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Timestamp: 2018-09-19 03:53:10
Document Index: 297056377

Matched Legal Cases: ['§ 289', '§ 315', '§ 289', '§ 315', '§ 172', '§ 289']

Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2017
Der Umsatz des SIMONA Konzerns ist im Geschäftsjahr 2017 um 7,5 Prozent gestiegen. Damit wurde ein erfreuliches organisches Wachstum erzielt, das im Rahmen der mittelfristig vereinbarten Ziele liegt. Ohne die nicht beeinfl uss baren Wechselkursentwicklungen hätte eine dem Umsatzwachstum entsprechende Ertragsverbesserung erzielt werden können. Bei der Wertung der aktuellen Lage und der Zukunftsaussichten des SIMONA Konzerns ist für den Aufsichtsrat jedoch das operative Ergebnis von größerer Bedeutung. Dieses ist deutlich gestiegen. Deshalb hält der Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe des Vorjahres für angemessen und schließt sich der Empfehlung des Vorstandes an.
Auf dem Wege zur Erreichung der langfristigen strategischen Ziele machte das Unternehmen in 2017 weiter Fortschritte. Hemmend wirkte sich dabei aus, dass weltweit eine gewaltige Summe an Kapital nach rentablen Anlagemöglichkeiten sucht. Damit verschlechtern sich die Chancen zum Erwerb nachhaltig rentabler Beteiligungen. Deshalb erfolgten in 2017 keine neuen Akquisitionen.
Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass SIMONA für die Zukunft gut gerüstet ist. Eine Voraussetzung dafür ist die solide finanzielle Ausstattung. Aber auch die zu erwartenden Früchte des Technologiezentrums, das Greifen unserer langjährigen Bemühungen in Asien, vor allem in China im vergangenen Jahr, der Erfolg der Akquisitionen in den USA, eine neue Führungsstruktur und die rechtlich saubere Trennung der Unternehmensbereiche zur besseren Transparenz für die Verantwortlichkeiten im Konzern stärken diese Zuversicht.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2017 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung auf Recht-, Zweck und Ordnungsmäßigkeit überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich durch den Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Vorgänge und Themen informiert, bei Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft auch unverzüglich. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt.
Gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017 die Effizienz seiner Tätigkeit mittels eines Fragebogens überprüft. Sowohl in Bezug auf die eigene Arbeit wie auch bei der Zusammenarbeit mit dem Vorstand war das Ergebnis ohne Beanstandungen und es wurden keine Änderungswünsche geäußert.
Der Aufsichtsrat tagte 2017 in vier ordentlichen Sitzungen. An der Sitzung am 26. Juli 2017 konnte der Arbeitnehmervertreter Markus Stein nicht teilnehmen. An den anderen Sitzungen des Berichtsjahres 2017 haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen.
In der Sitzung vom 23. Februar 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem vorläufigen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2016 und der aktuellen Geschäftssituation. Außerdem diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2016. Des Weiteren verabschiedete der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Ende Februar ausscheidenden Arbeitnehmervertreter Jörg Hoseus und Gerhard Flohr wurden mit herzlichem Dank für ihre im Interesse der Arbeitnehmer und des Unternehmens geleistete Arbeit für den Aufsichtsrat verabschiedet.
An der Sitzung vom 20. April 2017 nahmen erstmals die neu gewählten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, Andy Hohlreiter und Markus Stein, teil. Es standen die Feststellung und Genehmigung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der AG, des Vorschlages des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2016 erzielten Bilanzgewinnes, des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2016 und des Ergebnisses der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung auf der Tagesordnung. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat außerdem die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2017. Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftssituation und den Ausblick für den SIMONA Konzern. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit strategischen Fragen zu USA und China sowie mit der Zielgröße für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat.
In der Sitzung vom 26. Juli 2017 informierte sich der Aufsichtsrat über das Geschäftsergebnis des ersten Halbjahres. Der Aufsichtsrat behandelte ebenfalls die aktuelle Entwicklung der Wechselkurse und mögliche Maßnahmen, die damit verbundenen Risiken einzuschränken. Ebenfalls besprochen wurde eine Strategieüberprüfung des Geschäftes für Rohre und Formteile mit entsprechenden Schlussfolgerungen. Darüber hinaus wurde beschlossen, im Zuge des SIMONA-HOME-2025-Projektes einer Standortverlagerung nennenswerten Umfanges keine Priorität einzuräumen.
In der Sitzung vom 14. Dezember 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten. Des Weiteren wurde das Budget für 2018 ausführlich besprochen und genehmigt. Wie in der vorausgegangenen Sitzung war ein Schwerpunktthema die geplante Ausgliederung der Produktionsbereiche aus der SIMONA AG in eigenständige Produktionsgesellschaften als 100-prozentige Konzerntöchter. Vor- und Nachteile einer solchen Aufstellung der SIMONA für die Zukunft wurden ausführlich diskutiert und der grundsätzliche Beschluss gefasst, die SIMONA auch in ihrer gesellschaftsrechtlichen Struktur zukunftsfähig und wettbewerbsgerecht auszurichten. In dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat intern mit der routinemäßigen Anpassung der fixen Vergütung des Vorstandes und beschloss, den Vertrag mit Herrn Dirk Möller bis 30. Juni 2019 zu verlängern. Ein weiterer Themenschwerpunkt war ein neues Konzept für die Verwaltung in Kirn mit entsprechenden organisatorischen Verbesserungen. Außerdem beriet und verabschiedete der Aufsichtsrat das künftige Führungskonzept.
Der Wirtschaftsausschuss beriet in vier Sitzungen. Er befasste sich vor allem mit den weiteren Aussichten in USA und China. Besonderes Augenmerk galt der strategischen Ausrichtung der Geschäftsbereiche Halbzeuge und Fertigteile sowie Rohre und Formteile und der Entwicklung der Wechselkurse. Besprochen wurden auch vom Vorstand vorgelegte Unterlagen zu Leistung und Kosten externer Beratung. Der Wirtschaftsausschuss beriet Beschlussvorlagen für den gesamten Aufsichtsrat zu den wesentlichen internen Projekten des Vorstandes, insbesondere zur rechtlichen Ausgliederung der Produktionsgesellschaften.
Der Personalausschuss traf sich in fünf Sitzungen. Er befasste sich intensiv mit den personellen Aspekten der Standortdiskussion und vor allem mit der künftigen Führungsstruktur insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung des Konzerns. Zu diesem Thema fand eine gemeinsame Sitzung mit dem gesamten Vorstand statt.
Alle Mitglieder unseres Aufsichtsrates sind verpflichtet, auftretende Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen. Im Geschäftsjahr 2017 gab es, wie in den Vorjahren, keine Interessenkonflikte. Wir haben überprüft und festgestellt, dass alle Mitglieder unseres Gremiums unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex sind.
Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2017 wurde durch die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft, die von der Hauptversammlung am 09. Juni 2017 zum Abschlussprüfer gewählt worden war. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 19. April 2018 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 19. April 2018 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat hat sich mit der Nichtfinanziellen Erklärung des Unternehmens nach §§ 289b und 289c HGB ausführlich auseinandergesetzt und diese in seiner Prüfungssitzung am 19. April 2018 im Plenum diskutiert und verabschiedet. Er hat den Inhalt der Nichtfinanziellen Erklärung keiner freiwilligen Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen, da der erforderliche Sachverstand im Gremium vertreten ist.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren viele Mitarbeitende über ihren eigenen Verantwortungsbereich hinaus zusätzlich mit arbeitsintensiven Projekten und Sonderaufgaben betraut. Diesem besonderen Einsatz gilt unser herzlicher Dank. In diesen Dank schließen wir den Vorstand sowie unsere Kunden und Partner für die gute Zusammenarbeit gerne ein.
Kirn, 19. April 2018