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Timestamp: 2016-10-24 12:22:33
Document Index: 225140876

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 24', 'Art. 15', 'Art. 99', 'Art. 41', 'Art. 25', 'Art. 24', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 24', 'Art. 29', 'Art. 28', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 23', 'Art. 29', 'Art. 24', 'Art. 66', 'Art. 66']

1C_211/2011 (20.02.2012)
1C_211/2011/1C_213/2011
1C_217/2011
1C_211/2011
5. Erben von Y.________, n�mlich:
E.________, F.________, G.________, H.________,
8. K.________,
Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch
Advokat Dr. Thomas Julen,
1C_213/2011
1. L.________,
3. N.________,
Beschwerdef�hrer, alle drei vertreten durch
Advokat Jodok Wyer,
vertreten durch Advokat Dr. Hans-Peter Jaeger,
1C_211/2011, 1C_213/2011 und 1C_217/2011
Erbengemeinschaft Z.________, bestehend aus:
4. R.________,
alle vertreten durch Advokat Stefan Escher,
vertreten durch Advokat Dr. Fritz
Einwohnergemeinde Zermatt,
Raumplanung,
Beschwerde gegen das Urteil vom 25. M�rz 2011 des Kantonsgerichts Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung.
Am 8. Juni 1997 nahmen die Stimmb�rger der Gemeinde Zermatt eine neue Bau- und Zonenordnung an. Diese sah im Ortsteil Aroleid, �stlich des Weilers Zum See, eine Zone "Ferienhaus-Weiler" (FW) vor.
Dagegen reichte Z.________ am 11. Juli 1997 Beschwerde beim Staatsrat des Kantons Wallis ein und beantragte, diverse Liegenschaften im Gebiet Blatten und Zum See (Aroleid) nicht der Bauzone zuzuweisen. Am 18. August 1999 trat der Staatsrat auf die Beschwerde mangels Legitimation nicht ein. Mit Urteil vom 18. Februar 2000 bejahte die �ffentlich-rechtliche Abteilung des Kantonsgerichts Wallis die Legitimation und wies die Sache zu materieller Beurteilung an den Staatsrat zur�ck.
Am 23. Januar 2002 wies der Staatsrat die Beschwerde ab. Dagegen gelangten die Mitglieder der Erbengemeinschaft der inzwischen verstorbenen Z.________ wiederum an das Kantonsgericht. Dieses hob den Staatsratsentscheid am 4. April 2003 auf und wies die Sache zur�ck, um den betroffenen Grundeigent�mern das rechtliche Geh�r zu gew�hren.
Nach Anh�rung der Grundeigent�mer wies der Staatsrat die Beschwerde am 3. M�rz 2004 erneut ab und homologierte den Beschluss der Urversammlung der Gemeinde Zermatt betreffend die Nutzungsplanung "Aroleid/Blatten".
Am 7. Januar 2005 hiess das Kantonsgericht die dagegen gerichtete Beschwerde der Erbengemeinschaft Z.________ gut und wies die Sache an die zust�ndige Beh�rde zu weiteren Abkl�rungen zur�ck; zu pr�fen seien insbesondere die Dimensionierung der Bauzone, die Interessen der Landwirtschaft und die zu erwartenden L�rmimmissionen durch Schneekanonen.
Auf die dagegen gerichteten Beschwerden von L. und M.________ trat das Bundesgericht am 12. April 2005 nicht ein (1P.117 und 121/2005).
In der Folge beauftragte die Gemeinde den Ortsplaner, einen Bericht zu den noch offenen Fragen zu verfassen. Dessen Bericht "Bedarfsabkl�rung Bauzonen Aroleid" wurde zusammen mit einem "L�rmbericht Beschneiungsanlagen Zermatt" des B�ros Transportplan Sion SA vom 9. Juni 2008 (im Folgenden: L�rmbericht 2008) vom Gemeinderat am 31. Juli 2008 verabschiedet und dem Staatsrat zur Entscheidf�llung vorgelegt. Dieser holte die Stellungnahme der Parteien und der kantonalen Dienststelle f�r Raumplanung ein (Berichte vom 24. Oktober 2008 und vom 16. Juli 2009). Am 23. Juni 2010 wies er die Beschwerde ab, homologierte die am 8. Juni 1997 beschlossene Nutzungsplanung "Aroleid/Blatten" und behaftete die Zermatt Bergbahnen AG darauf, dass die im L�rmbericht 2008 aufgelisteten Massnahmen und Empfehlungen von ihr ber�cksichtigt und umgesetzt werden.
Dagegen erhob die Erbengemeinschaft Z.________ am 3. September 2010 Verwaltungsgerichtsbeschwerde bei der �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts. Am 25. M�rz 2011 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde gut und entschied, dass die unter der Felspartie "Lengfl�e" zwischen den Weilern Blatten und Zum See liegenden Parzellen Nrn. 3249, 3195, 3178, 3177 sowie 3175 nicht und die Parzellen Nrn. 3170 und 3885 teilweise nicht in die Bauzone einzuzonen seien, entsprechend dem dem Urteil beiliegenden Plan.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid haben die Mitglieder der Erbengemeinschaft X.________ (1C_211/2011; im Folgenden: Beschwerdef�hrer 1), L. und M.________ sowie N.________ (1C_213/2011; im Folgenden: Beschwerdef�hrer 2) und die Einwohnergemeinde Zermatt (1C_217/2011) Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben.
Die Beschwerdef�hrer 1 beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der Entscheid des Staatsrates des Kantons Wallis vom 23. Juni 2010 und die von der Gemeinde Zermatt am 8. Juni 1997 beschlossene und vom Staatsrat homologierte Nutzungsplanung "Aroleid/Blatten" seien zu best�tigen.
Die Beschwerdef�hrer 2 und die Gemeinde Zermatt beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache hinsichtlich der Bedarfsabkl�rung der Bauzone und des L�rms der Schneekanonen zur Neubeurteilung an das Walliser Kantonsgericht bzw. die zust�ndigen kantonalen Beh�rden zur�ckzuweisen.
Die Erbengemeinschaft Z.________ beantragt, die Beschwerden seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. S.________ (Eigent�mer der Parzelle Nr. 3178) und das Verwaltungsgericht schliessen auf Abweisung der Beschwerden. Der Staatsrat hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Die Zermatt Bergbahnen AG �ussert sich in ihrer Stellungnahme vom 3. Juni 2011 zum Projekt, die bestehenden Beschneiungsanlagen durch neue leisere Schneilanzen zu ersetzen. Sie reicht hierzu den Bericht von Leander Schmidt "Beschneiungsanlagen Furi-Aroleitwald, L�rmschutz-Nachweis" vom 21. April 2011 zu den Akten (im Folgenden: L�rmschutz-Nachweis 2011). Die Beschwerdef�hrer 1 haben eine fr�here Fassung dieses Berichts vom 20. Oktober 2010 eingereicht.
Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) kommt in seiner Vernehmlassung zum Ergebnis, das angefochtene Urteil sei konform mit der Umweltschutzgesetzgebung des Bundes. Sollte in Zukunft ein Projekt mit leiseren Schneilanzen mit hinreichender Gewissheit zu erwarten sein, m�sste eine Einzonung der betroffenen Grundst�cke aus l�rmschutzrechtlicher Sicht erneut gepr�ft werden.
Den Parteien wurde Gelegenheit gegeben, sich zur Vernehmlassung des BAFU zu �ussern. In ihrer Stellungnahme vom 14. Oktober 2011 r�gt die Zermatt Bergbahnen AG eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil ihr die Einreichung des (ihres Erachtens veralteten) L�rmberichts 2008 im kantonalen Verfahren nicht zur Kenntnis gebracht worden sei; das kantonsgerichtliche Urteil sei deshalb aufzuheben.
Der angefochtene, kantonal letztinstanzliche Entscheid legt fest, dass bestimmte Parzellen im Bereich Aroleid/Blatten nicht in die Bauzone einzuzonen seien. Damit wird die Zuweisung dieser Parzellen zur Ferienhaus-Weiler-Zone gem�ss Zonenplanung der Gemeinde Zermatt "Aroleid/Blatten" definitiv aufgehoben. Es handelt sich insofern um einen Endentscheid (Art. 90 BGG), gegen den grunds�tzlich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen steht. Die Beschwerdef�hrer 1 und 2 sind als Eigent�mer von Grundst�cken im betroffenen Gebiet zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Die Gemeinde Zermatt ist ihrerseits befugt, mit Beschwerde eine Verletzung ihrer Autonomie geltend zu machen (Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG). Auf die Beschwerden ist daher grunds�tzlich einzutreten.
Nicht einzutreten ist dagegen auf den Antrag der Zermatt Bergbahnen AG auf Aufhebung des kantonsgerichtlichen Entscheids: Sie hat nicht selbst Beschwerde gef�hrt und kann schon aus diesem Grund keine eigenst�ndigen Antr�ge stellen.
Da die Beschwerden denselben Entscheid des Kantonsgerichts betreffen und im Wesentlichen gleiche R�gen enthalten, rechtfertigt es sich, die Verfahren zu vereinigen.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht - einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens - ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht (mit Ausnahme der Grundrechte) von Amtes wegen an (Art. 106 BGG). Es ist daher nicht an die Begr�ndung der Parteien gebunden, sondern kann die Beschwerde auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254 mit Hinweis).
Die Verletzung von Grundrechten wird vom Bundesgericht nur insoweit gepr�ft, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). F�r derartige R�gen gelten qualifizierte Begr�ndungsanforderungen (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen). Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein.
Es ist an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel k�nnen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Die streitbetroffenen Parzellen befinden sich in einer langgezogenen, bislang un�berbauten Gel�ndemulde, die �stlich in ziemlich flaches Gel�nde mit kleinen H�geln ausl�uft ("Seematta") und westlich durch ein Felsband ("Lengfl�e") abgeschlossen wird; die dar�berliegende Gel�ndeterrasse ist von unten nicht einsehbar (vgl. die Feststellungen des Kantonsgerichts am Augenschein vom 2. Oktober 2002, Protokoll S. 3). Parallel zum Felsband verl�uft der Fussweg zwischen den Weilern Blatten und Zum See. Dieser wurde zwischenzeitlich als Teil eines historischen Verkehrswegs von nationaler Bedeutung im Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) aufgenommen (VS 26 Zermatt-Theodulpass, Objekt Nr. 26.2.1). Die Parzellen Nrn. 3175, 3170, 3885, 3177, 3178 und 3249 grenzen an die Skipiste Furi-Zermatt an.
Das Kantonsgericht ging davon aus, dass die Einzonung schon nach Art. 24 Abs. 1 USG (SR 814.01) unzul�ssig sei. Danach d�rfen neue Bauzonen f�r Wohngeb�ude oder andere Geb�ude, die dem l�ngeren Aufenthalt von Personen dienen, nur in Gebieten vorgesehen werden, in denen die L�rmimmissionen die Planungswerte nicht �berschreiten oder in denen diese Werte durch planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen eingehalten werden k�nnen. Vorliegend werde der Planungswert f�r die L�rmempfindlichkeitsstufe II (ES II) gem�ss Ziff. 2 Anh. 6 der L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) durch die Beschneiungsanlagen der Zermatt Bergbahnen AG �berschritten. Gem�ss L�rmbericht 2008 k�nne der Planungswert auch durch technische Massnahme (leisere Schnee-Erzeuger) oder betriebliche Einschr�nkungen (Anzahl notwendiger minimaler Betriebsstunden) nicht eingehalten werden. �berdies fehlten im Zonenreglement Vorschriften, welche die Einhaltung der Planungswerte gew�hrleisten w�rden.
Das Kantonsgericht liess deshalb offen, ob die Bauzonengr�sse im Bereich Aroleid/Blatten den Grunds�tzen von Art. 15 lit. b RPG (SR 700) entspricht und ob durch die Einzonung der fraglichen Parzellen eine Kleinstbauinsel ohne Siedlungszusammenhang geschaffen werde. Offen liess es auch die Fragen des Schutzes des historischen Verkehrswegs von nationaler Bedeutung, der Erschliessung und des Moorgebiets.
Alle Beschwerdef�hrer r�gen die l�rmschutzrechtlichen Erw�gungen des Verwaltungsgerichts. Diese sind daher im Folgenden zu pr�fen. Allerdings ist fraglich, ob die Gemeinde Zermatt im Bereich des L�rmschutzes autonom ist und insoweit eine Verletzung der Gemeindeautonomie geltend machen kann. Dies gilt umso mehr, als das Kantonsgericht bei seiner Beurteilung auf den von der Gemeinde selbst eingereichten L�rmbericht 2008 abgestellt hat. Auf diese Frage ist zur�ckzukommen, sofern sich die l�rmschutzrechtlichen R�gen als begr�ndet erweisen sollten.
Die Beschwerdef�hrer 1 r�gen zun�chst eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil ihnen der L�rmbericht 2008 nicht zugestellt worden sei. Die Zermatt Bergbahnen AG behauptet ihrerseits, sie sei �ber den Beizug dieses Berichts nicht informiert worden und h�tte erst durch das Urteil des Kantonsgerichts vom 25. M�rz 2011 davon Kenntnis erhalten.
Diese Behauptungen sind aktenwidrig:
Der L�rmbericht, der am 9. Juni 2008 im Auftrag der Zermatt Bergbahnen AG von der Transportplan Sion AG erstellt worden war, lag dem Dossier "Bedarfsabkl�rung Bauzonen Zermatt" bei (Beilage 2), das von der Gemeinde Zermatt dem Staatsrat eingereicht worden war. Dieses Dossier wurde am 26. August 2008 den Beschwerdef�hrern und am 4. September 2008 der Zermatt Bergbahnen AG zur Stellungnahme zugestellt. Der L�rmbericht wurde auch von der Dienststelle f�r Raumentwicklung in ihrer Stellungnahme vom 16. Juli 2009 (S. 2) thematisiert, die den Parteien und der Zermatt Bergbahnen AG am 21. Juli 2009 zugestellt wurde. Im Entscheid des Staatsrates vom 23. Juni 2010 (Disp.-Ziff. 4) wurde die Zermatt Bergbahnen AG ausdr�cklich darauf behaftet, die im L�rmbericht 2008 aufgelisteten Massnahmen und Empfehlungen zu ber�cksichtigen und umzusetzen. Schliesslich wurde der L�rmbericht auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Erbengemeinschaft Z.________ (S. 17) zitiert, die (wie schon der Staatsratsentscheid) den Beschwerdef�hrern und der Zermatt Bergbahnen AG zugestellt wurde.
Insofern hatten die Beschwerdef�hrer wie auch die Zermatt Bergbahnen AG hinreichend Gelegenheit, vom L�rmbericht Kenntnis zu nehmen und sich dazu zu �ussern. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt somit nicht vor.
Materiell machen die Beschwerdef�hrer und die Zermatt Bergbahnen AG in erster Linie geltend, der vom Kantonsgericht zugrunde gelegte L�rmbericht vom 9. Juni 2008 sei veraltet: Der L�rmpegel sei durch Messungen von Schneilanzen des Typs "B�chler Top Snow Vanessa VX1" ermittelt worden. Bereits heute seien leisere Schneilanzen des Typs "Nessy" im Einsatz. Auch im Gebiet Aroleid, das bisher mit mobilen Schneekanonen beschneit worden sei, sei vorgesehen, in Zukunft Schneilanzen des Typs "Nessy" einzusetzen. Mit diesen k�nne der Planungswert eingehalten werden, wie sich aus dem L�rmschutz-Nachweis 2011 ergebe.
5.1 Hierbei handelt es sich um neue tats�chliche Vorbringen und neue Beweismittel, die nach Art. 99 Abs. 1 BGG grunds�tzlich nicht ber�cksichtigt werden k�nnen: Wie oben (E. 4) aufgezeigt wurde, h�tten die Beschwerdef�hrer bzw. die Zermatt Bergbahnen AG schon im vorinstanzlichen Verfahren Anlass und Gelegenheit gehabt, Einw�nde gegen den L�rmbericht 2008 zu erheben und hierzu Beweismittel einzureichen oder Beweisantr�ge zu stellen.
Im �brigen kann auch mit dem neuen Beweismittel die Einhaltung der Planungswerte nicht nachgewiesen werden (vgl. unten E. 5.2.2).
5.2 Die Beschwerdef�hrer 2 und die Gemeinde Zermatt machen �berdies geltend, der L�rmschutzbericht 2008 enthalte methodische Fehler: Er beurteile den L�rm der Beschneiungsanlage zu Unrecht gem�ss Anh. 6 LSV (Industrie- und Gewerbel�rm); dieser Anhang sei nicht anwendbar, weil die Beschneiungsanlage nicht regelm�ssig w�hrend l�ngerer Zeit betrieben werde (Ziff. 1 Abs. 2 Anh. 6 LSV). Die Beurteilung m�sse deshalb einzelfallbezogen erfolgen, unter Heranziehung der Empfehlungen der kantonalen Fachstelle f�r L�rm- und Strahlenschutz vom 15. M�rz 2002 bzw. vom 22. M�rz 2011 (Mitteilungen zum L�rmschutz "Schneeerzeugungsanlagen"). Zudem rechne der L�rmbericht zu Unrecht mit 120 anstelle von 60 m�glichen Betriebstagen, nehme falsche Pegelkorrekturen vor und ermittle den L�rm w�hrend der Nachtstunden nicht entsprechend der in Anh. 6 LSV vorgesehenen Berechnungsweise.
5.2.1 Das BAFU vertritt in seiner Vernehmlassung die Auffassung, dass es sich bei Beschneiungsanlagen um Anlagen der Industrie oder des Gewerbes handle, deren L�rmimmissionen gem�ss Anh. 6 LSV zu beurteilen seien. Anwendbar sei allerdings Ziff. 1 Abs. 1 lit. a und nicht (wie im L�rmbericht 2008 angenommen) lit. e (W�rme-, Klima- und L�ftungsanlagen). Dies habe zur Folge, dass der Korrekturpegel K1 auch in der Nacht nur 5 dB(A) und nicht 10 dB(A) betrage (Ziff. 33 Abs. 1 Anh. 6 LSV). Der L�rmbericht rechne mit 120 m�glichen Betriebstagen; gehe man - mit dem Kanton Wallis - von nur 60 Tagen aus, so f�hre dies zu einem um 3 dB(A) h�heren Beurteilungspegel. Zusammenfassend h�lt das BAFU fest, dass der L�rmbericht 2008 etwas zu hohe Pegel f�r die n�chtliche Beurteilung annehme (5 - 7 dB(A) zu hoch wegen des Korrekturpegels, 3 dB(A) zu tief wegen der Anzahl potenzieller Betriebstage). Auch unter Ber�cksichtigung dieser Umst�nde werde jedoch der massgebende Planungswert der ES II von 45 dB(A) in der Nacht deutlich �berschritten. Insgesamt gen�ge der L�rmbericht den Anforderungen der LSV und erlaube eine l�rmrechtliche Beurteilung der vorliegenden Situation.
Es ist kein Grund ersichtlich, von der Einsch�tzung des BAFU als Umweltschutzfachinstanz des Bundes abzuweichen.
5.2.2 Im �brigen legen die Beschwerdef�hrer und die Zermatt Bergbahnen AG auch nicht dar, dass die Beurteilung nach den kantonalen Mitteilungen "Schneeerzeugungsanlagen" - die sich stark an Anh. 6 LSV anlehnen - zu einem anderen Ergebnis f�hren w�rde. Der auf dieser Grundlage erstellte L�rmschutz-Nachweis 2011 kommt - trotz Zugrundelegung der leiseren Emissionen der Schneilanzen "Nessy" - zum Ergebnis, dass diese innerhalb von 50 m zu bewohnten Geb�uden nachts nicht betrieben werden d�rften, um die Planungswerte einzuhalten; innerhalb von 100 m d�rften sie �ber die gesamte Wintersaison hin gesehen lediglich an 15 N�chten betrieben werden (S. 6). Die Zermatt Bergbahnen behaupten zwar, diese Anforderungen einhalten zu k�nnen, belegen dies jedoch in keiner Weise (vgl. auch L�rmschutz-Nachweis 2011, S. 5 Tabelle Ziff. 6 zu den im Bereich Blatten/Zum See geplanten Schneilanzenstandorten G1, G2 und H2), wonach diese zur Einhaltung der Planungswerte am n�chstm�glichen Empfangspunkt nach 19 Uhr an 0 Tagen betrieben werden d�rften.
5.3 Zu pr�fen ist noch der Einwand der Beschwerdef�hrer, die Schneilanzen k�men vor allem von Anfang November bis zum 20. Dezember zum Einsatz, zu einer Zeit, in der die Geb�ude entlang der Skipiste praktisch unbewohnt seien (touristische Zwischensaison, geringe Besonnung).
Gem�ss den kantonalen Mitteilungen "Schneeerzeugungsanlagen" (i.d.F. vom 22. M�rz 2011) gelten die Belastungsgrenzwerte nur f�r die Zeitr�ume, in denen l�rmempfindliche R�ume in Geb�uden bewohnt sind, nicht aber f�r un�berbaute Bauparzellen oder f�r zum Zeitpunkt der Beschneiung unbewohnte Geb�ude. Aus diesem Grund kommt auch der L�rmschutz-Nachweis 2011 (S. 6 oben) zum Ergebnis, dass die Schneianlage im vorgesehenen Zeitraum zwischen Anfang November und dem 20. Dezember ohne Einschr�nkungen betrieben werden k�nne, weil die betroffenen Geb�ude praktisch ausschliesslich w�hrend der Hauptsaison im Sommer und im Winter belegt seien und in der Zwischensaison nicht genutzt w�rden.
5.3.1 Gem�ss Art. 41 LSV gelten die Belastungsgrenzwerte bei Geb�uden mit l�rmempfindlichen R�umen (Abs. 1) sowie in noch nicht �berbauten Bauzonen dort, wo nach dem Bau- und Planungsrecht Geb�ude mit l�rmempfindlichen R�umen erstellt werden d�rfen (Abs. 2 lit. a). Zwar bestimmt Abs. 3 f�r Gebiete und Geb�ude, in denen sich Personen in der Regel nur am Tag oder in der Nacht aufhalten, dass f�r die Nacht bzw. den Tag keine Belastungsgrenzwerte gelten; dagegen kennt die LSV keine entsprechende Regelung f�r nur saisonal bewohnte R�ume.
Der Umstand, dass der L�rm vorwiegend zu Zeiten auftritt, in denen die umliegenden Bauten nicht genutzt werden, f�hrt somit nicht zur Einhaltung der Planungswerte. Dagegen kann er im Rahmen einer Interessenabw�gung ber�cksichtigt werden, etwa bei der Erteilung von Erleichterungen nach Art. 25 Abs. 2 USG f�r die Errichtung einer ortsfesten Anlage (wie z.B. einer Beschneiungsanlage).
Im Rahmen von Art. 24 Abs. 1 USG ist dagegen keine Interessenabw�gung zul�ssig. Art. 29 LSV sieht f�r die Ausweisung neuer Bauzonen (im Gegensatz zu den Art. 30 und 31 LSV f�r die Erschliessung bzw. �berbauung l�rmbelasteter Gebiete) keine Ausnahmem�glichkeit vor. Werden die Planungswerte nicht eingehalten, ist eine Einzonung ausgeschlossen, unabh�ngig vom Gewicht der entgegenstehenden Interessen.
Da die entsprechenden Gebiete i.d.R. noch nicht �berbaut und bewohnt sind, ist eine zeitliche Differenzierung nach Zeitpunkt und Dauer der k�nftigen Wohnnutzung ohnehin kaum m�glich. Dies gilt auch f�r Ferienhaus-Zonen, in denen eine ganzj�hrige bzw. aussersaisonale Nutzung nicht ausgeschlossen werden kann.
Hinzu kommt im vorliegenden Fall, dass der Staatsrat (E. 5.2 S. 10) und die Dienststelle f�r Raumentwicklung (Stellungnahme vom 24. Oktober 2008) den Bauzonenbedarf u.a. damit begr�ndeten, dass sich das Gebiet "Aroleid" zum R�ckzugs- und Wohngebiet f�r die einheimische Bev�lkerung in Zermatt entwickelt habe. Insofern muss mit einer ganzj�hrigen Nutzung von neuen Bauten in diesem Gebiet gerechnet werden.
Unter diesen Umst�nden kann offen bleiben, ob die Angaben zur Beschneiungsdauer (November bis 20. Dezember) f�r die Piste Furi-Zermatt realistisch sind, die eine der wichtigsten R�ckfahrtpisten in die Station darstellt und im Bereich Blatten/Seematte auf weniger als 1800 m�M liegt.
5.3.2 Planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen zur Einhaltung der Planungswerte sind nicht ersichtlich und in der streitigen Nutzungsplanung auch nicht vorgesehen. In diesem Zusammenhang d�rfen M�glichkeiten des passiven Schallschutzes nicht ber�cksichtigt werden (vgl. zuletzt Urteil 1C_331/2011 vom 30. November 2011 E. 7).
5.4 Die Beschwerdef�hrer 1 und die Gemeinde machen schliesslich geltend, die Nutzungsplanung sei vor der Ver�ffentlichung des Baugesuchs f�r die Beschneiungsanlage "Ze St�cke/Aroleitwald-Furi/ Bielti" homologiert worden. Zum damaligen Zeitpunkt habe es keine L�rmquellen im Gebiet gegeben, weshalb die Anforderungen gem�ss Art. 24 USG und Art. 29 LSV erf�llt gewesen seien. Vielmehr h�tte die Baubewilligung f�r die Beschneiungsanlage der Zermatt Bergbahnen AG in der vorliegenden Form nicht erteilt werden d�rfen, da sie die Planungswerte bei den n�chstliegenden Bauzonen nicht einhalte. Bisher habe jedoch f�r die Beschwerdef�hrer kein Grund bestanden, sich �ber die L�rmimmissionen der Schneekanonen zu beschweren. H�tten sie dies getan, w�re die Beschneiungsanlage schon seit l�ngerer Zeit saniert worden. Dies m�sse jetzt nachgeholt werden. Es widerspreche dem Gebot der Rechtsgleichheit, die Eigent�mer der streitbetroffenen Parzellen gegen�ber s�mtlichen �brigen Eigent�mern von Parzellen entlang der Skipiste ungleich zu behandeln.
5.4.1 Die Homologierungsentscheide des Staatsrats betreffend die streitigen Parzellen wurden vom Kantonsgericht aufgehoben, weshalb die 1997 beschlossene Zuweisung des Gebiets in die Ferienhaus-Weiler-Zone bis heute nicht in Kraft getreten ist. Auf die 1974 von der Urversammlung beschlossene und 1980 vom Staatsrat homologierte Bau- und Zonenordnung darf nicht mehr abgestellt werden, da diese den Anforderungen des RPG nicht entsprach und daher ab 1. Januar 1988 ihre Geltung verloren hat. Die streitigen Parzellen liegen somit heute noch in einer Nichtbauzone (so schon Urteil 1P.117 und 121/2005 vom 12. April 2005 E. 4.1).
5.4.2 Darin liegt ein rechtlich relevanter Unterschied zwischen den Parzellen der Beschwerdef�hrer und den �brigen der Bauzone zugewiesenen Parzellen entlang der Skipiste Furi-Zermatt, deren Einzonung nicht angefochten wurde und deshalb mit der Genehmigung durch den Staatsrat 1999 in Kraft getreten ist, bevor das Baugesuch f�r die Beschneiungsanlage "Ze St�cke/Aroleitwald-Furi/Bielti" ver�ffentlicht worden war. Die unterschiedliche Behandlung der bereits rechtskr�ftig eingezonten und der noch nicht eingezonten Parzellen verletzt das Rechtsgleichheitsgebot nicht.
5.4.3 Ob die Baubewilligung f�r die Beschneiungsanlage der Zermatt Bergbahnen AG zu Recht erteilt worden ist, ist vorliegend nicht zu beurteilen. Das Kantonsgericht hat - gest�tzt auf den L�rmbericht 2008 - festgehalten, dass die Planungswerte auch durch Sanierungsmassnahmen wie den Einsatz leiserer Schnee-Erzeuger und die Herabsetzung der Betriebsstunden nicht eingehalten werden k�nnten; dies ist nach dem oben (E. 5.2) Gesagten nicht zu beanstanden. Der Verzicht auf die Beschneiung der Piste Furi-Zermatt (als eine der wichtigsten R�ckfahrtpisten ins Dorf) wird von keiner Seite in Betracht gezogen; diese ist auch in Art. 28 Abs. 5 des Bau- und Zonenreglements der Einwohnergemeinde Zermatt ausdr�cklich gestattet (vorbeh�ltlich der gesetzlichen Bewilligungsverfahren, der Vorschriften der Umweltschutzgesetzgebung und der kantonalen Richtplanbestimmungen).
5.4.4 In diesem Zusammenhang r�gen die Beschwerdef�hrer 2 eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil das Kantonsgericht ihrem Antrag auf Edition der Baubewilligungen, die der Zermatt Bergbahnen AG erteilt wurden, nicht entsprochen habe. Sie legen jedoch nicht dar, was sie mit diesem Beweisantrag beweisen wollten und inwiefern dies f�r die Beurteilung der Streitsache erheblich gewesen w�re. Insoweit ist auf ihre R�ge nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG).
5.5 Zusammenfassend sind die Erw�gungen des Verwaltungsgerichts zum L�rmschutz nicht zu beanstanden.
Die Beschwerdef�hrer 2 und die Gemeinde r�gen ferner eine Verletzung von verfassungsm�ssigen Verfahrensgarantien, namentlich des Gebots von Treu und Glauben und des Beschleunigungsgebots, weil sich das Verwaltungsgericht auf die Beurteilung der L�rmimmissionen beschr�nkt und die �brigen Fragen, namentlich zur Bauzonengr�sse, offengelassen habe.
6.1 Nicht nachvollziehbar ist die Begr�ndung, das Kantonsgericht habe sich in seinem Entscheid auf rechtliche Gesichtspunkte gest�tzt, die im R�ckweisungsentscheid abgelehnt oder �berhaupt nicht in Erw�gung gezogen worden seien. Schon im Urteil vom 7. Januar 2005 (E. 8.7) wurde die zust�ndige Beh�rde angewiesen, zur R�ge Stellung zu nehmen, die zu erwartenden L�rmimmissionen (Schneekanonen) seien mit der Wohnzone gem�ss Art. 23 f. USG und Art. 29 LSV nicht vereinbar. Diese Frage wurde auch im Urteil vom 25. M�rz 2011 gepr�ft. Das Kantonsgericht gelangte zum Ergebnis, dass die Einzonung der fraglichen Parzellen schon nach Art. 24 USG ausgeschlossen sei. Insofern war es grunds�tzlich berechtigt, die Pr�fung an diesem Punkt abzubrechen, ohne noch die weiteren, im R�ckweisungsentscheid genannten Aspekte (Bauzonengr�sse, Interessen der Landwirtschaft, etc.) pr�fen zu m�ssen.
6.2 Den Beschwerdef�hrern ist einzur�umen, dass dieses Vorgehen unter dem Blickwinkel des Beschleunigungsgebots problematisch sein k�nnte, falls sich die R�gen gegen die umweltschutzrechtlichen Erw�gungen des Kantonsgerichts als begr�ndet erwiesen h�tten und die Sache zur Pr�fung der bislang offen gelassenen Fragen ans Kantonsgericht h�tte zur�ckgewiesen werden m�ssen. Diese Frage stellt sich jedoch nicht, wenn die Beschwerden abgewiesen werden. In diesem Fall bleibt es bei der vom Kantonsgericht angeordneten Nichteinzonung der im Streit liegenden Parzellen. Dieser Entscheid schliesst das Nutzungsplanverfahren ab (vgl. oben E. 1).
Die Beschwerden sind somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die privaten Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 und 68 BGG). Die Gemeinde Zermatt tr�gt zwar keine Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 4 BGG), muss sich aber an den Parteientsch�digungen f�r die Beschwerdegegner beteiligen.
Die Verfahren 1C_211/2011, 1C_213/2011 und 1C_217/2011 werden vereinigt.
Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.-- werden den Beschwerdef�hrern der Verfahren 1C_211/2011 und 1C_213/2011 je zur H�lfte (Fr. 3'000.--) auferlegt.
Die Beschwerdef�hrer haben die Mitglieder der Erbengemeinschaft Z.________ mit Fr. 4'000.-- und S.________ mit Fr. 2'000.-- f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen. Die Beschwerdef�hrer der Verfahren 1C_211/2011, 1C_213/2011 und 1C_217/2011 tragen die Kosten zu je einem Drittel (Fr. 2'000.--).
Dieses Urteil wird den Parteien, der Zermatt Bergbahnen AG, dem Staatsrat und dem Kantonsgericht Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20 Februar 2012