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Timestamp: 2016-10-23 20:32:06
Document Index: 132646178

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 164', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 99', 'Art. 73', 'Art. 74', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 71', 'Art. 72', 'Art. 98', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 113', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 23', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 98', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 77', 'Art. 98', 'Art. 99', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 15', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 779', 'BGE', 'BGE', 'Art. 35', 'Art. 9', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 164', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 103', 'Art. 40', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 114', 'Art. 114', 'Art. 115', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 23', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 73', 'Art. 74', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 77', 'Art. 98', 'Art. 27', 'Art. 64', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 27', 'Art. 114', 'Art. 115']

112 Ib 28047. Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 25. Juli 1986 i.S. Besmer und Mitbet. gegen Schweiz. Eidgenossenschaft und Eidg. Milit�rdepartement (Verwaltungsgerichtsbeschwerden)
Oppositions � l'expropriation pour une place d'armes; comp�tence du D�partement militaire f�d�ral pour ouvrir la proc�dure d'expropriation; instruction de la proc�dure d'opposition. En vertu de l'art. 12 al. 3 LPN combin� avec les art. 9, 35 et 55 LEx, la d�cision de l'autorit� comp�tente en mati�re d'opposition vaut �galement � l'�gard des associations de protection de la nature et du paysage d'importance nationale comme d�cision sur opposition contre une expropriation au sens de l'art. 99 let. c OJ, bien qu'aucune cession de droits ne soit en cause; elle leur ouvre donc la voie du recours de droit administratif (consid. 2). La simple d�l�gation, du Conseil f�d�ral � une autre autorit�, du pouvoir d'exercer le droit d'expropriation (art. 3 al. 1 LEx) ne peut �tre soumise � des exigences de forme plus �lev�es que celles pr�vues par la loi sur l'expropriation elle-m�me pour l'attribution du droit d'expropriation � des tiers (art. 3 al. 2 LEx). L'art. 98 de l'arr�t� de l'Assembl�e f�d�rale concernant l'administration de l'arm�e suisse est donc suffisant pour conf�rer au DMF le pouvoir d'ouvrir la proc�dure d'expropriation, bien que cette disposition ait �t� soustraite au r�f�rendum (consid. 6; confirmation de la jurisprudence). La d�cision du Conseil f�d�ral ou d'une autre autorit� d'exercer le droit d'expropriation (art. 3 al. 1 LEx) est de nature provisoire et ne saurait pr�juger de la d�cision sur opposition (consid. 8a). Il est �galement d'autres d�cisions et prises de position d'autorit�s f�d�rales ou cantonales incapables de pr�juger du sort des oppositions; il convient n�anmoins d'en tenir compte en proc�dure d'opposition, dans le cadre de la pes�e des int�r�ts (consid. 8b). Port�e de la mise d'un territoire � l'inventaire IFP (consid. 8c). Examen de la question de savoir si les faits ont �t� �lucid�s de fa�on compl�te et en respectant le droit d'�tre entendu (consid. 9-13). Question r�solue par l'affirmative en ce qui concerne - la n�cessit� d'une nouvelle place d'armes (consid. 10a) - la prise en consid�ration des int�r�ts de l'agriculture (consid. 10b) Des �claircissements compl�mentaires sont n�cessaires au sujet de - l'�tendue de l'expropriation (consid. 11) - la r�percussion des installations sur la nature et le paysage (consid. 12a-c) - la s�curit� lors des exercices de tir (consid. 12d) - les immissions provoqu�es par le bruit (consid. 12e) - les liaisons routi�res (consid. 12f) - l'emplacement des casernes (consid. 13) L'autorit� comp�tente en mati�re d'opposition doit statuer non seulement sur les frais, mais aussi sur les d�pens (consid. 15). Faits � partir de page 283
BGE 112 Ib 280 S. 283
A.- Die Schweiz. Eidgenossenschaft traf im Jahre 1978 mit den Kantonen Schwyz und Zug eine Vereinbarung �ber die Schaffung eines Waffenplatzes f�r die Leichten Truppen auf dem Gebiet der Gemeinden Rothenthurm (SZ) und Ober�geri (ZG). Auf diesem Waffenplatz sollen in j�hrlich je zwei Rekruten- und Unteroffiziersschulen die Aufkl�rer und Radfahrer sowie die Panzerabwehrlenkwaffen-Sch�tzen ausgebildet werden; in der Zwischenzeit st�nde der Platz f�r Wiederholungskurse, vor allem der Infanterie und der Radfahrer, zur Verf�gung (Botschaft des Bundesrates �ber milit�rische Bauten und Landerwerb 1983, BBl 1983 II S. 41 f.).
Das geplante Kasernenareal liegt n�rdlich von Rothenthurm zwischen der Ersten und Zweiten Altmatt und neigt sich, von den H�usergruppen durch die S�d-Ost-Bahn-Linie getrennt, leicht gegen die Ebene des �geririedes hin. Die Kasernenanlage soll durch eine zum Teil bereits erstellte, unter der Bahnlinie durchf�hrende neue Strasse mit der Kantonsstrasse Rothenthurm-Biberbrugg verbunden werden.
Als Ausbildungsgel�nde ist einerseits ein "Infanteriegel�nde" mit den Anlagen f�r die eigentliche Kampf- und Schiessausbildung, andererseits ein "Aufkl�rungsgel�nde" f�r die spezielle Ausbildung der Aufkl�rer und die Gefechtsschulung auf Stufe Zug und Kompanie vorgesehen (zit. Botschaft S. 42). Das "Aufkl�rungsgel�nde" BGE 112 Ib 280 S. 284schliesst westlich an das Kasernenareal an und erstreckt sich auf einer Breite von rund 1 km �ber das �geriried und die Biber bis zum Gegenhang, dem zuk�nftigen Zielhang, der hinaufreicht bis zum Nesseliwald. Nach der bundesr�tlichen Botschaft m�ssen auf diesem Gebiet das bestehende Strassennetz erweitert und Waffenstellungen (Schiesspodeste) mit den zugeh�rigen Scheibenanlagen im Zielhang erstellt werden. Das "Infanteriegel�nde", das bereits im Eigentum des Bundes steht, liegt �stlich der Dorfschaften und der Kantonsstrasse im h�geligen, teilweise bewaldeten Gebiet Cholmattli. Hier sollen Sturmgewehr- und Pistolenschiessanlagen, Anlagen f�r die infanteristische Panzerabwehr und Panzernahbek�mpfung, Handgranatenwurfanlagen, H�userkampfanlagen sowie Widerstandsnester und Grabensysteme f�r die Gefechtsausbildung entstehen (zit. Botschaft S. 43).
B.- Das Kasernenareal und beinahe die ganze Fl�che des "Aufkl�rungsgel�ndes" liegen im Schutzgebiet 2.34 ("Glaziallandschaft zwischen Lorzentobel und Sihl mit H�hronenkette") des KLN-Inventars 1979 der zu erhaltenden Landschaften und Naturdenkm�ler von nationaler Bedeutung. Die Grenze dieses Schutzobjektes verl�uft �stlich der Zweiten und Dritten Altmatt entlang der dem Hang folgenden Hochspannungsleitung und umfasst damit neben dem �geriried auch die genannten Weiler. Durch Verordnung des Bundesrates vom 19. Dezember 1983 (SR 451.111) sind ebenfalls gr�ssere Fl�chen des geplanten Waffenplatzes in das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkm�ler (BLN-Inventar) aufgenommen worden. So schliesst das den gr�sseren Teil des Hochtales von Rothenthurm bis Biberbrugg umfassende Schutzobjekt 1308 ("Moorlandschaft Rothenthurm-Altmatt-Biberbrugg") den in der Talebene liegenden Teil des "Aufkl�rungsgel�ndes" ein. Das Schutzgebiet endet im Westen am Hangfuss unterhalb des Nesseli; im Osten reicht es zwischen der Zweiten und der Dritten Altmatt bis zur Bahnlinie und verschm�lert sich gegen S�den hin derart, dass das Kasernenareal ausserhalb des gesch�tzten Bereiches liegen wird. Im weiteren geh�rt der n�rdliche Drittel des Zielhanges zwischen Rossboden und T�nnli zum BLN-Objekt 1307 ("Glaziallandschaft zwischen Lorzentobel und Sihl mit H�hronenkette"), w�hrend der nach KLN-Inventar ebenfalls zu sch�tzende �brige Westhang keine Aufnahme in das Bundesinventar gefunden hat.
Schliesslich sind f�r das Gebiet n�rdlich von Rothenthurm in j�ngerer Zeit auch kantonale Schutzbestimmungen erlassen worden.BGE 112 Ib 280 S. 285
Gest�tzt auf � 3 des Gesetzes �ber die Erhaltung und Pflege von Naturschutzgebieten vom 2. September 1982 und den gleichaltrigen Richtplan hat der Zuger Regierungsrat am 2. November 1982 den Schutzplan 2.001 �geriried erlassen, der die �geriried-Ebene westlich der Biber beschl�gt. Im Bereich des "Aufkl�rungsgel�ndes" geh�rt die gesch�tzte Fl�che zwischen der Biber und dem Hangfuss zur Zone A (engerer Schutzbereich), in welchem insbesondere das Erstellen von Bauten und Anlagen jeder Art verboten ist (� 5 Abs. 2 des zit. Gesetzes). Der Kanton Schwyz hat seinerseits am 29. Januar 1985 im Hinblick auf den noch zu erarbeitenden definitiven Schutzplan eine Planungszone mit vorl�ufigen Schutzbestimmungen erlassen. Gem�ss � 9 dieser Bestimmungen richtet sich die zul�ssige milit�rische Nutzung des "Aufkl�rungsgel�ndes" nach der Vereinbarung zwischen den Kantonen Schwyz und Zug und der Eidgenossenschaft vom August 1978 sowie dem von der Bundesversammlung verabschiedeten bereinigten Projekt und nach einem zwischen dem Kanton Schwyz und der Eidgenossenschaft noch abzuschliessenden Zusatzvertrag. Im Regierungsratsbeschluss vom 29. Januar 1985 wird im �brigen dargelegt, dass das zuk�nftige Kasernenareal nicht in die Planungszone einbezogen worden sei, weil sich hier einerseits keine grossfl�chigen, besonders sch�tzenswerten intakten und zusammenh�ngenden Moorkomplexe bef�nden und sich andererseits der Bund im Rahmen von Art. 164 Abs. 3 der Milit�rorganisation (MO) f�r milit�rische Bauten �ber allf�lliges entgegenstehendes kantonales Recht hinwegsetzen k�nne; die Nichteinzonung sei damit auch ein Ausdruck der Subordination (Protokoll des Regierungsrates S. 12 f.).
C.- Da nur ein Teil des Bodens f�r das Kasernenareal und das "Aufkl�rungsgel�nde" auf g�tlichem Wege erworben werden konnte, liess die durch das Eidg. Milit�rdepartement (EMD) handelnde Eidgenossenschaft im April 1983 in den Gemeinden Rothenthurm und Ober�geri ein Enteignungsverfahren gegen insgesamt 42 Grundeigent�mer er�ffnen. In der Folge fochten verschiedene Eigent�mer die vom Pr�sidenten der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommission, Kreis 9, f�r die Planauflage getroffenen Anordnungen beim Bundesgericht an. Dieses forderte den Sch�tzungskommissions-Pr�sidenten mit Entscheid vom 3. Juni 1983 auf, die Planauflage nach vorg�ngiger Aussteckung zu wiederholen; im �brigen wies es die Beschwerden ab (BGE 109 Ib 130 ff.). Eine weitere Beschwerde wegen angeblicher M�ngel der Planauflage BGE 112 Ib 280 S. 286wurde am 9. Dezember 1983 abgewiesen. W�hrend der Eingabefrist stellten 163 Enteignete und weitere Interessierte Entsch�digungs- und andere Begehren. Nach der Vorladung zu den Einigungsverhandlungen wandte sich eine Gruppe von Enteigneten mit Aufsichtsbeschwerde erneut ans Bundesgericht und verlangte zweistufige Verhandlungen und zus�tzliche Instruktionsmassnahmen. Dieses Begehren wurde am 10. Februar 1984 abgelehnt (BGE 110 Ib 38 ff.). Die an sechs Tagen, vom 14. bis 28. Februar 1984 durchgef�hrten Einigungsverhandlungen verliefen praktisch erfolglos. An diesen Verhandlungen legte das EMD zw�lf weitere Aktenst�cke vor, die anschliessend auf Anordnung des Sch�tzungskommissions-Pr�sidenten bei der Gemeindekanzlei Ober�geri und - da die Gemeindekanzlei Rothenthurm jede Mithilfe verweigerte - bei der Staatskanzlei Schwyz eingesehen werden konnten.
Im April 1984 stellte das EMD ein Gesuch um vorzeitige Besitzergreifung von acht Grundst�cken im Bereich des Kasernenareals sowie im "Aufkl�rungsgel�nde". Die Sch�tzungskommission wies das Begehren nach eingehenden Untersuchungen mit Entscheid vom 28. Februar 1985 ab. Beide Parteien gelangten hierauf ans Bundesgericht (der Enteigner in der Sache, die Enteigneten im Kostenpunkt), das die Verwaltungsgerichtsbeschwerden am 31. Juli 1985 abwies, jene des Enteigners im wesentlichen deshalb, weil nicht gew�hrleistet sei, dass bei allf�lliger Gutheissung der Einsprachen der fr�here Zustand wiederhergestellt werden k�nnte (BGE 111 Ib 91 ff., 97 ff.).
Nach Abschluss der Einigungsverhandlungen hatte der Sch�tzungskommissions-Pr�sident die Akten mit einem Begleitschreiben dem EMD zum Entscheid �ber die Einsprachen zugestellt. Verschiedene Einsprecher verlangten f�r diese �bermittlung eine formelle, rekursf�hige Verf�gung, hatten jedoch mit ihrem Begehren weder beim Pr�sidenten noch beim Bundesgericht Erfolg (Entscheid vom 3. Januar 1983). Da die Einsprecher weiterhin die Zust�ndigkeit des EMD zur Behandlung der Einsprachen und Begehren im Sinne von Art. 7-10 EntG bestritten, best�tigte das Departement in einer Zwischenverf�gung vom 12. April 1985 seine Kompetenz. Auch diese Verf�gung wurde mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten, die das Bundesgericht am 3. Juli 1985 abwies (BGE 111 Ib 227 ff.).
D.- Inzwischen hatte am 28. September 1983 die Bundesversammlung den ihr mit bundesr�tlicher Botschaft vom 23. Februar BGE 112 Ib 280 S. 2871983 unterbreiteten milit�rischen Bauvorhaben, Landerwerben und Zusatzkreditbegehren zugestimmt (BBl 1983 III S. 1087) und damit auch den Verpflichtungskredit von 108 Millionen Franken f�r den Bau des Waffenplatzes Rothenthurm bewilligt. Dem Beschluss waren sowohl im St�nderat als auch im Nationalrat ausgedehnte Debatten vorangegangen. Aus den entsprechenden Protokollen geht hervor, dass die Zustimmung zum Kreditbetrag unter verschiedenen Auflagen erteilt wurde, n�mlich dass die Kasernenbauten um 50 m nach S�den verschoben w�rden, eine zus�tzliche Vereinbarung mit den Kantonen �ber weitergehende Naturschutzmassnahmen abgeschlossen werde, die milit�rischen Nutzungs- und Ausbaupl�ne in die durch den Kanton Schwyz zu erlassende Schutzverordnung einbezogen w�rden sowie anstelle der vorgesehenen Enteignungen langfristige Nutzungsvertr�ge abzuschliessen versucht und mit den Arbeiten erst nach Erf�llung aller Bedingungen und Auflagen begonnen werde.
E.- Das Eidg. Milit�rdepartement wies s�mtliche Einsprachen in dreizehn Entscheiden vom 3., 17., 19. und 24. Juni 1985 ab. Eine Kostenregelung ist nicht getroffen worden.
Gegen diese Departementsentscheide haben verschiedene Enteignete und Einsprecher beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben und die Nichtigerkl�rung des Enteignungsverfahrens bzw. der angefochtenen Entscheide verlangt; allenfalls sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen oder es seien die Einsprachen in Abweisung des Enteignungsbegehrens materiell gutzuheissen.
Das EMD hat f�r die Schweiz. Eidgenossenschaft den Antrag gestellt, die Beschwerden seien abzuweisen, soweit auf sie einzutreten sei.
2. Die angefochtenen Entscheide sind als Verf�gungen �ber Pl�ne grunds�tzlich nur insofern mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar, als sie auf Einsprache gegen die Enteignung hin ergangen sind (Art. 99 lit. c OG). Die eingereichten Verwaltungsgerichtsbeschwerden sind daher zul�ssig, soweit sie von jenen Personen erhoben worden sind, die f�r das Werk Eigentum oder andere Rechte, allenfalls auch nachbarliche Abwehrrechte gegen Immissionen, abzutreten haben. Zul�ssig ist ebenfalls die Beschwerde der Stiftung WWF Schweiz, die durch Art. 12 Abs. 3 des BGE 112 Ib 280 S. 288Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG) zur Geltendmachung von Einsprachen und Begehren gem�ss Art. 9, 35 und 55 des Bundesgesetzes �ber die Enteignung vom 20. Juni 1930 (EntG) erm�chtigt wird; auch insofern muss der Departementsentscheid als Entscheid �ber eine Einsprache gegen die Enteignung im Sinne von Art. 99 lit. c OG gelten, obwohl es hier um keine Abtretung von Rechten geht. Allen anderen Einsprechern w�re dagegen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht verwehrt und st�nde nur die verwaltungsrechtliche Beschwerde an den Bundesrat offen (Art. 73 Abs. 1 lit. c und Art. 74 lit. a VwVG). Werden indessen - wie hier - die selben Pl�ne sowohl von Enteigneten als auch von weiteren Interessierten mit gleichen oder �hnlichen R�gen angefochten, so behandelt das Bundesgericht aus Gr�nden der Rechtssicherheit und der Prozess�konomie kompetenzausweitend s�mtliche Beschwerden (BGE 110 Ib 401 E. 1c; BGE 111 Ib 291 E. 1a). Unter diesem Gesichtswinkel kann auf alle Beschwerden eingetreten werden.
6. Soweit der Einwand, das EMD sei zur Einleitung der Enteignung nicht befugt gewesen, von den Beschwerdef�hrern rechtzeitig erhoben worden ist, hat sich das Bundesgericht von neuem mit ihm zu befassen, da die in BGE 109 Ib 134 ff. hiezu angestellten Erw�gungen f�r den Entscheid nicht massgeblich, sondern nur sog. obiter dicta waren und als solche ohnehin keine Rechtskraft entfalten k�nnen. Die erneute Pr�fung der Kompetenzordnung f�hrt jedoch, wie das Bundesgericht bereits im Entscheid vom 18. Juni 1986 i.S. R. und M. gegen die Schweiz. Eidgenossenschaft festgestellt hat, zu keinem anderen Ergebnis.
Die Beschwerdef�hrer werfen unter anderem die Frage auf, ob Art. 98 des Beschlusses der Bundesversammlung �ber die Verwaltung der schweizerischen Armee vom 30. M�rz 1949 (BBVers VA; SR 510.30), welcher das Eidg. Milit�rdepartement zur Enteignung f�r milit�rische Anlagen erm�chtigt, nicht durch das Gesch�ftsverkehrsgesetz vom 23. M�rz 1962 (Bundesgesetz �ber den Gesch�ftsverkehr der Bundesversammlung sowie �ber die Form, die Bekanntmachung und das Inkrafttreten ihrer Erlasse/GVG; SR 171.11) aufgehoben worden sei, da er sich mit dessen Bestimmungen, insbesondere mit Art. 5 GVG, nicht vereinbaren lasse. Diese Frage ist zu verneinen. Zwar trifft zu, dass Art. 5 GVG die Form des Bundesgesetzes unter anderem f�r Normen vorschreibt, die die Zust�ndigkeit und die Aufgaben der Beh�rden regeln. Das Gesch�ftsverkehrsgesetz von 1962 ist jedoch ausschliesslich auf BGE 112 Ib 280 S. 289Erlasse anwendbar, die nach seinem Inkrafttreten ergingen. Durch die Schlussbestimmungen sind einzig das vorangegangene Bundesgesetz und einige Artikel des Bundesgesetzes �ber das Verfahren bei Volksbegehren und Abstimmungen betreffend die Revision der Bundesverfassung aufgehoben worden (vgl. Art. 71 der heutigen Fassung); dagegen wurde an jene Erlasse, die von der Form oder ihrem Zustandekommen her den neuen Vorschriften nicht mehr entsprachen, nicht ger�hrt. Dass dem geltenden Gesch�ftsverkehrsgesetz keine R�ckwirkung zukommt, ergibt sich ebenfalls daraus, dass eine �bergangsbestimmung nur f�r die Fristen f�r noch h�ngige Volksbegehren getroffen worden ist (Art. 72 der heutigen Fassung). �brigens hebt auch die Bundesversammlung die unter der Herrschaft des alten Gesch�ftsverkehrsgesetzes in die Form des allgemein verbindlichen Bundesbeschlusses gekleideten Erlasse durch Akte gleicher Form auf, selbst wenn der neue Erlass nach dem revidierten GVG als einfacher Bundesbeschluss ergehen kann (vgl. VEB 1962 Nrn. 13 und 14; AUBERT, Trait� de droit constitutionnel suisse, Bd. II S. 478 Ziff. 1314). Im weiteren ist der Beschluss der Bundesversammlung �ber die Verwaltung der schweizerischen Armee (nunmehr "Bundesbeschluss �ber die Verwaltung der schweizerischen Armee", vgl. BBl 1985 II S. 1237, Amtl.Bull. NR 1986 S. 493, StR 1986 S. 214) seit Inkrafttreten des heutigen Gesch�ftsverkehrsgesetzes verschiedene Male abge�ndert worden, ohne dass es der Gesetzgeber je als notwendig erachtet h�tte, die Bestimmung von Art. 98 aufzuheben.
Steht demnach Art. 98 BBVers VA auch heute noch in Kraft, so stellt sich die schon in BGE 109 Ib 134 aufgeworfene Frage, ob das Bundesgericht aufgrund von Art. 113 Abs. 3 BV an nicht referendumspflichtige Beschl�sse der Bundesversammlung gebunden und daher jede weitere Kontrolle ausgeschlossen sei, oder ob - wie die Beschwerdef�hrer behaupten - solche Beschl�sse gleich wie Rechtsverordnungen des Bundesrates auf ihre Rechtsbest�ndigkeit hin �berpr�ft werden k�nnten. Tr�fe letzteres zu, so w�re in Best�tigung der in BGE 109 Ib 134 E. 2d angestellten �berlegungen die formelle Gesetzm�ssigkeit von Art. 98 BBVers VA erneut zu bejahen.
Es steht ausser Zweifel, dass f�r die blosse Delegation der Befugnis zur Aus�bung des dem Bund zustehenden Enteignungsrechts vom Bundesrat an eine andere Bundesbeh�rde (Art. 3 Abs. 1 EntG) keine h�heren Anforderungen an die Form gestellt werden k�nnen, als sie das Enteignungsgesetz selbst, das seinerzeit dem BGE 112 Ib 280 S. 290Referendum unterstand, f�r die �bertragung des Enteignungsrechts an Dritte vorsieht. Nun h�lt das Gesetz in diesem Zusammenhang ausdr�cklich die "Werke, die im Interesse der Eidgenossenschaft oder eines grossen Teiles des Landes liegen" (Art. 3 Abs. 2 lit. a) und "andere im �ffentlichen Interesse liegende Zwecke" (Art. 3 Abs. 2 lit. b) auseinander und bestimmt, dass f�r die ersten nur ein (nicht referendumspflichtiger) Bundesbeschluss gen�ge, w�hrend f�r die zweiten ein dem Referendum unterstehendes Bundesgesetz erforderlich sei. Damit hat der Gesetzgeber die bereits in Art. 1 Abs. 1 EntG getroffene Unterscheidung �bernommen, die darauf zur�ckzuf�hren ist, dass bei der Schaffung des Enteignungsgesetzes allein f�r die Expropriation zugunsten von Werken "im Interesse der Eidgenossenschaft oder eines grossen Teils derselben" eine verfassungsm�ssige Grundlage (Art. 23 BV) bestand, und der Gesetzgeber Enteignungen f�r andere �ffentliche Zwecke nur zulassen wollte, soweit sie sich auf ein Bundesgesetz st�tzen liessen (FRITZ HESS, Das Enteignungsrecht des Bundes, N. 1 zu Art. 23 BV, N. 2 und 3 zu Art. 1 EntG, N. 7-14 zu Art. 3 EntG). Da milit�rische Anlagen zur Kategorie der Werke im Interesse der Eidgenossenschaft z�hlen, muss somit f�r die Erm�chtigung des Departementes, das Enteignungsrecht anstelle des Bundesrates auszu�ben, ebenfalls ein einfacher, dem Referendum entzogener Bundesbeschluss gen�gen.
Gegen diese Argumentation wenden die Beschwerdef�hrer ein, bei der �bertragung des Enteignungsrechts an einen Dritten im Sinne von Art. 3 Abs. 2 lit. a EntG gehe es nur darum, den Dritten in einem Einzelfall zur Enteignung f�r ein bestimmtes Werk zu erm�chtigen, und handle es sich nicht um die generelle Einr�umung des ius expropriandi. Das trifft jedoch nicht zu. Stehen Werke im Interesse der Eidgenossenschaft oder eines grossen Teils derselben in Frage, so kann mit einem einfachen, nicht referendumspflichtigen Bundesbeschluss dem Dritten das Enteignungsrecht sowohl f�r ein bestimmtes Einzelwerk als auch ganz allgemein �bertragen werden. Das ergibt sich klar aus den Bestimmungen von Art. 2 und Art. 3 Abs. 2 lit. a EntG und deren Entstehungsgeschichte: Der Gesetzesentwurf vom Oktober 1916 sah ausdr�cklich vor, dass das Enteignungsrecht "von der Bundesverwaltung oder von Dritten gest�tzt auf eine allgemein oder nur f�r den Einzelfall g�ltige Erm�chtigung ausge�bt" werden k�nne; diese Erm�chtigung werde - falls der Bund das �ffentliche Werk nicht selbst errichtet - durch Bundesbeschluss f�r BGE 112 Ib 280 S. 291andere, dem �ffentlichen Interesse der Eidgenossenschaft oder eines grossen Teiles derselben dienende Werke oder durch Bundesgesetz f�r sonstige, im �ffentlichen Interesse des Bundes liegende Zwecke erteilt (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b und c des Entwurfes). Im erg�nzenden Bericht zu diesem Vorentwurf hielt der Verfasser, Bundesrichter Jaeger, auf die von der Berner-Alpenbahn-Gesellschaft aufgeworfene Frage, wann die Erteilung des Expropriationsrechts eine "allgemeine" und wann eine "nur f�r den Einzelfall g�ltige" sei, folgendes fest (Erg�nzender Bericht zum Entwurf eines Bundesgesetzes �ber die Zwangsenteignung, S. 2 f.):
"Ob nun die zur Erm�chtigung �berhaupt zust�ndige Stelle die einte oder andere Art der Erkl�rung w�hlen will, ist doch eine reine Ermessensfrage, die von der - im Gesetze gar nicht vorauszusehenden - Gestaltung der einzelnen tats�chlichen Verh�ltnisse abh�ngt. Es ist nicht zutreffend, wie die L�tschbergbahn annimmt, dass nach dem Entwurf eine allgemeine Erm�chtigung lediglich auf dem Wege der Bundesgesetzgebung erteilt werden k�nne. Da die Berechtigung zur Aus�bung der Enteignung f�r �ffentliche Werke des Bundes bereits in Art. 23 der Verfassung generell ausgesprochen worden ist, so kann auch durch einfachen Bundesbeschluss f�r eine ganze Kategorie von Werken, die unter diesen Begriff fallen, ein f�r allemal das Enteignungsrecht verliehen werden, wie dies z.B. seinerzeit f�r die von den Gemeinden zu errichtenden Schiesspl�tze geschehen ist. Die Form der Bundesgesetzgebung wird bewusst vom Entwurf nur als Minimalgarantie f�r die Erteilung des Rechts zur Enteignung zu andern �ffentlichen Zwecken (also nicht zu �ffentlichen Werken des Bundes) verlangt."
In der Folge wurde der in Art. 1 des Entwurfes enthaltene Passus "allgemein oder nur f�r den Einzelfall g�ltige" (Erm�chtigung) als �berfl�ssig gestrichen (Protokoll der Expertenkommission vom 15. Oktober 1917), die Vorschrift �ber die �bertragung des Enteignungsrechts an Dritte redaktionell bereinigt und in Art. 3 des endg�ltigen Entwurfes verwiesen, am Sinn der Bestimmung jedoch nichts ge�ndert (vgl. die bundesr�tliche Botschaft zum Entwurfe eines Bundesgesetzes �ber die Enteignung vom 21. Juni 1926, BBl 1926 II S. 10 f., 114). National- und St�nderat stimmten ihr diskussionslos zu (Sten.Bull. NR 1928 S. 612, StR 1929 S. 143). Dementsprechend wird in der bisherigen Lehre (FRITZ HESS, a.a.O. N. 7, 13 und 14 zu Art. 3 EntG), in der Praxis der Verwaltungsbeh�rden (VEB 24/1954 Nr. 154 S. 296) und in weiteren Entscheiden des Bundesgerichtes (BGE 105 Ib 198, BGE 104 Ib 31 E. 3a) davon ausgegangen, dass zur Verleihung des Enteignungsrechtes an Dritte f�r die in Art. 3 Abs. 2 lit. a EntG genannten Werke in jedem Falle ein Bundesbeschluss gen�ge.
BGE 112 Ib 280 S. 292
Allerdings wird im unl�ngst erschienenen neuen Kommentar zum Enteignungsrecht (HEINZ HESS/HEINRICH WEIBEL, Das Enteignungsrecht des Bundes, 1986) die gegenteilige Auffassung vertreten und zu Art. 3 Abs. 2 EntG ausgef�hrt, "dass nach Bst. a Einzelf�lle in Form individuell-konkreter Erlasse gemeint sind, w�hrend es sich nach Bst. b um allgemeine �bertragungen in Form generell-abstrakter Erlasse handelt" (Bd. I S. 66 N. 30 zu Art. 3 EntG). Diese Meinung findet jedoch, wie dargelegt, weder im Gesetzeswortlaut noch in den Gesetzesmaterialien eine St�tze und steht mit der bisherigen Doktrin und Rechtsprechung, mit der sich der Kommentar nicht auseinandersetzt, in Widerspruch. �brigens kann auch der Ansicht nicht beigepflichtet werden, zur �bertragung der Enteignungsbefugnis vom Bundesrat auf eine andere Amtsstelle sei sogar ein Erlass der Verordnungsstufe ausreichend, da in Art. 3 Abs. 1 EntG von "Gesetzgebung" die Rede sei und unter diesen Begriff s�mtliche generell-abstrakten Normen fielen (a.a.O. Bd. II S. 188 f. N. 47 zu Art. 98 BBVers VA). Diesem Schluss steht der bereits erw�hnte Art. 5 GVG entgegen, nach welchem Bestimmungen, die die Zust�ndigkeit und Aufgaben der Beh�rden regeln, in die Form des Bundesgesetzes zu kleiden sind. Einzig aus der vom Bundesgesetzgeber in Art. 3 Abs. 2 lit. a und b EntG getroffenen unterschiedlichen Regelung l�sst sich folgern, dass es f�r eine Delegation im Sinne von Art. 3 Abs. 1 nicht in jedem Falle eines formellen Bundesgesetzes bed�rfe.
7. In ihrer gemeinsamen Rechtsschrift anerkennen die Beschwerdef�hrer, dass sich das Bundesgericht in seinem Entscheid vom 3. Juli 1985 auf Zwischenverf�gung des Departementes hin �ber die Zust�ndigkeit des EMD zur Behandlung der Einsprachen und �ber dessen Ausstandspflicht rechtskr�ftig ausgesprochen hat. Die Rechtskraft erstreckt sich aber entgegen der Annahme der Beschwerdef�hrer nicht nur auf die Beurteilung der damals aufgeworfenen Fragen nach Landesrecht, sondern umfasst auch den Entscheid �ber die Vereinbarkeit der Departementsverf�gung mit Art. 6 Abs. 1 EMRK. Soweit diese Frage in der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde von neuem aufgegriffen wird, kann darauf nicht eingetreten werden.
8. a) Vor dem Ausbau der eidgen�ssischen Verwaltungsgerichtsbarkeit im Jahre 1969 oblag der Entscheid �ber die Einsprachen in allen Enteignungsf�llen dem Bundesrat, unabh�ngig davon, ob das Enteignungsverfahren durch den Bundesrat, durch BGE 112 Ib 280 S. 293eine andere Amtsstelle oder durch ein ausserhalb der Bundesverwaltung stehendes, mit dem Enteignungsrecht ausgestattetes oder noch auszustattendes Unternehmen veranlasst wurde. Dass der Bundesrat allenfalls selbst beschlossen hatte, das Enteignungsrecht in Anspruch zu nehmen in der vorl�ufigen Annahme, die Enteignung sei rechtm�ssig, hinderte ihn also nicht, im Einspracheverfahren auf seinen provisorischen, nur der Verfahrenser�ffnung dienenden Entscheid zur�ckzukommen und unter Umst�nden das Vorliegen der Voraussetzungen f�r eine Enteignung zu verneinen. Im bundesr�tlichen Entwurf f�r die �nderung des Bundesgesetzes �ber die Organisation der Bundesrechtspflege wurde denn auch zun�chst in Art. 99 lit. i die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Verf�gungen auf dem Gebiete der Enteignung als unzul�ssig erkl�rt, unter Vorbehalt der Weiterziehung von Verf�gungen der Sch�tzungskommission nach Art. 77 ff. EntG (BBl 1965 II S. 1335). Der Bundesrat f�hrte in seiner Botschaft zugunsten des bestehenden Rechtszustandes aus, beim Erlass von Verf�gungen in Enteignungssachen, so etwa bei der Erteilung des Enteignungsrechts, stehe den Beh�rden ein sehr weiter Handlungs- und Beurteilungsspielraum zu; aus diesem Grunde eigneten sich solche Verf�gungen nicht f�r eine verwaltungsgerichtliche �berpr�fung. �ber unerledigte Einsprachen gegen die Enteignung solle daher weiterhin der Bundesrat entscheiden (a.a.O. S. 1310).
Das Parlament folgte in diesem Punkte dem Bundesrat nicht. Der auf Anregung der nationalr�tlichen Kommission neu entworfene Art. 98bis OG hielt abweichend vom bundesr�tlichen Vorschlag fest, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Genehmigung oder die Verweigerung der Genehmigung von Pl�nen und gegen den Erlass von rechtsgestaltenden Pl�nen ausgeschlossen sein soll, "soweit es sich nicht um Verf�gungen auf dem Gebiet der Enteignung oder Landumlegung handelt". Trotz der von Bundesrat von Moos vorgetragenen Bedenken nahmen beide Kammern diese Bestimmung diskussionslos an, welche im Hinblick auf die Terminologie des in �berarbeitung stehenden Enteignungsgesetzes redaktionell bereinigt und schliesslich als Art. 99 lit. c OG in Kraft gesetzt wurde (vgl. Amtl.Bull. NR 1967 S. 25 Votum Tsch�pp�t, S. 30 Votum von Moos, S. 35; StR 1968 S. 202 Votum Leu, S. 349 f.). Nachtr�glich passte der Gesetzgeber Art. 55 EntG noch rein formell an die neue Rechtslage an (vgl. BBl 1970 I S. 1016 f.; BGE 111 Ib 230). Mit der Vorschrift von Art. 99 lit. c OG war nun verwirklicht worden, was der Bundesrat schon 1926 BGE 112 Ib 280 S. 294in seiner Botschaft zum Enteignungsgesetz f�r die Zukunft in Betracht gezogen hatte, als er erkl�rte: "Es wird nicht ausgeschlossen sein, solche Entscheide [...] seinerzeit der �berpr�fung des Verwaltungsgerichts zu unterstellen, um dem B�rger die M�glichkeit zu geben, auch die Frage gerichtlich entscheiden zu lassen, ob der Bund das Enteignungsrecht berechtigterweise f�r ein eigenes Werk in Anspruch nehme, f�r das die Verfassung es ihm geben wollte" (BBl 1926 II S. 10). Andererseits ist damit die Enteignungsgesetzgebung verfahrensrechtlich auf den Stand gebracht worden, den die (damals f�r die Schweiz noch nicht in Kraft getretene) Bestimmung von Art. 6 Abs. 1 EMRK erheischt, welche nach der Praxis des Europ�ischen Gerichtshofes dem Enteigneten nicht nur im Entsch�digungs-, sondern auch im Einspracheverfahren Anspruch auf einen Richter gibt (vgl. BGE 111 Ib 231/32 E. 2e).
Dieser Blick auf die gesetzgeberischen Arbeiten best�tigt die vom Bundesgericht schon in BGE 98 Ib 421 und BGE 111 Ib 231 getroffene Feststellung, dass der Entscheid der im Einzelfall zust�ndigen Beh�rde, den Enteignungsweg zu beschreiten, nur ein prima-facie-Entscheid sein kann, der mit dem Vorbehalt verbunden ist, dass der Einspracheentscheid f�r den Enteigner g�nstig laute, und der diesen grunds�tzlich nicht pr�judizieren kann. Dass der Rechtsmittelweg im revidierten OG neu geregelt worden ist, hat hieran nichts ge�ndert. Eine andere Auslegung w�rde zur Folge haben, dass das Einspracheverfahren sinnlos und in Verletzung der verfassungsm�ssigen und gesetzlichen Verfahrensgarantien zur Enteignung geschritten w�rde, ohne dass die Betroffenen Gelegenheit erhielten, sich gegen den Eingriff zur Wehr zu setzen.
Nun wird indessen im zitierten neuen Kommentar HESS/WEIBEL die Meinung vertreten, in bestimmten F�llen bestehe wegen vorausgegangener Erlasse oder anderer Rechtsakte �bergeordneter politischer Beh�rden von Anbeginn an die Gewissheit �ber das �ffentliche Interesse am geplanten Werk ("praesumptio iuris et de iure"); Einsprachen, die dieses Interesse in Frage stellten, m�ssten von vornherein abgewiesen werden. Das treffe immer dann zu, wenn der Bundesrat selbst in Anwendung von Art. 3 Abs. 1 EntG die Er�ffnung eines Enteignungsverfahrens beschlossen habe oder wenn ein solches von einem Departement angeordnet worden sei, nachdem die Bundesversammlung den entsprechenden Verpflichtungskredit beschlossen habe. Das Bundesgericht sollte beim Weiterzug von Einspracheentscheiden der Fachdepartemente der Gewaltentrennung wegen davon Abstand nehmen, die Beschl�sse des BGE 112 Ib 280 S. 295Bundesrates im Sinne von Art. 3 Abs. 1 EntG bez�glich des �ffentlichen Interesses am Werk zu �berpr�fen, weil es sich bei ihnen nicht um blosse Verwaltungsverf�gungen und nicht um Rechtsverordnungen handle, sondern um die Aus�bung von Hoheitsrechten durch den Bund (a.a.O. Bd. I N. 13, 37, 40 und 42 zu Art. 1 EntG, N. 23, 25 und 26 zu Art. 3 EntG, Bd. II S. 461 N. 19 zu Art. 15 NHG). Diesen Ausf�hrungen kann aus den schon angegebenen Gr�nden - Unwirksamwerden des im Gesetz vorgesehenen Einspracheverfahrens, Unvereinbarkeit mit den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und mit den Anforderungen der Europ�ischen Menschenrechtskonvention - nicht zugestimmt werden. �brigens kann aus dem Umstand, dass bei der Teilrevision des Enteignungsgesetzes im Jahre 1971 die Befugnis zur Inanspruchnahme des Enteignungsrechtes beim Bundesrat belassen wurde, nichts zugunsten der dargestellten Meinung abgeleitet werden. Aus dem im Kommentar angef�hrten Passus der bundesr�tlichen Botschaft zur Revision des EntG (Bd. I S. 40 N. 40 zu Art. 1 EntG; BBl 1970 I S. 1018) ergibt sich vielmehr, dass die in Art. 3 Abs. 1 EntG vorgesehene Kompetenzordnung beibehalten und auf die Einf�hrung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verzichtet wurde, weil im Falle der Geltendmachung des Enteignungsrechtes dem Betroffenen ja die Einsprache offenstehe, um seine Rechte zu wahren - also ein Hinweis mehr auf den rein vorl�ufigen Charakter des Beschlusses im Sinne von Art. 3 Abs. 1 EntG.
b) Die im Einspracheverfahren zu beantwortende Frage, welche der einander gegen�berstehenden �ffentlichen und privaten Interessen oder der im Widerstreit liegenden �ffentlichen Interessen �berw�gen, ist eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht frei pr�ft. Das Gericht auferlegt sich jedoch eine gewisse Zur�ckhaltung, wenn sich technische Probleme stellen und die Einsprachebeh�rde gest�tzt auf die Berichte der ihr vom Gesetzgeber beigegebenen Fachinstanzen entschieden hat, wenn �rtliche Verh�ltnisse zu w�rdigen sind, sofern die Vorinstanz diese besser kennt als das Bundesgericht, oder wenn sich andere Fragen im Grenzbereich zwischen Recht und Ermessen stellen (BGE 109 Ib 300, 108 Ib 181, BGE 98 Ib 217, 421 f.). Voraussetzung f�r diese Zur�ckhaltung ist allerdings, dass im konkreten Fall keine Anhaltspunkte f�r eine unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des Sachverhaltes vorliegen und davon ausgegangen werden darf, dass die Vorinstanz die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte gepr�ft und die erforderlichen Abkl�rungen sorgf�ltig und umfassend vorgenommen BGE 112 Ib 280 S. 296hat (BGE 109 Ib 80 E. 3a, BGE 98 Ib 217 E. 2c; GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. A. S. 308; GRISEL, Trait� de droit administratif, Bd. I, S. 344). Was Vorentscheide und Stellungnahmen anderer Beh�rden zum umstrittenen Werk anbelangt, so ist ihnen - ohne dass sie das Bundesgericht binden w�rden - im Rahmen der Interessenabw�gung geb�hrend Rechnung zu tragen, insbesondere wenn die Realisierung eines Projektes notwendigerweise in Etappen vor sich gehen muss und ein Zusammenwirken von Bundes- und kantonalen Beh�rden oder zumindest gegenseitige Absprachen verlangt. Die R�cksichtnahme auf Beschl�sse und Vereinbarungen, die nur unter dem Vorbehalt des Einspracheentscheides ergehen konnten, darf indessen nicht so weit gehen, dass im Ergebnis die Privaten ihres Rechtsschutzes und die vom Gesetzgeber mit der Wahrung �ffentlicher Interessen betrauten Vereinigungen ihrer Interventionsm�glichkeit verlustig gingen.
c) Zu den Vorarbeiten und Vorentscheiden, die hier bei der Interessenabw�gung zu ber�cksichtigen sind, geh�ren unter anderem der Bericht der Planungskommission von 1974, in welchem verschiedene Varianten gepr�ft worden sind, sowie die Vereinbarung des Bundes mit den Kantonen Schwyz und Zug aus dem Jahre 1978. Sie k�nnen allerdings aus dem erw�hnten Grunde nicht entscheidbestimmend sein. Hinzu kommt, dass sich hinsichtlich des Landschafts- und Naturschutzes insofern eine neue Situation ergeben hat, als 1979 die Talebene zwischen Rothenthurm und Biberbrugg in das KLN-Inventar aufgenommen worden ist und seit 1983 gr�ssere Teile des umstrittenen Gebietes zu den Objekten 1307 und 1308 des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkm�ler von nationaler Bedeutung geh�ren (vgl. den Anhang zur Verordnung �ber das Bundesinventar der Landschafts- und Naturdenkm�ler vom 10. August 1977/19. Dezember 1983; SR 451.11). Dieser Anerkennung der Schutzw�rdigkeit der fraglichen Region muss ebenfalls Rechnung getragen werden. Was die Abgrenzung der heutigen Schutzgebiete gem�ss BLN-Inventar anbelangt, welche im Gegensatz zu jenen des KLN-Inventars das Kasernenareal und rund zwei Drittel des Zielhanges nicht mehr umfassen (vgl. oben Sachverhalt lit. B), so ist diese vom Bundesrat aufgrund seiner ihm in Art. 5 NHG zugewiesenen Kompetenz getroffen worden. Da Bundesratsentscheide der verwaltungsgerichtlichen �berpr�fung entzogen sind, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, f�llt eine "Korrektur" der Grenzziehung - wie sie die Beschwerdef�hrer anregen - ausser Betracht. Es trifft wohl BGE 112 Ib 280 S. 297zu, dass bei der Abgrenzung insbesondere des Objektes 1308 auf das Waffenplatzprojekt R�cksicht genommen worden ist. Das bedeutet jedoch nur, dass der Bundesrat bereits in diesem Rahmen eine Interessenabw�gung vorgenommen hat, an deren Ergebnis das Bundesgericht gebunden ist, insofern damit das Schutzgebiet selbst umschrieben worden ist. Die durch die Verfassung (Art. 24sexies) gebotene R�cksichtspflicht gegen�ber Landschaft und Natur beschr�nkt sich aber, wie im Vorwort des Vorstehers des Eidgen�ssischen Departementes des Innern zum BLN-Inventar hervorgehoben wird, nicht nur auf die ausdr�cklich inventarisierten Objekte. Eine besondere Beachtung der Aspekte des Landschaftsschutzes und der Anliegen der Naturerhaltung dr�ngt sich vor allem auch dort auf, wo es wie hier um Gebiete geht, die an Objekte von nationaler Bedeutung angrenzen und deren Beeintr�chtigung sich unmittelbar oder mittelbar auf diese auswirken k�nnte (vgl. BGE 108 Ib 368 E. 6a).
9. Mit den dem R�ckweisungsbegehren zugrundeliegenden R�gen der Rechtsverweigerung machen die Beschwerdef�hrer im wesentlichen geltend, das EMD habe es unterlassen, den Sachverhalt sorgf�ltig und vollst�ndig abzukl�ren und die f�r den Entscheid notwendigen Erhebungen, die f�r eine Bejahung des �ffentlichen Interesses am Werk vorausgesetzt werden m�ssten, in einem unter Wahrung des rechtlichen Geh�rs durchgef�hrten Instruktionsverfahren vorzunehmen.
a) (In E. 4c des Entscheides vom 3. Juni 1983 - BGE 109 Ib 137 - ist nur gepr�ft worden, ob die in Art. 27 und 30 EntG an die Planauflage gestellten Anforderungen erf�llt worden seien, und nicht, ob im anschliessenden Einspracheverfahren die Sache gen�gend instruiert worden sei.)
In diesem Zusammenhang ist zu unterstreichen, dass die Tatsache, dass die Einsprachebeh�rde selbst Projektverfasserin und Bauherrin ist, keinen Einfluss auf die Art und Weise der Instruktion der Einsprachen und die Beteiligung der Parteien am Verfahren haben kann und darf. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Einspracheinstanz nicht aufgrund von Fakten entscheidet, die ihr als Projektverfasserin bekannt, den Einsprechern aber nie zur Kenntnis gegeben worden sind. Das Einspracheverfahren darf insgesamt nicht anders gestaltet werden, als wenn ein Departement �ber das Projekt einer relativ autonomen Anstalt der Bundesverwaltung (z.B. SBB) oder eines ausserhalb der Verwaltung stehenden Unternehmens (z.B. Elektrizit�tswerk) zu entscheiden hat.
BGE 112 Ib 280 S. 298
b) Bei der Pr�fung, ob der Sachverhalt f�r eine sorgf�ltige Abkl�rung der f�r und gegen das Werk sprechenden Interessen gen�gend bekannt sei oder ab - unter Wahrung der Parteirechte der Einsprecher - noch zus�tzliche Erhebungen angestellt werden m�ssten, ist auf die verschiedenen Interessen im einzelnen einzugehen und im Hinblick auf deren Bedeutung f�r den Entscheid zu untersuchen, ob die wesentlichen Gesichtspunkte bekannt seien und eine Beurteilung bereits zuliessen. Das heisst, dass �ber den Vorwurf der formellen Rechtsverweigerung nicht v�llig losgel�st von materiellen Fragen entschieden werden kann.
10. Diese Pr�fung ergibt, dass die R�gen der Beschwerdef�hrer in folgenden Punkten als unbegr�ndet abzuweisen sind:
a) Die vom konkreten Projekt unabh�ngige prinzipielle Frage nach der Notwendigkeit eines neuen Waffenplatzes ist nach eingehenden Abkl�rungen bejaht worden und wird von den Einsprechern grundlos wieder aufgeworfen. Es gen�gt, in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass das Bed�rfnis nach einer zus�tzlichen Kaserne mit Ausbildungspl�tzen von den zust�ndigen milit�rischen Instanzen und der Planungskommission festgehalten, von den kantonalen Beh�rden best�tigt, vom Bundesrat in verschiedenen Berichten und Botschaften unterstrichen und schliesslich auch vom Parlament anerkannt worden ist. Das Bundesgericht hat darauf schon in seinen Entscheiden vom 30. Mai 1984 (betreffend die Rodungsbewilligung) und vom 26. September 1984 (betreffend die Befreiung von der Baubewilligungspflicht) hingewiesen. Auf den Antrag der Beschwerdef�hrer, es sei zu untersuchen, ob das angebliche Bed�rfnis nach einem weiteren Waffenplatz nicht durch vermehrte Belegung der bestehenden Pl�tze und entsprechende Rationalisierungsmassnahmen gedeckt werden k�nnte, ist nicht einzugehen. Wie das EMD zu Recht ausf�hrt, ist einerseits dem seit bald zwanzig Jahren bestehenden Missstand abzuhelfen, der in der provisorischen Unterbringung der Rekrutenschule an drei verschiedenen Orten und im Fehlen von Ausbildungsanlagen und -pl�tzen liegt. Andererseits k�nnen die bestehenden Waffenpl�tze nicht ohne nachteilige Folgen f�r die Anwohner st�rker ausgelastet werden. Ausserdem sind die je nach Truppengattung unterschiedlichen Bed�rfnisse zu ber�cksichtigen. Im �brigen hat das Bundesgericht keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass bei der Dimensionierung des Projektes der zu erwartenden Abnahme der Rekrutenbest�nde Rechnung getragen worden ist.
BGE 112 Ib 280 S. 299
b) Ausser Frage steht im weiteren, dass das von den Beschwerdef�hrern geltend gemachte Interesse an der ungeschm�lerten Erhaltung ihrer Landwirtschaftsbetriebe - so wichtig dieses an sich auch ist - vor der Notwendigkeit der Schaffung eines Waffenplatzes zur�ckzuweichen hat, kann doch kein Waffenplatz erstellt werden, ohne landwirtschaftlich nutzbares Land in Anspruch zu nehmen, und haben bei einer Verlegung des Platzes lediglich andere Bauern das Opfer zu erbringen. �brigens geht aus den Akten hervor, dass die Eidgenossenschaft vorgesorgt hat, um bei einer Verwirklichung des Projektes am vorgesehenen Orte allf�lligen auf Art. 18 EntG gest�tzten Realersatzbegehren - die von der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommission zu behandeln sind (Art. 64 Abs. 1 lit. a EntG; vgl. BGE 105 Ib 90 ff.) - entsprechen zu k�nnen. Ausdr�ckliche Begehren um Erhaltung von Kulturland im Sinne von Art. 8 EntG, �ber die die Einspracheinstanz zu befinden h�tte (sofern solche auch im Falle von Enteignungen durch den Bund erhoben werden k�nnen), haben die Beschwerdef�hrer nicht gestellt, so dass nicht n�her auf diesen Punkt einzugehen ist. Damit ist allerdings noch nichts zur Frage gesagt, welches Gewicht den landwirtschaftlichen Interessen im Vergleich zu ihnen gegen�berstehenden Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes beizulegen sei und welche dieser Interessen im konkreten Falle bei der Alternativm�glichkeit, den Waffenplatz entweder im Naturschutz- oder im landwirtschaftlich intensiver nutzbaren Gebiet zu erstellen, hintanzutreten haben. Fest steht nur, dass der Vorwurf, die landwirtschaftlichen Interessen seien unber�cksichtigt geblieben, in materieller und formeller Hinsicht unberechtigt ist.
c-d) (Keine zus�tzlichen Abkl�rungen n�tig hinsichtlich der Auswirkungen des Waffenplatzes auf den Tourismus, insbesondere auf den Langlaufbetrieb, sowie hinsichtlich der Waldbrandgefahr und der Gef�hrdung des Moorbodens durch giftige Munitionsr�ckst�nde.)
11. Besondere Aufmerksamkeit ist der Frage zu schenken, ob die Enteignung nicht - jedenfalls f�r gewisse Teilfl�chen - eingeschr�nkt werden und sich die Enteignerin mit Dienstbarkeitsrechten statt des Eigentums begn�gen k�nnte. Dieses Ansinnen hat das EMD ohne n�here Begr�ndung in allen F�llen, auch gegen�ber der Korporation Ober�geri, abgelehnt.
Der Erwerb blosser Servitute f�llt f�r den Boden, auf dem Geb�ude oder Anlagen errichtet werden sollen, ausser Betracht.BGE 112 Ib 280 S. 300
Die Eidgenossenschaft m�sste sich f�r diese Teile des Waffenplatzes Baurechte einr�umen lassen, die im einzelnen zu umschreiben w�ren und als selbst�ndige Rechte h�chstens auf hundert Jahre begr�ndet werden k�nnten (Art. 779l Abs. 1 ZGB), so dass nach Ablauf der festgesetzten Dauer erneut Verhandlungen aufzunehmen w�ren und allenfalls ein weiteres Mal zur Enteignung geschritten werden m�sste (vgl. BGE 99 Ia 478 ff.). Eine �bertragung von blossen Servituten k�nnte dagegen f�r jene Teile des �bungsgel�ndes in Erw�gung gezogen werden, wo keine Anlagen vorgesehen sind und die in gewissem Umfang weiterhin landwirtschaftlich bewirtschaftet werden sollen; den Eigent�mern dieses Bodens d�rfte allenfalls ein schutzw�rdiges Interesse an der Restnutzungsm�glichkeit, das �ber das reine Interesse an der "nuda proprietas" hinausgeht, zuerkannt werden. Andererseits l�sst sich wohl auch f�r diese Teile die Inanspruchnahme des vollen Eigentums rechtfertigen: Ein Waffenplatz bildet ein Ganzes, das nach einer einheitlichen Rechtsgrundlage verlangt und dessen Aufteilung in verschiedene Sektoren zu Umtrieben sowie zus�tzlichen Sicherheitsproblemen f�hren und Anpassungen an k�nftige Entwicklungen auf dem Waffen- und Ausbildungsbereich erschweren oder verunm�glichen k�nnte. Es ist nicht zu �bersehen, dass bei solchen Anlagen die milit�rische Nutzung im Vordergrund steht und sich landwirtschaftliche oder andere Bewirtschaftungen dieser unterzuordnen haben, so dass die Restnutzungen wohl mit Vorteil im Rahmen von Pachtvertr�gen sicherzustellen sind. Ein endg�ltiger Entscheid w�re indessen in diesem Punkte verfr�ht. Wie aus den vom EMD nachtr�glich zu den Akten gegebenen Unterlagen hervorgeht (Entwurf einer Zusatzvereinbarung zwischen den Kantonen Schwyz und Zug und der Eidgenossenschaft vom 8. Oktober 1985 samt Detailplan Nr. 783/B vom 21.6.1985), sollen im "Aufkl�rungsgel�nde" zum Schutze des Hochmoores f�nf teils grossfl�chige Sperrzonen geschaffen werden, in denen milit�rische �bungen v�llig untersagt und die, sofern erforderlich, durch Abschrankungen zu sch�tzen sind. Diese Sperrgebiete k�nnen somit - falls das "Aufkl�rungsgel�nde" wie geplant verwirklicht wird - nur die Funktion einer Sicherheitszone �bernehmen und werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch in fernerer Zukunft nicht f�r milit�rische Zwecke zu gebrauchen sein. Dass das "Aufkl�rungsgel�nde" durch solche Schutzmassnahmen stark an Wert f�r die milit�rische Ausbildung einb�sst, hat der fr�here Vorsteher des EMD in den parlamentarischen Beratungen selbst einger�umt ("Les BGE 112 Ib 280 S. 301importantes restrictions d'usage que nous nous sommes impos�es sur le site du Hochmoor diminuent sans doute - on l'a dit et il faut le reconna�tre - fortement l'utilit� militaire de ce terrain dit d'exploration." Amtl.Bull. NR 1983 S. 1279) und im selben Zusammenhang erkl�rt, es sei durchaus m�glich, f�r bestimmte Fl�chen Ben�tzungsvertr�ge abzuschliessen statt zu enteignen ("Il est possible de d�finir, pour certains secteurs [...] en lieu et place de l'expropriation, des conventions d'utilisation." a.a.O.). Schliesslich haben sowohl der Nationalrat wie auch der St�nderat mit dem Einverst�ndnis von Bundesrat Chevallaz ihre Zustimmung zum Verpflichtungskredit unter anderem davon abh�ngig gemacht, dass gepr�ft werde, ob nicht anstelle von Kauf und Enteignung langj�hrige Ben�tzungsvertr�ge abgeschlossen werden k�nnten (vgl. Amtl.Bull. StR 1983 S. 307 f. Votum Berichterstatter Baumberger, Amtl.Bull. NR 1983 S. 1284 Voten Berichterstatter Wellauer und Jeanneret sowie Bundesrat Chevallaz; s.o. Sachverhalt lit. D).
Im Rahmen des Einspracheverfahrens sind keine Angaben dar�ber gemacht worden, inwieweit dieser Auflage nachgekommen worden ist. Unter all diesen Umst�nden enth�lt sich das Bundesgericht, da die Sache - wie sich im folgenden zeigt - ohnehin an die Einsprachebeh�rde zur�ckgewiesen werden muss, eines definitiven Entscheides und �berl�sst es dem Departement, die hier behandelte Frage des Umfangs der Enteignung erneut zu untersuchen.
12. Die Antr�ge und Einwendungen der Beschwerdef�hrer, die sich auf die vier Themen des Natur- und Landschaftsschutzes, der zu erwartenden L�rmimmissionen, der Sicherheit bei Schiess�bungen und der Aufrechterhaltung der Wegverbindungen beziehen, sind im Einspracheverfahren ebenfalls zul�ssig, und zwar gem�ss Art. 35 lit. b EntG in Verbindung mit Art. 9 EntG und Art. 1 lit. a und d, Art. 2 lit. a, Art. 3 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 sowie Art. 4 NHG (Natur- und Landschaftsschutz), mit Art. 7 Abs. 2 EntG (Wegverbindungen) sowie mit Art. 7 Abs. 3 EntG allein (Sicherheitsfragen) und in Verbindung mit Art. 9 des am 1. Januar 1985 in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 (L�rmimmissionen). Auch in diesem Zusammenhang beklagen sich die Beschwerdef�hrer in erster Linie �ber ungen�gende Abkl�rung des Sachverhaltes und Verst�sse gegen den Anspruch auf rechtliches Geh�r.
BGE 112 Ib 280 S. 302
Wie bereits erw�hnt, vertritt das EMD die Auffassung, dass die Einsprachen ohne weitere Instruktion allein gest�tzt auf die Auflageakten und die weiteren Unterlagen der Sch�tzungskommission sowie die anl�sslich der Einigungsverhandlung vorgelegten Dokumente, das heisst gest�tzt auf das w�hrend der Beschwerdefrist beim Bezirksgericht March in Lachen aufgelegte Dossier beurteilt bzw. abgewiesen werden konnten. Dieser Auffassung ist nicht zu folgen.
a) Es ist unbestritten, dass die Berichte der Eidgen�ssischen Natur- und Heimatschutzkommission Bestandteil des Dossiers bilden und den Parteien zug�nglich sein m�ssen. Nun liegen wohl vier dieser Berichte bei den Akten der Sch�tzungskommission (Berichte vom 18. Dezember 1978, 19. M�rz, 18. August und 30. Dezember 1982), doch fehlt die Vernehmlassung II, die offenbar am 27. November 1979 erstellt worden ist und sich mit dem Standort der Kaserne befasst. Zudem sind die vorliegenden Berichte, wie sich aus dem Aktenverzeichnis der Sch�tzungskommission ergibt, erst am 11. Juni 1985, also nach der F�llung der ersten Entscheide am 3. Juni, zu den Akten gegeben worden. Es ist daher anzunehmen, dass diese Unterlagen den Einsprechern vor dem Einspracheentscheid nicht zug�nglich waren, doch kann offenbleiben, wie es sich im einzelnen damit verh�lt, da eine entsprechende R�ge nicht erhoben worden ist. Dagegen verlangen die Beschwerdef�hrer, Einsicht in die Protokolle der ENHK nehmen zu k�nnen; als interne Arbeitspapiere sind diese jedoch nicht vorzulegen. Was die angebliche Ausstandspflicht einzelner Mitglieder der ENHK anbelangt, kann der K�rze halber auf die hier dem Sinne nach ebenfalls g�ltige Erw�gung 3 des Entscheides vom 3. Juli 1985 verwiesen werden, wonach eine Ausstandspflicht noch nicht dadurch begr�ndet wird, dass die Mitglieder einer Beh�rde aufgrund ihres Amtes bestimmte �ffentliche Interessen wahrzunehmen haben (s.a. BGE 103 Ib 137 f.).
b) Das EMD hat die Berichte des Naturschutzbeauftragten Dr. Meyer-Grass zu internen Akten erkl�rt und deren Auflage verweigert. Zu Unrecht. Dr. Meyer gilt offiziell als der in der Sache massgebliche Spezialist f�r Naturschutzfragen; seine Ernennung zum "baubegleitenden Naturschutzfachmann" wurde in der Vereinbarung des EMD mit dem Schweizerischen Bund f�r Naturschutz vom 19. November 1982 vorgesehen, und der Auftrag an den Experten erging durch das EMD, die ENHK und das Bundesamt f�r Forstwesen und Landschaftsschutz gemeinsam. Hinzu BGE 112 Ib 280 S. 303kommt, dass in den Berichten der ENHK auf die Stellungnahmen Dr. Meyers Bezug genommen und h�ufig einfach auf sie verwiesen wird. Diese Unterlagen geh�ren daher zu den Akten. Dass sie den Beschwerdef�hrern nicht vorgelegt worden sind, verletzt deren Akteneinsichtsrecht.
c) �ber die im Kasernenareal zu erstellenden Bauten gaben seinerzeit nur der �bersichtsplan 1:10 000, der Situationsplan 1:2000 und die Modellfotos Auskunft. Im Anschluss an die Einigungsverhandlungen sind im weiteren eine Ansichtsskizze der Kasernenanlage und eine Plankopie 1:2000 (Variante Mai 1983) �ber das nunmehr leicht reduzierte Kasernenareal und die Verschiebung der Geb�ude um 50 m (oder 35 m?) nach S�den aufgelegt worden. Diese Unterlagen sind offensichtlich ungen�gend, um sich fundiert und zuverl�ssig �ber die Auswirkungen der geplanten Bauten auf die Umgebung und das Landschaftsbild aussprechen zu k�nnen. In diesem Zusammenhang beruft sich das EMD vergeblich auf Art. 164 Abs. 3 des Bundesgesetzes �ber die Milit�rorganisation: Diese Bestimmung nimmt die im Interesse der Landesverteidigung liegenden Arbeiten von der kantonalen Bewilligungspflicht aus, befreit aber nicht von der Obliegenheit, die Projekte und Pl�ne so auszuarbeiten, dass sie den zust�ndigen Verwaltungsinstanzen und allenfalls dem Bundesgericht ein Urteil dar�ber erlauben, ob den Anforderungen des Natur- und Heimatschutzgesetzes, insbesondere von Art. 3 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit Art. 2 lit. a NHG, entsprochen worden sei. Dass das Kasernenareal ausserhalb des BLN-Schutzobjektes 1308 liegt, spielt - wie schon erw�hnt (E. 7c) - keine Rolle. Die in Art. 3 Abs. 1 und 2 NHG statuierte Pflicht des Bundes, das Landschaftsbild und Naturdenkm�ler zu schonen oder zu erhalten, gilt denn auch unabh�ngig davon, ob es sich um ein Objekt von nationaler, regionaler oder nur lokaler Bedeutung handle (Art. 3 Abs. 3 NHG). Die Pr�fung der Auswirkungen des Projekts auf Landschaft und Umgebung im einzelnen kann entgegen der Meinung des EMD auch nicht auf sp�ter, auf die "Detailprojektierung" verschoben werden. Nur hier, im jetzt durchgef�hrten enteignungsrechtlichen Einspracheverfahren hat der WWF als Natur- und Heimatschutzvereinigung Gelegenheit, seine Interessen mit Einsprache und Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu vertreten; nach Abschluss des Enteignungsprozesses besteht f�r ihn keine Interventionsm�glichkeit mehr. Dass die ENHK ihrerseits dem Projekt grunds�tzlich zugestimmt und sich auf einige BGE 112 Ib 280 S. 304Empfehlungen zur Gestaltung der Bauten beschr�nkt hat, ist in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung, da die Kommission im Gegensatz zum WWF und den Enteigneten auch in einem sp�teren Projektierungs- oder Baustadium noch mitreden kann. �brigens ist das vom Gesetzgeber f�r die gesamtschweizerischen Vereinigungen geschaffene Beschwerderecht gerade der Einsicht entsprungen, dass die Naturschutzinteressen innerhalb der Verwaltung nicht immer die notwendige Unterst�tzung finden und sich die nach Art. 103 lit. a OG beschwerdeberechtigten Privaten h�ufig nur aus egoistischen Gr�nden auf solche Anliegen besinnen. An der Bedeutung dieses Rekursrechtes ist auch in der Praxis festzuhalten.
Im weiteren ergibt sich, dass nicht nur f�r die Beurteilung der landschaftlichen Aspekte ein ausgearbeitetes Projekt verlangt werden muss. Im Verfahren betreffend die vorzeitige Besitzeinweisung hat sich herausgestellt, dass f�r die Kasernenbauten ein Fundament aus 750-1000 Ortsbetonpf�hlen zu erstellen ist, welche die beiden grundwasserf�hrenden Schichten durchstossen sollen, und dass im Kasernenareal das nicht tragf�hige Ablagerungsmaterial, insbesondere Torfmaterial und Tonschichten, abgetragen und durch 107'000 m3 Fremdmaterial ersetzt werden soll. Die Stiftung WWF hat in der Beschwerde die Bef�rchtung ge�ussert, dass sich diese Arbeiten auf den labilen Wasserhaushalt auswirken k�nnten, und um sorgf�ltige Untersuchung der Grundwasserverh�ltnisse und der Folgen eines Eingriffs ersucht. In seiner Vernehmlassung bemerkt das EMD zu diesem Punkt, hydrologische Fragen seien in den Einsprachen nicht aufgeworfen worden, weshalb sich das Departement hiezu nicht habe �ussern m�ssen. Indessen ist klarzustellen, dass das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um Abkl�rung der Grundwasserverh�ltnisse nicht etwa als verwirkt betrachtet werden kann. Wie das Bundesgericht im bereits zitierten Entscheid Schnyder vom 10. Juli 1985 (s. E. 4) ausgef�hrt hat, erfasst Art. 40 EntG allein die Begehren, zu deren Geltendmachung die Planauflage objektiv Anlass gab. Nun ergab sich aber die Absicht, f�r den Bau der Kasernenanlage umfangreiche Pf�hlungen und Terrainverschiebungen vornehmen zu lassen, erst aus den Akten des Besitzeinweisungsverfahrens, so dass sich das Departement nicht auf Unterlassungen der Einsprecher berufen kann, die ihren Grund ausschliesslich in der D�rftigkeit des im Einspracheverfahren vorgelegten Dossiers finden.
BGE 112 Ib 280 S. 305
d) Genaueres ist auch �ber die Ausgestaltung des "Aufkl�rungsgel�ndes" nicht bekannt. Da die Einsprachen und Begehren im Sinne von Art. 7-10 EntG in vollem Umfange abgewiesen worden sind, w�re zu erwarten, dass das aufgelegte Projekt abgesehen von der Verschiebung des Kasernenareals unver�ndert geblieben w�re. Dem ist aber, wie sich aus den nachtr�glich dem Bundesgericht zur Verf�gung gestellten Akten ergibt, keineswegs so. Zwar ist der Perimeter beibehalten worden, doch hat das �bungsgel�nde hinsichtlich der Anordnung der Anlagen und der Aufgliederung in verschiedene Sektoren wesentliche �nderungen erfahren. Die Frage, ob sich dies formell mit dem Ergebnis des Einspracheverfahrens vereinbaren lasse, darf �bergangen werden. Dagegen kann nicht dar�ber hinweggesehen werden, dass den Einsprechern keine Pl�ne oder Skizzen vorgelegt worden sind, die Aufschluss g�ben �ber die Natur und Gestalt der einzelnen baulichen Vorrichtungen und anderen Anlagen, eingeschlossen Terrainver�nderungen, sowie �ber die Auswirkungen auf Landschaft, Flora und Fauna in der Ebene wie auch im Hanggebiet, also im Bereich des BLN-Schutzobjektes 1307 selbst und in der angrenzenden Zone. Wohl ist anl�sslich der Einigungsverhandlungen ein Bericht des Naturschutzbeauftragten Dr. Meyer vom 10. Mai 1983 betreffend das "bereinigte Projekt" zu den Akten gegeben worden, dem eine Grob-Skizze �ber die Gestaltung der Sperrzone 4 (Nesseliried) beiliegt. Dieser Bericht enth�lt aber ebenfalls keine genauen Angaben �ber die Art der vorgesehenen baulichen Vorrichtungen. Ausserdem ist den Einsprechern nie Gelegenheit geboten worden, zu ihm Stellung zu nehmen.
�hnliches gilt f�r den Bericht von Oberst i Gst Hemmi bzw. des Bundesamtes f�r Mechanisierte und Leichte Truppen vom 10. Juni 1983 �ber den Problemkreis Sicherheit. Abgesehen davon, dass sich der unter den Beilagen aufgef�hrte Situationsplan 1:2000 nicht bei den Akten befindet, wird auch hier von baulichen Massnahmen, insbesondere baulicher Gestaltung des Zielhanges und des Kugelfanges sowie von Erh�hung der Schiessstellungen gesprochen, ohne dass irgendwo erkl�rt w�rde, wie diese Vorrichtungen aussehen. Die Instruktion ist daher auch in dieser Beziehung mangelhaft und ist f�r alle im "Aufkl�rungsgel�nde" vorgesehenen Anlagen zu erg�nzen. Es w�re denn auch irrig, anzunehmen, dass die Projektierung nicht �ber den Werkplan (Art. 27 EntG) hinaus weiterzutreiben sei, solange die Einsprachen nicht endg�ltig erledigt seien. �ber die in den Einsprachen aufgeworfenen Fragen, BGE 112 Ib 280 S. 306insbesondere �ber die Bedeutung des noch verbleibenden milit�rischen Nutzens des "Aufkl�rungsgel�ndes", �ber die Vereinbarkeit der vorgesehenen Anlagen mit dem Gebot des Schutzes von Landschaft und Biotopen, �ber das Gen�gen der Sicherheitsvorkehren und allf�lliger weiterer Vorrichtungen im Sinne von Art. 7 Abs. 3 EntG kann erst entschieden werden, wenn nach Erg�nzung von Instruktion und Planung genauere Unterlagen als die jetzt zur Verf�gung stehenden vorgelegt werden k�nnen.
Andererseits ist nicht einzusehen, inwiefern Berichte �ber die milit�rischen Anlagen auf anderen, bestehenden Waffenpl�tzen zur Beurteilung der Verh�ltnisse in Rothenthurm beitragen k�nnten; das Begehren der Beschwerdef�hrer um Edition solcher Dokumente ist daher abzuweisen.
e) Im weiteren wird von den Beschwerdef�hrern zu Recht ger�gt, dass L�rmprognosen und -zonenpl�ne v�llig fehlen. Die Notwendigkeit solcher Abkl�rungen ergibt sich einerseits aus dem Enteignungsrecht, spielt doch die Frage, welche L�rmbeeintr�chtigungen der Waffenplatzbetrieb f�r die Umwelt mit sich bringen wird, sowohl im Rahmen der Interessenabw�gung als auch bei der Pr�fung des Projektes unter dem Gesichtswinkel von Art. 7 Abs. 3 EntG eine wesentliche Rolle. Andererseits schreibt Art. 9 des Umweltschutzgesetzes (USG) f�r Werke, welche die Umwelt erheblich belasten k�nnen, eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung vor. Zwar ist die Verordnung, in der nach Art. 9 Abs. 1 zweiter Satz USG die der Umweltschutzvertr�glichkeitspr�fung unterstehenden Anlagen bezeichnet werden sollen, vom Bundesrat noch nicht erlassen worden, doch wurde schon in der bundesr�tlichen Botschaft zum Gesetzesentwurf und ebenfalls in den parlamentarischen Beratungen erkl�rt, dass "Waffen-, Schiess- und �bungspl�tze" zu diesen Anlagen geh�ren (BBl 1979 III S. 786; Amtl.Bull. NR 1982 S. 370 Votum Bundesrat H�rlimann). Das Bundesgericht ist denn auch unl�ngst in seinem einen Gemeindeschiessplatz betreffenden Entscheid (BGE 112 Ib 46 E. 4) zum Schluss gelangt, dass das Umweltschutzgesetz anwendbar sei, obschon verschiedene Verordnungen zu diesem Gesetz noch nicht ergangen seien. Demgegen�ber vermag das Argument des EMD, dass nach der Inbetriebnahme des Waffenplatzes lediglich �bungen fortgesetzt w�rden, die in Rothenthurm seit bald zwanzig Jahren stattf�nden, nicht zu �berzeugen. In Rothenthurm soll ein neues, von den vorgesehenen Anlagen und den eingesetzten finanziellen Mitteln her bedeutendes Werk geschaffen werden, das der Konzentrierung BGE 112 Ib 280 S. 307der fr�her an verschiedenen Orten stationierten Truppen dient und aller Voraussicht nach zu einer Intensivierung des gesamten milit�rischen und insbesondere des Schiessbetriebes f�hren wird.
Eine Prognose �ber die zu erwartenden L�rmimmissionen kann entgegen der Meinung des Departementes bereits heute angestellt werden und erfordert, wenn die Schiessstellungen, die Art der eingesetzten Waffen, die H�ufigkeit der Sch�sse und der Schiess�bungen bekannt sind, weder einen sehr hohen technischen oder finanziellen noch einen �berm�ssigen Zeitaufwand. Das EMD wird sich daher einen entsprechenden Expertenbericht beschaffen und ihn den Beschwerdef�hrern zur Stellungnahme unterbreiten m�ssen.
f) Die vom EMD f�r die Strassenverbindungen getroffenen L�sungen werden von den Beschwerdef�hrern in verschiedener Hinsicht beanstandet. Was die Linienf�hrung der sogenannten Umfahrungsstrasse Rossboden-Rothenthurm anbelangt, so ist den Beschwerdef�hrern die von Dr. Meyer vorgeschlagene, von der ENHK genehmigte und nunmehr vom EMD �bernommene Variante offensichtlich bekannt. Die an ihr ge�bte Kritik ist zur�ckzuweisen, da dem EMD keine �berschreitung des ihm bei der Trassewahl zustehenden Ermessens vorgeworfen werden kann und sich der f�r die Anwohner entstehende Mehrweg in den Grenzen des Zumutbaren h�lt. Weiter besteht kein Anlass, an der Erkl�rung des Departementes, dass die Umfahrungsstrasse jeweils nur kurzzeitig w�hrend der milit�rischen �bungen gesperrt werden m�sse, zu zweifeln. Ob die Strasse unterhalb des Rossbodens zu steil und daher nicht wintersicher sei, wird im Rahmen der Detailprojektierung noch �berpr�ft werden m�ssen. Ebenfalls wird das Departement noch zu untersuchen haben, wie dem bisher noch nicht behandelten Begehren der Korporation Ober�geri um Aufrechterhaltung der Wegverbindungen, die bei einer Totalenteignung der Parzellen Nrn. 1102, 1218 und 1219 f�r die ehemalige Eigent�merin verlorengingen, entsprochen werden kann. Was schliesslich die von den Beschwerdef�hrern als zu schmal bezeichneten Fahrschul-Strassen betrifft, so wird erst die Praxis zeigen, ob zus�tzliche Ben�tzungsvorschriften oder bauliche Vorkehren getroffen werden m�ssen. Jedenfalls wird das Departement eingeladen, daf�r zu sorgen, dass die durch den Fahrschul-Betrieb f�r die Anwohner entstehenden Bel�stigungen auf ein Minimum beschr�nkt werden.
BGE 112 Ib 280 S. 308
e) Es ergibt sich somit, dass die Sache zur Erg�nzung der Instruktion in den genannten, das Kasernenareal und das "Aufkl�rungsgel�nde" betreffenden Punkten und zu neuem Entscheid an das Departement zur�ckzuweisen ist.
13. �ber den Vorschlag der Beschwerdef�hrer, wenigstens die Kasernenanlage aus der �geriried-Ebene hinaus an einen anderen Ort zu verlegen, hat sich das Bundesgericht im heutigen Verfahren materiell nicht auszusprechen. Dazu kann einzig bemerkt werden, dass gem�ss den vor dem Parlament abgegebenen Erkl�rungen eine Verlegung der Kaserne ins "Infanteriegel�nde Cholmattli" gepr�ft, aus verschiedenen Gr�nden aber abgelehnt worden ist, etwa weil eine solche, neu zu planende L�sung zu viel Zeit in Anspruch n�hme, mit den gegen�ber der Oberallmeind-Korporation Schwyz �bernommenen Verpflichtungen nicht zu vereinbaren w�re, wertvolles Gel�nde f�r die Schiessausbildung verlorenginge und der Schiessl�rm den Unterricht in der Kaserne behindern w�rde (Amtl.Bull. NR 1983 S. 1277 Votum Berichterstatter Wellauer, S. 1279 Votum Bundesrat Chevallaz). Eine Verschiebung des Kasernenareals auf die andere, �stliche Seite des SOB-Dammes, wo der Bund ausserhalb des Waffenplatz-Perimeters bereits beachtliche Bodenfl�chen besitzt, ist offenbar nicht ins Auge gefasst worden. In seinem Schreiben vom 12. Juni 1986 erkl�rt das EMD zu diesen Grundst�cken, sie seien als Realersatzfl�chen f�r die enteigneten Landwirte reserviert. In der Tat wird man bei der �berpr�fung der Standortwahl - wie bereits in E. 10b anget�nt - nicht darum herumkommen, die Interessen am Schutz wertvoller Naturlandschaften und Biotope einerseits und die Interessen an der Erhaltung von landwirtschaftlich wertvollem Boden andererseits gegeneinander abzuw�gen. Es wird Sache der Bundesverwaltung sein, diese Abw�gung im Lichte der neuen Erkenntnisse vorzunehmen, wozu ihr �brigens das Parlament den notwendigen Spielraum gelassen hat (vgl. Amtl.Bull. NR 1983 S. 1284 Voten Berichterstatter Wellauer und Jeanneret).
Wie erw�hnt ist in diesem und in anderem Zusammenhang dem Faktor Zeit grosse Bedeutung beigemessen worden, da die Gefahr bestehe, dass die Oberallmeind-Korporation Schwyz das ihr im Kauf- und Tauschvertrag vom 22. Oktober 1978 vorbehaltene R�ckkaufsrecht bei nicht rechtzeitiger Verwirklichung des Waffenplatzes aus�ben k�nnte. So verst�ndlich diese Bef�rchtungen und das Bestreben, sich an eingegangene Verpflichtungen zu halten, auch sind, so k�nnen sie doch den Anspruch der Einsprecher auf BGE 112 Ib 280 S. 309eine gesetzm�ssige Abwicklung des Verfahrens nicht schm�lern und auf Entscheide anderer Beh�rden keinen Einfluss haben. W�rden sich die R�ckkaufsbedingungen tats�chlich erf�llen, bleibt der Eidgenossenschaft immer noch der Ausweg, das R�ckkaufsrecht (vgl. Art. 5, 21, 23 und 37 EntG; HESS/WEIBEL, a.a.O. N. 7 und 24 zu Art. 5 EntG) oder die Grundst�cke selbst zu enteignen.
15. Schliesslich beanstanden die Beschwerdef�hrer zu Recht, dass das Departement nicht �ber die Kosten und die Parteientsch�digungen entschieden hat. Selbst wenn angenommen werden k�nnte, dass das EMD die Kosten stillschweigend der Eidgenossenschaft auferlegt habe, so h�tte es sich doch �ber die Parteientsch�digung aussprechen m�ssen. Seit der Revision der Art. 114 und 115 EntG im Jahre 1971 hat die Sch�tzungskommission bzw. deren Pr�sident nur noch �ber die Parteientsch�digungen f�r Einsprachen zu befinden, wenn diese an der Einigungsverhandlung erledigt werden k�nnen; sonst steht der Entscheid im Einspracheverfahren dem in der Sache zust�ndigen Departement zu (Art. 114 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 115 Abs. 4 EntG). Die beim Bundesgericht eingereichten Kostennoten f�r das Einspracheverfahren vor dem Departement sind daher an dieses zu �berweisen.
98 IB 217,
109 IB 130 suite... ,
110 IB 38,
111 IB 91,
111 IB 227,
110 IB 401,
105 IB 198,
111 IB 230,
98 IB 421,
109 IB 300,
109 IB 80,
105 IB 90,
112 IB 46
art. 3 al. 1 LEx,
Art. 3 EntG,
Art. 5 GVG suite... ,
art. 9, 35 et 55 LEx,
art. 3 al. 2 LEx,
Art. 23 BV,
Art. 3 Abs. 2 lit. a EntG,
Art. 2 lit. a, Art. 3 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 sowie Art. 4 NHG,
art. 12 al. 3 LPN,
Art. 73 Abs. 1 lit. c und Art. 74 lit. a VwVG,
Art. 1 Abs. 1 EntG,
Art. 2 und Art. 3 Abs. 2 lit. a EntG,
Art. 3 Abs. 2 lit. a und b EntG,
Art. 77 ff. EntG,
Art. 98bis OG,
Art. 27 und 30 EntG,
Art. 64 Abs. 1 lit. a EntG,
Art. 8 EntG,
Art. 3 Abs. 1 und 2 NHG,
Art. 27 EntG,
Art. 114 und 115 EntG,
Art. 115 Abs. 4 EntG