Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201989,%202393
Timestamp: 2019-12-06 22:35:07
Document Index: 112573541

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1989, 2393 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.02.1989
https://dejure.org/1989,4080
BGH, 02.02.1989 - I ZB 19/88 (https://dejure.org/1989,4080)
BGH, Entscheidung vom 02.02.1989 - I ZB 19/88 (https://dejure.org/1989,4080)
BGH, Entscheidung vom 02. Februar 1989 - I ZB 19/88 (https://dejure.org/1989,4080)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1989,4080) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Erforderliche Sorgfalt bei Hinausgezögerung der Einlegung der Berufung bis zum letzten Augenblick - Reichweite erhöhter Sorgfalt des Prozessbevollmächtigten im Hinblick auf die beauftragende Partei - Ablieferung eines fristgebundenen Schriftsatzes - Verkehrshindernis - ...
Mit einem Verkehrshindernis, das nach seiner Behauptung unvorhersehbar war, brauchte der Beklagte nicht zu rechnen, so daß er dann - entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts - keine Reservezeit einplanen mußte (vgl. BGH, Beschl. v. 2. Februar 1989 - I ZB 19/88, NJW 1989, 2393; v. 23. April 1998 - I ZB 2/98, NJW 1998, 2677, 2678, jeweils zu § 233 ZPO).
Außerdem können sich bei Ausnutzung einer Rechtsmittelfrist bis zum letzten Tag erhöhte Sorgfaltsanforderungen ergeben, soweit dies nach den Umständen angemessen und zumutbar ist (vgl. BGH, Beschluß vom 3.7.1975 - III ZB 11/75, VersR 1976, 88;… Urteil vom 21.12.1988 - VIII ZR 84/88, BGHR ZPO § 233 Rechtsmittelfrist 1 Sorgfaltsanforderungen bei Fristausnutzung; Beschluß vom 2.2.1989 - I ZB 19/88, NJW 1989, 2393; Beschluß vom 11.10.1989 - IVa ZB 7/89, NJW 1990, 188f.).
BGH, 23.04.1998 - I ZB 2/98
Anforderungen an die Sorgfaltspflicht des Prozeßbevollmächtigten bei Ausnutzung …
Diese geht aber nicht so weit, daß die Partei bzw. ihr Prozeßbevollmächtigter auch damit rechnen muß, beim persönlichen Überbringen eines fristgebundenen Schriftsatzes durch unvorhersehbare Ereignisse an der rechtzeitigen Einreichung gehindert zu werden; auf Unvorhersehbares kann man sich nicht einstellen (vgl. BGH, Beschl. v. 17.9.1987 - VII ZB 5/87, VersR 1988, 249 für den Fall einer Reifenpanne; Beschl. v. 2.2.1989 - I ZB 19/88, NJW 1989, 2393 für den Fall einer Behinderung des Pkws des Prozeßbevollmächtigten durch ein verkehrswidrig abgestelltes Fahrzeug).
Auf unvorhersehbare Verkehrsunfälle und damit verbundene Staus mussten sich die Beschwerdeführerin und ihr Verteidiger aber nicht einstellen (vgl. BGH, NJW 1989, 2393 f.; OLG Dresden, NJW-RR 1996, 246; BGH, NJW 1999, 724 f.).
BGH, 24.05.1993 - II ZB 3/93
Sofortige Beschwerde gegen den Ablauf einer Berufungsbegründungsfrist - Einfluss …
Der Prozeßbevollmächtigte der Klägerin hat nicht die besondere Sorgfalt beachtet, die einen Rechtsanwalt trifft, der - wie hier - eine Frist voll ausschöpfen will (vgl. BGH, Beschl. v. 2. Februar 1989 - I ZB 19/88, NJW 1989, 2393).
Auf vorhersehbare Behinderungen an der rechtzeitigen Einreichung des Schriftsatzes muß sie sich einstellen (vgl. BGH NJW 1989, 2393).