Source: https://scheldt.de/index.php/elektriker-installation-elektro-scheldt/dguv-v3-pruefung-elektrischer-bertiebsmittel
Timestamp: 2017-09-25 17:00:56
Document Index: 161547357

Matched Legal Cases: ['§3', '§ 26', '§3', '§5', '§5', '§6', '§14']

DGUV V3 (ehemals BGV A3) - Elektro Scheldt GmbH
DGUV V3 Prüfung elektrischer Betriebsmittel (ehemals BGV A3)
Elektro Scheldt prüft alles mit einem "Stecker"
BGV A3 wurde zu DGUV V3. Am 1. Juni 2015 trat die neue Betriebssicherheitsverordnung in Kraft. Aus der alten Vorschrift „BGV A3“ wurde am 1. Mai 2014 die „DGUV Vorschrift 3“. Inhaltlich wurden keine Änderungen vorgenommen. Grund für die Umbenennung ist die Vereinigung der öffentlichen Unfallversicherungsträger und der Berufsgenossenschaften.
Beratung - Prüfung - Service - Wartung - Elektro Scheldt
DGUV Vorschrift 3 - Eine Übersicht
Wie schützen Sie Ihre Mitarbeiter und Geräte?
Ihr Elektrofachmann berät Sie - Elektro Scheldt ist seit über 50 Jahren Meisterbetrieb der Innung
Wer muss prüfen
Prüfkonzept Gefährdungsbeurteilung
DGUV Vorschrift 3 - Wer muss prüfen?
Diese Pflicht ist im §3 Abs. 1 des Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) gesetzlich verankert und wird durch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) und die DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) präzisiert und erläutert.
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu einer Vielzahl von Arbeitsunfällen im Zusammenhang mit elektrischen Geräten und Anlagen gekommen ist, hat der Gesetzgeber bereits im Jahre 1979 (!) die Pflicht normiert, wonach jeder Unternehmer in festgelegten regelmäßigen Abständen seine elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihre Sicherheit prüfen lassen muss.
Ziel der gesetzlichen Regelung ist der Personenschutz.
Ein Verstoß gegen diese Prüfpflicht stellt gemäß § 26 BetrSichV eine Straftat dar. Die gesetzlich erforderlichen Prüfmaßnahmen dienen neben dem Personenschutz zugleich auch dem Sachschutz.
Die Fristen sind so zu bemessen, dass entstehende Mängel, mit denen gerechnet werden muss, rechtzeitig festgestellt werden
DGUV Vorschrift 3 – Was muss geprüft werden?
Beispiele: Drucker, Monitor, Kaffeemaschine, Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdose, Radio, Bohrmaschine
Beispiele: Kühlschrank, Herd, Spülmaschine, Ständerbohrmaschine
Produktionsmaschinen, z.B. Lackierstraße, Waschstraße, Roboteranlage, Produktionsstraße, Presse
Werkstattmaschinen, z.B. Tischkreissäge, Hobelbank, Drehbank, Fräsmaschine
Baustellenmaschinen, z.B. Kran, Säge, Betonmischer, ...
Oft gibt es Überschneidungen zwischen den elektrischen Anlagen und elektrischen Maschinen, insbesondere ist es oft nicht ganz eindeutig, ob ein Gerät als Anlage oder Maschine zu qualifizieren ist. In diesen Fällen entscheidet die prüfende Elektrofachkraft, ob das Gerät als Anlage gemäß DIN VDE 0105-100, als Maschine gemäß DIN VDE 0113-1 oder im Verbund geprüft wird. Entscheidend ist stets, dass alle Schutzmaßnahmen auf Sicherheit und Funktion geprüft werden!
Es ist nicht eindeutig festgelegt ob ein neu angeschafftes Gerät vor der ersten Inbetriebnahme geprüft werden muss!
Mit einer Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme ist der Arbeitgeber immer auf der sicheren Seite.
Ob eine am Arbeitsmittel angebrachte CE-Kennzeichnung eine Prüfung ersetzen kann, muss die befähigte Person (Wer darf Prüfen) festlegen. Diese sollte aber trotzdem mindestens eine Sichtprüfung durchführen. Eine CE-Kennung ist kein Prüfzeichen für Sicherheit und Qualität, sondern lediglich die Voraussetzung dafür, dass das Produkt in den europäischen Markt eingeführt werden kann. Der Hersteller erklärt damit nur, dass das Produkt den Anforderungen der relevanten EG-Richtlinien entspricht.
Sprechen Sie uns bei Fragen oder Informationsbedarf an - nehmen Sie Kontakt zu uns auf.
DGUV Vorschrift 3 – Wer darf prüfen?
Die Geräte- und Anlagenprüfung nach DGUV Vorschrift 3 darf nur von einer nach den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 1203) befähigte Elektrofachkraft unter der Verwendung geeigneter Mess- und Prüfgeräte durchgeführt werden.
Unsere Mitarbeiter sind qualifizierte und geschulte Fachkräfte, die regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen. Als Meisterbetrieb der Innung stehen wir mit unserem Namen und unserer langjährigen Erfahrung für ein kompetentes und zuverlässiges Arbeiten.
Seit dem 01.04.1979 ist jeder Unternehmer verpflichtet, diese Prüfung in seinem Betrieb durchzuführen. Er hat gemäß §3 DGUV Vorschrift 3 dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel von einer Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer solchen, den elektrotechnischen Regeln entsprechend errichtet, geändert, instandgehalten und betrieben werden.
Bei der Prüfung nach DGUV V3 wird festgestellt, ob sich die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel eines Unternehmens in ordnungsgemäßem Zustand im Sinne der jeweils geltenden Bestimmung der VDE, der Berufsgenossenschaft und der Betriebssicherheitsverordnung befinden.Die Prüfung soll gemäß §5 DGUV V3 vor der ersten Inbetriebnahme eines elektrischen Betriebsmittels/Anlage und nach einer Änderung oder Instandsetzung vor der Wiederinbetriebnahme und in bestimmten Zeitabständen erfolgen. Die Prüfintervalle müssen so bemessen sein, dass eventuell entstehende Mängel rechtzeitig festgestellt werden können. Elektrische Anlagen und Betriebsmittel dürfen somit nur in ordnungsgemäßem Zustand in Betrieb genommen werden und müssen in diesem Zustand erhalten werden. Bei Bürogeräten (PC, Drucker, Netzkabel, ...) beträgt die Prüffrist beispielsweise alle 2 Jahre.
Die Norm DIN VDE 0701-0702 beinhaltet allgemeine Anforderungen für die Prüfungen der elektrischen Sicherheit von elektrischen Geräten mit Bemessungsspannungen bis Wechselspannung 1000 V/Gleichspannung 1500 V nach Instandsetzung, Änderung und bei Wiederholungsprüfungen.
Prüfkonzepte für Unternehmen und Gefährdungsbeurteilung
Jedes Unternehmen sollte ein Prüfkonzept für elektrische Betriebsmittel besitzen. Es ist sinnvoll und notwendig um die vorgeschriebene Sicherheit im Betrieb zu erlangen und eine hohe Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten.
Ein entsprechendes Konzept stellt auch sicher, daß alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden können.
Gerne helfen wir Ihnen bei der Erstellung, Durchführung und Evaluation des Prüfkonzepts für Ihr Unternehmen. Die rechtssichere Organisation und regelmäßige Prüfung der elektrischen Anlagen sollte jedem Unternehmen am Herzen liegen. Oftmals rächt es sich den Prüfauftrag an die preisgünstigste Firma zu vergeben, nur um der gesetzlichen Prüfpflicht nachzukommen.
Sprechen Sie uns an um weitere Vorteile und Informationen für Ihr individuelles und das auf ihre Bedürnisse abgestimmte Prüfkonzept zu bekommen. Wir beraten Sie gerne bei der Erstellung eines Prüfkonzeptes für Ihr Unternehmen.
Nach §5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung in seinem Unternehmen durchzuführen, d.h. er muss ermitteln, welchen Gefahren seine Beschäftigten im Rahmen ihrer Tätigkeit ausgesetzt sind, diese bewerten und die notwendigen Maßnahmen treffen.
Bei der Erstellung einer Gefährungsbeurteilung sind neben ausreichenden Fachwissen, Erfahrungen und der normale Menschenvertsand gefordert. Dazu wird eine ausreichende Dokumentation gemäß §6 ArbSchG gefordert. Die Dokumentation muss das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, festgelegte Maßnahmen des Arbeitsschutzes und die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen enthalten.
Gerne beraten Sie und helfen bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung für Ihr Unternehmen.
Beim Bundesinstitut für Berufsbildung können Sie sich gerne eine PDF-Datei zu mit den TRBS 1111 anschauen und downloaden. Die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBR) geben den u.a. Stand der Technik für die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln wieder. Die TRBS 111 dient der Konkretisierung hinsichtlich der Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen.
Nach §14 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass die Ergebnisse der Prüfungen der Betriebsmittel ordnungsgemäß dokumentiert werden. Mit dem Prüfprotokoll kann er im Schadensfalle nachweisen, dass das Gerät, die Anlage oder die Maschine vorschriftsmäßig geprüft wurde.
Name des Prüfers / ausführende Firma
Kommt es zu einem Schadenfall, kann man mit einem Prüfprotokoll, welches sämtliche oben genannte Angaben enthält, eine ordnungsgemäße Prüfung nachweisen; jedenfalls hat der Arbeitgeber dann die Vermutungswirkung auf seiner Seite. Die Prüfberichte sollten mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden.