Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/814
Timestamp: 2019-04-21 20:13:10
Document Index: 122509020

Matched Legal Cases: ['§ 814', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 814', '§ 143', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', '§ 134', '§134', '§134', '§ 4', 'BGH', '§ 814', 'BGH', '§ 814', 'BGH', '§ 814', '§ 817', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 814', '§ 96', '§ 134', '§ 143', '§ 134', 'BGH', '§ 814', '§817', 'BGH', '§ 817', '§ 814', 'BGH', '§ 814', '§ 143', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§814', 'BGH', 'BGH', '§ 134', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 814', '§ 812', '§ 814', '§ 817', 'BGH', '§ 780', 'BGH', '§ 814', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 814', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 782', '§ 343', '§ 782', '§ 397', '§ 87', '§ 814', 'BGH', '§ 814', '§ 814', 'BGH', '§ 814', '§ 812', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 814', '§ 355', '§ 812', 'BGH', '§355', '§355', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 814', '§ 812', 'BGH', '§ 313', 'BGH', '§ 814', '§ 812', '§814', 'BGH', '§ 815', '§814', '§812', '§ 69', '§ 812', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', '§ 814', '§814', '§ 814', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'OGH', 'BGH', '§ 242', '§ 814', 'BGH', '§ 814', '§ 814', 'BGH', '§ 814', '§ 814', 'BGH', '§ 814', '§ 814', '§ 817', 'BGH', '§ 814', '§ 814', '§ 814', '§ 814', 'BGH', '§ 814', 'BGH']

§ 814 BGB: Kenntnis der Nichtschuld
BGH, URTEIL vom 4.2.2015, Az. IX ZR 133/14 Scheitert ein Anspruch des Schuldners an § 814 BGB, ist auch dem Insolvenzverwalter ein Bereicherungsanspruch abzusprechen (BGH, Urteil vom 29. November 1990 - IX ZR 29/90, BGHZ 113, 98, 100 f).
BGH, URTEIL vom 4.2.2015, Az. IX ZR 133/14 Zweifel daran, dass die Voraussetzungen des § 814 BGB vorliegen, gehen zu Lasten des darlegungsund beweispflichtigen Leistungsempfängers (BGH, Urteil vom 17. Oktober 2002 - III ZR 58/02, NJW 2002, 3772, 3773).
BGH, URTEIL vom 4.2.2015, Az. IX ZR 133/14 Deswegen kann letztlich offenbleiben, ob § 814 BGB dem Bereicherungsanspruch entgegensteht, weil diese Vorschrift auf das anfechtungsrechtliche Rückgewährverhältnis des § 143 Abs. 1 InsO nicht anzuwenden ist (BGH, Urteil vom 11. Dezember 2008 - IX ZR 195/07, BGHZ 179, 137 Rn. 15; Beschluss vom 16. Juli 2009 - IX ZR 53/08, NZI 2010, 320 Rn. 3).
BGH, URTEIL vom 4.2.2015, Az. IX ZR 133/14 Bei Zahlung auf eine Nichtschuld fehlt es, selbst wenn einem bereicherungsrechtlichen Rückforderungsanspruch § 814 BGB entgegensteht, an der Entgeltlichkeit der Leistung (BGH, Beschluss vom 21. Dezember 2010, aaO Rn. 12 mwN; MünchKomm-lnsO/Kayser, 3. Aufl., § 134 Rn. 26; Pape/Uhländer/Bornheimer, InsO, §134 Rn. 24; Gehrlein in Ahrens/Gehrlein/Ringstmeier, InsO, 2. Aufl., §134 Rn. 6; MünchKomm-AnfG/Kirchhof, § 4 Rn. 23).
BGH, URTEIL vom 5.1.1980, Az. V ZR 127/78 § 814 BGB setzt voraus, daß 'zu dem Zweck der Erfüllung einer Verbindlichkeit' geleistet wird (BGH Urteil vom 20. Juni 1968, VII ZR 170/66, WM 1968, 1201 unter 3.; Palandt/Thomas, BGB 39. Aufl. § 814 An. 1 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.6.1993, Az. XII ZR 262/91 Wenn einem Bereicherungsanspruch der Frau R. eine Kondiktionssperre gemäß § 814 BGB oder gemäß § 817 Satz 2 BGB entgegenstand, hat sich daran durch den Gläubigerwechsel nichts geändert (vgl. - für den Fall der Geltendmachung eines Rechtes des Gemeinschuldners durch den Konkursverwalter - Senatsurteil BGHZ 106, 169).
BGH, URTEIL vom 3.10.1988, Az. VIII ZR 262/87 Der Geltendmachung hieraus hergeleiteter Ansprüche stehen weder die Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft (vgl. allgemein BGHZ 55, 5, 8) noch Treu und Glauben - auch nicht in der besonderen Ausprägung des § 814 BGB - entgegen.
BGH, URTEIL vom 4.11.2008, Az. IX ZR 195/07 Eine Einschränkung dieses originären gesetzlichen Anspruchs (vgl. BGHZ 15, 333, 337; 83, 102, 105 f; 113, 98, 105; BGH, Urt. v. 18. Mai 1995 - IX ZR 189/94, ZIP 1995, 1204, 1205 f; v. 18. Dezember 2003 - IX ZR 9/03, ZIP 2004, 324, 326) allein durch den Normzweck des § 814 BGB ist abzulehnen (HK-lnsO/Kayser, aaO § 96 Rn. 23; Münch-Komm-lnsO/Kirchhof, aaO § 134 Rn. 22, 45 und § 143 Rn. 10; Gerhardt aaO; im Ergebnis auch Jaeger/Henckel, aaO § 134 Rn. 13).
BGH, Urteil vom 4.11.2000, Az. Auch § 814 BGB schließt eine Rückforderung der als Pachtzins deklarierten Beträge nicht aus, da der Kondiktionsausschluß nach dieser Vorschrift den Anwendungsbereich des §817 BGB nicht erfaßt (vgl. BGH, Urt. v. 9.2.1961 -VIIZR 183/59, WM 1961, 530, 531; BAG, Urt. v. 28.7.1982 - 5 AZR 46/81, NJW 1983, 783; Staudinger/Lorenz, Bearb. 1997, § 817 Rdn. 9; Erman/Westermann aaO § 814 Rdn. 1) und demzufolge auf Fallkonstellationen der vorliegenden Art nicht anwendbar ist.
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2009, Az. IX ZR 53/08 Der Bundesgerichtshof hat zu Lasten des Empfängers einer unentgeltlichen (rechtsgrundlosen) Leistung bereits entschieden, dass eine entsprechende Anwendung des § 814 BGB auf das anfechtungsrechtliche Rückgewährverhältnis gemäß § 143 InsO entgegen BGHZ 113, 98, 105 f nicht in Betracht kommt, weil der Insolvenzverwalter nur bei der Verfolgung von Bereicherungsansprüchen den Beschränkungen des § 814 BGB unterliegt.
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2009, Az. IX ZR 53/08 Eine Einschränkung dieses originären gesetzlichen Anspruchs (vgl. BGH, Beschl. v. 2. April 2009 - IX ZB 182/08, ZIP 2009, 825, 826) allein durch den Normzweck des §814 BGB ist abzulehnen (BGH, Urt. v. 11. Dezember 2008 -IX ZR 195/07, WM 2009, 178, 180 f zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ; Münch-Komm-lnsO/Kirchhof, 2. Aufl. § 134 Rn. 45).
BGH, URTEIL vom 4.0.1979, Az. VII ZR 165/78 aa) Allerdings ist für die Anwendung des § 814 BGB, wenn die Leistung durch einen Vertreter bewirkt wird, dessen Kenntnis davon maßgebend, daß eine Verpflichtung zur Leistung nicht bestand (BGH Urteil vom 18. Januar 1962
BGH, URTEIL vom 3.3.1985, Az. I ZR 176/83 Rechtsoder Tatsachenirrtümer schließen die Anwendung des § 814 BGB (1. Alternative) aus (BGH, Urt. v. 15. Januar 1954 - V ZR 165/52, LM BGB § 242 Cd Nr. 19 Bl. 1 R, 2; ürt.
BGH, URTEIL vom 2.2.1964, Az. § 814 BGB gilt auch für die Abgabe selbständiger SchuldverSprechern Die Bereicherungseinrede kann hier nur auf §§ 812, 814 BGB (Leistung einer Nichtschuld) gestützt werden» Nur diesem Bereicherungsanspruch kann der Einwand der Kenntnis der Nichtschuld (§ 814 BGB) entgegengesetzt werden» Dagegen wäre der Einv/and gegenüber dem Bereicherungsanspruch wegen verv/erfliehen Empfanges (§ 817 BGB) nicht zulässig (BGH NM 1961, 530)» Ein solcher Bereicherungsanspruch bezüglich des Schuldversprechens scheidet hier aus» Der Genehmigungsbescheid für die Umbuchung deckt auch eine echte Gutschrift, d»h» ein mit der Wirkung des § 780 BGB abgegebenes Schuldversprechen» Der Bescheid unterliegt als behördlicher Akt der Auslegung des Revisionsgerichts» Dem Berufungsgericht kann nicht gefolgt werden, wenn es annimmt, die Genehmigung beschränke sich auf die formale Umbuchung ohne Änderung der Person des wahren Anspruchsberechtigten» Wie der Bescheid ergibt, will er in die zivil-rechtlichen Fragen, wem das 'Abrechnungskonto BrflV zogest anden hat, nicht eingreifen» Die Behörde mußte also damit rechnen, daß erst durch die Gutschrift eine Forderung für die Klägerin auf deren Ausländer-Sperrkonto begründet wurde» Das war auch vom Deviseninteresse aus unbedenklich, denn es wurde ausdrücklich hervorgehoben, daß mit der Genehmigung nicht das Einfuhrgeschäft über die Schokolade genehmigt werde» Das Strafverfahren gegen BrflP, in dem sein Guthaben bereits beschlagnahmt war, konnte also mit dem Siele der (später auch angeordneten) Einziehung des Guthabens fortgesetzt v/erden, das durch die Umbuchung nicht beeinträchtigt v/erden konnte» Die zivilrechtlichen Folgen des Gesetzesverstoßes , die sich für die Parteien dieses Rechtsstreits ergaben, blieben ausdrücklich unberührt» Die Beklagte kann also der Doppelzahlung des Guthabensbetrages entgehen, indem sie sich darauf beruft, dem Schuldversprechen gegenüber der Klägerin, das bei der Umbuchung des beschlagnahm-
BGH, URTEIL vom 3.9.1984, Az. VIII ZR 152/83 Auch wenn die Wirksamkeit der Aufhebung des Leihverhältnisses von der Zustimmung des Klägers abhängig war (s.o.), stünde dem Bereicherungsan-Spruch weder § 814 BGB - der für den Fall des § 812 Abs. 1 Satz 2. Alt. 1 BGB ohnehin nicht gilt (BGH Urteil vom 9. Dezember 1971 - III ZR 58/69 - WM 1972, 283, 286 l.Sp.)
BGH, URTEIL vom 4.9.2015, Az. IX ZR 100/13 -7- 11	a) Im Anschluss an Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 144, 89, 91) hat der Bundesgerichtshof entschieden, unabhängig von § 814 BGB könne eine Rückforderung nach § 242 BGB auch bei bloßen Zweifeln an der Verpflichtung ausgeschlossen sein, dann nämlich, wenn dem Empfänger erkennbar gemacht werde, der Leistende wolle die Leistung auch für den Fall bewirken, dass keine Verpflichtung dazu bestehe, wenn also das Verhalten des Leistenden derart sei, dass der Empfänger daraus schließen dürfe, der Leistende wolle die Leistung - einerlei, wie ihr Schuldgrund beschaffen sei - gegen sich gelten lassen (BGH, Urteil vom 9. Mai 1960 - III ZR 32/59, BGHZ 32, 273, 278; vom 13. Mai 2014 -XI ZR 170/13, WM 2014, 1325 Rn. 112).
BGH, , Az. 11 als ihres Wissensvertreters zurechnen lassen muß; denn § 814 BGB findet nur bei einem Bereicherungsanspruch aufgrund einer zu dem Zwecke der Erfüllung einer Verbindlichkeit erbrachten Leistung Anwendung (vgl. BGH, Urteil vom 20. März 1986 - II ZR 75/85, WM 1986, 1324„ 1325).
BGH, Urteil , Az. II ZH 110/55 *	*	1	« allerdings, wie das Berufungsgericht zutreffend aus führt, nicht deshalb angefochten werden, weil sie die Klägerin in Unkenntnis davon abgegeben hätte, daß ihr noch eine Forde- • rung auf Sonderprovision zustando insoweit würde kein Irrtum über den Inhalt der Erklärung vorliegen, denn die Klä-• gerin hätte damit den Sinn verbunden, der der Erklärung objektiv zukommt (Staudinger-Kober, § 782 Anm I 2 föf % Düringer-Hachenburg, Allgemeine Einleitung vor § 343 Anm 137;« Wird eine Forderung in der Abrechnung versehentlich nicht aufgenommen, so kann der davon Betroffene die Berichtigung im Wege der ungerechtfertigten Bereicherung verlangen (Stau-dinger aaO I, 2 fß i Regelsberger aaO 29, 30 5 Palandt § 782 Anm 4 und § 397 Anm 6j Schröder, Handelsvertreter, 2«, Aufl § 87 c Anm 3)* Da zugunsten der Klägerin zu unterstellen ist, daß ihr Geschäftsführer an die Geltendmachung der Sonderprovision nicht gedacht hat, steht einer derartigen Berechtigung die Bestimmung des § 814 BGB nicht entgegen* Anhaltspunkte dafür, daß die Feststellung unabhängig davon gelten sollte, ob noch weitere Ansprüche bestehen oder nicht, sind dem Sachverhalt nicht zu entnehmen ( RG JW 1910, 1902f RG DZ 1911, 143)o Was das Berufungsgericht
BGH, URTEIL vom 5.4.1974, Az. IV ZR 4/75 Dem Rückerstattungsanspruch steht entgegen der Meinung der Revision auch nicht die Bestimmung des § 814 BGB entgegen; daß die Kläger jedenfalls im Zeitpunkt der Zahlung am 24. Januar 1969 Kenntnis davon hatten, daß eine Verbindlichkeit nicht bestanden habe, hat die Beklagte zu beweisen (vgl. Palandt/Thomas BGB 33. Aufl., § 814 An. 4).
BGH, URTEIL vom 5.0.1973, Az. V ZR 24/71 Es kann deshalb offen bleiben, ob nicht auch Leistungen erfüllungshalber oder zu Sicher-stellungszwecken für die Anwendung des § 814 BGB genügen (vgl. in ersterer Hinsicht BGB-RGRK - 11. Aufl. § 812 An. 85 sowie allgemein die weite Auslegung der Vorschrift im Urteil vom 16. September 1966, VIII ZR 202/64, NJW 1967, 2260, 2261 Ende).
BGH, URTEIL vom 3.1.2008, Az. VIII ZR 208/07 § 814 BGB ist insofern eine besondere Ausprägung des Grundsatzes von Treu und Glauben (BGHZ 73, 202, 205).
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2013, Az. XI ZR 210/12 Dass der Beklagte das Saldoanerkenntnis unter den Voraussetzungen des § 814 BGB abgegeben habe, was von der Klägerin darzutun und zu beweisen war (Oetker/Maultzsch, HGB, 2. Aufl., § 355 Rn. 79; Baumgärtel/Jährig, Handbuch der Beweislast - BGB SchuldR BT III, 3. Aufl., § 812 Rn. 56) und was voraussetzte, dass der Beklagte positive Kenntnis davon hatte, aus dem kausalen Saldo zu dem Jahresschluss 2008 nicht verpflichtet zu sein, ist nicht festgestellt (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 1971 - III ZR 58/69, WM 1972, 283, 286; Staub/Canaris, HGB, 4. Aufl., §355 Rn. 216; MünchKommHGB/Langenbucher, 2. Aufl., §355 Rn. 104).
BGH, Urteil vom 3.4.1997, Az. IV ZR 35/96 Denn § 814 BGB schließt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 113, 62, 70) eine Kondiktion erst aus, wenn der Leistende nicht nur die Tatumstände kennt, aus denen sich ergibt, daß er nicht verpflichtet ist, sondern auch weiß, daß er nach der Rechtslage nichts schuldet.
BGH, URTEIL vom 5.0.2008, Az. V ZR 118/07 Ein Bereicherungsanspruch ist nach § 814 BGB nur ausgeschlossen, wenn der Bereicherungsgläubiger positive Kenntnis von der Nichtschuld hat, aus den ihm möglicherweise bekannten Umstände mithin im Rahmen einer Parallelwertung in der Laiensphäre auch die richtigen Schlüsse gezogen hat (BGH, Urt. v. 7. Mai 1997, IV ZR 35/96, NJW 1997, 2381, 2382; v. 20. Juli 2005, VIII ZR 199/04, NJW-RR 2005, 1464, 1466; BAG NZA 2005, 814, 816).
BGH, URTEIL vom 5.8.1975, Az. V ZR 180/73 Sie übersieht auch die Rechte-sprechung, die - bisher bei der Behandlung von Teilzahlungen auf einen als formnichtig erkannten Vertrag - das Schwergewicht der Leistung für den Regelfall nicht in der Einlösung eines unwirksamen Versprechens (der 'Erfüllung der Verbindlichkeit” im Sinne von § 814 BGB), sondern in der dem anderen Teile erkennbaren Absicht sieht, ihn zur (freiwilligen) Gegenleistung zu bestimmen und den vereinbarten Austausch zustande zu bringen (§ 812 Abs. 1 Satz 2 BGB); auf RGZ 98, 237, 240 und BGH LM BGB § 313 Nr. 48 sei verwiesen.
BGH, URTEIL vom 5.9.1973, Az. v zr 173/71 Kläger die vom Beklagten übernommenen Gebäude auf dem Grundstück abgebrochen und seinen Lagerplatz in anderer Form ausgestaltet hätte« Das ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden« b)	Die Revision möchte den Bereicherungsanspruch daran scheitern lassen, daß der Kläger, als er die 37 500 DM zahlte, das Nichtbestehen einer entsprechenden Verpflichtung gekannt habe« Dies hatte der Beklagte, wenn auch nur beiläufig, bereits in der Berufungserwiderung (S« 16, 17) eingewandt, aber das angefochtene Urteil ist dem nicht gefolgt: § 814 BGB komme bei einem Anspruch aus § 812 Abs« 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB, wie ihn der Kläger geltend mache, nicht zu dem Zuge (unter Hinweis auf RGZ 129, 307, 308 sowie Palandt/Thomas, BGB 30« Aufl« §814 Anm« 1; ebenso jetzt 32« Aufl« aaO; vgi« auch BGH WM 1972, 283, 286), und die Voraussetzungen des § 815 BGB, durch den ein Bereicherungsanspruch solcher Art allenfalls ausgeschlossen werden könnte, seien hier aus näher dargelegten Gründen nicht gegeben« Gegenüber diesen Urteilsausführungen rügt nunmehr die Revision, der Berufungsrichter habe sich zu Unrecht den Weg zur Anwendung des §814 BGB dadurch versperrt, daß er von einem falschen Bereicherungstatbestand ausgegangen sei: Nichteintritt des mit der Leistung bezweckten Erfolgs im Sinne von §812 Abs« 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB (condictio causa data causa non secuta) könne nur bei solchen Leistungen vorliegen, die nicht der Erfüllung einer Verpflichtung dienen sollten, sondern einem anderen, bei der Leistung vereinbarten besonderen Zweck (unter Bezugnahme auf Laranz, Schuldrecht 2. Band 10* Aufl« § 69 II, S« 421 f, und Palandt/Thomas aaO § 812 Anm« 6 A d); daran aber fehle
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2009, Az. IX ZB 182/08 Insoweit ist der Insolvenzverwalter an die für den Arbeitgeber (Schuldner) geltenden Beschränkungen des Anspruchs (z.B. nach § 814 BGB) gebunden (vgl. BGH, Urt. v. 11. Dezember 2008 - IX ZR 195/07, aaO S. 180 Rn. 15 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.11.1971, Az. III ZR 58/69 Dabei übersieht es indes, daß auf diesen Fall der Kondiktion der § 814 BGB keine Anwendung findet (RGZ 71, 316, 317; BGH Urt. vom 14. März 1957 - VII ZR 217/56 - S. 9; Staudinger, BGB 11. Aufl. § 814 Rn 7; RGRK BGB 11. Aufl. §814 An. 12; Palandt aaO § 814 An. 1).
BGH, Urteil vom 4.5.1992, Az. VII ZR 110/91 § 814 BGB setzt nicht nur die Kenntnis der Tatumstände, sondern auch das Wissen voraus, daß der Leistende nach der Rechtslage nichts schuldet (BGH Urteil vom 28. November 1990 - XII ZR 130/89 = NJW 1991, 919, 920); hierfür fehlen greifbare Anhaltspunkte .
BGH, URTEIL vom 4.2.2014, Az. IX ZR 147/11 Diesem Anspruch kann der Schuldner der befriedigten Forderung auch nicht § 814 BGB entgegenhalten (BGH, je aaO).
BGH, URTEIL vom 4.0.1973, Az. II ZR 90/71 Ein etwaiger Zweifel an der Leistungspflicht oder das bloße Kennenmüssen ihres Nichtbestehens schließen den Rückforderungsanspruch nach § 814 BGB nicht aus.(RGZ 154, 185, 196/97; OGHZ 2, 81, 85 und BGH LM BGB § 242 (Cd) Nr. 19 mwN).
AG Duisburg, Urteil vom 4.1.2006, Az. 77 C 3287/05 Jeder Rechtsoder 27Tatsachenirrtum schließt die Anwendung des § 814 BGB aus (BGH NJW 1997, 2381, 2382; Palandt-Thomas, BGB, § 814 Rn. 3).
LG Bonn, Urteil vom 2.6.2008, Az. 3 O 65/08 Der Bundesgerichtshof hat in seinem zur Konkursordnung ergangenen Urteil entschieden, dass in dem Fall, dass ein Bereicherungsanspruch des Schuldners wegen § 814 BGB ausscheidet, dem Konkursverwalter ein Rückforderungsanspruch in Folge Anfechtung der unentgeltlichen Zuwendungen aus Wertungsgründen versagt ist (BGH, NJW 1991, 560 (562)).
LG Hagen, Urteil vom 1.9.2010, Az. 10 O 128/10 Die Rückforderung der geleisteten Beiträge ist auch nicht durch § 814 BGB ausgeschlossen, da die Klägerin die Leistung unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Rückforderung erbracht hat (vgl. Sprau in Palandt, 69. Auflage 2010, § 814, Rn. 5).
LG Münster, Urteil vom 1.4.2004, Az. 2 O 768/03 (BGHZ 109, 139, 144) Der Anspruch ist auch nicht nach § 814 BGB ausgeschlossen.
AG Wuppertal, Urteil vom 4.1.2005, Az. 35 C 430/04 26Auch steht § 814 BGB einer Rückforderung nicht entgegen, denn unabhängig von der Frage, ob der Klägerin bewusst war, dass sie auf eine Nichtschuld leistete, findet diese Vorschrift im Rahmen des § 817 BGB keine Anwendung (BGH NJW-RR 2001, 1044, 1046 m.w.N.).
LG Köln, Urteil vom 2.6.2010, Az. 37 O 122/09 Dass die Klägerin ggf.Zweifel an der Berechtigung des Gestattungsentgeltes hatte, genügt aber nicht für eine Anwendung von § 814 BGB (vgl. Palandt/Sprau, BGB, 69. Auflage 2010, § 814 Rn 3).
AG Düsseldorf, Urteil vom 4.0.2006, Az. 56 C 9055/05 Liegt ein bloßer Irrtum über Tatsachen vor, ist eine Rückforderung nicht gemäß § 814 BGB ausgeschlossen (Palandt/Sprau, BGB, 64. Auflage, München 2005, Rn. 3).
OLG Nürnberg, Urteil vom 2.0.2012, Az. 1 U 1522/11 Ein Bereicherungsanspruch ist nach § 814 BGB nur ausgeschlossen, wenn der Bereicherungsgläubiger positive Kenntnis von der Nichtschuld hat, aus den ihm möglicherweise bekannten Umstände mithin im Rahmen einer Parallelwertung in der Laiensphäre auch die richtigen Schlüsse gezogen hat (BGH NJW-RR 2008, 824).
VG Bayreuth, Urteil vom 5.7.2013, Az. 5 K 11.508 Grob fahrlässige Unkenntnis ist im Rahmen des § 814 BGB nicht ausreichend (BGH, U. v. 9.12.1971, III ZR 58/69).