Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=06.03.1997&Aktenzeichen=IX%20ZR%2074/95
Timestamp: 2013-05-25 21:04:16
Document Index: 389924602

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 06.03.1997 - IX ZR 74/95 Volltextver�ffentlichungen (6)
Sicherungs�bereignung und Globalabtretung: Anforderungen an Freigabeklausel und Festsetzung der Deckungsgrenze
BGB � 138 Abs 1, BGB � 232, BGB �� 232ff, BGB � 234 Abs 3, BGB � 236, BGB � 237, BGB � 315 Abs 1, BGB � 315 Abs 3, BGB � 816 Abs 1 S 1, AGBG � 6 Abs 2, AGBG � 6 Abs 3, AGBG � 9 Abs 1, AGBG � 9 Abs 2 Nr 1, GVG � 132 Abs 4Vorlage zum Gro�en Senat f�r Zivilsachen zur Frage der Rechtm��igkeit formularm��iger Globalabtretungen
Freigabeanspruch des Sicherungsgebers bei formularm��iger Sicherungs�bereignung eines Warenlagers
Anrufung des Gro�en Senats zur Wirksamkeit einer Globalzession durch den IX. Zivilsenat
Anrufung des Gro�en Senats zur Wirksamkeit von Globalsicherheiten
Wird zitiert von ... (6) BGH, 27.11.1997 - GSZ 1/97 B�rgschaft - Freigabeanspruch bei sittenwidriger �bersicherungDem Vorlagebeschlu� des IX. Zivilsenats vom 6. M�rz 1997 (IX ZR 74/95, WM 1997, 750 ff.) liegt folgender Sachverhalt zugrunde:.Das gilt ohne R�cksicht darauf, ob es sich um einen individual- oder um einen Formularvertrag handelt, ob er eine Singularsicherheit oder revolvierende Globalsicherheiten zum Gegenstand hat (BGHZ 133, 25, 30 m.w.N.; BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 753).Dies folgt aus � 262 BGB und entspricht dem Rechtsgedanken des � 1230 Satz 1 BGB (BGH, Beschl�sse v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 754; v. 13. Mai 1997 - XI ZR 234/95, WM 1997, 1197, 1199).Eine ausdr�ckliche Regelung des vertraglichen Freigabeanspruchs ist deshalb auch bei formularm��igen revolvierenden Globalsicherheiten keine Wirksamkeitsvoraussetzung (BGHZ 133, 25, 31 f.; BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 754).Diese M�glichkeit wird beeintr�chtigt, wenn sich seine Rechte auf eine ermessensfehlerfreie Pr�fung und Entscheidung seines Freigabeverlangens durch den Sicherungsnehmer beschr�nken (BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 755).An die Stelle der unwirksamen Freigabeklausel tritt vielmehr auch bei revolvierenden Globalsicherheiten der ermessensunabh�ngige Freigabeanspruch des Sicherungsgebers (� 6 Abs. 2 AGBG; BGHZ 133, 25, 32 ff.; BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 754).Dies geht vor allem dann weit �ber die schutzw�rdigen Interessen des Sicherungsgebers hinaus, wenn eine �bersicherung nie bestand, ein Freigabeanspruch also nie gegeben war (BGH, Beschl�sse v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 757; v. 13. Mai 1997 - XI ZR 234/95, WM 1997, 1197, 1201).Soweit der VIII. und der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs f�r die Wirksamkeit der formularm��igen Sicherungs�bereignung eines Warenlagers mit wechselndem Bestand einen solchen Ma�stab gefordert hatten (BGHZ 117, 374, 379; 125, 83, 89), halten beide Senate an ihrer Rechtsauffassung nicht mehr fest (vgl. BGH, Beschl�sse v. 11. Juli 1996 - IX ZR 74/95, WM 1996, 1439, 1443 und v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 756 f.).Der IX. Zivilsenat h�lt in solchen F�llen zus�tzlich eine Erg�nzung des Sicherungsvertrages um eine feste Deckungsgrenze mit festen Bewertungsma�st�ben f�r m�glich und nur mit R�cksicht darauf auch Sicherungsvertr�ge, die keine oder eine inhaltlich unangemessene Deckungsklausel enthalten, f�r wirksam (BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 756 ff.).aa) Dem Zweck eines Sicherungsvertrages, eine Absicherung des Sicherungsnehmers im Fall der Leistungsunf�higkeit des Schuldners zu gew�hrleisten, sowie dem Zweck des Freigabeanspruchs, die wirtschaftliche Bewegungsfreiheit des Sicherungsgebers sicherzustellen, wird nur eine abstrakt-generelle Deckungsgrenze gerecht (BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 755 f.).Jedenfalls die in Rechtsprechung und Literatur unterschiedlich beurteilten Voraussetzungen des Freigabeanspruchs im einzelnen stehen nicht gewohnheitsrechtlich fest (BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 759; Canaris ZIP 1997, 813, 829; B�low JZ 1997, 500, 503).Der Ansicht des IX. Zivilsenats (Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 756 f.), soweit nichts anderes vereinbart sei, sei Sicherungswert bei abgetretenen Forderungen der Nennwert und bei sicherungs�bereigneten Waren der Marktpreis oder, soweit ein solcher nicht existiere, der Einkaufs- oder der Herstellungspreis, folgt der Gro�e Senat nicht.Sicherheiten m�ssen sich bei Leistungsunf�higkeit des Schuldners, also vor allem im Falle der Insolvenz, bew�hren (BGHZ 26, 185, 191; 130, 115, 126 f.;… BGH, Urt. v. 21. Januar 1960 - VII ZR 170/58, WM 1960, 576, 578; BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 756).In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind diese und die in einzelnen F�llen anfallenden Rechtsverfolgungskosten durch einen pauschalen Aufschlag von 10 % auf die Deckungssumme zutreffend ber�cksichtigt worden (BGHZ 94, 105, 115; 120, 300, 303; BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 757).An die Stelle der unwirksamen Klausel tritt vielmehr die Deckungsgrenze von 110 %, also der Rechtszustand, der ohne die unwirksame Klausel best�nde (� 6 Abs. 2 AGBG; BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 758).Die Ansicht des IX. Zivilsenats, ein Vertrag ohne eine Klausel f�r die Bewertung der Sicherungsgegenst�nde k�nne durch Auslegung um feste Bewertungsma�st�be erg�nzt werden (BGH, Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 756 ff.), teilt der Gro�e Senat nicht.Der bei Eintritt des Sicherungsfalles realisierbare Wert unbekannter k�nftiger Forderungen gegen nicht bekannte Drittschuldner l��t sich, wie auch der IX. Zivilsenat anerkennt (Beschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 759), nicht bestimmen (BGHZ 130, 115, 124; BGH, Beschl. v. 13. Mai 1997 - XI ZR 234/95, WM 1997, 1197, 202).
BGH, 15.02.2000 - XI ZR 10/98 Zul�ssigkeit einer Vorlage an den Gro�en Senat f�r ZivilsachenAus dieser Zielrichtung der Grundsatzvorlage ergibt sich, da� eine solche nicht in Betracht kommt, wenn schon eine Vorlage nach � 132 Abs. 2 GVG geboten ist; diese hat Vorrang vor einer Grundsatzvorlage nach � 132 Abs. 4 GVG (…BGH, Beschl. v. 7. November 1985 - GSSt 1/85, aaO; vgl. auch Vorlagebeschl. v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 74/95, ZIP 1997, 632, 635).
BGH, 28.04.1997 - II ZR 20/96 Berechnung des Quotenschadens der Altgl�ubigerEine abschlie�ende Abweisung der Teilklage durch den Senat gem�� � 565 Abs. 3 ZPO kommt allerdings nicht in Betracht, weil nicht auszuschlie�en ist, da� - entsprechend dem derzeit noch pauschalen Kl�gervortrag - die Globalzession und damit das aus ihr abgeleitete Absonderungsrecht als unwirksam anzusehen sind, und zwar sowohl formal im Sinne von � 9 AGBG (vgl. hierzu BGH, Vorlagebeschlu� v. 6. M�rz 1997 - IX ZR 75/95, ZIP 1997, 632 ) als auch inhaltlich nach � 138 BGB (…vgl. BGH, Urt. v. 16. M�rz 1995 - IX ZR 72/94, ZIP 1995, 630 ).
OLG N�rnberg, 30.01.2008 - 4 U 792/07 Insolvenzanfechtung: Gl�ubigerbenachteiligung durch Darlehenstilgung mit …Ein Absonderungsrecht, welches durch freiwillige Zahlung insolvenzneutral abgel�st werden kann, wird vielmehr nur durch solche Sicherheiten begr�ndet, die sich auch bei Leistungsunf�higkeit des Schuldners, also vor allem im Falle der Insolvenz bew�hren (BGH, NJW 1958, 457; BGH, NJW 1995, 2221; BGH, NJW 1997, 1570; BGH, Gro�er Senat f�r Zivilsachen, NJW 1998, 671).
BGH, 13.05.1997 - XI ZR 234/95 Vorlage zum Gro�en Senat f�r Zivilsachen beim BGH zur Frage der Wirksamkeit einer …Eine Vorlage gem�� � 132 Abs. 4 GVG er�brigt sich, da die Frage, ob und gegebenenfalls wie eine vertragsimmanente Deckungsklausel zu bestimmen ist, bereits Gegenstand des Vorlagebeschlusses des IX. Zivilsenats vom 6. M�rz 1997 (IX ZR 74/95 = WM 1997, 750) ist.
FG Saarland, 14.02.2007 - 1 K 1276/03 Doppel- bzw. Dreifachumsatz bei Verwertung von Sicherungsgut durch …Der Sicherungsfall ist begrifflich der Verwertungsreife gleichzusetzen (BGH, Beschluss vom 6. M�rz 1997, IX ZR 74/95, NJW 1997, 1570).