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Timestamp: 2020-01-21 01:50:35
Document Index: 9283687

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 4', '§ 5', '§ 255']

BFH Urteil vom 13.10.1998 - VIII R 4/98 | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BFH Urteil vom 13.10.1998 - VIII R 4/98
Maßgeblichkeit der Vereinbarungen des Gesellschaftsvertrages dafür, ob die darin festgelegte Komplementärvergütung Gewinnvorab oder Sondervergütung ist - Eigener Geschäftsbetrieb einer Komplementär-GmbH
Haben die Gesellschafter einer KG im Gesellschaftsvertrag vereinbart, daß die Komplementärvergütung als Aufwand der KG behandelt und auch dann gezahlt werden soll, wenn ein Verlust erwirtschaftet wird, so ist dies bei tatsächlicher Durchführung der Vereinbarung auch steuerlich mit der Folge anzuerkennen, daß die Vergütung kein Gewinnvorab, sondern eine Sondervergütung i.S. des § 15 Abs.1 Satz 1 Nr.2, 2.Halbsatz EStG ist (Abgrenzung zu dem Senatsurteil vom 13. Juli 1993 VIII R 50/92).
1. Dem Abzug der Komplementärsvergütung als Aufwand kann entgegenstehen, daß Anschaffungskosten vorliegen.
2. Sondervergütungen i.S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, 2. Halbsatz EStG müssen auf besonderen Vertragsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und einzelnen Gesellschaftern beruhen.
3. Eine Komplementär-GmbH kann auch Aufwendungen haben und Tätigkeiten ausüben, die nicht unmittelbar durch die Beteiligung an der KG veranlaßt sind (vgl. BFH-Urteil vom 18.5.1995 IV R 46/94).
EStG § 15 Abs. 1 Nr. 2 Hs. 2, Abs. 1 S. 1 Nr. 2 Hs. 2, § 4 Abs. 4, §§ 5, 6 Abs. 1 Nr. 1; HGB § 255 Abs. 1-2
FG Berlin (Urteil vom 17.09.1997; Aktenzeichen VI 537/91)
Haufe-Index 150013
BFH/NV 1999, 549
BFHE 1999, 235
BB 1999, 146 (Leitsatz)
DStR 1999, 104
DStRE 1999, 85 (Leitsatz)
DStZ 1999, 263
HFR 1999, 175
StE 1999, 35