Source: https://360.lexisnexis.at/d/rechtsnorm-ris/bao_191/L-10003940-P191
Timestamp: 2018-05-24 08:16:53
Document Index: 99031123

Matched Legal Cases: ['§ 191', '§ 186', '§ 188', '§ 186', '§ 188', '§ 186', '§ 188']

§ 191 BAO | Lexis 360®
1.1.2013 bis 17.04.2013 (BGBl. I Nr. 14/2013)
14.1.2010 bis 14.12.2012 (BGBl. I Nr. 9/2010)
27.6.2006 bis 25.03.2009 (BGBl. I Nr. 99/2006)
18.7.1987 bis 26.06.2006 (BGBl. Nr. 312/1987)
1.1.1987 bis 17.07.1987 (BGBl. Nr. 325/1986)
​(1) Der Feststellungsbescheid ergeht
a) ​in den Fällen des ​§ 186: an denjenigen, dem die wirtschaftliche Einheit (Untereinheit) zugerechnet wird, wenn jedoch am Gegenstand der Feststellung mehrere beteiligt sind, an die Personenvereinigung (Personengemeinschaft) ohne eigene Rechtspersönlichkeit, an der die Beteiligung im Feststellungszeitpunkt bestanden hat;
​(Anm.: lit. b) aufgehoben durch ​BGBl. I Nr. 14/2013)
c) ​in den Fällen des ​§ 188: an die Personenvereinigung (Personengemeinschaft) ohne eigene Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschaftern (Mitgliedern) gemeinschaftliche Einkünfte zugeflossen sind;
​(Anm.: lit. d) aufgehoben durch ​BGBl. I Nr. 14/2013)
e) ​in allen übrigen Fällen: an die von der Feststellung Betroffenen.
​(2) Ist eine Personenvereinigung (Personengemeinschaft) ohne eigene Rechtspersönlichkeit in dem Zeitpunkt, in dem der Feststellungsbescheid ergehen soll, bereits beendigt, so hat der Bescheid an diejenigen zu ergehen, die in den Fällen des Abs. 1 lit. a am Gegenstand der Feststellung beteiligt waren oder denen in den Fällen des Abs. 1 lit. c gemeinschaftliche Einkünfte zugeflossen sind.
​(3) Einheitliche Feststellungsbescheide (​§ 186) wirken gegen alle, die am Gegenstand der Feststellung beteiligt sind. Feststellungsbescheide (​§ 188) wirken gegen alle, denen im Spruch des Bescheides Einkünfte zugerechnet bzw. nicht zugerechnet werden.
​(4) Ein Feststellungsbescheid, der gemäß ​§ 186 über eine zum Grundbesitz zählende wirtschaftliche Einheit (Untereinheit) oder über eine Gewerbeberechtigung erlassen wird, wirkt auch gegen den Rechtsnachfolger, auf den der Gegenstand der Feststellung nach dem Feststellungszeitpunkt übergegangen ist oder übergeht. Das gleiche gilt bei Nachfolge im Besitz.
​(5) Werden in einem Dokument, das Form und Inhalt eines Feststellungsbescheides (​§ 188) hat, gemeinschaftliche Einkünfte auch Personen oder Personenvereinigungen (Personengemeinschaften) ohne eigene Rechtspersönlichkeit zugerechnet, die nicht oder nicht mehr rechtlich existent sind (insbesondere infolge Todes, Beendigung der Gesellschaft, Gesamtrechtsnachfolge) oder die nicht oder nicht mehr handlungsfähig sind (zB infolge Sachwalterbestellung), so steht dies der Wirksamkeit als Feststellungsbescheid nicht entgegen. Ein solcher Bescheid wirkt lediglich gegenüber den Übrigen, denen im Spruch des Bescheides Einkünfte zugerechnet bzw. nicht zugerechnet werden.