Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bverwg/bverwg_1-C-6-02
Timestamp: 2019-06-27 06:58:09
Document Index: 391757735

Matched Legal Cases: ['§ 92', '§ 125', '§ 141', '§ 173', '§ 269', '§ 161', '§ 83', '§ 51']

BVerwG, 1 C 6.02: Ermessen, Hund, Verfahrenskosten, Hauptsache
Urteil des BVerwG vom 24.02.2003, 1 C 6.02
1 C 6.02
Ermessen, Hund, Verfahrenskosten, Hauptsache
BVerwG 1 C 6.02 OVG 5 L 463/00
hat der 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 24. Februar 2003 durch die Vizepräsidentin des Bundesverwaltungsgerichts E c k e r t z - H ö f e r und die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. M a l l m a n n und H u n d
Die Urteile des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 27. März 2001 und des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 23. Oktober 1998 sind unwirksam.
Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Revisionsverfahren auf 1 500 € festgesetzt.
Das Verfahren ist in der Hauptsache durch die übereinstimmenden Erklärungen der Beteiligten erledigt. Es ist damit in entsprechender Anwendung des § 92 Abs. 3 VwGO i.V.m. § 125
Abs. 1, § 141 VwGO einzustellen. Die vorinstanzlichen Entscheidungen sind unwirksam (§ 173 VwGO i.V.m. einer entsprechenden Anwendung des § 269 Abs. 3 Satz 1 ZPO). Über die Kosten des Verfahrens ist gemäß § 161 Abs. 2 VwGO unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstandes nach billigem Ermessen zu entscheiden. Im Hinblick auf die ohne Änderung
der Sach- und Rechtslage erfolgte Klaglosstellung entspricht
es unter den Umständen des vorliegenden Falles billigem Ermessen, der Beklagten die Verfahrenskosten aufzuerlegen.
Für die Festsetzung des Streitwertes ist § 83 b Abs. 2 Satz 1
2. Halbs. AsylVfG maßgeblich, da Gegenstand des Revisionsverfahrens nur die Frage des Abschiebungsschutzes nach § 51
Abs. 1 AsylVfG war (vgl. Beschluss vom 20. Januar 1994
- BVerwG 9 B 15.94 - DÖV 1994, 836).