Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4134.htm
Timestamp: 2018-11-17 09:39:06
Document Index: 75638563

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

4.134 Mehlbaum
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet » Mehlbaum « vom 14.Juli 1986 (GBl. v. 29.08.1986, S. 299).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑NatSchG) vom 21.Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Albstadt im Zollernalbkreis wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Mehlbaum«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 12,37 ha. Es umfaßt
· auf Gemarkung Ebingen die Flurstücke Nr. 2407a, b, c, d und e, 2421/1b, 2591, 2592, 2593, 2595/2, /2a, /2b, 2596/1 und /2, 2597/1, 2598/3, die Feldwege Nr. 12, 13, 74 teilweise und die Flurstücke 2421/1a, 2578, 2585, 2586, 2587, 2588, 2595/1, 2626/3, 2626/4;
· und auf Gemarkung Margrethausen die Flurstücke Nr. 3006 und 3005 teilweise.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 1. April 1986 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Zollernalbkreis in Balingen und beim Bürgermeisteramt Albstadt auf die Dauer von drei Wochen beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der Wacholderheide, die sich durch einen besonderen Reichtum an zum Teil bedrohten und geschützten Tier‑ und Pflanzenarten auszeichnet.
7. neu aufzuforsten oder auf andere Weise Pflanzen der Pflanzenteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören;
11. das Schutzgebiet zu befahren und außerhalb der Wege in der Zeit vom 15. Mai bis 30. September zu betreten;
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß Futterstellen und Hochsitze nur dort aufgestellt werden, wo sie weder wertvolle Pflanzenstandorte noch das Landschaftsbild beeinträchtigen. Hochsitze sind nur in einfacher Form aus naturbelassenen Hölzern zulässig. Futterstellen sind hinsichtlich Anzahl und Umfang auf das zur Erfüllung der Hegepflicht erforderliche Ausmaß zu begrenzen;
2. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß der Charakter einer Wacholderheide und eines Halbtrockenrasens erhalten bleibt;
4. für die sonstige, nicht in den Nummern 1 und 2 genannte bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke und Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
5. für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle ‑ im Wald im Einvernehmen mit dem zuständigen staatlichen Forstamt ‑ veranlaßt werden;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2, 3 und 4 verbotenen Handlungen vornimmt.
TÜBINGEN, den 14. Juli 1986