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Timestamp: 2018-05-27 19:30:18
Document Index: 133211804

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 267', '§ 267', '§ 3']

Buchhaltung | Steuerberatung Drews | Rechtsanwalt Drews
Geschenke an Geschäftsfreunde und Arbeitnehmer – Was ist zu beachten?
Drews Buchhaltung, Einkommensteuer, Lohnsteuer 5. August 2015 5. August 2015
Schenken macht bekanntlich Freude – beschenkt werden auch. Aber gerade als Unternehmer sollten Sie sich in diesen Fällen steuerberatend absichern. Denn:
Jüngst hat das Bundesministerium der Finanzen ein BMF-Schreiben zu den BFH-Urteil vom 16.10. und 12.12.2013 erlassen.
Grundsätzlich gilt, dass der Empfänger eines Geschenkes aus betrieblichem Anlass eines Zuwendenden den Wert des Geschenkes der Einkommensteuer zu unterwerfen hat. Da dies in der Praxis jedoch oft unterbleibt, gilt seit der Anwendung des Jahressteuergesetzes 2007, dass diese Geschenke schon durch den Zuwender nach § 37b EStG mittels einer Lohnsteueranmeldung versteuert werden können.
Zuwendungsempfänger können sowohl eigene Arbeitnehmer als auch Geschäftspartner sein und die Zuwendung muss zusätzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgen. „Zusätzlich“ bedeutet in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang mit einem abgeschlossenen Vertragsverhältnis und zur ohnehin geschuldeten Leistung. Zuwendungen ohne einen Leistungsaustausch, beispielsweise bei Vertragsanbahnungen und Neukundengewinnung, fallen nicht unter § 37b EStG.
Wichtig ist, dass das Geschenk betrieblich veranlasst ist und beim Empfänger eine Bereicherung darstellt.
Das Wahlrecht kann innerhalb eines Wirtschaftsjahres nur einmal ausgeübt werden. Alle Weiteren Geschäftsvorfälle der gleichen Art sind dann, in gleicher Weise zu behandeln. Also entweder Pauschalbesteuerung nach § 37b EStG oder nicht. Außer das Geschenk oder die Geschenke an ein und dieselbe Person haben einen Wert von über 10.000 EUR, dann kann ein einzelnes Wahlrecht ausgeübt werden.
Die Entscheidung zur Wahlrechtsausübung kann unterjährig mittels der monatlichen Lohnsteueranmeldung, spätestens jedoch mit der letzten Lohnsteueranmeldung des Wirtschaftsjahres getroffen werden.
Weniger Bürokratie – schärfere Voraussetzungen für Kapitalgesellschaften – Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)
Drews Beratung, Buchhaltung 27. Juli 2015 27. Juli 2015
Am 22.07.2015 wurde das BilRUG im Bundesgesetzblatt verkündet. Der versprochene Abbau der Bürokratiekosten wird vor allem durch Veränderungen der Schwellenwerte erreicht.
Einzelgewerbetreibende sind nicht buchführungspflichtig, wenn ihr Umsatz unter 600.000 EUR und der Gewinn unter 60.000 EUR bleibt. Sie können ihren Gewinn also mittels Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln.
Eine Kapitalgesellschaft muss an mindestens 2 hintereinander liegenden Bilanzstichtagen mindestens 2 Werte unterschreiten, um sich einer der vier Größenklassen zuzuordnen. Beispiel: X-Gmbh erzielt 2013 und 2014 650.000 EUR Umsatz, die Bilanzsumme beträgt 325.000 EUR an und hat 9 Mitarbeiter. Somit wäre sie im KJ 2014 als KleinstKapG einzuordnen. Steigt der Gewinn nun in 2015 auf 360.000 EUR an und ein Mitarbeiter kommt dazu, könnte sie sich in 2015 nur noch als Kleine KapG einordnen.
Schwellen der Größenklassen nach § 267 HGB nach BilRUG
Es ist zu beachten, dass die erhöhten Schwellenwerte nur dann bereits rückwirkend für Wirtschaftsjahre die nach dem 31.12.2013 beginnen Anwendung finden dürfen, wenn zugleich mit den erhöhten Werten auch die neue Umsatzerlösdefinition angewendet wird. Die Definition der Umsätze von gewöhnliche für das Unternehmen typische Erlöse wird ausgeweitet auf alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen. In die Berechnung der Bilanzsumme sind nunmehr die aktiven latenten Steuern einzubeziehen. Eine noch im Regierungsentwurf eingeräumte Möglichkeit, das BilRUG insgesamt vorzeitig anzuwenden, wurde gestrichen.
Für KleinstKapG und Kleine KapG gibt es folgende Erleichterungen beim Aufstellen der Jahresabschlüsse.
Erleichterungen im Jahresabschluss
Die übrigen geänderten Vorschriften und die §§ 267, 267a, 277 und 293 HGB-BilRUG, wenn sie nicht bereits vorzeitig Anwendung gefunden haben, sind für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, nun pflichtgemäß anzuwenden.
Teilweise kann durch die neuen Schwellenwerte großer Aufwand und Kosten gespart werden. Auch Steuerberaterkosten oder Kosten für die in § 3 Nr.1 bis 3 StBerG genannten Personen und Gesellschaften, die die Befugnis zur unbeschränkten Hilfeleistung in Steuersachen haben, für die Aufstellung des Jahresabschlusses können sich somit erheblich reduzieren.
So kann z.B. auch durch rechtzeitiges Reagieren die Bilanzsumme, der Umsatz oder die Anzahl der Mitarbeiter in die richtige Richtung gelenkt werden.
• Rechnungen können z.B. kurz vor dem Bilanzstichtag bezahlt werden, was sowohl Verbindlichkeiten, als auch Bankguthaben reduziert.
• Nicht mehr benötigtes Anlagevermögen oder Vorräte können verkauft werden und mit den Erlösen können Kredite oder andere Verbindlichkeiten getilgt werden.
• Gewinnvorträge können ausgeschüttet werden. Somit wird das Eigenkapital oder das Bankguthaben reduziert.
• Bonivereinbarungen mit Kunden können bereits im Dezember ausgezahlt werden.
• Lieferungen können in Absprache mit Kunden auf den ersten Monat des neuen Jahres verschoben werden.
Lesen Sie hierzu auch: Haufe.de