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Timestamp: 2016-10-25 03:22:46
Document Index: 169699439

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'in dubio', 'Art. 90', 'Art. 90', 'in dubio', 'Art. 90', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 6', 'in dubio', 'in dubio', 'BGE', 'BGE', 'Art. 133', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 340', 'Art. 123', 'Art. 343', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156']

Es wirken mit: Bundesrichter Schubarth, Pr�sident des Kassationshofes, Schneider, Bundesrichterin Escher und Gerichtsschreiber Boog.
A.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Becker, Postfach, Burghaldenstrasse 59, Lenzburg,
Art. 9, 29 Abs. 2 und 31 Abs. 1 BV (Strafverfahren, willk�rliche Beweisw�rdigung, Grundsatz
"in dubio pro reo"); �berschreiten der signalisierten
H�chstgeschwindigkeit,
A.- A.________ �berholte am 13. September 1999, um ca. 21.21 Uhr auf der Autobahn A1 bei Othmarsingen (signalisierte H�chstgeschwindigkeit 100 km/h), Fahrtrichtung Z�rich, mit seinem Personenwagen in schneller Fahrt ein neutrales Dienstfahrzeug der Polizei. Die beiden Polizeibeamten folgten daraufhin �ber eine l�ngere Strecke diesem Wagen nach. Dabei beobachteten sie, wie A.________ bei einer Geschwindigkeit von 120 bis 140 km/h mehrfach auf vorausfahrende Fahrzeuge jeweils bis auf h�chstens 5 bis 10 Meter auffuhr. Auf einer Strecke von 1'266 Meter f�hrten die Polizisten eine Geschwindigkeitsmessung durch.
Das Messger�t errechnete f�r eine Distanz von 1'010 Meter eine Geschwindigkeits�berschreitung von 41 km/h (nach Abzug der Messtoleranz von 13 km/h).
B.- Gest�tzt auf diesen Sachverhalt verurteilte das Bezirksamt Lenzburg A.________ mit Strafbefehl vom 23. Dezember 1999 wegen ungen�gendem Abstand beim Hintereinanderfahren sowie �berschreiten der signalisierten H�chstgeschwindigkeit auf der Autobahn in Anwendung von Art. 90 Ziff. 1 SVG zu einer bedingt aufgeschobenen Gef�ngnisstrafe von 14 Tagen (Probezeit 2 Jahre) sowie zu einer Busse von Fr. 1'000.--. Auf Einsprache des Verurteilten hin sprach das Bezirksgericht Lenzburg A.________ am 9. M�rz 2000 des ungen�genden Abstandhaltens beim Hintereinanderfahren und des �berschreitens der signalisierten H�chstgeschwindigkeit auf der Autobahn schuldig und verurteilte ihn in Anwendung von Art. 90 Ziff. 2 SVG zu einer bedingt aufgeschobenen Gef�ngnisstrafe von 7 Tagen (Probezeit 2 Jahre) sowie zu einer Busse von Fr. 4'000.--, bei Nichtbezahlung umwandelbar in Haft. Eine hiegegen von A.________ gef�hrte Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 18. Dezember 2000 ab.
C.- A.________ f�hrt sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde.
Mit staatsrechtlicher Beschwerde beantragt er die Aufhebung des angefochtenen Urteils und R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz. Mit Nichtigkeitsbeschwerde beantragt er, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Sache zur Verurteilung zu einer angemessenen Busse an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.- a) Der Beschwerdef�hrer macht Willk�r, eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" sowie eine Verletzung seines Anspruches auf rechtliches Geh�r geltend.
Die vom Obergericht angestellte Berechnung der Geschwindigkeit ab Beginn der Messung bis zu der dem Ende des Messfensters am n�chsten liegenden Marke sei nicht tauglich, die Funktionst�chtigkeit des Messger�tes zu belegen.
Mit der Berechnung der Vorinstanz werde das arithmetische Mittel errechnet. Die zwangsl�ufig bestehenden Progressionen und Degressionen bedingten aber, dass eine durchschnittliche Geschwindigkeit nur mit dem geometrischen Mittel errechnet werden k�nne. Eine solche Berechnung sei aufgrund der vorliegenden Messdaten aber nicht m�glich.
Das Obergericht habe also mit einer untauglichen Methode zu belegen versucht, dass das Messresultat zutreffe. Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer, dass das Obergericht auf seine Ausf�hrungen, weshalb das Messresultat nicht richtig sein k�nne, �berhaupt nicht eingegangen sei. Damit habe es die ihn entlastenden Momente nicht ber�cksichtigt, womit die Beweisw�rdigung willk�rlich erfolgt sei. Im Weiteren beanstandet der Beschwerdef�hrer, dass die Vorinstanz auf seinen Antrag, eventuell ein Gutachten bez�glich Funktionst�chtigkeit des Messger�ts erstellen zu lassen, nicht eingetreten sei. Damit habe es seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt.
b/aa) Das Obergericht gelangt zum Schluss, das Bezirksgericht habe bei der Feststellung des Sachverhalts bez�glich des �berschreitens der signalisierten H�chstgeschwindigkeit zu Recht auf die Berechnungen der Polizei bzw. des von dieser verwendeten Rechners abgestellt und eine Geschwindigkeits�berschreitung von 41 km/h angenommen.
Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringe, sei nicht nachvollziehbar und in keiner Weise geeignet, an der vom Rechner vorgenommenen Berechnung eines Messfensters von 1'010 Metern L�nge innerhalb der gesamten Messstrecke irgendwelche Zweifel zu erwecken. Aus dem Messstreifen ergebe sich, dass das Messfenster von 1'010 Metern L�nge auf der Messstrecke 0 bis A ab Distanz 0 Meter berechnet worden sei. Die in diesem Messfenster bis zum (nicht ausgedruckten) Messpunkt von 1'010 Metern errechnete Geschwindigkeits�berschreitung von 41 km/h werde best�tigt durch die Berechnung der Geschwindigkeit ab Beginn der Messung bis zur dem Ende des Messfensters bei 1'010 Metern am n�chsten liegenden Marke von 1'024 Metern. Der Beweisantrag auf Erstellung eines Gutachtens betreffend Tauglichkeit des Messger�tes resp. betreffend m�gliche Ursachen f�r die Abweichungen sei daher unbegr�ndet und nutzlos. Die Abn�tzung der Reifenprofile sowie kleinere Abstands�nderungen zwischen dem kontrollierten Fahrzeug und dem die Messung durchf�hrenden Auto w�rden durch die Sicherheitsmarge von 8 % aufgefangen. Es sei daher von einer relevanten Geschwindigkeits�berschreitung von 41 km/h und somit von einer groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG auszugehen.
Die Messstrecke bei der Nachfahrmessung habe 1'266 Meter betragen. Der Abstand zwischen dem Patrouillenfahrzeug der Polizei und dem kontrollierten Fahrzeug sei w�hrend der ganzen Messung ungef�hr gleich gross gewesen.
Gewisse kleine Schwankungen seien nicht vermeidbar, da der Beschwerdef�hrer nicht in gleichbleibendem Tempo gefahren sei, sondern sowohl beschleunigt wie auch wieder verlangsamt habe. Das eingesetzte Messger�t sei vorschriftsgem�ss geeicht und gewartet gewesen. Der Multagraf berechne nach dem manuellen Ende der Aufzeichnung automatisch die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit w�hrend einer bestimmten vorgeschriebenen Mindest-Messstrecke und substrahiere die entsprechende Toleranz. Bei konstantem Abstand zwischen dem voraus- und dem nachfahrenden Fahrzeug ergebe sich die gefahrene Geschwindigkeit aus dem Mittelwert der gemessenen Geschwindigkeit �ber die gesamte Strecke, wobei vom aufgezeichneten Messresultat bei einer Messstrecke von zwischen 1'000 und 2'000 Metern ein Abzug von 8 % gemacht werde. Der Tachograf sei um 21.21.25 Uhr ein- und nach 1'266 Metern um 21.21.56 Uhr, also nach 31 Sekunden wieder ausgeschaltet worden. Das Ger�t habe anschliessend auf eine Messdistanz von 1'010 Metern eine Spitzengeschwindigkeit von 165 km/h und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 154 km/h berechnet, wobei nach Abzug der Toleranz eine strafbare Geschwindigkeits�berschreitung von 41 km/h verblieben sei. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers erfolge die auf dem Messstreifen festgehaltene Messung nicht auf der ganzen aufgezeichneten Strecke von 1'266 Meter, sondern lediglich auf den innerhalb dieser Strecke schnellsten 1'010 Metern.
Diese Strecke m�sse nicht zwingend beim Messpunkt 0 beginnen oder beim Punkt 1'266 enden, sondern k�nne irgendwo dazwischen liegen. Aufgrund des konkreten Messstreifens werde die relevante Messstrecke eher am Anfang liegen, da der Beschwerdef�hrer in diesem Bereich zwischen maximal 165 km/h und minimal 143 km/h gefahren sei. W�hrend der ersten 500 Metern sei er zwischen 165 km/h und 155 km/h, durchschnittlich also 160 km/h gefahren, auf den zweiten 500 Metern habe seine Geschwindigkeit zwischen 155 km/h und 143 km/h, durchschnittlich mithin 149 km/h betragen.
2.- Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen).
Soweit der Beschwerdef�hrer in seiner Beschwerde auf seinen im erstinstanzlichen Verfahren eingereichten schriftlichen Parteivortrag und die Berufungsschrift verweist (Beschwerde S. 9), ist er nicht zu h�ren. Die Begr�ndung muss in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein (BGE 115 Ia 27 E. 4a, S. 30; K�lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl. , Bern 1994, S. 364).
Mangels gen�gender Begr�ndung ebenfalls nicht eingetreten werden kann auf die Beschwerde insoweit, als der Beschwerdef�hrer geltend macht, die am Tag der Nachfahrmessung geltende Geschwindigkeitsbeschr�nkung sei ungerechtfertigt gewesen.
3.- Gem�ss dem in Art. 32 Abs. 1 BV und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Grundsatz "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. Als Beweislastregel bedeutet die Maxime, dass es Sache der Anklagebeh�rde ist, die Schuld des Angeklagten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss. Ob der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel verletzt ist, pr�ft das Bundesgericht mit freier Kognition. Als Beweisw�rdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Inwiefern dieser Grundsatz verletzt ist, pr�ft das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Willk�r, d.h. es greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an der Schuld des Angeklagten fortbestanden (zur Publikation bestimmter Entscheid des Kassationshofs vom 7.12.2000 i.S. W., E. 2; BGE 120 Ia 31 E. 2; 124 IV 86 E. 2a). Eine schlechterdings unhaltbare oder widerspr�chliche Beweisw�rdigung liegt vor, wenn die Beh�rde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tats�chlichen Situation im klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 10 E. 3a).
4.- a) Die Geschwindigkeitsmessung wurde im zu beurteilenden Fall mit einem in ein Fahrzeug der Kantonspolizei Aargau eingebauten Tachografen "Multagraf T21/107" vorgenommen. Gem�ss den gest�tzt auf Art. 133 VZV vom Eidgen�ssischen Departement f�r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erlassenen Technischen Weisungen �ber Geschwindigkeitskontrollen im Strassenverkehr vom 10.8.1998 unterliegen die Ger�te f�r amtliche Geschwindigkeitsmessungen der Typengenehmigung und der Zulassung durch das eidgen�ssische Amt f�r Messwesen (EAM; Ziff. 3.1).
Die Ger�te sind zudem nach den Vorschriften des EAM nacheichen zu lassen; das letzte Eichdatum (Monat und Jahr) muss auf einer am Ger�t angebrachten Kontrollmarke ersichtlich sein (Ziff. 3.3). Bei Nachfahrkontrollen durch mobile Geschwindigkeitsmessger�te, d.h. bei der Ermittlung der Geschwindigkeit eines vorausfahrenden Fahrzeugs durch einen Geschwindigkeitsvergleich mit einem nachfolgenden Fahrzeug, ist Voraussetzung f�r deren Beweiskraft eine gen�gend lange Messstrecke, ein gleichbleibender, nicht zu grosser Abstand des nachfolgenden zum vorausfahrenden Fahrzeug und die Verwendung eines justierten Messaparates, der die eigene Geschwindigkeit beweiskr�ftig festh�lt (u.a. Videoaufzeichnung; Ziff. 7.1). Die Messapparate f�r Nachfahr-Geschwindigkeitskontrollen m�ssen zus�tzlich zur genannten Nachpr�fung gem�ss Ziff. 3.3 einmal j�hrlich auf ihre Anzeige- und Aufzeichnungsgenauigkeit hin �berpr�ft werden (Ziff. 7.2). Bei Messstrecken von mindestens 1000 Metern ist eine Sicherheitsmarge von 8 % in Abzug zu bringen (Ziff. 7.3).
b) Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, bei der Geschwindigkeitsmessung seien Bestimmungen der technischen Weisungen des UVEK missachtet worden oder das Ger�t sei nicht vorschriftsgem�ss gewartet oder geeicht gewesen.
Er beschr�nkt sich ausschliesslich darauf, das vom Messger�t errechnete Resultat in Zweifel zu ziehen. Was der Beschwerdef�hrer gegen dieses Messergebnis einwendet, ist jedoch nicht geeignet, Willk�r zu begr�nden. Insbesondere bestehen keine Anhaltspunkte daf�r, dass das Ger�t kein verl�ssliches Ergebnis errechnet h�tte. Insofern kann ohne weiteres auf die zutreffenden Erw�gungen im erstinstanzlichen Urteil verwiesen werden. Ob die Messstrecke beim Punkt 0 angefangen hat oder nicht, kann dabei offenbleiben.
Im Grunde dienen die vom Beschwerdef�hrer angefochtenen Berechnungen der kantonalen Instanzen lediglich einer Plausibilit�tskontrolle. Massgeblich f�r die Geschwindigkeitsmessung im vorliegenden Fall ist aber in erster Linie, dass die Messung mit einem den technischen Weisungen entsprechenden, korrekt abgenommenen und gewarteten Ger�t vorgenommen wurde. Dies ist hier unbestrittenermassen der Fall. Unter diesen Umst�nden besteht grunds�tzlich kein Anlass, am errechneten Resultat zu zweifeln.
Dies jedenfalls so lange nicht, als der Beschwerdef�hrer nicht anhand konkreter Nachweise ein unrichtiges Funktionieren des Ger�ts zu belegen vermag. Hief�r gen�gen aber weder der unbegr�ndete Hinweis auf die Notwendigkeit der Geschwindigkeitsberechnung mit dem geometrischen Mittel noch der Umstand, dass dem Beschwerdef�hrer der errechnete Wert nicht einleuchtet. Im �brigen ergibt sich aus den Erw�gungen der kantonalen Instanzen in klarer Weise, dass sie auf die Vorbringen des Beschwerdef�hrers eingegangen sind. Dass die Beweisw�rdigung unter Ausklammerung der f�r ihn entlastenden Momente und mithin unter Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" erfolgt sein soll, trifft somit nicht zu. Damit ist auch eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r nicht ersichtlich. Dasselbe gilt hinsichtlich der Abweisung der beantragten Einholung eines Gutachtens �ber die Funktionst�chtigkeit des Messger�ts. Aus den obstehenden Ausf�hrungen ergibt sich, dass die Vorinstanz diesen Beweisantrag ohne weiteres in willk�rfreier antizipierter Beweisw�rdigung ablehnen durfte (vgl. BGE 124 I 208 E. 4a mit Hinweisen). Die Beschwerde erweist sich somit als unbegr�ndet.
5.- a) Der Beschwerdef�hrer wendet sich im Rahmen der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde gegen die Strafzumessung.
Die Beurteilung seines Verschuldens orientiere sich nicht nur an den nachgewiesenen Tatmerkmalen, sondern st�tze sich auch auf reine Vermutungen, f�r welche Sachverhalt und Akten keinerlei Grundlagen b�ten. Dies gelte namentlich f�r die Annahme, er habe nur deshalb auf die rechte Fahrbahn gewechselt, weil er vermutlich habe �berholen wollen. In die Strafzumessung seien daher Aspekte miteinbezogen worden, welche f�r das Verfahren insgesamt und f�r die Strafzumessung insbesondere nicht rechtserheblich seien. Bei der W�rdigung des Verschuldens sei ferner zu ber�cksichtigen, dass nicht er alleine die fragliche Verkehrsgef�hrdung verursacht habe, sondern ebenso auch der w�hrend langer Zeit vorausfahrende Automobilist, welcher unn�tigerweise lang die linke Fahrspur blockiert habe. Es sei daher von einem nicht allzu schweren Verschulden auszugehen. Zudem sei angesichts seiner jahrzehntelangen Fahrpraxis seinem Vorleben und seiner automobilistischen Erfahrung gegen�ber spezialpr�ventiven Gesichtspunkten gr�sseres Gewicht beizumessen. Er sei seit 1962 im Besitz des F�hrerausweises und habe in dieser Zeit insbesondere wegen gesch�ftlicher Beziehungen mit dem Ausland �ber 3 Mio. Kilometer unfallfrei zur�ckgelegt.
Sein automobilistischer Leumund sei bei einer sehr langen und �berdurchschnittlich intensiven Fahrleistung einwandfrei.
Dasselbe gelte f�r seinen Leumund ausserhalb des Strassenverkehrsrechts. Angesichts dieser Umst�nde sei eine Strafe von 7 Tagen Gef�ngnis und einer Busse von Fr. 4'000.-- unvertretbar streng. Unabh�ngig davon erscheine die Praxis der Aargauer Gerichte, nach welcher bei Geschwindigkeits�berschreitungen von mehr als 40 km/h auf der Autobahn eine Freiheitsstrafe auszuf�llen sei, im Vergleich mit anderen Kantonen als zu hart. Mit dieser Praxis liege der Kanton Aargau weit �ber dem, was in der Schweiz als �blich bezeichnet werden k�nne.
b) Das Bezirksgericht Lenzburg, auf dessen Ausf�hrungen die Vorinstanz f�r die Strafzumessung verweist, nimmt an, der Beschwerdef�hrer habe den von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung festgesetzten Grenzwert f�r eine grobe Verkehrsregelverletzung gem�ss Art. 90 Ziff. 2 SVG deutlich �berschritten. Der Geschwindigkeits�berschreitung komme bei der Strafzumessung zwar keine vorrangige Bedeutung zu, eine erhebliche �berschreitung sei jedoch innerhalb des Strafrahmens straferh�hend zu ber�cksichtigen.
Durch das nahe Aufschliessen auf die vorausfahrenden Fahrzeuge h�tte der Beschwerdef�hrer angesichts der hohen Geschwindigkeit niemals rechtzeitig bremsen und einen Unfall verhindern k�nnen. Das nahe Aufschliessen sei denn auch h�ufig die Ursache von Massenkarambolagen, in denen eine Vielzahl von Automobilisten verwickelt seien. Damit habe der Beschwerdef�hrer die Gesundheit vieler Menschen in hohem Masse aufs Spiel gesetzt. Der Beschwerdef�hrer habe zudem gem�ss seinen eigenen Aussagen nicht unter Zeitdruck gestanden. Sein Verschulden wiege daher schwer. Das Bezirksgericht nimmt ferner an, die pers�nlichen Verh�ltnisse zum Zeitpunkt der Tat g�ben weder zur Straferh�hung noch zu einer Strafminderung Anlass. Die Vorinstanz f�hrt erg�nzend aus, aus dem Vergleich mit Richtlinien anderer Kantone f�r die Strafzumessung und aus dem Vergleich mit anderen Urteilen, von denen der zugrundeliegende genaue Sachverhalt nicht bekannt sei, verm�ge der Beschwerdef�hrer nichts f�r sich abzuleiten. Ferner habe er seine Taten zwar sofort zugestanden, diese aber verharmlost und insoweit eine gewisse Uneinsichtigkeit an den Tag gelegt. Angesichts des Verschuldens, der pers�nlichen Verh�ltnisse, insbesondere der festgestellten Verm�gens- und Einkommensverh�ltnisse, erweise sich die ausgesprochene Strafe als angemessen.
6.- a) Gem�ss Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt dabei die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen. Der Sachrichter hat im Urteil die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und T�terkomponenten so zu er�rtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgebenden Gesichtspunkte ber�cksichtigt und wie sie gewichtet wurden. Der Sachrichter muss die �berlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe angestellt hat, in seinem Urteil in den Grundz�gen darstellen und die Strafzumessung so gut wie m�glich nachvollziehbar machen. Bei der Gewichtung der zu beachtenden Komponenten steht ihm indes ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift in dieses auf Nichtigkeitsbeschwerde hin nur ein, wenn das kantonale Gericht den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn es von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder wenn es wesentliche Komponenten ausser Acht gelassen bzw. falsch gewichtet hat oder wenn die Strafe in einem Masse unverh�ltnism�ssig streng bzw. mild erscheint, dass von einer �berschreitung oder einem Missbrauch des Ermessens gesprochen werden muss (BGE 124 IV 286 E. 4a; 123 IV 49 E. 2a; 122 IV 241 E. 1a je mit Hinweisen).
b) Die kantonalen Instanzen haben sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander gesetzt und s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend gew�rdigt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers erweist sich die Begr�ndung der Strafzumessung nicht als unzureichend und erscheint die ausgesprochene Strafe ohne weiteres als nachvollziehbar.
Dass die Vorinstanz sich von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Aspekte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich.
Unbegr�ndet ist die Beschwerde namentlich, soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, die Vorinstanz habe bei der Bemessung des Verschuldens auch auf reine Vermutungen abgestellt. Die von ihm beanstandete Erw�gung, wonach er einmal auf die rechte Fahrbahn hin�bergewechselt sei, "vermutlich um zu �berholen", findet sich im Zusammenhang mit dem Nichteinhalten eines gen�genden Abstandes.
Die kantonalen Instanzen f�hren gegen den Einwand des Beschwerdef�hrers, er sei nicht aggressiv gefahren, aus, er sei w�hrend einer langen Strecke extrem nahe auf die vorausfahrenden Fahrzeuge aufgefahren, wobei der Abstand zum Teil keine f�nf Meter mehr betragen habe. Zudem habe er mehrmals mit dem Blinker Zeichen gegeben und sei einmal f�r ein �berholman�ver nach rechts ausgeschwenkt, um sofort wieder auf die �berholspur zur�ckzukehren. Dass die Vorinstanz dieses Fahrverhalten als aggressiv wertet, ist nicht zu beanstanden und stellt im Grunde auch der Beschwerdef�hrer nicht in Frage. Der von ihm kritisierten Deutung des Spurwechsels kommt im Rahmen seines gesamten aggressiven Verhaltens bei der Gewichtung des Verschuldens keine eigenst�ndige Bedeutung zu. Aus welchem Grund er auf die rechte Spur gewechselt ist, kann daher letztlich offenbleiben.
Unerfindlich ist sodann, inwiefern den Beschwerdef�hrer entlasten soll, dass der vorausfahrende Automobilist die Fahrspur blockiert habe. Selbst wenn der betreffende Fahrzeuglenker das Rechtsfahrgebot nicht beachtet h�tte, berechtigte dies den nachfolgenden Fahrzeugf�hrer nicht, ihn durch ein Aufschliessen bis auf f�nf Meter ernsthaft zu gef�hrden. Die Verantwortung f�r diese Gef�hrdung dem vorausfahrenden Automobilisten anlasten zu wollen, zeugt von einem seltsamen Verst�ndnis der Verkehrsregeln.
Ausreichend ber�cksichtigt hat die Vorinstanz schliesslich auch den unbescholtenen automoblistischen Leumund des Beschwerdef�hrers. Unbegr�ndet ist die Beschwerde zuletzt, soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, die Aargauer Praxis f�hre im Vergleich zur Rechtsprechung zu anderen Kantonen zu einer Ungleichbehandlung.
Zun�chst ist nach der Rechtsprechung gegen die Bemessung der Strafe nach Straftaxen grunds�tzlich nichts einzuwenden, solange diese jedenfalls nicht starr und schematisch angewendet werden und ihnen lediglich Richtlinienfunktion ohne Bindungswirkung zukommt. Dass im zu beurteilenden Fall ein abstrakter Einsatzstrafenkatalog schematisch angewendet worden ist, ist nicht ersichtlich und macht auch der Beschwerdef�hrer nicht geltend. Dass sich allenfalls Ungleichheiten in Bezug auf die Praxis anderer Kantone ergeben, ist darauf zur�ckzuf�hren, dass die Strafverfolgung grunds�tzlich, mit Ausnahme der Verfolgung der in Art. 340 StGB aufgef�hrten strafbaren Handlungen, den Kantonen obliegt (Art. 123 Abs. 3 BV, Art. 343 StGB). Dies bringt das Risiko mit sich, dass sich in den Kantonen hinsichtlich der Beurteilung derselben Delikte im Rahmen der Strafzumessung unterschiedliche kantonale Praxen entwickeln.
Der Grundsatz der Gleichbehandlung erlangt daher auf interkantonaler Ebene nur beschr�nkte Bedeutung (BGE 124 IV 44 E. 2c). Im �brigen f�hren auch der Grundsatz der Individualisierung und der dem Sachrichter vom Gesetz bei der Strafzumessung einger�umte weite Ermessensspielraum notwendigerweise zu einer gewissen Ungleichheit. Die aus diesen Umst�nden resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht f�r sich allein nicht aus, um auf einen Missbrauch des Ermessens zu schliessen. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, f�r eine peinlich genaue �bereinstimmung einzelner Strafmasse zu sorgen, weshalb auch offen bleiben kann, ob die vom Beschwerdef�hrer zum Vergleich herangezogene Urteilspraxis anderer Kantone als zu milde zu bezeichnen ist. Es hat lediglich f�r eine korrekte Anwendung von Bundesrecht besorgt zu sein (BGE 123 IV 150 E. 2a mit Hinweisen). Insgesamt sind die Erw�gungen der Vorinstanz ohne weiteres nachvollziehbar und die daraus gezogenen Schl�sse einleuchtend. Jedenfalls hat die Vorinstanz mit ihrer Strafzumessung ihr Ermessen nicht �berschritten.
7.- Aus diesen Gr�nden sind die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann, und die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten (Art. 156 Abs. 1 OG, 278 Abs. 1 BStP).
3.- Die Gerichtsgeb�hr von insgesamt Fr. 4'000.-- wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
4.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht (3. Strafkammer) des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.