Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20225/00
Timestamp: 2019-08-23 21:00:32
Document Index: 125289201

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 383', '§ 385', '§ 386', '§ 396', '§ 6', '§ 306', '§ 9', '§ 307', '§ 24', '§ 310', '§ 14', '§ 34', '§ 14', '§ 138', '§ 162', '§ 18', '§ 16', '§ 6', '§ 306', '§ 14', '§ 34', '§ 307', 'BGH', '§ 3', '§ 84', '§ 84', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 6', 'BGH', 'BGH', '§ 310', '§ 307', 'BGH', '§ 309', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 383', 'BGH', '§ 6', '§ 390', '§ 280', '§ 675', '§ 667', 'BGH', '§ 6', 'BGH']

BGH, 20.03.2003 - I ZR 225/00 - dejure.org
https://dejure.org/2003,550
BGH, 20.03.2003 - I ZR 225/00 (https://dejure.org/2003,550)
BGH, Entscheidung vom 20.03.2003 - I ZR 225/00 (https://dejure.org/2003,550)
BGH, Entscheidung vom 20. März 2003 - I ZR 225/00 (https://dejure.org/2003,550)
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HGB § 383 Abs. 1, § ... 384 Abs. 1 und 2, § 385 Abs. 1, §§ 386, 390 Abs. 1, § 396; AGBG § 6 Abs. 2 und 3 (§ 306 Abs. 2 und 3 BGB), § 9 Abs. 1 und 2 Be, Cf, Ch, Ci, Cc, Cl (§ 307 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Be, Cf, Ch, Ci, Cc, Cl BGB), § 24 (§ 310 Abs. 1 BGB); GWB §§ 14, 16, § 34 a. F.; BGB § 14 Abs. 1, § 138 Abs. 1, § 162 Abs. 2
Preisbindungsbestimmungen in Kommissionsvertrag / Kommissionsagenturvertrag; Wiederholung der gesetzlichen Regelung ; Weisungsrecht des Kommittenten gegenüber Kommissionär; Vertikale Preisbindung; Bezugsbindung eines Kommissionsagenten ; Missbrauchsaufsicht nach § 18 GWB a.F. (jetzt: § 16 GWB) ; Haftung des Kommissionärs / Kommissionsagenten für Warenschwund ab einem bestimmten Prozentsatz unabhängig davon haftet, ob er den Schwund Unwirksamkeit eines Kommissions(agentur)vertrags nach § 6 Abs. 3 Gesetz über Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBG) (jetzt: § 306 Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ; Verstoß gegen die guten Sitten
Wirksamkeit formularmäßiger Preisbindungsbestimmungen in Kommissions(agentur)verträgen
Preisbindungsbestimmungen in einem Kommissionsvertrag; Bezugsbindung eines Kommissionsagenten; Warenschwund; unangemessene Benachteiligung des Kommissionärs; Komissions(agentur)vertrag
Zur AGB-rechtlichen Kontrolle verschiedener Bestimmungen in einem Kommissions(agentur)vertrag
Preisbindungsbestimmungen in einem Kommissionsvertrag
GWB § 14; GWB a. F. § 34; BGB § 307 Abs. 2
NJW 2003, 3049 (Ls.)
NJW-RR 2003, 1056
WM 2004, 132
BB 2003, 1463
Der Kommissionär wird nach der gesetzgeberischen Konzeption immer nur im Einzelfall eingeschaltet; der Kommissionsagent, der wie ein Kommissionär im eigenen Namen und für fremde Rechnung verkauft, ist wie ein Handelsvertreter "ständig betraut" (BGH, Urteil vom 20. März 2003 - I ZR 225/00, NJW-RR 2003, 1056, 1058;… Martinek in Martinek/Semler/Flohr, Handbuch des Vertriebsrechts, 4. Aufl., § 3 Rn. 11;… Löwisch in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB, 3. Aufl., § 84 Rn. 138;… BeckOK.HGB/Lehmann, § 84 Rn. 74, Stand 1. August 2016; Karsten Schmidt, JuS 2008, 665, 667).
Grundsätzlich findet für den Kommissionsagenten das Kommissionsrecht Anwendung (BGH, NJW-RR 2003, 1056, 1058).
c) Danach ist die Vereinbarung der Parteien als Kommissionsagenturvertrag anzusehen (vgl. BGH, NJW-RR 2003, 1056; BGH…, Urteil vom 1. März 2007 - I ZR 79/04, NJW-RR 2007, 1177 Rn. 16).
Diese Bestimmungen stellen deutliche Hinweise dafür dar, dass die Klägerin die ihr gelieferten Waren nach den mit der Beklagten getroffenen Vereinbarungen im Rahmen eines Kommissionsverhältnisses abzusetzen hatte (BGH, NJW-RR 2003, 1056, 1058).
Die für die vorzunehmende Beurteilung letztlich entscheidenden Regelungen in § 5 Nr. 4 sowie § 6 Nr. 2 und Nr. 5 des Vertrages, wonach die Klägerin die Verkaufsgeschäfte auf Rechnung der Beklagten führt und an ihrem wirtschaftlichen Erfolg allein in Form der vereinbarten festen Provision teilhat, bleiben von diesen Bestimmungen unberührt (vgl. BGH, NJW-RR 2003, 1056, 1058).
Ein Franchisenehmer handelt, wenn er als Eigenhändler tätig wird, auf eigene Rechnung, weil er die Ware entgeltlich erwirbt, den Erlös der Ware behält und dem Franchisegeber für dessen Leistungen eine Gebühr zahlt (BGH, NJW-RR 2003, 1056, 1058).
aa) Zwar verstößt diese Regelung nicht gegen das gemäß § 310 Abs. 1, § 307 BGB auch zwischen Unternehmern geltende (BGH, Urteil vom 20. März 2003 - I ZR 225/00, NJW-RR 2003, 1056, unter II 3 d) Verbot des § 309 Nr. 8a BGB, in Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei einer vom Verwender zu vertretenden Vertragspflichtverletzung das Recht des anderen Teils zur Vertragslösung auszuschließen oder einzuschränken (aA Martinek/Omlor, WuB I J 2. - 1.08.).
Gewichtige Interessen der Klägerin, die die Vereinbarung eines verschuldensunabhängigen Vertragsstrafenversprechens ausnahmsweise rechtfertigen könnten (siehe BGH, Urteil vom 20. März 2003 - I ZR 225/00, NJW-RR 2003, 1056, unter II 3 e), bestehen nicht.
Der Nachweis darf aber nicht ausgeschlossen sein (vgl. BGH, Urteil vom 20. März 2003 - I ZR 225/00, NJW-RR 2003, 1056, 1059, juris Rn. 66;… Urteil vom 12. Januar 1994 - VIII ZR 165/92, NJW 1994, 1060, 1067, juris Rn. 91, insoweit in BGHZ 124, 351 nicht abgedruckt, m.w.N.).
a) Bei dem Vertragsverhältnis, das durch den Vertrag zwischen den Parteien vom 13. Dezember 1997 begründet worden ist, handelt es sich um ein Kommissions(agentur)verhältnis i.S. der §§ 383 ff. HGB (vgl. BGH, Urt. v. 20.3.2003 - I ZR 225/00, WRP 2003, 981, 985 = NJW-RR 2003, 1056).
Die Bestimmung des § 6 Nr. 4 des Vertrags über die Verantwortlichkeit für einen Warenschwund weicht von den einschlägigen dispositiven Gesetzesbestimmungen (§ 390 Abs. 1 HGB bzw. § 280 Abs. 1 BGB a.F. i.V. mit § 675 BGB a.F., § 667 BGB) zum Nachteil des Klägers ab, da sie für ihn den Nachweis eines geringeren Schadens ausschließt (vgl. BGH WRP 2003, 981, 987).
An die Stelle des § 6 Nr. 4 des Vertrags treten die genannten dispositiven Gesetzesbestimmungen (vgl. BGH WRP 2003, 981, 987).
Das ergibt sich aus der Struktur der wechselseitigen Rechte und Pflichten und ist für den auch hier zu Grunde liegenden Mustervertrag der Beklagten vom Bundesgerichtshof bereits entschieden worden (20. März 2003 - I ZR 225/00 - NJW-RR 2003, 1056, 1058, zu II 2 b der Gründe).
f) In dieser Hinsicht ergibt sich auch aus den vom Berufungsgericht angeführten Urteilen des Senats vom 20. März 2003 - I ZR 225/00 (NJW-RR 2003, 1056, 1059 [juris Rn. 65]) und vom 1. März 2007 - I ZR 279/04 (…TranspR 2007, 260 Rn. 16) nichts Abweichendes.
VerfGH Berlin, 11.11.2015 - VerfGH 89/15
Wegen unzureichender Darlegung teilweise unzulässige und im Übrigen unbegründete …
OLG Düsseldorf, 12.07.2017 - 18 U 92/16