Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20327/97
Timestamp: 2020-01-19 14:16:54
Document Index: 64207588

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 765', '§ 127', '§ 127', 'BGH', '§ 127']

BGH, 24.11.1998 - XI ZR 327/97 - dejure.org
BGH, 24.11.1998 - XI ZR 327/97
https://dejure.org/1998,2581
BGH, 24.11.1998 - XI ZR 327/97 (https://dejure.org/1998,2581)
BGH, Entscheidung vom 24.11.1998 - XI ZR 327/97 (https://dejure.org/1998,2581)
BGH, Entscheidung vom 24. November 1998 - XI ZR 327/97 (https://dejure.org/1998,2581)
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Zahlungsanspruch aus Bankgarantievertrag mit jugoslawischer Bank; Anwendbarkeit deutschen Rechts aufgrund konkludenter Rechtswahl; Aktivlegitimation wegen Identität mit Garantiebegünstigten; Zulässige Vereinbarung einer Übertragungsbefugnis im Garantievertrag; Mangelnde ...
Keine Einhaltung der im Garantievertrag vereinbarten Schriftform für Anzeige der Nichterfüllung durch spätere Mahnung des Betrages
Formwirksamkeit der schriftlichen Inanspruchnahme aus einem Garantieversprechen
BGB §§ 765, 127
Möglichkeit der Vereinbarung einer Garantie auf erstes Anfordern; Anforderungen an die vertraglich vereinbarte Schriftform
NJW-RR 1999, 697
ZIP 1998, 136
ZIP 1999, 136
WM 1999, 72
Soweit der Bundesgerichtshof in einer Entscheidung vom 24. November 1998 (- XI ZR 327/97 - NJW-RR 1999, 697) ausführt, dass ein Schreiben mangels Leserlichkeit der Unterschriftszeile keine Angabe seines Urhebers enthalte und daher dem Schriftformerfordernis nicht genüge, betrifft dies die Unzulässigkeit eines anonymen einseitigen Rechtsgeschäfts bei vollständig fehlender Absenderangabe (vgl. auch Nielsen EWiR 1999, 311, 312).
Die A. hatte mit ihrem der Klägerin am 25. Juni 1997 zugegangenen Telefax, das gemäß § 127 Satz 2 BGB dem Schriftformerfordernis des Garantievertrags genügte (vgl. Senatsurteil vom 24. November 1998 - XI ZR 327/97, WM 1999, 72, 73 zum Fernschreiben), die Erstgarantie fristgerecht in Anspruch genommen.
Allerdings enthält § 127 Abs. 2 BGB Erleichterungen der gewillkürten Schriftform, nach denen auch eine nicht eigenhändig unterschriebene Erklärung genügt, wenn sich aus der Erklärung unzweideutig ergibt, von wem sie abgegeben wurde (vgl. BGH, Urteil vom 22.02.1996, IV ZR 297/94, NJW-RR 1996, 641; Urteil vom 24.11.1998, XI ZR 227/97, NJW-RR 1999, 697; OLG Hamm, Beschluss vom 24.09.2015, 27 W 104/15, DStR 2016, 487; Ellenberger in Palandt, BGB, 76. Aufl., § 127 Rn. 2; vgl. auch die Begründung des Gesetzesentwurfes der Bundesregierung vom 14.12.2000 für das Gesetz zur Anpassung der Formvorschriften des Privatrechts und anderer Vorschriften an den modernen Rechtsgeschäftsverkehr vom 13.07.2001, BT-Drs.