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Timestamp: 2019-09-18 05:55:23
Document Index: 133959627

Matched Legal Cases: ['§ 211', '§ 211', '§ 211', '§ 211', '§ 211', '§ 223', '§223', '§212', '§211', '§212', '§ 211', '§ 211', '§ 211', '§223', '§ 212', '§ 211']

HA StR I : Verhältnis §§ 211,212,223
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Verfasst am: 26 März 2010 - 23:24:33 Titel: HA StR I : Verhältnis §§ 211,212,223
arbeite gerade an meiner ersten Hausarbeit in Strafrecht und in unserem Sachverhalt geht es um den Täter A, den in Angst den B mit Messerstichen attackiert, dieser stirbt daran. B hat normalerweise eine Waffe bei sich und deswegen hat A zugestochen da er Angst hatte.
Unsere Fragestellung ist die Strafbarkeit des A gem. §§ 211,212,223.
§ 211 habe ich bereits verneint, 212 kann ich bejahen nur weiß ich nicht ob/ bzw. in welcher Reihenfolge ich § 223 dazuprüfen muss da ja die Körperverletzung im Totschlag notwendig enthalten ist..bitte um Hinweise, da ich gerade echt nicht mehr weiter weiß
Verfasst am: 27 März 2010 - 00:09:05 Titel:
Den §223 prüfst du allein (bzw. mit dessen Qualifikationen).
Die Frage würde allenfalls Sinn machen, wenn man die Körperverletzung als Grunddelikt und §212 als Qualifikation auffassen würde.
Kenn aber keinen der das so macht. Die lassen die Körperverletzung, wenn sie erfüllt ist, nur hinter die vollendete Tötung zurücktreten.
Wenn das nicht das Problem ist, würde ich vorschlagen, die schweren Delikte Mord und Totschlag zuerst zu prüfen und die Körperverletzung danach.
Verfasst am: 27 März 2010 - 12:41:15 Titel:
Stimmt es also wenn ich wie folgt prüfe:
§§211,212:
a) Taterfolg des §212 I
c) Obj. Zurechenbarkeit
d) Obj. TB des § 211 (also obj. Mordmerkmale) --> habe ich hier bereits verneint, objektiver TB des § 211 liegt nicht vor, muss ich da trotzdem auch subj. TB des § 211 prüfen?
dann §223 extra:
I.Tatbestandsmäßigkeit
stimmt es so oder soll ich Rechtswidrigkeit und Schuld von 212 zum Schluss prüfen, also zuerst auch die TB des 223 prüfen?
Verfasst am: 27 März 2010 - 19:51:24 Titel:
-Subjektiver Tatbestand
Stöber mal die juristische Bibliothek durch.
Aufbauschematas stehen meist in Anfängerskripten oder Falbüchern zum Strafrecht.
Dafür ist die Hausarbeit auch eigentlich gedacht; dass de dir die notwendigen Informationen selbst zusammensuchst.
Je mehr du selbst herausfindest und verstehst, desto mehr wirst du profitieren.
Bei Jura gibt's auch nicht immer richtig oder falsch; wenn deine Lösung logisch ohne Brüche nachvollziehbar ist und andere überzeugen kann, dann stehen die Chancen gut, dass das auch entsprechend bewertet wird.
Verfasst am: 27 März 2010 - 20:49:52 Titel:
Es ist auch durchaus legitim, § 212 zuerst zu prüfen, und dann § 211 alleine auf objektive und subjektive Mordmerkmale (so bei Jäger und im W/B Klausurenkurs I)
1. obj.TB
I. objektive Mordmerkmale (hier muss man dann objektive Mordmerkmale und den Vorsatz des Täters bzgl. der objjektiven Mordmerkmale prüfen)
II. subjektive Mordmerkmale
Und ja, wer objektive Mordmerkmale prüft, muss auch subjektive Mordmerkmale prüfen;)
Verfasst am: 27 März 2010 - 22:27:05 Titel:
aber wenn obj. Mordmerkmale schon nicht gegeben sind dann bringts doch nichts mehr subj. Merkmale zu prüfen oder soll ich das nur machen damit die sehen dass ichs verstanden habe?
Verfasst am: 27 März 2010 - 22:32:35 Titel:
hehe ... da liegst de falsch ..
naja .. 1. Strafrechtshausarbeit halt
Verfasst am: 27 März 2010 - 23:45:43 Titel:
nein, objektive mordmerkmale und subjektive mordmerkmale darfst du nicht mit "objektiver tatbestand, subjektiver tatbestand" verwechseln.
Verfasst am: 28 März 2010 - 17:14:57 Titel:
ok heißt das ich prüfe dann subjektive mordmerkmale auch und wenn die nicht gegeben sind dann ist der tatbestand nicht gegeben dann erst kann ich mord ausschließen?
Verfasst am: 29 März 2010 - 01:05:17 Titel:
Das Beste, was du machen kannst, wäre, wenn du dir ein Lehrbuch zum Strafrecht AT und eins zum Strafrecht BT (wo Tötungsdelikte etc. erklärt sind) schnappst und mal unter dem Stichwort besondere subjektive Merkmale nachguckst.
Dann ist der AHA Effekt größer...