Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/554
Timestamp: 2019-02-23 06:26:45
Document Index: 371264398

Matched Legal Cases: ['§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 554', '§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 554', '§ 554', '§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 554', '§ 9', 'BGH', '§ 554', '§ 555', 'BGH', '§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 554', '§ 554', '§ 242', '§ 554', '§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 21', '§ 9', 'BGH', '§ 6', 'BGH', '§ 554', '§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 555', '§ 555', '§554', '§ 555', 'BGH', '§554', '§ 541', '§ 536', 'BGH', '§ 554', '§ 554', '§554', '§ 554', '§554', '§ 554', '§ 554', '§554', 'BGH', '§ 554', 'BGH', '§ 554', 'BGH', 'BGH', '§ 554', '§ 9', 'BGH', '§ 554', '§ 541', 'BGH', '§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 541', '§541', '§ 554', 'BGH', '§554', '§ 554', '§ 554', '§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 13', 'BGH', '§ 554', '§ 242', '§ 554', '§ 554', '§ 554', 'BGH', '§ 554', 'BGH', 'BGH', '§ 554', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 554', 'BGH', 'BGH', '§ 554', 'BGH', '§ 554', '§ 543', '§ 9', '§ 569', '§ 16']

§ 554 BGB: (weggefallen)
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2010, Az. VIII ZR 192/09 9	Unter	Berücksichtigung	des Sinns und Zwecks des Aufwendungsersatz- anspruchs gemäß § 554 Abs.4 BGB begegnet es keinen rechtlichen Bedenken, wenn das Berufungsgericht auch dem Mieter, der sich mit einer über die gesetzlichen Grenzen der Duldungspflicht hinausgehenden Modernisierungsmaßnahme einverstanden erklärt hat und damit - wie die Revisionserwiderung zutreffend geltend macht - den Interessen des Vermieters in besonderem Maße entgegengekommen ist, einen Anspruch auf Ersatz seiner Aufwendungen zugebilligt (ebenso Soergel/Heintzmann, BGB, 13. Aufl., § 554 Rdnr. 29) und ihn damit nicht schlechter behandelt hat als einen Mieter, der sich auf die Einhaltung der Grenzen des § 554 Abs.1, 2 BGB beruft.
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2010, Az. VIII ZR 192/09 -6- Wohnung ausziehe, um den mit einer Modernisierung verbundenen Belästigungen zu entgehen, die mit dem Umzug in eine andere Wohnung verbundenen Kosten - anders als wenn der Mieter nur für die Dauer der Maßnahmen in eine Ersatzwohnung ziehe - nicht als Aufwendungen im Sinne des § 554 Abs.4 BGB zu bewerten seien und daher dem Mieter insoweit kein Aufwendungsersatzanspruch zustehe (Blank/Börstinghaus, Miete, 3. Aufl., § 554 BGB Rdnr. 55; Schmidt-Futterer/Eisenschmid, Mietrecht, 9. Aufl., § 554 BGB Rdnr. 330; Staudinger/Emmerich, BGB (2006), § 554 Rdnr. 57; Beddies, ZMR 2004, 436; aA AG Dresden, ZMR 2004, 435).
BGH, URTEIL vom 3.2.1987, Az. VIII ZR 71/86 Daher müssen dem Mieter/Pächter nachteilige formularmäßige Abweichungen von der Regelung des § 554 Abs. 1 BGB regelmäßig als unangemessen angesehen werden (Staudinger/Emmerich aaO § 554 Rdn. 44 d; Hensen in: Ulmer/Brandner/Hensen aaO Anhang SS 9 bis 11 Rdn. 509 a.E.; Wolf in: Wolf/Horn/Lindacher, AGB-Gesetz 1984, S 9 Rdn. M 47; Schlosser aaO § 9 Rdn. 149; Graf von Westphalen aaO Bd. III 'Miet-AGB' Rdn. 60 bis 61); bei der vorliegend gegebenen Kumulierung mehrerer derartiger Abweichungen gilt dies im besonderen Maße.
BGH, URTEIL vom 3.3.2015, Az. VIII ZR 281/13 -8- die Fortsetzung des Mietverhältnisses vielmehr unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen auch schon vor Erhebung einer Duldungsklage und Erwirkung eines Titels unzu demutbar sein, wenn der Mieter seine Pflicht gemäß § 554 BGB aF (vgl. jetzt §§ 555a bis 555d BGB) verletzt, die Instandsetzung oder Modernisierung der Mietsache zu dulden (Staudinger/Rolfs, BGB, Neubearb.
BGH, URTEIL vom 3.3.2015, Az. VIII ZR 281/13 Weder können derartige Vertragsverletzungen generell als 'nicht so gewichtig' angesehen werden (so wohl Schmidt-Futterer/Blank, aaO) noch stellt § 554 BGB aF eine abschließende Regelung für den Interessenausgleich zwischen Mieter und Vermieter im Konflikt über Instandsetzungen und Modernisierungen dar (vgl. LG Saarbrücken aaO).
BGH, URTEIL , Az. VIII ZR 76/67 mündlichen Verhandlung gestellten Antrag der Klägerin auf Zurückweisung der Berufung gegen das Räumungsurteil des Landgerichts ist eine vorsorgliche Wiederholung der Kündigung zu sehen, die die Klägerin während des Rechtsstreits ausdrücklich auf das Vorliegen eines wichtigen Grundes gestützt hat» c)	Der Auffassung Roquettes, neben der Sonderregelung des § 554 BGB könne eine außerordentliche Kündigung wegen Zahlungsverzuges nicht zugelassen werden (aaO § 554 a Nr„ 14) kann nicht zugestimmt werden» Ob dieser Ansicht hier nicht schon entgegensteht, daß die Parteien ausdrücklich eine Kündigungsmöglichkeit aus wichtigem Grunde vereinbart haben, kann dahinstehen« § 554 a BGB enthält zur Erleichterung der Kündigung gegenüber zahlungsunwilligen Mietern einen schematisierten Tatbestand, bei dessen Vorliegen der Vermieter kündigen kann, ohne nachweisen zu müssen, daß die Portsetzung des Vertragsverhältnisses für ihn unzu demutbar geworden ist, insbesondere, daß das dem, Mietvertrag als einem jDauerochuldverhältnis zu Grunde liegende Vertrauensverhältnis durch die mangelhafte Zahlungsmoral des Mieters zerstört oder jedenfalls stark gefährdet ist» Kann der Vermieter diesen1 Nachweis, den, das Berufungsgericht hier als geführt aneieht, erbringen, so ist nicht einzusehen, warum er seine Kündigung nicht auf die allgemeinen Gründe des § 242 BGB, gegebenenfalls des § 554 a BGB, oder hier der vereinbarten Kündigungsklausel soll stützen können (so offenbar auch Soergel/Siebert aaO § 554 Nr. 2)»
BGH, Urteil vom 3.9.2001, Az. Es kann dahinstehen, ob § 554 Abs. 1 Nr. 1 BGB a.F. durch § 21 Abs. 2 Satz 2 des Mietvertrages wirksam dahingehend zugunsten des Vermieters erweitert wurde, daß (auch) ein Rückstand mit einer Mietzinsrate einschließlich Nebenkosten die fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzuges rechtfertigt, oder ob die Kläger Verwender des Formularvertrages waren, diese Klausel die Beklagten in unangemessener Weise benachteiligt (§ 9 Abs. 1 AGBG, vgl. BGH, Urteil vom 25. März 1987 - VIII ZR 71/86 - NJW 1987, 2506, 2507) und es deshalb nach § 6 Abs. 2 AGBG bei der gesetzlichen Regelung verbleibt.
BGH, URTEIL vom 3.5.2012, Az. VIII ZR 110/11 14	aa) Der Verpflichtung des Mieters, Modernisierungsmaßnahmen des Vermieters zu dulden, liegt die Zielsetzung des Gesetzgebers zugrunde, volkswirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen und damit zugleich die Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse zu fördern (vgl. BT-Drucks. 14/4553, S. 2 und 36; Schmidt-Futterer/Eisenschmid, Mietrecht, 10. Aufl., § 554 BGB Rn. 5); zudem soll der Vermieter in die Lage versetzt werden, den objektiven Gebrauchs- und Substanzwert der Räume oder Gebäudeteile im Interesse einer besseren Vermietbarkeit zu erhöhen (vgl. Senatsurteile vom 13. Februar 2008 - VIII ZR 105/07, NJW 2008, 1218 Rn. 21; vom 28. September 2011 - VIII ZR 326/10, NJW 2011, 3514 Rn. 23; jeweils mwN; Blank in Blank/Börstinghaus, Miete, 3. Aufl., § 554 Rn. 1).
BGH, URTEIL vom 3.4.2015, Az. XII ZR 65/14 24	(1)	Bei der infolge einer Erhaltungsmaßnahme erlittenen Umsatzeinbuße handelt es sich nach zutreffender einhelliger Meinung nicht um eine Aufwendung im Sinn von § 554 Abs.4 BGB bzw. jetzt § 555 a Abs.3 BGB (vgl. etwa OLG Saarbrücken Urteil vom 20. Dezember 2010 - 8 U 507/09 - juris Rn. 46; Blank in Blank/Börstinghaus Miete 4. Aufl. § 555 a BGB Rn. 24; Bub/Treier/Schüller Handbuch der Geschäftsund Wohnraummiete 4. Aufl. III.A Rn. 2713; MünchKommBGB/Bieber 6. Aufl. §554 Rn. 40; Schmidt-Futterer/Eisenschmid Mietrecht 11. Aufl. § 555 a BGB Rn. 58).
BGH, URTEIL vom 3.4.2015, Az. XII ZR 65/14 35	(b) Dass der Gesetzgeber bei Einführung der Vorgängervorschrift des §554 Abs.4 BGB (in Anlehnung an Staudinger/Emmerich BGB 13. Bearb. §§ 541 a, 541 b BGB Rn. 23) möglicherweise von einer entsprechend weitgehenden Schadensersatzpflicht des Vermieters ausgegangen ist (vgl. BT-Drucks. 14/4553 S. 50), bleibt schon deswegen ohne durchgreifende Bedeutung, weil er selbst durch die spätere Einführung von § 536 a Abs. 1 Alt. 2 BGB die Rechtslage anders geregelt hat.
BGH, URTEIL vom 3.8.2008, Az. VIII ZR 275/07 Dies ergibt sich aus der Entstehungsgeschichte und dem aus den Gesetzesmaterialien ersichtlichen Zweck der Vorschrift und entspricht auch der in der Rechtsprechung der Instanzgerichte und im Schrifttum überwiegend vertretenen Auffassung (LG Berlin, GE 1997, 491; NJW-RR 2001, 1590; GE 2005, 1193; GE 2007, 849; LG Hamburg, NZM 2006, 536; Lammel, Wohnraummiet-recht, 3. Aufl., § 554 Rdnr. 48; Staudinger/Emmerich, BGB (2006), § 554 Rdnr. 19; Soergel/Heintzmann, BGB, 13. Aufl., §554 Rdnr. 8; Kinne in: Kin-ne/Schach/Bieber, Miet- und Mietprozessrecht, 5. Aufl., § 554 Rdnr. 74; MünchKommBGB/Bieber, 5. Aufl., §554 Rdnr. 18; Heilmann, jurisPK-BGB, 3. Aufl., § 554 Rdnr. 12; Schmid, Mietrecht, § 554 Rdnr. 22; Wilcken, NZM 2006, 521 ff.; W. Lorenz in: Blümmel/Blömeke, Die Modernisierung und Instandsetzung von Wohnraum, 3. Aufl., S. 165; vgl. auch Sternei, NZM 2001, 1058, 1059; aA LG Berlin, GE 1988, 731; LG Hamburg, WuM 2002, 375; Schmidt-Futterer/Eisenschmid, Mietrecht, 9. Aufl., §554 BGB Rdnr. 152; Meyer-Harport, NZM 2006, 524 ff.).
BGH, URTEIL vom 3.8.2008, Az. VIII ZR 275/07 -15- 30	Die Beurteilung, ob eine Modernisierungsmaßnahme im Sinne des § 554 Abs. 2 Satz 1 BGB für den Mieter oder dessen Familie eine nicht zu rechtfertigende Härte bedeuten würde, obliegt dem Tatrichter, der aufgrund einer umfassenden Würdigung aller Umstände des Einzelfalles die Interessen der Beteiligten gegeneinander abzuwägen hat (Staudinger/Emmerich, aaO, Rdnr. 28; Schmidt-Futterer/Eisenschmid, aaO, Rdnr. 186 ff.; MünchKomm/Bieber, aaO, Rdnr. 23).
BGH, vom 3.11.1984, Az. VIII ZR 277/83 Der Ersatzanspruch besteht aber unabhängig von der AGB-Regelung, wenn die wegen Zahlungsverzuges ausgesprochene Kündigung nach § 554 BGB wirksam war (vgl. die Senatsurteile BGHZ 82, 121, 129 ff und vom 4. April 1984 aaO zu I 4).
BGH, URTEIL vom 3.6.1998, Az. XII ZR 64/96 Dabei kann allerdings offenbleiben, ob - wie das Oberlandesgericht unter Berufung auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. März 1987 (VIII ZR 71/86 - NJW 1987, 2506, 2507) meint - die Kündigungsregelung, soweit sie auf den mehr als einmonatigen Verzug mit einer Mietzinsrate abstellt, von wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung in § 554 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB abweicht und insoweit gegen § 9 AGBG verstößt.
BGH, URTEIL vom 3.5.2007, Az. VIII ZR 202/06 So ist es hier, denn zu den duldungspflichtigen Verbesserungsmaßnahmen im Sinne von § 554 Abs. 2 Satz 1 BGB gehört in der Regel auch der Anschluss einer Wohnanlage an das Breitbandkabelnetz (Senatsurteil vom 15. Mai 1991 -VIII ZR 38/90, NJW 1991, 1750, unter II 8b, zu § 541b BGB aF; Senatsurteil vom 20. Juli 2005 -VIII ZR 253/04, NJW 2005, 2995, unter II 2).
BGH, URTEIL vom 4.0.2008, Az. IX ZR 201/06 Zwar hatte das OLG Düsseldorf bereits in einer älteren Entscheidung (NJW-RR 1991, 1353, 1354) die fristlose Kündigung eines Mietvertrages außerhalb eines Insolvenzverfahrens auf der Grundlage von § 554 Abs. 1 BGB a.F. auch dann für gerechtfertigt gehalten, wenn der Mieter lediglich mit einer Monatsmiete in Rückstand ist, jedoch erklärt, er werde in Zukunft zu Mietzinszahlungen nicht in der Lage sein.
BGH, URTEIL vom 3.6.2005, Az. VIII ZR 253/04 Denn die Mietsache im Sinne des § 554 Abs. 2 Satz 1 BGB umfaßt - wie bisher (§ 541 b Abs. 1 BGB) - nicht nur die vom Mieter gemieteten Räume, sondern das Gebäude insgesamt, in dem sich die Mieträume befinden (BT-Drucks. 14/4553, S. 49; vgl. auch BT-Drucks. 9/2079, S. 11 zu §541 b BGB; Palandt/Weidenkaff, BGB, 64. Aufl., § 554 Rdnr. 11).
BGH, URTEIL vom 3.8.2011, Az. VIII ZR 242/10 2011, §554 Rn. 42), dem Beklagten unter dem 30. Januar 2009 die im Streit stehenden Modernisierungsmaßnahmen angekündigt und bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 554 Abs. 2 BGB (dazu nachstehend unter II 4 a) auf diese Weise - die Ordnungsmäßigkeit der Ankündigung vorausgesetzt (dazu nachstehend unter II 4 b) - eine Duldungspflicht des Beklagten fällig gestellt (vgl. OLG Saarbrücken, Urteil vom 20. Dezember 2010 - 8 U 507/09, juris Rn. 38; KG, GE 2007, 907; OLG München, WuM 1991, 481, 482; jeweils mwN; Sternei, aaO Rn. VII 150; Staudinger/Emmerich, aaO § 554 Rn. 41; MünchKommBGB/ Bieber, aaO, § 554 Rn. 34).
BGH, URTEIL vom 3.2.1989, Az. VIII ZR 154/88 %> f)	Daß die Klausel auch nach § 554 Abs. 2 Nr. 3 BGB unwirksam ist, steht der Zulässigkeit der Verbandsklage nach § 13 AGBG nicht entgegen (vgl. Palandt/Heinrichs, BGB,
BGH, URTEIL vom 3.2.2009, Az. VIII ZR 110/08 Sie sind vielmehr - soweit es sich nicht schon um ohnehin gemäß § 554 Abs. 1 BGB hinzunehmende Erhaltungsmaßnahmen handelt- vom Mieter gemäß § 242 BGB zu dulden (MünchKommBGB/Bieber, 5. Aufl., § 554 Rdnr. 6; Staudinger/Emmerich, BGB (2006), § 554 Rdnr. 2; Blank/Börstinghaus, Miete, 3. Aufl., § 554 Rdnr. 1; Sternei, NZM 2001, 1058, 1060).
BGH, vom 3.0.1986, Az. VIII ZR 49/85 a) Hat der Leasinggeber wie hier den Vertrag über das Motorrad wegen Zahlungsverzuges des Leasingnehmers wirksam gekündigt, steht ihm auch ohne vertragliche Regelung ein aus § 554 BGB herzuleitender Schadensersatzanspruch zu, dessen Berechnung sich aus dem - notfalls ergänzend zu ermittelnden - Erfüllungsinteresse des Leasinggebers ergibt (st.Rspr., vgl. BGHZ 82, 121, 129; Senatsurteil vom 4. April 1984 - VIII ZR 313/82 = NJW 1984, 2687 = WM 1984, 933 unter 4 und 6 b).
BGH, URTEIL vom 5.8.1985, Az. V ZR 64/83 Die Vorschrift des § 554 Abs. 1 Nr. 1 BGB, die auch bei jährlicher Zahlungsweise anwendbar ist (BGH Urt. v. 10. Juni 1958, VIII ZR 135/57, LM BGB § 242 <Cd> Nr. 55), verlangt Verzug mit Miet- oder Pachtzinsraten, die an zwei aufeinanderfolgenden Terminen fällig waren (vgl. RGZ 85, 296, 297) . Daran fehlt es hier.
BGH, URTEIL vom 3.3.1984, Az. VIII ZR 313/82 Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung, die auf das Urteil des Reichsgerichts vom 13.> Juni 1911 (RGZ 76, 367) zurückgeht, steht dem Vermieter, der den Mietvertrag wegen Zahlungsverzugs des Mieters gemäß § 554 BGB kündigt, Anspruch auf Ersatz des durch die Kündigung verursachten Schadens zu (BGH Urteile vom 17. Januar 1968 - VIII ZR 207/65 = NJW 1968, 692 =
BGH, vom 1.11.1975, Az. b)	Kündigt der Leasinggeber einen auf unbestimmte Dauer geschlossenen kündbaren Teilamortisationsvertrag wegen Zahlungsverzugs des Leasingnehmers gemäß § 554 BGB, so wird spin Anspruch auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung der Höhe nach durch das Erfüllungsinteresse bei vertragsgemäßer Beendigung bestimmt; der Anspruch auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung ist, falls es an einer wirksamen vertraglichen Regelung fehlt, konkret zu berechnen (Abweichung von BGH Urteil vom 31. März 1982 - VIII ZR 125/81 = WM 1982, 666 = ZIP 1982, 700).
LG Bonn, Beschluss vom 3.2.2004, Az. 6 T 48/04 15Auch wenn zu Recht der 19. Zivilsenat des OLG Köln (vergl. a.a.O.) darauf hingewiesen hat, dass die Regelungen in §§ 554 Abs. 1 BGB (alter Fassung), d. h. § 543 Abs. 2 BGB (neuer Fassung) und § 9 Abs. 2 MHG (alter Fassung) entsprechend § 569 Abs.3 BGB (neuer Fassung) für die Kündigung zwar aus sinnvollen Gründen auf die Brutto-Miete bzw. den erhöhten Mietzins abstellen,gilt, dass dies aber gerade wegen der speziellen Interessenlage bei Kündigung nicht dazu zwingt, diese Regelungen zu verallgemeinern und auch der Streitwertfestsetzung gem. § 16 GKG zu Grunde zu legen.