Source: https://www.evansonslabs.de/gesetzliche-krankenversicherung-in-deutschland
Timestamp: 2020-07-14 23:55:37
Document Index: 314533921

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 12', '§ 2']

Gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland - Evansonslabs
Gesundheit und Wirtschaft · 24. Juni 2020
Solidaritätsprinzip, Eigenkompetenz und Eigenverantwortung
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland ist eine Solidargemeinschaft (§ 3, SGB 5) mit der Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern und umfasst auch die Förderung der gesundheitlichen Eigenkompetenz und Eigenverantwortung der Versicherten (§ 1 Abs. 1 S. 1-2, SGB 5). D. h. die Prinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland sind:
Prinzip der Eigenkompetenz der Versicherten
Prinzip der Eigenverantwortung der Versicherten
Mitverantwortung durch Lebensführung, Vorsorge, Krankenbehandlung und Rehabilitation
Des Weiteren fordert das fünfte Sozialgesetzbuch (SGB) in § 1, dass die Versicherten für ihre Gesundheit durch:
eine gesundheitsbewusste Lebensführung,
Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen
sowie durch aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation
mitverantwortlich sind, ein Eintritt von Krankheit, Behinderung zu vermeiden oder Ihre Folgen zu überwinden.
Aufklärung, Beratung und Leistungen von der Krankenkassen
Die Krankenkassen haben die Aufgaben (§ 1 Abs. 1 S. 3, SGB 5) den Versicherten bei der Erfüllung der Eigenverantwortung
und hauptsächlich Sachleistungen sowie Geldleistungen für Gesundheitskosten zu leisten (§ 2 Abs. 1, SGB 5).
Prinzipien der Leistungserbringung der Krankenkassen
Die Leistungen der Krankenkassen (§§ 2-2b, SGB 5)
ohne Ausschluss der Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen
sowie unter Berücksichtigung der religiösen Bedürfnissen, der Behinderungsgrad, chronische Erkrankungen und geschlechtspezifischen Besonderheiten
dürfen nur dann zur Verfügung gestellt werden,
wenn das Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 12, SGB 5) nicht verletzt wird,
wenn die Qualität und Wirksamkeit der Leistungen dem allgemeinen anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnissen entspricht sowie den medizinischen Fortschritt berücksichtigt
und wenn die Leistungen nicht der Eigenverantwortung der Versicherten zugerechnet werden können.
Der Gesetzgeber in § 2 Abs. 4, SGB 5 verpflichtet die Krankenkassen, Leistungserbringer und die Versicherte, dass Sie mitverantwortlich darauf zu achten haben, dass die Leistungen wirksam und wirtschaftlich erbracht und nur im notwendigen Umfang in Anspruch genommen werden.
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