Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/77175,480.html
Timestamp: 2019-02-19 11:45:53
Document Index: 213398546

Matched Legal Cases: ['§ 54', '§ 989', '§ 992', '§ 823', '§ 826', '§ 951', '§105', '§ 105', '§ 929', '§ 929', '§ 929']

Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3, 4, 5 ... 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53 Weiter
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 12:43:57 Titel:
der T müsste bösgläubig od grob fahrlässig handeln...d.h.die im verkehr erforderliche sorgfalt mißachten...siehe kommentare zu 932 II
somit ist er als bösgläubig einzustufen
desweiteren ist die vertreterstellung des T zu prüfen.
man geht ja grds von 164 ff BGB aus...hier kommt evt sogar eine handlungsvollmacht nach § 54 HGB in betracht...
dennoch ist er für den S tätig in einem ihm zugewiesenen gebiet.
und somit stellt sich dann die frage der zurechnung der bösgläubigkeit...
166/831 analog...so od so wird aber das handeln des besitzdieners dem besitzherrn zugerechnet, so dass der S im fall haften muss.
ich sehe im 4. teil folgende ansprüche plus goA
I.	aus §§ 989, 990
II.	aus §§ 992, 823 I
III.	aus § 823 I
IV.	aus § 826
V.	aus §§ 951 I 1, 812 I, 818
hat jetzt jemand zum 3.teil einige infos...?
das geschäft mit dem u ist ja zunächst wirksam nach §105a
somit scheitert ja der 985, da g kein eigentum mehr an dem geld...
könnten aber unter 105a S.2 evt noch die gespritzten erdebeeren zu subsumieren sein??
nur wie wirkt es sich auf das geschäft aus, dass die erdbeeren hinter e´s zaun gepflückt worden?
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 13:00:14 Titel:
An für sich haben die Früchte in Frage 4 doch einen Sachmangel oder sehe ich das falsch?
Nur wie wirkt sich das im Rahmen des § 105a aus?
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 13:13:10 Titel:
hab leider mit der aufgabe noch gar nicht angefangen und da kam mir bereicherungsrecht in den sinn... Bin gerade beim Behindi, der mir reichlich kopfschmerzen bereitet und mir aufm Sack rumtanzt ... aufg. 3
Danke aber für den Tip... komme gleich zu Frage 4....
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 13:15:13 Titel:
ja schon...aber schuldrechtliche erwägungen haben ja in diesem zusammenhang gar nichts verloren, dachte ich, und hab ich irgendwo gelesen...
es geht ja vornehmlich um den 985er
im rahmen des 105a wird lediglich fingiert, dass leistung und gegenleistung wirksam sind...somit wird zwar nicht der vertrag wirksam, aber die empfangenen leistungen können nicht nach 812 zurückverlangt werden.
fraglich ist dann, ob 105a die fähigkeit hat, eigentum zu begründen...
und zu diesem thema gibt es leider keine großen informationen...
deswegen noch einmal...weiss hier jemand mehr??
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 13:54:10 Titel:
Sagt mal, bei einem solchen Fall ist doch regelmäßig das Abstraktionsprinzip zu diskutieren... Aber da der Kerl ja unerkannt geisteskrank war, ist das doch vollkommen egal oder? Normalerweise müsste man doch dann so vorgehen:
- A urspr. Eigentümer (+)
- Einigung nach 929 (+)
- Einigung nichtig wegen 104 II, 105 (+)
- Frage nach Alltagsgeschäft 105a (+)
also: Einigung wirksam, Eigentum verloren.
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 14:08:11 Titel:
ja, genau so hab ich das auch bis dahin...
aber wozu dann der ganze kram mit dem zaun, den erdbeerreihen hinter dem zaun, insektenschutz usw...
das steht ja nicht umsonst da...man könnte das höchstens unter 105a S. 2 als wirksamkeitshindernisse verwenden, oder ..?
und dann hat der G evt doch noch eigentum an dem geld!?
wie gesagt, kaum fachliteratur dazu gefunden...
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 14:38:59 Titel:
@ steffel...
jo, das mit 105a S. 2 hatte ich auch schon überlegt. Aber im SV steht ja, dass das mittelchen gesundheitlich unbedenklich ist. Dass die Beeren einen Sachmangel haben ist m.E. auch unbeachtlich, da sich das zwar auf den Vertrag auswirkt, aber die Einigung nicht nichtig macht...
Also... Wer weiss was vom Zaun??
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 14:47:28 Titel:
... nochmal kurz nachgedacht... Was die Sache mit dem Zaun angeht...
In § 929 steht ja, dass sich beide über die Sache einig sein müssen... Die Sache sind ja die Erdbeeren die auf dem Feld wachsen und nicht die die ausserhalb des Bereichs des Feldes sind... Das Problem liegt vielleicht in der § 929... Es muss ja Einigkeit über eine bestimmte Sache vorliegen (Palandt/Bassenge § 929 Rn. 4)... Kann sich das jemand vorstellen?
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 15:41:50 Titel:
das hatte ich mir auch überlegt, muss mir das aber noch durch den kopf gehen lassen
Verfasst am: 29 Aug 2006 - 15:41:55 Titel:
also ich hab noch ein bisschen gelesen und sehe mich mehr und mehr in meiner Meinung bzgl. Frage 3 bestätigt...
also erstmal der ganze 105, 105a ... Aber bis dahin is die Einwilligung wirksam, da 105a den Mangel der Geschäftsunf. heilt.
Aber: Ich denke es liegt ein Verstoß gegen den Bestimmtheitsgrundsatz vor. G hat die faulen Beeren ja schon im Besitz (929,930) und U geht davon aus, dass er sie von dem Feld hat und nicht hinter dem Zaun gepflücht hat.... Frage jetzt: Wie wirkt sich das aus? Der musste ja übern Zaun klettern um die Beeren zu pflücken...