Source: http://www.juricom.de/tacheles-rechtsprechungsticker-kw-022014/
Timestamp: 2017-08-19 14:53:05
Document Index: 127681670

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 31', '§ 10', '§ 31', '§ 31', '§ 34', '§ 67', '§ 67', '§ 66', '§ 7']

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 02/2014 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
Home Tacheles Rechtsprechungsticker KW 02/2014
Erstellt: Montag, 13.01. 09:27
1.1 Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss vom 18.12.2013 – L 3 AS 1613/13 NZB
1.2 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 20.12.2013 – L 19 AS 2015/13 B ER – rechtskräftig
Anmerkung: Ebenso – SG Braunschweig, Urteil vom 08.08.2013 – S 17 AS 4125/12
1.3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 20.12.2013 – L 12 AS 2265/13 B ER – und – L 12 AS 2266/13 B – rechtskräftig
1.4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 19.12.2013 – L 19 AS 1769/13 B – rechtskräftig
Die Erfüllung des Sanktionstatbestandes des § 31 Abs. 2 Nr. 1, 2 SGB II kann zwar mit der Inanspruchnahme der Elternzeit in Betracht kommen, da bei Inanspruchnahme der Elternzeit zwar das Arbeitsverhältnis bestehen bleibt, aber die wechselseitigen Hauptpflichten wie die Vergütungspflicht und die Arbeitspflicht ruhen (vgl. LSG Berlin-Brandenburg Urteil vom 15.08.2013 – L 34 AS 1030/11) und damit wegen des Fortfalls des Arbeitsentgelts sich die Hilfebedürftigkeit vergrößert. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass die Annahme einer absichtlichen Herbeiführung der Hilfebedürftigkeit i.S.v. § 31 Abs. 2 Nr. 1 SGB II zumindest voraussetzt, dass der Leistungsbezieherin die Fortführung ihrer bisherigen Tätigkeit i.S.v. § 10 Abs. 1 Nr. 3 SGB II ab der Einschulung ihres Kindes zumutbar gewesen ist. Auch wird zu erwägen sein, bei der Prüfung der Absicht i.S.d. § 31 Abs. 2 Nr. 1 SGB II die Wertung von § 31 Abs. 1 S. 1 Nr. 2, S. 2 SGB II einzubeziehen. Hiernach stellt nur die Weigerung, eine zumutbare Arbeit fortzuführen eine Pflichtverletzung dar und dies auch dann nicht, wenn der erwerbsfähige Leistungsberechtigte einen wichtigen Grund für sein Verhalten darlegt und nachweist.
Diese Erwägungen sind auch bei Prüfung eines Ersatzanspruchs nach § 34 SGB II zu berücksichtigen. Ein solcher setzt voraus, dass das Verhalten des Ersatzpflichtigen objektiv sozialwidrig gewesen ist (vgl. BSG Urteil vom 02.11.2012 – B 4 AS 39/12 R ).
1.5 LSG NRW, Urteil vom 28.11.2013 – L 7 AS 1121/13 und – L 7 AS 1122/13
1.6 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 10.08.2007 – L 7 AS 180/07 – rechtskräftig
2.1 SG Kiel, Beschluss vom 30.12.2013 – S 34 AS 284/13 ER
2.2 SG Kiel, Beschluss vom 18.11.2013 – S 35 AS 355/13 ER
Quelle: Sozialberatung Kiel, hier zum Link: http://sozialberatung-kiel.de/2014/01/06/hartz-iv-zankapfel-bedarfsgemeinschaften/
3.1 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 05.08.2013 – L 8 SO 28/13 B ER – rechtskräftig
In Sachsen-Anhalt ist der überörtliche Träger der Sozialhilfe sachlich für die Erbringung von Leistungen der Hilfe zur Pflege zuständig. Zu dessen Aufgabenerfüllung werden aber die örtlichen Träger des Sozialhilfe – also auch der Antragsgegner – herangezogen, so dass sie möglicherweise als einheitliche verantwortliche Stelle (§ 67 Abs. 9 SGB X) bei der Gewährung der Leistungen der Grundsicherung bei Erwerbsminderung und der Hilfe zur Pflege handeln und die Vorschriften der §§ 67 ff. SGB X nur eingeschränkt anwendbar sind. Jedenfalls hat der Antragsteller mehrfach auf den möglichen Rückgriff auf die im Rahmen des Gewährung der Leistungen der Hilfe zur Pflege vorgelegten Unterlagen verwiesen und damit sein Einverständnis mit deren Beiziehung erklärt, so dass Erhebung, Übermittlung und Nutzung der bei der Hilfe zur Pflege bekannt gewordenen Sozialdaten keine Gründe entgegenstanden.
Es kann offen bleiben, ob die Anforderung von Kontoauszügen unabhängig von einem Hinweis auf Schwärzungsmöglichkeiten zu für die Leistungsberechtigung nicht relevanten Angaben die Folgen des § 66 Abs. 1 Satz 1 SGB I auslösen kann (vgl. dazu LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 31. August 2009 – L 5 AS 223/09 B ER).
3.2 LSG NRW, Beschluss vom 20.12.2013 – L 9 SO 429/13 B ER
Quelle: Pressemitteilung des LSG NRW vom 08.01.2014, hier nachlesbar: http://www.lsg.nrw.de/behoerde/presse/Aktuelle_Pressemitteilungen_des_LSG/Kosten_fuer_die_Bereitstellung_eines_Integrationshelfers_aus_Mitteln_der_jugend-_oder_Sozialhlfe_zu_erbringen/index.php , zum Volltext des Beschlusses hier: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=166280&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Anmerkung von Dr. Rainer Störmer, RiBVerwG zu BVerwG 5. Senat, Urteil vom 11.07.2013 – 5 C 23/12 D
Lesen: Sozialrechtler zur Zuwanderungsdebatte: „Das ist plumpe Politik“ | Flucht und Zuwanderung – Frankfurter Rundschau – hier zur Quelle: http://www.fr-online.de/flucht-und-zuwanderung/sozialrechtler-zur-zuwanderungsdebatte–das-ist-plumpe-politik-,24931854,25834036.html
Anmerkung: Staatsangehörigkeit als Differenzierungskriterium im Sozialleistungsrecht – Zur Vereinbarkeit von § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II mit europäischem Unions- und deutschem Verfassungsrecht – ein Aufsatz von Prof. Dr. Thorsten Kingreen.
Quelle: SGb 03/2013, 132 – Staatsangehörigkeit als Differenzierungskriterium im Sozialleistungsrecht, hier zum Link: http://www.diesozialgerichtsbarkeit.de/ce/staatsangehoerigkeit-als-differenzierungskriterium-im-sozialleistungsrecht/detail.html
Link zum Newsletter "recht praktisch – Ausgabe 4; Dez. 2013, hier: http://www.erwerbslos.de/images/stories/dokumente/recht_praktisch/newsletter/recht_praktisch_nr4_dez_2013.pdf, Quelle: KOS – www.erwerbslos.de
7. Grenzen der Freizügigkeit – Europarechtliche Vorgaben für die Innenpolitik – von Prof. Dr. Daniel Thym, LL.M.
Lesen: Jobsuche in Deutschland: Grenzen der Freizügigkeit – Legal Tribune Online, hier zum Link: http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/europa-freizuegigkeit-jobsuche-sozialsystem-auslaender/
9. 10.1.2014: EU-Kommission bestätigt die Rechtsauffassung des SG Berlin in Sachen "Hartz-IV" für EU-Ausländer – ein Beitrag von " Sozialrecht in Freiburg"