Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20R%205/02
Timestamp: 2019-12-06 23:48:26
Document Index: 166116508

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 23', '§ 17', '§ 23', '§ 23', '§ 22', '§ 23', '§ 23']

BFH, 20.04.2004 - IX R 5/02 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1565
BFH, 20.04.2004 - IX R 5/02 (https://dejure.org/2004,1565)
BFH, Entscheidung vom 20.04.2004 - IX R 5/02 (https://dejure.org/2004,1565)
BFH, Entscheidung vom 20. April 2004 - IX R 5/02 (https://dejure.org/2004,1565)
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Erwerb vom Miterben ist Anschaffung für späteren Spekulationsgewinn
Entgeltlicher Erwerb des Erbteils eines Miterben an einem Grundstück - Anschließende Veräußerung des Grundstücks binnen der Spekulationsfrist - Ermittlung des Spekulationsgewinns
EStG (1990) § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 lit. a
Entgeltlicher Erwerb eines Erbteils, zu dem ein Grundstück gehört, als Anschaffung i. S. des § 23 EStG a. F.
Erwerb des Erbteils vom Miterben
Spekulationsgeschäfte - Erwerb des Erbteils vom Miterben
Erbengemeinschaft - Mit entgeltlichem Erwerb eines Miterbenanteils beginnt Spekulationsfrist
BFHE 206, 110
BB 2004, 1484
DB 2004, 1470
BStBl II 2004, 987
Eine Anschaffung liegt danach vor, wenn das Wirtschaftsgut entgeltlich erworben wird (BFH-Urteil vom 20. April 2004 IX R 5/02, BFHE 206, 110, BStBl II 2004, 987).
Deshalb liegt kein Widerspruch darin, dem Erwerber eines Erbteils Anschaffungskosten für die dadurch mit erworbenen Anteile an den Wirtschaftsgütern der Erbengemeinschaft zuzurechnen (BFH-Urteil vom 20. April 2004 IX R 5/02, BStBl II 2004, 987).
Lediglich in Höhe ihres eigenen Anteils am Grundstückswert ist ein unentgeltlicher Erwerb gegeben (BFH-Urteil vom 20. April 2004 IX R 5/02, BStBl II 2004, 987 mit weiteren Nachw.).
Die vom Bekl angeführte Auffassung von Wacker (DStR 2005, 214), der unter Bezugnahme auf das BFH-Urteil vom 20. April 2004 IX R 5/02 (BStBl II 2004, 987) und auf der Grundlage einer übergreifenden Gesamtbetrachtung der §§ 17, 23 EStG die zivilrechtliche Gesamthand steuerrechtlich auflösen und sämtliche Geschäftsvorfälle jeweils anteilig als solche des Anteilsinhabers deuten wolle, sei mit dem Wortlaut des § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG und der übrigen, von Wacker ignorierten BFH-Rechtsprechung zu dieser Vorschrift nicht vereinbar.
Der BFH habe in seinem Urteil vom 20. April 2004 IX R 5/02 (BStBl II 2004, 987), der einzigen Entscheidung zu einem Streitjahr nach der Gesetzesänderung, dem der Fall des Erwerbs eines Erbanteils und des anschließenden Verkaufs eines Grundstücks zugrundegelegen habe, das Vorliegen eines Spekulationsgeschäfts im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG bejaht.
f) Die unterschiedliche Behandlung von freiwillig gezahlten wiederkehrenden Bezügen beim Empfänger je nach Herkunft von einem inländischen oder von einem auslandsansässigen Geber verstößt jedoch bei Herkunft von einem im innergemeinschaftlichen europäischen Ausland ansässigen Geber gegen den EG-Vertrag (EGV); die wiederkehrenden Bezüge von einem solchen auslandsansässigen Geber dürfen beim Empfänger nicht nachteilig besteuert werden (vgl. Kulosa, HFR 2004, 749 zu 2; Lindberg in Frotscher, EStG, § 22 Rd. 123 a.E.).
Anschaffungskosten sind die Aufwendungen, die geleistet werden, um ein Wirtschaftsgut zu erwerben (BFH-Urteil vom 20. April 2004 IX R 5/02, BStBl II 2004, 987).
LG Kassel, 13.04.2004 - 3 T 92/04
Keine Gegenstandsgleichheit von Schenkungsvertrag und Pflichtteilsverzicht eines …
12. Steuerrecht - Spekulationsgewinn nach Erbteilskauf (BFH, Urteil vom 20.4. 2004 - IX R 5/02) EStG 1990 § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Buchst. a Erwirbt ein Miterbe entgeltlich den Erbteil eines anderen Miterben, so entstehen ihm insoweit Anschaffungskosten für ein zum Nachlass gehörendes Grundstück, die dazu führen, dass der Gewinn aus der Veräußerung dieses Grundstücks nach § 23 EStG a. F. steuerbar ist, wenn es innerhalb der Spekulationsfrist von nicht mehr als zwei Jahren seit Erwerb des Erbteils veräußert wird.