Source: https://gfp-saar.de/faq/
Timestamp: 2020-08-13 18:09:41
Document Index: 235112740

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 33', '§ 17', '§ 17', '§ 55']

FAQ - GFP Saar | Förderung der Pflegeausbildung FAQ / Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Pflegeausbildung im Saarland mbH (GFP Saar)
Mitteilungen an die GFP Saar
Bis wann müssen die Daten für den nachfolgenden Finanzierungszeitraum gemeldet werden?
Die Meldefrist im Finanzierungsverfahren für die neue Pflegeausbildung für alle Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen endet am 15. Juni jeden Jahres.
Warum ist es wichtig, die Meldefrist einzuhalten?
Es ist wichtig, die Meldefrist einzuhalten, damit anhand der gemeldeten Daten eine korrekte Festsetzung des Finanzierungsbedarfes durch die GFP Saar erfolgen kann.
Was passiert, wenn man die Daten nicht meldet, zu spät oder falsch meldet?
Werden die erforderlichen Daten nicht, zu spät oder falsch gemeldet, wird die GFP Saar eine Schätzung vornehmen. Diese Maßnahmen sind bindend und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Schätzungen zu Ihren Ungunsten ausfallen. Zusätzlich für ausbildende Einrichtungen: Werden die geforderten Daten zu spät gemeldet, kann keine korrekte Berechnung des Finanzierungsbedarfs erfolgen, sodass eine Ausgleichszuweisung ggf. erst zu einem späteren Zeitpunkt gezahlt werden kann.
Welche Auszubildenden sind im neuen Finanzierungsverfahren zu melden?
Das neue Finanzierungsverfahren nach Pflegeberufegesetz (PflBG) und Plegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung (PflAFinV) gilt für alle Auszubildenden im neuen Pflegeberuf, die nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2020 mit ihrer Ausbildung beginnen. Die bis zu diesem Zeitpunkt bereits begonnenen Ausbildungen zur „Gesundheits- und Krankenpflege“ und „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ nach Krankenpflegegesetz, sowie zur „Altenpflege“ nach Altenpflegegesetz (AltPflG) werden nicht über das neue Verfahren finanziert. Für diese auslaufenden Ausbildungsberufe bleibt es bei den bisherigen Finanzierungsverfahren nach der Rechtsgrundlage § 17a KHG für die Krankenhäuser sowie der Rechtsgrundlage "Verordnung über die Einführung einer Umlage zur Finanzierung der Altenpflegeausbildung -VO-EUFA" für die Altenpflege.
Kann ein Auszubildender auf zwei Erhebungsblättern einer Einrichtung (z.B. Erhebungsblatt Vollstationär und Erhebungsblatt Teilstationär) angegeben werden?
Nein. Jeder Auszubildende kann nur in einem Bereich einer Einrichtung gemeldet werden. Auszubildende sind nur in dem Bereich einer Einrichtung einzutragen, in dem sie ausweislich ihres Ausbildungsvertrages ausgebildet werden.
Was passiert, wenn sich nach dem Meldedatum die Ausbildungsverhältnisse ändern?
Sollten sich die Ausbildungsverhältnisse nach dem Meldedatum ändern (z. B. Abbruch der Ausbildung durch einen Auszubildenden), sind diese unverzüglich per Email, Fax oder Brief der GFP Saar mitzuteilen. Die Änderungen werden zum nächstmöglichen Zeitpunkt berücksichtigt.
Einzahlungen in den Fonds („Umlage“) - einbezogene Einrichtungen
Welche Einrichtungen müssen Daten melden?
Betroffen sind im Saarland
alle Krankenhäuser,
alle stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen,
alle Pflegeschulen,
alle Träger der praktischen Ausbildung,
soziale und private Pflegeversicherungen und das Land Saarland selbst.
Muss man an der Datenerhebung für die Finanzierung der neuen Pflegeausbildung teilnehmen, obwohl man nicht ausbildet?
Muss man an der Datenerhebung für die Finanzierung der neuen Pflegeausbildung teilnehmen, obwohl man bereits am Verfahren der Zuständigen Stelle Altenpflegeausbildungsumlage ZSA teilnehme?
Ja. Über das neue Finanzierungsverfahren werden ausschließlich die Auszubildenden zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann finanziert, die mit ihrer Ausbildung nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Alle Auszubildenden, die sich bereits in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder zur Altenpflege befinden, werden weiterhin über die Finanzierungsverfahren nach § 17a KHG bzw. der Verordnung über die Einführung einer Umlage zur Finanzierung der Altenpflegeausbildung -VO-EUFA finanziert.
Meine Einrichtung eröffnet erst im Laufe des Jahres. Was muss man tun?
Einrichtungen, die ihren Betrieb im Laufe des Jahres aufnehmen, sind verpflichtet, dieses der fondsverwaltenden Stelle mitzuteilen. Melden Sie sich daher bitte bei der GFP Saar.
Meine Einrichtung schließt in diesem Kalenderjahr. Was soll man tun?
Sobald sie wissen, dass sie den Betrieb ihrer Einrichtung einstellen, melden sie sich bitte per E-Mail, Fax oder Brief bei der GFP Saar und teilen dieses mit. Halten Sie dafür die Bestätigung der federführenden Pflege- bzw. Krankenkasse über die Kündigung des Versorgungsvertrages bereit.
Umlagebescheide
Kann man gegen den Umlagebescheid Widerspruch einlegen?
Ja, gegen den Umlagebescheid kann innerhalb der gesetzlichen Frist Widerspruch eingelegt werden.
Hat mein Widerspruch eine aufschiebende Wirkung auf die fällige Forderung?
Nein, der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Die Pflicht zur Zahlung des Umlagebetrages bleibt trotz Widerspruchs bestehen (§ 33 Abs. 7 S. 2 PflBG).
Wieso wird nur der Umlagebetrag auf Bescheid ausgewiesen und keine Verrechnung mit Ausgleichszuweisen für Auszubildende?
Bei dem neuen Finanzierungsverfahren finden monatliche Änderungen der Auszubildendenanzahl direkt in den monatlichen Ausgleichszuweisen Berücksichtigung. Eine Verrechnung bei der Erstellung der Umlagebescheide ist durch die möglichen unterjährigen Veränderungen der Anzahl der Auszubildenden sowie die daraus resultierenden Ausgleichzuweise nicht darstellbar.
Bis wann muss man den Umlagebetrag zahlen?
Die Zahlungen der Umlagebeträge sind ab Beginn der neuen Ausbildung, im Saarland zum 1. April 2020, zu leisten. Die Zahlungen müssen ab dann bis zum 10. jedes Monats bei der GFP Saar eingegangen sein.
Auszahlungen aus dem Fonds („Ausgleichszuweisungen“) - ausbildende Einrichtungen
Wann erhält man Ausgleichszuweisungen?
Ausbildende Einrichtungen und Pflegeschulen erhalten ab Beginn der neuen Ausbildung, im Saarland zum 1. April 2020 oder zum 1. Oktober 2020, Zahlungen (Ausgleichszuweisungen) aus dem Fonds. Die Zahlungen erfolgen jeweils zum letzten Tag jedes Monats.
Wird es im Saarland zukünftig zwei Ausbildungszuschläge geben?
Ja, es wird ab 2020 zwei Ausbildungszuschläge geben, da das neue Finanzierungsverfahren ausschließlich für den neuen Pflegeberuf gilt. Das bedeutet, dass nur die neu beginnenden Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr des neuen Ausbildungsberufes über den Zuschlag aus dem Ausgleichsfond der GFP Saar finanziert werden. Die Auszubildenden, die bereits begonnen haben und sich im zweiten oder dritten Jahr ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege oder zur Altenpflege befinden, werden weiter über die bereits bestehenden Verfahren nach § 17a KHG für die Krankenhäuser sowie VO-EUFA für die Altenpflege finanziert. Weiterhin erfolgt die Finanzierung der sonstigen Gesundheitsfachberufe (bspw. Ergotherapie, Physiotherapie) über das bestehende Verfahren nach § 17a KHG.
Werden die gesamten Kosten der Ausbildungsvergütung erstattet?
Nein, es werden die sogenannten Mehrkosten der Ausbildungsvergütung erstattet.
Werden meine personenbezogenen Daten veröffentlicht?
Nein, personenbezogene Daten werden nicht veröffentlicht.
Werden die gemeldeten Daten auf ihre Richtigkeit überprüft?
Ja, die Daten werden von der GFP Saar auf ihre Richtigkeit und Plausibilität überprüft. Ggf. werden Belege angefordert.
Wann beginnt das neue System der Ausbildungsfinanzierung?
Die Ausbildungen nach dem neuen System werden im Saarland zum 1. April 2020 und 1. Oktober 2020 beginnen.
Refinanzierungsbetrag?
Auch für das neue Finanzierungsverfahren werden jährlich Ausbildungsrefinanzierungs-beträge festgelegt. Sie sind ein Teil der Pflegevergütung und werden von allen Pflegeeinrichtungen und -diensten auf den Rechnungen gesondert ausgewiesen.
© 2020 GFP Saar
Gemeinnützige Gesellschaft zur Forderung der Pflegeausbildung im Saarland mbH – GFP Saar
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