Source: https://www.jurion.de/urteile/bgh/1998-10-06/xi-zr-36_98/
Timestamp: 2019-04-23 03:02:52
Document Index: 50163144

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 21', 'BGH', 'Art. 233', '§ 3', 'Art. 232', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133']

BGH, 06.10.1998 - XI ZR 36/98 - Grundpfandrecht; Haftung aus Grundpfandrechhten; Haftung für rückständige Zinsen; Funktionsnachfolger der Sparkassen der ehemaligen DDR; Voraussetzungen an die Erfüllungswirkung; Erfüllung
Urt. v. 06.10.1998, Az.: XI ZR 36/98
Grundpfandrecht; Haftung aus Grundpfandrechhten; Haftung für rückständige Zinsen; Funktionsnachfolger der Sparkassen der ehemaligen DDR; Voraussetzungen an die Erfüllungswirkung; Erfüllung
Referenz: JurionRS 1998, 17382
Art. 21 Einigungsvertrag
BGHZ 139, 357 - 368
DÖV 1999, 213-215 (Volltext mit amtl. LS)
EWiR 1999, 137
MDR 1999, 86 (Volltext mit amtl. LS)
NJ 1999, 306-307
NJW 1999, 494-496 (Volltext mit amtl. LS)
OVS 1999, 16
VIZ 1999, 103-105
WM 1998, 2423-2426 (Volltext mit amtl. LS)
WuB 1999, 227
WuB 1999, 229
ZAP-Ost 1998, 715
ZBB 1999, 43
ZInsO 1999, 109-110 (Volltext mit amtl. LS)
ZIP 1999, 285-289 (Volltext mit amtl. LS)
ZIP 1998, V Heft 48 (Kurzinformation)
ZNotP 1999, 37 (amtl. Leitsatz)
Die Kreditverträge und die sie sichernden Aufbaugrundschulden laufende Nr. 1 und 2 sind nach dem anzuwendenden Recht der DDR - für die Aufbauhypotheken und -grundschulden ergibt sich dies aus Art. 233 § 3 EGBGB und für die Kreditverträge aus Art. 232 § 1 EGBGB (BGHZ 124, 1, 7 [BGH 26.10.1993 - XI ZR 222/92] und Senatsurteil vom 15. November 1994 - XI ZR 64/94, WM 1995, 150 = ZIP 1995, 167 = VIZ 1995, 233) - wirksam begründet worden; Einwendungen werden insoweit nicht mehr erhoben. Zwar waren für die Zeit nach Inkrafttreten des ZGB der DDR vom 19. Juni 1975 Aufbaugrundschulden gesetzlich nicht mehr vorgesehen. Bereits bestehende Grundschulden blieben nach § 6 Abs. 1 EGZGB jedoch weiterhin wirksam.
aa) Zwar unterliegt die Auslegung von Willenserklärungen nach ständiger Rechtsprechung als tatrichterliche Würdigung nur der Überprüfung durch das Revisionsgericht darauf, ob gesetzliche oder allgemein anerkannte Auslegungsregeln, die Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt oder wesentliche bei der Auslegung zu berücksichtigende Umstände außer acht gelassen worden sind oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht (vgl. z.B. BGH, Urteil vom 25. Februar 1992 - X ZR 88/90, NJW 1992, 1967). Unterläßt das Berufungsgericht jedoch eine gebotene Auslegung und kommen weitere Feststellungen nicht in Betracht, kann das Revisionsgericht die Auslegung selbst vornehmen (BGHZ 65, 107, 112 [BGH 25.09.1975 - VII ZR 179/73]; BGH LM BGB § 133 (A) Nr. 2). So liegt der Fall hier.