Source: http://www.dr-ehlers.de/2016/08/aufwendungen-fuer-gescheiterten-immobilienerwerb-als-vorab-entstandene-werbungskosten/
Timestamp: 2020-05-29 06:07:25
Document Index: 31948289

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 13', '§ 13', '§ 32', '§ 10', '§ 17', '§ 17']

Aufwendungen für gescheiterten Immobilienerwerb als vorab entstandene Werbungskosten - Dr. Ehlers - Gruttke - Dr. Volkmann und Partner mbB| Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Aufwendungen für gescheiterten Immobilienerwerb als vorab entstandene Werbungskosten
Aufwendungen, die anfallen, bevor Einnahmen erzielt werden, können als vorab entstandene Werbungskosten abgezogen werden, sofern ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und der Einkunftsart besteht, in deren Rahmen der Abzug begehrt wird. Ein solcher Abzug ist von dem Zeitpunkt an gegeben, zu dem sich anhand objektiver Umstände feststellen lässt, dass der Entschluss, Einkünfte einer bestimmten Einkunftsart zu erzielen, endgültig gefasst worden ist. Die (vorab entstandenen) Aufwendungen können – als vergeblicher Aufwand – selbst dann abziehbar sein, wenn es entgegen den Planungen des Steuerpflichtigen nicht zu Einnahmen kommt, sofern nur eine erkennbare Beziehung zu den angestrebten Einkünften besteht.
Die Berücksichtigung von Aufwand als (vorab entstandene) Werbungskosten bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung setzt grundsätzlich voraus, dass sich der Steuerpflichtige endgültig entschlossen hat, aus dem Objekt durch Vermieten Einkünfte nach § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG zu erzielen und diese Entscheidung später nicht aufgegeben hat. Dies gilt auch dann, wenn die Wohnung in einem bestehenden Gebäude durch Sanierung erst noch hergestellt werden muss.
Selbst nach Aufgabe der Einkünfteerzielungsabsicht können vorab entstandene vergebliche Werbungskosten weiter abziehbar sein, wenn der Steuerpflichtige – nachdem er das Scheitern seiner Investition erkannt hat – etwas aufwendet, um sich aus der vertraglichen Verbindung zu lösen. Der durch die Absicht der Einkünfteerzielung begründete Veranlassungszusammenhang wirkt fort, solange er nicht durch eine der Vermögenssphäre zuzuweisende neue Veranlassung überlagert wird. Andererseits genügt es nicht, wenn der Entschluss zur Vermietung zu einem Zeitpunkt getroffen wird, in dem bereits absehbar ist, dass die Investition scheitern wird.
Auf die Vermietungsabsicht als innere Tatsache kann nur anhand von äußeren (vom FG festgestellten) Umständen (Indizien) geschlossen werden. Absichtsbekundungen des Steuerpflichtigen genügen insoweit nicht. Kommen Vermietungsbemühungen noch nicht in Betracht, z.B. weil das Objekt noch nicht hergestellt ist, muss sich aus anderen objektiven Umständen ergeben, ob der Steuerpflichtige zur Vermietung bereits entschlossen war. Erforderlich ist in jedem Fall eine Gesamtwürdigung der objektiven Umstände des Einzelfalls.
Dabei müssen nicht nur die im Streitzeitraum eingetretenen Umstände berücksichtigt werden. Bei der tatrichterlichen Würdigung der Umstände kann in Zweifelsfällen auch das spätere Verhalten des Steuerpflichtigen mit einbezogen werden. Starre Regeln für die Würdigung und Gewichtung der einzelnen Umstände gibt es nicht.
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Bitte einen Artikel auswählen Forderungsverzicht als steuerlicher Verlust im Rahmen der Abgeltungssteuer Welche Leistungsbeschreibung ist in Rechnungen ausreichend? Ist der Rechnungszinsfuß für Pensionsrückstellungen verfassungswidrig? Vorsicht bei geänderter Abzinsung von Pensionsrückstellungen und Organschaft Bilanzierung von Verbindlichkeiten bei Rangrücktritt Unechte Betriebsaufspaltung durch Vermietung wesentlicher Betriebsgrundlage Neue Gesetzentwürfe für das Jahr 2017 Neue gesetzliche Regelungen für die elektronische Kassenführung Besteuerung einer Einlagenrückgewähr nicht EU-konform Steuersenkung 2017 minimal Aufwendungen für gescheiterten Immobilienerwerb als vorab entstandene Werbungskosten Einbringung eines Wirtschaftsguts gegen Gutschrift auf dem Kapitalkonto II. Gewerblicher Grundstückshandel bei Einbringung von Grundstücken in eine Personengesellschaft Nachträgliche Schuldzinsen nach nicht steuerbarer Immobilienveräußerung Frage an den Großen Senat zur Trennungstheorie Warnung des Landesamts für Steuern Koblenz Beteiligung unter 10 % ist kein Sonderbetriebsvermögen Abbau der kalten Progression: Dezemberlösung und Alleinerziehende Auswirkungen der neuen GoBD auf die Umsatzsteuer Realteilung trotz Fortführung der Mitunternehmergesellschaft Erweiterung der Nichtbeanstandungsregelung bei § 13b UStG Steuerfreiheit einer innergemeinschaftlichen Lieferung Neufassung der Lohnsteuer-Richtlinien ab 2015 BVerfG-Urteilt zum ErbStG: Begünstigungen für Betriebsvermögen sind verfassungswidrig Entnahmebesteuerung und Vorsteuerberichtigung bei verspäteter Zuordnung eines gemischt genutzten Gebäudes Reisekosten und Reisekostenvergütungen bei betrieblich und beruflich veranlassten Auslandsreisen ab 2015 Vorsteuerabzug bei Verlust aller Rechnungen Wechsel der Steuerschuldnerschaft nach § 13b UStG Kein maßgeblicher Einfluss bei beruflicher Tätigkeit i.S.d. § 32d EStG erforderlich Fristlose Kündigung bei fehlerhafter Zeiterfassung Wann gilt der Anscheinsbeweis bei der 1-%-Regelung? 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Grunderwerbsteuerrechts Unterkunftskosten im Rahmen eines Studiums Erstattungszinsen zur Körperschaftsteuer sind steuerpflichtig Keine Anlaufhemmung bei Antragsveranlagung Ein-%-Grenze des § 17 Abs. 1 Satz 1 EStG ist verfassungsgemäß JStG 2013 gescheitert – Bundestag beschließt abweichend von den Ergebnissen des Vermittlungsausschusses Versagung des Vorsteuerabzugs – Grenzen des guten Glaubens Reisekosten bei Auslandsreisen für 2013 erhöht Neue Stellungnahme der Verwaltung zur Entfernungspauschale VGA: Körperschaftsteuerbescheid kein Grundlagenbescheid für den Einkommensteuerbescheid eines Gesellschafters Schädlicher Beteiligungserwerb – Ermittlung der 25-%-Grenze Kosten für Telefongespräche bei einer Auswärtstätigkeit als Werbungskosten Gewerbesteuerliche Mindestbesteuerung verfassungsgemäß und die Gewährung von Billigkeitsmaßnahmen Ab dem 01.01.2013 ändert sich die Abgabe der Zusammenfassenden Meldung Prüfung der Einkünfteerzielungsabsicht bei Privatdarlehen Mindestbesteuerung beim Verlustabzug nicht verfassungswidrig Elektronische Steuererklärungen- Neue Regelungen für Unternehmer bei Elster BFH zweifelt nicht an der Verfassungsmäßigkeit der Gewerbesteuer Vorläufige Festsetzung der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) Zum Vertrauensschutz in den Fortbestand steuerrechtlicher Regelungen Rechnungsangaben: Leistungsumfang ist genau zu beschreiben Gewinnwirksame Übertragung von Wirtschaftsgütern bei einer Einmann GmbH & Co. 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