Source: http://forum.f-sb.de/showthread.php?67626-Bankkonto-im-Ausland-Erfahrungen/page3
Timestamp: 2018-04-24 22:52:38
Document Index: 42428233

Matched Legal Cases: ['§ 288', '§ 288', '§ 288', '§ 288', 'BGH', '§ 288', '§ 288', 'BGH', '§ 288', '§ 288', '§288']

Bankkonto im Ausland, Erfahrungen? - Seite 3
01.04.2018, 15:59 #21
Hi Joshua, es wird auch von deutschen Schuldnerberatungen empfohlen, sich nach einer VA ein neues Guthabenkonto zu suchen
Ähhhm. Wer genau empfiehlt das?
Der von Dir zitierte Paragraph "1) Wer bei einer ihm drohenden Zwangsvollstreckung in der Absicht, die Befriedigung des Gläubigers zu vereiteln, Bestandteile seines Vermögens veräußert oder beiseite schafft..." zieht hier nicht, weil durch die Ueberweisungen auf ein neues Konto nichts beiseite geschafft wird.
Das sehen Gerichte mitunter anders.
Auch wenn der dortige Fall etwas umfangreicher ist, möchte ich mal das OLG Frankfurt anführen, 10. März 2005 · Az. 2 Ws 66/04.
Sicherlich findet man noch weitere. darin heißt es jedenfalls:
In Kenntnis der drohenden Zwangsvollstreckung schaffte A durch die Überweisung von 2.096.850 € aus Ägypten auf das Konto des Angeklagten sowie durch die Zuleitung weiterer 403.200 € an die Hinterlegungsstelle insgesamt rund 2,5 Millionen € aus seinem Vermögen beiseite im Sinne des § 288 Abs. 1 StGB. Von einem Beiseiteschaffen ist jedenfalls dann auszugehen, wenn der betreffende Gegenstand etwa durch Verstecken oder Unterbringen an einer Stelle, an der ihn der Gläubiger nicht vermutet, der Zwangsvollstreckung tatsächlich entzogen oder letztere erschwert wird (Schünemann in Leipziger Kommentar, StGB, 11. Auflage, § 288, Rdnr. 30; Eser/Heine in Schönke/Schröder, StGB, 26. Auflage, § 288, Rdnr. 17; Tröndle/Fischer, 52. Auflage, § 288 StGB, Rdnr. 10; vgl. auch BGHSt 34, 309, 310). Dies ist hier der Fall. Für die D ... als Gläubigerin war weder zu erwarten noch zu erkennen, daß sich Gelder ihres Schuldners A zumindest zeitweise - was für die Erfüllung des Tatbestandes des § 288 Abs. 1 StGB ausreicht - auf einem ihrem direkten Zugriff entzogenen Privatkonto des Angeklagten befanden und dort sowohl dessen Zugriff als auch demjenigen seiner Gläubiger ausgesetzt waren.
Eine Erschwerung der Zwangsvollstreckung war auch mit der sodann erfolgten Einzahlung der Kaution durch den Angeklagten im eigenen Namen und unter Angabe der eigenen Person als Hinterleger verbunden. So konnte die D ... als Gläubigerin ihren Anspruch nur mit Verzögerung und zudem belastet mit etwaigen Ansprüchen des Angeklagten oder gegen diesen durchsetzen. Als weitere Erschwerung kommt hinzu, daß aufgrund der Verwendung des Geldes des Beschuldigten A als Haftkaution - anders als bei einem Verbleib des Geldes in Ägypten - das Risiko eines Verfalls des Kautionsbetrages zugunsten der Staatskasse im Falle einer Flucht As begründet wurde.
Hinsichtlich des Vorgangs der Einzahlung der Kaution durch den Angeklagten im eigenen Namen ist, obwohl nicht der Vollstreckungsschuldner A, sondern der Angeklagte handelte, ersterer als (unmittelbarer) Täter anzusehen (vgl. Tröndle/Fischer, 52. Auflage, § 288 StGB, Rdnr. 5).[...]
Aufgrund der genannten Äußerung des RA 1 besteht ein zumindest hinreichender Verdacht, daß der Verfolgte A in Vereitelungsabsicht handelte, zumal es für deren Annahme nach der Rechtsprechung ausreicht, wenn der Täter weiß, daß die Vereitelung der Befriedigung die sichere Nebenfolge seines Handelns ist (BGH MDR 1991, 521; Schünemann in Leipziger Kommentar, StGB, 11. Auflage, § 288, Rdnr. 35; Eser/Heine in Schönke/Schröder, StGB, 26. Auflage, § 288, Rdnr. 19-22).
Nun mag nicht jedes Eröffnen eines ausländischen Kontos direkt eine Vollstreckungsvereitelung sein. Aber umgekehrt ist es auch nicht grundsätzlich völlig legal, was du hier schreibst.
Und natuerlich gibt es legale Wege, "Vermoegen beiseite zu schaffen", z.B. unter dem Titel Altersvorsorge. Rechtsanwaelte in London und Luxemburg beraten hier gerne - Vermoegens - Insolvenz - und Steueroptimiert. Alles 100% legal, nennt man auch "Schlupfloecher finden".
Spätestens hier kann man extrem schnell verdammt kräftig daneben langen und dann ist das Geschrei groß, wenn einer derer, die auf dich gehört haben, sich strafrechtlich zu verantworten haben und die Schulden wegen vbuH nie wieder losbekommen. Es gibt im übrigen auch Versagensgründe für die RSB, die nicht mit einer Verurteilung wegen §288 StGB einhergehen.
01.04.2018, 17:07 #22
Gibt genug Möglichkeiten, z.B. eine Privatbank in Lettland mit deutschem Support.
Einfach das Geld dort bunkern und nicht mehr zahlen. :-)
01.04.2018, 17:13 #23
Wow, eine richtige sinnvolle Antwort die man im Müll hauen sollte.
01.04.2018, 17:25 #24
Also grad ganz aktuell ein total heißer Tipp!!!!
Die Versobank in Estland, guckst du hier:
https://www.kritische-anleger.de/versobank/
und für die Fans des lettischen Bankenwesens:
https://deutsche-wirtschafts-nachric...ickelt-werden/
Ist aber alles locker. Kontoeröffnung, Support, alles in deutscher Sprache, geht alles ratz fatz. Geld futsch, geht noch schneller. :-))
Einfach das Geld dort bunkern. Dann muss man sich früher oder später keine Gedanken mehr machen, ob die Konten bei der VA angegeben werden müssen.
Geändert von mucel (01.04.2018 um 17:27 Uhr)
01.04.2018, 17:49 #25
Da ist nichts futsch, zumindest nicht bis EUR 100.000,00. Da gibt es nämlich die Einlagensicherung, wie überall in Europa.
Als digitale Keksdose deshalb ganz gut geeignet.
Bei größeren Beträgen gibt es bessere Möglichkeiten.
Geändert von steinberg (01.04.2018 um 17:52 Uhr)
01.04.2018, 18:19 #26
Genau, die Abwicklung mit dem lettischen, estländischen, ukrainischen oder was auch immer Einlagensicherungsfonds, ist ja auch das lockerste was man sich so vorstellen kann. Quasi wie ne Konteneröffnung bei der örtlichen Sparkasse, Volksbank. Wenn man denn Lettisch, Estländisch, Ukrainisch sprechen, lesen und schreiben kann.
Ich warte schon auf die erste Anfrage hier:
Servus, bin neu hier. Der lettische Einlagensicherungsfonds überweißt mir in den kommenden Tagen meinen bei der XY Bank in Lettland geparkten Notgroschen (digitale Keksdose :-)) ) auf mein P-Konto. Die XY Bank wurde leider von der Europäischen Bankenaufsicht geschlossen. Nun meine Frage, die Rücküberweisung liegt jetzt natürlich um einiges über dem monatlichen Freibetrag meines P-Kontos. Kann ich beim für mich zuständigen Vollstreckungsgericht nun die einmalige Freigabe des Betrages beantragen und bekomme ich das Geld dann ausgezahlt? Oder könnt ihr mir sonst einen Tipp geben? Bitte keine südamerikanische oder asiatischen Banken!!!! Hab derzeit keine Zeit kurz dahin zu fliegen!!!!
01.04.2018, 18:31 #27
Nö, Englisch oder Deutsch reicht.
....... könnt ihr mir sonst einen Tipp geben?
Könnte ich schon, will ich aber nicht.
Da muss jeder, den es betreffen könnte, selbst nachdenken. Und nicht in Foren darüber schreiben.
01.04.2018, 18:39 #28
Leute wie du gehören hier eigentlich dauerhaft gesperrt!
Was du machst, hat nichts mehr mit freier Meinungsäußerung zu tun. Leute die nicht wirklich Ahnung haben werden von Typen wie dir ins Unglück und die Straffälligkeit befördert.
01.04.2018, 18:47 #29
Ich propagiere doch überhaupt nichts, schon gar nicht etwas Illegales!
Über seine Situation selbst nachzudenken ist immer angebracht.
01.04.2018, 21:56 #30
es wird auch von deutschen Schuldnerberatungen empfohlen, sich nach einer VA ein neues Guthabenkonto zu suchen
Nur, wenn das aktuelle Konto im minus ist, ansonsten empfehlen wir lediglich die Umwandlung in ein P-Konto.