Source: http://www.lebenmitbehinderungen.nrw.de/angebote/technisch.htm
Timestamp: 2017-11-25 01:36:00
Document Index: 86326903

Matched Legal Cases: ['§ 81', '§ 81', '§ 31', '§ 26', '§58', '§55']

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Für technische Hilfen im beruflichen, aber auch im privaten Leben können Menschen mit Behinderungen finanzielle Leistungen beanspruchen. Rechtliche Grundlage dafür ist das Sozialgesetzbuch IX.
Technische Arbeitshilfen sind notwendige Hilfsmittel zur behindertengerechten Ausstattung eines Arbeitsplatzes. Der behinderte Mitarbeiter hat gegenüber seinem Arbeitgeber einen bedingten Anspruch darauf (§ 81 SGB IX). In der Regel wird die Erstausstattung durch das Arbeitsamt, die Umrüstung durch die Integrationsämter übernommen.
In SGB IX, § 81, Absatz 4 heißt es:
"Die schwerbehinderten Menschen haben gegenüber ihren Arbeitgebern Anspruch auf (...)
5. Ausstattung ihres Arbeitsplatzes mit den erforderlichen technischen Arbeitshilfen unter Berücksichtigung der Behinderung und ihrer Auswirkungen auf die Beschäftigung. Bei der Durchführung der Maßnahmen nach den Nummern 1, 4 und 5 unterstützen die Arbeitsämter und die Integrationsämter die Arbeitgeber unter Berücksichtigung der für die Beschäftigung wesentlichen Eigenschaften der schwerbehinderten Menschen. Ein Anspruch nach Satz 1 besteht nicht, soweit seine Erfüllung für den Arbeitgeber nicht zumutbar oder mit unverhältnismäßigen Aufwendungen verbunden wäre oder soweit die staatlichen oder berufsgenossenschaftlichen Arbeitsschutzvorschriften oder beamtenrechtliche Vorschriften entgegenstehen."
Technische Hilfen allgemein
Bestimmungen über finanzielle Leistungen zu technischen Hilfen allgemein finden sich im SGB IX, Kapitel 4 "Leistungen zur medizinischen Rehabilitation" und Kapitel 7 "Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft".
Kapitel 4 "Leistungen zur medizinischen Rehabilitation", § 31 Hilfsmittel
(1) Hilfsmittel (Körperersatzstücke sowie orthopädische und andere Hilfsmittel) nach § 26 Abs. 2 Nr. 6 umfassen die Hilfen, die von den Leistungsempfängern getragen oder mitgeführt oder bei einem Wohnungswechsel mitgenommen werden können und unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles erforderlich sind, um
1. einer drohenden Behinderung vorzubeugen,
2. den Erfolg einer Heilbehandlung zu sichern oder
3. eine Behinderung bei der Befriedigung von Grundbedürfnissen des täglichen Lebens auszugleichen, soweit sie nicht allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens sind.
(2) Der Anspruch umfasst auch die notwendige Änderung, Instandhaltung, Ersatzbeschaffung sowie die Ausbildung im Gebrauch der Hilfsmittel.
Der Rehabilitationsträger soll
1. vor einer Ersatzbeschaffung prüfen, ob eine Änderung oder Instandsetzung von bisher benutzten Hilfsmitteln wirtschaftlicher und gleich wirksam ist,
2. die Bewilligung der Hilfsmittel davon abhängig machen, dass die behinderten Menschen sie sich anpassen oder sich in ihrem Gebrauch ausbilden lassen
(4) Hilfsmittel können auch leihweise überlassen werden. In diesem Fall gelten die Absätze 2 und 3 entsprechend.
Kapitel 7 "Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft"
§58 Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben
Die Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben (§55 Abs. 2 Nr. 7) umfassen vor allem (...)
Weitere Informationen zu technischen Hilfen
in beruflichen Zusammenhängen
Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation REHADAT des Instituts der deutschen Wirtschaft; hier Datenbank "Hilfsmittel"
http://www.ftb-net.de
Seite des Forschungsinstituts Technologie und Behinderung (FTB). Das FTB bietet Projekte, Produkte und Dienstleistungen, u.a. zu technischen Hilfen wie Computerhilfen, Kommunikationshilfen, Mobilität, Therapiehilfen, Telekommunikation. Arbeitsschwerpunkte sind:
die Beratung und Unterstützung alter und behinderter Menschen im Bereich technischer Hilfen
die Demonstration neuer technischer Hilfsmöglichkeiten in der permanenten Hilfsmittelausstellung und bei Veranstaltungen mit dem FTB Medienbus
die Information und Schulung von Fachkräften und Multiplikatoren
die Vernetzung von bestehenden Angeboten im Bereich der technischen Beratung.
Eine Übersicht der im FTB ausgestellten Hilfsmittel finden Sie unter: http://www.ftb-net.de.
Unter http://www.ftb-net.de/projekte.html erhalten Sie Informationen zu verschiedenen technischen Hilfsmitteln, wie barrierefreie Computer oder Kommunikationshilfen.
www.bit-nrw.ftb-net.de
Informationsportal zur barrierefreien Informationstechnik, das vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales gefördert wird.
Informationen und Angebote auch unter:
http://www.treppenlift-helfer.de/
Themenrelevante Internetseiten des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Internetseite des Deutschen Hilfsmittelvertriebs, der Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen vertreibt. Die gemeinnützige GmbH ist aus dem Verein zur Förderung der Blindenbildung hervorgegangen.
INCOBS (Informationspool Computerhilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte) unterstützt die Einrichtung von Computerarbeitsplätzen für Blinde und Sehbehinderte. Ziel ist es, den Hilfsmittelmarkt transparenter zu gestalten und Anwender und Berater bei der Auswahl geeigneter Produkte zu unterstützen. INCOBS wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.
http://www.satis.de
SATIS heißt "Software und Allerlei Tipps & Tricks zur Informationsverarbeitung für Sehbehinderte". Es ist eine umfangreiche Sammlung von Tipps und kostenloser bzw. preiswerter Software, die Sehbehinderten das Arbeiten mit dem Computer erleichtert und so auch ihre Kommunikationsmöglichkeiten verbessert.
Unter www.ftb-net.de finden Sie Informationen über barrierefreie Computer-arbeitsplätze.