Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2037,%20156
Timestamp: 2017-06-27 20:37:37
Document Index: 109167931

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BGH, 24.05.1962 - II ZR 173/60 - dejure.org
Rechtsprechung BGH, 24.05.1962 - II ZR 173/60 Volltextveröffentlichungen (2)
Fehlende Unterschrift unter einem Schriftsatz - Zweck des Erfordernisses der Unterschrift - Bezugnahme auf einen anderen Schriftsatz
BGHZ 37, 156
NJW 1962, 1724
VersR 1962, 671
DB 1962, 1206
Wird zitiert von ... (48) BGH, 10.05.2005 - XI ZR 128/04 Anforderungen an die Unterzeichnung eines Computerfaxa) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und vor ihm schon des Reichsgerichts (RGZ 31, 375, 377;… 151, 82, 83; BGHZ 37, 156, 157; 92, 251, 255 f.; 97, 283, 284 f.) muß die Berufungsbegründung als bestimmender Schriftsatz die Unterschrift des für sie verantwortlich Zeichnenden tragen.Sie soll die Identifizierung des Urhebers der schriftlichen Prozeßhandlung ermöglichen und dessen unbedingten Willen zum Ausdruck bringen, die volle Verantwortung für den Inhalt des Schriftsatzes zu übernehmen und diesen bei Gericht einzureichen (BGHZ 37, 156, 157; 75, 340, 349; 97, 283, 285).Das ist - was das Berufungsgericht verkannt hat - nicht nur ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 10, 1, 2; 81, 32, 36 f.; BVerwG NJW 1995, 2121, 2122; 2003, 1544), des Bundessozialgerichts (BSG NJW 1997, 1254, 1255; 2001, 2492, 2493), des Bundesfinanzhofs (BFHE 111, 278, 285; 148, 205, 207 f.;… BFH, BFH/NV 2000, 1224) und des Bundesarbeitsgerichts (BAG NJW 1979, 183), sondern - ungeachtet bestehender Unterschiede der verschiedenen Verfahrensordnungen - grundsätzlich auch des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 24, 179, 180; 37, 156, 160; 97, 251, 254; BGH, Beschluß vom 9. Dezember 2003 - VI ZB 46/03, BGH-Report 2004, 406).In einer anderen Entscheidung (BGHZ 97, 251, 254) hat der Bundesgerichtshof das Fehlen einer Unterschrift auf der Berufungsbegründung für unschädlich erachtet, wenn auch ohne die Unterschrift des Rechtsmittelanwalts aus anderen, eine Beweisaufnahme nicht erfordernden Umständen, zweifelsfrei feststeht, daß der Rechtsmittelanwalt die Verantwortung für den Inhalt der Rechtsmittelbegründungsschrift übernommen hat, und letzteres in einem Fall bejaht, in dem die Berufungsbegründungsschrift fest mit einem von dem Rechtsanwalt unterzeichneten Begleitschreiben verbunden war (vgl. auch BGHZ 37, 156, 160).
BGH, 05.11.1987 - V ZR 139/87 Revision - Revisionsschrift - Unterzeichnung - Wirksame EinlegungEs entspricht ständiger Rechtsprechung, daß der Unterzeichner einer Rechtsmittelschrift die volle Verantwortung für den Inhalt derselben übernehmen und daß dies auch zum Ausdruck kommen muß (statt vieler BGHZ 37, 156 = NJW 1962, 1724; BGHZ 92, 76 = NJW 1984, 2890 m. w. Nachw.).
BGH, 14.01.2008 - II ZR 85/07 Wirksamkeit eines durch Computerfax mit eingescannter Unterschrift übermittelten …Der Prozessbevollmächtigte der Kläger hat durch seine persönliche Unterschrift unter dem ausgedruckten Berufungsbegründungsschriftsatz - wie von der ständigen Rechtsprechung gefordert (siehe nur BGHZ 37, 156, 157; 75, 340, 349; 97, 283, 285) - seinen unbedingten Willen zum Ausdruck gebracht, die volle Verantwortung für den Inhalt dieses Schriftsatzes zu übernehmen, und dies mit der Anweisung an den Zeugen H. verbunden, diesen Schriftsatz, d.h. den von ihm verantworteten Inhalt, bei Gericht einzureichen.
BGH, 23.06.2005 - V ZB 45/04 Anforderungen an die Unterzeichnung bestimmende Schriftsätze durch den …aa) Als bestimmender Schriftsatz muß die Berufungsbegründung nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich von einem zur Vertretung bei dem Berufungsgericht berechtigten Rechtsanwalt eigenhändig unterschrieben sein (§§ 520 Abs. 5, 130 Nr. 6 ZPO; st. Rspr., vgl. BGHZ 37, 156; 92, 251, 254; 97, 251, 253; 101, 134, 137;… BGH, Urt. v. 25. September 1979, VI ZR 79/79, NJW 1980, 291; Beschl. v. 15. Juni 2004, VI ZB 9/04, NJW-RR 2004, 1364; Beschl. v. 23. November 2004, XI ZB 4/04, NJW-RR 2005, 435, 436).Die Berufungsbegründung muß deshalb Ergebnis der geistigen Arbeit des Berufungsanwalts sein (st. Rspr., vgl. BGHZ 37, 156, 159 f;… BGH, Urt. v. 13. Juli 1989, VII ZR 223/88, NJW 1989, 3022;… Urt. v. 19. Oktober 1988, IVb ZR 5/88, NJW 1989, 394;… Urt. v. 28. März 1969, I ZR 100/67, VersR 1969, 617; Beschl. v. 28. September 1962, IV ZB 313/62, VersR 1962, 1204; Beschl. v. 11. Dezember 1958, II ZB 18/58, LM § 519 ZPO Nr. 37).
BGH, 20.03.1986 - VII ZB 21/85 Begleitschreiben zur RechtsmittelbegründungsschriftDer Nachweis dafür, daß die Berufungsbegründungsschrift von einem bei dem Berufungsgericht zugelassenen Rechtsanwalt herrührt und dieser die Verantwortung für den Inhalt des Schriftsatzes übernimmt, kann ausnahmsweise durch ein von einem solchen Anwalt unterzeichnetes Begleitschreiben geführt werden, das mit der nicht unterschriebenen Berufungsbegründung fest (hier: mittels einer Loch-Heftleiste) verbunden ist (Ergänzung zu BGHZ 37, 156).Mit der Unterschrift wird der Nachweis geführt, daß der Berufungs- oder Revisionsanwalt die Verantwortung für den Inhalt der Rechtsmittelbegründungsschrift übernimmt (BGHZ 37, 156 ff; Senatsbeschluß vom 6. Dezember 1979 - VII ZB 13/79 = VersR 1980, 331, m.w.N.).Dieser damit sehr erleichterte Nachweis kann grundsätzlich nur mit der Unterschrift geführt werden (BGHZ 37, 156, 159, 160).Deshalb hat der Bundesgerichtshof schon in BGHZ 37, 156, 160 die Frage aufgeworfen, aber noch offen lassen können, ob ausnahmsweise der Nachweis dafür, daß der Rechtsmittelanwalt die Verantwortung für den Inhalt der nicht unterzeichneten Rechtsmittelbegründungsschrift übernommen hat, durch ein von ihm unterzeichnetes und mit der Rechtsmittelbegründungsschrift fest verbundenes Begleitschreiben geführt werden kann.
BGH, 04.10.1984 - VII ZR 342/83 Beratungs- und Betreuungspflichten des Architekten; Wirksamkeit einer …Anders als in den Fällen BGHZ 37, 156, 158 und BGH NJW 1980, 291 war das hier völlig eindeutig geworden, als Rechtsanwalt R unter Angabe des gerichtlichen Aktenzeichens und genauer Bezeichnung der Rechtssache anfragte, wann die Klage dem Beklagten und den beiden Streitverkündungsgegnern zugestellt worden war.
BGH, 24.01.2008 - IX ZB 258/05 Pflicht des Rechtsanwalts zur Prüfung der BerufungsbegründungsschriftDie Berufungsbegründung muss deshalb Ergebnis der geistigen Arbeit des Berufungsanwalts sein (vgl. BGHZ 37, 156, 159;… BGH, Urt. v. 19. Oktober 1988 - IVb ZR 5/88, NJW 1989, 394, 395; Beschl. v. 23. Juni 2005 - V ZB 45/04, NJW 2005, 2709).
BGH, 09.12.2010 - IX ZB 60/10 Berufungsschrift: Erforderlichkeit einer Unterschrifta) Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung muss die Berufungsschrift als bestimmender Schriftsatz die Unterschrift des für sie verantwortlich Zeichnenden tragen (BGHZ 37, 156, 157; 92, 251, 255 f;… BGH, Urt. v. 10. Mai 2005 - XI ZR 128/04, NJW 2005, 2086, 2087;… Beschl. v. 14. Mai 2008 - XII ZB 34/07, NJW 2008, 2508 Rn. 9).Sie soll die Identifizierung des Urhebers der schriftlichen Prozesshandlung ermöglichen und dessen unbedingten Willen zum Ausdruck bringen, die volle Verantwortung für den Inhalt des Schriftsatzes zu übernehmen und diesen bei Gericht einzureichen (BGHZ 37, 156, 157; 75, 340, 349; 97, 283, 285;… BGH, Urt. v. 10. Mai 2005 - XI ZR 128/04, aaO).Dies kann beispielsweise dann angenommen werden, wenn der in Rede stehende Schriftsatz fest mit einem von dem Rechtsanwalt unterzeichneten Begleitschreiben verbunden war (vgl. BGHZ 37, 156, 160;… BGH, Urt. v. 10. Mai 2005 - XI ZR 128/04, aaO).
BAG, 26.06.1986 - 2 AZR 358/85 Vorliegen einer ordnungsgemäßen Klageerhebung bei fehlender Unterschrift des …Eine ordnungsgemäße Klage kann zwar trotz fehlender Unterschrift dann vorliegen, wenn sich aus einem dem Klageentwurf beiliegenden Schriftstück ergibt, daß die Klage mit Wissen und Wollen des Verfassers bei Gericht eingegangen ist (…BAGE 28, 1, a.a.O.; BGHZ 37, 156; BVerfGE 15, 288).
BGH, 23.11.2004 - XI ZB 4/04 Übermittlung der Berufungsbegründung per Telefax; Folgen eines Papierstaus im …
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BGH, 05.07.1984 - I ZR 102/83 Einwilligung in Sprungrevision
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OLG Köln, 11.12.1991 - 19 W 53/91 Verfahrensrecht Bevollmächtigung Mahnverfahren
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KG, 10.09.2007 - 12 U 87/07 Berufungsbegründung: Unterzeichnung durch einen nicht im Briefkopf der Kanzlei …
BGH, 20.04.1972 - IX ZR 273/69 Rechtsmittel
BGH, 06.12.1979 - VII ZB 13/79 Anwaltsprozess - Rechtsmittel - Eigenhändige Unterschrift - Fristablauf
BAG, 27.09.1983 - 3 AZR 424/81 Berufungsschrift
LAG Hamm, 21.12.1995 - 5 Ta 602/94 Arbeitsgerichtliches Verfahren: Zurechnung des Verschuldens des …
BAG, 11.08.1987 - 7 AZB 14/87 Eigenhändige Unterschrift eines vor dem Arbeitsgericht postulationsfähigen …
BAG, 11.08.1987 - 7 AZB 15/87 Formerfordernis einer Berufungsschrift im arbeitsgerichtlichen Prozess
BFH, 07.03.1985 - V R 128/83 Voraussetzungen des Vorliegens einer schriftlich vorzunehmenden Prozesshandlung
BGH, 26.06.1980 - VII ZB 11/80 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Fristversäumung - Pflicht zur …
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