Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Bayern&Datum=18.07.2017&Aktenzeichen=20%20ZB%2017.30785
Timestamp: 2019-10-13 21:50:41
Document Index: 323381790

Matched Legal Cases: ['§ 74', '§ 78', '§ 87', '§ 108', 'Art. 103', '§ 1', '§ 1', '§ 138']

VGH Bayern, 18.07.2017 - 20 ZB 17.30785 - dejure.org
https://dejure.org/2017,27920
VGH Bayern, 18.07.2017 - 20 ZB 17.30785 (https://dejure.org/2017,27920)
VGH Bayern, Entscheidung vom 18.07.2017 - 20 ZB 17.30785 (https://dejure.org/2017,27920)
VGH Bayern, Entscheidung vom 18. Juli 2017 - 20 ZB 17.30785 (https://dejure.org/2017,27920)
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AsylG § 74 Abs. 2 S. 2, § 78 Abs. 3 Nr. 1, Nr. 3; VwGO § 87b Abs. 3, § 108 Abs. 1 S. 1; GG Art. 103 Abs. 1
Antrag auf Zulassung einer Berufung und auf Prozesskostenhilfebewilligung und Anwaltsbeiordnung
Irak; Grundsätzliche Bedeutung; Glaubhaftigkeit des Verfolgungsgeschehens; Verfahrensmangel; Präklusion; Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör; Beweiswürdigung; Haftbefehl
An der Glaubhaftmachung von Verfolgungsgründen fehlt es in der Regel, wenn der Asylsuchende im Laufe des Verfahrens unterschiedliche Angaben macht und sein Vorbringen nicht auflösbare Widersprüche enthält, wenn seine Darstellung nach der Lebenserfahrung oder auf-grund der Kenntnis entsprechender vergleichbarer Geschehensabläufe unglaubhaft erscheint, sowie auch dann, wenn er sein Asylvorbringen im Laufe des Asylverfahrens steigert, insbesondere wenn er Tatsachen, die er für sein Asylbegehren als maßgeblich bezeichnet, ohne vernünftige Erklärung erst sehr spät in das Verfahren einführt (vgl. BVerfG, B.v. 29.11.1990, InfAuslR 1991, 94, 95; BVerwG, U.v. 30.10.1990, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 135;… B.v. 21.7.1989, Buchholz a.a.O., Nr. 113; BayVGH, B.v. 18.7.2017 - 20 ZB 17.30785 - juris Rn. 5 m.w.N. aus der Rechtsprechung).
An der Glaubhaftmachung von Verfolgungsgründen fehlt es in der Regel, wenn der Asylsuchende im Laufe des Verfahrens unterschiedliche Angaben macht und sein Vorbringen nicht auflösbare Widersprüche enthält, wenn seine Darstellung nach der Lebenserfahrung oder aufgrund der Kenntnis entsprechender vergleichbarer Geschehensabläufe unglaubhaft erscheint, sowie auch dann, wenn er sein Asylvorbringen im Laufe des Asylverfahrens steigert, insbesondere wenn er Tatsachen, die er für sein Asylbegehren als maßgeblich bezeichnet, ohne vernünftige Erklärung erst sehr spät in das Verfahren einführt (vgl. BVerfG, B.v. 29.11.1990, InfAuslR 1991, 94, 95; BVerwG, U.v. 30.10.1990, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 135;… B.v. 21.7.1989, Buchholz a.a.O., Nr. 113; BayVGH, B.v. 18.7.2017 - 20 ZB 17.30785 - juris Rn. 5 m.w.N. aus der Rechtsprechung).
Ein (behaupteter) Aufklärungsmangel erfüllt ebenso wie ein Fehler in der Sachverhalts- und Beweiswürdigung keinen der in § 138 VwGO genannten absoluten Revisionsgründe (…stRspr, vgl. nur BVerwG, B.v. 2.11.1995 - 9 B 710.94 - NVwZ-RR 1996, 359 = juris Rn. 4 ff.;… BayVGH, B.v. 29.5.2017 - 11 ZB 17.30510 - juris Rn. 11; B.v. 18.7.2017 - 20 ZB 17.30785 - juris Rn. 6;… OVG NW, B.v. 25.7.2017 - 1 A 1436/17.A - juris Rn. 30).