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Timestamp: 2016-10-22 23:45:22
Document Index: 272632543

Matched Legal Cases: ['Art. 75', 'Art. 100', 'Art. 76', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 128', 'Art. 55', 'Art. 221', 'Art. 180', 'Art. 55', 'Art. 221', 'Art. 180', 'Art. 95', 'Art. 43', 'Art. 310', 'Art. 97', 'Art. 55', 'Art. 221', 'Art. 180', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 1', 'Art. 7', 'Art. 18', 'Art. 157', 'Art. 371', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 120', 'Art. 153', 'Art. 120', 'Art. 124', 'Art. 153', 'Art. 153', 'Art. 38', 'Art. 153', 'Art. 59', 'Art. 64', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 120', 'Art. 160', 'Art. 160', 'Art. 120', 'Art. 120', 'Art. 127', 'Art. 125', 'Art. 126', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 125', 'Art. 120', 'Art. 66']

4A_221/2015 (23.11.2015)
4A_221/2015 � � Urteil vom 23. November 2015
vertreten durch Rechtsanwalt PD Dr. Peter Reetz,
vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Roland H�rlimann und Dr. Martin Werner,
Werkvertrag; Verrechnungseinrede im Prozess,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 27. Februar 2015.
Am 22. Oktober 2007 schlossen die A.________ (Bestellerin) und die B.________ AG (Unternehmerin) einen schriftlichen "GU-Vertrag" betreffend die Instandsetzung der Parkgarage und der Fussg�ngerbr�cke der Wohnsiedlung G.________ in Z�rich. Die Bestellerin �bertrug darin der Unternehmerin die Ausschreibung, Ausf�hrungsplanung, Bauleitung, schl�sselfertige Erstellung und betriebsbereite �bergabe des Bauwerks gegen Bezahlung eines Werkpreises von Fr. 9'548'399.63 vor Mehrwertsteuer bzw. von Fr. 10'274'078.-- mit Mehrwertsteuer.
Am 19. Dezember 2008 unterzeichneten Vertreter beider Parteien ein als "Bau�bergabeprotokoll" bezeichnetes Dokument mit der Pr�zisierung, dass es sich dabei um eine "Abnahme mit unwesentlichen M�ngeln" handle und die Unternehmerin bis zum 29. Januar 2009 vorhandene M�ngel zu beheben sowie nicht vollendete Arbeiten auszuf�hren habe.
Am 4. Januar 2010 �bersandte die Unternehmerin der Bestellerin eine Abrechnung �ber Fr. 13'857'123.83 inkl. MwSt. mit drei Rechnungen mit jeweils einem Beiblatt, das den Titel "Schlussabrechnung" trug.
W�hrend die Bestellerin die Rechnungen Nr. 121000604 und Nr. 121000605 vollumf�nglich bezahlte, weigerte sie sich, die Rechnung Nr. 121000607 zu bezahlen. Diese betraf das Parkhaus G.________ mit Nachtr�gen f�r Bau, Betrieb und Dritte sowie Leistungen vom 1. Oktober 2007 bis 30. November 2009. Der Rechnungsbetrag lautete auf Fr. 289'324.15 inkl. MwSt. Dieser entspricht ausweislich des Beiblatts "Schlussabrechnung" der Werkvertragssumme Parkhaus von Fr. 8'913'400.-- (Fr. 9'590'818.40 inkl. MwSt.) zuz�glich Nachtr�gen von Fr. 3'161'560.05, zusammen Fr. 12'992'657.- inkl. MwSt., abz�glich Akontozahlungen gem�ss Zahlungsplan und den Nachtr�gen 1-5 von Fr. 12'703'332.85 inkl. MwSt.
Am 25. M�rz und 7. April 2010 mahnte die Unternehmerin die Bestellerin f�r den offenen Betrag der Rechnung Nr. 121000607.
Zwischen den Parteien bestand parallel zum Vertrag betreffend die Wohnsiedlung G.________ noch ein weiterer Vertrag bez�glich des Neubaus des Stadions H.________. Auch in diesem Zusammenhang kam es zwischen den Parteien zu einem Streit �ber die H�he des geschuldeten Werklohns. Die Bestellerin erkannte die Schlussabrechnung der Unternehmerin nicht an. Am 3. Juni 2010 erhob die Unternehmerin diesbez�glich Klage beim Bezirksgericht Z�rich auf Zahlung eines Betrags von " mindestens CHF 22'954'484.10". In ihrer Klageantwort beantragte die Bestellerin die vollumf�ngliche Abweisung der Klage. Dabei erhob sie eventualiter f�r den Fall, dass sich die eingeklagte Forderung als begr�ndet erweisen sollte, die Einrede der Verrechnung mit Guthaben aus den Nachtr�gen 16 und 17 des Projekts "H.________" im Umfang von Fr. 2'791'457.54.
Die Unternehmerin rief schliesslich auch im Zusammenhang mit dem ausstehenden Werklohn bez�glich der Wohnsiedlung G.________ die Z�rcher Schlichtungsbeh�rden an, wobei die Schlichtungsverhandlung scheiterte.
B.a.�Mit Klage vom 27. April 2011 beantragte die Unternehmerin dem Bezirksgericht Z�rich, die Bestellerin sei zur Zahlung von Fr. 289'260.58 nebst Zins zu 5% seit dem 8. Mai 2010 zu verurteilen.
Die Unternehmerin machte geltend, die Parteien h�tten am 1. November 2007 in Erg�nzung zum Vertrag Zusatzleistungen zu einem Pauschalpreis als "Nachtrag Nr. 1" vereinbart, n�mlich das "Einl�sen Option Lufterhitzer Garage Koller". Die Parteien h�tten sp�ter und bis zum 31. August 2009 weitere 67 Zusatzleistungen zu Pauschalpreisen als "Nachtr�ge" vereinbart. Die Summe der Pauschalpreise habe Fr. 3'261'034.87 vor MwSt. bzw. Fr. 3'508'873.52 mit MwSt. betragen. Die Parteien h�tten ausserdem eine Brunnensanierung als Akkordarbeit mit offener Abrechnung vereinbart. Schliesslich habe die Unternehmerin der Bestellerin zu ihren zus�tzlichen Bestellungen insgesamt 68 Antr�ge auf Abschluss von Vertr�gen �ber Zusatzleistungen, also Nachtrags-Antr�ge, jeweils fortlaufend nummeriert gestellt. Der Vertreter der Bestellerin, C.________, habe die Nachtrags-Antr�ge Nr. 4, Nr. 15 und Nr. 55 abgelehnt. Die �brigen 65 Bestellungs�nderungen habe C.________ hingegen mittels schriftlicher Vereinbarungen best�tigt. C.________ habe alle 65 Nachtr�ge unterschrieben.
In ihrer Klageantwort vom 25. August 2011 beantragte die Bestellerin die vollumf�ngliche Abweisung der Klage. Sie bestritt, dass die Parteien Nachtr�ge als Erg�nzung zum Vertrag vereinbart h�tten, dass in insgesamt 68 Nachtr�gen Zusatzleistungen vereinbart worden sein sollen und diese durch Pauschalpreise abzugelten gewesen seien. Weiter machte die Bestellerin geltend, s�mtliche �nderungen des Vertrags h�tten gem�ss dessen Ziff. 16.6 in einem beidseits unterzeichneten schriftlichen Nachtrag erfolgen m�ssen. Eventualiter f�r den Fall, dass sich die eingeklagte Forderung als begr�ndet erweisen sollte, erhob die Bestellerin wie bereits im Verfahren betreffend das Projekt "H.________" die Einrede der Verrechnung mit Guthaben aus den Nachtr�gen 16 und 17 des genannten Projektes, dieses Mal im Umfang von Fr. 2'127'331.30. Nach eigenen Angaben der Bestellerin handelt es sich bei den zur Verrechnung gestellten Forderungen um dieselben, mit denen sie bereits im Verfahren betreffend das Projekt "H.________" eventualiter die Verrechnungseinrede erhoben hat.
In der Duplik erkl�rte die Bestellerin, die Unternehmerin habe ihr die vereinbarten Nachtragsleistungen am 28. Dezember 2009 mit einem "Total der Nachtr�ge" in H�he von Fr. 3'161'560.05 in Rechnung gestellt.
Mit Urteil vom 23. Oktober 2014 hiess das Bezirksgericht die Klage teilweise gut, verurteilte die A.________ zur Zahlung von Fr. 252'543.05 zuz�glich 5 % Zins seit dem 8. Mai 2010 an die B.________ AG und wies die Klage im Mehrbetrag ab.
Das Bezirksgericht ermittelte zuerst den massgeblichen Vertragsinhalt. Es stellte sodann fest, die Beklagte habe das Bestehen von Nachtr�gen im Laufe des Verfahrens mehr oder weniger klar einger�umt. Nach eingehender W�rdigung kam das Bezirksgericht zum Schluss, die Fr. 12'074'960.05 (ohne Mehrwertsteuer), die in der Rechnung Nr. 121000607 der Unternehmerin aufgef�hrt werden, seien durch Vereinbarungen der Parteien ausgewiesen. Das Werk sei am 16. Dezember 2009 vollendet gewesen. Die H�he der gesamten Rechnung ermittelte das Bezirksgericht mit Fr. 12'040'776.84 zuz�glich 7,6% Mehrwertsteuer, also insgesamt Fr. 12'955'875.88. Davon zog es Fr. 12'708'332.85 erbrachte Zahlungen der Bestellerin ab und gelangt so zu einem Rest von Fr. 252'543.03, f�llig am 25. April 2010. Den Einwand der Bestellerin, diese Zahlung sei wegen Verletzung vertraglicher Obliegenheiten verwirkt, verwarf das Bezirksgericht ebenso wie den Einwand, sie habe g�ltig mit einem Guthaben aus dem (parallelen) Bauvorhaben "Stadion H.________" verrechnet.
B.b.�Gegen das Urteil des Bezirksgerichts legte die Bestellerin Berufung beim Obergericht des Kantons Z�rich ein, mit der sie die Aufhebung des bezirksgerichtlichen Entscheids und die vollumf�ngliche Abweisung der Klage beantragte.
Die Bestellerin beharrte darauf, die Unternehmerin habe �ber die Nachtragsleistungen nicht vertragskonform abgerechnet. Eventualiter hielt sie die Verrechnungseinrede mit Forderungen aus dem (parallelen) Bauvorhaben "Stadion H.________" aufrecht.
Mit Urteil vom 27. Februar 2015 wies das Obergericht die Berufung ab und best�tigte das bezirksgerichtliche Urteil.
Mit Beschwerde in Zivilsachen stellt die A.________ dem Bundesgericht folgende Rechtsbegehren:
"1. Es sei das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 27. Februar 2015 (II. Zivilkammer, Gesch�fts-Nr.: LB140086-O/U) aufzuheben und die Berufung der Beschwerdef�hrerin vom 1. Dezember 2014 an das Obergericht des Kantons Z�rich sei gutzuheissen; somit sei die Klage der Beschwerdegegnerin vom 27. April 2011 vollumf�nglich abzuweisen. Zus�tzlich sei die Sache zur Neuverlegung der Prozesskosten der kantonalen Verfahren (erst- und zweitinstanzliches Verfahren) an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
2. Eventualiter sei das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 27. Februar 2015 (II. Zivilkammer, Gesch�fts-Nr.: LB140086-0/U) aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung und zur Abweisung der Klage an die Vorinstanz, subeventualiter an die erste Instanz, zur�ckzuweisen.
3. Subsubeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
4. Es seien die Akten der Vorinstanz beizuziehen.
5. AIles unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen, zuz�glich gesetzlicher Mehrwertsteuer von 8% auf der Prozessentsch�digung, f�r das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren sowie f�r das Verfahren vor Bundesgericht zu Lasten der Beschwerdegegnerin."
Die B.________ AG beantragt in ihrer Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde, soweit Eintreten. Die Vorinstanz hat auf Vernehmlassung verzichtet.
Die Beschwerde richtet sich gegen einen verfahrensabschliessenden Rechtsmittelentscheid eines oberen kantonalen Gerichts (Art. 75 BGG), ist innert der Beschwerdefrist (Art. 100 BGG) von der mit ihren Rechtsbegehren unterlegenen Partei (Art. 76 BGG) eingereicht worden und bei der Streitsache handelt es sich um eine Zivilsache (Art. 72 BGG) mit einem Streitwert von �ber Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt rechtsgen�glicher Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
Die Beschwerdef�hrerin st�rt sich daran, dass die Vorinstanz ihr "mutwilliges Bestreiten" bez�glich der Existenz von 65 Nachtr�gen vorgeworfen hat, die alle von ihrem Projektleiter abgestempelt und unterzeichnet wurden.
2.1.�Den Parteien ist es untersagt, mutwillig unwahre Tatsachenbehauptungen aufzustellen und wahre Tatsachen wissentlich zu bestreiten (Art. 52 ZPO; FABIENNE HOHL, Proc�dure civile, Tome I, Introduction et th�orie g�n�rale, 2001, � 17 N. 911; MAX GULDENER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl., 1979, 189; SP�HLER/ DOLGE/GEHRI, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 9. Aufl., 2010, � 26 N. 68; CHRISTOPH HURNI, in: Berner Kommentar, 2012, N. 28 zu Art. 52 ZPO).
2.2.�Nachdem die Beschwerdef�hrerin die entsprechende Bestreitung in der Berufungsinstanz nicht wiederholt hatte und ihr namentlich auch keine Ordnungsbusse wegen mutwilliger Prozessf�hrung (Art. 128 Abs. 3 ZPO) auferlegt wurde, ist nicht ersichtlich, welches Rechtsschutzinteresse die Beschwerdef�hrerin mit ihren Beanstandungen vor Bundesgericht verfolgt. Auf die R�ge ist nicht einzutreten.
Die Beschwerdef�hrerin macht sodann eine Verletzung von Art. 55 Abs. 1 ZPO, Art. 221 Abs. 1 lit. e ZPO und Art. 180 Abs. 2 ZPO geltend. Denn die Beschwerdegegnerin habe in ihren Rechtsschriften weder die Nachtragsleistungen noch deren vertragsgem�sse Abrechnung hinreichend substanziiert behauptet. Indem dies das Bezirksgericht und sp�ter auch die Vorinstanz toleriert h�tten, seien die genannten Vorschriften verletzt worden.
3.1.�Gem�ss Art. 55 Abs. 1 ZPO haben die Parteien dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren st�tzen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben. Entsprechend hat die Klage ein Rechtsbegehren, Tatsachenbehauptungen und die Bezeichnung der einzelnen Beweismittel zu den behaupteten Tatsachen zu enthalten (Art. 221 Abs. 1 lit. b, d und e ZPO). Bei umfangreichen Urkunden ist die f�r die Beweisf�hrung erhebliche Stelle zu bezeichnen (Art. 180 Abs. 2 ZPO). Daraus folgt, dass Tatsachenbehauptungen substanziiert in der Rechtsschrift selber erfolgen m�ssen und die blosse Verweisung auf Aktenst�cke ungen�gend ist (Urteil 4A_317/2014 vom 17. Oktober 2014 E. 2.2).
3.2.�Mit der Beschwerde in Zivilsachen kann die Verletzung von Bundesrecht (Art. 95 lit. a ZPO) und damit auch der erw�hnten Normen der Zivilprozessordnung geltend gemacht werden. Selbst wenn die Vorinstanz eine Norm unrichtig angewendet haben sollte, f�hrt dies freilich noch nicht
eo ipso�zur Aufhebung eines angefochtenen Entscheids: Die ger�gte Rechtsverletzung muss sich vielmehr auf das Entscheidergebnis ausgewirkt haben (JEAN-FRAN�OIS POUDRET, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire du 16 d�cembre 1943, Vol. II, 1990, N. 1.6.4 zu Art. 43 aOG ["La violation du droit f�d�ral doit influer sur le r�sultat"]). Dies gilt insbesondere bei Verletzungen des Verfahrensrechts, ist dieses doch nie Selbstzweck: Die fehlerhafte Anwendung einer Norm der ZPO kann nur dann zur Gutheissung eines Rechtsmittels f�hren, wenn diese f�r den Ausgang des Verfahrens kausal war, ausser der verletzten Regel komme formelle Natur zu (vgl. MARTIN STERCHI, in: Berner Kommentar, 2012, N. 6a zu Art. 310 ZPO). F�r R�gen, mit denen geltend gemacht wird, der Sachverhalt sei in Verletzung einer Norm der ZPO festgestellt worden, sieht Art. 97 BGG dieses Kausalit�tserfordernis ausdr�cklich vor.
3.3.�Aus den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin geht nicht hervor, inwiefern sich die angebliche Verletzung von Art. 55 Abs. 1 ZPO, Art. 221 Abs. 1 ZPO und Art. 180 Abs. 2 ZPO auf das Entscheidergebnis ausgewirkt haben soll. Bereits die Vorinstanz, die sich mit der gleichen R�ge befassen musste, hat darauf hingewiesen, dass die Darstellung des kl�gerischen Tatsachenvortrags f�r die Beschwerdef�hrerin durchaus verst�ndlich gewesen sei. Die Beschwerdef�hrerin habe das Klagefundament sehr wohl erkannt und dazu auch im Einzelnen Stellung genommen. Dies stellt die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht zwar in Abrede, l�sst es aber bei einer - wortreich vorgetragenen - Behauptung bewenden, ohne darauf einzugehen, inwiefern sich die Verletzung der Substanziierungsvorschriften im Entscheidergebnis niedergeschlagen haben soll. Indem sich die Beschwerdef�hrerin auf rund acht Seiten ihrer Beschwerdeschrift im Wesentlichen darauf beschr�nkt, lehrbuchhaft darzustellen, wie Behauptungen geh�rig aufzustellen und zu substanziieren sind, vermag sie das Ergebnis des angefochtenen Entscheids jedenfalls nicht als unrichtig auszuweisen. Ihre R�ge geht fehl.
Die Beschwerdef�hrerin macht weiter eine Verletzung von Art. 58 Abs. 1 ZPO geltend, indem die Vorinstanz ihrem in der Duplik gestellten Eventualantrag, der Forderungsbetrag der Beschwerdegegnerin f�r den Nachtrag 14 sei auf Fr. 35'543.40 zu reduzieren, "Anerkennungswirkung" beigemessen habe. Dieser Antrag sei n�mlich nur eventualiter f�r den Fall gestellt worden, dass die Vorinstanz bez�glich des Nachtrags 14 wider Erwarten eine rechtsgen�gliche Abrechnung annehmen w�rde. Dies ergebe sich daraus, dass die Beschwerdef�hrerin die Ausf�hrung der entsprechenden Leistungen ausdr�cklich bestritten habe.
4.1.�Gem�ss Art. 58 Abs. 1 ZPO darf das Gericht einer Partei nicht mehr und nicht anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat.
4.2.�Die R�ge, die Vorinstanz habe Art. 58 Abs. 1 ZPO verletzt, ist unbegr�ndet. Denn die Vorinstanz hat festgehalten, dass die Parteien am 19. Dezember 2009 einvernehmlich eine "Abnahme mit unwesentlichen M�ngeln" dokumentiert haben, ohne dass die Beschwerdef�hrerin einen Vorbehalt angebracht h�tte. Die Beschwerdef�hrerin habe auch nicht geltend gemacht, jene "unwesentlichen M�ngel" seien nicht behoben worden. Deshalb sei sie darauf zu behaften, dass sie das Werk in allen Teilen so erhalten hat, wie sie es mit dem urspr�nglichen Vertrag sowie den diversen Nachtr�gen bestellt hatte. Die Vorinstanz kam daher zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin - entgegen der Bestreitungen der Beschwerdef�hrerin - alle bestellten Leistungen erbracht hat. Damit durfte die Vorinstanz auch davon ausgehen, dass der Fall eingetreten ist, f�r den die Beschwerdef�hrerin den Eventualantrag gestellt hat, der Forderungsbetrag f�r den Nachtrag 14 sei auf Fr. 35'543.40 zu reduzieren. Eine Verletzung von Art. 58 Abs. 1 ZPO liegt nicht vor.
Die Beschwerdef�hrerin macht schliesslich haupts�chlich geltend, die Beschwerdegegnerin sei ihrer Pflicht gem�ss Ziff. 7.2 Abs. 1 des GU-Vertrags nicht nachgekommen, wonach die Schlussabrechnung im Detaillierungsgrad der Offerte vorzulegen sei. Der Werklohn werde erst dann f�llig, wenn diese Pflicht erf�llt sei. Indem die Vorinstanz eine entsprechende Pflicht zu detaillierter Abrechnung verneint habe, habe sie Art. 1 Abs. 1 OR verletzt.
5.1.�Art. 7.2 des Vertrags lautet wie folgt:
" 1 Die Schlussabrechnung hat im Detaillierungsgrad der von der GU eingereichten Offerte zu entsprechen.
2 Die Schlussabrechnung ist innert 4 (vier) Monaten nach Abnahme des Bauwerks vorzulegen und von der BH innert weiteren 2 (zwei) Monaten zu pr�fen."
Ein subjektiv �bereinstimmendes Verst�ndnis (Art. 18 Abs. 1 OR) konnte die Vorinstanz nicht ermitteln, weshalb sie die Klausel objektiv nach dem Vertrauensprinzip auslegte, also objektiviert nach dem Verst�ndnis vern�nftiger und korrekter Vertragspartner. Dabei kam sie zum Schluss, dass der Begriff des "Detaillierungsgrads der von der GU eingereichten Offerte " ohne weiteres verst�ndlich sei f�r Arbeiten, die auf Abrechnung zu erstellen sind. Diesfalls bedeute die Klausel, dass wenn bestimmte Arbeiten zu Einheitspreisen zu erbringen sind, die Rechnung nach diesen Einheitspreisen aufgegliedert die erbrachten Mengen zu nennen habe. Dies erlaube die Kontrolle der Rechnung und bringe auch einen zus�tzlichen Erkenntniswert gegen�ber der Abnahme des Werkes. Wenn etwa vereinbart sei, bestimmte B�den zu Fr. x/m2 mit einem bestimmten Belag zu versehen, k�nne dies im Sinne der Art. 157 SIA-Norm 118 abgenommen werden, auch wenn die effektive Fl�che noch nicht ausgemessen ist. Der Besteller k�nne auch ohne Ausmessung pr�fen, ob der Belag alle Fl�chen deckt, und ob er die verlangte Qualit�t aufweise. Der zu zahlende Betrag ergebe sich erst sp�ter und unabh�ngig davon aus dem Ausmass multipliziert mit dem Einheitspreis. Ausmasse h�tten indessen f�r die Verg�tung eines pauschal vergebenen Werks oder Werk-Teils keine Bedeutung. Ebensowenig spiele es eine Rolle, welche Subunternehmer welche Arbeiten beigetragen haben. Das m�ge f�r den Besteller von Interesse gewesen sein beim Entscheid, ob er den offerierten Pauschalpreis annehmen solle. Wenn das Werk aber erstellt und abgenommen sei, gebe es keinen Spielraum mehr, weniger als den vereinbarten Pauschalpreis zu zahlen.
Aus diesem Grund sei nicht erkennbar, welchen Sinn die Ziff. 7.2 des Vertrags im Bereich der Pauschalvergaben habe. Nach Treu und Glauben sei die Klausel daher f�r diese Teile des Werkvertrags nicht so zu verstehen, dass der Unternehmer mehr Angaben liefern m�sste als die Angabe des erstellten Werkteils. Wenn die Beschwerdef�hrerin mehr wolle, verlange sie im Grunde, dass die Beschwerdegegnerin die Unterlagen, die sie seinerzeit bei den Vertragsverhandlungen der Beschwerdef�hrerin vorgelegt habe (" Detaillierungsgrad der... eingereichten Offerte") und welche diese also selber in Besitz habe, noch einmal kopiere. Daran habe sie indessen kein sch�tzenswertes Interesse.
Die Beschwerdef�hrerin verweise darauf, sie habe in einem anderen Fall erst bei der Kontrolle der Schlussrechnung erkannt, dass bestimmte Teile des Werkes �berhaupt nicht ausgef�hrt worden seien. Dies m�ge zutreffen. Wenn die Unternehmerin darauf eingegangen sei, dann aber aus freien St�cken und vielleicht im Hinblick auf eine weitere Zusammenarbeit mit der Bestellerin. Nach der formrichtigen Abnahme sei die Bestellerin jedenfalls mit dem Einwand nicht mehr zu h�ren, das Werk sei gar nicht vollst�ndig erstellt worden. Dies k�nne also nicht mehr Thema der Abrechnung sein. Beim Pauschalvertrag komme es gerade nicht auf den Aufwand an, der f�r das Herstellen des vertragsgem�ssen Ergebnisses n�tig gewesen ist (Art. 371 OR). Mit diesem Einwand dringe die Beschwerdef�hrerin demnach nicht durch.
5.2.�Diese Erw�gungen vermag die Beschwerdef�hrerin mit ihren Ausf�hrungen vor Bundesgericht nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen:
5.2.1.�Sie gen�gen bereits den formellen Anforderungen an eine Beschwerdebegr�ndung �ber weite Strecken nicht.
Gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Dies bedeutet, dass die Beschwerde auf die Erw�gungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen hat, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Die beschwerdef�hrende Partei soll dabei in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 140 III 86 E. 2 S. 89, 115 E. 2 S. 116).
Diese Grunds�tze l�sst die Beschwerdef�hrerin bei ihrer R�ge, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Bestehen einer Pflicht zu detaillierter Abrechnung verneint, weitgehend unbeachtet. Auf die Argumentation der Vorinstanz geht sie nur scheinbar ein, ohne diese zu widerlegen. Stattdessen beharrt die Beschwerdef�hrerin weitgehend auf ihren bereits in der ersten und anschliessend auch in der zweiten Instanz eingenommenen Standpunkten, wobei sie ihre fr�heren Rechtsschriften (namentlich die Berufungsschrift, aber auch die Klageantwort und Duplik) teils w�rtlich wiederholt. Damit verkennt die Beschwerdef�hrerin, dass vor Bundesgericht - wie bereits vor dem Berufungsgericht (Urteile 4A_290/2014 vom 1. September 2014 E. 3.1 und 5; 4A_651/2012 vom 7. Februar 2013 E. 4.3) - nicht einfach der vorinstanzliche Prozess fortgef�hrt oder gar wiederholt wird, sondern die Erw�gungen des angefochtenen Entscheids im Lichte gezielt dagegen formulierter R�gen �berpr�ft werden.
5.2.2.�Abgesehen davon verm�gen die Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift auch inhaltlich nicht zu �berzeugen. Die Beschwerdef�hrerin will auf der Durchsetzung des reinen Vertragswortlauts beharren, wenn sie geltend macht, dass "angesichts des klaren Wortlauts von Ziff. 7.2 GU-Vertrag (...) kein Raum f�r eine Auslegung" bestehe und "eine vertragliche Bestimmung, um g�ltig zu sein, keinen 'besonderen Sinn' haben" m�sse. Entgegen ihrer Auffassung bildet der Wortlaut bei der objektivierten Auslegung eines Vertrags aber lediglich die Grundlage, nicht die Grenze der Auslegung. Mit ihrer Forderung nach einer Durchsetzung des blossen Vertragswortlauts scheint die Beschwerdef�hrerin eine reine Buchstabenauslegung zu verlangen, was unzul�ssig ist (BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; 127 III 444 E. 1b S. 445).
Schliesslich legt die Beschwerdef�hrerin zwar des Langen und Breiten dar, worin aus ihrer Sicht der Sinn einer detaillierten Schlussabrechnung "im Detaillierungsgrad der von der GU eingereichten Offerte " auch bei Pauschalvergaben bestehe; sie vermag dabei jedoch nicht �berzeugend darzulegen, inwiefern ihr der angeblich zu geringe Detaillierungsgrad der Schlussabrechnung zum Nachteil gereicht h�tte. Auch in diesem Zusammenhang gilt, dass eine angebliche Rechtsverletzung bei der (objektivierten) Auslegung eines Vertrags erst dann zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids f�hren kann, wenn sich der Fehler im konkreten Fall in einem unrichtigen Entscheidergebnis niederschl�gt. Zudem mutet widerspr�chlich an, wenn die Beschwerdef�hrerin das Werk zwar zun�chst bis auf einige Vorbehalte abnimmt, um dann im Nachhinein geltend zu machen, der "Detaillierungsgrad " der Schlussabrechnung sei zu gering, weshalb die Nachtragsforderungen "nicht f�llig" seien. Die Vorinstanz hat zutreffend darauf hingewiesen, dass die Schlussabrechnung nicht dazu dienen kann, die formrichtige Abnahme nachtr�glich wieder in Frage zu stellen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt schliesslich, die Vorinstanz habe Art. 120 Abs. 1 OR verletzt, indem sie die von der Beschwerdef�hrerin eventualiter erhobene Einrede der Verrechnung mit Gegenforderungen aus dem Totalunternehmer-Vertrag betreffend den Neubau des Stadions H.________ nicht zugelassen habe.
6.1.�Im Verfahren betreffend das Projekt H.________ hat die Beschwerdegegnerin eine Forderung im Umfang von Fr. 22'954'484.10 eingeklagt. Die Beschwerdef�hrerin bestritt die eingeklagte Forderung und erhob mit ihrer Klageantwort vom 4. Mai 2011 f�r den Fall, dass diese sich wider Erwarten als begr�ndet erweisen sollte, die Einrede der Verrechnung mit Guthaben aus den Nachtr�gen 16 und 17 des Projektes H.________ im Umfang von Fr. 2'791'457.54.
Im vorliegenden Verfahren betreffend die Wohnsiedlung G.________ hat die Beschwerdegegnerineine Forderung im Umfang von Fr. 289'260.58 eingeklagt. Auch diese Forderung bestritt die Beschwerdef�hrerin und erhob in ihrer Klageantwort vom 25. August 2011 f�r den Fall, dass sich diese wider Erwarten als begr�ndet erweisen sollte, erneut die Einrede der Verrechnung mit Guthaben aus den Nachtr�gen 16 und 17 des Projektes "H.________", dieses Mal im Umfang von Fr. 2'127'331.3.
Bei der zur Verrechnung gestellten Forderung handelt es sich sowohl gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz als auch gem�ss eigenen Angaben der Beschwerdef�hrerin in der Klageantwort vom 26. August 2011 (Rz. 79 f.) um dieselbe, mit der sie bereits im Verfahren betreffend das Projekt H.________ eventualiter die Verrechnungseinrede erhoben hat
6.2.�Die Vorinstanz hielt fest, dass die Parteien im Vertrag "H.________" die Anwendung der SIA-Norm 118 vereinbart h�tten, deren Art. 153 vorsieht, dass der Unternehmer in der Schlussabrechnung den Saldo aus den einzelnen Teilen der Verg�tung und den geleisteten Abschlagszahlungen bestimmt. Beim Vorgang der Ermittlung des Saldos handle es sich gem�ss der Vorinstanz um eine Verrechnung im Sinne von Art. 120 OR. Nach der subsidi�ren gesetzlichen Regelung (Art. 124 Abs. 1 und 2 OR) bed�rfe es zur Verrechnung zwar einer ausdr�cklichen Erkl�rung, welche dann zur�ckwirke. Nach der Regelung der SIA-Norm 118 erfolge diese Verrechnungserkl�rung aber bereits mit dem Aufstellen und dem �bermitteln der Schlussrechnung. Mit dieser gingen die einzelnen Positionen der Schlussabrechnung unabh�ngig davon unter, ob sie berechtigt sind oder nicht. Auch wenn es daf�r wie bei jedem Abrechnungssaldo allenfalls der Diskussion einzelner Positionen bed�rfe, werde lediglich noch der Saldo bereinigt. lm Rahmen jener Bereinigung werde abgekl�rt, welche Positionen berechtigt, teilweise berechtigt oder unberechtigt seien. Gest�tzt auf diese �berlegungen kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die Beschwerdef�hrerin "wegen des vereinbarten Systems der Schlussabrechnung" nicht mehr mit einzelnen Elementen der Schlussabrechnung verrechnen d�rfe. Die Verrechnung k�nne daher "nicht zugelassen" werden.
6.3.�Art. 153 Abs. 1 der vorliegend anwendbaren SIA-Norm 118 lautet wie folgt:
"Die Schlussabrechnung im Sinne dieser Norm ist jene Abrechnung des Unternehmers, die den Teil der Verg�tung feststellt, der sich nach den vereinbarten Einheits-, Global- und Pauschalpreisen bestimmt (Schlussabrechnungssumme). Bei Leistungen zu Einheitspreisen erfolgt die Feststellung auf Grund der endg�ltigen Ausmasse. Wurden Abschlagszahlungen geleistet, so bestimmt die Schlussabrechnung ausserdem den zugeh�rigen Saldo (Schlussabrechnungssumme abz�glich fr�her f�llig gewordener, geleisteter oder nicht geleisteter Abschlagszahlungen)."
Dass dieser Artikel eine Verrechnungsabrede beinhalte, wird - wie die Beschwerdef�hrerin zu Recht moniert - in der einschl�gigen Literatur zu Art. 153 der SIA-Norm 118 nicht vertreten. Weder in der Kommentierung von SPIESS/HUBER (Norm SIA 118, St�mpflis Handkommentar, 2014) noch in jener von SCHUMACHER (in: GAUCH [Hrsg.], Kommentar zur SIA-Norm 118, Art. 38-156, 1992) finden sich entsprechende Ausf�hrungen. Es wird zwar darauf hingewiesen, dass mit der Schlussabrechnung "die Abrechnungsforderung des Unternehmers f�r feste Preise" ermittelt werde (SPIESS/HUBER, a.a.O., N. 4 zu Art. 153), nicht jedoch, dass dabei allf�llige Gegenforderungen der Bestellerin durch Verrechnung getilgt w�rden. Ebensowenig wird vertreten, dass die Norm ein Verrechnungsverbot statuieren w�rde. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach die Parteien mit der SIA-Norm 118 ein "System der Schlussabrechnung" vereinbart h�tten, das einer Verrechnung mit Forderungen der Bestellerin entgegenstehe, vermag mithin nicht zu �berzeugen. Mit dieser Argumentation l�sst sich nicht begr�nden, weshalb die Verrechnung "nicht zugelassen" bzw. der Bestand der Verrechnungsforderung nicht beurteilt werden sollte.
6.4.�Angesichts dessen, dass es sich bei der vorliegenden Verrechnungsforderung um dieselbe handelt, welche die Beschwerdef�hrerin bereits im Prozess betreffend das H.________-Stadion eventualiter zur Verrechnung gestellt hatte, f�hrte die Vorinstanz erg�nzend aus, dass die Verrechnungseinrede zwar keine Rechtsh�ngigkeit zur Folge habe, der Sinn der Ausschlusswirkung im Sinne von Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO bzw. Art. 64 Abs. 1 lit. a ZPO aber auch in diesem Zusammenhang gelte: Es sollen nicht �ber die gleiche Sache zwei verschiedene Prozesse gef�hrt werden. Es bestehe ein Bed�rfnis, dass sich weder die Gegenpartei noch die Gerichte in zwei verschiedenen Verfahren mit der identischen Sache, also der Verrechnungsforderung, befassen m�ssten.
6.5.�Nach der herrschenden Lehre wird die in einem Prozess erhobene Verrechnungseinrede zwar nicht von der Rechtsh�ngigkeit i.S. von Art. 62 ZPO erfasst (ISABELLE BERGER-STEINER, in: Berner Kommentar, 2012, N. 13 zu Art. 62 ZPO; MARKUS M�LLER-CHEN, in: Brunner et al. [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2011, N. 36 zu Art. 62 ZPO; PRISCA SCHLEIFFER MARAIS, in: Baker&McKenzie [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 2010, N. 1 zu Art. 62 ZPO; STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 2. Aufl., 2013, � 12 N. 2; CORINNE ZELLWEGER-GUTKNECHT, in: Berner Kommentar, 2012, N. 175 ff. der Vorbemerkungen zu Art. 120 - 126 OR; aus der Lehre zu den kantonalen Zivilprozessordnungen sodann GULDENER, a.a.O., S. 233 f.; ihm folgend LEUCH ET AL., Die Zivilprozessordnung f�r den Kanton Bern, 5. Aufl., 2000, N. 6b zu Art. 160 ZPO/BE; CHRISTOPH ZIMMERLI, Die Verrechnung im Zivilprozess und in der Schiedgerichtsbarkeit, 2003, S. 105; LUC PITTET, Comp�tence du juge et de l'arbitre en mati�re de compensation, 2001, N. 121; HANS GAUTSCHI, Verrechnungseinrede und Widerklage im schweizerischen Prozessrecht, 1946, S. 80; a.M. - d.h. f�r Rechtsh�ngigkeit der Verrechnungsforderung - hingegen GEORG LEUCH, Die Zivilprozessordnung f�r den Kanton Bern, 3. Aufl., 1956, N. 4 zu Art. 160 ZPO/BE; PETER LYSSY, Die Rechtsh�ngigkeit im Zivilprozess der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, 1987, S. 72; BRUNO HABERTH�R, Praxis zur Basler Zivilprozessordnung mit Erl�uterungen, Stand Okt. 1964, I. Teil, S. 394 f.; wohl auch JEAN-MARC REYMOND, L'exception de litispendance, 1991, S. 224 f.). Es ist aber aus prozess�konomischen Gr�nden und wegen der Gefahr widerspr�chlicher Urteile nicht hinnehmbar, dass sich mehrere Gerichte bzw. Spruchk�rper parallel mit der identischen Verrechnungsforderung auseinanderzusetzen haben, wenn diese von der beklagten Partei in mehreren Prozessen gegen die gleiche Kl�gerin im Rahmen von Eventualverrechnungen als Verteidigungsmittel eingesetzt wird (vgl. CORINNE ZELLWEGER-GUTKNECHT, in: Berner Kommentar, 2012, N. 177 der Vorbemerkungen zu Art. 120-126 OR; in diesem Sinne wohl auch WOLFGANG PETER, in: Basler Kommentar, 5. Aufl., 2011, N. 4 vor Art. 120 - 126 OR). In einem solchen Fall sind die Verfahren vielmehr so zu koordinieren, dass das gleiche Prozessthema nicht doppelt beurteilt wird. Dies kann etwa durch eine Prozess�berweisung gest�tzt auf Art. 127 Abs. 1 ZPO oder eine Verfahrensvereinigung gest�tzt auf Art. 125 lit. c ZPO geschehen. Ebenfalls denkbar ist eine Sistierung des Zweitprozesses gest�tzt auf Art. 126 ZPO, wobei diese L�sung in einem Spannungsfeld zum verfassungsrechtlichen Beschleunigungsgebot nach Art. 29 Abs. 1 BV bzw. Art. 6 Ziff. 1 EMRK steht und von der beklagten Partei im Rahmen einer (missbr�uchlichen) Verschleppungstaktik ausgen�tzt werden kann. In der Lehre wird daher zu Recht die Prozess�berweisung bzw. - wenn die Verfahren beim gleichen Gericht h�ngig sind - die Verfahrensvereinigung nach Art. 125 lit. c ZPO als Mittel der ersten Wahl bezeichnet (vgl. ZELLWEGER-GUTKNECHT, a.a.O., N. 178 ff. der Vorbemerkungen zu Art. 120 - 126 OR).
6.6.�Die Beschwerdef�hrerin hat vorliegend die Eventualverrechnungseinreden in zwei Verfahren erhoben, die beide beim Bezirksgericht Z�rich anh�ngig gemacht wurden. Sie hat zwar keinen Anspruch auf eine doppelte Beurteilung des gleichen Prozessthemas, sehr wohl aber auf eine einmalige Beurteilung ihrer Verrechnungsforderung, wenn - wie hier - in mindestens einem der beiden Verfahren der Bestand der eingeklagten Forderung ganz oder teilweise bejaht wird. Der angefochtene Entscheid ist daher aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung der Verrechnungseinrede zur�ckzuweisen. Die Vorinstanz wird dabei das Verfahren betreffend das Stadion H.________ und das vorliegende Verfahren betreffend die Wohnsiedlung G.________ zu koordinieren haben, wobei in �bereinstimmung mit der Lehre eine Verfahrensvereinigung im Vordergrund stehen d�rfte.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens erscheint es gerechtfertigt, die Kosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren den Parteien je zur H�lfte aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 66 Abs. 1 und 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, der angefochtene Entscheid wird aufgehoben und die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.-- werden den Parteien je h�lftig auferlegt.