Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=EFG%202009,%20269
Timestamp: 2019-07-22 13:42:21
Document Index: 373617093

Matched Legal Cases: ['EuG', '§ 3', '§ 19', '§ 40', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 40', '§ 115']

Rechtsprechung: EFG 2009, 269 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: FG Schleswig-Holstein, 05.11.2008
https://dejure.org/2008,3896
FG Köln, 25.09.2008 - 10 K 4830/05 (https://dejure.org/2008,3896)
FG Köln, Entscheidung vom 25.09.2008 - 10 K 4830/05 (https://dejure.org/2008,3896)
FG Köln, Entscheidung vom 25. September 2008 - 10 K 4830/05 (https://dejure.org/2008,3896)
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Gewährung von Kindergeld auf Grundlage des Gemeinschaftsrechts
Kindergeld: - Kein Ausschluss des Kindergeldanspruchs durch Gemeinschaftsrecht
EuGH, 20.06.2007 - C-352/06
EFG 2009, 269
Die Anwendung des deutschen Kindergeldrechts erscheint deshalb auch für den Fall fraglich, dass nach der VO (EWG) 1408/71 die Rechtsvorschriften eines anderen Mitgliedstaats Anwendung finden, diese aber eine Familienleistung für das Kind nicht vorsehen (für die Anwendung deutschen Rechts in einem derartigen Fall aber Finanzgericht - FG - Niedersachsen, Urteil vom 24. Januar 2008 1 K 83/07, Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1570, und FG Köln, Urteil vom 25. September 2008 10 K 4830/05, [...]).
Es besteht somit ein Kindergeldanspruch nach deutschem Recht in Höhe von monatlich 154 EUR (vgl. FG Köln Urteil vom 25. September 2008 10 K 4830/05 EFG 2009, 269 und auch Niedersächsisches Finanzgericht , Urteil vom 24. Januar 2008 1 K 83/07, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2008, 1570).
die Urteile des erkennenden Senats vom 22. Dezember 2008 - 10 K 404/08 Kg, Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 497 und vom 17. Februar 2009 - 10 K 501/08 Kg, EFG 2009, 497; anderer Ansicht offenbar Finanzgericht Niedersachsen, Urteil vom 24. Januar 2008 - 1 K 83/07, EFG 2008, 1570, und FG Köln, Urteil vom 25. September 2008 - 10 K 4830/05, EFG 2009, 269).
Eine solche Anwendungsbestimmung zugunsten des nationalen Rechts ist jedoch erforderlich (so auch schon das Urteil des erkennenden Senats vom 22. Dezember 2008 - 10 K 404/08 Kg, abrufbar bei [...] und unter www.justiz.nrw.de; anderer Ansicht offenbar Finanzgericht Niedersachsen , Urteil vom 24. Januar 2008 - 1 K 83/07, Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1570, und FG Köln, Urteil vom 25. September 2008 - 10 K 4830/05, abrufbar bei [...]).
Die Anwendung des deutschen Kindergeldrechts ist deshalb auch für den Fall ausgeschlossen, dass nach der VO (EWG) 1408/71 die Rechtsvorschriften eines anderen Mitgliedstaats Anwendung finden, diese aber eine Familienleistung für das Kind nicht vorsehen (für die Anwendung deutschen Rechts in einem derartigen Fall aber FG Niedersachsen, Urteil vom 24. Januar 2008 1 K 83/07, EFG 2008, 1570, und FG Köln, Urteil vom 25. September 2008 10 K 4830/05, EFG 2009, 269).
FG Rheinland-Pfalz, 12.05.2010 - 2 K 2304/08
(Anwendung der VO
Zwar haben vereinzelt Gerichte in einem derartigen Fall eine Familienleistung zugesprochen (Urteil des Finanzgerichtes Niedersachsen vom 24. Januar 2008, 1 K 83/07, EFG 2008, 1570 und Urteil des Finanzgerichts Köln vom 25. September 2008, 10 K 4830/05, Jurist-Dokument), im Streitfall kommt es jedoch hierauf nicht an, da für die hier betroffenen beiden Kinder der Klägerin in Polen vom 1. Januar 2006 bis 31. August 2006 Kindergeld geleistet wurde.
FG Köln, 21.01.2009 - 14 K 2020/08
Damit wird klargestellt, dass zumindest in den Fällen, in denen der ausländische europäische Staat kein Kindergeld gewährt, es insoweit nicht zu einer Kollision kommt, dem deutschen Staat nicht die Befugnis abgesprochen werden kann, einen unstreitig bestehenden innerstaatlichen Kindergeldanspruch auch unter Berücksichtigung der EU-VO Nr. 1408/71 zu gewähren (vgl. FG Düsseldorf, Urteil vom 31. Juli 2008 15 K 4375/07 Kg; FG Köln Urteil vom 25.9.2008 10 K 4830/05 ("Bosmann").
In der mündlichen Verhandlung am 15.05.2008 ist das Verfahren wegen Kindergeld 2004 durch Beschluss abgetrennt worden; dieses Verfahren unter dem Aktenzeichen 3 K 1790/08 ruht bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens FG Köln 10 K 4830/05.
https://dejure.org/2008,4539
FG Schleswig-Holstein, 05.11.2008 - 2 K 5/07 (https://dejure.org/2008,4539)
FG Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 05.11.2008 - 2 K 5/07 (https://dejure.org/2008,4539)
FG Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 05. November 2008 - 2 K 5/07 (https://dejure.org/2008,4539)
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§ 3 Nr 63 EStG 2002, § 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2002, § 40b EStG 2002, § 1 Abs 2 Nr 4 BetrAVG
Steuerfreiheit der Eigenanteile von Arbeitnehmern an den Beiträgen zur betrieblichen Altersversorgung; Abschluss eines Gruppenversicherungsvertrages zwischen dem Arbeitgeber und der Pensionskasse; Auslegung des Tatbestandsmerkmals des § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz (EStG) "Beiträge des Arbeitgebers"
Lohnsteuerliche Beurteilung der Zahlungen der Arbeitnehmereigenanteile
Altersversorgung - Eigenbeiträge des Arbeitnehmers sind nicht steuerfrei
Betriebliche Altersversorgung - Eigenbeiträge des Arbeitnehmers sind nicht steuerfrei
Das FG wies die Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 269 veröffentlichten Gründen ab, da es sich bei den Arbeitnehmereigenbeiträgen zur Zusatzversorgung wirtschaftlich betrachtet um eigene Beiträge der Arbeitnehmer und damit nicht um Beiträge des Arbeitgebers i.S. von § 3 Nr. 63 EStG handele.
a) Nach Auffassung des Senats waren die vom Kläger für seine Arbeitnehmer geleisteten Beträge lohnsteuerpflichtig und durfte der Kläger diese nicht als "Beiträge des Arbeitgebers" i.S. des § 3 Nr. 63 EStG steuerfrei belassen (vgl. dazu insgesamt bereits das Urteil des FG Schleswig-Holstein vom 5.11.2008 2 K 5/07, EFG 2009, 269).
bbb) Nach Auffassung des FG Schleswig-Holstein (Urteil vom 5.11.2008 2 K 5/07, StE 2009, 100), welcher sich der erkennende Senat anschließt, kann zur Auslegung des Tatbestandsmerkmals "Beiträge des Arbeitgebers" in § 3 Nr. 63 EStG auf die Rechtsprechung des BFH zu § 40b EStG abgestellt werden, weil dort - in vergleichbarer Weise - der Begriff "Zuwendungen des Arbeitgebers" zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung verwendet wird.
Die Revision war nach § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO zuzulassen; insoweit ist auch darauf hinzuweisen, dass inzwischen gegen das Urteil des FG Schleswig-Holstein vom 5.11.2008 (2 K 5/07, EFG 2009, 269) Revision beim BFH unter dem Az. VI R 57/08 eingelegt wurde.