Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3032.htm
Timestamp: 2018-12-12 12:43:14
Document Index: 377915982

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5', '§ 33', '§ 5']

3.032 Schlüchtsee
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Naturschutzgebiet »Schlüchtsee« vom 5. August 1991 (GBl. v. 30.09.1991, S. 594).
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Grafenhausen, Landkreis Waldshut, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Schlüchtsee«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 8,5 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 6. September 1990 auf dem Gebiet der Gemeinde Grafenhausen, Gemarkung Grafenhausen, die Grundstücke Flst.Nrn. 143, 144, 146, 148/2, 150 (teilweise), 151, 670/1 (teilweise).
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1:5000 rot eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiberg in Freiburg i. Br. und beim Landratsamt Waldshut in Waldshut - Tiengen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung - des Schlüchtsees, seiner Verlandungszone und des angrenzenden Mosaiks aus Flachmooren, Binsenwiesen, Magerrasen u.a. als Lebensraum für eine Vielzahl seltener und geschützter Tier - und Pflanzenarten.
9. die Art der bisherigen Grundstücksnutzung, zu ändern;
13. außer an bestehenden Bade - oder Rastplätzen die gekennzeichneten Wege zu verlassen;
14. den Schlüchtsee mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren sowie im abgegrenzten nördlichen Teil des Sees zu baden oder sonstigen Wassersport zu betreiben;
15. Stoffe aller Art ins Wasser einzubringen;
16. schwimmende Anlagen zu verankern sowie Stege zu errichten;
17. Schwimm - und Flugmodelle zu betreiben;
18. Hunde frei laufen oder im Schlüchtsee baden zu lassen;
19. mit Hängegleitern, Gleitsegeln, Gleitflugzeugen oder Ultraleichtflugzeugen zu starten oder zu landen;
20. Erholungseinrichtungen aller Art anzulegen.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß die Errichtung von Wildfütterungsstellen oder Wildäckern untersagt ist;
2. für die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei mit der Maßgabe, daß im abgegrenzten nördlichen Seeteil die Fischerei mit der Handangel nicht ausgeübt werden darf;
3. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art, in der bisherigen Intensität und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß der Einsatz von Düngemitteln oder Pestiziden, Entwässerungsmaßnahmen oder der Umbruch von Grünland untersagt sind;
4. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang auf dem Grundstück Flst. Nr. 670/1 mit der Maßgabe, daß der halboffene, gestufte Charakter des Waldrandes im Gewann »Tiefmatt« erhalten bleibt;
(1) Ordnungswidrig im Sinne von § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne von § 33 Ab,. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet entgegen § 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Naturschutzgebiet »Schlüchtsee« des Badischen Ministers des Kultus und Unterrichts vom 11. Oktober 1940, veröffentlicht im Amtsblatt des Badischen Ministeriums des Kultus und Unterrichts (Nr. 19), S. 157, außer Kraft.
FREIBURG I. BR., den 5. August 1991