Source: http://www.cyberdoktor.de/cgi-bin/wwwthreads/showflat.pl?Cat=&Board=arbeitsmedizin&Number=153&page=&view=&sb=
Timestamp: 2020-07-09 22:56:20
Document Index: 125679960

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 8', '§ 9', '§ 9', '§ 11', '§ 18', '§ 18', '§ 21', '§ 24']

Wann beginnt Mutterschutz?. Cyberdoktor Patientenberatung.
Wann beginnt Mutterschutz?
von Unbekannt , 16.08.00 01:14
wann beginnt der Mutterschutz? Kann ich als Schwangere laegere Pausen verlangen?
Re: Wann beginnt Mutterschutz?
von Cyberdoktor , 16.08.00 22:57
Liebe Cyberdoktorklientin,
die Mutterschutzphase beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Im Falle einer Früh-, oder Mehrlingsgeburt verlängert sich dieser Zeitraum auf zwölf Wochen.
Verlängerte Pausenzeiten sind nicht vorgesehen. Werdenden und stillenden Müttern ist es allerdings arbeitgeberseitig zu ermöglichen, während der Pausen und, wenn es aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist, auch in der Arbeitszeit, einen Ruheraum mit Liegemöglichkeit aufsuchen zu können.
Alle weiteren Schutzmaßnahmen entnehmen Sie bitte dem angefügten Mutterschutzgesetz.
(BGBl. I Nr. 3 vom 24.01.1997 S. 22)
Erster Abschnitt Allgemeine Vorschriften [§§ 1 - 2]
Zweiter Abschnitt Beschäftigungsverbote [§§ 3 - 8]
(2) Werdende Mütter dürfen in den letzten 6 Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden, es sei denn, daß sie sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklären; die Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.
(1) Wöchnerinnen dürfen bis zum Ablauf von 8 Wochen nach der Entbindung nicht beschäftigt werden. Für Mütter nach Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich diese Frist auf zwölf Wochen, bei Frühgeburten zusätzlich um den Zeitraum, der nach § 3 Abs. 2 nicht in Anspruch genommen werden konnte. Beim Tode ihres Kindes kann die Mutter auf ihr ausdrückliches Verlangen schon vor Ablauf dieser Fristen wieder beschäftigt werden, wenn nach ärztlichem Zeugnis nichts dagegen spricht. Sie kann ihre Erklärung jederzeit widerrufen.
(1) Werdende und stillende Mütter dürfen nicht mit Mehrarbeit, nicht in der Nacht zwischen 20 Uhr und 6 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden.
(5) An in Heimarbeit Beschäftigte und ihnen Gleichgestellte, die werdende oder stillende Mütter sind, darf Heimarbeit nur in solchem Umfang und mit solchen Fertigungsfristen ausgegeben werden, daß sie von der werdenden Mutter voraussichtlich während einer achtstündigen Tagesarbeitszeit, von der stillenden Mutter voraussichtlich während einer 7 1/2stündigen Tagesarbeitszeit an Werktagen ausgeführt werden kann. Die Aufsichtsbehörde kann in Einzelfällen nähere Bestimmungen über die Arbeitsmenge treffen; falls ein Heimarbeitsausschuß besteht, hat sie diesen vorher zu hören.
Abschnitt 2a Mutterschaftsurlaub [§§ 8a - 8d]
Dritter Abschnitt Kündigung [§§ 9 - 10]
§ 9a(weggefallen)
Vierter Abschnitt Leistungen [§§ 11 - 17]
(3) Kann der Arbeitgeber seine Verpflichtung zur Zahlung des Zuschusses nach Absatz 1 für die Zeit nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach rechtskräftiger Abweisung des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse bis zur zulässigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses wegen Zahlungsunfähigkeit nicht erfüllen, erhalten die Frauen den Zuschuß zu Lasten des Bundes von der für die Zahlung des Mutterschaftsgeldes zuständigen Stelle.
Fünfter Abschnitt Durchführung des Gesetzes [§§ 18 - 20]
§ 18Auslage des Gesetzes
Sechster Abschnitt Straftaten und Ordnungswidrigkeiten [§§ 21 - 23]
Siebter Abschnitt Schlußvorschriften [§§ 24 - 25]