Source: http://www.nlv-la.de/index.php?siteid=174
Timestamp: 2017-09-19 11:37:39
Document Index: 303043544

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 52', '§ 53', '§ 4', '§ 11', '§ 1', '§ 3', '§ 7']

Läufe 2017 / 2018
Der Lauf auf nicht vermessenen Strecken (ehemals Volkslauf (VL)) ist das breitensportliche Angebot im Laufen, Wandern, Gehen und (Nordic) Walking außerhalb des Stadions für alle Altersklassen, Vereinsmitglieder, Nichtvereinsmitglieder und ist international offen. Ebenfalls gehören in diese Gruppe alle als Volkslauf ausgeschriebenen Cross- und Waldläufe. Zu vermessenen Läufen (ehemals Straßenläufen (SL)) zählen alle Lauf- und Gehveranstaltungen, die von NLV-Mitgliedsvereinen gemäß der Deutschen Leichtathletikordnung (DLO) veranstaltet und auf einer vom DLV anerkannt vermessenen Strecke durchgeführt werden (Laufstrecken nach DLO: 5 km, 10 km, Halbmarathon, Marathon, 100 km, 5x10 km Staffel, 24 Stunden; Gehstrecken siehe DLO). Teilnahmeberechtigt an SL sind nur Vereinsmitglieder mit Startpass. Gemischte Veranstaltungen sind solche, die sowohl als VL als auch als SL durchgeführt und genehmigt werden. Alle Laufveranstaltungen in Niedersachsen sind nach den Bestimmungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Satzung und Ordnungen, aktuelle Fassung) und den Verbandstagsbeschlüssen des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes auszurichten.
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Leitfaden für Laufveranstalter
Zusammenfassung wichtigste Änderungen DLO/GBO 2016 im Bereich Stadionferne Veranstaltungen
Am 17.02.2017 Änderung § 1.5.4 der GBO (betrifft Charity-Läufe), neue Fassung tritt ab sofort in Kraft:
"Gemeinnützigen Laufveranstaltern im Sinne von § 52 AO, die nachweisen, dass sie alle Einnahmen aus Start-/Teilnahmegebühren der ihnen genehmigten Veranstaltung unmittelbar mildtätigen Zwecken im Sinne von § 53 AO, § 4 Nr. 18 UStG zugeführt haben, werden auf Antrag nachträglich die gem. § 11 DLO, § 1.4 GBO geleisteten Gebühren erstattet."
Leitfaden zur Anmeldung von Laufveranstaltungen
DLV-Empfehlung zu kindgemäßen Straßenwettbewerben
Organisationsleitfaden des DLV für Laufveranstaltungen (Stand 2012)
Organisationsleitfaden Adventure Run/OCR für Veranstalter
Datenschutzhinweise für Laufveranstalter
Einheitliche Gebühr für Laufveranstaltungen
Seit 01. Januar 2016 betragen die Genehmigungsgebühren bundeseinheitlich 50 Cent pro Finisher für alle „Stadionferne Laufveranstaltungen“ (40 Cent LV-Gebühr, 10 Cent DLV-Gebühr).
Die Genehmigungsgebühren werden für alle „Stadionfernen Veranstaltungen“ ausschließlich durch die Landesverbände erhoben. Es wird keine Unterscheidung bei der Größe der Laufveranstaltung (Veranstaltungen mit wenigen oder vielen Teilnehmern) vorgenommen – kleine und große Veranstalter zahlen einheitlich 50 Cent pro Finisher.
Einführung Grundgebühr auch für gebührenbefreite Läufe
Das NLV-Präsidium hat auf seiner Sitzung am 18. Mai 2016 die Einführung einer Grundgebühr über 20,- € für Stadionferne Veranstaltungen ab 01.01.2017 beschlossen. Diese Gebühr, die auch für Charity-Läufe und andere bis dato gebührenbefreite Veranstaltungen berechnet wird, beinhaltet die Kosten für Versicherung und allgemeine Verwaltungsaufgaben. Bei allen weiteren Läufen wird die Grundgebühr auf die sich aus den Finisher-Zahlen errechnete Genehmigungsgebühr angerechnet.
Weitere Informationen zu Stadionfernen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte zusätzlich der Homepage des DLV
1. Organisation einer Laufveranstaltung
Durchführung: Laufveranstaltungen können grundsätzlich nur von Mitgliedsvereinen des NLV durchgeführt werden. Nichtmitgliedsvereine und andere Organisationen können auf Anfrage eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Ausschreibungen: Ausschreibungen für Laufveranstaltungen dürfen erst nach Erhalt der Genehmigung erstellt sowie herausgegeben werden. Die Veranstalter erhalten die DLV-Genehmigungsleiste(n) und die Veranstaltungsnummer, die in der Ausschreibung enthalten sein muss. Bei reinen VL muss die Ausschreibung verbindlich ausweisen, dass Ergebnisse, die auf vermessenen und vom DLV anerkannten Strecken erzielt wurden, nicht als Leistungen für die Bestenliste bzw. als Qualifikationsleistung anerkannt werden. Diese Bestimmung gilt nicht für gemischte Veranstaltungen.
Altersklassen: Die Einteilung der Alterklassen erfolgt nach der Deutschen Leichtathletikordnung (DLO) § 3. Maßgebend für die Zugehörigkeit zu einer Altersklasse ist das Geburtsjahr. Der Veranstalter kann bei VL innerhalb der Bereiche Männer, Frauen, Männliche und Weibliche Jugend und Kinder Wertungsklassen zusammenfassen.
Altersklasseneinteilung für 2017
Altersklassen Einzel AK
WK U8/ MK U8
W/M 6 + W/M 7
WK U10/ MK U10
W/M 8 + W/M 9 2009 + 2008
WK U12/ MK U12 W/M 10 + W/M 11 2007 + 2006
WJ U14/ MJ U14 W/M 12 + W/M 13 2005 + 2004
WJ U16/ MJ U16 W/M 14 + W/M 15 2003 + 2002
WJ U18/ MJ U18 ----------
2001 + 2000
WJ U20/ MJ U20 ---------- 1999 + 1998
Junioren/innen U23
Manner / Frauen
---------- 1997 u. älter
Senioren/innen M/W 30
---------- 1987 - 1983
Senioren/innen M/W 35 ---------- 1982 - 1978
Senioren/innen M/W 40 ----------
Senioren/innen M/W 45 ---------- 1972 - 1968
Senioren/innen M/W 50 ---------- 1967 - 1963
Senioren/innen M/W 55 ---------- 1962 - 1958
Senioren/innen M/W 60 ---------- 1957 - 1953
Senioren/innen M/W 65 ---------- 1952 - 1948
Senioren/innen M/W 70 ---------- 1947 - 1943
Senioren/innen M/W 75 ----------
1942 - 1938
Senioren/innen M/W 80+
---------- 1937 u. älter
Strecken: Die Streckenlängen sollten für alle Altersklassen den Bestimmungen der DLO § 7 sowie der "Empfehlung zur Durchführung von Straßenwettbewerben in kindgemäßer Form" (DLO Anhang 4) angepasst sein. Die örtlichen Gegebenheiten einschließlich der Geländeform sind bei Festlegung der Strecken maßgebend und sind durch Markierungen kenntlich zu machen. Jeder volle Kilometer - vom Start an gerechnet - soll durch einen Hinweis markiert werden. Der Veranstalter hat für eine ausreichende Überwachung der Strecken zu sorgen. Strecken, die in öffentliche Straßen einmünden, sind gem. Vorgabe der Straßenverkehrsbehörde gegen Fahrzeugverkehr abzusichern.
nicht vermessene, bestenlistenfähige Läufe: Die Streckenlängen sind in "ca. x km" anzugeben und brauchen für einen Volkslauf nicht exakt vermessen zu sein.
vermessene, bestenlistenfähige Läufe: Die Strecken müssen vom DLV anerkannt vermessen sein (Näheres: NLV-Geschäftstelle, Ulrich Michel, Tel.: 0511/33890-33).
Hinweise des DLV zu Streckenlängen für Kinder (U12 u.j.)
Sanitätsdienst: Der Veranstalter muss an den Strecken und am Ziel eine ausreichende sanitätsdienstliche Versorgung gewährleisten.
(Darüber hinaus sollten die Teilnehmer im Rahmen der Veranstaltungsausschreibung auf die Durchführung einer sportmedizinischen Untersuchung und des PAPS-Testes hingewiesen werden.)
Ergebnisprotokoll: Von allen Laufwettbewerben - ausgenommen Wandern und Walking - sollten Ergebnisprotokolle angefertigt werden, die an die Teilnehmer zu einem angemessenen Preis abgegeben werden können. Bei Läufen auf vermessenen Strecken erhält jeder Verein sowie die Statistiker von Kreis, Bezirk und NLV je ein Ergebnisprotokoll und eine Kopie des Veranstaltungsberichtes.
Schutzbestimmungen: In den Monaten Juni, Juli und August sollen die Langstreckenwettbewerbe ab 20 km bis 09.00 Uhr und unter 20 km bis 10.00 Uhr beginnen. Es ist auch zulässig, die Langstrecken nach 18.00 Uhr durchzuführen. Für die Monate Mai und September gelten sinngemäß die Startzeiten bis 9.00 Uhr und 10.00 Uhr bzw. nach 17.00 Uhr. An Hitzetagen mit hohen Ozonwerten, Temperaturen über 20° C und bei hoher Luftfeuchtigkeit hat der Veranstalter zusätzliche Erfrischungsstellen (Wasserstellen) an den Lauf- und Gehstrecken einzurichten. Der NLV entscheidet über Ausnahmen und ist berechtigt, bei besonderen Bedingungen Auflagen - auch kurzfristig - zu erteilen. Die behördlichen Empfehlungen zum Sporttreiben bei hohen Ozonwerten sollen beachtet werden.
Organisationsgebühren (Startgeld): Zur Deckung seiner Kosten ist der Veranstalter berechtigt, Startgelder zu erheben. Diese sollen sich in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen des Veranstalters bewegen. Für Nachmeldungen kann der Veranstalter einen Zusatzbetrag erheben.
Bei Absage aufgrund höherer Gewalt verbleiben die eingezahlten Startgelder beim Veranstalter, sie werden aber auf eine eventuell auf einen neuen Termin verschobene Veranstaltung angerechnet.
2. Anmeldung einer Laufveranstaltung
Nicht vermessene Läufe (früher Volkslauf): Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online (www.nlv-la.de; Rubrik: Breitensport/Laufveranstaltungen). Die Daten werden in der NLV Geschäftsstelle gesammelt und bearbeitet.
Vermessene Läufe (früher gemischte Veranstaltungen): Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online (www.nlv-la.de; Rubrik: Breitensport/Laufveranstaltungen). Die Daten werden in der NLV Geschäftsstelle gesammelt und bearbeitet.
Bei Veranstaltungen mit mindestens einer vermessenen Strecken ist ein Entwurf der Ausschreibung parallel zur Anmeldung per E-mail an michel@nlv-la.de zu schicken.
Terminüberschneidungen: Die Regelung, dass zwischen zwei Orten, an denen am gleichen Tag eine Laufveranstaltung stattfindet, ein Mindestabstand von 50 km Luftlinie von Ortsmitte zu Ortsmitte einzuhalten ist, gilt seit dem 01.01.2016 nicht mehr.
Für alle Läufe ist pro Veranstaltung eine Genehmigungsgebühr zu entrichten. Diese Gebühr wird durch den NLV nach der Veranstaltung auf Grundlage des Berichtsformulars per Rechnung erhoben.
3. NLV+BLV Laufkalender
Um die Veranstaltung im NLV+BLV Laufkalender zu veröffentlichen, muss eine zusätzliche Online-Eingabe der entsprechenden Daten erfolgen. Um einen Eintrag im Laufkalender gewährleisten zu können, muss die Eingabe bis zum 30. September eines Jahres erfolgen. Alle bis dahin eingereichten Anträge werden zusätzlich im DLV-Laufkalender kostenlos aufgenommen.
4. Verbandsaufsicht
Das namentliche Festlegen einer Verbandsaufsicht ist bei vermessenen Laufveranstaltungen zwingend notwendig. Diese erfolgt durch den Kreisverband spätestens 6-8 Wochen vor der Veranstaltung.
Die für die Verbandsaufsicht anfallende Aufwandsentschädigung ist vom Veranstalter zu übernehmen.
5. Veranstaltungsberichte
Veranstaltungsberichte sind innerhalb von 24 Stunden nach Ende der Veranstaltung einzureichen. Sie können online über die NLV-Homepage oder auf dem Postwege übersendet werden.
Veranstaltungsberichte von nicht vermessenen Läufen (früher Volksläufen, Wander- und Walkingveranstaltungen sowie Volks-Crossläufen) sind in einfacher Ausführung direkt an die NLV-Geschäftsstelle zu schicken. Veranstaltungsberichte von vermessenen Läufen (früher gemischte Veranstaltungen) bitte parallel an die Statistiker von Kreis, Bezirk und NLV zu schicken.
Gehen der Veranstaltungsbericht oder die Genehmigungsgebühr dem NLV nicht fristgerecht zu, erfolgt eine gebührenpflichtige Mahnung. Wird trotz erfolgter Mahnung innerhalb von 10 Tagen der Veranstaltungsbericht nicht zugestellt oder die Genehmigungsgebühr nicht bezahlt, wird ein Inkassoverfahren eingeleitet. Weitere Anmeldungen von Stadionfernen Veranstaltungen des säumigen Veranstalters werden bis zur ordnungsgemäßen Begleichung offen stehender Rechnungen nicht angenommen. Darüber hinaus behält sich der NLV vor, bereits erfolgte Genehmigungen für Veranstaltungen zu widerrufen.
Die Laufveranstalter verpflichten sich mit der Abgabe der Anmeldung, die DLV-Satzung und Ordnungen, den darin enthaltenen DLV-Anti-Doping-Code (ADC), die Deutsche Leichtathletikordnung (DLO), die Gebührenordnung (GBO), die Internationalen Wettkampfregeln (IWR) und die Verbandstags- sowie Präsidiumsbeschlüsse des NLV einzuhalten. Der Veranstalter verpflichtet sich des Weiteren, Teilnehmer seiner Veranstaltung schriftlich darauf hinzuweisen, dass dieser mit der Teilnahme die Geltungen des DLV-Anti-Doping-Codes (DLV-ADC) anerkennt und sich dessen Bestimmungen unterwirft. Bei Verstößen gegen diese Bestimmungen entscheidet der NLV in eigener Zuständigkeit endgültig.
Der Verband schließt für seine Laufveranstalter eine zum Versicherungsvertrag des LSB Niedersachsen ergänzende Zusatzversicherung (Unfall, Veranstalterhaftpflicht) ab. Nicht-Vereinsgebundene Läufer, die an einer Veranstaltung mit einem Vereinsträger teilnehmen (Mitglied im LSB Niedersachsen Voraussetzung), werden über die bundeseinheitliche, zentrale Versicherung des DLV versichert.
Die Genehmigungsleiste in Verbindung mit der Veranstaltungsnummer dokumentiert den Versicherungsschutz. Die Fälschung von Genehmigungsleisten kann unter urheber- und versicherungsrechtlichen Gesichtspunkten geahndet werden.