Source: https://wortreich-marketing.de/wie-du-dein-cookie-banner-rechtskonform-einsetzen-kannst/
Timestamp: 2020-04-04 05:59:40
Document Index: 36180023

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

von Alexandra Lüß | Nov 7, 2019 | Allgemeine Marketingtipps | 0 Kommentare
Am 1. Oktober 2019 hat der EuGH weitreichende Änderungen zum Umgang mit Cookie-Bannern auf Webseiten beschlossen. Was Du jetzt auf Deiner Webseite beachten musst.
Aktive Einwilligung statt einfacher Bestätigung
Am 1. Oktober 2019 hat der EuGH ein neues Gesetz zum Umgang mit Cookie-Bannern auf Webseiten auf den Weg gebracht. Hatten wir uns gerade an die ständig wegzuklickenden Cookie-Banner gewöhnt, werden die Richtlinien für das richtige Informieren der Banner durch das Urteil des EuGH deutlich verschärft.
Der Europäische Gerichtshof hat sich klar für ausdrücklich eingeholte Cookie-Einwilligungen ausgesprochen. Reichte bisher ein Hinweis wie: „Mit der Verwendung von Cookies bin ich einverstanden.“ und einem Hinweis auf die Datenschutzerklärung reicht Dir dieses Vorgehen jetzt nicht mehr aus. Deine Webseite kann sogar abgemahnt werden!
Doch was musst Du jetzt tun? Der EuGH sagt, dass Cookies erst nach einer ausdrücklichen und informierten Einwilligung auf den Geräten Deiner Seitenbesucher genutzt werden dürfen. Mithilfe verschiedenster Plugins kannst Du Dein Cookie-Banner anpassen und dem Seitenbesucher ein Auswahlfeld zur Verfügung stellen, mit dem er die Verwendung von Cookies selbst einstellen kann.
Ich verwende hier z.B. das Plugin GDPR Cookie Compliance und habe hiermit gute Erfahrungen gemacht. Das Plugin lässt sich einfach einstellen und läuft sehr zuverlässig.
Bei der Umsetzung des Gesetzes ist das EuGH der kommenden ePrivacy-Verordnung zuvorgekommen. Der Europäische Gerichtshof unterscheidet in seinem Urteil auch zwischen unbedingt notwendiger Cookies und Drittanbieter Cookies.
Notwendige Cookies und Drittanbieter-Cookies
Welche Cookies fallen aber unter die notwendigen Cookies? Leider findest Du hier keinen verbindlichen Katalog auf den Du Dich beziehen kannst. Folgende Cookies dürften jedoch unter die notwendigen Cookies für Deine Webseite fallenWarenkorb-Cookies eines E-Shops
Warenkorb-Cookies eines E-Shops
Login Status einer Community
Sprachauswahl auf einer internationalen Webseite
Cookies, die eine Cookie Einwilligung speichern
Das wohl bekannteste Drittanbieter-Cookie dürfte Google Analytics sein. Mit Google Analytics kannst Du das Besucherverhalten auf Deiner Webseite analysieren und auswerten. Bisher hat es gereicht, dass Du in Deinem Cookie-Banner einen Hinweis auf die Datenschutzerklärung platziert hast. Diese sollte auf jeden Fall einen Hinweis auf Google Analytics beinhalten und Du solltest Deinem Besucher die Möglichkeit bieten, dem Tracking durch Google zu wiedersprechen.
Dein Cookie Banner anpassen
Diese Vorgehensweise reicht dem EuGH seit Anfang Oktober nicht aus. Bereits in Deinem Cookie-Banner musst Du Deine Seitenbesucher darüber informieren, dass Du einen Dienst wie z.B. Google Analytics verwendest. Deine Besucher müssen sich im Banner aktiv für oder gegen das Tracking entscheiden können. GDPR Cookie Compliance bietet hier einfache Einstellmöglichkeiten. Weiterhin ermöglicht das Plugin, dass der Seitenbesucher auch nachträglich noch Änderungen an seinen Einstellungen vornehmen kann.
Bitte beachte, dass Du die Cookies nicht von vorne herein aktiviert hast. Diese Einstellung muss der Besucher selbst vornehmen können.
Welche Informationen musst Du Deinem Leser für seine Entscheidung zur Verfügung stellen?
Art- und Funktionsweise: Die Nutzer müssen wissen, welche Arten von Daten zu welchen Zwecken verarbeitet werden (z.B. die IP-Adressen, verhaltens- und interessenbezogene Angaben zu Zwecken von Onlinemarketing) Hierzu kannst Du umfängliche Angaben in Deiner Datenschutzerklärung vornehmen.
Lebensdauer von Cookies: Die Lebensdauer beträgt bei den meisten Marketingdiensten 24 Monate. Die genaue Lebensdauer Deiner Cookies solltest Du aber besser erfragen um die Informationen korrekt darstellen zu können.
Identität der Dienstleister, die die Cookies verarbeiten: Für Dich heißt das, dass Du die eingesetzten Dienstleister benennen musst.
Wichtig wäre auch, dass Du in Deinem Cookie Banner auf Deine Datenschutzerklärung, Dein Impressum und ggf. auf Deine Cookie-Richtlinie hinweist. Bitte beachte dieser Artikel fasst kurz die wichtigsten Merkmale der neuen Gesetzgebung zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung. Ich bin Marketingfachfrau und kein Juristin. Deshalb empfehle ich Dir das Gesetz selbst für Dich zu prüfen und die Einstellungen entsprechend für Dich umzusetzen.
Weitere Informationen findest Du unter den folgenen Links:
← Welche Plugins Du auf jeden Fall installieren solltest