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Timestamp: 2019-12-06 13:34:25
Document Index: 92213734

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 4', '§ 36', 'BGH', '§ 1578', '§ 1572', '§ 1578', '§ 1578', '§ 1578', '§ 1578', 'Art. 20', '§ 1572', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1578', '§ 1356', '§ 1578', '§ 1572', 'BGH', '§ 1572', '§ 1578', '§ 1578', '§ 1578', '§ 1572', '§ 1578', '§ 1578', '§ 1578', 'BGH', '§ 1578', '§ 1578', '§ 1572', '§ 1578']

11.01.2011 · IWW-Abrufnummer 110112
BGH: Urteil vom 07.07.2010 – XII ZR 157/08
a)Die Krankheit eines unterhaltsbedürftigen Ehegatten stellt regelmäßig keinen ehebedingten Nachteil dar. Hierunter sind vornehmlich Einbußen zu verstehen, die sich aus der Rollenverteilung in der Ehe ergeben, nicht dagegen solche, die aufgrund sonstiger persönlicher Umstände oder schicksalhafter Entwicklungen eingetreten sind (im Anschluss an Senatsurteil vom 30. Juni 2010 -XII ZR 9/09 -FamRZ 2010, 1414).
b)Zur Herabsetzung und Befristung des Anspruchs auf Krankenunterhalt.
die Richter Weber-Monecke, Dr. Klinkhammer, Schilling und Dr. Günter
Die Revision gegen das Urteil des 26. Zivilsenats -Familiensenat -des Oberlandesgerichts Köln vom 3. September 2008 wird auf Kosten der Antragsgegnerin zurückgewiesen.
Seit Dezember 2004 ist die Antragsgegnerin arbeitsunfähig erkrankt. Sie leidet an einer schweren depressiven Störung und befand sich vom 10. Dezember 2004 bis 1. März 2005 in stationärer psychiatrischer Behandlung. Vom 7. März bis 29. April 2005 erfolgte eine teilstationäre psychiatrisch/ psychotherapeutische Behandlung in einer Tagesklinik und vom 10. Mai bis 30. Juni 2005 eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme. Seit dem 1. Juli 2005 bezieht die Antragsgegnerin Rente wegen voller Erwerbsminderung, die zunächst bis zum 30. September 2007 befristet war und seit dem 1. Oktober 2007 auf unbestimmte Zeit gewährt wird.
Das Amtsgericht hat auf den am 18. Mai 2005 zugestellten Scheidungsantrag durch Verbundurteil vom 28. Februar 2008 die Ehe der Parteien geschieden, den Versorgungsausgleich zugunsten der Antragsgegnerin durchgeführt und den Antragsteller - unter Abweisung des weitergehenden Antrags - zur Zahlung nachehelichen Unterhalts in Höhe von monatlich 417 € bis Dezember 2008 sowie von monatlich 126 € bis Dezember 2009 verurteilt. Der Entscheidung liegt ein bereinigtes Nettoeinkommen des Antragstellers von gerundet 1.993 € und ein Renteneinkommen der Antragsgegnerin zugrunde, das sich unter Berücksichtigung des Versorgungsausgleichs auf netto gerundet 874