Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201977,%20305
Timestamp: 2020-04-05 21:13:23
Document Index: 337640377

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 21', '§ 9', '§ 12', '§ 21', '§ 12']

BFH, 14.12.1976 - VIII R 99/72 - dejure.org
https://dejure.org/1976,557
BFH, 14.12.1976 - VIII R 99/72 (https://dejure.org/1976,557)
BFH, Entscheidung vom 14.12.1976 - VIII R 99/72 (https://dejure.org/1976,557)
BFH, Entscheidung vom 14. Dezember 1976 - VIII R 99/72 (https://dejure.org/1976,557)
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Ansetzung von Einkünften - Nutzung der Wohnung im eigenen Haus - Ausübung einer Liebhaberei - Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung - Keine einkommensteuerrechtliche Berücksichtigung
BFHE 121, 50
NJW 1978, 76
DB 1977, 660
BStBl II 1977, 305
Die Feststellung, ob ein Betrieb mit Gewinnerzielungsabsicht geführt wird, liegt im wesentlichen auf dem Gebiet der Tatsachenwürdigung (vgl. Senatsurteil vom 18. März 1976 IV R 113/73, BFHE 118, 447, BStBl II 1976, 485; ferner BFH-Urteil vom 14. Dezember 1976 VIII R 99/72, BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305).
Diese Feststellung liegt im Wesentlichen auf dem Gebiet der Tatsachenwürdigung (vgl. Senatsurteil vom 18. März 1976 IV R 113/73, BFHE 118, 447, BStBl II 1976, 485; ferner BFH-Urteil vom 14. Dezember 1976 VIII R 99/72, BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305).
Dann hätten nämlich die Werbungskosten entsprechend gekürzt werden müssen (Hinweis auf BFH-Urteile vom 10. August 1972 VIII R 80/69, BFHE 107, 199, BStBl II 1973, 10, und vom 14. Dezember 1976 VIII R 99/72, BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305).
Der BFH hat ferner im Urteil in BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305 darauf hingewiesen, es ergebe sich sowohl aus dem Sinn und Zweck des § 21 Abs. 2 EStG als auch aus der Pauschalierung des Nutzungswerts nach der früheren EinfHausV, daß der Gesetzgeber dauernde Verluste aus der Nutzung einer Wohnung nicht berücksichtigt wissen wollte.
BFH, 21.10.1980 - VIII R 81/79
Werbungskosten - Vermietung
Im Urteil vom 14. Dezember 1976 VIII R 99/72 (BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305) habe der erkennende Senat im Falle der Vermietung und Verpachtung Liebhaberei von den persönlichen Motiven abhängig gemacht.
Unter Hinweis auf das Urteil in BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305 hat er im Urteil vom 22. Januar 1980 VIII R 134/78 (BFHE 130, 261, BStBl II 1980, 447) ausgeführt, daß bei Ferienwohnungen Liebhaberei in Betracht kommt, wenn auf lange Sicht kein Überschuß des nach § 21 Abs. 2 EStG anzusetzenden Mietwerts über die Werbungskosten zu erwarten ist.
BFH, 22.01.1980 - VIII R 134/78
Zur Besteuerung des Nutzungswertes einer in Spanien belegenen eigengenutzten …
Nach der Rechtsprechung des BFH ist die Einfamilienhaus-Verordnung nur anzuwenden, wenn ein Haus im Einheitswertverfahren der Art nach als Einfamilienhaus bewertet worden ist (Urteile vom 3. Mai 1963 VI 140/61 U, BFHE 77, 127, BStBl III 1963, 364 und vom 14. Dezember 1976 VIII R 99/72, BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305).
Er hat zwar, worauf das FG zutreffend hingewiesen hat, diese Möglichkeit auch für den Bereich der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung bejaht (BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305).
Nach den Gesamtumständen sei der Schluß gerechtfertigt, daß die Aufwendungen, die mit dem Objekt in wirtschaftlichem Zusammenhang ständen, nicht durch das Streben nach Erzielung von Einnahmen (§ 9 EStG), sondern durch persönliche Motive (§ 12 EStG) veranlaßt seien (Hinweis auf Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 14. Dezember 1976 VIII R 99/72, BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305; vom 22. Januar 1980 VIII R 134/78, BFHE 130, 261, BStBl II 1980, 447, und vom 21. Oktober 1980 VIII R 81/79, BFHE 132, 518, BStBl II 1981, 452).
Auch der BFH hat im Urteil vom 14. Dezember 1976 VIII R 99/72 (BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305) darauf hingewiesen, es ergebe sich sowohl aus dem Sinn und Zweck des § 21 Abs. 2 EStG als auch aus der Pauschalierung des Nutzungswerts nach der früheren Verordnung über die Bemessung des Nutzungswerts der Wohnung im eigenen Einfamilienhaus (EinfHausV), daß der Gesetzgeber dauernde Verluste aus der Nutzung einer Wohnung nicht berücksichtigt wissen wollte.
Der erkennende Senat hat in seinem Urteil vom 14. Dezember 1976 VIII R 99/72 (BFHE 121, 50, BStBl II 1977, 305) ausgeführt, daß auch bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung der eigentliche Nutzungszweck (Einnahmezweck) hinter sonstige persönliche, nach § 12 Nr. 1 EStG steuerlich nicht zu berücksichtigende Motive zurücktreten kann, und daß sich dann die Frage der Liebhaberei stellt (vgl. auch die dort angegebenen Rechtsprechungs- und Literaturhinweise).