Source: https://www.gi-de-bericht.de/jahresbericht-2017/konzernabschluss/
Timestamp: 2018-11-21 03:59:13
Document Index: 13790206

Matched Legal Cases: ['§\u2009315', '§ 317', '§\u2009315', '§ 315', '§ 314', '§ 161', '§ 161', '§ 264', '§ 264', '§ 264', '§ 264', '§ 314']

nach IFRS 31. Dezember 2017 und 2016
Wir haben den von der Giesecke & Devrient Gesellschaft mit beschränkter Haftung, München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2017 und 2016
in Mio. EUR Anmerkung 2017 2016
Umsatzerlöse 15 2.136,4 2.089,0
Umsatzkosten (1.531,1) (1.499,8)
Bruttoergebnis vom Umsatz 605,3 589,2
Vertriebskosten (220,0) (206,6)
Forschungs- und Entwicklungskosten (125,7) (111,5)
Allgemeine Verwaltungskosten (151,4) (148,9)
Sonstige betriebliche Erträge/(Aufwendungen), netto 30,1 0,3
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 138,3 122,5
Gewinn- und Verlustanteile aus Anwendung der Equity-Methode 6 3,5 1,3
Sonstiges Finanzergebnis, netto 17 (11,6) (4,6)
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern 130,2 119,2
Zinsertrag 18 2,2 2,3
Zinsaufwand 18 (19,6) (23,1)
Ergebnis vor Ertragsteuern 112,8 98,4
Ertragsteuern 19 (45,8) (45,9)
Jahresüberschuss 67,0 52,5
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 6,6 5,3
Auf die Gesellschafter der Giesecke & Devrient GmbH entfallendes Ergebnis 60,4 47,2
67,0 52,5
Auf die Anmerkungen im Anhang wird verwiesen.
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 5,8 (57,5)
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (1,2) 17,7
4,6 (39,8)
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbereiche (21,1) 4,1
Effektiver Teil der Marktwertänderungen von Cash Flow Hedges 0,2 0,2
Anteile an ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen, die aus der Anwendung der Equity-Methode entstehen (0,8) (0,9)
(21,7) 3,4
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (17,1) (36,4)
Gesamtergebnis 49,9 16,1
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 6,0 5,1
Auf die Gesellschafter der Giesecke & Devrient GmbH entfallendes Ergebnis 43,9 11,0
49,9 16,1
zum 31. Dezember 2017 und 2016
in Mio. EUR Anmerkung 31.12.2017 31.12.2016
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 210,7 243,6
Finanzielle Vermögenswerte 2 87,4 74,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto 3 488,1 460,6
Vorräte, netto 4 426,2 394,4
Ertragsteuerforderungen 30,4 32,9
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0,2 –
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5 40,0 34,4
Summe kurzfristige Vermögenswerte 1.283,0 1.240,2
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 6 18,8 13,2
Finanzielle Vermögenswerte 2 24,1 21,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto 3 16,5 8,3
Immaterielle Vermögenswerte 7 155,7 158,0
Sachanlagen 8 471,2 495,9
Latente Steuern 19 163,6 165,2
Ertragsteuerforderungen 3,0 2,9
Sonstige langfristige Vermögenswerte 6,2 5,0
Summe langfristige Vermögenswerte 859,1 869,7
Summe Aktiva 2.142,1 2.109,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten 10 456,8 419,8
Rückstellungen 11 97,0 121,0
Finanzielle Schulden 13 75,5 127,0
Leasingverbindlichkeiten 9 3,2 2,6
Ertragsteuerverbindlichkeiten 38,0 38,7
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 12 132,9 122,7
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 803,4 831,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten 10 25,5 48,2
Rückstellungen 11 10,3 10,9
Finanzielle Schulden 13 250,6 203,1
Leasingverbindlichkeiten 9 0,1 3,3
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14 594,0 586,8
Latente Steuern 19 9,3 6,3
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 7,0 11,2
Summe langfristige Verbindlichkeiten 896,8 869,8
Stammkapital 20 25,8 25,8
Kapitalrücklage 20 29,5 29,5
Gewinnrücklagen 20 399,9 349,6
Kumulierte Rücklagen aus ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen 11,0 32,1
Eigene Anteile 20 (60,1) (60,1)
Nicht beherrschende Anteile 35,8 31,4
Summe Eigenkapital 441,9 408,3
Summe Passiva 2.142,1 2.109,9
in Mio. EUR Stammkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Kumulierte Rücklagen aus Währungsumrechnungsdifferenzen Kumulierte Rücklagen aus Cash Flow Hedges Eigene Anteile Zwischensumme Nicht beherrschende Anteile Gesamt
Saldo am 1. Januar 2016 25,8 29,5 344,6 29,3 (0,5) (60,1) 368,6 31,1 399,7
Jahresüberschuss – – 47,2 – – – 47,2 5,3 52,5
Sonstiges Ergebnis – – (39,5) 3,1 0,2 – (36,2) (0,2) (36,4)
Gesamtergebnis – – 7,7 3,1 0,2 – 11,0 5,1 16,1
Veräußerung von nicht berherrschenden Anteilen (vgl. Anmerkung_25) – – 3,8 – – – 3,8 (3,1) 0,7
Dividendenausschüttungen – – (6,5) – – – (6,5) (1,7) (8,2)
Saldo am 31. Dezember 2016 25,8 29,5 349,6 32,4 (0,3) (60,1) 376,9 31,4 408,3
Jahresüberschuss – – 60,4 – – – 60,4 6,6 67,0
Sonstiges Ergebnis – – 4,6 (21,3) 0,2 – (16,5) (0,6) (17,1)
Gesamtergebnis – – 65,0 (21,3) 0,2 – 43,9 6,0 49,9
Nicht beherrschenden Anteilseignern zuzuordnende Einzahlungen – – (0,5) – – – (0,5) 0,6 0,1
Dividendenausschüttungen – – (14,2) – – – (14,2) (2,2) (16,4)
Saldo am 31. Dezember 2017 25,8 29,5 399,9 11,1 (0,1) (60,1) 406,1 35,8 441,9
Anpassungen zur Überleitung des Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern auf den Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit
Abschreibungen/Wertminderungen/Wertaufholungen 110,6 107,0
(Gewinn)/Verlust aus dem Verkauf von Beteiligungen, netto – (0,7)
(Gewinn)/Verlust aus dem Verkauf und Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (15,8) 0,2
Ergebnis von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ohne Dividendenzahlungen (3,5) (0,5)
Dividendenzahlungen von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 2,2 1,3
Veränderung Nettoumlaufvermögen und Verbindlichkeiten
(Erhöhung)/Verminderung Handelspapiere (10,0) 5,4
(Erhöhung)/Verminderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto (30,8) (43,8)
(Erhöhung)/Verminderung Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte (11,0) 0,4
(Erhöhung)/Verminderung Vorräte, netto (41,8) 32,3
Erhöhung/(Verminderung) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten 18,6 (47,8)
Erhöhung/(Verminderung) Rückstellungen (29,6) (30,9)
Erhöhung/(Verminderung) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (4,1) (2,7)
Erhöhung/(Verminderung) sonstige Verbindlichkeiten 10,2 (3,3)
Gezahlte Ertragsteuern, netto (42,2) (40,3)
Erhaltene Zinsen 2,2 2,3
Gezahlte Zinsen (7,5) (9,5)
Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit 77,7 88,6
(Erhöhung)/Verminderung von kurzfristigen Geldanlagen 0,3 (1,9)
Zugänge und Anzahlungen immaterielle Vermögenswerte (25,3) (17,1)
Zugänge und Anzahlungen Sachanlagen (71,7) (84,2)
Erhaltene Investitionszulagen, netto – 1,0
Kapitalerhöhung bzw. Gründung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (7,3) (3,3)
Akquisitionen verbundener Unternehmen, abzüglich erworbener flüssiger Mittel 4,4 0,5
Erlöse aus dem Verkauf/Erwerb von veräußerungsfähigen Wertpapieren – (1,6)
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen (0,7) (1,0)
Erhaltene Tilgungen von Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,4 –
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 22,6 1,8
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (77,3) (105,8)
Free Cashflow¹ 0,4 (17,2)
Erlöse aus der Aufnahme langfristiger Schulden 82,4 6,8
Erlöse aus der Aufnahme langfristiger Darlehen von der Giesecke+Devrient Stiftung 0,8 –
Erlöse aus der Aufnahme kurzfristiger Darlehen von der MC Familiengesellschaft mbH 15,4 7,6
Tilgung langfristiger Schulden (50,5) (57,0)
Tilgung langfristiger Darlehen von der Giesecke+Devrient Stiftung (0,8) –
Tilgung kurzfristiger Darlehen von der MC Familiengesellschaft mbH (17,7) –
Zahlungen für Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten (2,6) (2,4)
Netto-(Verminderung)/Erhöhung kurzfristiger Darlehen und Kontokorrentkredite (33,8) 21,5
Ausschüttungen an die Gesellschafter (14,2) (6,5)
Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteilseignern 0,3 –
Ausschüttungen an nicht beherrschendene Anteilseigner (2,2) (1,7)
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (22,9) (31,7)
Effekt von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel (10,4) (0,7)
Netto-Erhöhung/(Verminderung) der flüssigen Mittel (32,9) (49,6)
Flüssige Mittel am Jahresanfang 243,6 293,2
Flüssige Mittel am Jahresende 210,7 243,6
1 Free Cashflow besteht aus Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit abzüglich Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit.
(Vorsitzender) München
(Stellv. Vorsitzender) Dachau
(Stellv. Vorsitzende) Tutzing
(ab 01.01.2017) München
(Vorsitzender und CEO der Giesecke & Devrient GmbH)
(CFO der Giesecke & Devrient GmbH)
(bis 06.04.2017)
1 Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
A Unternehmensbeschreibung
Giesecke & Devrient Gesellschaft mit beschränkter Haftung und verbundene Unternehmen („G+D“ bzw. „Giesecke+Devrient“) ist auf dem Gebiet des Banknoten- und Wertpapierdrucks sowie der Entwicklung und Herstellung von Sicherheitspapier und Banknotenbearbeitungssystemen tätig. Darüber hinaus entwickelt und fertigt Giesecke+Devrient Magnetstreifen- und Chipkarten überwiegend für die Telekommunikationsbranche, für Banken und für den Bereich Gesundheitsvorsorge. Ein weiteres Tätigkeitsfeld beinhaltet sicherheitsrelevante Lösungen für Regierungen und Behörden, wie bspw. Ausweis- und Reisedokumente, sowie E-Government-Lösungen. Die neuen Technologiebereiche umfassen Netzwerklösungen und sichere mobile Transaktionslösungen sowie ein Software-System für mobile Endgeräte.
Giesecke+Devrient mit Hauptsitz in der Prinzregentenstraße 159, 81677 München, Deutschland, ist beim Amtsgericht München im Handelsregister Abt. B mit der Nummer 4619 eingetragen. G+D ist stark international ausgerichtet, wobei einer der wichtigsten Märkte des Unternehmens Deutschland ist. Weitere bedeutende Märkte sind die USA, Kanada und China. Zum 31. Dezember 2017 hatte G+D Tochterunternehmen in 32 Ländern und beschäftigte weltweit 11.600 Mitarbeiter, davon 7.613 außerhalb Deutschlands.
Der Konzernabschluss wurde von der Geschäftsführung am 28. März 2018 freigegeben.
B Grundlagen der Darstellung
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind.
2012 wurde die MC Familiengesellschaft mbH gegründet. Die MC Familiengesellschaft mbH erstellt als Konzernobergesellschaft den gesetzlich vorgeschriebenen IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017.
Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.
C Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze
Im Konzernabschluss von Giesecke+Devrient sind alle wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen.
Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt vollkonsolidiert enthalten, an dem die Beherrschung beginnt, und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.
Die Anteile des Konzerns an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben.
Der Konsolidierungskreis der voll konsolidierten Unternehmen umfasst 17 inländische und 55 ausländische Gesellschaften. Giesecke+Devrient hat seit Januar 2017 eine Holdingstruktur, in der die Geschäftsbereiche als rechtlich selbstständige Teilkonzerne voll konsolidiert werden. Die Änderung der Konzernstruktur, die in Abschnitt eins des Konzernlageberichts erläutert wird, hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Obwohl Giesecke+Devrient weniger als die Hälfte der Stimmrechte an der Veridos Matsoukis S.A. Security Printing, Athen (36%) besitzt, beherrscht G+D diese nach Einschätzung der Geschäftsführung. Diese Einschätzung basiert auf der Grundlage, dass G+D die Mehrheit der Stimmrechte an der Veridos GmbH, Berlin, und diese wiederum die Mehrheit der Stimmrechte an der Veridos Matsoukis S.A. Security Printing, Athen, hält. Zusätzlich werden sieben Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen nach den Grundsätzen der Equity-Methode einbezogen. Giesecke+Devrient besitzt 16,29% der Eigenkapitalanteile bzw. der Stimmrechte an der Hansol Secure Co., Ltd., Seoul und 14,3% der Eigenkapitalanteile bzw. der Stimmrechte an der finally safe GmbH, Essen. Bei der Hansol Secure Co., Ltd., Seoul und der finally Safe GmbH, Essen hat der Konzern seinen Einfluss als maßgeblichen eingestuft, da Giesecke+Devrient bei wesentlichen Beschlussfassungen ein über die Beteiligungshöhe hinausgehendes Mitbestimmungsrecht hat. In den Konzernabschluss sind alle wesentlichen in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Gesellschaften einbezogen (siehe Anmerkung 37 „Anteilsbesitzliste“).
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden gemäß IFRS aufgestellt.
Aufwendungen und Erträge, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie Zwischenergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.
Ein Tochterunternehmen wird zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, zu dem G+D die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.
Nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden zunächst zu Anschaffungskosten bilanziert und in Folgeperioden entsprechend fortgeschrieben. Zwischenergebnisse aus Geschäftsvorfällen werden anteilig eliminiert.
Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde (Erwerbszeitpunkt), verteilt. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden – unabhängig von der Beteiligungshöhe – in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, abzüglich nicht beherrschender Anteile, wird als Goodwill angesetzt. Sofern dieser Unterschiedsbetrag negativ ist, erfolgt eine ergebniswirksame Erfassung.
Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt zum beizulegenden Zeitwert des anteiligen identifizierbaren Nettovermögens. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung der zum Zeitwert des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteile vorgesehen. Eine Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, wird für Unternehmenserwerbe erfolgswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.
Sofern nach Erlangung der Beherrschung über ein Tochterunternehmen weitere Anteile hinzuerworben werden, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem anteiligen Eigenkapital mit den Konzerngewinnrücklagen verrechnet. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion erfasst.
Verbleibende Anteile werden zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei nicht beherrschenden Anteilen erfolgt ein Ausweis von Negativsalden, d.h. Verluste werden unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet.
D Verwendung von Schätzungen
Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen der Geschäftsführung erforderlich, welche die Höhe der Aktiva und Passiva, den Umfang von Haftungsverhältnissen am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen.
In den folgenden Anhangsangaben sind Informationen über Bereiche, denen Schätzungsunsicherheiten zugrunde liegen, und über Bewertungswahlrechte, die bei der Anwendung von Rechnungslegungsrichtlinien ausgeübt werden und die erhebliche Auswirkungen auf die ausgewiesenen Werte des Konzernabschlusses haben bzw. durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des am 31. Dezember 2017 endenden Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung erforderlich sein wird, enthalten:
Anmerkung 1 (j) „Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte“
Anmerkung 1 (n) „Rückstellungen”
Anmerkung 19 „Ertragsteuern“
Anmerkung 24 „Unternehmenszusammenschlüsse“
E Währungsumrechnung
Transaktionen in Fremdwährung werden mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt in Euro umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden am Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Stichtagskurs bewertet. Nichtmonetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden grundsätzlich zu historischen Kosten unter Anwendung der historischen Transaktionskurse bewertet.
Die jeweilige funktionale Währung der Konzernunternehmen ist die Währung des jeweiligen primären Wirtschaftsumfeldes, in dem das Unternehmen tätig ist. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Gesellschaften mit anderen funktionalen Währungen als dem Euro werden mit den Stichtagskursen zum Jahresende umgerechnet, während die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet werden. Differenzen aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung in der vorausgehenden Periode sind in den Rücklagen aus ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen enthalten und werden in einer gesonderten Position des Eigenkapitals ausgewiesen.
Die verwendeten Durchschnitts- und Stichtagskurse für die wesentlichen relevanten Währungen der am
31. Dezember endenden Geschäftsjahre sind wie folgt:
1 EUR = x Einheiten in Fremdwährung Kurse 31. Dezember 2017 Kurse 31. Dezember 2016
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
US-Dollar – USD 1,1293 1,1993 1,1066 1,0541
Australischer Dollar – AUD 1,4729 1,5346 1,4886 1,4596
Britisches Pfund – GBP 0,8761 0,8872 0,8189 0,8562
Chinesischer Renminbi – RMB 7,6264 7,8044 7,3496 7,3202
Kanadischer Dollar – CAD 1,4644 1,5039 1,4664 1,4188
Schwedische Krone – SEK 9,6369 9,8438 9,4673 9,5525
F Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstrumentes führt.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen sowie Wertpapiere und derivative Finanzinstrumente.
Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente einheitlich der Erfüllungstag, d.h. der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Für derivative Finanzinstrumente ist der Handelstag maßgeblich.
Finanzielle Schulden umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Schuld erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments wird als reiner „Exit-Price“ verstanden. Dies ist der Preis, der im Rahmen einer auf einem definierten Markt vorgenommenen Transaktion für einen Vermögenswert erzielbar wäre beziehungsweise für eine Schuld bezahlt werden müsste.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus dem jeweiligen finanziellen Vermögenswert ausgelaufen sind, d.h. wenn der Vermögenswert realisiert wurde, verfallen ist oder er nicht mehr in der Verfügungsmacht des Unternehmens steht. G+D hat von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu bestimmen, bislang keinen Gebrauch gemacht. Die Bewertungskategorie „bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen“ wird ebenfalls nicht genutzt. Es wurden auch keine Zinserträge aus wertberichtigten finanziellen Vermögenswerten vereinnahmt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente/kurzfristige Geldanlagen
Giesecke+Devrient bilanziert hochliquide Finanzanlagen mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Hochliquide „Commercial Paper“ mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten werden ebenfalls als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Kurzfristige Geldanlagen mit einer Laufzeit zwischen drei Monaten und einem Jahr werden unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto, werden der Kategorie
„Kredite und Forderungen“ zugeordnet. Sie werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, der zum Anschaffungszeitpunkt den Anschaffungskosten entspricht, angesetzt. Die Bewertung zu den folgenden Bilanzstichtagen erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Dabei werden bei Ausfallrisiken Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Darüber hinaus werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Ermittlung eines etwaigen Wertberichtigungsbedarfs beginnt bei Überschreitung der festgelegten Kundenzahlungsziele, ferner bei Kenntnis über Eröffnung von Insolvenzverfahren oder Ähnlichem. Wertberichtigungen werden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst.
Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit der Bildung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen sowie im Zusammenhang mit der Ausbuchung von Forderungen werden innerhalb der Vertriebskosten erfasst. Unverzinsliche oder gering verzinsliche langfristige Forderungen werden mit dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows angesetzt, wenn der Zinseffekt wesentlich ist. Die Fortschreibung erfolgt in diesen Fällen unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Als langfristig werden Vermögenswerte eingeordnet, die am Bilanzstichtag eine verbleibende Laufzeit von mehr als zwölf Monaten haben.
Die Wertpapiere von G+D werden entweder als zum Handel bestimmte Wertpapiere oder als zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere bilanziert. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Bezugnahme auf öffentlich notierte Marktpreise auf einem aktiven Markt zum Bilanzstichtag. Die Handelspapiere beinhalten Anteile an einem geschlossenen und voll konsolidierten Spezialfonds, der in öffentlich gehandelte Eigen- und Fremdkapitaltitel investiert, und Stammaktien von der Nxt-ID, Inc. Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere beinhalten Anteile an Investmentfonds, die zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen, und Vorzugsaktien von der Nxt-ID, Inc. Hochliquide „Commercial Paper“ mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten werden als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen und zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus den zum Handel bestimmten Wertpapieren werden erfolgswirksam im Jahresergebnis ausgewiesen.
Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden in den kumulierten Rücklagen aus ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen im Eigenkapital ausgewiesen. Bei nicht nur vorübergehenden Wertminderungen wird ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst. Bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgt eine Wertminderung bei dauerhafter oder signifikanter Minderung des beizulegenden Zeitwertes unterhalb der ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei Fremdkapitalinstrumenten erfolgt eine Wertminderung bei deutlichen Bonitätsverschlechterungen der Schuldner. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen für Gläubigerpapiere in entsprechender Höhe erfolgswirksam (für Eigenkapitalpapiere erfolgsneutral) zurückgenommen.
Beteiligungen an anderen nahestehenden Unternehmen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf dem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.
Die unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Vermögenswerte werden, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet. Die Bewertung erfolgt entsprechend den Ausführungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, netto. Liegen bei finanziellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden, Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung auf den niedrigeren voraussichtlich realisierbaren Betrag vorgenommen. Uneinbringliche finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht. Bei Wegfall der Gründe für die erfassten Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Die unter den finanziellen Schulden ausgewiesenen Verpflichtungen werden, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, der Kategorie „Finanzielle Schulden bilanziert zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet. Die Bewertung dieser finanziellen Schulden erfolgt beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Transaktionskosten werden von den Anschaffungskosten abgezogen, soweit sie direkt zurechenbar sind. Als langfristig werden Verbindlichkeiten eingeordnet, die am Bilanzstichtag eine verbleibende Laufzeit von mehr als zwölf Monaten ausweisen.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht der oben dargestellten Vorgehensweise zu den finanziellen Schulden.
Eine finanzielle Schuld wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Giesecke+Devrient hat bisher nicht von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, finanzielle Schulden bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Schulden zu bestimmen.
Derivative Finanzinstrumente werden zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos aus dem gewöhnlichen Geschäftsverlauf in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt.
Währungsrisiken aus Verträgen mit einem Nominalvolumen von mehr als 10,0 Mio. USD werden grundsätzlich im Rahmen eines Mikrohedges als „Fair Value Hedge“ bilanziell abgebildet und über Devisentermingeschäfte abgesichert. Wenn die Vorgaben des IAS 39 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen („Hedge Accounting“) erfüllt sind, designiert und dokumentiert Giesecke+Devrient die Sicherungsbeziehung ab diesem Zeitpunkt als „Fair Value Hedge“. Bei einem „Fair Value Hedge“ wird der beizulegende Zeitwert eines bilanzierten Vermögenswertes, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung gesichert. Die Dokumentation der Sicherungsbeziehungen beinhaltet die Ziele und die Strategie des Risikomanagements, die Art der Sicherungsbeziehung, das gesicherte Risiko, die Bezeichnung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie eine Beschreibung der Methode zur Effektivitätsmessung. Die Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes in Bezug auf das abgesicherte Risiko als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und regelmäßig dahingehend untersucht, ob sie während der gesamten Berichtsperiode, für die sie designiert waren, hocheffektiv waren. Zeitwertänderungen dieser Derivate werden im sonstigen Finanzergebnis, netto, erfasst, ebenso die Veränderung der Marktbewertung der dazugehörigen Grundgeschäfte. Die Zeitwerte der Grundgeschäfte werden in der Bilanz unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Werden derivative Finanzinstrumente nicht mehr in ein „Hedge Accounting“ einbezogen, da die Voraussetzungen für ein „Hedge Accounting“ nicht mehr erfüllt sind, werden sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft.
USD-Zahlungsströme werden monatlich rollierend auf der Grundlage von Ist- und Plandaten über einen Zwölf-Monatszeitraum ermittelt. Sofern sich ein Saldo von mehr als 15,0 Mio. zwischen USD-Ein- und Auszahlungen länger als drei Monate ergibt, erfolgt eine fristenkongruente Sicherung über Devisentermingeschäfte. Diese werden bilanziell als „Cash Flow Hedges“ abgebildet. Bei einem „Cash Flow Hedge“ werden zukünftig erwartete Zahlungsströme gesichert. Die Dokumentation der Sicherungsbeziehungen beinhaltet die Ziele und die Strategie des Risikomanagements, die Art der Sicherungsbeziehung, das gesicherte Risiko, die Bezeichnung des Sicherungsinstruments und der Grundgeschäfte sowie eine Beschreibung der Methode zur Effektivitätsmessung. Die Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes in Bezug auf das abgesicherte Risiko als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und regelmäßig dahingehend untersucht, ob sie während der gesamten Berichtsperiode, für die sie designiert waren, hocheffektiv waren. Zeitwertänderungen des Teils dieser Derivate, der als wirksame Absicherung zu qualifizieren ist, werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Der unwirksame Teil wird erfolgswirksam im Finanzergebnis, netto, erfasst. Die Zeitwerte der Grundgeschäfte werden in der Bilanz unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Beträge, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, werden in der Periode vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme die Gewinn- oder Verlustrechnung beeinflussen. Werden derivative Finanzinstrumente nicht mehr in ein „Hedge Accounting“ einbezogen, da die Voraussetzungen für ein „Hedge Accounting“ nicht mehr erfüllt sind, werden sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft.
Ansonsten wendet G+D keine Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen im Rahmen der Sicherung von Fremdwährungsrisiken an („No-Hedge Accounting“). Daher werden diese derivativen Finanzinstrumente als „zu Handelszwecken gehalten“ qualifiziert und zum Bilanzstichtag entweder als Vermögenswert oder als Schuld zu ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Änderungen im beizulegenden Zeitwert werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte errechnet sich auf der Basis der am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassakurse sowie der Terminauf- und -abschläge im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.
Giesecke+Devrient ermittelt Finanzderivate, die in Trägerkontrakte eingebettet sind, und bilanziert sie entsprechend den Bestimmungen von IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ getrennt. Bei diesen Derivaten handelt es sich ausschließlich um Fremdwährungsderivate, die in bestimmte, auf eine Währung lautende Einkaufs- und Verkaufskontrakte eingebettet sind, die funktionale Währung weder von G+D noch des Vertragskontrahenten ist und die auch keine Währung ist, die üblicherweise in Verträgen verwendet wird, um nichtfinanzielle Objekte in dem wirtschaftlichen Umfeld, in dem das Geschäft stattfindet, zu kaufen oder zu verkaufen.
Die Zeitwerte der externen und eingebetteten Fremdwährungsderivate werden in der Bilanz unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und unter den kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2011 erfolgte erstmals der Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken. Für die derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung der Zinsrisiken wendet G+D seit dem 1. Januar 2012 die Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen an. Seit dem 1. Januar 2012 bilanziert Giesecke+Devrient Sicherungszusammenhänge in Form eines „Cash Flow Hedge“ für einen Zinssatzswap und einen Cross-Currency-Swap, mit dem Zins- und Währungskursrisiken abgesichert werden. Bei einem „Cash Flow Hedge“ werden zukünftig erwartete Zahlungsströme gesichert. Die Dokumentation der Sicherungsbeziehungen beinhaltet die Ziele und die Strategie des Risikomanagements, die Art der Sicherungsbeziehung, das gesicherte Risiko, die Bezeichnung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie eine Beschreibung der Methode zur Effektivitätsmessung. Die Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes in Bezug auf das abgesicherte Risiko als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und regelmäßig dahingehend untersucht, ob sie während der gesamten Berichtsperiode, für die sie designiert waren, hocheffektiv waren. Zeitwertänderungen des Teils dieser Derivate, der als wirksame Absicherung zu qualifizieren ist, werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Der unwirksame Teil wird erfolgswirksam im Finanz- bzw. Zinsergebnis, netto, erfasst. Die Zeitwerte der Grundgeschäfte werden in der Bilanz unter den kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerten und unter den kurz- und langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sowie finanziellen Schulden ausgewiesen. Die Beträge, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, werden in der Periode vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme die Gewinn- oder Verlustrechnung beeinflussen. Werden derivative Finanzinstrumente nicht mehr in ein „Hedge Accounting“ einbezogen, da die Voraussetzungen für ein „Hedge Accounting“ nicht mehr erfüllt sind, werden sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft. Der Marktwert der Zinssicherungsgeschäfte errechnet sich auf Basis von PAR FX-Forward Rates (quotiert) zum Stichtag im Rahmen eines gültigen Zinsstrukturmodells.
Die für G+D relevanten Klassen für Finanzinstrumente stellen die genutzten Kategorien nach IAS 39, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Geldanlagen, künftige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen sowie finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Finanzgarantien und derivative Finanzinstrumente, die in ein „Hedge Accounting“ einbezogen sind, dar.
G Risikomanagementpolitik und Sicherungsmaßnahmen
Das Risikomanagement für den gesamten Konzern wird zentral gesteuert. Bestimmungen zur Risikomanagementpolitik, zu den Sicherungsmaßnahmen und den Dokumentationsanforderungen werden in einer Richtlinie von der zentralen Finanzabteilung festgelegt und in entsprechenden Prozessabläufen umgesetzt. Eine Überprüfung und Aktualisierung dieser Richtlinie erfolgt in regelmäßigen Abständen. Die Genehmigung der Richtlinie erfolgt durch die Geschäftsführung.
Derivative Finanzinstrumente werden von G+D ausschließlich zur Verminderung der dem globalen Geschäft innewohnenden Risiken eingesetzt. Giesecke+Devrient besitzt daher weder derivative Finanzinstrumente zu spekulativen Zwecken noch begibt sie solche.
Es wird weiterhin auf die entsprechenden Ausführungen in Anmerkung 22 „Finanzwirtschaftliche Risiken“ verwiesen.
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Kosten werden nach dem Durchschnittsverfahren, der FIFO-Methode („first in first out“) oder dem Standardkostenverfahren ermittelt. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse umfasst direkt zurechenbare Materialeinzelkosten, Lohnkosten und Fertigungsgemeinkosten auf Basis der normalen Kapazität der Produktionsanlagen. Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden zum Abschlussstichtag abgewertet, soweit ihr Nettoveräußerungswert niedriger ist als ihr Buchwert.
I Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung qualifiziert, wenn diese im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für den Verkauf derartiger Vermögenswerte gängig und üblich sind, sofort veräußerbar sind und eine solche Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.
J Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten erworbene Vermögenswerte wie Standardsoftware, Lizenzen, Patente, Wasserrechte, Know-how, Goodwill sowie selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Kosten für Entwicklung werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen des IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ erfüllt sind. Aktivierte Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Personaleinzelkosten sowie in angemessenem Umfang zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden aktiviert, sofern ein qualifizierter Vermögenswert vorliegt. Die Abschreibung bilanzierter Entwicklungskosten erfolgt linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Forschungskosten werden nicht aktiviert, sondern in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.
Die Nutzungsdauern der zeitlich beschränkt nutzungsfähigen immateriellen Vermögenswerte betragen grundsätzlich:
Aktivierte Entwicklungskosten/Technologie 3–10
Software, Rechte, Kundenstamm etc. 2–15
Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf die Werthaltigkeit hin zumindest jährlich überprüft. Wertminderungen des Goodwills dürfen nicht rückgängig gemacht werden.
Giesecke+Devrient überprüft die Werthaltigkeit eines Goodwills auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit („Cash-Generating Unit“, kurz CGU) oder auf Ebene von Gruppen von CGUs in einem einstufigen Wertminderungstest, der mindestens jährlich durchzuführen ist. Übersteigt der Buchwert der CGU bzw. Gruppe von CGUs, der der Goodwill zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag (Nutzungswert ermittelt als Barwert der zukünftigen Cashflows), ist der betroffene Goodwill in Höhe des Differenzbetrages wertzumindern. Übersteigt die Wertminderung der CGU bzw. Gruppe von CGUs den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwills, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der CGU bzw. Gruppe von CGUs zugeordneten Vermögenswerten (grundsätzlich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) zu erfassen.
Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten und des Nutzungswerts basiert, sind geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten und Steuersätze. Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Goodwills haben. Werden zur Ermittlung des Goodwills Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderungen getestet, ist die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte gleichermaßen mit Schätzungen des Managements verbunden.
K Sachanlagen
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Sachanlagen werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert in Betrieb genommen wird.
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktions- bzw. leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Fremdkapitalkosten werden aktiviert, sofern ein qualifizierter Vermögenswert vorliegt.
Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen auch die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen des Gegenstandes und die Wiederherstellung des Standortes, an dem er sich befindet.
Vereinnahmte Investitionszuschüsse und -zulagen mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die der Zuschuss gewährt wurde.
Bestehen Sachanlagen aus mehreren Bestandteilen mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden die einzelnen Bestandteile separat über ihre individuellen Nutzungsdauern abgeschrieben. Laufende Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt verursachungsgemäß als Aufwand erfasst.
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Sachanlagen bei G+D betragen:
Gebäude bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 2–23
Sonstige Anlagen und Büroausstattung 2–23
L Wertminderungen der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen
Wertminderungen anderer immaterieller Vermögenswerte und von Sachanlagen werden durch den Vergleich ihres Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag als höherem Wert aus beizulegendem Zeitwert und Nutzungswert des Vermögenswerts ermittelt. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der nächsthöheren aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu testen. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen, wird für diese Vermögenswerte eine Wertaufholung vorgenommen. Ausgenommen hiervon sind die Goodwills.
Bei Abschluss einer Vereinbarung stellt der Konzern fest, ob eine solche Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält.
Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind.
Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken („Operating Lease“), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber bilanziert. Die Bewertung des Leasinggegenstandes richtet sich nach den für den Leasinggegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Während des Zeitraums des Operating-Leasing-Verhältnisses werden die gezahlten Leasingraten von Leasinggeber und Leasingnehmer erfolgswirksam erfasst.
Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind („Finance Lease“), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand anzusetzen. Der Leasinggegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Leasingzahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Der Leasingnehmer setzt im Zugangszeitpunkt zugleich eine Leasingverbindlichkeit an. Die Leasingverbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben.
N Rückstellungen
Die Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und damit zusammenhängende Aufwendungen und Erträge werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Diese Bewertungen beruhen auf Schlüsselprämissen, darunter Abzinsungssätze, Gehaltstrends, Rentendynamiksätze, biometrische Wahrscheinlichkeiten und Trendannahmen zur Entwicklung der Krankenversicherungsleistungen. Die angesetzten Abzinsungsfaktoren spiegeln die Zinssätze wider, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Anleihen mit entsprechender Laufzeit erzielt werden. Aufgrund schwankender Markt- und Wirtschaftslage können die zugrunde gelegten Prämissen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen, was wesentliche Auswirkungen auf Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben kann.
Die Pensionsrückstellungen aus leistungsorientierten Plänen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien („Projected Unit Credit Method“) bewertet. Dabei werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Entgelte und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste und die übrigen Neubewertungen der Nettoschuld werden am Abschlussstichtag ermittelt und über das sonstige Ergebnis („Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungen“) erfasst.
Zur Festlegung des Rechnungszinssatzes bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verwendet Giesecke+Devrient die Methodik „Mercer Pension Discount Yield Curve“. Hierbei handelt es sich um eine IAS-19-konforme Zinsermittlungsmethode. Die Methodik basiert auf einer Auswahl von AA-gerateten Unternehmensanleihen gemäß Bloomberg-Auswertungen. Der Nettozinsaufwand, d.h. der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung abzüglich des mit den Abzinsungssätzen ermittelten erwarteten Ertrags aus dem Planvermögen, wird im Zinsaufwand gezeigt. Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zu leistenden Beiträge werden als Aufwand erfasst.
Eine Verpflichtung aus Altersteilzeit wird zu dem Zeitpunkt angesetzt, zu dem der Arbeitnehmer einen einzelvertraglichen Anspruch auf vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat. Für Altersteilzeitvereinbarungen im Rahmen des Blockzeitmodells werden der kontinuierlich anwachsende Erfüllungsrückstand und die Verpflichtung zur Zahlung von Aufstockungsleistungen getrennt bewertet. Beide Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen vom Beginn der Aktivphase bis zum Ende der Beschäftigungsphase ratierlich erfasst. In der Passivphase wird der Barwert der zukünftigen Zahlungen zurückgestellt. Der in den Altersteilzeitaufwendungen enthaltene Nettozinsanteil wird im Zinsaufwand gezeigt.
Beim Verkauf eines Produkts wird eine Rückstellung für erwartete Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Schätzungen für Aufwendungen aus Gewährleistungsverpflichtungen basieren vorwiegend auf Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Eine Restrukturierungsrückstellung wird angesetzt, sofern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht. Eine faktische Verpflichtung zur Restrukturierung entsteht nur dann, wenn es einen detaillierten formellen Restrukturierungsplan gibt und bei den Betroffenen die Erwartung ausgelöst wurde, dass die Restrukturierung durchgeführt wird. Dies kann erfolgen durch den Beginn der Umsetzung des Plans oder durch die Bekanntgabe der wesentlichen Punkte an die Betroffenen. Eine Restrukturierungsrückstellung enthält nur die direkt im Zusammenhang mit der Restrukturierung entstehenden Ausgaben, die sowohl zwangsweise im Zuge der Restrukturierung entstehen als auch nicht mit den laufenden Aktivitäten von G+D zusammenhängen.
Die Bestimmung der Rückstellungen für belastende Verträge ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Diese betreffen im Wesentlichen Einschätzungen bezüglich des Projektfortschritts, der Erfüllung bestimmter Leistungsanforderungen, Änderungen der Projektvolumina, der Aktualisierung der kalkulierten Gesamtkosten sowie angewandter kundenspezifischer und laufzeitadäquater Diskontierungszinssätze.
Giesecke+Devrient erfasst Rückstellungen für belastende Verträge, sofern bei einem Vertrag die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen höher als der erwartete wirtschaftliche Nutzen sind. Die unvermeidbaren Kosten aus einem Vertrag spiegeln den Mindestbetrag der bei Ausstieg aus dem Vertrag anfallenden Nettokosten wider; diese stellen den niedrigeren Betrag von Erfüllungskosten und etwaigen aus der Nichterfüllung resultierenden Entschädigungszahlungen oder Strafgeldern dar. Bevor eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag erfasst wird, erfolgt die Bilanzierung einer Wertminderung bei den durch den Vertrag betroffenen Vermögenswerten.
Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und nicht mit möglichen Erstattungen, wie z.B. Versicherungsansprüchen, verrechnet. Der Erfüllungsbetrag ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern der Abzinsungsbetrag wesentlich ist.
Änderungen des Zinssatzes, der Höhe oder des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen zur Bewertung von Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnlichen Verpflichtungen sind in gleicher Höhe beim korrespondierenden Vermögenswert zu berücksichtigen, sofern die Rückstellungsminderung den Buchwert des Vermögenswertes nicht überschreitet. In diesem Fall ist der überschießende Betrag sofort erfolgswirksam zu erfassen.
O Erfassung der Umsatzerlöse, Zinsen und Dividenden
Der Ausweis von Erlösen erfolgt grundsätzlich nach Versand der Produkte und Übergang des wirtschaftlichen Eigentums auf den Käufer oder nach Erbringung der Leistung. Soweit ein Vertrag eine Abnahme durch den Kunden vorsieht, werden die Erlöse grundsätzlich nach der erfolgreichen Abnahme erfasst. Wenn die Vereinbarungen die Installation der Produkte am Standort des Kunden vorsehen und die Installation für die Funktion des Produkts entscheidend ist, werden die Erlöse nach Lieferung des Produkts und erfolgter Installation am Standort des Kunden ausgewiesen.
In bestimmten Fällen tritt G+D als Generalunternehmer bei der Errichtung von Papierfabriken, Sondereinrichtungen (z.B. zur Fertigung von Sicherheitsprodukten) und Personalisierungszentren auf. Die Erfüllung solcher Verträge erfolgt im Allgemeinen über einen längeren Zeitraum. Bis zur endgültigen Fertigstellung können mehrere Jahre vergehen. Für Fertigungsaufträge wird die „Percentage-of- Completion“-Methode verwendet, sofern sich Erträge und Aufwendungen verlässlich schätzen lassen. Der Fertigstellungsgrad wird mit Hilfe von Output-Methoden (z.B. vereinbarte Meilensteine) oder dem Kostenvergleichsverfahren („Cost-to-Cost“-Methode) ermittelt. Das Periodenergebnis wird ermittelt, indem die vertraglich festgelegten Gesamtauftragserlöse und -kosten mit dem Fertigstellungsgrad multipliziert und um die Vorjahresergebnisse korrigiert werden.
Werden langfristige Kundenaufträge abgewickelt, deren wesentliche Bestandteile die Erstellung, die Modifikation oder das Customizing von Software ausmachen, erfolgt die Umsatzrealisierung auch insoweit nach der zuletzt genannten Methode.
Insbesondere im Karten-, Pass- und Ausweisgeschäft gibt es Vertragsverhältnisse mit mehreren Lieferungs- und Leistungskomponenten („Mehrkomponentenverträge“). Bei Mehrkomponentenverträgen (z.B. Lieferung von Kartenkörpern und Erbringung von Personalisierungsleistungen) ist die sofortige Umsatzerfassung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Umsatzerlöse für die einzelnen Komponenten bemessen sich dann grundsätzlich nach dem anteiligen beizulegenden Zeitwert der Komponente am gesamten Lieferungs- und Leistungsumfang. Die auf die erbrachten Teilleistungen entfallenden Beträge sind zu begrenzen auf die Werte, die unabhängig von weiteren noch zu erbringenden Teilleistungen sind.
Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.
P Zuwendungen
Sofern Investitionszuschüsse /-zulagen für Vermögenswerte bestimmt sind, werden diese mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten des bezuschussten Vermögenswertes verrechnet und stellen somit eine Anschaffungskostenminderung dar. Der Zuschuss /die Zulage wird ratierlich in Form von geringeren Abschreibungen erfolgswirksam vereinnahmt.
Die übrigen Zuwendungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der der Anspruch entsteht.
Q Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern aus deren Nutzung Steuerminderungen in Folgeperioden wahrscheinlich sind.
R Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wird gemäß IAS 7 aufgestellt und zeigt die Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres gegliedert nach den Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung der Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit erfolgt mittels der indirekten Methode, indem das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um nicht zahlungswirksame Vorgänge korrigiert wird. Darüber hinaus werden Sachverhalte eliminiert, die dem Cashflow aus Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind. Zahlungsströme aus erhaltenen und gezahlten Zinsen sowie aus erhaltenen Dividenden werden den Zahlungsströmen aus der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet. Auszahlungen für den Erwerb zusätzlicher Anteile an verbundenen Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung werden dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zugeordnet.
Der Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel. Die flüssigen Mittel setzen sich aus den Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten, den liquiden Mitteln aus den Fonds sowie kurzfristigen Geldanlagen mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten zusammen.
S Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Mit der Änderung zu IAS 7 „Disclosure Initiative“ werden die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens verbessert. Das Unternehmen macht Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte werden ebenfalls in die Angaben einbezogen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften).
Es werden zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen angegeben.
Die Angaben werden in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz dargestellt. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von G+D.
Die Änderungen zu IAS 12 „Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses“ verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von G+D.
Im Rahmen des „Annual Improvement“ Projekts (2014–2016) wurden drei IFRS Standards geändert, von denen nur der folgende im Jahr 2017 anzuwenden war:
In IFRS 12 wird klargestellt, dass die Angaben nach IFRS 12 grundsätzlich auch für solche Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen gelten, die als zur Veräußerung gehalten im Sinne des IFRS 5 klassifiziert werden; eine Ausnahme hiervon bilden die Angaben nach IFRS 12.B10 –B16 (Finanzinformationen). Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von G+D.
Das IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht. Diese kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen sowie die Verlautbarungen, die noch nicht umgesetzt wurden, hatten keinen wesentlichen Einfluss auf den Abschluss des G+D-Konzerns.
T Neue und geänderte Bilanzierungsgrundsätze
Außer den im Folgenden aufgeführten neuen Standards und Interpretationen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben können, wurden eine Reihe weiterer Standards und Interpretationen verabschiedet, die jedoch erwartungsgemäß keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden:
EU Endorsement ist bereits erfolgt
Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard wurde bereits von der EU in europäisches Recht übernommen. G+D prüft die Auswirkungen der Anwendung auf den Konzernabschluss.
Im Mai 2014 hat das IASB den neuen Standard IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers“ veröffentlicht. Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen.
Gleichzeitig werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Im April 2016 wurden einige Klarstellungen zum IFRS 15 veröffentlicht, die vornehmlich die Identifizierung von separaten Leistungsverpflichtungen sowie die Abgrenzung Prinzipal und Agent betreffen.
IFRS 15 ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Konzern wird IFRS 15 erstmals für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr 2018 (Umstellungsjahr auf IFRS 15) anwenden. Der Konzern beabsichtigt, beim Übergang auf IFRS 15 die modifiziert retrospektive Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018 erfasst werden, in seinem Konzernabschluss anzuwenden. Infolgedessen wird der Konzern die Anforderungen des IFRS 15 nicht auf jede dargestellte Vergleichsperiode anwenden. Hierbei macht der Konzern von den in IFRS 15 gewährten praktischen Erleichterungen Gebrauch. In diesem Zusammenhang ist insbesondere vorgesehen, zum 1. Januar 2018 keine Neubewertung solcher Verträge vorzunehmen, die innerhalb desselben Geschäftsjahres begonnen und erfüllt wurden oder am 1. Januar 2018 vollständig erfüllt sind.
Beim Verkauf von Produkten in den Geschäftsbereichen Currency Technology und Mobile Security erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse derzeit mit Lieferung der Güter zum Kunden. Dies ist als derjenige Zeitpunkt definiert, zu dem der Kunde die Güter sowie die zugehörigen Risiken und Chancen, die mit der Eigentumsübertragung verbunden sind, akzeptiert.
Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Verfügungsgewalt über die Güter erlangt. Bei einigen Verträgen über den Verkauf von kundenspezifischen Produkten wie Banknoten oder Bankkarten überträgt der Konzern die Verfügungsgewalt bereits während der Fertigung. Die Umsatzerlöse aus diesen Verträgen werden während der Produktherstellung erfasst.
Nach Einschätzung des Konzerns führt dies dazu, dass Umsatzerlöse – sowie einige zugehörige Kosten – für diese Verträge über einen Zeitraum erfasst werden, d.h. vor Lieferung der Güter zum Kunden.
Geschäftsfeld übergreifend beeinflusst der erhöhte Spielraum für Schätzungen im Zusammenhang mit variablen Gegenleistungen die Höhe und den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung.
Darüber hinaus erhöhen sich mit IFRS 15 die Angaben im Anhang zu Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden erheblich. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Konzern mangels Kapitalmarktorientierung keine Segmentberichterstattung veröffentlicht.
Das Projekt zur Implementierung des neuen Standards ist noch nicht abgeschlossen. Durch den oben beschriebenen Übergang von einer zeitpunktbezogenen auf eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung wird in der Periode der Erstanwendung eine Erhöhung des Eigenkapital erwartet.
IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard – d.h., dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.
IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15 Operating- Leasingverhältnisse – Anreize und SIC-27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen.
Der Standard ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 oder davor anwenden. G+D prüft die Auswirkungen der Anwendung auf den Konzernabschluss.
Die erstmalige Anwendung des jeweiligen Standards ist mit der verpflichtenden Anwendung beabsichtigt.
2 Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember 2017 und 2016 wie folgt zusammen:
in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Geldanlagen (> 3 Monate und < 1 Jahr) 0,9 1,2
Handelspapiere 72,6 61,8
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 9,3 9,3
Derivative Finanzinstrumente 4,6 1,6
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen – 0,4
87,4 74,3
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 21,1 20,6
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 1,3 0,6
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 1,7 –
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere wurden zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 11,0 Mio. EUR am 31. Dezember 2017 und in Höhe von 9,3 Mio. EUR am 31. Dezember 2016 bilanziert. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert.
3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, netto, setzen sich zum
31. Dezember 2017 und 2016 wie folgt zusammen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 445,3 397,8
Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen 7,3 6,1
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 0,1 0,5
Forderungen gegen MC Familiengesellschaft mbH – 0,1
Sonstige 15,5 18,4
Anzahlungen 34,2 49,3
502,4 472,2
Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (14,3) (11,6)
488,1 460,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13,2 5,8
Anzahlungen auf Sachanlagen 3,3 2,5
16,5 8,3
Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen (ohne Anzahlungen) zum 31. Dezember 2017:
in Mio. EUR nicht überfällig 1 bis 30 Tage überfällig 31 bis 90 Tage überfällig 91 bis 180 Tage überfällig 181 bis 360 Tage überfällig über 360 Tage überfällig Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 346,3 51,7 21,5 20,9 23,9 17,1 481,4
abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen – – (0,3) – (1,7) (12,3) (14,3)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 346,3 51,7 21,2 20,9 22,2 4,8 467,1
Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen (ohne Anzahlungen) zum 31. Dezember 2016:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 302,2 51,4 35,8 20,7 10,1 8,5 428,7
abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (0,1) – – (2,1) (3,4) (6,0) (11,6)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 302,1 51,4 35,8 18,6 6,7 2,5 417,1
Die Einzelwertberichtigungen (EWB) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:
1. Januar 11,6 9,0
Zugänge zum Konsolidierungskreis 0,2 0,1
Zuführungen (erfolgswirksam) 6,2 5,7
Auflösungen (erfolgswirksam) (2,7) (1,7)
Ausbuchungen von Forderungen (1,3) (1,3)
Umbuchungen 0,7 –
Währungsumrechnungseffekte (0,4) (0,2)
31. Dezember 14,3 11,6
Die Einzelwertberichtigungen betreffen mehrere Kunden, die mitgeteilt haben, dass sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Umstände nicht erwarten, die ausstehenden Beträge begleichen zu können.
Der weder wertgeminderte noch in Zahlungsverzug befindliche Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt 346,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 bzw. 302,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016. G+D geht davon aus, dass die weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen in voller Höhe einbringlich sind. Es deuten zum Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Diese Einschätzung basiert auf dem Zahlungsverhalten der Vergangenheit sowie umfangreichen Analysen in Bezug auf das Ausfallrisiko der Kunden.
Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie auf nahestehende Unternehmen und Personen waren nicht erforderlich.
Im Geschäftsjahr 2015 hat der Konzern eine Dienstleistungskonzessionsvereinbarung mit einer ausländischen Behörde über das Errichten und Betreiben einer gemeinsamen Fabrik zur Herstellung von ID-Karten und Pässen (BOT-Modell = Build-Operate-Transfer) abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht neben einer einjährigen Errichtungsphase eine zehnjährige Betreiberphase vor.
Zur Errichtung der Fabrik ist ein gemeinsames Investitionsbudget festgelegt, welches zu 60% durch den Konzern und zu 40% durch den Vertragspartner getragen wird. Wesentliche Aufgaben des Konzerns sind zunächst die Planung der Fabrik, die Beschaffung der notwendigen Maschinen und die Errichtung der Produktion sowie die Bereitstellung von Barmitteln (Errichtungsphase). Der operative Betrieb obliegt für eine Laufzeit von 10 Jahren (mit einer Verlängerungsoption um 5 Jahre) dem Konzern, wobei das EBITDA der Fabrik den Vertragspartnern zu jeweils ihren Investitionsanteilen (60 /40) zusteht und jährlich aus- geschüttet werden soll. Der Vertragspartner hat für jedes Jahr der Betreiberphase eine Mindestabnahmemenge an ID-Karten und Pässen garantiert.
Während der operativen Phase des Projekts ist der Konzern für die Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft der Fabrik verantwortlich. Nach Beendigung der operativen Laufzeit geht die Fabrik in das Eigentum des Vertragspartners über.
Die Dienstleistungskonzessionsvereinbarung wurde als financial asset model eingestuft.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Rahmen der Errichtungsphase Barmittel in Höhe von 2,7 Mio. EUR geleistet, die als Abgrenzungsposten in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gezeigt werden. Da diese Barmittel bisher nicht verwendet wurden, sind sie zum 31. Dezember 2017 unverändert in diesem Abgrenzungsposten enthalten. Aufgrund eines längeren Auswahlprozesses zu einem geeigneten Grundstück, welcher erst zum Jahresende entschieden werden konnte, war zum 31. Dezember 2017 die Errichtungsphase noch nicht abgeschlossen. Daher wurde im Geschäftsjahr 2017 mit dem Vertragspartner eine Verlängerung der ursprünglich 12-monatigen Errichtungsphase vertraglich vereinbart. Im Geschäftsjahr 2017 hat Veridos fortlaufend Errichtungsleistungen für den Aufbau der Kartenfabrik erbracht. Hierfür wurden Forderungen und Umsatzerlöse in Höhe von 7,1 Mio. EUR erfasst. Die Forderungen sind als langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert, da Einnahmen erst im Rahmen der Betreiberphase erzielt werden können. Für das Geschäftsjahr 2017 hat Veridos keinen Gewinn oder Verlust erfasst, da den Umsatzerlösen gleichlautende Aufwendungen gegenüberstehen.
4 Vorräte, netto
Die Vorräte setzen sich zum 31. Dezember 2017 und 2016 wie folgt zusammen:
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 139,4 118,7
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 163,5 152,0
Fertigerzeugnisse 52,6 62,6
Handelswaren 21,0 14,1
Ersatzteile, Module, Sensoren – Currency Management Solutions 49,7 47,0
426,2 394,4
Der Betrag von Wertminderungen von Vorräten, der in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf jeweils 26,8 Mio. EUR und 19,2 Mio. EUR.
Die Buchwerte der Vorräte, welche zur Besicherung von finanziellen Schulden dienen (siehe Anmerkung 13 „Finanzielle Schulden“), belaufen sich zum 31. Dezember 2017 und 2016 auf 0,0 Mio. EUR bzw. 6,1 Mio. EUR.
5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Steuerforderungen (außer Ertragsteuerforderungen) 25,1 20,0
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung 6,9 6,8
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (siehe Anmerkung 23 „Fertigungsaufträge") 0,6 –
Sonstige 7,4 7,6
Die Beteiligungen betreffen:
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 18,8 13,2
Im Geschäftsjahr 2015 enthielten die Beteiligungen einen 50%-Anteil an der CI Tech Components AG. Ein Geschäftsbereich dieser Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 auf die CI Tech Sensors AG übertragen, an der G+D zunächst ebenfalls mit 50% beteiligt war. Im Rahmen eines Anteilstausches erwarb G+D weitere 25% an der CI Tech Components AG durch Hingabe von 25% an der CI Tech Sensors AG (siehe Anmerkung 24 „Unternehmenszusammenschlüsse“). Die CI Tech Components AG wurde dadurch zu einem beherrschten Unternehmen. In den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen verbleibt der 25%-Anteil an der CI Tech Sensors AG.
Im Geschäftsjahr 2016 enthielten die Beteiligungen einen 49%-Anteil an der EPC Electronic Payment Cards Gesellschaft für Kartenmanagement mbH (EPC). Mit Vertrag vom 20. Februar 2017 wurden die restlichen Anteile an der EPC hinzugekauft, womit EPC im Konzernabschluss von G+D zu einem vollkonsolidierten Unternehmen wurde (siehe Anmerkung 24 „Unternehmenszusammenschlüsse“).
Die folgenden Beteiligungen (siehe Anmerkung 1 c „Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze“) werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert:
Name des Gemeinschaftsunternehmens
Shenzhen Giesecke & Devrient Currency Automation Systems Co. Ltd., China 50,00%
E-Kart Elektronik Kart Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Türkei 50,00%
CI Tech Sensors AG, Schweiz 25,00%
Name des assoziierten Unternehmens
Emirates German Security Printing L.L.C., Vereinigte Arabische Emirate 29,40%
Netset Global Solutions d.o.o., Serbien 24,00%
Hansol Secure Co., Ltd., Korea 16,29%
finally safe GmbH, Deutschland 14,30%
Shenzhen Giesecke & Devrient Currency Automation Systems Co. Ltd. vertreibt und installiert Banknotenbearbeitungssysteme.
E-Kart Elektronik Kart Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi befasst sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Karten, Kartensystemen und kartenbasierten Lösungen.
CI Tech Sensors AG entwickelt, produziert und vermarktet weltweit Kompaktsensoren für die zuverlässige Echtheits- und Werterkennung von Banknoten.
Emirates German Security Printing L.L.C. vermarktet und vertreibt Sicherheitserzeugnisse in den Vereinigten Arabischen Emiraten und weiteren Staaten der arabischen Halbinsel.
Netset Global Solutions d.o.o. entwickelt spezialisierte Informationssysteme mit integrierten Informationsschutzmechanismen, für die elektronische Identifizierung, für große nationale Register, für Smartcard-Anwendungen und kryptographische Lösungen.
Hansol Secure Co., Ltd. ist ein Hersteller von Chipkarten im Bereich NFC/LTE USIM sowie von Sicherheitsplattform-Lösungen.
Finally safe GmbH ist zuständig für die Entwicklung von Technologie, Produkten und Services im Bereich von Internet-, Frühwarn- und Lagebildsystemen mit nachgelagerten Systemen sowie deren erfolgreiche Platzierung am Markt.
Mit Wirkung zum 23. Mai 2017 hat G+D im Rahmen eines Anteilstausches für 19,93% der Anteile an Fit Pay, Inc. zum Marktwert von 2,8 Mio. EUR (Buchwert 2,2 Mio. EUR) Aktien an Nxt-ID, Inc. in gleicher Höhe zum Marktwert erhalten. Hieraus entstand ein Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von 0,6 Mio. EUR und wurde innerhalb der Gewinn- und Verlustanteile aus Anwendung der Equity-Methode ausgewiesen. Der Ausweis der Aktien an Nxt-ID, Inc. erfolgt als zum Handel bestimmte Wertpapiere für die an der Börse gehandelten Aktien und als zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere für die Vorzugsaktien. Die Bewertung erfolgt entsprechend zum beizulegenden Zeitwert.
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen
Es folgen zusammengefasste Finanzinformationen für wesentliche Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, basierend auf ihren nach IFRS erstellten Abschlüssen, und verändert um Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes zum Erwerbszeitpunkt und Unterschiede bei den Rechnungslegungsmethoden des Konzerns:
in Mio. EUR Gemeinschaftsunternehmen Assoziiertes Unternehmen
Shenzhen Giesecke & Devrient Currency Automation Systems Co. Ltd. CI Tech Sensors AG Hansol Secure Co., Ltd.
Umsatzerlöse 24,3 30,2 30,1 36,6 10,1 –
Gewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 5,0 3,7 1,5 1,2 4,7 –
davon planmäßige Abschreibungen und Amortisationen (0,3) (0,4) (1,5) (0,9) (0,2) –
davon Zinsergebnis – (0,1) – (0,1) – –
davon Ertragssteuern (1,5) (1,3) (0,2) (0,3) (0,1) –
Sonstiges Ergebnis (0,7) (0,4) – – (0,7) –
Gesamtergebnis 4,3 3,3 1,5 1,2 4,0 –
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 2,2 1,7 0,4 0,3 0,7 –
Fortschreibung aus der Kaufpreisallokation (inkl. CTA) – – (0,9) (1,0) (0,2) –
Zwischengewinneliminierung (0,4) (0,5) – – – –
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 1,8 1,2 (0,5) (0,7) 0,5 –
Während des Jahres erhaltene Dividenden (1,8) (1,3) (0,5) – – –
Kurzfristige Vermögenswerte 18,2 19,1 15,3 18,4 20,6 –
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10,5 7,7 1,2 1,2 2,0 –
Langfristige Vermögenswerte 4,3 4,2 1,3 2,0 2,9 –
Kurzfristige Schulden (10,5) (12,0) (4,5) (6,8) (2,1) –
davon kurzfristige finanzielle Schulden – – – (0,4) – –
Langfristige Schulden – – (3,8) (5,0) (0,1) –
davon langfristige finanzielle Schulden – – – – – –
Nettovermögen 12,0 11,3 8,3 8,6 21,3 –
Anteil des Konzerns am Nettovermögen 6,0 5,7 2,1 2,2 3,5 –
Zwischengewinneliminierung (0,1) (0,5) – – – –
Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation (inkl. CTA) – – 2,1 2,9 3,2 –
Buchwert des Anteils am Beteiligungsunternehmen zum Jahresende 5,9 5,2 4,2 5,1 6,7 –
1 Das Gesamtergebnis 2016 beinhaltet 3 Monate (bis zum 31. März 2016) der CI Tech Components AG inklusive des Geschäftsbereichs Sensors sowie 9 Monate (ab 1. April 2016) der CI Tech Sensors AG
Nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Es folgen zusammengefasste Finanzinformationen für den Anteil des Konzerns an nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen, basierend auf den im Konzernabschluss berichteten Beträgen:
Buchwert der Anteile an nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen 0,4 –
Jeweils Anteil am
Gewinn/(Verlust) aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 0,4 (0,7)
Gesamtergebnis 0,4 (0,7)
Nicht wesentliche assoziierte Unternehmen
Es folgen zusammengefasste Finanzinformationen für den Anteil des Konzerns an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen, basierend auf den im Konzernabschluss berichteten Beträgen:
Buchwert der Anteile an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen 1,6 2,9
Gewinn/(Verlust) aus fortzuführenden Geschäftsbereichen – (0,7)
Gesamtergebnis – (0,7)
Die Entwicklung des Goodwills und der anderen immateriellen Vermögenswerte ist wie folgt:
in Mio. EUR Kundenstamm/Rechte Entwicklungskosten/Technologie Software Goodwill Gesamt
1. Januar 2016 40,0 62,7 153,2 43,7 299,6
Zugänge 0,8 9,7 6,4 0,1 17,0
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 0,9 17,1 – 14,0 32,0
Abgänge – – (9,4) – (9,4)
Währungsanpassungen 0,3 (0,6) 0,4 (1,2) (1,1)
31. Dezember 2016 42,0 88,9 150,6 56,6 338,1
1. Januar 2017 42,0 88,9 150,6 56,6 338,1
Zugänge 1,4 10,9 12,4 – 24,7
Umbuchungen 0,1 (1,2) 1,1 – 0,0
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 1,0 – 0,1 1,1 2,2
Abgänge – – (2,6) – (2,6)
Währungsanpassungen (1,7) (2,3) (1,0) (1,0) (6,0)
31. Dezember 2017 42,8 96,3 160,6 56,7 356,4
Die Zugänge 2017 und 2016 beinhalten selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 16,7 Mio. EUR und 10,3 Mio. EUR.
1. Januar 2016 36,1 38,9 86,4 – 161,4
Zugänge 0,9 4,9 21,1 – 26,9
Wertminderungsaufwendungen – 1,1 – – 1,1
Währungsanpassungen 0,2 (0,4) 0,3 – 0,1
31. Dezember 2016 37,2 44,5 98,4 – 180,1
1. Januar 2017 37,2 44,5 98,4 – 180,1
Zugänge 1,6 6,8 15,5 – 23,9
Wertminderungsaufwendungen – – 0,2 2,0 2,2
Währungsanpassungen (1,5) (0,7) (0,7) – (2,9)
31. Dezember 2017 37,3 50,6 110,8 2,0 200,7
1. Januar 2016 3,9 23,8 66,8 43,7 138,2
31. Dezember 2016 4,8 44,4 52,2 56,6 158,0
31. Dezember 2017 5,5 45,7 49,8 54,7 155,7
2016 führte G+D eine Änderung der Bilanzierungsrichtlinie bei aktivierten Entwicklungskosten durch, da sich das technische Umfeld sowie die Projektinhalte verändert haben. Dies führte zu einer Erhöhung der erfassten Zugänge innerhalb der aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 3,7 Mio. EUR.
Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten der Funktionsbereiche wie folgt ausgewiesen:
Umsatzkosten 8,7 6,4
Vertriebskosten 0,8 0,3
Forschungs- und Entwicklungskosten 0,4 0,4
Allgemeine Verwaltungskosten 14,0 19,8
Für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 wurden Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR bzw. 1,1 Mio. EUR auf Software bzw. aktivierte Entwicklungskosten erfasst. Die Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR bzw. 1,1 Mio. EUR wurden in den allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von 0,2 Mio. EUR bzw. Umsatzkosten in Höhe 1,1 Mio. EUR erfasst. Die Wertminderung 2017 auf Software basiert auf der Einschätzung, dass durch den Ersatz der Software kein Nutzungswert mehr besteht.
Der Goodwill einer kanadischen Tochtergesellschaft in Höhe von 2,0 Mio. EUR (im Vorjahr 2,1 Mio. EUR) wurde in der CGU „Banknote Solutions“ zusammengefasst. Aufgrund der geplanten Standortschließung wurde der Goodwill in voller Höhe wertgemindert.
Der Goodwill der CI Tech Components AG in Höhe von 14,0 Mio. EUR (im Vorjahr 14,0 Mio. EUR) ist der CGU „Currency Management Solutions“ zugeordnet. Da das Geschäft in der CGU „Currency Management Solutions“ überwiegend in Euro abgewickelt wird, wird dieser Goodwill in Euro bilanziert. Der Goodwill der secunet AG in Höhe von 4,0 Mio. EUR (im Vorjahr 3,4 Mio. EUR) ist der CGU „secunet“ zugeordnet. Der Anstieg des Goodwills um 0,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis in Höhe von 0,8 Mio. EUR und der im Rahmen eines Asset Deals übertragenen Vermögenswerte von der bintec elmeg security GmbH an die secunet AG. Die Werthaltigkeit dieser Goodwills ist nicht kritisch, sodass Sensitivitätsanalysen diesbezüglich nicht erforderlich sind.
Der Goodwill der Veridos Matsoukis S.A. Security Printing in Höhe von 2,1 Mio. EUR (im Vorjahr 2,1 Mio. EUR) sowie der Goodwill der Veridos GmbH in Höhe von 4,4 Mio. EUR (im Vorjahr 4,4 Mio. EUR) werden der CGU „Veridos“ zugerechnet. Aufgrund des immer stärkeren Zusammenwachsens der früher stärker getrennten Hardware- und Solutions-Bereiche zu hoch integrierten Kundenangeboten und einheitlichen Leistungserstellungen wurden die jeweiligen 3S-Geschäfte in die MS Divisionen reallokiert. Der Goodwill der Giesecke+Devrient Mobile Security Sweden AB in Höhe von 29,7 Mio. EUR (im Vorjahr 30,6 Mio. EUR) wird im Geschäftsbereich „Mobile Security“ auf die Divisionen und damit auf die CGU‘s „Financial Solutions“, „Connectivity & Devices“ und „Cyber Security“ verteilt. Auf Ebene der neuen CGU’s steuert das Management den Goodwill. Bisher erfolgte die Steuerung auf der Ebene unterhalb der jeweiligen Divisionen. Die Verteilung des Goodwills in Höhe von 7,2 Mio. EUR (im Vorjahr 7,4 Mio. EUR) auf die CGU „Financial Solutions“, in Höhe von 20,5 Mio. EUR (im Vorjahr 21,2 Mio. EUR) auf die CGU „Connectivity & Devices“ und in Höhe von 2,0 Mio. EUR (im Vorjahr 2,0 Mio. EUR) auf die CGU „Cyber Security“ erfolgt anhand der Barwerte der geplanten Umsatzerlöse. Der im Rahmen des Erwerbs der C.P.S. Technologies S.A.S. bilanzierte Goodwill in Höhe von 0,5 Mio. EUR wird der CGU „Financial Solutions“ zugeordnet.
Bei der Durchführung des Werthaltigkeitstests für den Goodwill wird der erzielbare Betrag der CGU auf Basis der Nutzungswerte ermittelt. Der Nutzungswert ist der Barwert der künftigen Cashflows, die aus der CGU abgeleitet werden können. Die Ermittlung der Cashflows basiert seit 2014 einheitlich auf der Fünf-Jahres-Planung von G+D. Die Cashflows der CGU „Veridos“ wurden unter den Planungsprämissen ermittelt, dass die durchschnittliche EBITDA-Marge im Detailplanungszeitraum 5,7% und die Wachstumsrate in der ewigen Rente 1,0% beträgt. Die Cashflows der CGU‘s „Financial Solutions“, „Connectivity & Devices“ und „Cyber Security“ wurden unter den Planungsprämissen ermittelt, dass die durchschnittliche EBITDA-Marge im Detailplanungszeitraum 6,9%, 8,3% und 10,1% und die Wachstumsrate in der ewigen Rente 1,0% beträgt. Die Cashflows der CGU „Currency Management Solutions“ wurden unter den Planungsprämissen ermittelt, dass die durchschnittliche EBITDA-Marge im Detailplanungszeitraum 10,1% und die Wachstumsrate in der ewigen Rente 0,0% beträgt.
Zur Abzinsung der Cashflows wurde für die CGU „secunet“ ein Vorsteuerzinssatz in Höhe von 10,5% für 2017 und 11,5% für 2016 verwendet. Für die CGU „Banknote Solutions“ und „Currency Management Solutions“ erfolgte die Abzinsung unter Verwendung eines Vorsteuerzinssatzes von 10,7% für 2017 und 9,6% für 2016. Zur Abzinsung der Cashflows wurde für die CGU „Veridos“ ein Vorsteuerzinssatz von 10,3% für 2017 und 10,2% für 2016 verwendet. Für die CGU‘s „Financial Solutions“ und „Connectivity & Devices“ kam ein Vorsteuerzinssatz in Höhe von 11,4% für 2017 sowie 11,8% für 2016 zur Abzinsung der Cashflows zur Anwendung. Für die CGU „Cyber Security“ kam ein Vorsteuerzinssatz in Höhe von 11,4% für 2017 sowie 12,1% für 2016 zur Abzinsung der Cashflows zur Anwendung. In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 ergaben sich keine Wertminderungen für die Goodwills.
Für den Goodwill der CGU „Veridos“ wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Bei einer Erhöhung des Zinssatzes zum 31. Dezember 2017 ceteris paribus von 10,3% auf 12,4% würde dies erstmalig zu einem Wertminderungsaufwand führen. Bei einer Reduzierung des Cashflows für den „Terminal Value“ zum 31. Dezember 2017 ceteris paribus von 12,3 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR kommt es zu einem Wertminderungsaufwand.
Für den Goodwill der CGU‘s „Financial Solutions“, „Connectivity & Devices“ und „Cyber Security“ wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Bei einer Erhöhung des Zinssatzes zum 31. Dezember 2017 ceteris paribus von 11,4% auf 12,9% für „Financial Solutions“, von 11,4% auf 14,2% für „Connectivity & Devices“ und von 11,4% auf 15,4% für „Cyber Security“ würde dies erstmalig zu einem Wertminderungsaufwand führen. Bei einer Reduzierung des Cashflows für den „Terminal Value“ zum 31. Dezember 2017 ceteris paribus von 31,8 Mio. EUR auf 25,6 Mio. EUR für „Financial Solutions“, von 27,1 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR für „Connectivity & Devices“ und von 12,5 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR für „Cyber Security“ kommt es zu einem Wertminderungsaufwand.
Es bestehen zum 31. Dezember 2017 und 2016 keine immateriellen Vermögenswerte, welche zur Besicherung von finanziellen Schulden dienen (siehe Anmerkung 13 „Finanzielle Schulden“).
Die Entwicklung der Sachanlagen 1 stellt sich wie folgt dar:
in Mio. EUR Grundstücke und Bauten ¹ Technische Anlagen und Maschinen ¹ Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ¹ Anlagen im Bau Gesamt
1. Januar 2016 439,7 703,5 216,4 19,1 1.378,7
Zugänge 6,3 37,5 24,4 13,7 81,9
Umbuchungen 7,3 8,6 4,3 (20,1) 0,1
Zugänge zum Konsolidierungskreis – 0,4 3,6 – 4,0
Abgänge (2,0) (32,7) (15,4) – (50,1)
Währungsanpassungen 0,4 8,6 (0,3) 0,1 8,8
31. Dezember 2016 451,7 725,9 233,0 12,8 1.423,4
1. Januar 2017 451,7 725,9 233,0 12,8 1.423,4
Zugänge 8,4 28,2 22,1 7,8 66,5
Umbuchungen 2,8 39,7 (27,9) (11,2) 3,4
Zugänge zum Konsolidierungskreis 3,6 3,6 0,8 – 8,0
Abgänge (7,3) (14,3) (11,7) – (33,3)
Währungsanpassungen (4,5) (15,3) (5,8) (0,1) (25,7)
31. Dezember 2017 454,7 767,8 210,5 9,3 1.442,3
1 Einschließlich Finanzierungsleasing; siehe Anmerkung 9 „Leasing“.
Grundstücke und Bauten ¹ Technische Anlagen und Maschinen ¹ Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ¹ Anlagen im Bau Gesamt
1. Januar 2016 215,9 510,7 165,9 – 892,5
Zugänge 11,1 46,3 21,2 – 78,6
Umbuchungen 0,6 (0,6) – – –
Wertminderungsaufwendungen – 0,4 – – 0,4
Abgänge (1,8) (31,8) (15,2) – (48,8)
Währungsanpassungen (0,1) 5,1 (0,2) – 4,8
31. Dezember 2016 225,7 530,1 171,7 – 927,5
1. Januar 2017 225,7 530,1 171,7 – 927,5
Zugänge 11,7 48,4 18,8 – 78,9
Umbuchungen 0,6 22,8 (23,4) – –
Zugänge zum Konsolidierungskreis 1,5 1,6 0,6 – 3,7
Wertminderungsaufwendungen 4,2 1,2 0,5 – 5,9
Abgänge (2,5) (13,8) (11,4) – (27,7)
Währungsanpassungen (2,4) (10,6) (4,2) – (17,2)
31. Dezember 2017 238,8 579,7 152,6 – 971,1
1. Januar 2016 223,8 192,8 50,5 19,1 486,2
31. Dezember 2016 226,0 195,8 61,3 12,8 495,9
31. Dezember 2017 215,9 188,1 57,9 9,3 471,2
Im Geschäftsjahr 2016 führte G+D eine externe Überprüfung der Restnutzungsdauern bei den Gebäuden der Konzernzentrale in München durch. Dies führte zu einer Erhöhung der erwarteten Nutzungsdauer. Die Auswirkung dieser Änderungen auf den tatsächlichen und erwarteten Abschreibungsaufwand im laufenden Jahr bzw. in künftigen Jahren ist wie folgt:
in Mio. EUR 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Folgende Jahre
(Reduzierung) Anstieg des Abschreibungsaufwands (2,3) (2,1) (1,9) (1,9) (1,5) (1,5) 11,2
Im Jahr 2017 kam es zu einem Grundstücks- und Gebäudeverkauf an ein nahestehendes Unternehmen, was zu Abweichungen im Abschreibungsaufwand in der oben dargestellten Tabelle führte.
In den Berichtsjahren 2017 und 2016 erfasste Giesecke+Devrient Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,9 Mio. EUR bzw. 0,3 Mio. EUR in den Umsatzkosten sowie 0,0 Mio. EUR bzw. 0,1 Mio. EUR im Bereich Forschung und Entwicklung. In dem Bereich Verwaltung ergaben sich im Jahr 2017 Wertminderungen in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR). Die erfassten Wertminderungen von Giesecke+Devrient im Jahr 2017 beziehen sich im Wesentlichen auf eine bevorstehende Standortschließung, aufgrund derer außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen werden mussten. Die Wertminderungen bei den Grundstücken, Gebäuden und Maschinen beruhen auf dem beizulegendem Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der Immobilien wurde von externen, unabhängigen Immobiliengutachtern bestimmt. In dem gewählten Szenario fließen G+D über die Immobilie derzeit keine Einnahmen zu und diese muss zukünftig auf dem Markt vermietet werden. Dabei wurde die Methode zur Barwertermittlung angewendet und die verwendete Bewertungstechnik als ein beizulegender Zeitwert der Ebene drei eingeordnet. Der Abzinsungssatz beträgt 7,00%.
Die Buchwerte der Sachanlagen, welche zur Besicherung von finanziellen Schulden dienen (siehe Anmerkung 13 „Finanzielle Schulden“), belaufen sich zum 31. Dezember 2017 und 2016 auf 8,4 Mio. EUR bzw. 31,3 Mio. EUR.
Zum 31. Dezember 2017 und 2016 belaufen sich vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen auf 7,6 Mio. EUR und 8,3 Mio. EUR.
Giesecke+Devrient hat Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing („Finance Lease“) für Gebäude und bestimmte Maschinen und Einrichtungen übernommen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verschiedenen Zeitpunkten auslaufen.
Zum 31. Dezember 2017 und 2016 beliefen sich die Nettobuchwerte für Gebäude, Maschinen und Einrichtungen im Rahmen des Finanzierungsleasings auf folgende Werte:
Gebäude 6,5 10,9
Maschinen und Einrichtungen 0,1 0,1
Die Abschreibungen auf Sachanlagen im Rahmen des Finanzierungsleasings sind im Abschreibungsaufwand enthalten.
Giesecke+Devrient unterhält außerdem verschiedene unkündbare Operating-Leasing-Verhältnisse für Gebäude, Produktionsanlagen, elektronische Datenverarbeitung, Kraftfahrzeuge und sonstige Büroausstattung, die in den nächsten 15 Jahren auslaufen. Die Mietaufwendungen für Operating- Leasing-Verhältnisse in den Jahren 2017 und 2016 beliefen sich auf 29,6 Mio. EUR bzw. 29,6 Mio. EUR.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen und die künftigen Mindestleasingzahlungen aus dem Finanzierungsleasing betragen:
in Mio. EUR Finanzierungsleasing Operating-Leasing
Bis zu einem Jahr 3,3 34,0
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 0,1 90,3
Länger als fünf Jahre – 29,2
Gesamte Mindestleasingzahlungen 3,4 153,5
Abzüglich des darin enthaltenen Zinsanteils (mit Sätzen bis 7,8%) (0,1)
Barwert der Netto-Mindestleasingzahlungen für Finanzierungsleasing 3,3
Die Barwerte der Netto-Mindestleasingzahlungen lauten wie folgt:
in Mio. EUR Finanzierungsleasing
Bis zu einem Jahr 3,2
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 0,1
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen beinhalten Leasing-Verhältnisse mit nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 0,1 Mio. EUR.
Im Rahmen einer Sale-and-leaseback-Transaktion im Jahr 2017 hat G+D einen Teil seiner Grundstücke und Gebäude zu einem Verkaufspreis in Höhe von 20,7 Mio. EUR an ein nahestehendes Unternehmen veräußert. Diese Veräußerung wurde zum beizulegenden Zeitwert getätigt. Das Grundstück und das Gebäude werden im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen zu unterschiedlichen, teils kürzeren Leasingdauern bis zum 31. Dezember 2019 von G+D angemietet. Im Gegenzug wurde die Erstattung eines Teils der Umzugskosten von G+D als variable Leasingzahlung vereinbart. Bezüglich des Gebäudeverkaufs wird auf Anmerkung 8 „Sachanlagen“ und auf Anmerkung 26 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“ verwiesen.
Bezüglich der Entwicklung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Anmerkung 13 „Finanzielle Schulden“ verwiesen.
10 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Dritten 291,2 251,1
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 0,9 8,5
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,2 –
Übrige Verbindlichkeiten 1,4 1,8
Erhaltene Anzahlungen/Ertragsabgrenzung 163,1 158,4
456,8 419,8
Erhaltene Anzahlungen/Ertragsabgrenzung 25,5 48,2
25,5 48,2
in Mio. EUR Gewährleistungen Personalbezogene Kosten Lizenz- und Patentverletzungen Belastende Verträge Restrukturierung Sonstige Gesamt
1. Januar 2017 58,0 14,8 7,7 6,8 7,6 37,0 131,9
Zuführungen 19,7 5,1 – 5,4 9,7 12,2 52,1
Zugänge zum Konsolidierungskreis 0,1 – – – – 5,8 5,9
Zinskomponente – 0,1 – – – – 0,1
Inanspruchnahme (6,7) (4,7) (0,1) (1,9) (5,4) (16,2) 35,0
Auflösungen (23,3) (0,2) (3,4) (4,7) (2,1) (12,5) (46,2)
Währungsanpassungen (0,3) (0,2) (0,5) – – (0,5) (1,5)
31. Dezember 2017 47,5 14,9 3,7 5,6 9,8 25,8 107,3
davon kurzfristig 47,5 9,7 3,7 5,6 9,8 20,7 97,0
davon langfristig – 5,2 – – – 5,1 10,3
Die personalbezogenen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumszahlungen. Der Zinsanteil für Altersteilzeitrückstellungen und für Jubiläumszahlungen ist im Zinsaufwand enthalten.
Die Restrukturierungsrückstellungen beinhalten überwiegend Rückstellungen in Bezug auf Standortschließungen im Ausland.
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Vertragsstrafen, Quellensteuerverpflichtungen, Rückbauverpflichtungen und Prozesskosten enthalten.
12 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Personalverpflichtungen und Sozialabgaben 97,2 93,5
Umsatzsteuer und sonstige Steuern 21,5 21,4
Künftige Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (siehe Anmerkung 23 „Fertigungsaufträge“) 3,2 –
Sonstige Verbindlichkeiten 11,0 7,8
132,9 122,7
13 Finanzielle Schulden
Die finanziellen Schulden zum 31. Dezember 2017 und 2016 setzen sich wie folgt zusammen:
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Kontokorrentkreditlinien gegenüber Kreditinstituten¹ 18,2 59,0
Kurzfristiges Darlehen gegenüber MC Familiengesellschaft mbH 5,4 7,6
Kurzfristiges Darlehen von sonstigen Dritten 11,2 6,0
Kurzfristiger Anteil aus Darlehen von Kreditinstituten 28,5 49,4
Kurzfristiger Anteil aus Darlehen der Giesecke & Devrient Stiftung 3,5 0,8
Zinsverbindlichkeiten aus Darlehen von Kreditinstituten 1,4 0,8
Sonstige Finanzielle Schulden 2,5 –
Derivative Finanzinstrumente 4,8 3,4
Kurzfristige finanzielle Schulden, gesamt 75,5 127,0
Unbesicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Zinssätze 1,05% bis 3,50%, fällig bis 28. Juli 2027 248,5 198,2
Unbesicherte Verbindlichkeiten gegenüber der Giesecke & Devrient Stiftung, Zinssatz 2,66%, fällig am 1. Dezember 2022 20,7 20,7
Unbesicherte Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Dritten, Zinssatz 2,65%, unbegrenzte Laufzeit 2,6 2,3
Unbesicherte Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Dritten, Zinssätze 0,18% bis 1,25%, fällig bis 15. Dezember 2022 2,4 0,8
Durch Grundschuld besicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Zinssatz 3,15%, fällig am 31. Dezember 2018 8,4 28,3
Derivative Finanzinstrumente – 3,0
Gesamt 282,6 253,3
Abzüglich des kurzfristigen Anteils langfristiger finanzieller Schulden (32,0) (50,2)
Langfristige finanzielle Schulden, gesamt 250,6 203,1
Gesamte finanzielle Schulden 326,1 330,1
1 Dieser Betrag beinhaltet zum 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 durch Grundschuld besicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,0 Mio. EUR und 2,1 Mio. EUR sowie durch Vorräte besicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von jeweils 0,4 Mio. EUR.
Die Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten für die folgenden Jahre betragen:
2020 35,4
2021 11,3
2022 133,4
Folgende Jahre 45,0
Die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
in Mio. EUR Langfristige
Kreditverbindlichkeiten (inkl. Kurzfristiger Anteil)
Kurzfristige Kreditverbindlichkeiten Derivative Finanzinstrumente Sonstige finanzielle Schulden Summe
Schulden Leasingsverbindlichkeiten ¹ Gesamt
Buchwert 1. Januar 2017 250,3 73,4 6,4 – 330,1 5,9 336,0
Gesamtveränderung des Cashflows aus der Finanzierungsätigkeit
Tilgungen der Periode (51,3) (97,2) – – (148,5) (2,6) (151,1)
Neuaufnahme 83,2 61,1 – – 144,3 – 144,3
Summe 31,9 (36,1) – – (4,2) (2,6) (6,8)
Unternehmenserwerbe 0,6 – – – 0,6 – 0,6
Sonstige Änderungen – 0,6 – 2,5 3,1 – 3,1
Zeitwertänderungen – – (1,3) – (1,3) – (1,3)
Währungsanpassungen (0,2) (1,7) (0,3) – (2,2) – (2,2)
Buchwert 31. Dezember 2017 282,6 36,2 4,8 2,5 326,1 3,3 329,4
Zeitwert 31. Dezember 2017 281,5 36,2 4,8 2,5 325,0 3,3 328,3
1 Für weitere Informationen zur Leasingverbindlichkeit wird auf Anmerkung 9 „Leasing“ verwiesen.
Giesecke+Devrient stehen weltweit Kreditlinien in Höhe von 773,3 Mio. EUR (im Vorjahr 828,4 Mio. EUR) zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2017 hatte G+D 278,4 Mio. EUR (im Vorjahr 287,3 Mio. EUR) dieser Kreditlinien für Bankgarantien, 22,2 Mio. EUR (im Vorjahr 59,0 Mio. EUR) für Kreditaufträge und 11,2 Mio. EUR (im Vorjahr 6,0 Mio. EUR) gegenüber sonstigen Dritten verwendet. Folglich waren 461,5 Mio. EUR (im Vorjahr 476,1 Mio. EUR) der verfügbaren Kreditlinien zum Bilanzstichtag nicht verwendet.
14 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Planbeschreibungen
Giesecke+Devrient unterhält für eine beträchtliche Anzahl ihrer Mitarbeiter in Deutschland sowie bei wenigen Tochtergesellschaften im Ausland leistungsorientierte Pensionspläne. Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko und Zinsrisiko.
Die leistungsorientierten Pensionspläne beruhen neben der Anzahl von Dienstjahren auf dem aktuell empfangenen Gehalt oder sind endgehaltsabhängig. Für den wesentlichen Teil der Mitarbeiter, die ab dem 1. Januar 2002 in einem Arbeitsverhältnis zu einem deutschen Konzernunternehmen stehen, beruht der Pensionsplan auf Versorgungsbausteinen, deren Leistungen jährlich um 1% angepasst werden. Mitarbeitern in deutschen Konzernunternehmen wird daneben das Recht eingeräumt, bestimmte Gehaltsbestandteile für künftige Pensionszahlungen zu verwenden.
Der Bewertungsstichtag für die Berechnung des Anwartschaftsbarwertes der wesentlichen Pensionspläne sowie der wesentlichen sonstigen Versorgungsverpflichtungen ist der 31. Dezember.
Weiterhin bestehen Zahlungsverpflichtungen für beitragsorientierte staatliche Versorgungspläne in Deutschland sowie im Ausland.
Für neu eintretende Mitarbeiter ab 1. Januar 2014 wurde die alte Versorgungsordnung gekündigt. Für ab dem 1. Januar 2014 eintretende Mitarbeiter ist eine extern finanzierte Durchführung der betrieblichen Altersversorgung vorgesehen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gesamt
Die Versorgungsverpflichtungen aus den Pensionsplänen und den ähnlichen Verpflichtungen von Giesecke+Devrient setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
Pensionsverpflichtungen 592,3 584,8
Sonstige Versorgungsverpflichtungen 1,2 1,5
Sonstige 0,5 0,5
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 594,0 586,8
Pensionsverpflichtungen und sonstige Versorgungsverpflichtungen
Die Einzelheiten zu den Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes („Defined Benefit Obligation“), dem Zeitwert des Planvermögens und den sonstigen Versorgungsverpflichtungen sind den folgenden Tabellen zu entnehmen:
in Mio. EUR Pensionsverpflichtungen Sonstige Versorgungsverpflichtungen
Veränderung des erwarteten Anwartschaftsbarwertes
„Defined Benefit Obligation“ am Jahresanfang 607,7 526,2 1,5 1,2
Wechselkursdifferenzen (1,8) 0,8 (0,2) –
Dienstzeitaufwand 9,6 8,8 0,2 0,2
Zinsaufwand 11,9 13,4 0,1 0,1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (1,1) – (0,5) –
Aus Plankürzungen (1,1) – (0,2) –
Aus Planänderungen – – (0,3) –
Teilnehmerbeiträge 0,5 0,1 – –
Zugänge/(Abgänge) aus Konsolidierungskreisänderungen 6,1 12,7 – –
Versicherungsmathematische (Gewinne)/ Verluste (5,3) 57,5 0,1 –
Aus demografischen Parameteränderungen – 0,2 0,2 –
Aus finanziellen Parameteränderungen (3,2) 58,2 (0,1) –
Aus erfahrungsbedingten Anpassungen (2,1) (0,9) (0,1) –
Gezahlte Versorgungsleistungen (12,4) (11,8) – –
„Defined Benefit Obligation“ am Jahresende 615,2 607,7 1,2 1,5
Zeitwert des Planvermögens am Jahresanfang 22,9 13,8 – –
Wechselkursdifferenzen (1,1) 0,4 – –
Tatsächliche Erträge aus dem Planvermögen (ohne erwartete Zinserträge) 0,1 0,1 – –
Erwartete Zinserträge 0,5 0,5 – –
Zugänge/(Abgänge) aus Konsolidierungskreisänderungen (0,1) 7,6 – –
Arbeitgeberbeiträge 1,4 1,0 – –
Teilnehmerbeiträge 0,2 0,1 – –
Gezahlte Versorgungsleistungen (1,0) (0,6) – –
Zeitwert des Planvermögens am Jahresende 22,9 22,9 – –
Bilanzierte Nettoschuld am Jahresende 592,3 584,8 1,2 1,5
Bilanzierte Nettoschuld
Die bilanzierte Nettoschuld hat sich in den Geschäftsjahren zum 31. Dezember 2017 und 2016 wie folgt entwickelt:
Nettoschuld zum Jahresbeginn 584,8 512,4 1,5 1,2
Zinsaufwand/(-ertrag) 11,4 12,9 0,1 0,1
Zugänge/(Abgänge) aus Konsolidierungskreisänderungen 6,2 5,1 – –
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen (ohne erwartete Zinserträge) (0,1) (0,1) – –
Gezahlte Versorgungsleistungen (ohne Planabgeltungen) (11,4) (11,2) – –
Arbeitgeberbeiträge (1,4) (1,0) – –
Teilnehmerbeiträge 0,3 – – –
Wechselkursdifferenzen (0,7) 0,4 (0,2) –
Nettoschuld zum Jahresende 592,3 584,8 1,2 1,5
Das Planvermögen wurde in folgende Anlageklassen investiert:
in % des Planvermögens 31.12.2017 31.12.2016
Rückdeckungsversicherungen 30,4 31,1
Aktien 9,4 27,4
Schuldinstrumente 15,3 24,0
Immobilienfonds 7,7 7,3
Geldmarktfonds 33,5 6,3
Sonstige 3,7 3,9
Der Großteil des Planvermögens ist in Geldmarkfonds und Schuldinstrumente sowie für deutsche Gesellschaften in Form von Rückdeckungsversicherungen und Fondsanteilen angelegt. Des Weiteren wird Planvermögen in Aktien und Immobilienfonds angelegt. Die Verwaltung wie auch die Neuanlage wird durch eine festgelegte Anlagepolitik gesteuert, welche die Anlage in hochwertige und diversifizierte Anlageklassen vorsieht.
Für das Geschäftsjahr 2018 sind Zuführungen zum Planvermögen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (im Vorjahr 0,2 Mio. EUR) geplant. Es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen.
Die bei der Ermittlung der zukünftigen Versorgungsverpflichtungen unterstellten Abzinsungssätze und Prozentsätze der Gehalts- und Pensionsanspruchserhöhungen schwanken entsprechend der Wirtschaftslage der Länder, in denen die Versorgungspläne bestehen. Die gewichteten durchschnittlichen Annahmen für die Berechnung der versicherungsmathematischen Werte lauten:
in % Pensionsverpflichtungen Sonstige Versorgungsverpflichtungen
Abzinsungssatz /erwartete Rendite aus Planvermögen 2,0 2,0 2,5 7,2
Gehaltssteigerungsrate 2,5 2,5 2,3 6,4
Rentenanpassungsfaktor 1,4 1,5 – –
Deutschland RT Heubeck 2005 G RT Heubeck 2005 G
Kanada 2014 CPM
table with mortality improvement scale CPM-B 2014 CPM
table with mortality improvement scale CPM-B
Schweiz BVG2015.GT BVG2015.GT
Die Rate für die langfristige erwartete Verzinsung des Planvermögens entspricht dem Diskontierungszinssatz. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit beträgt bei den Pensionsverpflichtungen 18,9 Jahre (im Vorjahr 19,7) und bei den sonstigen Versorgungsverpflichtungen 6,3 Jahre (im Vorjahr 10,6).
Sensitivitätsbetrachtungen der erheblichen versicherungsmathematischen Annahmen zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 führten bei den Pensionsverpflichtungen zu den folgenden Ergebnissen:
Abzinsungssatz + 50 Basispunkte (51,3) (53,9)
Abzinsungssatz – 50 Basispunkte 60,4 61,3
Rentenanpassungsfaktor + 25 Basispunkte 14,1 14,2
Rentenanpassungsfaktor – 25 Basispunkte (13,8) (14,3)
Erhöhung der Lebenserwartung um 2 Jahre 41,8 43,6
Alle Sensitivitätsberechnungen erfolgten nicht als Szenarien für alle Annahmen gemeinsam, sondern für jede untersuchte Rechnungsannahme isoliert.
Aufwand aus beitragsorientierten Versorgungsplänen
In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurden für staatliche Versorgungspläne 27,0 Mio. EUR und 25,6 Mio. EUR erfasst. 2017 und 2016 wurden Zahlungen in die neu eingeführten beitragsorientierten betrieblichen Versorgungspläne in Höhe von 0,7 Mio. EUR und 0,4 Mio. EUR geleistet.
15 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden in den folgenden Kategorien erbracht:
Verkauf von Gütern und Waren 1.825,8 1.793,4
Erbringung von Dienstleistungen 285,6 278,4
Lizenzen 25,0 17,2
2.136,4 2.089,0
16 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Periodenfremde Erträge 60,7 35,9
Periodenfremde Aufwendungen (1,9) (6,1)
58,8 29,8
Die periodenfremden Erträge umfassen insbesondere Auflösungen von Gewährleistungsrückstellungen, die in den Umsatzkosten ausgewiesen wurden, sowie Gewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen (u.a. aus der Immobilientransaktion siehe Anmerkung 26), die in den sonstigen Erträgen erfasst wurden. In den periodenfremden Aufwendungen sind größtenteils periodenfremde Steueraufwendungen enthalten.
17 Sonstiges Finanzergebnis, netto
Gewinne/(Verluste) aus Handelspapieren, netto 5,6 (0,4)
Gewinne/(Verluste) aus Währungskurseffekten, netto (14,8) (2,8)
Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten, netto (2,4) (1,4)
(11,6) (4,6)
Die im Ergebnis enthaltene Nettoveränderung in den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus dem Besitz von Handelspapieren betrug für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2017 und 2016 jeweils 2,4 Mio. EUR und –0,3 Mio. EUR.
18 Zinsertrag und Zinsaufwand
Kredite und Forderungen 0,1 0,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente/kurzfristige Geldanlagen 0,9 0,7
Handelspapiere 0,7 0,7
Steuerforderungen – 0,3
Zinsderivate 0,1 0,1
Forderungen an assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 0,1 0,1
Sonstige 0,3 0,3
Kredite und Forderungen 0,7 0,7
Finanzielle Schulden und Leasingverbindlichkeiten 5,0 6,3
Sonstige Rückstellungen 0,1 0,2
Pensionsrückstellungen 11,5 12,9
Steuerverbindlichkeiten 0,1 0,1
Sonstige 2,2 2,9
Die folgende Tabelle stellt eine Zusammenfassung der Zinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dar, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind:
Kredite und Forderungen 0,2 0,2
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten 5,0 6,3
Der Ertragsteueraufwand für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 betrug:
Ertragsteueraufwand der Periode (43,1) (34,4)
Periodenfremder Ertragsteueraufwand (0,6) (5,1)
(43,7) (39,5)
Bruttoertrag aus der Berücksichtigung von temporären Unterschieden und steuerlichen Verlusten (4,4) 3,4
Steueraufwand durch Änderung von Steuersätzen und Einführung neuer Steuern (0,1) (0,9)
Änderung Nutzbarkeit Verlustvorträge 2,4 (8,9)
(2,1) (6,4)
Ertragsteueraufwand, netto (45,8) (45,9)
Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Körperschaftsteuersatz des Mutterunternehmens 15% zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5% der Körperschaftsteuerbelastung. Daraus resultierte ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15,83%. Die Gewerbesteuer belief sich auf 15,88%, sodass sich ein Gesamtsteuersatz von 31,71% ergibt.
Überleitungsrechnung zwischen erwartetem und tatsächlichem Ertragsteueraufwand
Nachfolgend wird die Überleitung vom erwarteten auf den ausgewiesenen Ertragsteueraufwand gezeigt. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands erfolgt durch Multiplikation des Ergebnisses vor Ertragsteuern mit dem Gesamtsteuersatz von 31,71% bzw. 31,51% für die Geschäftsjahre 2017 und 2016.
Erwarteter Ertragsteueraufwand (35,8) (31,0)
Besteuerungsunterschied zum Ausland 1,4 4,1
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben (2,3) (4,8)
Änderung Steuersatz (0,1) (0,9)
Steuerfreie Erträge (0,8) 1,3
Zuführung Berücksichtigung steuerlicher Risiken und Steuerzahlungen/(Steuererstattungen) für Vorjahre (0,7) –
Quellensteuer (8,0) (4,8)
Sonstige (1,9) (0,9)
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand (45,8) (45,9)
Die aktiven und passiven latenten Steuern, brutto, entfallen zum 31. Dezember 2017 und 2016 auf folgende Bilanzposten:
in Mio. EUR Aktiva Passiva Netto
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
Finanzielle Vermögenswerte 0,5 0,2 (7,1) (3,3) (6,6) (3,1)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto 5,5 0,8 (0,1) (0,9) 5,4 (0,1)
Vorräte, netto 21,9 13,2 (0,1) – 21,8 13,2
Sonstige Vermögenswerte 0,5 0,9 (0,5) (0,3) – 0,6
Immaterielle Vermögenswerte 8,7 9,3 (15,1) (10,2) (6,4) (0,9)
Sachanlagen 1,8 2,5 (11,9) (14,8) (10,1) (12,3)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten 0,9 0,9 (12,6) (0,8) (11,7) 0,1
Rückstellungen 20,5 23,3 (3,4) (2,5) 17,1 20,8
Finanzielle Schulden 2,3 1,1 – – 2,3 1,1
Leasingverbindlichkeiten 0,1 0,2 – – 0,1 0,2
Erhaltene Anzahlungen/Ertragsabgrenzung 0,2 0,5 – – 0,2 0,5
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 102,5 102,4 – – 102,5 102,4
Sonstige Verbindlichkeiten 4,0 3,2 (1,4) (1,8) 2,6 1,4
Steuerliche Verlustvorträge 37,1 35,0 – – 37,1 35,0
Aktive/(Passive) latente Steuern, brutto 206,5 193,5 (52,2) (34,6) 154,3 158,9
Saldierung (42,9) (28,3) 42,9 28,3 – –
Aktive/(Passive) latente Steuern, netto 163,6 165,2 (9,3) (6,3) 154,3 158,9
Die im Gewinn/ Verlust bzw. sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen der aktiven latenten Steuern, netto, für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Aktive latente Steuern, netto, zum 1. Januar 158,9 146,8
Im Gewinn bzw. Verlust erfasste Veränderungen (2,1) (6,4)
Nicht im Gewinn bzw. Verlust erfasste Veränderungen
Zugang zum Konsolidierungskreis (0,2) 0,6
Im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderung der aktiven latenten Steuern, netto, aufgrund aktiver latenter Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (1,2) 17,7
Im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderungen der latenten Steuern, aufgrund Fremdwährungsumrechnungen (1,1) 0,2
Aktive latente Steuern, netto, zum 31. Dezember 154,3 158,9
Nicht in der Bilanz angesetzte aktive latente Steuern
Die Beträge der abzugsfähigen temporären Differenzen und der noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, für welche in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, sind wie folgt:
Bruttobetrag Steuereffekt Bruttobetrag Steuereffekt
Abzugsfähige temporäre Differenzen 16,5 4,0 5,8 1,8
Nicht genutzte steuerliche Verluste 197,9 52,8 198,7 54,0
214,4 56,8 204,5 55,8
Die nicht genutzten steuerlichen Verluste sind in Höhe von 3,1 Mio. EUR nur zeitlich begrenzt vortragsfähig, weitere 194,8 Mio. EUR sind unbegrenzt nutzbar.
Daneben wurden aktive latente Steuern in Höhe von 37,1 Mio. EUR und 35,0 Mio. EUR auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 121,4 Mio. EUR und 116,7 Mio. EUR in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 bilanziert.
Ausschlaggebend für die Beurteilung der Ansatzfähigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung von Bewertungsunterschieden und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Zum 31. Dezember 2017 wurden bei den folgenden Gesellschaften wesentliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge bilanziert: Giesecke & Devrient GmbH, München, 34,0 Mio. EUR und Giesecke+Devrient Mobile Security Sweden AB, Stockholm (vormals Giesecke & Devrient Nordic AB, Stockholm), 2,8 Mio. EUR. Die schwedische Tochtergesellschaft hat im abgelaufenen Jahr einen Verlust erwirtschaftet, jedoch erwartet diese in den künftigen Jahren wesentliche steuerliche Gewinne aus der Dezentralisierung des Geschäfts. 2017 erfolgten keine derartigen Geschäfte. Die erwarteten zu versteuernden Gewinne werden auf Basis der Fünf-Jahres-Planung von den jeweiligen Gesellschaften angesetzt. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 davon ausgegangen, dass für die Beträge in Höhe von 214,4 Mio. EUR bzw. 204,5 Mio. EUR entsprechende Vorteile aus den aktiven latenten Steuern wahrscheinlich nicht realisiert werden können. Entsprechend sind keine aktiven latenten Steuern dafür angesetzt worden.
Ertragsteuern auf Ausschüttungen
Für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2017 und 2016 bildet G+D nur für solche thesaurierten Gewinne von Tochtergesellschaften passive latente Steuern, die tatsächlich zur Ausschüttung vorgesehen sind.
Zudem wurden latente Steuern für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bilanziert. Zum 31. Dezember 2017 bzw. 2016 beliefen sich diese Verpflichtungen auf insgesamt 0,0 Mio. EUR bzw. 0,1 Mio. EUR.
Die temporären Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuerschulden bilanziert wurden, belaufen sich zum 31. Dezember 2017 bzw. 2016 auf Beträge in Höhe von 0,0 Mio. EUR bzw. 1,2 Mio. EUR.
Der Nominalwert der eigenen Anteile betrug zum 31. Dezember 2017 und 2016 jeweils 4,3 Mio. EUR.
Die freien Rücklagen betrugen zum 31. Dezember 2017 und 2016 jeweils 363,1 Mio. EUR und 282,1 Mio. EUR.
Giesecke+Devrient verfolgt in Bezug auf ihr Kapitalmanagement insbesondere das Ziel, die Unternehmensfortführung sicherzustellen sowie für die Gesellschafter Nutzen, z.B. in Form von Ausschüttungen, zu erwirtschaften. Zum 31. Dezember 2017 bzw. 2016 betrug die Eigenkapitalquote 20,6% bzw. 19,4%. G+D unterliegt keinen externen Mindestkapitalanforderungen.
21 Finanzinstrumente
Die folgende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente von G+D dar. Dabei wird der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments als reiner „Exit-Price“ verstanden. Dies ist der Preis, der im Rahmen einer auf einem definierten Markt vorgenommenen Transaktion für einen Vermögenswert erzielbar wäre beziehungsweise für eine Schuld bezahlt werden müsste.
Die Tabelle enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ¹ 210,7 – 243,6 –
Kurzfristige Geldanlagen 0,8 – 1,2 –
Finanzielle Vermögenswerte ²
Handelspapiere 72,6 72,6 61,8 61,8
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 11,0 11,0 9,3 9,3
Derivative finanzielle Vermögenswerte 4,6 4,6 1,6 1,6
Ausleihungen 1,3 – 1,0 –
Summe 89,5 88,2 73,7 72,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto ³ 467,1 – 417,1 –
Sonstige Vermögenswerte ⁴ 0,6 – – –
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0,2 0,2 – –
Summe finanzielle Vermögenswerte 768,9 88,4 735,6 72,7
1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 Kassenbestand in Höhe von 0,1 Mio. EUR bzw. 0,1 Mio. EUR, Bankguthaben in Höhe von 197,4 Mio. EUR bzw. 228,3 Mio. EUR sowie kurzfristige Geldanlagen in Höhe von 13,2 Mio. EUR bzw. 15,2 Mio. EUR.
2 Dieser Betrag beinhaltet zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 nicht die bestehenden Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von 21,1 Mio. EUR bzw. 20,6 Mio. EUR, da diese nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen.
3 In diesem Betrag sind geleistete Anzahlungen in Höhe von 37,5 Mio. EUR bzw. 51,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 sowie zum 31. Dezember 2016 nicht enthalten, da diese nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen.
4 Hier sind nur die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen enthalten. Die übrigen sonstigen kurzfristigen und langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 45,6 Mio. EUR bzw. 39,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 fallen nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten ¹ 293,7 – 261,4 –
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ² 3,1 – – –
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten 318,8 320,2 323,7 327,4
Derivative finanzielle Schulden 4,8 4,8 6,4 6,4
Sonstige finanzielle Schulden 2,5 2,5 – –
Summe 326,1 327,5 330,1 333,8
Leasingverbindlichkeiten 3,4 3,4 5,9 3,7
Summe finanzielle Schulden 626,3 330,9 597,4 337,5
1 Dieser Betrag beinhaltet nicht erhaltene Anzahlungen zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 188,6 Mio. EUR bzw. 206,6 Mio. EUR, da diese nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen.
2 Dieser Betrag beinhaltet die künftigen Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen.
Die Buchwerte sind zu Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden, gegliedert nach den einzelnen Klassen, stellen sich wie folgt dar:
Kredite und Forderungen 468,4 – 418,1 –
Summe 77,2 77,2 63,4 63,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 11,0 11,0 9,3 9,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 210,7 – 243,6 –
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0,6 – – –
Finanzielle Vermögenswerte 768,9 88,4 735,6
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzielle Schulden 318,8 320,2 323,7 327,4
Künftige Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 3,1 – – –
Verbindlichkeiten 293,7 – 261,4 –
Summe 615,6 320,2 585,1 327,4
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Schulden 1,8 1,8 4,8 4,8
3,0 3,0 1,6 1,6
Finanzielle Schulden 626,3 330,9 597,4 337,5
Der Zeitwert von Devisenterminkontrakten (inklusive Cross-Currency-Swap) und Zinsswaps basiert auf Marktvergleichsverfahren, da ähnliche Verträge auf einem aktiven Markt gehandelt werden. 2017 kam es zu einer Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von –1,2 Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert von –1,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 ist unter den kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2017 und 2016 sind diese derivativen Finanzinstrumente zu Marktwerten in der Bilanz unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten mit 4,6 Mio. EUR bzw. 1,6 Mio. EUR und unter den kurzfristigen finanziellen Schulden mit 4,8 Mio. EUR bzw. 3,4 Mio. EUR ausgewiesen. Die Call- bzw. Put-Option für den 25%-Anteil an der CI Tech Sensors AG wurde mittels abgezinster Cashflows, die aus der Beteiligung erwartet werden, bewertet. Die vorhergesagte jährliche Wachstumsrate bzw. EBITDA- Marge sowie der risikoadjustierte Abzinsungssatz zählen dabei zu den wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren.
2017 kam es zu einer Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von –1,2 Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert von 1,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 ist unter den kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen.
Die Nominalvolumina der von Giesecke+Devrient in fremder Währung abgeschlossenen Devisentermingeschäfte zum 31. Dezember 2017 betragen:
in Mio. Fremdwährungseinheiten Einkaufskontrakte Verkaufskontrakte
US-Dollar 30,0 49,1
Britisches Pfund 4,6 –
Japanischer Yen – 192,3
Kanadischer Dollar 23,7 –
Schwedische Krone – 36,6
Flüssige Mittel, kurzfristige Geldanlagen sowie jeweils der kurzfristige Anteil aus Forderungen, sonstigen Vermögenswerten, Ausleihungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Verbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten
Die Buchwerte werden wegen des relativ kurzen Zeitraums zwischen Entstehung und erwarteter Realisierung als Zeitwert betrachtet.
Die Zeitwerte nicht derivativer Finanzinstrumente werden für die einzelnen Klassen wie folgt festgelegt:
Anleihen und Aktienwerte werden zum Zeitwert geführt, der auf den Kursnotierungen am Bilanzstichtag beruht.
Sofern sich ein Zeitwert nicht ohne weiteres ermitteln lässt, werden Beteiligungen zu Anschaffungskosten ausgewiesen („andere nahestehende Unternehmen“). Beteiligungen an anderen nahestehenden Unternehmen werden in der Regel zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren erzielbaren Betrag bilanziert.
Langfristige finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden sowie Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing
Der Zeitwert wird auf Basis der fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt, indem die erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den am Bilanzstichtag für ähnliche Fälligkeiten und Kontrakte vorherrschenden Anleihesätzen abgezinst werden.
Am 31. Dezember 2017 und 2016 ergaben sich keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Zeitwerten und den Buchwerten der langfristigen finanziellen Vermögenswerte.
Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen ergaben sich in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 nur für finanzielle Vermögenswerte der Klasse „Kredite und Forderungen“.
Wertminderungsaufwendungen (6,5) (6,8)
Wertaufholungen 2,3 3,0
(4,2) (3,8)
Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden je Bewertungskategorie betragen:
Kredite und Forderungen (10,4) (6,2)
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden 1,9 (6,5)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden 3,9 0,6
(4,6) (12,1)
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten Ergebnisse aus Wertminderungen, Zuschreibungen und Währungsumrechnungseffekten.
Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden beinhalten Ergebnisse aus Marktwertänderungen und Ausgleichszahlungen dieser Finanzinstrumente.
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden beinhalten Ergebnisse aus Währungsumrechnungseffekten.
Derivative Finanzinstrumente im Rahmen von „Hedge Accounting“
Für bestimmte wesentliche, auf Fremdwährung lautende schwebende Geschäfte der operativen Bereiche des Unternehmens wird „Hedge Accounting“ angewandt. Das Unternehmen verwendet insbesondere Devisentermingeschäfte, um das Risiko von Schwankungen künftiger Zahlungsströme aus diesen schwebenden Geschäften zu begrenzen. Dieser Ansatz bezieht sich auf Großaufträge in Fremdwährung im Gegenwert von mehr als jeweils 10 Mio. USD.
„Fair Value Hedges“
Seit dem Geschäftsjahr 2009 werden schwebende Geschäfte mit Hilfe von Devisentermingeschäften abgesichert, die als „Foreign Currency Fair Value Hedges“ künftiger Verkäufe klassifiziert werden. Die Veränderungen der Marktwerte dieser Geschäfte werden im Finanzergebnis erfasst. Ebenso werden auch die Veränderungen der Derivate im Finanzergebnis erfasst. Dabei ergeben sich Bewertungseffekte auf die Sicherungsinstrumente von 4,7 Mio. EUR und –0,4 Mio. EUR und auf die Grundgeschäfte („Firm Commitment“) von –4,7 Mio. EUR und 0,4 Mio. EUR für die Geschäftsjahre 2017 bzw. 2016. Der Marktwert der Sicherungsinstrumente beträgt zum 31. Dezember 2017 –2,2 Mio. EUR.
„Cashflow Hedges“
Im April 2012 wurden alle Vermögenswerte und Schulden der MC Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG in die Giesecke & Devrient GmbH eingebracht. Im Rahmen dieser Einbringung wurde ein variabel verzinsliches Darlehen in Höhe von 46,4 Mio. EUR sowie der dazugehörige Zinsswap übernommen. Das Darlehen wird vierteljährlich linear getilgt. Die letzte Tilgungsrate erfolgt am 31. Dezember 2018. Mittels eines Zinsswaps wird der variable Zins in einen fixen Zinssatz von 3,15% geswapt. Im Einbringungszeitpunkt wurde zwischen dem Darlehen und dem Zinsswap ein Sicherungszusammenhang designiert und seitdem in Form eines „Cash Flow Hedges“ bilanziert. Der „Cash Flow Hedge“ ist effektiv. Der Marktwert des Zinsswaps beträgt zum 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 –0,1 Mio. EUR und –0,4 Mio. EUR. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes erfolgte nach der Marktvergleichsmethode.
Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Finanzinstrumenten
In der unten stehenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten den Ebenen laut IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ zugeordnet. Dabei wird die „Fair Value“-Bewertungsmethode eines Finanzinstrumentes als Ganzes jener Ebene zugeordnet, deren Faktoren wesentlich für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes ist. In Ebene 1 wird der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente im Wesentlichen durch Heranziehen notierter Preise an aktiven Märkten für gleiche finanzielle Vermögenswerte oder Schulden ermittelt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der Ebene 2 erfolgt durch Marktvergleichsverfahren, die auf beobachtbaren Marktdaten für ähnliche finanzielle Vermögenswerte bzw. Schulden basieren. Die Ermittlung beizulegender Zeitwerte der Ebene 3 basiert im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten. 2016 ermittelte Giesecke+Devrient die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten auf Basis von Ebene 1, Ebene 2 und Ebene 3. Die „Fair Value“- Bewertungsmethode der Ebene 3 kam 2017 nur für die Bewertung der Call- bzw. Put-Option an den Anteilen der CI Tech Sensors AG zum Einsatz. 2017 und 2016 fanden keine wesentlichen Umgliederungen zwischen den Ebenen statt.
Einteilung der „Fair Value“-Bewertungen der Klassen finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden zum 31. Dezember 2017 auf die Ebenen nach IFRS 13:
Klassen finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden
in Mio. EUR 31.12.2017 Davon „Fair Value“-Bewertung zum Berichtszeitpunkt auf
Derivative Finanzinstrumente 4,6 – 4,6 –
Handelspapiere 72,6 72,6 – –
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 11,0 11,0 – –
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Schulden
Derivative Finanzinstrumente 4,8 – 3,0 1,8
Sonstige finanzelle Schulden 2,5 – 2,5 –
Finanzielle Schulden 320,2 – 320,2 –
Leasingverbindlichkeiten 3,4 – 3,4 –
Einteilung der „Fair Value“-Bewertungen der Klassen finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden zum 31. Dezember 2016 auf die Ebenen nach IFRS 13:
in Mio. EUR 31.12.2016 Davon „Fair Value“-Bewertung zum Berichtszeitpunkt auf
Derivative Finanzinstrumente 1,6 – 1,6 –
Handelspapiere 61,8 61,8 – –
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 9,3 9,3 – –
Derivative Finanzinstrumente 6,4 – 3,4 3,0
Finanzielle Schulden 327,4 – 327,4 –
Leasingverbindlichkeiten 3,7 – 3,7 –
22 Finanzwirtschaftliche Risiken
Giesecke+Devrient ist dem klassischen Liquiditätsrisiko, dem Kontrahentenausfallrisiko sowie Marktrisiken durch die Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen sowie Aktienkursen ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite ergeben sich Risiken durch die Erhöhung von Rohstoffpreisen (insbesondere Halbleiter und Baumwolle). Diese Risiken können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken. Der Konzern steuert diese Risiken einerseits vorwiegend im Rahmen seiner laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten. Andererseits werden finanzwirtschaftliche Risiken für die operativen Tochtergesellschaften der G+D-Gruppe auf der Grundlage schriftlicher Richtlinien zentral durch die Giesecke & Devrient GmbH erfasst und weitgehend auch gesteuert. Finanzwirtschaftliche Risiken sind ein Bestandteil des monatlichen Risikoreportings an die Geschäftsführung sowie Bestandteil der regelmäßigen Berichterstattung an Aufsichtsrat und Beirat.
Eine Überwachung mittels Sensitivitätsanalysen für Risikopositionen (Währungs-, Zins-, Geldanlage- und Beschaffungsrisiken) wird regelmäßig durchgeführt. Die Risikokennzahl Modified Duration wird für den Bereich Zinsrisiken bei Rentenanlagen verwendet. Diese Kennzahl gibt an, um wie viel Prozent der Kurs des Rentenpapiers schwankt, wenn sich das Marktzinsniveau um einen Prozentpunkt ändert. Die Risikokennzahl Value-at-Risk wird für Anlagen in Aktien angewandt. Das Gesamtrisiko setzt sich aus Aktien- und spezifischem Risiko zusammen. Die Aussage dieser Kennzahl ist, welchen Wert der Verlust einer bestimmten Aktienposition mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit von 95% sowie einer Haltedauer von zehn Tagen nicht überschreiten wird.
Die Sicherstellung der Liquidität hat oberste Priorität und wird durch Vorhalten einer der Unternehmensgröße angemessenen verfügbaren Liquiditätsreserve umgesetzt. Darunter werden ausreichende Barmittel sowie nicht ausgenutzte Kreditlinien bei Banken verstanden. Ergänzend dazu werden entsprechende Finanzinstrumente wie eine Jahresplanung für alle Konzerngesellschaften sowie eine kurzfristige Liquiditätsplanung für alle wesentlichen Konzerngesellschaften eingesetzt. Ergänzt werden diese Planungsinstrumente noch um ein vertraglich geregeltes zentrales Cash-Management, in das die wesentlichen in- und ausländischen Konzerngesellschaften eingebunden sind.
Neben ausreichenden Barmitteln stehen dem Konzern zum 31. Dezember 2017 Barkreditlinien zur Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsausstattung für Schwankungen im operativen Geschäft in Höhe von 225,7 Mio. EUR zur Verfügung. Kreditgeber sind erstklassige Geschäftsbanken. Zum 31. Dezember 2017 wurden von der verfügbaren Kreditlinie 18,3 Mio. EUR in Anspruch genommen. Im Mittelpunkt steht dabei eine durch ein Bankenkonsortium der Giesecke & Devrient GmbH zur Verfügung gestellte langfristige Konsortial-Kreditlinie in Höhe von 180,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis Mai 2022. Zum 31. Dezember 2017 wurde diese nicht in Anspruch genommen. Des Weiteren bestehen zum 31. Dezember 2017 Kreditlinien gegenüber sonstigen Dritten in Höhe von 11,2 Mio. EUR, die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 in voller Höhe in Anspruch genommen worden sind (im Vorjahr 6,0 Mio. EUR).
Im G+D-Konzern werden darüber hinaus Wertpapiere mit einem Buch- und Marktwert von 83,6 Mio. EUR (im Vorjahr 71,1 Mio. EUR) gehalten. Davon entfallen 9,3 Mio. EUR auf die Rückdeckung von AltersteilzeitAnsprüchen. Abgesehen von diesem Anteil ist der größte Teil der Wertpapiere innerhalb von drei Monaten liquidierbar. Des Weiteren bestanden Geldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 0,8 Mio. EUR (im Vorjahr 1,2 Mio. EUR). Die nachfolgenden Tabellen zeigen die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert der G+D-Gruppe:
Angaben zum Liquiditätsrisiko zum 31. Dezember 2017
in Mio. EUR Buchwert Bruttoabflüsse bis zu 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre 3 bis 4 Jahre 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzielle Schulden und Leasingverbindlichkeiten 615,8 641,6 363,8 14,0 25,6 3,7 35,3 3,1 11,3 2,4 133,4 2,3 45,0 1,8
Derivative Finanzinstrumente 4,8 4,8 4,8 – – – – – – – – – – –
Gesamt 620,6 646,4 368,6 14,0 25,6 3,7 35,3 3,1 11,3 2,4 133,4 2,3 45,0 1,8
Angaben zum Liquiditätsrisiko zum 31. Dezember 2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzielle Schulden und Leasingverbindlichkeiten 591,1 601,6 386,8 5,7 161,6 4,2 10,2 1,0 26,5 0,4 2,1 0,1 3,0 –
Derivative Finanzinstrumente 6,4 6,4 3,4 – 3,0 – – – – – – – – –
Gesamt 597,5 608,0 390,2 5,7 164,6 4,2 10,2 1,0 26,5 0,4 2,1 0,1 3,0 0,0
Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente, die am 31. Dezember 2017 bzw. 2016 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Es wurden keine Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten einbezogen. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2017 bzw. 2016 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnet Giesecke+Devrient durch ein internes Bewertungsverfahren der Kunden hinsichtlich ihrer Zahlungsfähigkeit. Auf Basis des ermittelten Ratings erfolgt eine Einteilung in die Bonitätsklassen A bis C. Risikobehaftete Positionen sind streng limitiert und mit den Kunden vereinbarte Zahlungsbedingungen werden zeitnah überwacht. Bei nicht ausreichender Kundenbonität werden, soweit durchsetzbar, zahlungssichernde Maßnahmen wie bestätigte und unbestätigte Akkreditive zur Minimierung des Ausfallrisikos gefordert. In Erfüllung der Berichtspflichten nach IFRS 7 führen wir aus, dass bei ausgereichten Krediten und Forderungen an Kunden das maximale Ausfallrisiko dem Buchwert dieser finanziellen Vermögenswerte entspricht. Bei Finanzgarantien entspricht der Höchstbetrag, den das Unternehmen zahlen müsste, dem maximalen Ausfallrisiko.
A Währungsrisiko
Durch seine internationale Ausrichtung hat Giesecke+Devrient sowohl im Import als auch im Export Lieferungs- und Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen. Dem Fremdwährungsrisiko wird einerseits durch weltweite Produktionsstandorte und andererseits durch das auf Konzernebene vorgenommene Netting von Importen und Exporten in der entsprechenden Fremdwährung begegnet. Beim Netting werden die jeweiligen Währungsrisiken bzw. -verpflichtungen (fest kontrahierte Aufträge, Bestellungen) für das Gesamtunternehmen zentral erfasst, gegenübergestellt und so weit als möglich aufgerechnet. Der verbleibende stichtagsbedingte Saldo aus dem operativen Bereich sowie aus Finanzierungsaktivitäten in der Unternehmensgruppe wurde fortlaufend in vollem Umfang mit geeigneten Finanzinstrumenten, d.h. ausschließlich Devisentermin- und Swapgeschäften, abgesichert. Bei der Hauptfremdwährung US-Dollar gleichen sich Exporte und Importe auf Jahressicht betrachtet nahezu aus. Deshalb wird seit dem Geschäftsjahr 2011 das US-Dollar-Risiko basierend auf der Grundlage einer rollierenden fristenberücksichtigenden zwölfmonatigen Cashflow-Planung ermittelt. Eine Absicherung würde nur dann erfolgen, wenn bestimmte Nettoschwellenwerte überschritten werden.
Unterjährige Abweichungen zwischen der Import- und der Exportseite werden durch Devisenswaps ausgeglichen. Darüber hinaus werden Verträge mit einem Volumen > 10 Mio. USD nach wie vor einzeln über Devisentermingeschäfte abgesichert und als „Fair-Value-Hedge“ bilanziert.
Das bei den ausländischen Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone gebundene Nettovermögen sowie die Umrechnungsrisiken, bezogen auf die Umsätze und Ergebnisse dieser Unternehmen, werden grundsätzlich nicht gegen Wechselkursschwankungen abgesichert (Translationsrisiko).
Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2017 (2016) bestehen folgende wesentliche Nettorisiken in Fremdwährung (Nettoexposure bzw. Wert der Finanzderivate > 5,0 Mio. EUR):
Nettowährungsexposure 31. Dezember 2017 (31. Dezember 2016)
Fremdwährungsrisiko in Mio. EUR BRL CAD GBP IRN RMB USD
Netto-Exposure 3,0 19,5 (19,1) (13,5) (4,3) (7,9) 3,3 11,0 18,4 35,3 (0,6) 29,3
Firm Commitment – – – – – – – – – – (19,0) (23,9)
Finanzderivate – – (15,8) (10,3) (5,2) (21,8) – – – – 15,9 30,2
BRL = Brasilianischer Real, CAD = Kanadischer Dollar, GBP = Britisches Pfund, INR = Indische Rupie, RMB = Chinesischer Renminbi, USD = US-Dollar
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind in den Netto-Risiken enthalten. Die Bewertungseffekte aus der Stichtagsbewertung fließen in die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ein und werden nicht eliminiert.
Mittels Sensitivitätsanalysen wird ermittelt, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen der jeweiligen Risikovariablen auf die Gewinne/ Verluste sowie auf das Eigenkapital des Unternehmens zum Bilanzstichtag hätten. Dabei werden nur die wesentlichen Währungen betrachtet.
Es ergeben sich folgende Auswirkungen auf das Eigenkapital sowie die Gewinn- und Verlustrechnung (ohne Berücksichtigung von Steuereffekten), unter der Annahme, dass der Euro gegenüber den genannten Währungen zum 31. Dezember 2017 bzw. 2016 um 10% aufwerten bzw. abwerten würde. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben dabei unberücksichtigt.
Bei den originären Finanzinstrumenten gibt es nur bei zwei Währungen Auswirkungen von über 2,0 Mio. EUR auf das Eigenkapital sowie die Gewinn- und Verlustrechnung.
Originäre Finanzinstrumente (Auswirkungen > 2 Mio. EUR)
Auswirkungen in Mio. EUR Eigenkapital Gewinn / Verlust
USD 0,1 (0,1) (2,9) 2,9 0,1 (0,1) (2,9) 2,9
RMB (1,8) 1,8 (3,5) 3,5 (1,8) 1,8 (3,5) 3,5
Bei den derivativen Finanzinstrumenten gibt es bei folgenden Währungen entsprechende Auswirkungen auf das Eigenkapital sowie die Gewinn- und Verlustrechnung von über 2,0 Mio. EUR.
Derivative Finanzinstrumente (Auswirkungen > 2 Mio. EUR)
USD 1,4 (1,8) 2,7 (3,4) 1,4 (1,8) 2,7 (3,4)
GBP (0,5) 0,6 (2,0) 2,4 (0,5) 0,6 (2,0) 2,4
B Zinsrisiko
Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen über Bankkredite mit festen und variablen Zinssätzen bis zum jeweiligen Laufzeitende. Im Gegensatz dazu unterliegt der größte Teil der zinssensitiven finanziellen Vermögenswerte einer variablen Zinsbindung. Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird hierbei nicht betrachtet. Marktzinsänderungen führen deshalb zu Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital des Unternehmens.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 (2016) liegen folgende Werte vor:
Zinsrisiko Finanzinstrumente
in Mio. EUR Effektivzins Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Finanzielle Schulden (kurz- und lang- fristig) und Leasingverbindlichkeiten 1,6 2,0 302,4 269,8 51,8 66,4 25,6 161,6 180,0 38,8 45,0 3,0
Finanzielle Schulden 5,3 3,0 18,3 59,0 18,3 59,0 – – – – – –
In regelmäßigen Abständen wird das Zinsänderungsrisiko erfasst und im Rahmen des Risikoreportings gemeldet. Es werden derivative Finanzinstrumente in der Form eines Zinsswaps zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos für ein variabel verzinsliches langfristiges Darlehen (Aufnahme in 2012) eingesetzt.
2012 wurde ein variabel verzinsliches Darlehen sowie der zugehörige Zinsswap in die Giesecke & Devrient Gesellschaft mit beschränkter Haftung eingebracht und zum 31. Dezember 2015 auf die neu gegründete Giesecke & Devrient Grundstücksgesellschaft GmbH & Co. KG übertragen. Zum Einbringungszeitpunkt wurde zwischen dem Darlehen und dem Zinsswap ein Sicherungszusammenhang designiert und seitdem in Form eines „Cashflow-Hedges“ bilanziert.
Eine Sensitivitätsanalyse des Zinsrisikos zeigt den Effekt einer Änderung der Marktzinssätze um 100 Basispunkte (ein Prozentpunkt) auf die Gewinn- und Verlustrechnung (ohne Berücksichtigung von Steuereffekten) sowie auf das Eigenkapital. Dabei wird Konstanz aller übrigen Variablen unterstellt. Im Rahmen der nach IFRS 7 vorgeschriebenen Sensitivitätsanalyse wird jedoch nur die Auswirkung auf den Jahresüberschuss und das Eigenkapital betrachtet und nicht die Auswirkung auf zukünftige Cashflows. Daher werden abgegrenzte, passivierte Zinszahlungen mit dem am Abschlussstichtag geltenden hypothetischen Marktzinssatz neu berechnet.
Aus der Bewertung des im „Cashflow Hedge-Accounting“ designierten Zinsswaps würde sich zum 31. Dezember 2017 eine Erhöhung bzw. Verringerung des Eigenkapitals von 0,0 Mio. EUR (2016: 0,2 Mio. EUR) bzw. –0,0 Mio. EUR (2016: –0,2 Mio. EUR) ergeben.
Die Auswirkungen auf den Jahresüberschuss und das Eigenkapital zum 31. Dezember 2017 (2016) bei einer Änderung der Marktzinssätze von 100 Basispunkten liegen bei den finanziellen Vermögenswerten und den übrigen finanziellen Schulden, mit Ausnahme der Rentenpapiere, unterhalb von 1,0 Mio. EUR und sind daher nicht wesentlich. Für die Rentenpapiere ergibt sich folgende Sensitivitätsanalyse:
Modified Duration Renten
Rentenbestand in Mio. EUR 32,3 24,3
Rendite in % 1,3 1,6
Duration in Jahren 4,6 5,6
Modified Duration in % 4,6 5,5
Verlust- / Gewinnpotential in Mio. EUR (1,5) (1,3)
Die Tabelle zur Modified Duration gibt an, wie stark sich der Gesamtertrag der Rentenpapiere ändert, wenn der Marktzinssatz um einen Prozentpunkt sinkt bzw. steigt.
Die Auswirkung auf den Jahresüberschuss (ohne Berücksichtigung von Steuereffekten) und das Eigenkapital zum 31. Dezember 2017 bei einer Erhöhung des Marktzinssatzes um einen Prozentpunkt beträgt –1,5 Mio. EUR (im Vorjahr –1,3 Mio. EUR). Ein entsprechender Rückgang des Marktzinssatzes um einen Prozentpunkt hätte im gleichen Umfang die gegensätzliche Auswirkung auf das Vorsteuerergebnis und auf das Eigenkapital, vorausgesetzt alle übrigen Variablen bleiben konstant.
C Geldanlagerisiko
Die vorhandene Barliquidität der Giesecke & Devrient GmbH in Euro wird mangels fehlender Anlagezinsen ausschließlich auf den laufenden Konten vorgehalten. Sporadisch werden Termingeldanlagen bei Überschüssen in Fremdwährung mit erstklassigen Banken getätigt. Bei allen Anlagen stehen die Sicherheit des Kontrahenten sowie ein möglichst geringes Preisrisiko im Vordergrund.
Neben direkt bei Banken angelegten Geldern wird aus Renditegründen ein größerer Geldbetrag durch eine namhafte deutsche Kapitalanlagegesellschaft in einem Spezialfonds verwaltet. Bei der Anlage handelt es sich um ein Portfolio aus erstklassigen Rentenpapieren (Staatsanleihen und Anleihen von Unternehmen) und Aktienpapieren (erstklassige Unternehmen). Durch diese Mischung wird eine Risikominimierung erreicht. Der Aktienanteil wurde auf maximal 40% des Gesamtportfolios festgelegt. Das Risiko dieser Geldanlage wird für den Aktienanteil monatlich mittels der Kennzahl Value-at-Risk (VAR), mitgeteilt durch die verwaltende Kapitalanlagegesellschaft, dargestellt. Zum 31. Dezember 2017 (2016) ergeben sich folgende Werte:
Value-at-Risk Aktien
Aktienbestand in Mio. EUR 33,1 31,2
VAR in % 2,2 6,1
Verlustrisiko in Mio. EUR (0,7) (1,9)
Die VAR-Analysen basieren auf folgenden Annahmen: Haltedauer zehn Tage, Konfidenzintervall von 95% und zurückliegender Beobachtungszeitraum von 52 Wochen. Für die Berechnung der Volatilitäten und Korrelationen wurden implizierte Zahlen verwendet, die aus der jeweiligen Aktien-/Rentenstruktur (Zinsstruktur) dynamisch berechnet werden.
Ergänzend zum Spezialfonds hält G+D Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere bilanziert werden. Der Buchwert beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 11,0 Mio. EUR (im Vorjahr 9,3 Mio. EUR). Der überwiegende Anteil bezieht sich auf Anlagen in Investmentfonds, die zur Insolvenzsicherung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Wegen sehr geringfügiger Wertschwankungen dieser Anteile wird auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet. G+D sieht keine Risikokonzentration im Sinne von IFRS 7.34.
Die in diesem Kapitel gemachten Angaben sind auch Angaben gemäß IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“.
23 Fertigungsaufträge
Die Einzelheiten zu noch nicht abgeschlossenen Aufträgen stellen sich wie folgt dar:
Angefallene Auftragskosten 49,9 –
Ausgewiesene Gewinne/(Verluste), netto 0,8 –
50,7 –
Teilabrechnungen (53,3) –
(2,6) –
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden 0,6 –
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden (3,2) –
Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden sind unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, die künftigen Verbindlichkeiten unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 erfassten Auftragserlöse belaufen sich auf 50,7 Mio. EUR und 0,0 Mio. EUR.
24 Unternehmenszusammenschlüsse
Bei Unternehmenszusammenschlüssen werden die Ergebnisse des erworbenen Unternehmens ab dem Erwerbszeitpunkt bei G+D ausgewiesen. Das Nettovermögen der erworbenen Gesellschaft wird mit dem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Der Überschuss des Kaufpreises über den Zeitwert der erworbenen materiellen Nettovermögenswerte und identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte ist in der beigefügten Konzernbilanz als Goodwill ausgewiesen.
Bis zum Geschäftsjahr 2016 hielt der G+D-Konzern 50% der Anteile an der CI Tech Components AG. 2016 wurde das Sensor-Geschäft mittels Sacheinlage auf die CI Tech Sensors AG übertragen. An dieser Gesellschaft waren G+D und der Joint Venture-Partner zunächst ebenfalls hälftig beteiligt.
Im Rahmen eines Anteilstausches erhielt G+D dann weitere 25% der Anteile an der CI Tech Components AG für 25% der Anteile an der CI Tech Sensors AG. Dadurch stieg der Eigenkapital-Anteil des G+D-Konzerns von 50% auf 75%. Am 1. April 2016 (Erwerbszeitpunkt) erlangte dadurch der G+D-Konzern die Beherrschung über die CI Tech Components AG.
Die CI Tech Components AG entwickelt und vertreibt Maschinen für das Banknotenhandling. Die Maschinen für das Banknotenhandling kommen insbesondere in automatisierten Kassen, Fahrscheinautomaten und Bankautomaten zur Anwendung. Die CI Tech Components AG ist damit im Wesentlichen ein Komponentenlieferant für Kassen-, Fahrschein- und Bankautomatenhersteller. Durch die Transaktion erlangte G+D die unternehmerische Führung des Modul-Geschäfts und erwartet daraus einen höheren Marktanteil sowie Kostensenkungen aufgrund von Skaleneffekten.
Im Rahmen des Anteilstausches vereinbarten die Joint Venture-Partner jeweils eine Call- und eine Put-Option bzgl. des jeweils verbleibenden 25%-Anteils. Die Optionen sind jeweils ausübbar ab dem 1. Januar 2018. G+D hat ein Ankaufsrecht (Call-Option) und der Joint Venture-Partner ein Andienungsrecht (Put-Option) für die restlichen 25% der Anteile an der CI Tech Components AG (spiegelbildlich für 25% der Anteile an der CI Tech Sensors AG). Die Put-Option des Joint Venture- Partners stellt für G+D eine Verpflichtung dar, Eigenkapital-Instrumente des Tochterunternehmens gegen flüssige Mittel zu erwerben. Gemäß der anticipated-acquisition-Methode wurde der Barwert des Ausübungspreises als finanzielle Verbindlichkeit angesetzt und stellt damit einen Teil der Gegenleistung dar. Nicht beherrschende Anteile an der CI Tech Components AG werden daher nicht gezeigt.
Die übertragene Gegenleistung beträgt zum Erwerbszeitpunkt 22,1 Mio. EUR und setzt sich zusammen aus dem beizulegenden Zeitwert der bestehenden 50% der Anteile an der CI Tech Components AG (11,0 Mio. EUR), dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte von 5,5 Mio. EUR (25% der Anteile an der CI Tech Sensors AG), der finanziellen Verbindlichkeit in Höhe des Barwert des Ausübungspreises der Put-Option des Minderheitsgesellschafters (2,5 Mio. EUR) und dem beizulegenden Zeitwert der im Rahmen der Transaktion eingegangene Stillhalterposition an der Call-Option des Joint Venture-Partners auf die restlichen 25% an der CI Tech Sensors AG (3,0 Mio. EUR). Aus der Neubewertung des bisherigen Anteils entstand kein wesentlicher Gewinn bzw. Verlust.
Die identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden bestehen aus:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1,2
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2,7
Immaterielle Vermögenswerte 18,0
Sachanlagen 4,0
Verbindlichkeiten 12,9
Rückstellungen 5,5
In den kurzfristigen Vermögenswerten sind flüssige Mittel in Höhe von 0,5 Mio. EUR enthalten.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert der Gegenleistung in Höhe von 22,1 Mio. EUR und dem Zeitwert der identifizierbaren Nettovermögenswerte der CI Tech Components AG zum 1. April 2016 in Höhe von 8,1 Mio. EUR betrug 14,0 Mio. EUR und wurde als Goodwill erfasst. Der Goodwill resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten des Personals der CI Tech Components AG und den erwarteten Synergien. Von dem erfassten Goodwill ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.
Im Zeitraum zwischen Erwerb am 1. April 2016 und 31. Dezember 2016 trug die CI Tech Components AG mit Umsatzerlösen von 5,0 Mio. EUR und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,0 Mio. EUR zum Konzernergebnis bei. Sofern der Erwerb bereits zum 1. Januar 2016 stattgefunden hätte, würde der Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2016 52,0 Mio. EUR betragen und die Konzernumsätze hätten sich auf 2.090,6 Mio. EUR belaufen.
Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2016 war G+D mit 49% an der EPC Electronic Payment Cards GmbH & Co. KG (vormals: EPC Electronic Payment Cards Gesellschaft für Kartenmanagement mbH), Gmund am Tegernsee, beteiligt. Die unternehmerische Führung des Joint Ventures hatte mit 51% die Deutsche Sparkassen Verlag GmbH (DSV). Der DSV als fast einziger Kunde hatte sich im Januar 2017 für eine Multi-Lieferantenstrategie entschieden und die bestehenden Aufträge bei EPC gekündigt. Damit entfiel für EPC die Geschäftsgrundlage. Um einer Insolvenz der EPC vorzubeugen, hatte G+D die Anteile des DSV übernommen und die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs beschlossen. Für die mit der Schließung verbundenen Aufwendungen hatte G+D zum 31. Dezember 2016 eine Rückstellung von 6,0 Mio. EUR gebildet, von der im ersten Quartal 2017 0,6 Mio. EUR aufgrund neuer Erkenntnisse aufgelöst wurden.
Mit Vertrag vom 20. Februar 2017 wurde mit dem Joint Venture-Partner vereinbart, die restlichen Anteile (51%) an der EPC an G+D zu verkaufen, wodurch der G+D-Konzern zu 100% an dieser Gesellschaft beteiligt ist. Der G+D-Konzern erlangte damit zum 1. April 2017 Beherrschung an der EPC und konsolidiert die Gesellschaft voll. Es wurde ein negativer Kaufpreis von 3,3 Mio. EUR vereinbart, den G+D in liquiden Mitteln erhielt. Rückstellung und negativer Kaufpreis zum Erwerbsstichtag entsprechen dem erworbenen Nettovermögen, so dass kein Unterschiedsbetrag verbleibt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, netto 0,6
Vorräte, netto 0,2
Sonstige langfristige Vermögensgegenstände, netto 0,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten 0,2
Rückstellungen 10,6
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5,7
Im Zeitraum zwischen Erwerb am 1. April 2017 und 31. Dezember 2017 trug die EPC mit Umsatzerlösen von 0,8 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss in Höhe von 0,6 Mio. EUR zum Konzernergebnis bei. Sofern der Erwerb bereits zum 1. Januar 2017 stattgefunden hätte, würde der Konzernjahresüberschuss 67,7 Mio. EUR betragen und die Konzernumsätze hätten sich auf 2.138,8 Mio. EUR belaufen.
Mit Wirkung zum 26. Juni 2017 (Erwerbsstichtag) übernahm Giesecke+Devrient 100% der Anteile an der Procoin GmbH, einem deutschen Anbieter für Zähl-, Sortier-, und Verpackungsmaschinen im Münzbereich sowie Banknotenzählgeräte. Mit der Übernahme erweitert die Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH ihr Angebot im Münzgeschäft und stärkt ihre Position als weltweite Marktführerin für die Automatisierung des Bargeldkreislaufs. Dabei profitiert das Unternehmen von der breiten Produktpalette von Procoin sowie dem starken Vertriebsnetzwerk in Europa. Die übertragene Gegenleistung für die Anteile an der Procoin GmbH betrug 2,1 Mio. EUR und bestand aus liquiden Mitteln. Neben dem Unternehmenszusammenschluss wurde mit dem verkaufenden Anteilseigner eine bedingte Vergütung von 0,3 Mio. EUR vereinbart für die Fortsetzung seines Geschäftsführerdienstvertrags über drei Jahre. Diese Vergütung wird pro rata aufwandswirksam erfasst und unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Gegenleistung für die Anteile entspricht dem Zeitwert der erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerte der Procoin GmbH zum Erwerbszeitpunkt in Höhe von 2,1 Mio. EUR.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto 1,7
Vorräte, netto 1,1
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0,3
Immaterielle Vermögenswerte 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten 0,6
Rückstellungen 0,2
Finanzielle Schulden 0,6
Im Zeitraum zwischen Erwerb am 26. Juni 2017 und 31. Dezember 2017 trug die Procoin GmbH mit Umsatzerlösen von 2,3 Mio. EUR und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,4 Mio. EUR zum Konzernergebnis bei. Sofern der Erwerb bereits zum 1. Januar 2017 stattgefunden hätte, würde der Konzernjahresüberschuss 67,1 Mio. EUR betragen und die Konzernumsätze hätten sich auf 2.139,4 Mio. EUR belaufen.
Am Erwerbszeitpunkt 31. Juli 2017 übernahm Giesecke+Devrient sämtliche Anteile an dem Kartenpersonalisierungsunternehmen C.P.S. Technologies S.A.S. und erlangte dadurch Beherrschung. Die übertragene Gegenleistung von 3,8 Mio. EUR besteht vollständig aus hingegebenen liquiden Mitteln. Damit vervollständigt G+D sein umfangreiches Dienstleistungsangebot für den französischen Markt. Besondere Synergien für den französischen Markt verspricht sich Giesecke+Devrient von dem technisch hoch entwickelten Bankkarten-, Personalisierungs- und Servicemanagement-Center von C.P.S. Technologies. Das Unternehmen bietet dort Dienstleistungen in den Bereichen Kartenpersonalisierung, Kundenmailing und hochwertige Verpackungsdienstleistungen, Identitätsmanagement, Transport sowie Loyalty-Services.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert der Gegenleistung in Höhe von 3,8 Mio. EUR und dem Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens von C.P.S. Technologies zum Erwerbszeitpunkt in Höhe von 3,3 Mio. EUR betrug 0,5 Mio. EUR und wurde als Goodwill erfasst. Der Goodwill resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten des Personals der C.P.S. und den erwarteten Synergien. Von dem erfassten Goodwill ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto 6,1
Vorräte, netto 1,6
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0,6
Immaterielle Vermögenswerte 0,8
Sachanlagen 3,3
Aktive latente Steuern 0,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten 6,7
Rückstellungen 0,1
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2,3
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,3
Passive latente Steuern 0,4
Im Zeitraum zwischen dem 1. August 2017 und 31. Dezember 2017 trug C.P.S. Technologies mit Umsatzerlösen von 11,6 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,1 Mio. EUR zum Konzernergebnis bei. Sofern der Erwerb bereits zum 1. Januar 2017 stattgefunden hätte, würde der Konzernjahresüberschuss 66,9 Mio. EUR betragen und die Konzernumsätze hätten sich auf 2.148,9 Mio. EUR belaufen.
Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 0,5 Mio. EUR für Rechtsberatungsgebühren und Due Diligence-Kosten angefallen. Diese Kosten sind in den Verwaltungsaufwendungen erfasst.
Im März 2018 hat Veridos Anteile an der Firma E-SEEK Inc., San Diego/USA, erworben. Der Erwerbsstichtag ist der 27. März 2018. Veridos erwirbt zunächst 75% der Anteile für einen Kaufpreis von 7,9 Mio. USD. Darüber hinaus ist eine bedingte Gegenleistung von max. 1,5 Mio. USD vereinbart über zwei Jahre. Die bedingte Gegenleistung ist abhängig vom Erreichen bestimmter Kennzahlen (Umsatz, Bruttoergebnis). Bezüglich der restlichen 25% der Anteile erhält Veridos eine Call-Option und die nicht beherrschenden Anteilseigner eine Put-Option. G+D wird damit 2018 Beherrschung an der E-SEEK Inc. erlangen und die Gesellschaft voll konsolidieren.
Die Firma E-SEEK Inc. entwickelt und vertreibt hochauflösende Verifikationsgeräte für ID-Karten und Führerscheine. Für den Unternehmensbereich Veridos stellt das Produktportfolio der E-SEEK Inc. eine ausgezeichnete Bereicherung im Bereich der Verifikationslösungen dar. Dabei bietet Veridos den Kunden Komplettlösungen an, welche die effiziente Identifizierung von Bürgern ermöglichen. Diese werden für Grenzkontrollsysteme und zum Beispiel an Flughäfen eingesetzt. Lesegerate, wie von E-SEEK Inc. entwickelt und vertrieben, sind dabei ein wichtiger Lösungsbestandteil im Zusammenspiel mit den von Veridos entwickelten Dokumenten und Hintergrundsystemen. Darüber hinaus verstärkt der Unternehmenszusammenschluss unmittelbar die Präsenz von Veridos im nordamerikanischen Markt, der aufgrund des hohen Marktvolumens als strategisch wichtig gilt.
Weitere Angaben zu diesem Unternehmenszusammenschluss werden aufgrund des Erwerbsstichtags kurz vor der Freigabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 erfolgen.
25 Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
Die Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen (NCI) stellen sich wie folgt dar:
in Mio. EUR Veridos Matsoukis S.A.
Athen Giesecke & Devrient
Tokio Veridos GmbH ²
Kapitalanteil NCI 64,0% 64,0% 49,0% 49,0% 40,0% 40,0%
Stimmrechte NCI 64,0% 64,0% 49,0% 49,0% 40,0% 40,0%
Gewinn/(Verlust) auf NCI entfallend 0,2 0,1 2,0 0,7 0,4 1,6
gezahlte Dividende an NCI – – (0,7) (0,4) – –
Anteil NCI am Eigenkapital 3,5 3,3 5,3 4,3 9,3 8,3
Vermögenswerte ¹ 17,6 16,6 13,9 9,0 137,2 103,8
davon Flüssige Mittel ¹ 1,0 1,0 9,0 5,3 0,5 3,2
Verbindlichkeiten ¹ 12,1 11,4 5,1 2,2 106,0 75,1
Umsatzerlöse ¹ 17,6 18,6 27,1 16,7 128,3 111,3
Sonstiges Ergebnis ¹ – – (0,7) 0,3 – (0,8)
Gesamtergebnis ¹ 0,3 0,2 3,5 1,7 0,8 4,1
1 vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte aggregiert (nicht anteilig)
2 Die nicht beherrschenden Anteilseigner halten über die Veridos GmbH auch Anteile an Veridos Canada Ltd., Veridos Brasil Comércio de Smart Cards e Soluções para Identificação Segura e Autenticação Ltda., Veridos México S.A. de C.V., Veridos Matsoukis S.A. Security Printing, Veridos America Inc., Veridos FZE und Firdaus Al Aman for general Trading
in Mio. EUR secunet Security Networks AG
inklusive Tochtergesellschaften Giesecke & Devrient
Kapitalanteil NCI 20,6% 20,6% 20,0% 20,0%
Stimmrechte NCI 20,6% 20,6% 20,0% 20,0%
Gewinn/(Verlust) auf NCI entfallend 3,3 1,9 0,4 0,6
gezahlte Dividende an NCI (0,8) (0,5) (0,4) (0,4)
Anteil NCI am Eigenkapital 12,1 9,6 9,3 9,3
Vermögenswerte ¹ 133,3 99,1 57,9 58,7
davon Flüssige Mittel ¹ 62,9 50,2 1,2 0,8
Verbindlichkeiten ¹ 74,3 52,1 9,3 10,0
Umsatzerlöse ¹ 158,3 115,7 34,8 33,6
Sonstiges Ergebnis ¹ – (0,3) – –
Gesamtergebnis ¹ 15,9 9,2 1,9 2,9
Am 1. Oktober 2016 wurde die Veridos FZE in den Veridos Teilkonzern eingebracht. Aufgrund des negativen Nettovermögens der Veridos FZE ergab sich daraus eine Verminderung der nicht beherrschenden Anteile um 3,1 Mio. EUR sowie eine Erhöhung der Gewinnrücklagen um 3,8 Mio. EUR.
26 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Transaktionen mit der MC Familiengesellschaft mbH
Die MC Familiengesellschaft mbH ist seit dem Jahr 2012 die Muttergesellschaft der Giesecke & Devrient Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
G+D hat im Jahr 2017 ein Darlehen in Höhe von 15,4 Mio. EUR von der MC Familiengesellschaft mbH erhalten. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis Januar 2018 und war endfällig. Der Zinssatz betrug 1,2%. Im Dezember wurde ein Teilbetrag von 10,0 Mio. EUR vorzeitig durch G+D zurückbezahlt. Der aktuelle Darlehensstand beläuft sich demzufolge auf 5,4 Mio. EUR. Die Zinsaufwendungen 2017 und 2016 betrugen jeweils 0,1 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2017 bzw. zum 31. Dezember 2016 hat die MC Familiengesellschaft mbH einen Betrag von 0,2 Mio. EUR bzw. 0,1 Mio. EUR über das konzerninterne „Cash-Pooling“ bei G+D angelegt. Zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 bestehen keine anderweitigen, wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Aufwendungen und Erträge aus Transaktionen mit der MC Familiengesellschaft mbH.
Die Giesecke & Devrient Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat mit der MC Familiengesellschaft mbH einen Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. G+D erbringt Leistungen in den Bereichen Rechnungswesen/ Steuern, Finanzen und IT-Systeme. Das verrechnete Entgelt ist unwesentlich.
Transaktionen mit der MC Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG
Im Jahr 2017 hat G+D einen Teil seiner Grundstücke und Gebäude an ein vom Mutterunternehmen beherrschtes Unternehmen zum Preis von 20,7 Mio. EUR verkauft und damit einen Veräußerungsgewinn in Höhe von 16,1 Mio. EUR erzielt. Bezüglich des Gebäudeverkaufs wird auf Anmerkung 8 „Sachanlagen“ verwiesen.
Transaktionen mit der Giesecke+Devrient Stiftung
Im Geschäftsjahr 2010 hat G+D die Giesecke+Devrient Stiftung gegründet. Die Zuwendungen im Geschäftsjahr 2017 und 2016 betrugen jeweils 0,3 Mio. EUR. Zusätzlich hält die Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 bzw. 31. Dezember 2016 ein Darlehen von der Giesecke+Devrient Stiftung in Höhe von je 20,7 Mio. EUR. Die Zinsaufwendungen 2017 und 2016 betrugen jeweils 0,6 Mio. EUR (siehe Anmerkung 13 „Finanzielle Schulden“).
Transaktionen der verbundenen Unternehmen mit den Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen
Zwischen den verbundenen Unternehmen und den Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen stattgefundene Transaktionen werden nachstehend aus Sicht der verbundenen Unternehmen aufgeführt:
in Mio. EUR Volumen der erbrachten Leistungen Volumen der in Anspruch genommenen Leistungen
Lieferungen und Leistungsbeziehungen 9,6 19,4 8,9 12,6
Dividende – 1,3 – –
Sonstige Finanzbeziehungen 2,2 0,2 0,1 0,3
11,8 20,9 9,0 12,9
Lieferungen und Leistungsbeziehungen 2,8 0,2 0,5 –
Sonstige Finanzbeziehungen 0,1 – – –
2,9 0,2 0,5 –
14,7 21,1 9,5 12,9
Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen 4,6 5,9
Verbindlichkeiten gegen Gemeinschaftsunternehmen 0,9 8,5
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 2,7 0,2
Keine der Salden gegen die Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen sind gesichert. Bezüglich der Haftungsverhältnisse gegen die Gemeinschaftsunternehmen wird auf Anmerkung 31 „Haftungsverhältnisse“ verwiesen.
Transaktionen mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen
Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfassen die Mitglieder der Geschäftsführung der Giesecke & Devrient GmbH und des Mutterunternehmens MC Familiengesellschaft mbH, die Vorsitzenden der Geschäftsführung der Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH, Giesecke+Devrient Mobile Security GmbH und Veridos GmbH, den Vorstandsvorsitzenden der secunet Security Networks AG (entspricht dem Group Executive Committee – GEC) sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Beirats der Giesecke & Devrient GmbH, da diese Gremien für die Planung, Leitung und Überwachung der Konzernaktivitäten verantwortlich sind.
Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
Der Gesamtbetrag der Vergütung der aktiven Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen im Geschäftsjahr 2017 und 2016 beträgt insgesamt 7,7 Mio. EUR bzw. 7,8 Mio. EUR.
Die kurzfristig fälligen Leistungen betragen im Geschäftsjahr 2017 und 2016 insgesamt 5,5 Mio. EUR bzw. 5,6 Mio. EUR. Davon entfallen auf das GEC 4,5 Mio. EUR (im Vorjahr 4,7 Mio. EUR), auf die Mitglieder des Aufsichtsrates 0,4 Mio. EUR (im Vorjahr 0,4 Mio. EUR) und auf die Mitglieder des Beirates 0,6 Mio. EUR (im Vorjahr 0,5 Mio. EUR).
Die Dienstzeitaufwendungen für Pensionen der Mitglieder des GEC (Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses) belaufen sich 2017 auf 0,4 Mio. EUR und 2016 auf 0,5 Mio. EUR.
Ferner sind für aktive Mitglieder des GEC andere langfristig fällige Leistungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (im Vorjahr 1,7 Mio. EUR) angefallen.
Die Vergütung des GEC beinhaltet daneben Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von 0,7 Mio. EUR (im Vorjahr 0,0 Mio. EUR).
Die Mitglieder des GEC mit Ausnahme des Vorstandsvorsitzenden der secunet Security Networks AG haben im Berichtsjahr und, soweit sie ihre Position bereits inne hatten, im Vorjahr die Zusage erhalten, einen Anteil von 40% ihrer variablen Vergütung nach Ablauf von jeweils weiteren zwei Jahren ausbezahlt zu bekommen („Deferral“). Die Auszahlung basiert auf der Zielerreichung für den durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) des Geschäftsjahres 2017 bzw. 2016 und der jeweils beiden darauffolgenden Jahre. Der Anspruch auf das Deferral besteht grundsätzlich nur, wenn das Anstellungsverhältnis fortbesteht bzw. aus bestimmten festgelegten Gründen beendet wird. Der entsprechende Aufwand ist in den anderen langfristig fälligen Leistungen enthalten.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und 2016 enthält Pensionsrückstellungen gegenüber Mitgliedern des GEC in Höhe von 4,0 Mio. EUR bzw. 2,6 Mio. EUR sowie weitere Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten betreffend die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen in Höhe von insgesamt 4,9 Mio. EUR bzw. 4,1 Mio. EUR.
Die handelsrechtlichen Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats und Beirats entsprechen den genannten kurzfristig fälligen Leistungen. Die handelsrechtlichen Gesamtbezüge der aktiven Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens werden gemäß § 315 e Abs. 1 i. V. m. §§ 314 Abs. 3 S.2, 286 Abs. 4 Satz 2 HGB nicht angegeben.
Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. sonstigen nahestehenden Personen
Giesecke+Devrient bezieht im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auch Dienst- und Beratungsleistungen von Unternehmen und Personen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Aufsichts- und Beirates bzw. zur Gesellschafterin haben sowie zu Mitgliedern des Aufsichts- und Beirates selbst. An diesen Personenkreis wurden jeweils für Beratungsleistungen in den Jahren 2017 und 2016 Vergütungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR bzw. 0,2 Mio. EUR gewährt. Die ausstehenden Salden zum 31. Dezember 2017 bzw. zum 31. Dezember 2016 lagen unter 0,1 Mio. EUR.
In den Jahren 2017 und 2016 wurden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen gewährt.
Frühere Organmitglieder der Giesecke & Devrient GmbH
Die an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens und ihre Hinterbliebenen gewährten Gesamtbezüge belaufen sich 2017 auf 4,0 Mio. EUR und 2016 auf 1,8 Mio. EUR. 2017 sind darin 1,2 Mio. EUR für langfristige variable Vergütung aus einer Zusage aus 2015 enthalten.
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung des Mutterunternehmens und ihren Hinterbliebenen betragen zum 31. Dezember 2017 und 2016 20,6 Mio. EUR bzw. 20,3 Mio. EUR.
27 Anzahl Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der „Full Time Equivalent“-Mitarbeiter (ohne Elternzeit und Auszubildende) betrug:
Produktion 7.381 7.417
Vertrieb 1.381 1.333
Forschung & Entwicklung 1.145 1.173
Verwaltung 1.466 1.384
11.373 11.307
28 Personalaufwand
Löhne/Gehälter 556,5 545,5
Soziale Abgaben 90,5 88,1
Sonstige Personalaufwendungen 11,0 10,0
658,0 643,6
29 Angaben gemäß § 161 AktG
Für das in den Konzernabschluss einbezogene börsennotierte Unternehmen secunet AG ist die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft (http://www.secunet.com) der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht worden.
30 Befreiung von den Vorschriften für Kapitalgesellschaften und bestimmten Personenhandelsgesellschaften gemäß § 264/§ 264 b HGB
Die folgenden Gesellschaften machen von der Möglichkeit der Befreiung als Kapitalgesellschaft (§ 264 Abs. 3 HGB) bzw. als Kapitalgesellschaft und Co. (§ 264 b HGB) von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften und bestimmten Personenhandelsgesellschaften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen Gebrauch:
Giesecke & Devrient Secure Data Management GmbH, Neustadt b. Coburg
31 Haftungsverhältnisse
Anhängige Verfahren/Eventualverbindlichkeiten
Giesecke+Devrient ist in anhängige Verfahren und Prozesse involviert, wie sie sich aus dem gewöhnlichen Geschäftsverlauf ergeben. Für die geschätzten Verbindlichkeiten aus bestimmten Vorgängen wurden Rückstellungen gebildet. Nach Meinung von G+D wird das Abschlussergebnis dieser Angelegenheiten keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von G+D haben.
Für Steuerrisiken im Ausland bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 4,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 (zum 31. Dezember 2016: 6,5 Mio. EUR). Zusätzlich bestehen zum 31. Dezember 2017 weitere Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 2,4 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2016: 3,5 Mio. EUR) für Rechtsstreitigkeiten. G+D ist der Meinung, dass eine Inanspruchnahme aus diesen Steuerrisiken und Rechtstreitigkeiten unwahrscheinlich ist.
Giesecke+Devrient hält keine wesentlichen finanziellen Vermögenswerte, die als Sicherheit für Verbindlichkeiten oder Eventualverbindlichkeiten gestellt werden. Zudem hält G+D keine Sicherheiten, die es ihr gestatten würden, diese auch bei nicht gegebenem Ausfall des Schuldners zu veräußern bzw. erneut zu besichern.
G+D hat für erhaltene Anzahlungen Garantien in Höhe von 105,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 bzw. 80,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 ausgegeben.
Giesecke+Devrient hat Bürgschaften für ein Gemeinschaftsunternehmen hinsichtlich der Leistungserfüllung seitens dieses Unternehmens gegenüber Dritten übernommen. Die Bürgschaften besichern in Anspruch genommene Kreditlinien des Gemeinschaftsunternehmens über insgesamt jeweils 10,0 Mio. EUR in den Jahren 2017 und 2016. Alle zugehörigen Zinsen unterliegen ebenfalls diesen Garantien. G+D ist durch diese Garantien im Falle des Verzugs des Gemeinschaftsunternehmens zur Leistung verpflichtet. Die maximale Inanspruchnahme aus diesen Sicherheiten zum 31. Dezember 2017 bzw. 31. Dezember 2016 beträgt jeweils 10,0 Mio. EUR.
Giesecke+Devrient hatte zum 31. Dezember 2017 wesentliche Einkaufsverpflichtungen, die hauptsächlich aus kurzfristigen Verträgen über den Kauf von Betriebsstoffen, Vorräten, Sachanlagevermögen, Grundstücken und Dienstleistungen bestehen, die während des Geschäftsjahres 2017 abgeschlossen wurden.
Der Gesamtbetrag der erforderlichen Zahlungen für die zuvor genannten Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 verteilt sich wie folgt auf die jeweiligen Jahre:
2018 204,6
Folgende Jahre 0,2
32 Zuwendungen
Zulagen von der Finanzverwaltung sowie Zuschüsse von der Sächsischen Aufbaubank erhielt G+D im Wesentlichen für langfristige Vermögenswerte. Die Zulagen / Zuschüsse erfolgten unter der Bedingung, dass entsprechende langfristige Vermögenswerte mindestens fünf Jahre im Unternehmen verbleiben. 2017 und 2016 erfasste Giesecke+Devrient Zulagen / Zuschüsse in Höhe von 0,0 Mio. EUR bzw. 2,6 Mio. EUR, die aktivisch von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt wurden.
Weiterhin erhielt G+D 2017 und 2016 verschiedene sonstige Zuwendungen für betriebliche Investitionen, die in Höhe von 0,8 Mio. EUR bzw. 1,3 Mio. EUR als Erträge erfasst wurden. Es ist derzeit davon auszugehen, dass daran geknüpfte Bedingungen erfüllt werden.
Es wird auf die entsprechenden Ausführungen im Konzernlagebericht unter Abschnitt 3 „Chancen- und Risikobericht sowie Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten“ verwiesen.
34 Abschlussprüferhonorar nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB
Das Honorar für den Abschlussprüfer KPMG AG für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 2,7 Mio. EUR. Die Aufschlüsselung in die Kategorien ist wie folgt: a) die Abschlussprüfungsleistungen 1,3 Mio. EUR, b) andere Bestätigungsleistungen 0,1 Mio. EUR, c) Steuerberatungsleistungen 0,6 Mio. EUR und d) sonstige Leistungen 0,7 Mio. EUR.
35 Konzernzugehörigkeit
Die MC Familiengesellschaft mbH ist das Mutterunternehmen der Giesecke+Devrient-Gruppe (siehe Anmerkung 26 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“). Zum 31. Dezember 2017 wird ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss der MC Familiengesellschaft mbH wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
36 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bezüglich des Erwerbs der Firma E-SEEK Inc. im März 2018 wird auf die Angaben in Anmerkung 24 „Unternehmenszusammenschlüsse“ verwiesen. Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zu erwarten ist.
37 Anteilsbesitzliste
Von der Giesecke & Devrient GmbH direkt und indirekt gehaltene Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteilsbesitz in %
Giesecke+Devrient Mobile Security GmbH, München 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH, München 100,00
MC Holding GmbH & Co. KG, Tutzing 100,00
Giesecke & Devrient Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald ¹ 100,00
Giesecke & Devrient Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 100,00
Papierfabrik Louisenthal GmbH, Gmund am Tegernsee 100,00
Giesecke & Devrient 3S GmbH, München 100,00
Giesecke+Devrient Secure Data Management GmbH, Neustadt b. Coburg 100,00
Giesecke+Devrient advance52 GmbH, München 100,00
EPC Electronic Payment Cards GmbH & Co. KG, Gmund am Tegernsee 100,00
Procoin GmbH, Langen 100,00
Giesecke & Devrient International Finance S.A., Luxemburg 100,00
Giesecke + Devrient Mobile Security Iberia S.A., Barcelona 100,00
Giesecke + Devrient Currency Technology Iberia S.L., Madrid 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security GB Ltd, Wembley/Middlesex 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology GB Ltd, Milton Keynes 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology Switzerland AG, Burgdorf 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security Slovakia, s.r.o., Nitra 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security Italia S.R.L., Mailand 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology Italia S.R.L., Rom 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security France S.A.S., Craponne 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security Sweden AB, Stockholm 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security Finland Oy, Helsinki 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology Istanbul Ticaret ve Servis Limited Sirketi, Istanbul 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security Russia, OOO, Moskau 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology FZE, Dubai 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security FZCO, Dubai 100,00
Giesecke+Devrient Holding FZE, Dubai 100,00
Giesecke & Devrient Egypt Ltd. i.L., Kairo 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology Saudi Arabia, Riad 100,00
Giesecke and Devrient Currency Technology South Africa (Pty) Ltd, Johannesburg 100,00
Giesecke and Devrient Mobile Security Southern Africa (Pty) Ltd, Johannesburg 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology Africa Limited, Lagos 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology America, Inc., Dulles/ Virginia 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security America, Inc., Dulles/ Virginia 100,00
BA International, Inc., Ottawa/Ontario 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security Canada, Inc., Toronto/Ontario 100,00
Giesecke y Devrient de México S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 100,00
Giesecke y Devrient Currency Technology de México, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security Brasil Indústria e Comércio de Smart Cards S/A, São Paulo 100,00
Giesecke+Devrient Currency Technology Brasil Serviços e Comércio de Soluções Tecnológicas Ltda., São Paulo 100,00
GyD Latinoamericana S.A., Buenos Aires 100,00
Giesecke and Devrient Mobile Security Australia Pty Ltd, Knoxfield/ Victoria 100,00
Giesecke+Devrient Mobile Security Asia Pte. Ltd., Singapur 100,00
Giesecke & Devrient Asia Pacific Banking Systems (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 100,00
Giesecke & Devrient (China) Information Technologies Co., Ltd., Nanchang/Jiangxi 100,00
Giesecke & Devrient Asia Pacific Ltd., Hongkong 100,00
Giesecke & Devrient India Private Limited, Neu Delhi 100,00
Giesecke & Devrient MS India Private Limited, Neu Delhi 100,00
Giesecke and Devrient Currency Technology Korea Co., Ltd., Seoul 100,00
PT Giesecke & Devrient Indonesia, Jakarta 100,00
PT Giesecke und Devrient Mobile Security Indonesia, Jakarta 100,00
Giesecke & Devrient Egypt Services LLC i.L., Kairo 99,00
Giesecke & Devrient LOMO, ZAO, St. Petersburg 84,69
Giesecke & Devrient Malaysia SDN BHD, Kuala Lumpur 80,00
secunet Security Networks AG, Essen 79,43
secunet SwissIT AG, Solothurn 79,43
secunet s.r.o., Prag 79,43
Secunet Inc., Austin (Mantelgesellschaft) ² 79,43
secunet Service GmbH, Essen 79,43
secunet International GmbH & Co. KG, Essen 79,43
secunet International Management GmbH, Essen 79,43
CI Tech Components AG, Burgdorf 75,00
Veridos GmbH, Berlin 60,00
Veridos Canada Ltd., Toronto/Ontario 60,00
Veridos America Inc., Wilmington/Delaware 60,00
Veridos FZE, Dubai 60,00
Firdaus Al Aman for general Trading, Bagdad 60,00
Veridos Brasil Comércio de Smart Cards e Soluções para Identificação Segura e Autenticação Ltda., São Paulo 60,00
Veridos México S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 60,00
Giesecke & Devrient Kabushiki Kaisha, Tokio 51,00
Veridos Matsoukis S.A. Security Printing, Athen 36,00
1 Unbeschränkt haftender Gesellschafter ist die Giesecke & Devrient Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald.
2 Wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert.
Beteiligungen von der Giesecke & Devrient GmbH an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
E-Kart Elektronik Kart Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Gebze 50,00
Shenzhen Giesecke & Devrient Currency Automation Systems Co. Ltd., Shenzhen 50,00
Emirates German Security Printing L.L.C., Abu Dhabi 29,40
CI Tech Sensors AG, Burgdorf 25,00
Netset Global Solutions d.o.o., Belgrad 24,00
Hansol Secure Co., Ltd., Seoul 16,29
finally safe GmbH, Essen 14,30
Das verbundene Unternehmen Giesecke+Devrient Mobile Security France S.A.S., Paris (vormals Giesecke & Devrient France S.A.S., Paris) wurde auf die Giesecke+Devrient Mobile Security France S.A.S., Craponne (vormals C.P.S. Technologies S.A.S., Craponne) verschmolzen.