Source: https://www.dashoefer.de/dasfibuwissen/equity-methode.html
Timestamp: 2017-09-23 09:14:06
Document Index: 175530023

Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 6', '§ 312', '§ 311', '§ 271', '§ 290']

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Bilanzierung [ Stand: 29.06.2017 ]
Die Equity-Methode wird zur Bewertung von assoziierten Unternehmen für Zwecke der Konsolidierung in Konzernabschlüssen verwendet. Nach HGB wird ein assoziiertes Unternehmen gem. § 312 HGB mittels der Buchwertmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Die steuerrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften ergeben sich aus § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG, wobei das Steuerrecht nicht zwischen einer Beteiligung und einem assoziierten Unternehmen unterscheidet. Gemäß IFRS sind nach IAS 28 die Anteile eines assoziierten Unternehmens ab dem Zeitpunkt, ab dem ein maßgeblicher Einfluss besteht, anhand der Equity-Methode auszuweisen.
Eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen ist nach § 312 Abs. 1 HGB in der Konzernbilanz mit dem Buchwert anzusetzen. Demnach gilt es zunächst zu klären, ob eine Beteiligung an einem Unternehmen als solche an einem assoziierten Unternehmen zu klassifizieren ist.
§ 311 Abs. 1 HGB schreibt vor, dass sofern von einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik eines nicht einbezogenen Unternehmens, an dem das Unternehmen nach § 271 Abs. 1 HGB beteiligt ist, ausgeübt wird (assoziiertes Unternehmen), diese Beteiligung in der Konzernbilanz unter einem besonderen Posten mit entsprechender Bezeichnung auszuweisen ist. In der Regel erfolgt in den Konzernabschlüssen der Ausweis einer entsprechenden Beteiligung innerhalb des Anlagevermögens unter dem Posten „Anteile an assoziierten Unternehmen.“
Im Handelsrecht ist es von entscheidender Bedeutung, dass ein Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik tatsächlich ausgeübt wird und nicht lediglich ausgeübt werden kann. Ein maßgeblicher Einfluss wird stets vermutet, wenn ein Unternehmen bei einem anderen Unternehmen mindestens 20 Prozent der Stimmrechte der Gesellschafter innehat. Die Berechnung der Stimmrechtsanteile erfolgt entsprechend der Vorgaben in § 290 Abs. 3 und 4 HGB.