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Timestamp: 2016-10-25 19:07:53
Document Index: 52723192

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 147/05 (08.06.2006)
Pr�sident Ferrari, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Seiler; Gerichtsschreiberin Hofer
M.________, 1962, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Philipp Gressly, Bielstrasse 8, 4500 Solothurn,
Die 1962 geborene M.________ war im Rahmen eines Arbeitslosenprojekts im Restaurant X.________ t�tig und als Bez�gerin von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 17. Februar 1999 erlitt sie als Fahrzeuglenkerin einen Verkehrsunfall, als ein entgegenkommender Personenwagen in einer Rechtskurve wegen Glatteis auf die Gegenfahrbahn geriet und mit ihrem Auto links frontal kollidierte. Noch am Unfalltag suchte sie wegen Nacken- und Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm Dr. med. K.________, auf. Bewusstlosigkeit, Amnesie oder Erbrechen wurden verneint. Der Hausarzt diagnostizierte gem�ss Bericht vom 20. August 1999 ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS). Anl�sslich der Erstuntersuchung fand sich eine deutlich druckdolente Hals- und Brustwirbels�ule mit verh�rteter paravertebraler Muskulatur und radiologisch ausgepr�gter Streckhaltung der HWS. Es folgten neurologische und neuropsychologische Abkl�rungen im Spital Y.________, wo die Versicherte in die Halswirbels�ulen-Distorsionstrauma-Therapiestudie aufgenommen wurde. Die klinische Untersuchung ergab gem�ss Bericht vom 19. Oktober 1999 ein leichtgradiges Zervikalsyndrom und leichtgradige sensible Defizite im Dermatom C6 beidseits. Die neuropsychologische Testung von Aufmerksamkeit und Konzentration zeigte laut Bericht vom 15. November 1999 unauff�llige Befunde. Im MRI der Halswirbels�ule des Spitals L.________ vom 26. November 1999 fand sich eine Streckhaltung bis angedeutete Kyphosierung der HWS. Als Nebenbefund wurde ein Wirbelh�mangiom HWK 7 rechts nachgewiesen. Im �brigen waren die Befunde normal.
Die Erwerbst�tigkeit im Gastgewerbe konnte die Versicherte ab Mitte Mai 1999 wieder aufnehmen. Die Patientin klagte jedoch �ber bei der Arbeit zunehmende Schmerzen nuchal, occipital und thorakal, weshalb eine Steigerung der Arbeitsf�higkeit auf �ber 50 % nicht m�glich war (vgl. Zeugnis des Dr. med. K.________ vom 7. Januar 2000). Zudem erw�hnte sie einen schmerzhaften Punkt an der Halswirbels�ule, rechtsbetontes Ameisenlaufen im Arm und Kopfschmerzen (vgl. Bericht der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y.________ vom 4. April 2000). Dr. med. W.________ von der Klinik f�r Rheumatologie und Klinische Immunologie/Allergologie des Spitals Y.________ diagnostizierte im Bericht vom 7. April 2000 ein chronisches zerviko-zephales und spondylogenes Syndrom bei muskul�rer Dysbalance und funktionellen segmentalen St�rungen. Gegen�ber dem Kreisarzt der SUVA, Dr. med. L.________, gab die Versicherte anl�sslich der Untersuchung vom 12. April 2000 des Weitern leichtes Schwindelgef�hl bei Kopfschmerzen an. Dieser stelle eine leichte bis m�ssige Verspannung der rechten nuchalen paravertebralen Muskulatur und der angrenzenden Schulterg�rtelmuskulatur und deutliche Druckdolenzen fest. Es bestand zudem eine beidseitige Hyp�sthesie der Dermatome C6. Der Kreisarzt empfahl eine schrittweise Steigerung der Arbeitsf�higkeit auf 60 % bis 70 %. Im Bericht vom 2. Juli 2000 erw�hnten die �rzte der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y.________, zwischen dem subjektiven und dem beobachtbaren Zustand bestehe eine signifikante Diskrepanz, was m�glicherweise auf eine psychogene �berlagerung der Beschwerden hindeuten k�nnte. Diesen Verdacht erneuerten sie im Bericht vom 19. Dezember 2000. Bei der Untersuchung vom 15. November 2000 ging Kreisarzt Dr. med. L.________ davon aus, dass die Arbeitsf�higkeit angesichts der guten HWS-Beweglichkeit und der geringen klinischen Befunde ab 1. Januar 2001 wieder vollst�ndig hergestellt sein w�rde. Die �rzte der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y.________ best�tigten im Bericht vom 19. Dezember 2000 eine Steigerung der Arbeitsf�higkeit von 60 % auf 75 % ab November 2000. Im Bericht vom 22. Mai 2001 f�hrte Dr. med. L.________ aus, die 9-st�ndige T�tigkeit im Gastgewerbe werde nur schlecht ertragen. Psychisch sei die Versicherte unauff�llig, sie wirke aufgeschlossen und kompetent. Indem sie zu 60 % ausserh�uslich arbeite und daneben noch den Haushalt f�hre, sei sie eigentlich voll belastet. In der Folge holte die SUVA bei Dr. med. G.________, das neurologische Gutachten vom 26. Februar 2002 ein und beauftragte die Psychiatrische Poliklinik des Spitals Y.________ mit einem psychiatrischen Gutachten, welches am 26. November 2002 erging.
Die SUVA, welche ihre Leistungspflicht f�r den Unfall vom 17. Februar 1999 anerkannt hatte, f�r Heilungskosten aufgekommen war und Taggelder ausgerichtet hatte, teilte M.________ mit Verf�gung vom 12. M�rz 2003 mit, aufgrund der neurologischen und psychiatrischen Abkl�rungen k�nnten die geklagten Beschwerden nicht mehr mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den versicherten Unfall zur�ckgef�hrt werden. Die Leistungen w�rden daher mit Wirkung ab 31. M�rz 2003 eingestellt. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 3. Juli 2003 fest.
Die Invalidenversicherung sprach M.________ mit Verf�gungen vom 22. Oktober 2003 mit Wirkung ab 1. November 2000 bei einem Invalidit�tsgrad von 50 % eine halbe Invalidenrente und f�r die Zeit vom 1. Oktober 2001 bis 31. M�rz 2003 eine H�rtefallrente zu.
Beschwerdeweise liesst M.________ die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen �ber den 31. M�rz 2003 hinaus und eventuell die R�ckweisung der Sache an die SUVA zur erg�nzenden Abkl�rung beantragen. Das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn wies die Beschwerde mit Entscheid vom 24. Februar 2005 ab.
Mit erg�nzender Eingabe vom 17. M�rz 2006 legt die Versicherte den Bericht der Medizinischen Klinik des Spitals Z.________ vom 7. M�rz 2006 auf.
Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat den Parteien im Sinne der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs Gelegenheit gegeben, sich zur allenfalls zu beurteilenden Frage der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 17. Februar 1999 zu �ussern. Davon haben sowohl die Versicherte wie auch die SUVA Gebrauch gemacht.
Am 8. Juni 2006 hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht eine partei�ffentliche Beratung durchgef�hrt.
Die Eingabe der Versicherten vom 17. M�rz 2006 und der beigelegte medizinische Bericht erf�llen diese Voraussetzungen nicht. Es ist in keiner Weise ersichtlich, weshalb sie diesen nicht schon im vorinstanzlichen Verfahren oder innert der Rechtsmittelfrist h�tte anfordern und einreichen k�nnen. Die darin enthaltenen Tatsachen oder Beweismittel k�nnen mithin nicht als "neu" qualifiziert werden (vgl. BGE 127 V 358 Erw. 5b).
Im angefochtenen Entscheid werden die Grundlagen f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) zutreffend wiedergegeben. Richtig dargelegt hat das kantonale Gericht des Weitern auch die Begriffe des f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und ad�quaten (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweis) Kausalzusammenhangs. Darauf wird verwiesen. Richtig ist insbesondere, dass das Vorhandensein eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs als Tatfrage - auch bei Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare Befunde nach Schleudertrauma der HWS (BGE 119 V 335) - mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss, w�hrend die blosse M�glichkeit eines Zusammenhangs f�r die Begr�ndung eines Leistungsanspruches nicht gen�gt (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Um die Beantwortung einer Rechtsfrage geht es demgegen�ber bei der Ad�quanz von Unfallfolgen (BGE 117 V 382 Erw. 4a mit Hinweis). Hinsichtlich der bei der W�rdigung medizinischer Berichte allgemein geltenden Grunds�tze und ihres beweisrechtlichen Stellenwertes kann ebenfalls auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) hat am unfallversicherungsrechtlichen Begriff des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs und dessen Bedeutung als eine Voraussetzung f�r die Leistungspflicht nach UVG nichts ge�ndert (Urteil E. vom 28. Juli 2005 [U 74/05]; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, S. 64 f. Rz 20 zu Art. 4).
Streitig ist, ob die Versicherte im Zeitpunkt, zu welchem die SUVA die Leistungen einstellte (31. M�rz 2003), noch unter den Folgen des Unfalls vom 17. Februar 1999 litt.
3.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, aufgrund der medizinischen Unterlagen l�gen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nach dem 31. M�rz 2003 keine objektivierbaren, organischen Folgen des Unfalles vom 17. Februar 1999 mehr vor. Ebenso wenig seien psychische Beeintr�chtigungen mit Krankheitswert ausgewiesen. Zwar habe die Versicherte nach dem Unfallereignis teilweise an einem f�r ein Schleudertrauma der HWS oder einer �quivalenten Verletzung typischen Beschwerdebild gelitten. Ein Leidensprofil mit einer Vielzahl von daf�r typischen Symptomen sei indessen aktenm�ssig nicht hinreichend ausgewiesen. Folglich sei auch der Kausalzusammenhang zwischen dem HWS-Distorsionstrauma und den von der Versicherten geklagten Beschwerden zu verneinen. Hingegen w�rden unfallfremde Faktoren in Form von pers�nlichen, famili�ren und beruflichen Problemen die Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigen. Mangels Kausalzusammenhangs habe die SUVA ihre Leistungspflicht ab 31. M�rz 2003 zu Recht verneint.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, das kantonale Gericht habe zutreffend festgehalten, dass keine psychischen St�rungen vorliegen. Hingegen kritisiert sie die Auffassung der Vorinstanz, wonach mangels Nachweises einer Vielzahl der f�r ein Schleudertrauma der HWS typischen Symptome der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen Beschwerden und Unfallereignis zu verneinen sei. Es sei sehr wohl ein typisches Beschwerdebild medizinisch dokumentiert worden. Der Wegfall der diesbez�glich zuvor anerkannten (Teil)kausalit�t sei nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Insbesondere sei der Umkehrschluss der Vorinstanz systemwidrig, mangels eines typischen Beschwerdebildes das Fehlen eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen den verbleibenden Beschwerden und dem Unfallereignis anzunehmen und so die Ad�quanzpr�fung zu umgehen. Mit Ausnahme des Gutachtens von Dr. med. G.________, welches sich als untauglich erweise, sei hinsichtlich der geltend gemachten somatischen Beschwerden der nat�rliche Kausalzusammenhang nie in Frage gestellt und mehrheitlich sogar ausdr�cklich bejaht worden. Zumindest die drei h�ufigsten Kriterien des sogenannt bunten Beschwerdebildes nach Schleudertrauma der HWS, n�mlich Nackenschmerz, Nackensteife und Kopfweh seien erf�llt. Dokumentiert seien zudem Halsmuskelschmerz, gelegentlich Schwindel und Arm- und Handbeschwerden. Weitere Kriterien wie Erm�dbarkeit, Angstgef�hl, Reizbarkeit und Schwindel seien in den medizinischen Unterlagen ebenfalls gelegentlich erw�hnt worden.
3.3 Der Beschwerdef�hrerin ist darin beizupflichten, dass bei Vorliegen lediglich eines Teils der nach einem Schleudertrauma der HWS typischerweise auftretenden Symptome der nat�rliche Kausalzusammenhang nicht im Sinne eines Umkehrschlusses f�r s�mtliche Beschwerden ohne weiteres verneint werden kann. Vielmehr ist mit Bezug auf diese Teilmenge die Kausalit�tsfrage zu pr�fen.
4.1 Auf Grund der Feststellungen des erstbehandelnden Dr. med. K.________ ist davon auszugehen, dass die Beschwerdef�hrerin anl�sslich des Verkehrsunfalles vom 17. Februar 1999 ein Schleudertrauma der HWS oder zumindest eine �quivalente Verletzung erlitten hat. Diese Annahme wurde aus �rztlicher Sicht nie in Frage gestellt.
4.2 Eine organische Sch�digung, welche die Befindlichkeitsst�rungen der Beschwerdef�hrerin zu erkl�ren verm�chte, ist in den umfangreichen medizinischen Akten nicht auszumachen. Insbesondere l�sst sich f�r die angegebenen zervikalen Beschwerden kein organisches Substrat finden. Bereits am 22. Februar 1999 berichtete Dr. med. K.________ von beidseits unauff�lligen Schultern mit freier Beweglichkeit. Lediglich im unteren Bereich der HWS und im oberen Bereich der BWS war eine Druckdolenz feststellbar. Die paravertebrale Muskulatur im Bereich von HWS und BWS zeigte sich verh�rtet und druckdolent. Hingegen waren Inklination und Reklination der HWS ohne Bewegungseinschr�nkung, w�hrend die Obduktion nach rechts vermindert um ca. 25 Grad dolent war. Die Kernspintomographie vom November 1999 ergab, abgesehen von einem Wirbelk�rperh�mangiom im HWK7, normale Befunde. Die Psychiatrische Poliklinik des Spitals Y.________ erw�hnte am 15. November 1999 unauff�llige Aufmerksamkeits- und Konzentrationstestungen. Laut Bericht von SUVA-Kreisarzt Dr. med. L.________ vom 22. Mai 2001 ist die Versicherte in ihrem Bewegungsumfang kaum behindert. Dr. med. W.________ fand bei der rheumatologischen Untersuchung vom 27. August 2001 einen unauff�lligen Allgemeinzustand. Die Weichteilbefunde zusammen mit den segmentalen Bewegungsst�rungen seien reproduzierbar und k�nnten plausibel zervikozephale wie auch -spondylogene Beschwerden erkl�ren. Entsprechende Befunde w�rden sich jedoch auch bei der gesunden Allgemeinbev�lkerung finden, weshalb ein Kausalzusammenhang mit dem Unfall nicht ohne weiteres gegeben sei. Im Bericht vom 25. Februar 2002 h�lt derselbe Arzt fest, die Diskrepanz zwischen den erlebten Beschwerden und den im vergangenen halben Jahr objektivierbaren Befunde lasse eine somatoforme Schmerzst�rung vermuten.
5.1 Bei einem Schleudertrauma der HWS, wie es die Beschwerdef�hrerin erlitten hat, kann die Leistungspflicht der Unfallversicherung unter Umst�nden auch ohne organisch direkt nachweisbare Sch�digung gegeben sein. Dies ist darauf zur�ckzuf�hren, dass nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung bei solchen Verletzungen auch ohne klar ausgewiesene pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausf�lle verschiedenster Art auftreten k�nnen (BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa mit Hinweisen). Der Umstand, dass die nach einem Schleudertrauma h�ufig beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichneten Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression oder Wesensver�nderung (BGE 117 V 360 Erw. 4b) in manchen F�llen mit den heute verwendeten bildgebenden Untersuchungsmethoden nicht objektivierbar sind, darf nicht dazu verleiten, sie als rein "subjektive" Beschwerden zu qualifizieren und damit deren Relevanz f�r die Unfallversicherung in Abrede zu stellen. Gem�ss fach�rztlichen Publikationen besehen Anhaltspunkte daf�r, dass der Unfallmechanismus bei einem Schleudertrauma der HWS zu Mikroverletzungen f�hrt, welche f�r das erw�hnte typische Beschwerdebild mit Wahrscheinlichkeit urs�chlich oder zumindest im Sinne einer Teilursache mit verantwortlich sind. Ein Unfall mit Schleudertrauma der HWS kann demnach in der charakteristischen Erscheinungsform einer H�ufung typischer Beschwerden eine Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit verursachen, auch wenn die festgestellten St�rungen organisch nicht nachweisbar sind (BGE 117 V 363 f. Erw. 5d/aa mit Hinweisen).
5.2 Zumindest teilweise geh�ren die von der Beschwerdef�hrerin nach dem Unfall vom 17. Februar 1999 geklagten St�rungen zu den typischen Symptomen, welche nach einem Schleudertrauma der HWS auftreten k�nnen. Was den Nachweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen solchen Beschwerden und einem als urs�chlich in Frage kommenden Unfall anbelangt, ist festzuhalten, dass nach der in BGE 119 V 335 erfolgten Klarstellung der Rechtsprechung auch bei Schleudermechanismen der HWS in erster Linie die medizinischen Fakten, insbesondere die fach�rztlichen Erhebungen �ber Anamnese, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren und Vorzustand sowie die medizinischen Erkenntnisse hinsichtlich des objektiven Befundes und die Diagnose die massgeblichen Grundlagen f�r die Kausalit�tsbeurteilung bilden. Das Vorliegen eines Schleudertraumas wie seine Folgen m�ssen durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sein. Trifft dies zu und ist die nat�rliche Kausalit�t - auf Grund fach�rztlicher Feststellungen in einem konkreten Fall - unbestritten, so kann der nat�rliche Kausalzusammenhang in aller Regel auch aus rechtlicher Sicht als erstellt gelten (BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa).
5.3 Ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen einer Schleuderverletzung der HWS ohne organisch nachweisbare Befunde und den eingetretenen Gesundheitssch�digungen besteht, ist eine Tatfrage, �ber welche die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der Beweisw�rdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht herrschenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Auch in diesem Bereich bedarf es somit f�r die Leistungsberechtigung gegen�ber dem Unfallversicherer, dass die geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen Beeintr�chtigung zugeschrieben werden k�nnen und diese Gesundheitssch�digung mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis steht. Blosse Klagen �ber diffuse Beschwerden gen�gen nicht, um direkt auf Unfallkausalit�t zu schliessen. Von Verletzungsopfern angegebene Beschwerden k�nnen, auch wenn sie zumindest teilweise den nach Schleudertrauma der HWS h�ufig auftretenden entsprechen, unter Umst�nden dennoch nicht als �berwiegend wahrscheinliche Folge eines Unfallereignisses erscheinen. Ohne weiteres denkbar ist etwa, dass sie statt dessen als Folge eines krankhaften Vorzustandes qualifiziert werden m�ssen (BGE 119 V 341 Erw. 2b/bb).
5.4 Die �rzte der die Schleudertraumastudie durchf�hrenden Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y.________ haben sich zur Unfallkausalit�t der Beschwerden nicht direkt ge�ussert. Im Bericht vom 2. Juli 2000 f�hrten sie aus, obschon die Schmerzen nicht grunds�tzlich anzuzweifeln seien, liessen sich zwischen dem subjektiven und dem beobachteten Zustand signifikante Diskrepanzen finden, was m�glicherweise auf eine psychogene �berlagerung hindeuten k�nnte. Im Bericht vom 19. Dezember 2000 erneuerten sie den Verdacht auf psychische �berlagerung der Beschwerden, ohne sich jedoch zur Unfallkausalit�t zu �ussern. F�r SUVA-Kreisarzt Dr. med. L.________ sind die Beschwerdeangaben nachvollziehbar, doch nimmt auch er im Bericht vom 22. Mai 2001 nicht zur Unfallkausalit�t Stellung. Dr. med. W.________, der im Bericht vom 27. August 2001 die Unfallkausalit�t als nicht ohne weiteres gegeben erachtet und die Beantwortung der Kausalit�tsfrage vom Ergebnis der vorgeschlagenen Therapie abh�ngig macht, greift im Bericht vom 25. Februar 2002 diesen Punkt nicht mehr auf. Dr. med. G.________ geht im Gutachten vom 26. Februar 2002 aus somatischer Sicht davon aus, dass es trotz des auff�llig langen Heilungsverlaufs und der auff�llig lange andauernden Beschwerden und der damit verbundenen Arbeitsunf�higkeit lediglich zu m�glichen Verletzungen, Zerrungen und �berdehnungen der muskul�ren Anteile, B�nder und Gelenkkapseln gekommen ist. Der Unfallverlauf k�nne unfallkausal auf der rein k�rperlichen Ebene nicht folgerichtig nachvollzogen und erkl�rt werden. Der Neurologe l�sst dem Unfallgeschehen vom 17. Februar 1999 eher einen Triggermechanismus zukommen.
5.5 Hinsichtlich der Kausalit�t findet sich in den Akten somit keine eindeutige �rztliche Zuordnung somatischer Beschwerden. Die Schmerzen werden aus medizinischer Sicht zwar als durchaus glaubw�rdig bezeichnet und auch die reproduzierbaren segmentalen Bewegungsst�rungen verm�gen nach Darlegung der �rzte zervikocephale und -spondylogene Beschwerden zu erkl�ren. Dies gen�gt indessen f�r eine Bejahung der Unfallkausalit�t der von der Beschwerdef�hrerin geklagten Symptome nicht. Ein klar fassbares Leidensbild, welches auf das am 17. Februar 1999 erlittene Schleudertrauma zur�ckgef�hrt werden k�nnte, ergibt sich nicht. Von einer - wie in BGE 119 V 340 f. Erw. 2b/aa und 2b/bb verlangt - durch zuverl�ssige �rztliche Angaben als Unfallfolge gesicherten medizinisch fassbaren gesundheitlichen Beeintr�chtigung kann gest�tzt auf die medizinischen Unterlagen nicht gesprochen werden. Bei dieser Sachlage kann nicht von einem nach Schleudertrauma typischen Beschwerdebild ausgegangen werden, welches mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Verkehrsunfall vom 17. Februar 1999 zur�ckzuf�hren ist. Unter Ber�cksichtigung s�mtlicher f�r die Beurteilung massgebenden Faktoren kann der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen den vorhandenen Beschwerden und dem erlittenen Unfall nicht als mehr denn eine blosse M�glichkeit erscheinen, was f�r die Begr�ndung einer Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht gen�gt.
6.1 Verschlimmert der Unfall einen krankhaften Vorzustand oder l�sst er ihn �berhaupt erst manifest werden, entf�llt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die nat�rliche (und ad�quate) Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn dieser also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (status quo sine), erreicht ist.
6.2 Die Versicherte klagte bereits nach einem - nicht bei der SUVA versicherten - Verkehrsunfall im August 1997 �ber Schmerzen im Bereich der Nackenmuskulatur und der Schultern. Nach einer unfallbedingten vollen Arbeitsunf�higkeit von rund einem Monat konnte sie die bisherige T�tigkeit wieder uneingeschr�nkt aufnehmen. Im Dezember 1998 wurde dann kurzfristig nochmals eine physiotherapeutische Behandlung erforderlich, ohne dass es indessen zu einer Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit gekommen w�re. Eine durch die im Jahre 1997 erlittene HWS-Verletzung bestehende Vorsch�digung ist aufgrund der Akten im f�r die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt nicht erstellt. Die damaligen Unfallfolgen haben auch keine Rentenleistungen nach sich gezogen (vgl. Urteil S. vom 26. April 2006, U 39/04).
Nachdem in den medizinischen Unterlagen verschiedentlich der Verdacht auf eine psychische �berlagerung ge�ussert wurde, stellt sich angesichts der �tiologisch unspezifischen Schmerzsymptomatik die Frage, ob eine psychisch bedingte Beeintr�chtigung f�r die geklagten Leiden verantwortlich ist.
7.1 Dr. med. G.________ f�hrt im Gutachten vom 26. Februar 2002 aus, der posttraumatische Verlauf k�nne unfallkausal auf der rein k�rperlichen Ebene nicht folgerichtig nachvollzogen und erkl�rt werden. Anzunehmen sei eigentlich lediglich eine tempor�re Verschlimmerung der musculo-ligament�ren Funktionen im Bereich der Halswirbels�ule, wie sie nach dem Trauma im Jahre 1997 stattgefunden habe. Zu beachten sei die besondere pers�nliche, famili�re und berufliche Situation im Zeitpunkt des zweiten Unfalles. Der Neurologe geht von einer sich seit 1997 entwickelnden Psychosomatose mit funktionellen Nackenbeschwerden, Kopfbeschwerden und depressiven Elementen aus, welche er im pers�nlichen, famili�ren und beruflichen Umfeld der Versicherten begr�ndet sieht. Aus einer beim Unfallgeschehen bereits vorhanden gewesenen beruflich-famili�ren �berlastungssituation mit funktionellen Beschwerden sei mittlerweile das Vollbild einer depressiv gef�rbten Psychosomatose entstanden.
7.2 Die �rzte der Psychiatrischen Poliklinik des Universit�tsspitals, Spital Y.________, konnten gem�ss Gutachten vom 26. November 2002 keine krankheitswertige psychische St�rung diagnostizieren. Insbesondere l�gen keine Hinweise f�r ein depressives Syndrom oder eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung vor. Nicht ein schwerwiegender emotionaler und/oder psychosozialer Konflikt liege der Schmerzentwicklung zugrunde, sondern eindeutig ein Weichteiltrauma. Hinweise f�r eine Dissimulation psychischer St�rungen h�tten nicht gefunden werden k�nnen. Es sei indessen durchaus denkbar, dass die von Dr. med. G.________ angesprochenen unfallfremden Faktoren dazu h�tten f�hren k�nnen, dass die Versicherte eine Teilzeitarbeit angestrebt habe, um mehr Zeit f�r die Familie zu haben. Aus psychiatrischer Sicht sei sie voll arbeitsf�hig. Das im neurologischen Bericht dargestellte Vollbild einer depressiv gef�rbten Psychosomatose habe bei keiner der psychiatrischen Explorationen festgestellt werden k�nnen. Dr. med. G.________ habe eine Reihe von �berlegungen zur Entstehung innerfamili�rer und pers�nlicher Probleme der Versicherten angestellt, die als gesellschaftliche und entwicklungspsychologische Ph�nomene erkl�rt w�rden und in ein psychosomatisches Krankheitsmodell m�ndeten, sodass sich schliesslich eine unklare Bewertung der Beschwerden und deren Unfallkausalit�t ergebe.
7.3 Der von Dr. med. G.________ postulierte psychoreaktive Prozess konnte somit seitens der Psychiater nicht best�tigt werden. Zudem war er als Neurologe nicht berufen, eine verl�ssliche psychiatrische Beurteilung durchzuf�hren. Er h�lt am Schluss seines Gutachtens denn auch fest, dass zur Validierung der Diagnose eines depressiven Geschehens die Expertise eines erfahrenen Fachpsychiaters indiziert sei. Das Fehlen des nat�rlichen Kausalzusammenhangs muss sodann nicht durch den Nachweis unfallfremder Gr�nde erbracht werden. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens fehlen (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b). Angesichts der fehlenden unfallkausalen medizinischen Diagnose h�tte Dr. med. G.________ somit nicht nach m�glichen unfallfremden Erkl�rungen f�r die geltend gemachten Beschwerden suchen m�ssen, sondern sich auf die Frage der Unfallkausalit�t beschr�nken k�nnen. Problematisch erweist sich auch das Argument des gegen�ber dem ersten, folgenlos abgeheilten Unfallereignis nunmehr v�llig protrahierten Verlaufs eines vergleichbaren Unfallmechanismus. Damit wird zur Unfallkausalit�t jedenfalls nichts ausgesagt. Das neurologische Gutachten bildet daher keine schl�ssige Grundlage f�r die Kausalit�tsbeurteilung. Zu Recht hat die Vorinstanz nicht darauf abgestellt.
7.4 Dr. med. K.________, bei dem die Versicherte seit dem zweiten Verkehrsunfall in regelm�ssiger Behandlung steht, konnte gem�ss Bericht vom 17. Oktober 2003 keine Wesensver�nderung und auch keine wesentliche depressive Entwicklung ausmachen. Vielmehr versuche die Versicherte so gut als m�glich und mit Hilfe ihrer Angeh�rigen, den Haushalt zu besorgen und weiterhin eine reduzierte Arbeitst�tigkeit aufrecht zu erhalten.
7.5 Ein nat�rlich kausal auf das Unfallereignis vom 17. Februar 1999 zur�ckzuf�hrendes psychisches Beschwerdebild ist aufgrund der medizinischen Unterlagen somit nicht nachgewiesen.
Da eine organische Sch�digung nicht ausgewiesen ist, ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und sp�ter aufgetretenen St�rungen im Sinne eines nach Schleudertrauma typischen Beschwerdebildes nicht als erstellt gelten kann und auch das Vorliegen einer nat�rlich kausalen psychischen Gesundheitsst�rung zu verneinen ist, erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unbegr�ndet.