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Timestamp: 2017-10-20 01:39:58
Document Index: 182130286

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 305', '§ 307', '§ 32', '§ 1', '§ 32', '§ 823', '§ 32', '§ 1', '§ 54', '§ 823', '§ 263', '§823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Irritationen bei Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG – Anlegern werden Auszahlungen verweigert - was können sie tun? - Urteile & Recht - Finanznachrichten
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Die Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG mit Sitz in München bietet die Möglichkeit der Geldanlage in Form von Nachrangdarlehen, Beteiligungen und Hybridanleihen. Dabei versprach sie einen Gewinn iHv bis zu 12 % p.a..
nleger konnten ihre Einlagesummen und die Gewinne jederzeit online einsehen. Nach einer vertraglichen Mindestlaufzeit von grundsätzlich drei Monaten konnten auch regelmäßig Gelder ausgezahlt werden. Seit wenigen Monaten nun wird den Anlegern die Auszahlung verweigert, dieses ist den Rechtsanwälten durch Anleger bekannt geworden.
Diese Firma Premium Safe war bekannt geworden, weil sie den Porsche Cup mit dem Fahrer Lukas Schreier großzügig unterstützt hatte. Natürlich kann man fragen, ob die Anleger hiervon profitierten…. ?
http://www.lukas-schreier.de/de/news.php
Kommanditistin der KG ist die britische Premium Safe Limited. Ihr Geschäftsführer ist Daniel Uckermann. Die Gesellschaft soll „in verschiedene Lukrative Märkte und Produkte, in verschiedene Finanzinstrumente sowie Edelmetalle“ investieren. Interessant auch, dass im Umfeld des Vertriebes wieder Chris Neichel auftauchte, der mit der Firma Swiss Conzept tätig war. Das lässt aufhorchen.
Verwirrende Vertragsklauseln – meinen die Rechtsanwälte
Die Premium Safe Ltd. & Co Verwaltungs KG verweigert die Auszahlungen und beruft sich auf eine vertraglich vereinbarte Mindestlaufzeit von 10 Jahren. Nach Durchsicht der Vertragsunterlagen unserer Mandanten fällt auf: es ist von zwei Mindestlaufzeiten die Rede. In dem Vertragstext werden drei Monate vereinbart. Genauso in den Werbeunterlagen. In dem Prospekt finden sich Vertragsklauseln zu den verschiedenen Anlagemöglichkeiten. Dabei werden zuerst keine feste Mindestlaufzeit geregelt, während unter § 6 – ordentliche Kündigung - eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren erwähnt wird. Darauf beruft sich nun die Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG. Welche Mindestlaufzeit gilt nun? Rechtsanwältin Mika-Brys meint: „Es ist hier von einer Mindestlaufzeit von drei Monaten und nicht länger auszugehen. Dies wird im Vertragstext schon geregelt. Die undeutliche Gestaltung der Klauseln im Prospekt darf nicht zu Lasten der Anleger ausgelegt werden. Zudem müssen die Klauseln im Prospekt bei Vertragsschluss den Anlegern vorgelegen haben. Sonst werden diese nicht Vertragsbestandteil. Nach Berichten unserer Mandantschaft wurden die Prospekte oft erst nach Vertragsschluss von der Premium Safe Ltd & Co KG zugesendet. Dann kann sich diese aber nicht auf die Klauseln im Prospekt berufen“.
Erforderliche Erlaubnis der Bafin – kein qualifizierter Nachrang
Das Geschäftsmodell stellt auch ein Einlagengeschäft nach dem Kreditwesengesetz dar, oder? Dieses erfordert die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung. Hier versuchte die Premium Safe Ltd. & Co Verwaltungs KG diese Pflichten zu umgehen, indem es einen „Qualifizierten Nachrang“ in den Vertrag einbauen wollte. Dieser musste allerdings wirksam in den Vertrag einbezogen worden sein. Rechtsanwältin Mika-Brys aus Berlin hierzu: „Die Nachrangsklausel ist nicht wirksam in den Vertrag einbezogen worden. Zuerst handelt es sich um eine überraschende Klausel im Sinne des § 305 c Abs. 1 BGB. Sie verstößt auch gegen das Transparenzgebot gem. § 307 Abs. 2 BGB. Zudem befindet sich die Nachrangklausel auch nicht direkt im Vertrag sondern wieder im Prospekt. Dieser lag den Anlegern teilweise beim Vertragsschluss schon nicht vor. Zweifellos konnten sie damit auch nicht Vertragsbestandteil werden.“
Zuerst besteht die Möglichkeit der Kündigung oder ggf. des Widerrufs des Vertrages. Weiter kommen aber auch Schadensersatzansprüche in Betracht. Das Betreiben von Einlagegeschäften ohne die erforderliche Erlaubnis stellt einen Verstoß gegen § 32 Kreditwesengesetz (KWG) i. V. m. § 1 Abs. 1 Nr. 1 KWG dar. § 32 KWG stellt ein Schutzgesetz dar, der i. V. m. § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Rechtsgrundlage für einen Schadensersatzanspruch darstellt. Auch eine Haftung der Geschäftsführer und Vorstände ist in der ständigen Rechtsprechung der deutschen Gerichte anerkannt. Die Geschäftsführer waren verpflichtet nachzuprüfen, ob bei dem betriebenen Geschäftsmodell Erlaubnisse nach dem Kreditwesengesetz erforderlich sind.
Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB prüfen nun die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche gegen andere Träger der Gesellschaft oder die Anlageberater geltend zu machen.
(Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.). Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB können auf langjährige Erfahrungen durch die Wahrung der Anlegerinteressen bereits bei verschiedenen Geschädigtengemeinschaften in Bezug auf Unternehmen, die ohne erforderliche Erlaubnisse handelten zurückgreifen.
Besorgte Anleger der Premium Safe bangen um ihre Gelder - 100 Millionen Euro! Wo ist das Geld der Anleger geblieben?
Die Kanzlei Dr. Schulte und Partner berichtete bereits über besorge Anleger, die ihre Ersparnisse bei der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG mit Sitz in München anlegten. Die Gesellschaft verweigerte ihren Anlagern Auszahlungen aus Ihren Konten bei der Premium Safe. Zunähst berief man sich auf technische Probleme mit dem Server, später auf einen Umzug des Büros, zuletzt wurden Auszahlungen ausdrücklich verweigert. Anfang September erhielt jeder Anleger eine E-Mail mit folgendem Inhalt:
„Aus aktuellem Anlass wenden wir uns mit diesem Schreiben an Sie und alle Anleger, die Gelder bei uns angelegt haben. Diese Gelder wurden als Nachrangdarlehen mit fester Laufzeit an uns gegeben. Wir hatten einseitig und nur zu Gunsten der Anleger die Möglichkeit geschaffen, in begründeten Ausnahmefällen, Geld abzurufen. Gedacht war dies für Notfälle, wie beispielsweise die plötzlich notwendig werdende Neuanschaffung eines verunfallten PKW. Allerdings hat aber seit etwa Beginn dieses Jahres die Anzahl der Ein- und Auszahlungen derart stark zugenommen, dass wir dies beenden müssen.“
Wo sind die Gelder der Anleger tatsächlich geflossen? Uckermanns Schneeballsystem
Die Münchener Gesellschaft Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG scheint Geldprobleme zu haben. Wieso nur? Schließlich versprach der Geschäftsführer Daniel Uckermann „in verschiedene lukrative Märkte und Produkte, in verschiedene Finanzinstrumente sowie Edelmetalle“ zu investieren. Informanten aus dem Kreise Uckermann berichten, ihnen seien Investitionen der Premium Safe Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG nicht aufgefallen. Auffallend war aber definitiv eins: Der Lifestyle des Geschäftsführers Daniel Uckermann. Viel Geld musste er definitiv in sein Hobby investieren: Dem Rennfahren. Uckermann schaffte sogar den Sieg der GT4 Serie. Daniel Uckermann mochte schnelle und gute Autos. Informanten aus der Nachbarschaft in Rotach Egern berichten von einem großen Fuhrpark vor seinem Haus in Rotach Egern von Lamborgini und Maserati bis Ferrari – es war alles dabei. Nun sind aber die Fahrzeuge weg vom Hof. Genau wie Daniel Uckermann.
Machte sich Uckermann ein schönes Leben mit dem Geld der betroffenen Anleger? Von 100 Millionen Euro wird gesprochen. Oder auch mehr. Das Konto der Premium Safe soll leer geräumt sein.
Wo ist Daniel Uckermann?
Letzte Woche haben Ermittler die Wohn- und Geschäftsräume des Geschäftsführers der Premium Safe durchsucht. Daniel Uckermann war schon mit Frau und Kind untergetaucht. Seine Frau komme aus Rumänien, viele vermuten ihn daher in diesem Land. Noch für Anfang Oktober plante er einen Aufenthalt in Italien – Misano, wo er an einem Rennen beim Team Zawotec/KTM teilnehmen sollte. Manche vermuten, dass er in die Demokratische Republik Kongo nach Afrika floh. Denn Uckermann hat sich schon vor einiger Zeit in der Demokratischen Republik Kongo den Titel eines Honorarkonsuls gekauft. Vorsorglich? Hat er womöglich schon geahnt, dass sein System irgendwann zerbricht?
Was nun? – Wie gestalten sich die Chancen der betroffenen Anleger?
Rechtsanwältin Mika-Brys erläutert die Möglichkeiten der Anleger: „Rein rechtlich gesehen dürfte Schadensersatzansprüche gegen die Gesellschaft und den Geschäftsführer Uckermann problemlos zu bejahen sein. Das Geschäftsmodel der Premium Safe stellt ein Einlagengeschäft nach dem KWG dar. Dieses erfordert die Erlaubnis der Bafin. Das Betreiben von Einlagegeschäften ohne die erforderliche Erlaubnis stellt einen Verstoß gegen § 32 Kreditwesengesetz (KWG) i. V. m. § 1 Abs. 1 Nr. 1 KWG, § 54 KWG dar, ist ein Straftatbestand und gleichzeitig ein Schutzgesetz, der i. V. m. § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Rechtsgrundlage für einen Schadensersatzanspruch darstellt. Auch eine Haftung der Geschäftsführer und Vorstände ist in der ständigen Rechtsprechung der deutschen Gerichte anerkannt. Die Geschäftsführer waren verpflichtet nachzuprüfen, ob bei dem betriebenen Geschäftsmodell Erlaubnisse nach dem Kreditwesengesetz erforderlich sind. Auch eine Haftung wegen Betrugs § 263 StGB iV, §823 II BGB, aufgrund des Betreibens eines Schneeballsystems kommt in Betracht. Allerdings könnte hier die Vollstreckung problematisch werden, da die Premium Safe Ltd & Co. Verwaltungs KG wohl Vermögenslos und Uckermann nicht aufzufinden ist. Es verbleibt allerdings noch ein Anspruch gegen die Anlageberater, die die Anlage empfohlen haben. Hier bleibt es im Einzelfall zu prüfen, ob gegen Beratungspflichten verstoßen wurde.“
20.10.2015, 09:37
Premium Safe: Ist Daniel Uckermann im Lamborghini mit 100 Millionen davongedüst?
Besorgte Anleger der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG mit Sitz in der Georg-Hirth-Straße 46 in Rottach Egern am bayerischen Tegernsee bangen um ihre Gelder - 100 Millionen Euro. Und der Geschäftsführer und Hobbyrennfahrer Daniel Uckermann (32, fährt unter anderem einen gelben Lamborghini und einen weißen Rennwagen der GT4-Serie) scheint wie vom Erdboden verschluckt.
Lesen Sie unsere Pressemitteilung zum Thema.
Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG - Nachrangige Gläubigerstellung und Laufzeit der Anlage
Anleger, die ihr Geld bei der Premium Safe angelegt haben, müssen derzeit einen Totalverlust fürchten. Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist nicht erreichbar und beantwortet keine schriftlichen Anfragen. Es wird für Anleger daher schwierig werden, etwaige Ansprüche gegen die Gesellschaft durchzusetzen. Vonseiten der Anlageberater wurden die Risiken der Anlage jedoch häufig nicht ausreichend erläutert. Anlageberater und deren Berufshaftpflichtversicherungen könnten in diesem Fall zur Erstattung des entstandenen Schadens herangezogen werden.
In der alltäglichen Praxis wurde von Seiten der Premium Safe eine kurzfristige Auszahlung von Anlegergeldern zumindest zu Beginn der Laufzeit zugelassen. Hierdurch wurde bei den Privatinvestoren der Eindruck verfestigt, bei der Anlage handele es sich um eine kurzfristige Anlageform. Dies wurde auch vom Vertrieb dieses Anlageproduktes häufig als Verkaufsargument betont. Auszahlungen wurden vonseiten der Gesellschaft jedoch nur auf Kulanzebene vorgenommen, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Aktuellen Auszahlungsanforderungen wird daher unter Verweis auf die lange Laufzeit von 10 Jahren nicht stattgegeben.
Das Risiko eines Totalverlustes ist vorrangig auf die nachrangige Gläubigerstellung der Anleger zurückzuführen. Die Nachrangigkeit des Darlehens hat zur Folge, dass alle Forderungen der Kapitalgeber gegenüber allen anderen Ansprüchen von Gläubigern der Gesellschaft zurücktreten. Dies würde auch im Falle einer Insolvenz gelten.
Vor Zeichnung der Beteiligung müssen Anleger über die jeweiligen Risiken und die Laufzeit der Anlage aufgeklärt werden. Für die Altersvorsorge war diese Anlage nicht geeignet, da sie mit erheblichen unternehmerischen Risiken behaftet ist. Soweit eine Aufklärung nicht ordnungsgemäß stattgefunden hat, können geschädigte Anleger den vollen Betrag ihrer Beteiligung aufgrund einer fehlerhaften Beratung gegenüber ihrem Anlageberater geltend machen.
Quelle: Rechtsanwalt Roman Podhorsky
Die Premium Safe Ltd. legte in Deutschland einen Kapitalanlagefonds mit dem Namen „Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG“ auf. Hier konnten die Anleger ein als „Hybridanleihe“ bezeichnetes Nachrangdarlehen zeichnen. Dabei wurden den Kapitalanlegern ungewöhnlich hohe Renditen versprochen. Die Seriosität dieser Aussage einmal dahingestellt, ermittelt die Staatsanwaltschaft München I bereits seit dem Jahr 2014 wegen des Verdachts eines Betrugs und durchsuchte bereits mehrere Objekte.
Das Prinzip der Kapitalanlage
Jeder Kapitalanleger, der die Verzinsung seines Kapitals anstrebt, kann zwischen verschiedenen Kapitalanlagemodellen wählen. Auf welches Anlagemodell die Wahl fällt, unterliegt dabei der freien wirtschaftlichen Entscheidung des Kapitalanlegers. Allerdings liegt die Schwierigkeit für den Kapitalanleger darin, seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden.
Was wird im Fall Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG berichtet?
Ein Beispiel, wie es nicht laufen sollte, bietet die Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG. Der Gründer der Premium Safe Ltd., Herr Daniel Uckermann, ließ es sich mutmaßlich auf Kosten der Anleger gutgehen. Glaubt man den Recherchen der Münchner und Südbayrischen Lokalpresse, investierte er die eingeworbenen Anlegergelder nicht in lohnenswerte Kapitalprodukte, sondern gab sie freimütig zu eigenen Zwecken aus. Laut den Presseberichten wurde auch der Sportwagen-Rennstall des Daniel Uckermann in der GT4-Rennserie von den Kapitalanlegern der Premium Safe finanziert. Dabei ist von einer Betrugssumme in Höhe von 100 Millionen Euro die Rede, zu der man Daniel Uckermann aber nicht befragen kann, da er Gerüchten zufolge derzeit unbekannten Aufenthaltsorts ist.
Was sollte man beim sogenannten Renditeversprechen beachten?
Das entscheidende Werbemittel der unseriösen Kapitalanlagen ist ein ungewöhnlich „hohes Renditeversprechen ohne Risiko“. Dabei weiß jeder Unternehmer, dass es Unternehmertum ohne persönliches Risiko nicht gibt. Wer aber als Anbieter eines Geschäftsmodells nicht beabsichtigt, eine ernsthafte Kapitalverzinsung für den Anleger zu erreichen, der braucht sich um die Grenzen, die ihm der Markt auferlegt, nicht weiter zu scheren. Deshalb stimmen fast alle unseriösen Kapitalanlageprodukte in dem Merkmal des unrealistischen und hohen Renditeversprechens überein. Somit bildet das Renditeversprechen das entscheidende Prüfkriterium, um ein seriöses vom unseriösen Angebot zu unterscheiden. Bei einer Kapitalanlage gilt die uralte Regel: je höher die Renditeerwartung, desto höher das Risiko des Totalverlusts. Eine hohe Rendite ohne Risiko kann es nicht geben. Beim Angebot der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG war von sagenhaften Renditen die Rede. In dem auf Hochglanz polierten Prospekt der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG war die Rede von einem Kapitalschutz zu 105 %. Hier müsste der Anleger stutzig werden, denn hohe Sicherheit und hohe Rendite schließen sich gegenseitig aus.
Was passiert, wenn ich Opfer eines Kapitalanlagebetrugs geworden bin?
Erweist sich ein Kapitalanlagenmodell als unseriös, gerät ein Unternehmern früher oder später in die Schieflage. Bereits Mitte 2015 stellte die Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG urplötzlich die Kommunikation mit ihren Anlegern und die Zahlungen ein. Weder die Geschäftsführung noch das Sekretariat war für die Kapitalanleger erreichbar. Erst im September 2015 meldete sich eine unbekannte Person per E-Mail bei den mutmaßlich Geschädigten als „Geschäftsleitung“ und beantwortete etwaige Fragen mehr schlecht als recht. Dabei wurde den Anlegern mitgeteilt, dass die Gelder zwar noch da sein, aber aufgrund der Vertragsgestaltung nicht ausgezahlt werden könnten.
Was ist den geschädigten Anlegern zu raten?
Der geschädigte Anleger ist gut beraten, sich erst die erforderlichen Informationen zu beschaffen. Eine Hauptinformationsquelle ist die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte. Dabei kann über eine in Kapitalanlagebetrugsfällen spezialisierte Kanzlei Akteneinsicht in dieser Akte beantragt werden. Erst ihre Auswertung ergibt die Marschroute für die folgenden Schritte.
Quelle: ilex Rechtsanwälte
Traumhafte Renditen sollte es für die Anleger der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG geben, erzielt durch geschickte Investments in Edelmetalle und andere lukrative Anlagen. Doch den Anlegern der Premium Safe Limited wurden nun unschön die Augen geöffnet: Nachdem bereits die versprochenen Ausschüttungen mit zum Teil abenteuerlichen Begründungen nicht ausgezahlt wurden, müssen die Anleger nun einen Totalverlust fürchten.
Angelockt wurden interessierte Anleger mit angeblichen Erfolgen und traumhaften Renditen der letzten Jahre. Uneingeschränkt verfügbar sollten die Gelder auch sein. Ein praktisch ideales Investment. Inzwischen mehren sich die Berichte darüber dass sich der Geschäftsführer Daniel Uckermann abgesetzt haben soll. Die Konten der Gesellschaft sind wohl praktisch leergeräumt.
Besonders problematisch ist für die betroffenen Anleger die Tatsache, dass es sich bei der verkauften „Hybridanleihe“ im Ergebnis um ein sogenanntes Nachrangdarlehen handelt. Dies bedeutet, dass im Insolvenzfall erst einmal alle anderen Gläubiger der Gesellschaft ausbezahlt werden, bevor Anleger die in Nachrangdarlehen investiert haben, auch nur einen Euro sehen.
Inzwischen wurde durch das Amtsgericht München die vorläufige Insolvenzverwaltung der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG angeordnet.
Anleger sollten sich nun zeitnah über die möglichen Vorgehensweisen informieren. Neben der Anmeldung der Forderungen zur Insolvenztabelle der Premium Safe Ltd. & Co. KG kommt z.B. auch ein Vorgehen gegen den Geschäftsführer Daniel Uckermann in Betracht. Wenn sich die Vorwürfe gegen diesen erhärten, haftet er den Anlegern gegenüber auch persönlich. Wer die Beteiligung durch einen Vertrieb empfohlen bekommen hat, hat auch gute Chancen, dort Schadensersatz zu erhalten. Eine derartige Beteiligungsstruktur, die Gewinne von 3 % pro Monat versprochen hat, hätte einer eigentlich erforderlichen Plausibilitätsprüfung durch einen Anlageberater nicht standhalten dürfen. Gerade zur sicheren Anlage hätten die Investments bei der Premium Safe Ltd. & Co. KG nicht angeboten werden dürfen.
In Parallelverfahren gab es bereits Urteile, die den Vertrieb wegen einer unterlassenen oder fehlerhaften Plausibilitätsprüfung (BGH, Urteil BGH III ZR 62/99) bzw. der Empfehlung einer riskanten Anlage zur Altersvorsorge (BGH, Urteil BGH III ZR 249/09) zu Schadensersatz verurteilten.
Vor einem Jahr berichteten wir, dass Daniel Uckermann (34) von der Premiim Safe Ltd. aus Rottach-Egern am bayerischen Tegernsee im Lamborhini mit mutmaßlich 100 Millionen Euro von 3.000 Anlegern auf Nimmerwiedersehen davongedüst ist, vermutlich nach Rumänien, wo seine Frau herstammt.
Sein Ex-Partner Christian N. hatte ihn nach einem Streit ums Geld bei der Steuerfahndung angezeigt. Wegen einer gefälschten Allianz-Ausfallbürschaft über 48 Millionen Euro erging internationaler Haftbefehl. Trotz seines Diplomatenpasses als Honorarkonsul der Republik Kongo (leider die falsche Wahl - siehe unseren Artikel "Wie bekommt man einen gültigen Diplomatenpass?") wurde er geschnappt. Seit 7. Oktober 2016 sitzt Daniel Uckermann in der JVA Stadelheim in Untersuchungshaft. Wo er das Geld versteckt haben soll: vermutlich in Rumänien, aber wohl auch in seinem Garten.
Die Münchner Abendzeitung schreibt dazu:
Viel von den horrenden Summen, die sich Daniel U. erschlich, dürfte laut Aussagen des Ex-Freundes nicht mehr da sein: Luxus kostet. Der Rottacher residierte in einer Villa mit 200 Quadratmetern, hatte über 20 Nobelkarossen und mietete sich Rennstrecken in Dubai. Auch zu feiern verstand Daniel U., heiratete eine Rumänin, die er in einer Table-Dance-Bar kennengelernt hatte. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter. Das Geld habe er „Kofferaumvoll“ nach Rumänien geschafft – wegen eines Diplomatenpasses der Republik Kongo war er vor Grenzkontrollen sicher. Auch in Rottach-Egern soll er Scheine gebunkert haben. Der Ex-Geschäftspartner berichtet, er habe Geld im Garten vergraben. Jetzt sei davon aber nichts mehr da.
Die Masche schildert die Abendzeitung so:
Nachdem Daniel U. und sein Geschäftspartner Christian N. einen eigenen Finanzdienstleister gegründet hatten, warben sie Kunden einer anderen Firma mit gefälschten Unterschriften ab und versprachen ihnen eine Rendite von über 40 Prozent im Jahr für ihre Einlagen. Fünf Jahre ging das gut, die Anleger erhielten ihr Geld.
Der Abstieg wird von der Abendzeitung so beschrieben:
Dauerhaft sei der Erfolg nicht gewesen. „Selbst wenn er mal im Monat zwei Millionen Euro Gewinn machte, gab er im gleichen Zeitraum wieder 2,5 Millionen aus“, schildert der ehemalige Freund, der Daniel U. selbst ins Visier der Ermittler brachte.