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Timestamp: 2016-10-27 07:16:58
Document Index: 139705457

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 81', 'Art. 19', 'Art. 81', 'Art. 82', 'Art. 8', 'Art. 81', 'Art. 11', 'Art. 197', 'Art. 11', 'Art. 82', 'Art. 82', 'Art.81', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 86', 'BGE', 'BGE', 'Art. 197', 'Art. 29', 'Art. 197', 'Art. 197', 'Art. 87', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 197', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 81', 'Art. 11', 'Art. 81', 'Art. 81', 'Art. 61', 'Art. 196', 'Art. 81', 'Art. 81', 'Art. 11', 'Art. 90', 'Art. 11', 'Art. 156']

2P.268/2001 (28.06.2002)
2P.268/2001/bmt
2P.326/2001
R.________ AG, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas von Albertini, Englischviertelstrasse 7, Postfach 231, 8030 Z�rich,
Art. 8 und 9 BV (Reinertrags- und Eigenkapitalsteuern; Veranlagungen aufgrund der Rechnungsabschl�sse per 31.12.1992, 1993, 1994 und 1995)
(Staatsrechtliche Beschwerden gegen die Entscheide des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. September 2001 und vom 13./20. November 2001)
Die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen hiess mit Urteil vom 20. August 1999 den Rekurs der R.________ AG teilweise gut und wies die Sache im Sinne der Erw�gungen zur Neuveranlagung an die Kantonale Steuerverwaltung zur�ck. Es ging um die Veranlagungen 1992, 1993, 1994 und 1995. Streitig waren u.a. eine R�ckstellung und eine Abschreibung, welche die Steuerpflichtige im Hinblick auf die Uneinbringlichkeit von Darlehen im Wert von Fr. 800'000.--, die sie der B.________ AG gew�hrt hatte, vorgenommen hat. Die Verwaltungsrekurskommission qualifizierte die R�ckstellung und die Abschreibung als geldwerte Leistungen an den Aktion�r A.________ und ordnete deren Aufrechnung an. Sodann wies sie das Steueramt an, ebenfalls den bis Ende 1992 aufgelaufene Darlehenszins von Fr. 53'931.-- in die Aufrechnung einzubeziehen. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Am 12. Dezember 1999 erliess das Kantonale Steueramt St. Gallen neue Veranlagungsverf�gungen f�r die Reinertrags- und Eigenkapitalsteuern 1992 - 1995.
Hiergegen f�hrte die Steuerpflichtige erneut Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen. Diese wies mit Urteil vom 22. M�rz 2001 den Rekurs ab, soweit darauf einzutreten war. Die Verwaltungsrekurskommission erwog u.a., dass sie �ber die Aufrechnungen der geldwerten Leistungen im Zusammenhang mit dem Darlehen an die B.________ AG im R�ckweisungsentscheid vom 20. August 1999 rechtskr�ftig entschieden habe und darauf nicht zur�ckzukommen sei. Das Steueramt habe in den neuen Veranlagungen im Jahr 1993 eine Aufrechnung von Fr. 424'000.-- und im Jahre 1994 eine solche von Fr. 429'931.-- vorgenommen und sich damit an die Weisung im R�ckweisungsentscheid gehalten.
Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 22. M�rz 2001 f�hrte die Steuerpflichtige am 8. April 2001 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Sie stellte den Hauptantrag, es sei die Sache an die Verwaltungsrekurskommission zur�ckzuweisen mit der Auflage, alle damaligen Rekursantr�ge seien zu behandeln (u.a. Festsetzung der steuerbaren Reinertr�ge 1993 und 1994 auf Fr. 0). Im Eventualantrag machte sie geltend, es sei das Steuerverfahren f�r die Steuern der Jahre 1992, 1993, 1994 und 1995 wieder aufzunehmen. Das Begehren gem�ss Eventualantrag st�tzt sich auf Art. 81 Abs. 1 lit. c des Gesetzes des Kantons St. Gallen vom 16. Mai 1965 �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRP), wonach Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Verf�gungen und Entscheide verlangt werden kann, wenn die Beh�rde wesentliche Tatsachen oder Beweismittel, die zur Zeit des Erlasses der Verf�gung oder des Entscheides bestanden haben, nicht gekannt hat. Die Beschwerdef�hrerin ist der Ansicht, die Verwaltungsrekurskommission habe Tatsachen und Beweismittel nicht ber�cksichtigt, als sie im Entscheid vom 20. August 1999 (R�ckweisungsentscheid) die strittigen Aufrechnungen angeordnet habe.
Mit Urteil vom 11. September 2001 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten war. Das Verwaltungsgericht lehnte es ab, den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 22. M�rz 2001 in materieller Hinsicht generell zu �berpr�fen, weil die Beschwerdeeingabe keine substanziierte Begr�ndung enthalte. Die R�ge, die Verwaltungsrekurskommission h�tte im Urteil vom 22. M�rz 2001 auf die neuen Tatsachen und Beweismittel (Noven) eintreten m�ssen, betrachtete das Verwaltungsgericht als unberechtigt, weil �ber die Frage der geldwerten Leistungen im Zusammenhang mit den Darlehen an die B.________ AG durch die Verwaltungsrekurskommission im Entscheid vom 20. August 1999 (R�ckweisungsentscheid) rechtskr�ftig entschieden worden sei. Der von der Beschwerdef�hrerin angerufene Art. 19 VRP, wonach die Beteiligten bis zum Abschluss des Verfahrens neue Begehren stellen und sich auf neue Tatsachen berufen k�nnten, komme nicht mehr zur Anwendung, soweit Streitfragen im R�ckweisungsentscheid definitiv rechtskr�ftig entschieden worden seien. Auf den Eventualantrag (Wiederaufnahme des Verfahrens gem�ss Art. 81 VRP) trat das Verwaltungsgericht nicht ein, da sich das Wiederaufnahmebegehren gegen das Urteil der Verwaltungsrekurskommission vom 20. August 1999 richte und das Verwaltungsgericht sachlich nicht zust�ndig sei, �ber das Begehren zu entscheiden (Art. 82 VRP).
Mit Eingabe vom 12. Oktober 2001 erhob die R.________ AG gest�tzt auf Art. 8 und 9 BV staatsrechtliche Beschwerde (Verfahren 2P.268/2001). Sie r�gt, dass das Verwaltungsgericht das Gesuch um Wiederaufnahme des Verfahrens (Art. 81 VRP) nicht an die Verwaltungsrekurskommission �berwiesen habe, nachdem es sich zur Behandlung dieses Begehrens als unzust�ndig erachte. Art. 11 Abs. 3 VRP sehe ausdr�cklich vor, dass Eingaben an die unzust�ndige Stelle (von der unzust�ndigen Stelle) an die zust�ndige Stelle zu �bermitteln seien.
Sodann beanstandet die Beschwerdef�hrerin, dass das Verwaltungsgericht es abgelehnt habe, die Sache an die Verwaltungsrekurskommission zur�ckzuweisen, damit diese die Einsch�tzungen unter dem Gesichtswinkel der von der Beschwerdef�hrerin im Rekurs neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel �berpr�fe.
Nachdem die Beschwerdef�hrerin am 12. Oktober 2001 - gleichzeitig mit der staatsrechtlichen Beschwerde - auch ein Revisionsgesuch wegen Verletzung von wesentlichen Verfahrensgrunds�tzen beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen eingereicht hatte (Art. 197 Abs. 1 lit. b des Steuergesetzes des Kantons St. Gallen vom 9. April 1998, nachfolgend abgek�rzt StG), wurde das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde sistiert.
Mit Entscheid vom 13./20. November 2001 wies das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen das Revisionsgesuch ab. Es hielt zusammenfassend fest, die Pflicht zur �berweisung von fehlgeleiteten Eingaben an die zust�ndige Beh�rde ergebe sich aus Art. 11 Abs. 3 VRP. Der Grundsatz der Weiterleitung gelte indes nicht unbeschr�nkt. Namentlich verdiene rechtsmissbr�uchliches Verhalten keinen Schutz. Art. 82 Abs. 1 VRP bestimme eindeutig, dass �ber Wiederaufnahmebegehren diejenige Instanz entscheide, welche die Verf�gung oder den Entscheid getroffen habe. Der Rechtsvertreter der Gesuchstellerin habe in der Beschwerdeeingabe vom 8. April 2001 ausgef�hrt, er sei sich nicht im Klaren dar�ber, ob gem�ss Art. 82 VRP das Verwaltungsgericht oder die Verwaltungsrekurskommission zum Entscheid �ber Begehren um Wiederaufnahme des Verfahrens zust�ndig sei. Der Eventualantrag werde deshalb "vorsorglicherweise" f�r den Fall gestellt, dass die Zust�ndigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben sein sollte. Da sich das Wiederaufnahmebegehren ausdr�cklich auf das Urteil der Verwaltungsrekurskommission vom 20. August 1999 bezogen habe, m�sse dem Rechtsvertreter der Gesuchstellerin aufgrund des unzweideutigen Gesetzeswortlauts klar gewesen sein, dass zum Entscheid �ber das Revisionsgesuch nur die Verwaltungsrekurskommission zust�ndig gewesen sein konnte. Die Berufung auf die �berweisungspflicht verstosse gegen das Vertrauensprinzip und sei rechtsmissbr�uchlich.
Des weiteren erwog das Verwaltungsgericht, der Wiederaufnahmefall von Art.81 Abs. 1 lit. c VRP, auf den sich die Gesuchstellerin berufe, sei offenkundig nicht erf�llt. Die Gesuchstellerin lege nicht dar, welche wesentlichen Tatsachen oder Beweismittel das Verwaltungsgericht bei seinem Urteil vom 11. September 2001 nicht gekannt haben sollte. Soweit die Beschwerdef�hrerin im Zusammenhang mit Art. 19 VRP (Ber�cksichtigung neuer Vorbringen im Verfahren) dem Verwaltungsgericht eine falsche Rechtsanwendung vorwerfe, sei kein Revisionsgrund gegeben, da die Revision nicht dazu dienen k�nne, eine andere Rechtsauffassung durchzusetzen.
Im Anschluss an den Revisionsentscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13./20. November 2001 reichte die R.________ AG am 14. Dezember 2001 eine neue staatsrechtliche Beschwerde ein, mit welcher sie beantragt, die beiden Entscheide des Verwaltungsgerichts vom 11. September 2001 und vom 13./20. November 2001 seien aufzuheben. Sie r�gt die Verletzung von Art. 8 und 9 BV (Verfahren 2P.326/2001).
Das Kantonale Steueramt St. Gallen beantragt, die staatsrechtlichen Beschwerden seien abzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen schliesst auf Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei.
Die beiden staatsrechtlichen Beschwerden betreffen den gleichen Sachverhalt und die gleichen Parteien. Sie enthalten R�gen, die sich zum Teil �berschneiden, zum Teil erg�nzen. Die R�gen richten sich sowohl gegen den ersten Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 11. September 2001 wie auch den Revisionsentscheid vom 13./20. November 2001. Es rechtfertigt sich daher, die beiden Beschwerden gemeinsam zu behandeln. Die Verfahren sind zu vereinigen.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist nach Art. 86 Abs. 1 OG (Fassung vom 4. Oktober 1991) erst zul�ssig, wenn von den kantonalen Rechtsmitteln Gebrauch gemacht worden ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss ein als "Revision" bezeichnetes kantonales Rechtsmittel, das kassatorische R�gen erlaubt und geeignet ist, den behaupteten rechtlichen Nachteil zu beseitigen, ergriffen werden, bevor staatsrechtliche Beschwerde gef�hrt werden kann (vgl. dazu einl�sslich BGE 110 Ia 136 ff., mit zahlreichen Hinweisen; ferner BGE 118 Ia 110 ff.; 116 Ia 73 ff. und 78 ff.).
Gem�ss Art. 197 Abs. 1 lit. b StG kann eine rechtskr�ftige Verf�gung oder Entscheidung auf Antrag oder von Amtes wegen zugunsten des Steuerpflichtigen revidiert werden, "wenn die erkennende Beh�rde erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel, die ihr bekannt waren oder bekannt sein mussten, ausser acht gelassen oder in anderer Weise wesentliche Verfahrensgrunds�tze verletzt hat". Als Revisionsgrund im Sinne der zitierten Bestimmungen gelten insbesondere Verst�sse gegen die dem Steuerpflichtigen durch das kantonale Recht oder Art. 29 BV zustehenden Verfahrensgarantien. Diese Revision richtet sich gegen M�ngel des Verfahrens und ersetzt insoweit eine Kassations- oder Nichtigkeitsbeschwerde, weshalb sie ergriffen werden muss, bevor eine entsprechende R�ge mit staatsrechtlicher Beschwerde vorgetragen werden kann.
So entschieden hat das Bundesgericht wiederholt bez�glich � 108 Abs. 1 lit. c des z�rcherischen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (jetzt � 155 Abs. 1 lit. b des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997), so dass f�r den w�rtlich gleich lautenden Art. 197 Abs. 1 lit. b im st. gallischen Steuergesetz nichts anderes geltend kann (vgl. ASA 63 S. 168 E. 1 f�r � 108 Abs. 1 lit. c StG-ZH; ferner Urteil 2P.72/1996 vom 22. April 1998, StR 53/1998 S. 664, nicht publ. E. 1b; Urteil 2P.110/1994 vom 13. Dezember 1996, StR 52/1997 S. 273, nicht publ. E. 1). Die Beschwerdef�hrerin reichte denn auch im Anschluss an den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 11. September 2001 gest�tzt auf Art. 197 Abs. 1 lit. b StG ein Revisionsgesuch ein, welches das Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 13./20. November 2001 materiell behandelt hat.
In der neuen staatsrechtlichen Beschwerde (Verfahren 2P.326/2001) r�gt die Beschwerdef�hrerin einerseits den Revisionsentscheid des Verwaltungsgerichts als verfassungswidrig. Andererseits erneuerte sie die in der staatsrechtlichen Beschwerde 2P.268/2001 gegen�ber dem Erstentscheid des Verwaltungsgerichts vorgebrachten Antr�ge und R�gen. Das ist zul�ssig, weil erst der Revisionsentscheid zusammen mit dem Erstentscheid das Endurteil im Sinne von Art. 87 Abs. 3 OG bildet, gegen das staatsrechtliche Beschwerde gef�hrt werden kann. Da alle R�gen der ersten staatsrechtlichen Beschwerde in der zweiten staatsrechtlichen Beschwerde erneuert wurden, kann offen bleiben, inwieweit der ersten Beschwerde noch selbst�ndige Bedeutung zukommt und darauf einzutreten ist.
3.1 Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf Art. 19 VRP, wonach sich die Beteiligten bis zum Abschluss des Verfahrens auf neue Tatsachen und Beweismittel berufen k�nnen. Dieses Recht sei ihr verweigert worden. Am 20. August 1999 habe die Verwaltungsrekurskommission die Angelegenheit "zur neuen Veranlagung" an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Das k�nne nur bedeuten, dass in diesem fortgesetzten Veranlagungsverfahren ein unbeschr�nktes Novenrecht weiterhin bestanden habe. Die Verwaltungsrekurskommission habe beim neuen Entscheid keine Noven zugelassen und das Verwaltungsgericht habe diesen Entscheid gesch�tzt. Der Beschwerdef�hrerin seien damit die Grundrechte gem�ss Art. 8 und 9 BV verletzt worden.
3.2 Die Frage der Zul�ssigkeit neuer Tatsachen und Beweismittel nach Art. 19 VRP wurde vom Verwaltungsgericht bereits im Entscheid vom 11. September 2001 behandelt, weshalb dieser Entscheid zu pr�fen ist. Art. 19 VRP ist kantonales Recht, dessen Auslegung und Anwendung das Bundesgericht nur unter dem engen Gesichtswinkel der Willk�r �berpr�ft. Das Verwaltungsgericht hat nicht verkannt, dass Art. 19 VRP neue Tatsachen und Beweismittel bis zum Abschluss des Verfahrens zul�sst. Es hat jedoch erwogen, dass dann, wenn ein nicht angefochtener R�ckweisungsentscheid hinsichtlich einzelner Punkte die Sache endg�ltig erledige, darauf im nachfolgenden Verfahren nicht mehr zur�ckgekommen werden k�nne. Das sei beim Entscheid vom 20. August 1999, mit welchem die Verwaltungsrekurskommission die Sache zur Neuveranlagung im Sinne der Erw�gungen an die Steuerverwaltung zur�ckgewiesen habe, der Fall. Insofern sei das Verfahren nicht mehr offen und k�nne auch Art. 19 VRP daran nichts �ndern.
Inwiefern das Verwaltungsgericht mit dieser Begr�ndung in Willk�r verfallen sein soll, ist nicht ersichtlich. Das Verwaltungsgericht hat nicht contra legem eine neue L�sung geschaffen, wie die Beschwerdef�hrerin r�gt, sondern lediglich den Begriff "Abschluss des Verfahrens" in Art. 19 VRP im Falle von R�ckweisungsentscheiden konkretisiert. Es hat sich dabei an bew�hrte Grunds�tze gehalten. Auch in der Bundesverwaltungsrechtspflege gilt - selbst ohne ausdr�ckliche Bestimmung -, dass die Begr�ndung im R�ckweisungsentscheid die untere Instanz bindet, an welche die Sache zur�ckgewiesen wird (vgl. aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, BGE 113 V 159 mit Hinweisen; ferner 120 V 233 E. 1a). Die f�r die untere Instanz geltende Bindung an den R�ckweisungsentscheid ist dann aber auch durch die Rechtsmittelinstanz zu beachten, wenn der neue Entscheid der unteren Instanz erneut angefochten wird (BGE 94 I 384 E. 2; 90 II 302 E. 2a; ASA 58 S. 421 E. 2c; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 232). F�r das Verwaltungsgericht ohne Bedeutung war im �brigen die im Kanton Z�rich geltende abweichende Auffassung (vgl. K�lz/Bosshart/R�hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Z�rich, 2. Aufl. 1999, N 38 zu � 28 und N 13 zu � 64). Es ist daher haltbar und nicht willk�rlich, wenn das Verwaltungsgericht erwogen hat, Art. 19 VRP sei sachgerecht so auszulegen, dass Noven zu Fragen, die im R�ckweisungsentscheid definitiv rechtskr�ftig entschieden seien, im weiteren Verfahren nicht mehr geh�rt werden k�nnten. Das l�sst sich auch vor den Grunds�tzen der Prozess�konomie und der Rechtssicherheit vertreten. Die R�ge wegen Willk�r ist unbegr�ndet.
3.3 Die Beschwerdef�hrerin beruft sich im gleichen Zusammenhang - Nichtzulassung von Noven im Anschluss an den R�ckweisungsentscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 20. August 1999 - auf den Grundsatz von Treu und Glauben. Sie macht geltend, im damaligen Rekursverfahren h�tten Aufrechnungen f�r verdeckte Gewinnaussch�ttungen in den Steuerjahren 1993 und 1994 �berhaupt nicht zur Diskussion gestanden. Zu dieser Frage habe sie sich folglich nicht �ussern k�nnen. Sie habe in guten Treuen annehmen d�rfen, dass sie bei einer R�ckweisung "zur neuen Veranlagung" Noven im weiteren Verfahren noch uneingeschr�nkt habe vorbringen d�rfen, zumal der Wortlaut von Art. 19 VRP f�r diese Ansicht spreche.
Die R�ge ist unbegr�ndet. Die Rechtsmittelbelehrung im Urteil der Verwaltungsrekurskommission vom 20. August 1999 war klar. Formelle oder materielle M�ngel dieser Entscheidung waren mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht zu r�gen. Das konnte auch der Beschwerdef�hrerin, die durch einen Anwalt vertreten war, nicht verborgen bleiben. Sollte dieser Zweifel gehabt haben, welche Bedeutung dem Art. 19 VRP in diesem Zusammenhang zukomme, so h�tte er vorsorglich Rechtsmittel einlegen oder sich zumindest bei der Verwaltungsrekurskommission erkundigen k�nnen, in welchem Umfang Noven im weiteren Veranlagungsverfahren zugelassen w�rden.
Die weitere R�ge wegen Verletzung des Gebots der rechtsgleichen Behandlung wird nicht substanziiert. Von einer rechtsungleichen Behandlung k�nnte im �brigen auch keine Rede sein, nachdem das Verwaltungsgericht Art. 19 VRP in haltbarer Weise ausgelegt und angewendet hat.
3.4 Im Zusammenhang mit Art. 19 VRP (Zul�ssigkeit von Noven bis zum Abschluss des Verfahrens) erhebt die Beschwerdef�hrerin auch R�gen gegen�ber dem Revisionsentscheid des Verwaltungsgerichts vom 13./20. November 2001. Sie beanstandet, das Gericht habe insbesondere ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, indem es das Vorliegen eines Revisionsgrundes nach Art. 197 Abs. 1 lit. b StG nicht einmal gepr�ft habe. Wie es sich damit verh�lt, kann indessen offen bleiben. Nach dem Gesagten kann der Beschwerdeentscheid des Verwaltungsgerichts vom 11. September 2001 nicht als verfassungswidrig bezeichnet werden, was die neuen Vorbringen gem�ss Art. 19 VRP betrifft. Es ist daher unerheblich, mit welcher Begr�ndung das Verwaltungsgericht im zweiten Entscheid vom 13./20. November 2001 das Vorliegen eines Revisionsgrundes verneint und es abgelehnt hat, Art. 19 VRP erneut zu pr�fen. Die R�gen der Beschwerdef�hrerin, die sich gegen den Zweitentscheid richten, verm�gen nichts daran zu �ndern, dass das Verwaltungsgericht im Erstentscheid Art. 19 VRP in haltbarer Weise gehandhabt hat und die beiden Entscheide im Ergebnis nicht verfassungswidrig sind
4.1 Des Weiteren beanstandet die Beschwerdef�hrerin, dass das Verwaltungsgericht ihre Beschwerde vom 8. April 2001 nicht von Amtes wegen an die Verwaltungsrekurskommission �bermittelt habe. Im Eventualantrag habe sie geltend gemacht, es sei das Verfahren nach Art. 81 Abs. 1 lit. c VRP wieder aufzunehmen. Nachdem sich das Verwaltungsgericht zur Behandlung des Wiederaufnahmegesuchs gem�ss Eventualantrag als unzust�ndig erkl�rt habe, h�tte es die Eingabe zur Weiterbehandlung an die seines Erachtens zust�ndige Verwaltungsrekurskommission �bermitteln m�ssen, wie das durch Art. 11 Abs. 3 VPG vorgeschrieben werde.
4.2 Welches Interesse die Beschwerdef�hrerin an dieser R�ge haben kann, geht aus dem Gesamtzusammenhang nicht klar hervor: Gem�ss Art. 81 Abs. 1 lit. c VRP kann gegen Verf�gungen und Entscheide die Wiederaufnahme des Verfahrens mit der Begr�ndung verlangt werden, die Beh�rde habe wesentliche Tatsachen oder Beweismittel, die zur Zeit des Erlasses der Verf�gung oder des Entscheides bestanden h�tten, nicht gekannt. Diese Revision ist der zivilprozessualen Wiederherstellung nachgebildet und bezweckt, dass ein abgeschlossenes Verfahren wieder in Gang gesetzt wird, um darin enthaltene M�ngel zu korrigieren (vgl. Urs Peter Cavelti, Die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen, Diss. St. Gallen 1994, S. 297). Auf diese Bestimmung beruft sich die Beschwerdef�hrerin. Auf Wiederaufnahmebegehren wird aber gem�ss Art. 81 Abs. 2 VRP nur eingetreten, wenn die Gr�nde mit keinem ordentlichen Rechtsmittel geltend gemacht werden k�nnen und das auch bei zumutbarer Sorgfalt unm�glich war. Die "wesentlichen Tatsachen und Beweismittel", welche vorliegend nicht ber�cksichtigt worden sein sollen, stehen nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin (vgl. staatsrechtliche Beschwerde 2P.326/2001, Seite 8 Ziffer3) mit dem Erkenntnis der Verwaltungsrekurskommission vom 20. August 1999 (R�ckweisungsentscheid) im Zusammenhang. Dann aber h�tte die Beschwerdef�hrerin diese Tatsachen mit Beschwerde gegen den Rekursentscheid vortragen k�nnen, und zwar beim Verwaltungsgericht, zumal mit dieser Beschwerde auch geltend gemacht werden kann, der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollst�ndig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 Abs. 2 VRP). Der Rekursentscheid verweist in der Rechtsmittelbelehrung auf die Beschwerdem�glichkeit (Art. 196 StG), und auch das Verwaltungsgericht ging in seinem Entscheid vom 11. September 2001 von der Beschwerdef�higkeit des Rekursentscheides aus, wenn es in Erw�gung 2d einleitend festh�lt, der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 20. August 1999 sei unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern die Verwaltungsrekurskommission auf das Wiederaufnahmebegehren h�tte eintreten k�nnen, nachdem der ordentliche Rechtsmittelweg offen stand. Ob ein Interesse der Beschwerdef�hrerin an der R�ge besteht, kann aber dahingestellt bleiben, weil die R�ge aus folgenden Gr�nden nicht durchzudringen vermag.
4.3 Mit ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht vom 8. April 2001 beantragte die Beschwerdef�hrerin in der Hauptsache, es sei der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 22. M�rz 2001 aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen mit der Auflage, in vollem Umfang auf die Antr�ge und die Begr�ndung der Beschwerdef�hrerin einzutreten. Im Eventualantrag stellte sie das Begehren, es sei das Verfahren betreffend Reinertrags- und Eigenkapitalsteuern 1992 - 1995 wieder aufzunehmen (Art. 81 Abs. 1 lit. c VRP). Da das Verwaltungsgericht dem Hauptantrag nicht statt gab, kam der Eventualantrag zum Zug, wie die Beschwerdef�hrerin richtig bemerkt. Sie �bersieht indes, dass sie diesen Eventualantrag nur "vorsorglicherweise f�r den Fall" stellte, dass die Beschwerdeinstanz (das Verwaltungsgericht) "zum Entscheid �ber das Wiederaufnahmeverfahren kompetent sein sollte" (Beschwerde vom 8. April 2001, Seite 10 Ziffer 4). Da das Gericht seine Zust�ndigkeit zum Entscheid �ber das Wiederaufnahmebegehren im Sinne von Art. 81 VRP verneinte, wurde der Eventualantrag gegenstandslos. Es ist daher nicht zu sehen, inwiefern das Verwaltungsgericht in Willk�r verfallen sein soll oder der Beschwerdef�hrerin den Anspruch auf rechtliches Geh�r verweigert haben k�nnte, wenn es die Eingabe nicht von Amtes wegen an die Verwaltungsrekurskommission �bermittelt hat. Auch eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben liegt nicht vor, da sich das Verwaltungsgericht nicht widerspr�chlich verhalten hat.
4.4 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in diesem Punkt offensichtlich unbegr�ndet, ohne dass auf die weiteren R�gen, die sich auf die Auslegung und Anwendung von Art. 11 Abs. 3 VRP (�bermittlungspflicht) beziehen, eingegangen werden muss. Damit kann offen bleiben, ob diese R�gen angesichts ihres weitgehend appellatorischen Charakters im Sinne von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG ausreichend substanziiert sind.
4.5 Der Entscheid des Verwaltungsgerichts �ber das Erl�uterungsgesuch vom 18. Oktober 2001, das die Beschwerdef�hrerin am 21. September 2001 einreichte und das sich ebenfalls mit Fragen der �berweisung nach Art. 11 Abs. 3 VRP befasste, ist nicht angefochten worden; es wurde in der staatsrechtlichen Beschwerde 2P.326/2001 kein Antrag auf dessen Aufhebung gestellt.
�ber das in der staatsrechtlichen Beschwerde 2P.326/2002 gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung war nicht zu entscheiden, da diese Wirkung der staatsrechtlichen Beschwerde 2P.269/2002 bereits mit Verf�gung vom 8. November 2001 zuerkannt worden war.
Die staatsrechtlichen Beschwerden sind abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die bundesgerichtlichen Kosten sind der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG).
Die Verfahren 2P.268/2001 und 2P.326/2001 werden vereinigt.
Die staatsrechtliche Beschwerde 2P.268/2001 wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die staatsrechtliche Beschwerde 2P.326/2001 wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Kantonalen Steueramt St. Gallen sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.