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Timestamp: 2016-10-22 07:10:21
Document Index: 232119868

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 19', 'Art. 95', 'Art. 113', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 57', 'Art. 68', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

I 128/98 (24.01.2000)
I 128/98 Vr
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Meyer, Borella und Bundesrichterin Leuzinger;
V.________, 1957, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt S.________,
A.- Der 1957 geborene V.________ st�rzte am 20. September 1989 aus drei bis vier Metern H�he von einem Ger�st und zog sich dabei Rippenfrakturen links sowie Kontusionen der Niere, der Bauchspeicheldr�se und der Lendenwirbels�ule (LWS) zu. Die Heilung verlief verz�gert, wobei insbesondere R�ckenschmerzen anhielten. Am 8. Januar 1993 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich holte unter anderem Gutachten bei Dr. med. O.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. Oktober 1994, sowie beim Zentrum f�r Medizinische Begutachtung (ZMB), vom 29. November 1995, ein, zog die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) bei und liess die beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten abkl�ren. Gest�tzt darauf lehnte sie nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens mit Verf�gung vom 22. Januar 1996 einen Rentenanspruch ab.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde, in deren Verfahrensverlauf V.________ ein von seinem Rechtsvertreter veranlasstes Gutachten des Dr. med. H.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. Juni 1996, einreichen liess, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 6. Februar 1998 ab.
C.- V.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Begehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien ihm "die gesetzlich geschuldeten Leistungen zu bezahlen, insbesondere eine Rente zuzusprechen" und die IV-Stelle sei zur �bernahme der Kosten des Gutachtens des Dr. med. H.________ zu verpflichten. Weiter ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung.
1.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmungen �ber die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Erw�gungen �ber die Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 115 V 134 Erw. 2, 105 V 158 Erw. 1; vgl. auch BGE 114 V 314 Erw. 3c). Darauf kann verwiesen werden.
2.- Es ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer Schwerstarbeiten (z.B. auf dem Bau) nicht mehr aus�ben kann. In W�rdigung der umfangreichen medizinischen Unterlagen, insbesondere der im Administrativverfahren eingeholten Gutachten des Dr. med. O.________ und des ZMB sowie unter Ber�cksichtigung des im kantonalen Verfahren vom Beschwerdef�hrer ins Recht gelegten Privatgutachtens des Dr. med. H.________, zog das kantonale Gericht den Schluss, f�r eine mittelschwere, dem R�cken angepasste T�tigkeit sei er aus somatischer Sicht hingegen zu 100 % arbeitsf�hig, wobei er dabei aus psychiatrischer Sicht nicht in erheblicher zus�tzlicher Weise eingeschr�nkt sei. Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz im Wesentlichen vor, bei der Beurteilung seiner Arbeitsf�higkeit die Anforderungen an den Beweiswert eines Gutachtens verkannt und auf nicht schl�ssige medizinische Gutachten abgestellt zu haben.
3.- a) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu w�rdigen sind. F�r das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (Art. 40 BZP in Verbindung mit Art. 19 VwVG; Art. 95 Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 113 und 132 OG). Danach haben Versicherungstr�ger und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an f�rmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgem�ss zu w�rdigen. F�r das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass der Sozialversicherungsrichter alle Beweismittel, unabh�ngig davon, von wem sie stammen, objektiv zu pr�fen und danach zu entscheiden hat, ob die verf�gbaren Unterlagen eine zuverl�ssige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu w�rdigen und die Gr�nde anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet sind. Ausschlaggebend f�r den Beweiswert ist grunds�tzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen).
b) Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweisw�rdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten
Richtlinien f�r die Beweisw�rdigung aufzustellen.
aa) So weicht der Richter bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gr�nde von der Einsch�tzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verf�gung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widerspr�chlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in �berzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegens�tzliche Meinungs�usserungen anderer Fachexperten dem Richter als triftig genug erscheinen, die Schl�ssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass er die �berpr�fung durch einen Oberexperten f�r angezeigt h�lt, sei es, dass er ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 118 V 290 Erw. 1b, 112 V 32 f. mit Hinweisen).
bb) Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die SUVA und durch UVG-Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezial�rzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er�rterung der Befunde zu schl�ssigen Ergebnissen gelangen, ist in der Beweisw�rdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit der Expertise sprechen (BGE 104 V 212 Erw. c; RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5a mit weiteren Hinweisen). Zu beachten ist, dass die SUVA bei der Einholung von solchen Gutachten sinngem�ss nach den Bestimmungen des Bundeszivilprozesses zu verfahren und insbesondere die in Art. 57 ff. BZP genannten Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten zu beachten hat (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5b), was ebenfalls f�r die nach Art. 68 Abs. 1 UVG zugelassenen Privatversicherer gilt (BGE 120 V 361 f. Erw. 1c).
cc) In Bezug auf Berichte von Haus�rzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Haus�rztemitunterim Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsf�llen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 124 I 175 Erw. 4 mit Hinweisen; unver�ffentlichte Urteile B. vom 11. Juni 1997, I 255/96, B. vom 22. Februar 1994, I 159/93 und P. vom 22. Oktober 1984, U 10/84; Pl�doyer 6/94 S. 67; Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 31).
ee) Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner �rzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schl�ssig erscheinen, nachvollziehbar begr�ndet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre
Zuverl�ssigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte
Arzt in einem Anstellungsverh�ltnis zum Versicherungstr�ger steht, l�sst nicht schon auf mangelnde Objektivit�t und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umst�nde, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begr�ndet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 122 V 161 unten f.
c) Im zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenen, in RKUV 1999 Nr. U 356 S. 570 ver�ffentlichten Urteil B. vom 14. Juni 1999, U 139/98, hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht erkannt, dass auch ein Parteigutachten �usserungen eines Sachverst�ndigen enth�lt, welche zur Feststellung eines medizinischen Sachverhalts beweism�ssig beitragen k�nnen. Daraus folgt indessen nicht, dass eine solche Expertise den gleichen Rang besitzt wie ein vom Gericht oder von einem Unfallversicherer nach Massgabe des anwendbaren Verfahrensrechts eingeholtes Gutachten. Trotz dieser beschr�nkten Bedeutung verpflichtet es indessen, wie jede substanziiert vorgetragene Einwendung gegen eine solche Expertise, den Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien f�r die Beweisw�rdigung folgend, zu pr�fen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder vom Unfallversicherer f�rmlich bestellten Gutachters derart zu ersch�ttern vermag, dass davon abzuweichen ist (Erw. 3c).
Dieselbe Pr�fungspflicht obliegt dem Richter, wenn mit einem Privatgutachten Einwendungen gegen eine von einer IV-Stelle im Rahmen des Abkl�rungsverfahrens eingeholte Expertise erhoben werden, insbesondere gegen solche einer spezialisierten unabh�ngigen Abkl�rungsstelle (vgl. dazu, f�r die MEDAS, BGE 123 V 178 f. Erw. 4b mit Hinweis).
4.- In beiden vom Beschwerdef�hrer beanstandeten Gutachten ging es um die Erhebung der medizinischen Grundlagen f�r die Beurteilung der Arbeitsf�higkeit, in jenem des Dr. med. O.________ in psychiatrischer Hinsicht, in der Expertise des ZMB polydisziplin�r. Nach dem in Erw. 3c Dargelegten ist zu pr�fen, ob die allgemeinen sowie die gest�tzt auf das Privatgutachten Dr. med. H.________ erhobenen Einwendungen die Darlegungen der Administrativgutachter zu ersch�ttern verm�gen, auf denen angefochtener Entscheid und Ablehnungsverf�gung beruhen.
a) Gegen�ber dem Gutachten des Dr. med. O.________ erhebt der Beschwerdef�hrer zun�chst den Vorwurf der fehlenden Neutralit�t und Objektivit�t. �berdies weise das Gutachten verschiedene fachliche M�ngel auf.
aa) Ein Ausstands- oder Ablehnungsgrund ist nach der Rechtsprechung so fr�h wie m�glich geltend zu machen. Es verst�sst gegen Treu und Glauben, Einw�nde dieser Art erst im Rechtsmittelverfahren vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher h�tte festgestellt werden k�nnen. Wer einen Richter nicht unverz�glich ablehnt, nachdem er vom Ablehnungsgrund Kenntnis erh�lt, sondern sich stillschweigend auf den Prozess einl�sst, verwirkt den Anspruch auf sp�tere Anrufung der Verfahrensgarantien von Art. 58 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK (BGE 121 I 38 Erw. 5f, 118 Ia 284 Erw. 3a, 117 Ia 323 Erw. 1c und 495 Erw. 2a, 114 Ia 280 Erw. 3e, 114 V 62 Erw. 2b, 112 Ia 340). Diese Rechtsprechung gilt analog f�r die Geltendmachung von Ausstands- und Ablehnungsgr�nden gegen�ber einem Experten (BGE 116 Ia 142 Erw. 4).
Zun�chst ist festzustellen, dass sich der Beschwerdef�hrer im Vorfeld der psychiatrischen Begutachtung wohl gegen die Durchf�hrung derselben durch Dr. med. I.________, Psychiatrie und Psychotherapie, aussprach, worauf ihm am 21. Juli 1994 mitgeteilt wurde, Dr. med. O.________ nehme die Begutachtung vor. Gegen die Ernennung dieses Experten hat der Versicherte indessen keine Einwendungen erhoben. Die Berufung auf einen Ablehnungsgrund erfolgt nach dem Gesagten versp�tet.
Abgesehen davon geht er mit seiner Forderung zu weit, wonach Dr. med. O.________ als urspr�nglich kroatischem Arzt keine Gutachtensauftr�ge �ber "Personen anderer ethnischer Zugeh�rigkeiten aus demselben geographischen Raum" erteilt werden d�rften. In dieser allgemeinen Form w�rde die Forderung dem Grundsatz friedlichen multikulturellen Zusammenlebens zuwiderlaufen. Dass auch in den Ausf�hrungen des Gutachtens Anhaltspunkte f�r eine Voreingenommenheit des Experten gegen�ber dem Beschwerdef�hrer hervorgehen, wie dieser behauptet, etwa aus der Bezeichnung des Versicherten als "fleischig", oder wegen der nach der Auffassung des Beschwerdef�hrers als kr�nkend anzusehenden Verdachtsdiagnose eines Aethylabusus, kann nicht behauptet werden. Mit "fleischig", welches Wort nicht isoliert sondern im Zusammenhang mit der Beschreibung der �usseren Erscheinung gesehen werden muss, will der Gutachter offenbar einen Habitus beschreiben, der nicht als (ausgepr�gt) fettleibig erscheint und im Allgemeinstatus des ZMB-Gutachtens als "stark gebaut" bezeichnet worden ist. Etwas Kr�nkendes ist darin nicht zu erblicken, ebenso nicht in der Feststellung einer leichten Facies aethylica. Wenn der Gutachter im Gesicht des Beschwerdef�hrers Anzeichen eines Alkoholmissbrauchs zu erkennen meinte, so ist es nicht sachfremd, darauf hinzuweisen. Dass sein Eindruck nicht als gesichert erscheint, l�sst der Gutachter erkennen, indem er den Alkoholabusus zeitlich m�glicherweise als etwas zur�ckliegend angibt, dies angesichts von normalen Laborwerten.
bb) Die Familien- und Personenanamnese bis zum Unfallereignis im September 1989 wird im Gutachten als unauff�llig bezeichnet. Das bedeutet nicht, wie der Beschwerdef�hrer behauptet, dass sie gar nicht erhoben worden ist, setzt doch auch ein blander Befund eine Untersuchung voraus. Der Beschwerdef�hrer kritisiert sodann verschiedene Punkte des Gutachtens von Dr. med. O.________, welche indessen der Schl�ssigkeit seiner Stellungnahme, es liege psychiatrischerseits keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit vor, nicht Abbruch tut. Denn die R�gen am Gutachten des amtlich eingesetzten Experten st�tzen sich praktisch ausschliesslich auf das Privatgutachten des Dr. med. H.________. Auf diese Privatexpertise kann indessen, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend bemerkt, nicht abgestellt werden, weil Dr. med. H.________ dem Beschwerdef�hrer bei der Begutachtung nicht kritisch genug begegnet ist: er �bernimmt ohne weiteres dessen Schmerzangaben wie �berhaupt das gesamte in der Untersuchungssituation gezeigte Verhalten, ohne dieses umsichtig und auf das sonstige Sozialverhalten bezogen zu w�rdigen, und macht es unmittelbar zur Grundlage der Diagnosestellung (Gutachten S. 23 unten), von welcher daher nicht ausgegangen werden kann. Sodann betreffen die als Ursachen der Chronifizierung angegebenen Faktoren (Gutachten S. 32 unten) weit �berwiegend invalidit�tsfremde Aspekte, die nicht objektiv zu erkl�ren verm�gen, warum der Beschwerdef�hrer, aufgrund seiner psychischen Verfasstheit, nicht mehr die Kraft aufbringen k�nnte, einer Erwerbsarbeit nachzugehen, wie es die Rechtsprechung zum invalidisierenden geistigen Gesundheitsschaden verlangt (BGE 102 V 165 f.). Der Vorwurf des Beschwerdef�hrers an die Vorinstanz, ihr fehle f�r die Feststellung, dass die Gutachten von Dr. med. O.________ und des ZMB im psychiatrischen Teil im Wesentlichen �bereinstimmen w�rden, die Fachkenntnis, ist bei dieser Beweislage irrelevant, auch wenn es w�nschbar erscheint, dass sich die f�r die Invalidenversicherung (und die �brigen Sozialversicherungszweige) t�tigen psychiatrischen Gutachter der anerkannten Diagnoseklassifikationssysteme, vorzugsweise der internationalen Klassifikation psychischer St�rungen (ICD-10), bedienen.
b) Aus den gleichen Gr�nden verm�gen die Einw�nde des Beschwerdef�hrers gegen das Gutachten des ZMB, namentlich den darin enthaltenen Bericht des Dr. med. W.________, Facharzt Psychiatrie, dessen Schlussfolgerungen nicht zu ersch�ttern. Wenn der Beschwerdef�hrer bem�ngelt, vieles sei in diesem Bericht nicht diskutiert worden, so ist ihm entgegenzuhalten, dass sich die Gutachten einer beliebigen Zahl von Experten zur selben Sache in der Art und Weise der Darlegungen mehr oder weniger unterscheiden, ohne dass aus dieser Verschiedenheit R�ckschl�sse auf die Qualit�t eines Gutachtens gezogen werden k�nnen. Entscheidend ist, dass die Voraussetzungen, die an eine medizinische Begutachtung zu stellen sind, mit den Expertisen von ZMB und Dr. med. O.________ insgesamt erf�llt sind. Namentlich die Schlussfolgerungen des ZMB, aus somatischen Gr�nden sei der Beschwerdef�hrer in der Lage, eine mittelschwere, dem R�cken adaptierte T�tigkeit vollschichtig auszu�ben, und eine zus�tzliche Arbeitsunf�higkeit k�nne psychiatrisch nicht begr�ndet werden, sind einleuchtend und nachvollziehbar, ebenso die Antworten auf die speziell an den Gutachter gestellten Fragen.
5.- Zu pr�fen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieses Gesundheitsschadens.
W�hrend das Valideneinkommen unbestrittenermassen Fr. 59'467. - betr�gt, herrscht �ber das Invalideneinkommen Uneinigkeit. Die Vorinstanz ist bei der Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht vom Mittel zwischen Fr. 3200. - und Fr. 3800. - (Fr. 3500. -) monatlich ausgegangen, woraus ein rentenausschliessender Invalidit�tsgrad von 23,5 % resultiert. Der Beschwerdef�hrer h�lt daf�r, dass vom unteren Ansatz von Fr. 3200. - auszugehen und davon ein Abzug von 25 % vorzunehmen sei, da Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Einschr�nkungen nicht mit den statistisch erfassten Arbeitsl�hnen rechnen k�nnten. Es sind indessen keine Gr�nde ersichtlich, welche den Schluss zuliessen, der Beschwerdef�hrer k�nnte mit der ihm zumutbaren Willensanstrengung nicht mindestens den mittleren Lohnansatz von Fr. 3500. - monatlich erreichen. Was den leidensbedingten Abzug anbetrifft, der insbesondere Versicherten gew�hrt wird, die bisher schwere k�rperliche Arbeiten verrichtet haben und aus gesundheitlichen Gr�nden nur noch leichte T�tigkeiten ausf�hren k�nnen und daher in der Regel �berproportional weniger verdienen als gesunde Hilfsarbeiter (vgl. dazu BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb; AHI 1998 S. 291 Erw. 3b; in BGE 114 V 310 nicht publizierte Erw. 4b), kann ein solcher wohl auch vorgenommen werden, wenn das hypothetische Invalideneinkommen aufgrund konkreter L�hne in Verweisungsberufen ermittelt wird (RKUV 1999 Nr. U 343 S. 414 Erw. 4b/cc). Der Abzug von 25 % kommt jedoch nicht generell und in jedem Fall zur Anwendung. Vielmehr ist anhand der gesamten Umst�nde des konkreten Einzelfalles zu pr�fen, ob und in welchem Ausmass das hypothetische Einkommen als Invalider zus�tzlich reduziert werden muss (AHI 1998 S. 177 Erw. 3a). Vorliegend ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer nicht mehr bloss noch leichte, sondern dem R�cken angepasste mittelschwere Arbeit verrichten kann. Weiter ist zu beachten, dass ihm eine leidensangepasste Besch�ftigung ganztags zumutbar ist, und nichts daf�r spricht, dass er �ber die aus den R�ckenbeschwerden resultierende Beeintr�chtigung hinaus lohnm�ssig benachteiligt ist. Ein Abzug l�sst sich nach dem Gesagten nicht rechtfertigen. Die Vorinstanz hat im �brigen ber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrer unerfahren ist. Selbst wenn an die unterste m�gliche Einkommensgrenze gegangen w�rde, resultiert daraus kein Invalidit�tsgrad, der Anspruch auf eine Invalidenrente erg�be.
6.- Der angefochtene Entscheid ist sodann auch in Bezug auf die Abweisung des Begehrens um Verg�tung der Kosten des Privatgutachtens von Dr. med. H.________ nicht zu beanstanden, ist doch eine solche nach der Rechtsprechung an die Voraussetzung des Obsiegens gebunden. Das Privatgutachten war zur Kl�rung der medizinischen Sachlage nicht erforderlich (vgl. BGE 115 V 62).
7.- Da es im vorliegenden Verfahren um Versicherungsleistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben. Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
III. Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt S.________ f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung (einschliesslich Mehrwertsteuer) von Fr. 2500. - ausgerichtet.
IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, der Ausgleichskasse des Kantons Z�rich und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.