Source: http://jura.uni-halle.de/studium_lehre_pruefung/studium_lehre/repetitorium_klausurenkurs/
Timestamp: 2017-09-20 11:16:22
Document Index: 332493855

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 5', '§ 1', '§ 1', '§ 7', '§ 15', '§ 21', '§ 16', '§ 19', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 5']

Repetitorium und Klausurenkurs
Allgemeines zur Ersten Juristischen Prüfung
Vorbereitung auf die Staatliche Pflichtfachprüfung
Besprechung der Übungsklausuren
Aus dem Jahresbericht des Landesjustizprüfungsamtes
Das Juristische Studium wird mit der Ersten Juristischen Prüfung abgeschlossen. Sie dient der Feststellung, dass der Studierende sowohl das Recht mit Verständnis erfassen als auch unter Berücksichtigung seiner praktischen Bedeutung anwenden kann und die fachlichen Voraussetzungen für den juristischen Vorbereitungsdienst erfüllt (§ 1 II JAG LSA). Die Erste Juristische Prüfung besteht aus der universitären Schwerpunktbereichsprüfung, welche 30% der Gesamtnote ausmacht, und der staatlichen Pflichtfachprüfung, die zu 70% in die Gesamtnote einfließt (§ 5d II Deutsches Richtergesetz; § 1 V JAPrVO).
Das Landesjustizprüfungsamt ist für die staatliche Pflichtfachprüfung, die das Studium der Rechtswissenschaften in den Pflichtfächern abschließt, zuständig (§ 1 JAPrVO). Die staatliche Pflichtfachprüfung kann während, vor oder nach der universitären Schwerpunktbereichsprüfung abgelegt werden (§ 7 II JAPrVO).
In der Prüfung sind schriftliche und mündliche Leistungen zu erbringen (§ 15 JAPrVO).
Die Gesamtnote der Staatlichen Pflichtfachprüfung setzt sich zu 60% aus der schriftlichen und zu 40% aus der mündlichen Note zusammen (§ 21 JAPrVO).
Die schriftliche Prüfung besteht aus je zwei Aufsichtsarbeiten pro Rechtsgebiet. Die Aufgaben für die Aufsichtsarbeiten sollen Fälle betreffen und hinreichend Gelegenheit bieten, Fähigkeiten zur Erörterung von Rechtsfragen zu zeigen. (§ 16 JAPrVO)
Die mündliche Prüfung wird erreicht, wenn mindestens vier Aufsichtsarbeiten mit 4 Punkten bewertet wurden oder drei Aufsichtsarbeiten mit 4 Punkten bewertet wurden und die Summe der Einzelbewertungen nicht geringer als 21 ist (§ 19 I JAPrVO).
Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf das Wissen aus den Pflichtfächern unter Berücksichtigung der Schlüsselqualifikation und besteht aus drei Prüfungsgesprächen (§ 21 I JAPrVO). Diese dauern je Fach und Prüfung 20 Minuten (§ 21 IV JAPrVO).
Studierende, die vor Oktober 2011 ihr Studium aufgenommen haben und sich bis zum ersten Prüfungsdurchgang 2016 prüfen lassen, können bestimmen, dass die Prüfung nach altem Recht mit einem rechtspolitischen oder rechtswissenschaftlichen Vortrag durchgeführt wird (§§ 21, 53 JAPrVO).
Die Zulassung zur Prüfung ist während des Meldezeitraums zu beantragen. Dieser ist gemäß § 8 I JAPrVO
für den ersten Prüfungsdurchgang des Jahres vom 01.11. bis 30.11. des Vorjahres.
für den zweiten Prüfungsdurchgang des Jahres vom 01.05. bis 31.05. des jeweiligen Jahres.
Prüflinge, die die Prüfung wiederholen wollen, können sich innerhalb von zwei Wochen nach mündlicher Bekanntgabe des Prüfungsgesamtergebnisses noch melden (§ 8 I JAPrVO).
Zur Prüfung melden kann sich nur, wer die erfolgreiche Teilnahme an der Zwischenprüfung, den großen Übungen, einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltung, einem Grundlagenfach, einer Schlüsselqualifikation sowie die geforderten praktischen Studienzeiten (Praktika) nachweisen kann (§ 9 JAPrVO).
Weitere Informationen sowie die Prüfungstermine finden Sie auf der Seite des Landesjustizprüfungsamtes .
Gemäß § 5 JAPrVO soll das Landesjustizprüfungsamt auf schriftlichen Antrag bei Behinderungen oder körperlichen Beeinträchtigungen, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen (dazu zählen neben Verletzungen und chronischen Schäden auch Schwangerschaften!), die Bearbeitungszeit verlängern, nicht anzurechnende Ruhepausen gewähren, persönliche oder sachliche Hilfsmittel gewähren oder eine andere angemessene Erleichterung zulassen.
Im Antrag muss die Beeinträchtigung dargelegt und durch amtsärztliches Attest belegt werden.
Es wird empfohlen, diesen Antrag möglichst rechtzeitig zu stellen, damit nach der Vorabauskunft des Landesjustizprüfungsamtes die Vorbereitung unter den späteren Bedingungen geschehen kann. Die bewilligten Erleichterungen gelten auch bei der Teilnahme am Klausurenkurs.
Die Fakultät bietet ein Ganzjahresrepetitorium an, das den Studierenden die Gelegenheit gibt, den für den staatlichen Teil der ersten Juristischen Prüfung benötigten Stoff zu wiederholen. Die Inhalte sowie der Ablauf des Repetitoriums können dem Repetitoriumsplan entnommen werden. Eine aktive Mitarbeit im Repetitorium wird dringend empfohlen.
Das Repetitorium findet ab Mitte September eines jeden Jahres bis ca. Ende Juli jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Hörsaal B (Melanchthonianum) statt. Davon abweichende Zeiten oder Hörsäle werden im StudIP veröffentlicht. Der Einstieg wird zu Beginn des Repetitoriums empfohlen, ist jedoch jederzeit möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Neben dem Repetitorium sind private Arbeitsgemeinschaften, in denen Fälle besprochen werden, ratsam. Diese bieten neben der fallpraxischen Übung auch eine gute Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.
Jede Woche wird zudem eine 5-stündige Examensklausur zur Übung angeboten. Diese wird von 9 - 14 Uhr in der Vorlesungszeit immer samstags und in der vorlesungsfreien Zeit freitags im Hörsaal 14 a/b geschrieben. Es handelt sich bei den Klausuren um Originalklausuren vergangener Examensdurchgänge. Das Rechtsgebiet der Klausur wird zuvor bekannt gegeben. Eine Anmeldung zum Klausurenkurs ist nicht nötig.
Vor der Anmeldung zur staatlichen Pflichtfachprüfung sollten Sie zwei bis drei Semester am Examensklausurenkurs teilgenommen bzw. mindestens 40 Übungsklausuren geschrieben haben. Es wird empfohlen, die Klausur unter Examensbedingungen im Hörsaal zu schreiben.
Studierende mit gewährtem Nachteilsausgleich (s. o.) dürfen die Klausuren bis Montag 12 Uhr am Lehrstuhl oder im Dekanat abgeben bzw. per Mail, wenn das Schreiben der Klausur auf einem elektronischen Gerät gestattet wurde, übermitteln. Auf Antrag werden zudem Ausnahmen von der persönlichen Teilnahme bei Schwangerschaft, Elternzeit oder Betreuung eines Kindes ebenso wie bei nachgewiesener regelmäßiger Verhinderung aufgrund eines Nebenjobs erteilt. Der Antrag ist formlos im Dekanat/ Prüfungsamt zu stellen.
Die Besprechung der Examensübungsklausuren findet jeweils am übernächsten Mittwoch (11 Tage nachdem sie geschrieben wurden) von 18 - 20 Uhr statt.
Repetitoriumsplan 2016/2017
GesamtÜ Ganzjahresrepetitorium (Stand 26.08.2016).pdf (239,4 KB) vom 21.11.2016
Ablaufplan des Klausurenkurses
ExKk WS 16-17, SS 17 (Stand 08.08.2016) - Homepage.pdf (262,8 KB) vom 21.11.2016
Unter anderen werden regelmäßig folgende Infoveranstaltungen angeboten:
Der Vortrag in der mündlichen Prüfung
Die genauen Termine sowie weitere Informationen finden Sie im Aushang des Prüfungsamtes, auf dem Infobildschirm im Juridicum und auf der Aktuelles-Seite des Juristischen Bereiches.
Im Jahr 2012 haben sich 174 Rechtskandidaten zur Staatlichen Pflichtfachprüfung gemeldet. 76% haben bestanden. Die Misserfolgsquote bei den Kandidaten im Freiversuch lag bei lediglich 15,15 %. Die Durchschnittspunktzahl aller erfolgreichen Kandidaten beträgt 7,12 Punkte.
Im Jahr 2013 haben sich 136 Rechtskandidaten zur Staatlichen Pflichtfachprüfung gemeldet. 76% haben bestanden. Die Misserfolgsquote bei den Kandidaten im Freiversuch lag bei 14%. Die Durchschnittspunktzahl aller erfolgreichen Kandidaten beträgt 7,32 Punkte.
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