Source: http://www.nuclearmarket.com/proc/exp.cfm?IDNotice=79229
Timestamp: 2019-08-22 11:21:07
Document Index: 144011989

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 51', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 123', '§ 125', '§ 123', '§ 150', '§ 19', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 15', '§ 7', '§ 675', '§ 9', '§ 160', '§ 160', '§ 160']

Nuclear Business Opportunity - Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.
Radioactive-, toxic-, medical- and hazardous waste services [dismanling, transport, disposal of cyclotron]
Purchaser: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.
04/10/2018 S191 - - Services - Contract notice - Competitive procedure with negotiation
Germany-Munich: Radioactive-, toxic-, medical- and hazardous waste services
2018/S 191-432092
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (handelnd für das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln)
Hofgartenstr. 8 (Generalverwaltung)
Contact person: Andreas von Prondzinski, Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, Gleueler Straße 50, 50931 Köln
E-mail: zyklotron@sf.mpg.de
Fax: +49 221/4726348
Main address: http://www.mpg.de
The procurement documents are available for unrestricted and full direct access, free of charge, at: https://owncloud.sf.mpg.de/index.php/s/Jf2AsldZCD5Sd87
Main address: http://www.sf.mpg.de
Demontage, Analytik, Transport und Entsorgung des Zyklotrons Scanditronix MC16 für das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung Köln
Der Auftraggeber, die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG) handelnd für das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung (MPI-SF), führt das Vergabeverfahren mit dem Ziel durch, einen kompetenten und erfahrenen Vertragspartner für die umfangreichen Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Demontage, der Analytik, dem Transport und der Entsorgung des Zyklotrons Scanditronix MC16 am MPI-SF zu finden.
90521100
90521200
Das von der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG) für das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung (MPI-SF) durchgeführte Vergabeverfahren erfolgt mit dem Ziel, einen kompetenten und erfahrenen Vertragspartner für die umfangreichen Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Demontage, der Analytik, dem Transport und der Entsorgung des Zyklotrons Scanditronix MC16 am MPI-SF zu finden.
Das MPI-SF betreibt unter der Genehmigungsnummer BS 1/87 seit ca. 30 Jahren ein Zyklotron in Räumen der Uniklinik Köln (Uniklinik). Aufgrund der Neuausrichtung des Instituts und des hohen Alters des Zyklotrons soll dieses abgebaut werden und die Nutzung der Räumlichkeiten im Bereich der Umgangsgenehmigung BS1/87 beendet werden. Sowohl im Zyklotron als auch in dem Bunker befinden sich radioaktive Teile, die es erfordern, dass das Gerät durch eine für den Umgang mit radioaktiven Stoffen qualifizierte Fachfirma abgebaut und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben entsorgt wird. Vorgespräche mit der Bezirksregierung Köln, der zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde, haben ergeben, dass die für die Demontage und Entsorgung eine Genehmigung zum Umgang mit radioaktiven Stoffen nach § 7 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) vorzuliegen hat.
Unter denjenigen Bewerbern, die alle geforderten Mindestanforderungen an die Eignung erfüllen, wählt der Auftraggeber – sofern genügend geeignete Bewerber zur Verfügung stehen – anhand der festgelegter Bewertungskriterien (vgl. 3.4.2 Vergabeunterlage) 3 Bewerber aus, die zur Abgabe eines verbindlichen Erstangebots aufgefordert werden. Sofern mehr als 3 geeignete Bewerber vorhanden sind, werden die 3 Bewerber ausgewählt und zur Angebotsabgabe aufgefordert, die auf Grundlage der festgelegten Bewertungskriterien insgesamt mit der höchsten Punktzahl bewertet wurden. Hierzu wird eine Rangfolge (Reihung) der Bewerber nach der Summe der bei den Bewertungskriterien erreichten Punkte gebildet. Sofern Punktgleichheit mit dem dritten Bewerber besteht, der zur Angebotsabgabe aufzufordern ist, werden alle Bewerber, die mit diesem Bewerber auf dem gleichen Rang liegen, zur Angebotsabgabe aufgefordert, auch wenn die Anzahl von 3 geeigneten Bewerbern dadurch überschritten werden sollte. Sofern weniger als 3 geeignete Bewerber vorhanden sind, ist beabsichtigt, das Vergabeverfahren fortzuführen und diejenigen Bewerber zur Angebotsabgabe aufzufordern, die die geforderte Eignung erfüllen (vgl. § 51 Abs. 3 VgV).
Bewertungssystem (max. 20 Punkte):
1) Spezifischer Umsatz innerhalb der letzten zwölf (12) abgeschlossenen Geschäftsjahre (2006-2017) aus Leistungen im Zusammenhang mit Rückbau und Entsorgung von Linear- oder Kreisbeschleunigern, inkl. Dekontamination und Freigabemessungen (vgl. auch Ziff. III.1.2).
4 Punkte bei einem spezifischen Mindestumsatz von mehr als 1 000 000,00 EUR
3 Punkte bei einem spezifischen Mindestumsatz von mehr als 800 000,00 EUR bis 1 000 000,00 EUR
2 Punkte bei einem spezifischen Mindestumsatz von mehr als 600 000,00 EUR bis 800 000,00 EUR
1 Punkt bei einem spezifischen Mindestumsatz von mehr als 400 000,00 EUR bis 600 000,00 EUR
0 Punkte bei einem spezifischen Mindestumsatz von mehr als 200 000,00 EUR bis 400 000,00 EUR
Bewerber müssen über umfassende Erfahrungen in Bezug auf vergleichbare Leistungen, d. h. über Erfahrungen im Zusammenhang mit Rückbau und Entsorgung von Linear- oder Kreisbeschleunigern (inkl. Dekontamination und Freigabemessungen) innerhalb der letzten 12 Jahre verfügen (vgl. Ziff. III.1.3). Wertbar sind nur Referenzen, die nach dem 5.11.2006 abgeschlossen worden sind, der Projektstart darf vor dem genannten Termin liegen.
Im Rahmen einer vergleichenden Bewertung können pro Referenz jeweils 0-4 Punkte erreicht werden (zur Bewertung vgl. 3.3.5.5 und 3.4.2.2 der Vergabeunterlage). Der Bewerber kann bis zu 3 (3) Referenzen einreichen. Die Einreichung darüber hinausgehender Referenzen führt nicht zu einer besseren Bewertung. Maximal kann ein Bewerber mit seinen Referenzen 12 Punkte erreichen.
3) Umgangsgenehmigung
Für die Demontage des Zyklotrons ist eine Genehmigung gemäß § 7 StrlSchV (Umgangsgenehmigung) vorzuweisen, welche die Demontage und Analytik abdeckt. Das Vorliegen bzw. Nichtvorliegen einer entsprechenden Umgangsgenehmigung bzw. vergleichbaren Genehmigung wird wie folgt bewertet (vgl. 3.3.5.3 und 3.4.2.3 der Vergabeunterlage):
Unternehmen, die über eine Genehmigung gemäß § 7 StrSchV verfügen, welche die Demontage und Analytik des ausgeschriebenen Projekts abdeckt, erhalten 4 Punkte.
Sofern zwar keine abdeckende ortsungebundene Umgangsgenehmigung gemäß § 7 StrSchV vorliegt, die Bewerber aber über eine gleichwertige Genehmigung der jeweils zuständigen Stelle des Herkunftslands oder eine gleichwertige Genehmigung einer deutschen Behörde verfügen, erhalten diese Bewerber 2 Punkte.
Bewerber, die weder eine abdeckende ortsungebundene Umgangsgenehmigung gemäß § 7 StrSchV noch über eine gleichwertige Genehmigung der jeweils zuständigen Stelle des Herkunftslands oder eine gleichwertige Genehmigung einer deutschen Behörde vorlegen können, erhalten 0 Punkte.
Sollte sich nach der Metallschmelze oder nach Ablauf der Abklinglagerung herausstellen, dass die Materialien nicht freigabefähig sind, behält sich der Auftraggeber vor, den Auftragnehmer auch diesbezüglich mit der Entsorgung bei der Landessammelstelle zu beauftragen.
1) Nichtvorliegen von Ausschlussgründen
Für das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen ist eine entsprechende Eigenerklärung abzugeben. Der Bewerber hat das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123 und 124 GWB mit dem Teilnahmeantrag unter Verwendung des Formblatts „Erklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen“ zu erklären. Die Angaben müssen vollständig erfolgen. Auf die Möglichkeit der Selbstreinigung nach § 125 GWB wird hingewiesen. Hat der Bewerber entsprechende Selbstreinigungsmaßnahmen ergriffen, sind diese ebenfalls auf gesondertem Dokument darzustellen. Die Erklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB sind zwingend von jedem Unternehmen (d.h. auch von denjenigen Unternehmen, auf dessen Eignung sich der Bewerber beruft sowie von jedem Mitglied einer BG) mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
Der Auftraggeber ist seit Inkrafttreten des Wettbewerbsregistergesetzes (WRegG) bei Aufträgen ab einem geschätzten Nettoauftragswert von 30 000 EUR vor der Zuschlagserteilung zur Abfrage von Eintragungen des Bestbieters im Wettbewerbsregister verpflichtet. Bis zur vollständigen Einrichtung des Wettbewerbsregisters wird der Auftraggeber für die Bieter, die für den Zuschlag infrage kommen, vor der Zuschlagserteilung einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO beim Bundesamt für Justiz (Registerbehörde) anfordern (§ 19 Abs. 4 MiLoG).
2) Angaben zum Wirtschaftsteilnehmer und Befähigung zur Berufsausübung
Folgende Angaben zum Wirtschaftsteilnehmer und folgende Nachweise über die Befähigung zur Berufsausübung sind zwingend von jedem Unternehmen (d. h. auch von denjenigen Unternehmen, auf dessen Eignung sich der Bewerber beruft sowie von jedem Mitglied einer BG) mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
a) Unternehmensdarstellung
Verlangt werden folgende Angaben zum Wirtschaftsteilnehmer (Unternehmensdarstellung):
— Name des Unternehmens (Firma), Anschrift, USt-ID-Nummer, Kontaktperson und –daten (Telefon, E-Mail, ggf. Internetadresse),
— Angaben zur Unternehmensgröße (Vorliegen eines Kleinstunternehmens, eines kleinen Unternehmens oder eines mittleren Unternehmens i. S. d. Empfehlung der Kommission vom 6.5.2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen – Abl. L 124 vom 20.5.2003, S. 36),
— sowie – falls gegeben – die Angabe des amtlichen Verzeichnisses bzw. Präqualifizierungssystems, in dem der Wirtschaftsteilnehmer erfasst ist (dann Bezeichnung Verzeichnis und Eintragungs- bzw. Zertifizierungsnummer; Angaben zum möglichen Abruf der Dokumente).
Darüber hinaus wird eine knappe textliche Darstellung über das Leistungsspektrum des Bewerbers, sein Haupttätigkeitsgebiet, sein Gründungsjahr sowie über seine organisatorische Gliederung verlangt. Die Angaben sind auf dem Formblatt „Unternehmensdarstellung“ vorzunehmen und dem Teilnahmeantrag ebenfalls beizufügen.
b) Eigenerklärung zur Berufs-/Handelsregistereintragung
Der Bewerber hat mit Teilnahmeantrag eine Eigenerklärung einzureichen, mit der er bestätigt, dass er – sofern erforderlich – im entsprechenden Berufs- oder Handelsregister eingetragen ist (nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Staates, in dem der Bieter niedergelassen ist). Für die Erklärung ist das Formblatt „Eigenerklärung zur Berufs-/ Handelsregistereintragung“ zu verwenden.
1) Umsatzdarstellung
Zum Nachweis seiner wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit hat der Bewerber eine Erklärung über den Gesamtjahresumsatz des Unternehmens der letzten 3 Geschäftsjahre (2015-2017) sowie den spezifischen Mindestumsatz des Unternehmens bezogen auf die letzten zwölf (12) abgeschlossenen Geschäftsjahre (2006-2017) im entsprechenden Formblatt „Umsatzdarstellung“ abzugeben, sofern die entsprechenden Angaben verfügbar sind. Im Rahmen der Darstellung des spezifischen Mindestumsatzes sind ausschließlich Umsätze durch erbrachte Leistungen im Zusammenhang mit Rückbau und Entsorgung von Linear- oder Kreisbeschleunigern, inkl. Dekontamination und Freigabemessungen anzugeben. Zur Bewertung des spezifischen Mindestumsatzes s. o. Ziff. II.2.9.
2) Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung:
Gefordert wird zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit des Bewerbers das Vorliegen einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung in geeigneter Höhe. Die Versicherungssumme muss dabei
— für Personen- und Sachschäden mindestens drei (3) Mio. EUR (2-fach maximiert pro Jahr) sowie,
— für Vermögensschäden mindestens eine (1) Mio. EUR (2-fach maximiert pro Jahr),
Die entsprechende Erklärung zum Bestehen einer entsprechenden Versicherung hat der Bewerber durch Verwendung des Formblatts „Erklärung zur Betriebs-/ Berufshaftpflichtversicherung“ vorzunehmen.
Zu 1) Für die Umsatzdarstellung gelten folgende Mindestanforderungen: Innerhalb der letzten zwölf (12) abgeschlossenen Geschäftsjahre (2006-2017) muss der Bewerber einen Mindestumsatz i. H. v. 200 000,00 EUR aus Leistungen im Zusammenhang mit Rückbau und Entsorgung von Linear- oder Kreisbeschleunigern, inkl. Dekontamination und Freigabemessungen erzielt haben.
Zu 2) Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung: Die Versicherungssumme muss dabei für Personen- und Sachschäden mindestens 3 Mio. EUR [2-fach maximiert pro Jahr] betragen; für Vermögensschäden mindestens eine (1) Mio. EUR [2-fach maximiert pro Jahr]) betragen.
1) Grundsätzliche Anforderungen an Auftragnehmer:
Der Auftragnehmer soll mit dem späteren Angebot ein anforderungsgerechtes Kernteam, bestehend aus einem Projektleiter und einem Stellvertreter sowie ausreichend vielen Projektmitarbeitern, welches über die Vertragslaufzeit möglichst konstant bleibt, für die Auftragsausführung zur Verfügung stellen. Die Komplexität und das weite Spektrum der zu erbringenden Leistungen, insbesondere die Demontage des Zyklotrons, aber auch die fachgerechte Entsorgung des bei der Demontage anfallenden Materials erfordern:
— weitreichende Erfahrungen in der Demontage umfangreicher technischer Geräte;
— weitreichende Erfahrungen im Umgang mit radioaktiven Stoffen und in der Entsorgung;
— intensive Einarbeitung in die spezifischen Gegebenheiten vor Ort am MPI-SF.
Der Bewerber hat im Rahmen der Eignung die nachfolgend genannten Kriterien zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit zu erfüllen:
2) Genehmigung nach § 15 StrlSchV
Der Bewerber ist Inhaber einer Genehmigung für Beschäftigung seiner Mitarbeiter auf fremden Anlagen nach § 15 StrlSchV und führt Strahlenpässe für alle Mitarbeiter, die an der Durchführung des Projekts beteiligt sein werden. Die entsprechende Erklärung zum Bestehen einer Genehmigung nach § 15 StrlSchV hat der Bewerber durch Verwendung des Formblatts „Erklärung zu strahlenschutzrechtlichen Genehmigungen“ vorzunehmen. Zum Nachweis ist die Genehmigung nach § 15 StrlSchV zudem mit dem Teilnahmeantrag in Kopie vorzulegen.
3) Genehmigung nach § 7 StrlSchV
Sowohl im Zyklotron als auch in dem Bunker befinden sich radioaktive Teile, die es erfordern, dass das Gerät durch eine für den Umgang mit radioaktiven Stoffen qualifizierte Fachfirma abgebaut und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben entsorgt wird. Vorgespräche mit der Bezirksregierung Köln, der zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde, haben ergeben, dass die die Demontage und Entsorgung durchführende Firma über eine Genehmigung zum Umgang mit radioaktiven Stoffen nach § 7 StrlSchV zu verfügen hat. Für die Demontage des Zyklotrons ist deshalb vorzugsweise eine Genehmigung gemäß § 7 StrSchV vorzuweisen, welche die Demontage und Analytik abdeckt. Sofern keine abdeckende ortsungebundene Umgangsgenehmigung gemäß § 7 StrSchV oder einer gleichwertigen Genehmigung der jeweils zuständigen Stelle des Herkunftslands vorliegt, ist diese im Rahmen des Rückbau- und Entsorgungsprojekts bei der Bezirksregierung in Köln zu beantragen. Die entsprechende Erklärung zum Bestehen einer Genehmigung nach § 7 StrlSchV hat der Bewerber durch Verwendung des Formblatts „Erklärung zu strahlenschutzrechtlichen Genehmigungen“ vorzunehmen. Zum Nachweis ist die Genehmigung nach § 7 StrlSchV ggf. mit dem Teilnahmeantrag in Kopie vorzulegen. Bei den Anforderungen zu Umgangsgenehmigung handelt es sich um keine Mindestanforderung, sie werden aber entsprechend Ziff. II.2.9 bewertet.
4) Messtechnische Ausstattung
Diese umfasst Messgeräte und Messanleitungen für Freigabemessungen (Nachweisgrenzen nach DIN ISO 11929) bzgl. aller relevanten Nuklide, wie sie im radiologischen Gutachten und seinen Ergänzungen untersucht wurden. Sollten die Kapazitäten des Bewerbers hierfür nicht ausreichen, kann er die Untersuchungen durch ein entsprechend zertifiziertes Labor durchführen lassen.
5) Unternehmensreferenzen
Es wird vorausgesetzt, dass die Bewerber über Erfahrungen im Zusammenhang mit Rückbau und Entsorgung von Linear- oder Kreisbeschleunigern (inkl. Dekontamination und Freigabemessungen) innerhalb der letzten 12 Jahre (Projektabschluss bis 5.11.2006) verfügen. Daher sind von den Bewerbern geeignete Referenzen über früher ausgeführte vergleichbare Leistungen in diesem Bereich mit dem Teilnahmeantrag auf gesondertem Dokument unter Verwendung des Musters „Unternehmensreferenzen“ einzureichen. Die Referenzdarstellungen müssen die in Ziff. 3.3.5.5 der Vergabeunterlage genannten Anforderungen entsprechen.
Mindestanforderungen an die technische und berufliche Leistungsfähigkeit:
Zu 2) Genehmigung nach § 15 StrlSchV: Bewerber müssen über eine entsprechende Genehmigung verfügen.
Zu 4) Messtechnische Ausstattung: Bewerber muss über Messgeräte und Messanleitungen für Freigabemessungen (Nachweisgrenzen nach DIN ISO 11929) bzgl. aller relevanten Nuklide, wie sie im radiologischen Gutachten und seinen Ergänzungen untersucht wurden, verfügen. Sollten die Kapazitäten des Bewerbers hierfür nicht ausreichen, kann er die Untersuchungen durch ein entsprechend zertifiziertes Labor durchführen lassen.
Zu 5) Unternehmensreferenzen: An die Bewerber werden hinsichtlich der vorzulegenden Referenzen folgende Mindestanforderungen gestellt: Verlangt wird die Benennung von mindestens einer (1) wertbaren Referenz für Demontage- und Entsorgungsleistungen (im Zusammenhang mit Rückbau und Entsorgung von Linear- oder Kreisbeschleunigern, inkl. Dekontamination und Freigabemessungen). Wertbar sind nur Referenzen, die nach dem 5.11.2006 abgeschlossen worden sind; der Projektstart darf vor dem genannten Termin liegen. Die entsprechende Unternehmensreferenz ist bzw. die entsprechenden Unternehmensreferenzen sind gemäß dem Muster „Unternehmensreferenzen“ darzustellen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. Zur Bewertung der Unternehmensreferenzen vgl. Kapitel II.2.9) sowie Ziff. 3.3.5.5 bzw. 3.4.2.2 der Vergabeunterlagen.
Sofern keine abdeckende ortsungebundene Umgangsgenehmigung gemäß § 7 StrSchV vorliegt, ist diese vom Auftragnehmer unverzüglich, spätestens aber 4 Wochen nach Zuschlagserteilung bei der Bezirksregierung in Köln unter Vorlage aller erforderlichen Unterlagen zu beantragen. Der Auftragnehmer verpflichtet sich ferner, die für den Rückbau des Zyklotrons Scanditronix MC16 des MPI für Stoffwechselforschung Köln erforderlichen strahlenschutzrechtlichen Genehmigungen aufrecht zu erhalten.
Es besteht ein Selbstausführungsgebot im Hinblick auf die nachgenannten kritischen Aufgaben:
— Der Auftragnehmer erstellt nach Maßgabe der §§ 675 ff. BGB alle Dokumente und Anträge in Unterschriftsreife, zur Zeichnung durch den Auftraggeber, die im Zusammenhang mit der Durchführung des Projekts bei der Bezirksregierung Köln eingereicht werden müssen. Dies sind z.B. die Anträge für die Stilllegung, Freigabe und Entsorgung des Zyklotrons und der Peripherie im Bunkerraum T4 unter Beachtung des Verursacherprinzips gemäß den Vorgaben aus § 9a AtG, 76 ff StrahlenschutzVO in der jeweils gültigen Fassung. Der Auftragnehmer klärt dabei stellvertretend für den Auftraggeber die Details der Antragsstellung, insbesondere den Detaillierungsgrad der Anträge, Projektkonzepte und Dokumentationen, mit der Bezirksregierung Köln. Der Auftraggeber bevollmächtigt den Auftragnehmer insoweit im erforderlichen Umfang,
— Der Auftragnehmer beantwortet nach Absprache mit dem Auftraggeber ggf. anfallende Rückfragen der Bezirksregierung Köln bis zur Zustimmung zu der Feststellung der uneingeschränkten oder eingeschränkten Freigabefähigkeit der Materialien bzw. der Landessammelstelle bis zum Abtransport der radioaktiven Materialien,
— Der Auftragnehmer wird beauftragt, die strahlenschutzfachliche Vertretung, namens und im Auftrag des Auftraggebers, hinsichtlich aller Belange des Projekts gegenüber der Bezirksregierung Köln, soweit gesetzlich möglich, zu übernehmen.
Internet address: http://www.regierung.oberbayern.bayern.de/behoerde/mittelinstanz/vergabekammer/
Etwaige Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung oder in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, muss der Bewerber/Bieter spätestens bis zum Ablauf der unter IV.2.2 mitgeteilten Frist gegenüber der Auftraggeberin bei der oben unter I.1) benannten Kontaktstelle rügen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nrn. 2 und 3 GWB). Sonstige Verstöße gegen Vergabevorschriften haben Bewerber/Bieter innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen nach Kenntnisnahme gegenüber der Auftraggeberin bei der oben unter I.1) genannten Kontaktstelle zu rügen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB). Hilft die Auftraggeberin dem gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften nicht ab, darf der Bewerber/Bieter einen Antrag auf Einleitung eines vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahrens gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr.4GWB nur innerhalb von 15 Kalendertagen seit Erhalt der Benachrichtigung über die Nichtabhilfe stellen. Hält der Bieter die vorherig genannten Fristen nicht ein, ist eine spätere Anrufung der Vergabekammer aufgrund des gerügten Verstoßes gegen Vergabevorschriften ausgeschlossen. Die Auftraggeberin bittet darum, Rügen möglichst per E-Mail einzulegen. Die Auftraggeberin weist darauf hin, dass es im eigenen Interesse des Bewerbers/Bieters liegt, Rügen schriftlich bzw. als E-Mail anzubringen und die Bevollmächtigung für die Einlegung der Rüge nachzuweisen.