Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_21_01_2010_IX_ZB_83_06_Gebotenheit_einer_Wiedereinsetzun-d3932948.html
Timestamp: 2016-12-08 00:15:57
Document Index: 292846807

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 8', '§ 64', '§ 168', '§ 178', '§ 180', '§ 184', '§ 234', '§ 574', '§ 574']

BundesgerichtshofBeschl. v. 21.01.2010, Az.: IX ZB 83/06Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 21.01.2010Referenz: JurionRS 2010, 10451Aktenzeichen: IX ZB 83/06 Verfahrensgang:vorgehend:AG Hannover - 09.12.2005 - AZ: 909 IN 501/05 - 2LG Hannover - 19.04.2006 - AZ: 20 T 16/06Rechtsgrundlagen:§ 8 Abs. 1 S. 2 InsO a.F.§ 64 Abs. 3 InsO§ 168 Abs. 1 S. 2 ZPO§ 178 Abs. 1 Nr. 2 ZPO§ 180 ZPO§ 184 Abs. 2 S. 4 ZPO§ 234 ZPO§ 574 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 ZPO§ 574 Abs. 2 ZPOFundstellen:DStR 2010, 12GuT 2010, 124JurBüro 2010, 279JZ 2010, 228MDR 2010, 650-651Mitt. 2010, 209-210 "Verfahrensrecht: Zustellung eines gerichtlichen Schriftstückes"NJ 2010, 5NZI 2010, 276-277NZI 2010, 6VersR 2011, 690ZAP EN-Nr. 0/2010ZAP EN-Nr. 256/2010ZInsO 2010, 397-398ZIP 2010, 448ZIP 2010, 395-396Amtlicher Leitsatz:Erhält ein Verfahrensbeteiligter ein durch Aufgabe zur Post zugestelltes gerichtliches Schriftstück nicht, so ist die Wiedereinsetzung in eine durch die Zustellung in Lauf gesetzte Notfrist nicht geboten, wenn ein lizenziertes Postunternehmen eine Ersatzzustellung an der angegebenen Geschäftsanschrift, ohne dass dies von der Zustellungsempfängerin mitgeteilt worden wäre, nicht durch Einlegen in einen Briefkasten vornehmen kann und mangels Angabe des Zustellungsempfängers auch von einem nicht bei ihm unterhaltenen Postfach keine Kenntnis haben muss.Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatdurchden Vorsitzenden Richter Dr. Ganter, die Richter Raebel und Prof. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann und den Richter Dr. Pape am 21. Januar 2010 beschlossen:Tenor:Die Rechtsbeschwerde der Schuldnerin gegen den Beschluss der 20. Zivilkammer des Landgerichts Hannover vom 19. April 2006 wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.Der Gegenstandswert der Rechtsbeschwerde wird auf 30.000 EUR festgesetzt.