Source: https://dejure.org/BGBl/BGBl.%202005%20I,%20S.%202354
Timestamp: 2019-09-22 13:11:10
Document Index: 371242617

Matched Legal Cases: ['§ 85', '§ 4', '§ 8', '§ 189', '§ 189', '§ 9', '§ 189', '§ 8', '§ 8', '§ 41', 'Art. 4', '§ 9', '§ 8', '§ 28', 'Art. 2', '§ 1', '§ 2', '§ 65', '§ 1', '§ 4', '§ 37', '§ 74', '§ 10', 'Art. 1', 'Art. 4', '§ 73', '§ 73', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 166', '§ 2']

BGBl. I 2005 S. 2354 - Gesetz zur Novellierung des Verwaltungszustellungsrechts - dejure.org
BGBl. I 2005 S. 2354
https://dejure.org/2005,53835
BGBl. I 2005 S. 2354 (https://dejure.org/2005,53835)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,53835) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil I Nr. 49, ausgegeben am 17.08.2005, Seite 2354
14.04.2005 BT Im Verwaltungsrecht auch die Zustellung elektronischer Dokumente regeln
11.05.2005 BT Grünes Licht für die Zustellung elektronischer Dokumente im Verwaltungsrecht
Zwar gilt - anders als nach der früheren Rechtslage - bei Zustellung des Widerspruchsbescheids mittels Einschreiben mit Rückschein, die die Beklagte hier gewählt hat, gemäß § 85 Abs. 3 Satz 2 SGG iVm § 4 Abs. 2 Satz 1 Verwaltungszustellungsgesetz - VwZG - (idF des zum 1.2.2006 in Kraft getretenen Gesetzes zur Novellierung des Verwaltungszustellungsrechts vom 12.8.2005 - BGBl I 2354) die Zustellung an dem Tag als bewirkt, den der Rückschein angibt.
Nach der Gesetzesbegründung lehnt sich das Verwaltungszustellungsgesetz weitgehend an die Zivilprozessordnung an (BT-Drs. 15/5216, S. 10), dies gilt namentlich für die Heilungsvorschrift in § 8 VwZG, die nach dem ausdrücklich erklärten Willen des Gesetzgebers weitgehend der gleich gelagerten Regelung in § 189 ZPO angepasst werden sollte (BT-Drs. 15/5216, S. 14); § 189 ZPO wiederum wurde nach der Gesetzesbegründung zum "Gesetz zur Reform des Verfahrens bei Zustellungen im gerichtlichen Verfahren" (Zustellungsreformgesetz - ZustRG) nach dem Vorbild des § 9 VwZG a.F. gestaltet (BT-Drs. 14/4554, S. 25, 26).
Denn der Begriff "Empfangsberechtigter" entspricht der "Person, an die die Zustellung dem Gesetz gemäß gerichtet war oder gerichtet werden konnte" in § 189 ZPO, wie sich auch aus der Gesetzesbegründung zu der bundesgesetzlichen Regelung in § 8 VwZG ergibt (BT-Drs. 15/5216, S. 14;… Erlenkämper/Rhein, § 8 LZG NRW, Rdnr. 1).
bb) Wegen der gesetzlich vorgesehenen Zustellverpflichtung richtete sich die Zustellung der Verfügung an den Adressaten entgegen der Auffassung des Beschwerdegerichts nicht nach § 41 VwVfG, sondern nach dem Verwaltungszustellungsgesetz vom 3. Juli 1952 in der bis zum 30. Januar 2006 geltenden Fassung des Zustellreformgesesetzes vom 25. Juni 2001 (BGBl. I S. 1206; nachfolgend VwVfG a.F.; vgl. Art. 4 des Gesetzes zur Novellierung des Verwaltungszustellungsrechts vom 12.8.2005, BGBl. I S. 2354).
Musterungsbescheid; Bekanntgabe; Zustellung; Empfangsbekenntnis; …
Der Kläger hält außerdem die Frage für grundsätzlich klärungsbedürftig, ob es für die Annahme eines gemäß § 9 VwZG a.F. (= § 8 VwZG i.d.F. des Gesetzes vom 12. August 2005, BGBl I S. 2354) der Heilung fähigen Zustellungsmangels ausreiche, dass die Behörde den Willen hatte, dem Adressaten das Schriftstück durch einfache Zuleitung bekannt zu machen.
Jedenfalls seien etwaige Ansprüche nach § 28 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG - in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 653-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 16 des Gesetzes v. 12. August 2005, BGBl. I S. 2354) erloschen.
Das Verwaltungszustellungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (VwZG-LSA) vom 9. Oktober 1992 (GVBl. LSA S. 715) i.d.F. des Gesetzes vom 17. Januar 2008 (GVBl. LSA S. 2) regelt in seinem § 1 Abs. 1, dass auf das Zustellungsverfahren der Behörden des Landes Sachsen-Anhalt sowie der unter der Aufsicht des Landes stehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts mit Ausnahme der Landesfinanzbehörden die Vorschriften der §§ 2 bis 10 des Verwaltungszustellungsgesetzes des Bundes vom 12. August 2005 (BGBl. I S. 2354) in der jeweils geltenden Fassung Anwendung finden.
Wie sich aus dem in der Verwaltungsakte enthaltenen Rückschein ergibt, ist dem Kläger der Bescheid des PA vom 2.4.2007 am 3.4.2007 entsprechend den gesetzlichen Vorgaben (§ 65 Abs. 2 SGB X, § 1 Abs. 1 Landesverwaltungszustellungsgesetz des Landes Rheinland-Pfalz vom 2.3.2006 iVm § 4 Abs. 2 Satz 1 des Verwaltungszustellungsgesetzes vom 12.8.2005 <BGBl I 2354>) zugestellt und damit bekanntgegeben (vgl § 37 Abs. 5 SGB X) worden.
Nach § 74 Abs. 1 AsylVfG in der zum hier maßgeblichen Zeitpunkt der Zustellung des Widerrufsbescheids vom 22. Februar 2006 geltenden Fassung der Bekanntmachung des Asylverfahrensgesetzes vom 27. Juli 1993 (BGBl I S. 1361), zuletzt geändert durch Gesetz vom 12. August 2005 (BGBl I S. 2354), - die heute geltende Fassung des Gesetzes ist in Bezug auf die Zustellungsproblematik inhaltlich übrigens unverändert - muss die Klage gegen Entscheidungen nach diesem Gesetz innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung der Entscheidung erhoben werden.
Damit war das Bundesamt befugt, die Zustellung durch öffentliche Bekanntmachung gemäß § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 VwZG (verkündet als Art. 1 des Gesetzes vom 12.8.2005, BGBl I S. 2354, in Kraft getreten nach Art. 4 Abs. 1 Satz 1 dieses Gesetzes am 1.2.2006) vorzunehmen.
Für die zum Zeitpunk der Entscheidung des Verwaltungsgerichts anzuwendende Fassung des § 73 AsylVfG (Bekanntmachung des Gesetzes vom 27.7.1993, BGBl I S. 1361, zuletzt geändert durch Gesetz vom 12.8.2005, BGBl I S. 2354), die im Wortlaut nicht ganz so eindeutig war, aber ebenfalls bereits auf zwingende, auf früheren Verfolgungen beruhende Gründe abstellte, gilt übrigens nichts anderes (vgl. Schäfer in Gemeinschaftskommentar zum AsylVfG RdNr. 59 ff. zu § 73).
Eine ähnliche Definition findet sich seit dem 1. Februar 2006 in § 2 Abs. 1 VwZG (vgl. Artikel 1 des Gesetz zur Novellierung des Verwaltungszustellungsrechts vom 12. August 2005 [BGBl. I S. 2354]).
Danach ist Zustellung "die Bekanntgabe eines schriftlichen oder elektronischen Dokuments in der in diesem Gesetz bestimmten Form." Im Gesetzentwurf der Bundesregierung war noch an Stelle des Begriffs "Bekanntgabe" der der "Übermittlung" enthalten (vgl. Artikel 1 der BT-Drs. 15/5216 S. 5).
Die Legaldefinition in § 2 Abs. 1 VwZG sollte geändert werden, weil auch die Zustellung elektronischer Dokumente zulässig sein sollte, bei der eine "Übergabe" nicht stattfindet (vgl. Zu § 2, BT-Drs. 15/5216 S. 11).
Er sprach sich dafür aus, dass nicht von der Definition in § 166 Abs. 1 ZPO abgewichen werden solle (vgl. Zu Artikel 1 [§ 2 Abs. 1 VwZG], BR-Drs. 86/05[B] S. 1).
OVG Rheinland-Pfalz, 30.10.2014 - 10 A 11170/13
Zeitpunkt der Bekanntgabe bei Zustellung durch die Post mittels Einschreiben
Sozialgerichtliches Verfahren - keine Versäumung der Klagefrist - Bekanntgabe des …
VG Göttingen, 24.09.2018 - 1 B 251/18
Unwirksamkeit der vom Bundesamt vorgenommenen Zustellungen mittels …
VK Sachsen-Anhalt, 03.07.2008 - VK 2 LVwA LSA-05/08
Losentscheid im VOF-Verfahren nur ausnahmsweise!
OVG Niedersachsen, 27.06.2007 - 15 KF 14/06
Vorläufige Besitzeinweisung bei Flurbereinigung
VK Sachsen-Anhalt, 21.02.2008 - VK 2 LVwA LSA-01/08
Geltung der Schwellenwerte bei Arbeiten an Gewässern?
OLG Düsseldorf, 16.07.2008 - 3 Kart 207/07
Notwendigkeit der Zuordnung sog. "verwaister" Entnahmestellen zu einem …
BVerwG, 28.04.2009 - 1 WB 4.09
Beschwerde; Beschwerdeanlass; Bekanntgabe; Unterrichtung; nachrichtliche …
BPatG, 06.02.2007 - 32 W (pat) 210/04
Beschwerdeerweiterung
VK Sachsen-Anhalt, 20.08.2007 - VK 2 LVwA LSA-15/07
Vergabestelle selbst muss die Entscheidungen treffen!
VK Sachsen-Anhalt, 28.08.2009 - 1 VK LVwA 35/09
Keine Aufhebung wenn zuschlagsfähige Angebote vorhanden
VK Sachsen-Anhalt, 23.07.2008 - VK 2 LVwA LSA-07/08
Wann beginnt die Rügefrist?
VG Schleswig, 15.01.2015 - 12 A 170/13
Zulässigkeit einer Schutzbereichanordnung wegen möglicher Auswirkungen von …
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 07.07.2010 - 2 L 161/07
Mitwirkungspflicht des Ausländers bei der Passbeschaffung
BSG, 28.10.2009 - B 8 SO 16/09 B
VK Sachsen-Anhalt, 15.01.2008 - VK 2 LVwA LSA-28/07
Fortsetzungsfeststellungsantrag statthaft?
VK Sachsen-Anhalt, 30.10.2009 - 1 VK LVwA 32/09
Unzulässige Vermischung von Eignungs- und Wirtschaftlichkeitskriterien
VG Saarlouis, 05.03.2008 - 5 L 1186/07
Vorläufige Untersagung der Zwangsvollstreckung.
VK Sachsen-Anhalt, 06.11.2007 - VK 2 LVwA LSA-21/07
Nachträgliche Behebung von Defiziten im Vergabevermerk?
VK Sachsen-Anhalt, 24.07.2007 - VK 2 LVwA LSA-10/07
Anforderungen an eine transparente Dokumentation und Bewertung
VK Sachsen-Anhalt, 05.06.2007 - VK 2 LVwA LSA-06/07
VK Sachsen-Anhalt, 08.03.2007 - VK 2 LVwA LSA-02/07
Nebenangebot: Einhaltung der Mindestanforderungen und Gleichwertigkeit
VG München, 28.01.2013 - M 12 K 12.30361
Prozesskostenhilfeantrag; Afghanistanischer Staatsangehöriger; Klage unzulässig …
VG Osnabrück, 18.04.2007 - 3 A 365/05
Pensionierung eines Beamten wegen Dienstunfähigkeit vor Ablauf der Frist für …
VK Sachsen-Anhalt, 10.06.2009 - 2 VK LVwA LSA-13/09