Source: https://www.klicktipps.de/gewerbe-werbung-auf-homepageseiten.php
Timestamp: 2018-11-20 13:19:53
Document Index: 396479816

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 14', '§ 3']

Klicktipps - Werbung auf Homepageseiten
und andere elektronische Dienstleistungen
Gewerbliche Tätigkeit von Behörden und Vereinen
Gewerbliche Tätigkeit von Freiberuflern
Art der Leistung, Dienstleister, Leistungsempfänger und Leistungsort
bei Privatpersonen, Vereinen, Behörden und Anderen
zu Unrecht vereinnahmte Umsatzsteuer
Werbung bei Vereinen
Spezielle Seite
Werbung für Amazon
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Viele Homepage-Betreiber entdecken irgendwann, dass Werbung in der Homepage, in ihrem Blog oder zu ihren youtube-Aktivitäten einen netten Zuverdienst einbringen kann oder zumindest einen Teil der Homepage-Kosten decken könnte.
Den meisten dieser Homepage-Betreiber ist aber nicht klar, dass diese Art der Betätigung und Dienstleistung einige steuerliche und rechtliche Folgen hat. Wenn man es dann noch mit Werbung für ausländische Firmen (z. B. partnernet.amazon.de oder Google-AdSense ) zu tun hat, wird besonders das Thema Umsatzsteuer nochmals deutlich komplizierter. Für diesen Anwendungsfall "Werbung in Homepages" spielt besonders der § 3a UStG (Umsatzsteuergesetz) eine wichtige Rolle. Auf ihn wird hier besonders eingegangen.
Auch die Betreiber privater Homepageseiten sind, von einigen der nachfolgenden Punkte betroffen, sobald Werbung eingebaut wird.
Auf dieser Seite wird versucht, das nicht ganz einfache Thema "Werbung auf Homepageseiten und deren steuerliche und rechtliche Konsequenzen" verständlich darzustellen. Es wird im Text davon ausgegangen, dass der Homepage-Betreiber seinen Sitz in Deutschland hat.
Vieles, was in dieser Seite zum Thema 'Werbung auf Homepageseiten' steht, gilt auch für andere Arten von elektronischen Dienstleistungen, z. B.:
Erstellen von Homepages für Kunden
Bereitstellen bzw, Verkaufen von Downloads
Lieferung von Software per E-Mail
Nachhilfe per E-Mail
Allerdings schreibt hier der Lieferant bzw. Dienstleister in der Regel Rechnungen, während bei Werbung in Homepages Gutschriften benutzt werden.
An Vorschlägen, die zu noch besserer Verständlichkeit der Materie in dieser Seite helfen, bin ich interessiert.
Für die später folgenden Abschnitte ist es wichtig, zunächst ein paar Grundlagen zu klären:
Es sollte im jeweiligen Fall geklärt sein, ob der Dienstleister, also derjenige, der in seiner Homepage wirbt, ein Unternehmer, ein Kleinunternehmer, eine Privatperson, ein Verein oder eine Behörde usw. ist.
In den weiteren Abschnitten wird vor allem zwischen Unternehmer, Kleinunternehmer und "allen Übrigen" unterschieden.
Besonders für das Thema Umsatzsteuer muss exakt geklärt werden, wo denn diese elektronische (Dienst-)Leistung erbracht wurde, genauer gesagt, wo sie im Sinne des Umsatzsteuergesetzes als erbracht gilt.
Um die Vielfalt der Möglichkeiten einzuschränken, gehe ich ab jetzt davon aus, dass es sich bei dem Leistungsempfänger um einen Unternehmer handelt. Bezahlte Werbung für einen nicht-Unternehmer dürfte sehr selten sein.
Zuerst ein paar Begriffe aus dem Umsatzsteuergesetz (UStG):
Deutschland → Inland
EU-Ausland → Gemeinschaftsgebiet
nicht-EU-Ausland → Drittland
Der Leistungsort ist vor allem im oben genannten § 3a UStG geregelt:
Absatz (1) legt zunächst grob fest, dass "sonstige Leistungen" am Standort des Dienstleisters erbracht werden.
Die nachfolgenden Absätze regeln dann aber, in welchen Fällen es doch anders ist. Für unseren Fall "die auf elektronischem Weg erbrachten sonstigen Leistungen" (Absatz (4) Nr. 13.) gilt folgendes:
Leistungsempfänger in Deutschland
Leistungsempfänger im Gemeinschaftsgebiet
Beispiele: www.Amazon.de in Luxemburg und Google-AdSense seit Mitte 2009 in Irland
Leistungsort: Das Unternehmen bzw. sein Betriebsstätte im Gemeinschaftsgebiet
Leistungsempfänger im Drittland
Beispiel: Google-AdSense bis Mitte 2009 in USA
Leistungsort: Das Unternehmen bzw. seine Betriebsstätte im Drittland
Der gleiche Leistungsort des Leistungsempfängers gilt auch, wenn der Dienstleister, also der Betreiber der Werbehomepage kein Unternehmer, sondern Kleinunternehmer eine Privatperson, ein Verein oder eine Behörde usw. ist.
Die im § 3a Absatz (4) UStG aufgelistgeten Leistungen werden auch als "Katalogleistungen" bezeichnet. Ab 2010 wird der § 3a UStG vermutlich dahingehend geändert, dass der Leistungsort für Dienstleistungen einheitlicher geregelt wird und die "Katalogleistungen" dann keine Ausnahme mehr darstellen. (siehe z. B. Artikel von IHK Stuttgart)
Die Umsatzsteuer (umgangssprachlich auch "Mehrwertsteuer" genannt) gilt als eine der EU-weit am einheitlichsten geregelten Steuerarten. Dennoch ist die Umsatzsteuer eine eher nationale Steuer. Wenn Dienstleister und Leistungsempfänger als Unternehmer in verschiedenen Staaten tätig sind, funktioniert die Steuer etwa nach dem Satz: "Die Ware oder Dienstleistung kommt zwar aus dem Nachbarland rein und sie wird (netto) ordentlich bezahlt, aber die Umsatzsteuer bleibt hier!". Damit erklären sich die entsprechenden Regeln etwas leichter.
Ich gehe hier davon aus, dass sich der Dienstleister im Inland (D) befindet und dass der Leistungsempfänger ein Unternehmer ist:
Umsatzsteuer bei Unternehmern
In diesem Fall erhält der Dienstleister sein Geld netto. Die Umsatzsteuer muss vom Leistungsempfänger in der bei ihm üblichen Höhe gezahlt werden und bleibt damit in seinem Land. Dieser Wechsel der Zahlungspflicht (von Dienstleister an den Leistungsempfänger) wird auch als "reverse-charge-Regelung" bezeichnet.
Es erscheint dann keine Umsatzsteuer in der Gutschrift für den Dienstleister.
Eine Gutschrift oder Rechnung muss in diesen Fällen eine Begründung, also z. B. "Steuerschuld verlagert" bzw. "VAT reversed" enthalten.
Damit die Unternehmen gegenseitig (einigermaßen) sicher sein können, dass es sich bei beiden um vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen habndelt, wird von beiden eine europäische Umsatzsteuer-ID-Nummer (USt-IdNr.) benötigt, beantragt und verwendet.
Eine Rechnung oder die Gutschrift muss dann die USt-ID-Nummern beider Unternehmer enthalten.
Wenn eine USt-IdNr. vorhanden ist, muss sie im Impressum der Homepage veröffentlicht werden und auf sonstigen Rechnungen, die der Dienstleister schreibt, enthalten sein
(siehe § 14 UStG Abs. 4 Satz 1 Nr.2 UStG).
In der deutschen Umsatzsteuervoranmeldung gehören diese Umsätze in das Feld "Nicht steuerbare Umsätze (Leistungsort nicht im Inland)".
In der jährlichen Umsatzsteuererklärung kommen sie in das entsprechende Feld der Anlage UR (2. Seite unten).
Umsatzsteuer bei Privatpersonen, Vereinen, Behörden und Anderen
Für Privatpersonen, Vereine, Behörden und andere nicht-vorsteuerabzugsberechtigte Einrichtungen gelten bei der Umsatzsteuer die gleichen Regeln wie für Kleinunternehmen.
Die Einkünfte aus der Werbung laufen in die sonst übliche Buchhaltung bzw. Gewinnermittlung des Homepagebetreibers:
Zahlungen mit und ohne Umsatzsteuer und vom Finanzamt erstattete Umsatzsteuer als Einnahmen;
Kosten für den Homepageprovider, Internet-Anschluss andere laufende Kosten und die an das Finanzamt abgeführte Umsatzsteuer als Ausgabe. Der für die Programmierung der Seiten genutzte PC fließt ggf. als Abschreibung ein.
Ob und wieviel schließlich an Einkommensteuer zu zahlen ist, hängt außer vom Gewinn vor allem von der sonstigen Einkommenssituation sowie Familienstand und Kinderzahl ab.
Weitere Informationen zu Steuern und Abgaben in: "FAQ - Häufige Fragen zu Gewerbe und Freiberuf".
Auch wer keinen Gewinn beabsichtigt bzw. erreicht und deswegen kein Gewerbe anmelden muss, sollte seine Einnnahmen und Kosten zur Homepage ganz ordentlich auflisten! Nur so kann man bei Rückfragen von Finanzamt, BAföG-Amt oder ähnlichen Behörden exakt nachweisen, dass es keinen Gewinn gibt. Das hilft dann außerdem, es rechtzeitig zu bemerken, wenn man doch irgendwann in die Gewinnzone kommt.
Gelegentlich gibt es noch Abmahnungen, wenn man keinen Haftungsausschluss (auch Disclaimer genannt) in seiner Homepage hat.
Ein mögliches Muster kann man bei www.disclaimer.de erhalten.
Bei internetratgeber-recht.de gibt es viele weitere Informationen und ebenfalls ein Muster zum Thema Haftungsausschluss/Disclaimer. Hier werden auch besonders die Themen "Webung mit Google AdSense und Anderen" und "Cookies" behandelt.
Zum Thema "Werbeeinnahmen bei Vereinen" und deren steuerlicher Behandlung kenne ich mich wenig aus. Hier zwei Lnks dazu:
https://www.verwaltung.bayern.de/...
und www.vereinsbesteuerung.info
gesetze-im-internet.de bzw. gesetze-im-internet.de
Das Bundesministerium der Justiz stellt hier für interessierte Bürgerinnen und Bürger nahezu das gesamte aktuelle Bundesrecht kostenlos im Internet bereit.
steuerlinks.de/richtlinie/ustr-2008/r39c.html
Hier ist in der Richtlinie R 39c UStR 2008 (zu § 3a Abs. 4 Nr. 13 UStG) veröffentlicht.
lfk.de/...
Die LFK (Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg) zeigt hier den Text des Rundfunkstaatsvertrags (RStV) an.
klicktipps.de/gewerbe-geldverdienen-amazon-partner.php
Spezielle Informationen zur Werbung für Amazon-Artikel.
klicktipps.de/foren.php#finanzen_steuer
Hier sind FOren aufgelistet, in denen spezielle Fragen zu dieser Materie gestellt werden können. Bei wichtigen Fragen sollte man einen in diesen Fragen versierten Steuerberater aufsuchen.
klicktipps.de/webmaster.php und klicktipps.de/php-tipps.php
Viele Tipps für Menschen die Webseiten bauen bzw. pflegen und mit PHP arbeiten.
stuttgart.ihk24.de (IHK Stuttgart)
Sehr gute Erläuterung zum Thema "Steuern und Abgaben beim grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr zwischen Unternehmen (B2B)"
frettts-freeware.de
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Viele kostenlose und hilfreiche Werkzeuge für PC und Internetseiten. Ständig aktualisiertes Verzeichnis.
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Für beide Seiten muss man als Amazon-Partner angemeldet sein.
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