Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20R%2025/16
Timestamp: 2019-11-14 15:06:13
Document Index: 41021343

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 34', '§ 191', '§ 166', '§ 164', '§ 176', '§ 178', '§ 126', '§ 35', '§ 41', '§ 168', '§ 69', '§ 21', '§ 22', '§ 164', '§ 178', '§ 177', '§ 178', '§ 201', '§ 185', '§ 251', '§ 201', '§ 767', '§ 135', '§ 69', '§ 34', '§ 191', '§ 166', '§ 176', '§ 69', '§ 34', '§ 166', '§ 186', '§ 166', '§ 166', '§ 166', '§ 166', '§ 166', '§ 166', '§ 178', '§ 166', '§ 166']

BFH, 16.05.2017 - VII R 25/16 - dejure.org
https://dejure.org/2017,26070
BFH, 16.05.2017 - VII R 25/16 (https://dejure.org/2017,26070)
BFH, Entscheidung vom 16.05.2017 - VII R 25/16 (https://dejure.org/2017,26070)
BFH, Entscheidung vom 16. Mai 2017 - VII R 25/16 (https://dejure.org/2017,26070)
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§ 21 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative der Insolvenzordnung, §... 69 der Abgabenordnung (AO), § 34 Abs. 1 AO, § 191 Abs. 1 AO, § 166 AO, § 164 Abs. 2 Satz 2 AO, § 176 InsO, §§ 178, 184 InsO, § 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 35 Abs. 1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, § 41a Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes, § 168 Satz 1 AO, § 69 AO, § 21 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative InsO, § 22 Abs. 1 Satz 1 InsO, § 164 Abs. 4 Satz 1 AO, § 178 Abs. 1 InsO, § 177 InsO, § 178 Abs. 1 Satz 2 InsO, § 201 Abs. 2 Satz 1 InsO, § 185 InsO, § 251 Abs. 3 AO, § 201 Abs. 2 InsO, § 767 der Zivilprozessordnung, § 135 Abs. 2 FGO
§ 69 AO, § 34 Abs 1 AO, § 191 Abs 1 AO, § 166 AO, § 176 InsO
Einwendungsausschluss im Haftungsverfahren
Zur Haftung von Geschäftsführern für Steuerschulden der insolventen GmbH - Einwendungsausschluss bei unterlassenem Widerspruch im insolvenzrechtlichen Prüfungstermin
AO § 69, AO § 34, AO § 166
Haftung, Lohnsteuer, Insolvenz
Kurznachricht zu "Die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 186 InsO als Folge der Entscheidung BFH v. 16.5.2017 - VII R 25/16 und deren Konsequenzen" von RA Markus van Marwyk, original erschienen in: ZInsO 2019, 549 - 552.
BFHE 257, 515
DB 2017, 1821
BStBl II 2017, 934
Diese Bestandskraft der Lohnsteueranmeldung erstreckt sich auf den Arbeitnehmer, dessen Einkünfte zur Lohnsteuer angemeldet sind (§ 166 AO; vgl BFH Urteil vom 16.5.2017 - VII R 25/16 - BFHE 257, 515 = BStBl II 2017, 934 mwN) .
Es verteidigt die angefochtene Vorentscheidung und verweist bezüglich § 166 AO ergänzend auf das BFH-Urteil vom 16. Mai 2017 VII R 25/16 (BFHE 257, 515, BStBl II 2017, 934).
Wie der erkennende Senat bereits entschieden hat, steht die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters der haftungsrechtlichen Inanspruchnahme des Geschäftsführers der in Insolvenz geratenen GmbH nicht entgegen (Senatsurteil vom 16. Mai 2017 VII R 25/16, BFHE 257, 515, BStB II 2017, 934).
Diese Bestandskraft der Lohnsteuer-Anmeldung erstreckt sich auf den Arbeitnehmer, dessen Einkünfte zur Lohnsteuer angemeldet sind (§ 166 AO; vgl BFH Urteil vom 16.5.2017 - VII R 25/16 - BFHE 257, 515 = BStBl II 2017, 934 mwN).
Bezeichnender Weise geht es in dem an dieser Stelle vom BSG zitierten BFH-Urteil vom 16.05.2017 - VII R 25/16 auch gar nicht um die Bindung eines Arbeitnehmers in einem Folgeverfahren, sondern um die des Geschäftsführers des Arbeitgebers in einem Haftungsverfahren, welches allgemein das typische Folgeverfahren im Sinn von § 166 AO verkörpert.
Dies erfährt dadurch Bestätigung, dass der BFH sogar die Drittbindungswirkung des § 166 AO für eine Steuerfestsetzung unter Vorbehalt der Nachprüfung ablehnt, solange der Vorbehalt besteht (vgl. BFH, Urteil vom 16.05.2017 - VII R 25/16, Rn. 11, und vor allem BFH…, Beschluss vom 28.03.2001 - VII B 213/00, Rn. 18 f.).
Das Gericht hat die Beteiligten mit Schreiben vom 5.9.2017 auf das Urteil des BFH vom 16.5.2017, VII R 25/16, BFH/NV 2017, 1027 hingewiesen.
Die objektive Pflichtverletzung indiziert nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs eine zumindest grob fahrlässige Vorgehensweise des Geschäftsführers (vergl. BFH-Urteil vom 16.5.2017, VII R 25/16, BStBl II 2017, 934 m.w.N.).
Die mit Präklusionswirkung ausgestattete Regelung will verhindern, dass das gegen den Steuerpflichtigen durchgeführte Verfahren nochmals aufgerollt und dadurch das Haftungsverfahren unnötig verzögert wird; dabei mutet der Gesetzgeber dem Anfechtungsberechtigten zu, selbst dafür Sorge zu tragen, wie er die ihm eingeräumte uneingeschränkte Rechtsmittelbefugnis sicherstellt (BFH-Urteil vom 16.5.2017, VII R 25/16, BStBl II 2017, 934 m.w.N.).
Da eine weder vom Insolvenzverwalter noch vom Insolvenzschuldner bestrittene, zur Insolvenztabelle festgestellte Forderung einer unanfechtbaren Steuerfestsetzung i.S.d. § 166 AO gleichsteht (BFH-Urteil vom 16.5.2017, VII R 25/16, BStBl II 2017, 934; FG Köln, Urteil vom 18.1.2017, 10 K 3671/14, EFG 2017, 625, n.rkr., Revision anhängig unter I R 39/17), ist nach Auffassung des erkennenden Senats ein unterlassener Widerspruch gegen eine zur Insolvenztabelle festgestellte Forderung einem unterlassenen Einspruch gegen eine Steuerfestsetzung jedoch gleichzustellen.
Im Gegensatz zum vom Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 16.5.2017 (VII R 25/16, BStBl II 2017, 934) entschiedenen Fall hat der Kläger zwar vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens sein Amt als Geschäftsführer der insolventen A GmbH niedergelegt, so dass er im Prüfungstermin nicht mehr als Vertreter mit Wirkung für die A GmbH als Insolvenzschuldnerin gemäß § 178 Abs. 1 Satz 2 InsO Widerspruch gegen die vom Beklagten angemeldete Insolvenzforderung hätte erheben können.
Die mit Präklusionswirkung ausgestattete Regelung des § 166 AO will verhindern, dass das gegen den Steuerpflichtigen durchgeführte Verfahren nochmals aufgerollt und dadurch das Haftungsverfahren unnötig verzögert wird (BFH, Urteil vom 16.05.2017 VII R 25/16, BFHE 257, 515, BStBl II 2017, 934).
Das Recht eines Geschäftsführers einer in Insolvenz geratenen GmbH, einen Widerspruch gegen eine Forderungsanmeldung zur Tabelle einzulegen, ist eine Anfechtungsmöglichkeit i.S.d. § 166 AO (BFH, Urteil vom 16.05.2017 VII R 25/16, BFHE 257, 515, BStBl II 2017, 934).
Haftungsbescheid vom 28.06.2017