Source: https://www.herr-rau.de/wordpress/2006/03/es-lebe-die-revolution-neue-schulordnung-fuers-gymnasium-in-bayern.htm
Timestamp: 2020-06-03 07:25:34
Document Index: 126517011

Matched Legal Cases: ['§51', '§52', '§57', 'Art. 53', 'Art. 55', '§ 39']

Es lebe die Revolution - neue Schulordnung fürs Gymnasium in Bayern - Lehrerzimmer
Veröffentlicht am 22.3.2006 21.4.2008 von Herr Rau
Zum 1.8.2006 soll die neue GSO in Kraft treten, den Entwurf dazu (69 Seiten pdf) und die Begründungen (10 Seiten pdf) kann man sich auf dieser Seite des Kultusministeriums herunterladen.
Ganz fertig sind sie noch nicht damit geworden, die Regelungen zur wie auch immer neu gestalteten Oberstufe und zum Abitur im G8 kommen erst im Laufe der nächsten Jahre.
Dem BayEUG (Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen) folgend sind alle Bezeichnungen geschlechtsneutral. Über das BayEUG hinausgehend ist dabei sogar nicht nur von Schulleitern, sondern auch von Schulleiterinnen die Rede. (Ich hätte es nicht eigens erwähnt, aber wo es doch auf der ersten Seite des Begleitschreibens steht. Ja, wir sind besser das das BayEUG!)
Was bringt sie uns noch:
Kostenneutralität und Kontinuität, “[E]in Systembruch erfolgt nicht.” Na ja. Sie wird kürzer und übersichtlicher, das ist gut. Der Personalrat hat weniger Rechte, die Elternschaft mehr, die Schulleitung hat mehr Spielraum bei der Gestaltung. Abweichungen von der GSO im Rahmen der Modus21-Maßnahmen sind weiter unter gegebenen Voraussetzungen möglich.
Während sich Schülerinnen und Schüler aus unterrichtlichen Gründen oder im Zusammenhang mit sonstigen Schulveranstaltungen in der Schulanlage aufhalten, ist für eine angemessene Beaufsichtigung zu sorgen. Der Umfang der Aufsichtspflicht richtet sich nach der geistigen und charakterlichen Reife der zu beaufsichtigenden Schülerinnen und Schüler. Schülerinnen und Schülern kann gestattet werden, während der unterrichtsfreien Zeit die Schulanlage zu verlassen. Die Grundsätze stimmt die Schulleiterin oder der Schulleiter mit dem Schulforum ab. ($36)
Hm. Das kann man gut oder schlecht regeln. Es geht dabei vor allem um die Aufsichten zwischen Vormittags- und Nachmittagsunterricht. Dürfen die Schüler während der Zeit im Schulhaus bleiben? Überall, nur an einem Ort? Auf dem Pausenhof? Ältere und Jüngere? Ich halte es für Unfug, dass wir Lehrer diese Aufsichten kostenlos und zusätzlich zu unserer normalen jährlich wachsenden Arbeitszeit halten. Dabei spiele ich gerne mit den Sechtsklässlern Fußball in der Pause – aber die Zeit geht halt von meiner Arbeitszeit weg.
Um den Lehrstoff einzuüben und die Schülerinnen und Schüler zu eigener Tätigkeit anzuregen, werden Hausaufgaben gestellt, die von Schülerinnen und Schülern mit durchschnittlichem Leistungsvermögen in angemessener Zeit erledigt werden können. Die Lehrerkonferenz legt vor Unterrichtsbeginn des Schuljahres die Grundsätze für die Hausaufgaben fest; die Koordinierung der Hausaufgaben in den einzelnen Klassen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen des Nachmittagsunterrichts obliegt der Klassenkonferenz. Sonntage, Feiertage und Ferien sind von Hausaufgaben freizuhalten. (§51)
Neu ist nur, dass auch Nachmittagsunterricht Rücksicht genommen werden muss. Eine gute Idee. Ansonsten alles beim alten, eine Diskussion des Sinns von Hausaufgaben gehört auch nicht in die GSO.
Hier tut sich Einiges. Es gibt keine mündlichen und schriftlichen Noten mehr, sondern “große” und “kleine” Leistungsnachweise. Große sind die Schulaufgaben, wobei auch eine mündliche Schulaufgabe in der modernen Fremdsprache möglich ist. (In welchen Jahrgangsstufen bleibt frei. “Wie die Fachschaften in den Entscheidungsprozess einbezogen werden, entscheidet die Schule selbst.” Das heißt: Die Schulleitung.)
Daneben und dazu besteht wie zur Zeit schon die Möglichkeit, eine (reguläre) Schulaufgabe durch einen anderen Test zu ersetzen.
Kleine Leistungsnachweise sind Kurzarbeiten, Exen, Projekte, Leistungstests, Referate, Unterrichtsbeiträge, Ausfragen, weiteres. Das heißt, ich darf jetzt mehr benoten als früher. Kurzarbeiten darf man jetzt über die letzten 10 Stunden schreiben, Exen über die letzten 2 Stunden.
Ob an Tagen mit großem Leistungsnachweis ein kleiner durchgeführt werden darf, entscheidet die Schule. Ebenso, ob es prüfungsfreie Zeiten geben darf, gekoppelt natürlich dann mit Prüfunsgwochen, in denen viel geprüft wird.
(Eine Idee, die mir sehr, sehr, sehr gut gefällt.)
Zahl, Art und Terminierung der Leistungserhebungen liegen grundsätzlich im pädagogischen Ermessen der Lehrkräfte. Mündliche und schriftliche Leistungsnachweise sind in allen Vorrückungsfächern zu fordern. Alle Leistungsnachweise sollen sich auch auf das Grundwissen beziehen. Auf prüfungsfreie Unterrichtszeiten ist zu achten. Die Lehrerkonferenz trifft vor Unterrichtsbeginn des Schuljahres grundsätzliche Festlegungen zur Erhebung von Leistungsnachweisen; das Schulforum ist zu hören; die Festlegungen sind den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Erziehungsberechtigten bekanntzugeben. (§52)
An der Anzahl der Großen Leistungserhebungen (das muss man doch mit Großbuchstaben schreiben) ändert sich nichts Wesentliches. Allerdings kann pro Fach eine Schulaufgabe durch kleine Leistungsnachweise ersetzt werden. (Gleichwertige Leistungen, Entscheidung der Lehrerkonferenz zu Schuljahresanfang jeweils für eine Jahrgangsstufe, Schulforum ist zu hören. )
Schulaufgaben dürfen in den Klassen 5–10 nicht länger als 60, in der Kollegstufe nicht länger als 90 Minuten sein. Einmal darf man dort eine Aufgabe in Abiturlänge schreiben.
In Deutsch darf man ab Jahrgangsstufe 8 länger schreiben. Viele Kollegen wird das freuen, mich nicht.
Hilfsmittel bei Schulaufgaben legt das Ministerium fest. Keine gute Idee.
Auch in der Oberstufe hat man jetzt nur noch 2 Wochen Zeit fürs Korrigieren von Schulaufgaben (statt 3).
Bei schriftlichen Arbeiten sind Verstöße gegen die Sprachrichtigkeit sowie Ausdrucksmängel zu kennzeichnen und angemessen zu bewerten. (§57)
Das heißt, dass Rechtschreib- und Ausdrucksfehler jetzt in jedem Fach angemessen bewertet werden müssen. Wer’s glaubt.
Theoretisch fällt man immer noch mit einer 6 oder zweimal 5 durch, praktisch rückt man aber auf schriftlichen Antrag auf Probe vor. Und das automatisch, es sei denn “die Klassenkonferenz gelangt nach dem Gesamtbild aller erzielten Leistungen zu der Auffassung, dass wegen der Mängel in den Fächern, in denen keine ausreichenden Leistungen erzielt wurden, nicht erwartet werden kann, dass die Schülerin oder der Schüler im nächsten Schuljahr das Klassenziel erreicht.” Wegen Fächern, die es im Jahr darauf nicht gibt, kann man also schon mal gar nicht durchfallen.
Wieviele 5er und 6er man hat, spielt dabei in 5–8 (bzw. 9 im G9) keine Rolle, darüber darf man höchstens eine 6 bzw. zwei 5er haben (Vorrückungsfach- /Kernfach-Unterscheidung wie gehabt).
Ich bin ja eh kein Freund des Sitzenbleibens und Wiederholen-Müssens, aber dann sollen sie’s doch gleich ganz abschaffen.
Notenausgleich gibt es keinen mehr, Nachprüfungen darf man jetzt in beliebig vielen Fächern und jedes Jahr machen. Das halte ich für eine gute Idee.
Zwischenzeugnisse gibt es keine mehr, sondern mindestens zweimal im Jahr Informationen über der aktuellen Stand. Gute Idee. Dann darf ich endlich 4,58 schreiben und muss nicht auf 4 oder 5 runden und die teilweise byzantinischen Regelungen der jeweiligen Schule befolgen.
“Letztlich reduziert sich aber auch der Aufwand für die Lehrkräfte” – wenn der Punkt nicht bei der Umsetzung an den Schulen verloren geht. Denn auf begründeten Antrag gibt es natürlich trotzdem ein Zwischenzeugnis.
Puh. Das erstmal genug für heute. Dabei ist das noch nicht mal alles.
17 Antworten auf „Es lebe die Revolution – neue Schulordnung fürs Gymnasium in Bayern“
22.3.2006 um 23:24 Uhr
Höchste Zeit für die Einführung des Eltern-Kuckucks. Ein Aufkleber a la Gerichtsvollzieher wäre das mit der Aussage: Kuckt mal Eltern, was ich Schönes mit euren Kindern hätte machen können, wenn es nicht diese schöne neue Schulordnung und seine geschätzen Fantastilliarden an Ausführungsbestimmungen und Verordnungen gäbe. So aber gibt es sie und der Deutschlehrer wird ab sofort in der Oberstufe im Fach Deutsch seine Prüfungen etwa genau 14 Tage vor den Beginn der jeweils nächsten Ferien legen, in denen er sowieso korrigieren muss, dass die Fetzen fliegen. Man muss sich schon fragen, wie weit manche Politiker eigentlich noch vor den selbsternannten Bildungsexperten vom Landeselternverband kriechen wollen, bis ihnen dämmert, dass man Bildung nur sehr bedingt durch billige Enzykliken wohl aber durch Investitionen in Menschen befördert.
23.3.2006 um 12:55 Uhr
Ich bin unverbesserter Optimist und habe eine Nacht darüber geschlafen. Neue Gedanken:
Wenn das Zwischenzeugnis abgeschafft wird und die beiden Trimesterbenachrichtigungen tatsächlich nur das sind, ist das gut.
Wenn das dazu führt, dass es im Endeffekt zwei Zwischenzeugnisse gibt – jeweils mit Konferenzen, Elternabenden und Wanrungen zuvor, – ist das schlecht. Und ich kenne meine Pappenheimer.
Wenn das dazu führt, dass es tatsächliche Trimester gibt, ist das gut – wenn die Schulaufgabenzahlen dann auch darauf abegstimmt werden.
Tatsächlich fällt man jetzt nicht mehr so leicht durch. Das ist vermutlich gut. Ich halte das a) für eine unerwartete Konsequenz der überstürzten Einführung des G8 und b) für eine Sparmaßnahme, und keineswegs für eine aus pädagogischen Überlegungen gefällte Entscheidung. Aber es ist trotzdem gut. Klar, in der 10. Klasse kann man dann wegen Wirtschaft nicht mehr durchfallen, da man das in der 11. nicht hat. Aber die meisten Schüler werden trotzdem mitarbeiten.
Gut ist, dass Noten und Durchfallen entkoppelt werden. Dann können wir auch ehrlichere Noten geben. Vielleicht wird dann eine 5 auch eher als Information über den Leistungsstand verstanden und weniger als ein Damoklesschwert.
Problematisch ist vielleicht die letzte Jahrgangsstufe vor der Kursphase/Oberstufe – da kann man dann plötzlich durchfallen. Wir werden sehen, was da geschieht.
Mündliche Schulaufgaben in den modernen Fremdsprachen: Wenn da man nicht bald Regelungen kommen, die das undurchführbar machen. Muss das dann auf Band aufgenommen werden (kaum), von zwei Kollegen durchgeführt werden (sicher), mitprotokolliert werden (ja – und damit aus).
24.3.2006 um 14:20 Uhr
Danke vielmal, Herr Rau. Das ist sehr sehr interessant. Ich teile deinen Optimismus und was die Umsetzung angeht, so scheint mehr auf der Schulebene zu laufen und dann kannst du ja mitbestimmen. Ich gehe jetzt einaml davon aus, dass Raus Wort schon ein bisschen Gewicht hat?
Was die Exen betrifft, die ich ja immer etwas kritisierte: Wenn ich das richtig verstehe, sind das nur noch Tests über den Stoff der letzten beiden Stunden, mit denen die Lernenden (jawohl, geschlechtsneutrale Formulierungen sind bei uns schon etwas älter – aber immer noch ein Zankapfel) ab und zu rechnen müssen.
Da hingegen finde ich weniger schlimm. Wir haben z.B. Lehrpersonen, die sporadisch die Aufgaben unangekündigt testen. Damit lernen eigentlich auch die umgehen, die nicht Deutsch als Muttersprache haben und jedes neue Wort zusätzlich büffeln müssen, auch wenn sie inhaltlich sattelfest wären.
25.3.2006 um 16:07 Uhr
Zu den Exen: Vorher waren die nur über den Stoff der letzten Stunde erlaubt, jetzt über den der letzten beiden Stunden. Das wird sicher als Verschärfung empfunden werden. Ansonsten schwankt meine Einschätzung der Änderungen täglich. Ich glaube, das Positive daran ist, dass ich mit den alten Regelungen auch nicht einverstanden war. :-)
radolfos sagt:
26.3.2006 um 19:27 Uhr
Was die Konferenzen zum Zwischenzeugnis angeht:
“Unabhängig vom Jahreszeugnis informiert die Schule die Erziehungsberechtigten auf der Grundlage des Notenbogens mindestens zweimal im Schuljahr schriftlich über das Notenbild der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstu-fen 5 bis 10 bzw. 11.”
Hier lese ich nichts von “ausführlichen (!) pädagogischen Hinweisen” an die Eltern (siehe Gymnasium Künzing, wo das erprobt wurde), nichts von “Klassenkonferenz” oder “Gründe des Versagens” – sollte das also wirklich das Ende der unsäglichen Konferenzerei sein, in der wir die Kommanoten künstlich schlechter machen…
“Erscheint die Erlaubnis zum Vorrücken gefährdet oder besteht die Gefahr, dass die Jahrgangsstufe gemäß Art. 53 Abs. 3 BayEUG oder wegen Überschreitens der Höchstausbil-dungsdauer (Art. 55 Abs. 1 Nr. 6 BayEUG, § 39 nicht mehr wiederholt werden darf, so weist die Schule darauf besonders hin.”
Das wird ja irgendjemand feststellen müssen! Und da muss der Schulleiter (=“die Schule”) sich wahrscheinlich doch, bevor er den Eltern schreibt, auf dem Konferenzwege die Meinung der Fachkollegen einholen, zumindest im Mai, wenn es ans Warnen geht.
Wer sollte es sonst machen – der Klassenleiter? Eigenverantwortlich?
Und welche Klasse ist nicht betroffen, wenn die 5er-Regelung die alte bleibt?
Ich für meinen Teil fürchte also nichts Gutes!
26.3.2006 um 19:37 Uhr
Bei den Leistungsnachweisen scheint amerikanisches Geld eine Rolle zu spielen.
26.3.2006 um 19:38 Uhr
Tschuldigung, ich hab mich verguckt. Bei der Aufsichtspflicht.
29.3.2006 um 0:49 Uhr
Sehr interessant zu lesen, ich freu mich schon auf eine eventuelle Fortsetzung.
Wusste von dieser Reform bisher gar nichts, beweist mal wieder, dass sich die tägliche Lektüre dieses Blogs lohnt :)
Pingback: Lehrerzimmer » Blog Archive » GSO-Änderung doch erst später
NiWe sagt:
19.5.2006 um 17:25 Uhr
“Schulaufgaben dürfen in den Klassen 5–10 nicht länger als 60, […] Minuten sein.”
Wird das neu sein ab 8/2007? stimmt es dass die GSO derzeit dort 90 Minuten vorsieht?
19.5.2006 um 17:36 Uhr
Nein, das ist gar nicht mal neu. Zur Zeit sieht die GSO auch maximal 60 Minuten vor, 90 Minuten in 12 und 13 – außer in Deutsch, wo ab der 8. Jahrgangsstufe “angemessen erhöht” werden kann. Es gibt für Deutsch über die GSO hinausgehend empfohlene Schulaufgabenlängen, die je nach Stufe deutlich über die 90 Minuten hinausgehen.
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12.4.2007 um 17:48 Uhr
Gibt es eine Seite, auf der zusammengefasst (d.h. möglichst kurz!) sämtliche Änderungen der neuen GSO zusammengestellt sind?
Bisher konnte sich ein Schüler einer Ex entziehen, indem er in der Stunde zuvor ganz oder teilweise fehlte. Was gilt jetzt, wenn der Schüler in der vorletzten Stunde vor der Ex evtl. “strategisch” teilweise fehlte? Darf sie für ihn dann ebenfalls nicht gewertet werden? Und dürfen Ausschnitte der Ex eines Schülers anteilig gewertet werden, abhängig davon in welcher der beiden Stunden er abwesend war?
12.4.2007 um 21:33 Uhr
Bei JochenEnglish gibt’s eine Übersicht des BLLV zu den Änderungen. Sehr empfehlenswert. Sonst kenne ich keine Zusammenfassung, wäre aber nützlich.
Ich habe noch im Kopf, dass eine Ex jetzt grundsätzlich über die letzten zwei Stunden gehalten werden darf. Wenn der Schüler in der ersten diesen Stunden nicht da war, hat er ja inzwischen Zeit gehabt, den Stoff nachzulernen – schon jetzt müssen die Schüler ja selbstständig nachlernen. In der Praxis wird das aber wenig eingefordert.
28.7.2008 um 23:06 Uhr
So, hier muss ich auch noch einen Kommentar loswerden.
Sie schreiben hier, dass man wegen einem Fach, dass man im nächsten Jahr nicht mehr hat, sowieso nicht mehr durchfallen kann. So stimmt das aber meiner Meinung nach nicht. In Jahrgangsstufe 9–11 gelten doch diese Notenkonstellationen (maximal 2 mal 5 oder 1 mal 6, nur einmal 5 im Kernfach). Hat ein Schüler in Jahrgangsstufe 11 (G9) bzw 10 (G8) zum Beispiel in Latein und Physik eine 5, so fällt er durch, auch wenn er die Fächer im Jahr drauf nicht mehr hat.
Auch in dem von ihnen angesprochenen Fall mit Wirtschaft könnte es sein, dass jemand dadurch durchfällt. Hat jemand in der 10. in Latein und Informatik eine 5, könnte er noch auf Probe vorrücken. Kommt in Wirtschaft noch eine 5 hinzu, so könnte er plötzlich nicht mehr vorrücken, auch wenn er alle 3 Fächer in der 11. nicht mehr hätte.
Generell finde ich, dass es keine große Änderung macht, ob man in Fächern, die man im nächsten Schuljahr nicht mehr hat, nicht mehr durchfällt, zumindest mit der Jgs 9–11 Regelung, da in Jgs 5–8, soviel ich weiß, die lediglich Erdkunde (oder Geographie, wie man das jetzt nennt, für mich wird es aber immer Erdkunde bleiben…) betrifft (Hat man doch in 6 und 9 nicht). Außerdem liegt es doch hauptsächlich an Kernfächern, wegen denen man durchfällt, und die hat man bis zur 10. im nächsten Jahr doch immer, und in der 10. sind sie dann eh vorrückungsrelevant. Soweit meine Sicht.
also erstmals hallo und danke für die vielen hilfreichen Kommentare ich wollte sie fragen ob ein Lehrer eine ex schreiben darf,wenn er letzte Woche nicht da war und wir Vertretung hatten.bitte
10.11.2015 um 17:37 Uhr
Ist je nach Bundesland und Shculart vielleicht unterschiedlich. Bayern, Gymnasium: Wenn die Vertretungsstunde in einem anderen Fach/von einem anderen Lehrer war (wie es meist der Fall ist), dann darf der Lehrer eine Ex über die letzte tatsächliche Stunde halten, wann auch immer die war. Wenn der Vertretungslehrer Stoff gemacht hat und die Prüfung über genau diese Stunde ist, in der also der Stoff von einem fremden Lehrer vermittelt wurde: weiß nicht. Womöglich darf man das nicht.
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