Source: https://www.anwalt-wenzel.com/anwalt-strafrecht-berlin/unsere-f%C3%A4lle/
Timestamp: 2020-07-11 14:43:56
Document Index: 191062272

Matched Legal Cases: ['§ 95', '§ 153', '§ 211', '§ 147', '§ 223', '§ 263', '§ 177', '§ 253', '§ 249', '§ 1']

Unsere Fälle - Anwalt Strafrecht Berlin- BtM, Drogen, Verkehr, Bussgeld und KiPo
Rechtsanwalt Benjamin C.Wenzel hat in jahrelanger anwaltlicher Praxis die Erfahrung und Expertise gesammelt, die Ihnen im Verfahren zum Vorteil reicht.
Erhalten Sie in unserem Blog einen beispielhaften Einblick in Fälle bzw. Mandate, die Herr Wenzel fachanwaltlich erfolgreich betreut hat.
Selbstverständlich erfolgt die Darstellung anonymisiert:
Verstoß gegen Arzneimittelgesetz § 95 I Ziffer 2b AMG - Ergebnis: Einstellung gegen Geldzahlung, § 153a StGB
Hier ein weiterer Fall aus dem Arznei- und Betäubungsmittelrecht:
Meinem Mandanten wurde vorgeworfen, Testosteron in nicht geringer Menge besessen zu haben. Mit Einstellungsschreiben wurde darauf hingewiesen, dass kein Bewusstsein auf eine nicht geringe Menge vorlag. Eingestellt gegen Geldzahlung.
Versuchter Mord, heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen, §§ 211, 22, 23 StGB - Ergebnis: 5 Jahre im offenen Vollzug
Der Mandant lauerte dem Geschädigten und neuen Freund seiner Ex-Freundin im Gebüsch auf und bearbeitete ihn mit einem Totschläger. Verteidigt wurde auf gefährliche Körperverletzung. Das Gericht folgte dem allerdings nicht, sondern verurteilte den Mandanten zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren, wegen Heimtücke und niedrigen Beweggründen (Eifersucht). Trotzdem konnte dem Mandanten eine Haft erspart werden. Er befindet sich auf freiem Fuß, kann seiner Arbeit nachgehen du muss nur zum Schlafen in die JVA.
In Verkehr bringen von Falschgeld, § 147 StGB - Ergebnis: Freispruch
Der litauische Mandant soll mit Falschgeld bezahlt haben und sich darüber bewusst gewesen sein. Er wurde in Haft genommen, da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland nachweisen konnte. Wir verteidigten mit der Strategie, dass der Mandant das Geld als Tourist in Empfang genommen hat und sich mit der europäischen Währung nicht auskenne. Der Mandant wurde daraufhin frei gesprochen und bekam eine Haftentschädigung.
Gefärliche Körperverletzung, §§ 223, 224 I Nr. 2 StGB - Ergebnis: Strafbefehl, 6 Monate auf Bewährung
Der Mandant bestritt im Haftprüfungstermin die Tat und wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Er gab dort an, dass er sich bereits vor der Tat mehrmals in stationärer Behandlung aufgrund akuter Psychose und Politoxikomanie.
Daraufhin wurde von uns ein Antrag auf Einholung eines Sachverständigengutachten zur Frage der Schuldfähigkeit beantragt. Diesem wurde mit dem Ergebnis gefolgt, dass eine Steuerungs- und Hemmungslosigkeit aus forensisch-psychiatrischer Sicht nicht ausgeschlossen werden kann.
Zur anberaumten Verhandlung erschien der Mandant nicht. Wir regten an, ins Strafbefehlsverfahren überzugehen, worauf hin ein Strafbefehl zu 6 Monaten auf Bewährung erging. Es wurde eine verminderte Schuldfähigkeit festgestellt.
Versicherungsbetrug § 263 StGB - Ergebnis: Freispruch
Dem Mandanten wurde vorgeworfen, bei sich zu Hause einen Einbruch fingiert zu haben, um einen Versicherungsbetrug vorzutäuschen.
Im der Hauptverhandlung wurden die Zeugen befragt.
Diese haben durch den Türspion nur eine Person gesehen. Wir argumentierten, dass diese eine Person unmöglich das gesamte Diebesgut im Wert von knapp 30.000 Euro wegtragen konnte.
Ziel war ein Freispruch, auf der Grundlage, dass wir dem Gericht deutlich machten, dass die Möglichkeit bestand, dass es bereits Stunden zuvor zu dem Einbruch kam und der Täter nur Spuren verwischen wollte, und daher auch kein Wegtragen der großen Gegenstände gesehen werden konnte.
Das Gericht folgte unserer Begründung und der Mandant wurde freigesprochen.
Vergewaltigung und Körperverletzung, §§ 177 I, II, III, 223 I StGB - Ergebnis: Teilfreispruch
Mein Mandant wurde beschuldigt zwei Frauen aufgelauert und vergewaltigt zu haben.
In diesem Verfahren konnten wir durch geschickte Einlassung einen Teilfreispruch erwirken, eine Vergewaltigung konnte jedoch aufgrund von DNA Spuren nachgewiesen werden. Statt der in Aussicht gestellten 5 Jahre Freiheitsstrafe konnten wir das Strafmaß auf 3 Jahre reduzieren.
Verfahren nach BtMG wegen Handeltreibens mit Amphetaminen
Da schmunzelt selbst der Rechtsanwalt.
Auch bei meiner Arbeit kann es vorkommen, dass sich unverhoffter Weise kurioses ergibt:
Mein Mandant war in Berlin Lichtenberg an einem szenebekannten Umschlagsort mit einer nicht unerheblichen Menge an Amphetaminen aufgegriffen worden.
Am Ende der folgenden Verhandlung vor dem Amtsgericht, in der ich aufgrund geschickter Verhandlung eine Geldstrafe aushandeln konnte, hatte mein Mandant dann das letzte Wort.
Er fragte: "Kriege ich mein Amphetamin wieder?"
Dies war natürlich nicht der Fall. Dennoch konnte ich mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen.
Räuberische Erpressung, §§ 253, 255 StGB - Ergebnis: Einstellung
Gefährlicher Raub & versuchter Diebstahl im besonders schweren Fall, §§ 249, 25 II, 242, 243 I Nr. 1 StGB, §§ 1, 3 JGG - Ergebnis: Verwarnung und Freizeitarbeit
Dem Mandanten wurde vorgeworfen, im Zeitraum Oktober bis Dezember, zusammen mit einem weiteren Mittäter, unter Schlägen dem Zeugen D. eine Bauchtasche abgenommen zu haben, und des Weiteren versucht zu haben, mittels Steinen die Scheiben eines Tabakwarenladens einzuschlagen, um dort Zigaretten zu entwenden. Mein Mandant war bereits jugendrechtlich in Erscheinung getreten.
Der Mandant soll, zusammen mit einem Mittäter, den Geschädigten mit einer Glasflasche in Kreuzberg geschlagen haben. Nach mehreren Verhandlungen und Befragung von Zeugen konnte ihm das Tatgeschehen nicht nachgewiesen werden. Das Gericht sah sich gezwungen, den Mandanten freizusprechen.