Source: http://blog.burhoff.de/2010/07/ich-sage-es-ja-immer-revisionen-werden-in-der-instanz-gewonnen/
Timestamp: 2017-02-21 23:28:39
Document Index: 104457562

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 238', '§ 238', '§ 238', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Ich sage es ja immer: Revisionen werden in der Instanz gewonnen… – Burhoff online Blog
Ich sage es ja immer: Revisionen werden in der Instanz gewonnen…
zumindest aber dort vorbereitet, sonst wird es mit dem Ertfolg nichts.
Ein schönes Beispiel ist m.E. der Beschl. des BGH v. 27.04.2010 – 1 StR 155/10. Zumindest zwei der dort vom BGH angesprochenen vier Punkte gehen auf Versäumnisse in der Hauptverhandlung zurück. Einmal hat der Verteidiger die Beanstandung nach § 238 Abs. 2 StPO übersehen, die auch bei dem Streit um ein Auskunftsverweigerungsrecht gilt, und einmal war der Beweisantrag wohl nicht so schön formuliert. Na ja, ob es, wenn der Verteidiger das beachtet hätte, gereicht hätte,…
Revisionen der Staatsanwaltschaft – auch die werden verworfen Wie gewonnen, so zerronnen – die Auslagenerstattung in der Revision Aufmucken in der Hauptverhandlung – lieber einmal mehr… Die Krux mit § 238 Abs. 2 StPO – oder: Wird er übersehen, tritt irreparabler Schaden ein Abgelegt unter Entscheidung, Hauptverhandlung, Rechtsmittelverfahren, StPO.
Schlagwörter: § 238 StPO, Beanstandung, Beweisantrag, BGH, Formulierung, Hauptverhandlung, Revision, Vorbereitung.
Von Detlef Burhoff	– 5. Juli 2010
Gerd schreibt:	Mein Eindruck ist, daß der BGH die Anforderungen an Verfahrensrügen zwar immer höher schraubt, die sich hieraus zwangsläufig ergebenden zahlreichen Anträge der Verteidigung und den Umfang der Revisionsbegründungen jedoch zunehmend genervt zur Kenntnis nimmt. Der Verteidiger, der den Dingen seinen Lauf läßt, wird darauf verwiesen, in der Instanz und der Revisionsbegründung nicht genügend vorgetragen zu haben; wer überall „Einspruch“ erhebt, Anträge stellt und den ganzen Kram auch noch so ausführlich wie nach der BGH-Rechtsprechung erforderlich in der Revisionsbegründung vorgeträgt, muß sich zwischen den Zeilen oder manchmal auch ausdrücklich sagen lassen, er verschleppe das Verfahren. Schlimmstenfalls attestiert der BGH der Verteidigung, daß alle ihre Mühen leider immer noch nicht ausreichend waren, um die hohen formellen Hürden zu überwinden.
Die Geister, die der BGH mit der Widerspruchslösung und den hohen Anforderungen an die Verfahrensrüge rief, wird er nun nicht mehr los. Oder nur um den Preis der eigenen Unglaubwürdigkeit.
Detlef Burhoff schreibt:	ich widerspreche Ihnen nicht, das sind z.T. in der Tat die Geister, die man rief 🙂
5. Juli 2010, 16:14
n.n. schreibt:	aber ganz auf der höhe der rechtsprechung scheint die verteidigung in diesem fall ja wirklich nicht gewesen zu sein. weder in der instanz, noch in der revision. und gerade in kapitalsachen ist das schon mehr als nur peinlich. 🙁
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[…] wäre ich – glaube ich – auch getappt, oder: Hätten Sie es gewusst?n.n. bei Ich sage es ja immer: Revisionen werden in der Instanz gewonnen….Detlef Burhoff bei Und Münster kann doch feiernAlexandra Braun bei Und Münster kann doch […]
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