Source: https://www.kindernetzwerk.de/de/sgbviii-online-link-wegweiser.html
Timestamp: 2018-07-21 09:33:56
Document Index: 176665262

Matched Legal Cases: ['§1', '§2', '§ 1', '§ 16', '§ 20', '§ 22', '§ 25', '§ 27', '§ 28', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 41', '§ 35', '§ 36', '§ 41', '§1']

SGB VIII: Kinder- und Jugendhilfe - Kindernetzwerk e.V.
§1 der allgemeinen Vorschriften des SGB VIII regelt das Recht auf Erziehung, die Elternverantwortung und die Jugendhilfe. Satz 1 besagt, dass „jeder junge Mensch“ ein „Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ hat.
„Insbesondere haben seelisch beeinträchtigte Kinder und Jugendliche ein besonderes Recht (Rechtsanspruch) auf „Eingliederungshilfe“, wenn ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.“
„Informationen über die Verfügbarkeit der gesetzlich vorgesehenen Leistungen der Jugendhilfe sind beim örtlichen Jugendamt zu erfragen, da diese Leistungen selbst oder über beauftragte Dritte (Freie Träger, privatgewerbliche Angebote) sicherzustellen sind. Auskunft können in der Regel auch die örtlichen Erziehungsberatungsstellen erteilen.“
§2 beschreibt die Aufgaben der Jugendhilfe. Sie umfasst „Leistungenzugunsten junger Menschen und Familien“. Sie soll unter anderem „junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen“
Unterstützungsleistungen der Jugendhilfe greifen in folgenden Feldern:
1. Information und Beratung § 1
2. Jugendhilfe soll … (3, 2) „Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen.“
§ 16 Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie (2): Leistungen zur Förderung der Familie sind insbesondere „Angebote der Beratung in allgemeinen Fragen der Erziehung und Entwicklung junger Menschen“. Leistungen zur Förderung der Familie sind insbesondere Angebote der Familienfreizeit und der Familienerholung, insbesondere in belastenden Familiensituationen, die bei Bedarf die erzieherische Betreuung der Kinder einschließen“.
§ 20 Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen (FamilienpflegeLink: http://www.pflegewiki.de/wiki/Familienpflege
https://www.caritas.de/glossare/familienpflege
§ 22a Förderung in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege: „(4) Kinder mit und ohneBehinderung sollen, sofern der Hilfebedarf dies zulässt, in Gruppen gemeinsam gefördert werden.“
Link: http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbviii/23.html
§ 25 Unterstützung selbst organisierter Förderung von Kindern.
Mütter und Väter sollen bei diesem Vorhaben beraten und unterstützt werden
§ 27 ff Hilfen zur Erziehung: Hilfen zur Erziehung werden bei Bedarf in folgenden Formen geleistet:
Erziehungsberatung (§ 28),
Die Leistungen der Erziehungsberatung können von Kindern, Jugendlichen, Eltern oder anderen Erziehungsberechtigten kostenfrei und direkt in Anspruch genommen werden. „Dabei sollen Fachkräfte verschiedener Fachrichtungen zusammenwirken, die mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen vertraut sind“ Link: http://dejure.org/gesetze/SGB_VIII/28.html
Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer (§ 30),
„Der Erziehungsbeistand und der Betreuungshelfer sollen das Kind oder den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblematiken möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds unterstützen und unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie seine Verselbständigung fördern“
Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31),
Erziehung in einer Tagesgruppe (§ 32),
Vollzeitpflege (§ 33),
Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform (§ 34), Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§ 35). Diese Hilfen können auch jungen Volljährigen gewährt werden (§ 41). Dann tritt an die Stelle des Erziehungsberechtigten oder des Kindes oder Jugendlichen, der junge Volljährige.
Link: http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=110538
§ 35a Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche (!)
2. daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten sind.“
Maßnahmen zur Eingliederungshilfe trägt das jeweils zuständige Jugendamt. Es holt sich zur Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs die fachmännische Beurteilung eines Gutachters ein; wesentlich ist, dass dieser Gutachter nicht gleichzeitig der den Fall betreuende Therapeut sein darf.
Siehe hierzu Anwalt.de
Siehe hierzu Moses online
§ 36 regelt die Mitwirkung der Betroffenen bei der Erstellung eines Hilfeplans: „(1) Der Personensorgeberechtigte und das Kind oder der Jugendliche sind vor der Entscheidung oder die Inanspruchnahme einer Hilfe und vor einer notwendigen Änderung von Art und Umfang der Hilfe zu beraten und auf die möglichen Folgen für die Entwicklung des Kindes oder des Jugendlichen hinzuweisen.“
§ 41 betrifft die Hilfeleistung für junge Volljährige ‐ Hilfe „für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung“ werden in der Regel bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt. In besonderen Fällen können die Hilfen über diesen Zeitraum fortgesetzt werden.
[1] Trost‐Brinkhues, Gabriele (2015): Rechtliche und gesetzliche Grundlagen zur Teilhabe für Kinder und Jugendli‐ che; Ein Überblick über die vorhandenen Gesetze und deren Bedeutung für Familien mit chronisch kranken und behinderten Kindern. In: Online‐Ratgeber Teilhabe des KNW
[1] Nitsch, Roman (2015): Online Handreichung des KNW
[1] Satz 3.1 §1 SGB VIII