Source: http://fluechtlingshilfe-kreis-viersen.de/ku/familienzusammenfuehrungen-ist-das-familienasyl-nach-%C2%A7-26-asylg/
Timestamp: 2018-01-17 06:52:11
Document Index: 174961744

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 32', '§ 36', '§ 25', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 30', '§ 30', '§ 51', '§ 26', '§ 36', '§ 51', '§ 36', '§ 26']

yekbûna malbata penaberiyê malbatê li gorî § e 26 AsylG › Flüchtlingshilfe Kreis Viersen | Portal | Blog - agahî
Serpêsekinîn: tîrmeh 2017
Gegenüber einem Aufenthaltsrecht nach § 30 xala (Ehepartner) oder § 32 xala (zarok) oder – beim Nachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen – nach § 36 abs. 1 AufenthG hat das Familienasyl für die Nachziehenden klare Vorteile. Denn ein Aufenthaltstitel im Rahmen des allgemeinen Familiennachzugs ist zweckgebunden, d.h. für die Ehefrau/den Ehemann besteht das Aufenthaltsrecht für die Dauer der Ehe und für Kinder bis zum Ende der Minderjährigkeit. Das Familienasyl bietet dagegen allen Angehörigen, die im Rahmen von Familienzusammenführungen (oder auch auf anderem Weg) zu anerkannten Flüchtlingen oder zu Flüchtlingen mit sog. subsidären Schutz nachreisen, einen von diesen unabhängigen Status. Bei Gewährung von Familienasyl erhalten nachziehende Familienangehörigen den gleichen Status wie die Referenzperson (das ist die Person, zu der der Nachzug erfolgt), also aktuell eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 abs. 1 an 2 xala. Noch wichtiger ist, dass sie ebenfalls einen Flüchtlingspass bekommen.
Auf Grundlage von § 26 abs. 3 No.. 1-5 in Verbindung mit § 26 abs. 5 AsylG haben der Ehegatte/die
Migration und Flüchtlinge (darikê lêketinê) gestellt wird (§ 26 abs. 1 No.. 3 AsylG). Eine weitere Voraussetzung für die Beantragung der Familienflüchtlingseigenschaft ist, dass der Aufenthaltstitel der Referenzperson weiterhin besteht.
Zunächst ist allerdings zu empfehlen, dass die/der nachziehende Ehefrau/Ehemann sowie die nachziehenden Kinder nach der Einreise als Mitglieder der Kernfamilie einen Aufenthaltstitel nach §§ 30, 32 AufenthG bei der Ausländerbehörde (ABH) beantragen. Die Beantragung wird dann entsprechend auch seitens der ABH bescheinigt und damit können sie Leistungen nach SGB II beantragen. Da eine Aufenthaltserlaubnis nach den §§ 30, 32 AufenthG bei Asylbeantragung nicht erlischt (s. § 51 abs. 1 xala), hat der bisherige Aufenthaltstitel nach AufenthG für die Dauer des Familienasylverfahrens Bestand. Den nachgezogenen Personen stehen damit während des Verfahrens weiterhin entsprechende SGB II-Leistungen zu.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen danach ist, dass ein Antrag auf Familienasyl unverzüglich (innerhalb von 2 weeks) nach der Einreise nach Deutschland bei der zuständigen Stelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge gestellt wird (§ 26 abs. 1 No.. 3 AsylG) .
Da die Aufenthaltserlaubnis nach § 36 abs. 1 AufenthG bei Asylbeantragung nicht erlischt (s. § 51 abs. 1 xala) hat der Aufenthaltstitel nach § 36 abs. 1 AufenthG für die Dauer des Familienasylverfahrens Bestand, mit der weiterhin dann entsprechende SGB IILeistungen während des Verfahren
Beim Familienasyl wird ein Aufenthalt in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen und eine Umverteilung erspart. Das Elternteil wird dann zwecks erkennungsdienstlicher Behandlung zum BAMF geladen und erhält danach einen Termin zwecks Anhörung. So haben die nachgezogenen Personen grundsätzlich einen Anspruch auf Zuerkennung der Familienflüchtlingseigenschaft. • Entscheidend ist beim Nachzug zu einem UMF – neben der Zwei-Wochen-Frist nach § 26 abs. 1 No.. 3 AsylG –, dass der Familienasylantrag gestellt werden muss, solange die Referenzperson noch minderjährig ist. Es spielt anschließend bei der Entscheidung über den Antrag keine Rolle, ob er/sie zwischenzeitlich nach Antragstellung volljährig geworden ist.