Source: http://wb-op.de/AusbildungsrichtlinienDKG.htm
Timestamp: 2018-01-23 17:28:25
Document Index: 253559133

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§5', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 15', '§ 8', '§ 18', '§ 9', '§ 10', '§7', '§7', '§ 15', '§ 17', '§18', '§ 18', '§8', '§15', '§11', '§11', '§ 20']

Ausbildungsrichtlinien DKG
DKG-Empfehlung zur Ausbildung und Prüfung
Operationstechnischen Assistentinnen / Assistenten
- Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft vom 31. März 2004 -
I. Aufgabengebiete
(1) Die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin / zum Operations-
technischen Assistenten (OTA) soll die Schülerinnen und Schüler* mit
den vielfältigen Aufgaben im Operationsdienst und den folgenden
Funktionsbereichen:
- Endoskopie und
Die Ausbildung soll ihnen die zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlichen speziellen
Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln.
(*mit der Bezeichnung "Schüler" sind im weiteren Text auch die Schülerinnen gemeint.)
(2) Zu den Aufgaben einer / eines OTA zählen insbesondere
- die fachkundige Betreuung der Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung
ihrer physischen und psychischen Situation während ihres OP- und Funktions-
abteilungsaufenthaltes,
- die selbständige Organisation und Koordination der Arbeitsabläufe in
den genannten Funktionsabteilungen, die Vor- und Nachbereitung
des Operationssaales,
- die Vorbereitung bevorstehender Operationen einschließlich der Instrumente, die
(Springertätigkeit),
- die Instrumentation in den unterschiedlichen Fachbereichen,
- die Wiederaufbereitung des Instrumentariums,
- die Sachkenntnis und Wartung von medizinischen Apparaten und Materialien,
- die Verantwortung für aseptische Arbeitsweise,
- die Verantwortung für die Durchführung hygienischer Maßnahmen, administrative
- die Anleitung beziehungsweise Ausbildung von neuen Mitarbeitern und Schülern.
(3) Die Befähigung zur Übernahme der genannten Aufgaben soll durch theoretische
und praktische Ausbildung, insbesondere auch durch Vermittlung patienten-
orientierter Verhaltensweisen und Einstellungen, erzielt werden.
(1) Wer einen dreijährigen Ausbildungsgang entsprechend dieser Empfehlung
erfolgreich absolviert hat, darf die Bezeichnung "Operationstechnische
Assistentin / Operationstechnischer Assistent (DKG)" führen.
(2) Im übrigen wird eine Ausbildung anerkannt, wenn die Gleichwertigkeit des
Ausbildungsstandes nachgewiesen wird. Auf Antrag kann eine andere
abgeschlossene Ausbildung im Umfang ihrer Gleichwertigkeit bis zu zwei Dritteln
der Gesamtstunden der Ausbildung auf die Dauer einer Ausbildung nach
§ 5 Abs. 1 angerechnet werden.
(1) OTA-Schulen sind mit dem Krankenhaus verbundene Einrichtungen, die als zur
Ausbildung geeignet anerkannt worden sind.
(2) OTA-Schulen sind geeignet für die Ausbildung, wenn
1. sie entweder von einer Lehrerin / einem Lehrer oder gemeinsam von einer
Lehrerin/einem Lehrer und einer Fachärztin / einem Facharzt eines operativen
Fachgebietes oder einer Lehrerin / einem Lehrer und der Pflegedienstleitung
geleitet werden und
eine Gesundheits- und Krankenpflegerin/ein Gesundheits- und
Krankenpfleger /eine Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin/ein
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger für den Operationsdienst
beziehungsweise eine / ein OTA mit didaktischer und pädagogischer
Vorbildung hauptamtlich für die Ausbildung tätig ist (verantwortliche Leiterin /
Leiter der Ausbildung);
2. eine im Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze ausreichende Zahl von
Lehrerinnen / Lehrern, Fachkrankenpflegepersonen für die entsprechenden
Funktionsdienste bzw. OTA´s sowie an der Ausbildung mitwirkenden
Fachärztinnen /-ärzten und weiteren Fachkräften zur Verfügung steht;
3. ausreichende, unter Anleitung stehende Arbeitsplätze für die praktische
Ausbildung in den Fachgebieten und Bereichen gemäß §5 Abs. 5
4. die erforderlichen Räume und Einrichtungen, Lehr- und Lernmittel für den
Unterricht zur Verfügung stehen;
5. eine sinnvolle Kopplung der theoretischen und praktischen Ausbildung
6. ein detaillierter Lehrplan mit Lernzielen und zugeordneter Dozenten-
§ 4 Voraussetzung für die Teilnahme
(1) Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung nach § 5 Abs. 1 ist
1. dass die Bewerberin oder der Bewerber in gesundheitlicher Hinsicht zur
Ausübung des Berufes geeignet ist und
2. der Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene
Schulbildung oder
a) einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer vorgesehenen
Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren oder
b) die Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer oder einer
erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung von
mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe
(2) Für Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, Gesundheits- und Krankenpfleger,
Kinderkrankenpfleger kann die Ausbildung auf Antrag um zwölf Monate verkürzt
werden, wenn mindestens eine Tätigkeit von sechs Monaten im
Operationsdienst nachgewiesen ist.
(3) Für Arzthelferinnen/ Arzthelfer kann die Ausbildung um sechs Monate verkürzt
werden, wenn sie mindestens eine Tätigkeit von sechs Monaten im
Operationsdienst bzw. operativen Bereich (z.B. bei einem niedergelassenen
Chirurgen) nachweisen können und darüber hinaus gegebenenfalls eine
Aufnahmeprüfung an der OTA-Schule bestehen.
§ 5 Form, Dauer und Gliederung der Ausbildung
(1) Die Ausbildung für Operationstechnische Assistentinnen/Assistenten dauert unabhängig vom
Zeitpunkt der Abschlussprüfung drei Kalenderjahre. Sie findet an anerkannten OTA-Schulen als
Lehrgang mit theoretischem und praktischen Unterricht sowie mit einer in den Lehrgang
eingegliederten praktischen Ausbildung in künftigen Aufgabenbereichen statt. Beim praktischen
Einsatz muss der Ausbildungsauftrag gewahrt bleiben.
(2) Der Lehrgang umfasst
1. mindestens 1600 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht,
2. mindestens 3000 Stunden praktische Ausbildung unter fachkundiger Anleitung
an obligtorischen und fakultativen Einsatzplätzen,
3. die Prüfung.
(3) Es ist empfehlenswert, die theoretische Ausbildung im Rahmen von Studientage
mit Blockwochen zu vermitteln.
(4) Der theoretische und praktische Unterricht umfasst folgende Unterrichtsfächer:
- Allgemeine und spezielle OP-Lehre
- Betreuung und technische Assistenz in den
Tätigkeitsfeldern Ambulanz und Endoskopie
- Topographische Anatomie
- Grundlagen der Anästhesie
- Erste Hilfe und Reanimation
- Plastische- und Wiederherstellungschirurgie
- Viszerale Chirurgie
- Zentrale Sterilgut- und Versorgungs-
Abteilung (ZSVA)
- Allgemeine Hygiene und Umweltschutz
- Medizinsche Mikrobiologie
(5) Die praktische Ausbildung in den folgenden Fachgebieten und Bereichen statt:
2. Weitere chirurgische Fachgebiete
3. Ambulanz / Notfallaufnahme
6. Pflegepraktikum auf einer Station
eines chirurgischen Fachgebiets
7. Zur Verteilung auf die Bereiche 1 und 2
8. Zur Verteilung auf die Bereiche 3 und 6
§ 6 Anrechnung von Fehlzeiten
(1) Auf die Dauer einer Ausbildung nach § 5 Abs. 1 werden angerechnet
1. Urlaub, einschließlich Bildungsurlaub
2. Unterbrechung durch Krankheit oder aus anderen, von der Schülerin oder
dem Schüler nicht zu vertretenden Gründen bis zu zehn Prozent der Stunden
des Unterrichts sowie zu zehn Prozent der Stunden der praktischen
Ausbildung nach § 5 Abs. 2 Nr. 2 und
3. Unterbrechung wegen Schwangerschaft bei Schülerinnen; die Unterbrechung
Gesamtdauer von 14 Wochen nicht überschreiten
(2) Auf Antrag können auch darüber hinausgehende Fehlzeiten berücksichtigt werden, soweit eine
besondere Härte vorliegt und das Ausbildungsziel durch die Anrechnung nicht gefährdet wird.
(1) Von der Schule ist ein Prüfungsausschuss zu bilden.
1. der Schulleitung,
2. den an der Ausbildung verantwortlich beteiligten Fachärzten,
3. mindestens einer an der Ausbildung beteiligten Lehrkraft (Gesundheits- und Krankenpflegerin /
Gesundheits- und Krankenpfleger/Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin/Gesundheits- und
Kinderkrankenpfleger bzw. OTA) mit entsprechender OP-Erfahrung,
4. gegebenenfalls einer Fachprüferin oder einem Fachprüfer, die oder der als Praxisanleitung nach
§ 5 Abs. 2 Nr. 2 tätig ist,
5. gegebenenfalls einem Medizinalbeamten/einer Medizinalbeamtin der zuständigen Behörde.
(3) Der Träger der OTA-Schule bestellt widerruflich die Vorsitzende / den Vorsitzenden und auf
Vorschlag der Leitung der Ausbildung die übrigen Mitglieder des Prüfungsausschusses.
Sofern der Vorsitz nicht durch eine(n) Medizinalbeamtin/Medizinalbeamten der zuständigen Behörde
wahrgenommen wird, ist er von einer gemäß Abs. 2 der die Prüfung durchführenden OTA-Schule
wahrzunehmen. Für jedes Mitglied des Prüfungsausschusses sind Stellvertreter zu bestellen. Der
Träger der OTA-Schule kann als Beobachter eine Person aus einer anderen von der DKG
anerkannten OTA-Schule hinzuziehen. Diese Person ist nicht stimmberechtigt.
(4) Prüfer sind Lehrkräfte des jeweiligen Fachgebietes.
(5) Der Prüfungsausschuss entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme
der / des Vorsitzenden den Ausschlag.
(1) Die oder der Vorsitzende entscheidet auf Antrag des Prüflinge über die Zulassung zur Prüfung und
setzt die Prüfungstermine im Benehmen mit der Schulleitung fest. Der Prüfungsbeginn soll nicht
früher als drei Monate vor dem Ende der Ausbildung liegen.
1. die Geburtsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch der Eltern und alle Urkunden, die
eine spätere Namensänderung bescheinigen,
2. die Bescheinigung über die Teilnahme am theoretischen Unterricht nach § 5,
3. die Bescheinigung über die Teilnahme am praktischen Unterricht nach § 5,
4. Bescheinigung über die abgeleisteten praktischen Einsätze nach § 5,
5. mit mindestens „ausreichend“ bewertete theoretische und praktische Leistungen während der
Ausbildung durch die Lehrkräfte des Ausbildungslehrganges unter Verwendung des in § 15
vorgesehenen Bewertungsmaßstabes.
(3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses setzt auf Vorschlag der OTA-Schule eine
Vornote für den schriftlichen, den mündlichen und den praktischen Teil der Prüfung fest. Die
jeweilige Vornote ergibt sich aus den Bescheinigungen nach § 8 Abs. 2 Nr. 5. Die Vornoten werden
bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses nach § 18 Abs. 1 jeweils mit einem Anteil von 25 von
Hundert berücksichtigt.
§ 9 Zeitpunkt der Prüfung
(1) Die Zulassung sowie die Prüfungstermine sollen dem Prüfling spätestens vier Wochen vor
Prüfungsbeginn schriftlich mitgeteilt werden.
(2) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses setzt im Einvernehmen mit der Leitung der
Ausbildung den Zeitpunkt der Prüfungsteile fest und veranlassen die Ladung der Prüflinge und des
§ 10 Erkrankung, Rücktritt, Versäumnis
(1) Ist der Prüfling durch Krankheit oder sonstige von ihm nicht zu vertretende Umstände an der
Ablegung der Prüfung oder von Prüfungsabschnitten verhindert, so hat er dies bei Erkrankung
durch ein ärztliches Zeugnis, im übrigen in sonst geeigneter Form, unverzüglich nachzuweisen.
(2) Der Prüfling kann in begründeten Fällen mit Genehmigung der Vorsitzenden/des Vorsitzenden von
der Prüfung zurücktreten.
(3) Vor Beginn eines jeden Teils der Prüfung ist der Prüfling zu befragen, ob er gesundheitliche
Bedenken gegen seine Prüfungsfähigkeit vorzubringen hat.
(4) Bricht der Prüfling aus den in Abs. 1, 2 oder 3 genannten Gründen die Prüfung ab, so wird die
Prüfung an einem vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu bestimmenden Termin
fortgesetzt. Der Prüfungsausschuss entscheidet, in welchem Umfang die bereits geprüften Fächer
(5) Erscheint ein Prüfling ohne ausreichende Begründung an einem Prüfungstag nicht
oder tritt er ohne Genehmigung des Vorsitzenden zurück, so gilt der jeweilige
Prüfungsteil als nicht bestanden.
(1) Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung.
(2) Der Prüfling legt die Prüfung an der OTA-Schule ab, an der er die Ausbildung abschließt.
(3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses leitet die Prüfung. Sie / Er bestimmt im
Einvernehmen mit der Leitung der Ausbildung die Prüfer für die einzelnen Schwerpunkte und die
Teile der Prüfung. Sie/Er ist jederzeit berechtigt, sich an der Prüfung zu beteiligen.
(4) Die Prüfung ist nicht öffentlich. Der Prüfungsausschuss kann einzelnen Personen bei Nachweis
eines berechtigten Interesses gestatten, als Zuhörer an der Prüfung teilzunehmen.
(1) Die schriftliche Prüfung besteht aus unter Aufsicht anzufertigenden Arbeiten. Sie finden an 2
aufeinander folgenden Tagen statt.
(2) Der Prüfling hat zu den Unterrichtsfächern
1.Berufsfachkunde und Hygiene
2.Chirurgische Fachgebiete und Krankheitslehre
3.Anatomie und Physiologie
4.Berufs-,Gesetzes-und Staatsbürgerkunde
schriftlich gestellte Fragen / Aufgaben zu beantworten.
(3) Die Aufsichtsarbeiten in den Unterrichtsfächern 1 und 2 dauern jeweils 120 Minuten, in den
Unterrichtsfächern 3 und 4 jeweils 60 Minuten. Jede Aufsichtsarbeit ist von 2 Fachprüfern
unabhängig voneinander zu benoten.
(4) Die Prüfungsnote für den schriftlichen Teil wird wie folgt ermittelt:
Fach 1 mit dem Faktor 3 multiplizieren,
Fach 2 und Fach 3 mit dem Faktor 2 multiplizieren,
Fach 4 mit dem Faktor 1 multiplizieren.
Die Summe der gewichteten Noten wird durch die Summe der Faktoren dividiert.
(1) Der mündliche Teil der Prüfung erstreckt sich auf folgende Unterrichtsfächer:
- Berufsfachkunde und Hygiene
- Chirurgische Fachgebiete einschließlich Anatomie/ Physiologie
- Psychologie, Soziologie und Sozialmedizin.
(2) Geprüft wird einzeln oder in Gruppen bis zu 4 Prüflingen. In den vorgenannten Unterrichtsfächern
soll der Prüfling mindestens 10 Minuten und nicht länger als 15 Minuten geprüft werden.
(3) Jedes der vorgenannten Unterrichtsfächer wird von mindestens einem Fachprüfer abgenommen
und benotet.
Aus dem Durchschnitt der Noten der Fachprüfer bildet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses
im Benehmen mit den Fachprüfern die Prüfungsnote für den mündlichen Teil der Prüfung.
(1) Der praktische Teil der Prüfung wird mindestens von einer Fachprüferin oder einem Fachprüfer
nach §7 Absatz 2 Nr.3 und/oder einer Fachprüferin oder einem Fachprüfer nach §7 Absatz 2 Nr.4 in
einer Operationsabteilung abgenommen und unabhängig voneinander benotet.
(2) Die Prüfung beinhaltet folgende Aufgabenstellungen:
1.Einholen von Informationen über die geplante Operation, einschließlich Erstellung einer
2.Darstellung des geplanten Arbeitsablaufs,
3.Vorbereitung,Instrumentation und Nachsorge der Operation.
(3) Die Auswahl der Operation erfolgt durch die Fachprüfer im Einvernehmen mit der/dem
verantwortlichen Operateurin/Operateur.
(4) Die Prüfungsdauer umfasst einschließlich Absatz 2 Nr.1 insgesamt in der Regel maximal 6 Stunden
und kann auf 2 aufeinander folgende Tage verteilt werden. Sofern durch die Dauer der Operation
die Gesamtprüfungszeit unterschritten wird, kann der Prüfling im Anschluss bis zur Vollendung der
sechsten Stunde im Rahmen der Springertätigkeit geprüft werden.
(5) Die Fachprüfer ermitteln die Note getrennt. Aus den Noten der Fachprüfer bildet die oder der
Vorsitzende des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Fachprüfern die Prüfungsnote für den
§ 15 Benotung
Für die nach dieser Ausbildungs- und Prüfungsempfehlung zu bewertenden Leistungen gelten folgende Noten:
„sehr gut “(1),
(bei Werten bis unter 1,5),
„gut “(2),
(bei Werten von 1,5 bis unter 2,5),
„befriedigend “(3),
(bei Werten von 2,5 bis unter 3,5),
„ausreichend “(4),
„mangelhaft “(5),
dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit
behoben werden können (bei Werten von 4,5 bis unter 5,5),
„ungenügend “(6),
wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind,
dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können (bei Werten ab 5,5).
Über die Prüfung ist für jeden Prüfling eine Niederschrift zu fertigen, aus der Gegenstand,
Ablauf und Ergebnis der Prüfung und etwa vorkommende Unregelmäßigkeiten hervorgehen.
Die Niederschrift ist vom Vorsitzenden und den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
Schriftliche Aufsichtsarbeiten sind 3, Anträge auf Zulassung zur Prüfung und Prüfungsniederschriften sind 10 Jahre aufzubewahren.
§ 17 Täuschungsversuche und Ordnungsverstöße
Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann bei Prüflingen, die die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung in erheblichem Maße gestört oder sich eines Täuschungsversuchs schuldig gemacht haben, den betreffenden Teil der Prüfung für nicht bestanden erklären; §18 Absatz 3 gilt entsprechend. Eine solche Entscheidung ist im Falle der Störung der Prüfung nur bis zum Abschluss der gesamten Prüfung, im Falle eines Täuschungsversuchs nur innerhalb von 3 Jahren nach Abschluss der Prüfung zulässig.
§ 18 Gesamtergebnis, Bestehen und Wiederholung der Prüfung
(1) Nach den Ergebnissen der schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung
ermittelt der Prüfungsausschuss unter Berücksichtigung der während der
Ausbildung gezeigten Leistungen nach §8 Absatz 3 und unter Verwendung des in
§15 vorgesehenen Bewertungsmaßstabs das Gesamtergebnis der Prüfung.
(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeder der nach §11 Absatz 1 vorgeschriebenen
Prüfungsteile mit mindestens „ausreichend “ bewertet wird.
(3) Jeder Prüfungsteil nach §11 Absatz 1 kann einmal wiederholt werden, wenn der
Prüfling in diesem Prüfungsteil die Note „mangelhaft “oder „ungenügend“
(4) Hat der Prüfling alle Teile oder nur den praktischen Teil der Prüfung zu
wiederholen, so darf er zur Wiederholungsprüfung nur zugelassen werden, wenn
er an einer weiteren, spezifischen Prüfungsvorbereitung teilgenommen hat, deren
Dauer und Inhalt von der Vorsitzenden/dem Vorsitzenden des
Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Fachprüferinnen oder Fachprüfern
bestimmt wird. Die weitere Ausbildung darf die Dauer eines Jahres nicht
überschreiten. Ein Nachweis über die weitere Ausbildung ist dem Antrag des
Prüflings auf Zulassung zur Wiederholungsprüfung beizufügen.
(5) Die Wiederholungsprüfung muss spätestens 12 Monate nach der letzten Prüfung
abgeschlossen sein. Der Prüfungsausschuss bestimmt den Prüfungstermin.
Über die Prüfung erhält der Prüfling ein Zeugnis (vergleiche Anlage).
Über das Nichtbestehen der Prüfung erteilt die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses einen Bescheid.
V.Ausbildungsverhältnis
§ 20 Gestaltung des Ausbildungsverhältnisses
Das Ausbildungsverhältnis ist entsprechend des Abschnitts 3 der Regelungen im Krankenpflegegesetz in der geltenden Fassung zu gestalten.
VI. Schlussregelungen
Eine vor In-Kraft-Treten dieser Ausbildungs- und Prüfungsempfehlung begonnene Ausbildung zur „Operationstechnischen Assistentin “oder zum „Operationstechnischen Assistenten “wird nach der bisher geltenden Ausbildungs- und Prüfungsempfehlung abgeschlossen.
Diese Ausbildungs- und Prüfungsempfehlung tritt ab dem 1.September 2004 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Ausbildungs- und Prüfungsempfehlung vom 26.Juni 1996 außer Kraft.
Solange eine bundesweite Regelung oder in einem Bundesland eine landesrechtliche Regelung der Ausbildung im Sinne dieser Empfehlung nicht besteht, nimmt die DKG die Anerkennung der Schulen nach Maßgabe dieser Empfehlung vor.