
SaZ 9 < SaZ 10
SaZ 10 < SaZ 11 bis zu 48 Monate
SaZ 11 < SaZ 12 bis zu 54 Monate
SaZ 12 und mehr bis zu 60 Monate
Offz m. Bw-Studium > SaZ 12 bis zu 24 Monate
Die Höhe Ihre Übergangsbeihilfe (Abfindung) als Zeitsoldat beträgt ein x-faches Ihrer letzten Dienstbezüge als SaZ und wird i.d.R. zusammen mit Ihrem letzten Gehalt als Soldat durch die BVA überwiesen. Sofern Sie VOR dem 1. Januar 2006 Soldat wurden, erhalten Sie die Übergangsbeihilfe unter Berücksichtigung eines Steuerfreibetrages in Höhe von 10.800,00 € überwiesen. Soldaten, die Nach dem 1. Januar 2006 in die Bundeswehr eingezogen wurden, müssen die Übergangsbeihilfe voll versteuern.
Den Faktor zur Berechnung Ihrer Übergangsbeihilfe nach DZE ohne Berücksichtigung von Minderungen, entnehmen Sie folgender Tabelle:
SaZ-Status Übergangsbeihilfe nach Dienstzeitende
< 18 Monate 1,5-fache der letzten Dienstbezüge
18 Monate < SaZ 2 1,8-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 2 < SaZ 4 2-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 4 < SaZ 8 4-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 8 < SaZ 20 6-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 20 und mehr 8-fache der letzten Dienstbezüge
Mit dem DZE-Online-Rechner erhalten Sie eine Orientierungshilfe über die Auszahlungshöhe Ihrer Übergangsbeihilfe ohne Berücksichtigung von Minderungsgründen.
Die Höhe Ihrer Übergangsbeihilfe (Abfindung) als Zeitsoldat beträgt ein x-faches Ihrer letzten Dienstbezüge als SaZ und wird i.d.R. zusammen mit Ihrem letzten Gehalt als Soldat durch die BVA überwiesen. Die Übergangsbeihilfe wird voll versteuert.
Dienstzeit Übergangsbeihilfe nach Dienstzeitende
SaZ 4 < SaZ 5 4-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 5 < SaZ 6 4,5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 6 < SaZ 7 5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 7 < SaZ 8 5,5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 8 < SaZ 9 6-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 9 < SaZ 10 6,5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 10 < SaZ 11 7-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 11 < SaZ 12 7,5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 12 < SaZ 13 8-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 13 < SaZ 14 8,5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 14 < SaZ 15 9-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 15 < SaZ 16 9,5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 16 < SaZ 17 10-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 17 < SaZ 18 10,5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 18 < SaZ 19 11-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 19 < SaZ 20 11,5-fache der letzten Dienstbezüge
SaZ 20 und mehr
12-fache der letzten Dienstbezüge
Ich beziehe neben den Übergangsgebührnissen ein zusätzliches Einkommen. Muss ich das melden?
Ja. Sie sind verpflichtet, bis zum Ende der Übergangsgebührnisse jede Einkommensänderung unverzüglich und schriftlich Ihrem zuständigen BVA mitzuteilen. Den richtigen Ansprechpartner finden Sie auf Ihrer letzten Gehaltsmitteilung. Zu viel erhaltene Bezüge infolge unterlassender, verspäteter oder fehlerhafter Meldung, sind von Ihnen in voller Höhe zu erstatten.
Welche Bücher empfiehlt DZE zum Thema "Dienstzeitversorgung nach der Bundeswehr?"
Wo erhalte ich verbindliche Auskunft zum Thema "Dienstzeitversorgungsansprüche?
Auskunft über Ihre die Höhe Ihrer Bezüge kann Ihnen nur das zuständige Bundesverwaltungsamt erteilen. Ihren Ansprechpartner finden Sie auf Ihrer letzten Gehaltsmitteilung.
Mitglieder des Deutschen BundeswehrVerbandes (DBwV) können sich, insbesondere in Rechtsfragen, direkt an das zuständige Referat VR-6 beim DBwV wenden.
Ein Ausscheiden vor Ablauf der festgesetzten Dienstzeit ist auf eigenen Wunsch normalerweise nur in zwei Fällen möglich:
1. „Härtefallregelung"
Die Dienstzeit kann man als SaZ nach § 55 Abs. 3 Soldatengesetz (SG) auf eigenen Antrag dann verkürzen, wenn das Verbleiben im Dienst wegen persönlicher, insbesondere häuslicher, beruflicher oder wirtschaftlicher, Gründe eine besondere Härte bedeuten würde.
Eine besondere Härte liegt aber gewöhnlich nur dann vor, wenn sich die persönlichen Lebensumstände plötzlich auf außergewöhnlich starker Weise und schicksalshaft verändert haben, so dass ein Verbleib in der Bundeswehr nicht mehr möglich ist. Das ist z.B. der Fall, wenn der elterliche Betrieb nach dem Tod der Eltern in der Existenz bedroht ist oder ein nahestehende Angehöriger intensiv gepflegt werden muss und diese Aufgabe von keinem anderen Familienmitglied übernommen werden kann.
2. „Dienstliches Interesse"
Nach den Bestimmungen des § 40 Abs. 7 SG kann die Dienstzeit eines Zeitsoldaten auf eigenen Antrag verkürzt werden, wenn dies im dienstlichen Interesse liegt. Dabei soll die verkürzte Dienstzeit die zur Durchführung der Berufsförderung notwendige Zeit der Freistellung vom militärischen Dienst umfassen.
Das dienstliche Interesse an einer Verkürzung der Dienstzeit muss jedoch von der personalbearbeitenden Stelle bekundet werden, was insbesondere bei SaZ mit sogenannten "Mangel-ATN" nicht ganz einfach werden wird. Hier sollte vorher unbedingt mit dem „Spieß" bzw. dem zuständigen Personalbearbeiter Verbindung aufgenommen werden.
Ist die Dienstzeit im Rahmen der militärischen Ausbildung mit einem erfolgreich abgeschlossenem Studium oder einer erfolgreichen Fachausbildung verbunden, so besteht ein dienstliches Interesse grundsätzlich nur dann, wenn zwischen dem Abschluss der Ausbildung und der Beendigung des Dienstverhältnisses bzw. dem Freistellungsanspruch noch mindestens drei Jahre Verwendung liegt. Ausnahmen davon sind z.B. nur bei Wegfall des Dienstpostens oder fehlenden Weiterverwendungsmöglichkeiten möglich.
Was bedeutet "dienstliches Interesse bei der Dienstzeitverkürzung"?
Diese Bewertung ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Eine Möglichkeit kann darin liegen, dass Sie im Zuge der Restrukturierung der Bundeswehr in Ihren Dienstbereich bzw. Ihrer Ausbildungs- und Verwendungsreihe (AVR) nicht mehr sinnvoll eingesetzt werden können und strukturelle oder sonstige Gründe einem Verwendungswechsel entgegenstehen. Aus Sicht der personalbearbeitenden Stelle darf also kein Interesse mehr an einer neuen Ausbildung bzw. einer Weiterbeschäftigung bestehen.
Ein dienstliches Interesse ist häufig beim Wegfall des Dienstpostens im Rahmen der Auflösungen eines Verbandes bzw. bei der Umstrukturierung der Truppengattung, Teilstreitkraft o.ä. der Fall. Es kann auch vorliegen, wenn die in Ihrer bisherigen militärischen Verwendung bestimmende Qualifikation nicht mehr benötigt wird oder ein personeller Überhang in Ihrem Geburtsjahrgang besteht. Im Zuge der aktuell angestrebten Vergrößerung der Bundeswehr wird ein dienstliches Interesse aber immer restriktiver festgestellt.
Wenn Ihre militärische Ausbildung mit einem erfolgreich abgeschlossenem Studium oder einer erfolgreich absolvierten Fachausbildung verbunden war, so kann ein dienstliches Interesse grundsätzlich nur dann bestehen, wenn zwischen dem Abschluss dieser Ausbildung und der Beendigung Ihres Dienstverhältnisses bzw. Ihrer Freistellung vom Dienst noch mindestens drei Jahre liegen. In begründeten Einzelfällen, wie beim Wegfall des Dienstpostens oder bei fehlender Verwendungsmöglichkeit, können von der personalbearbeitenden Stelle aber Ausnahmen bewilligt werden. Zudem sollten Sie darauf achten, dass zwischen Ihrem Antrag auf Dienstzeitverkürzung und Ihrem angestrebten Entlassungsdatum bzw. dem Beginn Ihrer Freistellung nicht mehr als zwei Jahre liegen.
Wie sieht mein BFD-Anspruch nach einer Dienstzeitverkürzung aus?
Wer wegen der Härtefallregelung vorzeitig aus der Bundeswehr ausscheidet, besitzt nur noch die BFD-Ansprüche, die ihm für die verkürzt festgesetzte Dienstzeit zustehen. Das gilt ebenso für die Übergangsbeihilfen (Abfindung) und Übergangsgebührnisse. Hier kann es je nach neuer Restdienstzeit zu massiven Kürzungen gegenüber der vollen Dienstzeit kommen.
Sofern die Verkürzung im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr erfolgt und das Bundeswehrreform-Begleitgesetz (BwRefBeglG) zum Tragen kommt, behält man gemäß Artikel 1 § 10 BwRefBeglG seine für die ursprünglich festgelegte Verpflichtungszeit geltenden BFD-Ansprüche, Übergangsbeihilfen (Abfindung) und Übergangsgebührnisse. Das bedeutet, dass es zu keiner Kürzung der Ansprüche kommt - aber nur wenn der Antrag bis zum Stichtag 31.12.2017 gestellt wird und man bereits vor Inkrafttreten dieses Gesetzes am 26. Juli 2012 Soldat war.
Wo erhalte ich verbindliche Auskunft zum Thema "Dienstzeitverkürzung" als SaZ:
Ansprechpartner Nr. 1 für Fragen rund um die Verkürzung Ihrer Dienstzeit als Zeitsoldat ist Ihr Kompaniefeldwebel bzw. Ihr Batterie- oder Staffelfeldwebel bzw. entsprechend.
Wer entscheidet über eine Dienstzeitverkürzung:
Über den Antrag auf Dienstzeitverkürzung entscheidet die zuständige personalbearbeitende Stelle. Bei Mannschaftsdienstgraden, Unteroffizieren o.P. und Unteroffizieren m.P. sowie Offizieren entscheidet das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw).
Was ist ein Eingliederungsschein (E-Schein) und was ist ein Zulassungsschein (Z-Schein)?
E-Schein und Z-Schein sind Bestandteil der Eingliederungshilfen des Berufsförderungdienstes der Bundeswehr (BFD). Es handelt sich hierbei um schriftlich erteile Berechtigungen, die Ihre Chancen auf Übernahme in den öffentlichen Dienst nach der Bundeswehr maßgeblich erhöhen, da Sie sich damit auf sogenannte vorbehaltene Stellen bewerben können.
Für ehemalige Zeitsoldaten, die Inhaber eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheines sind, wird eine bestimmte Anzahl an Stellen im öffentlichen Dienst vorbehalten. Auf diese Stellen können sich ausschließlich E- oder Z-Scheininhaber bewerben. Für Sie als SaZ hat dies den entscheidenden Vorteil, dass Sie sich im Zuge des Auswahlverfahrens mit Ihresgleichen messen, denn alle Mitbewerber auf eine Stelle sind ebenfalls ehemalige SaZ.
Die Anzahl der vorbehaltenen Stellen gliedert sich wie folgt:
jede sechste Beamtenanwärterstelle im einfachen und mittleren Dienst,
jede neunte Beamtenanwärterstelle im gehobenen Dienst und
jede zehnte Angestelltenstelle.
Ausgenommen vom Stellenvorbehalt für Zeitsoldaten der Bundeswehr sind Stellen im höheren Dienst, im Polizeivollzugsdienst, im Schuldienst, Stellen des Deutschen Roten Kreuzes in Bayern und Stellen bei Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern.
Nach Ablauf Ihres Dienstverhältnisses als Zeitsoldat von zwölf und mehr Jahren haben Sie Anspruch auf einen Eingliederungs- oder Zulassungsschein.
Sofern Sie aufgrund einer Dienstunfähigkeit entlassen wurden, haben Sie Anspruch auf einen E- oder Z-Schein, wenn Ihre Dienstzeit vor Eintritt der Dienstunfähigkeit auf 12 oder mehr Jahre festgesetzt wurde und Sie mindestens vier Jahre davon bereits gedient haben. Ihr Anspruch erlischt nicht, wenn Ihre Dienstzeit aufgrund einer Ausbildung zunächst nur für einen kürzeren Zeitraum festgesetzt wurde.
Als Wiedereinsteller haben Sie nur Anspruch auf einen Eingliederungs- oder Zulassungsschein, wenn Sie nach Ablauf Ihres früheren Dienstverhältnisses keine Übergangsgebührnisse bezogen haben oder das frühere Dienstverhältnis nach 12 oder mehr Jahren geendet hat.
Zunächst müssen Sie über Ihren BFD einen Eingliederungs- oder Zulassungsschein beantragen. Aber Vorsicht, beide Scheine können Ihnen nur bis zu Ihrem DZE erteilt werden. Beantragen Sie den gewünschten Schein daher rechtzeitig. Sollten Sie diesen im Zuge Ihrer Wiedereingliederung nicht mehr benötigen, können Sie ihn bis zu einem bestimmten Zeitpunkt jederzeit zurückgeben.
Sie erhalten zunächst durch den BFD eine Bestätigung über Ihren Anspruch auf einen E-Schein bzw. Z-Schein. Das "Original" Ihres E- bzw. Z-Scheines erhalten Sie spätestens am Tag Ihres Dienstzeitendes.
Bereits mit der Bestätigung des BFD können Sie sich über Ihren BFD-Berater (m/w) bei der Vormerkstelle des Bundes oder einer Vormerkstelle der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein oder Thüringen für die Übernahme in den öffentlichen Dienst nach der Bundeswehr bewerben.
Bitte beachten Sie, dass beide Scheine keine Garantie für eine Übernahme in den öffentlichen Dienst darstellen. Natürlich müssen Sie die Einstellungsvoraussetzungen für die gewünschte Stelle erfüllen und i.d.R. an einem Auswahlverfahren teilnehmen. Erst nachdem die entsprechende Behörde Ihre Eignung festgestellt hat, weist Sie die Vormerkstelle der Behörde zu.
Was ist der Unterschied zwischen Eingliederungsschein und Zulassungsschein?
Der Eingliederungsschein ist für Zeitsoldaten interessant, die einen nahtlosen Übergang von der Bundeswehr in den öffentlichen Dienst anstreben und über die Ausgleichsbezüge Ihren finanziellen Standard für maximal zehn Jahre halten möchten.
Der Zulassungsschein ist für Zeitsoldaten interessant, die hinsichtlich des Übergangs in den öffentlichen Dienst flexibel sind und aufgrund der Höhe ihrer Übergangsgebührnisse und Dienstbezüge als Beamter auf die Ausgleichsbezüge verzichten können.
Der Tausch beider Scheine ist generell jederzeit möglich.
Bis zum Ablauf Ihrer Dienstzeit können Sie sowohl den Eingliederungs- als auch den Zulassungsschein jederzeit an Ihren BFD zurückgeben. In diesem Fall leben Ihrer verbleibenden Ansprüche auf Berufsförderung und Dienstzeitversorgung wieder auf.
Nach Ihrem DZE können Sie den Eingliederungsschein zurückgeben, sofern er nicht für eine Eingliederung in den öffentlichen Dienst genutzt wurde. Den Zulassungsschein können Sie bis zu acht Jahre nach Ihrem DZE zurückgeben, sofern er nicht für eine Eingliederung in den öffentlichen Dienst genutzt wurde. In diesem Fall leben Ihre verbleibenden Ansprüche auf Berufsförderung und Dienstzeitversorgung wieder auf.
Welche Bücher empfiehlt DZE zum Thema "E-Schein bzw- Z-Schein"?
Vereinbaren Sie hierzu bitte einen Termin mit Ihrem zuständigen BFD-Berater (m/w).
Für Soldaten auf Zeit (SaZ) gilt:
Als Zeitsoldat waren Sie während Ihrer Dienstzeit nicht rentenversicherungspflichtig. Demnach wurden keine Beiträge in Ihre gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt. Dies ist für Sie jedoch kein Nachteil, da Sie nach Ablauf Ihrer Dienstzeit als Zeitsoldat in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert werden. Der Bund übernimmt für die gesamte Dauer Ihrer Dienstzeit als Soldat, also ggf. auch für die Zeit als Wehrpflichtiger, sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmeranteil der Rentenversicherungsbeiträge entsprechend Ihres jeweiligen Bruttoverdienstes in voller Höhe. Der Zeitraum, in dem Sie Übergangsgebührnisse durch die Bundeswehr beziehen, wird nicht nachversichert.
Vor Ablauf Ihrer Dienstzeit erhalten Sie durch Ihren zuständigen Berater (m/w) beim Bundesverwaltungsamt (BVA) die "Erklärung zur Nachversicherung". Dieses Formular müssen Sie gewissenhaft ausfüllen und umgehend an das BVA zurücksenden. Erst dann kann eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung nach der Bundeswehr beim entsprechenden Versicherungsträger erfolgen.
Zeiten besonderer Auslandsverwendungen (Teilnahme an Auslandseinsätzen) führen zu einer erhöhten Nachversicherung in der Rentenversicherung. Dabei werden jedoch nur Einsatzzeiten ab dem Stichtag 13. Dezember 2011 berücksichtigt, sofern mindestens 180 Einsatztage nachgewiesen werden können. Bei der Berechnung der mindestens 180 Tage werden auch Einsatzzeiträume seit dem 1. Dezember 2002 eingerechnet. Die Nachversicherung von Zeiten besonderer Auslandsverwendungen erfolgt von Amtswegen.
Für freiwillig Wehrdienstleistende (FWDL) gilt:
Als FWDL werden Ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und einer bereits seit mehr als 12 Monaten bestehenden privaten Renten- oder Lebensversicherung während der Wehrdienstzeit durch den Bund übernommen. Weitere Informationen für FWDL finden Sie hier.
Als ehemaliger Zeitsoldat haben Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Nach einer Wehrdienstzeit von mindestens zwei Jahren können Sie unter Umständen eine Arbeitslosenbeihilfe durch die Agentur für Arbeit erhalten. Ausführliche Informationen zur Arbeitslosenbeihilfe nach der Bundeswehr finden Sie hier.
Wenn Sie nach Ablauf einer eventuellen Arbeitslosenbeihilfe oder der Übergangsgebührnisse weiterhin arbeitssuchend sind, können Sie das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beantragen. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit.
Als FWDL werden Ihre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung während der Wehrdienstzeit durch den Bund übernommen. Weitere Informationen für FWDL finden Sie hier.
Als Zeitsoldat waren Sie während Ihrer Dienstzeit nicht krankenversicherungspflichtig und hatten Anspruch auf freie Heilfürsorge. Die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung endet jedoch mit Ihrem Ausscheiden aus der Bundeswehr.
Soldaten auf Zeit, die nach Ablauf Ihrer Dienstzeit Übergangsgebührnisse beziehen, haben für die Dauer der Übergangsgebührnisse Anspruch auf Beihilfe der Bundeswehr. Der sogenannte Beihilfebemessungssatz beträgt für Übergangsgebührnisempfänger 70 Prozent. Die verbleibenden 30 Prozent sind über eine private Krankenversicherung abzusichern. Wie Sie im Krankheitsfall Beihilfe beantragen und welche Beihilfestelle für Sie zuständig ist, finden Sie hier.
Sobald Sie nach Ihrer Dienstzeit in ein sozialversicherungspflichtiges Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis wechseln, wird ein eventueller Beihilfeanspruch zweitrangig. Das bedeutet, dass Sie über Ihren neuen Arbeitgeber in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert werden und über die Beihilfe nur noch Kosten abrechnen können, die von Ihrer gesetzlichen Versicherung nicht übernommen werden, aber im Rahmen der Beihilfe erstattet werden können.
Nehmen Sie vor Ablauf Ihrer Wehrdienstzeit persönlich Verbindung mit Ihrem "zivilen" Arbeitgeber oder ggf. der Agentur für Arbeit (wenn Sie vor Antritt des Wehrdienstes arbeitssuchend gemeldet waren) auf und stellen Sie sicher, dass das Ende Ihrer Wehrdienstzeit rechtzeitig der zuständigen Krankenversicherung gemeldet wird. Weitere Informationen für FWDL finden Sie hier.
Der Sozialdienst der Bundeswehr bietet allen aktiven Soldaten, Übergangsgebührnisempfängern, Pensionären sowie deren Familienangehörigen bundesweit professionelle und kostenlose Hilfe zu allen sozialen Angelegenheiten an. Sozialberater der Bundeswehr schalten sich ein bei:
Fragen zum Sozialversicherungs- und Versorgungsrecht,
Fragen zum Arbeitsplatzschutzgesetz,
der Versorgung aufgrund einer Dienstunfähigkeit,
der Versorgung bei einer Wehrdienstbeschädigung sowie
der Regelung von Ansprüchen in Todesfällen.
Fragen Sie Ihren Kompaniefeldwebel bzw. Ihren Batterie- oder Staffelfeldwebel nach dem zuständigen Sozialberater (m/w) an Ihrem Standort. Alternativ finden Sie hier das Sozialdienstverzeichnis.
rund um Ihr DZE?