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Timestamp: 2016-10-24 16:07:13
Document Index: 26799288

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 13', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 23', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 39', 'Art. 53', 'BGE', 'Art. 61', 'Art. 105', 'Art. 53', 'Art. 53', 'Art. 53', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 66', 'Art. 1']

9C_1094/2009 (31.05.2010)
9C_1094/2009
S.________, Firma X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Stadler.
Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beitragspflicht, Abgrenzung selbstst�ndige und unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit),
S.________ betreibt unter dem Namen "Firma X.________" ein B�ro f�r Baurechtsfragen. Seit 1. November 2000 ist er als Selbstst�ndigerwerbender der Ausgleichskasse des Kantons Z�rich angeschlossen. In den Jahren 2004 und 2005 leistete er f�r die Bauabteilung der Gemeinde Y.________ Arbeit zu einem Stundenansatz von Fr. 150.-, insgesamt f�r Fr. 11'731.- (2004) bzw. Fr. 63'839.- (2005). Nach Durchf�hrung einer Arbeitgeberkontrolle am 27. August 2007 forderte die Ausgleichskasse mit Nachzahlungsverf�gungen vom 6. November 2007 von der Gemeinde Y.________ parit�tische Beitr�ge von Fr. 1'267.85 (f�r 2004) bzw. Fr. 6'931.90 (f�r 2005). Die Verf�gung erging auch an S.________, der dagegen Einsprache erhob, welche die Ausgleichskasse am 26. Februar 2008 abwies.
S.________ erhob dagegen Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit dem Antrag, es sei vom Vorliegen einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit bei der Gemeinde Y.________ auszugehen. Das Gericht wies die Beschwerde am 29. Oktober 2009 ab.
C.a S.________ erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, das angefochtene Urteil und die Nachzahlungsverf�gungen bzw. der Einspracheentscheid seien aufzuheben. Die Gemeinde Y.________ beantragt die Gutheissung der Beschwerde, w�hrend die Ausgleichskasse, das kantonale Gericht und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf eine Stellungnahme verzichten.
C.b Mit Verf�gung vom 4. M�rz 2010 holte der Instruktionsrichter von den Parteien weitere Unterlagen ein, die am 16. M�rz und 9. April 2010 eingereicht wurden.
Streitig ist, ob das vom Beschwerdef�hrer in den Jahren 2004 und 2005 bei der Gemeinde Y.________ erzielte Einkommen aus unselbstst�ndiger oder aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit stammt.
2.1 Vom Einkommen aus unselbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit resp. massgebenden Lohn werden parit�tische Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitr�ge erhoben (Art. 5 Abs. 1 und Art. 13 AHVG). Als massgebender Lohn gilt jedes Entgelt f�r in unselbstst�ndiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit, mit Einschluss von Teuerungs- und anderen Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und Feiertagsentsch�digungen und �hnlichen Bez�gen, sowie Trinkgeldern, soweit diese einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen (Art. 5 Abs. 2 AHVG). Vom Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit wird demgegen�ber ein Beitrag des Selbstst�ndigerwerbenden erhoben (Art. 8 AHVG). Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit ist jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt f�r in unselbstst�ndiger Stellung geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG).
2.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbstst�ndige oder unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit vorliegt, nicht auf Grund der Rechtsnatur des Vertragsverh�ltnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verh�ltnisse verm�gen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte f�r die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbstst�ndig erwerbst�tig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatorischer Hinsicht abh�ngig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko tr�gt. Aus diesen Grunds�tzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren L�sungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbst�tigen Person jeweils unter W�rdigung der gesamten Umst�nde des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall �berwiegen (BGE 123 V 161 E. 1 S. 163; 122 V 169 E. 3a S. 171; 281 E. 2a S. 283; 119 V 161 E. 2 S. 162). In Grenzf�llen, in denen sowohl Merkmale unselbstst�ndiger als auch solche selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit vorliegen, ohne dass das Pendel eindeutig in die eine oder die andere Richtung ausschlagen w�rde, ist rechtsprechungsgem�ss namentlich auch Koordinationsgesichtspunkten Rechnung zu tragen (vgl. BGE 123 V 161 E. 4a S. 167; Urteile H 55/01 vom 27. Mai 2003 E. 4.2 und H 300/98 vom 4. Juli 2000 E. 8d/aa). Dies gilt vorab bei Erwerbst�tigen, die gleichzeitig mehrere erwerbliche T�tigkeiten f�r verschiedene oder denselben Arbeit- oder Auftraggeber aus�ben. Es soll nach M�glichkeit vermieden werden, dass verschiedene Erwerbst�tigkeiten f�r denselben Arbeit- oder Auftraggeber oder dieselbe T�tigkeit f�r verschiedene Arbeit- oder Auftraggeber unterschiedlich, teils als selbstst�ndige, teils als unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit, qualifiziert werden (BGE 119 V 161 E. 3b S. 164; Urteile H 12/04 vom 17. Februar 2005, E. 3; H 300/98 vom 4. Juli 2000 E. 8d/aa).
2.3 Das Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit wird von den kantonalen Steuerbeh�rden auf Grund der rechtskr�ftigen Veranlagung f�r die direkte Bundessteuer ermittelt und den Ausgleichskassen gemeldet (Art. 9 Abs. 3 AHVG; Art. 23 Abs. 1 AHVV [SR 831.101]). Die Angaben der kantonalen Steuerbeh�rden sind f�r die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV). Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbeh�rden f�r die Ausgleichskassen und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskr�ftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschr�nkt und betreffen nicht die beitragsrechtliche Qualifikation (BGE 121 V 80 E. 2c S. 83). Auch hinsichtlich der Beurteilung, ob selbstst�ndige oder unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit vorliegt, sind die Ausgleichskassen nicht an die Meldungen der kantonalen Steuerbeh�rden gebunden. Allerdings sollen sie sich bei der Qualifikation des Erwerbseinkommens in der Regel auf die Steuermeldungen verlassen und eigene n�here Abkl�rungen nur dann vornehmen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (BGE 134 V 250 E. 3.3 S. 253 f.; 121 V 80 E. 2c S. 83; 114 V 72 E. 2 S. 75; 111 V 289 E. 3c S. 294). Dies entspricht dem Grundsatz, dass die Begriffe der selbstst�ndigen und der unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit im Steuerrecht und im AHV-Recht grunds�tzlich gleich zu verstehen sind und im Sinn einer harmonisierenden Rechtsanwendung nicht ohne Not von der steuerrechtlichen Beurteilung abgewichen werden soll. Um der Einheit und Widerspruchslosigkeit der gesamten Rechtsordnung willen ist eine verschiedene Betrachtungsweise der Steuerbeh�rde und der AHV-Verwaltung zu vermeiden, ausser wenn daf�r ausschlaggebende Gr�nde vorliegen (BGE 134 V 297 E. 2.3 S. 302; vgl. Urteile H 2/06 vom 10. April 2006 E. 4.5; H 8/05 vom 8. August 2005 E. 4.2; H 30/99 [AHI 2001 S. 58] E. 6e; PETER FORSTER, AHV-Beitragsrecht, 2007, S. 142 f.; Bericht des Bundesrates vom 14. November 2001 �ber eine einheitliche und koh�rente Behandlung von selbstst�ndiger bzw. unselbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit im Steuer- und im Sozialversicherungsabgaberecht, BBl 2002 1154, 1157 ff.).
2.4 Die Beitr�ge der Selbstst�ndigerwerbenden werden f�r jedes Beitragsjahr festgesetzt (Art. 22 Abs. 1 AHVV). Im laufenden Jahr haben die Beitragspflichtigen periodisch Akontobeitr�ge zu leisten (Art. 24 AHVV). Gest�tzt auf die Steuermeldung setzen die Ausgleichskassen sodann die f�r das Beitragsjahr geschuldeten Beitr�ge in einer Verf�gung fest und nehmen den Ausgleich mit den geleisteten Akontobeitr�gen vor (Art. 25 Abs. 1 AHVV). Erh�lt eine Ausgleichskasse Kenntnis davon, dass ein Beitragspflichtiger keine oder zu niedrige Beitr�ge bezahlt hat, so hat sie die Nachzahlung der geschuldeten Beitr�ge zu verlangen und n�tigenfalls durch Verf�gung festzusetzen (Art. 39 Abs. 1 AHVV). Dies betrifft Beitr�ge f�r Einkommen, auf welchen bisher keine Abgaben geleistet worden sind. Ist hingegen f�r ein bestimmtes Einkommen das Beitragsstatut bereits rechtskr�ftig verf�gt worden, so bedarf es f�r den Wechsel des Beitragsstatuts f�r den betreffenden Einkommensteil eines R�ckkommenstitels in Form der prozessualen Revision oder der Wiedererw�gung (Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG [SR 830.1]; BGE 122 V 169 E. 4a S. 173; 121 V 1 E. 6 S. 4; Urteile H 64/98 vom 14. September 1999 E. 3 und 5; 9C_910/2007 vom 6. Juni 2008 E. 4).
3.1 Die Vorinstanz hat festgestellt, der Beschwerdef�hrer habe sich mit einem vom 6. Dezember 2004 bis Ende April 2005 befristeten Auftrag zur interimistischen Leitung der Bau- und Umweltabteilung der Gemeinde Y.________ verpflichtet mit einem Arbeitspensum von 40 %, n�tigenfalls 50 %, zu einem Stundenhonorar von Fr. 150.-. Er habe sich dabei an das geltende Funktionendiagramm der Gemeinde halten m�ssen und sei damit in die Organisation der Gemeinde eingebunden gewesen. Er habe sich auch an Arbeitsstunden gehalten und dar�ber rapportiert. Gest�tzt auf diese sachverhaltlichen Feststellungen hat die Vorinstanz erwogen, es habe sich um eine unselbstst�ndige T�tigkeit gehandelt.
3.2 Die Vorinstanz ist damit wie im Rahmen einer freien erstmaligen Pr�fung des Beitragsstatuts vorgegangen. Indessen hatte der Beschwerdef�hrer schon im vorinstanzlichen Verfahren darauf hingewiesen, dass er f�r die Jahre 2004 und 2005 (und 2007) der Beschwerdegegnerin bereits Beitr�ge f�r die bei der Gemeinde Y.________ geleistete T�tigkeit bezahlt habe. Die Vorinstanz h�tte daher aufgrund ihrer Untersuchungspflicht (Art. 61 lit. c ATSG) pr�fen m�ssen, ob diese Zahlungen basierend auf einer rechtskr�ftigen Beitragsverf�gung erfolgt sind, weil in diesem Fall nicht eine erstmalige freie Beurteilung vorzunehmen, sondern zu pr�fen ist, ob ein R�ckkommenstitel vorliegt (E. 2.4). Die Vorinstanz hat damit einen rechtserheblichen Sachverhalt nicht festgestellt; diesen kann das Bundesgericht selber feststellen oder erg�nzen (Art. 105 Abs. 2 BGG).
3.3 Die im bundesgerichtlichen Verfahren eingeholten Unterlagen belegen, dass die Ausgleichskasse den Beschwerdef�hrer mit Beitragsverf�gungen vom 28. Juni 2007 f�r die Jahre 2004 und 2005 - gest�tzt auf entsprechende Steuermeldungen - mit einem reinen Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit von Fr. 91'195.- bzw. Fr. 96'704.- veranlagte. Aus den Steuererkl�rungen geht ferner hervor, dass das gesamte deklarierte Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit in der gleichen Gr�ssenordnung liegt, w�hrend kein Einkommen aus unselbstst�ndiger T�tigkeit deklariert wurde. Sodann wurde auf den von der Gemeinde Y.________ bezogenen Honoraren die Mehrwertsteuer abgerechnet. Damit ist rechtsgen�glich belegt, dass in den mit den Beitragsverf�gungen vom 28. Juni 2007 erhobenen Beitr�gen auch die Honorare aus der T�tigkeit bei der Gemeinde Y.________ mit erfasst wurden, zumal der Beschwerdef�hrer bereits im vorinstanzlichen Verfahren unwidersprochen vorgebracht hat, er habe seit der Aufnahme der selbstst�ndigen T�tigkeit im Jahre 2000 alle Honorare mit der Beschwerdegegnerin als Einkommen aus selbstst�ndiger T�tigkeit abgerechnet, namentlich auch die hier streitigen Einkommen aus der T�tigkeit bei der Gemeinde Y.________. Bei dieser Sachlage ist die streitige Nachtragsverf�gung nur zul�ssig, wenn ein R�ckkommenstitel vorliegt (E. 2.4).
3.4 Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist schon aus formellen Gr�nden nicht zul�ssig: Eine Beh�rde, die auf dem Wege der prozessualen Revision oder der Wiedererw�gung eine fr�here rechtskr�ftige Verf�gung in Frage stellen will, muss diese formell aufheben oder ab�ndern und dabei begr�nden, inwiefern ein Revisions- oder Wiedererw�gungsgrund vorliegt. Keinesfalls geht es an, auf einem Einkommensteil, welcher bereits rechtskr�ftig als selbstst�ndiges Erwerbseinkommen bei einer Beitragsbemessung ber�cksichtigt worden ist, nachtr�glich Beitr�ge f�r unselbstst�ndiges Erwerbseinkommen zu erheben, ohne dass gleichzeitig die fr�here Verf�gung entsprechend korrigiert wird, w�rden doch sonst auf dem gleichen Einkommensteil in gesetzwidriger Weise doppelte Beitr�ge erhoben. Sp�testens nachdem der Beschwerdef�hrer in seiner Einsprache geltend gemacht hatte, er habe seit der Aufnahme seiner selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit am 1. November 2000 alle Honorareinnahmen mit der Beschwerdegegnerin direkt abgerechnet, h�tte diese �berpr�fen m�ssen, ob sie die betreffenden Einkommensteile bereits als selbstst�ndiges Erwerbseinkommen veranlagt hatte. Solange die Beitragsverf�gungen vom 28. Juni 2007 nicht formell abge�ndert worden sind, ist die Nachzahlungsverf�gung von vornherein unzul�ssig. Sie ist aber auch aus materiellen Gr�nden ungerechtfertigt, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
3.5 Ein prozessualer Revisionsgrund (Art. 53 Abs. 1 ATSG) wird von der Beschwerdegegnerin nicht geltend gemacht und ist nicht ersichtlich.
3.6 Eine Wiedererw�gung setzt voraus, dass die urspr�ngliche Verf�gung zweifellos unrichtig ist und zudem die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Schon die zweite Voraussetzung ist fraglich: Die nachgeforderten Beitr�ge betragen Fr. 8'199.75. Im Gegenzug w�ren die vom Beschwerdef�hrer auf den entsprechenden Einkommensteilen geleisteten Beitr�ge aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit zur�ckzuerstatten, was bei dem massgebenden Beitragssatz von 9,5 % Fr. 7'179.15 ausmacht. Durch die Ausgleichskasse tats�chlich erzielbar ist damit h�chstens die Differenz im Betrag von Fr. 1'020.60. Der effektive Interessenwert ist noch kleiner, weil bei einer Qualifikation der hier streitigen Beitr�ge als Einkommen aus unselbstst�ndiger T�tigkeit das verbleibende Einkommen aus selbstst�ndiger T�tigkeit f�r das Jahr 2005 in den Bereich der sinkenden Beitragsskala fallen w�rde, so dass der zur�ckzuerstattende Betrag h�her und die Differenz noch kleiner w�rde. Der Streitwert liegt damit jedenfalls an der unteren Grenze dessen, was in der Rechtsprechung als von erheblicher Bedeutung qualifiziert wird (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N. 34 zu Art. 53 ATSG).
3.7 Es fehlt aber auch an der Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit; diese ist in der Regel gegeben, wenn die Verf�gung auf unrichtiger Rechtsanwendung beruht (BGE 126 V 399 E. 2b/bb S. 401; SZS 2010 S. 43, 9C_33/2009 E. 2.4), nicht aber bei einer unzutreffenden Ermessensbet�tigung (Urteil 9C_575/2007 vom 18. Oktober 2007 E. 2.2). Die vorliegende Konstellation liegt in einem Grenzbereich zwischen selbstst�ndiger und unselbstst�ndiger T�tigkeit: Es gibt zahlreiche Selbstst�ndigerwerbende (etwa Anw�lte, Ingenieure, Architekten, Geometer), die regelm�ssig f�r einen bestimmten Auftraggeber in mehr oder weniger grossem Umfang t�tig sind und dabei eine Arbeit ausf�hren, die ebenso gut auch von (Teilzeit-)Arbeitnehmern ausge�bt werden k�nnte. Das allein macht eine T�tigkeit noch nicht zu einer unselbstst�ndigen (vgl. etwa Urteile H 8/05 vom 8. August 2005 f�r Sekretariatsarbeiten; H 7/03 vom 30. April 2004 [SVR 2005 AHV Nr. 3 S. 7] f�r Unternehmensberater; H 58/01 vom 3. Juni 2002 sowie 30/99 vom 14. August 2000 [AHI 2001 S. 58] f�r EDV-Spezialisten; H 381/99 vom 26. September 2001 f�r eine von einer Gemeinde beigezogene Fachperson f�r Naturschutz- und Raumplanungsfragen; vgl. auch Bericht des Bundesrates, a.a.o. BBl 2002 1132 ff.).
Es mag zwar zutreffen, dass der Beschwerdef�hrer in die Organisationsstruktur der Gemeinde eingebunden war. Hingegen ist der von der Vorinstanz angef�hrte Umstand, dass der Beschwerdef�hrer �ber seine Arbeitsstunden rapportierte, kein Indiz f�r unselbstst�ndige T�tigkeit; auch selbstst�ndige Auftragnehmer (z.B. Anw�lte) m�ssen �ber ihre T�tigkeit Zeitrapporte erstellen. Sodann ist das vereinbarte Stundenhonorar von Fr. 150.- weit h�her als das, was f�r eine unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit vergleichbarer Art bezahlt w�rde, was darauf hinweist, dass der Beschwerdef�hrer nicht nur seine gesamten Personalkosten mit Einschluss von Ferien- und Krankheitsentsch�digungen selber decken musste (was im Vertrag vom 28. Dezember 2004 ausdr�cklich stipuliert worden war), sondern auch zumindest einen Teil seiner Arbeitsplatz- und Infrastrukturkosten; das ist f�r sich allein f�r die AHV-rechtliche Qualifizierung zwar nicht entscheidend, aber immerhin ein Indiz (vgl. Urteil H 195/05 vom 19. August 2006 E. 5). Sodann sprechen auch die koordinationsrechtlichen Aspekte (E. 2.2 und 2.3) f�r eine selbstst�ndige T�tigkeit, n�mlich einerseits die �bereinstimmung mit der steuerrechtlichen Beurteilung, wonach es sich um Einkommen aus selbstst�ndiger T�tigkeit handelt, andererseits der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin eine �hnlich gelagerte T�tigkeit des Beschwerdef�hrers in einer anderen Gemeinde nach dessen (bereits im vorinstanzlichen Verfahren) unwidersprochener Darstellung als selbstst�ndige T�tigkeit akzeptiert hat. Schliesslich spricht auch eine verfassungskonforme Auslegung (BGE 135 I 161 E. 2.3 S. 163; 134 I 105 E. 6 S. 110) daf�r, soweit m�glich der privatautonomen Ausgestaltung des Rechtsverh�ltnisses Rechnung zu tragen (Art. 27 BV), auch wenn diese f�r sich allein nicht ausschlaggebend ist (E. 2.2). Insgesamt gibt es zwar durchaus Indizien, die f�r eine unselbstst�ndige T�tigkeit sprechen, aber auch solche, die eine selbstst�ndige T�tigkeit nahe legen. Ob bei einer freien Pr�fung im Rahmen einer erstmaligen Beurteilung die vorinstanzliche Betrachtung zutreffend w�re, kann offen bleiben; zweifellos unrichtig ist die mit den Beitragsverf�gungen vom 28. Juni 2007 erfolgte Qualifizierung als Einkommen aus selbstst�ndiger T�tigkeit jedenfalls nicht.
3.8 Es gibt nach dem Gesagten keinen Grund, auf die rechtskr�ftig erfolgte Beitragserhebung vom 28. Juni 2007 zur�ckzukommen. Die Beschwerde ist begr�ndet.
Die unterliegende Beschwerdegegnerin tr�gt die Kosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der obsiegende Beschwerdef�hrer hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung, da er nicht anwaltlich vertreten ist und keine besonderen Verh�ltnisse vorliegen, die eine Entsch�digung f�r weitere Umtriebe rechtfertigten (Art. 1 und 11 des Reglements vom 31. M�rz 2006 �ber die Parteientsch�digung und die Entsch�digung f�r die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht, SR 173.110.210.3; StR 65/2010 S. 84, 2C_807/2008 E. 4.3). Die Gemeinde Y.________ hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung geltend gemacht.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 29. Oktober 2009 sowie der Einspracheentscheid vom 26. Februar 2008 und die Verf�gung vom 6. November 2007 der Ausgleichskasse des Kantons Z�rich werden aufgehoben.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Gemeinde Y.________, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.