Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201981,%20781
Timestamp: 2020-02-28 16:26:26
Document Index: 200365955

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 12', '§ 76', '§ 9', '§ 12', '§ 76', '§ 12']

BFH, 24.07.1981 - VI R 171/78 - dejure.org
https://dejure.org/1981,895
BFH, 24.07.1981 - VI R 171/78 (https://dejure.org/1981,895)
BFH, Entscheidung vom 24.07.1981 - VI R 171/78 (https://dejure.org/1981,895)
BFH, Entscheidung vom 24. Juli 1981 - VI R 171/78 (https://dejure.org/1981,895)
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EStG § 9 Abs. 1 Nr. 6, § 12 Nr. 1 Satz 2, FGO § 76
EStG § 9 Abs. 1 Nr. 6, § 12 Nr. 1 Satz 2; FGO § 76
BFHE 134, 29
BStBl II 1981, 781
Von dieser Rechtsauffassung ist auch das Urteil des BFH vom 24. Juli 1981 VI R 171/78 (BFHE 134, 29, BStBl II 1981, 781) ausgegangen.
Eine Aufteilung der Aufwendungen in Werbungskosten und nicht abziehbare Lebenshaltungskosten gestattet die Rechtsprechung nur ausnahmsweise, wenn sich nämlich hierfür ein zuverlässiger, leicht feststellbarer und nachprüfbarer objektiver Maßstab finden läßt (vgl. noch das BFH-Urteil vom 24. Juli 1981 VI R 171/78, BFHE 134, 29, BStBl II 1981, 781).
Dies gilt sowohl dann, wenn die Bekleidung nahezu ausschließlich während der Berufsausübung getragen wird (BFH-Urteil vom 20. November 1979 VI R 143/77, BStBl II 1980, 73 zum Trachtenanzug eines Restaurant-Geschäftsführers), als auch dann, wenn die bürgerliche Kleidung durch die berufliche Tätigkeit verschmutzt worden seien sollte, es sei denn, diese Verschmutzung wäre ausnahmsweise von einer gewöhnlichen Verschmutzung nach objektiven Maßstäben zutreffend und in leicht nachprüfbarer Weise abgrenzbar (BFH-Urteil vom 24. Juli 1981 VI R 171/78, BStBl II 1981, 781).
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs führt auch ein besonders hoher, beruflich veranlasster Verschleiß von bürgerlicher Kleidung zu keinem Werbungskostenabzug, es sei denn, dieser Verschleiß ist von dem normalen Kleidungsverschleiß nach objektiven Maßstäben zutreffend und in leicht nachprüfbarer Weise abgrenzbar (BFH-Urteil vom 24. Juli 1981 VI R 171/78, BStBl II 1981, 781).
Denn solche Kleidung würde auch getragen werden, wenn der jeweilige Beruf nicht ausgeübt würde (BFH-Urteil vom 24. Juli 1981 VI R 171/78, BFHE 134, 29, BStBl II 1981, 781 m. w. N.).
So wurden in dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 24. Juli 1981 (Az.: VI R 171/78 BStBl II 1981, 781 ) zwei Hosen und zwei Paar Schuhe eines Elektrikermeisters nicht zum Werbungskostenabzug zugelassen, obwohl davon ausgegangen wurde, dass diese Bekleidung ausschließlich im Betrieb getragen wurde.
Maßgeblich ist insoweit, dass eine private Nutzungsmöglichkeit auch nur bei gelegentlichen besonderen privaten Anlässen objektiv nicht ganz oder jedenfalls nicht nahezu ausgeschlossen werden kann, so dass das Tragen derartiger Kleidung durch die persönliche Lebensführung veranlasst ist und somit das Aufteilungs- und Abzugsverbot des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG eingreift (BFH, Urteil vom 24.07.1981 - VI R 171/78 -, BStBl II 1981, 781; BFH, Urteil vom 18.04.1991 - IV R 13/90 -, BStBl II 1991, 751).