Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%20102/15
Timestamp: 2020-02-23 05:25:04
Document Index: 230350225

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 683', '§ 859', '§ 679', '§ 683', '§ 670', '§ 677', '§ 862', '§ 861', '§ 858', '§ 1004', '§ 683', '§ 859', '§ 862', '§ 562', '§ 563', '§ 257', '§ 280', '§ 286', '§ 823', '§ 92', '§ 97', '§ 683', '§ 859', '§ 859', '§ 683', '§ 859', '§ 859', '§ 683', '§ 683', 'BGH', 'BGH', '§ 986', '§ 681', '§ 273', '§ 1000', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 683', 'BGH', '§ 257', '§ 670', '§ 171', '§ 172', '§ 488', '§ 398', 'BGH', '§ 257', '§ 670', '§ 171', '§ 172', '§ 488', '§ 398', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 257', '§ 670', '§ 171', '§ 172', '§ 488', '§ 398', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.03.2016 - V ZR 102/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,9290
BGH, 11.03.2016 - V ZR 102/15 (https://dejure.org/2016,9290)
BGH, Entscheidung vom 11.03.2016 - V ZR 102/15 (https://dejure.org/2016,9290)
BGH, Entscheidung vom 11. März 2016 - V ZR 102/15 (https://dejure.org/2016,9290)
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BGB § 683 Satz 1, § 859 Abs. 1 und 3
§ 679 BGB, § ... 398 BGB, § 683 Satz 1 BGB, § 670 BGB, § 677 BGB, § 862 Abs. 1 BGB, § 861 Abs. 1 BGB, § 858 Abs. 1 BGB, § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 683 BGB, § 859 Abs. 1, 3 BGB, § 862 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 562 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 3 ZPO, § 257 Satz 1 BGB, § 280 Abs. 1, 2 BGB, § 286 BGB, § 823 Abs. 2 BGB, § 92 Abs. 1, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 683 S 1 BGB, § 859 Abs 1 BGB, § 859 Abs 3 BGB
Geschäftsführung ohne Auftrag: Entfernen eines unbefugt auf einem Privatgrundstück abgestellten Fahrzeugs
Entfernen eines unbefugt auf einem Privatgrundstück abgestellten Fahrzeugs als Geschäftsführung ohne Auftrag
Abschleppkosten - Halterhaftung
Objektives Interesse und mutmaßlicher Willen des Fahrzeughalters an der Entfernung eines unbefugt auf einem Privatgrundstück in verbotener Eigenmacht abgestellten Fahrzeugs; Verpflichtung de Fahrzeughalters zum Ersatz der für die Entfernung erforderlichen Aufwendungen ...
Pflicht zum Ersatz für Aufwendungen nach berechtigter GoA wegen unbefugten Parkens auf Privatgrundstück
BGB § 683 S. 1; BGB § 859 Abs. 1; BGB § 859 Abs. 3
Unbefugt geparkt: Grundstückseigentümer darf abschleppen lassen
Verkehrsrecht - Entfernen eines unbefugt auf einem Privatgrundstück abgestellten Fahrzeugs
Ersatz der für die Entfernung eines verbotswidrig geparkten Fahrzeugs erforderlichen Aufwendungen
Abschleppkosten zu Lasten des Fahrzeughalters
Kosten für Entfernung eines Kfz von einem Privatgrundstück
Zum unbefugten Parken auf Kundenparkplatz: Supermarktbetreiber kann Ersatz der Abschleppkosten verlangen - Umsetzung des Pkw entspricht Interesse und mutmaßlichen Willen des Fahrzeughalters
§§ 683 S. 1, 859 I u. III BGB
Unberechtigtes Parken auf privatem Parkplatz II
zeitschrift-jse.de , S. 27 (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Abschleppkosten und Geschäftsführung ohne Auftrag
Unbefugt geparkt: Grundstückseigentümer darf abschleppen lassen! (IMR 2017, 73)
AG Berlin-Köpenick, 16.05.2014 - 12 C 26/14
LG Berlin, 03.03.2015 - 83 S 78/14
LG Berlin, 26.03.2015 - 83 S 78/14
NJW 2016, 2407
MDR 2016, 764
NZM 2016, 602
NZV 2016, 468
VersR 2016, 996
JR 2018, 97
Zudem ist der Halter aufgrund Geschäftsführung ohne Auftrag gemäß §§ 683 Satz 1 iVm 670 BGB grundsätzlich zum Ersatz von Abschleppkosten verpflichtet, die für die Beseitigung der ihm als Zustandsstörer zuzurechnenden Besitzstörung anfallen (BGH Urteil vom 11. März 2016 - V ZR 102/15 - NJW 2016, 2407 Rn. 5 ff. mwN).
Auch wenn die Verwahrung des Anhängers durch die Beklagte/Widerklägerin gegenüber der Klägerin/Widerbeklagten eine berechtigte Geschäftsführung ohne Auftrag darstellt (BGH, Urteil vom 11.03.2016, Az.: V ZR 102/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 2407 ff.), ergibt sich daraus noch nicht unbedingt ein Recht zum Besitz gemäß § 986 BGB (vgl. §§ 681 S. 2, 667 BGB).
Die zulässige Klage auf Herausgabe des Anhängers ist jedoch - unter Berücksichtigung der ebenso zulässigen Widerklage - aufgrund des Zurückbehaltungsrechts der Beklagten/Widerklägerin (§ 273 BGB i.V.m. § 1000 BGB) wegen der Ersatzansprüche der Beklagten/Widerklägerin in Höhe von 150, 00 Euro brutto (incl. MwSt.) gegenüber der Klägerin/Widerbeklagte (§§ 823, 858 BGB) nur Zug-um-Zug gegen Zahlung dieses Geldbetrages durch die Klägerin/Widerbeklagte an die Beklagte/Widerklägerin begründet (BGH, Urteil vom 11.03.2016, Az.: V ZR 102/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 2407 ff. OLG Nürnberg, Urteil vom 19.03.2013, Az.: 14 U 613/12, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1325 f.).
Dieses Zurückbehaltungsrecht verstieß hier auch nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (BGH, Urteil vom 11.03.2016, Az.: V ZR 102/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 2407 ff. BGH, Urteil vom 02.12.2011, Az.: V ZR 30/11, u.a. in: NJW 2012, Seiten 528 ff.).
Dass es sich bei der vereinbarten Pauschalvergütung von 185 EUR um einen Betrag handelt, der die am Ort der Störung üblichen Kosten für das Abschleppen fremder Fahrzeuge nicht überschreitet (zu diesem Kriterium: BGH, Urteil vom 11.3.2016 - V ZR 102/15, bei Juris Rn. 14;… Urteil vom 4.7.2014 - V ZR 229/13, NJW 2014, 3727 Rn. 16, 23 und 41;… Urteil vom 2.12.2011 - V ZR 30/11, NJW 2012, 528 Rn. 11), wird von der Klägerin nicht angezweifelt, so dass der entstandene Schaden auch der Höhe nach in vollem Umfang erstattungsfähig ist.
dd) Das eigentliche Abschleppenlassen des Fahrzeugs mag man noch - ohne dass dies im Streitfall einer abschließenden Bewertung bedürfte - als berechtigte Geschäftsführung ohne Auftrag des Zeugen H. C. im Sinne von § 683 Satz 1 BGB zu Gunsten der Klägerin einstufen (vgl. hierzu grundlegend: BGH, Urteil vom 11.3.2016 - V ZR 102/15, bei Juris Rn. 5 ff.).
Den sonach bestehenden Freistellungsanspruch (§ 257 Satz 1 iVm §§ 670, 675 Abs. 1 BGB iVm § 171 Abs. 1, § 172 Abs. 4 HGB iVm § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB) hat die B. wirksam an die Klägerin - als Gläubigerin der Forderung, von der die B. zu befreien ist - abgetreten (§ 398 BGB); dies hat zur Folge, dass sich der Befreiungsanspruch in einen Zahlungsanspruch (hier: gerichtet auf Leistung von 9.000 EUR) umwandelt (…vgl. Senatsurteil vom 5. Mai 2010 aaO S. 314 f Rn. 12 sowie BGH, Urteile vom 22. März 2011 aaO S. 49 Rn. 14 und vom 11. März 2016 - V ZR 102/15, NJW 2016, 2407, 2409 Rn. 15), sofern diese Umwandlung nicht - wie hier (s. nachfolgend unter 3 c und d) - schon vor der Abtretung geschehen ist.
Den sonach bestehenden Freistellungsanspruch (§ 257 Satz 1 i.V.m. §§ 670, 675 Abs. 1 BGB i.V.m. § 171 Abs. 1, § 172 Abs. 4 HGB i.V.m. § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB) hat die B. wirksam an die Klägerin - als Gläubigerin der Forderung, von der die B. zu befreien ist - abgetreten (§ 398 BGB); dies hat zur Folge, dass sich der Befreiungsanspruch in einen Zahlungsanspruch (hier: gerichtet auf Leistung von 11.400 EUR) umwandelt (…vgl. Senatsurteil vom 5. Mai 2010 aaO S. 314 f Rn. 12 sowie BGH, Urteile vom 22. März 2011 aaO S. 49 Rn. 14 und vom 11. März 2016 - V ZR 102/15, NJW 2016, 2407, 2409 Rn. 15), sofern diese Umwandlung nicht - wie hier (s. nachfolgend unter 3 c und d) - schon vor der Abtretung geschehen ist.
Der ursprüngliche Anspruch auf Freistellung hat sich dadurch in einen Zahlungsanspruch umgewandelt (vgl. BGH NJW 2011, 2351 [BGH 22.03.2011 - II ZR 271/08] ; 2016, 2407).
Den sonach bestehenden Freistellungsanspruch (§ 257 Satz 1 iVm §§ 670, 675 Abs. 1 BGB iVm § 171 Abs. 1, § 172 Abs. 4 HGB iVm § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB) hat die B. wirksam an die Klägerin - als Gläubigerin der Forderung, von der die B. zu befreien ist - abgetreten (§ 398 BGB); dies hat zur Folge, dass sich der Befreiungsanspruch in einen Zahlungsanspruch (hier: gerichtet auf Leistung von 79.711,11 EUR) umwandelt (…vgl. Senatsurteil vom 5. Mai 2010 aaO S. 314 f Rn. 12 sowie BGH, Urteile vom 22. März 2011 aaO S. 49 Rn. 14 und vom 11. März 2016 - V ZR 102/15, NJW 2016, 2407, 2409 Rn. 15), sofern diese Umwandlung nicht - wie hier (s. nachfolgend unter 3 c und d) - schon vor der Abtretung geschehen ist.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Abtretung nur an den zu befriedigenden Gläubiger, d.h. im vorliegenden Fall an die Beschwerdeführerin, zulässig ist (vgl. BGH…, Urteil vom 22. März 2011 - II ZR 271/08, Rn. 14 - und Urteil vom 11. März 2016 - V ZR 102/15, Rn. 15 - zitiert nach juris).
Mit der Abtretung hat sich der ursprüngliche Anspruch auf Freistellung in einen Zahlungsanspruch umgewandelt (vgl. BGH NJW 2011, 2351; BGH NJW 2016, 2407).
Die Übernahme einer Geschäftsführung liegt dann im Interesse des Geschäftsherrn, wenn sie ihm objektiv vorteilhaft und nützlich ist (BGH, Urteil vom 11. März 2016 - V ZR 102/15 -, juris = www.bundesgerichtshof.de, je Rn. 8).