Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZIP%202018,%20870
Timestamp: 2019-10-17 11:49:58
Document Index: 305876261

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 73', '§ 93', '§ 268', '§ 73', '§ 73', '§ 823', '§ 823', '§ 73', '§ 93', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.03.2018 - II ZR 158/16 - dejure.org
https://dejure.org/2018,9635
BGH, 13.03.2018 - II ZR 158/16 (https://dejure.org/2018,9635)
BGH, Entscheidung vom 13.03.2018 - II ZR 158/16 (https://dejure.org/2018,9635)
BGH, Entscheidung vom 13. März 2018 - II ZR 158/16 (https://dejure.org/2018,9635)
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§ 823 Abs 2 BGB, § 73 Abs 3 GmbHG, § 93 Abs 5 AktG, § 268 Abs 2 S 1 AktG
Haftung als Liquidator nach § 73 GmbHG, Liquidation
Direktanspruch des unberücksichtigten Gläubigers gegen den Liquidator einer gelöschten GmbH
Zum Direktanspruch des Gläubigers gegen den Liquidator einer GmbH, wenn die Gesellschaft bereits im Handelsregister gelöscht ist
Auslegung des § 73 Abs. 3 GmbHG als ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB ; Haftung des Liquidators einer GmbH
Haftung des Liquidators einer GmbH gegenüber Gläubiger wegen Nichtberücksichtigung einer Verbindlichkeit bei Verteilung des Gesellschaftsvermögens
Liquidator einer GmbH haftet persönlich für unbefriedigt gebliebene Forderung
§ 823 BGB; § 73 GmbHG; § 93, 268 AktG
Direktanspruch gegen Liquidator nach Löschung der GmbH
Schadenersatzanspruch von Gläubigern gegen GmbH-Liquidator
Voraussetzungen des Ersatzanspruchs eines Gläubigers gegen den Liquidator einer GmbH bei unbefriedigt gebliebener Forderung
Kurznachricht zu "Haftung des Liquidators: Nichtberücksichtigung einer Verbindlichkeit der GmbH gegenüber Gläubiger bei Verteilung des Gesellschaftsvermögens" von Notar Dr. Thomas Wachter, original erschienen in: GmbHR 2018, 570 - 575.
Kurznachricht zu "Zum direkten Anspruch des übergangenen Gläubigers gegen den Liquidator der GmbH i.L." von RA/FAHandels&GesR Dr. Malte Passarge, original erschienen in: DB 2018, 1777 - 1781.
AG Waldshut-Tiengen, 27.08.2015 - 7 C 3/14
LG Waldshut-Tiengen, 17.05.2016 - 2 S 51/15
NJW-RR 2018, 738
ZIP 2018, 870
MDR 2018, 752
NZI 2018, 445
BB 2018, 961
DB 2018, 1073
NZG 2018, 625
Eine Analogie setzt voraus, dass das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke aufweist und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht soweit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (BGH…, Urteil vom 3. Februar 2015 - II ZR 105/13, ZIP 2015, 778 Rn. 11;… Beschluss vom 29. September 2015 - II ZB 23/14, BGHZ 207, 114 Rn. 23; Urteil vom 13. März 2018 - II ZR 158/16, ZIP 2018, 870 Rn. 31 z.V.i. BGHZ bestimmt;… Urteil vom 18. September 2018 - II ZR 312/16, ZIP 2018, 2024 Rn. 58 z.V.i. BGHZ bestimmt).
Es reicht deshalb nicht aus, dass der Individualschutz durch Befolgung der Norm als Reflex objektiv erreicht werden kann; er muss vielmehr im Aufgabenbereich der Norm liegen (…vgl. nur Senatsurteile vom 13. März 2018 - VI ZR 143/17, BGHZ 218, 96 Rn. 27;… vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58 Rn. 26; BGH, Urteile vom 13. März 2018 - II ZR 158/16, BGHZ 218, 80 Rn. 14;… vom 27. November 1963 - V ZR 201/61, BGHZ 40, 306, juris Rn. 1; jeweils mwN).
Dabei muss in umfassender Würdigung des gesamten Regelungszusammenhangs, in den die Norm gestellt ist, geprüft werden, ob es in der Tendenz des Gesetzgebers liegen konnte, an die Verletzung des geschützten Interesses die deliktische Einstandspflicht des dagegen Verstoßenden mit allen damit zugunsten des Geschädigten gegebenen Haftungs- und Beweiserleichterungen zu knüpfen (…Senatsurteil vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58 Rn. 26, 29; BGH, Urteil vom 13. März 2018 - II ZR 158/16, BGHZ 218, 80 Rn. 14; jeweils mwN).
OLG Celle, 17.10.2018 - 9 W 80/18
Kein Anspruch auf Löschung aus dem Handelsregister ohne Anmeldung der Auflösung, …
Die Zulassung der Rechtsbeschwerde gründet sich auf die grundsätzliche Bedeutung, die das vorliegende Verfahren dadurch erlangt, dass die Registergerichte allgemein (die Auswirkung solcher "Blitzlöschungen" (Begriff von Wachter, Anm. zu II ZR 158/16 in GmbHR 2018, 570, 577) werden auch deutlich in der Entscheidung BGH II ZR 158/16) und das Deutsche Notarinstitut - anders als der Senat - einen Löschungsanspruch im Sinne der Ausführungen unter II. 3 zunehmend bejahen und damit das Gesetzesrecht in wesentlichen Teilen untergraben.
Das Gesetz muss also, gemessen an seiner eigenen Regelungsabsicht, unvollständig sein (BGH…, Beschluss vom 14. Oktober 2014 - II ZB 20/13, ZIP 2015, 88 Rn. 17; Urteil vom 13. März 2018 - II ZR 158/16, ZIP 2018, 870 Rn. 31, beide mwN).
Die Voraussetzungen einer solchen Analogie - nämlich eine Vergleichbarkeit der Interessenlagen und eine planwidrige Regelungslücke im Gesetz (allg. M., vgl. zuletzt BGH, Urteil vom 13.03.2018 - II ZR 158/16, NJW-RR 2018, 738, juris Rn. 31) - liegen nicht vor.
Das Gesetz muss also, gemessen an seiner eigenen Regelungsabsicht, unvollständig sein (BGH, Urteil vom 13.03.2018 - II ZR 158/16, NJW-RR 2018, 738, juris Rn. 33; vgl. auch schon BGH, Urteil vom 13.11.2001 - X ZR 134/00, BGHZ 149, 165).
Die entsprechende Anwendung einer Vorschrift, die auch als steuerverschärfende Analogie zulässig ist (vgl. BFH…, Urteil vom 14. Februar 2007 . II R 66/05, BFHE 217, 176, juris Rn. 17), setzt eine Gesetzeslücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes und eine vergleichbare Interessenlage voraus (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 2018 - II ZR 158/16 Rn. 31 m.w.N., NJW-RR 2018, 738).
Voraussetzung der entsprechenden Anwendung einer Vorschrift sind eine Gesetzeslücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes und eine vergleichbare Interessenlage (st. Rspr. z.B. BGH, Urteil vom 13. März 2018 - II ZR 158/16, NJW-RR 2018, 738).
Das Gesetz muss also, gemessen an seiner eigenen Regelungsabsicht, unvollständig sein (BGH, Urteil vom 13. März 2018 - II ZR 158/16, NJW-RR 2018, 738).
a) Voraussetzung der entsprechenden Anwendung einer Vorschrift sind eine Gesetzeslücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes und eine vergleichbare Interessenlage (BGH, Urteil vom 13.03.2018 - II ZR 158/16 -, juris Rn. 31).