Source: http://siburg-recht.de/taetigkeitsfelder/
Timestamp: 2019-01-20 23:31:20
Document Index: 68062104

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 37', '§ 488', '§ 488', '§ 488', 'BGH', '§ 314', '§ 313', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Tätigkeitsfelder - SIBURG Rechtsanwalt
Rechtsanwalt SIBURG hat seine Kernkompetenz in den Bereichen
Bank- und Kreditrecht,
Die Kanzlei berät Sie im Bereich des KAPITALANLAGERECHTS; der Schwerpunkt seiner fachanwaltlichen Tätigkeit. In komplexen Fragen zur Haftung bei fehlgeschlagenen Kapitalanlagen bietet Rechtswalt SIBURG kreative und erfolgversprechende Lösungen an. Die Bündelung und Vertretung der Interessen geschädigter Investoren und die konsequente Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen stehen im Mittelpunkt der fachanwaltlichen Tätigkeit. Rechtsanwalt SIBURG verfügt durch seine langjährige Tätigkeit in MASSENSCHADENSFÄLLEN über ausgewiesene Expertise in der PROZESSFÜHRUNG vor deutschen Gerichten. Über Rechtsanwalt SIBURG steht Investoren von Kapitalanlagen auch die Möglichkeit offen, KAPITALMUSTERVERFAHREN nach dem Kapitalmusterverfahrensgesetz (KapMuG) durchzuführen oder Ansprüche anzumelden, in denen durch die Oberlandesgerichte grundsätzliche Haftungsfragen verbindlich geklärt werden.
GESCHLOSSENE FONDSBETEILIGUNGEN erfreuten sich lange Zeit überaus großer Beliebtheit bei deutschen Anlegern. Nach den Branchenzahlen des VGF (Verband Geschlossenen Fonds e.V.) wurde in 2007 Fonds mit einem Volumen von 19,73 Milliarden Euro platziert. In 2008 waren es 15,40 Milliarden Euro; in 2009, 9,39 Milliarden Euro und in 2010 immer noch 10,80 Milliarden Euro. Rund die Hälfte des platzierten Kapitals stammt von deutschen Anlegern.
Geschlossene Fondsbeteiligungen sind in der Regel als Personengesellschaften strukturiert (bspw. GmbH & Co. KG, atypisch stille Gesellschaft oder GbR). Dabei wird stets ein gemeinsamer Zweck verfolgt der im Erwerb, Betrieb und in der Veräußerung z.B. einer IMMOBILIE oder einem SCHIFF besteht. Der Anleger beteiligt sich in der Regel über einen TREUHÄNDER als Treugeber an dem geschlossenen Fonds. Der Grund lag zum einen in einem gewissen Anonymitätsinteresse des Anlegers, weil er nicht im Handelsregister eingetragen ist und so nicht von jedermann identifiziert werden kann. Zum anderen obliegt in der Regel die Verwaltung der Gesellschaftsanteile der Treugeber dem Treuhänder. Er übt weisungsgemäß das jeweilige Stimmrecht aus, sodass der oft unkundige Anleger zwar wirtschaftlich berechtigt ist, die Rechte aus der Beteiligung jedoch durch den Treuhänder ausgeübt werden.
Geschlossene Fondsbeteiligungen sind unternehmerische Beteiligungen die mit einem TOTALVERLUSTRISIKO für den Anleger einhergehen. Eine Einlagensicherung oder ähnliches gibt es nicht. Sie waren bei Initiatoren und Emittenten sehr beliebt, weil sie größtenteils auf dem GRAUEN KAPITALMARKT platziert worden sind. Der Graue Kapitalmarkt zeichnete sich dadurch aus, dass ihm eine gesetzliche Ordnung fehlte. Infolge dessen kam es verstärkt zu unsoliden und betrügerischen Machenschaften und spektakulären Zusammenbrüchen – bis bald das Wort des „Wegwerfkapitals“ die Runde machte. Aufgrund einer Vielzahl von Klagen geschädigter Anleger bildet letztlich die Rechtsprechung eine Art Sonderrecht für geschlossene Fondsbeteiligungen heraus. Damals wurde die bis heute geltende und in zahlreichen Gesetzen niedergelegte PROSPEKTHAFTUNG für Emittenten und ihre Emissionshelfer herausgebildet.
Ein Großteil der geschlossenen Fondsbeteiligungen blieb deutlich hinter den versprochenen Prognosen zurück. Zahllose Anleger haben bereits hohe FINANZIELLE VERLUSTE hinnehmen müssen und sehen sich sogar weiteren RÜCKFORDERTUNGSANSPÜRCHEN der Gesellschaften aussetzt.
Besonders hart hat es die Anleger von SCHIFFSFONDS getroffen, da sie in besonderer Art und Weise vom globalen Welthandel abhängig und damit von einem schwächelnden Marktumfeld besonders betroffen sind. Die weltweite Wirtschaftkrise, beginnend im September 2008 mit der Pleite der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Inc., hat sich im Laufe der Jahre zu der schwersten Schifffahrtskrise der letzten 145 Jahre entwickelt. Schätzungsweise 450 Schiffsfonds mit einem Fondsvolumen von rund 10 Milliarden Euro sind bislang insolvent gegangen. Nahezu wöchentlich kommen neue Insolvenzen hinzu. Die regelmäßig hohen Finanzierungen der Schiffe durch deutsche Schiffsbanken und private Kreditinstitute haben in der Insolvenz zur Folge, dass bei zwangsweiser Verwertung der Schiffe in einem abgekühlten Second-Hand-Markt, die Banken vorrangig befriedigt werden und die Anleger leer ausgehen.
Die Kanzlei setzt sich für einen transparenten und sauberen Kapitalmarkt ein. Auf den finanziellen Verlusten sollen die Anleger nicht sitzen bleiben. Häufig sind die Probleme für den wirtschaftlichen Fehlschlag nicht nur in konjunkturellen Engpässen zu sehen, sondern sie sind bereits bei Auflage der Fondsbeteiligungen angelegt, beispielsweise durch deutlich zu teuer eingekaufte Schiffe, verschwiegenen INTERESSENKONFLIKTEN, zu positiven Aussagen zum Marktumfeld, unklare Einnahmesituationen durch POOLMITGLIEDSCHAFTEN oder verschwiegene SONDERVORTEILEN für die Gründer geschlossener Fondsbeteiligungen.
Der Anlageberater hat umfassende INFORMATIONSPFLICHTEN. Werden Beratungspflichten verletzt, steht dem Kunden Schadensersatz zu. Der Berater muss den Kunden so beraten, dass dieser eigenverantwortlich seine Anlageentscheidung treffen kann. Nach dem Grundsatzurteil des BUNDESGERICHTSHOF aus dem Jahr 1993 (sog. Bond-Urteil) muss die Beratung anlegergerecht (personenbezogen) und anlagegerecht (objektbezogen) sein. Dazu gehört es, dass der Anlageberater den Wissensstand über Anlagegeschäfte und dessen Risikobereitschaft abfragt und den Kunden über alle Nachteile und Risiken der angebotenen Beteiligung aufklärt. Der Anlageberater bzw. die Bank hat die Kapitalanlage mit banküblichen kritischen Sachverstand einer PLAUSIBILITÄTSPRÜFUNG zu unterziehen.
Das Spektrum von Beratungsfehlern ist vielfältig. Der bankengebundene Anlageberater muss über seine Provisionen aufklären (KICK-BACK bzw. RÜCKVERGÜTUNGEN). Die empfohlene Anlage muss vollständig zu den Zielen des Kunden passen. Die Risiken und Nachteile dürfen nicht verharmlost oder gar verschwiegen werden. Vorhandene Prospektfehler können ebenfalls zu einem Beratungsfehler führen.
Volkswagen AG - Musterverfahren
ACHTUNG: VW AKTIONÄRE AUFGEPASST – Frist zur Anspruchsanmeldung läuft!
VW-Aktionäre die im Rahmen des VW-Abgasskandals Kursschäden durch die Abgasmanipulation der Volkswagen AG erlitten haben, können bis zum 08.09.2017 Schadensersatzansprüche beim Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig kostengünstig anmelden. Es besteht dringender Handlungsbedarf!
Das OLG Braunschweig hat im Musterverfahren gegen die Volkswagen AG mit Beschluss vom 08.03.2017 (3 Kap 1/16) den Musterkläger bestimmt. Mit der Bestimmung des Musterklägers haben Sie jetzt die Chance innerhalb von sechs Monaten Ihre Ansprüche anzumelden. Die Kosten für die Anmeldung richten sich nach der Höhe des anzumeldenden Anspruchs. Grundsätzlich ist die Anmeldung im Musterverfahren deutlich günstiger als die Erhebung einer eigenständigen Klage.
Sollten Sie über eine Rechtschutzversicherung verfügen, werden die Kosten in der Regel von Ihrer Versicherung übernommen.
Die Kanzlei bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Erfolgsaussichten und die Anfrage zur Kostenübernahme an Ihre Rechtschutzversicherung.
Kapitalmusterverfahren (KapMuG)
Mit dem Kapital­anleger-Muster­verfahrensgesetz­ – kurz KapMuG – sollten erstmals im deutschen Recht kapital­markt­rechtliche Klagen von Anlegern effektiv gebündelt werden. Die Begründug für das neue Gesetz lautete 2005, dass Massenklagen wie bei der Telekom und VW nach der bestehenden Zivil­prozess­ordnung nicht mehr zu bewältigen seien. Daher ist das Gesetz auch unter dem Namen „Lex Telekom“ bekannt.
Durch das Gesetz sollen zentrale Rechts­fragen sämtlicher Fälle vorab von der nächsthöheren Instanz entschieden werden.
Es wurde 2012 reformiert, heißt nun „Gesetz über Musterverfahren in kapital­markt­rechtlichen Streitig­keiten“ und hat 28 Paragrafen. Im Kern geht es darum, zentrale Rechts­fragen sämtlicher Fälle bereits vorab von der nächsthöheren Instanz verbindlich entscheiden zulassen. Dafür wird aus der Vielzahl der ganz ähnlich gelagerten Klagen ein einziger Fall als Exempel herausgegriffen. Bei Uneinigkeit kann das Prozedere bis zum Bundsgerichtshof (BGH) gehen.
KapMuG-Muster­bescheid hat eine bindende Wirkung.
Nach der Grundsatzentscheidung muss dann in jedem Einzelfall geprüft werden, ob die KapMuG-Entscheidung passt, um ein individuelles Urteil auszufertigen. Sollte eine Partei nicht einverstanden sein, wird der Einzelfall doch mit all seinen Besonderheiten durch verhandelt. Dann jedoch hat dabei der KapMuG-Muster­entscheid eine bindende Wirkung.
In einer Vielzahl von Fällen wurden im gesamten Bundegebiet verschiedene Musterverfahren eingeleitet. Wenn Sie wissen wollen, ob auch Ihre Fondsbeteiligung betroffen ist, kann Ihnen Rechtsanwalt SIBURG mit fachkundigen Rat zur Seite stehen.
Im Bereich der AKTIENRECHTS haften Emittenten von Aktien nach dem Wertpapierhandelsgesetz (§ 37 b, c WpHG) für unwahre und pflichtwidrig unterlassene AD-HOC-MITTEILUNGEN. Prominentes Beispiel ist die VOLKSWAGEN AG, die es unterlassen hat, rechtzeitig auf die Manipulationen der Abgastechnik an ihren Dieselfahrzeugen hinzuweisen. Steht die Verletzung von Ad-hoc-Mitteilungspflichten fest, kann der Anleger als Mindestschaden den sogenannten KURSDIFFERENZSCHADEN (KDS) ersetzt verlangen. Dieser Schaden ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem tatsächlich gezahlten Transaktionspreis und dem Preis, der sich bei pflichtgemäßem Verhalten gebildet hätte. Der hypothetische Preis der Aktie bei pflichtgemäßen Verhalten wird dabei durch die Kursveränderung unmittelbar nach Bekanntwerden der tatsächlichen Sachlage ermittelt.
AKTIENFONDS investieren typischerweise mit breiter Streuung in allgemein anerkennte Qualitätswerte (Blue Chips). Es gibt auch spezielle Aktienfonds die sich auf bestimmte Abschnitte des Aktienmarktes konzentrieren, .B. als Branchenfonds auf Akteien bestimmter Industriezweige oder Wirtschaftssektoren. Beliebt sind auch Aktien-Indexfonds, die mit Ihrem Wertpapiervermögen die Struktur und Gewichtung eines Aktenindex nachbilden (z.B. DAX, Dow Jones, EURO STOXX 50).
Aktienfonds werden in der Regel aktiv gemanagt, wofür Kosten von bis zu 3 % des Durchschnittswertes des jeweiligen Fonds abgerechnet werden. Ein unabhängiger europäischer Branchendienst hat insgesamt 2.332 derartiger Aktienfonds untersucht und festgestellt, dass bei 165 Aktienfonds der Verdacht naheliegt, dass diese nicht aktiv gemanagt werden, sondern Charakteristika von sogenannten „closet index funds“ aufzeigen, bei denen kein aktives Management stattfindet, sondern ein bestimmter Index nachgebildet wird. Hieraus können sich Schadensersatz- und Rückzahlungsansprüche der Investoren ergeben.
Rechtsanwalt SIBURG bietet kompetente Beratung im Bereich des Bank- und Kreditrechts. Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit im Kreditrecht sind:
Unternehmerdarlehen – Rückforderung von Bearbeitungsgebühren
Heute noch teure Immobilienkredite widerrufen und tausende Euro sparen – falsche Widerrufsbelehrung macht es möglich!
Viele Verbraucher haben in der Vergangenheit ihre Darlehensverträge gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig abgelöst, beispielsweise weil sie die finanzierte Immobilie verkauft haben. Die zu zahlende Vorfälligkeitsentschädigung kompensiert in diesem Fall den Zinsausfallschaden, der der Bank durch die vorzeitige Kündigung entsteht.
Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 19.01.2016, Az. XI ZR 388/14 nun verbraucherfreundlich entschieden, dass eine Klausel in einem Darlehensvertrag, nach der zukünftige Sondertilgungsrechte bei der Berechnung der Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung nicht berücksichtigt werden, unwirksam ist. Grundlage dieser Entscheidung war die Klage eines Verbraucherschutzvereins wegen einer von der beklagten Sparkasse verwandten Klausel in den „Besonderen Vereinbarungen“ des Darlehensvertrags.
Der Bundesgerichtshof stellte nun klar, dass die rechtlich geschützte Zinserwartung eines Kreditinstituts durch vereinbarte Sondertilgungsrechte begrenzt werde und dies bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung seinen Niederschlag finden müsse.
Unter Vermögensverwaltung versteht man die Verwaltung von Vermögen, das dem Vermögensverwalter wirtschaftlich nicht als eigenes zusteht. Der Vermögensverwalter trifft die Entscheidung über die Anlage von Geldern bzw. über die Verwendung des Vermögens im Interesse des Anlegers. Mitte 2013 hielten private Haushalte in der Bundesrepublik an Bargeld, Einlagen, Wertpapieren und Ansprüchen gegen Versicherungen netto rund 3500 Milliarden € (vgl. BBank, Monatsbericht, Januar 2014).
Vermögensverwalter unterliegen besonderen Pflichten vor und bei Abschluss des Verwaltungsvertrages. Der Vermögensverwalter muss eine Exploration des Kunden („know your customer“) durchführen. Der Verwalter hat sich deshalb nach den Verhältnissen des Anlegers zu erkundigen. Dazu zählen zum einen, um die Geeignetheit einer Anlage Empfehlung beurteilen zu können, die Anlageziele, seine Risikoneigung, seine Einkommens – und Vermögenssituation, seine Risikotragfähigkeit etc. Der Vermögensverwalter muss grundsätzlich in der Lage sein zu verstehen, welche Anlageziele der Kunde verfolgt, welche Anlagestrategien sich im Hinblick auf die Anlageziele eignen und von welchem Verständnis Horizont des Kunden ausgehen kann.
Im Rahmen der vom Vermögensverwalter geschuldeten Informationen geht es um die Darstellung der Anlagestrategien und der Finanzierungsinstrumente, die für die Vermögensverwaltung in Betracht kommen, sowie deren Möglichkeiten und Risiken. Der Vermögensverwalter ist verpflichtet, dem Kunden ein zutreffendes Bild von den Chancen und Risiken der beabsichtigten Vermögensverwaltung und der in ihrem Rahmen auszuführenden Geschäfte zu vermitteln.
Neben diesen Informationen über die Möglichkeiten und Risiken der beabsichtigten Vermögensverwaltung muss sich die Beratung nicht grundsätzlich auf konkrete Anlageinstrumente, sondern auf die Ausgestaltung der für die Durchführung der Vermögensverwaltung maßgeblichen Anlagerichtlinien beziehen.
Die Kanzlei SIBURG bietet Hilfe bei der Überprüfung der Geeignetheit der Anlagestrategie der konkret ausgestalteten Anlagerichtlinien. Sollte sich auch ihre Vermögensverwaltung zunehmend negativ entwickeln, können Sie sich gerne an die Kanzlei SIBURG wenden.
Rechtsanwalt SIBURG bietet in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt PEISKER aus Ravensburg (http://www.wagner-peisker.de/) umfangreiche Beratungsleistungen zu allen Fragen rund um Ihren Bausparvertrag an. Bausparkassen kündigen massenhaft Bausparverträge…
Weitere Informationen auch unter: http://www.bausparer-hilfe.de
Kündging durch Bausparkasse - Widerspruch lohnt sich
Beitrag von unserer Internetseite: http://www.bausparer-hilfe.de
Die deutschen Bausparkassen kündigen derzeit massiv ältere Bausparverträge, bei denen die Bauparsumme noch nicht erreicht ist. Vor allem die
kündigen hochverzinste Bausparverträge zu Lasten der Bausparer. Alleine die Schwäbisch Hall hat über 50.000 Kunden gekündigt. Uns liegen zum Beispiel aktuell wieder Kündigungen der Wüstenrot von Ende November 2016 zur Prüfung vor.
Wir halten das Vorgehen der Bausparkassen grundsätzlich für rechtswidrig. Eine vertragliche oder gesetzliche Grundlage für die Kündigung konnten wir bei den uns zur Ersteinschätzung vorliegenden Fällen nicht feststellen.
Die Bausparkassen versuchen sich durch massenhafte Kündigungen von den für den Bauparer gut verzinsten Bausparverträgen loszusagen, anstatt sich vertragstreu zu verhalten („pacta sunt servanda“). Hier bei sind derzeit vor allem zwei Fallgruppen vorherrschend:
1. Kündigung nach § 488 Abs.3 BGB, da das Bausparguthaben zuzüglich Bonuszinsen die Bausparsumme erreicht
Häufig kündigen die Bausparkassen auch, wenn das Bausparguthaben zuzüglich im Bausparvertrag vereinbarter Bonuszinsen die Bausparsumme erreicht und berufen sich dabei auf § 488 Abs.3 BGB.
Einer solchen Kündigung hat das OLG Celle eine Absage erteilt. Es hielt die auf § 488 Abs.3 BGB gestützte Kündigung für unberechtigt, da die Bonuszinsen erst entstehen, wenn der Bausparer auf sein Bauspardarlehen verzichtet. So lange der Bausparer dies aber noch nicht getan hat, besteht sein Anspruch auf ein Bauspardarlehen fort, und die Kündigung der Bausparkasse ist damit unwirksam. Das LG Hannover hat sich der Auffassung des OLG Celle angeschlossen. Auch der BGH hat in seinen Urteilen bereits bestimmte Bonuskonstellationen ausgenommen. Auch das AG Coburg hat in einem Verfahren der Bausparerhilfe aktuell eine solche Kündigung für unwirksam erklärt.
2. Kündigung aus wichtigem Grund nach § 314 Abs. 1 Satz 1 BGB bzw. wegen Störung der Geschäftsgrundlage nach § 313 BGB
Derzeit werden auch Kündigungen aus wichtigem Grund bzw. wegen Störung der Geschäftsgrundlage ausgesprochen. Nach unserer Auffassung sind diese unwirksam, da bei einer solche Kündigung die Interessen beider Parteien zu betrachten sind und die Bausparkassen einseitig von einer Kündigung profitieren. Auch der BGH hat in seinen Urteilen diese Kündigungsgründe zurückgewiesen und festgestellt, dass die Voraussetzungen für eine solche Kündigung nicht vorliegen.
Was muss ich tun, wenn mir gekündigt wurde?
Wenn Ihr Bausparvertrag gekündigt wurde, sollten Sie schnell reagieren. Widersprechen Sie schriftlich der Kündigung und nehmen Sie sich dringend anwaltliche Hilfe.
Bundesgerichtshof erklärt Darlehensgebühren bei Bauspardarlehen für unwirksam!
Der BGH hat mit Urteil vom 8. November 2016 – XI ZR 552/15 entschieden, dass eine vorformulierte Bestimmung über eine „Darlehensgebühr“ in Höhe von 2 Prozent der Darlehenssumme in Bausparverträgen zwischen Verbrauchern und Unternehmern unwirksam ist.
Wenn Sie also eine Darlehensgebühr bei Inanspruchnahme des Bauspardarlehens gezahlt haben, fordern Sie diese bei Ihrer Bausparkasse zurück.
Sollte die Bausparkasse dem nicht nachkommen, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen, die gezahlten Gebühren zurück zu bekommen!
Rechtsanwalt SIBURG berät Sie im Versicherungsrecht. LEBENS-UND RENTENVERSICHERUNGSVERTRÄGE stehen derzeit verstärkt im Focus. Sie können anstatt Ihren Vertrag zu Kündigung durch einen WIDERSPRUCH einen deutlich höheren Rückzahlungsanspruch geltendmachen. Die Rahmenbedingungen sind durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) und den Bundesgerichtshof (BGH) höchstrichterlich abgestekt worden. Es herrscht Rechtssicherheit im Hinblick auf das Widerspruchsrecht und die Berechnung des Rückzahlungsbetrages.
Die Kanzlei beträt auch im Bereich des HAFTPFLICHTVERSICHERUNGSRECHTS und hilft bei Unstimmigkeiten mit Ihrer RECHTSCHUTZVERSICHERUNG.
Lebens- und Rentenversicherungen- Widerspruch statt Kündigung
Der Bundesgerichtshofs (BGH) hat entschieden, dass laufende und beendete Rentenversicherungsverträge jederzeit rückabgewickelt werden können, wenn der Versicherungsnehmer bei Vertragsschluss nicht oder nicht richtig über sein WIDERSPRUCHSRECHT belehrt wurde bzw. ihm nicht alle Unterlagen vorgelegen haben. Das könnte etwa 80 % der Rentenversicherungen betreffen, die zwischen dem 21. Juli 1994 und dem 31. Dezember 2007 geschlossen wurden. Der Durchführung der Verträge kann damit heute noch widersprochen werden. Der Bundesgerichtshof hat auch festgestellt, dass selbst einem bereits gekündigten Vertrag noch widersprochen werden kann und die Differenz zwischen Rückkaufswert und RÜCKABWICKLUNGSWERT geltend gemacht werden kann.
Bei erfolgreichem Widerspruch hat der Versicherte dann Anspruch auf die Rückzahlung aller Prämien plus Nutzungsentschädigung minus einem Risikoanteil (max. 10 % der Prämien). Sie können der Kanzlei einen PRÜFAUFTRAG im Hinblick auf Ihr individuelles Widerspruchsrecht und der Höhe des Rückabwicklungsanspruchs erteilen.
RECHTSSCHUTZVERSICHERUNGEN decken in der Regel die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen im Bank- und Kapitalmarktrecht ab. Allerdings versuchen einige Rechtschutzversicherer mit verschiedenen Begründungen bspw. mit dem Ausschlussgrund „Recht der Handelsgesellschaft“, „Spekulationsgeschäfte“ oder „Beteiligung an Kapitalanlagemodellen, auf welche die Grundsätze der Prospekthaftung anwendbar sind“ sich der Eintrittspflicht zu entziehen. Zahlreiche Ausschlussgründe sind bereits Gegenstand von gerichtlichen Entscheidungen gewesen und oft wurde zu Gunsten der Anleger entschieden (z.B. BGH – IV ZR 84/12). Sollten Rechtschutzversicherungen Deckung ablehnen ist auch der Weg zum OMBUDSMANN der Versicherungen oder die Erstellung eines STICHENTSCHEID zu prüfen. Geschädigte Anleger sollten daher ihren Rechtsanwalt beauftragen, eine Deckungszusage des Versicherers einzuholen.
Rechtsanwalt SIBURG berät Sie im Bereich des GESELLSCHAFTSRECHTS zu Fragen der Existenzgründung, Strukturierung, Konzeption und Haftung. Die Erarbeitung von Gesellschaftsverträgen und Satzungen für Personen- und Kapitalgesellschaften z.B. für GbR, Verein, GmbH, Stille Gesellschaften und GmbH & Co. KG gehört ebenso zum Tätigkeitsbereich wie die Beratung in gesellschaftsrechtlichen Fragen z.B. zu Geschäftsführerhaftung, Abfindungsansprüchen, Beteiligungsübertragungen, Kapitalerhöhungen und Rechtsnachfolge.
Eine rechtlich fundierte Vertragsgestaltung von Gesellschaftsverträgen, als Verfassung der Gesellschaft, ist zentral für das Gelingen der Unternehmung. Ein lückenloser Gesellschaftsvertrag beugt Unklarheiten und drohenden Streitigkeiten unter den Gesellschaftern vor z.B. bei Austritt einzelner Gesellschafter und Geltendmachung von Abfindungsansprüchen.
Schiffscontainer: P&R Gruppe meldet Insolvenz an! 51.000 Anleger betroffen – Hier erfahren Sie was Sie tun können