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Timestamp: 2016-10-28 19:37:06
Document Index: 42766193

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 35', 'Art. 56', 'Art. 23', 'Art. 35', 'Art. 58', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 45', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 51', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 154', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 58', 'Art. 1', 'Art. 45', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 51', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 154']

130 II 35134. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung i.S. UIB Servizi SA, UIB Gestioni Patrimoniali SA, United Investment Bank Ltd und Intersmi Gestao e Investimentos Lda gegen Eidgen�ssische Bankenkommission (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 2 al.1, art. 23bis al.1 et art. 23quater LB; art. 1 OB; art. 2 de l'ordonnance sur les banques �trang�res; art. 35 al. 1 LBVM; art. 3 al. 5 OBVM; art. 1 al. 1 PA; obligation de demander une autorisation pour les activit�s "de back office" d'une banque �trang�re; admissibilit� de l'inscription et de la liquidation de succursales de fait. R�sum� des devoirs de surveillance des march�s financiers de la Commission f�d�rale des banques (consid. 2). La loi sur la proc�dure administrative n'est pas applicable aux investigations de l'observateur; la proc�dure prise dans son ensemble doit n�anmoins donner des garanties minimales (consid. 3). Conditions auxquelles la mise en oeuvre d'un observateur se justifie (consid. 4). Obligation de demander une autorisation pour les activit�s "de back office" d'une banque �trang�re (consid. 5). Proportionnalit� de l'inscription au registre du commerce et de la liquidation de succursales de fait de soci�t�s �trang�res, dont l'activit� soumise � autorisation se d�roule principalement � l'�tranger et ne touche que de fa�on marginale la place financi�re suisse (consid. 6 et 7). Faits � partir de page 352
Die 1998 gegr�ndete UIB Servizi SA mit Sitz in Lugano bezweckt die konzerninterne Wahrnehmung von Gesch�ftsf�hrungs-, Verwaltungs- und Aufsichtsaufgaben sowie allgemein die Erbringung von Finanzberatungsdienstleistungen. Die ebenfalls in Lugano domizilierte, im September 2002 gegr�ndete UIB Gestioni Patrimoniali SA erteilt Beratungen im weitesten Sinne im Zusammenhang mit der Verwaltung von durch institutionelle oder private Investoren gehaltene Portefeuilles, erstellt Finanzmarktanalysen und tritt als Vermittlerin im Effektenhandel auf. Beide Gesellschaften geh�ren zur im Handels-, Verkehrs- und Finanzbereich aktiven A.-Gruppe, die vom in San Marino wohnhaften A. gehalten wird. Teil der Gruppe bildet auch die seit 1995 bestehende, in Vanuatu beheimatete United Investment Bank Ltd (im Weitern auch: UIB Ltd). Diese ist zu 98 % in den H�nden der portugiesischen Intersmi Gestao e Investimentos Limitada (im Weitern auch: Intersmi Lda) und zu 2 % in jenen von A. pers�nlich. Die UIB Servizi SA wird zu 60 % durch die Intersmi Lda und zu 40 % durch die S.M.I. San Marino Investimenti SA (im Weitern auch: S.M.I.) gehalten, die ihrerseits �ber 95 % der Intersmi BGE 130 II 351 S. 353Lda verf�gt und zu 100 % von A. kontrolliert wird. Die UIB Gestioni Patrimoniali SA geh�rt zu 47 % der S.M.I. San Marino Investimenti SA, zu 31 % der Intersmi Lda und zu 19 % A. Die United Investment Bank Ltd verf�gt f�r ihre Aktivit�ten �ber eine Bewilligung des Finanzministeriums bzw. der Reserve Bank of Vanuatu; die S.M.I. San Marino Investimenti SA ist unter der Aufsicht der Zentralbank von San Marino als Finanzgesellschaft nach dem dortigen Recht zugelassen.
Wegen des Verdachts, dass die United Investment Bank Ltd �ber die UIB Servizi SA bzw. die UIB Gestioni Patrimoniali SA in der Schweiz einer nach dem Banken- (Bundesgesetz vom 8. November 1934 �ber die Banken und Sparkassen [BankG; SR 952.0]) oder B�rsengesetz (Bundesgesetz vom 24. M�rz 1995 �ber die B�rsen und den Effektenhandel [BEHG; SR 954.1]) bewilligungspflichtigen T�tigkeit nachgehen k�nnte, untersagte die Eidgen�ssische Bankenkommission (im Weitern auch: Bankenkommission oder EBK) diesen Gesellschaften mit superprovisorischer Verf�gung vom 26. September 2003 s�mtliche finanzmarktrechtlich relevanten Aktivit�ten; gleichzeitig setzte sie zur weiteren Abkl�rung des Sachverhalts die KPMG Fides Peat als Beobachterin ein. Gest�tzt auf deren Bericht vom 31. Oktober 2003 stellte die EBK am 28. Januar 2004 fest, dass die United Investment Bank Ltd, Vanuatu, und die Intersmi Gestao e Investimentos Lda, Portugal, im Rahmen von faktischen Zweigniederlassungen in den R�umlichkeiten der UIB Servizi SA und der UIB Gestioni Patrimoniali SA einer unbewilligten Banken- bzw. Effektenh�ndlert�tigkeit nachgegangen seien. Sie ordnete gest�tzt hierauf die Eintragung von Zweigniederlassungen (Lugano) der United Investment Bank Ltd und der Intersmi Gestao e Investimentos Lda in das Handelsregister und die sofortige Liquidation der vier involvierten Gesellschaften an; diese beziehe sich jeweils auf alle vollstreckungsrechtlich der Schweiz zuzurechnenden Aktiven im In- und Ausland. Die Bankenkommission nahm an, bei der United Investment Bank Ltd handle es sich um eine so genannte "Strohbank" ("shell bank") mit rein formellem Sitz in Vanuatu, die im Rahmen einer (zumindest faktischen) Zweigniederlassung von Lugano aus betrieben werde; auch die Intersmi Gestao e Investimentos Lda sei eine Offshoregesellschaft, deren Aktivit�ten in Tat und Wahrheit von Lugano ausgingen (Er�ffnung der Kundenbeziehungen, Aufbewahrung der Originalakten, Buchhaltung, Verm�gensverwaltung). BGE 130 II 351 S. 354
Das Bundesgericht heisst die von der UIB Servizi SA, der UIB Gestioni Patrimoniali SA, der United Investment Bank Ltd, Vanuatu, und der Intersmi Gestao e Investimentos Lda hiergegen eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde hinsichtlich der Eintragung und Liquidation der Zweigniederlassungen Lugano der United Investment Bank Ltd und der Intersmi Gestao e Investimentos Lda, Portugal, gut; im �brigen weist es die Beschwerde ab.
2. 2.1 Der Eidgen�ssischen Bankenkommission ist die Aufsicht �ber das Bankenwesen, die Anlagefonds, das B�rsenwesen, die Offenlegung bedeutender Beteiligungen und die �ffentlichen Kaufangebote zur selbst�ndigen Erledigung �bertragen (Art. 23 Abs. 1 Satz 2 BankG; Fassung vom 24. M�rz 1995). Sie trifft die zum Vollzug des jeweiligen Gesetzes bzw. von dessen Ausf�hrungsvorschriften notwendigen Verf�gungen und �berwacht die Einhaltung der gesetzlichen und reglementarischen Vorschriften (Art. 23bis Abs. 1 BankG, Art. 35 Abs. 1 BEHG, Art. 56 des Bundesgesetzes vom 18. M�rz 1994 �ber die Anlagefonds [Anlagefondsgesetz, AFG; SR 951.31]). Erh�lt sie von Verletzungen des Gesetzes oder von sonstigen Missst�nden Kenntnis, sorgt sie f�r deren Beseitigung und die Wiederherstellung des ordnungsgem�ssen Zustands. Sie ist befugt, hierzu alle "notwendigen Verf�gungen" zu treffen (Art. 23ter Abs. 1 BankG, Art. 35 Abs. 3 BEHG, Art. 58 Abs. 1 AFG). Da die Bankenkommission allgemein �ber die Einhaltung der "gesetzlichen Vorschriften" zu wachen hat, ist die ihr �bertragene Aufsicht nicht auf die formell unterstellten Betriebe beschr�nkt. Zu ihrem Aufgabenbereich geh�rt auch die Abkl�rung der banken- oder finanzmarktrechtlichen Bewilligungspflicht einer Gesellschaft (Art. 1 und 3 BankG; Art. 3 und 10 BEHG; Art. 10, 18 und 22 AFG; BGE 126 II 111 E. 3a S. 114 f.; BGE 121 II 147 E. 3a S. 148 f.; BGE 116 Ib 193 E. 3 S. 198). Sie ist in diesem Rahmen berechtigt, die im Gesetz vorgesehenen Mittel gegen�ber Instituten (oder Personen) einzusetzen, deren Unterstellungs- bzw. Bewilligungspflicht umstritten ist (bez�glich des Bankengesetzes: BGE 121 II 147 E. 3a S. 149; BGE 116 Ib 193 E. 3 S. 198; bez�glich des B�rsengesetzes: BGE 126 II 111 E. 3a S. 115; bez�glich des Anlagefondsgesetzes vom 1. Juli 1966: BGE 116 Ib 73 ff.; vgl. zum Geldw�schereigesetz auch BGE 129 II 438 E. 4.1 S. 446 f.).
2.2 Liegen hinreichend konkrete Anhaltspunkte daf�r vor, dass in Verletzung der Meldepflicht eine bewilligungspflichtige Gesch�ftst�tigkeit ausge�bt werden k�nnte, ist die Bankenkommission befugt und verpflichtet (vgl. BGE 115 Ib 55 E. 3 S. 58; BGE 105 Ib 406 E. 2 S. 408 f.), die zur weiteren Abkl�rung erforderlichen Informationen einzuholen und die n�tigen Anordnungen zu treffen. Diese k�nnen bis zur Aufl�sung und Liquidation eines Unternehmens reichen, das unerlaubt einer zum Vornherein nicht bewilligungsf�higen T�tigkeit nachgeht (BGE 126 II 111 E. 3a S. 115, BGE 126 II 71 E. 6e; DINA BALLEYGUIER, Reichweite der Finanzmarktaufsicht - Liquidation von Marktteilnehmern, in: Rolf H. Weber, Neuere Entwicklungen im Kapitalmarktrecht, Z�rich 2000, S. 235 ff.). F�r die Einsetzung eines Beobachters ist nicht erforderlich, dass eine bestimmte Gesetzesverletzung bereits festst�nde; es gen�gt, dass aufgrund der konkreten Umst�nde hierf�r objektive Anhaltspunkte bestehen, wobei sich der Sachverhalt nur durch eine Kontrolle vor Ort abschliessend kl�ren l�sst. Der zu beseitigende Missstand liegt in diesem Fall in der unklaren Ausgangslage, die es zu bereinigen gilt (BGE 126 II 111 E. 4c S. 118 mit Hinweisen; Urteil 2A.179/2001 vom 31. Mai 2001, E. 2a, publ. in: EBK Bulletin 42/2002 S. 45 ff.). Bei der Wahl des geeigneten Mittels hat die Bankenkommission im Rahmen der allgemeinen Verfassungs- und Verwaltungsgrunds�tze (Willk�rverbot, Rechtsgleichheits- und Verh�ltnism�ssigkeitsgebot, Treu und Glauben) in erster Linie den Hauptzwecken der finanzmarktrechtlichen Gesetzgebung, dem Schutz der Gl�ubiger bzw. Anleger einerseits und der Lauterkeit des Kapitalmarktes andererseits, Rechnung zu tragen (Anleger- und Funktionsschutz; BGE 126 II 111 E. 3b S. 115; BGE 121 II 147 E. 3a S. 149). Die Frage, wie sie ihre Aufsichtsfunktion im Einzelfall wahrnimmt, ist ihrem "technischen Ermessen" anheimgestellt. Das Bundesgericht greift in dieses nur bei eigentlichen Ermessensfehlern ein (vgl. BGE 126 II 111 E. 3b S. 115 mit Hinweisen; PETER NOBEL, Auskunftsrechte und "technisches Ermessen" der Eidgen�ssischen Bankenkommission [EBK], in: recht 3/1985 S. 53 ff., dort S. 55).
3. 3.1 Die Beschwerdef�hrerinnen machen in verfahrensrechtlicher Hinsicht geltend, die Bankenkommission habe in Verletzung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die superprovisorische Einsetzung der Beobachterin nicht durch eine anfechtbare vorsorgliche Massnahme ersetzt. Die KPMG Fides Peat habe ihrerseits die BGE 130 II 351 S. 356Regeln des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG) bei der Einvernahme ihrer Angestellten und Verantwortlichen missachtet (nachtr�gliche Erstellung der Protokolle ohne Unterschrift der Betroffenen, fehlende M�glichkeit zu Erg�nzungsfragen, fehlende korrekte Vorladung usw.) und auf die Betroffenen in unzul�ssiger Weise Druck ausge�bt. Verschiedene Mitarbeiter der Beobachterin seien zudem des Italienischen kaum m�chtig gewesen, was zu verzerrten, unvollst�ndigen bzw. falschen Einsch�tzungen und Wiedergaben gef�hrt habe. Die Bankenkommission d�rfe die Feststellung des Sachverhalts nicht - wie sie dies hier getan habe - unter Umgehung der Verfahrensvorschriften an eine ungen�gend qualifizierte Beobachterin delegieren und diese mit der Beantwortung der von ihr selber zu pr�fenden Rechtsfragen betrauen. Trotz der entsprechenden Kritik habe die EBK ohne eigene Abkl�rungen ausschliesslich auf die Einsch�tzungen der Beobachterin abgestellt und die verschiedenen Beweisantr�ge in unhaltbarer antizipierter Beweisw�rdigung verworfen.
3.2 3.2.1 Der Pr�sident der Bankenkommission ist unter gewissen Voraussetzungen befugt, ohne Anh�rung der Parteien superprovisorisch einen Beobachter einzusetzen und die f�r dessen Abkl�rungen erforderlichen Massnahmen anzuordnen. Die Verf�gung ist nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs gegebenenfalls als vorsorgliche Massnahme zu best�tigen, welche als Zwischenentscheid (vgl. Art. 45 Abs. 2 lit. d und g VwVG), der einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil zur Folge hat, beim Bundesgericht angefochten werden kann (vgl. BGE 126 II 111 ff.; Urteil 2A.179/2001 vom 31. Mai 2001, E. 1; Urteil 2A.565/2002 vom 2. April 2003, E. 4.2; Urteil 2A.320/2001 vom 5. Dezember 2001, E. 1). Die Betroffenen m�ssen sich ihrerseits aber in zumutbarer Weise um den Erlass eines solchen Entscheids bem�hen. Wer die Voraussetzungen f�r die Einsetzung eines Beobachters w�hrend des Unterstellungsverfahrens nicht in Frage stellen will, hat ein schutzw�rdiges Interesse daran, dass kein unn�tiger Aufwand betrieben wird, zumal die Frage nach dem Bestehen der Bewilligungspflicht als solche in diesem Verfahrensstadium gerade (noch) nicht Verf�gungsgegenstand bildet (vgl. die Urteile 2A.179/2001 vom 31. Mai 2001, E. 1b/bb, und 2A.320/2001 vom 5. Dezember 2001, E. 4b). Es darf vom Betroffenen deshalb erwartet werden, dass er seinen Willen klar zum Ausdruck bringt und seinen Mitwirkungspflichten umfassend nachkommt BGE 130 II 351 S. 357.
3.2.2 Dies war hier nicht der Fall: Die superprovisorische Verf�gung der Bankenkommission vom 26. September 2003 war als solche beim Bundesgericht nicht direkt anfechtbar und musste deshalb nicht mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen werden (Urteil 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 2.2.2). Den Beschwerdef�hrerinnen war Gelegenheit gegeben worden, bis zum 30. Oktober 2003 zu den angeordneten Massnahmen Stellung zu nehmen. Innert dieser Frist liessen sie sich indessen nicht vernehmen; am 10. Oktober 2003 unterbreiteten sie der EBK - ohne Ausf�hrungen zur Sache - lediglich den Vorschlag, unter Aufsicht der Beobachterin ihre Aktivit�ten in der Schweiz einzustellen und diese nach San Marino zu verlegen. Die Bankenkommission teilte ihnen am 14. Oktober 2003 mit, dass sie hierauf erst nach Vorliegen des Beobachterberichts eingehen werde. Dieser wurde den Beschwerdef�hrerinnen am 11. November 2003 mit dem Hinweis zur Stellungnahme unterbreitet, dass es der EBK unn�tig erscheine, noch eine separat anfechtbare vorsorgliche Verf�gung zu erlassen; die Beschwerdef�hrerinnen verlangten in der Folge erst mit der Vernehmlassung in der Sache selber am 4. Dezember 2003, die superprovisorischen Anordnungen zu korrigieren, da sie entgegen der Auffassung der Beobachterin in der Schweiz gar keiner bewilligungspflichtigen T�tigkeit nachgingen. Zu diesem Zeitpunkt waren die entsprechenden Abkl�rungen jedoch bereits abgeschlossen und stand der (f�r die Beschwerdef�hrerinnen schliesslich negative) Entscheid der Bankenkommission in der Sache selber unmittelbar bevor, weshalb kein schutzw�rdiges Interesse mehr daran bestand, dass �ber ihre Einw�nde gegen die Einsetzung der Beobachterin und die damit verbundenen weiteren vorsorglichen Massnahmen noch separat entschieden wurde. Es w�re an den anwaltlich beratenen Beschwerdef�hrerinnen gewesen, zu den superprovisorisch verf�gten Massnahmen rechtzeitig Stellung zu nehmen, wollten sie einen anfechtbaren Zwischenentscheid erwirken. Nachdem sie dies nicht getan haben, durfte die EBK davon ausgehen, dass hierauf implizit verzichtetet worden war, zumal die umstrittenen Anordnungen noch mit der vorliegenden Beschwerde gegen den Endentscheid selber in Frage gestellt werden k�nnen (vgl. die Urteile 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 2.2.2, und 2A.565/2002 vom 2. April 2003, E. 4.2).
3.3 Entgegen der Kritik der Beschwerdef�hrerinnen kann auch nicht gesagt werden, der relevante Sachverhalt sei in rechtswidriger Weise oder in Missachtung ihrer Verfahrensrechte festgestellt worden: BGE 130 II 351 S. 358
3.3.1 Besteht aufgrund objektiver Anhaltspunkte der Verdacht, es k�nnte eine bewilligungspflichtige T�tigkeit ausge�bt werden, ist die Bankenkommission befugt, einen Beobachter einzusetzen, falls der Sachverhalt nur �ber eine Kontrolle an Ort und Stelle abschliessend erstellt werden kann (vgl. auch die Botschaft zur �nderung des Bundesgesetzes �ber die Banken und Sparkassen vom 20. November 2002, BBl 2002 S. 8060 ff., dort S. 8074). Der Beobachter geniesst f�r seine laufende Berichterstattung ein uneingeschr�nktes Recht zur Einsichtnahme in die Gesch�ftst�tigkeit, die B�cher und die Akten (BGE 126 II 111 E. 4c S. 118); er darf indessen nicht selber direkt in die Aktivit�ten der beobachteten Gesellschaft eingreifen (vgl. Art. 23quater Abs. 2 Satz 2 BankG). Die betroffenen Firmen sind zur Mitwirkung im Unterstellungsverfahren verpflichtet (vgl. Art. 1 der Verordnung vom 17. Mai 1972 �ber die Banken und Sparkassen [BankV; SR 952.02]; Urteil 2A.9/1998 vom 19. November 1999, E. 4 nicht publ. in BGE 126 II 71 ff.; CARLO LOMBARDINI, Droit bancaire suisse, Z�rich/Basel/Genf 2002, S. 84, Rz. 20). Die f�r die Verfahrensdauer notwendigen Anordnungen hat die Bankenkommission (gegebenenfalls auf Antrag des Beobachters hin) selber zu treffen; sie kann ihre verfahrensrechtlichen Kompetenzen insofern nicht ohne ausdr�ckliche gesetzliche Grundlage in den Ermessensbereich des Beobachters als "Vollzugsgehilfen" delegieren (BGE 126 II 111 E. 5b S. 120; Urteil 2A.119/2002 vom 11. Dezember 2002, E. 3.1.1; vgl. nun aber Art. 23quater Abs. 2 BankG in der ab 1. Juli 2004 g�ltigen Fassung vom 3. Oktober 2003 [AS 2004 S. 2767], wonach neu die EBK festlegt, in welchem Umfang der Untersuchungsbeauftragte an Stelle der Organe der Bank handeln darf).
3.3.2 Dies schliesst nun jedoch nicht aus, dass der Beobachter bzw. k�nftig der Untersuchungsbeauftragte zur Abkl�rung der T�tigkeit im Rahmen seines umfassenden Einsichtsrechts in die Gesch�ftst�tigkeit mit den Angestellten oder den Organen der beobachteten Firmen �ber deren Aktivit�ten spricht und seine Eindr�cke bzw. die erhaltenen Ausk�nfte schriftlich festh�lt. Das Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 �ber das Verwaltungsverfahren findet im Verfahren vor der Bankenkommission Anwendung (BGE 126 II 111 E. 6b/aa; BGE 129 II 183 E. 4.2; ZOBL/KRAMER, Schweizerisches Kapitalmarktrecht, Z�rich 2004, Rz. 730); es gilt indessen nicht f�r die informell ausgestalteten, die Gesch�ftst�tigkeit begleitenden Abkl�rungen des Beobachters, der nicht gest�tzt auf Bundesrecht verf�g BGE 130 II 351 S. 359t (vgl. Art. 1 Abs. 1 VwVG; vgl. BGE 129 II 183 E. 4.2; BGE 117 Ib 481 E. 4b/aa). Seine Berichte haben �hnlich den Stellungnahmen der �bernahmekommission (BGE 129 II 183 E. 4) oder den Empfehlungen der fr�heren Kartellkommission (BGE 117 Ib 481 ff.) keinen zwingenden Charakter; hoheitlich entscheidende und dem Verwaltungsverfahrensgesetz unterworfene Beh�rde ist die Bankenkommission. Dabei hat - wie das Bundesgericht bereits in �hnlichen Ausgangslagen festgestellt hat (vgl. BGE 129 II 183 E. 4.2 S. 192; BGE 117 Ib 481 E. 5b S. 490) - das Verfahren als Ganzes den gesetzlichen und verfassungsm�ssigen Garantien zu gen�gen, wobei den Besonderheiten der zweistufigen, dualistisch ausgestalteten Aufsicht, welche im Rahmen der ordentlichen oder ausserordentlichen Revisionen bzw. zur Abkl�rung aufsichtsrechtlich relevanter Sachverhalte und zur Umsetzung aufsichtsrechtlicher Massnahmen den Beizug unabh�ngiger und fachkundiger Personen vorsieht (BGE 126 II 111 E. 5b/aa S. 120 mit Hinweisen; ALOIS RIMLE, Recht des schweizerischen Finanzmarktes, Z�rich 2004, 1 N 56; PETER NOBEL, Schweizerisches Finanzmarktrecht, Bern 2004, � 7 Rz. 106), angemessen Rechnung zu tragen ist (vgl. BGE 129 II 183 E. 4.2 S. 192; BGE 117 Ib 481 E. 5b S. 490).
3.3.3 Die Beobachterin hat ihren Schlussbericht am 31. Oktober 2003 pr�sentiert. Dieser war entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerinnen durchaus verst�ndlich. Anhaltspunkte daf�r, dass sprachliche Schwierigkeiten bestanden h�tten, welche dessen Grundaussagen zu beeintr�chtigen geeignet gewesen w�ren, sind nicht ersichtlich; trotz gewisser ungl�cklich formulierter Passagen sind die einzelnen Aussagen in ihrem Zusammenhang nachvollziehbar. Die sich im Anhang befindlichen Gespr�chsnotizen gen�gten zwar den Anforderungen an die Protokollierung von Zeugenbefragungen und von Ausk�nften Dritter nicht (vgl. BGE 130 II 169 E. 2.3), mussten dies aber auch nicht, nachdem das Verwaltungsverfahrensgesetz auf die Abkl�rungen der Beobachterin keine Anwendung fand. Die Beschwerdef�hrerinnen konnten vor der Bankenkommission und im vorliegenden Verfahren zur Beschreibung ihrer Gesch�ftst�tigkeit und den von der Beobachterin gezogenen Schl�ssen umfassend Stellung nehmen. Es war ihnen auch m�glich, sich zu den Protokollen der verschiedenen Gespr�che im Einzelnen und detailliert zu �ussern, was sie am 4. Dezember 2003 einl�sslich getan haben. Die abschliessende Bewertung des von der Beobachterin zusammengetragenen Materials oblag der BGE 130 II 351 S. 360Bankenkommission; dabei st�tzte sich diese nicht allein auf die Arbeiten der Beobachterin, sondern trug auch den in Amtshilfe eingeholten Unterlagen bzw. den von den Beschwerdef�hrerinnen nicht bestrittenen Punkten Rechnung. Sie durfte ihr Beweisverfahren schliessen und von eigenen Befragungen von Zeugen, soweit sie hierzu befugt gewesen w�re (vgl. Art. 14 Abs. 1 VwVG und Art. 51b BankV; Kleiner, in: Bodmer/Kleiner/Lutz, Kommentar zum schweizerischen Bankengesetz, Rz. 10 zu Art. 23bis BankG; CARLO LOMBARDINI, a.a.O., S. 85, Rz. 22), absehen, nachdem sie aufgrund der bereits abgenommenen Beweise ihre �berzeugung gebildet hatte und in vertretbarer Weise annehmen durfte, dass diese durch weitere Erhebungen nicht ge�ndert w�rde (Urteil 5A.20/2003 vom 22. Januar 2004, E. 2.1 nicht publ. in BGE 130 II 169; BGE 115 Ia 97 E. 5b S. 101; BGE 117 Ia 262 E. 4b S. 268 f.); dies gilt umso mehr, als - wie zu zeigen sein wird (vgl. E. 5.3.5) - selbst gest�tzt auf den von den Beschwerdef�hrerinnen behaupteten Sachverhalt von einer nach dem schweizerischen Recht bewilligungspflichtigen Aktivit�t in Lugano auszugehen w�re.
3.3.4 Nichts anderes ergibt sich aus dem von den Beschwerdef�hrerinnen angerufenen Entscheid des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte in Sachen Mantovanelli gegen Frankreich vom 18. M�rz 1997 (Recueil CourEDH 1997-II S. 424). Danach umfasst Art. 6 EMRK keinen generellen und abstrakten Anspruch darauf, dass die Verfahrensparteien bei allen Befragungen durch einen Experten beigezogen und ihnen alle Dokumente er�ffnet werden, die dieser bei seiner Arbeit ber�cksichtigt hat (dort Rz. 33). Entscheidend ist, dass das (gerichtliche) Verfahren in seiner Gesamtheit den Anforderungen der Fairness gen�gt (Rz. 34). Dies war hier der Fall, nachdem die Beschwerdef�hrerinnen umfassend zum Bericht der KPMG Fides Peat Stellung nehmen konnten und sie �ber ihre Angestellten und Verantwortlichen an deren Sachverhaltsermittlung gerade selber wesentlich beteiligt waren. Die Frage, ob die festgestellte T�tigkeit in der Schweiz tats�chlich bewilligungspflichtig war, beschlug nicht die Sachverhaltsfeststellung, sondern bildete Gegenstand der der Bankenkommission als Fachbeh�rde vorbehaltenen rechtlichen W�rdigung.
4. Entgegen den Einw�nden der Beschwerdef�hrerinnen war die Einsetzung eines Beobachters bzw. eines Untersuchungsbeauftragten aufgrund der im September 2003 bekannten Umst�nde nicht zu beanstanden und haben sie deshalb praxisgem�ss die BGE 130 II 351 S. 361entsprechen den Kosten unter solidarischer Haftung zu tragen (vgl. BGE 126 II 111 E. 4d S. 118 f.; Urteil 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 4.2):
4.1 Am 3. Juni 2003 war die luxemburgische "Commission de Surveillance du Secteur Financier" mit einem Schreiben an die Bankenkommission gelangt, worin sie diese darauf aufmerksam machte, dass die in Vanuatu beheimatete United Investment Bank Ltd durch die UIB Servizi SA von Lugano aus betrieben werden k�nnte. Hierf�r spreche, dass mehrere, wenn nicht alle Verwaltungsratssitzungen der United Investment Bank Ltd bisher in der Schweiz stattgefunden h�tten; gem�ss einem entsprechenden Beschluss vom Februar 1996 sei dabei B. zum "General Manager" der Bank ernannt worden; bei diesem handle es sich nach einem Handelsregisterauszug vom 6. Juni 2002 um den Verwaltungsratspr�sidenten der UIB Servizi SA. Gest�tzt hierauf bestanden hinreichend konkrete Anhaltspunkte daf�r, dass durch die UIB Servizi SA bzw. die UIB Gestioni Patrimoniali SA in Lugano f�r die UIB Ltd eine bewilligungspflichtige T�tigkeit ausge�bt werden k�nnte, wobei der Sachverhalt nur durch eine unmittelbare Kontrolle vor Ort abschliessend zu ermitteln war.
4.2 Die UIB Servizi SA hatte im Rahmen des ihr zugestellten Fragebogens am 31. Juli 2003 zwar erkl�rt, dass sie f�r die United Investment Bank, Vanuatu, und die Intersmi Gestao e Investimentos Lda, Madeira, nur Buchhaltungs- und Backoffice-Funktionen wahrnehme; �ber deren Umfang konnten jedoch ernstliche Zweifel bestehen, nachdem die luxemburgische Aufsichtsbeh�rde der EBK am 29. August 2003 weitere Unterlagen hatte zukommen lassen, welche darauf schliessen liessen, dass - entgegen der Erkl�rungen der UIB Servizi SA - Anweisungen f�r verschiedene auf dem Konto der UIB Ltd bei der BNP Paribas vorgenommene Transaktionen auf Papier der United Investment Bank Ltd, Vanuatu, von ihren Gesch�ftsr�umlichkeiten in Lugano aus gefaxt worden waren. Anhaltspunkte daf�r, dass die UIB Ltd in Vanuatu tats�chlich �ber eine Gesch�ftsniederlassung verf�gte, bestanden zu diesem Zeitpunkt nicht. Schliesslich herrschte zwischen den einzelnen Gesellschaften eine enge personelle Verflechtung und ergab sich aus dem Firmenzweck der UIB Gestioni Patrimoniali SA, �ber deren Existenz die EBK von der Geldw�schereistelle erfahren hatte, dass diese ebenfalls Dienstleistungen im Verm�gensverwaltungs- und Wertschriftenbereich anbot, wobei die f�r die UIB Servizi SA in Lugano t�tige bzw. f�r die UIB Ltd als "Deputy"-Managerin ernannte C. �ber eine BGE 130 II 351 S. 362Einzelprokura zugunsten der UIB Gestioni Patrimoniali SA verf�gte, sich die Gesch�ftsr�umlichkeiten der beiden Firmen am gleichen Ort befanden und D. als Verwaltungsratspr�sident sowohl der UIB Gestioni Patrimoniali SA als auch der UIB Ltd amtete.
5. 5.1 Unternehmen, die im Ausland ihren statutarischen oder gesellschaftsvertraglichen Sitz haben, unterstehen dem Bankengesetz, wenn ihre Willensbildung organisiert und regelm�ssig in der Schweiz erfolgt oder f�r sie hier eine organisierte regelm�ssige T�tigkeit ausge�bt wird (KLEINER/SCHWOB, in: Bodmer/Kleiner/Lutz, a.a.O., Rz. 8 zu Art. 1 BankG; NOBEL, Schweizerisches Finanzmarktrecht, a.a.O., S. 686, � 9 Rz. 224; ZOBL/KRAMER, a.a.O., Rz. 612). Eine ausl�ndische Bank bedarf dementsprechend einer Bewilligung der Bankenkommission, wenn sie Personen besch�ftigt, (1) die f�r sie dauernd und gewerbsm�ssig in der Schweiz oder von der Schweiz aus Gesch�fte abschliessen, Kundenkonten f�hren oder sie rechtlich verpflichten (Zweigniederlassung; Art. 2 Abs. 1 BankG, Art. 2 Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 21. Oktober 1996 �ber die ausl�ndischen Banken in der Schweiz [Auslandbankenverordnung, ABV; SR 952.111]) oder (2) die in anderer Weise f�r sie t�tig sind, namentlich indem sie Kundenauftr�ge an sie weiterleiten oder sie zu Werbe- oder anderen Zwecken vertreten (Vertretung; Art. 2 Abs. 1 lit. b ABV). Dem Gesetz unterliegen auch faktische Zweigniederlassungen, d.h. Gesch�ftsstellen von Firmen, die nach ausl�ndischem Recht konstituiert sind und ihre Hauptniederlassung im Ausland haben, hier jedoch einer bewilligungspflichtigen T�tigkeit nachgehen, ohne formell eine Zweigniederlassung begr�ndet zu haben (vgl. RIMLE, a.a.O., 1 N 108 u. 111). Zweck dieser Regelung ist es, eine Umgehung der aufsichtsrechtlichen Ordnung �ber die Schweiz durch eine gesch�ftlich nicht gerechtfertigte Inkorporierung an einem ungen�gend �berwachten Ort zu verhindern ("shell branches"; ROTH/SCHWOB, in: Bodmer/Kleiner/Lutz, a.a.O., Rz. 2 zu Art. 2 BankG). Wird die ausl�ndische Bank tats�chlich in der Schweiz geleitet oder wickelt sie ihre Gesch�fte ausschliesslich oder �berwiegend in oder von der Schweiz aus ab, so muss sie sich nach schweizerischem Recht organisieren und untersteht sie den Bestimmungen �ber die inl�ndischen Banken (Art. 1 Abs. 2 ABV).
5.2 5.2.1 Die UIB Ltd geht im Rahmen der A.-Gruppe unbestrittenermassen im Ausland einer Banken- und (in der Schweiz an sich BGE 130 II 351 S. 363bewilligungspflichtigen) Effektenh�ndlert�tigkeit nach, indem sie Gelder �ber die in San Marino beheimatete S.M.I. bzw. die Intersmi Lda von vorab italienischen Kunden entgegennimmt und Dritten gegen�ber in eigenem Namen auftritt, wobei die wirtschaftlichen Risiken der von ihr get�tigten oder in Auftrag gegebenen Effektengesch�fte durch ihre Kunden getragen und die entsprechenden Werte durch sie in Sammelkonten gehalten werden ("Kundenh�ndler"; Art. 2 lit. d BEHG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 5 BEHV [SR 954.11] und Rundschreiben der EBK [EBK-RS] 98/2: Erl�uterungen zum Begriff Effektenh�ndler, Rz. 50; Urteile 2A.179/2001 vom 31. Mai 2001, E. 2b, und 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 5.2.1).
5.2.2 Die Beschwerdef�hrerinnen machen jedoch geltend, diesbez�glich nicht in der Schweiz oder von der Schweiz aus t�tig zu sein. Die Aktivit�ten zugunsten der UIB Ltd erfolgten �ber die S.M.I. von San Marino aus, wo diese �ber die hierf�r erforderlichen Bewilligungen verf�ge; in Vanuatu gen�ge die UIB Ltd den dortigen Bewilligungsvoraussetzungen. In der Schweiz w�rden lediglich gest�tzt auf entsprechende Mandate durch die UIB Servizi SA und die UIB Gestioni Patrimoniali SA Backoffice- bzw. reine Beratungsfunktionen wahrgenommen. Diese seien nicht bewilligungspflichtig. Die Anweisungen an die ausw�rtigen Banken ergingen von San Marino aus und w�rden in Lugano bloss kontrolliert und verbucht. Im �brigen w�rden hier allgemeine Marktanalysen erstellt, die Entscheide �ber die Anlagestrategien tr�fen indessen die Kundenberater in San Marino in Absprache mit ihren Klienten; das operative Gesch�ft erfolge voll und ganz ausserhalb der Schweiz, wo nur Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch genommen w�rden.
5.3 5.3.1 Das Backoffice einer Bank umfasst ganz unterschiedliche Aufgaben; es wird damit allgemein der kundenferne Bereich bezeichnet, in dem alle Transaktionen aus den aktiven, passiven und indifferenten Gesch�ften zusammenlaufen. Es fallen s�mtliche T�tigkeiten unter den Begriff, die "hinter den Kulissen" der Bank ablaufen; so werden im Backoffice etwa die Kunden-, Konten-, Depot- und Wertschriftenbest�nde verwaltet und allenfalls verwahrt. Zu den Hauptaufgaben des Backoffice geh�rt zudem die Verbuchung der Gesch�ftsvorf�lle sowie die Datendokumentation (Reporting; vgl. FLORIAN LINNER, in: Boemle/Gsell/Jetzer/Nyffeler/Thalmann, Geld-, Bank- und Finanzmarkt-Lexikon der Schweiz, Z�rich 2002, S. 102). BGE 130 II 351 S. 364Es handelt sich beim Backoffice somit um eine f�r das Bankgesch�ft grundlegende Funktion, deren Auslagerung deshalb nur beschr�nkt m�glich ist (vgl. EBK-RS 99/2: Auslagerung von Gesch�ftsbereichen [Outsourcing] und den entsprechenden Anhang dazu, in: Th�venoz/Zulauf, BF 2003, Z�rich 2003, 31A-25 und 31A-25a).
"Facendo seguito agli incontri ed agli accordi con Voi intercorsi, con la presente vi affidiamo l'incarico di fornirci servizi di: - amministrazione, - archivio dati, - elaborazione dati, - tenere, a partire dall'esercizio 98, per nostro conto la contabilit� [estratti conto, scritture contabili, etc.] del nostro Istituto, - ricevere parte della nostra posta e/o documentazione, - consulenza in genere e qualsiasi altro servizio dalla Vostra attivit� che dovessimo richiedere".
Es ist deshalb mit Blick auf den Gesetzeszweck (Verhinderung der Umgehung der aufsichtsrechtlichen Kontrolle, Schutz der Anleger und des schweizerischen Finanzplatzes) zu pr�fen, ob die im Verwaltungsbereich der UIB Ltd in Lugano ausge�bte Aktivit�t insgesamt eine bewilligungsrelevante Bedeutung erreicht oder nicht. Dabei steht der EBK praxisgem�ss gest�tzt auf ihre besonderen Fachkenntnisse ein gewisser Beurteilungsspielraum zu ("technisches Ermessen"; BGE 126 II 111 E. 3b; BGE 121 II 147 E. 3a).
5.3.3 Soweit sich das Bundesgericht mit der Problematik bereits besch�ftigen musste, hat es bei einer �hnlich verschachtelten Firmenstruktur wie hier implizit eine bewilligungspflichtige T�tigkeit in einem Fall bejaht, in dem die schweizerische Gesellschaft Backoffice-Dienste f�r eine ausl�ndische Bank angeboten hatte und in diesem Rahmen die internen Richtlinien betreffend Geldw�scherei, Kontener�ffnung und Kreditgew�hrung sowie hinsichtlich der Liquidit�tspolitik der Bank durch deren Mitarbeiter unterschrieben worden waren. Zudem betreute die schweizerische Gesellschaft die Internet-Site der Bank, auf der eine Kontoer�ffnung "on line" m�glich war; dar�ber hinaus pr�gte sie deren Werbepolitik und wies sie in ihren eigenen Unterlagen auf die Bankdienstleistungen hin (Urteil 2A.320/2001 vom 5. Dezember 2001).
5.3.4 Wenn die Bankenkommission angenommen hat, es bestehe aufgrund des weit formulierten Backoffice-Mandates und der konkret wahrgenommenen T�tigkeiten vorliegend seitens der UIB Servizi SA und der UIB Gestioni Patrimoniali SA eine in der BGE 130 II 351 S. 365Schweiz bewilligungspflichtige Aktivit�t f�r die A.-Gruppe bzw. deren in Vanuatu beheimateten UIB Ltd und die portugiesische Intersmi Lda, ist dies nicht zu beanstanden:
5.3.4.1 S�mtliche Verwaltungsratssitzungen der UIB Ltd fanden bisher in Lugano statt, was darauf hinweist, dass dem Gesch�ftssitz in Vanuatu keine eigenst�ndige Bedeutung zukam. Zumindest bis zum 31. Dezember 2003 hatte die Hauptniederlassung in Vanuatu keinen reellen Hintergrund. Aus dem Umfang der der Treuhandfirma "International Finance Trust Company Limited (IFTC)" verg�teten Kosten f�r ein- und ausgehende Telefaxe ergibt sich, dass das operative Gesch�ft der UIB Ltd nicht von dort aus betrieben worden sein kann. In seiner Stellungnahme vom 19. November 2003 zum Bericht der Beobachterin gestand A. zu, dass die UIB Ltd zumindest urspr�nglich eine "Shell"-Bank war. Kann beweism�ssig gest�tzt auf den Bericht der Beobachterin und die Erkl�rungen der Beschwerdef�hrerinnen auch als erstellt gelten, dass die eigentlichen Aktivit�ten und insbesondere die Frontoffice-Funktionen in San Marino ausge�bt wurden, so gingen die in die Schweiz ausgelagerten Aktivit�ten doch �ber reine, bewilligungsfrei m�gliche Verwaltungsaufgaben hinaus (vgl. diesbez�glich den Anhang zum EBK-RS 99/2: Outsourcing, Ziff. 3). Entscheidend f�r die �rtliche Anwendbarkeit des schweizerischen Rechts ist nicht, wo das Schwergewicht der T�tigkeit entfaltet wird, sondern dass in der Schweiz �berhaupt eine aufsichtsrelevante Aktivit�t besteht (Kleiner/Schwob, a.a.O., Rz. 6 zu Art. 1 BankG), was nicht aufgrund des rechtlichen Konstrukts, sondern der tats�chlich entfalteten Gesch�ftst�tigkeit zu pr�fen ist (Urteil 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 5.2.2).
5.3.4.2 In Lugano wurden die einzelnen Konten der UIB Ltd gef�hrt und von hier aus die Kontenausz�ge nach San Marino verschickt; s�mtliche Kundendossiers der Intersmi Lda wurden am Gesch�ftsort der UIB Servizi SA bzw. der UIB Gestioni Patrimoniali SA aufgefunden, was die Bedeutung des Standorts Lugano f�r die Aktivit�ten der Gruppe unterstreicht, auch wenn sich die Unterlagen nur dort befunden haben sollen, um die Buchf�hrung auf ein neues System zu �bertragen. Von Lugano aus wurden gem�ss schriftlichen Erkl�rungen der Mitarbeiter der UIB Servizi SA vom 29. September 2003 die Konten der UIB bei der "Soci�t� Europ�enne des Banques, Luxemburg (SEB)" und bei der "Banque Mon�gasque de Gestion (BMG)" laufend �berwacht und bewirtschaftet. Anhaltspunkte daf�r, dass bei diesen Erkl�rungen durch die Beobachterin BGE 130 II 351 S. 366auf die Mitarbeiter Druck ausge�bt worden w�re, bestehen nicht; w�hrend die Verantwortlichen der Gesellschaft die Aussagen, die sie der Beobachterin gegen�ber gemacht haben sollen, im weiteren Verfahren relativierten, wurden diesbez�glich von den Betroffenen keine substantiierten Vorbehalte angebracht.
5.3.4.3 In den Akten finden sich zahlreiche auf Papier der UIB Ltd von C. bzw. E. von Lugano aus an die Verbindungsbanken gefaxte Anweisungen, wobei diese die Unterschrift von B. tragen, welcher sich als "General Manager" der UIB Ltd im Rahmen einer 120-Tage-Bewilligung regelm�ssig in Lugano aufhielt. Ansprechpartner der Banken hinsichtlich der technischen Abwicklung war jeweils das Personal in Lugano und nicht jenes in San Marino, wie sich etwa aus der Notiz der "Banque Mon�gasque de Gestion" auf einer Zahlungsanweisung vom 17. Dezember 2001 ergibt, wonach C. mitgeteilt worden sei, dass die in Auftrag gegebene Anweisung von EUR 1'690'740.44 in drei Tranchen erfolgen werde. Hieran �ndern die erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren beigebrachten Erkl�rungen der Verantwortlichen der S.M.I. nichts, bei den sichergestellten Papieren handle es sich um interne Unterlagen und die Anordnungen seien allgemein jeweils von San Marino nach Lugano gefaxt worden, wo die Kontrollen vorgenommen und von wo die Anweisungen hernach an die Banken weitergeleitet worden seien. Gegen eine entsprechende l�ckenlose Praxis spricht, dass die in Amtshilfe erhaltenen Anweisungen der ausl�ndischen Banken mit den in Lugano sichergestellten identisch sind und B., der sich immerhin rund zwei Wochen pro Monat in Lugano aufhielt, selber erkl�rt hat, Auftr�ge jeweils an seinem Aufenthaltsort und nicht spezifisch und ausschliesslich in San Marino unterschrieben zu haben. A. schloss dies seinerseits zumindest in einzelnen F�llen nicht aus. Schliesslich hatte die UIB Ltd am 26. Juli 2002 unter dem Titel "unsere operativen Anordnungen" der "Banque Mon�gasque de Gestion" (mit Telefon- und Faxnummer von Lugano) mitgeteilt, dass die verschiedenen m�glichen Transaktionen durch C., E. oder F. angeordnet und durch einen Berechtigten unterschriebene, via Fax �bermittelte Anweisungen best�tigt w�rden:
"Con riferimento alla nostra lettera del (...) Vi preghiamo di voler prendere nota che le operazioni che andremo a porre in essere con il Vostro Istituto (depositi a termine, obbligazioni, operazioni su cambi, ecc.) saranno disposte dalle seguenti persone: - Signora C. - Signor E. - Signor[a] F. e saranno seguite, via telefax, da ordini sottoscritti da uno dei BGE 130 II 351 S. 367responsabili che Vi hanno depositato le firme. Pertanto vogliate ritenere revocati i precedenti nominativi".
Gest�tzt auf diese Erkl�rungen ist davon auszugehen, dass f�r das Bank- bzw. B�rsengesch�ft der Beschwerdef�hrerinnen im Ausland wesentliche Funktionen durch Personal in Lugano wahrgenommen wurden, selbst wenn dabei im Rahmen der Beratungst�tigkeiten jeweils auch das Frontoffice in San Marino miteinbezogen gewesen sein sollte.
5.3.4.4 Soweit die Beschwerdef�hrerinnen einwenden, das in Lugano besch�ftigte Personal habe selber gar nicht �ber die Zeichnungsberechtigung f�r die entsprechenden Konten im Ausland verf�gt, �bersehen sie, dass nach ihren eigenen Angaben weitgehend auch mit von B. blanko unterschriebenen Formularen gearbeitet worden ist, womit eine eigenst�ndige Unterschriftsbefugnis der Mitarbeiter nicht erforderlich war; im �brigen befand sich B. - wie bereits dargelegt - regelm�ssig selber in Lugano. C. ist am 2. Juni 1999 zur "Deputy Managerin" der UIB Ltd ernannt worden. Mit Blick auf ihren beruflichen Werdegang handelt es sich bei ihr um mehr als eine blosse Verwaltungsangestellte ("addetta alla gestione patrimoniale con specifica procura"), oblag ihr doch bereits fr�her die Betreuung von nicht unbedeutenden Portefeuilles. Gem�ss einer Notiz der "Cr�dit Lyonnais Luxembourg" soll C. als Verantwortliche f�r alle Investitionen der S.M.I. 1997 darauf verzichtet haben, die vorgesehenen USD 250 Mio. zu dieser Bank zu transferieren, da sie mit den ihr vorgeschlagenen Konditionen nicht einverstanden gewesen sei; hierauf sei sie sp�ter zur�ckgekommen und habe eine Reaktivierung des Kontos mit Titeln und fl�ssigen Mitteln in Aussicht gestellt. Ihre zentrale Rolle im Backoffice wird schliesslich etwa auch durch die Notiz "decide C. l'acquisto di obbligazioni in EUR" auf einer mit "Gestioni" �berschriebenen Fiche f�r den Kunden 102604 unterstrichen.
5.3.5 Selbst wenn vollumf�nglich von den Sachverhaltsdarstellungen der Beschwerdef�hrerinnen auszugehen w�re, wonach die operativen Anweisungen ausschliesslich von San Marino ausgegangen seien, �nderte dies nichts an der Bewilligungspflicht der in der Schweiz ausge�bten, weitreichenden Backoffice-Aktivit�ten: So oder anders besch�ftigten die UIB Ltd bzw. die Intersmi Lda in Lugano �ber die UIB Servizi SA und die UIB Gestioni Patrimoniali SA f�r ihre Aktivit�ten dauernd und gewerbsm�ssig Personal, welches Konten f�hrte und sie in anderer Weise bei ihren banken- und BGE 130 II 351 S. 368b�rsenrechtlich relevanten Aktivit�ten unterst�tzte bzw. vertrat (vgl. den Anhang zu EBK-RS 99/2: Outsourcing, Ziff. 3: Datenaufbewahrung, Betrieb und Unterhalt von Datenbanken, Betrieb von Informationstechnologie-Systemen; Ziff. 5: Finanzreporting; Ziff. 6: Druck und Versand von Bankdokumenten). Eine derartige Backoffice-T�tigkeit in der Schweiz f�r eine ausl�ndische Bank, welche an ihrem Inkorporationsort �ber keine nachgewiesene Aktivit�t und hinreichend konsolidierte Aufsicht im Sinne des schweizerischen Rechts verf�gt, darf die Bankenkommission zum Schutz des Rufs des hiesigen Bankenplatzes untersagen, auch wenn nicht unmittelbar schweizerische Anlegerinteressen betroffen sind. Nach der Empfehlung Nr. 18 der "Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF)" sollen keine "Shell"-Banken zugelassen und mit solchen keine Gesch�ftsbeziehungen gepflegt werden (publ. in: Th�venoz/Zulauf, BF Geldw�scherei, Z�rich 2004, 75-1). Die Bankenkommission hat diesen Grundsatz im schweizerischen Hoheitsbereich durchzusetzen und daf�r zu sorgen, dass der hiesige Bankenplatz auch nicht indirekt �ber eine Aufspaltung der Aktivit�ten in ein hier angesiedeltes angebliches Backoffice und in ein in einem anderen Staat betriebenes Frontoffice zu solchen Aktivit�ten missbraucht wird; dies gilt auch dann, wenn - wie hier - geltend gemacht wird, die Bank geh�re im Sinne der FATF-Empfehlungen zu einer reglementierten Finanzgruppe, deren konsolidierte Aufsicht aufgrund ihrer Organisationsstruktur nach schweizerischen Massst�ben aber nicht zu gen�gen vermag (vgl. NOBEL, Schweizerisches Finanzmarktrecht, a.a.O., � 9 Rz. 222 u. 226). Die Feststellung, dass in den Gesch�ftsr�umen der UIB Servizi SA und der UIB Gestioni Patrimoniali SA eine nach schweizerischem Recht bewilligungspflichtige T�tigkeit f�r die UIB Ltd bzw. die Intersmi Lda ausge�bt worden sei, deren nachtr�gliche Bewilligung mangels der erforderlichen Voraussetzungen (fehlendes Mindestkapital, ungen�gende Organisation, fehlende konsolidierte Aufsicht usw.) und im Hinblick auf die engen Verkn�pfungen der schweizerischen Gesellschaften mit den Aktivit�ten der A.-Gruppe nicht in Frage komme, weshalb die UIB Servizi SA und die UIB Gestioni Patrimoniali SA zu liquidieren seien, ist deshalb nicht bundesrechtswidrig.
6. 6.1 Fraglich erscheint, welche Rechtsfolgen hieran in Bezug auf die ausl�ndischen Gesellschaften zu kn�pfen sind. Der schweizerische Gesetzgeber hat sich bei der Bestimmung des Status einer BGE 130 II 351 S. 369Ge sellschaft grunds�tzlich f�r die Inkorporationstheorie entschieden; die Sitztheorie gilt nur subsidi�r (vgl. Art. 154 IRSG [SR 291]; WYSS/ZULAUF, Fiktiver Sitz oder faktische Zweigniederlassung?, in: Karl Sp�hler [Hrsg.], Internationales Zivilprozess- und Verfahrensrecht, Z�rich 2001, S. 117 ff., dort S. 135 ff.; BALLEYGUIER, a.a.O., S. 242). Unter diesen Umst�nden verbliebe f�r ein aufsichtsrechtliches Einschreiten gegen einen ausl�ndischen, in der Schweiz illegal t�tigen Finanzintermedi�r an sich nur wenig Raum. Die Rechtsprechung hat diesen im Interesse eines effizienten Anleger- und Marktschutzes indessen aufsichtsrechtlich ausgedehnt. So hat es das Bundesgericht in Best�tigung der Praxis der Bankenkommission grunds�tzlich f�r zul�ssig erkl�rt, ausl�ndische Gesellschaften, die in der Schweiz in Missachtung finanzmarktrechtlicher Vorschriften keine Zweigniederlassung begr�ndet, faktisch aber eine solche betrieben haben, im Handelsregister einzutragen und ihre illegale Gesch�ftst�tigkeit im Rahmen des (vollstreckungsrechtlichen) Bezugs zur Schweiz zu liquidieren (BGE 126 II 71 E. 5b/cc u. dd sowie E. 8; Urteil 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 5.2.3 u. 5.3.1). Hierin liegt keine Verletzung der ausl�ndischen Souver�nit�t, ist die Schweiz doch befugt, die Folgen einer Gesch�ftst�tigkeit, die auf ihrem Territorium ausge�bt wird, von diesem ausgeht oder sich auf dieses auswirkt, zu regeln, auch wenn die entsprechende Aktivit�t einer ausl�ndischen Gesellschaft zuzuschreiben ist (vgl. BGE 125 II 450 E. 2c u. d; BGE 108 Ib 513 E. 2b; Urteil 2A.320/2001 vom 5. Dezember 2001, E. 5b; BGE 127 III 219 E. 3; THOMAS MERKLI/THOMAS HUGI YAR, Internationales Verwaltungsrecht: Das Territorialit�tsprinzip und seine Ausnahmen, in: Liechtensteinische Juristen-Zeitung 2003 S. 82 ff., insbesondere S. 87 u. 90). Die angeordnete Massnahme hat im Einzelfall indessen angemessen zu sein; sie soll nicht weiter gehen als das, was zum Schutz des schweizerischen Finanzplatzes und der lauteren Gesch�ftst�tigkeit auf diesem oder von diesem aus tats�chlich erforderlich erscheint. Es kann nicht darum gehen, ohne spezifische schutzw�rdige schweizerische Interessen (vgl. Merkli/Hugi Yar, a.a.O., S. 84 f., Ziff. 2.3 u. 3.) durch die Annahme einer faktischen Zweigniederlassung in Aush�hlung der Inkorporationstheorie (vgl. BGE 117 II 494 ff.) hiesige Standards oder finanzmarktrechtliche Regelungen im Ausland durchzusetzen; es liegt in erster Linie an den ausl�ndischen Beh�rden, f�r die Einhaltung ihres Rechts und ihrer Verpflichtungen zu sorgen.
6.2 Vor diesem Hintergrund geht die zwangsweise Eintragung von Zweigniederlassungen Lugano der UIB Ltd bzw. der Intersmi Lda BGE 130 II 351 S. 370im Handelsregister und deren anschliessende Liquidation unter R�ckgriff auf die im Ausland liegenden Konten der UIB Ltd vorliegend zu weit:
6.2.1 Aus der �bersicht im Bericht des Beobachters ergibt sich, dass die UIB Ltd �ber rund 140 Kundenbeziehungen verf�gt, die Intersmi Lda �ber ca. 250, wobei 69 mit einem Konto bei der UIB Ltd. Die S.M.I. unterh�lt ihrerseits rund 2'630 Kundenbeziehungen, wobei 135 mit einem Konto bei der UIB Ltd (vgl. den Bericht der KPMG vom 31. Oktober 2003, S. 15). Das Kundenverm�gen bei der UIB Ltd soll insgesamt rund EUR 142.4 Mio. betragen. Seit dem 1. Januar 2004 ist die UIB Ltd, Vanuatu, nach einer Anpassung der dortigen Gesetzgebung, welche zum Verschwinden von 25 Banken gef�hrt hat (vgl. www.rbv.gov.vu/VanuatuBanks.htm), im Besitz einer neuen Bewilligung seitens der Reserve Bank of Vanuatu gem�ss dem "International Banking Act No. 4 of 2002"; sie untersteht heute damit einer verst�rkten bankenrechtlichen Aufsicht (vgl. www.rbv.gov.vu/BSD.htm). Am 5. September 2003 best�tigte die Regierung von Vanuatu dem Pr�sidenten der "Financial Action Task Force on Money Laundering", dass ihre neue Gesetzgebung den internationalen Aufsichtsrichtlinien �ber die Banken gem�ss dem Basler Ausschuss f�r Bankenaufsicht Rechnung trage (vgl. www.rbv.gov.vu/FATF.htm). Die S.M.I. ist ihrerseits in San Marino im Besitz einer Bewilligung als Finanzgesellschaft nach dem dortigen Recht; dieses l�sst verschiedene Aktivit�ten zu, die in der Schweiz banken- oder b�rsenrechtlich nicht in der gleichen Form m�glich w�ren. Sie unterliegt hierf�r der Kontrolle durch die "Banca Centrale della Repubblica di San Marino", welche in einem Schreiben vom 18. Februar 2004 festgehalten hat:
"In base alla normativa di cui alla Legge n. 24 del 1986 ed all'oggetto sociale tipico di tali societ�, S.M.I. s.a. pu� svolgere le seguenti attivit�:
collocamento e compravendita di azioni e quote di societ�, di titoli di Stato, di quote di fondi comuni di investimento, di obbligazioni ed altri titoli emessi da Enti privati e pubblici, sammarinesi ed esteri;
promuovere insediamenti industriali nel territorio sammarinese, anche mediante assistenza e consulenza necessaria per la loro nascita e sviluppo; BGE 130 II 351 S. 371
effetuare finanziamenti a breve e medio termine nei confronti di persone fisiche, imprese, societ� ed enti la cui attivit� sia svolta nell'ambito immobiliare, industriale, commerciale o finanziario;
Le societ� finanziarie e fiduciarie sammarinesi, e quindi anche SMI s.a., non possono raccogliere direttamente il risparmio tra il pubblico e gestire propri strumenti di pagamento, a differenza delle banche.
Il divieto di raccogliere direttamente risparmio tra il pubblico deve intendersi nel senso che le societ� finanziarie/fiduciarie non possono iscrivere nel proprio passivo patrimoniale del bilancio i depositi a vista o a tempo conferiti dai propri fiducianti, a differenza di quanto avviene per le banche.
Le societ� finanziarie/fiduciarie possono pertanto ricevere somme liquide e valori mobiliari in via fiduciaria con le quali, di seguito, devono accendere conti correnti o depositi presso le banche abilitate, in nome proprio ma per conto del cliente e, attraverso questi, operare in base alle istruzioni ricevute dal cliente.
Ne consegue che le societ� finanziarie/fiduciarie non possono rilasciare ai propri clienti carnet di assegni o altri strumenti di pagamento.
Si attesta infine che SMI s.a. � una societ� finanziaria e fiduciaria assogettata alle normative e disposizioni antiriciclaggio vigenti nella Repubblica di San Marino".
Die Auslegung des entsprechenden Rechts ist weder Sache der Bankenkommission noch des Bundesgerichts, weshalb sich weitere Ausf�hrungen hierzu er�brigen.
6.2.2 Die UIB Ltd wird, wie sich aus dem Schlussbericht der Beobachterin ergibt, abgesehen von den in Lugano wahrgenommenen, bewilligungspflichtigen Backoffice-Aktivit�ten im Wesentlichen von San Marino aus betrieben, wobei verschiedene Gesch�fte aus steuerrechtlichen Gr�nden �ber die Intersmi Lda mit Sitz in Madeira abgewickelt werden. Die Beobachterin f�hrt hierzu aus:
"Dai colloqui avuti con i responsabili delle diverse societ� e dalla visione dei nominativi dei clienti possiamo costatare che la maggior parte dei clienti, se non tutti, sono di nazionalit� italiana. L'introduzione dei clienti avviene in genere a San Marino o a Roma, in uno degli uffici del Gruppo A. dove si trovano i consulenti alla clientela. BGE 130 II 351 S. 372
I clienti hanno la possibilit� di aprire una relazione, rispettivamente un conto, presso una o pi� societ� (SMI, INTERSMI, UIB Ltd.). Le ragioni dell'apertura di una relazione presso una societ� piuttosto che presso un'altra sono in prevalenza di nature fiscale."
"Secondo le affermazioni della Sig.ra C. e dai documenti inventoriati, il cliente firma un contratto di gestione fiduciaria con una delle tre societ�, a dipendenza dei propri bisogni. I consulenti alla clientela di San Marino o Roma comunicano telefonicamente alla Sig.ra C. (UIB GP) quali sono i desideri d'investimento dei clienti. La Sig.ra C. elabora quindi delle proposte d'investimento sulla base delle istruzioni ricevute e le sottopone ai consulenti. Questi informano i clienti, ai quali spetta decidere."
"Gli ordini di acquisto e di vendita di titoli di clienti UIB Ltd vengono in genere impartiti dai consulenti alla clientela di San Marino alle banche corrispondenti estere (SEB, BMG, MS). Tuttavia, durante un colloquio con la Sig.ra C., ci � stato confermato che a volte � lei stessa a contattare le banche e a passare gli ordini. Ci� � motivato dal fatto che lei sola ha le conoscenze tecniche dei mercati e dei titoli trattati".
6.2.3 Die mit der UIB Ltd und Intersmi Lda verbundenen schweizerischen Gesellschaften sind auf dem hiesigen Markt nie aktiv geworden; sie haben weder Kunden geworben noch von hier aus irgendwelche Anpreisungen f�r die T�tigkeit der UIB Ltd gemacht. Hinsichtlich der UIB Ltd konnte die Beobachterin in Lugano denn auch - anders als f�r die Intersmi Lda - keine Kundendossiers auffinden. Sie h�lt diesbez�glich fest:
"Grazie al sistema informatico della UIB Servizi, nel quale viene registrata la contabilit� della UIB Ltd (Olympic), e alla lista dei clienti consegnataci, possiamo affermare che la societ� [UIB Ltd] annovera approssimativamente 140 clienti (persone fisiche e giuridiche) al suo attivo (vedi Allegato 5). Le generalit� di tali clienti in nostro possesso si limitano al nome e cognome del titolare del conto, ma non abbiamo accesso ai dossier personali. Non siamo neppure sicuri del luogo della loro ubicazione. Nel sistema informatico i nomi dei clienti sono codificati tramite cifra (cosidetti conti cifrati), vale a dire che i nomi non sono visibili e, dalle informazioni ricevute, solo conosciuti dai consulenti di San Marino."
6.2.4 Nachdem die hinter der UIB Ltd stehenden Gesellschaften der aufsichtsrechtlichen Kontrolle in ihren Heimatstaaten unterliegen, die Hauptaktivit�ten der UIB Ltd und der Intersmi Lda von San Marino aus �ber die S.M.I. wahrgenommen wurden und in der Schweiz zwar f�r diese in den Lokalen der UIB Servizi SA/UIB BGE 130 II 351 S. 373Gestioni Patrimoniali SA eine bewilligungspflichtige Aktivit�t stattfand, die den hiesigen Finanzplatz jedoch nur am Rande ber�hrte, geht die Anordnung der Eintragung von Zweigniederlassungen der UIB Ltd und der Intersmi Lda zum Zwecke der Liquidation wegen der damit verbundenen Auswirkungen auf deren Gesch�ftst�tigkeiten im Ausland zu weit; die vollumf�ngliche und sofortige Einstellung ihrer in der Schweiz ausge�bten T�tigkeiten unter Liquidation der entsprechenden Gesellschaften und allf�lliger Information der zust�ndigen ausl�ndischen Beh�rden �ber die Situation gen�gt zum Schutz der schweizerischen Aufsichtsinteressen. Die dar�ber hinaus gehenden Anordnungen der Bankenkommission sind nicht erforderlich und unverh�ltnism�ssig, da eine mildere Massnahme ausreicht, um den ordnungsgem�ssen Zustand in der Schweiz wieder herzustellen und den zum Schutz des hiesigen Finanzplatzes im internationalen Verh�ltnis zul�ssigerweise wahrgenommenen Interessen gerecht zu werden.
6.2.5 Bei der Liquidation einer (allenfalls fiktiven) Zweigniederlassung einer ausl�ndischen Gesellschaft in der Schweiz geht es vor allem darum, die Gl�ubiger von Forderungen aus deren Gesch�ftsbetrieb zu befriedigen oder sicherzustellen (vgl. Verf�gung der EBK vom 14. Juli 1994 i.S. Fidenas AG, E. 4, publ. in: EBK Bulletin 29/1995 S. 17 ff.; BALLEYGUIER, a.a.O., S. 242). Zu diesem Zweck betrifft die Liquidation alle Verm�genswerte, die mit der Schweiz in einem exekutionsrechtlichen Zusammenhang stehen. Ein solcher ist nach der Praxis der EBK f�r jene Aktiven anzunehmen, die durch die f�r die Gesellschaft in der Schweiz handelnden Personen begr�ndet worden sind; ist keine T�tigkeit der Gesellschaft durch Personen im Ausland nachweisbar, umfasst die Liquidation alle Aktiven im Namen oder f�r Rechnung der Gesellschaft (vgl. EBK Bulletin 37/1999 S. 32 ff., E. 5b; 29/1995 S. 29 f.); die Verm�genswerte m�ssen in einem "engen Zusammenhang mit der von der Schweiz aus erfolgten Gesch�ftst�tigkeit stehen" bzw. sie d�rfen nicht nachweisbar durch Personen begr�ndet worden sein, welche in keiner Weise mit der T�tigkeit der Zweigniederlassung verbunden waren (WYSS/ZULAUF, a.a.O., S. 138 u. 143 f.). Vorliegend besteht ein solcher Bezug nur beschr�nkt und kann nicht gesagt werden, dass in der Schweiz oder von der Schweiz aus durch das Personal der UIB Servizi SA/Gestioni Patrimoniali SA direkt banken- oder b�rsenrechtliche Aktiven erworben worden w�ren; die einzigen Einnahmequellen bildeten die von der UIB Ltd bzw. BGE 130 II 351 S. 374der Intersmi Lda f�r die einzelnen Dienstleistungen erbrachten Entsch�digungen. Im �brigen handelt es sich bei den Mitteln der UIB Ltd im Wesentlichen um solche der A.-Gruppe oder ausl�ndischer Kunden von dieser, welche �ber die S.M.I. betreut werden. Die EBK hat bei der Wahl des geeigneten Mittels den Hauptzwecken der banken- und finanzmarktrechtlichen Gesetzgebung - dem Schutz der Anleger einerseits und der Lauterkeit des schweizerischen Finanzmarktes und der von diesem aus entfalteten Aktivit�ten andererseits - Rechnung zu tragen (vgl. BGE 126 II 111 E. 3b S. 115; Urteil 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 3.2). Weder das eine noch das andere erscheint vorliegend gef�hrdet, wenn nur die UIB Servizi SA bzw. die UIB Gestioni Patrimoniali SA liquidiert und allf�llige weitere Folgen f�r die - sowohl hinsichtlich der Kunden als auch der im Spiel stehenden Mittel und der entfalteten Aktivit�ten (Kundenwerbung, Geldaufnahme, Geldauszahlungen, Infrastruktur usw.) - schwergewichtig involvierten ausl�ndischen Gesellschaften gest�tzt auf die Inkorporationstheorie den betreffenden Aufsichtsbeh�rden �berlassen werden. Bei den bisher beurteilten F�llen, in denen die Eintragung und anschliessende Liquidation der faktischen Zweigniederlassungen zugelassen wurde, ging es um Gesellschaften, die auch (oder gar praktisch nur) auf dem schweizerischen Markt relevant aktiv waren (vgl. die Urteile 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002; 2A.565/2002 vom 2. April 2003; 2A.320/2001 vom 5. Dezember 2001 in Verbindung mit 2A.119/2002 vom 11. Dezember 2002); zudem befand sich ein wesentlicher Teil der Kundeninformationen und der Konten jeweils auch tats�chlich in der Schweiz. Dies ist vorliegend nicht der Fall.
7. 7.1 Der angefochtene Entscheid ist demnach insoweit aufzuheben und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde teilweise gutzuheissen, als er sich auf die Eintragung und Liquidation der Zweigniederlassungen Lugano der United Investment Bank Ltd und der Intersmi Gestao e Investimentos Lda, Portugal, bezieht. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen.
117 IB 481 suite... ,
108 IB 513,
Art. 2 al.1, art. 23bis al.1 et art. 23quater LB,
art. 35 al. 1 LBVM,
art. 3 al. 5 OBVM suite... ,
art. 1 al. 1 PA,
Art. 58 Abs. 1 AFG,
Art. 1 und 3 BankG,
Art. 45 Abs. 2 lit. d und g VwVG,
Art. 23quater Abs. 2 Satz 2 BankG,
Art. 23quater Abs. 2 BankG,
Art. 51b BankV,
Art. 2 Abs. 1 lit. b ABV,
Art. 2 BankG,
Art. 1 Abs. 2 ABV,
Art. 154 IRSG