Source: https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/bsg-beschluss-vom-28102014-b-10-eg-1214-b_idesk_PI42323_HI7941487.html
Timestamp: 2020-01-17 22:50:49
Document Index: 145012811

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 242', '§ 2', 'Art. 3', 'Art. 6', '§ 160']

BSG Beschluss vom 28.10.2014 - B 10 EG 12/14 B | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BSG Beschluss vom 28.10.2014 - B 10 EG 12/14 B
Elterngeld. Einkommensermittlung. Differenzierung zwischen selbständiger und nicht selbständiger Tätigkeit. Verfassungsmäßigkeit. Nichtzulassungsbeschwerde
1. Dass aufgrund der Ausgestaltung des Elterngeldes als Kompensationsleistung für geburtsbedingten Einkommensverlust Unterschiede in der Förderung zwischen Familien je nach dem vorgeburtlichen Einkommen der Eltern entstehen, ist nach der Rechtsprechung des BVerfG noch verfassungskonform, auch weil Eltern ohne vorgeburtliches Einkommen nicht ohne Förderung bleiben (vgl BVerfG vom 9.11.2011 - 1 BvR 1853/11 = BVerfGK 19, 186).
2. Dabei stellt sich das Elterngeld auch nach der Rechtsprechung des Senats nicht als offensichtlich "unsozial" dar, zumal einem solchen Effekt durch die Beschränkung der Anspruchshöhe und -dauer enge Grenzen gesetzt sind (vgl BSG vom 18.8.2011 - B 10 EG 8/10 R = ZFSH/SGB 2012, 24 und vom 17.2.2011 - B 10 EG 17/09 R = SozR 4-7837 § 2 Nr 7).
3. Zudem ist nach der Rechtsprechung des BVerfG auch das Ziel der Sanierung der Staatsfinanzen durch Einsparungen auf der Ausgabenseite eine übergreifende und legitime Aufgabe des Gesetzgebers zugunsten des Staatsganzen (vgl BVerfG vom 14.3.2001 - 1 BvR 2402/97 = SozR 3-4100 § 242q Nr 2). .
BEEG § 2 Abs. 1 S. 3 Nr. 2, Abs. 1 Fassung: 2010-12-09, Abs. 7 Fassung: 2011-11-23; GG Art. 3 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1; SGG § 160a
Sächsisches LSG (Urteil vom 20.03.2014; Aktenzeichen L 7 EG 1/13)
SG Leipzig (Urteil vom 26.11.2012; Aktenzeichen S 3 EG 6/11)
Dokument-Index HI7941487