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Timestamp: 2017-03-25 09:34:30
Document Index: 231303212

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 1', '§ 62', '§ 9', '§ 10']

Bausatzung der Ortsgemeinde Frücht über die Gestaltung baulicher Anlagen im Ortskern von Frücht	Untermenü
GELTUNGSBEREICHGestaltungsbereich 1 In der Karte grau hinterlegter BereichGestaltungsbereich 2 In Karte mit getrichelter Linie umgrenzter Bereich
§ 2Baustruktur und Baukörper
§ 3Dächer
§ 3.1Dachform und Dachneigung
§ 3.2Dachaufbauten
Im Gestaltungsbereich 1bei Wohngebäuden: Satteldachgaube und Zwerchhaus,bei ehemals landwirtschaftlich genutzten Nebengebäuden auch Schleppgauben.
Im Gestaltungsbereich 2sind Satteldachgauben, Zwerchhaus und Schleppgauben zulässig.
(2) Dachaufbauten sind in einem maßstäblichen Verhältnis zur Dachfläche zu entwickeln.Folgende Maße sind einzuhalten:
Summe der Breite der Dachaufbauten:maximal 1/3 Trauflänge (ohne Dachüberstand)
Abstand der Dachaufbauten untereinander:minimal 1,00 m (lichtes Maß)
Abstand der Dachaufbauten zum Ortgang:minimal 1,50 m (ohne Dachüberstand).
Abstand zwischen dem First des Hauptdaches und dem Hochpunkt des Daches der Dachaufbauten:minimal 0,50 mIm Gestaltungsbereich 2 dürfen Gauben auch bis an den First angebunden sein.
§ 3.3Dacheinschnitte
(1) Im Gestaltungsbereich 1 sindDacheinschnitte, z.B. zur Ausbildung von Loggien, nur zulässig, wenn sie vom öffentlichen Raum nicht einsehbar sind.
(3) Folgende Maße sind einzuhalten:Summe der Breite der Dacheinschnitte:maximal 1/3 Trauflänge (ohne Dachüberstand)
§ 3.4Liegende Dachfenster
§ 3.5Dacheindeckungen
(1) Folgende Dacheindeckungen sind zulässig:Im Gestaltungsbereich 1
für Hauptgebäude Naturschiefereindeckungen, nichtglänzende Tonziegel und Betondachsteine in der Farbe anthrazitund braun für ehemals landwirtschaftlich genutzte Nebengebäudeoder andere Materialien die in Oberfläche und Textur mit Naturschiefer optisch identisch sind.Braun: RAL 8004, 8007+08, 8011+12, 8014-8017, 8019, 8022, 8024+25, 8028.Anthrazit: RAL 9011, 9005+04, 7022, 7026, 5008.Im Gestaltungsbereich 2 sind darüber hinaus alle Dacheindeckungen mit op-tisch matter Oberfläche in dunklen Farbtönen wie schwarz, grau und braun zulässig.
§ 3.6Dachüberstände, Dachdetails
(1) Die maximal zulässigen Dachüberstände betragen:Im Gestaltungsbereich 1
Im Gestaltungsbereich 2an Traufen: 0,50 m, an Ortgängen: 0,30 m.
(2) Bei der Ausbildung von Dachdetails sind folgende Vorgaben zu beachten:Durch Kästen und Blenden verdeckte bzw. innen liegende Dachrinnen sowie über den Ortgang oder die Traufe herabgezogene Verblendungen sind nicht zulässig.Dachrinnen und Fallrohre sind aus ungestrichenem Zink- oder Kupferblech herzustellen.
§ 3.7Antennenanlagen, Solaranlagen
§ 4.1Fassadengliederung
Fassaden sind nach den Grundprinzipien der vorherrschenden ortstypischen Altbau-substanz zu gliedern. Hierzu gehören:Lochfassade mit hohem Anteil geschlossener Wandflächen; regelmäßige Anordnung von Fenster- und Türöffnungen unter Berücksichtigung von Fensterachsen.
§ 4.2Fassadenoberflächen
Zulässig sind:(1) Putzfassaden:bei massiven Wänden und Ausfachungen mit feinkörniger, glatter Oberflä-chenstrukturbei Sockeln rauh mit der Kelle abgezogener Putz.
(2) Natursteinfassaden:bei Erdgeschossen: Taunusbruchsteinbei Sockeln, Gewänden, Treppen: Taunusbruchstein, Basalt, roter Sandstein und in Textur und Farbe optisch identischer Werkstein.
(3) Verblendfassaden:bei Obergeschossen und Giebeln sowie bei untergeordneten Nebengebäuden und Anbauten:Holz, Naturschiefer sowie optisch identische Materialien.Im Gestaltungsbereich 2 sind auch Fassadenverkleidungen vorbewittertem Zinkblech zulässig
(4) Fachwerkfassaden:Sichtfachwerke in Form echter konstruktiver Holzfachwerke, mit holzbündig, glatt verputzten Gefachen
§ 4.3Farbgebung, Anstriche
(1) Fassaden sind wie folgt farblich zu gestalten:Im Gestaltungsbereich 1 Putzfassaden und Gefache von Fachwerkgebäuden: in stumpfen, matten, hellen Farbtönen oder gebrochenem Weiß.Im Gestaltungsbereich 2 sind alle stumpfen, matten Farbtöne zulässig.
(2) Holzwerke:diffusionsfähige Imprägnierungen oder offenporige Holzanstriche mit Farbfas-sung in Anpassung an den historischen Befund oder in den Farben grau, braun, rotbraun oder dunkelgrün. Bei diesen Farbtönen sind zahlreiche Varia-tionen möglich, es müssen immer stumpfe, matte Farbtöne gewählt werden.
§ 5 Fenster, Türen, Tore, Verglasungen, Wintergärten
Fenster sind nach den Grundprinzipien der vorherrschenden ortstypischen Altbausubstanz zu gestalten. Hierzu gehören:Einheitliche, wenig unterschiedliche Fensterformate, zumeist im stehenden Format.Gliederung von größeren Fensterflächen
(1) Im Gestaltungsbereich 1Fenster in Wohngebäuden:Material: Holz oder anderes Material mit optisch identischer Oberfläche und Textur.Format: stehend
Schaufenster:Material: Holz oder anderes Material mit optisch identischer Oberfläche und Textur.Format: stehendIm Gestaltungsbereich 1 sind Fenster ab einer Größe über 2,0 m² (Rohbau-maß) zu gliedern durch Flügelausbildung, Oberlicht oder Sprossen.
(2) Fenster in (ehemaligen) Stallungen, Scheunen und sonstigen Nebengebäu-den sowie Kellerfenster und im Gestaltungsbereich 2:Material: Holz oder anderes Material mit optisch identischer Oberflächesowie Metall mit nichtglänzender Oberfläche.
§ 5.2Türen, Tore
(1) In dem Geltungsbereich der Satzung sind Türen und Tore nach den Grund-prinzipien der vorherrschenden ortstypischen Altbausubstanz zu gestalten. Hierzu gehören:abwechslungsreiche Gliederung von Haustüren, z.B. durch Profilierungen und Kassettenfüllungen, kleinflächige Verglasungen, Oberlichter, einfache, ruhige Gliederung von Hoftoren, sowie Türen und Toren von Scheunen und Ställen. Material: Holz,Alternativ zu Holz darf Kunststoff verwendet werden, wenn Oberfläche und Textur der von Holz optisch gleichen. Für Scheunentore und Stallfenster können auch nichtglänzende Metallprofile zugelassen werden.
§ 5.3 Verglasungen, Wintergärten
(1) Im Geltungsbereich sind folgende Verglasungsarten nur zulässig, wenn sie vom öffentlichen Straßenraum nicht einsehbar sind :GlasbausteineFestverglasung in Fachwerkindustriell gefertigte, gewölbte oder farbige Verglasungvoll- oder großflächige Verglasung in Toren.
(2) Wintergärten sind nur in folgenden Konstruktionsarten zulässig:Holz oder anderes Material mit optisch identischer Oberfläche sowie Metall mit nichtglänzenden Oberfläche.
§ 6Fensterläden, Rollläden, Jalousien, Rollgitter
Fensterläden sind in folgender Form zulässig:Klappläden aus Holz oder anderem Material mit optisch identischer Oberfläche, Roll-läden und Jalousien, sofern deren Rollläden- und Jalousienkästen von außen nicht sichtbar sind.Rollgitter bei Schaufenstern.
§ 7Balkone, Erker, Loggien, Überdachungen von Hoftoren, Vordächer, Außentreppen, Geländer
3) Überdachungen von Hoftoren und Vordächer sind in folgender Form zulässig:Überdachungen von Hoftoren:Holzkonstruktionen, Dacheindeckungen entsprechend Hauptdach.Vordächer:Holz- oder Metallkonstruktionen mit nichtglänzenden Oberflächen, Dachein-deckungen wie das Hauptdach sowie auch aus Glas.
5) Treppenstufen vor Hauseingängen sind nur in Form von Blockstufen aus Basalt, roter Sandstein und in Textur und Farbe optisch identischem Werkstein zu fertigen.Geländer sind in schlichter, gradliniger und vertikaler Form aus folgenden Materialien zulässig:Schmiedeeisen, Holz, verzinkter Stahl, anthrazit beschichtet.Im Gestaltungsbereich 2 kann auch Edelstahl verwendet werden.
§ 8Genehmigungspflicht
In den in § 1 bezeichneten Gebieten bedürfen der Abbruch, die Änderung oder die Nutzungsänderung sowie die Errichtung baulicher Anlagen einer Baugenehmigung nach den Vorschriften der Landesbauordnung (LBauO). Dies gilt auch für solche Vor-haben, die nach § 62 LBauO genehmigungsfrei sind.Einer Baugenehmigung bedürfen auch die gemäß LBauO genehmigungsfreien Wer-beanlagen und Warenautomaten.
§ 9Ausnahmen und Befreiungen
§ 10Inkrafttreten
Ausgefertigt:Frücht, den
Dieter Hahn(Ortsbürgermeister) Details
Geschrieben von Mario Schnatz	Hauptkategorie: Bürgerservice	Veröffentlicht: 17. März 2010	Weiter Suche