Source: http://www.mrecht.de/top-5-abmahnungsgruende-fuer-makler-immobilienanzeigen/
Timestamp: 2018-07-19 11:44:26
Document Index: 14906909

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', 'BGH', '§16', '§16', '§ 16', '§ 17', 'BGH']

Internetrecht Immobilienmakler im Internet
Die häufigsten Gründe für eine Abmahnung in Anzeigen
Welche Fehler Sie auf jeden Fall vermeiden sollten, um nicht andere Makler im Wettbewerb zum Abmahnen zu animieren:
Die Angaben zum Anbieter des Objektes müssen vollständig sein und den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Hier passieren häufig Fehler im Impressum und vor allem beim Anbieten von Objekten in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter.
2. Gewerblichen Charakter nicht verschleiern! (§ 6 Abs. 2 WoVermittG)
Sie sind Makler, seien Sie stolz darauf, Profi zu sein und versuchen Sie nicht, dies zu verschleiern oder sich als Privatperson darzustellen. Am Ende möchten Sie eine Provision erhalten, daher sollten Sie dies nicht verschleiern. Nennen Sie den Namen des Wohnungsvermittlers (LG Düsseldorf, Urt. v. 16.01.2002, Az.: 12 O 172/01).
3. Falsche Preisangaben. Es ist anzugeben, was das Objekt unterm Strich insgesamt kostet
a) Nebenkosten benennen (§ 6 Abs. 2 WoVermRG)
b) Bruttokaltmiete nicht ausreichend (LG Berlin, U. vom 20.04.1999, 15 S 6/98)
c) Warmmiete oder Endpreis angebenNur qm Preise verstoßen gegen die PAngV. Dies ist jedoch gemäß BGH nur ein Bagatellverstoß (Urt . v. 05.10.2000, Az.: I ZR 210/98)
d) Gehört eine Garage dazu, darf diese nicht einfach rausgerechnet werden. Der Gesamtpreis muss dies mit umfassen (OLG Düsseldorf, Urt. v. 29.07.1999, Az.: 2 U 52/92)
e) Wenn ein Kaufobjekt angeboten wird, muss auch der Kaufpreis angegeben werden. Nur die Angabe der zu erwartenden monatlichen Belastung reicht dagegen nicht aus (LG Stuttgart, Beschl. v. 03.03.2004, Az. 38 O 06/04)
4. Provisionsangaben und Maklercourtage
Der Maklerlohn (Ihre Provision) ist gemäß Preisangabenverordnung (PAngV) inklusive Mehrwertsteuer anzugeben und nicht zzgl. MwSt. (LG Bielefeld, 17 O 122/13)
Die Angabe „ohne Maklergebühr“ bzw. courtagefrei wurde hingegen als zulässig eingestuft. (OLG Hamburg, 26.10.2000, Az. 3 U 42/00)
5. Energieausweisangaben
Seit dem 1. Mai 2014 sind die Angaben zum Energieausweis gem. §16a EnEV Pflicht.
Neuerungen mit der EnEV 2014 für Pflichtangaben in Anzeigen (§16a EnEV).
(1) 1Wird in Fällen des § 16 Absatz 2 Satz 1 vor dem Verkauf eine Immobilienanzeige in kommerziellen Medien aufgegeben und liegt zu diesem Zeitpunkt ein Energieausweis vor, so hat der Verkäufer sicherzustellen, dass die Immobilienanzeige folgende Pflichtangaben enthält:1. die Art des Energieausweises: Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis im Sinne des § 17 Absatz 1 Satz 1,
5. bei Wohngebäuden die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse.2Bei Nichtwohngebäuden ist bei Energiebedarfs- und bei Energieverbrauchsausweisen als Pflichtangabe nach Satz 1 Nummer 2 der Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch sowohl für Wärme als auch für Strom jeweils getrennt aufzuführen.
SCHRÖDTER berät Sie vor allem in folgenden Bereichen:
Abmahnungen - wenn Sie eine erhalten haben oder aber das Verhalten eines Mitbewerbers abmahnen müssen.
Impressum – Prüfung und Erstellung
Website: Gestaltung der Webseite, insbesondere Preisangaben in den Objektangeboten
Energieausweisangaben nach der EnEV
Immobilienportale: Ihr Auftriftt bei Immobilienbörsen
Geltendmachung von Provisionsforderungen
RA Petja Schrödter steht für alle rechtlichen Fragen rund um Ihre Maklertätigkeit zur Verfügung
Mieter haben Schadensersatzanspruch bei Verletzung des Vorkaufsrechts für die Eigentumswohnung beim Verkauf durch Vermieter (BGH)