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Timestamp: 2019-04-24 14:35:09
Document Index: 307535216

Matched Legal Cases: ['Art. 16', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 5', '§ 5', '§ 30', '§ 21', '§ 1', '§ 42', '§ 49', '§ 101', '§ 5', '§ 27', '§ 39', '§ 38', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 37', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein HöftlBockhNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten“ vom 30. November 2015 | gültig ab: 24.12.2015
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Höftland Bockholmwik...
Anlage 2 - Anlage 2 Zur Landesverordnung über das Naturschutzgebiet...
juris-Abkürzung: HöftlBockhNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 2015, 430
Gliederungs-Nr: 791-10-17
„Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten“
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Anlage 2 Nummer 1 neu gefasst (Art. 16 LVO v. 16.05.2018, GVOBl. S. 296)
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten“ vom 30. November 2015 24.12.2015
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet 24.12.2015
§ 2 - Geltungsbereich 24.12.2015
§ 3 - Schutzzweck 24.12.2015
§ 4 - Verbote 24.12.2015
§ 5 - Zulässige Handlungen 24.12.2015
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 24.12.2015
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 24.12.2015
§ 8 - Inkrafttreten 24.12.2015
Anlage 1a 24.12.2015
Anlage 1b 24.12.2015
Anlage 2 - Anlage 2 Zur Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten" 29.06.2018
(1) Teilbereiche zwischen den Ortschaften Bockholm, Bockholmwik und Langballigholz auf dem Gebiet der Stadt Glücksburg und der Gemeinden Munkbrarup und Langballig, Kreis Schleswig-Flensburg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet ist zum überwiegenden Teil besonderes Schutzgebiet (FFH-Gebiet) im Sinne der Richtlinie 92/43/EWG 1) und die Wasserflächen ab einem Abstand von 50 m zum Ufer zusätzlich Europäisches Vogelschutzgebiet im Sinne der Richtlinie 2009/147/EG 2) . Die übrigen Teile des Naturschutzgebietes haben Vernetzungsfunktion für die Wanderung, die geographische Verbreitung und den genetischen Austausch wildlebender Arten und dienen der Verbesserung der ökologischen Kohärenz von Natura 2000 im Sinne von Artikel 10 der Richtlinie 92/43/EWG .
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung „Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten“ unter Nummer 194 in das bei der obersten Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. EU L 206, S. 7), zuletzt geändert durch Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013 (ABl. EU 158, S. 193)
Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. EU L 20, S. 7), zuletzt geändert durch Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013 (ABl. EU 158, S. 193)
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 381 ha groß. Davon sind ca. 157 ha Landfläche und 224 ha Wasserfläche der Ostsee. Es besteht aus zwei Teilbereichen und umfasst im Bereich der Stadt Glücksburg den Steilküstenbereich südlich von Bockholm sowie den in den Gemeinden Munkbrarup und Langballig zwischen Bockholmwik und Langballigholz gelegenen Küstenbereich einschließlich der auf der Hochebene angrenzenden Wälder. Des Weiteren gehören die den beiden Teilbereichen vorgelagerten Strandflächen und Flachwasserbereiche der Ostsee in der Flensburger Außenförde in einer Breite von 500 bis 600 m senkrecht zur Uferlinie zum Naturschutzgebiet.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. In der Abgrenzungskarte 1 b im Maßstab 1:5.000 ist das FFH-Gebiet senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen. Die Ausfertigungen der Karten sind bei der obersten Naturschutzbehörde verwahrt. Diese Karten sind Bestandteile dieser Verordnung. Weitere Karten sind
bei der Amtsvorsteherin oder dem Amtsvorsteher des Amtes Langballig, 24977 Langballig,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung eines dynamischen und ostseetypischen Küstenökosystems an der Flensburger Außenförde mit einer beispielhaft erhaltenen Verlandungsserie aus marinen Flachwasserzonen mit Seegraswiesen und sonstigen marinen Makrophytenbeständen, Windwatten, sublitoralen Sandbänken der Ostsee, Riffen, Muschelbänken und Blockfeldern sowie Spülsäumen, Steilküsten, naturnahen und kulturgeprägten Strandwallsystemen, hang-, quell- und ostseewassergeprägten Erlen-Eschenwäldern und mit landeinwärts auf dem ehemaligen Kliff an die Erosions- und Sedimentationsgebiete sich anschließenden strukturreichen Waldtypen mit ihren Bachschluchten und Seitentälern als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten und seltenen Pflanzen- und Tierwelt.
die in Absatz 1 genannten Lebensräume mit ihrer entsprechenden Biotopvielfalt für die daran gebundene vielfältige Pflanzen- und Tierwelt,
die geologischen und geomorphologischen Eigenheiten dieses Gebietes mit den andauernden, natürlichen Küstenveränderungen und Wechselwirkungen im Bereich der Küstengewässer und Steilküsten, bedingt durch Erosions- und Überflutungsereignisse,
wichtige Nahrungs-, Mauser-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Wat- und Wasservögel,
die Eigenart, Vielfalt und Schönheit dieses Gebietes und sein naturraumtypisches Landschaftsbild sowie das Gebiet auch aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und heimatkundlichen Gründen,
die strukturreichen Waldflächen mit einem hinreichenden Anteil an Alt- und Totholz sowie Habitatbäumen,
die naturnahe und kulturhistorisch geprägte Strandwalllandschaft mit Salzwiesen, Feucht- und Nasswiesen sowie artenreichem magerem Grünland,
die Flachwasserzonen mit Seegraswiesen und sonstigen marinen Makrophytenbeständen, Windwatten, sublitoralen Sandbänken der Ostsee, Riffen, Muschelbänken und Blockfeldern,
die Ringsbergerau und die Königsau sowie
das mesophile, arten- und strukturreiche Dauergrünland im Steilküstenbereich zu erhalten,
zu schützen und hinsichtlich der Nummern 6 bis 10 zusätzlich zu entwickeln sowie
Bild- oder Schrifttafeln anzubringen, soweit es sich nicht um Tafeln zur Kennzeichnung des Naturschutzgebietes sowie Hinweis- und Warntafeln aufgrund anderer Rechtsvorschriften handelt,
die Gewässer außerhalb der Bundeswasserstraße Ostsee mit Wasserfahrzeugen jeder Art zu befahren,
in den Gewässern zu baden, mit Tauchgeräten zu tauchen oder auf den Gewässern Schiffsmodelle fahren zu lassen,
Zelte oder Wohnwagen aufzustellen, Gegenstände jeder Art zu lagern, Feuer zu machen oder Hunde nicht angeleint mitzuführen,
die auf den Schutzzweck und auf die Erhaltungsziele ausgerichtete Bodennutzung auf den
Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein,
durch natürliche und juristische Personen des Privatrechtes für Zwecke des Naturschutzes erworbenen oder bereitgestellten Flächen und
von kommunalen Gebietskörperschaften für Zwecke des Naturschutzes erworbenen und bereitgestellten Flächen
nach Maßgabe der Vorgaben der oberen Naturschutzbehörde; auf den Waldflächen sind nach dem Umbau der Nadelbaumbestände zu naturnahen Laubwäldern zur Erhaltung möglichst ungestörter Naturabläufe alle forstwirtschaftlichen Maßnahmen zu unterlassen; zulässig bleiben die erforderlichen Maßnahmen der Verkehrssicherung,
die der guten fachlichen Praxis entsprechende landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Absatz 2 BNatSchG der als
Ackerland genutzten, in der Übersichtskarte 1 a und Abgrenzungskarte 1 a kariert dargestellten Flächen,
Grünland genutzten Flächen, dabei ist es jedoch unzulässig, die in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a schraffiert dargestellten Flächen mehr als bisher zu entwässern und in Ackerland umzubrechen,
Grünland genutzten Flächen, dabei ist es jedoch unzulässig, die in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a unterbrochen schraffiert dargestellten Flächen mehr als bisher zu entwässern, sie in Ackerland umzubrechen, auf ihnen Nachsaatmaßnahmen zur Grasnarbenverbesserung durchzuführen sowie Düngestoffe oder Pflanzenschutzmittel auf ihnen aufzubringen,
Grünland genutzten übrigen Flächen in bisheriger Art und Umfang,
die den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis entsprechende, naturnahe forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Absatz 1 und 2 Landeswaldgesetz (LWaldG) vom 5. Dezember 2004 (GVOBl. Schl.-H. S. 461), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Juli 2011 (GVOBl. Schl.-H. S. 225), der übrigen als Wald genutzten Flächen unter Beachtung des § 30 BNatSchG in Verbindung mit § 21 LNatSchG , dabei ist es jedoch unzulässig,
den Anteil nicht standortheimischer Baumarten zu erhöhen,
die Flächen mehr als bisher zu entwässern oder
zulässig ist eine kleinteilige forstwirtschaftliche Nutzung der Waldflächen in bisheriger Art und Umfang, auch im so genannten außerregelmäßigen Betrieb (mehrjährige Nichtnutzung),
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 Bundesjagdgesetz (BJagdG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849), zuletzt geändert durch Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474), dabei ist es jedoch unzulässig,
die Wasservogeljagd außerhalb der Zeit vom 16. Oktober bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres auszuüben,
geschlossene Hochsitze zu errichten, die mehr als 10 m 3 umbauten Raum umfassen (Ständer und Kanzel),
Wildäcker oder Wildäsungsflächen anzulegen oder zu betreiben oder
die ordnungsgemäße Ausübung der Erwerbsfischerei sowie das Angeln mit der Handangel in dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil der Ostsee, dabei ist es jedoch unzulässig,
die Muschelfischerei vom 1. Januar 2017 an auszuüben oder
Wattwürmer auszugraben oder auszuspülen,
das Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Dänemark über die gemeinsame Fischerei in der Flensburger Innenförde vom 29. Mai 1958 sowie die daraufhin ergangenen Rechtsvorschriften (Gesetz vom 29. Oktober 1959 - BGBl. II S. 1072, Verordnung über die gemeinsame Fischerei in der Flensburger Innenförde vom 15. Februar 1960 - GVOBl. Schl.-H. S. 28, geändert durch Artikel 26 des Gesetzes vom 3. Januar 2005 - GVOBl. Schl.-H. S. 21) werden durch die fischereilichen Beschränkungen in Absatz 1 Nummer 5 a und b nicht berührt,
aufgrund einer Anordnung oder Verordnung nach § 42 Absatz 1 WHG in Verbindung mit § 49 Absatz 1 und 2 Landeswassergesetz (LWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Februar 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 91), zuletzt geändert durch Gesetz vom 7. Oktober 2013 (GVOBl. Schl.-H. S. 387), Ressortbezeichnungen ersetzt durch Verordnung vom 16. März 2015 (GVOBl. Schl.-H. S. 96),
der Betrieb und die Unterhaltung gewässerkundlicher Messanlagen nach § 101 LWG sowie die hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten,
die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Wege, Straßen oder sonstiger Verkehrsflächen, dabei ist es jedoch unzulässig, wassergefährdende, auswasch- oder auslaugbare Materialien zu verwenden,
die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes im Sinne des siebenten Teiles des LWG sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen der Wasserwirtschaft einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten, unzulässig sind dabei jedoch Vorhaben, die nach Wasserrecht oder anderen Rechtsvorschriften erlaubnis-, bewilligungs-, genehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind,
die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben des Bundes im Bereich der Bundeswasserstraße Ostsee nach Maßgabe der Bestimmungen des Bundeswasserstraßengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Mai 2007 (BGBl. I S. 962, ber. 2008, S. 1980), zuletzt geändert durch Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474), einschließlich der hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten,
Maßnahmen zur Erforschung, zum Schutz oder zur Pflege aller nach dem Denkmalschutzgesetz vom 30. Dezember 2014 (GVOBl. Schl.-H. 2015 S. 2) erfassten Kulturdenkmale, die die Denkmalschutzbehörden im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde durchführen oder durchführen lassen,
das Befahren der Bundeswasserstraße Ostsee mit Wasserfahrzeugen jeder Art, soweit keine Beschränkungen nach § 5 Bundeswasserstraßengesetz getroffen sind,
das Betreten des Strandes und das Lagern auf dem Strand sowie das Baden und Tauchen in der Ostsee im Rahmen der naturverträglichen Erholung,
der Betrieb und die Unterhaltung der genehmigten baulichen Anlagen,
Untersuchungen und Maßnahmen zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die Naturschutzbehörden durchführen oder durchführen lassen oder die im Einvernehmen mit ihnen von Dritten durchgeführt werden; bei Maßnahmen im Bereich der Kulturdenkmale unter Beachtung des § 27 Absatz 3 LNatSchG .
die erforderlichen Maßnahmen zur Gefährdungsabschätzung und Untersuchung nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz vom 17. März 1998 (BGBl. I S. 502), zuletzt geändert durch Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474), sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung der festgestellten schädlichen Bodenveränderungen oder Altlasten auf der Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetzes und des Landesbodenschutz- und Altlastengesetzes vom 14. März 2002 (GVOBl. Schl.-H. S. 60), zuletzt geändert durch Artikel 11 des Gesetzes vom 12. Dezember 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 791), die Entnahme von Boden-, Wasser-, Bodenluft- und Aufwuchsproben und die Einrichtung und den Betrieb von Messstellen,
die Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen im Rahmen der Gewässerunterhaltung nach § 39 WHG und § 38 LWG ; eine Ausnahme ist nicht erforderlich, sofern eine Ablagerung von Bodenbestandteilen in einem Gewässerpflegeplan oder in einer Anordnung oder Verordnung der Wasserbehörde gemäß § 5 Absatz 1 Nummer 6 vorgesehen ist,
das Betreten des Naturschutzgebietes außerhalb der Wege,
das Fällen und Aufarbeiten von Bäumen in der Zeit vom 15. März bis zum 31. August eines jeden Jahres und
die Einrichtung einer Hundefreilauffläche auf der Grundlage des Managementplanes für das FFH-Gebiet „Küstenbereiche der Flensburger Förde von Flensburg bis Geltinger Birk“ Teilgebiet „Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten“ und unter Beachtung der Erhaltungsziele des Europäischen Schutzgebietes sowie des Schutzzweckes dieser Verordnung.
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 13 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Absatz 1 Nummer 4 im Einzelfall zulassen, wenn dies zur Sicherung des Schutzzweckes erforderlich ist.
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 16 die Gewässer mit Ausnahme der Bundeswasserstraße Ostsee mit Wasserfahrzeugen jeder Art befährt,
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 18 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Gegenstände jeder Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint mitführt,
(2) Ordnungswidrig nach § 37 Absatz 1 Nummer 23 LJagdG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig, ohne dass eine Ausnahme zugelassen wurde, entgegen
§ 5 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe a die Wasservogeljagd außerhalb der Zeit vom 16. Oktober bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres ausübt,
§ 5 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe b geschlossene Hochsitze errichtet, die mehr als 10 m 3 umbauten Raum umfassen (Ständer und Kanzel),
§ 5 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe c Fütterungseinrichtungen errichtet oder betreibt,
§ 5 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe d Wildäcker oder Wildäsungsflächen anlegt oder betreibt oder
§ 5 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe e Brutkästen für Enten aufstellt oder betreibt.
Kiel, 30. November 2015
Bekanntmachung zu der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet
zu § Absatz 2 Satz 2
Zur Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten“
Erhaltungsziele für den im Naturschutzgebiet „Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten“ befindlichen Teilbereich des gesetzlich geschützten Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung DE 1123-393, FFH-Gebiet „Küstenbereiche Flensburger Förde von Flensburg bis Geltinger Birk“
Das Gebiet ist für die Erhaltung oder gegebenenfalls Wiederherstellung folgender Lebensraumtypen des Anhangs I und Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie .
Ostsee-Fels und -Steilküsten mit Vegetation
Natürlich eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
Schweinswal (Phocoena phocoena).
Für die Lebensraumtypen 1220, 1230, 7140, 9120 und 91E0* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
natürlicher, von mechanischer (anthropogener) Schädigung weitgehend freier und morphologisch ungestörter Bereiche des Meeresgrundes oder periodisch trockenfallender Flachwasserzonen mit Hartsubstraten wie Fels, Kreide, Findlingen, Steinen, natürlichen Muschelbänken und der zu Sandbänken vermittelnden Mischbestände,
der weitgehend natürlichen hydrophysikalischen und hydrochemischen Gewässerverhältnisse und Prozesse sowie weiterer lebensraumtypischer Strukturen und Funktionen.
Ostsee-Fels- und -Steilküsten mit Vegetation
der biotopprägenden Dynamik der Fels- und Steilküsten mit den lebensraumtypischen Strukturen und Funktionen,
der unbebauten und unbefestigten Bereiche ober- und unterhalb der Steilküsten zur Sicherung der natürlichen Erosion und Entwicklung,
der weitgehend natürlichen Sediment-, Strömungs- und Wellenverhältnisse vor den Steilküsten,
der natürlichen Sediment- und Strömungsverhältnisse im Küstenbereich mit frisch angeschwemmten Sänden,
der natürlichen Sand- und Bodendynamik und dynamischen Dünenbildungsprozesse,
der Vegetationsbestände ohne Bodenverletzungen,
der sonstigen lebensraumtypischen Strukturen und Funktionen,
der natürlichen Bodenentwicklung und der natürlichen Wasserstände in den Dünenbereichen sowie der weitgehend ungestörten hydrologischen Verhältnisse, insbesondere des Grundwasserhaushaltes,
der Mosaikkomplexe mit anderen charakteristischen Lebensräumen beziehungsweise eingestreuten Sonderstrukturen wie zum Beispiel Sandflächen, Silbergrasfluren, Sandmagerrasen oder Heideflächen sowie Abbruchkanten, Feuchtheiden und Feuchtstellen, Gewässer, Dünenheiden oder Gebüsche,
der nährstoffarmen Verhältnisse.
der lebensraumtypischen Strukturen und Funktionen, unter anderem der nährstoffarmen Bedingungen,
naturnaher Buchen-, Eichen und Eichen-Hainbuchenwälder in unterschiedlichen Altersphasen und Entwicklungsstufen und ihrer standorttypischen Variationsbreite im Gebiet,
der Sonderstandorte und Randstrukturen zum Beispiel Findlinge, Bachschluchten, nasse Senken, Steilhänge, Dünen, sowie der für den Lebensraumtyp charakteristischen Habitatstrukturen und -funktionen,
weitgehend ungestörter Kontaktlebensräume wie zum Beispiel Brüche, Kleingewässer und eingestreuter Flächen zum Beispiel mit Vegetation der Heiden, Trockenrasen,
der weitgehend natürlichen lebensraumtypischen hydrologischen Bedingungen, insbesondere Wasserstand, Basengehalt,
von flachen und ausreichend besonnten und über 0,5 m tiefen fischfreien Stillgewässern mit strukturreichen Uferzonen in Wald- und Offenlandbereichen,
einer hohen Wasserqualität in den Reproduktionsgewässern,
von geeigneten Winterquartieren im Umfeld der Reproduktionsgewässer, insbesondere strukturreiche Gehölzlebensräume und Ähnlichem und natürliche Bodenstrukturen,
geeigneter Sommerlebensräume, wie zum Beispiel extensiv genutztes Grünland, Brachflächen, Gehölze sowie natürliche Bodenstrukturen,
bestehender Populationen,
von Nahrungshabitaten, insbesondere Feuchtbrachen und Stillgewässer fortgeschrittener Sukzessionsstadien.
Ziel ist die Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter Nummer 1.1 Buchstabe b genannten Art. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
der Flensburger Förde als naturnahes Küstengewässer der Ostsee, insbesondere von produktiven Flachwasserzonen bis 20 m Tiefe,
lebensfähiger Bestände und eines natürliches Reproduktionsvermögens,
der Nahrungsfischbestände, insbesondere Hering, Makrele, Dorsch und Grundeln.
Erhaltungsziele für den im Naturschutzgebiet „Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten“ befindlichen Teilbereich des EG-Vogelschutzgebietes DE 1123-491 „Flensburger Förde“
von besonderer Bedeutung (B: Brutvogel; R: Rastvogel):
Eiderente (Somateria mollissima) R
Bergente (Aythya marila) R
von Bedeutung (fett: Arten des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie ; B: Brutvogel; R: Rastvogel):
Singschwan (Cygnus cygnus) R
Gänsesäger (Mergus merganser) B
Zwergseeschwalbe (Sterna albifrons) N
Erhaltung der Flensburger Förde als störungsarmes Rast- und Überwinterungsgebiet mit Flachgründen, Sandbänken und Windwattbereichen sowie ungestörten Meeresbuchten, insbesondere für überwinternde Meeresenten und Singschwäne sowie die Erhaltung einer guten Wasserqualität der Ostsee.
Die Vernetzung der Lebensräume an der Flensburger Förde sollte gesichert und wo möglich weiter ausgebaut werden.
Dabei ist die Erhaltung von möglichst ungestörten Beziehungen zwischen den einzelnen Teilhabitaten innerhalb des Gebietes wie Nahrungsgebieten und Schlafplätzen, insbesondere ohne vertikale Fremdstrukturen (z.B. Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen) von besonderer Bedeutung.
Ziel ist die Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter 2.1 genannten Arten und ihrer Lebensräume. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen.
Küstenvögel der Ostsee wie Eider- und Bergente, Gänsesäger, Zwergseeschwalbe und Singschwan
von störungsarmen, küstenfernen und küstennahen Flachwasserbereichen als Rast- und Überwinterungsgebiete vom 15. Oktober bis 15. April, sowie geschützte Buchten für (Meeres-) Enten,
von Muschelbänken und einer artenreichen Wirbellosenfauna als wesentliche Nahrungsgrundlage für Eider- und Bergente,
geeigneter Rastgebiete wie Meeresbuchten, Überschwemmungsgebiete sowie Grünlandflächen als Nahrungsflächen; von möglichst ungestörten Beziehungen insbesondere keine vertikalen Fremdstrukturen zwischen einzelnen Teilhabitaten im Gebiet wie Nahrungsgebieten und Schlafplätzen; der Störungsarmut in den Rast- und Überwinterungsgebieten (Singschwan),
von bewaldeten, störungsarmen (Steil-)Küstenabschnitten mit ausreichendem Höhlenangebot für den Gänsesäger, insbesondere Altholzbeständen mit natürlichen Bruthöhlen.
Arten des Grünlands und der Niedermoore wie Rotschenkel
großflächig offener und zusammenhängender Grünlandbereiche mit hoher Bodenfeuchte, niedriger Vegetation und geringer Zahl von Vertikalstrukturen v. a. extensiv bewirtschaftetes Feuchtgrünland mit eingestreuten offenen Wasserflächen wie Blänken, und Mulden (Rotschenkel),
offener Kulturlandschaften und einer extensiven Grünlandnutzung bzw. weitgehend ungenutzter bzw. erst nach dem 31. Juli gemähter Randstreifen, Wegraine, Ruderalflächen und frühe Brachestadien,
von störungsarmen Brutbereichen zwischen dem 1. April bis 31. August.