Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81160000052.htm
Timestamp: 2018-12-13 23:00:08
Document Index: 152564468

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 7', '§ 2', '§ 14', '§ 36', '§ 36', '§ 4', '§ 13']

1.16.052 Autmuttal - Kohlberg
Verordnung des Landratsamtes Esslingen als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Autmuttal - Kohlberg" im Landkreis Esslingen vom 24. März 1975 (Teckbote, Esslinger Ztg., Nürtinger Ztg. v. 05.04.1975).
Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf- und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (GBl. S. 111) und des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes und des Gesetzes zur Änderung und Ergänzung des Reichsnaturschutzgesetzes in der Fassung vom 17. Oktober 1962 (GBl. S. 203) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums vom 15. November 1973 als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Der in § 2 näher beschriebene Landschaftsteil auf der Gemarkung Kohlberg, Landkreis Esslingen, wird dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt. Dieser Landschaftsteil wird als Landschaftsschutzgebiet "Autmuttal-Kohlberg" bezeichnet.
Das Landschaftsschutzgebiet wird durch folgende Markungsgrenzen, in ihm liegende Flurstücke sowie außerhalb liegende Straßen und Wege begrenzt.
· Grenzbeschreibung
Beginn bei Parz.Nr. 1334/4 an der Markungsgrenze Neuffen-Kappishäusern im Uhrzeigersinn.
(1) Die genannten Parzellen bilden die äußere Begrenzung des geplanten Landschaftsschutzgebietes und gehören mit ihrer gesamten Fläche dazu.
· Parzelle 1334/4 entlang der Markungsgrenze Neuffen-Kappishäusern bis Parz. 2636/1, 2636/2 entlang der Markungsgrenze Metzingen bis Parz. 2498, entlang FW 57 und FW 55 bis Parz. 2446, 2443, 2442/7, 2442/5, 2442/6, 2442/4, 2442/3, 2442/2, über Bach 1, 2361/1, 2361/2, über FW 63, 2356/2 über FW 44, 2360 über FW 43, 490/1, 489/1, 488, 581/1, 581/2, 581/3, 586/1, 586/3, 586/2, 587, 588/7, 588/8, 589/1, 592, 593, 597, 598, 601, 602 603/1, 604/2, 604/3, 605, 608, 609/2, 610, über FW 39, 760, 759 über FW 41, 774, 850, 849 über FW 28, 855/3, 884/2, 884/1, 883, 882, 881, 880/4, 880/3, 880/2, 880/5, 880/1, 879/2, 879/1, 878, 877 über FW 48, 947/2, 947/3, 947/1, 946, 971, 970, 969, 968, 965, 966 über Vic. Weg 4, 1105/1, 1105/2, 1110, 1111, 1112, 1113, 1114, 1115/1, 1115/2, 1116/1, 1116/2, 1117, 1118, 1119, 1120/1, 1120/2, 1121, 1122/1, 1122/3, 1123, 1124/1, 1125/1, 1126/1, 1126/2, 1127, 1128/2, 1128/1, über FW 33, 1272, 1271, 1270, 1334/3 bis zum Endpunkt 1334/4.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in eine Karte im Maßstab 1 : 2 500 grün eingetragen, die beim Landratsamt Esslingen in Nürtingen, Marktstraße 14 archivmäßig aufbewahrt wird.
Eine Mehrfertigung dieser Karte befindet sich beim Regierungspräsidium in Stuttgart. Die Karten können während der Sprechzeiten eingesehen werden.
5. Änderung der bisherigen Bodengestalt vor allem durch Abgrabungen, Auffüllung und Aufschüttung, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;
10. Ablagerung oder auch kurzfristige Lagerung von Abfällen, Müll, Erd- und Gesteinsaushub, Schutt, Unrat, Autowracks oder ähnlichen Gegenständen, soweit nicht bereits Nr. 1, das Abfallgesetz (GBl. 1972 S. 1) oder das Abfallbeseitigungsgesetz (BGBl. 1972, S. 873) Anwendung finden;
12. Änderung der Bodennutzung, insbesondere Aufforstungen, Aufstockungen und Kahlschläge;
13. Beseitigung oder Änderung wesentlicher Landschaftsbestandteile, insbesondere von Bäumen, Hecken, Büschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen, Felsen sowie ähnlichen Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen soweit nicht bereits § 14 Abs. 1 der Naturschutzverordnung in der jeweils geltenden Fassung zutrifft;
14. Betrieb von Maschinen, Geräten und Einrichtungen aller Art soweit sie lästigen Lärm verursachen.
(4) Soweit für Bauvorhaben die Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Verwaltungsbehörde nach § 36 Abs. 1 Satz 2 des BBauG in der jeweils geltenden Fassung erforderlich ist, muß auch die Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde eingeholt werden. Eine allgemeine Festlegung nach § 36 Abs. 2 des BBauG kann mit einer entsprechenden Regelung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde verbunden werden.
2. die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und der Fischerei mit Ausnahme der Errichtung von baulichen Anlagen i.S. des § 4 Abs. 2 Nr. 1.
handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (GBl. S. 53), zuletzt geändert durch das zweite Gesetz über die Änderung von Zuständigkeiten der Ministerien vom 24. Juli 1973 (GBl. S. 400) und kann mit einer Geldbuße belegt werden.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündigung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Anordnung des Landratsamts Esslingen zur einstweiligen Sicherstellung des Landschaftsteiles "Autmuttal - Kohlberg" vom 09.03.1974 außer Kraft.
Reg.-Assessor