Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.06.1969&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20148/67
Timestamp: 2019-12-07 19:43:16
Document Index: 28524048

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', '§ 286', 'BGH', '§ 286', 'BGH', '§ 286', '§ 287', 'BGH']

BGH, 18.06.1969 - VIII ZR 148/67 - dejure.org
https://dejure.org/1969,1449
BGH, 18.06.1969 - VIII ZR 148/67 (https://dejure.org/1969,1449)
BGH, Entscheidung vom 18.06.1969 - VIII ZR 148/67 (https://dejure.org/1969,1449)
BGH, Entscheidung vom 18. Juni 1969 - VIII ZR 148/67 (https://dejure.org/1969,1449)
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Haftung eines Kfz-Verkäufers für Schäden aus einem Verkehrsunfall - Unfallursächlichkeit einer Ausbuchtung (Eindellung) der Felge an der Radinnenseite - Anwendung der Beweisregel über den ersten Anschein - Erstreckung von in allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltener ...
NJW 1969, 1708
NJW 1969, 2043 (Ls.)
MDR 1969, 1004
DB 1969, 1190
DB 1969, 1741
Ob abweichend davon beim Eintritt von Personen- oder Sachschäden infolge einer Vertragsverletzung der erste Verletzungserfolg, der noch nach § 286 ZPO zu beweisen ist, die Rechtsgutverletzung ist, hat bisher nur der VIII. Zivilsenat (Urteil vom 18. Juni 1969 - VIII ZR 148/67 - VersR 1969, 834) ausdrücklich bejaht (…offengelassen sowohl im Urteil des erkennenden Senats vom 20. Februar 1975 - VI ZR 129/73 - a.a.O. als auch im Urteil des IVa-Senates vom 28. April 1982 - IVa ZR 8/81 - aaO).
Ob in Fällen von Sach- und Personenschäden infolge eines auf einer Vertragsverletzung beruhenden Unfalls der "erste Verletzungserfolg", der noch nach § 286 ZPO zu beweisen ist, erst der Unfall ist, wie der VIII. Zivilsenat in NJW 1969, 1708, 1709 angenommen hat, oder ob der Gläubiger bereits zu einem früheren Zeitpunkt von der Vertragsverletzung betroffen und damit der Haftungsgrund gegeben ist, ist im vorliegenden Fall nicht zu entscheiden.
Eine sogenannte Ablieferungsinspektion bei Fahrzeugen, Maschinen usw haben allenfalls die letzten Händler in der Absatzkette zu erbringen (vgl Lorenz in Schriftenreihe der Gesellschaft für Rechtsvergleichung Bd 28, S 5, 41; zum Vertragsrecht vgl BGH, Urteil vom 18. Juni 1969 - VIII ZR 148/67 = VersR 1969, 834, 836 mit kritischer Anmerkung von Loewenheim in NJW 1969, 2043).
Wohl ist in dem Urteil des VIII. Zivilsenats vom 18. Juni 1969 (VIII ZR 148/67 = NJW 1969, 1708, 1709) ausgesprochen, der Zusammenhang zwischen einem vorwerfbaren Fehler des Vertragspartners und dem ersten Verletzungserfolg müsse nach § 286 ZPO bewiesen werden.
Nach allgemeinen Grundsätzen ist derjenige, der (aus einer Pflichtverletzung) Ansprüche herleitet, beweispflichtig für die Frage, ob dem Vertragsgegner ein Fehler vorgeworfen werden kann und dieser ursächlich für den geltend gemachten Anspruch ist (so schon BGH, Urteil v. 18.06.1969 - VIII ZR 148/67, NJW 1969, 1708).
Der Beklagten ist zuzugeben, daß der Kausalverlauf in der Regel in zwei Teile zu zerlegen ist, von denen der eine (haftungsbegründende Kausalität) nach § 286 ZPO und der andere (haftungsausfüllende Kausalität) nach § 287 ZPO zu würdigen ist (Urteil des erkennenden Senats vom 11. Juni 1968 - VI ZR 116/67 - NJW 1968, 2291 = VersR 1968, 850 und die dort angeführten weiteren Entscheidungen, sowie das Urteil des BGH vom 18. Juni 1969 - VIII ZR 148/67 - NJW 1969, 1708 = VersR 1969, 834).