Source: https://www.passionsspiele-oberammergau.de/en/gtc
Timestamp: 2019-06-18 14:50:22
Document Index: 18946814

Matched Legal Cases: ['§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 323', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 334', '§ 305', '§ 334', '§ 305', '§ 305', '§ 648', '§ 648', '§ 334', '§ 305', '§ 125', '§ 126', '§ 286', '§ 323', '§ 323', '§ 323', '§ 651', '§ 323', '§ 334']

GTC - Passion 2020
Here you find the General terms & conditions of the Oberammergau Passion Play 2020.
English translation available on request.
AGBs für den Arrangementverkauf an Endkunden
A. Reise-AGB der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG
Reiseveranstalter und Vertragspartner des Reisevertrags („Reisevertrag“) im Sinne von §§ 651a ff BGB ist die Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, Dorfstr. 3, 82487 Oberammergau, E-Mail: support@oberammergau.de, Fax: +49 8822 949 88 76 (nachstehend „POV“).
Diese „Reise-AGB der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG“ gelten auch für alle zukünftigen Vertragsschlüsse hinsichtlich eines Reisevertrags, auch wenn deren Geltung nicht nochmals gesondert vereinbart wird.
3.1. Der Reiseinteressent kann der POV schriftlich, mündlich, per Telefon, per Post, per E-Mail, über die Website oder per Fax ein Angebot auf Abschluss eines Reisevertrags machen (Angebot).
3.2. Die POV kann, aber muss dieses Angebot nicht annehmen (Annahme).
3.3. Sofern die von der POV zugesandte Reisebestätigung nicht dem Angebot des Reisein-teressenten entspricht oder dem Reiseinteressenten zu spät zugeht, so stellt dies ein neues Angebot seitens der POV dar, welches angenommen werden kann, aber nicht muss. Das Angebot kann insbesondere durch Leistung einer Anzahlung oder durch den Antritt der Reise angenommen werden.
4. Leistungsbeschreibung, Vertragspartner bei Reise für mehrere Personen
4.1. Inhalt des Reisevertrags sind eine oder mehrere Übernachtungen in einer Unterkunft (die Zahl der Übernachtungen und die Kategorie der Unterkunft ergibt sich aus der jeweiligen Buchung), Nutzung der Ortsbusse in Oberammergau am Spieltag sowie ein Passionsessen für diese Person. Das Passionsessen findet während der Pause der Aufführung der Passionsspiele Oberammergau 2020 an einem von der POV nach billigem Ermessen zu bestimmenden Ort statt. Zusätzlicher Leistungsinhalt ist der Eintritt zu den Passionsspielen Oberammergau 2020 am jeweils gebuchten Datum („Ticket“) sowie der Übergabe eines Textbuchs für die Passionsspiele Oberammergau 2020.
4.2. Der Bezug des Hotelzimmers ist am Anreisetag ab 14:00 Uhr möglich. Das Ticket für den Besuch der Passionsspiele erhält der Reisende vor Ort im Hotel. Der Reisende kann und muss das Ticket schon vor 14:00 Uhr im Hotel abholen, da die Aufführung der Passionsspiele schon vor 14:00 Uhr beginnen kann.
4.3. Unabhängig davon ist ein Check-In bis maximal 01:00 Uhr des auf den Anreisetag folgenden Tages möglich.
4.4. Ein Reisevertrag kann auch Leistungen für mehrere Personen umfassen. Sofern ein Reisevertrag geschlossen wird, der Leistungen für mehrere Personen umfasst, wird Vertragspartner der POV ausschließlich die Person, die bei Vertragsschluss als „Vertragspartner“ angegeben wird. Diese handelt im eigenen Namen und ist somit zur Zahlung des gesamten Reisepreises (für alle Personen) verpflichtet.
4.5. Der Vertragspartner der POV ist „Reisender“, die übrigen Personen „Mitreisende“. Der Reisende hat dafür zu sorgen, dass sich die Mitreisenden zugunsten der POV verpflichten, an diese AGB ebenso gebunden zu sein wie der Reisende selbst.
4.6. Das Mindestalter für den Besuch der Passionsspiele ist 6 Jahre.
5. Unverbindliche Sonderwünsche
Sofern im Rahmen der Buchung unverbindliche Sonderwünsche im entsprechen- den Feld aufgeführt sind, so sind diese inhaltlich nicht Teil des Angebots und werden auch nicht Teil des Reisevertrags. Die Sonderwünsche dokumentieren nur den rechtlich nicht verbindlichen Wunsch des Reisenden, den entsprechenden Umstand bei der Vertragserfüllung zu berücksichtigen. Die POV steht nicht für die Erfüllung von Sonderwünschen ein.
6. Vormerkungen von Reiseinteressenten
6.1. Ein Reiseinteressent kann bereits vor Abschluss eines Reisevertrags sein Interesse an einer bestimmten Reise (bestimmtes Datum, bestimmte Kategorie) bekunden („Vormerkung“).
6.2. Sofern ein Reiseinteressent sich für eine Reise vormerken hat lassen, wird die POV ihn über entsprechende Buchungsmöglichkeiten informieren, sobald der Vertrieb hierfür startet.
7. Reisepreis und Fälligkeit
7.1. Eine Anzahlung in Höhe von 25 % des Reisepreises ist fällig nach Vertrags- schluss und nachdem der Reisende einen gültigen Sicherungsschein (§ 651r BGB) erhalten hat und ihm in klarer, verständlicher und hervorgehobener Weise der Name und die Kontaktdaten des Kundengeldabsicherers zur Verfügung gestellt wurden.
7.2. Der restliche Reisepreis ist dann 28 Tage vor Reisebeginn fällig, ohne dass es hierfür einer gesonderten Zahlungsaufforderung bedarf. Reisebeginn ist der Tag der Anreise.
7.3. Kommt der Reisevertrag weniger als 29 Tage vor Reisebeginn zustande, so ist der gesamte Reisepreis fällig nach Vertragsschluss und nach Erhalt eines gültigen Sicherungsscheins (§ 651r BGB) sowie der Zuverfügungstellung des Namens und der Kontaktdaten des Kundengeldabsicherers in klarer, verständlicher und hervorgehobener Weise.
7.4. Vom Reisepreis umfasst ist der Kurbeitrag der Gemeinde Oberammergau.
7.5. Bei Buchung einer Reiseversicherung ist der volle Betrag der Versicherungsprämie sofort fällig.
8. Zahlungsmöglichkeiten, Rücklastschriftgebühren
8.1. Der Reisepreis kann durch die im Einzelfall angebotenen Zahlungsarten be- zahlt werden.
8.2. Sofern der Reisende über einen Gutschein verfügt, kann er erfüllungshalber auch durch die Einlösung des Gutscheins seine Zahlungspflicht (teilweise) erfüllen. Dies setzt voraus, dass der Reisende im Rahmen seiner Buchung als Zahlungsmittel „Gutschein“ auswählt.
8.3. Sofern die Zahlungsart „Lastschrift“ im Einzelfall angeboten und gewählt wurde und die fällige Lastschrift nicht eingezogen werden konnte („Rücklastschrift“), so hat der Reisende der POV die der POV in Rechnung gestellten Rücklastschriftgebühren zu bezahlen.
8.4. Die Pflicht zur Zahlung der Rücklastschriftgebühr besteht nicht, wenn der Reisende die Rücklastschrift nicht zu vertreten hat.
8.5. Dem Reisenden ist der Nachweis gestattet, dass der POV kein oder ein wesentlicher geringerer Schaden entstanden ist als die Höhe der Rücklastschriftgebühr. Bei einem wesentlich geringeren Schaden ist dieser zu bezahlen.
9. Rücktritt durch POV
9.1. Die POV kann vom Reisevertrag zurücktreten, sofern ein Grund zum Rücktritt vorliegt (§§ 323, 324, 651h Abs. 4 S. 1 Nr. 2 BGB). Ein Recht zum Rücktritt liegt dabei insbesondere vor, wenn der Reisende einen fälligen Betrag auch nach Mahnung nicht bezahlt hat.
9.2. Nach Rücktritt durch die POV ist der Reisende verpflichtet, die für den Fall einer Stornierung vereinbarte Pauschale (vgl. Ziffer 10.2) zu bezahlen. Die Ziffern 10.2 bis 10.4 gelten entsprechend.
9.3. Für die Höhe der Pauschale ist der Zeitpunkt des Versands der Rücktrittserklärung an den Reisenden maßgeblich.
9.4. Die Pflicht zur Zahlung der Pauschale besteht nicht, wenn (i) der Reisende den zum Rücktritt berechtigenden Umstand nicht zu vertreten hat oder (ii) nachweist, dass der POV kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist als die Höhe der jeweiligen Pauschale. Bei einem wesentlich geringeren Schaden ist dieser zu bezahlen.
9.5. Eine Pflicht zur Zahlung der Pauschale besteht ebenfalls nicht, wenn die POV nach § 651h Abs. 4 S. 1 Nr. 2 BGB vom Vertrag zurücktritt.
10. Rücktritt durch Reisenden vor Reisebeginn
10.1. Der Reisende kann vom Reisevertrag vor Reisebeginn jederzeit zurücktreten („Stornierung“, § 651h Abs. 1 S. 1 BGB).
10.2. Im Fall eines solchen Rücktritts hat der Reisende statt des vereinbarten Reisepreises folgende Stornopauschalen zu bezahlen:
10.2.1. Bei einer Stornierung bis zum 91. Tag vor Reisebeginn 40 % des Reisepreises.
10.2.2. Bei einer Stornierung in der Zeit vom 90. Tag bis zum 61. Tag vor Reisebeginn 60 % des Reisepreises.
10.2.3. Bei einer Stornierung in der Zeit vom 60. Tag bis zum 31. Tag vor Reisebeginn 80 % des Reisepreises.
10.2.4. Bei einer Stornierung in der Zeit vom 30. Tag bis zum 1. Tag vor Reisebeginn 90 % des Reisepreises.
10.2.5. Bei Nichtantritt der Reise hat der Reisende den vollen Reisepreis (exkl. Kurbeitrag) zu bezahlen.
10.2.6. Bei der vorgenannten Staffelung wurde der ersparte Kurbeitrag berücksichtigt.
10.3. Dem Reisenden ist der Nachweis gestattet, dass der POV überhaupt kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist als die Höhe der vorgenannten Stornopauschalen. Im Fall des Nachweises eines wesentlich niedrigeren Schadens ist dieser zu bezahlen.
10.4. Der POV ist es unbenommen, statt nach den Pauschalen der Ziffer 10.2 die Entschädigung konkret zu berechnen.
10.5. Für die Höhe der Stornopauschale kommt auf den Zeitpunkt des Zugangs der Stornierung bei der POV an.
10.6. Der Reisende hat keine Pflicht zur Zahlung einer Stornopauschale oder einer Entschädigung, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigten. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich, wenn sie nicht der Kontrolle der Partei unterliegen, der sich darauf beruft, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären.
10.7. Bei RIT-Fahrscheinen: bis zum 22. Tag vor Reiseantritt 25%, mindestens jedoch EUR 25,- bis zum 8. Tag vor Reisebeginn 35% des Reisepreises bis zum 3. Tag vor Reisebeginn 50% des Reisepreises ab dem 2. Tag vor Reisebeginn 100% des Reisepreises.
11. Obliegenheit zur Anzeige von Mängeln, Fristsetzung vor Kündigung und Anzeige des Nichterhalts der Reiseunterlagen
11.1. Der Reisende hat der POV einen Reisemangel unverzüglich anzuzeigen.
11.2. Die Kündigung des Reisevertrages nach § 651l Abs. 1 S. 1 BGB ist erst zulässig, wenn die POV eine ihr vom Reisenden bestimmte angemessene Frist hat vertreichen lassen, ohne Abhilfe zu leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe von der POV verweigert wird oder wenn sofortige Abhilfe notwendig ist. Der Bestimmung einer Frist bedarf es weiter nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrags durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt ist.
11.3. Sofern der Reisende bis 14 Tage vor Reisebeginn noch keine Reiseunterlagen erhalten hat, wird er gebeten, dies der POV unverzüglich anzuzeigen.
12. Empfehlung zum Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung
12.1. Der Reisevertrag enthält keine Reiserücktrittsversicherung. Der Reisende hat entsprechende Kosten daher selbst zu tragen, wenn er eine solche Versicherung nicht abschließt.
12.2. Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung ist möglich und wird ausdrücklich empfohlen.
13. Hinweis auf mögliche Pass- und Visumserfordernisse
Der Reisende wird darauf hingewiesen, dass für ihn möglicherweise Pass- und Visumserfordernisse für die Einreise nach Deutschland bestehen. Für den Erhalt der entsprechenden Unterlagen können Fristen bestehen, die der Reisende einhalten muss. Es obliegt dem Reisenden, sich hierüber vor Abschluss des Reisevertrags zu informieren.
14. Umbuchungen
14.1. Hinsichtlich des Eintritts eines Dritten in die Rechte und Pflichten des Reisenden in Bezug auf den Reisevertrag und hinsichtlich des Austauschs eines Mitreisenden gilt § 651e BGB. Beides ist nur bis zu einer angemessenen Zeit vor Reisebeginn möglich, wobei eine Mitteilung nicht später als sieben Tage vor Reisebeginn stets angemessen ist. In beiden Fällen sind die hierdurch entstehenden Mehrkosten zu bezahlen. Es gilt das Widerspruchsrecht nach § 651e Abs. 2 BGB.
14.2. Alle sonstigen Umbuchungen sind nur möglich, wenn das entsprechende Angebot verfügbar ist und die POV der Umbuchung zustimmt.
14.2.1. Bei einer Umbuchung in Form einer Änderung des Datums (bei gleicher Unterkunfts- und Ticketkategorie) fällt für die Umbuchung selbst eine Umbuchungspauschale in Höhe von EUR 30,00 an. Im Übrigen verbleibt es beim vereinbarten Reisepreis.
14.2.2. Bei einer Umbuchung in eine höhere Hotel- und Ticketkategorie fällt für die Umbuchung selbst keine Umbuchungspauschale an. Es ist der jeweilige Reisepreis in der umgebuchten Kategorie zu bezahlen.
14.2.3. Eine Umbuchung in eine niedrigere Hotel- und/oder Ticketkategorie ist nicht möglich. Der Reisende kann vom Reisevertrag entsprechend Ziffer 10 zurücktreten und sodann eine neue Reise buchen.
14.3. Dem Reisenden ist der Nachweis gestattet, dass der POV für die Umbuchung selbst überhaupt keine oder wesentlich niedrigere Kosten entstanden sind als die jeweilige Umbuchungspauschale. Im Fall des Nachweises wesentlich niedrigerer Kosten sind diese zu bezahlen.
14.4. Die Umbuchungspauschale ist sofort fällig. In Bezug auf den Reisepreis gelten die Regelungen wie bei Abschluss eines neuen Vertrags.
15. Vorbehalt einer Reisepreisanpassung im Fall der Änderungen einer öffentlichrechtlichen Steuer, Gebühr oder Abgabe
15.1. Eine Reisepreisanpassung ist unter den folgenden Bedingungen möglich.
15.2. Sofern eine öffentlich-rechtliche Steuer, Gebühr oder Abgabe („Abgabe“) (z.B. Kurbeitrag, Umsatzsteuer), welche aufgrund des Vertrags mit dem Reisenden bezahlt werden muss, nach Vertragsschluss, aber vor Reisebeginn
(1) neu eingeführt wird, so kann der vereinbarte Reisepreis in der Höhe der neu eingeführten Abgabe erhöht werden;
(2) erhöht wird, so kann der vereinbarten Reisepreis in Höhe der Erhöhung der Abgabe erhöht werden;
(3) reduziert wird, so kann der vereinbarte Reisepreis in Höhe der Reduzierung der reduzierten Abgabe reduziert werden;
(4) wegfällt, so kann der vereinbarte Reisepreis in Höhe der weggefallenen Abgabe reduziert werden.
Die Reisepreisanpassung kann nur in dem Umfang erfolgen, in welchem die POV die geänderte Abgabe - bezogen auf den jeweiligen Reisevertrag - tatsächlich mehr oder weniger zahlen muss.
15.3. Der Reisende hat unter den vorgenannten Voraussetzungen Anspruch auf eine entsprechende Senkung des Reisepreises und kann diese verlangen. Sofern der Reisende bereits Zahlungen geleistet hat, die über den gesenkten Reisepreis hinausgehen, so wird in diesem Fall der Mehrbetrag auf Verlangen des Reisenden hin erstattet, wobei die POV von dem Betrag die ihr tatsächlich entstandenen Verwaltungsausgaben abziehen darf.
15.4. Eine einseitige Reisepreiserhöhung durch die POV ist nur bis zu einer Reisepreiserhöhung von maximal 8 % des Reisepreises möglich und setzt voraus, dass die Erklärung über die Reisepreiserhöhung die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und dem Reisenden nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn zugeht.
15.5. Hinsichtlich des Zeitpunkts, des Inhalts und der Form entsprechender Erklärungen und der Möglichkeit, dem Reisenden bei einer Reisepreiserhöhung von mehr als 8 % des Reisepreises (gemäß der Berechnung nach Ziffer 15.2) dem Reisenden ein Angebot zur Preiserhöhung zu machen, gelten die gesetzlichen Vorschriften.
16. Vorbehalt einer Änderung des Vertrags abseits des Reisespreises
16.1. Die POV behält sich vor, nach Vertragsschluss den Inhalt des Vertrags zu ändern, sofern die Änderung nicht den Reisepreis betrifft, unerheblich ist und nicht gegen Treu und Glauben verstößt. Die POV hat den Reisenden auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. E-Mail) klar, verständlich und in hervorgehobener Weise über die Vertragsänderung zu unterrichten; eine solche Unterrichtung ist Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung. Weitere Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung ist, dass die Erklärung über die Vertragsänderung dem Reisenden vor Reisebeginn zugeht. Auf Ziffern 21. und 22. wird hingewiesen.
16.2. Ebenso vorbehalten ist eine erhebliche Änderung des Vertrags gemäß und im Umfang der gesetzlichen Vorschriften (§ 651g BGB).
17. Pflichten des Reisenden und ggf. Mitreisender in Bezug auf das Ticket
17.1. Das Ticket für den Besuch der Passionsspiele erhält der Reisende vor Ort im Hotel. Der Reisende kann und muss das Ticket schon vor 14:00 Uhr im Hotel abholen, da die Aufführung der Passionsspiele schon vor 14:00 Uhr beginnen kann.
17.2. Der Reisende und ggf. Mitreisende sind verpflichtet, ihr Ticket am Einlass vorzuzeigen. Es finden Einlasskontrollen statt.
17.3. Der Reisende und ggf. Mitreisende sind weiter verpflichtet, auf Verlangen am Einlass ihren Personalausweis vorzuzeigen, um überprüfen zu können, ob die auf dem Ticket eingetragene Person dieselbe ist wie der Besitzer des Tickets.
17.4. Der Reisende und ggf. Mitreisende sind verpflichtet, ihr Ticket während der Aufführung jederzeit bei sich zu führen und auf Verlangen vorzuzeigen.
17.5. Der Reisende und ggf. Mitreisende sind verpflichtet, ihr Ticket jederzeit zur Überprüfung zu überlassen, insbesondere, um gefälschte Tickets zu erkennen. Der Reisende und ggf. Mitreisende haben auf Aufforderung hin darzulegen, wie sie in den Besitz des Tickets gelangt sind und auf welcher vertraglichen Grundlage (konkreter Vertragsschluss) sie anwesend sind. Sollte sich herausstellen, dass der Reisende und ggf. Mitreisende mit einem gefälschten Ticket eingelassen wurden, sind sie verpflichtet, auf Anweisung ihren Platz wieder zu verlassen.
17.6. Veränderungen des Tickets (außer solche bezüglich einer Namenseintragung) sind zu unterlassen und führen zur Ungültigkeit des Tickets. Eine solche Veränderung berechtigt dazu, den Einlass zu verweigern. Dies gilt insbesondere dann, wenn der auf dem Ticket aufgedruckte Preis geschwärzt wurde.
17.7. Der Reisende und ggf. Mitreisende haben es zu unterlassen, das Ticket zu verkaufen und/oder zum Verkauf anzubieten. Hiervon unberührt bleibt Ziffer 14.1.
18. Verlust des Tickets
18.1. Für den Fall, dass der Reisende ein Ticket verloren hat, gilt Folgendes:
18.2. Der Reisende kann sich an die POV wenden, welche die Angelegenheit prüfen wird.
18.3. Der Reisende hat in diesem Rahmen das zur Verfügung gestellte Formular wahrheitsgemäß auszufüllen, sich mit der ggf. anfallenden Bearbeitungsgebühr einverstanden zu erklären und Belege über den Vertragsschluss sowie eine Personalausweiskopie beizufügen. Die Angelegenheit wird sodann geprüft; es wird nach billigem Ermessen entschieden, ob dem Kunden ersatzweise ein neues Ticket ausgestellt wird. Hierbei wird insbesondere berücksichtigt, ob dies in zeitlicher Hinsicht noch möglich ist. Im Fall der Ausstellung eines neuen Tickets verliert das verlorengegangene Ticket seine Gültigkeit.
19. Pflichten des Reisenden und ggf. Mitreisender in Bezug auf den Besuch der Passionsspiele Oberammergau
19.1. Der Reisende und ggf. Mitreisende sind verpflichtet, beim Besuch der Passionsspiele Oberammergau angemessene Kleidung zu tragen und eine angemessene Verhaltensweise an den Tag zu legen, um dem Charakter der Passionsspiele Oberammergau gerecht zu werden. Insbesondere wird der Reisende und ggf. Mitreisende keine anderen Besucher der Passionsspiele Oberammergau stören.
19.2. Der Reisende und ggf. Mitreisende haben es zu unterlassen Ton-, Bild- und/ oder Videoaufnahmen von den Passionsspielen Oberammergau anzufertigen.
19.3. Dem Reisenden und ggf. Mitreisenden ist bekannt, dass bei den Passions- spielen Oberammergau Ton-, Bild- und/oder Videoaufnahmen gemacht werden, welche die Besucher, also auch den Reisenden und ggf. Mitreisende, einschließen können und welche kommerziell unbeschränkt in einer üblichen Art und Weise verwertet werden, ohne dass den Besuchern, also auch dem Reisenden und ggf. Mitreisenden, ein Vergütungsanspruch zusteht.
19.4. Der Reisende und ggf. Mitreisende haben es zu unterlassen, Tiere zu den Passionsspielen mitzunehmen. Insbesondere ist die Mitnahme von Hunden zu unterlassen; dies gilt auch für Blindenhunde, da aufgrund der Räumlichkeiten generell keine Hunde möglich sind.
19.5. Der Reisende und ggf. Mitreisende haben es zu unterlassen eine oder mehrere der folgenden Gegenstände mitzunehmen oder mitzuführen: Speisen, Getränke, Taschen welche das DIN A4-Format überschreiten, pyrotechnisches Material, Waffen, Feuerwerkskörper, oder andere gefährliche Gegenstände.
19.6. Im Rahmen der Einlasskontrollen finden ggf. Taschen und Körperkontrollen statt. Diese sind in angemessenem Umfang zu dulden.
19.7. Der Reisende und ggf. Mitreisende haben das Rauchen im Gebäude zu unterlassen.
19.8. Der Reisende und ggf. Mitreisende haben während der Vorstellungen etwaige Geräte (z.B. Handy, Smartphone) so einzurichten, dass diese weder durch Ton-, Vibrations- oder Lichtsignale die Aufführung stören.
20. Einlass
20.1. Der Einlass zu den Passionsspielen findet eine Stunde vor Aufführungsbeginn statt. Der Reisende und ggf. Mitreisende müssen sich pünktlich zum Aufführungsbeginn auf ihrem Sitzplatz eingefunden haben.
20.2. Nach Veranstaltungsbeginn ist ein Zutritt zur Veranstaltung nur möglich, sofern und soweit dies die Aufführung nicht stört und soweit der Einlass noch geöffnet ist. Dies wird nach billigem Ermessen geprüft.
21. Vorbehalt der Änderung des Vorstellungsbeginns
21.1. Die Passionsspiele werden grundsätzlich am vereinbarten Tag zur angekündigten Uhrzeit durchgeführt.
21.2. Die Passionsspiele können am vereinbarten Tag zu einer anderen Uhrzeit durchgeführt werden, wenn hierfür ein bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer, wichtiger Grund vorliegt und die andere Uhrzeit für den Reisenden zumutbar ist. Ein wichtiger Grund für die Verschiebung des Beginns auf eine andere Uhrzeit sind insbesondere behördliche Anordnungen und höhere Gewalt. Unzumutbar ist ein Vorstellungsbeginn vor 12:00 Uhr und nach 19:00 Uhr.
21.3. Die POV wird den Reisenden auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. E-Mail) klar, verständlich und in hervorgehobener Weise über die Vertragsänderung unterrichten; eine solche Unterrichtung ist Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung. Weitere Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung ist, dass die Erklärung über die Vertragsänderung dem Reisenden vor Reisebeginn zugeht.
21.4. Dem Reisenden obliegt es, sich 48 Stunden vor dem angekündigten Veranstaltungsbeginn per Telefon +49 (0) 8822 83 59 330 oder auf der Website www.passionsspiele-oberammergau.de über etwaige Änderungen zu informieren.
22. Vorbehalt der Änderung des Sitzplatzes
22.1. Der Reisende kann bei der Aufführung der Passionsspiele grundsätzlich den vereinbarten Sitzplatz einnehmen.
22.2. Die POV ist berechtigt, dem Reisenden einen anderen Sitzplatz zuzuweisen, wenn hierfür ein bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer, wichtiger Grund vorliegt und der neu zugewiesene Sitzplatz für den Reisenden zumutbar ist. Ein wichtiger Grund für die Zuweisung eines anderen Sitzplatzes ist es, wenn der vertraglich vereinbarte Sitzplatz nicht mehr verfügbar ist, z.B. aufgrund behördlicher Anordnungen oder Beschädigung. Der neu zugewiesene Sitzplatz ist für den Reisenden nur zumutbar, wenn er sich in-nerhalb derselben Kategorie befindet.
22.3. Die POV wird den Reisenden auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. E-Mail) klar, verständlich und in hervorgehobener Weise über die Vertragsänderung unterrichten; eine solche Unterrichtung ist Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung. Weitere Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung ist, dass die Erklärung über die Vertragsänderung dem Reisenden vor Reisebeginn zugeht.
22.4. Sollte ein wichtiger Grund vorliegen, aber kein Sitzplatz mehr in derselben Kategorie verfügbar sein, so wird dem Reisenden, soweit verfügbar, ein Sitzplatz in einer niedrigeren Kategorie zugewiesen. In diesem Fall bestehen die gesetzlichen Ansprüche im Fall eines Reisemangels.
23. Personalisierung, Abtretung von Ansprüchen
23.1. Die Reiseleistungen sind personalisiert. Insbesondere das Ticket ist personalisiert und gilt nur für den Reisenden und ggf. Mitreisende.
23.2. Der Reisende kann seinen Erfüllungsanspruch nicht abtreten; gleiches gilt für Mitreisende, sofern ein Reisevertrag mehrere Personen umfasst.
23.3. Auch sonstige Ansprüche aus dem Reisevertrag, insbesondere solche auf Schadensersatz, können nicht abgetreten werden.
23.4. Eine Abtretung von Ansprüchen ist möglich, wenn die POV im Einzelfall die vorherige ausdrückliche Zustimmung erteilt. Die POV wird dabei nach billigem Ermessen handeln und die Zustimmung nur bei Vorliegen sachlicher Gründe verweigern. Einer Abtretung von Ansprüchen unter Familienmitgliedern und Mitreisenden (desselben Reisevertrags) untereinander wird bereits jetzt zugestimmt.
23.5. Die Regelung Ziffer 14.1 bleibt hiervon unberührt.
24. Haftungsbeschränkung
Die vertragliche Haftung der POV für Schäden, die nicht aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit resultieren, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit der Schaden nicht schuldhaft herbeigeführt wurde.
25. Datenschutz, Widerspruchsmöglichkeit bezüglich E-Mail-Werbung
25.1. Die angegebenen Daten werden sowohl von der POV als auch von der Gemeinde Oberammergau erhoben, gespeichert, verarbeitet und verwendet, um den Vertrag durchzuführen. Die Durchführung des Vertrags erfasst auch die Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Verwendung der Daten im Rahmen eines Sicherheitskonzepts für die Passionsspiele Oberammergau 2020 sowohl durch die POV als auch durch die Gemeinde Oberammergau. Das Sicherheitskonzept kann es z.B. mit einschließen, dass an eine angegebene Handynummer ein bestimmter Sammelpunkt mitgeteilt oder vor dem Aufenthalt in einem bestimmten Bereich gewarnt wird.
25.2. Die E-Mail-Adresse des Reisenden wird zur Direktwerbung für ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet, sofern er dem nicht widersprochen hat. Der Reisende kann der Verwendung der E-Mail-Adresse zum Zweck der Zusendung von Direktwerbung jederzeit widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
Der Widerspruch kann insbesondere wie folgt erklärt werden.
Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG,
Dorfstr. 3, 82487 Oberammergau
Per E-Mail an: support@oberammergau.de
Per Fax an: +49 8822 949 88 76
Per Telefon unter der Nr.: +49 (0) 8822 83 59 330
26. Kein Widerrufsrecht
Es besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
27. Bereitstellung von Informationen in digitaler Form
Der Reisende ist damit einverstanden, dass ihm Informationen in digitaler Form, insbesondere per E-Mail als PDF-Datei, zur Verfügung gestellt werden, sofern der Reisende eine E-Mail-Adresse angegeben hat.
28. Maßgeblichkeit der deutschen Fassung
Die englische Fassung der AGB dient rein informatorischen Zwecken. Für die Verträge alleine maßgeblich ist die deutsche Fassung der AGB.
Sollte eine Bestimmung ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein, werden die Wirksamkeit und Durchführbarkeit aller übrigen Bestimmungen davon nicht berührt.
30. Zusätzlicher Vertrag bezüglich des Tickets nebst Textbuch auch mit der Gemeinde Oberammergau
30.1. Der Eintritt zu den Passionsspielen Oberammergau (Ticket) nebst Textbuch ist Teil der von der POV geschuldeten Reiseleistung.
30.2. Zusätzlich kommt hinsichtlich des Tickets nebst Textbuch auch noch ein Vertrag mit der Gemeinde Oberammergau (Eigenbetrieb Oberammergau Kultur), Ludwig-Thoma-Straße 10, 82487 Oberammergau („Gemeinde Oberammergau“) zustande; hinsichtlich des Tickets nebst Textbuch handelt die POV also auch im Namen und auf Rechnung der Gemeinde Oberammergau.
30.3. Die Abwicklung des Vertrags mit der Gemeinde Oberammergau erfolgt vollständig innerhalb des Reisevertrages mit der POV, die insoweit auch im Namen der Gemeinde Oberammergau handelt. Das der Gemeinde Oberammergau geschuldete Entgelt für das Ticket nebst Textbuch sowie der Kurbeitrag werden gesondert ausgewiesen. Mit der Zahlung des Reisepreises wird gleichzeitig auch das Entgelt für das Ticket nebst Textbuch sowie der Kurbeitrag gegenüber der Gemeinde Oberammergau beglichen und abgegolten. Indem dem Reisenden der Eintritt zu den Passionsspielen Oberammergau 2020 ermöglicht und das Textbuch übergeben wird, so geschieht dies zur Erfüllung beider Verträge.
30.4. Der Reisevertrag mit der POV und der Vertrag über das Ticket nebst Textbuch mit der Gemeinde Oberammergau stehen und fallen miteinander. Der Vertrag mit der Gemeinde Oberammergau folgt dem Vertrag mit der POV (z.B. bei Umbuchungen, Stornierung und Rücktritt); beide sind untrennbar miteinander verbunden.
30.5. Hinsichtlich des Vertrags mit der Gemeinde Oberammergau bezüglich des Tickets nebst Textbuch gelten die nachfolgend unter B. zur Verfügung gestellten „Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau bei Reisevertrag“. Die „Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau bei Reisevertrag“ lassen die vorstehenden Regelungen jedoch unberührt; die vorstehenden Regelungen gehen insoweit vor.
31. Schlussklausel (Anwendbares Recht, Streitbeilegung)
31.1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, wobei die Anwendung der Verweisungsnormen des deutschen Rechts ausgeschlossen wird. Diese Rechtswahl lässt die zwingenden verbraucherschützenden Rechtsvorschriften des Wohnsitzstaats des Verbrauchers unberührt.
31.2. Sofern und soweit in den AGB keine vom anwendbaren Recht abweichende Regelung vereinbart wurde, gilt das Gesetz.
31.3. § 334 BGB wird nicht ausgeschlossen.
31.4. § 305b BGB bleibt unberührt.
31.5. Die POV ist nicht bereit oder verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
31.6. Die POV weist auf die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung hin: www.ec.europa.eu/consumers/odr
B. Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau bei Reisevertrag
1.1. Vertragspartner bezüglich des Vertrags über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau („Ticketvertrag“) ist die Gemeinde Oberammergau (Eigenbetrieb Oberammergau Kultur), Ludwig-Thoma-Straße 10, 82487 Oberammergau („Gemeinde Oberammergau“).
1.2. Der Vertragspartner der Gemeinde Oberammergau wird Kunde („Kunde“) genannt.
1.3. Die POV ist bevollmächtigt, im Namen der Gemeinde Oberammergau im Rahmen des Abschlusses, der Abwicklung und eines etwaigen Rücktritts vom Ticketvertrag alle notwendigen Erklärungen entgegenzunehmen und abzugeben, insbesondere auch Mahnungen und Rücktritte auszusprechen.
Diese „Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau bei Reisevertrag“ gelten auch für alle zukünftigen Verträge über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau, wenn der Ticketvertrag zusammen mit einem Reisevertrag mit der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG geschlossen wird. Dies gilt auch, wenn deren Geltung nicht nochmals gesondert vereinbart wird.
3.1. Die im Rahmen des Vertrags von der Gemeinde Oberammergau geschuldete Leistung ist es, dem Kunden den Besuch der Passionsspiele Oberammergau 2020 („Passionsspiele“) an dem vereinbarten Tag und in der vereinbarten Kategorie zu gestatten.
3.2. Das Ticket selbst verkörpert kein Recht und keinen Anspruch. Die Rechte und Pflichten bestehen nur gemäß dem zwischen der Gemeinde Oberammergau und dem Kunden abgeschlossenem Vertrag.
3.3. Der Kunde hat auf dem Ticket nach Erhalt seinen Namen einzutragen.
3.4. Die Gemeinde Oberammergau ist jedoch berechtigt, den Vertrag mit dem Kunden dadurch zu erfüllen, dass die Gemeinde Oberammergau dem Besitzer des Tickets gegenüber die geschuldete Leistung erbringt, unabhängig davon, ob dieser auch der Vertragspartner/Kunde der Gemeinde Oberammergau ist.
3.5. Der Kunde erhält außerdem ein Textbuch.
3.6. Nach ca. 2,5 Stunden Aufführung findet eine große Pause statt. Sofern die Aufführung vor der großen Pause abgebrochen wird, erhält der Kunde auf sein Verlangen hin sein Entgelt zurück. Sofern die Aufführung mindestens bis zur großen Pause durchgeführt wurde und danach nicht mehr fortgeführt werden kann, ohne dass dies die Gemeinde Oberammergau zu vertreten hätte, hat der Kunde keine Ansprüche, insbesondere keinen Anspruch auf Rückerstattung des Entgelts.
Hinsichtlich der Bezahlung gilt Ziffer 30.3 der obenstehenden Reise-AGB der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG.
5.1. Der Einlass findet eine Stunde vor Aufführungsbeginn statt. Der Kunde muss sich pünktlich zum Aufführungsbeginn auf seinem Sitzplatz eingefunden haben.
5.2. Nach Veranstaltungsbeginn ist ein Zutritt zur Veranstaltung nur möglich, sofern und soweit dies die Aufführung nicht stört und soweit der Einlass noch geöffnet ist. Die Gemeinde Oberammergau wird das nach billigem Ermessen prüfen.
6. Vorbehalt der Änderung des Vorstellungsbeginns
6.1. Die Gemeinde Oberammergau wird die Passionsspiele grundsätzlich am vereinbarten Tag zur angekündigten Uhrzeit durchführen.
6.2. Die Gemeinde Oberammergau ist berechtigt, die Passionsspiele am vereinbarten Tag zu einer anderen Uhrzeit durchzuführen, wenn hierfür ein bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer, wichtiger Grund vorliegt und die andere Uhrzeit für den Kunden zumutbar ist. Ein wichtiger Grund für die Verschiebung des Beginns auf eine andere Uhrzeit sind insbesondere behördliche Anordnungen und höhere Gewalt. Unzumutbar ist dem Kunden ein Vorstellungsbeginn vor 12:00 Uhr und nach 19:00 Uhr.
6.3. Die Gemeinde Oberammergau wird den Kunden auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. E-Mail) klar, verständlich und in hervorgehobener Weise über die Vertragsänderung unterrichten; eine solche Unterrichtung ist Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung. Weitere Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung ist, dass die Erklärung über die Vertragsänderung dem Kunden vor Veranstaltungsbeginn zugeht.
6.4. Dem Kunden obliegt es, sich 48 Stunden vor dem angekündigten Veranstaltungsbeginn per Telefon +49 8822 83 59 330 oder auf der Website www.passionsspiele-oberammergau.de über etwaige Änderungen zu informieren.
7. Vorbehalt der Änderung des Sitzplatzes
7.1. Der Kunde kann bei der Aufführung der Passionsspiele grundsätzlich den vereinbarten Sitzplatz einnehmen.
7.2. Die Gemeinde Oberammergau ist berechtigt, dem Kunden einen anderen Sitzplatz zuzuweisen, wenn hierfür ein bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer, wichtiger Grund vorliegt und der neu zugewiesene Sitzplatz für den Kunden zumutbar ist. Ein wichtiger Grund für die Zuweisung eines anderen Sitzplatzes ist es, wenn der vertraglich vereinbarte Sitzplatz nicht mehr verfügbar ist, z.B. aufgrund behördlicher Anordnungen oder Beschädigung. Der neu zugewiesene Sitzplatz ist für den Kunden nur zumutbar, wenn er sich innerhalb derselben Kategorie befindet.
7.3. Die Gemeinde Oberammergau wird den Kunden auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. E-Mail) klar, verständlich und in hervorgehobener Weise über die Vertragsänderung unterrichten; eine solche Unterrichtung ist Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung. Weitere Voraussetzung für eine wirksame Vertragsänderung ist, dass die Erklärung über die Vertragsänderung dem Kunden vor Veranstaltungsbeginn zugeht.
7.4. Sollte ein wichtiger Grund vorliegen, aber kein Sitzplatz mehr in derselben Kategorie verfügbar sein, so wird dem Kunden, soweit verfügbar, ein Sitzplatz in einer niedrigeren Kategorie zugewiesen. Der Kunde kann in diesem Fall verlangen, dass ihm die Differenz des gezahlten Entgelts zum Entgelt für ein Ticket in der niedrigeren Kategorie erstattet wird.
8. Pflichten des Kunden in Bezug auf das Ticket
8.1. Der Kunde ist verpflichtet, unmittelbar nach Erhalt des Tickets seinen Namen einzutragen.
8.2. Der Kunde ist verpflichtet, sein Ticket am Einlass vorzuzeigen. Es finden Einlasskontrollen statt.
8.3. Der Kunde ist weiter verpflichtet, auf Verlangen am Einlass seinen Personalausweis vorzuzeigen, um überprüfen zu können, ob die auf dem Ticket eingetragene Person dieselbe ist wie der Besitzer des Tickets.
8.4. Der Kunde ist weiter verpflichtet, sein Ticket während der Aufführung jederzeit bei sich zu führen und auf Verlangen vorzuzeigen.
8.5. Der Kunde ist verpflichtet, sein Ticket jederzeit zur Überprüfung zu überlassen, insbesondere, um gefälschte Tickets zu erkennen. Der Kunde hat auf Aufforderung hin darzulegen, wie er in den Besitz des Tickets gelangt ist und auf welcher vertraglichen Grundlage (konkreter Vertragsschluss) er anwesend ist. Sollte sich herausstellen, dass der Kunde mit einem gefälschten Ticket eingelassen wurde, ist er verpflichtet, auf Anweisung seinen Platz wieder zu verlassen.
8.6. Veränderungen des Tickets (außer solche bezüglich einer Namenseintragung) sind zu unterlassen und führen zur Ungültigkeit des Tickets. Eine solche Veränderung berechtigt dazu, den Einlass zu verweigern. Dies gilt insbesondere dann, wenn der auf dem Ticket aufgedruckte Preis geschwärzt wurde.
9. Pflichten des Kunden im Rahmen des Besuchs der Passionsspiele
9.1. Der Kunde ist verpflichtet, beim Besuch der Passionsspiele angemessene Kleidung zu tragen und eine angemessene Verhaltensweise an den Tag zu legen, um dem Charakter der Passionsspiele gerecht zu werden.
9.2. Der Kunde hat es zu unterlassen Ton-, Bild- und/oder Videoaufnahmen von den Passionsspielen anzufertigen.
9.3. Dem Kunden ist bekannt, dass bei den Passionsspielen Ton-, Bild- und/oder Videoaufnahmen gemacht werden, welche die Besucher, also auch den Kunden, einschließen können und welche kommerziell unbeschränkt in einer üblichen Art und Weise verwertet werden, ohne dass den Besuchern, also auch dem Kunden, ein Vergütungsanspruch zusteht.
9.4. Der Kunde hat es zu unterlassen, Tiere zu den Passionsspielen mitzunehmen. Insbesondere ist die Mitnahme von Hunden zu unterlassen; dies gilt auch für Blindenhunde, da aufgrund der Räumlichkeiten generell keine Hunde möglich sind.
9.5. Der Kunde hat es zu unterlassen einen oder mehrere der folgenden Gegenstände mitzunehmen oder mitzuführen: Speisen, Getränke, Taschen welche das DIN A4-Format überschreiten, pyrotechnisches Material, Waffen, Feuerwerkskör- per, oder andere gefährliche Gegenstände.
9.6. Im Rahmen der Einlasskontrollen finden ggf. Taschen- und Körperkontrollen statt. Diese sind in angemessenem Umfang zu dulden.
9.7. Der Kunde hat das Rauchen im Gebäude zu unterlassen.
9.8. Der Kunde hat während der Vorstellungen etwaige Geräte (z.B. Handy, Smartphone) so einzurichten, dass diese weder durch Ton-, Vibrations- oder Lichtsignale die Aufführung stören.
10. Folge von Pflichtverletzungen des Kunden
Die Gemeinde Oberammergau ist berechtigt, bei einer Pflichtverletzung des Kunden nach vorheriger Abmahnung, bei Vorliegen eines wichtigen Grunds auch ohne vorherige Abmahnung, ihr Hausrecht auszuüben und den Kunden vom Veranstaltungsort zu entfernen.
11. Erwerb von mehreren Tickets
11.1. Sofern ein Vertrag mehrere Tickets umfasst, kommt gleichwohl ausschließlich ein Vertrag zwischen dem Kunden und der Gemeinde Oberammergau zustande.
11.2. In einem solchen Fall wird die Gemeinde Oberammergau den Vertrag mit dem Kunden dadurch erfüllen, dass sie denjenigen Personen, welchen der Kunde die übrigen von ihm erworbenen Tickets übergeben hat, ebenfalls bei Vorlage des Tickets den Einlass zu den Passionsspielen am vereinbarten Tag in der vereinbarten Kategorie gewährt.
11.3. Der Kunde hat dafür zu sorgen, dass sich die übrigen Personen zugunsten der Gemeinde Oberammergau verpflichten, an diese AGB in gleicher Weise gebunden zu sein wie der Kunde selbst.
11.4. Der Kunde hat nach Erhalt der Tickets das jeweilige Namensfeld auszufüllen und den Namen der jeweiligen weiteren Person(en) einzutragen.
11.5. Weiter setzt die Pflicht zur Einlassgewährung voraus, dass auf Aufforderung hin der Ticketbesitzer am Einlass ausdrücklich erklärt und ggf. in Textform bestätigt, wie er in den Besitz des Tickets gelangt ist und ob und welche Gegenleistung er hierfür erbracht hat.
11.6. Das Mindestalter für den Besuch der Passionsspiele ist 6 Jahre. Der Kunde kann daher ein Ticket nur an eine Person mit einem Alter von jedenfalls 6 Jahren übergeben.
12.1. Die Haftung der Gemeinde Oberammergau ist ausgeschlossen, außer es liegt ein Fall von grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz vor.
12.2. Eine Haftung der Gemeinde Oberammergau ist auch dann nicht ausgeschlossen, wenn es sich um die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten handelt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf. Eine wesentliche
Vertragspflicht ist z.B., dass die Passionsspiele Oberammergau 2020 stattfinden und aufgeführt werden.
12.3. Im Falle der leicht fahrlässigen Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten ist die Haftung der Gemeinde Oberammergau auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden beschränkt.
12.4. Eine Haftung der Gemeinde Oberammergau ist auch dann nicht ausgeschlossen, wenn es um eine Haftung aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit geht.
13.1. Die angegebenen Daten werden erhoben, gespeichert, verarbeitet und verwendet, um den Vertrag durchzuführen. Die Durchführung des Vertrags erfasst auch die Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Verwendung der Daten im Rahmen eines Sicherheitskonzepts für die Passionsspiele Oberammergau 2020. Das Sicherheitskonzept kann es z.B. mit einschließen, dass an eine angegebene Handynummer ein bestimmter Sammelpunkt mitgeteilt oder vor dem Aufenthalt in einem bestimmten Bereich gewarnt wird.
13.2. Die E-Mail-Adresse des Kunden wird zur Direktwerbung für ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet, sofern er dem nicht widersprochen hat. Der Kunde kann der Verwendung der E-Mail-Adresse zum Zweck der Zusendung von Direktwerbung jederzeit widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Über- mittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
Per Post an: Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG,
14. Kein Widerrufsrecht
Bezüglich des Ticketvertrags besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
15. Bereitstellung von Informationen in digitaler Form
Der Kunde ist damit einverstanden, dass ihm Informationen in digitaler Form, insbesondere per E-Mail als PDF-Datei, zur Verfügung gestellt werden, sofern der Kunde eine E-Mail-Adresse angegeben hat.
16. Maßgeblichkeit der deutschen Fassung
Sollte eine Bestimmung ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein, werden die Wirksamkeit und Durchsetzbarkeit aller übrigen Bestimmungen davon nicht berührt.
18. Schlussklausel (anwendbares Recht, Streitbeilegung)
18.1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, wobei auch die Anwendung der Verweisungsnormen des deutschen Rechts ausgeschlossen wird. Diese Rechtswahl lässt die zwingenden verbraucherschützenden Rechts- vorschriften des Wohnsitzstaats des Verbrauchers unberührt.
18.2. Sofern und soweit in den AGB keine vom anwendbaren Recht abweichende Regelung vereinbart wurde, gilt das Gesetz.
18.3. § 334 BGB wird nicht ausgeschlossen.
18.4. § 305b BGB bleibt unberührt.
18.5. Die Gemeinde Oberammergau ist nicht bereit oder verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
18.6. Die Gemeinde Oberammergau weist auf die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung hin: www.ec.europa.eu/consumers/odr
AGBs für den Einzelkartenverkauf an Endkunden
A. Ticket-Vermittlungs-AGB der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG
1.1. Vertragspartner bezüglich der Vermittlung des Vertrags über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau („Vermittlungsvertrag“) ist die Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, Dorfstr. 3, 82487 Oberammergau, E-Mail: support@oberammergau.de, Fax: +49 8822 949 88 76 (nachstehend „POV“).
1.2. Der Vertragspartner der POV wird Kunde („Kunde“) genannt.
Diese „Ticket-Vermittlungs-AGB der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG“ gelten auch für alle zukünftigen Verträge über die Vermittlung eines Vertrags über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau, auch wenn deren Geltung nicht nochmals gesondert vereinbart wird.
3. Leistungsbeschreibung; Vermittlung eines Vertrags über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau 2020
3.1. Die POV vermittelt dem Kunden einen Vertrag mit der Gemeinde Oberammergau (Eigenbetrieb Kultur, Ludwig-Thoma-Straße 10, 82487 Oberammergau) über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau 2020 (der Vertrag mit der Gemeinde Oberammergau wird nachfolgend „Ticketvertrag“ genannt). Die POV handelt bezüglich des Ticketvertrags im Namen der Gemeinde Oberammergau.
3.2. Die POV ist selbst nicht Veranstalter der Passionsspiele Oberammergau 2020 und nicht Vertragspartner hinsichtlich des Ticketvertrags; dies ist die Gemeinde Oberammergau.
3.3. Hinsichtlich des Ticketvertrags gelten die unten abgedruckten „Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau“.
4. Bezahlung, Rücklastschriftgebühren
4.1. Der Kunde hat das Entgelt für die Vermittlung (zzgl. etwaiger sonstiger Entgelte) ebenso wie das Entgelt für den Ticketvertrag unmittelbar nach Vertragsschluss entsprechend einem der angebotenen Zahlungswege an die POV zu bezahlen. Der Kunde ist insofern vorleistungspflichtig.
4.2. Die POV ist berechtigt, vom Vermittlungsvertrag zurückzutreten, wenn der Kunde trotz Mahnung das geschuldete Entgelt nicht bezahlt. Sofern in der Mahnung eine bestimmte Frist gesetzt wird, muss die Zahlung bis zum genannten Datum gutgeschrieben sein.
4.3. Sofern die Zahlungsart „Lastschrift“ im Einzelfall angeboten und gewählt wurde und die fällige Lastschrift nicht eingezogen werden konnte („Rücklastschrift“), so hat der Kunde der POV die der POV in Rechnung gestellten Rücklastschriftgebühren zu bezahlen.
4.4. Die Pflicht zur Zahlung der Rücklastschriftgebühr besteht nicht, wenn der Kunde die Rücklastschrift nicht zu vertreten hat.
4.5. Dem Kunden ist der Nachweis gestattet, dass der POV kein oder ein wesentlicher geringerer Schaden entstanden ist als die Höhe der Rücklastschriftgebühr. Bei einem wesentlich geringeren Schaden ist dieser zu bezahlen.
Die POV ist berechtigt, vom Vermittlungsvertrag und im Namen der Gemeinde Oberammergau vom Ticketvertrag zurückzutreten, wenn der Kunde nach den „Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau“ keinen Ticketvertrag hätte schließen dürfen.
6.1. Die Haftung der POV ist ausgeschlossen, außer es liegt ein Fall von grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz vor.
6.2. Eine Haftung der POV ist auch dann nicht ausgeschlossen, wenn es sich um die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten handelt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf. Eine wesentliche Vertragspflicht ist z.B., dass der Ticketvertrag mit der Gemeinde Oberammergau vermittelt wird.
6.3. Im Falle der leicht fahrlässigen Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten ist die Haftung der POV auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden beschränkt.
6.4. Eine Haftung der POV ist auch dann nicht ausgeschlossen, wenn es um eine Haftung aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit geht.
7. Datenschutz, Widerspruchsmöglichkeit bzgl. E-Mail-Werbung
7.1. Die angegebenen Daten werden sowohl von der POV als auch von der Gemeinde Oberammergau erhoben, gespeichert, verarbeitet und verwendet, um den Vertrag durchzuführen. Die Durchführung des Vertrags erfasst auch die Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Verwendung der Daten im Rahmen eines Sicherheitskonzepts für die Passionsspiele Oberammergau 2020.
7.2. Die E-Mail-Adresse des Kunden wird zur Direktwerbung für ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet, sofern er dem nicht widersprochen hat. Der Kunde kann der Verwendung der E-Mail-Adresse zum Zweck der Zusendung von Direktwerbung jederzeit widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen. Der Widerspruch kann insbesondere wie folgt erklärt werden.
Per Post an: Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, Dorfstr. 3, 82487 Oberammergau
Per Telefon unter der Nr.: +49 8822 835 93 30
8. Bereitstellung von Informationen
9. Maßgeblichkeit der deutschen Fassung
11. Schlussklausel (Anwendbares Recht, Streitbeilegung)
11.1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, wobei auch die Anwendung der Verweisungsnormen des deutschen Rechts ausgeschlossen wird. Diese Rechtswahl lässt die zwingenden verbraucherschützenden Rechtsvorschriften des Wohnsitzstaats des Verbrauchers unberührt.
11.2. Sofern und soweit in den AGB keine vom anwendbaren Recht abweichende Regelung vereinbart wurde, gilt das Gesetz.
11.3. § 305b BGB bleibt unberührt.
11.4. Die POV ist nicht bereit oder verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
11.5. Die POV weist auf die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung hin: www.ec.europa.eu/consumers/odr
B. Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau
1.1. Vertragspartner bezüglich des Vertrags über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau („Ticketvertrag“) ist die Gemeinde Oberammergau, Eigenbetrieb Kultur, Ludwig-Thoma-Straße 10, 82487 Oberammergau.
1.2. Der Vertragspartner der Gemeinde Oberammergau wird Kunde („Kunde“) genannt. Die Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, Dorfstr. 3, 82487 Oberammergau („POV“) handelt im Rahmen des Abschlusses und der Abwicklung des Ticketvertrags im Namen und auf Rechnung der Gemeinde Oberammergau. Die POV wird nicht Vertragspartner des Kunden hinsichtlich des Ticketvertrags.
1.4. Die POV ist bevollmächtigt, im Namen der Gemeinde Oberammergau im Rahmen des Abschlusses, der Abwicklung und eines etwaigen Rücktritts vom Ticketvertrag alle notwendigen Erklärungen entgegenzunehmen und abzugeben, insbesondere auch Mahnungen und Rücktritte auszusprechen.
2.1. Diese „Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau“ gelten auch für alle zukünftigen Verträge über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau, auch wenn deren Geltung nicht nochmals gesondert vereinbart wird.
2.2. Diese „Ticket-AGB der Gemeinde Oberammergau“ gelten nicht, wenn der Ticketvertrag zusammen mit einem Reisevertrag mit der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG abgeschlossen wird.
3. Voraussetzungen für Vertragsschluss, Vertragsstrafe bei unwahrer Angabe
3.1. Der Kunde erklärt, dass er den Vertrag rein zu privaten und nicht zu unternehmerischen Zwecken abschließt. Er erklärt weiter, dass er auch unter Berücksichtigung dieses Vertrages insgesamt maximal 6 Tickets bestellt hat und über insgesamt maximal 6 Tickets verfügt. Tickets, welche von Reiseverträgen mit der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG umfasst sind, werden bei der Berechnung der 6 Tickets nicht berücksichtigt.
3.2. Für den Fall, dass die Erklärung in Ziffer 3.1 unzutreffend ist, verpflichtet sich der Kunde, eine von der Gemeinde Oberammergau nach billigem Ermessen festzusetzende, im Streitfall vom zuständigen Gericht zu überprüfende Vertragsstrafe zu bezahlen. Die Pflicht zur Zahlung der Vertragsstrafe besteht nicht, wenn der Kunde nicht schuldhaft gehandelt hat.
3.3. Für den Fall eines Verstoßes gegen Ziffer 3.1 ist die Gemeinde Oberammergau berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten.
3.4. Der Kunde erklärt weiter, dass er mindestens 18 Jahre alt ist.
4.1. Die im Rahmen des Vertrags von der Gemeinde Oberammergau geschuldete Leistung ist es, dem Kunden den Besuch der Passionsspiele Oberammergau 2020 („Passionsspiele“) an dem vereinbarten Tag und in der vereinbarten Kategorie zu gestatten.
4.2. Das Ticket selbst verkörpert kein Recht und keinen Anspruch. Die Rechte und Pflichten bestehen nur gemäß dem zwischen der Gemeinde Oberammergau und dem Kunden abgeschlossenem Vertrag.
4.3. Der Kunde hat auf dem Ticket nach Erhalt seinen Namen einzutragen.
4.4 Die Gemeinde Oberammergau ist jedoch berechtigt, den Vertrag mit dem Kunden dadurch zu erfüllen, dass die Gemeinde Oberammergau dem Besitzer des Tickets gegenüber die geschuldete Leistung erbringt, unabhängig davon, ob dieser auch der Vertragspartner/Kunde der Gemeinde Oberammergau ist.
4.5. Zur Klarstellung: Von diesem Ticketvertrag nicht umfasst ist eine Verpflegung des Kunden oder Unterlagen wie ein Textbuch.
4.6. Nach ca. 2,5 Stunden Aufführung findet eine große Pause statt. Sofern die Aufführung vor der großen Pause abgebrochen wird, erhält der Kunde auf sein Verlangen hin sein Entgelt zurück. Sofern die Aufführung mindestens bis zur großen Pause durchgeführt wurde und danach nicht mehr fortgeführt werden kann, ohne dass dies die Gemeinde Oberammergau zu vertreten hätte, hat der Kunde keine Ansprüche, insbesondere keinen Anspruch auf Rückerstattung des Entgelts.
5. Bezahlung, Rücklastschriftgebühren
5.1. Der Kunde hat das Entgelt unmittelbar nach Vertragsschluss entsprechend einem der angebotenen Zahlungswege zu bezahlen.
5.2. Der Kunde ist hinsichtlich des Entgelts vorleistungspflichtig.
5.3. Die Gemeinde Oberammergau ist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn der Kunde trotz Mahnung das geschuldete Entgelt nicht bezahlt. Sofern in der Mahnung eine bestimmte Frist gesetzt wird, muss die Zahlung bis zum genannten Datum gutgeschrieben sein.
5.4. Die Gemeinde Oberammergau setzt zur Vertragsabwicklung Dienstleister ein. Diese sind auch für die Zahlungsabwicklung zuständig, sind also berechtigt, für die Gemeinde Oberammergau das Entgelt einzuziehen.
5.5. Sofern die Zahlungsart „Lastschrift“ im Einzelfall angeboten und gewählt wurde und die fällige Lastschrift nicht eingezogen werden konnte („Rücklastschrift“), so hat der Kunde der Gemeinde Oberammergau die der Gemeinde Oberammergau in Rechnung gestellten Rücklastschriftgebühren zu bezahlen.
5.6. Die Pflicht zur Zahlung der Rücklastschriftgebühr besteht nicht, wenn der Kunde die Rücklastschrift nicht zu vertreten hat.
5.7. Dem Kunden ist der Nachweis gestattet, dass der Gemeinde Oberammergau kein oder ein wesentlicher geringerer Schaden entstanden ist als die Höhe der Rücklastschriftgebühr. Bei einem wesentlich geringeren Schaden ist dieser zu bezahlen.
6. Ermäßigtes Entgelt
6.1. Es besteht ein begrenztes Kontingent an ermäßigten Tickets.
6.2. Schüler und Studenten bis zum Alter von 25 Jahren können - nach Verfügbarkeit - einen Vertrag mit einem ermäßigten Entgelt in der Ticketkategorie 2 bis 5 abschließen, wenn sie sowohl zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses als auch zum Zeitpunkt der Aufführung Schüler bzw. Student sind und ein Alter von 25 Jahren nicht überschritten haben.
6.3. Rollstuhlfahrer können - nach Verfügbarkeit - ebenfalls einen Vertrag zu einem ermäßigten Entgelt abschließen. Eine etwaige Begleitperson hat das volle Entgelt zu bezahlen.
6.4. Am Einlass muss die Berechtigung zur Ermäßigung nachgewiesen werden. Schüler und Studenten müssen einen zum Zeitpunkt des Einlasses gültigen Schüler- bzw. Studentenausweis sowie zusätzlich ihren Personalausweis vorzeigen.
6.5. Wenn der Nachweis nicht erbracht wird, ist ein Einlass nur möglich, wenn vor Ort die Differenz zum jeweiligen Entgelt ohne Ermäßigung bezahlt wird.
7.1. Der Einlass findet eine Stunde vor Aufführungsbeginn statt. Der Kunde muss sich pünktlich zum Aufführungsbeginn auf seinem Sitzplatz eingefunden haben.
7.2. Nach Veranstaltungsbeginn ist ein Zutritt zur Veranstaltung nur möglich, sofern und soweit dies die Aufführung nicht stört und soweit der Einlass noch geöffnet ist. Die Gemeinde Oberammergau wird das nach billigem Ermessen prüfen.
8. Vorbehalt der Änderung des Vorstellungsbeginns
8.1. Die Gemeinde Oberammergau wird die Passionsspiele grundsätzlich am vereinbarten Tag zur angekündigten Uhrzeit durchführen.
8.2. Die Gemeinde Oberammergau ist berechtigt, die Passionsspiele am vereinbarten Tag zu einer anderen Uhrzeit durchzuführen, wenn hierfür ein bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer, wichtiger Grund vorliegt und die andere Uhrzeit für den Kunden zumutbar ist. Ein wichtiger Grund für die Verschiebung des Beginns auf eine andere Uhrzeit sind insbesondere behördliche Anordnungen und höhere Gewalt. Unzumutbar ist dem Kunden ein Vorstellungsbeginn vor 12:00 Uhr und nach 19:00 Uhr.
8.3. Die Gemeinde Oberammergau wird über eine Änderung der Uhrzeit des Beginns unverzüglich über ihre Website informieren. Dem Kunden obliegt es, sich 48 Stunden vor dem angekündigten Veranstaltungsbeginn per Telefon +49 8822 835 93 30 oder auf der Website www.passionsspiele-oberammergau.de über etwaige Änderungen zu informieren.
9. Vorbehalt der Änderung des Sitzplatzes
9.1. Der Kunde kann bei der Aufführung der Passionsspiele grundsätzlich den vereinbarten Sitzplatz einnehmen.
9.2. Die Gemeinde Oberammergau ist berechtigt, dem Kunden einen anderen Sitzplatz zuzuweisen, wenn hierfür ein bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer, wichtiger Grund vorliegt und der neu zugewiesene Sitzplatz für den Kunden zumutbar ist. Ein wichtiger Grund für die Zuweisung eines anderen Sitzplatzes ist es, wenn der vertraglich vereinbarte Sitzplatz nicht mehr verfügbar ist, z.B. aufgrund behördlicher Anordnungen oder Beschädigung. Der neu zugewiesene Sitzplatz ist für den Kunden nur zumutbar, wenn er sich innerhalb derselben Kategorie befindet.
9.3. Sollte ein wichtiger Grund vorliegen, aber kein Sitzplatz mehr in derselben Kategorie verfügbar sein, so wird dem Kunden, soweit verfügbar, ein Sitzplatz in einer niedrigeren Kategorie zugewiesen. Der Kunde kann in diesem Fall verlangen, dass ihm die Differenz des gezahlten Entgelts zum Entgelt für ein Ticket in der niedrigeren Kategorie erstattet wird.
10. Pflichten des Kunden in Bezug auf das Ticket
10.1. Der Kunde ist verpflichtet, unmittelbar nach Erhalt des Tickets seinen Namen einzutragen.
10.2. Der Kunde ist verpflichtet, sein Ticket am Einlass vorzuzeigen. Es finden Einlasskontrollen statt.
10.3. Der Kunde ist weiter verpflichtet, auf Verlangen am Einlass seinen Personalausweis vorzuzeigen, um überprüfen zu können, ob die auf dem Ticket eingetragene Person dieselbe ist wie der Besitzer des Tickets.
10.4. Der Kunde ist weiter verpflichtet, sein Ticket während der Aufführung jederzeit bei sich zu führen und auf Verlangen vorzuzeigen.
10.5. Der Kunde ist verpflichtet, sein Ticket jederzeit zur Überprüfung zu überlassen, insbesondere, um gefälschte Tickets zu erkennen. Der Kunde hat auf Aufforderung hin darzulegen, wie er in den Besitz des Tickets gelangt ist und auf welcher vertraglichen Grundlage (konkreter Vertragsschluss) er anwesend ist. Sollte sich herausstellen, dass der Kunde mit einem gefälschten Ticket eingelassen wurde, ist er verpflichtet, auf Anweisung seinen Platz wieder zu verlassen.
10.6. Veränderungen des Tickets (außer solche bezüglich einer Namenseintragung) sind zu unterlassen und führen zur Ungültigkeit des Tickets. Eine solche Veränderung berechtigt dazu, den Einlass zu verweigern. Dies gilt insbesondere dann, wenn der auf dem Ticket aufgedruckte Preis geschwärzt wurde.
11. Verlust eines Tickets
11.1. Für den Fall, dass der Kunde ein Ticket verloren hat, gilt Folgendes:
11.2. Der Kunde kann sich an die POV wenden, welche im Namen der Gemeinde Oberammergau die Angelegenheit prüfen wird.
11.3. Der Kunde hat in diesem Rahmen das zur Verfügung gestellte Formular wahrheitsgemäß auszufüllen, sich mit der ggf. anfallenden Bearbeitungsgebühr einverstanden zu erklären und Belege über den Vertragsschluss sowie eine Personalausweiskopie beizufügen. Die Angelegenheit wird sodann geprüft; die Gemeinde Oberammergau kann nach billigem Ermessen entscheiden, ob dem Kunden ersatzweise ein neues Ticket ausgestellt wird. In diesem Fall verliert das verlorengegangene Ticket seine Gültigkeit.
12. Pflichten des Kunden im Rahmen des Besuchs der Passionsspiele
12.1. Der Kunde ist verpflichtet, beim Besuch der Passionsspiele angemessene Kleidung zu tragen und eine angemessene Verhaltensweise an den Tag zu legen, um dem Charakter der Passionsspiele gerecht zu werden.
12.2. Der Kunde hat es zu unterlassen Ton-, Bild- und/oder Videoaufnahmen von den Passionsspielen anzufertigen.
12.3. Dem Kunden ist bekannt, dass bei den Passionsspielen Ton-, Bild- und/oder Videoaufnahmen gemacht werden, welche die Besucher, also auch den Kunden, einschließen können und welche kommerziell unbeschränkt in einer üblichen Art und Weise verwertet werden, ohne dass den Besuchern, also auch dem Kunden, ein Vergütungsanspruch zusteht.
12.4. Der Kunde hat es zu unterlassen, Tiere zu den Passionsspielen mitzunehmen. Insbesondere ist die Mitnahme von Hunden zu unterlassen; dies gilt auch für Blindenhunde, da aufgrund der Räumlichkeiten generell keine Hunde möglich sind.
12.5. Der Kunde hat es zu unterlassen einen oder mehrere der folgenden Gegenstände mitzunehmen oder mitzuführen: Speisen, Getränke, Taschen welche das DIN A4-Format überschreiten, pyrotechnisches Material, Waffen, Feuerwerkskörper, oder andere gefährliche Gegenstände.
12.6. Im Rahmen der Einlasskontrollen finden ggf. Taschen- und Körperkontrollen statt. Diese sind in angemessenem Umfang zu dulden.
12.7. Der Kunde hat das Rauchen im Gebäude zu unterlassen.
12.8. Der Kunde hat während der Vorstellungen etwaige Geräte (z.B. Handy, Smartphone) so einzurichten, dass diese weder durch Ton-, Vibrations- oder Lichtsignale die Aufführung stören.
12.9. Für den Besuch der Passionsspiele gilt die „Hausordnung Passionsspiele 2020“ der Gemeinde Oberammergau, welche am Aufführungsort der Passionsspiele an geeigneten Stellen, insbesondere dem Einlass, ausgehängt ist.
13. Folge von Pflichtverletzungen des Kunden
14. Erwerb von mehreren Tickets
14.1. Der Kunde kann einen Vertrag abschließen, der bis zu 6 Tickets umfasst. Auch in diesem Fall kommt ausschließlich ein Vertrag mit dem Kunden zustande.
14.2. In einem solchen Fall wird die Gemeinde Oberammergau den Vertrag mit dem Kunden dadurch erfüllen, dass sie denjenigen Personen, welchen der Kunde die übrigen von ihm erworbenen Tickets übergeben hat, ebenfalls bei Vorlage des Tickets den Einlass zu den Passionsspielen am vereinbarten Tag in der vereinbarten Kategorie gewährt.
14.3. Der Kunde hat dafür zu sorgen, dass sich die übrigen Personen zugunsten der Gemeinde Oberammergau verpflichten, an diese AGB in gleicher Weise gebunden zu sein wie der Kunde selbst.
14.4. Die Pflicht der Gemeinde Oberammergau, auch den weiteren Personen Zutritt zu gewähren setzt voraus, dass (i) die übrigen Personen sich zugunsten der Gemeinde Oberammergau verpflichten, an diese AGB in gleicher Weise wie der Kunde gebunden zu sein, und (iii) es sich hierbei um Verbraucher handelt.
14.5. Der Kunde hat nach Erhalt der Tickets das jeweilige Namensfeld auszufüllen und den Namen der jeweiligen weiteren Person(en) einzutragen.
14.6. Weiter setzt die Pflicht zur Einlassgewährung voraus, dass auf Aufforderung hin der Ticketbesitzer am Einlass ausdrücklich erklärt und ggf. in Textform bestätigt, wie er in den Besitz des Tickets gelangt ist.
14.7. Das Mindestalter für den Besuch der Passionsspiele ist 6 Jahre. Der Kunde kann daher ein Ticket nur an eine Person mit einem Alter von jedenfalls 6 Jahren übergeben.
14.8. Der Kunde darf in keinem Fall einen oder mehrere Verträge abschließen, die insgesamt mehr als 6 Tickets umfassen. Die Gemeinde Oberammergau und die POV werden anhand der ihnen verfügbaren Daten prüfen, ob ein Kunde versucht, Verträge abzuschließen, die mehr als 6 Tickets umfassen bzw. prüfen, ob dies geschehen ist.
14.9. Tickets, welche von Reiseverträgen mit der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG umfasst sind, werden bei der Berechnung der 6 Tickets nicht berücksichtigt.
15. Voraussetzungen einer Abtretung
15.1. Der Kunde kann den Erfüllungsanspruch aus seinem Vertrag mit der Gemeinde Oberammergau grundsätzlich nicht abtreten.
15.2. Eine Abtretung des Erfüllungsanspruchs ist dann möglich, wenn (i.) die Gemeinde Oberammergau ihre Zustimmung erteilt hat, (ii.) der Gemeinde Oberammergau vorab Name und Kontaktdaten des Abtretungsempfängers von dem Kunden mitgeteilt werden, (iii.) der Abtretungsempfänger sich zugunsten der Gemeinde Oberammergau verpflichtet, an diese AGB ebenso gebunden zu sein wie der Kunde selbst, (iv.) mit der Abtretung das entsprechende Ticket übergeben wird und wenn (v.) der Abtretungsempfänger ein Verbraucher ist. Alle Voraussetzungen gelten kumulativ. Die Gemeinde Oberammergau kann die Zustimmung bei Vorliegen eines berechtigten Interesses verweigern. Ein solches berechtigtes Interesse liegt insbesondere dann vor, wenn das Ticket an einen Abtretungsempfänger abgetreten werden soll, gegen den die Gemeinde Oberammergau ein Hausverbot erteilt hat.
15.3. Auf Aufforderung hin hat der Ticketbesitzer am Einlass ausdrücklich zu erklären und ggf. in Textform zu bestätigen, wie er in den Besitz des Tickets gelangt ist.
16. Beschränkung des Verkaufs des Tickets
16.1. Der Kunde darf das Ticket nur verkaufen und/oder zum Verkauf anzubieten, wenn gleichzeitig mit dem Verkauf eine wirksame Abtretung des Erfüllungsanspruchs gegen die Gemeinde Oberammergau gemäß Ziffer 15 gewährleistet wird. Im Übrigen hat es der Kunde zu unterlassen, das Ticket zu verkaufen und/oder zum Verkauf anzubieten.
16.2. Sofern der Kunde gegen eine vorstehende Pflicht verstößt, hat er eine von der Gemeinde Oberammergau nach billigem Ermessen festzusetzende, im Streitfall vom zuständigen Gericht zu überprüfende Vertragsstrafe zu bezahlen. Die Pflicht zur Zahlung der Vertragsstrafe besteht nicht, wenn der Kunde nicht schuldhaft gehandelt hat. Im Übrigen ist die Gemeinde Oberammergau im Fall eines Verstoßes berechtigt, das Ticket zu sperren und insbesondere auch bei einer Vorlage des entsprechenden Tickets den Zugang zu verweigern.
17.1. Die Haftung der Gemeinde Oberammergau ist ausgeschlossen, außer es liegt ein Fall von grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz vor.
17.2. Eine Haftung der Gemeinde Oberammergau ist auch dann nicht ausgeschlossen, wenn es sich um die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten handelt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf. Eine wesentliche Vertragspflicht ist z.B., dass die Passionsspiele Oberammergau 2020 stattfinden und aufgeführt werden.
17.3. Im Falle der leicht fahrlässigen Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten ist die Haftung der Gemeinde Oberammergau auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden beschränkt.
17.4. Eine Haftung der Gemeinde Oberammergau ist auch dann nicht ausgeschlossen, wenn es um eine Haftung aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit geht.
18.1. Die angegebenen Daten werden erhoben, gespeichert, verarbeitet und verwendet, um den Vertrag durchzuführen. Die Durchführung des Vertrags erfasst auch die Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Verwendung der Daten im Rahmen eines Sicherheitskonzepts für die Passionsspiele Oberammergau 2020. Das Sicherheitskonzept kann es z.B. mit einschließen, dass an eine angegebene Handynummer ein bestimmter Sammelpunkt mitgeteilt oder vor dem Aufenthalt in einem bestimmten Bereich gewarnt wird.
18.2. Die E-Mail-Adresse des Kunden wird zur Direktwerbung für ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet, sofern er dem nicht widersprochen hat. Der Kunde kann der Verwendung der E-Mail-Adresse zum Zweck der Zusendung von Direktwerbung jederzeit widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen. Der Widerspruch kann insbesondere wie folgt erklärt werden.
19. Kein Widerrufsrecht
20. Kein Kündigungsrecht nach § 648 BGB
Das Kündigungsrecht des Kunden nach § 648 BGB ist ausgeschlossen. Eine Stornierung des Tickets durch den Kunden ist somit nicht möglich.
21. Bereitstellung von Informationen in digitaler Form
22. Maßgeblichkeit der deutschen Fassung
24. Schlussklausel (anwendbares Recht, Streitbeilegung)
24.1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, wobei auch die Anwendung der Verweisungsnormen des deutschen Rechts ausgeschlossen wird. Diese Rechtswahl lässt die zwingenden verbraucherschützenden Rechtsvorschriften des Wohnsitzstaats des Verbrauchers unberührt.
24.2. Sofern und soweit in den AGB keine vom anwendbaren Recht abweichende Regelung vereinbart wurde, gilt das Gesetz.
24.3. § 334 BGB wird nicht ausgeschlossen.
24.4. § 305b BGB bleibt unberührt.
24.5. Die Gemeinde Oberammergau ist nicht bereit oder verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
24.6. Die Gemeinde Oberammergau weist auf die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung hin: www.ec.europa.eu/consumers/odr
Here you can find the standard information form for package travel contracts.
Here you find the General terms & conditions of the Oberammergau Passion Play 2020 for Tour Operators and Resellers.
General Terms and Conditions for Tour Operators and Resellers
As of 23.08.2018
1. Tour Operator/Reseller, Portal, Definitions
Via the portal for tour operators/resellers www.passionsspiele-oberammergau.de/partner (hereinafter “Portal”) of Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, Dorfstr. 3, 82487 Oberammergau, Germany, email: sales@oberammergau.de, fax: +49 (0)8822 949 88 76 (hereinafter “POV”) only tour operators or so-called resellers shall generate booking requests for services regarding the Oberammergau Passion Play of 2020 (hereinafter “Oberammergau Passion Play”). Anyone who states on the Portal to be a tour operator and thereby confirms to sell the services advertised via the Portal in his/her own name and for his/her own account as tour operator to tourists according to sections 651a et seqq. of the BGB (German Civil Code) shall be “Tour Operator” according to these terms and conditions. Anyone who states on the Portal to be a reseller and thereby confirms to sell the services advertised via the Portal in his/her own name and for his/her own account to third parties who are not tourists according to sections 651a et seqq. of the BGB shall be “Reseller” according to these terms and conditions. Only Tour Operators and Resellers are entitled to generate booking requests via the Portal. A travel security note (“Reisesicherungsschein”) according to section 651k of the BGB shall not be issued.
2. Contractual Relationships of the Tour Operator/Reseller
2.1. The Tour Operator/Reseller shall conclude two contracts with different parties, each containing a number of services: one contract with the POV and another contract with the municipality of Oberammergau (Eigenbetrieb Oberammergau Kultur), Ludwig-Thoma-Straße 10, 82487 Oberammergau, Germany (hereinafter “GO”). Both contracts together shall hereinafter be referred to as “Contracts”.
2.2. The services of the POV and the GO for one person shall be referred to as “Arrangement”.
2.3. The services of the POV in an Arrangement shall consist of one or several overnight accommodations for one person in an accommodation (the number of overnight accommodations and the accommodation’s category derive from the respectively booked Arrangement), Usage of local busses in Oberammergau on day of performance as well as a Passion lunch for this person. The Passion lunch shall happen during the break of the Oberammergau Passion Play in a place to be defined by the POV at its reasonable discretion. Arrangements for 2 nights include 1x3 course menu on day of arrival.
2.4. The services of the GO in an Arrangement shall consist of one ticket for one person to the Oberammergau Passion Play at the respectively booked date (“Ticket”) as well as the provision with a programme book of the Oberammergau Passion Play 2020.
2.5. The GO has authorised the POV comprehensively to perform all necessary acts to conclude contracts, execute contracts and rescind contracts as well as to make and receive declarations in the name of the GO, especially to receive due considerations and advance payments which are due to the GO.
3. Contract Conclusions, Alteration, Non-binding Special Requests
3.1. The Tour Operator/Reseller shall generate a non-binding booking request electronically via the Portal. This booking request shall not be considered as offer to conclude Contracts but merely as invitation to make an offer to conclude Contracts (“Offer”) in writing. There shall be no claim to the make an Offer.
3.2. The Tour Operator/Reseller shall receive an Offer in writing. The Offer may only be accepted in its entirety in the form described in Number 3.3 and 3.4 below. If the Tour Operator/Reseller responds to the Offer with a declaration which does not comply with the form described below, this shall not constitute as effective acceptance of the Offer and therefore no Contracts shall come into existence.
3.3. The Tour Operator/Reseller may accept the Offer by leaving the written Offer submitted by the POV unchanged, signing it with legally binding effect where indicated and returning the signed Offer to the POV either (i) as scanned document by email, (ii) by fax, or (iii) by ordinary mail (“Acceptance”). The Acceptance shall only be effective upon receipt by the POV.
3.4. The Offer shall only be regarded as effectively accepted if the Acceptance is received by the POV within the term stated in the Offer. If the declaration of the Tour Operator/Reseller is received by the POV after the term stated in the Offer, this shall be regarded as a new Offer by the Tour Operator/Reseller which may be accepted by the POV in writing within 7days starting with the receipt by the POV, although there is no obligation to do so.
3.5. If the Tour Operator/Reseller alters the Offer received in writing (e.g. deletes clauses, adds clauses, sets terms or changes dates) and returns the signed Offer (by email, fax or ordinary mail) to the POV, the Tour Operator/Reseller shall be obliged to indicate in a clear and immediately recognisable manner that alterations have been made by him/her and which clauses have been altered. If the Tour Operator/Reseller does not indicate clearly in his/her declaration that he/she has made alterations, they shall be regarded as not made and the Contracts (in case Acceptance was otherwise in due time and form) shall be regarded as
concluded in the version corresponding to the Offer sent by the POV.
3.6. These terms and conditions shall also apply to all future conclusions of Contracts regarding the booking of Arrangements, even if their validity has not been agreed explicitly.
4. Written Form
4.1. Alterations of Contracts shall only be effective if they are executed in writing. Verbal alterations or alterations by telephone shall not be effective. This shall also include alterations of the written form requirement. Unilateral declarations (e.g. rescissions or cancellations) shall also be regarded as alterations of Contracts. Reminders may be submitted in any form, i.e. also by telephone or verbally. Alterations of Contracts which are not executed in the written form agreed upon shall be void (section 125 sentence 2 of the BGB).
4.2. Written form shall be defined by section 126b of the BGB. Normal emails or scanned documents which are sent by email shall also be regarded as maintaining the written form.
5. Non-binding Special Requests
If the Offer and/or the Acceptance contains non-binding special requests in the corresponding field, they shall not be regarded as part of the Offer/Acceptance and shall also not become part of the Contracts. These special requests shall be neither part nor requirement of the Offer/Acceptance but merely document the legally non-binding request of the Tour Operator/Reseller to consider the corresponding circumstance at the performance of the Contracts. Neither the POV nor the GO shall guarantee the fulfilment of special requests.
6. Charges and Payments, Consequences of Falling Short of 250 Arrangements
6.1. The sum of all charges due under the contracts shall hereinafter be referred to as “Charges” and also include the visitor’s tax to the GO. The Charges and all payments shall be transferred by the Tour Operator/Reseller to the POV to any of the bank accounts specified by the POV.
6.2. The Charges agreed upon at conclusion of the Contracts shall apply only to Contracts comprising at least 250 Arrangements. Contracts for fewer Arrangements shall not be concluded. If the number of the Arrangements falls below 250 Arrangements due to cancellations, the Charges agreed upon shall be increased to the B2C-consumer price. The obligation to pay a cancellation fee for the cancelled Arrangements shall be unaffected, see number 8.
6.3. The following advance payments shall be paid and due
6.3.1. for a conclusion of the Contracts before 12.03.2018
(1) 5 % of the Charges upon conclusion of the Contracts;
(2) an additional 5 % of the Charges on 12.03.2018;
(3) an additional 15 % of the Charges on 12.03.2019 and
(4) an additional 75 % of the Charges for the respective Arrangements on the first day of the sixth month before the month in which lies the day of the first performance. The “Day of the First Performance” according to these terms and conditions shall be the first day of the overnight accommodation. Example: an Arrangement includes an overnight accommodation from 26.06.2020 to 27.06.2020. The “Day of the First Performance” is in this case 26.06.2020; therefore, the date the advance payment of 75 % of the Charges for this Arrangement is due is 01.12.2019;
6.3.2. for a conclusion of the Contracts between 12.03.2018 and 11.03.2019
(1) 10 % of the Charges upon conclusion of the Contracts,
(2) an additional 15 % of the Charges on 12.03.2019 and
(3) an additional 75 % of the Charges for the respective Arrangements on the first day of the sixth month before the month in which lies the Day of the First Performance;
6.3.3. for a conclusion of the Contracts between 12.03.2019 and one day before the first day of the sixth month before the month in which lies the Day of the First Performance
(1) 25 % of the Charges upon conclusion of the Contracts;
(2) an additional 75 % of the Charges for the respective Arrangements on the first day of the sixth month before the month in which lies the Day of the First Performance;
6.3.4. for a later conclusion of the Contracts the Charges in full upon conclusion of the Contracts.
6.4. An increase of the Arrangements shall be handled like a (new) conclusion of the Contracts regarding the advance payments, i.e. for the additional Arrangements the regulations of the numbers 6.1 to 6.3 are applied respectively.
6.5. If the Tour Operator/Reseller reduces (cancels) and increases the number of Arrangements at the same time, the corresponding regulations shall be applied separately to the reduction and the increase.
6.6. The POV shall provide the Tour Operator/Reseller with a so-called deposit invoice for every advance payment. The deposit invoice shall be a reminder according to section 286 (1) sentence 1 of the BGB and at the same set the time according to section 323 (1) of the BGB.
6.7. The Tour Operator/Reseller shall bear the costs of the money transfer.
7. Rescission by the POV
7.1. The POV may rescind the Contracts if there is a reason for rescission (sections 323, 324 of the BGB). A right to rescind shall especially exist if the Tour Operator/Reseller has not paid in full an amount which has become due within fourteen days after receipt of a deposit invoice. The crediting of the payment in an account of the POV shall be material for the observance of the term. The rescission shall be made in writing and may be limited to a specific number of Arrangements.
7.2. Upon rescission, the Tour Operator/Reseller shall be obliged to pay the cancellation fee (see number 8) agreed upon, unless (i) the circumstances entitling to the cancellation are beyond the control of the Tour Operator/Reseller or (ii) he/she can prove that no or only an amount significantly lower than the fee is due to the POV or the GO. If the amount is significantly lower, this amount shall be paid. For the amount of the fee the time of the transmission of the rescission notice to the Tour Operator/Reseller shall be material.
8. Cancellation by the Tour Operator/Reseller
8.1. The Tour Operator/Reseller may cancel one or multiple booked Arrangements in writing. The cancellation shall only be possible for both Contracts together.
8.2. In case of a cancellation instead of the Charges agreed, a cancellation fee shall be paid in the following amount:
8.2.1. 5 % of the Charges for a cancellation until 31.03.2018.
8.2.2. 10 % of the Charges for a cancellation between 01.04.2018 and 31.03.2019.
8.2.3. 25 % of the Charges for a cancellation between 01.04.2019 and the 180th day before the Day of the First Performance.
8.2.4. 30 % of the Charges for a cancellation between the 179th day before the Day of the First Performance and the 141st day before the Day of the First Performance.
8.2.5. 50 % of the Charges for a cancellation between the 140th day before the Day of the First Performance and the 91st day before the Day of the First Performance.
8.2.6. 90 % of the Charges for a cancellation between the 90th day before the Day of the First Performance and the last day before the Day of the First Performance.
8.2.7. 100 % of the Charges for a cancellation from the first day of performance. 8.3. The cancellation fee shall be due immediately. The cancellation fee shall be set off against the advance payments for the cancelled Arrangements.
8.4. If the Tour Operator/Reseller cancels an Arrangement within less than 180 days before the Day of the First Performance and this Arrangement could be resold by the POV/GO, the cancellation fee shall be reduced to 20 % of the Charges. The Tour Operator/Reseller shall receive immediately a credit for the differential amount.
8.5. The Tour Operator/Reseller may provide evidence to the fact that no or only an amount significantly lower than the cancellation fee is due to the POV or the GO. If he/she is able to provide evidence for a significantly lower amount, this amount shall be paid.
8.6. The amount of the cancellation fee shall be dependent on the time of the receipt of the cancellation by the POV. If the Day of the First Performance is relevant for the amount of the cancellation fee, the day shall be determined separately for each (cancelled) Arrangement.
8.7. Apart from that the Tour Operator/Reseller shall not be able to terminate the Contracts ordinarily (not even in part) or rescind (not even in part) the Contracts without reason. The right of rescission according to sections 323, 324, 634 No. 3 of the BGB shall remain unaffected by this.
9. Rebookings
9.1. A change of names of the persons for which the POV and the GO is to provide the services for the Tour Operator/Reseller shall be possible free of charge.
9.2. All other rebooking shall only be possible if the respective Offer is available and POV and GO agree thereto.
9.2.1. In case of a rebooking until the 31.03.2019 in the form of a change of dates (with the same accommodation- and Ticket category) no rebooking fee for the rebooking itself shall arise. Apart from that the Charges agreed upon shall persist.
9.2.2. In case of a rebooking as of 01.04.2019 in the form of a change of dates (with the same accommodation- and Ticket category) and generally regarding all other rebooking (rebooking into a higher and/or lower accommodation- and/or Ticket category) a rebooking fee in the amount EUR 10 (net) per Arrangement shall arise for the rebooking itself. Apart from that the Charges for the Arrangement in the rebooked category shall be paid. In case that within one rebooking several parameters regarding one Arrangement are changed at the same time (e.g. another date and a higher accommodation- and Ticket category of an Arrangement), the rebooking remains at EUR 10 (net) per Arrangement.
9.2.3. The Tour Operator/Reseller may provide evidence to the fact that no or only an amount significantly lower than the rebooking fee is due to the POV or the GO. If he/she is able to provide evidence for a significantly lower amount, this amount shall be paid.
9.3. The rebooking fee shall be due immediately. Regarding the Charges for the Arrangements (and the Ticket and overnight accommodations therein) the same due dates shall apply as for the conclusion of a new contract.
10. Adjustment of Charges in Case of the Adjustment a Tax Under Public Law, Fee or Levy
10.1. The Charges for the respective services shall be adjusted automatically under the following circumstances without the need of a separate notification.
10.2. An adjustment of the Charges shall only take place if the Day of the First Performance is more than four full months after the conclusion of the Contracts. The period of at least four months shall refer to the individual Arrangement.
10.3. If a tax under public law, fee or levy (“Levy”) regarding the booked Arrangements which must be paid by the POV and/or the GO due to the Contracts with the Tour Operator/Reseller, are after the conclusion of the Contracts
(1) introduced, the Charges agreed upon shall be increased by the amount of the introduced Levy,
(2) increased, the Charges agreed upon shall be increased by the amount of the increase of the Levy,
(2) reduced, the Charges agreed upon shall be reduced by the amount of the reduction of the Levy;
(3) abolished, the Charges agreed upon shall be reduced by the amount of the abolished Levy.
The adjustment of the Charges shall happen in the amount that the POV or the GO has to pay more or less regarding the respective Arrangement.
10.4. In case the Charges for an Arrangement increase by more than 5 % due to an adjustment of Charges, the Tour Operator/Reseller has the right to resign from the respective Arrangements at no cost. The right to resign can only be exercised within 7 days after knowledge of the adjustment of Charges.
11. Obligation to Give Notice of Defects by the Tour Operator/Reseller
11.1. If the Tour Operator/Reseller has the impression that services of the POV or the GO are not or not in conformity with the Contracts provided, he/she shall notify the POV immediately of this fact.
11.2. The notice of defect shall be executed in writing stating in detail the circumstances which the Tour Operator/Reseller considers as not in conformity with the Contracts.
12. Obligations of the Tour Operator/Reseller
12.1. The Tour Operator/Reseller shall omit anything which could convey the false impression that the POV and/or the GO were tour operators according to sections 651a et seqq. of the BGB. The Tour Operator/Reseller shall be the only contracting party for the POV and the GO. The Tour Operator/Reseller shall only obtain services from the POV and the GO. Therefore, neither the POV nor the GO shall be tour operators. The Tour Operator shall especially omit to allege and/or to convey the impression that the POV or the GO were organisers or joint organisers of the trips offered by Tour Operator.
12.2. The Tour Operator/Reseller shall not make incorrect statements to his/her customers regarding the content of the services he/she obtains from the POV or the GO. The Tour Operator/Reseller shall especially make no further commitments.
12.3. The Tour Operator shall commit to perform all obligations of a tour operator to his/her customers, especially the corresponding obligations regarding information, explanation and notification, also of requirements regarding passport, visa and health and the delivery of a travel security note (“Reisesicherungsschein”).
12.4. The Tour Operator/Reseller has to ensure that his/her visitors to the Oberammergau Passion Play wear appropriate clothing and behave in an appropriate manner, in particular do neither disturb the Oberammergau Passion Play nor other visitors. The Tour Operator/Reseller further has to ensure that his/her visitors omit to make audio-, picture- and/or videorecordings of the Oberammergau Passion Play. The Tour Operator/Reseller further has to inform his/her visitors that audio-, picture- and videorecordings are made at the Oberammergau Passion Play, which can include the visitors and that these recordings are commercially used in any usual manner without the visitors having a claim to remuneration.
13. No Assignment of Claims
The Tour Operator/Reseller shall not be able to assign his/her claim to performance under these contracts. He/she shall also not be able to assign other claims under these contracts, especially those to subsequent performance or compensation. An assignment is possible if POV and GO provide their prior express approval in each case. POV and GO will act upon reasonable discretion and only deny their consent in case objective reasons exist.
14. Handling of Complaints of the Customers of the Tour Operator/Reseller
14.1. There shall be no contractual relationship between the POV or the GO and the customers of the Tour Operator/Reseller. The Tour Operator/Reseller shall handle complaints of his/her customers himself/herself. The Tour Operator/Reseller shall omit to refer his/her customers to the POV and/or the GO regarding complaints or the assertion of claims.
14.2. The right of the Tour Operator/Reseller to contact the POV or the GO in his/her own name regarding own alleged claims shall remain unaffected.
15. No Validity of Terms and Conditions of the Tour Operator/Reseller
Terms and Conditions or Order Conditions of the Tour Operator/Reseller shall not apply. This shall also apply in the case that the Tour Operator/Reseller should refer to these at contract conclusion or after that and the POV or the GO do not object to them.
16. Exclusion of a Set-off and the Exercise of a Right of Retention
The Tour Operator/Reseller shall only be able to set off a claim or exercise a right of retention against the POV and/or the GO if and to the extent to which the claim of the Tour Operator/Reseller is undisputed or legally finally determined.
17.1. The POV and the GO and their vicarious agents shall not be liable for property damages or purely financial losses, unless a breach of an essential contractual obligation is concerned. “Essential contractual obligations” are those, whose non-performance would jeopardise the achievement of the purpose of the contract. Examples are the obligation to provide an accommodation or the entry to the Oberammergau Passion Play.
17.2. The POV and the GO and their vicarious agents shall be liable for property damages or purely financial losses if a breach of an Essential contractual obligation is concerned only in the compensatory amount of triple the Charges agreed upon, depending on the concerned Arrangement or Arrangements regarding the Charges.
17.3. The rights or claims according to sections 323, 324, 634 numbers 1, 2 and 3 of the BGB shall remain unaffected by the limitation of liability.
17.4. The abovementioned limitations of liability shall not apply in case of damages arising from injury to life, body or health and also not in case of wilful or grossly negligent violations of duty by the POV, the GO or their vicarious agents.
18. Term of Preclusion
18.1. The Tour Operator/Reseller may only assert claims against the POV or the GO from or in connection with an Arrangement within three months of the last day of performance. The same shall apply to the exercise of rights (e.g. rescission). The last day of performance shall be the day of the departure from the accommodation.
18.2. If the POV and/or the GO do not admit the asserted claims or the exercised right within the term, the Tour Operator/Reseller shall have to bring an action within three additional months.
18.3. Otherwise the claims shall become extinct after the expiry of the term and the exercise of rights shall be excluded.
18.4. Claims arising from the injury of life, body or health as well as claims based on a wilful or grossly negligent violation of duty shall not be recognised by the terms of preclusion.
19. Modification of the Terms and Conditions
19.1. The POV/GO may modify these terms and conditions by providing the Tour Operator/Reseller with the new terms and conditions in writing. The Tour Operator/Reseller shall have two weeks after receipt of the new terms and conditions to object to the validity of the new terms and conditions in writing. If the Tour Operator/Reseller does not object within two weeks after the receipt of the new terms and conditions in writing the new terms and conditions shall be agreed upon. The Tour Operator/Reseller shall be notified of the consequences of a failure to object within the term upon provision of the new terms and conditions. If the Tour Operator/Reseller objects to the new terms and conditions within the term of two weeks after their receipt in writing, the terms and conditions originally agreed upon shall continue to be in force.
19.2. Apart from that, the POV/GO shall be entitled to modify these terms and conditions at any time by unilateral declaration in writing at their reasonable discretion. The modification shall only be allowed to happen with regard to the content of such regulations which deviate from or amend legal provisions.
20. Validity of the German Version
The English version of the terms and conditions shall only serve an informative purpose. For the Contracts only the German version of the terms and conditions shall be the authoritative version.
21.1. If one provision of these Contracts or the terms and conditions should be or become ineffective or unenforceable, in full or in part, the effectiveness and enforceability of the remaining provisions shall remain unaffected by this.
21.2. The parties shall commit to enter an effective and enforceable arrangement which approximates as closely as possible to the ineffective or unenforceable provision.
22. Applicable Law, Place of Performance and Venue
22.1. German law shall apply with the exclusion of the UN Sales Convention. The application of the rules of international private law, especially the conflict of law rules of German law, shall also be excluded. For both Contracts Werkvertragsrecht (Contract Law for Work and Labour) (sections 631 et seqq. of the BGB) shall apply complementary. Section 334 of the BGB shall not be excluded.
22.2. Place of performance of all obligations of the POV, the GO and the Tour Operator/Reseller shall be Oberammergau, Germany.
22.3. Place of jurisdiction shall be Garmisch-Partenkirchen, Germany.
AGBs für den "Ticket only"-Vertrieb an Busunternehmer
AGB für den „Ticket only“-Vertrieb an Busunternehmer
1.1. Die Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, Dorfstraße 3, 82487 Oberammergau, E-Mail: sales@oberammergau.de, Fax: +49 8822 949 88 76 (nachstehend „POV“) vermittelt Leistungen mit Bezug zu den Passionsspielen Oberammergau im Jahr 2020 (nachfolgend „Passionsspiele Oberammergau“).
1.2. „Busunternehmer“ ist, wer dauerhaft ein Busunternehmen betreibt und die vermittelten Leistungen bezieht, um sie im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an Dritte zu vermarkten.
1.3. Ausschließlich Busunternehmer dürfen gemäß diesen AGB einen Vertrag abschließen.
2. Vertragsbeziehungen des Busunternehmers
2.1. Der Busunternehmer schließt zwei Verträge mit unterschiedlichen Vertragspartnern ab: einen Vertrag mit der POV sowie einen weiteren Vertrag mit der Gemeinde Oberammergau (Eigenbetrieb Oberammergau Kultur), Ludwig-Thoma-Straße 10, 82487 Oberammergau (nachfolgend „GO“).
2.2. Die Leistung der POV besteht in der Vermittlung eines Vertrags mit der GO über den Besuch der Passionsspiele Oberammergau („Vermittlungsvertrag“).
2.3. Die Leistung der GO besteht darin, den Besuch der Passionsspiele Oberammergau an dem vereinbarten Tag und in der vereinbarten Kategorie zu gestatten (vgl. Ziffer 12). Der Vertrag mit der GO wird nachfolgend „Ticketvertrag“ genannt. Die POV handelt bezüglich des Ticketvertrags im Namen der GO.
2.4. Der Vermittlungs- und der Ticketvertrag zusammen werden nachfolgend auch als „Verträge“ bezeichnet.
2.5. Die POV ist selbst nicht Veranstalter der Passionsspiele Oberammergau und nicht Vertragspartner hinsichtlich des Ticketvertrags; dies ist die GO.
2.6. Die GO hat die POV umfassend bevollmächtigt, im Namen der GO alle für den Vertragsschluss, die Vertragsabwicklung und den Rücktritt vom Vertrag notwendigen Handlungen vorzunehmen und Erklärung abzugeben und entgegenzunehmen, insbesondere auch fällige Entgelte und Vorauszahlungen entgegenzunehmen, die der GO zustehen.
3. Vertragsabschlüsse, Abänderung des Angebots
3.1. Dem Busunternehmer wird von der POV ein Angebot in Textform unterbreitet. Das Angebot kann nur in der nachfolgend unter Ziffer 3.2 bzw. 3.3 beschriebenen Form angenommen werden. Sofern der Busunternehmer auf das Angebot hin eine Erklärung abgibt, welche nicht der nachfolgend beschrieben Form entspricht, so liegt keine wirksame Annahme des Angebots vor und es kommen keine Verträge zustande.
3.2. Das Angebot kann der Busunternehmer annehmen, indem er das von der POV in Textform unterbreitete Angebot unverändert lässt, an der dafür vorgesehenen Stelle rechtsverbindlich unterzeichnet und das Angebot nach Unterzeichnung entweder (i) eingescannt per E-Mail, (ii) per Fax, oder (iii) per Post an die POV zurücksendet („Annahme“). Die Annahme ist erst mit Zugang bei der POV wirksam.
3.3. Das Angebot wird nur wirksam angenommen, wenn die Annahme innerhalb der dafür im Angebot bezeichneten Frist bei der POV eingegangen ist. Sofern die Erklärung des Busunternehmers nach der im Angebot bezeichneten Frist bei der POV eingegangen ist, so ist dies ein neues Angebot seitens des Busunternehmers, welches von der POV angenommen werden kann, aber nicht muss.
3.4. Wenn der Busunternehmer das in Textform erhaltene Angebot abändert (z.B. Klauseln streicht, Klauseln hinzufügt, Bedingungen stellt oder Daten ändert) und dann unterzeichnet (per E-Mail, Fax, oder Post) an die POV zurückschickt, so ist der Busunternehmer verpflichtet, deutlich und sofort erkennbar darauf hinzuweisen, dass und welche Änderungen er vorgenommen hat. Sollte der Busunternehmer in seiner Erklärung nicht deutlich darauf hinweisen, dass er Änderungen vorgenommen hat, so gelten sie als nicht getätigt und die Verträge (im Fall einer im Übrigen frist- und formgerechten Annahme) mit dem Inhalt abgeschlossen, welche sie nach dem von der POV übersandten Angebot haben.
3.5. Sofern bereits einmal Verträge nach den vorgenannten Bedingungen geschlossen wurde, kann der Busunternehmer der POV formlos Angebote auf Abschluss von weiteren Verträgen machen. Die POV kann diese Angebote dann dadurch annehmen, dass sie dem Busunternehmer eine Rechnung über die entsprechenden Leistungen zusendet.
4. Geltung der AGB auch für zukünftige Vertragsschlüsse
Diese AGB gelten auch für alle zukünftigen Vertragsschlüsse bezüglich der Buchung von Tickets (ticket only) durch Busunternehmer, selbst wenn deren Geltung nicht nochmals ausdrücklich vereinbart wird.
5. Textform
5.1. Vertragsänderungen sind nur wirksam, wenn diese in Textform erfolgen. Mündliche oder telefonische Änderungen sind nicht wirksam. Dies schließt auch eine Änderung dieser Textformvereinbarung selbst mit ein. Eine Vertragsänderung schließt auch einseitige Erklärungen (z.B. einen Rücktritt oder eine Stornierung) mit ein. Eine Mahnung ist in jeder Form möglich, d.h. auch telefonisch oder mündlich. Vertragsänderungen, welche die vereinbarte Textform nicht wahren, sind nichtig (§ 125 S. 2 BGB).
5.2. Textform ist diejenige im Sinne des § 126b BGB. Durch normale E-Mail sowie durch Scans von Dokumenten, welche per E-Mail versandt werden, wird die Textform ebenfalls gewahrt.
6. Entgelte und Zahlungen
6.1. Die Summe der nach den Verträgen geschuldeten Entgelte wird nachfolgend als „Entgelt“ bezeichnet. Das Entgelt hat der Busunternehmer an die POV auf eines der von ihr angegebenen Bankkonten zu überweisen.
6.2. Als Vorauszahlungen sind zu leisten und fällig
6.2.1. bei einem Vertragsabschluss bis zum 181. Tag vor dem Tag der gebuchten Aufführung sofort 50 % des Entgelts sowie die übrigen 50 % des Entgelts am 180. Tag vor dem Tag der gebuchten Aufführung;
6.2.2. bei einem Vertragsabschluss ab dem 180. Tag vor dem Tag der gebuchten Aufführung sofort 100 % des Entgelts.
6.2.3. Eine Erhöhung der Zahl der gebuchten Tickets ist wie eine (Neu)-Abschluss eines Vertrags zu behandeln. Die Regelungen in den Ziffern 6.1 bis 6.2 finden entsprechend Anwendung.
6.3. Die POV wird dem Busunternehmer über jede Vorauszahlung eine sogenannte Deposit-Rechnung übersenden. Die Deposit-Rechnung ist gleichzeitig Mahnung im Sinne des § 286 Abs. 1 Satz 1 BGB und Fristsetzung im Sinne des § 323 Abs. 1 BGB.
6.4. Kosten des Geldverkehrs trägt der Busunternehmer
7. Rücktritt der POV bzw. GO
7.1. Die POV kann (auch im Namen der GO) von den Verträgen zurücktreten, sofern ein Grund zum Rücktritt vorliegt (§§ 323, 324 BGB). Ein Recht zum Rücktritt liegt dabei insbesondere vor, wenn der Busunternehmer einen Betrag nicht vollständig innerhalb von vierzehn Tagen nach Erhalt einer Deposit-Rechnung bezahlt hat und dieser fällig ist. Maßgeblich für die Einhaltung der Frist ist die Gutschrift der Zahlung auf einem Konto der POV. Der Rücktritt ist in Textform zu erklären; er kann auch auf eine bestimmte Anzahl von Tickets beschränkt werden.
7.2. Nach Rücktritt ist der Busunternehmer verpflichtet, die für den Fall einer Stornierung vereinbarte Pauschale (Ziffer 8.3) zu bezahlen, es sei denn, (i) der Busunternehmer hat den zum Rücktritt berechtigenden Umstand nicht zu vertreten oder (ii) kann nachweisen, dass der POV bzw. GO kein oder ein wesentlich niedrigerer Betrag zusteht als die Pauschale. Bei einem wesentlich geringeren Betrag ist dieser zu bezahlen.
8. Stornierung durch den Busunternehmer
8.1. Der Busunternehmer kann je Buchung einmalig insgesamt 5 % der Tickets, die er für einen bestimmten Aufführungstag gebucht hat, bis zum 181. Tag vor dem Tag der Aufführung kostenlos stornieren.
8.2. Eine Kostenerstattung findet in der Form statt, dass die geleistete Vorauszahlung auf das verbleibende Entgelt bezüglich der übrigen Tickets angerechnet wird.
8.3. Hinsichtlich aller anderen Stornierungen fällt bei einer Stornierung eine Stornopauschale von 100 % des Entgelts an. Die Stornopauschale ist sofort fällig.
8.4. Wenn der Busunternehmer ein Ticket storniert und dieses Ticket erneut vermarktet werden konnte, so verringert sich die Stornopauschale auf 20 % des Entgelts. Über die Differenz erhält der Busunternehmer unverzüglich eine Gutschrift.
8.5. Im Übrigen kann der Busunternehmer die Verträge nicht (auch nicht teilweise) ordentlich kündigen bzw. nicht (auch nicht teilweise) anlasslos von den Verträgen zurücktreten. Davon unberührt bleibt ein Rücktrittsrecht nach §§ 323, 324, 634 Nr. 3 BGB.
9.1. Alle Umbuchungen sind nur für den ganzen Vorgang je Spieltag möglich, wenn das entsprechende Angebot verfügbar ist und die POV bzw. GO ihr zustimmt.
9.1.1. Bei einer Umbuchung in Form einer Änderung des Datums (bei gleicher Ticketkategorie) sowie generell bei allen anderen Umbuchungen (Umbuchung in eine andere Ticketkategorie) fällt für die Umbuchung selbst eine Umbuchungspauschale in Höhe von EUR 10,00 (netto und somit zzgl. USt.) je Ticket an. Im Übrigen ist das jeweilige Entgelt für das Ticket in der umgebuchten Ticketkategorie zu bezahlen. Sofern im Rahmen einer Umbuchung mehr als ein Parameter geändert wird (z.B. anderes Datum und Ticketkategorie), so fällt für die Umbuchung selbst dennoch nur eine Umbuchungspauschale in Höhe von EUR 10,00 (netto und somit zzgl. USt.) pro Ticket an.
9.1.2. Dem Busunternehmer ist der Nachweis gestattet, dass der POV bzw. der GO für die Umbuchung selbst überhaupt kein oder ein wesentlich niedrigerer Betrag zusteht als die jeweilige Umbuchungspauschale. Im Fall des Nachweises eines wesentlich niedrigeren Betrags ist dieser zu bezahlen.
9.2. Die Umbuchungspauschale ist sofort fällig. In Bezug auf das Entgelt gelten die Fälligkeitsregeln wie bei Abschluss eines neuen Vertrags.
10. Rügepflichten des Busunternehmer
10.1. Sollte der Busunternehmer der Ansicht sein, dass Leistungen der POV oder der GO nicht oder nicht vertragsgemäß erbracht werden, so wird er dies unverzüglich gegenüber der POV anzeigen.
10.2. Die Rüge hat in Textform zu erfolgen und die Umstände, welche der Busunternehmer als nicht vertragsgemäß erachtet, detailliert zu beschreiben.
11. Pflichten des Busunternehmers; Vorlage und Freigabe von Werbemitteln
11.1. Der Busunternehmer wird alles unterlassen, was den unzutreffenden Eindruck erwecken könnte, die POV und/oder die GO wären bezüglich der an den Busunternehmer vermarkteten Leistungen Reiseveranstalter im Sinne der §§ 651a ff. BGB. Alleiniger Vertragspartner der POV und der GO ist der Busunternehmer. Der Busunternehmer bezieht lediglich Leistungen von der POV und der GO, weshalb weder die POV noch die GO Reiseveranstalter sind.
11.2. Der Busunternehmer wird bezüglich des Inhalts der Leistungen, welche er von der POV bzw. der GO bezieht, gegenüber seinen Endkunden keine inhaltlich unzutreffenden Angaben, insbesondere keine weitergehenden Zusagen, machen.
11.3. Der Busunternehmer verpflichtet sich gegenüber der GO, alle Werbemittel, deren Verwendung er beabsichtigt, im Voraus der POV vorzulegen und diese erst nach Freigabe durch die POV zu verwenden; die POV handelt hierbei im Namen der GO. Der POV steht zur Prüfung der Werbemittel ein Zeitraum von zwei vollen Werktagen zu. Die POV wird dabei nach billigem Ermessen handeln und eine Freigabe nur verweigern, wenn berechtigte Interessen der GO dies erfordern. Die POV wird bei der Ausübung des Ermessens die berechtigten Belange des Busunternehmers an Werbung genauso berücksichtigen wie die berechtigten Belange der GO, insbesondere dem Belang, das Image der Passionsspiele Oberammergau als weltbekannte religiöse Veranstaltung zu wahren.
11.4. Im Übrigen wird auf die Pflichten nach Ziffer 13.4 ff. hingewiesen.
12. Leistungsbeschreibung der von der GO geschuldeten Leistung
12.1. Die im Rahmen des Vertrags von der GO geschuldete Leistung ist es, dem Busunternehmer den Besuch der Passionsspiele Oberammergau an dem vereinbarten Tag und in der vereinbarten Kategorie zu gestatten.
12.2. Das Ticket selbst verkörpert kein Recht und keinen Anspruch. Die Rechte und Pflichten bestehen nur gemäß dem zwischen der GO und dem Busunternehmer abgeschlossenem Vertrag.
12.3. Die GO ist jedoch berechtigt, den Vertrag mit dem Busunternehmer dadurch zu erfüllen, dass die GO dem Besitzer des Tickets gegenüber die geschuldete Leistung erbringt, unabhängig davon, ob dieser auch der Vertragspartner der GO ist.
12.4. Zur Klarstellung: Von diesem Ticketvertrag nicht umfasst ist eine Verpflegung oder Unterlagen wie ein Textbuch.
12.5. Nach ca. 2,5 Stunden Aufführung findet eine große Pause statt. Sofern die Aufführung vor der großen Pause abgebrochen wird, erhält der Busunternehmer auf sein Verlangen hin sein Ticketentgelt zurück. Sofern die Aufführung mindestens bis zur großen Pause durchgeführt wurde und danach nicht mehr fortgeführt werden kann, ohne dass dies die GO zu vertreten hätte, hat der Busunternehmer keine Ansprüche, insbesondere keinen Anspruch auf Rückerstattung des Ticketentgelts.
13. Erwerb von Tickets, die am Ende von dritten Besuchern genutzt werden
13.1. Der Busunternehmer kann einen Vertrag abschließen, der eine Vielzahl von Tickets umfasst. Auch in diesem Fall kommt ausschließlich ein Vertrag mit dem Busunternehmer zustande.
13.2. In einem solchen Fall wird die GO den Vertrag mit dem Busunternehmer dadurch erfüllen, dass sie denjenigen Personen, welchen der Busunternehmer die von ihm erworbenen Tickets übergeben hat („Besucher“), ebenfalls bei Vorlage des Tickets den Einlass zu den Passionsspielen Oberammergau am vereinbarten Tag in der vereinbarten Kategorie gewährt.
13.3. Das Mindestalter für den Besuch der Passionsspiele Oberammergau ist 6 Jahre. Der Busunternehmer kann daher ein Ticket nur an einen Besucher mit einem Alter von jedenfalls 6 Jahren übergeben.
13.4. Der Busunternehmer hat sicherzustellen, dass der jeweilige Besucher folgende Pflichten einhält.
14. Pflichten des Besuchers in Bezug auf das Ticket
14.1. Der Besucher ist verpflichtet, unmittelbar nach Erhalt des Tickets seinen Namen einzutragen.
14.2. Der Besucher ist verpflichtet, sein Ticket am Einlass vorzuzeigen. Es finden Einlasskontrollen statt.
14.3. Der Besucher ist weiter verpflichtet, auf Verlangen am Einlass seinen Personalausweis vorzuzeigen, um überprüfen zu können, ob die auf dem Ticket eingetragene Person dieselbe ist wie der Besitzer des Tickets.
14.4. Der Besucher ist weiter verpflichtet, sein Ticket während der Aufführung jederzeit bei sich zu führen und auf Verlangen vorzuzeigen.
14.5. Der Besucher ist verpflichtet, sein Ticket jederzeit zur Überprüfung zu überlassen, insbesondere, um gefälschte Tickets zu erkennen. Der Besucher hat auf Aufforderung hin darzulegen, wie er in den Besitz des Tickets gelangt ist und auf welcher vertraglichen Grundlage (konkreter Vertragsschluss) er anwesend ist. Sollte sich herausstellen, dass der Besucher mit einem gefälschten Ticket eingelassen wurde, ist er verpflichtet, auf Anweisung seinen Platz wieder zu verlassen.
14.6. Veränderungen des Tickets (außer solche bezüglich einer Namenseintragung) sind zu unterlassen und führen zur Ungültigkeit des Tickets. Eine solche Veränderung berechtigt dazu, den Einlass zu verweigern. Dies gilt insbesondere dann, wenn der auf dem Ticket aufgedruckte Preis geschwärzt wurde.
15. Pflichten des Besuchers im Rahmen des Besuchs der Passionsspiele
15.1. Der Besucher ist verpflichtet, beim Besuch der Passionsspiele Oberammergau angemessene Kleidung zu tragen und eine angemessene Verhaltensweise an den Tag zu legen, um dem Charakter der Passionsspiele Oberammergau gerecht zu werden.
15.2. Der Besucher hat es zu unterlassen Ton-, Bild- und/oder Videoaufnahmen von den Passionsspielen Oberammergau anzufertigen.
15.3. Dem Besucher ist bekannt, dass bei den Passionsspielen Oberammergau Ton-, Bild- und/oder Videoaufnahmen gemacht werden, welche die Besucher einschließen können und welche kommerziell unbeschränkt in einer üblichen Art und Weise verwertet werden, ohne dass den Besuchern ein Vergütungsanspruch zusteht.
15.4. Der Besucher hat es zu unterlassen, Tiere zu den Passionsspielen Oberammergau mitzunehmen. Insbesondere ist die Mitnahme von Hunden zu unterlassen; dies gilt auch für Blindenhunde, da aufgrund der Räumlichkeiten generell keine Hunde möglich sind.
15.5. Der Besucher hat es zu unterlassen einen oder mehrere der folgenden Gegenstände mitzunehmen oder mitzuführen: Speisen, Getränke, Taschen welche das DIN A4-Format überschreiten, pyrotechnisches Material, Waffen, Feuerwerkskörper, oder andere gefährliche Gegenstände.
15.6. Im Rahmen der Einlasskontrollen finden ggf. Taschen- und Körperkontrollen statt. Diese sind in angemessenem Umfang zu dulden.
15.7. Der Besucher hat das Rauchen im Gebäude zu unterlassen.
15.8. Der Besucher hat während der Vorstellungen etwaige Geräte (z.B. Handy, Smartphone) so einzurichten, dass diese weder durch Ton-, Vibrations- oder Lichtsignale die Aufführung stören.
16. Einlass
16.1. Der Einlass findet eine Stunde vor Aufführungsbeginn statt. Der Besucher muss sich pünktlich zum Aufführungsbeginn auf seinem Sitzplatz eingefunden haben.
16.2. Nach Veranstaltungsbeginn ist ein Zutritt zur Veranstaltung nur möglich, sofern und soweit dies die Aufführung nicht stört und soweit der Einlass noch geöffnet ist. Die GO wird das nach billigem Ermessen prüfen.
17. Mitteilung von Information über die Besucher für das Sicherheitskonzept
Der Busunternehmer ist verpflichtet, spätestens am 31. Tag vor dem Tag der Aufführung der POV eine Liste mit den Namen und der jeweiligen Handynummer der Besucher zukommen zu lassen; die POV handelt dabei im Namen der GO. Diese Daten werden für das Sicherheitskonzept genutzt (vgl. Ziffer 29.)
18. Ermäßigte Tickets
18.1. Es besteht ein begrenztes Kontingent an ermäßigten Tickets. Auch der Busunternehmer darf solche ermäßigten Tickets erwerben. Die ermäßigten Tickets können jedoch nur genutzt werden, wenn der jeweilige Besucher die Voraussetzungen für das ermäßigte Ticket erfüllt. Insoweit gelten folgende Regelungen.
18.2. Eine Kategorie der ermäßigten Tickets kann von Schüler und Studenten bis zum Alter von 25 Jahren genutzt werden, sofern der Besucher zum Zeitpunkt der Aufführung Schüler bzw. Student ist und ein Alter von 25 Jahren nicht überschritten hat.
18.3. Eine andere Kategorie von ermäßigten Tickets kann von Rollstuhlfahrern genutzt werden. Eine etwaige Begleitperson hat das volle Entgelt zu bezahlen.
18.4. Am Einlass muss die Berechtigung zur Ermäßigung nachgewiesen werden. Schüler und Studenten müssen einen zum Zeitpunkt des Einlasses gültigen Schüler- bzw. Studentenausweis sowie zusätzlich ihren Personalausweis vorzeigen.
18.5. Wenn der Nachweis nicht erbracht wird, ist ein Einlass nur möglich, wenn vor Ort die Differenz zum jeweiligen Entgelt ohne Ermäßigung bezahlt wird.
19. Vorbehalt der Änderung des Vorstellungsbeginns
19.1. Die GO wird die Passionsspiele Oberammergau grundsätzlich am vereinbarten Tag zur angekündigten Uhrzeit durchführen.
19.2. Die GO ist berechtigt, die Passionsspiele Oberammergau am vereinbarten Tag zu einer anderen Uhrzeit durchzuführen, wenn hierfür ein bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer, wichtiger Grund vorliegt und die andere Uhrzeit für den Busunternehmer zumutbar ist. Ein wichtiger Grund für die Verschiebung des Beginns auf eine andere Uhrzeit sind insbesondere behördliche Anordnungen und höhere Gewalt. Unzumutbar ist dem Busunternehmer ein Vorstellungsbeginn vor 12:00 Uhr und nach 19:00 Uhr.
19.3. Die GO wird über eine Änderung der Uhrzeit des Beginns unverzüglich über ihre Website informieren. Dem Busunternehmer obliegt es, sich 48 Stunden vor dem angekündigten Veranstaltungsbeginn per Telefon +49 8822 949 88 57 oder auf der Website www.passionsspiele-oberammergau.de über etwaige Änderungen zu informieren.
20. Vorbehalt der Änderung des Sitzplatzes
20.1. Der Busunternehmer (bzw. Besucher) kann bei der Aufführung der Passionsspiele Oberammergau grundsätzlich den vereinbarten Sitzplatz einnehmen.
20.2. Die GO ist berechtigt, dem Busunternehmer (bzw. Besucher) einen anderen Sitzplatz zuzuweisen, wenn hierfür ein bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer, wichtiger Grund vorliegt und der neu zugewiesene Sitzplatz für den Busunternehmer (bzw. Besucher) zumutbar ist. Ein wichtiger Grund für die Zuweisung eines anderen Sitzplatzes ist es, wenn der vertraglich vereinbarte Sitzplatz nicht mehr verfügbar ist, z.B. aufgrund behördlicher Anordnungen oder Beschädigung. Der neu zugewiesene Sitzplatz ist für den Busunternehmer (bzw. Besucher) nur zumutbar, wenn er sich innerhalb derselben Kategorie befindet.
20.3. Sollte ein wichtiger Grund vorliegen, aber kein Sitzplatz mehr in derselben Kategorie verfügbar sein, so wird dem Busunternehmer (bzw. Besucher), soweit verfügbar, ein Sitzplatz in einer niedrigeren Kategorie zugewiesen. Der Busunternehmer kann in diesem Fall verlangen, dass ihm die Differenz des gezahlten Ticketentgelts zum Entgelt für ein Ticket in der niedrigeren Kategorie erstattet wird.
21. Verlust eines Tickets
21.1. Für den Fall, dass der Busunternehmer ein Ticket verloren hat, gilt Folgendes:
21.2. Der Busunternehmer kann sich an die POV wenden, welche im Namen der GO die Angelegenheit prüfen wird.
21.3. Der Busunternehmer hat in diesem Rahmen das zur Verfügung gestellte Formular wahrheitsgemäß auszufüllen, sich mit der ggf. anfallenden Bearbeitungsgebühr einverstanden zu erklären und Belege über den Vertragsschluss sowie ggf. eine Personalausweiskopie des Besuchers beizufügen. Die Angelegenheit wird sodann geprüft; die GO kann nach billigem Ermessen entscheiden, ob dem Busunternehmer ersatzweise ein neues Ticket ausgestellt wird. In diesem Fall verliert das verlorengegangene Ticket seine Gültigkeit.
22. Folge von Pflichtverletzungen des Busunternehmer bzw. eines Besuchers
Die GO ist berechtigt, bei einer Pflichtverletzung des Busunternehmers (bzw. Besuchers) nach vorheriger Abmahnung, bei Vorliegen eines wichtigen Grunds auch ohne vorherige Abmahnung, ihr Hausrecht auszuüben und den jeweiligen Besucher vom Veranstaltungsort zu entfernen.
23. Keine Abtretung von Ansprüchen
Der Busunternehmer kann seine Erfüllungsansprüche aus den Verträgen nicht abtreten. Er kann auch sonstige Ansprüche aus diesen Verträgen, insbesondere solche auf Nacherfüllung oder Schadensersatz, nicht abtreten. Eine Abtretung ist möglich, wenn die POV bzw. GO im Einzelfall die vorige ausdrückliche Zustimmung erteilen. Die POV bzw. GO werden dabei nach billigem Ermessen handeln und die Zustimmung nur bei Vorliegen sachlicher Gründe verweigern.
24. Abwicklung von Beschwerden der Endkunden des Busunternehmer
24.1. Zwischen der POV bzw. der GO und den Endkunden des Busunternehmers besteht keine vertragliche Beziehung. Der Busunternehmer wird Beschwerden seiner Endkunden selbst bearbeiten. Der Busunternehmer wird es unterlassen, seine Endkunden bezüglich Beschwerden oder der Geltendmachung von Ansprüchen an die POV und/oder die GO zu verweisen.
24.2. Davon unberührt bleibt das Recht des Busunternehmers, sich im eigenen Namen und bezüglich eigener behaupteter Ansprüche an die POV bzw. die GO zu wenden.
25. Keine Geltung der AGB des Busunternehmers
Allgemeine Geschäfts- oder Auftragsbedingungen des Busunternehmers finden keine Anwendung. Dies gilt auch, wenn sich der Busunternehmer im Rahmen des Vertragsschlusses oder danach auf diese beziehen sollte und die POV bzw. GO diesen nicht widerspricht.
26. Ausschluss einer Aufrechnung und der Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts
Der Busunternehmer kann mit behaupteten Forderungen gegenüber der POV und/oder gegenüber der GO nur aufrechnen oder gegenüber diesen ein Zurückbehaltungsrecht geltend machen, wenn und soweit die vom Busunternehmer behaupteten Forderungen unstreitig oder rechtskräftig festgestellt sind.
27.1. Bei Sach- oder reinen Vermögensschäden haften die POV und die GO und ihre Erfüllungsgehilfen nicht, es sei denn, es handelt sich um die Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht. „Wesentliche Vertragspflichten“ sind solche, bei deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet wäre. Eine wesentliche Vertragspflicht der POV ist z.B., dass der Ticketvertrag mit der Gemeinde Oberammergau vermittelt wird. Eine wesentliche Vertragspflicht der GO ist z.B., dass die Passionsspiele Oberammergau stattfinden und aufgeführt werden.
27.2. Bei Sach- oder reinen Vermögensschäden haften die POV und die GO und ihre Erfüllungsgehilfen, sofern es sich um die Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht handelt, auf Schadensersatz nur in Höhe des dreifachen vereinbarten Entgelts, wobei es auf das Entgelt für das betroffene oder die betroffenen Tickets ankommt.
27.3. Unberührt von der Haftungsbeschränkung bleiben die Rechte bzw. Ansprüche aus §§ 323, 324, 634 Nr. 1, 2 und 3 BGB.
27.4. Vorstehende Haftungsbeschränkungen finden nicht Anwendung bei einer Verletzung des Leben, des Körpers oder der Gesundheit und auch nicht bei vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzungen der POV, der GO oder ihrer Erfüllungsgehilfen.
28. Änderung der AGB
28.1. Diese AGB können geändert werden, indem die POV bzw. GO dem Busunternehmer neue AGB in Textform zusendet. Nach Erhalt der neuen AGB hat der Busunternehmer zwei Wochen Zeit, der Geltung der neuen AGB in Textform zu widersprechen. Widerspricht der Busunternehmer nicht innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt den neuen AGB in Textform, so sind die neuen AGB vereinbart. Der Busunternehmer wird auf die Folgen eines unterlassenen Widerspruchs innerhalb der Frist im Rahmen der Übersendung der neuen AGB hingewiesen werden. Widerspricht der Busunternehmer den neuen AGB innerhalb der Frist von zwei Wochen nach deren Erhalt in Textform, so gelten die ursprünglich vereinbarten AGB fort.
28.2. Darüber hinaus ist die POV bzw. die GO berechtigt, diese AGB jederzeit durch einseitige Erklärung in Textform in einer für den Busunternehmer zumutbaren Weise nach billigem Ermessen zu ändern. Die Anpassung darf inhaltlich nur in Bezug auf solche Regelungen erfolgen, durch welche von Rechtsvorschriften abgewichen wird oder welche Rechtsvorschriften ergänzen.
29. Datenschutz
Die vom Busunternehmer angegebenen Daten werden sowohl von der POV als auch von der GO erhoben, gespeichert, verarbeitet und verwendet, um die Verträge durchzuführen. Die Durchführung der Verträge erfasst auch die Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Verwendung der Daten im Rahmen eines Sicherheitskonzepts für die Passionsspiele Oberammergau 2020. Das Sicherheitskonzept kann es z.B. mit einschließen, dass an eine angegebene Handynummer ein bestimmter Sammelpunkt mitgeteilt oder vor dem Aufenthalt in einem bestimmten Bereich gewarnt wird.
30. Geltung der deutschen Fassung
31. Salvatorische Klausel
31.1. Sollte eine Bestimmung dieser Verträge oder AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchsetzbar sein, werden die Wirksamkeit und Durchsetzbarkeit aller übrigen Bestimmungen davon nicht berührt.
31.2. Die Parteien verpflichten sich, an Stelle einer unwirksamen oder undurchsetzbaren Bestimmung eine dieser Bestimmung möglichst nahekommende wirksame und durchsetzbare Regelung zu treffen.
32. Schlussklausel (anwendbares Recht, Gerichtsstand, Erfüllungsort)
32.1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausgeschlossen ist auch die Anwendung der Normen des internationalen Privatrechts, insbesondere der Verweisungsnormen des deutschen Rechts. § 334 BGB wird nicht ausgeschlossen.
32.2. Erfüllungsort für alle Pflichten der POV, der GO und des Busunternehmer ist Oberammergau, Deutschland.
32.3. Gerichtsstand ist Garmisch-Partenkirchen, Deutschland.
Tel. +49 8822 83 59 33 0