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Timestamp: 2016-09-26 15:35:38
Document Index: 333672218

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 10', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 4']

8C_269/2016 (10.08.2016)
8C_269/2016 � � Urteil vom 10. August 2016
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 10. M�rz 2016.
Der 1963 geborene A.________ arbeitete seit Februar 2009 bei der B.________ AG. In dieser Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 23. August 2012 erlitt er mit seinem Personenwagen einen Selbstunfall in einem Parkhaus. Dabei zog er sich Quetschungen an Brustbein, Rippen und Schulter zu (Schadenmeldung UVG vom 29. August 2012). Ab dem 24. August 2012 begab er sich in die Behandlung des Dr. C.________, Chiropraktor SCG ECU. Die Mobiliar erbrachte Versicherungsleistungen. Dr. C.________ behandelte A.________ auch am Morgen des 31. Oktober 2012. Im weiteren Tagesverlauf versp�rte der Versicherte sensomotorische Ausf�lle im Bereich der linken Hand und des Armes sowie "Tr�mmel". Er begab sich daher in die Notfallstation des Spitals D.________. Weil die R�ntgenuntersuchung keine oss�re L�sion zeigte und das CT keinen Nachweis f�r eine Dissektion ergab, wurde er vorerst wieder nach Hause entlassen. Am Abend desselben Tages suchte A.________ infolge Zunahme der Beschwerden erneut die Notfallstation auf. Diesmal zeigte das CT mit Kontrastmittel einen segmentalen Carotis-Interna-Verschluss mit vertebrobasil�rer Isch�mie. Er wurde daher zur �berwachung in die Intensivpflegestation des Spitals E.________ verlegt. Nach dem Austritt wurde eine station�re Rehabilitation in U.________ durchgef�hrt. Am 23. November 2012 teilte die Mobiliar A.________ mit, dass sie ab dem 31. Oktober 2012 keine Kosten mehr �bernehmen werde. Daran hielt sie mit Verf�gung vom 5. Dezember 2012 fest. Im Rahmen des Einspracheverfahrens liess die Mobiliar den Versicherten durch PD Dr. med. F.________, Leiter Notfall- und Konsilteam an der neurologischen Poliklinik des Spitals G.________, interdisziplin�r abkl�ren (Gutachten vom 15. September 2014). Mit Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2014 best�tigte der Unfallversicherer die verf�gte Leistungsablehnung.
Die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 10. M�rz 2016 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Mobiliar zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung zu erbringen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Das Bundesgericht pr�ft indessen, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), nur die geltend gemachten Vorbringen, falls allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 141 V 236 E. 1 S. 236; 140 V 136 E. 1.1 S. 137 f.).
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Unfallversicherer die Unfallkausalit�t verneinen durfte mit der Folge, dass er f�r die erlittene Isch�mie und deren Folgen nicht einzustehen hat.
2.1.�Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei Berufsunf�llen, Nichtberufsunf�llen und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie f�r Sch�digungen, die dem Verunfallten bei der Behandlung von Unfallfolgen (Art. 10 UVG) zugef�gt werden (Art. 6 Abs. 3 UVG), ohne dass diese behandlungsbedingte Schadensverursachung den Unfallbegriff, den Tatbestand des haftpflichtrechtlichen Kunstfehlers oder der strafrechtlich relevanten K�rpersch�digung erf�llen m�sste (BGE 128 V 169 E. 1c S. 172; 118 V 286 E. 3b S.292 f.), zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r den Unfallbegriff (Art. 4 ATSG) und das Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79). Darauf kann verwiesen werden.
2.2.�Hervorzuheben ist, dass die Grunds�tze zum Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit auch gelten, wenn zu beurteilen ist, ob ein �rztlicher Eingriff den gesetzlichen Unfallbegriff erf�llt. Die Frage, ob eine �rztliche Vorkehr als mehr oder weniger ungew�hnlicher �usserer Faktor zu betrachten sei, ist auf Grund objektiver medizinischer Kriterien zu beantworten. Sie ist nur dann zu bejahen, wenn die �rztliche Vorkehr als solche den Charakter des ungew�hnlichen �usseren Faktors aufweist; denn das Merkmal der Aussergew�hnlichkeit bezieht sich nach der Definition des Unfallbegriffs nicht auf die Wirkungen des �usseren Faktors, sondern allein auf diesen selber. Nach der Praxis ist es mit dem Erfordernis der Aussergew�hnlichkeit streng zu nehmen, wenn eine medizinische Massnahme in Frage steht. Damit eine solche Vorkehr als ungew�hnlicher �usserer Faktor qualifiziert werden kann, muss ihre Vornahme unter den jeweils gegebenen Umst�nden vom medizinisch �blichen ganz erheblich abweichen und zudem, objektiv betrachtet, entsprechend grosse Risiken in sich schliessen. Im Rahmen einer Krankheitsbehandlung, f�r welche die Unfallversicherung nicht leistungspflichtig ist, kann ein Behandlungsfehler ausnahmsweise den Unfallbegriff erf�llen, n�mlich wenn es sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar um absichtliche Sch�digungen handelt, mit denen niemand rechnet noch zu rechnen braucht. Ob ein Unfall im Sinne des obligatorischen Unfallversicherungsrechts vorliegt, beurteilt sich unabh�ngig davon, ob der Arzt oder die �rztin einen Kunstfehler begangen hat, der eine (zivil- oder �ffentlichrechtliche) Haftung begr�ndet. Ebenso wenig besteht eine Bindung an eine allf�llige strafrechtliche Beurteilung des �rztlichen Verhaltens (BGE 121 V 35 E. 1b S. 38; 118 V 183 E. 2b S. 284, je mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Lehre).
2.3.�Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung setzt stets voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Gesundheitsschaden nicht nur ein nat�rlicher, sondern auch ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111; 129 V 177 E. 3.1 f. S. 181 ff.). Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhanges nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist. Es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene St�rung entfiele (Conditio sine qua non; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181). Bei organischen Unfallfolgen deckt sich die ad�quate, das heisst rechtserhebliche Kausalit�t im �brigen weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t; die Ad�quanz hat hier praktisch keine selbst�ndige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112).
2.4.�Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) degenerativer Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante Leistungen f�r das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3; Urteil 8C_423/2012 vom 26. Februar 2013 E. 5.4), und zwar selbst dann, wenn sich die Gesundheitssch�digung bei einer Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark �berwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder �berhaupt erst manifest, entf�llt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die nat�rliche und ad�quate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b, und 1992 Nr. U 142 S. 75, U 61/91 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalls gen�gt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12, 8C_901/2009 E. 3.2 mit Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entf�llt eine Teilurs�chlichkeit f�r die noch bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3 mit Hinweisen). Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gest�tzt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen.
3.1.�Gem�ss Schreiben des behandelnden Chiropraktors, Dr. C.________, an die Mobiliar vom 9. November 2012 und dessen Bericht vom 14. August 2012 stand der Beschwerdef�hrer bereits ab dem 29. Dezember 2011 wegen starker Bewegungseinschr�nkung der Halswirbels�ule in der sagitalen Ebene (funktionelle Blockierung C5/C6) und m�ssiger Bewegungseinschr�nkung der Lendenwirbels�ule (funktionelle Blockierung L5/S1) bei ihm in Behandlung (manuelle Therapie, Kryotherapie, Weichteiltechniken). Am 9. Februar 2012 konnte er in besserem Zustand entlassen werden. Am Tag nach dem Autounfall vom 23. August 2012 begab sich der Versicherte wegen Schmerzen in der Region der Halswirbels�ule und im oberen rechten Rippenbereich erneut in die Behandlung des Dr. C.________. Dieser erhob am 24. August 2012 praktisch die selben Befunde wie im Rahmen der fr�heren Behandlungen (vgl. die Berichte vom 14. August und 6. November 2012). Der Chiropraktor best�tigte auch, dass der Versicherte seit Jahren intermittierend unter Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich sowie in der unteren LWS gelitten habe. Die R�ntgenbilder vom 5. September 2012 zeigten m�ssige degenerative Ver�nderungen auf dem Niveau C5/C6. Frakturen waren nicht zu erkennen (Bericht des Dr. C.________ vom 6. November 2012). Der Chiropraktor behandelte den Beschwerdef�hrer am 24., 28. und 31. August 2012 auf dem Niveau C5/C6 mit Druckpunkten im Nacken- und Schulterbereich, ohne dass es zu einer wesentlichen Besserung kam. Am 14. und 19. September sowie am 9. Oktober 2012 ging es dem Patienten dann aber doch besser (Bericht vom 7. Mai 2013). Am 24. und 31. Oktober wurde der Beschwerdef�hrer wieder wegen Verspannungen und Beschwerden auf dem Niveau C5/C6 manipuliert. Bei der Konsultation am fr�hen Morgen des 31. Oktober 2012 klagte er �ber st�rkere Verspannungen im oberen Bereich der Halswirbels�ule (Berichte vom 6. November 2012 und 7. Mai 2013). Im Verlaufe jenes Tages versp�rte der Beschwerdef�hrer ein Schw�chegef�hl des linken Armes und bekundete M�he mit der Feinmotorik. Da es ihm immer schlechter ging, begab er sich schliesslich in die Notfallklinik.
3.2.�Laut dem von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen Gutachten unter Federf�hrung von PD Dr. med. F.________ vom 15. September 2014 erlitt der Beschwerdef�hrer am 31. Oktober 2012 einen cerebrovaskul�ren isch�mischen Insult im Mediastromgebiet rechts, mit einem fast vollst�ndig regredienten, faziobrachial betonten sensomotorischen Hemisyndrom links mit leicht bis mittelschweren residuellen kognitiven Minderleistungen und erh�hter Erm�dbarkeit (�tiologisch: Dissektion der Arteria carotis interna rechts).
Das kantonale Gericht ging gest�tzt auf die medizinischen Unterlagen, insbesondere die Schlussfolgerungen des Neurologen Prof. Dr. med. H.________, Dr. sc. techn. Dipl. El. Ing. ETH und Facharzt FMH f�r Neurologie (Bericht vom 28. Februar 2014), und des PD Dr. med. F.________ (Gutachten vom 15. September 2014) davon aus, dass der Hirninfarkt nach Verschluss und Dissektion der Arteria carotis vom 31. Oktober 2012 nicht in einem nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Selbstunfall im Parkhaus vom 23. August 2012 stand. Laut den Angaben des Versicherten gegen�ber den �rzten des Spitals D.________ (Bericht vom 31. Oktober 2012) und den medizinischen Gutachtern (Gutachten vom 15. September 2014 S. 12) kollidierte er mit dem Fahrzeug in einem Parkhaus bei rund 5 bis 10 km/h mit dem Randstein. Dabei schlug er mit dem Brustbein am Lenkrad auf. Gegen einen direkten Zusammenhang dieses Ereignisses mit der Karotisdissektion und anschliessenden Isch�mie sprechen laut Vorinstanz insbesondere das lange Zeitintervall seit dem Unfallereignis, der Ort der Schmerzlokalisation (initiale Schmerzen im Bereich der oberen rechten Rippen und in der Region der Halswirbels�ule, jedoch keine Kopfschmerzen) sowie die Lokalisation und das Ausmass des erlittenen Traumas (Kontusion des Thoraxes). Dies wird vom Beschwerdef�hrer auch letztinstanzlich nicht beanstandet.
Zu fragen ist jedoch, ob die am Morgen des 31. Oktober 2012 durchgef�hrte chiropraktische Manipulation durch den Unfall vom 23. August 2012 bedingt war. In diesem Fall w�ren auch allf�llige medizinische Komplikationen im Sinne von mittelbaren Unfallfolgen mitversichert (Art. 6 Abs. 3 UVG).
5.1.�Das kantonale Gericht hat dazu gest�tzt auf die Berichterstattung des Dr. C.________ vom 14. August, 6. November 2012 und 7. Mai 2013 erwogen, der Beschwerdef�hrer habe sowohl vor als auch nach dem Unfallereignis vom 23. August 2012 an den weitgehend gleichen Beschwerden und Bewegungseinschr�nkungen von Hals- und Lendenwirbels�ule gelitten. Zwar sei es denkbar, dass die Beschwerden durch den Unfall vor�bergehend intensiviert worden seien. Bereits ab dem 14. September 2012 sei es dem Beschwerdef�hrer indessen offenbar wieder besser gegangen. Am 22. September 2012 habe er nach einer langj�hrigen Pause wieder an einem Laufanlass teilgenommen. Bei dieser Sachlage vermag laut Vorinstanz die Beurteilung des Dr. med. I.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie und Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, vom 30. Januar 2013 zu �berzeugen, wonach sp�testens vier bis f�nf Wochen nach dem Bagatellereignis vom 23. August 2012 der Status quo ante vel sine wieder erreicht gewesen sein d�rfte. Die vom Versicherten w�hrend der chiropraktischen Behandlung vom 31. Oktober 2012 geklagten st�rkeren Verspannungen im Bereich der Halswirbels�ule und die an jenem Tag offenbar aufgetretenen intensiven Kopf- und Nackenschmerzen lassen laut den vorinstanzlichen Erw�gungen nicht auf unfallbedingte Beschwerden schliessen. Laut PD Dr. med. F.________ k�nnten diese als Symptome f�r eine bereits bestehende Dissektion interpretiert werden. Das kantonale Gericht gelangte daher zum Schluss, dass der Status quo sine vel ante mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit sp�testens Ende September 2012 erreicht war. Folglich sei die chiropraktische Manipulation vom 31. Oktober 2012 nicht im Rahmen einer unfallspezifischen Heilbehandlung erfolgt. Sie k�nne somit nicht als mitversicherte mittelbare Unfallfolge betrachtet werden (Art. 6 Abs. 3 UVG).
5.2.�Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Beschwerdegegnerin habe bis am 2. November 2012, als sie vom Hirninfarkt erfahren habe, keine Einw�nde gegen die chiropraktische Behandlung erhoben. Mit Verf�gung vom 5. Dezember 2012 habe sie lediglich eine Kosten�bernahme f�r die notfallm�ssige Behandlung vom 31. Oktober 2012, nicht aber f�r die Behandlung beim Chiropraktor abgelehnt. Dies habe sie mit dem die Einsprache abweisenden Dispositiv des Einspracheentscheids vom 12. Dezember 2014 best�tigt.
Dem Beschwerdef�hrer ist darin beizupflichten, dass einzig die Folgen des am 31. Oktober 2012 erlittenen Hirninfarkts Gegenstand der Verf�gung vom 5. Dezember 2012 und des Einspracheentscheids vom 12. Dezember 2014 bilden.
5.2.1.�Eine Leistungspflicht f�r den erlittenen Hirninfarkt gest�tzt auf Art. 6 Abs. 3 UVG setzt eine im Rahmen einer unfallbedingten Heilbehandlung eingetretene Sch�digung voraus. Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entf�llt eine Teilurs�chlichkeit (E. 2.4 hiervor). Weitere Behandlungen stellen dann keine unfallbedingten Heilbehandlungen mehr dar, f�r deren Folgen der Unfallversicherer leistungspflichtig w�re.
Die Beschwerdegegnerin teilte Dr. C.________ in Beantwortung seiner Mahnung f�r die Rechnung vom 23. Oktober 2012 betreffend die Behandlungen vom 24. August bis 9. Oktober 2012 mit Schreiben vom 6. Februar 2014 mit, dass aufgrund der Beurteilung ihres behandelnden Arztes sp�testens vier bis f�nf Wochen nach dem Unfallereignis vom Status quo ante vel sine auszugehen sei. Sp�tere Therapien k�nnten nicht mehr mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 23. August 2012 zur�ckgef�hrt werden. Die Kosten f�r die nach Ende September 2012 durchgef�hrten Behandlungen w�rden daher nicht �bernommen. In der Folge beglich die Mobiliar gem�ss den unbestrittenen Feststellungen des kantonalen Gerichts die Rechnungen f�r die bis am 19. September 2012 vorgenommene Chiropraktik.
Der Umstand, dass die Mobiliar ihre Leistungspflicht gegen�ber dem Chiropraktor ab Oktober 2012 abgelehnt hat, steht mit der Verf�gung vom 5. Dezember 2012 nicht im Widerspruch. Eine Anerkennung der Leistungspflicht f�r die von Dr. C.________ durchgef�hrte Heilbehandlung bis 30. Oktober 2012 war damit nicht verbunden. Aufgrund der erhobenen Einsprache wurde das Verwaltungsverfahren erst durch den Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die urpr�ngliche Verf�gung ersetzt (BGE 132 V 368 E. 6.1 S. 275). Im Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2014 pr�fte die Mobiliar den geltend gemachten Leistungsanspruch des Versicherten unter verschiedenen Titeln und kam dabei zum Schluss, dass dieser zu Recht abgelehnt wurde. Sie wies die Einsprache daher im Dispositiv ab. Aus dem Umstand, dass die Einsprache nicht "im Sinne der Begr�ndung" abgewiesen wurde, vermag der Beschwerdef�hrer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Auch wenn nur eine Bindung an das Dispostiv, nicht aber an die Erw�gungen des Entscheids besteht, muss f�r die genaue Ermittlung des Inhalts und der Tragweite eines Dispositivs oft auf die Erw�gungen abgestellt werden (BGE 116 II 738 E. 2a S. 743 f. mit Hinweisen). Aus den Erw�gungen des Einspracheentscheids ergibt sich, dass und aus welchen Gr�nden die Mobiliar Leistungen f�r das Ereignis vom 31. Oktober 2012 abgelehnt hat.
5.2.2.�Die mit der Erbringung von Leistungen gegen�ber dem Chiropraktor anerkannte (unfallbedingte) Leistungspflicht durch die Mobiliar ist im hier zu beurteilenden Zusammenhang insofern von Belang, als diese f�r das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfalls vom 23. August 2012 f�r den von Dr. C.________ behandelten Gesundheitsschaden die Beweislast tr�gt (vgl. E. 2.4 hiervor).
5.3.1.�Der Beschwerdef�hrer f�hrt aus, seine Teilnahme am Laufanlass vom 22. September 2012 verm�ge das Erreichen des Status quo sine vel ante nach dem Unfallereignis vom 23. August 2012 nicht zu beweisen. Zu Dr. C.________ habe er sich nicht zur allgemeinen Kr�ftigung und Fitness, sondern zur Behandlung von HWS-Beschwerden nach dem Autounfall mittels Manipulationen auf H�he C2/3 und C5/6 begeben. Auch wenn keine Arbeitsunf�higkeit bestanden habe, sei er durch die Bewegungseinschr�nkung der HWS seit dem 23. August 2012 vor allem bei der Arbeit am Schreibtisch und Computer beeintr�chtigt gewesen.
5.3.2.�Ob eine Behandlung durch den Chiropraktor (vgl. Art. 10 Abs. 1 lit. a UVG) unfallbedingt war, beurteilt sich in Ber�cksichtigung des gesamten Sachverhalts. Die Teilnahme am Laufanlass kann im Rahmen der Gesamtbeurteilung gest�tzt auf die medizinischen Unterlagen allenfalls ein Indiz darstellen.
Laut den vom Versicherten gegen�ber dem medizinischen Gutachter gemachten Angaben zum Ereignis vom 23. August 2012 versp�rte er unmittelbar danach Schmerzen im Brustbein und der rechten Thoraxh�lfte. Gegen�ber Dr. C.________ klagte er am 24. August 2013 �ber Schmerzen in der HWS Region und im oberen Rippenbereich. Nach der Behandlung vom 24. Oktober 2012 traten zunehmend Schmerzen im Schulterbereich rechts mit Ausstrahlung in Nacken und Hinterkopf auf. Da der Versicherte seit Ende Oktober 2012 an zunehmenden Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Kopf litt, vereinbarte er am 31. Oktober 2012 einen erneuten Termin beim Chiropraktor. An diesem Tag hatte sich der Schmerz bereits beim Aufstehen in Stirn- und Ohrbereich ausgebreitet. Im Gutachten vom 15. September 2014 wird die Frage, ob die chiropraktischen Behandlungen ab Mitte Oktober 2012 noch unfallbedingt waren oder ob mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Status quo ante vel sine auszugehen sei, wie er auch ohne das Unfallereignis vom 23. August 2012 vorgelegen oder sich eingestellt h�tte, wie folgt beantwortet: Der Versicherte habe sich bereits vor diesem Trauma in chiropraktischer Behandlung befunden. Die Frequenz der Behandlungen sei jedoch m�glicherweise leicht h�her gewesen als vor dem Bagatellunfall. Eine Arbeitsunf�higkeit habe nicht bestanden. Der Versicherte habe auch seine Hobbys weiterhin voll aus�ben k�nnen. Abgesehen von den Schmerzen, die letztlich zur Konsultation beim Chiropraktor gef�hrt h�tten, sei von einem Status quo ante vel sine auszugehen. Was f�r Schmerzen gemeint sind, l�sst sich dem Gutachten allerdings nicht mit Klarheit entnehmen. Aus dem Gesamtkontext heraus d�rfte es sich dabei wohl um die anf�nglich geklagten Schmerzen im kontusionierten Bereich von Brustbein, oberen Rippen und Schulter handeln. Aus den Berichten des Chiropraktors ergibt sich, dass dieser den Versicherten einzig im HWS-Bereich auf H�he C5/C6 behandelt hat. Dies spricht daf�r, dass die kontusionsbedingten Beschwerden von selber wieder abheilten. Nach Ansicht des Vertrauensarztes der Mobiliar, Dr. med. I.________, vermochte das Unfallereignis vom 23. August 2012 nur vor�bergehend (w�hrend vier bis f�nf Wochen) Beschwerden im HWS-Bereich zu begr�nden. Nach diesem Zeitpunkt weiterhin bestehende, dem bisherigen Zustand entsprechende Beschwerden, oder geraume Zeit sp�ter erneut aufgetretene Blockaden lassen sich seiner Ansicht nach nicht mehr mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit diesem Ereignis anlasten (Protokoll vom 13. Februar 2013). Diese Auffassung steht im Einklang mit den Angaben des Dr. C.________. Danach war der Beschwerdef�hrer bereits vor dem 23. August 2012 nicht beschwerdefrei (Bericht vom 14. August 2012). Nach der erneuten Behandlung ging es ihm ab dem 14./19. September 2012 wieder besser (Bericht vom 7. Mai 2012). In diese Zeit f�llt auch die Teilnahme am Laufanlass vom 22. September 2012.
5.4.�Damit ist mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit belegt, dass zwischen dem Unfallereignis vom 23. August 2012 und den behandelten Folgen bereits Ende September/Anfang Oktober kein nat�rlicher Kausalzusammenhang mehr bestand. Damit entf�llt nach diesem Zeitpunkt die Haftung f�r sch�digende Folgen einer Behandlung nach Art. 6 Abs. 3 UVG.
6.1.�Es ist daher von einer "krankheitsbedingten" Heilbehandlung auszugehen. In diesem Zusammenhang ist zu fragen, ob die chiropraktische Manipulation vom 31. Oktober 2012 an sich einen Unfall im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG darstellt. Nach den Feststellungen der Vorinstanz erfolgte die chiropraktische Behandlung auf dem Niveau C5/C6 mit Druckpunkten im Nacken- und Schulterbereich. Eine solche Behandlung weiche vom medizinisch �blichen nicht erheblich ab, noch berge sie objektiv betrachtet grosse Risiken in sich. Die L�sung einer funktionellen Blockierung auf der H�he C5/C6 sei nicht mit un�blichen oder ungew�hnlichen Risiken verbunden. Anhaltspunkte f�r einen Behandlungsfehler oder ein regelwidriges Verhalten des Chiropraktors l�gen nicht vor. Dies f�hrte das kantonale Gericht zum Schluss, dass die chiropraktische Manipulation durch Dr. C.________ keinen ungew�hnlichen �usseren Faktor im Sinne des gesetzlichen Unfallbegriffs (Art. 4 ATSG) darstellt.
6.2.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, der Chiropraktor habe ihm vor der Behandlung vom 31. Oktober 2012 mitgeteilt, dass er ihn nun auf H�he C2/C3 mit mehr Kraft manipulieren werde. Obwohl er gegen�ber Dr. C.________ bereits anl�sslich der vierten Behandlung nach dem Unfallereignis st�rkere Schmerzen im Bereich der HWS erw�hnt habe, habe dieser sich entschieden, die Stelle weiter zu behandeln. Am Morgen des 31. Oktober 2012 habe er den Chiropraktor vor der Behandlung auf Kopf- und Nackenschmerzen mit Ausdehnung auf Stirn und Ohrbereich hingewiesen. Aufgrund der geschilderten Beschwerden h�tte Dr. C.________ die HWS nicht ohne vorg�ngige Abkl�rung der Symptome durch einen Facharzt weiter (und st�rker) manipulieren d�rfen. Durch die unter den gegebenen Umst�nden nicht indizierte Manipulation an der Halswirbels�ule sei die Sch�digung mit konsekutivem Hirnschlag im Sinne einer ungew�hnlichen �usseren Einwirkung verursacht worden.
6.3.�Eine Behandlung auf dem Niveau C2/C3 l�sst sich den Stellungnahmen des Dr. C.________ nicht entnehmen. Die Frage, ob entgegen den Angaben des Chiropraktors objektive Hinweise darauf best�nden, dass nicht nur die Wirbel C5/C6 manipuliert worden seien, konnten die Gutachter nicht beantworten. Sie wiesen aber darauf hin, dass bei jeder Manipulation am Hals die Blutgef�sse gedehnt w�rden. Somit k�nne jegliche Manipulation der HWS zu einer Dissektion der Arteria carotis interna f�hren (Gutachten vom 15. September 2014 S. 28). Weiter gehen die Gutachter aufgrund des klaren zeitlichen Zusammenhangs zwischen der Manipulation durch den Chiropraktor und dem anschliessenden Auftreten von neurologischen Symptomen davon aus, dass durch die chiropraktische Manipulation mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit die Arteria carotis interna verletzt wurde. Entweder sei eine bereits vorbestehende Dissektion verst�rkt worden oder es habe sich w�hrend der Behandlung eine Dissektion ereignet. Anl�sslich der Manipulation (Zug an der Gef�sswand der Arteria carotis interna) habe sich ein Gerinnsel an der (m�glicherweise vorgesch�digten) Gef�sswand gel�st (Embolie) und zu einem Hirnschlag gef�hrt. Hinweise auf eine programmwidrige Manipulation fanden die Gutachter jedoch nicht. Ob der Chiropraktor eine allenfalls bereits vorhandene Dissektion aufgrund der vom Patienten geschilderten Symptome h�tte erkennen k�nnen, l�sst sich laut den Gutachtern retrospektiv nicht eruieren. Insbesondere fehlen Angaben dar�ber, ob und wie der Versicherte damals die Beschwerden dem Chiropraktor geschildert hatte. Gem�ss Gutachten liegt h�chstwahrscheinlich eine schicksalhafte Komplikation einer chiropraktischen Massnahme und nicht eine programmwidrige Behandlung vor. Auf diese fach�rztliche Beurteilung ist abzustellen. Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, er sei nicht �ber die Gefahr der beabsichtigten Manipulation informiert worden und habe kein entsprechendes Einverst�ndnis ge�ussert. Das ist indessen nicht Thema des vorliegenden Prozesses und vermag auch nicht die vorgenommene Behandlung als solche als ungew�hnlich im Sinne des Unfallbegriffs erscheinen zu lassen. Anhaltspunkte daf�r, dass im Rahmen der chiropraktischen Massnahme in grober Weise nicht sachgerecht vorgegangen worden w�re, lassen sich den medizinischen Unterlagen nicht entnehmen. Ein unfallversicherungsrechtlich relevanter Behandlungsfehler ist nicht ausgewiesen. Es bleibt somit dabei, dass Versicherer und Vorinstanz einen Unfall zu Recht verneint haben.
War somit bereits vor der Konsultation vom 31. Oktober 2012 der Status quo ante vel sine erreicht, so dass die weitere Behandlung krankheitsbedingt war, und l�sst sich dem Chiropraktor kein Vorwurf machen, liegt weder eine Folge einer unfallbedingten Heilbehandlung vor, noch erf�llte die Manipulation selbst den Unfallbegriff. Die Beschwerdegegnerin hat daher den Leistungsanspruch zu Recht abgelehnt. Dies f�hrt zur Abweisung der Beschwerde.