Source: http://ddi.cs.uni-potsdam.de/Lehre/Lehramtsstudium/LPO2001.htm
Timestamp: 2019-05-26 15:23:19
Document Index: 53962251

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', '§ 11', '§ 26', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 50', '§ 14', '§ 7', '§ 14', '§ 11', '§ 10', '§ 10', '§ 21', '§ 11', '§ 19', '§ 41', '§ 10', '§ 10', '§ 41', '§ 10', '§ 24', '§ 37', '§ 24', '§ 29', '§ 34', '§ 37', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 34', '§ 34', '§ 24', '§ 23', '§ 11', '§ 3', '§ 11', '§ 18', '§ 24', '§ 36', '§ 37', '§ 36', '§ 37', '§ 43', '§ 14', '§ 15', '§ 45', '§ 13', '§ 11', '§ 10', '§ 21', '§ 43', '§ 44', '§ 3', '§ 43', '§ 43']

Ordnung der Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen (Lehramtsprüfungsordnung - LPO) - 31.07.2001
der Ersten Staatsprüfungen
(Lehramtsprüfungsordnung - LPO)
(GVBl.II/01 S.494)
§ 5 Schulpraktische Studien
§ 6 Landesprüfungsamt
§ 11 Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung
Lehramt für die Bildungsgänge der Sekundarstufe I und
der Primarstufe an allgemein bildenden Schulen
§ 26 Ermittlung der Note in einem Prüfungsfach
§ 39 Ermittlung der Noten in den sonderpädagogischen Fachrichtungen
§ 40 Ermittlung der Note der Ergänzungsprüfung
§ 41 Voraussetzungen und Studium
§ 42 Zeugnisse
§ 43 Voraussetzungen und Studium
§ 44 Zeugnisse
(2) Ergänzungsprüfungen führen zu einer Befähigung für ein Lehramt gemäß Teil 3 Abschnitt 2. Die Befähigung für das Lehramt der Sonderpädagogik wird durch eine Ergänzungsprüfung gemäß Teil 2 Abschnitt 4 erworben. Für Ergänzungsprüfungen für Lehrerämter nach Maßgabe des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes gelten die Bestimmungen gemäß Teil 3 Abschnitt 3.
die Prüfung in einem Unterrichtsfach, einem Lernbereich, einer sonderpädagogischen oder einer beruflichen Fachrichtung oder in einem weiteren Prüfungsfach nach den besonderen Vorschriften für die einzelnen Lehrämter und
(4) Die Teilgebiete, die Wahlmöglichkeiten der Prüflinge sowie die Schwerpunktbildungen ergeben sich aus den Prüfungsanforderungen für die einzelnen Fächer, soweit § 50 Abs. 1 nicht etwas anderes bestimmt.
(5) In den Fächern Kunst, Musik und Sport sind fachpraktische Prüfungen abzulegen. Diese Prüfungsleistungen sind in der Regel während des Studiums zu erbringen. Näheres regeln die Prüfungsanforderungen.
(2) Nachzuweisende ordnungsgemäße Studien erstrecken sich auf erziehungswissenschaftliche, fachwissenschaftliche, fachdidaktische und schulpraktische Studien. Die erziehungswissenschaftlichen Studien umfassen beim Studium einer beruflichen Fachrichtung auch berufspädagogische oder wirtschaftspädagogische Studien. Die fachdidaktischen Studien sind mit mindestens 10 vom Hundert anteilig im Studium des jeweiligen Faches oder der Fachrichtung enthalten.
(5) Tritt an die Stelle der Hochschule gemäß den §§ 14 und 15 Abs. 1 des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes eine Einrichtung der Lehrerfort- und -weiterbildung, gelten die Absätze 1 bis 4 entsprechend.
(1) Prüfungen nach dieser Verordnung werden vor dem Landesprüfungsamt abgelegt. Zur Durchführung der einzelnen Prüfungsteile werden Prüferinnen und Prüfer aus dem Hochschul- und Schulbereich nach Maßgabe der §§ 7 und 8 berufen. Wer zur Prüferin oder zum Prüfer berufen wurde, ist Mitglied des Landesprüfungsamtes. In begründeten Fällen kann das Landesprüfungsamt fachkundige Personen für einzelne Prüfungen oder einzelne Prüfungsaufgaben berufen (beauftragen). Dienstkräfte des Landesprüfungsamtes mit einer Lehrbefähigung nach dem Recht der Deutschen Demokratischen Republik oder einer Lehramtsbefähigung können den Vorsitz in Prüfungsausschüssen übernehmen.
(2) Das Landesprüfungsamt beauftragt seine Prüferinnen und Prüfer, Aufgaben für Klausuren zu formulieren, mündliche und fachpraktische Prüfungen abzunehmen und Prüfungsleistungen zu beurteilen. Die Prüferinnen oder Prüfer sind in ihrer Prüfungstätigkeit im Rahmen der Rechtsvorschriften unabhängig.
(4) Das Landesprüfungsamt legt die Prüfungstermine für mündliche und schriftliche Prüfungen fest und gibt sie spätestens zehn Tage vor der Prüfung in geeigneter Form bekannt.
(5) Soweit Prüfungen nach einem Erweiterungs- oder Ergänzungsstudium an einer Einrichtung der Lehrerfort- und -weiterbildung gemäß den §§ 14 und 15 Abs. 1 des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes durchgeführt werden, sind mit den Aufgaben einer Prüferin oder eines Prüfers grundsätzlich die Personen zu beauftragen, die die Aufgaben der Ausbildung der Lehrkräfte wahrgenommen haben.
(2) Vorschläge zur Berufung als Prüferin oder Prüfer werden in der Regel von den Fakultäten der Hochschulen an das Landesprüfungsamt gerichtet. Die Berufung erfolgt grundsätzlich für die Dauer von drei Jahren, sie wird den Berufenen schriftlich bekannt gegeben. Die berufenen Prüferinnen und Prüfer werden von den Hochschulen in geeigneter Form bekannt gegeben. Die Berufung erfolgt im Einvernehmen mit dem für Wissenschaft zuständigen Ministerium.
(1) Zur Vorsitzenden oder zum Vorsitzenden für Prüfungen gemäß dieser Verordnung werden Personen aus dem Schulbereich berufen. Hierbei kommen insbesondere Mitglieder der Schulleitungen in Betracht. Die Berufung setzt grundsätzlich langjährige Erfahrungen in der Lehreraus-, Lehrerfort- oder Lehrerweiterbildung voraus.
(2) Vorschläge zur Berufung zur Prüferin oder zum Prüfer gemäß Absatz 1 werden in der Regel von den staatlichen Schulämtern an das Landesprüfungsamt gerichtet. Die Berufungsentscheidung wird den Berufenen schriftlich bekannt gegeben.
(1) Das Landesprüfungsamt bildet für jede mündliche Prüfung einen Prüfungsausschuss.
in der Regel zwei Prüferinnen oder Prüfer des Landesprüfungsamtes aus der Hochschule, an der der Prüfling im letzten Semester studiert hat; mindestens eine oder einer dieser Prüferinnen oder Prüfer soll Professorin oder Professor sein und
eine Prüferin oder ein Prüfer des Landesprüfungsamtes aus dem Bereich der Schule oder der Schulaufsicht, die oder der im Regelfall den Vorsitz übernimmt.
Sofern die Besonderheiten des Faches dies erfordern, kann das Landesprüfungsamt bestimmen, dass für einzelne Bereiche dem Prüfungsausschuss ein weiteres Mitglied angehört.
(3) Der Prüfling kann eine Prüferin oder einen Prüfer gemäß Absatz 2 Nr. 1 vorschlagen. Dem Vorschlag soll in der Regel entsprochen werden.
(7) Das Landesprüfungsamt kann Personen, bei denen ein dienstliches Interesse am Prüfungsverfahren vorliegt, die Anwesenheit bei der mündlichen Prüfung gestatten. Es kann ferner einer den Prüfungsverlauf nicht behindernden Zahl von Lehramtsstudierenden, die demnächst die gleiche Prüfung ablegen werden, die Anwesenheit bei der mündlichen Prüfung gestatten, sofern der Prüfling nicht widerspricht.
1 = sehr gut = eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
3 = befriedigend = eine Leistung, die den Anforderungen im Allgemeinen entspricht,
4 = ausreichend = eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht,
5 = mangelhaft = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können und
6 = ungenügend = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
Zur differenzierten Bewertung können im Bereich der Noten 1 bis 4 Zwischenwerte durch Erniedrigen oder Erhöhen der einzelnen Note um 0,3 gebildet werden; die Noten 0,7 und 4,3 sind dabei unzulässig.
(2) Der Antrag auf Zulassung zu einer Prüfung oder zu einem Prüfungsteil ist schriftlich an das Landesprüfungsamt zu richten. In dem Antrag ist anzugeben:
welche Prüferin oder welcher Prüfer des Landesprüfungsamtes aus der Hochschule für die einzelne mündliche Prüfung vorgeschlagen wird,
welche Prüferin oder welcher Prüfer des Landesprüfungsamtes aus der Hochschule für die Themen- oder die Aufgabenstellung für die einzelne Klausur vorgeschlagen wird,
(4) Werden zu Absatz 2 Nr. 3 bis 5 keine Angaben gemacht, entscheidet das Landesprüfungsamt.
(5) Auf Antrag kann das Landesprüfungsamt Studienleistungen, die an anderen Hochschulen oder in anderen Studiengängen erbracht worden sind, nach Maßgabe dieser Verordnung auf ordnungsgemäße Studien gemäß Absatz 1 anrechnen sowie Prüfungsleistungen anerkennen, die im Zusammenhang mit anderen Studien erbracht worden sind und den Anforderungen dieser Prüfungsordnung im Wesentlichen entsprechen. Es legt die Note fest, mit der eine anerkannte Prüfungsleistung in das Prüfungsverfahren zu übernehmen ist, wenn eine Gesamtnote nicht festgesetzt oder eine Dezimalstelle nicht berechnet worden ist.
(1) Über den Antrag auf Zulassung zur Prüfung oder zu einem Prüfungsteil entscheidet das Landesprüfungsamt. Die Entscheidung wird schriftlich mitgeteilt. Die Nichtzulassung ist zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(2) Die Zulassung kann erst ausgesprochen werden, wenn die geforderten Unterlagen beim Landesprüfungsamt vollständig vorliegen.
(2) Der Antrag auf Mitteilung des Themas der Hausarbeit gemäß § 11 Abs. 1 ist beim Landesprüfungsamt zu stellen. In dem Antrag ist anzugeben:
welche Prüferin oder welcher Prüfer des Landesprüfungsamtes
(3) Das Landesprüfungsamt beauftragt in der Regel die von dem Prüfling vorgeschlagene Prüferin oder den vorgeschlagenen Prüfer des Landesprüfungsamtes aus der Hochschule, aus dem von dem Prüfling angegebenen Bereich ein Thema für die Hausarbeit vorzuschlagen. Das Landesprüfungsamt teilt in der Regel spätestens vier Wochen nach dem Antrag auf Mitteilung des Themas der Hausarbeit das Thema dem Prüfling schriftlich unter Angabe des Abgabetermins mit.
(4) Die Hausarbeit muss binnen vier Monaten nach Erhalt des Themas beim Landesprüfungsamt eingegangen sein. Eine Verlängerung der Abgabefrist ist in den folgenden Fällen möglich:
Sofern nach Mitteilung des Themas der Prüfling aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen gehindert ist, die Hausarbeit rechtzeitig abzugeben, kann auf Antrag, der unverzüglich nach Bekannt werden des Hinderungsgrundes zu stellen ist, die Frist um bis zu einen Monat verlängert werden. Die Frist kann im Fall von Nummer 1 insgesamt um bis zu drei Monate verlängert werden. Die den Antrag begründenden Tatsachen sind glaubhaft zu machen. Eine Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand ist ausgeschlossen. Über den Antrag entscheidet das Landesprüfungsamt.
(6) Das Landesprüfungsamt bestellt die Prüferin oder den Prüfer des Landesprüfungsamtes, die oder der das Thema vorgeschlagen hat, als erstgutachtende Person und eine weitere Prüferin oder einen weiteren Prüfer des Landesprüfungsamtes als zweitgutachtende Person.
(7) Das Landesprüfungsamt übersendet ein Exemplar der fristgerecht abgegebenen Hausarbeit der erstgutachtenden Person. Diese erstellt ein Gutachten, das den Grad selbstständiger Leistung, den sachlichen Gehalt, Planung, Methodenbeherrschung, Aufbau, Gedankenführung und sprachliche Form bewertet sowie die Vorzüge und Mängel deutlich bezeichnen soll. Es ist mit einer Note gemäß § 10 Abs. 1 abzuschließen.
(8) Die erstgutachtende Person leitet die Hausarbeit und ihre Beurteilung spätestens vier Wochen nach Übersendung der zweitgutachtenden Person zu; diese zeichnet das erste Gutachten mit oder gibt eine abweichende Beurteilung mit einer Note gemäß § 10 Abs. 1 ab. Die Hausarbeit ist von der zweitgutachtenden Person mit den Gutachten innerhalb von sechs Wochen nach Übersendung durch das Landesprüfungsamt diesem vorzulegen.
(9) Wird in beiden Gutachten die Arbeit mindestens mit ausreichend (4,0) bewertet und weichen die Bewertungen höchstens um eine Note (1,0) voneinander ab, so setzt das Landesprüfungsamt als Note für die Arbeit das arithmetische Mittel der Noten beider Gutachten fest, anderenfalls bestimmt das Landesprüfungsamt eine drittgutachtende Person, die innerhalb von zwei Wochen die Note im Rahmen der Vornoten endgültig festlegt.
(11) Bevor das Ergebnis der Hausarbeit vom Prüfungsamt mitgeteilt worden ist, darf die schriftliche Hausarbeit zu anderen Zwecken wie etwa zur Promotion oder zur Veröffentlichung nicht verwendet werden.
(2) Für jede Klausur werden in der Regel zwei Themen zur Wahl oder eine Aufgabensammlung gestellt. Die Aufgaben sind so zu stellen, dass bei der Bearbeitung grundlegende Kenntnisse von Gegenständen und Methoden des Prüfungsfaches nachgewiesen werden können, sowie die Fähigkeit, Wissen im Sinne der gestellten Aufgabe anzuwenden und ferner die Fähigkeit zu aufgabengerechtem, fachlich begründetem Urteil oder zur Entwicklung fachlich begründeter Alternativen nachgewiesen werden können. In den Prüfungsfächern, deren Besonderheiten dies erfordern, kann das Landesprüfungsamt andere Formen der Aufgabenstellung zulassen.
(5) Das Landesprüfungsamt beauftragt in der Regel eine seiner Prüferinnen oder einen seiner Prüfer aus der Hochschule, für die Prüflinge eines Prüfungstermins, die diese Prüferin oder diesen Prüfer vorgeschlagen haben, drei Themen oder zwei Aufgabensammlungen für die Klausur vorzuschlagen, von denen das Landesprüfungsamt zwei Themen oder eine Aufgabensammlung auswählt. Hilfsmittel sind anzugeben und gegebenenfalls zur Verfügung zu stellen.
(6) Die für die Themenstellung der Hausarbeit verantwortliche Person soll nicht auch für eine Klausur vorgeschlagen werden. Soweit mehr als eine Klausur geschrieben wird, soll nicht ein und dieselbe Person mehrfach als Erstgutachterin oder als Erstgutachter für denselben Prüfling auftreten. Das Landesprüfungsamt kann in begründeten Fällen hiervon Ausnahmen zulassen.
(8) Stellt das Landesprüfungsamt fest, dass dem Prüfling der Inhalt einer Prüfungsaufgabe vorzeitig bekannt geworden ist, ist diesem eine neue Prüfungsaufgabe zu stellen.
(10) Das Landesprüfungsamt beauftragt geeignete Personen mit der Wahrnehmung der Aufsicht. Die aufsichtführende Person fertigt eine Niederschrift und vermerkt in ihr jede Unregelmäßigkeit.
(11) Jeder Prüfling hat die Klausur spätestens bei Ablauf der Bearbeitungszeit an die aufsichtführende Person abzugeben. Diese verschließt die abgegebene Klausur in einem Umschlag und leitet sie dem Landesprüfungsamt zu.
(1) Die mündliche Prüfung dient der Feststellung, ob der Prüfling in der Lage ist, in den angegebenen Teilgebieten Aufgaben und Probleme zu lösen und den Bezug zwischen den Gegenständen dieser Teilgebiete und den Gegenständen des Prüfungsfaches insgesamt darzulegen. Die mündliche Prüfung dauert maximal 40 Minuten.
(3) In einem Fach, einem Lernbereich oder einer Fachrichtung stellt der Prüfling zu Beginn des Prüfungsgesprächs zu einem der angegebenen Teilgebiete nach seiner Wahl eine zusammenhängende Darstellung unter fachdidaktischen Gesichtspunkten in der Form eines freien Vortrags von höchstens zehn Minuten Dauer vor. In der sich anschließenden Prüfungsphase sind die Prüfungsfragen zunächst auf die fachwissenschaftlichen Gegenstände dieses Teilgebietes zu beziehen. Prüfungen in den neuen Fremdsprachen sind überwiegend in diesen Sprachen durchzuführen.
(4) Die angegebenen Teilgebiete brauchen nicht sämtlich Gegenstand der mündlichen Prüfung zu sein. Eine Absprache über bestimmte Themen und Aufgaben ist nicht zulässig.
(5) Die mündliche Prüfung wird als Einzelprüfung durchgeführt.
Ermittlung von Gesamtnoten, Ausstellung
von Zeugnissen und Bescheinigungen
(1) Die Ermittlung der Note für einen Prüfungsteil, der sich aus mehreren Prüfungsleistungen zusammensetzt, wird vom Landesprüfungsamt gemäß den besonderen Vorschriften in Teil 2 vorgenommen. Sofern in einem Prüfungsteil nur eine Prüfungsleistung zu erbringen ist, gilt die erteilte Note als Note für diesen Prüfungsteil.
Nichtablieferung von Prüfungsarbeiten
(4) Entschuldigungsgründe werden nur berücksichtigt, wenn sie unverzüglich beim Landesprüfungsamt geltend gemacht werden und für das Versäumnis ein wichtiger Grund vorliegt. Von Prüflingen, die sich mit Krankheit entschuldigen, ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses kann verlangt werden.
(5) Die Entscheidungen gemäß den Absätzen 1 bis 4 trifft das Landesprüfungsamt.
(1) Der Antrag auf Rücktritt von einer Prüfung oder von einem Prüfungsteil muss unter Angabe der Gründe schriftlich beim Landesprüfungsamt gestellt werden.
(2) Im Fall eines Rücktritts von einer Prüfung oder einem Prüfungsteil mit Genehmigung des Landesprüfungsamtes müssen die noch nicht erbrachten Prüfungsleistungen grundsätzlich mit inhaltlich anderer Themenstellung erbracht werden. Die Prüfung wird zu einem vom Landesprüfungsamt bestimmten Zeitpunkt fortgesetzt. Die Genehmigung darf nur aus wichtigen Gründen erteilt werden.
(3) Im Fall eines Rücktritts ohne Genehmigung des Landesprüfungsamtes gilt die Prüfung oder der Prüfungsteil als nicht bestanden.
(2) Über die Folgen eines ordnungswidrigen Verhaltens entscheidet das Landesprüfungsamt.
(3) Im Fall eines ordnungswidrigen Verhaltens kann das Landesprüfungsamt folgende Entscheidungen treffen:
(4) In besonders schwerwiegenden Fällen kann das für Schule zuständige Ministerium auf Antrag des Landesprüfungsamtes den Ausschluss von der Wiederholungsprüfung gemäß § 21 Abs. 1 bestimmen.
(5) Auch nach Aushändigung des Zeugnisses über das Bestehen der Prüfung kann diese vom Landesprüfungsamt wegen einer Täuschung für nicht bestanden erklärt werden, jedoch nur innerhalb einer Frist von fünf Jahren seit Ausstellung des Zeugnisses, soweit entsprechende Tatsachen erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt werden.
(1) Eine nicht bestandene Erste Staatsprüfung gilt als nicht unternommen, wenn die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung gemäß § 11 spätestens zwei Semester vor Ablauf der für das jeweilige Lehramt vorgesehenen Regelstudienzeit beantragt wird und alle Prüfungsleistungen innerhalb der festgelegten Prüfungstermine erbracht werden. Wenn der Prüfling nachweislich wegen schwerer Krankheit oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund längerfristig am Studium gehindert war, verlängert sich die Meldefrist um sechs Monate.
(4) Von der Möglichkeit des Freiversuchs kann nur einmal Gebrauch gemacht werden. Die Vergünstigung gemäß Absatz 1 Satz 1 entfällt in den Fällen des § 19.
(3) Die Meldung zu einer Wiederholungsprüfung kann frühestens drei Monate nach Bekanntgabe des Ergebnisses des Nichtbestehens einer Prüfung durch das Landesprüfungsamt erfolgen, längstens jedoch innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren. In der Meldung ist anzugeben, welche der Prüfungsleistungen wiederholt werden. Erfolgt die Meldung nicht innerhalb des angegebenen Zeitraums, so gilt die Prüfung als endgültig nicht bestanden.
(4) Auf Antrag kann das für Schule zuständige Ministerium bei Vorliegen einer besonderen persönlichen oder sozialen Härte eine zweite Wiederholungsprüfung, gegebenenfalls unter Erteilung von Auflagen, zulassen; der Antrag kann nur innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe des Ergebnisses der ersten Wiederholungsprüfung über das Landesprüfungsamt gestellt werden.
(1) Der Prüfling hat das Recht, innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Gesamtergebnisses der Prüfung seine vollständige Prüfungsakte beim Landesprüfungsamt einzusehen.
(3) Ort, Dauer und Zeitpunkt der Einsichtnahme werden vom Landesprüfungsamt bestimmt.
das Studium eines Unterrichtsfaches im Umfang von 58 SWS (Fach I),
das Studium eines Unterrichtsfaches im Umfang von 50 SWS (Fach II),
Fächer, die im Umfang von mindestens 50 SWS zu studieren sind:
Arbeitslehre, Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Erdkunde, Französisch, Geschichte, Informatik, Kunst, Latein, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Mathematik, Musik, Physik, Politische Bildung, Polnisch, Russisch, Sorbisch, Spanisch und Sport
Fächer oder Lernbereiche, die im Umfang von 25 SWS zu studieren sind:
Deutsch, Gesellschaftswissenschaften, Kunst, Mathematik, Musik, musisch-ästhetischer Lernbereich, Naturwissenschaften, Sachunterricht, Sport.
Im Umfang von 50 SWS zu studierende Lernbereiche sind:
Gesellschaftswissenschaften, musisch-ästhetischer Lernbereich und Naturwissenschaften.
(5) Die Fächer Alt-Griechisch und Italienisch sind nur im Rahmen einer Erweiterungsprüfung gemäß § 41 wählbar. Sie sind im Umfang von mindestens 58 SWS zu studieren.
Bei der Ermittlung der Note in einem Prüfungsfach ist die Note für jede Klausur im Fach I zweifach, für die Klausur im Fach II dreifach, die Note für die mündliche Prüfung vierfach und die einer fachpraktischen Prüfung dreifach zu gewichten. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend.
die Note für Erziehungswissenschaften dreifach
zu gewichten. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend.
(2) Für die Prüfungen können die Fächer Arbeitslehre/Technik, Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Erdkunde, Französisch, Geschichte, Informatik, Kunst, Latein, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Mathematik, Musik, Physik, Politische Bildung, Polnisch, Russisch, Sorbisch, Spanisch, Sport, Wirtschaftswissenschaften gewählt werden.
(4) Die Fächer Darstellendes Spiel, Alt-Griechisch, Italienisch, Pädagogik, Philosophie, Psychologie und Recht sind nur im Rahmen einer Erweiterungsprüfung gemäß § 41 wählbar. Sie sind im Umfang von mindestens 58 SWS zu studieren.
(5) Das für Schule zuständige Ministerium kann im begründeten Einzelfall die Wahl anderer Fächer und andere Verbindungen von Fächern zulassen.
(1) Es sind Prüfungen in Erziehungswissenschaften, in der beruflichen Fachrichtung und im Fach II abzulegen. Berufliche Fachrichtungen sind Agrarwirtschaft, Bautechnik, Drucktechnik, Elektrotechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Farbtechnik und Raumgestaltung, Gestaltungstechnik, Holztechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Körperpflege, Medientechnik, Metalltechnik, Pflege, Sozialpädagogik, Textiltechnik und Bekleidung, Verfahrenstechnik (zu Biologie oder Chemie oder Physik), Vermessungstechnik und Wirtschaft und Verwaltung. Allgemein bildende Fächer sind Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Französisch, Informatik, Kunst, Mathematik, Musik, Physik, Politische Bildung, Russisch und Sport.
Die Befähigung für das Lehramt für Sonderpädagogik kann durch eine Ergänzungsprüfung in zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen erwerben, wer über eine Lehramtsbefähigung verfügt oder die Voraussetzungen für das Amt des Lehrers im allgemein bildenden Schulunterricht gemäß Fußnote 2 Satz 1 oder Fußnote 3 zur Besoldungsgruppe A 12 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes und die im Land Brandenburg geltenden laufbahnrechtlichen Zugangsvoraussetzungen erfüllt.
(1) Das Ergänzungsstudium für zwei sonderpädagogische Fachrichtungen hat einen Umfang von 80 SWS. Es setzt sich zusammen aus:
einem Studium der sonderpädagogischen Grundwissenschaften im Umfang von 14 SWS,
einem Studium im Umfang von 33 SWS in jeder der sonderpädagogischen Fachrichtungen und
schulpraktischen Studien.
Die Pädagogik des gemeinsamen Unterrichts ist dabei im Umfang von 6 SWS zu studieren.
(2) Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist ein sechswöchiges Informationspraktikum, das einen Einblick in die Eigenart und die Unterrichtspraxis der Förderschulen oder des gemeinsamen Unterrichts gibt. Eine mindestens sechsmonatige zusammenhängende Tätigkeit in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen oder an einer Förderschule wird als Informationspraktikum anerkannt.
(3) In jeder der sonderpädagogischen Fachrichtungen sind zwei Leistungsnachweise aus verschiedenen Teilgebieten des Hauptstudiums vorzulegen.
(1) Es sind Prüfungen in zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen abzulegen.
(2) Sonderpädagogische Fachrichtungen sind:
Sprachbehindertenpädagogik,
Hörgeschädigtenpädagogik und
Sehgeschädigtenpädagogik.
(3) Das für Schule zuständige Ministerium kann weitere sonderpädagogische Fachrichtungen zulassen.
(1) In einer der studierten sonderpädagogischen Fachrichtungen ist eine schriftliche Hausarbeit anzufertigen.
(2) In jeder der beiden sonderpädagogischen Fachrichtungen ist eine Klausur zu schreiben.
(3) In jeder der beiden sonderpädagogischen Fachrichtungen ist eine mündliche Prüfung abzulegen.
(4) Der Prüfling benennt für die mündliche Prüfung in jeder der beiden sonderpädagogischen Fachrichtungen drei Teilgebiete.
Ermittlung der Noten
in den sonderpädagogischen Fachrichtungen
Bei der Ermittlung der Note in der sonderpädagogischen Fachrichtung ist die Note für die Klausur dreifach und die Note für die mündliche Prüfung vierfach zu gewichten. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend.
Ermittlung der Note der Ergänzungsprüfung
Bei der Ermittlung der Gesamtnote der Ergänzungsprüfung sind
die Note für die schriftliche Hausarbeit dreifach und
die Note für jede sonderpädagogische Fachrichtung vierfach
(1) Erweiterungsprüfungen richten sich nach den für die Erste Staatsprüfung geltenden Anforderungen nach Maßgabe folgender Regelungen.
(2) Wer eine Erste Staatsprüfung für ein Lehramt abgelegt hat oder eine Lehramtsbefähigung besitzt, kann eine Erweiterungsprüfung in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung oder einem Lernbereich nach dieser Verordnung ablegen, wenn die erforderliche wissenschaftliche oder künstlerische Vorbereitung durch ein Studium an einer Hochschule nachgewiesen wird. An die Stelle dieser Studien kann eine gleichwertige, auf der Grundlage einer vom für Schule zuständigen Ministerium genehmigten Ausbildungsordnung durchgeführte Vorbereitung durch Einrichtungen der Lehrerfort- und -weiterbildung treten. In besonderen Fällen kann das für Schule zuständige Ministerium eine andere gleichwertige Vorbereitung anerkennen.
(3) Wer durch eine Fachschulausbildung eine Lehrbefähigung nach dem Recht der Deutschen Demokratischen Republik erworben hat, kann eine Erweiterungsprüfung in einem der in § 24 aufgeführten Fächer oder Lernbereiche oder in einer der in § 37 aufgeführten sonderpädagogischen Fachrichtungen ablegen, wenn die erforderliche wissenschaftliche oder künstlerische Vorbereitung durch das Studium an einer Hochschule nachgewiesen wird. Absatz 2 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.
(4) Wer nach dem Recht der Deutschen Demokratischen Republik
Diplomlehrer für ein oder zwei Fächer ist, kann eine Erweiterungsprüfung in einem Lernbereich gemäß § 24, in einem Fach gemäß § 29, in einer beruflichen Fachrichtung gemäß § 34 und in einer sonderpädagogischen Fachrichtung gemäß § 37,
Diplomingenieurpädagoge, Diplomgewerbelehrer, Diplomhandelslehrer, Diplomökonompädagoge, Diplomagrarpädagoge, Diplommedizinpädagoge, Diplomgartenbaupädagoge oder eine gleichgestellte Lehrkraft ist, kann eine Erweiterungsprüfung in einem Fach oder einer Fachrichtung gemäß den §§ 29, 34 und 37
ablegen, wenn die erforderliche wissenschaftliche oder künstlerische Vorbereitung durch das Studium an einer Hochschule nachgewiesen wird. Absatz 2 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.
Über die bestandene Erweiterungsprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das den Studienumfang, die erzielte Note und die Lehrbefähigung für das Fach ausweist.
(1) Ergänzungsprüfungen richten sich nach den für die Erste Staatsprüfung geltenden Anforderungen nach Maßgabe folgender Regelungen.
(2) Durch eine Ergänzungsprüfung kann die Befähigung für folgende Lehrämter erworben werden:
1. das Lehramt an Gymnasien, wenn
a) die Befähigung für das Lehramt für die Bildungsgänge der Sekundarstufe I und der Primarstufe an allgemein bildenden Schulen,
b) die Befähigung für das Lehramt an beruflichen Schulen,
c) die Befähigung für das Lehramt für die Sekundarstufe I,
d) die Befähigung für das Lehramt für die Sekundarstufe II mit zwei allgemein bildenden Fächern oder
e) die Befähigung für ein Amt des Lehrers im allgemein bildenden Schulunterricht gemäß Fußnote 3 zur Besoldungsgruppe A 12 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes
Erforderlich ist ein Studium im Umfang von 58 und 78 SWS in Fächern gemäß § 29 Abs. 2 und 3. Abweichend von § 29 Abs. 4 können auch die dort genannten Fächer für ein Ergänzungsstudium in Betracht kommen.
2. das Lehramt an beruflichen Schulen, wenn
b) die Befähigung für das Lehramt für die Sekundarstufe I,
c) die Befähigung für das Lehramt an Gymnasien,
d) die Befähigung für das Lehramt für die Sekundarstufe II mit zwei allgemein bildenden Fächern,
e) die Befähigung für das Amt des Lehrers mit einer Lehrbefähigung im berufstheoretischen Unterricht gemäß Fußnote 5 Satz 1 zur Besoldungsgruppe A 13 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes oder
f) die Befähigung für ein Amt des Lehrers im allgemein bildenden Schulunterricht gemäß Fußnote 3 zur Besoldungsgruppe A 12 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes
Im Fall der Buchstaben a bis d und des Buchstaben f ist jeweils ein Studium im Umfang von 78 SWS in einer beruflichen Fachrichtung gemäß § 34, im Fall von Buchstabe e ein Studium im Umfang von 58 SWS in einem allgemein bildenden Fach gemäß § 34 erforderlich.
3. das Lehramt für die Bildungsgänge der Sekundarstufe I und der Primarstufe an allgemein bildenden Schulen, wenn
a) die Befähigung für das Lehramt für die Primarstufe,
d) die Befähigung für ein Amt des Lehrers im allgemein bildenden Schulunterricht gemäß Fußnote 3 zur Besoldungsgruppe A 12 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes oder
e) die Befähigung für das Amt des Lehrers gemäß Fußnote 5 zur Besoldungsgruppe A 11 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes
Erforderlich ist ein Studium im Umfang von 50 SWS und 58 SWS in den Fächern oder Lernbereichen gemäß § 24, im Fall der Buchstaben b, c und d zusätzlich ein Studium des primarstufenspezifischen Bereichs gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 3 im Umfang von 18 SWS.
(3) Soweit sich der Inhalt des Studiums auf bereits studierte Fächer bezieht, erfolgt eine Anrechnung gemäß § 11 Abs. 5.
(4) Die Ergänzungsprüfung besteht aus den Prüfungsteilen gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 und 2. Eine Hausarbeit ist nach den Anforderungen gemäß dieser Verordnung nachzuweisen. § 11 Abs. 5 bleibt unberührt.
(5) Für Lehramtsbefähigungen, die gemäß § 18 Abs. 1 oder Abs. 2 des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes vom Landesprüfungsamt anerkannt worden sind, gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.
(6) Zu einer Ergänzungsprüfung kann nur zugelassen werden, wer sich im Schuldienst oder im Schulaufsichtsdienst des Landes Brandenburg befindet oder an einer genehmigten Ersatzschule im Land Brandenburg tätig ist und die im Land Brandenburg geltenden laufbahnrechtlichen Zugangsvoraussetzungen erfüllt.
Über die bestandene Ergänzungsprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das die Befähigungsvoraussetzung, die Studien, die Ergebnisse der Prüfungen und die erworbene Befähigung für das jeweilige Lehramt ausweist.
Ergänzungsprüfungen für ein allgemein bildendes oder Berufsfeld übergreifendes Fach oder für eine berufliche Fachrichtung gemäß Fußnote 2 zur Besoldungsgruppe A 11 oder Fußnote 1 zur Besoldungsgruppe A 12 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes setzen ein Studium im Umfang von mindestens 58 SWS in dem Prüfungsfach voraus.
Ergänzungsprüfungen für ein Fach der Primarstufe oder der Sekundarstufe I gemäß Fußnote 2 zur Besoldungsgruppe A 12 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes setzen ein Studium im Umfang von 50 SWS in einem der in § 24 Abs. 2 Nr. 1 aufgeführten Fächer voraus.
Ergänzungsprüfungen für eine oder zwei sonderpädagogische Fachrichtungen gemäß Fußnote 2 zur Besoldungsgruppe A 11 oder Fußnote 4 Buchstabe c oder d zur Besoldungsgruppe A 12 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes setzen ein Studium der Grundwissenschaften im Umfang von 14 SWS und ein Studium der Fachrichtung im Umfang von 33 SWS gemäß § 36 Abs. 1 Nr. 1 und 2 in einer der in § 37 Abs. 2 aufgeführten Fachrichtungen voraus.
Ergänzungsprüfungen für eine oder zwei sonderpädagogische Fachrichtungen gemäß Fußnote 5 zur Besoldungsgruppe A 12 der Anlage 1 des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes setzen ein Studium der Grundwissenschaften im Umfang von 14 SWS und ein Studium der Fachrichtung im Umfang von 33 SWS gemäß § 36 in einer der in § 37 Abs. 2 aufgeführten Fachrichtungen oder in zwei der dort aufgeführten Fachrichtungen im Umfang von insgesamt 80 SWS voraus.
§ 43 Abs. 6 gilt entsprechend.
Eine Ergänzungsprüfung gemäß dem Brandenburgischen Besoldungsgesetz umfasst als Prüfungsleistung eine Klausur gemäß § 14 und eine mündliche Prüfung gemäß § 15. Ist die Fachrichtung gemäß § 45 Nr. 3 eine sonderpädagogische Fachrichtung, so gehört zu den Prüfungsleistungen eine Hausarbeit gemäß § 13. § 11 Abs. 5 bleibt unberührt.
Bei der Ermittlung der Note in einem Prüfungsfach ist die Note für die Klausur dreifach, die Note für die mündliche Prüfung vierfach zu gewichten. Sofern in einem Fach eine fachpraktische Prüfung abgelegt oder eine Hausarbeit geschrieben wurde, sind diese Noten dreifach zu gewichten. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend.
Über die bestandene Ergänzungsprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das die Befähigungsvoraussetzung, die Studien, die Ergebnisse der Prüfungen und die erworbene Befähigung für ein Lehreramt gemäß dem Brandenburgischen Besoldungsgesetz ausweist.
(1) Lehrkräfte gemäß § 21 Abs. 4 Satz 2 des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes können eine Ergänzungsprüfung für ein Lehramt ablegen, wenn sie ein Studium in Erziehungswissenschaften, Fachdidaktik und gegebenenfalls in Berufspädagogik im Umfang von 20 SWS absolviert und eine Prüfung hierüber vor dem Landesprüfungsamt abgelegt haben. Das Landesprüfungsamt legt den Umfang des jeweils erforderlichen Ergänzungsstudiums fest. § 43 Abs. 3 und § 44 gelten entsprechend.
(1) Bis zum Erlass der Prüfungsanforderungen gemäß § 3 Abs. 4 und 5 dieser Verordnung sind die Verwaltungsvorschriften zur Festlegung fächerspezifischer Prüfungsvoraussetzungen für Erste Staatsprüfungen für ein Lehramt (VV-LeFäPrüf) vom 15. April 1998 (ABl.-MBJS S. 278) zu Grunde zu legen.
(2) Soweit Befähigungen für das Lehramt für Sonderpädagogik vor In-Kraft-Treten dieser Verordnung auf der Grundlage der Verordnung über das Ergänzungsstudium und die Ergänzungsprüfung in Sonderpädagogik vom 22. Januar 1997 (GVBl. II S. 80) erworben worden sind, gilt die vom Landesprüfungsamt getroffene Entscheidung über die Zuordnung zu einem Lehramt oder einem Lehramt nach Maßgabe des Brandenburgischen Besoldungsgesetzes weiterhin fort. Sofern noch keine Zuordnung vorgenommen worden ist oder Voraussetzungen nach dieser Verordnung vorliegen, ist die Zuordnung nach Maßgabe dieser Verordnung vorzunehmen.
(3) Vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung erfolgte Berufungen oder Beauftragungen von Prüferinnen und Prüfern gelten auch nach dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung in dem vom Landesprüfungsamt bestimmten zeitlichen Umfang fort.
(4) Studierende, die ihr Studium vor dem In-Kraft-Treten des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes aufgenommen haben, können ihr Studium längstens bis zum 31. Juli 2004 nach den bei Aufnahme des Studiums geltenden Rechtsvorschriften abschließen.
(5) Lehrkräfte mit einer Lehrbefähigung nach dem Recht der Deutschen Demokratischen Republik, die nicht in § 43 Abs. 2 genannt werden, können bis zum 31. Dezember 2008 eine Ergänzungsprüfung für ein Lehramt ablegen. Das Landesprüfungsamt legt den Umfang des erforderlichen Ergänzungsstudiums und gegebenenfalls die zu erbringenden Leistungsnachweise aus dem Studium fest. § 43 Abs. 6 gilt entsprechend.