Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202010,%20497
Timestamp: 2019-10-20 15:40:37
Document Index: 336973666

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.11.2009 - VI ZR 325/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1720
BGH, 10.11.2009 - VI ZR 325/08 (https://dejure.org/2009,1720)
BGH, Entscheidung vom 10.11.2009 - VI ZR 325/08 (https://dejure.org/2009,1720)
BGH, Entscheidung vom 10. November 2009 - VI ZR 325/08 (https://dejure.org/2009,1720)
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Zur Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Nichtberücksichtigung eines von einer Partei sich zu Eigen gemachten Beweisergebnisses
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bei Nichtberücksichtigung eines von einer Partei als für sich günstig angenommenen Beweisergebnisses
Anspruch auf rechtliches Gehör; Beweisaufnahme; berücksichtigungsfähiger Parteivortrag; fehlerhafte Tatsachenfeststellung
Ergebnis der Beweisaufnahme und rechtliches Gehör
Prozesspartei macht sich ihr günstiges Beweisergebnis stillschweigend zu eigen! (IBR 2010, 1011)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 10.11.2009, Az.: VI ZR 325/08 (Stillschweigendes Zueigenmachen nach günstigem Beweisergebnis)" von RiOLG a.D. Heinz Diehl, original erschienen in: ZfS 2010, 389.
Kurznachricht zu "Was wird aus der unerkannt günstigen Beweisaufnahme?" von der Redaktion der PA, original erschienen in: PA 2010, 111 - 112.
LG Düsseldorf, 30.08.2007 - 3 O 606/04
NJW-RR 2010, 495
MDR 2010, 227
VersR 2010, 497
Dies gilt gleichermaßen, wenn sich die Partei ein ihr (vermeintlich) günstiges Ergebnis der Beweisaufnahme hilfsweise zu eigen macht (zu letzterem etwa BGH, Beschluss vom 10. November 2009 - VI ZR 325/08, NJW-RR 2010, 495 Rn. 5).
Im Ansatz zutreffend weist die Revision zwar darauf hin, dass sich die Beklagte im Zweifel die ihr günstige erstinstanzliche Zeugenaussage des Einsatzleiters, er habe bei der Auswahl des Löschmittels sein Ermessen ausgeübt, auch bereits erstinstanzlich zu Eigen gemacht hat (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 3. April 2001 - VI ZR 203/00, NJW 2001, 2177, 2178; Beschluss vom 10. November 2009 - VI ZR 325/08, VersR 2010, 497 Rn. 5).
c) Diese ihm günstigen Ausführungen des Sachverständigen hatte sich der Kläger zumindest konkludent zu Eigen gemacht (vgl. Senatsurteil vom 8. Januar 1991 - VI ZR 102/90, VersR 1991, 467, 468 mit Anm. Jaeger; Senatsbeschlüsse vom 10. November 2009 - VI ZR 325/08, VersR 2010, 497 Rn. 5;… vom 4. Dezember 2012 - VI ZR 320/11, juris Rn. 4;… vom 14. Januar 2014 - VI ZR 340/13, VersR 2014, 632 Rn. 11;… vom 24. März 2015 - VI ZR 179/13, NJW 2015, 2125 Rn. 17).
(ii) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs macht sich eine Partei die ihr günstigen Beweisergebnisse jeweils konkludent zu Eigen (BGH, Beschluss vom 10.11.2009 - VI ZR 325/08, NJW-RR 2010, 495).
Insoweit hat das Berufungsgericht bei der Prüfung, wodurch die Täuschung der Beklagten bewirkt wurde, verkannt, dass sich nach allgemeinem Grundsatz eine Partei die bei einer Beweisaufnahme zutage tretenden ihr günstigen Umstände regelmäßig zumindest hilfsweise zu Eigen macht (BGH, Urteil vom 8. Januar 1991 - VI ZR 102/90, VersR 1991, 467 unter II 3 b; Beschlüsse vom 10. November 2009 - VI ZR 325/08, r+s 2010, 83 Rn. 5;… vom 1. Juli 2014 - VI ZR 243/10, juris Rn. 8).
Auch wenn sich die Beklagten die Ausführungen des Sachverständigen nicht ausdrücklich zu Eigen gemacht haben, ist davon auszugehen, dass sie sich diese für sie günstige Feststellung zumindest hilfsweise zu Eigen gemacht haben (vgl. BGH, Beschl. v. 10.11.2009 - VI ZR 325/08, NJW-RR 2010, 495, juris Rn. 5 m.w.Nachw.).
OLG München, 20.03.2014 - 14 U 764/12
Kein Schadensersatz im Fall des unter Wert versteigerten "Teuersten Teppichs der …
Soweit dies nicht Gegenstand des schriftsätzlichen Sachvortrags vor dem erstinstanzlichen Termin war, wurde dies im Termin durch entsprechende persönliche Darstellung des Geschäftsführers der Beklagten und des Zeugen Z., dessen für sie günstige Aussagen sich die Beklagte konkludent zu eigen machen kann (vgl. BGH MDR 2010, 227 ), rechtzeitig nachgeholt.
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass sich eine Partei die bei einer Beweisaufnahme zutage tretenden ihr günstigen Umstände regelmäßig zumindest hilfsweise zu eigen macht (vgl. BGH, Beschl. v. 10.11.2009 - VI ZR 325/08, NJW-RR 2010, 495, [...] Rn. 5 m.w.Nachw.).
c) Die unter a) aufgezeigten, ihm günstigen Ausführungen des Sachverständigen hat sich der Kläger zumindest konkludent zu Eigen gemacht (vgl. Senatsurteil vom 8. Januar 1991 - VI ZR 102/90, VersR 1991, 467, 468 mit Anm. Jaeger; Senatsbeschlüsse vom 10. November 2009 - VI ZR 325/08, VersR 2010, 497 Rn. 5;… vom 4. Dezember 2012 - VI ZR 320/11, juris Rn. 4;… vom 14. Januar 2014 - VI ZR 340/13, VersR 2014, 632 Rn. 11;… vom 24. März 2015 - VI ZR 179/13, NJW 2015, 2125 Rn. 17).
LG Berlin, 03.07.2018 - 67 S 20/18
Kündigung eines Wohnraummietvertrags: Hinreichend erhebliche Pflichtverletzung …
Schadensersatz wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers auf Grund nicht …
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör wegen nicht ausreichender …
OLG Düsseldorf, 11.05.2010 - 10 U 178/09
Anforderungen an den Nachweis des Zustandekommens eines …
Pflichten des Architekten bei Einschaltung eines Statikers als Sonderfachmann
Honorarforderung des Architekten