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Timestamp: 2019-08-23 01:06:42
Document Index: 218493295

Matched Legal Cases: ['Art. 46', 'Art. 17', 'Art. 4', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 22']

412.014.050
Jahrgang 2010 Nr. 304 ausgegeben am 4. November 2010
über die berufliche Grundbildung Fotofachfrau/Fotofachmann mit Fähigkeitszeugnis (FZ)1
1) Die Berufsbezeichnung ist Fotofachfrau/Fotofachmann.
2) Die Fotofachfrau/der Fotofachmann ist als Mitarbeiterin/Mitarbeiter in einem Fotofachgeschäft im Atelier, im Labor und im Verkauf tätig. Sie oder er beschäftigt sich mit den verschiedenen Arten der Bildaufnahmetechnik, der Bildbearbeitung und -verarbeitung, der Beratung und dem Verkauf.
3) Innerhalb des Berufs der Fotofachfrau/des Fotofachmanns gibt es folgende Fachrichtungen:
a)	Fotografie;
b)	Finishing;
c)	Beratung und Verkauf.
4) Die Fachrichtung wird vor Beginn der Grundbildung im Lehrvertrag festgehalten.
a)	Auswahl von Bilddatenträgern;
b)	Erfassung von Bilddaten;
c)	Gestaltung der Bilder;
d)	Verarbeitung und Ausgabe der Bilddaten;
e)	Bearbeitung von Bildern, Texten und Grafiken;
f)	Sicherung und Archivierung von Daten;
g)	Verkauf und Beratung;
h)	Sortimentsgestaltung und Preiskalkulation;
i)	Umgang mit Rechtsvorschriften;
k)	Einsatz von Informatik;
l)	Administrativarbeiten.
b)	Beratungs- und Verkaufsmethoden;
d)	Kreativitätstechniken;
e)	Präsentationstechniken;
f)	prozessorientiertes vernetztes Denken und Handeln;
g)	wirtschaftliches Handeln.
a)	Belastbarkeit;
b)	Diskretion;
c)	eigenverantwortliches Handeln;
d)	lebenslanges Lernen;
e)	Kommunikationsfähigkeit;
f)	Konfliktfähigkeit;
g)	ökologisches Verhalten;
h)	Sorgfalt;
i)	Umgangsformen.
3) Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Grundbildung für Fotofachleute mit Titel, Datum und Bezugsquelle.
a)	diplomierte Fotofachfrau/diplomierter Fotofachmann oder Fotofachfrau/Fotofachmann mit Fachausweis;
b)	Fotofachfrau/Fotofachmann, Fotografin/Fotograf, Fotofach-Angestellte/Fotofach-Angestellter oder Fotolaborantin/Fotolaborant, mit Fähigkeitszeugnis und mindestens zwei Jahren Berufspraxis;
c)	Fotofinisher, Verkäuferin/Verkäufer oder Detailhandelsangestellte/Detailhandelsangestellter in der Branche Foto, mit Fähigkeitszeugnis und mindestens drei Jahren Berufspraxis in der entsprechenden Fachrichtung;
d)	Angehörige/Angehöriger eines anderen Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen und mit mindestens fünf Jahren Berufspraxis in den entsprechenden Fachrichtungen.
3) Die Berufsbildnerin/der Berufsbildner hält den Bildungsstand der lernenden Person gestützt auf deren Lerndokumentation in einem Bildungsbericht fest.
1) Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung erworben hat:
2) Die für die Zulassung zu einem Qualifikationsverfahren nach Art. 46 Abs. 3 BBG geforderte berufliche Praxis kann individuell verkürzt werden, wenn sie während mindestens zwei Jahren in einem Fotofachbetrieb erworben wurde.
a)	Praktische Arbeit, im Umfang von 14 bis 20 Stunden: Die lernende Person muss im Rahmen einer vorgegebenen Arbeit oder in gestellten Situationen zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten bedarfs- und situationsgerecht sowie fachlich korrekt auszuführen. Die Lerndokumentation darf als Hilfsmittel verwendet werden.
b)	Berufskenntnisse, im Umfang von drei bis vier Stunden: Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person wird schriftlich oder sowohl schriftlich wie mündlich befragt. Wird eine mündliche Prüfung durchgeführt, so dauert diese höchstens eine Stunde.3
3) Für die Berechnung der Gesamtnote zählen die Qualifikationsbereiche nach Art. 17 Abs. 2 sowie die Erfahrungsnote der Berufsfachschule im berufskundlichen Unterricht mit folgender Gewichtung:
c)	Erfahrungsnote des berufskundlichen Unterrichts: einfach;
d)	Allgemeinbildung: einfach.
4) Die Erfahrungsnote des berufskundlichen Unterrichts ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der sechs Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts.4
1) Wiederholungen von Qualifikationsverfahren sind höchstens zweimal möglich. Bei nicht bestandenen Qualifikationsbereichen sind alle Positionen, auch genügende, zu wiederholen.
2) Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so werden die bisherigen Erfahrungsnoten beibehalten. Wird der berufliche Unterricht während mindestens zwei Semester wiederholt, so zählt die neue Erfahrungsnote.
1) Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung nach dieser Verordnung erworben, so wird statt der Erfahrungsnote der Berufsfachschule im berufskundlichen Unterricht der Qualifikationsbereich Berufskenntnisse doppelt gewichtet.
2) Hat eine lernende Person die Berufsmaturitätsprüfung bestanden oder ist sie definitiv ins letzte Semester des Berufsmaturitätsunterrichts promoviert worden, so ist sie von der Prüfung im Qualifikationsbereich Allgemeinbildung befreit. In diesem Fall wird das Ergebnis in der Allgemeinbildung für die Berechnung der Gesamtnote nicht mitgezählt.
2) Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel "Fotofachfrau FZ"/"Fotofachmann FZ" zu führen.
b)	die Noten jedes Qualifikationsbereichs einschliesslich der Note im berufskundlichen Unterricht;
X. Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Fotofachleute
Die Regierung kann eine Kommission bestimmen, der die Förderung der Berufsentwicklung und die Sicherstellung der Qualität der Grundbildung für Fotofachleute obliegt.
1) Lernende, die ihre Bildung als Fotofach-Angestellte/Fotofach-Angestellter vor dem 1. Januar 2005 begonnen haben, schliessen sie nach dem bisherigen Recht ab.
2) Wer die Lehrabschlussprüfung für Fotofach-Angestellte/Fotofach-Angestellter bis zum 31. Dezember 2009 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
1 35210 Fotofachfrau/Fotofachmann (35211 Fotografie; 35212 Finishing; 35213 Beratung und Verkauf)
2 Art. 4 abgeändert durch LGBl. 2012 Nr. 325.
3 Art. 17 Abs. 2 Bst. b abgeändert durch LGBl. 2012 Nr. 325.
4 Art. 18 Abs. 4 abgeändert durch LGBl. 2012 Nr. 325.
5 Art. 22 aufgehoben durch LGBl. 2012 Nr. 325.