Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.03.2004&Aktenzeichen=XI%20ZR%20335/02
Timestamp: 2019-05-23 14:04:32
Document Index: 247861015

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 765', '§ 771', '§ 771', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.03.2004 - XI ZR 335/02 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1471
BGH, 16.03.2004 - XI ZR 335/02 (https://dejure.org/2004,1471)
BGH, Entscheidung vom 16.03.2004 - XI ZR 335/02 (https://dejure.org/2004,1471)
BGH, Entscheidung vom 16. März 2004 - XI ZR 335/02 (https://dejure.org/2004,1471)
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BGB § 765; ZPO § 771
Vom Drittwiderspruchskläger gestellte Prozeßbürgschaft zur Aufhebung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
Zwangsversteigerung eines Fahrzeuges; Einstellung einer Zwangsvollstreckung gegen Sicherheitsleistung; Sicherungszweck einer Bürgschaft; Auslegung von Individualvereinbarungen; Wertverlust der Pfandsache; Verschuldensunabhängige Haftung des Drittwiderspruchsklägers; Selbstständiges Garantieversprechen; Fahrlässige Verkennung der Rechtslage; Haftung des Prozessbürgen; Wirtschaftlich ausschließlich vorteilhaftes Geschäft
Selbstständiges Garantieversprechen für "Aufhebungsschaden" bei Prozessbürgschaft, die Drittwiderspruchskläger zur Aufhebung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen stellt
Vorläufige Einstellung aufgrund Prozessbürgschaft
Selbständiges Garantieversprechen für "Aufhebungsschaden" durch Prozessbürgschaft zugunsten des Drittwiderspruchsklägers zur Aufhebung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
Einstellung der Zwangsvollstreckung - Prozessbürgschaft bei Drittwiderspruchsklagen und ihre Folgen
Auslegung einer vom Drittwiderspruchskläger gem. §§ 771 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. 769 Abs. 1 Satz 1 ZPO gestellten Prozessbürgschaft
BGHZ 158, 286
NJW 2004, 3710 (Ls.)
NJW-RR 2004, 1128
ZIP 2004, 968
MDR 2004, 763
WM 2004, 876
DB 2004, 1881
Der Umfang der Haftung des Prozessbürgen richtet sich grundsätzlich nach dem Zweck der Sicherheitsleistung, der in der Regel der gerichtlichen Anordnung entnommen werden kann (BGHZ 69, 270, 272; 158, 286, 294;… BGH, Urt. v. 20. November 1978 - VIII ZR 243/77, WM 1979, 15, 16; v. 20. Oktober 1988 - IX ZR 47/87, WM 1988, 1883, 1885).
Stellt der Drittwiderspruchskläger dem Gläubiger des Vollstreckungstitels zur Aufhebung einer Zwangsvollstreckungsmaßnahme eine pfandgleiche Sicherheit, so liegt dieser Sicherheitsleistung regelmäßig ein selbständiges Garantieversprechen zugrunde (Anschluss BGH, Urteil vom 16.03.2004, XI ZR 355/03 - BGHZ 158, 286).
Der Kläger vertritt die Auffassung, dass ein Anspruch gegen die Beklagte auf den Rechtsgedanken des § 717 Abs. 2 ZPO gestützt werden könne, wie sich aus einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes ergebe (Urteil vom 16. März 2004, XI ZR 335/02 - BGHZ 158, 286).
Mit Beschluss vom 2. April 2009 hat der Senat die Parteien des Rechtsstreits u.a. darauf hingewiesen, dass als Anspruchsgrundlage u.U. ein selbständiges Garantieversprechen in Betracht kommt und insoweit auf einen Schriftsatz der Gesellschaft in der beigezogenen Akte (BeiA Bd. I Bl. 105 f.) sowie auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes (Urteil v. 16. März 2004, XI ZR 335/02) verwiesen.
47 a) Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat entschieden, dass in Fällen, in denen der Drittwiderspruchskläger dem Gläubiger des Vollstreckungstitels zur Aufhebung der Zwangsvollstreckungsmaßnahme eine pfandgleiche Sicherheit, z. Bsp, wie hier, in Form einer Prozessbürgschaft, stellt, dieser Sicherheitsleistung regelmäßig ein selbständiges Garantieversprechen zugrunde liegt, dem Gläubiger den Vermögensschaden durch die Aufhebung der Zwangsvollstreckungsmaßnahme zu ersetzen (vgl. BGH, Urteil v. 16. März 2004, XI ZR 335/02 - BGHZ 158, 286 = NJW-RR 2004, 1128).