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Timestamp: 2016-10-21 13:09:08
Document Index: 266415770

Matched Legal Cases: ['Art. 136', 'BGE', 'Art. 55', 'Art. 136', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 136', 'BGE', 'Art. 136', 'BGE', 'BGE', 'Art. 57', 'Art. 138', 'Art. 169', 'BGE', 'BGE', 'Art. 172', 'Art. 169']

92 II 13321. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom 22. April 1966 i.S. G. gegen P.
Revision des arr�ts du Tribunal f�d�ral. Art. 136 ss OJ. Est �galement soumis � la revision selon les art. 136 ss OJ l'arr�t par lequel le Tribunal f�d�ral d�clare un recours en r�forme irrecevable, mais seulement pour un motif concernant cet arr�t lui-m�me. Lorsqu'un requ�rant d�couvre, avant que le recours en r�forme soit jug� quant au fond, un motif de revision de la d�cision cantonale selon le droit cantonal, il doit introduire la proc�dure de revision cantonale et demander la suspension de la proc�dure de recours en r�forme (art. 138 combin� avec l'art. 57 OJ). Les mesures protectrices de l'union conjugale peuvent �tre modifi�es d�j� en vertu du droit mat�riel, lorsque les circonstances changent (art. 172 CC). Le droit cantonal peut en outre les soumettre � une revision. Faits � partir de page 134
BGE 92 II 133 S. 134
Die Ehefrau legte gegen das Scheidungsurteil des Appellationshofes des Kantons Bern vom 26. Mai 1959 Berufung ein. Das Bundesgericht trat jedoch am 2. September 1959 auf die Berufung nicht ein, weil es an einer Begr�ndung im Sinne des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG fehlte.
Mit Eingabe vom 17. M�rz 1966 r�gt die geschiedene Ehefrau verschiedene Unregelm�ssigkeiten des dem Scheidungsprozesse vorausgegangenen Eheschutzverfahrens wie auch des Scheidungsprozesses selbst. Sie erkl�rt, die Rechtslage sei ungewiss, weil das Scheidungsdatum und der ihr heute zukommende Name in amtlichen Schriftst�cken widerspr�chlich angegeben seien. Die Eingabe schliesst mit dem Satz: "Solche F�lschungen zwingen zu einer Revision des ganzen Verfahrens."
Das Bundesgericht tritt auf das Revisionsbegehren nicht ein.
2. Die geschiedene Ehefrau verlangt mit ihren Eingaben an das Bundesgericht die "Revision des ganzen Verfahrens". Grunds�tzlich kann eine Revision des kantonalen Scheidungsurteils vom 26. Mai 1959 nach kantonalem Prozessrecht oder auch eine Revision des bundesgerichtlichen Nichteintretensentscheides vom 2. September 1959 nach Art. 136 ff. OG in Frage gezogen werden. Zwar ist bezweifelt worden, ob ein solcher Nichteintretensentscheid �berhaupt der Revision unterliege (verneinend A. REICHEL, Kommentar zum OG vom 22. M�rz 1893, N 2 zu Art. 95). Doch haben sich Lehre und Rechtsprechung �berwiegend f�r die Zulassung dieses Rechtsmittels gegen�ber solchen Entscheiden ausgesprochen (BGE 20 380/81, BGE 24 II 621 /22; zustimmend TH. WEISS, Berufung, S. 345; ebenso neuere Entscheidungen:BGE 42 II 76, BGE 45 II 102; zustimmend W. BIRCHMEIER N II, 2, c zu Art. 136 OG, S. 498/99, und BGE 92 II 133 S. 135E. GR�NINGER, Abs. 1 der Bem. zu Art. 136 OG). Indessen kann die Revision eines auf das Rechtsmittel der Berufung nicht eintretenden Entscheides nur wegen eines diesem Entscheide selbst anhaftenden Revisionsgrundes verlangt werden (vgl. das schon erw�hnte Urteil BGE 42 II 75 /76 mit Hinweisen; BIRCHMEIER a.a.O.). Die erfolgreiche Revision f�hrt in einem solchen Fall nur zur Aufhebung des betreffenden Nichteintretensentscheides und zur Entgegennahme der Berufung zu materieller Beurteilung (vgl. den Urteilsspruch in BGE 42 II 79). Allf�llige das kantonale Sachurteil betreffende Revisionsgr�nde kann das Bundesgericht hiebei nicht ber�cksichtigen. Sind dem Gesuchsteller solche Gr�nde bekannt, oder erf�hrt er davon jedenfalls noch vor dem bundesgerichtlichen Sachurteil �ber die Berufung, so hat er sie, soweit m�glich, im kantonalen Verfahren geltend zu machen und die Einstellung des Berufungsverfahrens nach Art. 57 OG zu veranlassen (Art. 138 OG).
Vollends unterliegen die im Eheschutzverfahren nach Art. 169 ff. ZGB ergangenen Entscheidungen nicht der Revision durch das Bundesgericht. Sie konnten gar nicht Gegenstand einer Berufung an das Bundesgericht bilden (vgl. BGE 72 II 57, BGE 80 I 308 Erw. 2). Vorbehalten bleiben kantonale Revisionsverfahren, zu deren Einleitung jedoch gew�hnlich kein Grund besteht, da die Eheschutzmassnahmen sich schon nach materiellem Recht an ver�nderte Verh�ltnisse anpassen lassen und in diesem Sinne schon an und f�r sich revisibel sind (Art. 172 ZGB). Nach rechtskr�ftiger Scheidung der Ehe fallen die vor dem Prozess getroffenen Massnahmen solcher Art auf alle F�lle dahin.
80 I 308
art. 172 CC,
Art. 169 ff. ZGB