Source: https://www.ferner-alsdorf.de/waffenrecht-bgh-zur-konkurrenz-zwischen-fuehren-und-besitz/
Timestamp: 2020-07-06 08:54:25
Document Index: 264932773

Matched Legal Cases: ['§ 52', '§ 1', 'BGH', '§ 52', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Waffenrecht: Konkurrenzen bei Führen und Besitz
Veröffentlicht am 12. Februar 2016 11. Juni 2020 von Rechtsanwalt Jens Ferner | ☎ Strafverteidiger-Notruf: 02404-95998727
Die getroffenen Feststellungen belegen im Übrigen aber lediglich, dass der Angeklagte sich wegen Führens eines verbotenen Gegenstands (des Schlagrings) strafbar gemacht hat; sie tragen jedoch die tateinheitliche Verurteilung wegen Besitzes einer solchen ‚Waffe‘ nicht. Zwar steht das Führen mit Besitz regelmäßig in Tateinheit (vgl. Pauckstadt-Maihold in: Erbs/Kohlhaas, Strafrechtliche Nebengesetze, 180. ErgLfg, WaffG, § 52 Rdn. 95 mwN). Übt der Täter aber – wie hier – die tatsächliche Gewalt über eine Waffe (nur) außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des eigenen befriedeten Besitztums aus, so führt er sie (siehe Anl. 1 zu § 1 Abs. 4 WaffG Abschnitt 2 Zif-fer 4). Eine Verurteilung wegen tateinheitlich verwirklichten Besitzes der Waffe kommt aber nur in Betracht, wenn festgestellt ist, dass der Täter die tatsächliche Gewalt über die Waffe auch innerhalb der bezeichneten Örtlichkeiten ausgeübt hat (vgl. BGHR WaffG § 52 Konkurrenzen 2; BGH, NStZ-RR 2013, 387, 388).
BGH, 5 StR 197/15
Vertiefend zu den Konkurrenzen im Waffenstrafrecht siehe hier bei uns.
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KategorienZusatz, Strafrecht SchlagwörterVerwaltungsrecht, Waffenrecht & Waffenstrafrecht