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Timestamp: 2016-10-25 03:12:21
Document Index: 271516637

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 218/01 (24.04.2002)
G.________, 1972, Italien, Beschwerdef�hrer, vertreten durch die Gewerkschaft SYNA, Zentralverwaltung, Josefstrasse 59, 8031 Z�rich,
A.- Der 1972 geborene G.________, italienischer Staatsangeh�riger, war ab 9. Mai 1996 im Rahmen einer Saisont�tigkeit als Hilfsmaschinist bei der Baufirma C.________ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Am 21. Mai 1996 erlitt er einen Arbeitsunfall, bei dem der linke Unterschenkel und Fuss unter einer Baggerschaufel eingeklemmt wurden. Laut Bericht des Spitals X.________ vom 31. Mai 1996 zog sich der Versicherte dabei eine distale intraartikul�re Unterschenkelfraktur links sowie Luxationsfrakturen von Metatarsale I, II, III und IV links zu. Es wurden mehrere operative Eingriffe vorgenommen (zuletzt am 27. November 1998) und kreis�rztliche Untersuchungen durchgef�hrt. Vom 12. April bis 19. Mai 1999 hielt sich der Versicherte in der Rehabilitationsklinik auf (Austrittsbericht vom 26. Mai 1999; Kurzbericht �ber berufliche Abkl�rung vom 27. Mai 1999; Bericht �ber Ergonomie-Trainingsprogramm vom 31. Mai 1999). Am 24. Juni 1999 wurde er durch den SUVAKreisarzt Dr. med. S.________ untersucht. In der Folge holte die SUVA unter anderem Ausk�nfte und Stellungnahmen der C.________ + AG vom 1. September und 4. November 1999, des Prof. Dr. med. Z.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, der die Operation vom 27. November 1998 durchgef�hrt hatte, vom 13. August 1999 und des Kreisarztes Dr. med. M.________ vom 9. November 1999 ein. Anschliessend sprach sie dem Versicherten mit Verf�gung vom 23. Dezember 1999 f�r die Zeit ab 1. Oktober 1999 eine Invalidenrente auf der Basis eines Invalidit�tsgrades von 20 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung von Fr. 19'440.-, entsprechend einer Integrit�tseinbusse von 20 %, zu. Daran hielt die Anstalt mit Einspracheentscheid vom 12. Juli 2000 fest.
B.- Die dagegen erhobene Beschwerde mit dem Antrag auf Erh�hung der Invalidenrente auf 100 % und der Integrit�tsentsch�digung auf 35 % wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden ab (Entscheid vom 30. M�rz 2001).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst G.________ das Rechtsbegehren stellen, es sei ihm eine Invalidenrente auf der Basis eines Invalidit�tsgrades von 100 % zuzusprechen; eventuell sei die Angelegenheit zum neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zur�ckzuweisen.
1.- Da die Vernehmlassung der SUVA keine neuen Argumente enth�lt, ist dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestellten Begehren um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels nicht stattzugeben (vgl. BGE 119 V 323 Erw. 1 mit Hinweisen).
2.- a) Im Einspracheentscheid vom 12. Juli 2000 werden die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 18 Abs. 1 UVG), die Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 18 Abs. 2 UVG; BGE 114 V 313 Erw. 3a und 104 V 136 Erw. 2a und b) sowie die Aufgabe des Arztes oder der �rztin im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
b) Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begr�ndet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis).
3.- Auf Grund der Rechtsbegehren in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu pr�fen ist der Anspruch des Beschwerdef�hrers auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin und in diesem Rahmen der Invalidit�tsgrad.
4.- Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die anl�sslich des Unfalls vom 21. Mai 1996 erlittene Unterschenkelfraktur inzwischen folgenlos ausgeheilt ist, w�hrend die Mittelfussluxationsfraktur trotz mehrmaliger operativer Behandlung nach wie vor zu erheblichen Beschwerden und Beeintr�chtigungen f�hrt. Zu Gesundheitszustand und Arbeitsf�higkeit nach dem letzten operativen Eingriff vom 27. November 1998 und dem Rehabilitationsaufenthalt vom 12. April bis 19. Mai 1999 enthalten die Akten die folgenden �rztlichen Beurteilungen und Stellungnahmen: Gem�ss dem Bericht des Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 24. Juni 1999 liegt eine leichte Abduktionsstellung des Vorfusses und eine Absenkung des Fussgew�lbes quer und l�ngs vor. Der Mittelfuss sei immer noch etwas empfindlich und vermindert belastbar. Mit einer wesentlichen Verbesserung sei nicht zu rechnen. Als zumutbare Arbeit komme keine T�tigkeit mit l�ngerem Stehen (mehr als zwei Stunden) oder Gehen auf unebenem Gel�nde, sondern nur eine h�ufig im Sitzen zu verrichtende Arbeit in Frage. In diesem Sinn �ussert sich auch Prof. Dr. med. Z.________ in seinem Bericht vom 13. August 1999. Die w�hrend des Aufenthalts in der Rehabilitationsklinik vorgenommenen Untersuchungen f�hrten ebenfalls zu Ergebnissen, die mit der Beurteilung des Dr. med. S.________ vereinbar sind. Gem�ss dem Bericht vom 31. Mai 1999 �ber das Ergonomie-Trainingsprogramm ist mittelschwere Arbeit mit Wechselbelastung (Sitzen, Stehen, Gehen) und Vermeidung von l�ngerem Gehen und Gehen in unebenem Gel�nde ganztags zumutbar. Der Kreisarzt Dr. med. M.________ f�hrt auf Grund der Untersuchung vom 9. November 1999 aus, es gehe jetzt um den weiteren ad�quaten Arbeitseinsatz bei einer ganzt�gigen leichten Besch�ftigung, zum Beispiel in einem Fabrikationsbetrieb oder in der Industrie. Diese inhaltlich �bereinstimmenden Beurteilungen verschiedener �rzte, die auf eigenen Untersuchungen und Kenntnis der Akten beruhen und schl�ssig begr�ndet werden, erf�llen die von der Rechtsprechung (BGE 125 V 352 Erw. 3) entwickelten Anforderungen an beweiskr�ftige medizinische Berichte. Abweichende Stellungnahmen, welche geeignet w�ren, Zweifel an der Verl�sslichkeit des Ergebnisses zu wecken, liegen nicht vor. Auch die Verwaltungsgerichtsbeschwerde enth�lt keine entsprechenden Hinweise. Unter diesen Umst�nden besteht kein Anlass zur Anordnung erg�nzender Abkl�rungen. Es ist mit der Vorinstanz von einer Arbeitsf�higkeit von 100 % in Bezug auf eine den Beschwerden angepasste T�tigkeit auszugehen.
5.- Umstritten sind weiter die der Invalidit�tsbemessung zu Grunde zu legenden Vergleichseinkommen.
a) aa) Bei der Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidit�t erzielen k�nnte, ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit ohne Behinderung tats�chlich verdienen w�rde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat m�glichst konkret zu erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, welchen die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitssch�digung erzielt hat (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen). Zuk�nftige Ver�nderungen des Valideneinkommens m�ssen mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2000 UV Nr. 5 Erw. 4b mit Hinweisen).
bb) SUVA und Vorinstanz setzten das Valideneinkommen auf Fr. 52'509.- fest. Sie st�tzten sich dabei auf die Angaben der Arbeitgeberin vom 1. September und 4. November 1999. Danach h�tte sich der Lohn von Fr. 22.50 pro Stunde im Jahr 1996 bis auf Fr. 22.95 im Jahr 1999 erh�ht. Bei 2112 Jahresstunden sowie unter Ber�cksichtigung der Gratifikation von 8,33 % ergab sich f�r das Jahr 1999 ein hypothetischer Jahresverdienst von Fr. 52'508.-. Da die Verh�ltnisse im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 12. Juli 2000 massgebend sind (BGE 116 V 248 Erw. 1a mit Hinweisen), ist dieser Betrag der Lohnentwicklung von 1999 auf 2000 (+ 0,8 %, Die Volkswirtschaft 3/2001, S. 101 Tabelle B10.2) anzupassen. Damit resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 52'928.-. Der Einwand des Beschwerdef�hrers, er habe anl�sslich zweier Arbeitsversuche nach dem Unfall h�here L�hne (bezogen auf eine volle Arbeitsf�higkeit) erzielt, vermag nicht zur Annahme eines h�heren Valideneinkommens zu f�hren. Es bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte daf�r, dass er, wenn sich der Unfall nicht ereignet h�tte, nicht erneut f�r die bisherige Arbeitgeberin t�tig gewesen w�re, sondern eine besser bezahlte Stelle gesucht und gefunden h�tte. Die ausserdem geltend gemachte k�nftige Verbesserung der Verdienstm�glichkeiten durch das Inkrafttreten der bilateralen Vertr�ge zwischen der Schweiz und der Europ�ischen Union betrifft die Zeit nach dem Erlass des Einspracheentscheids. Dass der Beschwerdef�hrer bereits bis zu diesem Zeitpunkt eine Aufenthaltsbewilligung B erhalten und aus diesem Grund einen h�heren Lohn erzielt h�tte, ist nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan.
b) Das Einkommen, welches der Beschwerdef�hrer mit der unfallbedingten gesundheitlichen Beeintr�chtigung bei ausgeglichenem Arbeitsmarkt durch eine ihm zumutbare Erwerbst�tigkeit erzielen k�nnte (Invalideneinkommen), setzte die Vorinstanz auf Fr. 43'400.- fest. Sie st�tzte sich dabei auf das dargestellte Zumutbarkeitsprofil (Erw. 4 hievor) sowie die durch die SUVA beigezogenen Erfassungsbl�tter der Dokumentation �ber Arbeitspl�tze (DAP), wobei sie deren Ergebnisse anhand der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 �berpr�fte und best�tigt fand. Wird von der LSE 1998 ausgegangen, gem�ss welcher der Zentralwert des standardisierten Monatslohns der im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Aufgaben besch�ftigten M�nner Fr. 4268.- betrug, ergibt sich nach Aufrechnung dieses auf 40 Wochenstunden basierenden Betrags auf die durchschnittliche betriebs�bliche Arbeitszeit im Jahr 1999 (f�r das Jahr 2000 liegen noch keine Angaben vor) von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 12/2001, S. 80 Tabelle B9.2) ein Wert von Fr. 4461.- pro Monat oder Fr. 53'521.- pro Jahr, unter zus�tzlicher Ber�cksichtigung der allgemeinen Lohnerh�hung von 1998 bis 2000 (1999: + 0,3 %; 2000: + 0,8 %; Die Volkswirtschaft 3/2001, S. 101 Tabelle B10.2) ein solcher von Fr. 54'111.-. Der als Folge der Behinderung zu erwartenden Lohneinbusse sowie allf�lligen weiteren lohnmindernden Faktoren kann durch einen prozentualen Abzug vom Tabellenlohn Rechnung getragen werden (BGE 126 V 78 Erw. 5), welchen die Vorinstanz in angesichts der konkreten Umst�nde nicht zu beanstandender Ermessensaus�bung (vgl. dazu BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis) auf 20 % festgesetzt hat. In Anbetracht des auf diese Weise resultierenden Invalideneinkommens von Fr. 43'288.- und des Valideneinkommens von Fr. 52'928.- ist die Zusprechung einer Invalidenrente auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 20 % nicht zu beanstanden.