Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHR%20StGB%20%C2%A7%20226%20Abs.%202%20Schwere%20K%C3%B6rperverletzung%202
Timestamp: 2019-04-19 05:35:30
Document Index: 134397814

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 226', '§ 46', '§ 23', '§ 226', 'BGH', '§ 226', 'BGH', 'BGH', '§ 226', 'BGH', 'BGH', '§ 226', 'BGH', 'BGH', '§ 226', '§ 226', '§ 226', 'BGH', 'BGH', '§ 226']

BGH, 25.06.2002 - 5 StR 103/02 - dejure.org
BGH, 25.06.2002 - 5 StR 103/02
§ 226 Abs. 2 StGB; § 46 StGB; § 23 Abs. 2 StGB.
Wissentliche schwere Körperverletzung (Wissentlichkeit; Einheitstheorie); Strafzumessung (Strafmilderung beim Versuch; gebotene Gesamtschau; kriminelle Energie)
Mord - Versuch - Tateinheit - Schwere Körperverletzung - Freiheitsberaubung - Jugendstrafe - Skinhead-Szene - Rechtsradikale - Wissentliches Handeln - Versuchsgesichtspunkte - Kriminelle Energie - Strafminderung - Inbrandsetzen
StGB § 226 Abs. 2
Urteil wegen des Benzinanschlags in Bernau rechtskräftig
Haftstrafen gegen Skinheads wegen Mordversuchs
Nichtvermögensdelikte, "Wissentlich" herbeigeführte Dauerfolge bei Tötungsabsicht
BGHR StGB § 226 Abs. 2 Schwere Körperverletzung 2
Da es sich hier um einen Qualifikationstatbestand handelt, ist auch insoweit der Schuldvorwurf betroffen (BGH NJW 2001, 980; BGHR StGB § 226 Abs. 2, schwere Körperverletzung 2).
Hierfür reicht zwar aus, dass der Täter die schwere Körperverletzung als sichere Folge seines Handelns voraussieht (BGH, Urteile vom 14. Dezember 2000 - 4 StR 327/00, NJW 2001, 980, 981; vom 25. Juni 2002 - 5 StR 103/02, BGHR StGB § 226 Abs. 2 Schwere Körperverletzung 2; vom 12. Juli 2005 - 1 StR 65/05, NStZ-RR 2006, 174, 175).
Dass ein solches massives Vorgehen gegen die körperliche Unversehrtheit die Hautoberfläche ganz oder teilweise zerstört, liegt auf der Hand (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 2002 - 5 StR 103/02, BGHR StGB § 226 Abs. 2 Schwere Körperverletzung 2).
Der Senat entnimmt dem Gesamtzusammenhang der Urteilsgründe, dass der Angeklagte bei den Stichen in den Kopf des Nebenklägers einerseits mit dem von der Strafkammer "zumindest" festgestellten bedingten Tötungsvorsatz gehandelt hat, er aber andererseits für den Fall, dass dieser Erfolg nicht eintreten sollte, die tatsächlich eingetretenen schweren Folgen im Sinne des § 226 Abs. 1 Nr. 3 StGB als sichere Folgen seiner Handlungen vorausgesehen hat (vgl. zum Vorliegen von direktem Tötungsvorsatz und wissentlichem Herbeiführen der schweren Folgen im Sinne des § 226 Abs. 2 StGB: BGH, Urteile vom 22. Januar 1997 - 3 StR 522/96, NStZ 1997, 233, 234; vom 14. Dezember 2000 - 4 StR 327/00, NJW 2001, 980, 981, und vom 25. Juni 2002 - 5 StR 103/02, BGHR StGB § 226 Abs. 2 schwere Körperverletzung 2).