Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bverwg/bverwg_3-PKH-18-03
Timestamp: 2019-12-11 16:44:40
Document Index: 163391734

Matched Legal Cases: ['§ 133', '§ 133', '§ 60', '§ 60', '§ 67', '§ 133', '§ 133', '§ 133']

BVerwG, 3 PKH 18.03: Stationäre Behandlung, Verschulden
Urteil des BVerwG vom 02.06.2003, 3 PKH 18.03
Aktenzeichen: 3 PKH 18.03
Stationäre Behandlung, Verschulden
BVerwG 3 PKH 18.03 (3 B 49.03) VG 5 A 1374/99
hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 2. Juni 2003 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. D r i e h a u s sowie die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. B o r g s - M a c i e j e w s k i und Dr. B r u n n
Der Klägerin wird für die Einlegung und Begründung einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Verwaltungsgerichts Greifswald vom 12. März 2003 Prozesskostenhilfe bewilligt. Ihr wird Rechtsanwalt Kersten Felderhoff, Sarnowstraße 20, 18435 Stralsund, beigeordnet.
Es ist nicht auszuschließen, dass die Klägerin infolge ihrer
Minderbemittlung und einer Erkrankung (Hörsturz; stationäre
Behandlung vom 27. März 2003 bis 2. April 2003) ohne Verschulden verhindert war, sowohl die Frist für die Einlegung (§ 133
Abs. 2 VwGO) als auch die für die Begründung der Beschwerde
(§ 133 Abs. 3 Satz 1 VwGO) einzuhalten. Durch eine durch einen
Rechtsanwalt beim Ausgangsgericht einzulegende Beschwerde,
welche mit einem rechtzeitigen Wiedereinsetzungsantrag i.S.
des § 60 Abs. 2 Satz 1 VwGO verbunden ist, sowie eine rechtzeitige Begründung (vgl. zu Einzelheiten Beschluss vom
17. April 2002 - BVerwG 3 B 137.01 - Buchholz 310 § 60 VwGO
Nr. 244 = NJW 2002, 3119) könnte daher nicht nur dem Vertretungserfordernis (§ 67 Abs. 1 VwGO) sondern auch den Zulässigkeitserfordernissen des § 133 VwGO, insbesondere den Darlegungserfordernissen des § 133 Abs. 3 Satz 3 (vgl. Beschluss
vom 19. August 1997 - BVerwG 7 B 261.97 - Buchholz 310 § 133
(n.F.) VwGO Nr. 26 = NJW 1997, 3328), genügt werden.
3 PKH 18.03