Source: https://www.tauer-rechtsanwaelte.de/rechtsgebiete/versicherungsrecht/
Timestamp: 2019-03-25 04:05:25
Document Index: 207706189

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 28', '§ 69', 'BGH', '§ 60', '§ 215', '§ 215', '§ 127', '§ 3']

Versicherungsrecht › Dr. Höll + Tauer Rechtsanwälte
Sie haben als Privatperson oder Unternehmen jahrelang regelmäßig Versicherungsbeiträge in eine Personenversicherung, Sachversicherung oder Haftpflichtversicherung eingezahlt. Nun ist der Versicherungsfall eingetreten und der Versicherer verweigert den Versicherungsschutz? Dies ist nicht nur ärgerlich: In vielen Fällen ist der Versicherungsnehmer existenziell auf die Zahlung der vereinbarten Versicherungsleistung zur Deckung seines Lebensunterhaltes oder zum Ausgleich der finanziellen Verpflichtungen aus einem Darlehensvertrag angewiesen, so dass bei einer Nichtleistung schwere Vermögensschäden oder Insolvenz droht.
Strategien der Versicherer im Falle ihrer Inanspruchnahme
Viele Versicherungen bestreiten im Falle ihrer Inanspruchnahme den Versicherungsfall. In diesem Falle muss der Versicherungsnehmer alle Voraussetzungen für den Eintritt des Versicherungsfall beweisen, was nicht immer einfach ist.
Eine andere Strategie der Versicherer ist es, im Falle des Eintritts des Versicherungsfall den Versicherungsvertrag zu kündigen, von diesem zurückzutreten oder anzufechten, weil der Versicherungsnehmer angeblich seine vorvertraglichen Anzeigepflicht nach § 19 VVG oder der Verletzung anderer vertraglichen Obliegenheiten gemäß § 28 VVG verletzt habe. Dazu behauptet der Versicherer, der Versicherungsnehmer habe bei Vertragsschluss oder bei der Inanspruchnahme falsche, unwahre oder unvollständige Angaben gemacht.
Dieser Einwand greift jedoch nicht immer. Bei einer sorgfältigen Prüfung des Vertragsverhältnisses durch uns lässt sich häufig feststellen, dass der Versicherer selbst Fristen versäumt oder den Versicherungsnehmer, Fragen falsch formuliert, unwirksam belehrt hat oder bei Vertragsschluss seiner Nachfrageobliegenheit nicht nachkam.
Weitere typische Strategien der Versicherungsunternehmen, sich im Schadensfall ihrer vertraglichen Verpflichtungen zu entziehen und unsere Möglichkeiten, den Leistungsanspruch erfolgreich für Sie als Versicherungsnehmer oder versicherte Person durchzusetzen, sind nachfolgend bei den jeweiligen Versicherungsarten beschrieben:
Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ)
Kinderwunschbehandlung und PKV
Hausratversicherung / gewerbliche Gebäudeinhaltsversicherung
Einbruchdiebstahl- und Raubversicherung / Valorenversicherung
Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung / Feuerversicherung
Reiserücktrittversicherung / Reiseabbruchversicherung
Restkreditversicherung / Restschuldversicherung
Anders als der Versicherungsagent, der nach §§ 69, 70 VVG und nach der Rechtssprechung des BGH als „Auge und Ohr“ des Versicherers angesehen wird, steht der Versicherungsmakler im Lager des Versicherungsnehmers. Er schuldet dem Versicherungsnehmer gemäß § 60 VVG eine Beratung nach dem „Best-Advice-Prinzip“. Deshalb haftet der Makler aus dem Maklervertrag, wenn er seiner Verpflichtung, den Versicherungsnehmer darüber aufzuklären, welcher Versicherungsvertrag für ihn und seine Bedürfnisse geeignet ist, nicht nachkommt. Deshalb bestehen unter Umständen im Falle neben den Ansprüchen gegen den Versicherer auch Ansprüche gegen den Versicherungsmakler.
Wir beraten und vertreten sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und Selbstständige zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegen Versicherer.
Brauche ich einen Fachanwalt für Versicherungsrecht?
Ja! Das Versicherungsrecht ist ein komplexes Spezialgebiet, das von einem Rechtsanwalt sowohl besondere Kenntnisse als auch eine umfangreiche Einarbeitung in die Materie verlangt. Deshalb können nur wenige darauf spezialisierte Rechtsanwälte sachgerechte Arbeit leisten, um so für Sie als Mandant gute Ergebnissen zu erzielen. Aufgrund der nachgewiesenen besonderen theoretischen Kenntnisse und praktischen Erfahrung wurde Herrn Rechtsanwalt Kersten Tauer von der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main sowie Frau Rechtsanwältin Corinna Wischke von der Rechtsanwaltskammer Köln die Befugnis verliehen, den Titel Fachanwalt / Fachanwältin für Versicherungsrecht zu führen. Herr Rechtsanwalt Kersten Tauer ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltsverein. Unsere Qualifikation bietet Ihnen die Basis für eine juristisch fundierte Bewertung Ihres Falles und die erfolgreiche Durchsetzung Ihrer Ansprüche.
Wir beraten Sie bei der Anfertigung von Meldungen zur privaten Unfallversicherung (PUV), Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und (BUZ) sowie zur Haftpflichtversicherung.
Wir setzen für Sie Ihre Leistungsansprüche gegen Ihren Versicherer durch.
Wir wehren für Sie unberechtigte Anfechtungen, Rücktritte, Kündigungen oder Vertragsanpassungen ab.
Dabei vertreten wir ausschließlich die Versichertenseite.
Wahl des Gerichtsortes im Versicherungsrecht gemäß § 215 VVG
Aufgrund § 215 VVG ist für Klagen aus dem Versicherungsvertrag oder der Versicherungsvermittlung neben dem Gericht, an dem die Versicherungsgesellschaft oder der Versicherungsvermittler ihren beziehungsweise seinen Sitz hat, auch das Gericht örtlich zuständig, in dessen Bezirk der Versicherungsnehmer zur Zeit der Klageerhebung seinen Wohnsitz beziehungsweise seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Vor allem für Versicherungsnehmer, die in Deutschland keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt mehr unterhalten, ist der Gerichtsort Köln interessant, da in Köln viele Versicherungsgesellschaften ihren Sitz haben.
Wenn Sie Ansprüche gegen Ihre Versicherungsgesellschaft geltend gemacht haben, diese aber nicht oder nicht wie in dem vertraglichen geschuldeten Umfang zahlen will oder die Versicherung den Vertrag gekündigt oder angefochten hat, schildern Sie uns gerne Ihren Fall: Wir informieren Sie als Spezialisten für Versicherungsrecht im Rahmen einer unverbindlichen und kostenlosen ersten Einschätzung über Ihre rechtlichen Möglichkeiten.
Es besteht eine Rechtsschutzversicherung? Sie haben frei Anwaltswahl!
Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, übernimmt diese im Rahmen des Versicherungsumfangs die Kosten eines Rechtsstreits oder einer vorgerichtlichen Beratung.
Die Rechtsschutzversicherung ist nach §§ 127, 129 Versicherungsvertragsgesetz (VVG), § 3 Abs. 3 BRAO nicht berechtigt, die Auswahl des Rechtsanwaltes zu beschränken. Dem entsprechend können Sie frei entscheiden, welchen Rechtsanwalt Sie wählen wollen. Die Rechtsschutzversicherung muss die freie Auswahl des Rechtsanwaltes akzeptieren. Sollten Sie bereits eine Deckungszusage von Ihrer Rechtsschutzversicherung erhalten haben und diese eine andere Rechtsanwaltskanzlei angegeben haben, so handelt sich dabei regelmäßig lediglich um eine Empfehlung, die in der Regel lediglich mit Ersparnissen von Kosten seitens der Rechtsschutzversicherung verbunden ist. Suchen Sie sich einen Rechtsanwalt nach dessen Qualifikation als Fachanwalt für das Rechtsgebiet, dass Ihren Fall betrifft und ob er regelmäßig entsprechende Fälle bearbeitet aus und nicht danach, ob dieser eine Vereinbarung mit einer Rechtsschutzversicherung getroffen hat.
Die Deckungsschutzanfrage bei der Rechtsschutzversicherung erledigen wir üblicherweise für Sie. Je nach individuellen Tarif ist von Ihnen ein Selbstbehalt zu leisten. Wir rechnen gegenüber Rechtsschutzversicherungen nach den Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) ab.