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Timestamp: 2016-10-26 21:24:42
Document Index: 361772089

Matched Legal Cases: ['Art. 148', 'Art. 146', 'Art. 159', 'Art. 158', 'Art. 186', 'Art. 314', 'Art. 314', 'Art. 212', 'Art. 140', 'Art 251', 'Art. 159', 'Art. 158', 'Art. 269', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'Art. 148', 'Art. 146', 'Art. 159', 'Art. 158', 'Art. 186', 'Art. 314', 'Art. 314', 'Art. 68', 'Art. 36', 'Art. 314', 'Art. 48', 'Art. 63', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 273', 'BGE']

6P.66/2006 (16.02.2007)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Fux,
Das Kantonsgericht Wallis erkl�rte X.________ im Berufungsverfahren am 31. August 2004 schuldig des mehrfachen Betrugs (Art. 148 Abs. 1 aStGB, Art. 146 Abs. 1 StGB), der mehrfachen ungetreuen Gesch�ftsf�hrung bzw. der mehrfachen ungetreuen Gesch�ftsbesorgung (Art. 159 Abs. 1 und 2 aStGB, Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB), des Steuerbetrugs (Art. 186 Abs. 1 DBG) sowie der mehrfachen ungetreuen Amtsf�hrung (Art. 314 aStGB, Art. 314 StGB), hingegen nicht schuldig des Streuerbetrugs gem�ss Art. 212 aStG/VS, der Veruntreuung gem�ss Art. 140 Ziff. 1 und 2 aStGB sowie der Urkundenf�lschung gem�ss Art 251 Ziff. 1 StGB. Es verurteilte X.________ zu einer Zuchthausstrafe von f�nf Jahren und zu einer Busse von Fr. 5'000.--.
Die dagegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde von X.________ wies das Bundesgericht am 11. Oktober 2005 ab, soweit es darauf eintrat. Die ebenfalls eingereichte eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde hiess das Bundesgericht in einem Punkt gut und hob das angefochtene Urteil des Kantonsgerichts vom 31. August 2004 auf. Im �brigen wies es die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Das Bundesgericht erkannte, dass die Verurteilung wegen ungetreuer Gesch�ftsf�hrung bzw. ungetreuer Gesch�ftsbesorgung im Zusammenhang mit der Aufnahme von Krediten durch die Munizipalgemeinde Leukerbad Bundesrecht verletze. Die teilweise Gutheissung der Beschwerde f�hre dazu, dass die Vorinstanz die Strafzumessung neu werde vornehmen m�ssen (vgl. Urteil 6P.149/2004; 6S.404/2004 vom 11. Oktober 2005, E. 17).
In der Neubeurteilung vom 8. Februar 2006 fand das Kantonsgericht X.________ nicht schuldig der ungetreuen Gesch�ftsf�hrung bzw. der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung gem�ss Art. 159 Abs. 1 aStGB bzw. Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB im Zusammenhang mit den Kreditaufnahmen durch die Munizipalgemeinde Leukerbad und sprach ihn in diesem Umfang von der Anklage frei. In Best�tigung der �brigen Schuld- bzw. Freispr�che gem�ss Urteil vom 31. August 2004 bestrafte es X.________ mit 4 � Jahren Zuchthaus (abz�glich der Untersuchungshaft von 28 Tagen) und b�sste ihn mit Fr. 5'000.--.
X.________ f�hrt staatsrechtliche Beschwerde mit dem Antrag, das Urteil des Kantonsgerichts vom 8. Februar 2006 sei aufzuheben (Ziff. 1b des Urteilsdispositivs). Mit der ebenfalls eingereichten eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde beantragt er die Aufhebung des angefochtenen Urteils (Ziff. 1b des Urteilsdispositivs) und die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung.
Die bundesgerichtlichen Verfahren blieben bis zum Abschluss des im Kanton h�ngigen Revisionsverfahrens am 21. Dezember 2006 (Abweisung des Revisionsgesuchs) antragsgem�ss sistiert.
Am 1. Januar 2007 ist auch der revidierte Allgemeine Teil des Strafge-setzbuches in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde nur pr�ft, ob das kantonale Gericht das eidgen�ssische Recht richtig angewendet habe (Art. 269 Abs. 1 BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausf�llung des angefochtenen Entscheids noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3).
2.1 Mit der staatsrechtlichen Beschwerde r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Beschleunigungsgebots gem�ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Das Untersuchungsrichteramt Oberwallis habe die gegen ihn gef�hrte Strafuntersuchung am 10. November 1998 er�ffnet. Die Hauptverhandlung vor dem Kreisgericht Oberwallis habe am 27. Oktober 2003 begonnen, die Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgericht am 21./22. Juni 2004 stattgefunden. Von der Er�ffnung der Strafuntersuchung an seien bis zur Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgericht rund f�nfeinhalb Jahre vergangen. Bis dahin habe kein Anlass beanstanden, das Beschleunigungsgebot als verletzt zu r�gen. Weil das Berufungsurteil vom 31. August 2004 habe aufgehoben werden und das Kantonsgericht erneut �ber die Sache habe befinden m�ssen, was es am 8. Februar 2006 getan habe, seien weitere eineinhalb Jahre verstrichen. Insgesamt seien somit seit der Er�ffnung der Strafuntersuchung sieben Jahre und drei Monate vergangen. Eine solche Verfahrensdauer halte auch bei einer komplexen Strafsache vor dem Beschleunigungsgebot nicht (mehr) Stand. Das Kantonsgericht habe die Verletzung dieses Gebots - wie in der Stellungnahme vom 16. Januar 2006 beantragt - zu Unrecht nicht festgestellt. Das Urteil vom 8. Februar 2006 sei mithin aufzuheben, damit die kantonalen Sachrichter nach vorzunehmender Feststellung der Verletzung des Beschleunigungsgebots die entsprechenden Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Strafzumessung ziehen k�nnten.
2.2 Der anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrer legt in seiner Beschwerdeschrift dar, weshalb seines Erachtens die staatsrechtliche Beschwerde das richtige Rechtsmittel sei. Das Kantonsgericht habe eine Verletzung des Beschleunigungsgebots gem�ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK explizit verneint. Die Frage, ob das Beschleunigungsgebot verletzt sei, betreffe die unmittelbare Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte und k�nne daher nur mit staatsrechtlicher Beschwerde ger�gt werden. Zur Begr�ndung verweist er auf BGE 119 IV 107 sowie BGE 124 I 141.
2.3 Nach der Rechtsprechung ist die R�ge einer unmittelbaren Verletzung der Bundesverfassung oder der EMRK mit staatsrechtlicher Beschwerde vorzubringen. Entsprechend hat das Bundesgericht in den vom Beschwerdef�hrer angerufenen Entscheiden erkannt, dass eine unmittelbare Verletzung des Beschleunigungsgebots mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend zu machen ist. In BGE 119 IV 107 trat es deshalb auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht ein, soweit darin ger�gt wurde, die kantonale Instanz habe eine Verletzung des Beschleunigungsgebots zu Unrecht verneint (siehe auch BGE 124 I 139).
In seiner neueren Rechtsprechung hat das Bundesgericht indessen pr�zisiert, dass die R�ge, bei der Strafzumessung sei eine Verletzung des Beschleunigungsgebots zu Unrecht nicht ber�cksichtigt worden, mit der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde zu erheben ist, unabh�ngig davon, ob die kantonale Beh�rde eine Verletzung des Beschleunigungsgebots ausdr�cklich bejaht oder verneint oder aber gar nicht behandelt hat. Das Bundesgericht pr�ft mithin die Frage der Verletzung des Beschleunigungsgebots im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde vorfrageweise zur Hauptfrage der Strafzumessung (BGE 130 IV 54 E. 3.3.2; Urteil 6S.98/2003 vom 22. April 2004, E. 2.2, in Pra 2004 Nr. 139 S. 785, mit Hinweisen; siehe auch Urteil 6S.216/2006 vom 30. August 2006).
2.4 Dem Beschwerdef�hrer geht es nicht lediglich um die f�rmliche Feststellung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots, die bereits f�r sich allein eine Art Genugtuung darstellen kann (siehe die vorstehend zitierten Bundesgerichtsentscheide). Er strebt letztlich vielmehr eine Reduktion der Strafe wegen der von ihm behaupteten Verletzung des Beschleunigungsgebots an. So verlangte er in seiner Stellungnahme vom 16. Januar 2006 zuhanden des Kantonsgerichts, dass die festzustellende Verletzung des Beschleunigungsgebots bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigen sei und zwar nicht bloss marginal. In der zu beurteilenden staatsrechtlichen Beschwerde beantragt er die Aufhebung von Ziff. 1b des angefochtenen Urteils, welche neben den Schuldspr�chen das Strafmass betrifft. Unter diesen Umst�nden kann nach der geltenden Rechtsprechung die R�ge, das Kantonsgericht habe eine Verletzung des Beschleunigungsgebots zu Unrecht verneint, nicht mit der staatsrechtlichen Beschwerde erhoben werden. Der Beschwerdef�hrer h�tte sie vielmehr mit der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde vortragen m�ssen. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist deshalb nicht einzutreten.
Im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die Dauer der ausgesprochenen Strafe von viereinhalb Jahren Zuchthaus und macht dabei eine Verletzung der Strafzumessungsregeln nach Art. 63 ff. StGB geltend. Er bringt vor, die maximal m�gliche Strafe betrage siebeneinhalb Jahre Zuchthaus. Die Festlegung einer Strafe im Rahmen des obersten Drittels des zul�ssigen Strafrahmens erscheine �bertrieben streng. In diesem Zusammenhang verweist der Beschwerdef�hrer auf zwei Urteile anderer Gerichte. F�hre man sich sodann vor Augen, dass die �brigen Akteure dem Beschwerdef�hrer die Begehung der Taten, namentlich der Haupttat, ausserordentlich leicht gemacht h�tten, verletze es Bundesrecht, wenn die Vorinstanz bei der Verschuldensbeurteilung von einer grossen kriminellen Energie des Beschwerdef�hrers ausgehe und dies straferh�hend ber�cksichtige. Ferner r�ume die Vorinstanz der Deliktssumme eine ihr nicht zukommende vorrangige Bedeutung bei der Strafzumessung ein, verneine sie die Voraussetzungen f�r eine Strafminderung wegen Vorverurteilung durch die Medien zu Unrecht und trage sie dem Strafmilderungsgrund von Art. 64 Abs. 8 StGB nicht oder in ermessensmissbr�uchlicher Weise nur in marginaler Weise Rechnung, obschon die relative Verj�hrungsfrist nach altem Recht im Zeitpunkt der Ausf�llung des Urteils bez�glich praktisch aller Delikte nahe bevorgestanden habe oder bereits eingetreten bzw. bei einigen Straftaten sogar �berschritten worden sei. Ber�cksichtige man zusammenfassend, dass der Beschwerdef�hrer die ihm angelasteten Delikte mehrheitlich eventualvors�tzlich begangen habe, den Mediendruck auf ihn und seine Familie, die verschiedenen Freispr�che im Berufungsverfahren, die von der Vorinstanz bei der Strafzumessung teilweise nicht einmal erw�hnt w�rden, und den von der Vorinstanz bejahten Strafmilderungsgrund der verh�ltnism�ssig langen Zeitdauer seit den Taten und des seitherigen Wohlverhaltens, habe die Vorinstanz nicht ohne Bundesrecht zu verletzen die verh�ngte Zuchthausstrafe von f�nf Jahren bloss um ein � Jahr auf viereinhalb Jahre herabsetzen k�nnen, zumal ein zus�tzlicher Freispruch aufgrund des Bundesgerichtsurteils vom 11. Oktober 2005 erfolgt und seit der Ausf�llung des ersten Berufungsurteils vom 31. August 2004 weitere eineinhalb Jahre vergangen seien.
Nach Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen.
Dem Sachrichter steht bei der Gewichtung der genannten Strafzumessungskomponenten ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift in diesen im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde, mit der ausschliesslich eine Rechtsverletzung geltend gemacht werden kann, nur ein, wenn der kantonale Richter den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn er von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder wenn er umgekehrt wesentliche Faktoren ausser Acht gelassen hat und schliesslich wenn er solche in �berschreitung oder Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 129 IV 6 E. 6.1; 124 IV 286 E. 4a).
Der Strafrichter hat in seinem Urteil die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und T�terkomponenten so zu er�rtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgebenden Gesichtspunkte ber�cksichtigt und wie sie gewichtet wurden. Entsprechendes gilt f�r die im Gesetz genannten Strafsch�rfungs- und Strafmilderungsgr�nde. Hingegen muss er nicht auf Umst�nde ausdr�cklich eingehen, die er - ohne dass dies ermessensverletzend w�re - bei der Strafzumessung als nicht massgebend oder nur von geringem Gewicht erachtet. Insbesondere ist der Sachrichter auch nicht verpflichtet, in seinem Urteil in absoluten Zahlen oder in Prozenten anzugeben, inwieweit er bestimmte strafzumessungsrelevante Tatsachen straferh�hend oder -mindernd ber�cksichtigt. Er muss auch nicht eine sogenannte Einsatzstrafe beziffern, die er bei Fehlen von Strafsch�rfungs- und Strafmilderungsgr�nden ausgef�llt h�tte. Je h�her die Strafe im Rahmen des gesetzlichen Rahmens festgesetzt wird, desto h�here Anforderungen sind an die Begr�ndung der Zumessung zu stellen. Allerdings ist eine Nichtigkeitsbeschwerde nicht allein deshalb gutzuheissen, um die Begr�ndung zu erg�nzen oder zu verbessern, wenn die ausgesprochene Strafe im Ergebnis bundesrechtskonform erscheint (BGE 127 IV 101 E. 2c).
Die Vorinstanz hat den Beschwerdef�hrer des mehrfachen Betrugs (Art. 148 Abs. 1 aStGB, Art. 146 Abs. 1 StGB), der mehrfachen ungetreuen Gesch�ftsf�hrung bzw. -besorgung (Art. 159 Abs. 1 und 2 aStGB bzw. Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB), des Steuerbetrugs (Art. 186 Abs.1 DBG) und der mehrfachen ungetreuen Amtsf�hrung (Art. 314 aStGB, Art. 314 StGB) schuldig gesprochen und eine Strafsch�rfung nach Art. 68 Abs. 1 StGB wegen Deliktsmehrheit vorgenommen. Ausgehend von den schwersten Taten, auf die eine abstrakte Strafdrohung von maximal f�nf Jahren Zuchthaus steht, ist die Vorinstanz zutreffend von einem erweiterten Strafrahmen von drei Tagen Gef�ngnis (Art. 36 StGB) bis siebeneinhalb Jahren Zuchthaus sowie kumulativ (vgl. Art. 314 StGB) Busse bis zu Fr. 40'000.-- (Art. 48 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) ausgegangen. Innerhalb dieses Strafrahmens hat sie die Strafzumessung nach Art. 63 StGB ff. vorgenommen und eine Zuchthausstrafe von f�nf Jahren ausgesprochen, die sie namentlich im Blick auf den (neu) erfolgten Freispruch in Bezug auf die Aufnahme von Krediten und die seit dem Urteil vom 31. August 2004 verstrichene Zeit auf 4 � Jahre herabsetzte (vgl. Urteil vom 8. Februar 2006, S. 6 und 7, mit Verweis auf die Erw�gungen des Urteils vom 31. August 2004, S. 143 und 147).
5.1 Die Vorinstanz wertet das Verschulden des Beschwerdef�hrers objektiv und subjektiv als schwer. Dieser habe �ber Jahre hinweg seine Amtspflichten gravierend verletzt und schwere Verm�gensdelikte begangen sowie sich und andere dadurch teilweise bereichert. Er habe als Gemeindepr�sident das ihm von der Bev�lkerung und den Gemeindeorganen entgegengebrachte grosse Vertrauen bedenkenlos missbraucht und einen massiven Schaden verursacht. Durch sein "diktatorisches" F�hrungsverhalten und T�uschungen habe er in der Gemeindeleitung effiziente Kontrollen verhindert. Entsprechendes gelte f�r die Delikte zum Nachteil einzelner Gesellschaften der "Gruppe Leukerbad". Der Beschwerdef�hrer habe Personen, die mit ihm in Verwaltungsr�ten gewesen seien und kritische Fragen gestellt h�tten, der L�cherlichkeit preisgegeben. Der Vertrauensmissbrauch sei besonders verwerflich und deshalb straferh�hend zu ber�cksichtigen. Das gelte auch f�r den grossen Tatbeitrag des Beschwerdef�hrers (im Verh�ltnis zu den Mitangeklagten). Ebenfalls straferh�hend sei die grosse kriminelle Energie zu werten, die sich aus der Art und Weise des von Anfang an geplanten und �ber eine l�ngere Zeitspanne sich erstreckenden betr�gerischen Verhaltens beim ersten Betrug zum Nachteil der Parkhaus AG ergebe. Angesichts dessen und namentlich des hohen Deliktsbetrags von insgesamt mehr als 10,7 Millionen Franken zum Nachteil der Parkhaus AG, aus dem sich der Beschwerdef�hrer mit 3,8 Millionen Franken pers�nlich bereichert habe, der zum Nachteil der Gemeinde und verschiedener Gesellschaften rechtswidrig bezogenen Entsch�digungen in der H�he von rund Fr. 650'000.--, der Deliktsbetr�ge von Fr. 500'000.-- zum Nachteil der L.L.B. und von rund Fr. 780'000.-- zum Nachteil der Munizipalgemeinde im Zusammenhang mit dem Sponsoring-Vertrag mit dem Grasshopper-Club erscheine eine Zuchthausstrafe im obersten Drittel des maximalen Strafrahmens von siebeneinhalb Jahren angemessen. Die Vorinstanz beurteilt auch das subjektive Verschulden angesichts des langen Tatzeitraums, der Anzahl Delikte, der H�he des angestrebten oder in Kauf genommenen Deliktsbetrags, der juristischen Kenntnisse des damals als Anwalt und Notar t�tigen Beschwerdef�hrers, sowie seines egoistischen Tatmotivs der Finanzierung eines aufw�ndigen Lebensstils in den F�llen pers�nlicher Bereicherung als schwer (vgl. Urteil vom 8. Februar 2006, S. 7, mit Verweis auf das Urteil vom 31. August 2004, S. 143 ff. und 145).
Bei der Ermittlung des genauen Strafmasses ber�cksichtigt die Vorinstanz strafmindernd das Fehlen von Vorstrafen und den guten Leumund des Beschwerdef�hrers, der sich seit den Taten nichts hat zuschulden kommen lassen. Die seit den Taten vergangene verh�ltnism�ssig lange Zeit stellt sie strafmildernd im Sinne von Art. 64 Abs. 8 StGB in Rechnung. Demgegen�ber verneint die Vorinstanz Reue und Einsicht und lehnt eine Strafminderung wegen der beruflichen Folgen des Strafverfahrens f�r den Beschwerdef�hrer ab, der nicht mehr als Anwalt und Notar t�tig sein kann. Beides wird vom Beschwerdef�hrer nicht beanstandet. Die Vorinstanz verneint sodann eine Vorverurteilung durch die Medien und eine deswegen vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Strafminderung (Urteil vom 31. August 2004, S. 146).
Erg�nzend weist die Vorinstanz auf weitere strafzumessungsrelevante Umst�nde hin. Sie nennt einerseits die - im Vergleich zum erstinstanzlichen Urteil - erfolgten zus�tzlichen Schuldspr�che (Steuerbetrug, Kreditgesch�fte durch die Gemeinde) sowie die Erh�hung der Betrugssumme zum Nachteil der Parkhaus AG um 2,9 auf 10,7 Millionen Franken und anderseits die Verneinung einer qualifizierten ungetreuen Gesch�ftsbesorgung, weil die Bereicherung durch den Betrug zum Nachteil der Parkhaus AG "abgegolten" sei, sowie eines Freispruchs vom Vorwurf der Urkundenf�lschung, der ebenso wie der Schuldspruch wegen Steuerbetrugs nur unwesentlich ins Gewicht falle. Unter Ber�cksichtigung dieser Umst�nde erachtet sie eine Zuchthaus von f�nf Jahren als angemessen (Urteil vom 31. August 2004, S. 147).
Diese Strafe reduziert die Vorinstanz im Rahmen ihrer Neubeurteilung insbesondere wegen des zus�tzlich ausgef�llten Freispruchs im Zusammenhang mit den Kreditaufnahmen durch die Gemeinde und der seit dem 31. August 2004 verstrichenen Zeit um ein halbes Jahr. Sie f�hrt dabei aus, wohl sei es bei den Kreditaufnahmen um mehrere Millionen gegangen, doch sei f�r das Strafmass neben der gesamten Deliktssumme letztlich die an den Tag gelegte grosse kriminelle Energie des Beschwerdef�hrers und sein auf den eigenen Vorteil bedachtes Verhalten entscheidend. Der aufgehobene Punkt stelle zufolge der bundesgerichtlichen Erw�gungen "keinen gewichtigen Teil des Schuldspruchs" dar. Insgesamt erscheine daher eine Zuchthausstrafe von 4 � Jahren als angemessen (vgl. Urteil vom 8. Februar 2006, S. 7).
5.2 Die Vorinstanz hat das objektive und subjektive Verschulden des Beschwerdef�hrers - insbesondere angesichts der nach wie vor als ausserordentlich hoch zu bezeichenden Deliktssumme, des �ber Jahre hinweg sich erstreckenden strafbaren Verhaltens, der teilweisen pers�nlichen Bereicherung des Beschwerdef�hrers, des skrupellosen Missbrauchs des ihm entgegengebrachten Vertrauens - als sehr schwer einstufen und deswegen, ohne Bundesrecht zu verletzen, eine Strafe im obersten Drittel des maximalen Strafrahmens in Betracht ziehen d�rfen. Davon, dass die Vorinstanz der sehr hohen Deliktssumme eine ihr nicht zukommende vorrangige Bedeutung beigemessen hat, kann nicht gesprochen werden. Vielmehr hat sie den Deliktsbetrag zutreffend als einen gewichtigen strafzumessungsrelevanten Gesichtspunkt neben anderen gew�rdigt (vgl. dazu BGE 118 IV 18; Hans Wipr�chtiger, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Art. 1-110 StGB, Basel 2003, Art. 63 N. 52).
Die angesichts des schweren Verschuldens, des Deliktsbetrags und der durch die Taten direkt erzielten pers�nlichen Bereicherung im Umfang von rund vier Millionen Franken in Betracht fallende Strafe am oberen Rand des Strafrahmens war wegen der Vorstrafenlosigkeit und des guten Leumunds des Beschwerdef�hrers in leichtem Mass zu mindern. Weiter war die Strafe auf Grund der seit den Taten vergangenen verh�ltnism�ssig langen Zeit und des seitherigen Wohlverhaltens des Beschwerdef�hrers im Sinne von Art. 64 Abs. 8 StGB erheblich zu mildern. Davon ist auch die Vorinstanz ausgegangen (vgl. Urteil vom 31. August 2004, S. 146 sowie Urteil vom 8. Februar 2006, S. 7). Dass sie den fraglichen Milderungsgrund gar nicht bzw. zu wenig in Rechnung stellte, kann nicht gesagt werden. Aus den Erw�gungen der Vorinstanz insbesondere zur Tatschwere und zum Verschulden des Beschwerdef�hrers ergibt sich, dass sie eine Einsatzstrafe im obersten Drittel des maximalen Strafrahmens ins Auge fasste. Der Strafmilderungsgrund von Art. 64 Abs. 8 StGB hat sich mithin - angesichts der ausgef�llten Zuchthausstrafe von letztlich 4 � Jahren - in betr�chtlichem Umfang auf das konkrete Strafmass niedergeschlagen. Ebenfalls strafmindernd war die Verneinung einer qualifizierten Tatbegehung beim Tatbestand der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung zu ber�cksichtigen. Demgegen�ber brauchte die Vorinstanz den vom Beschwerdef�hrer angerufenen Freispruch (Beschwerde, S.17; Urteil vom 31. August 2004, S. 86) nicht weiter zu beachten, hat sie doch damit nur das erstinstanzliche Urteil best�tigt (Urteil vom 8. Februar 2006, S. 7). Dem Freispruch im Zusammenhang mit den Kreditaufnahmen durch die Munizipalgemeinde Leukerbad trug sie hingegen zu Recht mit einer Herabsetzung der Strafe Rechnung. Sie hat dabei ber�cksichtigen d�rfen, dass das Bundesgericht den aufgehobenen Schuldpunkt im Verh�ltnis zur gesamten Verurteilung als nicht gewichtig einstufte. Ferner hat die Vorinstanz angenommen, der Freispruch vom Vorwurf der Urkundenf�lschung werde durch den zus�tzlichen Schuldspruch wegen Steuerbetrugs im Rahmen der Strafzumessung neutralisiert. Diesen zu Gunsten des Beschwerdef�hrers sprechenden oder f�r die Strafzumessung zumindest neutralen Umst�nde stehen straferh�hend die fehlende Einsicht und Reue sowie die Erh�hung der Deliktssumme im (Haupt)-Anklagepunkt gegen�ber. Da die von der Vorinstanz zu Lasten des Beschwerdef�hrers gewerteten Umst�nde insgesamt gleich schwer bzw. jedenfalls nicht leichter als die zu seinen Gunsten sprechenden Momente wiegen, lag eine Strafe von 4 � Jahren Zuchthaus angesichts der um mehr als einen Drittel unterschrittenen maximalen Freiheitsstrafe im Ermessen der Vorinstanz.
Die Strafe hielte sich - jedenfalls im Ergebnis - auch noch im Bereich des weiten sachrichterlichen Ermessens (siehe dazu BGE 129 IV 6 E. 6.1; 127 IV E. 2, je mit Hinweisen), wenn man das Verschulden des Beschwerdef�hrers infolge der grossen Nachl�ssigkeit der Opfer etwas weniger schwer beurteilen, den Strafmilderungsgrund des Zeitablaufs und Wohlverhaltens gem�ss Art. 64 Abs. 8 StGB noch etwas st�rker als die Vorinstanz zu seinen Gunsten ber�cksichtigen, den Freispruch wegen Urkundenf�lschung in etwas gr�sserem Umfang strafmindernd in Rechnung stellen, den von der Vorinstanz nicht erw�hnten indes auch nicht ins Gewicht fallenden Freispruch (vgl. Urteil vom 31. August 2004, S. 135) beachten wollte sowie die Medienberichterstattung �ber den Beschwerdef�hrer leicht strafmindernd werten w�rde. Eine st�rker als nur leicht strafmindernd zu gewichtende angebliche Vorverurteilung durch die Medien wird vom Beschwerdef�hrer lediglich behauptet; insoweit kommt er seinen Begr�ndungspflichten nicht nach (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP).
5.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die f�r die Strafzumessung massgeblichen Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat. Die Strafe von 4 � Jahren Zuchthaus liegt mehr als ein Drittel unter dem maximal bis siebeneinhalb Jahren Zuchthaus reichenden Strafrahmen und ist nachvollziehbar begr�ndet. Selbst unter Ber�cksichtigung der geltend gemachten Strafminderungen w�re die Strafe nicht unhaltbar hart und hielte im Ergebnis vor Bundesrecht stand. Der in diesem Zusammenhang gemachte Hinweis des Beschwerdef�hrers auf Urteile anderer Gerichte (Bezirksgericht Z�rich, Kreisgericht Brig) ist unbehelflich (BGE 124 IV 44 E. 2c; 123 IV 150 E. 2a). Die Beschwerde ist daher als unbegr�ndet abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Generalstaatsanwalt des Kantons Wallis und dem Kantonsgericht Wallis, Strafgerichtshof I, schriftlich mitgeteilt.