Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F02-03-2004-4C-123-1997
Timestamp: 2016-10-22 19:57:32
Document Index: 7745120

Matched Legal Cases: ['Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 401', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 51', 'Art. 64', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 29', 'Art. 43', 'Art. 401', 'Art. 401', 'Art. 401', 'Art. 168', 'Art. 401', 'BGE', 'Art. 401', 'Art. 401', 'BGE', 'BGE', 'Art. 401', 'Art. 401', 'Art. 164', 'BGE', 'Art. 169', 'BGE', 'Art. 401', 'Art. 401', 'Art. 401', 'Art. 401', 'Art. 401', 'Art. 401', 'BGE', 'de lege lata', 'Art. 44', 'Art. 126', 'BGE', 'Art. 126', 'Art. 2', 'Art. 8', 'Art. 55', 'Art. 8', 'Art. 120', 'Art. 8', 'Art. 120', 'BGE', 'Art. 120', 'Art. 120', 'Art. 84', 'Art. 125', 'Art. 51', 'Art. 43', 'Art. 51', 'Art. 55', 'Art. 64', 'Art. 55', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 8', 'Art. 105', 'Art. 156', 'Art. 159']

Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michel Haymann,
Berufung gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 16. Januar 1997.
Die A.________ SA (Kl�gerin) stand seit 1985 in gesch�ftlichem Kontakt zur B.________ S.A.M. (Beklagte). Im Rahmen dieser Interbankenbeziehung t�tigten die Banken gegenseitig Anlagen, wobei sie die �blichen Best�tigungsdokumente austauschten. Am 27. April 1989 entzog die Eidgen�ssische Bankenkommission der A.________ SA die Bankbewilligung, worauf diese in Liquidation trat. Am 18. Januar 1991 wurde �ber sie der Konkurs er�ffnet.
Im Zeitpunkt des Bewilligungsentzugs hatte die Kl�gerin bei der Beklagten 91 Anlagen mit einem Gesamtbetrag von DM 2'998'627.29, FF 5'847'000.--, GBP 1'862'635.-- und USD 9'381'828.73, w�hrend Verbindlichkeiten ihrerseits gegen�ber der Beklagten von GBP 758'580.70 und USD 11'739'111.11 offen waren. Bei den Anlagen der Beklagten handelte es sich um eigene Gelder (Nostro-Anlagen), w�hrend der Charakter der Anlagen der Kl�gerin bei der Beklagten in der Folge streitig war. Nach den Angaben der Kl�gerin handelte es sich - abgesehen von zwei Anlagen in der H�he von CHF 200'000 und USD 55'000 - um Treuhandanlagen f�r Rechnung ihrer Kunden. Die Beklagte bestritt den Treuhandcharakter der Anlagen.
Mit Schreiben und Telex vom 14. und 15. Juni 1989 teilte die Beklagte der Kl�gerin mit, dass sie alle ihre auf 48 Stunden k�ndbaren Anlagen nicht mehr erneuere, und verlangte Gutschrift des Gegenwertes bei ihrer Korrespondenzbank in New York. Gleichzeitig k�ndigte sie an, ihre Forderungen mit den Guthaben der Kl�gerin zu verrechnen, falls die Zahlung ausbleiben sollte. Die Kl�gerin bestritt unter Berufung auf den Treuhandcharakter der Anlagen die Zul�ssigkeit der Verrechnung f�r alle Gelder mit Ausnahme der beiden Nostro-Anlagen.
Am 17. Januar 1992 erwirkte die Kl�gerin bei der Arrestbeh�rde des Kantons Z�rich gegen�ber der Beklagten einen Arrestbefehl f�r eine Forderungssumme von rund 9,242 Mio. Franken nebst Zins. Am 13. April 1992 bewilligte ihr das Kassationsgericht des Kantons Z�rich erg�nzend einen Arrest f�r zus�tzlich 18,18 Mio. Franken nebst Zins. Durch diese beiden Verarrestierungen wurden Verm�genswerte von insgesamt Fr. 363'936.28 beim Schweizerischen Bankverein und bei der C.________ & Co AG mit Beschlag belegt. Zur Aufrechterhaltung des Arrestes leitete die Kl�gerin am 30. Januar 1992 in Z�rich gegen die Beklagte die Betreibung ein, wobei letztere Rechtsvorschlag erhob.
Mit ihrer am 27. April 1992 beim Handelsgericht des Kantons Z�rich eingereichten Klage verlangte die Kl�gerin die Zahlung von Fr. 27'423'906.70 nebst 7.05 % Zins seit 1. Oktober 1991. Dieser Betrag entsprach den per 27. April 1989 offenen Anlagen in DM, FF, GBP und USD mit Ausnahme der beiden anerkannten und durch Verrechnung erledigten Nostro-Anlagen, umgerechnet in Schweizer Franken per 1. Oktober 1991. Die Beklagte beantragte unter Berufung auf ihr Verrechnungsrecht die vollst�ndige Abweisung der Klage. Mit Urteil vom 16. Januar 1997 verpflichtete das Handelsgericht des Kantons Z�rich die Beklagte zur Zahlung von Fr. 2'801'480.75 nebst 5 % Zins seit 1. Oktober 1991 und wies im �brigen die Klage ab.
Gegen das Urteil des Handelsgerichts reichte die Kl�gerin beim Kassationsgericht des Kantons Z�rich Nichtigkeitsbeschwerde ein, welche von diesem mit Entscheid vom 31. Oktober 2000 abgewiesen wurde, soweit auf sie eingetreten werden konnte.
Mit Eingabe vom 5. November 2001 stellte die Kl�gerin beim Handelsgericht des Kantons Z�rich ein Revisionsbegehren und verlangte die vollumf�ngliche Aufhebung des Urteils vom 16. Januar 1997 und die Gutheissung ihrer Klage. Dieses Revisionsbegehren wies das Handelsgericht mit Entscheid vom 10. Mai 2002 ab, soweit es darauf eintrat. Die dagegen eingereichte Nichtigkeitsbeschwerde der Kl�gerin wurde vom Kassationsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 12. August 2003 abgewiesen, soweit auf sie eingetreten werden konnte.
Mit ihrer am 21. Februar 1997 eingereichten Berufung beantragt die Kl�gerin dem Bundesgericht die Aufhebung des Urteils des Handelsgerichts vom 16. Januar 1997 und die Gutheissung der Klage, eventuell die R�ckweisung der Sache an das Handelsgericht zu neuer Entscheidung sowie subeventuell die Gutheissung der Klage im Betrag von Fr. 3'231'084.50 nebst 7.05 % Zins seit 1. Oktober 1991. Die Beklagte schliesst auf Abweisung der Berufung.
Auf Gesuch der Beklagten ist die Kl�gerin mit Pr�sidialverf�gung vom 10. Februar 2001 aufgefordert worden, eine allf�llig der Beklagten geschuldete Parteientsch�digung mit Fr. 75'000.-- sicher zu stellen. Die Kl�gerin ist dieser Aufforderung fristgerecht nachgekommen.
Mit Eingabe vom 10. Oktober 2003 ersucht die Kl�gerin um Aussetzung des bundesgerichtlichen Verfahrens, da sie am 16. Oktober 2001 gegen den vom Handelsgericht befragten Zeugen D.________ und andere Mitbeteiligte Strafanzeige wegen falschen Zeugnisses eingereicht habe. Nachdem das im November 2001 gestellte Revisionsbegehren abgewiesen worden sei, diene dieses Strafverfahren der Vorbereitung eines neuen Revisionsbegehrens, das die Kl�gerin nach Abschluss des Strafverfahrens einzureichen gedenke.
Gem�ss Art. 57 Abs. 2 OG kann das Bundesgericht seine Entscheidung aussetzen, wenn ein Strafverfahren zur Vorbereitung eines Gesuchs um Wiederherstellung (Revision) anh�ngig ist. Im Gegensatz zur Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens w�hrend der H�ngigkeit einer kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde, eines Erl�uterungsgesuchs oder eines Revisionsbegehrens gem�ss Absatz 1 liegt der Entscheid �ber die Aussetzung des Verfahrens diesfalls im Ermessen des Bundesgerichts. Es stellt dabei nicht nur darauf ab, wie wahrscheinlich eine Verurteilung erscheint, sondern ber�cksichtigt auch, welche Bedeutung die erhobenen Vorw�rfe f�r den Entscheid des Zivilprozesses haben (Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, N. 2 zu Art. 57 OG).
Das mit der Berufung angefochtene Urteil ist beinahe sieben Jahre vor der Stellung des kl�gerischen Begehrens ergangen. In der Zwischenzeit war das bundesgerichtliche Verfahren zuerst wegen der von der Kl�gerin erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde und darauf wegen ihres Revisionsbegehrens sistiert. Wie lange das bereits vor mehr als zwei Jahren eingeleitete Strafverfahren noch dauern wird, ist nicht abzusehen, da daf�r mehrere Angeschuldigte auf dem Rechtshilfeweg einvernommen werden m�ssen. Zudem stehen den Beteiligten in verschiedenen Verfahrensphasen Rechtsmittel zur Verf�gung, welche den Abschluss erheblich verz�gern k�nnen. Das Interesse an einer baldigen Beendigung des bundesgerichtlichen Verfahrens gebietet deshalb, von einer erneuten Aussetzung abzusehen, sofern nicht zwingende Gr�nde dies verlangen. Solche liegen nicht vor. W�hrend des Revisionsverfahrens, das vom Handelsgericht mit Entscheid vom 10. Mai 2002 beendet wurde, hatte D.________ in einer Protokollerkl�rung vom 14. November 2001 ge�ussert, dass er Wort f�r Wort an seiner damaligen Aussage vor Handelsgericht festhalte. Im �brigen hatte das Handelsgericht vom Inhalt der neuen Dokumente, die nun im Strafverfahren den Vorwurf des falschen Zeugnisses st�tzen sollen, bei seinem Entscheid �ber das Revisionsbegehren aufgrund der Angaben der Kl�gerin bereits Kenntnis. Aus diesen Gr�nden ist das Begehren der Kl�gerin um Aussetzung des bundesgerichtlichen Verfahrens abzuweisen.
Das Handelsgericht ist davon ausgegangen, dass das Rechtsverh�ltnis zwischen den Parteien dem schweizerischen Recht untersteht, das auch auf die Fragen der Legalzession gem�ss Art. 401 OR und der Verrechnung anwendbar ist. F�r eine Treuhandanlage von FF 756'000.-- hat es die Aktivlegitimation der Kl�gerin verneint, da es die Voraussetzungen f�r den �bergang der Forderung auf ihren Kunden als erf�llt betrachtete und dieser der Beklagten den Forderungs�bergang angezeigt hatte. F�r die �brigen Treuhandanlagen hat das Handelsgericht die von der Beklagten erkl�rte Verrechnung mit ihren eigenen Forderungen zugelassen. Nach seinen Feststellungen enthielten die der Beklagten im Zusammenhang mit den einzelnen Anlagen zugestellten Dokumente keine direkten Hinweise auf den Treuhandcharakter. Von wesentlicher Bedeutung war f�r das Handelsgericht, dass die Kl�gerin der Beklagten in drei schriftlichen �usserungen ausdr�cklich best�tigt hatte, deren Anlagen bei ihr seien garantiert durch die von ihr platzierten Anlagen bzw. es handle sich bei letzteren um Nostro-Anlagen. Das Handelsgericht hat die Verrechenbarkeit der gegenseitigen Forderungen sodann trotz des Umstandes bejaht, dass diese zum Teil auf verschiedene W�hrungen lauteten. F�r die Umrechnung in Schweizer Franken stellte es mit Ausnahme der Forderungen in GBP bei den am 16. Juni 1989 bereits f�lligen Forderungen auf die Devisenmittelkurse dieses Tages, f�r die sp�ter f�llig werdenden Anlagen auf jene am F�lligkeitstermin ab. Die gegenseitigen Forderungen in GBP wurden demgegen�ber zuerst in Fremdw�hrung belassen und gegeneinander verrechnet mit Umrechnung des verbleibenden Saldos in Schweizer Franken am Tag der letzten F�lligkeit (11. Oktober 1989).
3.1 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht grunds�tzlich an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden. Ausnahmen von dieser Bindung kommen nur in Betracht, wenn die Vorinstanz bundesrechtliche Beweisvorschriften verletzt hat, wenn ihr ein offensichtliches Versehen unterlaufen ist (Art. 63 Abs. 2 OG) oder wenn der von ihr ermittelte Sachverhalt im Hinblick auf die Anwendung des Bundesrechts der Erg�nzung bedarf (Art. 64 OG). Die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder erg�nzt wissen will, hat dar�ber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG; BGE 127 III 248 E. 2c S. 252; 115 II 484 E. 2a S. 485 f., mit Hinweis). Eine Erg�nzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht f�r unerheblich gehalten oder �bersehen worden sind, was wiederum n�her anzugeben ist. Ohne diese Angaben gelten Vorbringen, die �ber die tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil hinausgehen, als neu und sind damit unzul�ssig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 115 II 484 E. 2a S. 485 f.). Erg�nzungen des Sachverhalts haben nur zu erfolgen, soweit sie entscheidwesentliche Tatsachen betreffen. Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung ist im Berufungsverfahren unzul�ssig (BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b S. 13; 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 84 E. 3, je mit Hinweisen).
Eine l�ckenhafte Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz ist kein selbst�ndiger Berufungsgrund. Sie kann gem�ss Art. 52 OG nur dann zur Aufhebung eines Urteils f�hren, wenn in diesem die tats�chlichen Feststellungen fehlen, welche f�r die rechtliche Beurteilung erforderlich sind (Art. 51 Abs. 1 lit. c OG) und der Mangel nicht auf andere Weise behoben werden, insbesondere das Bundesgericht den Sachverhalt nicht selbst erg�nzen kann (Art. 64 Abs. 2 OG). Ebenso wenig kennt das Berufungsverfahren eine selbst�ndige R�ge der Aktenwidrigkeit von tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz. Solche R�gen betreffen grunds�tzlich die Beweisw�rdigung. Art. 63 Abs. 2 OG l�sst bloss die Berichtigung solcher tats�chlicher Feststellungen der Vorinstanz zu, die offensichtlich auf Versehen beruhen. Nach der Rechtsprechung ist dies nur gegeben, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle �bersehen oder unrichtig wahrgenommen hat (BGE 115 II 399 E. 2a S. 399 f.). Zu beachten ist zudem, dass das Gesetz ein offensichtliches Versehen verlangt. Ein solches Versehen kann nur dann angenommen werden, wenn eindeutig und sofort erkennbar ist, dass ein Widerspruch zwischen der vorinstanzlichen Feststellung und dem mit der Berufung bezeichneten Aktenst�ck vorliegt (Poudret, a.a. O., N. 5.3 zu Art. 63 OG).
Die Berufungsschrift der Kl�gerin enth�lt zahlreiche Vorbringen, welche �ber die Feststellungen im angefochtenen Urteil hinausgehen und den genannten Begr�ndungsanforderungen nicht gen�gen. Auf diese Vorbringen ist ebenso wenig einzugehen wie auf die wiederholten R�gen der Aktenwidrigkeit und des offensichtlichen Versehens, soweit sie sich in unzul�ssiger Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung ersch�pfen.
3.2 Die allgemeine Pflicht der Beh�rden, ihren Entscheid zu begr�nden, ist Teil des verfassungsm�ssigen Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Sie gilt auch f�r den Zivilrichter, geh�rt aber nicht dem Bundesprivatrecht an. Ihre Verletzung ist deshalb mit staatsrechtlicher Beschwerde zu r�gen (Art. 43 Abs. 1 OG). Auf die entsprechenden R�gen der Kl�gerin ist nicht einzutreten.
Das Handelsgericht hat die Aktivlegitimation der Kl�gerin bez�glich einer Treuhandanlage von FF 756'000, die sie f�r einen von Rechtsanwalt E.________ vertretenen Kunden bei der Beklagten get�tigt hat, aufgrund der Subrogation gem�ss Art. 401 OR verneint. Nach Auffassung der Kl�gerin soll es dabei in mehrfacher Hinsicht Bundesrecht verletzt haben.
4.1 Voraussetzung der Subrogation des Auftraggebers in die vom Beauftragten gegen�ber einem Dritten begr�ndete Forderung ist, dass er seinerseits allen Verbindlichkeiten aus dem Auftragsverh�ltnis nachgekommen ist (vgl. hinten E. 5.1). Das Handelsgericht hielt fest, die Kl�gerin mache nicht geltend, dass dies beim Kunden dieser Anlage nicht der Fall gewesen sei. Die Kl�gerin r�gt diese Feststellung als aktenwidrig, da sie in ihrer Eingabe vom 13. April 1994 geltend gemacht und dokumentarisch nachgewiesen habe, dass der in Frage stehende Kunde ihr Schuldner gewesen sei. Die Berufung auf die allgemeine Schuldnereigenschaft des Kunden gen�gte indessen nicht. Art. 401 Abs. 1 OR verlangt die Erf�llung der Verpflichtungen aus dem konkreten Auftragsverh�ltnis, das zur Begr�ndung der Forderung gegen�ber dem Dritten gef�hrt hat (Fellmann, Berner Kommentar, N. 37 ff. zu Art. 401 OR). Aus anderen Rechtsverh�ltnissen zwischen den gleichen Parteien herr�hrende Verpflichtungen hindern demgegen�ber den Eintritt der Subrogation nicht. Das von der Kl�gerin bezeichnete Aktenst�ck best�tigt im �brigen, dass es sich bei den von ihr erw�hnten Verpflichtungen des Kunden um solche aus anderen Rechtsverh�ltnissen handelte. Es liegt somit kein offensichtliches Versehen des Handelsgerichts vor, das zu berichtigen w�re.
4.2 Die Kl�gerin r�gt weiter, dass sich auch im Falle der Subrogation nur der Auftraggeber, nicht aber der Drittschuldner auf diese berufen k�nne. Letzterer habe bei Zweifeln �ber die Forderungsberechtigung im Falle eines Pr�tendentenstreites die M�glichkeit, den von ihm geschuldeten Betrag gerichtlich zu hinterlegen. Diese Auffassung ist indessen unhaltbar. Ein Schuldner, von dem eine Leistung verlangt wird, kann stets dem Fordernden entgegenhalten, dass nicht er, sondern ein Dritter aktivlegitimiert sei. Ist seine Auffassung unrichtig, riskiert er allerdings, dass er im Prozess gegen�ber dem Fordernden unterliegt. Zur Vermeidung dieses Risikos erlaubt ihm Art. 168 Abs. 1 OR die gerichtliche Hinterlegung. Nur daf�r sind, wie Fellmann an der von der Kl�gerin zitierten Stelle (Berner Kommentar, N. 78 zu Art. 401 OR) erw�hnt, berechtigte Zweifel an der Person des Gl�ubigers erforderlich. Von einer fehlenden Befugnis des Drittschuldners, sich gegen�ber dem Beauftragten und direkten Vertragspartner auf die erfolgte Subrogation zu berufen, ist dort hingegen nicht die Rede. Unbegr�ndet ist schliesslich der von der Kl�gerin erhobene Einwand des Rechtsmissbrauchs. Ein solcher l�sst sich auch nicht ableiten aus der Antwort der Beklagten auf die Notifikation der erfolgten Subrogation, auf welche die Kl�gerin in Erg�nzung des vom Handelsgericht festgestellten Sachverhalts verweist.
4.3 Die Kl�gerin macht ferner geltend, das Auftragsverh�ltnis mit diesem Kunden habe eine stillschweigende Vereinbarung beinhaltet, dass die Treuhandanlage bei F�lligkeit von ihr neu anzulegen sei. Damit sei die Subrogation stillschweigend ausgeschlossen worden, da sonst f�r eine Wiederanlage auf den Namen der Kl�gerin immer zuerst eine schriftliche R�ckzession an die Beauftragte erforderlich w�re.
Das angefochtene Urteil enth�lt keine Feststellungen �ber den behaupteten Inhalt des Auftragsverh�ltnisses zwischen der Kl�gerin und dem von Rechtsanwalt E.________ vertretenen Kunden. Die Kl�gerin macht auch keine Angaben, wo sie im vorinstanzlichen Verfahren die entsprechenden Behauptungen aufgestellt und welche Beweise sie daf�r beantragt hat. Damit handelt es sich um neue tats�chliche Vorbringen, auf welche im Berufungsverfahren nicht einzugehen ist.
Ebenso wenig kann sich die Kl�gerin auf eine durch Stillschweigen erteilte Inkassovollmacht des Kunden zur Eintreibung der Forderung in eigenem Namen berufen. In BGE 119 II 452 wurde eine solche Inkassovollmacht daraus abgeleitet, dass der mit dem Inkasso beauftragte Vertreter eine auf seinen eigenen Namen lautende Schuldanerkennung erlangt hatte. Das blosse Stillschweigen des Kunden bzw. seines Rechtsvertreters auf das Zirkularschreiben der Kl�gerin vom 11. Oktober 1990 nach erfolgter Notifikation der Subrogation kann dem nicht gleichgesetzt werden. Das Handelsgericht hat damit zu Recht die Aktivlegitimation der Kl�gerin bez�glich der Treuhandanlage von FF 756'000.-- des von Rechtsanwalt E.________ vertretenen Kunden verneint.
Nach Auffassung des Handelsgerichts durfte die Beklagte gegen�ber den Forderungen der Kl�gerin mit ihren Gegenforderungen aus den Anlagen bei der Kl�gerin verrechnen. Die Kl�gerin bestreitet dieses Verrechnungsrecht, da es sich - mit Ausnahme der anerkannten Nostro-Anlagen - um Treuhandanlagen f�r ihre Kunden gehandelt habe, und wirft dem Handelsgericht diesbez�glich verschiedene Rechtsverletzungen vor.
5.1 Gem�ss Art. 401 Abs. 1 OR gehen Forderungsrechte, die der Beauftragte f�r Rechnung des Auftraggebers in eigenem Namen gegen Dritte erworben hat, auf den Auftraggeber �ber, sobald dieser seinerseits allen Verbindlichkeiten aus dem Auftragsverh�ltnis nachgekommen ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts findet Art. 401 OR auch im Treuhandverh�ltnis Anwendung (BGE 115 II 468 E. 2b S. 471; 99 II 393 E. 6 S. 396 ff.). In BGE 117 II 429 E. 3a S. 430 hat das Bundesgericht zwar bemerkt, es lasse sich die Frage stellen, ob die Anwendung der Norm nicht auf diejenigen F�lle zu beschr�nken sei, in welchen die Treuhandschaft sich weitestgehend in einem blossen Auftrag ersch�pfe mit dem Ziel, dem Treugeber raschm�glichst die durch den Treuh�nder erworbenen Rechte zu verschaffen, dagegen f�r echte Treuhandverh�ltnisse, in denen die volle Rechtsmacht bis zur Beendigung der fiducia beim Treuh�nder verbleiben soll, abzulehnen sei. In einem sp�teren Urteil 5C.95/1999 vom 10. September 1999, E. 3, hat es dann aber die zum Ausdruck gebrachten Zweifel als nicht stichhaltig bezeichnet und die uneingeschr�nkte Anwendung von Art. 401 OR auf Treuhandverh�ltnisse best�tigt.
5.2 F�r die Legalzession gem�ss Art. 401 OR gelten die Bestimmungen von Art. 164 ff. OR �ber die rechtsgesch�ftliche Abtretung von Forderungen (BGE 115 II 468 E. 2c S. 471; 99 II 393 E. 8). Hat der Fiduziant seine Verpflichtungen aus dem Treuhandverh�ltnis gegen�ber dem Fiduziar erf�llt, gehen dessen Forderungen gegen Dritte auf ihn �ber und diese k�nnen mit befreiender Wirkung nur noch an ihn leisten, wenn ihnen die Zession angezeigt worden ist. Den Dritten bleiben gem�ss Art. 169 OR alle Einreden aus dem Schuldverh�ltnis zum Fiduziar erhalten (BGE 99 II 393 E. 8a S. 399; Fellmann, a.a.O., N. 70 zu Art. 401 OR; Weber, Basler Kommentar, N. 11 zu Art. 401 OR).
Zu den Einreden, welche dem Dritten erhalten bleiben, geh�rt auch das Recht zur Verrechnung mit Gegenforderungen gegen den Fiduziar (Fellmann, a.a.O., N. 60 zu Art. 401 OR; Gautschi, Berner Kommentar, N. 24e zu Art. 401 OR; Weber, a.a.O., N. 11 zu Art. 401 OR; Bucher, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 2. Aufl., Z�rich 1988, S. 579; Watter, Die Treuhand im Schweizer Recht, ZSR 114/1995 II S. 229). Dieses Verrechnungsrecht kann grunds�tzlich auch dem Fiduzianten entgegen gehalten werden, auf den eine Forderung gem�ss Art. 401 OR �bergegangen ist (BGE 99 II 393 E. 8a S. 399), und zwar nicht nur f�r solche Forderungen des Dritten gegen�ber dem Fiduziar, die mit der Treuhandanlage zusammenh�ngen, sondern auch f�r Forderungen aus anderen Rechtsgr�nden, insbesondere aus Krediten, welche der Dritte dem Fiduziar gew�hrt hat (Urteil des Bundesgerichts C.52/1980 vom 8. Juli 1980, E. 3a, publ. in: Nobel, Praxis zum �ffentlichen und privaten Bankenrecht der Schweiz, Erg�nzungsband, Bern 1984, S. 204 ff.). Indessen gestehen Lehre und Rechtsprechung das Verrechnungsrecht nur dem gutgl�ubigen Dritten zu, welcher den Treuhandcharakter der Forderung nicht kannte und nicht kennen musste (zit. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juli 1980, E. 3b; Guggenheim, Die Vertr�ge der Schweizerischen Bankpraxis, 3. Aufl., Z�rich 1986, S. 265; Watter, a.a.O., ZSR 114/1995 II S. 229; Giovanoli, Les op�rations fiduciaires au regard du droit suisse: bilan, strat�gies et perspectives, in: Droit et pratique des op�rations fiduciaires en Suisse, Lausanne 1994, S. 203 ff.; Martin Hatebur, Die Treuhandanlage, ein fiduziarisches Bankgesch�ft, Diss. Basel 1992, S. 134 ff.; Urteil der Cour de justice civile du canton de Gen�ve vom 20. M�rz 1992, E. 8, zusammengefasst bei Cuendet, Un arr�t genevois: rapports fiduciaires et bonne foi en affaires, in: Der Schweizer Treuh�nder 1993 S. 100 f.; gegen die Einschr�nkung auf gutgl�ubige Dritte de lege lata hingegen Pierre Helg, Le placement et le cr�dit fiduciaires en droit suisse, Diss. Genf 1982, S. 338; Th�venoz, La fiducie, Cendrillon du droit suisse, ZSR 114/1995 II S. 289 und 329 ff.).
Die Zul�ssigkeit der Verrechnung und die M�glichkeit ihrer Beschr�nkung haben auch in der Bankengesetzgebung Niederschlag gefunden. Mit Wirkung ab 1. Januar 1990 ist in Art. 44 der Verordnung vom 17. Mai 1972 �ber die Banken und Sparkassen (SR 952.02) unter lit. g die Bestimmung eingef�gt worden, dass die bankengesetzlichen Revisionsstellen in den Revisionsberichten jeweils Stellung zu nehmen haben zur Angemessenheit des Schutzes der Treugeber vor dem Risiko der Verrechnung ihrer Guthaben mit Forderungen des Empf�ngers des Treuhandgesch�ftes gegen die Bank. Damit wird vorausgesetzt, dass solche Schutzvorkehren m�glich sind, wozu unter anderem die Aufdeckung des Treuhandcharakters der Anlagen gez�hlt wird (Schweizerische Bankiervereinigung, Empfehlungen betreffend Treuhandgesch�fte vom 22. Juni 1993, Ziff. III.1.b, in: Bank- und Finanzmarktrecht 2003 Nr. 45-8; ebenso Giovanoli, a.a.O., S. 206 f.; Hatebur, a.a.O., S. 136).
Bisher nicht gekl�rt ist allerdings die dogmatische Begr�ndung der Differenzierung zwischen "gutgl�ubigen" und solchen Dritten, die vom Treuhandcharakter der Anlagen wissen. Im zweiten Fall kommt in der Regel die Annahme eines stillschweigend vereinbarten Verrechnungsausschlusses zwischen dem Fiduziar und dem Dritten in Frage (so das zit. Urteil der Cour de justice civile de Gen�ve vom 20. M�rz 1992, E. 8c). Der Schuldner hat die Befugnis, auf die Verrechnung zu verzichten (Art. 126 OR). Ein solcher Verzicht kann auch stillschweigend oder konkludent erfolgen, wobei das Verhalten des Schuldners nach dem Vertrauensprinzip auszulegen ist (BGE 87 II 24 E. 2 S. 26 mit Hinweisen). Ein konkludenter Verrechnungsverzicht kann sich daraus ergeben, dass der Schuldner weiss, dass der Gl�ubiger dessen Leistung f�r einen Zweck verwenden will, welcher eine tats�chliche Erf�llung verlangt (Aepli, Z�rcher Kommentar, N. 30 zu Art. 126 OR). Eine solche Situation liegt bei Treuhandanlagen im Interbankengesch�ft vor, deren Verwendbarkeit als Anlageinstrument davon abh�ngt, dass keine Verrechnung durch die Drittbank erfolgt. Diesfalls verlangen die Natur des Gesch�fts und die allgemeine Pflicht zum Handeln nach Treu und Glauben (Art. 2 Abs. 1 ZGB) einen Verrechnungsverzicht.
5.3 Nach den Feststellungen des Handelsgerichts fanden sich in den Dokumenten, die im Zusammenhang mit den Geldanlagen zwischen der Kl�gerin und der Beklagten ausgetauscht wurden, keine Hinweise darauf, dass es sich dabei um Treuhandanlagen f�r Kunden der Kl�gerin handle. Dies im Unterschied zu den Best�tigungen, welche die Kl�gerin ihren Kunden zukommen liess, in welchen sie die Anlagen ausdr�cklich als "fiduciary time deposit" bezeichnete. Diese Diskrepanz weckte beim Handelsgericht gewisse Zweifel an der Lauterkeit der Absichten der Kl�gerin. In der Berufungsschrift verweist die Kl�gerin allerdings auf die Zeugenaussage ihrer Angestellten F.________, die meinte, bei den telefonischen Kontakten mit der Beklagten regelm�ssig von "d�p�t fiduciaire" gesprochen zu haben. Die diesbez�glichen Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil zeigen aber, dass das Handelsgericht diesen Sachumstand nicht als bewiesen betrachtete, was als Frage der Beweisw�rdigung der �berpr�fung durch das Bundesgericht entzogen ist. Auch in den Akten, auf welche die Kl�gerin an den bezeichneten Stellen ihrer Rechtsschriften verweist, findet sich kein ausdr�cklicher Hinweis auf den Treuhandcharakter der Anlagen. Entgegen ihren Ausf�hrungen ergibt sich eine entsprechende Kenntnis der Beklagten auch nicht aus der von G.________, dem Sachbearbeiter der Beklagten, ausgestellten schriftlichen Best�tigung vom 29. November 1991. Damit wird vielmehr ausdr�cklich verneint, dass die Kl�gerin je auf den Treuhandcharakter hingewiesen habe. Die Behauptung der Kl�gerin, der Charakter als Treuhandanlagen f�r Kunden sei der Beklagten zu Beginn der Gesch�ftsbeziehung schriftlich und in der Folge m�ndlich kundgetan worden, steht somit im Widerspruch zu den f�r das Bundesgericht verbindlichen tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz und ist deshalb unbeachtlich.
Die Kl�gerin macht ferner geltend, der Treuhandcharakter sei f�r die Beklagte aus den Spezifikationen der Anlagen (St�ckelung, Zinssatz) und dem Weg der Abwicklung erkennbar gewesen. Treuhandanlagen w�rden oft auf ganz unregelm�ssige Kapitalbetr�ge lauten, Nostro-Anlagen hingegen fast immer auf runde Summen, meist in Einheiten von 100'000 oder einem Mehrfachen davon. Als aktenwidrig r�gt die Kl�gerin in diesem Zusammenhang die Feststellung des Handelsgerichts, dass letzteres gerade bei den beiden Anlagen, welche nach kl�gerischer Darstellung Nostro-Anlagen gewesen seien, nicht zutreffe. Bez�glich der Anlage von 200'000 Franken ist die Feststellung des Handelsgerichts tats�chlich unzutreffend, was f�r sich allein aber nicht ausschlaggebend ist. Nicht zu beanstanden ist n�mlich die Feststellung bez�glich der anderen Anlage von USD 55'000, bei welcher das Handelsgericht zu Recht festh�lt, dass sie dem Einteilungsschema der Kl�gerin nicht entspricht. Aus den Akten, auf welche die Kl�gerin an den bezeichneten Stellen ihrer Rechtsschriften verweist, ergibt sich nur, dass einzelne Anlagen auf ungerade Betr�ge lauteten, was von der Wiederanlage des Zinses aus einer vorangegangenen Anlage herr�hren kann, w�hrend andere Anlagen auf Hunderttausende der betreffenden W�hrungseinheit lauteten. Beweisantr�ge daf�r, dass aus dem jeweiligen Betrag der Anlage auf deren Charakter als Treuhand- oder Nostro-Anlage geschlossen werden musste, fehlen indessen an den von der Kl�gerin angegebenen Aktenstellen, sodass das Handelsgericht zu Recht nicht darauf abgestellt hat. Das Gleiche gilt f�r die Behauptungen der Kl�gerin bez�glich der Schl�sse aus der H�he des Zinssatzes und der bankinternen Stelle, �ber welche die technische Abwicklung der Anlagen erfolgte. Da zu diesen Punkten Beweisantr�ge ihrerseits ebenfalls fehlten, liegt entgegen ihrer Auffassung auch keine antizipierte Beweisw�rdigung vor.
5.4 Das Handelsgericht hat bei der Beurteilung der Zul�ssigkeit der Verrechnung vor allem auf drei schriftliche Erkl�rungen der Kl�gerin vom 4. und 5. Mai sowie vom 31. Oktober 1988 abgestellt. Diese lauteten wie folgt:
- Telex der Kl�gerin an die Beklagte vom 4. Mai 1988:
"R�f�rence call 48 heures de pr�avis
Suite � notre entretien t�l�phonique avec G.________ nous vous confirmons l'arrangement suivant.
A.________SA s'engage � couvrir ses emprunts aupr�s de votre �tablissement jusqu'� la concurrence de ses d�p�t en USD Dollars 48 heures avec une marge de 1/8 %
Le taux d'int�r�ts qui sera r�ajust� sur vos call 48 heures provoquera automatiquement un changement de taux d'int�r�t de placements aupr�s de notre �tablissement"
- Telex der Kl�gerin an die Beklagte vom 5. Mai 1988:
"R�f�rence notre telex du 04-mai-88 avec test 17-2356 entre H.________ et nous-m�mes, nous confirmons que les d�p�ts que vous placerez chez nous sont garantis par les placements que nous avons avec vous."
- Schreiben der Kl�gerin an die Beklagte vom 31. Oktober 1988:
Par la pr�sente nous vous confirmons que les diff�rents d�p�ts que nous avons aupr�s de votre �tablissement sont des avoir "NOSTRO".
Das Handelsgericht leitete daraus ab, dass bei der Beklagten eine gewisse Unsicherheit bez�glich der Frage vorgelegen habe, ob die von der Kl�gerin bei ihr get�tigten Anlagen als Sicherheit f�r die eigenen Kredite zur Verf�gung st�nden, und sie deshalb eine Kl�rung angestrebt habe. Aufgrund der von der Kl�gerin erhaltenen ausdr�cklichen und klaren Best�tigungen habe sie dann davon ausgehen d�rfen, dass die gegenseitigen Forderungen verrechenbar seien.
5.4.1 Die Kl�gerin wendet ein, die erw�hnten Erkl�rungen h�tten sich nur auf die Interbank-Beziehungen, das heisst die gegenseitigen Nostro-Anlagen, nicht aber auf Treuhandanlagen bezogen. Sie wirft dem Handelsgericht eine Verletzung des Rechts auf Zulassung zum Beweis (Art. 8 ZGB) vor. Dabei unterl�sst sie aber genauere Angaben, welche Beweise sie f�r die von ihr behauptete Einschr�nkung im kantonalen Verfahren beantragt haben will. Der blosse Hinweis auf Abschnitte ihrer Replikschrift, die jeweils mehrere Seiten umfassen, gen�gt daf�r nicht. Gem�ss Art. 55 Abs. 1 lit. c OG ist in der Begr�ndung der Antr�ge darzulegen, welche Bundesrechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt werden. Wird eine Verletzung des Rechts auf Zulassung zum Beweis ger�gt, geh�rt dazu, dass in der Begr�ndung auch dargelegt wird, welche konkreten Beweisantr�ge gestellt und vom kantonalen Richter in Verletzung von Art. 8 ZGB �bergangen worden sind. Auf die R�ge ist damit nicht einzutreten.
5.4.2 Die Kl�gerin macht weiter geltend, die drei Erkl�rungen m�ssten zusammenh�ngend ausgelegt werden, und wirft dem Handelsgericht eine Verletzung des f�r die Vertragsauslegung geltenden Vertrauensprinzips vor. Indessen ist dem Handelsgericht nicht entgangen, dass sich die sp�teren Erkl�rungen jeweils auf die fr�heren beziehen. Welche Folgerungen sich daraus f�r die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip ergeben sollen, wird von der Kl�gerin im �brigen nicht n�her dargelegt.
Der Telex vom 4. Mai 1988 spricht von der Deckung von der Kl�gerin gew�hrten Darlehen (emprunts) durch Gegenanlagen der Kl�gerin bei der Beklagten. Im Telex vom 5. Mai 1988 best�tigt die Kl�gerin dann der Beklagten ohne Einschr�nkung, dass die Anlagen (d�p�ts) der Beklagten bei ihr garantiert seien durch ihre Anlagen (placements) bei der Beklagten. Das Wort "garantiert" ist dabei juristisch unspezifisch als "gesichert" zu verstehen. Aufgrund der beidseitigen Anlagen kommt rechtlich daf�r einzig die Sicherung durch die M�glichkeit der Verrechnung in Betracht. Das Schreiben vom 31. Oktober 1988 nimmt dann ausdr�cklich Bezug auf den Telex vom 5. Mai 1988 und best�tigt f�rmlich, dass es sich bei den Anlagen der Kl�gerin um Nostro-Anlagen handle. Damit hat die Kl�gerin implizit die Verrechenbarkeit erneut best�tigt.
Die Kl�gerin st�tzt sich demgegen�ber auf den Absatz 2 des Briefes vom 31. Oktober 1988, in welchem sie schrieb, die verschiedenen Betr�ge seien von ihren Kunden zu ihren Gunsten f�r Handelsgesch�fte verpf�ndet worden. Sie erblickt darin einen Widerspruch zum Absatz 1 der gleichen Mitteilung, da solche Mittel offensichtlich nicht Nostro-Anlagen seien. Ob banktechnisch zwingend ein solcher Widerspruch vorliegt, kann dahingestellt bleiben. Nachdem die Beklagte am 4. und 5. Mai 1988 eine uneingeschr�nkte Best�tigung erhalten hatte, dass ihre Anlagen bei der Kl�gerin gesichert seien, musste sie nach Treu und Glauben nicht damit rechnen, dass die sp�ter in der gleichen Sache verlangte Pr�zisierung in sich widerspr�chlich sei und einesteils die abgegebene Best�tigung bekr�ftige, im Nachsatz aber verklausuliert festhalte, die rechtlichen Voraussetzungen einer solchen Sicherung w�rden fehlen. H�tte die Kl�gerin im Schreiben vom 31. Oktober 1988 auf den Treuhandcharakter ihrer Anlagen hinweisen wollen, so h�tte sie nach Treu und Glauben diese nicht als Nostro-Anlagen bezeichnen d�rfen, sondern ausdr�cklich festhalten m�ssen, dass es sich um Treuhandanlagen von Kunden handle. Das Handelsgericht hat deshalb zu Recht angenommen, bei einer Auslegung nach dem Vertrauensprinzip habe die Beklagte das Schreiben der Kl�gerin vom 31. Oktober 1988 dahingehend verstehen d�rfen, dass die Kl�gerin ihr den Nostro-Charakter ihrer Anlagen best�tige, womit die Verrechenbarkeit gegeben sei.
Keine massgebliche Bedeutung kommt dem beil�ufigen Hinweis des Handelsgerichts auf eine eigene wirtschaftliche Berechtigung der Bank an den in Absatz 2 erw�hnten Kundengeldern zu. Bei Treuhandanlagen von Kunden ist das Verrechnungsrecht der Drittbank nicht kraft der wirtschaftlichen Berechtigung des Fiduziars ausgeschlossen, sondern weil bei Entgegennahme solcher Gelder in Kenntnis des Treuhandcharakters unter Banken nach Treu und Glauben ein stillschweigender Verrechnungsverzicht anzunehmen ist (vgl. vorne E. 5.2). Damit ist auch unerheblich, ob der von der Kl�gerin in Absatz 2 des Schreibens erw�hnte Sachverhalt eine wirtschaftliche Berechtigung der Kl�gerin begr�ndete. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass die Kl�gerin ihre Anlagen in Absatz 1 ausdr�cklich als Nostro-Anlagen bezeichnet hat und die Beklagte nach Treu und Glauben nicht annehmen musste, mit dem weiteren Hinweis in Absatz 2 wolle ihr die Kl�gerin gerade das Gegenteil dartun. Die R�gen der Kl�gerin bez�glich ihrer vom Handelsgericht erw�hnten wirtschaftlichen Berechtigung stossen damit ins Leere.
F�r diese Auslegung nach dem Vertrauensprinzip sprechen auch die Umst�nde, die zum Schreiben der Kl�gerin vom 31. Oktober 1988 gef�hrt haben. Nach den Feststellungen des Handelsgerichts kam der Anstoss dazu vom "Controller" der Beklagten (D.________), der bei einer internen Kontrolle des Dossiers bem�ngelt hatte, dass die Erkl�rung vom 5. Mai 1988 lediglich in der Form eines Telex ohne Unterschrift vorliege, was die Rechtsverbindlichkeit beeintr�chtigen k�nnte. Mit der firmenm�ssig unterzeichneten Erkl�rung vom 31. Oktober 1988 war dieses Anliegen dann befriedigt. Die Behauptung der Kl�gerin, der Wortlaut dieser Erkl�rung stamme von der Beklagten selbst, wurde nach der Feststellung des Handelsgerichts durch das Ergebnis des Beweisverfahrens nicht gest�tzt. Diese auf Beweisw�rdigung beruhende tats�chliche Feststellung ist f�r das Bundesgericht verbindlich. Die von der Kl�gerin dagegen vorgebrachten Einwendungen sind nicht zu h�ren. Das Handelsgericht hat somit zu Recht angenommen, dass die Beklagte keine Kenntnis vom Treuhandcharakter der Anlagen der Kl�gerin bei ihr hatte.
Die Kl�gerin r�gt weiter, das Urteil des Handelsgerichts verstosse bez�glich der vorgenommenen Verrechnungen in verschiedener Hinsicht gegen die Art. 120 ff. OR.
6.1 Nach Auffassung der Kl�gerin liegt f�r ihre Anlagen in anderen W�hrungen als USD gar keine Verrechnungserkl�rung der Beklagten vor und fehlt bei dieser auch der Wille zur Verrechnung. Das Handelsgericht stellt demgegen�ber ohne Einschr�nkung fest, dass die Beklagte am 14. Juni 1989 die Verrechnung ihrer auf 48 Stunden k�ndbaren Forderungen mit den ebenfalls auf 48 Stunden k�ndbaren Gegenforderungen der Kl�gerin sowie die Verrechnung der �brigen Forderungen auf den Zeitpunkt ihrer jeweiligen F�lligkeit erkl�rt hat. Weshalb sich diese Erkl�rung nicht auf alle W�hrungen bezogen haben soll, wird von der Kl�gerin nicht dargelegt. Selbst wenn die Beklagte - wof�r allerdings eine Feststellung im angefochtenen Urteil fehlt - im Konkurs der Kl�gerin dann eine Forderung in USD angemeldet hat, bei welcher noch keine Verrechnung mit den Anlagen der Kl�gerin in anderen W�hrungen erfolgt ist, ergibt sich daraus nichts zu ihren Gunsten. Wie die Kl�gerin selbst erw�hnt, wurde dabei in der Forderungsanmeldung ausdr�cklich auf die Sicherung durch fr�here Anlagen in anderen W�hrungen hingewiesen.
Die R�ge der Kl�gerin, das Handelsgericht habe diese Feststellung getroffen ohne Abnahme der von ihr beantragten Beweise und damit Art. 8 ZGB verletzt, ist nicht zu h�ren, da in der Berufungsschrift jegliche Angaben fehlen, welche konkreten Beweise die Kl�gerin dazu beantragt haben will (vgl. vorne E. 5.4.1). Ebenso ist nicht einzugehen auf ihre R�ge einer angeblichen Aktenwidrigkeit, die bloss eine Kritik an der Beweisw�rdigung des Handelsgerichts darstellt. Dass die Verrechnungserkl�rung vom 14. Juni 1989 von der Beklagten abgegeben wurde, bevor ein Teil der Anlagen der Kl�gerin f�llig war, wird von ihr nicht beanstandet, sodass auf diesen Punkt nicht weiter einzugehen ist. Die Verrechnung wurde im �brigen auch im Prozess vor dem Handelsgericht in der Klageantwort noch einmal ausdr�cklich f�r alle gegenseitigen Forderungen in allen W�hrungen erkl�rt.
6.2 Die Kl�gerin wendet sich weiter gegen die Verrechnung gegenseitiger Forderungen, welche auf verschiedene W�hrungen lauteten, und verneint diesbez�glich die von Art. 120 Abs. 1 OR verlangte Gleichartigkeit der Forderungen.
Die Verrechnung von Forderungen mit unterschiedlicher W�hrung ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zul�ssig, ausser wenn eine Effektivleistung vereinbart ist (BGE 63 II 383 E. 5 S. 391 ff.; Peter, Basler Kommentar, N. 10 zu Art. 120 OR; Aepli, Z�rcher Kommentar, N. 64 ff. zu Art. 120 OR; Henn, Die Verrechnung von Fremdw�hrungsforderungen nach schweizerischem Obligationenrecht, ZSR 1958 I S. 142 ff.; mit Bedenken Weber, Berner Kommentar, N. 364 f. zu Art. 84 OR; ebenfalls einschr�nkend Kleiner, Internationales Devisen-Schuldrecht, Z�rich 1985, Rz. 22.66 ff.). Eine weitere - hier unstreitig vorliegende - Voraussetzung ist die Existenz eines Umrechnungskurses zwischen den jeweiligen W�hrungen. Die Kl�gerin macht keine Gr�nde geltend, weshalb von diesen Grunds�tzen abgewichen werden sollte. Entgegen ihrer Auffassung findet sich im Urteil C.52/1980 vom 8. Juli 1980 keine Abweichung. Die von ihr zitierte Stelle (E. 2 S. 9) bezieht sich gem�ss dem Sachzusammenhang nicht auf die Frage der Gleichartigkeit der Forderungen, sondern auf das depositarrechtliche Kompensationsverbot von Art. 125 Ziff. 1 OR. Nur erg�nzend wurde dort darauf hingewiesen, dass auch die massgeblichen Allgemeinen Gesch�ftsbedingungen eine Verrechnungsm�glichkeit generell und unabh�ngig von der W�hrung vors�hen, was aber nicht eine notwendige Voraussetzung f�r die Zulassung der Verrechnung darstellte.
Das Handelsgericht h�lt fest, im Interbankenverkehr sei generell davon auszugehen, dass Effektivit�t vereinbart sei. Die Kl�gerin habe aber im Telex vom 5. Mai 1988 ausdr�cklich und ohne Einschr�nkungen best�tigt, dass die Forderungen der Beklagten durch die bei ihr get�tigten Anlagen gesichert seien. Eine solche Sicherstellung ergab sich rechtlich nur �ber die Verrechnungsm�glichkeit (vgl. vorne E. 5.4.2). Die Sicherstellungsfunktion konnten die in diversen W�hrungen bestehenden Anlagen der Kl�gerin indessen nur erf�llen, wenn die Verrechnungsm�glichkeit ohne R�cksicht auf die Verschiedenheit der W�hrungen bestand. Mit dieser Best�tigung hat die Kl�gerin somit nach dem Vertrauensprinzip gegen�ber der Beklagten die Verrechnungsm�glichkeit unabh�ngig von den jeweiligen W�hrungen anerkannt.
6.3 Die Kl�gerin beanstandet auch den vom Handelsgericht angewendeten Umrechnungskurs. Nach ihrer Auffassung m�sste auf den Tag ihres Arrestbegehrens abgestellt werden, w�hrend das Handelsgericht - abgesehen von den Anlagen in GBP - f�r die bereits f�lligen Forderungen auf die Devisenmittelkurse vom 16. Juni 1989 und f�r die sp�ter f�llig werdenden Anlagen auf jene am F�lligkeitstermin abgestellt hat. Die Kl�gerin legt nicht dar, inwieweit sich aufgrund des von ihr als massgeblich betrachteten Zeitpunktes f�r die Umrechnung eine h�here Forderung zu ihren Gunsten ergeben w�rde. Fehlt in diesem Punkt aber eine gen�gende Begr�ndung der Berufung, kann das angefochtene Urteil insoweit nicht �berpr�ft werden.
6.4 F�r die rechnerische Ermittlung des Saldos, der sich aus der Verrechnung der diversen Anlagen ergibt, hat das Handelsgericht auf eine separate Zusammenstellung verwiesen, die von einer schweizerischen Bank erstellt wurde und welche das Gericht in seinen Erw�gungen zum integrierenden Bestandteil des Urteils erkl�rt hat. Die Kl�gerin wirft dem Handelsgericht eine Verletzung der Begr�ndungspflicht im Sinne von Art. 51 Abs. 1 lit. c OG vor und bezeichnet die betreffende Beilage als Nichturteil.
Wie ein kantonales Urteil zu entstehen und welche �ussere Form es aufzuweisen hat, ist grunds�tzlich eine Frage des kantonalen Prozessrechts, mit welchem sich das Bundesgericht im Berufungsverfahren nicht zu befassen hat (Art. 43 OG). Art. 51 OG enth�lt im �brigen keine Bestimmung, welche es ausschliessen w�rde, dass das kantonale Gericht f�r umfangreiche Zusammenstellungen und Berechnungen auf ein separates Schriftst�ck verweist, das es zum integrierenden Bestandteil seines Urteils erkl�rt.
Mit einer solchen Erkl�rung macht das kantonale Gericht den Inhalt des betreffenden Dokumentes zu seiner eigenen Aussage unabh�ngig davon, wer der urspr�ngliche Verfasser des Dokumentes war. Der Vorwurf, es fehle diesbez�glich eine Mitwirkung des Gerichts ist deshalb auch sachlich unzutreffend.
6.5 Die Kl�gerin r�gt schliesslich, dass das Urteil des Handelsgerichts einen offensichtlichen Rechnungsfehler enthalte, indem drei Treuhandanlagen von insgesamt GBP 114'000.--, die Gegenstand ihrer Klage bildeten, bei der Berechnung des Saldos aus den Verrechnungen nicht ber�cksichtigt worden seien. Sie sieht darin ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. d OG, das vom Bundesgericht gem�ss Art. 64 Abs. 2 OG korrigiert werden k�nne.
Wie bereits er�rtert wurde (vorne E. 3.1), muss ein offensichtliches, das heisst insbesondere ein eindeutig und sofort erkennbares Versehen vorliegen. Das ist hier nicht der Fall. Aus einem Vergleich der von der Kl�gerin angerufenen Aktenst�cke (Aufstellung s�mtlicher Treuhandanlagen nach Kunden geordnet) mit Seite 2 von act. 144 ergibt sich nicht ohne weiteres, dass dem Handelsgericht das behauptete Versehen unterlaufen ist. In der Berufungsschrift wird denn auch erw�hnt, dass die Kl�gerin aufgrund einer Analyse von act. 144 zum Ergebnis gekommen ist, die erw�hnten Kundengelder seien nicht ber�cksichtigt worden. Gen�gt aber kein einfacher Vergleich zur Konstatierung des behaupteten Versehens, sondern ist dazu eine - von der Kl�gerin im �brigen inhaltlich nicht substantiierte - Analyse der vorinstanzlichen Feststellungen notwendig, scheidet ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. d OG aus, womit f�r das Bundesgericht kein Anlass besteht, in diesem Punkt korrigierend in die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz einzugreifen.
Die Kl�gerin beanstandet das Urteil des Handelsgerichts schliesslich auch bez�glich der H�he des ihr zugesprochenen Verzugszinses.
7.1 Das Handelsgericht hat den Verzugszins zu 5 % gem�ss Art. 104 Abs. 1 OR zugesprochen. Den f�r die einzelnen Anlagen zwischen den Parteien vereinbarten Zinssatz betrachtete es als nicht massgeblich, da er jeweils bloss f�r die jeweilige Laufzeit der Anlagen gegolten habe und marktabh�ngig gewesen sei. Die in der Folge jeweils g�ltigen LIBOR-S�tze seien hingegen nicht substantiiert behauptet.
Sind durch Vertrag direkt oder indirekt h�here Zinsen als 5 % ausbedungen worden, so k�nnen sie gem�ss Art. 104 Abs. 2 OR auch w�hrend des Verzuges gefordert werden. Im Unterschied zum Verzugszins gem�ss Art. 104 Abs. 3 OR ist der Verzugszinssatz gem�ss Abs. 2 wie der gesetzliche Zinssatz von Abs. 1 ein starrer Zinsfuss, welcher auf die Schwankungen der Marktzinsen keine R�cksicht nimmt (vgl. Weber, Berner Kommentar, N. 67 ff. zu Art. 104 OR). Er ist im Unterschied zum Zinssatz gem�ss Abs. 3 vergangenheitsbezogen. Der Gesetzgeber hat damit - wie auch mit dem gesetzlichen Zinssatz von Abs. 1 - in Kauf genommen, dass der geschuldete Verzugszins allenfalls h�her liegt als der w�hrend des Verzugs geltende Marktzins. Darin kommt das dem Verzugszins innewohnende p�nale Element zum Ausdruck. Die sich aus Art. 104 OR ergebende gesetzliche Festlegung der H�he des Verzugszinses l�sst sich weder durch den Nachweis ersch�ttern, dass der Gl�ubiger w�hrend der Verzugszeit keinen oder geringeren Nutzen gezogen h�tte, noch richterlich erm�ssigen (Weber, Berner Kommentar, N. 36 zu Art. 104 OR). �bersteigt der vom Gl�ubiger erlittene Versp�tungsschaden die H�he des gesetzlich geschuldeten Verzugszinses, ist demgegen�ber der Schuldner gem�ss Art. 106 OR auch zum Ersatz dieses Schadens verpflichtet, sofern er nicht beweist, dass ihm keinerlei Verschulden zur Last f�llt (BGE 123 III 241 E. 4b S. 245).
Die Restforderung, die sich nach der Verrechnung zugunsten der Kl�gerin ergibt, resultiert aus ihren Anlagen bei der Beklagten, f�r welche die Parteien vertraglich einen bestimmten Zinssatz festgelegt hatten. Der Verzugszins richtet sich somit gem�ss Art. 104 Abs. 2 OR nach dem seinerzeitigen vertraglichen Zinssatz. Dabei besteht allerdings die Schwierigkeit, dass f�r die einzelnen Anlagen unterschiedliche Zinss�tze galten und diese zudem von der W�hrung abh�ngig waren. Nicht mit Art. 104 Abs. 2 OR vereinbar ist hingegen die Auffassung des Handelsgerichts, diese Zinss�tze seien unter dem Gesichtspunkt von Art. 104 Abs. 2 OR nicht massgeblich, da sie auf die Laufzeit der Anlagen beschr�nkt und marktabh�ngig gewesen seien.
Die Kl�gerin hat in der Klageschrift auf gleichzeitig eingereichte Zusammenstellungen der in den verschiedenen W�hrungen geltenden LIBOR-Zinss�tze f�r die Monate Januar 1989 bis September 1991 verwiesen. Daraus sind indessen die vertraglichen Zinss�tze, welche f�r die einzelnen Anlagen, die Gegenstand der Klage bilden, gegolten haben, nicht ersichtlich. Nach den Angaben der Kl�gerin entspricht der geforderte Durchschnittssatz von 7.05 % dem gewichteten Durchschnitt f�r Anlagen in den verschiedenen relevanten W�hrungen per 1. Oktober 1991. Der Art. 104 Abs. 2 OR entsprechende h�here vertragliche Zinssatz ist damit tats�chlich ungen�gend substantiiert. An der angegebenen Stelle in der Klageschrift hat die Kl�gerin dazu auch keine Beweise beantragt. Ihr Vorwurf, das Handelsgericht habe ihr Recht auf Zulassung zum Beweis (Art. 8 ZGB) verletzt, erweist sich damit als unbegr�ndet.
7.2 Entsprechend dem gestellten Rechtsbegehren hat das Handelsgericht der Kl�gerin Verzugszins ab 1. Oktober 1991 zugesprochen, obwohl nach seiner Feststellung die Beklagte von ihr bereits mit Schreiben vom 12. Juni 1990 in Verzug gesetzt worden ist. Entgegen dem Vorwurf der Kl�gerin ist die Feststellung des Handelsgerichts, sie habe erst ab 1. Oktober 1991 Verzugszins gefordert, selbst dann nicht aktenwidrig, wenn sie nach ihrer Darstellung in der Klageschrift den Zins bis zu diesem Datum zum Kapital geschlagen und somit im Forderungsbetrag von Fr. 27'423'906.70 eingerechnet hat. An welcher Stelle der Klageschrift sie auf diese Berechnungsart hingewiesen hat, wird von ihr nicht angegeben. Diese Berechnungsart w�rde im �brigen gegen Art. 105 Abs. 3 OR verstossen, wonach von Verzugszinsen keine Verzugszinsen berechnet werden d�rfen. Hat die Kl�gerin erkennbar erst ab 1. Oktober 1991 Verzugszins gefordert, entspricht es der Dispositionsmaxime, dass das Handelsgericht ihr trotz fr�herer Inverzugsetzung erst ab diesem Datum Verzugszins zugesprochen hat. Die Beanstandungen der Kl�gerin erweisen sich damit auch in diesem Punkt als unbegr�ndet.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist die Gerichtsgeb�hr der Kl�gerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG), welche die Beklagte f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen hat (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG). Die Parteientsch�digung ist der Beklagten von der Bundesgerichtskasse aus dem sicher gestellten Betrag auszuzahlen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 40'000.-- wird der Kl�gerin auferlegt.
Die Kl�gerin hat die Beklagte f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 50'000.-- zu entsch�digen.