Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Stuttgart&Datum=23.11.2011&Aktenzeichen=2%20W%2056/11
Timestamp: 2019-05-26 20:38:21
Document Index: 133122072

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 311', '§ 19', '§ 383', '§ 19', '§ 173', '§ 383', '§ 4', 'BGH']

OLG Stuttgart, 23.11.2011 - 2 W 56/11 - dejure.org
OLG Stuttgart, 23.11.2011 - 2 W 56/11
https://dejure.org/2011,1428
OLG Stuttgart, 23.11.2011 - 2 W 56/11 (https://dejure.org/2011,1428)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 23.11.2011 - 2 W 56/11 (https://dejure.org/2011,1428)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 23. November 2011 - 2 W 56/11 (https://dejure.org/2011,1428)
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Markenrechtlicher Auskunftsanspruch bricht nicht das Bankgeheimnis
Markenrechtsverletzung: Auskunftsanspruch gegenüber einer Bank
Umfang des Auskunftsanspruchs gem. § 19 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG im Falle einer Markenrechtsverletzung; Auskunftspflichten einer Bank über den von der markenverletzenden GmbH personenverschiedenen Inhaber des betreffenden Kontos
Kein markenrechtlicher Auskunftsanspruch gegen eine Bank
Kein markenrechtlicher Auskunftsanspruch gegenüber Bank einer Briefkastenfirma, um den tatsächlichen Verursacher einer Markenrechtsverletzung zu ermitteln
Auskunftspflicht einer Bank bei Markenrechtsverletzung durch Kontoinhaber
BGB §§ 311, 313; 315 ff.; 328
Auskunft, Gesellschafter, Gesellschaftsrecht
Kein markenrechtlicher Drittauskunftsanspruch gegen Bank
Markeninhaber hat gegen Bank keinen Auskunftsanspruch
kanzlei-rader.de (Kurzinformation)
§ 19 Abs. 2 Nr. 3 MarkenG, § 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO
Markenrechtlicher Auskunftsanspruch gegen eine Bank
LG Stuttgart, 18.10.2011 - 17 O 618/11
NJW-RR 2012, 171
GRUR-RR 2012, 73
NZG 2012, 272
Hierzu kann auch die Tätigkeit einer Bank zählen, die den Zahlungsverkehr im Zusammenhang mit dem Kaufpreis für das rechtsverletzende Produkt abwickelt (vgl. OLG Stuttgart, GRUR-RR 2012, 73;… Ingerl/Rohnke, Markengesetz, 3. Aufl., § 19 Rn. 20).
Dafür besteht jedoch keine Veranlassung, weil die Einschränkung des Auskunftsanspruchs nach nationalem Recht mit der Richtlinie 2004/48/EG vereinbar ist (vgl. OLG Stuttgart, Beschluss vom 23.11.2011, 2 W 56/11).
OVG Nordrhein-Westfalen, 28.05.2013 - 12 A 1306/12
Anspruch auf Rückforderung der Ausbildungsförderung eines Studenten für sein …
- untergraben hat, vgl. zu einem Zeugnisverweigerungsrecht nach dem - hier über § 173 VwGO anwendbaren - § 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO für Kreditinstituten "anvertraute" Tatsachen: OLG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 15. März 2012 - 9 U 2008/11 -, ZD 2012, 565, juris, Rn. 24; OLG Stuttgart, Beschluss vom 23. November 2011 - 2 W 56/11 -, NJW-RR 2012, 171, juris, Rn. 10, jeweils m.w.N., beruht die Unerweislichkeit auf einem gegen die Grundsätze von Treu und Glauben verstoßenden unlauteren und zumindest fahrlässigen Verhalten, das zu einer Umkehr der Darlegungs- und Beweislast dafür führt, dass der begünstigende Verwaltungsakt rechtswidrig ergangen ist.
Insbesondere handelt es sich bei dem Bankgeheimnis nicht um eine "besondere Rechtsvorschrift" im Sinne des § 4 Abs. 2 S. 1 IFG NRW, wobei diese Annahme überhaupt nur dann in Betracht kommen kann, wenn man das Bankgeheimnis als ungeschriebene (gewohnheitsrechtliche) Rechtsnorm auffasst und nicht - wofür zumindest neuere Entscheidungen der Zivilgerichte sprechen - vgl. BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03 , juris, Rdn. 35; OLG Stuttgart, Beschluss vom 23. November 2011 - 2 W 56/11 , juris, Rdn. 10, sowie OLG Sachen-Anhalt, Urteil vom 15. März 2012 9 U 208/11 , juris,Rdn. 24, als eine auf Nr. 2 Abs. 1 AGBBanken bzw. allgemeinen vertraglichen Grundsätzen beruhende rechtsgeschäftliche Verpflichtung ansieht.