Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=27.08.1997&Aktenzeichen=1%20B%20145.97
Timestamp: 2019-10-20 07:14:42
Document Index: 33305637

Matched Legal Cases: ['§ 58', '§ 67', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 8', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58']

BVerwG, 27.08.1997 - 1 B 145.97 - dejure.org
https://dejure.org/1997,1662
BVerwG, 27.08.1997 - 1 B 145.97 (https://dejure.org/1997,1662)
BVerwG, Entscheidung vom 27.08.1997 - 1 B 145.97 (https://dejure.org/1997,1662)
BVerwG, Entscheidung vom 27. August 1997 - 1 B 145.97 (https://dejure.org/1997,1662)
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Irreführende Rechtsmittelbelehrung - Vertretungszwang - Berufungsfrist - Überleitungsvorschriften
NJW 1998, 1330 (Ls.)
NVwZ 1997, 1211
DVBl 1998, 233
Die Rechtsmittelbelehrung eines verwaltungsgerichtlichen Urteils ist nicht deshalb fehlerhaft i.S.v. § 58 Abs. 2 VwGO, weil sie im Hinblick auf den Vertretungszwang vor dem Oberverwaltungsgericht nicht ausdrücklich die zur Vertretung befugten Personen benennt, sondern insoweit allein auf die gesetzliche Regelung in § 67 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 Nr. 3 bis 7 VwGO verweist (im Anschluss an BVerwG, Beschluss vom 27. August 1997 - 1 B 145.97 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 67 S. 5 f.).
In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, dass eine Rechtsmittelbelehrung nicht über den gesetzlichen Vertretungszwang belehren muss (BVerwG, Beschlüsse vom 27. August 1997 - 1 B 145.97 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 67 S. 5, vom 24. Oktober 2012 - 1 B 23.12 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 90 Rn. 5 …und vom 7. November 2014 - 2 B 45.14 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 91 Rn. 10 jeweils m.w.N.).
Eine Rechtsfrage, die bereits höchstrichterlich geklärt ist, kann erneut klärungsbedürftig werden, wenn die Beschwerde neue Gesichtspunkte vorbringt, die geeignet sein könnten, die bisherige Rechtsprechung in Frage zu stellen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. August 1997 - 1 B 145.97 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 67 S. 5).
Liegt bereits einschlägige Rechtsprechung vor, muss der Beschwerdeführer sich zur Darlegung neuen oder weiteren Klärungsbedarfs vertieft mit deren Gründen auseinandersetzen und Gesichtspunkte aufzeigen, die geeignet sein könnten, die bisherige Rechtsprechung in Frage zu stellen (vgl. Beschlüsse vom 25. November 1992 - BVerwG 6 B 27.92 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 306, vom 21. Dezember 1994 - BVerwG 4 B 266.94 - Buchholz 406.401 § 8a BNatSchG Nr. 2 und vom 27. August 1997 - BVerwG 1 B 145.97 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 67).
Gründe, die eine erneute Befassung des Bundesverwaltungsgerichts mit den aufgeworfenen Fragen erforderlich machen könnten (vgl. hierzu BVerwG, Beschluss vom 27. August 1997 - 1 B 145.97 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 67), namentlich neue Gesichtspunkte, die in der Entscheidung des 7. Senats nicht angesprochen sind, legt die Beschwerde nicht dar.
Ob dies tatsächlich der Fall war und deshalb die Klagefrist nicht eingehalten worden ist, ist insofern ohne Bedeutung (BVerwG, Beschluss vom 27. August 1997 - 1 B 145/97 -, Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 67).
BVerwG, 14.02.2000 - 7 B 200.99
Widerspruchsfrist; Rechtsbehelfsbelehrung, unrichtige; Zusatz, irreführender; …
Das ist der Fall, wenn sie den Adressaten davon abhalten kann, das Rechtsmittel überhaupt, rechtzeitig oder formgerecht einzulegen (Beschluß vom 27. August 1997 - BVerwG 1 B 145.97 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 67; Beschluß vom 14. Oktober 1997 - BVerwG 1 B 164.97 - NVwZ 1998, 170 ; jeweils m.w.N.).
Sie ist darum hier nicht unmittelbar einschlägig; im Unterschied zu diesem Urteil sind übrigens in neueren Entscheidungen vergleichbare Rechtsmittelbelehrungen als unrichtig im Sinn des § 58 Abs. 2 VwGO beurteilt worden (vgl. Beschlüsse vom 27. August 1997 - BVerwG 1 B 145.97 - …und vom 14. Oktober 1997 - BVerwG 1 B 164.97 -, a.a.O.; Urteil vom 31. März 1995 - BVerwG 4 A 1.93 - BVerwGE 98, 126 ).
Die Beschwerde muss sich dazu mit den Gründen der bisherigen Rechtsprechung auseinander setzen; sie muss aufzeigen, aus welchen Gründen eine erneute Befassung des Bundesverwaltungsgerichts mit der aufgeworfenen Frage erforderlich sein könnte, namentlich, dass sich neue Gesichtspunkte ergeben hätten, die geeignet sein könnten, die bisherige Rechtsprechung in Frage zu stellen (Beschluss vom 27. August 1997 - BVerwG 1 B 145.97 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 67).
VGH Baden-Württemberg, 01.09.2004 - 12 S 1750/04
Jahresfrist bei irreführender Rechtsmittelbelehrung; Notwendiger Lebensunterhalt …
VG Frankfurt/Main, 04.08.2011 - 3 K 1703/08
Abgabenrecht - Gebührenbescheid für Abwasser u. a.
VGH Baden-Württemberg, 04.10.2005 - 9 S 2089/03
Vertretungszwang bereits bei der Einlegung der Berufung bei dem …
OVG Nordrhein-Westfalen, 10.06.2002 - 12 B 989/02
Rechtzeitigkeit der nicht innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des …