Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F04-12-2014-2C_405-2014
Timestamp: 2016-10-27 20:41:32
Document Index: 99288433

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 89', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 42', 'Art. 77', 'Art. 4', 'Art. 54', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 66', 'Art. 64']

2C_405/2014 (04.12.2014)
2C_405/2014 � � Urteil vom 4. Dezember 2014
Amt f�r Migration und Zivilrecht des Kantons Graub�nden, Fremdenpolizei,
Niederlassungsbewilligung/ Aufenthaltsbewilligung,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden,
1. Kammer, vom 25. Februar 2014.
Der senegalesische Staatsangeh�rige A.________ (geb. 1. Juni 1984) weilte zwischen 2004 und 2006 als Mitglied einer afrikanischen Trommlergruppe gest�tzt auf vom Kanton St. Gallen ausgestellte Kurzaufenthaltsbewilligungen in der Schweiz. Am 31. Juli 2006 heiratete er die Schweizer B�rgerin B.________ (geb. 3. November 1985). Das (damalige) Amt f�r Polizeiwesen und Zivilrecht des Kantons Graub�nden erteilte A.________ im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung, die letztmals bis zum 30. Juli 2012 verl�ngert wurde.
Am 7. April 2011 bzw. 11. August 2011 reichte A.________ beim Amt f�r Migration und Zivilrecht des Kantons Graub�nden ein Gesuch um Erteilung der Niederlassungsbewilligung ein. Nach Anh�rung des Gesuchstellers und dessen Ehefrau verweigerte das Amt mit Verf�gung vom 24. August 2012 die Verl�ngerung der Jahresaufenthaltsbewilligung und lehnte gleichzeitig das Gesuch um Erteilung der Niederlassungsbewilligung ab. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, es fehle seit geraumer Zeit an einem ehelichen Zusammenleben in einem gemeinsamen Haushalt und es seien keine wichtigen Gr�nde f�r getrennte Wohnorte ersichtlich. Es best�nden auch keine Anspr�che nach Aufl�sung der Familiengemeinschaft.
Mit Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 13. Dezember 2012 wurden die Eheleute A.________ berechtigt, ab dem 1. M�rz 2012 getrennt zu leben.
Die von A.________ gegen die Verf�gung des Amtes f�r Migration und Zivilrecht vom 24. August 2012 ergriffenen Rechtsmittel wurden vom Departement f�r Justiz, Sicherheit und Gesundheit des Kantons Graub�nden (Entscheid vom 31. Januar 2013) und vom Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden (Urteil vom 25. Februar 2014) abgewiesen.
Mit Eingabe vom 30. April 2014 erhebt A.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Er beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 25. Februar 2014 sei - mit Ausnahme von Ziff. 2 (Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege) - aufzuheben und es sei dem Beschwerdef�hrer die Niederlassungsbewilligung zu erteilen bzw. es sei das Amt f�r Migration und Zivilrecht anzuweisen, dem Beschwerdef�hrer die Niederlassungsbewilligung zu erteilen. Eventualiter sei dem Beschwerdef�hrer die Jahresaufenthaltsbewilligung zu erteilen bzw. es sei das Amt f�r Migration und Zivilrecht anzuweisen, dem Beschwerdef�hrer die Jahresaufenthaltsbewilligung zu erteilen. Subeventualiter sei die Sache an die Vorinstanzen zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen.
Das Amt f�r Migration und Zivilrecht, das Departement f�r Justiz, Sicherheit und Gesundheit und das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden sowie das Bundesamt f�r Migration schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 6. Mai 2014 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht ausgeschlossen betreffend ausl�nderrechtliche Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt.
Nach Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (Ausl�ndergesetz, AuG; SR 142.20) haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wobei vorausgesetzt wird, dass sie mit diesen zusammenwohnen. Art. 42 Abs. 3 AuG bestimmt sodann, dass die Ehegatten nach einem ordnungsgem�ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von f�nf Jahren Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung haben. Sodann hat der ausl�ndische Ehegatte einer Schweizerin nach Aufl�sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft u.a. dann weiterhin einen Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 42 Abs. 1 AuG).
Auf diese Bestimmungen beruft sich der Beschwerdef�hrer und behauptet, dass die darin statuierten Anspruchsvoraussetzungen f�r die Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Hauptantrag) bzw. der Jahresaufenthaltsbewilligung (Eventualantrag) erf�llt seien. Dies bedarf n�herer Pr�fung. Ob dem Beschwerdef�hrer tats�chlich eine Bewilligung zu erteilen ist, bildet Gegenstand der nachfolgenden materiellen Beurteilung (vgl. Urteile 2C_460/2009 vom 4. November 2009 E. 2.1.2, nicht publ. in: BGE 136 II 1; 2C_304/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 136 II 113). Auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den angefochtenen, kantonal letztinstanzlichen Endentscheid eines oberen Gerichts in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG) ist deshalb grunds�tzlich einzutreten, zumal der Beschwerdef�hrer als Adressat des angefochtenen Entscheids ohne Weiteres zur Beschwerdef�hrung legitimiert ist (Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.2.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und Abs. 2 BGG; vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt u.a. hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten. Das Bundesgericht pr�ft solche R�gen nur, wenn sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
1.3.�Das Bundesgericht stellt grunds�tzlich auf den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt ab (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diese Sachverhaltsfeststellungen k�nnen vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Die R�ge, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden, ist gleichbedeutend mit der Willk�rr�ge und muss daher gem�ss den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerdeschrift begr�ndet werden (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 und E. 1.4.3 S. 252 ff.; 134 II 349 E. 3 S. 351 f.). Vorausgesetzt ist zudem, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.1.�Das Bundesgericht hat bereits in mehreren Entscheiden im Einklang mit der Literatur festgehalten, dass der Anspruch gem�ss Art. 42 Abs. 3 AuG das Bestehen des ehelichen Zusammenlebens bzw. einer Haushaltsgemeinschaft w�hrend f�nf Jahren voraussetzt (Urteile 2C_413/2013 vom 28. Juni 2013 E. 2.1; 2C_899/2011 vom 20. April 2012 E. 2.1; 2C_568/2011 vom 16. November 2011 E. 3.2; 2C_284/2011 vom 21. September 2011 E. 2.2; Martina Caroni, in: Caroni et al. [Hrsg.], Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder, 2010, Rz. 55 zu Art. 42 AuG; Marc Spescha, in: Spescha/Th�r/Z�nd [Hrsg.], Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, Rz. 9 zu Art. 42 AuG).
2.2.�Der Beschwerdef�hrer begr�ndet den von ihm behaupteten Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung im Wesentlichen damit, dass er immer noch mit seiner Schweizer Ehefrau verheiratet sei und im Sinne von Art. 42 Abs. 3 AuG w�hrend mindestens f�nf Jahren eine Haushaltsgemeinschaft mit seiner Ehefrau gebildet habe. F�r allf�llige Auslandabwesenheiten l�gen bei beiden Ehegatten wichtige Gr�nde im Sinne von Art. 49 AuG (Ausnahmen vom Erfordernis des Zusammenwohnens) vor.
2.3.�Die Vorinstanz ist dagegen der Auffassung, dass die Bedingung des Zusammenlebens f�r den Erhalt der Niederlassungsbewilligung schon seit 2008, sp�testens aber seit Ende 2010 nicht mehr gegeben war (vgl. angefochtener Entscheid E. 2d). Sie st�tzt diese Auffassung auf einzelne Abwesenheiten der Ehegatten vom gemeinsamen Ehedomizil zwischen August 2006 und August 2011 und f�hrt dazu aus, diese Abwesenheiten seien nicht von Art. 49 AuG gedeckt.
2.4.�Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, erreichte der Beschwerdef�hrer die F�nfjahresfrist gem�ss Art. 42 Abs. 3 AuG am 1. August 2011, da die Ehe am 31. Juli 2006 geschlossen worden war. Zu pr�fen ist deshalb im Folgenden, ob f�r diese f�nfj�hrige Periode die Voraussetzungen eines ordnungsgem�ssen und ununterbrochenen Aufenthalts gegeben sind.
2.4.1.�Die Vorinstanz hat sich f�r ihren abschl�gigen Entscheid insbesondere auf die Befragungsprotokolle des Migrationsamtes abgest�tzt (vgl. angefochtener Entscheid 2c). Darin gab die Ehefrau zu Protokoll, sie h�tten bereits seit anfangs 2008 mit erheblichen ehelichen Schwierigkeiten gek�mpft. Ihre Weiterbildung und Auslandaufenthalte liessen ein normales Familienleben gar nicht zu. Sie sei im Jahr 2010 mehrere Monate in den USA und in Paris gewesen. Auch ihr Ehemann sei h�ufig f�r mehrere Wochen in den Senegal gereist. Kurz vor ihrer Abreise in die USA Ende August 2011 sei ihr Ehemann aus der ehelichen Wohnung ausgezogen. Der Beschwerdef�hrer gab seinerseits im Juni 2012 zu Protokoll, er sei unter anderem vom September bis Oktober 2010 sowie vom Dezember 2010 bis Februar 2011 im Senegal gewesen. Sie seien beide viel unterwegs und wenn er nach Hause komme, habe er keine Lust mehr, nach U.________ zu fahren, sondern �bernachte bei seinem Bruder in Chur.
2.4.2.�Auch wenn die Aussagen in den Protokollen nicht alle eindeutig und widerspruchsfrei sind, durfte die Vorinstanz insgesamt doch den Schluss ziehen, dass aufgrund der zahlreichen Auslandaufenthalte und Abwesenheiten des Beschwerdef�hrers bzw. seiner Ehefrau hier nicht von einem ununterbrochenen Aufenthalt von f�nf Jahren im Sinne von Art. 42 Abs. 3 AuG ausgegangen werden kann. Insbesondere hat die Vorinstanz zu Recht auch den - vom Beschwerdef�hrer nicht bestrittenen - Umstand gew�rdigt, dass die Ehefrau bereits im Dezember 2010 beim zust�ndigen Amt nachfragte, ob dem Beschwerdef�hrer auch eine Niederlassungsbewilligung erteilt werden k�nne, obschon sie von ihm getrennt lebe.
2.4.3.�Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers vermag auch der Eheschutzentscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 13. Dezember 2012 daran nichts zu �ndern: Zwar hat die Einzelrichterin darin ausgef�hrt, dass der Beschwerdef�hrer und seine Ehefrau zwischen dem ersten, zur�ckgezogenen Eheschutzgesuch vom 9. M�rz 2011 und dem zweiten Eheschutzgesuch vom 5. November 2012 wieder zusammengelebt h�tten und deshalb der Trennungszeitpunkt auf den 1. M�rz 2012 festzulegen sei. Damit ist aber nicht verbindlich gesagt, ob in der relevanten Periode vom August 2006 bis August 2011 ein eheliches Zusammenleben ohne Unterbr�che stattgefunden hat. Auch aus dem Schreiben der Mutter der Ehefrau vom 10. April 2011, in dem diese ausf�hrt, ihre Tochter und deren Ehemann k�nnten bei ihr im gemieteten Haus in U.________ wohnen, l�sst nicht ableiten, dass der Beschwerdef�hrer und seine Ehefrau w�hrend mindestens f�nf Jahren eine ununterbrochene Haushaltsgemeinschaft gebildet haben.
2.4.4.�Ein Anspruch des Beschwerdef�hrers auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung w�re nach dem Ausgef�hrten somit nur dann vorstellbar, wenn die in Art. 49 AuG vorgesehene Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens zur Anwendung gelangt, d.h. wenn wichtige Gr�nde f�r das Getrenntleben der Ehegatten bei gleichzeitigem Fortbestand der Familiengemeinschaft vorlagen, wozu insbesondere berufliche Verpflichtungen oder eine vor�bergehende Trennung wegen erheblicher famili�rer Probleme geh�ren (Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]).
In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz festgestellt, dass weder f�r die Abwesenheiten des Beschwerdef�hrers im Senegal noch f�r die Auslandsaufenthalte seiner Ehefrau in den USA bzw. Paris berufliche Notwendigkeiten ersichtlich bzw. belegt seien. Der Beschwerdef�hrer macht zwar geltend, dass er mit seiner Musikgruppe "regelm�ssige Auftritte im Ausland" und seine Ehefrau als T�nzerin und Mitarbeiterin des Zirkus D.________ "verschiedene Auftritte im Ausland" hatte. Praxisgem�ss ist jedoch nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger Grund (Urteil 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1). Vielmehr m�ssen die Gr�nde objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen, was grunds�tzlich von der ausl�ndischen Person darzutun ist (Art. 90 AuG; Urteile 2C_428/2013 vom 8. September 2013 E. 4.2; 2C_340/2013 vom 28. Juni 2013 E. 2.2). Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen k�nnen, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu m�ssen (Urteil 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1). Diese Anforderungen sind im vorliegenden Fall nicht erf�llt: Weder kann der Beschwerdef�hrer konkret belegen, dass er mit seiner Musikgruppe im Ausland f�r Konzerte im Ausland engagiert war noch l�sst sich aus dem Tourneeplan des Zirkus auf berufsbedingt notwendige Abwesenheiten seiner Ehefrau schliessen. In diesem Zusammenhang erweist sich somit der Vorwurf der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung bzw. der Verletzung des rechtlichen Geh�rs als unbegr�ndet.
2.4.5.�Die Familiennachzugsbestimmungen gem�ss Art. 42 bzw. 49 AuG sind wie erw�hnt nicht dazu bestimmt, dass jeder Ehepartner auf seiner Seite je f�r sich unabh�ngig leben kann bzw. das Getrenntleben ohne wichtigen Grund zum Regelfall wird. Vielmehr sind sie darauf ausgerichtet, dass die Eheleute grunds�tzlich zusammenwohnen und die eheliche Gemeinschaft auch tats�chlich anhaltend und nicht bloss sporadisch w�hrend kurzer Zeit leben. Insofern hat die Vorinstanz unter Bezugnahme auf die soeben erw�hnten Bestimmungen zu Recht die Erteilung der Niederlassungsbewilligung verweigert (vgl. auch Urteil 2C_231/2011 vom 21. Juli 2011 E. 4.5 mit Hinweis).
3.1.�Damit bleibt noch zu pr�fen, ob dem Eventualantrag des Beschwerdef�hrers auf Erteilung einer Jahresaufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG zu entsprechen ist. Gem�ss dieser Bestimmung besteht nach Aufl�sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht.
Die Vorinstanz hat die Frage, ob die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat, offen gelassen. Dagegen hat sie die Voraussetzung der erfolgreichen Integration des Beschwerdef�hrers verneint.
3.2.�Eine erfolgreiche Integration liegt praxisgem�ss dann vor, wenn der Ausl�nder namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert und den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet (Art. 77 Abs. 4 VZAE). Nach Art. 4 der Verordnung �ber die Integration von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern vom 24. Oktober 2007 (VIntA; SR 142.205) zeigt sich der Beitrag der Ausl�nderinnen und Ausl�nder zu ihrer Integration namentlich in der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der Bundesverfassung (lit. a), im Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache (lit. b), in der Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in der Schweiz (lit. c) und im Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (lit. d). Bei der Pr�fung der Integrationskriterien verf�gen die zust�ndigen Beh�rden �ber einen grossen Ermessensspielraum, in welchen das Bundesgericht nur zur�ckhaltend eingreift (vgl. Art. 54 Abs. 2 und 96 Abs. 1 AuG; Urteile 2C_329/2013 vom 27. November 2013 E. 2.1; 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1). Bei einem Ausl�nder, der in der Schweiz beruflich integriert ist und eine feste Anstellung hat, immer finanziell unabh�ngig war, sich korrekt verh�lt und die �rtliche Sprache beherrscht, bedarf es ernsthafter besonderer Umst�nde, um eine erfolgreiche Integration zu verneinen (Urteile 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1, 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Nicht erforderlich ist eine besonders qualifizierte berufliche Karriere (Urteil 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.2). Auch das Fehlen besonders enger sozialer Beziehungen schliesst f�r sich allein eine erfolgreiche Integration nicht aus (Urteil 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Keine erfolgreiche Integration liegt vor, wenn eine Person kein Erwerbseinkommen erwirtschaften kann, welches ihren Konsum zu decken vermag, und w�hrend einer substantiellen Zeitdauer von Sozialleistungen abh�ngig ist (Urteile 2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.3 f.). Umgekehrt ergibt sich aus dem Umstand, dass die ausl�ndische Person sich strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gew�hrleistet erscheint, f�r sich allein noch keine erfolgreiche Integration (Urteil 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011 E. 2.2.2).
3.3.�Die Vorinstanz hat dazu festgestellt, der Beschwerdef�hrer habe f�r das Jahr 2007 eine Arbeitsbest�tigung des Zirkus D.________ sowie ein Arbeitszeugnis von G.________ f�r den Zeitraum April bis September 2009 vorgelegt. Weiter sei er im Juli/August 2010 f�r einige wenige Einzeltage von einem Personalvermittlungsb�ro zur Arbeitsleistung vermittelt worden. Seit Dezember 2010 sei der Beschwerdef�hrer arbeitslos gemeldet und inzwischen ausgesteuert. Von Mai bis August 2011 sei er in einem Einsatzprogramm besch�ftigt gewesen. Trotz dem Umstand, dass er vom 21. Mai 2013 bis zum 20. Februar 2014 in einem befristeten Arbeitsverh�ltnis bei der E.________ AG in Z�rich angestellt war, verneinte die Vorinstanz insgesamt eine wirtschaftliche Integration des Beschwerdef�hrers (vgl. angefochtener Entscheid E. 4e und f).
3.4.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe bei der Pr�fung seiner beruflichen bzw. wirtschaftlichen Integration nur einen "Bruchteil" der nachgewiesenen und entsprechend aktenkundigen Arbeitst�tigkeiten ber�cksichtigt. Insbesondere habe die Vorinstanz im Wesentlichen folgende Arbeitst�tigkeiten unber�cksichtigt gelassen: Anstellung als Trommellehrer bei der H.________ von Februar 2008 bis Mai 2012 (flexibles Teilzeitarbeitsverh�ltnis), freiberufliche T�tigkeit als Trommellehrer seit 2005, Anstellung bei der F.________ AG von Juni 2008 bis M�rz 2009, Anstellung bei Papierfabrik C.________ �ber ein Vermittlungsb�ro, Besch�ftigung beim Verein J.________ als Perkussionist und als Trommler beim Verein I.________ sowie Mitgliedschaft und T�tigkeit bei der Musikgruppe K.________.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers, verm�gen diese T�tigkeiten, die im vorinstanzlichen Entscheid zwar nicht namentlich erw�hnt, aber doch in die Gesamtbeurteilung eingeflossen sind, an der mangelnden beruflichen Integration des Beschwerdef�hrers nichts zu �ndern. Es handelt sich bei all diesen T�tigkeiten um tempor�re bzw. befristete (Teilzeit-) Eins�tze, die teilweise auch im famili�ren oder befreundeten Umfeld (diverse Musikgruppen) anzusiedeln sind und damit Freizeitcharakter aufweisen. Zwar ist nicht zu �bersehen, dass der Beschwerdef�hrer gewisse Arbeitsbem�hungen belegen kann. Insgesamt hat aber die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer seit 2010 bis April 2013 und wieder ab 20. Februar 2014 �ber keine feste Anstellung verf�gte und damit nicht als beruflich integriert gelten kann. Damit erweist sich auch die R�ge der unvollst�ndigen Sachverhaltsermittlung bzw. der Verletzung des rechtlichen Geh�rs als unzutreffend. Der Beschwerdef�hrer �bersieht hier insbesondere, dass ein Gericht nicht auf jedes einzelne Argument eingehen muss, sondern sich bei der Begr�ndung auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken kann (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236; 138 I 232 E. 5.1 S. 237; je mit Hinweisen).
3.5.�Daraus ergibt sich, dass die rechtlichen Schlussfolgerungen, die die Vorinstanz aus ihren Sachverhaltsfeststellungen gezogen hat, insgesamt nicht zu beanstanden sind: Zwar hatte der Beschwerdef�hrer von Zeit zu Zeit Arbeit, aber nie eine feste Anstellung �ber einen l�ngeren Zeitraum, die ihm ein ausreichendes Einkommen verschafft h�tte. Zudem handelte es sich bei seinen Arbeitseins�tzen eher um Aushilfst�tigkeiten; seine berufliche Integration - �ber Festanstellungen - ist ihm offensichtlich nicht gelungen, auch wenn er nie Sozialhilfe beziehen musste (vgl. Urteil 2C_329/2013 vom 27. November 2013 E. 2.4).
3.6.�Unter diesen Umst�nden und insbesondere unter Ber�cksichtigung der Praxis, dass das Bundesgericht bei der Pr�fung der Integrationskriterien nur zur�ckhaltend eingreift (vgl. E. 3.2 hiervor), gen�gen die Hinweise auf eine gelungene sprachliche und allenfalls auch soziale Integration, welche die Vorinstanz im �brigen nicht �bersehen hat, nicht f�r die Annahme einer "erfolgreichen Integration" im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG. Die Vorinstanz hat eine erfolgreiche Integration zu Recht verneint, weshalb auch weiterhin offenbleiben kann, wie lange (weniger oder mehr als drei Jahre) der Beschwerdef�hrer in ehelicher Gemeinschaft mit seiner Ehefrau gelebt hat.
Schliesslich wird weder vorgebracht noch ist ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid bzw. die Wegweisung unverh�ltnism�ssig sein soll (vgl. angefochtener Entscheid E. 5). Die Vorinstanz hat dazu ausgef�hrt, in seiner Heimat lebe der Sohn des Beschwerdef�hrers, seine Mutter sowie die Kindsmutter des Sohnes. Der Schluss der Vorinstanz, damit befinde sich sein engstes und emotional intensivstes Lebensumfeld in seiner Heimat, weshalb seine Wegweisung zumutbar erscheine, wird vor Bundesgericht nicht (mehr) bestritten und scheint nicht unhaltbar.
Daraus ergibt sich, dass die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten abzuweisen ist.
Damit wird die Beschwerdef�hrer an sich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerde aber nicht als aussichtslos zu bezeichnen ist und die Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrer als erstellt gelten kann, was das Verwaltungsgericht auch f�r das vorinstanzliche Verfahren festgestellt hat, ist dem Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung des beigezogenen Rechtsanwalts zu entsprechen (Art. 64 BGG).
2.2.�Rechtsanwalt Thomas H�usermann, Z�rich, wird zum unentgeltlichen Rechtsbeistand bestellt und aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 2'000.-- entsch�digt.