Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201997,%20129
Timestamp: 2019-11-22 07:04:52
Document Index: 22158863

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 472', '§ 16', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1997, 129 - dejure.org
https://dejure.org/1996,991
BGH, 25.10.1996 - V ZR 212/95 (https://dejure.org/1996,991)
BGH, Entscheidung vom 25.10.1996 - V ZR 212/95 (https://dejure.org/1996,991)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 1996 - V ZR 212/95 (https://dejure.org/1996,991)
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BGB § 472; WertV § 16
Zugesicherte Eigenschaften beim Grundstückskaufvertrag
Miete - Kaufpreisminderung - Zusicherung
Minderungsanspruch trotz Erzielung des zugesicherten Mietertrages bei Unterschreiten der zugesicherten Wohn- und Nutzfläche
Kaufpreisminderung; zugesicherte Eigenschaft; Ertragswert
Minderung des Kaufpreises bei Fehlen einer von zwei zugesicherten Eigenschaften eines Mietgebäudes
Grundstücksbewertung: Wie wird die Kaufpreisminderung berechnet? (IBR 1997, 78)
ZIP 1996, 2074
MDR 1997, 133
DNotZ 1997, 705
WM 1997, 33
BB 1997, 279
DB 1997, 324
In den vom Berufungsgericht herangezogenen Entscheidungen hat der Senat die Anwendung der Ertragswertmethode auf die dort zu beurteilenden, auf laufende Ertragserzielung eingerichteten Objekte für unbedenklich erachtet (Urt. v. 25.Oktober 1996, V ZR 212/95, aaO; v. 12. Januar 2001, V ZR 420/99, WM 2001, 997 = NJW-RR 2001, 732, hier in Kombination mit dem Sachwertverfahren).
So können bei der Wertermittlung nach dem Ertragswertverfahren nur nachhaltig erzielbare Mieteinnahmen Berücksichtigung finden (Senat, Urt. v. 25. Oktober 1996, V ZR 212/95, NJW 1997, 129, 130;… vgl. auch § 17 Abs. 1 WertV 1988 sowie zur Anwendbarkeit der WertV 1988 Senat, Urt. v. 12. Januar 2001, V ZR 420/99, WM 2001, 997 f).
Durch die Zusatzvereinbarung wird aber die Nachhaltigkeit der Mieterträge, nämlich deren Erzielbarkeit bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung in überschaubarer Zukunft (vgl. Senat, Urt. v. 25. Oktober 1996, aaO), in Frage gestellt.
Das Ertragswertverfahren ist demgegenüber bei der Bewertung von bebauten Grundstücken, die auf laufende Erträge ausgerichtet sind, angebracht (…vgl. BGH, Urt. v. 13. Juli 1970, VII ZR 189/68, NJW 1970, 2018;… Urt. v. 6. April 1995, aaO; Senatsurt. v. 25. Oktober 1996, V ZR 212/95, NJW 1997, 129).
Welcher der beiden Methoden der Tatrichter den Vorzug gibt, liegt in seinem Ermessen (Senatsurt. v. 25. Oktober 1996, aaO).
Die Auswahl des Wertermittlungsverfahrens steht, wenn das Gesetz (wie hier) keine bestimmte Methode vorschreibt, im pflichtgemäßen Ermessen des Gerichts (BGH, Urteil vom 25.10.1996 - V ZR 212/95, NJW 1997, 129; BGH, Urteil vom 26.04.1972, IV ZR 114/70, NJW 1972, 1269).
Etwas anderes gilt aber dann, wenn der Tatrichter von unzutreffenden Grundlagen ausgeht (Senat, BGHZ 17, 236, 238) oder wenn er ein nicht geeignetes (…Senatsurt. v. 12. Januar 2001, aaO) oder ein Verfahren gewählt hat, das im Widerspruch zu den gesetzlichen Vorgaben steht (Senatsurt. v. 25. Oktober 1996, V ZR 212/95, NJW 1997, 129).
Die Auswahl des Wertermittlungsverfahrens steht, wenn das Gesetz, wie hier, keine bestimmte Methode vorschreibt, im pflichtgemäßen Ermessen des Gerichts (BGH, Urteil vom 25.10.1996, V ZR 212/95).
Das Ertragswertverfahren ist für Grundstücke, die zur Ertragserzielung bestimmt sind, wie Mietwohn- und Geschäftsgrundstücke, grundsätzlich geeignet (BGH, Urteil vom 25.10.1996, V ZR 212/95).
Die Auswahl des Wertermittlungsverfahrens steht, wenn das Gesetz - wie hier - keine bestimmte Methode vorschreibt, im pflichtgemäßen Ermessen des Gerichts (BGH, Urteil vom 25. Oktober 1996 - V ZR 212/95, BGH, NJW 1972, 1269 m.w.N.), wobei zur Ermittlung des Verkehrswertes von Immobilien unterschiedliche Methoden vertreten werden.
Die Anwendung der sogenannten "Mischmethode" könnte sich demgegenüber etwa für die Wertermittlung von Wohnhäusern mit Einliegerwohnung empfehlen, wobei jedoch die neuere Wertermittlungslehre dieser Bewertung skeptisch bis ablehnend gegenüber steht (BGH, Urteil vom 25. Oktober 1996 - V ZR 212/95 - mit Hinweis auf Rössler/Langner/Simon/Kleiber, Schätzung und Ermittlung von Grundstückswerten, 6. Aufl., S. 27 ff, 33).
Die Fragen, welches der drei Schätzverfahren jeweils als das sachgerechteste anzuwenden ist, und ob zu Kontrollzwecken eine Bewertung anhand verschiedener Bewertungsmethoden anzufordern ist, beantworten sich nach den Gegebenheiten des Einzelfalles (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 2. Februar 1990 III R 173/86, BFHE 159, 505, BStBl II 1990, 497; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. Oktober 1996 V ZR 212/95, Neue Juristische Wochenschrift 1997, 129).