Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%2049,%2034
Timestamp: 2016-06-30 13:56:40
Document Index: 138429410

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 11.12.2003 - 3 StR 120/03 Volltextver�ffentlichungen (8)
� 227 StGB; � 30 Abs. 1 Nr. 3 BtMG; vor � 13 StGB; � 27 StGB; � 228 StGB; Art. 103 Abs. 2 GGPrivilegierung (privilegierende Spezialit�t; Verabreichen von Bet�ubungsmitteln; K�rperverletzung mit Todesfolge; eigenverantwortliche Selbstgef�hrdung; Fremdgef�hrdung; T�terschaft; Teilnahme; Akzessoriet�t; Tatherrschaft); Sittenwidrigkeit der Einwilligung in eine K�rperverletzung (Anstandsgef�hl aller billig und gerecht Denkenden; Allgemeinkundigkeit; gute Sitten; anderweitige Strafbarkeit; Konsum harter Drogen; Lebensgefahr; Bedeutung der Verletzung von Universalrechtsg�tern)
StGB � 227, � 228; BtMG � 30 Abs. 1 Nr. 3
Voraussetzung f�r das Vorliegen privilegierender Spezialit�t; Abgrenzungskriterien zwischen eigenverantwortlicher Selbstgef�hrdung bzw. tatbestandsm��iger Fremdgef�hrdung; Vors�tzliche K�rperverletzung durch injizieren von Heroin ; Voraussetzungen einer wirksamen Einwilligung in eine vors�tzliche K�rperverletzung; Ma�st�be f�r die Beurteilung eines Versto�es gegen die guten Sitten; Irrtum �ber Wirksamkeit einer Einwilligung beim Verabreichen von Bet�ubungsmitteln
Verh�ltnis zwischen � 30 Abs. 1 Nr. 3 BtMG und � 227 StGB; Einwilligung in die mit dem Verabreichen von Bet�ubungsmitteln verbundenen K�rperverletzung
Injektions-Fall� 16 StGB; � 228 StGB; � 17 StGB; � 227 StGBEinwilligung in eine K�rperverletzung; Versto� der Tat gegen die guten Sitten; freiverantwortliche Selbstgef�hrdung und einverst�ndliche Fremdgef�hrdung
RA ONLINE , S. 221 (Fallm��ige Aufbereitung - f�r Studienzwecke)
Zusammenfassung von "Anmerkung zu BGH - 11.12.2003 - 3 StR 120/03 - Verh�ltnis zwischen Bet�ubungsmittelstrafrecht und den K�rperverletzungsdelikten; Begriff der guten Sitten bei � 228 StGB" von RiLG Dr. Andreas Mosbacher, original erschienen in: JR 2004, 387 - 391.
Wird zitiert von ... (20) BGH, 22.01.2015 - 3 StR 233/14 Hooligans als kriminelle VereinigungDas Abstellen auf das Gewicht des K�rperverletzungserfolgs wurde alsdann ausdr�cklich als vorrangig betont, ohne jedoch - worauf es in den zu entscheidenden F�llen auch nicht ankam - die Herleitung der Sittenwidrigkeit aus der Zweckrichtung der Tatbegehung ausdr�cklich auszuschlie�en (BGH, Urteile vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 44; vom 26. Mai 2004 - 2 StR 505/03, BGHSt 49, 166, 170 f.;… vom 18. September 2008 - 5 StR 224/08, juris Rn. 24; vom 20. November 2008 - 4 StR 328/08, BGHSt 53, 55, 62 f. - zu � 222 StGB).Ob diese Ma�geblichkeit des Taterfolgs aus den allgemein g�ltigen moralischen Ma�st�ben herzuleiten sei, die vern�nftigerweise nicht in Frage gestellt werden k�nnten und die allgemeinkundig seien (so BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 40 f.;… zustimmend: K�hl, Festschrift Schroeder, 2006, 521, 532), oder ob durch das Abstellen auf den Schweregrad des Rechtsgutsangriffs der Begriff der guten Sitten auf seinen rechtlichen Kern beschr�nkt werde (so BGH, Urteil vom 26. Mai 2004 - 2 StR 505/03, BGHSt 49, 166, 169 ff.;… zustimmend: Hirsch, Festschrift Amelung, 2009, 181, 197 f.), ist dabei unterschiedlich beurteilt worden.Bei auch insoweit teilweise unterschiedlichen Begr�ndungsans�tzen - etwa Bestimmung eines Daseins-Minimums, das allen Menschen gemeinsam ist und dessen Schm�lerung deshalb selbst bei Zustimmung des Betroffenen von der Rechtsgemeinschaft nicht hingenommen werden darf (so Duttge, Ged�chtnisschrift Ellen Schl�chter, 2002, 775, 784, 786, 791) oder Vornahme einer Nachteils-Vorteils-Abw�gung (…so M�Ko-StGB/Hardtung aaO, � 228 Rn. 18 ff.) - besteht Einigkeit, dass wegen des Erfordernisses der Sittenwidrigkeit der Tat und nicht der Einwilligung das Rechtsgut der �� 223 ff. StGB ma�geblicher Ankn�pfungspunkt (…Hirsch aaO, S. 193) und dass wegen des Grundsatzes der Vorhersehbarkeit staatlichen Strafens der Sittenversto� eindeutig sein m�sse (…vgl. LK/Hirsch aaO, � 228 Rn. 2; BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 41), was nur bei einer Rechtsgutsverletzung von einigem Gewicht der Fall sein k�nne.Eine solch gewichtige Betroffenheit des Rechtsguts der k�rperlichen Unversehrtheit hat die genannte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs jedenfalls dann angenommen, wenn bei vorausschauender objektiver Betrachtung der Einwilligende durch die K�rperverletzungshandlung in konkrete Todesgefahr gebracht wird (BGH, Urteile vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 44; vom 26. Mai 2004 - 2 StR 505/03, BGHSt 49, 166, 170 f.;… vom 18. September 2008 - 5 StR 224/08, juris Rn. 24; vom 20. November 2008 - 4 StR 328/08, BGHSt 53, 55, 62 f. - zu � 222 StGB).Es ist eine Beurteilung der Tat aus einer ex- ante-Sicht vorzunehmen (BGH, Urteile vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 44; vom 26. Mai 2004 - 2 StR 505/03, 38 BGHSt 49, 166, 173;… vom 18. September 2008 - 5 StR 224/08, juris Rn. 24; vom 20. November 2008 - 4 StR 328/08, BGHSt 53, 55, 62 f.; Beschluss vom 20. Februar 2013 - 1 StR 585/12, BGHSt 58, 140, 146;… M�Ko-StGB/Hardtung aaO, � 228 Rn. 27, 33;… LK/Hirsch aaO, � 228 Rn. 3;… Lackner/K�hl, StGB, 28. Aufl., � 228 Rn. 4; J�ger, JA 2013, 634, 636); ma�geblich ist mithin das Gewicht der durch die Tathandlung geschaffenen Verletzungsgefahr (…M�Ko-StGB/Hardtung aaO, � 228 Rn. 27, 33; BGH, Urteil vom 20. November 2008 - 4 StR 328/08, BGHSt 53, 55, 62 f.).Angesichts der Wandelbarkeit moralischer Wertungen kommen als Ankn�pfungspunkt des Sittenwidrigkeitsurteils die Vorstellungen einzelner gesellschaftlicher Gruppen oder gar des zur Entscheidung berufenen Gerichts nicht in Betracht (BGH, Urteile vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 41 mwN; vom 26. Mai 2004 - 2 StR 505/03, BGHSt 49, 166, 169; von der Meden, HRRS 2013, 158, 159); auch die Ermittlung von allgemein g�ltigen moralischen Ma�st�ben erweist sich in einer pluralistischen Gesellschaft als nicht unproblematisch (vgl. dazu etwa Sternberg-Lieben, JZ 2013, 953, 954; anders noch BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 41).Soweit dem Urteil des Senats vom 11. Dezember 2003 (3 StR 120/03, BGHSt 49, 34) entnommen werden k�nnte, dass es f�r die Frage der Sittenwidrigkeit der Tat ohne Bedeutung sei, wenn gesetzliche Vorschriften verletzt werden, die dem Schutz von Universalrechtsg�tern - im konkreten Fall des Versto�es gegen � 29 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. b) BtMG der Volksgesundheit - dienen, zugleich aber auch den Schutz von Individualrechtsg�tern mitbewirken (…BGH aaO, S. 43), h�lt er daran nicht fest.
BGH, 26.05.2004 - 2 StR 505/03 Zur Strafbarkeit sadomasochistischer Praktiken mit t�dlichem AusgangDas festgestellte Tatgeschehen ist deshalb nicht als Teilnahme an einer "eigenverantwortlichen Selbstverletzung bzw. Selbstt�tung" (vgl. dazu BGH NStZ 2003, 537, 538 m.w.N.; BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, zum Abdruck in BGHSt bestimmt, S. 8;… Lenckner in Sch�nke/Schr�der, StGB 26. Aufl. vor � 32 Rdn. 107) zu werten, sondern stellt eine t�terschaftlich begangene einverst�ndliche Fremdgef�hrdung dar.L��t sich nach rechtlichen Ma�st�ben die Sittenwidrigkeit nicht sicher feststellen, scheidet eine Verurteilung wegen eines K�rperverletzungsdelikts aus (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03 UA S. 10 m.w.N.).b) In �bereinstimmung mit dem Urteil des 3. Strafsenats vom 11. Dezember 2003 (3 StR 120/03), das zum strafbaren Verabreichen von Bet�ubungsmitteln mit t�dlichen Folgen ergangen ist, und der herrschenden Lehre h�lt der Senat f�r die Beurteilung der Sittenwidrigkeit der Tat nach � 228 StGB vorrangig das Gewicht des jeweiligen tatbestandlichen Rechtsgutsangriffs und damit ein objektives Kriterium f�r ausschlaggebend.Dies ist hier unsch�dlich, da auch unter Zugrundelegung der nach Meinung des 3. Strafsenats (Urteil vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03 S. 15; vgl. aber Urteil des 4. Strafsenats vom 20. Juni 2000 - 4 StR 162/00, [insoweit in NStZ 2000, 583 nicht abgedruckt] unter Hinweis auf BGHSt 4, 88, 93; 7, 112, 115) beachtlichen Argumente in der Wissenschaft f�r die Auffassung, eine rechtfertigende Einwilligung in eine fahrl�ssige T�tung sei grunds�tzlich m�glich (…vgl. Lenckner in Sch�nke/Schr�der, StGB vor �� 32 ff. Rdn. 104;… Hirsch in LK vor � 32 Rdn. 95;… Samson in SK-StGB Anhang zu � 16 Rdn. 33;… Schlehofer in M�Ko vor �� 32 ff. Rdn. 114;… Schroeder in LK � 16 Rdn. 180;… Schaffstein in Festschrift f�r Welzel [1974], S. 557, 571;… D�lling GA 1984, 71, 85 ff. und JR 1994, 520, 521; Otto Jura 1984, 536, 540;… Weber in Festschrift f�r Baumann [1992], S. 43, 48; Herzberg NStZ 2004, 1, 8, 9), hier eine solche Rechtfertigung der Tat angesichts des h�chst riskanten Verhaltens des Angeklagten, welches Irene R. in konkrete Todesgefahr brachte, ausscheidet.Es ist nicht davon auszugehen, da� er einem Irrtum �ber das Bestehen der konkreten Lebensgefahr unterlag, welcher als Irrtum �ber die tats�chlichen Voraussetzungen eines Rechtfertigungsgrundes entsprechend den Regeln des Tatbestandsirrtums nach � 16 Abs. 1 StGB zu behandeln w�re (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, S. 14; BGHSt 31, 264, 286 f.).
BGH, 20.11.2008 - 4 StR 328/08 Verurteilung wegen t�dlich verlaufenem Autorennen auf einer Bundesstra�e im …Liegt die Tatherrschaft �ber die Gef�hrdungs- bzw. Sch�digungshandlung nicht allein beim Gef�hrdeten bzw. Gesch�digten, sondern zumindest auch bei dem sich hieran Beteiligenden, begeht dieser eine eigene Tat und kann nicht aus Gr�nden der Akzessoriet�t wegen fehlender Haupttat des Gesch�digten straffrei sein (vgl. BGHSt 19, 135, 139; 49, 34, 39; 166, 169 [richtig: BGHSt 49, 166, 169 - d. Red.] ; auch zu den gegenteiligen Ansichten in Rechtsprechung und Schrifttum BGH NJW 2003, 2326, 2327).Sie begrenzten die rechtfertigende Kraft der Einwilligung in eine T�tung oder K�rperverletzung, da das Gesetz ein soziales bzw. Allgemeininteresse am Erhalt dieser Rechtsg�ter auch gegen den aktuellen Willen des Betroffenen verfolge (BGHSt 49, 34, 42, 44; 166, 173 f. [richtig: BGHSt 49, 166, 173 f. - d. Red.] = JR 2004, 472 m. Anm. Hirsch = JZ 2005, 100 m. Anm. Arzt).
BGH, 11.01.2011 - 5 StR 491/10 Urteil gegen Berliner "Drogenarzt" aufgehobenWer eine solche Gef�hrdung veranlasst, erm�glicht oder f�rdert, kann daher nicht wegen eines K�rperverletzungs- oder T�tungsdelikts verurteilt werden; denn er nimmt an einem Geschehen teil, welches - soweit es um die Strafbarkeit wegen T�tung oder K�rperverletzung geht - kein tatbestandsm��iger und damit kein strafbarer Vorgang ist (BGH, Urteile vom 14. Februar 1984 - 1 StR 808/83, BGHSt 32, 262; vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 39; vom 29. April 2009 - 1 StR 518/08, BGHSt 53, 288, 290).Der Rechtsfehler n�tigt angesichts der tateinheitlichen Verkn�pfung s�mtlicher verwirklichter Straftatbest�nde zu einer umfassenden Aufhebung des Schuldspruchs (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 45).
BGH, 16.01.2014 - 1 StR 389/13 K�rperverletzung mit Todesfolge (Abgrenzung von eigenverantwortlicher …Wer eine solche Verletzung oder Gef�hrdung veranlasst, erm�glicht oder f�rdert, kann daher nicht wegen eines K�rperverletzungs- oder T�tungsdelikts verurteilt werden, denn er nimmt an einem Geschehen teil, welches - soweit es um die Strafbarkeit wegen T�tung oder K�rperverletzung geht - kein tatbestandsm��iger und damit kein strafbarer Vorgang ist (BGH, Beschluss vom 11. Januar 2011 - 5 StR 491/10; Urteile vom 29. April 2009 - 1 StR 518/08, BGHSt 53, 288, 290; vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 39; vom 14. Februar 1984 - 1 StR 808/83, BGHSt 32, 262).Daher bedarf es auch insoweit einer Handlungsherrschaft aufgrund �berlegenen Sachwissens oder aufgrund erkennbarer M�ngel der F�higkeit zur eigenverantwortlichen Entscheidung bei dem sich selbst Gef�hrdenden (vgl. BGH, Beschluss vom 11. Januar 2011 - 5 StR 491/10; Urteile vom 29. April 2009 - 1 StR 518/08, BGHSt 53, 288, 290; vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 39; vom 14. Februar 1984 - 1 StR 808/83, BGHSt 32, 262).
BGH, 20.02.2013 - 1 StR 585/12 Sittenwidrigkeit von K�rperverletzungen trotz erteilter Einwilligung bei …Der Bundesgerichtshof beurteilt in seiner j�ngeren Rechtsprechung die Unvereinbarkeit einer K�rperverletzung mit den "guten Sitten" im Sinne von � 228 StGB trotz Einwilligung des betroffenen Rechtsgutsinhabers im Grundsatz vorrangig anhand der Art und des Gewichts des eingetretenen K�rperverletzungserfolges sowie des damit einhergehenden Gefahrengrades f�r Leib und Leben des Opfers (BGH, Urteile vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 42 und vom 26. Mai 2004 - 2 StR 505/03, BGHSt 49, 166, 170 f., 172 f.; siehe auch BGH, Urteil vom 16. Dezember 2009 - 2 StR 446/09, NStZ 2010, 389 f.; anders noch BGH, Urteil vom 29. Januar 1953 - 5 StR 408/52, BGHSt 4, 24, 31).Diesem Ma�stab entsprechend wird die K�rperverletzung nach insoweit �bereinstimmender h�chstrichterlicher Rechtsprechung jedenfalls dann als sittenwidrig bewertet, wenn bei objektiver Betrachtung unter Einbeziehung aller ma�geblichen Umst�nde die einwilligende Person durch die K�rperverletzungshandlung in konkrete Todesgefahr gebracht wird (BGH, Urteile vom 11. Dezember 2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34, 44 und vom 26. Mai 2004 - 2 StR 505/03, BGHSt 49, 166, 173; BGH…, Urteil vom 20. November 2008 - 4 StR 328/08, BGHSt 53, 55, 62 Rn. 28 und 63 Rn. 29; siehe auch BGH, Urteil vom 18. September 2008 - 5 StR 224/08 [insoweit in NStZ 2009, 401-403 nicht abgedruckt]; BGH, Beschl�sse vom 20. Juli 2010 - 5 StR 255/10 und vom 12. Juni 2012 - 3 StR 163/12).
LG Berlin, 10.05.2010 - 1 Kap Js 1885/09 Ks 3/10 Arzt hat Todesfolgen nicht beabsichtigtDanach macht sich, sofern er nicht kraft �berlegenen Sachwissens das Risiko besser erfasst, als der sich selbst T�tende oder Verletzende, grunds�tzlich nicht strafbar, wer das zu seiner Selbstt�tung oder Selbstverletzung f�hrende eigenverantwortliche Handeln des Selbstsch�digers vors�tzlich oder fahrl�ssig veranlasst, erm�glicht oder f�rdert (BGHSt 49, 34, 39f.; 32, 262, 263; 36, 1, 17; 37, 179, 181; 46, 279, 288).Straffrei ist ein solches Handeln regelm��ig auch dann, wenn es auf die Selbstt�tung oder -verletzung gerichtet war, sich aber ein entsprechendes, vom Opfer bewusst eingegangenes Risiko realisiert hat (BGHSt 32, 262, 264 f.; 46, 279, 288; 49, 34, 39).Liegt die Tatherrschaft �ber die Gef�hrdungs- bzw. Sch�digungshandlung nicht allein beim Gef�hrdeten bzw. Gesch�digten, sondern zumindest auch bei dem sich hieran Beteiligenden, begeht dieser eine eigene Tat und kann nicht aus Gr�nden der Akzessoriet�t wegen fehlender Haupttat des Gesch�digten straffrei sein (vgl. BGHSt 19, 135, 139; 49, 34, 39; 166, 169).Auf den Umstand, dass die Einwilligung der Verstorbenen selbst bei ausreichender Aufkl�rung gleichwohl gem�ߧ 228 StGB angesichts der durch den MDMA-Konsum verursachten konkreten Todesgefahr zur Rechtswidrigkeit der K�rperverletzung gef�hrt h�tte (vgl. BGHSt 49, 34, 40f.), kam es daher nicht mehr an.
BGH, 29.04.2009 - 1 StR 518/08 Fahrl�ssige T�tung in Tateinheit mit vors�tzlichem �berlassen von …Ob die speziellere Vorschrift den T�ter beg�nstigen soll, ist anhand des Zwecks dieser Vorschrift, des inneren Zusammenhangs der miteinander konkurrierenden Bestimmungen und des Willens des Gesetzgebers zu pr�fen (BGHSt 49, 34, 37).Da aber im Hinblick darauf sein Strafrahmen deutlich erh�ht ist, sperrt er die Anwendung des � 222 StGB nicht, wenn dieser, jedoch � 30 Abs. 1 Nr. 3 BtMG nicht erf�llt ist (s. auch BGHSt 19, 188, 190; 30, 235, 236; 49, 34, 38).
BGH, 18.09.2008 - 5 StR 224/08 Anforderungen an die Begr�ndung eines Freispruchs und einer Verurteilung; …Bei der Pr�fung einer Anwendung des � 227 StGB wird entsprechend den in BGHSt 49, 34, 44; 166, 171 ff. niedergelegten Ma�st�ben das Fehlen einer rechtfertigenden Wirkung einer Einwilligung gem�� � 228 StGB zu erw�gen sein.
AG Rosenheim, 17.10.2008 - 7 Ds 201 Js 18444/08 Diese Bedenken teilt das Gericht mit der h�chstrichterlichen Rechtsprechung (BGH, Urt. v. 11.12.2003 - 3 StR 120/03, BGHSt 49, 34 = BGH NJW 2004, 1054) nicht.Auf die Wertvorstellung einzelner gesellschaftlicher Gruppen oder auf die mit der Tat befassten Strafverfolgungsorgane sei daher nicht abzustellen (BGH NJW 2004, 1054, 1055 f.).So hat der Bundesgerichtshof zuletzt f�r den Fall der einverst�ndlichen Injektion von Heroin entschieden, dass diese nicht schon deswegen sitten- und damit gem�� � 228 StGB rechtswidrig ist, weil sich der Angeklagten durch die Tat zugleich nach � 29 Abs. 1 Nr. 6 b BtmG strafbar gemacht hat (BGH NJW 2004, 1054, 1056).
BGH, 16.12.2009 - 2 StR 446/09 Rechtsfehlerhafte Beweisw�rdigung bei hinsichtlich eines m�glichen …
OLG Zweibr�cken, 11.02.2016 - 1 OLG 1 Ss 2/16 Cannabiskekse, Krperverletzung, Abgabe Betubungsmittel
BGH, 20.07.2010 - 5 StR 255/10 K�rperverletzung (Einwilligung; Sittenwidrigkeit; konkrete Todesgefahr); …
LSG Niedersachsen-Bremen, 13.02.2008 - L 5 VG 1/06 Gewaltopferentsch�digung - Drogenmilieu - Leistungsversagung wegen Unbilligkeit - …
BGH, 12.06.2012 - 3 StR 163/12 Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (floride …
OLG M�nchen, 26.09.2013 - 4St RR 150/13 K�rperverletzung: Ausschluss der Rechtfertigung durch Einwilligung auf Grund …
OLG Zweibr�cken, 16.09.2014 - 1 OLG 1 Ss 23/14 Tatbestandsm��iges Verhalten zur Herbeif�hrung einer Explosion
LG Traunstein, 11.12.2008 - 1 Qs 140/08 Gef�hrliche K�rperverletzung: T�towierung von Mitgefangenen in der der JVA
OLG D�sseldorf, 17.03.2011 - 3 RBs 25/11 Begriff der "zum Wohnbereich geh�rende Parkanlagen" i.S. von � 1 Abs. 2 LFoG NRW