Source: https://gesetze-in-app.de/InsO/91
Timestamp: 2019-09-23 15:48:03
Document Index: 201453259

Matched Legal Cases: ['§ 91', 'BGH', '§ 91', '§ 203', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 110', 'BGH', 'BGH', '§91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§114', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 15', 'BGH', '§49', '§ 15', '§ 91', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 106', 'BGH', '§91', 'BGH', '§ 24', '§ 81', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§91', '§ 49', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§91', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 91', '§ 15', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§15', '§91', '§ 91', '§ 91', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 15', 'BGH', '§ 49', '§ 15', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 15', '§ 49']

§ 91 InsO: Ausschluß sonstigen Rechtserwerbs
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2014, Az. IX ZB 69/12 Eine Anwendung des § 91 Abs. 1 InsO nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens kommt nur in Betracht, wenn und soweit es sich um einen der Nachtragsverteilung nach § 203 Abs. 1 InsO unterliegenden Gegenstand der Masse handelt (vgl. Piekenbrock in Ahrens/Gehrlein/Ringstmeier, InsO, 2. Aufl., § 91 Rn. 2; vgl. auch BGH, Beschluss vom 6. Dezember 2007 - IX ZB 229/06, WM 2008, 305 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 4.9.2014, Az. IX ZR 41/14 Folglich findet kein Rechtsübergang von der Masse an den Bezugsberechtigten statt, dem § 91 Abs. 1 InsO entgegenstehen könnte (BGH, Beschluss vom 27. April 2010, aaO Rn. 2, 3 jeweils am Ende).
BGH, URTEIL vom 4.3.2013, Az. IX ZR 62/12 Nach § 91 Abs. 1 InsO wird die Abtretung solcher Forderungen mit Ablauf der Frist in § 110 InsO unwirksam (vgl. BGH, Urteil vom 20. September 2012, aaO; vom 11. Oktober 2012 - IX ZR 30/10, NZI 2012, 883 Rn. 17).
BGH, URTEIL vom 4.3.2013, Az. IX ZR 62/12 Für §§91, 110 InsO (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2010 - IXZR 78/09, NZI 2010, 220 Rn. 21; vom 10. November 2011, aaO) sowie für Finanzierungsleasingverträge über unbewegliche Gegenstände gilt nichts anderes, sofern der Leasingvertrag in der Weise ausgestaltet ist, dass die Forderungen auf Zahlung der künftigen Leasingraten bereits mit Vertragsschluss als betagte Forderungen entstehen.
BGH, URTEIL vom 4.9.2012, Az. IX ZR 30/10 17	a) Eine gesicherte Rechtsposition, die dem Erwerbsverbot des § 91 InsO standhält, erlangt der Zessionär allerdings nur, wenn der abgetretene Anspruch durch Wegfall des Sicherungszwecks im Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung bereits entstanden war (vgl. BGH, Urteil vom 10. November 2011, aaO Rn. 12; vom 26. Januar 2012 - IX ZR 191/10, ZIP 2012, 638 Rn. 29 ff).
BGH, URTEIL vom 4.9.2012, Az. IX ZR 30/10 Entsteht die im Voraus abgetretene Forderung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, kann der Zessionär gemäß § 91 Abs. 1 InsO grundsätzlich kein Forderungsrecht zu Lasten der Masse mehr erwerben; nur wenn er bereits vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine gesicherte Rechtsposition hinsichtlich der abgetretenen Forderung erlangt hat, ist die Abtretung insolvenzfest (BGH, Urteil vom 22. April 2010 - IXZR 8/07, NZI 2010, 682 Rn. 9 mwN; vom 26. Januar 2012, aaO).
BGH, vom 4.0.2012, Az. IX ZR 191/10 Entsteht die im Voraus gepfändete Forderung erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, kann der Pfandgläubiger daran gemäß § 91 Abs. 1 InsO grundsätzlich zu Lasten der Masse kein Pfandrecht erwerben (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2010 - IXZR 78/09, NZI 2010, 220 Rn. 18, 31; BFHE 209, 34, 37).
BGH, URTEIL vom 4.4.2011, Az. IX ZR 144/10 - IQ- 16	b) Eine vor Insolvenzeröffnung vereinbarte Abtretung einer bereits wirksam entstandenen Forderung scheitert nicht an § 91 Abs. 1 InsO (Gott-wald/Eickmann, Insolvenzrechts-Handbuch, 4. Aufl. §31 Rn. 17; vgl. BGH, Urteil vom 20. März 1997 - IX ZR 71/96, BGHZ 135, 140, 144 ff; vom 22. Oktober 2009 - IX ZR 90/08, WM 2009, 2391 Rn. 6 ff; vom 10. Dezember 2009, aaO).
BGH, URTEIL vom 4.4.2011, Az. IX ZR 144/10 Ebenso kollidiert eine vor Verfahrenseröffnung erfolgte Abtretung einer künftigen Forderung, wenn diese noch vor Verfahrenseröffnung entsteht, nicht mit § 91 Abs. 1 InsO (BGH, Urteil vom 8. Januar 2009 - IX ZR 217/07, WM 2009, 416 Rn. 27).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2011, Az. IX ZB 217/08 Diese zukünftige Wirkung von rechtsgeschäftlichen oder vollstreckungsmäßigen Verfügungen über fortlaufende Bezüge wird für die Zwecke und die Dauer des Insolvenzverfahrens von dem gesetzlichen Erwerbsverbot des § 91 Abs. 1 InsO durchbrochen, weil der Rechtsübergang oder die Begründung des Pfändungspfandrechts das Entstehen der Forderung auf den Einzelbezug voraussetzt (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 2006 - IX ZR 247/03, BGHZ 167, 363 Rn. 6 mwN).
BGH, URTEIL vom 2.4.2010, Az. IX ZR 139/09 b) Wie der Senat an anderer Stelle allerdings bereits erörtert hat (BGHZ 167, 363, 367 f Rn. 10 ff), beruht die Begründung des Regierungsentwurfs auf der § 91 InsO widersprechenden Annahme, dass Vorausabtretungen nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wirksam blieben, wenn es die Vorschrift des §114 Abs. 1 InsO nicht gäbe.
BGH, URTEIL vom 4.3.2010, Az. IX ZR 8/07 Entsteht die im Voraus abgetretene Forderung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, kann der Gläubiger gemäß § 91 Abs. 1 InsO kein Forderungsrecht zu Lasten der Masse mehr erwerben (BGHZ 135, 140, 145 zu § 15 KO; 162, 187, 190; 167, 363, 365 f Rn. 6; 181, 361 Rn. 10, 11 BGH, Urt. v. 5. Januar 1955 - IV ZR 154/54, NJW 1955, 544; v. 20. März 2003 - IX ZR 166/02, ZIP 2003, 808, 809; v. 14. Januar 2010 -IX ZR 78/09, ZIP 2010, 335, 337 Rn. 18; MünchKomm-lnsO/Ganter, vor §§49 bis 52 Rn. 23; Jaeger/ Henckel, KO 9. Aufl. § 15 Rn. 44; Uhlenbruck, InsO 13. Aufl. § 91 Rn. 17).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2010, Az. IX ZR 111/08 Gleichzeitig wirkte aber bereits die Beschränkung des § 91 InsO, nach welcher an Gegenständen der Insolvenzmasse - hier dem kausalen Schlusssaldo bei Insolvenzeröffnung am 1. Juli 2003 - Rechte und damit auch Pfandrechte nicht mehr wirksam erworben werden konnten (BGH, Urt. v. 25. Juni 2009 aaO).
BGH, URTEIL vom 4.0.2010, Az. IX ZR 78/09 Entsteht - wie im Streitfall hinsichtlich des Gewinnbezugsrechts für die Monate Juli und August 2007 - die im voraus verpfändete Forderung erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, kann der Pfandgläubiger daran gemäß § 91 Abs. 1 InsO grundsätzlich zu Lasten der Masse kein Pfandrecht erwerben (BGH, Urt. v. 5. Januar 1955 - IV ZR 154/54, NJW 1955, 544; Urt. v. 20. März 2003 - IX ZR 166/02, WM 2003, 896, 897; MünchKomm-lnsO/Ganter, aaO).
BGH, URTEIL vom 4.0.2010, Az. IX ZR 78/09 20	Allerdings tritt das Erwerbsverbot des § 91 Abs. 1 InsO ausnahmsweise zurück, wenn der Gläubiger bereits vor der Verfahrenseröffnung eine gesicherte Rechtsposition an der abgetretenen oder verpfändeten Forderung erlangt hat (BGH, Urt. v. 25. Juni 2009 - IX ZR 98/08, WM 2009, 1515, 1516 Rn. 11).
BGH, URTEIL vom 4.11.2009, Az. IX ZR 1/09 27	c) Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird ein gestreckter Rechtserwerb, wie er hier vorliegt, von § 91 Abs. 1 InsO erfasst (vgl. BGHZ 135, 140, 145, zu §§ 106, 15 KO).
BGH, URTEIL vom 4.11.2009, Az. IX ZR 1/09 Die Vorschrift des §91 Abs. 1 InsO gilt jedoch erst von der Eröffnung des Insolvenzverfahrens an (vgl. BGH, Urt. v. 25. Juni 2009, aaO Rn. 10), nicht im Eröffnungsverfahren; denn § 24 Abs. 1 InsO verweist nur auf §§ 81, 82 InsO (vgl. auch BGHZ 135, 140, 146 f; 170, 196, 199 Rn. 8).
BGH, URTEIL vom 4.9.2009, Az. IX ZR 90/08 § 91 InsO ist im Eröffnungsverfahren jedoch weder kraft gesetzlicher Verweisung noch analog anwendbar (BGHZ 170, 196, 199 Rn. 8).
BGH, URTEIL vom 4.9.2009, Az. IX ZR 90/08 An das Entstehen der in das Kontokorrent eingestellten Einzelforderungen kann bei der Beurteilung der Anfechtbarkeit deshalb selbst dann nicht angeknüpft werden, wenn eine kausale Saldoforderung in Rede steht (vgl. für die Prüfung der Unwirksamkeit nach § 91 InsO in einem solchen Fall BGH, Urt. v. 25. Juni 2009 - IX ZR 98/08, WM 2009, 1515, 1516 Rn. 11).
BGH, BESCHLUSS vom 1.8.2009, Az. IX ZR 168/09 Setzung für den Ausschluss eines sonstigen Rechtserwerbs nach § 91 InsO ist (vgl. BGH, Urt. v. 21. Februar 2008 - IX ZR 255/06, ZIP 2008, 703, 704).
BGH, URTEIL vom 4.0.2009, Az. IX ZR 217/07 Entsteht die im voraus abgetretene oder verpfändete Forderung erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, kann der Zessionär oder Pfandrechtsgläubiger gemäß § 91 Abs. 1 InsO kein Recht mehr zu Lasten der Masse erwerben (BGHZ 135, 140, 145; 162, 187, 190; 167, 363, 365; HK-lnsO/Kayser, 5. Aufl. §91 Rn. 9; MünchKomm-lnsO/Ganter, 2. Aufl. vor §§ 49-52 Rn. 21, 23).
BGH, URTEIL vom 4.0.2009, Az. IX ZR 217/07 29	aa) Für die Anwendbarkeit des § 91 InsO ist danach entscheidend, ob ein Vermögensgegenstand bereits im Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung aus dem Vermögen des Schuldners ausgeschieden war, ohne dass für ihn die Möglichkeit bestand, diesen aufgrund alleiniger Entscheidung wieder zurückzuerlangen (BGHZ 135, 140, 145; BGH, Urt. v. 17. November 2005 - IX ZR 162/04, ZIP 2006, 87, 89 Rn. 13; vom 14. Dezember 2006 - IX ZR 102/03, ZIP 2007, 191, 193 Rn. 17; v. 21. Februar 2008 -IXZR 255/06, ZIP 2008, 703, 704 Rn. 10; v. 13. März 2008 - IX ZR 14/07, ZIP 2008, 885, 886 Rn. 9).
BGH, URTEIL vom 4.1.2008, Az. IX ZR 255/06 Da die Übertragung eines bereits bestehenden Rechts die Rechtsstellung der Insolvenzgläubiger regelmäßig nicht beeinträchtigt, fällt die Zession grundsätzlich nicht unter § 91 Abs. 1 InsO (BGH, Urt. v. 20. Dezember 2001 - IX ZR 419/98, ZIP 2002, 407, 408; MünchKomm-lnsO/Breuer, aaO §91 Rn. 16).
BGH, URTEIL vom 4.1.2008, Az. IX ZR 255/06 Deshalb fällt in der Insolvenz des Grundstückseigentümers der Verlust der Einrede der Nichtvalutierung in den durch § 91 Abs. 1 InsO geschützten Bereich (BGH, Urt. v. 30. Oktober 1974 -VIIIZR 81/73, NJW1975, 122; v. 20. Dezember 2001 - IX ZR 419/98, aaO S. 408; Jaeger/Windel, aaO § 91 Rn. 41 in Verbindung mit 31; Jaeger/Henckel, KO 9. Aufl. § 15 Rn. 33).
BGH, URTEIL vom 4.10.2006, Az. IX ZR 285/03 Das Erwerbsverbot des § 91 Abs. 1 InsO steht nicht entgegen (vgl. BGH, Urt. v. 9. Oktober 1958 - II ZR 229/57, LM KO §15 Nr. 2 unter 2.; Kübler/Prütting/Lüke, InsO §91 Rn. 52; MünchKomm-lnsO/Breuer, § 91 Rn. 45; Smid, InsO 2. Aufl. § 91 Rn. 13).
BGH, URTEIL vom 4.4.2006, Az. IX ZR 247/03 Entsteht die im Voraus abgetretene Forderung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, kann der Gläubiger gemäß § 91 Abs. 1 InsO kein Forderungsrecht zu Lasten der Masse mehr erwerben (BGHZ 135, 140, 145 zu § 15 KO; 162, 187, 190; BGH, Urt. v. 5. Januar 1955 - IV ZR 154/54, NJW 1955, 544; v. 20. März 2003 - IX ZR 166/02, ZIP 2003, 808, 809; MünchKomm-lnsO/Ganter, vor §§ 49 bis 52 Rn. 23; Jaeger/Henckel, KO 9. Aufl. § 15 Rn. 44).
BGH, URTEIL vom 4.10.2005, Az. IX ZR 162/04 Die Frage, ob Kaufoptionen, die von einer an sich insolvenzbeständigen Vorausverfügung begleitet sind, an § 91 InsO scheitern (vgl. hierzu BGHZ 109, 368, 374 f), stellt sich damit nicht.
BGH, URTEIL vom 4.2.2003, Az. IX ZR 166/02 Entsteht die im voraus abgetretene, verpfändete oder gepfändete Forderung erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, so erwirbt der Gläubiger bzw. Pfandgläubiger zu Lasten der Masse nach § 91 Abs. 1 InsO kein Forderungs- und kein Absonderungsrecht mehr (vgl. BGH, Urt. v. 5. Januar 1955 - IV ZR 154/54, NJW 1955, 544 und BGHZ 135, 140, 145 zu § 15 KO; Münch-Komm-lnsO/Ganter, vor §§ 49 bis 52 Rn. 23).