Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZB%206/09
Timestamp: 2019-06-16 03:50:36
Document Index: 213112456

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 319', '§ 319', '§ 319', '§ 15', 'BGH', '§ 319', '§ 313', 'BGH', '§ 319', 'BGH', '§ 64', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', '§ 78', '§ 319', '§ 321', 'Art 103', '§ 51', '§ 319', '§ 51', '§ 51', '§ 66', '§ 139', 'BGH', '§ 51', '§ 51', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 139', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 139', 'BGH', '§ 51', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 78', 'BGH', 'BGH', '§ 321', '§ 321', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 319']

Rechtsprechung: II ZB 6/09 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 27.03.2012 | BGH, 16.10.2012
https://dejure.org/2012,4528
BGH, 27.03.2012 - II ZB 6/09 (https://dejure.org/2012,4528)
BGH, Entscheidung vom 27.03.2012 - II ZB 6/09 (https://dejure.org/2012,4528)
BGH, Entscheidung vom 27. März 2012 - II ZB 6/09 (https://dejure.org/2012,4528)
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§ 91 ZPO, § 319 Abs 1 ZPO
Kostenentscheidung durch Beschluss: Anforderung an die Berichtigung wegen offenbarer Unrichtigkeit; Einfluss von Parteivereinbarungen auf die Kostengrundentscheidung
Möglichkeit der Änderung des vom Gericht bei der Entscheidungsfällung Gewollten durch eine Berichtigung nach § 319 Abs. 1 ZPO
ZPO § 319 Abs. 1; KapMuG § 15 Abs. 2 S. 1, 3
Insoweit könnte ggf. zu erwägen sein, dass sich in einem solchen Fall die "offenbare Unrichtigkeit" aus der Sicht dieser Richter beurteilt (im Hinblick auf Unrichtigkeiten im Rubrum vgl. BGH 27. März 2012 - II ZB 6/09 - Rn. 2 mwN) und das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Berichtigung nach § 319 ZPO vom Rechtsmittelgericht nicht mehr überprüft werden könnte.
Unrichtigkeiten im Rubrum - zu denen gemäß § 313 Abs. 1 Nr. 2 ZPO die Namen der Richter, die bei der Entscheidung mitgewirkt haben, gehören - sind bereits dann offenbar, wenn sie dies für die beteiligten Richter sind (BGH, Beschluss vom 27.03.2012 - II ZB 6/09, juris Rn. 2).
Mithilfe einer Berichtigung nach § 319 Abs. 1 ZPO kann hingegen nicht das vom Gericht bei der Entscheidungsfällung Gewollte geändert werden ( BGH 27. März 2012 - II ZB 6/09 - Rn. 2, juris ), auch wenn ein Zulassungsgrund nach § 64 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b ArbGG übersehen worden sein mag.
https://dejure.org/2012,39420
BGH, 16.10.2012 - II ZB 6/09 (https://dejure.org/2012,39420)
BGH, Entscheidung vom 16.10.2012 - II ZB 6/09 (https://dejure.org/2012,39420)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 2012 - II ZB 6/09 (https://dejure.org/2012,39420)
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§ 51a Abs 2 GKG
Rechtsbeschwerde in Kapitalanleger-Musterverfahren: Berechnung der Obergrenze des Streitwerts
§ 78 Abs 1 S 3 ZPO, § 319 Abs 1 ZPO, § 321a Abs 2 S 1 ZPO, Art 103 Abs 1 GG
Urteilsberichtigung: Postulationszwang für den Antrag auf Berichtigung einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs und die Anhörungsrüge; offensichtliche Unrichtigkeit einer Kostenentscheidung; Beginn der Frist für die Anhörungsrüge und die Gegenvorstellung
Gerichtskostentragung in einem Musterverfahren
Berechnung der Obergrenze für die Gerichtsgebühren im Musterverfahren
Zur Inanspruchnahme von Musterkläger und Beigeladenen für die Gerichtsgebühren in KapMuG-Verfahren
Zu dem Umfang, in dem ein Musterkläger für Gerichtsgebühren maximal in Anspruch genommen werden kann
GKG § 51a Abs. 2; ZPO § 319 Abs. 1
Gesellschaftsrecht, Streitwert
GKG § 51a Abs. 2
Zur in § 51a Abs. 2 GKG festgelegten Obergrenze zum Schutz des Musterklägers und der auf seiner Seite Beigeladenen
ZIP 2013, 92
MDR 2013, 306
MDR 2013, 421
WM 2013, 23
NZG 2013, 76
Über die Erinnerungen gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG aF entscheidet beim Bundesgerichtshof der nach § 139 Abs. 1 GVG gerichtsverfassungsrechtlich allein vorgesehene Senat (…BGH, Beschlüsse vom 13. Januar 2005 - V ZR 218/04, NJW-RR 2005, 584, vom 30. Mai 2007 - XI ZR 229/06, juris Rn. 1, vom 20. September 2007 - IX ZB 35/07, JurBüro 2008, 43 und vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, WM 2013, 23 Rn. 4).
Die durch § 51a Abs. 2 GKG aF geschaffene Obergrenze bewirkt also, dass der Musterkläger und die auf seiner Seite Beigeladenen für die aus dem Wert des § 51a Abs. 1 GKG aF (hier: 30.000.000 EUR) errechneten Gerichtsgebühren (hier: 457.280 EUR) jeweils maximal in der Höhe in Anspruch genommen werden können, die sich aus ihrem persönlichen Streitwert ergibt (BGH, Beschlüsse vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, WM 2013, 23 Rn. 7…, vom 22. Oktober 2013 - II ZB 7/09, NJW-RR 2014, 509 Rn. 8 …und vom 5. Mai 2015 - II ZB 29/12, juris Rn. 6).
Bis zur Höhe der Gerichtsgebühren aus dem jeweiligen persönlichen Streitwert ist ihnen die Kostentragung indes zumutbar (BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, WM 2013, 23 Rn. 8; zu einem entsprechenden Ansatz bei fehlender Kostengrundentscheidung vgl. BGH…, Beschluss vom 22. Oktober 2013 - II ZB 7/09, NJW-RR 2014, 509 Rn. 8).
Über die Erinnerung entscheidet nach § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 139 Abs. 1 GVG der Senat (BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, ZIP 2013, 92 Rn. 4;… Beschluss vom 16. Mai 2008 - II ZR 215/07, juris Rn. 2;… Beschluss vom 30. Januar 2008 - II ZB 34/07, juris Rn. 2).
Maßgeblich sind insoweit die Höhe der im Hauptsacheverfahren geltend gemachten Ansprüche, soweit diese Gegenstand des Musterverfahrens sind, sowie die im Rechtsbeschwerdeverfahren gestellten Anträge (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, ZIP 2013, 92 Rn. 7; BT-Drucks. 15/5091, S. 35).
Über die Erinnerungen entscheidet nach § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG aF, § 139 Abs. 1 GVG der Senat (BGH…, Beschluss vom 22. Oktober 2013 - II ZB 7/09, NJW-RR 2014, 509 Rn. 4; Beschluss vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, ZIP 2013, 92 Rn. 4;… Beschluss vom 16. Mai 2008 - II ZR 215/07, juris Rn. 2;… Beschluss vom 30. Januar 2008 - II ZB 34/07, juris Rn. 2).
Deshalb sieht § 51a Abs. 2 GKG aF zum Schutz des Musterklägers und der auf seiner Seite Beigeladenen eine Obergrenze vor, die bewirkt, dass diese für Gerichtsgebühren maximal in der Höhe in Anspruch genommen werden können, die sich aus ihrem persönlichen Streitwert ergibt (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, ZIP 2013, 92 Rn. 7).
Zum einen ist die Anhörungsrüge nicht, wie erforderlich (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, MDR 2013, 421; BGH, Beschluss vom 18. Mai 2005 - VIII ZB 3/05, NJW 2005, 2017; Beschluss vom 16. Juli 2009 - I ZB 41/09, GuT 2009, 216; Beschluss vom 25. April 2012 - IX ZR 126/10, juris), von einem beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden.
BGH, 21.02.2017 - VIII ZB 99/16
Rechtsbeschwerde gegen einen Beschluss zur Zurückweisung der sofortigen …
Im Rechtsbeschwerdeverfahren besteht Anwaltszwang (§ 78 Abs. 1 ZPO); dies gilt auch für eine in diesem Verfahren erhobene Anhörungsrüge (BGH, Beschlüsse vom 18. Mai 2005 - VIII ZB 3/05, NJW 2005, 2017; vom 16. Juli 2009 - I ZB 41/09, GuT 2009, 216; vgl. auch BGH, Beschlüsse vom 25. April 2012 - IX ZR 126/10, juris; vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, MDR 2013, 421 Rn. 5 mwN).
Eine Gegenvorstellung ist zwar auch nach der Einführung von § 321 a ZPO für Fälle entscheidungserheblicher Verletzung des Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs weiterhin statthaft, beschränkt sich allerdings auf die Geltendmachung der Verletzung anderer Verfahrensgrundrechte, z.B. von schwerwiegenden Grundrechtsverstößen oder wenn die angegriffene Entscheidung jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt (vgl. BFH, Beschluss vom 4.5.2011 - X S 8/11, abrufbar bei juris m.w.N.), und ist ebenfalls in der Frist und Form des § 321 a Abs. 2 ZPO zu erheben (vgl. BGH, Beschluss vom 16.10.2012 - II ZB 6/09, in: MDR 2013, 421 f. m.w.N.).
OLG Hamm, 13.07.2017 - 6 U 16/17
Mit Hilfe dieser Bestimmung kann nur eine versehentliche Abweichung des vom Gericht Erklärten von dem von ihm Gewollten, nicht dagegen eine falsche Willensbildung des Gerichts korrigiert werden (BGH…, Beschluss vom 09.02.1989 - V ZB 25/88 - BGHZ 106, 370, Rn. 13, juris; BGH, Beschluss vom 16.10.2012 - II ZB 6/09 - MDR 2013, 421, Rn. 2, juris; BGH…, Beschluss vom 08.07.2014 - XI ZB 7/13 - NJW 2014, 3101, Rn. 8, juris;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 319 Rn. 4).