Source: http://www.jurablogs.com/2011/05/19/ag-muenster-verbraucher-zahlung-9600-eur-abo-kosten-verurteilt-weil-offensichtlich
Timestamp: 2017-07-22 04:55:54
Document Index: 20923325

Matched Legal Cases: ['§ 305', '§ 313', '§ 611', '§ 305', 'BGH', '§ 312']

AG Münster: Verbraucher wird zur Zahlung von 96,00 EUR Abo-Kosten verurteilt - weil er offensichtlich nicht rechtsanwaltlich vertreten
BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteMai 2011AG Münster: Verbraucher wird zur Zahlung von 96,00 EUR Abo-Kosten verurteilt - weil er offensichtlich nicht rechtsanwaltlich vertreten
wurdeAG Münster, Urteil vom 05.05.2011, Az. 7 C 3998/10 §§ 305 ff.; 611 BGBDas AG Münster hat einen Verbraucher zur Zahlung von 96,00 EUR verurteilt, nachdem sich dieser auf einem “Internetportal zur Bildung von Wohngemeinschaften” angemeldet haben soll. Das Amtsgericht kam vorliegend zu dem Schluss, dass es sich nicht um eine sog. Abo-Falle handele. Kommentieren möchte man das Urteil kaum (noch weniger die Polemik in Hinblick auf die - bei Abo-Fallen zutreffende - Empfehlung von Prof. Dr. Thomas Hoeren). Ohnehin wurde dies schon ausreichend vom Kollegen Dosch getan (hier). Zum Volltext der Entscheidung: Amtsgericht MünsterUrteilIn dem Rechtsstreit … gegen …hat das Amtsgericht Münster auf die mündliche Verhandlung vom 05.05.2011 durch … für Recht erkannt:Der Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 96,00 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 04.11.2010 zu zahlen.Die Kosten des Rechtsstreits werden dem Beklagten auferlegt.Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.Die Berufung gegen das Urteil wird nicht zugelassen.Von der Abfassung des Tatbestandes wird gem. § 313 a ZPO abgesehen.GründeDie Klage ist zulässig und begründet.Der Klägerin steht gegenüber dem Beklagten ein Anspruch auf Zahlung von 96,00 EUR aufgrund des zwischen den Parteien zustande gekommenen Vertrags gemäß § 611 BGB zu.Der Beklagte hat sich durch Absendung der E-Mail auf der Internetseite www.l…2g…de am 29.08.2010 beim Internetportal zur Bildung von Wohngemeinschaften angemeldet und damit das entsprechende Vertragsangebot der Klägerin angenommen.Soweit sich der Beklagte darauf beruft, er habe die für ihn entstehenden Kosten während der Anmeldung nicht erkennen können und die Klausel sei insofern rechtswidrig, vermag das Gericht diesen Einwand nicht nachzuvollziehen. Ein Verstoß gegen §§ 305 ff. BGB ist nicht ersichtlich ...Zum vollständigen Artikel143 LeserWeiß & Partner - gewerblicher Rechtsschutz:Widerrufsrecht auch bei online gekauftem Heizöl10 verwandte ArtikelAG Münster: Verbraucher wird zur Zahlung von 96,00 EUR Abo-Kosten verurteilt - weil er offensichtlich nicht gut rechtsanwaltlich vertreten
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