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Timestamp: 2016-10-21 13:14:37
Document Index: 194893484

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152']

U 361/02 (24.09.2003)
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Fl�ckiger
"Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft, Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz, 8085 Z�rich, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adelrich Friedli, Stationsstrasse 66 A, 8907 Wettswil,
P.________, 1964, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno H�fliger, Schwanenplatz 7, 6004 Luzern,
P.________, geboren 1964, arbeitete seit Oktober 1989 als Datatypistin bei der X.________ und war bei der "Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 12. Februar 1991 wurde sie als Lenkerin eines Personenwagens Opfer einer Auffahrkollision, bei der sie sich eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) zuzog. Der tags darauf aufgesuchte Dr. med. U.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte einen Status nach Schleudertrauma mit Schulter- und Nackenbeschwerden, aber guter Beweglichkeit der HWS und ohne radikul�re Zeichen. Nach einer Behandlung mit Antiphlogistica, Halskragen, Elektrotherapie und Extension �berwies er die Versicherte dem Chiropraktor Dr. K.________, zur Behandlung, welcher am 10. Mai 1991 �ber eine erfolgreiche Behandlung berichtete und eine volle Arbeitsunf�higkeit vom 19. Februar bis 3. M�rz 1991, eine Arbeitsunf�higkeit von 50 % vom 4. bis 10. M�rz 1991 und eine volle Arbeitsf�higkeit ab 11. M�rz 1991 best�tigte. In der Folge schloss die Z�rich den Fall ab.
Mit Arztzeugnis UVG vom 26. Februar 1998 meldete Dr. med. U.________ einen R�ckfall wegen persistierender Kopf- und Nackenschmerzen, eingeschr�nkter Beweglichkeit der HWS mit Endphasenschmerz und Konzentrationsst�rungen. Die Z�rich holte bei Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, ein Gutachten vom 4. Januar 1999 ein, worin neben einem zerviko-thorako-vertebralen Syndrom und chronischen Kopfschmerzen ein psycho-physisches Ersch�pfungssyndrom sowie ein leicht- bis mittelgradiges depressives Syndrom in psychosozialer Belastungssituation diagnostiziert wurden. Nach Auffassung des Gutachters besteht mindestens seit 1995 ein komplexes, aus k�rperlichen und psychischen Elementen zusammengesetztes Leiden, welches mangels eindeutiger Br�ckensymptome nicht als unfallkausal zu betrachten ist. Mit Verf�gung vom 16. April 1999 lehnte die Z�rich ihre Leistungspflicht wegen fehlender Unfallkausalit�t der bestehenden Beschwerden ab. Die hiegegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 20. Juli 1999 ab.
Beschwerdeweise liess P.________ beantragen, es seien ihr weiterhin die gesetzlichen Leistungen (Taggeld, Heilbehandlung) zu gew�hren und es seien ihr eine Invalidenrente auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 100 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung von 50 % zuzusprechen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern holte bei Frau Dr. med. L.________, Spezial�rztin FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, eine Beweisauskunft ein, zog einen Bericht des neuropsychologischen Instituts vom 13. Januar 2000 bei und ordnete mit Beweisentscheid vom 15. November 2000 eine polydisziplin�re Begutachtung in der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) an. In dem mit rheumatologischen, neurologischen, neuropsychologischen und psychiatrischen Konsilien erg�nzten Gutachten vom 19. Juli 2001 gelangten die MEDAS-�rzte zum Schluss, die als R�ckfall geltend gemachten Beschwerden seien mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 12. Februar 1991 zur�ckzuf�hren. Die Arbeitsf�higkeit im fr�heren Beruf und in vergleichbaren T�tigkeiten sei auf 50 % zu sch�tzen. Mit einem weiteren Beweisentscheid vom 17. September 2001 beauftragte das kantonale Gericht den im Rahmen des MEDAS-Gutachtens als rheumatologischer Konsiliararzt t�tig gewesenen Dr. med. J.________, Spezialarzt FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, mit einem Zusatzgutachten, welches am 16. Dezember 2001 erstattet wurde und worin die Unfallkausalit�t des zervikozephalen Beschwerdekomplexes mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht und die Arbeitsf�higkeit mit 80 % angegeben wird. Mit der Feststellung, dass sowohl der nat�rliche als auch der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 12. Februar 1991 zu bejahen seien, hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die Beschwerde, soweit darauf eingetreten wurde, gut und wies die Sache an die Z�rich zur�ck, damit sie �ber die gesetzlichen Leistungen verf�ge (Entscheid vom 7. November 2002).
Die Z�rich f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei der Einspracheentscheid vom 20. Juli 1999 zu best�tigen.
P.________ l�sst sich mit dem Antrag auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung vernehmen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung und der als Mitinteressierter beigeladene Krankenversicherer Concordia verzichten auf Vernehmlassung.
1.1 Im kantonalen Entscheid werden die f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers geltenden Voraussetzungen und die f�r die Beurteilung des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs insbesondere bei Schleudertraumen der HWS massgebenden Regeln (BGE 117 V 359 ff.) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt bez�glich der vorinstanzlichen Ausf�hrungen zum Beweiswert �rztlicher Berichte (BGE 125 V 352 Erw. 3a und 122 V 160 Erw. 1c). Darauf kann verwiesen werden.
1.2 Zu erg�nzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 20. Juli 1999) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
2.1 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen den mit R�ckfallmeldung vom 26. Februar 1998 geltend gemachten Beschwerden und dem Unfall vom 12. Februar 1991 vorab damit, dass es an Br�ckensymptomen fehle und ein l�ngeres beschwerdefreies Intervall vorliege. Sie st�tzt sich dabei auf das Gutachten des Dr. med. B.________ vom 4. Januar 1999, worin die Kausalit�t verneint wird, weil die erforderlichen minimalen Voraussetzungen an die vorgebrachten Br�ckensymptome nicht erf�llt seien, indem die urspr�ngliche Verletzung nicht schwerwiegender Natur bzw. nicht geeignet gewesen sei, zu bleibenden Unfallfolgen Anlass zu geben und die Art der bestehenden Beschwerden heute nicht mehr mit den urspr�nglichen �bereinstimme, das heisst keine "monovalente �tiopathogenetische Betrachtungsweise" mehr zuliesse.
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass die initiale Behandlung schon kurz nach dem Unfall bei Beschwerdefreiheit und voller Arbeitsf�higkeit ab 11. M�rz 1991 abgeschlossen werden konnte. Laut Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. U.________ klagte die Versicherte jedoch weiterhin �ber Nackenbeschwerden, was am 9. Juli 1991 zu einer Untersuchung durch den Rheumatologen Dr. med. A.________ f�hrte, welcher ein chronisches, linksseitiges Zervikalsyndrom diagnostizierte und eine weitere Behandlung empfahl. Der nach der Neuanmeldung angefragte Dr. med. Z.________ gab im Bericht vom 26. Mai 1998 an, die Versicherte im Jahr 1992 wegen Torticollis acuta, 1993/94 wegen eines Nacken-Schulter-Arm-Syndroms und Ende 1995 wegen Spannungskopfschmerzen behandelt zu haben. Im Jahr 1996 sei es nochmals zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen und andern psychovegetativen Symptomen gekommen. Ihren eigenen Angaben zufolge hatte sich die Versicherte vor der Neuanmeldung komplement�rmedizinischen Behandlungen unterzogen, wof�r Belege betreffend die Jahre 1994/95 und 1996/97 vorliegen. Gegen�ber Dr. med. U.________ gab sie laut Bericht vom 15. Mai 1998 an, seit dem Unfall von 1991 und seit zwei Jahren zunehmend an Kopfwehsch�ben zu leiden; zeitweise trete auch ein Tinnitus auf. In einem Verlaufsbericht zuhanden von Dr. med. B.________ von Ende 1998 f�hrte sie aus, seit Ende 1995 dauernd in �rztlicher Behandlung zu stehen, nachdem erneut starke Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und vegetative St�rungen aufgetreten seien. Auch im Jahr 1996 sei es zu starkem Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Zittern, Konzentrations- und Gleichgewichtsst�rungen, Nacken- und R�ckenbeschwerden sowie Ersch�pfung und Depression gekommen. Sie sei deshalb physiotherapeutisch und durch Vedalogie sowie Magnetfeldtherapie behandelt worden. Im Jahr 1997 sei es wiederholt zu Ersch�pfungszust�nden und Sprachschwierigkeiten gekommen. F�r 1998 wird eine Depression mit Behandlung durch die Psychiaterin Dr. med. L.________ angegeben; ferner wird auf Angstzust�nde und Vergesslichkeit hingewiesen.
Aus den glaubhaften und mit den medizinischen Akten im Einklang stehenden Angaben der Beschwerdegegnerin folgt, dass sie nach dem Fallabschluss durch den Unfallversicherer weiterhin �ber Symptome, wie Nacken- und Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsst�rungen geklagt hat, die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas geh�ren (BGE 117 V 360 Erw. 4b). Die Auffassung des Dr. med. B.________, wonach es sich angesichts der Geringf�gigkeit der urspr�nglichen Verletzungen und mangels hinreichender Br�ckensymptome nicht um die gleichen Beschwerden gehandelt habe, vermag nicht zu �berzeugen. Zwar bestehen klare Hinweise auf eine zunehmende psychische �berlagerung der Beschwerden. Auf Grund des MEDAS-Gutachtens und der �brigen Arztberichte ist indessen nicht anzunehmen, dass es sich bei dem seit der R�ckfallmeldung bestehenden Beschwerdebild ausschliesslich um eine Folge unfallfremder psychischer St�rungen handelt. Bez�glich der von Dr. med. B.________ vorausgesetzten Identit�t der Beschwerden weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass sich das Beschwerdebild nach einem Schleudertrauma der HWS sehr unterschiedlich entwickeln kann und nicht immer die gleichen gesundheitlichen St�rungen im Vordergrund stehen m�ssen. Selbst Jahre nach einem Schleudertrauma ohne nachweisbare pathologische Befunde k�nnen noch funktionelle Ausf�lle der verschiedensten Art auftreten (BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa).
2.2 In dem von der MEDAS veranlassten neurologischen Konsilium diagnostiziert Dr. med. W.________ einen "multiplen Beschwerdekomplex u.a. bei Status nach HWS-Distorsion 2/91" und stellt fest, aus neurologischer Sicht st�nden Kopfschmerzen vom Mischtyp, teils zervikogener, teils vasomotorischer Natur im Vordergrund, wobei die zervikogene Komponente Folge einer dekonditionierten Hals- und Nackenmuskulatur sein d�rfte. Daneben bestehe ein Tremor, welcher vermutlich in keinem Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehe. Eine Arbeitsunf�higkeit auf Grund der Kopfschmerzproblematik festzusetzen, sei inad�quat, weil die Kopfschmerzen Teil eines unter Belastung auftretenden Beschwerdekomplexes bildeten und nicht ein spezifisch neurologisches Symptom darstellten. Aus eng neurologischer Sicht bestehe keine Arbeitsunf�higkeit. Eine neuropsychologische Untersuchung konnte wegen der beeintr�chtigten psychischen und physischen Verfassung der Versicherten nicht durchgef�hrt werden. Nach Auffassung des Neuropsychologen Dr. G.________ kann aber ohne weiteres auf die Untersuchung durch Prof. P.________ vom Januar 2000 abgestellt werden. Damals wurden neuropsychologische Defizite multifaktorieller Art festgestellt, welche auf eine Kombination einer tiefen Schulbildung mit einer langj�hrig undifferenzierten Erwerbst�tigkeit, einem Unfall und einem gegenw�rtig emotional besonders angespannten und �berfordernden Privatleben zur�ckzuf�hren seien. Es ergebe sich daraus eine Arbeitsunf�higkeit von 40 %, sp�ter allenfalls von 30 %, wobei der Unfall einen Anteil von mindestens einem Viertel, h�chstens aber einem Drittel habe. Die Gutachter der MEDAS schliessen daraus, dass der Unfall wahrscheinlich nur zu einer geringen zus�tzlichen Funktionsst�rung gef�hrt hat und sich eine Sch�digung im organischen Sinne weder nachweisen noch mit Sicherheit ausschliessen l�sst. Dr. med. K.________, welcher im psychiatrischen Konsilium eine anhaltend �ngstlich-depressive St�rung mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.01), derzeit leichtgradig, und eine narzisstische und emotional instabile Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F60.8) diagnostiziert, schliesst sich dieser Beurteilung an mit der Feststellung, es sei mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Versicherte wegen ihrer multiplen vorbestehenden Handicaps (narzisstische und emotional instabile Pers�nlichkeitsst�rung, Teilleistungsschw�chen, minimale Bildung, keine Berufsausbildung) und den psychosozialen Schwierigkeiten Mitte der neunziger Jahre (unerf�llter Kinderwunsch, Trennung vom Ehemann, Verlust des Arbeitsplatzes) auch ohne das Unfallereignis in eine psychische Krise geraten w�re, wobei nicht ausgeschlossen werden k�nne, dass die HWS-Distorsion mit den zugeh�rigen Beschwerden im Sinne eines zus�tzlichen Risikofaktors beim seitherigen ung�nstigen Verlauf eine Rolle gespielt habe. Im rheumatologischen Konsilium geht Dr. med. J.________ davon aus, die von Dr. med. U.________ am 26. Februar 1998 als R�ckfall gemeldeten Beschwerden (Nackenbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel sowie Schmerzausstrahlungen in beide Arme) entspr�chen einem zerviko-zephalen Syndrom mit latenter TOS-Symptomatik und seien mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zur�ckzuf�hren. Aus rein rheumatologischer Sicht betrage die Arbeitsf�higkeit 80 % in einer k�rperlich wenig anstrengenden T�tigkeit. In der zusammenfassenden Beurteilung halten die MEDAS-�rzte fest, die Versicherte leide an einem Beschwerdebild, wie man es nach allgemeiner Erfahrung in einem relevanten Prozentsatz der von einem Schleudertrauma Betroffenen sehe. Dieses Beschwerdebild k�nne zwar "typisch" sein, aber es sei nicht spezifisch als Folge solcher Unf�lle allein; gleiche Symptomatologien k�nnten durch andere Ursachen, insbesondere durch Psychotraumata, Depressionen und Pers�nlichkeitsst�rungen ausgel�st und unterhalten werden. Unter ganzheitlichem Aspekt sei eine Aufteilung der St�rungen in unfallbedingte bzw. nicht unfallbedingte meistens weder m�glich noch sinnvoll. So komme es auch hier zur kontroversen Situation: Die Anamnese und die Untersuchungsbefunde am Bewegungsapparat der HWS liessen eine Unfallursache der heutigen Beschwerden laut Beurteilung des Rheumatologen als �berwiegend wahrscheinlich annehmen, w�hrend der Psychiater die gesamte vorliegende Pathologie als Resultat einer Entwicklung sehe, die auch ohne Unfallereignis denkbar w�re. Aus polydisziplin�rer Sicht sei die Versicherte im angestammten Beruf als Bankangestellte zu 50 % arbeitsf�hig.
In dem von der Vorinstanz eingeholten Erg�nzungsgutachten vom 16. Dezember 2001 h�lt Dr. med. J.________ daran fest, dass der zervikozephale Beschwerdekomplex mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 2. Dezember 1991 zur�ckzuf�hren ist. Es sei unwahrscheinlich, dass die Versicherte rein auf Grund der unfallfremden Ursachen (Pers�nlichkeitsstruktur, belastete Lebensgeschichte und Lebenssituation) ohne das Unfallereignis am selben Beschwerdekomplex leiden w�rde. Auf die Frage des kantonalen Gerichts, welche Umst�nde aus rheumatologischer Sicht f�r und welche gegen die Unfallkausalit�t spr�chen, f�hrt Dr. med. J.________ aus, f�r die Kausalit�t spr�chen die Angaben der Versicherten, dass sie bis zum Unfallereignis gesund, sportlich aktiv und voll leistungsf�hig gewesen sei, der vorhandene Beschwerdekomplex (zervikozephales Syndrom), die in den Akten best�tigte, seit dem Unfall bestehende Behandlungsbed�rftigkeit, die durch den Hausarzt im Juli 1991 erfolgte �berweisung an den Rheumatologen Dr. med. A.________ (wegen persistierender Beschwerden) sowie die klinische Erfahrung und die Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft. Gegen die Unfallkausalit�t spreche die Tatsache, dass belastende Lebensereignisse �hnliche, objektiv schwer fassbare Symptome verursachen k�nnten und der zervikozephale Symptomenkomplex f�r eine HWS-Distorsion nicht pathognomisch sei, sondern bei diversen andern Krankheitsbildern vorkommen k�nne, ferner die Tatsache, dass die Versicherte ab dem 11. M�rz 1991 wieder voll gearbeitet habe und die Behandlung abgeschlossen worden sei. Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die von Dr. med. J.________ genannten Kriterien, welche f�r die Unfallkausalit�t spr�chen, beruhten auf nicht verifizierten Angaben der Versicherten (Vorzustand), seien nicht gegeben (zervikozephaler Beschwerdekomplex) oder bloss m�glich und nicht �berwiegend wahrscheinlich. Demgegen�ber seien s�mtliche der gegen die Unfallkausalit�t sprechenden Kriterien erf�llt. Dieser Betrachtungsweise kann nicht gefolgt werden. Auf Grund des MEDAS-Gutachtens und der �brigen Arztberichte, insbesondere desjenigen des Rheumatologen Dr. med. A.________ vom 29. Juli 1991, ist davon auszugehen, dass bei der Beschwerdegegnerin als Folge des Unfalls vom 12. Februar 1991 ein zervikozephales Syndrom aufgetreten ist. Anhaltspunkte f�r eine unfallfremde Ursache der initialen Beschwerden liegen nicht vor. Aus den zahlreichen Arztberichten ergeben sich keine Hinweise auf einen relevanten organischen Vorzustand. Was den psychischen Gesundheitszustand betrifft, ist auf Grund der spezial�rztlichen Angaben anzunehmen, dass dieser bis zum Unfall kompensiert war und der Unfall als ausl�sender Faktor f�r die aufgetretenen psychischen St�rungen zu gelten hat. Weder in organischer noch in psychischer Hinsicht liegen Umst�nde vor, welche darauf schliessen liessen, dass das heutige Beschwerdebild auch ohne den Unfall in gleicher Art und Weise (status quo sine) bestehen w�rde. Vielmehr ist mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die bestehenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen zumindest im Sinne einer Teilkausalit�t auf das Unfallereignis zur�ckzuf�hren sind, was f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs gen�gt (BGE 119 V 338 Erw. 1 am Ende mit Hinweis). Nachdem sich das MEDAS-Gutachten hiezu nicht abschliessend ge�ussert hat, hat die Vorinstanz in diesem Punkt zu Recht auf das Erg�nzungsgutachten von Dr. med. J.________ abgestellt. Es erf�llt die f�r den Beweiswert �rztlicher Berichte geltenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a und 122 V 160 Erw. 1c) und vermag in den Schlussfolgerungen zu �berzeugen. Zudem handelt es sich um ein Gerichtsgutachten, welchem erh�hter Beweiswert zukommt und von dem das Gericht nicht ohne zwingenden Grund abweicht (BGE 125 V 352 Erw. 3b/aa und 122 V 161, je mit Hinweisen).
Zu pr�fen bleibt, ob auch die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu bejahen ist.
3.1 Nach der Rechtsprechung ist f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen Gesundheitsschaden und Unfallereignis nicht entscheidend, ob die im Anschluss an ein Schleudertrauma oder eine �quivalente Verletzung der HWS auftretenden Beschwerden medizinisch eher als organischer oder als psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 364 Erw. 5d/aa). Die Unterscheidung ist jedoch insoweit von Belang, als die Ad�quanzbeurteilung nicht nach den f�r Schleudertraumen und �quivalente Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff.), sondern nach den f�r psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff.) geltenden Regeln zu erfolgen hat, wenn die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Diesem Erfordernis ist nicht erst dann Gen�ge getan, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas geh�renden Beeintr�chtigungen vollst�ndig in den Hintergrund getreten sind. Es gen�gt eine eindeutige Dominanz der psychischen Beeintr�chtigungen (BGE 123 V 100, oben; Urteil T. vom 6. Februar 2002, U 61/00).
3.2 Im MEDAS-Gutachten wird die Frage, ob das psychiatrische Beschwerdebild oder die HWS-Problematik im Vordergrund stehe, dahin beantwortet, unter ganzheitlicher Optik k�nne diese Frage nicht klar beantwortet werden. Die psychischen Beschwerden und die HWS-Problematik st�nden in einer untrennbaren engen Wechselwirkung; es k�nnten keine Schwerpunkte gesetzt werden. Hiezu ist festzustellen, dass sich aus den Akten immerhin klare Anhaltspunkte f�r eine Dominanz der psychischen Beeintr�chtigungen ergeben. Zum einen waren die unmittelbaren Unfallfolgen nicht gravierend und die Versicherte nach verh�ltnism�ssig kurzer Zeit praktisch beschwerdefrei. Zum andern waren die neu auftretenden Beschwerden zunehmend psychisch �berlagert. Bereits im Jahr 1995 und damit mehrere Jahre vor der Neuanmeldung vom 12. Februar 1998 war die Beschwerdegegnerin wiederholt wegen psychovegetativen Symptomen behandelt worden (Bericht Dr. med. Z.________ vom 26. Mai 1998). Kurz nach der Neuanmeldung begab sie sich zur Psychiaterin Dr. med. L.________ in Behandlung, welche eine depressive Entwicklung gem�ss ICD-10 F43.23 bei Arbeitslosigkeit und Trennung vom Ehemann sowie eine narzisstische Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F60.8) mit "Verwahrlosungsstruktur" und extremen Schwankungen zwischen Selbst�bersch�tzung und Leeregef�hl diagnostizierte. Klare Hinweise auf eine posttraumatische Belastungsst�rung oder eine posttraumatische St�rung der Unfallverarbeitung wurden nicht gefunden. Im psychiatrischen Konsilium der MEDAS gibt Dr. med. K.________ als Diagnosen eine anhaltende �ngstlich-depressive St�rung mit somatischen Symptomen, eine narzisstische und emotional instabile Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F60.8) sowie eine leichte kognitive St�rung (anamnestisch Legasthenie und Rechenschw�che) bei einem zerviko-thorako-vertebralen Syndrom vom tendomyotischen Typ und chronischen Kopfschmerzen an. Die Arbeitsf�higkeit wird von Dr. med. K.________ aus psychiatrischer Sicht auf 50 % f�r jede in Betracht fallende T�tigkeit und von Dr. med. J.________ aus rheumatologischer Sicht auf 80 % gesch�tzt, w�hrend Dr. med. W.________ aus neurologischer Sicht eine Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit verneint. Auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit stehen somit die psychischen Beeintr�chtigungen im Vordergrund. Ob eine eindeutige Dominanz der psychischen St�rungen anzunehmen ist, kann indessen offen bleiben, weil die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs auch dann zu verneinen ist, wenn nicht die f�r psychische Unfallfolgen, sondern die f�r Schleudertraumen der HWS geltenden Kriterien zur Anwendung gebracht werden, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
3.3 Das kantonale Gericht hat das Unfallereignis vom 12. Februar 1991 dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zugeordnet, was auf Grund der Akten nicht zu beanstanden ist. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat vergleichbare Auffahrkollisionen in der Regel denn auch als mittelschwere Unf�lle im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen qualifiziert (vgl. die in SZS 2001 S. 431 ff. zitierte Rechtsprechung; ferner die Urteile D. vom 16. August 2001, U 21/01, und T. vom 6. Februar 2002, U 61/00). Damit die Ad�quanz bejaht werden k�nnte, m�sste somit ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt sein oder es m�ssten die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 367 Erw. 6a).
Der Unfall vom 12. Februar 1991 hat sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet, noch war er von besonderer Eindr�cklichkeit. Auch hat die Beschwerdegegnerin keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art erlitten. Entgegen den Ausf�hrungen im kantonalen Entscheid k�nnen die Unfallverletzungen nicht als schwer qualifiziert werden, hatten sie doch lediglich eine kurze (ambulante) Behandlung und Arbeitsunf�higkeit zur Folge. Die Diagnose eines Schleudertraumas vermag f�r sich allein die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung nicht zu begr�nden. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der f�r ein Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde (wie einer ung�nstigen K�rperhaltung), welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (Urteile T. vom 6. Februar 2002, U 61/00, und D. vom 16. August 2001, U 21/01; vgl. auch SZS 2001 S. 448). So verh�lt es sich hier jedoch nicht. Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden wie von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Nicht erf�llt ist sodann das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung. Die prim�re Unfallbehandlung war bereits kurze Zeit nach dem Unfall abgeschlossen und es wurden in der Folge lediglich kurzfristige Behandlungen und Massnahmen insbesondere komplement�rmedizinischer Art durchgef�hrt. Nach der R�ckfallmeldung gaben sowohl Dr. med. U.________ als auch Dr. med. Z.________ an, dass zurzeit keine Behandlung erfolge. Sp�ter wurde gelegentlich Physiotherapie durchgef�hrt; ferner wurde die Beschwerdegegnerin ab Juli 1998 psychiatrisch betreut. Im MEDAS-Gutachten wird lediglich ein nochmaliger Behandlungsversuch mit einem Antidepressivum empfohlen. Dr. med. J.________ erachtet es zudem als sinnvoll, der Versicherten j�hrlich zwei Serien Physiotherapie � 9 Sitzungen zur Stabilisierung des Zustandes zu gew�hren. Mangels anhaltender und regelm�ssiger therapeutischer Massnahmen kann nicht von einer ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung gesprochen werden (Urteil S. vom 8. April 2002, U 357/01). Wie die Vorinstanz zu Recht feststellt, ist auch das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit nicht gegeben (vgl. hiezu RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544). Die initiale Arbeitsunf�higkeit dauerte nur kurze Zeit und es bestand auch anl�sslich der R�ckfallmeldung zun�chst keine Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit. Zudem beschr�nkt sich die im MEDAS-Gutachten best�tigte Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit aus physischer (rheumatologischer) Sicht auf 20 %. Soweit dar�ber hinaus eine anhaltende psychisch bedingte Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit besteht, ist sie nach den Arztberichten h�chstens teilweise als unfallbedingt zu betrachten. Was schliesslich das Kriterium der Dauerbeschwerden betrifft, ist dieses jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise gegeben. Da somit weder eines der f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist noch die f�r die Beurteilung geltenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind, ist die Unfallad�quanz der geltend gemachten Beschwerden und damit die Leistungspflicht des Unfallversicherers im Zusammenhang mit der R�ckfallmeldung vom 26. Februar 1998 zu verneinen.
Die Beschwerdegegnerin beantragt die Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung (Art. 152 Abs. 2 OG). Aus den eingereichten Unterlagen geht hervor, dass sie �ber ein monatliches Einkommen von Fr. 3324.- (Fr. 1830.- Unterhaltsbeitr�ge und Fr. 1494.- IV-Rente) verf�gt. Zudem hat sie vom Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers in den Jahren 2001 und 2002 Akontozahlungen von je Fr. 10'000.- erhalten. Das steuerbare Einkommen f�r 2002 wurde vom Steueramt provisorisch auf Fr. 40'800.- festgesetzt. Als Ausgaben werden ein Mietzins mit Nebenkosten von Fr. 989.- (ab 1. Mai 2003), Krankenkassenpr�mien von Fr. 230.20, ca. Fr. 80.- f�r Selbstbehandlungskosten sowie Fr. 100.- f�r eine Putzfrau angegeben; ferner wird eine Steuerschuld von Fr. 6'079.55 f�r 2002 erw�hnt. Damit ergeben sich Ausgaben von insgesamt Fr. 22'869.95 bei einem Einkommen von Fr. 39'888.- (12 x Fr. 3324.-), sodass Fr. 17'018.05 f�r die �brigen Auslagen verbleiben, wozu noch die Zahlungen des Haftpflichtversicherers kommen. Die Beschwerdegegnerin legt nicht dar, dass sie damit den Grundbedarf nicht zu bestreiten und f�r die Kosten der Rechtsvertretung nicht aufzukommen vermag. Mangels Bed�rftigkeit ist das Begehren um unentgeltliche Verbeist�ndung daher abzuweisen.
Das Begehren der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Verbeist�ndung wird abgewiesen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Concordia, Regionalagentur, Unitas Sch�nenwerd, Rechtsdienst, Sch�nenwerd, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.