Source: https://www.anwaltssuchdienst.de/Content/DuesseldorferTabellen/Duesseldorfer2002
Timestamp: 2018-05-27 15:48:37
Document Index: 76010694

Matched Legal Cases: ['§ 1612', '§ 1581', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1615', '§ 1615']

DASD - Düsseldorfer Tabelle 2002
Düsseldorfer Tabelle 2002 ¹
1. bis 1.300 188 228 269 311 100 730/ 840
2. 1.300-1.500 202 244 288 333 107 900
3. 1.500-1.700 215 260 307 355 114 950
4. 1.700-1.900 228 276 326 477 121 1000
5. 1.900-2.100 241 292 345 499 128 1050
6. 2.100-2.300 254 308 364 420 135 1100
7. 2.300-2.500 267 324 382 442 142 1150
8. 2.500-2.800 282 342 404 467 150 1200
9. 2.800-3.200 301 365 431 498 160 1300
10. 3.200-3.600 320 388 458 529 170 1400
11. 3.600-4.000 339 411 485 560 180 1500
12. 4.000-4.400 358 434 512 591 190 1600
13. 4.400-4.800 376 456 538 622 200 1700
Die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Sie weist monatliche Unterhaltsrichtsätze aus, bezogen auf einen gegenüber einem Ehegatten und zwei Kindern Unterhaltspflichtigen. Bei einer größeren/geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter sind Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in niedrigere/höhere Gruppen angemessen. Anmerkung 6 ist zu beachten. Zur Deckung des notwendigen Mindestbedarfs aller Beteiligten - einschließlich des Ehegatten - ist gegebenenfalls eine Herabstufung bis in die unterste Tabellengruppe vorzunehmen. Reicht das verfügbare Einkommen auch dann nicht aus, erfolgt eine Mangelberechnung nach Abschnitt C.
Die Richtsätze der 1. Einkommensgruppe entsprechen dem Regelbetragin Euro nach der Regel- betrag-VO für den Westteil der Bundesrepublik in der ab 01.01.2002 geltenden Fassung. Der Vomhundertsatz drückt die Steigerung des Richtsatzes der jeweiligen Einkommensgruppe gegenüber dem Regelbetrag (= 1. Ein- kommensgruppe) aus. Die durch Multiplikation des Regelbetrages mit dem Vomhundertsatz errechneten Richt- sätze sind entsprechend § 1612 a Abs. 2 BGB aufgerundet.
Der notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt) - gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern, - gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden, beträgt beim nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 730 EUR, beim erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 840 EUR. Hierin sind bis 360 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Der Selbstbehalt kann angemessen erhöht werden, wenn dieser Betrag im Einzelfall erheblich überschritten wird und dies nicht vermeidbar ist.
In den Unterhaltsbeträgen (Anmerkungen 1 und 2) sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht enthalten.
gegen einen nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen (z. B. Rentner): wie zu 1 a, b oder c, jedoch 50%
Wie zu I und II 1, jedoch wird grundsätzlich der Kindesunterhalt (Tabellenbetrag ohne Abzug von Kindergeld vorab vom Nettoeinkommen abgezogen.
Dem geschiedenen Unterhaltspflichtigen ist nach Maßgabe des § 1581 BGB u. U. ein höherer Betrag zu be- lassen.
Monatlicher notwendiger Eigenbedarf (Existenzminimum) des unterhaltsberechtigten Ehegatten ein- schließlich des trennungsbedingten Mehrbedarfs in der Regel:
Der Einsatzbetrag für den Ehegattenunterhalt wird mit eine Quote des Einkommens des Unterhaltspflichtigen angenommen. Trennungsbedingter Mehrbedarf kommt ggf. hinzu. Der Erwerbstätigenbonus von 1/7 kann ermäßigt werden (BGH FamRZ 1997, 806) oder entfallen, wenn berufsbedingte Aufwendungen berücksichtigt worden sind (BGH, FamRZ 1992 , 539, 541). Der Vorwegabzug des Kindesunterhalts bei der Berechnung des Einsatzbetrages für den Ehegatten kann unterbleiben, wenn sich daraus ein Missverhältnis zum wechselseitigen Bedarf der Beteiligten ergibt (BGH FamRZ 1999, 367, 368).
Bereinigtes Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen (V) : 1300 EUR. Drei unterhaltsberechtigte Kinder: K 1 (Schüler, 18 Jahre), K 2 (11 Jahre), K 3 (5 Jahre), die beim wiederverheirateten, nicht leistungsfähigen anderen Elternteil (M) leben. M bezieht das Kindergeld von 840 DM.
311 EUR (K 1) + 228 EUR (K 2) + 188 EUR (K 3) = 727 EUR.
Angemessener Selbstbehalt gegenüber den Eltern: mindestens monatlich 1250 EUR (einschließlich 440 EUR Warmmiete). Der angemessene Unterhalt des mit dem Unterhaltspflichtigen zu- sammenlebenden Ehegatten beträgt mindestens 950 EUR (einschließlich 330 EUR Warmmiete).
Bedarf der Mutter und des Vaters eines nichtehelichen Kindes (§ 1615 l Abs. 1, 2, 5 BGB): nach der Lebensstellung des betreuenden Elternteils, in der Regel mindestens 730 EUR, bei Erwerbstätigkeit 840 EUR.
Angemessener Selbstbehalt gegenüber der Mutter und dem Vater eines nichtehelichen Kindes (§§ 1615 l Abs. 3 Satz 1, 5, 1603 Abs. 1 BGB): mindestens monatlich 1.000 EUR.
¹ Die neue Tabelle nebst Anmerkungen beruht auf Koordinierungsgesprächen, die zwischen Richtern der Familiensenate der Oberlandesgerichte Düsseldorf, Köln und Hamm sowie der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. unter Berücksichtigung des Ergebnisses einer Umfrage bei allen Oberlandesgerichten stattgefunden haben. 2) Die neue Tabelle (Euro) gilt vom 01.01.2002. Bis zum 31.12.2001 ist die Düsseldorfer Tabelle (Deutsche Mark), Stand: 01.07.2001, (FamRZ 2001, 806) anzuwenden. Bis zum 30.06.2001 ist die bisherige Tabelle (Stand 01.07.1999; FamRZ 1999, 766 = NJW 1999, 1845) anzuwenden.