Source: http://www.oecast.at/zucht/zuchtordnung/
Timestamp: 2018-06-25 15:38:48
Document Index: 19036680

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§4', '§ 12', 'BGH', 'BGH', '§ 19']

Zuchtordnung | ÖCAST
Unsere Züchter müssen sich an die Zuchtordnung des Österreichischen Kynologen Verband halten und ergänzend zu diesen gibts es auch eine Zuchtordnung unseres Vereins:
Österreichischer Club für American Staffordshire Terrier (ÖCAST)
beschlossen durch den ÖCAST-Vorstand am 15.05.2016
1 Züchter und ihre Rechte sowie Pflichten
2 Zuchtrechtsabtretung
3 Zuchtstättenname (Zuchtname)
4 Zuchtzulassung
5 Zuchtalter/Zuchtverwendung/Zuchtausschluss
7 Künstliche Besamung
8 Ausländischer Deckrüde
9 Inzestzucht
10 Importe
11 Gliederung des ÖHZB – Besondere Eintragungsvoraussetzung
12 Zuchtprädikate
13 Wurfmeldung
14 Wurfabnahme
15 Rufname des Rassehundes
16 Abstammungsurkunde
17 Zuchtwart
19 Sanktionen
20 Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen
ZUCHT- UND EINTRAGUNGSBESTIMMUNGEN (ZEO)
Die Zucht- und Eintragungsordnung des ÖCAST regelt die Zucht des American Staffordshire Terrier für das Gebiet der Republik Österreich. Grundlage dieser Zuchtordnung ist die Zucht- und Eintragungsordnung (ZEO) des Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) und das Internationale Zuchtreglement der Federation Internationale Cynologique (FCI) sowie die geltenden österreichischen Tierschutz- und Tierhaltungsbestimmungen. Die ZEO ist ferner für alle Züchter, auch wenn sie nicht Mitglied im ÖCAST sind sowie alle Zuchtvorgänge, aufgrund derer die Einrichtung des Österreichischen Hundezuchtbuches (ÖHZB) in Anspruch genommen wird, anzuwenden und verbindlich. Erklärtes Zuchtziel sind Gesundheit, dem Standard entsprechend typisches Wesen und Leistungsfähigkeit.
ZUCHTORDNUNG (ZO):
Züchter ist der Eigentümer der Hündin zum Zeitpunkt der Belegung.
1.2 Als Eigentümer gilt, wer den Hund unter einem rechtsgültigen Titel erworben hat, im unbestrittenen Besitz des Hundes ist und dies durch den rechtmäßigen Besitz der Abstammungsurkunde, in die der vollständige Name, Adresse und Datum des Eigentumsübergangs eingetragen sind, nachweisen kann.
1.3 Werden keine anderen Abmachungen getroffen, so gilt bei Eigentumsübergang einer trächtigen Hündin der neue Eigentümer als Züchter des zu erwartenden Wurfes.
1.4 Verantwortlich für die Auswahl der Zuchttiere und Zuchtergebnisse ist der Züchter. Der Züchter hat selbst für den Welpenverkauf zu sorgen.
1.5 Der Besuch eines Züchterseminars über Geburt und/oder Aufzucht ist für jeden Erstzüchter verpflichtend, für Deckrüdenbesitzer empfohlen und dem Zuchtwart mittels Urkunde/Teilnahmebestätigung nachzuweisen. Zudem werden bestehende Züchter angehalten, sich laufend auf angebotenen Seminaren weiterzubilden.
1.6 Der Gewahrsam der Zuchttiere und Welpen kann nur persönlich ausgeübt werden. Im Notfall ist eine Stellvertretung durch Dritte ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung des Vorstandes zulässig.
1.7 In Sonderfällen ist der Züchter nach schriftlicher Genehmigung durch den Vorstand des ÖCAST berechtigt, einen bestimmten Wurf teilweise oder vollständig durch einen Stellvertreter aufziehen und betreuen zu lassen. Dies ist jedoch nur dann zulässig, wenn der Aufzüchter in Österreich seinen ordentlichen Wohnsitz hat. Eine beabsichtigte Aufzucht durch einen Stellvertreter ist dem Zuchtwart rechtzeitig bekannt zu geben. Der Aufzüchter ist im Wurfabnahmeformular namentlich zu benennen.
1.8 Inhabern FCI geschützter Zuchtstättennamen ist es untersagt, Eintragungen in andere Zuchtbücher (Dissidenz) als dem ÖHZB vornehmen zu lassen bzw. Hunde ohne FCIanerkannten Abstammungsnachweis zu züchten und/oder zu verkaufen.
1.9 Alle Züchter haben Welpeninteressenten umfassend zu informieren (z.B. über die Art der beantragten Abstammungsnachweise). Insbesondere hat der Züchter den Welpenkäufer bei Abgabe von Welpen mit B-Ahnentafeln davon in Kenntnis zu setzen, dass die Elterntiere die Zuchtbestimmungen nicht erfüllt haben und der Welpe nicht für die Zucht verwendet werden darf.
1.10 Im Zusammenhang mit einem Zuchtvorgang hat der Züchter einer vom ÖCAST oder ÖKV beauftragten Person Zutritt zur Zuchtstätte zu gewähren.
1.11 Jeder Züchter hat ein Zuchtstättenbuch (ev. edv-mäßig erfasst) zu führen, in das fortlaufend einzutragen sind:
Zu- und Abgänge von Zuchthündinnen
Name laut Abstammungsnachweis, Zuchtbuchnummer, Wurfdatum und Zuchttauglichkeitsnachweise des verwendeten Deckrüden und Anschrift des Deckrüdenbesitzers
Deck- /Wurfdatum sowie Abgänge von Welpen/Jungtieren durch Verkauf, Tod usw.
Anschriften der Käufer von Welpen/Jungtieren
1.12 Jeder Züchter ist verpflichtet, einer Aufforderung des ÖCAST und/oder ÖKV zu einer genetischen Abstammungsanalyse (DNA und/oder Blutgruppenfaktorenanalyse) von ihm gezüchteter Hunde und angegebener Elterntiere Folge zu leisten.Sollten die vom Züchter angegebenen Elterntiere gemäß obengenannter Analyseverfahren nicht auszuschließen sein, d.h. dass eine falsche Abstammung nicht beweisbar ist, gehen die anfallenden Kosten zu Lasten des ÖCAST und/oder des ÖKV.
1.13 Jeder Züchter ist verpflichtet seine Zuchtstätte laut § 31, Abs. 4 Tierschutzgesetz (Republik Österreich) zu melden.
2.1 Das Recht zur Zuchtverwendung einer Hündin oder eines Deckrüden kann durch vertragliche Abmachung auf eine Drittperson übertragen werden (Zuchtrechtsabtretung).
2.2 Die Zuchtrechtsabtretung ist schriftlich (ÖKV-Zuchtmietvertrag) und vor dem vorgesehenen Deckakt zu vereinbaren. Eine Ausfertigung ist der Wurfmeldung beizulegen.
2.3 Eine Zuchtrechtsabtretung ist nur dann wirksam, wenn der künftige Züchter im Besitz eines FCI-geschützten Zuchtstättennamens ist und der geplante Wurf dann in Österreich fällt.
2.4 Der Gewahrsam kann nur persönlich ausgeübt werden, eine Stellvertretung durch Dritte ist unzulässig.
2.5 Wird für eine ausländische Hündin eine Zuchtrechtsabtretung vereinbart, so muss diese in das österreichische Hundezuchtbuch eingetragen werden und auch die
Zuchtvoraussetzungen des ÖCAST erfüllen.
3.1 Die Hunde können keinen anderen Namen tragen, als denjenigen, der auf den Namen ihres Züchters geschützt worden ist.
3.2 Ein Züchter kann nur einen Zuchtstättennamen, auch für mehrere Rassen, eintragen bzw. schützen lassen. Der Zuchtstättenname muss zur Bezeichnung aller Hunde eines Züchters, auch wenn sie von verschiedener Rasse sind, verwendet werden.
3.3 Die Zuteilung des Zuchtstättennamens ist persönlich und auf Lebenszeit, solange er nicht gelöscht ist.
3.4 Nach der Homologierung durch die FCI kann ein Zuchtstättenname nicht mehr geändert werden. Er erlischt grundsätzlich mit dem Tode des Inhabers. Jede gänzliche oder teilweise Übertragung unter Lebenden oder von Todes wegen bedarf der schriftlichen Zustimmung des ÖKV.
3.5 Zuchtgemeinschaften von zwei oder mehreren Personen haben einen eigenen Zuchtstättennamen zu beantragen. Zuchtstättengemeinschaften über die Grenzen der Republik Österreich hinaus sind nicht gestattet. Zuchtgemeinschaften haben eine Person namhaft zu machen, der die Vertretung dieser Gemeinschaft zukommt.
3.6 Der ÖKV kann das Recht zur Führung eines Zuchtstättennamens erst nach einem entsprechenden Kontakt mit der FCI, in deren Bereich die Exklusivität des Zuchtstättennamens international geschützt wird.
3.7 Der Antrag auf Zuchtstättennamensschutz ist mit dem ÖKV aufgelegten Formular vorzunehmen. Der beantragte Zuchtstättenname muss sich deutlich von bereits bestehenden Zuchtstättennamen unterscheiden und darf aus höchstens drei Worten mit maximal 20 Buchstaben bestehen. Es sind mindestens drei verschiedene Zuchtstättennamen vorzuschlagen.
3.8 Eine Kopie eines Auszuges aus dem Zentralmelderegister (Meldeschein für Hauptwohnsitz) ist bei Neuanträgen auf Zuerkennung eines Zuchtstättennamens und auf Aufforderung bei Adressänderungen bestehender Zuchtstättennamen beizubringen.
3.9 Der Inhaber eines geschützten Zuchtstättennamens ist verpflichtet, die Vorschriften der ZEO des ÖKV sowie die Zuchtbestimmungen des ÖCAST einzuhalten und alle von ihm gezüchteten und erworbenen Rassehunde in das ÖHZB eintragen zu lassen. Wenn eine Zuchtbuchsperre oder Eintragungssperre besteht, gilt dies dennoch für alle nicht davon betroffenen Vorgänge.
4.1 Grundsätzliche Voraussetzung für die Zuchtverwendung sind Gesundheit, Standard entsprechendes Aussehen des Hundes und rassetypisches Wesen.
4.2 Erst die schriftliche Zuchtzulassung gestattet die Zuchtverwendung. Diese ist bis auf Widerruf gültig und wird auf der ÖCAST Homepage veröffentlicht. Die Ausstellung derselben erfolgt auf Antrag des Hundebesitzers durch den Zuchtwart sobald folgende Voraussetzungen erfüllt und die Unterlagen vollständig postalisch/per E-Mail eingereicht wurden:
a) Kopien folgender Unterlagen:
Kopien der Gesundheitsergebnisse
Kopie der Formwertbeurteilungen
Kopie des Wesenstest
b) HD-Befund (Hüftgelenksdysplasie) + ED- Befund (Ellbogengelenksdysplasie)
Vor der Aufnahme der Zuchttätigkeit mit einem American Staffordshire Terrier muss ein Röntgenbefund über die Beschaffenheit der Hüftgelenke & Ellbogengelenke angefertigt werden. Das Ergebnis wird anerkannt, wenn der Hund zum Zeitpunkt der Röntgenuntersuchung mindestens 15 Monate alt war.
Vor dem Röntgen ist das Röntgenbegleitschein und das Röntgenformular beim Zuchtwart anzufordern. Ein Röntgen, das ohne den vom ÖCAST-Zuchtwart ausgestellten und nummerierten Röntgenbegleitschein und das Röntgenformular durchgeführt wird, ist für die Erlangung der Zuchtzulassung nicht gültig.
Das Röntgenbild muss zwingend die Rasse, den Namen des Hundes laut Abstammungsnachweis, das Geschlecht, das Geburtsdatum, die Zuchtbuchnummer, die Kennzeichnung und das Datum der Erstellung aufweisen. Röntgenbilder mit unvollständigen oder falschen Angaben werden nicht anerkannt und müssen neuerlich, auf Kosten des Eigentümers, angefertigt werden. Der Tierarzt muss das Ergebnis in dem Originalabstammungsnachweis des jeweiligen Hundes vermerken. Nachstehende Tierärzte werden vom ÖCAST zur Beurteilung und Befundung mittels Röntgenbegleitschein bestellt:
Universitätsklinik für Röntgenologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, A-1210 Wien, Veterinärplatz 1
Dr. Anton Kalleitner
A-1210 Wien, Jedlersdorferstrasse 349
Dr. Peter Szabados
A-6020 Innsbruck, Geyrstrasse 1
Dr. Ewald Köppel
A-4972 Utzenaich , Sigmundsberg 21
Bei Zweifeln an der Originalität einer Röntgenaufnahme oder dem Ergebnis des Gutachtens ist sowohl der Vorstand des ÖCAST als auch der Eigentümer des Hundes berechtigt, ein Obergutachten anzuordnen bzw. zu beantragen. Wird ein Befund, der von einem Vertrauenstierarzt des ÖCAST ausgestellt wurde, angezweifelt, kann nur eine Oberbegutachtung von der Veterinärmedizinischen Universität Wien anerkannt werden. Die anfallenden Kosten gehen zu Lasten der Einspruch erhebenden Partei im Falle, dass sich das angezweifelte Ergebnis als richtig erweist.
Der Befund der HD-Auswertungsstelle folgt den von der FCI anerkannten, jeweils gültigen Auswertungskriterien und wird in einem Endergebnis zusammengefasst. Es darf mit Hunden gezüchtet werden, die einen HD-Befund der Grade A (frei), B (Verdacht) oder C (leicht) aufweisen. Zuchttiere mit HD-C (leicht) dürfen nur mit Partnern, deren Befund das Ergebnis HD-A (frei) aufweist, verpaart werden.
Es darf mit Hunden gezüchtet werden, die einen ED-Befund der Grade 0 (normal) oder 1 (milde Arthrose) aufweisen. Zuchttiere mit ED-1 (milde Arthrose) dürfen nur mit Partnern, deren Befund das Ergebnis ED-0 (normal) aufweist, verpaart werden.
c) Zerebelläre Ataxie (NCL-A)
Vor geplanter Zuchtverwendung muss grundsätzlich ein NCL-A – DNA-Test durchgeführt werden.
Entstammt jedoch ein Zuchttier (2. Generation) einer NCL-A homozygot normalen (clear) Verpaarung (1. Generation), dann ist für dieses kein eigener NCL-A – DNA-Test vorzuweisen, sondern lediglich die Befunde seiner Elterntiere. Im Abstammungsnachweis wird dies mit NCL-A clear by parentage angeführt. Die daraus resultierenden Welpen (3. Generation) müssen jedoch vor Zuchtverwendung wiederum einen eigenen NCL-A – DNA-Test beibringen. In allen anderen Fällen ist ein NCL-A – DNA-Test des jeweiligen Zuchttieres zwingend vorzulegen. Um NCL-A kranke Welpen zu vermeiden, dürfen American Staffordshire Terrier mit einem DNA-Testergebnis NCL-A heterozygot (carrier) bzw. NCL-A homozygot mutiert (affected) nur mit NCL-A homozygot normalen (clear) Tieren gepaart werden.
Die Blut- bzw. Speichelprobe für den DNA-Test darf nur von einem Tierarzt abgenommen werden. Zur Probenentnahme ist der Originalabstammungsnachweis des Hundes zum Tierarzt mitzubringen. Der DNA-Befund hat den Namen des Hundes laut Abstammungsnachweis, das Geschlecht, das Geburtsdatum, die Kennzeichnung sowie die Zuchtbuchnummer zu enthalten.
d) Formwert
Rüden müssen vor Zuchtverwendung zwei Formwertbeurteilungen mit „VORZÜGLICH“ aufweisen und Hündinnen müssen vor Zuchtverwendung ebenfalls zwei Formwertbeurteilungen mit mindestens „SEHR GUT“ beibringen. Die Formwertbeurteilungen müssen auf einer IHA des Österreichischen Kynogologenverbandes oder einer NHA des ÖCAST unter zwei verschiedenen Richtern ausgestellt worden sein
e) Gebissbeurteilung
Es darf gezüchtet werden mit Hunden, die ein korrektes Scherengebiss aufweisen. Gültig ist die Beschreibung durch den Zuchtwart bei einem Wesenstest.
f) Wesenstest
Vor Aufnahme einer Zuchtaktivität hat der jeweilige Hund einen Wesenstest, ab dem 12. Lebensmonat, erfolgreich abzulegen. Dieser ist nach zwei Jahren zu wiederholen. Die Wesensüberprüfung wird durch einen, vom ÖKV anerkannten Richter, vorgenommen.
4.3 Mit Hunden, die in Österreich die Zuchtbestimmungen nicht erfüllen und ins Ausland verkauft wurden, darf in Österreich nicht gezüchtet werden, auch wenn sie später eine Zuchtzulassung eines anderen Landes aufweisen oder bereits in einem anderen Land in Zuchtverwendung sind oder waren.
5.1 Hündinnen und Rüden dürfen frühestens mit 15 Monaten zur Zucht herangezogen werden. Hündinnen scheiden mit dem vollendeten 7. Lebensjahr aus der Zucht aus. In Ausnahmefällen kann eine Hündin mit Genehmigung des ÖCAST Vorstandes und Attest eines Tierarztes nach dem 7. Lebensjahr belegt werden. Für Rüden gibt es keine Obergrenze.
5.2 Hündinnen ist nicht mehr als ein Wurf innerhalb von 12 Monaten zuzumuten. Davon ausgenommen sind Hündinnen, die nach erfolgtem Deckakt leer geblieben sind.
5.3 Der Vorstand hat das Recht, Hunde trotz Erfüllung aller Zuchtvoraussetzungen von der Zucht auszuschließen, wenn sie zuchtbedenkliche Merkmale aufweisen, sich als schlechte Vererber erwiesen haben oder wenn eine erbbedenkliche Abstammung bekannt wird. Ebenfalls ausgeschlossen werden Hündinnen, die bereits 2 Würfe mit Kaiserschnitt geboren haben.
6.1 Der Eigentümer eines Deckrüden kann dessen Heranziehen zu einem Deckakt ohne Begründung ablehnen.
6.2 Vor dem Deckakt haben sich Deckrüden- und Hündinnenbesitzer vom Vorliegen von FCI anerkannten Ahnentafeln und vom Vorliegen gültiger Zuchtzulassungen der Zuchtpartner zu überzeugen.
6.3 Der Deckrüdeneigentümer bzw. -besitzer hat nach Erfüllung der für den Deckakt getroffenen Vereinbarung dem Züchter eine Deckbescheinigung (ÖKVDeckbescheinigung), mit der er den korrekt vollzogenen Deckakt bestätigt, samt einer Fotokopie des Abstammungsnachweises des Deckrüden auszuhändigen.
6.4 Die Höhe der Deckgebühr und deren Zahlung ist ausschließlich zwischen Züchter und Deckrüdeneigentümer bzw. -besitzer zu regeln. Zur Vermeidung von Missverständnissen wird eine schriftliche Vereinbarung gemäß der ZEO des ÖKV empfohlen.
6.5 Ist der Deckrüdeneigentümer bzw. -besitzer nicht Zeuge des Deckaktes gewesen, so hat er sein Einverständnis mit der Belegung der Hündin durch seine Unterschrift auf der Deckbescheinigung zu erklären und der Besitzer der Hündin hat als Zeuge den korrekt vollzogenen Deckakt zu bestätigen.
6.6 Ein Nachdecken der Hündin innerhalb derselben Hitze durch einen anderen Rüden ist nicht statthaft.
6.7 Die Originaldeckbescheinigung (ÖKV-Deckbescheinigung) ist nach erfolgtem Deckakt mit folgenden Unterlagen, innerhalb einer Woche, an den Zuchtwart zu übermitteln:
Unterlagen, die von Züchtern zu spät an den Zuchtwart übermittelt und somit die Frist nicht eingehalten werden kann, müssen mit einem Verspätungszuschlag rechnen. Dieser ist in der Gebührenordnung festgelegt.
– 1 Kopien der Ahnentafel
– 1 Kopie der Zuchtzulassungsurkunde
– jeweils 1 Kopie der Gesundheitsergebnisse (sofern diese nicht auf der Zuchtzulassungsurkunde vermerkt sind)
– Kopien aller Prüfungszeugnisse und Championatsurkunden (sofern diese nicht auf der Zuchtzulassungsurkunde vermerkt sind)
– Originalahnentafel
– 1 Kopie der Zuchtzulassung
ausländischer Deckrüde
– jeweils 1 Kopie der Gesundheitsergebnisse
– jeweils 1 Kopie der Formwertbeurteilungen
– Kopien aller Prüfungszeugnisse und Championatsurkunden (sofern vorhanden)
– Zuchtstättenkarte im Original
Die Anwendung der künstlichen Besamung (mit Frischsamen bzw. tiefgefrorenem Samen) ist unter Beachtung der jeweils gültigen Bestimmungen des Internationalen Zuchtreglements der FCI und bestehender Verträge des ÖKV zulässig. Voraussetzung für die künstliche Besamung ist allerdings, dass sowohl Deckrüde als auch Zuchthündin bereits auf natürlichem Wege Nachkommen gebracht haben. Diesen Nachweis hat der Züchter im Rahmen der Eintragung in das ÖHZB beizubringen. Weiters ist eine Bescheinigung des abnehmenden Tierarztes über die Richtigkeit der Samenprobe beizubringen.
Wird ein im Ausland stehender Rüde zum Deckakt einer im ÖHZB eingetragenen Hündin herangezogen, so sind für den Rüden die jeweiligen ausländischen Zuchtbestimmungen einzuhalten. Jedenfalls ist auch ein HD-Röntgenbefund sowie zwei Formbewertungen mit „VORZÜGLICH“, welche er auf FCI geschützten Ausstellungen oder seinem Heimatverband erworben hat, vorzuweisen. Betreffend NCL-A – DNA-Test gilt §4.2.c.
Verpaarungen von Verwandten 1. Grades (Vater x Tochter, Mutter x Sohn, Vollgeschwister) sind nicht zulässig.
10.1 Importierte Hunde sind in das ÖHZB einzutragen und unterliegen sodann der ZEO des ÖCAST.
10.2 HD-Befunde von offiziellen Auswertungsstellen der jeweiligen Herkunftsländer werden übernommen, sofern sie den Zuchtvoraussetzungen des ÖCAST gleichkommen. Die übrigen für die Zuchtzulassung erforderlichen Voraussetzungen sind in Österreich nachzuholen.
EINTRAGUNGSORDNUNG (EO):
11.1 Das ÖHZB besteht aus A-Blatt, B-Blatt und Anhang (Register)
11.2 In das A-Blatt werden American Staffordshire Terrier eingetragen, die hinsichtlich
Abstammung und Zuchtvorgang allen diesbezüglichen Bestimmungen des ÖKV und auch des ÖCAST entsprechen.
11.3 In das B-Blatt werden jene American Staffordshire Terrier eingetragen, die zwar hinsichtlich ihrer Abstammung, nicht jedoch hinsichtlich der Qualität der Elterntiere in Bezug auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und/oder Wesen allen diesbezüglichen Bestimmungen des ÖKV und des ÖCAST entsprechen sowie importierte American Staffordshire Terrier, die in ihrer Ahnentafel einen Hinweis auf regelwidrige Zuchtvorgänge aufweisen. Die Eintragung in das B-Blatt bedeutet, dass die Rassehunde mit einem höheren Risiko bezüglich Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder Wesen belastet sind als im A-Blatt eingetragene Hunde.
In das B-Blatt des ÖHZB eingetragene American Staffordshire Terrier haben Anspruch auf Löschung im B-Blatt und Übertragung in das A-Blatt, wenn die vom ÖCAST geforderten medizinischen Untersuchungen bzw. Prüfungen der Elterntiere im Nachhinein erbracht werden und den Vorgaben der ZEO des ÖCAST entsprechen.
Für im B-Blatt eingetragene American Staffordshire Terrier gilt Zuchtverbot. Es darf nur dann mit diesen gezüchtet werden, wenn, auf Antrag des ÖCAST, der ÖKV Vorstand eine Zuchtgenehmigung mit entsprechenden Auflagen erteilt. Das ÖKV Zuchtreferat hat diesbezüglich die Empfehlung der Zuchtkommission einzuholen.
Auf die Abstammungsnachweise wird ein entsprechender Vermerk aufgebracht. Im Wiederholungsfall (weiterer Antrag auf Eintragung ins B-Blatt) kann der ÖCAST und/oder ÖKV ein Disziplinarverfahren anstrengen.
Die Nachkommen von mit einem Zuchtverbot belegten American Staffordshire Terrier werden nicht in das ÖHZB eingetragen, es sei denn, es wurde auf Antrag des ÖCAST durch den ÖKV Vorstand eine Zuchtgenehmigung erteilt. Der ÖKV Zuchtreferent hat diesbezüglich die Empfehlung der Zuchtkommission einzuholen.
11.4 Im Register (Anhang) werden nur noch American Staffordshire Terrier Würfe eingetragen, deren Elterntiere bereits vor in Kraft treten der neuen ZEO des ÖCAST, eine ÖHZBNummer im Register erhalten haben. Über die Eintragung American Staffordshire Terrier über die keine oder nur unvollständige von der FCI anerkannte Abstammungsnachweise erbracht werden können, entscheidet der ÖCAST-Vorstand gemäß § 12 (1) der ZEO des ÖKV.
Zuchtprädikate sind zusätzliche Auszeichnungen für besondere Leistungen. Diese werden vom ÖCAST jedoch nur vergeben, wenn alle erforderlichen Zuchtvoraussetzungen erfüllt wurden, beide Elterntiere zur Zucht zugelassen sind und der Wurf im A-Blatt des ÖHZB eingetragen wird.
a) LEISTUNGSZUCHT
Für Welpen, deren Eltern zum Zeitpunkt der Wurfmeldung ein Leistungskennzeichen führen, können Abstammungsnachweise mit dem Vermerk „LEISTUNGSZUCHT“ beantragt werden. Als Leistungskennzeichen gelten folgende erfolgreich abgelegte Prüfungen nach der jeweils geltenden Prüfungsordnung (ÖPO bzw. IPO):
– BGH-2, BGH-3
– FH-1, FH-2, FH-3
– GH-1, GH-2, GH-3
– ÖPO-1, ÖPO-2, ÖPO-3
– IPO-1, IPO-2, IPO-3
– Rettungshundeprüfungen
b) AUSLESEZUCHT
Abstammungsnachweise für Welpen, deren Eltern zum Zeitpunkt der Wurfmeldung 10 mal die Formwertbeurteilung „VORZÜGLICH“ auf einer vom ÖKV geschützten Ausstellung, auf einer FCIVeranstaltung im Ausland oder auf Klubzuchtschauen mit CACA-Vergabe in einer oder verschiedenen Klassen errungen haben, eine Hüftgelenksdysplasie mit Übergangsform (B) nicht überschreiten und NCL-A – DNA-Test frei (clear) sind, können auf Antrag den Vermerk „AUSLESEZUCHT“ erhalten.
c) CHAMPION-NACHZUCHT
Für Welpen, deren Eltern zum Zeitpunkt der Wurfmeldung drei Championtitel tragen, kann ein Antrag auf den Vermerk „CHAMPION-NACHZUCHT“ auf dem Abstammungsnachweis gestellt werden.
13.1 Die Wurfmeldung ist innerhalb einer Woche, nach erfolgtem Wurf, an den Zuchtwart mittels ausgefülltem ÖKV Eintragungsformular zu übermitteln. Unterlagen, die von Züchtern zu spät an den Zuchtwart übermittelt und somit die Frist nicht eingehalten werden kann, müssen mit einem Verspätungszuschlag rechnen. Dieser ist in der Gebührenordnung festgelegt.
14.1 Die Wurfabnahme erfolgt ab der 5. Lebenswoche durch den Zuchtwart oder einer vom Zuchtwart beauftragten Person, bei dessen Verhinderung. Zu diesem Zeitpunkt müssen die Welpen mittels Iso-Transponder (Microchip) gekennzeichnet sein, welcher nur von einem Tierarzt implantiert werden darf. Die Originalchipnummeretiketten sind dem Zuchtwartzwecks Ausstellung der Abstammungsnachweise zu übergeben.
14.2 Solange der Wurf nicht abgenommen wurde, darf kein Welpe abgegeben werden.
14.3 Dem Zuchtwart bleibt es freigestellt, den Wurf nach eigenem Ermessen bereits vor der Wurfabnahme auch unangemeldet zu besichtigen. Die Terminvereinbarung zur rechtzeitigen Durchführung der Wurfabnahme liegt in der Verantwortung des Züchters.
14.4 Der gesamte Wurf muss in Österreich aufgezogen werden und wird im Beisein der Mutterhündin in der Zuchtstätte abgenommen.
14.5 Die Kosten für die Wurfabnahme werden vom Vorstand in der Gebührenordnung festgesetzt und sind vom Züchter zu tragen.
14.6 Der Zuchtwart verfasst bei jeder Wurfabnahme ein Protokoll, in dem er etwaige erkennbare Mängel, Merkmale und Verhaltensauffälligkeiten sowie Angaben über die Haltungsbedingungen einträgt. Der Zustand der Mutterhündin sowie der Zuchtstätte ist dabei ebenfalls vom Zuchtwart zu überprüfen. Eine Durchschrift erhält der Züchter sofort. Welpeninteressenten sind berechtigt darin Einsicht zu nehmen.
14.7 Die Mutterhündin muss zu diesem Zeitpunkt entwurmt und nachweislich geimpft (EUHeimtierpass – PET PASSPORT) sein.
14.8 Welpen dürfen frühestens nach der vollendeten 8. Lebenswoche abgegeben werden.
14.9 Verweigert ein Züchter eine Wurfabnahme durch den ÖCAST, erhält der Wurf nur dann eine Registereintragung mit Zuchtverbot, sofern er eine Bestätigung eines Tierarztes über die Kennzeichnung, Gesundheitszustand und Anzahl aller Welpen beibringt. Bringt der Züchter zusätzlich eine DNA-Analyse der Elterntiere sowie aller Welpen, und erfüllen die Elterntiere auch die Qualitätskriterien des ÖCAST hinsichtlich Gesundheit, Wesen und/oder Leistungsfähigkeit, dann erfolgt eine Eintragung in das A-Blatt des ÖHZB.
15.1 Der Rufname eines Rassehundes darf aus höchstens drei Wörtern bestehen. Ein gleicher Rufname darf vom selben Züchter erst nach zehn Jahren wieder verwendet werden. Die Rufnamen aller Hunde eines Wurfes müssen den gleichen Anfangsbuchstaben haben.
15.2 Zuchtstättenname und Rufname gemeinsam dürfen 35 Buchstaben nicht überschreiten.
15.3 Der Züchter hat für jede von ihm gezüchtete Rasse die Rufnamen der Würfe jeweils in alphabetischer Reihenfolge eintragen zu lassen.
16.1 Als Zubehör zum Hund ist die Abstammungsurkunde bei jedem Eigentümerwechsel unentgeltlich mitzugeben. Eigentümerwechsel sind mit Namen und Adresse des neuen Eigentümers sowie dem Datum des Überganges auf dem Abstammungsnachweis einzutragen.
17.1 Der Zuchtwart ist zur Betreuung des American Staffordshire Terrier in Österreich gemäß der ZEO des ÖCAST verantwortlich und steht allen ÖCAST-Züchtern zur Beratung in Zuchtangelegenheiten zur Verfügung.
17.2 Der Zuchtwart kontrolliert die Einhaltung der ZEO und ist verpflichtet, erbliche Defekte zu erfassen und zu dokumentieren.
17.3 Dem Zuchtwart sollte zu einer angemessenen Tageszeit der Zutritt zur Zuchtstätte gewährt werden.
17.4 Dem Zuchtwart sind vom Züchter alle sachdienlichen Auskünfte zu erteilen.
Für die Durchführung der entsprechenden Beurkundungen steht dem ÖCAST und dem ÖKV eine Gebühr (Eintragungsgebühr) zu. Die ÖCAST-Gebühren werden vom Vorstand in der
Gebührenordnung festgelegt, treten mit 01.01.2012 in Kraft und gelten für Belegungen ab diesem Stichtag. Der ÖKV hebt sämtliche Eintragungsgebühren direkt beim Züchter, bzw. bei Einzeleintragung beim Eigentümer des Hundes, ein. Ausnahme: Die Pauschale für die
Wurfabnahme + etwaige Verspätungszuschläge sind in bar dem Zuchtwart zu übergeben.
Sollte die Gebühr nicht an dem Tag der Wurfabnahme bezahlt werden ist die Ausstellung der Ahnentafeln erst gegeben nachdem die Gebühr bezahlt worden ist.
Die Nichteinhaltung von Terminen und Fristen hat wegen des dadurch bedingten erhöhten
Aufwandes entsprechende Gebühren zur Folge. Alle anderen Verstöße, die nicht bereits durch die angeführten Bestimmungen geregelt werden, können als Disziplinarangelegenheiten gemäß § 19
Abs. 2 der Satzungen des ÖKV geahndet werden.
20.1 Diese gegenständliche ZEO tritt mit 30.06.2016 in Kraft und ersetzt damit alle