Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202006,%2094
Timestamp: 2019-06-19 00:09:24
Document Index: 31456230

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', '§ 27', 'Art. 6', '§ 265', '§ 25', '§ 27', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', 'BGH', 'BGH', '§ 25']

Rechtsprechung: NStZ 2006, 94 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 29.09.2005
Rücktritt vom Versuch bei einem objektiv fehlgeschlagenen Bestimmungsversuch eines Anstifters; Rücktritt eines Anstifters bei einem ernsthaften Bemühen des Anstifters unter Anspannung aller Kräfte hinsichtlich der Rückgängigmachung des vermeintlichen Tatentschlusses eines präsumtiven Täters; Vorliegen einer erneuten Anstiftung bei dem Scheitern der Einigung eines Mordauftrags wegen einer vorläufigen Zurückstellung der Tat; Konkretisierung einer Tat durch einen Anstifter; Abgrenzung einer Anstifitung von einer versuchten Anstiftung anhand des Zeitmoments des Rücktritts von einem Versuch
Zusammenfassung von "Puppe gibt Beraterhinweis zum Thema "Rücktritt vom untauglichen Anstiftungsversuch durch ernstliches Bemühen" (zugleich Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.06.2005, Az.: 1 StR 503/03)." von Prof. Dr. Ingeborg Puppe, original erschienen in: JR 2006, 75 - 77.
BGH, 29.09.2005 - 4 StR 420/05
https://dejure.org/2005,6437
BGH, 29.09.2005 - 4 StR 420/05 (https://dejure.org/2005,6437)
BGH, Entscheidung vom 29.09.2005 - 4 StR 420/05 (https://dejure.org/2005,6437)
BGH, Entscheidung vom 29. September 2005 - 4 StR 420/05 (https://dejure.org/2005,6437)
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§ 25 Abs. 2 StGB; § 27 StGB; Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK; § 265 StPO
Abgrenzung von Mittäterschaft und Beihilfe (untergeordneter Tatbeitrag); Hinweispflicht (Unterstellung einer anderweitig nicht möglichen Verteidigung; faires Verfahren)
Überprüfung der Verurteilung wegen mittäterschaftlicher Teilnahme an einem schweren Raub; Grundlagen für die Annahme einer Unterstützungshandlung (Beihilfe); Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme
StGB § 25 Abs. 2 § 27 Abs. 1
NStZ 2006, 94
Wesentliche Anhaltspunkte hierfür können gefunden werden im Grad des eigenen Interesses am Erfolg der Tat, im Umfang der Tatbeteiligung und in der Tatherrschaft oder wenigstens im Willen zur Tatherrschaft, so dass Durchführung und Ausgang der Tat maßgeblich von seinem Willen abhängen (st. Rspr.; vgl. etwa BGH StraFo 1998, 166; NStZ 2006, 94).
Entgegen der durch die Strafkammer wohl vertretenen Auffassung ist jedoch nicht grundsätzlich anerkannt, dass das Fahren eines Fluchtfahrzeugs stets zur Annahme von Mittäterschaft führt; vielmehr kann sich ein solches Verhalten - je nach den weiteren Tatumständen - auch als Beihilfe darstellen (vgl. etwa BGH aaO sowie BGH NStZ 2006, 94).
Wesentliche Anhaltspunkte können der Grad des eigenen Interesses am Taterfolg, der Umfang der Tatbeteiligung und die Tatherrschaft oder wenigstens der Wille zur Tatherrschaft sein, sodass Durchführung und Ausgang der Tat maßgeblich von seinem Willen abhängen (BGH, Urteil vom 15. Januar 1991 - 5 StR 492/90, BGHSt 37, 289, 291; Beschlüsse vom 29. September 2005 - 4 StR 420/05, NStZ 2006, 94; vom 26. März 2014 - 5 StR 91/14, und vom 14. Juli 2016 - 3 StR 129/16, StraFo 2016, 392, 393).
BGH, 26.03.2014 - 5 StR 91/14
Rechtsfehlerhafte Annahme mittäterschaftlicher Beteiligung am Raub bei einem …
Wesentliche Anhaltspunkte hierfür können gefunden werden im Grad des eigenen Interesses am Taterfolg, im Umfang der Beteiligung und in der Tatherrschaft oder wenigstens im Willen zur Tatherrschaft, so dass Durchführung und Ausgang der Tat maßgeblich von seinem Willen abhängen (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 29. September 2005 - 4 StR 420/05, NStZ 2006, 94).
BGH, 27.03.2012 - 5 StR 114/12
Abgrenzung von Mittäterschaft und Beihilfe bei einem sich nicht aktiv am …
Wesentliche Anhaltspunkte hierfür können gefunden werden im Grad des eigenen Interesses am Erfolg der Tat, im Umfang der Tatbeteiligung und in der Tatherrschaft oder wenigstens im Willen zur Tatherrschaft, so dass Durchführung und Ausgang der Tat maßgeblich von seinem Willen abhängen (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 29. September 2005 - 4 StR 420/05, NStZ 2006, 94).
8 Mittäter ist gemäß § 25 Abs. 2 StGB, wer aufgrund gemeinschaftlichen Tatentschlusses mit Täterwillen einen die Tatbestandsverwirklichung fördernden - nicht nur geringen (vgl. BGH NStZ 2006, 94), sondern wesentlichen - Beitrag leistet und seinen Beitrag dabei als Teil der Tätigkeit des anderen und denjenigen des anderen als Ergänzung seines Tatanteils will (vgl. BGHSt 44, 39;… Fischer, StGB 60. Aufl., § 25 Rdn. 12b, jeweils m.w.Nachw.).