Source: http://ebook-tipps.blogspot.de/2013/01/self-publishing-und-die-umsatzsteuer_18.html
Timestamp: 2017-02-22 13:05:11
Document Index: 222754963

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 150', '§ 2', '§ 19', '§ 19', '§ 3', '§ 3', '§ 13']

Mein Buch – Der Blog rund ums Self Publishing: Self Publishing und die (Umsatz & US-)Steuer
Hier geht's ums Self Publishing
Self Publishing und Steuern gepostet. In dem Blogpost ging es allerdings nur um
CS oder auch iBooks automatisch 30 % Steuern ein. Auf diesem Blog könnt
bekommen. Unbedingt auch die Kommentare lesen!
Wenn es um Einkünfte innerhalb Europas geht, gelten andere
Regeln. Thomas Knip hat im vergangenen Jahr dazu einen ausführlichen Beitrag
auf seinem Blog geschrieben.
Achtung! Zu dem Blogpost von Thomas Knip gibt es eine aktuelle Ergänzung. Der folgende Text stammt von der Seite des BZSt:
Seit dem 1. Januar 2013 müssen Zusammenfassende Meldungen authentifiziert übermittelt werden. Diese Änderung ergibt sich aus § 6 Abs. 1 Steuerdaten-Übermittlungsverordnung in der ab 1. Januar 2013 geltenden Fassung in Verbindung mit § 150 Abs. 6 Abgabenordnung. Für eine Übergangszeit bis zum 31. August 2013 wird die Abgabe der Zusammenfassenden Meldung ohne Authentifizierung über den Formularserver (www.formulare-bfinv.de) weiterhin akzeptiert.Zusammenfassende Meldungen können Sie nach dem 31. August 2013 nur noch über das ElsterOnline-Portal oder das BZStOnline-Portal übermitteln. Zur Abgabe über diese Portale ist eine Authentifizierung erforderlich.
Bitte registrieren Sie sich rechtzeitig in dem Ihren Anforderungen entsprechenden Portal! Informationen zu den Verfahren finden Sie auf der Themenseite Elektronische Abgabe.
Und hier eine klitzekleine Zusammenfassung: Zahlungen von Amazon Luxemburg: Summe XY beim Bundeszentralamt für Steuern melden. UmSt Voranmeldung: Die Summe XY in Zeile 41 eintragen.
Zahlungen von Create Space: Summe XY gehört in Zeile 45 der UmSt Voranmeldung und muss NICHT beim BZSt gemeldet werden.
(Kürzlich gab es Diskussionen, ob die CS-Zahlungen tatsächlich aus den USA kommen. Da der Sitz der Firma aber in den USA ist, werde ich bis auf Weiteres wie beschrieben vorgehen.)
Achtung: Für die eigenen Steuerunterlagen muss eine Rechnung an Amazon bzw. Create Space gestellt werden. Näheres dazu in dem folgenden Beitrag.
Alles weitere jetzt von meiner Co-Bloggerin.
Umsatzsteuer national und international / Stand Januar
Die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, ist eine
indirekte Gemeinschaftssteuer. Das deutsche Umsatzsteuergesetz (UStG) regelt
die Besteuerung von Lieferungen und sonstigen Leistungen
(Dienstleistungen), die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt ausführt der Einfuhr von Gegenständen im Inland
(Einfuhrumsatzsteuer EUSt) des innergemeinschaftlichen Erwerbs im Inland.
Die Betonung liegt auf dem Begriff Unternehmer, denn
Verkäufe zwischen Privatpersonen unterliegen keiner Besteuerung. Unternehmer
ist, gemäß § 2 UStG, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit
selbstständig ausübt. Eine vereinfachende Ausnahmeregelung gilt für die
sogenannten Kleinunternehmer (nach § 19 UStG) mit niedrigen Umsätzen, denen ein
Wahlrecht ermöglicht, wie Nichtunternehmer behandelt zu werden. Auch ein
Kleinunternehmer unterliegt zwar dem Umsatzsteuergesetz, allerdings wird die
Umsatzsteuer vom Finanzamt nicht erhoben. Insofern können Kleinunternehmer
darauf verzichten, die Umsatzsteuer auf ihren Rechnungen auszuweisen und
abzuführen, müssen deshalb auch keine Umsatzsteuervoranmeldung durchführen, sind
aber vom Vorsteuerabzug aus Rechnungen anderer Unternehmer ausgeschlossen.
Wie muss eine (innerdeutsche) Rechnung aussehen, die die umsatzsteuerlichen
Pflichten erfüllt?
Neben den üblichen Pflichtangaben muss der anzuwendende
Steuersatz (19 % oder 7 %) aufgeführt sein, ebenso wie der auf das
Entgelt entfallende Steuerbetrag. Es genügt also nicht, lediglich Netto- und
Bruttobetrag aufzuführen. Ausnahme: Im Fall einer Steuerbefreiung
(Kleinunternehmer) gilt dies natürlich nicht, allerdings muss ein Hinweis auf
diese Sonderregelung erfolgen (z. B.: Es erfolgt kein Ausweis der
Umsatzsteuer aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung gem. § 19
UStG.).
Übrigens: Eine Gutschrift gilt ebenfalls als Rechnung und muss die gleichen
Angaben beinhalten.
Was gilt bei Rechnungen ins Ausland?
Man muss unterscheiden zwischen steuerpflichtigen, steuerbefreiten und nicht
steuerbaren Lieferungen, ob an Privatpersonen oder Unternehmen geliefert wird
und ob an Kunden in der Europäischen Union (EU) oder ins Nicht-EU-Ausland
Da an dieser Stelle nicht jedes Detail und jede Ausnahme
erklärt werden kann, soll die folgende Tabelle der schnellen Übersicht dienen. Die in der Tabelle aufgeführten (Dienst)Leistungen nach § 3a Abs. 4 UStG
werden steuerlich also nach dem Empfängerortprinzip (Unternehmen!) behandelt. Neben einigen anderen
Leistungen gehören dazu solche aus dem Bereich Kunst, Kultur und Wissenschaft.
Wer also z. B. über die Amazon-Tochter Create Space Taschenbücher drucken
und vertreiben lässt, erhält Tantiemenzahlungen, die aus den USA kommen. Diese
Einkünfte sind – aufgrund des Sitzes des Leistungsempfängers, hier USA – nicht
steuerbar und müssen in der Umsatzsteuervoranmeldung unter Punkt 45 („übrige
nicht steuerbare Umsätze/Leistungsort nicht im Inland“) eingetragen werden.
Anders als bei Zahlungen aus z. B. Luxemburg (EU) ist es nicht
erforderlich, diese Umsätze in der Zusammenfassenden Meldung an das
Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) anzugeben.
Umsatzsteuer aus Rechnungen aus dem Ausland
Einfuhren aus EU-Ländern – d. h. der "innergemeinschaftliche
Erwerb" – sind für den ausländischen Verkäufer umsatzsteuerfrei,
wenn sowohl er als auch der deutsche Käufer eine USt-ID haben und beide Nummern
auf der Rechnung stehen. Den Rechnungsbetrag muss der deutsche Käufer dann als
"steuerpflichtige innergemeinschaftliche Erwerbe" in der
Umsatzsteuervoranmeldung (Zeile 35) eintragen und darauf Umsatzsteuer zahlen,
die er jedoch im selben Formular gleich wieder als Vorsteuer abziehen kann
(Zeile 56). Für Unternehmer, die in Deutschland von der Umsatzsteuerpflicht
befreit sind, entfällt diese Steuer.
Einfuhren aus Nicht-EU-Ländern unterliegen in
Deutschland der Einfuhrumsatzsteuer. Diese wird vom Zoll erhoben und kann
bei der Umsatzsteuervoranmeldung (Zeile 57) wie ganz normale Mehrwertsteuer als
Vorsteuer abgezogen werden.
Der Erwerb von Dienstleistungen von ausländischen
Unternehmen zählt zu den Leistungen, die nach § 3a UStG als in
Deutschland erbracht gelten. Sie sind also im Heimatland des Verkäufers
nicht „steuerbar“ – jedoch in Deutschland! Hier ist der deutsche Auftraggeber verpflichtet,
den Rechnungsbetrag als "Umsatz, für den der Leistungsempfänger die Steuer
nach § 13b
Abs. 2 UStG schuldet", in die Umsatzsteuervoranmeldung
(Zeile 48) einzutragen und darauf Umsatzsteuer zu zahlen, die er jedoch
ebenfalls gleich wieder als Vorsteuer abziehen kann. Ist der Leistungsempfänger als
Kleinunternehmer von der Umsatzsteuerpflicht befreit, so muss er die Steuer
trotzdem abführen – darf aber keine Vorsteuer gegenrechnen.
Zahlt ein Unternehmer im EU-Ausland eine Umsatzsteuer, kann
er sich diese vom ausländischen Finanzamt erstatten lassen. Der Antrag dafür
muss bis spätestens 30.9. des Folgejahres in elektronischer Form beim
Bundeszentralamt für Steuern gestellt werden (www.bzst.de,
Rubrik Umsatzsteuervergütung).
Ausstellen von Rechnungen: http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html
Ort der sonstigen Leistung: http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__3a.html
Beantragen einer dt. USt-ID (online): https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=0
Wissenswertes zum Vorsteuerabzug: http://www.lexware.de/buchhaltung-und-steuern/vorsteuerabzug-das-sollten-unternehmer-wissen
Zusammenfassende Meldung ZM (BZSt): http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/USt_Kontrollverfahren_ZM_eCommerce/Zusammenfassende_Meldungen/Zusammenfassende_Meldungen_node.html
und Neuerungen ZM ab 2013: http://www.umsatzsteuer-voranmeldung.de/zusammenfassende-Meldung.htm
Die Informationen dieses Blogbeitrages dienen allgemeinen Informationszwecken und
beziehen sich nicht auf die spezielle Situation einer Einzelperson oder einer
juristischen Person. Sie stellen weder eine betriebswirtschaftliche noch eine
rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Im konkreten Einzelfall kann der
vorliegende Inhalt keine individuelle Beratung durch fachkundige Personen
Wolma Krefting, Januar 2013
Vielen Dank, dass Sie meinen Blog mit Ihrem Post verlinkt haben. Viele GrüßeMartina Sevecke-Pohlen
Gern geschehen. Das ist ein sehr nützlicher Beitrag, zumal er durch die Kommentare immer aktualisiert wird.Beste Grüße,MÇ
25. Januar 2013 um 10:43
Laut Kontoauszug kommt das Createspace-Honorar von Amazon.de und damit von Amazon EU SARL.
Vielen Dank für diesen Informativen Post! Hat mir sehr wietergeholfen, da ich tatsächlich sonst keine Infos zu diesem Thema gefunden habe. Ich produziere Dokumentarfilme und nutze seit kurzem Createspace und Vimeo On Demand zur Vermarktung. Da ich bei Vimeo On Demand zb. gar keine Adressen der Kunden, sondern nur eine Regelmössige Abrechnung seitens Vimeo abzlg. der Gebühren bekomme, hatte ich mir schon gedacht, wie es anders gehen soll. Eine kurze Rückfrage: Ihr schreibt in eurem Blog ja, dass man - als UST-Pflichtiger Unternehmer - als Nachweis eine Rechnung an Createspace (und in meinem Fall dann auch Vimeo) stellen muss. Wie oft sollte man diese Rechnung stellen? Monatlich, Jährlich (wegen der EKSteuer) und einfach zu jeder von Createspace bzw. Vimeo erhaltenen Zahlung?
Hallo, ich habe hierzu auch eine Frage - aufbauend auf Ihrem sehr hilfreichen Buch! Ich habe bei CreateSpace veröffentlicht und glücklicherweise fragen nun die Buchhandlungen an. Über den vergünstigten Direkteinkauf von Kopien in den USA kann ich dem Buchhandel die Exemplare nun zu 6 Euro (Endpreis bei Amazon 8,99) anbieten. Die Frage, die ich bekomme ist nun: Ist das Brutto oder Netto? Und ich frage mich, wie sollte die Rechnung aussehen, die ich den Buchhändlern hierfür zukommen lasse? Muss diese Rechnung auch die umsatzsteuerlichen Pflichten erfüllen? Es handelt sich ja um eine kleine Auflage, die ich mit bestem Gewissen als Hobby deklarieren kann (also kein Gewerbeschein etc.).Besten Dank für Ihre Hifle!Florian
Hallo, ich bin Autorin und kein Steuerberater. Ich kann Ihnen also nur schreiben, wie ich es machen würde, bzw. mache - und zwar ist das abhängig davon, ob ich monatlich, im Quartal oder jährlich meine Meldung beim FA mache. Am Besten fragen Sie daher das FA oder Ihren Steuerberater. 2. Mai 2014 um 11:51
Ich bin Autorin und kein Steuerberater. Ich kann Ihnen aber soviel sagen, da ich dies bereits in einem anderen Blogpost geschrieben habe: das FA verlangt, dass solche Einnahmen gemeldet werden. "Hobby" im Zusammenhang mit dem Publizieren von Büchern gibt es nicht, denn Sie nehmen ja Geld ein. Für die andere Frage wenden Sie sich bitte an Ihr FA oder an einen Steuerberater. Dazu kann und darf ich Ihnen keine Auskunft geben. Es gibt im Web auch viele Seiten für Existenzgründer, dort sollten Sie auch Antworten finden, wie so eine Rechnung auszusehen hat. 2. Mai 2014 um 12:02
Ich suche genau so ein ausgeklügeltes Ratgebersystem, in dem verständlich und genau erklärt wird, welche Vordrucke beim Finanzamt abgegeben werden müssen und was in welche Felder bei der Steuererklärung eingetragen werden muss. Ich habe mir hier bereits Lohnsteuerhilfe geholt. Die Steuereule steht mir eigentlich immer für die Beantwortung meiner Frage zur Verfügung.. und können natürlich auch die fachgerechte Erstellung der Einkommensteuererklärung übernehmen. 15. August 2014 um 08:29
Vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Es ist sehr wichtig, dass sich ein Blog auch mit diesem Thema auseinandersetzt. Wenn man vor hat ein Buch zu veröffentlichen muss man sich eben auch um unangenehme Dinge wie Steuern Gedanken machen. Mir hat Ihr Artikel sehr geholfen.Mit besten Grüßen,Lars
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Linkabwurf - Nein, danke
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