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Timestamp: 2020-02-24 02:59:24
Document Index: 351857727

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 19', '§ 14', '§ 25', '§ 19', '§ 25', '§ 14', '§ 9', '§ 2', '§ 14', '§ 14', '§ 9', '§ 6', '§ 5', '§ 9', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25']

Strategische Umweltprüfung - intranda GmbH
Landschaftsplan der Hansestadt Lübeck : [Elektronische Ressource] / Hansestadt Lübeck, Bereich Naturschutz. Verant.: Frank D. Lammert
Lammert, Frank D. [Hrsg.]
Lübeck / Bereich Naturschutz
Beschlussfassung: 4. März 2008
Strategische Umweltprüfung : [Elektronische Ressource]
Datum des Herunterladens: 22.02.2011
Elektronische Ressource (PDF-Format 1,98 MB)
urn:nbn:de:kobv:109-opus-108895
Landschaftsplan der Hansestadt Lübeck / Lammert, Frank D. [Hrsg.]
Bestand, Bewertung
Leitbild, Konflikte, Entwicklung
Landschaftsplan der Hansestadt Lübeck
Bereich Naturschutz Beschlussfassung: 4. März 2008
Gesamtlandschaftsplan der Hansestadt Lübeck
Gesamtlandschaftsplan Lübeck (GLP)
im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung gem. § 14 UVPG
Inhaltsverzeichnis 3 3 4 4 4 5 6 7
1. Anlass 2. Gesetzliche Grundlagen und Begriffsbestimmungen 3. Verhältnis von Landschaftsplanung und strategischer Umweltprüfung 4. Untersuchungsrahmen und Methodik 4.1 Untersuchungsrahmen gem. UVP-Gesetz und Ergänzungsbedarf im GLP
4.2 Methodik 5. Kurzdarstellung des Inhalts und der wichtigsten Ziele des Plans sowie der Beziehung zu anderen relevanten Plänen und Programmen 6. Darstellung der für den Plan geltenden Ziele des Umweltschutzes sowie der Art, wie diese Ziele und sonstige Umwelterwägungen bei der Ausarbeitung des Plans oder des Programms berücksichtigt wurden 7. Darstellung der Merkmale der Umwelt, des derzeitigen Umweltzustands sowie dessen voraussichtliche Entwicklung bei Nichtdurchführung des Plans oder des Programms 8. Angabe der derzeitigen für den Plan bedeutsamen Umweltprobleme, insbesondere der Probleme, die sich auf ökologisch empfindliche Gebiete nach Nr. 2.6 der Anlage 4 zum UVPG beziehen 9. Beschreibung der voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt und ihrer potentiellen Wechselwirkungen 10. Darstellung der Maßnahmen, die geplant sind, um erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen aufgrund der Durchführung des Plans oder des Programms zu verhindern, zu verringern und soweit wie möglich auszugleichen 11. Hinweise auf Schwierigkeiten, die bei der Zusammenstellung der Angaben aufgetreten sind, zum Beispiel technische Lücken oder fehlende Kenntnisse 12. Kurzdarstellung der Gründe für die Wahl der geprüften Alternativen sowie eine Beschreibung, wie diese Prüfung durchgeführt wurde 13. Darstellung der geplanten gebietsbezogenen Überwachungsmaßnahmen (Monitoring) 14. Allgemeinverständliche, nicht technische Zusammenfassung
HANSESTADT LÜBECK , Bereich Naturschutz
Beschlussfassung: 04.03.2008
Anlage zum Umweltbericht
Anlage 1: Liste der vertiefenden Untersuchungen, die im Rahmen einer künftigen Fortschreibung des Landschaftsplanes und der Strategischen Umweltprüfung erfolgen Anlage 2: Beschreibung der voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen der geplanten Maßnahmen des Landschaftsplanes auf die Schutzgüter einschl. möglicher Wechselwirkungen Anlage 3: Beschreibung der voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen der im Landschaftsplan dargestellten baulichen Entwicklung auf die Schutzgüter einschl. möglicher Wechselwirkungen und Alternativen
Anhang zum Umweltbericht des GLP - Basisdaten
Anhang 1: Plandarstellung der Hochwasser- und Überschwemmungsgebiete Anhang 2: Ergänzende Zusammenstellung vorhandener Daten zu Metapopulationen von Tier- und Pflanzenarten insb. im Umkreis geplanter Siedlungsgebiete; Darstellung der biologischen Vielfalt Anhang 3a und b: Liste 1 und Liste 2 der eingetragenen und einfachen Kulturdenkmale Anhang 4: Liste der eingetragenen Bodendenkmale einschl. Übersichtsplan Anhang 5; Kartografische Darstellung der Lübecker Grabungsschutzgebiete Anhang 6: Daten zu Sachgütern (Darstellung der landwirtschaftlich genutzten mit Bodenzahlen der Reichsbodenschätzung)
Beschluss: Die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck hat den Gesamtlandschaftsplan (GLP) in der vorliegenden Fassung unter dem Tagesordnungspunkt 13.3 am 4. März 2008 beschlossen.
im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung gem. § 14 UVPG 1. Anlass In der Neufassung des Gesetzes zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist die Strategische Umweltprüfung für Pläne und Programme und darunter auch für Landschaftsplanungen in das deutsche Recht eingeführt worden. Das neue Instrument zur Umweltvorsorge sieht eine übergreifende umweltfachliche Betrachtung sowohl der positiven als auch der negativen Auswirkungen der Planaussagen vor. Der Entwurf des Gesamtlandschaftsplans der Hansestadt Lübeck (GLP) wurde 2003 öffentlich ausgelegt, die Träger öffentlicher Belange wurden ebenfalls 2003 beteiligt. Da der Plan jedoch bis zu einem Stichtag nicht beschlossen worden ist, wurde es erforderlich, für den GLP eine Strategische Umweltprüfung mit erneuter Beteiligung der TÖBs und der Öffentlichkeit durchzuführen. Im Gesetz vorgesehene Übergangsfristen für bereits begonnene Planaufstellungsverfahren sind inzwischen abgelaufen. Die Gesetzlichen Grundlagen hierzu sind im Einzelnen unter Ziffer 2 erläutert. Gem. § 19a UVPG sind die Inhalte der strategischen Umweltprüfung ergänzend in die Landschaftspläne aufzunehmen; ein Umweltbericht wäre daher nicht gesondert vorzulegen. Da jedoch der Landschaftsplan Lübeck zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des UVPGesetzes bereits in abgestimmter Form vorlag, wurden die für die SUP noch fehlenden Aspekte und Bewertungen unter Bezugnahme auf die entsprechenden Kapitel im Landschaftsplan zum besseren Verständnis in dem vorliegenden Umweltbericht zusammengefasst. Der Umweltbericht stellt somit einen Teil des Landschaftsplanes dar und bildet im engen Zusammenhang mit dem bisherigen GLP-Entwurf die fachliche Grundlage für das Verfahren der strategischen Umweltprüfung.
2. Gesetzliche Grundlagen und Begriffsbestimmungen Zur Umsetzung der EG-Richtlinie 2001/42/ (SUPG) wurde am 25. Juni 2005 das Gesetz zur Einführung einer Strategischen Umweltprüfung erlassen. Dies hatte die Neufassung des Gesetzes zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) zum gleichen Zeitpunkt zur Folge. Nach § 14 b Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Anlage 3 Nr. 1.9 UVPG ist für Landschaftsplanungen eine obligatorische Strategische Umweltprüfung durchzuführen. Gem. der Übergangsvorschriften in § 25 UVPG (2005) sind Landschaftspläne, deren 1. förmlicher Verwaltungsakt – beim GLP der Aufstellungsbeschluss - vor dem 24. Juli 2004 lag und die nach dem 20. Juli 2006 angenommen (beschlossen) worden sind, SUPpflichtig. Dieser Fall liegt für den GLP-Entwurf der Hansestadt Lübeck vor, denn der Aufstellungsbeschluss wurde 1999 gefasst und ein Annahmebeschluss ist bisher nicht erfolgt. Ein entsprechender Ergänzungsbedarf ist daher für den GLP-Entwurf gegeben. Die Länder erlassen gem. § 19a UVPG ergänzende Rechtsvorschriften zur Durchführung der SUP im Landschaftsplanverfahren. Diese Verpflichtung der Länder muss gem. § 25 (7) bis zum 31.12.2006 umgesetzt sein. Das Land Schleswig-Holstein beabsichtigt daher, das Landes-UVP-Gesetz (LUVPG) zu ändern. Ein Gesetzesentwurf befindet sich zur Zeit im Beteiligungsverfahren. Bezüglich der Bestimmungen für die SUP-Pflichtigkeit der Landschaftspläne und die Übergangsregelungen greift der Entwurf des Landesgesetzes wörtlich auf das Bundesgesetz zurück. Es ergeben sich also hierzu keine neuen Regelungen.
Die Strategische Umweltprüfung (SUP) ist ein unselbständiger Teil behördlicher Verfahren zur Aufstellung oder Änderung von Plänen und Programmen, die von einer Behörde, einer Regierung oder im Wege eines Gesetzgebungsverfahrens angenommen werden. Die Auswirkungen von Plänen und Programmen auf die Umwelt sollen frühzeitig und umfassend ermittelt, beschrieben und bewertet werden. Die Ergebnisse der durchgeführten Umweltprüfungen sollen bei der Aufstellung oder Änderung von Plänen und Programmen so früh wie möglich berücksichtigt werden. In Kommunen sind u.a. für Landschaftspläne und Bauleitplänen strategische Umweltprüfungen erforderlich geworden.
3. Verhältnis von Landschaftsplanung und strategischer Umweltprüfung Der Gesamtlandschaftsplan Lübeck wurde inhaltlich zunächst entsprechend der gesetzlichen Regelungen der §§ 14 und 15 BNatSchG bzw. der § 9 LNatSchG SH erarbeitet. Inhaltlich hat der GLP der Hansestadt Lübeck sich bisher mit folgenden Schutzgütern befasst: Landschaft, Geomorphologie und Boden, Wasser, Klima, Luft, Tiere, Pflanzen, Lebensräume, freiraumbezogene Erholung, Monitoring. Das UVPG sieht in der strategischen Umweltprüfung ergänzend die Schutzgüter Bevölkerung und menschliche Gesundheit, Kultur- und sonstige Sachgüter sowie die biologische Vielfalt vor. Während der Schwerpunkt der Landschaftsplanung in der Darstellung raumbezogener Ziele und Maßnahmen für den Naturschutz und der Erholungsvorsorge liegt, zielt die Strategische Umweltprüfung darauf ab, die dargestellten Ziele, Maßnahmen und Flächenentwicklungen auf ihre Umweltverträglichkeit zu überprüfen. Daher sind in der SUP zusätzlich die voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen des Plans auf die Umwelt und ihrer potentiellen Wechselwirkungen zu beschreiben, die Maßnahmen darzustellen, die geplant sind, um erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen aufgrund der Durchführung des Plans oder des Programms zu verhindern, zu verringern und soweit wie möglich auszugleichen, Hinweise auf Schwierigkeiten zu geben, die bei der Zusammenstellung der Angaben aufgetreten sind, zum Beispiel technische Lücken oder fehlende Kenntnisse, kurz die Gründe für die Wahl der geprüften Alternativen sowie eine Beschreibung, wie diese Prüfung durchgeführt wurde, darzustellen. In der Strategischen Umweltprüfung zum Landschaftsplan werden sowohl seine positiven als auch seine negativen Auswirkungen dargestellt und überprüft. Landschaftspläne werden aufgrund ihrer angenommenen Wohlfahrtswirkung auf die Schutzgüter zudem bei der Prüfung der Umweltverträglichkeit anderen Pläne und Vorhaben herangezogen.
4. Untersuchungsrahmen und Methodik 4.1 Untersuchungsrahmen gem. UVP-Gesetz und Ergänzungsbedarf im GLP 4.1.1 Schutzgüter Die Auswirkungen des Landschaftsplans sind auf die in § 2 Abs. 2 Satz 2 UVPG genannten und im folgenden aufgeführten Schutzgüter zu ermitteln, beschreiben und zu bewerten:
1. Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt 2. Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, 3. Kulturgüter und sonstige Sachgüter sowie 4. die Wechselwirkung zwischen den vorgenannten Schutzgütern.
Die Grundlagendaten für diese Untersuchungen wurden bereits im Wesentlichem im Landschaftsplan ermittelt und ausgewertet. Zusätzlich für die Strategische Umweltprüfung waren jedoch spezielle Daten zu Lärm, Luftreinhaltung, Klimawandel, Wohn- und Lebensqualität, Kulturgüter und sonstige Sachgüter (Denkmalpflege, allgemeine Gebäudewerte, Flächenwerte, Folgen des Klimawandels zu erheben. Außerdem waren die Wechselwirkungen auch dieser Güter untereinander und mit den anderen Schutzgütern zu beschreiben. 4.1.2 Untersuchungsrahmen Der vorliegende Umweltbericht ergänzt den Landschaftsplan um die gem. § 14g Abs. 2 UVPG erforderliche Darstellungen und unterzieht das Ziel-, Maßnahmen- und Schutzgebietskonzept des Plans bestimmter Prüfungen. 1. Bestandsdarstellungen zum erweiterten Schutzgutumfang 2. Alle voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen (negative und positive) auf die genannten Schutzgüter der im GLP genannten sowohl baulichen als auch landschaftsplanerischen Maßnahmen 3. Wechselwirkungen der ermittelten Auswirkungen 3. Maßnahmen zur Vermeidung, zur Verringerung und zum Ausgleich der negativen Auswirkungen 4. Hinweise auf Schwierigkeiten, die bei der Zusammenstellung der Angaben aufgetreten sind 5. Alternativenprüfung für die Zielsetzungen des Landschaftsplanes (ERG), einschließlich der Zielsetzungen zur gebietsbezogenen baulichen Entwicklung 6. Ergänzung der geplanten gebietesbezogenen Monitoringmaßnahmen 7. Ergänzung der Kurzfassung zum GLP um die Aspekte des Umweltberichtes.
4.2 Methodik Die ergänzenden Ermittlungen und Beschreibungen von Daten und Prüfungen aufgrund § 14g Abs. 2 UVPG erfolgen für den Landschaftsplan Lübeck in einem Zweistufenprogramm. Da der Aufwand, die fehlenden Daten zu ermitteln, zumutbar sein muss, wurden die erforderlichen Prüfungen zunächst auf der Grundlage von vorhandenem Datenmaterial vorgenommen. Im Rahmen der Fortschreibung des Landschaftsplanes werden in der Folge gezielt bei der Umsetzung einzelner Projekte weitere Detaildaten erhoben und ausgewertet. Bei der Ermittlung wurde der gegenwärtige Wissenstand zugrunde gelegt. Es wurden allgemein anerkannte Prüfungsmethoden angewendet. Zur Stufe 1 (Ermittlung der Basisdaten) wurden folgende aktuelle bzw. ergänzende Daten zusammengestellt und ausgewertet:
1. Vorhandene Lärmdaten insbesondere für ausgewählte besonders belastete Standorte und im Umkreis der geplanten Bauprojekte; Beschreibung unverlärmter Freiräume
2. Vorhandene Daten zur Luftqualität für ausgewählte besonders belastete Standorte und im Umkreis der geplanten Bauprojekte 3. Vorhandene Daten zum Klimawandel/Klimaschutz 4. Vorhandene Daten zu Metapopulationen von Tier- und Pflanzenarten insb. im Umkreis geplanter Siedlungsgebiete 5. Vorhandene Daten zur biologischen Vielfalt 6. Vorhandene gebietsbezogener Daten zur Wohnqualität der Siedlungsgebiete (vorhanden und geplant) in Bezug auf Versorgung mit Grünzügen, Naherholungsgebieten und landschaftsbezogenen Freizeiteinrichtungen, in Bezug auf die Nähe zu Gewerbegebieten, großen Straßen sowie auf die unter 1 und 2 genannten Lärmund Luftkriterien sowie im Bezug auf die Sozialstruktur der Gebiete (Bedürfnisse von Familien, Frauen, jungen und alten Menschen und von Menschen mit Behinderungen) mit Schwerpunktuntersuchung im Bereich geplanten neuer Siedlungsgebiete 7. Vorhandene Daten zu landschaftsbezogenen denkmalgeschützten Gebäude 8. Vorhandene Daten zu landschaftsbezogenen archäologischen Sachgüter (Bodendenkmäler) 9. Vorhandene Daten zu sonstigen ausgewählten landschaftsbezogenen Sachgüter wie Einzelgehöften, landschaftsprägenden Bäumen oder Erholungseinrichtungen
Die vertiefenden Untersuchungen, die im Rahmen einer künftigen Fortschreibung des Landschaftsplanes erfolgen sollen, sind in Anlage 1 aufgelistet. Die prognostizierten Umweltauswirkungen werden in Anlehnung an die Konfliktanalyse im Landschaftsplan in 5 Bewertungsstufen (einschl. der positiven Bewertung) bewertet: Bewertungsstufen für die Auswirkungen sind: sehr positiv (++) - positiv (+) - wenig erheblich (0) - negativ (-) - sehr negativ (--). Bei besonders problematischen negativen Auswirkungen wurde das entsprechende Symbol durch ein Ausrufungszeichen ergänzt: -- ! Sofern vernünftige Maßnahmen- und Zielalternativen vorhanden sind, werden diese angeführt. Ansonsten werden die Gründe, warum keine Alternativen möglich sind, genannt. Die Ergebnisse der Prüfung und Bewertung der einzelnen Ziele und Maßnahmen des Landschaftsplanes sind in der Anlage 2, der baulichen Entwicklung in der Anlage 3 tabellarisch aufgeführt. Das Fazit der Prüfungsergebnisse ist am Ende der folgenden Kapitel zusammengefasst.
5. Kurzdarstellung des Inhalts und der wichtigsten Ziele des Plans sowie der Beziehung zu anderen relevanten Plänen und Programmen Der Gesamtlandschaftsplan wird mit dem Ziel aufgestellt, die Natur und Landschaft in Lübeck für Menschen, Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu entwickeln. Die Bürgerschaft hat die Aufstellung des Gesamtlandschaftsplans am 24.9.1999 beschlossen. Gemäß § 9 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) haben die Gemeinden „die örtlichen Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes in Landschaftsplänen darzustellen.
„Ein Landschaftsplan ist umgehend aufzustellen, wenn „ein Bauleitplan aufgestellt, geändert oder ergänzt werden soll und Natur und Landschaft dadurch erstmalig oder schwerer als nach der bisherigen Planung beeinträchtigt werden können, im Gemeindegebiet agrarstrukturelle oder größere Teile des Gemeindegebietes betreffende nutzungsändernde Planungen beabsichtigt sind.“ Zudem sind gem. § 6 Abs. 5 Satz 2 Landschaftspläne fortzuschreiben, wenn und sobald dies erforderlich ist. Für das Gebiet der Hansestadt Lübeck wurde bereits 1989 ein Gesamtlandschaftsplan von der Bürgerschaft beschlossen. Dieser Plan ist aufgrund vollständig veralteter Datengrundlagen nicht mehr nutzbar. Das dringende Erfordernis eines aktuellen Gesamtlandschaftsplanes für die Stadt ist entstanden, da bei der Vielzahl an gegenwärtig betriebenen Großprojekten und -planungen auch die Landschaftsplanung gesamtstädtisch unter Einbezug von Umweltbilanzen und übergreifendem Flächen- und Biotopverbundmanagement betrieben werden muss. Teillandschaftspläne (TLP) für einzelne Stadtbereiche können dieses Defizit nicht auffangen. Der Landschaftsplan bildet die fachliche Grundlage für: die Bauleitplanung (Flächennutzungsplan und Bebauungspläne) andere Raum- und Flächenplanungen (z. B. Planung von Verkehrswegen, Hafenentwicklungsplanung, stadtteilbezogene Entwicklungsprojekte usw.) die Planung sämtlicher flächenbezogener Maßnahmen des Naturschutzes (z. B. Lage von Ausgleichsflächen, Ausweisung von Schutzgebieten, Entwicklung neuer Wälder oder Kleingewässer, Sicherung und Entwicklung von Flächen für die naturverträgliche Erholung usw.) Hinsichtlich der Aussagen der überörtlichen bzw. regionalen und landesweiten Landschaftsplanung und des Flächennutzungsplanes wird auf die Kapitel 2.2 und 2.3 des Textteils des GLP verwiesen. Die übergeordneten grundsätzlichen Ziele des Landschaftsplans werden in Kap. 8 im Landschaftsplanerischen Leitbild des GLP aufgeführt. Die vorhandenen Ziele der überordneten Pläne des Umweltschutzes sind unter Ziffer 6 behandelt.
Fazit der Umweltprüfung: 1. Die Zielsetzungen der überörtlichen Landschaftsplanung wurden beachtet. 2. Mit der Darstellung des Landschaftsplanerischen Leitbildes werden allgemeine Zielvorstellungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege formuliert. Mit diesen Entwicklungszielen sind daher keine negativen Auswirkungen auf die in der SUP zu untersuchenden Schutzgüter verbunden. Die Entwicklungsziele sind aus Sicht der Strategischen Umweltprüfung nur mit positiven Auswirkungen auf die Schutzgüter verbunden.
6. Darstellung der für den Plan geltenden Ziele des Umweltschutzes sowie der Art, wie diese Ziele und sonstige Umwelterwägungen bei der Ausarbeitung des Plans oder des Programms berücksichtigt wurden Die Ziele des Umweltschutzes, die sich z.B. aus dem Wasserrecht, aus Hochwasserschutz- und Lärmplänen, aus Zielen für den Klimaschutz ergeben oder ergeben könnten, sind im Landschaftsplan im Leitbild (s. Ziffer 5) und den landschaftsplanerischen Zielen und Maßnahmen (s. Ziffer 9 und Anlage 2 dieses Umweltberichtes) aufgeführt. Überörtliche Ziele des Umweltschutzes ergeben sich aus der Wasserrahmenrichtlinie der europäischen Union aus dem Jahr 2000, , des Abfallwirtschaftsplanes 2006, Teilbereich Bau- und Abbruchabfälle und Teilbereich Abfälle aus den industriellen und gewerblichen Bereich. Der Teilbereich Siedlungsabfälle soll erst am Ende des Jahres 2007 vorliegen und konnte daher noch nicht berücksichtigt werden. Der Generalplan zum Hochwasserschutz ist ebenfalls erst in Arbeit. Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für Gewässer werden bis 2009 aufgestellt sein. Fazit der Umweltprüfung: 1. Die Darstellung der landschaftsplanerischen Ziele und Maßnahmen zum Umweltschutz (Anlage 2) führt zu positiven Auswirkungen auf die Schutzgüter. Im Einzelfall können die positiven Auswirkungen nur für einzelne Schutzgüter vorherrschen, so dass es zu Einschränkungen bei anderen Schutzgütern kommt. Dies ist z.B. bei der Erweiterung von Erholungsgebieten zu Lasten von durch den Menschen ungestörten Biotopen der Fall. 2. Die Ziele der o.g. bereits vorliegenden Umweltpläne wurden – soweit sie sich auf die Flächen- und Gewässerentwicklung bezogen im Landschaftsplan beachtet. Die Darstellung der daraus resultierenden Maßnahmen führt zu positiven Auswirkungen auf die Schutzgüter.
7. Darstellung der Merkmale der Umwelt, des derzeitigen Umweltzustands sowie dessen voraussichtliche Entwicklung bei Nichtdurchführung des Plans oder des Programms 7.1 Schutzgut Mensch einschl. der menschlichen Gesundheit 7.1.1 Lärm Der gegenwärtige Zustand zum Schutzgut Lärm wird im Landschaftsplan Lübeck in Bd. I Kap. 6.3.1 Siedlung/Wohngebiete und 6.4 Verkehr beschrieben. Ferner müssen seit 2002 gemäß Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG alle 5 Jahre Daten zu besonders verlärmten Bereichen ermittelt werden. Die Richtlinie schreibt vor, dass schädliche Auswirkungen einschließlich Belästigungen durch Umgebungslärm ver-
hindert, vorgebeugt oder minimiert werden sollen. Die Hansestadt Lübeck gehört gem. dieser Richtlinie zum Ballungsraum 2 (Räume mit mehr als 100.000 (< als 250.000) Einwohnern. Die vorhandenen Lärmdaten für Lübeck sind zumeist veraltet. Aktuelle Daten zur Lärmbelastung der Hauptverkehrsstraßen werden z.Zt. neu erhoben und werden Mitte 2007 vorliegen. Für die größeren kürzlich umgesetzten oder für geplante Bauprojekte in Lübeck liegen zur Zeit keine aktuellen Lärmdaten vor. Lärmabschätzungen zu den Straßen A 1 und A 226 gehen von Überschreitungen des Pegels über den ganzen Tag über 70 dB (A), zu den Straßen B 206, B 207, B 75 und B 104 des Nachtpegels über 60 dB (A). Der Nachtpegel L night von 50 dB(A) kann bei einer angenommenen freien Schallausbreitung bei allen genannten Straßen auch in weiterer Entfernung überschritten sein. Eine Datenauswertung größeren Umfangs in Lübeck bleibt daher der Stufe 2 der Strategischen Umweltprüfung (vertiefende Untersuchungen) vorbehalten.
7.1.2 Luftreinhaltung Der gegenwärtige Zustand zum Schutzgut Luftreinhaltung wird im Landschaftsplan Lübeck in Bd. I Kap. 4.4 Klima/Luft beschrieben. Dauerhafte Messstationen zur Luftqualität in Lübeck befinden sich in der Großen Burgstraße und in St. Jürgen (Kahlhorststraße). Bis 2005 befand sich auch eine Station am Lindenplatz. Zeitlich begrenzte Messungen wurden zwischen 1998 und 2004 an 23 Standorten in Lübeck durchgeführt. Zum Messprogramm gehören die Ermittlung möglicher Belastungen durch Feinstaub. Feinstäube entstammen i.w. aus dem Verkehr (Auspuff von Dieselfahrzeugen), industriellen Prozessen, Kraft- und Fernheizkraftwerken sowie aus Haushalten (Kamine und Ölheizungen). Zu hohe Konzentrationen von Feinstäuben bedeuten grundsätzlich ein Risiko für die menschliche Gesundheit. Sie können langfristig Atemwegs- und HerzKreislauferkrankungen hervorrufen. Feinstaubmessungen in Lübeck-Travemünde im Jahr 2004 haben ergeben, dass im gesamten Travemünder Raum die Hintergrundbelastung 2004 bei etwa 20 µg/m³ lag. Der Immissionsgrenzwert von 40 µg/m³ wurde überall eingehalten. Die Belastungen durch den Schiffsverkehr mit etwa 1 µg/m³ und weniger sind im Vergleich zu Staubaufwirbelungen von den Straßen nur von geringer Bedeutung. Feinstaubmessungen in der großen Burgstraße haben für 2006 ergeben, dass an diesem Standort an 23 Tagen der Tagesmittelwert von 50 µg/m³ Feinstaub überschritten war. Außerdem wurden in Lübeck die Belastungen durch Stickstoffdioxid gemessen. Stickstoffdioxid stammen aus Verbrennungsprozessen in Feuerungsanlagen (Kraftwerke und Industrie) und Motoren (Kraftfahrzeugverkehr) Zu hohe Konzentrationen von Stickstoffdioxid sind indirekt u.a. dafür verantwortlich, dass Böden versauern, Bäume und historische Gebäude angegriffen werden, und sich bodennahes Ozon bildet. Die Messungen von Stickstoffdioxid in Lübeck-Travemünde und in Siems haben ergeben, dass der ab 2010 geltende Jahresmittelwert von 40 µg/m³ an allen Messstellen eingehalten wurde. In der Großen Burgstraße dagegen wurden Werte von 47 µg/m³ gemessen, der Jahresmittelwert wurde hier nicht eingehalten.
Alle übrigen Schadstoffe (Schwefeldioxid, Stickstoffmonoxid, Kohlenmonoxid, Ozon), die in Lübeck gemessen werden, zeigen keine auffälligen Werte.
7.1.3 Klimawandel und seine flächenbezogenen Folgen Der gegenwärtige Zustand zum Schutzgut Klima wird im Landschaftsplan Lübeck in Bd. I Kap. 4.4 Klima/Luft beschrieben. Hierzu sind im Folgenden weitere ergänzende Angaben gemacht: Der Klimawandel ist in erster Linie durch den hohen Verbrauch fossiler Energieträger verursacht. In Schleswig-Holstein führt der Klimawandel nach aktuellen Informationen des Landesministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer durchschnittlichen Temperaturerhöhung von 2,5 – 2,8 °C, einer Abnahme der Sommerniederschläge (minus 25%) und einer Zunahme der Winterniederschläge (plus 30%). Starkregenereignisse können häufiger und mit weitaus größeren Wassermengen als bisher auftreten. In den vergangenen Jahren gab es eine Reihe von Beispielen für solche extremen Wetterereignisse und ihre Folgen, wie etwa in Hessen oder Hamburg. Zahlen der Münchener Rückversicherung benennen die Folgen dieser Entwicklung: „Etwa 64% der größeren Schadensereignisse in Europa und 79% der von diesen verursachten volkswirtschaftlichen Schäden seit 1980, haben direkten Bezug zu Klima und Wetter (Stürme / Hochwasser).“ Die Regierung von Schleswig-Holstein hat im Dezember 2006 mit dem Beschluss zum Generalplan Hochwasserschutz auf diese Gefahren reagiert und auch die Trave als überschwemmungsgefährdetes Gewässer einbezogen. Hochwasser hat in Lübeck zwei Hauptursachen: 1. Ostseewasser kann aufgrund besonderer Wetterbedingungen die Küste überfluten und auf dem Weg über die Trave tiefliegende städtische Gebiete unter Wasser setzen. Die bereits messbare Klimaveränderung verstärkt diese Hochwassergefahr: Mit einem bisher alle hundert Jahre einmal auftretenden Jahrhunderthochwasser muss heute entsprechend häufiger gerechnet werden. 2. Starkregenereignisse (mit teilweise kleinräumiger Ausprägung) können zu lokalen Überschwemmungen führen, weil die Kanalisation und die kleinen Fließgewässer die Wassermengen nur begrenzt ableiten können. Eine Zunahme von Starkregenereignissen, die in Zukunft auch wesentlich größere Niederschlagsmengen mit sich bringen könnten, ist aufgrund des Klimawandels zu erwarten. Nach bisherigen Erfahrungen ist nicht davon auszugehen, dass beide Hochwasserereignisse zeitgleich eintreten, da die Bedingungen an die Wetterlage (z. B. Windrichtung) unterschiedlich sind. Während die durch Ostseehochwasser bedingten Überflutungsflächen über Höhenprofile relativ sicher ermittelt werden können und in Hochwasserkarten dargestellt werden, sind überschwemmungsgefährdete Flächen durch Starkregenereignisse wegen der vielfältigen kleinräumigen Ausprägungen und Zugrichtungen der Niederschläge schwerer vorhersagbar. Topographie, Versiegelungsgrad der Flächen und die jeweils aktuelle Bemessung der Regenwasserkanalisation kommen als weitere Einflussgrößen hinzu. In Lübeck gibt es ein durch VO des MUNF am 7.11.1977 festgesetztes Überschwemmungsgebiet im Bereich der oberen Trave von der westlichen Stadtgrenze bis zur Einmündung des Elbe-Lübeck-Kanals (vgl. Plan Anhang 1: Hochwasser- und Überschwemmungsgefährdete Gebiete in Lübeck durch Travewasser) Potentielle Überschwemmungsgebiete sind alle Bereiche bis 3 m über NN im Umkreis der Trave. (vgl. Plan Anhang 1).
Zum Retentionsvermögen der Gewässer in Lübeck gibt es z. Zt. noch keine Angaben. Diese Daten werden im vertiefenden Teil der Strategischen Umweltprüfung ermittelt werden.
7.1.4 Wohn- und Lebensqualität Der gegenwärtige Zustand zum Schutzgut Wohn- und Lebensqualität wird im Landschaftsplan Lübeck in Bd. I Kap. 5 Darstellung und Bewertung der freiraumbezogenen Erholung und des Naturerlebens (Grünflächen, Naturerlebnisräume, Erholungsgebiete) und in Kap. 6.6 Sport- und Freizeitanlagen beschrieben. Die Wohn- und Lebensqualität in Lübeck hängt u.a auch von der Naturausstattung der Stadtteile und der umgebenden Landschaft ab. Spezielle Bevölkerungsschichten benötigen zudem ergänzende zusätzliche flächenbezogene Ausstattungen. Beispielhaft sollen hier Aussagen zur Sozialstruktur in Bezug auf Schwerbehinderte, Junge und Alte Menschen, Familien und auf die weibliche Bevölkerung angeführt werden. Für das Jahr 2003 wurden in Lübeck ca. 25.000 Schwerbehinderte (ca. 12 %) registriert. Im Jahr 2005 besaß Lübeck 213.983 Einwohner/innen, davon 112.380 weibliche (52 %), 41.195 Menschen bis 20 J (19 %), 46.604 Menschen über 65 J (22 %). Von den 115.867 Haushalten in Lübeck sind etwa 25.000 Familienhaushalte (22 %) Die Stadtteile mit dem höchsten Anteil von Familien sind Moisling, Buntekuh, Kücknitz und Schlutup, gefolgt von St. Jürgen, St. Lorenz Nord und St. Gertrud. Relativ wenig Familien wohnen in der Innenstadt, in Travemünde und in St. Lorenz-Süd. Im Vergleich dazu wurde die Versorgung der Stadtteile mit wohnungsnahen öffentlichen Flächen für die Erholung ermittelt. Zur Ermittlung und Bewertung der Versorgungssituation der Lübecker Bevölkerung mit wohnungsnahen öffentlichen Flächen für die Erholung werden die allgemein gültigen städtebaulichen Richtwerte für Frei- und Grünflächen angewendet (Quellen: Borchard, K. Orientierungswerte für die städtebauliche Planung, München 1974; Umweltatlas Berlin, Versorgung mit wohnungsnahen, öffentlichen Grünanlagen, Ausgabe 1995). Die Richtwerte stellen orientierende Planungsparameter dar und sind auf der Basis von Durchschnitts- und Erfahrungswerten diverser Großstädte festgelegt worden. Der Richtwert für Parkanlagen als wichtigster Flächenkategorie für die wohnungsnahe Erholungsnutzung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: • Entfernung der Fläche von der Haustür: max. 500 m • Größe der Fläche: min. 0,5 ha • Versorgungsgrad: 6 m² pro EinwohnerIn
Travemünde Kücknitz Schlutup St. Gertrud St. Lorenz N. Buntekuh St. Lorenz S.
Versorgung mit Parkflächen 17,26 m²/E 8,55 m²/E 5,11 m²/E 9,47 m²/E 9,42 m²/E 8,98 m²/E 1,06 m²/E
Bewertung Versorgt Versorgt Unterversorgt (aber Randlage zu
Versorgt Versorgt Versorgt Unterversorgt
Innenstadt St. Jürgen Moisling
Versorgung mit Parkflächen 13,95 m²/E 7,12 m²/E 14,86 m²/E
Bewertung Versorgt Versorgt Versorgt
Tabelle : Versorgung der Stadtteile mit Parkflächen
Im Ergebnis zeigt sich, dass es erhebliche stadtteilbezogene Unterschiede in der Versorgung mit Parkanlagen gibt, d. h., es existieren quantitativ sehr gut versorgte, versorgte sowie unterversorgte Stadtteile. Die aus landschaftsplanerischer Sicht besonders bedeutsamen Stadtteile mit einem flächenhaften Defizit an öffentlichen Parkanlagen sind – vorbehaltlich einer vertiefenden wohngebietsbezogenen Betrachtung – zunächst die Stadtteile Schlutup und St. Lorenz Süd. Über die innerstädtischen Grünanlagen hinaus verfügt Lübeck über große Erholungsgebiete. Insbesondere die wasserbezogene Erholung an der Ostsee, auf der Trave und der Wakenitz prägen den einmaligen Charakter der Gebiete. Darüber hinaus gibt es in Lübeck 3.300 ha (15 %) Waldflächen, die überwiegend einen hohen Wert für die Naherholung in Lübeck besitzen. Wesentliche Bedeutung für das Schutzgut „Wohn- und Lebensqualität“ hat der 2005 von der Bürgerschaft beschlossene Wohnbaulandbericht dar. Dort werden folgende Ziele für die Wohnentwicklung genannt: Anpassung des Wohnungsangebotes an die Nachfrage Erneuerung des vorhandenen Wohnungsbestandes Differenziertes Eigenheimangebot Schaffung eines spezifischen Angebotes für das Wohnen im Alter Verbesserung der Wohnqualität in Stadtteilen mit geringer Standortgunst Schaffung von städtebaulichen und Standortqualitäten bei der Entwicklung vorhandener Wohnbauflächenreserven Die Lübecker Wohnungswirtschaft hält die Ausweisung weiterer Wohnbaugebiete im nicht erschlossenen Außenbereich für kontraproduktiv gegenüber der Nachfrage im Innenbereich. Entsprechend hat die Bürgerschaft am 23.6.2005 beschlossen, die Schwerpunkttätigkeit der Siedlungsentwicklung auf den Innenbereich zu konzentrieren und eine Siedlungsentwicklung in Dorfbereich künftig nur noch auf städtebaulich integrierten Standorten als Ortsabrundung stattfinden zu lassen. Die aufgeführten von der Bürgerschaft 2005 beschlossenen Vorgaben für die Wohnbaulandentwicklung dienen als Bewertungsgrundlagen für die in der strategischen Umweltprüfung vorgenommenen Beurteilung der Auswirkungen von neuen Siedlungsgebieten (s. Anlage 3)
7.2 Schutzgut Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt 7.2.1 Tiere und Pflanzen Der gegenwärtige Zustand zum Schutzgut Tiere, Pflanzen, Lebensräume wird im Landschaftsplan Lübeck in Bd. I Kap. 4.5 beschrieben. Ergänzende Angaben zu Metapopulationen (=Teilpopulationen, die untereinander einen eingeschränkten Genaustausch haben und deren lokale Vorkommen räumlich und zeitlich nicht konstant sind) im Süden Lübecks sind im Folgenden dargestellt (LEGUAN GMBH 2001).
Für eine Reihe von Arten existieren in Lübecks Süden Metapopulationen, z.B. für die Zauneidechse und wahrscheinlich für den Kammmolch. Es treten Stammhabitate (Habitate in denen über mehrere Jahre hinweg die Zielart festgestellt wurde oder bei einmaliger Erfassung ein regional oder landesweit bedeutsames Vorkommen nachgewiesen wurde), Nebenhabitate (Habitate mit nur zeitweilig nachgewiesener Besiedlung oder Flächen, die nach Begutachtung eine optimale Habitateignung aufweisen, die Art jedoch bisher nicht nachgewiesen wurde) und Latenzhabitate (Habitate die nur kurzfristig unter bestimmten Voraussetzungen (zeitweilige Nutzungsänderung, klimatische Besonderheiten) besiedelt werden und sogenannte Trittsteine für die Zielart darstellt) auf. Die hier aufgeführten Daten dienen als Bewertungshilfen für die in der strategischen Umweltprüfung vorgenommenen Beurteilung der Auswirkungen der landschaftsplanerischen Maßnahmen (s. Anlage 2) und der im Landschaftsplan dargestellten geplanten Nutzungen (s. Anlage 3) auf das Schutzgut Tiere und Pflanzen.
7.2.2 Biologische Vielfalt Der gegenwärtige Zustand zum Schutzgut Biologische Vielfalt – Ausschnitte Artenvielfalt und Ökosystemvielfalt - wird im Landschaftsplan Lübeck in Bd. I Kap. 4.5 beschrieben. Gemäß des Übereinkommens über Biologische Vielfalt (CBD) bezeichnet Biodiversität oder Biologische Vielfalt außer der Vielfalt der Arten und der Ökosyteme auch die Vielfalt innerhalb der Arten (genetische Unterschiede zwischen Individuen und Populationen Die Behandlung der Biologischen Vielfalt (Biodiversität) stellt sich derzeit noch als methodisches Problem dar, da Inhalte und Vorgehensweise nicht entwickelt, geschweige denn festgelegt sind und in der Praxis noch nicht auf vorhandene Standards zurückgegriffen werden kann. Auch fehlen verfügbare Daten, auf die bei der Landschaftsplanung bzw. der Umweltprüfung zurückgegriffen werden könnte. Hier besteht noch erheblicher Forschungs- und Handlungsbedarf. Zur Genetischen Vielfalt zählen auch Pflanzensorten (z.B. alte Kulturpflanzensorten) und Tierrassen. Es liegen keine Daten für Lübeck vor. Die genetische Vielfalt der einheimischen Flora und Fauna wird bedroht durch Einwanderung und Einsetzung gebietsfremder Arten (Neophyten, Neozoen). Zu nennen sind z.B. der Herkulesstaude, die neben ihrer gesundheitsschädlichen Wirkungen auch einheimische Arten der Wiesen und Bachniederungen verdrängt, oder der künstliche Fischbesatz in Angel- und Fischereigewässern. Um die biologische Vielfalt in Lübeck zu erhalten, wurden in der Vergangenheit etliche Natur- und Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen bzw. durch das Land SchleswigHolstein als Natur 2000 – Gebiet an die Europäische Kommission gemeldet (vgl. Landschaftsplan Lübeck Bd. I Kap. 7). Eine Datenauswertung größeren Umfangs in Lübeck bleibt daher der Stufe 2 der Strategischen Umweltprüfung (vertiefende Untersuchungen) vorbehalten.
7.3 Schutzgut Boden, Wasser, Klima, Luft, Landschaft Der gegenwärtige Zustand zu den Schutzgütern Boden, Wasser, Klima, Luft, Landschaft wird im Landschaftsplan Lübeck in Bd. I in den Kap. 4.2.2 Boden, 4.3 Wasser, Kap. 4.4 Klima/Luft, Kap. 4.1 Landschaftsbereiche, Kap. 4.6 Landschafts- und Ortsbild und Kap. 4.7 Kulturhistorisch und naturhistorisch bedeutsame Landschaftsbestandteile beschrieben.
7.4 Kulturgüter und sonstige Sachgüter 7.4.1 Kulturhistorische Landschaften, Kulturdenkmäler und Bodendenkmäler Der gegenwärtige Zustand zum Schutzgut Kulturhistorische Landschaften wird im Landschaftsplan Lübeck in Bd. I im Kap. 4.7 Kulturhistorisch und naturhistorisch bedeutsame Landschaftsbestandteile beschrieben. Darüber hinaus sind folgende Angaben anzuführen: In der Innenstadt gibt es 1115 besondere Kulturdenkmäler und 223 einfache Kulturdenkmäler. In den Vorstädten, den Landgebieten und Travemünde gibt es 317 besondere Kulturdenkmäler und 217 einfache Kulturdenkmäler (vgl. Anhang 3: Listen der Kulturdenkmäler Liste 1 = Innenstadt Liste 2 = übriges Stadtgebiet (Vorstädte, Landgebiete, Travemünde) Besondere Kulturdenkmäler (Bezeichnung D) werden gem. § 5 (1) DSchG in das Denkmalbuch der Hansestadt Lübeck eingetragen. Einfache Kulturdenkmäler (K) sind von öffentlichem Interesse. Bezogen auf die Stadtteile Lübecks ist folgende Verteilung der Kulturdenkmäler ermittelt worden: Wulfsdorf: D: 6 K: 1 Altstadt: D: 1115, K:223 Brodten. D: 4 Travemünde: D: 69, K: 19 Buntekuh D: 3 K: 1 St. Gertrud: D: 61, K: 34 Niendorf/Moorg.: D: 3 K: 2 St. Lorenz: D: 50 K: 60 Niederbüssau: D: 3 K: 1 St. Jürgen: D:41 K: 77 Teutendorf: D: 2 Herrenwyk: D: 16 K: 1 Schlutup: D: 11 K: 4 Blankensee: D: 1 K: 1 Kücknitz/Siems/ Genin: D: 1 Dumm.: D: 11 K: 7 Moisling: K: 1 Klein Grönau: D: 7 Neben den Kulturdenkmalen sind in Lübeck auch ca. 300 Bodendenkmale erfasst worden. Dazu gehören Hügelgräber, Wallanlagen,. Stadtmauer, Siedlungsreste, Flur- und Grenzsteine, Burgplätze und Burgwälle. Außer den eingetragenen Bodendenkmalen (vgl. Anhang 4) gibt es in Lübeck eine Fundstellenkartierung mit über 1.000 Fundstellen. Es ist aber davon auszugehen, dass sehr viele Bodendenkmale in Lübeck überhaupt noch nicht gefunden sind. Zur weiteren Suche sind sog. Verdachtsflächen bestimmt, das sind Bereiche, in denen aus topografischen (z.B. Hanglagen, Gewässerbereiche, Oberflächenfunde), historischen (z.B. Landwehr, Stadtgüter, Siedlungskern der Dörfer) und archäologischen (z.B. Oberflächenfunde) Quellen hinreichende Gründe bestehen, Bodendenkmale zu vermuten. Aus Sicherheitsgründen z.B. Raubgrabungen wird an dieser Stelle von einer Darstellung der Verdachtsflächen Abstand genommen.
Zudem gibt es in Lübeck zwei Grabungsschutzgebiete, „Innere Stadt (Landesverodnung vom 8.4.1992) und Teile der Teerhofsinsel (Landesverordnung vom 28.11.1975) (vgl. auch Anhang 5). Bezogen auf die Stadtteile Lübecks ist folgende Verteilung der Bodendenkmäler ermittelt worden: Innere Stadt: Kücknitz: Strecknitz: Pöppendorf: St. Jürgen: Schlutup: Blankensee: Schönböcken: St. Lorenz: Siems: Israelsdorf: Niederbüssau: 73 70 28 22 19 17 13 11 8 6 5 4 Trave und Dassower See: Vorwerk: Dummersdorf: Krummesse: St. Gertrud: Wulfsdorf Groß Grönau: Groß Steinrade: Ivendorf: Kronsforde: Beidendorf: Vorrade:
4 4 2 2 2 2 1 1 1 1 1 1
Die hier aufgeführten Daten dienen als Bewertungshilfen für die in der strategischen Umweltprüfung vorgenommenen Beurteilung der Auswirkungen der im Landschaftsplan dargestellten geplanten Nutzungen auf das Schutzgut Kulturgüter und sonstige Sachgüter (s. Anlage 3)
7.4.2 Allgemeine Gebäudewerte, Flächenwerte und sonstige Sachgüter Als Sachgüter im Sinne des UVP-Gesetzes sind zu ermitteln: Straßen- und Schienennetz Gewerbeanlagen Freizeitinfrastruktureinrichtungen Öffentliche Anlagen Land- und forstwirtschaftliche Werte Die sonstigen Sachgüter erfüllen i.d.R. ökonomische Funktionen und tragen direkt bzw. indirekt zur wirtschaftlichen Existenz der Bevölkerung bei. Im Jahr 2006 wurden im Stadtgebiet von Lübeck 49 landwirtschaftliche Betriebe mit entsprechenden nicht näher bekannten Gebäude- und Flächenwerten registriert. Gem. der Auswertung der Reichsbodenschätzung wurden anhand der Bodenwerte folgende Flächenwerte in Lübeck bestimmt (vgl. Anhang 6: Bodenzahlen der Reichsbodenschätzung): Bodenpunktzahl 10 – 29 (geringe Erträge): 1.726 ha Schwerpunkträume: westl. Flughafen Reecke westl. ELK
Bodenpunktzahl 30 – 50 (mäßige Erträge)
2.924 ha Schwerpunkträume Vorrade/Grienau Krummesse Dummersd. Feld
Bodenpunktzahl 50 – 70 (hohe Erträge)
2.522 ha Schwerpunkträume Wüstenei, Schönböcken Teutendorf/Brodten Niendorf zw. Bornkamp und Deponie
Zu den Flächenwerten in Lübeck gehören auch die forstlich genutzten Waldflächen. Hierzu gibt der Landschaftsplan Angaben in Bd. I Kap. 6.2
7.5 Voraussichtliche Entwicklung bei Nichtdurchführung des Plans Eine Nichtdurchführung des Plans kann zu nachteiligen Entwicklungen von Natur und Landschaft führen: z.B. keine angemessene raumbezogene Schutzgebietsplanung, keine raumbezogenen Vorgaben für die Auswahl von Ausgleichsflächen. Die sogenannte Nullvariante scheidet zudem aus, weil die Aufstellung von Landschaftsplänen gem. § 9 LNatSchG eine gesetzliche Pflichtaufgabe darstellt und die Voraussetzung für eine angemessene Bauleitplanung bildet.
8. Angabe der derzeitigen für den Plan oder das Programm bedeutsamen Umweltprobleme, insbesondere der Probleme, die sich auf ökologisch empfindliche Gebiete nach Nr. 2.6 der Anlage 4 zum UVPG beziehen Die vorhandenen Beeinträchtigungen und Konflikte mit dem landschaftsplanerischen Leitbild werden im Kap. 9 des GLP, Konfliktanalyse behandelt.
9. Beschreibung der voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt und der Wechselwirkungen Hinsichtlich der Ziele, sonstigen Darstellungen und Maßnahmen wird auf den Textteil des GLP verwiesen. Die wichtigsten landschaftsplanerischen Einzelziele werden in den Kap. 10.2.1 und 10.2.2 Entwicklungskonzept des GLP genannt. Dazu gehören die nachrichtliche Übernahme von vorh. gesetzlichen geschützten Biotopen, Ausgleichsflächen und Schutzgebieten; die Darstellung von geplanten Schutzgebieten, von besonders wertvollen Gebieten und Biotopverbundflächen und Eignungsflächen für Biotopverbund. Die landschaftsplanerischen Entwicklungsmaßnahmen des GLP werden in Band III (Anhang) aufgelistet. Ziele, Maßnahmen und andere Darstellungen sind außerdem in den Entwicklungsplänen 18.1 bis 18.4 dargestellt. Die geplante bauliche Entwicklung der Stadt (absehbare bauliche Vorhaben und Prüfgebiete für zukünftige Bebauung) wird im Kap 10.2.3 unter Sonstige Darstellungen beschrieben und in den o.g. Plänen dargestellt.
Die erheblichen voraussichtlichen positiven bzw. negativen Auswirkungen der Ziele und Maßnahmen dieses Landschaftsplans auf die Schutzgüter werden in der Anlage 2 des Umweltberichtes zusammengefasst. In Anlage 3 werden zusätzlich die Auswirkungen der dargestellten baulichen Entwicklungen mit ergänzenden Aussagen zu möglichen Alternativen und ggf mit einer Begründung, warum keine Alternativen möglich sind, aufgeführt. Wo dies möglich und sinnvoll ist – werden planbedingte, baubedingte, anlagebedingte
und betriebsbedingte Auswirkungen unterschieden. Eventuelle Minimierungsmaßnahmen, soweit möglich und bekannt, werden beschrieben. Bei den in Anlage 2 genannten landschaftsplanerischen Zielen und Maßnahmen und den in Anlage 3 genannten baulichen Entwicklungen kommt es in der Regel zu Wechselwirkungen zwischen mehreren betroffenen Schutzgütern. Wechselwirkungen sind besonders häufig zwischen dem Schutzgut Mensch (Erholungsgebiete, Naturerleben), Biotope/Arten (Lebensraumentwicklung, Strukturreichtum) und Landschaft (Ästhetische Wirkung, Strukturreichtum). Wechselwirkungen treten auch häufig zwischen Boden (Verlust empfindlicher Böden, Versiegelung), Wasser (Grundwasserschutz, Grundwasserneubildung) und Biotopen (Verlust seltener Lebensräume) auf. Außerdem entstehen Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern Mensch und Luft (Gesundheitsgefährdungen, Schadstoffeintrag).
Fazit der Umweltprüfung: 1. Die landschaftsplanerischen Ziele und Maßnahmen des Landschaftsplanes (Anlage 2) zur Verbesserung des Naturhaushaltes haben neben den wenigen negativen (zumeist vorübergehenden baubedingten) nur positive Auswirkungen. Sie sind daher in vollem Maße als umweltverträglich einzustufen. Im Einzelfall können die positiven Auswirkungen nur für einzelne Schutzgüter vorherrschen, so dass es zu Einschränkungen bei anderen Schutzgütern kommt. Dies ist z.B. bei der Entwicklung von Erholungsgebieten zu Lasten von durch den Menschen ungestörten Biotopen der Fall. 2. Die Darstellung der baulichen Entwicklung (Anlage 3) führt in seltenen Fällen zu positiven, in manchen Fällen zu unerheblichen, in der Regel aber zu mehr oder weniger starken negativen Auswirkungen auf die Schutzgüter. Durch entsprechende Minimierungs- und Ausgleichsmaßnahmen können allerdings die meisten dieser Auswirkungen auf ein Mindestmaß reduziert werden. Ein besonders hoher Aufwand an Minimierungs- und Ausgleichsmaßnahmen muss nach gegenwärtigem Kenntnisstand bei einzelnen Aspekten der folgenden Bauprojekte betrieben werden: Flughafenerweiterung (Lärm bei Nachbetrieb; Biotope, Boden), Hafenbau auf der Teerhofsinsel (Biotope, Landschaftsbild), Baugebiet Schleusenstraße Nord und Süd (Landschaftsbild, Boden), Entwicklungsgebiet Blankenseer See (Teilbereiche: Biotope, Boden), Entwicklungsbereich ehem. Metallhüttengelände Ost (Mensch, Biotope), Yachthafen Mövenstein (Landschaftsbild), Windkraftanlagen (Arten, Landschaftsbild). 3. Die nachrichtliche Übernahme von vorhandenen geschützten Biotopen, Ausgleichsflächen oder Schutzgebieten sind nicht mit negativen Auswirkungen auf die in der SUP zu untersuchenden Schutzgüter verbunden. 4. Die bewertende Darstellung besonders schützenswerter Gebiete dient ihrem Erhalt und ihrer Entwicklung. Daher sind mit diesen Darstellungen keine negativen Auswirkungen auf die in der SUP zu untersuchenden Schutzgüter verbunden. 5. Die Darstellung von vorhandenen Biotopverbundflächen und Eignungsflächen für den Biotopverbund dient ihrem Erhalt und ihrer Entwicklung. Daher sind mit diesen Darstellungen keine negativen Auswirkungen auf die in der SUP zu untersuchenden Schutzgüter verbunden.
10. Darstellung der Maßnahmen, die geplant sind, um erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen aufgrund der Durchführung des Plans oder des Programms zu verhindern, zu verringern und soweit wie möglich auszugleichen Fazit der Umweltprüfung: 1. Da die im Landschaftsplan geplanten landschaftsplanerischen Ziele und Maßnahmen keine dauerhaften negativen Auswirkungen nach sich ziehen, sind auch keine Maßnahmen zu planen, die nachteilige Umweltauswirkungen verhindern. 2. Maßnahmen, die geplant sind, die erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen der dargestellten baulichen Entwicklungen, zu verhindern oder zu minimieren, sind – soweit bekannt – bei den entsprechenden Projekten in der Anlage 3 aufgeführt. Geeignete Räume, auf denen z.B. Ausgleichsflächen sinnvoll angelegt werden können, sind im Landschaftsplan als Eignungsflächen für den Biotopverbund und als geplante Schutzgebiete dargestellt. 3. Für die Verbesserung der Luftqualität in Lübeck wird angeregt, kurzfristig konkrete verkehrsplanerische Maßnahmen für die große Burgstr. durchzuführen. Eine Verbesserung der Luftbelastungssituation könnte z.B. durch folgende Maßnahmen erreicht werden: Ausdünnung des Individualverkehrs durch Verbesserung des ÖPNV-Angebots Einbahnstraßenregelungen Öffnung von Umgehungsstraßen Verstetigung des Verkehrsflusses (Koordinierung von Ampelschaltungen) Gebietsbezogene/zeitbezogene Verkehrsverbote/-beschränkungen
11. Hinweise auf Schwierigkeiten, die bei der Zusammenstellung der Angaben aufgetreten sind, zum Beispiel technische Lücken oder fehlende Kenntnisse Fehlende Kenntnisse zur Beurteilung der erheblichen Auswirkungen von Zielen, Maßnahmen und sonstigen Darstellungen des Landschaftsplanes werden im Rahmen der Fortschreibung des Planes und der strategischen Umweltprüfung (Detaildaten) behoben. Die Ergänzung der hier vorliegenden SUP-Basisdaten um die in der Anlage 1 genannten vertiefenden Untersuchungen ist in einem 2. Schritt zwingend erforderlich, um die Defizite der Umweltprüfung zu beheben. Bei den geplanten Bauprojekten sind die Auswirkungen außerdem entweder gem. BauGB in einem Umweltbericht oder im Rahmen von Planfeststellungsverfahren in einer UVP darzustellen.
12. Kurzdarstellung der Gründe für die Wahl der geprüften Alternativen sowie eine Beschreibung, wie diese Prüfung durchgeführt wurde Für die landschaftsplanerischen Entwicklungsmaßnahmen scheidet die alternative räumliche oder strukturelle Darstellung aus, da durch diese Maßnahmen keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen hervorgerufen werden. Vielmehr ergeben sich die Zielsetzungen aus den fachlichen Erfordernissen des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Alternativen der landschaftsplanerischen Ziele, die ausschließlich die Naturschutzaspekte im engeren Sinne, also ohne Erholungsbelange betrachten, werden in Kap. 10.8. Exkurs Naturschutzfachplan beschrieben. Der Naturschutzfachplan stellt allerdings eine gutachterliche Erarbeitung und kein Bestandteil des zu beschließenden Landschaftsplanes dar. Alternativen für die baulichen Entwicklungsprojekte werden – soweit sinnvolle Alternativen entwickelt worden sind, in Anlage 3 beschrieben und bewertet.
13. Darstellung der geplanten Überwachungsmaßnahmen (Monitoring) Geplante Überwachungsmaßnahmen (Monitoring) der im Landschaftsplan dargestellten Ziele und Maßnahmen werden im Kap. 11 des GLP behandelt. Weiterführende Monitoring-Maßnahmen werden für die baulichen Entwicklungsprojekte z.B. in den gem. BauGB erforderlichen Umweltberichten oder in den späteren Planfeststellungsverfahren, für die landschaftsplanerischen Maßnahmen in der Fortschreibung der strategischen Umweltprüfung (Detaildaten) zum Landschaftsplan beschrieben.
14. Allgemeinverständliche, nicht technische Zusammenfassung Eine allgemeinverständliche, nicht technische Zusammenfassung ist Bestandteil der Kurzfassung zum Gesamtlandschaftsplan, die der Beschlussvorlage des GLP als Anlage 2 angefügt ist.
Anlagen zum Umweltbericht
Liste der vertiefenden Untersuchungen, die im Rahmen einer künftigen Fortschreibung des Landschaftsplanes und der Strategischen Umweltprüfung vorzunehmen sind
1. Vertiefende Ermittlung/Erhebung von Lärmdaten an ausgewählten besonders belasteten Standorten und im Umkreis der geplanten Bauprojekte; unverlärmte Freiräume 2. Vertiefende Ermittlung/Erhebung von Daten zur Luftqualität an ausgewählten besonders belasteten Standorten und im Umkreis der geplanten Bauprojekte; Aktualisierung der Flechtenkartierung (1992) 3. Vertiefende Ermittlung/Erhebung von Daten zum Klimawandel/Klimaschutz 4. Erhebung von Daten zur Grundwasserneubildungsrate von Böden insb. im Umkreis geplanter Siedlungsgebiete 5. Vorhandene Angaben zu ergänzende Beschreibung zum Retentionsvermögen der Gewässer und ihrer Auengebiete und der Überschwemmungsgebiete 6. Erhebung von Daten zu Grundwasserflurabständen insb. im Umkreis geplanter Siedlungsgebiete 7. Erhebung von Daten zum Retentionsvermögen der Gewässer und ihrer Auengebiete, Überschwemmungsgebiete 8. Aktualisierung der Daten zur Strukturgüte der Oberflächengewässer (bisherige Daten von 1990/91) 9. Vertiefende Ermittlung/Erhebung von Daten zu Metapopulationen von Tier- und Pflanzenarten insb. im Umkreis geplanter Siedlungsgebiete 10. Vertiefende Ermittlung von Daten zur biologischen Vielfalt 11. Vertiefende Ermittlung/Erhebung gebietsbezogener Daten zur Wohnqualität der Siedlungsgebiete (vorhanden und geplant) in Bezug auf Versorgung mit Grünzügen, Naherholungsgebieten und landschaftsbezogenen Freizeiteinrichtungen, in Bezug auf die Nähe zu Gewerbegebieten, großen Straßen sowie auf die unter 1 und 2 genannten Lärm- und Luftkriterien sowie im Bezug auf die Sozialstruktur der Gebiete (Bedürfnisse von Familien, Frauen, jungen und alten Menschen und von Menschen mit Behinderungen) mit Schwerpunktuntersuchung im Bereich geplanten neuer Siedlungsgebiete 12. Aktualisierung der Daten zu Kulturhistorischen Landschaften und Landschaftsbestandteilen 13. Vertiefende Ermittlung/Erhebung von landschaftsbezogenen denkmalgeschützten Gebäuden 14. Vertiefende Ermittlung/Erhebung von landschaftsbezogenen archäologischen Sachgütern
15. Vertiefende Ermittlung/Erhebung von sonstigen landschaftsbezogenen Sachgütern wie Einzelgehöfte, landschaftsprägende Bäume oder Erholungseinrichtungen 16. Flächenwerte der für Bauvorhaben in Anspruch zu nehmende Flächen (Ertragsfähigkeit der Böden, Wert für die Allgemeinheit, Wert für die Land- und Forstwirtschaft) 17. Ermittlung von Daten zum demografischen Wandel und den Auswirkungen auf die Landschaftsplanung, z.B. Entwicklung von Maßnahmen zur Reurbanisierung der Städte
Lübeck, den 21.2.2007
Dr. Ursula Kühn
Beschreibung der voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen der geplanten Maßnahmen des Landschaftsplanes auf die Schutzgüter einschl. möglicher Wechselwirkungen
Bd. III GLP
Ziel/ Maßnahme/
Negative erhebliche Umweltauswirkungen
auf die Schutzgüter 1 gem. § 2 UVPG
Bewer tung 2
GLP-Ziele für den Boden
1 Obj. Nr. 55 und 57: Schutz der Düne vor angrenzender Bebauung (Wochenendhäuser) keine Umsetzung des gesetzl. Schutzes Mensch: Erhalt des Erholungsgebietes Ostseestrand Pfl./T/BV: die Artenvielfalt und die Vielfalt der Lebensräume werden erhöht bzw. bleiben erhalten Boden: Wertvoller Dünenboden bleibt erhalten Boden: Renaturierung Pfl./T/BV: Verringerung der Barrierewirkungen Verbesserung des Biotopverbundes Boden: Verringerung der Überbauung der freien Landschafts ++
Entsiegelung von geeigneten öffentlichen Flächen mit anschließender Begrünung der Fläche z.B. des Wesloer Weges und die Straße Höhlfeld Nachverdichtung von bestehender Bebauung zur Reduzierung des Flächenverbrauchs Gefährdungsabschätzungen bei 20 % der insgesamt bekannten Flächen, für die Hinweise auf einen Altlastenverdacht vorliegen; Sanierung der hierbei ermittelten Altlasten Sanierung Vorrangige Verpachtung der städtischen landwirtschaftlich genutzten Flächen für den ökologischen Landbau oder für eine bodenverträgliche extensive Nutzung zu mind. 50% der jährlichen Verpachtungen sofern Interessenten vorhanden sind. Förderung/Unterstützung von Privatinitiativen zur Umstellung auf ökologischen Landbau
Verkleinerung des öffentlichen Straßennetzes
ggf. Beseitigung von Biotopen bei der Sanierung
Boden: Verbesserung der ++ Bodenbelastung Mensch: Verringerung von Gesundheitsgefahren Boden: Verbesserung der Bodenbelastung Mensch: Bereitstellung gesünderer Nahrungsmittel Pfl./T./BV: Erhöhung der Strukturvielfalt und der Tierhabitate Wasser: Geringere Grundwasserbelastung ++
Benachteiligung der konventionell wirtschaftenden Landwirte
GLP-Ziele für das Wasser
5 • Entlastung der Grundwasserförderung im Untertraveraum durch möglichst weitgehende Verlagerung der Grundwasserentnahme in neu zu erschließende und bisher ungenutzte Bereiche Förderung von Wassersparmaßnahmen in Lübecker Haushalten u. - Betrieben keine Mensch, Wasser: Vermeidung bzw. Reduzierung von Salzwassereinströmungen aus der Ostsee, der Untertrave und Schichten des Alttertiärs in die für die Trinkwasserversorgung genutzten Grundwasserleiter ++
Schutzgüter: Menschen einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, Kulturgüter und sonstige Sachgüter Bewertungsstufen: sehr positiv (++) - positiv (+) - wenig erheblich (0) - negativ (-) - sehr negativ (--)
Bd. III GLP 6 Alle Klärwerke Lübecks sind mit Nährstoffeliminations- und Filtrationsverfahren ausgerüstet Anschluss des Klärwerkes Ochsenkopf an das Zentralklärwerk noch 2007 Anschluss der Grundstücke an das öffentliche Kanalnetz und Nachrüsten der verbleibenden 150 Grundstückskläranlagen. Umbau der Mischwasserkanalisation in Trennkanalisation Einführung der Niederschlagswassergebühr bis 2010 Bau von 10 Regenwasserbehandlungsanlagen
auf die Schutzgüter 1 gem. § 2 UVPG keine
Wasser: Verringerung der Beeinträchtigung des Vorfluters „Untertrave“
Keine andauernde Absenkung des keine Grundwasserstandes bei Neubauten/neuen Baugebieten Neubauten nur dort zulassen, bzw. neue Bebauungsplangebiete nur dort ausweisen, wo keine Dauerdränagen (auch zur Ermöglichung der Versickerung von Regenwasser) erforderlich sind. Rechtliche Einstufung der Rönnau und keine Moorbek als Fließgewässer Planfeststellungsverfahren zur Rücknahme der Gewässeraufhebungsverfahren bei Rönnau und Moorbek durchführen. Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie keine der EU, soweit die Gemeinde Handlungshoheit besitzt • Bestandsaufnahme und Bewertung aller Gewässer und ihrer Einzugsgebiete bis 2004 • Aufstellung von Überwachungsprogrammen bis 2006 • Verabschiedung von Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen bis 2009 • Naturnaher- bzw. naturähnlicher Zustand aller Gewässer und ihrer Einzugsgebiete bis 2015
Mensch, Wasser:Schutz des Grundwassers und der Kleingewässer vor Einträgen von Schmutzwasser aus Grundstückskläranlagen Mensch, Wasser: Vollständige Ableitung des Schmutzwassers auch bei Starkregen zu den Kläranlagen Wasser/ Pfl./T./BV: Verbleib des nicht verschmutzten Niederschlagswassers im natürlichen Kreislauf Wasser: Normal verschmutztes Niederschlagswasser wird vor der Einleitung in Gewässer behandelt. Wasser/ Pfl./T./BV: Erhalt des natürlichen Grundwasserstandes und der angepassten Lebensgemeinschaften
Wasser: Höherer rechtlicher Schutz des Gewässers
Wasser/ Pfl./T/BV: die Artenvielfalt und die Vielfalt der Lebensräume werden erhöht bzw. bleiben erhalten
GLP-Ziele für Klima, Luft und Lärm
Ausweitung der Fern- und Nahwärmeversorgung, z.B. durch die Errichtung weiterer Block-HeizKraftwerke (BHKW) zur Wärmeversorgung von Wohn- und Gewerbegebieten Flächenverbrauch. ggf. Beeinträchtigung von Biotope Klima: Verringerung des CO2 Ausstoßes ++ durch kombinierte Strom-WärmeNutzung
Bd. III GLP Förderung objektbezogener Anlagen zur Nutzung regenerativer Energiequellen durch eine solarorientierte Bauleitplanung und die Förderung der Erdwärmenutzung gebäudebezogene Maßnahmen zur Energieeinsparung, insbesondere der Wärmeenergie, z.B. durch die Förderung von Passivhäusern Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf umweltfreundliche Verkehrsmittel (ÖPNV, Fahrrad und Füße). Prüfung und Umsetzung weiterer emissionsreduzierender Verkehrsmaßnahmen, z. B. Geschwindigkeitsbeschränkungen im Bereich von Wohngebieten und auf Hauptverkehrsstraßen. Verminderung der Schadstoffemissionen bei Seeschiffen in Lübecker Häfen (u.a. Agenda 21 – Projekt)
Klima: Verringerung des CO2 Ausstoßes ++ durch Nutzung regenerativer Energie
Klima: Verringerung des CO2 Ausstoßes ++ durch Minimierung des Energiebedarfs
Klima: Reduzierung von umweltbelastenden und klimaschädlichen Gasen Mensch, Klima: Schutz der Menschen: vor Gesundheitsbeeinträchtigungen und Reduzierung von umweltbelastenden und klimaschädlichen Gasen
Förderung schadstoffarmer und CO2keine armer Heizungsanlagen und Industrieanlagen Durchführung einer keine Lärmminderungsplanung (Durchführung und Zeitpunkt abhängig von der Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie der EU) Schaffung von „lärmberuhigten keine Ruhezonen“ insbesondere durch den Schutz der Grünflächen und Erholungsgebiete
Mensch, Klima: Reduzierung von umweltbelastenden und klimaschädlichen Gasen und Erhaltung der Luftqualität von Travemünde Klima: Reduzierung von umweltbelastenden und klimaschädlichen Gasen Mensch: Schutz des Menschen vor lärmbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen
Mensch: Schutz des Menschen vor lärmbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen
GLP-Ziele für Tiere, Pflanzen und Lebensräume
14 Entwicklung von bis zu 169 ha zusätzlichem naturnahen Wald durch Neuwaldbildung, vorzugsweise durch Vergrößerung bestehender Wälder und insbesondere in folgenden Gebieten: • Strecknitz/Wulfseck • Glindbruch • Scheidebusch • Ausgleichsflächen an der geplanten A 20 • Wälder zwischen Blankensee und Beidendorf • Randflächen beiderseits der B 207 n • Brodtener Ufer verbunden mit offenen Biotopen • zwischen Padelügger Wald und A 1 • Wald zwischen Lehmbek und Bahnlinie • am Elbe-Lübeck-Kanal bei Krummesse • zwischen Waldhusen und Pöppendorfer Moor (mit Ausnahme der Oser-Flächen) Flächenverbrauch von landwirtschaftl. genutzten Flächen Pfl/T/BV, Sachgüter: 3.545 ha Wald (+ 5 % des derzeitigen Bestands), vorzugsweise in jeweils mindestens 100 ha großen, zusammenhängende Beständen, als Lebensraum für Schwarzspecht und andere Waldbewohner sowie tlw. als Lärmschutz Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung ++
Bd. III GLP • Waldzug zwischen Waldhusen und Teutendorf • Ostrand von Dummersdorf vom Neuenteilsredder bis Resebergweg • Quadebek (schmales Band) zwischen Kannenbruch und Moorgarten • Hangbereiche Nähe Deponie Niemark außerhalb der Niederungsbereiche • Waldentwicklung insbesondere auch auf erosionsgefährdeten Hängen Einleitung bzw. Fortsetzung der Überführung von bis zu 758 ha der bestehenden 927 ha Nadelforsten in naturnahen Laubwald, insbesondere in folgenden Gebieten: • Dummersdorfer Ufer/Feld (bereits eingeleitet) • Lauerholz-Wesloer Tannen (bereits eingeleitet) • Falkenhusen (bereits eingeleitet) • Kannenbruch-Bliesdorfer Forst • Bartelsholz (Moorgarten) • Wälder zwischen Blankensee und Beidendorf • Wüstenei • Siemser Tannen (bereits eingeleitet) • Rugenbarg Überführung von Pappelforsten in naturnahen Laubwald, insbesondere im Bereich • Priwall (bereits eingeleitet) • östlich des Pommernringes im Dummersdorfer Feld • Sack, NSG Dummersdorfer Ufer Ausweisung von zusätzlich bis zu 137 ha ungenutzten Referenzflächen (= 12 % der in nichtstädtischen Eigentum befindlichen Waldflächen) (Anm.: Von den im Eigentum der Stadt befindlichen 2225 ha Waldflächen sind bereits 12 % als Referenzflächen ausgewiesen) 17 Entwicklung von zusätzlich bis zu 25 km Flächenverbrauch von landwirtschaftl. Knicks genutzten Flächen (geringfügig)
Pfl/T/BV, Sachgüter Naturnaher Lauboder Mischwald auf 95 % (= 3.207 ha) der Waldflächen, als Lebensraum für die heimische Waldflora und –fauna Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
Pfl/T/BV, Sachgüter 406 ha ungenutzte Referenzflächen im Wald (= 12 % des derzeitigen Waldbestands) zur Ermöglichung von anthropogen unbeeinflussten natürlichen Entwicklungen und Kreisläufen Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung Pfl/T/BV : 500 km Knicks (+ 5,3 % des derzeitigen Bestands; durchschnittliche Dichte von 80 m Knicklänge pro ha landwirtschaftlich genutzte Fläche Lübecks) als Lebensraum für den Neuntöter und andere Knickbewohner Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung Pfl/T/BV: 44,6 km naturnahe Fließgewässerstrecke, darunter 14 auf jeweils mindestens 25 % ihres Verlaufs naturnahe Fließgewässer als
Renaturierung von insgesamt bis zu 8,0 keine km ausgebauter Fließgewässerstrecke einschließlich Randzonen, insbesondere folgender Fließgewässer:
Bd. III GLP •
Niemarker Landgraben (auf mind. 2,2 km Länge) • Grienau (auf mind. 1,5 km Länge) • Schwartau (auf 0,6 km = kanalisierter Abschnitt zwischen Autobahn und Bahnlinie) • Kücknitzer Mühlenbach (auf mind. 4 km Länge) • Rönnau und Moorbek (einschl. rechtliche Umwidmung als Fließgewässer) (Rönnau: auf 0,5 km Länge; Moorbek: auf mind. 0,4 km Länge) • Teutendorf-Brodtener Bach (auf mind. 0,9 km Länge) • Ovendorfer Graben (auf mind. 0,2 km Länge) • Speckmoorgraben (auf mind. 0,3 km Länge) keine Ausweisung von bis zu 77 km jeweils 10 m breiten Gewässerschutzstreifen entlang von Fließgewässern innerhalb von landwirtschaftlich genutzten Flächen
Lebensraum für Fischotter, Eisvogel und andere Fließgewässerbewohner Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
Naturnahe Unterhaltung von zusätzlich bis zu ca. 39 km Fließgewässer
Pfl/T/BV, Wasser: Schutz von 50 % der durch landwirtschaftlich genutzte Flächen verlaufenden Fließgewässerabschnitten durch Gewässerschutzstreifen Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung Pfl./T/BV: Die Artenvielfalt und die Vielfalt der Fließgewässerlebensräume werden erhöht bzw. bleiben erhalten Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung Pfl/T/BV: Rastgebiet für durchziehende und überwinternde Wasservögel und als Nahrungsgebiet für den Seeadler Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung Pfl/T/BV: Lebensräume für Weißstorch, Wachtelkönig, Kiebitz und andere Feuchtgrünlandbewohner Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
Schaffung eines bis zu 40 ha großen Überschwemmungsraumes im LSG Schwartauwiesen
Geringere Nutzungs für landwirtschaftliche Flächen
Neuschaffung von zusätzlich insgesamt bis zu 82 ha offene Feuchtbiotope oder extensiv genutzte Feucht- und Nassgrünlandflächen durch Wiedervernässung und Extensivierung von Niederungsflächen, insbesondere in folgenden Schwerpunkträumen: • Niemarker Landgrabenniederung – Krummesser Moorwiesen Beidendorfer Niederung • Niederungen von Trave, ELK (Stecknitz) und Grienau • Schwartauniederung (s. auch Maßnahme Nr. 23) • Priwall • Kücknitzer Mühlenbachniederung • Fackenburger Landgrabenniederung • Speckmoor/Schwarzmühlenniederung • Eckhorster Laufniederung (westlich von Eckhorst)
Flächenverbrauch von landwirtschaftl. genutzten Flächen
Bd. III GLP Kuhbrooksmoor (geom. bedeutsames Objekt) Schaffung von zusätzlich bis zu 72 Kleingewässern mit jeweils 10 m breiten Schutzzonen, vorzugsweise in den Schwerpunkt- und Entwicklungsräumen für Amphibien: • Groß Steinrade - Wüstenei Eckhorst - Mori • Ringstedtenhof – Vorrade • Grönauer Heide – Blankensee • gewässerbeeinflusste Bereiche im Nahbereich der Wakenitz • Lauerholz (Wesloer Wiesen Wesloer Moor - Deepenmoor - Alt Lauerhof) • Priwall • Brodten - Hermannshöhe – Golfplatz Travemünde • Dummersdorfer Feld • Teilbereiche des LSG ”Travemünder Winkel” • Kannenbruch - Stadtgut Krummesse - Brömbsenmühle Entwicklung von zusätzlich bis zu 73 ha offenen oder halboffenen Trockenbiotopflächen auf geeigneten, nährstoffarmen Standorten, insbesondere zur Erweiterung oder besseren Vernetzung der Schwerpunkträume • Wulfsdorfer/Grönauer Heide • Teufelsmoor/Wakenitz • Dummersdorfer Ufer/-Feld Ausweisung von zusätzlich bis zu 71 ha Sukzessionsflächen außerhalb von Wäldern •
Flächenverbrauch von landwirtschaftl. genutzten Flächen (geringfügig)
Pfl/T/BV: Lebensräume für Amphibien und andere Stillgewässerbewohner Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
Pfl/T/BV: Lebensräume für gefährdete Pflanzen und Tiere, die auf trockenwarme und nährstoffarme Standorte angewiesen sind, z.B. für Heidenelken, Zauneidechsen und Wildbienen Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung Pfl/T/BV: Ermöglichung von anthropogen unbeeinflussten natürlichen Entwicklungen und Kreisläufen Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
Bildung von bis zu 4 jeweils zusammenhängenden Prozessschutzgebietes • • • • Kannenbruch (50 ha) Schellbruch (100 ha) Deepenmoor (15 ha) Ausgleichsflächen im Dummersdorfer Feld (50 ha) Entwicklung von bis zu 65 ha halboffener Weidelandschaft, z.B. in folgenden Räumen: • Flächen nördlich des Flughafens Blankensee • (gleichzeitig Trockenbiotop, siehe Maßnahme Nr. 26) • Krummesser Moor • Wüstenei
++ Pfl/T/BV: Entfaltung ungeplanter, durch natürliche Naturkräfte geprägte Entwicklungen, die zu einem Höchstmaß an Naturnähe führen. Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
Pfl/T/BV: Ausbildung unterschiedlichster, ++ eng verzahnter Biotoptypen von stark beweideten, offenen Flächen bis hin zu lichten Waldwiesen, von Magerrasen bis hin zu dicht bewachsenen, nährstoffreichen Gebieten. Mensch: Verbesserung der Erholungsund Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
Bd. III GLP 28 Rückbau bzw. Aufhebung folgender Verkehrswege: • Wesloer Weg: 2,5 km • Vorrader Straße: 2,5 km • Pöppendorfer Allee (im Waldhusener Forst) • Sereetzer Weg (im Waldhusener Forst) • Siemser Moorweg (im Waldhusener Forst) • Rödsal (nördlich Travemünde) • Höhlfeld (westl. Teilbereich , östlich Beidendorf)
auf die Schutzgüter 1 gem. § 2 UVPG geringfügig erhöhte Verkehrsbelastung auf anderen Wegen
Pfl/T/BV: Möglichst unzerschnittene Schwerpunkträume für Amphibien
GLP-Ziele für Landschafts- und Ortsbild
29 Wiederherstellung von Alleen und sonstigen Baumreihen, Pflanzung von zusätzlich 6 Bäumen pro Straßenkilometer oder Neuanlage von Alleen insbesondere: Schwartauer Allee Possehlstraße, Lachswehrallee Kronsforder Allee/Kronsforder Landstr./Krummesser Landstraße Fackenburger Allee Kanalstraße Ratzeburger Allee Wesloer Landstraße Travemünder Allee Karkbrede Brandenbaumer Landstraße Oberbüssauer Weg Moislinger Allee, Hamburger Straße Arnimstraße Ivendorfer Landstraße Pflanzung von Einzelbäumen oder Baumgruppen in der Agrarflur, insbesondere im Lübecker Nordosten (Kücknitz bis Brodten) Mensch: Reduktion der Abstellmöglichkeiten für KFZ / Erhöhung der Unfallgefahr Pfl/T/BV, Mensch: 30 Straßenbäume pro ++ km Straßenlänge in Lübeck P/T/BV: Verbesserung bzw. Herstellung linearer Biotopverbundachsen zwischen Siedlungs- und Außenbereich Mensch: Erhöhung der persönl. Identifikation mit der Stadt durch wiederhergestellte Alleen Kultur: Wiederherstellung kulturhistorisch bedeutsamer Landschaftselemente Lschaft: Schaffung wesentlicher landschaftlicher Strukturelemente Klima: Verbesserung des Kleinklimas durch Abkühlung infolge erhöhter Verdunstung Klima: CO2-Reduktion durch Photosynthese Luft: Verbesserung der Luftqualität durch Staubfilterung und O2Anreicherung ++ Lschaft: Schaffung landschaftlicher Strukturen innerhalb (ausgeräumter) Agrarflur P/T/BV: Herstellung von Biotopen als Einzellebensräume oder im Zuge eines räumlichen Verbundes Mensch: Schaffung von Orientierungspunkten und -linien in der freien Landschaft Klima: CO2-Reduktion durch Photosynthese
Mensch: Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzfläche
GLP-Ziele für die Freiraumbezogene Erholung Grünflächen, Grünzüge und Naturerlebnisräume
31 Anlage neuer, öffentlicher Parkanlagen keine im Nahbereich verdichteter Stadtbezirke, die ein flächenhaftes Defizit an Parkanlagen aufweisen. Schwerpunkte: Holstentor-Nord, St. Lorenz Süd, Moisling, Marli-Brandenbaum, Buntekuh, Eichholz, Vorwerk, Dänischburg. ++ Mensch: Verbesserung der Wohn- und damit der Lebensqualität durch öffentliche Erholungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zur Wohnung P/T/BV: Herstellung von Biotopen im Siedlungsgebiet Klima : Verbesserung des Kleinklimas
Einrichtung, flächenhafte Arrondierung und qualitative Entwicklung isolierter Grünflächen in bzw. am Rande vornehmlich dichtbesiedelter Wohngebiete zu umfangreichen, räumlich zusammenhängenden und durchgängig nutzbaren Grünzügen für die Naherholung.
Mensch: Verringerung baulicher Entwicklungsmöglichk. Im besiedelten Bereich
Ausweisung von bis zu 2 weiteren Naturerlebnisräumen pro Jahr vor allem in der Nähe dicht besiedelter Bereiche. Geplant zunächst in den Bereichen Landgrabenniederung westlich der Fackenburger Allee, Dummersdorf, Priwall. Dabei Durchführung von Partizipationsverfahren mit Kindern und Jugendlichen sowie anderen AnwohnerInnen
Anlage einer Naturerlebnisfläche mit Wassernutzungsmöglichkeit und Liegewiese im Kiesabbaugebiet Neuenteilsredder nach erfolgtem Abbau
durch Abkühlung infolge erhöhter Verdunstung Klima: CO2-Reduktion durch Photosynthese Luft: Verbesserung der Luftqualität durch Staubfilterung und O2Anreicherung Mensch: Erhöhung der Attraktivität bisher isolierter Grünflächen und damit Verbesserung ihrer Frequentierung durch Erholungssuchende P/T/BV: Herstellung von Biotopverbundachsen im Siedlungsgebiet Klima : Verbesserung des Kleinklimas durch Abkühlung infolge erhöhter Verdunstung Klima: CO2-Reduktion durch Photosynthese Luft: Verbesserung der Luftqualität durch Staubfilterung und O2Anreicherung Lschaft: Schaffung städtebaulicher Strukturen (Auflockerung, Abgrenzung etc.) durch GZ innerhalb der Stadtlandschaft Mensch: 10 mind. 2 ha große Naturerlebnisräume in Wohnungsnähe Verbesserung der Naturerlebnis- und Erholungssituation im besiedelten Umfeld; Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Planungs- und Entscheidungsprozess, damit höheres Maß an Identifikation mit Wohnort P/T/BV: Herstellung von Biotopen im Siedlungsgebiet Lschaft: Entwicklung landschaftlicher Strukturen und landschaftsverträglicher Nutzungsformen
34 Entwicklung folgender Erweiterungsbereiche von vorhandenen Erholungsgebieten sowie zusätzlicher überwiegend landwirtschaftlich geprägter – Erholungsgebiete für die Bevölkerung: • Erholungsgebiet Dummersdorfer Feld / Dummersdorfer Ufer: Erweiterung um südliche und nördliche Teilbereiche des Dummersdorfer Feldes mit Schaffung einer Brückenverbindung über das Gleis der Hafenbahn Erholungsgebiet Brodtener Ufer: Erweiterung um Bereiche im Hinterland mit z. B. Luft/Klima: Erhöhung der Luftbelastung und des CO2-Ausstoßes durch vermehrte Nutzung von PKW`s um (attraktivere) Erholungsgebiete zu erreichen Mensch: Erweiterung und damit Verbesserung der Erholungsmöglichkeiten im Stadtgebiet L: Räumliche Konzentration der Erholungsnutzung in hierfür vorgesehene und entwickelte Gebiete Mensch: Flächenhafte Erweiterung der Erholungsmöglichkeiten im Raum Kücknitz Mensch: Schaffung einer durchgängigen Erholungswegeverbindung („Hanseatenweg“) im Abschnitt Kücknitz/Travemünde Mensch: Schaffung von Rundwegmöglichkeiten im „Brodtener Winkel“, damit räumliche Entzerrung der ++
Bd. III GLP Aussichtspunkten und Grillplatz
Erholungsnutzung vom Uferbereich in das Hinterland Mensch: Qualitative Verbesserung der touristischen und der Erholungssituation im Umfeld von Travemünde/Niendorf Mensch: Verbesserung des Erholungsgebietes durch funktionalräumliche Ergänzung attraktiver Landschaftsteile und –elemente (Pöpp. Moor, Kirchsteig. Ringwall
Erholungsgebiet Waldhusener Forst: Erweiterung in nördlicher Richtung bis Pöppendorf
GLP-Ziele für Schutzgebiete Es ist keine Neuausweisung eines Naturschutzgebietes geplant. Gebiete, die die fachlichen Voraussetzungen für ein Ausweisung als NSG erfüllen, die aber im Landschaftsplan nicht als geplante NSG dargestellt werden.
keine Neuausweisung von 2 Landschaftsschutzgebieten sowie Erweiterung von 2 bestehenden LSG von insgesamt 2.595 ha Größe, ohne Einschränkung der landwirtschaftl. Nutzungsmöglichkeit: • LSG Lübecker Nordwesten (681 ha) • LSG Lübecker Süden (1.870 ha) • Erweiterung des bestehenden LSG Dummersdorfer Feld (12 ha) • Erweiterung des bestehenden LSG Traveeinzugsgebiet zwischen Klein Wesenberg und Elbe-Lübeck-Kanal (30 ha) keine Neuausweisung von 5 Geschützten Landschaftsbestandteilen von insgesamt 72,4 ha Größe: • LB Obere Rothebekniederung (4,2 ha) • LB Borndieksquelle (24,5 ha) • LB Friedhof Genin (1,6 ha) • LB Kalvarienberg (7,0 ha) • LB Spülfläche ”Stau” (35,1 ha)
Pfl./T/BV: Erhaltung, Wiederherstellung oder Entwicklung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes Mensch: Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der Vielfalt. Eigenart und Schönheit oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft; Verbesserung der Erholungs- und Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
Pfl./T/BV: Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes; Erhaltung der Bedeutung als Lebensstätten wildlebender Tier- und Pflanzenarten; Mensch: Erhaltung des Orts- oder Landschaftsbildes; Verbesserung der Erholungs- und Naturerlebnismöglichkeiten für die Bevölkerung
GLP-Darstellungen von besonders geschützten Teilen von Natur und Landschaft
Biotopverbundflächen keine Biotopverbundflächen in größerem Umfang kommen in Lübeck vor: • Wüstenei • Kannenbruch (Wald) • Bartelsholz/Moorgarten (Wald) • Lauerholz (Wald) • Waldhusen (Wald) • Scheidebusch, Glindbruch, Vierruten (Wälder) keine Auswirkungen, nur Darstellung des vorh. Zustandes
Bd. III GLP Eignungsflächen für den Biotopverbund liegen im wesentlichen in folgenden Räumen: • Feuchtgebiete im Süden des Stadtgebietes: BlankenseeNiederung, Beidendorfer Niederung, Krummesser Moor, Niederung des Niemarker Landgrabens, Ringstedtenhof mit Verbundachse zum Landgraben sowie die Rothebeck-Niederung (ca. 476 ha) Fließgewässer mit angrenzenden Niederungsflächen im Westen des Stadtgebietes: Fackenburger Landgraben, Oberlauf der Trave mit Nebentälern, Stecknitztal (ElbeLübeck-Kanal) mit Nebentälern, Grienau und Quadebek (ca. 456 ha) Nördlich an das Pöppendorfer Moor anschließender ”Achsenraum Pöppendorf – Brodten” (ca. 240 ha) Untertrave zwischen Schlutuper Wiek und Teerhofsinsel (ca. 288 ha) Speckmoorniederung mit Dovensee, Müllermoor sowie Schwarzmühlenniederung in Schlutup (ca. 54 ha)
PFL/T/BV: Bessere Entwicklungsmöglichkeit für die Flächen Boden: Schutz besonders empfindlicher und wertvoller Böden Klima: Erhalt des natürlichen Lokalklimas in Niederungsbereichen Wasser: Erhalt naturnaher Fließgewässer Mensch: Erhalt/Entwicklung strukturreicher Naherholungsgebiete
GLP-Konzept Grünzüge
Im Plan 18.3 werden die innerstädtischen Grünzüge und Grünverbindungen dargestellt. Die schraffierten Flächen fassen einerseits vorhandene Grünflächen wie Parks, Kleingärten, Friedhöfe sowie Wanderund Radwege zusammen und weisen andererseits Räume im besiedelten Bereich aus, die für die Naherholung noch weiter entwickelt werden können. Mensch: Verringerung baulicher Entwicklungsmöglichk. Im besiedelten Bereich Mensch: Erhöhung der Attraktivität bisher isolierter Grünflächen und damit Verbesserung ihrer Frequentierung P/T/BV: Herstellung von Biotopverbundachsen im Siedlungsgebiet Klima : Verbesserung des Kleinklimas durch Abkühlung infolge erhöhter Verdunstung Klima: CO2-Reduktion durch Photosynthese Luft: Verbesserung der Luftqualität durch Staubfilterung und O2Anreicherung Lschaft: Schaffung städtebaulicher Strukturen (Auflockerung, Abgrenzung etc.) durch GZ innerhalb der Stadtlandschaft ++
GLP-Ziele für die Agrarlandschaft
Gem. § 5 (4) BNatSchG und § 5 Abs. 3 LNatschG hat die Landwirtschaft die Grundsätze der guten fachlichen Praxis zu beachten. Landwirtschaftsflächen in Naturschutzgebieten, Biotopverbundgebieten und auf Mensch: Verringerung originärer landwirtschaftlicher Nutzungen Mensch: Zusätzliche ++ Einkommensmöglichkeiten für Landwirte P/T/BV: Erhalt hochwertiger Biotope und Verbesserung ihrer jeweiligen Qualität sowie entspr. Inanspruchnahme durch wildlebende Arten aufgrund dauerhafter Pflegeleistungen
Bd. III GLP Eignungsflächen für den Biotopverbund sowie auf zu pflegenden Ausgleichsflächen und auf Flächen, die bereits nach § 25 LNatschG geschützt sind bieten den ansässigen Landwirten die Möglichkeit, landschaftliche Pflegearbeiten ( z.B. Mahd oder extensive Beweidung) als Dienstleistungsaufgabe zu übernehmen. Die Stadtgüter Falkenhusen und, Krummesse werden ökologisch bewirtschaftet. Bis zu 10 % der Stadtgutflächen werden als naturnahe Biotope entwickelt. Für die Stadtgüter Krummesse und Falkenhusen sind die für Ausgleichszwecke entwickelten Biotope bereits in Plan 18.1 eingetragen. Für das Stadtgut Niendorf sind die Flächen noch nicht bestimmt, daher wurde die gesamte Stadtgutfläche planerisch als Biotopverbundfläche dargestellt. Dies steht der landwirtschaftlichen Nutzung der übrigen Flächen jedoch nicht entgegen. Mensch: Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsfläche P/T/BV: Erhalt bzw. Schaffung hochwertiger Biotope Lschaft: Entwicklung landschaftlicher Strukturelemente auf (ausgeräumten) Gutsflächen
Mensch: Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsfläche
P/T/BV: Verbesserung des regionalen Biotopverbundes P/T/BV: Bereitstellung ökologischer Ausgleichsflächen für bauliche Eingriffe in Natur und Landschaft Lschaft: Entwicklung landschaftlicher Strukturelemente auf (ausgeräumten) Gutsflächen
Beschreibung der voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen der im Landschaftsplan dargestellten baulichen Entwicklung auf die Schutzgüter einschl. möglicher Wechselwirkungen und Alternativen/ Minimierung
Absehbare Vorhaben
Bebauungsplangebiet Seite Verlängerung Paul-Brümmer-Str./ 2 Strandbahnhof und neue Verkehrsführung Bertlingstr./Eselswiese (32.02.00) Baugebiet Solmitzstr. /Festwiese (29.02.02) Baugebiet Kastorpplatz (02.36.00) Baugebiet Schleusenstraße/ ehem. Ziegelei – Rose (15.05.00) Gewerbegebiet Airport Businesspark, 1. Bauabschnitt (10.03.00) Gewerbegebiet Fischereihafen/ Baggersand (32.07.00) Gewerbl. Ferienhausanlage Priwall TB III (33.04.00) 3
Prüfgebiete für Bebauung
Baugebiete Wulfsdorf (ca. 4 ha) Baugebiet Dummersdorf Hirtenbergweg 17 18
Baugebiet Schleusenstraße Nord und Süd 19 Entwicklungsbereich Blankenseer Straße 20 21
4 5 Entwicklungsbereich Kronsforder Landstraße Entwicklungsbereich Leuchtenfeld Travemünde Entwicklungsbereich ehem. Metallhüttengelände (Ostteil) Gewerbegebiet Airport Businesspark, 2. Bauabschnitt/ Standort für Segelfliegerverlagerung Yachthafen Mövenstein 9 Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals
(Ausbau auf Binnenwasserstraßenklasse V (Tiefgang 2,80 m, Breite: 11,40, Länge 110 m) mit Steigerung des Binnenschiffstransportes)
Planfeststellungsverfahren: Elektrifizierung der Strecke HL – Travemünde, TB IV (Roter HahnTravemünde und Hafenbahn Skandikai inklus. Gleiszuführung Flughafenausbau - Neues Verfahren Hafenbau Teerhofsinsel (in Vorbereitung)
2-gleisiger Ausbau der Eisenbahnlinie Lübeck-Travemünde Sportanlagen Bei der Lohmühle Campingplatzerweiterung Ivendorf
Baugebiet Kronsforde (ca. 0,5 ha) Baugebiete Beidendorf (ca. 4,5 ha) Baugebiet Ivendorf Baugebiet Niendorfer Hauptstr,
Prüfgebiet Waterfront Priwall
Prüfgebiet Deponie Niemark Windkraftanlagen in Herrenwyk und im Raum Ivendorf/Ovendorf Prüfgebiet Bodenauftrag Dummersdorfer Feld
Anlage 3 Absehbare Vorhaben
Vorhaben/ Bauliche Entwicklung Schutzgut
Mensch Bebauungsplangebiet Verlängerung Paul-Brümmer-Str./ Strandbahnhof (32.02.00) und neue Verkehrsführung Bertlingstr./Eselswiese Bewer -tung -
Voraussichtliche erhebliche Auswirkungen
Verlust an Wohnqualität durch erhöhte Lärm- und Schadstoffbelastungen Beeinträchtigung des Erholungsgebietes „Kalvarienberg“ und Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität im inneren Kurgebiet Verlust von Grünanlagen (Eselswiese) mit sehr altem Baumbestand und Beeinträchtigung des Brüggmannsgartens durch Unterbauung durch eine Tiefgarage
Auswirkungen der Nullvariante
Kein Verlust an Wohnqualität durch erhöhte Lärm- und Schadstoffbelastungen Keine Beeinträchtigung des Erholungsgebietes „Kalvarienberg“ und keine Verbesserung der Wohnund Aufenthaltsqualität im inneren Kurgebiet kein Verlust von Grünanlagen (Eselswiese) mit sehr altem Baumbestand und keine Beeinträchtigung des Brüggmannsgartens durch Unterbauung durch eine Tiefgarage Erhalt des Baumbstandes Keine Beeinträchtigung des Moorbodens Keine Beeinträchtigung eines Kleingewässers Keine Beeinträchtigung des Lokalklimas Keine Beeinträchtigung des Kalvarienbergs keine Beeinträchtigungen
Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Boden Wasser Luft, Klima Landschaft Kulturgüter und sonstige Sachgüter
Beseitigung von Baumbestand Beeinträchtigung von Moorboden U.U. Beeinträchtigung eines Kleingewässers Beeinträchtigung des Lokalklimas durch zunehmenden KFZ-Verkehr Beeinträchtigung des Kalvarienbergs ggf. Beeinträchtigung von eingetragenen Kultudenkmälern (Strandbahnhof, Casino) Verbesserung der Erreichbarkeit und der wirtschaftlichen Auslastung der hochwertigen Hotels im Umkreis der Maßnahmen Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen tlw. Wechselwirkungen
Gefährdung der Wirtschaftlichkeit der Hotels
Alternativen/ Minimierung
Es wurden keine Alternativen erarbeitet
Begründung, warum keine Alternative möglich ist
Die wesentlichen Ziele der geplanten Entwicklung lassen sich mit anderen Denkbar wäre es, das Ziel „Verkehrsberuhigung des inneren Lösungsmöglichkeiten nicht erreichen. Kurgebietes“ dadurch zu erreichen, den Durchgangsverkehr im Ort Travemünde zu verringern und im inneren Kurgebiet weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen vorzuschreiben.
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Bebauungsplangebiet Baugebiet Solmitzstr. /Festwiese (B-Plan 29.02.02) Daten u.a. aus dem Umweltbericht zum B-Plan vom 5.11.06 Bewer -tung -
Beseitigung von Spiel- und Erholungsfläche Beseitigung von Ruderal- und Gehölzflächen Beeinträchtigung von besonders geschützten Arten (Vögel) Flächenversiegelungen
Erhalt von Spiel- und Erholungsfläche Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen, Wertzunahme der vorhandenen Biotope natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden Erhalt der GW-Neubildungsrate
Wasser Luft, Klima Landschaft Kulturgüter und sonstige Sachgüter Wechselwirkungen
Verringerung der Grundwasserneubildungsrate unerheblich unerheblich keine bekannten Auswirkungen
Die wesentlichen Ziele der geplanten Entwicklung lassen sich mit anderen Lösungsmöglichkeiten nicht erreichen.
Minimierungsmaßnahmen (u.a.): Aufrechterhaltung der fußläufigen Wegebeziehung Pflanzung von Gehölzen Anlage von Ausgleichsbiotopen
Absehbare Vorhaben Vorhaben/ Bauliche Entwicklung
Bebauungsplangebiet Baugebiet Kastorpplatz (B-Plan 02.36.00) Daten aus dem B-Plan-Verfahren
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Boden
Beseitigung einer Grünfläche Beseitigung von Baumbestand Sanierung/Sicherung von Altlasten
Bewer -tung +
Erhalt einer Grünfläche oder Errichtung eines zentralen Bauhofes Wertzunahme der vorhandenen Bäume statt der Bebauung würde voraussichtl. an dieser Stelle ein zentraler Bauhof des Bereichs Stadtgrün entstehen. keine Sanierung/Sicherung der Altlasten
unerheblich unerheblich unerheblich keine bekannten Auswirkungen U.U. Beeinträchtigung des Sportbootverkehrs auf der Kanaltrave unerheblich
Minimierungsmaßnahmen: Freihalten des 25 m Uferbereichs Ersatzpflanzungen Altlastensanierung/-sicherung Schutz des Grundwassers
Vorhaben/ Bauliche Entwicklung
Bebauungsplangebiet Baugebiet Schleusenstraße/ ehem. Ziegelei - Rose (B-Plan 15.05.00) Daten u.a. aus dem GOP vom 16.12.03 und der Stellungnahme der UNB 2004 (seitdem keine weiteren Aktivitäten) Bewer -tung -
Mensch • • Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • Boden
U.U. mangelnde Abschirmung gegenüber Lärm- oder sonstigen Emissionen U.U. keine fußläufig erreichbaren Erholungsflächen Verlust/Beeinträchtigung von Lebensräumen (Wiesen, junge Brachen) und Gehölzen U.U. Gefährdung geschützter Arten Flächige Versiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen Aktivierung von schadstoffbelastetem Boden Verringerung der Grundwasserneubildungsrate Verringerung der Gefahr der GWverschmutzung durch Austausch von belastetem Boden U.U. Beeinträchtigung v. Frischluftbahnen und Kaltluftentstehungsgebieten Verlust an Strukturvielfalt Zersiedelung Beeinträchtigung der ELKNiederung Verbesserung des L-Bildes durch Beseitigung einer Störzone (ehem. Ziegeleigelände) keine bekannten Auswirkungen
Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen, Wertzunahme der vorhandenen Biotope natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden kein Austausch des schadstoffbelasteten Bodens
Erhalt der GW-Neubildungsrate Gefahr der GW-verschmutzung durch vorhandenen belasteten Boden
Erhalt der vorhandenen Frischluftbahnen in der Niederung des ELK keine Zersiedelung der Landschaft
Kulturgüter und sonstige Sachgüter Wechselwirkungen
Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen tlw. Wechselwirkungen
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Boden • Bebauungsplangebiet Gewerbegebiet Airport Businesspark, 1. Bauabschnitt
unerheblich Verlust bzw. Beeinträchtigung von Lebensräumen und Gehölzen Flächenversiegelungen (tlw. Flächenrecycling) Verlust an empfindlichen Böden Verringerung der Grundwasserneubildungsrate Beeinträchtigung des Lokalklimas Erhöhung der Luftschadstoff- und Lärmemissionen Verlust an Strukturvielfalt unerheblich
Bewer -tung 0 -
Erhalt der Biotope, Wertzunahme der vorhandenen Biotope natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden Erhalt der GW-Neubildungsrate
Landschaft Kulturgüter und sonstige Sachgüter Wechselwirkungen
keine Beeinträchtigung des Lokalklimas keine Erhöhung der Luftschadstoff- und Lärmemissionen kein Verlust an Strukturvielfalt
Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Boden, Biotope, Landschaft bestehen tlw. Wechselwirkungen
Mensch Bebauungsplangebiet Gewerbegebiet Fischereihafen/Baggersand (B-Plan 32.07.00) Daten u.a. aus dem Umweltbericht zum B-Plan vom 1.9.05 Bewer -tung 0
Überschreitung des Grenzwertes der TA Lärm von 50 dB (A) bereits als Vorbelastung
Bei Nichtdurchführung der Planung würde die Wohnbebauung am Teutendorfer Weg nicht durch Bootslagerhallen vor der Lärmbelastung durch die Bootswerften abgeschirmt. Zunahme des Wertes der vorhandenen Biotope, Wertzunahme der vorhandenen Biotope
Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt
-Verlust/Beeinträchtigung von § 25Biotopen Beeinträchtigung von Lebensräumen geschützter Arten (z.B. Fledermäuse) Beseitigung von Gehölzbeständen Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen Verringerung der Grundwasserneubildungsrate Beeinträchtigung des Lokalklimas Erhöhung der Luftschadstoff- und Lärmemissionen -
natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden
Erhalt der GW-Neubildungsrate
Verlust an Strukturvielfalt Technische Überprägung des Landschaftsbildes keine bekannten Auswirkungen
keine Beeinträchtigung des Lokalklimas keine Erhöhung der Luftschadstoff- und Lärmemissionen Der von Gehölzem und anderem Grün geprägte Ortsrand von Travemünde würde erhalten bleiben keine
Indirekte Beeinträchtigung angrenzender Biotope durch Austausch der Tierpopulationen
Die wesentlichen Ziele der geplanten Entwicklung lassen sich mit anderen Lösungsmöglichkeiten nicht erreichen, da die Planung eine Reaktion auf die bereits planfestgestellte Erweiterung des Skandinavienkais ist.
Mensch • • Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Gewerbl. Ferienhausanlage Priwall TB III (B-Plan 33.04.00)
Vermehrter Verkehr und verkehrsbedingte Immissionen Beseitigung von Flächen für die Naherholung (Jugendfreizeitstätte) Verlust/ Beeinträchtigung von von nach § 25 LNatSchG geschützten Lebensräumen Beunruhigung von Tieren während der Bau- und Betriebszeit Störungen der Vegetation durch Trittbelastung (Düne, Strand etc.) land- und wasserseitige Störwirkungen auf empfindl. Tierarten durch verstärkte menschliche Präsenz Flächenversiegelungen
Bewer -tung --
Die derzeitigen Freizeitangebote Jugendfreizeitstätte, Campingplatz, Minigolfplatz würden voraussichtl. weitergeführt. Fortbestand der vorhandenen und halboffenen Landschaftsstrukturen mit besonderen Lebensräumen. Wertzunahme der vorhandenen Biotope
Wasser Luft, Klima
unerheblich Beeinträchtigung der Luftqualität durch zunehmenden Fähr- und KFZ-Verkehr Landschaftsverbrauch Entfernung von Baum- und Waldbeständen Verlust von Freiflächen und weiten Durchblicken ggf. Beeinträchtigung von archäologischen Fundplätzen geplante Freiflächengestaltung hat Vorteile für die Biotopentwicklung
0 0 keine Beeinträchtigung der Luftqualität durch zunehmenden Fähr- und KFZ-Verkehr keine Entfernung von Baum- und Waldbeständen kein Verlust von Freiflächen und weiten Durchblicken
Im Rahmen der Planungsphase wurden von 2004 bis 2005 Bebauungsalternativen erarbeitet. Umweltverträglicher wäre eine Lösung mit einem Gesamtentwurf mit einer geringeren Bebauungsdichte gewesen. Dies ist jedoch durch die realisierung der ersten beiden TB nicht mehr möglich Minimierungsmaßnahmen: Erhalt der Altholzbestände Sicherung der Eulenbäume Neuschaffung von Biotopen Baumpflanzungen naturnahe Freiflächengestaltung
Die wesentlichen Ziele der geplanten Entwicklung (wirtschaftlicher Betrieb einer gewerblichen Ferienhausanlage) lassen sich mit anderen Lösungsmöglichkeiten nicht erreichen.
Planfeststellungsverfahren: Elektrifizierung der Strecke HL – Travemünde, TB IV (Roter HahnTravemünde und Hafenbahn Skandikai inklus. Gleiszuführung Bewer -tung 0 -
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt
baubedingte Lärmbelastungen • • Beeinträchtigung der Avifauna (Stromtod- und Verletzungsgefahr)
keine Lärmbelastungen Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen Wertzunahme der vorhandenen Biotope
Boden Wasser Luft, Klima
Beeinträchtigungen und Verlust von Gehölzen an der Strecke in einem Bereich von 10 Metern vom äußeren Gleis auf 4 m Höhe unerheblich unerheblich Ggf. geringere allg. Luftschadstoffbelastung durch Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene und durch geringere Emissionen durch Elektrobetrieb Veränderung des Landschaftsbildes durch Masten und Abholzung im Randgebiet der geplanten Oberleitungen U.U. indirekte Beeinträchtigungen der vorgeschichtlichen Hügelgräber im Bereich Pöppendorf U.U. Beeinträchtigungen der Kulturdenkmale Bahnhof Travemünde und Schuppen beim Hafenbahnhof Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen tlw. Wechselwirkungen
Ggf. höhere allg. Luftschadstoffbelastung durch Verlagerung des Verkehrs auf die Straße keine Veränderung des Landschaftsbildes durch Masten und Abholzung im Randgebiet der geplanten Oberleitungen keine Beeinträchtigungen
- bis 0
Minimierung: Durch technische Umplanung konnte auf den Bau einer Bahnstromleitung von Neumünster nach Lübeck verzichtet werden. Technische Maßnahmen gegen Stromschlag von Vögel sind eingeplant.
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • Planfeststellungsverfahren: Flughafenausbau - Neues Verfahren
wahrscheinlich hohe Lärmbelastungen, auch nachts Verlust an vielen gem. § 25 geschützten Lebensräumen U.U. Beeinträchtigung von Natura 2000 Flächen und Arten
Bewer -tung --! --!
weniger Lärmbelastungen keine Verlust von Lebensräumen keine Beeinträchtigung von Natura 2000 Flächen und Arten Wertzunahme der vorhandenen Biotope weniger Flächenversiegelungen kein Verlust an seltenen, sehr nährstoffarmen Böden keine Verringerung der Grundwasserneubildungsrate keine stärkere Belastung des Blankensees
--! Großflächige Flächenversiegelungen Verlust an seltenen, sehr nährstoffarmen Böden Verringerung der -Grundwasserneubildungsrate Stärkere Stoffeinträge (Enteisungsmittel) in umliegende Gewässer. Vorhandene hohe Belastungen sollen durch geeignete Maßnahmen verringert werden u. U. Beeinträchtigung der lufthygienischen Situation Beeinträchtigung der Strukturvielfalt -
Luft, Klima Landschaft Kulturgüter und sonstige Sachgüter
U.U. Beeinträchtigung der eingetragenen Kulturdenkmäler Kapelle und angrenzende Gebäude Groß Grönau Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Boden, Biotope, Landschaft bestehen tlw. Wechselwirkungen
keine Beeinträchtigung der lufthygienischen Situation keine Beeinträchtigung der Strukturvielfalt keine Beeinträchtigungen
Minimierung: Verzicht auf zusätzlichen Taxiway Kürzere Landebahn Naturbetontes Pflegekonzept für die Freiflächen Bei Beschränkung der zusätzlichen Flächennutzung auf die bisher vom Flughafen überplanten Flächen im westlichen Bereich können insb. die sehr negativen Auswirkungen auf Biotope, die nach § 25 LNatschG geschützt sind, vermieden werden. Schutz der umliegenden Gewässer Es werden z.Zt. 4 verschienene Varianten zur Verbesserung der vorh. Beeinträchtigungen mit unterschiedlichen Betroffenheiten der umliegenden Gewässer geprüft.
Mensch Planfeststellungsverfahren: Hafenbau Teerhofsinsel (in Vorbereitung)
Bewer -tung
keine Bautätigkeit auf Flächen, die auf Höhe von 0 – 2 mm über NN liegen und damit als überschwemmungs-gefährdet gelten Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen Wertzunahme der vorhandenen Biotope
Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • •
Bautätigkeit teilweise auf Flächen, die auf Höhe von 0 – 2 mm über NN liegen und damit als überschwemmungs-gefährdet gelten Verlust/ Beeinträchtigung von nach --! § 25 LNatSchG geschützten Lebensräumen Gefährdung besonders geschützter Arten (Vögel) Beeinträchtigung der Untertrave und ihrer Lebensräume durch Hafenbetrieb und Zunahme des Schiffsverkehrs -Flächenrecycling Nivellierung des Bodenreliefs Großflächige Versiegelungen Verlust an seltenen Böden Sanierung/Sicherung von Altstandorten und Altlasten partielle Überbauung des TraveAltarmes Erhöhung der Luftschadstoff- und Lärmemissionen Beeinträchtigungen des Lokalklimas
+ -• • • --! •
keine Sanierung/sicherung von Altlasten keine Überbauung des TraveAltarmes keine Erhöhung der Luftschadstoffund Lärmemissionen keine Beeinträchtigungen des Lokalklimas keine Überbauung des TraveAltarmes
Extreme technische Überprägung des Landschaftsbildes • Überbauung eines Gewässers Für Kulturgüter keine bekannten Auswirkungen Beseitigung/Verlagerung von Gewerbeanlagen der im Westteil vorhandenen Betrieben Beeinträchtigung des Grabungsschutzgebietes Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Boden, Wasser, Biotope, Landschaft bestehen tlw. Wechselwirkungen
Erhalt der betrieblichen Anlagen
Erhalt des Grabungsschutzgebietes
In der Vorplanung sind mehrere Layoutvarianten zum Hafenbau mit unterschiedlichem Flächenzugriff entwickelt worden. Diese Varianten sind im weiteren Verfahren einer Optimierung unter naturschutzfachlichen Aspekten zu unterziehen und mit den hafenbaulichen Belangen abzuwägen Von den drei Varianten benötigt der Endausbau in der Variante a am wenigstens (aber immer noch sehr viel) wertvolle Naturfläche. Minimierung: Bei der Optimierung der Hafenplanung in den nächsten
Planungsphasen sollten vorrangig die westlich angrenzenden (gegenwärtig Gewerbe- und AltarmWasserflächen - vorbehaltlich der Ergebnisse der FFHVerträglichkeitsprüfung) überplant werden und so wenig wie möglich in die angrenzenden hochwertigen Biotopflächen eingegriffen werden.
Anlage 3 Prüfgebiete für Bebauung
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • Boden Baugebiet Kronsforde (ca. 0,5 ha)
U.U. keine fußläufig erreichbaren Erholungsflächen Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen U.U. Gefährdung geschützter Arten Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen U.U. Verringerung der Grundwasserneubildungsrate unerheblich • Verlust an Strukturvielfalt • Zersiedelung keine bekannten Auswirkungen
Bewer -tung -
Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen Wertzunahme der vorhandenen Biotope natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden
Luft, Klima Landschaft
Erhalt der vielfältigen Landschaft am Ortsrand und der dörflichen Struktur
Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen u.U. Wechselwirkungen
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • Boden Baugebiete Beidendorf (zusammen ca. 4,5 ha)
U.U. keine fußläufig erreichbaren Erholungsflächen Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen U.U. Gefährdung geschützter Arten, Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen U.U. Verringerung der Grundwasserneubildungsrate unerheblich • • Verlust an Strukturvielfalt Zersiedelung
Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen, Wertzunahme der vorhandenen Biotope natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden
Wasser Luft, Klima Landschaft
keine bekannten Auswirkungen
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Baugebiet Ivendorf
U.U. keine fußläufig erreichbaren Erholungsflächen Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen U.U. Gefährdung geschützter Arten Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen U.U. Verringerung der Grundwasserneubildungsrate unerheblich Verlust an Strukturvielfalt Zersiedelung Verlust von LSG-Flächen keine bekannten Auswirkungen
Erhalt der GW-Neubildungs
0 Erhalt der vielfältigen Landschaft am Ortsrand und der dörflichen Struktur
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • Boden Baugebiet Niendorfer Hauptstr,
U.U. keine fußläufig erreichbaren Erholungsflächen Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen U.U. Gefährdung geschützter Arten, Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen U.U. Verringerung der Grundwasserneubildungsrate • unerheblich • Verlust an Strukturvielfalt • Zersiedelung keine bekannten Auswirkungen
Luft, Klima Landschaft Kulturgüter und sonstige Sachgüter Wechselwirkungen
Erhalt der vielfältigen Landschaft am Ortsrand
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • Boden Baugebiete Wulfsdorf (zusammen ca. 4 ha)
U.U. keine fußläufig erreichbaren Erholungsflächen Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen U.U. Gefährdung geschützter Arten, Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen U.U. Verringerung der Grundwasserneubildungsrate • • • unerheblich Verlust an Strukturvielfalt Zersiedelung
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • Boden Baugebiet Dummersdorf Hirtenbergweg
unerheblich Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen U.U. Gefährdung geschützter Arten, Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen U.U. Verringerung der Grundwasserneubildungsrate • • • unerheblich Verlust an Strukturvielfalt Zersiedelung
Mensch Baugebiet Schleusenstraße Nord und Süd
Erschließung von Wegen für die Erholung ist nicht sichergestellt teilweise auf Flächen, die auf Höhe von 0 – 2 mm über NN liegen und damit als überschwemmungsgefährdet gelten Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen Gefahr durch Erholungsnutzung auf dem östlichen Ufer des ELK Großflächige Versiegelungen
Bewer -tung 0
keine Inanspruchnahme von Überschwemmungsgebieten
Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen, Wertzunahme der vorhandenen Biotope natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden Erhalt der GW-Neubildungsrate
Entwässerung noch ungeklärt Verringerung der Grundwasserneubildungsrate
Landschafts-untypische ”Warftbebauung“ Verlust von tlw. hochwertigen landwirtschaftlichen Nutzflächen Verlust von Siedlungsfundstätten, Hügelgräbern und Grabhügeln Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen u.U. Wechselwirkungen
0 --! -
Erhalt der typischen Landschaft Erhalt der landwirtschaftlich genutzten Flächen
Als Alternative sollte ein größerer Abstand zu den Niederungsflächen in der zukünftigen Planung berücksichtigt werden.
Mensch • • Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • • Entwicklungsbereich Blankenseer Straße
keine erhöhten Lärmimmssionen
vermutl. erhöhte Lärmimmissionen, dadurch Beeinträchtigungen der Wohnqualität und Erholungseignung Verlust an Flächen für die Naherholung Verlust /Beeinträchtigung von nach § --! 25 LNatSchG geschützten Lebensräumen u.U. Beeinträchtigung von Metapopulationen geschützter Arten Verlust einer Fläche mit sehr hohem Entwicklungspotential aufgrund der Nähe zur Grönauer Heide sowie der Standortsverhältnisse vermutl. großflächige Versiegelungen seltener und empfindlicher Böden mit hoher Bedeutung für den Naturschutz, da nährstoffarm vermutl. verringerte Grundwasserneubildungsrate vermutl. erhöhte Luftschadstoffemissionen vermutl. Beeinträchtigungen des Lokalklimas Landschaftsverbrauch --!
kein Verlust von Erholungsflächen sondern Entwicklungspotential Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen, Wertzunahme der vorhandenen Biotope
keine erhöhte Luftschadstoffemissionen keine Beeinträchtigungen des Lokalklimas kein Landschaftsverbrauch Erhalt von landwirtschaftlichen Nutzflächen
keine bekannten Auswirkungen Verbrauch von landwirtschaftlichen Nutzflächen Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen u.U. Wechselwirkungen
Mensch • • • Entwicklungsbereich Kronsforder Landstraße
-vermutl. erhöhte Lärmimmissionen, dadurch Beeinträchtigungen der Wohnqualität und Erholungseignung Verlust an Flächen für die Naherholung (LSG) teilweise auf Flächen, die auf Höhe von 0 – 2 mm über NN liegen und damit als überschwemmungsgefährdet gelten Verlust /Beeinträchtigung von nach § -25 LNatSchG geschützten Lebensräumen Beeinträchtigung des LSG Ringstedtenhof Beeinträchtigung von Amphibienlebensräumen -vermutl. Nivellierung des Bodenreliefs vermutl. großflächige Versiegelungen naturnaher Böden vermutl. verringerte Grundwasserneubildungsrate u.U. Fließgewässerausbau, vertiefung- und –unterhaltung u.U. Schadstoffeintrag in Fließgewässer vermutl. erhöhte Luftschadstoffemissionen vermutl. Beeinträchtigungen des Lokalklimas vermutl. technische Überprägung des Landschaftsbildes vermutl. Verlust an Strukturvielfalt Landschaftsverbrauch Verlust von tlw. hochwertigen landwirtschaftlichen Nutzflächen 0
kein Verlust von Erholungsflächen sondern Entwicklungspotential keine Inanspruchnahme von Überschwemmungsgebieten
Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen, Wertzunahme der vorhandenen Biotope
keine erhöhte Luftschadstoffemissionen keine Beeinträchtigungen des Lokalklimas keine technische Überprägung des Landschaftsbildes kein Verlust an Strukturvielfalt kein Landschaftsverbrauch Erhalt von tlw. hochwertigen landwirtschaftlichen Nutzflächen
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Boden Wasser Luft, Klima Landschaft Kulturgüter und sonstige Sachgüter Wechselwirkungen Entwicklungsbereich Leuchtenfeld Travemünde
Entwicklung einer naturnahen Grünfläche (Ausgleichsfläche) Entwicklung der Ausgleichsfläche natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden Erhalt der Grundwasserneubildungsrate Erhalt von Freiflächen und weiten Durchblicken keine Beeinträchtigung eines eingetragenen Kultudenkmals (Bootsschuppen)
Verlust einer Parkplatzfläche Verlust einer Freifläche Inanspruchnahme einer -Ausgleichsfläche für Freizeitnutzung Flächenversiegelungen Verringerung der Grundwasserneubildungsrate unerheblich Verlust von Freiflächen und weiten Durchblicken ggf. Beeinträchtigung eines eingetragenen Kultudenkmals (Bootsschuppen) Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen u.U. Wechselwirkungen 0 -
Entwicklung einer Grünfläche
Mensch Entwicklungsbereich ehem. Metallhüttengelände (Ostteil)
Inanspruchnahme einer für die Erholung hergerichteten Grünfläche für Bebauung Inanspruchnahme einer Ausgleichsfläche für Bebauung Beeinträchtigung besonders geschützter Arten (u.a. Feldlerche, Vierfleckwidderchen) Recycling von belasteten Böden
Bewer -tung --!
Weiterentwicklung einer für die Naherholung und den Tourismus wertvollen Grünfläche Erhalt der Ausgleichsfläche keine Beeinträchtigung von Arten
natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden keine Gefahr von Wasserverschmutzungen unerheblich keine weitere technische Überprägung der Landschaft an der Untertrave kein Landschaftsverbrauch kein Verlust an Strukturvielfalt Erhalt von Freiflächen und weiten Durchblicken
Gefahr von Wasserverschmutzungen unerheblich 0 weitere technische Überprägung der -Landschaft an der Untertrave Landschaftsverbrauch Verlust an Strukturvielfalt Verlust von Freiflächen und weiten Durchblicken
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • Gewerbegebiet Airport Businesspark, 2. Bauabschnitt
Verlust von Erholungswegen Verlust bzw. Beeinträchtigung von Lebensräumen und Wald Verzicht auf östliche Erweiterung des Gebietes (2.BA) erforderlich aufgr. der vorh. sehr hohen Bedeutung der Flächen für den Arten- und Biotopschutz (§ 25 Flächen, FFH-Flächen 3. Tranche) Flächenversiegelungen (tlw. Flächenrecycling) Verlust an empfindlichen und ökologisch wertvollen Böden Schadstoffeinträge möglich Verringerung der Grundwasserneubildungsrate Beeinträchtigung des Lokalklimas Verlust an Strukturvielfalt Landschaftsverbrauch keine bekannten Auswirkungen
Bewer -tung -- !
keine Beeinträchtigung des Lokalklimas kein Verlust an Strukturvielfalt kein Landschaftsverbrauch
Alternativen sind nicht möglich, da es sich um eine Erweiterung des 1. Bauabschnitt handelt und hier in Flughafennähe flughafenbezogenes Gewerbe angesiedelt werden soll. Minimierung: Durch Verzicht auf eine Bebauung des sog. Schönen Dreiecks können die erheblichen Beeinträchtigungen der Tier. und Pflanzenwelt fast vollständig minimiert werden.
Die wesentlichen Ziele der geplanten Entwicklung lassen sich mit Lösungsmöglichkeiten an anderer Stelle nicht erreichen.
Mensch • • Yachthafen Mövenstein
Verlust von erholungswirksamen Flächen Durch Lärm- und Abgasbelastung Einschränkung der Erholungseignung und Wohnqualität Beeinträchtigung des o.g. FFHGebietes
Erhalt von erholungswirksamen Flächen keine zusätzliche Lärm und Abgasbelastung Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen, Wertzunahme der vorhandenen Biotope keine Gefährdung des Brodtener Ufers keine Beeinträchtigung des Flachwasserbereichs keine zusätzlichen Flächenversiegelungen
Beeinträchtigung der Flachwasserlebensräume U.U. Gefährdung der Dynamik des ”Brodtener Steilufer” (u.a. ein Schutzzweck des FFH-Gebietes ”Flachwasserzone vor Brodten) Herstellung eines Hafenbeckens im Flachwasserbereich Flächenversiegelungen Änderung Bodenverhältnisse zu Land durch veränderte küstenparallele Strömungen Abtrennung eines Bereiches der Flachwasserzone vor dem Brodtener Steilufer Veränderung der Strömungsdynamik vor dem Ufer
keine Beeinträchtigung des Flachwasserbereichs
Luft, Klima Landschaft •
unerheblich technische Überprägung an einem Strandabschnitt
0 -• keine technische Überprägung an einem weitgehend naturnahen Strandabschnitt keine Beeinträchtigung eines eingetragenen Kultudenkmals (Seebadeanstalt Möwenstein)
ggf. Beeinträchtigung eines eingetragenen Kultudenkmals (Seebadeanstalt Möwenstein) Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen u.U. Wechselwirkungen
Für einen neuen Yachthafen im Bereich Priwall wurden mehrere Alternativen untersucht. Keine davon wurde als umweltverträglich eingestuft.
Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals (Ausbau auf Binnenwasserstraßenklasse V (Tiefgang 2,80 m, Breite: 11,40, Länge 110 m) mit Steigerung des Binnenschiffstransportes)
u.U. Verminderung der Erholungseignung, soweit Kanal stärker als technisches Bauwerk erscheint • U.U. Verlust /Beeinträchtigung von nach § 25 LNatSchG geschützten Lebensräumen
U.U. Eingriff in wertvolle Niedermoorböden Verbrauch von zusätzlichen Flächen zur Ablagerung des Baggermaterials U.U. Beeinträchtigung von Flächen mit hochanstehendem Grundwasser Beeinträchtigung des Lokalklimas durch vermehrten Schiffsverkehrs Kann aber zu einer Entlastung der allg. Luftbelastung führen aufgrund der Verlagerung von Verkehren unerheblich keine bekannten Auswirkungen +
Erhalt der Biotope, keine Artenbeeinträchtigungen, Wertzunahme der vorhandenen Biotope keine Gefahr für den Niedermoorboden kein zusätzlicher Flächenverbrauch
keine Gefahr für Flächen mit hochanstehendem Grundwasser keine Beeinträchtigung des Lokalklimas ggf. höhere Luftschadstoffbelastung durch Verlagerung des Verkehrs auf die Straße
Mensch 2-gleisiger Ausbau der Eisenbahnlinie Lübeck-Travemünde
Vermehrte Lärmbelastung auf Erholungsgebiete durch erhöhten Hafenbahnverkehr Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen (u.a. auch des FFHGebietes Waldhusener Moorsee) Beeinträchtigung/Gefährdung von Arten Beseitigung von Gehölzen Erhöhung der Trennwirkungen zwischen Biotopen Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen Beeinträchtigung des Waldhusener Moosess unerheblich ggfs. geringere Luftschadstoffbelastung durch Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene Landschaftsverbrauch Entfernung von Wald Beeinträchtigung des Waldhusener Moorsees Flächenreduzierung und Zerschneidung landwirtschaftl. Flächen U.U. indirekte Beeinträchtigungen der vorgeschichtlichen Hügelgräber im Bereich Pöppendorf U.U. Beeinträchtigungen der Kulturdenkmale Bahnhof Travemünde und Schuppen beim Hafenbahnhof Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Boden, Biotope, Landschaft bestehen u.U. Wechselwirkungen
Keine vermehrte Lärmbelastung auf Erholungsgebiete Keine Beeinträchtigung/ Gefährdung von Lebensräumen Keine Beeinträchtigung/ Gefährdung von Arten Keine Beseitigung von Gehölzen
Keine Flächenversiegelungen Kein Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Kein Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen
ggf. höhere Luftschadstoffbelastung durch Verlagerung des Verkehrs auf die Straße kein Landschaftsverbrauch Erhalt von Wald Keine Beeinträchtigung des Waldhusener Moorsees keine Zerschneidung von Nutzflächen keine Beeinträchtigungen von Boden- und Kulturdenkmälern
Minimierung: Einbau einer Spundwand zum Waldhusener Moorsee zur Verringerung der Eingriffsfläche
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Freizeitbezogenes Gewerbe an den Sportanlagen Bei der Lohmühle
Verlust einer Hundeauslauffläche Verlust einer Ausgleichsfläche Verlust von Lebensräumen (Wald, Sukzessionsflächen)
Erhalt einer Hundeauslauffläche Weitere Entwicklung einer Ausgleichsfläche Erhalt und Wertzunahme von Lebensräumen (Wald, Sukzessionsflächen) keine Aktivierung von Altlasten
Boden Wasser Luft, Klima Landschaft Kulturgüter und sonstige Sachgüter Wechselwirkungen
Gefahr der Aktivierung von Altlasten -keine bekannten Auswirkungen keine bekannten Auswirkungen Landschaftsverbrauch keine bekannten Auswirkungen
keine konkrete Planung bekannt
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt Campingplatzerweiterung Ivendorf
Verbesserung des touristischen Angebotes in Travemünde Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen Beeinträchtigung/Gefährdung von Arten Verlust der natürlichen Bodentwicklung Flächenversiegelung Verringerung der Grundwasserneubildungsrate unerheblich Landschaftsverbrauch (LSGFlächen) Verlust an Strukturvielfalt Zersiedelung keine bekannten Auswirkungen
Bewer -tung + -
Keine Verbesserung des touristischen Angebotes keine Beeinträchtigung von Arten und Biotopen
natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden Erhalt der Grundwasserneubildungsrate kein Landschaftsverbrauch
Minimierung: Verwendung vegetationsfähiger Beläge Erhöhung des Grünvolumens, Sichtschutzpflanzung
Mensch Prüfgebiet Waterfront Priwall
Lage im Überschwemmungsgebiet größere touristische Attraktion Verlust von Flächen für die Naherholung Vermehrter Verkehr und verkehrsbedingte Immissionen Verlust/ Beeinträchtigung von von nach § 25 LNatSchG geschützten Lebensräumen Beunruhigung von Tieren während der Bau- und Betriebszeit Störungen der Vegetation durch Trittbelastung (Düne, Strand etc.) land- und wasserseitige Störwirkungen auf empfindl. Tierarten durch verstärkte menschliche Verlust von Wald Sanierung/Sicherung von Altlasten Verlust von besonders empfindlichen Böden Flächenversiegelungen unerheblich Beeinträchtigung der Luftqualität durch zunehmenden Fähr- und KFZ-Verkehr
Bewer -tung + --
Erhalt von Flächen für die Naherholung keine erhebliche Entwicklung für den Tourismus geringere Immissionen Fortbestand der vorhandenen und halboffenen Landschaftsstrukturen mit besonderen Lebensräumen. Wertzunahme der vorhandenen Biotope
Keine Sicherung von Altlasten natürliche Bodenentwicklung, Erhalt offener Nutzböden
keine Beeinträchtigung der Luftqualität durch zunehmenden Fähr- und KFZ-Verkehr keine Entfernung von Baum- und Waldbeständen
Landschaftsverbrauch -Entfernung von Baum- und Waldbeständen Verlust von Freiflächen und weiten Durchblicken ggf. Beeinträchtigung des einfachen 0 Kulturdenkmals Priwall Krankenhaus und von 2 eingetragenen Kulturdenkmälern (Mecklenburger Str. 24 und 38) ggf. Beeinträchtigung von archäologischen Fundplätzen Zwischen den Schutzgütern, insb. - bis + zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen u.U. Wechselwirkungen
Teilalternativen zum Masterplan Priwall sind Freihaltung von Einzelflächen von Bebauung Entwicklung eines Grünzuges in N/S-Richtung Anlage eines zusammenhängenden Wegenetzes Entwicklung von Naturerlebnisflächen
Die wesentlichen (wirtschaftlichen) Ziele der geplanten Entwicklung lassen sich mit anderen Lösungsmöglichkeiten nicht erreichen.
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • Boden Prüfgebiet Deponie Niemark
unerheblich U.U. Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen U.U. Gefährdung geschützter Arten
Flächenversiegelungen Verlust der natürlichen Bodenentwicklung Verlust der ökologischen und physikalischen Bodenfunktionen U.U. Verringerung der Grundwasserneubildungsrate unerheblich • U.U.Verlust an Strukturvielfalt Verlust von tlw. hochwertigen landwirtschaftlichen Nutzflächen Zwischen den Schutzgütern, insb. zwischen Mensch, Biotope, Landschaft bestehen u.U. Wechselwirkungen
Erhalt der vielfältigen Landschaft
Es ist keine Alternativenprüfung möglich, da es sich bisher nur um eine Vorhaltefläche hadelt und keine konkrete Planung vorliegt.
Mensch Tiere/Pflanzen/ biol. Vielfalt • • • Windkraftanlagen in Herrenwyk und im Raum Ivendorf/Ovendorf
Stärkere Verlärmung Stärkerer ”Disco-Effekt” Gefahr des Vogelschlages z.B. für Uhu und Seeadler • Gefahr des Vogelschlages durch Lage am Vogelzuggebiet • Vergrämung von Wasservögeln im Winter und somit Gefährdung des Schutzzweckes für Natura 2000 Gebiet unerheblich unerheblich Nutzung erneuerbarer Energien • Technische Überprägung des Landschaftsbildes durch unverhältnismäßig” hohe Bauten (über 100 m) keine bekannten Auswirkungen
keine Verstärkung der genannten Beeinträchtigungen stärkere Gefahr für Vogelarten
Boden Wasser Luft, Klima Landschaft
0 0 ++ --!
stärkere Nutzung konventioneller Energien geringere technische Überprägung der Landschaft
- bis +
Das Projekt soll im Zusammenhang mit der bestehenden Anlage in Herrenwyk realisiert werden, daher ist kein Standort weit entfernt von dieser Anlage sinnvoll.
Mensch Prüfgebiet Bodenauftrag Dummersdorfer Feld
Vermehrter Verkehr und verkehrsbedingte Immissionen in der Bauzeit Beeinträchtigung von Erholungsgebieten Verbesserung der Erholungsnutzung nch Abschluss der Aufschüttung Beeinträchtigung/Gefährdung von Lebensräumen Beeinträchtigung/Gefährdung von Arten unerheblich, da Boden auf bereits vorhandene Aufschüttungsfläche aufgetragen wird unerheblich unerheblich Anhebung des Reliefs mind. auf das ursprüngl. Niveau naturnahe Reliefentwicklung keine bekannten Auswirkungen
Geringerer Verkehr und Immissionen keine Beeinträchtigungen in der Bauzeit, aber auch keine Verbesserungen nach Abschluss der Bauzeit in den Erholungsgebieten keine Beeinträchtigungen von Lebensräumen und Arten
Erhalt des Landschaftsniveaus auf abgesenktem Niveau
Die Aufschüttung stellt den 2. BA einer bereits vorgenommenen Verfüllung einer alten Kiesgrube dar.
Minimierung: Nur Auffüllung mit unbelastetem Material Einsatz lärmgeschützter Geräte