Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/285617,0.html
Timestamp: 2019-12-15 08:08:22
Document Index: 338342019

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32']

UrhG: Frage zu meiner Seminararbeit(Tatort-Vorspann)
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Verfasst am: 05 Sep 2011 - 17:56:40 Titel: UrhG: Frage zu meiner Seminararbeit(Tatort-Vorspann)
ich schreibe meine Facharbeit über den Rechtsstreit um den Tatort-Vorspann.
Dort hat die Grafikerin des Vorspannes vor 40 Jahren eine Pauschalvergütung von DM2.500 erhalten. Jetzt meint sie es besteht ein auffälliges Missverhältnis zwischen der "vereinbarten Gegenleistung" und den "Erträgen und Vorteilen aus der Nutzung des Werkes".
Sie behauptet dieses Missverhältnis muss nach § 32a UrhG durch Nachvergütung ausgeglichen werden.
Nun hab ich mir das Magazin "ZUM" (Zeitschrift für Urheber und Medienrecht) gekauft und dort steht bei der Gegenargumentation des ARD-Verbundes:
"Gegenüber Ansprüchen aus § 32a UrhG seien zudem solche aus § 32 UrhG vorrangig, d.h. sie kämen nur dann zum Tragen, wenn das auffällige Missverhältnis nicht durch den Anspruch aus § 32 UrhG beseitigt worden sei."
Diesen Satz versteh ich nicht ganz.. heißt das: Der Nachvergütungsanspruch kommt nicht zum tragen, weil die Klägerin vor 40 Jahren schon DM 2.500 als Vergütung erhalten hat?? Aber dann würde doch immernoch ein auffälliges Missverhältnis bestehen?
Verfasst am: 05 Sep 2011 - 19:08:59 Titel:
ohne jetzt irgendwelche ahnung vom urheberrecht zu haben:
das zitat liest sich so, als wenn § 32 vorranging angewendet werden soll, § 32a ist auffangtatbestand.
also erst gucken wie die vertragliche vergütung war, wenn sie angemessen war, hat man den anspruch in der vereinbarten höhe. war sie nicht angemessen muss man erst vertragsanpassung nach § 32 I 2 verlangen.
also einfach § 32 vor 32a prüfen.