Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%202009,%201138
Timestamp: 2019-07-21 07:37:36
Document Index: 263980454

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 125', '§ 311', '§ 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 311', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 311', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 313', '§ 311', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 313', '§ 311', 'BGH', '§ 311']

BGH, 12.02.2009 - VII ZR 230/07 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1142
BGH, 12.02.2009 - VII ZR 230/07 (https://dejure.org/2009,1142)
BGH, Entscheidung vom 12.02.2009 - VII ZR 230/07 (https://dejure.org/2009,1142)
BGH, Entscheidung vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07 (https://dejure.org/2009,1142)
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Beurkundungsbedürftigkeit eines Baubetreuungsvertrages im Zusammenhang mit einem Grundstücksgeschäft trotz Vereinbarung eines Rücktrittsrechts
Verneinung von Ansprüchen aus einem Baubetreuungsvertrag wegen des Fehlens einer notariellen Beurkundung; Bestehen einer rechtlichen Einheit im Sinne eines einheitlichen Vertragswillens zwischen einem Baubetreuungsvertrag und einem Grundstückserwerb; Bestehen einer rechtlichen Einheit mit einem anderen Vertrag bei Vereinbarung eines Rücktrittsrechts in einem der Verträge
Rechtliche Einheit von Baubetreuungsvertrag mit Grundstücksgeschäft
Zur Formbedürftigkeit eines Baubetreuungsvertrages, der eine rechtliche Einheit mit einem Grundstücksgeschäft bildet
BGB § 125; BGB § 311b Abs. 1; ErbbauRG § 11 Abs. 2
Grundstücksgeschäft und Baubetreuungsvertrag: Rechtliche Einheit
Baubetreuung und Grundstücksverkauf
Formnichtigkeit eines Baubetreuungsvertrags
Zur Frage, wann ein Baubetreuungsvertrag und ein Grundstücksgeschäft eine rechtliche Einheit bilden
Ein Baubetreuungsvertrag, der parallel zu einem Grundstückskaufvertrag geschlossen wird und sich auf ein konkretes Grundstück bezieht, ist auch dann beurkundungsbedürftig, wenn darin ein Rücktrittsrecht vereinbart worden ist.
notar-in-rostock.de (Entscheidungsbesprechung)
Abschluss eines Baubetreuungsvertrag vor Abschluss des Immobilienvertrags
Rechtliche Einheit von Baubetreuungs- und Grundstückskaufvertrag: Beurkundungszwang trotz unterschiedlicher Vertragspartner! (IBR 2009, 333)
Kurznachricht zu "Hinweis zum Urteil des BGH vom 12.2.2009, Az.: VII ZR 230/07 (Parallel zu einem Grundstücksvertrag geschlossener Baubetreuungsvertrag ...)" von Notar Dr. Heribert Heckschen, original erschienen in: NotBZ 2009, 325 - 326.
AG Traunstein, 01.06.2007 - 321 C 2150/06
LG Traunstein, 24.10.2007 - 5 S 2374/07
NJW-RR 2009, 953
DNotZ 2009, 619
NZBau 2009, 442
BauR 2009, 1138
ZfBR 2009, 559
Diese kann auch dann vorliegen, wenn beide Verträge nicht in einer Urkunde enthalten sind, sondern nacheinander geschlossen werden (BGH…, Urteil vom 13. Juni 2002 - VII ZR 321/00, aaO) und sogar dann, wenn die Parteien des Bauvertrages nicht identisch sind mit den Parteien des Grundstückskaufvertrages (BGH, Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07, aaO).
Die Vereinbarung eines Rücktrittsrechts in einem Vertrag steht der rechtlichen Einheit mit einem anderen Vertrag nicht entgegen (BGH, Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07, aaO).
Er wird dann häufig dadurch im Bauvertrag manifestiert, dass die Bebauung auf einem bestimmten Grundstück erfolgen soll (BGH, Urteil vom 6. November 1980 - VII ZR 12/80, BGHZ 78, 346 ff.; Urteil vom 16. Dezember 1993 - VII ZR 25/93, BauR 1994, 239 = ZfBR 1994, 122 und zum Baubetreuungsvertrag Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07, aaO).
aa) Eine solche rechtliche Einheit von Bauvertrag und Grundstückskaufvertrag besteht, wenn die Vertragsparteien den Willen haben, beide Verträge in der Weise miteinander zu verknüpfen, dass sie miteinander stehen und fallen sollen (BGH, Urteile vom 6. Dezember 1979 - VII ZR 313/78, BGHZ 76, 43, 48 f.; vom 6. November 1980 - VII ZR 12/80 - BGHZ 78, 346, 349; vom 13. Juni 2002 - VII ZR 321/00 - BauR 2002, 1541 = NZBau 2002, 502 = ZfBR 2002, 777 ; vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07 - BauR 2009, 1138 = NZBau 2009, 442 = ZfBR 2009, 559 st. Rspr.).
Eine rechtliche Einheit von Bau- und Grundstückskaufvertrag kann zudem auch dann gegeben sein, wenn die Parteien des Bauvertrags nicht identisch sind mit den Parteien des Grundstückskaufvertrags (BGH, Urteil vom 22. Juli 2010 - VII ZR 246/08 - BGHZ 186, 345 ff.; Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07 - BauR 2009, 1138 = NZBau 2009, 442 = ZfBR 2009, 559 ).
Hat der Bauunternehmer hingegen keine Einflussmöglichkeit auf die Durchführung des Kaufvertrages, bedarf es anderer, besonderer Umstände, die den Schluss zulassen, der Bauvertrag sei beurkundungsbedürftig (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 1980 - VII ZR 12/80 - BGHZ 78, 346 ff.; Urteil vom 16. Dezember 1993 - VII ZR 25/93 - BauR 1994, 239 = ZfBR 1994, 122 ; Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07 - BauR 2009, 1138 = NZBau 2009, 442 = ZfBR 2009, 559 ;… Urteil vom 22. März 1991 - V ZR 318/89 - NJW-RR 1991, 1031, 1032 Kanzleiter, in: Münchener Kommentar, BGB , 6. Aufl. 2012, § 311b Rdn. 54).
Eine solche rechtliche Einheit von Bauvertrag und Grundstückskaufvertrag besteht, wenn die Vertragsparteien den Willen haben, beide Verträge in der Weise miteinander zu verknüpfen, dass sie miteinander stehen und fallen sollen (BGH, Urteile vom 6. Dezember 1979 - VII ZR 313/78 -, BGHZ 76, 43, , vom 6. November 1980 - VII ZR 12/80 -, BGHZ 78, 346 , vom 13. Juni 2002 - VII ZR 321/00 -, BauR 2002, 1541 und vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07 -, BauR 2009, 1138; st. Rspr.).
Eine rechtliche Einheit von Bau- und Grundstückskaufvertrag kann zudem auch dann gegeben sein, wenn die Parteien des Bauvertrags nicht identisch sind mit den Parteien des Grundstückskaufvertrags (BGH, Urteile vom 22. Juli 2010 - VII ZR 246/08 -, BGHZ 186, 345 ff. und vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07 -, BauR 2009, 1138).
Hat der Bauunternehmer hingegen keine Einflussmöglichkeit auf die Durchführung des Kaufvertrages, bedarf es anderer, besonderer Umstände, die den Schluss zulassen, der Bauvertrag sei beurkundungsbedürftig (vgl. BGH, Urteile vom 6. November 1980 - VII ZR 12/80 -, BGHZ 78, 346 ff., vom 16. Dezember 1993 - VII ZR 25/93 -, BauR 1994, 239, vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07 -, BauR 2009, 1138 und vom 22. März 1991 - V ZR 318/89 -, NJW-RR 1991, 1031, 1032;… Kanzleiter, in: Münchener Kommentar, BGB, 6. Aufl. 2012, § 311b Rn. 54).
Er wird dann häufig dadurch im Bauvertrag manifestiert, dass die Bebauung auf einem bestimmten Grundstück erfolgen soll (BGH, Urteil vom 06.11.1980 - VII ZR 12/80, BGHZ 78, 346 ff.; BGH, Urteil vom 16.12.1993 - VII ZR 25/93, BauR 1994, 239 = ZfBR 1994, 122; BGH, Urteil vom 12.02.2009 - VII ZR 230/07, aaO).
BVerwG, 28.01.2010 - 9 B 46.09
Öffentlich-rechtlicher Vertrag; Erschließungsvertrag; Schriftform; …
Zwar kann nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein allein nicht formbedürftiger Vertrag, der mit einem notariell zu beurkundenden Grundstücksvertrag (§ 313 Satz 1 BGB a.F., § 311b Abs. 1 Satz 1 BGB n.F.) rechtlich zusammenhängt, weil die Vereinbarungen nach dem Willen der Parteien miteinander "stehen und fallen", ebenfalls notariell zu beurkunden sein (vgl. BGH, Urteile vom 24. September 1987 - VII ZR 306/86 - BGHZ 101, 393 und vom 12. Februar 2009 - VII ZR 230/07 - NJW-RR 2009, 953 ).
Auch die Stellungnahme des Klägers vom 5. Juli 2016 zeigt keine grundsätzliche Bedeutung auf: Der Senat weicht gerade nicht von den Grundsätzen ab, die der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 21. Januar 2009 (XII ZR 79/07, NJW-RR 2009, 953) aufgestellt hat, sondern wendet die dort genannten Auslegungsgrundsätze auf den vorliegenden Einzelfall unter Berücksichtigung des wechselseitigen Vortrags der Parteien an.
Auch unter Berücksichtigung der von der Beklagten im Schriftsatz vom 24.06.2013 zitierten Rechtsprechung (BGH NJW 1984, 869 ff und BGH NJW-RR 2009, 953 ff) ist vorliegend nicht von einheitlichen Vertragsverhältnissen auszugehen, die nicht unterschiedlich behandelt werden können.
Zur notariellen Formbedürftigkeit eines Bauvertrages hat der BGH in ständiger Rechtsprechung folgende Grundsätze aufgestellt, zuletzt in seiner Entscheidung vom 12.02.2009, Az. VII ZR 230/07, NJW-RR 2009, 953 ff.:.
Denn erst bei einer Abhängigkeit des Grundstücksgeschäfts von dem weiteren Vertrag besteht Anlass, zur Wahrung der Funktionen des § 313 BGB a.F./§ 311b BGB n.F. (Warn- und Schutzfunktion, Gewährsfunktion für richtige, vollständige und rechtswirksame Wiedergabe des Parteiwillens, Beweisfunktion) das Formgebot auf den weiteren Vertrag auszudehnen, vgl. BGH VII ZR 230/07, NJW-RR 2009, 953 (954), Rz. 13, 14 m.w.Nachw.
OLG Naumburg, 20.01.2011 - 1 U 84/10
Beurkundungsbedürftigkeit eines Hausbauvertrags: Anforderungen an eine …
Gemessen an der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (insbesondere Urteile vom 12.2.2009 - VII ZR 230/07 - [z.B. BauR 2009, 1138] und 22.7.2010 - VII ZR 246/08 - [z.B. BauR 2010, 1754]; jeweils zitiert nach juris) kann der für die Anwendbarkeit von § 311 b Abs. 1 BGB auf den Hausvertrag erforderliche Verknüpfungswille nicht festgestellt werden.