Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2006/06'7'14.htm
Timestamp: 2018-01-20 05:09:17
Document Index: 177411027

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 8', '§ 8', '§ 7', '§ 17', '§ 17', '§ 8', '§ 8']

16. Jahrgang, Nr. 7 vom 28. November 2006, S. 106
Human Resources Management (120 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang „Human Resources Management“ beschlossen.
§ 8 Regelstudienzeit, Aufbau und Umfang des Studiengangs 4
Anlage: Studiengangübersicht (gemäß § 8) Master of Science „Human Resources Management“ (120 Leistungspunkte) 14
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt Ziele, Inhalte und Aufbau des Master-Studiengangs „Human Resources Management“ (120 Leistungspunkte).
(1) Bei dem Studiengang „Human Resources Management“ handelt es sich um einen konsekutiven Master-Studiengang im Umfang von 120 Leistungspunkten. Der Studiengang vertieft und erweitert den Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaftslehre (Business Studies)“
(1) Der Studiengang Human Resources Management soll den Studierenden unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt die erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methodenkompetenzen so vermitteln, dass sie zu wissenschaftlicher Arbeit, zur kritischen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und zu verantwortlichem Handeln in anspruchsvollen Fragestellungen der Mitarbeiterführung, des Personalmanagements und der Personal- und Organisationsentwicklung befähigt werden.
(2) Als Schwerpunkte für die angestrebte professionelle Tätigkeit des Masters für Human Ressource Management prägen drei Kompetenzprofile die Zielstellungen des Masterstudiums:
· Der strategisch ausgerichtete HR-Manager und Personalentwickler ist Business Partner der Geschäftsleitung. Die Kernthemen sind hier: unternehmerisches Personalmanagement, internationales Human Resources Management und strategische und konzeptionelle Aspekte der Personalentwicklung;
· Der externe und interne Management-Berater ist Strategie- und Realisierungspartner der Führungskräfte und Mitarbeiter. Zentrale Felder der Beratungsarbeit, wie zum Beispiel Organisationsentwicklung, Prozessoptimierung bilden hier den Schwerpunkt;
· Der strategische Systemgestalter ist Strategie- und Realisierungspartner des Managements. Zentrale Felder dieses Schwerpunktes sind individuelles und kollektives Arbeitsrecht, sozio-ökonomische Systemanalyse und -gestaltung sowie Methoden- und Kreativitätstechniken.
Ziel des Studiums ist daher der Erwerb der relevanten wirtschaftswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und juristischen Kenntnisse und Fertigkeiten unter besonderer Berücksichtigung methodischer Kompetenzen sowie der Erwerb der Fähigkeit, wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungsergebnisse adäquat aufbereiten, darstellen, erläutern und eigenständig kreativ erweitern zu können.
(3) Um diese Ziele zu erreichen lassen Spezialisierungen im Verlaufe des Studiums eine differenzierte berufsfeldbezogene Ausbildung zu, die nach individuellen Interessen ausgerichtet werden kann: Aufbauend auf einer wirtschaftswissenschaftlichen, arbeitsrechtlichen, psychologischen und soziologischen Basisausbildung erfolgt eine systematische Qualifizierung in Fragen des Personalmanagements und der Personal- und Organisationsentwicklung. Um dem Bedarf nach einer wissenschaftlich angelegten Qualifikation Rechnung zu tragen, wird außerdem durch die Anfertigung einer anwendungsorientierten Masterthesis die Befähigung zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten gezielt gefördert. Ferner betonen die in Gruppen zu bearbeitenden, bewerteten Fallstudien die zunehmende Wichtigkeit sozialer Kompetenzen.
(1) Ein erfolgreiches Masterstudium Human Ressource Management setzt fundierte Kenntnisse in Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsrecht oder den Sozialwissenschaften voraus, die einem Bachelor-Abschluss in Wirtschafts-, Sozial- oder Rechtswissenschaften entsprechen. Weiterhin ist die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift und Erfahrung im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien unbedingt erforderlich. Wünschenswert sind fundierte Kenntnisse der englischen Sprache.
(4) Wünschenswert sind Grundkenntnisse sowie einschlägige Erfahrungen bzw. nachgewiesene Fähigkeiten im inhaltlichen Schwerpunkt des Master-Studiengangs.
(7) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Ziffer 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) in der Fassung vom 24. Mai 2005 (GVBl. LSA S. 282 ff.) stehen als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, bis zu 20% der Studienplätze zur Verfügung.
Regelstudienzeit, Aufbau und Umfang des Studiengangs
(2) Der Studiengang besteht aus Modulen, die insgesamt 120 Leistungspunkte ergeben. Der zeitliche Aufwand des Studiengangs (Workload) beträgt damit insgesamt 3.600 Stunden.
1. Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre (15 Leistungspunkte),
2. Methodische Grundlagen des Human Resources Management (15 Leistungspunkte),
3. Unternehmerisches Human Resources Management (25 Leistungspunkte),
4. Organisationsentwicklung und Change Management (25 Leistungspunkte),
5. Wahlbereich (20 Leistungspunkte);
Des Weiteren umfasst der Studiengang das Modul
6. Master-Arbeit (20 Leistungspunkte).
Der Aufbau des Studiengangs ergibt sich aus der Studiengangübersicht (Anlage) zu dieser Ordnung.
Ein Praktikum in Unternehmen ist wünschenswert im Hinblick auf den Berufseinstieg nach dem Studium, ist aber nicht Bestandteil des Studiengangs. Die Ableistung von Praktika soll durch den Prüfungsausschuss durch geeignete Vorkehrungen gefördert werden.
(5) Lautet die Gesamtbewertung einer Modulleistung gemäß § 17 Abs. 4 „nicht ausreichend“ bzw. wird eine Modulteilleistung mit weniger als 50 Fachpunkten bewertet, so kann die Modulleistung bzw. die Modulteilleistung innerhalb eines Studienjahres einmal wiederholt werden, mit Ausnahme der in § 17 Abs. 9 Satz 2 geregelten Fälle des Ausschlusses wegen der schwerwiegender Störung einer Prüfung. Lautet auch die Gesamtbewertung der wiederholten Modulleistung »nicht ausreichend« bzw. wird eine wiederholte Modulteilleistung mit weniger als 50 Fachpunkten bewertet, so kann auf begründeten Antrag vom Prüfungsausschuss für insgesamt höchstens vier Module mit Ausnahme der Master-Arbeit und ihrer mündlichen Verteidigung jeweils eine zweite Wiederholung innerhalb des auf die erste Wiederholung folgenden Studiensemesters zugelassen werden.
(1) Eine Master-Arbeit ist obligatorisch und bildet zusammen mit ihrer mündlichen Verteidigung ein eigenes Modul im Umfang von 20 Leistungspunkten.
(2) Zur Master-Arbeit wird zugelassen, wer im Studiengang eingeschrieben ist und erfolgreiche Studienleistungen im Umfang von mindestens 80 Leistungspunkten nachweist.
(4) Das Thema für die Master-Arbeit ist aus einem der der Bereiche nach § 8 Abs. 3 Ziffern 3 bis 5 zu wählen. Es kann von jeder fachlich zuständigen Prüferin bzw. jedem fachlich zuständigen Prüfer gestellt bzw. betreut werden. Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann ohne Rechtsanspruch die Themenstellerin bzw. den Themensteller und den Problembereich der Master-Arbeit vorschlagen.
(6) Die Bearbeitungszeit für die Master-Arbeit beträgt 12 Wochen. Die Bearbeitungszeit beginnt mit dem Ausgabetag gemäß Abs. 5.
Bewertung von Modulen, Anrechnung von Studienleistungen, Mutterschutz, Elternzeit,
Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs, Abschluss des Studiums
(17) Gleichfalls sind die Fristen der Elternzeit nach Maßgabe des Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungszeit (BErzGG) in der jeweils gültigen Fassung auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie die Elternzeit antreten, dem Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Elternzeit nehmen wollen. Der Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Anspruch auf Elternzeit auslösen würden, und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen der Studentin bzw. dem Studenten mit.
Studiengangübersicht (gemäß § 8) Master of Science „Human Resources Management“ (120 Leistungspunkte)
I. Kernbereich BWL
Pflichtmodul und Wahlpflichtmodule
Grundlagen der Unternehmensführung (Pflichtmodul)
II. Bereich Methodische Grundlagen des Human Resources Management
Anwendungsprojekte (PC)
Evaluation von Personal­entwicklungskonzepten
Präsentations- und Kommunikationstechniken für Personalwirtschaftler
III. Unternehmerisches HRM
Pflichtmodule und Wahlpflichtmodule
Grundlagen der Personalwirtschaft (Pflichtmodul)
Grundlagen der Personalentwicklung (Pflichtmodul)
Seminar / Projektarbeit Unternehmerisches HRM (Pflichtmodul)
IV. Organisationsentwicklung und Change Management
Grundlagen der Organisationstheorie (Pflichtmodul)
Grundlagen der Organisationsgestaltung (Pflichtmodul)
Seminar / Projektarbeit Organisationsentwicklung (Pflichtmodul)
Theorie der Interaktion (Soziologie I)
Geschäftsprozessmanage­ment
V. Wahlbereich (Wahl einer Spezialisierung)
1 Spezialisierung aus:
Fallstudien zur Internatio­nalen Rechnungslegung
Seminar Externes Rechnungswesen und Unternehmensbesteuerung
4 Module aus: