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Timestamp: 2018-06-23 14:17:21
Document Index: 126422032

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Zum Klagegrund beim Anwaltsregress gehört, ob der durchzusetzende Anspruch des Mandanten überhaupt bestand.
OLG München - 07.06.2017 - 15 U 161/16
Die Verpflichtung des Rechtsanwalts, die zugunsten seiner Partei sprechenden tatsächlichen und rechtlichen Gesichtspunkte so umfassend wie möglich darzustellen, erfährt durch Grundsatz "iura novit curia" keine Einschränkung.
BGH - 10.12.2015 - IX ZR 272/14
Es ist Aufgabe des Rechtsanwalts, der einen Anspruch seines Mandanten klageweise geltend machen soll, die zugunsten seiner Partei sprechenden tatsächlichen und rechtlichen Gesichtspunkte so umfassend wie möglich darzustellen, damit sie das Gericht bei seiner Entscheidung berücksichtigen kann. Er darf sich nicht ohne weiteres mit dem begnügen, was sein Auftraggeber ihm an Informationen liefert, sondern muss um zusätzliche Aufklärung bemüht sein, wenn den Umständen nach für eine zutreffende rechtliche Einordnung die Kenntnis weiterer Tatsachen erforderlich und deren Bedeutung für den Mandanten nicht ohne weiteres ersichtlich ist.
BGH - 13.06.2013 - IX ZR 155/11
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Pflichtenumfang eines uneingeschränkt beauftragten Rechtsanwalts gilt im Allgemeinen, dass der Rechtsanwalt in tatsächlicher Hinsicht grundsätzlich keine eigenen Nachforschungen anstellen muss, sondern auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der ihm zur Verfügung gestellten Informationen ohne eigene Nachforschungen vertrauen darf.
LG Berlin - 14.09.2012 - 2 O 540/11
Einen allgemeinen Rechtssatz des Inhalts, dass sich ein Anwalt immer und unter allen Umständen auf die Vollständigkeit und Richtigkeit einer ihm vom Mandanten vorgelegten Urkunde verlassen darf, gibt es nicht.
BGH - 30.06.2011 - IX ZR 139/10
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist der mit der Prozessführung betraute Rechtsanwalt seinem Mandanten gegenüber verpflichtet, dafür einzutreten, dass die zugunsten des Mandanten sprechenden tatsächlichen und rechtlichen Gesichtspunkte so umfassend wie möglich ermittelt und bei der Entscheidung des Gerichts berücksichtigt werden. Mit Rücksicht auf das auch bei Richtern nur unvollkommene menschliche Erkenntnisvermögen und die niemals auszuschließende Möglichkeit eines Irrtums ist es Pflicht des Rechtsanwalts, nach Kräften dem Aufkommen von Irrtümern und Versehen des Gerichts entgegenzuwirken
BGH - 14.10.2010 - IX ZR 4/10
Ein Anwalt darf sich grundsätzlichauf die Richtigkeit tatsächlicher Angaben seines Auftraggebers ohne eigene Nachforschungen vertrauen. Dies gilt indes nicht für die Mitteilung von Rechtstatsachen, etwa für die Angaben über die Zustellung eines Urteils. Zudem hat ein Rechtsanwalt grundsätzlich von der Belehrungsbedürftigkeit seines Auftraggebers auszugehen, selbst wenn dieser rechtlich vorgebildet und wirtschaftlich erfahren ist. Denn auch ein Mandant mit Vorkenntnissen darf, wenn er einen Rechtsanwalt beauftragt, auf die vertragsgerechte Pflichterfüllung des Rechtsanwalts vertrauen.
OLG Düsseldorf - 04.05.2010 - 24 U 84/09
Ein Rechtsanwalt, der die Vertretung der beklagten Partei in einem Zivilprozess übernimmt, hat zu prüfen, ob die gegnerische Klage schon an der fehlenden Schlüssigkeit scheitert. Sind bei der vom Anwalt geschuldeten Aufklärung des Sachverhalts mit verkehrsüblicher Sorgfalt solche Mängel der Klage erkennbar, so hat dem Prozessbevollmächtigten der beklagten Partei sie grundsätzlich im Rechtsstreit geltend zu machen.
OLG Hamm - 26.11.2009 - 28 U 27/08
Ein Mißbrauch der Vertretungsmacht durch einen Geschäftsführer einer GmbH ist für einen Rechtsanwalt als Geschäftspartner objektiv evident, wenn der Geschäftsführer in Vertretung der Gesellschaft einen hohen Geldbetrag auf ein Anderkonto der Rechtsanwalts überweist, um sich diesen sogleich in bar übergeben zu lassen, ohne das für die Transaktion ein plausibler Grund vorliegt.
OLG Stuttgart - 16.12.2008 - 12 U 172/08
Der Prozeßbevollmächtigte einer Partei ist nicht verpflichtet, um dem Vorwurf nachlässigen Verhaltens zu entgehen, umfangreiche staatsanwaltliche Ermittlungsakten im Einzelnen darauf durchzusehen, ob ihnen Anhaltspunkte für bestimmte Pflichtverletzungen zu entnehmen sein könnten, die nach dem bisherigen Sachstand nicht im Raum stehen.
BGH - 06.11.2008 - III ZR 231/07
Bei der Klärung des einer beabsichtigten Rechtsverfolgung zugrunde liegenden Sachverhalts ist es die Pflicht des Rechtsanwalts, die Ziele des Mandanten zu ergründen und sich die zur Zielerreichung notwendigen Informationen durch präzise Fragen zu beschaffen; damit korrespondiert die Pflicht des Mandanten, den Anwalt umfassend und korrekt zu informieren.
Ein Steuerberater ist wie ein Rechtsanwalt verpflichtet, den für den erbetenen Rat wesentlichen Sachverhalt aufzuklären und gegebenenfalls deshalb beim Mandanten Rückfragen zu stellen.
BGH - 12.07.2007 - IX ZR 69/04
Liefert der vom Mandanten mitgeteilte Sachverhalt keine tatsächlichen Anhaltspunkte für rechthindernde Tatsachen, welche die Rechtslage zugunsten des Mandanten beeinflussen könnten, ist der Rechtsanwalt, der erst in der Phase der Vertragsabwicklung beauftragt worden ist, insoweit nicht zu einer weiteren Sachverhaltsaufklärung verpflichtet.
BGH - 22.09.2005 - IX ZR 23/04
Die Frage, wie sich der Mandant bei pflichtgemäßer anwaltlicher Beratung verhalten hätte, muß der Tatrichter anhand von Indizien und eventuellen Vermutungen nach der Lebenserfahrung beantworten. Seine Entscheidung ist revisionsrechtlich nur beschränkt überprüfbar.
Der Rechtsanwalt ist vertraglich nur verpflichtet sich mit den erfragten Tatsachen zu befassen, die für die Erledigung des Mandates notwendig sind. Tatsachen die in keinem Zusammenhang mit den Mandantenbegehren stehen, muss der Rechtsberater nicht erfragen.
BGH - 07.02.2002 - IX ZR 209/00
Der Rechtsberater hat sich grundsätzlich nur mit den tatsächlichen und rechtlichen Aufgaben zu befassen, die zur pflichtgemäßen Erledigung des ihm erteilten Auftrags zu beachten sind.
OLG Nürnberg - 09.11.1999 - 11 U 1632/99
Eine generelle Verpflichtung des Rechtsanwalts sich bei jeder Mandatsübernahme nach einer eventuellen früheren Beauftragung eines anderen Rechtsanwalt zu derselben Frage zu erkundigen, um den Mandanten auch über eventuellen Schadensersatzansprüche gegen den Rechtsanwalt beraten zu können, besteht nicht.
OLG Köln - 05.07.1999 - 16 U 22/99
Teilt der Mandant insbesondere sogenannte Rechtstatsachen mit, hat der Anwalt sie durch Rückfragen in die zugrundeliegenden tatsächlichen Umstände und Vorgänge aufzulösen oder, sofern dies keine zuverlässige Klärung erwarten läßt, weitere Ermittlungen anzustellen.
BGH - 21.04.1994 - IX ZR 150/93
Ein Steuerberater hat den steuerlich relevanten Sachverhalt zutreffend zu ermitteln; unklare Angaben des steuerpflichtigen Mandanten sind aufzuklären..
Die Pflicht eines Rechtsanwalts, sich umfassend über alle maßgeblichen Einzelheiten des Sachverhalts zu unterrichten, die Rechtslage zu überprüfen und den Mandanten zu belehren, besteht in erster Linie im Rahmen des Anwaltsvertrages.
OLG Köln - 18.09.1991 - 11 U 53/91
Der Rechtsanwalt hat den Sachverhalt, den er rechtlichlich beurteilen soll, genau aufzuklären. Auf die Richtigkeit von Mandanteninformationen tatsächlicher Art, darf der Anwalt vertrauen.
BGH - 15.01.1985 - VI ZR 65/83
Siehe auch: Akteneinsicht