Source: http://jahresabschluss.pro/
Timestamp: 2014-11-21 16:11:44
Document Index: 250297751

Matched Legal Cases: ['§ 238', '§ 267', '§ 264', '§ 264', '§ 1', '§ 2']

Jahresabschluss, Buchführung und Rechnungslegung
Jahresabschluss Buchführung und Rechnungslegung
Unter Rechnungslegung versteht man die Berichterstattung eines Unternehmens über einen ergangenen Zeitraum und über zu erwartende Entwicklungen. Das Ziel der Rechnungslegung ist die Dokumentationund Gewinnermittlung. Adressaten der Rechnungslegung sind in erster Linie die Eigen- und Fremdkapitalgeber. Rechnungslegung umfasst die Bereiche Buchführung, Jahresabschluss, Lagebericht und Offenlegung. Die konkrete Ausgestaltung der Rechnungslegung ist von Größe, Rechtsform und Kapitalmarktorientierung des jeweiligen Unternehmens abhängig.
Die Zielsetzung der Rechnungslegung
Informationsfunktion: Die Informationsbedürfnisse der Adressaten sind Grundlage der Rechnungslegung. Die Eigenkapitalgeber entscheiden aufgrund dieser Informationen ihre weiteren Anlageentscheidungen. Fremdkapitalgeber beurteilen auf Basis dieser Informationen ihr weiteres Vorgehen bezüglich der Fremdkapitalvergabe. Weitere Adressaten sind Arbeitnehmer, Lieferanten und Kunden. Die Bestandteile der Rechnungslegung müssen für den Adressaten entscheidungsrelevante Informationen bieten. Informationen sind dann entscheidungsrelevant, wenn sie wesentlich sind d.h. die Kenntnis einer Information führt zu einer anderen Entscheidung als die Unkenntnis.
Ausschüttungsbemessungsfunktion: Darüber hinaus kann die Rechnungslegung auch die Basis für die auschüttungsfähigen Beträge bereitstellen. Dies gilt insbesondere für den handelsrechtlichen Jahresabschluss
Weiterlesen: Informationsfunktion und Ausschüttungsbemessungsfunktion
Die Buchführung ist ein Bestandteil der Rechnungslegung. Für Kaufleute sind die Rechnungslegungsvorschrifen des HGB maßgeblich. Nach § 238 HGB ist jeder Kaufmann verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen.
Grundlage für den handelsrechtlichen Jahresabschluss bildet das dritte Buch des HGB. Es gilt für Einzelkaufleute, Personenhandelsgesellschaften und Kapitalgesellschaften. Darüber hinaus gilt es auch für Genossenschaften, Kreditinstitute, Versicherungen und Unternehmen nach dem Publizitätsgesetz, soweit für diese Unternehmen keine spezifischen Vorschriften bestehen.
Weiterlesen: Jahresabschluss Lagebericht
Für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB sowie für große und mittelgroße Personengesellschaften die keine natürliche Person als Vollhafer haben (Gesellschaften im Sinne des § 264a HGB) bildet der Lagebericht neben dem Jahresabschluss einen weiteren Bestandteil der Rechnungslegung. Kleine Kapitalgesellschaften brauchen keinen Lagebericht zu erstellen (§ 264 HGB).
Weiterlesen: Lagebericht Die konkrete Ausgestaltung der Rechnungslegung
Die konkrete Ausgestaltung der Rechnungslegung ist jeweils vom konkreten Einzelfall abhängig:
Art und Umfang des Geschäftsbetriebes: Kaufleute im Sinne des § 1 Abs. 1 HGB sind zur Rechnungslegung verpflichtet.
der Unternehmensgröße: für kleine und mittelgroße Kapitalgesellschaften bestehen Erleichterungen bei den Rechnungslegungsanforderungen
der Rechtsform: für Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Genossenschaften gibt es neben dem HGB noch spezifische Spezialgesetze (lex specialis)
der Branche: für Finanzdienstleister und Versicherungen bestehen ebenfalls neben dem HGB weitere Spezialgesetze
Kapitalmarktorientierung: Für Gesellschaften, die einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des WpHG in Anspruch nehmen, gelten zusätzliche Rechnungslegungsvorschriften.
Weiterlesen: Die konkrete Ausgestaltung der Rechnungslegung
IAS Verordnung
Seit dem ersten Januar 2005 müssen Konzernabschlüsse von kapitalmarktorientierten Unternehmen, die ihren Sitz in der Europäischen Union haben, im Einklang mit den Rechnungslegungsanforderungen der IAS/IFRS erstellt werden.
Grundlage dafür bildet die sogenannte IAS Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung