Source: https://blog.minijob-zentrale.de/2019/02/21/arbeit-auf-abruf-worauf-minijob-arbeitgeber-seit-2019-achten-muessen/?replytocom=12352
Timestamp: 2020-03-29 03:06:06
Document Index: 89101777

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 616', '§ 12', '§12', '§12', '§ 12']

Arbeit auf Abruf – Worauf Minijob-Arbeitgeber seit 2019 achten müssen! | Die Minijob-Zentrale
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Als Aushilfe in der Gastronomie oder bei großem Besucheraufkommen im Freizeitpark – nicht selten werden Minijobs auf Abruf ausgeübt und sind nicht an feste Arbeitszeiten gebunden. Für diese Beschäftigungen gelten besondere arbeitsrechtliche Regeln, die sich seit Beginn des Jahres verschärft haben. Wir zeigen, was sich bei „Arbeit auf Abruf“ geändert hat, worauf Arbeitgeber sowie Minijobber jetzt achten müssen und wo es weitere Infos gibt.
Was ist „Arbeit auf Abruf“?
Man spricht von „Arbeit auf Abruf“ wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart haben, dass der Arbeitnehmer die Arbeitsleistung je nach Arbeitsanfall zu erbringen hat. Diese Definition von „Arbeit auf Abruf“ findet sich im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Da Minijobber arbeitsrechtlich als Teilzeitbeschäftigte gelten, haben sie grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie Vollzeitbeschäftigte. Dies gilt somit auch für „Arbeit auf Abruf“.
Was ist neu bei der wöchentlichen Arbeitszeit?
Wenn Arbeitgeber und Minijobber eine Vereinbarung für „Arbeit auf Abruf“ geschlossen haben, müssen gesetzlich festgelegte Vorgaben zur Dauer der täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit beachtet werden.
Wird die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt, gilt zum Schutz der Arbeitnehmer eine Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche als vereinbart. Diese Regelung ist nicht neu. Die Grenze wurde aber zum 1. Januar 2019 durch den Gesetzgeber angehoben. Sie lag zuvor bei 10 Stunden.
Welche Auswirkungen auf Minijobs haben die neuen Regeln?
Vereinbaren Arbeitgeber und Minijobber keine konkrete Arbeitszeit, hat dies Auswirkungen auf die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung. Da in diesen Fällen eine Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche gilt, ergibt sich schnell ein durchschnittlicher Monatsverdienst von mehr als 450 Euro. Es liegt somit kein 450-Euro-Minijob mehr vor. Dies gilt selbst dann, wenn nur der Mindestlohn in Höhe von 9,19 Euro pro Stunde gezahlt wird.
Worauf sollten Arbeitgeber achten?
Wenn die „Arbeit auf Abruf“ ein Minijob bleiben soll, müssen Arbeitgeber mit dem Minijobber die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit festlegen. Wie eine rechtssichere Abruf-Vereinbarung aussehen muss, erfahren Sie zum Beispiel bei einem Anwalt für Arbeitsrecht.
Weitere Informationen zur „Arbeit auf Abruf“ erteilt auch das Bürgertelefon des Bundesministeri­ums für Arbeit und Soziales . Das Bürgertelefon zum Thema Arbeitsrecht erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.
Allgemeine Informationen zum Arbeitsrecht bei Minijobs erhalten Sie hier im Blog oder auf unserer Website.
von Team der Minijob-Zentrale • Veröffentlicht in Arbeitsrecht	• Verschlagwortet mit Abruf, Arbeit, Arbeitgeber, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Aushilfe, Minijob
84 Kommentare zu “Arbeit auf Abruf – Worauf Minijob-Arbeitgeber seit 2019 achten müssen!”
17. März 2020 @ 12:56
Liebes Blockteam,
ich habe bis vor kurzem noch regelmäßig einen monatlichen Dienstplan mit meinen Arbeitszeiten bekommen. Mein Betrieb ist durch die „Corona-Krise“ bis auf Weiteres geschlossen. Dadurch gibt es auch erstmal keine Dienstpläne. Ich bin jetzt durch den Artikel etwas verwirrt und weiß nicht wie viele Stunden mir in den nächsten Monaten zustehen, weil in meinem Arbeitsvertrag keine festgelegten Stunden stehen. Könnt ihr mir weiterhelfen? Habe ich einen Anspruch auf meine Stunden ohne Dienstplan?
17. März 2020 @ 13:29
so geht es mir auch …
17. März 2020 @ 14:43
Hallo Christian, hallo Leon,
die durch den Arbeitgeber veranlasste Betriebsschließung, im Zusammenhang mit dem Coronavirus, ist ein arbeitsrechtlicher Sachverhalt.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine rechtliche Beratung vornehmen können.
In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht.
Um Ihre arbeitsrechtlichen Fragen dennoch klären zu können, empfehlen wir Ihnen den Fragen- und Antworten-Katalog des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales “ Coronavirus: Arbeitsrechtliche Auswirkungen“: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht
Weitere Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie telefonisch
beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der
Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
Pingback: Rund um Minijobs: Das sind unsere 5 erfolgreichsten Beiträge aus 2019 | Die Minijob-Zentrale
Uwe Einhaus
15. Januar 2020 @ 00:14
stimmt es das der Gesetzgeber, mit Erhöhung des Mindestlohn zum 01.01.2020, die wöchentliche Arbeitszeit auf 12 Std. festgelegt hat???
Die Buchhaltung meines Arbeitgebers möchte uns Minijobbern das aber in neue Arbeitsverträge schreiben, ich habe allerdings nichts der gleichen gefunden…
Vorher haben wir im 2 Schichtbetrieb gearbeitet, mit unterschiedlichen Stunden ( 4 bzw 5 Std.)…
Ich bedanke mich im voraus für Ihre Antwort…
15. Januar 2020 @ 11:44
Hallo Herr Einhaus,
eine derartige Regelung ist uns von Seiten der Sozialversicherung nicht bekannt. Wir empfehlen Ihnen daher bei Ihrem Arbeitgeber zu hinterfragen, auf welcher gesetzlichen Grundlage die neue arbeitsvertragliche Regelung basiert.
19. Februar 2020 @ 09:35
ich denke dieses wurde in ihrer Firma so beschlossen,weil mit dem Mindestlohn von aktuell 9,35 € ca. 48,1 Stunden im Monat möglich sind. Diese geteilt durch 4 Wochen sind rund 12 Stunden pro Woche.
20. Februar 2020 @ 06:44
das gleiche habe ich mir auch schon gedacht, was mich halt stört, ist die Behauptung, der Gesetzgeber schreibt vor und diesen Wortlaut wollte man in den neuen Arbeitsverträgen aufnehmen.
Wie der Arbeitgeber letztendlich die Minijobber einteilt ist ihm ja selbst überlassen…
Im übrigen, hat man diese Behauptung nicht mit in die neuen Verträge geschrieben aber die Schichten neu verteilt, jetzt müssen wir zusehen das wir irgendwie unser 48 Stunden zusammen bekommen, was bei der wöchentlichen Beschränkung nicht mehr möglich ist…
Michaela Knutzen
14. Januar 2020 @ 11:16
Wir haben zwei Aushilfen im Rahmen eines Minijobs beschäftigt. Nun ist es so, dass eine der beiden ein Studium begonnen hat und oft zeitlich nicht kann. Wir würden jetzt einen Arbeitsvertrag aufsetzen, in dem wir eine tägliche/wöchentliche Grundstundenzahl vereinbaren mit den Zusätzen, dass 1. Stunden für Mehrarbeit immer sofort abgerechnet werden und 2. Stunden die ausfallen auf Grund von persönlicher Verhinderung des Arbeitnehmers als Fehlstunden vom Lohn abgezogen werden. Die jährliche Entgeltgrenze von 5.400€ und damit verbundene Jahresstundengrenze wird selbstverständlich nicht überschritten.
Wäre das so machbar um nicht durch die neue „20-Stunden-Regelung“ in die Sozialversicherungspflicht zu fallen?
14. Januar 2020 @ 12:53
Hallo Frau Knutzen,
Wir empfehlen Ihnen für eine rechtssichere Abruf-Vereinbarung zum Beispiel einen Termin bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht zu vereinbaren. Sie haben auch die Möglichkeit weitere Informationen zur „Arbeit auf Abruf“ beim Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales einzuholen. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.
14. Januar 2020 @ 13:56
Sehr geehrtes Antwort-Team,
danke für die Antwort, aber ich habe gar keine Frage im Sinne des Arbeitsrechts gestellt… Es war die Frage wie die Beurteilung bezüglich der „20-Std-Regelung“ in dem von mir geschilderten Fall aus Sicht der Sozialversicherungsträger aussieht.
Und da sind Sie als „zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs“ doch mein Ansprechpartner oder?
15. Januar 2020 @ 11:59
Hallo Frau Kuntzen,
aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht handelt es sich um einen 450-Euro-Minijob, wenn der durchschnittlich gezahlte Verdienst 450 Euro im Monat nicht übersteigt. Arbeitet Ihr Minijobber ununterbrochen 12 Monate lang, ergibt sich so eine Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro.
Bei der vertraglichen Vereinbarung für „Arbeit auf Abruf“ (Arbeitsvertragsgestaltung) handelt es sich um einen arbeitsrechtlichen Sachverhalt. Wir bitten somit um Ihr Verständnis, dass wir Sie hierzu als Minijob-Zentrale nicht beraten können. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei den oben angegebenen Stellen.
5. Januar 2020 @ 01:39
Wir möchten eine Haushalts- und Gartenhilfe beschäftigen. Sie soll an 15-20 Tagen im Jahr für jeweils 2h arbeiten und soll für die geleistete Arbeit auf Stundenbasis(!) einen vereinbarten Stundenlohn von ca. EUR 12,50h erhalten. Es handelt sich um saisonabhängige Arbeiten, die naturgemäß nicht stetig über das Jahr verteilt auftreten, somit auch nicht gewaltsam zu einer stetigen, wöchentlichen Arbeit umfunktioniert werden können.
Frage 1: wie um alles in der Welt sollen wir 40 Jahrestunden auf Wochenstunden umrechnen, um dem Gesetz Genüge zu tun? 40/52 = 0,77h/Woche – ist das die gewünschte Methode?
Frage 2: welche Folgen ergeben sich daraus für den Urlaubsanspruch? 20 Tage / Jahr ergeben zunächst einen Anspruch auf 2 Tage. Aber wie genau „entnimmt“ der AN diesen Urlaub, wo er doch ohnehin nur dann kommt, wenn es mit ihm vereinbart ist. Sollen wir mit ihm dann einen Termin vereinbaren, an dem er gezielt nicht kommt?!? Was sieht das Minijob Gesetz in diesem Fall vor (bitte wenn möglich mit Quellenangabe)?
Frage 3: welche Folgen hat dies für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Wenn der AN krank ist, wird er ganz einfach nicht kommen und wir müssen mit ihm einen neuen Termin vereinbaren. Sollen wir dann gezielt einen Termin vereinbaren, zu dem er nicht kommen kann, aber dafür den Lohn bezahlen? Oder den Lohn für 6(Wochen) x 0,77h(pro Woche) x 12,50 zahlen?
Falls das Minijob-Gesetz für die geschilderte Beschäftigungssituation nicht geeignet sein sollte – welche andere Möglichkeit bietet das Gesetz, um diese Arbeit zu legalisieren?
7. Januar 2020 @ 12:51
uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten. In diesem Zusammenhang informieren wir lediglich zu allgemeinen arbeitsrechtlichen Sachverhalten.
Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung. Die Erteilung von Rechtsauskünften zu individuellen Fällen oder die Unterstützung in Angelegenheiten der individuellen Rechtsverfolgung ist uns durch das Rechtsdienstleistungsgesetz jedoch untersagt.
Wir empfehlen Ihnen daher, dass Sie sich mit Ihren konkreten arbeitsrechtlichen Frage zur weiteren Beratung an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
7. November 2019 @ 20:45
ich habe seit August dieses Jahres einen Minijobvertrag. Im Vertrag ist nichts geschrieben zur Arbeitszeit; weder zur minimalen Arbeitszeit noch zur regelmäßigen wöchentlichen / täglichen Arbeitszeit. Der Arbeitgeber ruft mich sporadisch, meist einen Tag vorher ab und hält die Arbeitszeiten schriftlich fest.
Ich verstehe, dass er möglichst flexibel sein will, aber ich komme mit der Stundenzahl nicht auf die 450€.
Ist so ein Vertrag rechtens? Kann ich laut Teilzeit- und Befristungsgesetz meinen Stundenlohn für 20 Stunden in der Woche einklagen? Sollte ich den Vertrag erstmal laufen lassen und mein Geld für 3 Jahre rückwirkend verlangen?
8. November 2019 @ 09:38
Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht oder vorab an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Das Bürgertelefon erreichen Sie von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.
7. Oktober 2019 @ 20:53
Hallo, liebes Team der Minijob -Zentrale:-)! Ich arbeite schon seit 15 Jahren in der gleichen Firma und immer auf minijob Basis. Da es einen neuen Chef gab, haben sich die Verträge geänďert. Zum 1.Juni ( Vertrag ist noch nicht unterschrieben) bekam ich eine Lohnerhöhung und sollte gewisse Stunden in der Woche und Maximale Stunden im Monat arbeiten. Das habe ich mündlich bestätigt. Jetzt im September sollte ich endlich den Arbeitsvertrag unterschreiben können und da meinte er plötzlich, nach Nachfrage von mir, das es nur eine monatliche Arbeitszeit gilt und keine wöchentliche mehr. Die wöchentliche Arbeitszeit gilt bei minijob nicht und außerdem kann er mich dann flexibler einsetzten und ich könnte ja angeblich auch nicht immer! Ich finde es doof,denn sollte ich oder meine Tochter mal krank sein,müsste ich die fehlenden Stunden trotz Krankmeldung nachholen . Ist das so rechtens oder ist es richtig das ich meine wöchentlichen Arbeitsstunden im Vertrag vermerkt haben möchte ? Über eine hilfreiche Antwort wäre ich sehr Dankbar. LG
8. Oktober 2019 @ 15:40
als Minijobber sind Sie aus arbeitsrechtlicher Sicht Arbeitnehmer. Arbeitsrechtliche Regelungen gelten für Minijobber gleichermaßen wie für sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer. Es gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung, als Minijobber dürfen Sie nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.
Auch im Hinblick auf das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) bestehen keine gesonderten Regelungen für Minijobber. Im § 12 des TzBfG regelt der Gesetzgeber die sogenannte „Arbeit auf Abruf“ – wenn also keine feste wöchentliche Arbeitszeit mit dem Arbeitnehmer vereinbart wurde. Vereinbart Ihr Arbeitgeber mit Ihnen keine wöchentliche Arbeitszeit, unterstellt diese gesetzliche Vorschrift eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden.
Unabhängig hiervon besteht natürlich für Sie im Minijob auch Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Sind Sie in Folge einer Erkrankung arbeitsunfähig, ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet Ihnen bis zu 6 Wochen Lohnfortzahlung zu leisten.
Hat Ihre Tochter das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet, können Sie zu ihrer Pflege zu Hause bleiben und erhalten für fünf Tage Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Die Verpflichtung zur Entgeltfortzahlung bei Erkrankung des Kindes ergibt sich aus § 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Arbeitgeber können diese Verpflichtung durch Regelungen im Arbeitsvertrag oder aufgrund eines Tarifvertrages jedoch einschränken oder ausschließen. In diesem Fall ist Ihr Arbeitgeber allerdings verpflichtet, Ihnen eine unbezahlte Freistellung zu gewähren.
7. Oktober 2019 @ 13:55
Liebes Team der MJ-Zentrale
Fragen zum Abrufarbeitsverhältnis werden standardmäßig über „frag einen Anwalt“ oder „frag das Bürgertelefon“ beantwortet. Am Bürgertelfon sitzt eine Anwaltskanzlei als „beliehenes Unternehmen“ – keine Ministerialbeamte. Das Bürgertelefon erteilt ebensowenig Rechtsauskünfte über § 12 TzBfG wie die MJ-Zenztrale und versucht sich genauso, immer herauszureden. RA und StB bin ich selbst – und komme trotz tagelanger Recherchen und Seminarbesuchen nur teilweise mit der Thematik klar. Z.B. Stichwort – nur die monatliche Arbeitszeit bestimmt und die tägliche Arbeitszeit lässt sich definieren – reicht das? Muss oder darf ich hier 4,33 Std. monatlich auf eine Stunde wöchentlich herunterbrechen, wenn nur einmal im Monat gearbeitet wird? Was ist, wenn ich freiwillig die fest vereinbarte Arbeitszeit auf eine Stunde wöchentlich bei einer Tagesarbeitszeit von einer Stunde definiere – und freiwillig hinterher Mehrarbeit leiste? Kurzfristig geht nicht, da strukturbedingt von Poolarbeitsverhältnissen gesprochen werden könnte.
Ich weiß, dass Sie diese Fragen mit entsprechendem Hinweis auf „Fachanwalt für Arbeitsrecht“ nicht beantworten werden – aber wer gibt mir hier überhaupt rechtssichere Auskünfte? Gibt es eine Verwaltungsanweisung zur Handhabe des 12 TzBfG der DRV? Aber Verwaltung ist „Exekutive“ und nicht Gesetzgeber. Ich habe zu diesem Themenkomplex im Juni über das Bürgertelefon eine Frage an ein Fachreferat des BMAS gerichtet. Selbst da erhalte ich keine Antwort. Sind es wohl nur die Gerichte, die Antworten geben können? Haben Sie eine Idee? Mit Verlaub – stellt sich da nicht auch die Frage der Sinnhaftigkeit Ihrer Arbeit?
10. Oktober 2019 @ 11:19
wir können Ihr Anliegen nachvollziehen, bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie als Minijob-Zentrale hierzu nicht beraten können.
Uns ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren.
Das Arbeitsrecht regelt die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Arbeitsbedingungen werden im Individual-Arbeitsrecht geklärt, dazu gehört zum Beispiel auch die Arbeitszeit.
Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Die zuständige Stelle zur Klärung ist das Arbeitsgericht.
13. September 2019 @ 10:38
Hallo, ich habe einen Minijober angestellt, der 2-3 Tage im Monat arbeitet, auf Abruf. damit kommen wir auf maximal 24h. Er hat neben dem Minijob noch einen Teilzeitjob mit ca. 30h und erhält auch dort seinen Urlaub. Wir haben uns darauf verständigt, dass er den Urlaub nur von seinem Hauptarbeitgeber bekommt. Muss ich jetzt trotzdem Urlaubstage anrechnen?
16. September 2019 @ 13:06
auch im Minijob hat Ihr Arbeitnehmer einen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Dieser Urlaubsanspruch besteht unabhängig davon, dass Ihr Mitarbeiter in seinem Hauptjob ebenfalls einen gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch hat. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Urlaub berechnen leicht gemacht“: http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-berechnen-leicht-gemacht
12. Juli 2019 @ 14:23
Wie sieht es bei Schülern aus die noch keine 18 sind? Muss man bei denen auch vertraglich vereinbaren wie viele Stunden sie arbeiten sollen/wollen? Bei den Schülern ist es meistens so, dass sie selber regeln wann sie arbeiten können, wollen, mal müssen sie Fußball spielen, oder mehr lernen, oder zum Sommerfest. Sie entscheiden selber wieviel sie arbeiten. Wie kann man das vertraglich regeln? Jeden Monat einen neuen Vertrag schreiben? Danke für eure Zeit!
15. Juli 2019 @ 14:28
beschäftigen Sie einen Schüler als Minijobber, ist der dem Grunde nach dennoch Arbeitnehmer. Auch für einen Schüler gelten somit grundsätzlich die Reglungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes. Zusätzlich werden Jugendliche unter 18 Jahren durch das Jugendarbeitsschutzgesetz geschützt. Unter folgendem Link haben wir die wichtigsten Regelungen für Sie zusammengefasst: https://t1p.de/MJZE-Jugendarbeitsschutz
21. Juni 2019 @ 08:38
Gilt die neue Regelung auch für Minijobs in Haushalten?
21. Juni 2019 @ 09:17
die Regelungen für Arbeit auf Abruf gelten auch für Arbeitgeber im Privathaushalt.
3. Juni 2019 @ 18:01
Hallo, ich habe eine kurze Frage zu der Festlegung der Arbeitszeit bei Minijobbern. Ist es richtig, dass eine Festlegung der Arbeitszeit über einen Dienstplan ausreicht?
Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.
4. Juni 2019 @ 13:04
bei den Regelungen des §12 Teilzeit- und Befristungsgesetz handelt es sich um arbeitsrechtliche Vorgaben, welche grundsätzlich für alle Beschäftigungen gelten.
Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Wenn die „Arbeit auf Abruf“ ein Minijob bleiben soll, müssen Arbeitgeber mit dem Minijobber die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit festlegen. Wie eine rechtssichere Abruf-Vereinbarung aussehen muss, erfahren Sie zum Beispiel bei einem Anwalt für Arbeitsrecht.
Weitere Informationen zur „Arbeit auf Abruf“ erteilt auch das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Das Bürgertelefon zum Thema Arbeitsrecht erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.
9. Mai 2019 @ 15:28
Gelten die Regelung der Arbeit auf Abruf auch für kurzfristig Beschäftigte?
10. Mai 2019 @ 09:30
24. April 2019 @ 15:26
Hallo liebe Minijob-Zentrale, wir sind ein Betrieb mit 450,- Euro Kräften, die meisten sind Schüler wie auch Arbeiter, die hauptberuflich im Schichtbetrieb tätig sind. Bei beiden Gruppen kann nie lange im Voraus geplant werden wann Sie zu uns zum arbeiten kommen, da sie sich unsere Arbeit frei einteilen können. Wie sollen wir da eine wöchentlich Arbeitszeit festlegen??? Reicht das nicht wenn ich vertraglich eine monatliche Höchststundenanzahl angebe? Mit freundlichen Grüssen
24. April 2019 @ 15:51
Gleiches Problem mit meiner Aushilfe. Incl. 0h kann pro Woche alles passieren. Legt die Aushilfe selbst fest.
24. April 2019 @ 18:48
Ich bin mir sicher dass das bei mehreren Betrieben der Fall ist. Aber das wurde wahrscheinlich nicht bedacht
25. April 2019 @ 07:34
Wie eine rechtssichere arbeitsvertragliche Vereinbarung aussehen muss, erfahren Sie zum Beispiel bei einem Anwalt für Arbeitsrecht.
25. April 2019 @ 07:59
Wenn schon die Kosten für die Initiale Beratung eines Anwalts in irgend einem Verhältniss zu denen der Aushilfe stehen würden. Mehr als einen Monatslohn extra aufwenden nur um eine einzelne Antwort zu haben. Am Ende ist es die einfachere Lösung die Aushilfe zu entlassen und in der für Bürokratie gesparten Zeit die Arbeit selbst zu erledigen.
25. April 2019 @ 09:09
Ich findes es sehr sehr traurig, dass hier keine Stelle, weder das Prüfbüro der deutschen Rentenversicherung, weder die Bundesknappschaft, sogar nicht einmal der Anwalt für Arbeitsrecht in diesem Fall eine detailierte vernünftige Aussage machen. In welchem Staat leben wir eigentlich?
14. April 2019 @ 12:36
Hallo liebes Blockteam, ich arbeite eine Woche 2Tage, die zweite Woche 3Tag immer im Wechsel. Auch habe ich ca. 2 Tage im Monat Bereitschft.
Kann ich die Bereitschaftstage und auch die Urlaubstage zu meiner Jahresurlaubsberechnung dazufügen.
Ich bitte um eine Berechnung für meinen Jahresurlaub. Ich bekomme bis jetzt 8 Tage im Jahr.
Liebe Grüße Fritz
16. April 2019 @ 07:52
Bei einem Bereitschaftsdienst handelt es sich um normale Arbeitszeit, somit wird er ebenfalls als Arbeitstag berücksichtigt.
Die Berechnung Ihres Urlaubsanspruchs nehmen Sie bitte eigenständig anhand unserer genannten Formel vor.
11. April 2019 @ 13:07
Hallo zusammen, ich hätte zu dem Thema ein paar Fragen:
– Es ist bislang noch nicht gesetzlich vorgeschrieben, dass ein Arbeitsvertrag schriftlich zu erfolgen hat. Es wird lediglich mit dem Nachweisgesetz festgelegt, dass die wesentlichen Punkte des Arbeitsverhältnisses schriftlich festgehalten werden müssen. Würde es dann nicht ausreichen, wenn vom Arbeitgeber schriftlich aufgeführt wird was vereinbart wurde? Wenn der Arbeitgeber dann festhält, dass x Wochenstunden vereinbart wurden müsste das doch eigentliche in Ordnung sein. Zwar darf er nur 25 % der Stunden als Mehrarbeit abrufen, wenn der Arbeitnehmer jedoch freiwillig mehr Stunden leistet, dürfte dieses doch kein Problem sein. Und bei einer Prüfung durch die DRV kann der Prüfer sich ja nur auf die x Stunden in der Woche berufen, die schriftlich vereinbart wurden, und somit den Minijob nicht zerstören.
12. April 2019 @ 07:49
29. August 2019 @ 16:20
Sicher ist es vorgeschrieben. Nachweisgesetz!!!! Sobald ein Arbeitnehmer länger als 4 Wochen bei einem AG arbeitet muss ein schriftlicher Vertrag gefasst werden.
30. August 2019 @ 12:21
ein Arbeitsvertrag für Minijobber ist nicht zwingend. Allerdings muss ein Arbeitgeber seinem Minijobber spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses einen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich aushändigen. Das gilt für alle Minijobber, die nicht nur vorübergehend – höchstens einen Monat – als Aushilfe arbeiten.
Der schriftliche Nachweis muss folgende Angaben enthalten:
Beginn – und bei befristeten Arbeitsverhältnissen – auch die voraussichtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses
Zusammensetzung, Höhe und Fälligkeit des Verdienstes – einschließlich Zuschlägen, Zulagen, Prämien, Sonderzahlungen sowie anderen Bestandteilen des Verdienstes
Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs
Hinweis auf geltende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen
5. April 2019 @ 12:24
ich hätte da auch mal eine Frage. Ich arbeite siet 4 Jahren in einem Minijob mit zwei festen Tagen.Immer Montags und Mittwochs für 6,5 Stunden. Jetzt wurden zwei neue Mitarbeiterinnen für 25 Stunden in der Woche eingestellt und ich soll meine Stunden jetzt reduzieren, warscheinlich werden auch die Tage geändert. Ich möchte das aber nicht. Ich möchte vorallem nicht weniger Stunden arbeiten, sonder so das ich weiter auf meine 450 € komme. Sonst rechnet es sich für mich auch nicht mehr. Auch möcht ich feste Tage behalten ,damit ich auch weis wann ich arbeiten soll.
Hade ich da irgenwelche Rechte meinerseits, oder muss ich das dann so hinnehmen. Über eine Antwort wäre ich dankbar.
8. April 2019 @ 09:40
Arbeitgeber und Arbeitnehmer können jederzeit die Bestimmungen des Arbeitsvertrages einvernehmlich durch einen Nachtrag oder eine Neufassung des Arbeitsvertrages ändern. Eine Änderung des Arbeitsvertrages ist aber nur dann möglich, wenn beide Parteien zustimmen.
Pingback: Minijob - ohne festgelegte Arbeitszeit? - PM Betriebsberatung
3. April 2019 @ 15:40
Wenn mit dem AN 10 Stunden die Woche vereinbart wurde, der AN aber nur 8 Stunden nachweißt, kann dann die Dt. Rentenversicherung bei einer Prüfung sagen, es waren 10 Stunden vereinbart, also müssen auch 10 Stunden berechnet werden?
4. April 2019 @ 14:07
für die Beantwortung aller betriebsprüfungsrelevanten Fragen stehen Ihnen die Prüfbüros der Deutschen Rentenversicherung zur Verfügung. Die einzelnen Prüfbüros sind nach Bundesländern beziehungsweise nach Regierungsbezirken unterteilt. Bitte beachten Sie bei Rückfragen, welcher Träger für Ihre Region zuständig ist, da die Prüfbüros nur Auskünfte für ihren jeweiligen Bereich erteilen können.
https://t1p.de/DRV-Betriebspruefdienst
15. März 2019 @ 12:11
mein Arbeitgeber hat im Vertrag (von mir mit ordentlicher Kündigung bis 15.3.19 gültig) keine wöchentliche Zeit angegeben. Es ist nur vereinbart, dass der Lohn maximal (!) 405€ beträgt und 50h/ bei Gleitzeitkonto nicht überschritten werden dürfen und auf Stundenbasis gezahlt wird (Mindestlohn). Seit meiner Kündigung wurde ich nicht mehr abberufen und habe aus Sicht des AG daher nur Lohnanspruch auf geleistete Stunden. In den Wochen davor (seit Oktober 2018) wurde ich im Schnitt nur für 4h/Woche abberufen, so dass die letzte Lohnauszahlung nicht einmal 165€ betrug. Für März würde mir aus Sicht des AG kein Lohn zustehen, da ich nicht abberufen wurde.
Zudem wurde mir (und sämtlichen Aushilfen des Betriebes) das Recht auf Erholungsurlaub verweigert und erst auf meine jetzige Anfrage mit Hinweis auf das BUrlG wurde einer Abgeltung zugestimmt, deren Höhe mir noch unbekannt ist.
Liegt hier (insbesondere bezüglich der Berechnung meiner Monatslöhne) ein Verstoß gegen das Teilzeitgesetz vor, mit anderen Worten: raten Sie hier, einen Anwalt zu konsultieren, um Lohnnachforderungen geltend zu machen?
Danke! Mit freundlichen Grüßen Martina J.
18. März 2019 @ 07:50
uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten. Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.
Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu Ihrer arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Diese finden Sie auf unserer Homepage. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales . Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.
11. März 2019 @ 09:52
Guten Tag, ich arbeite über das Jahr verteilt an ca 4 Monaten neben meiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung in einem 450€ Minijob. Dazu wird für jeden betreffenden Monat ein neuer Vertrag befristet vereinbart.
Darf ich in den restlichen Monaten gelegentlich einen weiteren Minijob mit ebenfalls monatlichen Arbeitsverträgen annehmen?
12. März 2019 @ 11:34
das ist grundsätzlich möglich. Achten Sie jedoch darauf, dass sich Ihre 450-Euro-Minijobs in keinem Monat überschneiden. In diesem Fall bleibt dann nur der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei.
Tipp: Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag „Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das?“: http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig
12. März 2019 @ 14:36
Vielen Dank für die schnelle Antwort 😊👍
Johann-Anton Jobst
27. Februar 2019 @ 14:01
Diese Neuerungen gelten aber nicht „nur“ für Minijobs – sondern auch für alle Beschäftigungsverhältnisse – hierunter fallen insbesondere ja auch die Beschäftigungen in der Gleitzone. So wurde es mir jedenfalls auf einem Seminar bestätigt.
28. Februar 2019 @ 13:02
Hallo Herr Jobst,
das ist korrekt. Die Regelungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes gelten grundsätzlich für alle Arbeitnehmer – unabhängig davon, ob ein Minijob oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung besteht.
1. März 2019 @ 15:03
Hallo – eine Frage, die mir noch wichtig erscheint !!! Wenn ich als Altersrentner mit 67 Jahren einen Mini Job im laufenden Jahr beginne – wie wird dann das Jahr ? für Urlaub ( im Arbeitsvertrag ist ein Anspruch von 12 Tagen / Jahr mit dem Arbeitgeber schriftlich vereinbart ) und Monatsverdienst gerechnet ? Angenommen ich fange im Juni 2019 diesen Mini Job an !!!! Wird dann das Kalenderjahr Januar bis Dezember 2019 für die Anzahl der Urlaubstage sowie für die Verdienstgrenze 12×450€ für die Berechnung Urlaub und Verdienstgrenze 5400 € / Jahr zugrunde gelegt ? Oder wird statt des Kalenderjahres stattdessen der 12 Monatszeitraum zugrunde gelegt ? Also in meinem Fall dann von Juni 2019 bis Mai 2020 ???? Vielen Dank für eure bisher sehr hilfreichen Antworten Mit freundlichen Grüßen Bernd
5. März 2019 @ 08:02
die Frage nach der zulässigen Verdienstgrenze im Rahmen des 450-Euro-Minijobs und die nach dem zustehenden Urlaubsanspruch im laufenden Kalenderjahr sind völlig unabhängig voneinander zu beantworten.
Ermittlung der Verdienstgrenze
Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist. Bei einem Beschäftigungsbeginn zum 1. Juni 2019 erstreckt sich somit der zu beurteilende Jahreszeitraum bis zum 31. Mai des Folgejahres. Dabei darf das regelmäßige Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat). Steht bereits zu Beginn der Beschäftigung fest, dass diese nicht durchgehend für mindestens 12 Monate gegen Arbeitsentgelt besteht, ist die zulässige Arbeitsentgeltgrenze für den Gesamtzeitraum entsprechend zu reduzieren, also z. B. bei 10 Monaten auf 4.500 Euro.
Ihre Frage zum Urlaubsanspruch lässt sich nicht pauschal beantworten. Hierbei ist neben den gesetzlichen Regelungen beispielsweise auch ein eventuell bestehender Tarifvertrag bzw. arbeitsvertragliche Regelungen oder Betriebsvereinbarungen zu beachten, wenn der Arbeitnehmer durch diesen besser gestellt wird.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.
Als Arbeitnehmer haben Sie einen gesetzlichen Grundanspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub im Kalenderjahr. Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer, welcher schon längere Zeit im Unternehmen beschäftigt ist, diesen vollen Urlaubsanspruch – in Abhängigkeit der betrieblichen Belange – auch bereits zu Beginn des Kalenderjahres voll ausschöpfen.
Wird die Beschäftigung jedoch neu aufgenommenen, sieht das Bundesurlaubsgesetz eine Wartezeit von 6 Monaten vor. Hier heißt es „Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben“. Volle vier Wochen bezahlten Urlaub können Sie also erst nach 6-monatigem Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses beanspruchen. Bis zur Erfüllung der Wartezeit haben Sie für jeden vollen Beschäftigungsmonat lediglich Anspruch auf 1/12 des vollen Jahresurlaubsanspruchs.
27. Februar 2019 @ 11:57
in den Arbeitsverträgen unserer 450 Euro-Kräften schreiben wir stets 5-15 Stunden pro Woche rein. Die Arbeitseinsätze variieren dann, je nach Arbeitsaufwand, also jede Woche anders, aber unter 450 Euro. Sind wir bei der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung so auf der sicheren Seite oder müssen wir das in den Verträgen anders formulieren?
28. Februar 2019 @ 12:08
wie eine rechtssichere Abruf-Vereinbarung aussehen muss, erfahren Sie zum Beispiel bei einem Anwalt für Arbeitsrecht.
Weitere Informationen zur „Arbeit auf Abruf“ erteilt auch das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Das Bürgertelefon zum Thema Arbeitsrecht erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 221 911 004.
28. Februar 2019 @ 12:54
Wer einer Aushilfe für wenige Stunden pro Woche einen anständigen Stundenlohn geben will, für den stehen 150eur Anwaltliche Erstberatungs-Gebühr einfach in keinem Verhältniss.
Gerade bei so geringen Zeiten sind -20%/+25% ja praktisch sofort erreicht. Da braucht nur Mal 2 Wochen nix zu tun sein oder man ist auf Reisen und es sind 300% zu tun.
So jemand der wird die Arbeit, für die sonst eine Aushilfe bezahlt würde, dann doch lieber selbst erledigen.
Dieser Ärger kommt ja zum Papierkram mit den Monatlichen Schätzungen für den jeweils nächsten Monat
und Jahresmeldungen
und Berufsbenossenschaft
und Künstlersozialkasse
und FiBu
und Urlaubsberechnung
und ständigen Änderungen der Prozent-Werte ohne automatische Prüfung auf sv.net und ohne Möglichkeit darüber automatisch informiert zu werden
und dem ganzen rechtlichen Risiko evtl. irgendwo etwas falsch gemacht zu haben oben drauf.
26. Februar 2019 @ 19:04
Ich kann leider die Blog-Beiträge nicht ausdrucken, auch wenn ich auf den Druckbotton klicke. Woran kann das liegen?
27. Februar 2019 @ 11:30
öffnen Sie unseren Blog mal mit einem anderen Internet-Browser und versuchen Sie nochmals zu drucken. Hat es funktioniert? Über eine kurze Rückmeldung wären wir Ihnen dankbar.
Achim Smolan
26. Februar 2019 @ 15:41
liegt im folgenden Fall Arbeit auf Abruf vor?
*Arbeitsvertrag über 14 Stunden / Monat;
*Arbeitnehmer gibt dem Arbeitgeber monatlich (unterschiedlich) 4 Tage zur Auswahl vor;
*Arbeitergeber weisst nach eigenem Ermessen an 2 der 4 vorgegebenen Tagen Arbeit an.
27. Februar 2019 @ 12:04
Guten Tag Herr Smolan,
das kommt auf die arbeitsvertragliche Vereinbarung an, die zwischen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer geschlossen wurde. Um eine rechtssichere Auskunft zu erhalten, wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht.
Weitere Informationen zur „Arbeit auf Abruf“ erteilt auch das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales . Das Bürgertelefon zum Thema Arbeitsrecht erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.
26. Februar 2019 @ 14:51
Hallo liebes Team, wie ist die Sachlage, wenn ein monatliche Zeit von z.B. insgesamt 16 Stunden vereinbart ist?
27. Februar 2019 @ 14:47
ob eine Festlegung der monatlichen Arbeitszeit ebenso zulässig ist, wie die wöchentliche Arbeitszeit können wir als Minijob-Zentrale nicht beurteilen.
26. Februar 2019 @ 11:23
Wie berechne ich den Urlaubsanspruch eines Minijobbers bei „Arbeit auf Abruf“? Die vertraglich geregelte wöchentliche Arbeitszeit beträgt max. 9 Stunden.
27. Februar 2019 @ 11:11
das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Da jedoch Minijobber in der Regel nicht an sechs Tagen in der Woche arbeiten, wird der Urlaubsanspruch bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche aufs Jahr bezogen. Die einzelnen Arbeitsstunden am Tag oder in der Woche spielen bei der Berechnung keine Rolle. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
Eine Minijobberin übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.
20 Urlaubstage x 90 Tage = 6,92 Tage
260 Jahresarbeitstage
Lösung: Die Minijobberin hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.
26. Februar 2019 @ 11:10
Hallo, ich habe auf Anraten einer sehr netten Mitarbeiterin der Minijob-Zentrale beim Bürgertelefon angerufen. Dort wurde ich von einer Mitarbeiterin relativ pampig abgefertigt mit dem Hinweis: „wir sind nur dazu da, Ihnen den Gesetzestext vorzulesen und in Ausnahmefällen kurz zu erläutern. Arbeitsrechtlichen Fragen beantworten wir nicht.“ Den Anruf dort hätte ich mir auch schenken können.
Barbara Hofmann-Moss
4. Juli 2019 @ 11:29
So ähnlich erging’s mir auch. Ich solle doch eine Anwalt für Arbeitsrecht fragen…..
26. Februar 2019 @ 10:51
Die korrekte Quelle wäre
(Teilzeit- und Befristungsgesetz – TzBfG)
§12 „Arbeit auf Abruf“
26. Februar 2019 @ 10:55
Hat jemand Informationen wie genau „dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat (Arbeit auf Abruf)“ auszulegen ist wenn es nicht um die momentan anfallende Arbeit sondern die wöchentlich/monatlich anfallende Arbeitsmenge geht? Greift das in dem Fall auch oder nicht. Die Formulierung erscheint da zu unscharf abgegrenzt.
27. Februar 2019 @ 15:28
Hallo Herr Wollschon,
erfolgt keine Festlegung der wöchentlichen Arbeitszeit greifen grundsätzlich auch im Minijob die Reglungen des § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz.
26. Februar 2019 @ 10:49
Sie schreiben über eine Gesetzesänderung, verlinken aber nicht auf den (alten und neuen) Gesetzestext als Quelle. So kann sich der Leser nicht selber über die Feinheiten (z.B. wie genau „Arbeit auf Abruf“ definiert wird) informieren.
26. Februar 2019 @ 11:12
Hallo Herr Wolschon,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den entsprechenden Link ergänzt.
22. Februar 2019 @ 11:08
Egal was § geändert wurde, meistens/immer zum Nachteil des Arbeitnehmers.
Hatte mich an die 6300€ Grenze gehalten, immer noch werden 25€ vom Netto Rentenbetrag einbehalten. Angeblich die Jahre davor zuviel verdient, hab mir Rechtsbeistand/Anwalt genommen, es landet jetzt irgenndwann vorm Sozialgericht.
Die alten/neuen Regelungen sind undurchsichtig, reine Auslegungssache, so wie jeder es § sehen möchte.Kann nur jeden Raten, sich vorher beim Rentenversicherungsträger/Krankenkasse sich das schriftlich bestätigen zu lassen, sonst ist immer der Arbeitgeber fein raus aus der Nachzahlungssumme! MfG.
25. Februar 2019 @ 09:20
die 6.300 Euro sind für Beschäftigte relevant, welche bereits eine Altersrente beziehen. Hierbei handelt es sich um die Hinzuverdienstgrenze zur Altersrente eines Minijobbers. Das heißt, die Altersrente wird bis zur Höhe dieses Hinzuverdienstes nicht gekürzt. Sofern Sie bereits die Regelaltersgrenze erreicht haben, dürfen Sie im Hinblick auf Ihre Altersrente sogar unbegrenzt hinzuverdienen.
Bei einem 450-Euro-Minijob hingegen kann ein Minijobber durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, darf er also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor und es werden auch bei einem Rentner Sozialversicherungsbeiträge fällig.
Zu diesem Thema haben wir einen extra Blog-Beitrag: http://t1p.de/Blogbeitrag-Hinzuverdienst-Rente
6. März 2019 @ 19:22
Das hätte man mir/uns vorher vor Beantragung(mehrfach Amtlich Ärzlich geprüft, Münster rückt ja nicht die Akte raus) sagen müßen, erst bei erreichen der „Altersrente oder Schwerstbehindertrente“, wo man sich besser steht laut Berater vor Ort! Genau das war meine/unsere genau Frage in der Persönlichen Beratung vorab, welche Grenze gilt denn nun: 5400€ oder bis 6300€, die auch die Renten Bescheide sind nicht ganz eindeutig bzw nachvollziehbar. Was ist wenn beim Arbeitgeber unvorhergesehene Krankheitstage von Teamkollegen7innen sind? Bislang war es immer so, bei Anruf auf Abruf ohne Zulage zur 3/2er Wechsel – Schichtbereitschaften, je nach Standorten, ist das auch Gratis & Kostenlos? Was ist mit Urlaubs- und Freitage- Vertretung (damit die Teil & Vollzeitbeschäftigten nicht irgendwann umkippen vor Überstunden, bei mehr als über 30-300 Standorten? Schon wesentlich länger vorab werden Vor & Nacharbeiten in bestimmten Branchen nicht mehr bezahlt, man ist ja aus dem Personal – System Ausgelogt.
Fahrzeiten, egal ob mit Bus,Bahn, S-Bahnen oder PKW kommen noch hinzu.
So kommen wir alle auf einen 15-18 Stunden Tag, ganz egal welcher Wochentag ist.
Das mit dem Mindestlohn, nette Sache, je nach Branche mit Zulagen, na ja…
Möchte nur noch sagen, Armes Deutschland.
7. März 2019 @ 13:53
erhält ein Minijobber einen Jahresverdienst bis 5.400 Euro im Zeitjahr, darf der Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.
Verdient ein Minijobber dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem der Arbeitgeber erkennt, dass der Minijobber aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen wird.
21. Februar 2019 @ 09:39
Hallo liebe Mini Jobzentrale ich würde mich sehr freuen wenn ich bei euch Antworten bekommen könnte – werden Zuschläge für den Feiertag z.B. ( 25. und 26.12. ) bezahlt, pauschal – als 450 € Jobber ? Und wie ?
Ich habe 58 Tage 2018 im 450 € Job gearbeitet in 7 Monaten 2018 an unregelmäßigen Tagen im Monat. ( In 7 Monaten rund 3900 € Lohn. Mal 2 oder auch bis 4 Tagen oder auch mal keinen Tag in der Woche. Im Durchschnitt lag ich dann bei 40 bis 60 gearbeitete Stunden im Monat. Wie viel Urlaub stand mir 2018 zu ? Im AV steht 12 Tage / Jahr – aber mein AV galt vom 1.6. bis 31.2018 und dann unbefristet weiter ( beim gesetzlichen Urlaub von 24 Tagen ) und 2019 arbeite ich auch so. Der Lohn wurde ja so festgelegt das ich im Kalender Jahr nun 6300 € verdienen darf. Ich werde voraussichtlich ca. 100 Tage ( wieder unregelmäßige Tage in der Woche ) mit minijob 450 € Vertrag und festgelegten Stundenlohn von 10 € – arbeiten. Ist es egal ob ich dann in einem Monat 300€ und in einem anderen Monst 500 € und in weiteren Monaten 480€ oder – 100 € verdiene ? ( je nach gearbeiteten h mit festgelegten Stundenlohn ) und ich dann in 12 Monaten in 2019 -maximal 6300 € verdient habe ? Oder muss ich mich daran halten und darf nur 12×450 € + 2x 450€ ( (auch 6300€) verdienen ? Danke für Eure Antworten – Mit freundlichen Grüßen
21. Februar 2019 @ 14:41
in bestimmten Branchen ist es üblich, dass auch an Feiertagen und Sonntagen gearbeitet wird. Welche Branchen dies betrifft, ist im Arbeitszeitgesetz geregelt.
Fällt die Arbeitszeit infolge eines Feiertages aus, besteht der Anspruch auf Fortzahlung des Verdienstes. Jedoch besteht kein gesetzlicher Anspruch auf die Zahlung eines Feiertags- bzw. Sonntagszuschlages.
Ein Anspruch kann sich jedoch aus dem Arbeitsvertrag, aufgrund eines Tarifvertrages oder durch betriebliche Übung ergeben. Werden so zum Beispiel vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern Ihres Arbeitgebers üblicherweise Feiertags- und Sonntagszuschläge gewährt, so dürfen Minijobber ohne sachlichen Grund nicht schlechter gestellt werden. Entscheidend ist, auf welcher Grundlage die vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer Ihres Arbeitgebers einen Feiertags- bzw. Sonntagszuschlag erhalten.
Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.
Der Urlaubsanspruch für Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitstagen berechnet sich wie folgt.
Bitte beachten Sie, dass Sie die Jahreswerktage bzw. Jahresarbeitstage noch auf 7 Monate kürzen müssen, da Sie Ihr Beschäftigungsverhältnis am 1. Juni 2018 begonnen haben.
In Beantwortung Ihrer letzten Frage liegt die monatliche Verdienstgrenze im Minijob bei durchschnittlich 450 Euro. Auf einen Zeitraum von 12 Monaten betrachtet ergibt sich somit ein Verdienst von 5.400 Euro. Der monatliche Verdienst von 450 Euro kann hierbei auch in einzelnen Monaten überschritten werden. Wird die Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Jahr nicht überschritten, bleibt es bei einem 450-Euro-Minijob.
Mit Ihrem Verdienst von 6.300 Euro im Jahr sind Sie jedoch kein Minijobber mehr. Vielmehr müsste ihre Beschäftigung sozialversicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet werden.
Lesetipp: Unser Blog-Beitrag: „Maximaler Hinzuverdienst zur Rente: 6.300 Euro nicht im Minijob“ finden Sie unter folgendem Link: http://t1p.de/Blogbeitrag-Hinzuverdienst-Rente
21. Februar 2019 @ 20:05
Hallo und danke für die ausführliche Information. Noch eine Frage zum Jahresverdienst. Wie verhält es sich mit der Regelung beim Mini Job ? 12 Monate x 450 € = 5400 €, das ist klar – die alte Regelung zum Minijob lies es zu – 12 x 450 € + 2 x im Jahr zusätzlich je 450€ !!!! Somit wären es in ja Summe 6300 € / Jahr und die waren bisher NICHT Sozialversicherungspflichtig. Ab 2018, so hatte ich mich bei der Knappschaft informiert, ist es so, dass laut neuem Gesetz jetzt 6300 € / für das ganze laufende Jahr ( 52 Wochen ) im Mini Job zulässig sind, ( nicht sozialversicherungspflichtig ) und dass es egal ist, wie hoch der jeweilige monatliche Verdienst ist, wenn in der Hauptsache diese 6300 € Jahresverdienst nicht überschritten werden. Mir wurde von der Knappschaft gesagt, die Sozialversicherungspflicht beginnt ab einem monatlichen Verdienst von 451 € mit der Aussnahme bis 6300 € / Jahr bei Nachweisbaren Vertretungen durch Krankheit zum Beispiel . Die Praxis in meinem Mini Job hat gezeigt, das durch Krankheitsvertretung unterschiedliche Bedarfe auch unterschiedliche Arbeitstage ( Stunden ) notwendig sind. Deshalb habe ich auch immer schwankende matliche Verdienste – mal weniger oder mal „ MEHR „ als 450€ / Monat. Auf meine Anfrage bei der Knappschaft, ob das dann für mich gesetzlich als MiniJob (450€ ) gilt, wurde mir das laut dem neuen Gesetz mit ja beantwortet. Nun hat mich IHRE Antwort zu der Versicherungspflicht etwas verunsichert !!!! Deshalb bitte ich sie das nochmal zu präzisieren, wie der Gesetzgeber das mit den 6300 € Jahresverdienst festgelegt hat. War mir sicher, das ich weiter 450 € Mini Jobber bin und bleibe und somit nicht Steuer und Sozialversicherungspflichtig bin – da ich ja auch Regelsaltersrentner bin und zusätzlich habe ich mich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Ich bedanke mich im Voraus und bitte um Verständnis, das das für mich bisher etwas unübersichtlich ist.
22. Februar 2019 @ 13:05
die Aussage zu einem möglichen Verdienst in Höhe von 6.300 Euro bezieht sich ausschließlich auf den Hinzuverdienst zur Altersrente eines Minijobbers. Das heißt, die Altersrente wird bis zur Höhe dieses Hinzuverdienstes nicht gekürzt. Sofern Sie bereits die Regelaltersgrenze erreicht haben, dürfen Sie im Hinblick auf Ihre Altersrente sogar unbegrenzt hinzuverdienen.
Bei einem 450-Euro-Minijob kann ein Minijobber durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, darf er also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt kein 450-Euro-Minijob mehr vor.
Wenn der Jahresverdienst 5.400 Euro übersteigt, weil sich der Verdienst des Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es drauf an, ob dies regelmäßig oder gelegentlich und nicht vorhersehbar geschieht.
Die Tätigkeit bleibt ein Minijob, wenn die Überschreitung nur gelegentlich und nicht vorhersehbar, d.h. bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, passiert. In diesem Fall darf der Jahresverdienst auch mehr als 5.400 Euro betragen. Als nicht vorhersehbar gilt z.B. die Krankheitsvertretung.
Werden jedoch bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung durch den Arbeitgeber von vornherein Überschreitungen der monatlichen Verdienstgrenze von 450 Euro einkalkuliert, darf der Jahreswert von 5.400 Euro nicht überschritten werden. Die vorher beschriebene Möglichkeit des gelegentlichen und nicht vorhersehbaren Überschreitens der Entgeltgrenze ist dann nicht möglich.
Abschließend können wir der pauschalen Aussage, dass ein Verdienst in Höhe von 6.300 Euro im Rahmen eines Minijobs für Altersrentner sozialversicherungsfrei bleibt nicht zustimmen.
22. Februar 2019 @ 13:49
Hallo liebes Blog – Team, danke, alles richtig verstanden. Dann haben wir ( mein Arbeitgeber und ich ) ich bisher alles richtig gemacht und werden diese gesetzlichen Regelungen ebenfalls für 2019 und für die weiteren Jahre berücksichtigen. Mit freundlichen Grüßen Bernd
6. März 2019 @ 19:53
Hallo liebes Blockteam, werd auf Anraten entweder Job kündigen oder 2 & 3 annehmen(ohne Sozilversicherungsplicht) , wieder in Vollzeit gehen oder man macht sich Selbständig, ohne Gewerbliche Anmeldung oder mit Sondergehmigung. Bin die ständige Jammerei leid, egal ob von Teamkollegen/innen oder Spielgästen… Es muß auch noch was übrig bleiben für den Gewerbetreibenden, sonst können ja keine erhöhten Löhne/Gehälter gezahlt werden. (Man weiß, heißes Diskutiertes Thema, die Politik & die § Regelungen machen es ja vor) Nette Grüße
Corona: Unbürokratische Hilfe für Minijob-Arbeitgeber bei Zahlungsrückständen
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J. bei Minijob und Hauptjob beim glei…
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