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Timestamp: 2016-10-26 04:08:07
Document Index: 208394277

Matched Legal Cases: ['Art. 73', 'Art. 1', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 73', 'Art. 73', 'Art. 49', 'Art. 89', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 73', 'BGE', 'Art. 73', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 5', 'Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 49', 'Art. 73', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 76', 'Art. 112', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 4', 'in casu', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 151', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 28', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 101', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 100', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 101', 'Art. 4', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 45', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 15']

116 V 21835. Urteil vom 4. September 1990 i.S. X gegen Betriebliche Altersvorsorgeeinrichtung Wirte und Versicherungsgericht des Kantons Z�rich
Art. 73 al. 1 et 4 LPP. Les contestations en mati�re de pr�voyance professionnelle au sens �troit, opposant assur�s ou ayants droit � une institution de pr�voyance de caract�re professionnel enregistr�e (provisoirement) rel�vent des moyens juridictionnels pr�vus � l'art. 73 al. 1 et 4 LPP (consid. 1). Art. 1 ss CO. Pr�voyance facultative (non r�gie par la LPP) des ind�pendants: Nature juridique et interpr�tation du contrat de pr�voyance (consid. 2). Moment de la conclusion du contrat (consid. 3b). Art. 4 ss LCA, art. 23 ss CO. R�ticence en mati�re de pr�voyance facultative (non r�gie par la LPP) des ind�pendants. Pour d�cider si une r�ticence a �t� commise, il faut appliquer, en l'absence de dispositions statutaires ou r�glementaires idoines, non pas les r�gles concernant les vices du consentement (art. 23 ss CO), mais, par analogie, celles des art. 4 ss LCA (consid. 4). Etendue de la d�claration obligatoire (consid. 5a). Le point de savoir s'il y a r�ticence s'appr�cie, sans �gard � une �ventuelle faute, en fonction de crit�res objectifs et subjectifs (consid. 5b). Le d�lai de quatre semaines pr�vu par l'art. 6 LCA est un d�lai de p�remption; il commence � courir d�s que l'institution de pr�voyance re�oit des renseignements dignes de foi sur des faits dont on peut d�duire avec certitude qu'une r�ticence a �t� commise (consid. 6a). Faits � partir de page 219
A.- X, Inhaberin des Wirtepatents, betrieb zusammen mit ihrem 1940 geborenen Lebensgef�hrten Y, der als Koch t�tig war, eine Wirtschaft. Am 28. Mai 1985 unterzeichnete Y eine "Anmeldung f�r die Planvorsorge (BAV 1)" bei der Stiftung Betriebliche Altersvorsorge Wirte (nachstehend: BAV-Wirte), wobei er sich f�r den Versicherungsplan Nr. 06 entschied. Neben Alters- und Invalidit�tsleistungen sah dieser Plan im Falle des Todes der versicherten Person vor dem R�cktrittsalter die Auszahlung eines nach dem Eintrittsalter abgestuften Todesfallkapitals an eine beg�nstigte Person vor. Die auf dem "Anmeldeformular" aufgef�hrte Frage, ob er sich "f�r gesund und voll arbeitsf�hig halte", beantwortete Y mit "ja". Ferner wurde auf dem betreffenden Formular der 1. Juni 1985 als Beginn der Versicherung vermerkt. Mit Schreiben vom 18. Juni 1985 best�tigte die BAV-Wirte die "Anmeldung" und �bersandte gleichzeitig das Reglement "Planvorsorge (BAV 1)" sowie eine gegengezeichnete Kopie des "Antragsscheins".
Etwa am 30. Mai 1985 stellten sich bei Y starke Bauchschmerzen ein, welche am 1. Juni 1985 eine notfallm�ssige Einlieferung ins Spital N. erforderlich machten. Anl�sslich des am gleichen Tag wegen Verdachts auf akute Blinddarmentz�ndung erfolgten operativen Eingriffs stellten die �rzte einen ausgedehnten Metastasenbefall eines b�sartigen Tumors beider Leberlappen fest, welcher von einem polyp�s exulzierenden Magen-Carcinom als Prim�rtumor ausgegangen war. Nachdem Y am 13. Juni 1985 das Spital im Hinblick auf einen Kuraufenthalt verlassen hatte, verstarb er kurz nach erneuter Hospitalisation am 26. Juni 1985 an dieser Krebserkrankung.BGE 116 V 218 S. 220
In der Folge erhob X als Beg�nstigte Anspruch auf das Todesfallkapital aus der Vorsorgeversicherung ihres verstorbenen Lebenspartners. Mit Schreiben vom 3. Februar 1986 verneinte die BAV-Wirte ihre Leistungspflicht und erkl�rte die r�ckwirkende Aufl�sung der Versicherung mit der Begr�ndung, "nach medizinischem Standpunkt" h�tte Y die im Antragsformular gestellte Frage, ob er sich gesund f�hle, nicht bejahen d�rfen.
B.- X liess beim Versicherungsgericht des Kantons Z�rich Klage gegen die BAV-Wirte erheben und im wesentlichen beantragen, diese sei zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 90'094.-- zu bezahlen. Mit Entscheid vom 12. Mai 1989 wies das kantonale Gericht das Rechtsbegehren ab.
C.- X l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die BAV-Wirte zu verpflichten, ihr "Fr. 46'722.-- nebst Zins zu 5% seit 30. Mai 1986 zu zahlen".
W�hrend die Vorsorgeeinrichtung auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, enth�lt sich das Bundesamt f�r Sozialversicherung eines bestimmten Antrages.
1. a) Gem�ss Art. 73 BVG bezeichnet jeder Kanton als letzte kantonale Instanz ein Gericht, das �ber die Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten entscheidet (Abs. 1). Die Entscheide der kantonalen Gerichte k�nnen auf dem Wege der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Eidg. Versicherungsgericht angefochten werden (Abs. 4).
Art. 73 BVG findet auf den obligatorischen, vor-, unter- und �berobligatorischen Bereich registrierter privat- und �ffentlich-rechtlicher Vorsorgeeinrichtungen (PFITZMANN, Die �ffentlich-rechtlichen Pensionskassen im BVG-Obligatorium, in SZS 29/1985 S. 234) Anwendung (Art. 49 Abs. 2 BVG), ferner auf nichtregistrierte Personalvorsorgestiftungen (Art. 89bis Abs. 6 ZGB; BGE 115 V 247 Erw. 1a, BGE 114 V 104 Erw. 1a, BGE 112 V 358 Erw. 1a). Dabei ist ohne Belang, ob sich die fraglichen Anspr�che aus privatem oder �ffentlichem Recht ergeben (LANG/HOLLENWEGER, Aufsicht und Rechtspflege in der beruflichen Vorsorge, S. 20; BGE 113 Ib 190 Erw. 2a). Voraussetzung f�r den Rechtsweg nach Art. 73 Abs. 1 und 4 BVG bildet jedoch, dass die zwischen dem Versicherten resp. Anspruchsberechtigten und der BGE 116 V 218 S. 221Vorsorgeeinrichtung bestehende Streitigkeit die berufliche Vorsorge im engeren oder weiteren Sinn betrifft (MEYER, Die Rechtswege nach dem Bundesgesetz �ber die beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (BVG), in ZSR 106/1987 I S. 613; VIRET, La jurisprudence du TFA en mati�re de pr�voyance professionnelle: Questions de proc�dure, in SVZ 57/1989 S. 87; unver�ffentlichtes Urteil B. vom 7. Juni 1989). In zeitlicher Hinsicht ist der Geltungsbereich von Art. 73 BVG auf die Beurteilung von Streitsachen beschr�nkt, in welchen der Versicherungsfall nicht vor dem 1. Januar 1985 eingetreten oder die in Frage stehende Forderung bzw. Verpflichtung nicht vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts entstanden sind; der Umstand, dass in einem solchen Fall Sachverhalte aus der Zeit vor und nach dem 1. Januar 1985 zu beurteilen sind, �ndert an der BVG-Rechtspflegezust�ndigkeit nichts (BGE 115 V 228 Erw. 1b, 114 V 35 Erw. 1a, 113 Ib 191 oben, 113 V 200 Erw. 1b und 292; MEYER, a.a.O., S. 627 f.).
b) Bei der BAV-Wirte handelt es sich um eine (provisorisch) registrierte Verbandsvorsorgeeinrichtung im Sinne von Art. 48 Abs. 1 BVG in Verbindung mit Art. 5 BVV 1. Als sog. umh�llende Kasse nimmt sie nicht nur am BVG-Obligatorium (Art. 7 ff. BVG) teil, sondern f�hrt gleichzeitig die weitergehende Vorsorge sowie die freiwillige Versicherung f�r Arbeitnehmer und Selbst�ndigerwerbende durch (vgl. Art. 4 und 13 des Reglements Personalvorsorge sowie Art. 3 Reglement BAV 1), in deren Bereich die Bestimmungen des BVG �ber die Rechtspflege aufgrund von Art. 49 Abs. 2 BVG ebenfalls anwendbar sind (vgl. RIEMER, Das Recht der beruflichen Vorsorge in der Schweiz, S. 92, N. 15 zu � 3). Weil die vorliegend zu beurteilende Streitsache die berufliche Vorsorge im engeren Sinn zum Gegenstand hat (vgl. MEYER, a.a.O., S. 608) und das dem geltend gemachten Anspruch zugrundeliegende Ereignis nach Inkrafttreten des BVG eingetreten ist, sind die Voraussetzungen f�r den Rechtsweg nach Art. 73 Abs. 4 BVG in sachlicher wie in zeitlicher Hinsicht gegeben.
2. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt und dargetan hat, wird das Rechtsverh�ltnis zwischen einer Vorsorgeeinrichtung und dem Vorsorgenehmer im Bereich der freiwilligen beruflichen Vorsorge Selbst�ndigerwerbender nicht durch einen Versicherungsvertrag im Sinne des VVG, sondern durch einen sog. Vorsorgevertrag begr�ndet, der als Innominatskontrakt (sui generis) zu bezeichnen ist (BGE 115 V 99 Erw. 3b, BGE 112 II 249 Erw. 1b; statt vieler Riemer, Vorsorge-, F�rsorge- und Sparvertr�ge der beruflichen Vorsorge, BGE 116 V 218 S. 222in Innominatsvertr�ge, Festgabe zum 60. Geburtstag von Walter R. Schluep, S. 233 und 237; BR�HWILER, Personalvorsorge, S. 124, N. 28 zu � 8; MAURER, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 2. Aufl., S. 133 f.). Als solcher untersteht er in erster Linie den allgemeinen Bestimmungen des OR (BR�HWILER, a.a.O., S. 124, N. 28 zu � 8). Das Reglement stellt den vorformulierten Inhalt des Vorsorgevertrages bzw. dessen Allgemeine Bedingungen dar, denen sich der Versicherte ausdr�cklich oder durch konkludentes Verhalten unterzieht; gegebenenfalls k�nnen individuelle Abmachungen hinzutreten (BGE 115 V 99 Erw. 3b, BGE 112 II 249 Erw. 1b). Es ist nach dem Vertrauensprinzip auszulegen, wobei jedoch die den Allgemeinen Bedingungen innewohnenden Besonderheiten zu beachten sind (BGE 112 II 249 Erw. 1b mit Hinweisen; RIEMER, Vorsorge-, F�rsorge- und Sparvertr�ge in der beruflichen Vorsorge, S. 237), wie insbesondere die sog. Unklarheits- (BGE 109 II 219 Erw. b, BGE 107 II 230 Erw. 5; vgl. auch BGE 113 II 52, BGE 112 II 254 oben, BGE 110 II 146) und Ungew�hnlichkeitsregeln (BGE 109 II 457 Erw. 5; siehe auch BGE 109 II 118 Erw. 2 und 216 Erw. 2, BGE 108 II 418 Erw. 1b). Im Todesfall des Versicherten erlangen die Anspruchsberechtigten die Leistung des Vorsorgetr�gers weder aufgrund eines erbrechtlichen Anspruchs noch aufgrund der Beg�nstigungsklausel nach Art. 76 ff. VVG, sondern aus einem echten Vertrag zugunsten Dritter im Sinne von Art. 112 Abs. 2 OR (BGE 112 II 39 Erw. 3 und 250 Erw. 1b mit zahlreichen Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; siehe auch BGE 115 V 99 Erw. 3c und BGE 113 V 289 Erw. 4b; WALSER, Die Personalvorsorgestiftung, Diss. Z�rich 1975, S. 126; SCHNEITER, Die Rechtsbeziehungen zwischen Dienst- und Vorsorgeverh�ltnis bei privatrechtlichen Wohlfahrtseinrichtungen, Diss. Z�rich 1966, S. 20).
3. Im Lichte dieser Grunds�tze ist vorab zu pr�fen, in welchem Zeitpunkt der Vorsorgevertrag zwischen Y und der BAV-Wirte zustande gekommen ist.
a) Diesbez�glich macht die Beschwerdef�hrerin geltend, der Vorsorgevertrag sei entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts nicht erst am 18. Juni 1985, sondern bereits mit der Absendung des "Antragformulars" am 28. Mai 1985 rechtsg�ltig zustande gekommen. Die Vorsorgestiftung habe in Art. 2 und 3 des Reglements BAV 1, welche den Anschluss von dem Wirteverband angeh�renden Betrieben an die Versicherung bzw. den versicherten Personenkreis zum Inhalt haben, die Voraussetzungen f�r eine Vorsorgevereinbarung (abschliessend) umschrieben. Diese BGE 116 V 218 S. 223Bestimmungen seien als permanente Offerte der Stiftung an die Betriebsinhaber und Angestellten von Wirteverbandsmitgliedern zu werten und stellten gleichzeitig den Verzicht auf eine Gesundheitspr�fung dar. Damit aber stehe es der BAV-Wirte nicht mehr zu, weitere Abkl�rungen zu treffen, wenn ein Vorsorgeinteressent die reglementarischen Aufnahmevoraussetzungen erf�lle. Folglich erweise sich das von Y unterzeichnete Formular nicht als Offerte, sondern stelle das Akzept des von der Stiftung offerierten Vertragsschlusses dar.
b) Ein Vertragsabschluss in der von der Beschwerdef�hrerin beschriebenen Weise ist grunds�tzlich m�glich (f�r den Bereich der �berobligatorischen Vorsorge vgl. namentlich RIEMER, Das Recht der beruflichen Vorsorge in der Schweiz, S. 103, N. 15 zu � 4 und BR�HWILER, a.a.O., S. 446, N. 12 zu � 21). Die Frage, ob und in welchem Zeitpunkt ein Vorsorgevertrag zustande gekommen ist, l�sst sich jedoch angesichts der mannigfaltigen Aufnahmepraxis nicht generell, sondern nur im Einzelfall aufgrund der konkreten Umst�nde sowie in Anwendung der Bestimmungen des OR �ber den Vertragsabschluss (Art. 1 ff. OR) beantworten. Dabei ist zu beachten, dass es einer Vorsorgeeinrichtung im Bereich der freiwilligen beruflichen Vorsorge Selbst�ndigerwerbender grunds�tzlich freisteht, die Modalit�ten des Vertragsabschlusses festzulegen.
Gem�ss Art. 4 Abs. 1 des Reglements BAV 1 sind die f�r die Aufnahme in die Versicherung vorgesehenen Personen bei der BAV-Wirte zur Versicherung anzumelden. Entsprechend ist denn auch das von Y am 28. Mai 1985 unterzeichnete Formular mit "Anmeldung f�r die Planvorsorge (BAV 1)" �berschrieben. Allein diese Formulierungen lassen schon den Schluss zu, dass das blosse Ausf�llen des Antragsscheins nicht bereits das Akzept zu dem von der Stiftung angebotenen Vorsorgevertrag bildet, sondern lediglich den Wunsch des Vorsorgeinteressenten zum Ausdruck bringt, mit dieser einen Vertrag einzugehen. Ihre Best�tigung findet diese Auffassung im Umstand, dass die Unterschrift der BAV-Wirte auf dem vom Vorsorgeinteressenten unterzeichneten Dokument ausdr�cklich vorbehalten ist (und in casu von dieser erst am 18. Juni 1985 geleistet wurde). Damit soll der Stiftung erm�glicht werden, die Anmeldung von Betrieben bzw. Selbst�ndigerwerbenden daraufhin zu pr�fen, ob die statutarischen oder reglementarischen Voraussetzungen f�r die Aufnahme in die Versicherung gegeben sind. Ein solches Vorgehen kann auch nicht als ungew�hnlich bezeichnet werden. Dasselbe Verfahren findet sich n�mlich beim BGE 116 V 218 S. 224Abschluss von Versicherungsvertr�gen nach VVG, wo der Antrag im rechtlichen Sinne normalerweise vom k�nftigen Versicherungsnehmer ausgeht (vgl. Art. 1 VVG). Daran �ndert nichts, dass es sich beim Antragsschein um ein vom Versicherer vorgedrucktes Formular handelt oder dass der Versicherungsagent an den Interessenten herangetreten ist. Erst wenn die Versicherungseinrichtung den Antrag ausdr�cklich oder durch konkludentes Verhalten annimmt, ist der Versicherungsvertrag zustande gekommen (MAURER, a.a.O., S. 197 ff.; VIRET, Privatversicherungsrecht, 2. Aufl., S. 87 ff.; KOENIG, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3. Aufl., S. 69 ff.). Schliesslich erfolgte die �bergabe des Reglements erst mit dem Best�tigungsschreiben vom 18. Juni 1985, was in Anbetracht des gesamten Geschehensablaufes gegen ein Zustandekommen des Vertrages vor diesem Zeitpunkt spricht (vgl. WALSER, a.a.O., S. 119). Gegenteiliges l�sst sich dem Reglement BAV 1, insbesondere den von der Beschwerdef�hrerin angerufenen Art. 2 und 3 nicht entnehmen.
c) Ebensowenig stichhaltig ist der sinngem�sse Einwand der Vorsorgestiftung, dass zwischen ihr und Y kein Vertrag zustande gekommen sei, da Satz 2 von Art. 4 Abs. 2 BAV 1 eine im vorliegenden Fall nicht erf�llte Suspensivbedingung enthalte. Art. 4 Abs. 2 BAV 1 lautet wie folgt:
"Es werden alle zu versichernden Personen in die Versicherung aufgenommen, die gesund und voll arbeitsf�hig sind. Treffen diese Bedingungen f�r eine Person im Zeitpunkt, da sie die �brigen Aufnahmevoraussetzungen erf�llt, nicht zu, so wird die Aufnahme bis zur Erlangung der vollen Gesundheit und Arbeitsf�higkeit aufgeschoben. Auf diesen Zeitpunkt ist erneut eine Anmeldung einzureichen."
Daraus geht klar hervor, dass es sich bei Satz 2 dieser Bestimmung nicht um eine aufschiebende Bedingung im Sinne von Art. 151 OR handelt. Erf�llt n�mlich der Vorsorgeinteressent die in Art. 4 Abs. 2 Satz 1 BAV 1 umschriebenen Voraussetzungen f�r die Aufnahme in die Versicherung nicht, hat er, sobald er gesund und vollst�ndig arbeitsf�hig ist, ein neues Aufnahmegesuch zu stellen (Satz 3). Nimmt der Versicherer, wie hier, den Bewerber trotz eingeschr�nkter Gesundheit oder Arbeitsf�higkeit auf, ist der Vorsorgevertrag grunds�tzlich perfekt mit der Wirkung, dass allf�llige M�ngel des Vertragsschlusses nur �ber die hief�r bereitstehenden Rechtsinstitute behoben werden k�nnen.
d) Nach dem Gesagten ist der Vorsorgevertrag zwischen Y und der BAV-Wirte nicht bereits mit der Absendung des Anmeldeformulars BGE 116 V 218 S. 225am 28. Mai 1985, sondern erst mit dem Best�tigungsschreiben vom 18. Juni 1985 zustande gekommen.
4. Streitig und zu pr�fen ist sodann, ob entsprechend der Auffassung der BAV-Wirte M�ngel beim Vertragsabschluss vorliegen, welche die r�ckwirkende Aufhebung des Vertrages zur Folge haben. Dies beurteilt sich in erster Linie nach den einschl�gigen Bestimmungen des Vorsorgevertrages.
a) Die Statuten wie auch das Reglement BAV 1 schweigen sich �ber die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung aus. Es l�ge daher nach dem in Erw. 2 Gesagten nahe, bei Verletzung der Anzeigepflicht die Bestimmungen des OR �ber die M�ngel des Vertragsabschlusses (Art. 23 bis 31 OR), insbesondere die Tatbest�nde des Grundlagenirrtums (Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR) und der absichtlichen T�uschung (Art. 28 OR) heranzuziehen. Indes vermag die Anwendung dieser Regeln den Umst�nden des Einzelfalles nicht immer gerecht zu werden. Zudem erscheint auch zweifelhaft, ob bei einer im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestehenden, subjektiv jedoch nicht erkennbaren Krankheit, welche einige Monate nach dem Abschluss zum Ausbruch kommt, die Berufung auf Grundlagenirrtum dem Gebot der schonenden Rechtsaus�bung (Art. 2 ZGB) widersprechen w�rde, wie dies vom kantonalen Gericht vertreten wird.
b) Erweist sich somit die Anwendung der Bestimmungen des OR �ber die M�ngel des Vertragsabschlusses auf die Anzeigepflichtverletzung nicht in jeder Hinsicht als sachgerecht, fragt es sich, ob dieser Tatbestand nach Art. 4 ff. VVG beurteilt werden kann. Laut Art. 101 VVG findet das Versicherungsvertragsgesetz auf die privaten Rechtsverh�ltnisse zwischen den der Aufsicht nicht unterstellten Versicherungseinrichtungen (Art. 4 des Versicherungsaufsichtsgesetzes vom 23. Juni 1978; VAG) oder den der vereinfachten Aufsicht unterstellten Versicherungseinrichtungen (Art. 6 VAG) und ihren Versicherten keine Anwendung (Abs. 1 Ziff. 2). F�r diese Rechtsverh�ltnisse gilt das Obligationenrecht (Abs. 2). Auf Vorsorgevertr�ge von nicht bzw. der vereinfachten Versicherungsaufsicht unterstellten Institutionen wie der BAV-Wirte sind daher grunds�tzlich die Regeln �ber das OR heranzuziehen, weil das VVG keine (direkte) Anwendung findet. Dies schliesst indessen nicht aus, dass gegebenenfalls analogieweise gewisse Bestimmungen des VVG als Spezialgesetz des subsidi�r anwendbaren OR (Art. 100 Abs. 1 VVG) angewendet werden k�nnen (BGE 112 II 249 unten f. mit Hinweis, BGE 62 II 172, BGE 61 II 178; BGE 116 V 218 S. 226ROELLI/JAEGER, Kommentar zum VVG, Bd. III, N. 49 zu Art. 101 VVG; RIEMER, Das Recht der beruflichen Vorsorge in der Schweiz, S. 102, N. 14 zu � 4; KOENIG, a.a.O., S. 21; BR�HWILER, a.a.O., S. 124, N. 28 zu � 8, insbesondere Fn. 65). Eine solche analoge Anwendbarkeit ist beim spezifisch versicherungsrechtlich kodifizierten Tatbestand der Anzeigepflicht und deren Verletzung (vgl. KOENIG, Ist das Versicherungsvertragsgesetz revisionsbed�rftig?, in ZSR 81/1962 II S. 157 f.) zu bejahen. Denn wie die Privatversicherer sind auch die Vorsorgeeinrichtungen gehalten, die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des von ihnen zu �bernehmenden Risikos zu pr�fen. Sie sind deshalb darauf angewiesen, vom Antragsteller die f�r die versicherungstechnisch gebotene Erfassung des Risikos erforderlichen Ausk�nfte zu erhalten bzw. bei Verletzung der Anzeigepflicht vom Vertrag zur�cktreten zu k�nnen. Es dr�ngt sich deshalb angesichts des gleichen versicherungstechnischen Fundaments der Rechtsverh�ltnisse auf, die in Art. 4 ff. VVG statuierte Ordnung der Anzeigepflicht sinngem�ss auch im Bereich der freiwilligen beruflichen Vorsorge Selbst�ndigerwerbender (ausserhalb des BVG) anzuwenden (SCHNEITER, a.a.O., S. 38 oben).
5. a) Nach Art. 4 VVG hat der Antragsteller dem Versicherer an Hand eines Fragebogens oder auf sonstiges schriftliches Befragen alle f�r die Beurteilung der Gefahr erheblichen Tatsachen, soweit und so wie sie ihm bei Vertragsabschluss bekannt sind oder bekannt sein m�ssen, schriftlich mitzuteilen (Abs. 1). Erheblich sind diejenigen Gefahrstatsachen, die geeignet sind, auf den Entschluss des Versicherers, den Vertrag �berhaupt oder zu den vereinbarten Bedingungen abzuschliessen, einen Einfluss auszu�ben (Abs. 2). Die Gefahrstatsachen, auf welche die schriftlichen Fragen des Versicherers in bestimmter, unzweideutiger Fassung gerichtet sind, werden als erheblich vermutet (Abs. 3). Gefahrstatsachen sind alle Tatsachen, die bei der Beurteilung der Gefahr in Betracht fallen und den Versicherer demzufolge �ber den Umfang der zu deckenden Gefahr aufkl�ren k�nnen; dazu sind nicht nur jene Tatsachen zu rechnen, welche die Gefahr verursachen, sondern auch solche, die bloss einen R�ckschluss auf das Vorliegen von Gefahrenursachen gestatten (BGE 108 II 146 Erw. 1, BGE 99 II 77 unten f. mit Hinweisen; SVA XV Nr. 9 S. 41). Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung weist die Anzeigepflicht des Antragstellers keinen umfassenden Charakter auf. Sie beschr�nkt sich vielmehr auf die Angabe jener Gefahrstatsachen, BGE 116 V 218 S. 227nach denen der Versicherer ausdr�cklich und in unzweideutiger Art gefragt hat; der Antragsteller ist daher ohne entsprechende Fragen nicht verpflichtet, von sich aus �ber bestehende Gefahren Auskunft zu geben (ROELLI/KELLER, Kommentar zum VVG, S. 94 mit zahlreichen Hinweisen auf die Judikatur; VIRET, Privatversicherungsrecht, S. 110 und 114; KOENIG, a.a.O., S. 175; MAURER, a.a.O., S. 234 oben; SVA XV Nr. 9 S. 41). In zeitlicher Hinsicht erstreckt sich die Anzeige- bzw. Nachmeldepflicht auch auf (erhebliche) Gefahrstatsachen, die zwar nach Einreichung des Antrages, aber vor Abschluss des Vertrages entstehen (MAURER, a.a.O., S. 234, Fn. 546; KOENIG, a.a.O., S. 174; VIRET, Privatversicherungsrecht, S. 116; SVA XV Nr. 22 S. 133), unabh�ngig davon, ob die Vertragswirkungen fr�her oder sp�ter einsetzen (ROELLI/KELLER, a.a.O., S. 88). Hat der Antragsteller beim Abschluss einer Versicherung eine f�r ihn erkennbare erhebliche Gefahrstatsache im soeben dargelegten Sinn, nach der er ausdr�cklich und in unzweideutiger Art gefragt worden war, unrichtig beantwortet oder verschwiegen, so steht dem Versicherer nach Art. 6 VVG das Recht zu, binnen vier Wochen seit Kenntnis der Verletzung der Anzeigepflicht vom Vertrag zur�ckzutreten.
b) Im Gegensatz zum vertraglich vereinbarten Rechtsnachteil bei der Verletzung einer Obliegenheit gem�ss Art. 45 Abs. 1 VVG f�llt die Frage nach dem Verschulden im Bereiche des Art. 6 VVG ausser Betracht (BGE 109 II 63 Erw. 3c; SVA XV Nr. 22 S. 132). Wann die Anzeigepflicht verletzt ist, beurteilt sich verschuldensunabh�ngig nach subjektiven wie auch nach objektiven Kriterien. Denn nach dem Wortlaut von Art. 4 und 6 VVG hat der Antragsteller dem Versicherer in Beantwortung entsprechender Fragen nicht nur die ihm tats�chlich bekannten (von seinem positiven Wissen erfassten) erheblichen Gefahrstatsachen mitzuteilen, sondern auch diejenigen, die ihm bekannt sein m�ssen. Damit stellt das Gesetz ein objektives (vom tats�chlichen Wissen des Antragstellers �ber den konkreten Sachverhalt unabh�ngiges) Kriterium auf, bei dessen Anwendung jedoch die Umst�nde des einzelnen Falles, insbesondere die pers�nlichen Eigenschaften (Intelligenz, Bildungsgrad, Erfahrung) und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Antragstellers, zu ber�cksichtigen sind. Entscheidend ist somit, ob und inwieweit ein Antragsteller nach seiner Kenntnis der Verh�ltnisse und gegebenenfalls nach den ihm von fachkundiger Seite erteilten Aufschl�ssen eine Frage des Versicherers in guten Treuen verneinen durfte. Er gen�gt seiner Anzeigepflicht nur, wenn er BGE 116 V 218 S. 228ausser den ihm ohne weiteres bekannten Tatsachen auch diejenigen angibt, deren Vorhandensein ihm nicht entgehen kann, wenn er �ber die Fragen des Versicherers ernsthaft nachdenkt (BGE 96 II 209 ff. Erw. 4, best�tigt in BGE 109 II 62 f. Erw. 3b; VIRET, Privatversicherungsrecht, S. 116; ROELLI/KELLER, a.a.O., S. 104-106; KOENIG, a.a.O., S. 179 f.).
c) Im vorliegenden Fall begab sich Y am 20. Mai 1985 wegen akuten Kreuzbeschwerden in �rztliche Behandlung zu Dr. med. S. Anl�sslich der zweiten Konsultation vom 23. Mai 1985 stellte der behandelnde Arzt eine Besserung des Leidens fest (Schreiben Dr. S. an den R�ckversicherer der BAV-Wirte vom 28. Juli 1986). Zumindest ab diesem Datum konnte der Vorsorgeinteressent unbestrittenermassen seine T�tigkeit als Koch wieder voll aufnehmen. Damit aber durfte er am 28. Mai 1985 die im Antragsformular gestellte (subjektiv formulierte) Frage, ob er sich f�r "gesund und voll arbeitsf�hig halte", in guten Treuen bejahen, unbesehen darum, ob er in diesem Zeitpunkt allenfalls noch an Restbeschwerden gelitten hatte. Gesundheitsst�rungen, die allgemein als vor�bergehend gelten, hat der Anzeigepflichtige bei einer solchen Fragestellung praxisgem�ss nicht anzugeben, es sei denn, sie m�ssten von ihm als Symptome eines eigentlichen Leidens aufgefasst werden (ROELLI/KELLER, a.a.O., S. 110 mit Hinweisen). Dies war hier jedoch nicht der Fall, gaben doch sowohl Dr. med. S. gegen�ber dem Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin (Schreiben vom 25. Mai 1987) wie auch Dr. med. Sch. gegen�ber dem Gesellschaftsarzt des R�ckversicherers (Schreiben vom 18. Juli 1986) an, dass sich Y grunds�tzlich eines guten Allgemeinzustandes erfreuen und sich - abgesehen von den Kreuzbeschwerden - subjektiv gesund f�hlen durfte. Auch konnte Dr. Sch. im Umstand, dass sich das Krebsleiden bis zur Spitaleinlieferung nicht manifestiert hatte, nichts Aussergew�hnliches erblicken, da ein Magenkarzinom sehr lange nicht mit Beschwerden verbunden sei, "so dass es dann oft zu Ablegern in andere Organe kommt, welche das weitere Schicksal bestimmen" (Schreiben vom 9. September 1985 an die BAV-Wirte).
Bereits drei Tage sp�ter, am 1. Juni 1985, ver�nderte sich die Situation jedoch insofern, als der Vorsorgeinteressent notfallm�ssig mit Verdacht auf akute Blinddarmentz�ndung ins Spital N. eingeliefert werden musste, wo die �rzte anl�sslich des am selben Tag erfolgten operativen Eingriffes ein Leberkarzinom feststellten. In der Folge konnte er die Arbeit bis zu seinem Tod nicht mehr BGE 116 V 218 S. 229aufnehmen. Da Y im Antragsformular unzweideutig nach seiner Gesundheit und Arbeitsf�higkeit gefragt worden war, w�re er im Lichte der vorerw�hnten Grunds�tze gehalten gewesen, diese erhebliche Ver�nderung des Gesundheitszustandes der BAV-Wirte unverz�glich (schriftlich) mitzuteilen. Nachdem er das Spital am 13. Juni 1985 f�r einen Kuraufenthalt verlassen konnte, ist davon auszugehen, dass er hiezu auch in der Lage gewesen w�re. Eine solche Meldung h�tte den Versicherer zudem rechtzeitig, d.h. vor Abschluss des Vorsorgevertrages am 18. Juni 1985, erreichen k�nnen. Indem er diese Nachmeldung unterliess, hat er die Anzeigepflicht klarerweise verletzt, weshalb der BAV-Wirte grunds�tzlich das Recht zustand, vom Vertrag zur�ckzutreten.
6. Zu pr�fen bleibt, ob die Stiftung den R�cktritt vom Vertrag rechtzeitig erkl�rt hat.
a) Die R�cktrittserkl�rung nach Art. 6 VVG ist versp�tet, wenn sie nicht innert vier Wochen seit Kenntnis von der Verletzung der Anzeigepflicht vom Versicherer erkl�rt wird. Dabei handelt es sich nicht um eine Verj�hrungs-, sondern um eine Verwirkungsfrist, deren Lauf weder gehemmt noch unterbrochen werden kann (BGE 109 II 162 Erw. a; VIRET, La r�ticence dans l'assurance-maladie priv�e et sociale, in SVZ 43/1975-76 S. 46; ROELLI/KELLER, a.a.O., S. 140; MAURER, a.a.O., S. 236, Fn. 553). Sie beginnt erst, wenn der Versicherer zuverl�ssige Kunde von Tatsachen erh�lt, aus denen sich der sichere Schluss auf Verletzung der Anzeigepflicht ziehen l�sst. Blosse Vermutungen, die zu gr�sserer oder geringerer Wahrscheinlichkeit dr�ngen, dass die Anzeigepflicht verletzt ist, gen�gen nicht (BGE 109 II 160 Erw. 2a, BGE 58 II 383, BGE 47 II 483 f.; VIRET, Privatversicherungsrecht, S. 120; ROELLI/KELLER, a.a.O., S. 139).
b) Auf entsprechende Anfrage (vom 29. August 1985) teilte Dr. Sch. der Verbandsvorsorgestiftung mit Schreiben vom 9. September 1985 u.a. mit, Y sei ab 1. Juni 1985 bis zu seinem Ableben vollst�ndig arbeitsunf�hig gewesen. Aus dieser Mitteilung musste die Stiftung auf eine Verletzung der Anzeigepflicht seitens des Vorsorgeinteressenten schliessen. Der am 3. Februar 1986 erkl�rte R�cktritt vom Vertrag erweist sich somit als versp�tet. Da zudem bei Vertragsabschluss am 18. Juni 1985 das bef�rchtete Ereignis, insbesondere auch eine Invalidit�t (vgl. Art. 17 Abs. 1 Reglement Personalvorsorge) noch nicht eingetreten war und die Vereinbarung damit nicht an einem Nichtigkeitsmangel leidet (vgl. Art. 9 VVG), hat die Beschwerdef�hrerin im Grundsatz Anspruch BGE 116 V 218 S. 230auf Hinterlassenenleistungen der BAV-Wirte. Nach Art. 15 Abs. 2 lit. b des Reglements BAV 1 haben jedoch bei Fehlen der Eltern nur diejenigen Personen Anspruch auf das Todesfallkapital, die von der versicherten Person nachweisbar regelm�ssig unterst�tzt wurden (zum Begriff der Unterst�tzung in der beruflichen Vorsorge nach BVG vgl. ZAK 1987 S. 284 f.). Wie es sich damit verh�lt, l�sst sich aufgrund der zur Verf�gung stehenden Unterlagen nicht beurteilen. Die Sache ist daher an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, damit dieses die Frage der regelm�ssigen Unterst�tzung pr�fe und anschliessend �ber den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf Hinterlassenenleistungen neu befinde.