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Timestamp: 2016-10-25 13:51:15
Document Index: 93541382

Matched Legal Cases: ['Art. 57', 'Art. 84', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 200', 'Art. 133', 'Art. 132', 'Art. 133', 'Art. 132', 'Art. 156', 'Art. 159', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 2', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 156']

4P.172/2004 (18.11.2004)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno H�fliger,
A.________ und B.________ heirateten am 16. Mai 1979. Der Ehe entsprossen zwei Kinder. Am 14. M�rz 1991 hob der Amtsgerichtspr�sident II von Luzern-Land im Rahmen eines Eheschutzverfahrens den gemeinsamen Haushalt der Eheleute A.________ und B.________ auf und regelte die Modalit�ten des Getrenntlebens.
Ende September 1991 reichte B.________ beim Amtsgericht Luzern-Land die Scheidungsklage ein. Gleichzeitig beantragte sie f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens vorsorgliche Massnahmen und die Anpassung des Eheschutzentscheides vom 14. M�rz 1991. Daraufhin traf der Amtsgerichtspr�sident II von Luzern-Land am 15. Mai 1992 einen Massnahmenentscheid, der an das Obergericht des Kantons Luzern weitergezogen wurde. Dieses regelte am 26. Oktober 1992 f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens die Unterhaltspflichten von A.________ gegen�ber seiner Ehegattin und den beiden ihr zugeteilten Kindern.
Gegen das Urteil des Amtsgerichts Luzern-Land reichten beide Parteien eine Appellationserkl�rung ein. A.________ beantragte, das Gericht m�ge die g�terrechtliche Auseinandersetzung gem�ss den appellantischen Ausf�hrungen vornehmen. Mit Schreiben vom 2. April 1997 forderte das Obergericht den Rechtsanwalt von A.________, Dr. C.________, auf, bis zum 17. April 1997 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- zu bezahlen. Dr. C.________ leitete die Zahlungsaufforderung unter Beilage des Einzahlungsscheins mit A-Post an A.________ weiter und ermahnte ihn in einem Begleitbrief, den Betrag termingerecht zu �berweisen, was dieser jedoch unterliess. Danach stellte Dr. C.________ am 6. Juni 1997 beim Obergericht ein Gesuch um Wiederherstellung der Kautionspflicht. Zur Begr�ndung f�hrte er an, sein Brief vom 7. April 1997 sei offenbar auf dem Postweg verloren gegangen, weshalb ein entschuldbares S�umnis vorliege. Am 8. Juli 1997 wies das Obergericht das Wiederherstellungsgesuch ab und schrieb die Appellation von A.________ als erledigt ab. Mit Entscheid vom 22. Januar 1999 genehmigte das Obergericht eine zwischenzeitlich getroffene Teilvereinbarung der Scheidungsparteien und wies im �brigen die Appellation von B.________ ab.
In der Folge machte A.________ geltend, er habe im Scheidungsverfahren einen Schaden erlitten, weil Rechtsanwalt Dr. C.________ bei seiner Mandatsf�hrung Sorgfaltspflichtverletzungen begangen habe. Dr. C.________ wies die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe zur�ck.
Mit Eingabe vom 22. Dezember 2000 erhob A.________ (nachstehend: Kl�ger) beim Kantonsgericht Glarus gegen Dr. C.________ (nachstehend: Beklagter) wegen unsorgf�ltiger Mandatsf�hrung eine Klage auf Leistung von Schadenersatz in der H�he von Fr. 189'721.25. Der Beklagte schloss auf Abweisung der Klage und erhob eventualiter im Umfang von Fr. 66'862.95 die Einwendung der Verrechnung mit seinem ausstehenden Honoraranspruch.
Das Kantonsgericht Glarus wies die Schadenersatzklage am 28. Februar 2002 ab, soweit es darauf eintrat. Gegen diesen Entscheid appellierte der Kl�ger an das Obergericht des Kantons Glarus. Dieses hiess die Appellation mit Urteil vom 7. Mai 2004 teilweise gut und erkannte, der Kl�ger habe gegen�ber dem Beklagten eine Schadenersatzforderung von Fr. 30'030.-- nebst Zins. Diese Forderung hielt das Obergericht durch Verrechnung mit dem ausstehenden Honoraranspruch des Kl�gers f�r getilgt. Die Pauschalgeb�hr f�r das erst- und zweitinstanzliche Verfahren von insgesamt Fr. 30'000.-- auferlegte das Obergericht zu 5/6 dem Kl�ger und zu 1/6 dem Beklagten und verpflichtete den Kl�ger, dem Beklagten eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 20'000.-- zu bezahlen.
Zur Begr�ndung f�hrte das Obergericht zusammengefasst an, dem Beklagten sei als Fehler anzulasten, dass er bez�glich des Urteils des Amtsgerichts Luzern-Land vom 14. Februar 1997 kein Ab�nderungsverfahren in die Wege leitete, um die Herabsetzung des Rentenanspruchs von B.________ auf "Scheidungsniveau" zu verlangen. Aus dieser Unterlassung sei dem Kl�ger ein Schaden von Fr. 18'250.-- entstanden. Zudem sei dem Beklagten anzulasten, dass er es unterlassen habe, die Unterhaltsregelung des Kl�gers gegen�ber seinem Sohn, der wieder bei seinem Vater wohnte, per 1. Juli 1998 gerichtlich anpassen zu lassen. Daraus sei dem Kl�ger ein Schaden in H�he von Fr. 11'160.-- erwachsen. Alsdann habe der Beklagte den Kl�ger nicht geh�rig �ber seine Unterhaltspflichten aufgekl�rt, weshalb dieser annehmen konnte, er sei zum Rechtsvorschlag gegen�ber Unterhaltsforderungen berechtigt. Die Kosten des nachfolgenden Betreibungs- und Rechts�ffnungsverfahrens von Fr. 220.- habe der Beklagte dem Kl�ger deshalb zu ersetzen. Zudem habe der Beklagte seine Sorgfaltspflichten verletzt, indem er sich nicht vor Ablauf der Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses an das Obergericht des Kantons Luzern vergewissert habe, ob der Kl�ger den Vorschuss aufforderungsgem�ss bezahlt habe. Als Folge dieses Vers�umnisses habe der Beklagte erfolglos ein Verfahren zur Wiederherstellung der Frist durchgef�hrt, in welchem der Kl�ger verpflichtet worden sei, eine Gerichtsgeb�hr von Fr. 200.-- und eine Entsch�digung an die Gegenpartei von Fr. 200.-- zu bezahlen. Diese Kosten habe der Beklagte dem Kl�ger zu ersetzen. Dagegen sei nicht zu erwarten gewesen, dass die Appellation im Scheidungsverfahren zu einem f�r den Kl�ger besseren Ergebnis gef�hrt h�tte, weshalb ihm insoweit kein Schaden erwachsen sei.
Der Kl�ger ficht das Urteil des Obergerichts des Kantons Glarus vom 7. Mai 2004 sowohl mit eidgen�ssischer Berufung als auch mit staatsrechtlicher Beschwerde an. Mit letzterer beantragt er, das angefochtene Urteil aufzuheben.
1.1 Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten. Sie ist gem�ss der Regel in Art. 57 Abs. 5 OG vor der Berufung zu behandeln.
1.2 Gem�ss Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zul�ssig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonst wie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer andern Bundesbeh�rde ger�gt werden kann. Wie die Beweislast zu verteilen ist, bestimmt sich in zivilrechtlichen Streitigkeiten nach Bundesrecht, dessen Verletzung im vorliegenden Fall mit eidgen�ssischer Berufung ger�gt werden kann. Demnach ist auf die R�gen des Beschwerdef�hrers, das Obergericht habe in verschiedener Hinsicht die Beweislast falsch verteilt, im Beschwerdeverfahren nicht einzutreten.
2.1 Der Beschwerdef�hrer wirft dem Obergericht mehrfach willk�rliche Beweisw�rdigung vor.
2.2 Art. 9 BV gew�hrt den Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r behandelt zu werden. Ein Entscheid ist nicht schon dann willk�rlich, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst dann, wenn er im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist (BGE 128 II 259 E. 5 S. 280 f.; 127 I 54 E. 2b). Soweit Willk�r in der Ermittlung des Sachverhalts geltend gemacht wird, ist zu beachten, dass dem Sachrichter in der Beweisw�rdigung ein breiter Ermessensspielraum zusteht (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Dieser wird erst �berschritten, wenn der kantonale Richter sein Ermessen missbrauchte, indem er zum Beispiel offensichtlich unhaltbare Schl�sse zog (BGE 112 Ia 369 E. 3 S. 371) oder erhebliche Beweise ausser Acht liess (BGE 118 Ia E. 1b S. 30; 112 Ia 369 E. 3 S. 371; 100 Ia 119 E. 4 und 5 S. 127 ff.).
3.1 Das Amtsgericht Luzern-Land f�hrte in seinem Scheidungsurteil vom 14. Februar 1997 (KB 3 S. 21 f.) aus, in Bezug auf die Liegenschaft in Meggen mache die Kl�gerin [B.________] einen Nettowert in der H�he von Fr. 313'225.-- geltend, wovon ihr Fr. 156'627.50 zuzusprechen seien. Der Beklagte [Beschwerdef�hrer] bringe dagegen vor, dass vom Verkehrswert neben der hypothekarischen Belastung zus�tzlich ein Schuldbrief und ein Hypothekargrundpfand in der H�he von zusammen Fr. 165'000.-- abzuziehen seien, weshalb der Nettowert der Liegenschaft lediglich Fr. 148'254.-- betrage. Dem eingereichten Best�tigungsschreiben der Bank X.________ vom 5. Dezember 1994 folgend, habe der Beklagte [Beschwerdef�hrer] im Zusammenhang mit dem Kauf der Liegenschaft in Meggen ein Darlehen von Fr. 120'000.-- aufgenommen, sichergestellt durch einen Schuldbrief von Fr. 130'000.-- zu Lasten des Grundst�cks Nr. 000, GB Emmetten. Dieser Betrag habe zur teilweisen Finanzierung des Hauskaufs in Meggen beigetragen. Aufgrund dieses Beleges liege die Annahme nahe, dass eine Schuld der Errungenschaft aus Mitteln des Eigengutes finanziert worden sei, weshalb dem Eigengut grunds�tzlich eine Ersatzforderung zustehen k�nnte. Gem�ss Kaufvertrag vom 26. M�rz 1980 sei das Grundst�ck in Meggen zu einem Kaufpreis von Fr. 420'000.-- ver�ussert worden. In der H�he von Fr. 340'000.-- sei eine bestehende Hypothekarschuld �bernommen, Fr. 80'000.-- seien bar bezahlt worden. Nachdem der erw�hnte Schuldbrief ebenfalls am 26. M�rz 1980 errichtet worden sei, k�nne davon ausgegangen werden, dass dieser Betrag aus dem Eigengut stamme. Zu ber�cksichtigen sei nun aber, dass die Kl�gerin geltend mache, die Schuld des Eigenguts sei von der Errungenschaft �bernommen, bzw. amortisiert worden, da die Hypothekarschuld heute Fr. 460'746.-- betrage. Die Behauptung der Kl�gerin werde durch eine vom Beklagten w�hrend des Prozesses aufgelegte Urkunde �ber die Schuldentwicklung 1981 - 1993 gest�tzt. Daraus gehe hervor, dass die Hypothekarschuld bei der Bank X.________ betreffend der Liegenschaft in Meggen per 1. Januar 1981 Fr. 417'973.-- betragen habe. Aus dem Grundbuchauszug des Grundst�cks in Meggen sei zudem ersichtlich, dass bereits am 25. M�rz 1980 eine Grundpfandverschreibung von Fr. 60'000.-- zu Lasten des Grundst�cks errichtet worden sei. Der Beklagte habe nicht dargelegt, wozu dieses Geld verwendet worden sei. Es m�sse daher davon ausgegangen werden, dass es tats�chlich zur Amortisation der Eigengutsforderung gedient habe. Dies erkl�re denn auch die hypothekarische Belastung der Liegenschaft in Meggen per 1. Januar 1998 von Fr. 417'937.--. Ferner fehle es an einer rechtsgen�glichen Erkl�rung, was zur Erh�hung der Hypothekarschuld von Fr. 460'746.-- per 1. Januar 1993 gef�hrt habe. Die Behauptung der Kl�gerin, dass damit Schulden des Eigenguts getilgt worden seien, habe vom Beklagten nicht widerlegt werden k�nnen. Nachdem diesbez�glich den Beklagten die Beweislast treffe (Art. 200 Abs. 3 ZGB), sei sein Anspruch auf die Zusprechung einer Ersatzforderung abzuweisen. Ebenso wenig sei die Inhaberobligation abzugsf�hig. Die Obligation sei zwar bereits am 12. November 1990 errichtet worden. Die effektive Schuld sei jedoch erst per 10. Mai 1993 entstanden. Der Beklagte habe in keiner Weise dargetan, wozu diese Mittel verwendet worden seien.
3.2 Im vorliegenden Haftpflichtprozess f�hrte der Beschwerdef�hrer vor Obergericht des Kantons Glarus aus, f�r die Liegenschaft in Meggen seien nicht Fr. 420'000.-- wie im Kaufvertrag verurkundet, sondern Fr. 600'000.-- bezahlt worden. Die Errichtung eines Schuldbriefes von Fr. 130'000.-- zu Lasten der Liegenschaft im Eigengut in Emmetten, sowie die bei Erwerb der Liegenschaft erfolgte Grundpfandverschreibung von Fr. 60'000.-- h�tten zur Finanzierung dieser Schwarzgeldzahlung (zuz�glich Fr. 10'000.-- f�r Notariats- und Grundbuchgeb�hren) gedient. Dieser Sachverhalt h�tte im vereitelten Scheidungsappellationsverfahren durch eine Parteibefragung von B.________, die um diese Vorg�nge gewusst habe, klargestellt werden k�nnen. Ferner h�tte im Appellationsverfahren auch aufgezeigt und belegt werden k�nnen, dass die im Verlauf der Jahre vorgenommene Aufstockung der Hypotheken auf die Liegenschaft in Meggen nicht zur Amortisation der Eigengutsforderung gedient habe, sondern zur Absicherung eines Kontokorrentkredites der L.________ AG [Tonstudio des Beschwerdef�hrers] bei der Bank Y.________.
Bez�glich dieser Vorbringen f�hrte das Obergericht zusammengefasst aus, entgegen der Ansicht von A.________ sei die Schwarzgeldzahlung nicht mit zwei von ihm eingereichten Belegen bewiesen. Diese Schriftst�cke belegten nur, dass der Beschwerdef�hrer am 26. M�rz 1980 bei der Bank X.________ insgesamt Fr. 180'000.-- bezogen habe. Dass diese Geldsumme in der Folge dem Verk�ufer der Liegenschaft in Meggen �ber den im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis von Fr. 420'000.-- hinaus zugeflossen sei, k�nne den Belegen nicht entnommen werden. Somit sei die Schwarzgeldzahlung selbst im vorliegenden Verfahren nicht nachgewiesen. Folglich sei auch nicht ersichtlich, wie im Scheidungsappellationsverfahren ein besseres Ergebnis h�tte erreicht werden k�nnen. Dass sodann B.________ �ber die angebliche Schwarzgeldzahlung informiert gewesen sei, sei eine in diesem Verfahren unbewiesene Behauptung. Damit k�nne auch offen bleiben, ob eine Parteibefragung von B.________ im Appellationsverfahren bez�glich der Scheidung f�r den Beschwerdef�hrer tats�chlich Erfolg versprechend gewesen w�re. Dies erscheine allerdings von vornherein als unwahrscheinlich, nachdem B.________ im erstinstanzlichen Scheidungsverfahren die Amortisation s�mtlicher Eigengutsforderungen des Beschwerdef�hrers geltend gemacht habe.
3.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Obergericht sei in Willk�r verfallen, indem es die Schwarzgeldzahlung als nicht bewiesen erachtet habe. Dieser Beweis ergebe sich vorab daraus, dass der Beschwerdef�hrer am Tag der Beurkundung des Kaufs der Liegenschaft in Meggen Fr. 180'000.-- abgehoben habe, was in zeitlicher Hinsicht zeige, dass ein Zusammenhang mit dem beurkundeten Kaufvertrag habe bestehen m�ssen. Zudem stehe auf den beiden Urkunden unter der Rubrik Borderau handschriftlich "Hauskauf Meggen". Dazu komme, dass weder im Scheidungsverfahren noch im Haftpflichtverfahren je dargetan worden sei, wof�r sonst der Beschwerdef�hrer dieses Geld verwendet h�tte. Soweit das Obergericht bezweifle, dass B.________ an der Parteibefragung etwas anderes gesagt h�tte, als sie im Scheidungsverfahren behauptete, lasse es ausser Acht, dass zwischen einer Behauptung und einer formellen Einvernahme unter Wahrheitspflicht massgebende Unterschiede best�nden. Auch im Haftpflichtprozess w�re B.________ unter Wahrheitspflicht gestanden. Eine antizipierte Beweisw�rdigung bez�glich ihrer Aussageinhalte erweise sich somit als unhaltbar.
3.4 Die R�gen sind unbegr�ndet. Gem�ss den vom Beschwerdef�hrer angerufenen Belegen hat er am 26. M�rz 1980 bei der Bank X.________ Fr. 120'000.-- und Fr. 60'000.-- bezogen. Dies entspricht der Auszahlung des Darlehens �ber Fr. 120'000.--, welches durch einen auf der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers in Emmetten lastenden Schuldbrief abgesichert war, und der Auszahlung von Fr. 60'000.-- f�r die Grundpfandverschreibung auf der Liegenschaft in Meggen. Mit diesem Geld musste der bar zu bezahlende Restkaufpreis von Fr. 80'000.-- beglichen werden, was erkl�rt, dass auf den Belegen handschriftlich "Hauskauf Meggen" angef�hrt wurde. Nach der Bezahlung dieses Betrages blieb vom bezogenen Geld noch Fr. 100'000.-- �brig. Die Angabe des Beschwerdef�hrers, er habe ein Schwarzgeld von Fr. 180'000.-- bezahlt, erscheint daher unglaubhaft. Jedenfalls kann den angerufenen Belegen nicht entnommen werden, wof�r der Beschwerdef�hrer das nicht f�r den Hauskauf erforderliche Geld verwendet hatte. Das Obergericht ist daher nicht in Willk�r verfallen, wenn es annahm, diese Belege verm�gen eine Schwarzgeldzahlung nicht zu beweisen. Zudem kann dem Obergericht gefolgt werden, wenn es annimmt, es sei unwahrscheinlich gewesen, dass B.________ anl�sslich einer Parteibefragung im Scheidungsverfahren entgegen ihren fr�heren Behauptungen zus�tzliche Zahlungen des Beschwerdef�hrers aus seinem Eigengut best�tigt h�tte. Das Obergericht konnte unter diesen Umst�nden ohne in Willk�r zu verfallen annehmen, der Beschwerdef�hrer h�tte im Scheidungsverfahren eine Schwarzgeldzahlung aus Eigengut nicht nachweisen k�nnen. Dabei kann offen bleiben, ob der Beschwerdef�hrer sich gem�ss seinen Angaben bereits im Scheidungsverfahren auf eine Schwarzgeldzahlung berufen hat, was vom Beschwerdegegner bestritten wird. Die Frage, ob B.________ vom Obergericht des Kantons Glarus als Zeugin h�tte angeh�rt werden sollen, braucht ebenfalls nicht entschieden zu werden, da der Beschwerdef�hrer nicht geltend macht, er haben einen entsprechenden Beweisantrag gestellt.
4.1 Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer, die Annahme, wonach die Ersatzforderung auf Grund von Zahlungen aus seinem Eigengut an die Liegenschaft in Meggen amortisiert worden sei, beruhe auf willk�rlicher Beweisw�rdigung. Zur Begr�ndung macht er dem Sinne nach geltend, das Obergericht gehe davon aus, ein Tag vor Abschluss des Kaufvertrages sei eine Grundpfandverschreibung �ber Fr. 60'000.-- vorgenommen worden. Gem�ss KB 46 sei diese Grundpfandverschreibung jedoch am 26. M�rz 1980, somit am Tag des Abschlusses des Kaufvertrages errichtet worden. Nichts spreche daf�r, dass der Beschwerdef�hrer gerade an diesem Tag eine Hypothek f�r private Verwendung aufgenommen h�tte. Der zeitliche Konnex mit dem Kaufvertrag mache deutlich, dass dieses Geld zur Bezahlung des Kaufpreises verwendet wurde. Dieser Schluss dr�nge sich auch deshalb auf, weil der Verk�ufer eine Barzahlung von Fr. 80'000.-- quittiert habe, wobei nicht dargetan sei, wie diese Zahlung ohne die Fr. 60'000.-- h�tten finanziert werden k�nnen. Zudem sei zu beachten, dass auf der Belastungsanzeige der Bank X.________ �ber Fr. 60'000.--, datierend vom 26. M�rz 1980 (KB 21), der handschriftliche Vermerk "Hauskauf Meggen" angebracht worden sei.
4.2 Die R�ge ist unbegr�ndet. Wird gem�ss den Angaben des Beschwerdef�hrers davon ausgegangen, die aus der Grundpfandverschreibung resultierenden Fr. 60'000.-- seien f�r die Barzahlung des Restkaufpreises von Fr. 80'000.-- verwendet worden, so musste der Beschwerdef�hrer in diesem Umfang weniger aus dem von ihm aufgenommenen Darlehen von Fr. 120'000.-- bezahlen. Demnach haben die Fr. 60'000.-- in jedem Fall die zur Bezahlung des Restkaufpreises von Fr. 80'000.-- erforderliche Leistung aus dem Eigengut des Beschwerdef�hrers auf Fr. 20'000.-- vermindert. Das Obergericht ist demnach nicht in Willk�r verfallen, wenn es annahm, die Fr. 60'000.-- h�tten zu einer Reduktion der Ersatzforderung gef�hrt.
5.1 Alsdann r�gt der Beschwerdef�hrer, das Obergericht habe bez�glich der auf der Liegenschaft in Meggen zu seinen Lasten errichteten Inhaberobligation �ber Fr. 35'000.-- bloss auf die amtsgerichtliche Feststellung verwiesen, wonach der Beschwerdef�hrer keinen Verwendungszweck f�r die Fr. 35'000.-- angegeben habe. Insoweit habe das Obergericht sein rechtliches Geh�r verletzt, weil es nicht auf seine Ausf�hrungen auf S. 34 der Replik vom 25. September 2001 eingegangen sei, wo er dargelegt habe, dass die Inhaberobligation errichtet worden sei, um einen Vorschuss auszugleichen, welchen die M.________ AG zur Bezahlung ausstehender Hypothekarzinsen an den Beschwerdef�hrer geleistet habe.
5.2 Der Beschwerdef�hrer l�sst ausser Acht, dass das Amtsgericht die Inhaberobligation �ber Fr. 35'000.-- bereits deshalb als unerheblich ansah, weil sie zwar im November 1990 errichtet, die effektive Schuld jedoch erst per 10. Mai 1993 und damit nach Einleitung der Scheidung entstand. Inwiefern dieser Teil der Doppelbegr�ndung willk�rlich sein soll, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend. Auf die Anfechtung der zweiten Begr�ndung bez�glich des fehlenden Nachweises des Verwendungszwecks ist daher mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten. Zudem w�re sie unbegr�ndet, da der Beschwerdef�hrer nicht geltend macht, er habe den in der Replik vor dem Kantonsgericht erhobenen Einwand auch vor dem Obergericht wiederholt, weshalb das Obergericht darauf nicht einzugehen brauchte. Damit ist eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs zu verneinen.
6.1 Sodann r�gt der Beschwerdef�hrer, das Obergericht sei in Willk�r verfallen, indem es angenommen habe, die Grundpfandverschreibung vom 11. Mai 1998 �ber Fr. 150'000.-- sei belehnt worden. Dass dies nicht habe zutreffen k�nnen, habe das Obergericht aus KB 47 schliessen k�nnen. Auf diesem Beleg w�rden zum relevanten Scheidungszeitpunkt Grundpfandrechte von Fr. 585'000.-- aufgef�hrt, wogegen sich die hypothekarische Belastung in diesem Zeitpunkt lediglich auf Fr. 460'746.-- belaufe. Dies zeige, dass die Grundpfandverschreibung �ber Fr. 150'000.-- nicht belehnt sein konnte.
6.2 Die R�ge ist unbegr�ndet. Unbestritten ist, dass die Liegenschaft in Meggen im Zeitpunkt des Kaufs mit Fr. 400'000.-- belastet war (Hypothek von Fr. 340'000.-- zuz�glich der Grundpfandverschreibung von Fr. 60'000.--) und diese Belastung auf Fr. 460'746.-- erh�ht wurde. Dies entspricht einer zus�tzlichen Belehnung von Fr. 60'746.--, welche ausreichte, um die Eigengutsforderung des Beschwerdef�hrers von Fr. 20'000.-- auszugleichen (vgl. E. 4.2 hiervor). Demnach ist unerheblich, ob die Grundpfandverschreibung �ber Fr. 150'000.-- nicht vollumf�nglich belehnt wurde. Das Obergericht ist damit nicht in Willk�r verfallen, wenn es annahm, die beim Kauf des Hauses in Meggen entstandene Ersatzforderung des Eigenguts des Beschwerdef�hrers sei durch Zahlungen aus der Errungenschaft getilgt worden.
7.1 Der Beschwerdef�hrer machte vor Obergericht geltend, mit der Appellation im Scheidungsverfahren h�tte eine neue Schatzung der Liegenschaft in Meggen per 1. Januar 1998 verlangt werden k�nnen, welche zu einem tieferen Wert gef�hrt h�tte, da die Preise f�r Einfamilienh�user seit dem Hauskauf stark gesunken seien. Das Obergericht nahm an, eine neue Sch�tzung h�tte zu keinem tieferen Liegenschaftswert als den vom Amtsgericht Luzern-Land angenommenen Wert von Fr. 774'000.-- gef�hrt. Dies ergebe sich daraus, dass die Liegenschaft im Februar 1998 vom Betreibungsamt Meggen auf Fr. 851'000.-- gesch�tzt worden sei. Damit sei die vom Treuhandb�ro N.________ in einem Schreiben an den Beschwerdef�hrer vermutete Wertverminderung der Liegenschaft widerlegt, zumal darin erw�hnt werde, dass die Neubewertung auf einer rechnerischen Nachpr�fung der Verkehrswertsch�tzung vom 1993 beruhe und die Liegenschaft nicht besichtigt worden sei. Nachdem erstellt sei, dass die Liegenschaft in Meggen 1998 nicht weniger, sondern eher mehr Wert gehabt habe als 1993, er�brige es sich, die vom Beschwerdef�hrer beantragte Expertise einzuholen. Damit stehe fest, dass der Beschwerdef�hrer dadurch, dass er im Scheidungsverfahren keine neue Schatzung veranlassen konnte, nicht zu Schaden gekommen sei.
7.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt, diese Annahme beruhe auf willk�rlicher Beweisw�rdigung. Zur Begr�ndung macht er dem Sinne nach geltend, die Wertverminderung sei mit dem Schreiben vom 4. Juni 1997 durch das Treuhandb�ro N.________ vom gleichen Experten belegt, der bereits die Schatzung vom 7. April 1993 vorgenommen habe. Dieser w�re deshalb wohl auch mit der Neuschatzung beauftragt worden. Der Vergleich mit einer Schatzung des Betreibungsamts Meggen sei verfehlt, weil dieses offensichtlich von anderen Verh�ltnissen ausgegangen sei. Zudem seien zwischenzeitlich bauliche Investitionen get�tigt worden, welche zu Wertvermehrungen gef�hrt h�tten, welche h�tten in Abzug gebracht werden m�ssen. Da die vom Experten N.________ festgestellte Reduktion der Grundst�ckwerte in der Zeit zwischen 1992 bis 1998/99 immerhin 8 % betrage, sei anzunehmen, dass dem Antrag auf eine neue Expertise gefolgt worden w�re.
7.3 Die R�ge ist unbegr�ndet. Der Beschwerdef�hrer behauptet zwar, das Betreibungsamt Meggen sei von anderen Verh�ltnissen ausgegangen und h�tte zu Unrecht nachtr�gliche bauliche Massnahmen einbezogen. Diese allgemeinen Angaben werden jedoch weder konkretisiert noch belegt, weshalb sie nicht �berpr�fbar sind. Demnach ist nicht dargetan, inwiefern das Obergericht in Willk�r verfallen sein soll, wenn es gest�tzt auf die Expertise des Betreibungsamtes Meggen annahm, der Wert des Grundst�cks sei in der fraglichen Zeitperiode nicht gefallen, wobei nicht anzunehmen sei, eine zus�tzliche Expertise k�nne an diesem Ergebnis etwas �ndern.
Alsdann r�gt der Beschwerdef�hrer, das Obergericht sei in Willk�r verfallen, wenn es annehme, er sei 1995 im Rahmen von Konventionsverhandlungen mit einer G�terrechtsforderung von Fr. 210'000.-- einverstanden gewesen, und es daraus etwas zu seinen Ungunsten ableite.
Auf diese R�ge ist mangels eines hinreichenden Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten, da das Obergericht nur im Sinne einer Ergebniskontrolle auf die Konventionsverhandlungen von 1995 hinwies und dieser Hinweis keine f�r den Beschwerdef�hrer nachteiligen rechtlichen Folgen begr�ndete, weshalb er dadurch nicht beschwert wird.
9.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Obergericht habe die Kosten ausschliesslich nach Obsiegen und Unterliegen verlegt und habe dem Veranlassungsprinzip in willk�rlicher Weise keine Rechnung getragen. Art. 133 Abs. 1 ZPO/GL z�hle die M�glichkeiten unn�tiger Prozessveranlassung nur beispielhaft auf. Vorliegend habe der Beschwerdegegner von Anfang an jegliche Sorgfaltspflichtverletzung bestritten. Dennoch sei er in vier Punkten wegen Sorgfaltspflichtverletzungen zur Schadenersatzzahlung von Fr. 30'030.-- verurteilt worden. Das Obergericht habe g�nzlich unber�cksichtigt gelassen, dass den Beschwerdegegner auch bez�glich des G�terrechtsanspruchs eine Sorgfaltswidrigkeit getroffen habe und er zufolge Bestreitens den Beschwerdef�hrer zur Klageeinreichung gezwungen habe. Das Obergericht habe damit die Aussch�pfung des Veranlassungsprinzips in willk�rlicher Weise beiseite gelassen.
9.2 Die Zivilprozessordnung des Kantons Glarus vom 6. Mai 2001 sieht in Art. 132 vor, dass die Gerichtskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt und von ihr bezogen werden; obsiegt keine Partei vollst�ndig, werden die Kosten verh�ltnism�ssig verteilt. Verursacht eine Partei unn�tige Kosten, werden sie ihr nach Art. 133 Abs. 1 ZPO/GL ohne R�cksicht auf den Ausgang des Prozesses auferlegt. Unn�tig sind insbesondere Kosten die durch vers�umte, versp�tete oder fehlerhafte Prozesshandlungen entstehen.
Wann von der Regel der Auferlegung der Kosten auf die unterliegende Partei gem�ss Art. 132 ZPO/GL abgewichen werden kann, wird in dieser Bestimmung nicht gesagt. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Bestimmung die Ber�cksichtigung des Veranlassungsprinzips zulassen m�chte (vgl. Eugen Bucher, Hundert Jahre schweizerisches Obligationenrecht: Wo stehen wir heute im Vertragsrecht?, ZSR 102/1983, Bd. II, S. 251 ff., 291 ff.). Entsprechend sieht Art. 156 Abs. 3 und Art. 159 Abs. 3 OG vor, dass die Kosten verh�ltnism�ssig verlegt werden, wenn sich die unterliegende Partei in guten Treuen zur Prozessf�hrung veranlasst sehen durfte. Ein Sachverhalt dieser Bedeutung liegt vor, wenn sich eine Partei �berklagt, weil ihr die genaue Bezifferung des Schadens nicht zumutbar war oder dieser erst in einem Beweisverfahren ermittelt werden konnte (BGE 113 II 323 E. 9e S. 343; vgl. auch Bucher, a.a.O., S. 293). Insoweit kann von Prozessf�hrung in Unkenntnis der massgebenden tats�chlichen Verh�ltnisse gesprochen werden (vgl. Hans Michael Riemer, Prozessf�hrung "in guten Treuen" (� 64 Abs. 3 ZPO, Art. 156 Abs. 3 OG) - zwischen "Treu und Glauben" (Art. 2 ZGB) und "gutem Glauben" (Art. 3 ZGB), in: Festschrift 125 Jahre Kassationsgericht des Kantons Z�rich, S. 279 ff., S. 284).
Ob ein Beklagter, der teilweise unterliegt, durch die Ablehnung eines ihm unterbreiteten Vergleichsvorschlags unn�tige Kosten verursachte, liess das Bundesgericht offen (BGE 112 Ib 322 E. 7 S. 333; vgl. Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl., S. 406 f., der darauf hinweist, dass einzelne Gesetze den Grundsatz aufstellen, dass eine Partei, die durch das Urteil nicht wesentlich mehr erh�lt, als ihr vom Gegner f�r den Fall eines Vergleichs angeboten wurde, zur Tragung aller Kosten verpflichtet werden kann).
9.3 Im vorliegenden Fall ist der Beschwerdef�hrer mit seinen Forderungen nur zu einem geringen Teil durchgedrungen. Dem Beschwerdegegner kann daher entgegen der Annahme des Beschwerdef�hrers nicht vorgeworfen werden, er habe durch die Bestreitung der Forderungen unn�tige Kosten verursacht, zumal der Beschwerdef�hrer nicht geltend macht, er habe ihm einen etwa dem Ausgang des Verfahrens entsprechenden Vergleichsvorschlag unterbreitet. Zudem legt der Beschwerdef�hrer nicht dar, inwiefern ihm bei Prozessbeginn die Bestimmung des Schadens nicht oder nur sehr schwer m�glich gewesen sein soll und er sich deshalb veranlasst sah, zu �berklagen. Unter diesen Umst�nden kann nicht gesagt werden, die Verfahrenskosten seien im Wesentlichen vom Beschwerdegegner veranlasst worden. Demnach hat das Obergericht nicht gegen das Willk�rverbot verstossen, wenn es annahm, der Beschwerdegegner habe keine unn�tigen Kosten verursacht, und es die Kostenaufteilung gem�ss der Regel in Art. 132 ZPO/GL im Verh�ltnis zum Obsiegen und Unterliegen der Parteien vornahm.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und 159 Abs. 2 OG). Bei der Bemessung der Parteientsch�digung wird die Mehrwertsteuer im Rahmen des geltenden Tarifs pauschal ber�cksichtigt (Beschluss der Pr�sidentenkonferenz vom 8. Mai 1995).
Der Beschwerdef�hrer hat den Beschwerdegegner f�r das bundes-gerichtliche Verfahren mit Fr. 6'000.-- zu entsch�digen.