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Timestamp: 2017-11-21 10:24:48
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Matched Legal Cases: ['§1592', '§ 1592', 'EGMR', '§1592', '§1592', '§ 1592', '§ 1686', '§1592', '§ 1952']

Interview mit Franz-Jörg Krieg – Leitfigur der Väterbewegung fordert Änderung des §1592 BGB und obligatorischen Vaterschaftstest | kuckucksvater
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In einem aktuellen Interview mit MANNdat, der unabhängigen, überparteilichen Interessenvertretung für männliche Bürger, spricht Franz-Jörg Krieg, die Leitfigur der Väterbewegung und Gründer des Väteraufbruchs für Kinder e.V. Karlsruhe über seine Beratungs-und Beistandsarbeit, den Status Quo im Familienrecht (“Der deutsche Bürger wird immer noch belogen”) und darüber was sich dringend ändern müsste. Bemerkenswerterweise nennt er dabei an erster Stelle den
§ 1592 BGB in Verbindung mit einem obligatorischen Vaterschaftstest bei Geburt. Beides Forderungen, die wir vom Kuckucksvaterblog als ebenso dringlich ansehen. Hier die Textstelle aus dem Interview:
„MANNdat: Stellen Sie sich vor, Sie würden einer guten Fee begegnen. Diese würde Ihnen drei Änderungswünsche in Familiengesetzen erfüllen. Welche drei Paragraphen wären das und weshalb?
Franzjörg Krieg: Obwohl ich eine grundsätzliche Abneigung gegen Fragen dieser Art habe, weil die Veränderung eben nicht durch eine Korrektur an drei Einzelstellen kommen kann, sondern allein durch einen tief greifenden Paradigmenwechsel, will ich einen Versuch wagen.
Dazu gehört der obligatorische Vaterschaftstest bei der Geburt, auch aus medizinischen Gründen.
Eine Menge Folgeprobleme der heute noch frei durch die Mutter zuweisbaren Vaterschaft wären damit erledigt.
Solange die psychosexuelle Befindlichkeit einer Mutter nach der Geburt darüber entscheidet, wer der Vater eines Kindes ist, gehören Abstammungsfälschungen und Familiengeheimnisse zur Lebensrealität von 5 – 10% unserer Kinder.“
Das gesamte, sehr lesenswerte Interview ist hier zu finden.
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9 Antworten zu Interview mit Franz-Jörg Krieg – Leitfigur der Väterbewegung fordert Änderung des §1592 BGB und obligatorischen Vaterschaftstest
Zwangsbeglückung der Menschen durch den Maskulismus? Das versucht der Feminismus auch mit entsprechenden Konsequenzen. Die normalen Tests nach einer Geburt sind KEINE Pflichttests. Die Eltern erklären sich ausdrücklich damit einverstanden – oder eben nicht. Es sind Gesundheitstests und dadurch von der Krankenkasse finanziert. Ein Vaterschaftstest muss selber bezahlt werden. Für mich wäre das dasselbe, als würde prophylaktisch ein Fingerabdruck abgenommen werden aus irgendwelchen Gründen ohne Einverständnis der Eltern. Nein, das muss anders gelöst werden. Und die Vaterschaft einfach zuzusprechen, weil der Mann mit der Frau verheiratet ist, war mal ein Unrecht. Das kann jetzt vom Vater selbst angezweifelt werden und DANN kann man testen. Nicht vorher und verpflichtend für alle Männer.
25. Juni 2013 um 18:06
Und die Vaterschaft einfach zuzusprechen, weil der Mann mit der Frau verheiratet ist, war mal ein Unrecht.
Das Kind einem Mann einfach juristisch zuzuordnen, weil dieser mit der Kindsmutter verheiratet ist, ist Unrecht und das auch heute noch. Das Kind hat keinen Einfluss darauf, wer als gesetzlicher Vater von der Mutter bestimmt wird. Wenn es Gück hat, stimmen gesetzlicher und leiblicher Vater überein. Doch die Kinder haben das Recht auf Identität und das soll auch entsprechend gesichert sein. Bei jedem Amtsgang muss man sonst ja auch seinen Ausweis vorlegen. Derzeit sind Kindesunterschiebung und der schwarzen Adoption Tür und Tor geöffnet. Nach der Zeugung ist die Elternschaft eben kein Wunschkonzert mehr. Dem Kind sollte die Kenntnis der eigenen Abstammung gesichert werden und vor allem sollte es vor der Willkür der Kindsmutter geschützt sein.
Was Du als Zwangsbeglückung durch Maskulisten bezeichnest, ist das Recht des Kindes auf Identität und basiert auf einem gesundem Rechtsempfinden. Mit Maskulismus hat das nichts zu tun, denn es werden ja auch Mädchen (später sind das dann Frauen) dadurch geschützt.
Max, du tust so, als sei Vaterschaft eine von Gott gesandt Plage und die Missetat muss erst bewiesen werden. Die Vaterschaftsfeststellung war eine Berechtigung für den Ehemann, seine Legitimation als Vater nachzuweisen. Sie verhinderte erst, dass die Mutter einfach irgendjemanden zum Vater bestimmen konnte. Außerdem bewahrte sie Adelige davor, die uneheliche gezeugten Kinder versorgen zu müssen. Sie WAREN ganz einfach nicht seine Kinder, basta. Die Verordnung im BGB ist also einzig und allein zum Schutz der Väter so formuliert – und zum Schutz reicher Adeliger, so „nebenbei“.
Kein Unrecht, sondern RECHT. Der Ehemann hatte also das RECHT als Vater aufzutreten.
Das Recht des Kindes ist zumindest dadurch gewahrt, dass es bei Zweifel die Vaterschaft irgendwann überprüfen lassen kann. 99,9999% aller Kinder machen das nicht. Wegen der 0,0001% Grundrechte außer Kraft zu setzen halte ich für falsch. Die Forderung nach einer Zwangsmaßnahme ist ohnehin utopisch und ALLE Väter werden dir die Bude einrennen, wenn du sie verpflichten würdest. Die allermeisten Väter – auch wenn sie Zweifel haben – werden eine Vaterschaft ohnehin erst bei einer Scheidung überprüfen lassen.
Der §1592 Nr.1 BGB ist doch nicht als Schutz für Väter so formuliert worden. Er sollte dem Schutz der Familie dienen und damit eigentlich zuvorderst dem Schutz der Ehefrau, die nach einem Seitensprung mit Folgen sonst rechtlos gestellt gewesen wäre. Weiterer Sinn und Zweck des § 1592 BGB ist es, den Personenstand des Kindes aufseiten des Vaters im Interesse der Statusklarheit zu sichern. Für den Vater ist dieser Paragraph mit seiner anachronistischen Vaterschaftsvermutung eine grundgesetzwidrige Zumutung. Diese muss zuerst beseitigt werden, dann kommt man am obligatorischen Vaterschaftstest ohnehin nicht mehr vorbei…
25. Juni 2013 um 21:03
Max, du tust so, als sei Vaterschaft eine von Gott gesandt Plage und die Missetat muss erst bewiesen werden.
Vaterschaft ist ein biologischer Fakt. Für mich jedenfalls ist es weder eine Plage noch eine Missetat. Ob die Vaterschaft durch Gott gegeben wird, überlasse ich jedem selbst. Religiöse Positionen im Kuckucksvaterblog einzunehmen liegt mir fern.
Die Vaterschaftsfeststellung war eine Berechtigung für den Ehemann, seine Legitimation als Vater nachzuweisen.
Was war und was ist, sollten wir genauer unterscheiden, bevor die Argumentation in Beliebigkeit versinkt. Es ist nicht nötig dem derzeitigen Familienrecht in seiner Willkürlichkeit nachzueifern. Die Vaterschaftsfeststellung sollte die einzige Legitimation sein, dass jemand sich als Vater deklariert oder dazu deklariert wird. Wenn jemand anderes die Vaterschaft übernehmen möchte, bleibt ihm der Weg der legalen Adoption freigestellt.
Sie verhinderte erst, dass die Mutter einfach irgendjemanden zum Vater bestimmen konnte.
Nein, die Vaterschaftsfeststellung schützt nicht davor, dass Mütter frei bestimmen können, wer der gesetzliche Vater des Kindes sei.
Denn: sie findet erst nach einem begründetem Verdacht statt. Und der kommt den Scheinvätern meist erst viele Jahre später nach der Geburt. In der Zwischenzeit ist eine Bindung zwischen Scheinvater und Kuckuckskind entstanden, dass Kind hat einen großen Teil seiner Identität über den vermeintlichen Vater definiert und muss dann anschließend damit klarkommen, einen anderen Mann zum Vater zu haben und vor allem, von der eigenen Mutter ein Leben lang angelogen und betrogen worden zu sein. Wenn das Kind Glück hat, wird es erfahren, wer dessen wirklicher Vater ist. In vielen Fällen leugnen Kuckucksmütter auch nach der Aufdeckung weiter und verweigern die Nennung des leiblichen Vaters. Vielleicht hilft Dir folgender Brief eines Kuckuckskindes an dessen Mutter dabei, Dich in deren Lage zu versetzen. (Brief an meine Mutter – Du hast mir meinen Vater genommen – von Kuckuckskind Sabine H.)
Im Falle, dass bereits ein gesetzlicher Vater besteht, hat der leibliche Vater erst seit kurzem unter ganz bestimmten Umständen das Recht seine Vaterschaft feststellen zu lassen. Also auch da wird vor der Willkür der Mutter den Vater nach belieben zu bestimmen nicht geschützt. Es geht in diesen Fällen dann sogar soweit, dass, wenn der leibliche Vater es wirklich nach jahrelangen Gerichtsverfahren endlich seine Vaterschaft erfolgreich feststellen konnte, er noch lange nicht das Recht auf Umgang mit seinem Kind erhält. siehe: § 1686a BGB – Gesetz zur Stärkung der Rechte leiblicher Väter passiert den Bundesrat und (Ich war der Parallelpartner – Meine Tochter soll kein Kuckuckskind sein – Teil 1 – von Andreas Haft)
Die Forderung nach einer Zwangsmaßnahme ist ohnehin utopisch und ALLE Väter werden dir die Bude einrennen, wenn du sie verpflichten würdest. Die allermeisten Väter – auch wenn sie Zweifel haben – werden eine Vaterschaft ohnehin erst bei einer Scheidung überprüfen lassen.
Wir schreiben hier über das Recht des Kindes auf Identität. Da ist es unerheblich, ob mir irgendwelche Männer die Bude einrennen würden, wenn der Vaterschaftstest nach Geburt eingeführt wurde. Eben bezeichnetest Du unsere Forderung noch als maskulistisch und jetzt ist soll sie männerfeindlich sein, fällt Dir was dabei auf? Mir jedenfalls schon.
In einfachen Worten: Du bist gegen eine Vaterschaftsfeststellung ab Geburt. Nur fehlen Dir die Gründe dafür und schiebst Falschinformationen vor, die dann verständlicherweise keiner Diskussion stand halten.
Gerne darfst Du wollen, was immer Du Dir wünschst, doch für eine sachliche Diskussion bedarf es schon etwas mehr.
Ich weiß nicht, warum sich „alle“ immer an diesem obligatorischen Vaterschaftstest aufhängen. Ein obligatorischer Test ist ein Zwangstest. Wie soll das bitte in einem Rechtsstaat möglich sein? Ohne irgendeinen Verdacht, ohne Hinweis auf eine Straftat? Wir sollten uns mit Zwangsmaßnahmen wirklich bescheiden. Als hätten wir zuwenige davon in Deutschland.
25. Juni 2013 um 16:23
Wie soll man sonst nachweisen, dass man der Vater ist. Treu und Glauben? Das funktioniert ja nicht. Der obligatorische Vaterschaftstest ist der einzige Weg, den Identitätsraub an Kindern wirksam zu verhindern. Hier der Link zu 10 Gründen, die für den obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt sprechen: https://kuckucksvater.wordpress.com/2012/04/22/ein-tag-ein-grund-warum-die-vaterschaft-bereits-bei-geburt-geklart-werden-muss-heute-grund-nr-6-das-recht-auf-identitat/
Der §1592 Nr.1 BGB ist eine Zwangsmaßnahme erster Güte, die vielleicht vor 100 Jahren bei der Einführung des BGB mangels Gendiagnostik eine gewisse Berechtigung gehabt haben mag. Heute muss einfach die biologische und die rechtliche Vaterschaft klar eruiert und eindeutig voneinander abgegrenzt werden. Da bei jeder Geburt ohnehin sofort verschiedene Untersuchungen am Neugeborenen vorgenommen werden, würde ein Speichelabstrich bzw. die Verwendung des ohnehin genommenen Fersenblutes für einen Vaterschaftstest nicht ins Gewicht fallen. Ein obligatorischer Vaterschaftstest würde Dynamik in die Geschlechtergerechtigkeit bringen, auch Männer haben das Recht sich ihrer Vaterschaft sicher zu sein. Und seit ein paar Jahren besteht die Möglichkeit dazu. Wie viele Männer sind früher trotz teilweise erheblicher Zweifel aus Kostengründen vor einem solchen Test zurückgeschreckt und haben sich in ihr (Unterhalts-) Schicksal gefügt? Noch viel wichtiger aber wäre ein obligatorischer Vaterschaftstest für die Sicherung der Identität der Kinder. Um noch einmal Franz-Jörg Krieg zu zitieren: „Eine Menge Folgeprobleme der heute noch frei durch die Mutter zuweisbaren Vaterschaft wären damit erledigt. Solange die psychosexuelle Befindlichkeit einer Mutter nach der Geburt darüber entscheidet, wer der Vater eines Kindes ist, gehören Abstammungsfälschungen und Familiengeheimnisse zur Lebensrealität von 5 – 10% unserer Kinder.“ Und diese Realitäten sind z.T. unmenschlich, wie die vielen Berichte im Kuckucksvaterblog zeigen…
Es geht um Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Menschlichkeit. Von selbst werden die Lügen und Vertuschereien nicht aufhören. Und schon dreimal nicht, wenn sie vom Gesetzgeber und den laxen Vertretern unserer Justiz weiter gedeckt werden.
Weitere Gründe für den obligatorischen Vaterschaftstest haben wir hier zusammengefasst:
Groll, Josef schreibt:
25. Juni 2013 um 20:06
Ein obligatorischer Vaterschaftstest ist Ihrer Meinung nach ein Zwangstest. – Dazu ist im Gegenzug der rechtliche Vater i. S. des § 1952 Nr. 1 BGB im Grunde nichts anderes als eine verkappte Zwangsadoption. Wie ist das in einem Rechtsstaat möglich? Auf eine Antwort darauf warte ich von den höchsten Stellen seit sehr langer Zeit vergeblich. Wie wäre es bei der Geburtsanzeige mit einer verbindlichen unterschriftlichen Erklärung (eventuell eidesstattlich) der Mutter, wer der Vater ihres Kindes ist? Sollte sie diese Frage nicht oder nicht mit Sicherheit beantworten können, dann ein Test.