Source: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bger/190806_6B_1194-2018.html
Timestamp: 2020-02-22 04:47:59
Document Index: 164127942

Matched Legal Cases: ['BGer', 'BGer', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 66']

DFR - BGer 6B_1194/2018 vom 06.08.2019
BGer 6B_1194/2018 vom 06.08.2019
1. Gemäss Art. 81 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde in Strafsachen berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten (lit. a) und ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat (lit. b). Das Interesse muss ein aktuelles und praktisches sein (BGE 144 IV 81 E. 2.3.1; 140 IV 74 E. 1.3.1; je mit Hinweisen). Zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist namentlich etwa die Privatklägerschaft, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung der Zivilansprüche auswirken kann (Ziff. 5). In Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG nicht explizit aufgeführte Personen sind zur Beschwerde befugt, sofern sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids haben (BGE 133 IV 121 E. 1.1).
2. 2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die erste Instanz habe gestützt auf die Anträge der Staatsanwaltschaft die beschlagnahmten Vermögenswerte eingezogen und diese im Umfang in bestimmter Höhe festgesetzter Kontaminationsquoten - unabhängig davon, ob sie selbst im Verfahren als Privatklägerin oder Verfahrensbeteiligte zugelassen worden sei - an sie (sc. die Beschwerdeführerin) herausgegeben. Dabei habe sie tiefere Quoten festgesetzt, als die Staatsanwaltschaft beantragt habe. Soweit die erste Instanz entgegen den Anträgen der Staatsanwaltschaft die beschlagnahmten Vermögenswerte nicht in vollem Umfang an sie herausgegeben habe, sei sie vom erstinstanzlichen Urteil beschwert gewesen. Sie sei daher zumindest als beschwerte Dritte im Sinne von Art. 105 Abs. 1 lit. f StPO zu behandeln, der u.a. das Recht zustehe, Berufung zu erklären (Beschwerde S. 23 ff.).
6. Aus diesen Gründen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang trägt die Beschwerdeführerin die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG).