Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Berlin-Brandenburg&Datum=19.12.2013&Aktenzeichen=1%20S%20114.12
Timestamp: 2019-06-20 20:38:39
Document Index: 134346297

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1', '§ 134', '§ 134']

OVG Berlin-Brandenburg, 19.12.2013 - 1 S 114.12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,38024
OVG Berlin-Brandenburg, 19.12.2013 - 1 S 114.12 (https://dejure.org/2013,38024)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 19.12.2013 - 1 S 114.12 (https://dejure.org/2013,38024)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 19. Dezember 2013 - 1 S 114.12 (https://dejure.org/2013,38024)
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§ 80 Abs 2 S 1 Nr 1 VwGO, § 8 Abs 4 EAEG, § 8 Abs 6 EAEG, § 8 Abs 8 EAEG, §§ 1 ff KredAnstWiAWPHEV
Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen; Phönix-Insolvenz; Sonderzahlung 2010; ernstliche Zweifel; Altkredit; Anknüpfung an Jahresbeitrag; Kreditvertrag; rechtmäßige Kreditaufnahme; Ermächtigung zur Kreditaufnahme; etwaiger Verstoß gegen Haushaltsrecht; Budgethoheit des Parlaments; Haushaltsbewilligungsrecht; außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung; unbillige Härte; (kein) Erstattungsrisiko
Zur Begründung nimmt der Senat Bezug auf die den Beteiligten bekannten Ausführungen im Beschluss vom 19. Dezember 2013 in dem die Antragstellerin ebenfalls als Rechtsnachfolgerin der A... betreffenden Verfahren zur Heranziehung zur Sonderzahlung im Jahr 2010 (- OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 8 ff.).
Die Antragstellerin befürchtet nicht ihre eigene Insolvenz oder Existenzvernichtung, sondern leitet - wie bereits in dem Parallelverfahren OVG 1 S 114.12 - die unbillige Härte aus dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit der Antragsgegnerin ab.
Dabei übersieht die Antragstellerin jedoch, dass es ein solches Erstattungsrisiko nach ständiger Rechtsprechung des Senats nicht gibt (vgl. den den Beteiligten bekannten Senatsbeschluss vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 16 f.).
Zur Begründung nimmt der Senat Bezug auf die den Beteiligten bekannten Ausführungen im Beschluss vom 19. Dezember 2013 in dem die Antragstellerin als Rechtsnachfolgerin der A... betreffenden Verfahren zur Heranziehung zur Sonderzahlung im Jahr 2010 (- OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 8 ff.).
Die Antragstellerin befürchtet nicht ihre eigene Insolvenz oder Existenzvernichtung, sondern leitet - wie bereits in ihrem Parallelverfahren als Rechtsnachfolgerin der A... (- OVG 1 S 114.12 -) - die unbillige Härte aus dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit der Antragsgegnerin ab.
Sonderzahlung 2012, anknüpfend an OVG 1 S 114.12 (Sonderzahlung 2010) und OVG 1 S 53.13 (Sonderzahlung 2011).
Zur Begründung nimmt der Senat Bezug auf die den Beteiligten bekannten Ausführungen im Beschluss vom 19. Dezember 2013 in dem die Antragstellerin als Rechtsnachfolgerin der A... betreffenden Verfahren zur Heranziehung zur Sonderzahlung im Jahre 2010 (- OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 8 ff.).
Dabei übersieht die Antragstellerin jedoch, dass es ein solches Erstattungsrisiko nach ständiger Rechtsprechung des Senats nicht gibt (vgl. etwa den den Beteiligten bekannten Senatsbeschluss vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 16 f. sowie Senatsbeschluss vom 27. November 2013 - OVG 1 S 101.12 -, Abdruck S. 16 f.).
Sie entspricht der Auffassung des beschließenden Senats (vgl. ausführlich Senatsbeschlüsse vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 8 ff. und - OVG 1 S 113.12 -, Abdruck S. 8 ff.).
Entgegen dem Beschwerdevorbringen hat diese Kreditaufnahme ferner nicht gegen Haushaltsrecht, insbesondere nicht gegen die Budgethoheit des Parlaments, verstoßen (ausführlich Senatsbeschlüsse vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 10 ff. und - OVG 1 S 113.12 -, Abdruck S. 10 ff.).
Denn wenn schon die Verletzung des verfassungsrechtlichen Haushaltsrechts nicht zur zivilrechtlichen Unwirksamkeit des Vertrages nach den §§ 134, 138 BGB führt (vgl. hierzu Senatsbeschlüsse vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 10 ff. und - OVG 1 S 113.12 -, Abdruck S. 10 ff.), so dürfte eine Verletzung (bloßer) technischer Bestimmungen zur Kreditaufnahme erst recht nicht dessen Nichtigkeit nach sich ziehen.
Entgegen dem Beschwerdevorbringen hat diese Kreditaufnahme ferner nicht gegen Haushaltsrecht, insbesondere nicht gegen die Budgethoheit des Parlaments, verstoßen (ausführlich Senatsbeschlüsse vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 10 ff., und - OVG 1 S 113.12 -, Abdruck S. 10 ff.).
Denn wenn schon die Verletzung des verfassungsrechtlichen Haushaltsrechts nicht zur zivilrechtlichen Unwirksamkeit des Vertrages nach den §§ 134, 138 BGB führt (vgl. hierzu Senatsbeschlüsse vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 10 ff., und - OVG 1 S 113.12 -, Abdruck S. 10 ff.), so dürfte eine Verletzung (bloßer) technischer Bestimmungen zur Kreditaufnahme erst recht nicht dessen Nichtigkeit nach sich ziehen.
Diese Darlehensgewährung des Bundes war nach der Rechtsprechung des Senats rechtmäßig und hat insbesondere nicht gegen Haushaltsrecht verstoßen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 113.12 -, Abdruck S. 7 ff. und - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 8 ff.).
Dabei übersieht die Antragstellerin jedoch, dass es ein solches Erstattungsrisiko nach ständiger Rechtsprechung des Senats nicht gibt (vgl. etwa Senatsbeschlüsse vom 27. November 2013 - OVG 1 S 101.12 -, Abdruck S. 16 f. und vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, Abdruck S. 16 f.).
Im Übrigen steht nicht zu erwarten, dass die Klägerin mit ihrer Argumentation zur Darlehnsaufnahme durchdringen wird (vgl. Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschlüsse vom 19. Dezember 2013 - OVG 1 S 114.12 -, vom 18. Februar 2014 - OVG 1 S 53.13 -, vom 24. Februar 2014 - OVG 1 S 54.13 - und vom 26. März 2014 - OVG 1 S 244.13 -).