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Timestamp: 2017-12-17 16:00:39
Document Index: 175303543

Matched Legal Cases: ['§51', '§63', '§ 48', '§63', '§49', '§48', 'BGH', '§48']

Zitate Urheberrecht (Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht) - frag-einen-anwalt.de
05.09.2007 22:55 |
Ich möchte ein Buch schreiben und verwende in jedem Kapitel mehrere Zitate von berühmten Persönlichkeiten.
Nun würde mich interessieren, ob es rechtlich einwandfrei ist, wenn ich folgendes (fiktives)Zitat so in meinem Buch aufführe:
"Denke daran: Das Leben ist ungerecht, aber nicht immer zu deinen Ungunsten" Henry Miller
oder muss ich auch die Quelle nennen, aus der ich dieses Zitat habe?
Apropos Quellenangaben: Kann ich ein Buch schreiben (Sachbuch) ohne Litaratur-und Quellenangaben zu machen?
sofern Sie - wie in Ihrem Beispiel - kurze wörtliche Zitate aus modernen Arbeiten verwenden, muss die genaue Quelle/Fundstelle angegeben werden. Dies bedeutet unter anderem, dass bei einem zitierten Buch auch die Seitenzahl anzugeben ist.
wörtliche Zitate sind immer so zu belegen:
Nachname, Name, Buchname, ggf. Erscheinungsdatum/Verlag, Seitenzahl.
Unter bestimmten Voraussetzung ist eine Verwendung fremder Zitate ohne Einholung der Zustimmung des Urhebers möglich, es gilt §51 UrhG. Diese sind jedoch, wie bereits erläutert, nach §63 UrhG genau zu kennzeichnen.
Ich würde daher so schreiben: Wie sagte schon Henry Miller in seinem Werk .... "..." (Fußnote S. xy, erschienen beim xh Verlag aus dem Jahr 2000). Das wäre dann nicht so steif wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit und alles vorhanden.
Nachfrage vom Fragesteller	06.09.2007 | 17:20
Ich habe das Material für mein Buch überwiegend aus Zeitungsartikeln und Internet-Homepages zusammengetragen. Gibt es bei den von mir gesammtelten Zeitungsartikeln (ganz überwiegend Interviews in Tages-Wochen-und Monatsschriften berühmter Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben ) eine Ausnahme nach § 48 und $ 49 UrhG, die es mir erlauben, auf diese Artikel zurückzugreifen, ohne das Urheberrecht beachten zu müssen ?
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2007 | 21:42
Nein, die Quellenangabe nach §63 UrhG ist stets zu beachten, auch wenn durch §49 (§48 dürfte bei Ihnen nicht greifen), die Pressefreiheit gewährleistet werden soll, so ist doch stets zu beachten, dass die Rechtsprechung, insbesondere OLG Hamburg, BGH u.a. die §§48f stets als Ausnahme sehen und die Schranken daher nur begrenzt sieht. Zudem ist auch strittig, ab wann der Journalist bereits Ansprüche als Urheber hat.
Um Schwierigkeiten zu vermeiden geben sie bitte die Quelle an - die meisten Artikel sind ohnehin auch gesondert gekennzeichnet (Auszüge/Vervielfältigungen verboten....)
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