Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F23-12-2011-6B_172-2011
Timestamp: 2016-10-27 01:13:54
Document Index: 260642008

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 32', 'Art. 31', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 29', 'Art. 128', 'Art. 134', 'Art. 128', 'BGE', 'Art. 56', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 453', 'Art. 342', 'Art. 342', 'Art. 342', 'Art. 342', 'BGE', 'Art. 342', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 2', 'Art. 47', 'Art. 49', 'Art. 48', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'Art. 48', 'BGE', 'Art. 49']

6B_172/2011 (23.12.2011)
6B_172/2011
Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth,
2. Krankenkasse B.________ in Liquidation,
handelnd durch das Konkursamt Winterthur-Altstadt, und dieses vertreten durch F�rsprecher Daniel Staffelbach,
Beschwerdegegnerin 2
3. Gemeinsame Einrichtung KVG, vertreten durch F�rsprecher Dr. J�rg Rieben,
Ungen�gende Verteidigung; Strafzumessung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 16. November 2010.
Y.________ war als Mitglied der Gesch�ftsleitung Direktor Marketing & Vertrieb der Krankenkasse B.________, welche im Jahr 2001 mit �ber 90'000 Versicherten und einem Pr�mienvolumen von �ber 160 Mio. Franken zu den 20 gr�ssten Krankenversicherern der Schweiz geh�rte. Im Verlauf der Diskussion des Budgets f�r das Jahr 2000 entwickelten Y.________ und die �brigen Mitglieder der Gesch�ftsleitung den Plan, in den Versichertenbestand der Krankenkasse B.________ fiktive �ltere Versicherte aufzunehmen, um durch die Meldung des erh�hten Versichertenbestandes mit �lteren Versicherten an die Stiftung f�r die gemeinsame Einrichtung gem�ss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Krankenversicherung (nachfolgend GemE KVG) f�r die B.________ unberechtigte Risikoausgleichszahlungen f�r das Jahr 2000 und die folgenden Jahre zu erwirken. F�r die Umsetzung dieser Idee installierten sie ein komplexes und undurchschaubares System ("Vertrag 1163"), mit dem sie verhinderten, dass die Mitarbeiter der GemE KVG, der B.________ sowie deren Revisionsstellen entdeckten, dass fiktive Versichertenverh�ltnisse in den Datenbestand der B.________ aufgenommen und der GemE KVG gemeldet wurden. In der Folge erfassten die Mitglieder der Gesch�ftsleitung �ber die von einem Mitt�ter kontrollierte C.________ Management AG als Vermittlerin per 1. Januar 2000 1'540 und per 1. Januar 2001 weitere 500 fiktive Versicherte mit Alter �ber 66 Jahre. Entsprechend ihrem Plan generierten sie fiktive Schadenf�lle (Behandlungskosten), liessen Zahlungen der B.________ f�r die Schadenf�lle der Versicherten auf ein Kontokorrentkonto bei der Bank D.________, bei welcher der Vorsitzende der Gesch�ftsleitung der B.________ Verwaltungsratspr�sident war, und transferierten im Gegenzug fiktive Pr�mienzahlungen der Versicherten zur�ck auf die Konten der B.________. Durch die Meldung der fiktiven Daten (Versichertenmonate, Kosten und Kostenbeteiligung nach Kanton, Alter und Geschlecht) f�r den Risikoausgleich an die GemE KVG erzielten Y.________ und seine Mitt�ter f�r die Jahre 2000 bis 2002 zum Nachteil des Stiftungsverm�gens einen unrechtm�ssigen Vorteil f�r die B.________ von insg. Fr. 27'506'175.--, um welchen Betrag die GemE KVG aufgrund der fiktiven Daten die Zahlungen der B.________ in den Risikoausgleich zu tief festgesetzt hatte.
Zwischen dem 22. August 2000 und dem 29. Januar 2002 bezogen Y.________ und seine Mitt�ter in der Folge vom Kontokorrentkonto der C.________ Management AG bei der Bank D.________ Betr�ge von insg. Fr. 9'540'000.--, von denen sie je Fr. 2'138'750.-- f�r sich pers�nlich entgegen nahmen und f�r ihre privaten Bed�rfnisse verwendeten.
Das Bezirksgericht Winterthur erkl�rte Y.________ mit Urteil und Beschluss vom 17. Oktober 2008 schuldig des mehrfachen Betruges, der mehrfachen Veruntreuung, der mehrfachen Urkundenf�lschung sowie der mehrfachen Geldw�scherei und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft. Von der Anklage der mehrfachen Urkundenf�lschung in den Anklageziffern III und VIII in Bezug auf die Jahresrechnungen 2001 und 2002 und die Jahresabschl�sse 2001 und 2002 sowie von der Anklage der Geldw�scherei, soweit diese Gelder auf Konti betrifft, welche auf seinen Namen lauteten, sprach es ihn frei. Auf die Anklage betreffend Geldw�scherei, soweit diese Einzelhandlungen betrifft, die vor dem 17. Oktober 2001 ausgef�hrt wurden, trat es nicht ein. Das Bezirksgericht verpflichtete ferner Y.________ und seine Mitt�ter, der Gesch�digten GemE KVG unter solidarischer Haftbarkeit Schadenersatz in der H�he von Fr. 27'506'175.-- zuz�glich Zins zu 5 % zu bezahlen. Im �bersteigenden Betrag verwies es die Forderung auf den Zivilweg. Ebenfalls auf den Zivilweg verwies es die Schadenersatzforderungen der Gesch�digten B.________ in Liquidation. Schliesslich entschied es �ber die Einziehung der beschlagnahmten Verm�genswerte und Gegenst�nde sowie die Erhebung einer Ersatzforderung.
Auf Berufung der Staatsanwaltschaft, der B.________ in Liquidation sowie von Y.________ hin stellte das Obergericht des Kantons Z�rich mit Urteil vom 16. November 2010 fest, das erstinstanzliche Urteil sei in Bezug auf den Freispruch von der Anklage der Urkundenf�lschung bez�glich der Jahresrechnungen 2001 und 2002 sowie der Jahresabschl�sse 2001 und 2002 in Rechtskraft erwachsen. Es sprach Y.________ des mehrfachen Betruges, der mehrfachen ungetreuen Gesch�ftsbesorgung, der Urkundenf�lschung (Anklageziffer IX) sowie der Geldw�scherei (bez�glich der Geldw�schereihandlung vom 10. Januar 2003) schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 4 1/2 Jahren, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft. Von der Anklage der mehrfachen Urkundenf�lschung in den Anklageziffern III und VIII, sowie der weiteren Geldw�schereihandlungen ab dem 1. Oktober 2002 sprach es ihn frei. Auf die Anklage betreffend Geldw�scherei trat es nicht ein, soweit sie Geldw�schereihandlungen betrifft, welche vor dem 1. Oktober 2002 ausgef�hrt wurden. Ferner verpflichtete das Obergericht Y.________ unter solidarischer Haftbarkeit mit einem seiner Mitt�ter zur Leistung von Schadenersatz im Umfang von Fr. 5'090'000.-- sowie von Fr. 210'000.-- an die B.________ in Liquidation. Im �brigen verwies es die Schadenersatzforderungen der B.________ in Liquidation auf den Zivilweg, soweit es darauf eintrat. Ebenfalls auf den Weg des Zivilprozesses verwies es die Schadenersatzforderung der GemE KVG in der H�he von Fr. 27'506'175.-- zuz�glich 5 % Zins. Ferner entschied es �ber die beschlagnahmten Verm�genswerte und die Erhebung einer Ersatzforderung.
Y.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht, mit der er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r und eine willk�rliche Anwendung kantonalen Verfahrensrechts. Er macht geltend, seine beiden Verteidiger, von welchen er im erstinstanzlichen Verfahren vertreten worden sei, h�tten in ihren Pl�doyers vor dem Bezirksgericht Antrag auf vollumf�nglichen Freispruch gestellt, ohne f�r den Fall eines Schuldspruchs - abgesehen von einigen kurzen Bemerkungen - zur Strafzumessung Stellung zu nehmen. Sie seien hiezu vom Bezirksgericht auch nicht aufgefordert worden. Damit sei er im erstinstanzlichen Verfahren ungen�gend verteidigt worden. Die Sache h�tte daher von der Vorinstanz an das Bezirksgericht zur�ckgewiesen werden m�ssen. Eine Heilung des Mangels im Berufungsverfahren sei ausgeschlossen. Indem die Vorinstanz entgegen einer konstanten Praxis des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich von der R�ckweisung an die erste Instanz abgesehen habe, sei sie in Willk�r verfallen. Der Anspruch auf effektive Verteidigung sei formeller Natur und k�nne nicht dadurch kompensiert werden, dass das Gericht diese Aufgabe �bernehme. Der Beschwerdef�hrer beruft sich hief�r auf einen in einer anderen Sache ergangenen Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich vom 25. September 2008. Aus diesem Beschluss ergebe sich, dass der Mangel auch bei bloss teilweiser ungen�gender Verteidigung im Berufungsverfahren nicht geheilt werden k�nne, sondern die Sache gest�tzt auf � 424 Abs. 1 Ziff. 2 StPO/ZH zwingend zur Neubeurteilung an die erste Instanz zur�ckgewiesen werden m�sse (Beschwerde S. 3 ff.; vgl. ferner die Urteile des Bundesgerichts 6B_157/2009 vom 29. Oktober 2009 E. 2.1 und 6B_899/2009 vom 26.2.2010 E. 3; ferner Urteil 1B_270/2007 vom 21.7.2009 Sachverhalt Aa).
1.2 Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdef�hrer sei im erstinstanzlichen Verfahren von zwei sehr erfahrenen Strafverteidigern vertreten worden. Es sei daher davon auszugehen, dass der Verzicht auf begr�ndete Eventualantr�ge auf einer durchdachten Verteidigungsstrategie beruht habe. Damit k�nne von einer ungen�genden Verteidigung nicht die Rede sein. Im �brigen seien die Verteidiger anl�sslich der Berufungsverhandlung aufgefordert worden, f�r den Eventualfall eines Schuldspruchs zur Strafzumessung Stellung zu nehmen. Damit w�re eine Verletzung der richterlichen F�rsorgepflicht im erstinstanzlichen Verfahren geheilt. Eine entgegenstehende kantonale Praxis bestehe nicht. Ausserdem sei die Berufung ein ordentliches, vollkommenes und suspensives Rechtsmittel, welches eine vollst�ndige �berpr�fung des erstinstanzlichen Urteils erm�gliche (angefochtenes Urteil S. 34 f.).
1.3.1 Die mit der Strafverfolgung betrauten Beh�rden haben aufgrund ihrer F�rsorge- und Aufkl�rungspflicht nach Art. 32 Abs. 2 und Art. 31 Abs. 2 BV f�r die Voraussetzungen eines fairen Strafverfahrens zu sorgen (vgl. nunmehr auch Art. 3 StPO). Dies umfasst neben der Pflicht, die rechtsungewohnten, anwaltlich nicht vertretenen Verfahrensbeteiligten �ber ihre Rechte aufzukl�ren, auch eine richterliche F�rsorgepflicht. Diese gebietet dem Richter im Falle einer offenkundig ungen�genden Verteidigung, den amtlichen Verteidiger zu ersetzen, und bei einer privaten Verteidigung einzuschreiten sowie nach der Aufkl�rung des Angeschuldigten �ber seine Verteidigungsrechte das zur Gew�hrleistung einer gen�genden Verteidigung Erforderliche vorzukehren (BGE 131 I 350 E. 4.1 und 4.2; 124 I 185 E. 3a).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts m�ssen der amtliche wie der private Verteidiger die Interessen der Angeschuldigten in ausreichender und wirksamer Weise wahrnehmen und die Notwendigkeit prozessualer Massnahmen im Interesse der Angeschuldigten sachgerecht und kritisch abw�gen. Der Angeschuldigte hat Anspruch auf eine sachkundige, engagierte und effektive Wahrnehmung seiner Parteiinteressen. Wird von den Beh�rden unt�tig geduldet, dass der Verteidiger seine anwaltlichen Berufs- und Standespflichten zum Schaden des Angeschuldigten in schwerwiegender Weise vernachl�ssigt, kann darin eine Verletzung der von Verfassung und Konvention gew�hrleisteten Verteidigungsrechte liegen (BGE 126 I 194 E. 3d; 124 I 185 E. 3b; 120 Ia 48 E. 2b/bb). Eine solche Verletzung liegt etwa vor bei krassen Frist- und Terminvers�umnissen, Fernbleiben an wichtigen Zeugeneinvernahmen, mangelnder Sorgfalt bei der Vorbereitung von Einvernahmen und anderen Prozesshandlungen oder fehlender Vorsorge f�r Stellvertretungen. Als schwere Pflichtverletzung f�llt indes nur sachlich nicht vertretbares bzw. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten des Verteidigers in Betracht (BGE 120 Ia 48 E. 2c/d; Urteil des Bundesgerichts 6B_100/2010 vom 22.4.2010, in: Pra 2010 Nr. 104 S. 708, E. 2.1, mit weiteren Hinweisen). Im Umstand, dass ein amtlicher Verteidiger gegen ein erstinstanzliches Urteil Berufung mit dem Antrag auf Freisprechung des Beurteilten von Schuld und Strafe einlegt, ohne f�r den Fall eines allf�lligen Schuldspruchs Eventualantr�ge zu stellen, liegt keine mangelhafte Verteidigung im Sinne einer schweren anwaltlichen Pflichtverletzung gem�ss Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 29 Abs. 3 BV (Urteil des Bundesgerichts 6B_100/2010 vom 22.4.2010, in: Pra 2010 Nr. 104 S. 708, E. 3.1).
Hingegen fragt sich, ob das Gericht aufgrund der richterlichen F�rsorgepflicht die Verteidigung, welche im erstinstanzlichen Verfahren auf Antr�ge und Ausf�hrungen zur Strafzumessung verzichtet, nicht von Amtes wegen auffordern m�sste, zum Strafpunkt einen Antrag zu stellen und diesen zu begr�nden. Das Bundesgericht hat dies f�r den Fall, dass das oberinstanzliche Gericht den Schuld- und Strafpunkt mit freier Kognition �berpr�fen kann und der Betroffene im bundesgerichtlichen Verfahren nicht darlegt, dass ihm insoweit ein Nachteil erwachsen ist, verneint (Urteil des Bundesgerichts 6B_100/2010 vom 22.4.2010, E. 3.1, in: Pra 2010 Nr. 104 S. 708 mit krit. Anmerkung VIKTOR LIEBER; vgl. auch WALTER K�LIN, Die staatsrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts in den Jahren 2010 und 2011, ZBJV 147/2011, S. 833).
1.3.2 Der Verteidiger hat die Pflicht, den Beschuldigten wirkungsvoll und sachgerecht zu vertreten. Er muss die Interessen des Angeschuldigten in ausreichender und effektiver Weise wahrnehmen. So hat er sich als Anwalt etwa anl�sslich der gerichtlichen Hauptverhandlung hinreichend zu allen sich im Prozess stellenden wesentlichen Fragen zu �ussern. Dabei muss er einseitig und nur zugunsten und im Interesse der beschuldigten Person t�tig werden, um f�r diese ein m�glichst g�nstiges Urteil zu erreichen. Es kommt ihm bei der F�hrung der Verteidigung und der Bestimmung der Verteidigungsstrategie aber ein erhebliches Ermessen zu (NIKLAUS SCHMID, Strafprozessrecht, 4. Aufl. 2004, N 500; VIKTOR LIEBER/ANDREAS DONATSCH, in: Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Z�rich, 1996 ff., � 11 N 65 f.; vgl. auch MARK E. VILLIGER, Handbuch der Europ�ischen Menschenrechtskonvention, 2. Aufl. 1999, N 524; VIKTOR LIEBER, in: Andreas Donatsch/Thomas Hansjakob/Viktor Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2010, Art. 128 N 5 und Art. 134 N 15).
Ein klar fehlerhaftes Prozessverhalten kann auch in einer unterbliebenen oder offenkundig ungen�genden Stellungnahme zu den Strafantr�gen der Staatsanwaltschaft liegen. Grunds�tzlich ist aber nicht zu beanstanden, wenn sich die Verteidigung, die ihren Hauptantrag auf Freisprechung nicht mit Ausf�hrungen �ber das Strafmass f�r den Fall einer Verurteilung schw�chen will (sog. Verteidigerdilemma), in ihrem Pl�doyer auf Ausf�hrungen zum Schuldpunkt beschr�nkt und darauf verzichtet, in einem Eventualstandpunkt zur Strafzumessung Stellung zu nehmen. Dies gilt jedenfalls, wenn der Verzicht auf Ausf�hrungen zum Strafpunkt f�r alle Verfahrensbeteiligten erkennbar auf einer durchdachten und klar umrissenen Verteidigungsstrategie beruht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_100/2010 vom 22.4.2010, in: Pra 2010 Nr. 104 S. 708, E. 3.1). Von einer offenkundigen und schwerwiegenden Vernachl�ssigung der Verteidigerpflichten kann in einem solchen Fall nicht die Rede sein. Das hat zur Folge, dass der Richter nicht eingreifen und den Verteidiger zur Stellungnahme zum Strafpunkt anhalten muss. Denn die richterliche F�rsorgepflicht kann naturgem�ss nur dort zum Tragen kommen, wo nicht bloss verteidigungstaktische Fragen zur Diskussion stehen, sondern wo ein eklatanter Verstoss gegen allgemein anerkannte Verteidigerpflichten vorliegt (so NIKLAUS OBERHOLZER, Grundz�ge des Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2005, N 485). Das Einschreiten der Strafverfolgungsbeh�rden aufgrund ihrer F�rsorgepflicht kn�pft an eine Pflichtverletzung des Verteidigers an, an welcher es bei dieser Konstellation gerade fehlt (a.M. LIEBER, a.a.O., Art. 128 N 16; LIEBER/DONATSCH, a.a.O., � 11 N 69 FN 155). Der Beh�rde kann nicht die Verantwortung f�r jegliches Vers�umnis des Verteidigers auferlegt werden (BGE 126 I 194 E. 3d, S. 199). Auch die aus der Aufkl�rungs- und F�rsorgepflicht abgeleitete richterliche Fragepflicht (vgl. Art. 56 ZPO) besteht nur bei unklaren, mehrdeutigen �usserungen von Verfahrensbeteiligten (NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2009, N 102; vgl. auch TITUS GRAF, Effiziente Verteidigung im Rechtsmittelverfahren, 2000, S. 106 f.).
1.4 Der Beschwerdef�hrer wurde im erstinstanzlichen Verfahren von den Rechtsanw�lten lic. iur. E.________ und Dr. F.________ verteidigt. Nach der erstinstanzlichen Verhandlung, ab dem 27. November 2008, �bernahm der jetzige Rechtsvertreter die Verteidigung. Die beiden Verteidiger stellten in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung Antrag auf Freisprechung des Beschwerdef�hrers von Schuld und Strafe. Zum Strafmass im Falle einer Verurteilung �usserten sie sich nicht. Rechtsanwalt E.________ setzte sich in seinem Pl�doyer, das in seiner schriftlichen Fassung 74 Seiten umfasst (Urk. 59), ausf�hrlich mit den gegen�ber seinem Klienten erhobenen Vorw�rfen des Betruges und der Veruntreuung auseinander und legte seinen Standpunkt einl�sslich dar. Rechtsanwalt F.________ �usserte sich zu den Anklagepunkten des Betruges, der Falschbeurkundung und der Geldw�scherei. In seinen zu Handen des Gerichts eingereichten Pl�doyernotizen hielt er zu den Ausf�hrungen der Staatsanwaltschaft zur Strafzumessung ausdr�cklich fest, da der Beschwerdef�hrer freizusprechen sei, er�brigten sich Bemerkungen zur Sanktion (Urk. 61 N 21). Im m�ndlichen Vortrag nahm er erg�nzend Stellung zur Wahl der Sanktion, der W�rdigung des fehlenden Gest�ndnisses und zur Ber�cksichtigung von aus dem Strafregister entfernter Vorstrafen (Erg�nzungen zum Pl�doyer F.________, Urk. 62 S. 3 f., Einsch�be 10-12).
Bei dieser Sachlage durfte das Bezirksgericht davon ausgehen, dass der Verzicht auf Ausf�hrungen zur Strafzumessung f�r den Eventualfall der Verurteilung auf einer bewusst gew�hlten und vom Beschwerdef�hrer mitgetragenen Verteidigungsstrategie beruhte. Dieser schloss sich in seinem Schlusswort denn auch ausdr�cklich den Ausf�hrungen seiner Verteidiger an (erstinstanzliches Protokoll S. 214). Damit kann von einem fehlerhaften Verteidigerverhalten nicht die Rede sein. Die vorliegende Konstellation unterscheidet sich in klarer Weise von derjenigen, bei welcher sich ein Verteidiger zwar zur Strafzumessung �ussert, in v�llig unzureichender Weise aber nur einzelne entlastende Umst�nde anf�hrt, Ausf�hrungen zu einem psychiatrischen Gutachten g�nzlich unterl�sst oder dem Antrag der Staatsanwaltschaft zum Strafmass nichts entgegenh�lt.
Im �brigen kann, wer auf ein Recht wirksam verzichtet, sich nicht sp�ter auf einen Verfahrensmangel berufen, weil er trotz seines Verzichts nicht dazu aufgefordert worden ist, von seinem Recht Gebrauch zu machen (vgl. auch NIKLAUS SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2009, Art. 3 N 4; WOLFGANG WOHLERS, in: Andreas Donatsch/Thomas Hansjakob/Viktor Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2010, Art. 3 N 18). Dies gilt im vorliegenden Falle umso mehr, als auch der jetzige Vertreter des Beschwerdef�hrers in der zweitinstanzlichen Verhandlung "instruktions- und absprachegem�ss" auf Ausf�hrungen zum Strafpunkt verzichtet hat (zweitinstanzliches Protokoll, Urk. 166 S. 171/172).
Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet. Es kann damit offen bleiben, ob die Vorinstanz bei Annahme eines Verfahrensmangels kantonales Verfahrensrecht willk�rlich angewendet hat, indem sie von einer R�ckweisung der Sache gem�ss � 424 Abs. 1 Ziff. 2 StPO/ZH an die erste Instanz abgesehen hat.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt ferner, die Vorinstanz sei insofern in Willk�r verfallen, als sie seinen Antrag auf Aufteilung des Verfahrens und Anordnung eines Schuldinterlokuts abgewiesen habe. Die Begr�ndung der Vorinstanz, ein Schuldinterlokut sei verfahrens�konomisch nicht vertretbar, stehe in keinem Verh�ltnis zu der Beeintr�chtigung der Verteidigung, die eigene Position durch aufgezwungene Erw�gungen zur Strafzumessung zu schw�chen (Beschwerde S. 8 ff.).
2.2 Die Vorinstanz nimmt an, das vorliegende Verfahren dauere bereits �ber 7 Jahre, was von Seiten der Verteidigung ger�gt worden sei. Es gelte daher, weitere Verz�gerungen und Komplikationen, zu welchen eine Aufgliederung der Verhandlung in einen Entscheid �ber die Schuldfrage und erst hernach, soweit ein Schuldspruch erfolge, �ber die Sanktion unweigerlich f�hren w�rde, zu vermeiden. Das Bezirksgericht habe sich sehr ausf�hrlich mit der Strafzumessung auseinandergesetzt. Es sei der Verteidigung im Berufungsverfahren daher ohne weiteres m�glich, sich im Rahmen von Eventualantr�gen auch zur Strafzumessung zu �ussern. Von einer Zweiteilung des Verfahrens im Sinne eines Schuldinterlokuts sei daher abzusehen (angefochtenes Urteil S.35).
2.3 Die fr�here Strafprozessordnung des Kantons Z�rich, welche hier zur Anwendung gelangt (Art. 453 Abs. 1 StPO) sieht das Institut des Schuldinterlokuts ausdr�cklich f�r das Verfahren vor Geschworenengericht vor. Es ist aber auch f�r Verfahren vor Bezirks- und Obergericht m�glich (vgl. SCHMID, Strafprozessrecht, N 836). Gem�ss � 250 StPO/ZH kann danach der Gerichtshof, wenn die Verh�ltnisse es rechtfertigen, anordnen, dass nach Durchf�hrung des Beweisverfahrens zuerst nur �ber die Schuldfrage verhandelt und beraten wird (Abs. 1). Bejaht das Gericht die Schuld, verhandelt und ber�t es anschliessend �ber die Straffrage und die Nebenpunkte (Abs. 3; vgl. nunmehr Art. 342 Abs. 1 lit. a StPO).
Die Aufteilung des Verfahrens in zwei Verfahrensabschnitte dient einerseits dem Pers�nlichkeitsschutz des Angeschuldigten, weil nur im Falle der Verurteilung die f�r die Festsetzung der Sanktion wichtigen, die Pers�nlichkeit ber�hrenden Fragen �ffentlich er�rtert werden. Zudem wird es dem Verteidiger erspart, in einer Eventualposition bereits zur Strafe Stellung zu nehmen, obwohl er im Hauptstandpunkt Antrag auf Freisprechung gestellt hat. Schliesslich sprechen f�r die Zweiteilung verfahrens�konomische Gr�nde, da �ber die Folgen des Schuldpunktes erst verhandelt wird, wenn feststeht, dass ein Schuldspruch ergangen ist (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage 2005, � 82 N 29; DONATSCH/SCHMID, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Z�rich, 1996 ff., � 250 N 2; ferner THOMAS FINGERHUTH, in: Andreas Donatsch/Thomas Hansjakob/Viktor Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2010, Art. 342 StPO N 1). Es widerspricht aber nicht der Unschuldsvermutung, wenn der beschuldigten Person in einer ungeteilten Hauptverhandlung vor einem Schuldspruch ihr Vorleben und insbesondere ihre Vorstrafen vorgehalten werden (DONATSCH/SCHMID, a.a.O., � 250 N 2; FINGERHUTH, a.a.O., Art. 342 StPO N 2). Die Aufteilung des Verfahrens kann auf der anderen Seite zu einer Verz�gerung des Verfahrens f�hren und in Widerspruch zum Beschleunigungsgebot geraten (MAX HAURI, Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2011, Art. 342 StPO N 4). In der Praxis von Bedeutung ist das Schuldinterlokut vor allem in F�llen, in denen besondere Beweiserhebungen zur Festsetzung der Strafe erfolgen m�ssen, wie etwa die nachtr�gliche Anordnung einer psychiatrischen Expertise (BGE 127 IV 135 E. 2d).
2.4 Bei der Pr�fung, ob die Hauptverhandlung in zwei Abschnitte zu gliedern ist, sind die im konkreten Fall bestehenden Gr�nde, die f�r und gegen eine Aufteilung sprechen, gegeneinander abzuw�gen. Dabei nimmt die Vorinstanz zu Recht an, angesichts der langen Verfahrensdauer seien weitere Verz�gerungen tunlichst zu vermeiden, um nicht dem Beschleunigungsgebot zuwider zu laufen. Zudem ist nicht ersichtlich, dass beim Beschwerdef�hrer besondere Gr�nde des Pers�nlichkeitsschutzes gegen eine Befragung zur Person in der �ffentlichen Verhandlung schon vor einem allf�lligen Schuldspruch spr�chen. Namentlich liegt nicht etwa ein psychiatrisches Gutachten vor, dessen Ergebnisse er�rtert werden m�ssten. Dass der Beschwerdef�hrer durch den Verzicht auf ein Schuldinterlokut damit in die Lage versetzt wurde, in einem Eventualstandpunkt Ausf�hrungen zu den Folgen eines Schuldspruchs zu machen, trifft zu. Doch geh�ren Eventualantr�ge zum Prozessalltag und schw�chen bei geeigneter Formulierung den Hauptantrag nicht (HAURI, a.a.O., Art. 342 StPO N 4 a.E.). Im �brigen fragt sich, ob die R�ge des Beschwerdef�hrers, er werde durch die Verweigerung der Zweiteilung des Verfahrens gezwungen, durch Ausf�hrungen zur Strafzumessung seine Verteidigungsposition zu schw�chen, nicht in einen gewissen Widerspruch zu seinem Standpunkt ger�t, das Gericht verletze seine F�rsorgepflicht, wenn es die Verteidigung nicht zur Stellung von Eventualantr�gen zu eben diesem Strafpunkt auffordere.
Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einer Aufteilung des Verfahrens und Anordnung eines Schuldinterlokuts abgesehen hat. Jedenfalls ist das angefochtene Urteil in Bezug auf die Anwendung kantonalen Rechts, welche im bundesgerichtlichen Verfahren nur auf Willk�r gepr�ft wird (vgl. Art. 95 und 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 III 379 E. 1.2), nicht schlechterdings unhaltbar.
3.1 Im Weiteren wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die Strafzumessung. Er r�gt zun�chst eine Verletzung von Art. 48 lit. e StGB. Die Vorinstanz habe die lange Verfahrensdauer bei der Strafzumessung lediglich strafmindernd und nicht strafmildernd ber�cksichtigt. Ferner widerspreche sie sich selbst, wenn sie einerseits annehme, der ausserordentlich hohe Deliktsbetrag zwischen 9 und 27 Mio. Franken falle erschwerend ins Gewicht und gleichzeitig feststelle, die genaue H�he des Schadens sei nicht nachgewiesen. Zudem verwerte die Vorinstanz die mehrfache Tatbegehung doppelt. So nehme sie an, dass die Tatmehrheit zur Verurteilung zu der Strafe der schwersten Tat f�hre, wobei deren Dauer angemessen zu erh�hen sei. Dar�ber hinaus ber�cksichtige sie die mehrfache Tatbegehung aber auch bei den einzelnen Delikten ein weiteres Mal, und zwar beim Betrug "erheblich" und bei der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung "deutlich". Sodann schlage sich die angeblich deutliche Strafminderung wegen der sehr langen Verfahrensdauer nicht hinreichend im Strafmass nieder. Die Herabsetzung der Strafe um 2 Jahre erfolge erst nach Ber�cksichtigung weiterer strafreduzierender Gr�nde. Die unterschiedliche Gewichtung gleichartiger Reduktions- und Erh�hungsgr�nde sei nicht nachvollziehbar. Schliesslich ber�cksichtige die Vorinstanz die zweitinstanzlich ausgesprochenen Freispr�che von der Anklage der Urkundenf�lschung in den Punkten III und VIII sowie von der Anklage der weiteren Geldw�schereihandlungen ab dem 1. Oktober 2002 in der Strafzumessung nicht und begr�nde diese Unterlassung auch nicht (Beschwerde S. 12 ff.).
3.2 Die Vorinstanz erachtet bei der Strafzumessung f�r den Beschwerdef�hrer das neue Recht nicht als milder und wendet daher gem�ss Art. 2 Abs. 2 StGB das alte Recht an (angefochtenes Urteil S. 125).
Im Rahmen der Strafzumessung nimmt die Vorinstanz an, der Beschwerdef�hrer habe tatkr�ftig bei der Planung und Organisation des ausgekl�gelten, raffinierten Betrugskonstruktes mitgewirkt. Dabei falle der ausserordentlich hohe Deliktsbetrag zwischen 9 und 27 Mio. Franken zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 3, die gegr�ndet worden sei, um einen gerechten Ausgleich zwischen den Krankenkassen zu gew�hrleisten, erschwerend in Betracht. Es erscheine besonders verwerflich, dass der Beschwerdef�hrer zusammen mit seinen Mitt�tern diese dem Prinzip der Solidarit�t verpflichtete soziale Einrichtung im Krankenversicherungswesen missbraucht habe. Das deliktische Handeln erstrecke sich �ber mehrere Jahre und beinhalte unz�hlige Einzelhandlungen. Der Beschwerdef�hrer habe auch bei der Umsetzung des Betrugskonstruktes eine wesentliche Rolle gespielt. Er sei es gewesen, der den fiktiven "Vertrag 1163" in seiner Abteilung habe erfassen lassen, und er habe sich die Personendaten mit den fiktiven Versicherten beschafft. Die mehrfache Tatbegehung sei innerhalb des ordentlichen Strafrahmens erheblich straferh�hend zu gewichten. Nicht zu widerlegen sei, dass prim�res Motiv der T�ter beim Betrug die Rettung der in wirtschaftlichen N�ten steckenden B.________ gewesen sei. Angesichts des Umstandes, dass diese in der Folge direkt vors�tzlich und zielstrebig deliktisch vorgegangen seien, die B.________ als direkte Folge davon in Konkurs gegangen sei und zirka 100 Arbeitspl�tze verloren gegangen seien, wirke sich dieses Motiv aber nur in leichtem Masse strafmindernd aus. Insgesamt erweise sich das Tatverschulden beim mehrfachen Betrug als sehr schwer. Es sei von einer Einsatzstrafe von vier Jahren auszugehen. Dar�ber hinaus wiege die mehrfache ungetreue Gesch�ftsbesorgung in diesem Kontext als sehr schwer. Der Beschwerdef�hrer habe v�llig unverfroren und ausschliesslich im Bestreben gehandelt, eigene finanzielle Vorteile in Millionenh�he zu erlangen. Mit diesem skrupellosen Verhalten habe er einen ausgepr�gten deliktischen Willen offenbart, zumal er als Direktor Marketing und Vertrieb der B.________ in sehr guten wirtschaftlichen Verh�ltnissen gelebt habe. Die mehrfache Tatbegehung sei in diesem Kontext deutlich straferh�hend zu gewichten und die Einsatzstrafe um zwei Jahre auf sechs Jahre zu erh�hen. Demgegen�ber falle die Geldw�scherei in den F�llen, in denen der Beschwerdef�hrer auch die Vortat ver�bt habe, verschuldensm�ssig grunds�tzlich nicht mehr ins Gewicht. Aufgrund der weiteren Delikte (Falschbeurkundung, weitere ungetreue Gesch�ftsbesorgung zum Nachteil der B.________ gem�ss Anklageziffer IX) erweise sich eine Erh�hung der Einsatzstrafe auf sechseinhalb Jahre als angemessen.
Die Vorinstanz nimmt ferner an, angesichts der sehr langen Verfahrensdauer sei die Strafe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens deutlich strafmindernd zu ber�cksichtigen. Angesichts der Komplexit�t des Falles, der eine sehr aufw�ndige und zeitintensive Untersuchung und ein entsprechendes gerichtliches Verfahren mit zwei Instanzen erforderlich gemacht habe, k�nne andererseits noch nicht von einer Verletzung des Beschleunigungsgebotes gesprochen werden. Leicht strafmindernd w�rdigt die Vorinstanz sodann die Vorverurteilung in der Gesellschaft und in den Medien. In W�rdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgr�nde erachtet die Vorinstanz eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren als angemessen (angefochtenes Urteil S. 134 ff.).
3.3.1 Gem�ss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu. Es ber�cksichtigt das Vorleben, die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters. Die Bewertung des Verschuldens richtet sich gem�ss Abs. 2 derselben Bestimmung nach der Schwere der Verletzung oder der Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach, wie weit der T�ter nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden.
Dem Sachgericht steht bei der Gewichtung der verschiedenen Strafzumessungsfaktoren ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin in die Strafzumessung nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat.
3.3.2 Hat der T�ter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen f�r mehrere gleichartige Strafen erf�llt, so verurteilt ihn das Gericht gem�ss Art. 49 Abs. 1 StGB zu der Strafe der schwersten Straftat, d.h. derjenigen Tat, die mit der schwersten Strafe bedroht ist, und erh�ht sie angemessen (Asperationsprinzip). Es darf jedoch das H�chstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die H�lfte erh�hen. Dabei ist es an das gesetzliche H�chstmass der Strafart gebunden.
3.4 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Aspekte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich.
3.4.1 Dies gilt zun�chst insofern, als die Vorinstanz die lange Verfahrensdauer innerhalb des ordentlichen Strafrahmens nur deutlich strafmindernd ber�cksichtigt. Gem�ss Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das Strafbed�rfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und der T�ter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat (vgl. auch Art. 64 al. 8 aStGB). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist dieser Strafmilderungsgrund in jedem Fall zu beachten, wenn bei einer Verj�hrungsfrist von 15 Jahren zwei Drittel verstrichen sind, wobei der Richter diese Zeitspanne unterschreiten kann, um Art und Schwere der Tat Rechnung zu tragen (BGE 132 IV 1 E. 6.2 mit Hinweisen).
Die Vorinstanz nimmt in diesem Zusammenhang an, die Verj�hrungsfrist habe mit dem Tatentschluss im Herbst 1999 zu laufen begonnen, weshalb in Bezug auf das am weitesten zur�ckliegende Delikt mit einer Verj�hrungsfrist von 15 Jahren nunmehr 11 Jahre, mithin mehr als zwei Drittel, verstrichen seien. Die sehr lange Verfahrensdauer sei daher strafmildernd zu ber�cksichtigen. Die Vorinstanz nimmt aufgrund dessen eine deutliche Strafminderung innerhalb des ordentlichen Strafrahmens vor (angefochtenes Urteil S. 136).
Gem�ss Art. 48a StGB muss der Richter, wenn ein Milderungsgrund gegeben ist, die Strafe mildern. Dabei ist er nicht an die angedrohte Mindeststrafe gebunden. Anders als im fr�heren Recht ist die Strafmilderung somit nicht mehr ins Ermessen des Richters gestellt (vgl. Art. 64 f. aStGB). Es besteht nunmehr eine obligatorische Strafmilderung nach freiem Ermessen ohne Bindung an Mindeststrafen. Die Strafmilderung verpflichtet den Richter indes nicht dazu, den ordentlichen Strafrahmen zu unterschreiten. Die Strafe muss zumindest gemindert, d.h. innerhalb des gegebenen Strafrahmens herabsetzt werden (BGE 116 IV 11 E. 2; s. auch BGE 136 IV 55 E. 5.8 S. 63). Indem die Vorinstanz erw�gt, die lange Verfahrensdauer sei strafmildernd zu ber�cksichtigen, bringt sie zum Ausdruck, dass sie den Milderungsgrund gem�ss Art. 48 lit. e StGB als gegeben erachtet. Soweit sie im Anschluss daran zum Ergebnis gelangt, die Strafe sei aus diesem Grund deutlich zu mindern, macht sie deutlich, dass sie eine Herabsetzung der Strafe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens als ausreichend erachtet. Dies ist nicht zu beanstanden.
3.4.2 Das angefochtene Urteil verletzt auch in den �brigen, in Bezug auf die Strafzumessung erhobenen R�gen kein Bundesrecht. So ist entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht ersichtlich, inwiefern sich die Vorinstanz selbst widersprechen soll, wenn sie einerseits davon ausgeht, der Deliktsbetrag bewege sich zwischen 9 und 27 Mio. Franken, und andererseits annimmt, die genaue H�he des Schadens sei nicht nachgewiesen. Die Vorinstanz f�hrt auch im Rahmen der Pr�fung des Verm�gensschadens beim angeklagten Betrug zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 3 aus, die genaue H�he des Schadens sei nicht nachgewiesen, es sei aber davon auszugehen, dass dieser deutlich �ber der Deliktssumme von Fr. 9'540'000.--, welche dem Beschwerdef�hrer und seinen Mitt�tern zugeflossen sei, und bei einer Obergrenze des als Schaden geltend gemachten Betrages von Fr. 27'506'175.-- liege (angefochtenes Urteil S. 76). Die im Zusammenhang mit der Strafzumessung getroffene Feststellung, der Deliktsbetrag bewege sich zwischen 9 und 27 Mio. Franken, steht dazu nicht in Widerspruch.
Unbegr�ndet ist auch der Einwand des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz verwerte die mehrfache Tatbegehung doppelt. Das Doppelverwertungsverbot versagt es dem Gericht, Umst�nde, die zur Anwendung eines h�heren oder tieferen Strafrahmens f�hren, innerhalb des ge�nderten Strafrahmens noch einmal als Straferh�hungs- oder Strafminderungsgrund zu ber�cksichtigen, ansonsten dem T�ter der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zugutegehalten w�rde. Dem Richter ist es aber nicht verwehrt, bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist (BGE 120 IV 67 E. 2b; 118 IV 142 E. 2b). Die Vorinstanz folgt dem in Art. 49 Abs. 1 StGB vorgezeichneten Vorgehen, indem sie den Beschwerdef�hrer zun�chst zur Strafe der schwersten Straftat verurteilt und diese Einsatzstrafe anschliessend angemessen erh�ht. Dabei w�rdigt sie die mehrfache Tatbegehung sowohl bei den Betrugshandlungen zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 3 als auch bei der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung zum Nachteil der B.________ auch f�r sich je als erheblich bzw. deutlich straferh�hend (angefochtenes Urteil S. 134/135). Dies verletzt kein Bundesrecht, zumal sowohl im Rahmen des angeklagten Betruges als auch bei der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung zahlreiche Einzelhandlungen vorliegen. Eine doppelte Verwertung desselben Umstands ist somit nicht ersichtlich.
Es ist auch nicht zu beanstanden, dass sich die "deutliche" Straferh�hung aufgrund der mehrfachen Tatbegehung im Rahmen der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung in einer Heraufsetzung der Strafe um 2 Jahre niederschl�gt (angefochtenes Urteil S. 135), w�hrend auf der anderen Seite die "deutliche" Strafminderung aufgrund der langen Verfahrensdauer lediglich bei Ber�cksichtigung mit anderen Strafminderungsgr�nden zu einer Reduktion der Strafe um 2 Jahre f�hrt (angefochtenes Urteil S.136). Dass sich einzelne Umst�nde "deutlich" straferh�hend bzw. -mindernd auswirken, bedeutet nicht, dass sie sich exakt die Waage halten m�ssen. In welchem Ausmass sie sich in der Strafzumessung auswirken, steht im Ermessen des Gerichts. Im �brigen ber�cksichtigt die Vorinstanz den einwandfreien Leumund des Beschwerdef�hrers und dessen Vorverurteilung in den Medien lediglich in geringf�gigem Masse bzw. leicht strafmindernd (angefochtenes Urteil S. 136), so dass sich im Ergebnis keine erhebliche Differenz in der Gewichtung ergibt.
Schliesslich trifft zu, dass die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer in den Anklageziffern III und VIII vom Vorwurf der Urkundenf�lschung sowie von der Anklage der weiteren Geldw�schereihandlungen ab dem 1. Oktober 2002 in der Anklageziffer VI freigesprochen hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers ist jedoch in Bezug auf die Anklage der Falschbeurkundung in Ziff. III und - hinsichtlich der Jahresrechnungen 2001 und 2002 und der Jahresabschl�sse 2001 und 2002 - in Ziff. VIII der Anklageschrift auch die erste Instanz zu einem Freispruch gelangt (erstinstanzliches Urteil S. 142 f., 186 ff. und 267 Ziff. 1.3b). Diesen Freispruch hat die Vorinstanz best�tigt (angefochtenes Urteil S. 86). Dar�berhinaus hat die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer in der Anklageziffer VIII lediglich noch vom Vorwurf der Falschbeurkundung bez�glich der Buchhaltung der Jahre 2001 und 2002 freigesprochen (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 267 Ziff. 1.3a). In Bezug auf die Anklage der Geldw�scherei in Ziff. VI der Anklageschrift hat auch die erste Instanz den Beschwerdef�hrer freigesprochen, soweit Gelder betroffen sind, die auf Konti deponiert wurden, die auf seinen Namen lauten (erstinstanzliches Urteil 157, 267) Der zus�tzliche Freispruch betrifft somit nur die �brigen angeklagten F�lle (angefochtenes Urteil S. 93; vgl. Anklageschrift S. 22). Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht vorbringt, ber�cksichtigt die Vorinstanz diese zus�tzlichen Freispr�che in der Strafzumessung nicht ausdr�cklich. Doch nimmt sie in diesem Zusammenhang an, dass Geldw�schereihandlungen in F�llen, in denen der T�ter auch die Vortat ver�be, verschuldensm�ssig grunds�tzlich nicht mehr ins Gewicht fielen (angefochtenes Urteil S. 135). Damit ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Freispr�chen in der Gesamtw�rdigung des Tatkomplexes keine Bedeutung beimisst. Bereits die erste Instanz hatte bei der Strafzumessung ber�cksichtigt, dass die Geldw�scherei in Bezug auf das Verschulden im Schatten der Veruntreuung (in zweiter Instanz nunmehr ungetreuen Gesch�ftsbesorgung) stehe (erstinstanzliches Urteil S. 202). Im �brigen k�nnte das Bundesgericht nach der Rechtsprechung das angefochtene Urteil, in welchem sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren offensichtlich im Rahmen des dem Sachrichter zustehenden Ermessens h�lt, auch best�tigen, wenn dieses in Bezug auf die Erw�gungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthielte.
Insgesamt sind die Erw�gungen der Vorinstanz ohne weiteres nachvollziehbar und die daraus gezogenen Schl�sse einleuchtend. Jedenfalls hat die Vorinstanz mit ihrer Strafzumessung ihr Ermessen nicht verletzt.