Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%201992,%20278
Timestamp: 2019-02-23 07:58:29
Document Index: 379363219

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 266', 'BGH']

Rechtsprechung: NStZ 1992, 278 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 03.12.1991
Voraussetzungen für die Empfindlichkeit des angedrohten Übels - Drohung mit der Unterrichtung der Presse über strafrechtliche Verfehlungen von CDU-Amtsträgern als empfindliches Übel
NJW 1992, 1905 (Ls.)
NStZ 1992, 278
Denn ein Übel ist nur dann empfindlich, wenn der zu befürchtende Nachteil geeignet ist, einen besonnenen Menschen zu dem mit der Drohung erstrebten Verhalten zu bestimmen (vgl. BGHSt 31, 201; NStZ 1992, 278).
Insofern ist auch von Bedeutung, ob von dem Dritten in seiner Lage erwartet werden kann, daß er dem angewendeten Zwangsmittel in besonnener Selbstbehauptung standhält (vgl. BGH NStZ 1992, 278 m. N.).
Für die normative Bewertung, ob eine Drohung geeignet ist, einen besonnenen Durchschnittsmenschen in seiner Entscheidung unfrei zu machen und zu dem vom Täter gewünschten Verhalten zu bestimmen, kommt es ausschließlich auf die Perspektive des Adressaten der Drohung an (BGH NStZ 1992, 278).
Diese rechtliche (nicht nur faktisch, sondern normativ zu bewertende) Voraussetzung entfällt daher, wenn von dem Bedrohten in seiner Lage erwartet werden kann, daß er der Drohung in besonnener Selbstbehauptung standhält (…BGH a.a.O.; NStZ 1992, 278 ).
Diese rechtliche Voraussetzung entfällt, wenn von dem Bedrohten in seiner Lage erwartet werden kann, dass er der Drohung in besonnener Selbstbehauptung standhält (BGH NStZ 92, 278).
Kreditkartenmißbrauch - Mißbrauch von Kreditkarten - Unberechtigte Weitergabe von Kreditkarten - Betrug - Scheckkartenbetrug
NJW 1992, 1840 (Ls.)
Die Voraussetzungen eines Kreditkartenmissbrauchs im Sinne von § 266b StGB sind in dieser Fallkonstellation ebenfalls nicht erfüllt (Senatsbeschluss vom 3. Dezember 1991 - 4 StR 538/91, NStZ 1992, 278).
Schon die Zufälligkeit dieser außergewöhnlichen Konstellation zeigt, daß der Angeklagte als berechtigter Karteninhaber zwar im Innenverhältnis die Grenzen des rechtlichen Dürfens überschritten, dabei jedoch nicht nach außen im Rahmen eines rechtlichen Könnens gehandelt hat (BGH NStZ 1992, 278 ).