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Timestamp: 2019-09-16 09:07:08
Document Index: 214118841

Matched Legal Cases: ['§12', '§ 27', '§12', '§ 2', '§ 27', '§34', '§27', '§27', '§ 27']

Schützenverein Wendelinus Wangen e.V. - Waffenrecht / Sportordnung
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Waffenrecht / Sportordnung
Sportordnung des Deutschen Schützenbundes -Stand 01.01.2009
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Waffenrecht (...alles was recht is!) aktuelles...
Um in den Gesetzesjungel ein wenig Transparenz zu bringen sind unten stehend die wichtigsten Regelungen für den Schiesssport aufgelistet. Es wurden lediglich Themen ausgewählt die in unserem Verein von Interesse sind, das heisst hauptsächsich Regelungen über Luftdruckwaffen und natürlich die wichtigsten Gesetzte im Umgang mit Sprengstoff für unsere Böllerfreunde. Eine komplette Auflistung aller Gesetze im Schiesssport finden Sie in unseren weiterführenden Links.
Wichtiges im Umgang mit Luftdruckwaffen im Kal. 4,5 mm/.177
1. Erwerb von Luftdruckwaffen (ab 18 Jahren frei)
Anlage II zum Waffengesetz Abschnitt 2, Unterabschnitt 2, 1.1 Erlaubnisfreier Erwerb und Besitz:
2. Schießen mit Luftdruckwaffen Waffengesetz §12 Abs. 4(1)
das heißt: Sie dürfen in Schießstätten (z.B. Schützenhaus, Schützenverein etc.) und innerhalb ihres eigenen Besitzes (z.B. Haus, Garten, Grundstück) mit den Waffen schießen. Ebenfalls darf innerhalb des Besitzes anderer (Zustimmung des Eigentümers vorausgesetzt, z.B. Freund, Nachbar etc.) geschossen werden. Es muss sichergestellt sein, dass die Geschosse (Kugeln, Diabolos, etc.) das Grundstück nicht verlassen.
Außerhalb des eigenen Hauses, Garten, Grundstückes etc. darf ohne Genehmigung auf keinen Fall geschossen werden!
3. Schießen durch Kinder und Jugendliche Waffengesetz (§ 27)
Geeignet ist nach den Ausbildungsrichtlinien des Deutschen Schützenbundes grundsätzlich eine Person, die mindestens drei Jahre praktische Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit nachweisen kann oder eine der Lizenzen des DSB erworben hat. Die Voraussetzungen sind – bei Nachfrage der Behörde – glaubhaft zu machen, d.h. ein schriftlicher Nachweis ist zunächst noch nicht erforderlich. Von 14 – 16 Jahren gilt dies auch für das Schießen mit sonstigen Waffen. In allen Fällen ist das schriftliche Einverständnis des Sorgeberechtigten erforderlich. Ab 16 Jahren bestehen keine Beschränkungen.
4. Aufbewahrung von Luftdruckwaffen
a) im Vereinsheim
b) im Eigenheim
5. Transport von Luftdruckwaffen Waffengesetz §12 Abs. 3(2)
a) Unter 18-jährigen (Kinder und Jugendliche) ist der Umgang mit Waffen untersagt (§ 2 Abs. 1). Dies gilt auch für Luftdruck-, Federdruck- und CO2-Waffen. Umgang bedeutet vor allem, dass die tatsächliche Gewalt über die Waffe ausgeübt wird. Kann der Jugendliche auf die Waffe während des Transports nicht zugreifen, weil diese sich in einem verschlossenen Waffenkoffer befindet, liegt kein Umgang vor und der Transport ist erlaubt.
b) Wer eine Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit von einem Ort zum anderen (z.B. von zu Hause zur Schießstätte) zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck (hierzu zählt auch der Weg zum Büchsenmacher) transportiert, benötigt keine Erlaubnis zum Führen (also keinen Waffenschein).
Wichtiges im Umgang mit Schwarzpulver
Um überhaupt mit Sprengstoff umgehen zu dürfen wird eine erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang für den Erwerb einer Genehmigung nach § 27 SprengG vorausgesetzt.
Voraussetzungen: a) Unbedenklichkeitsbescheinigung nach §34 Abs.2 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, Bedürfnis .
b) Sachkunde (nachgewiesen durch Zeugnis eines staatl. anerkannten Lehrgangs), Bedürfnis, Zuverlässigkeit (nachgewiesen durch Unbedenklichkeitsbescheinigung)
Gültigkeit: bis zu 5 Jahren (muss verlängert werden)
Bemerkung: Diese Erlaubnis gestattet dem Inhaber i. d. R. den Erwerb, die Verbringung, die Vernichtung und die Verarbeitung von Schwarzpulver. Die Verarbeitung bezieht sich in unserem Fall auf das Laden von Kanonen und Böllern mit Schwarzpulver.
Mitführen von Dokumenten beim Pulvertransport
a) nach §27 - Sprengstofferlaubnis (Beim Nichtmitführen kann bis 150 € Bußgeld erhoben werden)
Mitführen von Dokumenten beim Böllerschiessen und bei der Fahrt zum Schiessen
b) Beschussbescheinigung (Beim Nichtmitführen kann bis 50 € Bußgeld erhoben werden)
c) Personalausweis
Neue Richtlinien für den Transport von Munition und Schwarzpulver
Mit der Änderung der so genannten Gefahrgutverordnung sind die zulässigen Mengen für den Transport von Schwarzpulver und Munition deutlich erhöht worden.
- 3 kg Schwarzpulver
- 50 kg Munition (Bruttomasse)
Der Transport hat in "handelsüblicher" Verpackung zu erfolgen. Nach einem Schreiben des für diesen Bereich zuständigen Bundesministeriums für Verkehr an den Deutschen Schützenbund reicht hierfür aus, dass es sich um ein im Handel allgemein erwerbbares Behältnis handelt. Es ist also nicht erforderlich, dass der Transport in der jeweiligen Originalverpackung erfolgt. Ebenso wenig muss beim Transport ein Feuerlöscher mitgeführt werden.
Nur wer mehr als die genannten Mengen transportieren will, hat die Voraussetzungen eines Gefahrguttransportes zu erfüllen: Transport in geprüften Verpackungen, Kennzeichnung mit Gefahrgutzettel und Angabe der UN-Nummer, 2 kg Feuerlöscher.
Weiterführende Informationen finden sie im Handbuch für Böllerschützen (stand Juni 2006)
Handbuch-fuer-Boellerschuetzen.pdf 605.24 KB 11.05.2007 12:10
(Aktuelle Version von 2011 hier bestellbar)
Antrag auf Erteilung/Verlängerung der Erlaubnis gem. §27 Sprengstoffgesetz
Antrag SprengG.pdf 29.03.2013 22:45
Bestätigung zum Nachweis eines Bedrüfnisses für die Erteilung einer Erlaubnis nach§ 27 Sprengstoffgesetz
Beduerfnis SprengG.pdf 18.06.2009 22:07
Böller und Kanonen-Einlieferungsbeleg zum Erst / Wiederholungsbeschuss (Beschussamt Ulm)
Einlieferungsbeleg_Boeller.pdf 29.03.2013 22:45
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