Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZBau%202008,%20256
Timestamp: 2019-11-13 20:11:11
Document Index: 388350265

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 632', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NZBau 2008, 256 - dejure.org
Voraussetzung ist, dass unzweifelhaft deutlich wird, welche Partei wirklich gemeint ist (vgl. BGH, NJW-RR 2008, 582).
Der Bundesgerichtshof (NJW-RR 2008, 582) hat zu dieser Frage folgendes ausgeführt:.
https://dejure.org/2007,779
BGH, 22.11.2007 - VII ZR 130/06 (https://dejure.org/2007,779)
BGH, Entscheidung vom 22.11.2007 - VII ZR 130/06 (https://dejure.org/2007,779)
BGH, Entscheidung vom 22. November 2007 - VII ZR 130/06 (https://dejure.org/2007,779)
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Darlegungslast und Beweislast eines Architekten hinsichtlich der Höhe der Vergütung bei Geltendmachung einer Überzahlung durch den Auftraggeber; Anspruch auf Rückzahlung überzahlten Architektenhonorars bei Vorauszahlung durch den Auftraggeber
Beweislast des Architekten für Vergütungsanspruch bei Geltendmachung von Überzahlung geleisteter Vorauszahlungen durch den Auftraggeber
Rückzahlung von Vorschüssen für Architektenhonorar
Beweislast bei Rückforderung von à-conto-Zahlungen (Abschlagszahlungen): Kein Bereicherungsanspruch, sondern vertragliche Anspruchsgrundlage
Rechtsnatur des Anspruchs des Auftraggebers eines Architekten auf Rückzahlung von Überzahlungen
Architekten & Ingenieure - Honorar: Darlegungs- und Beweislast bei Überzahlung
Honorarrecht - Schlussrechnung schützt nicht vor Rückforderung
Rückforderung zu viel bezahlten Architektenhonorars
Rückforderung zu viel bezahlten Architektenhonorars - Beweisumkehr und Darlegungslast des Architekten hinsichtlich des Bestehens eines Anspruchs in der bestimmten Höhe
Honorar-Rückforderungen verhindern - Prüffähige Abrechnung wird Pflichtaufgabe
Bauprozess - Das müssen Sie wissen, wenn Sie eine Überzahlung vom Architekten oder Bauunternehmer zurückfordern
Bauherr verlangt von Architekten Überzahlungen zurück: Wer hat die Beweislast?
Rückzahlung von Abschlagszahlungen - Beweislast trägt Architekt als Auftragnehmer! (IBR 2008, 98)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 22.11.2007, Az.: VII ZR 130/06 (Beweislast des Architekten für Vergütungsanspruch bei Geltendmachung von Überzahlung geleisteter Vorauszahlung durch den Auftraggeber)" von RA Hans Christian Schwenker, FA Bau- und Architektenrecht, ...
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 22.11.2007, Az.: VII ZR 130/06 (Rückforderung einer Überzahlung vom Architekten oder Bauunternehmer)" von der PA-Redaktion, original erschienen in: PA 2008, 38 - 39.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 22.11.2007, Az.: VII ZR 130/06 (Darlegungs-und Beweislast des Architekten für Restvergütungsanspruch nach Abschlagszahlungen, wenn sich der Auftraggeber...)" von RiOLG Dr. Markus Wessel, original erschienen in: AnwBl Beilage 2008 Heft ...
LG München I, 14.12.2004 - 11 O 21035/03
OLG München, 02.05.2006 - 13 U 1744/05
Sie ist dem Leistenden auch "so gut wie sicher", da eine Rückforderung geleisteter Abschlagszahlungen ausgeschlossen ist, wenn der Auftragnehmer durch Überreichung einer prüfbaren Honorarschlussrechnung nachweist, dass der Honoraranspruch in der bereits abgerechneten Höhe entstanden ist (BGH-Urteil vom 22. November 2007 VII ZR 130/06, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 2008, 328, m.w.N.;… Korbion/Mantscheff/Vygen, a.a.O., § 8 Rz 61).
cc) Sind die bis Ende 2005 bezahlten Rechnungen Abschlagsrechnungen, so handelt es sich bei dem Anspruch der Klägerin auf Rückzahlung überzahlten Architektenhonorars nicht um einen Bereicherungsanspruch, sondern um einen vertraglichen Anspruch (vgl. BGH, Urteil vom 22. November 2007 - VII ZR 130/06, BauR 2008, 540 Rn. 16 = NZBau 2008, 256 = ZfBR 2008, 266).
Vielmehr muss sie auf - hier durch die vorliegende Klage zumindest konkludent erfolgtes - Verlangen der Kläger als Auftraggeber darlegen und beweisen, dass sie berechtigt ist, die bereits vorläufig vereinnahmten Abschlagszahlungen auch dauerhaft zu behalten (vgl. BGH, Urteil vom 22.11.2007, VII ZR 130/06, NZBau 2008, 256;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 9. Teil, Rn 10).
Die von der Klägerin zitierte Entscheidung des BGH ( Urteil vom 22.11.2007, VII ZR 130/06) ist mit dem vorliegenden Fall nicht vergleichbar.
Wenn die Summe der Voraus- und Abschlagszahlungen die dem Auftragnehmer zustehende Gesamtvergütung übersteigt, ist dieser nach ständiger Rechtsprechung und herrschender Auffassung in der Literatur aufgrund der stillschweigend getroffenen Abrede aus dem Vertrag selbst zur Zahlung in Höhe des Überschusses an den Auftraggeber verpflichtet (vgl. BGH , Urteil vom 23. Januar 1986, IX ZR 46/85, BauR 1986, 361; BGH , Urteil vom 1. Februar 1990, VII ZR 176/88, BauR 1990, 379, 381; BGH , Urteil vom 22. November 2007, VII ZR 130/06, BauR 2008, 540, Rn. 16; BGH , Urteil vom 11. Oktober 2012, VII ZR 10/11, juris;… Koeble , in: Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 4. Aufl. 2014, 12.
Jedenfalls beim VOB-Vertrag könne er seiner Darlegungslast regelmäßig nur durch Vorlage einer prüffähigen Rechnung genügen, aus der sich ergebe, dass ihm zumindest in Höhe der erhaltenen Voraus- und Abschlagszahlungen eine endgültige Vergütung zustehe (vgl. BGH , Urteil vom 11. Februar 1999, VII ZR 399/97, BGHZ 140, 365-379, Rn. 28; BGH , Urteil vom 22. November 2007, VII ZR 130/06, Rn. 16, juris;… BGH , Urteil vom 8. Januar 2015, VII ZR 6/14, Rn. 15, juris).
Es ist in diesem Fall dann Sache des Auftragnehmers, mit einer endgültigen, den vertraglichen Anforderungen entsprechenden Abrechnung dem Anspruch entgegenzutreten (vgl. BGH , Urteil vom 11. Februar 1999, VII ZR 399/97, BGHZ 140, 365-379, Rn. 28; BGH , Urteil vom 22. November 2007, VII ZR 130/06, Rn. 16, juris;… BGH , Urteil vom 8. Januar 2015, VII ZR 6/14, Rn. 15, juris).
Verpflichtet sich der Auftraggeber in einem Bauvertrag gegenüber dem Auftragnehmer zu Voraus- oder Abschlagszahlungen, ist dieser verpflichtet, seine Leistungen nach Abnahme oder Beendigung des Vertrages abzurechnen und einen etwaigen Überschuss an den Auftraggeber auszuzahlen (BGHZ 140, 365, juris RN 24; BauR 2002, 938, juris RN 19; BauR 2008, 540, juris RN 16).
Der Unternehmer muss darlegen und beweisen, dass er berechtigt ist, die Voraus- und Abschlagszahlungen endgültig zu behalten (BGHZ 140, 365, juris RN 27 ff.; BauR 2002, 938, juris RN 21.; BauR 2008, 540, a.a.O.).
In der Begleichung von Abschlagszahlungen liegt kein Anerkenntnis des Auftraggebers (BGH, Urteil vom 22.11.2007 - VII ZR 130/06 - NZBau 2008, 256 ).
c) Soweit das Berufungsgericht die Rechtsprechung des Senats zur Verteilung der Darlegungslast im Rahmen der Rückforderung überhöhter Vorauszahlungen an Architekten (BGH, Urteil vom 22. November 2007 - VII ZR 130/06, BauR 2008, 540, 542 = NZBau 2008, 256) heranzieht, ist das nicht gerechtfertigt.
Die in einem Werkvertrag übernommene Verpflichtung des Auftraggebers, Abschlagszahlungen zu leisten, verpflichtet den Auftragnehmer seinerseits dazu, die Leistungen abzurechnen, und gewährt dem Auftraggeber einen vertraglichen Anspruch auf Auszahlung des Überschusses (ständige Rspr. BGH; für Architektenvertrag: Urt. v. 22.11.2007 - VII ZR 130/06, MDR 2008, 200; für Bauvertrag: BGHZ 140, 365, 370; Urt. V. 30.4.2004 - VII ZR 187/03, MDR 2005, 140;… Erman/Schwenker, BGB, 12. Aufl., § 632a Rdnr. 11).
Vielmehr ist der Auftraggeber dazu in der Lage, im Falle der unterbliebenen Schlussrechnungsstellung durch den Auftragnehmer unmittelbar Klage auf Zahlung des Überschusses zu erheben, die er mit einer eigenen Abrechnung begründen kann, aus der sich ergibt, in welcher Höhe der Auftraggeber Voraus- und Abschlagszahlungen geleistet hat (BGH, MDR 2008, 200).
Genügt der Auftragnehmer dieser Darlegung, so ist es Aufgabe des Architekten, nunmehr durch Vorlage einer prüffähigen Abrechnung der von ihm erbrachten Leistungen darzulegen, dass ihm ein Honorar in Höhe der erhaltenen Vorauszahlungen endgültig zusteht (BGH, MDR 2008, 200; vgl. BGHZ 140, 375).
OLG Frankfurt, 23.07.2013 - 6 U 122/12
Schadenersatz c.i.c.
OLG Koblenz, 13.06.2013 - 3 U 116/13