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Timestamp: 2016-10-21 11:20:51
Document Index: 41799566

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 159', 'BGE', 'Art. 159']

I 428/00 (21.05.2001)
I 428/00 Vr
S.________, 1977, Beschwerdef�hrer, vertreten durch lic. iur. T.________,
A.- S.________ (geboren 1977) leidet seit Geburt an verschiedenen Gebrechen und bezog hief�r Leistungen der Invalidenversicherung, so unter anderem f�r die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 390, Cerebrale Bewegungsst�rung (Bericht des Dr. med. M.________, Kinderarzt FMH, vom 10. Dezember 1984). Wegen Verdachts auf das Geburtsgebrechen Ziff. 387, Angeborene Epilepsie, �berwies Dr. med.
M.________ S.________ an Dr. med. K.________, Elektroencephalogische Station, welcher ein EEG erstellte und seinerseits den Verdacht einer Narkolepsie �usserte (Bericht vom 5. Mai 1988). Dr. med. I.________, Kinder- und Jugendpsychiater FMH, diagnostizierte das Geburtsgebrechen Ziff. 404, Infantiles psychoorganisches Syndrom (POS; Bericht vom 23. Dezember 1992). Im August 1994 begann S.________ eine Lehre als Elektromonteur, welche er infolge �berforderung im Oktober 1996 abbrechen musste. Die IV-Stelle Glarus liess berufliche Massnahmen abkl�ren. Mit Anmeldung vom 15. Oktober 1996 ersuchte S.________ um eine Invalidenrente. Gest�tzt auf Berichte des Berufsberaters der Invalidenversicherung vom 14. Januar und 5. September 1997, der Abkl�rungs- und Ausbildungsst�tte X.________ vom 26. August 1997 und 17. April 1998 sowie der Frau PD Dr.
phil. R.________, Frau Dr. med. C.________ und des Dr. med.
B.________, Neurologische Klinik, Spital Y.________, vom 12. Dezember 1997 sprach die IV-Stelle S.________ mit Wirkung ab 1. Mai 1998 eine Viertelsrente zu (Verf�gung vom 3. September 1998).
B.- S.________ erhob hiegegen Beschwerde mit dem Antrag, es sei ihm eine ganze Rente ab dem 12. Oktober 1996 zu gew�hren, eventualiter sei die Rente unter Ber�cksichtigung eines H�rtefalles neu zu berechnen. Mit der pendente lite erlassenen Verf�gung vom 5. Oktober 1998 anerkannte die IV-Stelle einen H�rtefall und sprach S.________ anstelle der Viertels- eine halbe Rente zu. Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus wies die Beschwerde mit Entscheid vom 14. Juni 2000 ab, soweit diese nicht durch die Verf�gung vom 5. Oktober 1998 gegenstandslos geworden war.
C.- S.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und weitere medizinische Abkl�rungen sowie gest�tzt darauf die Neufestsetzung der Rente ab 1. Oktober 1996 beantragen.
IV-Stelle und Verwaltungsgericht schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung l�sst sich nicht vernehmen.
1.- Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), den H�rtefall (Art. 28bis Abs. 1 IVV) und die Bemessung der Invalidit�t von Versicherten ohne Ausbildung (Art. 28 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 IVV; ZAK 1982 S. 495, 1978 S. 32, 1974 S. 548) zutreffend dargelegt.
Zu erg�nzen bleibt, dass das Sozialversicherungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist; danach haben Verwaltungstr�ger und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen f�r die richtige und vollst�ndige Abkl�rung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 125 V 195 Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a, je mit Hinweisen).
a) Der Beschwerdef�hrer beanstandet, sein gesundheitlicher Zustand und dementsprechend die ihm offen stehenden Arbeitsm�glichkeiten seien ungen�gend abgekl�rt worden. Er beantragt deshalb eine neurologisch-medizinische Abkl�rung (EEG, Sch�del-MRI, Untersuchung im Schlaflabor), ob neben dem POS auch eine Narkolepsie, eine angeborene cerebrale Bewegungsst�rung sowie allenfalls eine weitere neurologische St�rung oder Krankheit besteht, und gest�tzt auf dieses Ergebnis eine Neufestsetzung seiner Invalidenrente ab
1. Oktober 1996.
b) IV-Stelle und Vorinstanz stellen sich hingegen auf den Standpunkt, anhand des Berichts von Dr. med. I.________ vom 23. Dezember 1992, der neurologischen und neuropsychologischen Untersuchung im Spital Y.________ vom 8. Dezember 1997 sowie der Ausf�hrungen des Dr. med. Z.________, Facharzt f�r physikalische Medizin und Rehabilitation, in den Berichten der Abkl�rungs- und Ausbildungsst�tte X.________ sei der medizinische Sachverhalt gen�gend abgekl�rt.
Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Der Versicherte weist zu Recht darauf hin, dass bez�glich des diagnostizierten und zu Lasten der Invalidenversicherung auch behandelten Geburtsgebrechens Ziff. 390, Cerebrale Bewegungsst�rungen, keine weiteren Abkl�rungen erfolgten, inwiefern dieses Leiden den Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt der Rentenfestsetzung noch behindert. Zu beachten ist auch, dass die Beurteilung durch Dr. med. I.________ �ber f�nf Jahre vor Verf�gungserlass erfolgte. Insbesondere aber f�llt auf, dass Dr. med. K.________ bereits 1988 den Verdacht einer Narkolepsie �usserte und die Untersuchung im Dezember 1997 in der Neurologischen Klinik des Spitals Y.________ diesbez�glich keine Ergebnisse brachte, sondern vielmehr ausdr�cklich darauf hingewiesen wurde, dass diese Frage mit den zur Verf�gung stehenden M�glichkeiten nicht beantwortet werden k�nne und eine entsprechende Untersuchung in einem Schlaflabor notwendig sei; allgemein wurden zur weiteren Abkl�rung ein EEG, Sch�del-MRI sowie allenfalls eine psychiatrische Beurteilung empfohlen (Bericht vom 12. Dezember 1997). Die IV-Stelle holte jedoch keine zus�tzlichen Berichte oder Gutachten ein.
Wegen dieser ungekl�rten medizinischen Fragen und der zum Teil nicht mehr aktuellen Berichte ist eine gr�ndliche medizinische Abkl�rung notwendig, welche f�r eine zuverl�ssige Beurteilung der zumutbaren T�tigkeiten erforderlich ist. Da die Beschwerden des Versicherten verschiedener Art sind, ist die Einholung eines polydisziplin�ren Gutachtens unter besonderer Ber�cksichtigung des neurologischen Aspekts angebracht.
3.- �ber den Anspruch auf eine Parteientsch�digung der obsiegenden Partei ist von Amtes wegen zu entscheiden (Art. 159 Abs. 1 OG); eines besonderen Antrags der obsiegenden Partei bedarf es nicht (BGE 118 V 140 Erw. 3).
Praxisgem�ss wird die R�ckweisung einer Sache zur weiteren Abkl�rung und neuen Verf�gung bez�glich Gerichtskosten und Parteientsch�digung dem Obsiegen gleichgestellt (SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3 mit Hinweisen). Dem Versicherten, welcher durch lic. iur. T.________ vertreten ist, steht deshalb eine Parteientsch�digung f�r das letztinstanzliche Verfahren zu (Art. 159 Abs. 2 OG). Indes gilt es den Umstand zu ber�cksichtigen, dass die Vertreterin nicht selbstst�ndige Anw�ltin ist und daher kein entsprechender Kanzleiaufwand abgegolten werden muss.
des Kantons Glarus vom 14. Juni 2000 und die
Verf�gung der IV-Stelle Glarus vom 5. Oktober 1998
aufgehoben werden und die Sache an die IV-Stelle zur�ckgewiesen
im Sinne der Erw�gungen, �ber den Rentenanspruch neu
III. Die IV-Stelle Glarus hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 1000.- (einschliesslich
IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, der Kantonalen Ausgleichskasse Glarus und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung