Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=22.06.2016&Aktenzeichen=V%20R%2042/15
Timestamp: 2019-07-17 09:43:46
Document Index: 281276632

Matched Legal Cases: ['Art 20', 'Art 73', 'Art 90', '§ 10', '§ 17', 'EuG', '§ 10', '§ 17', 'Art 73', 'EuG', 'EuG']

BFH, 22.06.2016 - V R 42/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,24378
BFH, 22.06.2016 - V R 42/15 (https://dejure.org/2016,24378)
BFH, Entscheidung vom 22.06.2016 - V R 42/15 (https://dejure.org/2016,24378)
BFH, Entscheidung vom 22. Juni 2016 - V R 42/15 (https://dejure.org/2016,24378)
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Art 20 EUGrdRCh, Art 73 EGRL 112/2006, Art 90 Abs 1 EGRL 112/2006, § 10 Abs 1 S 2 UStG 2005, § 17 Abs 1 S 1 UStG 2005
Vorabentscheidungsersuchen betreffend die umsatzsteuerliche Behandlung des von einem Arzneimittellieferanten an private Krankenversicherungen zu leistenden "Abschlags"
Gesundheitswesen - und die Gleichbehandlung bei der Umsatzsteuer
BFH befragt EuGH zum Gesundheitswesen: Ungleichbehandlung von privater und gesetzlicher Krankenkasse rechtswidrig?
Zur steuerrechtlichen Gleichbehandlung im Gesundheitswesen
Umsatzsteuerrechtliche Behandlung von Preisabschlägen bei Arzneimitteln
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 18.08.2016)
UStG § 10 Abs 1, UStG § 17, EGRL 112/2006 Art 73
Bemessungsgrundlage, Minderung, Entgelt, Rabatt
Kurznachricht zu "Wirkung der europäischen Grundrechte im deutschen Umsatzsteuerrecht - Anmerkungen zum Beschluss des BFH v. 22.6.2016 und seinem europarechtlichen Kontext" von Georg von Streit und Thomas Streit, original erschienen in: UStB 2017, 174 - 182.
BFH, 08.02.2018 - V R 42/15
BFHE 254, 264
EuZW 2016, 880
BB 2016, 2005
DB 2016, 1912
Dies kann zum Beispiel für die Auslegung von Artikel 90 MwStSystRL von Bedeutung sein (Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 22. Juni 2016 V R 42/15, BFHE 254, 264).
Auch dieser Grundsatz lässt es nicht zu, dass Wirtschaftsteilnehmer, die gleichartige Umsätze ausführen, bei der Erhebung der Umsatzsteuer unterschiedlich behandelt werden (EuGH-Urteile JP Morgan u.a. vom 28. Juni 2007 C-363/05, EU:C:2007:391, Rz 29; A vom 19. Juli 2012 C-33/11, EU:C:2012:482, Rz 32; EuGH-Vorlage des BFH vom 22. Juni 2016 V R 42/15, BFHE 254, 264, Rz 36).
Zwar entsteht für den Hersteller des Medikaments in der Höhe des Rabatts keine Umsatzsteuerpflicht, weil der Rabatt für ihn die umsatzsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage mindert (BFH 28.5.2009 - V R 2/08, juris Rn 20; BFH 22.6.2016 - V R 42/15, juris Rn 17); umsatzsteuerrechtlich handelt es sich insoweit um eine Entgeltminderung (vgl Erlass des BMF vom 14.11.2012, BStBl I 2012, 1170, unter I.1.).
Auch sei die umsatzsteuerlich grundlegend unterschiedliche Behandlung der Leistungen gegenüber den privatversicherten und den gesetzlich versicherten Patienten unionsrechtlich nicht zu rechtfertigen (Hinweis auf BFH, Vorlagebeschluss vom 22.06.2016 V R 42/15).