Source: http://www.energierecht-blog.de/avbwasserv/2-vertragsabschluss/landgericht-stuttgart-4-o
Timestamp: 2017-06-23 12:08:59
Document Index: 201227825

Matched Legal Cases: ['§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 2', '§ 718']

Zur Beantwortung der Frage, wem die tatsächliche Stromentnahme als auf den Abschluss des Stromversorgungsvertrags gerichtete Willenserklärung zuzurechnen ist, kommt es darauf an, an wen sich die Stromofferte richtet und wer aus Sicht des Versorgungsunternehmers unter Berücksichtigung von Treu und Glauben und der Verkehrssitte dieses Angebot angenommen hat (OLG Koblenz, Urteil vom 2. Februar 2006 – 6 U 1179/05 -, NJW-RR 2006, 1065; LG Itzehoe, Urteil vom 3. März 2009 – 1 S 179/08 -, ZMR 2009,616 m. w. N.)
Angebote auf Erbringung von Versorgungsleistungen richten sich typischerweise an den/die Grundstückseigentümer, weil diesen auch ein entsprechender Versorgungsanspruch zusteht (vgl. §§ 10, 12 AVBEI1V, BGH, Urteil vom 30. April 2003 – VIII ZR 279/02 -, NJW 2003,3131).
ein Altvertrag steht dem Abschluss eines neuen Versorgungsvertrags entgegen (Grundsatz des Vorrangs eines durch ausdrückliche Vereinbarung begründeten Vertragsverhältnisses gegenüber einem Vertragsabschluss durch schlüssiges Verhalten, BGH, Urteil vom 17. März 2004 – VIII ZR 95/03 -, NJW-RR 2004, 928; vom 26. Januar 2005 – VIII ZR 66/04 -, NJW-RR 2005, 639; OLG Koblenz a. a. 0.; LG Mühlhausen, Urteil vom 30. März 2010 – 2 S 187/09 -, zitiert nach Juris)
Den Eigentümern eines Grundstücks steht der Anspruch auf Versorgung zu (BGH, Urteil vom 17. März 2004 – VIII ZR 95/03 -, NJW-RR 2004, 928 für Wasser)
Der Versorgungsvertrag muss nicht schriftlich niedergelegt werden. Bei § 2 Abs. 1 Satz 2 AVBEltV handelt es sich um eine „Soll“-Vorschrift (Eckert, in Tegethoff/Büdenbender/Klinger, Das Recht der öffentlichen Energieversorgung, Loseblattsammlung, Bearb. 1998, § 2 AVBEltV, Rn 5; Zimmer, in Rayermann/Loibl, Energierecht, Berlin 2003, Teil I Kap. 4 Rn 59; LG Bielefeld, Urteil vom 7. März 1986 – 21 S 138/85 -, RdE 1986,205)
für Verbindlichkeiten einer GbR haften alle Gesellschafter gleichermaßen, §§ 718 Abs. 1, 421 BGB.