Source: http://harald-birgfeld.de/Schulen%20Beurteilung.htm
Timestamp: 2020-07-13 13:18:54
Document Index: 175975525

Matched Legal Cases: ['§2', '§ 6', '§ 4', '§ 22', '§ 22', '§ 25', '§ 22', '§ 7', '§ 5', '§ 6', '§ 22', '§ 3', '§ 5', '§ 7', '§ 25', '§ 21', '§ 21', '§ 24', '§ 24', '§ 10', '§ 3', '§ 6', '§20']

Beschäftigte bei der Arbeit sind Arbeiter, Angestellte, Beamte, (Schülerinnen und Schüler sind den Arbeitnehmern im Sinne der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), §2 (6), gleichgestellt), Studierende, Doktoranden, Stipendiaten und Teilzeitbeschäftigte.
für Schulleiterinnen, Schulleiter,
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an Schulen
(alle Schulformen),
108 S. A 5.
Über 150 „Empfohlene Maßnahmen“
ISBN: 9783751959971
„Kleine Fibel des Arbeitsschutzes“ ist auch in den USA, Großbritannien und Kanada unter obiger ISBN und bei abweichenden Preisen bestell- und lieferbar.
In Kürze auch als E-Book,
Bei Interess geht es hier weiter zu
Bildergalerie, Ingenieurarbeiten, Lyrik und Prosa des Autors.
108 Seiten mit mehr als 150 „Empfohlenen Maßnahmen“.
Letztes Update: 06.2020
Sämtliche Unterlagen und Zusammenstellungen unterliegen einem Copyright 2020 beim Autor, Harald Birgfeld, alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne schriftliche Erlaubnis des Herausgebers, Harald Birgfeld, reproduziert werden. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen wie Loseblattsammlungen und Buchproduktionen, Übersetzungen, Verfilmung und Einspeicherung sowie Verarbeitung in elektronischen Systemen.
gem. § 6 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
Vgl.: GUV-I 8700, welche z.B. von den Unfallkassen der Länder, kostenlos bezogen werden können.
Der Autor, Harald Birgfeld, Dipl. Ingenieur für Schiffbau, Schweißfach- und Feuerschutzingenieur sowie Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ausbildung gem. § 4 der UVV, GUV-V A6, durch den BAGUV, (Sicherheitsingenieur) war in der BEHÖRDE FÜR INNERES und später in der BEHÖRDE FÜR SCHULE, JUGEND UND BERUFSBILDUNG (BSJB), jetzt BEHÖRDE FÜR BILDUNG UND SPORT; der FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG, angestellt. Harald Birgfeld erstellte seit 1992, parallel zu Schul- und Dienststellenbegehungen, Checklisten/Beurteilungen und Prüflisten/Dokumentationen. Außerdem wurden regelmäßig Jahresberichte mit Unfallstatistiken von ihm erstellt.
Der Autor hat in der Unabhängigen Fachzeitschrift für Arbeitssicherheit, "Sicherheitsingenieur" aus dem Curt Harfener Verlag, etliche, in dem Jahr 1990 sogar die meisten redaktionellen Beiträge veröffentlicht.
Pressestimmen: Das "Hamburger Abendblatt" berichtete vielfach sowohl zur Person als auch über die Tätigkeit von Harald Birgfeld als Fachkraft für Arbeitssicherheit an Schulen, z.B. am 18. Dez. 1991 auf den Seiten 1 und 14, am 11. Febr. 1992, S. 9, am
Blickpunkt Bildung, Deutscher Lehrerverband Hamburg, Nov. 1991
Die hlz, Hamburger Lehrerzeitung, die Zeitschrift der GEW (Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft) Hamburg, interviewt den Autor in der Novemberausgabe 1993 ausführlich (s. dort S. 19-21).
1) Allgemein an Schulen
Betrifft die an allen Schulformen, z.B. Vor-, Grund-, Haupt- Real-, Werkreal-, Förder-, Sonder-, Ganztags-, Gesamt-, Berufsschulen (Berufsfachschulen, z.B. in Vollzeitform der biologischen, chemischen, medizinischen und pharmazeutischen Berufe, gehören in wesentlichen Bereichen zu den Hochschulen) und Gymnasien möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.
2) (NW) In der Naturwissenschaft,
Betrifft z.B. die insbesondere an Gesamt-, Berufsschulen und Gymnasien im naturwissenschaftlichen Arbeitsbereich/Unterricht möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.
3) Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung
Betrifft die möglicherweise an allen Schulformen vorhandenen
arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, z.B. betreffend den Mutterschutz.
1) Inhaltsverzeichnis, Allgemein an Schulen
Alarmplan (2 Muster)
Aula bzw. Festsaal mit Szenenfläche
Befahren von Schulhöfen
Behindertengerechte Gestaltung der Schule
Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Schüler
Blitzableiter am Schulgebäude
Büroarbeitsplatz, kein BAP
Ein-Aus-Taster (keine Not-Aus-Schalter) für Arbeits-bereiche in Küchen, an Küchenzeilen, in Vorschulen Differenzierungsräumen, Werkräumen, Fotolabors, in Räumen der Bildenden Kunst, in Computer- und Textilräumen
Elektrische Steckdosen, Anzahl.
Fettabscheider in Ganztagsschulen, "Hort in der Schule" und "Pädagogischer Mittagstisch"..
„frittieren" auf der Herdplatte
Gefahrstoffe/Lagerraum
Holzstaub, Betriebsanweisung
Küchen (Lehrküchen) als Nassbereich
Lichtschalter im Schulgebäude
PCB-haltige Kondensatoren in Lampen
Radierungen in der Kunst
Rettungswege und Verkehrswege im gesamten schulischen Bereich
Schultafeln in der Schule, Smart Board
Sicherheitsbeauftragte an Schulen, Bestellung (Formblatt)
Sonderschulen, Arbeitsbereich
Sport im Unterricht, Checkliste
Stühle und Tische im Unterrichtsraum, Lehrer und Schüler
Toiletten, Toilettenbeckenaufhängung und Toilettenräume
Umdrucker und Löser
Vorschulklassen, Arbeitsbereich
2) Inhaltsverzeichnis, in den Naturwissenschaften (NW)
(NW) Abzüge und Abluftleistung
(NW) Betriebsanweisungen für Hausmeister und Reinigungspersonal
(NW) Betriebsanweisungen für Schüler, Muster
(NW) Druckgasflaschen im Unterrichtsraum
(NW) Druckgasflaschen (Warnzeichen)
(NW) Erste-Hilfe-Kästen
(NW) Ersthelfer
(NW) Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)
(NW) Feuerlöscher im naturwissenschaftlichen Bereich
(NW) Flucht- und Rettungswege
(NW) Fußböden von Fachräumen
(NW) Gaskartuschen
(NW) Gasschläuche
(NW) Gefährliche Flüssigkeiten, Aufbewahrung in Lebensmittelbehältern
(NW) Handbrausen
(NW) Kühlschrank
(NW) Lasereinrichtung
(NW) Mikroskope in der Biologie
(NW) Not-Aus-Schalter in naturwissenschaftlichen Räumen
(NW) Notruftelefon
(NW) Rettungsweg-, Brandschutz- und Erste-Hilfezeichen
(NW) Rettungswege und Verkehrswege im gesamten schulischen Bereich
(NW) Rettungswegtüren im Rettungsweg
(NW) Sammlungsräume, Chemie
(NW) Schutzkleidungsverzeichnis
(NW) Trenntransformatoren in der Physik
(NW) Türbeschläge im naturwissenschaftlichen Bereich
3) Inhaltsverzeichnis, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung
Mutterschutz im Schulbereich,
Alle nachstehend aufgeführten Vorschriften, wie z.B. das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstätten-Richtlinien, die Arbeitsstätten-Verordnung, das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure..., sowie alle Verordnungen, die GUV'en und das Mutterschutzgesetz sind in jedem Land gleichermaßen anzuwenden. Länderverordnungen wie Länder Bau-Ordnungen, Technische Richtlinien einer Baubehörde eines Landes usw. sind immer den gesetzlichen Vorschriften nachgeordnet. Sie sollten, falls erforderlich, vor Ort erfragt werden.
Gesetzliche Unfall-versicherung,
GUV-Nr.:
DIN-EN 1729-1
und -2
Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen,
-1 Funktionsmaße, -2 sicherheitstechnische Anforderungen (gilt nicht für Arbeitsplätze von Lehrkräften).
UVV Sicherheits- und Gesundheits-schutzkennzeichnung am Arbeitsplatz
Anleitung zur Ersten Hilfe bei Unfällen, Registerausführung
Tisch- und Format-Kreissäge-maschinen (Aushang DIN A2)
EG-Richtlinie 90/270
GUV-SI 8011
Keramik, Ein Handbuch für Lehrkräfte
Papier, Ein Handbuch für Lehrkräfte
Metall, Ein Handbuch für Lehrkräfte
Kunststoff, Ein Handbuch für Lehrkräfte
Lebensmittel- und Textilverarbeitung Ein Handbuch für Lehrkräfte
Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung
Richtlinien für Kindergärten – Bau und Ausrüstung
Anhang 1 zur GUV-SR 2003
GUV-SR 2006
Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz….. mit biologischen Arbeitsstoffen im Unterricht
ArbSchG.......Arbeitsschutzgesetz
ArbStättV.....Arbeitsstätten-Verordnung mit Abschnitte 6 für Maßnahmen zur Gestaltung von BAP.
ASiG............Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit
GefStoffV…...Gefahrstoffverordnung (neu ab 12.2010)
GUV……….....Gesetzliche Unfallverhütungsvorschrift.
PSA-BV........Verordnung.....persönlicher Schutzausrüstungen
TRGS.. ………….Technische Richtlinien für Gefahrstoffe
UVV………… ..Unfall-Verhütungs-Vorschrift
VStättVO Versammlungsstättenverordnung
AMEV... Hinweise für Innenraumbeleuchtung, Arbeitskreis Maschinen- u. Elektrotechnik, Hamburg.
AMD..... .....Arbeitsmedizinischer Dienst, Hamburg
IfL......... Institut für Lehrerfortbildung, Hamburg
MblSchul.. ...Mitteilungsblatt für Schulen, (Hamburg)
TR-Schulen. .Technische Richtlinien der Baubehörde Hamburg
VwHdbSchul..Verwaltungshandbuch Schulen Hamburg
Allgemein an Schulen
Alarmplan an Schulen
a) Regelung für den Brandfall in der Schule und in der Verwaltung
Für den Brandfall sind Maßnahmen zu planen. Die bestehen hauptsächlich aus der Alarmierung und dem Wissen über die Rettungswege ins Freie. Dazu gehören:
· Pläne über die Flucht- und Rettungswege und
Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr sollten durch deutliche Hinweise immer dort zur Verfügung stehen, wo Notrufeinrichtungen vorhanden sind. Notrufeinrichtungen sollten z.B. eingerichtet und im Betrieb stets erreichbar sein in: naturwissenschaftlichen Räumen, Küchen, Sporthallen, anderen Gebäuden, Vorschule, Werkstätten, Maschinenräumen und fachpraktischen Ausbildungsplätzen.
In Verkehrs- und Rettungswegen sollte auf die nächste Notrufeinrichtung verwiesen werden. Die regelmäßigen Übungen, "Feuersicherheit an Schulen", sind durchzuführen.
Vgl.: GUV-V A1, § 22 und GUV-SI 8051 und GUV-SI 8020.
Vgl.: DIN-EN 14675 und VDE 0108 und GUV-V A1, § 22 sowie
Alarmplan: Muster und GUV-SI 8051, Feueralarm in der Schule,
Vgl.: GUV-SI 8051, S. 8 (für Schulen und Kindergärten)
und GUV-V A8, Anhang 2 bzw. DIN 14096-1
s. Brandschutzordnung DIN-EN 14096-1
In allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie Hochschulen hat der Unternehmer mindestens eine geeignete Liegemöglichkeit oder einen geeigneten Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung von Verletzten vorzuhalten. Die „Grundsätze der Prävention“ GUV-V A1 verweisen auf die "Erste Hilfe". Die sollte eingehalten werden
· Die Kennzeichnung der Eingangstür des Sanitätsraumes erfolgt mit dem Klebeschild, Best.-Nr. GUV-I 8577,
E 03: "Weißes Kreuz auf grünem Grund" Größe = 10 x 10 cm
Der Sanitätsraum ist eine wesentliche Vorbereitung auf den Notfall. Er sollte vorschriftgemäß eingerichtet sein und nicht fremdgenutzt werden. Der Notfall muss immer bedacht werden.
Vgl.: GUV-I 662, z.B. 2.1.1 und GUV-V A8, E 03: "Weißes Kreuz auf grünem Grund" und GUV-V A1, § 25 (5).
Aufgaben der Schulleitung,
Befahren von Schulhöfen mit Pkw oder Baufahrzeugen während der Unterrichtszeit,
behindertengerechte Gestaltung der Schule.
a) Aufgaben der Schulleitung
Auf Grund ihrer Stellung soll die Schulleitung alle organisatorischen Maßnahmen ergreifen, um Gefährdungen im Schulbetrieb auszuschließen.
· Der Arbeitgeber, das ist hier die Schulleiterin oder der Schulleiter, hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen.
· Der Arbeitgeber, das ist hier die Schulleiterin oder der Schulleiter, kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen, ihm obliegende Aufgaben in eigener Verantwortung wahrzunehmen. Damit ist insbesondere die Gefährdungsbeurteilung sowie deren Dokumentation entsprechend dem ArbSchG zu verstehen.
· An jeder Schule ist der Hausmeister für die Belange der äußeren Schulangelegenheiten und wenigstens 1 Sicherheitsbeauftragter, eine Lehrerin oder ein Lehrer, für die Belange der inneren Schulangelegenheiten, (z.B. Verwaltung) und es sind sinnvollerweise weitere Personen z.B. der/die Gefahrstoffbeauftragte, der/die Strahlenschutzbeauftragte schriftlich zu Sicherheitsbeauftragten zu bestellen.
b) Befahren von Schulhöfen mit Pkw oder Baufahrzeugen während der Unterrichtszeit
Die Schulleitung sollte ein Verbot des Befahrens des Schulgeländes während der Unterrichtszeit aussprechen oder eine Trennung des Baustellenverkehrs vom Pausenhof erwirken.
Eine Absprache zwischen Schulleitung und der zuständigen Hochbauabteilung des Bezirksamtes ist durchzuführen.
In vielen Schulen befinden sich Aufzugsanlagen für Personen und/oder für Güter. Solche Aufzüge unterliegen grundsätzlich der Verordnung für Aufzugsanlagen (Aufzugsverordnung-AufzV). Ausgenommen sind z.B. nur kraftbetriebene Aufzugsanlagen mit einer Tragfähigkeit von höchstens 5 kg.
Alle Aufzugsanlagen müssen z.B. bei einem Amt für Arbeitsschutz , dem Gewerbeaufsichtsamt der Länder, gemeldet sein. Das ist üblicherweise bei der Errichtung durch eine Abnahmeprüfung erfolgt. Die Einrichtungsleitungen sind die Betreiber der Anlagen. Die wiederkehrenden Hauptprüfungen sowie Zwischenprüfungen und Prüfungen nach Schadensfällen und Unfällen werden daher im Auftrag der Schulleitung durchgeführt. Die fälligen Prüftermine werden in der Regel, der Schule vom Amt bzw. vom Gewerbeaufsichtsamt mitgeteilt.
· Es sollte sichergestellt werden, dass die vorhandenen Aufzugsanlagen für Personen und/oder Güter dem Amt bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt gemeldet sind.
· Aufzugsanlagen sind durch sachkundige Personen in betriebssicherem Zustand zu erhalten und in erforderlichem Umfang warten und Instand setzen zu lassen. Dafür ist die Schulleitung verantwortlich.
· Für das Betreiben einer Aufzugsanlage, in welcher Personen befördert werden dürfen, ist wenigstens ein Aufzugswärter zu bestellen und anzuweisen. Dafür hat er in einer Prüfung, z.B. bei einem Amt für Arbeitsschutz, dem TÜV bzw. einem Gewerbeaufsichtsamt die Sachkunde nachzuweisen.
· Jeder Unfall und jeder Schadensfall ist der Aufsichtsbehörde, dem Amt, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt, unverzüglich anzuzeigen. Es besteht eine Anzeigepflicht.
· Hauptprüfungen für Aufzugsanlagen, in denen Personen befördert werden dürfen, erfolgen wiederkehrend alle 2 Jahre und für Aufzugsanlagen, die ausschließlich der Güterbeförderung dienen und deren Tragfähigkeit höchstens 1.000 kg beträgt, alle 4 Jahre. Die Prüftermine werden durch das Amt bzw. das Gewerbeaufsichtsamt bekannt gegeben und von dort eingehalten.
· Zwischenprüfungen sind nicht angemeldet und finden zwischen den Hauptprüfungen durch den Sachverständigen des Amtes bzw. des Gewerbeaufsichtsamtes statt.
· Prüfungen nach einer Unfall- und einer Schadensanzeige erfolgen durch das Amt bzw. durch das Gewerbeaufsichtsamt und können zu Auflagen an der Anlage führen.
· Aufzüge dürfen im Brandfall nicht benutzt werden. Dafür ist ein Hinweisschild an jeder Tür jedes Aufzuges deutlich und gut lesbar anzubringen. Solche Schilder bietet der Handel als Klebeschilder an.
Vgl.: Aufzugsverordnung-AufzV, Geräte- und Produktionssicherheitsgesetz und Brandschutzordnung, DIN-EN 14 096. Für Rückfragen können ein Amt für Arbeitsschutz, der TÜV bzw. das Gewerbeaufsichtsamt angesprochen werden
In vielen Aulen oder sog. Festsälen mit Szenenflächen, halten sich zeitweise weit mehr als 100 Personen auf. Der Raum wird zur Versammlungsstätte, wenn die zugehörigen Versammlungsräume mehr als 100 Personen fassen. Für Versammlungsstätten sind besondere Anforderungen an Sicherheits- und Rettungseinrichtungen erforderlich. Die werden nicht überall erfüllt:
1. Solche Räume müssen zusätzlich zur allgemeinen Beleuchtung über eine Sicherheitsbeleuchtung verfügen. Rettungszeichen-Leuchten sind kein Ersatz für eine Sicherheitsbeleuchtung.
2. Solche Räume müssen immer über einen 2. Rettungsweg verfügen. Der darf z.B. nicht in den gleichen Flur, also denselben Brandabschnitt, wie der 1. Rettungsweg führen.
3. Es ist eine ausreichende Rettungswegbeschilderung, die aus den Räumen bis ins Freie führt, vorzusehen. Der Hinweis „Ausgang" oder „Notausgang" an den Ausgangstüren reicht nicht aus.
4. In Nebenräumen, Fluren und Kleiderablagen sind Feuerlöscher vorzusehen.
Um die Vorschriften für Versammlungsstätten zu erfüllen, ist folgendes einzuhalten:
4. In Versammlungsräumen, in Nebenräumen und Fluren sowie in Kleiderablagen müssen jeweils mindestens ein 10-Liter Wasserfeuerlöscher vorhanden sein.
Vgl.: GUV-V A8 und GUV-V A1 § 22, ArbStättV § 7 (3), "Beleuchtung" DIN-EN 57108/VDE 0108 bzw. VDE 0108, Teil 1 sowie VStättVO
Bauliche Maßnahmen, Betellung von Geräten, z.B. VDE-Prüfzeichen
Bei der Bestellung von Geräten, ob elektrisch, motorisch oder mechanisch betrieben, ob Mikroskop, Rasenmäher, Werkzeug, Brennofen, Kücheneinrichtung bzw. Küchenmöbel, Sportgerät, Schaukel oder Spielzeug, sollte immer die Forderung nach einem VDE-Prüfzeichen (für Elektrogeräte) bzw. das Einhalten des Gerätesicherheitsgesetzes und der Unfallverhütungsvorschriften verlangt werden. Bei der Anschaffung z.B. einer Tischkreissäge, Bandsäge, der Einrichtung von Schweiß- und Lötplätzen sind besondere Bedingungen einzuhalten.
Vor Beginn einer Baumaßnahme sollte Rücksprache mit der zuständigen Bauabteilung erfolgen. Das wird damit begründet, dass sämtliche Bauaufträge bestimmte Bedingungen erfüllen müssen. Die sind aber zu häufig den Schulen im Einzelnen nicht bekannt.
Vgl.: GUV-V A1, § 5 und § 6 und Gerätesicherheitsgesetz
Vgl.: ArbStättV. Abschn. 6 sowie GUV-I 8566
Es ist ein vorschriftsmäßiger Arbeitstisch mit einer reflexionsarmen Oberfläche, einer Höhe von 72 cm und einer Fläche von
(L x B) 1.600 mm mind. 1.200 mm x 900 mm vorzusehen.
Vgl.: GUV-R 1535, 4.1 1.1
Vgl.: GUV-R 1535, ArbSchG und ArbStättV. Abschn. 6
Die ArbStättV beschreibt:
Bei der Einrichtung von BAP für Schüler sollten die von der KMK herausgegebene Handreichung und das vom BUK herausgegebene Faltblatt die Grundlage bilden. Dabei könnte die von der KMK herausgegebene Handreichung wesentlich informativer sein als das Faltblatt des BUK. Beide Informationsblätter nehmen jedoch umfangreich Stellung zu den Themen:
Anforderungen an den Unterrichtsraum,
Vgl.: GUV-SI 8009 "Sicher und fit am PC" sowie
Handreichung zu Bau und Ausstattung an allgemeinbildenden Schulen,
Fachraum für Informationstechnischen Unterricht, herausgegeben von der Zentralstelle für Normungsfragen und Wirtschaftlichkeit im Bildungswesen, Schilistr. 9-10, 10785 Berlin, Telf.: 030/25418-3
Die Einrichtung von BAP an Berufsschulen, sollte, wenn sie in Verbindung mit einer fachpraktischen Ausbildung steht, den geltenden Vorschriften entsprechen. Dies wird damit begründet, dass es sich dann nicht um Unterricht am BAP sondern um eine Arbeit im Sinne der Vorschriften am BAP handelt.
Oft liegen die Blitzableiter an verschiedenen Stellen an den Schulgebäuden nicht „plan“ am Mauerwerk, wie es sein sollte, um Schüler am Klettern daran zu hindern. Das darf dann so nicht bleiben.
Vgl.: GUV-SR 2001, 4.2.7.2
Die Feuergefahr in Schulen wird viel zu häufig unterschätzt. Ein Auszug aus dem Besichtigungsprotokoll der Feuerwehr, Hamburg, vom 9.12.1998 schildert drastisch vorgefundene Zustände:
"...wurde festgestellt, dass in den meisten Klassenräumen Adventsgestecke mit Kerzen vorhanden sind. Die Kerzen sind ohne Schutz in die Gestecke gesteckt. Auch sind diverse Kerzen vorhanden, die in brennbaren Kerzenhaltern stehen oder es sind über Kerzen Kunststoffblumenringe gezogen und viele Kerzen stehen ohne Schutz auf den hölzernen Tischen.
In den Klassen stehen leichtbrennbare Schaumstoffpolstermöbel und es sind große Mengen brennbares Material vorhanden. Die öffenbaren Fenster, die zur Rettung von Personen über Leitern der Feuerwehr vorgesehen sind, und die im Verlauf der Fluchtwege zu den nächsten Klassen vorhandenen Zwischentüren (Notausgangstüren) sind verstellt.
Es ist erschreckend mit wie viel Leichtsinn hier mit dem Leben der Ihnen anvertrauten Kinder umgegangen wird. Es ist hier dringend und umgehend Abhilfe zu schaffen. Wenn dem Lehrpersonal der betreffenden Klassen die simpelsten Brandschutzmaßnahmen nicht bekannt sind, sollte dies durch eine Schulung behoben werden, damit auch den Kindern vermittelt werden kann, was im Umgang mit offener Flamme im vorbeugenden Brandschutz zu beachten ist...."
Viel zu häufig herrscht in Räumen eine sehr hohe Brandlast, die durch zu viele aufbewahrte brennbare Gegenstände entsteht. Sie wird oft erhöht durch die Aufbewahrung von leicht entzündliche Farben und Verdünnern in großen Mengen. Es werden leicht entzündliche Stoffe aufbewahrt und umgefüllt. Die Feuergefahr ist unter diesen Umständen zu groß. In einer Werkstatt z.B. dürfen Lösemittel, Lacke und leicht brennbare Flüssigkeiten nicht gelagert werden. Unzulässig ist die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten in Arbeitsräumen über 5 l der Gefahrenklasse A II oder B sowie über 1 l der Gefahrenklasse A I.
Auch diese Mengen dürfen nur zum Fortgang der Arbeit bereitgehalten werden.
· Das Umfüllen und Verarbeiten brennbarer Flüssigkeiten muss in Schulen z.B. bis zur völligen Ausgasung bzw. Trocknung unter einer Lüftung, z.B. einem Abzug erfolgen.
· Alle leicht entzündlichen Gefahrstoffe und lösemittelhaltigen Farben sollten durch weniger gefährliche Stoffe oder Zubereitungen ersetzt werden. Z.B. bieten Firmen Farben mit dem Kurzzeichen E.L.F. an. Das sind emissions- und lösemittelfreie Farben.
Vgl.: GUV-V A1, § 22, GUV-SR 2003, 6.3.10 sowie 6.3.11 und 6.3.12.
Vgl.: GUV-SI 8036 "Sicherheit im Technik-Unterricht, Keramik-Brennofen" GUV-SR 2003, 5.2
Vgl.: GUV-SR 2003, 3.1.1 und 6.4
Vgl.: GUV-R 1535, 4.11.1
Vgl.: GUV-R 1535
Richtige Drehstromsteck-vorrichtung
vorgeschriebene Ausführungsform).
Drehstrom-flachsteck-vorrichtung (ab 1.1.1981 nicht mehr zulässig).
Beispiel für Mehrfach-steckdosen.
Vgl.: GUV-V A2 § 3 und VDE 0100, Teil 550
In den Arbeitsbereichen:
Küchen und Küchenzeilen, Vorschulen, Differenzierungsräume, Werkräume, Fotolabor, Bildende Kunst, Computerräume und Textilräume
und Küchenzeilen, Vorschulen, Differenzierungsräume, Werkräume, Fotolabor, Bildende Kunst, Computerräume und Textilräume
Vgl.: GUV-V A2, § 5, BGI 594, früher ZH 1/228, VDE 0100-410 und die DIN-EN VDE 0664
Schüler können sich nahezu überall im Gelände aufhalten. Die Vorschrift für den Bau von Schulen verlangt:
„Einfriedungen an Aufenthaltsbereichen dürfen bis zu einer Höhe von 2 m keine Spitzen oder Stacheldrähte haben.“
Das wird an vielen Schulen nicht eingehalten. Das Schulgelände ist zu häufig an vielen Stellen mit Stacheldraht gesichert. Es besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr. Die Schulleitung kann so ihrer Verantwortung für die Unfallverhütung im äußeren Schulbereich nicht nachkommen.
Vgl.: GUV-SR 2001, 4.1.2.1, GUV-SI 8064
Einzelarbeitsplätze bleiben häufig unbemerkt. Sie sind etwas anderes als Alleinarbeitsplätze. Bei Einzelarbeitsplätzen muss von einer erhöhten Unfallgefahr ausgegangen werden. Über die erhöhte Unfallgefahr besteht an solchen Arbeitsplätzen möglicherweise Unsicherheiten:
a) Fehlende Sichtverbindung
Z.B. fehlt häufig eine bzw. die vorgeschriebene Sichtverbindung nach draußen reicht nicht aus. Eine fehlende Sichtverbindung nach draußen ist immer eine Isolation.
Der Raum sollte vorschriftsmäßig mit einer Sichtverbindung versehen werden. Dafür reicht häufig ein Fenster von 1,25 m² in der Tür.
Vgl.: ArbStättR zu § 7 der ArbStättV.
b) Erheblich erhöhte Brandlast
In dem Raum herrscht viel zu oft eine sehr hohe Brandlast, die durch viele aufbewahrte brennbare Gegenstände entsteht. Sie wird oft zusätzlich noch erhöht durch die Lagerung von lösemittelhaltigen Farben und Verdünnern in zu großen Mengen.
In Schulen darf nicht gelagert sondern nur aufbewahrt werden. Die Gefahrstoffe werden oft ohne Abzüge umgefüllt. Zum so genannten Umfüllen gehört auch schon die Entnahme. Gefährliche Gase können lange Zeit im Raum vagabundieren und mit eingeatmet werden. Unzulässig ist auch die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten z.B. in „Arbeitsräumen“:
über 5 Liter der Gefahrenklasse A II oder B sowie über 1 Liter der Gefahrenklasse A I.
Auch diese Mengen dürfen nur zum ‘Fortgang der Arbeit’, z.B. während einer fachpraktischen Ausbildung in Berufsschulen, bereitgehalten werden.
1. Wenigstens 2/3 der brennbaren Gegenstände sollte entsorgt werden. Das "Umfüllen" brennbarer Flüssigkeiten darf in Schulen nur im Abzug erfolgen. Ab einer bestimmten bevorrateten Menge sind z.B. die besonderen Verordnungen brennbarer Flüssigkeiten, VbF und der TRbF 110, zu beachten. Die Bevorratung leicht entzündlicher Stoffe sollte, und nur im Zusammenhang mit einer fachpraktischen Ausbildung, auf die Menge zum ‘Fortgang der Arbeit’ reduziert werden. Sonst sollte keine Aufbewahrung und Bevorratung mehr erfolgen.
2. Fast alle der verwendeten Stoffe können durch lösemittelfreie ersetzt werden.
Vgl.: GUV-SR 2003, 6.3.11 und 6.3.12
c) Fehlendes Notruf-Telefon
Es gibt in diesem Arbeitsbereich häufig kein Notruf-Telefon in dem Raum. Eine Unfallmeldung kann im Notfall nicht weitergegeben werden.
Es ist unbedingt ein Notruf-Telefon zu installieren. Es sollte mit einer ständig besetzten Stelle in Verbindung stehen und die öffentliche Notrufzentrale erreichen können.
Vgl.: „Grundsätze der Prävention“, GUV-V A1, § 25 (1).
d) Gefährliche Flüssigkeiten in Lebensmittelbehältern
Oft werden immer noch gefährliche Flüssigkeiten in Behältnissen aufbewahrt, die für Lebensmittel geeignet sind. Es können lebensgefährliche Verwechslungen möglich sein.
Gesundheitsgefährliche Flüssigkeiten in Gefäßen, z.B. Marmeladengläser, oder Brauseflaschen, die für die Aufbewahrung von Lebensmitteln vorgesehen sind, sind restlos zu entsorgen.
Vgl.: GUV-V A1, § 21, und GUV-SR 2003, 6.3.5
· Nicht ortsfeste elektrische Betriebsmittel der Unterrichtsräume in Schulen sind alle 12 Monate zu überprüfen. Die nicht ortsfesten elektrischen Betriebsmittel der Verwaltungsräume ("Bürobetriebe") in den Schulen hingegen brauchen nur alle 24 Monate überprüft zu werden. Hierfür kann jeder Person ohne weitere Vorkenntnisse eine Unterweisung vermittelt werden.
· Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind von einer Fachfirma alle vier Jahre nach der ersten Inbetriebnahme zu überprüfen. Für die Überprüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel an allgemein bildenden Schulen sollten Kostenvoranschläge über die Schule eingeholt werden. Die Angebote müssen ausdrücklich der GUV-V A2 entsprechen. Diese Unfallverhütungsvorschrift schließt alle VDE ein. Als Anbieter käme z.B. der TÜV in Frage.
Vgl.: GUV-V A2, GUV-I 8524
Vgl.: GUV-V A1 § 21
Die Kennzeichnung der Schränke mit den Erste-Hilfe-Kästen und der Türen, die zu den Räumen mit den Erste-Hilfe-Kästen führen, erfolgt mit Klebeschildern, Größe = 10 x 10 cm, Best.-Nr. GUV-I 8577, "Weißes Kreuz auf grünem Grund". Diese, das "Merkblatt für Erste-Hilfe-Material" und das Verbandbuch sind kostenlos z.B. bei der Landesunfallkasse, Hamburg, und den Unfallkassen der Länder erhältlich:
Vgl.: „Grundsätze der Prävention“, GUV-V A1, § 24 (1), GUV-I 511-1. und GUV-I 512, S. 4 und 5 (Inhalt der Verbandkästen).
Es sollte die Ausbildung von allen Lehrern und Lehrerinnen zu Ersthelfern erfolgen. Die Ausbildung von wenigen Lehrern und Lehrerinnen reicht nicht aus. Die Erste Hilfe ist während der Anwesenheit von Schülern sicherzustellen. "Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass ...bei bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer," zur Verfügung steht. Insbesondere ist die Erste Hilfe sicherzustellen bei: Klassenreisen, Ausflügen mit der Klasse, im Turn- und Sportunterricht sowie im naturwissenschaftlichen Unterricht. Erste-Hilfe-Maßnahmen müssen auch für den Umgang mit Gefahrstoffen ausgerichtet sein! Hilfsorganisationen bieten diese Ausbildung an. Die Ersthelfer sollen dabei alle 2 Jahre an einem Lehrgang teilnehmen. Die Unterweisungen in den Sofortmaßnahmen am Unfallort (Führerschein) reichen hierfür nicht aus.
Der Arbeitgeber, das ist hier die Schulleiterin oder der Schulleiter bzw. die Leitung einer Einrichtung, , hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen. Es sollte die Bereitschaft aller Lehrerinnen und Lehrer zur Ausbildung zu Ersthelfern erreicht werden.
Vgl.: „Grundsätze der Prävention“, GUV-V A1, § 24 (5), VwHbSch 04.01.02 (S. 2: "Der Verantwortliche für innere Schulangelegenheiten") bzw. GUV-SI 8064 sowie GUV-SR 2003, 11 und ArbSchG § 10(2).
b) Küchen und Küchenzeilen, Vorschulen, Differenzierungsräume, Werkräume, Fotolabor, Bildende Kunst,
Computerräume und Textilräume
Die Werkraum- und Lehrküchenverteilungen sind über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) abzusichern. Diese Schutzeinrichtungen müssen vorhanden sein.
Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) sind alle 6 Monate, arbeitstäglich, auf einwandfreie Funktion durch Betätigen der Prüfeinrichtung durch den Benutzer zu überprüfen.
In diesen Räumen fehlt häufig eine Ferienheizung. Die ist erforderlich, wenn hier während der unterrichtsfreien Zeit gearbeitet werden muss. Es kommt vor, dass an kalten Tagen, dieser Bereich unbeheizt bleibt, weil die Zentralheizung nicht eingeschaltet werden kann oder wird und weil eine Zusatzheizung fehlt.
Die Anzahl der Feuerlöscher in Schulen ist nach der geltenden Vorschrift oftmals nicht mehr ausreichend. Die neue Vorschrift, DIN EN 3, beschreibt Löschmitteleinheiten, LE. Die LE richten sich nach der Brandgefährdung und der Grundfläche des zu schützenden Bereiches.
Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Werkstätten, Technik- und Arbeitslehreräumen als groß eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum bis zu 50 m²; Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher und in einem Raum
Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Flure, Nähräume und Räume in Bühnennähe und Gruppenräume in Kindergärten als gering eingestuft. Bei geringer Brandgefährdung sind Feuerlöscher der Brandklasse A vorzusehen. In Hamburger Schulen, werden dafür z.B. 10 Lit. Wasserfeuerlöscher in entsprechender Anzahl von der Feuerwehr bevorzugt und festgelegt.
Vgl.: GUV-R 133 Rat erteilt die Feuerwehr.
In Schulen müssen sich Aushängepläne über die Flucht- und Rettungswege befinden. Sie richten sich auch an Personen, denen über ihre allgemeinen Pflichten hinaus besondere Aufgaben im Brandschutz übertragen sind.
Aushängepläne über die Flucht- und Rettungswege sind nach Vorschrift zu erstellen. Rat erteilt die Feuerwehr.
Vgl.: DIN 14096-2, GUV-SI 8051 (z.B. für Schulen…) bzw. DIN 14096-2, Brandschutzordnung Teil A und B.
Vgl.: gem.: DIN 14096-2
Vgl.: GUV-SI 8051, S. 10 (z.B. für Schulen und Kindergärten) bzw. DIN 14096-2
a) Dunkelkammer, Entlüftung und Entsorgung
Im Fotolabor werden Fixierbäder benutzt. Fixierbäder produzieren im allgemeinen gefährliche Zersetzungsprodukte, nämlich Ammoniak, Schwefeldioxid bzw. Natriumsulfid.
Diese Zersetzungsprodukte können oft nicht richtig abgesaugt werden. Eine freie Entlüftung ist nicht vorgesehen und auch technisch nicht möglich. Die Entsorgung der verbrauchten inaktiven Chemikalien sollte richtig gehandhabt werden. Die Umweltbehörde der Hansestadt Hamburg, E 112/11, informierte bereits mit Rundschreiben aus dem Jahr 1993: " Verbrauchte Fotoentwicklungschemikalien dürfen nicht in das öffentliche Sielnetz eingeleitet werden. Diese sind zu sammeln und einer zugelassenen Beseitigungs- bzw. Verwertungsanlage zuzuführen.
Die Entsorgung ist vor allen Dingen ein Beitrag zum Umweltschutz.
Über einen lichtundurchlässigen Ventilator müssen die Gase abgesaugt und ins Freie geführt werden. Es ist für Frischluftzufuhr zu sorgen. Ein 5-facher Luftwechsel pro Stunde bzw. eine Absaugleistung von 9 m³/h/m²; wird als ausreichend angesehen. Die Rohrführung zur Abluft muss über Dach geführt werden. Für die Frischluftzufuhr sind verdunkelte Schlitze in der Dunkelkammer und in der Tür zum Vorraum vorzusehen.
Durch eine Fachfirma sind Behältnisse zur Entsorgung der inaktiven Fixierbäder aufstellen zu lassen. Das sollte in Absprache mit dem Bereich 'Chemie' erfolgen.
Es sind Betriebsanweisungen für Lehrer und Schüler zu erstellen.
Vgl.: GUV-SR 2003, 6. 1.1
b) Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)
Der Werkraumverteiler muss eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) erhalten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Fotolabor zum Bereich Bildende Kunst und diese zum Bereich Werkräume gehört. Diese Schutzeinrichtung fehlt zu oft.
c) Fotolabor als Nassbereich
Das Fotolabor ist im Entwicklerraum ein so genannter Nassbereich. Die Steckdosen müssen hier der Vorschrift, spritzwassergeschützt, entsprechen. Das wird nicht überall eingehalten.
Alle elektrischen Anlagen, z.B. sämtliche Steckdosen und elektrischen Geräte, müssen spritzwassergeschützt, Schutzart: IP X4 nach DIN-EN 40 050, ausgeführt werden.
Vgl.: DIN-EN VDE 0100, Teil 737, 4.2 sowie VDE 0100, Teil 701, 5.3.1
d) Ätzende Stoffe
Oberhalb der Entwicklerbecken werden zu oft ätzende Stoffe über Augenhöhe auf einem Bord aufbewahrt bzw. abgestellt. Das ist sehr gefährlich.
Ätzende Stoffe dürfen, wie vor Ort erklärt, nicht über Augenhöhe aufbewahrt bzw.
Vgl.: GUV-SR 2003, 3. 1.1 und 6.3.14
Zu häufig befinden sich noch Garderobenleisten in den Schulen, deren Haken in den Raum ragen. Das darf nicht sein. Sie bilden eine Verletzungsgefahr. Garderobenhaken müssen abgeschirmt sein, z.B. durch vorgelagerte Schutzleisten. Das ist hier nicht der Fall. Hier sind die Haken vorgelagert.
Die vorhandenen, gefährlichen Garderobenleisten sollten gegen vorschriftsmäßige ausgewechselt werden.
Vgl.: GUV-SR 2001, 4.2.7, GS/TÜV/CE-geprüfte Bauteile.
Gefährliche Flüssigkeiten und Stoffe: Aufbewahrung in zu großen Mengen,
in Lebensmittelbehältern und Umgang damit.
a) Lagerung bzw. Aufbewahrung von gefährlichen Stoffen in zu großen Mengen
Es werden zu häufig leicht entzündliche Gefahrstoffe gelagert. Das können möglicherweise Reinigungsmittel aber auch Verdünner u.ä. sein. In Schulen darf nicht gelagert sondern nur aufbewahrt werden. Die Gefahrstoffe werden möglicherweise ohne Abzüge umgefüllt. Zum so genannten Umfüllen gehört auch schon die Entnahme. Gefährliche Gase können lange Zeit im Raum vagabundieren und mit eingeatmet werden. Sie können sogar zu Verpuffungen führen, wenn ein zündfähiges Gemisch entsteht. Unzulässig ist auf jeden Fall die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten z.B. in "Arbeitsräumen": über 5 l der Gefahrenklasse A II oder B sowie über 1 l der Gefahrenklasse A I. Auch diese Mengen dürfen nur zum ‘Fortgang der Arbeit’, z.B. während einer fachpraktischen Ausbildung in Berufsschulen, bereitgehalten werden.
Das "Umfüllen" brennbarer Flüssigkeiten darf in Schulen nur im Abzug erfolgen.
Die Bevorratung leicht entzündlicher Stoffe sollte, und das nur im Zusammenhang mit einer fachpraktischen Ausbildung, auf die Menge zum ‘Fortgang der Arbeit’ reduziert werden. Sonst sollte keine Aufbewahrung und Bevorratung mehr erfolgen.
Fast alle lösemittelhaltigen Stoffe können durch lösemittelfreie, d.h. weniger gefährliche ersetzt werden.
b) Gefährliche Flüssigkeiten in Lebensmittelbehältern
Oft werden gefährliche Flüssigkeiten in Behältnissen aufbewahrt, die für Lebensmittel geeignet sind. Lebensgefährliche Verwechslungen sind möglich!!
c) Umgang mit lösemittelhaltigen Stoffen im Unterricht
Im Unterricht werden manchmal noch lösemittelhaltige Stoffe, z.B. Kleber, Verdünner und lösemittelhaltige Farben bzw. Sprays benutzt. Solche Stoffe sollten keine Verwendung mehr finden. In der Schule sollten nur noch lösemittelfreie und gefahrstofffreie Kleber, Farben, Sprays usw. benutzt werden. Die Begründung ist darin zu suchen, dass gefährliche Stoffe nicht in die Atemwege von Lehrerinnen und Lehrern und nicht in die von Schülerinnen und Schülern gelangen sollen. Auch der Einstieg bei Schülern zum "Schnüffeln" soll verhindert werden. Außerdem können selbst kleine Mengen der gefährlichen Stoffe Allergien auslösen.
Im Unterricht sollten nur noch gefahrstofffreie Stoffe Anwendung finden. Geschenke, die Schülereltern stiften, sollten immer daraufhin untersucht werden, ob sie gefahrstofffrei sind.
Die meisten Produkte sind mit dem Vermerk gekennzeichnet: "Ohne Lösungsmittel".
Vgl.: GUV-SR 2003, 3.2.2 und GUV-V A1, § 3
Gefahrstoffe, Lagerraum für leicht entzündliche Stoffe
Oft werden Gefahrstoffe und Stoffe der Gefahrenklasse A I bzw. A II in einem Raum gelagert, der nicht dafür vorgesehen und geeignet ist. Er erfüllt nicht die technischen Voraussetzungen für eine solche Lagerung. Er entspricht z.B., bei Lagerung entsprechend großer Mengen, nicht der Verordnung brennbarer Flüssigkeiten (VbF) und dem zugehörigen Technischen Regelwerk (TRbF 110, Lager).
die Gefahrstoffe werden auf leicht brennbaren Holzregalen aufbewahrt,
der Raum hat keine ausreichende Be- und Entlüftung (fünffacher Luftwechsel),
in dem Fußboden befindet sich ein Abfluss,
die Rettungswege entsprechen nicht den Vorschriften,
die Beleuchtungseinrichtung ist nicht in ex-geschützt ausgeführt,
die Sicherheitskennzeichnungen, nämlich Verbots- und Warnzeichen an der Tür, innen und außen, fehlen und
es fehlt ein elektrischer Potenzialausgleich.
Als Lagerraum für Gefahrstoffe in größeren Mengen darf der Raum so möglicherweise nicht weiter benutzt werden.
1. Der Raum sollte gem. der Verordnung überprüft und, wenn erforderlich, hergerichtet werden. Dafür wäre das Amt für Arbeitsschutz anzusprechen oder
2. der Raum sollte nicht mehr für diese Art der Lagerung von Gefahrstoffen vorgesehen werden.
Möglicherweise könnte, nach gründlicher Stoffe- und Mengenminimierung, die Aufstellung vorschriftsmäßiger Chemikalienschränke und eines Sicherheitsschrankes,
gem. DIN 12925, mit Entlüftungen erfolgen. Dieser Weg wäre zwar der kostengünstigere und empfehlenswertere, er sollte aber nur in Erwägung gezogen werden, wenn dadurch keine langen bzw. weiten Wege zum Unterrichtsraum und damit neue Gefährdungen entstehen.
Vgl.: GUV-SR 2003, 6.3, VbF bzw. TRbF 110 (Lager) sowie GUV-V A8.
Glas in Schränken, Vitrinen, Drahtglas und Einfachverglasungen in Türen sowie Spiegel
a) Glas in Schränken und Vitrinen
In den Schranktüren sowie in Vitrinen besteht die Verglasung häufig noch aus Einfachglas und nicht aus unzerbrechlichem Glas. Einfachglas kann bei Bruch zu Schnittverletzungen führen. Der Zugang zu den Schränken ist oft nicht erschwert, wie es die Unfallverhütungsvorschrift ..Schulen..." vorschreibt: ... dass Schüler zu dem Raum keinen Zugang haben oder dass solche Schränke nicht in Verkehrswegen, Rettungswegen oder Klassenräumen stehen oder dass die Verglasungen hinter bepflanzten Schutzzonen liegen.
Um das teure Sicherheitsglas zu vermeiden, könnte das Glas möglicherweise ganz entfernt und durch Sperrholzplatten ersetzt werden. Häufig kann auch ein "Sichten" der in den Schränken aufbewahrten Gegenstände und ein "Neuordnen oder Entsorgen" dazu führen, dass die Schränke leer werden. Sie sollten dann ganz entfernt werden.
b) Drahtglas und Einfachverglasung
In vielen Durchgangstüren, z.B. in den Fluren oder in Eingangstüren und bis in Fußbodenhöhe reichenden Fenstern besteht die Verglasung zu häufig noch aus Drahtglas oder sogar aus zerbrechlichem Einfachglas. Das ist eine ganz erhebliche Unfallgefahr.
Drahtglas und zerbrechliches Einfachglas dürfen in Fluren oder in Eingangstüren, deren Glasscheiben bis in Bodennähe reichen, nicht verwendet werden.
Spiegel sind ebenfalls oft nicht unzerbrechlich, wie es die Vorschrift verlangt.
Verglasungen müssen, gemessen von der Standfläche, bis 2 m Höhe aus Sicherheitsglas oder Materialien mit mindestens gleichwertigen Sicherheitseigenschaften bestehen, so dass
Schnittverletzungen bei Glasbruch vermieden werden.
Drahtgläser und Einfachverglasungen sind durch Sicherheitsglas zu ersetzen. Sicherheitsglas o.ä. ist nur dann nicht erforderlich, wenn der Zugang zu Verglasungen erschwert ist.
-wenn ein mindestens 1 m hohes Geländer mindestens 20 cm vor der Verglasung vorhanden ist,
-bei Fenstern, wenn die Fensterbrüstung mindestens 80 cm hoch und
die Fensterbank mindestens 20 cm tief ist,
-bei Schränken und Vitrinen in Fachnebenräumen, wenn die Verglasung hinter bepflanzten Schutzzonen liegt.
Sicherheitsglas ist Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) oder Verbund-Sicherheitsglas (VSG) gemäß DIN 18 361. Drahtglas ist kein Sicherheitsglas. Glastüren und andere Glasflächen, die zum Fußboden allgemein zugänglicher Verkehrsflächen herabreichen, sind so zu kennzeichnen, dass sie leicht erkannt werden können. Dies wird erreicht z.B. durch Querriegel Brüstungselemente, Kennzeichnungen.
Vgl.: GUV-SR 2001, 4.2.6 und GUV-SI 8027, 4, Spiegel aus zerbrechlichem Glas sollten entweder ganz entfernt oder gegen unzerbrechliche Therapiespiegel ausgetauscht werden. Die bietet der Handel an.
Heizkörperthermostatventile in der ganzen Schule
Alle Heizkörper sollten mit Thermostatventilen versehen werden. Sie sollten außerhalb von Klassen- und Unterrichtsräumen individuell bedienbar sein. So wäre eine gleichmäßige, gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur zuverlässig sicherzustellen.
Vgl.: ArbStättV § 6 (2) und TR-Schulen 10.3
Holzstaub, Betriebsanweisung Holzstaub
Betriebsanweisung Nr. ………………..
nach §20 Gefahrstoffverordnung
und TRGS 555
Arbeitsplatz: Datum:
Tätigkeit: Unterschrift:
Buchenholzstaub/Eichenholzstaub.
Holzstaub anderer Holzarten.
Holzstäube können zusammen mit einer Zündquelle und dem vorhandenen Luftsauerstoff Brände und Explosionen auslösen.
Holzstäube, besonders solche von tropischen Hölzern, können nach Sensibilisierung allergische Erscheinungen, z. B. der Haut oder der Atemwege, hervorrufen.
Buchenholz- und Eichenholzstaub sind als krebserzeugend eingestuft (Nasenschleimhautkrebs). Das krebserzeugende Prinzip ist noch unbekannt.
Die Stäube anderer Hölzer stehen im Verdacht, krebserzeugende Wirkung zu besitzen.
Die staubemittierenden Bearbeitungsmaschinen müssen mit Absaugeinrichtungen betrieben werden; dies gilt auch für Handmaschinen. Handschleifarbeitsplätze müssen ebenfalls abgesaugt werden. Auf den Anschluss an eine Absauganlage kann bei Handbohrmaschinen und Ständerbohrmaschinen verzichtet werden. Bei Kettensägemaschinen, Gattersägemaschinen, Abbundanlagen und Baustellenkreissägemaschinen kann auf den Anschluss an eine Absauganlage nur verzichtet werden, soweit diese Maschinen im Freien oder in ausreichend belüfteten Räumen, z. B. seitlich offenen Hallen, betrieben werden.
Fehlen im Einzelfall Absauganlagen, so müssen Atemschutzgeräte (Filtergeräte mit Partikelfiltern, Filterklasse P2) benutzt werden.
Die optimale Einstellung der Stauberfassungselemente an der Staubentstehungsstelle ist vor Aufnahme der Arbeit zu kontrollieren.
Zur Verbesserung der Absaugwirkung sind die Schieber in den Anschlussleitungen der nicht benutzten Maschinen zu schließen.
Arbeitsplätze und Maschinen müssen regelmäßig von Staubablagerungen und Spänen durch Aufsaugen gereinigt werden. Abblasen mit Druckluft und Kehren sind nicht zulässig.
Atemschutzgeräte müssen im Betrieb bereitgestellt und bei Bedarf benutzt werden.
Störungen an Filteranlagen sind unter Benutzung von Atemschutzgeräten zu beheben.
Im Brandfall sind die Feuerlöscheinrichtungen zu benutzen und die Feuerwehr unter Notruf 1 1 2 zu verständigen.
Glimmbrände in Staubablagerungen nicht durch scharfen Löschmittelstrahl aufwirbeln - Staubexplosionsgefahr!
Brände und Explosionen, insbesondere in Filteranlagen und Silos, sind der Berufsgenossenschaft und dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt unverzüglich anzuzeigen. Dies gilt auch für Fälle ohne Personenschaden.
Holzstaub und -späne in Silos, Containern, Staubsammelsäcken usw. sammeln und staubfrei weiterverwerten, z. B. verbrennen.
In der Holzwerkstatt ist häufig zu viel feiner Holzstaub. Möglicherweise werden neben anderen Hölzern auch Eichen-, Buchenhölzer, Span- und Sperrholzplatten sowie unbekannte Hölzer mit einem Anteil von 20 % Eichen- und Buchenholz, verarbeitet. Das soll nicht sein. Buchen- und Eichenholz soll in Schulen grundsätzlich nicht mehr verwendet werden.
Als besonders gefährdend werden zusätzliche Dämpfe von Holzschutzmitteln oder Lacken eingestuft, z.B., wenn die zu sägenden Hölzer zuvor damit gestrichen, getränkt oder eingelassen wurden (z.B. Althölzer). Bei der Bearbeitung von Holz ist das gesundheitliche Risiko von Holzstaub in der Luft nach dem Stand der Technik zu minimieren.
Insgesamt werden in der Holzwerkstatt oft nicht alle Sicherheitsregeln und Unfallverhütungsvorschriften eingehalten. Das kann an folgendem liegen:
a) Verwendungsverbot
Das Verwendungsverbot von Eichen- und Buchenhölzern wird zu oft nicht eingehalten.
Auf die Verwendung von Eichen- und Buchenhölzern, wie eingangs erklärt, sollte verzichtet werden.
Vgl.: s. Holzstaub, Betriebsanweisungen
b) Staubabsaugung
Die Tischkreissäge hat sehr oft keine bzw. eine Staubabsaugung, die in keiner Weise dem "Stand der Technik" entspricht. Eine Nachrüstung mit einer Staubabsaugung, "staubgeprüft", kann in den meisten Fällen nicht empfohlen werden, weil so genannte "Nachrüstsätze" passend zur vorhandenen Tischkreissäge hergestellt und geprüft worden sein müssen.
Grundsätzlich sollte z.B. bei Standardholzbearbeitungsmaschinen, bei denen der Holzstaub an der Entstehungsstelle abgesaugt wird und kein geprüfter Entstauber vorhanden ist, täglich höchstens eine Stunde gearbeitet werden.
Maschinen ohne Prüfzeugnis sollten jedoch im Rahmen eines "Nachrüstungsprogramms von Holzbearbeitungsmaschinen" ausgemustert und gegen neue ersetzt werden.
Für die Neubeschaffung der Holzbearbeitungsmaschine und Absauganlage mit dem Zeichen "staubgeprüft/H 2" sollte das IfL-Hamburg, Arbeitslehre, zur Beratung angesprochen werden.
Vgl.: GUV-SR 2003, 5.2
c) Bandsäge
Die Bandsäge hat sehr oft keine Staubabsaugung. Die kann auch praktisch nicht nachgerüstet werden.
Die Maschine sollte im Rahmen eines "Nachrüstungsprogramms von Holzbearbeitungsmaschinen" ausgemustert und ersetzt werden.
Eine Neubeschaffung der Holzbearbeitungsmaschine und Absauganlage mit dem Zeichen "staubgeprüft/H 2" sollte erfolgen.
d) Atemschutzmaske
Im Arbeitsbereich Holzwerkstatt wird häufig keine oder keine richtige Atemschutzmaske vorrätig gehalten. Die ist aber beim Sägen an nicht richtig abgesaugten Maschinen erforderlich.
In der Holzwerkstatt ist eine Atemschutzmaske, die den Mund und die Nase einbezieht, vorrätig zu halten und beim Sägen zu benutzen.
Der Atemschutz muss einen Partikelfilter Klasse FFP 2 beinhalten. Es handelt sich dabei um im Handel erhältliche Serienprodukte.
Diese Maßnahmen sind bis zur Aufstellung und Benutzung einer vorschriftgemäßen
Maschine erforderlich.
e) Fußbodenglätte
Durch die Holzstäube und insgesamt ist der Fußboden sehr oft zu glatt. Das ist eine erhebliche Unfallgefahr.
Der Fußboden sollte abgezogen und anschließend nicht versiegelt und nicht eingelassen werden.
f) Staubsauger und Reinigung der Räume
Es fehlt häufig ein richtiger Staubsauger bzw. der vorhandene Staubsauger ist zu oft ungeeignet für die Holzstäube.
Zum Staubsaugen ist ein Staubsauger mit der Filterklasse C zu verwenden.
Möglicherweise kann ein vorhandener Staubsauger umgerüstet werden. In einem solchen Fall würde übergangsweise die Filterklasse S ausreichen.
g) Sicherheitskennzeichnung
Die Holzwerkstatt sollte an der Innenseite der Eingangstür die Sicherheitskennzeichnung, das Gebotszeichen, haben: "Atemschutz tragen".
Vgl.: GUV-V A8, S.31, Durchmesser mind. 20 cm bei Erkennungsweite bis 5 m und mind. 40 cm bei Erkennungsweite bis 16 m.
h) Umgang/Entsorgung
Schüler, Lehrer und das Reinigungspersonal müssen durch den Fachlehrer über die Gefahren der Holzstäube für Mensch und Umwelt durch eine Unterweisung und Betriebsanweisung informiert werden. Teile einer Unterweisung können z.B. sein: Besen sollen zum Fegen von Holzstäuben nicht benutzt werden. Holzstäube dürfen nicht in die Raumluft gepustet werden. Betriebsanweisung "Holzstaub" befindet sich in der Anlage.
Holzstäube sind der Müllabfuhr als Sondermüll zum Verbrennen zu übergeben.
Vgl.: GUV-SR 2003, 3.2.2 und 5.2
i) Werkraumordnung
Um in Werkräumen für die Schüler Verhaltensweisen deutlich zu beschreiben, gibt es eine so genannte Werkraumordnung. Die Werkraumordnung ist aus fester Pappe und zum Aufhängen an der Wand geeignet. Eine solche Werkraumordnung fehlt hier. Grundsätzlich gehört sie jedoch in jede Werkstatt.
Die Landesunfallkasse, Hamburg, bzw. die Unfallkassen der Länder bieten unter der Bestellnummer GUV 30.30 die kostenlose Übersendung solcher Werkraumordnung an. Sie hat die Maße: ca. 30 cm x 42 cm.
Aushänge in der Größe DIN A 2 gibt es unter folgenden GUV-Nr.n: