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Timestamp: 2019-11-18 04:45:44
Document Index: 77344251

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 65', '§ 173', '§ 173', '§ 173', '§ 65', '§ 152', '§ 172', '§ 152', '§ 152', '§ 172', 'Art. 6', '§ 86', '§ 172', '§ 172', 'Art. 19', 'Art. 6', '§ 101', 'Art. 6']

BGH kippt Freispruch im Fall Ouri Jallow in Dessau nach dessen Tod im Polizeigewahrsam | Page 2 | beck-community
Rechtsgebiete: PolizeigewahrsamOuri JallowLG Dessau-RoßlauMaterielles StrafrechtStrafverfahrensrechtStrafrecht338|22668 Aufrufe
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 12:57 Permanenter Link
Die Kreation eines höchstpersönlichen Anspruchs ist schlichter Unsinn.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 12:58 Permanenter Link
Gast kommentiert am Di, 2019-10-22 17:56 Permanenter Link
Der Richter und Fachbuchautor Carsten Krumm stellt in einer dreiteiligen Serie seit Ende 2017 im Rahmen des Online-Angebots des Verlags C.H. Beck eine Neukonzeption des Ermittlungserzwingungsverfahrens (EEV) zur Diskussion.[17][18][19] Danach sollen die Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) Anwendung finden.
Das suggeriert ja eine Intention von Herrn RiAG Krumm und bedeutet eine Vereinnahmung, mMn eine Fehlinterpretation, da es ja um die Intention des Herrn Würdinger dabei geht.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 13:01 Permanenter Link
Nein, das, was ich sage, ist auch im Sinne von Carsten Krumm, glauben Sie mir.
Gast kommentiert am Di, 2019-10-22 18:38 Permanenter Link
Nur mal der Reihe nach:
"Tatsächlich ist die VwGO-Anwendung eine interessante Idee! Danke für den Hinweis!"
"Es handelt sich um einen Beitrag zum Klageerzwingungsverfahren in der NJ aus 2016. Den Beitrag finden Sie H I E R."
Darin ist aber mit keinem einzigen Wort eine VwGO-Anwendung erwähnt, oder sogar intentiert worden.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 13:03 Permanenter Link
Anschließend hat Carsten Krumm aber meinen Aufsatz Alexander Würdinger: Die Zeitenwende im Klageerzwingungsverfahren. In: HRRS, Nr. 1/2016, S. 29 vorgestellt.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 13:05 Permanenter Link
Gast kommentiert am Mi, 2019-10-23 20:24 Permanenter Link
Ja, das hat er, und später auch noch das:
"Alexander Würdinger ist ja den Bloglesern schon bekannt. Er ist einer der wenigen Juristen, die sich seit langem und regelmäßig kritisch mit der Rechtsprechung zum Klageerzwingungsverfahren befassen. Er hat mich nun gebeten, doch einmal zu BVerfG, Beschl. v. 2.7.2018 - 2 BvR 1550/17 eine Diskussion im Blog anzustoßen. Mach ich doch gerne!
Das BVerfG befasst sich in der Entscheidung mit der Frage, ob die Rechtsprechung der OLGe zum Klageerzwingungsverfahren noch verfassungsgemäß ist. Die Verfassungsbeschwerde war zwar erfolglos - das BVerfG lässt aber durchblicken: "Die OLGe sind zuuuuuu streng, was die Antragsprüfung angeht!""
Gast kommentiert am Di, 2019-10-22 19:16 Permanenter Link
Der Fall Wolbergs wäre m.E. ein Beispiel dafür, daß es nicht sinnvoll ist, eine öffentliche mündliche Verhandlung vor einem OLG bereits in einem Frühstadium von Ermittlungen und vor einer Anklageerhebung in einem Strafverfahren anzuberaumen. Die unausweichlichen Vorwürfe wären doch Vorverurteilung und Rufmord an einem OB gewesen und noch mehr Beschwerden gegen Staatsanwälte und Befangenheitsanträge gegen Richter, als es sie so schon gab.
Da wird der Gesetzgeber nicht dabei mitspielen.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 13:12 Permanenter Link
Themaverfehlung: Wir sind nicht in einem regulären Strafverfahren - wie im Fall Wolbergs, den Sie ansprechen - sondern es geht um das KlEV bzw. um das EEV. Im KlEV und im EEV gilt folgendes: Die Beschuldigten sind beizuladen gem. § 65 VwGO.
Hierzu ein paar Sätze zur Verbesserung der prozessualen Stellung des Beschuldigten im Rahmen eines KlEV oder eines EEV: Es geht darum, in welcher Weise der Beschuldigte bereits zu Beginn des Verfahrens an einem KlEV oder einem EEV beteiligt wird. Hier stößt man zunächst auf die Vorschrift des § 173 II StPO. Das ist aber nur eine Kann-Vorschrift. Das OLG kann nach § 173 II StPO den Beschuldigten davon informieren, dass ein KlEV oder ein EEV, das massiv in seine Rechte eingreift, gegen ihn geführt wird. Das OLG kann es - nach der Kann-Vorschrift des § 173 II StPO - aber auch ganz einfach sein lassen, den Beschuldigten überhaupt über irgend etwas zu informieren. Dann wird eben über den Kopf des Beschuldigten hinweg verhandelt, ohne dass der Beschuldigte überhaupt von irgend etwas erfährt.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 13:15 Permanenter Link
Es geht hier nicht um ein Strafverfahren (wie im Fall Wolbergs), sondern es geht hier um das KlEV und das EEV. Dort gilt folgendes: Die Beschuldigten sind beizuladen gem. § 65 VwGO.
Gast kommentiert am Di, 2019-10-22 19:27 Permanenter Link
Ich fasse es mal so zusammen, was ohne Texte nun erschienen ist: Die Justiz hat eine hierarchische Struktur und die würde durchbrochen werden, wenn zuerst einmal eine mündliche Verhandlung vor einem OLG stattfindet beim EEV oder KlEV und das brächte aber erhebliche Nachteile mit sich, wenn später wieder ein OLG in der gleichen Sache tätig werden muß. Dafür wird sich voraussichtlich auch kein Gesetzgeber finden.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 13:18 Permanenter Link
Sie schreiben "Die Justiz hat eine hierarchische Struktur". Welche Auswirkungen hat dieser Satz auf das Erfordernis einer Mündlichen Verhandlung?
Gast kommentiert am Mi, 2019-10-23 19:48 Permanenter Link
Eine höhere Instanz wie ein OLG zuerst einmal mündlich und öffentlich verhandeln zu lassen wie ein Tatgericht als untere Instanz, wobei es da dann nur um eine mittlere Wahrscheinlichlickeit für eine Verurteilung geht, danach ein Tatgericht selber als untere Instanz mit dem Auftrag der ganzen Wahrheitsfindung wieder mündlich und öffentlich verhandeln zu lassen, wobei bei Beschwerden nach einer Verurteilung und einem verworfenen Wiederaufnahmeantrag wieder ein OLG zu entscheiden hat, da dann ohne eine mündliche Verhandlung, das schafft doch Konflikte und provoziert Befangenheitsanträge, aber ist kaum ein Beitrag zu einer höheren Wahrheitsfindung für ein Urteil.
Damit sind nicht nur OLGe mMn auch sehr leicht lahmzulegen durch eine Flut von Anträgen für EEV und KlEV gegen viele Personen, wie z.B. den nun suspendierten Regensburger OB Wolbergs.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 13:43 Permanenter Link
Die Justiz vertuscht den Mord an dem Schwarzafrikaner Oury Jalloh:
https://www.zeit.de/news/2019-10/23/oberlandesgericht-lehnt-neue-ermittl...
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 14:04 Permanenter Link
Der Antrag auf Erzwingung der Anklage gegen zwei Polizeibeamte wurde am 23. Oktober 2019 vom OLG Naumburg rechtskräftig abgewiesen. Nunmehr steht den Angehörigen von Oury Jalloh der Rechtsbehelf der Anhörungsrüge gemäß § 152a VwGO zur Verfügung. Diese wird gestützt sein auf eine Verletzung des Grundrechts auf Gewährung rechtlichen Gehörs.
Zeit Online Oberlandesgericht lehnt neue Ermittlungen in Todesfall Oury Jalloh ab vom 23. Oktober 2019
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 15:04 Permanenter Link
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Heribert Prantl irgendetwas Sinnvolles über das Klageerzwingungsverfahren zu sagen weiß.
Alexander Würdinger kommentiert am Fr, 2019-10-25 08:56 Permanenter Link
Das schrieb Heribert Prantl bereits zum Fall Oury Jalloh, blendete dabei allerdings das Klageerzwingungsverfahren, von dem er nichts versteht, vollständig aus:
https://www.sueddeutsche.de/politik/justizskandal-die-lange-liste-der-se...
Gast kommentiert am Mi, 2019-10-23 15:09 Permanenter Link
Der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Naumburg verwirft Antrag auf Erhebung der öffentlichen Klage wegen des Todes von Ouri Jallow als unzulässig
http://www.presse.sachsen-anhalt.de/index.php?cmd=get&id=906417&identifier=300f918c793943dace2aa0e6759b6da3
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 15:18 Permanenter Link
Oberlandesgericht Naumburg, Pressemitteilung Nr. 4/2019 vom 23. Oktober 2019: Der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Naumburg verwirft Antrag auf Erhebung der öffentlichen Klage wegen des Todes von Ouri Jallow als unzulässig - die übliche Ausrede, wenn die Justiz etwas vertuschen will. Seit Kaisers Zeiten hat sich nichts geändert.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 15:32 Permanenter Link
"Der Senat hat ausgeführt, dass der Antrag unzulässig sei, weil er nicht den in § 172 Abs. 3 der Strafprozessordnung (StPO) formulierten Anforderungen entspreche. Danach sei eine geschlossene, aus sich selbst heraus verständliche Sachdarstellung geboten, die es dem Gericht ermöglicht, die Verfahrenseinstellung ohne Rückgriff auf die Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft, frühere Eingaben oder andere Schriftstücke und Akten rechtlich zu überprüfen. Daran fehle es aus mehreren Gründen. Unter anderem habe der Antragsteller die Beweismittel nicht vollständig mitgeteilt, aus denen sich der von ihm formulierte Tatverdacht seiner Auffassung nach ergebe."
Das ist die übliche blöde Ausrede, wenn die Justiz etwas vertuschen will. Hier eben den Mord, den zwei Polizeibeamte an einem Schwarzafrikaner begangen haben.
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 15:45 Permanenter Link
Die Anhörungsrüge gem. § 152a VwGO wird sich richten gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Naumburg vom 22. Oktober 2019 mit dem Az. 1 Ws (gE) 1/19.
Gast kommentiert am Fr, 2019-10-25 15:17 Permanenter Link
Die Anhörungsrüge gem. § 152a VwGO gibt es im Klageerzwingungsverfahren nicht! Sie haben ja wirklich keine Ahnung!
Alexander Würdinger kommentiert am Fr, 2019-10-25 15:59 Permanenter Link
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 15:26 Permanenter Link
Nichts Neues, alle schreiben die Agenturmeldung ab: Spiegel Online, Kein neues Verfahren zu Oury Jallohs Feuertod vom 23. Oktober 2019
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 16:13 Permanenter Link
Immer dasselbe sinnentleerte Abschreiben der Agenturmeldung, diesmal Die Welt, Gericht: Kein neuer Prozess zu Jallohs Feuertod vom 23. Oktober 2019
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 16:33 Permanenter Link
Lesenswert hingegen, was die InitiativeOuryJalloh twittert: https://twitter.com/ouryjalloh?lang=de
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 17:56 Permanenter Link
Das hauseigene Produkt ist, wie stets, selbstredend das beste von allen:
https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA1910...
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-10-23 18:00 Permanenter Link
Im Wesentlichen plappert auch die taz ganz einfach nur die Agenturmeldung nach:
https://taz.de/Mutmasslicher-Mord-an-Oury-Jalloh/!5635853/
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 07:34 Permanenter Link
Der nachfolgende Kommentar meint offenbar folgenden Abschnitt in meinem Profil:
Gast kommentiert am Mi, 2019-10-23 18:29 Permanenter Link
Würdinger ist mit seiner völlig abwegigen “Neukonzeption“ auf ganzer Linie krachend gescheitert. Zu Recht...
Gast kommentiert am Mi, 2019-10-23 20:01 Permanenter Link
Wenn vorher auch Gutachter meinten, für einen Mord eine Wahrscheinlichkeit von über 50% gesehen zu haben, siehe [1], reicht das doch nicht für eine Verurteilung, siehe [2].
[1] https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/oury-jalloh-asylbewerber-wurde-mit-hoher-wahrscheinlichkeit-getoetet-15294899.html
[2] https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/todesfall-oury-jalloh-gericht-schliesst-akte-16447797.html
Gast kommentiert am Mi, 2019-10-23 20:35 Permanenter Link
In den Parlamenten wird da m.E. auch mal pragmatisch gedacht werden, falls er mal zu einer Gesetzesinitiative zur Änderung der StPO und vermutlich auch noch des GVG im Sinne von Herrn Würdinger kommen sollte.
Eine Petition dazu kann Herr Würdinger aber mal starten.
Gast kommentiert am Mi, 2019-10-23 20:53 Permanenter Link
Die Petition hat Würdinger schon einmal gestartet und ist mit 44 Unterzeichnern von 50.000 notwendigen mit Pauken und Trompeten unterlegen, vgl. hier.
Gast kommentiert am Do, 2019-10-24 00:44 Permanenter Link
Auch Angesichts des Loveparade-Verfahrens in Düsseldorf darf mMn auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer mündlichen, öffentlichen Verhandlung vor einem OLG bereits ihm Ermittlungsverfahren und vor dem Strafverfahren gestellt werden.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 07:50 Permanenter Link
Vielen Dank für die Verlinkung auf die seinerzeitige Petition zur Ergänzung der §§ 172 ff StPO. Die Argumentation dort ist nach wie vor lesenswert und hat nichts in ihrer Aktualität eingebüßt. Allerdings ist zu einer Anwendung der VwGO auf das KlEV und das EEV eine explizite Änderung des Gesetzestextes gar nicht notwendig, sondern bereits nach geltendem Recht geboten.
Rudolphi kommentiert am Do, 2019-10-24 04:55 Permanenter Link
Alle Gutachter müssen doch auch von allen Beteiligten mündlich in einem Verfahren zu ihren Gutachten befragt werden können und nicht jedes Gutachten, das im Ermittlungsverfahren eine Rolle spielte, trägt dann auch noch im Hauptverfahren, oder dann auch noch danach. Der Zweifelssatz hat auch für diesen Fall in Dessau und die Beschuldigten zu gelten, kein Gesetzgeber kommt daran vorbei. Sich von einer höheren Instanz, wie einem OLG, quasi ein Plazet durch eine Art mündlicher und öffentlicher Vorverhandlung im Ermittlungsstadium geben zu lassen mit geringeren Ansprüchen an die Wahrscheinlichkeit für eine Verurteilung vor einer eigenen gerichtlichen Entscheidung in einer manchmal sehr langen HV mit dort höheren Ansprüchen an die Beweiskraft aller Beweismittel, widerspricht auch mMn den Rechtsstaat-Prinzipien und dem Transparenzgebot für die Entscheidung selber und kann daher auch zu keiner besseren Wahrheitsfindung führen.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 08:04 Permanenter Link
Guten Morgen Herr Rudolphi,
Sie nehmen offenbar Bezug auf folgenden kleinen Passus in meinem Profil:
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie Bedenken in Hinblick auf eine mögliche "Vorverurteilung". Es gibt aber im Prozessrecht ziemlich häufig die Gestaltung, dass ein und dasselbe Gericht zunächst eine Vor-Entscheidung trifft und sodann auch für das Hauptverfahren zuständig ist, z.B. im Zivilprozess zunächst Bewilligung von PKH nebst anschließender Verhandlung über die Zahlungsklage oder im Strafprozess zunächst der Beschluss über die Eröffnung des Hauptverfahrens nebst anschließender Hauptverhandlung in der Sache. Ihre Bedenken in Hinblick auf eine mögliche "Vorverurteilung" habe ich also damit hoffentlich zerstreut.
Gast kommentiert am Do, 2019-10-24 09:20 Permanenter Link
Solcher Unsinn, mit dem Sie die Antragstreller des Klageerzwingungsverfahrens infiziert haben, hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Klageerzwingungsverfahren gescheitert ist, weil diese wg. Ihres unvertretbaren Unfugs dachten, es gebe neben einer mündlichen Verhandlung noch richterliche Hinweise und sonstige Wohltaten aus der VwGO incl. Amtsermittlungsgrundsatz etc., was man alles ganz in Ruhe abwarten könne ohne sich schon beim Antrag besondere Mühe geben zu müssen. Damit halfen Sie den Rechtssuchenden also nicht, damit schaden Sie Ihnen und führen Sie hilflos in die Irre!
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 09:31 Permanenter Link
Nein, die beiden Kolleginnen, die sich beide seit Jahren mit dem Fall Oury Jalloh befassen, haben beide juristisch sehr viel auf dem Kasten und ich habe keinen Zweifel daran, dass beide Kolleginnen gerade den politisch brisanten Fall Oury Jalloh mit maximaler Sorgfalt bearbeitet haben:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=42&v=djlgrLEChdQ
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 09:32 Permanenter Link
Gast kommentiert am Do, 2019-10-24 09:46 Permanenter Link
maximaler Sorgfalt bearbeitet haben
Das mag sein, jedenfalls nach Ihren Maßstäben, aber nicht nach den Maßstäben objektiven Rechts. Eine durch Würdinger infizierte Sorgfalt, ist keine wirkliche Sorgfalt, sondern Wunschdenken, vgl.:
"In diesem Klageerzwingungsverfahren im Fall Oury Jalloh pochen die Angehörigen darauf, dass vor einer Entscheidung des OLG Naumburg eine mündliche Verhandlung stattzufinden hat. Dieses Verfahren bietet allerdings im Ergebnis nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn das OLG Naumburg den Angehörigen Gelegenheit geben wird, ihre Antragsschrift zu ergänzen, da diese voraussichtlich lückenhaft sein wird. Hierbei ergibt sich das Gebot der mündlichen Verhandlung aus Art. 6 Abs. 1 EMRK, das Gebot richterlicher Hinweise aus § 86 Abs. 3 VwGO." (http://tinyurl.com/y5n462wd) Man hätte weniger auf Würdingers verquere Ansichten "pochen", sondern vielmehr anständig arbeiten sollen!
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 09:51 Permanenter Link
Nein, im Endeffekt hatte jeder seinen Part, die beiden Kolleginnen sozusagen den materiellrechtlichen Part und ich sozusagen den prozessualen Part, so haben wir uns in unserer juristischen Arbeit gegenseitig ergänzt:
Gast kommentiert am Do, 2019-10-24 09:56 Permanenter Link
Und genau im Hinblick auf Ihren total verkorksten "prozessualen Part" ist die Sache gescheitert! Sie sind schuld. Schämen Sie sich!
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 10:04 Permanenter Link
In Wahrheit ist im Fall Oury Jalloh genau das passiert, was ich bereits in meinem Profil geschildert habe:
"Ich denke, dass man angesichts der ständigen Praxis des Klageerzwingungsverfahrens durchaus von einem "freien Belieben" des Gerichts sprechen kann: Am einfachsten und deswegen am beliebtesten ist der pauschale Vorwurf, die Antragsschrift sei nicht hinreichend substantiiert. Das führt – nach der ständigen Praxis – zur Unzulässigkeit des Antrags im Verfahren nach den §§ 172 ff StPO. Es sind aber auch im übrigen – nach der ständigen Praxis – der Phantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, einen Vorwand für die Unzulässigkeit der Antragsschrift zu suchen und zu finden: Sämtliche Vornamen des Beschuldigten sowie sein Geburtstag und sein Geburtsort seien nicht angegeben, deswegen sei es nicht möglich, den Beschuldigten zweifelsfrei zu identifizieren. Oder: In dem sich seit Jahren hinziehenden Verfahren seien nicht sämtliche Schriftsätze mit sämtlichen Daten sowie sämtlichen Fristläufen unter Darlegung der jeweiligen Fristeinhaltung im Antragsschriftsatz im einzelnen aufgelistet. Nach der ständigen Praxis spielt man als Anwalt in den Verfahren nach den §§ 172 ff StPO ein Spiel, das man schlechterdings nicht gewinnen kann: Hat man zwanzig mehr oder weniger sinnentleerte Formalismen erfüllt, scheitert man eben an dem einundzwanzigsten, frisch gekürten, Formalismus. Das ist die ständige Praxis des Klageerzwingungsverfahrens.
Die Zusammenfassung meiner Thesen hingegen lautet: Es gibt nur die von Art. 19 IV GG vorgeschriebene eine Mindest-Instanz. Umso mehr ist es erforderlich, dass in dieser einzigen Instanz ein faires Verfahren garantiert wird. Ein faires Verfahren wird garantiert durch die Anwendung des Verwaltungsprozessrechts."
Gast kommentiert am Do, 2019-10-24 10:18 Permanenter Link
Sie haben den Angehörigen allen denkbar möglichen Mist vorgegaukelt, wie ein Klageerzwingungsverfahren angeblich "richtig" läuft. Und daran sind diese gescheitert, weil diese Ihrem angeblichen - aber rechtlich total verkorksten - "Sachverstand" geglaubt haben, vgl. z. B. auch hier: "Gemäß Art. 6 Abs. 1 EMRK setzt das OLG Naumburg in diesem Verfahren als ersten Verfahrensschritt einen Termin zur mündlichen Verhandlung an". Pustekuchen! Natürlich hat das OLG Naumburg - für jeden anständigen Juristen ohne Weiteres vorhersehbar - nicht als "ersten Schritt" eine mündliche Verhandlung angesetzt. Sie sind schuld. Schämen Sie sich und leisten Sie wegen Ihres Anwaltverschuldens Schadensersatz!
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 10:27 Permanenter Link
Es hat eine mündliche Verhandlung stattzufinden gem. § 101 VwGO i.V.m. Art. 6 I 1 EMRK.
Gast kommentiert am Do, 2019-10-24 10:43 Permanenter Link
Ihre private, völlig verkorkste und abwegige, Meinung ist das eine. Diesen Floh als angeblicher "Rechtsanwalt" aber im Rahmen eines Schicksalverfahrens Rechtssuchenden ins Ohr zu setzen und damit deren Untergang zu begründen, ist himmelschreiend berufs- und sittenwidrig! Schämen Sie sich!
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 10:45 Permanenter Link
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-10-24 10:46 Permanenter Link
Nach dem ARUG II ist vor dem…?0