Source: http://bsb.vibss.de/vereinsmanagement/bezahlte-mitarbeit/selbststaendige-taetigkeit/gesetzliche-rentenversicherungspflicht-fuer-selbststaendige/?L=0%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10
Timestamp: 2017-12-12 18:06:37
Document Index: 74059191

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 8', '§ 8', '§ 3']

Selbstständige unterliegen grundsätzlich nicht der Versicherungspflicht im System der gesetzlichen Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung). Bestimmte, im Sozialgesetzbuch VI genannte Selbstständige, sind jedoch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Für Tätigkeiten im Sport sind insbesondere zwei Personengruppen relevant:
selbstständig tätige Lehrer/innen und Erzieher/innen (§ 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI)
Selbstständige mit einem Hauptauftraggeber (§ 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI)
Beschäftigung eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmers
Selbstständig tätige Lehrer/innen und Erzieher/innen sowie Selbstständige mit einem Hauptauftraggeber unterliegen nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht, wenn sie eine/n sozialversicherungspflichtige/n Arbeitnehmer/in beschäftigen. Ein/e geringfügig Beschäftigte/r (450-€-Minijob) zählt hierbei jedoch nicht, auch wenn er/sie eigene Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt.
Ausnahmen von der gesetzlichen Rentenversicherungspflich
Versicherungsfrei sind u. a.:
Personen die nur eine geringfügige selbstständige Tätigkeit ausüben (§ 5 Abs. 2 Nr. 2 SGB VI)
Rentner/innen und Pensionäre/innen (§ 5 Abs. 4 SGB VI)
Für die Geringfügigkeit der selbstständigen Tätigkeit gelten (gem. § 8 (3) SGB IV) die gleichen Grenzen wie bei den geringfügigen Beschäftigungen als Arbeitnehmer/in (gem. § 8 (1) und (2) SGB IV), d. h. entweder beträgt die Summe des Arbeitseinkommens (= Gewinn gem. Einkommensteuerrecht) aus der Tätigkeit regelmäßig nicht mehr als 450 €/Monat oder die Tätigkeit wird nur kurzfristig (nicht mehr als drei Monate bzw. 70 Tage/Kalenderjahr) ausgeübt. Bei der Ermittlung des Arbeitseinkommens ist ggf. zusätzlich der sog. Übungsleiter-Freibetrag (nach § 3 Nr. 26 EStG) in Höhe von 2.400 €/Kalenderjahr zu berücksichtigen, d. h. für Übungsleiter/innen, Ausbilder/innen Erzieher/innen und Betreuer/innen erhöht sich die Geringfügigkeitsgrenze auf 650 €/Monat (450 € + 1/12 x 2.400 €), wenn die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.