Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.01.2003&Aktenzeichen=II%20ZR%20173/02
Timestamp: 2019-12-06 16:43:12
Document Index: 42825486

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 248', '§ 31', '§ 248', '§ 31', '§ 46', '§ 60', '§ 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 34', '§ 256', '§ 47', '§ 47', 'BGH', '§ 45', '§ 256', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.01.2003 - II ZR 173/02 - dejure.org
BGH, 13.01.2003 - II ZR 173/02
https://dejure.org/2003,1236
BGH, 13.01.2003 - II ZR 173/02 (https://dejure.org/2003,1236)
BGH, Entscheidung vom 13.01.2003 - II ZR 173/02 (https://dejure.org/2003,1236)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 2003 - II ZR 173/02 (https://dejure.org/2003,1236)
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AktG § 248 (analog); GmbHG §§ 31, 46, 60 Abs. 1 Nr. 2
AktG § 248; GmbHG § 31; GmbHG § 46; GmbHG § 60 Abs. 1 Nr. 2
GmbH: Ausschließung aus wichtigem Grund nur mit Drei-Viertel-Mehrheit
Gesellschafterbeschluss über die Erhebung einer Ausschließungsklage gegen einen Mitgesellschafter aus wichtigem Grund - Erforderliche qualifizierte Dreiviertelmehrheit bei fehlender Satzungsbestimmung - Zulässigkeit einer mit der Anfechtungsklage gegen ...
Unzulässigkeit einer mit der Anfechtungsklage gegen einen Ausschließungsbeschluss der Gesellschafter verbundenen Feststellungsklage auf Ablehnung des Ausschlusssantrags
Qualifiziertes Mehrheitserfordernis für einen Gesellschafterbeschluss über die Erhebung einer Ausschließungsklage gegen einen GmbH-Gesellschafter; zur Frage der Unzulässigkeit einer mit der Anfechtungsklage verbundenen Beschlussfeststellungsklage
Anforderungen an die Mehrheitsverhältnisse eines Ausschließungsbeschlusses
Beschluss zur Ausschließung eines Gesellschafters
meyer-koering.de (Entscheidungsanmerkung und Zusammenfassung)
Anfechtbarkeit von Gesellschafterbeschlüssen bei einer GmbH
GmbHG §§ 34, 46, 60
Allgemeine Feststellungsklage, Anfechtung eines Ausschließungsbeschlusses, Ausschluss des Gesellschafters, Beschlussmängelklage, Feststellung des Beschlussergebnisses, Feststellung eines stattgebenden Beschlussergebnisses, Mehrheitserfordernis, Positive ...
Gesellschaftsrecht; Ausschließung eines Mitgesellschafters aus wichtigem Grund
Qualifiziertes Mehrheitserfordernis für einen Gesellschafterbeschluss über die Erhebung einer Ausschließungsklage gegen einen GmbH-Gesellschafter;Unzulässigkeit einer mit der Anfechtungsklage verbundenen Beschlussfeststellungsklage
Zusammenfassung von "Mehrheitserfordernisse beim Abschluß eines GmbH-Gesellschafters" von Dr. Sudabeh Kamanabrou, original erschienen in: NJW 2003, 1849 - 1851.
NJW-RR 2003, 470
ZIP 2003, 435
WM 2003, 443
BB 2003, 493
DB 2003, 551
NZG 2003, 284
Die Beklagten haben sich dafür, dass die Klage nicht gegen die Gesellschafter zu richten sei, nicht auf den Gesellschaftsvertrag, sondern auf zwei Senatsentscheidungen bezogen (BGH, Urteil vom 13. Januar 2003 - II ZR 173/02, ZIP 2003, 435; BGH, Urteil vom 13. Januar 2003 - II ZR 227/00, BGHZ 153, 285), die einen ganz anderen Sachverhalt, nämlich die Ausschließung aus einer GmbH betreffen.
OLG Jena, 05.10.2005 - 6 U 162/05
Gesellschafterausschluss; Anfechtungsklage; rechtliches Gehör
Der Grundsatz, dass als Sachurteilsvoraussetzung für die Erhebung einer Ausschlussklage ein wirksamer Beschluss der GmbH-Gesellschafterversammlung erforderlich ist (grundlegend BGHZ 9, 157, 166; bestätigt durch BGHZ 16, 317, 322; BGH NZG 2003, 284 und NZG 2003, 286;… ebenso die ganz hM im Schrifttum, vgl. Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 16. Aufl., § 34 Rn 36), führt bei der zweigliedrigen GmbH zur Förmelei, weil darüber, ob das Ausschließungsverfahren in Gang kommt, mangels eines Stimmrechts des auszuschließenden Gesellschafters allein der Mitgesellschafter entscheidet und weil der Ausschließungsbeschluss wegen der richterlichen Entscheidungskompetenz zum Vorliegen eines Ausschließungsgrundes keine eigene materielle Bedeutung hat.
Dies entspricht der gefestigten Rechtsprechung des BGH (vgl. grundlegend BGHZ 9, 157, 166; bestätigt durch BGHZ 16, 317, 322; aus neuerer Zeit etwa BGH NZG 2003, 284 und NZG 2003, 286) und auch der ganz hM im Schrifttum (…vgl. nur Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 16. Aufl., § 34 Rn 36 mwN).
Nach h. M. fehlt es an einem Feststellungsinteresse im Sinne von § 256 ZPO bei Gesellschaftern, welche die kassatorische Beschlussanfechtungs- bzw. Nichtigkeitsklage erheben können (s. etwa OLG Hamburg, ZIP 1995, 1513 - Tz. 17; OLG Koblenz, NZG 2006, 270 - Tz. 20;… Bayer, in: Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 18. Aufl., Anh zu § 47 Rn. 30;… Koppensteiner, in: Rowedder/Schmidt-Leithoff, GmbHG, 4. Aufl., § 47 Rn. 146; vgl. auch BGH, NZG 2003, 284 - Tz. 5); nach der Gegenauffassung (…K. Schmidt, in: Scholz, GmbHG, 10. Aufl., § 45 Rn. 81) ist die Beschlussanfechtungs- bzw. Nichtigkeitsklage zwar nicht durch die allgemeine Feststellungsklage nach § 256 ZPO ausgeschlossen, Letztere aber auch nicht durch Erstere.
Sie ist, anders als die Beschlussfeststellungsklage gegen einen vom Versammlungsleiter festgestellten Beschluss, zulässig (BGH NZG 2003, 284).
LG Freiburg, 24.01.2014 - 12 O 93/13
Publikums-KG: Mehrstimmrecht der Komplementärin bei Gesellschafterbeschlüssen; …
Der Grundsatz, wonach sich eine Beschlussfeststellungsklage nur gegen die Ablehnung eines Beschlussantrags durch Gesellschafterbeschluss richten könne und deshalb bei Anfechtung eines positiven Gesellschafterbeschlusses nicht statthaft sei (vgl. BGH NZG 2003, 284), greift in dem vorliegenden besonderen Fall einer Beiratswahl nicht.