Source: http://www.kirchengewerkschaft-baden.de/infothek/ar_oprakt.htm
Timestamp: 2019-04-26 16:45:41
Document Index: 391272420

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 10', '§ 2', '§ 24', '§ 4', '§ 9', '§ 3', '§ 26', '§ 10', '§ 9', '§ 3']

über die Rechtsverhältnisse von Orientierungspraktikantinnen und -praktikanten
Vom 17. Juni 2004,
geändert durch Artikel 1 der Arbeitsrechtsregelung vom 14. September 2005, GVBl 13/2005, S. 186,
Praktikantinnen bzw. Praktikanten nach dieser Arbeitsrechtsregelung sind Personen, die zum Zwecke der Berufsorientierung in einer Dienststelle oder Einrichtung tätig sind. Im Mittelpunkt ihres Rechtsverhältnisses hat die Vermittlung von Kenntnissen, Fertigkeiten oder Er-fahrungen in dem entsprechenden Tätigkeitsfeld zu stehen. Das Rechtsverhältnis ist weder ein Ausbildungsverhältnis noch ein Arbeitsverhältnis.
Auf das Praktikantenverhältnis findet § 26 in Verbindung mit §§ 10 bis 23 und 25 Berufsbildungsgesetz - BBiG - vom 23. März 2005 in der jeweils geltenden Fassung Anwendung, soweit im Folgenden nicht ergänzende oder abweichende Regelungen getroffen werden.
[Fassung bis 31. Dezember 2014]
Das Praktikantenverhältnis kann für die Dauer von höchstens 12 Monaten abgeschlossen werden. Eine Verlängerung über 12 Monate hinaus ist nur möglich, wenn die Praktikantin bzw. der Praktikant ein konkretes Ausbildungsverhältnis in Aussicht hat, dessen Beginn sich aber nicht unmittelbar an das Praktikantenverhältnis anschließt.
(1) Das Praktikantenverhältnis kann für Praktikantinnen bzw. Praktikanten, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, für die Dauer von höchstens 12 Monaten abgeschlossen werden, längstens jedoch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. 2
(2) Bei Praktikantinnen bzw. Praktikanten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben bzw. während des Praktikantenverhältnisses vollenden, kann das Praktikantenverhältnis für die Dauer von höchstens drei Monaten abgeschlossen werden.
(1) Die Praktikantinnen bzw. Praktikanten erhalten eine monatliche Vergütung von
150 Euro bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres
220 Euro nach Vollendung des achtzehnten Lebensjahres.
(2) Mit Beginn des 13. Praktikantenmonats erhält die Praktikantin/der Praktikant eine Vergütung in Höhe von 350 Euro.
(3) Anstelle einer Vergütung können Sachleistungen gewährt werden, z. B. freie Unterkunft, Verpflegung sowie Fahrtkosten. Bis zur Höhe der Beträge nach der Sachbezugsverordnung sind die Sachleistungen auf die Vergütung anzurechnen. Werden Sachleistungen nicht in Anspruch genommen, wird kein Ausgleich in Geld gewährt.
[Anmerkung des Webmaster:
die zu berücksichtigenden Bestimmungen sind zu finden: § 2 AR-M i.V.m. § 24 TVöD und § 4 Nr. 24 AR-M]
Erholungs- und Sonderurlaub, Arbeitsbefreiung, Arbeitszeitverkürzung
1Praktikantinnnen bzw. Praktikanten erhalten Erholungsurlaub entsprechend § 9 des Tarifvertrags für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) - Besonderer Teil BBiG-.
Diese Arbeitsrechtsregelung tritt am 1. August 2004 in Kraft. [Die Änderungen nach AR-Umstellung Artikel 10 treten am 1. Januar 2006 in Kraft].
vertreten durch_____________________________________________________________
wird ab ___________________________________________________________________
als Orientierungspraktikantin / Orientierungspraktikant eingestellt.
Nur bei Vorliegen der in § 3 der AR-OPraktikum festgelegten Voraussetzungen kann das Orientierungspraktikum über die Dauer von 12 Monaten hinaus verlängert werden.
Das Orientierungspraktikum dient der Vermittlung von Kenntnissen, Fertigkeiten oder Erfahrungen in dem entsprechenden Tätigkeitsfeld. Das Rechtsverhältnis ist weder ein Ausbildungsverhältnis noch ein Arbeitsverhältnis.
Auf das Praktikumsverhältnis finden die Arbeitsrechtsregelungen über die Rechtsverhältnis-se der Orientierungspraktikantinnen und -praktikanten (AR-OPraktikum) in der jeweils gel-tenden Fassung sowie der § 26 in Verbindung mit den §§ 10 bis 23 und 25 Berufsbildungsgesetz in der jeweils geltenden Fassung nach Maßgabe der AR-OPraktikum Anwendung.
(1) Die regelmäßige Arbeitszeit der Orientierungspraktikantin /des -praktikanten richtet sich nach der jeweils geltenden Arbeitszeit der Angestellten der Einrichtung, bei der das Praktikum durchgeführt wird.
(2) Bei Jugendlichen sind die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes zu beachten.
Die Orientierungspraktikantin bzw. der Orientierungspraktikant erhält eine monatliche Praktikumsvergütung
bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres in Höhe von 150 Euro
Dauert das Orientierungspraktikum in den Ausnahmenfällen länger als 12 Monate, erhält die Orientierungspraktikantin bzw. der Orientierungspraktikant mit Beginn des 13. Praktikumsmonats eine Praktikumsvergütung in Höhe von 350 Euro.
o gewährte Sachleistungen für freie Unterkunft bis zur Höhe der Beträge nach der Sachbezugsverordnung, derzeit monatlich Euro
o gewährte Sachleistungen für freie Verpflegung bis zur Höhe der Beträge nach der Sachbezugsverordnung, derzeit monatlich Euro
o Fahrtkostenerstattungen in Höhe von derzeit monatlich Euro.
Die auszuzahlende Praktikumsvergütung beträgt unter Anrechnung vorgenannter Sachleistungen zu Beginn des Praktikantenverhältnisses monatlich Euro. Werden Sachleis-tungen nicht in Anspruch genommen, wird kein Ausgleich in Geld gewährt.
1Die Orientierungspratikantin/Der Orientierungspraktiktikant erhält Erholungsurlaub entsprechend § 9 des Tarifvertrags für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) - Besonderer Teil BBiG-.
(1) Während der Probezeit kann das Praktikantenverhältnis jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende gekündigt werden.
(2) Nach der Probezeit kann das Praktikantenverhältnis nur gekündigt werden
von der Orientierungspraktikantin bzw. von dem Orientierungspraktikanten mit einer Kün-digungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende.
Versicherungspflicht in der betrieblichen Altersversorgung besteht nicht.
Die Vereinbarungen von Nebenabreden zum Praktikantenvertrag sind nur wirksam, wenn sie schriftlich vereinbart werden.
Der Praktikumsvertrag wird _______-fach ausgefertigt. Je eine Ausfertigung erhalten die Einrichtung, die das Orientierungspraktikum durchführt, die Orientierungspraktikantin bzw. der -praktikant sowie
__________________________________, den __________________________________
U. ___________________________________ Orientierungspraktikantin / -praktikant:
Auszug aus Berufsbildungsgesetz §§ 3 bis 19