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Timestamp: 2020-02-21 09:43:37
Document Index: 26847488

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 42', '§ 51', '§ 108', '§ 42', '§ 51', 'BGH', '§ 44', '§ 42', 'BGH', '§ 320', '§ 164', 'BGH', '§ 108', '§ 320', '§ 320', '§ 60', '§ 42', '§ 51', '§ 42', '§ 51', '§ 42', '§ 94', '§ 164', '§ 164', '§ 3', '§ 3', '§ 12']

Rechtsprechung: NVwZ 1990, 504 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: VGH Hessen, 06.06.1988 | OVG Rheinland-Pfalz, 20.09.1988
https://dejure.org/1989,597
BFH, 17.08.1989 - VII B 70/89 (https://dejure.org/1989,597)
BFH, Entscheidung vom 17.08.1989 - VII B 70/89 (https://dejure.org/1989,597)
BFH, Entscheidung vom 17. August 1989 - VII B 70/89 (https://dejure.org/1989,597)
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FGO §§ 51 Abs. 1, 108; ZPO § 42 Abs. 2
Richterablehnung - Tatbestandsberichtigung
FGO § 51 Abs. 1, § 108; ZPO § 42 Abs. 2
§§ 51, 108 FGO
Finanzgerichtsordnung; Antrag auf Richterablehnung
BFHE 157, 494
NJW 1990, 1752 (Ls.)
NVwZ 1990, 504
BB 1990, 271
BStBl II 1989, 899
Nach vollständigem Abschluss einer Instanz ist ein Ablehnungsgesuch grundsätzlich nicht mehr zulässig, weil damit die beteiligten Richter ihre richterliche Tätigkeit im konkreten Verfahren beendet haben; die getroffene Entscheidung kann von dem Gericht, dem die im Anschluss daran abgelehnten Richter angehören, nicht mehr geändert werden (allgemeine Meinung, vgl. nur BGH, Urteil vom 8. Februar 2001 - III ZR 45/00 - NJW 2001, 1502 unter I 4, 5; BFHE 157, 494, 495 f. = BB 1990, 271 = juris Tz. 10 ff.; BVerwG MDR 1970, 442;… Musielak/Heinrich, ZPO 5. Aufl. § 44 Rdn. 3;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 65. Aufl. § 42 Rdn. 6, jeweils m.w.N.).
Deshalb ist auch im Tatbestandsberichtigungsverfahren (…vgl. BGH, Beschl. v. 11.07.2007, NJW-RR 2007, 1653 [juris Rn. 7];… Urt. v. 03.10.1962, NJW 1963, 46; BFH, Beschl. v. 17.08.1989, NVwZ 1990, 504 [juris Rn. 11]) oder - wie hier - im Protokollberichtigungsverfahren ein Ablehnungsgesuch gegen den oder die beteiligten Richter statthaft.
Als rechtsmissbräuchlich, weil prozessual widersprüchlich, und damit als unzulässig wegen fehlenden Rechtsschutzbedürfnisses wird ein solches Ablehnungsgesuch zwar dann angesehen, wenn gleichzeitig ein Antrag auf Tatbestands- oder Protokollberichtigung gestellt wird, der aber - sofern das Ablehnungsgesuch Erfolg hätte - nicht mehr beschieden werden könnte, weil ausschließlich die abgelehnten Richter die beantragte Tatbestandsberichtigung gem. § 320 Abs. 4 Satz 2 ZPO oder die Protokollberichtigung gem. § 164 Abs. 3 Satz 2 ZPO vornehmen könnten (…vgl. zum Tatbestandsberichtigungsantrag: BGH, Beschl. v. 11.07.2007, a.a.O.; BFH, Beschl. v. 17.08.1989, a.a.O.;… zum Protokollberichtigungsantrag: BFH, Beschl. v. 18.03.1997 - VII B 147/96 -, juris Rn. 6;… LSG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 29.05.2006 - L 1 SF 70/06 -, juris Rn. 3).
Denn der Antrag auf Tatbestandsberichtigung ist unzulässig, so dass es auf die Erinnerung der an dem Urteilsverfahren beteiligten Richter nicht ankommt, die allein für die Mitwirkung an einer Entscheidung gemäß § 108 FGO maßgebend ist (vgl. BFH-Beschluss vom 17. August 1989 VII B 70/89, BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899).
Die mit dem Tatbestandsberichtungsantrag begehrte Richtigstellung und Ergänzung des mündlichen Parteivorbringens hat der Senat unbeschadet der Begründetheit des Berichtigungsantrages zugrunde gelegt (vgl. BAG AP Nr. 2 zu § 320 ZPO; BFHE 157, 494;… Zöller/Vollkommer, ZPO 26. Aufl. § 320 Rdn. 1).
BFH, 18.03.1997 - VII B 147/96
Beschwerde bezüglich einer Ablehnung der im erstinstanzlichen Verfahren …
Das FG lehnte den Antrag auf Protokollberichtigung ab und verwarf den Ablehnungsantrag unter Bezugnahme auf den Senatsbeschluß vom 17. August 1989 VII B 70/89 (BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899) als unzulässig.
Wie der Senat in seinem Beschluß in BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899 erkannt hat, fehlt in einem solchen Fall für das Ablehnungsgesuch das Rechtsschutzinteresse.
Denn die Rüge der Befangenheit kann schon deshalb keinen Erfolg haben, weil nach Beendigung der Instanz (hier: Urteilsverkündung am 24. März 2014 und Zurückweisung des Protokollberichtigungsantrags mit Beschluss vom 9. Mai 2014) ein Richter wegen Besorgnis der Befangenheit nicht mehr abgelehnt werden kann (BFH-Urteil vom 2. Juni 1978 III R 48/77, BFHE 125, 243, BStBl II 1978, 475; BFH-Beschlüsse vom 17. August 1989 VII B 70/89, BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899;… vom 10. November 2011 IV B 60/11, BFH/NV 2012, 426).
Dies begründet sich dadurch, dass das einzige Ziel eines Befangenheitsantrags gemäß § 60 SGG i.V.m. §§ 42 ff. ZPO sein kann, den abgelehnten Richter an einer weiteren Tätigkeit in dem betreffenden Verfahren zu hindern (vgl. BFH, Beschluss vom 17.08.1989, Az.: VII B 70/89).
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat deshalb entschieden, daß in einem solchen Fall das Rechtsschutzinteresse für das Ablehnungsgesuch fehlt (Beschluß vom 17. August 1989 VII B 70/89, BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899, m. w. N.).
Ob dies auch hinsichtlich der angestrebten Tatbestandsberichtigung der Fall ist (dazu BFH in BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899) kann offenbleiben.
BFH, 24.03.1997 - IX B 93/96
Ablehnungsgesuch gegen einen Richter, der nunmehr laut Geschäftsverteilungsplan …
Mit der Richterablehnung nach § 51 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i. V. m. § 42 der Zivilprozeßordnung (ZPO) kann nur das Ziel verfolgt werden, den abgelehnten Richter an einer weiteren Tätigkeit in dem betreffenden Verfahren zu hindern (Beschlüsse des Bundesfinanzhofs -- BFH -- vom 17. August 1989 VII B 70/89, BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899, …und vom 14. Mai 1996 VII B 257/95, BFH/NV 1996, 904, m. w. N.).
Da die Vorschriften in § 51 Abs. 1 FGO i. V. m. §§ 42ff. ZPO für alle Verfahrensabschnitte gelten, in denen das Richteramt ausgeübt wird (BFH in BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899, und in BFH/NV 1996, 904), bleibt ein Ablehnungsantrag jedoch zulässig, wenn mit ihm ein Mitwirken des abgelehnten Richters an einer Protokollberichtigung i. S. des § 94 FGO i. V. m. § 164 ZPO verhindert werden soll (…vgl. BFH-Beschluß vom 29. Oktober 1993 XI B 95/92, BFH/NV 1994, 565;… Wieczorek, Zivilprozeßordnung und Nebengesetze, 2. Aufl., § 164 Anm. B I a 3).
BFH, 14.05.1996 - VII B 257/95
Unzulässigkeit eines Ablehnungsgesuches wegen Fehlens des …
OVG Nordrhein-Westfalen, 20.07.2007 - 12 E 1515/06
LSG Berlin-Brandenburg, 29.05.2006 - L 1 SF 70/06
BFH, 14.10.1993 - V B 62/93
Herabsetzung von Umsatzsteuerbescheiden - Befangenheit eines Richters
BVerwG, 30.12.1993 - 1 PKH 14.93
Ablehnungsgesuch gegen einen Richter wegen Besorgnis der Befangenheit - …
BVerwG, 30.12.1993 - 1 B 155.93
VGH Baden-Württemberg, 25.05.1993 - 3 S 1080/93
Fehlendes Rechtsschutzbedürfnis für eine Beschwerde gegen Zurückweisung eines …
FG Sachsen, 31.07.1998 - 2 V 19/98
Zuständigkeit von Richtern für eine Entscheidung über eine Tatsachenberichtigung
VGH Hessen, 06.06.1988 - 3 N 3703/87, 3 N 3735/87
https://dejure.org/1988,5657
VGH Hessen, 06.06.1988 - 3 N 3703/87, 3 N 3735/87 (https://dejure.org/1988,5657)
VGH Hessen, Entscheidung vom 06.06.1988 - 3 N 3703/87, 3 N 3735/87 (https://dejure.org/1988,5657)
VGH Hessen, Entscheidung vom 06. Juni 1988 - 3 N 3703/87, 3 N 3735/87 (https://dejure.org/1988,5657)
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BVerwG, 15.08.1988 - 4 N 5.88
BVerwG, 15.08.1988 - 4 NB 20.88
NVwZ 1988, 1150
NVwZ 1990, 504 (Ls.)
VGH Baden-Württemberg, 15.12.2008 - GRS 1/08
Besetzung der Richterbank in vorläufigen Rechtsschutzverfahren betreffend eine …
In Konsequenz dieser Entscheidung - wegen gleicher Wirkungen wie bei einem positiven Vorlagebeschluss - ist in der Rechtsprechung auch für eine der Nichtvorlagebeschwerde abhelfende Entscheidung der Oberverwaltungsgerichte eine Besetzung mit fünf Richtern verlangt worden (vgl. Hess.VGH, Beschluss vom 06.06.1988 - 3 N 3735/87 -, NVwZ 1988, 1150).
OVG Rheinland-Pfalz, 20.09.1988 - 7 A 70/87
https://dejure.org/1988,2147
OVG Rheinland-Pfalz, 20.09.1988 - 7 A 70/87 (https://dejure.org/1988,2147)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 20.09.1988 - 7 A 70/87 (https://dejure.org/1988,2147)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 20. September 1988 - 7 A 70/87 (https://dejure.org/1988,2147)
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Entsorgung; Abfall; Bauschutt; Schadstoffe; Entsorgungspflicht
AbfG § 3 Abs. 1, Abs. 3
NJW 1989, 733 (Ls.)
NVwZ 1989, 180
VG Freiburg, 07.10.1994 - 6 K 1574/94
Anspruch auf Unterlassung eines Austausches des derzeitigen Restmüllbehälters …
Die Abweisung des Feststellungsantrages begründete das Oberverwaltungsgericht (Urteil vom 20. September 1988, NVwZ 1989, 180 = UPR 1989, 38 = ZfW 1989, 166) im wesentlichen damit, daß die Klägerin schon durch die in § 3 Abs. 1 AbfG angeordnete Anschluß- und Benutzungspflicht rechtlich gehindert sei, sich mit dem Einsammeln urrd Befördern belasteten, wenn auch nicht schadstoffverunreinigten Bauschutts im Gebiet des Beklagten zu befassen.
Auch der Senat hat in seiner bisherigen Rechtsprechung zwischen den Bauschuttarten unterschieden (vgl. Urteil vom 07.09.1988, 7 A 70/87).
BayObLG, 05.03.1993 - 3 ObOWi 18/93
Innerhalb des Bauschutts kann zwischen sogenanntem unbelasteten Bauschutt, d.h. rein mineralischem Material aus vorwiegend Steinbaustoffen, Mörtel und Betonbruch, und belastetem Bauschutt, d.h. Material, das mit Holzbaustoffen, Stahlträgern, Kunststoffen, Versorgungsleitungen, Fußbodenbelägen, Teerpappen usw. vermischt ist, unterschieden werden (vgl. OVG Koblenz NVwZ 1989, 180), ohne daß diese Unterscheidung für die Beurteilung der Genehmigungsfreiheit nach § 12 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 AbfG von Bedeutung wäre.