Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=26.01.2012&Aktenzeichen=5%20S%202233/11
Timestamp: 2019-10-14 07:12:35
Document Index: 337157269

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 22', '§ 22', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 11', 'Art. 8', '§ 23']

VGH Baden-Württemberg, 26.01.2012 - 5 S 2233/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,1016
VGH Baden-Württemberg, 26.01.2012 - 5 S 2233/11 (https://dejure.org/2012,1016)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 26.01.2012 - 5 S 2233/11 (https://dejure.org/2012,1016)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 26. Januar 2012 - 5 S 2233/11 (https://dejure.org/2012,1016)
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Abstandsflächeneinhaltung aufgrund von BauO BW 2010 § 6 Abs 1 S 1 Nr 3; planerische Festsetzungen eines Bauwichs von 3 m kommt neben der BauO BW 2010 keine eigenständige Bedeutung zu
§ 22 Abs 1 BauNVO, § ... 22 Abs 2 BauNVO, § 22 Abs 3 BauNVO, § 23 Abs 1 BauNVO, § 23 Abs 3 BauNVO, § 23 Abs 5 S 2 BauNVO, § 5 Abs 9 BauO BW vom 08.08.1985, § 6 Abs 6 Nr 2 BauO BW vom 08.08.1985, § 6 Abs 1 S 1 Nr 3 BauO BW
Abstandsfläche zu Werbeanlage: Rechtliche Beurteilung?
VG Karlsruhe, 12.04.2011 - 3 K 962/10
NVwZ-RR 2012, 500
DVBl 2012, 508
BauR 2012, 1368
BauR 2012, 1995
ZfBR 2012, 488 (Ls.)
Spätere Änderungen zu ihren Gunsten sind dagegen zu berücksichtigen, wirken sich aber regelmäßig nicht aus, wenn ihr eine Baugenehmigung bereits rechtmäßig erteilt wurde (BVerwG, Beschl. v. 08.11.2010 - 4 B 43.10 -, BauR 2011, 499; Beschl. v. 23.04.1998 - 4 B 40.98 -, NVwZ 1998, 1179; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 26.01.2012 - 5 S 2233/11 -, NVwZ-RR 2012, 500).
Ungeachtet der Tatsache, dass diese zum Nachteil der Bauherrin eingetretene Veränderung nach Erteilung der Baugenehmigung vom 06.10.2014 im vorliegenden Verfahren der Anfechtung der erteilten Baugenehmigung keine Berücksichtigung findet (vgl. BVerwG, Beschl. v. 08.11.2010 - 4 B 43/10 -, BauR 2011, 499; Beschl. v. 23.04.1998 - 4 B 40/98 -, NVwZ 1998, 1179; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 26.01.2012 - 5 S 2233/11 -, NVwZ-RR 2012, 500), stellt auch eine hälftige Verteilung der beiden Nutzungsarten kein Kippen des Gebiets, sondern vielmehr den Idealfall der unterschiedlichen in einem Mischgebiet zulässigen Nutzungen dar.
Zum einen nämlich wird auch nach der Rechtsprechung des VGH Baden-Württemberg das Nachbargrundstück räumlich grundsätzlich nur insoweit geschützt, als es der Baugrenze gegenüberliegt, denn nur in diesem räumlichen Umfang ist die Baugrenze Teil des für den Nachbarschutz typischen gegenseitigen Austauschverhältnisses des "Dürfens und Duldens" (Urteil vom 01.02.1999 - 5 S 2507/96 -, juris; Urteil vom 29.10.2003 - 5 S 138/03 -, juris; Urteil vom 26.01.2012 - 5 S 2233/11 -, juris); das dem Beigeladenen gehörende Grundstück liegt aber der von ihm behaupteten faktischen Baugrenze nicht gegenüber, sondern grenzt aus der Perspektive dieser Grenze seitlich an das Baugrundstück.
Denn Gestaltungsvorschriften sind ausschließlich im Interesse der Allgemeinheit erlassen worden und nicht dazu bestimmt, auch den Individualinteressen des Einzelnen zu dienen (vgl. VGH Mannheim zu § 11 LBO BaWü a. F., BauR 2012, 1368; VG Würzburg, Urteil vom 17. April 2012 - W 4 K 11.48, zitiert nach juris, zu Art. 8 Satz 1 BayBO).
Im Übrigen ist dem Verwaltungsgericht auch darin zuzustimmen, dass die auf dem Baugrundstück festgesetzte westliche und nördliche Baugrenze jedenfalls nicht zugunsten des Antragstellers nachbarschützend sind, weil sie dessen östlich gelegenem Grundstück nicht gegenüberliegen (vgl. VGH BW, U.v. 26.1.2012 - 5 S 2233/11 - DVBl 2012, 508 = juris Rn. 42).
VG Sigmaringen, 11.10.2012 - 7 K 1782/12
Baurecht: Gebot der Rücksichtnahme; Grenzabstand; Abstandsfläche
Dies war bei der bisherigen Regelung unklar" (so auch VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 26.01.2012 - 5 S 2233/11 -).
VG Stuttgart, 06.04.2018 - 2 K 5668/17
Kein Verkündungsmangel bei Erlass eines Bebauungsplans, in dem auf technische …
Satz 2 des § 23 Abs. 5 BauNVO ist zudem - anders als dessen Satz 1 - nicht auf Nebenanlagen beschränkt, kann also bei der Zulassung einer Hauptanlage, wie hier einer Anlage zur Fremdwerbung, zur Anwendung kommen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 26.01.2012 - 5 S 2233/11 - NVwZ-RR 2012, 500).
Festsetzungen zu Baugrenzen sind nach der ganz überwiegenden Meinung in Rechtsprechung und Literatur nicht drittschützend (BayVGH, Urteil v. 29.2.2012 - 9 B 09.2502 -, Juris;… VG Ansbach, Urteil v. 14.5.2014 - Au 4 K 13.1143 -, juris Rn. 37 m.w.N.; in einer Konstellation wie der vorliegenden würde jedoch auch der VGH Baden-Württemberg, der soweit ersichtlich als einziges Obergericht anderes vertritt, nicht zur Bejahung von Nachbarschutz kommen, vgl. U. v. 26.1.2012 - 5 S 2233/11 -, NVwZ-RR 2012, 500).
Regelmäßig kommt hinteren Baugrenzen Nachbarschutz allerdings nur zugunsten solcher Nachbargrundstücke zu, die der Baugrenze gegenüberliegen (VGH Baden-Württemberg, NVwZ-RR 2012, 500).