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Timestamp: 2020-02-20 14:15:08
Document Index: 334484203

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 4', '§ 90', '§ 149', '§ 90', '§ 173', '§ 150', '§ 150', '§ 173']

21.10.2011 · IWW-Abrufnummer 113452
Finanzgericht Rheinland-Pfalz: Urteil vom 30.08.2011 – 3 K 2674/10
3 K 2674/10
wegen	Einkommensteuer 2008
hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz - 3. Senat - am 30. August 2011 durch XXX
Ihre Einkommensteuererklärung 2008 übermittelten die Kläger dem Beklagten mittels Elster-Formular elektronisch am 19. Oktober 2009. Am 20. Oktober 2009 ging beim Beklagten die von den Klägern unterschriebene komprimierte Einkommensteuererklärung ein. Für ihr Kind A, geb. am 23. November 2006, war in der komprimierten Einkommensteuererklärung bei der Anlage Kind der Anspruch auf Kindergeld in Höhe von 1.848 € für das Streitjahr vermerkt (Blatt 4 der Einkommensteuerakte).
Hiergegen legten die Kläger mit Schreiben vom 7. Juni 2010 Einspruch ein und brachten ergänzend vor, ihnen sei bei Fertigung der Steuererklärung für 2008 nicht bekannt gewesen, dass sie die Kinderbetreuungskosten gem. § 9 Abs. 5 i.V.m. § 4 f EStG 2008 bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit hätten geltend machen könnten. Die Einkommensteuererklärung für 2008 sei die erste Steuererklärung, bei der das Kind zu berücksichtigen sei. Dies habe für sie auf Grund der vielfach verwirrenden Steuervorschriften eine Herausforderung dargestellt. Darüber hinaus sei im Herbst 2009, zum Zeitpunkt der Anfertigung der Steuererklärung für 2008, ihr zweites Kind zur Welt gekommen und sie hätten sich deswegen in einer außergewöhnlichen und angespannten Situation befunden. Die Steuererklärung sei mit einem handelsüblichen Steuererklärungsprogramm "Steuertipps Steuersparerklärung" erstellt, bei dem das Steuerformular selbst nicht mehr automatisch angezeigt werde, sondern das Programm durch ein eigenes Menü führe. Nach Fertigstellung hätten sie die Erkl