Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bgh/0e83dea2032c1deaca3337f01bfb0196b3db7f9908d86be87b9570df2e40c3f6
Timestamp: 2018-08-18 04:44:54
Document Index: 257877013

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 349', '§ 211']

BGH, 3 StR 61/07: BGH (opfer, begründung, beginn, ehefrau, stgb, stpo, nachteil, antrag, anhörung, nachprüfung)
Urteil des BGH vom 27.02.2007, 3 StR 61/07
3 StR 61/07
BGH (opfer, begründung, beginn, ehefrau, stgb, stpo, nachteil, antrag, anhörung, nachprüfung)
Opfer, Begründung, Beginn, Ehefrau, Stgb, Stpo, Nachteil, Antrag, Anhörung, Nachprüfung
3 StR 61/07 vom 27. Februar 2007 in der Strafsache
Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 27. Februar 2007 einstimmig beschlossen:
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kleve vom 28. September 2006 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Den Angeklagten beschwert nicht, dass das Landgericht das Mordmerkmal der Heimtücke mit unzutreffender Begründung abgelehnt hat. Auch bei einem mehrgliedrigen Tatgeschehen wie hier kommt es - entgegen der Auffassung des Schwurgerichts (UA S. 27) - nicht auf das Vorliegen von Arglosigkeit bei einem späteren Handlungsabschnitt an, sondern darauf, ob das Opfer bei Beginn des ersten mit Tötungsvorsatz geführten Angriffs - hier: Schlagausholen hinter dem Rücken der Ehefrau (UA S. 10) - arglos war (st. Rspr.; vgl. Nachweise bei Tröndle/Fischer, StGB 54. Aufl. § 211 Rdn. 17).
Winkler Miebach von Lienen Becker Hubert