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Timestamp: 2017-09-22 17:23:09
Document Index: 74743247

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 42', '§ 1', '§ 30', '§ 6', '§ 8']

Rechtliche Grundlagen für barrierefreies Web Es betrifft nicht nur das E-GOVERNMENT Martin Ladstätter BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben. - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Eckhard Stierle Geändert vor über 3 Jahren
Präsentation zum Thema: "Rechtliche Grundlagen für barrierefreies Web Es betrifft nicht nur das E-GOVERNMENT Martin Ladstätter BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben."— Präsentation transkript:
1 Rechtliche Grundlagen für barrierefreies Web Es betrifft nicht nur das E-GOVERNMENT Martin Ladstätter BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben
2 Wer oder was ist BIZEPS? BIZEPS ist ein Verein und betreibt seit 1992 eine Beratungsstelle für behinderte Menschen in Wien. Ziel: Die Lebenssituation behinderter Menschen in der Gesellschaft zu verbessern und Gleichstellung zu erkämpfen. BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben
3 Ein Streifzug durch das österreichische Bundesrecht 1) Gesetzesüberblick 2) Erfahrungen mit Schlichtungen 3) Klagemöglichkeit 4) Fragen BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben
4 Bundesverfassungsgesetz Artikel 7: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten. Artikel 8: Die Österreichische Gebärdensprache ist als eigenständige Sprache anerkannt. 1) Gesetzesüberblick
5 Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz Blinde und hochgradig sehbehinderte Beteiligte § 17a Blinden oder hochgradig sehbehinderten Beteiligten, die eines Vertreters entbehren, hat die Behörde auf Verlangen den Inhalt von Akten oder Aktenteilen durch Verlesung oder nach Maßgabe der vorhandenen technischen Möglichkeiten in sonst geeigneter Weise zur Kenntnis zu bringen. 1) Gesetzesüberblick
6 Urheberrechtsgesetz Behinderte Personen § 42d. Abs. 1 Zulässig ist die nicht kommerzielle Benutzung eines erschienenen Werkes durch Vervielfältigung für und Verbreitung an behinderte Personen in einer für sie geeigneten Form, soweit ihnen wegen ihrer Behinderung der Zugang zum Werk durch sinnliche Wahrnehmung eines erschienenen Werkstücks nicht möglich oder erheblich erschwert ist. 1) Gesetzesüberblick
7 E-Government-Gesetz § 1 Abs. 3 Bei der Umsetzung... ist Vorsorge dafür zu treffen, dass behördliche Internetauftritte, die Informationen anbieten oder Verfahren elektronisch unterstützen, spätestens bis 1. Jänner 2008 so gestaltet sind, dass internationale Standards über die Web-Zugänglichkeit auch hinsichtlich des barrierefreien Zugangs für behinderte Menschen eingehalten werden. 1) Gesetzesüberblick
8 Zustellgesetz § 30 Abs. 5 Die von einem Zustelldienst... zu erbringenden Zustellleistungen sind so zu gestalten, dass nach dem jeweiligen Stand der Technik der barrierefreie Zugang zu diesen Dienstleistungen für behinderte Menschen gewährleistet ist. 1) Gesetzesüberblick
9 Behindertengleichstellungsgesetz § 6 Abs. 5 Barrierefrei sind... Systeme der Informationsver- arbeitung …, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Erläuterungen: Das Vorliegen von Barrierefreiheit ist nach dem Stand der technischen Entwicklung zu beurteilen. Herangezogen werden dafür können beispielsweise... die WAI-Leitlinien betreffend Angebote im Internet. 1) Gesetzesüberblick
10 Behindertengleichstellungsgesetz § 8 Abs. 3 Die Richtlinien über die Vergabe von Förderungen des Bundes haben vorzusehen, dass bei der Vergabe von Förderungen... die Beachtung dieses Bundesgesetzes... zu berücksichtigen ist, und sichergestellt ist, dass das geförderte Vorhaben den Grundsätzen dieses Bundesgesetzes nicht widerspricht. 1) Gesetzesüberblick
11 Zusammenfassung: Wen betrifft es? Behörden (e-gov ab 2008) Zusteller laut e-gov (Zustellgesetz) Verwaltung des Bundes (BGStG / e-gov) Unternehmen die Güter verkaufen die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen (BGStG) Förderungsnehmer von Bundesförderungen (BGStG) 1) Gesetzesüberblick
12 Was sind Schlichtungsverfahren? Jede behinderte Person kann bei vermeintlicher Diskriminierung gemäß BGStG ein Verfahren beim Bundessozialamt einleiten. Ziel: Eine Einigung Bei Nichteinigung kann auf Schadenersatz geklagt werden. 2) Erfahrungen mit Schlichtungen
13 Wen hat es bisher betroffen? mobilkom austria AG (bob) Ticket Express GesmbH (Ö-Ticket) Bank Austria Creditanstalt (im Vorfeld bereinigt) easybank AG ORF (ORF-ON) 2) Erfahrungen mit Schlichtungen
14 Rechtsfolgen bei Verletzung des Diskriminierungsverbots Bei Verletzung des Diskriminierungsverbots … hat die betroffene Person jedenfalls Anspruch auf Ersatz des Vermögensschadens und auf eine Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung. 3) Klagemöglichkeit
15 Nachrichtendienst http://www.bizeps.or.at
16 Wie erreiche ich BIZEPS? BIZEPS – Behindertenberatungszentrum Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Kaiserstraße 55 / 3 / 4a, 1070 Wien Tel.: 01 / 523 89 21, Fax: 01 / 523 89 21 20 http://www.bizeps.or.at office@bizeps.or.at BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben
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Ratifizierung auch in der Schweiz!