Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_28_04_2010_XII_ZB_81_09_Uebertragung_des_Aufenthaltsbest-d3982184.html
Timestamp: 2016-12-08 21:00:38
Document Index: 6065109

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 2', 'Art. 6', '§ 1626', '§ 1671', '§ 1684', '§ 12', '§ 50', '§ 26', '§ 158', '§ 159', 'BGH', '§ 1671', 'Art. 2', '§ 12', '§ 26', 'BGH', 'BGH']

BundesgerichtshofBeschl. v. 28.04.2010, Az.: XII ZB 81/09Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 28.04.2010Referenz: JurionRS 2010, 15885Aktenzeichen: XII ZB 81/09 Verfahrensgang:vorgehend:AG Starnberg - 19.11.2008 - AZ: 2 F 678/08OLG München - 09.04.2009 - AZ: 2 UF 1818/08Rechtsgrundlagen:Art. 2 GGArt. 6 GG§ 1626 BGB§ 1671 BGB§ 1684 BGB§ 12 FGG§ 50 FGG50b FGG§ 26 FamFG§ 158 FamFG§ 159 FamFGFundstellen:BGHZ 185, 272 - 291FamFR 2010, 285FamRB 2010, 204-205FamRBint 2010, 51-52FamRZ 2010, 1060-1065FF 2010, 365FGPrax 2010, 184-188FPR 2010, 6FuR 2010, 454-457JAmt 2012, 332-336JR 2011, 382-388JuS 2010, 1108-1109MDR 2010, 810-811NJW 2010, 2805-2810NJW-Spezial 2010, 549-550Rpfleger 2010, 500-504ZAP EN-Nr. 445/2010ZAP EN-Nr. 0/2010ZFE 2010, 349-350ZfF 2011, 11-12ZKJ 2010, 327-332ZKJ 2010, 449-450Amtlicher Leitsatz:BGB §§ 1671, 1626, 1684; GG Art. 2 , 6; FGG §§ 12, 50, 50 b; FamFG §§ 26, 158, 159a)Beabsichtigt bei gemeinsamer elterlicher Sorge der das Kind betreuende Elternteil, mit dem Kind in ein entferntes Land (hier: Mexiko) auszuwandern, so ist Maßstab der Entscheidung über die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts vornehmlich das Kindeswohl. b)Für die Entscheidung sind zudem die beiderseitigen Elternrechte einzubeziehen. Die allgemeine Handlungsfreiheit des auswanderungswilligen Elternteils schließt es aus, dass auch die Möglichkeit des Verbleibs des betreuenden Elternteils im Inland als tatsächliche Alternative in Betracht kommt, selbst wenn diese dem Kindeswohl am besten entspräche. Die Gründe des Elternteils für seinen Auswanderungswunsch sind nur insoweit bedeutsam, als sie sich nachteilig auf das Kindeswohl auswirken (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 6. Dezember 1989 - IVb ZB 66/88 - FamRZ 1990, 392). c)Das Familiengericht hat dem für das Kind bestellten Verfahrenspfleger (nunmehr: Verfahrensbeistand) regelmäßig die Möglichkeit zu geben, an der Kindesanhörung teilzunehmen, damit dieser seine Aufgabe, die Kindesinteressen zu vertreten, sinnvoll erfüllen kann. Anders kann nur verfahren werden, wenn konkrete Gründe dafür sprechen, dass die Sachaufklärung durch die Teilnahme des Verfahrenspflegers beeinträchtigt wird. d)Wenn es für die Entscheidung auf den persönlichen Eindruck von dem Kind und dessen Willen ankommt, ist die Anhörung in der Beschwerdeinstanz vom gesamten Senat durchzuführen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 11. Juli 1984 - IVb ZB 73/83 - FamRZ 1985, 169). Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 28. April 2010 durch die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne,den Richter Prof. Dr. Wagenitz,die Richterin Dr. Vézina unddie Richter Dose und Dr. Klinkhammer beschlossen: Tenor:Auf die Rechtsbeschwerde des Antragsgegners wird der Beschluss des 2. Zivilsenats - Familiensenat - des Oberlandesgerichts München vom 9. April 2009 aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Behandlung und Entscheidung - auch über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens - an das Oberlandesgericht zurückverwiesen. Beschwerdewert: 3.000 € BGH, 28.04.2010BGH, 28.04.2010
01.12.2016 - 252 mal gelesen.Autor: Rechtsanwalt Dr. Herbert Buschkühle aus OsnabrückGÜTERTRENNUNG AUS HAFTUNGSGRÜNDEN?„Wir wollen Gütertrennung vereinbaren, damit wir unser Vermögen getrennt halten können und nicht für die Schulden des anderen haften müssen.“ Mit dieser oder einer ähnlichen Begründung suchen viele… mehr