Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZR%20125/10
Timestamp: 2019-06-19 18:06:25
Document Index: 53656229

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', '§ 287', '§ 128', '§ 51', '§ 59', '§ 280', '§ 675', '§ 287', '§ 128', '§ 51', '§ 675', '§ 128', '§ 51', '§ 8', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 284', '§ 284', '§ 286', '§ 286', '§ 286', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 128', '§ 129', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 31', 'Art. 1', '§ 1', '§ 134', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.05.2012 - IX ZR 125/10 - dejure.org
https://dejure.org/2012,4931
BGH, 10.05.2012 - IX ZR 125/10 (https://dejure.org/2012,4931)
BGH, Entscheidung vom 10.05.2012 - IX ZR 125/10 (https://dejure.org/2012,4931)
BGH, Entscheidung vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10 (https://dejure.org/2012,4931)
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BGB § 675 Abs. 1; ZPO § 287; HGB § 128; BRAO § 51a Abs. 2 Satz 1, § 59a Abs. 1 Satz 1
§ 280 BGB, § 675 Abs 1 BGB, § 287 ZPO, § 128 HGB, § 51a Abs 2 S 1 BRAO
Haftung einer Rechtsanwaltssozietät: Beratungspflicht gegenüber Rechtsanwälten als Mandanten; persönliche Haftung des nicht als Rechtsanwalt tätigen Sozius bei Verletzung anwaltlicher Beratungspflicht
Verpflichtung einer Rechtsanwaltssozietät zur Aufklärung eines als Rechtsanwalt zugelassenen Geschäftsführers einer GmbH über die Erfolgsaussichten eines Rechtsstreits
Persönliche Haftung auch nichtanwaltlicher Sozien bei Regress wegen anwaltlicher Beratungsfehler
Belehrungspflicht einer Anwaltssozietät über die Erfolgsaussichten eines beabsichtigten Rechtsstreits auch dann, wenn das Mandat von einer GmbH erteilt worden ist, deren Geschäftsführer und Gesellschafter selbst Rechtsanwälte und Mitglieder der beauftragten Sozietät sind; bei einem Anwaltsvertrag mit einer sogenannten gemischten Sozietät Haftung auch derjenigen Sozien, die nicht Rechtsanwälte sind
Auch der Rechtsanwalt als Mandant muss belehrt werden!
Der Rechtsanwalts als Mandant - und die bestehenden Belehrungspflichten
Ausscheiden, BGB-Gesellschaft, GbR, Gesellschafter, Gesellschaftsrecht, Haftung, PartGG, Partnerschaftsgesellschaft, Personengesellschaft, Verjährung
BGB § 675; HGB § 128; BRAO §§ 51a, 59a; PartGG § 8 Abs. 2
Persönliche Haftung auch der Nichtanwälte einer gemischten Sozietät bei Regress wegen anwaltlicher Beratungspflichtverletzung
Haftung aller Sozien in der interprofessionellen Sozietät
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Akzessorische Haftung berufsfremder Sozien einer gemischten Anwaltssozietät für berufliche Fehler
Die Rechtsform der GbR ist für Berater brandgefährlich
Die GbR ist und bleibt eine gefährliche Rechtsform, insbesondere für Berater
Haftung einer Rechtsanwaltssozietät und ihrer Gesellschafter
Auch nicht als Rechtsanwälte tätige Sozien haften bei Verletzung der anwaltlichen Beratungspflicht
Anwaltshaftung: Rechtsanwalt muss die Erfolgsaussichten umfassend prüfen und den Mandanten vor dem Hintergrund seiner Prüfung belehren
Gesellschafterhaftung in multiprofessioneller GbR
Anwalts-GbR haftet gegenüber eigenen Gesellschaftern! (IBR 2012, 1290)
Kurznachricht zu "Haftung des Steuerberaters in der interprofessionellen Sozietät" von RA/StB/WP Dr. Norbert H. Hölscheidt, original erschienen in: NWB 2012, 3562 - 3567.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.05.2012, Az.: IX ZR 125/10 (Akzessorische Haftung berufsfremder Sozien einer gemischten Anwaltssozietät für berufliche Fehler)" von Prof. Dr. Barbara Grunewald, original erschienen in: NJW 2012, 2435 - 2443.
Kurznachricht zu "Persönliche Haftung aller Partner in einer interprofessionellen Sozietät" von RA Christian Dahns, original erschienen in: NJW Spezial 2012, 510 - 511.
Kurznachricht zu "Die Anwaltssozietät - eine GbR wie jede andere?" von AkR Dr. Christian Deckenbrock, original erschienen in: AnwBl 2012, 723 - 726.
Kurznachricht zu "Die Haftung der Mitglieder einer freiberuflichen Sozietät - Eine Bestandsaufnahme der höchstrichterlichen Rechtsprechung zur Haftung der Mitglieder einer freiberuflichen Sozietät ... (Teil II)" von Dipl.-Finw/RA/FASteuerR/StB Dr. Volker Posegga, original erschienen in: DStR 2013, 611 - 615.
LG Düsseldorf, 27.01.2009 - 2b O 246/05
BGHZ 193, 193
NJW 2012, 2435
ZIP 2012, 1413
MDR 2012, 1031
NJ 2012, 380
VersR 2013, 102
WM 2012, 1351
DB 2012, 2270
AnwBl 2012, 773
NZG 2012, 819
Eine tatsächliche Vermutung begründet einen Anscheinsbeweis (vgl. BGH NJW 2012, 2435 Tz. 36; NJW 2010, 363 Tz. 15; NJW 1993, 3259; jeweils m. w. N.), zu dessen Erschütterung nicht allein der Hinweis auf die Möglichkeit eines anderen Verlaufs genügt; es müssen vielmehr besondere Umstände hinzukommen, aus denen sich die ernste Möglichkeit eines anderen als des vermuteten Verlaufs ergeben soll, die gegebenenfalls vom Beweisgegner zur Überzeugung des Gerichts nachgewiesen werden müssen (vgl. BGH NJW 2012, 2435 Tz. 36; Beschl. v. 6. Juli 2010 - XI ZR 224/09, juris, Tz. 10; NJW 1993, 3259; NJW 1991, 230 [231];… Greger in: Zöller, ZPO, 31. Aufl. 2016, vor § 284 Rz. 29;… Bacher in: Vorwerk/Wolf, Beckscher OnlineKommentar, ZPO, Stand 1. September 2015, § 284 Rz. 98;… Foerste in: Musielak, ZPO, 12. Aufl. 2015, § 286 Rz. 23;… Reichold in: Thomas/Putzo, ZPO, 36. Aufl. 2015, § 286 Rz. 13;… Rinken in: Cepl/Voß, Prozesskommentar zum Gewerblichen Rechtsschutz, 2015, § 286 Rz. 60;… Prütting in: Münchener Kommentar zur ZPO, 4. Aufl. 2013, § 286 Rz. 65).
Kommen danach mehrere objektiv gleich vernünftige Verhaltensweisen in Betracht, hat der Mandant grundsätzlich den Weg zu bezeichnen, für den er sich entschieden hätte (BGH…, Urteil vom 20. März 2008 - IX ZR 104/05, WM 2008, 1042 Rn. 12; vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10, BGHZ 193, 193 Rn. 36, jeweils mwN).
BGH, 17.03.2016 - IX ZR 142/14
Rechtsanwaltshaftung: Reichweite der Beratungs- und Aufklärungspflichten bei …
Sie setzt einen Tatbestand voraus, bei dem der Ursachenzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung des Beraters und einem bestimmten Verhalten seines Mandanten typischerweise gegeben ist, beruht also auf Umständen, die nach der Lebenserfahrung eine bestimmte tatsächliche Vermutung rechtfertigen (BGH, Urteil vom 30. September 1993 - IX ZR 73/93, BGHZ 123, 311, 314 f; vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10, BGHZ 193, 193 Rn. 36).
Für diese Verpflichtung hat auch der Beklagte zu 2 gemäß § 128 Satz 1, § 129 HGB persönlich einzustehen (BGH, Urteil vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10, BGHZ 193, 193 Rn. 68 f), weil er der Beklagten zu 1 zu dem Zeitpunkt, als die - zu unterstellende, obendrein ihm selbst anzulastende - Pflichtwidrigkeit verwirklicht wurde, als Gesellschafter angehörte (vgl. BGH, Urteil vom 21. April 1982 - IVa ZR 291/80, BGHZ 83, 328, 330 f).
Die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung diente hiernach der Deckung des mit dem Betrieb der Klägerin verbundenen Haftungsrisikos, also dem eigenen Versicherungsschutz der GbR und ihrer Gesellschafter, die neben der GbR als mögliche Anspruchsgegner wegen Vermögensschäden in Betracht kamen (dazu z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 10. Mai 2012 IX ZR 125/10, BGHZ 193, 193).
Eine solche Beschränkung bei - wie hier - unbeschränkter Zulassung im Urteilsausspruch ist nämlich nur anzuerkennen, wenn sie sich klar und eindeutig den Entscheidungsgründen entnehmen lässt (BGH, Urteile vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10, BGHZ 193, 193 Rn. 11; vom 29. Januar 2003 - XII ZR 92/01, BGHZ 153, 358, 361 f. und vom 3. Dezember 1987 - VII ZR 374/86 - BGHZ 102, 293, 295).
LG Düsseldorf, 17.12.2013 - 37 O 200/09
Urteil im Zementkartellverfahren - Schadensersatzklage gegen acht …
Darin liegt lediglich die Vereinbarung einer erfolgsabhängigen Vergütung für die Inkassotätigkeit (vgl. BGH, NJW-RR 2005, 286, 287 [für den Fall der hälftigen Beteiligung an der eingezogenen Forderung] und BGH IX ZR 125/10, Urteil vom 10. Mai 2012 (= BeckRS 2012, 14569), Rn. 28 ff.;… Rennen/Caliebe, a.a.O., Rn. 50).
Dem vom Bundesgerichtshof mit Urteil vom 10. Mai 2012, IX ZR 125/10 (= BeckRS 2012, 14569) entschiedenen Fall lag ein Sachverhalt zugrunde, in dem die zur Einziehung von Forderungen ihrer Aktionäre gegründete Gesellschaft die ihr übertragenen Ansprüche auf eigenes Risiko gerichtlich geltend machte und die Aktionäre (nur) die Gerichtskosten zu tragen hatten (…a.a.O., Rn. 3).
Ob nach alledem auch die Kaufverträge als schuldrechtliche Verpflichtungsverträge nach Art. 31 EGBGB unwirksam sind, kann für die Entscheidung dahin stehen, denn das gesetzliche Verbot des Art. 1 § 1 Abs. 1 S. 1 RBerG erfasst gerade auch die dinglichen Verfügungsgeschäfte, d.h. die Forderungsabtretungen als solche und führt gemäß § 134 BGB nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu deren Unwirksamkeit (vgl. BGH WM 2009, 259 ff., Rn. 14 und BeckRS 2012, 14569, Rn. 24).
d) Die Vermutung beratungsgerechten Verhaltens würde zwar möglicherweise nicht gelten, wenn für die Klägerin nicht nur eine einzige verständige Entschlussmöglichkeit bestanden hätte, sondern nach pflichtgemäßer Beratung verschiedene Handlungsweisen ernsthaft in Betracht gekommen wären, die unterschiedliche Vorteile und Risiken mit sich gebracht hätten (so für den Bereich der Rechtsanwaltshaftung BGH, Urteil vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10, BGHZ 193, 193 Rn. 36;… Urteil vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, WM 2016, 2091 Rn. 14, jeweils mwN; anders allerdings für den Bereich der Kapitalanlageberatung BGH…, Urteil vom 8. Mai 2012 - XI ZR 262/10, BGHZ 193, 159 Rn. 33;… Urteil vom 15. März 2016 - XI ZR 122/14, NJW-RR 2016, 1187 Rn. 17 mwN).
Allerdings kann die Beschränkung der Zulassung der Revision - auch nach der Rechtsprechung des Senats - in den Gründen des angefochtenen Urteils erfolgen (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juli 1983 - III ZR 119/82, NJW 1984, 615; vom 3. März 2005 - IX ZR 45/04, NJW-RR 2005, 715, 716;… Beschluss vom 8. Mai 2012 - XI ZR 261/10, NJW 2012, 2446 Rn. 5 ff; Urteil vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10, NJW 2012, 2435 Rn. 11).
Voraussetzung hierfür ist, dass die Beschränkung rechtlich zulässig ist und sie sich klar und eindeutig aus dem Berufungsurteil ergibt (BGH…, Urteil vom 7. Juli 1983, aaO;… vom 3. März 2005, aaO; vom 8. März 2006 - IV ZR 263/04, FamRZ 2006, 777 f; vom 10. Mai 2012, aaO).
Zudem war die Klägerin durch ihre Instanzanwälte jedenfalls noch vor dem 10. Januar 2005 und damit lange vor Ablauf der Primärverjährung wegen der Haftungsfrage anwaltlich beraten (vgl. BGH, Urteil vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10, BGHZ 193, 193 Rn. 59).
BGH, 20.04.2016 - IV ZR 531/14
Haftpflichtversicherung: Unmittelbare Inanspruchnahme des Versicherers durch den …
BGH, 10.10.2013 - IX ZR 30/12
Herausgabeprozess des Nachlassinsolvenzverwalters gegen den Erben: Bindung des …
OLG Hamm, 23.08.2016 - 28 U 57/15
Regress des Rechtsschutzversicherers gegenüber dem Prozessbevollmächtigten wegen …
BGH, 07.09.2016 - IV ZR 370/13
Zusatzversorgungskasse für Angestellte des öffentlichen Dienstes in Thüringen: …
OLG Hamburg, 27.09.2018 - 1 U 2/18
OLG Hamm, 30.05.2017 - 28 U 125/16
Anwaltshaftung; Beratung; Gewährleistungsrechte; Gewährleistungsansprüche; …
OLG Stuttgart, 17.05.2016 - 12 U 186/15
Rechtsdienstleistung: Aktivlegitimation zur Geltendmachung …
LG Stuttgart, 30.10.2014 - 2 S 19/14
Werdende Gemeinschaft: Zweiterwerber der Vormerkung haftet nicht für Lasten und …
OLG Dresden, 16.05.2017 - 4 U 1229/15
Rechtsfolgen unvollständiger Risikoaufklärung einer kombinierten OP
BayObLG, 20.03.2019 - 1 AR 6/19
Streit um zivilprozessuale Zuständigkeitsbestimmung
OLG Brandenburg, 06.11.2013 - 4 U 119/12
Anwaltshaftung: Pflichtverletzung aus Anwaltsvertrag; Anforderungen an die …
BGH, 20.02.2014 - IX ZR 57/13
Erforderlichkeit von bestimmten Beweiserhebungen durch den Regressrichter zur …
OLG Köln, 24.04.2015 - 20 U 8/15
Haftung des Rechtsanwalts wegen der Geltendmachung von Ansprüchen aus einer …
LG Hof, 26.04.2016 - 15 O 5/12
Rechtsanwaltsvergütung - dieselbe Angelegenheit, Fremdgeld-Aufrechnung, …
OLG Hamm, 17.09.2015 - 28 U 86/15
Anwaltshaftung wegen fehlerhafter Beratung bzgl. Nutzung eines …
LG Essen, 11.05.2016 - 18 O 415/15