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Timestamp: 2018-11-15 01:47:00
Document Index: 342536584

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 61', '§ 4', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein FuhlseeNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Fuhlensee und Umgebung" vom 15. Dezember 1983 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Fuhlensee und...
juris-Abkürzung: FuhlseeNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 15.12.1983
Fundstelle: GVOBl. 1984, 11
Gliederungs-Nr: 791-4-57
über das Naturschutzgebiet "Fuhlensee und Umgebung"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Fuhlensee und Umgebung" vom 15. Dezember 1983 01.01.2003
(1) Der Fuhlensee, Gemeinde Ruhwinkel, Kreis Plön, wird mit seinem Uferbereich zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Fuhlensee und Umgebung" unter Nummer 117 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rd. 43 ha groß und umfaßt in der Gemarkung Ruhwinkel,
Flur 1, die Flurstücke 22/4, 23/2, 23/6, 27/2 tlw., 35 tlw.,
Flur 2, die Flurstücke 40/1, 42/1, 43/1, 46/3 tlw., 61/1 tlw., 62/2, 62/3, 70/1 tlw., 71 tlw.,
Flur 3, die Flurstücke 64 tlw., 66/1 tlw., 68, 69/1, 69/2, 69/3, 70 und 93.
(2) Die genauen Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der Katasterkarte im Maßstab 1:2.000 rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Sie ist Bestandteil dieser Verordnung. Weitere Ausfertigungen sind beim Landrat des Kreises Plön als unterer Landschaftspflegebehörde, beim Amtsvorsteher des Amtes Wankendorf und beim Bürgermeister der Gemeinde Ruhwinkel niedergelegt. Die Karte kann dort während der Dienststunden eingesehen werden.
In dem geschützten Gebiet soll ein Lebensraum nachhaltig gesichert werden, der während der letzten Vereisung (Weichsel-Eiszeit) als Teil eines Systems von Tunneltälern entstanden ist. Er zeigt sich heute als ein besonders ausgeprägt verlandender, flacher See mit Schwimmblattgesellschaften und angrenzenden, artenreichen Röhrichten in einer breiten Verlandungszone, die ein Erlenbruchwald fast vollständig umgibt. Einschließlich des in den Randbereichen vorhandenen, unterschiedlich feuchten Grünlandes ist das Naturschutzgebiet Lebensraum teilweise sehr seltener Pflanzen und Tiere. Die Natur ist hier deshalb in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, zu entwickeln und wiederherzustellen.
das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten, im Naturschutzgebiet zu reiten oder zu fahren,
den See mit Wasserfahrzeugen zu befahren, zu baden, mit Tauchgeräten zu tauchen,
Modellflugzeuge fliegen und Schiffsmodelle fahren zulassen,
(2) Verbote nach dem LPflegG und sonstigen Rechtsvorschriften, insbesondere Abfälle entgegen den abfallrechtlichen Vorschriften zu beseitigen oder Manöver und gleichartige Übungen abzuhalten, bleiben unberührt.
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung auf den beim Inkrafttreten dieser Verordnung als Acker genutzten Flurstücken 27/2 tlw. und 35 tlw., Flur 1 (in der Katasterkarte im Maßstab 1: 2.000 kariert dargestellt) in vollem Umfang,
die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung auf den beim Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland (in der Katasterkarte im Maßstab 1 : 2.000 schraffiert dargestellt) und als Wald genutzten Flächen in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang,
die ordnungsgemäße Unterhaltung der beim Inkrafttreten dieser Verordnung vorhandenen Gewässer mit Ausnahme der Verwendung chemischer Mittel zur Grabenentkrautung,
die Unterhaltung und der Betrieb des Schöpfwerkes,
das Befahren der Wege mit dem Fahrrad oder mit dem Krankenfahrstuhl.
(1) Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall im Rahmen des § 4 Abs. 1 Nr. 8, 9, 11 und 12 in Verbindung mit § 61 Abs. 1 LPflegG weitere Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und auch sonst den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
§ 4 Abs. 1 Nr. 4 sonstige bauliche Anlagen errichtet, auch wenn sie keiner Genehmigung nach der Landesbauordnung bedürfen, oder sonstige Eingriffe im Sinne des § 7 LPflegG vornimmt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 5 Sprengungen und Bohrungen vornimmt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 10 den Fischfang ausübt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 11 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt, im Naturschutzgebiet reitet oder fährt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 12 den See mit Wasserfahrzeugen befährt, badet, mit Tauchgeräten taucht,
§ 4 Abs. 1 Nr. 13 Modellflugzeuge fliegen und Schiffsmodelle fahren läßt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 14 Zelte und Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde unangeleint mitführt.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich des Stolper Sees, Belauer Sees und Umgebung vom 1. September 1969 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. 1970 S. 195) außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.