Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/221498,10.html
Timestamp: 2019-06-19 17:46:46
Document Index: 160766258

Matched Legal Cases: ['§202', '§ 30', '§216', '§ 216', '§23', '§24', '§211', '§30', '§31', '§ 211', '§ 23', '§24', '§ 13', '§22', '§23', '§211', '§22', '§23', '§24', '§216', '§ 212']

Anfängerübung Strafrecht Mannheim
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Verfasst am: 30 Jan 2009 - 19:29:29 Titel: Anfängerübung Strafrecht Mannheim
ich versuche hier meine erste Hausarbeit zu schreiben, jedoch komme ich mit dem Sachverhalt nicht ganz klar.
wohlhabende w leidet unter Lungenkrebs.Später erfuhr sie auch dass sich in ihrem gehirn metastasen gebildet haben.sie möchte ihrem leidigem leben ein ende setzen.Da sie
nicht mutig genug ist bittet sie ihre freundin f dies zu tun und übergibt ihr einen Umschlag mit der aufschrift . " erst im falle meines todes öffnen.".
F war sich nicht schlüssig und suchte bei ihrem Mann M rat . der verschaffte sich heimlich kenntnis über den inhalt des umschlags, nämlich ein Vermächtnis zugunsten der F in Höhe von 250.000,- € angeordnet war.
M sah dies als eine günstige chance ihre schulden zu bezahlen und riet der F alles zu tun um den letzten Wunsch der W zu erfüllen.Gleichzeitig schlug er vor, die
Elektroinstallation im Haus der W so zu manipulieren, dass W bei der Benutzung ihres
Wasserkochers einen tödlichen Schlag erleide. F entschloss sich, diesen Vorschlag in die Tat
umzusetzen, bat allerdings M, ihr bei der Veränderung der Elektroinstallation zu helfen. M war
hierzu bereit. Am 20. Januar 2008 begab sich das Ehepaar zu W, um den Plan zu verwirklichen.
Während F in der Küche die Steckdose manipulieren wollte, sollte M im Keller des Hauses die
Sicherungen überbrücken. Als W beim gemeinsamen Kaffeetrinken berichtete, dass sie sich
entschlossen habe, ab dem kommenden Montag eine Haushaltshilfe (H) zu beschäftigen, nahmen
M und F jedoch Abstand von ihrem Plan. Sie befürchteten nämlich, dass eine Manipulation der
Elektroinstallation die H treffen könnte.
In den folgenden Wochen beschafft F ein Gift dass sich durch einen unangenehmen geruch und bitteren Geschmack auszeichnete.
Bei eine Untersuchung veranlasste der Arzt ein KernSpinnthomografie um sich klarheit über die Metastasen zu verschaffen.Allerding konnte er Der W das ergebnis nicht sofort sagen da er zu einem notfall musste.
Als W wieder zuhause war besuchten F und M sie um nach ihrem Gesundheitszustand zu schauen.Diese erklärte, sie fühle sich sehr unwohl und wolle sich sogleich mit einem fiebersenkenden Mittel ins Bett legen. Sie würde sich allerdings freuen, wenn Fihr einen Tee aus frischem Ingwer zubereiten würde. F sah nunmehr den Zeitpunkt gekommen, den Todeswunsch der W zu erfüllen. Während F den Tee zubereitete und mit dem Gift versetzte,wartete M – ahnend was F vorhatte – im Wohnzimmer. Als dort das Telefon klingelte und niemandabnahm, konnte M mithören, wie Dr. N auf den Anrufbeantworter sprach, die Kernspin-Tomographie habe ergeben, dass sich die Metastasen zurückgebildet hätten. Es sei offenbar zu einer seltenen Spontanheilung gekommen. W möge sich zur weiteren Abklärung melden.
Tatsächlich war bei W eine sogenannte Spontanheilung eingetreten. Davon ging auch M aus. Mit Blick auf das Vermächtnis entschloss er sich aber, den Dingen ihren Lauf zu lassen und der Fnichts zu sagen.
Gegen 14.00 Uhr, kurz nachdem F den Ingwer-Tee aufgesetzt und das Gift hinzugefügt hatte,erschien die Haushaltshilfe H. F bat die H, den Tee noch 15 Minuten ziehen zu lassen und ihn dann W zu bringen. Sodann verließen F und M die Wohnung der W.
Als sich H anschickte, der W den Tee zu bringen, bemerkte sie sofort den ungewöhnlichen und unangenehmen Geruch. Ihr kam der Verdacht, dass F Gift in den Tee gemischt habe. Dennoch entschied H, der W den Tee zu servieren, weil sie einen derart ungeheuerlichen Verdacht nicht
aussprechen wollte und im Übrigen der Meinung war, die Sache gehe sie nichts an.
Auch W bemerkte, als sie den Tee trinken wollte, den unangenehmen Geruch und stellte die Tasse (ohne sich Gedanken über die Ursache des Geruchs zu machen) zurück. Sie begab sich ins Wohnzimmer, um eine Zeitschrift zu holen. Als sie sah, dass jemand angerufen hatte, hörte sie
den Anrufbeantworter ab. Überglücklich rief sie sofort bei F an. Auch F war erleichtert und klärte W darüber auf, dass der Ingwer-Tee vergiftet sei.
ich hab mir jetzt ein paar gedanken bezüglich der Lösung gemacht, aber ich weiss nicht ob ich auf dem richtigem weg bin.
so sieht meine skizze aus :
M --> §202 (+)
W --> § 30 i.V.m. §216 (-)
F --> § 216 , §23,§24 ?
M--> §211 iVm §30, §31 (?)
M --> § 211 iVm § 23,§24(?)
M --> § 13,§22,§23I,§211 (?)
F --> §22,§23,(§24),§216
und ob die Haushälterin sich strafbar gemacht hat , da hab ich keine richtigen ideen zu.
Was haltet ihr von meiner bisherigen skizze?
Verfasst am: 31 Jan 2009 - 22:36:35 Titel:
Zuletzt bearbeitet von SÖZ am 01 Feb 2009 - 21:42:56, insgesamt einmal bearbeitet
Sinah88
Verfasst am: 04 Feb 2009 - 19:50:31 Titel:
ich schreibe die HA auch und ich sehe bei der Elektroinstallation überhaupt keine Anstifungsprobleme, weil die beiden die Tat gemeinschaftlich ausführen wollen, der M heckt schließlich den Tatplan aus und soll später 50% beitragen, ohne ihn wäre die Manipulation garnicht möglich.
Bei F prüfe ich daher zunächst § 212 iVm 22,23 I weil das der GrundTB ist und IMMER zuerst drankommt.
Das unmittelbare Ansetzen verneine ich aber bei der Elektroinstallation, weil das Kaffeetrinken eine Zäsur darstellt und nach F's Vorstellung der unmittelbar nächste Schritt nicht die Manipulation sein soll und daher die nächste Handlung nicht unmittelbar in die Tatbestandverwirklichung einmünden soll. Ich mein, die hat sich nicht mal auf den Weg in die Küche gemacht und Pläne sind nicht strafbar!
Bei der Freiwilligkeit sehe ich kein Problem, die W handelt nämlich trotzdem freiwillig: sie kann sich entscheiden, will sie die Schmerzen hinnehmen und noch leben oder nicht? Dabei wird sie nicht durch Dritte beeinflusst und ist nich psychisch labil.