Source: https://www.lumper-wiesinger.at/content/inhalte/familienunternehmen/coronavirus_steuerliche_sonderregelungen/index.html
Timestamp: 2020-08-12 14:47:01
Document Index: 218315070

Matched Legal Cases: ['§ 49', '§ 45', '§ 206', '§ 45', '§ 205', '§ 206']

Coronavirus - BMF-Info zu Sonderregelungen » LUMPER-WIESINGER Gegensteuern GmbH
Startseite / Familienunternehmen / Coronavirus: Steuerliche Sonderregelungen
Coronavirus - BMF-Info zu Sonderregelungen
Einkommensteuerliche Begleitmaßnahmen
Einkommensteuerliche COVID-19-Begleitmaßnahmen umfassen insbesondere
Steuerfreiheit öffentlicher Zuwendungen
Steuerfreiheit von Zulagen und Bonuszahlungen bis 3.000 Euro im Jahr 2020, die an Beschäftigte für ihren Einsatz während der Corona-Krise gewährt werden
Weitergewährung des Pendlerpauschales bei COVID-19-bedingter Kurzarbeit, vorübergehender Telearbeit (Home Office) oder Dienstverhinderungen
Außerdem werden steuerfreie Zulagen und Bonuszahlungen auch von der Beitragspflicht nach ASVG befreit und gelten daher nicht als Entgelt nach § 49 ASVG.
Vorübergehende Sonderregelungen im ASVG und im Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz sollen sicherstellen, dass Unfälle, die sich im Home-Office ereignen, als Arbeitsunfälle gelten, und zwar unabhängig davon, ob man zu Hause ein abgegrenztes Arbeitszimmer hat oder nicht.
Erweiterte Sonderregelungen betreffend Coronavirus
Das BMF hat den Erlass zu Sonderregelungen betreffend Coronavirus überarbeitet und veröffentlicht. Diese Information tritt an die Stelle der Information vom 13. März 2020 (siehe dazu weiter unten) und erweitert sie um
eine Aussage zur Frist für Zahlungserleichterungsansuchen (30. September 2020),
eine generelle Fristerstreckung bis 31. August 2020 für die Einreichung von Jahres-Abgabenerklärungen für das Jahr 2019 (Punkt 3) sowie um
eine Aussage in Bezug auf Verspätungszuschläge (Punkt 4), wonach von einer Festsetzung abzusehen ist, wenn die Versäumung der Frist vor dem 1. September 2020 eintritt.
Das BMF informiert, dass bei (vorübergehenden) Betriebsschließungen aufgrund des Corona-Virus die Registrierkassen nicht außer Betrieb zu nehmen sind (so wie auch bei Urlaub oder Saisonbetrieb). Unter anderem würde das Anmeldeprozedere über FinanzOnline und die Startbelegprüfung bei der Wiederinbetriebnahme der Registrierkassen einen unverhältnismäßigen Aufwand darstellen.
Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) sieht betreffend das Coronavirus Sonderregelungen zu Einkommen- und Körperschaftsteuervorauszahlungen 2020, Stundung und Entrichtung in Raten, Stundungszinsen sowie Säumniszuschlägen vor.
Sollten Sie dazu Fragen haben, unterstützen wir Sie gerne!
Voraussetzung für die Anwendung der unten angeführten Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine SARS-CoV-2-Virus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählen zB außergewöhnlich hohe Stornierungen von Hotelreservierungen, Ausfall von Sportund Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote, Ausfall oder Beeinträchtigung von Lieferketten oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens. Für die Glaubhaftmachung kann unbürokratisch der unter Punkt 3 angeführte Text verwendet werden.
Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2020 können gemäß § 45 Abs. 4EStG 1988 herabgesetzt oder mit Null Euro festgesetzt werden (Punkt 1.1). Darüber hinausgehend kommt eine gänzliche oder teilweise Nichtfestsetzung von Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2020 gemäß § 206 Abs. 1 lit. a BAO in Betracht (Punkt 1.2).
Das Finanzamt hat die Vorauszahlungen für 2020 entsprechend zu reduzieren. Ergibt sich für das Kalenderjahr 2020 voraussichtlich keine Steuervorschreibung, hat das Finanzamt die Vorauszahlungen für das Kalenderjahr 2020 mit Null Euro festzusetzen. Derartige Anträge
Wird der Steuerpflichtige von den Folgen des durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelösten Notstandes liquiditätsmäßig derart betroffen, dass er die Vorauszahlung in der gemäß § 45 Abs. 4 EStG 19880festzusetzenden Höhe nicht bezahlen kann, kann er bei seinem Finanzamt anregen, die Einkommensteuer- oder die Körperschaftsteuervorauszahlungen für das Kalenderjahr 2020 zur Gänze nicht festzusetzen oder die Festsetzung auf einen Betrag zu beschränken, der niedriger ist, als die voraussichtliche Jahressteuer 2020.
1.3. Abstandnahme von der Festsetzung von Nachforderungszinsen (§ 205 iVm § 206 Abs. 1 lit. a BAO)
Liegt auf Grund der SARS-CoV-2-Virus-Infektion eine Ertragseinbuße vor, die sich auf die Höhe der Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für das Jahr 2020 auswirkt und/oder liegt ein dadurch verursachter Liquidationsengpass vor, kann die
Ich bin in meiner betrieblichen Tätigkeit (Angabe der Branche…) von den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Virus-Infektion betroffen. Das bewirkt, dass die bisherige Festsetzung von Vorauszahlungen für das Kalenderjahr 2020 zu hoch ist. Ich habe die Auswirkungen der SARSCoV-2-Virus-Infektion auf die Höhe der Steuerbemessungsgrundlage für 2020 sorgfältig abgeschätzt und beantrage …
Ich bin in meiner betrieblichen Tätigkeit (Angabe der Branche…) von den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Virus-Infektion betroffen. Das bewirkt einen Liquiditätsengpass, der für mich einen Notstand darstellt. Ich beantrage daher ...
Stand: 13.03.2020 | Quelle: BMF