Source: https://www.fischwissen.ch/fischhaltung/rechtliches/tierschutzverordnung.html
Timestamp: 2019-07-17 19:27:43
Document Index: 72479450

Matched Legal Cases: ['Art. 15', 'Art. 23', 'Art. 88', 'Art. 89', 'Art. 90', 'Art. 97', 'Art. 98', 'Art. 99', 'Art. 100', 'Art. 101', 'Art. 102', 'Art. 103', 'Art. 197', 'Art. 112', 'Art. 156', 'Art. 184', 'Art. 187', 'Art. 196']

Fischwissen.ch :: Tierschutzverordnung
Zucht - Verordnungen
Wer Fische in Aquarien hält oder mit Fischen für Aquarien handelt, muss folgende gesetzlichen Bestimmungen beachten:
die Tierschutzgesetzgebung, die dem Schutz der Tiere dient.
die Fischereigesetzgebung, die dem Schutz der einheimischen Arten dient.
Bundesgesetz über die Fischerei (BFG)
Verordnung zum Bundesgesetz über Fischerei (VBGF)
In der Tierschutzverordnung werden explitzit in Bezug auf Fische folgende Punkte in folgenden Artikeln geregelt:
das Markieren von Fischen (Art. 15)
verbotene Handlungen bei Fischen (Art. 23)
der Einsatz von betäubenden Substanzen bei Fischen sowie zur Betäubung und Tötung von Aquarienfischen (Art. 88)
die Bewilligungspflicht zur Haltung bestimmter Fischarten, die in Freiheit mehr als 1 m lang werden, ausgenommen einheimische Arten nach der Fischereigesetzgebung; Haie und Rochen (Art. 89).
die Bewilligungen für gewerbsmässige Wildtierhaltungen, in denen Wildtiere für die Fischerei gezüchtet werden (Art. 90 Abs. 2).
Der Abschnitt 4 der TschV ist speziell den Fischen (und Panzerkrebsen) gewidmet. Hier werden die Anforderungen an Personen im Umgang mit Fischen (Art. 97), die Haltung von Fischen (Art. 98), der Umgang mit Fischen (Art. 99) und der Fang von Fischen (Art. 100) geregelt.
die Bewilligungspflicht für die Haltung von Fischen (Art. 101)
die Ausbildung von gewerbsmässigen Aquarienfischhaltern- und züchtern (Art. 102 Abs. 2) sowie von Personen in Betrieben, die mit Speise-, Köder- oder Besatzfischen handeln (Art. 103e). Hierzu braucht es eine fachspezifische berufsunabhängige Ausbildung nacht Art. 197.
die Vorschriften zu Fischen im Larvenstadium in Zusammenhang mit Tierversuchen, gentechnisch veränderten Tieren und belastete Mutanten (Art. 112)
der Transport von Speise- und Zierfischen (Art. 156)
zulässige Betäubungsmethoden (Art. 184)
die Entblutung als Tötungsmethode (Art. 187)
die Definition der Ausbildung in einem Fischereiberuf (Art. 196)
Im Anhang der Tierschutzverordnung finden sich zu Fischen die Mindestanforderungen für das Halten und den Transport von Speise- und Besatzfischen sowie für das Halten von Fischen zu Zierzwecken. Die Mindestanforderungen sind bescheiden und beschränken sich auf Gehegegrösse bzw. Besatzdichte und Wasserqualität.