Source: https://www.admody.com/urteilsdatenbank/b41bb08ca052/BGH_Urteil_vom_19-September-2001_Az_I-ZR-54-96
Timestamp: 2019-08-17 16:55:36
Document Index: 272423733

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Bundesgerichtshof, Urteil vom 19. September 2001, Az.: I ZR 54/96
Aktenzeichen: I ZR 54/96
"Steht die Regelung der Verordnung Nr. 2081/92 vom 14. Juli 1992 zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel der Anwendung einer nationalen Regelung entgegen, welche die irreführende Verwendung einer einfachen geographischen Herkunftsbezeichnung verbietet, d.h. einer Angabe, bei welcher kein Zusammenhang zwischen den Eigenschaften des Produkts und seiner geographischen Herkunft besteht€"
S. 11 -Mitwohnzentrale.de; zum Markenrecht: BGH, Urt. v. 13.1.2000 -I ZR 223/97, GRUR 2000, 506 = WRP 2000, 535 -ATTACH/TISSERAND; Beschl. v. 27.4.2000 -I ZR 236/97, GRUR 2000, 875, 877 = WRP 2000, 1142 -Davidoff). Der durchschnittlich informierte und verständige Verbraucher, der an zusätzlichen Informationen über ein bestimmtes Bier interessiert ist, weiß, daß er nähere Angaben auch auf den Rück-Etiketten findet. Macht er von dieser Informationsmöglichkeit Gebrauch, kann ihm der Hinweis auf die Braustätte in Paderborn nicht verborgen bleiben. Wie der Senat in seiner Entscheidung im Parallelverfahren betont hat, können verbleibende Fehlvorstellungen des Verkehrs, soweit sie für seine Kaufentscheidung relevant sein können, bei ausreichenden Hinweisen auf die Herkunft vernachlässigt werden. Der Senat ist dabei davon ausgegangen, daß die Relevanz jedenfalls im Rahmen der Interessenabwägung durchaus Bedeutung erlangen kann (BGHZ 139, 138, 146 -Warsteiner II). Zwischen ihr und den Anforderungen an den entlokalisierenden Zusatz kann eine Wechselwirkung bestehen. Bei erheblicher Relevanz sind auch hohe Anforderungen an die Klarheit und Deutlichkeit aufklärender Hinweise zu stellen und umgekehrt. In der im Parallelverfahren ergangenen Entscheidung hat der Senat der Relevanz im Rahmen der Interessenabwägung bereits eine eher geringe Bedeutung beigemessen: Auch wenn man mit der Revision davon ausgehe, daß entgegen der Beurteilung des Berufungsgerichts nicht nur 8 % der Befragten dem mit der Bezeichnung "Warsteiner" verbundenen Hinweis auf den Brauort "Warstein" eine Bedeutung für die Kaufentscheidung beimessen, sondern diese Quote -wie die Revision meine - bei nicht weniger als 12 % der Gesamtbevölkerung bzw. bei nicht weniger als 16 % der "häufigen" Biertrinker liege, könne eine andere Beurteilung nicht Platz greifen (BGHZ 139, 138, 146 -Warsteiner II). Dies gilt auch hier.
Urteil v. 19.09.2001
Az: I ZR 54/96
https://www.admody.com/urteilsdatenbank/b41bb08ca052/BGH_Urteil_vom_19-September-2001_Az_I-ZR-54-96
<a href="https://www.admody.com/urteilsdatenbank/b41bb08ca052/BGH_Urteil_vom_19-September-2001_Az_I-ZR-54-96" title="Bundesgerichtshof, Urteil vom 19. September 2001, Az.: I ZR 54/96">Bundesgerichtshof, Urteil vom 19. September 2001, Az.: I ZR 54/96</a>
[URL=https://www.admody.com/urteilsdatenbank/b41bb08ca052/BGH_Urteil_vom_19-September-2001_Az_I-ZR-54-96]Bundesgerichtshof, Urteil vom 19. September 2001, Az.: I ZR 54/96[/URL]
<ref name=wDNX0Tal>{{cite web|title=Bundesgerichtshof, Urteil vom 19. September 2001, Az.: I ZR 54/96|url=https://www.admody.com/urteilsdatenbank/b41bb08ca052/BGH_Urteil_vom_19-September-2001_Az_I-ZR-54-96|publisher=Admody Rechtsanwälte Aktiengesellschaft|accessdate=17. August 2019}}</ref>
LG Dortmund, Urteil vom 15. Januar 2016, Az.: 3 O 610/15 - BPatG, Beschluss vom 5. März 2009, Az.: 30 W (pat) 81/06 - OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2011, Az.: I-8 AktG 1/11 - OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 22. März 2012, Az.: 6 U 41/12 - BPatG, Beschluss vom 17. März 2009, Az.: 25 W (pat) 75/08 - BGH, Beschluss vom 14. Februar 2012, Az.: X ZR 114/11 - BGH, Beschluss vom 21. März 2011, Az.: AnwZ (B) 36/10 - BPatG, Beschluss vom 10. März 2010, Az.: 26 W (pat) 1/10 - KG, Beschluss vom 12. Oktober 2015, Az.: 22 W 77/15 - BPatG, Urteil vom 22. Juli 2010, Az.: 3 Ni 57/08