Source: https://issuu.com/kasitalien/docs/19.03.2013_vortrag_soziale_marktwirtschaft_rom_1_
Timestamp: 2017-05-24 16:29:19
Document Index: 356119096

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 20', 'Art. 28', 'Art. 14', 'Art. 15']

Die soziale Marktwirtschaft by Konrad Adenauer Stiftung - issuu
Universität Lateranense, Rom 19.03.2013Grundlagen der Sozialen
“The Union shall establish an internal market. It shall work for the sustainable development of
Europe based on balanced economic growth and price stability, a highly competitive
aiming at full employment and social progress, and a high level of protection and
improvement of the quality of the environment. It shall promote scientific and technological
(Treaty of Lisbon, Article 3)Dipl.-Pol. David Gregosz, B. Sc., Koordinator Int. Wirtschaftspolitik,
Hauptabteilung Europäische und Internationale ZusammenarbeitHauptabteilung Politik und BeratungAgendaTEIL I: Grundlagen und Funtionsweise
1.1Ordoliberalismus
– Theoretische Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft1.2Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft1.3Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft1.4Konstitutiva der Sozialen Marktwirtschaft (anschl. Quiz)TEIL II: Ordnungspolitische Herausforderungen (Praxis)© Konrad-Adenauer-Stiftung e.Vz.B. Garantie von Eigentumsrechten,
Tarifautonomie, UnabhĂ¤ngigkeit der
WettbewerbspolitikGewerbefreiheit,
Zentralbank,z.B.
Lohn-,Fiskal-, Geld-, Konjunktur-, Wachstums-,
ArbeitsmarktpolitikBezeichnungen Soziale Marktwirtschaft und deutsche Wirtschafts- und Sozialordnung werden oft
synonym verwendet. Gleichsetzung nicht unproblematisch.ÂŠ Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.1 Ordoliberalismus - Theoretische Grundlagen der Sozialen MarktwirtschaftDie 1930er Jahre…„Zeitalter der wirtschaftspolitischen Experimente“ (Walter Eucken)
© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.1 Ordoliberalismus - Theoretische Grundlagen der Sozialen MarktwirtschaftOrdnungsmodelle
um 1930Laissze-faire
Beispiel: USASozialistische
Zwangswirtschaften
Beispiel: UdSSRÂŠ Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.1 Ordoliberalismus - Theoretische Grundlagen der Sozialen MarktwirtschaftIdee des Ordoliberalismus (Freiburger Schule)
1. Schaffung einer Wettbewerbsordnung
• In Abgrenzung zu diesen Ordnungsmodellen:
2. Verpflichtung auf Ordnungspolitik („Schiedsrichter“)
• Theorie = „Kind der Krise“
• Ordnungsfunktion des Staates
• Gedankengut hatte zunächst keine Chance, denn …
• … auf Große Depression, Massenarbeitslosigkeit und Elend folgte der Aufstieg von
Totalitarismus, Staatsinterventionismus, Protektionismus und zentraler
• Einsichten bestätigten sich aber in den Kriegsjahren, lebten in Widerstandskreisen
© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.1 Ordoliberalismus - Theoretische Grundlagen der Sozialen MarktwirtschaftFundamentale Einsicht des Neoliberalismus lautet:
„Freiheit braucht Ordnung!“
Was heißt das konkret? Was sind die Prinzipien?Die Kernpunkte der Ordoliberalen Lehre beeinflusste die Architekten der
bundesrepublikanischen Nachkriegsordnung!
© Konrad-Adenauer-Stiftung e.VAgendaTEIL I: Grundlagen und Funtionsweise
– Theoretische Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft1.2Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft1.3Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft1.4Konstitutiva der Sozialen Marktwirtschaft (anschl. Quiz)TEIL II: Ordnungspolitische Herausforderungen (Praxis)© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftAlexander RüstowWilhelm RöpkeWalter EuckenFranz BöhmAlfred Müller-ArmackLudwig Erhard© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftAlexander Rüstow (*08.04.1885, † 30.06.1963)
 Vater des Begriffs Neoliberalismus in Deutschland„Der neue Liberalismus fordert einen starken Staat,
einen Staat oberhalb der Wirtschaft.“„Dem Staat sollten im wesentlichen
ordnungspolitische Gestaltungsaufgaben übertragen
werden!“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftAlexander Rüstow (*08.04.1885, † 30.06.1963)
 Der Staat hat die Rahmenbedingungen so zu
setzten, dass sich die Menschen aus eigener Kraft
helfen können:„Brauchst Du eine hilfreiche Hand, so suche sie
zunächst am Ende Deines rechten Armes“„Es braucht einen starken Staat im Interesse liberaler
Wirtschaftspolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik
im Interesse eines starken Staates – denn das
bedingt sich gegenseitig!“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftWilhelm Röpke (*10.10.1899, † 12.02.1966)
 Strebte den von ihm sog. „Dritten Weg“ an der
Zwischen Laissez-Faire-Liberalismus und einer
totalitären Zentralverwaltungswirtschaft liegt„Der Staat – und nicht der Markt – hat für die
entscheidenden Elemente Recht, Sitte, Moral,
Normen- und Wertüberzeugungen Sorge zu
tragen!“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftWilhelm Röpke (*10.10.1899, † 12.02.1966)„In einer konformen Sozial- Wirtschafts- und
Finanzpolitik ist von entscheidender Bedeutung:
 Den Schwachen zu schützen
 Interessen auszugleichen
 Spielregeln zu setzen und
 Macht zu begrenzen“„Das Individualprinzip ist meiner Meinung
nach der elementare Kern einer
funktionierenden Marktwirtschaft.“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftWalter Eucken (*17.01.1891, † 20.03.1950)
 Forschungs- und Lehrgemeinschaft in Freiburg u.a.
mit Franz Böhm
 Bekannt als Freiburger Schule oder auch
 Ordoliberalismus
(nach dem lateinischen Wort „Ordo“ für Ordnung)
 Geprägt von der Wirtschaftskrise:
Auseinandersetzung mit der Frage nach der
geeigneten Wirtschaftsordnung„Dem zentralen Problem – Bedrohung der Freiheit
des Einzelnen durch wirtschaftliche und politische
Macht – gilt es stets entgegen zu wirken!“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftWalter Eucken (*17.01.1891, † 20.03.1950)
 Grundprinzipien einer freien Wettbewerbsordnung
sind: - Ein funktionierendes Preissystem
- Privateigentum„Es sollte ein Rahmen entstehen durch den das freie
Handeln des Einzelnen lediglich durch die
Freiheitsrechte des Anderen begrenzt ist.“„Der Staat muss die Spieregeln vorgeben – jedoch
die Spielzüge kann jeder Einzelne im Rahmen dieser
Regeln frei wählen.“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftFranz Böhm (*16.02.1895, † 26.09.1977)
 Mitbegründer der Freiburger Schule
 Gemeinsam mit Walter Eucken Gründer der
Schriftreihe „Die Ordnung der Wirtschaft“
 Setzte sich stets für Wettbewerbsfreiheit ein
 Entwarf erstes deutsches Kartellgesetz„Wettbewerb im Rahmen einer marktwirtschaftlichen
Ordnung ist ein subjektives Recht – eine Freiheit!“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftAlfred Müller-Armack (*28.06.1901, † 16.03.1978)
Entwarf den Begriff der „Sozialen Marktwirtschaft“
 Setzte unter Ludwig Erhard seine Überlegungen
zur Sozialen Marktwirtschaft in politische Praxis um
„Der Staat soll dem Markt Richtlinien aufgeben und
individuellen Interessen Freiheit geben“
„Ein staatlicher Planungsapparat lähmt jegliche
Eigeninteressen bei Unternehmen und Arbeitnehmern
und führt letztlich zu einer Stagnation der ökonomischen
Leistung.“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftAlfred Müller-Armack (*28.06.1901, † 16.03.1978)
Von 1952 bis 1962 Staatssekretär von Ludwig Erhard
Deutscher Vertreter im Rahmen der Gründung der
Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)
 Hier prägte er die römischen Verträge im
marktwirtschaftlichen Sinne
Soziale Marktwirtschaft ist: Unseren Wunsch nach
Freiheit und sozialer Gerechtigkeit mit den Einsichten in
das Instrumentarium des Marktapparates in Einklang zu
„Man muss das Prinzip der Freiheit auf dem Markte mit
dem des sozialen Ausgleichs verbinden.“© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftAusgestaltung der Wirtschaftsordnung nach dem Zweiten Weltkrieg ist eng mit den Namen
Ludwig Erhard (1897-1977) und Alfred Müller-Armack (1901-1978) verbunden.Ludwig Erhard (*04.02.1897, † 05.05.1977)
 Nach dem zweiten Weltkrieg Verwalter für
Wirtschaft in der britisch-amerikanisch besetzen Zone,
ein Berater in dieser Zeit war Walter Eucken
 unter Konrad Adenauer erster Wirtschaftsminister
 Symbolfigur für den wirtschaftlichen Erfolg/
das „Wirtschaftswunder“ Nachkriegsdeutschlands© Konrad-Adenauer-Stiftung e.VQuelle: Darchinger, Josef Heinrich (2008) Wirtschaftswunder: Deutschland nach dem Krieg 1952-1967ÂŠ Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftDeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg:
 Moralisch am Nullpunkt
 Politisch am Ende
 Ökonomisch am BodenOrdnungspolitische Grundsatzentscheidung:
Wiederaufbau der Wirtschaft mittels zentraler Lenkungswirtschaft oder im
Rahmen einer marktwirtschaftlichen Ordnung?
Gegen Widerstand: Marktwirtschaftliche Lösung
„Startschuss“ bildeten:
Währungsreform 20. Juni 1948 und
Aufhebung der Preisbewirtschaftung
(heißt also: ab nun freie Preisbildung)
© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftQuelle: Darchinger, Josef Heinrich (2008) Wirtschaftswunder: Deutschland nach dem Krieg 1952-1967© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftQuelle: Darchinger, Josef Heinrich (2008) Wirtschaftswunder: Deutschland nach dem Krieg 1952-1967© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftQuelle: Darchinger, Josef Heinrich (2008) Wirtschaftswunder: Deutschland nach dem Krieg 1952-1967© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftQuelle: Darchinger, Josef Heinrich (2008) Wirtschaftswunder: Deutschland nach dem Krieg 1952-1967© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftQuelle: Darchinger, Josef Heinrich (2008) Wirtschaftswunder: Deutschland nach dem Krieg 1952-1967© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft“Wirtschaftswunder”© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftAhlener Programm (03. Februar 1947):
„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den
deutschen Volkes nicht gerecht geworden.“ Planung und Lenkung der Wirtschaft
 Entflechtung der Großkonzerne
 Vergesellschaftung des Bergbaus und
der eisenschaffenden Großindustrie
 Arbeitnehmermitbestimmung© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftQuelle: ACDP PlakatsammlungQuelle: ACDP Plakatsammlung© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftDüsseldorfer Leitsätze:
„Die ‚soziale Marktwirtschaft‘ ist die sozial
gebundene Verfassung der gewerblichen
Wirtschaft, in der die Leistung freier und
tüchtiger Menschen in eine Ordnung
gebracht wird, die ein Höchstmaß von
wirtschaftlichem Nutzen und sozialer
Gerechtigkeit für alle erbringt.“
 Leistungswettbewerb vs. Planwirtschaft
 Unabhängige Monopolkontrolle
 Beschränkung des Staates auf
„organische Preisbeeinflussung“
mittels Geld- und Steuerpolitik© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen MarktwirtschaftQuelle: ACDP PlakatsammlungQuelle: ACDP PlakatsammlungQuelle: ACDP Plakatsammlung© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.2 Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft1950 Bundesversorgungsgesetz
1952 Betriebsverfassungsgesetz
1953 Schwerbehindertengesetz
1954 Kindergeld für das dritte Kind
1956 Zweites Wohnungsbaugesetz
1957 Rentenreform© Konrad-Adenauer-Stiftung e.VQuelle: Darchinger, Josef Heinrich (2008) Wirtschaftswunder: Deutschland nach dem Krieg 1952-1967ÂŠ Konrad-Adenauer-Stiftung e.VAgendaTEIL I: Grundlagen und Funtionsweise
– Theoretische Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft1.2Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft1.3Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft1.4Konstitutiva der Sozialen Marktwirtschaft (anschl. Quiz)TEIL II: Ordnungspolitische Herausforderungen (Praxis)© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.3 Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft
In der Ära Adenauer werden die Ideen und Theorien der Gründerväter der Sozialen
Marktwirtschaft gegen Widerstände in die politischen Praxis umgesetzt.Leitgedanken zur Wirtschaftsordnung
 Freiheit in Verantwortung
 wirtschaftliche Leistung
 sozialer AusgleichEigenverantwortung, Leistungs- und Teilhabegerechtigkeit, Wettbewerb, Eigentum,
Vertragsfreiheit sowie Subsidiarität der sozialen Sicherung als Kernelemente der Sozialen
© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V
Marktwirtschaft1.3 Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft
Grundgesetz und Soziale Marktwirtschaft:
––GG legt keine bestimmte W irtschaftsordnung fest
> Zwar konnten Konrad Adenauer und Ludwig
Erhard das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft
innerhalb der CDU/CSU durchsetzen, in der verfassungsgebenden Versammlung scheiterten sie aber
am W iderstand der SPD. Diese forderte seinerzeit
die Beseitigung der kapitalistischen Produktionsweise und eine planmäßige W irtschaftslenkung.
Ein Konsens war aufgrund differierender
Vorstellungen der Volksparteien also nicht möglich.
folgende Bestimmungen wichtig für W irtschaftsordnung:
•die Wahrung der Menschenwürde (Art. 1, I GG),
das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2, I GG),
die Koalitionsfreiheit unter explizitem Einschluss des Streikrechts (Art. 9, I und III GG),
das Recht auf Freizügigkeit (Art. 11 GG) und die Berufsfreiheit (Art. 12 GG)Diese Artikel schließen eine Zentralplanwirtschaft sozialistischer Prägung aus.© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.3 Grundsätze der Sozialen MarktwirtschaftAndererseits führen folg. Verankerungen dazu, dass auch eine schrankenlose Marktwirtschaft
(„laissez aire“) mit dem Grundgesetz unvereinbar ist:
•sozialer Rechtsstaats (Art. 20, Art. 28 GG),
die Sozialbindung des Eigentums (Art. 14, II GG) und die
Enteignungsmöglichkeit (Art. 15 GG)DieSoziale Marktwirtschaft
ruht in der Praxis auf drei Säulen…Geldordnung
unabhängige NotenbankWettbewerbsordnung
WettbewerbsbeschränkungenSozialordnung
Sozialversicherungssystem,
Steuerprogression,
Arbeitsschutzbestimmungen etc.© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V1.4 Konstitutiva der Sozialen Marktwirtschaft (anschl. Quiz)AgendaTEIL I: Grundlagen und Funtionsweise
– Theoretische Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft1.2Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft1.3Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft1.4Konstitutiva der Sozialen Marktwirtschaft (anschl. Quiz)TEIL II: Ordnungspolitische Herausforderungen (Praxis)© Konrad-Adenauer-Stiftung e.VTEIL II: Herausforderungen für die Soziale Marktwirtschaft heuteHerausforderungen und Trends
Welche Herausforderungen wir identifizieren hängt von der „Flughöhe“ ab!Deutschland heute…
• Ein wiedervereintes Land (unvorstellbarer Erfolg bei allerdings hohen Kosten)
• Ein wirtschaftlich erfolgreiches Land (Wirtschaftswunder 2.0, Exportweltmeister)
• Ein „normales“ Land (in einem vereinigten Europa vom Atlantik zum Schwarzen Meer)
• Ein verunsichertes Land (Globalisierung und Strukturwandel)
• Ein geteiltes Land (ungleiche Teilhabe: Beschäftigung, Bildung, Gesundheit)
• Ein unzufriedenes Land (vor allem in Ostdeutschland)
• Strukturwandel geht weiter (Wissens- und Informationsgesellschaft)
• Globalisierung geht weiter (mit Problemen, neuen Spielern und Spielregeln)
• Alternde und schrumpfende Bevölkerung in Europa
• 5 D`s (Deleveraging, Dynamikverlagerung, Dekarbonisierung, Demographie, Digitalisierung)
© Konrad-Adenauer-Stiftung e.V„Eurokrise“:
unpräzise Bezeichnung da Wechselkurs und Inflationsraten stabil, es geht eher um
Schulden, Wettbewerbsfähigkeit, Governance-Strukturen und Vertrauen im
Euroraum sowie um die Regulierung der FinanzmärkteSkepsis gegenüber dem Bestand des Euro, Inflationssorgen, „Zahlmeister“
DeutschlandDeutsche Position: Stabilitäts- und Regelunion statt Wirtschaftsregierung!Seit 2009 definiert Artikel 3 des Vertrages von Lissabon die “Soziale Marktwirtschaft”
als europäisches Wirtschaftsmodell.
• Begriff muss auf europäischer Ebene mit Leben
gefüllt werden.Dies bedeutet grundsätzliche
Prinzipien wie solide Fiskalpolitik umzusetzen.
• Das Beispiel Griechenland zeigt die
Schwierigkeiten dieser Aufgabe.Krise
bietet aber auch Chance.
• 5 Dinge sind entscheidend um die “Eurokrise”
- Budgetdisziplin
- Koordination nationaler Wirtschafts- und
Finanzpolitiken
- Unabhängikeit der EZB sichern
- Finanzmarktordnung herstellenHerzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!
Dipl. Pol. David Gregosz, B. Sc (VWL)
Fax+49 (0)30 26996 – 3516
+49 (0)30 26996 – 3551E-Mail
Internetdavid.gregosz@kas.de
www.kas.de© Konrad-Adenauer-Stiftung e.VAll pages:1611121314151617181921323738394244InfoSaveLikeShareDownloadMoreDie soziale Marktwirtschaft Published on Mar 14, 2013 Die Grundlagen der sozialen MarktwirtschaftkasitalienFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore