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Timestamp: 2016-10-28 16:11:21
Document Index: 349989779

Matched Legal Cases: ['Art. 114', 'Art. 308', 'Art. 308', 'BGE', 'Art. 308', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 72', 'Art. 334', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 29', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 97', 'in fine', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 133', 'Art. 8', 'Art. 133', 'Art. 14', 'Art. 8', 'Art. 8', 'EGMR', 'EGMR', 'Art. 14', 'Art. 8', 'EGMR', 'Art. 133', 'EGMR', 'Art. 133', 'Art. 14', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 14', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 14', 'Art. 307', 'Art. 214', 'Art. 297', 'BGE', 'BGE', 'Art. 273', 'Art. 66']

5A_72/2011 (22.06.2011)
X.________ und Z.________ ehelichten sich am xxxx 2001. Sie sind die Eltern der Tochter Y.________ (geb. xxxx 2001). Mit Urteil vom 15. Dezember 2009 des Gerichtspr�sidenten 2 des Gerichtskreises IX Schwarzenburg-Seftigen wurde die Ehe der Parteien in Anwendung von Art. 114 ZGB geschieden. Die angerufene Instanz regelte die Nebenfolgen der Scheidung. Die gemeinsame Tochter der Parteien wurde unter die elterliche Sorge von Z.________ gestellt und X.________ berechtigt, seine Tochter alle vierzehn Tage von Freitag 17.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr und ausserdem jeden Mittwochnachmittag nach der Schule bis 18.00 Uhr zu sich zu nehmen, sofern es die schulischen Aktivit�ten erlauben. Ferner wurde ihm ein Ferienrecht von sechs Wochen pro Jahr einger�umt. Die bereits angeordnete Erziehungsbeistandschaft gem�ss Art. 308 Abs. 2 ZGB blieb aufrecht erhalten und der Beistand bzw. die Beist�ndin wurde insbesondere mit der Regelung der Details des Ferienrechts im Streitfall beauftragt.
X.________ appellierte gegen das erstinstanzliche Urteil im Scheidungspunkt sowie bez�glich der Kinderbelange. Mit Urteil vom 3. November 2010 stellte das Obergericht des Kantons Bern fest, dass das Urteil im Scheidungspunkt am 15. Januar 2010 in Rechtskraft erwachsen sei (Ziff. 1), und best�tigte die erstinstanzliche Regelung bez�glich der elterlichen Sorge �ber die gemeinsame Tochter (Ziff. 3). Ferner regelte es den pers�nlichen Verkehr zwischen X.________ und seiner Tochter neu wie folgt (Ziff. 6): a) X.________ betreut Y.________ alle zwei Wochen von Freitag 17.00 Uhr bis Dienstagmorgen Schulbeginn und in den anderen Wochen von Montagmittag Schulschluss bis Dienstagmorgen Schulbeginn. b) Wochenenden, die in die Ferien oder auf Feiertage fallen oder aus einem Grund, der beim Vater liegt, nicht durchgef�hrt werden k�nnen, sind nicht zu kompensieren. c) In den geraden Jahren verbringt Y.________ das Pfingstwochenende von Freitag 17.00 Uhr bis Pfingstmontag 18.00 Uhr beim Vater und das Osterwochenende von Karfreitag 17.00 Uhr bis Ostermontag 18.00 Uhr bei der Mutter. In den ungeraden Jahren gilt die gleiche Regelung umgekehrt. d) In den ungeraden Jahren verbringt Y.________ ihren Geburtstag bei der Mutter in den geraden Jahren beim Vater. e) Y.________ verbringt j�hrlich sechs Wochen Ferien beim Vater. Davon ist eine Woche in den Weihnachtsferien, und zwar entweder bis zum 25. Dezember 10.00 Uhr oder ab dem 25. Dezember 10.00 Uhr zu beziehen. f) Details regelt im Streitfall die gem�ss Ziffer 8 hiernach eingesetzte Beistandsperson. Die �brigen Antr�ge zu den Kinderbelangen wies das Obergericht ab (Ziff. 7) und erkannte, dass die Erziehungsbeistandschaft gem�ss Art. 308 Abs. 2 ZGB zur �berwachung des pers�nlichen Verkehrs weiter bestehen bleibe (Ziff. 8).
X.________ (Beschwerdef�hrer) hat gegen dieses Urteil am 30. Januar 2011 Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Er beantragt, die gemeinsame Tochter Y.________ unter die gemeinsame elterliche Sorge beider Eltern zu stellen und im Interesse der Tochter eine Mediation "gem�ss BGE 5A_457/2009 vom 9. Dezember 2009" zu verf�gen und als Fachperson Frau Dr. S.________ mit der Durchf�hrung der Mediation zu beauftragen. Ferner stellt der Beschwerdef�hrer einen Auftragskatalog zuhanden der Fachperson auf (Antrag 2). Sodann ersucht er, den pers�nlichen Verkehr zwischen ihm und seiner Tochter in Ab�nderung von Ziff. 6 des angefochtenen Urteils wie folgt neu zu regeln: "a) X.________ betreut Y.________ alle zwei Wochen von Freitag 17.00 Uhr bis Dienstagmorgen Schulbeginn. In den anderen Wochen betreut er Y.________ von Sonntagabend 17.00 Uhr bis Dienstagmorgen Schulbeginn. Im Sinne seiner Pflichten als Vater bleibt X.________ den ganzen Dienstagmorgen (bis Schulschluss 11.50 Uhr) Ansprechperson f�r die Lehrkr�fte von Y.________. b) Wochenenden, die in die Ferien oder auf Feiertage fallen, sind nicht zu kompensieren. Betreuungszeiten, die aus plausiblen und korrekt nachweisbaren Gr�nden von den Eltern entgegen einer bestehenden Regelung ("Betreuungsplan") nicht wahrgenommen werden k�nnen, sollen im Rahmen des definierten Umfangs kompensiert werden k�nnen. Die Beistandschaft der gemeinsamen Tochter protokolliert, vermittelt und kl�rt gem�ss ihrem Auftrag nach Art. 308 Abs. 2 ZGB im Interesse der gemeinsamen Tochter. c) keine �nderung. d) In den ungeraden Jahren verbringt Y.________ ihren Geburtstag bei ihrer Mutter, in den geraden beim Vater. Ein Kurzbesuch (15 Minuten) am tats�chlichen Geburtstag soll auf Wunsch von Y.________ vom Elternteil am jeweiligen Aufenthaltsort von Y.________ erm�glicht und nicht behindert werden. e) Y.________ verbringt die H�lfte ihrer tats�chlichen Schulferien bei einem, die andere beim anderen Elternteil. Davon ist pro Elternteil je eine Woche in den Weihnachtsferien zu beziehen. In den ungeraden Jahren verbringt Y.________ Weihnachten bei ihrem Vater, in den geraden bei ihrer Mutter." Schliesslich sei Punkt 6 lit. g, wonach in der Vergangenheit ausgefallene Betreuungszeiten nicht kompensiert werden, ersatzlos zu streichen. Ziffer 7 des vorinstanzlichen Urteils sei dahingehend wie folgt zu �ndern: "Die Vormundschaftsbeh�rde der Gemeinde A.________ und die Beistandschaft von Y.________ wird �ber die explizit in Punkt 2.9 aufgef�hrte, n�tige und erh�hte Wachsamkeit im Rahmen der Aufsichtspflicht der Mutter von Y.________ informiert. Relevante Informationen m�ssen gegenseitig, ereignisnah, aktiv und zum Schutz von Y.________ von der Vormundschaftsbeh�rde an die Beistandschaft weitergegeben werden.". Schliesslich verlangt der Beschwerdef�hrer, dass der im Urteil erneut falsch festgehaltene Ort der Eheschliessung ("B.________ statt C.________") korrekt aufgef�hrt werde.
Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um aufschiebende Wirkung ist mit Verf�gung vom 31. Januar 2011 abgewiesen worden.
1.1 Angefochten ist ein letztinstanzlicher (Art. 75 Abs. 1 BGG) kantonaler Endentscheid (Art. 90 BGG) betreffend nicht verm�gensrechtliche Nebenfolgen der Ehescheidung und damit eine Zivilsache im Sinn von Art. 72 Abs. 1 BGG. Die Beschwerde in Zivilsachen ist somit gegeben.
1.2 Strittig sind im vorliegenden Fall die gemeinsame elterliche Sorge �ber die Tochter, die Mediation und das Besuchsrecht sowie die Anordnung bestimmter Informationen an die Vormundschaftsbeh�rde und die Beist�ndin. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten, soweit der Beschwerdef�hrer den Ort der Eheschliessung ge�ndert haben will, ist doch diese Frage gegebenenfalls auf dem Weg der Berichtigung des obergerichtlichen Urteils zu korrigieren (Art. 334 ZPO).
1.3 In der Beschwerde ist in Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte der beschwerdef�hrenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245), wobei eine Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur dann gepr�ft wird, wenn solche R�gen in der Beschwerdeschrift ausdr�cklich erhoben und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung willk�rlich oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2.2 und 1.4.3 S. 255) und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in fine BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). Auf rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein. In der Beschwerde in Zivilsachen d�rfen �berdies keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzung f�r eine nachtr�gliche Einreichung von Tatsachen und Beweismitteln erf�llt sein soll (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395).
Die Beschwerde vermag zum gr�ssten Teil den aufgezeigten Begr�ndungsanforderungen nicht zu gen�gen, da einerseits einfach Gesetzesbestimmungen wiedergegeben und Bundesgerichtsentscheide sowie Lehrmeinungen zitiert werden, ohne aber anhand der Erw�gungen zur Frage der gemeinsamen elterlichen Sorge, der Mediation und des Besuchsrechts sowie bez�glich der angeblich zu erteilenden Weisung aufzuzeigen, inwiefern das Obergericht insoweit Bundesrecht verletzt hat. Auf die nicht geh�rig begr�ndeten R�gen ist von vornherein nicht einzutreten.
Das Obergericht hat dem Antrag des Beschwerdef�hrers auf Anordnung eines gemeinsamen elterlichen Sorgerechts �ber die Tochter nicht entsprochen und dazu im Wesentlichen erwogen, bei der Entscheidung �ber die elterliche Sorge stehe das Kindeswohl im Zentrum und nicht die Interessen der Eltern bzw. gesellschaftspolitische �berlegungen. Das Gericht belasse die gemeinsame elterliche Sorge auf Antrag beider Eltern, sofern sich diese in einer genehmigungsf�higen Vereinbarung dar�ber geeinigt h�tten und das Kindeswohl gewahrt werde. Dabei bildeten Kooperationswille und -f�higkeit beider Elternteile Grundvoraussetzung daf�r, dass eine gemeinsame elterliche Sorge �berhaupt in Betracht falle. Im vorliegenden Fall scheitere das gemeinsame Sorgerecht bereits daran, dass es nach geltendem Recht (Art. 133 Abs. 3 ZGB) vom Abschluss einer Vereinbarung �ber die Betreuungsanteile und den Unterhalt sowie von der Vereinbarkeit mit dem Kindeswohl abh�nge. Die Beschwerdegegnerin sei zum Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung nicht bereit, nachdem der pers�nliche Umgang unter den Ehegatten w�hrend der Trennungszeit ausserordentlich schwierig und eine (vern�nftige) Kommunikation nahezu unm�glich gewesen sei. Auch das Gutachten vom 18. Oktober 2007 komme zum Schluss, dass ein gemeinsames Sorgerecht nicht durchf�hrbar sei, da sich die Eltern in vielen grunds�tzlichen Erziehungsfragen uneinig seien und die Kommunikation zwischen den Parteien vollst�ndig versage. Die Situation sei derart verfahren, dass daran auch eine Mediation nichts zu �ndern verm�chte, was sich insbesondere daran zeige, dass der Beschwerdef�hrer im letzten Jahr kaum je bereit gewesen sei, von seinem Standpunkt auch nur geringf�gig abzuweichen.
2.1 Der Beschwerdef�hrer macht zun�chst im Wesentlichen geltend, der Appellationshof versuche, die Verweigerungshaltung und die durchgehende Kommunikationsverweigerung ausschliesslich ihm anzulasten. Er listet eine Reihe von Vorf�llen auf, die seine ehemalige Frau betreffen, namentlich angeblich von der Beschwerdegegnerin gegen�ber den Eltern des Beschwerdef�hrers und ihrer eigenen Mutter im Jahr 2004 bzw. 2005 ausgesprochene Drohungen und andere Vorf�lle, die sich in den Jahren 2005 und 2006 zugetragen haben sollen. Ferner richtet er sich gegen das psychologische Gutachten und macht in diesem Zusammenhang geltend, die Beschwerdegegnerin habe sich bei den Gutachtern so darstellen k�nnen, dass ein Bild mit wenig Bezug zur Realit�t entstanden sei. Ferner treffe auch die Behauptung nicht zu, dass ihm fast alle Mittel recht seien, um seine Ziele durchzusetzen. Der Appellationshof habe es unterlassen, das Gutachten auf seinen Wahrheitsgehalt zu �berpr�fen. Durch Ber�cksichtigung dieser falschen Aussagen in der Urteilsbegr�ndung werde der Vater diskriminiert und seine Rechte gem�ss Art. 8 BV und 35 BV verletzt. Im Folgenden �ussert sich der Beschwerdef�hrer namentlich zur "st�rkeren Bindung des Kindes zur Mutter" und zur "Koppelung des mehrheitlichen Aufenthaltsortes eines Kindes mit dessen Wohl".
Der Beschwerdef�hrer beschr�nkt sich in dieser Begr�ndungslinie auf eine Behauptung von Tatsachen, die in dieser Form im angefochtenen Urteil nicht festgestellt worden sind. Im Weiteren legt er nicht dar, dass er diese Behauptungen bereits im kantonalen Verfahren zur Bestreitung der Glaubw�rdigkeit des Gutachtens vorgetragen und insbesondere die fehlende Glaubw�rdigkeit des Gutachtens ger�gt hat. Die vorgetragenen Tatsachen gelten damit als neu und unzul�ssig (E. 1.2). Abgesehen davon setzen sich diese Ausf�hrungen gr�sstenteils nicht mit den Gr�nden des Appellationshofs auseinander, aus denen das gemeinsame Sorgerecht ausgeschlossen worden ist. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
2.2 Der Beschwerdef�hrer macht ferner geltend, der Umstand, dass der Appellationshof mit seiner Auslegung von Art. 133 ZGB die Beschwerdegegnerin entscheiden lasse, ob ein gemeinsames Sorgerecht erw�nscht oder m�glich sei, komme einer Diskriminierung des geschiedenen Ehemannes gleich und verletze somit Art. 14 i.V.m. Art. 8 EMRK sowie Art. 8 und 35 BV. Er st�tzt sich in diesem Zusammenhang auf das Urteil Nr. 22028/04 des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte (EGMR) vom 3. Dezember 2009 Zaunegger gegen Deutschland.
2.2.1 Im besagten Entscheid hatte der Gerichtshof �ber den Fall eines mit der Mutter des gemeinsamen Kindes nicht verheirateten Mannes zu entscheiden, der sich �ber Jahre um das gemeinsame Kind gek�mmert hatte; die Mutter hatte sich einem gemeinsamen Sorgerecht widersetzt und der Vater vor den nationalen Instanzen erfolglos darum gek�mpft. Die angerufenen gerichtlichen Instanzen verweigerten dem Vater das gemeinsame Sorgerecht. Sie st�tzten sich dabei auf � 1626a BGB, wonach die Eltern eines nicht ehelich geborenen minderj�hrigen Kindes die elterliche Sorge gemeinsam aus�ben k�nnen, wenn sie eine entsprechende Erkl�rung abgeben (Abs. 1), andernfalls aber die Mutter das alleinige Sorgerecht erh�lt (Abs. 2). Der EGMR erkannte, indem nicht abgekl�rt worden sei, ob das gemeinsame Sorgerecht dem Kindeswohl entspreche, sei der Vater gegen�ber der Mutter bzw. gegen�ber den geschiedenen V�tern, die bei einer Scheidung das gemeinsame Sorgerecht behalten, diskriminiert worden. Der Gerichtshof bejahte deshalb eine Verletzung von Art. 14 EMRK (Diskriminierungsverbot) i.V.m. Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Familienlebens) (siehe dazu das zitierte Urteil des EGMR �� 46 bis 64 in englischer und deutscher Fassung).
2.2.2 Nach Art. 133 Abs. 3 ZGB, der die Frage der gemeinsamen elterlichen Sorge im Scheidungsfall regelt, bel�sst das Gericht auf gemeinsamen Antrag beiden Eltern die elterliche Sorge, wenn sie sich in einer genehmigungsf�higen Vereinbarung �ber ihre Anteile an der Betreuung des Kindes und die Verteilung der Unterhaltskosten verst�ndigt haben, sofern dies mit dem Kindeswohl vereinbar ist.
Im vorliegenden Fall kann offenbleiben, ob die zitierte Rechtsprechung des EGMR �berhaupt auf den Fall von Art. 133 Abs. 3 ZGB �bertragen werden kann. Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers hat der Appellationshof nicht ausschliesslich darauf abgestellt, dass die Beschwerdegegnerin sich weigert, ein gemeinsames Sorgerecht der Eltern �ber die Tochter zu akzeptieren und eine Vereinbarung �ber die Beteiligung beider Parteien an den Betreuungsaufgaben und an den Unterhaltskosten zu unterzeichnen. Er hat sich vielmehr ausdr�cklich mit der Frage befasst, ob ein gemeinsames Sorgerecht beider Eltern mit dem Kindeswohl der Tochter zu vereinbaren w�re. Er hat dies verneint und dabei insbesondere auf das einschl�gige psychologische Gutachten vom 28. Oktober 2007 verwiesen, wonach ein gemeinsames Sorgerecht nicht durchf�hrbar sei, weil sich beide Eltern in vielen grunds�tzlichen Erziehungsfragen nicht einig seien und eine Kommunikation zwischen beiden Eltern vollst�ndig versage. Der Gutachter h�lt im Weiteren daf�r, f�r die Tochter resultiere aus dieser Situation ein Loyalit�tskonflikt, da sie in den Kampf der Eltern um ihre Person miteinbezogen werde und sich quasi f�r einen Elternteil entscheiden solle. Dieser Loyalit�tskonflikt stelle eine Bedrohung f�r ihre Entwicklung dar. Die Situation ist laut Gutachter derart verfahren, dass auch die vom Beschwerdef�hrer beantragte Mediation nichts zu �ndern verm�chte. Das zeige sich, so der Gutachter, insbesondere daran, dass der Beschwerdef�hrer in den vergangenen Jahren kaum je bereit gewesen sei, von seinem Standpunkt nur geringf�gig abzuweichen. Der Beschwerdef�hrer hat im vorliegenden Beschwerdeverfahren die aus dem Gutachten gezogenen Schl�sse nicht rechtsgen�glich als verfassungswidrig beanstandet. Damit aber ist vorliegend eine Verletzung von Art. 14 i.V.m. Art. 8 EMRK zu verneinen, zumal die Vorinstanz nach einer ausf�hrlichen W�rdigung des Sachverhalts im Lichte des Kindeswohls und aus sachlichen Gr�nden ein gemeinsames Sorgerecht beider Eltern abgelehnt hat. Soweit sich der Beschwerdef�hrer auf Art. 8 und 35 BV beruft, st�tzt er sich auf die gleiche Begr�ndung wie f�r die behauptete Verletzung von Art. 8 i.V.m. Art. 14 EMRK. Der R�ge der Verletzung von Art. 8 und 35 BV kommt somit keine selbstst�ndige Bedeutung zu. Abgesehen davon begr�ndet der Beschwerdef�hrer auch nicht, inwiefern ihm die angerufenen Bestimmungen der Bundesverfassung einen weitergehenden Anspruch einr�umen als Art. 8 i.V.m. Art. 14 EMRK.
3.1 Mit Bezug auf die ebenfalls strittige Frage der Mediation hat das Obergericht erwogen, der Beschwerdef�hrer berufe sich auf den Bundesgerichtsentscheid 5A_457/2009 vom 9. Dezember 2009, wo die vorinstanzliche Anordnung der Mediation gest�tzt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB gesch�tzt worden sei. Nach diesem Entscheid betreffend Kindesschutzmassnahmen r�ume das Gesetz dem Gericht einen grossen Ermessensspielraum ein. Nach Art. 214 Abs. 1 ZPO k�nne das Gericht den Parteien eine Mediation empfehlen. Art. 297 Abs. 2 ZPO sehe vor, dass das Gericht die Eltern zu einem Mediationsversuch auffordern k�nne. Der Gesetzgeber gehe somit von der Freiwilligkeit, nicht von einer Verpflichtung zur Mediation aus. Im vorliegenden Fall sei davon auszugehen, dass ein Mediationsversuch wegen der respektlosen Art und Weise des Umgangs des Beschwerdef�hrers mit der Beschwerdegegnerin zum Scheitern verurteilt sei. Wer die Gegenpartei, die zu einer Mediation Hand bieten solle, derart angreife, wie der Beschwerdef�hrer die Beschwerdegegnerin, werde in der Mediation nicht pl�tzlich von seiner Position abweichen. Eine Mediation setze gegenseitiges Nachgeben voraus. Informativ seien die Aussagen der Beist�ndin, wonach es lediglich m�glich gewesen sei, eine klar definierte Aufgabe (Betreuungszeiten f�r die Tochter) zu l�sen, was angesichts der Ausgangslage bereits als Erfolg zu werten sei. Mehr erreichen zu wollen sei illusorisch.
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt im Wesentlichen, die gest�rte Kommunikation k�nne nur durch eine Mediation normalisiert werden. Mit der Argumentation des Appellationshofs werde der Beschwerdegegnerin erneut ein Veto-Recht einger�umt, was BGE 5A_457/2009 E. 4.1 widerspreche. Nach diesem Entscheid gehe es nicht um die Beziehung der Eltern, sondern darum, L�sungen im Hinblick auf das Zusammenwirken der Eltern bei Kindesschutzmassnahmen zu suchen.
3.3 Soweit sich der Beschwerdef�hrer auf den Entscheid 5A_457/2009 vom 9. Dezember 2009 beruft, �bersieht er, dass dieser nur Kindesschutzmassnahmen betrifft. Zudem billigt das Bundesgericht der rechtsanwendenden Beh�rde in dieser Hinsicht einen Ermessensspielraum zu (E. 4.3). Die Aus�bung richterlichen Ermessens durch die letzte kantonale Instanz �berpr�ft das Bundesgericht mit Zur�ckhaltung; es schreitet nur ein, wenn grundlos von den in Lehre und Rechtsprechung entwickelten Grunds�tzen abgegangen wird, wenn Tatsachen ber�cksichtigt werden, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder umgekehrt Umst�nde ausser Betracht geblieben sind, die zwingend h�tten beachtet werden m�ssen (BGE 132 III 49 E. 2.1 S. 50/51; 126 III 223 E. 4a S. 227/228). Das Obergericht hat im konkreten Fall das Verhalten des Beschwerdef�hrers gegen�ber der Beschwerdegegnerin als respektlos gew�rdigt. Es hat zudem aufgrund der konkreten im angefochtenen Entscheid erw�hnten und vorliegend wiedergegebenen Umst�nde geschlossen, der Versuch einer Mediation sei zum Scheitern verurteilt. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern der Appellationshof damit seinen Ermessensspielraum �berschritten haben soll und dies ist auch nicht ersichtlich.
4.1 Das Obergericht hat mit Bezug auf das Besuchsrecht des Beschwerdef�hrers gegen�ber seiner Tochter erkannt, der Beschwerdef�hrer betreue sie alle zwei Wochen von Freitag 17.00 Uhr bis Dienstagmorgen Schulbeginn, in den anderen Wochen von Montagmittag Schulschluss bis Dienstagmorgen Schulbeginn. Das Obergericht hat damit den erstinstanzlichen Entscheid insofern abge�ndert, als es das an den sogenannten "kurzen Wochenenden" ab Sonntag, 18.00 Uhr geltende Besuchsrecht gestrichen und durch die im obergerichtlichen Urteil erw�hnte und soeben wiedergegebene L�sung (von Montag Schulschluss bis Dienstagmorgen Schulbeginn) ersetzt hat. Das Obergericht hat dabei den auf Beibehaltung der Besuchsrechtsregelung gerichteten Willen der Tochter hervorgehoben, hat jedoch dem Familienleben der Beschwerdegegnerin gr�ssere Bedeutung beigemessen und insofern darauf R�cksicht genommen, als die Tochter jeweils alternierend ein ganzes Wochenende bei der Mutter in A.________ verbringen k�nnen soll.
Der Beschwerdef�hrer wendet dagegen im Wesentlichen ein, die im Jahr 2010 praktizierte L�sung habe funktioniert und die Tochter habe sich f�r eine Beibehaltung dieser L�sung ausgesprochen. Zwar sei es vern�nftig anzunehmen, dass seine Tochter je einen Sonntag in D.________ und in A.________ verbringen solle. Der Appellationshof unterschlage jedoch die Tatsache, dass er und die Tochter w�hrend der Zeit, in der das Kontaktrecht durch die Mutter verletzt worden sei, nie einen Sonntagabend h�tten gemeinsam verbringen k�nnen.
Welche Ordnung des pers�nlichen Verkehrs zwischen Eltern und Kindern angemessen ist, l�sst sich nicht objektiv und abstrakt umschreiben (HEGNAUER, Berner Kommentar, N 61 zu Art. 273 ZGB), sondern entscheidet sich im konkreten Einzelfall nach richterlichem Ermessen (Urteil 5C.36/1997 vom 10. April 1997 E. 3; 5C.271/2001 vom 19. M�rz 2002 E. 3c). Das Bundesgericht �berpr�ft die Aus�bung des Ermessens - wie bereits erw�hnt (E. 3.3 hiervor) - mit Zur�ckhaltung. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Appellationshof mit der Ber�cksichtigung der Anliegen der Beschwerdegegnerin sein Ermessen �berschritten haben k�nnte, und der Beschwerdef�hrer zeigt Entsprechendes auch nicht auf, beschr�nkt er sich doch einmal mehr auf Behauptungen. Soweit in diesem Punkt auf die Beschwerde �berhaupt eingetreten werden kann, erweist sie sich als unbegr�ndet.
4.2 Hinsichtlich der �brigen Regelungen des Besuchsrechts nimmt der Beschwerdef�hrer gar nicht Bezug auf die Erw�gungen des angefochtenen Entscheids. Ihm geht es, wie er selbst sagt, nur darum, die Ausgestaltung der Betreuungszeiten genauer zu formulieren. Insoweit liegt keine gen�gend begr�ndete Beschwerde vor. Darauf ist nicht einzutreten.
Das Obergericht hat unter Dispositiv-Ziff. 7 die weiteren Antr�ge des Beschwerdef�hrers zu den Kinderbelangen abgewiesen. Der Beschwerdef�hrer verlangt nunmehr: "Die Vormundschaftsbeh�rde der Gemeinde A.________ und die Beistandschaft von Y.________ wird �ber die explizit in Punkt 2.9 aufgef�hrte, n�tige und erh�hte Wachsamkeit im Rahmen der Aufsichtspflicht der Mutter von Y.________ informiert. Relevante Informationen m�ssen gegenseitig, ereignisnah, aktiv und zum Schutz von Y.________ von der Vormundschaftsbeh�rde an die Beistandschaft weitergegeben werden."
Soweit ersichtlich betrifft dieser Antrag die E. 2.9 des angefochtenen Urteils. Danach hat der Beschwerdef�hrer beantragt, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Tochter nie allein und ohne erwachsene Person mit einwandfreiem Leumund in Kontakt mit T.________ kommen zu lassen. In der Trennungsvereinbarung vom 27. Mai 2005 habe sich die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dass es nur in ihrer Anwesenheit oder in Anwesenheit erwachsener Personen zu Kontakten zwischen der Tochter und T.________ komme. Das Obergericht hat diese Weisung als �bertrieben erachtet, weil T.________ kein strafbares Verhalten habe vorgeworfen werden k�nnen. Die Aufsichtspflicht der Eltern und die Beistandschaft b�ten gen�gend Gew�hr daf�r, dass allgemeinen Gefahren f�r die Tochter begegnet werden k�nne.
Auch in diesem Punkt geht der Beschwerdef�hrer nicht auf die Erw�gungen des angefochtenen Urteils ein und er�rtert nicht, inwiefern das Obergericht mit der Weigerung einer Weisung sein Ermessen �berschritten oder sonst wie Bundesrecht verletzt hat. Darauf ist nicht einzutreten.
Damit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdegegnerin, die sich weder zum Gesuch um aufschiebende Wirkung noch zur Sache hat vernehmen lassen, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren keine Entsch�digung zugesprochen.