Source: http://www.insoinfo.de/pages/insolvenzrecht/389-Mediation++Konfliktmanagement
Timestamp: 2018-04-23 07:23:28
Document Index: 48431968

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 3', '§ 13', '§ 13', '§ 3']

Durch den Einsatz der Mediation kann die Streitkultur verbessert und die Konfliktlösung optimiert werden. Die Entscheidung wird nicht auf Dritte delegiert, sondern von den Parteien durch Hilfe des Mediators selbst gefunden.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
03.01.2018 Gesellschafterstreit: Kostenvergleich zwischen Gerichtsverfahren und Mediation. Sparen Sie 4/5 der Kosten und 24 Monate Zeit.
Gesellschafterstreit: Allgemeines, Dauer, Kosten, Optimierung
A. Der Gesellschafterstreit
"Drum prüfe, wer sich ewig bindet.." heißt ein bekanntes Sprichwort.
Die Wahl der Partner - privat wie geschäftlich- muss gut überlegt und vorbereitet sein.
Je intensiver die Bindung, um so härter werden oft im Konfliktfall die Streitigkeiten geführt.
Ich erlebte dies gerade bei Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern bei mittelständischen Unternehmen oder Familienunternehmen:
Streit um Auskunfts- und Kontrollrechte
Streit um die Geschäftsführung
Streit wegen des Jahresabschlusses.
Tiefe Verletzung, Rache, Zerstörungswut oder Wiedergutmachung einer erlittenen Ungerechtigkeit prägen die Ziele der Streitenden mehr als eine schnelle einvernehmliche sachgerechte Lösung unter Vermeidung von unnötigen Schäden und bei bestmöglichem Erhalt der geschaffenen Werte.
Erforderlich sind besonnene Berater und/oder ein neutraler Dritter, der den Konfliktparteien hilft, aus dem Teufelskreis der wechselseitigen Verletzungen und Angriffe zu kommen, zurück auf den Weg zur Klärung. Die gerichtliche Auseinandersetzung dauert oft Jahre, weil die Parteien meist durch zwei Instanzen gehen. Die Kosten können sehr hoch werden.
Die außergerichtliche Konfliktklärung setzt besondere Fähigkeiten und Kenntnisse voraus:
Rechtskenntnisse im Gesellschaftsrecht
Der Unterzeichnete steht den Konfliktparteien als Berater oder Mediator zu Verfügung oder als Berater der Berater. Eine schnelle Konfliktklärung spart Lebensenergie, Kosten und Zeit.
B. Kostenrisiko-Vergleich eines Streites zwischen Gerichtsstreit und Mediation
Bei einem hohen Streitwert von 1.000.000,00 € (1 Million Euro)
I. Gerichtliche Auseinandersetzung (2 Instanzen, Dauer 30 Monate)
3,15 Rechtsanwaltsgebühren gem. § 13 RVG (Mandantenseite) 14.162,40
Postauslagenpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG (Mandantenseit 40,00
Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV RVG (Mandantenseite) 2.698,46
2,5 Rechtsanwaltsgebühren gem. § 13 RVG (Gegenseite) 11.240,00
Postauslagenpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG (Gegenseite) 20,00
Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV RVG (Gegenseite) 2.139,40
3,0 Gerichtsgebühren gem. § 3 GKG 13.368,00
Summe incl. USt 43.668,26
2,8 Rechtsanwaltsgebühren gem. § 13 RVG (Mandantenseite) 12.588,80
Postauslagenpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG (Mandantenseite) 20,00
Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV RVG (Mandantenseite) 2.395,67
2,8 Rechtsanwaltsgebühren gem. § 13 RVG (Gegenseite) 2.588,80
Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV RVG (Gegenseite) 2.395,67
4,0 Gerichtsgebühren gem. § 3 GKG 17.824,00
Summe incl. USt 47.832,94
Kostenrisiko 91.501,20
Sachverständigenkosten 20.000,00
Gesamtkosten Gerichtsstreit 111.501,20
II. Mediation (Dauer: 6 -Tage)
Kosten Mediator 12.000,00
Sachverständigengutachten (zur Klärung von Sonderfragen) 8.000,00
Protokollierung Vergleich beim Notar 1.000,00
Gesamtkosten Mediation incl. USt 21.000,00
III. Vorteile Mediation
Kostenersparnis 4/5
Zeitersparnis 24 Monate
Eine Wirtschaftsmediation kann den Konflikt klären und spart viel Zeit und Geld
Ich stehe Ihnen als erfahrener unabhängiger Wirtschaftsmediator gerne zur Verfügung.
Beide Parteien bezahlen den Mediator jeweis zur Hälfte bzw. wird die Vergütung aus dem Vermögen der Gesellschaft bezahlt.
Verfasser: Hermann Kulzer MBA Rechtsanwalt Mediator
18.08.2016 Mediation in Sanierung und Insolvenz
In der Krise gibt es oft konträre Interessenlagen der Beteiligten, Geldnot, Kampf um die beste Befriedigung oder um das "Bärenfell". obwohl der noch gar nicht erlegt ist.
Es gibt unentspannte Geschäftsführer, verhärtete Fronten, festgefahrene Verhandlungen.
Einbahnstraßen- alternativlose Situationen- weitere Verhärtungen- Eskalation- Zerschlagung?
Dies alles gefährdet einen möglichen Sanierungserfolg.
Das Einschalten eines Mediators mit Verhandlungs- und Kommunikationsgeschick eröffnet Möglichkeiten für den
Erhalt des Geschäftsbetriebes
Sanierung außerhalb eines Insolvenzverfahrens oder
die Sanierung innerhalb eines Insolvenzverfahrens mittels Insolvenzplan
Der Mediator eröffnet die Chance einer
effektiven Verfahrensabwicklung
mit der bestmöglichen Gläubigerbefriedigung
bei Wahrung der Interessen der Schuldnerin und
Erhalt der Firma bzw. teilweiser Schuldenregulierung.
ohne Gerichtsprozesse
ohne Rufschaden
Win-Win Ergebnisse
ohne Teufelskreise
Ich bin als Insolvenzverwalter, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Wirtschaftsmediator qualifiziert und habe im Rahmen eines Managementaufbaustudiums zahlreiche Tools kennengelernt zur Organisiationsentwicklung.
Mein Einsatzbereich ist die Mediatiion bei Konflikten in Krise oder Insolvenz mit streitenden Stakeholdern oder dem Verwalter.
Hermann Kulzer, Dresden, Glashütterstraße 101a
Verfasser: Hemrann Kulzer MBA Wirtschaftsmediatior Fachanwalt für Insolvenzrecht
12.09.2009 Mediationsvereinbarung
-nachfolgend Partei genannt-
Herrn Rechtsanwalt Hermann Kulzer M.B.A.
Mauerstraße 76 Berlin
1. Vertragsgegenstand und Ziel der Mediation
Ziel der Mediation ist eine einvernehmliche Lösung im beiderseitigen Interesse.
Die Konfliktpartner sind bereit und verpflichten sich, außergerichtlich und selbstverantwortlich, an einer für alle Beteiligten fairen Vereinbarung zur Lösung der Streitigkeiten mitzuwirken. Jeder Konfliktpartner vertritt seinen eigenen Standpunkt und erklärt sich bereit, auch den Standpunkt des anderen zu hören.
Den Konfliktpartnern ist bekannt, dass der Mediator keine Entscheidungsmacht hat. Seine Rolle ist es lediglich, alle Beteiligten im Prozess der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Er ist für das Verfahren und die Strukturierung der Mediation verantwortlich, nicht für deren Ergebnis. Die Konfliktparteien und deren Vertreter sind bereit, voll und offen mit dem Mediator zu kooperieren.
Die Parteien werden darauf hingewiesen, dass in dem Mediationsverfahren eine individuelle Rechtsberatung durch den Mediator nicht stattfinden kann, sie aber jederzeit einen Rechtsanwalt ihrer Wahl konsultieren und sich von diesem beraten lassen können. Der Rechtsanwalt einer Partei kann an dem Verfahren teilnehmen, sofern die andere Partei damit einverstanden ist. Vor Abschluss einer den Konflikt beendenden Vereinbarung wird den Parteien empfohlen, diese mit einem Rechtsbeistand ihrer Wahl zu besprechen. Jede Partei ist allein und ausschließlich verantwortlich für alle Gebühren und sonstigen Aufwendungen, die ihr durch Beauftragung von Vertretern, zusätzlichen Beratern oder Sachverständigen entstehen.
2. Verpflichtungen des Mediators
Der Mediator verpflichtet sich, neutral und allparteilich zu sein. Er versichert, keine der Konfliktparteien in der Streitigkeit vertreten zu haben oder künftig zu vertreten. Er versichert weiter, dass er höchstpersönlich keiner Seite als Beratungsanwalt zur Verfügung stand und zukünftig auch nicht in dieser Sache zur Verfügung stehen wird.
Alle Konfliktpartner verpflichten sich, in der Mediation relevante Informationen offen zu legen. Die Mediation ist freiwillig. Jeder Konfliktpartner hat das Recht, die Mediation jederzeit abzubrechen. Der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten ist nicht ausgeschlossen.
Der Inhalt der Mediationsgespräche ist vertraulich. Die Konfliktpartner nehmen zu Kenntnis, dass alle Informationen, die der Mediator erhält, unter seine Verschwiegenheitsverpflichtung fallen. Die Konfliktpartner verpflichten sich, den Mediator in einem etwaigen anschließenden Gerichtsverfahren nicht als Zeugen zu benennen. Der Mediator wird in der Angelegenheit weder als (ehrenamtlicher) Richter in einem etwaigen anschließenden Arbeitsgerichtsverfahren noch in einem sonstigen Schiedsgerichtsverfahren (z. B. vor der IHK) zur Verfügung stehen. Der Mediator fertigt zu seiner eigenen Information Protokolle von jeder Mediationssitzung an. Es besteht für keine der Konfliktparteien und auch nicht für Dritte ein Einsichtsrecht. Für Dokumentationszwecke ist der Mediator ermächtigt, unter Veränderung aller vertraulichen Daten die Angelegenheit als Fall zu dokumentieren.
Die Konfliktpartner verpflichten sich, nur zur Fristwahrung Klage zu erheben und alle Beteiligten sowie den Mediator hiervon umgehend in Kenntnis zu setzen. Während des Mediationsverfahrens verpflichten sich die Beteiligten, keine neuen gerichtlichen Schritte einzuleiten. Ausnahme bildet die Wahrung einer Rechtsposition (z. B. Fristwahrung). Die Konfliktparteien verpflichten sich, bei anhängigen Verfahren das Gericht oder die staatliche Stelle über das Mediationsverfahren zu informieren und eine Unterbrechung des förmlichen Verfahrens bis zum Abschluss der Mediation zu beantragen. Ein Beweisverfahren soll während der Mediation nicht durchgeführt werden. Alle Beteiligten verpflichten sich, hierzu beizutragen.
6. Mediationssitzung
Das Mediationsverfahren soll zügig durchgeführt werden. Alle Beteiligten verpflichten sich, Mediationsterminen oberste Priorität einzuräumen. Termine werden gemeinsam vereinbart. Der Mediator macht den Beteiligten Terminvorschläge.
7. Honorar des Mediators und weitere Kosten
Eine Mediationsstunde dauert 60 Minuten und wird mit 200 € pro Stunde zzgl. Umsatzsteuer abgerechnet. Angebrochene Stunden werden im 15 Minuten Takt berechnet. Werden Mediationstermine von einem der Beteiligten weniger als 48 Stunden vor dem jeweiligen Termin ohne wichtigen Grund abgesagt, übernimmt die absagende Partei die gesamten Gebühren für diese Sitzung allein.
Für die schriftliche Ausarbeitung der Vereinbarung kann sich der Mediator entweder gesondert nach der Rechtsanwaltsvergütungsverorderung bezahlten lassen oder – in Absprache mit den Parteien- auf Kosten der Beteiligten einen anderen Rechtsanwalt hinzuziehen.
Die Parteien verpflichten sich das Mediationshonorar als Gesamtschuldner zu zahlen, wobei im Innenverhältnis das Honorar zu jeweils 50% von den Parteien getragen wird.
Ausser im Fall von grobfahrlässigem oder vorsätzlichem Handels ist der Mediator keiner Partei gegenüber für Handlungen oder Unterlassungen haftbar, die mit der Mediation in Verbindung stehen.
Mündlichen Nebenabreden bestehen nicht. Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Schriftform.