Source: http://www.energieverbraucher.de/index.php?st_id=378&itid=378&limit_at=40
Timestamp: 2018-02-23 04:12:50
Document Index: 8300487

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§19', '§ 29', '§ 19', '§ 18', '§19']

Aktuelle Daten zur Strompreisentwicklung
Strompreise im Vergleich europäischer Länder
Segment-ID: 3492
(18. Dezember 2018) Im Jahr 2018 sinkt die EEG-Umlage von bisher 6,880 Cent je Kilowattstunde auf 6,792 Cent je Kilowattstunde. Die Umlage wurde für das kommende Jahr auf der Basis von folgenden Prognosen festgelegt: Die PV-Leistung soll um 2 GW wachsen, On-shore-Windkraft um 4,8 GW sowie Offshore-Windkraft um 1 GW und Biomasse um 0,265 GW zunehmen. 97 Prozent der Umlage entfallen jedoch auf die Vergütung der Stromerzeugung in bereits bestehenden Anlagen.
Auch der für 2018 erwartete Börsenstrompreis beeinflusst die Umlagenhöhe. Etwa ein Viertel der Strommenge wird von Industriebetrieben verbraucht, die ganz oder teilweise von der Zahlung der Umlage befreit sind. Dadurch fehlen rund 5 Milliarden Euro in der EEG-Kasse, die von nicht privilegierten Verbrauchern zusätzlich aufzubringen sind, etwa privaten Haushalten oder mittelständischen Unternehmen. Gäbe es diese Ausnahmen nicht, bräuchten die Verbraucher nur etwa 5 Cent je Kilowattstunde für die EEG-Umlage zahlen. Viele Verbände und Organisationen fordern, dass diese Industriesubventionen aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren sind. Sie konnten sich aber gegen die Lobby der Großindustrie bisher nicht durchsetzen. Die Prognose rechnet damit, dass die Industriebefreiungen auf dem Vorjahresniveau verbleiben.
Die genaue Prognose ist unter www.netztransparenz.de nachzulesen.
Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh ergeben sich 2018 folgende Änderungen:
EEG-Umlage: 6,792 ct/kWh - 3,52 Euro
Die KWKG-Umlage: 0,345 ct/kWh - 3,72 Euro
Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV: 0,370 ct/kWh - 0,72 Euro
Offshore-Haftungsumlage: 0,037 ct/kWh + 2,60 Euro
Umlage für abschaltbare Lasten: 0,011 ct/kWh + 0,20 Euro
Stromsteuer: 2,050 ct/kWh 0,00 Euro
Insgesamt ergibt sich durch die gesunkenen Umlagen für 2018 eine Entlastung von 5,16 Euro. Um diesen Preis müssten die Strompreise für Verbraucher gesenkt werden.
Segment-ID: 17494
(18. Dezember 2015) Bis Mitte November mussten die Stromanbieter ihre Kunden informieren, wenn sie ihre Preise zum Jahreswechsel ändern wollen. Laut dem Vergleichsportal Verivox erhöhen 103 Grundversorger ihre Preise um durchschnittlich 2,8%. Rund 5,8 Mio Haushalte sind davon betroffen. Für einen Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch ergeben sich Mehrkosten von 32 Euro im Jahr. Gleichzeitig haben 35 Stromversorger mitgeteilt, die Preise um durchschnittlich 2,3% zu senken. Für die Preiserhöhungen sorgten Anstiege bei der EEG-Umlage, der Offshore-Haftungsumlage, der KWKG-Umlage und der §19-NEV-Umlage, so Verivox. Hinzu kämen steigenden Netzkosten.
Segment-ID: 16345
Einkommen und Strompreise
Was passiert mit den Strompreisen? weiter lesen
Einkommen und Strompreise: Was passiert mit den Strompreisen?
(6. Juli 2015) Zahlten Haushalte im Jahr 2000 durchschnittlich nur rund 500 Euro für Strom (3.500 kWh), so sind es heute schon 1.000 Euro. Dabei haben sich die Löhne in diesem Zeitraum mitnichten verdoppelt. Ein Vergleich von Einkommensentwicklung und Strompreisen ist aufschlussreich: Er zeigt, wie lange man für eine Kilowattstunde Strom arbeiten muss. 1970 dauerte das 1,45 Minuten. Diese Zeitdauer halbierte sich bis zum Jahr 2000 auf 0,73 Minuten - (50 Sekunden). Bis 2014 stieg die Arbeitszeit für die Kilowattstunde wieder auf 1,09 Minuten, den Wert von 1977.
Dass die Strompreise nicht nur die Stromerzeugungskosten darstellen, das wissen die Leser der Energiedepesche nur allzu gut. Die reinen Stromerzeugungskosten machen nur drei Cent von einem Strompreis aus, der momentan bei teilweise stolzen 30 Cent angekommen ist. Selbst der reine Stromtransport durch Leitungen, die längst abgeschrieben sind, kostet doppelt so viel wie die Stromerzeugung.
Während die Nominallöhne um 20 Prozent wuchsen, verteuerte sich Strom im vergangenen Jahrzehnt um 60 Prozent. Die Ursache des Anstiegs erfahren Sie auf Die Energiewende, das Geld und der Wahlkampf.
Ein Vierpersonenhaushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch zahlte 2004 durchschnittlich 712 Euro, 2014 waren es 1.135 Euro und damit 423 Euro mehr. Der durchschnittliche Nettostundenlohn stieg laut Statistischem Bundesamt im gleichen Zeitraum von 13,44 auf 16,12 Euro. Quelle: Knut Kübler, Strompreise, Einkommensentwicklung und Akzeptanz der Energie-politik, ET Heft 3/2015.
Übrigens: Um eine Kilowattstunde Strom auf dem Hometrainer selbst zu erzeugen, strampelt man zehn Stunden.
Segment-ID: 15952
Mittelspannung günstiger
Für den Mittelstand sind die Strompreise gefallen weiter lesen
(24. Januar 2015, geändert 3. April 2015) Für den Mittelstand sind die Strompreise von Januar 2014 bis jetzt um durchschnittlich 4,3 Prozent gefallen. Das ergibt der Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer. Ursache sind die um zehn Prozent gefallenen Großhandelspreise. Der gesamtdeutsche Mittelwert liegt bei 13,65 Cent je kWh, das günstigste Angebot bei 12,43 und das teuerste bei 15,92 Cent.
Damit öffnet sich die Schere zwischen den Strompreisen für Haushalte und für Gewerbebetriebe weiter. Betriebe profitieren auch von Befreiungen vom Netzentgelt (siehe Falsche Anreize durch Netzentgeltnachlässe) und verminderter Stromsteuer. Der Bund der Energieverbraucher fordert die Politik auf, für mehr Kostengerechtigkeit zu sorgen, statt die Wirtschaft mit immer höheren Steuernachlässen zu verwöhnen.
Segment-ID: 15700
Strompreise: Dramatische Senkungen
Die Strompreise haben sich in der Folge des beschleunigten Atomkraftwerk-Ausstiegs dramatisch verändert. weiter lesen
Dramatische Senkungen
(3. April 2015) Die Strompreise haben sich in der Folge des beschleunigten Atomkraftwerk-Ausstiegs dramatisch verändert. Anders als befürchtet sind sie mit einem Tempo und vor allem einer Nachhaltigkeit gesunken, wie nie zuvor in der Geschichte. Der Ausbau der Erneuerbaren hat die Atomkraftwerk-Abschaltung komplett überkompensiert. Die Börsenpreise sind von circa 5,5 Cent/kWh im März 2011 auf nunmehr ca. 3,3 Cent um fast 40 Prozent (!) zurückgegangen. Der Rückgang der Großhandels-preise hat jedoch nicht auf die Verbraucherpreise ausgewirkt.
Dank einer sehr erfinderischen, zunehmenden Umlagenflut und einer wenig verbraucherfreundlichen Preispolitik sind die Preise sogar gestiegen. Aber nicht etwa für alle in gleichem Maße. Die Preise für die mittelgroßen Industriekunden, die vom Verband der Energieabnehmer (VEA) in Hannover regelmäßig erfasst werden, sind nur um 1,6 Cent/ kWh gestiegen sind, während die Haushaltskunden fast vier Cent mehr – und damit eine mehr als doppelt so hohe Anhebung – berappen dürfen. Alles ohne Strom- und Umsatzsteuer, die jeweils noch oben draufkommt.
Segment-ID: 15697
Ursache in erster Linie die Netznutzungsentgelten weiter lesen
(29. März 2015) Wer im Osten der Republik zu Hause ist, zahlt die höchsten Strompreise. Ursache seien vor allem die Kosten für die Stromnetze, dort gebe es ein starkes Gefälle zwischen Ost und West, aber auch zwischen Stadt und Land. Das geht aus einer Analyse des unabhängigen Verbraucherportals "Verivox" hervor.
Ein Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh zahlt in Bremen laut Verivox-Verbraucherpreisindex derzeit 1.070 Euro pro Jahr für Strom. Verhältnismäßig günstige Preise gebe es auch in Bayern (1.104 Euro), Niedersachsen (1.106 Euro), Baden-Württemberg und Hessen (jeweils 1.114 Euro). Mit 1.172 Euro herrsche in Brandenburg dagegen ein hohes Preisniveau. Dass Strom vor allem in Ostdeutschland überdurchschnittlich teuer ist, liegt in erster Linie an den Netznutzungsentgelten. Während ein westdeutscher Haushalt durchschnittlich 247 Euro pro Jahr für die Durchleitung seines Stroms bezahle, müsse ein vergleichbarer Haushalt in Ostdeutschland im Schnitt 303 Euro aufwenden und damit knapp ein Viertel mehr.
Segment-ID: 15669
Die Grundversorger verdienen nicht nur fürstlich an ihren Kunden, sie weiten auch ihre Margen Jahr für Jahr aus und verschleiern ihre Gewinnzuwächse gegenüber den Kunden, denen sie einen Wechsel in günstigere Tarife oftmals verweigern. Dieses unrühmliche Bild zeichnen übereinstimmend eine Reihe von Untersuchungen. Nur die Kartellbehörde im Bundesland NRW verweigert sich.
(12. Dezember 2014) Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat die Strompreise der Grundversorger im Bundesland NRW untersucht. Das Ergebnis ist schockierend: Die Kosten für Vertrieb und Margen erhöhten sich durchschnittlich zwischen 2011 und 2015 von 3,82 auf 4,79 Cent je Kilowattstunde und somit um 46 Prozent. Die Versorger reden sich mit der gestiegenen EEG-Umlage heraus und verschweigen ihren Kunden meist, dass sich ihre Bezugskosten drastisch verringert haben. Das hat mit fairer oder billiger Preisgestaltung nichts mehr zu tun.
Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der LBD-Beratungsgesellschaft Berlin (Explorer Vertrieb, Oktober 2014) für die gesamte Bundesrepublik. Sie beziffert die Vertriebsmarge in der Grundversorgung – andere sagen Gewinnmarge dazu – mit 4,51 Cent je Kilowattstunde Strom beziehungsweise 158 Euro je Kunde im Jahr. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Vertriebsmarge um 23 Euro. Nahezu 15 Prozent des Strompreises verbuchen die Grundversorger als Gewinn! Bei Gas sind es sogar fast 18 Prozent oder 1,3 Cent je Kilowattstunde, die laut LBD als Vertriebsmarge bei den Grundversorgern abfällt. Andere Branchen können von solchen Umsatzrenditen, noch dazu in einem quasi Monopolbereich, nur träumen.
Bei Strom und Gas zusammen verdient der Grundversorger je Kunde jährlich 421 Euro, 62 Prozent davon im Gasverkauf. Die Vertriebsmargen sind laut LBD in Teilen Thüringens, Sachsens und Niedersachsens überdurchschnittlich hoch. Die Gewinne der Grundversorger summieren sich bei 13,5 Millionen Verbrauchern allein in der Stromgrundversorgung jährlich auf 2,1 Milliarden Euro: Deutlich zu viel, meint der Bund der Energieverbraucher e. V.
Die Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW und von LBD bestätigen einen Befund, auf den schon Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt in ihren Jahresberichten 2012 und 2013 hingewiesen hatten. Ausgerechnet in der Grundversorgung mit der schon höchsten Unternehmensmarge „steigen die Einnahmen für den Preisbestandteil Vertrieb plus Marge sprunghaft“, so die Verbraucherzentrale.
Die Verbraucherzentrale hat ihre Ergebnisse für das Bundesland NRW unternehmensgenau veröffentlicht. Die Ergebnisse unterscheiden sich sehr stark zwischen einzelnen Unternehmen: Am 1. Dezember 2010 hatten die Stadtwerke Gronau die niedrigste Spanne (Endkundenpreis abzüglich Steuern, Abgaben und Netzentgelte) mit 5,97 Ct/kWh. Die höchste Spanne hatte RWE (Tarifgebiet Mettmann) mit 10,98 Ct/kWh. Das erstaunt auch deshalb, weil RWE direkten Zugriff auf die Stromerzeugung im eigenen Konzern hat und dennoch die höchste Spanne beansprucht. Fünf Unternehmen hatten am 1. Juni 2014 eine um mehr als 25 Prozent über dem Landesmittelwert liegende Unternehmensspanne.
Kunden werden falsch informiert
Gegenüber ihren Kunden begründeten die Versorger die Preiserhöhungen mit höheren Umlagen für erneuerbare Energien. Im laufenden Jahr haben 68 Prozent der Unternehmen auch auf gesunkene Bezugskosten hingewiesen. Dennoch stellt die Verbraucherzentrale NRW fest: „Die Schreiben an die Kunden dienen in der Regel dazu, steigende Stromkosten in der Grundversorgung allein den staatlich induzierten Preisbestandteilen anzulasten“.
Die Verbraucherzentrale fordert als Korrekturmaßnahmen sowohl Aufsichtsmaßnahmen zur Durchsetzung bestehender Regelungen, als auch gesetzliche Änderungen, um dem Gebot der kostengünstigen Versorgung des Energieversorgungsgesetzes sowie dem Gebot der Kostenorientierung gerecht zu werden. Der § 29 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen erlaubt den Kartellbehörden eine Kosten- und Gewinnkontrolle.
Die Untersuchungen der Verbraucherzentrale liefern einen Anfangsverdacht für ein missbräuchliches Verhalten der Unternehmen und wurden deshalb von der Verbraucherzentrale den Kartellbehörden übergeben. Die Kartellbehörde NRW beabsichtigt jedoch über Gespräche mit den Versorgern hinaus keine konkreten Schritte gegen die betroffenen Unternehmen. Das wurde dem Bund der Energieverbraucher e. V. auf Anfrage hin mitgeteilt.
Alternativen für Verbraucher
„Die Verbraucherzentrale NRW macht darauf aufmerksam, dass es in der Grundversorgung auch Kunden gibt, die schlechterdings nicht in der Lage sind, einen Anbieter- oder Vertragswechsel umzusetzen. Eine negative Bonitätsauskunft kann ein unüberwindliches Hindernis darstellen und das Fehlen technischer Hilfsmittel etwa in Form eines Internetzugangs eine schwer zu nehmende Hürde. So kann ein Anbieter- oder Vertragswechsel ohne persönliche Unterstützung faktisch unmöglich sein. Daraus folgt ein erhöhter Schutzbedarf grundversorgter Kunden vor missbräuchlich angewendeter Marktmacht der Anbieterseite. Es darf aus der Sicht der Verbraucherzentrale NRW nicht sein, dass die Protektion, die die Grundversorgung besonders schutzbedürftigen Haushaltskunden gewähren soll, auf den Kopf gestellt wird, indem ausgerechnet den Kunden in der Grundversorgung ein Großteil der finanziellen Nachteile aufgebürdet wird, die aus der politisch gestalteten Energiewende im Strombereich resultieren“.
Praxis ist laut Recherche der VZ NRW, dass Verbraucher ohne positive Bonitätsauskunft von den Grundversorgern oftmals nicht als Vertragspartner für den zumeist wesentlich preisgünstigeren Sonderkundentarif angenommen werden. Dieses Verhalten betrachtet der Bund der Energieverbraucher mit Sorge, insbesondere da ein Bonitätsscoring zumeist auf Grundlage nicht nachvollziehbarer Faktoren wie der Zahlungstreue der Nachbarn erfolgt.
Zu diesen Versorgern kann jeder ohne Bonitätsprüfung wechseln:
24/7 Energie & Kommunikation GmbH mit den Marken: elißa Strom und Kaiser Strom
Diese Versorger verdienen besondere Aufmerksamkeit durch Verbraucher, weil sie mit ihrem Vorgehen Verbrauchern Schutz vor überhöhten Preisen in der Grundversorgung bieten.
Segment-ID: 15356
Verordnungsänderungen treten in Kraft weiter lesen
Segment-ID: 15277
Strompreise: Preisbestimmung 2015 komplett
Mitteilung der vier Übertragungsnetzbetreiber über die Höhe der Umlagen weiter lesen
Preisbestimmung 2015 komplett
(27. Oktober 2014) Nach einer Mitteilung der vier Übertragungsnetzbetreiber unter www.netztransparenz.de steigt die KWK-Umlage 2015 für Stromkunden bis zu 100.000 kWh Jahresverbrauch von 0,178 Cent auf 0,254 Cent je kWh. In der Verbrauchsstufe darüber sinkt er von 0,055 auf 0,051 Cent je kWh, in der obersten Stufe fallen erneut 0,025 Cent je kWh an.
Die Umlage nach § 19 StromNEV steigt für Kleinverbraucher deutlich: Stromkunden zahlen für die ersten 100.000 kWh in 2015 0,237 Cent statt bisher 0,092 Cent je kWh. Stromkunden mit mehr Verbrauch zahlen nur noch 0,227 Cent statt bisher 0,482 Cent je kWh. Darüber sind es 0,227 statt bisher 0,532 Cent je kWh.
Die EEG-Umlage sinkt um 1,1% auf 6,17 Cent je kWh netto, die Abschaltumlage nach § 18 der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten beläuft sich für 2015 auf 0,006 statt auf bisher 0,009 Cent je kWh. Bei der Offshore-Haftungsumlage, die bisher 0,250 Cent je kWh ausmachte, bekommen Stromkunden bis 1 Mio kWh Jahresverbrauch nun eine Gutschrift von 0,051 Cent je kWh. Letztverbraucher mit über 1 Mio kWh Bezug zahlen wie bisher zusätzlich für die über 1 Mio kWh hinausgehende Mengen eine nach oben hin begrenzte Umlage.
Unterm Strich müssen Letztverbraucher im niedrigeren Verbrauchssegment etwas weniger für Umlagen bezahlen: Die Belastungen aus allen fünf Umlagen für einen Stromkunden mit 3.500 kWh Jahresverbrauch sinken im Vergleich zu 2014 um 0,153 Cent auf 6,616 Cent je kWh netto bzw. um 2,26%.
Segment-ID: 15255
Das Land der niedrigen Strompreise?
Strompreis untergeordneter Standortfaktor weiter lesen
Das Land der niedrigen Strompreise? Strompreis untergeordneter Standortfaktor
(14. Mai 2014) „Wir gehen ins Land der niedrigen Strompreise“ behaupten Großbetriebe und erzwingen damit bei Politikern Strompreisnachlässe in Milliardenhöhe. Untersucht man allerdings die Gründe, nach denen Unternehmen ihre Standorte aussuchen, dann spielen dabei Strompreise nur eine untergeordnete Rolle.
Seit mehr als drei Jahrzehnten erhebt und vergleicht das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF, siehe DIW-Wochenbericht Nr. 6/2014) vielfältige Faktoren für die nationale Wettbewerbsfähigkeit. Energiepreise werden in dieser Studie nicht als relevanter Indikator für Wettbewerbsfähigkeit erfasst. Lediglich die Qualität der Stromversorgung wird betrachtet, ihr wird bei den europäischen Ländern jedoch nur ein Gewicht von einem Prozent bei der Bestimmung der Wettbewerbsfähigkeit beigemessen. Was viel wichtiger für die Produktivität der europäischen Länder ist – und im WEF-Wettbewerbsindex ein Gewicht von 15 Prozent erhält – ist ein innovatives Umfeld. Bereits die Auswahl der Indikatoren der WEF-Studie lässt Zweifel an der Behauptung aufkommen, dass die deutsche Wettbewerbsfähigkeit anfällig für steigende Energiepreise sei.
Auch für den BDO International Business Compass 2014 (BDO, HWWI) sind Strompreise als Standortfaktor nur von untergeordneter Bedeutung. Der BDO-Index gibt Orientierungshilfe für die Investitionstätigkeit multinational agierender Unternehmen. Der BDO-Indikator erfasst ökonomische, politisch-rechtliche und soziokulturelle Rahmenbedingungen. Die Energie als Standortfaktor wird erfasst durch Erzeugungskapazität, Qualität der Versorgung und Kosten. Aber selbst bei den Stromkosten liegt laut BDO Deutschland innerhalb der OECD-Länder günstiger als Irland, Italien, Japan, Slowakei und Spanien. Weltweit liegt Deutschland auf Platz 19 und damit gut in der Spitzengruppe.
Segment-ID: 14761
Strom: 60% teurer in zehn Jahren
Die Strompreise für private Verbraucher seien seit 2004 um rund 60% angestiegen, so das Verbraucherportal Verivox. weiter lesen
(7. April 2014) Die Strompreise für private Verbraucher seien seit 2004 um rund 60% angestiegen, so das Verbraucherportal Verivox. Ein Musterhaushalt mit 4000 kWh Jahresverbrauch habe 2004 durchschnittlich 712 Euro an Stromkosten bezahlt, 2014 seien es 1136 Euro, 424 Euro bzw. knapp 60% mehr. Vor allem der Staatsanteil mit Steuern, Abgaben und Umlagen sei stark gestiegen: 2004 betrug er noch 39%, 2014 sind es 53%, womit die absolute Steigerung sogar bei 115% liegt. Die stärksten Belastungen gingen von der EEG-Umlage aus, die 2004 bei dem Musterhaushalt bei 22 Euro lagen, zehn Jahre später sind es 250 Euro.
Zusätzlich schlagen nun auch noch die §19-NEV-Umlage mit 4 Euro und die Offshore-Haftungsumlage mit 10 Euro zu Buche. Die Verbraucher würden nicht nur für den Ausbau der Erneuerbaren, sondern auch für die Entlastung der Industrie zur Kasse gebeten, so Verivox, die Debatte über die Lastenverteilung der Energiewende müsse intensiviert werden.
Auch der Preisbestandteil, der bei den Energieversorgern bleibt, hat sich fast verdoppelt: 2004 blieben den Versorgern bei 4000 kWh durchschnittlich 153 Euro, mit denen sie die Strombeschaffung, den Vertrieb und den Gewinn finanzieren konnten. 2014 bleiben bei der gleichen Strommenge 282 Euro übrig. Damit ist der prozentuale Anteil am Gesamtpreis von 21% auf 25% angestiegen.
Segment-ID: 14659
Was Strom wo kostet
In Deutschland gibt es große regionale Unterschiede beim Strompreis. weiter lesen
(28. März 2014) In Deutschland gibt es große regionale Unterschiede beim Strompreis. Das zeigt eine Preisstudie des Stromportals StromAuskunft, für die die Strompreise für 1437 Städte in Deutschland analysiert wurden.
Besonders teuer sei der Strom in Essen, Stuttgart und Frankfurt am Main, so das Portal. Vergleichsweise günstige Strompreise zahlten Verbraucher in München, Düsseldorf und Bremen. Ein Paar mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWH zahle in Essen 1114 Euro für Strom, in Düsseldorf 1005 Euro. In der Studie wurde auch die mögliche Ersparnis für Verbraucher bei einem Anbieterwechsel vom Grundversorger zum günstigsten Alternativanbieter vor Ort analysiert.
Demnach können Verbraucher in Frankfurt 316 Euro pro Jahr bei einem Anbieterwechsel spare, in Essen 286 Euro und in Berlin 279 Euro. Generell seien die Tarife in der Grundversorgung viel zu hoch, so StromAuskunft.de. Wer aus dem Grundversorgertarif in einen günstigen Tarif ohne Vorkasse, Kaution oder Pakettarif wechsle, spare bei einem Jahresverbrauch von 5000 kWh fast in jeder Stadt in Deutschland mehr als 300 Euro pro Jahr, in Städten wie Essen oder Frankfurt sogar fast 400 Euro.
Segment-ID: 14622
Initiative für einheitliches Netzentgelt
Landtagsfraktionen der neuen Bundesländer und Bayern von Bündnis90/Die Grünen setzen sich für bundeseinheitliche Stromnetzentgelte ein. weiter lesen
(14. März 2014) Die fünf ostdeutschen Landtagsfraktionen und die bayerische Landtagsfraktion der Grünen setzen sich dafür ein, das derzeit regional differenzierte Stromnetzentgelt bundesweit zu vereinheitlichen. Sie stellten ein Gutachten des Leipziger Instituts für Energie zu Strompreisunterschieden vor, nach dem Haushalte in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen bei den Strompreisen für Haushaltskunden im Spitzenfeld liegen, überwiegend bedingt durch besonders hohe Netznutzungsentgelte, die auf den Strompreis aufgeschlagen werden.
Haushalte in Hamburg und Berlin, aber auch in NRW und Baden-Württemberg zahlen vergleichsweise geringe Netzentgelte. In Ostdeutschland in dünn besiedelten Regionen mit wenig Verbrauchern und langen Leitungswegen entstehen überdurchschnittliche hohe Netzkosten, auch der dort höhere Anteil an erneuerbaren Energien und überdurchschnittlich viele Redispatch-Maßnahmen für den Stromexport schlagen zu Buche, die auch aus den Überkapazitäten der wenig flexiblen Braunkohlenkraftwerke resultieren.
Um den strukturellen Nachteil der bevölkerungsarmen Länder und die hinzukommenden Kosten für den weiteren Netzausbau gerecht zu verteilen, brauche es ein bundesweit einheitliches Netzentgelt. Aus den regional unterschiedlichen Netzkosten für jede Netzebene soll ein Mittelwert gebildet werden, der dann beim Stromkunden für deutschlandweit einheitliche Netzentgelte auf der Stromrechnung sorgt.
Segment-ID: 14451
Strompreise können sinken
Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace. weiter lesen
(2. Juli 2013) Die Strompreise für Haushalte könnten 2014 sinken, wenn die großen Energieversorger niedrige Erzeugungskosten an alle Verbraucher weiterreichen, so eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace. Die EEG-Umlage werde jedoch voraussichtlich auf 6,1 Cent pro kWh steigen. Grund sei vor allem der sinkende Strompreis an der Börse. Die Bundesregierung könnte mit einfachen politischen Mitteln Privathaushalte und Mittelstand entlasten, so Greenpeace. Strom aus Erneuerbaren werde immer günstiger, doch bislang profitiere hauptsächlich die Industrie davon.
Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, die ungerechtfertigten Ausnahmen für die Industrie zu reduzieren und die Stromerzeugung fairer zu besteuern. Dies würde die Ökostrom-Umlage um 2,4 Cent senken.
Segment-ID: 13686
Strompreise: Verteuerung im Visier
Die Strompreiserhöhungen zum Jahresbeginn seien in vielen Fällen überzogen gewesen, so die Verbraucherzentrale NRW. weiter lesen
Verteuerung im Visier
(6. April 2013) Die Strompreiserhöhungen zum Jahresbeginn seien in vielen Fällen überzogen gewesen, so die Verbraucherzentrale NRW. Mindestens die Hälfte der Grundversorger in NRW habe die Diskussion über die Energiewende und die steigende EEG-Umlage instrumentalisiert, um unangemessen hohe Aufschläge zu fordern.
Die sinkenden Beschaffungspreise für Strom hätten so gut wie keine Rolle gespielt. Nur die Hälfte der Grundversorger habe es geschafft, die Höhe ihrer Preisaufschläge stichhaltig zu begründen, hieß es aus Düsseldorf. Zudem seien die meisten Kundenanschreiben nicht transparent genug, manchmal fehle schon der Name des Stromtarifs. Und jeder dritte Grundversorger weise nicht auf das Sonderkündigungsrecht bei einer Preiserhöhung hin.
Segment-ID: 13372
Viele Stromversorger servieren ihren Kunden derzeit saftige Preiserhöhungen. Dabei berufen sich die Unternehmen auf gestiegene Kosten oder gar die „Energiewende“. weiter lesen
Segment-ID: 12692
Tabellarische Übersicht - Stand 18. März 2012 weiter lesen
Stadt Grundversorger Grundversor-
gungstarif günstigster Tarif
des Grundversorgers günstigster verfügbarer Versorger
ohne Vorauskasse und Kaution
Berlin Vattenfall 918 € 804 € Nordostwerke 832 €
Hamburg Vattenfall 910 € 796 € Vattenfall 796 €
München Stadtwerke München 862 € 823 € 123 Energie 730 €
Köln RheinEnergie 958 € 931 € Tchibo 858 €
Frankfurt/Main Mainova 915 € 770 € Mainova 770 €
Essen Stadtwerke Essen 886 € 886 € DEW21 827 €
Düsseldorf Stadtwerke Düsseldorf 876 € 843 € 123 Energie 718 €
Dortmund DEW21 925 € 783 € Mainova 775 €
Stuttgart EnBW 960 € 913 € Fairenergie 787 €
Bremen swb Bremen 869 € 842 € 123 Energie 726 €
Strompreisübersicht: Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Alle Preise gelten für Haushaltskunden und sind brutto inkl. aller Steuern und Abgaben. Die Preise beziehen sich auf das erste Jahr und berücksichtigen einmalige Freieinheiten und Rabatte. Zukünftige Preisänderungen wurden, sofern bekannt, ebenfalls berücksichtigt. Quelle: Hauspilot, 1.2.2012
Segment-ID: 12669
Segment-ID: 3844
Heizkosten Heizkostenabrechnung Anbieterwechsel Bund der Energieverbraucher e.V. Stromheizung Wärmedämmung Brennwert Preisprotest Stromsperre Flüssiggaspreise Kilowattstunde Pufferspeicher kleine Windräder Eichung Stromzähler Geld vom Staat Schornsteinfeger Energiewende