Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AnwZ%20(B)%2015/60
Timestamp: 2017-11-23 09:36:52
Document Index: 186210646

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.03.1961 - AnwZ (B) 15/60 - dejure.org
BGHZ 34, 382
NJW 1961, 1211
Soweit die Klägerin schließlich eine grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache daraus herleiten will, dass verwaltungsrechtliche Anwaltssachen nicht durch die aus ihrer Sicht sachnähere Verwaltungsgerichtsbarkeit entschieden werden und die Bundesrechtsanwaltsordnung für die Mitglieder der Anwaltsgerichtsbarkeit besondere Kenntnisse auf dem Gebiet des Verwaltungsrechts nicht vorschreibe, verkennt sie die bereits seit langem höchstrichterlich erfolgte Klärung, dass der Gesetzgeber bei der Zuweisung verwaltungsrechtliche Anwaltssachen an die Anwaltsgerichtsbarkeit innerhalb des ihm verfassungsrechtlich zukommenden Spielraums gehandelt hat (vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 20. März 1961 - AnwZ (B) 15/60, BGHZ 34, 382, 386 f.; vom 7. Oktober 2003 - AnwZ (B) 38/02, juris Rn. 4; BVerfG, NJW 1969, 2192).
BGH, 13.03.1978 - AnwZ (B) 32/77
Zulassungsvoraussetzungen für Banksyndikus
Dagegen hat er die tatsächliche Möglichkeit anwaltlicher Berufsausübung in nennenswertem Umfang auch bei verhältnismäßig weitgehender freier Verfügung über seine Dienstzeit verschiedentlich dann verneint, wenn sich der Zulassungsbewerber im übrigen tagsüber in nicht nur unerheblicher Entfernung von dem Ort aufhalten mußte, an dem er seine Kanzlei errichten wollte und sich auch aus der Art und dem Maß seiner dienstlichen Inanspruchnahme als Syndikus ergab, daß er vom Mittelpunkt seiner (anderweitigen) beruflichen Tätigkeit aus tagsüber zur persönlichen Erledigung, insbesondere eiliger Sachen am Ort seiner Kanzlei oder bei Gericht nicht ohne weiteres verfügbar war (vgl. Beschlüsse des Senats vom 20. März 1961 - AnwZ (B) 15/60 = BGHZ 34, 382, 391/392; vom 16. Juli 1962 - AnwZ (B) 11/62 = BGHZ 38, 6, 7, 12; vom 27. Mai 1968 - AnwZ (B) 4/68 = EGE X 63; vom 3. März 1969 - AnwZ (B) 11/68 = EGE X 81; vom 10. November 1975 - AnwZ (B) 8/75 -).
Eine nur geringfügige Möglichkeit, sich als Rechtsanwalt zu betätigen, reicht nicht aus (vgl. BGHZ 33, 266, 268; 33, 272, 274; 34, 382, 390/391; 35, 119, 122; BGH NJW 1961, 921 Nr. 8; 1962, 202, 203; Beschlüsse vom 26. Februar 1962 - AnwZ (B) 47/61 = EGE VII, 46; vom 25. Juni 1962 - AnwZ (B) 5/62 = EGE VII, 67; vom 27. Mai 1968 - AnwZ (B) 4/68 - EGE X, 63; vom 3. März 1969 - AnwZ (B) 11/68 - EGE X, 81).
Ein Hinderungsgrund ergibt sich auch nicht aus zu großen Entfernungen, die er zu überwinden hätte (vgl. dazu BGHZ 34, 382, 390/392), denn er betreibt seine Zulassung als Rechtsanwalt an dem Ort, an dem er für die Bank tätig ist, die ihn angestellt hat.
Für einen Fall dieser Art hat der Senat bereits in BGHZ 34, 382, 392 [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60] ausgesprochen, daß es an der tatsächlichen Möglichkeit, den Anwaltsberuf in einem nicht nur ganz unerheblichen Umfange auszuüben, dann fehlt, wenn ein angestellter Syndikus hauptberuflich an einen Ort gebunden ist, von dem aus er seinen Zulassungsort bestenfalls nach einer Fahrzeit von 50-60 Minuten erreichen kann; erst recht wenn während der üblichen Verkehrszeiten Kanzlei und Telefon meistens unbesetzt sind.
Eine nur geringfügige Möglichkeit, sich als Rechtsanwalt zu betätigen, reicht nicht aus (vgl. BGHZ 33, 266, 268 [BGH 07.11.1960 - AnwZ B 2/60]; 33, 272, 274 [BGH 07.11.1960 - AnwZ B 3/60]; 34, 382, 390 [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60]/391; 35, 119, 122; BGH NJW 1961, 921 Nr. 9; 1962, 202, 203; Beschlüsse vom 12. Mai 1975 - AnwZ (B) 4/74 = Betrieb 1975, 1844 und vom 10. November 1975 - AnwZ (B) 8/75 - jeweils mit weiteren Nachweisen).
Ein Hinderungsgrund für die Zulassung des Antragstellers als Rechtsanwalt ergibt sich auch nicht aus zu großen Entfernungen, die er zu überwinden hätte (vgl. dazu BGHZ 34, 382, 390 [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60]/392), denn er betreibt seine Zulassung an dem Ort, an dem er auch für das Institut arbeitet, und will dort seine Kanzlei einrichten.
Bei dieser Prüfung hält sich der Senat an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (…BVerfGE 79 377 [BVerfG 28.02.1989 - 1 BvR 649/88]; 9, 73 [BVerfG 17.12.1958 - 1 BvR 615/52]; 10, 185 [BVerfG 03.11.1959 - 1 BvR 13/59]; 11, 30 [BVerfG 15.03.1960 - 2 BvR 251/60]; 12, 144; BVerfG NJW 1961, 2011; 1961, 2299 [BVerfG 30.10.1961 - 1 BvR 833/59]und 1962, 99; vgl. auch BGHZ 34, 382 [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60]; BVerwG NJW 1961, 1275).
Ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz ist dann gegeben, wenn der Gesetzgeber eine Gruppe von Einzelfallen, die aus der Natur der Sache heraus und gemäß den Forderungen der Gerechtigkeit unzweifelhaft sachlich gleich hätten geregelt werden müssen, ohne zureichenden sachlichen Grund und entgegen den klaren Forderungen der Gerechtigkeit rechtlich ungleich geregelt hat (BVerfGE 1, 12, 52; 1, 264, 276; 2, 118, 119 [BVerfG 30.01.1953 - 1 BvR 377/51]; 9, 124, 130 [BVerfG 22.01.1959 - 1 BvR 154/55]; 12, 341, 348 [BVerfG 16.05.1961 - 2 BvF 1/60]; BVerfG NJW 1962, 100; BGHZ 13, 265, 312 [BGH 20.05.1954 - GSZ - 6/53]; 34, 382, 387) [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60].
Die Ermächtigung an die Exekutive zur Vornahme belastender Verwaltungsakte soll nach Inhalt, Gegenstand, Zweck und Ausmaß so bestimmt und begrenzt sein, daß der Eingriff meßbar und in gewissem Umfang für den Staatsbürger vorhersehbar sowie berechenbar ist (BVerfGE 6, 32/42; 8, 274/325; 13, 153/160; BGHZ 34, 382 [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60]/389).
Immerhin genügt es, wenn sich diese Begrenzungen der Ermächtigung aus dem Gesetz im Wege der Auslegung ermitteln lassen (BVerfGE 15, 153 [BVerfG 27.11.1962 - 2 BvL 13/61]/161; BGHZ 34, 382 [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60]).
Im übrigen hat die Justizverwaltung in einschlägigen Fällen bei der Zulassungsrücknahme - anders als bei der Zulassung selbst - einen Ermessensspielraum, weil § 15 Nr. 2 BRAO nur vorschreibt, daß die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft zurückgenommen werden kann , wenn der Rechtsanwalt eine Tätigkeit ausübt, die mit dem Beruf oder mit dem Ansehen der Rechtsanwaltschaft nicht vereinbar ist (vgl. BGHZ 34, 382, 387 f) [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60].
Das hat der Senat bei der Prüfung der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft schon wiederholt ausgesprochen (BGHZ 34, 382, 388 ff [BGH 20.03.1961 - AnwZ B 15/60];… Senatsbeschlüsse vom 24. April 1961 - AnwZ (B) 4/61 = EGE VI 63, 67, insoweit BGHZ 35, 119 nicht abgedruckt; vom 12. Februar 1963 - AnwZ (B) 27/62 = EGE VII 123, 126 f; vom 13. Juli 1964 - AnwZ (B) 3/64 = EGE VIII 19, 20; vom 4. Januar 1968 - AnwZ (B) 11/67 = NJW 1968, 842, 844, insoweit BGHZ 49, 238 nicht abgedruckt, und vom 11. Mai 1981 - AnwZ (B) 3/81).
BGH, 17.05.1982 - AnwZ (B) 11/82
Versagung einer Rechtsanwaltszulassung - Tätigkeit als Rechtsanwalt im Nebenberuf
BGH, 27.06.1983 - AnwZ (B) 12/83
Versagung einer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft - Tätigkeit eines Rechtsanwalts …
BGH, 15.10.1979 - AnwZ (B) 11/79
BGH, 09.10.1961 - AnwZ (B) 28/61
Verschuldensfreie Fristversäumung bei einem Krankenhausaufenthalt - Frist für die …
BGH, 21.04.1980 - AnwZ (B) 27/79
BGH, 10.11.1975 - AnwZ (B) 8/75
BGH, 01.07.1974 - AnwZ (B) 5/74
BGH, 25.06.1962 - AnwZ (B) 5/62
Gutachten in Zulassungsverfahren (BRAO)
BGH, 09.07.1984 - AnwZ (B) 12/84
BGH, 20.03.1972 - AnwZ (B) 18/71
Zulassung eines Rechtsanwalts als Angestellter eines Verbandes - Begriff des …
BGH, 20.03.1972 - AnwZ (B) 21/71
BGH, 03.03.1969 - AnwZ (B) 11/68
BGH, 24.04.1967 - AnwZ (B) 2/67
Antrag auf Zulassung als Rechtsanwalt - Notwendigkeit der Einrichtung einer …
BGH, 20.03.1961 - AnwZ (B) 14/60
Voraussetzungen der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft - Fortsetzung eines …
BGH, 25.10.1976 - AnwZ (B) 4/76
BGH, 26.02.1962 - AnwZ (B) 47/61
BGH, 10.11.1969 - AnwZ (B) 7/69