Source: http://www.lg-krefeld.nrw.de/aufgaben/abteilungen/Fuehrungsaufsicht/index.php
Timestamp: 2018-11-13 03:35:38
Document Index: 58018966

Matched Legal Cases: ['§ 68', '§ 68', '§ 68', '§ 67', '§ 64', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 68']

Landgericht Krefeld: Führungsaufsicht
§ 68 Strafgesetzbuch - Führungsaufsicht Quelle: © Landgericht Krefeld Archiv
Führungsaufsichtstelle bei dem Landgericht Krefeld
Die Führungsaufsichtstellen sind dem jeweiligen Landgericht zugeordnet.
Die eigentliche Betreuungsarbeit wird vom Fachbereich Führungsaufsicht des Ambulanten Sozialen Dienstes wahrgenommen. Die Führungsaufsichtstelle wird im Einvernehmen mit dem Fachbereich Führungsaufsicht tätig, ist jedoch grundsätzlich von ihm zu unterscheiden.
Führungsaufsichtstelle bei dem
Telefon 02151 847-244
Telefax 02151 847-218
Vorrangiges Ziel der Führungsaufsicht ist die Verhinderung von Straftaten. Durch die primäre Überwachungsfunktion der Führungsaufsichtstelle soll erreicht werden, dass gefährliche, insbesondere strafrechtlich relevante, negative soziale Entwicklungen rechtzeitig festgestellt und erforderlichenfalls für Abhilfe gesorgt wird. Die Einwirkungsmöglichkeiten beginnen durch direkten Kontakt mit der Probandin oder dem Probanden und dem konstruktiven Zusammenwirken mit anderen Institutionen, vorrangig dem Fachbereich Führungsaufsicht des Ambulanten Sozialen Dienstes, dem Maßregel- und Strafvollzug sowie den Strafverfolgungsbehörden. Durch die ambulante Maßregel der Führungsaufsicht werden die Probandinnen und Probanden geführt, um ihnen für den Übergang in die Freiheit eine Lebenshilfe zu geben. Die Einwirkungsmöglichkeiten enden bei der Mitteilung festgestellter Gefährdungen und Auffälligkeiten gegenüber dem Gericht, um diesem Entscheidungsgrundlage für notwendige Anordnungen und Änderungen im Führungsaufsichtsverlauf an die Hand zu geben. Die Führungsaufsicht leistet somit einen wesentlich Beitrag zum Schutz der Allgemeinheit.
bei bestimmten rückfallträchtigen Delikten (§ 68 Abs. 1 StGB).
nach Verbüßung einer längeren Freiheitsstrafe (§ 68 f StGB).
nach § 67 d Abs. 5 S. 2 StGB außerdem mit der Entlassung aus der Unterbringung nach § 64 StGB, wenn das Gericht die Maßregel wegen Aussichtslosigkeit aufhebt (§ 67 Abs. 5 S. 1 StGB) und nach § 67 d Abs.3 StGB, wenn das Gericht die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung für erledigt erklärt (§ 67 d Abs. 3 S. 2 StGB).
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Führungsaufsichtstelle haben die Grundrechte des Unterstellten zu achten. Der Umfang der Kontroll- und Betreuungsmaßnahmen richtet sich in erster Linie an dem vom Gericht vorgegebenen Weisungsbeschluss (§ 68 b StGB) aus.