Source: https://erziehungshilfen-bonn.de/de/bonn/stationaere-Angebote/---/massnahme/detail-infos-267/Stationaeres-Intensivangebot---Hilfen-fuer-junge-Menschen-in-den-Anwendungsbereichen-des---78a-SGB-VIII-nach---27-i.V.m.----34,-35,-und-35a-und---41-SGB-VIII-.htm
Timestamp: 2018-04-21 13:45:07
Document Index: 162373734

Matched Legal Cases: ['§ 78', '§ 27', '§ 34', '§ 41', '§ 27', '§ 34', '§ 41']

Stationäres Intensivangebot: Hilfen für junge Menschen in den Anwendungsbereichen des § 78a SGB VIII nach § 27 i.V.m. §§ 34, 35, und 35a und § 41 SGB VIII /Maßnahme auf Erziehungshilfen-Bonn
Anschrift 4Change
Josef Welt / Andreas Siegert
02222-9273119
Kontakt Tel.: Tel: 02222/8049550
Fax.: Fax: 02222/9273119
E-Mail: 4change@deutscher-orden.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 1,44
Bei der Zusammenstellung des Teams der Jugendhilfeeinrichtung 4change haben wir neben der beruflichen Qualifikation der Bewerber und Bewerberinnen insbesondere den Blick auf Fähigkeiten wie Flexibilität, Reflexivität und Handlungskompetenz gerichtet. Die pädagogischen Fachkräfte weisen zusätzlich entweder eine therapeutische Zusatzausbildung auf, befinden sich in der nebenberuflichen Ausbildung zum Erwerb einer therapeutischen Zusatzqualifikation, und/oder verfügen über langjährige berufliche Erfahrung im Umgang mit Suchtmittelabhängigen, und/oder verfügen über langjährige Erfahrung in der Jugendhilfe. Therapeutische Kompetenz ist vertreten im Sinne einer Ausbildung zum psychoanalytisch ausgebildeten Gruppentherapeuten, einer Familien- und systemischen Ausbildung und, im Stadium der Ausbildung, einer psychoanalytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Die sozialpädagogischen Fachkräfte verfügen alle über ein anerkanntes Diplom.
Unsere Hilfe zur Erziehung richtet sich an suchtmittelkonsumierende junge Menschen, beiderlei Geschlechts, im Alter von 12 17. Junge Volljährige erhalten Hilfe im Rahmen eines Wohnkonzeptes mit dem Ziel der Verselbstständigung (Dazu liegt eine eigene Leistungsbeschreibung vor).
§ 27 i.V.m. §§ 34, 35, und 35a und § 41 SGB VIII
Anspruchsgrundlage und Notwendigkeit zur Hilfe liegen vor, da beim betroffenen Kind oder Jugendlichen von einer schwerwiegenden Verhaltensauffälligkeit und Anpassungsstörung bis hin zur sozialen Abeichung und Delinquenz auszugehen ist. Insbesondere durch den missbräuchlichen oder ausgeprägten Konsum von Suchtmitteln ist eine Lebenssituation entstanden, in der die festzustellenden belastenden Merkmale hinsichtlich ihrer Schwere, Dauer und Häufung einem erzieherischen Bedarf entsprechen, dem weder ambulant noch teilstationär ausreichend begegnet werden kann. Diese Diagnose schließt ein, dass die bisherigen erzieherischen Bezugspersonen ausgefallen sind, die Beziehung der Eltern zu ihrem Kind erheblich belastet ist, und das unmittelbare soziale Umfeld keine Kompensationsmöglichkeit bietet. Eine zeitnahe Verbesserung der Erziehungsbedingungen durch Eltern und Familie ist prognostisch eher ungünstig, so dass die Hilfe voraussichtlich für längere Zeit, mindestens für sechs Monate notwendig ist. Ein Wechsel des Milieus, sei es im Hinblick auf die innerfamiliäre Situation, das soziale Umfeld oder auf den Freundeskreis, erscheint notwendig.
Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts mit riskantem Suchtmittelmissbrauch bzw. latenter Drogenabhängigkeit. Junge Erwachsene im Rahmen unseres Verselbständigungskonzeptes.
Körperliche Drogenfreiheit (Im Urin lässt sich ein Drogengebrauch bei den meisten Substanzen bis zu 7 Tage lang nachweisen. Da sich der Konsum von Cannabis noch mehrere Monate lang nachweisen lässt, wäre der Aufnahmemodus entsprechend zu verändern, und es wäre eine Quantitative Messung des THC-Gehaltes im Urin vorzunehmen. Dabei sollte sich dann die Tendenz zur Substanzreduktion erschließen lassen können.)
Keine schwerwiegende geistige Behinderung
Keine schwerwiegende körperliche Behinderung
Grundsätzlich zielt unsere Hilfe durch eine Verbindung von
o Alltagserleben und Alltagsgestalten
o Pädagogischer Arbeit und
o Therapeutischen Angeboten
o Zur Rückkehr des jungen Menschen in die Familie oder
o Zur Fortsetzung der Hilfe in einer weiterführenden Hilfeform
o Zur Verselbstständigung des jungen Menschen
Die Angebotskonzepte greifen auf das in der Sozialarbeit etablierte Set von Basismethoden zurück, verknüpfen bzw. kombinieren und modifizieren diese in speziellen therapeutischen Angeboten.
Unsere Leistungen orientieren sich am Hilfebedarf und am Prinzip der ganzheitlichen Erziehung und Förderung nach Maßgabe des Hilfeplans.
Im Verlauf einer gelingenden Hilfe zur Erziehung entwickelt sich unser Hilfsansatz der zunehmenden Selbständigkeit des Jugendlichen entsprechend. Mit zunehmender Selbständigkeit geht eine geringere Betreuungsintensität einher. Umgekehrt ist es möglich, innerhalb einer Krisenintervention die Betreuungsdichte wieder zu erhöhen.
Mitwirkung am Hilfeplanverfahren, einschließlich regelmäßiger Vorlage von Förderplänen an das Jugendamt als Grundlage für das Hilfeplangespräch und die regelmäßige Fortschreibung des Hilfeplans
Die Anamnese, auch der Familienanamnese
Bei Bedarf vertiefende Persönlichkeits- und Leistungsdiagnostik
Die Erstellung und Fortschreibung von Förder-, Erziehungs- und Therapieplänen
Die Gestaltung eines strukturierten Alltags
Die regelmäßigen Fallbesprechungen und Analysen im interdisziplinären Team, bezogen auf den jungen Menschen, die Gruppe, die Familie und das soziale Umfeld, ggf. unter Einbeziehung weiterer am Hilfeprozess Beteiligter
Die ganzheitliche und gezielte Förderung des jungen Menschen in seiner Entwicklung und die Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit in Form von:
o Betreuung über Tag und Nacht
o Einzel- und Gruppenarbeit
o Hilfen zur Förderung der Handlungsfähigkeit im lebenspraktischen Bereich
o Hilfen zur Förderung von Handlungskompetenzen für Schule, Ausbildung, Beruf und Freizeit
o Hilfen zur Krisenbewältigung
o Die Arbeit mit dem sozialen Umfeld
o Hilfen zur Integration in das soziale Umfeld
o Kooperation mit Vormündern, Pflegern u.a.
o Der Aufbau und die Stärkung von Erziehungsverantwortung und Erziehungsfähigkeit bei den Eltern/Sorgeberechtigten und sonstigen wichtigen Bezugspersonen durch Eltern-/Familiengespräche, Elternberatung und Elternbeteiligung
o Die Gestaltung des Ablösungsprozesses, des Übergangs und die Vorbereitung auf die folgende Lebensphase
Leitungs- und Verwaltungsleistungen