Source: https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/arbeitsmedizin/statistik/statistik-2008/
Timestamp: 2019-02-16 23:14:48
Document Index: 240768328

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 6', '§ 3', '§ 6', '§ 3']

Statistik 2008 „Arbeitsmedizinische Fachkunde"
Ärzte Versorgung Arbeitsmedizin Statistik Statistik 2008
Statistik "Arbeitsmedizinische Fachkunde 2008" [PDF]
Aktuell haben 12.271 Ärztinnen und Ärzte eine arbeitsmedizinische Fachkunde. Anhand der vorliegenden Statistik zeigt sich, dass die Anzahl dieser Ärztinnen und Ärzte gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben ist. Die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit der Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“ ist hingegen weiterhin um 2,2 % gestiegen. Der Rückgang der Ärztin­nen/Ärzte mit der Fachkunde nach § 6 Abs. 2 BGV A2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ um 31 % ist als Auswirkung der Novellierung der (Muster-)Weiter­bildungsordnung 2003/2004 zu interpretieren. Mit dieser Novellierung ist der Qualifizierungsweg nach § 6 Abs. 2 BGV A2 von allen Ärztekammern abgeschafft worden. Diese Bescheinigung darf somit nicht mehr erteilt werden.
Der Rückgang der Ärztinnen/Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gemäß §§ 3, 6 BGV A2 in den Jahren 2000 bis 2002 um 10,5 % ist vor allem durch die umfassende EDV-Umstellung und Neuausrichtung der Erhebungsgrundlage in den Landesärztekammern zu erklären. Es erfolgten insbesondere Be­reinigungen von Doppel- und Mehrfachnennungen unterschiedlicher Stufen der arbeitsmedizinischen Fachkunde gemäß §§ 3 und 6 BGV A2 und damit einhergehend die Erfassung nur der jeweils höchsten betriebsärztlichen Qualifikation eines Arztes/einerÄrztin im Bereich sämtlicher Ärztekammern.
Zur näheren Interpretation folgende Hinweise:
Gegliedert nach Ärztekammer-Bereichen sowie zusammengefasst auf Bundesebene erfolgt die Angabe der Zahl der Ärzte mit den nach §§ 3 und 6 BGV A2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ in der Fassung vom 01.10.2005 möglichen betriebsärztlichen Qualifika­tionen. Ausgewiesen wird somit nicht nur die Zahl der Ärzte, welche die Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder die Zusatzbezeich­nung „Betriebsmedizin“ zu führen berechtigt sind (§ 3 Nr. 1 und 2BGV A2), sondern auch die Zahl derjenigen Ärzte, die nach Erfüllung der Voraussetzungen die Übergangsregelungen des § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2a) sowie Nr. 1 und 2b) BGV A2 weiterhin über die arbeitsmedizinische Fachkunde verfügen. Die Zahl dieser Ärzte nimmt entsprechend der Konstruktion dieser Vorschriften als Übergangsregelungen seit 1988 ständig ab.
Darüber hinaus ist die Zahl derjenigen Ärzte ausgewiesen, welche noch die nach § 6 Abs. 2 BGV A2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, um – befristet in der Regel auf 3 Jahre – im Rahmen einer 2-jährigen selbständigen betriebsärztlichen Tätigkeit in einem „geeigneten Betrieb“ die Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ erwerben zu können. Diese Rubrik wird mittelfristig nicht mehr aufgeführt werden, da diese Qualifizierungsmöglichkeit von den Weiterbildungsordnungen der Kammern nicht mehr vorgesehen wird.
Zudem haben einige Landesärztekammern die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ nach § 3 Nr. 2 BGV A2 und § 6 Abs. 2 BGV A2 damit auch (Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen) vollständig abgeschafft.
In dieser Statistik nicht enthalten ist die Zahl derjenigen Ärzte, die in den Bereichen einiger Landesärztekammern über die nach §§ 3 und 6 BGV A2 vorgegebenen Fachkunde-Varianten hinausgehend eine sogenannte unternehmensbezogene Fachkunde gemäß länderindividueller und im Einvernehmen mit den Landesverbänden der gewerblichen Berufsge­nossenschaften und den zuständigen Sozialministerien getroffenen Regelungen besitzen und auf dieser Grundlage in ihren langjährigen betreuten Betrieben ebenso noch betriebsärztlich tätig sind.