Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.09.2012&Aktenzeichen=VII%20ZB%2055/11
Timestamp: 2019-12-06 05:53:18
Document Index: 233221186

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 794', '§ 794', '§ 794', 'BGH', 'BGH', '§ 794', 'BGH']

BGH, 05.09.2012 - VII ZB 55/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,28256
BGH, 05.09.2012 - VII ZB 55/11 (https://dejure.org/2012,28256)
BGH, Entscheidung vom 05.09.2012 - VII ZB 55/11 (https://dejure.org/2012,28256)
BGH, Entscheidung vom 05. September 2012 - VII ZB 55/11 (https://dejure.org/2012,28256)
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Zwangsvollstreckung aus notarieller Urkunde: Anforderungen an das Konkretisierungsgebot der Unterwerfungserklärung
Anforderungen des Konkretisierungsgebots gem. § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO
Vereinbarkeit einer Klausel in einer notariellen Urkunde mit dem Konkretisierungsgebot bei Unterwerfen des Erwerbers einer Eigentumswohnung der Zwangsvollstreckung "wegen etwaiger Verpflichtungen zur Zahlung bestimmter Geldsummen"
Konkrete Bezeichnung des im Unterwerfungstitel vollstreckbar gestellten Anspruchs
Zwangsvollstreckung; Bestimmtheit der Unterwerfungsklausel
Zur Beachtung des Konkretisierungsgebots bei der Ausstellung einer vollstreckbaren Urkunde nach § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO
Pflicht zur Zahlung bestimmter Geldsummen: Zu unbestimmt!
Das Konkretisierungsgebot fordert die konkrete Bezeichnung eines jeden in einer Urkunde begründeten oder erwähnten Anspruchs
Gericht lehnt pauschale Klausel ab
Keine Zwangsvollstreckung aufgrund pauschaler Klausel
Konkretisierungsgebot verletzt: Zwangsvollstreckung unzulässig! (IMR 2012, 519)
AG Offenbach, 03.09.2010 - 380 C 43/10
LG Darmstadt, 29.07.2011 - 5 T 13/11
NJW-RR 2012, 1342
MDR 2012, 1371
DNotZ 2013, 120
WM 2012, 1965
Rpfleger 2013, 37
(2) Der Bundesgerichtshof hat bereits entschieden, dass § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO mit dem Erfordernis der Bezeichnung des Anspruchs ein Konkretisierungsgebot vorsieht, das mit dem Bestimmtheitsgebot nicht gleichzusetzen ist, sondern eine zusätzliche formelle Voraussetzung für die Erteilung der Vollstreckungsklausel darstellt und durch eine Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung wegen "etwaiger Verpflichtungen zur Zahlung bestimmter Geldbeträge" nicht erfüllt wird (Beschluss vom 5. September 2012- VII ZB 55/11, NJW-RR 2012, 1342 Rn. 14, 18).
Er wollte pauschale Unterwerfungserklärungen unterbinden (BGH, Beschluss vom 5. September 2012 - VII ZB 55/11, NJW-RR 2012, 1342 Rn. 14, 18).
Die Verletzung des Konkretisierungsgebots führt deshalb nicht nur zur Versagung der Vollstreckungsklausel (BGH, Beschluss vom 5. September 2012 - VII ZB 55/11, NJW-RR 2012, 1342 Rn. 14), sondern auch zur Unwirksamkeit der Unterwerfungserklärung.
(1) Die Vollstreckung aus einer notariellen Urkunde im Sinne des § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO setzt zunächst voraus, dass sich der Schuldner wegen eines Anspruchs, der einen vollstreckungsfähigen Inhalt hat und konkret und inhaltlich bestimmt bezeichnet ist (vgl. BGH, Beschluss vom 5. September 2012 - VII ZB 55/11, MDR 2012, 1371 Rn. 14 ff.), der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft.