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Timestamp: 2016-10-21 22:02:39
Document Index: 228093760

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE']

U 498/06 (11.01.2007)
Bundesrichterin Leuzinger und Bundesrichter Sch�n,
P.________, 1971, Beschwerdef�hrerin,
Die 1971 geborene P.________ war als Angestellte der Firma N.________ bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unf�lle versichert. Am 12. Juni 2002 erlitt sie einen Verkehrsunfall, als ein vortrittsbelasteter Fahrzeuglenker seitlich in den von ihr gesteuerten Personenwagen fuhr. Der am 13. Juni 2002 aufgesuchte Dr. med. D.________ von der Notfallstation des Kantonsspitals B.________ diagnostizierte eine Halswirbels�ulendistorsion. Vom 12. November bis 24. Dezember 2002 weilte die Versicherte in der Rehaklinik R.________, welche das psychiatrische Konsilium des Dr. med. H.________ vom 14. Januar 2003 einholte. Die Diagnosen lauteten gem�ss Austrittsbericht vom 28. Januar 2003 auf persistierenden zervikozephalen Symptomenkomplex, mittelschwere neuropsychologische Funktionsst�rungen, vegetative Dysbalance und Anpassungsst�rung vom �ngstlich-depressiven Typ. Weitere station�re Aufenthalte in derselben Klinik folgten. Am 6. Mai 2004 nahm Kreisarzt Dr. med. J.________ zur medizinischen Situation Stellung. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verf�gung vom 3. Juni 2004 stellte sie diese auf den 1. Juni 2004 ein. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 19. Juli 2005 fest.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt P.________, es seien ihr eine Integrit�tsentsch�digung und eine angemessene Rente zuzusprechen. Zudem habe das Bundesgericht eine spezial�rztliche Untersuchung anzuordnen.
Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang im Allgemeinen (BGE 129 V 181 Erw. 3.1 mit Hinweisen) und bei Schleudertraumen der Halswirbels�ule (HWS) oder �quivalenten Verletzungsmechanismen im Besonderen (BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Entsprechendes gilt f�r die von der Judikatur entwickelten allgemeinen Grunds�tze zum Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen), insbesondere auch bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und bei den Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der HWS oder �quivalenten Verletzungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 117 V 359 ff.; vgl. auch RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437), soweit nicht eine ausgepr�gte psychische Problematik vorliegt (BGE 123 V 99 Erw. 2a).
3.1 Die Vorinstanz hat in einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Unterlagen - insbesondere die Berichte des Dr. med. D.________ vom 13. Juni 2002, des Hausarztes Dr. med. W.________ vom 28. August und 24. September 2002, der Rehaklinik R.________ vom 28. Januar 2003 samt Konsilium des Dr. med. H.________ vom 14. Januar 2003, des Dr. med. X.________ vom 6. Oktober 2003 und des Kreisarztes Dr. med. J.________ - dargelegt, dass trotz initial gestellter Diagnose einer HWS-Distorsion von den behandelnden �rzten l�ngere Zeit kein f�r ein Schleudertrauma der HWS typisches Beschwerdebild festgehalten worden sei. Erst rund sechs Monate nach dem Unfallereignis h�tten die �rzte der Rehaklinik R.________ berichtet, die Versicherte habe angegeben, bereits unmittelbar nach dem Unfall einen schweren Kopf versp�rt und anschliessend zunehmend an Nackenschmerzen und Schwindel gelitten zu haben. Auf physischer Ebene habe nach Lage der Akten kein organisches Korrelat zu den geklagten Beschwerden objektiviert werden k�nnen. F�r das Fortbestehen der Beschwerden fielen allein psychische Ursachen in Betracht. Ob diese in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen, pr�fte das kantonale Gericht zu Recht nach den von der Rechtsprechung in BGE 115 V 140 Erw. 6 angef�hrten Kriterien, wobei es zutreffenderweise von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen ausging. Dabei kam es zum Schluss, dass keines der Ad�quanzkriterien erf�llt sei. Bez�glich der Beurteilung der massgebenden Kriterien kann vollumf�nglich auf die Ausf�hrungen im kantonalen Gerichtsentscheid verwiesen werden (Art. 36a OG), denen das Bundesgericht nichts beizuf�gen hat.
3.2 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen eingewendet wird, ist nicht stichhaltig. So vermag das Argument, in einer dem Gesundheitszustand angepassten T�tigkeit bestehe eine erhebliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit, die vorinstanzliche Ad�quanzbeurteilung nicht zu entkr�ften. Die geklagten Beschwerden und die dadurch bedingte Arbeitsunf�higkeit sind als Folgen einer psychischen Fehlentwicklung zu betrachten, und daher bei der hier massgebenden Ad�quanzpr�fung nach Art. BGE 115 V 133 ff. auszuklammern. Von der beantragten spezial�rztlichen Untersuchung samt Computertomographie kann abgesehen werden, da der medizinische Sachverhalt umfassend abgekl�rt worden ist und die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs ohnehin zu verneinen ist.