Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/burdach_propaedeutik_1800?p=84
Timestamp: 2019-03-21 20:53:26
Document Index: 271194014

Matched Legal Cases: ['§ 58', '§ 212', '§ 58', '§ 212', '§ 213', '§ 58', '§ 214']

Unter den Nebenwissenschaften muß besonders die ge-
richtliche Arzneykunde die Anatomie benutzen, um an leben-
den Menschen, so wie an Leichnamen das Ursprüngliche von
dem Krankhaften zu unterscheiden, und dadurch auf die vor-
hergegangenen Ursachen, oder die daraus entspringenden
Würkungen zu schließen.
Naturgeschichte des Menschen.
Die Naturgeschichte des Menschen erzählt die Verhält-
nisse seiner äußern Form gegen die der übrigen Körper über-
haupt, der Thiere insonderheit, und seiner verschiedenen Ra-
cen gegeneinander, nebst der damit verbundenen Abänderung
der Erscheinungen. Sie ist also das Resultat der Beobach-
tung (§ 58).
Dieses Studiums bedarf die Heilkunst, als einer Ein-
leitung zur Kenntniß des Menschen, um einzusehen, welche
Stelle derselbe in der großen Stufenfolge der Natur ein-
Unter den Nebenwiſſenſchaften muß beſonders die ge-
den Menſchen, ſo wie an Leichnamen das Urſpruͤngliche von
dem Krankhaften zu unterſcheiden, und dadurch auf die vor-
hergegangenen Urſachen, oder die daraus entſpringenden
Wuͤrkungen zu ſchließen.
Naturgeſchichte des Menſchen.
Die Naturgeſchichte des Menſchen erzaͤhlt die Verhaͤlt-
niſſe ſeiner aͤußern Form gegen die der uͤbrigen Koͤrper uͤber-
haupt, der Thiere inſonderheit, und ſeiner verſchiedenen Ra-
cen gegeneinander, nebſt der damit verbundenen Abaͤnderung
der Erſcheinungen. Sie iſt alſo das Reſultat der Beobach-
Dieſes Studiums bedarf die Heilkunſt, als einer Ein-
leitung zur Kenntniß des Menſchen, um einzuſehen, welche
Stelle derſelbe in der großen Stufenfolge der Natur ein-
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[66/0084] Zweyter Theil. § 212. Unter den Nebenwiſſenſchaften muß beſonders die ge- richtliche Arzneykunde die Anatomie benutzen, um an leben- den Menſchen, ſo wie an Leichnamen das Urſpruͤngliche von dem Krankhaften zu unterſcheiden, und dadurch auf die vor- hergegangenen Urſachen, oder die daraus entſpringenden Wuͤrkungen zu ſchließen. Zweytes Kapitel. Naturgeſchichte des Menſchen. § 213. Die Naturgeſchichte des Menſchen erzaͤhlt die Verhaͤlt- niſſe ſeiner aͤußern Form gegen die der uͤbrigen Koͤrper uͤber- haupt, der Thiere inſonderheit, und ſeiner verſchiedenen Ra- cen gegeneinander, nebſt der damit verbundenen Abaͤnderung der Erſcheinungen. Sie iſt alſo das Reſultat der Beobach- tung (§ 58). § 214. Dieſes Studiums bedarf die Heilkunſt, als einer Ein- leitung zur Kenntniß des Menſchen, um einzuſehen, welche Stelle derſelbe in der großen Stufenfolge der Natur ein- nimmt. Zweyter
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Zitationshilfe: Burdach, Karl Friedrich: Propädeutik zum Studium der gesammten Heilkunst. Leipzig, 1800, S. 66. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/burdach_propaedeutik_1800/84>, abgerufen am 21.03.2019.