Source: https://www.nlv-la.de/home/verband/corona-informationen/page/2
Timestamp: 2020-08-10 16:29:25
Document Index: 33094898

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 26', '§ 3', '§ 4', '§ 24', '§ 11', '§ 3', '§ 9', '§ 1', '§ 4']

Corona-Informationen | Seite 2 | Niedersächsischer Leichtathletik-Verband
Corona: Sportartspezifische Regelungen - Leichtathletik (Stand: 04.08.2020)
Die Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme des Sportbetriebs in Niedersachsen werden durch die "Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus" in ihrer jeweils gültigen Fassung bzw. ab 10.07.2020 durch die "Niedersächsische Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Verordnung)" bestimmt.
Mit der Änderung der Niedersächsischen Corona-Verordnung (gültig ab Samstag, 01.08.2020) (Link) ergeben sich neue Lockerungen für den organisierten Sport. Die Landesregierung ist mit Eintritt der Stufe 5 am 22. Juni am Ende ihres Stufenplans angekommen. Die verbliebenen Grundregeln wurden nun in einer kompakteren Neuordnung dargestellt.
Die nachfolgenden Vorgaben und sportartspezifischen Regelungen beziehen sich auf den Zeitraum der Gültigkeit der Nds. Verordnung ab 1. August 2020.
Abweichend von der geltenden Abstandsregelung im Sport (von zwei Metern) kann für Gruppen bis zu 50 Personen das Abstandsgebot aufgehoben werden, wenn sichergestellt werden kann, dass der Familienname, der Vorname, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer (Kontaktdaten) jeder an der Sportausübung beteiligten Person sowie der Beginn und das Ende der Sportausübung dokumentiert werden, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann (siehe § 4). Zu einer Gruppe gehören hierbei die Sporttreibenden, die bei ihrer Sportausübung den Abstand von ansonsten 2 Metern unterschreiten.
Trainer, Betreuer und sonstige Personen, die nicht sportlich aktiv sind und sich permanent außerhalb des Spielfeldes (bzw. der Wettkampfstätte in der LA) befinden, müssen den Abstand von mind. 1,5 Metern einhalten. Diese zählen nicht zu den 50 Personen.
Die Sportausübung (auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen) ist zulässig, wenn:
Abweichend von der geltenden Abstandsregelung im Sport (von zwei Metern) kann für Gruppen bis zu 50 Personen das Abstandsgebot aufgehoben werden, wenn sichergestellt werden kann, dass der Familienname, der Vorname, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer (Kontaktdaten) jeder an der Sportausübung beteiligten Person sowie der Beginn und das Ende der Sportausübung dokumentiert werden, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Die Dokumentation ist für die Dauer von drei Wochen nach Ende der Sportausübung aufzubewahren und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vorzulegen. Spätestens einen Monat nach der Sportausübung sind die Daten der betreffenden Person zu löschen. Weiterer Details sind unter § 4 der ab 01.08.2020 geltenden Verordnung geregelt. Zu einer Gruppe gehören hierbei die Sporttreibenden, die bei ihrer Sportausübung den Abstand von ansonsten 2 Metern unterschreiten.
Der NLV empfiehlt, gemäß der Zehn Leitplanken des DOSB und der Übergangsregeln des DLV, die Trainingsgruppen möglichst klein zu belassen und trotz der Aufhebung des Abstandsgebots für Gruppen bis zu 50 Personen die Abstandsregelung von zwei Metern dennoch dort wo möglich zu praktizieren, um so die Übertragungswahrscheinlichkeit von Viren zu reduzieren.
Wenn bei einer Sportart gewährleistet werden kann, dass bei einer Austragung eines Wettkampfes die Anforderungen wie konsequenter Verzicht auf direkten körperlichen Kontakt, stets mindestens ein Abstand von zwei Metern sowie die Hygieneregeln eingehalten werden, steht einem Wettkampf nichts entgegen (FAQs der Nds. Landesregierung). Bei Gruppen bis maximal 50 Personen darf nun auch wieder kontaktintensiver Sport betrieben werden unter der Voraussetzung der Dokumentation der Kontaktdaten aller Gruppenmitglieder, damit mögliche Infektionsketten dennoch nachvollzogen werden können.
Gemäß § 3 der aktuellen Corona-Verordnung hat ein Veranstalter sein Hygienekonzept erst auf Verlangen den zuständigen Behörden vorzulegen und über dessen Umsetzung Auskunft zu erteilen. Bei Fragen oder Unklarheiten zu konkret angezeigten Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen rät das NLV-Präsidium aber weiterhin frühzeitig Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt vor Ort aufzunehmen. Das Hygienekonzept und dessen Umsetzung gilt es sorgfältig vorzubereiten. Eventuell von den örtlich zuständigen Behörden getroffene weitergehende Anordnungen müssen berücksichtigt werden.
Die Genehmigung des NLV erfolgt aus rein sportfachlicher Sicht nach den Bestimmungen der Deutschen Leichtathletik-Ordnung in ihrer gültigen Fassung. Damit ist nicht verbunden, dass es sich um eine Genehmigung nach den Gesichtspunkten der Verkehrssicherungspflicht und der Ausführungen der "Niedersächsischen Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Verordnung)" in ihrer aktuell geltenden Fassung handelt. Hierfür ist allein der Veranstalter des Wettkampfes zuständig.
Das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden, Zuschauern und Zuhörern sowie unabhängig von der Anzahl an Teilnehmenden an Volksfesten, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Schützenfesten und ähnlichen Veranstaltungen – sogenannte Großveranstaltungen – gilt bis zum 31. Oktober 2020.
Hinweise für die Wiederaufnahme des stadionnahen Wettkampfbetriebs in Niedersachsen (Link) (gültig ab 01.08.2020)
Mit der gültigen Corona-Verordnung ab 01.08.2020 ist weiterhin eine größere Anzahl an Zuschauerinnen und Zuschauern zu den Amateur-Sportveranstaltungen in Niedersachsen erlaubt. Bei einer Sportausübung sind bis zu 50 Zuschauerinnen und Zuschauer zulässig, wenn jede Zuschauerin und jeder Zuschauer einen Abstand von 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die weder zum eigenen noch zu einem weiteren Hausstand noch zu einer gemeinsamen Gruppe von nicht mehr als 10 Personen gehört, einhält. Darüber hinaus, also ab 50 Personen, müssen weitere Voraussetzungen nach § 26 Abs. 2 erfüllt sein, damit die Sicherheit der beteiligten Personen gewährleistet werden kann. Alle Besucherinnen und Besucher müssen dann sitzen und der Veranstalter hat Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzepts nach § 3 zu treffen (u.a. Personenströme zu steuern und Warteschlangen zu vermeiden). Zudem müssen alle Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Kontaktdaten abgeben – Details hierzu sind in § 4 explizit erläutert. Die Höchstgrenze beträgt 500 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen hat die Veranstalterin oder der Veranstalter sicherzustellen, dass jede Besucherin und jeder Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, soweit und solange die Besucherin oder der Besucher nicht sitzt (§ 24 Abs. 2 Satz 5).
Im Rahmen der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII (Link) können Kinder- und Jugendlichengruppen mit bis zu 50 Personen in einer Jugendherberge oder einer anderen Gruppeneinrichtung Veranstaltungen durchführen und auch übernachten. Hierbei ist das Hygienekonzept nach § 3 der ab 01.08.2020 geltenden Corona-Verordnung zu erstallen. Für Gruppen mit mehr als 50 Personen bleiben solche Veranstaltungen und Reisen mindestens bis zum Ablauf des 31. August 2020 verboten.
Entsprechend sind gemäß § 9 Abs. 2 in Jugendherbergen, Familienferien- und Freizeitstätten, Jugend- und Erwachsenenbildungsstätten und ähnlichen Einrichtungen sowie in Kreissportschulen, Landessportschulen und vergleichbaren verbandseigenen Einrichtungen Gruppenveranstaltungen und -angebote für Minderjährige und die Aufnahme von Gruppen Minderjähriger wieder bis zu einer Gruppengröße von 50 Personen zulässig. Dabei müssen durch den Betreiber die Einhaltung des Abstandsgebots nach § 1 Abs. 3 Sätze 1 und 2 sichergestellt werden - es sei denn, die Kontaktdaten jedes Mitglieds der Gruppe werden nach § 4 erhoben und dokumentiert.