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Timestamp: 2018-03-19 06:51:31
Document Index: 15400735

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Beitritt zur Publikumspersonengesellschaft – und die Gesellschafterpflichten | Rechtslupe
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Die Gesamtregelung ist unter anderem deshalb unklar, weil nach § 12 Abs. 4 Satz 1 GV nicht jede Liquiditätsausschüttung ein Darlehen sein soll, sondern nur bzw. auch ein Darlehen sein kann, und als einzige im Gesellschaftsvertrag geregelte Voraussetzung, wann Liquiditätsausschüttungen Darlehen an die Gesellschafter sein sollen, in § 12 Nr. 4 Abs. 2 Satz 3 GV bestimmt ist: “solange Verlustsonderkonten bestehen”. Das im Gesellschaftsvertrag dargestellte Kontensystem der Klägerin sieht jedoch keine mit Verlustsonderkonten bezeichneten Gesellschafterkonten vor. An diesem Befund ändert sich nichts dadurch, dass auf dem nach dem im Gesellschaftsvertrag beschriebenen Kontensystem der Gesellschaft einzurichtenden Ergebnissonderkonto auch Verluste gebucht werden sollen. Aus dieser Zweckbestimmung des Ergebnissonderkontos kann entgegen der Auffassung der Revision ein verständiger Publikumspersonengesellschafter nicht ohne weiteres erkennen, dass, wie die Klägerin behauptet, mit dem in § 12 Nr. 4 Abs. 2 Satz 3 GV genannten Verlustsonderkonto das in § 15 Nr. 2 c)) geregelte Ergebnissonderkonto gemeint sein soll. Zweifel hieran werden neben der Benennung des Kontos dadurch begründet, dass nach der gesellschaftsvertraglichen Regelung Gewinne ebenfalls auf dem Ergebnissonderkonto gutgebracht werden sollen.
vgl. BGH, Urteil vom 12.03.2013 – II ZR 73/11, ZIP 2013, 1222 Rn. 8 ff.↩
vgl. BGH, Urteil vom 16.02.2016 – II ZR 348/14, ZIP 2016, 518 Rn. 15; Urteil vom 12.03.2013 – II ZR 73/11, ZIP 2013, 1222 Rn. 14↩
BGH, Beschluss vom 27.06.2016 – II ZR 63/15 9; Urteil vom 16.02.2016 – II ZR 348/14, ZIP 2016, 518 Rn. 15; vgl. bereits BGH, Urteil vom 30.04.1979 – II ZR 57/78, WM 1979, 672↩
vgl. OLG Köln, Urteil vom 03.11.2016 18 U 80/16 49↩
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