Source: https://www.rote-ampel-ueberfahren.de/kurs-nach-paragraph-70-fev/
Timestamp: 2017-10-19 17:54:36
Document Index: 14073510

Matched Legal Cases: ['§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70']

Kurs nach § 70 FeV - Ihre Option nach durchgefallener MPU
Kurs nach § 70 FeV – wenn die MPU nicht bestanden wurde
Der Kurs nach § 70 FeV dient der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis.
Waren Patzer im Straßenverkehr besonders schwerwiegend, dann wird die Fahrerlaubnis aberkannt.
Der Fahrer wird als nicht geeignet befunden, einen Führerschein zu besitzen, und muss deshalb durch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) seine Tauglichkeit beweisen.
Wird diese ebenfalls nicht bestanden, ist die Fahrerlaubnis nicht auf ewig verwehrt: Es ist möglich, einen Kurs nach § 70 FeV bzw. eine Nachschulung für eine MPU zu absolvieren.
1 Die Wiederherstellung der Fahrerlaubnis
2 Wie sieht der Kurs nach § 70 FeV aus?
Die Wiederherstellung der Fahrerlaubnis
Der Kurs in § 70 der Fahrerlaubnis – Verordnung (FeV) ist der „Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr“ untergeordnet. Diese regelt die Wiedereingliederung jener Kraftfahrer, die im Verkehr auffällig geworden sind und ihre Fahreignung erst wieder unter Beweis stellen müssen. Dazu wird in vielen Fällen eine MPU angeordnet – diese hat jedoch bekanntermaßen eine hohe Durchfallquote.
In der Regel wird nach einer negativen MPU eine Nachschulung empfohlen; diese Nachschulung ist jener Kurs nach § 70 FeV. Hat die Fahrerlaubnisbehörde der Teilnahme zugestimmt und Sie haben die Nachschulung nach einer negativen MPU erfolgreich abgelegt, dann kann die Fahrerlaubnis ohne weitere Bestätigung wiedererlangt werden.
Wie sieht der Kurs nach § 70 FeV aus?
Für die Teilnahme an dem Kurs nach § 70 FeV benötigen Sie:
das Gutachten der MPU
schriftliche Erlaubnis der Fahrerlaubnisbehörde, an der Nachschulung nach einer MPU teilzunehmen
Nachweis über bezahlte Kursgebühr
Ursache für die Auferlegung einer MPU oder Nachschulung sind meist Alkohol und Drogen.
Der Kurs nach § 70 FeV ist nicht ein einmaliger Termin, sondern dauert meist zwischen 14 und 20 Stunden und ist auf mehrere Tage verteilt.
Teilnehmer betreiben dabei zusammen Ursachenforschungen und erarbeiten Lösungen für ihr Fehlverhalten im Verkehr.
An dem Nachschulungskurs nach einer verpatzen MPU muss regelmäßig und aktiv teilgenommen werden, um diesen als „bestanden“ zu verlassen. Absolvieren Sie erfolgreich eine solche Nachschulung, kann der Führerschein, der durch Alkohol oder ähnliches aberkannt wurde, wiedererlangt werden.
Wer derartige Kurse nach § 70 FeV in Ihrer Umgebung anbietet, kann bei der Fahrerlaubnisbehörde oder beim TÜV erfragt werden.