Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82350000045.htm
Timestamp: 2018-12-11 19:09:28
Document Index: 175307122

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 7']

2.35.045 Gültlinger und Holzbronner Heiden
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Gültlinger und Holzbronner Heiden" (Wildberg und Calw, Landkreis Calw) vom 22. Januar 1991 (GBl. vom 27.03.1991, S. 158).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979, S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Städte Calw und Wildberg, Landkreis Calw werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das (Natur)*Schutzgebiet führt die Bezeichnung "Gültlinger und Holzbronner Heiden".
* Anmerkung: LfU
(2) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 1 050 ha.
Es umfaßt die Gewanne (ganz oder teilweise):
· a) auf der Gemarkung Wildberg-Gültlingen
Funkental, Unter dem Totenweg, Oberholz, Belzäcker, Teich, Schmalwiesen, Rollerwiesen, Ried, Kalkofen, Gebersackhalde, Hutzenlenteich, Haselstall, Fuchtberg, Bernlauch, Arnfeld, Oberer Wüster Grund, Unterer Wüster Grund, Am Gechinger Weg, Kohlplatte, Calwer Straße, Vorderes Löchle, Hinteres Löchle, Obere Tanne, Lerchenberg, Fronholz, Pfannenstiel, Gissibel, Weiler, Heimen, Lerchenhäule, Blegel, Zargen, Hesenberg, Letten, Angel, Haibe, Hirnschale, Bernlauch, Feldle, Killberg, Forst, Vordere Halde, Hintere Halde, Unterer Haldenberg, Buchen, Unter dem Maustäle, Maustälesgraben, Ob dem Maustäle, Neue Wiesen, Spielgrube, Wolfental, Lange Acker, Grund, Brunnhalde, Gäumahden, Eichberg;
· b) auf Gemarkung Calw-Holzbronn
Brotäcker, Buch, Schmidsfichten, Bildhaus, Oberer Baiersbach, Benzenlehle, Klingenwiesen, Maierwiesen, Mahdwiesen, Hubacker, Riemenwiesen, Oberhart, Unterhart, Hartäcker, Heidenstelzen, Stangenäcker, Erchingen, Halne, Mietwiesen, Maidelgrund, Grundwiesen, Krumme Zainen, Hinterer Pfaffenbühl, Brühl, Garweiden, Zaun, Tannwald, Zimmerplatz, Vogelherd, Oberholz, Becht, Hohegert, Hohenrain, Pfad, Kreuz, Hinterer Bühl, Finken, Funkental, Ob dem Totenweg, Totenweg.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiete) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschafts­schutzgebiete) sowie in elf Detailkarten im Maßstab 1 : 2 500 mit durchgezogener roter, dunkelgrau angeschummerter Linie (Naturschutzgebiete) und in fünf Detailkarten im Maßstab 1 : 5 000 mit durchgezogener hellgrau angeschummerter Linie (Landschaftsschutzgebiete) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe, beim Landratsamt Calw, der Stadt Calw und der Stadt Wildberg auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
-für das Landschaftsschutzgebiet
· die Sicherung und Erhaltung eines ökologisch bedeutsamen, durch Streuobstbestände und andere Gehölze reich gegliederten Landschaftsraumes als notwendige Ergänzung und Vernetzung der einzelnen Naturschutzgebiete.
2. Errichtung von Einfriedigungen (zulässig sind einfache Weidezäune für landwirtschaftlich genutztes Grünland) ;
5. Ablagerungen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstückes erforderlich sind;
13. Beseitigen von wesentlichen Landschaftsbestandteile wie Bäumen, Hecken, Gebüsch, Feld- und Ufergehölzen (abhängige Bäume können durch entsprechende Neupflanzungen ersetzt werden);
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 7 Abs. 2 Nrn. 13 und 14;
Soweit sie dieser Verordnung widerspricht, tritt die Verordnung des Landratsamtes Calw zum Schutz der Landschaftsteile Gebersack, Lerchenberg, Gründle, Bildstöckle und Großer Egart, Gemarkung Gültlingen vom 27. August 1965 (Calwer Tagblatt vom 16. Dezember 1965) außer Kraft.
Karlsruhe, den 22. Januar 1991