Source: http://news.lindeonline.at/categories/4-PV-Info/P2.html
Timestamp: 2018-05-22 19:52:47
Document Index: 317655139

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 68', '§ 201', '§ 303', '§ 303']

Für nicht verbrauchten Urlaub aus vorangegangenen Urlaubsjahren gebührt auch bei einem unberechtigten vorzeitigen Austritt des Dienstnehmers anstelle des noch ausständigen Urlaubsentgelts eine Urlaubsersatzleistung in vollem Ausmaß des noch ausständigen Urlaubsentgeltes, soweit der Urlaubsanspruch noch nicht verjährt ist (§ 10 Abs 3 UrlG). Die Verlängerungstage sind wie bei der Urlaubsersatzleistung eines laufenden Urlaubsjahres zu berechnen. Im Gegensatz dazu gebührt aber bei einem unberechtigten vorzeitigen Austritt für das laufende Urlaubsjahr keine Urlaubsersatzleistung (§ 10 Abs 2 UrlG). Hat der Dienstnehmer bei Beendigung des Dienstverhältnisses bereits mehr Urlaub in Anspruch genommen, als ihm aliquot zusteht, hat nur bei unberechtigtem vorzeitigen Austritt oder verschuldeter Entlassung eine Rückerstattung des Urlaubsentgelts zu erfolgen. Der Erstattungsbetrag hat dem für den zu viel verbrauchten Urlaub zum Zeitpunkt des Urlaubsverbrauchs erhaltenen Urlaubsentgelt zu entsprechen (§ 10 Abs 1 UrlG) (Quelle: Gerhard Trimmel in NÖDIS Nr 4/März 2018).
Vorlagefrist Beitragsnachweisungen für Februar 2018:
– für Beitragskonten mit SEPA-Lastschrift-Mandat: 12. 3. 2018;
– für Beitragskonten ohne SEPA-Lastschrift-Mandat: 15. 3. 2018.
(M. K.) – Im Rahmen einer GPLA stellte das Finanzamt im vorliegenden Fall fest, dass einigen Arbeitnehmern Beträge ausbezahlt worden sind, welche zu Unrecht als nach § 68 Abs 1 EStG steuerfreie Erschwerniszulagen behandelt wurden. Im Unterbleiben der Besteuerung solcher dem Finanzamt unbekannter Beträge anlässlich der Selbstberechnung der Lohnsteuer kann keine Offenlegung des maßgeblichen Sachverhalts erblickt werden. Bei Selbstberechnungsabgaben kann daher eine Festsetzung durch die Abgabenbehörde nicht nur gemäß § 201 Abs 2 Z 1 BAO innerhalb eines Jahres ab Bekanntgabe des selbst berechneten Betrags erfolgen, sondern auch eine Wiederaufnahme nach § 303 Abs 1 lit b BAO in Betracht kommen, wenn Tatsachen oder Beweismittel im Zeitpunkt der Bescheiderlassung bereits existieren, aber erst danach hervorgekommen sind. Im Falle selbst berechneter Abgaben ist in sinngemäßer Anwendung des § 303 BAO auf den Zeitpunkt der Bekanntgabe des selbst berechneten Betrags abzustellen. Bei Entscheidungen über ein Rechtsmittel gegen die amtswegige Wiederaufnahme durch ein Finanzamt ist es Aufgabe des BFG, zu prüfen, ob dieses Verfahren aus den vom Finanzamt gebrauchten Gründen wieder aufgenommen werden darf, nicht jedoch, ob die Wiederaufnahme auch aus anderen Wiederaufnahmegründen zulässig gewesen wäre (VwGH 18. 12. 2017, Ra 2017/15/0063).
Österreichs Unternehmen haben laut Statistik Austria im Jahresdurchschnitt 2017 97.400 offene Stellen ausgeschrieben, von denen 56,6 % auch dem AMS gemeldet wurden. Im Vergleich zum Vorjahr (72.800 offene Stellen) entspricht das einem Zuwachs um 33,8 %. Die Offene-Stellen-Quote (bezogen auf die unselbständig Erwerbstätigen) erhöhte sich im Jahresabstand von 1,9 % auf 2,4 %. Die meisten offenen Stellen bezogen sich im Jahresdurchschnitt 2017 auf Dienstleistungsberufe bzw Berufe im Verkauf (23,6 %), Techniker (18,5 %) sowie Handwerks- und damit verwandte Berufe (17,8 %). Bei rund 40 % war aus Sicht der Unternehmen keine schulische Mindestqualifikation erforderlich, bei 30 % wurden Personen mit Lehrabschluss gesucht. Bei 11,4 % war eine Matura, bei rund 9 % eine darüber hinausgehende Qualifikation erwünscht. Beinahe 80 % aller offenen Stellen waren als Vollzeitstellen ausgeschrieben, 3,3 % bezogen sich auf eine geringfügige Beschäftigung. 8,4 % aller offenen Stellen wurden saisonal begrenzt ausgeschrieben. Etwa die Hälfte aller offenen Stellen wurde innerhalb von drei Monaten besetzt; rund ein Fünftel (21,4 %) stand dauerhaft dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das voraussichtliche monatliche Bruttoeinkommen lag bei 16 % der offenen Stellen bei weniger als 1.000 Euro. Weitere 28 % der offenen Stellen waren mit unter 1.700 Euro dotiert, nur knapp 19 % boten eine monatliche Bruttoentlohnung von mehr als 2.400 Euro.