Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.10.1963&Aktenzeichen=VI%20ZR%20213/62
Timestamp: 2019-10-21 06:35:49
Document Index: 380991445

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 898', '§ 899', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 898']

BGH, 22.10.1963 - VI ZR 213/62, VI ZR 267/62 - dejure.org
BGH, 22.10.1963 - VI ZR 213/62, VI ZR 267/62
https://dejure.org/1963,2096
BGH, 22.10.1963 - VI ZR 213/62, VI ZR 267/62 (https://dejure.org/1963,2096)
BGH, Entscheidung vom 22.10.1963 - VI ZR 213/62, VI ZR 267/62 (https://dejure.org/1963,2096)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 1963 - VI ZR 213/62, VI ZR 267/62 (https://dejure.org/1963,2096)
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Einschränkung der Schadensersatzansprüche eines Arbeitnehmers aus Arbeitsunfällen gegenüber fremden Unternehmern i.R.e Eingliederung in den Betrieb dieses Unternehmers in der Art eines eigenen Arbeitnehmers - Einschränkung der Schadensersatzansprüche auch bei ...
NJW 1964, 39
MDR 1964, 44
VersR 1963, 1124
DB 1963, 1647
Auch sonst sind Fallgestaltungen möglich, in denen das Stammunternehmen mit der Entsendung eigener Arbeitskräfte bei ungezwungener Betrachtung keine Arbeitskräfte dem Unfallbetrieb "ausleiht", sondern diese für eigene Aufgaben einsetzt oder doch die Organisation und Leitung der Hilfeleistung selbst in der Hand behält, so dass diese Verrichtungen aus der Sicht des Unfallunternehmens der zuvor besprochenen Fallgruppe bloßer "Arbeitsberührung" ohne inneren Zusammenhang mit dessen betrieblicher Sphäre zuzuordnen ist (so angenommen für den Revierförster, der auftragsgemäß bloß deshalb mit dem Holzabfuhrunternehmen in dessen Lkw mitfährt, um ihm die abzufahrenden Baumstämme zu zeigen: Senatsurteil vom 8. Juni 1955 - VI ZR 59/54 = VersR 1955, 456, 457; für den Arbeitnehmer des Verkäufers, der, weil das so vereinbart war, den Wagen des Kunden mit der gekauften Ware nach dessen Weisungen belädt: Senatsurteil vom 4. Dezember 1956 - VI ZR 37/56 = VersR 1957, 101, 102; für die Hilfeleistung bei Fahrmanövern eines Lkw des Zulieferers mit einer Schleppraupe, wenn Leitung und Organisation des Manövers vom Stammunternehmen übernommen wird: Senatsurteile vom 13. März 1962 - VI ZR 83/61 = VersR 1962, 540; vom 22. Oktober 1963 - VI ZR 213, 267/62 = VersR 1963, 1124).
Voraussetzung ist, daß der Arbeitnehmer in den Betrieb dieses Unternehmers nach Art eines eigenen Arbeitnehmers eingegliedert ist (ständige Rechtsprechung, statt aller: BGH Urteil vom 22. Oktober 1963 - VI ZR 213/62 und 267/62 - AP Nr. 45 zu §§ 898, 899 RVO, mit weiteren Nachweisen).
Nimmt man ein Leiharbeitsverhältnis des verletzten Rose zur Beklagten an, was eine persönliche Weisungsbefugnis gegenüber dem Arbeiter voraussetzt, dann hätte die Beklagte damit auf jeden Fall die Rechtsstellung eines Bevollmächtigten oder Repräsentanten der Stammfirma B. im Sinne des § 899 RVO erlangt (RGZ 171, 393; BGHZ 8, 330; BGH, Urt. v. 22. Oktober 1963 - VI ZR 203/62 = BGH Warn 1963 Nr. 200 = NJW 1964, 39).
BGH, 21.03.1967 - VI ZR 174/65
Klage auf Schadensersatz von Hinterbliebenen aus einem tödlichen Dienstunfall - …
Danach haben aber die Voraussetzungen vorgelegen, unter denen nach den zu §§ 898, 899 RVO (a.F.) entwickelten Rechtsgrundsätzen (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 22. Oktober 1963 - VI ZR 213, 267/62 - VersR 1963, 1124, 1125 und die dort angeführten weiteren Entscheidungen) die Haftung des Unternehmers wegen eines Arbeitsunfalls der in seinem Betrieb tätig gewordenen Hilfskräfte ausgeschlossen ist.