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Timestamp: 2016-10-22 16:12:03
Document Index: 286816691

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 15']

I 66/01 (06.12.2001)
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Spira und Ursprung; Gerichtsschreiber
J.________, 1956, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. August W. Stolz, Neugasse 7, 9620 Lichtensteig,
A.- Der 1956 geborene J.________, von Beruf Zimmermann, arbeitete seit 1977 bei der Firma B.________ AG zuletzt als technischer Leiter. Ab 17. April 1996 musste er aus gesundheitlichen Gr�nden der Arbeit fernbleiben. Die B.________ AG k�ndigte das Anstellungsverh�ltnis auf Ende Dezember 1996. Am 19. Februar 1997 meldete sich J.________ unter Hinweis auf R�ckenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach Beizug verschiedener Arztberichte, einer Auskunft der Arbeitgeberfirma vom 26. Februar 1997 und Abkl�rungen in erwerblicher Hinsicht (Berichte des Berufsberaters vom 29. Januar und 24. August 1998) sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten mit Verf�gung vom 9. Oktober 1998 bei einem Invalidit�tsgrad von 54 % r�ckwirkend ab 1. April 1997 eine halbe Invalidenrente zu.
C.- J.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren, mit dem Begehren, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und der Verwaltungsverf�gung sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Sache zu erg�nzenden Abkl�rungen und neuer Beurteilung an das kantonale Gericht, allenfalls an die IV-Stelle, zur�ckzuweisen.
1.- a) Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
b) Nach Art. 28 Abs. 2 IVG gehen Eingliederungsmassnahmen den Rentenleistungen vor. Diese werden nur erbracht, wenn die versicherte Person nicht oder bloss in ungen�gendem Masse eingegliedert werden kann. Sowohl bei der erstmaligen Pr�fung des Leistungsgesuches wie auch im Revisionsfall hat die Verwaltung von Amtes wegen abzukl�ren, ob vorg�ngig der Gew�hrung oder Weiterausrichtung einer Rente Eingliederungsmassnahmen durchzuf�hren sind (BGE 108 V 212 f., 99 V 48).
2.- a) Mit Bezug auf die von Amtes wegen zu pr�fenden beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten stellte die Vorinstanz fest, dass die Verwaltung solche konkludent verneint habe, was sich angesichts der Tatsache, dass verschiedene Abkl�rungen und Bem�hungen, dem Beschwerdef�hrer eine Arbeitsstelle zu vermitteln, erfolglos geblieben seien, nicht beanstanden lasse.
b) Gem�ss den Ausf�hrungen des Berufsberaters der IV-Stelle vom 29. Januar 1998 hoffte der Beschwerdef�hrer, der beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet war und verschiedene Kurse im CAD absolviert hatte, auf dem Arbeitsmarkt eine Stelle als technischer Berater zu finden.
Diesbez�gliche Bewerbungen seien erfolglos geblieben. Es seien folgende Umschulungsvarianten diskutiert worden:
technischer Kaufmann, Immobilienh�ndler, Geb�udebewirtschafter, eventuell Versicherungsbranche. Die Abkl�rungsbem�hungen h�tten nicht zum Erfolg gef�hrt. Unterdessen habe sich das Leiden verschlimmert, sodass die Eingliederungsfrage weiter in den Hintergrund geschoben wurde. So wie sich der Versicherte pr�sentiere und die glaubhaften Beschwerden angebe, seien zur Zeit weder berufliche Eingliederungsmassnahmen noch eine Eingliederung m�glich. Ob berufliche Massnahmen in Frage kommen, m�sse nach weiteren Abkl�rungen aus medizinischer Sicht neu beurteilt werden.
Nachdem medizinische Untersuchungen durchgef�hrt worden waren, berichtete der Berufsberater am 24. August 1998, die Eingliederung habe bisher nicht realisiert werden k�nnen, weil bislang die medizinischen Abkl�rungen sowie Trainingstherapien Vorrang gehabt h�tten und der Beschwerdef�hrer sich auch nicht in der Lage gef�hlt habe, eine Arbeitsstelle oder ein Ausbildungsprogramm auszuf�llen beziehungsweise durchzustehen. Auf Grund der ausgewiesenen Arbeitsunf�higkeit im bisherigen Beruf in den letzten beiden Jahren sollte die Rentenfrage gepr�ft werden. Auf Grund der bereinigten Versicherungssituation k�nnten die Eingliederungsbem�hungen mit besseren Voraussetzungen intensiviert werden.
3.- Wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht geltend gemacht wird, kann unter diesen Umst�nden nicht von einer ausreichenden Abkl�rung der beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten gesprochen werden, welche Voraussetzung f�r die Pr�fung des Rentenanspruchs bildet. Dass zun�chst mit Blick auf die nicht gen�gend gekl�rte medizinische Situation von der Durchf�hrung von Eingliederungsmassnahmen abgesehen wurde, leuchtet ein. Nachdem die medizinischen Abkl�rungsergebnisse vorlagen, h�tte die IV-Stelle indessen die Eingliederungsfrage einer vertieften Pr�fung unterziehen und die erforderlichen Massnahmen in die Wege leiten m�ssen, um dem Beschwerdef�hrer den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zu erm�glichen, zumal die invalidit�tsm�ssigen Voraussetzungen f�r berufliche Massnahmen im Sinne von Art. 15 und 17 f. IVG offensichtlich erf�llt waren und der Berufsberater den Beschwerdef�hrer hinsichtlich Eingliederung als motiviert, initiativ und kooperierend beschreibt (Bericht vom 24. August 1998). Die IV-Stelle, an welche die Sache zur�ckzuweisen ist, wird erg�nzende Abkl�rungen zu den mit R�cksicht auf den Gesundheitszustand des Versicherten in Frage kommenden beruflichen Eingliederungsmassnahmen treffen und hernach �ber die in Betracht fallenden Leistungen neu verf�gen.
die Verwaltungsverf�gung vom 9. Oktober 1998 aufgehoben,
St. Gallen zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter
III. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von
IV.Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wird �ber eine Neuverlegung der Parteikosten f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen
Schreiner-, M�bel- und Holzgewerbes und dem Bundesamt