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Timestamp: 2018-02-17 21:04:46
Document Index: 43439524

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 22', '§ 21', '§ 1', '§ 12', '§ 16', '§ 4', '§ 54', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein HevenNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Hevenbruch" vom 1. April 2003 | gültig ab: 25.04.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Hevenbruch"...
juris-Abkürzung: HevenNatSchGV SH
Gültig ab: 25.04.2003
Fundstelle: GVOBl. 2003, 200
Gliederungs-Nr: 791-4-207
über das Naturschutzgebiet "Hevenbruch"
Zum 17.02.2018 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Hevenbruch" vom 1. April 2003 25.04.2003
Eingangsformel 25.04.2003
§ 3 - Schutzzweck 25.04.2003
§ 4 - Verbote 25.04.2003
§ 5 - Zulässige Handlungen 25.04.2003
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 25.04.2003
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 25.04.2003
§ 8 - Inkrafttreten 25.04.2003
(1) Das Waldgebiet "Hevenbruch", auf dem Gebiet der Gemeinden Koberg, Ritzerau und Poggensee, Kreis Herzogtum Lauenburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Hevenbruch" unter Nummer 188 in das im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(3) Das Naturschutzgebiet erfüllt als Teilbereich des Vogelschutzgebietes "Lauenburger Wälder" die Kriterien im Sinne des Artikels 4 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. EG Nr. L 103 S. 1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/49/EG vom 29. Juli 1997 (ABl. EG Nr. L 223 S. 9) und wird zum Vogelschutzgebiet erklärt.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 173 ha groß und umfasst in den Gemarkungen Koberg, Ritzerau und Poggensee die Waldteile Großer Hevenbruch, Kleiner Hevenbruch, Schmiedebusch, Brünkenbrook, Steinbalken und Damm.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 24106 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
bei der Landrätin oder dem Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg - untere Naturschutzbehörde -,
bei der Amtsvorsteherin oder dem Amtsvorsteher des Amtes Nusse,
23896 Nusse,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz und der Erhaltung der zum Naturraum "Stormarner Endmoränengebiet des Ostholsteinischen Hügellandes" gehörenden. Waldflächen des "Hevenbruch" mit Brüchen, Sümpfen, naturnahen Bachabschnitten, Weihern und Tümpeln und angrenzenden, ehemals als Grünland genutzten Flächen.
die ungestörte Entwicklung der geologischen und biologischen Prozesse in den Wäldern auch zur Dokumentation für die natur- und forstwissenschaftliche Forschung,
den ungestörten Wasserhaushalt und die ungestörte Bodenentwicklung auf unterschiedlichen Standorten und
die Lebensgemeinschaften der Wald- und Niederungskomplexe einschließlich der Rand- und Übergangszonen zur Offenlandschaft mit gefährdeten Pflanzen- und Tierarten von gemeinschaftlicher Bedeutung, insbesondere mit den Brutvogelarten Schwarzspecht, Mittelspecht und Zwergschnäpper,
zu erhalten, zu schützen oder zu entwickeln.
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den bei Inkrafttreten dieser Verordnung im Eigentum der Hansestadt Lübeck befindlichen Flächen nach Maßgabe der Empfehlungen des Landesamtes für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde; auf den Waldflächen sind zur Erhaltung ungestörter Naturabläufe alle forstwirtschaftlichen Maßnahmen zu unterlassen;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes sowie die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf Schalenwild, Fuchs, Marderhund und Waschbär;
die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Wege und der Brücken unter Beachtung des § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes mit folgender Einschränkung:
der Betrieb und die Unterhaltung der Versorgungsleitungen entlang des Weges zwischen dem Kleinen und dem Großen Hevenbruch;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde durchführt oder durchführen lässt; bei Maßnahmen im Bereich der Kulturdenkmale ist § 16 Abs. 9 des Landesnaturschutzgesetzes zu beachten.
(2) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen gewähren. Bei der Gewährung von Befreiungen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 bis 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
Kiel, 1. April 2003