Source: http://www.fsa-online.de/de/der-fsa/sportgericht/index.html
Timestamp: 2018-01-19 21:06:02
Document Index: 297785028

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 11', '§ 32', '§ 26', '§ 4', '§ 10', '§ 10', '§ 35']

Der FSA - Sportgerichte - Sportgerichtsbarkeit des FSA
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Sportgerichtsbarkeit des FSA
Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) hat drei unabhängige Sportgerichte:
Zweck, Art und Umfang der Sportgerichtsbarkeit
Die Sportgerichtsbarkeit des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt hat die Aufgabe, für Recht und Ordnung im Spielbetrieb und im Verbandsleben zu sorgen. Der sportliche Rechtsverkehr umfasst die Ahndung aller Formen unsportlichen Verhaltens von Vereinen und Vereinsmitgliedern, die Ahndung von Verstößen gegen die Satzung und Ordnungen des FSA, die Entscheidungen über Streitigkeiten aller Art, die sich aus dem Spielverkehr ergeben oder mit diesem in unmittelbarem Zusammenhang stehen, die Überprüfungen von Entscheidungen der Verwaltungsorgane des FSA sowie die Überprüfung des satzungsgemäßen Zustandekommens von Beschlüssen des Verbandstags, des Präsidiums und des Vorstands des FSA.
Als Rechtsgrundlagen dienen den Rechtsorganen die Satzung und Ordnungen des FSA sowie die Fußballregeln. Die Beweiserhebung kann mit Hilfe von Zeugenaussagen, Schriftstücken und sonstigen Beweismitteln geschehen; jedoch sind eidesstattliche und ehrenwörtliche Erklärungen als Beweismittel unzulässig.
Gerichte des FSA
Zur Erfüllung der genannten Aufgaben sind gemäß § 15 der Satzung des FSA das Verbandsgericht, das Sportgericht sowie das Jugendsportgericht des FSA berufen. Die Gerichte sind unabhängig. Ihre Mitglieder sind nur dem Sportrecht sowie ihrem Gewissen unterworfen. Die Gerichte können einzelne Spruchkörper (die Kammern) bilden. Der Kammer steht ein Vorsitzender vor; neben ihm müssen die Kammern mit mindestens zwei Beisitzern besetzt sein. Die Gerichte haben die Besetzung der Kammern und die Zuständigkeiten der einzelnen Kammern und der Einzelrichter durch ihre Vorsitzenden zu bestimmen. Mit Ausnahme des Verbandsgerichtes entscheiden die Gerichte in der Regel als Einzelrichter. Dies gilt nicht, wenn die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten aufweist.
Einleitung und Umfang von Verfahren
Die Gerichte des FSA dürfen nur auf Antrag und in dessen Rahmen tätig werden. Der Bericht eines Schiedsrichters an den Spielausschuss stellt stets einen solchen Antrag dar. Darüber hinaus sind Gremien des FSA sowie die Vereine und deren Mitglieder antragsberechtigt.
Rechtsbehelfe im Sinne der RVO sind die Anrufung, der Einspruch,?der Protest,?die Berufung,?die Beschwerde, die Wiederaufnahme sowie Anträge gemäß § 11 Nr. 1 lit. b und c und § 32 der RVO. Zur Ausübung eines Rechtsbehelfes ist jedes Mitglied, welches von seinem Vorstand im Sinne § 26 BGB vertreten wird, berechtigt. Dessen Mitglieder sind zur Ausübung berechtigt, wenn dies nach dieser Ordnung zulässig ist. Wird ein Mitglied nicht von seinem Vorstand vertreten, so ist die Ausübung durch den Vertreter ausschließlich durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht zulässig. Diese ist zugleich mit der Rechtsbehelfseinlegung vorzulegen. Die Rechtsbehelfsschrift muss ihren Aussteller und den Unterzeichner erkennen lassen, wobei der Unterzeichner zur Vertretung berufen sein muss, und die Entscheidung oder das Vorkommnis bezeichnen, welche/s Gegenstand des Verfahrens ist. Die Rechtsbehelfsschrift soll einen konkreten Antrag und die Gründe enthalten, woraus sich das Begehren ergibt. Die vollständige Rechtsbehelfsschrift kann zur Einhaltung der Frist vorab mittels Telefax oder elektronischen Medien an das Gericht übersandt werden. Das Original der Rechtsbehelfsschrift muss binnen weiterer sieben Tagen beim Gericht eingegangen sein.?Die Abgabe von Erklärungen einschließlich der Zustellung von Entscheidungen und Anträgen über elektronische Medien ist zulässig, wenn dies über den elektronischen Verteiler des Verbandes erfolgt und der Aussteller zweifelsfrei erkennbar ist und die RVO sonst keine besondere Form der Übersendung vorsieht. Erfüllt ein Rechtsbehelf oder Antrag nicht die Anforderungen der RVO, ist er durch Beschluss des Vorsitzenden des Gerichts oder durch den Einzelrichter zu verwerfen.
Entscheidungen können im schriftlichen Verfahren oder nach mündlicher Verhandlung ergehen. Jeder Beschuldigte oder sein Verein hat das Recht, mündliche Verhandlung zu beantragen. Über die Wahl der Verfahrensart entscheidet der Vorsitzende des Gerichts.
Das Sportgericht des FSA
Das Sportgericht des FSA nimmt die ihm durch § 4 der Rechts- und Verfahrensordnung des FSA und § 10 der Finanz- und Wirtschaftsordnung des FSA zugewiesenen Aufgaben der Erledigung der Rechtsprechung innerhalb des Zuständigkeitsbereiches als erstinstanzliches Gericht sowie als Berufungs- und Beschwerdegericht für den Bereich des Spielbetriebes der Männer und der Frauen und sonstigen, keinem anderen Gericht zugewiesenen Aufgaben der Rechtsprechung im Verband wahr.
Für die Spielserie 2016/2017 werden beim Sportgericht des FSA vier Kammern gebildet:
Die Kammer I bearbeitet alle dem Sportgericht zugewiesenen Fälle im Bereich der Spielklassen Männer: Verbandsliga, Landesliga Nord und Süd sowie Landesklasse, Staffeln 2 und 3 und des Landespokals der Männer.
Der Kammer I gehören an: Sven Tuchen (Vorsitzender), Tino Jänicke (stv. Vorsitzender), Wolfgang Dyrna, Peter Heuer, Mario Hoser, Ulf Karpe, Cornelia Kriese und Wilfried Stefaniak.
Die Kammer II bearbeitet alle dem Sportgericht zugewiesenen Fälle im Bereich der Spielklassen Männer: Landesklasse, Staffeln 1 und 4 – 6, und des gesamten Spielbetriebes Frauen.
Der Kammer II gehören an: Werner Uhlmann (Vorsitzender), Cornelia Kriese (stv. Vorsitzende), Hartmut Eichel, Helmut Hosenthien, Mario Hoser, Ulf Karpe, Stephan Matecki und Bernd Rosenheinrich.
Die Kammer III entscheidet in allen Verfahren, in denen um Rechte und Pflichten zwischen Mitgliedern und dem FSA oder der Mitglieder untereinander sowie zwischen FSA und den KFV/SFV oder den KFV/SFV untereinander gestritten wird oder soweit Verwaltungsentscheidungen des FSA überprüft werden sowie in allen sonstigen Verfahren, einschließlich der Verfahren gemäß § 10 der Finanzordnung und §§ 35 Ziffer 9 und 40 RVO und wenn Verbandsinteressen berührt sind, insbesondere in Fällen verbandsschädigenden Verhaltens, bei groben Verstößen gegen Ordnung und Sicherheit oder bei schwerwiegenden Vorkommnissen.
Der Kammer III gehören an: Tino Jänicke (Vorsitzender), Wilfried Stefaniak (stv. Vorsitzender), Mario Hoser, Cornelia Kriese, Sven Tuchen, Bernd Rosenheinrich und Werner Uhlmann.
Die Kammer IV ist zuständig als Beschwerdeinstanz gegen eigene Entscheidungen und als Berufungs- und Beschwerdeinstanz gegen Entscheidungen der Kreissportgerichte.
Der Kammer IV gehören an: Ulf Karpe (Vorsitzender), Mario Hoser (stv. Vorsitzender), Ralf Girke, Tino Jänicke, Cornelia Kriese, Bernd Rosenheinrich, Wilfried Stefaniak, Sven Tuchen und Werner Uhlmann.