Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=18.07.2018&Aktenzeichen=1%20BvR%201675/16
Timestamp: 2019-05-23 18:18:01
Document Index: 371576353

Matched Legal Cases: ['Art. 10', '§ 130', '§ 94', 'EGMR', 'Art. 267', 'EuG']

Vorschriften zur Erhebung des Rundfunkbeitrages für die Erstwohnung und im nicht privaten Bereich verfassungsgemäß - Firmen / Gewerbe
Der Senat hat die Beteiligten mit Verfügung vom 24. Mai 2017 auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Verfassungsmäßigkeit der Rundfunkbeitragserhebung im privaten und im nicht privaten Bereich (vgl. die Urteile vom 18. März 2016 - 6 C 6.15 u.a. - und vom 7. Dezember 2016 - 6 C 49.15 u. a.) und auf das rechtskräftige Urteil des Senats vom 21. Juni 2016 - 2 A 1777/15 -, das sich u. a. zur Vereinbarkeit des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages mit Art. 10 EMRK verhält, hingewiesen sowie unter dem 23. August 2018 auch im Hinblick auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u.a. - zu einer Entscheidung gemäß § 130a VwGO angehört.
vgl. BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u. a. -, juris, Rn. 113; BVerwG, Urteil vom 7. Dezember 2016 - 6 C 49.-15 -, BVerwGE 156, 358 = juris Rn. 29 m. w. N.
vgl. BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u. a. -, juris Rn. 119.
vgl. BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u.a. -, juris Rn. 87 ff. und 117 ff.
vgl. BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u. a. -, juris Rn. 149.
Mit Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u. a. - hat nunmehr auch das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsmäßigkeit des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages mit Ausnahme der hier nicht relevanten Beitragspflicht von Zweitwohnungen nach umfassender Prüfung bestätigt.
vgl. BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u. a. -, juris Rn. 87 ff. (Anknüpfung an die Wohnung) und Rn. 81 f.
vgl. in diesem Zusammenhang auch BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u. a. -, juris Rn. 92.
vgl. in diesem Zusammenhang auch BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u. a. -, juris Rn. 77 ff.; BVerwG, Urteile vom 18. März 2016 - 6 C 6.15 u. a. -, BVerwGE 164, 275; OVG NRW, Urteile vom 12. März 2015 - 2 A 2423/14 -, DVBl. 2015, 705, - 2 A 2311/14 - und - 2 A 2423/14 -, jeweils juris.
vgl. auch BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018- 1 BvR 1675/16 u. a. -, juris Rn. 92.
vgl. in diesem Zusammenhang auch BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u. a. -, juris Rn. 134.
Entgegen dem Antrag des Klägers vom 12. Oktober 2018 war das Verfahren hier nicht in unmittelbarer oder analoger Anwendung des § 94 VwGO bis zu einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ( EGMR ) über die gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2018 in der Rechtssache 1 BvR 1675/16 erhobene Individualbeschwerde auszusetzen.
(vgl. BVerfG, Urt. v. 18.07.2018 - 1 BvR 1675/16 u.a. - NVwZ 2018, 1293 = juris).
Eine wesentliche Abweichung von der ursprünglich genehmigten Regelung war damit nicht verbunden (…BVerwG, Urt. v. 18.03.2016 - 6 C 6.15 - juris Rn. 51 ff.; vgl. auch: BVerfG, Urt. v. 18.07.2018 - 1 BvR 1675/16 u.a. - NVwZ 2018, 1293 = juris).
Der Sachverhalt ist geklärt und die angesprochenen Rechtsfragen lassen sich, soweit sie entscheidungserheblich sind, ohne Weiteres aus dem Gesetz bzw. aus dazu mittlerweile ergangener (höchstrichterlicher) Rechtsprechung beantworten (vgl. insbesondere BVerfG, Urt. v. 18.07.2018 - 1 BvR 1675/16 u.a. - NVwZ 2018, 1293 = juris).
Die Frage nach der Verfassungsmäßigkeit der Erhebung eines Rundfunkbeitrags kann indes nicht (mehr) als grundsätzlich klärungsbedürftig im eingangs genannten Sinn angesehen werden, nachdem das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 18. Juli 2018 ( 1 BvR 1675/16 u.a. - NVwZ 2018, 1293 = juris) festgestellt hat, dass der Rundfunkbeitrag im privaten Bereich sowie für Betriebsstätten und nicht lediglich privatgenutzte Kraftfahrzeuge verfassungsmäßig nicht zu beanstanden ist mit der Ausnahme, dass die Bemessung des Beitrags bei Zweitwohnungen gegen den Grundsatz der Belastungsgleichheit verstoße, da dieselbe Person für die Möglichkeit der privaten Rundfunknutzung nicht zu insgesamt mehr als einem vollen Beitrag herangezogen werden dürfe.
Diese Annahme trägt schon deswegen nicht, weil das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsmäßigkeit der Erhebung des Rundfunkbeitrages jedenfalls für Erstwohnungen angenommen hat (vgl. BVerfG, Urt. v. 18.07.2018 - 1 BvR 1675/16 u.a. - juris).
Hier ist jedoch weder vorgetragen noch ersichtlich, inwiefern das Bundesarbeitsgericht eine Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV offensichtlich unhaltbar gehandhabt haben könnte und warum es nicht von einem "acte clair" oder "acte éclairé" ausgehen durfte (vgl. BVerfGE 82, 159 ; 128, 157 ; 129, 78 ; 135, 155 ; BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16, 1 BvR 745/17, 1 BvR 836/17 und 1 BvR 981/17 -, www.bverfg.de, Rn. 143).
Diesbezüglich hat das Bundesverfassungsgericht in seiner am 18.07.2018 verkündeten Entscheidung erkannt, dass die Regelungen des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages verfassungskonform sind, sofern nicht die Erhebung eines Rundfunkbeitrages für eine Zweitwohnung - was vorliegend nicht der Fall ist - in Rede steht (so BVerfG, Urteil vom 18.07.2018, Az.: 1 BvR 1675/â??16, 1 BvR 745/17, 1 BvR 836/17 und 1 BvR 981/17, juris).
Auch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG, Urteil vom 18.07.2018, Az.: 1 BvR 1675/â??16, 1 BvR 745/17, 1 BvR 836/17 und 1 BvR 981/17, juris) und der Europäische Gerichtshof (EuGH, Urteil vom 13.12.2018, Az.: C-492/17, juris) haben, wie bereits erwähnt, entschieden, dass die Regelungen des RBStV verfassungskonform sind bzw. nicht gegen EU-Recht verstoßen.
Es wird weder unmittelbar noch mittelbar Zwang ausgeübt, die Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten anzusehen oder anzuhören (vgl. BVerfG, Urteil vom 18.07.2018 - 1 BvR 1675/16, 1 BvR 745/17, 1 BvR 836/17 und 1 BvR 981/17, juris Rn. 135).
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