Source: https://sadaba.de/Rsp/GSBR_GWB.html
Timestamp: 2020-06-01 22:05:51
Document Index: 269201552

Matched Legal Cases: ['Art.20', 'Art.12', 'Art.3', 'Art.3', 'Art.3', 'Art.20', 'Art.3', '§ 107', '§ 107', 'EuG']

Text: GWB-Rechtsprechung
zum GWB
Die Beschwerdeführerin ist nicht in ihrem allgemeinen Justizgewährungsanspruch (Art.20 Abs.3 GG) verletzt.
Das Grundgesetz garantiert mit dem allgemeinen Justizgewährungsanspruch Rechtsschutz nur zum Schutz subjektiver Rechte. Die Berufsfreiheit nach Art.12 Abs.1 GG, die auch die Teilhabe am Wettbewerb nach Maßgabe seiner Funktionsbedingungen sichert, scheidet als Grundlage eines subjektiven Rechts der Beschwerdeführerin aus. Das Haushaltsrecht dient nicht der Sicherung des Wettbewerbs oder der Einrichtung einer besonderen Wettbewerbsordnung für das Nachfrageverhalten des Staates, sondern der wirtschaftlichen Verwendung öffentlicher Mittel. Ein subjektives Recht der Beschwerdeführerin ergibt sich jedoch aus Art.3 Abs.1 GG. Der Gleichheitssatz bindet staatliche Stellen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Jeder Mitbewerber muss eine faire Chance erhalten, nach Maßgabe der für den spezifischen Auftrag wesentlichen Kriterien und des vorgesehenen Verfahrens berücksichtigt zu werden.
Es verletzt auch nicht den Gleichheitssatz (Art.3 Abs.1 GG), dass der Gesetzgeber den Rechtsschutz gegen Vergabeentscheidungen unterhalb der Schwellenwerte anders gestaltet hat als den gegen Vergabeentscheidungen, die die Schwellenwerte übersteigen. Die Ungleichbehandlung ist durch hinreichend gewichtige Gründe gerechtfertigt.
So Pressemitteilung des BVerfG Nr.98/2006 vom 24. Oktober 2006 zum Beschluss vom 13.06.06 – 1 BvR 1160/03 – = RS-BVerfGE-Nr.06.014 = www.BVerfG.de
Der Gleichheitssatz des Art.3 Abs.1 GG bindet staatliche Stellen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. (vgl BVerfG B, 13.06.06 – 1 BvR 1160/03 – = RS-BVerfGE-Nr.06.014 = www.BVerfG.de
Die in der Rechtsordnung dem übergangenen Konkurrenten eingeräumten Möglichkeiten des Rechtsschutzes gegen Entscheidungen über die Vergabe öffentlicher Aufträge mit Auftragssummen unterhalb der Schwellenwerte genügen den Anforderungen des Justizgewährungsanspruchs (Art.20 Abs.3 GG). (vgl BVerfG B, 13.06.06 – 1 BvR 1160/03 – = RS-BVerfGE-Nr.06.014 = www.BVerfG.de
Es verletzt nicht den Gleichheitssatz (Art.3 Abs.1 GG), dass der Gesetzgeber den Rechtsschutz gegen Vergabeentscheidungen unterhalb der Schwellenwerte anders gestaltet hat als den gegen Vergabeentscheidungen, die die Schwellenwerte übersteigen. (vgl BVerfG B, 13.06.06 – 1 BvR 1160/03 – = RS-BVerfGE-Nr.06.014 = www.BVerfG.de
Zum Erfordernis effektiven Rechtsschutzes im Vergabenachprüfverfahren. (vgl BVerfG, B, 29.07.04, - 2_BvR_2248/03 - Vergabenachprüfung - = RS-BVerfG-T-04-17 = www.bverfg.de)
Zum Vergabe-Nachprüfverfahren (vgl BVerfG, B, 29.07.04, - 2_BvR_2248/03 - Vergabenachprüfung - = RS-BVerfG-Nr.04.042 Abs.22 = www.bverfg.de)
Zur Antragsbefugnis iSd § 107 Abs.2 S.1 GWB (vgl BVerfG, B, 29.07.04, - 2_BvR_2248/03 - Vergabenachprüfung - = RS-BVerfG-Nr.04.042 Abs.25 = www.bverfg.de)
Zur Schadensgeltendmachung iSd § 107 Abs.2 S.2 GWB (vgl BVerfG, B, 29.07.04, - 2_BvR_2248/03 - Vergabenachprüfung - = RS-BVerfG-Nr-04.042_Abs.26 = www.bverfg.de)
Zur Vorlagepflicht an den EuGH. (vgl BVerfG, B, 29.07.04, - 2_BvR_2248/03 - Vergabenachprüfung - = RS-BVerfG-Nr.04.042_Abs.33 = www.bverfg.de)
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