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Timestamp: 2020-08-11 18:53:05
Document Index: 169697722

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'Art. 13', 'BGH', '§ 50', 'BGH', '§ 50', 'Art. 5', '§ 50']

BGH: Zur Verwechslungsgefahr bei kennzeichnungsschwachen Marken, Beschluss vom 06.02.2020 - INJEKT/INJEX
Wird aus einem wegen beschreibender Anklänge kennzeichnungsschwachen oder originär schutzunfähigen Zeichen, das als Marke eingetragen worden ist, wegen Verwechslungsgefahr Widerspruch erhoben, dürfen bei der Prüfung der Zeichenähnlichkeit beschreibende Zeichenbestandteile nicht von vornherein aus der Betrachtung ausgeschlossen werden.
posted: 02. 07. 2020
BGH: Zum Schutz einer geografischen Angabe, Urteil vom 28.05.2020 - Deutscher Balsamico II
Der Umstand, dass sich der Schutz einer geschützten geografischen Angabe (hier: "Aceto Balsamico di Modena") nicht auf die Verwendung ihrer einzelnen nicht geografischen Bestandteile (hier: "Aceto", "Balsamico", "Aceto Balsamico") in einer Produktbezeichnung erstreckt, entbindet nicht von der Prüfung, ob eine angegriffene Produktaufmachung unter Berücksichtigung ihrer weiteren sprachlichen und bildlichen Gestaltungsmerkmale eine Anspielung im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 1151/2012 darstellt.
BGH: Zur Grundrechtsabwägung bei der Berichterstattung über Tagesereignisse, Urteil vom 30.04.2020 - Afghanistan Papiere II
Im Rahmen der bei Prüfung der Schutzschranke der Berichterstattung über Tagesereignisse gemäß § 50 UrhG vorzunehmenden Grundrechtsabwägung ist im Falle der Veröffentlichung eines bislang unveröffentlichten Werks auch das vom Urheberpersönlichkeitsrecht geschützte Interesse an einer Geheimhaltung des Werks zu berücksichtigen. Nicht zu berücksichtigen ist dagegen das Interesse an der Geheimhaltung von Umständen, deren Offenlegung Nachteile für die Interessen des Staates und seiner Einrichtungen haben könnten. Dieses Interesse ist nicht durch das Urheberpersönlichkeitsrecht geschützt.
BGH: Zur Grundrechtsabwägung bei der Berichterstattung über Tagesereignisse, Urteil vom 30.04.2020 - Reformistischer Aufbruch II
Eine Berichterstattung über Tagesereignisse ist nur dann gemäß § 50 UrhG privilegiert, wenn sie verhältnismäßig ist. Im Rahmen der Prüfung der Verhältnismäßigkeit sind die in Art. 5 Abs. 1 Satz 1 und 2 und 14 Abs. 1 GG gewährleisteten Grundrechte des Grundgesetzes gegeneinander abzuwägen. Liegen die Voraussetzungen der Schutzschranke der Berichterstattung über Tagesereignisse gemäß § 50 UrhG vor, ist auch ein Eingriff in das Erstveröffentlichungsrecht gerechtfertigt.