Source: http://www.jurablogs.com/2015/01/21/filesharing-benutzung-des-werkseitig-vorgegebenen-router-passworts-keine-pflichtverletzung
Timestamp: 2016-10-27 09:17:12
Document Index: 298168758

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Filesharing: Benutzung des werkseitig vorgegebenen Router-Passworts keine Pflichtverletzung
BlogsInternet-LawJanuar 2015Filesharing: Benutzung des werkseitig vorgegebenen Router-Passworts keine PflichtverletzungDer BGH hatte vor einigen Jahren entschieden, dass in Fällen des Filesharings die Verwendung des vom Hersteller eines W-LAN-Routers vorgegebenen Passworts eine Pflichtverletzung darstellen, die eine Störerhaftung begründet.Das Amtsgericht Hamburg ist in einer neuen Entscheidung (Urteil vom 09.01.2015, Az.: 36a C 40/14) der Ansicht, dass das nur für werkseitig vorgegebene Standardpasswörter gelten kann die für eine Vielzahl von Geräten verwendet werden können. Im Urteil des AG Hamburg heißt es dazu: Die Beklagte haftet auch nicht deshalb als Störerin, weil der werkseitig vergebene WPA2-Schlüssel nicht individuell verändert wurde. Es ist zwar richtig, dass der Inhaber eines WLAN-Anschlusses, der es unterlässt, die im Kaufzeitpunkt des WLAN-Routers marktüblichen Sicherungen ihrem Zweck entsprechend anzuwenden, als Störer auf Unterlassung und damit auch aus Ersatz der Abmahnkosten haftet, wenn Dritte diesen Anschluss missbräuchlich nutzen, um urheberrechtlich geschützte Musiktitel in Internettauschbörsen einzustellen (BGH, I ZR 121/08, NJW 2010, 2061 – Sommer unseres Lebens). In der genannten Entscheidung führt der Bundesgerichtshof aus: „Welche konkreten Maßnahmen zumutbar sind, bestimmt sich auch für eine Privatperson zunächst nach den jeweiligen technischen Möglichkeiten (vgl. BGHZ 172, 119 Tz. 47– Internet-Versteigerung II). Es würde die privaten Verwender der WLAN-Technologie allerdings unzumutbar belasten und wäre damit unverhältnismäßig, wenn ihnen zur Pflicht gemacht würde, die Netzwerksicherheit fortlaufend dem neuesten Stand der Technik anzupassen und dafür entsprechende finanzielle Mittel aufzuwenden. Die Prüfungspflicht im Hinblick auf die unbefugte Nutzung eines WLAN-Routers konkretisiert sich vielmehr dahin, dass jedenfalls die im Kaufzeitpunkt des Routers für den privaten Bereich marktüblichen Sicherungen ihrem Zweck entsprechend wirksam einzusetzen sind (vgl ...Zum vollständigen Artikel147 LeserKanzlei Plutte:Filesharing: Werkseitiger WLAN-Schlüssel ohne Änderung36 LeserDas Blog für IT-Recht:BGH im Volltext – Sommer unseres Lebens (I ZR 121/08)91 Leserkanzlei.biz:Keine Haftung wegen Filesharing bei Beibehaltung von individuellem voreingestelltem WPA...35 LeserDas Blog für IT-Recht:BGH: Haftung des Betreibers eines privaten WLAN-Netzes10 LeserS.O.S. - Hilfe bei Abmahnung wegen Filesharing:AG Frankfurt am Main zu Klage wegen Filesharing: Keine Störerhaftung bei Verwendung des...77 LeserHashtagRecht:Filesharing: Anforderung an das WLAN-Passwort (AG Frankfurt 30 C 3078/12)72 LeserFachanwalt für IT-Recht:Fünf Jahre nach den dramatischen Ereignissen in Antaloor steht Oma für den Download von...10 verwandte ArtikelAG Frankfurt: Werkseitig vorgebenen Authentifizierungsschlüssel für WLAN benutzt. Keine Störerhaftung?Wenn ein unbekannter Dritter unberechtigt von außerhalb das WLAN-Netzwerk eines Internetanschlussinhabers nutzt.AG Frankfurt: Werkseitig vorgebener Authentifizierungsschlüssel für WLAN benutzt. Keine Störerhaftung?Welche Auswirkungen haben Berichte über decodierbare werkseitige WPA2-Verschlüsselungen von Telekom/Vodafone-WLAN-Routern auf
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