Source: https://www.vhw.de/veranstaltung/zulaessigkeit-von-vorhaben-im-unbeplanten-innenbereich-34-baugb-am-20-04-2020-in-berlin-bb205304/
Timestamp: 2020-02-24 21:15:00
Document Index: 14085841

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§34', '§ 34', '§ 34', '§ 15']

Zulässigkeit von Vorhaben im unbeplanten Innenbereich (§ 34 BauGB) am 20.04.2020 in Berlin (BB205304)
BB205304
Zulässigkeit von Vorhaben im unbeplanten Innenbereich (§ 34 BauGB) (BB205304)
02.11.2020 in Leipzig (SN205312)
Dr. Markus Johlen ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht in der bundesweit auf das öffentliche Baurecht spezialisierten Kanzlei Lenz und Johlen in Köln und seit 18 Jahren ausschließlich auf das öffentliche Baurecht spezialisiert. Er ist u. a. Kommentator des öffentlichen Baunachbarrechtes im "Gädtke/Johlen/Wenzel/Hanne/Kaiser/Koch/Plum" sowie Dozent für das öffentliche Baurecht beim Fachanwaltslehrgang für Verwaltungsrecht.
§ 34 BauGB ist eine zentrale Norm des Bauplanungsrechts, insbesondere deshalb, weil zahlreiche Bebauungspläne unwirksam sind und dann eine Beurteilung nach §34 BauGB "wieder auflebt". Ebenso ist es für die Standortgemeinde oftmals kompliziert, bestehende Gemengelagen abwägungsfehlerfrei zu überplanen.
Die Schwierigkeit bei der Anwendung der Vorschrift liegt in der Praxis darin, dass die Rechtsprechung keinen klaren Rahmen vorgibt. Dies gilt insbesondere für die Frage, wie weit die "nähere Umgebung" um ein Baugrundstück reicht. Zudem ist die Reichweite der "näheren Umgebung" für jedes Kriterium des § 34 Abs. 1 BauGB gesondert zu beurteilen. Es hängt somit von der Würdigung der konkreten Örtlichkeiten ab, welche Umgebungsbebauung maßgeblich ist.
Das Seminar soll durch zahlreiche Fallbeispiele aus der Rechtsprechung (insbesondere anhand von Luftbildern) helfen, in der Praxis eine rechtssichere Beurteilung vornehmen zu können. Insbesondere wird an Praxisfällen dargelegt, welche Umgebungsbebauung tatsächlich die "nähere Umgebung prägt" (Fremdkörper, Ausreißer, illegale Nutzungen etc.), wann es zulässig ist, den vorhandenen Rahmen zu überschreiten bzw. wann Einzelhandelsansiedlungen aufgrund von schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versor-gungsbereiche unzulässig sind.
Im Hinblick auf vermehrt vorkommende Nachbarklagen ist es zudem wichtig, diejenigen Kriterien des § 34 BauGB herauszuarbeiten, die auch dem Nachbarschutz dienen.
Beschäftigte der Bauämter (Bauverwaltung, Planung und Bauordnung), der Rechtsämter der kommunalen Gebietskörperschaften, der Wirtschaftsförderungsämter, der am baurechtlichen Genehmigungsverfahren beteiligten staatlichen Behörden, der Träger öffentlicher Belange, ebenso Planer, Architekten, Ingenieure und auf dem Gebiet des öffentlichen Baurechts tätige Rechtsanwälte.
Bitte bringen Sie das Baugesetzbuch und die Baunutzungsverordnung zum Seminar mit.
Über die Veranstaltungen stellen wir Ihnen eine Teilnahmebescheinigung aus (geeignet auch zur Vorlage bzw. Anerkennung nach § 15 FAO bei der jeweiligen Rechtsanwaltskammer). Gern informieren wir Sie auf Nachfrage über die (Möglichkeit der) Anerkennung als Fortbildungsnachweis bei der jeweiligen Architektenkammer/Ingenieurkammer.