Source: https://www.mv-justiz.de/karriere/referendariat/Bewerbungsverfahren/
Timestamp: 2020-05-25 03:40:39
Document Index: 59366836

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 21', '§ 30', '§ 22', '§ 7', '§ 30', '§ 30', '§ 2', '§ 21']

Bewerbungsverfahren - Justiz Online in M-V
Der Vorbereitungsdienst im Land Mecklenburg-Vorpommern und das Aufnahmeverfahren werden geregelt durch das Juristenausbildungsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern (JAG M-V), die Juristenausbildungs- und Prüfungsordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (JAPO M-V) und die Kapazitätsverordnung des juristischen Vorbereitungsdienstes (KapVO).
Nach Änderung des Juristenausbildungsgesetzes M-V vom 19.07.2018 (GVOBl. M-V S. 245) wird der Vorbereitungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern nunmehr im Regelfall im Beamtenverhältnis auf Widerruf abgeleistet, § 21 Abs. 3 Satz 1 JAG M-V. Wer die beamtenrechtlichen Voraussetzungen für die Aufnahme in das Beamtenverhältnis auf Widerruf nicht erfüllt oder den Vorbereitungsdienst nicht in einem Beamtenverhältnis ableisten will, kann den Vorbereitungsdienst in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis ableisten, § 21 Abs. 3 Satz 2 JAG M-V.
Der Antrag auf Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst ist unter Verwendung des beiliegenden Vordrucks zu richten an:
- Personalstelle für Referendare -
Der Antrag auf Aufnahme in den Juristischen Vorbereitungsdienst kann frühestens nach bestehen der Ersten juristischen Prüfung gestellt werden.
− Er muss spätestens 4 Wochen vor dem jeweiligen Einstellungstermin (01.06., 01.12. eines jeden Jahres) zusammen mit den folgenden Unterlagen bei dem Oberlandesgericht vorliegen:
− eine beglaubigte Abschrift des Zeugnisses oder eine vorläufige Bescheinigung über
− Bestehen der Ersten juristischen Prüfung oder der Ersten juristischen Staatsprüfung;
− ein unterschriebener tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild neuen Datums in Passbildgröße;
− eine beglaubigte Kopie des Reisepasses oder Personalausweises;
− eine Erklärung darüber, ob wegen eines Verbrechens oder Vergehens ein gerichtliches
Strafverfahren oder ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren anhängig ist oder ob eine Disziplinarstrafe verhängt wurde (Anlage 1);
− ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30a Abs. 1 Nr. 1 BZRG (Belegart OE) oder eine Bescheinigung über die Beantragung;
− Personalbogen (Anlage 2);
− bei Schwerbehinderung im Sinne des Schwerbehindertengesetzes: beglaubigte Kopie des Schwerbehindertenausweises;
− bei der Beantragung eines Härtefalles gemäß § 22 Abs. 2 Nr. 2 JAG M-V, § 7 KapVO
ist der Antrag durch aussagekräftige Unterlagen zu belegen.
Wird der Vorbereitungsdienst im Beamtenverhältnis auf Widerruf abgeleistet, bedarf es der Vorlage folgender weiterer Unterlagen:
− ein höchstens drei Monate altes amtsärztliches Gesundheitszeugnis, nebst Erklärung zur Verarbeitung der mitgeteilten Gesundheitsdaten
− eine beglaubigte Abschrift der Geburtsurkunde (ggf. weitere Personenstandsurkunden)
Ein Schreiben mit näheren Informationen zur Einholung des amtsärztlichen Gutachtens, welches zugleich als Vorlage bei dem Gesundheitsamt zur Beauftragung der amtsärztlichen Untersuchung gilt, wird den Bewerbern nach Eingang des Antrages auf Aufnahme in den Vorbereitungsdienst übersandt.
Zudem erhalten die Bewerber nach Eingang des Antrages ein Schreiben, welches als Vorlage zur Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses nach § 30 a Abs. 1 Ziffer 1 i.V.m. § 30a Abs. 2 BZRG gilt.
Wichtig: Als Bewerber müssen Sie daher zunächst zwingend den Antrag auf Aufnahme in den Juristischen Vorbereitungsdienst einreichen. Im Anschluss daran erhalten Sie vom Präsidenten des Oberlandesgerichts nähere Informationen zur Einholung des amtsärztlichen Gutachtens und zur Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses.
Berücksichtigung beim Auswahlverfahren können bei Ablauf der Ausschlussfrist nur vorbehaltlose (Zeit, Ort) und vollständig vorliegende Bewerbungen finden (§ 2 KapVO).
Unvollständige Bewerbungen nehmen am Auswahlverfahren nicht teil.
Die Amtsbezeichnung während des Vorbereitungsdienstes lautet "Rechtsreferendar" bzw. Rechtsreferendarin".
Die Referendare haben sich der Ausbildung mit vollem Einsatz ihrer Arbeitskraft zu widmen.
Für die Referendare im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis gelten die für die Beamten auf Widerruf geltenden Bestimmungen des § 21 a JAG M-V.
Für die Referendare, die den Vorbereitungsdienst im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis ableisten wird eine Unterhaltsbeihilfe in Höhe von 1.195,00 EUR (brutto) und ein Familienzuschlag in entsprechender Anwendung der besoldungsrechtlichen Regelungen des Landes gezahlt. Weitergehende Leistungen, wie Sonderzuwendungen, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen werden nicht gewährt. Die Referendare werden in die gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung einbezogen und es besteht eine Beitragspflicht zur Arbeitslosenversicherung. Die Unterhaltsbeihilfe wird zum letzten Tag eines jeden Kalendermonats für den laufenden Monat gezahlt. Weitergehende Leistungen, insbesondere Familienzuschläge, jährliche Sonderzuwendungen, Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen und den Auslandsdienstbezügen vergleichbare Leistungen werden nicht gewährt (Verordnung zur Regelung der Unterhaltsbeihilfe für Referendare vom 30. April 2003, GVOBl. M-V, S. 326, zuletzt geändert durch VO vom 16. August 2012, GVOBl. M-V, S. 726).
Sie sind durch den Dienstherren nicht krankenversichert, sondern haben lediglich in beschränktem Umfang einen Anspruch auf Beihilfe. Hinsichtlich beihilferechtlicher Fragen wird empfohlen, Einsicht in den Internetauftritt des Landesamtes für Finanzen (www.laf-mv.de) zu nehmen. Hier sind diverse Informationen sowie die entsprechenden Anträge hinterlegt.
Formular_Antrag ausfüllbar(002).pdf (PDF, 0.02 MB)
Anlage 1ausfüllbar.pdf (PDF, 0.15 MB)
Anlage 2 ausfüllbar.pdf (PDF, 0.12 MB)