Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Gemeinderecht/GEMRE_WI_90101_D080_030_2015/GEMRE_WI_90101_D080_030_2015.html
Timestamp: 2019-08-26 01:13:03
Document Index: 247986557

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 8', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 8', '§ 5', '§ 5', '§ 8', '§ 8']

§ 1. (1) Diese Dienstvorschrift gilt, soweit in Abs. 4 nicht anderes bestimmt ist, für Personen, die als Lehrlinge zur Erlernung eines in Abs. 2 angeführten Lehrberufes in einem durch Lehrvertrag (§ 3) begründeten und auf die Dauer der Lehrzeit eingegangenen Dienstverhältnis zur Gemeinde Wien (Lehrverhältnis) stehen. Als Lehrlinge gelten auch Personen, die eine integrative Berufsausbildung absolvieren (§ 8b Berufsausbildungsgesetz).
Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger/in
Druckvorstufentechniker/in und Reprograf/in
Entsorgungs- und Recyclingfachmann/fachfrau - Abfall
Entsorgungs- und Recyclingfachmann/fachfrau – Abwasser
Koch und Konditor/Köchin und Konditorin (bei gleichzeitiger Ausbildung gemäß § 5 Abs. 6 des Berufsausbildungsgesetzes)
Kraftfahrzeugtechniker/in und Kraftfahrzeugelektriker/in (bei gleichzeitiger Ausbildung gemäß § 5 Abs. 6 des Berufsausbildungsgesetzes)
Metalltechnik – Metallbearbeitungstechnik
Sanitär- und Klimatechniker/in - Gas- und Wasserinstallation
Sanitär- und Klimatechniker/in - Gas-, Wasser- und Heizungsinstallation (bei gleichzeitiger Ausbildung gemäß § 5 Abs. 6 des Berufsausbildungsgesetzes)
Werkstoffprüfer/in (Physik)
(4) Diese Dienstvorschrift gilt nicht für Personen, die in einer in §§ 8c, 29 und 30 des Berufsausbildungsgesetzes genannten und von der Gemeinde Wien geführten Anstalt oder Einrichtung in einem Lehrberuf oder in einer integrativen Berufsausbildung ausgebildet werden, oder für die ein Kollektivvertrag gilt.
a) im Lehrberuf Bäcker/in, Berufsfotograf/in, Glaser/in, Koch/Köchin, Koch und Konditor/Köchin und Konditorin (bei gleichzeitiger Ausbildung in diesen Lehrberufen gemäß § 5 Abs. 6 des Berufsausbildungsgesetzes), Konditor/in, Maler/in und Beschichtungstechniker/in, Tapezierer/in und Dekorateur/in, Tischler/in für Lehrlinge
b) in den anderen Lehrberufen jeweils in der Höhe, wie sie durch kollektive Rechtsgestaltung
Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent/in,
Bautechnische/r Zeichner/in,
Bürokaufmann/Bürokauffrau,
EDV-Kaufmann/-Kauffrau,
EDV-Techniker/in,
Pharmazeutisch - kaufmännische/r Assistent/in
für die Arbeiter/innen im
Denkmal-, Fassaden-
und Gebäudereiniger/in
für die Dienstnehmer/innen im
grafischen Gewerbe Österreichs
und Reprograf/in
für die Dienstnehmer/innen in den
gewerblichen Friedhofsgärt-
nereien Wiens
Friedhofs- und Ziergärtner/in,
für die Blumenbinder/innen und
-händler/innen
Blumenbinder/in und –händler/in (Florist/in),
für die Landschaftsgärtner/innen
für die Steinarbeiter/innen
Sonderbestimmungen für die integrative Berufsausbildung
(3) § 5 Abs. 1 gilt mit der Maßgabe, dass die Festlegung der Ausbildungsinhalte, des Ausbildungszieles und der Zeitdauer im Rahmen der integrativen Ausbildung durch die Vertragsparteien gemeinsam mit der Berufsausbildungsassistenz unter Einbeziehung der Schulbehörde erster Instanz und des Schulerhalters zu erfolgen hat. Dabei sind auch pädagogische Begleitmaßnahmen bzw. die Form der Einbindung in den Berufsschulunterricht unter Berücksichtigung der persönlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der die integrative Berufsausbildung anstrebenden Person festzulegen. Bei Behinderten im Sinne des Behinderteneinstellungsgesetzes, BGBl. Nr. 22/1970, bzw. Menschen mit Behinderung im Sinne des Chancengleichheitsgesetzes Wien – CGW, LGBl. für Wien Nr. 45/2010, kann bei Vorliegen gesundheitlicher Gründe sowohl in Lehr-, als auch in Ausbildungsverträgen gemäß Abs. 1 eine Reduktion der regulären täglichen oder wöchentlichen fiktiven Normalarbeitszeit vereinbart werden, wobei Lehrverhältnisse jedenfalls im Ausmaß der Reduktion der fiktiven Normalarbeitszeit verlängert werden müssen. Die Gesamtdauer der verlängerten Lehrzeit darf die gemäß Abs. 1 erster Satz zulässige Dauer nicht übersteigen. Bei Ausbildungsverhältnissen ist eine Reduktion um bis zur Hälfte der fiktiven Normalarbeitszeit zulässig, wobei sich die Mindestdauer der Ausbildungszeit gemäß Abs. 1 zweiter Satz (ein Jahr) im Ausmaß der Reduktion der fiktiven Normalarbeitszeit verlängert. Die Gesamtdauer der Ausbildungszeit darf drei Jahre nicht übersteigen.
(4) Ist für die integrative Berufsausbildung in einem in § 8 genannten Kollektivvertrag keine Entschädigung vorgesehen, ist die Entschädigung nach folgenden Grundsätzen festzusetzen:
(6) Auf die integrative Berufsausbildung finden die Bestimmungen des § 8b des Berufsausbildungsgesetzes Anwendung.