Source: http://www.gesetze-bayern.de/(X(1)S(xr5v2wvw13n0ycbxcknvj4s5))/Content/Document/JMStV-11?AspxAutoDetectCookieSupport=1
Timestamp: 2018-10-17 18:41:03
Document Index: 260770797

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 1', '§ 1', '§ 8', '§ 11', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 20', '§ 23', '§ 25', '§ 5']

JMStV: § 11 Jugendschutzprogramme - Bürgerservice
Bereich reduzierenStaatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag – JMStV) 10.–27. September 2002 (§§ 1–28)
Bereich erweiternI. Abschnitt Allgemeine Vorschriften (§§ 1–7)
Bereich erweiternII. Abschnitt Vorschriften für Rundfunk (§§ 8–10)
Bereich reduzierenIII. Abschnitt Vorschriften für Telemedien (§§ 11–12)
§ 11 Jugendschutzprogramme
§ 12 Kennzeichnungspflicht
Bereich erweiternIV. Abschnitt Verfahren für Anbieter mit Ausnahme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (§§ 13–19b)
Bereich erweiternV. Abschnitt Vollzug für Anbieter mit Ausnahme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (§§ 20–22)
Bereich erweiternVI. Abschnitt Ahndung von Verstößen der Anbieter mit Ausnahme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (§§ 23–24)
Bereich erweiternVII. Abschnitt Schlussbestimmungen (§§ 25–28)
Protokollerklärung
in Kraft ab: 01.10.2016
Fassung: 10.09.2002
(1) 1Jugendschutzprogramme sind Softwareprogramme, die Alterskennzeichnungen nach § 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 auslesen und Angebote erkennen, die geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu beeinträchtigen. 2Sie müssen zur Beurteilung ihrer Eignung einer anerkannten Einrichtung der freiwilligen Selbstkontrolle vorgelegt werden. 3Sie sind geeignet, wenn sie einen nach Altersstufen differenzierten Zugang zu Telemedien ermöglichen und eine dem Stand der Technik entsprechende Erkennungsleistung aufweisen. 4Zudem müssen sie benutzerfreundlich ausgestaltet und nutzerautonom verwendbar sein.
(2) Zur Beurteilung der Eignung können auch solche Programme vorgelegt werden, die lediglich auf einzelne Altersstufen ausgelegt sind oder den Zugang zu Telemedien innerhalb geschlossener Systeme ermöglichen.
(3) Die KJM kann die Kriterien für die Eignungsanforderungen nach den Absätzen 1 und 2 im Benehmen mit den anerkannten Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle durch Richtlinien festlegen.
(4) 1Hat eine anerkannte Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle ein Jugendschutzprogramm als nach Absatz 1 oder 2 geeignet beurteilt, hat sie die Beurteilung mindestens alle drei Jahre zu überprüfen. 2Sie hat auf die Behebung von Fehlfunktionen hinzuwirken. 3Die Beurteilungen nach den Absätzen 1 und 2 und die Ergebnisse ihrer Überprüfung nach Satz 1 sind unverzüglich in geeigneter Form zu veröffentlichen.
(5) Wer gewerbsmäßig oder in großem Umfang Telemedien verbreitet oder zugänglich macht, soll auch die für Kinder oder Jugendliche unbedenklichen Angebote für ein geeignetes Jugendschutzprogramm nach den Absätzen 1 und 2 programmieren, soweit dies zumutbar und ohne unverhältnismäßige Kosten möglich ist.
(6) 1Die anerkannten Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle können im Benehmen mit der KJM zur Förderung des technischen Jugendschutzes Modellversuche durchführen und Verfahren vereinbaren. 2Gleiches gilt für Altersklassifizierungssysteme, die von anerkannten Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle zur Verfügung gestellt werden.