Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=26.04.2006&Aktenzeichen=6%20C%2019.05
Timestamp: 2019-08-18 16:30:46
Document Index: 65538246

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 52', '§ 61', '§ 90', '§ 3', 'Art. 3', '§ 52', '§ 134', '§ 30', '§ 134', '§ 28', 'Art. 3', '§ 113', '§ 85', '§ 85', '§ 113']

BVerwG, 26.04.2006 - 6 C 19.05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,391
BVerwG, 26.04.2006 - 6 C 19.05 (https://dejure.org/2006,391)
BVerwG, Entscheidung vom 26.04.2006 - 6 C 19.05 (https://dejure.org/2006,391)
BVerwG, Entscheidung vom 26. April 2006 - 6 C 19.05 (https://dejure.org/2006,391)
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GG Art. 3 Abs. 1; HwO §§ 52, 53, 54, 55 Abs. 2 Nr. 10, § 61 Abs. 2 Nr. 8, §§ 90, 91, 113; IHKG § 3 Abs. 4
Äquivalenzprinzip, Beitrag, Gleichbehandlungsgrundsatz, Handwerkskammer, Handwerkskammerbeitrag, Handwerksinnung, Handwerksinnungsbeitrag, Vorteil.; Abwägung; Beitragsermäßigung; Beitragsmaßstab; Beitragsordnung; Gehörsverstoß; Gleichbehandlungsgrundsatz; Handwerksinnung; Handwerkskammer; Kammerbeitrag; Leistungskraft; Mitgliedschaft; normatives Ermessen; Normgeber; rechtliches Gehör; Sprungrevision; Staffelung; untergesetzliche Norm; Verfahrensmangel; Vorteil; Äquivalenzprinzip
Beitragsmindernde Berücksichtigung der gleichzeitigen Mitgliedschaft eines Pflichtmitglieds der Handwerkskammer in einer Handwerksinnung - Gestaltungsfreiräume bzw. Bewertungsspielräume der Handwerkskammern - Beachtung des Äquivalenzprinzips und des Gleichheitssatzes bei der Beitragserhebung - Aufgabenüberschneidungen zwischen den Handwerkskammern und den Innungen
Art. 3 Abs. 1, 20 Abs. 3 GG; §§ 52, 90 HwO
Begrenzte Ermessensüberprüfung bei untergesetzlichen Normen
BVerwGE 125, 384
NVwZ 2006, 1068
Die Beurteilung der Klagebefugnis verlangt vielmehr eine von § 134 Abs. 4 VwGO nicht erfasste Bewertung materiell-rechtlicher Vorfragen (vgl. Urteile vom 10. Oktober 2002 - BVerwG 6 C 8.01 - BVerwGE 117, 93 = Buchholz 442.066 § 30 TKG Nr. 1 S. 2, vom 12. März 1998 - BVerwG 4 C 3.97 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 149 sowie vom 26. April 2006 - BVerwG 6 C 19.05- juris Rn. 11 ;… Pietzner, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, § 134 Rn. 77).
Entscheidend ist allein, ob das Ergebnis des Normsetzungsverfahrens den anzulegenden rechtlichen Maßstäben entspricht (Urteil vom 26. April 2006 - BVerwG 6 C 19.05 - BVerwGE 125, 384 Rn. 16).
Auf die Motive derjenigen, die beim Erlass des § 28 Abs. 2 BFS mitgewirkt haben, kommt es für die rechtliche Beurteilung dieser Norm von vornherein nicht an (vgl. BVerwG vom 26.4.2006 = NVwZ 2006, 1068).
Es ist weder sachfremd noch willkürlich und bewegt sich innerhalb des gemeindlichen normativen Einschätzungsspielraums (vgl. VerfGH vom 8.11.2010 = NVwZ-RR 2011, 100; BVerwG NVwZ 2006, 1068), wenn die Beschwerdeführerin davon ausgeht, dass es im Interesse der Würde des Ortes der Totenbestattung liegen kann, dass dort keine Grabsteine aufgestellt werden, deren Material in einem weltweit geächteten Herstellungsprozess durch "schlimmste Formen der Kinderarbeit" (Art. 3 ILO-Konvention 182) gewonnen worden ist.
Dabei ist nur das (positive oder negative) Ergebnis seiner Entscheidung maßgeblich; eine verwaltungsgerichtliche Kontrolle der die Entscheidung des Normgebers tragenden Motive, also des Abwägungsvorgangs, findet nur statt, wenn der Normgeber durch gesetzlich formulierte Abwägungsdirektiven, wie sie etwa im Bauplanungsrecht vorgegeben sind, gebunden ist (vgl. den Beschluss vom 3. Mai 1995 - BVerwG 1 B 222.93 - Buchholz 451.45 § 113 HwO Nr. 2 S. 1 f. und das Urteil vom 26. April 2006 - BVerwG 6 C 19.05 - BVerwGE 125, 384 , jeweils m.w.N.).
Dies ist erst dann der Fall, wenn die getroffene Regelung in einem "groben Missverhältnis" zu den mit ihr verfolgten legitimen Zwecken steht (BVerfGE 108, 1, 19) , dh in Anbetracht des Zwecks der Ermächtigung schlechterdings unvertretbar oder unverhältnismäßig ist (so BVerwGE 125, 384 RdNr 16;… vgl auch BSG SozR 4-2500 § 85 Nr. 34 RdNr 15) .
Dies ist erst dann der Fall, wenn die getroffene Regelung in einem "groben Missverhältnis" zu den mit ihr verfolgten legitimen Zwecken steht (BVerfGE 108, 1, 19), dh in Anbetracht des Zwecks der Ermächtigung schlechterdings unvertretbar oder unverhältnismäßig ist (so BVerwGE 125, 384 RdNr 16;… vgl auch BSG SozR 4-2500 § 85 Nr. 34 RdNr 15).
Entscheidend ist allein, ob das Ergebnis des Normsetzungsverfahrens den anzulegenden rechtlichen Maßstäben entspricht (vgl. BVerwG, Urt. v. 26.4.2006 - 6 C 19.05 -, BVerwGE 125, 384, juris Rn. 16, zu § 113 HwO;… vgl. auch BVerwG, Urt. v. 17.4.2002 - 9 CN 1.01 -, BVerwGE 116, 188, juris Rn. 31 ff.;… v. 29.9.2004 - 10 C 3/04 -, NVwZ 2005, 332, juris Rn. 21).
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.06.2008 - 5 A 1264/06
Vom Berufsstand losgelöste Beitragsbemessung
OVG Nordrhein-Westfalen, 13.06.2007 - 20 A 1716/05
Zulässigkeit der Heranziehung der in einem Verbandsgebiet tätigen …
Erhebung des gesamten Jahresbeitrags i.H.v. 450,- EUR für ein neues …