Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20StR%20446/00
Timestamp: 2013-05-25 23:38:36
Document Index: 383136243

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Rechtsprechung: 3 StR 446/00
Rechtsprechung BGH, 14.03.2001 - 3 StR 446/00 Volltextver�ffentlichungen (6)
� 264 StPO; � 30a Abs. 2 Nr. 2 BtMGProzessualer Tatbegriff; Bewaffnetes Handeltreiben mit Bet�ubungsmitteln in nicht geringer Menge
BtMG � 30 a Abs. 2 Nr. 2; StPO � 264, � 265
StPO � 264 Abs. 1Prozessualer Tatbegriff
NStZ 2001, 440 (Ls.)
Wird zitiert von ... (5) BGH, 24.11.2004 - 5 StR 206/04 Einheitliche Tat bei der Umsatzsteuerhinterziehung (Umsatzsteuervoranmeldungen …Danach gilt hier folgendes: Mehrere im Sinne von � 53 StGB sachlichrechtlich selbst�ndige Handlungen bilden nur dann eine einheitliche prozessuale Tat im Sinne von � 264 StPO, wenn die einzelnen Handlungen nicht nur �u�erlich ineinander �bergehen, sondern wegen der ihnen zugrundeliegenden Vorkommnisse unter Ber�cksichtigung ihrer strafrechtlichen Bedeutung auch innerlich derart miteinander verkn�pft sind, da� der Unrechts- und Schuldgehalt der einen Handlung nicht ohne die Umst�nde, die zu der anderen Handlung gef�hrt haben, richtig gew�rdigt werden kann und ihre getrennte W�rdigung und Aburteilung als unnat�rliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorgangs empfunden wird (st. Rspr.; vgl. nur BGHSt 13, 21, 25 f.; 23, 141, 146 f.; 23, 270, 273; 24, 185, 186; 29, 288; BGH NStZ 2001, 440).
BGH, 26.09.2002 - 1 StR 233/02 Tat im prozessualen Sinne (Anklageumfang; Tateinheit; Tatmehrheit; zeitliches …Somit umfasst der Lebensvorgang, aus dem die zugelassene Anklage einen strafrechtlichen Vorwurf herleitet, alle damit zusammenh�ngenden und darauf bez�glichen Vorkommnisse, auch wenn diese Umst�nde in der Anklageschrift nicht ausdr�cklich erw�hnt sind (BGH NStZ 1992, 451; NStZ 2001, 440).Somit umfa�t der Lebensvorgang, aus dem die zugelassene Anklage einen strafrechtlichen Vorwurf herleitet, alle damit zusammenh�ngenden und darauf bez�glichen Vorkommnisse, auch wenn diese Umst�nde in der Anklageschrift nicht ausdr�cklich erw�hnt sind (BGH NStZ 1992, 451; NStZ 1995, 46; NStZ-RR 1996, 98; NStZ 1997, 127; NStZ 1997, 446; NStZ 2000, 208; NStZ 2001, 440).
BGH, 22.05.2003 - 5 StR 520/02 Steuerhinterziehung (Steuerverk�rzungsabsicht; Geltendmachung von Vorsteuer aus …Der aufgrund der Anklage zur Aburteilung gestellte Lebenssachverhalt enth�lt alle damit zusammenh�ngenden und darauf bezogenen Vorkommnisse, auch wenn diese in der Anklageschrift nicht ausdr�cklich erw�hnt sind (BGHSt 29, 288, 292 f.; NStZ 2001, 440).
BGH, 07.02.2012 - 1 StR 542/11 Begriff der Tat im prozessualen Sinne (Kognitionspflicht des Gerichts; ne bis in …Entscheidend ist, ob zwischen den in Betracht kommenden Verhaltensweisen - unter Ber�cksichtigung ihrer strafrechtlichen Bedeutung - ein enger sachlicher Zusammenhang besteht; selbst zeitliches Zusammentreffen der einzelnen Handlungen ist weder erforderlich noch ausreichend (vgl. zu allem BGH…, Urteil vom 17. M�rz 1992 - 1 StR 5/92 -, BGHR StPO � 264 I Tatidentit�t 21; BGH…, Urteil vom 23. September 1999 - 4 StR 700/98 -, BGHSt 45, 211, 212 f. = BGHR StPO � 264 I Tatidentit�t 30; BGH, Urteil vom 14. M�rz 2001 - 3 StR 446/00 -, BGHR StPO � 264 I Tatidentit�t 32; BGH…, Urteil vom 9. August 2011 - 1 StR 194/11 - Rn. 16 f.; BGH…, Urteil vom 24. Januar 2012 - 1 StR 412/11 -, Rn. 13; BVerfG, Beschluss vom 28. August 2003 - 2 BvR 1012/01).Innerhalb derselben prozessualen Tat ist der Verfolgungswille der Staatsanwaltschaft grunds�tzlich unteilbar (vgl. BGH, Urteil vom 14. M�rz 2001 - 3 StR 446/00 -, BGHR StPO � 264 I Tatidentit�t 32).
BGH, 05.02.2002 - 3 StR 512/01 Strafzumessung (Notwehr; Strafsch�rfung wegen rechtm��igen Handelns)Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hat der Bundesgerichtshof dieses Urteil mit den Feststellungen aufgehoben und die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts zur�ckverwiesen, weil die angeklagte Tat nicht auch unter dem rechtlichen Gesichtspunkt des bewaffneten Handeltreibens mit Bet�ubungsmitteln (� 30 a Abs. 2 Nr. 2 BtMG.) gepr�ft worden war (vgl. BGHR StPO � 264 Abs. 1 Tatidentit�t 32).