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Timestamp: 2014-03-12 18:44:33
Document Index: 284900186

Matched Legal Cases: ['Art. 13', 'Art. 31', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 4', 'Art. 15', 'Art. 82', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 828', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 5', 'Art. 15', 'Art. 17', 'Art. 19', 'Art. 25', 'Art. 21', 'Art. 222', 'Art. 23', 'Art. 19', 'Art. 18', 'Art. 5', 'Art. 21', 'Art. 19', 'Art. 25', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 15', 'Art. 21', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 25', 'Art. 16', 'Art. 19', 'Art. 17', 'Art. 5', 'Art. 15', 'Art. 25', 'Art. 3250', 'Art. 36']

ARV 2,Arbeits und Ruhezeitverordnung
über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen
Führer von leichten Personentransportfahrzeugen
und schweren Personenwagen
vom 6. Mai 1981 (Stand am 1. Januar 2008)
gestützt auf die Artikel 56 und 103 des Strassenverkehrsgesetzes vom19. Dezember 1958 2,
Art. 13 Gegenstand
Diese Verordnung regelt die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit der nicht der Chauffeurverordnungvom 19. Juni 19954 (ARV 1) unterstellten berufsmässigen Führer von
Motorfahrzeugen zum Personentransport sowie ihre Kontrolle und die Pflichten
ihrer Arbeitgeber.
a. SVG für das Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958;
b.5 VTS für die Verordnung vom 19. Juni 19956 über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge;
c. VVV für die Verkehrsversicherungsverordnung vom 20. November 19597;
d. VZV für die Verordnung vom 27. Oktober 19768 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr;
1 Fassung des Tit. gemäss Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
(AS 1998 1188).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
5 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 19. Juni 1995, in Kraft seit 1. Okt. 1995
(AS 1995 4028).
7 SR 741.31
8 SR 741.51
Arbeitnehmerschutz 2
e. UVEK9 für das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation10;
f. Bundesamt für das Bundesamt für Strassen11.
a.12 als Führer gilt, wer, sei es auch nur für kurze Zeit, ein Fahrzeug nach Artikel 3 Absatz 1 lenkt;
b. als selbständigerwerbender Führer gilt, wer in keinerlei Anstellungs- oder Unterstellungsverhältnis steht und allein über den Einsatz des Fahrzeuges entscheidet (Betriebsinhaber); in Zweifelsfällen (z. B. bei Vertragsfahrern) ist das tatsächliche Beschäftigungsverhältnis und nicht die Bezeichnung in
einem allfälligen Vertrag massgebend; als selbständigerwerbende Führer gelten auch der Ehegatte des Betriebsinhabers, seine Verwandten in auf- und
absteigender Linie und deren Ehegatten sowie seine Stiefkinder;
c. als Arbeitnehmer gilt, wer nicht selbständigerwerbender Führer ist, insbesondere wer Fahrzeuge in einem Anstellungs- oder Unterstellungsverhältnis
d. als Arbeitgeber gilt, wer als Betriebsinhaber oder Vorgesetzter gegenüber dem Führer weisungsberechtigt ist;
e.13 als Arbeitszeit gilt die Zeit, während der sich der Arbeitnehmer zur Verfügung des Arbeitgebers halten muss; sie umfasst auch die blosse Präsenzzeit
und die Arbeitspausen von weniger als einer Viertelstunde; zur Arbeitszeit zählt ferner die Dauer jeder Erwerbstätigkeit bei einem andern Arbeitgeber;
f.14 als Lenkzeit gilt die Zeit, während der der Führer ein Fahrzeug nach Artikel 3 Absatz 1 lenkt;
g. als berufliche Tätigkeit gilt für den Arbeitnehmer die Arbeitszeit, für den selbständigerwerbenden Führer die Lenkzeit;
h. als Vollzugsbehörde gilt die Behörde, die nach kantonalem Recht für die Kontrolle auf der Strasse und in den Betrieben zuständig ist (Art. 31 Abs. 1).
Für die Kontrollaufgaben der Zollorgane gilt Artikel 136 VZV.
9 Ausdruck gemäss Art. 1 Ziff. 22 der V vom 22. Juni 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1998
(AS 1998 1796). Diese Änd. ist im ganzen Erlass berücksichtigt.
10 Ausdruck gemäss Art. 1 Ziff. 22 der V vom 22. Juni 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1998
(AS 1998 1796).
11 Ausdruck gemäss Art. 1 Ziff. 22 der V vom 22. Juni 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1998
12 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 19. Juni 1995, in Kraft seit 1. Okt. 1995
13 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
14 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 19. Juni 1995, in Kraft seit 1. Okt. 1995
Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Führer von leichten
Personentransportfahrzeugen und schweren Personenwagen
1 Die Verordnung gilt für die Führer von leichten Motorwagen (Art. 10 Abs. 2 VTS), schweren Personenwagen (Art. 11 Abs. 2 Bst. b VTS), Gesellschaftswagen mit nicht mehr als 16 Sitzplätzen ausser dem Führersitz (Art. 11 Abs. 2 Bst. d VTS in Verbindung
mit Art. 4 Abs. 2bis ARV 115) und von Leicht-, Klein- und dreirädrigen Motorfahrzeugen
(Art. 15 VTS), die für berufsmässige Personentransporte verwendet werden.
16 1 bis Als berufsmässig gelten Fahrten, die regelmässig von einem Führer oder mit einem Fahrzeug durchgeführt werden und mit denen ein wirtschaftlicher Erfolg
erzielt werden soll. Regelmässig sind Fahrten, wenn sie in Zeitabständen von weniger als 16 Tagen mindestens zweimal durchgeführt werden.
Der wirtschaftliche Erfolg gilt als gegeben, wenn für die Fahrt ein Fahrpreis zu entrichten ist, der die
Fahrzeugkosten und den Auslagenersatz des Fahrzeugführers übersteigt.
17 1 ter Den berufsmässigen Personentransporten gleichgestellt sind Personentransporte mit Mietfahrzeugen samt Chauffeur.
Lenkt ein Führer im Ausland ein in der Schweiz immatrikuliertes Fahrzeug, das ausser dem Führersitz für eine Platzzahl von höchstens acht Personen zum
Verkehr zugelassen ist, so gilt diese Verordnung, sofern die von der Schweiz ratifizierten Übereinkommen nicht strengere Vorschriften vorsehen. Für Führer
von Fahrzeugen mit mehr als acht Plätzen ausser dem Führersitz gilt die ARV 1.
19 3 Führer, die im Ausland immatrikulierte Fahrzeuge in der Schweiz lenken (Führer ausländischer Fahrzeuge), müssen die Artikel 711 einhalten; vorbehalten
bleiben internationale Übereinkommen, welche die Schweiz ratifiziert hat.
20 4 Für den Arbeitgeber gilt diese Verordnung nur, soweit sie ihm ausdrücklich Pflichten
15 SR 822.221
16 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. März 2006, in Kraft seit 1. Nov. 2006
(AS 2006 1701).
17 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
18 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
19 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
20 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. März 2006, in Kraft seit 1. Nov. 2006
a. mit Fahrzeugen, die zum Kranken- und Verwundetentransport eingerichtet und mit den besonderen Warnvorrichtungen (Art. 82 Abs. 2 und 110 Abs. 3
Bst. a VTS) ausgerüstet sind;
b. mit Fahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 30 km/h;
c. von Behinderten, Schülern oder Arbeitern;
d. bei denen der Fahrpreis in anderen Leistungen eingerechnet ist und die Fahrstrecke nicht mehr als 50 km beträgt.
21 2 ...22 3 Wird mit einem Fahrzeug nach Artikel 3 Absatz 1 eine Privatfahrt ausgeführt, so gelten nur die Artikel 15, 16 und 23.23 4 Die Verordnung gilt nicht für Führer, die der Bundesgesetzgebung über die Arbeit in Unternehmen des öffentlichen Verkehrs24 unterstehen und nur
Transporte ausführen, die von dieser Gesetzgebung erfasst werden. Gilt diese nur für einen Teil ihrer
Tätigkeit, so darf die gesamte berufliche Tätigkeit die in dieser Verordnung festgelegten Grenzen nicht überschreiten. Die Kontrollmittel (Art. 14) sind für
die gesamte berufliche Tätigkeit zu verwenden.
2 ...25 3 Ist die Arbeitszeit geschichtet, so müssen die Schichten spätestens nach sechsWochen wechseln, ausser wenn der Arbeitnehmer
einer anderen Regelung ausdrücklich zustimmt.
1 Die wöchentliche Höchstarbeitszeit (Art. 5 Abs. 1 und 2) darf durch Überzeitarbeit um 4 Stunden überschritten werden. Bei vorübergehenden, ausserordentlichen Betriebsbedürfnissen (z. B. saisonale Schwankungen) sind je Woche 2 weitere Überstunden
zulässig. In einem Kalenderjahr dürfen jedoch insgesamt höchstens 208 Überstunden geleistet werden.
21 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
22 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 25. März 1998 (AS 1998 1188).
23 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
24 SR 822.21/.211
25 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 25. März 1998 (AS 1998 1188).
2 Wurden in einer Woche mehr als 4 Überstunden geleistet, so meldet der Arbeitgeber dies der Vollzugsbehörde vierteljährlich, und zwar
innerhalb von 14 Tagen nach Quartalsende.
3 Die Überzeitarbeit kann durch einen Lohnzuschlag nach Obligationenrecht26 oder durch Freizeit von mindestens gleicher Dauer ausgeglichen werden. Ein solcher Ausgleich ist innert dreier Monate vorzunehmen, sofern Arbeitgeber und Arbeitnehmer
nicht einen längeren Zeitraum vereinbaren; dieser Zeitraum darf in keinem Fall länger als zwölf Monate sein.
1 Die Lenkzeit zwischen zwei aufeinander folgenden täglichen Ruhezeiten (Art. 9) darf 9 Stunden nicht überschreiten. ...27
3 Die tägliche und die wöchentliche Höchstlenkzeit darf auch bei Überzeitarbeit
(Art. 6) nicht überschritten werden.
Art. 828 Pausen
1 Der Führer hat nach einer Lenkzeit von 41⁄2 Stunden eine Pause von mindestens 45 Minuten einzulegen, sofern er nicht direkt anschliessend
eine tägliche Ruhezeit oder einen wöchentlichen Ruhetag beginnt. Legt der Führer die Pause vor Ablauf von 41⁄2 Stunden Lenkzeit ein, genügen
eine Pause von 30 Minuten oder zwei Pausen von je 20 Minuten. Während der Pausen darf der Führer kein Fahrzeug lenken.
2 Der Arbeitnehmer hat spätestens nach einer Arbeitszeit von 51⁄2 Stunden eine Arbeitspause einzulegen, sofern er nicht direkt anschliessend
eine tägliche oder wöchentliche Ruhezeit beginnt. Während der Arbeitspausen darf der Arbeitnehmer
keine berufliche Tätigkeit ausüben.
a. bei einer täglichen Arbeitszeit bis zu 7 Stunden: eine Pause von mindestens 20 Minuten;
b. bei einer täglichen Arbeitszeit über 7 Stunden höchstens aber 9 Stunden:
eine Pause von mindestens 30 Minuten oder zwei Pausen von je mindestens 20 Minuten;
c. bei einer täglichen Arbeitszeit über 9 Stunden: eine Pause von mindestens einer Stunde oder zwei Pausen von mindestens je 30 Minuten
oder drei Pausen von mindestens je 20 Minuten.
27 Letzter Satz aufgehoben durch Ziff. I der V vom 25. März 1998 (AS 1998 1188).
28 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
4 Der Arbeitnehmer muss die Pausen nach Absatz 3 so verteilen, dass zwischen zwei Arbeitspausen oder zwischen einer Arbeitspause
und einer täglichen oder wöchentlichen Ruhezeit nicht mehr als 51⁄2 Stunden Arbeitszeit fallen.
1 Der Führer muss zu jedem Zeitpunkt seiner beruflichen Tätigkeit 11 der vorangegangenen 24 Stunden
als zusammenhängende Ruhezeit verbracht haben.
Diese darf dreimal je Woche bis auf 9 Stunden verkürzt werden.
a. einer der Zeitabschnitte mindestens 8 Stunden beträgt;
b. kein Zeitabschnitt weniger als 1 Stunde beträgt; und
c. die Ruhezeit insgesamt mindestens 12 Stunden beträgt.
1 Jede Woche hat der Arbeitnehmer einen Ruhetag von mindestens 24 zusammenhängenden
Stunden einzuhalten. Die tägliche Ruhezeit (Art. 9) muss unmittelbar
vorausgehen oder folgen. Der Ruhetag muss, abgesehen von den Ausnahmen nach
Absatz 2, auf einen Sonntag oder Feiertag fallen; er soll am Wohnort zugebracht werden können.
2 Dem Arbeitnehmer, der zu Sonntagsarbeiten herangezogen werden muss, sind im
Jahr wenigstens 20 Ruhetage an einem Sonntag oder einem Feiertag zu gewähren.32
Die 24-stündige Ersatzruhe für Sonntagsarbeit ist an einem der sechs Werktage zu
gewähren, die dem betreffenden Sonntag unmittelbar vorausgehen oder folgen; sie
darf nicht nach 06.00 Uhr beginnen und nicht vor 20.00 Uhr enden. Zwischen zwei
Ruhetagen dürfen höchstens zwölf Arbeitstage liegen.
3 Der Ruhetag gilt als an einem Sonntag oder Feiertag bezogen, wenn von den
zusammenhängenden 24 Stunden mindestens 18 auf den Sonntag oder Feiertag fallen.
29 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 19. Juni 1995, in Kraft seit 1. Okt. 1995
30 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998
31 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 19. Juni 1995 (AS 1995 4028).
32 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 19. Juni 1995, in Kraft seit 1. Okt. 1995
Personentransportfahrzeugen und schweren Personenwagen 7
4 Der selbständigerwerbende Führer hat innert zweier Wochen zwei Ruhetage von
mindestens je 24 zusammenhängenden Stunden einzuhalten. Zwischen zwei Ruhetagen
dürfen höchstens zwölf Tage mit beruflicher Tätigkeit liegen.
1 Der Arbeitnehmer, dessen Arbeitszeit auf mehr als fünf Vormittage und Nachmittage
der Woche verteilt ist, hat neben dem wöchentlichen Ruhetag Anrecht auf einen
freien Halbtag in der Woche.
2 Der Arbeitnehmer kann im Einverständnis mit dem Arbeitgeber die wöchentlichen
freien Halbtage von höchstens vier aufeinander folgenden Wochen innert dieser
Zeitspanne zusammenhängend beziehen, wenn die Verschiebung der freien Halbtage
zu keiner Überschreitung der nach Artikel 5 und 6 zulässigen Beanspruchung führt.
3 Der wöchentliche freie Halbtag besteht aus 5 zusammenhängenden Stunden zwischen
07.00 und 18.00 Uhr. Werden zwei freie Halbtage zusammengelegt, so
umfasst der freie Tag die ganze Zeit von 07.00 bis 18.00 Uhr; dabei muss die tägliche
Ruhezeit (Art. 9) unmittelbar vorangehen oder folgen.
Die tägliche Ruhezeit (Art. 9), der wöchentliche Ruhetag (Art. 11) und der wöchentliche
freie Halbtag (Art. 12) dürfen nicht durch Geld oder andere Vergünstigungen
abgegolten werden, ausser wenn das Arbeitsverhältnis beendet wird.
Zur Kontrolle der Einhaltung der Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit (Art. 512) dienen namentlich:
a. die Aufzeichnungen des Fahrtschreibers (Art. 15 und 16);
b. die Eintragungen im Arbeitsbuch (Art. 17 und 18), in betriebsinternen
Tagesrapporten (Art. 19 Abs. 1) oder in Kontrollkarten (Art. 25 Abs. 4);
c. die Eintragungen in der Aufstellung über die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit (Art. 21).
1 Solange sich ein Führer im Fahrzeug oder in dessen Nähe befindet, muss er den
Fahrtschreiber während seiner beruflichen Tätigkeit ständig in Betrieb halten und so
bedienen, dass die Lenkzeit, die übrige Arbeitszeit und die Pausen richtig aufgezeichnet
werden und für jeden einzelnen Führer zweifelsfrei ersichtlich sind.
2 Werden mit dem Fahrzeug Privatfahrten ausgeführt, so ist der Fahrtschreiber
ständig in Betrieb zu halten; dabei ist die Pausenstellung (Stellung «0» oder «Stuhl»)
zu wählen. Lässt die Pausenstellung keine eindeutige Unterscheidung zwischen
privaten und berufsmässigen Fahrten zu, so führt der Führer eine fortlaufende Kontrolleüber die von ihm getätigten Privatfahrten.
3 Der Führer muss den Fahrtschreiber auf Verlangen der Vollzugsbehörde öffnen
und die notwendigen Auskünfte erteilen. Er darf ihn unterwegs für die Funktionskontrolle
öffnen, jedoch höchstens einmal im Tag.
1 Auf dem Fahrzeug sind genügend leere, zum Fahrtschreiber passende Einlageblätter
bzw. Wochenbündel mitzuführen; war der Vortag ein Arbeitstag, so ist auch das
beschriebene Einlageblatt dieses Tages oder eine Kopie davon mitzuführen. Es dürfen
nur typengeprüfte Einlageblätter verwendet werden, die für das betreffende
Gerät zugelassen sind. Der Führer hat die Blätter sorgfältig aufzubewahren.
2 Für jedes Fahrzeug ist je Tag nur ein Einlageblatt zu verwenden; jedes Einlageblatt
darf nur einmal benützt werden. Leisten mehr als zwei Führer ihre gesamte Tagesarbeit
auf dem gleichen, mit einem Eintage-Fahrtschreiber ausgerüsteten Fahrzeug
(Schichtbetrieb), so kann die Vollzugsbehörde jedem Führer die Verwendung eines
separaten Einlageblattes gestatten, wenn auf diesem die gesamte Tagesarbeit des
Führers aufgezeichnet wird und dadurch eine wirksamere Kontrolle ermöglicht wird.
Die Bewilligung wird auf ein Jahr befristet; dem Bundesamt ist eine Kopie zuzustellen.
Das Bundesamt kann in besonderen Fällen weitere Ausnahmen gestatten.
3 Der Führer muss jeden Tag vor der Übernahme des Fahrzeugs auf dem Einlageblatt
des Eintage-Fahrtschreibers seinen Namen und gegebenenfalls den des zweiten
Führers in lesbarer Schrift vermerken, ferner Datum, Kontrollschildnummer des
Fahrzeugs und Kilometerstand vor Beginn der Fahrt. Spätestens bei Arbeitsende ist
der neue Kilometerstand und das Total der gefahrenen Kilometer zu vermerken; die
Namen der Führer sind zu berichtigen, wenn Änderungen eingetreten sind.
4 Beim Wochen-Fahrtschreiber ist das vollständige Wochenbündel vor der Übernahme
des Fahrzeugs am ersten Arbeitstag der Woche einzulegen; das erste Blatt
muss nach Absatz 3 beschriftet sein. Am Ende der laufenden Woche nimmt der Führer
das vollständige Bündel aus dem Fahrtschreiber heraus und trägt auf dem ersten
Blatt des Bündels den neuen Kilometerstand und das Total der gefahrenen Kilometer
ein. Gleichzeitig trägt er die Namen auf den übrigen Blättern ein.
5 Spezielle Einzel-Einlageblätter dürfen in dafür geeigneten Wochen-Fahrtschreibern
verwendet werden; sie sind nach Absatz 3 zu beschriften. Die Vollzugsbehörde kann
jedoch im Einzelfall vorschreiben, dass Wochenbündel verwendet werden, sofern
der Gebrauch einzelner Einlageblätter zu einer unzulänglichen Kontrolle führt. Eine
solche Verfügung ist dem Betroffenen schriftlich mitzuteilen und zu begründen; dem
Bundesamt ist eine Kopie zuzustellen.
33 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. März 2006, in Kraft seit 1. Nov. 2006
6 Wird das Fahrzeug am gleichen Tag von mehr als zwei Führern gelenkt, müssen
die weiteren Führer ihren Namen, entsprechend der von ihnen benützten Position
«1» bzw. «2» am Fahrtschreiber, neben dem Namen des Führers 1 oder 2 eintragen;
sie können ihren Namen mit der zutreffenden Angabe «1» bzw. «2» auch im nicht
grafierten Feld des Einlageblattes eintragen.
6bis Ist das Fahrzeug mit einem Fahrtschreiber nach Artikel 100 Absatz 2 VTS oder
einem vom Bundesamt als gleichwertig anerkannten Fahrtschreiber (Art. 222 Abs. 9
Bst. c VTS) ausgerüstet, so gelten an Stelle von Artikel 15 Absätze 1 und 3 sowie
Artikel 16 die Bedienungsvorschriften der Artikel 1414d ARV 134. In diesem Fall
gelten ausserdem die Regeln für die Benutzung des Arbeitsbuches nach Artikel 15
ARV 1.35
8 Die gebrauchten Einlageblätter und Wochenbündel sind dem Arbeitgeber spätestens
am ersten Arbeitstag der folgenden Woche abzugeben, bei Fahrten im Ausland
nach der Rückkehr in die Schweiz. Das einzelne Wochenbündel muss geheftet werden.
Einlageblätter und Wochenbündel sind in zeitlicher Reihenfolge und nach
Fahrzeugen geordnet aufzubewahren (Art. 23 Abs. 3).
1 Der Führer muss während der Fahrt stets ein Arbeitsbuch mit sich führen, es der
Vollzugsbehörde auf Verlangen vorweisen und es in leserlicher und unverwischbarer
Schrift ausfüllen.
2 Das Arbeitsbuch enthält Wochenblätter und Tagesblätter, in denen der Führer die
für die Kontrolle erforderlichen Angaben über seine Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit
von Hand einträgt. Das Bundesamt bestimmt den Inhalt, die Anordnung und die
Grösse des Arbeitsbuches näher. Das Bundesamt für Bauten und Logistik36 gibt es
heraus und stellt es den Kantonen zum Selbstkostenpreis zur Verfügung.
3 Der Führer darf gleichzeitig nur ein Arbeitsbuch benützen, auch wenn er bei mehr
als einem Arbeitgeber beschäftigt ist. Das Arbeitsbuch ist persönlich und nicht übertragbar.
4 Muss jemand, der nicht als Führer eines Fahrzeuges nach Artikel 3 vorgesehen ist,
unerwartet ein solches Fahrzeug führen, ohne im Besitz eines Arbeitsbuches zu sein,
hat er dies der Vollzugsbehörde unverzüglich zu melden und das Arbeitsbuch nachträglich
34 SR 822.221
35 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 19. Juni 1995 (AS 1995 4028). Fassung gemäss Ziff. I
der V vom 29. März 2006, in Kraft seit 1. Nov. 2006 (AS 2006 1701).
36 Bezeichnung gemäss nicht veröffentlichtem BRB vom 19. Dez. 1997.
5 Arbeitgeber und selbständigerwerbende Führer haben die Arbeitsbücher bei der
Vollzugsbehörde zu beziehen. Der Arbeitgeber hat dem Führer das Arbeitsbuch
unentgeltlich abzugeben, mit der Weisung, es vorschriftsgemäss auszufüllen und
während der Fahrt immer mitzuführen.
2 Der Arbeitnehmer trägt jeden Tag die folgenden Angaben in die Rubriken des
Wochenblattes ein:
a. bei Arbeitsbeginn: die zusammenhängende Ruhezeit vor Arbeitsbeginn und
die Zeit des Arbeitsbeginns;
b. vor Fahrtbeginn: die Kontrollschildnummer des Fahrzeugs;
c. am Ende des Arbeitstages: die Zeit des Arbeitsendes.
3 Der selbständigerwerbende Führer trägt jeden Tag die folgenden Angaben in die
Rubriken des Wochenblattes ein:
a. vor Fahrtbeginn: die zusammenhängende Ruhezeit vor Fahrtbeginn, die Zeit
des Fahrtbeginns und die Kontrollschildnummer des Fahrzeugs;
b. nach Beendigung der Fahrt: die Zeit des Fahrtendes.
a. der Fahrtschreiber nicht funktioniert oder
b. das Fahrzeug am betreffenden Tag bereits von zwei Führern gelenkt worden ist.
5 Der Arbeitnehmer, der das Tagesblatt führen muss, trägt jeden Tag bei Arbeitsbeginn
das Datum, die Kontrollschildnummer und den Kilometerstand des Fahrzeugs
sowie die zusammenhängende Ruhezeit vor Arbeitsbeginn ein. Die grafischen
Eintragungen sind laufend vorzunehmen, und zwar bei Arbeitsbeginn, bei jedem
Wechsel der Tätigkeit (Lenkzeit, übrige Arbeitszeit, Pausen und Ruhezeit) sowie bei
Arbeitsende. Pausen von weniger als 15 Minuten müssen nicht eingetragen werden.
Nach Arbeitsende trägt er die Gesamtdauer jeder Tätigkeitsgruppe und den neuen
Kilometerstand ein und unterschreibt das Blatt.
6 Der selbständigerwerbende Führer, der das Tagesblatt führen muss, trägt jeden Tag
vor Beginn der Fahrt das Datum, die Kontrollschildnummer und den Kilometerstand
des Fahrzeugs sowie die zusammenhängende Ruhezeit vor Aufnahme der Fahrt ein.
In der Grafik hat er lediglich die Lenkzeiten laufend einzutragen. Nach Beendigung
der beruflichen Tätigkeit trägt er die Gesamtdauer der Lenkzeit und den neuen Kilometerstand
ein und unterschreibt das Blatt.
7 Spätestens am ersten Arbeitstag der folgenden Woche, bei Fahrten im Ausland
nach der Rückkehr in die Schweiz, muss der Führer die vollständig ausgefüllten
Wochen- und Tagesblätter des Arbeitsbuches (perforierte Originale), allfällige
betriebsinterne Tagesrapporte und Kontrollkarten (Art. 19 Abs. 1 und 25 Abs. 4)
dem Arbeitgeber abgeben.
8 Das Arbeitsbuch ist dem Arbeitgeber zurückzugeben, wenn alle Blätter ausgefüllt
sind oder wenn das Arbeitsverhältnis beendigt wird.
9 Im Übrigen ist die «Anleitung zur Führung des Arbeitsbuches» des Bundesamtes
zu beachten, die zusammen mit dem Arbeitsbuch abgegeben wird.
1 Die Vollzugsbehörde kann Führer, welche die geleistete Arbeitszeit sowie die nach
Artikel 18 Absätze 2 und 3 erforderlichen Angaben täglich in betriebsinterne Tagesrapporte
eintragen, vom Ausfüllen der Wochenblätter des Arbeitsbuches befreien;
die Befreiungsverfügung enthält den Hinweis, dass in den Fällen von Artikel 18
Absatz 4 das Tagesblatt auszufüllen ist. Die Befreiungsverfügung wird auf den
Namen des Führers ausgestellt und auf zwei Jahre befristet; sie kann verlängert
werden, wenn die betriebsinternen Tagesrapporte eine einwandfreie Kontrolle
2 Der Führer muss die Befreiungsverfügung nach Absatz 1 zusammen mit dem
Arbeitsbuch mitführen, ebenso die betriebsinternen Tagesrapporte der laufenden
Woche oder Doppel davon.
3 Die Vollzugsbehörde kann einen Führer, dessen berufliche Tätigkeit sich nach
einem täglich gleich bleibenden Stundenplan richtet, der Verletzungen dieser Verordnung
ausschliesst, vom Ausfüllen der Tages- und Wochenblätter des Arbeitsbuches
befreien; die Befreiungsverfügung enthält den Hinweis, dass das Tagesblatt
auszufüllen ist, wenn der Fahrtschreiber nicht funktioniert (Art. 18 Abs. 4 Bst. a).
Vor der Befreiung prüft die Vollzugsbehörde anhand der Fahrtschreiber-Einlageblätter,
ob der vom Gesuchsteller angegebene Stundenplan eingehalten worden ist.
Die Befreiungsverfügung enthält den Stundenplan, wird auf den Namen des Führers
ausgestellt und auf ein Jahr befristet; sie darf nicht erneuert werden, wenn während
der abgelaufenen Befreiungsperiode mehr als 20 Fahrten ausserhalb des Stundenplanes
4 Der Führer muss die Befreiungsverfügung nach Absatz 3 zusammen mit dem
Arbeitsbuch mitführen.
5 Das Bundesamt kann Weisungen erlassen über die Bewilligung betriebsinterner
Tagesrapporte und Stundenpläne nach den Absätzen 1 und 3.
6 Die Befreiungsverfügung (Abs. 1 und 3) gilt nur für die Schweiz. Im Ausland ist
das Arbeitsbuch immer zu führen.
1 Der Führer darf in Notfällen, wie bei höherer Gewalt oder zur Hilfeleistung, von
den Bestimmungen über die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit (Art. 512) soweit abweichen,
als die Notsituation es tatsächlich erfordert und es mit der Verkehrssicherheit
vereinbar ist. Grund und Umfang der Abweichung sind im Arbeitsbuch sowie in der
Aufstellung über die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit (Art. 21) einzutragen.
2 Abweichungen wegen Notfällen muss der Führer möglichst bald, spätestens aber
bis zum Ende der folgenden Woche ausgleichen.
1 Der Arbeitgeber überwacht laufend anhand der verfügbaren Unterlagen, wie Einlageblätter
und Wochenbündel des Fahrtschreibers, Wochen- und Tagesblätter der
Arbeitsbücher, allfällige betriebsinterne Tagesrapporte und Kontrollkarten (Art. 19
Abs. 1, Art. 25 Abs. 4), ob die Bestimmungen über die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit
(Art. 512) eingehalten worden sind. Er hält dazu für jeden Führer folgende Angaben
in einer Aufstellung fest:
a. die Dauer der täglichen Lenkzeit;
b. die gesamte tägliche und wöchentliche Arbeitszeit;
c. die in einer Woche und insgesamt im Laufe eines Kalenderjahres geleisteten
und ausgeglichenen oder bezahlten Überstunden;
d. die bezogenen wöchentlichen Ruhetage und freien Halbtage;
e. allfällige Beanspruchungen bei andern Arbeitgebern.
2 Für Arbeitnehmer, deren tägliche Lenkzeit aufgrund einer summarischen Überprüfung
der Fahrtschreiber-Aufzeichnungen offensichtlich weniger als 7 Stunden betragen
hat, ist in der Aufstellung kein Eintrag der Lenkzeit erforderlich; es genügt,
diese bei der Ermittlung der täglichen Arbeitszeit (Abs. 1 Bst. b) einzubeziehen.
3 Für selbständigerwerbende Führer genügt in der Aufstellung die Angabe der täglichen
Lenkzeit und des wöchentlichen Ruhetages; Absatz 2 gilt sinngemäss.
4 Für Führer, die nach Artikel 19 Absatz 3 von der Führung des Arbeitsbuches
befreit sind, genügt ein Doppel der Befreiungsverfügung als Aufstellung. Die Dauer
einer allfälligen Überschreitung der wöchentlichen Arbeitszeit, die in der Verfügung
angegeben ist, muss jedoch schriftlich festgehalten werden.
5 Am Ende der Woche muss die Aufstellung nach den Absätzen 1 und 3 für die vorangegangene
Woche vollständig sein. Für im Ausland tätige Führer ist die Aufstellung
zu erstellen, sobald sie in die Schweiz zurückgekehrt sind.
6 Der Arbeitgeber, der die Aufstellung durch Dritte ausführen lässt, bleibt für die
Richtigkeit der Angaben verantwortlich.
1 Der Arbeitgeber muss dem Führer die berufliche Tätigkeit so zuteilen, dass er die
Bestimmungen über die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit (Art. 512) einhalten kann.
Der Führer muss dem Arbeitgeber rechtzeitig melden, wenn dies nicht möglich ist.
2 Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass der Führer die Bestimmungen über die
Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit (Art. 512) einhält, die Kontrollmittel (Art. 1519)
vorschriftsgemäss führt und ihm rechtzeitig abgibt.
3 Der Arbeitgeber muss dem Führer das Arbeitsbuch sowie die für den Fahrtschreiber
erforderlichen Schlüssel und Einlageblätter zur Verfügung stellen. Der Führer
muss dem Arbeitgeber einen allfälligen Defekt des Fahrtschreibers so rasch als
möglich melden.
4 Der Arbeitgeber führt ein Verzeichnis, in dem die Namen der Führer, ihre Adresse
und ihr Geburtsjahr sowie die Nummern ihrer Arbeitsbücher eingetragen sind.
1 Arbeitgeber und Führer müssen der Vollzugsbehörde alle Auskünfte erteilen, die
für die Anwendung der Verordnung und für die Kontrolle erforderlich sind.
2 Arbeitgeber und selbständigerwerbende Führer müssen der Vollzugsbehörde den
Zutritt zum Betrieb und die nötigen Abklärungen gestatten.
3 Arbeitgeber und selbständigerwerbende Führer müssen am Geschäftssitz während
zweier Jahre aufbewahren:
a. die Aufstellung über die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit (Art. 21);
b. die Einlageblätter und Wochenbündel des Fahrtschreibers (Art. 16);
c. die Wochen- und Tagesblätter des Arbeitsbuches und die ausgefüllten
Arbeitsbücher (Art. 18);
d. allfällige betriebsinterne Tagesrapporte (Art. 19 Abs. 1), Kontrollkarten
(Art. 25 Abs. 4), Bewilligungen (Art. 16 Abs. 2) und Befreiungsverfügungen
(Art. 19 Abs. 1 und 3).
4 Zweigniederlassungen, die Fahrzeuge selbständig einsetzen, bewahren diese Dokumente
an ihrem Sitz auf.
37 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 19. Juni 1995 (AS 1995 4028).
1 Die Kantone können für Taxiführer in städtischen Verhältnissen anstelle der Artikel
5, 6, 8, 9, 11, 12, 17, 18 und 21 andere Bestimmungen erlassen und diese auch
für selbständigerwerbende Taxiführer anwendbar erklären. Sie können diese Zuständigkeit
an die Gemeinden delegieren.
4 Die Kantone können anordnen, dass die Taxiführer anstelle des Arbeitsbuches
(Art. 17 und 18) Kontrollkarten führen. Die Kontrollkarten müssen die wesentlichen
Angaben des Arbeitsbuches enthalten.39
1 Die Bestimmungen für Arbeitnehmer gelten sinngemäss für Führer, deren berufliche
Tätigkeit nur teilweise dieser Verordnung untersteht (Führer im Nebenberuf).
2 Der Arbeitgeber, der Führer im Nebenberuf einsetzt, muss sich vergewissern, dass
ihre gesamte berufliche Tätigkeit im Haupt- und Nebenberuf die in der Verordnung
festgelegten Grenzen nicht überschreitet.
3 Die Vollzugsbehörde legt für Führer im Nebenberuf, die neben ihrer Tätigkeit als
Führer keine Erwerbstätigkeit als Arbeitnehmer ausüben, wie Landwirte, Studenten,
Hausfrauen, Rentner, eine Anzahl Stunden als Grundarbeitszeit fest, soweit sich dies
wegen der Beanspruchung im Hauptberuf bzw. als Privatperson aufdrängt.
6. Abschnitt: Strafbestimmungen, Strafverfolgung,
1 Wer die Bestimmungen über die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit (Art. 513) verletzt,
wird mit Busse bestraft.41
38 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 29. März 2006, mit Wirkung seit 1. Nov. 2006
39 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2007
(AS 2007 2193).
40 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 19. Juni 1995 (AS 1995 4028).
41 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2007
2 Mit Busse wird bestraft, wer die Kontrollbestimmungen (Art. 1523) verletzt,insbesondere wer:
a. die Kontrollmittel nicht oder nicht vorschriftsgemäss führt;
b. den Fahrtschreiber nicht in Betrieb hält, nicht richtig bedient oder die Aufzeichnungen verfälscht;
c.43 in Kontrolldokumenten, z. B. auf den Einlageblättern des Fahrtschreibers, in
der Aufstellung über die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit, im Arbeitsbuch oder
im Verzeichnis der Führer, wahrheitswidrige oder unvollständige Angaben
macht oder ihre Lesbarkeit erschwert;
d. ...44
3 Wer die nach den Sonderbestimmungen (Art. 25 und 27) bestehenden Pflichtenoder anzuwendenden Vorschriften verletzt, wird mit Busse bestraft.
4 Der Arbeitgeber, der eine nach dieser Verordnung strafbare Handlung eines Führers
veranlasst oder nicht nach seinen Möglichkeiten verhindert hat, untersteht der
gleichen Strafandrohung wie der Führer. Der Richter kann den Führer milder bestrafen
oder von einer Bestrafung absehen, wenn die Umstände es rechtfertigen.
1 Die Strafverfolgung ist Sache der Kantone. Neben dem Kanton, in dem die Widerhandlung
begangen wurde, ist auch der Kanton zuständig, der sie feststellt.
2 Die Vollzugsbehörde des Kantons, in dem das Fahrzeug immatrikuliert ist, wird
über die Strafverfolgung unterrichtet.
Die zuständige Behörde kann Administrativmassnahmen anordnen, wenn eine Verletzung
dieser Verordnung einen Tatbestand von Artikel 14 oder 16 SVG erfüllt.
42 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2007
43 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008
44 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wirkung seit 1. Jan. 2008
45 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2007
1 Die Kantone vollziehen diese Verordnung. Sie bezeichnen die für den Vollzugzuständigen Behörden.
2 Die Kontrolle der Arbeits- und Ruhezeiten auf der Strasse und in den Betrieben
richtet sich nach der Strassenverkehrskontrollverordnung vom 28. März 200747.48
4 Die Vollzugsbehörde erstellt ein Verzeichnis der Betriebe, die im Kanton ihren
Geschäftssitz oder eine Zweigniederlassung haben und Fahrzeuge nach Artikel 3
einsetzen. Sie führt eine Liste der jedem Betrieb abgegebenen Arbeitsbücher.
5 Die Vollzugsbehörde ist verpflichtet, Anzeigen wegen Nichtbefolgung der Verordnung
zu prüfen und, falls sie begründet sind, die notwendigen Massnahmen zu treffen.
Trifft sie auf Anzeige hin keine oder ungenügende Vorkehren, so kann die übergeordnete
Behörde und nötigenfalls das Bundesamt angerufen werden.
Art. 3250 Aufgaben des Bundes
1 Das Bundesamt übt die Oberaufsicht über den Vollzug der Verordnung durch die
Kantone aus; es kann den Vollzugsbehörden im Einzelfall Weisungen erteilen und
aus zwingenden Gründen Abweichungen von einzelnen Bestimmungen gestatten.
Die Verordnung vom 18. Januar 196651 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen
Motorfahrzeugführer wird aufgehoben.
46 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008
47 SR 741.013
48 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008
49 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wirkung seit 1. Jan. 2008
50 Fassung gemäss Anhang Ziff. 13 der Organisationsverordnung vom 6. Dez. 1999 für das
(SR 172.217.1).
51 [AS 1966 39, 1969 793 Art. 36 Ziff. 2, 1973 948, 1975 375]