Source: https://openmarket.digital/agb/
Timestamp: 2020-08-13 07:43:46
Document Index: 364001991

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7']

AGB - OpenMarket - Reichweitenerweiterung für Unternehmen, Personaldienstleister & Headhunter
EXPERTRY AGB
Wir wollen, dass alle vom Expertry OpenMarket profitieren. Dazu gehören nicht nur durchdachte, effektive und unterstützende Funktionen, sondern auch ein fairer Umgang mit allen Parteien.
Nutzungsbedingungen der EXPERTRY Plattform
Vereinbarung zur Zusammenarbeit über den OpenMarket
Mit der Online-Plattform “EXPERTRY” möchten wir “Unternehmen” und “Personalanbietern” eine digitale Basis für eine professionelle Zusammenarbeit zur Verfügung stellen. Diese soll den größten Teil der administrativen Tätigkeiten in der Abstimmung übernehmen und so mehr Zeit für die Kernaufgaben im Tagesgeschäft schaffen. “EXPERTRY” kann aber noch viel mehr.
Was aber wichtig ist: Neben der digitalen Grundlage bedarf es grundsätzlichen “Spielregeln” für einen professionellen und fairen Umgang zwischen den Parteien. Diese sind im Folgenden festgehalten und bilden zusammen mit der Plattform das Fundament für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
§ 1 – Vereinbarungsgegenstand
(1) Die Parteien stimmen gegenseitig der Durchführung von Personalbeschaffungsmaßnahmen im Rahmen von „Personalvermittlungen“, „Dienstverträgen“ und „Arbeitnehmerüberlassung“ zu.
(2) Als Erfolg wird der Abschluss eines Vertrages in einem der in §1Abs.1 genannten Feldern zwischen den Parteien (bei Personalvermittlung zwischen Unternehmen und Kandidat) gewertet.
§ 2 – Prozessablauf, Rechte und Pflichten
(1) Die Parteien nutzen zur Organisation externer Kandidaten-Profile und Einhaltung der seit Mai 2018 gültigen EU-DSGVO das Online-Tool „EXPERTRY“.
(2) Die Stellenausschreibungen (ggf. zusätzliche Briefingunterlagen) werden über die zur Verfügung stehen-den EXPERTRY Module von „Unternehmen“ innerhalb der Software veröffentlicht.
(3) „Personalanbieter“ haben die Möglichkeit über EXPERTRY potenzielle Kandidatenprofile auf veröffentlichte Stellen anzubieten. Beide Parteien Stimmen zu, dass ausschließlich Profile akzeptiert werden, die über das EXPERTRY angeboten wurden. Ein alternativer Austausch z.B. über Mail lehnen die Parteien ab.
(4) Ist ein übersendeter Kandidat dem Unternehmen bereits bekannt (z.B. weil dieser als eigener Bewerber schon vorliegt), so wird dies das „Unternehmen“ dem Übersender umgehend mitteilen. In diesem Fall ent-steht kein Honoraranspruch.
(5) Der Auftragnehmer verpflichtet sich im Rahmen seiner Tätigkeiten gewissenhaft vorzugehen und jederzeit die Vorschriften der DSGVO anzuwenden.
§ 3 – Kommunikation
(1) Die Kommunikation zwischen den Parteien soll überwiegend über das Tool „EXPERTRY“ erfolgen. Sollten im Rahmen der Zusammenarbeit Situationen auftreten die einer persönlichen Abstimmung benötigen, so er-klären sich
bei Unternehmen der Verantwortliche der Stelle (HR)
bei Personalanbietern der hinterlegte Ansprechpartner
bereit auftretende Fragen auch telefonisch zu beantworten.
(2) Eine Kontaktaufnahme durch „Personalanbieter“ zu einem anderen Ansprechpartner / Fachbereich des „Unternehmens“, bedarf der ausdrücklichen Zustimmung durch einen HR-Verantwortlichen des „Unternehmens“. Findet durch deinen „Personalanbieter“ eine nicht freigegebene Kontaktaufnahme statt, so steht es dem „Unternehmen“ frei die Zusammenarbeit unmittelbar zu beenden.
(3) Eine direkte Kommunikation zwischen dem „Unternehmen“ und einem durch einen „Personalanbieter“ übermittelten Kandidaten findet nur dann statt, wenn dies vorher mit einem Verantwortlichen des „Personalanbieters“ abgesprochen und freigegeben wurde. Erfolgt eine Kontaktaufnahme zum Kandida-ten ohne Absprache oder direkt nach Übermittlung des Profils, so steht es dem „Personalanbieter“ frei die Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer unmittelbar zu beenden.
§ 4 – Kosten und Honorare
(1) Reisekosten (inkl. Spesen) der Kandidaten zum „Unternehmen“ (Vorstellungstermine) werden vom „Unter-nehmen“ getragen.
(2) Das Vermittlungshonorar einer Personalvermittlung, sowie der Stunden- / Tagessatz eines Dienst- oder Arbeitnehmerüberlassungsvertrags richtet sich nach der jeweils pro Stelle durch die „Unternehmen“ hinter-legten Konditionen. Diese sind direkt ab Veröffentlichung für die „Personalanbieter“ sichtbar und werden mit Anbieten eines Kandidatenprofils akzeptiert.
(3) Im Personalvermittlungsfall bei prozentualer Angabe des Vermittlungshonorars versteht sich zur Berechnung das zugrundeliegende Brutto-Jahreseinkommen unter Einschluss aller Monatsgehälter, Weihnachtsgratifikation, Urlaubsgeld und variabler Gehaltsbestandteile.
(4) Der grundsätzliche Honoraranspruch entsteht, wenn zwischen dem „Unternehmen“ oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen und dem „Personalanbieter“ bzw. einem vom ihm vorgeschlagenen Kandidaten ein Arbeitsvertrag oder eine sonstige ein Beschäftigungsverhältnis begründende Vereinbarung abgeschlossen worden ist. Wird ein Vertrag zu einem abweichenden Arbeitsplatz geschlossen als vorgesehen, so berührt dies den Honoraranspruch nicht.
(5) Das Zahlungsziel für durch „Personalanbieter“ gestellte Rechnungen beträgt 14 Tage. Der Betrag ist ohne Abzüge fällig.
§ 5 – Anrecht, Auswahl
(1) Liegt nach Übermittlung eines Kandidatenprofils durch den „Personalanbieter“ dieser dem „Unternehmen“ noch nicht vor, so erhält er ein 12-monatiges Anrecht auf den Kandidaten. Kommt es innerhalb dieses Zeit-raums zu einem Beschäftigungsverhältnis zwischen Kandidat und Auftraggeber, so gilt dieser Kandidat als vermittelt, selbst wenn er zwischenzeitlich durch einen weiteren Auftragnehmer vorgestellt wurde oder sich selbst beim Unternehmen beworben hat.
(2) Alle Kandidaten-Empfehlungen vom „Personalanbieter“ erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Die Leistung des „Personalanbieter“ entbindet das „Unternehmen“ nicht von der Prüfung der Eignung des Kandidaten, das „Unternehmen“ trägt somit die alleinige Verantwortung für die Auswahlentscheidung.
§ 6 – Datenschutz / Vertraulichkeitsverpflichtung
(1) Der „Personalanbieter“ verpflichtet sich, die Personalbeschaffung unter Wahrung vollkommener Vertrau-lichkeit durchzuführen und die Bestimmungen des Datenschutzgesetzes streng zu beachten. Der „Perso-nalanbieter“ darf ihm überlassene oder anderweitig zugänglich gemachte vertrauliche Informationen aus-schließlich für die Prüfung, Vorbereitung und Durchführung der Personalbeschaffungsmaßnahme und nicht zu eigenen oder fremden Zwecken verwenden.
(2) Sollte das Anforderungsprofil vertrauliche oder interne Vermerke enthalten, so wird der „Personalanbieter“ hinsichtlich dieser Informationen zu strengster Vertraulichkeit und besonderer Sorgfalt bei der Durchfüh-rung des Suchauftrags verpflichtet.
(3) Der „Personalanbieter“ überlässt dem „Unternehmen“ vertrauliche und nur für ihn bestimmte Informatio-nen zu Kandidaten. Der Auftraggeber beachtet die Vertraulichkeit und Sperrvermerke dieser Informationen. Er verpflichtet sich, die Daten nicht missbräuchlich zu verwenden oder an Dritte weiterzugeben.
§ 7 – Ergänzungen
(1) Sollte zwischen den Parteien bereits eine Vereinbarung oder ein Vertrag zur Zusammenarbeit bestehen, so ersetzt dieser ganz, oder in den geregelten Punkten diese Vereinbarung. Gleiches gilt wenn im Zuge der Zusammenarbeit über das Tool „EXPERTRY“ ein direkter Vertrag zwischen den Parteien geschlossen wird.
(2) Sämtliche Honorare und Kosten verstehen sich zuzüglich der aktuell gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.
(3) Für den vorliegenden Vertrag gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechtes.
(4) Sollte eine Bestimmung dieser Vereinbarung unwirksam sein oder werden, so wird die Gültigkeit der Ver-einbarung im Übrigen hiervon nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung soll eine Regelung tre-ten, die im Rahmen des rechtlich Möglichen dem Willen der Parteien am nächsten kommt. Das gleiche gilt im Falle einer Regelungslücke.
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