Source: https://coggle.it/diagram/WmR1fRg4tQAB75RH/t/sitzung-3
Timestamp: 2019-08-20 23:34:33
Document Index: 294924892

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 26', '§53', '§35', 'BGH', '§1631']

Sitzung 3 (Dokumentation (Rechtliche Funktion (■ Dokumentation muß… Coggle
Sitzung 3 (Dokumentation (Rechtliche Funktion (■ Dokumentation muß…
■ Dokumentation muß unverzüglich erfolgen ■ Aufbewahrungsverpflichtung: 10 Jahre
Fehlende Dokumentation: Beweislastumkehr, Therapeut muß richtiges Handeln beweisen
Vorwurf des fehlerhaften Handelns: Wahrheitsvermutung für die Dokumentation
Verlauf ■ Besondere Ereignisse – Suizidalität – Auswirkungen der Therapie auf Dritte – „Kindeswohl“-Einbeziehung der Eltern ?
Therapie/Begründung der Differentialtherapie
Diagnose/Begründung der Differentialdiagnose
Parallelsystem „Rehabilitation“
"Ziel ist es, dass er arbeitsfähig wird und seine Stärken ausbaut - und somit die Chancen für eine berufliche Eingliederung steigen" ebd.
"Ziel ist es, die Chancen auf eine berufliche Eingliederung realistisch einzuschätzen. Zusätzlich wird der Patient beraten und erhält Vorschläge über mögliche berufliche Einsatzfelder und passende Reha-Angebote, die ihm beim Einstieg ins Arbeitsleben helfen können. Ein erster Schritt kann zum Beispiel eine Arbeitstherapie sein." TK Website
Behandlung durch Ärzte (und Angehörige anderer Heilberufe, soweit deren Leistungen unter ärztlicher Aufsicht oder auf ärztliche Anordnung durchgeführt werden)
Leistungen zur medizinischen Rehabilitation gemäß § 15 SGB VI i. V. m. §§ 26-31 SGB
PsychKG-Unterbringung ab 18. LJ
Nur eingeschränkte Behandlungslegitimation
(häufige) Ausnahme: Einweisung durch Behörde – nur bei Gefahr im Verzug,bis Ende des Folgetags
Regelfall: Beschluß durch Gericht
Formal: Antrag bei Ordnungsamt, nachts: z.B. Feuerwehr; lokale unterschiedliche Regelungen
■ (öffentlich-rechtliche) Unterbringung – nur, wenn krankheitsbedingteine akute(„gegenwärtige“) erheblicheGefahr für sich oder andere – undwenn Gefahr nicht anders abwendbar: ultima ratio
Krankenhilfe nach Sozialhilferecht
Vorherige Kostenzusage des zuständigen Sozialamts einholen, Honorar meist analog EBM-Sätzen
Asylbewerber, Flüchtlinge, nicht Versicherte
Sonderversorgungsysteme
Beihillfe Beamte (siehe PKV)
PKV, Beihilfe
Höchstens 25 Sitzungen
Schnittstellen der PP/KJP: formal
Schnittstellenprobleme: Doppelzuständigkeit SGB V/SGB VIII/XII u.a
Sozialhilfe: §53 SGB XII
– Zuständigkeit für Kinder bis Schulalter (Mehrzahl der Kommunen)
Jugendhilfe: §35 a SGB VIII
kein Eintreten des Jugendhilfeträgers, wenn...
Hilfeanbieter nicht ausschließlich evidenzbasierte störungsspezifische Maßnahmen anbieten, sondern z.B. therapeutisch beliebig arbeiten (geeignete Hilfe !)
schulische Förder- und NTA-Möglichkeiten nicht ausgeschöpft sind
■ SGB-V-Möglichkeiten nicht ausgeschöpft sind, z.B. auch bei weltanschaulich bedingter Ablehnung einer rationalen Therapie durch die Erziehungsberechtigten – rechtlich: sozialrechtliche Mitwirkungsverpflichtung – ethisch: Recht des Kindes auf optimale Behandlung, Wächterfunktion/Garantenstellung des Jugendamtes !
Leistungen: Schulbegleitung, Wohnheim, „Therapie“
Nachrangigkeit der Sozial/Jugendhilfe (Bsp. ADHS: Folgefolien)
„Teilhabebeschränkung“ als Parameter
Hilfen bei drohender oder bestehender „wesentlicher seelischer Behinderung
Unterbringung im Betreuungsrecht
■ (individualfürsorgliche) Unterbringung bei – Gefahr erheblicher Gesundheitsschädigung – Notwendigkeit diagnostischer u./o. therapeutischer Maßnahmen ■ Formal: Antrag des Betreuers mit Aufgabe „Gesundheitssorge/Zuführung zu Heilbehandlung“beim Vormundschaftsgericht ■ Aber: Keine Behandlung gegen den „natürlichen Willen“des Betroffenen ■ Betreuungsrecht kennt keine ambulante Zwangsbehandlung (BGH)
Unterbringung bis 18. LJ
■ Grundsätzlich Aufenthaltsbestimmung durch (theoretisch: beide !) Eltern ■ BetG nicht anwendbar, PsychKG subsidiär ■ Geschlossene Unterbringung: §1631 BGB ■ Genehmigung durch Familiengericht ■ Prüfungsmaßstab: Kindeswohl ■ Unproblematisch bei klassischen Krankheitsund Behinderungsbildern ■ Problematisch: Erziehungsversagen, Grauzone Dissozialität/Krankheit, Substanzmißbrauch...
■ Ethische Großtheorien: – Tugendethik (klass. Griechenland) – Pflichtenethik/kategorischer Imperativ (Kant) – Folgenethik/Utilitarismus (Mill, Bentham) ■ Principlism(Beauchamp/Childress): – „Herunterbrechen“auf Prinzipien mittlerer Reichweite • Autonomie (Recht auf Suizid ? Zwangsbehandlung ?)
• Fürsorge (Therapeut als Garant) • Nicht-Schaden (Evidenzbasierung von Interventionen) • Gerechtigkeit (z.B. Gesundheitssystem) ■ IMPP: Frage stets nach einem der 4 B/C-Prinzipien
Leistungen wegen bösartiger Geschwulst- und Systemerkrankungen
RPK-Leistungen (Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke und behinderte Menschen)
Leistungen wegen psychischer Krankheiten (keine RPK-Leistung)
Leistungen wegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes