Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=17.05.1966&Aktenzeichen=VI%20ZR%20252%2F64
Timestamp: 2019-12-06 20:47:54
Document Index: 109465690

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', '§ 3', 'BGH']

BGH, 17.05.1966 - VI ZR 252/64 - dejure.org
BGH, 17.05.1966 - VI ZR 252/64
https://dejure.org/1966,244
BGH, 17.05.1966 - VI ZR 252/64 (https://dejure.org/1966,244)
BGH, Entscheidung vom 17.05.1966 - VI ZR 252/64 (https://dejure.org/1966,244)
BGH, Entscheidung vom 17. Mai 1966 - VI ZR 252/64 (https://dejure.org/1966,244)
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Bemessung des Schadensersatzes für ein zerstörtes Kraftfahrzeug - Erwerb eines gleichwertigen gebrauchten Fahrzeugs - Erwerb eines Neuwagens - Zumutbarkeit der Reparatur eines im Rahmen eines Unfalls beschädigten Wagens - Verkehrswert eines Wagens - Bemessung eines ...
Bemessung des Schadensersatzes für ein zerstörtes Kraftfahrzeug
NJW 1966, 1454
NJW 1966, 1807 (Ls.)
NJW 1966, 2159 (Ls.)
MDR 1966, 829
VersR 1966, 830
DB 1966, 975
Entscheidend ist daher nicht, wie gerade der Geschädigte den Wert seines alten und den Wert eines Ersatzfahrzeugs ansetzt, sondern ob eine Schätzung unter objektiven Wertmaßstäben zur Feststellung einer wirtschaftlichen Gleichwertigkeit führt (Senatsurteil vom 17. Mai 1966 - VI ZR 252/64, NJW 1966, 1454, 1455).
Bei der Bewertung von Sachschäden ist eine Objektivierung, die von individuellen Besonderheiten absieht und sich an die im Verkehr geltenden Wertmaßstäbe hält, unerläßlich (Senatsurteil vom 17. Mai 1966 - VI ZR 252/64 = VersR 1966, 830, 831).
Damit sind sie gemäß § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB , auch ohne dass die Klägerin in Vorleistung getreten ist, ersatzfähig (BGH NJW 1966, 1454 ; BGH NJW 1974, 34 ).
Das Berufungsgericht geht zutreffend davon aus, daß der Geschädigte grundsätzlich Anspruch auf volle Wiederherstellung des vor dem Unfall bestehenden Zustandes hat; der Schädiger hat den Zustand, der vor dem Unfall bestanden hatte, zumindest wirtschaftlich wiederherzustellen (BGHZ 40, 345, 347/348; Senatsurteil vom 17. Mai 1966 - VI ZR 252/64 - VersR 1966, 830, 831).
Der erkennende Senat hat schon 1966 entschieden, daß der Geschädigte vom Schädiger die Kosten ersetzt verlangen kann, die sich ergeben, wenn er einen dem total beschädigten Fahrzeug ähnlichen Wagen nach einer gründlichen technischen Überprüfung von einem seriösen Gebrauchtwagenhändler erwirbt und sich von diesem Händler für eine gewisse Zeit eine Werkstättengarantie geben läßt (Urt.v. 17.05.1966 - VI ZR 252/64 - aaO).
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In der Rechtsprechung ist zwar durchaus anerkannt, dass der Geschädigte, dessen PKW einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten hat, zusätzlich zum Ersatz des Fahrzeugschadens einen angemessenen Betrag für eine gründliche sachverständigtechnische Überprüfung eines zu erwerbenden gleichwertigen Ersatzfahrzeuges beanspruchen kann (BGH VersR 1966, 830 - juris Rdnr. 8. OLG Frankfurt NJW 1982, 2198. ZfSch 1986, 39).
Auch in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wurde der Zeitwert mit dem Verkehrswert gleichgesetzt (vgl. zur Bemessung des Schadensersatzes für ein zerstörtes Kraftfahrzeug gemäß § 249 BGB: BGH, Urteil vom 17. Mai 1966 - VI ZR 252/64, NJW 1966, 1454, unter II, sowie zum Ersatzwert nach § 3 Ziff. 2 Buchst. a der Allgemeinen Feuerversicherungsbedingungen BGHZ 9, 195, 200 f.).
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Durchsichtskosten
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AG Hamburg, 20.02.1970 - 53 C 579/69