Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201987,%20739
Timestamp: 2019-09-19 05:16:35
Document Index: 275824075

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 50', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 41', '§ 50', '§ 50', '§ 50', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.02.1987 - VII ZR 58/86 - dejure.org
https://dejure.org/1987,110
BGH, 26.02.1987 - VII ZR 58/86 (https://dejure.org/1987,110)
BGH, Entscheidung vom 26.02.1987 - VII ZR 58/86 (https://dejure.org/1987,110)
BGH, Entscheidung vom 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86 (https://dejure.org/1987,110)
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Zulässigkeit eines Parteiwechsels - Geltendmachung eines Gewährleistungsanspruchs gegen eine Person, wenn die von der Person geführte KG (Kommanditgesellschaft) Vertragspartner ist - Bewertung der Verweigerung der Zustimmung als Rechtsmissbrauch - Auslegungsfähigkeit ...
ZPO (1974) § 263
NJW 1987, 1946
MDR 1987, 752
WM 1987, 739
BauR 1987, 351
ZfBR 1987, 151
Es kommt darauf an, welcher Sinn der von der klagenden Partei in der Klageschrift gewählten Bezeichnung bei objektiver Würdigung des Erklärungsinhalts beizulegen ist (…BGH, Urt. v. 24.01.1952 - III ZR 196/50, BGHZ 4, 328, 334; Urt. v. 26.02.1987 - VII ZR 58/86, NJW 1987, 1946 m.w.N.).
Von der fehlerhaften Parteibezeichnung zu unterscheiden ist die irrtümliche Benennung der falschen, am materiellen Rechtsverhältnis nicht beteiligten Person als Partei; diese wird Partei, weil es entscheidend auf den Willen des Klägers so, wie er objektiv geäußert ist, ankommt (BGHZ 4, 328, 334; NJW 1987, 1946).
Denn der neue Beklagte darf nicht ohne seine ausdrückliche Zustimmung in einen laufenden Rechtsstreit hineingezogen werden (BGH vom 26.2.1987 - VII ZR 58/86 - NJW 1987, 1946 = Juris RdNr 11 und zur rechtsmissbräuchlichen Verweigerung der Zustimmung), wenn er an dessen Ergebnisse (Beweisaufnahme, Prozesserklärungen, ergangene Entscheidungen), die ohne ihn zustande gekommen sind, gebunden werden (…Hüßtege in Thomas/Putzo, ZPO, 39. Aufl 2018, vor § 50 RdNr 15) und gleichzeitig eine Tatsacheninstanz verlieren soll (…Guttenberger, aaO, RdNr 43).
Das Erfordernis der Zustimmung soll dem Schutz der Partei dienen, die in einem fortgeschrittenen Verfahrensstadium in einen Prozess hineingezogen wird (BGH, Urteil vom 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86, BauR 1987, 351 = ZfBR 1987, 151).
Denn als Prozeßerklärung ist die in der Klageschrift enthaltene Parteibezeichnung der Auslegung zugänglich (vgl. BGHZ 4, 328, 334 f; BGH, Urt. v. 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86, WM 1987, 739, 740 m.w.N.).
Demgemäß ist bei äußerlich unrichtiger oder unvollständiger Bezeichnung grundsätzlich die Person als Partei anzusprechen, die durch die fehlerhafte Parteibezeichnung nach deren objektiven Sinn betroffen werden soll (BGH, Urt. v. 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86, aaO;… vgl. auch Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht 14. Aufl. § 41 II 1 S. 220;… Stein/Jonas/Leipold, ZPO 20. Aufl. vor § 50 Rdn. 7, 8;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 46. Aufl. GrundZ § 50 Anm. 2 a;… Thomas/Putzo, ZPO 14. Aufl. Anm. III 1 vor § 50).
Als Auslegungsmittel können auch spätere Prozeßvorgänge herangezogen werden (vgl. BGH, Urt. v. 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86, a.a.O. m.w.N.).
Ist aus den Gesamtumständen zweifelsfrei ersichtlich, dass irrtümlich nur ein falscher Name gewählt wurde, so ist die Parteibezeichnung zu berichtigen (BGH NJW 87, 1946).
Zudem war bei objektiver Deutung aus der Sicht des Gerichts, das neben der Gegenseite Empfänger der Klageschrift und der dazu gehörenden Anlagen war, eine Rechtsnachfolge nicht erkennbar (vgl. BGH, Urteil vom 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86 - NJW 1987, 1946 unter II 1 a; BGH, Urteil vom 12. Oktober 1987 - II ZR 21/87 - NJW 1988, 1585 unter II 3 a).
Es kommt darauf an, welcher Sinn der von der klagenden Partei in der Klageschrift gewählten Bezeichnung bei objektiver Würdigung des Erklärungsinhalts beizulegen ist (so auch BGHZ 4, 328, 334 [BGH 24.01.1952 - III ZR 196/50] ; BGH, Urt. v. 26.2.1987 - VII ZR 58/86, NJW 1987, 1946 m.w.N.).
Bei objektiv unrichtiger oder auch mehrdeutiger Bezeichnung ist grundsätzlich diejenige Person als Partei anzusehen, die erkennbar durch die Parteibezeichnung betroffen werden soll (BGH NJW 1987, 1946 aaO; Sen. Beschl. v. 28.3.1995 - X ARZ 255/95, NJW-RR 1995, 764 m.w.N.).
Als Auslegungsmittel können auch spätere Prozessvorgänge dienen (BGH, Urteil vom 26. Februar 1987, VII ZR 58/86, Juris Rn.8).
Es kommt darauf an, welcher Sinn der von der klagenden Partei in der Klageschrift gewählten Bezeichnung bei objektiver Würdigung des Erklärungsinhalts beizulegen ist (BGH, Urteil vom 24. Januar 1952 - III ZR 196/50, BGHZ 4, 328, 334; vom 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86, NJW 1987, 1946, 1947;… vom 27. November 2007 - X ZR 144/06, NJW-RR 2008, 582 Rn. 7;… Beschluss vom 10. März 2009 - VIII ZR 265/08, NJW-RR 2009, 948 Rn. 2).
BAG, 18.05.2010 - 1 AZR 864/08
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