Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201990,%20951
Timestamp: 2019-11-20 01:36:09
Document Index: 132751811

Matched Legal Cases: ['§ 180', 'Art. 10', 'Art. 23', 'Art.10', '§ 180', '§ 180', '§ 34', '§ 34', 'Art. 23', 'Art. 10', '§ 180', '§ 18']

BFH, 18.07.1990 - I R 115/88 - dejure.org
BFH, 18.07.1990 - I R 115/88
https://dejure.org/1990,2723
BFH, 18.07.1990 - I R 115/88 (https://dejure.org/1990,2723)
BFH, Entscheidung vom 18.07.1990 - I R 115/88 (https://dejure.org/1990,2723)
BFH, Entscheidung vom 18. Juli 1990 - I R 115/88 (https://dejure.org/1990,2723)
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AO 1977 § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a; DBA-Malta Art. 10 Abs. 4 Buchst. b, Art. 23 Abs. 1 Buchst. c
Anrechnung der maltesischen Steuer - Dividenden aus Malta - Unterstützung der Industrie - Ausschüttung - Gewinnfeststellung - Einheitliche und gesonderte Feststellung
Art.10, 23 DBA-Malta
Doppelbesteuerung; Anrechnung maltesischer Steuer
BFHE 161, 499
BStBl II 1990, 951
Allerdings müsste der Anrechnungsbetrag, zu dessen Höhe das angefochtene Urteil des FG nichts aussagt, nach Lage der Dinge ohnehin gemäß § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO --in einem von dem hier angefochtenen Bescheid verfahrensrechtlich zu trennenden Bescheid-- einheitlich und gesondert festgestellt werden (s. Senatsurteil vom 18. Juli 1990 I R 115/88, BFHE 161, 499, BStBl II 1990, 951); das ist nach Mitteilung der Klägerin bis dato nicht geschehen, aber auch davon bleibt die verfassungsrechtliche Beurteilung unbeeinflusst.
Über die hiernach vorgesehene Steueranrechnung (oder den Steuerabzug) ist, wenn Einkünfte gemäß § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO gesondert festgestellt werden, im Rahmen dieser Feststellung zu entscheiden (Senatsurteil vom 18. Juli 1990 I R 115/88, BFHE 161, 499, BStBl II 1990, 951;… Gosch in Kirchhof, EStG, 9. Aufl., § 34c Rz 37; Wagner in Blümich, Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, § 34c EStG Rz 72, m.w.N.).
Demgemäß ist über diese Merkmale --im Gegensatz zur Höhe der gezahlten ausländischen Steuer (vgl. dazu Senatsurteile vom 28. April 2010 I R 81/09, BFHE 229, 252, BStBl II 2014, 754; vom 18. Juli 1990 I R 115/88, BFHE 161, 499, BStBl II 1990, 951)-- nicht im Feststellungsverfahren, sondern im Folgeverfahren (Körperschaftsteuer 2005) zu entscheiden.
Der Kläger beruft sich insoweit auf das Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 18.07.1990 ( I R 115/88, Bundessteuerblatt - BStBl - II 1990, 151).
Angerechnet wird nach Art. 23 Abs. 1 Buchst. c DBA Malta der Teil der maltesischen Steuer, der nach maltesischem Recht zu zahlen wäre, aber auf Grund des Art. 10 Abs. 4 Buchst. b DBA Malta nicht zu zahlen ist (vgl. auch BFH Urteil vom 18.07.1990 I R 115/88, BStBl. II 1990, 951).
Außerdem muss der Anteilseigner den maltesischen Steuerbehörden Steuererklärungen und Abrechnungen bezüglich seiner Einkünfte vorlegen, die für das entsprechende Veranlagungsjahr der maltesischen Steuer unterliegen (vgl. BFH Urteil vom 18.07.1990 I R 115/88, BFH/NV 1990, 82).
Der Beklagte hat die anrechenbaren Ertragsteuern, die von der X in Ungarn entrichtet wurden, in dem angefochtenen Feststellungsbescheid vom 29. August 2001 zu Unrecht mit 0,- DM festgestellt (vgl. zur Einbeziehung solcher Steuern in das Verfahren betr. die gesonderte und einheitliche Einkünftefeststellung: § 180 Abs. 5 Nr. 2 AO 1977, BFH-Urteile vom 18. Juli 1990 I R 115/88, BStBl II 1990, 951 …und vom 28. April 2010 I R 81/09, BFH/NV 2010, 1550 sowie Tz. 6.1 des BMF-Schreibens in BStBl I 2010, 354).
BFH, 15.03.2011 - I B 158/10
Grundsätzliche Bedeutung: Ausländisches Recht und hinreichende Bezeichnung eines …
Ferner hätte der Kläger durch Vorlage geeigneter Belege nachweisen müssen, dass er den maltesischen Steuerbehörden Steuererklärungen und Abrechnungen bezüglich seiner Einkünfte vorgelegt hat, die für das entsprechende Veranlagungsjahr der maltesischen Steuer unterlagen (Senatsurteil vom 18. Juli 1990 I R 115/88, BFHE 161, 499, BStBl II 1990, 951).
Nach der Rechtsprechung des BFH (vgl. Urteil vom 11. Dezember 2001 VIII R 23/01 BFHE 197, 425 BStBl II 2004, 474) soll die Regelung des § 18 Abs. 4 UmwStG verhindern, dass die Gewerbesteuerpflicht des Aufgabe- oder Veräußerungsgewinns bei der Kapitalgesellschaft dadurch unterlaufen wird, dass der Betrieb erst nach vollzogener Umwandlung von der Personengesellschaft veräußert oder aufgegeben wird und der hierbei erzielte Gewinn entsprechend den allgemeinen Grundsätzen (vgl. BFH vom 28. Februar 1990 I R 92/86 BFHE 160, 262 BStBl II 1990, 699; vom 2. April 1997 X R 6/95 BFHE 183, 208 BStBl II 1998, 25, vom 27. März 1996 I R 89/95 BFHE 161, 499 BStBl II 1997, 224) nicht mehr der Gewerbesteuer unterfiele.
Der Senat bezieht sich insoweit auch auf die Ausführungen des BFH im Urteil vom 18. Juli 1990 I R 115/88, BStBl II 1990, 951 .