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Timestamp: 2016-10-28 17:51:23
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Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 64']

8C_571/2015 (14.10.2015)
8C_571/2015 {T�0/2} � � Urteil vom 14. Oktober 2015
�Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen,
Die bei der B.________ AG als diplomierte Pflegefachfrau angestellte A.________ (geboren 1964) war bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (im Folgenden: Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 2. November 2012 rutschte sie beim Auffangen einer st�rzenden Patientin aus (vgl. Unfallmeldungen UVG sowie Frageblatt Unfallhergang vom 28. November 2012). In der Notfallstation des Spitals E.________ wurde am gleichen Tag ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom nach Verhebetrauma diagnostiziert (Berichte vom 15. November 2012 sowie 28. Januar 2013). Am 19. Dezember 2012 prallte ein von hinten herannahender Personenwagen in das Heck des von der Versicherten gelenkten, wegen eines beabsichtigten Linksabbiegeman�vers zum Stillstand gebrachten Autos (vgl. Verkehrsunfallanzeige vom 19. Dezember 2012). Die �rzte der Klinik C.________, wohin sie eingeliefert wurde, diagnostizierten einen zervikalen Bandscheibenmassenvorfall auf H�he der Halswirbelk�rper (HWK) C5/6 (ICD-10: M50.2), eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS; ICD-10: S13.4), eine Commotio cerebri (ICD-10: S06.0), Bewusstlosigkeit bei Sch�delhirntrauma (S06.70) sowie eine Spinalkanalstenose (ICD-10: M48.02). Sie entliessen die Patientin auf deren Wunsch am 23. Dezember 2012 bei nach wie vor bestehenden starken Kopf- und leichten Nackenschmerzen sowie leichtem Schwindel (Bericht vom 23. Dezember 2012; vgl. Unfallmeldung UVG der B.________ AG vom 27. Dezember 2012). Die Allianz erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Nach weiteren Abkl�rungen teilte sie der Versicherten mit, dass sp�testens ab 17. September 2013 der rechtserhebliche Kausalzusammenhang zwischen den weiterhin geklagten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen und den Unf�llen vom 2. November sowie 19. Dezember 2012 zu verneinen war (Verf�gung vom 11. Februar 2014). Eine Einsprache lehnte sie ab (Einspracheentscheid vom 11. September 2014). Zur Begr�ndung f�hrte sie zum einen aus, das Ereignis vom 2. November 2012 erf�lle mangels eines ungew�hnlichen �usseren Faktors den Unfallbegriff nicht; hinsichtlich der Auffahrkollision vom 19. Dezember 2012 hielt sie fest, es k�nne letztlich offen bleiben, ob der nat�rliche Kausalzusammenhang mit den geltend gemachten Nacken- und Kopfbeschwerden mit Ausstrahlung in Arme und Beine gegeben sei, zumal es an dessen Ad�quanz fehle.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau ab (Entscheid vom 4. Juni 2015.
Mit Beschwerde l�sst A.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Allianz zu verpflichten, die gesetzlich und vertraglich geschuldeten Leistungen auch ab 17. September 2013 zu erbringen; es sei ein interdisziplin�res Gutachten in den Fachbereichen Rheumatologie, Orthop�die, Neurologie, Neuropsychologie, Psychiatrie und allenfalls weiterer Fachbereiche einzuholen; eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, insbesondere zwecks Erlasses eines Entscheids im Sinne der vorstehenden Begehren und zwecks anderweitiger Abkl�rungen. Ferner wird um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht.
2.1.�Streitig und zu pr�fen ist, ob das kantonale Gericht zu Recht in Best�tigung des Einspracheentscheids der Allianz vom 11. September 2014 ab 17. September 2013 einen Anspruch auf weitere Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung verneint hat. Prozessthema bildet dabei haupts�chlich die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin an organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen in Form richtunggebender Verschlimmerungen von Diskushernien im Bereich der Lendenwirbels�ule (LWS) und der HWS litt.
2.2.1.�Die Vorinstanz hat die Rechtsgrundlagen zur Beurteilung der Streitsache zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. Zu wiederholen ist, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraussetzt (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt.
2.2.2.�Gem�ss den weiteren zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz entspricht es im Bereich des Unfallversicherungsrechts einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenver�nderungen entstehen, und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht f�llt (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192, U 138/99 E. 2a; vgl. auch Urteil 8C_681/2011 vom 27. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
2.2.3.�Die Leistungspflicht des Unfallversicherers umfasst auch die Beeintr�chtigung durch Beschwerden, welche aus einer unfallbedingten (vor�bergehenden oder richtunggebenden) Verschlimmerung einer vorbestandenen Diskushernie herr�hren (SVR 2008 UV Nr. 36 S. 137, 8C_637/2007 E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1, 8C_677/2007 E. 2.3.1). Ist die Diskushernie allerdings bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen f�r das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allf�llige richtunggebende Verschlimmerung r�ntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der alters�blichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbels�ule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, sp�testens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteil 8C_601/2011 vom 9. Januar 2012 E. 3.2.2; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1, 8C_677/2007 E. 2.3 und 2.3.2 mit Hinweisen).
2.2.4.�Rechtsprechungsgem�ss kann von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abkl�rungen best�tigt wurden und die hiebei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (Urteil 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 2 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 135 V 465, aber in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25). Ob eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorliegt, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181).
2.2.5.�Nach der Rechtsprechung ist es zul�ssig, eine Leistungspflicht des Unfallversicherers zu verneinen und die Frage, ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den nicht objektivierbaren Beschwerden besteht, offen zu lassen mit der Begr�ndung, ein allf�lliger nat�rlicher Kausalzusammenhang w�re nicht ad�quat und damit nicht rechtsgen�glich. Anders ist lediglich in jenen F�llen zu entscheiden, in denen der Sachverhalt f�r eine einwandfreie Ad�quanzpr�fung nicht hinreichend gekl�rt ist (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472).
3.1.1.�Das kantonale Gericht hat erkannt, dass offen bleiben k�nne, ob das Ereignis vom 2. November 2012 die Voraussetzungen des Unfallbegriffs erf�lle, weil ohnehin der nat�rliche Kausalzusammenhang mit den geltend gemachten lumbalen Beschwerden bezogen auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 17. September 2013 zu verneinen sei. Es hat anhand der medizinischen Akten einl�sslich dargelegt, dass die Versicherte vor dem 2. November 2012 w�hrend Jahren immer wieder an radiologisch und klinisch nachweisbaren, massiven lumbalen Beschwerden mit Ausstrahlung in die Beine litt. Damit sei erstellt, dass das Ereignis vom 2. November 2012 nicht geeignet gewesen war, die vom Radiologen des R�ntgeninstituts F.________ am 26. November 2012 erhobenen Befunde zu verursachen. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Diskushernie aktiviert wurde und der Status quo sine sp�testens im September 2013 erreicht gewesen sei.
3.1.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�umt ein, dass sie an den vom kantonalen Gericht erw�hnten erheblichen Beeintr�chtigungen im Bereich der LWS bereits vor dem Unfall vom 2. November 2012 litt. Sie macht aber geltend, es habe �bersehen, dass nach der Rechtsprechung traumatische Verschlimmerungen eines klinisch stummen degenerativen Vorzustands an der Wirbels�ule nur "in der Regel" innert sechs bis neun Monaten bzw. innert eines Jahres ausheilten. Es habe sich aktenwidrig nicht mit dem Umstand befasst, dass die LWS beim Verkehrsunfall vom 19. Dezember 2012 erneut traumatisiert worden sei und die am 2. November 2012 erlittenen, noch nicht abgeheilt gewesenen Verletzungen massiv verst�rkt worden seien.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin benennt kein medizinisches Aktenst�ck, mit dem ihr Vorbringen untermauert werden k�nnte. Zudem �bersieht sie, dass nach der in E. 2.2.3 in fine in Verbindung mit E. 2.2.4 hievor zitierten Rechtsprechung eine richtunggebende Verschlimmerung radiologisch ausgewiesen sein muss. Dies ist hier unbestritten und ausweislich der Akten nicht der Fall, weshalb der angefochtene Entscheid in diesem Punkt nicht zu beanstanden ist.
4.1.1.�Das kantonale Gericht hat nach umfassender Darstellung der medizinischen Akten erkannt, dass die nach dem Verkehrsunfall vom 19. Dezember 2012 angegebenen Beschwerden im Bereich der HWS, soweit sie auf ein organisches Substrat zur�ckzuf�hren waren, nicht unfallbedingt sein konnten. Auch das von Dr. med. D.________, FMH Neurologie (Konsilium vom 19. Mai 2014), vermutete Thoracic-outlet-Syndrom (TOS) stelle rechtsprechungsgem�ss keinen objektiven Befund dar.
4.1.2.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, sie habe beim Auffahrunfall vom 19. Dezember 2012 organisch nachweisbare Verletzungen erlitten, welche die am 17. September 2013 vorgenommene Diskektomie auf H�he der HWK C5/6 notwendig machten. Dieser Umstand sei der Vorinstanz zwar nicht entgangen, sie habe aber zu Unrecht einen Vorzustand angenommen. Auch in diesem Punkt verkennt die Beschwerdef�hrerin, dass die �rzte ausweislich der medizinischen Akten die angegebenen Beschwerden weder klinisch noch radiologisch nachvollziehen konnten. Die von ihr angesprochene und aus medizinischer Sicht erfolgreich verlaufene Versteifung der HWS brachte subjektiv keine Verbesserung der gesundheitlichen Beeintr�chtigungen (vgl. Berichte des Spitals G.________ vom 26. September und 31. Oktober 2013 sowie 20. Januar und 21. Februar 2014), weshalb ohne Weiteres davon ausgegangen werden kann, dass der zervikale Bandscheibenmassenvorfall f�r die auch nach der am 17. September 2013 durchgef�hrten Diskektomie weiterhin geklagten Beschwerden nicht mehr in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit der Auffahrkollision vom 19. Dezember 2012 standen. Dr. med. D.________ enthielt sich hiezu denn auch - trotz spezifischer Nachfrage - explizit jeglichen Kommentars. Unter diesen Umst�nden ist mit der Vorinstanz anzunehmen, dass die Beschwerdef�hrerin am 19. Dezember 2012 einen objektivierbaren Gesundheitsschaden im Bereich der HWS im Sinne einer vor�bergehenden Verschlimmerung vorbestandender degenerativer Ver�nderungen erlitt, der aber nach dem operativen Eingriff vom 17. September 2013 klinisch und radiologisch nicht mehr verifizierbar war.
4.2.1.�Das kantonale Gericht hat zutreffend auf die Rechtsprechung hingewiesen, wonach einfache Auffahrkollisionen in der Regel als mittelschwere Unf�lle im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen zu qualifizieren sind (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2, U 380/04). Es hat erkannt, dass vorliegend keine Umst�nde ersichtlich waren, von dieser Praxis abzuweichen. Was die Beschwerdef�hrerin vorbringt, dringt nicht durch. Zun�chst ist nicht ersichtlich, inwiefern eine neue biomechanische Expertise relevante Erkenntnisse zu der zu diskutierenden Frage ergeben w�rde. Die Vorinstanz hat zutreffend darauf hingewiesen, dass unfallanalytische oder biomechanische Ausk�nfte bei der Beurteilung der Unfallschwere einbezogen werden k�nnen, die Einstufung eines Unfalles allerdings nicht allein gest�tzt darauf vorgenommen werden darf. In diesem Kontext hat sie weiter richtig aufgezeigt, dass die �rzte den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 19. Dezember 2012 und den danach geklagten Beschwerden nicht darzulegen vermochten.
4.2.2.�Das kantonale Gericht hat von den zu pr�fenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130), diejenigen der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung sowie der erheblichen Beschwerden in der einfachen Form als erf�llt betrachtet, was f�r die Annahme des ad�quaten Kausalzusammenhangs nicht gen�gte.
4.2.2.1.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, sie habe beim Unfall das Bewusstsein verloren, leide zumindest aber an einer Amnesie, weshalb das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit erf�llt sei. Das Bundesgericht hielt im Urteil 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 7.3.2 fest, dass dem zur Diskussion stehenden Kriterium nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden kann, wie wenn eine ungetr�bte Erinnerung an den Unfall und die damit verbundenen Begleitumst�nde gegeben w�re. Zudem ist mit dem kantonalen Gericht darauf hinzuweisen, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindr�cklichkeit eigen ist, die somit nicht f�r die Bejahung des Kriteriums ausreichen kann. Damit bleibt es bei der vorinstanzlichen Feststellung, es habe sich objektiv betrachtet um eine gew�hnliche Auffahrkollision gehandelt, ohne dass die Versicherte durch Schleudern des Fahrzeugs bewirkten Scherkr�ften ausgesetzt gewesen war.
4.2.2.2.�Das Vorbringen, das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung sei in ausgepr�gter Weise erf�llt, begr�ndet die Beschwerdef�hrerin damit, dass sie gem�ss Ausk�nften des Dr. med. D.________ auch an einem TOS litt, welches die Folgen des zervikalen Bandscheibenmassenvorfalls sowie des HWS-Schleudertraumas verst�rkt h�tten.
Hiezu ist zum einen auf die im angefochtenen Entscheid zitierte Rechtsprechung hinzuweisen, wonach ein TOS nicht auf objektivierbaren Befunden beruht und im �brigen - wie aus dem neurologischen Konsilium des Dr. med. D.________ vom 19. Mai 2014 zu schliessen ist - zumindest fraglich ist, ob es aus �rztlicher Sicht �berhaupt vorlag. Zum anderen hat das kantonale Gericht zutreffend erkannt, dass die Versicherte auch nach der am 17. September 2013 erfolgreich durchgef�hrten Diskektomie im Bereich der HWK C5/6 nach wie vor an denselben multiplen Beschwerden litt, welche die �rzte weiterhin weder klinisch noch radiologisch verifizieren konnten.
4.2.2.3.�Zur Beurteilung der Kriterien der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung, der erheblichen Beschwerden sowie der �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte, wird auf die nicht zu beanstandenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen, welchen nichts beizuf�gen ist.
4.2.2.4.�Der anzunehmende Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin an den Folgen des beim Unfall vom 19. Dezember 2012 ausgel�sten Bandscheibenmassenvorfalls auf H�he der HWK C5/6 litt, bildet einen zum Schleudertrauma der HWS hinzu getretenen besonderen Grund im Sinne der Rechtsprechung (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129), welcher die Heilung zu beeintr�chtigen vermochte. Allerdings ist erneut darauf hinzuweisen, dass die im September 2013 klinisch und radiologisch nachweisbar erfolgreich durchgef�hrte Diskektomie keine Linderung der subjektiv empfundenen Beschwerden brachte, weshalb das Kriterium des schwierigen Heilverlaufs oder der erheblichen Komplikationen nicht in ausgepr�gter Weise vorliegt. Daran �ndert entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin das aufgrund ihrer Angaben von Dr. med. D.________ vermutete TOS nichts, zumal der den Ad�quanzkriterien zugrunde zu legende Sachverhalt objektiviert zu betrachten ist.
4.2.2.5.�Schliesslich bringt die Beschwerdef�hrerin vor, seit dem Verkehrsunfall vom 19. Dezember 2012 sei sie trotz der zahlreichen medizinisch indizierten Therapien dauernd und vollst�ndig arbeitsunf�hig gewesen. Daher sei nicht nachzuvollziehen, dass das kantonale Gericht ihr vorwerfe, zu wenig Anstrengungen unternommen zu haben, sich in den Arbeitsprozess wieder einzugliedern.
Die Beschwerdef�hrerin �bersieht, dass sich nach der Rechtsprechung bei fehlenden organisch objektiv ausgewiesenen Beschwerden die Anstrengungen, die Arbeitsunf�higkeit zu �berwinden, in erster Linie in ernsthaften Arbeitsversuchen - die auch alternative, der gesundheitlichen Einschr�nkung besser Rechnung tragende T�tigkeiten beinhalten - manifestieren m�ssen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 130). Daran fehlt es vorliegend, wie sich ohne Weiteres aus dem nicht belegten Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ergibt, trotz �rztlich attestierter Arbeitsunf�higkeit zu arbeiten, h�tte ihre Gesundheit gef�hrdet. Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen ist daher nicht erf�llt.
4.3.�Zusammenfassend ist festzustellen, dass von den sieben relevanten Kriterien h�chstens drei erf�llt sind (Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung; erhebliche Beschwerden; schwieriger Heilverlauf und erhebliche Komplikationen), keines davon jedoch in ausgepr�gter Weise. Zur Bejahung der Ad�quanz allf�lliger noch vorhandener unfallbedingter Beschwerden gen�gt dies bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen nicht. Es kann offen bleiben, ob der nat�rliche Kausalzusammenhang gegeben, bzw. ob und wann der Status quo sine vel ante eingetreten war, weshalb von den beantragten weiteren medizinischen und anderen Abkl�rungen abzusehen ist.
Dem Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ist zum einen stattzugeben, weil keine Anhaltspunkte bestehen, von der vom kantonalen Gericht angenommenen Bed�rftigkeit der Versicherten abzuweichen. Zum anderen ist die Beschwerde an das Bundesgericht inhaltlich nicht als aussichtslos zu bezeichnen, weshalb die anwaltliche Vertretung geboten war (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Der Beschwerdef�hrerin wird daher eine angemessene Entsch�digung zugesprochen (Art. 64 Abs. 2 Satz 2 BGG). Sie wird indessen darauf hingewiesen, dass sie der Bundesgerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG).
Der Beschwerdef�hrerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt und Rechtsanwalt Dr. Markus Wick wird als unentgeltlicher Anwalt bestellt.