Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F20-06-2013-9C_528-2012
Timestamp: 2016-10-23 12:15:34
Document Index: 346893269

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 102', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 32', 'Art. 25', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 32', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 68']

9C_528/2012 (20.06.2013)
9C_528/2012 � � Urteil vom 20. Juni 2013
E.________, geboren 1925, ist bei der KPT Krankenkasse AG, Bern (nachfolgend: KPT), krankenversichert. Seit einigen Jahren bezieht sie Hauspflegeleistungen der Spitex. Mit Bedarfsmeldeformular vom 11. April 2011 ersuchte die Spitex die KPT um Kostengutsprache f�r Leistungen im Zeitraum 13. April bis 12. Oktober 2011 (Total aller Pflegeleistungen pro Quartal: 128,7 Stunden). Die KPT erteilte am 6. Juni 2011 Kostengutsprache f�r Pflegeleistungen im Umfang von 65 Stunden pro Quartal und best�tigte dies mit Verf�gung vom 4. August 2011 sowie mit Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2011.
In teilweiser Gutheissung der hiegegen von E.________ erhobenen Beschwerde entschied das Verwaltungsgericht des Kantons Bern am 30. Mai 2012, den Einspracheentscheid aufzuheben und verpflichtete die KPT im Sinne der Erw�gungen, vom 13. April bis 12. Oktober 2011 Spitexleistungen im Umfang von 123,55 Stunden pro Quartal zu verg�ten und dar�ber neu zu verf�gen. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Die KPT f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides seien E.________ f�r Spitexleistungen vom 13. April bis 31. Oktober 2011 total 65 Stunden pro Quartal gutzusprechen.
E.________ schliesst auf Abweisung der Beschwerde und beantragt, die KPT sei zu verpflichten, die Kosten gem�ss Bedarfsmeldung vom 11. April 2011 zu �bernehmen. Vorinstanz und Bundesamt f�r Gesundheit verzichten auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG).
1.2.�Soweit die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Vernehmlassung vor Bundesgericht mehr verlangt, als ihr im angefochtenen Entscheid zugesprochen wurde, kann auf ihr Begehren nicht eingetreten werden. Die Einladung zur Einreichung einer Vernehmlassung (Art. 102 Abs. 1 BGG) er�ffnet nicht die M�glichkeit zur Anschlussbeschwerde (BGE 138 V 106 E. 2 S. 110 f. und 134 III 332 E. 2.5 S. 335).
Nach Art. 24 KVG �bernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten f�r die Leistungen gem�ss den Art. 25-31 nach Massgabe der in den Art. 32-34 KVG festgelegten Voraussetzungen. Die Leistungen umfassen u.a. Untersuchungen, Behandlungen und Pflegemassnahmen, die ambulant, bei Hausbesuchen, station�r, teilstation�r in einem Pflegeheim durch Personen durchgef�hrt werden, die auf Anordnung oder im Auftrag eines Arztes oder einer �rztin Leistungen erbringen (Art. 25 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 KVG). Der Leistungsbereich wird in Art. 7 ff. Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) n�her umschrieben.
Seit 1. Januar 1998 besteht keine zeitliche Einschr�nkung mehr f�r die Pflegeleistungen; die Tarife werden nach Art und Schwierigkeit der notwendigen Leistungen abgestuft (vgl. Art. 7a KLV in der seit 1. Januar 2011 geltenden Fassung). Ebenfalls auf den 1. Januar 1998 wurde mit Art. 8a eine Bestimmung �ber das Kontroll- und Schlichtungsverfahren bei Krankenpflege zu Hause in die KLV eingef�gt. Nach Absatz 3 dieser Norm dient das Verfahren der �berpr�fung der Bedarfsabkl�rung sowie der Kontrolle von Zweckm�ssigkeit und Wirtschaftlichkeit der Leistungen. Die �rztlichen Auftr�ge oder Anordnungen sind zu �berpr�fen, wenn voraussichtlich mehr als 60 Stunden pro Quartal ben�tigt werden; bei voraussichtlich weniger als 60 Stunden pro Quartal sind systematische Stichproben vorzunehmen (vgl. BGE 126 V 334E. 1a und b S. 336).
Streitig ist die Kosten�bernahme von Hauspflegeleistungen nach Art. 25a KVG in der Zeit vom 13. April bis 12. Oktober 2011.
3.1.�Nach den sich auf die Angaben des behandelnden Dr. med. K.________, Innere Medizin FMH, st�tzenden - letztinstanzlich verbindlichen (E. 1.1 hievor ) - Feststellungen des kantonalen Gerichts leidet die Versicherte an einer Demenz, mindestens mittelschweren Grades, wahrscheinlich vaskul�rer �tiologie, progredient seit M�rz 2006, einer seit Februar 1998 bekannten schweren arteriellen Hypertonie, einer chronisch ven�sen Insuffizienz und einem chronischen Cervikalsyndrom mit hochgradig eingeschr�nkter HWS-Beweglichkeit. Ausserdem besteht ein Status nach H�ftgelenkstotalprothese im Dezember 2002 (infolge Femurkopfnekrose) und es droht eine Malnutrition (bei einem Gewichtsverlust von 13 kg innert drei Jahren; Ausf�hrungen des Dr. med. K.________ vom 11. April und 30. August 2011). Die kognitiven Funktionen h�tten sich kontinuierlich verschlechtert, insbesondere in Form erhebliche Ged�chtnisst�rungen. Die Versicherte sei nicht mehr in der Lage, Medikamente selbst�ndig einzunehmen, habe das Einkaufen vergessen und sich nicht mehr ad�quat ern�hrt.
3.2.�Die Vorinstanz gelangte nach einl�sslicher W�rdigung der mit Bedarfsmeldung vom 11. April 2011 geltend gemachten wie auch der tats�chlich erbrachten�Abkl�rungs- und Beratungsmassnahmen�zum Ergebnis, die von der Beschwerdegegnerin hief�r geltend gemachten sechs Stunden pro Quartal seien nicht gerechtfertigt. Zu Recht habe die Versicherung den entsprechenden Aufwand auf 3,75 Stunden gek�rzt. Hinsichtlich der�Untersuchungs- und Behandlungsmassnahmen�habe die Versicherung mit Blick auf die erst per 1. Januar 2012 in Kraft getretene �nderung von Art. 7 Abs. 2 lit. b KLV das Richten der Medikamente zu Recht nicht ber�cksichtigt. F�r das Verabreichen seien gest�tzt auf das Bedarfsabkl�rungs-Instrumentarium der Spitex, RAI-HC (�Resident Assessment Instrument - Homecare, einsehbar unter www.qsys.ch oder www.rai.ch�), Anhang F zum RAI-Katalog, 9,15 Stunden pro Quartal einzusetzen. Zu Unrecht habe die Kasse aber die w�chentlichen Messungen von Blutdruck, Puls und Gewicht unber�cksichtigt gelassen. Hief�r seien gem�ss Anhang F RAI-HC 3,25 Stunden pro Quartal anzurechnen. Insgesamt belaufe sich daher der begr�ndete Zeitaufwand f�r Massnahmen der Untersuchung und Behandlung auf 12,4 Stunden pro Quartal. Im Bereich der�Grundpflege�seien pro Quartal f�r das An- und Ausziehen der St�tzstr�mpfe und die damit zusammenh�ngende Pflege 30,5 Stunden, f�r Teilw�sche 34,02 Stunden, f�r Hilfe beim An- und Auskleiden 22,88 Stunden sowie f�r die Ganzw�sche 8,67 Stunden, total somit 96,06 Stunden angemessen. Die mit Bedarfsmeldung vom 5./11. April 2011 geltend gemachten 92,4 Stunden seien demzufolge gerechtfertigt. Schliesslich pr�fte das kantonale Gericht, ob die Versicherte Anspruch auf Massnahmen der �berwachung und Unterst�tzung psychisch kranker Personen habe. Es erwog, die diagnostizierte mittelschwere Demenz mit erheblichen Ged�chtnisst�rungen sei eine psychische Erkrankung; zus�tzlich bestehe die Gefahr eine Malnutrition. Die Spitex-Eins�tze, welche der Orientierung namentlich in den Bereichen K�rperpflege und Nahrungsaufnahme dienten und eine minimale Tagesstruktur erm�glichten, seien als Unterst�tzung in grundlegenden allt�glichen Lebensverrichtungen anzusehen, welche die Versicherte krankheitsbedingt nicht mehr vollumf�nglich selbst�ndig zu erledigen verm�ge. Der zeitliche Umfang von 15 Stunden pro Quartal sei angemessen. Insgesamt resultiere somit ein begr�ndeter Zeitbedarf pro Quartal von 123,55 Stunden.
3.3.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, das kantonale Gericht st�tze sich zu Unrecht auf abge�nderte Unterlagen, welche die Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren ins Recht gelegt habe. Die K�rzung der Abkl�rungs- und Behandlungsmassnahmen auf 3,45 Stunden pro Quartal sei vorinstanzlich zu Recht best�tigt worden. Bei den behandlungspflegerischen Massnahmen habe das kantonale Gericht gest�tzt auf die nachtr�glich abge�nderte Pflegeplanung nicht verordnete Massnahmen (Blutdruck-, Puls- und Gewichtsmessungen im Umfang von 3,25 Stunden) bundesrechtswidrig ber�cksichtigt. Im Bereich der allgemeinen Grundpflege beanstandet die Beschwerdef�hrerin die Zusprechung einer Verg�tung f�r nicht verordnetes und beantragtes Waschen (pro Quartal: 34,02 Stunden) und An-/Auskleiden (22,88 Stunden) sowie f�r psychische Grundpflege (15 Stunden). Gesamthaft habe die Vorinstanz 58,55 Stunden pro Quartal zu viel zugesprochen; korrekt seien die Leistungen auf die mit Einspracheentscheid gew�hrten 65 Stunden pro Quartal zu beschr�nken.
3.4.�Die Beschwerdegegnerin bringt vor, es treffe nicht zu, dass die Pflegedokumentation nachtr�glich abge�ndert worden sei. Vielmehr diene die Pflegeplanung einer groben Konzeption der zu verrichtenden T�tigkeiten und werde laufend nachgef�hrt. Neue Eintr�ge w�rden entsprechend datiert, so dass immer klar ersichtlich sei, ab wann welche Pflegemassnahmen gelten sollten. Die Messung der Vitalzeichen (Gewicht, Blutdruck, Puls) habe Dr. med. K.________ am 16. August 2011 angeordnet, eine unzul�ssige Leistungskumulierung sei nicht vorgenommen worden. Weil die Verweigerung der Hilfestellung beim Medikamentenmanagement wegen ihrer psychischen Erkrankung gravierende Auswirkungen h�tte, sei der entsprechende Aufwand als zwingender Bestandteil der Behandlungspflege mit therapeutischer Zielsetzung im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. b KLV, eventuell als Teil der psychiatrischen Grundpflege anzusehen. Damit resultiere ein Zeitaufwand f�r Behandlungspflege von 15,3 Stunden pro Quartal. F�r die tats�chlich erbrachte Ganzw�sche sei gem�ss RAI-HC ein Aufwand von 16 Stunden pro Quartal zu ber�cksichtigen. Schliesslich seien die Voraussetzungen f�r die Kosten�bernahme der psychiatrischen Grundpflege erf�llt.
Welche Massnahmen in zeitlicher Hinsicht wie auch in Bezug auf Form und Inhalt angebracht sind, steht im pflichtgem�ssen Ermessen der Leitung des Spitex-Verbandes und des f�r die Anordnung der Leistungen zust�ndigen Arztes (Urteil K 156/04 vom 21. Juni 2006 E. 4.1.2). Diese Bedarfsabkl�rung ist in der Regel massgebend f�r die Kosten�bernahme der Krankenversicherung und nur im Hinblick auf die abschliessende Aufz�hlung gem�ss Art. 7 bis 7b KLV �berpr�fbar. Bei der Beurteilung des konkreten Bedarfs kommt den zust�ndigen Personen ein gewisser Spielraum zu, in welchen namentlich dann nur zur�ckhaltend einzugreifen ist, wenn es sich beim Leistungen anordnenden Arzt um den Hausarzt der versicherten Person handelt, der jederzeit �ber deren Gesundheitszustand im Bilde ist (Urteile 9C_597/2007 vom 19. Dezember 2007 E. 5.2 und K 161/00 vom 25. Mai 2001 E. 4b). Dar�ber hinaus gilt die gesetzliche Vermutung, dass �rztlich verordnete Leistungen im Sinne von Art. 32 Abs. 1 KVG wirksam, zweckm�ssig und wirtschaftlich sind (BGE 129 V 167E. 4 S. 174). Soweit der RAI-HC-Katalog, der zwar keinen normativen Charakter hat und f�r den Richter nicht verbindlich ist, eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zul�sst, k�nnen die Gerichte diesen bei ihrer Entscheidung mitber�cksichtigen (Urteil 9C_702/2010 vom 21. Dezember 2010 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
5.1.�Unbestritten geblieben sind die K�rzungen im Bereich Abkl�rungs- und Beratungsmassnahmen auf 3,75 Stunden pro Quartal.
5.2.1.�Was die Massnahme der Untersuchung und Behandlung betrifft, erwog die Vorinstanz zu Recht, dass gem�ss Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziff. 7 KLV in der bis 31. Dezember 2011 g�ltig gewesenen Fassung das w�chentliche Richten von Medikamenten, obwohl notwendige Voraussetzung f�r das bis dahin einzig leistungspflichtig gewesene Verabreichen von Medikamenten, keine von der Krankenversicherung zu �bernehmende behandlungspflegerische Massnahme war (Urteil 9C_365/2012 vom 31. Oktober 2012 E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 136 V 172 E. 4.3.2 S. 177 f.). Zwar wurde Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziff. 7 KLV inzwischen mit Blick darauf ge�ndert, dass das korrekte Richten der Medikamente namentlich f�r Patientinnen und Patienten, welche mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen m�ssen oder f�r Personen mit Risiken f�r Fehleinnahmen und Verwechslungen (beispielsweise bei Verwirrtheit oder [beginnender] Demenz) integraler Teil der medizinischen Leistungen mit potenziell erheblichen Implikationen f�r die Pflegequalit�t ist (vgl. Stellungnahme des Bundesrates vom 25. Mai 2011 zur Motion 11.3212 von Nationalr�tin Heim vom 17. M�rz 2011). Die am 1. Januar 2012 in Kraft getretene neue Bestimmung, wonach nebst der Verabreichung von Medikamenten nunmehr auch die Vorbereitungshandlungen sowie die Dokumentation zur Behandlungspflege geh�ren, ist indes auf die hier streitigen Anspr�che noch nicht anwendbar. Das kantonale Gericht hat den Aufwand f�r das Richten von Medikamenten zu Recht unber�cksichtigt gelassen.
5.2.2.�Es trifft zu, dass in Form und Inhalt unterschiedliche Pflegedokumentationen f�r denselben Zeitraum im Recht liegen. Die Beschwerdegegnerin begr�ndete vor Bundesgericht an sich plausibel, weshalb es zu unterschiedlichen Eintr�gen in der Pflegeplanung kommen kann, namentlich unter Hinweis darauf, dass zun�chst eine Grobplanung erfolge, die im Behandlungsverlauf (mit entsprechender Datierung) erg�nzt werde, und eine neue Pflegeplanung angelegt werde, wenn auf dem laufenden Dokument kein Platz mehr vorhanden sei oder sich die Pflegebed�rfnisse wandelten. Diese Erl�uterungen verm�gen indes nichts daran zu �ndern, dass im Zeitpunkt der Kostengutsprache die Notwendigkeit der Kontrolle von Vitalzeichen nicht (rechtsgen�glich) ausgewiesen war. In ihrer letztinstanzlichen Vernehmlassung r�umt die Beschwerdegegnerin denn auch ein, die Bedarfsabkl�rung vom 11. April 2011 habe keine Anordnung zur Messung der Vitalzeichen enthalten, eine entsprechende w�chentliche Messung habe Dr. med. K.________ (erst) am 16. August 2011 angeordnet. Weil nach dem Gesagten die massgeblichen, im Zeitpunkt der Gesuchstellung vorhanden gewesenen Unterlagen einen entsprechenden Bedarf nicht auswiesen, h�lt der angefochtene Entscheid insoweit vor Bundesrecht nicht Stand, als das kantonale Gericht - gest�tzt auf eine nachtr�glich erg�nzte Pflegeplanung - erwog, die Versicherung habe zu Unrecht die w�chentlichen Messungen von Blutdruck, Puls und Gewicht nicht ber�cksichtigt. In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen und der Pflegebedarf f�r Massnahmen der Untersuchung und Behandlung auf 9,15 Stunden zu beschr�nken.
5.3.�Hinsichtlich der allgemeinen Grundpflege stellte die Vorinstanz auf die Angaben in der Bedarfsmeldung ab, was grunds�tzlich richtig und zul�ssig ist (E. 4 hievor). Gest�tzt auf die Unterlagen der Pflegeplanung und -dokumentation und den RAI-HC Katalog ermittelte sie den notwendigen Zeitaufwand f�r das t�gliche An- und Ausziehen der St�tzstr�mpfe, die t�gliche Teilw�sche sowie die t�gliche Hilfe beim An- und Ausziehen und zudem f�r die w�chentliche Ganzw�sche in Bad oder Dusche. Der vorinstanzlich angerechnete Bedarf ist indes teilweise aktenwidrig und insoweit zu korrigieren.
5.3.1.�Ausgewiesen und im bundesgerichtlichen Verfahren anerkannt ist das t�gliche An- und Ausziehen der St�tzstr�mpfe (zweimal zehn Minuten). Hingegen war eine t�gliche Teilw�sche am Lavabo offenbar nicht notwendig und wurde auch nicht durchgef�hrt, wie die Beschwerdegegnerin in ihrer letztinstanzlichen Vernehmlassung best�tigt.
5.3.2.�W�as die von der Beschwerdef�hrerin bestrittene t�gliche Hilfe beim An- und Ausziehen betrifft, scheint eine solche weder in der Bedarfsmeldung noch in der urspr�nglichen Pflegedokumentation der Spitex auf. Auch die (echtzeitliche) Dokumentation der tats�chlich erbrachten Leistungen zeigt, dass die Versicherte meist bereits angezogen war, wenn die Pflegefachfrauen bei ihr eintrafen. Von einer Hilfe beim abendlichen Ausziehen ist in der Pflegedokumentation ebenfalls nur vereinzelt die Rede. Die Beispiele, welche die Beschwerdegegnerin als Belege f�r die geleistete Unterst�tzung anf�hrt, lassen nicht auf eine t�gliche Hilfe schliessen, sondern legen vielmehr den Schluss nahe, dass die Versicherte sich im Regelfall selber an- und auszog. Es steht fest, dass sie gelegentlicher Hilfe bedurfte und innerhalb der hier in Frage stehenden Periode vom 13. April bis 12. Oktober 2011 solche Hilfestellungen zunahmen. Gem�ss Pflegeplanung der Spitex wurde eine Hilfe beim An- und Auskleiden mit Blick auf das Selbstpflegedefizit aber erst am 26. Oktober 2011, mithin nach dem 12. Oktober 2011 angeordnet. Unter diesen Umst�nden kann der im RAI-HC-Katalog f�r die t�gliche Hilfe beim An- und Auskleiden vorgesehene Ansatz von zweimal 15 Minuten f�r den hier zu beurteilenden Zeitraum nicht angerechnet werden, die entsprechende Kostengutsprache im angefochtenen Entscheid beruht auf einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung. Indes bedurfte die Versicherte der t�glichen Hautpflege (insbesondere auch in Zusammenhang mit einer zeitweilig entz�ndeten Bauchfalte), was die Vorinstanz zu Unrecht nicht ber�cksichtigt hatte. F�r diese Massnahme sind im RAI-HC-Katalog sieben Minuten vorgesehen, weshalb der entsprechende Aufwand mit einem durchschnittlichen Zeitbedarf von 10,7 Stunden pro Quartal anzurechnen ist (103 Tage [13. April bis 12. Oktober 2011] x 7 Minuten / 60 Minuten / 2).
5.3.3.�Das kantonale Gericht ber�cksichtigte eine w�chentliche Ganzw�sche in Bad oder Dusche. Der Pflegeplan sah indes seit dem 29. Juli 2010 unter dem Titel "K�rperpflege" ein zweimaliges Baden oder Duschen pro Woche vor. Ein solches wird denn auch durch die Pflegeberichte best�tigt und ist somit im Umfang von 17,34 Stunden pro Quartal rechtsgen�glich ausgewiesen. Gesamthaft resultiert in der Grundpflege ein Aufwand von 58,5 Stunden im Quartal (An- und Ausziehen von St�tzstr�mpfen: 30,5 Stunden; Hautpflege: 10,7 Stunden; Ganzk�rperpflege: 17,3 Stunden).
5.4.1.�F�r Massnahmen zur �berwachung und Unterst�tzung psychisch kranker Personen in der grundlegenden Alltagsbew�ltigung hat das kantonale Gericht die in der Bedarfsmeldung geltend gemachten 15 Stunden pro Quartal zugesprochen. Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, die Massnahmen gem�ss Art. 7 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 KLV m�ssten kumulativ und gleichzeitig der �berwachung sowie der Unterst�tzung dienen. �berdies bestehe eine Leistungspflicht der Krankenversicherung nur, soweit die Beeintr�chtigungen krankheitsbedingt - also nicht (rein) altersbedingt - seien. Von einer �berwachung und Unterst�tzung bei einer an mittlerer bis schwerer Demenz erkrankten Person k�nne bei einem vorinstanzlich zugesprochenen Aufwand von zehn Minuten t�glich nicht gesprochen werden. Zudem sei es der Versicherten bei fortgeschrittener Demenz auch nicht mehr m�glich, eine angepasste Tagesstruktur zu erarbeiten und einzu�ben.
5.4.2.�Das Bundesgericht setzte sich in BGE 131 V 178 E. 2.2.3 S. 185 eingehend mit der Auslegung von Art. 7 Abs. 2 lit. c KLV (in der damals g�ltig gewesenen Fassung) auseinander und erwog, dass zur psychiatrischen und psychogeriatrischen Grundpflege Massnahmen zu rechnen sind, welche der �berwachung und Unterst�tzung psychisch kranker Personen bei der Alltagsbew�ltigung dienen, soweit es sich um Beeintr�chtigungen in den grundlegenden allt�glichen Lebensverrichtungen handelt und soweit sie krankheitsbedingt sind. Es muss sich um Massnahmen der Personenhilfe und nicht der Sachhilfe (insbesondere Haushalthilfe) handeln (hiezu auch Urteil K 97/03 vom 18. M�rz 2005 E. 3.2.3, in: RKUV 2005 KV Nr. 328 S. 186 ff.;�Jamieson/Landolt, Ersatzpflicht des Krankenversicherers f�r Kommunikationsleistungen in der Pflege, in: Pflegerecht 2012, S. 130 ff. [135]). Die per 1. Januar 2007 pr�zisierten leistungspflichtigen Massnahmen zur �berwachung und Unterst�tzung psychisch kranker Personen bezwecken namentlich, diesen eine Krankenpflege zu Hause zu erm�glichen und damit eine station�re Behandlung zu vermeiden oder hinauszuz�gern (�Jamieson/Landolt, a.a.O. S. 134 f.; vgl. auch das fr�her ergangene Urteil K 114/04 vom 18. M�rz 2005 E. 2.2.3).
5.4.3.�Streitig sind Spitex-Eins�tze zur �berwachung und Unterst�tzung der Versicherten in den Bereichen K�rperhygiene und Nahrungsaufnahme. Es ist unbestritten, dass sie wegen ihrer krankheitsbedingten Desorientierung beispielsweise wiederholt zu wenig ass oder trank, sich falsch kleidete, die Wohnung nicht l�ftete, die Rolll�den nicht �ffnete oder den Kochherd nicht abstellte. Die von der Spitex in solchen Situationen erbrachten Hilfestellungen sind klar als Massnahmen zur Bew�ltigung grundlegender allt�glicher Lebensverrichtungen zu qualifizieren, welche die Versicherte aufgrund der zunehmenden krankheitsbedingten Einschr�nkungen ihrer kognitiven F�higkeiten nicht mehr (zuverl�ssig) selbst vornahm. Es geht dabei um Personen-, nicht um Sachhilfe, welche sowohl dem Wohlbefinden als auch der Sicherheit der Versicherten dient.
5.4.4.1.�Zu Recht weist die Beschwerdef�hrerin darauf hin, dass die vorinstanzlich gest�tzt auf Bedarfsmeldung und Pflegedokumentation zugesprochenen 15 Stunden pro Quartal (entsprechend zehn Minuten pro Tag) nicht gen�gen, um der Versicherten Strategien zu vermitteln, die beeintr�chtigte Selbstst�ndigkeit in den verschiedenen allt�glichen Lebensverrichtungen wieder zu erlangen. Die Hilfe zu Selbsthilfe scheitert im �brigen bereits an der Art der Erkrankung, welche kaum mehr Lernerfolge zul�sst und eine dauernde Hilfe n�tig macht. Allerdings verlangen weder der Wortlaut von Art. 7 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 KLV noch der Normzweck (Vermeiden oder Verz�gern einer station�ren Pflege; E. 5.4.2 hievor), dass die Massnahmen die grundlegenden F�higkeiten zur Alltagsbew�ltigung verbessern m�ssen. In vielen F�llen, so auch bei der Versicherten, muss es gen�gen, dass eine Alltagsbew�ltigung mit Hilfe m�glich bleibt, indem die Selbstpflege gef�rdert und unterst�tzt und eine - gesundheitsgef�hrdende - Selbstvernachl�ssigung verhindert wird (vgl.�Christoph L�thy, Bemerkungen, in: AJP 2005 S. 1152, 1155). Auch BGE 131 V 178 ist nicht in dem Sinne zu verstehen, dass eine Leistungszusprache gest�tzt auf Art. 7 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 KLV nur dann erfolgen k�nnte, wenn die versicherte Person durch die Pflegemassnahme wieder in die Lage versetzt wird, ihr Leben eigenst�ndig zu f�hren. Sofern und soweit eine Person als Folge ihrer psychischen Erkrankung nicht (mehr) in der Lage ist, allt�gliche Lebensverrichtungen allein, insbesondere ohne entsprechende Aufforderung oder Anleitung, vollst�ndig oder zeitgerecht auszuf�hren, k�nnen unter Umst�nden auch entsprechende Anleitungen und Ermunterungen als Massnahmen der Grundpflege im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 KLV versichert sein. Dies gilt insbesondere, wenn es der versicherten Person dadurch erm�glicht wird, (weiterhin) in ihrem eigenen Zuhause zu wohnen (Urteil K 114/04 vom 18. M�rz 2005 E. 3.3).
5.4.4.2.�Die von der Spitex zugunsten der Versicherten erbrachten Leistungen zeigen, dass bereits mit kleinem zeitlichem Aufwand eine betr�chtliche Verbesserung der Lebensqualit�t erreicht werden konnte. F�r derartige dauernde, aber zeitlich eng limitierte Pflege- und Hilfeleistungen ist eine Leistungspflicht der Krankenversicherer zu bejahen. Nicht zuletzt mit Blick auf die demografische Entwicklung in der Schweiz, welche in den n�chsten Jahren einen erheblichen Anstieg dementiell erkrankter Personen mit entsprechendem Pflege- und Unterst�tzungsbedarf erwarten l�sst (vgl. etwa Tagungsband Demenz - gesundheits- und sozialpolitische Herausforderung, Impulsveranstaltung des Bundesamtes f�r Gesundheit [BAG] in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren [GDK] vom 29. August 2011, S. 7), ist eine im dargelegten Sinn "demenzgerechte und kosteneffiziente Betreuung" (Votum Nationalrat Wehrli vom 12. April 2011, AB 2011 N 659) geboten. Nicht damit einhergehen darf allerdings eine Verg�tungspflicht der Krankenpflegeversicherungen f�r die Haushaltf�hrung (E. 5.4.2 hievor). Das kantonale Gericht hat somit die Anspruchsvoraussetzungen f�r die Kosten�bernahme von Massnahmen der psychiatrischen Grundpflege zu Recht bejaht und den geltend gemachten Aufwand von 15 Stunden pro Quartal zugesprochen.
5.5.�Nach dem Gesagten ist ein Pflegebedarf von insgesamt 86,7 Stunden ausgewiesen. Das kantonale Gericht erachtete einen Aufwand von 123,55 Stunden f�r begr�ndet, weshalb die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 und Art. 66 Abs. 1 BGG). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten von Fr. 500.- im Umfang von Fr. 300.- der Beschwerdef�hrerin und von Fr. 200.- der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin hat der Beschwerdegegnerin zudem f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG), welche auf pauschal Fr. 1'500.- festgesetzt wird.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 30. Mai 2012 und der Einspracheentscheid der KPT Krankenkasse AG vom 31. Oktober 2011 werden aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf Verg�tung von Pflegeleistungen im Umfang von 86,7 Stunden f�r die Zeit vom 13. April bis 12. Oktober 2011 hat. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden zu Fr. 300.- der Beschwerdef�hrerin und zu Fr. 200.- der Beschwerdegegnerin auferlegt.