Source: http://www.jur-blog.de/tag/kuendigung/
Timestamp: 2019-07-23 13:37:50
Document Index: 159855082

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 779', '§ 97', 'BGH', '§ 7', '§ 434', '§ 613', 'EuG', 'BGH']

Kündigung Archives - Jur-Blog.de
Artikel-Schlagworte: „Kündigung“
Strato-Hosting: Kündigung nach Preiserhöhung des Provider-Vertrags
8. Juli 2010 | Autor: RA_Exner 2010
Immer wieder macht der Provider Strato durch neue Billigangebote zur Sicherung einer Domain auf sich aufmerksam und steigert dann zügig die „Leistungen“ und noch zügiger die Preise für sein Web-Hosting . Dabei fallen die tatsächlichen Kosten für Hosting-Leistungen der Provider rapide, da die Hardware für die Leistungserbringung „Web-Hosting“ durch den technischen Fortschritt immer billiger wird. Es soll hier aber nicht geprüft werden, ob besondere Formen der Lockangebote oder verbotene Preiswerbung vorliegen. In zwei mir vorliegenden Fällen, eingeklagt beim AG Kiel, geht es um die Straot-Forderung nach Kündigung wegen solcher Preiserhöhungen.
Veröffentlicht in AGB-Recht, Domain-Recht, Internet-Recht, Kiel, Provider-Recht, Vertragsgestaltung | Schlagworte: Domain, Hosting, Kiel, Kündigung, Preisanpassung, Provider, Vertrag
10. März 2010 | Autor: RA_Exner 2010
BGH, Urteil vom 09.03.2010, Az. VI ZR 52/09 – Nach Abmahnung übereilt eine angebotene Unterlassungserklärung unverändert als Unterlassungsvertrag anzunehmen, kann später erhebliche rechtliche Nachteile haben. Eine Kündigung eines solchen Vertrags hat der BGH nun abgelehnt. Die Kündigung sei unzulässig, obwohl die Abmahner selbst zunächst darauf hingewiesen hatten, in ähnlich gelagerten Fällen gegen mehrere andere Presseorgane einstweilige Verfügungen erwirkt zu haben und diese einstweiligen Verfügungen keinen Bestand hatten. Aus der Sicht des BGB ist die Entscheidung des BGH nachvollziehbar, wenn man die Unterlassungserklärung auch als Vergleich ansieht:
§ 779 BGB [Vergleich]
Ein Vertrag, durch den der Streit oder die Ungewißheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis im Wege gegenseitigen Nachgebens beseitigt wird (Vergleich), ist unwirksam, wenn der nach dem Inhalt des Vertrags als feststehend zugrunde gelegte Sachverhalt der Wirklichkeit nicht entspricht und der Streit oder die Ungewißheit bei Kenntnis der Sachlage nicht entstanden sein würde.
Der Ungewißheit über ein Rechtsverhältnis steht es gleich, wenn die Verwirklichung eines Anspruchs unsicher ist.
Das durch Vergleich erzielte Ergebnis des Rechtsfriedens wäre gefährdet, wenn eine Kündigung nach allgemeinen Grundsätzen möglich wäre.
Paxistipp: Etwas anderes kann gelten, wenn bewußt eine Täuschung verübt wurde. Z. B. die laut Abmahnung erwirkten einstweiligen Verfügungen schon zum Zeitpunkt der Abmahnung zurückgewiesen worden waren.
Ggf. kann auch das Anerkenntnis von Abmahnkosten widerrufen werden, z. B. wenn wahrheitswidrig darüber getäuscht wurde, dass § 97a UrhG [ Deckelung der Abmahnkosten ] gar nicht anwendbar sei, tatsächlich aber einschlägig ist.
Veröffentlicht in Abmahnungen, Multimediarecht, Urteile, Vertragsgestaltung, Vertragsrecht | Schlagworte: Abmahnkosten, Abmahnung, BGH, einstweilige Verfügung, Kündigung, Unterlassungserklärung, Vertrag
LAG Baden-Württemberg: Internet-Beitrag kein Kündigungsgrund („menschenverachtende Jagd auf Kranke“)
12. Februar 2010 | Autor: RA_Exner 2010
LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 10.02.2010, Az. 2 Sa 59/09- Das Wesentliche in Kürze:
Der dem Kläger zuzurechnende Internet-Beitrag – u. a. „menschenverachtende Jagd auf Kranke“ – ist vom Grundrecht der freien Meinungsäußerung gedeckt und verletzt nicht seine arbeitsvertragliche Rücksichtnahmepflicht.
Es kann insbesondere berücksichtigt werden, dass die Äußerungen – u. a. „menschenverachtende Jagd auf Kranke“ – im Zusammenhang mit den (gerichtlichen) Auseinandersetzungen der Parteien zu sehen sind.
Eine Gesamtbewertung der Äußerungen und des Verhaltens des Klägers lässt nicht erkennen, dass eine den Betriebszwecken dienliche weitere Zusammenarbeit der Parteien nicht mehr zu erwarten ist.
Veröffentlicht in Arbeitsrecht und IT, Community-Recht, Telekommunikation, Urteile | Schlagworte: Arbeitgeber, Grundrecht, Internet, Kündigung, Meinungsfreiheit
OLG Köln: Verbot von Werbeanrufen bei Kündigung und Absicht des Telefon-Netzwechsels
19. August 2009 | Autor: Rechtsanwalt Exner
Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 05.06.2009, Az. 6 U 1/09 – Red. Leitsätze:
Ist eine Geschäftsbeziehung durch Kündigung bereits beendet, kann aus den insoweit erteilten Erklärungen nicht das Einverständnis hergeleitet werden, durch Werbeanrufe von dem Entschluss abgehalten zu werden, den Anschlussanbieter zu wechseln.
Ob eine Begehungsgefahr für solche Fälle nicht besteht, in denen der angerufene Verbraucher den Festnetzanschluss bei der Beklagten beibehalten und nur den Anbieter des Internetzugangs (Provider) wechseln will, ist nicht zu entscheiden, wenn das Verbot ausschließlich Anrufe bei solchen Kunden erfasst, die zumindest auch den Anbieter des Zuganges zum Telefonnetz wechseln wollen.
Der „allgemeine Netzzugang“ ist bereits nach allgemeinem Sprachgebrauch im Bereich der Medien der Zugang, den ein Nutzer in das Telefonnetz und nicht in das Internet hat. (zw.)
Erfolgt ein Werbeanruf bei einer Person, die die Entgegennahme des Gesprächs als Dritte annimmt, liegt kein Verstoß gegen § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG vor, weil sonst eine rechtmäßige Telefonwerbung bzw. die Gewährung von Einwilligungen nur noch zufällig möglich und praktisch undurchführbar wäre.
Veröffentlicht in Abmahnungen, AGB-Recht, E-Mail & Marketing, Telekommunikation, Urteile, Verbraucherschutz | Schlagworte: Einwilligung, Köln, Kündigung, Telefon, Telefonwerbung, Verbraucher
AG Frankfurt a. M.: Hinweispflicht des Telefonanbieters auf Einwahlfehler und automatische Handy-Verbindungen
24. Juli 2009 | Autor: Rechtsanwalt Exner
AG Frankfurt a. M., Urteil vom 02.11.2007 – 32 C 1949/07 – Red. Leitsätze:
Selbst wenn die Verbindungsentgelte durch einen Fehler in dem von der Beklagten genutzten Handy entstanden wären, kann die Klägerin Zahlung nicht verlangen, da insoweit ein Verstoß gegen Hinweispflichten des Betreibers vorlag, der einem dahingehenden Zahlungsanspruch entgegengehalten werden kann.
Da die Beklagte kurzfristig auf mögliche Fehler bei der Einwahl hinzuweisen war, und ihr diese Fehler wegen des äußerst ungewöhnlichen Nutzerverhaltens auch sofort auffallen mussten, steht der Klägerin wegen einer dahingehenden Verletzung der Hinweispflicht durch die Zedentin nach den Grundsätzen von Treu und Glauben ein Anspruch auf die streitgegenständlichen Nutzungsentgelte nicht zu.
Anm.: Nach § 434 BGB kann sogar ein Sachmangel vorliegen, wenn nach der Werbung oder bei der Kennzeichnung über bestimmte Eigenschaften der Sache ( Handy ) unzutreffende Erwartungen geweckt wurden. Zudem dürfte in zahlreichen Fällen verdeckter Handy-Kosten (GPRS-Abrufe; zusätzliche „vorinstallierte“ Kartendienste; Software-Updates über Telefonleitung; etc.) eine wirksame Vereinbarung eines Preises bzw. der Entgeltlichkeit der Leistung nicht vorliegen. Leider führen selbst Verbrauchersendungen zum Thema verdeckter Handy-Kosten aus, dass den Kunden nur Kulanz-Angebote gemacht werden könnten. Rechte hätten Verbraucher in solchen Fällen nicht. Das trifft so nicht zu.
Veröffentlicht in E-Mail & Marketing, Software / Hardware, Telekommunikation, Urteile, Verbraucherschutz | Schlagworte: Frenkfurt, Handy, Inkasso, Kündigung, Telefon, Vertrag
29. Juni 2009 | Autor: Rechtsanwalt Exner
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25. Juni 2009 – 8 AZR 258/08 – Die Kündigung eines Mitarbeiters in einem Callcenter kann unwirksam sein, selbst wenn nach Übernahme nach Zahl und Sachkunde wesentlicher Teil des Personals der die Callcenter- Dienstleistungen erhebliche erweitert werden. (§ 613a BGB)
Veröffentlicht in Arbeitsrecht und IT, Telekommunikation, Urteile, Vertragsrecht | Schlagworte: BAG, Callcenter, Kündigung, Mitarbeiter
LG Kiel: Internet-Schnittstelle Lotto, Spiel 77, Super 6 bleibt geschlossen (Urteil)
9. Februar 2009 | Autor: Rechtsanwalt Exner
LG Kiel, Urteil vom 23.1.2009, 14 O 145/08 – Das Glückspielverbot für das Internet trifft nun auch große Unternehmen in Schleswig-Holstein bzw. Kiel. In einer aktuellen Entscheidung wurde eine einstweilige Verfügung abgelehnt, die biesherige Internet-Schnittstelle zu den großen staatlichen Glückspielen frei zu geben. Betroffen sind Lotto, Spiel 77, Super 6 und die weiteren Spiele des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Im Kern hielt das Landgericht Kiel die Kündigung des entsprechenden Geschäftsbesorgungsvertrags für wirksam. Eine einstweilige Verfügung sah es daher nicht als begründet an und wies den Antrag zurück.
Veröffentlicht in Internet-Recht, Jugendschutz, Kiel, Schleswig-Holstein, Urteile, Verbraucherschutz | Schlagworte: einstweilige Verfügung, Erlaubnis, Glücksspiel, Kündigung, Lotto, Vertragsrecht
Abmahnkosten Internet Haftung Frankfurt einstweilige Verfügung Beweis Reform München Foto UWG AGB Bild Straftat Auskunft Unterlassungserklärung Abo-Falle Werbung Meinungsfreiheit EuGH Schadensersatz Hamburg BGH eBay Daten filesharing Unterlassung Musiktauschbörsen Abmahnung Telefon Streitwert Provider Rundfunk BVerfG Handy Düsseldorf Pressefreiheit Domain Computer E-Mail Widerrufsbelehrung Berlin Urheberrecht Verbraucher Persönlichkeitsrecht Köln