Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=5%20AZR%2074/08
Timestamp: 2019-10-17 09:24:22
Document Index: 141299206

Matched Legal Cases: ['§ 611', '§ 75', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 611', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 611', '§ 611', '§ 242', '§ 242']

BAG, 03.12.2008 - 5 AZR 74/08 - dejure.org
https://dejure.org/2008,127
BAG, 03.12.2008 - 5 AZR 74/08 (https://dejure.org/2008,127)
BAG, Entscheidung vom 03.12.2008 - 5 AZR 74/08 (https://dejure.org/2008,127)
BAG, Entscheidung vom 03. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 (https://dejure.org/2008,127)
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Gleichbehandlungsgrundsatz - unternehmensweite Anwendung
Gleichbehandlungsgebot bei betriebsübergreifenden Lohnerhöhungen
Lohn und Gehalt, Gleichbehandlung
Arbeitsrecht: BAG: Überbetriebliche Gleichbehandlung bei Lohnerhöhung
Arbeitsentgelt - Gleichbehandlungsgrundsatz gilt unternehmensweit
Betriebsübergreifende Gleichbehandlung bei Lohnerhöhung nicht zu jedem Preis
Überbetriebliche Gleichbehandlung bei Lohnerhöhungen
Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer bei Lohn und Gehalt
Arbeitsrecht - Gleichbehandlungsgrundsatz - Lohnerhöhung
Lohnerhöhung in - fast - allen Betrieben - Unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein
AGG: Gleichbehandlungsgrundsatz: Lohnerhöhung in verschiedenen Betrieben eines Unternehmens
dbb.de , S. 10 (Leitsatz und Auszüge)
Unternehmensweite Lohnerhöhung und Gleichbehandlungsgrundsatz
Unternehmensweite Anwendung des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes bei Lohnerhöhungen
Gleichbehandlung bei betriebsübergreifender Lohnerhöhung
Strenge Voraussetzungen für Ausnahmen bei unternehmensweiter Lohnerhöhung
BGB §§ 611, 242; BetrVG § 75 Abs. 1
ArbG Darmstadt, 18.07.2006 - 4 Ca 47/06
LAG Hessen, 20.08.2009 - 5 Sa 315/09
BAG, 17.03.2010 - 5 AZN 33/10
BAGE 128, 342
NJW 2009, 1101
ZIP 2009, 579
MDR 2009, 393
NZA 2009, 367
BB 2008, 2794
BB 2009, 1703
DB 2009, 460
JR 2010, 321
Der Kläger war auch nach dem Fälligwerden der ab dem 1. August 2013 geltend gemachten Ansprüche nicht verpflichtet, insoweit auf Leistungsanträge überzugehen (BAG 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 10, BAGE 128, 342; 12. März 2008 - 4 AZR 616/06 - Rn. 16) .
Zunächst ist der Zweck der in Betracht kommenden Maßnahme zu ermitteln und danach zu beurteilen, ob der von der begünstigenden Maßnahme ausgeschlossene Personenkreis berechtigterweise außerhalb der allgemeinen Zweckrichtung steht (BAG 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 15, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 206 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 19).
LAG Schleswig-Holstein, 09.02.2016 - 1 TaBV 43/15
Betriebsrat, Einsichtnahme, Umfang, Bruttolohnliste, Gehaltsliste, …
Eine Unterscheidung zwischen Arbeitnehmern verschiedener Betriebe ist nur aus sachlichen Gründen zulässig, die vom Arbeitgeber darzulegen sind (BAG v. 03.12.2008 - 5 AZR 74/08 - juris, Rn. 16).
Dieser findet allerdings unternehmensweit Anwendung, wenn eine verteilende Entscheidung des Arbeitgebers nicht auf einzelne Betriebe beschränkt ist, sondern sich auf alle oder mehrere Betriebe des Unternehmens bezieht (BAG 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 16, BAGE 128, 342) .
Dabei sind die Besonderheiten des Unternehmens und die seiner Betriebe zu berücksichtigen (BAG 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 16, BAGE 128, 342) .
Der Kläger war auch nach dem Fälligwerden der ab dem 1. April 2014 geltend gemachten Ansprüche nicht verpflichtet, insoweit auf Leistungsanträge überzugehen (BAG 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 10, BAGE 128, 342; 12. März 2008 - 4 AZR 616/06 - Rn. 16) .
Dies gilt jedenfalls in den Fällen, in denen eine verteilende Entscheidung des Arbeitgebers nicht auf einen einzelnen Betrieb beschränkt ist, sondern sich auf alle oder mehrere Betriebe des Unternehmens bezieht (vgl. BAG 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 16, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 206 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 19).
aa) Entgegen der Auffassung des Landesarbeitsgerichts folgt die rechtliche Unmöglichkeit einzelbetrieblicher Regelungen nicht aus dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz, obwohl dieser jedenfalls dann unternehmensweit Anwendung findet, wenn die verteilende Entscheidung des Arbeitgebers nicht auf einzelne Betriebe beschränkt ist, sondern sich auf alle oder mehrere Betriebe des Unternehmens bezieht (BAG 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 206 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 19).
Sind die Unterscheidungsmerkmale nicht ohne Weiteres erkennbar und legt der Arbeitgeber seine Differenzierungsgesichtspunkte nicht dar oder ist die unterschiedliche Behandlung nach dem Zweck der Leistung nicht gerechtfertigt, kann der benachteiligte Arbeitnehmer verlangen, nach Maßgabe der begünstigten Arbeitnehmer(gruppe) behandelt zu werden (st. Rspr., vgl. BAG 1. April 2009 - 10 AZR 353/08 - Rn. 14, AP BGB § 611 Gratifikation Nr. 284; 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 17, aaO; 30. Juli 2008 - 10 AZR 497/07 - Rn. 19, EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 17; 26. September 2007 - 10 AZR 569/06 - Rn. 15, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 205 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 13; 28. März 2007 - 10 AZR 261/06 - Rn. 14, AP BGB § 611 Gratifikation Nr. 265 = EzA BGB 2002 § 611 Gratifikation, Prämie Nr. 21; 14. März 2007 - 5 AZR 420/06 - Rn. 19, BAGE 122, 1; 1. Dezember 2004 - 5 AZR 664/03 - zu II 2 c aa der Gründe, BAGE 113, 55) .
aa) Entgegen der Auffassung der Arbeitgeberin folgt die rechtliche Unmöglichkeit einzelbetrieblicher Regelungen nicht aus dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz, obwohl dieser jedenfalls dann unternehmensweit Anwendung findet, wenn die verteilende Entscheidung des Arbeitgebers nicht auf einzelne Betriebe beschränkt ist, sondern sich auf alle oder mehrere Betriebe des Unternehmens bezieht (BAG 3. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 206 = EzA BGB 2002 § 242 Gleichbehandlung Nr. 19).
Unzulässig ist nicht nur die willkürliche Schlechterstellung einzelner Arbeitnehmer innerhalb einer Gruppe, sondern auch eine sachfremde Gruppenbildung (vgl. z.B. BAG 21. Juni 2000 - 5 AZR 806/98 - SAE 2001, 165 (166); BAG 14.3.2007 - 5 AZR 420/06 - Rn 19 zitiert nach Juris; BAG 03. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 15, zitiert nach Juris).
Im Bereich der Vergütung gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz zwar nur eingeschränkt, weil der Grundsatz der Vertragsfreiheit Vorrang hat (vgl. BAG 03. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 15, zitiert nach Juris).
Trotz des Vorrangs der Vertragsfreiheit ist der Gleichbehandlungsgrundsatz auch im Bereich der Vergütung anwendbar, wenn der Arbeitgeber die Leistung nach einem allgemeinen Prinzip aufgrund einer abstrakten Regelung gewährt, indem er bestimmte Voraussetzungen oder Zwecke festlegt (vgl. BAG 03. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 15, zitiert nach Juris;… BAG 29. September 2004 - 5 AZR 43/04 - Rn. 15, zitiert nach Juris;… BAG 21. März 2002 - 6 AZR 144/01 - Rn. 24, zitiert nach Juris; BAG 21. Juni 2000 - 5 AZR 806/98 - SAE 2001, 165 (166); BAG 14.3.2007 - 5 AZR 420/06 - Rn 19 zitiert nach Juris).
Unterscheidungsmerkmale für eine Gruppenbildung sind nur zu berücksichtigen, soweit sie den Arbeitnehmern erkennbar waren oder rechtzeitig offen gelegt worden sind (vgl. BAG 27. Oktober 1998 - 9 AZR 299/97 - NZA 1999, 700; BAG 03. Dezember 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 28, zitiert nach Juris).
LAG Rheinland-Pfalz, 24.08.2012 - 9 Sa 176/12
Anspruch auf eine Bonuszahlung - Gleichbehandlungsgrundsatz - Geltungsbereich …
LAG Hamm, 12.05.2011 - 15 Sa 1140/10
Anrechnung erfolgsorientierter Prämie auf tarifliche Sonderzahlung in der Metall- …
LAG Hamm, 12.05.2011 - 15 Sa 1118/10
LAG Hamm, 12.05.2011 - 15 Sa 1018/10
LAG Hamm, 12.05.2011 - 15 Sa 1258/10
LAG Hamm, 12.05.2011 - 15 Sa 1259/10
LAG Hamm, 12.05.2011 - 15 Sa 991/10
LAG Rheinland-Pfalz, 21.08.2009 - 9 Sa 297/09
Verbot der Ungleichbehandlung von Azubis im verlängerten Ausbildungsverhältnis
LAG Hamm, 12.05.2011 - 15 Sa 2108/10
LAG Hamm, 12.05.2011 - 15 Sa 2084/10