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Timestamp: 2016-10-22 18:09:22
Document Index: 298677376

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE']

H.________, 1960, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Marc R. Bercovitz, Jurastrasse 15, 2502 Biel,
Der 1960 geborene H.________ arbeitete vom 12. Mai 1997 bis 7. Februar 2000 in der Firma S.________ AG als Metallbauschlosser und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 7. Februar 2000 traf ihn eine herunterfallende Platte, wodurch er f�nf Meter tief vom Ger�st fiel und dabei Rippenbr�che, einen Fussbruch und eine Gehirnersch�tterung erlitt. Mit Verf�gung vom 6. Juni 2002 und in Rechtskraft erwachsenem Einspracheentscheid vom 19. September 2002 sprach die SUVA dem Versicherten eine Integrit�tsentsch�digung auf der Basis eines Integrit�tsschadens von 30 % zu. Am 24. Mai 2005 sprach die IV-Stelle Bern H.________ eine halbe Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 56 % ab 1. Februar 2001 zu. Nach weiteren medizinischen Abkl�rungen verf�gte die SUVA am 22. November 2005 eine Invalidenrente gest�tzt auf eine Erwerbsunf�higkeit von 34 % ab 1. Dezember 2005. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 22. M�rz 2006 fest.
H.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und folgendes Rechtsbegehren stellen: Es sei ihm in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sowie des Einspracheentscheids eine Rente f�r eine Erwerbsunf�higkeit von mindestens 65 % auszurichten.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidg. Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz. 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Entscheid am 26. September 2006 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
Verwaltung und Vorinstanz haben die Bestimmungen �ber den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) und Taggelder (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG) sowie die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337). Entsprechendes gilt f�r die von der Judikatur entwickelten Grunds�tze zum Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhanges im Allgemeinen (BGE 125 V 456 E. 5a S. 461) sowie bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 115 V 133), zur Bemessung der Integrit�tsentsch�digung (BGE 116 V 156 E. 3a S. 157) und zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 122 V 157 E. 1c S. 160). Darauf wird verwiesen.
Streitig ist, ob die psychischen Beschwerden unfallbedingt und in nat�rlich kausaler Weise auf den versicherten Unfall vom 7. Februar 2000 zur�ckzuf�hren sind.
3.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer neurologische und neuropsychologische Defizite aufweist, die in einer 50%igen Arbeitsunf�higkeit resultieren. Hingegen verneint die Vorinstanz den nat�rlichen Kausalzusammenhang, weil gest�tzt auf die medizinischen Unterlagen die objektivierten kognitiven Defizite sich nicht durch den Unfall erkl�ren liessen und diese eher dem jahrelangen Alkoholkonsum zuzuschreiben seien.
3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, der nat�rliche Kausalzusammenhang k�nne nicht bereits wegen des Alkoholkonsums verneint werden, da eine erneute Begutachtung nach einer Alkoholabstinenz erforderlich sei, um genauer die Ursache der Defizite identifizieren zu k�nnen. Ferner h�tten die �rzte der Klinik X._______ und ABI nicht die R�ntgenbilder des Universit�tsspitals Y.________ konsultiert, sondern ihre Befunde nur auf den Austrittsbericht abgest�tzt.
3.3 Im Austrittsbericht des Universit�tsspitals Y.________ vom 28. Februar 2000 stellten die �rzte die umbestrittenen somatischen Befunde und eine Commotio cerebri fest. Bez�glich den bildgebenden Untersuchungen wurde die Computertomographie des Sch�dels als unauff�llig bezeichnet. Anl�sslich der Untersuchung vom 12. Januar 2004 hielt Dr. med. F.________, Psychiatrie, Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), im Gutachten vom 11. M�rz 2004 fest, die angegebenen kognitiven Schwierigkeiten seien auf einen �berh�hten Alkoholkonsum zur�ckzuf�hren. Obwohl der Versicherte den Konsum von Alkohol vor der Untersuchung verneint habe, h�tten die Laborresultate Alkohol im Blut und erh�hte Leberenzymwerte ergeben. Im Sinne einer besseren Abgrenzung der kognitiven Schwierigkeiten m�sse der Versicherte mehrere Wochen oder Monate den Alkoholkonsum stoppen, um dann neuropsychologische Abkl�rungen vornehmen zu k�nnen. Im neuropsychologischen Bericht vom 21. September 2004 best�tigten Dr. med. B.________, Chefarzt, und Frau Lic. Phil. A.________, Psychologin FSP Neuropsychologin, Klinik X.________, Neurorehabilitation Parkinson-Zentrum Epileptologie, neuropsychologische Defizite und schlossen gest�tzt auf den Austrittsbericht des Universit�tsspitals Y.________ eine Kausalit�t zwischen dem Unfall und den objektivierten Beschwerden aus. Auf Grund der neurologischen Untersuchung verneinte auch Frau Dr. med. R.________, Ober�rztin, Klinik X.________, Neurorehabilitation Parkinson-Zentrum Epileptologie, in ihrem Bericht vom 4. Februar 2005 eine Kausalit�t zwischen dem Unfall vom 7. Februar 2000 und den kognitiven Einschr�nkungen, w�hrend sie den jahrelangen Alkoholabusus als Ursache in Betracht zog. Im Arztzeugnis vom 23. Mai 2005 f�hrt der Hausarzt Dr. med. K.________, Allgemeine Medizin FMH, aus, der Beschwerdef�hrer habe zwischen Oktober 2004 und Mai 2005 den Alkoholkonsum massiv eingeschr�nkt und sei mit dem Ergebnis zufrieden.
Zwar ist richtig, dass die Beurteilung, ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und den eingetretenen Gesundheitssch�digungen besteht, eine Tatfrage ist, �ber welche die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der Beweisw�rdigung mit dem im Sozialversicherungsrecht herrschenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Hinsichtlich der Kausalit�t findet sich in den Akten keine eindeutige �rztliche Zuordnung der psychischen Beschwerden. Die kognitiven Defizite bestehen zwar, was f�r die Bejahung der Unfallkausalit�t indessen nicht gen�gt. Von zuverl�ssigen �rztlichen Angaben, welche die psychische gesundheitliche Beeintr�chtigung auf den Unfall zur�ckf�hren w�rden, kann gest�tzt auf die medizinischen Unterlagen nicht gesprochen werden. Viel wahrscheinlicher f�r die neurologischen und neuropsychologischen Defizite erachten s�mtliche �rzte den Alkoholmissbrauch. Nach der Aktenlage - der Versicherte bagatellisiert den Konsum von Alkohol und war in der Zeit von Oktober 2004 bis Mai 2005 nur in der Lage, den Konsum einzuschr�nken - ist demnach �berwiegend wahrscheinlich, dass dies die Ursache f�r die psychische Beeintr�chtigung ist, zumal er sich nach eigenen Angaben bei eingeschr�nktem Konsum besser f�hlte. Unter Ber�cksichtung s�mtlicher f�r die Beurteilung massgebenden Faktoren kann der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen den vorhandenen Beschwerden und dem erlittenen Unfall nicht als mehr denn eine blosse M�glichkeit erscheinen, was f�r die Begr�ndung einer Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht gen�gt (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 147/05 vom 8. Juni 2006 E. 5.3 und 5.5). Sodann wurde der rechtserhebliche Sachverhalt durch die Vorinstanz richtig und vollst�ndig festgestellt. Daran �ndert auch nichts, dass die �rzte der Klinik X.________ und ABI sich auf die Beurteilung der Mediziner des Universit�tsspital Y.________ verliessen und die R�ntgenbilder nicht selber konsultierten. Von weiteren medizinischen Abkl�rungen kann deshalb in antizipierter Beweisw�rdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) abgesehen werden.
In verfahrensrechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdef�hrer zus�tzlich eine Geh�rsverletzung geltend. Es sei ihm verwehrt worden, den Beweis zu erbringen, dass die kognitiven Defizite auch ohne Alkoholkonsum weiter bestehen w�rden.
4.1 Gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Geh�r. Das rechtliche Geh�r dient einerseits der Sachaufkl�rung, andererseits stellt es ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu geh�rt insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 370 mit Hinweisen).
4.2 Vorliegend war der Beschwerdef�hrer nicht in der Lage, auf Alkohol zu verzichten. Gem�ss Arztzeugnis seines Hausarztes wurde der Alkoholkonsum lediglich eingeschr�nkt. Weitere medizinische Untersuchungen h�tten somit keine neuen Erkenntnisse gebracht, da die �berwiegend wahrscheinliche Ursache - der Alkoholabusus - nach wie vor auf den Versicherten wirkte. Eine Geh�rsverletzung liegt unter diesen Umst�nden nicht vor.
Auf Grund des Gesagten ist der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den kognitiven Defizite zu verneinen, weshalb sich Erw�gungen zur ad�quaten Kausalit�t er�brigen.
Unbestritten durfte die Vorinstanz f�r die weiteren Schritte der Invalidit�tsbemessung von einer unbeschr�nkten Leistungsf�higkeit in einer dem gesundheitlichen Anforderungsprofil entsprechenden Verweist�tigkeit ausgehen. Gegen die vorinstanzliche best�tigte Festlegung des Invalidit�tsgrades von 34 % ist nichts einzuwenden.