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Timestamp: 2019-09-17 08:13:18
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Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 23', '§ 203', '§ 34', '§ 357', '§ 207', 'Art. 18', '§ 340', '§ 211']

Verordnung zum Schutz des Pfäffikerseegebietes, Mai 1999
Die Volkswirtschaftsdirektion und die Baudirektion
gestützt auf Art. 18 ff. und Art. 23b ff. des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) und §§ 203, 205 und 211 des Planungs- und Baugesetzes (PBG),
erlassen folgende Verordnung:
Der Pfäffikersee, seine Ufer, das Torfriet und die umgebende Landschaft werden unter Schutz gestellt.
Das Schutzgebiet wird in folgende Zonen gegliedert:
Zonen IIA und IID
Naturschutzumgebungszonen
Zonen IVA und IVL
Zonen VA, VB1, VB2 und VC
See- und Uferschutzzonen
Zonen VIA und VIB
Weiler- und Siedlungsrandzone
Die Lage sowie Grenzen und Zonen des Schutzgebietes sind aus dem
Übersichtsplan Mst. 1 :5000 ersichtlich, welcher Bestandteil dieser
Verordnung ist.
Für die Festsetzung des genauen Grenzverlaufs der Flachmoore von nationaler Bedeutung Nrn. 2211 und 2212 sowie der Hoch- und Übergangsmoore Nrn. 102 und 103 ist die Abgrenzung der Schutzzonen 1 und II massgebend. Der genaue Grenzverlauf der nationalen Moorlandschaft Nr.5 Pfäffikersee entspricht dem äusseren Perimeter dieser Verordnung. Abweichungen von diesem sind im Übersichtsplan besonders gekennzeichnet.
Nationale Objekte
Schutzziel ist die umfassende und ungeschmälerte Erhaltung der Pfäffikerseelandschaft. Der See, seine Ufer, die angrenzenden Feuchtgebiete und die übrigen Biotope und Landschaftsstrukturen im gesamten Schutzgebiet sollen als Lebensräume seltener, geschützter und bedrohter Tier- und Pflanzenarten und -gemeinschaften, als prägende Elemente der Natur- und Kulturlandschaft und des Landschaftsbilder sowie als wesentliche Bestandteile des naturnahen Erholungsgebietes erhalten und gefördert werden.
Teile des Schutzgebietes dienen ausschliesslich oder teilweise der Erhaltung und Förderung von seltenen und bedrohten Tier- und Pflanzenarten und -gemeinschaften. Andere Bereiche ermöglichen überdies eine extensive oder intensive Erholungsnutzung. Vorrang sollen standortgebundene, seebezogene Erholungsarten erhalten, welche wenig Störung verursachen. Erholungsformen und Nutzungen, welche die Lebensräume von Tieren und Pflanzen oder das Landschaftsbild beeinträchtigen oder Erholungssuchende übermässig stören, sind zu ,verringern oder auszuschliessen. Einen besonderen Schutz ,und eine gezielte Förderung benötigen insbesondere Feuchtbiotope wie Riedwiesen, Moore, Ufer- und Wasservegetation, wenig bewachsene Ufer- und Nassstellen, Bruch- und Feuchtwälder sowie Magerwiesen, Hecken, Einzelbäume, Obstgärten usw. Ihr Flächenanteil soll vergrössert und ihre Qualität gezielt verbessert werden. Die ausserordentlich grosse Vielfalt an Pflanzengesellschaften soll erhalten bleiben und die für das Mittelland seltenen Pfeifengraswiesen, Schwingrasen, Übergangs- und Hochmoorflächen sowie Bestände seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten sind besonders zu schützen und zu fördern. Alle Riedwiesen sollen zur Erhaltung der vielfältigen Kulturlandschaft regelmässig gemäht werden. Offene Wasserflächen sollen neu geschaffen werden. Die Regeneration der Flach-, Hoch- und Übergangsmoore soll gefördert werden.
Die Wälder sollen eine vielfältige, standortgerechte Vegetation aufweisen. In landschaftlich empfindlichen und gut einsehbaren Lagen wie an Waldrändern, auf Kuppen und Kreten usw. sind die Wirkungen des Waldes auf das Landschaftsbild, besonders zu berücksichtigen. Auf bestimmten Waldflächen ist die Pflege und Bewirtschaftung auf die Erreichung von konkreten Naturschutzzielen auszurichten.
Die Lebensräume sind miteinander zu vernetzen (Biotopverbund).
Die Einzigartigkeit und Eigenart der Landschaft soll erhalten bleiben: Die charakteristische Gliederung mit unüberbauten Erhebungen und Hügeln, die charakteristische kleinräumige Nutzung, die historische Bausubstanz, die typische Besiedlungsstruktur mit Weilern und Hofgruppen.
Ausserhalb bestehender Siedlungsbereiche sollen im Landschaftsbild möglichst wenige neue Bauten und Anlagen in Erscheinung treten. Neubauten und Veränderungen an bestehenden Bauten sollen sich gut in das Ort- und Landschaftsbild einfügen und den Wert des. Schutzgebietes nicht vermindern.
Die Wiederansiedlung seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten soll geprüft und wenn sinnvoll gefördert werden.
Bestehende Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sollen ,bei sich bietenden Gelegenheiten vermindert oder rückgängig gemacht werden.
Zone I Naturschutzzone
Die Naturschutzzone dient der Erhaltung der schutzwürdigen Gebiete als Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und -gemeinschaften sowie dem Schutz der Landschaft.
Zonen IIAund IID Naturschutzumgebungszonen Die Naturschutzumgebungszonen dienen der Sicherung der Naturschutzzone vor unerwünschten Einwirkungen sowie dem Schutz der Landschaft und der Erhaltung des Lebensraumes für gefährdete Arten der Übergangsgebiete zwischen intensiv genutzter Umgebung und der Naturschutzzone.
Zone IIIA LandschaftsschutzzoneDie Landschaftsschutzzone dient der ungestörten Erhaltung der landschaftlichen Eigenart des Gebietes. Sie soll ausserhalb bestehender Siedlungsbereiche zum Schutz des Landschaftsbildes von neuen Bauten und Anlagen freigehalten werden.
Zonen IVAund IVL Waldschutzzonen Die Zone IVA dient der langfristigen Erhaltung bzw. Erzielung folgender biologisch und kulturgeschichtlich wertvoller Waldbestände als struktur- und artenreiche Lebensraume, insbesondere für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten:
Natürliche, unbewirtschaftete Ufer- und Bruchwälder
Standortgemässe Moorwälder Föhren-Birken-Bruchwälder und andere seltene Waldgesellschaften) mit ihren moortypischen Böden und besonderen hydrologischen Verhältnissen
Arten- und strukturreiche, buchtige, stufig aufgebaute Waldränder resp. durchlässige Übergänge zwischen Feld und Wald
Lichter, strukturreicher Moor- und Bruchwald mit sehr gut entwickelter Krautschicht und stellenweise stehendem Totholz
Ausserdem dient sie der Erhaltung und Schaffung von ökologisch wertvollen Übergängen von Wald und Naturschutzzonen, der Vernetzung von isolierten Lebensräumen sowie der Sicherung der Naturschutzzonen vor unerwünschten Einwirkungen. Biologisch und landschaftlich wertvolle Lebensraumelemente wie Weiher, Quellbereiche oder geomorphologische Objekte sind zu erhalten.
Die Pflege und Bewirtschaftung richtet sich nach dem jeweils anzustrebenden Naturschutzziel.
Die Zone IVA dient der langfristigen Erhaltung und Förderung der landschaftlichen Eigenart des Gebietes, von standortgerechten, vielfältigen und strukturreichen Waldbeständen als Elemente der Kultur- und Naturlandschaft sowie des Erholungsraumes. Strukturreiche Bestände mit Alt- und Totholz usw. sollen gefördert werden. Biologisch und landschaftlich wertvolle Lebensraumelemente wie Weiher, Quellbereiche, geomorphologische Objekte sind zu erhalten. In landschaftlich empfindlichen und gut einsehbaren Lagen ist bei der Waldnutzung auf das Landschaftsbild besondere Rücksicht zu nehmen.
Zone IVL
Zonen VA. VB 1. VB2 und VC See- und Uferschutzzonen Die See- und Uferschutzzonen dienen der Erhaltung von Gewässern und Ufern als Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und -gemeinschaften sowie dem Schutz der Landschaft.
Die Zonen VA, VB 1 und VB2 dienen der Erhaltung des Lebensraumes für Tierarten, welche ganzjährig bzw. während der Brutzeit oder im Winter ungestörte See- und Uferbereiche benötigen, die Zone VC dient der Bewahrung eines störungsarmen Gewässers für die naturbezogene Erholungsnutzung.
Zone VIA und VIB Erholungszonen
Die Erholungszonen dienen der Erholung, soweit ,diese mit dem Schutz des Gebietes vereinbar ist. In der Zone VIA sind extensive Erholungsnutzungen wie Baden, Lagern usw. zugelassen. In der Zone VIB liegen die Anlagen intensiver Erholungsnutzungen wie Freibäder, Sport- und Parkanlagen, Campingplätze sowie grosse Parkplätze.
Zone VA und VIB
Zone VII Weiler- und Siedlungsrandzone
Die Weiler- und Siedlungsrandzone dient der guten Einordnung von Bauten und Anlagen in das Orts- und Landschaftsbild sowie der guten landschaftlichen Gestaltung der Übergangsbereiche zwischen Siedlung und offener Landschaft.
In den Schutzzonen I, II, IVA und V sind alle Tätigkeiten, Vorkehren und Einrichtungen verboten, welche mit dem Schutzziel unvereinbar sind, namentlich Tiere und Pflanzen beeinträchtigen oder die Beschaffenheit des Bodens oder andere natürliche Verhältnisse nachteilig verändern können, ferner solche, die im Landschaftsbild störend in Erscheinung treten. Die Waldbewirtschaftung bedarf der forstamtlichen Bewilligung. Insbesondere sind verboten:
Schutzanordn ungen Zonen I, II, IVA und V
In der Zone I Naturschutzzone das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art;
Geländerveränderungen und Ablagerungen aller Art;
das Bewässern und Entwässern sowie das Einleiten von Abwässern;
das Düngen und das Verwenden von Giftstoffen;
andere als zur Erhaltung nötige Nutzungen;
das Weidenlassen;
das Aufforsten oder Anlegen von Baumbeständen;
das Beseitigen von Hecken, markanten Bäumen und Sträuchern sowie Baumgruppen;
das Ansiedeln von standortfremden Tieren und Pflanzen;
das Pflücken, Ausgraben oder Zerstören von wildwachsenden Pflanzen und Pilzen;
das Töten, Verletzen, Fangen oder Stören von wildlebenden Tieren, ausgenommen im Rahmen der bewilligten Jagd und Fischerei;
das Lagern, Zelten, Kampieren sowie das Überlassen von Standplätzen dafür;
das Anfachen von Feuer ausserhalb fest eingerichteter und, bezeichneter Stellen;
das Fahren und Reiten abseits von Strassen und Wegen;
das Laufenlassen von Hunden (Leinenzwang);
das Betreten, ausser auf markierten Wegen und Stegen (gilt auch zum Fischen);
das Baden und Schwimmen;
das Befahren der Wasserflächen mit Schiffen und Schwimmkörpern aller Art sowie das Stationieren derselben; davon ausgenommen ,sind die Organe der Polizei, der Gewässer- und der Fischereiaufsicht sowie Notfalleinsätze des Seerettungsdienstes;
das Befahren, Durchschwimmen oder Betreten der Schwimmblatt - Röhricht-Vegetation.
In der ZoneIIA Naturschutzumgebungszone das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art;
Geländeveränderungen und Ablagerungen aller Art;
andere Nutzung als Streue- oder Dauerwiesen; das Weidenlassen;
das Beseitigen von Hecken, markanten Bäumen und .Sträuchern sowie Baumgruppen;
das Pflücken, Ausgraben oder Zerstören von Pilzen;
das Anfachen von Feuer ausserhalb fest eingerichteter und bezeichneter Stellen;
das Laufenlassen von Hunden (Leinenzwang).
In der Zone IID Naturschutzumgebungszone das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art;
das Düngen, ausgenommen das Düngen mit Mist (ohne Zusätze)
das Verwenden von Giftstoffen;
andere Nutzung als Weide, Streue- oder Dauerwiese;
das Beseitigen von Hecken, markanten. Bäumen und Sträuchern sowie Baumgruppen;
das Lagern, das Zelten, Kampieren sowie das Überlassen von Standplätzen dafür;
Das Anfachen von, Feuer ausserhalb festeingerichteter und bezeichneter Stellen;
In der ZoneIVA Waldschutzzone das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art;
das Lagern und Behandeln von geschlagenem Holz ausserhalb bezeichneter Plätze;
Nutzungen, die nicht mit dem angestrebten Schutzziel in Einklang stehen;
das Ansiedeln von Tieren und, Pflanzen, ausgenommen. von standortheimischen Gehölzen im Rahmen der Waldpflege;
Töten, Verletzen, Fangen oder Stören von wildlebenden Tieren, ausgenommen im Rahmen der bewilligten Jagd und Fischerei;
das Anfachen von Feuer ausserhalb fest eingerichteter und bezeichneter Stellen; das Fahren und Reiten abseits von Strassen und Wegen; das Betreten abseits von Strassen und Wegen in den auf den Plänen gekennzeichneten und im Wald markierten Flächen;
In der ZoneVA See-undUferschutzzone das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art;
das Ansiedeln von Tieren und Pflanzen, ausgenommen im Rahmen der bewilligten Fischerei;
das Pflücken, Ausgraben oder Zerstören von wildwachsenden Pflanzen;
das Töten, Verletzen, Fangen oder Stören von wildlebender Tieren, ausgenommen im Rahmen der bewilligten Jagd- und Fischerei;
die Beeinträchtigung des Ufers und der Ufervegetation, insbesondere das Betreten, Durchschwimmen und Befahren der Ried-, Röhricht- und Schwimmblattbestände;
das Befahren der Wasserfläche mit Schiffen und Schwimmkörpern aller Art; davon ausgenommen sind die Organe der Polizei, der Gewässer- und der Fischereiaufsicht, Notfalleinsätze des Seerettungsdienstes sowie die Patentfischerei in dem, im Übersichtsplan bezeichneten Bereich A in der Auslikerbucht vom 16. August bis 19. November;
das Stationieren von Schiffen und Schwimmkörpern aller Art ausserhalb dafür bestimmter Anlagen;
das Betreten, Baden und Schwimmen.
In den Zonen-VB1 undVB2 See-und Uferschutzzonen das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art;
die Beeinträchtigung des Ufers und der Ufervegetation; insbesondere das Betreten, Durchschwimmen und Befahren der Ried-, Röhricht- und Schwimmblattbestände;
das Befahren der Wasserfläche mit Schiffen und Schwimmkörpern aller Art vom 1. April bis 15. August (Zone VB 1) respektive vom 20. November bis 31. März (Zone VB2); davon ausgenommen sind die Organe der Polizei, der Gewässer- und der Fischereiaufsicht sowie Notfalleinsätze des Seerettungsdienstes.
das Befahren einer 25 m breiten, seewärts der Ried-, Röhricht- und Schwimmblattbestände liegenden Wasserfläche, ausgenommen für die Patentfischerei während der Fangausübung;
die Benützung von Schiffen und Schwimmkörpern mit Maschinenantrieb, vorbehältlich einer Bewilligung gemäss § 34 der Verordnung über die Schiffahrt auf zürcherischen Gewässern vom 7.5.1980;
Das Betreten, Baden und Schwimmen zwischen dem 1. April und dem 15. August.
Zonen VB1, und VB2
In der ZoneVC See-undUferschutzzone Geländeveränderungen und Ablagerungen aller Art;
das Stationieren von Schiffen und Schwimmkörpern aller Art ausserhalb dafür bestimmter Anlagen.
Zone VC
In der Zone IIIA. Landschaftsschutzzone. sind alle Bauten und Anlagen, Vorkehren und Einrichtungen, welche im Landschaftsbild in Erscheinung treten, den Wert des Schutzgebietes beeinträchtigen könnten oder den für die Landschaft typischen Eigenheiten widersprechen, verboten.
Zulässig sind landwirtschaftliche Neu-, Um- und Anbauten in den Betriebszentren der bestehenden Landwirtschaftsbetriebe sowie die für die landwirtschaftliche Nutzung notwendigen Einrichtungen. Eine Bewilligung durch die Baudirektion wird erteilt, wenn die vorgesehenen Massnahmen für die Ausübung der Land- und Forstwirtschaft oder den Unterhalt von Flächen im Schutzgebiet notwendig ,sind, sich gut in das Orts- und Landschaftsbild einfügen ,und den Wert des Schutzgebietes nicht wesentlich vermindern.
Schutzanordn ungen Zone IIIA
In der Zone IVL. Waldschutzzone. sind alle Tätigkeiten, Vorkehren und Einrichtungen verboten, welche mit dem Schutzziel unvereinbar. sind oder das Landschaftsbild beeinträchtigen könnten. Das Errichten von Bauten, und Anlagen aller Art ist bewilligungspflichtig. Eine Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn die vorgesehenen Massnahmen für die Ausübung der Forstwirtschaft oder den Unterhalt von Flächen im Schutzgebiet notwendig sind, sich gut in das Landschaftsbild einfügen und den Wert des Schutzgebietes nicht vermindern. Insbesondere sind verboten:
Geländeveränderungen und Ablagerungen aller Art, insbesondere auch das Beseitigen oder Beeinträchtigen von erratischen Blöcken und anderen geomorphologischen Objekten;
Waldnutzungen, die dem Schutzziel widersprechen;
Bachverbauungen.
Schutzanordn ungen Zone IVL
In der Zone VIA. Erholungszone. sind alle Tätigkeiten, Vorkehren und Einrichtungen verboten, welche mit dem Schutzziel unvereinbar sind, namentlich Tiere und Pflanzen beeinträchtigen oder die Beschaffenheit des Bodens oder andere natürliche Verhältnisse nachteilig verändern können, ferner solche, die im Landschaftsbild störend in Erscheinung treten. Insbesondere sind verboten:
das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art, ausser solchen, welche für den extensiven Erholungsbetrieb notwendig sind, sich in das Landschaftsbild einfügen und das Schutzziel nicht gefährden;
das Aufbringen von Hartbelägen auf Wegen und Plätzen;
das Bewässern, Entwässern sowie das Einleiten von Abwässern;
das Verwenden von Düngern aller Art und Giftstoffen;
das Aufforsten oder Anlegen von standortfremden Bepflanzungen;
das Beeinträchtigen der natürlichen Ried- und Ufervegetation. In der Zone VB. Erholungszone. sind alle Tätigkeiten, Vorkehren und Einrichtungen, welche im Landschaftsbild in Erscheinung treten oder den Wert des Schutzgebietes beeinträchtigen könnten, bewilligungspflichtig. Insbesondere sind bewilligungspflichtig:
das Errichten und Verändern von Bauten und Anlagen aller Art einschliesslich Mauern, Einfriedigungen, Reklamevorrichtungen, Antennen, Freileitungen und dergleichen;
das Aufforsten oder Anlegen von Baumbeständen, ausser Hochstammobstbäumen und Hecken;
Bach- und Uferverbauungen;
das Anlegen und Ausbauen von Strassen und Wegen.
Schutzanordn ungen Zonen VIA und VIB
In der Zone VII.. Weiler- und Siedlungsrandzone. bedarf die Erstellung von Bauten und Anlagen einer Bewilligung der Baudirektion. Eine Bewilligung wird unter allfälligen Bedingungen erteilt, wenn sich die Bauten und Anlagen sowie deren Umgebungsgestaltung gut in das Orts- und Landschaftsbild einfügen. Die Nutzung der an die Naturschutzzone angrenzenden Flächen darf diese nicht beeinträchtigen.
Auf dem Gemeindegebiet Wetzikon, im Abschnitt Aabach bis Chämtnerbach, ist, entlang der Natur- und Landschaftsschutzzone bei Neu- und Umbauten einer optimalen Einbindung von Bauten in das Landschaftsbild mittels einer naturnahen Umgebungsgestaltung und gezielten Durchgrünung des Siedlungsrandes. mit einheimischen, standortgerechten Bepflanzungen spezielle Beachtung zu schenken.
Schutzanordn ungen Zone VII
Der Unterhalt bestehender Bauten und Anlagen ist gewährleistet; Veränderungen an bestehenden nichtlandwirtschaftlichen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen können nach § 357 Abs. 3 PBG bewilligt werden, wenn dies mit den Schutzzielen vereinbar ist. Die erforderlichen Massnahmen haben so zu erfolgen, dass den Schutzzielen bestmöglich Rechnung getragen wird.
Die Naturschutzgebiete sind fachgerecht zu unterhalten und zu pflegen. Sämtliche Unterhalts- und Pflegearbeiten haben sich nach dem Schutzziel zu richten. Die dafür erforderlichen Massnahmen sind von den Verboten gemäss Ziffern 4, 5, 6 und 7 ausgenommen. Sie werden, soweit erforderlich, in einem Pflegeplan festgelegt.
Übersteigen die Anordnungen in unzumutbarer Weise die allgemeine Pflicht des Eigentümers, sein Grundstück zu unterhalten, so ist die Betreuung durch das anordnende Gemeinwesen zu übernehmen und vom Grundeigentümer zu dulden (§ 207 PBG).
Grundsätzlich sind folgende Unterhaltsarbeiten auszuführen:
Riedwiesen sind jährlich ab 1. September zu mähen. Die Streue ist bis zum 15. März wegzubringen. Abweichende Regelungen werden in Pflegeplänen festgelegt.
Trockenwiesen sind ab 1. Juli zu mähen. Das Schnittgut ist wegzuführen. Abweichende Regelungen werden in Pflegeplänen festgelegt.
In den Naturschutzumgebungszonen ist die Vegetation jährlich mindestens einmal zu mähen und das Schnittgut wegzuführen.
Hecken, Ufergehölze und Waldränder sind periodisch. selektiv und abschnittweise zu verjüngen.
Der Wald ist den Schutzzielen entsprechend zu bewirtschaften. Im Rahmen dieser Zielsetzung legt der Forstdienst die erforderlichen Massnahmen fest, in der Zone IVA in der Regel in der forstlichen Ausführungsplanung oder in Pflegeplänen nach Schutzverordnung, in der Zone IVL in der forstlichen Ausführungsplanung. Grundsätzlich ist die Naturverjüngung zu fördern. .Bei Neuanpflanzungen bzw. Durchforstungen sind Gehölzarten entsprechend den Zielsetzungen auszuwählen bzw. zu fördern.
Grundeintümerinnen und -eigentümer oder Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter haben gestützt auf Art. 18c Abs. 2 NHG Anspruch auf angemessene Abgeltung, wenn sie im Interesse der Schutzziele die bisherige Nutzung einschränken oder eine Leistung ohne entsprechenden wirtschaftlichen Ertrag erbringen.
Wenn besondere Verhältnisse, insbesondere ein überwiegendes öffentliches oder wissenschaftliches Interesse, es erfordern, kann die zuständige Direktion unter sichernden Bedingungen Ausnahmen von diesen Vorschriften gestatten.
Ausnahmereg elung
Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden gemäss Artikel 24 ff. NHG und §§ 340 f. PBG geahndet.
Strafbestimm ungen
Diese Verordnung tritt sofort in Kraft. Sie ersetzt mit ihrem Inkrafttreten den Unterschutzstellungsbeschluss für das Torfriet vom 10. Juni 1943 und die Verordnung zum Schutze des Pfäffikersees vom 2. Dezember 1948 mit Abänderung vom 22. Mai 1969.
Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, mit schriftlicher Begründung beim Regierungsrat, 8090 Zürich, Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Rekursentscheide des Regierungsrates sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen.
Allfälligen Rekursen kommt gemäss § 211 Abs. PBG ,keine aufschiebende Wirkung zu.
Diese Verordnung wird im Amtsblatt publiziert.
Mitteilung unter Planbeilage an die Grundeigentümer/innen (Zonen I und II gemäss Liste soweit bekannt), die Gemeinderäte Fehraltorf, Pfäffikon, Seegräben und Wetzikon, die Planungsgruppe Zürcher Oberland, das BUWAL, Natur und Landschaft, 3003 Bern, die Staatskanzlei/Rechtsabteilung, die Baudirektion/GS und DLZ/Landerwerb, das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, das Amt für Raumordnung und Vermessung, die Volkswirtschaftsdirektion/GS, das Amt für Landschaft und Natur, die Abteilung Wald, die Kreisforstämter II und III, die Abteilung Landwirtschaft und die Fischerei- und Jagdverwaltung.
BAUDIREKTION KANTON ZÜRICH VOLKSWIRTSCHAFTSDIREKTION KANTON ZÜRICH
H. Hofmann, Regierungsrat Dr. E. Homberger, Regierungsrat