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Timestamp: 2019-11-13 15:15:40
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 559', '§ 559', 'BGH', 'BGH', '§ 559', '§ 559', 'BGH', 'BGH']

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Weitere Entscheidung des BGH im Mietrecht
(Kiel) Die Immobilienpreise sind gestiegen. Der Wohnungsmarkt ist seit mehreren Jahren heiß umkämpft. Insoweit erscheint es nicht überraschend, dass sich der BGH in diesem Jahr erneut höchstrichterlich mit Mietrechtsfragen auseinanderzusetzen hatte.
Der BGH hat sich am 9. Oktober 2019 – VIII ZR 21/19 mit einer weiteren Entscheidung zur Härtefallabwägung bei einer Mieterhöhung nach Modernisierung geäußert.
Dabei hat sich der BGH insbesondere mit der Bedeutung der Angemessenheit der Wohnungsgröße befasst, so die Frankfurter Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht Helene – Monika Filiz, Präsidentin des VBMI - VERBAND DEUTSCHER ANWÄLTE für Bau-, Miet- und Immobilienrecht e. V. mit Sitz in Kiel.
Die Mieterhöhung ist ausgeschlossen, soweit sie auch unter Berücksichtigung der voraussichtlichen künftigen Betriebskosten für den Mieter eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist.
Zugleich hat er weiterhin die Voraussetzungen präzisiert, unter denen der mieterseits erhobene Einwand der Härte im Sinne des § 559 Abs. 4 BGB ausgeschlossen ist, weil die Modernisierungsmaßnahme aufgrund einer gesetzlichen Vorgabe vermieterseits durchgeführt worden ist.
- Urteil vom 9. Oktober 2019 – VIII ZR 21/19
Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat sich mit den Maßstäben auseinandergesetzt, nach denen sich die Abwägung zwischen den Interessen der Mietvertragsparteien richtet, wenn sich der Wohnraummieter gegenüber einer Modernisierungsmieterhöhung auf das Vorliegen einer unzumutbaren Härte (§ 559 Abs. 4 Satz 1 BGB) beruft.
Zugleich hat der BGH weiterhin die Voraussetzungen präzisiert, unter denen der mieterseits erhobene Einwand der Härte ausgeschlossen ist, weil die Modernisierungsmaßnahme aufgrund einer gesetzlichen Vorgabe vermieterseits durchgeführt worden ist.
Vorliegend hat der BGH entschieden, dass nach Maßgabe des § 559 Abs. 4 Satz 2 BGB eine Mieterhöhung ausgeschlossen ist, weil die Modernisierungs-maßnahme (vorliegend eine Wärmedämmmaßnahmen bei Erneuerung eines teilweise schadhaften Außenputzes) aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung des Vermieters durchgeführt wurde.
In § 559 Abs. 4 Satz 2 BGB ist gesetzlich Folgendes normiert:
Eine Abwägung nach Satz 1 findet nicht statt, wenn
die Modernisierungsmaßnahme auf Grund von Umständen durchgeführt wurde, die der Vermieter nicht zu vertreten hatte.
- Prozessverlauf:
- Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs
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