Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201984,%20240
Timestamp: 2019-11-13 16:59:54
Document Index: 92116329

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.12.1983 - VII ZR 17/83 - dejure.org
BGH, 22.12.1983 - VII ZR 17/83
https://dejure.org/1983,2963
BGH, 22.12.1983 - VII ZR 17/83 (https://dejure.org/1983,2963)
BGH, Entscheidung vom 22.12.1983 - VII ZR 17/83 (https://dejure.org/1983,2963)
BGH, Entscheidung vom 22. Dezember 1983 - VII ZR 17/83 (https://dejure.org/1983,2963)
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Berufungseinlegung - Telefonat - Fristversäumnis - Auszubildende - Verschulden
Auszubildende/r, Büroorganisation, Lehrling
VersR 1984, 240
Der Bundesgerichtshof hat in der Vergangenheit bereits erhebliche Zweifel daran geäußert, ob eine Auszubildende im dritten Lehrjahr schon als bewährte Bürokraft angesehen werden kann (Beschl. v. 22. Dezember 1983 - VII ZR 17/83, VersR 1984, 240).
Es kann dahinstehen, ob dadurch - etwa im Wege der Unterbevollmächtigung - Rechtsanwalt L. mit der selbständigen Erledigung der Rechtsmitteleinlegung beauftragt worden wäre und die damit zusammenhängenden Pflichten voll auf ihn übergegangen wären (vgl. dazu BGH VersR 1975, 1150 und 1984, 240).
Auch wenn eine Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr bereits als bewährte Bürokraft in Betracht kommen sollte (zweifelnd BGH, Beschl. v. 22.12.1983 - VII ZR 17/83, VersR 1984, 240; Beschl. v. 21.02.2002 - IX ZA 10/01, NJW 2002, 2180), hat der Prozessbevollmächtigte der Klägerin die Versäumung der Frist jedenfalls deshalb verschuldet, weil er die gebotene Fristenkontrolle unterlassen hat, als ihm - gemäß dem mit Schriftsatz vom 08.07.2003 ergänzten und klargestellten Vortrag - die Akten entsprechend der notierten Vorfrist eine Woche vor dem notierten Fristablauf - also wohl am 20.05.2003 - zur Bearbeitung vorgelegt worden sind.
Die Beklagte zu 1) übersieht bereits, daß auch in Fällen einer veränderten physischen und psychischen Situation und Einstellung zur Frage des Schwangerschaftsabbruches und den darauf beruhenden Entschluß, das Kind jetzt auszutragen, der Haftungszusammenhang zwischen dem Fortbestand der Schwangerschaft mit anschließender Geburt des Kindes und dem Fehlverhalten von Ärzten nicht unterbrochen sein muß (siehe BGH VersR 1985, 1068, 1070, 1071; VersR 1984, 240, 242).