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Timestamp: 2017-11-22 05:47:48
Document Index: 164234056

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 195', '§ 202', '§ 202', '§ 202', 'BGH', 'BGH']

BGH, Urteil vom 6. Dezember 2012 - Az. VII ZR 15/12
Urteil vom 6. Dezember 2012 - Az. VII ZR 15/12
BGH · Urteil vom 6. Dezember 2012 · Az. VII ZR 15/12
openJur 2012, 132628
Dies hält der rechtlichen Nachprüfung nicht stand. Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts benachteiligt die Verkürzung der Verjährungsfrist für den Werklohnanspruch in Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auftraggebers den Auftragnehmer unangemessen, denn sie verstößt gegen das gesetzliche Leitbild des § 195 BGB und es sind keine Interessen des Auftraggebers erkennbar, die eine derartige Verkürzung rechtfertigen könnten (vgl. OLG 9 München, NJW-RR 2008, 1233, 1234; Palandt/Ellenberger, BGB, 71. Aufl., § 202 Rn. 13; Erman/J. Schmidt-Räntsch, BGB, 13. Aufl., § 202 Rn. 13; MünchKommBGB/Grothe, 6. Aufl., § 202 Rn. 10).
Darauf kommt es indessen für die Entscheidung des Senats nicht an, nachdem die Beklagte in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat auf die Einrede der Verjährung verzichtet hat. Der Schuldner kann durch einseitige Erklärung auf die Einrede der Verjährung unabhängig von deren Eintritt auch noch in der Revisionsinstanz verzichten (BGH, Urteil vom 15. April 2010 - III ZR 196/09, BGHZ 185, 185 Rn. 17).
Kniffka Safari Chabestari Halfmeier Leupertz Kartzke Vorinstanzen:
AG Berlin-Tiergarten, Entscheidung vom 25.02.2010 - 10 C 147/09 -
LG Berlin, Entscheidung vom 11.11.2011 - 50 S 72/10 -
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