Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20136,%20314
Timestamp: 2019-03-26 21:32:36
Document Index: 137440516

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 20', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.09.1997 - VIII ARZ 1/97 - dejure.org
Wirksamkeit einer Mitmieter-Erklärungsempfangsvollmachtklausel
Vorlageverfahren über Zulässigkeit von formularmäßiger gegenseitiger Bevollmächtigung von Mietern - Wirksamkeit von formularmäßig erteilten Empfangsvollmachten und Abgabevollmachten - Anspruch auf Zustimmung zur Mieterhöhung durch den Mieter - Verstoß gegen Verbot einer Zugangsfiktion - Voraussetzungen für Vorlagefrage an den Bundesgerichtshof
Wirksamkeit der gegenseitigen Bevollmächtigung von Mitmietern zur Entgegennahme von Willenserklärungen in einer Mietvertragsklausel
Bevollmächtigungsklausel; Vollmachtsklausel; Wohnraummietvertrag; Mietermehrheit; Vertretung; Kündigung; Mieterhöhungsverlangen
Zur Wirksamkeit einer formularmäßig erteilten Empfangsvollmacht im Wohnraummietvertrag
Wirksamkeit einer formularmäßigen gegenseitigen Bevollmächtigung der Mieter zur Entgegennahme von Erklärungen
Gegenseitige Bevollmächtigung der Mieter
Mietrecht; gegenseitige Bevollmächtigung von Mitmietern
LG Hannover, 05.07.1988 - 14 O 185/88
BGHZ 136, 314
NJW 1997, 3437
NJW-RR 1998, 873 (Ls.)
ZIP 1998, 27
MDR 1997, 1111
NZM 1998, 22
ZMR 1998, 17
NJ 1998, 143
WM 1997, 2255
BB 1997, 2395
Läßt sich eine Formularklausel jedoch nach ihrem Wortlaut aus sich heraus verständlich und sinnvoll in einen inhaltlich zulässigen und in einen unzulässigen Regelungsteil trennen, so ist die Aufrechterhaltung des zulässigen Teils nach der gleichfalls ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs rechtlich unbedenklich (BGHZ 145, 203, 212; BGH Urteile vom 7. Oktober 1981 - VIII ZR 214/80 - NJW 1982, 178, 181; vom 25. Juni 2003 - VIII ZR 344/02 - NJW 2003, 2899; BGH Beschluß vom 10. September 1997 - VIII ARZ 1/97 - NJW 1997, 3437, 3439; Heinrich NZM 2005, 201, 204).).
Auch handelt es sich bei den einzelnen Klauselteilen, die jeweils die Übertragung verschiedener Kosten regeln, obwohl sie denselben Sachkomplex betreffen, um nebeneinander stehende, selbständige Regelungsteile, die Gegenstand einer gesonderten Wirksamkeitsprüfung sein können (vgl. BGH Urteile vom 24. März 1988 - III ZR 21/87 - NJW 1988, 2106, 2107; vom 30. September 1987 - VIII ZR 226/86 - NJW 1988, 198, 200; Beschluß vom 10. September 1997 - VIII ARZ 1/97 - aaO).
Es kann dahinstehen, ob die formularmäßige Vollmachtsklausel in § 20 Satz 2 des Mietvertrags, die - anders als die in dem Rechtsentscheid des Senats vom 10. September 1997 (VIII ARZ 1/97, BGHZ 136, 314) zu beurteilende Klausel - mit der Bestimmung kombiniert ist, dass für die Rechtswirksamkeit einer Willenserklärung des Vermieters die Abgabe gegenüber einem von mehreren Mietern genügt, einer AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle standhielte.
Die Ansicht des Landgerichts, in dem Zustand des Daches sei noch kein Mangel zu sehen, vielmehr sei der Beklagten eine Verletzung der laufenden Überwachungspflicht anzulasten, ist aber nicht unvertretbar (vgl. BGHZ 136, 314, 318).
Ausreichend für eine Divergenz ist, daß sich die vorgelegte mit der bereits entschiedenen Rechtsfrage ihrem wesentlichen Inhalt nach deckt (BGHZ 136, 314, 320).
Der Bundesgerichtshof wendet das Verbot der geltungserhaltenden Reduktion auch bei Dauerschuldverhältnissen mit besonderen Kündigungsregelungen (konkret: Wohnraummietverträgen) an (10. September 1997 - VIII ARZ 1/97 - BGHZ 136, 314) .
BGH, 24.06.1998 - XII ZR 195/96
Einigung auf Fortsetzung des Mietverhältnisses bei vorzeitiger Kündigung eines …
Das Oberlandesgericht hat den Beklagten zu Recht als empfangsberechtigten Mitgesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts für S. angesehen (vgl. dazu BGH, Beschluß vom 10. September 1997 - VIII ARZ 1/97, zur Veröffentlichung in BGHZ 136, 314 vorgesehen sowie Senatsbeschluß vom 26. November 1997 - XII ZR 106/96).
BGH, 25.06.2003 - VIII ZR 344/02
Wirksamkeit einer Kautionsvereinbarung bei fehlerhafter Fälligkeitsregelung
Das Verbot geltungserhaltender Reduktion einer beanstandeten Klausel gilt nicht, wenn sich die Formularklausel aus sich heraus verständlich und sinnvoll in einen zulässigen und in einen unzulässigen Regelungsteil trennen läßt (BGHZ 136, 314, 322; vgl. auch BGHZ 145, 203, 212).
Das Verbot der geltungserhaltenden Reduktion einer beanstandeten Klausel gilt nur dann nicht, wenn sich die Formularklausel nach ihrem Wortlaut aus sich heraus verständlich und sinnvoll in einen zulässigen und einen unzulässigen Regelungsteil trennen lässt (BGHZ 145, 203, 212; 136, 314, 322).
Auch bei Beteiligung von mehreren Mietern entsteht durch den Abschluss des Mietvertrages nur ein einheitliches Rechtsverhältnis zum Vermieter, bei dem alle Mitmieter gemeinschaftlich die Mieterseite des bestehenden Mietverhältnisses bilden (BGHZ 136, 314 = NZM 1998, 22, 24).
Dem stünde das in ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannte Verbot der geltungserhaltenden Reduktion entgegen (BGH, Beschluss vom 10. September 1997 - VIII ARZ 1/97, BGHZ 136, 314, 322; Senatsurteil vom 13. Februar 2001 - XI ZR 197/00, BGHZ 146, 377, 385; jeweils mwN).
Hat eine Personenmehrheit eine Sache gemietet, sind gegenüber dem Mieter abzugebende Erklärungen an alle Mitmieter zu richten; dies folgt aus der Einheitlichkeit des Mietverhältnisses und daraus, daß alle Mitmieter gemeinschaftlich die Mieterseite des bestehenden Mietverhältnisses bilden (Senat, Rechtsentscheid vom 10. September 1997, BGHZ 136, 314, 323 betreffend § 2 MHG; vgl. auch Senatsurteil BGHZ 144, 370, 379 betreffend die Kündigung eines Leasingvertrags).
BGH, 28.04.1999 - VIII ARZ 1/98
Der Erwerber einer vermieteten Eigentumswohnung wird alleiniger Vermieter, auch …
BGH, 03.12.2003 - VIII ZR 86/03
OLG Düsseldorf, 30.10.2001 - 24 U 44/01
Formularmäßige Vereinbarung der Zurechnung von Willenserklärungen in einem …
LG Berlin, 13.12.2013 - 63 S 94/13
Formularmäßige umfassende gegenseitige Bevollmächtigung von Mietern im …
OLG Düsseldorf, 17.10.2006 - 24 U 7/06
Unangemessene Benachteiligung des Mieters durch formularmäßige Erteilung …
OLG Hamburg, 06.06.2001 - 4 REMiet 1/01
Mietrecht - Formularklausel - Ausschluss der Haftung des Vermieters für leicht …
OLG Frankfurt, 21.03.2001 - 20 REMiet 2/99
Mieterhöhungsverlangen; Erhöhung der Grundmiete; Schönheitsreparaturen; …
LG Hamburg, 10.05.2016 - 316 S 80/15
Wohnraummietvertrag: Wirksamkeit einer Empfangs-Bevollmächtigungsklausel; Zugang …
OLG Celle, 24.06.2003 - 2 W 73/03
Gewerberaummietvertrag: Wirksamkeit einer Kündigung wegen Mietrückständen trotz …
OLG Naumburg, 12.11.2001 - 9 REMiet 1/01
Notwendigkeit der Erläuterung eines Modernisierungszuschlags wegen …
KG, 06.12.2001 - 8 U 7561/00
Kündigungsrecht des Vermieters wegen unpünktlicher Mietzahlungen
BayObLG, 10.05.1999 - REMiet 1/99
Zur Frage, ob der Mieter dem Mietzinsanspruch des Vermieters im Hinblick auf den …
LG Berlin, 24.05.2011 - 63 S 426/10
Anforderungen an den Widerruf der Empfangsvollmacht eines Mieters für die anderen …
AG Hamburg-Barmbek, 01.10.2014 - 813a C 69/14
Vermieter muss Briefe an neue Adresse schicken!
AG Berlin-Lichtenberg, 03.04.2001 - 8 C 482/00