Source: https://www.elwis.de/DE/Schifffahrtsrecht/Seeschifffahrtsrecht/SeeSchStrO/Anlagen/Anlage-II/Anlage-II-node.html
Timestamp: 2019-08-21 15:08:13
Document Index: 295402335

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 30', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 24']

ELWIS - Anlage II
Anlage II - Sichtzeichen und Schallsignale der Fahrzeuge
Abschnitt II.1 - Sichtzeichen der Fahrzeuge
1. Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes bei Erfüllung polizeilicher Aufgben
Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes haben bei Erfüllung polizeilicher Aufgaben, wenn dadurch die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gefährdet wird, zu zeigen:
ein dauerndes blaues Funkellicht
2. Zollfahrzeuge
drei grüne Rundumlichter übereinander
eine viereckige grüne Flagge an beliebiger Stelle
3. Fahrzeuge der Bundeswehr und der Bundespolizei sowie Maschinenfahrzeuge, die Schießscheiben schleppen
Fahrzeuge der Bundeswehr und der Bundespolizei sowie Maschinenfahrzeuge die Schießscheiben schleppen, denen sich bei Nacht Fahrzeuge in Gefahr drohender Weise nähern und von denen ein ausreichender Abstand zu halten ist:
Leuchtkugeln mit weißen Sternen
5. Fähren (§ 2 Absatz 1 Nummer 12)
5.1 Nicht frei fahrende Fähren in Fahrt
ein grünes Rundumlicht über einem weißen Rundumlicht
5.2 Frei fahrende Fähren auf dem Nord-Ostsee-Kanal, der Trave und der Warnow in Fahrt
je ein gelbes Gleichtaktlicht im Topp sowie vorn und hinten an jeder Seite (bei den Ecklichtern nur sichtbar im fahrzeugabgewandten Sichtwinkel)
6. Fahrzeuge und Schub- und Schleppverbände, die bestimmte gefährliche Güter befördern und leere Fahrzeuge im Sinne des § 30 Absatz 1 Nummer 2 sowie auf dem Nord-Ostsee-Kanal die bekannt gemachten besonders gefährlichen Fahrzeuge, Schub- und Schleppverbände
ein rotes Rundumlicht
die Flagge "B" des Internationalen Signalbuches. Auf dem Nord-Ostsee-Kanal müssen diese Sichtzeichen an der Backbord-Rah oder an anderer geeigneter, von vorn gut sichtbarer Stelle der Backbordseite geführt werden.
9. Schwimmendes Zubehör das von Fahrzeugen die baggern oder Unterwasserarbeiten ausführen, bei ihrem Einsatz verwendet wird
ein weißes Rundumlicht
eine viereckige rote Tafel
10. Manövrierbehinderte Fahrzeuge, die im Fahrwasser baggern oder Unterwasserarbeiten ausführen
Manövrierbehinderte Fahrzeuge, die im Fahrwasser baggern oder Unterwasserarbeiten ausführen, haben, wenn an keiner Seite eine Behinderung besteht, zusätzlich zu der Bezeichnung nach Regel 27 Buchstabe b der Kollisionsverhütungsregeln, an jeder Seite zu zeigen:
zwei grüne Rundumlichter senkrecht übereinander
zwei Rhomben senkrecht übereinander
11. Festgemachte Fahrzeuge, schwimmende Anlagen (§ 2 Absatz 1 Nummer 5) und außergewöhnliche Schwimmkörper (§ 2 Absatz 1 Nummer 6)
11.1 Bei einer Fahrzeugelänge von weniger als 50 m
ein weißes Rundumlicht mittschiffs an der Fahrwasserseite oder an dem am weitesten zum Fahrwasser reichenden Ende, möglichst in Deckshöhe
11.2 Bei einer Fahrzeuglänge von 50 m und mehr
je ein weißes Rundumlicht vorn und hinten an der Fahrwasserseite, möglichst in Deckshöhe
11.3 Ausnahmen und Sonderregelungen
Festgemachte Fahrzeuge brauchen, ausgenommen auf dem Nord-Ostsee-Kanal, keine Sichtzeichen zu führen, wenn
die Umrisse des Fahrzeugs durch andere Lichtquellen ausreichend und dauernd erkennbar sind oder
das Fahrzeug im Bereich einer Liegestelle liegt, deren Umrisse ausreichend und dauernd erkennbar sind.
Fahrzeuge auf dem Nord-Ostsee-Kanal, die in den Weichengebieten aus anderen als verkehrs- oder wetterbedingten Gründen liegen, haben das Sichtzeichen zu zeigen; bei einem Schleppverband hat jedes Fahrzeug Sichtzeichen zu führen.
11.4 Fahrzeuge, die an einer Festmachetonne B.17 der Anlage I liegen
12. Fahrzeuge mit Seelotsen auf dem Nord-Ostsee-Kanal (§ 2 Absatz 1 Nummer 18a) vor dem Auslaufen aus der Schleuse zum Kanal
12.1 Verkehrsgruppen 1 und 2
die Flagge "H" des Internationalen Signalbuches
12.2 Verkehrsgruppe 3
12.3 Verkehrsgruppe 4
ein grünes Rundumlicht
12.4 Verkehrsgruppe 5
zwei grüne Rundumlichter übereinander
ein schwarzer Zylinder, darunter ein schwarzer Ball
12.5 Verkehrsgruppe 6
ein schwarzer Ball, darunter ein schwarzer Zylinder
13. Freifahrer auf dem Nord-Ostsee-Kanal (§ 2 Absatz 1 Nummer 15) einschließlich des Einlaufens in die Schleusen
Die Sichtzeichen sind vor dem Einlaufen in die Schleusen zum Kanal zu setzen.
13.1 Verkehrsgruppe 1
ein gelbes Rundumlicht mindestens 1,50 m senkrecht unterhalb des vorderen Topplichtes
die Flagge "N" des Internationalen Signalbuches
13.2 Verkehrsgruppe 2
die Flagge "N" und darunter den Zahlenwimpel "2" des Internationalen Signalbuches
13.3 Verkehrsgruppe 3
die Flagge "N" und darunter den Zahlenwimpel "3" des Internationalen Signalbuches
13.4 Verkehrsgruppe 4
ein gelbes Rundumlicht mindestens 1,50 m senkrecht unterhalb des vorderen Topplichtes,
die Flagge "N" und darunter den Zahlenwimpel "4" des Internationalen Signalbuches,
14. Am Ufer festgekommene Fahrzeuge auf dem Nord-Ostsee-Kanal an der Seite, an der vorbeigefahren werden darf
ein weißes Rundumlicht an dem am weitesten ins Fahrwasser reichenden Fahrzeugteil
15. Fahrzeuge, die einen Seelotsen anfordern
Bei den Außenstationen der Seelotsreviere für die Revierfahrten, auf der Reede vor Bremerhaven für die Fahrt nach der Außenstation des Lotsenfahrzeugs oder nach den stadtbremischen Häfen in Bremen oder auf der Reede vor Brunsbüttel für die Fahrt nach der Außenstation des Lotsenfahrzeugs oder nach Hamburg
die Flagge "G" des Internationalen Signalbuches
Bei der Station des Lotsenfahrzeugs in der Jade/Weser-Ansteuerung für die Fahrt nach Wilhelmshaven, auf der Reede vor Bremerhaven für die Fahrt nach einem niedersächsischen Hafen im Wesergebiet oder auf den Reeden vor Brunsbüttel und Kiel-Holtenau für die Fahrtstrecken des Nord-Ostsee-Kanals
die Flagge "G" des Internationalen Signalbuches und der darunter gesetzte Wimpel 1
16. Fahrzeuge, die einen Seelotsen absetzen wollen
die halbgehisste Flagge "G" des Internationalen Signalbuches
Abschnitt II.2 - Schallsignale der Fahrzeuge
auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei der Annäherung an schwimmende Geräte und an Stellen, die durch ein Sichtzeichen A.4 (Anlage I) gekennzeichnet sind sowie beim Ablegen von der Bunkerstation Projensdorf, wenn das Fahrzeug westwärts fahren will.
Ein Maschinenfahrzeug, das Schießscheiben schleppt hat das Schallsignal zu geben, wenn sich bei Nacht ein Fahrzeug in Gefahr drohender Weise nähert.
Auf allen Seeschifffahrtsstraßen mit Ausnahme auf dem Nord-Ostsee-Kanal:
Westwärts fahrende Fahrzeuge
Ostwärts fahrende Fahrzeuge
2. Gefahr- und Warnsingale
Allgemeine Gefahr- und Warnsignale
ein langer Ton, vier kurze Töne
Werden auf Fahrzeugen oder Schub- und Schleppverbänden bestimmte gefährliche Güter oder radioaktive Stoffe im Sinne von § 2 Absatz 1 Nummer 16 frei oder drohen frei zu werden oder besteht Explosionsgefahr, ist das folgende Schallsignal so lange zu geben, wie die Verkehrslage es erfordert:
ein kurzer Ton, ein langer Ton
Das Signal ist in jeder Minute mindestens fünfmal hintereinander mit jeweils 2 Sekunden Zwischenpause zu geben.
Sofern entsprechende Einrichtungen an Bord sind, ist das Schallsignal gleichzeitig als Lichtsignal mit einem weißen Rundumlicht zu geben.
Im Bereich von Liege- und Umschlagsstellen ist das folgende Signal auch von dem für den Betrieb für die Umschlaganlage Verantwortlichen zu geben.
Warnsignal auf dem Nord-Ostsee-Kanal
"Ich vermindere meine Geschwindigkeit"
ein langer Ton, drei kurze Töne
"Ich will anlegen"
Will ein Fahrzeug in einem Hafen oder an einer Umschlagsstelle fest machen, während sich ein anderes Fahrzeug nähert, hat es rechtzeitig das Schallsignal zu geben:
3. Schallsignale bei verminderter Sicht
Auf dem Nord-Ostsee-Kanal haben in Fahrt befindliche Fahrzeuge mit Ausnahme der Fähren an Stellen, die durch Sichtzeichen B.1 (Anlage I) gekennzeichnet sind, das Schallsignal zu geben:
Bugsierende Maschinenfahrzeuge in Fahrt
ein langer Ton, ein kurzer Ton, zwei lange Töne
Nicht frei fahrende Fähren
dauernde Einzelschläge der Glocke
Frei fahrende Fähren:
ein kurzer Ton, zwei lange Töne
5. Ausweichsignal (§ 24 Absatz 3)
Hinweissignal "Ich will nach links ausweichen" sowie auf dem Nord-Ostsee-Kanal das Antwortsignal des Gegenkommers:
ein langer Ton mit zwei Gruppen von zwei kurzen Tönen
6. Anforderungssignale Brücke/Sperrtor/Schleuse öffnen
Auf allen Seeschifffahrtsstraßen mit Ausnahme auf der Trave (bei Hubbrücken mit zwei Hubstufen "Öffnen bis zur 1. Hubstufe"):
zwei Gruppen von zwei langen Tönen
Bei Hubbrücken mit zwei Hubstufen
"Öffnen bis zur letzten Hubstufe"
zwei lange Töne, ein kurzer Ton
7. Schleppersignale
Hinweissignal
"Ich möchte einen Schlepper":
ein kurzer Ton, ein langer Ton, ein kurzer Ton, ein langer Ton
ein langer Ton, zwei kurze Töne, ein langer Ton
ein langer Ton, zwei kurze Töne, zwei lange Töne
Hinweissignal "Bugschlepper nach Steuerbord nehmen (austauen)":
drei kurze Töne und nach einer Pause ein weiterer kurzer Ton
drei kurze Töne und nach einer Pause zwei weitere kurze Töne
fünf kurze Töne oder mehr
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