Source: http://ra-jtlehmann.de/news-2/
Timestamp: 2018-08-17 09:07:33
Document Index: 25955353

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 19', 'BGH', '§ 19', '§ 22', '§ 86', 'BGH', '§ 40', '§ 11', '§ 12', '§ 31', '§ 45', '§ 328', '§ 13', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 6', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

News - Rechtsanwalt Dr. Lehmann CottbusRechtsanwalt Dr. Lehmann Cottbus
Hier finden Sie aktuelle Entscheidungen und Informationen zu den Themen Versicherungen, „Hartz IV“, ALG I, EM-Rente, Schwerbehinderung, Krankheit und Filesharing.
„HARTZ IV“
Hier finden Sie eine Sammlung aktueller Entscheidungen aus dem Versicherungsrecht, geordnet nach Datum und Versicherungssparte (Berufsunfähigkeit = BU, Unfall = Unfall, Krankheitskosten und Krankentagegeld = PKV, Rechtsschutz = RSV, Leben = Leben).
LG Nürnberg-Fürth, 14.12.2017 – 2 O 3404/16 – BU
keine Verweisung im Nachprüfungsverfahren bei erfolgter Umschulung
OLG Hamm, 01.12.2017 – I-20 U 64/17 – BU
Nichtangabe von Rückenbeschwerden und Arglist?
zu den Pflichten des Maklers bei der Abwicklung eines Versicherungsfalles
OLG Karlsruhe, 13.10.2017 – 12 U 107/17 – PKV
PKV darf Kostenerstattung für künstliche Befruchtung nicht auf verheiratete Paare beschränken
BGH, 19.07.2017 – IV ZR 535/15 – BU
bei der Bemessung des Grades der BU darf nicht nur auf den Zeitanteil einer einzelnen Tätigkeit abgestellt werden
OLG Dresden, 27.06.2017 – 4 U 1772/16 – BU
keine überspannten Anforderungen an die Substantiierungspflicht bei Tätigkeit als Hausfrau
LG München I, 20.04.2017 – 23 O 12413/14 – BU
Anerkennung der Leistungspflicht bei unwiderleglich vermuteter BU
BGH, 29.03.2017 – IV ZR 533/15 – PKV
Kosten für LASIK-OP sind bei entsprechender Fehlsichtigkeit erstattungsfähig
BGH, 15.02.2017 – IV ZR 280/15 – BU
zur Wirksamkeit einer individuellen Leistungsvereinbarung
BGH, 21.12.2016 – IV ZR 217/15, IV ZR 339/15, IV ZR 399/15 – Leben
zur Verwirkung der Widerspruchsmöglichkeit beim Policenmodell
BGH, 14.12.2016 – IV ZR 527/15 – BU
zur Prüfung der BU bei einem leidensbedingten Berufswechsel
BGH, 07.12.2016 – IV ZR 434/15 – BU
Verweisungsberuf mit höherem Freizeitanteil und Ieichterer Arbeit
BGH, 19.10.2016 – IV ZR 521/14 – Unfall
Invaliditätsanspruch auch bei Vorschädigung
OLG Karlsruhe, 06.09.2016 – 12 U 79/16 – BU
zur Feststellung einer mit Schmerzen begründeten BU
LG Berlin, 03.08.2016 – 23 O 249/15 – BU
Pflicht zur Abgabe einer Erklärung hinsichtlich der Anerkennung von Leistungspflichten und unwirksame Regulierungsvereinbarung
BGH, 20.07.2016 – IV ZR 45/16 – PKV
erneute Gesundheitsprüfung bei Tarifwechsel nur für Mehrleistung
BGH, 06.07.2016 – IV ZR 44/15 – PKV
KT-Versicherer darf Krankentagegeld nicht einseitig herabsetzen!
LG Essen, 18.05.2016 – 18 O 68/16 – RSV
OLG Koblenz, 24.02.2016 – 10 U 910/15 – BU
Versicherungsnehmer muss BU unverzüglich anzeigen
BGH, 18.11.2015 – IV ZR 124/15 – Unfall
"richtiger" Zeitpunkt für die Erstbemessung der Invalidität
OLG Karlsruhe, 22.10.2015 – 12 U 53/15 – PKV
Gesundheitsfragen im Versicherungsantrag und die Anforderungen an eine wirksame Belehrung
BGH, 21.10.2015 – IV ZR 266/14 – RSV
OLG Bamberg, 21.09.2015 – 1 U 35/15 – BU
Anspruch auf BU-Leistungen trotz objektiv falscher Angaben zum Gesundheitszustand
BGH, 29.07.2015 – IV ZR 384/14 – Leben
OLG Jena, 07.05.2015 – 4 U 557/14 – Unfall
Schulterverletzung durch Eigenbewegung auf einer Matratze im Schlaf = versicherter Unfall?
OLG Frankfurt, 09.04.2015 – 6 U 110/14 – RSV
„Zwangsmediation“ in der Rechtsschutzversicherung ist unzulässig
BGH, 08.04.2015 – IV ZR 103/15 – Leben
zum Verjährungsbeginn des Bereicherungsanspruchs nach Widerspruch
BGH, 01.04.2015 – IV ZR 104/13 – Unfall
zum Inhalt und Umfang der ärztlichen Invaliditätsfeststellung
zum Zeitpunkt der Invaliditätserstbemessung (letzte mündliche Tatsachenverhandlung?)
OLG Dresden, 24.03.2015 – 4 U 1292/14 – Wohngebäude
keine Leistungsfreiheit bei Obliegenheitsverletzung
OLG Karlsruhe, 02.03.2015 – 9 U 14/14 – PKV
keine Anzeigepflichtverletzung bei fehlender Kenntnis einer ärztlichen Verdachtsdiagnose (hier: Morbus Crohn – nur einmalige Behandlung und lange Beschwerdefreiheit)
BGH, 25.02.2015 – IV ZR 214/14 – RSV
Eintritt des Rechtsschutzfalls richtet sich nach dem Tatsachenvortrag des Versicherungsnehmers
BGH, 14.01.2015 – IV ZR 433/14 – Leben
Rückzahlung von Versicherungsbeiträgen bei einer Lebensversicherung
BGH, 14.01.2015 – IV ZR 43/14 – PKV
PKV muss auf fehlende Anschlussversicherung hinweisen
BGH, 17.12.2014 – IV ZR 399/13 – PKV
vorvertragliche Behandlungsbedürftigkeit bei Zahnbehandlungen
BGH, 10.12.2014 – IV ZR 289/13 – Raten- bzw. Restschuld
fehlende Transparenz einer Ausschlussklausel
OLG Köln, 07.11.2014 – 20 U 86/14 – BU
Ansprüche des Versicherungsnehmers einer Krankentagegeld- und einer BU-Versicherung aus einer „Leistungs- und Servicegarantie“
BGH, 05.11.2014 – IV ZR 22/13 – RSV
zum Eintritt des Versicherungsfalls in der Rechtsschutzversicherung
OLG Stuttgart, 07.08.2014 – 7 U 35/14 – Unfall
Wann darf der Unfallversicherer die Leistungen wegen Vorerkrankungen kürzen? (hier: Ruptur der Rotatorenmanschette)
OLG Hamburg, 06.08.2014 – 9 U 31/13 – PKV
keine Quasivermutung von Arglist bei objektiven Falschangaben (hier: Konfliktsituation am Arbeitsplatz ohne Krankheitswert = depressive Episode?)
KG Berlin, 23.05.2014 – 6 U 210/13 – PKV
keine Quasivermutung von Arglist bei objektiven Falschangaben (hier: nur einmalige Behandlung – Lumboischialgie = „unbekannte“ Diagnosen mit lateinischen Begriffen)
OLG Stuttgart, 17.04.2014 – 7 U 253/13 – BU
Belehrung zu den Anzeigepflichten nach § 19 Abs. 5 VVG muss in unmittelbarer Nähe zu den Gesundheitsfragen stehen
BGH, 12.03.2014 – IV ZR 306/13 – PKV
keine (ordnungsgemäße) Belehrung nach § 19 Abs. 5 VVG bei Arglist notwendig
Hier finden Sie praxisrelevante Entscheidungen zum Thema „Hartz IV“, geordnet nach Datum. Die von mir selbst erstrittenen Entscheidungen habe ich mit meinem Logo hervorgehoben.
BSG, 25.04.2018 – B 14 AS 14/17 R
SG Cottbus, 12.03.2018 – S 24 AS 1811/16
Anspruch auf Erteilung einer Zusicherung besteht auch nach erfolgtem Umzug
SG Hannover, 06.02.2018 – S 68 AS 344/18 ER
Jobcenter muss Tablet für Schülerin zahlen – vgl. zur Kostenübernahme für einen internetfähigen Computer auch SG Cottbus, 13.11.2016 – S 42 AS 1914/13
SG Cottbus, 23.01.2018 – S 31 AS 1324/15
SG Speyer, 29.12.2017 – S 16 AS 1466/17 ER
SG Speyer hält Begrenzung in § 22 Abs. 1 Satz 1 HS. 2 SGB II auf angemessene Aufwendungen für Unterkunft und Heizung für verfassungswidrig
LSG Niedersachsen-Bremen, 11.12.2017 – L 11 AS 349/17
Jobcenter muss Schulbücher für Hartz-IV-Empfänger bezahlen – vgl. zur Kostenübernahme für einen internetfähigen Computer auch SG Cottbus, 13.11.2016 – S 42 AS 1914/13
BSG, 07.12.2017 – B 14 AS 6/17 R
SG Cottbus, 07.12.2017 – S 4 AS 1817/15
Sanktion: kleine Schriftgröße und das gänzliche Fehlen von Absätzen machen Rechtsfolgenbelehrung (zu) unübersichtlich
LSG Berlin-Brandenburg, 26.10.2017 – L 10 AS 1934/17 B ER
unbekannte Bankkonten rechtfertigen keine vorläufige Zahlungseinstellung
BSG, 25.10.2017 – B 14 AS 4/17 R
Jobcenter muss Brillenreparatur bezahlen
LSG Niedersachsen-Bremen, 24.10.2017 – L 11 AS 335/14
Anrechnung eines Durchschnittskindergeldes als Einkommen bei mehr als 2 Kindern in der Bedarfsgemeinschaft ist nicht zulässig
BSG, 12.10.2017 – B 4 AS 34/16 R
Sanktion: keine Erfüllung des Zahlungsanspruchs durch Aushändigung von Lebensmittelgutscheinen
SG Berlin, 01.09.2017 – S 179 AS 9879/17 ER
Aufforderung zur Beantragung vorzeitiger Altersrente: Beseitigt die voraussichtliche Rente einen Sozialleistungsbezug im Alter?
SG Cottbus, 31.08.2017 – S 31 AS 1700/17 ER
kein abgeschwächter Rechtsschutz bei Mietverträgen zwischen nahen Angehörigen
BSG, 30.08.2017 – B 14 AS 30/16 R
Hausverkauf ist bei voraussichtlich kurzem Hartz IV-Bezug unzumutbar
BVerfG, 01.08.2017 – 1 BvR 1910/12
Eilbedürftigkeit von SGB-II-Unterkunftsleistungen auch vor Räumungsklage möglich
BSG, 05.07.2017 – B 14 AS 36/16 R
vorläufige Bewilligung: endgültiger Bescheid wird Gegenstand des Widerspruchsverfahren – anteilige Kostentragung des Jobcenters bei unzutreffender Rechtsbehelfsbelehrung (Widerspruch statt Verweis auf § 86 SGG)
LSG Berlin-Brandenburg, 09.06.2017 – L 32 AS 416/16
keine Rechtsgrundlage für die Berücksichtigung von Wohngeld als Einkommen – Gesetzeslücke?!
LSG Berlin-Brandenburg, 20.04.2017 – L 32 AS 1945/15
keine fiktive Einkommensanrechnung nach Verteilung einer zugeflossenen Steuererstattung auf 6-Monatszeitraum bei vorzeitigem Verbrauch
BSG, 30.03.2017 – B 14 AS 13/16 R
Jobcenter muss Nebenkostennachzahlung auch nach Umzug übernehmen
BSG, 30.03.2017 – B 14 AS 18/16 R
monatsgenaue Berücksichtigung des tatsächlichen Einkommens bei der endgültigen Leistungsfestsetzung
SG Cottbus, 07.03.2017 – S 39 AL 619/15
kein Erstattungsanspruch des Jobcenters gegen die Arbeitsagentur in sogenannten Aufzahlungsfällen
SG Saarland, 11.01.2017 – S 12 AS 421/14
Kosten für Abifeier sind vom Jobcenter zu übernehmen
LSG Niedersachsen-Bremen, 14.12.2016 – L 13 AS 92/15
Reparaturkosten für eine Brille sind vom Jobcenter zu übernehmen
SG Cottbus, 13.11.2016 – S 42 AS 1914/13
Jobcenter muss Laptop für Schülerin bezahlen
SG Chemnitz, 11.11.2016 – S 33 AS 1347/16
Widerspruch schon bei Begründungsmangel des Bescheides erfolgreich
SG Dresden, 07.11.2016 – S 51 AS 3498/16 (Hinweisverfügung)
Mehrfachanrechnung von verschwiegenem Vermögen ist unzulässig
SG Iserlohn, 27.09.2016 – S 7 AS 2145/13
monatliche Kosten für die Teilnahme am Musikunterricht sind zu übernehmen
SG Cottbus, 27.09.2016 – S 14 AS 1683/16 ER
Jobcenter muss Auskünfte unmittelbar vom mutmaßlichen Mitglied der Bedarfsgemeinschaft anfordern
SG Dortmund, 19.09.2016 – S 19 AS 1803/15
Leistungskürzung wegen unangemessener Wohnkosten für Hauseigentümer(!) ist nur nach vorheriger Kostensenkungsaufforderung möglich
SG Cottbus, 12.08.2016 – S 40 AS 1768/16 ER
Sanktion: Warnfunktion der Rechtsfolgenbelehrung nur bei ausreichender optischer Gestaltung gewährleistet
BSG, 10.08.2016 – B 14 AS 58/15 R
Kosten für einen Nachsendeantrag sind übernahmefähige Umzugskosten
SG Gotha, 02.08.2016 – S 15 AS 5157/14
Sanktion: SG Gotha hält Hartz-IV-Sanktionen weiterhin für verfassungswidrig und ruft erneut das BVerfG an
BSG, 26.07.2016 – B 4 AS 47/15 R
Anhörungsfehler können zur Aufhebung des Bescheides führen
BSG, 23.06.2016 – B 14 AS 30/15 R
keine Bewerbungsbemühungen ohne Regelung zur Kostenübernahme
SG Berlin, 27.05.2016 – S 37 AS 22238/15
zur Anrechnung von Nebeneinkommen bei gleichzeitigem Bezug von ALG I und ALG II
LSG Thüringen, 18.05.2016 – L 9 AS 449/16 B ER
Eilrechtsschutz gegen Zuweisungsentscheidung ist (nunmehr) möglich
SG Mainz, 18.04.2016 – S 3 AS 149/16
SG Mainz hält Leistungsausschluss für Auszubildende im SGB II für verfassungswidrig
SG Karlsruhe, 13.04.2016 – S 13 AS 3066/15
Kostensenkungsaufforderung: Angabe der Nettokaltmiete als Grenzwert macht Wohnungssuche subjektiv unmöglich
BGH, 22.03.2016 – 3 StR 517/15
Vorwurf Sozialleistungsbetrug? – Strafrichter müssen Leistungsanspruch selbständig prüfen
SG Frankfurt am Main, 22.03.2016 – S 19 AS 1417/13
zur Übernahme der Kosten für eine Gleitsichtbrille aus dem Vermittlungsbudget
SG München, 21.03.2016 – S 40 AS 555/16 ER
Sanktion: unterlassene Wahrnehmung eines Meldetermins – fehlende Fahrtkosten sind wichtiger Grund
BSG, 09.03.2016 – B 14 AS 5/15 R
Widerspruchsverfahren gegen eine Mahngebühr: Erstattung der Geschäftsgebühr in Höhe von 120,00 EUR
LSG Sachsen, 22.02.2016 – L 3 AS 613/15 B ER
zum Rechtsschutz gegen eine „Zwangsverrentung“
BSG, 17.02.2016 – B 4 AS 12/15 R
keine zeitlich unbegrenzte Deckelung der Mietkosten nach (nicht erforderlichem) Umzug
SG Cottbus, 12.02.2016 – S 27 AS 373/15 (Hinweisverfügung)
Überprüfungsverfahren: Jobcenter muss auf Nachfrage Bescheide benennen und übersenden
SG Cottbus, 09.02.2016 – S 41 AS 3560/15
Widerspruchsverfahren: Kostenerstattung bei Berücksichtigung eines Betriebskostenguthabens vor dem tatsächlichen Zufluss
LSG Berlin-Brandenburg, 28.01.2016 – L 9 AS 1182/15 (Hinweisverfügung)
Wohngeld weder als Einkommen der Eltern (Argument: § 40 WoGG) noch als Einkommen der Kinder (Argument: § 11 Abs. 1 Satz 4 SGB II gilt nur für das Kindergeld) zu berücksichtigen
LSG Bayern, 18.01.2016 – L 7 AS 869/15 B ER
10 % Sicherheitszuschlag ist als Mietobergrenze auch auf die ab dem 01.01.2016 (erhöhten) Tabellenwerte in § 12 WoGG zu gewähren
SG Hildesheim, 22.12.2015 – S 37 AS 1175/15
Jobcenter muss Kosten für Schulbücher als „Befähigungskosten“ bezahlen
BSG, 03.12.2015 – B 4 AS 47/14 R
Strom für einen Heizstrahler im Bad einer Mietwohnung ist als Unterkunftsbedarf anzuerkennen
SG Altenburg, 25.11.2015 – S 24 AS 145/15
kein Durchschnittseinkommen bei endgültiger Leistungsfestsetzung
SG Neubrandenburg, 12.11.2015 – S 14 AS 969/15
bei Erstattungsanspruch nach abschließender Entscheidung gilt Jahresfrist
LSG Nordrhein-Westfalen, 09.11.2015 – L 19 AS 924/15
„aufgestaute“ Nachzahlung von Kindergeld ist als laufende Einnahme im Zuflussmonat zu berücksichtigen – keine Verteilung auf mehrere Monate
LSG Baden-Württemberg, 20.10.2015 – L 13 AS 1806/14
„aufgestaute“ Nachzahlung aus einer privaten BU-Versicherung ist als laufende Einnahme im Zuflussmonat zu berücksichtigen – keine Verteilung auf mehrere Monate
SG Cottbus, 13.10.2015 – S 34 AS 3270/15 ER (Hinweisverfügung)
kein Mitwirkungspflichtverstoß bei Nichtvorlage von Kontoauszügen dritter Personen
SG München, 01.10.2015 – S 16 AS 1859/15 ER
Sanktion: Nichtwahrnehmung eines Meldetermins – Vorlage einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung nicht zwingend erforderlich
LSG Berlin-Brandenburg, 21.09.2015 – L 34 AS 2083/13 B PKH
Teilnahmegebühr für Jugendweihefeier kann im Einzelfall erstattungsfähig sein
SG Cottbus, 21.09.2015 – S 40 AS 2598/14
endgültige Leistungsbewilligung bei schwankendem Einkommen ist rechtswidrig – Verweis auf BSG, 29.11.2012 – B 14 AS 6/12 R
SG Cottbus, 21.09.2015 – S 40 AS 3263/14
Jobcenter darf Bewilligung von Renovierungskosten nicht Ermessen widerrufen
LSG Berlin-Brandenburg, 17.09.2015 – L 31 AS 1571/15
Versicherungspauschale ist bei „aufgestauter“ Nachzahlung von Kindergeld pro Monat abzusetzen: Grundsätze des BSG, 17.07.2014 – B 14 AS 25/13 R gelten unabhängig von der Einkommensart
BSG, 19.08.2015 – B 14 AS 13/14 R
keine monatsübergreifende Saldierung bei vorläufiger Bewilligung
SG Dresden, 10.08.2015 – S 20 AS 1507/14
Sanktion: Sanktionsregelungen im SGB II sind verfassungswidrig
SG Cottbus, 07.08.2015 – S 31 AS 4942/14 (Hinweisverfügung)
Extrabescheid über persönlichen Schulbedarf ist rechtswidrig
LSG Berlin-Brandenburg, 31.07.2015 – L 25 AS 1911/14 B PKH
verfassungsrechtliche Bedenken bei Aufrechnung über mehrere Jahre
BSG, 25.06.2015 – B 14 AS 30/14 R
Sozialrichter dürfen nicht (unterlassene) Aufgaben der Jobcenter nachholen!
Überprüfungsverfahren: zwei Klagen gegen einen Widerspruchsbescheid?!
SG Cottbus, 02.06.2015 – S 24 AS 5401/14
Jobcenter verwirkt Erstattungsanspruch bei verzögerten Ermittlungsmaßnahmen – hier: 1 Jahr Kenntnis von Einkommenszufluss
SG Cottbus, 26.05.2015 – S 33 AS 627/14
Widerspruchsverfahren: anteilige Kostenerstattung bei unzutreffender Rechtsbehelfsbelehrung
SG Bayreuth, 26.05.2015 – S 4 AS 102/15
KdU-Richtlinie wegen fehlender Veröffentlichung unwirksam
SG Gotha, 26.05.2015 – S 15 AS 5157/14
Sanktion: Sanktionen nach §§ 31 ff. SGB II verfassungswidrig?
SG Gotha, 11.05.2015 – S 24 AS 1185/13
Zinsanspruch muss Jobcenter von Amts wegen berücksichtigen
BSG, 29.04.2015 – B 14 AS 20/14 R
Sanktion: keine Leistungskürzung im Wochenrhythmus – Jobcenter muss bei hoher „Einladungsdichte“ Ermessen ausüben
BSG, 29.04.2015 – B 14 AS 19/14 R
Sanktion: keine Sanktionierung ohne Aufhebungsentscheidung
BSG, 29.04.2015 – B 14 AS 31/14 R
Jobcenter muss nach vorläufiger Bewilligung einen endgültigen Leistungsbescheid erlassen – keine Wahl zwischen §§ 45, 48 SGB X und § 328 SGB III
LSG Niedersachsen-Bremen, 29.04.2015 – L 2 R 237/13
vollständige Verrechnung einer Rentennachzahlung mit Erstattungsansprüchen des Jobcenters kann im Einzelfall rechtswidrig sein
BSG, 24.04.2015 – B 4 AS 32/14 R
zur Anrechnung von verspäteten Nachzahlungen des Arbeitgebers und sonstigen „aufgestauten“ laufenden Einnahmen (Kindergeld, Elterngeld) – Handhabung der Jobcenter oft rechtswidrig!
LSG Berlin-Brandenburg, 25.03.2015 – L 27 R 35/15 B PKH
keine überspannten Anforderungen an die hinreichende Erfolgsaussicht zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe
SG Berlin, 23.03.2015 – S 197 AS 355/12
zur Berücksichtigung des tatsächlichen Einkommens bei der endgültigen Leistungsfestsetzung – Monatsprinzip oder Durchschnittseinkommen?
SG Schwerin, 10.03.2015 – S 15 AS 1947/13
Fahrkostenerstattung des Arbeitgebers ist kein (anrechenbares) Einkommen
LSG Niedersachsen-Bremen, 24.02.2015 - L 7 AS 187/14
Jobcenter muss 4 Wochen vor Ablauf des Bewilligungsabschnitts auf erforderlichen Folgeantrag hinweisen
SG Mainz, 12.12.2014 – S 3 AS 130/14 und S 3 AS 370/14
Nichtübernahme von Tilgungsraten für Eigentumserwerb eines Hauses verfassungswidrig?
BSG, 02.12.2014 – B 14 AS 50/13 R
Sanktion: keine „Sippenhaft“ bei Sanktionierung
LSG Niedersachsen-Bremen, 29.11.2014 – L 15 AS 338/14 B ER
LSG Sachsen-Anhalt, 20.11.2014 – L 4 AS 166/14
BSG, 28.10.2014 – B 14 AS 39/13 R
Überprüfungsverfahren: zur Begründungspflicht von Überprüfungsanträgen
LSG Berlin-Brandenburg, 21.10.2014 – L 25 AS 2388/12 B PKH
Gewährung von Prozesskostenhilfe für Regelsatzklage
BVerfG, 09.10.2014 – 1 BvR 83/12
Bewilligung von Prozesskostenhilfe bei ungeklärter Rechtslage
LSG Berlin-Brandenburg, 14.08.2014 – L 18 AS 2084/14 ER
Integration eines Familienangehörigen in einer Bedarfsgemeinschaft als Umzugsgrund
BVerfG, 23.07.2014 – 1 BvL 10/12, 1 BvL 12/12 und 1 BvR 1691/13
Regelbedarfsleistungen sind derzeit (noch) verfassungsgemäß
SG Cottbus, 22.07.2014 – S 41 AS 3297/14 ER
Sanktion: Sanktionierung ohne Aufhebungsentscheidung ist rechtswidrig
BSG, 17.07.2014 – B 14 AS 25/13 R
mehrfache Berücksichtigung des Grundfreibetrages bei „aufgestauten“ Nachzahlungen des Arbeitgebers
BSG, 04.06.2014 – B 14 AS 30/13 R
keine Bagatellgrenze beim Mehrbedarf zur Ausübung des Umgangsrechts
SG, 09.04.2014 – B 14 AS 23/13 R
Unterbrechung des Leistungsbezuges für mindestens 1 Monat hebt Deckelung der Unterkunftskosten auf!
LSG Berlin-Brandenburg, 28.02.2014 – L 32 AS 2279/13 B PKH
Aufrechnung einer Kostenforderung durch das Jobcenter kann im Einzelfall rechtswidrig sein
LSG Niedersachsen-Bremen, 30.01.2013 – L 13 AS 67/11
Anrechnung eines Durchschnittskindergeldes als Einkommen bei mehr als 2 Kindern in der Bedarfsgemeinschaft
Hier finden Sie ausgewählte Entscheidungen aus dem Bereich Arbeitslosigkeit (ALG I), geordnet nach Datum. Die von mir selbst erstrittenen Entscheidungen habe ich mit meinem Logo hervorgehoben.
BSG, 03.05.2018 – B 11 AL 2/17 R
BSG, 12.09.2017 – B 11 AL 25/16 R
SG Cottbus, 11.07.2017 – S 39 AL 486/15
Sperrzeit: kein ausreichend beschriebenes Arbeitsangebot bei fehlenden Angaben zur Vergütung
BSG, 04.04.2017 – B 11 AL 19/16 R
Sperrzeit wegen fehlender Eigenbemühungen nur bei Zusage einer „Gegenleistung“ durch die Arbeitsagentur
BSG, 23.02.2017 – B 11 AL 3/16 R
befristete Rente wegen Erwerbsminderung begründet neuen Anspruch auf ALG I
SG Cottbus, 15.06.2016 – S 19 AL 164/16 ER
Nahtlosigkeit nicht genehmigt, weiter arbeitsunfähig – wie geht es weiter?
SG Cottbus, 02.12.2015 – S 39 AL 617/15 ER
Regelung zur Nahtlosigkeit begründet Sperrwirkung für die Arbeitsagentur
SG Cottbus, 28.08.2015 – S 9 AL 77/13
Arbeitsagentur muss Erstattungsanspruch vom Jobcenter in eigener Zuständigkeit prüfen
Hier finden Sie eine Sammlung ausgewählter Entscheidungen rund um die Rente wegen Erwerbsminderung (EM-Rente), geordnet nach Datum.
LSG Berlin-Brandenburg, 12.04.2018 – L 8 R 808/15
EM: zur (unmöglichen) Verweisung auf die Berufe Warenaufmacher und Versandfertigmacher – Tätigkeiten sind auf dem Arbeitsmarkt nicht (mehr) in genügender Anzahl vorhanden!
BSG, 06.09.2017 – B 13 R 21/15 R
Urlaubsabgeltung = rentenschädlicher Hinzuverdienst
BSG, 06.09.2017 – B 13 R 33/16 R
Krankengeldzuschuss = rentenunschädlicher Hinzuverdienst
SG Duisburg, 19.01.2017 – S 10 R 441/14
EM: zur erfolglosen Ausschöpfung aller ambulanten und stationären Behandlungsoptionen
LSG Bayern, 13.09.2016 – L 13 R 937/14
EM: zur Summierung ungewöhnlicher Leistungseinschränkungen
LSG Berlin-Brandenburg, 29.10.2015 – L 8 R 926/11
EM: zur (unmöglichen) Verweisung auf die Berufe Warenaufmacher und Versandfertigmacher
LSG Berlin-Brandenburg, 03.07.2014 – L 33 R 1251/11
EM: häufige Arbeitsunfähigkeit = Erwerbsminderung?
LSG Bayern, 24.06.2014 –L 19 R 1083/10
EM: zur Berufsunfähigkeit und zur Lösung vom erlernten Beruf
SG Duisburg, 20.03.2014 – S 10 R 77/11
EM: zu den Anforderungen einer vollen Erwerbsminderung
LSG Bayern, 12.02.2014 – L 13 R 158/11
EM: volle Erwerbsminderung auch bei Leistungsfähigkeit von 3 - 6 Stunden
BSG, 31.10.2012 – B 13 R 107/12 B
EM: zur Benennung einer Verweisungstätigkeit bei häufiger Arbeitsunfähigkeit
BSG, 12.12.2011 – B 13 R 21/10 R
EM: zur Wegefähigkeit
SG Hamburg, 10.09.2003 – S 10 RA 406/99
EM: zur Verweisung auf die Berufe Museumswärter und Pförtner
Hier finden Sie eine Sammlung ausgewählter Entscheidungen, die sich mit dem Recht der Schwerbehinderung befassen, geordnet nach Datum.
LSG Berlin-Brandenburg, 12.01.2017 - L 13 SB 3/16
zum Zeitpunkt der Herabsetzung eines GdB
LSG Berlin-Brandenburg, 15.12.2016 – L 13 SB 2/16
zur Bewertung einer seelischen Erkrankung
LSG Berlin-Brandenburg, 15.12.2016 – L 13 SB 232/14
zur Bewertung eines insulinpflichtigen Diabetes mellitus
LSG Berlin-Brandenburg, 12.05.2016 – L 11 SB 16/16
zur Auslegung eines Klageantrages gerichtet auf Feststellung eines Mindest-GdB
BSG, 21.03.2016 – B 9 SB 81/15 B
Bemessung des GdB ist grundsätzlich tatrichterliche Aufgabe
LSG Bayern, 13.07.2015 – L 15 SB 16/14
maßgeblicher Zeitpunkt bei einer Entscheidung zur Herabsetzung des GdB = Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung (Widerspruchsbescheid)
LSG Berlin-Brandenburg, 25.04.2013 – L 13 SB 73/12
Sachverhaltsermittlungen des Versorgungsamtes vom Schreibtisch aus sind bei medizinischen Fragen in der Regel nicht ausreichend
LSG Berlin-Brandenburg, 22.11.2012 – L 13 SB 76/12
zum Erlass eines Gerichtsbescheides in Verfahren aus dem Bereich des Rechts der Schwerbehinderung
LSG Berlin-Brandenburg, 26.07.2012 – L 13 SB 9/10
Versorgungsamt trägt Darlegungs- und Beweislast für eine wesentliche Änderung der Verhältnisse (Verbesserung des Gesundheitszustandes) bei einem Herabsetzungsbescheid
LSG Nordrhein-Westfalen, 18.06.2002 – L 6 SB 142/00
zur Unterscheidung von starken und schwachen Einzel-GdB-Werten
Hier finden Sie eine Sammlung ausgewählter Entscheidungen rund um das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung, geordnet nach Datum.
BSG, 07.11.2017 – B 1 KR 15/17 R
Krankenkasse darf fingierte Genehmigung nicht zurücknehmen!
BSG, 07.11.2017 – B 1 KR 7/17 R
Genehmigungsfiktion in § 13 Abs. 3a SGB V gilt auch für Ansprüche außerhalb des Leistungskataloges
SG Speyer, 13.10.2017 – S 13 KR 85/16
Anspruch auf Krankengeld entsteht durch einmalige ärztliche Feststellung – befristete (zeitabschnittsweise) Bewilligung ist nicht zulässig
SG Regensburg, 30.08.2017 – S 14 KR 618/15
Bescheinigung im Entlassungsbericht einer Klinik reicht als AU-Bescheinigung aus
BSG, 11.07.2017 – B 1 KR 26/16 R
Genehmigungsfiktion nach § 13 Abs. 3a SGB V begründet unmittelbar Anspruch auf Versorgung (Naturalleistung – hier: Durchführung der OP), nicht nur Anspruch auf nachträgliche Kostenerstattung
LSG Schleswig-Holstein, 23.05.2017 – L 5 KR 6/15
zum Anspruch auf eine Brustangleichungsoperation wegen einer psychischen Erkrankung
BSG, 11.05.2017 – B 3 KR 22/15 R
Krankengeld trotz zeitlicher Lücke in der AU-Bescheinigung – Änderung der Rechtsprechung des BSG!
BSG, 11.05.2017 – B 3 KR 6/16 R
kein Anspruch auf eine Kopforthese zur Behandlung einer Schädelasymmetrie
SG Leipzig, 03.05.2017 – S 22 KR 75/16
Krankengeldanspruch ohne förmliche Bescheinigung der AU
SG Mainz, 25.07.2016 – S 3 KR 428/15
kein Ausschluss des Krankengeldes bei lückenhafter ärztlicher Feststellung der AU – befristete (zeitabschnittsweise) Bewilligung ist nicht zulässig
LSG Baden-Württemberg, 25.05.2016 – L 5 KR 1063/15
zur „Krankengeldfalle“ und zur Wahrung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes
BSG, 08.03.2016 – B 1 KR 25/15 R
Leistungsbewilligung durch Schweigen: Genehmigungsfiktion – auf einen Antrag muss die Krankkasse innerhalb von 3 Wochen antworten!
LSG Berlin-Brandenburg, 02.10.2013 – L 1 KR 346/11
zur Bescheinigung von AU bis auf Weiteres
LSG Nordrhein-Westfalen, 24.06.2004 – L 5 KR 129/03
zur Kostenübernahme einer Brustverkleinerung
Die Rechtsprechung unterscheidet zwei Zurechnungstatbestände: Die Haftung des Handelnden (= Täterhaftung), die grundsätzlich vermutet wird und vom Anschlussinhaber zu entkräften ist, und die Haftung desjenigen, der die urheberrechtsverletzende Handlung eines Dritten ermöglicht hat (= Störerhaftung). Hierbei haben sich folgende Leitlinien herausgebildet.
BGH, 12.05.2010 – I ZR 121/08 – Sommer unseres Lebens
Störerhaftung für offenes oder schlecht gesichertes WLAN
BGH, 15.11.2012 – I ZR 74/12 – Morpheus
keine Störerhaftung von Eltern für minderjährige Familienmitglieder nach vorheriger Belehrung
BGH, 08.01.2014 - I ZR 169/12 – Bearshare
keine Störerhaftung von Eltern für erwachsene Familienmitglieder; vorherige Belehrung ist nur bei konkreten Verdachtsmomenten erforderlich
BGH, 11.06.2015 - I ZR 75/14 – Tauschbörsen III
Vorgaben zur Entkräftung der Tätervermutung im Rahmen der sekundären Darlegungslast
BGH, 12.05.2016 - I ZR 48/15 – Everytime we touch
weitere Vorgaben zur Entkräftung der Tätervermutung im Rahmen der sekundären Darlegungslast
BGH, 06.10.2016 - I ZR 154/15 – Afterlife
Entschärfung der sekundären Darlegungslast zur Entkräftung Tätervermutung bei Ehepartnern
BGH, 30.03.2017 - I ZR 19/16 – Loud
sekundäre Darlegungslast kann die namentliche Benennung des Familienmitglieds umfassen, das die Rechtsverletzung begangen hat
Nach der Afterlife-Entscheidung des BGH reicht es nunmehr – jedenfalls in familiären Mehrpersonenhaushalten – aus, zum Vorhandensein von Filesharing-Dateien und entsprechender Software auf den im Zugriff des Anschlussinhabers stehenden Computern vorzutragen und die als Täter tatsächlich in Betracht kommenden Familienmitglieder – unter Schilderung von deren Nutzungsverhalten – konkret zu benennen. Unzumutbar sind indes weitere Nachforschungen durch den Anschlussinhaber, insbesondere die Überwachung der Familienmitglieder oder die Untersuchung von deren Computern. Wenn der Anschlussinhaber aber sicher weiß, wer in der Familie die Urheberrechtsverletzung begangen hat, muss er den Namen offenbaren.
Zwar hat der BGH in der Afterlife-Entscheidung nur über die Konstellation von Ehegatten entschieden. Gleichwohl sind die Grundsätze dieser Entscheidung auf alle im Haushalt lebenden Familienmitglieder anwendbar, welche dem Schutzbereich des Art. 6 Abs. 1 GG (Ehe und Familie) unterfallen.
Zu berücksichtigen ist bei der Rechtsverteidigung auch eine jüngere Entscheidung des EuGH, in der festgestellt wird, dass ein Geschäftsinhaber, der der Öffentlichkeit kostenlos ein WiFi-Netz zur Verfügung stellt, für Urheberrechtsverletzungen eines Nutzers nicht verantwortlich ist, EuGH, 15.09.2016 – C-484/14 – Mc Fadden.
Die Auswirkungen der EuGH-Rechtsprechungsvorgaben für das deutsche WLAN-Haftungsregime werden unterschiedlich beurteilt. Das LG Mannheim jedenfalls geht davon aus, dass für den Bereich der privaten Internetnutzung bereits die Annahme einer tatsächlichen Vermutung als lebensfremd abzulehnen ist. Insbesondere ist für das Gericht nicht nachvollziehbar, warum eine Privatperson, die ihren Internetanschluss nur einen begrenzten Personenkreis zur Verfügung stellt, schärfer haften soll als der Betreiber eines öffentlichen WLAN-Hotspots, der eine weitaus gefährlichere Handlungsursache setzt, LG Mannheim, 18.01.2017 – U 10 C 1780/16.
Auch das AG Frankenthal, 16.03.2016 – 3a C 299/15 hat grundsätzliche Bedenken hinsichtlich der Annahme der vom BGH aufgestellten Tätervermutung. Insbesondere in Haushalten, in denen mehrere Personen selbständig und unabhängig Zugang zum Internet haben, ist nach Auffassung des Gerichts unverständlich, warum eine tatsächliche Vermutung dafür bestehen soll, dass allein der Anschlussinhaber für die Rechtsverletzung verantwortlich ist, AG Frankenthal, 16.03.2016 – 3a C 299/15.
Unabhängig hiervon ist rein vorsorglich auf der Grundlage der BGH-Entscheidungen im jeweiligen Einzelfall zu prüfen, welche konkreten Anforderungen an das Verteidigungsvorbringen des Anschlussinhabers zu stellen sind. Die Auffassungen der Instanzgerichte zum Umfang dieser Anforderungen sind – in Abhängigkeit von der jeweiligen Fallkonstellation (1-Personen-Haushalt oder Mehrpersonenhaushalt) – höchst unterschiedlich, wobei nach der Afterlife-Entscheidung des BGH nunmehr eine anschlussinhaberfreundliche Rechtsprechung vorherrschend ist. Hier exemplarisch ausgewählte Entscheidungen:
AG Kassel, 04.04.2017 - 410 C 1977/16 – Familie, kein WLAN-Anschluss
keine Haftung von Eltern für erwachsene Familienmitglieder (hier: Mutter und Sohn)
LG Berlin, 21.03.2017 - 15 S 48/15 – Familie, WLAN-Anschluss
keine Haftung von Eltern für erwachsene Familienmitglieder (hier: Eheleute und Tochter)
AG Berlin-Charlottenburg, 29.11.2016 – 206 C 329/16 – nichteheliche Lebensgemeinschaft
keine Haftung für den Lebenspartner
AG Berlin-Charlottenburg, 08.06.2016 – 231 C 65/16 – Arbeitsplatz
keine Haftung des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter
LG Flensburg, 23.02.2016 – 8 S 48/15 – Wohngemeinschaft
keine Haftung des Anschlussinhabers für WG-Mitbewohner