Source: http://sl.juris.de/sl/gesamt/BliesBeedLSchGV_SL.htm
Timestamp: 2019-09-16 12:28:45
Document Index: 293744390

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 1', '§ 31', '§ 3', '§ 4', '§ 20', 'Art 1061', '§ 1']

Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Bliesaue bei Beeden“ (L 6609-307)
Verordnung aufgehoben durch § 8 Satz 2 der Verordnung vom 12. Dezember 2017 (Amtsblatt S. 2092), soweit es dabei zu Überschneidungen mit den in § 1 dieser Verordnung bezeichneten Flächen kommt.
(1) Das im Folgenden näher bestimmte Gebiet mit einer Größe von ca. 6,62 ha wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Es trägt die Bezeichnung Landschaftsschutzgebiet „Bliesaue bei Beeden“ (L 6609-307) und ist Teil des Netzes Natura 2000 ( § 31 Bundesnaturschutzgesetz ) als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 vom 22.07.1992 S. 7) in der derzeit geltenden Fassung.
Das Schutzgebiet liegt in der Gemarkung Beeden-Schwarzenacker der Stadt Homburg/Saar zwischen der Ortslage Beeden und dem Erbach.
(2) Das Schutzgebiet ist in der anliegenden Übersichtskarte ,[2] die Bestandteil dieser Verordnung ist, durch schwarze Umrandung gekennzeichnet. Die flurstückgenaue Abgrenzung ist in einer Detailkarte 1:2.000 mit Flurstücknummern und Randsignatur, die ebenfalls Bestandteil dieser Verordnung ist, wiedergegeben. Diese Karten und der Verordnungstext werden im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz - Oberste Naturschutzbehörde -, Saarbrücken, verwahrt. Eine weitere Ausfertigung befindet sich bei der Stadt Homburg. Verordnungstext und Karten können bei den genannten Stellen eingesehen werden.
Siehe Anlage zu dieser Datei.
1061 Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Glaucopsyche nausithous)
1193 Gelbbauchunke (Bombina variegata).
Schutzzweck ist zudem die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes sowie die Erhaltung der Eigenart der Bliesaue mit extensivem Grünland sowie auetypischen Still- und Fließgewässern mit ihren Ufergehölzen, ferner die Erhaltung und Entwicklung des Lebensraums der Art Weißstorch (Ciconia ciconia).
Jagd, ausgenommen auf Flächen mit Lebensraumtypen Maßnahmen mit dem Ziel jagdbare Wildtiere anzulocken bzw. innerhalb des Schutzgebietes zu binden, wie zum Beispiel Kirrungen oder Ablenkungsfütterungen, sowie die Anlage und Unterhaltung von Jagdschneisen und Wildäckern; zulässig ist die Errichtung von an die Landschaft angepassten Hochsitzen in einfacher Holzbauweise,
fischereiliche Nutzung der Gewässer im bisherigen Umfang im Rahmen bestehender Nutzungsrechte und Pachtverträge und, soweit erforderlich, die zweckgebundene Beschilderung, jeweils unter Beachtung des § 3 Absatz 2 Nummern 1 und 5 sowie des § 4 Absatz 2.
Verkehrssicherungsmaßnahmen und Arbeiten zur Unterhaltung und Instandsetzung rechtmäßig bestehender Anlagen, Wege, Leitungen (einschließlich Leitungstrassen) und Einrichtungen im Rahmen des jeweils auf Grund fachspezifischer Vorgaben erforderlichen Umfangs in der Zeit vom 1. Oktober bis 28. Februar; die Befristung gilt nicht bei Gefahr im Verzug,
Erdarbeiten zur Sicherung, wissenschaftlichen Dokumentation und Bergung von Bodendenkmälern nach § 20 des Saarländischen Denkmalschutzgesetzes vom 19. Mai 2004 (Amtsbl. S. 1498) in der derzeit geltenden Fassung im Einvernehmen mit der obersten Naturschutzbehörde,
Die Beweidung bestehender Dauerweiden kann, sofern hierdurch der günstige Erhaltungszustand des Lebensraumtyps gewahrt bleibt, im Rahmen eines mit den bewirtschaftenden Landwirten abgestimmten Mangementplans geregelt werden.
in der Fortpflanzungs- und Aufzuchtzeit sowie der Zeit des Frühjahrs- und Herbstzugs, inklusive damit in Verbindung stehender Rastzeiten alle Maßnahmen und Nutzungen, die zu keiner erheblichen Störung oder sonstigen Beeinträchtigung der im Schutzzweck genannten Vogelarten führen können;
bei Vorkommen der Art
die Durchführung von Gehölzpflanzungen am Ufer, sofern sie nicht zu einer Beschattung von mehr als 50 % der Uferzone führt,
die Durchführung von Bewirtschaftungsmaßnahmen in der Aue, die sich nicht nachteilig auf den Lebensraum der Art auswirken, unter der Maßgabe, dass kein Umbruch und keine Düngung erfolgen und keine Biozide angewandt werden,
bei Vorkommen der Art 1061 Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Glaucopsyche nausithous)
Mahd, sofern sie außerhalb der Zeit vom 5. Juni bis 1. September erfolgt,
am Entzug bemessene einmal jährliche Düngung mit Festmist, soweit dadurch der Erhaltungszustand der lokalen Population der Art nicht verschlechtert wird,
außerhalb der Zeit vom 5. Juni bis zum 1. September sowie vom 1. November bis 31. März die Beweidung, sofern die flächenbezogenen Darstellungen des Managementplans beachtet werden und der günstige Erhaltungszustand der lokalen Population der Art gewahrt bleibt.
wild wachsende Pflanzen zu entfernen oder auf andere Weise zu schädigen, nicht jagdbare wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, zu fangen oder zu töten sowie Puppen, Larven Eier oder Brut- und Wohnstätten solcher Tiere fortzunehmen oder zu beschädigen,
Wasserpflanzen- oder Röhrichtbestände zu entfernen,
das Gewässer und seine Ufer zu kalken;
Diese Verordnung tritt am Tag nach Ihrer Verkündung im Amtsblatt des Saarlandes in Kraft. Auf den in § 1 dieser Verordnung bezeichneten Flächen tritt gleichzeitig die Verordnung über die Landschaftsschutzgebiete der Kreisstadt Homburg vom 6. Februar 2006 (Amtsbl. S. 309) in der derzeit geltenden Fassung außer Kraft.
Anlage zur Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Bliesaue bei Beeden“ (L 6609-307)