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Timestamp: 2016-10-23 17:54:33
Document Index: 242632694

Matched Legal Cases: ['Art. 54', 'Art. 6', 'Art. 3', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 42', 'Art. 66']

8C_282/2010 (28.06.2010)
8C_282/2010 {T 0/2}
V.________, vertreten durch Rechtsanwalt Pierlucio Napoli,
Der 1934 geborene Gino Spagnolo war in der Zeit zwischen 1970 und 1975 als Mitarbeiter der Firma X.________ bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufskrankheiten versichert. Im Betrieb seiner Arbeitgeberin war der Versicherte gegen�ber Blei exponiert, die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht f�r die Folgen einer Bleivergiftung und erbrachte die gesetzlichen Leistungen; sie stellte diese jedoch mit Verf�gung vom 9. September 1980 ein, da die �ber dieses Datum hinaus geklagten Gesundheitssch�den nicht mehr auf die Bleivergiftung zur�ckzuf�hren seien. Verschiedene Gesuche des Versicherten, Leistungen wegen R�ckfalls bzw. Verschlimmerung des Gesundheitszustandes zugesprochen zu erhalten, wies die SUVA ab, letztmals mit Verf�gung vom 6. Januar 2004 und Einspracheentscheid vom 6. April 2004.
S._________ starb am 29. Dezember 2003 in Italien an den Folgen eines Pharynx-/Hypopharynxkarzinoms.
Nachdem im Einspracheentscheid vom 6. April 2004 festgehalten worden war, dass dieser Entscheid sich nicht auf die Anspr�che der Hinterbliebenen beziehe und das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 18. August 2004 mit derselben Begr�ndung nicht auf die Beschwerde der V.________ als �berlebender Ehefrau des Versicherten eingetreten war, stellte diese am 25. Oktober 2006 ein Leistungsgesuch. Mit Verf�gung vom 9. Januar 2007 und Einspracheentscheid vom 15. April 2008 wies die SUVA dieses ab.
Die von V.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 23. Februar 2010 ab.
Mit Beschwerde beantragt V.________, das Ableben ihres Ehemannes sei als Folge der Bleivergiftung zu anerkennen und die SUVA sei unter Aufhebung des Einsprache- und des kantonalen Gerichtsentscheides zu verpflichten, ihr Hinterlassenleistungen auszurichten. In prozessualer Hinsicht verlangt die Versicherte, der vorinstanzliche Entscheid sei amtlich auf italienisch �bersetzen zu lassen und ihr sei hernach eine angemessene Frist zur Erg�nzung der Beschwerde einzur�umen.
Gem�ss Art. 54 Abs. 1 BGG wird das Verfahren in einer Amtssprache gef�hrt, in der Regel in der Sprache des angefochtenen Entscheides. Eine Partei ist zwar befugt, ihre Rechtsschrift in einer anderen Amtssprache einzureichen; daraus fliesst indessen kein Anspruch auf eine amtliche �bersetzung des vorinstanzlichen Entscheides (vgl. auch Urteil 5A_423/2007 vom 5. Dezember 2007 E. 3). Das entsprechende Gesuch der Beschwerdef�hrerin ist abzuweisen.
3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt grunds�tzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). Als Berufskrankheiten gelten Krankheiten (Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen T�tigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch sch�digende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 UVG). Die sch�digenden Stoffe und arbeitsbedingten Erkrankungen sind im Anhang 1 zur UVV aufgef�hrt. In dieser Liste wird "Blei, seine Verbindungen und Legierungen" als sch�digender Stoff erw�hnt.
3.2 Nach der Rechtsprechung ist eine "vorwiegende" Verursachung von Krankheiten durch sch�digende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle anderen mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen (BGE 133 V 421 E. 4.1 S. 425 mit weiteren Hinweisen).
4.1 Entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin steht fest und ist unbestritten, dass es sich bei Blei um einen gesundheitssch�digenden Stoff handelt. Ebenfalls steht fest, dass der Versicherte in den 1970er Jahren berufsbedingt einer erh�hten Bleiaufnahme ausgesetzt war. Der Versicherte verstarb am 29. Dezember 2003 an den Folgen eines Pharynx-/Hypopharynxkarzinoms. Streitig und zu pr�fen ist einzig, ob dieses Karzinom �berwiegend wahrscheinlich "vorwiegend" durch die Bleivergiftung verursacht wurde.
4.2 Vorinstanz und Verwaltung verneinten in W�rdigung der gesamten Akten, insbesondere gest�tzt auf die Einsch�tzungen des SUVA-Arztes Dr. med. R.________, Facharzt FMH f�r Innere Medizin und Arbeitsmedizin, vom 5. Dezember 2003 und vom 3. Januar 2007 eine vorwiegende Verursachung des Karzinoms bzw. des Todes des Versicherten durch eine Bleivergiftung. Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag auch keine geringen Zweifel an der Richtigkeit dieser Schlussfolgerung zu begr�nden. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass auch Dr. med. C.________, Spezialarzt f�r Arbeitsmedizin, in seinen Berichten vom 4. Oktober 2006 und vom 10. Februar 2007 lediglich davon ausgeht, eine Bleivergiftung habe das Entstehen des Karzinoms beg�nstigt, nicht jedoch, das Karzinom sei vorwiegend (zu mindestens 50 %) durch diese Vergiftung verursacht worden. Ist der Versicherte nicht �berwiegend wahrscheinlich aufgrund einer vorwiegend durch die Bleiexposition verursachte Krankheit verstorben, so hat seine �berlebende Ehefrau keinen Anspruch auf Hinterlassenleistungen der Unfallversicherung. Ihre Beschwerde ist somit abzuweisen.
Da die Beschwerde offensichtlich unbegr�ndet ist, wird sie im vereinfachten Verfahren gem�ss Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG erledigt. Es wird aus diesem Grund auch ausnahmsweise darauf verzichtet, die Beschwerdeschrift in Anwendung von Art. 42 Abs. 6 BGG zur Entfernung der ungeb�hrlichen Passagen zur�ckzuweisen.
Die Kosten des Gerichtsverfahrens sind der unterliegenden Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).