Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201998,%20244
Timestamp: 2019-06-27 11:37:35
Document Index: 339124175

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 249', '§ 5', '§ 249', '§ 5', '§ 249', '§ 5']

BFH, 03.07.1997 - IV R 49/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,1522
BFH, 03.07.1997 - IV R 49/96 (https://dejure.org/1997,1522)
BFH, Entscheidung vom 03.07.1997 - IV R 49/96 (https://dejure.org/1997,1522)
BFH, Entscheidung vom 03. Juli 1997 - IV R 49/96 (https://dejure.org/1997,1522)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1997,1522) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
EStG § 5 Abs. 1; HGB § 249
Verlag - Druckbeihilfen - Gewinnerhöhung des Verlags - Rückzahlungsverpflichtung - Rückstellungsbildung
§ 5 EStG; § 249 HGB
Einkommensteuer; Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten aus Druckbeihilfen
EStG § 5 Abs 1, HGB § 249 Abs 1 S 1
Druckbeihilfe; Rückstellung
FG Köln, 29.05.1995 - 1 K 162/90
BFHE 183, 513
NJW 1997, 3335
BB 1997, 2159
DB 1997, 2157
BStBl II 1998, 244
afp 1998, 121
cc) Anlass für die Einführung des § 5 Abs. 2a EStG 1997 waren BFH-Urteile, nach denen der Grundsatz, dass gewinn- oder erlösabhängige Verbindlichkeiten nicht zu passivieren sind, nur greifen soll, wenn die Pflicht zur Erfüllung der Verbindlichkeit von der Gesamtgewinnsituation des Unternehmens abhängt, nicht dagegen, wenn die Abhängigkeit nur von einzelnen Geschäften besteht (BFH-Urteile in BFHE 178, 434, BStBl II 1997, 320; vom 3. Juli 1997 IV R 49/96, BFHE 183, 513, BStBl II 1998, 244; vom 17. Dezember 1998 IV R 21/97, BFHE 187, 552, BStBl II 2000, 116; vom 4. Februar 1999 IV R 54/97, BFHE 187, 418, BStBl II 2000, 139).
HGB zu passivieren; darin kommt die Verpflichtung zum Ausdruck, die Beträge bei Nichtausführung der Reise zurückzahlen zu müssen (vgl. BFH-Urteile vom 3. Juli 1997 IV R 49/96, BFHE 183, 513, BStBl II 1998, 244;… vom 17. März 2010 X R 28/08, BFH/NV 2010, 865;… Senatsbeschluss vom 13. Februar 2008 III B 29-31/07, BFH/NV 2008, 947).
Ebenso verfahre die Verwaltung mit dem Urteil des Senats vom 3. Juli 1997 IV R 49/96 (BFHE 183, 513, BStBl II 1998, 244; hierzu BMF-Schreiben vom 27. April 1998, BStBl I 1998, 368), mit dem die Bildung einer Rückstellung für bei Erreichen eines bestimmten Buchabsatzes rückzahlbaren Druckbeihilfen zugelassen worden sei.
Gleiches gilt nach dem Senatsurteil in BFHE 183, 513, BStBl II 1998, 244 für eine auflösend bedingte Rückzahlungsverpflichtung, bei der der Gläubiger den Eintritt der Bedingung nicht einseitig herbeiführen kann.
Deshalb hat der BFH in ständiger Rechtsprechung die Bildung einer Rückstellung für die erwartete Rückgewähr eines empfangenen Entgelts anerkannt (zuletzt Senatsurteil in BFHE 183, 513, BStBl II 1998, 244, m.w.N.).
Gleiches gilt nach den Senatsurteilen vom 3. Juli 1997 IV R 49/96 (BFHE 183, 513, BStBl II 1998, 244) und vom 17. Dezember 1998 IV R 21/97 (zur Veröffentlichung bestimmt; offengelassen noch im Beschluß vom 21. Juni 1990 IV B 100/89, BFHE 161, 120, BStBl II 1990, 980) auch für eine auflösend bedingte Rückzahlungsverpflichtung, bei der der Gläubiger den Eintritt der Bedingung nicht einseitig herbeiführen kann.
Für zurückzugewährende Ertragszuschüsse hat der erkennende Senat dementsprechend angenommen, daß die Rückzahlungsverpflichtung im Jahr der Zuschußgewährung wirtschaftlich verursacht ist (Urteil in BFHE 183, 513, BStBl II 1998, 244).
Eine Abweichung des angefochtenen Urteils von der BFH- Rechtsprechung zur Bildung von Rückstellungen bzw. zur Rechnungsabgrenzung bei der Inanspruchnahme rückforderungsbehafteter Subventionen (BFH-Urteile vom 5. April 1984 IV R 96/82, BFHE 141, 31, BStBl II 1984, 552; vom 3. Juli 1997 IV R 49/96, BFHE 183, 513, BStBl II 1998, 244; vom 4. Februar 1999 IV R 54/97, BFHE 187, 418, BStBl II 2000, 139) hat die Klägerin nicht schlüssig dargetan.
Schließlich ist bei der Auslegung zu berücksichtigen, dass der Gesetzgeber mit der Regelung auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes reagiert hat, der in einzelnen Fällen (vgl. BFH, Urteile vom 20. September 1995, X R 225/93, BStBl. II 1997, 320; vom 03. Juli 1997, IV R 49/96, BStBl. II 1998, 244; Urteil vom 17. Dezember 1998, IV R 21/97, BStBl II 2000, 166 und vom 04. Februar 1999, BStBl. II 2000, 139) die Passivierung bedingt rückzahlbarer Zuwendungen schon in zum Zeitpunkt der Vereinnahmung der Zuwendung zugelassen hat.
Für die Höhe der Rückstellung ist der Grad der Wahrscheinlichkeit maßgeblich, mit dem die vereinnahmten Mittel zurückgewährt werden müssen (BFH -Urteil vom 03. Juli 1997 IV R 49/96, BStBl. II 1998, 244).
FG Niedersachsen, 22.04.2004 - 6 K 303/00
Feststellung des der Organträgerin zuzurechnenden Einkommens im …
In seinen Urteilen vom 20. September 1995 X R 225/93 (BStBl. II 1997, 320), vom 3. Juli 1997 IV R 49/96 (BStBl. II 1998, 244), vom 17. Dezember 1998 IV R 21/97 (BStBl. II 2000, 116) und vom 4. Februar 1999 IV R 54/97 (BStBl. II 2000, 139) habe der BFH klargestellt, dass Verbindlichkeiten auch dann passivierungsfähig seien, wenn sie - wie im Streitfall - aus künftigen Erlösen zu tilgen seien.
Für die Höhe der Rückstellung ist der Grad der Wahrscheinlichkeit maßgeblich, mit dem die vereinnahmten Mittel zurückgewährt werden müssen (BFH - Urteil vom 03. Juli 1997 IV R 49/96, BStBl. II 1998, 244).