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Timestamp: 2019-08-20 20:41:00
Document Index: 278145969

Matched Legal Cases: ['§ 176', '§ 64', '§ 839', '§ 63', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', '§ 72', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 72', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Siche­rungs­ver­wah­rung – und der „Hang” | Rechtslupe
Siche­rungs­ver­wah­rung – und der „Hang”
Das Merk­mal „Hang” ver­langt nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs einen ein­ge­schlif­fe­nen inne­ren Zustand des Täters, der ihn immer wie­der neue Straf­ta­ten bege­hen lässt.
Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs beein­flusst dabei der Grad der „Ein­ge­schlif­fen­heit” der Ver­hal­tens­wei­sen des Täters die Beur­tei­lung der Wahr­schein­lich­keit der zukünf­ti­gen Bege­hung von Straf­ta­ten. Wird die Hang­tä­t­er­ei­gen­schaft fest­ge­stellt, ist regel­mä­ßig auch eine aus­rei­chen­de Wahr­schein­lich­keit gege­ben; zwin­gend ist dies jedoch nicht6.
Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kön­nen auch Straf­ta­ten gemäß § 176 Abs. 1 StGB als erheb­li­che Straf­ta­ten erwei­sen; maß­geb­lich sind die Umstän­de des kon­kre­ten Ein­zel­falls11. Auf das Erfor­der­nis einer „schwe­ren Sexu­al­straf­tat” im Sin­ne der Wei­ter­gel­tungs­an­ord­nung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts aus sei­nem Urteil vom 04.05.201112 kommt es nicht an, wenn die ver­fah­rens­ge­gen­ständ­li­chen Taten nach dem Inkraft­tre­ten des Geset­zes zur bun­des­recht­li­chen Umset­zung des Abstands­ge­bo­tes im Recht der Siche­rungs­ver­wah­rung vom 05.12 201213 am 1.06.2013 began­gen wor­den sind14.
Soweit wäh­rend der Dau­er der Wei­ter­gel­tungs­an­ord­nung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zwi­schen­zeit­lich auch an die Wahr­schein­lich­keit der zukünf­ti­gen Bege­hung erheb­li­cher Straf­ta­ten stren­ge­re Anfor­de­run­gen zu stel­len waren16, kommt es dar­auf nicht mehr an. Im Rah­men der gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung als Grund­la­ge der Gefähr­lich­keits­pro­gno­se wird eine sta­tis­tisch mit 25 % bewer­te­te Wahr­schein­lich­keit regel­mä­ßig auf eine „bestimm­te Wahr­schein­lich­keit” ernst­haft zu erwar­ten­der erheb­li­cher Taten hin­deu­ten.
Unter­brin­gung in der Ent­zie­hungs­an­stalt – nur bei neu­en… Für die im Rah­men der Ent­schei­dung über die Anord­nung der Maß­re­gel nach § 64 StGB zu tref­fen­de Gefähr­lich­keits­pro­gno­se, ob die Gefahr, dass der Ange­klag­te infol­ge eines Han­ges erheb­li­che rechts­wid­ri­ge Taten…
Ein wegen Befan­gen­heit unver­wert­ba­res Gut­ach­ten Mit § 839a Abs. 1 BGB hat der Gesetz­ge­ber nur den Fall eines unrich­ti­gen Gut­ach­tens, nicht aber den eines aus ande­ren Grün­den unver­wert­ba­ren Gut­ach­tens mit einer Scha­dens­er­satz­pflicht sank­tio­niert. Nicht jedes…
Unent­gelt­li­che Über­tra­gung von (Teil-)Mitunternehmeranteilen – bei… Die unent­gelt­li­che Über­tra­gung von Mit­un­ter­neh­mer­an­tei­len der Eltern an einer GbR (Besitz­ge­sell­schaft) ‑jeweils als Teil­mit­un­ter­neh­mer­an­tei­le- auf ihre Kin­der führt nicht zur Auf­de­ckung der stil­len Reser­ven, wenn die Eltern als Son­der­be­triebs­ver­mö­gen bei…
Unter­brin­gung bei Dieb­stahls­ge­fahr Die grund­sätz­lich unbe­fris­te­te Unter­brin­gung in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus gemäß § 63 StGB ist eine außer­or­dent­lich belas­ten­de Maß­nah­me, die einen beson­ders gra­vie­ren­den Ein­griff in die Rech­te des Betrof­fe­nen dar­stellt. Sie darf…
etwa BGH, Urtei­le vom 25.02.1988 – 4 StR 720/​87, BGHR StGB § 66 Abs. 1 Hang 1; vom 08.07.2005 – 2 StR 120/​05, BGHSt 50, 188, 195 f.; Beschluss vom 06.05.2014 – 3 StR 382/​13, NStZ-RR 2014, 271 f. mwN↩
BGH, Urteil vom 08.07.2005 – 2 StR 120/​05, BGHSt 50, 188, 196; Beschlüs­se vom 30.03.2010 – 3 StR 69/​10, NStZ-RR 2010, 203; vom 06.05.2014 – 3 StR 382/​13, NStZ-RR 2014, 271 f.; sie­he auch BGH, Urteil vom 17.12 2009 – 3 StR 399/​09; zu den für den Hang bedeut­sa­men Kri­te­ri­en näher Ris­sing­van Saan/​Peglau in Leip­zi­ger Kom­men­tar zum StGB, 12. Aufl., Band 3, § 66 Rn. 126 ff.↩
BGH, Urteil vom 08.07.2005 – 2 StR 120/​05, BGHSt 50, 188, 196; Beschluss vom 30.03.2010 – 3 StR 69/​10, NStZ-RR 2010, 203 f.; Ullenbruch/​Drenkhahn/​Morgenstern in Mün­che­ner Kom­men­tar zum StGB, 2. Aufl., Band 2, § 66 Rn. 99 mwN; sie­he auch BVerfG [2. Kam­mer des Zwei­ten Bun­des­ge­richts­hofs], Beschluss vom 05.08.2009 – 2 BvR 2098/​08 u.a. Rn.20↩
BGH, Urteil vom 19.02.2013 – 1 StR 275/​12, NStZ-RR 2014, 13; vgl. auch BVerfGK 9, 108, 114; BVerfG [2. Kam­mer des Zwei­ten Bun­des­ge­richts­hofs], Beschluss vom 05.08.2009 – 2 BvR 2098/​08 u.a., Rn.20↩
BGH jeweils aaO↩
vgl. BGH, Urtei­le vom 13.09.1989 – 3 StR 150/​89, BGHR StGB § 66 Abs. 1 Hang 4; vom 08.07.2005 – 2 StR 120/​05, BGHSt 50, 188, 196; sie­he auch BGH, Urteil vom 10.01.2007 – 1 StR 530/​06, NStZ 2007, 464 Rn. 5↩
vgl. BGH, Urtei­le vom 13.09.1989 – 3 StR 150/​89, BGHR StGB § 66 Abs. 1 Hang 4; vom 20.02.2002 – 2 StR 486/​01, BGHR StGB § 72 Siche­rungs­zweck 6; vom 08.07.2005 – 2 StR 120/​05, BGHSt 50, 188, 196; vom 10.01.2007 – 1 StR 530/​06, NStZ 2007, 464, 465↩
BGH, Urtei­le vom 20.02.2002 – 2 StR 486/​01, BGHR StGB § 72 Siche­rungs­zweck 6; vom 10.01.2007 – 1 StR 530/​06, NStZ 2007, 464, 465↩
näher BGH, Urteil vom 22.10.2013 – 1 StR 210/​13, NStZ-RR 2014, 273; BGH, Urteil vom 07.01.2015 – 2 StR 292/​14 Rn. 18, NStZ 2015, 208, 209↩
BGH, Urteil vom 19.02.2013 – 1 StR 275/​12 Rn. 35; sie­he auch BGH, Urteil vom 22.10.2013 – 1 StR 210/​13, NStZ-RR 2014, 273 sowie BGH, Urteil vom 07.01.2015 – 2 StR 292/​14 Rn. 18, NStZ 2015, 208, 209 f.↩
BGH, Urteil vom 19.02.2013 – 1 StR 465/​12, NStZ-RR 2013, 204, 206 mwN↩
BVerfGE 128, 326, 404 ff.↩
BGBl. I, S. 2425↩
vgl. BGH, Urteil vom 07.01.2015 – 2 StR 292/​14 Rn. 16, NStZ 2015, 208, 209; sie­he auch Beschluss vom 15.01.2015 – 5 StR 473/​14 Rn. 2, NStZ 2015, 210↩
BGH, Urteil vom 10.01.2007 – 1 StR 530/​06, NStZ 2007, 464, 465; Beschluss vom 31.07.2012 – 3 StR 148/​12 Rn. 5↩
BGH, Beschluss vom 31.07.2012 – 3 StR 148/​12 Rn. 7↩