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Timestamp: 2020-01-21 14:50:46
Document Index: 106167098

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', 'Art. 17', 'Art. 22', '§ 10', 'Art. 100', '§ 13', '§ 80', '§ 9', '§ 15']

BFH Urteil vom 07.07.2011 - V R 42/09 (veröffentlicht am 12.10.2011) | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BFH Urteil vom 07.07.2011 - V R 42/09 (veröffentlicht am 12.10.2011)
UStG 1999 § 15 Abs. 1-2, §§ 15a, 16, 18; EWGRL 388/77 Art. 17 Abs. 2 Buchst. a, Art. 22 Abs. 4 Buchst. a, Abs. 6 Buchst. a
Niedersächsisches FG (Entscheidung vom 13.08.2009; Aktenzeichen 16 K 463/07; EFG 2009, 2058)
Der Kläger beantragt sinngemäß,1. § 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG i.d.F. des EURL-UmsG vom 9. Dezember 2004 dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gemäß Art. 100 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG), § 13 Nr. 11, §§ 80 ff. des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht (BVerfGG) zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit im Rahmen einer konkreten Normenkontrolle vorzulegen,2. das Urteil des Niedersächsischen FG vom 13. August 2009 16 K 463/07 aufzuheben,3. die Umsatzsteuer 2004 unter Abänderung des Umsatzsteuerbescheids vom 15. Dezember 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 5. November 2007 auf 17.834,60 € herabzusetzen.
b) Ob die Zuordnungsentscheidung entgegen der Ansicht des FG aus anderen objektiven Beweisanzeichen gefolgert werden kann (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 2009, 798; vom 18. Dezember 2008 V R 80/07, BFHE 225, 163, BStBl II 2011, 292, unter II.4., sowie vom 25. März 1988 V R 101/83, BFHE 153, 171, BStBl II 1988, 649, unter II.2.; anders BFH-Urteil in BFHE 197, 372, BStBl II 2003, 813, Leitsatz 3 sowie II.2.b cc) ist nicht entscheidungserheblich. Hierfür käme beispielsweise --die ertragsteuerrechtliche Zulässigkeit einer Aktivierung unterstellt-- die Aktivierung des Gegenstands mit den Netto-Herstellungskosten in Betracht, da nach § 9b Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes der Vorsteuerbetrag nach § 15 UStG, soweit er bei der Umsatzsteuer abgezogen werden kann, nicht zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsguts gehört (vgl. BFH-Urteil in BFH/NV 2009, 798, unter II.3.d cc). Nach den Feststellungen des FG hat der Kläger in seiner Bilanz 2003 nur den betrieblich genutzten Gebäudeteil mit Nettowerten aktiviert. Der Zugang auf dem Konto "Bauten auf eigenen Grundstücken" betrifft somit nicht das Gesamtgebäude, sondern lediglich die Kosten für den "Ausbau Büro …straße". Hieraus kann aber nicht auf die Zuordnung des gesamten Gebäudeteils zum Unternehmensvermögen geschlossen werden.
a) Wie das FG zu Recht festgestellt hat, ist der zu versagende Vorsteuerabzug höher als die begehrte Minderung der Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben. Die im Streitjahr für die Herstellung des Gebäudes in Rechnung gestellten Vorsteuern betragen 5.307,35 € (Büro 923,82 €, Wohnung 4.383,54 €), während sich die Umsatzsteuer auf die begehrte Minderung der unentgeltlichen Wertabgaben auf lediglich 222,80 € beziffert.
Haufe-Index 2754173
BFH/NV 2011, 1980
BFHE 2012, 519
DStR 2011, 1949
HFR 2012, 193
UR 2011, 870
BBK 2011, 1015
StuB 2012, 44
ZKF 2012, 22
StX 2011, 650