Source: https://erbrecht.guide/pflichtteil-und-pflichteilsanspruch/
Timestamp: 2020-07-05 10:50:34
Document Index: 22004015

Matched Legal Cases: ['§ 1925', '§ 1931', '§ 1931', '§ 1371', '§ 1925', '§ 1931', '§ 1931', '§ 1931', '§ 1925', '§ 1931', '§ 1932', '§ 1371', '§ 1931', '§ 1932', '§ 1371', '§ 1931', '§ 1931', '§ 1924', '§ 1924', '§ 1925', '§ 1925']

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Der Pflichtteils-Rechner von ERBRECHT.GUIDE
1 Pflichteilsrechner
2 Kostenfreie Ersteinschätzung
In welchem verwandschaftlichen Verhältnis standen Sie zum Erblasser?
Geschwisterteil, Nichte/Neffe, Großeltern
War der Erblasser verheiratet und lebte der Ehepartner bei Eintritt des Erbfalls noch?
Kinder erben als Verwandte 1. Ordnung zu gleichen Teilen; § 1925 BGB. Sollte der Ehepartner des Erblassers noch leben, erbt dieser neben den Kindern zu ¼; § 1931 BGB. Zudem bestehen familienrechtliche Besonderheiten.
bitte auswählenJa, verheiratet im gesetzlichen Güterstand (Zugewinngemeinschaft)Ja, verheiratet mit GütertrennungJa, verheiratet mit GütergemeinschaftNein
Wie viele Kinder hinterlässt der Erblasser insgesamt? Die Abkömmlinge vorverstorbener Kinder rücken gemeinsam in deren Erbposition ein.
Bei gesetzlichem Güterstand hat der Ehepartner Anspruch auf ¼ des Nachlasses; § 1931. Zudem hat er Anspruch auf pauschalierten Zugewinnausgleichvon weiteren ¼; § 1371 BGB. Das verbleibende Erbe ist dann nach Kopfteilen unter den Kindern zu verteilen; § 1925 BGB
bitte auswählen1 Kind2 Kinder3 Kinder4 Kinder5 Kinder
Ihr Pflichtteil beträgt 25 %
Ihr Pflichtteil beträgt 12,5 %
Ihr Pflichtteil beträgt 8,33 %
Ihr Pflichtteil 6,25 %
Ihr Pflichtteil beträgt 5 %
Wie viele Kinder hinterlässt der Erblasser insgesamt? Die Abkömmlinge vorverstorbener Kinder rücken gemeinsam in deren Erbposition ein. Fall keine Kinder vorhanden sind, leben Eltern, Geschwister oder Großeltern des Erblassers noch?
Bei Gütertrennung hat der Ehepartner Anspruch, neben einem oder zwei Kindern nach gleichen Kopfteilen berücksichtigt zu werden; § 1931 Abs. 4 BGB. Falls keine Kinder existieren, gilt § 1931 Abs.1 BGB
bitte auswählen1 Kind2 Kinder
Ihr Pflichtteil beträgt 16,6 %
Bei Gütergemeinschaft wird die Hälfte des ehelichen Vermögens ohnehin dem überlebenden Ehegatten nach familienrechtlicher Wertung zugeschlagen. Der übrige Nachlass verteilt sich nach allgemeinen Regeln, weshalb der überlebende Ehegatte Anspruch auf ¼ des Nachlasses hat; § 1931 BGB
Aufgrund der Gütergemeinschaft steht ½ des ehelichen Vermögens dem überlebenden Ehepartner zu. Ihr Pflichtteil beträgt 37,5 % des verbleibenden Nachlasses.
Aufgrund der Gütergemeinschaft steht ½ des ehelichen Vermögens dem überlebenden Ehepartner zu. Ihr Pflichtteil beträgt 18,75 % des verbleibenden Nachlasses.
Aufgrund der Gütergemeinschaft steht ½ des ehelichen Vermögens dem überlebenden Ehepartner zu. Ihr Pflichtteil beträgt 12,5 % des verbleibenden Nachlasses.
Aufgrund der Gütergemeinschaft steht ½ des ehelichen Vermögens dem überlebenden Ehepartner zu. Ihr Pflichtteil beträgt 9,37 % des verbleibenden Nachlasses.
Aufgrund der Gütergemeinschaft steht ½ des ehelichen Vermögens dem überlebenden Ehepartner zu. Ihr Pflichtteil beträgt 7,5 % des verbleibenden Nachlasses.
Simples Erbrecht nach Kopfteilen x ½; §§ 1925, 2303 BGB
Ihr Pflichtteil beträgt 50 %
Ihr Pflichtteil beträgt 16,65%
Ihr Pflichtteil beträgt 10 %
In welchem Güterstand lebten Sie?
Das Erbrecht des Ehegatten ist abhängig vom Güterstand.
bitte auswählenZugewinngemeinschaft (gesetzlicher Güterstand)GütertrennungGütergemeinschaft
Hat der Erblasser Kinder, Enkel oder Urenkel hinterlassen?
Ehegatten erben zu ¼ neben Erben 1. Ordnung; § 1931 BGB. Daneben hat der Ehegatte ein Anspruch auf das Voraus; § 1932 Abs.1 Satz 2 BGB. Bei Zugewinngemeinschaft können sie zudem pauschalierten Zugewinnausgleich geltend machen; § 1371 BGB
Ihr Pflichtteilsanspruch beläuft sich auf 12,5 %. Daneben stehen Ihnen die Haushaltsgegenstände des ehelichen Haushaltes zu, die Sie zu einer angemessenen Lebensführung benötigen. Daneben können Sie sogenannten Zugewinnausgleich verlangen.
Leben die Eltern des Erblassers noch?
Ehegatten erben zu ½ neben Erben der 2. Ordnung; § 1931 BGB. Daneben hat der Ehegatte ein Anspruch auf das Voraus; § 1932 Abs.1 Satz 1 BGB. Bei Zugewinngemeinschaft können sie zudem pauschalierten Zugewinnausgleich geltend machen; § 1371 BGB
Ihr Pflichtteil beläuft sich auf 25 %. Daneben stehen Ihnen die Haushaltsgegenstände des ehelichen Haushaltes zu. Soweit Sie im gesetzlichen Güterstand lebten, können Sie daneben Zugewinnausgleich verlangen.
Ihr Pflichtteil beläuft sich auf 50 %. Daneben stehen Ihnen die Haushaltsgegenstände des ehelichen Haushaltes zu. Soweit Sie im gesetzlichen Güterstand lebten, können Sie daneben Zugewinnausgleich verlangen.
Wie viele Kinder hinterlässt der Erblasser insgesamt? Die Abkömmlinge vorverstorbener Kinder rücken gemeinsam in deren Erbposition ein. Falls keine Kinder vorhanden sind, leben Eltern, Geschwister oder Großeltern des Erblassers noch?
Bei Gütertrennung hat der Ehepartner Anspruch, neben einem oder zwei Kindern nach gleichen Kopfteilen berücksichtigt zu werden; § 1931 Abs. 4 BGB. Falls keine Kinder exisiteren, gilt § 1931 Abs.1 BGB
bitte auswählen1 Kind2 KinderKeine Kinder aber Eltern / Großeltern / GeschwisterNiemand
Aufgrund der Gütergemeinschaft stehen Ihnen ½ des ehelichen Vermögens zu. Vom verbleibenden Nachlass stehen ihnen weitere 12,5 % zu.
Lebt dasjenige Elternteil noch, über welches Sie mit dem Erblasser verwandt sind?
Enkel erben nur, wenn das Elternteil, durch das sie mit dem Erblasser verwandt sind, bereits vorverstorben ist; § 1924 Abs.2 BGB
Grundsätzlich haben Sie keinen Pflichtteilsanspruch
Wie viele Kinder hat das Elternteil, durch das Sie mit dem Erblasser verwandt sind insgesamt?
Anstelle des vorversorbenen Abkömmlings treten dessen Kinder und erben zu gleichen Teilen; § 1924 Abs.3, 4 BGB. Daher einfach den Entscheidungsbaum unter Schritt 2 kopieren, statt den dort ausgeworfenen Erbquoten aber folgende Frage stellen:
bitte auswählen1 Kind2 Kinder3 Kinder4 Kinder
Ihr Pflichtteil beträgt [volle Quote]
Ihr Pflichtteil beträgt [1/2 Quote]
Ihr Pflichtteil beträgt [1/3 Quote]
Ihr Pflichtteil beträgt [1/4 Quote]
Eltern erben nur wenn keine Abkömmlinge des Erblassers (mehr) leben; §§ 1925, 1930 BGB
Lebt das andere Elternteil des Erblassers noch?
Eltern erben zu gleichen Teilen; § 1925 Abs.2 BGB
Sie haben in der Regel keinen Pflichtteilsanspruch.
Bitte teilen Sie uns hier Ihre Kontaktdaten mit. Wir kontaktieren Sie dann für eine kostenfreie Ersteinschätzung.
Bitte schildern Sie kurz Ihren Fall. Anschließend kontaktiert Sie einer unserer Rechtsanwälte für Erbrecht zu einem kostenfreien und unverbindlichen Erstgespräch.
z. B. Testament/Erbvertrag, Protokoll der Testamentseröffnung
Sie wurden enterbt? Ihr verstorbener Verwandter hat Sie „auf den Pflichtteil gesetzt“? Oder eine Person ist als Alleinerbe im Testament benannt, ohne dass Sie in irgendeiner Weise bedacht wurden?
Dies sind typische Konstellationen, in denen Ihnen sogenannte Pflichtteilsansprüche zustehen können.
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Pflichtteilsansprüche bestehen hauptsächlich, wenn ein Testament errichtet wurde und Sie entweder nicht bedacht oder ausdrücklich „enterbt“ / „auf den Pflichtteil gesetzt“ wurden. Sollte dies der Fall sein, können Sie mit unserem Pflichtteilsrechner eine Vorschau möglicher Ansprüche errechnen und uns die Ergebnisse auf Wunsch direkt für eine kostenfreie Ersteinschätzung übermitteln.
Dieser Guide soll Ihnen einen ersten Überblick zum Thema Pflichtteilsansprüche verschaffen. Er kann eine rechtliche Beratung keinesfalls ersetzen. Sollten nach Lektüre noch Fragen offen sein oder sollten Sie eine anwaltliche Beratung wünschen, können Sie sich jederzeit an uns wenden.
Enterbt! Darf man das ohne Weiteres?
„Auf den Pflichtteil gesetzt“, „Enterbt“ oder einfach stillschweigend jemand anderes zum „Alleinerben“ bestimmt; das Vokabular, mit dem ein Erblasser bestimmte Personen von der Erbfolge ausschließt, ist ebenso vielfältig wie die Motive, aus denen dies geschieht.
Und tatsächlich steht es jedem Menschen frei, mit seinem Vermögen so zu verfahren, wie es ihr oder ihm beliebt. Das umfasst auch die Verteilung des Vermögens nach dem Tod. Jemanden von der Erbfolge auszuschließen ist rechtlich daher nur an eine einzige Bedingung geknüpft. Der Ausschluss von der Erbfolge muss ausdrücklich oder mittelbar in einem wirksamen Testament oder Erbvertrag angeordnet worden sein. Mehr ist nicht erforderlich.
Für den Ausschluss von der Erbfolge können unterschiedliche Motive bestehen. Häufig wird der Enterbung ein lebzeitiges Zerwürfnis zugrunde liegen. Doch wird der Ausschluss von der Erbfolge auch häufig im Testament angeordnet, um besonderen Konstellationen bei der Nachlassplanung Rechnung zu tragen ohne, dass die enterbten Personen tatsächlich unbedacht bleiben sollen. Das sogenannte Berliner Testament oder bestimmte Gestaltungsvarianten von Unternehmertestamenten sind Beispiele für Enterbungen, mit denen die Betroffenen letztlich gar nicht vom Nachlass ausgeschlossen werden sollen, sondern die vielfach sogar im Interesse der Enterbten angeordnet werden.
Pflichtteilsanspruch, was ist das?
Soweit Sie durch Testament oder Erbvertrag wirksam enterbt wurden, besteht die Möglichkeit, dass Ihnen sogenannte Pflichtteilsansprüche zukommen. Der Gesetzgeber wollte damit sicherstellen, dass der engste Familienkreis eines Verstorbenen nicht vollständig von der Erbfolge ausgeschlossen werden kann. Dem liegt die Wertung zugrunde, dass eine Person für ihre engsten Verwandten Fürsorgepflichten hat, die selbst im Tod noch Wirkung entfalten.
Der vollständige Entzug auch der Pflichtteilsansprüche ist nur in krassen Ausnahmefällen rechtmäßig. Beispielsweise, wenn der Pflichtteilsberechtigte sich Straftaten zum Nachteil des Erblassers schuldig gemacht hat.
Der Pflichtteil ist ein reiner Anspruch auf Geldzahlung und richtet sich gegen den Nachlass. Ein Anspruch auf Übereignung bestimmter Nachlassgegenstände besteht nicht.
Grundsätzlich steht nur den Abkömmlingen, also den Kindern und Kindeskindern, sowie dem Ehepartner eines Verstorbenen ein Pflichtteilsanspruch zu. Die Eltern können bei kinderlosen Erblassern pflichtteilsberechtigt sein. Entferntere Verwandte haben in der Regel keinen Anspruch auf einen Pflichtteil.
Der Pflichtteil beläuft sich auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, wobei für Eheleute Besonderheiten gelten. Bei der Bemessung der Pflichtteilshöhe können insbesondere lebzeitige Schenkungen des Erblassers innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Tod des Erblassers zu berücksichtigen sein. Das gilt sowohl für Schenkungen an den Pflichtteilsberechtigten als auch für Schenkungen des Erblassers an Andere.
Einen ersten Anhalt über das mögliche Vorliegen von Pflichtteilsansprüchen sowie deren mögliche Höhe kann Ihnen unser Pflichtteilsrechner liefern.
Pflichtteil: Was muss ich beachten?
Wichtig für Sie zu wissen ist, dass das Nachlassgericht Ihre Ansprüche nicht von sich aus zuspricht. Sie müssen also tätig werden, um Ihre Ansprüche zu sichern. Dies sollte auch zeitnah nach Kenntnis des Erbfalls erfolgen.
Hierzu sollten Sie sich zunächst einen Überblick über die Höhe des Nachlasses sowie Auskunft über etwaige Schenkungen des Erblassers verschaffen. Andernfalls besteht das erhebliche Risiko, dass man Sie hinsichtlich der Höhe Ihrer Ansprüche übervorteilt.
Um dies zu vermeiden, steht Ihnen ein Auskunftsanspruch gegen die Erben zu. Diese haben Ihnen auf entsprechende Aufforderung ein Nachlassverzeichnis zur Verfügung zu stellen und Auskünfte über die ihnen bekannten Schenkungen des Erblassers zu erteilen. Sie haben sogar einen Anspruch darauf, dass das Nachlassverzeichnis durch einen Notar aufgenommen wird und Sie bei der Aufnahme des Verzeichnisses anwesend sind. Gegebenenfalls sind Sie berechtigt, den Wert bestimmter Nachlassgegenstände durch einen Sachverständigen ermittelnt zu lassen. Allerdings fallen die Kosten für diese Auskünfte dem Nachlass zur Last und mindern auf diesem Wege letztlich auch die Höhe Ihres Pflichtteils. Sie sollten also nur auf ein notarielles Nachlassverzeichnis oder Wertgutachten bestehen, wenn Sie Anlass haben, an der Aufrichtigkeit oder Sorgfalt der Erben zu zweifeln.
Ist die Höhe des Nachlasses ermittelt, kann der Pflichtteilsanspruch beziffert und geltend gemacht werden. Hierzu können Sie nötigenfalls auch gerichtlich vorgehen.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Durchsetzung Ihrer Forderungen. Unsere telefonische Ersteinschätzung ist kostenlos.
Um Ihren Fall sachgerecht beurteilen zu können, benötigen wir möglichst
das Testament / den Erbvertrag sowie das Protokoll der Testamentseröffnung,
das genaue Todesdatum,
eine kurze Erläuterung des Sachverhalts, insbesondere in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis Sie zum Erblasser standen und welche Verwandten neben Ihnen noch leben.
TERMIN VEREINBAREN PFLICHTTEIL-RECHNER
Pflichtteil und Pflichteilsanspruch