Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202002,%201712
Timestamp: 2019-10-21 09:06:07
Document Index: 372321876

Matched Legal Cases: ['§ 114', '§ 114', '§ 114', '§ 114', '§ 114', '§ 1684', '§ 76']

Rechtsprechung: FamRZ 2002, 1712 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Karlsruhe, 17.05.2002
OLG Oldenburg, 13.05.2002 - 12 WF 81/02
https://dejure.org/2002,4626
OLG Oldenburg, 13.05.2002 - 12 WF 81/02 (https://dejure.org/2002,4626)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 13.05.2002 - 12 WF 81/02 (https://dejure.org/2002,4626)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 13. Mai 2002 - 12 WF 81/02 (https://dejure.org/2002,4626)
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Prozeßkostenhilfe: Mutwilligkeit der Rechtsverteidigung durch Zurückhalten von Einwendungen gegen den Klageanspruch
Mutwilligkeit, Prozeßkostenhilfe
Mutwilligkeit der Rechtsverteidigung; Prozesskostenhilfe (PKH); Zurückhalten von Einwendungen
AG Lingen, 31.01.2002 - 19 F 233/01
FamRZ 2002, 1712
Widerspricht das Verhalten der Partei im Prozesskostenhilfeverfahren diesen Anforderungen, so stellt sich dies als mutwillig im Sinne von § 114 ZPO dar (OLG Oldenburg, FamRZ 2006, 349; FamRZ 2002, 1712, 1713; OLG Düsseldorf, FamRZ 1997, 1017;… Stein/Jonas-Bork, ZPO, 22. Aufl. 2004 § 114 Rn. 36 a. E.; teilw. a. A. OLG Schleswig, OLGReport 2006, 501).
Widerspricht ihr Verhalten im Prozesskostenhilfeverfahren diesen Anforderungen, so stellt sich dies als mutwillig im Sinne von § 114 ZPO dar (OLG Oldenburg, FamRZ 2002, 1712, 1713; OLG Düsseldorf, FamRZ 1997, 1017;… Stein/Jonas-Bork, ZPO, 22. Aufl. 2004 § 114 Rn. 36 a.E.).
OLG Hamm, 07.12.2006 - 2 WF 194/06
Prozesskostenhilfe, keine Pflicht des Antragsgegners zur Erwiderung im …
Zum Teil wird angenommen, dass in einem solchen Fall die Rechtsverteidigung mutwillig und daher Prozesskostenhilfe an den Gegner zu versagen sei, weil er sich, wenn er selbst für seine Prozesskosten hätte aufkommen müssen, bereits im Prozesskostenhilfeprüfverfahren verteidigt hätte, um unnötige Kosten zu sparen (OLG Oldenburg FamRZ 2002, 1712, 1713).
Diese Voraussetzungen können insbesondere dann gegeben sein, wenn der Beteiligte auf ein Verfahrenskostenhilfegesuch des Gegners nicht oder nur unzureichend reagiert, sondern Einwendungen erst später vorbringt (vgl. OLG Oldenburg, Beschluss vom 13.5.2002 - 12 WF 81/02, in: FamRZ 2002, 1712 f. m.w.N.).
OLG Karlsruhe, 17.05.2002 - 16 WF 39/02
https://dejure.org/2002,6254
OLG Karlsruhe, 17.05.2002 - 16 WF 39/02 (https://dejure.org/2002,6254)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 17.05.2002 - 16 WF 39/02 (https://dejure.org/2002,6254)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 17. Mai 2002 - 16 WF 39/02 (https://dejure.org/2002,6254)
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Prozesskostenhilfe: Keine Mutwilligkeit des Antrags auf gerichtliche Umgangsregelung ohne vorherige Beratung durch das Jugendamt
Anrufung des Familiengerichts ; Einschaltung des Jugendamtes; Mutwilligkeit; Versagung der Prozeßkostenhilfe
ZPO § 114; BGB § 1684
OLG Karlsruhe, 07.01.2016 - 20 WF 209/15
Verfahrenskostenhilfe: Mutwilligkeit eines Antrags auf gerichtliche …
Es ist nicht grundsätzlich mutwillig im Sinne der §§ 76 FamFG, 114 ZPO, einen Antrag auf Umgangsregelung beim Familiengericht zu stellen, ohne zuvor die Beratung und Unterstützung durch das Jugendamt nachgesucht zu haben (Anschluss an OLG Karlsruhe - 2. Senat für Familiensachen, FamRZ 2004, 1115; OLG Karlsruhe - 16. Senat für Familiensachen, FamRZ 2002, 1712).
Der Senat folgt insoweit der Rechtsprechung des 2. und des 16. Senats für Familiensachen des Oberlandesgerichts Karlsruhe (FamRZ 2002, 1712; FamRZ 2004, 1115; ebenso etwa OLG München FamRZ 2008, 1089; a. A. etwa OLG Hamm NZFam 2015, 510; OLG Köln FamRZ 2013, 1241), welche die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe grundsätzlich nicht von der vorangegangenen Wahrnehmung einer Beratung und Vermittlung durch das Jugendamt abhängig machen.
Keinesfalls darf die Verweigerung der Verfahrenskostenhilfe zu einer reinen Sanktion dagegen werden, dass der antragstellende Elternteil die Beratung und die Hilfe des Jugendamtes vorgerichtlich nicht in Anspruch genommen hat (ähnlich OLG Karlsruhe FamRZ 2002, 1712).
Dass Prozesskostenhilfe grundsätzlich nicht unter Hinweis auf die Möglichkeit außergerichtlicher Streitschlichtung versagt werden kann, muss in der Regel auch für die Hilfe des Jugendamts in Angelegenheiten der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts gelten (so auch der 16. Zivilsenat, Familiensenat, des Oberlandesgerichts Karlsruhe, Beschluss vom 17.05.2002 in FamRZ 2002, 1712).