Source: https://www.juracademy.de/bgb-allgemeiner-teil2/wirksamkeitshindernisse-134-138-und-anfechtung/3-teil-allgemeine-wirksamkeitshindernisse-von-rechtsgeschaeften/e-nichtigkeit-wegen-anfechtung-142-abs-1/x-schadensersatz-aus-122/2-anspruchsentstehung/b-anspruchsberechtigung-und-verpflichtung.html
Timestamp: 2018-07-20 06:55:31
Document Index: 181530352

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 122', '§ 118', '§ 119', '§ 122', '§ 122', '§ 179']

b) Anspruchsberechtigung und -verpflichtung
BGB Allgemeiner Teil 2 - b) Anspruchsberechtigung und -verpflichtung
Kursangebot | Grundkurs BGB AT II | b) Anspruchsberechtigung und -verpflichtung
Anspruchsberechtigter ist nach der Formulierung des § 123 Abs. 1 bei empfangsbedürftigen Willenserklärungen der Empfänger der Erklärung und bei nicht empfangsbedürftigen Willenserklärungen jeder Dritter. Damit ist noch nicht gemeint, dass jede dieser Personen auch tatsächlich Schadensersatz verlangen kann. Dies setzt des Weiteren ja noch einen entsprechenden Vertrauensschaden voraus (dazu sogleich).
Zum Schadensersatz verpflichtet ist nach dem Wortlaut des § 122 „der Erklärende“, also derjenige, dessen Erklärung gemäß §§ 118 nichtig oder nach §§ 119, 120 anfechtbar ist. Im Fall der wirksamen Vertretung ist allerdings nicht der Vertreter, sondern der Vertretene zum Ersatz verpflichtet.
Palandt-Ellenberger § 122 Rn. 3; bei Vertretung ohne Vertretungsmacht kann ein ersatzfähiger Vertrauensschaden i.S.d. § 122 mangels Kausalität nicht bestehen; der Vertreter haftet dann aber aus § 179. Erklären lässt sich dies damit, dass in diesem Fall das Verhalten des Vertreters für und gegen den Vertretenen wirkt und ihm damit auch das Risiko zuzuweisen ist, wenn sich das rechtsgeschäftliche Handeln des Vertreters als fehlerhaft erweist.