Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=06.02.2014&Aktenzeichen=III%20ZR%20131/13
Timestamp: 2019-07-21 03:33:29
Document Index: 222596422

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 06.02.2014 - III ZR 131/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,2224
BGH, 06.02.2014 - III ZR 131/13 (https://dejure.org/2014,2224)
BGH, Entscheidung vom 06.02.2014 - III ZR 131/13 (https://dejure.org/2014,2224)
BGH, Entscheidung vom 06. Februar 2014 - III ZR 131/13 (https://dejure.org/2014,2224)
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Maklerlohnanspruch: Wirtschaftliche Kongruenz zwischen dem vom Makler nachgewiesenen und dem abgeschlossenen Grundstückskaufvertrag bei erheblichen Preisnachlässen
Maklerlohn bei fehlender Kongruenz zwischen dem abgeschlossenen und dem nachgewiesenen Kaufvertrag; Wirtschaftliche Kongruenz des vom Makler nachgewiesenen zum abgeschlossenen Grundstückskaufvertrag bei erheblichen Preisnachlässen
Maklerprovision bei Preisinkongruenz; Preisnachlass über 50 %
Kein Maklerlohnanspruch mangels wirtschaftlicher Kongruenz bei Nachweis eines bebauten jedoch unter erheblicher Preisreduzierung Verkauf eines unbebauten Gründstücks
Zur wirtschaftlichen Kongruenz der vom Makler nachgewiesenen Vertragsgelegenheit zum abgeschlossenen Grundstückskaufvertrag bei erheblichen Preisnachlässen
Mehr als 50% Preisnachlass: Provision verdient?
Mietrecht - Keine Maklerprovision bei mehr als 50% Preisnachlass
Wirtschaftliche Inkongruenz eines vom Makler nachgewiesenen zum abgeschlossenen Grundstückskaufvertrag bei Preisnachlass um mehr als 50 %
Anspruch auf Maklerprovision bei erheblicher Reduzierung des Kaufpreises
Keine Kongruenz bei Preisnachlässen von mehr als 50%
Preisnachlässe von mehr als 50% lassen Kongruenz entfallen
Maklerrecht - Wann mangels wirtschaftlicher Kongruenz zwischen dem abgeschlossenen und dem nachgewiesenen Kaufvertrag kein Maklerlohnanspruch bestehen kann
Maklerrecht: Preisnachlässe können zum Verlust der Provision führen
Maklerlohn: kein Anspruch bei zu hohem Preisnachlass (50 %)
Anspruch auf Maklercourtage bei um 43 Prozent niedrigerem Kaufpreis
Maklerlohn trotz erheblichen Preisnachlasses von mehr als 50%? (IMR 2014, 173)
NJW 2014, 2352
MDR 2014, 448
NZM 2014, 525
ZMR 2015, 90
VersR 2014, 705
WM 2014, 1919
Ausreichend ist, dass bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise in persönlicher und inhaltlicher Hinsicht Kongruenz besteht (vgl. nur BGH, Urteile vom 30. November 1983 - IVa 58/82, WM 1984, 342; vom 14. Dezember 1983 - IVa ZR 66/82, WM 1984, 412, 416; vom 21. Oktober 1987 - IVa ZR 103/86, NJW 1988, 967, 968; Senat, Urteile vom 5. Oktober 1995 - III ZR 10/95, NJW 1995, 3311; vom 20. November 1997 - III ZR 57/96, NJW-RR 1998, 411; vom 8. April 2004 - III ZR 20/03, NJW-RR 2004, 851, 852;… vom 13. Dezember 2007 - III ZR 163/07, NJW 2008, 651 Rn. 16 und vom 6. Februar 2014 - III ZR 131/13, VersR 2014, 705 Rn. 10).
Entscheidend ist letztlich, wie der Senat in seinem - nach Erlass der angefochtenen Entscheidung ergangenen - Urteil vom 6. Februar 2014 (aaO Rn. 12) betont hat, ob sich nach Würdigung aller Umstände des Einzelfalls der abgeschlossene Vertrag als ein wirtschaftlich anderer darstellt als der nach dem Maklervertrag nachzuweisende Vertrag.
Entscheidend ist danach, ob sich unter Würdigung aller besonderen Umstände der abgeschlossene Vertrag als ein wirtschaftlich anderer darstellt als der nach dem Maklervertrag nachzuweisende (vgl. BGH, Urt. v. 06.02.2014 - III ZR 131/13, juris).
Soweit sich die Abweichungen im Rahmen dessen hielten, womit der Maklerkunde bei der Beauftragung des Maklers gerechnet habe, könnten sie den Provisionsanspruch nicht ausschließen (BGH, III ZR 131/13, NJW 2014, 2352).
Dabei ist kein allzu strenger Maßstab anzulegen, da sich insbesondere bei Grundstücken, die längere Zeit angeboten werden, der Preis typischerweise nach unten bewegt (BGH, III ZR 131/13, NJW 2014, 2352).
Soweit die Berufung für den Miteigentumsanteil von 80 % angesichts eines mitgeteilten Gesamtverkaufspreises von 2.950.000,00 EUR einen Ausgangspreis von 2.350.000,00 EUR errechnet und diesem den tatsächlichen, um 16, 1 % geringeren Kaufpreis von 2.000.000,00 EUR gegenüberstellt, verkennt sie, dass die wirtschaftliche Kongruenz nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs durch Preisnachlässe von bis zu 15 % im Allgemeinen nicht in Frage gestellt wird, sie bei Preisnachlässen von mehr als 50 % regelmäßig zu verneinen ist, maßgeblich unbeschadet beider Prozentsätze aber stets die Umstände des Einzelfalls sein müssen (vgl. BGH, Urteil vom 06.02.2014, III ZR 131/13, Rn. 12).
Entscheidend ist, ob sich unter Würdigung aller besonderen Umstände der abgeschlossene Vertrag als ein wirtschaftlich anderer darstellt, als der nach dem Maklervertrag nachzuweisende (BGH, Urteil vom 06.02.2014 - III ZR 131/13, NJW 2014, 2352 Rn. 12).
Ausreichend ist, dass bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise in persönlicher und inhaltlicher Hinsicht Kongruenz besteht (vgl. BGH, Urteile vom 30. November 1983 - IVa ZR 58/82, WM 1984, 342; vom 14. Dezember 1983 - IVa ZR 66/82, WM 1984, 412, 416; vom 21. Oktober 1987 - IVa ZR 103/86, NJW 1988, 967, 968; vom 5. Oktober 1995 - III ZR 10/95, NJW 1995, 3311; vom 20. November 1997 - III ZR 57/96, NJW-RR 1998, 411; vom 8. April 2004 - III ZR 20/03, NJW-RR 2004, 851, 852;… vom 13. Dezember 2007 - III ZR 163/07, NJW 2008, 651 Rn. 16 und vom 6. Februar 2014 - III ZR 131/13, VersR 2014, 705 Rn. 10).
Soweit die Berufung für den Miteigentumsanteil von 80% angesichts eines mitgeteilten Gesamtverkaufspreises von 2.950.000,00 Euro einen Ausgangspreis von 2.350.000,00 Euro errechnet und diesem den tatsächlichen, um 16, 1% geringeren Kaufpreis von 2.000.000,00 Euro gegenüberstellt, verkennt sie, dass die wirtschaftliche Kongruenz nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs durch Preisnachlässe von bis zu 15% im Allgemeinen nicht in Frage gestellt wird, sie bei Preisnachlässen von mehr als 50% regelmäßig zu verneinen ist, maßgeblich unbeschadet beider Prozentsätze aber stets die Umstände des Einzelfalls sein müssen (vgl. BGH, Urteil vom 06.02.2014, III ZR 131/13, Rn. 12).