Source: https://www.haufe.de/unternehmensfuehrung/forderungsmanagement/forderungsmanagement-ein-ueberblick_14_91590.html
Timestamp: 2016-10-24 20:18:14
Document Index: 83601964

Matched Legal Cases: ['§ 195', '§ 212', '§ 203', '§ 271', '§ 286', '§ 688', 'BGH', '§ 17']

Forderungsmanagement: Ein Überblick | Unternehmensführung | Haufe
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Forderungsmanagement: Praxistipps
Rechnungen sind schnell geschrieben - und werden häufig lange nicht bezahlt.
Das Zahlungsverhalten von privaten und gewerblichen Schuldnern kann sich, bedingt durch Überschuldung oder drohende Zahlungsunfähigkeit, schnell verschlechtern. Das ist für Banken und Geschäftspartner ein wichtiger Indikator für finanzielle Schwierigkeiten. Deshalb ist es für Unternehmer besonders wichtig, Zahlungsschwierigkeiten mit einem effizienten Forderungsmanagement vorzubeugen.
Unternehmer selbst machen allerdings auch oft Fehler, sei es bei Beginn der Vertragsbeziehung, bei der Rechnungsstellung oder im Mahnwesen und bieten damit dem Schuldner mehr oder weniger gute Ausreden, nicht zahlen zu müssen. Ein professionelles Forderungsmanagement — konsequent, wirksam und kundenfreundlich — ist ein „Muss” für jedes Unternehmen. Mit der Reduzierung von Forderungsausfällen steigt die eigene Liquidität, die z. B. für Investitionen dringend benötigt wird. Für Banken ist ein funktionierendes Forderungsmanagement ein wichtiges Rating-Kriterium. Die Verjährung von Forderungen ist in §§ 195 und 199 BGB geregelt, die Unterbrechung der Verjährung in § 212 BGB und die Hemmung in §§ 203 und 204 BGB. Die Fälligkeit einer Forderung ergibt sich aus § 271 BGB und der Verzug und dessen Folgen aus § 286 ff BGB. Die Vorschriften zum gerichtlichen Mahnverfahren finden sich in den §§ 688 ff. Zivilprozessordnung (ZPO). Der Bundesgerichtshof hat zu den Anforderungen an eine Rechnung gegenüber einem Verbraucher entschieden: Demnach kommt ein Verbraucher nicht in Verzug, wenn lediglich in der Rechnung ein Zahlungsdatum genannt ist und nicht explizit darauf hingewiesen wird, dass er automatisch in Verzug kommt, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung bezahlt (BGH, Urteil v.25.10.2007, III ZR 91/07). § 17 Abs. 2 UStG ermöglicht bei Forderungsausfall die Vorsteuerberichtigung (siehe auch Abschn. 17.1 Abs. 5 AE-USt).
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