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Timestamp: 2019-02-22 08:09:19
Document Index: 218301608

Matched Legal Cases: ['Art. 12', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 13', '§ 32', '§ 38', '§ 67', '§ 5', '§ 5', '§ 30', '§ 21', '§ 42', '§ 49', '§ 27', '§ 39', '§ 38', '§ 5', '§ 69', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 67', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 37', '§ 4', '§ 5', '§ 37', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 3']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein Mau/KruNatSchGebV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“ vom 19. November 2013 | gültig ab: 28.12.2013
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“...
juris-Abkürzung: Mau/KruNatSchGebV SH
Fundstelle: GVOBl. 2013, 517
Gliederungs-Nr: 791-10-11
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Anlage 2 Nummer 1 neu gefasst (Art. 12 LVO v. 16.05.2018, GVOBl. S. 296)
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“ vom 19. November 2013 28.12.2013
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet 28.12.2013
§ 2 - Geltungsbereich 28.12.2013
§ 3 - Schutzzweck, Erhaltungsziele 28.12.2013
§ 4 - Verbote 28.12.2013
§ 5 - Zulässige Handlungen 28.12.2013
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 28.12.2013
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 28.12.2013
§ 8 - Inkrafttreten 28.12.2013
Bekanntmachung - Bekanntmachung zu der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“ 28.12.2013
Anlage 1a 28.12.2013
Anlage 1b 28.12.2013
Aufgrund des § 13 Abs. 1 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) vom 24. Februar 2010 (GVOBl. Schl.-H. S. 301, ber. S. 486), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 13. Juli 2011 (GVOBl. Schl.-H. S. 225), in Verbindung mit § 32 Abs. 2 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154), sowie aufgrund des § 38 Landesjagdgesetz (LJagdG) vom 13. Oktober 1999 (GVOBl. Schl.-H. S. 300, ber. 2008 S. 135), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 8. Februar 2012 (GVOBl. Schl.-H. S. 266), verordnet das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume:
(1) Der Wald Maura, die ihn umgebenden extensiv gepflegten Flächen westlich des Waldes Eichhorst sowie das südlich angrenzende Krukenbektal mit Randflächen nordwestlich der Ortslage Dargow, Gemeinden Salem und Sterley, Kreis Herzogtum Lauenburg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet ist Teil eines Europäischen Vogelschutzgebietes im Sinne der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. EU Nr. L 20, S. 7) und bis auf wenige Flächen Teil eines besonderen Schutzgebietes (FFH-Gebiet) im Sinne der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. EU Nr. L 206, S. 7), zuletzt geändert durch Richtlinie 2006/105/EG des Rates vom 20. November 2006 (ABl. EU Nr. L 363, S. 368).
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung „Maura und Krukenbek“ unter Nummer 208 in das bei der obersten Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 84 ha groß und umfasst im Teilbereich nördlich der Kreisstraße K 48 Grünland- und Waldflächen nördlich des Krukenbektales sowie das Krukenbektal selbst mit Hangflächen und im Teilbereich südlich der K 48 weitere land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen des Krukenbektales mit Hangbereichen bis zum Naturschutzgebiet „Schaalsee mit Niendorfer Binnensee, Priestersee und Großzecher Küchensee, Phuhlsee, Seedorfer Küchensee und Umgebung“.
(2) In der dieser Verordnung als Anlage 1a beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt. In der dieser Verordnung als Anlage 1b beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:25.000 ist das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen.
(3) Die Grenze des Naturschutzschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. In der Abgrenzungskarte 1 b im Maßstab 1:5.000 ist das FFH-Gebiet senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen. Die Ausfertigungen der Karten sind bei der obersten Naturschutzbehörde verwahrt. Diese Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
bei der Landrätin oder dem Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, untere Naturschutzbehörde, 23909 Ratzeburg;
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung des biologisch-ökologisch besonders vielfältigen Talzuges der Krukenbek einschließlich der angrenzenden teilweise staunassen Grundmoränenzonen und gestauchten Sandkuppen. Die kleinflächig wechselnden Vorkommen von Bruch- und Sumpfwäldern, Röhrichten und Sümpfen, zahlreichen Kleingewässern und Weihern, einem regenerierenden Niedermoorkomplex mit teilweise artenreichem, zeitweise überschwemmten Feuchtgrünland, angrenzenden Grasfluren und Heiden, Buchen-, Eichen- und Kiefern-, sowie Birken-Pionierwäldchen, auch auf ehemaligen Bodenabbauflächen und artenreichen Steilhängen, bilden Lebensräume charakteristischer, teilweise auch gefährdeter Arten und Lebensgemeinschaften, teilweise auch von europäischer Bedeutung.
(2) Schutzzweck ist es, Natur und Landschaft in diesem Gebiet in ihrer Ganzheit dauerhaft zu erhalten, zu entwickeln oder wiederherzustellen. Besonderes Augenmerk gilt den Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften wild lebender Tier- und Pflanzenarten.
die besondere Eigenart, Schönheit und Vielfalt der
dauerhaft ungenutzten, teilweise staunassen Waldbereiche, Sümpfe sowie trockenen Waldformationen der Übergangszonen und Sandkuppen,
flachen Stillgewässer, Hochstauden und Röhrichte sowie der mageren, teilweise gebüschreichen Mineralgrasfluren,
ausgeprägten Niedermoor-Niederung mit hohen Grundwasserständen sowie
randlichen mineralischen Talhangkanten und extensiv genutzten Oberhangflächen mit Trockenrasen, Heiden, wärmeliebenden Gebüschen im Übergang zum Buchen-Eichen-Kiefernmischwald
als besondere und spezielle Lebensräume mit hoher Biodiversität insbesondere für die Arten Waldwasserläufer, Kranich, Schwarz- und Mittelspecht, Rotmilan, Wachtel, Neuntöter, Braunkehlchen, Zwergsäger, Weißstorch, Bauchige Windelschnecke, Rotbauchunke und Kammmolch,
das Gebiet als Teil des Verbundsystems innerhalb der westlichen Schaalsee-Landschaft
Nährstoff- und Schadstoffeinträge in den Schaalsee zu minimieren und
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung oder Entwicklung bestimmter, gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensräume, erforderlich ist, können entsprechende Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Gewässer gemäß der §§ 67 und 68 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154), auszubauen oder Maßnahmen durchzuführen, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit erheblich verändern, oder Stoffe einzubringen, einzuleiten, zu entnehmen oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege, Straßen oder Plätze zu fahren.
Flächen im Eigentum des Zweckverbandes „Schaalsee-Landschaft“,
Flächen der Gemeinde Salem oder
nach Maßgabe der Vorgaben der oberen Naturschutzbehörde; auf den Waldflächen sind zur Erhaltung ungestörter Naturabläufe alle forstwirtschaftlichen Maßnahmen zu unterlassen; zulässig bleiben die erforderlichen Maßnahmen zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht;
die der guten fachlichen Praxis entsprechende landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Abs. 2 BNatSchG der übrigen, in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a waagerecht schraffiert dargestellten, als Grünland genutzten Flächen, dabei ist es jedoch unzulässig, die Flächen mehr als bisher zu entwässern, in Ackerland umzuwandeln oder Pflanzenschutzmittel auf diesen Flächen auszubringen;
die die gute fachliche Praxis berücksichtigende forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne von § 5 Abs. 1 und 2 des Landeswaldgesetzes (LWaldG) vom 5. Dezember 2004 (GVOBl. Schl.-H. S. 461), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Juli 2011 (GVOBl. Schl.-H. S. 225), der übrigen als Wald genutzten Flächen unter Beachtung des § 30 BNatSchG in Verbindung mit § 21 LNatSchG;
die Jagd vom 1. März bis zum 30. Juni eines jeden Jahres auszuüben; zur Vermeidung von Wildschäden durch Schwarzwild in den an das Naturschutzgebiet angrenzenden landwirtschaftlichen genutzten Flächen ist die Jagd auf das Schwarzwild in einem Randstreifen von bis zu 50 m Breite innerhalb des Naturschutzgebietes zulässig;
die Jagd auf Federwild auszuüben;
Hochsitze zu errichten, die mehr als 10 m³ umbauten Raum umfassen (Ständer und Kanzel), Wild zu füttern oder Wildäcker anzulegen;
aufgrund einer Anordnung oder Verordnung nach § 42 Abs. 1 WHG in Verbindung mit § 49 Abs. 1 und 2 Landeswassergesetz (LWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Februar 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 91), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 7. Oktober 2013 (GVOBl. Schl.-H. S. 387);
Untersuchungen und Maßnahmen zur Pflege und zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde durchführt oder durchführen lässt oder die im Einvernehmen mit ihr von Dritten durchgeführt werden; bei Maßnahmen im Bereich der Kulturdenkmale unter Beachtung des § 27 Abs. 3 LNatSchG.
die erforderlichen Maßnahmen zur Gefährdungsabschätzung und Untersuchung nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz vom 17. März 1998 (BGBl. I S. 502), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 30 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212), sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung der festgestellten schädlichen Bodenveränderungen oder Altlasten auf der Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetz und des Landesbodenschutz- und Altlastengesetzes vom 14. März 2002 (GVOBl. Schl.-H. S. 60), zuletzt geändert durch Artikel 11 des Gesetzes vom 12. Dezember 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 791), die Entnahme von Boden-, Wasser-, Bodenluft- und Aufwuchsproben und die Einrichtung und den Betrieb von Messstellen,
die Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen im Rahmen der Gewässerunterhaltung nach § 39 WHG und § 38 LWG, eine Ausnahme ist nicht erforderlich, sofern eine Ablagerung von Bodenbestandteilen in einem Gewässerpflegeplan oder in einer Anordnung oder Verordnung der Wasserbehörde gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 6 vorgesehen ist,
das Nachstellen wildlebender, nicht dem Jagdrecht unterliegender und nicht besonders geschützter Tierarten sowie das Fangen oder Töten dieser Tierarten; eine Ausnahme ist nicht erforderlich für die Bekämpfung des Bisams nach § 69 Abs. 2 Nr. 3 LWG im Bereich von Deichen und Dämmen und
(2) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. c Satz 1 zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 4 im Einzelfall zulassen, wenn dies den Schutzzweck nicht gefährdet sowie weitere Einschränkungen anordnen, wenn dies zum Schutz besonders geschützter Arten von gemeinschaftlicher Bedeutung erforderlich ist.
(4) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 67 Abs. 1 oder 2 BNatSchG Befreiungen gewähren. Bei der Gewährung von Befreiungen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 bis 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 Flugmodelle oder Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Frei- und Fesselballone oder Drachen aufsteigen oder landen lässt oder mit Luftsportgeräten startet oder landet;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 19 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege, Straßen oder Plätze fährt.
(2) Ordnungswidrig nach § 37 Abs. 1 Nr. 23 des Landesjagdgesetzes handelt, wer bei der Jagdausübung, ohne dass eine Ausnahme zugelassen wurde, vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Tiere aussetzt oder ansiedelt, soweit dies nicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 4 zugelassen ist. Ordnungswidrig nach § 37 Abs. 1 Nr. 23 LJagdG handelt ferner, wer bei der Jagdausübung vorsätzlich oder fahrlässig, ohne dass eine Ausnahme zugelassen wurde, entgegen
§ 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a die Jagd vom 1. März bis zum 30. Juni eines jeden Jahres ausübt; ausgenommen ist die Jagd auf das Schwarzwild in einem Randstreifen von bis zu 50 m Breite innerhalb des Naturschutzgebietes,
§ 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. b die Jagd auf Federwild ausübt,
§ 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. c Hochsitze errichtet, die mehr als 10 m³ umbauten Raum umfassen (Ständer und Kanzel) oder Wild füttert oder Wildäcker anlegt.
Kiel, 19. November 2013
Bekanntmachung zu der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“
zu § 3 Abs. 2 Nr. 4 der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“
Erhaltungsziele für den im Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“ befindlichen Teilbereich des gesetzlich geschützten Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung DE-2331-393 „Amphibiengebiete westlich Kittlitz“
Das Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“ ist für die Erhaltung folgender Lebensraumtypen des Anhangs I und Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie
Flüsse der planaren bis montanen Stufe des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
Erhaltung eines gewässerreichen Biotopkomplexes aus Wald, Grünland und Heideresten mit zum Teil individuenreichen Beständen von Kammmolch, Rotbauchunke und Bauchiger Windelschnecke.
Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter Nummer 1.1 Buchstabe a genannten Lebensraumtypen und Arten. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
der Sonderstandorte wie zum Beispiel Findlinge, Steilhänge, feuchte Senken und der für den Lebensraumtyp charakteristischen Habitatstrukturen und -funktionen,
weitgehend ungestörter Kontaktlebensräume wie zum Beispiel Brüche, Kleingewässer,
und Sicherung einer hohen Wasserqualität in den Reproduktionsgewässern,
geeigneter Sommerlebensräume mit natürlichen Bodenstrukturen wie zum Beispiel Extensivgrünland, Brachflächen und Gehölze,
Ziele für Lebensraumtypen und Arten von Bedeutung:
Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter Nummer 1.1 Buchstabe b genannten Lebensraumtypen und Arten. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
des biotopprägenden, hydrophysikalischen und hydrochemischen Gewässerzustandes,
der unverbauten, unbegradigten oder sonst wenig veränderten oder regenerierten Fließgewässerabschnitte,
der Vorkommen feuchter Hochstaudensäume an beschatteten und unbeschatteten Gewässerläufen und an Waldgrenzen,
der lebensraumtypischen Strukturen und Funktionen, unter anderem der prägenden Beschattungsverhältnisse an Gewässerläufen und in Waldgebieten,
der hydrologischen und Trophieverhältnisse.
eines Mosaiks verschiedener Stillgewässertypen in enger räumlicher Nachbarschaft,
von flachen und stark besonnten Reproduktionsgewässern ohne Fischbesatz in Wald- und Offenlandbereichen,
von geeigneten Winterquartieren im Umfeld der Reproduktionsgewässer, insbesondere strukturreiche Gehölzlebensräume und Lesesteinhaufen und Ähnlichem,
Erhaltungsziele für den im Naturschutzgebiet „Maura und Krukenbek“ befindlichen Teilbereich des EG-Vogelschutzgebietes DE-2331-491 „Schaalsee-Gebiet“
Rotmilan (Milvus milvus) (B)
Waldwasserläufer (Tringa ochropus) (B)
von Bedeutung: (fett: Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie; B: Brutvögel)
Weißstorch (Ciconia ciconia) (Nahrungsgast)
Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter 2.1. genannten Arten und ihrer Lebensräume. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
Arten der Seen, (Fisch-) Teiche, Kleingewässer und Bäche wie, Zwergsäger, Haubentaucher
wasserständiger und dichter Altschilfbestände an Seen (ggf. mit Möveninseln), Teichen, Flußläufen und sonstigen Feuchtgebieten,
störungsarmer Uferbereiche, Wasserflächen und Fließgewässern mit Brutvorkommen sowie im Bereich der Brutkolonien insbesondere während der Zeit der Jungenaufzucht zwischen dem 01.3.-31.08.,
eines ausreichenden Höhlenangebotes in Gewässernähe, insbesondere in Altholzbeständen mit natürlichen Bruthöhlen, insbes. für den Gänsesäger,
von störungsarmen Rast- und Überwinterungsgebieten insbesondere größeren fischreichen Seen und Flüssen (Zwergsäger, Gänsesäger u.a.),
einer möglichst hohen Wasserqualität und -klarheit und damit u.a. auch der Vorkommen von Laichkräutern und Armleuchteralgen als wesentlicher Nahrungsgrundlage (u. a. Kolbenente),
von klaren, kleinfischreichen Gewässern (insbes. Seen, Weihern, Flüssen, Küstengewässern) als Nahrungshabitat, mit angrenzenden bewaldeten Steilküsten als wichtige Bruthabitate (u.a. Gänsesäger),
von Sekundärlebensräumen wie z.B. Baggerseen und gewässernahen Kies- und Sandgruben mit vorhandenen Steilwänden,
von großflächigen und wasserständigen Altschilfbeständen ohne oder mit nur gelegentlicher Schilfmahd (insbes. Rohrdommel, Rohrschwirl),
geeigneter Rastgebiete in der offenen Landschaft wie z.B. flache Binnenseen, Überschwemmungsgebiete sowie Grünland- und Ackerflächen (Singschwan),
der Durchgängkeit von Fließgewässern (z.B. als Wanderstrecke der Gänsesägerfamilien zur Küste),
größerer, störungsarmer Binnenseen mit reicher Verlandungs- und Ufervegetation und baumfreien, aber mit ausreichend hoher Vegetation bedeckten Inseln als Neststandort insbesondere für die Kolbenente,
von Sturm- und Lachmövenkolonien,
Arten der Heiden, Trockenrasen, Brachen und sonstiges Offenland wie Wachtel
der natürlichen Nisthabitate wie Verlandungsgesellschaften in gewässerreichen Niederungen sowie Röhrichte und Hochstaudenfluren am Rande von Hoch- und Niedermooren, Brachen, Rainen etc.,
einer abwechselungsreichen, extensiven Acker- und Grünlandnutzung in offenen, warmtrockenen Landschaften mit geringer Zahl von Vertikalstrukturen,
und Pflege halboffener Saumbiotope im Übergangsbereich von Wald und Offenlandschaft z.B. Sand- und Feuchtheiden, Trockenrasen, Kahlschlagflächen u. ä.,
der Nisthabitate auf Äckern und Grünland (Ersatzlebensräume),
geeigneter Jagdgebiete im Umfeld der Brutplätze wie Grünland, Brachen, Äcker u. ä.,
von Ansitzwarten,
der Störungsarmut am Brutplatz zwischen dem 01.05. und 31.08. eines jeden Jahres,
Arten der Laub-, Misch-, und Bruchwälder wie Mittelspecht, Schwarzspecht, Zwergschnäpper, Kranich, Rotmilan, Wespenbussard, Waldwasserläufer
eines - bezogen auf das Gesamtgebiet - ausreichend hohen Anteils zusammenhängender, über 80jähriger Laubwaldbestände mit einem ausreichenden Anteil an Alteichen auch zur Anlage von Nisthöhlen, sonstigen rauhborkigen und glattrindigen Bäumen wie z.B. Uralt-Buchen und stehendem Totholz mit BHD über 35 cm,
von großen, möglichst wenig fragmentierten Bruch- und Auwäldern sowie baumbestandenen Mooren inklusive der darin vorhandenen stehenden und fließenden Gewässer (insbes. Waldwasserläufer),
bekannter und geeigneter Horst- und Höhlenbäume, insbesondere alter, starkastiger Eichen und Buchen sowie stehendem Totholz,
von störungsarmen Altholzbeständen in der Umgebung fisch- und vogelreicher Binnen- und Küstengewässer insbesondere für den Seeadler,
von fischreichen Gewässern und vogelreichen Feuchtgebieten (insbes. Seeadler),
eines möglichst störungsfreien Brutplatzumfeldes zwischen dem 01.03. und dem 31.08..
von lichten Eichen-Birken-Kiefernwäldern bzw. Eichenwälder, vorzugsweise in klimatisch begünstigten Gebieten (u. a. für den Wendehals),
von Au- und Bruchwäldern, alten Hochstammobstanlagen, Birkenwäldern in Hochmooren, größeren Feldgehölzen und Alleen mit hohen Laubbäumen (Pirol),
von halboffenen, strukturreichen Landschaften mit natürlichen Waldsäumen, Knicks, Gehölzen und Einzelbüschen, insbesondere Dornenbüschen, als wichtige Strukturelemente (Ansitz- und Brutmöglichkeiten) insbes. für den Neuntöter und die Sperbergrasmücke,
von Wald- bzw. Gehölzparzellen mit langen Randlinien und dichtem Unterholz sowie Feuchtflächen und Strukturreichtum in der Umgebung (Pirol),
der Störungsarmut im Horstbereich zwischen dem 01.05. und dem 31.08. (Baumfalke),