Source: https://www.ebnerstolz.de/de/holdinggesellschaft-voller-vorsteuerabzug-250538.html
Timestamp: 2019-09-19 04:42:28
Document Index: 223313714

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 5', 'EuG', '§ 50', 'EuG', '§ 15']

Anspruch der Holdinggesellschaft auf vollen Vorsteuerabzug - Ebner Stolz
Anspruch der Holdinggesellschaft auf vollen Vorsteuerabzug
Der EuGH bejahte bereits mit Urteil vom 16.7.2015 (Rs. C-108/14, Larentia + Minerva, Rs. C-109/14, Marenave Schiffart), dass eine Holdinggesellschaft zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt ist, wenn sie unmittelbar oder mittelbar in die Verwaltung ihrer Tochtergesellschaft(en) eingreift.
Z. B. durch das Erbrin­gen von admi­ni­s­t­ra­ti­ven, buch­füh­re­ri­schen, finan­zi­el­len, kauf­män­ni­schen, der Infor­ma­tik zuzu­ord­nen­den und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen. Zudem ist erfor­der­lich, dass die Hol­ding­ge­sell­schaft hier­aus mehr­wert­steu­erpf­lich­tige Umsätze erzielt.
Mit Urteil vom 5.7.2018 (Rs. C-320/17 , Marle Parti­ci­pa­ti­ons) führt der EuGH diese Recht­sp­re­chung nun fort und kon­k­re­ti­siert den Begriff des für den Vor­steu­er­ab­zug erfor­der­li­chen Ein­griffs in die Ver­wal­tung der Toch­ter­ge­sell­schaf­ten. Nach Ansicht des EuGH ist die­ser Begriff weit aus­zu­le­gen. So soll hier­un­ter schon jede wirt­schaft­li­che Tätig­keit im Sinne der MwSt­Sy­s­tRL zu ver­ste­hen sein, soweit sie nach­hal­tig erbracht wird. Ent­sp­re­chend bejaht der EuGH auch dann die Vor­steu­er­ab­zugs­be­rech­ti­gung der Hol­ding­ge­sell­schaft, wenn diese nur ent­gelt­lich Immo­bi­lien an eine Toch­ter­ge­sell­schaft ver­mie­tet und diese Ver­mie­tungs­leis­tun­gen der Besteue­rung durch Option unter­lie­gen. Fol­g­lich sei die Hol­ding­ge­sell­schaft zum Abzug der Mehr­wert­steuer berech­tigt, die beim Erwerb von Antei­len an die­ser Toch­ter­ge­sell­schaft ent­steht.
EuGH-Urteil C-320/17 vom 5.7.2018
Vor­steu­er­ab­zug für Aus­bau­maß­nah­men an öff­ent­li­cher Gemein­de­straße?
Es besteht die Mög­lich­keit, dass ein Unter­neh­mer, der im Auf­trag einer Stadt Bau­maß­nah­men an einer Gemein­de­straße vor­nimmt, aus von ihm hier­für bezo­ge­nen Bau­leis­tun­gen ent­ge­gen der bis­he­ri­gen BFH-Recht­sp­re­chung zum Vor­steu­er­ab­zug berech­tigt ist. Der Senat hat daher meh­rere Rechts­fra­gen zur Aus­le­gung des inso­weit zu beach­ten­den Uni­ons­rechts dem EuGH zur Vor­a­b­ent­schei­dung vor­ge­legt. ...lesen Sie mehr
Zur Vor­steu­er­ab­zugs­be­rech­ti­gung eines Berufs­ver­ban­des
Ein Berufs­ver­band i.S.v. § 5 Abs. 1 Nr. 5 KStG kann ent­gelt­li­che Leis­tun­gen an seine Mit­g­lie­der oder Dritte im Rah­men eines wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­triebs nur erbrin­gen, wenn sein Ver­bands­zweck nicht hier­auf gerich­tet ist, son­dern es sich hier­bei um eine Neben­tä­tig­keit han­delt. ...lesen Sie mehr
Erneute EuGH-Vor­lage zu § 50d Abs. 3 EStG
Die Vor­schrift schränkt die Ent­las­tung von Kapi­ta­l­er­trag­steuer ein. Wegen Zwei­fel an der EU-Recht­mä­ß­ig­keit wird dazu erneut der EuGH ange­ru­fen. ...lesen Sie mehr
Zum Vor­steu­er­ab­zug aus der Rech­nung des Insol­venz­ver­wal­ters
Im Insol­venz­ver­fah­ren einer KG, die ihre Tätig­keit bereits vor Insol­ven­zer­öff­nung ein­ge­s­tellt hatte, ist über den Vor­steu­er­ab­zug aus der Rech­nung des Insol­venz­ver­wal­ters nach der frühe­ren Unter­neh­men­s­tä­tig­keit der KG zu ent­schei­den. Da der Insol­venz­ver­wal­ter seine Leis­tung erst mit der Auf­he­bung des Insol­venz­ver­fah­rens erbracht hat, kommt ein Vor­steu­er­ab­zug bereits im Insol­venz­ver­fah­ren nur nach § 15 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 UStG in Betracht. ...lesen Sie mehr