Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201971,%20Seiten%20820
Timestamp: 2019-07-23 01:58:49
Document Index: 277916493

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', '§ 276', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 830', '§ 823', 'BGH', '§ 830', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 830']

BGH, 11.05.1971 - VI ZR 211/69 - dejure.org
https://dejure.org/1971,1730
BGH, 11.05.1971 - VI ZR 211/69 (https://dejure.org/1971,1730)
BGH, Entscheidung vom 11.05.1971 - VI ZR 211/69 (https://dejure.org/1971,1730)
BGH, Entscheidung vom 11. Mai 1971 - VI ZR 211/69 (https://dejure.org/1971,1730)
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Anspruch auf Schadensersatz - Zahlung eines angemessenen Schmerzensgeldes - Täterschaft im Deliktsrecht
NJW 1972, 40
MDR 1971, 741
VersR 1971, 820
Dazu bedurfte es nicht der Überzeugung, der Beklagte habe den Zeugen wissentlich und willentlich, d.h. mit direktem Vorsatz, am Körper verletzt; vielmehr handelt auch schon vorsätzlich, wer die Verletzung eines in § 823 Abs. 1 BGB geschützten Rechtsguts lediglich billigend in Kauf nimmt (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1971 - VI ZR 211/69, JZ 1972, 127;… Staudinger/Georg Caspers (2014) BGB § 276, Rn. 22).
Darauf, ob er auch weitere Folgeerkrankungen, insbesondere psychischer Natur, billigend in Kauf genommen hat, kommt es dagegen im Rahmen des § 823 Abs. 1 BGB nicht an (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1971 - VI ZR 211/69, JZ 1972, 127).
Gemeinschaftliche Begehung ist im Sinne der strafrechtlichen Mittäterschaft zu verstehen, setzt also bewußtes und gewolltes Zusammenwirken Mehrerer zur Herbeiführung eines Erfolges voraus (BGH NJW 1972, 40).
Darauf, ob die Beteiligten auch die konkret herbeigeführten Verletzungen in Kauf genommen haben, kommt es nicht an (BGH NJW 1972, 40, 42).
Der Vorsatz muss sich auf den Verletzungserfolg beziehen (BGHZ 17, 327, 333; 30, 203, 206; BGH NJW 1972, 40, 42; BGH NJW-RR 1990, 604 f.;… Spindler, aaO, § 830 Rn. 5), nicht hingegen auf die Schadensverursachung.
Insofern gilt, daß der, der gegen ein Schutzgesetz verstoßen hat, auf Ersatz sämtlicher Schäden haftet, die dem Geschützten aus diesem Verstoß entstanden sind; darauf, ob der Schädiger auch diese Folgen hat voraussehen können, kommt es nicht an (RGZ 66, 251, 253; 141, 169, 172; Senatsurteil vom 11. Mai 1971 - VI ZR 211/69 - VersR 1971, 820).
Vielmehr handelt auch schon vorsätzlich, wer die Verletzung eines in § 823 Abs. 1 BGB geschützten Rechtsguts lediglich billigend in Kauf nimmt (vgl. BGH, Urteil vom 11.05.1971 - VI ZR 211/69, VersR 1971, 820; Saarl. OLG, Urteil vom 13.07.2018 - 5 U 1/18, juris).
Denn für eine gemeinschaftliche Begehung nach § 830 Abs. 1 S. 1 BGB ist ein vorsätzliches, d.h. bewusstes und gewolltes Zusammenwirken mehrerer erforderlich, gerichtet auf den Verletzungserfolg (BGHZ 17, 327, 333; BGHZ 30, 203, 206; BGH NJW 1972, 40, 42; NJW-RR 1990, 604 f).
Der Vorsatz muss sich auf den Verletzungserfolg beziehen (BGHZ 17, 327, 333; 30, 203, 206; BGH NJW 1972, 40, 42; BGH NJW-RR 1990, 604 f.;… Bamberger/Roth-Spindler, § 830 Rn. 5 OLG Koblenz, Zwischenurteil über den Grund vom 27. Juni 2003 - 10 U 998/02 - NJW-RR 2004, 528 = OLGR 2003, 426 = r+s 2005, 39), nicht hingegen auf die Schadensverursachung.
OLG Düsseldorf, 22.03.1984 - U (Kart) 2/82