Source: https://dejure.org/Drucksachen/Bundestag/BT-Drucks.%2019/2438
Timestamp: 2019-01-22 03:18:09
Document Index: 370461485

Matched Legal Cases: ['§ 96', 'Art. 1', '§ 26', '§ 4', 'Art. 1', 'Art. 6', '§ 36', 'Art. 1', 'Art. 48', '§ 5', 'Art. 1', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 28', '§ 5', '§ 39', '§ 10', 'Art. 1']

Bundestag: BT-Drs. 19/2438 - dejure.org
Bundestag - Drucksache 19/2438
BGBl. I 2018 S. 1147
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben am 17.07.2018, Seite 1147
29.05.2018 BR Familiennachzug - Bundesrat berät neue Regeln für Familiennachzug
06.06.2018 BT Anhörung zur Neuregelung des Familiennachzugs
11.06.2018 BT Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte
26.06.2018 BR Familiennachzug - Bundesrat berät neue Regeln für Familiennachzug
c) Das Problem der schwer zu belegenden Vorsatzerfordernisse bei den Geschleusten (insbesondere minderjährigen Personen) ist Folge des gesetzgeberischen Konzepts der sog. limitierten Akzessorietät, auch im Rahmen von § 96 Abs. 2 Satz 2 nF AufenthG (vgl. dazu BT-Drucks. 19/2438, S. 26).
Der Entscheidung des Senats sind deshalb die Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Februar 2008 (BGBl. I S. 162), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes zur Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten vom 12. Juli 2018 (BGBl. I S. 1147), zugrunde zu legen.
Die Rechtslage ist mithin anhand des Gesetzes über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG -) in der zuletzt durch das Gesetz zur Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten (Familiennachzugsneuregelungsgesetz) vom 12. Juli 2018 (BGBl. I S. 1147) geänderten Fassung zu beurteilen.
Dennoch ist hier - unabhängig von einer etwaigen Gewährung von Familienasyl nach § 26 Abs. 3 AsylG - die gerichtsbekannte Entscheidungspraxis des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zu berücksichtigen, das aus Syrien stammenden Antragstellern regelmäßig (jedenfalls) subsidiäre Schutzberechtigung nach § 4 AsylG zuerkennt, die seit dem 1. August 2018 (Art. 1 Nr. 6, Art. 6 des Familiennachzugsneuregelungsgesetzes vom 12. Juli 2018, BGBl. I S. 1147) Grundlage eines Familiennachzugsanspruchs aus humanitären Gründen nach § 36a AufenthG sein kann.
Der Entscheidung sind somit die Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes i. d. F. der Bekanntmachung vom 25. Februar 2008 (BGBl. I S. 162) zugrunde zu legen, zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2018 (BGBl. I S. 1147).
Das Verwaltungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Tatbestandsvoraussetzungen des Art. 48 Abs. 1 BayVwVfG für die Rücknahme der dem Kläger erteilten familienbezogenen Aufenthaltserlaubnis zum maßgeblichen Zeitpunkt des Ablaufs der Geltungsdauer dieses befristeten Aufenthaltstitels (1.5.2016) vorlagen, weil der Erteilung der für alle Aufenthaltstitel geltende zwingende Versagungsgrund gemäß § 5 Abs. 4 Satz 1 AufenthG in der bis zur Neufassung (zum 1.8.2018) durch Art. 1 Nr. 1a des Gesetzes zur Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten (Familiennachzugsneuregelungsgesetz) vom 12. Juli 2018 (BGBl I S. 1147) geltenden Fassung entgegen stand.
Die Ausweisung richtet sich folglich nach § 53 i. V. m. § 54 und § 55 AufenthG in der seit 1. Januar 2016 geltenden Fassung (BGBl. 2015 I S. 1386), zuletzt geändert durch Gesetz vom 12. Juli 2018 (BGBl. I S. 1147).
Gefahrerhöhende Umstände können sich auch aus einem freiwilligen Aufenthalt im Ausland im unmittelbaren Umfeld jihadistischer oder sonstiger terroristischer oder extremistischer Vereinigungen ergeben (vgl. BR-Drs. 175/18 S. 13).
Rechtsgrundlage des Anspruchs ist § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3 des Gesetzes über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Februar 2008 (BGBl. I S. 162), im maßgeblichen Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung (vgl. BVerwG…, Urteil vom 4. September 2007 - BVerwG 1 C 43.06 -, BVerwGE 129, 226, 230, juris Rn. 13;… Urteil vom 26. August 2008 - BVerwG 1 C 32.07 -, BVerwGE 131, 370, 374, juris Rn. 17) zuletzt geändert durch Gesetz vom 12. Juli 2018 (BGBl. I S. 1147), i. V. m. § 5 Abs. 1 AufenthG i. V. m. § 39 Nr. 4 der Aufenthaltsverordnung (AufenthV) nach Maßgabe des § 10 Abs. 1 AufenthG.
Zugrunde zu legen sind daher die Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes i.d.F. der Bekanntmachung vom 25. Februar 2008 (BGBl. I, S. 162), zuletzt geändert durch Art. 1 Gesetzes zur Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten vom 12. Juli 2018 (BGBl. I, S. 1147).