Source: http://www.wissenschaft.nrw.de/hochschule/hochschulen-in-nrw/gleichstellung/gleichstellung-im-erneuerten-hochschulgesetz/
Timestamp: 2017-06-27 10:26:58
Document Index: 342824576

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 21', '§ 37', '§ 24', '§ 24', '§ 3', '§ 62', '§ 37']

Gleichstellung im erneuerten Hochschulgesetz - Wissenschaftsministerium
Gleichstellung im erneuerten Hochschulgesetz
Auf dem Weg zur echten Chancengerechtigkeit
Der Wissenschaftsstandort NRW braucht seine Frauen. Das erneuerte Hochschulgesetz stärkt die vorhandenen Gleichsstellungsinstrumente und führt neue ein. (Foto: fotolia.com)
Die Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit im Hochschul- und Wissenschaftssystem ist ein zentrales Ziel des novellierten Hochschulgesetzes (HZG NRW). Jüngste Studien zeigen, dass die Beteiligung von Frauen im Hochschul- und Wissenschaftsbereich auf allen Qualifikationsstufen zwar zugenommen hat. Trotz aller Fortschritte ist der Weg zur echten Chancengerechtigkeit zwischen Männern und Frauen jedoch noch weit. Die Förderung der Gleichberechtigung von Mann und Frau ist eine gesetzliche Aufgabe der Hochschulen. Das erneuerte Hochschulrecht führt neue Gleichstellungsinstrumente ein und stärkt bestehende Instrumente in ihrer Wirkung und Sichtbarkeit.
Folgende Fortschritte hält das erneuerte Hochschulgesetz fest:
Das Gebot der geschlechterparitätischen Zusammensetzung von Hochschulgremien wird durch eine neue hochschulspezifische Regelung (Artikel 1§ 11c HZG NRW) sichtbarer, transparenter und durchsetzungsstärker gestaltet. Ausnahmen von der paritätischen Besetzung sind nur im Einzelfall zulässig und müssen dokumentiert werden. Hochschulen können hier eine Umsetzungshilfe herunterladen. Mindestens 40 % Frauen im Hochschulrat
Alle Hochschulräte müssen künftig zwingend mit mindestens 40 % Frauen besetzt werden. Ausnahmen hiervon sind nicht zulässig (Artikel 1 § 21 Absatz 3 HZG NRW).
Zur Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern in Berufungsverfahren legen die Hochschulen fächergruppenbezogene Gleichstellungsquoten fest. Ziel ist es, die Anzahl der Professorinnen künftig zu steigern. (Artikel 1 § 37 a HZG NRW). Mehr dazu
Mit der Integration der Geschlechterperspektive in die haushalterischen Entscheidungen der Hochschulen kann die Geschlechtergerechtigkeit verbessert werden – Gender Budgeting soll künftig stärker als Aspekt wahrgenommen werden (Artikel 1 § 24 Absatz 5 HZG NRW).
Starke Gleichstellungsbeauftragte
Die Gleichstellungsbeauftragung an den Hochschulen wird durch Verdeutlichung der Strukturen und Aufgaben (Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Fachbereichsgleichstellungsbeauftragte und Gleichstellungskommission) gestärkt (Artikel 1 § 24 HZG NRW).
Gute Vereinbarkeit von Familie und Studium Die Gewährleistung einer guten Vereinbarkeit von Familie (Kinderbetreuung und Pflege) und Beruf oder Studium ist eine gesetzliche Aufgabe der Hochschulen (Artikel 1 § 3 Absatz 5 HZG NRW). Mit den Regelungen zum individuellen Studium in Teilzeit und dem echten Teilzeitstudium werden neue Wege aufgezeigt (Artikel 1 § 62 a HZG NRW).
Umsetzungshilfe für die geschlechterparitätische Besetzung der Hochschulgremien
Handreichung zur neuen Gleichstellungsquote im Berufungsverfahren
Handreichung zu hochschulischen Gleichstellungskonzepten
Ausführliche Abhandlung zur neuen Gleichstellungsquote im Berufungsverfahren
Gender-Report 2016 (Kurzfassung)
Ihre Ansprechpartnerinnen im MIWF: Referat 134 - Gleichstellung von Frau und Mann, Gender Mainstreaming
Susanne GraapTel. 0211/ 896-4306E-Mail: susanne.graap@miwf.nrw.de
Dr. Friederike von HugoTel. 0211/ 896-4549E-Mail: friederike.vonhugo@miwf.nrw.de
Neslihan KaymakTel. 0211/ 896-4430E-Mail: neslihan.kaymak@miwf.nrw.de Gleichstellung im Berufungsverfahren
Seit Oktober 2014 gilt in NRW die Gleichstellungsquote bei der Berufung von Professorinnen und Professoren (§ 37a HG). Zur Umsetzung der Gleichstellungsquote
Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung