Source: http://grantorino.de/index.php/tae
Timestamp: 2018-05-26 07:41:39
Document Index: 19015870

Matched Legal Cases: ['§153', '§56', '§57', '§59', '§59', '§68', '§10']

+49 06124 516430
Täterarbeit (TA) in Fällen Häuslicher Gewalt (Partnerschaftsgewalt)
Die TA ist eine besondere Form des sozialen Trainingsprogramms und richtet sich an Personen, die Gewalt in ihrer (ehemaligen) Partnerschaft ausüben oder ausgeübt haben.
Ziel der TA ist es, den Gewaltkreislauf zu durchbrechen bzw. den Klienten einen Ausstieg aus diesem zu ermöglichen und die Gewalt in der Partnerschaft durch die Verantwortungsübernahme des/der Gewalt-ausübenden dauerhaft zu beenden.
Wir sind eingetragenes Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt e.V. (www.bag-taeterarbeit.de) und arbeiten nach deren Standard. Dieser schreibt nach ausführlicher Anamnese- und Diagnosephase in aller Regel ein Gruppensetting (in Einzelfällen Einzel- oder Paarsetting) vor. In der praktischen Arbeit sind u.a. folgende Module wichtig:
Verantwortung vs. Schuld
Gewaltarbeit/Tatrekonstruktion
Gefühle/Bedürfnisse
Biographiearbeit/Eigene Gewalterfahrung
Zwischenbilanz/Reflektion
Respekt/Macht
Im Rahmen unserer Netzwerkarbeit geben wir Rückmeldung an unsere Kooperations-partner und ggf. an die Opfer über die Teilnahme der Klienten am Programm und dessen Verlauf sowie Beendigung, über einen eventuellen Abbruch oder Ausschluss aus dem Programm sowie über Anzeichen weiterer Gefahrenmomente bzw. generelle Gefährdungseinschätzungen.
Eine Kontaktaufnahme zu uns ist jederzeit möglich.
Interventions- und Schutzmöglichkeiten sind im Rahmen der TA zu fast jedem Zeitpunkt des Gewaltkreislaufes möglich
Zugangswege (TA)
Justizielle Zuweisungen durch die Staatsanwaltschaft oder Strafgerichte
§153a StPO (vorl. Verfahrenseinstellung) Gesetz zur Stärkung der Täterverantwortung (seit 2013 in Kraft), §56c StGB (Bewährungsstrafe), §§57, 57a StGB (Aussetzung des Strafrestes), §§59 (Verwarnung mit Strafvorbehalt) und §59a StGB (Bewährungsstrafe), §68b StGB Absatz 2 Satz 1 und 2 (Führungsaufsicht), §10 Abs.1 JGG (Weisungen)
z.B. durch die Polizei im Rahmen der Vernehmung des Beschuldigten oder durch das Jugendamt / Familiengericht als sog. „Weisung zur Wahrnehmung der elterlichen Sorge“ oder auch durch andere Beratungsstellen
finden den Weg aus eigenem Antrieb zu uns
Erwachsene Männer und Frauen, die in ihrer aktuellen oder ehemaligen Partnerschaft Gewalt ausüben oder ausgeübt haben
7 – 12 Erwachsene in geschlechtshomogenen Gruppen
2 TA-Trainer in geschlechterparitätischer Besetzung mit päd./psych. Grundausbildung
65 Zeitstunden
6 – 12 Monate (Clearing-, Anamnese- und Gruppenphase)
Die Kosten können über Bußgeldzuweisungen der Staatsanwaltschaften und Gerichte oder Finanzierungsmodelle bzw. über die Jugend–ämter gedeckt werden.