Source: http://rechtsprechung.niedersachsen.juris.de/purl/gesetze/_ges/FStrPrivFinG
Timestamp: 2020-06-04 21:18:10
Document Index: 19444943

Matched Legal Cases: ['Art. 142', 'Art. 8', '§ 8', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 1', '§ 5', '§ 6', '§ 2', '§ 2', 'Art. 6', '§ 2', 'Art. 20', '§ 2', 'Art. 20', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 3', '§ 3', 'Art. 498', '§ 4', '§ 4', 'Art. 498', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 5', 'Art. 20', '§ 5', 'Art. 6', '§ 5', 'Art. 6', '§ 5', '§ 6', '§ 6', 'Art. 498', '§ 10', '§ 9', '§ 9', 'Art. 142', '§ 9', 'Art. 498', 'Art. 142', '§ 10', 'Art. 142', '§ 9', '§ 11', 'Art. 142', '§ 9', '§ 5', '§ 6', '§ 12', 'Art. 142', '§ 3', '§ 3', '§ 13', '§ 13', 'Art. 498']

Amtliche Abkürzung: FStrPrivFinG
Neugefasst: 06.01.2006
Fundstelle: BGBl I 2006, 49
FNA: FNA 9290-11, GESTA J27
Stand: Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49;
Zuletzt geändert durch Art. 142 G v. 20.11.2019 I 1626
Mittelbare Änderung durch Art. 8 Nr. 2 G v. 29.11.2018 I 2237 berücksichtigt
(+++ Textnachweis ab: 3.9.1994 +++)
§ 8 Inkraftsetzung FStrPrivFinG 3.9.1994
Gesetz über den Bau und die Finanzierung von Bundesfernstraßen durch Private 30.08.1994
§ 1 Bau und Finanzierung durch Private 06.01.2006
§ 2 Mautgebührenerhebung durch Private; Verordnungsermächtigung 29.11.2018
§ 3 Mautgebühren 31.08.2015
§ 4 Mautbemessungs- und -kalkulationsverordnung 31.08.2015
§ 5 Mautgebührenverordnung 29.11.2018
§ 6 Mautgebührengenehmigung 31.08.2015
§ 7 Befreiungen 06.01.2006
§ 8 Schuldner der Mautgebühr 06.01.2006
§ 9 Entrichtung der Mautgebühr 20.11.2019
§ 10 Nachweis und Kontrolle der Mautgebührenentrichtung 20.11.2019
§ 11 Datenlöschungen, Geschäftsstatistiken 20.11.2019
§ 12 Bußgeldvorschriften 20.11.2019
§ 13 Übergangsregelung 31.08.2015
§ 14 06.01.2006
Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49 mWv 8.9.2005
§ 2 Mautgebührenerhebung durch Private; Verordnungsermächtigung
(1) 1Die Landesregierungen werden ermächtigt, einen Privaten, der sich vertraglich zur Übernahme von Aufgaben nach § 1 Abs. 2 für ein in der Rechtsverordnung nach § 3 Abs. 1 Satz 2 festgelegtes Fernstraßenprojekt verpflichtet, durch Rechtsverordnung mit den Befugnissen, die für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung des nach § 3 Abs. 1 Satz 2 bestimmten Bundesfernstraßenabschnitts erforderlich sind, insbesondere mit dem Recht zur Erhebung einer Mautgebühr und dem Betreiben der Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen nach Maßgabe der Absätze 3 bis 5, zu beleihen. 2Sie können diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die oberste Landesstraßenbaubehörde übertragen. 3Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wird ermächtigt, einen Privaten, der sich vertraglich zur Übernahme von Aufgaben nach § 1 Absatz 2 für ein in der Rechtsverordnung nach § 3 Absatz 1 Satz 2 festgelegtes Bundesfernstraßenprojekt, soweit dem Bund die Verwaltung einer Bundesfernstraße zusteht, verpflichtet, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates mit den Befugnissen, die für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung des nach § 3 Absatz 1 Satz 2 bestimmten Bundesfernstraßenabschnitts erforderlich sind, insbesondere mit dem Recht zur Erhebung einer Mautgebühr oder dem Betreiben der Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen nach Maßgabe der Absätze 3 bis 5, zu beleihen. 4Es kann diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf das Fernstraßen-Bundesamt übertragen. 5Die Mautgebühr dient der Refinanzierung der dem Privaten im Zusammenhang mit der Erfüllung der nach § 1 Abs. 2 übernommenen Aufgaben entstehenden Aufwendungen zuzüglich eines projektangemessenen Unternehmergewinns. 6Die Mautgebühr wird vom Privaten nach Maßgabe der Absätze 2 bis 4 als Gebühr auf der Grundlage einer Rechtsverordnung nach § 5 Abs. 1 Satz 1 oder als Entgelt auf der Grundlage einer Genehmigung nach § 6 Abs. 1 erhoben. 7Das Mautgebührenaufkommen steht dem Privaten zu. 8Der Private untersteht der Aufsicht der jeweils zuständigen obersten Landesstraßenbaubehörde. 9Diese ist ermächtigt, ihre Aufsichtsbefugnisse auf nachgeordnete Behörden zu übertragen.
(2) 1Sobald der voraussichtliche Zeitpunkt der Freigabe des betroffenen Bundesfernstraßenabschnittes für den öffentlichen Verkehr feststeht, hat die zuständige oberste Landesstraßenbaubehörde den Privaten aufzufordern, ihr gegenüber eine Erklärung abzugeben, ob die Mautgebühr als Gebühr oder als Entgelt zu erheben ist. 2Der Private hat die Erklärung innerhalb eines Monats nach Zugang der Aufforderung abzugeben. 3Wird die Erklärung nicht rechtzeitig abgegeben, wird die Mautgebühr als Gebühr erhoben.
(4) 1Soweit die Mautgebühr als Gebühr erhoben wird, findet gegen einen von dem Privaten erlassenen Gebührenbescheid ein Widerspruchsverfahren nicht statt. 2Die Vollstreckung der Gebührenbescheide erfolgt nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften über die Verwaltungsvollstreckung.
(5) 1Der Private ist zur Beschaffung, Anbringung, Unterhaltung und Entfernung aller für den Betrieb der Strecke erforderlichen Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen verpflichtet. 2Er hat deren Anordnung spätestens vier Monate vor der Indienststellung der Strecke bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde unter Vorlage eines Verkehrszeichenplans zu beantragen. 3Später notwendige Änderungen sind unverzüglich zu beantragen. 4Der Private untersteht insoweit der Aufsicht der Straßenverkehrsbehörde; deren Anordnungen und Weisungen ist Folge zu leisten.
§ 2: Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49 mWv 8.9.2005
§ 2 Überschrift: IdF d. Art. 6 Buchst. a G v. 29.11.2018 I 2237 mWv 01.01.2020
§ 2 Abs. 1 Satz 3 u. 4: Eingef. durch Art. 20 Nr. 1 Buchst. a DBuchst. bb G v. 14.8.2018 I 3122 mWv 1.1.2020
§ 2 Abs. 1 Satz 5 bis 9: Früher Satz 3 bis 7 gem. Art. 20 Nr. 1 Buchst. a DBuchst. bb G v. 14.8.2018 I 3122 mWv 1.1.2020
(1) 1Mautgebühren nach § 2 können erhoben werden für die Benutzung von nach Maßgabe dieses Gesetzes errichteten
2Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung im Einvernehmen mit den betroffenen Landesregierungen und ohne Zustimmung des Bundesrates die Strecken festzulegen, die nach Maßgabe dieses Gesetzes und der hierzu ergangenen Rechtsverordnungen gebaut, erhalten, betrieben und finanziert werden sollen.
(2) 1Die Mautgebühren richten sich nach den Kosten für Bau, Erhaltung, Betrieb und weiteren Ausbau der jeweiligen Strecke. 2In diesem Rahmen müssen sie zumindest unter Berücksichtigung von Wegstrecke und der Fahrzeugart in einem angemessenen Verhältnis zu dem durchschnittlichen Vorteil der Benutzung stehen. 3Die Höhe der Mautgebühren kann auch von der Häufigkeit und dem Zeitpunkt der Benutzung abhängig gemacht werden.
(3) 1Berücksichtigungsfähige Kosten sind die bei wirtschaftlicher Betriebsführung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ansatzfähigen Kosten. 2Diese setzen sich zusammen aus den Grundkosten und den kalkulatorischen Kosten. 3Grundkosten sind die Kosten für den Betrieb, die Instandhaltung und die Instandsetzung der Strecke sowie Steuern, Gebühren, Beiträge und Abgaben, mit Ausnahme der Einkommen- und Körperschaftsteuer einschließlich der darauf entfallenden Zuschläge nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften. 4Zu den Grundkosten gehören insbesondere die Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Entgelte für in Anspruch genommene Fremdleistungen, Personalkosten sowie Fremdkapitalzinsen. 5Zu den kalkulatorischen Kosten zählen Abschreibungen sowie kalkulatorische Wagnisse und Zinsen. 6Der Berechnung von Abschreibungen sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zugrunde zu legen. 7Der Abschreibungsbetrag ist auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlage oder jeweiligen Teile der Anlage zu verteilen, höchstens jedoch auf den Zeitraum der Konzessionslaufzeit. 8Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sind vor der Berechnung der Abschreibung um eine darauf entfallende etwaige Anschubfinanzierung und um darauf entfallende etwaige sonstige öffentliche Fördermittel zu vermindern. 9Sonderabschreibungen und steuerlich veranlasste erhöhte Absetzungen bleiben außer Betracht. 10Kalkulatorische Zinsen sind Kosten, die für die Bereitstellung des von dem Privaten eingesetzten Eigenkapitals angesetzt werden.
(4) 1Als angemessene kalkulatorische Verzinsung des von dem Privaten eingesetzten Eigenkapitals gilt die durchschnittliche Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen in einem Zeitraum von 20 Jahren, die der jeweiligen Kalkulationsperiode vorausgehen, zuzüglich eines dem jeweiligen unternehmerischen Risiko angemessenen Risikozuschlags. 2Der Risikozuschlag darf nicht zu einer unverhältnismäßigen Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals führen. 3Der Private kann in den jeweiligen Kalkulationsperioden unterschiedliche Zinssätze für das von ihm eingesetzte Eigenkapital in Ansatz bringen, soweit über die gesamte Konzessionslaufzeit die den Sätzen 1 und 2 entsprechende durchschnittliche Verzinsung eingehalten wird.
(5) 1Unverhältnismäßige Kostenunter- oder Kostenüberdeckungen sind rechtzeitig und angemessen auszugleichen. 2Der Ausgleich einer Kostenunterdeckung ist ausgeschlossen, wenn sich der Private durch Vereinbarung im Konzessionsvertrag verpflichtet, Bau, Erhaltung und Betrieb der Strecke zu einem Festpreis durchzuführen, der dann zu gleichen Teilen auf die Konzessionslaufzeit aufgeteilt wird. 3Die Kalkulation des Festpreises ist im Konzessionsvertrag offen zu legen und im Rahmen der Berechnung der konkreten Mautgebührenhöhe unter Beachtung der Absätze 2 und 3 und der Rechtsverordnung nach § 4 sowie der Rechtsverordnung nach § 5 oder der Genehmigung nach § 6 nachzuprüfen. 4Auch für die Kosten des Betriebs der jeweiligen Strecke und für die Kosten des Betriebs der Mautgebührenerhebungseinrichtungen können Festpreisvereinbarungen getroffen werden, die dann entsprechend zu behandeln sind.
§ 3: Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49 mWv 8.9.2005
§ 3 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 498 Nr. 1 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015
§ 4: Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49 mWv 8.9.2005
§ 4: IdF d. Art. 498 Nr. 2 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015
(1) 1Die Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung für die in einer Rechtsverordnung nach § 3 Abs. 1 Satz 2 jeweils festgelegte Strecke die Höhe der Mautgebühr unter Beachtung des § 3 Abs. 2 bis 5 und der Rechtsverordnung nach § 4 zu bestimmen, soweit
2Sie können diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die oberste Landesstraßenbaubehörde übertragen. 3Der Private erwirbt mit Auftragserteilung einen Anspruch auf Erlass der Rechtsverordnung nach Satz 1. 4Solange die ansatzfähigen Kosten noch nicht abschließend feststehen, erfolgt die Festsetzung der Mautgebühren in der Rechtsverordnung nach Satz 1 auf der Basis der nach der Angebotskalkulation des Privaten ansatzfähigen Kosten, die um die bereits nachgewiesenen Kosten aktualisiert wurden; der Nachweis erfolgt durch prüfbare Aufstellung der Kosten, die eine rasche und sichere Beurteilung ermöglichen muss.
(2) 1Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates für die in einer Rechtsverordnung nach § 3 Absatz 1 Satz 2 jeweils festgelegte Strecke im Zuge einer Bundesfernstraße, für die dem Bund die Verwaltung der Bundesfernstraße zusteht, die Höhe der Mautgebühr unter Beachtung des § 3 Absatz 2 bis 5 und der Rechtsverordnung nach § 4 zu bestimmen, soweit
2Es kann diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf das Fernstraßen-Bundesamt übertragen. 3Absatz 1 Satz 3 und 4 gilt entsprechend.
(3) 1Der Private kann im Falle des Absatzes 1 jederzeit bei der Landesregierung und im Falle des Absatzes 2 jederzeit beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beantragen, die Bestimmung der Höhe der Mautgebühr durch Rechtsverordnung nach Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 2 Satz 1 zu ändern. 2Der Private hat einen Anspruch auf Erlass der Rechtsverordnung, soweit sich die der geltenden Bestimmung der Höhe der Mautgebühr zu Grunde liegenden Tatsachen wesentlich geändert haben. 3Im Falle einer Rechtsverordnung nach Absatz 1 Satz 2 ist der Antrag an die oberste Landesstraßenbaubehörde zu richten.
§ 5: Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49 mWv 8.9.2005
§ 5 Abs. 2: Eingef. durch Art. 20 Nr. 2 Buchst. b G v. 14.8.2017 mWv 1.1.2020
§ 5 Abs. 3: Früher Abs. 2, jetzt Abs. 3 gem. Art. 6 Buchst. b G v. 29.11.2018 I 2237 mWv 01.01.2020
§ 5 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 6 Buchst. b G v. 29.11.2018 I 2237 mWv 01.01.2020
(2) 1Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn
2§ 5 Abs. 1 Satz 4 gilt entsprechend.
(3) 1Der Private kann jederzeit bei der obersten Landesstraßenbaubehörde beantragen, eine neue Mautgebühr zu genehmigen. 2Der Private hat einen Anspruch auf die Genehmigung, soweit sich die der genehmigten Mautgebühr zu Grunde liegenden Tatsachen wesentlich geändert haben.
§ 6: Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49 mWv 8.9.2005
§ 6 Abs. 4: IdF d. Art. 498 Nr. 3 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015
1Von der Mautgebühr sind Fahrzeuge der Streitkräfte, des Zivil- und Katastrophenschutzes, der Feuerwehr und anderer Notdienste, der Polizeien des Bundes und der Länder, der Zollverwaltung und des Straßenunterhaltungs- oder Straßenbetriebsdienstes befreit. 2Voraussetzung für die Mautgebührenbefreiung ist, dass die Fahrzeuge als für die genannten Zwecke bestimmt erkennbar sind oder als solche zweifelsfrei ausgewiesen werden können. 3Im Falle von Fahrzeugkombinationen ist das Motorfahrzeug für die Mautgebührenbefreiung maßgebend.
1Schuldner der Mautgebühr (Schuldner) ist, wer
(2) 1Der Private hat dem Schuldner die Entrichtung der Mautgebühr durch Barzahlung zu ermöglichen. 2Darüber hinaus darf er die Mautgebühr im Einzugs- oder automatisierten Verfahren erheben. 3Auf Verlangen des Schuldners ist eine Quittung zu erteilen.
(3) 1Wird die Mautgebühr im Einzugsverfahren oder im automatisierten Verfahren entrichtet, darf der Private Daten nur verarbeiten, soweit dies erforderlich ist, um mautgebührenpflichtige Benutzungen zu ermöglichen (Berechnungsdaten), abzurechnen (Abrechnungsdaten) und zu kontrollieren (Kontrolldaten). 2Es sind
(4) 1Der Schuldner hat bei der Mautgebührenerhebung nach Maßgabe des § 10 mitzuwirken. 2Er hat die technischen Einrichtungen zur Mautgebührenerhebung ordnungsgemäß zu benutzen und die für die Mautgebührenerhebung maßgeblichen Tatsachen anzugeben.
(5) 1Hat der Private mit einer anderen Stelle einen Vertrag über die Be- und Abrechnung der Mautgebühr geschlossen, sind die Vorschriften über Datenverarbeitung im Auftrag anzuwenden. 2Die Absätze 2 und 3 gelten für den Auftragnehmer entsprechend.
(6) Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erlässt nach Anhörung der jeweils zuständigen obersten Landesstraßenbaubehörde durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates ergänzende Bestimmungen über Art und Umfang der Verarbeitung der Daten nach Absatz 3 für die vom Privaten jeweils eingesetzten Verfahren.
§ 9: Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49 mWv 8.9.2005
§ 9 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 142 Nr. 1 Buchst. a G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019
§ 9 Abs. 6: IdF d. Art. 498 Nr. 3 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015 u. d. Art. 142 Nr. 1 Buchst. b G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019
(1) 1Auf Verlangen des Privaten hat der Schuldner die ordnungsgemäße Entrichtung der Mautgebühr nachzuweisen. 2Hat der Schuldner im Voraus die Mautgebühr entrichtet und hierüber Belege erhalten, so hat er diese bei der Benutzung mitzuführen und auf Verlangen den zur Kontrolle befugten Personen zur Prüfung auszuhändigen.
(2) Hat der Schuldner die Mautgebühr nicht oder nicht in voller Höhe entrichtet, darf der Private die Kontrolldaten zum Zweck der Vollstreckung der Mautgebühr, der Einziehung der Mautgebühr oder zur Erstellung des Gebührenbescheids verarbeiten.
§ 10 Abs. 2: IdF d. Art. 142 Nr. 2 G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019
(1) 1Der Private hat
2Ist die Mautgebühr als Gebühr erhoben worden und sind gegen den Gebührenbescheid fristgerecht Rechtsmittel eingelegt worden, sind die Daten spätestens einen Monat nach Beendigung des Verfahrens zu löschen. 3Ist die Mautgebühr nicht nach § 9 entrichtet worden, hat der Private die Kontroll- und Verfahrensdaten spätestens einen Monat nach rechts- oder bestandskräftigem Abschluss des Verwaltungsverfahrens, des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens, des Gerichtsverfahrens für die Beitreibung des Entgeltes oder des Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahrens zu löschen.
(3) Die nach diesem Gesetz gespeicherten Daten darf der Private in anonymisierter Form zur Erstellung von Geschäftsstatistiken speichern, verändern und verwenden.
§ 11 Abs. 3: IdF d. Art. 142 Nr. 3 G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Absatz 1 in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 5 Absatz 1 Satz 1 oder einer Genehmigung nach § 6 Absatz 1 die Mautgebühr nicht oder nicht rechtzeitig entrichtet.
§ 12: IdF d. Art. 142 Nr. 4 G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019
(2) 1Eine auf Grund des § 3a Abs. 2 in Verbindung mit § 3 Abs. 2 bis 5 in der jeweils bis zum 7. September 2005 geltenden Fassung erlassene Rechtsverordnung ist ab dem Tag, an dem
nicht mehr anzuwenden. 2Die zuständige oberste Landesstraßenbaubehörde hat den nach Satz 1 maßgeblichen Tag im Bundesanzeiger bekannt zu machen.
§ 13: Neugefasst durch Bek. v. 6.1.2006 I 49 mWv 8.9.2005
§ 13 Abs. 3: IdF d. Art. 498 Nr. 3 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015