Source: https://www.handwerk-leerwittmund.de/category/arbeitssicherheit/
Timestamp: 2019-09-22 17:03:21
Document Index: 310701192

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 14', '§ 12', 'BGH', '§ 12', 'BGH']

Arbeitssicherheit – Kreishandwerkerschaft LeerWittmund
Kategorie-Archiv: Arbeitssicherheit
Archiv nach Kategorie "Arbeitssicherheit"
admin Aktuelles,Arbeitssicherheit Arbeitssicherheit, Leiterunfälle
Leitern? Gefährlicher als gedacht!
Eine Leiter. Was soll da groß passieren? Nichts bewegt sich, kein Motor treibt gefährliches Werkzeug an, keine Gefahrstoffe treten aus und in der Regel verteilt die Leiter auch keine Stromschläge. Doch der Eindruck täuscht.
Im Jahr 2017 gab es 25.007 meldepflichtige Absturzunfälle, davon passierten 11.835 von Leitern und Trittleitern. Meldepflichtig bedeutet eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 3 Tagen. 12 dieser Arbeitsunfälle endeten tödlich, für 1.306 Unfälle mussten anschließend Unfallrenten gezahlt werden.
32 % der tödlichen Abstürze geschehen aus einer Höhe von 2 Metern, und fast 60 Prozent aller tödlichen Abstürze passieren ausgebildeten Fachkräften.
Die häufigste Ursache dieser Unfälle ist ein wegrutschen der Leiter und das Abrutschen von der Leiter. Meist sind bei diesen Unfällen die Beine, die Knöchel oder der Fuß betroffen und ziehen langwierige Verletzungsfolgen nach sich.
Einmal durch eine Leiterverbreiterung für Anlegeleitern:
Diese sind seit dem 01.01.2018 für gewerblich genutzte Leitern über 3 Meter Länge vorgeschrieben. Für bereits vorhandene Leitern bieten die Hersteller Verbreiterungen zum nachrüsten an.
Diese Verbreiterungen verhindern vor allem das seitliche wegrutschen der Leiter, eine der häufigsten Unfallursachen.
Die andere (zusätzliche) Möglichkeit ist die Sicherung der Leiter am oberen Ende, z. B. durch anbinden oder eine andere Sicherung.
(Bildquelle: BG Bau)
Mitgliedsbetriebe der BG Bau können für die Anschaffung solcher Produkte Förderprämien beantragen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
https://www.bgbau.de/service/angebote/arbeitsschutzpraemien/worksafetypremiums-product/bgbauworksafetypremiums_detail/leiterzubehoer/
Weitere wichtige Punkte für den sicheren Umgang mit Leitern sind folgende:
Betriebsanweisung zur Nutzung der Leitern,
Jährliche Unterweisung der Mitarbeiter mit Dokumentation,
Jährliche Prüfung der Leitern durch eine befähigte Person
das kann auch ein Mitarbeiter durchführen
Dokumentation der Prüfung nicht vergessen
Sie erreichen unseren Experten für Arbeitssicherheit, Herrn Trittmann unter
Tel.: 04462–9484-26 – Mobil: 0151–11591062
Tel.: 04462 – 948426
admin Aktuelles,Arbeitssicherheit,Sicherheit und Gesundheit Arbeitssicherheit, Betriebsanweisung
Arbeitssicherheit: Betriebsanweisungen
Betriebsanweisungen regeln das Verhalten der Mitarbeiter beim Umgang mit Maschinen, Geräten und Gefahrstoffen. Die Erstellung und Veröffentlichung von Betriebsanweisungen ist eine allgemeine Unternehmerpflicht. Hier erfahren Sie wie sie diese Pflicht mit minimalem Aufwand erfüllen können.
Zunächst erfolgt, gemeinsam mit Ihnen, eine Bestandsaufnahme der in ihrem Betrieb vorhandenen Maschinen und Geräte, der Tätigkeiten, der verwendeten Gefahrstoffe und der Biostoffe.
Danach erstellen wir die für ihr Unternehmen notwendigen und angepassten Betriebsanweisungen.
Diese dienen gleichzeitig als Grundlage für die vorgeschriebenen Unterweisungen ihrer Mitarbeiter.
Betriebsanweisungen helfen, Unfälle und Gesundheitsgefahren beim Einsatz von Maschinen oder bei der Verwendung von gefährlichen Arbeitsstoffen zu vermeiden. Sie regeln das Verhalten im Betrieb sowie im Notfall.
Geregelt ist die Erstellung von Betriebsanweisungen unter anderem im Arbeitsschutzgesetz, in der Betriebssicherheitsverordnung, in der Gefahrstoffverordnung und in den Vorschriften der Berufsgenossenschaften.
Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte sollten bei der Erstellung beratend mitwirken. Darüber hinaus empfiehlt sich die Beteiligung der betroffenen Mitarbeiter; dies wirkt motivierend auf die Beachtung der Betriebsanweisungen.
Die Beschäftigten sind verpflichtet, die Betriebsanweisungen einzuhalten. Dies folgt aus § 15 DGUV Vorschrift 1, wonach Weisungen des Unternehmers zum Arbeitsschutz zu befolgen sind, mit Ausnahme von Weisungen, die erkennbar gegen Sicherheit und Gesundheit gerichtet sind.
Wenn eine Tätigkeit gefährlich bzw. sicherheitsrelevant ist, können Sie mit einer Betriebsanweisung ihre Mitarbeiter schützen und sich selbst Ärger und Rechtsfolgen durch die Gewerbeaufsicht oder die BG und nach Unfällen ersparen.
Formale Vorgaben für Betriebsanweisungen gibt es nur wenige. Sie sollen grafisch einheitlich gestaltet sein und nicht mehr als 1 bis 2 DIN-A4-Seiten umfassen. Entscheidend ist das Abfassen in einer für die Beschäftigten verständlichen Form und Sprache. Bei mangelhaften Deutschkenntnissen kann es notwendig sein, Betriebsanweisungen in die Muttersprache Ihrer Beschäftigten zu übersetzen.
Die Faustregel lautet: „So viele Informationen wie notwendig, aber so wenige wie möglich.“ Alles Wesentliche gehört in die Betriebsanweisung, auf Details gehen Sie in Ihren Unterweisungen ein. § 14 GefStoffV und § 12 BetrSichV nennen die geforderten Inhalte. Bewährt haben sich folgende Angaben:
Karl – Heinz Trittmann
Quelle: BG für Holz und Metall (BGHM), Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Verlag für deutsche Wirtschaft AG (VNR)
admin Aktuelles,Arbeitssicherheit,Personal Arbeitssicherheit, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung
Als Führungskraft werden Sie täglich mit vielfältigen Aufgaben konfrontiert und sind verantwortlich für die Qualität Ihrer Arbeit und Erzeugnisse und letztendlich für den wirtschaftlichen Erfolg. Ihre Fürsorgepflicht als Unternehmensleitung schließt ein, dass Sie die Mitarbeitenden im Rahmen von Unterweisungen über potenzielle Gefährdungen aufklären und sie vor Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren schützen. Dabei tragen Sie die Verantwortung für alle betrieblichen Prozesse – somit auch für die Unterweisung.
So regelt es unter anderem das Arbeitsschutzgesetz in § 12 Absatz 1 – es ist also Ihre gesetzliche Pflicht.
Als Führungskraft werden Sie täglich mit vielfältigen Aufgaben konfrontiert und sind verantwortlich für Doch können Sie aus dieser gesetzlichen Pflicht einen echten Nutzen ziehen, indem Sie Ihre Beschäftigten gezielt informieren und motivieren. Die wiederum können dadurch Risiken besser einschätzen und somit vermeiden. In Unterweisungen können auch Arbeitsabläufe thematisiert werden, um dann gemeinsam eine Lösung zur Optimierung zu erarbeiten. Dazu kommt das Ihre Verantwortung, als Unternehmer, zu einem großen Teil auf die Beschäftigten übergeht und Sie sich um andere Themen kümmern können. Mit der Unterweisung dokumentieren Sie das Sie Ihre Beschäftigten über eventuelle Gefahren und Risiken aufgeklärt haben. Mit der Gefährdungsbeurteilung ermitteln Sie Gefährdungen in Ihrem Betrieb und legen entsprechende Schutzmaßnahmen fest. Die Gefährdungsbeurteilugn ist somit wichtige Grundlage für die Unterweisung.
In kleineren Betrieben ist es meist die Unternehmensleitung selbst, die Unterweisungen durchführt. Doch können Sie auch die Aufgaben einer Unterweisung an eine fachkundige und zuverlässige Person delegieren. Diese muss die Arbeitsbereiche und den betrieblichen Alltag mit den möglichen Gefährdungen sehr gut kennen und über die notwendigen Weisungsrechte verfügen. Binden Sie zum Beispiel ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Betriebsarzt oder Betriebsärztin, oder andere Fachleute ein, um sich qualifizierte Unterstützung zu sichern.
Nutzen Sie darüber hinaus auch das Fachwissen Ihrer Beschäftigten. Sie sind am nächsten am Geschehen und können wertvolle Hinweise geben, was in der Unterweisung thematisiert werden sollte. Auch Beinaheunfälle sind eine sehr gute Quelle für Themen zur Unterweisung.
Überzeugend motivieren und unterweisen
Doch Unterweisung ist mehr als nur fachliches Wissen: Sehen Sie Unterweisungen auch als Aspekt Ihrer Führungs- beziehungsweise Unternehmenskultur. Je mehr Aufmerksamkeit Sie als Unternehmer/in den angesprochenen Themen schenken, umso mehr wird deren Bedeutung auch den Beschäftigten bewusst. Und agieren Sie als Vorbild: Wenn Sie das gewünschte Verhalten selbst vorleben, bleiben Sie glaubwürdig. Das wirkt motivierend. Fragen Sie sich einmal selbst: Warum soll ich unterweisen? Wenn Ihre Antwort lautet: „Ich will nicht, ich muss!“, wird diese Haltung wahrscheinlich IHre Mitarbeiter entsprechend einstimmen. So wirken Sie weder überzeugend noch motivierend oder begeisternd.
Wenn Sie nicht selbst überzeugt sind von den Zielen eines wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutzes, werden Sie diese auch nicht überzeugend und effektiv den Beschäftigten „verkaufen“ können. Typisches Beispiel ist das Thema „geeignete Arbeitsschuhe“ : Wer nach der Unterweisung mit der Unterschrift der Teilnehmenden zufrieden ist, macht sich letztendlich unglaubwürdig. Wenn die Unterweisung zum Ziel hat, dass geeignete Schuhe getragen werden, so muss eine verantwortliche Führungskraft dieses Unterweisungsziel auch überprüfen und durchsetzen – so wie sie es beim Thema „Pünktlichkeit“ sicher täte. Das Ziel einer Unterweisung ist, dass die Unterwiesenen am Ende wissen, wie sie sich richtig verhalten, dass sie sich richtig verhalten können und auch richtig verhalten wollen, um ihren Arbeitsalltag gesund und sicher zu gestalten.
Bildquelle : BGW
Weitere Informationen, z. B. über Themen, Ziele, Aufbau und Durchführung einer Unterweisung können Sie gerne bei uns anfordern.
Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung einer Unterweisung, stellen mit Ihnen gemeinsam Themen zusammen, führen die Unterweisung für Sie durch oder stehen während der Durchführung als Berater an ihrer Seite.
Tel.: 04462 – 9484-26
Mobil: 0151 – 1159 1062
E-Mail :kh.trittmann@handwerk-leerwittmund.de
BG für Holz und Metall (BGHM)
admin Aktuelles,Arbeitssicherheit,Personal Bäcker, Freisprechungsfeier, SHK, Wittmund
Freisprechung: Wittmund
Zur feierlichen Freisprechung hatte die Kreishandwerkerschaft LeerWittmund 16 Auszubildende aus der Bäckerinnung und der Installateur- und Heizungsbauer-Innung Wittmund in das Hotel „Residenz“ in Wittmund geladen. Die Junghandwerker erschienen in Begleitung ihrer Freunde und ihrer Familien. Durch die Freisprechung leitete der Kreishandwerksmeister Jan Denkena, der zahlreiche Ehrengäste begrüßen durfte. Neben Handwerkskammerpräsident Albert Lienemann nebst Gattin nahmen viele Vertreter der Wirtschaft und der Berufsschule an der mit mehr als 70 Gästen sehr gut besuchten Feierstunde teil.
Handwerkskammerpräsident Lienemann betonte in seiner Festansprache die große Bedeutung des Handwerks als zukunftssicherer Arbeitgeber in Ostfriesland und ermunterte die Junghandwerker „stolz darauf zu sein, dem ostfriesischen Handwerk anzugehören“. In Ostfriesland beschäftigt das Handwerk, so Lienemann, rund 36.000 Menschen – darunter 3.000 Auszubildende. Im Landkreis Wittmund alleine seien 740 Handwerksbetriebe ansässig, in denen rund 5.000 Beschäftigte tätig sind. Mit der Entscheidung für eine Ausbildung im Handwerk hätten die Nachwuchskräfte sich genau richtig entschieden, so der Handwerkspräsident. Das Handwerk habe nach wie vor „goldenen Boden“ und angesichts voller Auftragsbücher sind gut ausgebildete Fachkräfte stets gefragt.
Als Vertreter der Berufsschule betonte Dirk Lammers, stellvertretender Schulleiter der BBS Wittmund, in seiner Ansprache wie wichtig es sei, dass die Jugend Impulse setze und Herausforderungen annehme. Das habe dieser Jahrgang, so Lammers, erfolgreich geschafft.
Alle Festredner bedankten sich bei den Ausbildern, den Berufsschullehrern und den Angehörigen der Auszubildenden für die Unterstützung der jungen Menschen während ihrer Ausbildung.
Nach guter Handwerkstradition wurden die Auszubildende anschließend durch Handwerkskammerpäsident Lienemann „von den Rechten und Pflichten der Lehre“ freigesprochen.
Musikalisch wurde die Feierstunde begleitet von der Wittmunder Band „Soup oft the day“.