Source: http://de.slideshare.net/digiwis/workshop-wissenschaftliches-publizieren
Timestamp: 2017-01-18 02:12:08
Document Index: 370453735

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 38', '§ 19', '§ 44', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 2', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 10', '§ 12', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 12', '§ 2', '§ 16', '§ 12', '§ 17']

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by Tolga ŞAHİN
Workshop zum wissenschaftlichen Publizieren Einführung, Hilfestellungen und Tips zum wissenschaftlichen PublizierenWenke Bönisch 1 2.
Zu meiner Person2000-2005 Studium der Mittleren und Neueren Geschichte sowie Kunstgeschichte an der Universität Leipzigseit 2006 Promotion2006-2008 Wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Seminar2008-2010 Mitarbeiterin im Meine Verlagseit 2010 Freiberufler im Bereich Wissenschaft, Publizieren, Social Media, elektronisches Publizieren, Projektarbeit im Ulmer Verlag, Editura, Frankfurter Buchmesseseit 2009 Redakteurin der Open Access-Fachzeitschrift AEON. Forum für junge Geschichtswissenschaft URL: http://www.wissens-werk.de/index.php/aeon• intensive Beschäftigung mit dem Thema Wissenschaft und Neue Medien (u. a. Open Access, elektronisches Publizieren) auf der Website mit Blog „Digiwis“ URL: http://digiwis.de/ 2 3.
Ziel des Workshops• Definition und Klärung der Begriffe Urheber- und Verwertungsrecht• Aufbau eines Verlagvertrages• organisatorischer Ablauf bei der Entstehung eines Buches• Alternativen des wissenschaftlichen Publizierens (elektronisches, Open Access)• Hinweise, Tips 3 4.
Inhalt1. Urheberrecht2. Verwertungsrechte3. Verlagsvertrag4. Ablauf5. E-Publikation: eine Alternative?6. Open Access7. Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens? 4 5.
Rechtliche Grundlagen 5 6.
Was verbindet diese Werke miteinander? 6 7.
1. Urheberrecht• Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG)Kernpunkte:• Das Urheberrecht (> Recht am Werk) entsteht im Moment der Werksschöpfung für den Schöpfer• Zu schützende Werke sind u. a. Text, Bild, Musik, Film• Werke im Sinne des UrhG sind nur persönliche geistige Schöpfungen (UrhG § 2) 7 8.
Vier Voraussetzungen: 1. Nur Werke von Personen sind geschützt. 2. Individualitätserfordernis: Ein Bezug zwischen der Schöpfung und seinem Urheber muß bestehen und erkennbar sein. 3. Das zu schützende Werk muß schon geschaffen worden sein. Geschützt sind auch Vorstufen des endgültigen Werkes oder Werkteile, hingegen nicht eine Idee oder eine Konzeption 4. Die Qualität des Werkes ist irrelevant. Keine besonderen künstlerischen Eigenschaften oder Fähigkeiten des Urhebers erforderlich. 8 9.
• keine Anmeldung oder Registrierung notwendig• automatische Schutzfrist unabhängig von der Form des Werkes (Print oder Digital)Wie erkenne ich den Urheber?• Autorennennung auf dem Werk• Kein Autor > Herausgeber als Schöpfer angenommen• Kein Herausgeber > Verleger als Schöpfer vermutetSchutzfrist• Urheberrecht gilt bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers• Kann nicht übertragen, aber vererbt werden• Besonderer Hinweis > § 38 UrhG Beiträge zu Sammlungen 9 10.
Fragen? 10 11.
Ziel: Werk der Öffentlichkeit präsentieren> Wahrnehmung! Autor Leser 11 12.
Alleine? oderProfessionelle Hilfe > Verlag 12 13.
Wie überträgt man das Urheberrecht, wenn es an die Person des Autors verknüpft ist?Autor Verleger 13 14.
2. Verwertungsrechte• zwei Aspekte des Urheberrechts: > Urheberpersönlichkeitsrecht > Verwertungsrecht: körperliche (z. B. Vervielfältigung) und unkörperliche (z. B. Aufführungen von Theaterstücken)• eigentliches Ziel von Werkschöpfungen = öffentliche Sichtbarmachung• dies kann ein Urheber (bisher) nicht alleine. Er benötigt dazu die Hilfe Dritter > Verlag• per Übertragung der Verwertungsrechte kann diese Problematik gelöst werden.• Einräumung von Nutzungsrechten an Dritte als einfaches > dasselbe Werk wird mehreren Nutzern überlassen oder ausschließliches Recht > exklusiv an einen Verwerter 14 15.
• Verwertungsrechte: Vervielfältigungsrecht, Verbreitungsrecht, Ausstellungsrecht, Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht, Recht der öffentlichen Zugänglichmachung, Senderecht, Europäische Satellitensendung, Kabelweitersendung, Wiedergabe durch Bild- und Tonträger, Funksendungen, Bearbeitungen und Umgestaltungen• jedes Recht benötigt eine vertragliche Übertragung durch den Urheber an den Verwerter > Ziel dabei: 1. Urheber an der wirtschaftlichen Verwertung des Werkes zu beteiligen 2. Sicherung der urheberpersönlichkeitsrechtlichen Interessen (Verwertung des Werkes im Sinne des Urhebers)• neben den einzelnen Verwertungsrechten auch Dauer und geographischen Raum festlegbar• Achtung: bei Recht auf öffentlicher Zugänglichmachung (UrhG § 19a) ist die Internetnutzung gemeint > hier darf es keine geographische Einschränkung geben!• aktive Verwertung > bei Ausbleiben nach angemessener Frist Recht auf Rücknahme der Übertragung, gilt auch bei Einstellung der Werknutzung 15 (Nachdruck oder Neuauflagen). 16.
Schranken im Urheberrecht (I)• dienen zum Ausgleich der Interessen zwischen dem Urheber und der Öffentlichkeit, im UrhG §§ 44a-60• Vorübergehende Vervielfältigungen• Rechtspflege und öffentliche Sicherheit• Vervielfältigungen zu Gunsten behinderter Menschen• Schulfunksendungen• Öffentliche Reden• Zeitungsartikel und Rundfunkkommentare• Berichterstattung über Tagesereignisse• Zitate• Öffentliche Wiedergabe 16 17.
Schranken im Urheberrecht (II)• Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch• Vervielfältigung durch Sendeunternehmen• Benutzung eines Datenbankwerkes• Vervielfältigung und öffentliche Wiedergabe in Geschäftsbetrieben• Unwesentliches Beiwerk• Werke in Ausstellungen, öffentlichem Verkauf und öffentlich zugänglichen Einrichtungen• Werke an öffentlichen Plätzen• Bildnisse 17 18.
Autor Frage: wer erhält das Geld? Kann und wie partizipiert der Autor dabei? Wie vergüten Dritte den Autor? Verleger durch Kauf NutzungslizenzLeser Öffentlichkeit 18 (Bibliotheken/Hochschulen) 19.
Was ist VG Wort?• VG Wort = Verwertungsgesellschaft Wort: ein rechtsfähiger Verein kraft Verleihung, gegründet 1958• Aufgabe: Verwertung von Nutzungsrechten gegenüber unbekannten Dritten• nach Registrierung Meldung seiner Print- und Online-Texte (einmalig pro Format) 19 20.
Autor Ausschüttung > € Verleger Ausschüttung > € VG Wort Öffentlichkeit (Bibliotheken/Hochschulen) € (Bibliothekstantiemen Kopien, Gebühren Leser Papierhersteller, Gerätehersteller/- betreiber € 20Grafik nach der Darstellung von Sebastian Deterding/Philipp Otto: Kreisläufe des Urheberrechts, http://www.bpb.de/themen/IWAWG7,0,Kreisl%E4ufe_des_Urheberrechts.html (letzter Zugriff:13.8.2010). 21.
Meldung von Printtexten• Bücher bis zu drei Jahre nach Erscheinung (Erscheinungsjahr eingeschlossen)• Beiträge, Loseblattwerke und Einzellieferungen bis zu zwei Jahre nach Erscheinung (Erscheinungsjahr eingeschlossen)• Nach- oder Neuerscheinung können gemeldet werden, wenn inhaltlich mind. 10 Prozent verändert worden sind• Herausgeber können Werk mit mehr als drei verschiedenen Autorenbeiträgen melden• Reihen- oder Zeitschriftenherausgeber können hingegen Werke nicht melden > fehlende eigene Schöpfung, Idee und Konzept nicht urheberrechtswürdig 21 22.
• Meldung erfolgt über Papierformular oder Online-Formular• Mindestumfang pro Sammel- oder Zeitschriftenbeitrag beträgt 3.000 Zeichen inklusive Leerzeichen (entspricht zwei Normseiten à 1.500 Zeichen)• bei Zeitschriftenbeiträgen Ansetzungen von eigenen Abbildungen, Illustrationen etc. zum Umfang des Textes dabei gilt aber ein Mindestumfang von zwei Normseiten reinen Texts• Screenshots und Fremdabbildungen können nicht zum Text addiert werden 22 23.
Meldung von Digitalen Offline-Produkten• Meldefristen und Meldefähigkeit entsprechen den Fristen bei den Druckversionen• nicht meldefähig sind kopiergeschützte Werke und Beiträge auf Multimedia- CDs• als Mindestauflage gilt hier eine in Deutschland erreichte Verkaufszahl von 200 Stück• Meldeschluß ist jeweils der 31. Oktober (Eingang bei der VG WORT!) des Jahres nach dem Erscheinungsjahr des gemeldeten Produkts 23 24.
Meldung von Online-Texten• Mindestumfang 1800 Anschlägen und nicht kopiergeschützt1. Zählung der Zugriffe auf den Text per Zählmarke > diese bei VG Wort beantragen > in Quellcode der Website einbauen > Mindestanzahl an Zugriff für Ausschüttung notwendig (z. Zt. 1500 Klicks) > Anleitung zum Einbau: http://berufung-selbststaendig.de/wp- content/uploads/2010/04/Online-Texte-bei-der-VG-Wort-melden.pdf > Tip: am Anfang der Website einbauen, da schon beim Aufbau der Seite gezählt wird2. Teilnahme an Sonderausschüttung, wenn kein Zugriff auf Quellcode 24 25.
Digitalisierung – Internet:Wie steht es mit dem Urheberrecht? Gibt es Alternativen? 25 26.
Copy right: ©• Bezeichnung für Immaterialgüterrecht an geistigen Werken im angloamerikanischen Raum• völlig anderer Ansatz zur bewertenden Einordnung!• Unterschied zum Urheberrecht in Deutschland: Entscheidungs- und Verwertungsrechte über ein Werk oft dem wirtschaftlichen Rechteverwertern zugestanden (z. B. Verlag), Veto-Rechte für den Urheber zur Verhinderung von Mißbrauch• Fair Use > ähnliche Funktion wie Urheberrechtsschranken 26 27.
Creative Commons• eine gemeinnützige Gesellschaft• bietet verschiedene Standard-Lizenzverträge• im Mittelpunkt steht der Inhalt, nicht die Werkform• starke Differenzierung in den Modellen• stetige Weiterentwicklung 27 28.
Namensnennung Namensnennung-keine Bearbeitung Namensnennung-nicht kommerziell Namensnennung-nicht kommerziell- keine Bearbeitung Namensnennung-nicht kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 28 29.
Fragen? 29 30.
3. Verlagsvertrag• Verlagsgesetz aus dem Jahre 1901• enthält alle zentralen Regelungen, die dann greifen, wenn entsprechende Bestimmungen nicht oder kein Verlagsvertrag geschlossen wurde• Regelungen: • Schöpfer überläßt Werk an Verleger, verpflichtet sich, es zu vervielfältigen und zu verbreiten • Schöpfer enthält sich, einem Dritten sein Werk zur Vervielfältigung und Verbreitung zu überlassen • behält Recht der Übersetzung in eine andere Sprache • Schöpfer darf Werk in einer Gesamtausgabe vervielfältigen und verbreiten, wenn seit Erscheinen des Werkes mehr als 20 Jahre vergangen sind 30 31.
• Verlag zur Auflage bis 1000 Exemplare berechtigt• Regelungen der Manuskriptbeschaffenheit zu Ablieferungsterminen• Art und Weise der Vervielfältigung und Verbreitung > „zweckentsprechend und üblichen Weise“• keine Verpflichtung zu Neuauflagen• Kündigungsrecht des Verlages bei Wegfall des Vertragszweckes• Bestimmung des Ladenpreises durch Verleger• Zahlungen und Fälligkeiten von Honoraren• Zahl der Freiexemplare (je nach Auflage, minimal 5, maximal 15)• Rücktrittsrecht des Verlages wegen verspäteter Ablieferung oder nicht vertragsgemäßer Beschaffenheit 31 32.
• in der Regel ein Verlagsvertrag > ausgearbeitet entsprechend den Verhandlungen zwischen Autor und Verleger• für wissenschaftliche Publikationen gibt es Normenverträge > Empfehlungen des Deutschen Hochschulverbandes und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels > selbständiges Werk > Herausgebervertrag für Zeitschriften oder Sammelband > unselbständiges Werk (Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenbeitrag)• für letztere meist ein Autorenrevers > Kurzversion• Normverträge: http://www.boersenverein.de/de/portal/Downloads/158384?spage=spage&lv =0&rubrik1=155777&rubrik2=182245&download=153781 32 33.
1.Verlagsvertrag über ein wissenschaftliches Werk§ 1 Vertragsgegenstand(1) Der Verfasser verpflichtet sich, ein ... dem Verlag zur Veröffentlichung zuüberlassen. Zielgruppe sind ... .(2) Der Arbeitstitel des Werkes lautet... . Der endgültige Titel wird in Abstimmungzwischen Verfasser und Verlag festgelegt, wobei der Verfasser dem Vorschlagdes Verlages widersprechen kann, wenn der Vorschlag für ihn nach Treu undGlauben unzumutbar ist.§ 2 Einräumung von Nutzungsrechten(1) Der Verfasser räumt dem Verlag hiermit die folgenden Nutzungsrechte ein:a) Zur Vervielfältigung und Verbreitung in gedruckter Form, und zwar als• Buchausgabe,• Taschenbuchausgabe,• Studienausgabe,• Sonderausgabe,• Buchgemeinschaftsausgabe,• Beitrag in Zeitschriften, Zeitungen und anderen Sammelwerken, auch als• Vorabdruck oder Teilabdruck; 33 34.
b) zur Vervielfältigung und Verbreitung durch fotomechanische Verfahreneinschließlich Fernkopie;c) zur Vervielfältigung und Verbreitung in einer Mikrokopie-, Mikrofiche undMikroformausgabe;d) zur Vervielfältigung und Verbreitung auf Bild- und Tonträgern einschließlichHörkassetten und Audio-CDs;e) zur Vervielfältigung und Verbreitung in Form von Druck- und Tonträgerausgabenfür Blinde und Sehbehinderte;f) zur Vervielfältigung und Verbreitung auf maschinenlesbaren Datenträgern,insbesondere Disketten und CD-ROM (Datenträgerausgabe), auch vorab undauszugsweise;g) zur elektronischen Speicherung, insbesondere in Datenbanken, und zumVerfügbarmachen für die Öffentlichkeit zum individuellen Abruf, zur Wiedergabeauf dem Bildschirm und zum Ausdruck beim Nutzer (Online-Nutzung),auch vorab und auszugsweise.(2) Die Rechte gemäß Nr. 1 Buchst. ... werden als ausschließliche /nichtausschließliche Rechte, räumlich unbeschränkt / für das Gebiet von ... für dieDauer des Urheberrechts / für die Dauer von ... Jahren und unbeschränkt füralle Ausgaben und Auflagen / mengenmäßig beschränkt auf ... eingeräumt.(3) Für die erste Auflage sind ... Exemplare vorgesehen. Der Verlag ist berechtigt,die Auflage im Ganzen oder in Teilmengen herzustellen. 34 35.
(4) Die Nutzungsrechte gemäß Nr. 1 Buchst. ... gelten für das unveränderteÄnderungen darf der Verlag im gesetzlichen Rahmen vornehmen. Darüberhinaus erhält er das Recht, das Werk übersetzen zu lassen und in Übersetzunggemäß Nr. 1 Buchst. ... zu nutzen, und zwar für alle Sprachen / mit Ausnahmeder folgenden Sprachen: ... .(5) Der Verlag kann an den Nutzungsrechten gemäß Nr. 1 Buchst. ... Lizenzen anDritte vergeben. Erlischt ein Lizenzrecht wegen Erlöschens des zugrundeliegendenNutzungsrechts des Verlages, so ist der Verfasser verpflichtet, dem Lizenznehmerdie Nutzung zu den bisherigen Bedingungen für die mit dem Lizenznehmervereinbarte Laufzeit zu gestatten; die Lizenzvergütung abzüglich einerVermittlungsprovision von ... % zugunsten des Verlages steht dem Verfasser zu.(6) Übt der Verlag ein Nutzungsrecht aus, so gibt er dem Verfasser vorVeröffentlichung Kenntnis, insbesondere von einer Übersetzung. Äußert derVerfasser innerhalb angemessener Frist Änderungswünsche, so wird sich derVerlag diesen nicht wider Treu und Glauben verschließen. Vergibt der VerlagLizenzen an Dritte, so wird er gegenüber den Lizenznehmern darauf hinwirken,dass dem Verfasser Gelegenheit zur Kenntnisnahme von der Lizenzausgabe vorderen Veröffentlichung gegeben wird und dass Änderungswünsche des Verfassersmöglichst berücksichtigt werden. Das Recht des Verfassers, gegen Entstellungenoder Beeinträchtigungen seines Werkes vorzugehen, die geeignet sind, seineberechtigten geistigen oder persönlichen Interessen am Werk zu gefährden, bleibt 35unberührt. 36.
§ 3 Pflicht zur Rechtsausübung(1) Der Verlag ist verpflichtet, von den ihm gemäß § 2 Nr. 1 eingeräumten Nutzungsrechten die folgenden selbst auszuüben: ... .(2) Soweit der Verlag nicht verpflichtet ist, bestimmte Nutzungsrechte auszuüben,wird er das Interesse des Verfassers an einer bestmöglichen Nutzung des Werkesangemessen berücksichtigen und sich insbesondere um eine ihm zumutbareLizenzvergabe bemühen. Dabei ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dasseinzelne Nutzungsarten in unerwünschter Konkurrenz zueinander stehen können.Auf Verlangen des Verfassers wird ihn der Verlag über diesbezügliche Schritteunterrichten.§ 4 Beschaffenheit und Umfang des Werkes(1) Das Werk muss nach Art und Zweck dem Vereinbarten und dem anerkanntenfachlichen Standard des behandelten Gebiets oder Themas Rechnung tragen. ZurBeurteilung darf der Verlag Fachberater hinzuziehen, die er zur Verschwiegenheitverpflichtet.(2) Der Verfasser/der Verlag wird zur Vervollständigung oder Illustration benötigtefremde Text- und/oder Bildvorlagen beschaffen und die erforderlichenNutzungsrechte oder Zustimmungen Dritter auf ... Kosten ... einholen.(3) Für die Erstellung von Registern und die benötigte Software wird Folgendes 36vereinbart: ... . 37.
(4) Der Umfang des Werkes wird auf ca. ... Druckseiten, das sind ca. ...Manuskriptseiten (à ... Zeilen zu je ... Anschlägen), oder ca. ... Wörter und/oder ca.... Zeichen (ohne Steuerzeichen und dgl.) zuzüglich ... Abbildungen (davon ... inFarbe) festgelegt.(5) Im Fall einer wesentlichen Überschreitung des vereinbarten Werkumfangs istder Verlag berechtigt, vom Verfasser ohne zusätzliche Vergütung eineangemessene Kürzung des Manuskripts zu verlangen, wobei insbesondereunvorhergesehene Umstände zu berücksichtigen sind.(6) Der Verfasser verpflichtet sich, dem Verlag ein vollständiges und satzfertigesManuskript des Werkes einschließlich der durch ihn zu beschaffenden fremdenText- und/oder Bildvorlagen wie folgt zu überlassen: a) Einseitig und gut lesbar mit Schreibmaschine oder Computer geschrieben. Geringfügige handschriftliche Änderungen im maschinengeschriebenen Manuskript oder einer anderen Satzvorlage sind zulässig. Für Schreibkonventionen sowie Nummerierung von Fußnoten und Abbildungen gilt die diesbezügliche Anlage zum Vertrag. b) Auf maschinenlesbarem Datenträger als elektronisch gespeichertes Manuskript; dabei ist ein zusätzlicher Papierausdruck zu überlassen. Für Schreibkonventionen, Nummerierung von Fußnoten und Abbildungen, Datenträgerspezifikation, Textverarbeitungsprogramm, Textauszeichnungen und sonstige Erfordernisse, insbesondere auch hinsichtlich der Abbildungen, gilt die diesbezügliche Anlage. 37 38.
(7) Das Originalmanuskript des Werkes sowie die durch den Verfasser beschafftenText- und/oder Bildvorlagen gehen nicht in das Eigentum des Verlages über.(8) Zur Sicherheit verwahrt der Verfasser eine Kopie des Manuskripts bzw. desDatenträgers bei sich.§ 5 Ablieferungs- und Veröffentlichungstermin(1) Der Verfasser ist verpflichtet, das Manuskript dem Verlag bis spätestens ... zuüberlassen. Überschreitet er diesen Termin, so gilt als angemessene Nachfrist einZeitraum von ... .(2) Der Verlag ist verpflichtet, das Werk, soweit er gemäß § . 31 zur Ausübung vonNutzungsrechten verpflichtet ist, bis ... zu veröffentlichen. Überschreitet er diesenTermin, so gilt als angemessene Nachfrist ein Zeitraum von ... .(3) Wird eine Nachfrist nach Nrn. 1 oder 2 überschritten, ohne dass dafür sachlichgerechtfertigte Gründe vorliegen, so ist die andere Vertragspartei befugt, vomVertrag zurückzutreten. Die Befugnis kann nur ausgeübt werden, nachdem dieVertragspartei den Rücktritt angekündigt hat und eine weitere Frist von ... seit derAnkündigung verstrichen ist, ohne dass die andere Vertragspartei ihrer Pflichtgemäß Nrn. 1 bzw. 2 nachgekommen ist. 38 39.
§ 6 Rechtliche Unbedenklichkeit / Haftung(1) Der Verfasser versichert, dass das Werk sowie die durch ihn beschafftenfremden Text- und/oder Bildvorlagen keine Rechte Dritter verletzen, dass er befugtist, über die zur Durchführung dieses Vertrages erforderlichen urheberrechtlichenNutzungsrechte zu verfügen, und dass er bisher weder ganz noch teilweise eineder Einräumung von Rechten gemäß § 2 widersprechende Verfügung getroffen hat.Davon unberührt bleiben Verfügungen an Verwertungsgesellschaften –insbesondere an die VG WORT – nach deren zum Zeitpunkt desVertragsabschlusses gültigen Wahrnehmungsverträgen.(2) Ist der Verfasser aus rechtlichen Gründen gehindert, eine der vorgenanntenVersicherungen abzugeben, oder kommen ihm Zweifel an seiner Befugnis, so wirder den Verlag unverzüglich darüber unterrichten, sobald ihm das tatsächliche odervermeintliche Rechtshindernis bekannt geworden ist. Gelingt es dem Verlag mit ihmzumutbarem Aufwand nicht, das Rechtshindernis oder die Unklarheit innerhalbangemessener Frist zu beseitigen, so darf er vom Vertrag zurücktreten, wenn dasHindernis einer Veröffentlichung des Werkes entgegensteht und die mit demHindernis behafteten Text- oder Bildteile für das Werk unverzichtbar sind.(3) Werden die Vertragsparteien einzeln oder gemeinsam durch Dritte wegen desInhalts des Werkes auf Schadensersatz und/oder Kosten einer Rechtsverfolgungin Anspruch genommen, so haftet jede Vertragspartei im Innenverhältnis 39entsprechend dem Anteil ihres eigenen Verschuldens. 40.
§ 7 Enthaltungspflicht und Konkurrenzverbot(1)Der Verfasser wird sich während der Laufzeit des Vertrages (soweit nicht nachdem Urheberrechtsgesetz zulässig) jeder anderweitigen Vervielfältigung undVerbreitung und/oder unkörperlichen Übermittlung und Wiedergabe des Werkesenthalten. Er verpflichtet sich für denselben Zeitraum, zum gleichen Thema einanderes Werk, das geeignet erscheint, dem vertragsgegenständlichen Werkernsthaft Konkurrenz zu machen, nur nach schriftlicher Zustimmung des Verlageszu veröffentlichen oder veröffentlichen zu lassen. Die Zustimmung darf nicht widerTreu und Glauben verweigert werden.(2) Will der Verlag während der Laufzeit des Vertrages ein anderes Werk zumgleichen Thema veröffentlichen, so wird er den Verfasser darüber unterrichten. DiePflicht des Verlages, sich gemäß § 8 Nr. 1 für die Verbreitung desvertragsgegenständlichen Werkes einzusetzen, besteht fort.§ 8 Werbung / Ausstattung / Preis(1) Der Verlag wird sich in angemessener und branchenüblicher Weise für dieVerbreitung des Werkes einsetzen, insbesondere in einer der Art und demCharakter desselben entsprechenden Weise werben.(2) Der Verlag bestimmt formale Gestaltung und Ausstattung, Ladenpreis undNutzervergütung bei Online-Nutzungen. Es sind ein Preis von ... Euro und eineNutzervergütung von ... Euro vorgesehen. Der Verlag kann Preis undNutzervergütung erhöhen oder ermäßigen. Der Verfasser ist berechtigt zu 40widersprechen, wenn die Festsetzung für ihn unzumutbar ist. 41.
§ 9 Korrektur(1) Die Vorkorrektur des Satzes oder des maschinenlesbar erfassten und aufDiskette, in einer Online-Datenbank oder anderweitig elektronisch gespeichertenManuskripts des Werkes erfolgt durch den Verlag, eine Satz- oder Reproanstaltoder die Druckerei.(2) Der Verfasser ist verpflichtet, die Endkorrektur ohne zusätzliche Vergütunginnerhalb einer Frist von ... nach Überlassung des vorkorrigierten Manuskripts bzw.nach erstmaliger Ermöglichung des Online-Zugriffs auf das in einemSpeichermedium, insbesondere einer Datenbank, gespeicherte vorkorrigierteManuskript auszuführen und sodann unverzüglich die Freigabe zur Veröffentlichungzu erklären. Fahnenabzüge oder Papierausdrucke des endkorrigierten Manuskriptswird er mit einem entsprechenden Freigabevermerk versehen und namentlichabzeichnen. Durch die Freigabe zur Veröffentlichung des endkorrigiertenManuskripts werden auch eventuelle Abweichungen vom ursprünglichenManuskript genehmigt. 41 42.
(3) Überschreitet der Verfasser die Frist gemäß Nr. 2, so wird ihn der Verlagauffordern, die Endkorrektur des Manuskripts innerhalb einer Nachfrist von ...auszuführen und sodann unverzüglich die Freigabe zur Veröffentlichung zuerklären; Nr. 2 Sätze 2 und 3 gilt entsprechend. Wird auch die Nachfristüberschritten, ohne dass dafür sachlich gerechtfertigte Gründe vorliegen, so ist derVerlag befugt, die Endkorrektur auf Kosten des Verfassers selbst auszuführen oderausführen zu lassen. Wird die Nachfrist aus sachlich gerechtfertigten Gründenüberschritten, so werden sich die Vertragsparteien über eine Lösung verständigen,die eine schnellstmögliche Durchführung des Vertrages sicherstellt.(4) Nimmt der Verfasser sachlich nicht gebotene Änderungen im fertigen Satzoder nach Abschluss der Formatierung und/oder Gestaltung des maschinenlesbarerfassten und elektronisch gespeicherten, von ihm endkorrigierten Manuskripts vor,so hat er die dadurch entstehenden Mehrkosten – berechnet nach demSelbstkostenpreis des Verlages – insoweit zu tragen, als diese Kosten 10 % derSatzkosten bzw. Kosten der Formatierung und/oder Gestaltung übersteigen. 42 43.
§ 10 Neubearbeitung des Werkes(1) Die Vertragsparteien werden einander auf alle ihnen bekannten Umständehinweisen, die eine Neubearbeitung des Werkes wünschenswert machen odergeboten erscheinen lassen.(2) Halten beide Vertragsparteien eine Neubearbeitung des Werkes für geboten,so treffen sie über den Ablieferungstermin eines neubearbeiteten Manuskriptseine besondere schriftliche Vereinbarung.(3) Lehnt der Verfasser eine Neubearbeitung des Werkes ab oder ist er nicht in derLage, diese selbst vorzunehmen, so ist er berechtigt, dafür einen Dritten alsBearbeiter vorzuschlagen. Der Verlag darf sich dem Vorschlag nicht wider Treu undGlauben verschließen. Macht der Verfasser von seinem Vorschlagsrecht innerhalbeiner Frist von ... ab Aufforderung durch den Verlag keinen Gebrauch, so kann ihmder Verlag einen Bearbeiter eigener Wahl vorschlagen. Satz 2 gilt für den Verfasserentsprechend. Äußert er sich zum Vorschlag nicht innerhalb einer Frist von ... , sogilt sein Einverständnis als erteilt. 43 44.
(4) Ist der Verfasser infolge von Krankheit, Tod oder aus sonstigen Gründenaußerstande, sein Vorschlagsrecht gemäß Nr. 3 auszuüben, so benennt der Verlageinen Bearbeiter eigener Wahl. Der Verfasser bzw. sein Rechtsnachfolger kann derBenennung widersprechen, wenn diese für ihn nach Treu und Glauben unzumutbarist.(5) Hält der Verlag eine Neubearbeitung des Werkes nicht für geboten, so darf erderen Veröffentlichung ablehnen, wenn dem nicht berechtigte Interessen desVerfassers entgegenstehen. Nach Aufforderung durch den Verfasser hat sich derVerlag innerhalb einer Frist von ... zu erklären. Nach fruchtlosem Fristablauf oderAblehnung ist der Verfasser befugt, vom Vertrag zurückzutreten. Der Rücktritt wirderst wirksam, wenn die laufende Auflage der Druckausgabe und/oder derDatenträgerausgabe beim Verlag vergriffen ist. Wird das Werk zur Online-Nutzungbereitgehalten, so wird der Rücktritt diesbezüglich ... nach Zugang der Erklärungdes Verfassers wirksam. 44 45.
§ 11 Nennung des Verfassers(1) Der Verlag ist verpflichtet, den Verfasser auf der Titelseite der Druckausgabeund/oder der Datenträgerausgabe sowie auf deren Einband bzw. Umhüllungund/oder zu Beginn jedes Zugriffs bei der Online-Nutzung sowie beiWerbemaßnahmen für das Werk wie folgt namentlich zu nennen: ... .(2) Nimmt anstelle des Verfassers ein Dritter eine Neubearbeitung des Werkes vorund ist das durch den Dritten bearbeitete Werk vom Verfasser noch maßgeblichmitgeprägt, so wird der Verlag die namentliche Nennung des Verfassers ingeeigneter Form beibehalten. Der Verfasser oder sein Rechtsnachfolger kanndieser Beibehaltung widersprechen, wenn sie für ihn nach Treu und Glaubenunzumutbar ist.(3) Veröffentlicht der Verlag Neubearbeitungen des Werkes, die anstelle desVerfassers durch einen Dritten vorgenommen wurden (vgl. § 10 Nrn. 3 und 4),so darf er ab der ... bearbeiteten Auflage oder nach Ablauf von ... Jahren abErscheinen der ersten bearbeiteten Auflage und/oder nach Ablauf von ... Jahrenab dem Beginn der Online-Nutzung allein den Bearbeiter namentlich nennen, es seidenn, das bearbeitete Werk ist immer noch vom ursprünglichen Verfasser nichtunwesentlich mitgeprägt. 45 46.
§ 12 Honorar(1) Der Verfasser erhält für die vom Verlag selbst ausgeübten, ihm gemäß § 2 Nrn.1 und 4 eingeräumten Nutzungsrechte je verkauftes und bezahltes, nichtremittiertes Exemplar und/oder je vergütungspflichtigen und bezahlten Online-Abruf ein Honorar, und zwar für die• Buchausgabe in Höhe von ... %,• Taschenbuchausgabe in Höhe von ... %,• Übersetzungsausgabe in Höhe von ... %,• Mikroformausgabe in Höhe von ... %,• Bild- oder Tonträgerausgabe in Höhe von ... %,• Datenträgerausgabe in Höhe von ... %,• Online-Nutzung in Höhe von ... %,• ... -Ausgabe in Höhe von ... %des Ladenverkaufspreises / des Verlagsabgabepreises / des Jahresumsatzes desVerlages mit dem Werk bzw. der Nutzervergütung für Online-Nutzungen abzüglichder darin enthaltenen gesetzlichen Mehrwertsteuer. Weist der Verfasser nach, dasser nach deutschem Recht mehrwertsteuerpflichtig ist oder geworden ist, so zahltder Verlag die auf das Honorar anfallende Mehrwertsteuer zusätzlich. 46 47.
(2) Beleg-, Frei-, Pflicht-, Prüf-, Werbe- und Besprechungsexemplare sowie fürdas Archiv des Verlages bestimmte Exemplare des Werkes sind honorarfrei. Sieunterliegen keinem Verwendungsnachweis durch den Verlag. Darunter fallen nichtPartie- und Portoersatzstücke sowie solche Exemplare, die für allgemeineWerbezwecke des Verlages abgegeben werden.(3) Nimmt anstelle des Verfassers ein Dritter eine Neubearbeitung des Werkes vor,so bleibt ein Honoraranspruch des Verfassers erhalten, wenn das bearbeitete Werkvon ihm noch maßgeblich mitgeprägt ist; jedoch ermäßigt sich sein Honorar gemäßNr. 1 für die erste Bearbeitung um ..., für die zweite Bearbeitung um ... . Ab der ...Bearbeitung entfällt der Honoraranspruch des Verfassers ganz.(4) Verwertet der Verlag ihm eingeräumte Nutzungsrechte durch Lizenzvergabe,so erhält der Verfasser zuzüglich zum Honorar gemäß Nr. 1 eine Beteiligung an denNettoerlösen des Verlages (abzüglich insbesondere von Vermittlungsprovisionen• für Dritte, Bearbeiterhonoraren etc.), und zwar• für Nutzungen gemäß § 2 Nr. 1 Buchst. ... : ... %,• für Nutzungen gemäß § 2 Nr. 1 Buchst. ... : ... %, usw.(5) Abrechnungen und Zahlungen des Honorars gemäß Nr. 1 sowie vonErlösanteilen nach Nr. 4 erfolgen halbjährlich / jährlich zum 30. Juni und/oder 31.Dezember eines Jahres, und zwar innerhalb des auf den Stichtag folgendenQuartals. 47 48.
§ 13 Druckkostenzuschuss(1) Für die Veröffentlichung des Werkes bringt der Verfasser einenDruckkostenzuschuss in Höhe von ... Euro einschließlich/zuzüglich Mehrwertsteuerbei. Die Zahlung an den Verlag wird fällig zum ... . Der Zuschuss ist nichtrückzahlbar / wird ab dem ... verkauften und bezahlten, nicht remittierten Exemplarder Druckausgabe und/oder der Datenträgerausgabe in Höhe von ... Euro bzw. ...Euro je zusätzliches verkauftes und bezahltes, nicht remittiertes Exemplar vomVerlag zurückgezahlt.(2) Wird der Druckkostenzuschuss aus Fördermitteln Dritter (z.B. DeutscheForschungsgemeinschaft, VG WORT) geleistet, so gelten dafür die jeweiligenVergaberichtlinien.§ 14 Freiexemplare / Zugriffsrecht(1) Der Verfasser erhält ... Freiexemplare pro Auflage der Druckausgabe und/oder... Freiexemplare pro Auflage der Datenträgerausgabe. Weitere Werkexemplarekann er vom Verlag mit einem Rabatt in Höhe von ... % des Ladenverkaufspreiseserwerben. 48 49.
(2) Wird das in einem Speichermedium, insbesondere einer Online-Datenbank,elektronisch gespeicherte Werk zum Abruf bereitgehalten, so ist der Verfasserberechtigt, es unentgeltlich auf einem maschinenlesbaren Datenträger und in einemeigenen Rechner zu speichern bzw. im Rahmen der üblichen Betriebszeiten desbetreffenden Speichermediums ... Mal oder ... Minuten je Abruf auf dem eigenenBildschirm wiederzugeben. Hat der Verlag das Werk in einem fremdenSpeichermedium gespeichert oder speichern lassen, so stellt er das unentgeltlicheZugriffsrecht des Verfassers auf das Speichermedium bzw. das Zugriffsrecht fürweitere vergütungspflichtige Online-Übermittlungen des Werkes durch eineVereinbarung mit dem Betreiber des Speichermediums vertraglich sicher.(3) Weder die Freiexemplare noch die vom Verlag mit Rabatt erworbenenExemplare dürfen vom Verfasser gegen Entgelt veräußert werden. Die Online-Zugänglichmachung des kostenlos auf einem maschinenlesbaren Datenträger oderin einem eigenen Rechner gespeicherten oder unentgeltlich auf dem eigenenBildschirm wiedergegebenen Werkes ist in jedem Fall unzulässig. 49 50.
§ 15 Verramschung / Herabsetzung der Nutzervergütung / Makulierung /Löschung des Werkes(1) Der Verlag darf die Restauflage der Druckausgabe und/oder derDatenträgerausgabe verramschen und/oder die Nutzervergütung im Fall der Online-Nutzung des Werkes beliebig herabsetzen, wenn der Verkauf bzw. die Online-Nutzung in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren unter ... Exemplaren bzw.... Online-Abrufen pro Jahr gelegen hat. Zur Verramschung einer Restauflage derDruckausgabe ist der Verlag frühestens nach ... Jahren ab Erscheinen des Werkesberechtigt. Der Verfasser ist am Ramscherlös des Verlages aus dem Verkauf derRestauflage und/oder an der herabgesetzten Nutzervergütung je Abruf inprozentualer Höhe gemäß § 12 Nr. 1 beteiligt.(2) Erweist sich nach Ablauf der in Nr. 1 Satz 1 genannten Frist ein Verramschenund/oder eine Herabsetzung der Nutzervergütung als undurchführbar oderwirtschaftlich nicht sinnvoll, so darf der Verlag die jeweilige Restauflage ganz oderteilweise makulieren bzw. das zur Online-Nutzung bereitgehaltene Werk aus demeigenen oder fremden Speichermedium, insbesondere einer Datenbank, löschenbzw. löschen lassen. Zu einer Teilmakulierung in einem der Absatzentwicklung derjeweiligen Restauflage angemessenen Umfang ist der Verlag jederzeit berechtigt. 50 51.
(3) Der Verlag ist verpflichtet, den Verfasser rechtzeitig vor einer Verramschungoder Makulierung der jeweiligen Restauflage und/oder vor einer Herabsetzung derNutzervergütung oder vor der Löschung von seiner diesbezüglichen Absicht zuunterrichten und ggf. dem Verfasser die zur Verramschung oder vollständigenMakulierung vorgesehenen Werkexemplare zum Ramschpreis bzw. beiMakulierung zum unentgeltlichen Erwerb ab Lager anzubieten. Wird das Werkmakuliert oder aus dem Speichermedium gelöscht, so fallen die dem Verlag gemäß§ 2 eingeräumten Nutzungsrechte insoweit an den Verfasser zurück. Der Vertragendet jedoch nicht, falls der Verlag das Recht zu einer Neuauflage hat.§ 16 Außerordentliche VertragsbeendigungBeendet der Verfasser das Vertragsverhältnis vorzeitig durch außerordentlicheKündigung aus wichtigem Grund, so ist der Verlag befugt, bei Wirksamwerden derVertragsbeendigung bereits vervielfältigte, aber nicht ausgelieferte Exemplare derDruckausgabe und/oder der Datenträgerausgabe noch bis zum Ablauf von ... nachdiesem Zeitpunkt zu verbreiten, bzw. verpflichtet, das in einem Speichermedium,insbesondere einer Online-Datenbank, gespeicherte Werk spätestens mit Ablaufvon ... nach Eintritt der Vertragsbeendigung aus dem eigenen oder fremdenSpeichermedium zu löschen bzw. löschen zu lassen. Bis zur fristgerechtenLöschung aus dem Speichermedium darf das Werk weiterhin Nutzungsbefugtenim Wege der Online-Übermittlung und durch Bildschirmwiedergabe zugänglichgemacht werden. § 12 gilt entsprechend. 51§ 17 Besondere Vereinbarungen 52.
4. Revers für die Einräumung von Nutzungsrechten an Zeitschriftenbeiträgen1. Zur Veröffentlichung meines von den Herausgebern angenommenen Beitrages(einschl. Abstracts) in der Zeitschrift ... räume ich dem Verlag hiermit räumlich undzeitlich unbeschränkt das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung sowie zurunkörperlichen öffentlichen oder individuellen Übermittlung und Wiedergabe desBeitrages im Rahmen der Zeitschrift ein, und zwar für alle Druck- undDatenträgerausgaben (z.B. Diskette, CD-ROM) sowie zur Online-Nutzung in undaus Speichermedien, insbesondere Datenbanken (einschließlich elektronischerSpeicherung, Verfügbarmachung für die Öffentlichkeit zum individuellen Abruf,Bildschirmwiedergabe und Ausdruck beim Nutzer, auch im Wege von Internet). Dasschließt zugehörige Bildvorlagen, Pläne, Karten, Skizzen und Tabellen mit ein. DerVerlag ist zur Veröffentlichung des Beitrages innerhalb angemessener Fristverpflichtet.2. Ferner räume ich dem Verlag hiermit räumlich und zeitlich unbeschränkt dieRechte ein für Nachdrucke, Abstracts (auch in fremdsprachigen Fassungen und alsVorabdruck), Sonderausgaben im Rahmen der Zeitschrift, fotomechanischeVervielfältigungen einschließlich Fernkopien, Mikrokopie-, Mikrofiche- undMikroformausgaben sowie Bild- und Tonträgerausgaben inklusive Hörkassettenund Audio-CDs. 52 53.
3. Der Verlag ist befugt, hinsichtlich der Rechte gemäß Nrn. 1 und 2Nutzungsverträge mit Dritten abzuschließen. Soweit einzelne dieser Rechte durcheine Verwertungsgesellschaft wahrgenommen werden können, ermächtige ichhiermit den Verlag zum Abschluss von entsprechenden Verträgen mit derbetreffenden Verwertungsgesellschaft.4. Die Rechte gemäß Nrn. 1 und 2 werden eingeräumt als ausschließliche Rechtefür die Dauer eines Jahres ab Veröffentlichung meines Beitrages, anschließend alseinfache Rechte. Nach Ablauf des Jahres darf ich einfache Nutzungsrechte amBeitrag an Dritte vergeben, wobei ich vertraglich sicherstellen werde, dass dieErstveröffentlichung in der Zeitschrift als Quelle genannt wird.5. Ich versichere, über die urheberrechtlichen Nutzungsrechte an meinem Beitraggemäß Nrn. 1 und 2 einschließlich zugehöriger Bildvorlagen, Pläne, Karten,Skizzen und Tabellen verfügen zu dürfen. Rechte Dritter werden durch den Beitragnicht verletzt.6. Bei Veröffentlichung meines Beitrages im Druck erhalte ich je Druckseite einHonorar in Höhe von ... Euro ggf. zuzüglich Mehrwertsteuer. Auch erhalte ich gratis... Sonderdrucke. Für eine Veröffentlichung des Beitrages auf Datenträger oder imWege vergütungspflichtiger Online-Übermittlungen wird zu gegebener Zeit einebesondere Honorarvereinbarung getroffen. 53 54.
Wesentliche Vertragspunkte• Definition des Vertragsgegenstandes• Umfang der Rechteeinräumung, auch der Nebenrechte (Übersetzungen etc.) > welche, Form (elektronisch, Print), zeitliche oder geografische Beschränkung?• weitere Rechte und Pflichten der Vertragspartner (Fristen, Korrektur, Satz, Bildbeschaffung, Kosten, Werbung, Freistellung von Ansprüchen Dritter etc.)• Festlegung von Honoraransprüchen (positiv und negativ) 54 55.
Fragen? 55 56.
4. Ablauf: vom Manuskript zum Buch• Auswahl des Verlages > hier oft Rücksprache mit Betreuer• wichtig: ISBN > Listung im Verzeichnis lieferbarer Bücher und so für den Buchhandel auffindbar (http://www.buchhandel.de)• Auswahlkriterien: • Entspricht Verlagsprogramm meinem Themenschwerpunkt? • Reihe oder Einzelband? • Verlagsbetreuung: Ansprechpartner? Lektorat? Korrektorat? Satz? • Vertragsgestaltung (Fristen, Rechte, Freiexemplare)? • Qualität des Satzes und der Herstellung? • Höhe der Druckkosten bzw. anderer Kosten wie für Abbildungen? • Bewerbung des Buches? 56 57.
Manuskript Satzherstellung Satzherstellung beim Verlag durch AutorDruckfahnen an Autor zur Satzüberprüfung durchKorrektur und Imprimatur Verlag und Imprimatur des des Autors Autors Druck Erscheinung/Auslieferung 57 58.
Hinweise• Kosten für Satzherstellung beachten• Kosten für Abbildungen• Qualität des Werkes?• Anzahl der Freiexemplare > Abgabe von Pflichtexemplaren an die Universitätsbibliothek• neben Print auch elektronische Publikation (Datenträger, Online)?• welche Werbemaßnahmen unternimmt der Verlag?• Übersetzungen geplant > anderer Verlag im Bestimmungsland besser?• nicht vergessen: Meldung der Druckerzeugnisse bei VG Wort• grüner Weg des Open Access möglich? 58 59.
Google Bücher• Seit 2004 Dienstleistung der Suchmaschine Google > Ziel: Wissen in Büchern durch Digitalisierung möglichst in Volltextform zugänglich zu machen• zwei Säulen: 1. Google Print: Kooperation mit Verlagen 2. Google Library: Kooperation mit Bibliotheken• von Verlagen erhält Google Bücher oder PDF-Dateien > Einscannung und Aufnahme in das Programm• bei urheberrechtlich geschützten Werke 20 Prozent für Nutzer kostenfrei einsehbar• Links zu Vertriebsstellen, um Werk zu erwerben > Marketingmaßnahme• gemeinfreie Werke komplett frei zugänglich• kontroverse Diskussion 59• http://books.google.de/ 60.
Varianten zum „klassischen Verlag“?• Selbstverlag• Print-on-Demand-Anbieter (PoD) > Druck nach Bedarf/Anfrage • SHAKER MEDIA: www.shaker-media.eu/de • lulu: www.lulu.com • xlibri: www.xlibri.de • 1-2-Buch: www.1-2-buch.de • Engelsdorfer Verlag: www.engelsdorfer-verlag.de • Schaltungsdienst Lange: www.schaltungsdienst.de • RuckZuckBuch: www.ruckzuckbuch.de • Pro BUSINESS: www.book-on-demand.de • Sächsisches Druck- und Verlagshaus: www.sdv.de/cms/de/druck/book_on_demand/index.html • Monse und van Endert GbR: www.mv-wissenschaft.com • Monsenstein und Vannerdat: www.mv-verlag.de • Rhombos Multimedia: www.rhombos.de • Intelligent: www.ipsag.ch/index.php?id=20 • 1Buch: www.1buch.com • EPUBLI: www.epubli.de Auswahlliste• elektronische Publikation, z. B. auf einem Dokumentenserver 60 61.
Fragen? 61 62.
5. Elektronisches Publizieren• durch alltäglichen Gebrauch von PC und Internet zunehmende Bedeutung des elektronischen Publizierens für die Wissenschaft• Werk liegt für die Öffentlichkeit in digitaler Form vor• drei Möglichkeiten: 1. Datenträger 2. Online 3. eBook• Zugang zum Werk (Abonnement, DRM, freier Zugang)?• Langzeitarchivierung?• Vorteil gegenüber Print bei zusätzliche Funktionen (Kommentierung, Verschlagwortung, Multimedia durch Einbindung unterschiedlicher Dateiformate > Video, Ton etc.)• Hybrides Publizieren (Print und Online zusammen) > entsprechender Verlagsvertrag• vielfältige Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten, möglichst kein 1:1 zu 62 Print 63.
Tablets, Plattformen etc.• zunehmende Bedeutung und Verkauf von neuen Endgeräten > Tablets und eReader• am Anfang der Entwicklung von elektronischem Publizieren• Plattformen (veröffentlichen und lesen): > Dokumentenserver der Universitäten und Universitätsbibliotheken > Blog, Zusatzformen bei wissenschaftlichen Netzwerken (Researchgate.net) > PaperC: http://paperc.de/ > XinXii: http://www.xinxii.com/ > iBook-Store > zahlreiche eBook-Verkaufsplattformen, z. B. libreka!: http://www.libreka.de/ 63 64.
Fragen? 64 65.
6. Open Access• bedeutet öffentlicher, barrierefreier, kostenloser Zugang zur wissenschaftlichen Literatur im Internet, Nutzer können die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen zu können• Autor behält die Kontrolle über sein Werk, sein Urheberrecht wird anerkannt, seine Arbeit angemessen anerkannt und zitiert• Vorteil von Open Access: kostenfrei und schneller Zugriff für den Leser > dadurch bessere Verbreitung der wissenschaftlich Arbeit Quelle: open-access.net 65 66.
• drei Wege des Open Access:1. Grauer Weg: Veröffentlichung eines Dokumentes auf einer Internetseite, kein Peer Review, keine Zertifizierung des Servers/Seite, Problem: Langzeitarchivierung nicht gesichert2. Grüner Weg: zeitgleiche oder nachträgliche Archivierung digitaler Inhalte auf einem institutionellen oder disziplinären Open-Access- Dokumentenserver, sowohl für Preprints als auch Postprints, Dokumente oft schon begutachtet > Self-Archiving, Vorteil gegenüber grauen Weg: gesicherte Langzeitarchivierung3. Goldener Weg: Erstveröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften oder als Open-Access-Monographie bei einem Verlag, Dokumente durchliefen vor Veröffentlichung eine Qualitätssicherung (Peer Review) > Publishing• Hybrides Publizieren• Open Journal System als Open Source Software für Open Access Zeitschriften http://pkp.sfu.ca/?q=ojs 66 67.
Beispiel:AEON. Forum für junge Geschichtswissenschaft 67 68.
Open-Acces-Geschäftsmodelle• Autorenfinanziertes Modell: Autor entrichtet Gebühr, um Artikel veröffentlichen zu können• Finanzierung durch Förderorganisationen, z. B. DFG• Institutionelle Mitgliedschaft• Publikationsfond der Universität/Einrichtung• Community-Fee-Modell• Institutionelle Trägerschaft > Veröffentlichung auf Repositorien• Konsortiales Geschäftsmodell > Vereinigung verschiedener Träger zur Überführung von Zeitschriften in OpenAccess-Modell, z. B. SCOAP3- Initiative 68 69.
Qucosa• Dokumentenserver der SLUB• Seit diesem Sommer allen Angehörigen der Universität Leipzig möglich, dort auf dem grünen Weg ihre Publikationen als Open Access zu veröffentlichen• Wichtig: sich im Verlagsvertrag dieses Recht sichern!• Meldung an VG Wort möglich > dazu Zählmarke dem Qucosa- Ansprechpartner geben, dieser baut sie ein• Weitere Informationen: http://www.qucosa.de/ bzw. http://ul.qucosa.de/startseite/ 69 70.
Weitere Möglichkeiten für OpenAccess-Veröffentlichungen?• OpenAccess-Fachzeitschriften > recherchierbar im Directory of Open Access Journals (http://www.doaj.org/)• Veröffentlichung auf Repositorien• OpenAccess-Verlag > bisher vor allem im Bereich der Universitätsverlage zu finden z. B. Public Library of Science (PLoS), BioMed Central, Universitätsverlag Hamburg University Press, GEOZON SCIENCE MEDIA, Copernicus Publications• Plattformen zu OpenAccess-Publizieren wie Sciyo (http://sciyo.com/) 70 71.
7. Zukunft wissenschaftlichen Publizierens? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? schneller und barrierefreier Zugang ? zum Wissen der Welt ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? 71 72.
Internet neue Endgeräte (Tablets etc.) Informationstechnologie Print? Bibliotheken? Qualitätssicherung? Open Access? Digital Rights Print und Digital? Management? Direkter Vertrieb Buchhandel? Archivierung? Autor-Leser? Suchmaschinenabhängigkeit? Verlage? Digital? Autor=Verleger? Digitalisierung Mobile Web 72 Semantic Web 73.
Fragen? 73 74.
Linkempfehlungen für weitere Informationen• Informationsplattform Open Access: http://www.open-access.net/• CARPET (Community for Academic Reviewing, Publishing and Editorial Technology): http://www.carpet-project.net/• Börsenverein des Deutschen Buchhandels: http://www.boersenverein.de/de/portal/index.html• UrhG: http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html• Gesetz über das Verlagsrecht: http://www.gesetze-im-internet.de/verlg/index.html• cms-journal Nr. 32 - 01.06.2009: Wissenschaftliches Publizieren im digitalen Zeitalter: http://edoc.hu-berlin.de/browsing/cms- journal/index.php?l[7]=Archiv&l[8]=cms-journal+Nr.+32+- +01.06.2009%3A+Wissenschaftliches+Publizieren+im+digitalen+Zeitalter&c [8][journal_id]=29780&_=8480bc177ca5cc0e7c908216682ac8db 74 75.
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