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Timestamp: 2017-12-15 23:33:03
Document Index: 30536901

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 30', 'Art. 9', '§ 3', '§ 3', '§ 30', '§ 30', '§ 120', '§ 120', '§ 297', '§ 7']

LAG-HAMM - 27.09.2005, 19 Sa 1364/05 - JuraForum.de
LAG-HAMM – Aktenzeichen: 19 Sa 1364/05
Urteil vom 27.09.2005
Leitsatz: 1. Die Vereinbarung des sofortigen Wechsels der Mitgliedschaft mit Tarifbindung i. S. d. § 3 Abs. 1 TVG in Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (sog. OT-Mitgliedschaft) während der laufenden Tarifverhandlung, um sich der Tarifbindung an den bevorstehenden Tarifvertrag zu entziehen, ist kein gewöhnlich vorkommendes Rechtsgeschäft i.S.d. § 30 S. 2 BGB, auf das sich im Zweifel die Vertretungsmacht des besonderen Vertreters erstreckt.
Rechtsgebiete: GG, TVG, BGB
Vorschriften: § GG Art. 9 Abs. 3, § 3 Abs. 1 TVG, § 3 Abs. 3 TVG, § 30 BGB
Stichworte: Einvernehmlicher Wechsel der Mitgliedschaftsform in einem Arbeitgeberverband, Flucht vor einem Tarifvertrag, Begriff des gewöhnlichen Geschäfts, § 30 BGB
Verfahrensgang: ArbG Hamm 4 Ca 2581/04 L vom 31.05.2005
36 + F ü/nf =
LAG-HAMM – Urteil, 19 Sa 936/05 vom 27.09.2005
LAG-HAMM – Beschluss, 4 Ta 395/04 vom 22.09.2005
1. Hat der Zahlungsrückstand seine Ursache darin, dass sich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Partei verschlechtert haben, so ist vorrangig zu prüfen, ob nicht eine Änderungsentscheidung nach § 120 Abs. 4 ZPO in Betracht kommt. Eine Aufhebung der Prozesskostenhilfe wegen Rückstands mit der Ratenzahlung ist nämlich unzulässig, wenn die festgesetzten Raten der Leistungsfähigkeit der Partei nicht (mehr) entsprechen.
2. Bitte die Partei unter Hinweis darauf, dass auf die Unterstützung durch das Sozialamt angewiesen sei, um Zahlungsaufschub, dann muss das Arbeitsgericht diesen als Abänderungsantrag ausdeutenden Stundungsantrag förmlich vorbescheiden und die Ratenzahlungsanordnung aus dem PKH-Bewilligungsbeschluss gemäß § 120 Abs. 4 S. 1 Hs. 2 ZPO aufheben, denn wer Sozialhilfe bezieht, erfüllt schon allein aus diesem Grunde die persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die PKH-Bewilligung ohne Ratenzahlungsverpflichtungen.
LAG-HAMM – Urteil, 11 Sa 323/05 vom 22.09.2005
Eine angestellte Lehrkraft am Gymnasium mit der Qualifikation einer Diplomsportlehrerin, die in den vergangenen Jahren regelmäßig in beträchtlichem Umfang auch in den Fächern Kunst / Textil / Hauswirtschaft eingesetzt worden ist, kann Annahmeverzugsentgelt beanspruchen, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nur noch Kunst / Textil / Hauswirtschaft nicht aber Sport unterrichten kann. Etwas anderes kann gelten, wenn ein solcher Einsatz aus tatsächlichen Gründen nicht in Betracht kommt (hier nicht der Fall).
Über die Grundsätze des § 297 BGB hinaus kann der Einwand einer "Dienstunfähigkeit nach § 7 Abs. 2 BAT beamtenrechtlichen Ursprungs" nicht anerkannt werden.
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