Source: https://www.dike.ch/Studien-zum-Strafrecht?page=3
Timestamp: 2019-10-14 01:36:04
Document Index: 136910992

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 266', '§ 53', '§ 53', '§ 266', '§ 299', '§ 299', '§ 266', '§ 34']

Prof. Dr. Knunt Amelung, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Martin Böse, Universität Bonn
Prof. Dr. Dres. h.c. Urs Kindhäuser, Universität Bonn
Prof. Dr. Claus Kreß, Universität Köln
Prof. Dr. Lothar Kuhlen, Universität Mannheim
Prof. Dr. Ursula Nelles, Universität Münster
Prof. Dr. Dr. h.c. Ulfrid Neumann, Universität Frankfurt a. M.
Prof. Dr. Henning Radtke, Univerisität Hannover
Prof. Dr. Klaus Rogall, Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Helmut Satzger, Universität München
Prof. Dr. Brigitte Tag, Universität Zürich
Prof. Dr. Thomas Weigend, Universität Köln
Prof. Dr. Wolfgang Wohlers, Universität Zürich
Prof. Dr. Rainer Zaczyk, Universität Bonn
Studien zu § 53a StPO
Müssen Personen im Strafprozess Rede und Antwort stehen, die einen anderen unterstützen, der aus beruflichen Gründen berechtigt ist, das Zeugnis im Strafprozess zu verweigern? Geregelt ist diese Fr..
Bedeutende Autoren wie Roxin sehen in Richard Honig einen Vorläufer der modernen Lehre von der objektiven Zurechnung. Demgegenüber erscheint bereits bei oberflächlicher Lektüre seines Beitrags zwei..
In einem jüngsten Beschluss über die Bestimmtheit des § 266 StGB erklärt das Bundesverfassungsgericht, „dass es sich beim Vermögen als Rechtsgut und Bezugspunkt des anzustellenden Vergleichs nicht ..
Johannes Corsten
Organe von Wirtschaftsunternehmen unterliegen einer immanenten Gefahr, sich im Rahmen ihrer zu treffenden Entscheidungen wegen Untreue strafbar zu machen, weil es häufig nicht unmittelbar erkennbar..
Das bislang wenig beachtete Mordmerkmal der gemeingefährlichen Mittel könnte infolge terroristischer Gewaltstraftaten grössere Bedeutung erlangen. Die Verfasserin greift deshalb die mit der Auslegu..
Jorge F. Perdomo-Torres
Das Werk beschäftigt sich mit der Begründung der Duldungspflicht im rechtfertigenden Notstand. Es wird dabei von dem streng rechtlichen Konflikt zwischen Recht und Wohl anhand der Hegelschen Rechts..
Die Autorin gibt die Ergebnisse der ersten empirischen Studie zur Notwehr in Deutschland wieder. Sie zeigt, dass die Auffassungen der Bevölkerung und der Strafrechtsdogmatiker stark auseinander geh..
Der Grundsatz der Komplementarität regelt das Verhältnis zwischen dem Internationalen Strafgerichtshof und der nationalen Strafgerichtsbarkeit und ist damit eine wichtige Stellschraube für das gesa..
Täterschaft und Pflichtverletzung
Zugleich ein Beitrag zur Dogmatik der Abgrenzung der Beteiligungsformen bei Begehungs- und Unterlassungsdelikten
Dieses Werk vermittelt einen umfassenden Einblick in die Täterschafts- und Teilnahmelehre bei Sonderdelikten auf dem Gebiet des Strafrechts und bietet sowohl für den Studenten, als auch für den Wis..
Dank der europäischen Grundfreiheiten können sich Straftäter innerhalb Europas nahezu ohne Schwierigkeiten bewegen, während Polizei und Justiz der Mitgliedstaaten wenig entgegenzusetzen haben. Abhi..
Lehrende im Bereich der Rechtswissenschaften stehen seit jeher vor besonderen Herausforderungen. Auf der Grundlage juristischer, empirischer sowie lehr- und lernwissenschaftlicher Erkenntnisse entw..
Die Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag zur andauernden Diskussion um den Tatbestand der Geldwäsche dar und ist die erste vertiefte und vergleichende wissenschaftliche Veröffentlichung auf diesem..
Teresa Manso Proto
Normunkenntnis aus belastenden Gründen
Darf eine im aktuell unvermeidbaren Verbotsirrtum begangene Tat bestraft werden? Um welche Art von Fällen handelt es sich? Sind sie wirklich mit der a.l.i.c.-Konstellation vergleichbar? Die Studie ..
Die Arbeit zieht eine Bilanz der weltweit ausserordentlich heftig geführten Diskussion über das Feindstrafrecht. In Auseinandersetzung mit den wichtigsten für und gegen das Konzept angeführten Argu..
Wie verhalten sich EU-Bussgelder in Millionenhöhe zu parallelen Bussgeldern durch die EU-Mitgliedsstaaten oder Drittstaaten wie den USA im Kartellrecht? Welche Vorgaben folgen aus der Europäischen ..
Ein praxisorientierter Ratgeber über Betriebsbeauftragte. Obwohl sie gesetzlich vorgeschrieben und in vielfältigen Erscheinungsformen zu finden sind, ist ihre Position mit vielen Fragestellungen ve..
Stalking ist der Oberbegriff für ein in jeder Hinsicht vielschichtiges Verhalten, das gravierende Folgen für alle Beteiligten haben kann. Was aber verbirgt sich im Einzelnen hinter dem Phänomen, we..
Trotz seiner Eingriffsintensität hat die Europäische Kommission den Europäischen Haftbefehl zum Symbol einer EU-Strafrechtszusammenarbeit erhoben, die auf dem Grundsatz gegenseitiger Anerkennung be..
Untersuchungen zur strafrechtlichen Beurteilung von Tötungshandlungen im Lebensnotstand
Das Werk untersucht aus dem Blickwinkel des Strafrechts das facettenreiche Problem des Lebensnotstandes, d.h. der Tötung Unschuldiger zum Zwecke der Rettung anderer Unschuldiger. Unter Einbezug auc..
«Das unfreie Opfer der Nötigung erscheint zugleich als frei verantwortlicher Verbrecher!» Anhand dieses Zitats Karl Bindings lässt sich die Grundproblematik einführen, mit der sich eine umfassende ..
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Müssen Personen im Strafprozess Rede und Antwort stehen, die einen anderen unterstützen, der aus beruflichen Gründen berechtigt ist, das Zeugnis im Strafprozess zu verweigern? Geregelt ist diese Frage in § 53a StPO. § 53a StPO ist zwar bereits über ein halbes Jahrhundert alt, hat jedoch lange Zeit in Literatur und Rechtsprechung ein Schattendasein geführt. Erst in den letzten Jahren rückte die Vorschrift wieder in den Blickpunkt der Rechtspraxis. Trotz der gesteigerten Aktualität ist eine für die betroffenen Personengruppen und auch Prozessbeteiligten notwendige Rechtssicherheit jedoch bisher nicht eingetreten. Dem tritt die vorliegende Arbeit entgegen. Sie entwickelt praktikable Abgrenzungskriterien für den Begriff des Berufshelfers, stellt verfahrensrechtliche Probleme in den unterschiedlichsten Schattierungen dar und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.
Organe von Wirtschaftsunternehmen unterliegen einer immanenten Gefahr, sich im Rahmen ihrer zu treffenden Entscheidungen wegen Untreue strafbar zu machen, weil es häufig nicht unmittelbar erkennbar ist, dass ein bestimmtes Verhalten den Tatbestand des § 266 StGB erfüllt. Das vorliegende Werk untersucht nicht nur, welches unternehmerische Handeln den Tatbestand der Untreue erfüllt, sondern behandelt daneben Möglichkeiten und Reichweite einer Einwilligung durch die Gesellschafter eines Unternehmens, indem es die Binnenstrukturen Juristischer Personen, Personengesellschaften und konzernierter Unternehmen näher beleuchtet. Parallel dazu wird die Einwilligung in die Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr einer eingehenden Analyse unterzogen. Dazu wird das von § 299 StGB geschützte Rechtsgut bestimmt und im Weiteren erarbeitet, dass es für die Tathandlung des § 299 StGB wie im Bereich des § 266 StGB einer Pflichtverletzung des Handelnden gegenüber dem Geschäftsherrn bedarf...
Das Werk beschäftigt sich mit der Begründung der Duldungspflicht im rechtfertigenden Notstand. Es wird dabei von dem streng rechtlichen Konflikt zwischen Recht und Wohl anhand der Hegelschen Rechtsphilosophie ausgegangen. Die Ermittlung des legitimen Anwendungsbereichs des Notstands soll den Unterschied zwischen sozialstaatlichen und genuinen Notstandsrisiken berücksichtigen; die Güterabwägung soll insofern mit bestimmten Grenzen ausgeübt werden. Als Folge dieser rechtlichen Betrachtung wird dem Angriffsadressaten eine Pflicht des Inhalts auferlegt, durch die Duldung des Angriffs Einbussen in der Rechtspersonenqualität des Angreifers zu vermeiden und dadurch bei deren Aufrechterhaltung mitzuwirken; jeder Bürger ist insofern Garant für die Bewältigung existenzieller und konkreter Notlagen in der Gemeinschaft. Die Rechtspflichten in Notsituationen – so die These des Autors – passen als Bestandteil allgemeiner Verkehrsverhältnisse in den Rahmen einer modernen Garantenstellungslehre hinein...
Die Autorin gibt die Ergebnisse der ersten empirischen Studie zur Notwehr in Deutschland wieder. Sie zeigt, dass die Auffassungen der Bevölkerung und der Strafrechtsdogmatiker stark auseinander gehen. Die Bevölkerung nimmt in ihrer Einstellung zum Notwehrrecht als auch in der tatsächlichen Ausübung der Notwehr wesentlich restriktivere Massstäbe an.
Dieses Werk vermittelt einen umfassenden Einblick in die Täterschafts- und Teilnahmelehre bei Sonderdelikten auf dem Gebiet des Strafrechts und bietet sowohl für den Studenten, als auch für den Wissenschaftler eine fruchtbare Arbeitsgrundlage. Schwerpunktmässig wird dabei die Problematik der Abgrenzung der Beteiligungsformen, sowohl bei Begehungsdelikten als auch bei Unterlassungsdelikten, behandelt. Von der von Roxin begründeten Pflichtdeliktslehre als Grundlage ausgehend, liefert der Autor in Form einer neuen Konzeption der Pflichtdeliktslehre ein eigenständiges und praktikables Erklärungsmodell zur Lösung bestehender und entstehender Problemkonstellationen. Dieses Modell findet in den folgenden Grundideen sein Fundament: Zum einen begründet die Verletzung einer Sonderpflicht nicht das Unrecht sondern lediglich die Täterschaft. Zum anderen handelt es sich bei täterschaftsbegründenden Pflichten stets um strafrechtliche und nicht um ausserstrafrechtliche Pflichten…
Lehrende im Bereich der Rechtswissenschaften stehen seit jeher vor besonderen Herausforderungen. Auf der Grundlage juristischer, empirischer sowie lehr- und lernwissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt die Autorin am Beispiel des materiellen Strafrechts umsetzungsorientierte Verbesserungsvorschläge für die Konzeption von Curricula und Lehrveranstaltungen im juristischen Hochschulunterricht. In einer Analyse der fachspezifischen Lernziele juristischer Hochschulausbildung beschreibt die Autorin zunächst die im Studium zu erwerbende bzw. zu vermittelnde wissensbasierte Fähigkeit zur Lösung juristischer Probleme. Vor dem Hintergrund einer eigenen empirischen Erhebung zur juristischen Lehrpraxis an deutschen Hochschulen sowie auf der Grundlage von Erkenntnissen der Lehr- und Lernforschung wird sodann Verbesserungspotenzial für die Gestaltung von Lehrveranstaltungen aufgezeigt. Vorgeschlagen wird schließlich eine „Rekonstruktion des Rechtsunterrichts“ in systematischer und methodischer Hinsicht.
Darf eine im aktuell unvermeidbaren Verbotsirrtum begangene Tat bestraft werden? Um welche Art von Fällen handelt es sich? Sind sie wirklich mit der a.l.i.c.-Konstellation vergleichbar? Die Studie befasst sich mit der individuellen Grenze der Zurechnung am Beispiel des Normirrtums und untersucht diese Fragen in theoretischer und praktischer Hinsicht. Die Autorin analysiert die Hauptlehren zur Behandlung der Normunkenntnis sowohl im Hinblick auf ihre theoretische Konsistenz als auch auf ihre Tragfähigkeit für die Falllösung, um aufzuzeigen, welche wissenschaftlichen Irrwege sie eingeschlagen haben, um eine ungerechte Prämierung des unwissenden Täters zu vermeiden. Von einem normativen Ansatz ausgehend, der sowohl die Exzesse einer psychologisierenden Perspektive der Zurechnung als auch diejenigen einer radikal normativen Perspektive beseitigt, differenziert die Verfasserin scharf, wann Normunkenntnis als Indiz schwerer Normuntreue (Belastungsgrund) oder als Zeichen von Inkompetenz (Entlastungsgrund) gedeutet werden muss...
Die Arbeit zieht eine Bilanz der weltweit ausserordentlich heftig geführten Diskussion über das Feindstrafrecht. In Auseinandersetzung mit den wichtigsten für und gegen das Konzept angeführten Argumenten untersucht die Arbeit den Ertrag des Begriffs «Feindstrafrecht» für die Strafrechtswissenschaft. Über (vor allem gegen) das Feindstrafrecht ist viel geschrieben worden. Vorgehalten wurde ihm etwa die Nähe zu Carl Schmitt oder sogar zum Strafrecht des Nationalsozialismus, der Widerspruch zum Rechtsgüterschutzgedanken, die Tatsache, dass es schon begrifflich kein Recht sei, sowie die Unvereinbarkeit mit der Menschenwürde. Die vorliegende Untersuchung fragt nach der Berechtigung dieser und weiterer Argumente, wobei sie die im Ausland erfolgenden Stellungnahmen umfassend mitberücksichtigt. Der wissenschaftliche Ertrag des Konzepts wird anhand einer Unterscheidung zwischen einem deskriptiven, einem kritischen und einem affirmativen Verständnis des Begriffs beurteilt. Das deduktiv gewonnene negative Ergebnis wird anschliessend induktiv durch Heranziehung ausgewählter Problemfelder bestätigt.
Das Werk untersucht aus dem Blickwinkel des Strafrechts das facettenreiche Problem des Lebensnotstandes, d.h. der Tötung Unschuldiger zum Zwecke der Rettung anderer Unschuldiger. Unter Einbezug auch der Rechtsprechung in einer Vielzahl historischer Fälle sowie der internationalen moralphilosophischen Debatte werden sämtliche strafrechtsdogmatischen Versuche der Bewältigung des Lebensnotstandsproblems einer umfassenden Analyse unterzogen. Auf der Basis eines vertragstheoretischen Normbegründungsmodells rekonstruiert der Autor schließlich das geschriebene Notstandsrecht (insbes. die §§ 34, 35 StGB) sowie die Regeln der Pflichtenkollisionslehre und des sog. übergesetzlichen entschuldigenden Notstands. Die hieraus abgeleiteten Erkenntnisse führen nicht nur zu einer Neugewichtung der Standardargumente, sondern ermöglichen darüber hinaus eine rational fundierte Strafrechtsanwendung in zahlreichen Fallkonstellationen von praktischer Aktualität...