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Timestamp: 2016-10-23 09:45:33
Document Index: 74071921

Matched Legal Cases: ['Art. 34', 'Art. 90', 'Art. 83', 'Art. 82', 'Art. 86', 'BGE', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 73', 'Art. 73', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 111', 'BGE', 'Art. 71', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 29', 'Art. 89', 'Art. 111', 'Art. 66']

2C_959/2014 (24.04.2015)
2C_959/2014 � � Urteil vom 24. April 2015
A.a.�A.________ gelangte mit als Verwaltungsbeschwerde bezeichnetem Schreiben vom 2. September 2013 an das Departement Finanzen und Gesundheit (DFG). Er beantragte, es sei festzustellen, dass Dr. med. B.________ am 30. August 2013, Dr. med. C.________ am 31. August 2013 und Dr. med. D.________ am 1. September 2013 gegen die ihnen gem�ss dem kantonalen Gesundheitsgesetz obliegenden Berufspflichten verstossen und ihm gegen�ber den Notfalldienst verweigert h�tten. Das DFG werde ersucht, daf�r zu sorgen, dass die drei �rzte den Notfalldienst ihm gegen�ber wieder verfassungskonform leisten w�rden. Es sei festzustellen, dass er ungleich behandelt und diskriminiert werde, indem die genannten �rzte ihn nicht als Hausarzt oder en passant und in Notf�llen nur vereinzelt behandeln sowie ihm keine Medikamente mehr abgeben w�rden. Aus denselben Gr�nden sei festzustellen, dass die ambulante Gesundheitsversorgung f�r alle B�rger gleich sichergestellt werde. Ferner sei als vorsorgliche Massnahme eine Institution oder Person in der Gemeinde Glarus zu bezeichnen, die seine �rztliche Betreuung einstweilig sicherstelle.
A.b.�Am 24. September 2013 f�hrte A.________ Rechtsverweigerungsbeschwerde beim Regierungsrat und beantragte insbesondere, es sei dem DFG anzuordnen, umgehend �ber die beantragten vorsorglichen Massnahmen zu entscheiden. Der Regierungsrat wies die Rechtsverweigerungsbeschwerde am 9. Oktober 2013 ab.
A.c.�Das DFG trat am 24. Oktober 2013 auf die Verwaltungsbeschwerde nicht ein und leitete kein aufsichtsrechtliches Verfahren ein.
B.a.�A.________ erhob am 7. November 2013 gegen den Entscheid des DFG Beschwerde beim Regierungsrat. Er beantragte, der Entscheid des Departements sei aufzuheben, und brachte seine vor dem DFG gestellten Antr�ge erneut vor, darunter auch das Begehren, es sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme eine Institution oder Person in der Gemeinde Glarus zu bezeichnen, welche seine �rztliche Betreuung einstweilen sicherstelle. Das instruierende Mitglied des Regierungsrates wies das Gesuch um Erlass einer vorsorglichen Massnahme am 10. Dezember 2013 ab. Auf eine dagegen beim Verwaltungsgericht gef�hrte Beschwerde trat dieses mit Pr�sidialverf�gung vom 21. Januar 2014 nicht ein. Am 10. Juni 2014 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab.
B.b.�Hiergegen gelangte A.________ mit Beschwerde vom 30. Juni 2014 ans Verwaltungsgericht. Er beantragte sinngem�ss, die Entscheide des DFG vom 24. Oktober 2013 und des Regierungsrats vom 10. Juni 2014 seien aufzuheben. Mit Schreiben vom 5. September 2014 beantragte A.________ dem Verwaltungsgericht sodann, das Verfahren sei aufgrund seines schlechten allgemeinen Gesundheitszustandes zu sistieren. Dieses teilte A.________ am 8. September 2014 mit, dass mit Blick auf den fortgeschrittenen Verfahrensstand keine hinreichenden Gr�nde f�r eine Sistierung vorl�gen. Hingegen wurde ihm Gelegenheit einger�umt, innert - aufgrund des Gesundheitszustands erstreckbarer - Frist zu den inzwischen eingegangenen Beschwerdeantworten des DFG und des Regierungsrates Stellung zu nehmen. Am 9. September 2014 teilte A.________ telefonisch mit, dass er auf eine Stellungnahme verzichte.
B.c.�Mit Entscheid vom 2. Oktober 2014 trat das Verwaltungsgericht auf die Eingabe A.________s vom 30. Juni 2014 nicht ein und erhob f�r seinen Entscheid eine pauschale Gerichtsgeb�hr von Fr. 800.--.
Mit "Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und Rechtsverweigerungsbeschwerde" vom 20. Oktober 2014 beantragt A.________ dem Bundesgericht, den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 2. Oktober 2014 aufzuheben (Ziff. 1). Es sei im Rahmen einer R�ckweisung an die Vorinstanz zu neuem Entscheid festzustellen, dass "Dr. med. B.________ (V.________) am 30.8.2013, Herr Dr. med. C.________ (V.________) am 31.8.2013 und Frau Dr. med. D.________ (W.________) am 1.9.2013 rechtswidrig und schuldhaft gegen ihre Berufspflichten (Art. 34 Abs. 1 Gesundheitsgesetz GL) verstossen haben und gegen�ber [dem Beschwerdef�hrer] den Notfalldienst verweigerten" (Ziff. 2); das Departement habe daf�r zu sorgen, dass die drei genannten �rztinnen und �rzte den Notfalldienst insk�nftig wieder gesetzeskonform leisteten (Ziff. 3). Weiter sei festzustellen, dass die genannten �rztinnen und �rzte den Beschwerdef�hrer nicht als Hausarzt oder en passant Patient sowie in Notf�llen nur vereinzelt behandelten und ihm keine Medikamente mehr abgeben w�rden (Ziff. 4). Sodann sei festzustellen, dass die ambulante Gesundheitsversorgung ihm gegen�ber nicht mehr sichergestellt sei (Ziff. 5). Neben weiteren Begehren ersucht der Beschwerdef�hrer auch darum, es sei daf�r zu sorgen, dass die genannten �rztinnen und �rzte ihre Berufst�tigkeit so ausf�hren w�rden, dass die Gesundheitsversorgung f�r alle B�rger wieder sichergestellt werde (Ziff. 7).
1.1.�Angefochten ist ein Endentscheid (Art. 90 BGG) in Angelegenheiten des �ffentlichen Rechts, der nicht unter den Ausnahmekatalog von Art. 83 BGG f�llt, weshalb die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten grunds�tzlich offen steht (Art. 82 lit. a BGG). Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus ist zudem eine letzte kantonale Instanz im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG, dessen Urteil nicht beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden kann (vgl. Urteil 2C_698/2011 vom 5. Oktober 2012 E. 1.3.1, nicht publ. in: BGE 138 I 435 ff.; Urteil 2C_740/2009 vom 4. Juli 2011 E. 1.1 et 1.2, nicht publ. in: BGE 137 I 257 ff.; Urteil 2C_454/2013 vom 4. September 2013 E. 1.1).
1.2.�Der Beschwerdef�hrer ist durch den vorinstanzlichen Entscheid besonders ber�hrt (Art. 89 Abs. 1 BGG) und damit zu dessen Anfechtung beim Bundesgericht befugt. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist vorbeh�ltlich der nachstehenden Ausf�hrungen einzutreten: Angefochten ist ein Nichteintretensentscheid bzw. ein Entscheid, der ein Nichteintreten zum Gegenstand hat. Diesfalls kann grunds�tzlich mittels Beschwerde bloss erreicht werden, dass die zust�ndige kantonale Beh�rde angewiesen wird, die Streitsache materiell zu beurteilen (vgl. bereits Urteil 2C_454/2013 vom 4. September 2013 1.2). Damit ist auf die Antr�ge 2 bis 5 und 7, welche auf eine materielle Beurteilung der medizinischen Versorgungslage bzw. von vorgebrachten �rztlichen Pflichtverst�ssen durch das Bundesgericht abzielen, nicht einzutreten.
1.3.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Dabei legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Der vorinstanzliche Entscheid st�tzt sich auf kantonales Prozessrecht. Als Beschwerdegrund kommt im Wesentlichen die Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten der Bundesverfassung infrage (Art. 95 BGG). Die richtige Anwendung des kantonalen Rechts als solches bildet nicht Beschwerdegrund und es kann nur �berpr�ft werden, ob der angefochtene Entscheid auf willk�rlicher Gesetzesanwendung beruht oder ob das Gesetz oder seine Anwendung auf andere Weise gegen �bergeordnetes Recht verst�sst (vgl. BGE 138 I 227 E. 3.1 S. 227 f.; 137 V 57 E. 1.3 S. 60 f.; 133 II 249 E. 1.2.1 S. 251 f.).
1.4.�Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht gilt eine qualifizierte R�gepflicht (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 16 S. 17 f.; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 136 I 184 E. 1.2 S. 187 mit Hinweisen). Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 II 489 E. 2.8; 130 I 258 E. 1.3 S. 262, je mit Hinweisen; Urteil 8C_65/2012 vom 21. August 2012 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 138 V 310 ff.).
2.1.�Die Vorinstanz ist auf die bei ihr anh�ngig gemachte Beschwerde nicht eingetreten, weil sie sich f�r deren Behandlung als nicht zust�ndig erachtete. Sie verstand die Eingabe des Beschwerdef�hrers vom 2. September 2013 an das Departement Finanzen und Gesundheit als Aufsichtsanzeige; auch soweit dieser eine Feststellung beantragt habe, betr�fen seine Anliegen typische aufsichtsrechtliche Belange. Werde eine Aufsichtsbeschwerde abschl�gig beantwortet, stehe dem Anzeiger bloss eine Aufsichtsanzeige an die obere Instanz zur Verf�gung, aber kein Rechtsmittel. Die Voraussetzungen f�r einen Feststellungsentscheid nach Art. 73 des kantonalen Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG/GL) seien ebenfalls nicht gegeben, weil der Beschwerdef�hrer kein schutzw�rdiges Interesse substanziiere, die behaupteten Verst�sse der kritisierten �rzte gegen ihre Berufspflichten disziplinarisch ahnden zu lassen.
2.2.�Die Beschwerde konzentriert sich zun�chst auf den Vorwurf, die Vorinstanz habe Art. 73 VRG/GL in willk�rlicher Weise angewandt, indem sie auf das Rechtsmittel des Beschwerdef�hrers mangels Legitimation nicht eingetreten sei. Durch diesen Forumsverschluss erachtet der Beschwerdef�hrer aber auch die Bestimmungen von Art. 29 Abs. 1 und 2 BV, sowie Art. 29a BV als missachtet, und sieht darin Willk�r, Rechtsverweigerung und �berspitzten Formalismus. Die Vorbringen zum kantonalen Verfahrensrecht zeigen dabei jedoch keine �ber diese verfassungsm�ssigen Rechte hinaus gehenden Garantien auf; es kommt ihnen insofern keine selbstst�ndige Bedeutung zu (vgl. Urteile 8C_647/2014 vom 19. M�rz 2015 E. 2.4; 1C_471/2014 vom 23. September 2014 E. 3.3; 1B_78/2010 vom 31. August 2010 E. 3). Ger�gt wird sodann eine Rechtsverweigerung mit Bezug auf die Gew�hrleistung der eigenen ambulanten medizinischen Notfallversorgung (Art. 29 Abs. 1 BV; vgl. oben Sachverhalt Ziff. C) und in diesem Zusammenhang auch eine Geh�rsverletzung hinsichtlich der Vorbringen zu einem schutzw�rdigen Interesse (Art. 29 Abs. 2 BV).
2.3.�Im Folgenden ist somit zu pr�fen, ob die Vorinstanz das Willk�r- oder das Rechtsverweigerungsverbot bzw. den Anspruch auf rechtliches Geh�r des Beschwerdef�hrers verletzt hat, indem sie dessen Eingabe vom 2. September 2013 an das Departement f�r Finanzen und Gesundheit als blosse Aufsichtsanzeige interpretiert und einen Anspruch auf f�rmliche Behandlung verneint hat.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer, der bei einer Aufsichtsbeh�rde eine Anzeige erstattet oder ein aufsichtsrechtliches Vorgehen gegen einen Dritten verlangt, erwirbt dadurch noch keine Parteistellung (BGE 139 II 279 E. 2.3 S. 283; 135 II 145 E. 6.1 S. 151; 133 II 468 E. 2 S. 471). Der Beschwerdef�hrer muss durch den angefochtenen bzw. den zu erlassenden Entscheid st�rker als ein beliebiger Dritter betroffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen. Dass er infolge einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache st�rker als die Allgemeinheit betroffen ist, gen�gt f�r sich allein ebenfalls nicht; zus�tzlich ist ein schutzw�rdiges Interesse erforderlich (Art. 89 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 111 BGG; BGE 135 II 145 E. 6.1 S. 151, 135 II 172 E. 2.1 S. 174 f.; 134 II 120 E. 2.1 S. 122; vgl. auch 48 Abs. 1 lit. c VwVG), also ein aus der Sicht der Rechtspflege gew�rdigt ausreichender Anlass daf�r, dass die Organe der Verwaltungsrechtspflege sich mit der Sache befassen (vgl. Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 153; vgl. auch Moor/Poltier, Droit administratif, vol. II, 3. Aufl. 2011, S. 618 f.). Es gibt keine rechtslogisch stringente, sondern nur eine praktisch vern�nftige Abgrenzung zur Popularbeschwerde oder zur Aufsichtsbeschwerde, die dem Anzeiger keine Parteistellung verschaffen (vgl. Art. 71 Abs. 2 VwVG); wo diese Grenze verl�uft, ist f�r jedes Rechtsgebiet gesondert zu beurteilen (BGE 139 II 279 E. 2.3 S. 283; 123 II 376 E. 5b/bb S. 383 mit Hinweisen). Wegleitend daf�r sind namentlich einerseits die M�glichkeit f�r die Interessierten, den angestrebten Erfolg auf anderem - z.B. zivil- oder strafrechtlichem - Weg zu erreichen (vgl. BGE 132 II 250 E. 4.4 S. 255), und andererseits das Anliegen, die Verwaltungst�tigkeit nicht �berm�ssig zu erschweren (BGE 139 II 279 E. 2.3 S. 283; 135 II 145 E. 6.1 S. 150 f.; 133 II 468 E. 2 S. 471 f.; 133 II 249 E. 1.3.3 S. 253; 132 II 250 E. 4.2 S. 254; 129 II 297 E. 3.1 S. 302 f.; Urteil 2C_73/2014 vom 28. Januar 2015 E. 2.1; vgl. f�r den Bereich der �rzteaufsicht bereits Urteil 2C_260/2007 vom 26. November 2007 E. 1.2).
3.2.�In seiner als Verwaltungsbeschwerde bezeichneten Eingabe vom 2. September 2013 an das Departement f�r Finanzen und Gesundheit hat der Beschwerdef�hrer zun�chst beantragt, es sei festzustellen, dass Dr. med. B.________, Dr. med. C.________ und Dr. med. D.________ gegen ihre Berufspflichten, die sich aus � 34 des Gesetzes �ber das Gesundheitswesen des Kantons Glarus vom 6. Mai 2007 (GesG/GL; VIII A/1/1) ergeben w�rden, verstossen und ihm gegen�ber den Notfalldienst verweigert h�tten. Das DFG werde ersucht, daf�r zu sorgen, dass die drei �rzte den Notfalldienst ihm gegen�ber wieder verfassungskonform leisten w�rden. Es sei festzustellen, dass er ungleich behandelt und diskriminiert werde, indem die genannten �rzte ihn nicht als Hausarzt oder en passant und in Notf�llen nur vereinzelt behandeln sowie ihm keine Medikamente mehr abgeben w�rden. Aus denselben Gr�nden sei festzustellen, dass die ambulante Gesundheitsversorgung f�r alle B�rger gleich sichergestellt werde (vgl. hiervor Sachverhalt Ziff. A.a).
3.3.�Die vom Beschwerdef�hrer beantragten Vorkehren beinhalten, wie dies die Vorinstanz ausf�hrt, und trotz der Betitelung der Eingabe als "Verwaltungsbeschwerde", zun�chst typisch aufsichtsrechtliche Forderungen, die nicht auf die Begr�ndung eines Rechtsverh�ltnisses mit dem Beschwerdef�hrer abzielen. Dazu geh�ren seine Begehren, die allgemeine ambulante medizinische Notfallversorgung sei sicherzustellen und die diese nicht einhaltenden �rzte seien zu sanktionieren. Soweit der Beschwerdef�hrer demnach ein Feststellungsbegehren um eine ohnehin gesetzlich bestehende Pflicht ersucht, tr�gt sein Begehren typische aufsichtsrechtliche Z�ge, und die kantonalen Instanzen durften auf dieses nicht eintreten. Eine willk�rliche Anwendung des kantonalen Verfahrensrecht kann darin nicht gesehen werden (vgl. bereits Urteil 2C_454/2013 vom 4. September 2013 E. 3.3.1 f.; BGE 138 I 305 E. 4.3 S. 319; 137 I 1 E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen).
3.4.�Es stellt sich allerdings die Frage, ob sich die Eingabe auf aufsichtsrechtliche Inhalte beschr�nkt. Anders als im dem Urteil 2C_454/2013 zugrunde liegenden Sachverhalt beanstandet der Beschwerdef�hrer nicht die Ablehnung der Behandlung durch einen Notarzt, der f�r seinen Wohnbezirk ohnehin nicht zust�ndig war (Urteil 2C_454/2013 vom 4. September 2013 Sachverhalt Ziff. A). Vielmehr macht er geltend, �rzte, die an seinem Wohnort Glarus Mitte grunds�tzlich Notfalldienst leisteten (� 34 Abs. 1 GesG/GL), weigerten sich, ihn zu behandeln. So bringt der Beschwerdef�hrer unter dem Titel der Rechtsverweigerung und der Geh�rsverletzung gegen die Vorinstanz vor, er sehe eine ambulante Versorgung der f�r seinen Kreis zust�ndigen Notfall�rzte gegen�ber ihm selbst nicht mehr gew�hrleistet. Aufgrund seiner prek�ren gesundheitlichen Lage sei er darauf angewiesen, von einem m�glichst unweit von seinem Wohnort t�tigen Notarzt ambulant versorgt zu werden.
3.4.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, er habe ein sch�tzenswertes Interesse an der Behandlung seiner Eingabe. Er sei invalide und habe erhebliche Probleme durch Schmerzzust�nde aufgrund einer Skoliose, die zeitweilig nur mit Methadon und Morphin zu behandeln seien. Aufgrund dieser Schmerzen habe sich sein Gesundheitszustand erheblich verschlechtert; er sei stark abgemagert, wegen dieser und weiterer orthop�discher Probleme nur eingeschr�nkt mobil und daher auf eine zuverl�ssige �rztliche Betreuung und insbesondere die Notfallversorgung in Glarus Mitte angewiesen. Hinweise, dass der Beschwerdef�hrer wie vorgebracht immer wieder an akuten Schmerzzust�nden leidet, ergeben sich zudem aus den Akten und einem Arztzeugnis. Eine operative Behebung des Leidens f�llt nach Letzterem aufgrund des zu hohen Operationstodesfallrisikos bei ihm ausser Betracht. Der Beschwerdef�hrer bezieht nach den Feststellungen des Regierungsrats sodann eine Vollinvalidenrente, was ebenfalls nahelegt, dass er auf eine regelm�ssige medizinische Versorgung angewiesen ist. Aus den vorinstanzlichen Feststellungen ergeben sich demgegen�ber keine weiteren Hinweise zu Umst�nden, weswegen die Behandlungen bzw. Notfallaufnahme im August und September 2013 verweigert worden sein sollen, wie dies der Beschwerdef�hrer r�gt. Die betroffenen �rzte wurden hierzu offenbar nicht befragt, und es fehlen - mit Ausnahme eines Falles einer telefonischen Sprechstunde, die im Protokoll des Regierungsrates festgehalten ist - Hinweise auf allf�llige Abkl�rungen �ber die Sachverhaltsumst�nde bei den behaupteten Konsultationsverweigerungen der betroffenen �rzte.
3.4.2.�Soweit die Vorinstanz vor diesem Hintergrund feststellt, der Beschwerdef�hrer lege nicht dar, weshalb er ein schutzw�rdiges Interesse an der Feststellung des Bestands �ffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten habe und worin diesen best�nden, kann ihr nicht gefolgt werden: Dieses ergibt sich zum einen aus seinem stark beeintr�chtigten Gesundheitszustand, den er geltend macht (vgl. E. 3.4.1); spezifische und ausf�hrliche Vorbringen zum schutzw�rdigen Interesse finden sich sodann in seiner Eingabe an den Regierungsrat als Vorinstanz des Verwaltungsgerichts (S. 5 f. der Eingabe an den Regierungsrat). Insoweit greift die Argumentation des Verwaltungsgerichts zu kurz, der Beschwerdef�hrer habe "nicht ansatzweise dar[gelegt], weshalb er ein schutzw�rdiges Interesse an der Feststellung des Bestands �ffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten hat und worin diese bestehen" (vorinstanzliches Urteil S. 6).
3.4.3.�Der Beschwerdef�hrer hatte f�r die vorliegende Konstellation bloss ausreichend glaubhaft zu machen, dass seine Rechte konkret in Gefahr oder verletzt worden seien und er insofern ein schutzw�rdiges Interesse habe, dass �ber die verlangten Massnahmen befunden werde (vgl. hiervor E. 3.1; BGE 139 II 279 E. 2.3 S. 283; 132 II 250 E. 4.2 S. 254; 120 Ib 351 E. 3b S. 355). Dies hat er vorliegend getan: Tr�fen seine Schilderungen zu, so k�nnte sein Anspruch auf medizinische Versorgung verletzt sein (vgl. Art. 40 lit. g Medizinalberufegesetz [SR 811.11]), was eine Pr�fung der hierf�r zust�ndigen Beh�rde erforderte. Angesichts seiner vorgebrachten schwierigen gesundheitlichen Situation (und des Fehlens jeglichen Hinweises auf Sachverhaltsabkl�rungen durch die Aufsichtsbeh�rde) liegt ein Fall vor, wo er ein konkretes schutzw�rdiges Interesse hatte, dass die Aufsichtsbeh�rde sich mit der Sache befasst. Ein Nichteintretensentscheid, der nicht erkennen l�sst, dass diesem Anliegen des Beschwerdef�hrers die notwendige Beachtung geschenkt wurde, stellt eine Rechtsverweigerung dar. Vor dem Hintergrund, dass er ein solches Interesse im kantonalen Verfahren nachweislich vorgebracht hatte, verletzt der Nichteintretensentscheid auch seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Da die Beschwerde gutzuheissen ist, er�brigt es sich demgegen�ber zu pr�fen, ob auch die verweigerte Sistierung im vorinstanzlichen Verfahren verfassungsm�ssige Rechte verletzte, wie der Beschwerdef�hrer dies vorbringt.
4.1.�Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer aufgrund der Vorbringen, wonach drei an seinem Wohnsitz Glarus Mitte t�tige Haus�rzte seine ambulante notfallmedizinische Versorgung verweigerten, ein spezifisches Interesse daran glaubhaft macht, dass die behauptete Verweigerung n�her abgekl�rt wird. Er hat damit einen Anspruch auf f�rmliche Behandlung seiner Eingabe durch das Departement Finanzen und Gesundheit des Kantons Glarus (Art. 89 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 111 BGG).
4.2.�Der angefochtene Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts vom 2. Oktober 2014 wie auch der Entscheid des Regierungsrats vom 10. Juni 2014 sind demnach aufzuheben. Die Sache wird im Sinne der Erw�gungen an das Departement Finanzen und Gesundheit des Kantons Glarus zur�ckgewiesen. Dabei versteht sich von selbst, dass die Untersuchung der vom Beschwerdef�hrer behaupteten Verweigerung des Notfalldienstes eine Entbindung der involvieren �rztinnen und �rzte vom Berufsgeheimnis voraussetzt.
4.3.�Dem Beschwerdef�hrer sind keine anwaltlichen Vertretungskosten entstanden; es ist ihm keine Parteientsch�digung zuzusprechen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 2. Oktober 2014 wie auch der Entscheid des Regierungsrats vom 10. Juni 2014 werden aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erw�gungen an das Departement Finanzen und Gesundheit des Kantons Glarus zur�ckgewiesen.