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Timestamp: 2016-09-27 13:50:16
Document Index: 11757040

Matched Legal Cases: ['Art. 13', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 83', 'Art. 16', 'Art. 34', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 105', 'Art. 99', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 13', 'Art. 24', 'Art. 16', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 1', 'Art. 16', 'Art. 34', 'Art. 18', 'Art. 17', 'Art. 34', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_397/2015 (09.08.2016)
1C_397/2015 � � Urteil vom 9. August 2016
handelnd durch die Sektion Bodensee/Thurgau,
Politische Gemeinde Wuppenau,
handelnd durch den Gemeinderat Wuppenau,
Amt f�r Raumentwicklung des Kantons Thurgau,
Forstamt des Kantons Thurgau,
Beschwerde gegen den Entscheid vom 29. April 2015 des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau.
A.________ ist Inhaber eines Mastgefl�gel- und Milchwirtschaftsbetriebs mit einer Nutzfl�che von 28 ha in Wuppenau im Ortsteil U.________. Auf dem Betrieb werden 37 Milchk�he, 18 Rinder und K�lber sowie ca. 5'900 Mastgefl�gel gehalten. A.________ plant, die Anzahl Mastpoulets auf �ber 15'000 zu erh�hen. Dazu soll auf dem Grundst�ck Nr. xxx ein 62.32 m langer und 24 m breiter Gefl�gelmaststall mit drei ca. 8 m hohen Silos errichtet werden, dessen westlicher Teil in der Landwirtschaftszone und der �stliche Teil in der Landschaftsschutzzone gem�ss Art. 13 des Baureglements vom 25. September 2001 der Gemeinde Wuppenau (BauR) zu liegen k�me. Der bestehende Gefl�gelmaststall soll zu einer Liegehalle f�r Milchk�he und der Rindviehstall zu einem Melkstand umgenutzt werden, wobei an Letzteren ein neuer Laufstall mit Futtertenn und Laufhof angebaut werden soll. Zudem ist ein neuer Mistplatz und eine neue Jauchegrube geplant. Das Grundst�ck befindet sich gem�ss kantonalem Richtplan in einem Gebiet mit Vorrang Landschaft und mit Vernetzungsfunktion. F�r das Projekt reichte A.________ am 18. Dezember 2012 ein Baugesuch ein, wogegen die Stiftung WWF Schweiz fristgerecht Einsprache erhob.
Nachdem das Forstamt des Kantons Thurgau im Bereich der s�d�stlichen Ecke der geplanten Gefl�gelmasthalle die Herabsetzung des Waldabstands auf 10 m bewilligt, das Landwirtschaftsamt das Projekt als "tolerierbar" und das Amt f�r Raumentwicklung des Kantons Thurgau (ARE/TG) das Bauvorhaben als zonenkonform erachtet hatten, erteilte die Gemeinde Wuppenau am 26. September 2013 die Baubewilligung und wies die Einsprache ab.
Den dagegen von der Stiftung WWF Schweiz erhobenen Rekurs wies das Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau (DBU) mit Entscheid vom 17. Dezember 2014 ab. Auch die dagegen erhobene Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau blieb erfolglos.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 17. August 2015 gelangt die Stiftung WWF Schweiz an das Bundesgericht und beantragt, der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 29. April 2015 sei aufzuheben.
Das Verwaltungsgericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das DBU beantragt genauso wie A.________ (Beschwerdegegner) sinngem�ss, die Beschwerde sei abzuweisen. Der Gemeinderat Wuppenau stellt keinen f�rmlichen Antrag, tut aber kund, dass er hinter dem Bauvorhaben stehe. Dasselbe gilt f�r das ARE/TG, das in seiner Stellungnahme vorbringt, dem Bauvorhaben st�nden aus Sicht des Landschaftsschutzes keine �berwiegenden Interessen entgegen. Das Forstamt verzichtet auf eine Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) beantragt, es sei die Notwendigkeit aller Bauten und Anlagen, insbesondere bestehender, sowie die Erf�llung der Voraussetzungen f�r die innere Aufstockung zu pr�fen und eine umfassende Interessenabw�gung hinsichtlich der Standortwahl vorzunehmen. Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) erachtet die Erteilung einer Ausnahmebewilligung f�r die Unterschreitung des Waldabstands als nachvollziehbar. Indes sei das Bauprojekt nicht mit der kommunalen Landschaftsschutzzone vereinbar und die �ffentlichen Interessen des Landschaftsschutzes und der Vernetzungsfunktion seien zu wenig gew�rdigt worden.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid �ber die Bewilligungserteilung f�r einen Gefl�gelmaststall, d.h. eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit (Art. 82 lit. a und Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Dagegen steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen; ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG liegt nicht vor.
1.1.�Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid die Bewilligungserteilung f�r den Gefl�gelmaststall gest�tzt auf Art. 16a Abs. 2 RPG (SR 700) i.V.m. Art. 34 Abs. 1 und 4 RPV (SR 700.1) best�tigt. Diese erging somit in Erf�llung einer Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451), handelt es sich dabei doch um eine bundesrechtlich geregelte Materie, die einen engen Bezug zum Natur- und Landschaftsschutz aufweist (vgl. BGE 139 II 271 E. 3 S. 272 f.; Urteil 1C_17/2015 vom 16. Dezember 2015 E. 1.1). Ausserdem macht die Beschwerdef�hrerin eine Umgehung der raumplanungsrechtlichen Ausnahmebewilligung f�r Bauten ausserhalb von Bauzonen gem�ss Art. 24 RPG geltend, die eine Bundesaufgabe darstellt (vgl. BGE 112 Ib 70 E. 4b S. 74 ff.). Die Stiftung WWF Schweiz ist in der bundesr�tlichen Verordnung �ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen (VBO; SR 814.076) aufgef�hrt (Nr. 3 des Anhangs). Sie ist eine gesamtschweizerische Vereinigung, die sich statutengem�ss f�r die Erhaltung der nat�rlichen Umwelt und ihrer verschiedenen Erscheinungsformen einsetzt (vgl. Ziff. 4 der Stiftungsurkunde). Insoweit ist sie nach Art. 12 Abs. 1 lit. b NHG zur Beschwerde legitimiert.
1.2.�Die Beschwerdef�hrerin beantragt in ihrer Rechtsschrift allein die Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Sie erf�llt damit an sich die Voraussetzung von Art. 42 Abs. 1 BGG nicht, wonach die Eingabe an das Bundesgericht einen Antrag in der Sache enthalten muss. Die Rechtsprechung l�sst es in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten allerdings gen�gen, dass ausdr�cklich nur ein kassatorisches Begehren gestellt wird, wenn sich aus der Begr�ndung ergibt, was mit der Beschwerde angestrebt wird (BGE 137 II 313 E. 1.3 S. 317; 133 II 409 E. 1.4.1 S. 414 f.). Dieser Anforderung gen�gt die Beschwerdebegr�ndung, denn aus ihr geht hervor, dass der Rekursentscheid, die Baubewilligung der Gemeinde und die Verf�gung des ARE/TG aufzuheben und die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG zu verweigern seien. Insofern liegt sinngem�ss ein Sachantrag vor, der es dem Bundesgericht erlauben w�rde, in der Sache selbst zu entscheiden und gegebenenfalls den Bauabschlag zu erteilen, sofern die Sache spruchreif sein sollte (Art. 107 Abs. 2 BGG), ohne damit �ber die Begehren der Parteien hinauszugehen (Art. 107 Abs. 1 BGG).
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zu Grunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Insoweit f�llt der in der Duplik und damit ohnehin versp�tet (Art. 42 Abs. 2 BGG) vorgebrachte Einwand, wonach Gefl�gelmasthallen auch bei einer Gesamtl�nge von nur 30 m wirtschaftlich betrieben werden k�nnten, unter das Novenverbot vor Bundesgericht. Ohne Beachtung bleiben m�ssen auch die in der Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 14. M�rz 2016 beigelegten Unterlagen mit dem Titel "GVE: Jahresbetrieb DZ (Zusammenfassung) ". Das darin angef�hrte Vorbringen zur Redimensionierung der Landschaftsschutzzone und des Gebiets mit Vorrang Landschaft, ist ebenfalls unzul�ssig, da es �ber den Streitgegenstand hinausgeht.
2.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt zun�chst eine willk�rliche Anwendung von � 18 Abs. 1 des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Februar 1981 des Kantons Thurgau (VRG/TG; RB 170.1), weil der Baubewilligungs- und Einspracheentscheid weder die Beh�rdenmitglieder nenne, die daran mitgewirkt h�tten, noch eine Unterschrift auff�hre. Nach dieser Bestimmung muss ein Entscheid die Bezeichnung der entscheidenden Beh�rde und bei Organen der Verwaltungsrechtspflege deren Zusammensetzung (Abs. 1 Ziff. 1) und die erforderlichen Unterschriften (Abs. 1 Ziff. 8) enthalten.
2.2.�Nach der st�ndigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willk�r in der Rechtsanwendung nur vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch einzig auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133 mit Hinweisen).
2.3.�Die Vorinstanz erwog, die Zusammensetzung der Entscheidbeh�rde sei aus �ffentlich zug�nglichen Unterlagen und Informationen ohne Weiteres ersichtlich, so namentlich �ber die Homepage der Gemeinde. W�rden die Beh�rdenmitglieder nicht einzeln genannt, m�sse davon ausgegangen werden, dass s�mtliche Mitglieder am Entscheid mitgewirkt h�tten. Sodann handle es sich bei der Beurteilung von Einsprachen durch die zust�ndige Gemeindebeh�rde nicht um Verwaltungsrechtspflege im Sinne des VRG/TG, weshalb dieses nicht anwendbar sei.
2.4.�Diese Ausf�hrungen lassen keine Willk�r erkennen. Vielmehr kann der anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrerin zugemutet werden, sich �ber die Zusammensetzung der entscheidenden Beh�rde aus einer allgemein zug�nglichen Quelle zu informieren. Entgegen ihrer Auffassung ist der Anspruch auf richtige Zusammensetzung der Verwaltungsbeh�rde nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ein Teilgehalt des rechtlichen Geh�rs nach Art. 29 Abs. 2 BV und umfasst den Anspruch auf Bekanntgabe der mitwirkenden Personen (BGE 136 II 551 nicht publ. E. 2.2; 127 I 128 E. 4c S. 132; Urteil 1C_543/2013 vom 23. Juli 2014 E. 6.2). In diesem Sinne ist auch � 18 Abs. 1 Ziff. 1 VRG/TG zu verstehen; es liegen keine Anhaltspunkte daf�r vor, dass diese Bestimmung �ber den Teilgehalt des rechtlichen Geh�rs hinausgehen wollte. Im vorliegenden Fall wurde der Anspruch gewahrt, da die Zusammensetzung der Entscheidbeh�rde gem�ss der unbestritten gebliebenen Ausf�hrung des Verwaltungsgerichts der Homepage der Gemeinde entnommen werden konnte. Der Baubewilligungsentscheid f�hrt zudem die Unterschrift des Gemeindeammanns und des Gemeindeschreibers auf. Inwiefern dies willk�rlich sein sollte, wird weder rechtsgen�glich dargetan noch ist dies ersichtlich, verlangt � 18 Abs. 1 Ziff. 8 VRG/TG doch bloss, dass der Entscheid die erforderlichen Unterschriften enth�lt, nicht jedoch diejenige aller Mitglieder. Die R�ge erweist sich insoweit als unbegr�ndet.
Der geplante Gefl�gelmaststall steht zu einem Teil in der Landwirtschaftszone und zum anderen in der Landschaftsschutzzone. In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder f�r den produzierenden Gartenbau n�tig sind (Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG). Diese Anforderungen pr�zisiert Art. 34 Abs. 1 RPV. Danach sind insbesondere Bauten zonenkonform, die der bodenabh�ngigen Bewirtschaftung oder der inneren Aufstockung dienen (Abs. 1 erster Halbsatz). Das Bauvorhaben kann nur bewilligt werden, wenn es f�r die in Frage stehende Produktion n�tig ist, ihm am vorgesehenen Standort keine �berwiegenden Interessen entgegenstehen und der Betrieb voraussichtlich l�ngerfristig bestehen kann (Art. 34 Abs. 4 RPV).
Art. 17 RPG z�hlt in Abs. 1 lit. a-d auf, f�r welche Objekte Schutzzonen auszuscheiden oder andere Schutzmassnahmen zu ergreifen sind. Dazu geh�ren namentlich besonders sch�ne sowie naturkundlich oder kulturgeschichtlich wertvolle Landschaften (Abs. 1 lit. b). Als Nutzungsplan gibt die Schutzzone Aufschluss �ber die Art, den Ort und das Mass der zul�ssigen Bodennutzung (vgl. Art. 14 RPG). F�r den in der Landschaftsschutzzone liegenden Teil der geplanten Gefl�gelmasthalle ist streitig, ob das Bauvorhaben nach dem bis 31. Dezember 2012 g�ltigen Planungs- und Baugesetz vom 16. August 1995 des Kantons Thurgau (aPBG/TG; RB 700) oder nach dem am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Planungs- und Baugesetz vom 21. Dezember 2012 (PBG/TG; RB 700) und der dazugeh�rigen Verordnung des Regierungsrats zum Planungs- und Baugesetz vom 18. September 2012 (PBV/TG; RB 700.1) zu beurteilen ist.
3.1.�Nach der �bergangsbestimmung von � 121 PBG/TG sind bei Inkrafttreten des Gesetzes h�ngige Baugesuche nach altem Recht zu beurteilen, wobei sich die H�ngigkeit nach dem Zeitpunkt der Einreichung bestimmt. Die Vorinstanz bemerkte dazu, gem�ss dieser Bestimmung seien grunds�tzlich die Vorschriften des aPBG/TG vom 16. August 1995 anwendbar, da das Baugesuch am 18. Dezember 2012 eingereicht worden war. Mit der letzten Gesetzesrevision sei aber die langj�hrige Praxis des ARE/TG bez�glich der Landschaftsschutzzone mit � 13 PBV/TG auf Verordnungsstufe festgelegt worden. Gem�ss dieser Bestimmung umfassen Landschaftsschutzzonen Gebiete, die der dauernden Erhaltung der wertvollen Landschaftsr�ume in ihrer nat�rlichen Sch�nheit, Vielfalt und Eigenheit dienen (Abs. 1). Landwirtschaftliche Bauten und Anlagen sind erlaubt, sofern der Zonenzweck nicht beeintr�chtigt wird (Abs. 2). Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung ist nicht eingeschr�nkt (Abs. 3).
Da der Beschwerdegegner dasselbe Baugesuch noch einmal einreichen k�nne, ist es nach Ansicht der Vorinstanz sinnwidrig und prozessun�konomisch, � 13 PBV/TG nicht anzuwenden. Dieser m�sse bei der Beurteilung der Zonenkonformit�t des Bauvorhabens mitber�cksichtigt werden, weil er im Vergleich zu Art. 13 BauR, auf den sich die Beschwerdef�hrerin berufe, das neuere Recht darstelle. Nach dieser kommunalen Vorschrift bezweckt die Landschaftsschutzzone die dauernde Erhaltung der ausgeschiedenen Gebiete in ihrer nat�rlichen Sch�nheit und Eigenart (Abs. 1). Es sind nur Bauten und Anlagen zul�ssig, die zur Wartung oder Bewirtschaftung des Gebietes notwendig sind. Die Standorte allf�lliger Bauten und Anlagen sind im Hinblick auf das Landschaftsbild und das Ortsbild (Umgebungsschutz) sorgf�ltig auszuw�hlen (Abs. 2).
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin erblickt darin eine Verletzung des Willk�rverbots, des Legalit�tsprinzips und der Gemeindeautonomie, da sich das Verwaltungsgericht �ber � 121 PBG/TG hinwegsetze und mit � 13 PBV/TG, der keine Grundlage im �bergeordneten Gesetz habe, in eine "Urkompetenz" der Gemeinde eingegriffen werde.
3.3.�Die Argumentation der Vorinstanz orientiert sich an den vom Bundesgericht entwickelten intertemporalrechtlichen Grunds�tzen. Danach ist die Rechtm�ssigkeit von Verwaltungsakten mangels einer anderslautenden �bergangsrechtlichen Regelung grunds�tzlich nach der Rechtslage im Zeitpunkt ihres Ergehens zu beurteilen. Im Laufe des Rechtsmittelverfahrens eingetretene Rechts�nderungen sind nur ausnahmsweise zu ber�cksichtigen, wenn zwingende Gr�nde f�r die sofortige Anwendung des neuen Rechts sprechen, was insbesondere im Bereich des Gew�sser-, Natur-, Heimat- und Umweltschutzrechts angenommen wird (BGE 139 II 243 E. 11.1 S. 259 f.; 135 II 384 E. 2.3 S. 390; je mit Hinweisen). Des Weiteren f�hrte es zu nichts, eine Bewilligung aufzuheben, weil sie dem alten Recht widerspricht, w�hrend sie nach neuem Recht auf Gesuch hin zu erteilen w�re (BGE 127 II 306 E. 7c S. 316; 126 II 522 E. 3b/aa S. 534 f.). Das Bundesgericht hat den Grundsatz der Anwendung des f�r die Privaten g�nstigeren Rechts als Ausdruck allgemeiner intertemporalrechtlicher Erw�gungen angesehen (BGE 127 II 209 E. 2b S. 211).
Indem die Vorinstanz sich im angefochtenen Entscheid an diese in der Rechtsprechung erarbeiteten Grunds�tze anlehnt, �bersieht sie aber, dass diese erst dann greifen, wenn eine anderslautende �bergangsbestimmung fehlt (Urteil 1C_23/2014 vom 24. M�rz 2015 E. 7.4.3, in: ZBl 116/2015 S. 536; TSCHANNEN/ZIMMERLI/M�LLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, S. 201 f.). Im hier zu beurteilenden Fall hat der kantonale Gesetzgeber eine klare Regelung getroffen und sich daf�r entschieden, bei Inkrafttreten des neuen PBG/TG h�ngige Baugesuche nach dem alten PBG/TG vom 16. August 1995 zu beurteilen, wobei sich die H�ngigkeit nach dem Zeitpunkt der Einreichung bestimmt (� 121 PBG/TG). Er ist mithin von den vorgenannten intertemporalrechtlichen Grunds�tzen abgewichen und hat eine spezielle �bergangsbestimmung erlassen, die f�r die rechtsanwendenden Beh�rden verbindlich ist. Zudem ist - wie nachfolgend noch aufzuzeigen ist - das neue Recht f�r den Beschwerdegegner nicht vorteilhafter (vgl. E. 4 hiernach). Insofern gebietet das Legalit�tsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV) die in � 121 PBG/TG vorgesehene �bergangsbestimmung anzuwenden. Da das Bauvorhaben demnach nicht nach � 13 PBV/TG zu beurteilen ist, kann auf die Pr�fung, ob diese Bestimmung die Gemeindeautonomie verletzt, verzichtet werden.
3.4.�Nach � 5 aPBG/TG erl�sst die Gemeinde das Baureglement und den Zonenplan (Abs. 1 Satz 1). Sie scheidet im Zonenplan Bau- und Nichtbaugebiete aus, wobei zu Letzteren u.a. Landschaftsschutzzonen geh�ren (� 13 Ziff. 2 lit. b aPBG/TG). Im Baureglement ist insbesondere der Zonenzweck zu regeln (� 12 Abs. 2 Ziff. 1 aPBG/TG). Die Gemeinde Wuppenau sieht in Art. 13 BauR vor, dass die Landschaftsschutzzone die dauernde Erhaltung der ausgeschiedenen Gebiete in ihrer nat�rlichen Sch�nheit und Eigenart bezweckt (Abs. 1). Es sind nur Bauten und Anlagen zul�ssig, die zur Wartung oder Bewirtschaftung des Gebiets notwendig sind (Abs. 2 Satz 1). Der kantonale Richtplan bestimmt, dass auch im Gebiet mit Vorrang Landschaft und mit Vernetzungsfunktion - wie dem vorliegenden - baurechtlich die gleichen Vorschriften wie im Landwirtschaftsgebiet gelten. Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung dieser Fl�chen ist nicht eingeschr�nkt; die Grundnutzung bleibt Landwirtschaft (vgl. kantonaler Richtplan Ziff. 2.3 und 2.5). Die Vorinstanz wandte diese Vorgaben, die mit der Praxis des ARE/TG �bereinstimmen, auf das vorliegende Bauprojekt an. F�r dessen Beurteilung bleibt jedoch in �bereinstimmung mit dem Grundsatz des planerischen Stufenbaus die Nutzungsordnung massgeblich. Auch wenn die Richtpl�ne als Grundlage f�r die �brigen Planungsmassnahmen der Gemeinde dienen (� 10 Abs. 2 Satz 1 aPBG/TG), bedeutet dies nicht, dass diese die Richtpl�ne bloss vollziehen. Im Nutzungsplanverfahren werden die f�r die Privaten verbindlichen Nutzungsordnungen festgelegt, w�hrend der Richtplan lediglich beh�rdenverbindlich und insbesondere nicht parzellenscharf ist. Ein Bauvorhaben kann somit nicht deshalb bewilligt werden, weil es dem Richtplan, nicht jedoch dem Nutzungsplan entspricht. Dies k�me einer unzul�ssigen Vorwirkung des Richtplans gleich und h�tte im Ergebnis eine �nderung des geltenden Nutzungsplans zur Folge (vgl. Urteil 1A.154/2002 vom 22. Januar 2003 E. 4.1, in: ZBl 105/2004 S. 107).
F�r die Beurteilung der Zonenkonformit�t des in der Landschaftsschutzzone liegenden Teils des Vorhabens ist somit Art. 13 BauR ausschlaggebend. Da das Bauprojekt weder die Wartung noch die Bewirtschaftung dieser Zone bezweckt, sondern der landwirtschaftlichen, bodenunabh�ngigen Gefl�gelproduktion dienen soll, ist seine Zonenkonformit�t zu verneinen. Bei einem nicht zonenkonformen Bauvorhaben stellt sich die Frage, ob es allenfalls wegen seines Ausmasses und seiner Auswirkungen auf die Umwelt nur in einem Planungsverfahren angemessen erfasst werden kann (Art. 2 RPG; BGE 129 II 63 E. 2.1 S. 65 f.; 321 E. 3.1 S. 326). Dies braucht hier jedoch nicht weiter vertieft zu werden, weil es namentlich keiner Umweltvertr�glichkeitspr�fung bedarf (vgl. Art. 1 der Verordnung �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung [UVPV; SR 814.011], Ziff. 80.4 des Anhangs; Ziff. 8.3 der Verordnung �ber landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen [LBV; SR 910.91]). Da das Bauprojekt dem im kommunalen Baureglement festgelegten Zonenzweck zuwiderl�uft und der Beschwerdegegner weder eine Ausnahme von Art. 13 BauR beantragt, noch eine solche erhalten hat, kann das Vorhaben nicht nur hinsichtlich des in der Landschaftsschutzzone liegenden Teils, sondern als Ganzes nicht bewilligt werden. Auch ist vor diesem Hintergrund nicht zu pr�fen, ob eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erh�ltlich w�re, denn das Baureglement sieht hier f�r Bauten in der kommunalen Schutzzone strengere Vorschriften vor als das RPG f�r Bauten ausserhalb von Bauzonen. Eine solche kommunale Regelung ist nach der Rechtsprechung grunds�tzlich zul�ssig (Urteil 1C_80/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 2.4.3). Die Bewilligungserteilung f�r die geplante Gefl�gelmasthalle ist somit zu verweigern.
Obgleich hier bereits feststeht, dass das Bauvorhaben nach dem einschl�gigen Recht nicht bewilligungsf�hig ist, erscheint es aus prozess�konomischen Gr�nden angezeigt, dessen Vereinbarkeit mit dem neuen PBG/TG zu pr�fen, da der Beschwerdegegner das n�mliche Baugesuch jederzeit wieder einreichen k�nnte.
4.1.�Das neue PBG/TG r�umt in � 19 Abs. 1 dem Regierungsrat die Kompetenz ein, einzelne Nutzungszonen und �berlagernde Zonen, deren Zwecke sowie die Grundz�ge der darin zul�ssigen Nutzungen zu definieren. Dies hat er in den �� 5 bis 21 PBV/TG umgesetzt (vgl. Erl�uterungen zum Planungs- und Baugesetz des DBU, Kap. 2 Rahmennutzungsplan, S. 5) und in � 13 PBV/TG die Landschaftsschutzzone geregelt. Den Gemeinden verbleibt nur die Konkretisierung der Vorgaben des Regierungsrats in ihren Rahmennutzungspl�nen und die Festlegung weiterer Nutzungszonen sowie �berlagernder Zonen (� 19 Abs. 3 PBG/TG). Eine zentrale Aufgabe besteht dabei darin, das Bau- vom Nichtbaugebiet zu trennen und das Gemeindegebiet in Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen zu unterteilen (� 17 Abs. 1 PBG/TG).
Nach � 13 PBV/TG sind landwirtschaftliche Bauten und Anlagen erlaubt, sofern der Zonenzweck nicht beeintr�chtigt wird (Abs. 2). Dieser besteht in der dauernden Erhaltung der wertvollen Landschaftsr�ume in ihrer nat�rlichen Sch�nheit, Vielfalt und Eigenart (Abs. 1). Die Vorinstanz erkl�rte diese Bestimmung zwar f�r anwendbar, pr�fte in der Folge aber nicht, ob das geplante landwirtschaftliche Bauvorhaben den Zonenzweck tats�chlich gef�hrdet. Sie begn�gte sich vielmehr mit der generellen Feststellung, die "Vorgaben des Landschaftsschutzes hinsichtlich Standort, Gestaltung und Einpassung" seien erf�llt (vgl. E. 5.4.1 und 5.4.3 des angefochtenen Entscheids). Diese Folgerung erscheint aber als geradezu unhaltbar, da das geplante Bauprojekt in der vorgesehenen Dimension und Wirkung dem in � 13 PBV/TG definierten Zweck der Landschaftsschutzzone zuwiderl�uft. Wenngleich das Vorhaben nahe der bestehenden Betriebsbauten und bloss teilweise in der Landschaftsschutzzone realisiert werden soll, beeintr�chtigt es aufgrund seiner Gr�sse und Erscheinung den gesch�tzten Landschaftsraum im Ortsteil U.________ in seiner nat�rlichen Eigenheit und Gestaltung (vgl. dazu auch die Ausf�hrungen in E. 4.3 hiernach). Zudem ist der von der Vorinstanz angef�hrte Vergleich mit dem rund 59 m langen Schweinestall der B.________ AG auf der Parzelle Nr. yyy unmassgeblich, da sich dieser gem�ss kommunaler Nutzungsplanung im Gegensatz zum vorliegenden Projekt ausschliesslich in der Landwirtschaftszone befindet (vgl. �ffentlich zug�ngliche Karten des Amts f�r Geoinformation des Kantons Thurgau, <geo.tg.ch>, besucht am 20. Juli 2016).
� 13 PBV/TG erkl�rt landwirtschaftliche Bauten und Anlagen sowie die landwirtschaftliche Bewirtschaftung in der Landschaftsschutzzone f�r grunds�tzlich zul�ssig. Es ist daher anzunehmen, dass diese Bestimmung von Landschaftsschutzzonen ausgeht, welche die Landwirtschaftszone �berlagern. Mithin stellt Landwirtschaft die Grundnutzung dar, weshalb prinzipiell landwirtschaftliche Bauten aller Art zonenkonform sind.
Insoweit ist zu pr�fen, ob - wie f�r den in der Landwirtschaftszone liegenden Teil der Gefl�gelmasthalle - die Voraussetzungen von Art. 16a RPG i.V.m. Art. 34 RPV erf�llt sind.
4.2.�Dabei ist zu beachten, dass Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV f�r zonenkonforme Bauten und Anlagen eine Pr�fung allenfalls entgegenstehender Interessen verlangt: Eine Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine �berwiegenden Interessen entgegenstehen. Lenkender Massstab bilden dabei ebenfalls die Ziele und Grunds�tze der Raumplanung (Art. 1 und 3 RPG), wobei die Anliegen des Landschaftsschutzes von besonderer Bedeutung sind (Urteil 1C_5/2015 vom 28. April 2015 E. 3 mit Hinweisen). Wird die Zonenkonformit�t des in der Landwirtschaftszone liegenden Teils trotz der vom ARE ge�usserten Zweifel ob der Bewilligungsf�higkeit der geplanten bodenunabh�ngigen Gefl�gelmasthaltung als innere Aufstockung (Art. 16a Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 34 Abs. 1 und 36 RPV) bejaht, ist insoweit f�r das gesamte Bauprojekt eine umfassende Interessenabw�gung vorzunehmen. Der Richtplaninhalt kann dabei als verbindliches Ergebnis des r�umlichen Abstimmungsprozesses in diese Abw�gung miteinbezogen werden (Urteil 1A.154/2002 vom 22. Januar 2003 E. 4.2, in: ZBl 105/2004 S. 107).
4.3.�Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass der Beschwerdegegner ein beachtliches wirtschaftliches Interesse am Ausbau des Betriebszweigs Gefl�gelmast geltend macht (vgl. E. 5.4.5). Ein solches erscheint aufgrund der dargelegten marktwirtschaftlichen und betrieblichen Verh�ltnisse denn auch nachvollziehbar. Entgegen seiner Auffassung steht die geplante Masthalle aber nicht nur teilweise, sondern vollst�ndig im Gebiet mit Vorrang Landschaft und mit Vernetzungsfunktion gem�ss kantonalem Richtplan. Dieser bestimmt in Ziff. 2.3, dass die Struktur und Eigenart der Gebiete mit Vorrang Landschaft zu erhalten ist. Bei der Erstellung von Bauten und Anlagen ist auf die Landschaft R�cksicht zu nehmen und es gelten erh�hte Anforderungen an den Standort, die Gestaltung und die Einpassung. Die zust�ndige Abteilung Natur und Landschaft des ARE/TG erachtete das Bauprojekt lediglich als "tolerierbar" und wies in ihrer Stellungnahme vom 18. M�rz 2014 darauf hin, dass dies nicht "als Ausdruck der Begeisterung" zu verstehen und die geplante Gefl�gelmasthalle von �ber 60 m L�nge insbesondere im nord�stlichen Bereich wesentlich exponiert sei.
Das Baugrundst�ck geh�rt zum Gebiet "V.________", f�r das besondere Schutzziele ausgewiesen sind (vgl. Objektbeschrieb Gebiet mit Vorrang Landschaft Nr. 121, S. 2). Dazu geh�ren insbesondere die sorgf�ltige landschaftliche und erholungsvertr�gliche Einpassung von Geb�uden, das Freihalten der noch weitgehend unverbauten Gebiete von st�renden Bauten und Anlagen sowie die Verhinderung von Hochbauten und negativ in Erscheinung tretenden Anlagen in besonders exponierten Bereichen. Daraus ergibt sich im Allgemeinen, dass auf eine schonende Einordnung von Geb�uden in die empfindliche Landschaft zu achten und das Gebiet "V.________" in seiner nat�rlichen Eigenart und Erscheinung insbesondere vor grossvolumigen und st�renden Bauten zu sch�tzen ist. Insoweit l�uft die �ber 60 m lange und 24 m breite Gefl�gelmasthalle mit drei rund 8 m hohen Silos genau jenen Schutzzielen zuwider, die das Gebiet erhaltenswert machen. Im Vergleich zu den umliegenden Geb�uden des Landwirtschaftsbetriebs ist die geplante Masthalle volumenm�ssig erheblich gr�sser und wird von diesen bloss unvollst�ndig abgeschirmt. Aufgrund ihrer Dimensionen d�rfte ausserdem die Fernwirkung der Landschaft im Ortsteil U.________ negativ beeinflusst werden, zumal der Hochstamm-Feldobstgarten n�rdlich des Bauvorhabens nicht sehr dicht ist und das Terrain dort gegen Nordosten hin abf�llt. Dem Bauvorhaben ist mithin in der geplanten Ausgestaltung nicht landschaftsvertr�glich.
4.4.�Das Baugrundst�ck liegt zudem gem�ss Vernetzungsprojekt des Kantons Thurgau im Gebiet mit Vernetzungsfunktion "Leuberg-Mettlen". Darin sind u.a. als Ziel- bzw. Leitart die beiden Vogelarten Wendehals und Neunt�ter definiert, die sich im Gebiet wieder ansiedeln bzw. deren Best�nde im Vernetzungskorridor erh�ht werden sollen. Gem�ss Vernetzungsprojekt benutzen Neunt�ter manchmal Hochstamm-Feldobstb�ume. Diese erlauben es auch dem Wendehals, nahe an geeignete Wiesen zu gelangen. Der Wendehals, der gem�ss Angaben des BAFU in der Roten Liste der Brutv�gel der Schweiz als potenziell gef�hrdet gef�hrt wird, zieht sich auf nahe Geh�lze zur�ck, wenn er sich gest�rt f�hlt. �ltere Obstb�ume bieten zudem auch H�hlen, in denen er br�tet (vgl. Objektbeschrieb Nr. 503, S. 2). Das BAFU bemerkt dazu, dass alte Hochstamm-Obstb�ume wie Walds�ume und Ufervegetation als schutzw�rdige Lebensr�ume im Sinne von Art. 18 Abs. 1bis NHG gelten. Im hier zu beurteilenden Fall erstreckt sich n�rdlich der geplanten Gefl�gelmasthalle ein Hochstamm-Feldobstgarten, mithin ein typischer Lebensraum f�r den Wendehals und den Neunt�ter. Aufgrund der eingereichten Planunterlagen ist nicht auszuschliessen, dass die Hochstamm-Feldobstb�ume in der s�dlichsten, dem Betrieb zugewendeten Reihe durch den Bau der Gefl�gelmasthalle direkt betroffen und beeintr�chtigt werden. Damit wird in den schutzw�rdigen Lebensraum der genannten Vogelarten eingegriffen. Der Vernetzungskorridor soll u.a. die Wanderung von Tieren erm�glichen und zur Arterhaltung und Steigerung der Vielfalt beitragen (vgl. kantonaler Richtplan Ziff. 2.5). Diese Funktion wird durch die �ber 60 m lange Masthalle, die sich quer zwischen den Wald und die Gemeindestrasse schiebt, sowie durch die Versiegelung zus�tzlicher Fl�chen stark erschwert. Dass der Vernetzungskorridor durch die bestehenden Betriebsbauten bereits eingeschr�nkt ist, spricht nicht f�r den Bau der geplanten Gefl�gelmasthalle. Vielmehr w�rde sich dadurch die jetzige Situation noch weiter versch�rfen und die Vernetzungsfunktion zus�tzlich beeintr�chtigt. Somit ist mit dem BAFU davon auszugehen, dass die Lebensbedingungen des Wendehalses und Neunt�ters durch die geplante Gefl�gelmasthalle wesentlich verschlechtert werden.
4.5.�Schliesslich weist das geplante Bauvorhaben lediglich einen Abstand von rund 10 m zum Wald auf und unterschreitet damit den nach kantonalem Recht zul�ssigen Waldabstand von mindestens 25 m (� 63 aPBG/TG resp. � 75 Abs. 1 PBG/TG). Gem�ss Art. 17 Abs. 1 WaG sind Bauten und Anlagen in Waldesn�he nur zul�ssig, wenn sie die Erhaltung, Pflege und Nutzung des Waldes nicht beeintr�chtigen. Dieser Bestimmung liegen baupolizeiliche und forstrechtliche �berlegungen zugrunde: Der Waldabstand dient einerseits der Abwehr polizeilicher Gefahren, die vom Wald ausgehen k�nnen (umst�rzende B�ume, Schatten, Feuchtigkeit). Andererseits dient er aber auch der Walderhaltung. Durch einen gen�genden Abstand kann der Wald vor nat�rlicher oder menschlicher Zerst�rung (z.B. durch Feuer) bewahrt werden; des Weiteren erm�glicht der Waldabstand eine zweckm�ssige Bewirtschaftung und Erschliessung des Waldes und tr�gt dem �kologischen Wert des Waldrands Rechnung (Urteile 1C_415/2015 vom 1. Oktober 2015 E. 2.5; 1C_428/2014 vom 22. April 2015 E. 4.1). Unabh�ngig von der Frage, ob die Unterschreitung des Waldabstands bundesrechtskonform ist, besteht mithin an der Beachtung des gesetzlich vorgeschriebenen Waldabstands ein gewichtiges �ffentliches Interesse.
4.6.�Nach einer Gesamtw�rdigung dieser Interessen erweist sich die G�terabw�gung des Verwaltungsgerichts als unzureichend und sie ist im Ergebnis als bundesrechtswidrig zu betrachten. Den erheblichen �ffentlichen Interessen am Erhalt der empfindlichen Landschaft und der schutzw�rdigen Lebensr�ume des Wendehalses und Neunt�ters sowie am Schutz der Waldfunktionen wurden, wie dargelegt, zu wenig Gewicht beigemessen. Demgegen�ber gewichtete die Vorinstanz die wirtschaftlichen Interessen des Beschwerdegegners am Ausbau des Betriebszweigs Gefl�gelmast zu stark. Da die Voraussetzungen nach Art. 34 Abs. 4 RPV kumulativ erf�llt werden m�ssen, kann hier auf eine Pr�fung der �brigen Erfordernisse verzichtet werden. Dasselbe gilt f�r die weiteren von der Beschwerdef�hrerin und den Bundes�mtern vorgebrachten Einw�nde. Nach dem Gesagten w�re eine Bewilligungserteilung f�r die geplante Gefl�gelmasthalle dieser Dimension und an der vorgesehenen Lage somit auch nach neuem Recht zu verweigern.
Die Beschwerde erweist sich daher als begr�ndet und ist gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der angefochtene Entscheid ist insoweit aufzuheben, als er den Baubewilligungs- und Einspracheentscheid des Gemeinderats Wuppenau vom 26. September 2013, inklusive der darin enthaltenen Bewilligungen kantonaler �mter, best�tigte. Die Entscheide der Vorinstanzen des Verwaltungsgerichts sind im Rahmen des Streitgegenstands durch dessen Urteil ersetzt worden (Devolutiveffekt) und gelten als inhaltlich mitangefochten (BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144). Aufgrund der vorstehenden Erw�gungen ist der Bauabschlag f�r die geplante Gefl�gelmasthalle zu erteilen. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass ein �berarbeitetes Projekt gegebenenfalls bewilligt werden k�nnte. Dabei ist - wie dies bereits die kantonalen und kommunalen Beh�rden betonten - dem f�r Bauzonen geltenden Konzentrationsprinzip sinngem�ss Rechnung zu tragen und die Gefl�gelmasthalle nach M�glichkeit mit den bereits bestehenden und geplanten Betriebsbauten am gleichen Standort zusammenzufassen, um eine verstreute Bebauung des Gebiets zu vermeiden (vgl. BGE 141 II 50 E. 2.5 S. 53 f.; Urteil 1C_892/2013 vom 1. April 2015 E. 3.1). Insoweit k�nnte beispielsweise gepr�ft werden, ob das Projekt eines redimensionierten Pouletmaststalls n�rdlich des und parallel zum Geb�ude Nr. zzz weiterverfolgt werden k�nnte.
Da das Verwaltungsgericht �ber die Kosten und Entsch�digungen im kantonalen Verfahren neu zu befinden haben wird, ist die Angelegenheit in diesem Punkt an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Bei diesem Verfahrensausgang obsiegt die Beschwerdef�hrerin. Der private Beschwerdegegner hat die Kosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und der Beschwerdef�hrerin eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der Entscheid vom 29. April 2015 des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau wird aufgehoben. F�r die geplante Gefl�gelmasthalle wird der Bauabschlag erteilt. Die Angelegenheit wird zu neuem Entscheid im Kostenpunkt an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Der private Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Politischen Gemeinde Wuppenau, dem Forstamt, dem Amt f�r Raumentwicklung, dem Departement f�r Bau und Umwelt, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, dem Bundesamt f�r Raumentwicklung und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.