Source: https://einfach-gedacht.de/staatsanwaltschaft-chemnitz-francesco-wiegand-und-danny-sollich-versuchter-diebstahl/
Timestamp: 2019-05-19 06:48:49
Document Index: 310026382

Matched Legal Cases: ['§ 459', '§ 111', '§ 459', '§ 111', '§ 111', '§ 4591']

Staatsanwaltschaft Chemnitz – Francesco Wiegand und Danny Sollich versuchter Diebstahl – einfach-gedacht.de
„Die Staatsanwaltschaft Chemnitz führt ein Strafvollstreckungsverfahren gegen Wiegand, Francesco, geb. am 15.08.1982, und Sollich, Danny, geb. am 06.02.1979, die durch Urteil des Landgerichts Chemnitz vom 17.01.2018, rechtskräftig seit 25.01.2018, Az: 980 Js 35307/16, wegen Diebstahls in fünf Fällen sowie des versuchten Diebstahls in 30 Fällen verurteilt wurden. Nach den vom Gericht getroffenen Ermittlungen den Geschädigten aus der von den Verurteilten begangenen Tat ein Anspruch auf Rückgewähr dessen entstanden, was die Beschuldigten zu Unrecht erlangt haben.
Um den Verurteilten das durch die Straftat/en zu Unrecht Erlangte wieder zu entziehen, hat das Gericht die Einziehung des Wertes des Erlangten in Höhe von 32.000,00 EUR angeordnet. Laut der Entscheidung beträgt der Schaden der Verstorbenen Gerda Dobrich, geb. am 23.01.1930, verstorben am 26.11.2016, 15.000,00 EUR.
Gemäß § 459i Abs. 1 und 2 Strafprozessordnung (StPO) werden die Erben der Geschädigten Dobrich hiermit über die Rechtskraft der Einziehungsanordnung benachrichtigt.
Zudem wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass aktuell kaum Werte gesichert werden konnten. Nur für den Fall, dass die Vollstreckung erfolgreich verläuft, kann eine Auskehr des Betrages an Sie erfolgen.
Gleichzeitig werden Sie aufgefordert, binnen 4 Wochen, spätestens bis 6 Monate nach Zustellung dieses Schreibens unter Legitimation ihrer Erbenstellung zu erklären, ob Sie Ihren Anspruch anmelden.
Sollten durch die Verurteilten bereits Zahlungen an Sie geleistet worden sein, wird um Mitteilung gebeten, wann und in welcher Höhe diese Zahlungen erfolgt sind.
Bislang sind keine Vermögenswerte gesichert bzw. Zahlungen erfolgt. Eine Anmeldung führt nicht automatisch zu einer Erlösauskehr.
Wird über das Vermögen der/des Verurteilten das Insolvenzverfahren eröffnet, erlöschen die durch die Staatsanwaltschaft zuvor erlangten Sicherungsrechte an den gesicherten Werten. Die gepfändeten Vermögenswerte werden dann an den Insolvenzverwalter herausgegeben (§ 111i Abs. 1 StPO).
Gibt es mehrere Tatverletzte, die nach Rechtskraft der Einziehungsanordnung ihre Ansprüche bei der Staatsanwaltschaft anmelden, und stellt die Staatsanwaltschaft fest, dass der Erlös aus der Verwertung der gepfändeten Vermögenswerte nicht ausreicht, um die von den Verletzten angemeldeten Ansprüche vollständig zu befriedigen (sogenannter Mangelfall), kann die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der/des Verurteilten stellen (§ 459h Abs. 2 StPO i. V. m. § 111i Abs. 2 StPO). Eröffnet das Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren, treten die zuvor beschriebenen Folgen ein (§ 111i Abs. 1 StPO).
Die Befriedigung des Verletzten muss durch eine Quittung des Verletzten (oder dessen Rechtsnachfolgers) glaubhaft gemacht werden. Zudem werden in einem solchen Fall der Tatverletzte (oder sein Rechtsnachfolger) – soweit möglich – vor der Entscheidung über einen Ausgleichsanspruch des Verurteilten angehört werden (§ 4591 Abs. 2 Sätze 3, 4 StPO).
Bitte haben Sie Verständnis, dass es der Staatsanwaltschaft über diese Bekanntmachung hinaus nicht erlaubt ist, im Einzelfall rechtlichen Rat zu erteilen. Bitte sehen Sie daher von schriftlichen oder mündlichen Anfragen ab und lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Rechtsanwalt beraten.“