Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/278813,0.html
Timestamp: 2019-06-17 01:28:53
Document Index: 145542160

Matched Legal Cases: ['§183', '§183', '§183', '§183', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 177', 'Art. 3']

exhibitionismus (§183 stgb) und art3III gg
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Verfasst am: 13 März 2011 - 18:00:03 Titel: exhibitionismus (§183 stgb) und art3III gg
warum ist exhibitionismus (§183 stgb) eigentlich nur bei männern strafbar und wie kann dies gegenüber art3III gg bestehen?
Verfasst am: 13 März 2011 - 22:19:37 Titel:
Hier die entschiedung dazu...aber gute frage
Verfasst am: 13 März 2011 - 22:52:18 Titel:
danke für die entscheidung!
verwiesen wird dort dann auf die zulässigkeit des verbots der homosexualität...
142Die Unanwendbarkeit des Art. 3 Abs. 3 GG - und dasselbe gilt für Abs. 2 dieses Artikels - aus diesen Gründen ist evident, wenn der zu ordnende Lebenstatbestand überhaupt nur in einem Geschlecht verwirklicht werden kann. Zum Beispiel kann der Mann, da nur die Frau Mutter wird, durch Bestimmungen zum Schutz der Mutter niemals im Rechtssinn bevorzugt oder benachteiligt werden. Deshalb spielt die Gleichberechtigung keine Rolle im gesamten Gebiet des Mutterschutzes.
143Ebenso schließen die oben entwickelten Gründe die Anwendung der Abs. 2 und 3 des Art. 3 GG im Bereich des Sexualstrafrechts aus, für dessen Tatbestände der Geschlechtstrieb des Menschen das konstituierende Element ist. Ohne weiteres ergibt sich ihre Unanwendbarkeit auf Strafbestimmungen, die dadurch notwendig werden, daß die zwischen den Geschlechtern bestehende Spannung typische soziale Gefahren mit sich bringt. Diese Spannung beruht gerade auf der natürlichen Verschiedenheit der beiden Geschlechter, so daß der Geschlechtsunterschied für diese Gruppe von Strafbestimmungen der notwendige Ausgangspunkt ist. Hier wird der Straftatbestand wesentlich dadurch bestimmt, daß der Mann als männliches Geschlechtswesen, die Frau als weibliches Geschlechtswesen in Erscheinung tritt und aus der besonderen biologischen Eigenart der beiden Geschlechter sich typische besondere Gefahrensituationen ergeben. Es kann daher keine Rede davon sein, daß es Art. 3 Abs. 2 und 3 GG verletzen würde, wenn beispielsweise die Strafdrohungen der §§ 177 (Notzucht) oder 181 a (Zuhälterei) sich einseitig gegen das männliche Geschlecht richten
Nach alledem ist das Differenzierungsverbot des Art. 3 Abs. 2 und 3 GG im Rahmen der Strafbestimmungen gegen gleichgeschlechtliche Unzucht nicht anwendbar, weil die Eigenart der Frau als weibliches Geschlechtswesen und die Eigenart des Mannes als männliches Geschlechtswesen den Tatbestand so wesentlich und so entscheidend verschiedenen prägen, daß das vergleichbare Element, die anormale Wendung des Triebes auf das eigene Geschlecht, zurücktritt und lesbische Liebe und männliche Homosexualität im Rechtssinne als nicht vergleichbare Tatbestände erscheinen
so richtig überzeugend find ich das irgendwie nicht.
Gerrit1908
Verfasst am: 13 März 2011 - 23:10:14 Titel:
Sehr gute Frage, die ich mir auch schon immer gestellt habe.
Vielleicht kommt das daher, dass in der Vergangenheit doch eher Männer zu so etwas tendieren als Frauen.
Müsste man vielleicht mal in einen Kommentar schauen!
Verfasst am: 13 März 2011 - 23:52:45 Titel:
hab schon in kommetare geguckt, aber darauf ist bislang niemand eingegangen
allenfalls dass frauen sowas eh nicht bzw seltener machen
aber das ist ja noch kein grund
frauen begehen auch wenieger gewaltverbrechen