Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_01_10_2013_3_StR_292_13_Nachholen_der_Festsetzung_einer_-d5869464.html
Timestamp: 2016-10-25 05:36:51
Document Index: 95339705

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 250', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 243', '§ 349', '§ 349', '§ 242', '§ 243', '§ 354', '§ 243', 'BGH']

BGH, 01.10.2013 - 3 StR 292/13 - Nachholen der Festsetzung einer Einzelstrafe in der Revisionsinstanz | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 01.10.2013 - 3 StR 292/13 - Nachholen der Festsetzung einer Einzelstrafe in der Revisionsinstanz
BundesgerichtshofBeschl. v. 01.10.2013, Az.: 3 StR 292/13Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 01.10.2013Referenz: JurionRS 2013, 46884Aktenzeichen: 3 StR 292/13 Verfahrensgang:vorgehend:LG Osnabrück - 08.05.2013 Rechtsgrundlagen:§ 242 Abs. 1 StGB§ 243 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 StGBVerfahrensgegenstand:Versuchte gefährliche Körperverletzung u.a. Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 1. Oktober 2013 gemäß § 349 Abs. 2 StPO einstimmig beschlossen: Tenor:Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Osnabrück vom 8. Mai 2013 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass im Fall II. 4. der Urteilsgründe eine Einzelfreiheitsstrafe von drei Monaten festgesetzt wird. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen. Gründe1 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen, vorsätzlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, vorsätzlicher Körperverletzung, Diebstahls in 14 Fällen, versuchten Diebstahls in drei Fällen, wegen Beleidigung und Bedrohung unter Einbeziehung einer Vorstrafe zur Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Hiergegen wendet sich die auf Rügen der Verletzung formellen und sachlichen Rechts gestützte Revision des Angeklagten. 2 Die Überprüfung des Urteils aufgrund der Revisionsrechtsfertigung hat keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten erbracht (§ 349 Abs. 2 StPO). 3 Allerdings hat es das Landgericht versäumt, für den Fall II. 4. der Urteilsgründe, den das Landgericht rechtsfehlerfrei als gewerbsmäßigen Diebstahl gemäß § 242 Abs. 1, § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 StGB gewürdigt hat, eine Einzelstrafe festzusetzen. Dies hat der Senat durch Festsetzung einer Freiheitsstrafe von drei Monaten nachgeholt (§ 354 Abs. 1 StPO entsprechend). Mit Blick auf die anderen abgeurteilten Fälle des gewerbsmäßigen Diebstahls mit ähnlicher oder geringerer Schadenshöhe, für die das Landgericht jeweils eine Einzelfreiheitsstrafe von drei Monaten festgesetzt hat, kann der Senat ausschließen, dass es im Fall II. 4. eine mildere als die festgesetzte Freiheitsstrafe, die der Mindeststrafe des § 243 Abs. 1 Satz 1 StGB entspricht, verhängt hätte. Becker HubertRiBGH Mayer befindet sich im Urlaub und ist daher gehindert zu unterschreiben. BeckerGericke Spaniol Hinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.