Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/1/1180.htm
Timestamp: 2018-12-10 13:40:46
Document Index: 81212477

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 8']

1.180 Häslachwald
Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Naturschutzgebiet »Häslachwald« vom 22.Juli 1991 (GBl. v. 31.08.1991, S. 525).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S.654), zuletzt geändert durch die 3.Anpassungsverordnung des Innenministeriums vom 13. Februar 1989 (GBI. S. 101), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Stuttgart und der Stadt Ostfildern, Landkreis Esslingen, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Häslachwald«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 53,6 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 22. April 1991 auf dem Gebiet der Stadt Stuttgart, Ortsteil Plieningen, die Gewanne: Beim Häslach, Häslach, Häslacher Weg Sieglenstäle mit den Flurstücken 438, 438/1, 439-441: 442/1 und /2, 443-448, 449/1 und /2, 450/1 und /2, 451-458,459 (teilweise), 460 (teilweise), 461-465, 466/1 (teilweise) und /2 (teilweise), 467/1 (teilweise) und /2 (teilweise), 468/1 (teilweise) und /2 (teilweise), 469/1 und /2 (teilweise), 470/1 (teilweise) und /2, 471 (teilweise), 472 (teilweise), 473/1 (teilweise) und /2 (teilweise), 474 (teilweise), 475 (teilweise), 842 (teilweise), 843 (teilweise), 844/1 (teilweise) und /2 (teilweise), 845/1 (teilweise) und /2 (teilweise), 846-851 (teilweise), 851/1 (teilweise), 852 (teilweise), 853^/1 (teilweise) und/2 (teilweise), 854/1 (teilweise) und /2 (teilweise), 855 (teilweise), 856 (teilweise), 857/1 (teilweise) und /2 (teilweise), 3885, 4775/9 (teilweise), 4775/ 10 (teilweise), 4775/14-16, 4778 (teilweise), 4779, 4779/1, 4780, 4780/1, /3 und /4, 4781, 4782, 4782/1 und /2, 4783, 4783/1, /2 und /3, 4784, 6043/2, 6045, 6045/ 1, 6046/2, auf dem Gebiet der Gemeinde Ostfildern, Ortsteil Kemnat Teile der Gewanne: Täle und Körschtal, mit den Flurstücken Nr. 3450, 3580, 3589/3 und /5, 3591-3594, 3594/1-/3, 3595/1 und /2, 3596/1 und /2, 3597/1-/4, 3598-3601, 3602/1-/3 und /5, 3603/1 und /3, 3604-3608, 3609/1 und /2, 3610-3614, 3616/1-/3, 3617, 3619/1 und /2, 3620/1, 3621/1, 3622/1, 3623/1, 3624/1 und /3, 3625/1, 3626, 3627, 3628/1, 3630/1 und /2, 3631/1 und/2, 3632/1, 3633/1, 3634/1 und/2, 3635/1 und/2, 3636/1, 3637/1, 3638/1, 3639/1, 3640/1, 3646/1, 3654, 3441, 3618, 3652 (Gewässer jeweils zum Teil): 3599/4, 700/3 und /4, 740.
(2) Das Schutzgebiet ist in einer Übersichtskarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 22. April 1991 im Maßstab 1:25000 schwarz umgrenzt und flächig rot angelegt, sowie in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 22. April 1991 im Maßstab 1:2500 schwarz umgrenzt und rot angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart und bei der Landeshauptstadt Stuttgart in Stuttgart und beim Landratsamt Esslingen in Esslingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(3,) Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Absatz 2 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
Schutzzweck ist die Sicherung und Erhaltung eines ökologisch und biologisch wertvollen vielgestaltigen Mosaiks von Lebensräumen für eine Vielzahl von zum Teil seltenen, schutzbedürftigen Pflanzen- und Tierarten sowie eines landschaftlich reizvollen herausragenden Teiles der Kulturlandschaft.
5. Abfälle oder sonstige Gegenstände zu lagern oder Chemikalien auszubringen;
9. die Art der bisherigen Grundstücksnutzung zu ändern, mit Ausnahme der Umwandlung von Acker- in Grünflächen;
13. Gifte oder Pflanzenschutzmittel auszubringen;
15. Hunde unangeleint laufen zu lassen.
2. für die ordnungsmäßige landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß § 4 Abs. 2 Nr. 13 auf Äckern nicht gilt und mit der Maßgabe, daß abgängige Obstbäume innerhalb eines Jahres durch hochstämmige Obstbäume ersetzt werden müssen. Nachgepflanzte Obstbäume können bis zu fünf Jahren nach Pflanzung, soweit erforderlich, mit möglichst nützlingsschonenden Blattlausbekämpfungsmitteln behandelt werden;
3. für die ordnungsmäßige forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen § 4 Abs. 2 Nr. 13, entsprechend den Festsetzungen der Schonwaldverordnung der Forstdirektion Stuttgart vom 15. September 1981;
7. für die zur Behandlung des Flughafen-Enteisungswassers notwendige Erweiterung der Kläranlage Stuttgart-Plieningen in landschaftlich optimierter Weise entsprechend dem Ergebnis des erforderlichen Gestattungsverfahrens.
§ 8 Außerkrafttreten von Rechtsvorschriften
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung treten Teil Nr. 6.28 (Ganzes Körschtal, unteres Steinbachtal, das Hattenbachtal und die Koppenklinge) sowie Teil Nr. 6.27 (Unteres Ramsbachtal) der Sammelverordnung des Bürgermeisteramtes der Stadt Stuttgart als untere Naturschutzbehörde zum Schutz von Landschaftsteilen vom 10.November 1961, veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Stuttgart vom 7.Dezember 1961 sowie die Verordnung des Landratsamtes Esslingen Nr. 8.56 über das Landschaftsschutzgebiet »Mittleres Körschtal« vom 17.Februar 1977 (GBI. S.103), außer Kraft, soweit diese im Geltungsbereich dieser Naturschutzverordnung liegen.
STUTTGART, den 22. Juli 1991