Source: https://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?f=52&p=1874062
Timestamp: 2020-06-01 03:09:51
Document Index: 18515948

Matched Legal Cases: ['§39', '§ 7', '§ 9', '§ 3', '§ 3', '§3']

Bäume fällen in NRW für Privatperson ganzjährig? im Forum für Umweltrecht
Bäume fällen in NRW für Privatperson ganzjährig?
Beitrag von MichiFed » 21.05.20, 20:35
Hallo, ich habe jetzt als letzte Info auch hier im Forum gelesen das in NRW für Privatpersonen das fällen von Bäumen ganzjährig erlaubt ist. Gibt es da einen Link auf entsprechende offizielle Quellen? Wäre nett! DANKE!!
Re: Bäume fällen in NRW für Privatperson ganzjährig?
Beitrag von ktown » 21.05.20, 22:06
Keine Ahnung wo das stand. Aber das ist so pauschal absoluter Quatsch. Grundsätzlich gilt das Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG und hier insbesondere der §39.
Inwieweit ein Baum gefällt werden darf, hängt davon ab, ob es in Ihrer Stadt/Gemeinde eine Baumschutzsatzung gibt. Dies erfährt man beim Umwelt- oder Grünflächenamt der Stadt-/Gemeindeverwaltung. Besteht eine Baumschutzsatzung, darf ein Baum nicht mehr entfernt werden, wenn er einen bestimmten Stammumfang, in der Regel in 1 m Höhe, überschreitet. Die Festlegung dieses Umfanges obliegt der Stadt/Gemeinde. Das nicht genehmigte Entfernen eines Baumes wird mit hohen Geldstrafen belegt!
Beitrag von MichiFed » 21.05.20, 22:43
21.05.20, 22:06
Keine Ahnung wo das stand. Aber das ist so pauschal absoluter Quatsch.
Als eine meiner Quellen zum Beispiel: https://www.nrz.de/staedte/wesel-hammin ... 41819.html
Ja ist alt, deswegen die Frage nach der Aktualität, der Beitrag hierzu im Forum ist auch schon angestaubt. Genau aus dem Grund ja die Frage..........
Natürlich gilt das unter Berücksichtigung des Stammumfangs und evtl. nistender Vögel. Aber sonst kann ich den in NRW Bäume ganzjährig fällen. Oder?
Nach Satzung sind Kiefern keine geschützten Bäume. Der Stammdurchmesser ist unter dem angegebenen Maß. Reicht das?
Mich interessiert doch ob die in dem Link angesprochene "Entschärfung" der Regeln für Privatpersonen immer noch gilt.
Beitrag von ktown » 21.05.20, 22:58
Lesen sie die Gesetzeslage und erkundigen sie sich bei der Gemeinde. Mehr gibt es nicht dazu zu sagen.
Beitrag von MichiFed » 21.05.20, 23:12
Aaaaaaalles klar..... Ich frage dann mal woanders.
YEAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!!
https://fragdenstaat.de/anfrage/natursc ... rundstuck/
Beitrag von FM » 22.05.20, 02:14
21.05.20, 22:58
Na so einfach ist das auch wieder nicht. Es kommt schon auch auf den Einzelfall an.
Beitrag von ktown » 22.05.20, 09:31
22.05.20, 02:14
Hab ich was anderes behauptet? Ich habe nur die gesetzliche Grundlage aufgezeigt. Den Einzelfall kann letztlich nur der zuständige Mitarbeiter der Gemeinde entscheiden. Man kann natürlich sich auf Internetseiten verlassen (die übrigens nichts anderes sagen) und danach die Strafe zahlen wenn man gegen örtliche Satzungen verstoßen hat.
21.05.20, 23:12
Aaaaaaalles klar..... Ich frage dann mal woanders
Diese Reaktion muss man jetzt aber nicht verstehen.
Beitrag von MichiFed » 22.05.20, 10:28
22.05.20, 09:31
Wenn man dem Fragesteller die Antwort gibt er soll woanders fragen macht der das natürlich auch. Es gibt ja auch noch Frag den Arzt oder GuddeFragge.nett Was ist daran denn nicht zu verstehen? "Unvorbereitet" gehe ich garantiert nicht mehr mit einer Anfrage in Richtung einer Behörde.
Beitrag von ktown » 22.05.20, 10:34
Ansonsten wird ihnen hier nur die rechtliche Grundlage aufgezeigt. Sie werden also nicht an einem Gespräch mit der zuständigen Behörde vorbei kommen.
Beitrag von MichiFed » 22.05.20, 10:56
Ich denke da komme ich rum. 038AV
Ich habe meine Infos, vielen Dank!
Interpretation Baumschutzsatzung
Beitrag von MichiFed » 22.05.20, 15:27
Hallo, an einem Ort namens Walhallali besteht folgende Baumschutzsatzung:
(1) Geschützte Bäume sind zu erhalten und mit diesem Ziel zu pflegen und vor
Gefährdung zu bewahren.
(2) Geschützt sind Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 110 cm, gemessen in
einer Höhe von 100 cm über dem Erdboden (geschützte Bäume). Liegt der Kronenansatz unter dieser Höhe, so ist der Stammumfang unmittelbar unter dem Kronenansatz
maßgebend. Mehrstämmige Bäume sind geschützt, wenn die Summe der Stammumfänge 110 cm beträgt und mindestens ein Stamm einen Mindestumfang von 70 cm aufweist.
(3) Diese Satzung gilt auch für Bäume, die aufgrund von Festsetzungen eines Bebauungsplanes zu erhalten sind, auch wenn die Voraussetzungen des Abs. 2 nicht vorliegen
sowie für die nach dieser Satzung vorgenommenen Ersatzpflanzungen (§ 7, § 9 Abs.1).
(4) Nicht geschützt sind:
a) Obstbäume mit Ausnahme von
Walnussbäumen und Esskastanien
b) Nadelgehölze mit Ausnahme von Ginkgo (Ginkgo biloba), Sumpfzypresse
(Taxodium distichum) und Douglasie (Pseudotsuga menziesii var. caesia)
c) Birken, Pappeln und Weiden mit Ausnahme von Kopfweiden
d) Scheinakazien (Robinia pseudoacacia)
Jetzt fragt Freddy the Krüger sich ob § 3 (2) höherrangig und damit vor § 3 (4) b steht.
Würde Freddy das so richtig lesen das Nadelgehölze nicht geschützt sind, es sei denn sie haben einem Stammumfang von über 110 cm, gemessen in einer Höhe von 100 cm über dem Erdboden?
Es geht mir hier jetzt wirklich nur um genau den Text da oben und ob die Interpretation passt. Oder hebelt §3 (4) b das komplett auf?
Danke für Hilfe und Wissen!
Beitrag von MichiFed » 22.05.20, 16:39
Danke für´s zusammenführen, ich hoffe das ist dienlich.....
Beitrag von MichiFed » 23.05.20, 01:38
Vielen Dank habe es schon!