Source: https://issuu.com/mhhinfo/docs/studo_pruefo_2012_13_1fda62a575a850
Timestamp: 2017-04-26 05:32:53
Document Index: 284446425

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 1', '§ 2', '§ 6', '§ 2', '§ 5', '§ 7', '§ 12', '§ 6', '§ 11', '§ 8', '§ 2', '§ 41', '§ 5', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 7', '§ 11', '§ 27', '§ 27', '§ 10', '§ 12', '§ 3', '§ 27', '§ 3', '§ 4', '§ 13', '§ 17', '§ 14', '§ 7', '§ 25', '§ 15', '§ 17', '§ 16', '§ 17', '§ 17', '§ 18', '§ 27', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 41', '§ 22', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 1', '§ 41', '§ 41', '§ 27', '§ 41', '§ 41', '§ 13', '§ 8', '§ 17', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 17', '§ 10', '§ 11', '§ 14', '§ 12', '§ 9', '§ 14', '§ 17', '§ 14', '§ 14', '§ 17', '§ 14', '§ 10', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 41', '§ 41', '§ 27', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 2', '§ 20', '§ 21', '§ 17', '§ 22', '§ 9', '§ 12', '§ 12', '§ 23', '§ 13', '§ 18', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 16', '§ 7']

StudO_PruefO_2012_13 by Medizinische Hochschule Hannover - issuu
Studienordnung Medizin der MHH vom 18.07.2012
in der Fassung vom 18.07.2012
Die vorliegende Studienordnung regelt auf der Grundlage der Approbationsordnung für Ärzte vom
27.06.2002 (BGBl. I, S. 2405ff) in der Fassung vom 17.07.2012 (BGBl. 2012 Teil I Nr. 34, S. 1539)
– nachfolgend ÄAppO genannt – des Niedersächsischen Hochschulgesetzes vom 24.06.2002 (Nds.
GVBl. S. 286) in der Fassung vom 20.06.2012 (Nds. GVBl. 186) – nachfolgend NHG genannt – und
der Verordnung über die Kapazitätsermittlung zur Vergabe von Studienplätzen vom 23.06.2003 in
(Nds. GVBl S. 222) in der Fassung vom 04.07.2012 (Nds. GVBl.) – nachfolgend KapVO genannt –
Inhalt und Aufbau des Modellstudiengangs Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover –
nachfolgend MHH genannt.
Das Studium der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) soll die biomedizinischen, klinischen und methodischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die ethischen
Grundlagen für die Arbeit als Arzt 1 vermitteln.
In der Bundesrepublik Deutschland ist das Studium der Medizin durch die ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) für alle Universitäten durch Gesetz geregelt. Der Vorteil dieser durch die ÄAppO vorgegebenen Struktur ist eine überregionale Standardisierung der Ausbildung und damit verbunden das
Einhalten von Mindeststandards des medizinischen Versorgungssystems in Deutschland. Eine praxisorientierte medizinische Ausbildung kann innerhalb dieser Strukturen nicht optimal realisiert werden.
Der Gesetzgeber hat deshalb im § 41 der ÄAppO die Möglichkeit eines Modellstudiengangs zugelassen, um Erkenntnisse für künftige Verbesserungen des Regelstudiengangs zu gewinnen. Die MHH hat
auf dieser Grundlage einen Modellstudiengang entwickelt, der folgende Ausbildungsaspekte verbessern soll:
(1) Kompetente, für den medizinischen Alltag ausgebildete Ärzte. Es soll insbesondere die Fähigkeit, fachübergreifend zu lernen und zu denken, erworben werden. Es soll im Modellstudium ein
kritisches Verständnis der wissenschaftlichen Grundlagen der Medizin und ihrer Relevanz für das
medizinische Handeln erworben werden, welches dem Ruf der MHH als Forschungsstandort
Rechnung trägt. Der Modellstudiengang will dies (a) durch eine konsequente Verzahnung von
theoretischen und klinischen Fächern sowie (b) durch fachübergreifende Ausbildungsblöcke erreichen. Dies betrifft nicht nur den naturwissenschaftlich-medizinischen Bereich, sondern auch
die Vermittlung von psychosozialen Fertigkeiten innerhalb eines ärztlichen Kontextes, damit die
Studierenden später das erworbene Wissen adäquat in der Grundversorgung von Patienten anwenden können.
(2) Ausbildung von Ärzten am Patienten. Der praktischen Ausbildung dienen nicht nur häufige Untersuchungen von Patienten, sondern auch die strukturierte Zusammenarbeit mit den Akademischen Lehrkrankenhäusern und Lehrpraxen schon vor Beginn des Praktischen Jahres. Dies bedeutet außerdem, dass bereits vom ersten Studienjahr an auch Probleme der Prävention, der Rehabilitation und der Versorgung chronisch kranker Patienten vermittelt werden müssen. Letztlich
werden die Studierenden durch diese Kombination von hochschulmedizinischer und ärztlichpraktischer Ausbildung für die Grund- und Regelversorgung auf die psychosozialen und gesundheitsökonomischen Aspekte ihrer zukünftigen Berufsarbeit vorbereitet.
(3) Lehre im Sinne einer Lernspirale. Dieser Ansatz bedeutet, dass medizinische Sachverhalte im
Laufe des Studiums mehrfach aufgegriffen und unter verschiedenen Gesichtspunkten wiederholt
werden. Gleichzeitig bedeutet es, dass die Inhalte mit fortschreitendem Ausbildungsstand der
Studierenden komplexer angeboten und adäquat diskutiert werden. Durch eine solche „Lernspirale“ sind eine Entwicklung im Verständnis der Studierenden sowie eine Wiederholung und Integration des Stoffes gewährleistet.
(4) Strukturierte Schwerpunktbildung im Studium. Die Stofffülle in der Medizin im theoretischen
Bereich führt im Rahmen der ÄAppO zu einer Überfrachtung des Studiums mit Pflichtveranstaltungen. Im Rahmen des neuen Modellstudiengangs sollen durch eine neue Strukturierung des
Lehrangebotes und Kondensation der Lehrinhalte Freiräume geschaffen werden, welche es den
Studierenden wieder ermöglichen, auf der Grundlage einer fundierten theoretischen und klinischen Ausbildung eigene Schwerpunkte zu entwickeln.
Mit diesen Zielen stellt sich der Modellstudiengang den Herausforderungen einer wissenschaftlich
orientierten kritischen Medizin und bildet Studierende aus, die ärztlich kompetent allgemeinmedizinische Krankheitsbilder der Patienten erkennen und behandeln können. Die Absolventen der MHH sollen sich in einer rasch wandelnden medizinischen Berufswelt orientieren und den gewählten Weg
langfristig erfolgreich verfolgen können.
Die zum Modellstudiengang Medizin an der MHH erlassenen Ordnungen sind in besonderem Maße
den Zielen des Niedersächsischen Gleichstellungsgesetzes verpflichtet.
§ 1 Allgemeiner Aufbau des Modellstudiengangs
(1) Der Modellstudiengang Medizin an der MHH besteht aus einem integrierten Studienabschnitt
von mindestens vier Jahren und zehn Monaten und einem Praktischen Jahr (PJ). Abweichend
von § 2 Abs. 2 und 3 ÄAppO werden die ersten fünf Studienjahre nicht durch den Ersten Teil
der Ärztlichen Prüfung in einen vorklinischen und einen klinischen Studienabschnitt geteilt,
sondern als Einheit mit wechselnden Schwerpunkten unterrichtet.
(2) Der integrierte Studienabschnitt des Modellstudiengangs enthält regelmäßige studienbegleitende
Prüfungen, die eine kontinuierliche Leistungsrückmeldung und -kontrolle ermöglichen. Einzelheiten dieser Prüfungen regelt die Prüfungsordnung des Modellstudiengangs. Das Studium wird
mit dem „Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung“ nach dem PJ abgeschlossen.
(3) Der integrierte Studienabschnitt gliedert sich in fünf Studienjahre. Die Lehrveranstaltungen
werden in jedem Studienjahr in drei Tertialen von jeweils zehn Wochen angeboten. Ein Tertial
findet im Herbst, eines im Winter und eines im Frühjahr statt. Die Studierenden eines Jahrgangs
können in drei Gruppen aufgeteilt werden, die innerhalb eines Studienjahres durch die Tertiale
rotieren. Das PJ beginnt im Anschluss an den integrierten Studienabschnitt und endet im sechsten Jahr des Medizinstudiums. Es gliedert sich in drei Abschnitte von jeweils 16 Wochen und
ein zweimonatiges Repetitorium für den „Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung“.
(4) Das Präsenzstudium in den Tertialen des integrierten Studienabschnitts wird in Modulen durchgeführt. Alle Module des Modellstudiengangs setzen sich aus verschiedenen Lehrveranstaltungen (§ 6) zusammen und werden mit Prüfungen abgeschlossen, auf deren Grundlage Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System (ECTS) vergeben werden.
(5) Die Studienabschnitte werden durch eine Orientierungseinheit vorbereitet. Die Orientierungseinheit des Integrierten Studienabschnitts findet unmittelbar zu Beginn des Studiums statt. Die
Orientierungseinheit für das PJ liegt im fünften Studienjahr. Aufgabe der Orientierungseinheiten
ist es, den Studienbeginn bzw. den Start in das PJ zu erleichtern, Orientierungsschwierigkeiten
überwinden zu helfen und eine kritische Einführung in die Problematik des jeweiligen Abschnitts zu geben. Die Orientierungseinheiten sollen die Studierenden zu eigenständigem und
eigenverantwortlichem Handeln anregen.
§ 2 Lehrverantwortliche
(1) Die Lehrverantwortlichen für die Stoffgebiete, Fächer und Querschnittsbereiche des Studiums
der Medizin werden auf Vorschlag der Zentren mit Zustimmung der Studienkommission vom
Präsidenten bestellt.
(2) Die Lehrverantwortlichen sind zuständig für die ordnungsgemäße Durchführung der Lehrveranstaltungen und Prüfungen, die ihrem Stoffgebiet, Fach oder Querschnittsbereich zugeordnet
sind. Wird in einem Stoffgebiet, Fach oder Querschnittsbereich mehr als ein Modul durchgeführt, kann der Lehrverantwortliche für einzelne Module Verantwortliche benennen, die ihn unterstützen.
(1) Eine allgemeine Beratung zum Studienablauf und zu organisatorischen Fragen erfolgt durch das
Studiendekanat und Studentensekretariat der MHH. Die Beratung umfasst alle Fragen der Zulassung, Einschreibung (Immatrikulation), Rückmeldung, Belegung, Beurlaubung, Studiengangwechsel, Exmatrikulation, Förderungsangelegenheiten (BAFöG), Fragen der Tertialeinteilung, Kurskoordination, An- und Abmeldung zu Prüfungen und Scheinausgabe. Außerdem erteilt das Studiendekanat Auskünfte über die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienund Prüfungsleistungen und erstellt in Absprache mit den Lehrverantwortlichen Äquivalenzbescheinigungen für diese Studien- und Prüfungsleistungen, wenn sie im Rahmen von Austauschprogrammen an Partneruniversitäten erbracht wurden.
(2) Für die Beratung von ausländischen Studieninteressierten, die Förderung und Betreuung ausländischer Studierender, Auslandspraktikum, Auslandsstudium einschließlich Stipendien und
Sprachkurse ist das Akademische Auslandsamt zuständig.
(3) Anträge an das Studiendekanat bedürfen der Schriftform. Hierfür stellt die MHH auf ihrer
Homepage Mustertexte bereit.
(4) Die fachspezifische Studienberatung wird durch die Lehrverantwortlichen wahrgenommen.
Anträge, Anfragen und Einwendungen der Studierenden bedürfen der Schriftform. Sie wird
auch durch E-Mail und Fax gewahrt. Die elektronische Kommunikation mit dem Studiendekanat findet nur über die von der MHH vergebene E-Mail-Adresse statt.
§ 5 Präsenzstudium und Eigenstudium
(1) Für die Ermittlung der Studienleistungen im Fach Medizin an der MHH wird eine jährliche Arbeitsbelastung (Präsenzstudium und Eigenstudium) von 1.800 Stunden pro Student zugrunde gelegt. Jedem Modul wird eine im Studienplan ausgewiesene Stundenzahl zugewiesen. Die Arbeitsbelastung ist neben dem Inhalt und dem Aufbau ein Faktor in der Anrechnung von an anderen Universitäten erbrachten Studienleistungen und -zeiten nach dem European Credit Transfer
(2) Das Präsenzstudium im Sinne dieser Studienordnung erfolgt in den Veranstaltungen gemäß § 7
Abs. 1 bis 8 und umfasst maximal 30 Stunden pro Woche. Über Ausnahmen entscheidet die
Studienkommission. Die übrigen Studienleistungen sind als Eigenstudium abzuleisten.
(3) Zum Eigenstudium im Sinne dieser Studienordnung zählen der Besuch von Wahlveranstaltungen (§ 12 Abs. 2), die Studienstammtische, eine wissenschaftliche Betätigung (Dissertation), das
Krankenpflegepraktikum, die Famulaturen, Literaturstudium und e-learning. Die MHH unterstützt das Eigenstudium durch interaktive und webbasierte Lernhilfen über ihre Mediothek, die
Bereitstellung wissenschaftlicher Fachzeitschriften in allen für das Studium relevanten Fachgebieten über ihre Bibliothek und freie Übungszeiten in ihrem Unterrichtszentrum für Diagnostische Methoden. Mithilfe verschiedener Medien, von Videofilmen über Computerprogramme bis
zu lebensechten Modellen, sollen die Studierenden hier ihre Fähigkeiten weiter ausbauen (Skills
(4) Wesentliche Elemente des Eigenstudiums sind der Krankenpflegedienst und die Famulatur. In
ihnen sollen sich die Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung in Einrichtungen der
ambulanten und stationären Krankenversorgung vertraut machen.
(5) Das Akademische Auslandsamt der MHH unterstützt die Studierenden bei Aktivitäten für das
Präsenz- oder das Eigenstudium im Ausland.
§ 6 Jahrgangsübergreifende studienbegleitende Veranstaltungen
(1) Mitglieder des Lehrkörpers der MHH organisieren und moderieren Studienstammtische, damit
sich Studierende gegenseitig bei der Organisation und Durchführung ihres Studiums helfen können. In den Studienstammtischen sollen Studierende aus möglichst vielen Studienjahren vertreten sein. Die Gruppengröße soll 15 Personen nicht überschreiten. Die Studienstammtische sind
keine Unterrichtsveranstaltungen im Sinne dieser Ordnung.
(2) Das Angebot von Studienstammtischen ist eine freiwillige Leistung der Mitglieder des Lehrkörpers der MHH, eine Teilnahmepflicht seitens der Studierenden besteht nicht.
(3) Während des gesamten Studiums werden im Rahmen eines Mentoringprogramms Veranstaltungen angeboten, die Kenntnisse und Fertigkeiten in grundlegenden Lern- und Arbeitstechniken
vermitteln. Neben einer grundlegenden Orientierung im Studium trägt das Mentoringprogramm
durch geeignete fakultative Angebote zur persönlichen und professionellen Entwicklung der
Studierenden bei.
(1) Vorlesungen (V) bereiten die anderen Lehrveranstaltungen vor oder begleiten sie. Die Vorlesung ist eine zusammenhängende und strukturierte Darstellung und Vermittlung von wissenschaftlichen und methodischen Kenntnissen durch den Vortrag einer oder mehrerer Lehrkräfte.
Sind an einer Vorlesung mehrere Lehrkräfte beteiligt, so sind diese gehalten, Darstellung und
Vermittlung der im Curriculum ausgewiesenen Lehrinhalte untereinander abzustimmen.
(2) In Übungen (Ü) werden vorwiegend theoretische Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Sie
dienen der Durcharbeitung des Lehrstoffs und der Schulung in einer speziellen Fachmethodik
durch eine Lehrkraft. Die Studierenden erarbeiten sich die Kenntnisse und Fertigkeiten durch
Beiträge, Diskussionen und Übungsaufgaben.
(3) In Praktika steht die eigenständige Bearbeitung von praktischen Aufgaben durch die Studierenden unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung der ausbildenden Lehrkraft im Vordergrund.
Sie vertiefen die Lehrinhalte der theoretischen Veranstaltungen und vermitteln grundlegende
Fertigkeiten und Kenntnisse. Die praktische Anschauung ist zu gewährleisten. Der Lehrstoff soll
sich an den Anforderungen der ärztlichen Praxis orientieren. Findet die Ausbildung an Mitstudierenden, Simulationspatienten, Simulatoren oder Puppen statt, handelt es sich um ein Praktikum an simulierten Patienten (P-sim), ansonsten um ein Praktikum (P).
(4) In den klinisch-praktischen Fächern und Querschnittsbereichen wird den Studierenden Gelegenheit gegeben, unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung der ausbildenden Ärzte am Patienten tätig zu werden, um die erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben. Dieser Unterricht am Krankenbett (UaK) findet in Kleingruppen statt.
(5) Blockpraktika (B) sind Veranstaltungen von ein- bis sechswöchiger Dauer zur Differentialdiagnostik und -therapie der wichtigsten Krankheitsbilder unter den Bedingungen des klinischen und
ambulanten medizinischen Alltags. Sie sind didaktisch strukturiert und gehen über die Vorgaben
der ÄAppO hinaus. Die Studierenden sollen ihrem Ausbildungsstand entsprechend teilverantwortlich in die Patientenbehandlung und den Arbeitsalltag der Praktikumsstelle eingebunden
sein. Im Blockpraktikum MHH findet eine schwerpunktmäßige Vertiefung eines der in § 11
Abs. 6 Satz 4 genannten Blockpraktika statt.
(6) In Seminaren (S) werden der in Vorlesungen, Übungen und Praktika vermittelte Lehrstoff sowie
im Eigenstudium erworbene Kenntnisse vertiefend anwendungs- und gegenstandsbezogen erörtert. Seminare sind darauf ausgerichtet, den Studierenden wichtige medizinische Zusammenhänge, insbesondere auch die Bezüge zwischen theoretischen Grundlagen und klinischer Praxis, zu
verdeutlichen. Sie können die Vorstellung von Patienten einschließen, um eine vertiefende klinikbezogene Ausbildung zu ermöglichen. Die Studierenden sollen durch eigene Beiträge vor allem fächerübergreifende Probleme und Beziehungen zwischen medizinischen Grundlagen und
klinischen Anwendungen erarbeiten.
(7) Gegenstandsbezogene Studiengruppen (GS) dienen der Einübung eigenständigen, problemorientierten Arbeitens. Sie vertiefen den in den zuvor genannten Lehrveranstaltungsarten vermittelten
Stoff. Die aktive Aufarbeitung und Darstellung bestimmter Problembereiche durch die Studierenden soll im Vordergrund stehen und durch fächerübergreifende Unterrichtung gefördert werden.
(8) Klinische Lehrvisiten (KL) sind Unterrichtsveranstaltungen, bei denen die Studierenden an Visiten im stationären und ambulanten Bereich teilnehmen und eine ausführliche Vor- und/oder
Nachbesprechung der Fälle erfolgt. Das nichtärztliche Personal ist gegebenenfalls zu beteiligen,
um die erforderliche Kooperation zwischen den medizinischen Berufen zu fördern und zu vermitteln. Der Unterricht findet in Kleingruppen statt.
(9) Exkursionen (E) sollen als Anschauungsunterricht außerhalb der Hochschule den Studierenden
die Gelegenheit geben, ihre in anderen Lehrveranstaltungen erworbenen Kenntnisse mit der
Praxis zu vergleichen und in ihr anzuwenden. Sie werden von einer Lehrkraft geleitet.
(10) Repetitorien (R) dienen der Wiederholung bereits in anderen Lehrveranstaltungen vermittelter
Lehrinhalte. Repetitorien stellen eine mögliche Form des geregelten Eigenstudiums der Studierenden dar.
(11) Tutorien (T) sind Unterrichtsveranstaltungen, die von Studierenden mit entsprechender fachlicher Qualifikation geleitet werden. Die Tutorien dienen der Stoffvertiefung und einer gemeinsamen Erörterung der Schwierigkeiten im Umgang mit dem Stoffgebiet. Tutorien müssen durch
Mitglieder des Lehrkörpers betreut werden und stellen eine mögliche Form des geregelten Eigenstudiums der Studierenden dar, die z.B. eine flexiblere Stundenplangestaltung im Zentrum
für Diagnostische Methoden ermöglichen.
§ 8 Evaluation des Modellstudiengangs
(1) Die Evaluation gliedert sich in interne und externe Evaluationszyklen, die in der Evaluationsordnung geregelt sind. Die Ergebnisse der internen Evaluationszyklen werden von der Studienkommission bewertet und jährlich in einem Lehrbericht zusammengefasst. Die Ergebnisse der
internen Evaluationen sollen alle zwei Jahre durch einen externen Beirat bewertet werden.
(2) Neben den vom Studiendekanat organisierten und ausgewerteten Befragungen zu einzelnen
Modulen erfolgen in größeren Abständen anlässlich der Rückmeldung Befragungen der Studierenden zu den allgemeinen Studienbedingungen, der Studienmotivation und anderen Variablen,
welche die in der Präambel formulierten Reformziele betreffen.
(3) Die Teilnahme an den Datenerhebungen für die Evaluation erfolgt auf der Grundlage von § 2
Abs. 9 und § 41 Abs. 2 Nr. 4 ÄAppO sowie § 5 Abs. 2 NHG und ist obligatorisch.
§ 9 Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung
Die Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung wird durch den Betriebsärztlichen Dienst der
Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt. Der Studierende hat sich selbstständig um
diese Vorsorgeuntersuchung zu kümmern und den Nachweis darüber bei Nachfrage vorzulegen.
Sie ist mindestens alle drei Jahre zu erneuern. Für die Einhaltung der Frist ist der Studierende verantwortlich.
B. Studienaufbau
§ 10 Allgemeiner Aufbau des integrierten Studienabschnitts
(1) In einem von der Studienkommission erarbeiteten Studienplan für den integrierten Studienabschnitt werden den einzelnen Studienjahren die in der ÄAppO genannten Stoffgebiete, Fächer
und Querschnittsbereiche zugeordnet (Anlage 1). Der Besuch der diesen Stoffgebieten, Fächern
und Querschnittsbereichen zugeordneten Module in der Reihenfolge, die sich aus dem vom Studiendekanat für die Studierenden erstellten Musterstudienplan ergibt, ermöglicht den Studierenden die Absolvierung des integrierten Studienabschnitts in der Regelstudienzeit. Bei Teilnahme
an einer vom Senat der MHH akkreditierten Strukturierten Doktorandenausbildung für Mediziner (SDM) verlängert sich das Studium um die Anzahl der Tertiale, die nur für die SDM genutzt
werden und ein Freitertial (§ 11 Abs. 7) überschreiten.
(2) Die Koordination der klinisch-praktischen Ausbildung in der MHH mit der Ausbildung in ihren
Lehrkrankenhäusern und Lehrpraxen soll eine möglichst frühe und intensive praktische Ausbildung sicherstellen.
(3) Die Wahlfächer I und II werden von der Studienkommission auf Vorschlag des Lehrkörpers mit
ihrem Stundenumfang und einer maximalen Teilnehmerzahl pro Jahrgang festgelegt. Sie können
innerhalb eines Tertials oder in der vorlesungsfreien Zeit angeboten werden. Näheres ist von den
jeweiligen Lehrverantwortlichen in den Curricula anzugeben. Das Wahlfach I soll in den ersten
zwei Jahren absolviert werden. Das Wahlfach II kann erst besucht werden, wenn das Wahlfach I
schon absolviert wurde.
(4) Um die Vorteile verschiedener Veranstaltungsarten für die Stoffvermittlung optimal zu nutzen,
setzen sich die Module aus den verschiedenen Veranstaltungsarten (§ 7) zusammen. Dabei ist
ein angemessenes Verhältnis für das jeweilige Stoffgebiet, Fach oder den Querschnittsbereich
anzustreben, wobei die praxisbezogenen Studienziele fachspezifisch zu berücksichtigen sind.
(5) In den Studienjahren können die Studienjahrgänge in Gruppen aufgeteilt werden, die über das
Studienjahr oder Teile davon rotieren. Die Zuordnung der Studierenden zu den festgelegten Tertialabfolgen und die Gruppeneinteilung erfolgen durch das Studiendekanat. Die Zuordnung wird
spätestens zwei Wochen vor Beginn des Studienjahres oder des betreffenden Zeitraums bekannt
§ 11 Spezieller Aufbau des integrierten Studienabschnitts
(1) Im Anschluss an die Orientierungseinheit I vermittelt das Modul „Propädeutikum I“ den Studierenden einen Einblick in verschiedene Herangehensweisen an Krankheit und Gesundheit. In jeder Modulwoche wird unter der Federführung eines Faches oder Querschnittsbereiches zentriert
um ein entsprechend ausgewähltes wichtiges Krankheitsbild in die problemorientierte Bearbeitung dieser Krankheit durch verschiedene Fächer und Querschnittsbereiche eingeführt.
(2) Das Modul „Lernen lernen“ ist ein Teil des Mentoringprogramms und vermittelt Kenntnisse und
Fertigkeiten in grundlegenden Lern- und Arbeitstechniken. Daneben sollen die Unterschiede
zwischen schulischem Lernen und dem Studium an einer Universität herausgearbeitet werden.
(3) Im zweiten Studienjahr werden im Modul „Diagnostische Methoden“ allgemeine Untersuchungstechniken vermittelt und praktisch eingeübt. Zur Ergänzung des Moduls „Diagnostische
Methoden“ belegen die Studierenden Tutorien, die im Zentrum für Diagnostische Methoden
(4) Im Modul „Propädeutikum II“ werden im dritten Studienjahr wichtige Krankheitsbilder der Inneren Medizin und anderer Fächer theoretisch und an ausgewählten Patienten vermittelt, in ihrem pathophysiologischen Kontext erläutert und die Grundlagen der Arzneitherapie dargestellt.
(5) Im vierten Studienjahr werden ein Tertial mit Schwerpunkt auf dem operativen Stoffgebiet, ein
Tertial mit Schwerpunkt auf internistisch-psychosomatischen Inhalten und ein Tertial mit dem
Schwerpunkt ZNS bzw. gynäkologisch-pädiatrische Fächer angeboten.
(6) Im fünften Studienjahr werden in zwei Tertialen Kenntnisse in Differentialdiagnostik und
-therapie, Allgemeinmedizin und verschiedenen Fächern und Querschnittsbereichen des ökologischen Stoffgebietes vermittelt. Das dritte Tertial soll für die selbstständige Vertiefung fachbezogener Themen oder für eine wissenschaftliche Tätigkeit genutzt werden. Darüber hinaus wird
im dritten Tertial des fünften Studienjahres das zweiwöchige Blockpraktikum MHH als integraler Bestandteil der in § 27 Absatz 4 ÄAppO genannten Blockpraktika angeboten. Im Blockpraktikum MHH wird die Differentialdiagnostik und -therapie anhand von Patientenfällen im ambulanten und klinischen Alltag geübt. Das Blockpraktikum MHH kann in allen klinischen Abteilungen einschließlich Stationen und Ambulanzen abgeleistet werden. Die Wahl der Klinik steht
den Studierenden frei. Das Blockpraktikum wird als zweiter Teil eines der in § 27 Abs. 4
Nr. 1-4 ÄAppO genannten Blockpraktika gewertet. Das Blockpraktikum MHH kann auch in der
vorlesungsfreien Zeit abgeleistet werden.
(7) Bei Aufnahme in eine SDM (§ 10 Abs. 1) kann das Blockpraktikum MHH in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden. Das damit entstehende Freitertial und eventuelle zusätzliche Tertiale
können im Rahmen der SDM genutzt werden. Nach Anzeige der Aufnahme in eine SDM durch
die Programmverantwortlichen beim Studiendekanat erfolgt keine Zuordnung der Studierenden
zu einzelnen Modulen für die Dauer der SDM.
(8) Freitertiale können ab dem 3. Studienjahr beantragt werden. Der Antrag ist vor Beginn des Tertials im Studiendekanat einzureichen. Diese Freitertiale können z.B. für Kinderbetreuung oder
Forschungsaufenthalte genutzt werden. Finden reguläre Prüfungen des Vortertials in einem Freitertial statt, entbindet das Freitertial nicht von der verpflichtenden Teilnahme.
(9) Das Krankenpflegepraktikum soll bis zum Ende des 2. Studienjahres absolviert werden.
§ 12 Aufbau des Praktischen Jahres
(1) Die Ausbildungsabschnitte des PJ werden in den in § 3 Abs. 1 ÄAppO genannten klinischpraktischen Fachgebieten abgeleistet. Über die Zulassung entscheidet das Studentensekretariat
im Einvernehmen mit der nach Landesrecht zuständigen Stelle entsprechend § 27 ÄAppO.
Rechte und Pflichten der Studierenden ergeben sich aus § 3 Abs. 2-6 ÄAppO. Soweit die Voraussetzungen für die Durchführung des PJ durch § 4 ÄAppO nicht geregelt sind, werden sie in
der Ausbildungsordnung für das PJ näher bestimmt.
(2) Das PJ beginnt jeweils in der 10. und in der 34. Kalenderwoche. Weitere Details der Ausbildung
regelt die Ausbildungsordnung für das PJ.
C. Studienleistungen
§ 13 Pflichtveranstaltungen, Wahlfach, Wahlveranstaltungen
(1) Die Pflichtveranstaltungen des Modellstudiengangs bezeichnen die Tabellen des § 17 der Prüfungsordnung. Beim Wahlfach muss aus dem jeweiligen Gesamtangebot eine Lehrveranstaltung
bzw. ein Modul regelmäßig und erfolgreich besucht werden. Wahlfächer im Sinne dieser Studienordnung sind das Wahlfach I und das Wahlfach II. Die Voraussetzungen für die Teilnahme an
einem Wahlfach regelt das jeweilige Curriculum. Nach Anmeldung für ein Wahlfach ist die
(2) Wahlveranstaltungen (Electives) sollen der Vertiefung und Erweiterung des Wissens und von
Fertigkeiten dienen und es den Studierenden ermöglichen, für ihr Studium Schwerpunkte nach
eigener Wahl zu setzen. Der Besuch von fächerübergreifenden und interdisziplinären Lehrveranstaltungen wird den Studierenden besonders empfohlen.
§ 14 Allgemeine Regeln zur Platzvergabe in den Modulen
(1) Lehrveranstaltungen nach § 7 Abs. 2 bis 9 sind im Sinne der KapVO zulassungsbeschränkt. Die
Vergabe der Plätze in den Modulen durch das Studiendekanat erfolgt unbeschadet der Regelung
in Abs. 2 in folgender Reihenfolge:
(a) Studierende, die im Rahmen ihres Studienplans auf den Besuch der Module zu diesem Zeitpunkt angewiesen sind, um ihr Studium innerhalb der Mindeststudienzeit absolvieren zu können. Dies sind insbesondere Studierende, die an einer SDM teilgenommen haben oder als
ERASMUS-Austauschstudenten ein Studienjahr im Ausland waren, in dem auf die SDM bzw.
den Auslandsaufenthalt folgenden Studienjahr.
(b) Studierende, die bereits einmal für das Modul eingeteilt waren, den Leistungsnachweis aber
noch nicht erbracht haben, und Studierende, die ein oder mehrere zusätzliche Freitertiale genommen haben, können nach Maßgabe freier Plätze zweitrangig eingeteilt werden.
(c) Studierende, die im Rahmen ihres Studienplans noch nicht für dieses Modul vorgesehen
sind, können nach Maßgabe freier Plätze drittrangig eingeteilt werden.
(2) Studierende, die ein Kind im Sinne von § 25 Abs. 5 BAFöG tatsächlich betreuen, das zu Beginn
des jeweiligen Semesters das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, oder einen nach einem
Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung pflegebedürftigen nahen Angehörigen pflegen, werden bei der Platzvergabe auf schriftlichen Antrag an den Studiendekan
§ 15 Spezifische Teilnahmevoraussetzungen an den Modulen des integrierten Studienabschnitts
(1) Testate sind veranstaltungsbegleitende Leistungskontrollen, die über die Zulassung zu den vorgesehenen Prüfungen eines Moduls entscheiden. Testate können unbegrenzt wiederholt werden.
Nach dreimaligem Nichtbestehen eines Testates kann der Studierende beim Lehrverantwortliche
den Antrag stellen, zur Modulprüfung zugelassen zu werden.
(2) Die Zulassung zum Praktischen Jahr setzt den Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an den in
den Tabellen des § 17 der Prüfungsordnung genannten Modulen oder ersatzweise den Nachweis
entsprechender Fertigkeiten voraus.
§ 16 Curricula
(1) Für die Module im integrierten Studienabschnitt werden von dem jeweiligen Lehrverantwortlichen Curricula nach Vorgabe des § 17 der Prüfungsordnung aufgestellt. Art und Umfang der
Lehrveranstaltungen, der Prüfungen und Wiederholungsprüfungen sowie die Verschränkungen
zwischen Lehrveranstaltungen und Prüfungen bedürfen der Genehmigung durch die Studienkommission.
(2) Die Curricula werden vom Studiendekanat spätestens eine Woche vor Tertialbeginn elektronisch bekannt gegeben. Die Curricula sollen innerhalb eines Studienjahres nicht geändert werden. Abweichungen von dieser Regel bedürfen der Genehmigung durch die Studienkommission.
(3) Jahrgangsübergreifende Curricula vermitteln im Sinne der Lernspirale fächerübergreifendes
Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten in den verschiedenen Modulen des Modellstudiengangs.
§ 17 Regelmäßige Teilnahme
(1) Der regelmäßige Besuch einer Lehrveranstaltung ist gegeben, wenn der Studierende nicht mehr
als 15 % der Unterrichtsveranstaltung versäumt, die im Curriculum als anwesenheitspflichtig
eingestuft ist. Dabei ist auf volle Veranstaltungstermine zu runden. Unabhängig von der Anzahl
der Veranstaltungstermine ist bei einem Fehltag pro Lehrveranstaltung die regelmäßige Teilnahme noch gegeben. Abweichende Fehlzeitenregelungen für einzelne Lehrveranstaltungen bedürfen der Genehmigung durch die Studienkommission. Sie sind im Curriculum anzugeben.
(2) Wenn die festgelegten Fehlzeiten aus einem wichtigen Grund überschritten wurden, kann der
Teilnahmenachweis ersatzweise durch eine Überprüfung der Kenntnisse der an den nicht besuchten Terminen vermittelten Studieninhalte erfolgen. Die Modalitäten dieser Erfolgskontrolle
werden im Einzelfall von dem zuständigen Lehrverantwortlichen festgelegt. Über die Durchführung der Erfolgskontrolle ist ein Protokoll anzufertigen.
(3) Wenn für eine Lehrveranstaltung im Rahmen eines Moduls die regelmäßige Anwesenheit im
Curriculum gefordert wird, werden die entsprechenden Testate von den in der Lehrveranstaltung
eingesetzten Lehrenden für die einzelnen Termine erteilt.
(4) Nimmt ein Studierender an einer Nachhol- oder Wiederholungsprüfung teil und versäumt
dadurch Unterrichtsveranstaltungen, so zählt der versäumte Termin nicht als Fehlzeit.
(5) Nimmt ein Studierender an von der Hochschule verordneten Veranstaltungen teil, so zählt der
versäumte Termin nicht als Fehlzeit.
§ 18 Erfolgreiche Teilnahme
(1) Die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen des integrierten Studienabschnitts wird durch Erfolgskontrollen festgestellt und in benoteten Leistungsnachweisen bescheinigt. Die Anforderungen und Verfahren der Erfolgskontrollen regelt die Prüfungsordnung. In den Veranstaltungen
des Mentoringprogramms wird lediglich die regelmäßige Teilnahme überprüft.
(2) Fächerübergreifende Leistungsnachweise gemäß § 27 Absatz 3 ÄAppO bescheinigen die
Kenntnisse und Fertigkeiten in den enthaltenen Fächern. Im Rahmen des integrierten Studienabschnitts werden an der MHH folgende Fächer in gemeinsamen fächerübergreifenden Leistungsnachweisen verbunden:
a) Chirurgie, Urologie, Orthopädie und Anästhesie,
b) Kinderheilkunde, Humangenetik und Frauenheilkunde, Geburtshilfe,
c) Neurologie, Augenheilkunde und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.
Die Ermittlung der Note für die fächerübergreifenden Scheine regelt die Prüfungsordnung.
(3) Dem Studiendekan obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Lehrveranstaltungen und der Prüfungen. Er unterrichtet in regelmäßigen Zeitabständen die Studienkommission und den Prüfungsausschuss. In Zweifelsfällen prüft die Studienkommission, ob die
ordnungsgemäße Durchführung der Lehrveranstaltungen gewährleistet ist. Die ordnungsgemäße
Durchführung der Prüfungen wird durch den Prüfungsausschuss kontrolliert. Hierüber berichtet
er durch den Studiendekan dem Senat der MHH.
§ 19 Teilnahme an den Modulen
(1) Module bzw. die Lehrveranstaltungen eines Moduls können grundsätzlich nur ein Mal wiederholt werden. Das Nähere regelt die Prüfungsordnung.
(2) Das Studiendekanat kann auf begründeten, schriftlichen Antrag einzelnen Studierenden vor Beginn des Tertials eine Freistellung von einzelnen Modulen erteilen.
§ 20 Hochschulwechsel
Die Anrechnung von Studienleistungen und Studienzeiten an anderen Universitäten als Äquivalenzleistung für die Zulassung zu einer hochschulinternen Erfolgskontrolle an der MHH erfolgt
durch den Prüfungsausschuss im Benehmen mit dem zuständigen Lehrverantwortlichen. Der
Antrag bedarf der Schriftform.
§ 21 Laufzeit des Modellstudiengangs, Abbruchkriterien
(1) Für den Modellstudiengang Medizin ist eine Laufzeit von neun Jahren vorgesehen. Der Modellstudiengang wird gemäß § 41 Abs. 2 Nr. 7 ÄAppO abgebrochen, wenn die ordnungsgemäße
Durchführung der Lehre und der Prüfungen nicht mehr gewährleistet sein sollte.
(2) Die Verlängerung des Modellversuchs bedarf einer positiven Beurteilung durch den externen
Beirat, der Zustimmung des Senats der MHH sowie des zuständigen Ministeriums.
§ 22 Übergangsregelungen und Inkrafttreten
(1) Die Studienordnung gilt für alle Studierenden, die ab dem Wintersemester 2005/06 für das Studium der Medizin an der MHH ins erste Studienjahr eingeschrieben wurden. Sie gilt auch für
jene Studierenden, die nach dem 30. September 2008 das Studium der Medizin im zweiten oder
einem höheren Studienjahr an der MHH beginnen.
(2) Studierende, die vor dem 30. September 2005 im vorklinischen Studienabschnitt des Regelstudiengangs an der MHH für das Studium der Medizin eingeschrieben waren, nehmen nach erfolgreicher Teilnahme am Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung als Studierende des Modellstudiengangs an den Modulen des Modellstudiengangs teil, wenn sie den Ersten Abschnitt nach
dem 1. Oktober 2009 bestanden haben. Haben sie den Ersten Abschnitt vor dem 1. Oktober
2009 bestanden, verbleiben sie im Regelstudiengang, wenn sie nicht durch Abgabe der von
ihnen unterschriebenen Erklärung nach Anlage 1 der Zulassungsordnung der MHH in den Modellstudiengang wechseln.
(3) Diese Studienordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.
Dauer inerhalb des Tertials 1 Woche (Einteilung abhängig vom individuellen Rotationsplan)
Dauer inerhalb des Tertials 2 Wochen (Einteilung abhängig vom individuellen Rotationsplan)
Dauer der Wahlfächer I und II abhängig vom jeweils ausgewählten Thema
Chemische und biochemische Grundlagen der Medizin
*** Zeitpunkt abhängig vom individuellen Rotationsplan
Psychologische und soziologische
1. Wo 2. Wo 3. Wo 4. Wo 5. Wo 6. Wo 7. Wo 8. Wo 9. Wo 10. Wo
(Mikroskopische Anatomie)
Anatomische Grundlagen der Medizin
(Makroskopische Anatomie)
Chemische und biochemische
klinische Visite***
Zellbiologische und genetische
der Medizin (Chemie)
Orientierungseinheit/Einführung in die
Propädeutikum I
Übersicht Studienaufbau des Modellstudiengangs HannibaL_2012/13
Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung,
Infektiologie, Immunologie (Infektiologie)
Propädeutikum II
Blockpraktikum Kinderheilkunde*
Blockpraktikum Frauenheilkunde*
Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde*
Blockpraktikum MHH**
Differentialdiagnose und -therapie (Innere Medizin)
Chirurgie, Urologie, Orthopädie
Epidemiologie, Medizinische
Laboratoriumsdiagnosti
GTE - 1x außerhalb eines
Tertials 15. - 19.04.2013
Prüfungsordnung Medizin der MHH vom 18.07.2012
Die vorliegende Prüfungsordnung regelt in Abänderung der Prüfungsordnung vom 09.09.2009 auf
der Grundlage der Approbationsordnung für Ärzte vom 27.06.2002 (BGBl. I, S. 2405 ff.) in der Fassung vom 17.07.2012 (BGBl. 2012 Teil I Nr. 34, S. 1539) – nachfolgend ÄAppO genannt – und
des Niedersächsischen Hochschulgesetzes vom 24.06.2002 (Nds. GVBl. S. 286) in der Fassung vom
20.06.2012 (Nds. GVBl. 186) – nachfolgend NHG genannt – Anforderungen und Verfahren der
Prüfungen im Studiengang Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover – nachfolgend
MHH genannt.
(1) Für die Erfüllung der Aufgaben nach dieser Prüfungsordnung wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehört die Bestellung der Prüfungskommissionen einschließlich der Ernennung ihrer Vorsitzenden, die Entscheidung über Rechtsbehelfe und
andere Einwendungen der Prüflinge gegen Entscheidungen von Prüfungskommissionen oder
einzelnen Prüfern und die Anrechnung von Studienleistungen.
(2) Der Prüfungsausschuss besteht aus dem Studiendekan 1, der den Vorsitz innehat und die Geschäfte führt, zwei Mitgliedern aus dem internen Lehrkörper der MHH, von denen einer zum
Stellvertreter bestellt wird, einem Mitglied aus dem externen Lehrkörper, vorzugsweise aus der
Gruppe der Lehrkräfte an den Akademischen Lehrkrankenhäusern, und zwei Mitgliedern aus der
Gruppe der Studierenden.
(3) Die Amtszeit der Mitglieder des Prüfungsausschusses aus dem internen und externen Lehrkörper beträgt drei Jahre, die der Mitglieder aus der Gruppe der Studierenden ein Jahr. Wahl und
mögliche Wiederwahl sowie die Bestellung des Stellvertreters des Vorsitzenden erfolgen durch
den Senat der MHH auf Vorschlag der Studienkommission.
(4) Die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nicht öffentlich. Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn neben dem Vorsitzenden bzw. dessen Stellvertreter mindestens drei weitere
Mitglieder anwesend sind. Der Ausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und die Vertreter der nach Landesrecht zuständigen
Stelle für die Ärztliche Prüfung haben das Recht, der Abnahme der Hochschulprüfungen beizuwohnen. Sie unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im Öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
(6) Der Prüfungsausschuss tagt mindestens ein Mal zu Beginn und am Ende eines Tertials.
§ 2 Prüfungskommissionen
(1) Die Mitglieder der einzelnen Prüfungskommissionen werden vom Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit der nach Landesrecht zuständigen Stelle für die Ärztliche Prüfung bestellt.
(2) Zum Vorsitzenden einer Prüfungskommission werden durch den Prüfungsausschuss nur Mitglieder des Lehrkörpers und Lehrbeauftragte der MHH bestellt. Sofern nicht zwingende Gründe
eine Abweichung erfordern, müssen die Vorsitzenden der Prüfungskommission in dem Fachge1
biet, auf das sich die Prüfung bezieht, eine selbstständige Lehrtätigkeit ausgeübt haben. Prüfer
sollen grundsätzlich Ärzte sein. Sind für eine Prüfung zwei oder mehr Prüfer zu bestellen, können fachlich geeignete wissenschaftliche Mitarbeiter zu beisitzenden Prüfern bestellt werden.
(3) Für die Prüfer und Beisitzer gelten § 1 Abs. 5 S. 2 und 3 entsprechend.
§ 3 Prüfer und Beisitzer, Aufsichtführende
(1) Für schriftliche Prüfungen kann der Vorsitzende der Prüfungskommission Aufsichtführende bestellen, von denen mindestens zwei Mitarbeiter der MHH sein müssen. Aufsichtführende dürfen
nicht Studierende der Medizin sein. Wird die schriftliche Prüfung mit elektronischen Eingabegeräten durchgeführt, werden die Aufsichtführenden vom Studiendekanat bestellt. Für die Aufsichtführenden gilt § 1 Abs. 5 S. 2 entsprechend.
(2) Mündliche und praktische Prüfungen werden vor einer Prüfungskommission abgelegt, die aus
mindestens zwei Prüfern besteht, von denen einer Vorsitzender ist. Von den Mitgliedern der
Prüfungskommission müssen zwei Ärzte sein oder über einen für das Stoffgebiet, das Fach oder
den Querschnittsbereich relevanten Hochschulabschluss verfügen.
(1) Im Rahmen des Modellstudiengangs Medizin müssen sich die Studierenden hochschulinternen
Prüfungen unterziehen und den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ablegen. Gemäß § 41
Abs. 1 Nr. 1 ÄAppO in Verbindung mit § 41 Abs. 2 Nr. 3 ÄAppO entfällt im Rahmen des Modellstudiengangs Medizin an der MHH der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Die Studierenden erhalten nach Vorliegen der Voraussetzungen eine Äquivalenzbescheinigung nach dem
Muster der Anlage 1.
(2) Die im Modellstudiengang durchzuführenden hochschulinternen Prüfungen stellen neben der
Zielsetzung aus § 27 und § 41 Abs. 1 Nr. 4 ÄAppO sicher, dass die im Ersten Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung nachzuweisenden Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten im Modellstudiengang in einer dem Regelstudiengang gleichwertigen Weise geprüft werden (§ 41 Abs. 2 Nr. 3
ÄAppO).
(3) Jedes Modul des integrierten Studienabschnitts, d.h. die Zusammenfassung von Lehrveranstaltungen zu thematisch und zeitlich geschlossenen Einheiten, schließt mit einer oder mehreren
schriftlichen, mündlichen und/oder praktischen Prüfungen ab. In den Prüfungen sollen die Studierenden zeigen, dass sie über die in und außerhalb der Lehrveranstaltungen des Moduls erlangten erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten verfügen. Pro Prüfung ist nur
ein Prüfungsformat zulässig.
(4) Liegt zwischen zwei Teilen einer Prüfung mehr als eine Nacht, handelt es sich um Teilprüfungen, die separat zu bewerten sind. Näheres regelt § 13 Abs. 8 dieser Ordnung.
(5) Der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird am Ende des Studiums vor der nach Landesrecht zuständigen Stelle (§ 8 ÄAppO) abgelegt. Zulassungsvoraussetzung ist der erfolgreiche
Abschluss der in § 17 Abs. 3 genannten Module und des Wahlfaches II. Die Studierenden erhalten nach Bestehen aller Module eine Äquivalenzbescheinigung nach dem Muster der Anlage 2.
§ 5 Testate
(1) Testate sind veranstaltungsbegleitende Leistungskontrollen, die über die Zulassung zu den vorgesehenen Prüfungen eines Moduls entscheiden. Die Feststellung der Anwesenheit ist ein Testat
im Sinne der Prüfungsordnung.
(2) Form und Inhalt der Testate regelt das Curriculum des jeweiligen Moduls.
§ 6 Schriftliche Prüfungen
(1) Schriftliche Prüfungen werden von Prüfungskommissionen der MHH vorbereitet und bewertet.
Sie können auf Papier oder an einem elektronischen Eingabegerät durchgeführt werden.
(2) Schriftliche Prüfungsaufgaben erfolgen im Antwort-Wahl-Verfahren (Multiple-ChoiceQuestions – MCQ), im Kurzantwortverfahren (Short-Answer- oder Key-Feature-Questions –
SAQ), im Langtextverfahren (Essay-Questions – EQ) oder als Assessment-Portfolios (AP). Außerdem können Aufgabenstellungen im Teilmengenverfahren (Long-Menue-Questions – LMQ)
und im Bildbearbeitungsverfahren (Picture Analysis Questions – PAQ) erfolgen. Für die Einzelheiten dieser Verfahren wird auf die Anlage 3 verwiesen.
(3) Eine Kombination verschiedener Verfahren innerhalb einer schriftlichen Prüfung ist zulässig.
(4) Die technische Durchführung schriftlicher Prüfungen mit elektronischen Eingabegeräten ist in
Abschnitt B geregelt.
§ 7 Mündliche und mündlich-praktische Prüfungen
(1) Mündliche und mündlich-praktische Prüfungen werden vor Prüfungskommissionen der MHH
(2) Zulässige mündliche Prüfungsaufgaben sind strukturierte mündliche Prüfungen (Structured Oral
Examination – SOE) oder das Triple Jump Exercise (TJE). Zulässige mündlich-praktische
Prüfungen sind die Objective Structured Practical Examination (OSPE), die Objective Structured Clinical Examination (OSCE), die Mini-Clinical Evaluation Exercise (Mini-CEX) oder
das Objective Structured Long Examination Record (OSLER). Für die Einzelheiten dieser Verfahren wird auf Anlage 4 verwiesen.
§ 8 Einübung besonderer Prüfungsformate
(1) Rechtzeitig vor der erstmaligen Durchführung eines bestimmten Prüfungsverfahrens im Studienverlauf findet eine allgemeine Einweisung in die Art der jeweiligen Aufgabenstellung statt.
Der Termin der Einweisung ist im Stundenplan gesondert auszuweisen.
(2) Zu Beginn des Studiums werden die Studierenden durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder von ihm beauftragte Personen insbesondere mit dem Ablauf von Prüfungen im
Antwort-Wahl-Verfahren vertraut gemacht. Für elektronische Prüfungen erfolgt zusätzlich eine
Einweisung in die Bedienung der Geräte.
§ 9 Planung und Erstellung von Prüfungen
(1) Die Prüfungsaufgaben werden von der zuständigen Prüfungskommission erstellt. Sie legt bei
praktischen Prüfungen abhängig von Schwierigkeit und Umfang der Prüfungsaufgabe jeweils
die maximal erreichbaren Punkte fest. Die Anzahl der vorzubereitenden Aufgabenstellungen ist
in § 17 geregelt. Zusammen mit den Aufgabenstellungen für die Erstprüfung sind die Aufgabenstellungen für mindestens eine Wiederholungsprüfung zu entwickeln, wenn diese auf einen separaten Termin angesetzt ist.
(2) Vor dem Prüfungstermin erstellt das Studiendekanat eine Liste der zu der Prüfung zugelassenen
Prüflinge, die die Matrikel-Nummer, den Namen, das Geburtsdatum und den Geburtsort der
Prüflinge enthält. Anschließend gibt das Studiendekanat die Prüfungsliste frei.
(3) Die Prüfungskommission legt fest, ob die Aufgabenstellungen für jeden Teilnehmer oder jede
Teilnehmergruppe in einer zufälligen Reihenfolge dargeboten werden sollen. Sie legt ebenfalls
fest, ob bei Aufgabenstellungen im Antwort-Wahl-Verfahren die Antwortmöglichkeiten in einer
zufälligen Reihenfolge dargeboten werden sollen.
(4) Die Bekanntgabe des Datums der Erstprüfung muss durch das Studiendekanat mindestens 14
Tage vor Beginn des Studienjahres per Internet und Aushang erfolgen. Die Termine werden von
der Studienkommission beschlossen und können von ihr bei Vorliegen eines wichtigen Grundes
auch im laufenden Tertial geändert werden.
(5) Die Uhrzeit und der Ort der Erstprüfung sollen durch das Studiendekanat mindestens 7 Tage vor
dem Termin bekannt gegeben werden. Mit der Bekanntgabe der Uhrzeit und des Ortes der Prüfung ist auch der Termin der Nachbesprechung bekannt zu geben.
§ 10 Anmeldung, Zulassung, Rücktritt von Prüfungen
(1) Die Anmeldung zur Erstprüfung in den Modulen des integrierten Studienabschnitts erfolgt mit
der Einteilung für ein Modul durch das Studiendekanat. Studierende, die von der Teilnahme an
den Lehrveranstaltungen des Moduls, nicht aber von der Prüfung befreit sind, werden gesondert
Ein Rücktritt von der Prüfung ist nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich. Dieser ist
in der Regel innerhalb von drei Werktagen dem Studiendekanat mitzuteilen. Die krankheitsbedingte Prüfungsunfähigkeit ist innerhalb von drei Werktagen durch ein ärztliches Attest zu belegen, das zusammen mit dem Vordruck nach Anlage 5 einzureichen ist. Dabei wird der Tag der
Prüfung nicht als Krankheitstag gezählt. Der Samstag wird als Werktag gezählt.
(2) Wird die Prüfungsteilnahme aus einem wichtigen Grund versäumt, so kann vom Prüfungsausschuss ein neuer Prüfungstermin (Nachholprüfung) anberaumt werden, wenn durch die Nachprüfung Verlängerungen des Studiums von mehr als einem Jahr verhindert werden können. Die
bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.
§ 11 Zulassung, Anmeldung, Rücktritt bei Wiederholungsprüfungen
(1) Studierende, welche die Prüfung bzw. die Nachholprüfung oder die Wiederholungsprüfung nicht
bestehen, sind hierüber schriftlich entsprechend § 14 Abs. 9 ÄAppO mit einer Rechtsbehelfsbelehrung nach dem Verwaltungszustellungsgesetz zu bescheiden und auf die Terminankündigungen der Wiederholungsprüfungen hinzuweisen. Sie werden mit der Mitteilung des Nichtbestehens der Prüfung bzw. der ersten Wiederholungsprüfung aufgefordert, sich zur nächstmöglichen
Wiederholungsprüfung anzumelden.
(2) Die Anmeldung zur Wiederholungsprüfung oder Nachholprüfung erfolgt elektronisch unter
Verwendung des Online-Anmeldeformulars und muss mindestens 7 Werktage vor dem Prüfungstermin erfolgen; die Anmeldung zu einer mündlichen/mündlich-praktischen Wiederholungs- oder Nachholprüfung muss mindestens 7 Werktage vor dem ersten möglichen Prüfungstag erfolgen. Der Samstag zählt als Werktag. Bei der Anmeldung ist die von der MHH vergebene E-Mail-Adresse zu verwenden.
(3) Studierende können auf Antrag die Lehrveranstaltungen des Moduls höchstens einmal wiederholen. Mit der Neueinteilung in das Modul sind sie automatisch für die Prüfung angemeldet; bereits erreichte Prüfungsvoraussetzungen bleiben bestehen.
(4) Nach erfolgter Anmeldung zur Wiederholungsprüfung ist ein Rücktritt nur bei Vorliegen eines
wichtigen Grundes möglich.
§ 12 Prüfungsdurchführung
(1) Vor Beginn der Prüfung überprüfen der Vorsitzende der Prüfungskommission oder die von ihm
beauftragten Aufsichtführenden die Personalien der Prüflinge (gültiger Lichtbildausweis) und
gleichen sie mit der Prüfungsliste (§ 9 Abs. 2) ab. Jeder Prüfling bestätigt durch seine Unterschrift seine Anwesenheit und Prüfungstauglichkeit. In der Einweisung in den Prüfungsablauf
wird der prinzipielle Aufbau der verwendeten Aufgabenstellungen erläutert und auf erlaubte
Hilfsmittel, Regelverstöße und deren Folgen hingewiesen.
(2) Der Beginn und das Ende der Prüfung müssen von den Aufsichtführenden eindeutig erklärt, dokumentiert und für jeden Prüfling leicht einsehbar sein. In schriftlichen Prüfungen können die
Prüflinge bis zu 30 Minuten vor Ablauf der festgelegten Prüfungszeit die Klausur abschließen
und den Prüfungsraum verlassen. Nach diesem Zeitpunkt müssen die Prüflinge bis zum Ablauf
der festgelegten Prüfungszeit auf ihren Plätzen bleiben. Ein vorzeitiges Abschließen ist bei Prüfungen nicht möglich, bei denen ein Kohortenwechsel durchgeführt wird. Bei einem Kohortenwechsel wird die Prüfungskohorte geteilt, sodass die Prüflinge zeitversetzt an der schriftlichen
Prüfung teilnehmen, jedoch die identischen Prüfungsfragen beantworten müssen.
(3) Der Prüfling hat Probleme jeder Art, die ihn bei der Bearbeitung seiner Aufgabenstellungen behindern, unverzüglich dem Vorsitzenden der Prüfungskommission oder dem von ihm beauftrag-
ten Aufsichtführenden mitzuteilen. Ausfallzeiten infolge technischer Probleme sind von den
Prüfern bzw. den Aufsichtführenden zu dokumentieren. Die Zeitnachteile werden durch entsprechende Verlängerung der Prüfungszeit ausgeglichen. Ist dies nicht möglich, so wird die Prüfung
(4) Einwendungen gegen die Anzahl und Auswahl der Prüfungsaufgaben, gegen den Prüfungsverlauf und gegen die Bewertung der Prüfungsleistungen sind unverzüglich bei dem Vorsitzenden
der jeweiligen Prüfungskommission schriftlich geltend zu machen.
(1) Über jede Prüfung ist ein prüfungsbegleitendes Protokoll mit den an der MHH eingeführten
Formularen anzufertigen und von der Prüfungskommission zu unterzeichnen.
(2) Vor der Feststellung des Ergebnisses einer schriftlichen Prüfung überprüft die Prüfungskommission die Aufgabenstellungen darauf, ob sie, gemessen an § 14 Abs. 2 ÄAppO, fehlerhaft sind.
Ergibt die Überprüfung, dass einzelne Aufgabenstellungen fehlerhaft sind, sind diese bei der
Feststellung des Prüfungsergebnisses nicht zu berücksichtigen. Die in die Berechnung des Prüfungsergebnisses gemäß § 17 eingehende Anzahl der Prüfungsaufgaben mindert sich entsprechend für die jeweilige Prüfung. Die Verminderung der Zahl der Prüfungsaufgaben darf sich
(3) Schriftliche und praktische Prüfungen sind bestanden, wenn der Prüfling mindestens 60 % der
erreichbaren Gesamtpunktzahl erzielt hat. Entsprechendes gilt für mündliche Prüfungen.
(4) Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren sind entsprechend § 14 Abs. 6 ÄAppO auch dann bestanden, wenn der Punktwert der von dem Studierenden zutreffend beantworteten Prüfungsaufgaben um nicht mehr als 22 % die durchschnittlichen Prüfungsleistungen derjenigen Prüfungsteilnehmer unterschreitet, die erstmals an der Erstprüfung teilgenommen haben (Referenzgruppe).
(5) Für die Ermittlung der Prüfungsnoten sind nachfolgend genannte allgemeine Kriterien maßgeblich:
„nicht bestanden“ (5)
erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen
in jeder Hinsicht den durchschnittlichen Anforderungen
trotz Mängeln noch den Anforderungen genügend
wegen erheblicher Mängel nicht den Anforderungen entsprechend
(6) Neben den allgemeinen Kriterien gilt entsprechend § 14 Abs. 6 ÄAppO im Antwort-WahlVerfahren Folgendes: Hat der Prüfling den für das Bestehen der Prüfung nach Abs. 3 erforderlichen Mindestpunktwert erreicht, so lautet die Note:
wenn er mindestens 75 Prozent,
wenn er mindestens 50, aber weniger als 75 Prozent,
wenn er mindestens 25, aber weniger als 50 Prozent,
wenn er keine oder weniger als 25 Prozent
der darüber hinaus erreichbaren Punkte erzielt hat.
(7) Zur Ermittlung der Notenskala wird auf die erreichbare Prozentzahl gerundet.
(8) Besteht eine Prüfung aus mehreren Teilprüfungen, ist die Prüfung bestanden, wenn jede Prüfungsleistung mit mindestens „ausreichend“ bewertet wurde. Bei Nichtbestehen einer Teilprüfung ist diese zu wiederholen. Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt der einzel17
nen Teilprüfungen. Eine Gewichtung der Teilprüfungen erfolgt nur in den in § 17 Abs. 2 genannten Modulen. Prüfungen mit unterschiedlichen Prüfungsformaten werden nicht zu einer Gesamtnote zusammengefasst. Bei der Ermittlung der Gesamtnote wird nur die erste Stelle hinter
dem Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Die Gesamtnote lautet:
Bei einem Durchschnitt …
(9) Die Bekanntgabe des Ergebnisses von schriftlichen und praktischen Prüfungen ist mit einer
Auswertung der einzelnen Aufgabenstellungen zu verbinden, aus der mindestens hervorgeht,
von wie vielen Prüflingen die Aufgabe richtig gelöst wurde und ob die Aufgabe eine minimale
Trennschärfe besitzt, d.h. ob sie von Prüflingen mit überdurchschnittlichem Ergebnis häufiger
richtig gelöst wurde als von Prüflingen mit unterdurchschnittlichem Ergebnis.
(10) Die nach Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 6 bzw. nach Abs. 8 gebildete Note wird ergänzt durch
eine nach dem European Credit Transfer System (ECTS) gebildete Bewertung (ECTSBewertung). Die ECTS-Bewertungsskala gliedert die Studierenden nach statistischen Gesichtspunkten bezogen auf ein Kalenderjahr. Die erfolgreichen Studierenden erhalten folgende ECTSBewertung:
die besten 10 %,
die nächsten 25 %,
die nächsten 30 %,
die nächsten 10 %.
§ 14 Versäumnis, Täuschung, Ordnungsverstoß
(1) Studierende, die dem Termin oder Wiederholungstermin für eine Prüfung ohne den Nachweis
eines wichtigen Grundes gegenüber dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses fernbleiben,
haben die Prüfung nicht bestanden. Im Falle einer Erkrankung ist der entsprechende Nachweis
durch die Vorlage eines ärztlichen Attestes zu führen. § 10 Abs. 2 findet Anwendung.
(2) Versucht der Studierende, das Ergebnis der Prüfungsleistungen durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Prüfungsleistung mit
„nicht bestanden“ bewertet. Kommt es in einer schriftlichen oder praktischen Prüfung zu erheblichen Störungen des Prüfungsablaufs, so gilt § 14 Abs. 5 der ÄAppO entsprechend.
(3) Entscheidungen sind dem Studierenden unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und
mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Der Studierende kann innerhalb einer Frist von
zwei Wochen nach einer Entscheidung nach Abs. 2 eine Überprüfung der Entscheidung durch
den Prüfungsausschuss beantragen.
§ 15 Wiederholbarkeit von Prüfungen
(1) Prüfungen für einen Leistungsnachweis können grundsätzlich zwei Mal wiederholt werden. Dabei werden Wiederholungen von Teilprüfungen unabhängig voneinander gezählt.
(2) Nach einer erfolglosen Teilnahme an der zweiten Wiederholungsprüfung kann der Prüfungsausschuss abweichend von Abs. 1 auf Antrag beschließen, dass eine weitere Prüfung durchgeführt
wird. Der Antrag ist spätestens einen Monat nach Bestandskraft des Ergebnisses der zweiten
Wiederholungsprüfung zu stellen. Voraussetzung für die Genehmigung einer weiteren Prüfung
ist das Vorliegen eines wichtigen Grundes für das bisherige Prüfungsversagen. Die Zulassung zu
der weiteren Prüfung ist mit Auflagen für den Studierenden zu verbinden. Die Gründe für eine
solche Ausnahmeregelung sind zu dokumentieren
(3) Prüfungsteilnahmen am Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, dem Ersten Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung entsprechenden Prüfungen in anderen Modellstudiengängen oder der Ärztlichen Vorprüfung werden auf die Anzahl der Wiederholungsprüfungen für einen Leistungsnachweis angerechnet.
§ 16 Prüfungsbedingungen und Prüfungsumfang
(1) Wenn alle Prüflinge unter identischen Bedingungen geprüft werden, liegt eine standardisierte
Prüfung vor. Wenn dies nicht zu erreichen ist, z.B. weil es unterschiedliche Fallgeschichten gibt,
die die Prüflinge bearbeiten sollen, oder nicht jeder Prüfling dieselben Prüfungsaufgaben beantworten muss, ist eine strukturierte Prüfung durchzuführen. Strukturierte Prüfungen sind dadurch
a) die Gesamtmenge der Prüfungsaufgaben gewährleistet, dass alle Prüflinge über verschiedene
Themen im gleichen Verhältnis befragt werden können,
b) der Ablauf vor der Prüfung festgelegt wird,
c) im Voraus ein Beurteilungsschema mit entsprechendem Arbeitsblatt erstellt wurde,
d) es ein nachvollziehbares Verfahren gibt, wie bei unterschiedlichen Beurteilungen durch verschiedene Prüfer vorgegangen werden soll.
(2) Bei Prüfungen mit Aufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren soll die Anzahl der Aufgabenstellungen 30 nicht unterschreiten. Bei Prüfungen mit Aufgaben im Kurzantwortverfahren, Langtextverfahren, im Bildbearbeitungsverfahren oder in Assessment-Portfolios soll der maximal erreichbare Punktwert mindestens 30 betragen. Besteht eine Prüfung aus mehreren Teilprüfungen,
gelten diese Untergrenzen für jede Teilprüfung.
(3) Bei Prüfungen mit Aufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren sind pro Aufgabenstellung mindestens 90 Sekunden Bearbeitungszeit anzusetzen. Bei anderen Verfahren dauert die Prüfung mindestens 45 Minuten.
(4) In mündlichen Prüfungen sollen mehrere Aufgaben gestellt werden. Spontane Nach- oder Vertiefungsfragen sollen nur eingesetzt werden, um Verständnisprobleme zu beseitigen, damit die
Standardisierung gewährleistet bleibt. Bei der Festlegung der Anzahl der Aufgabenstellungen
sind sie nicht zu berücksichtigen. Mündliche Prüfungen dauern in der Regel mindestens 20 und
nicht mehr als 30 Minuten je Prüfling.
(5) In mündlich-praktischen Prüfungen soll der maximal erreichbare Punktwert mindestens 30 betragen, wobei die Auswertung für die einzelnen Stationen nach den jeweiligen Checklisten bzw.
Antwortblättern auf der Grundlage eines vorher festgelegten Schemas erfolgt. Die Zahl rein
schriftlicher Fragestationen soll ein Viertel der Gesamtzahl der Stationen nicht überschreiten.
§ 17 Prüfungsformate in den Modulen
(1) Die Prüfungen der in den ersten beiden Studienjahren angebotenen Module ersetzen gemäß § 41
Abs. 1 Nr. 1 ÄAppO in Verbindung mit § 41 Abs. 2 Nr. 3 ÄAppO den Ersten Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung. Diesen Modulen des integrierten Studienabschnitts sind die folgenden Prüfungen bzw. Teilprüfungen in den jeweils genannten Prüfungsformaten zugeordnet. Wenn in einem Modul für ein Prüfungsformat mehrere Teilprüfungen vorgesehen sind, ist pro Teilprüfung
jeweils eine gesonderte Zeile angelegt. Die Prüfungsformate in den Pflichtmodulen einschließlich der Anzahl der Aufgaben ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung. Die Angabe des
Prüfungsverfahrens bezieht sich auf die häufigste Aufgabenart, andere Prüfungsverfahren können bis zu 10 % der Aufgabenstellungen insgesamt umfassen. Wenn ein zweites Prüfungsverfahren mehr als 10 % der Aufgabenstellung umfassen soll, sind die beiden häufigsten Verfahren
Modul-Code Modulname
MSE_P_101
MSE_P_103
Zellbiologische und genetische Grundlagen der Medizin (Zellbiologie)
Zellbiologische und genetische Grundlagen der Medizin (Genetik)
MSE_P_104
mündlichpraktisch
MSE_P_105
Chemische und biochemische Grundlagen der Medizin (Chemie)
Chemische und biochemische Grundlagen der Medizin (Biochemie)
MSE_P_106
Physikalische und physiologische
Grundlagen der Medizin (Physik,
Physiologie)
Grundlagen der Medizin (Physiologie)
MSE_P_201
MSE_P_202
MSE_P_2XX Wahlfach I
(2) Die Teilprüfungen der folgenden Module aus Absatz 1 werden gewichtet zu einer Gesamtnote
a) Im Modul Zellbiologische und genetische Grundlagen der Medizin (MSE_P_103) gehen die
Teilprüfungen TP1-3 mit jeweils 33,3 % in die schriftliche Gesamtnote ein.
b) Im Modul Chemische und Biochemische Grundlagen der Medizin (MSE_P_105) gehen die
Teilprüfungen TP1 und TP2 mit je 15 % und TP3 mit 70 % in die schriftliche Gesamtnote ein.
(3) Die Prüfungen der im dritten bis fünften Studienjahr angebotenen Module ermöglichen es den
Studierenden die in § 27 ÄAppO genannten benoteten Leistungsnachweise zu erlangen, die für
die Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung benötigt werden. Diesen Modulen
des integrierten Studienabschnitts sind die folgenden Prüfungen bzw. Teilprüfungen in den jeweils genannten Prüfungsformaten zugeordnet. Wenn für einen Leistungsnachweis in einem
Prüfungsformat mehrere Teilprüfungen vorgesehen sind, ist pro Teilprüfung jeweils eine gesonderte Zeile angelegt. Die Prüfungsformate in den Modulen einschließlich der Anzahl der Aufgaben ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung. Die Angabe des Prüfungsverfahrens bezieht sich auf die häufigste Aufgabenart, andere Prüfungsverfahren können bis zu 10 % der
Aufgabenstellungen insgesamt umfassen. Wenn ein zweites Prüfungsverfahren mehr als 10%
der Aufgabenstellung umfassen soll, sind die beiden häufigsten Verfahren genannt:
AufgabenAufgabenanzahl
MSE_P_301
MSE_P_302
MSE_P_303
MSE_P_304
SAQ/KFQ
Public Health I (Prävention, GesundMSE_P_305
heitsförderung)
MSE_P_306 Propädeutikum II
Geschichte, Theorie, Ethik
MSE_P_307
MSE_P_308 Dermatologie, Venerologie
MSE_P_309 Infektiologie, Immunologie
MSE_P_401a Chirurgie
MSE_P_401b Urologie
MSE_P_401c Orthopädie
MSE_P_401 Chirurgie, Urologie, Orthopädie
MSE_P_402 Notfallmedizin
MSE_P_403 Anästhesiologie
MSE_P_404 Blockpraktikum Chirurgie
MSE_P_405
MSE_P_406 Psychiatrie und Psychotherapie
Klinische Chemie, LaboratoriumsMSE_P_407
MSE_P_408
MSE_P_409
MSE_P_410
MSE_P_411
Public Health II (Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, Öffentliches
MSE_P_412
MSE_P_413
MSE_P_414
MSE_P_415
MSE_P_416
MSE_P_417
MSE_P_505
Menschen (Geriatrie)
Rehabilitation, Physikalische Medizin,
MSE_P_507
MSE_P_309
Differentialdiagnose und -therapie
Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung, Strahlenschutz (Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung)
Strahlenschutz (Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung, Strahlenschutz)
Blockpraktikum MHH
MSE_P_418
MSE_P_501
MSE_P_502
MSE_P_503
MSE_P_504
MSE_P_508
MSE_P_509
MSE_P_510
MSE_P_511
MSE_P_512
MSE_P_513
MSE_P_5XX Wahlfach II
(4) a) In den Modulen Chirurgie, Urologie und Orthopädie gehen die Teilprüfungen P1 mit 66,6%
und P2 mit 33,3 % in die Gesamtnote ein.
b) Der Leistungsnachweis für den Querschnittsbereich Infektiologie, Immunologie setzt sich zu
je 50 % aus den schriftlichen Teilprüfungen der Module MSE_P_309 im 3. und 5. Studienjahr
c) Der Leistungsnachweis für den Querschnittsbereich Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung, Strahlenschutz ist erbracht, wenn beide Teilprüfungen des Moduls MSE_P_511 bestanden
werden. Die Note für den Leistungsnachweis ergibt sich zu 100 % aus der Teilprüfung 1.
d) Die Ermittlung der Note für die fächerübergreifenden Scheine (§ 17, Absatz 2 der Studienordnung) erfolgt wie folgt: Die Fächer werden mit dem Faktor 1,0 gewichtet mit Ausnahme von:
Humangenetik mit dem Faktor 0,5, Chirurgie und Anästhesie mit dem Faktor 2,0.
f) Die Note für das Blockpraktikum MHH geht zu 25 % in die Note des Blockpraktikums ein,
das durch das Blockpraktikum MHH schwerpunktmäßig vertieft wurde.
§ 18 Bekanntgabe von Prüfungsergebnissen
Die öffentliche Bekanntgabe von Prüfungsergebnissen erfolgt durch öffentlichen Aushang an
den Bekanntmachungsflächen des Studiendekanats. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Prüfungsergebnisse über einen Passwort-geschützten Bereich online einzusehen. Die Ergebnisse der
Prüfungen, die schriftlich mit elektronischen Eingabegeräten durchgeführt werden und deren
Aufgabenart das Antwort-Wahl-Verfahren ist, sollen innerhalb von drei Werktagen veröffentlicht werden.
§ 19 Prüfungsdokumentation
(1) Gemäß den Bestimmungen der Aktenordnung für die niedersächsische Landesverwaltung sind
folgende Prüfungsunterlagen fünf Jahre aufzubewahren:
a) Die Liste mit den Namen, Titeln und Fachzugehörigkeiten der Mitglieder der Prüfungskommission,
b) die Liste mit den Namen der vom Vorsitzenden der Prüfungskommission bzw. vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses beauftragten Aufsichtführenden,
c) die in der Prüfung gestellten Aufgaben einschließlich der vor Prüfungsbeginn durch die Prüfungskommission definierten richtigen Lösungen,
d) das Protokoll des Prüfungstermins einschließlich der eingelegten Rechtsbehelfe und anderen
Einwendungen der Prüflinge,
e) die Protokolle der vor bzw. nach der Prüfung von der Prüfungskommission durchgeführten
Sitzungen zur Festlegung der Aufgabenstellungen bzw. zur Beratung über Rechtsbehelfe und
andere Einwendungen der Prüflinge.
(2) Nach schriftlichen Prüfungen sind zusätzlich die schriftlichen Prüfungsarbeiten der Prüflinge
(3) Nach praktischen Prüfungen sind zusätzlich die Checklisten bzw. die Antwortblätter der einzelnen Stationen fünf Jahre aufzubewahren.
(4) Eine Übersicht über die Prüfungsergebnisse mit den Namen und Matrikelnummern der Prüflinge
und den Prüfungsergebnissen ist durch das Studiendekanat 30 Jahre aufzubewahren.
(5) Dem Prüfling wird auf Antrag beim Vorsitzenden der Prüfungskommission (nach § 2 Abs. 2)
Einsicht in die kompletten Prüfungsunterlagen gewährt.
(6) Die zusätzlichen Anforderungen an eine Dokumentation im Falle einer schriftlichen Prüfung mit
elektronischen Eingabegeräten sind in Abschnitt B geregelt.
B. Schriftliche Prüfungen mit elektronischen Eingabegeräten
§ 20 Beschreibung des Prüfungssystems
(1) Elektronische Prüfungen erfolgen mit der Softwareplattform Q[kju], bei der die Prüflinge über
ein Eingabegerät Prüfungsaufgaben beantworten. Die Bereitstellung der Prüfung, die Registrierung der Antworten und die Auswertung erfolgen über einen Server der mit der Durchführung
beauftragten Unternehmen (Q[kju]-Master), der über ein drahtloses lokales Netzwerk (WLAN)
mit den Eingabegeräten der Prüflinge (Q[kju]-Client) in Verbindung steht. Die gesamte elektronische Kommunikation zwischen den Eingabegeräten der Prüflinge und den Servern wird dazu
in einer Log-Datei mit Zeitstempel registriert und gespeichert. Abschließend werden alle Antworten der Prüflinge auf diesem und einem weiteren Server als separate Datei gespeichert. Nach
Abschluss der Prüfung wird eine Sicherungskopie auf einem Server der MHH hinterlegt.
(2) Über Q[kju]-Online haben die Mitglieder der Prüfungskommission Zugriff auf einen nach verschiedenen Kriterien sortierbaren Aufgabenpool. Die Mitglieder der Prüfungskommission oder
ein von ihr autorisierter Mitarbeiter der MHH geben die für eine elektronische Prüfung vorgesehenen Aufgabenstellungen in die Eingabemaske von Q[kju]-Online ein oder wählen bereits früher eingegebene Aufgabenstellungen aus. Eingabe, Einsicht und Korrekturmöglichkeit der Prüfungsmaterialien sind durch ein Passwort geschützt und nur für die Prüfungskommission und
vom Prüfungsausschuss ermächtigte Personen zugänglich.
(3) Die Softwareplattform Q[kju] gewährleistet die Authentizität und Integrität der Prüfungsergebnisse. Sie stellt insbesondere sicher, dass die von dem Prüfling eingegebenen Lösungen zweifelsfrei ihrem Ursprung zugeordnet und zu keinem Zeitpunkt verfälscht werden können. Das
Studiendekanat überprüft und dokumentiert die Funktionsfähigkeit der Softwareplattform Q[kju]
zu Beginn eines jeden Semesters und darüber hinaus aus gegebenem Anlass.
§ 21 Planung und Erstellung schriftlicher Prüfungen mit elektronischen Eingabegeräten
(1) Die Prüfungskommission stellt sicher, dass die vom Studiendekanat erstellte Liste der Prüfungsteilnehmer richtig und vollständig ist. Sie stellt weiterhin sicher, dass die erforderliche Anzahl
an Aufgabenstellungen fünf Werktage vor dem vorgesehenen Prüfungstermin in das System
Q[kju] eingepflegt ist, damit das Studiendekanat die Prüfung nach Maßgabe des § 17 dieser
Ordnung prüfen kann.
§ 22 Durchführung schriftlicher Prüfungen mit elektronischen Eingabegeräten
(1) Während der schriftlichen Prüfungen mit elektronischen Eingabegeräten sind die für die in der
Prüfungsliste angegebene Anzahl an Prüflingen erforderliche Anzahl von Mitarbeitern des mit
der Durchführung beauftragten Unternehmens und die vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellten Aufsichtführenden anwesend.
(2) Vor der Einsicht in die Prüfungsaufgaben auf seinem Eingabegerät (Laptop) loggt sich der Prüfling mit seiner Matrikel-Nummer ein. Dadurch wird das Eingabegerät technisch eindeutig dem
Prüfling zugeordnet. Zur Kontrolle meldet der Server nach erfolgter Eingabe der MatrikelNummer und dem Abgleich mit der gespeicherten Prüfungsliste den Namen und den Vornamen
des Prüflings an das Eingabegerät zurück. Mit der Identifizierung werden die Aufgaben jedem
Prüfling in der von der Prüfungskommission festgelegten Weise (§ 9 Abs. 3) zugeordnet.
(3) Wenn alle Prüfungsteilnehmer an ihrem Eingabegerät angemeldet sind, startet die Aufsicht die
Prüfung für alle Prüflinge gleichzeitig. Jede Aktion (Dateneingabe), die der Prüfling in Q[kju]Client während der Prüfungszeit tätigt, wird in Q[kju]-Master registriert.
(4) Die Aufgabenbearbeitung ist beendet, wenn der Prüfling dies über das Prüfungsprogramm bestätigt und spätestens wenn die festgelegte Bearbeitungszeit abgelaufen ist. Nach Ablauf der festgelegten Bearbeitungszeit wird die Datenübertragung von den Eingabegeräten der Prüflinge zu
den Prüfungsservern abgeschaltet. Dabei werden nach § 12 Abs. 3 verlängerte Bearbeitungszeiten individuell berücksichtigt.
(5) Die §§ 12, 13 und 18 gelten entsprechend. Die Prüflinge erhalten nach Beendigung der schriftlichen Prüfung mit elektronischen Eingabegeräten auf schriftlichen Antrag unverzüglich Einsicht
in einen Papierausdruck der Prüfungsfragen und ihrer jeweiligen Antworten. Die entsprechende
Datei wird von Q[kju]-Master bei Beendung der Prüfung erzeugt. Über diese Einsichtnahme ist
eine Aktennotiz anzufertigen.
§ 23 Auswertung und Dokumentation schriftlicher Prüfungen mit elektronischen Eingabegeräten
(1) Die elektronisch ermittelten Prüfungsergebnisse werden durch das beauftragte Unternehmen zunächst nur der Prüfungskommission und dem Studiendekanat zugänglich gemacht. Dabei ist je
eine Ergebnisstatistik über alle Prüflinge, für die Referenzgruppe und für die übrigen Prüflinge
für jede einzelne Aufgabenstellung und die Gesamtprüfung zu erstellen.
(2) Über die in § 13 Abs. 2 beschriebene nachträgliche Kontrolle des Prüfungsergebnisses hinaus
hat die Prüfungskommission die von Q[kju]-Master erstellten Ergebnisstatistiken zu würdigen
und auf Auffälligkeiten zu analysieren. Ergibt die Nachkorrektur keine Veränderungen gegenüber dem vorläufigen Prüfungsergebnis, sind die erreichte Punktzahl und die Prüfungsnote unter
Angabe der Matrikel-Nummer unverzüglich im Lernmanagementsystem der MHH und per Aushang bekannt zu machen.
(3) Zusätzlich zu den in § 18 genannten für fünf Jahre aufzubewahrenden Prüfungsunterlagen sind
im Falle schriftlicher Prüfungen mit elektronischen Eingabegeräten folgende Dateien für fünf
Jahre aufzubewahren und lesbar zu halten:
a) Die bei der beauftragten Firma auf dem mobilen Prüfungsserver und dem zentralen Sicherheitsserver während der Prüfung erstellten Prüfungsdateien sind von ihr aufzubewahren,
b) die nach Abschluss der Prüfung an das Rechenzentrum der MHH übermittelte Kopie der Prüfungsdateien ist von der MHH aufzubewahren,
c) die von Q[kju]-Master erstellten Ergebnisstatistiken,
d) das Protokoll der Nachkorrektursitzung der Prüfungskommission mit den gefassten Beschlüssen zur Korrektur einzelner Aufgabenauswertungen,
e) die Datei mit den endgültigen Prüfungsergebnissen.
§ 24 Form von Anträgen
§ 25 Qualitätssicherung
(1) Bei Prüfungen mit Aufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren orientiert sich der Prozess der Fragenerstellung an dem Vorgehen des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP). Zur Sicherung der Qualität schriftlicher Prüfungen werden die Ergebnisse durch
statistische Kenngrößen wie Trennschärfe und Itemanalyse evaluiert und zusammen mit den
Klausurergebnissen veröffentlicht.
(2) Das Studiendekanat erstellt einmal im Jahr für die Studienkommission eine Übersicht über die
Notenverteilung in den einzelnen Prüfungen. Für schriftliche und praktische Prüfungen können
darüber hinaus die Itemanalysen, Notenverteilungen und Prüfungsprotokolle im Rahmen eines
Qualitätsmanagements mit dem Ziel einer Verbesserung zukünftiger Prüfungen ausgewertet
(3) Der Prüfungsausschuss erstellt jährlich einen Rechenschaftsbericht für den Senat der MHH.
§ 26 Anlagen
Die Anlagen 1 bis 5 sind Teil dieser Ordnung.
§ 27 Dissensregelung
In Fällen, die in dieser Prüfungsordnung nicht vorgesehen sind, und für die Auslegung der einzelnen Vorschriften dieser Ordnung gilt die jeweils gültige ÄAppO.
Erläuterung zu den zulässigen Verfahren des schriftlichen Prüfungsformats (§ 6)
Gemäß § 6 sind die zulässigen schriftlichen Aufgabenstellungen das Wahlantwortverfahren (Multiple-ChoiceQuestions), das Kurzantwortverfahren (Short-Answer- oder Key-Feature-Questions), das Langtextverfahren
(Essay-Questions – EQ) oder Assessment-Portfolios (AP). Außerdem können Aufgabenstellungen im Bildbearbeitungsverfahren (Picture Analysis Questions – PAQ) erfolgen.
Unter Antwort-Wahl-Verfahren werden verschiedene Typen standardisierter schriftlicher Aufgaben zusammengefasst. Die Prüfungskandidaten müssen entweder aus mehreren vorgegebenen Antworten eine oder
mehrere auswählen. Die Antwort beschränkt sich immer auf ein Ankreuzen vorgegebener Wahlmöglichkeiten. Zulässig sind folgende MCQ-Typen:
Einfachauswahl-Aufgaben
Negative Einfachauswahl-Aufgaben
Was trifft zu? (1) …
Aufgabenfolge
dazu Frage 1 (Einfachauswahl- oder negative Einfachauswahl-Aufgaben)
dazu Frage 2 (Einfachauswahl- oder negative Einfachauswahl-Aufgaben)
dazu Frage 3 (Einfachauswahl- oder negative Einfachauswahl-Aufgaben)
Mehrfachauswahl oder Fragenkombination (Typ K)
Welche Kombination trifft / trifft nicht zu?
nur Nr. 1, 2 und 3 sind zutreffend
nur Nr. 1 und 3 sind zutreffend
nur Nr. 2 und 4 sind zutreffend
nur Nr. 4 ist zutreffend
alle sind zutreffend
Im Kurzantwortverfahren werden Aufgaben zu einem möglichst detaillierten Prüfungsinhalt gestellt, auf
die mit Einzelworten oder kurzen Sätzen geantwortet werden soll. Dabei können sich bis zu zwei Hauptfragen in mehrere Unterfragen aufteilen. Vor der Prüfung ist von einer Expertengruppe eine Liste richtiger
Antwortschlüssel zu erstellen. Die Prüfungskorrektur erfolgt dann anhand dieser Schlüssel. Je nach Länge
der zu liefernden Antworten geht es bei dieser Prüfungsform um das Erinnern (recall) oder die aktive Bewertung (judgement) von Faktenwissen.
Im Langtextverfahren sollen die Prüflinge Aufgaben zu einem eher komplexen Gegenstand bearbeiten,
indem sie ohne größere Einschränkungen frei in mehreren Sätzen oder Stichworten antworten. Damit ergeben sich unter Umständen deutlich längere Bearbeitungszeiten als bei den beiden ersten Aufgabentypen.
Vor der Prüfung ist von einer Expertengruppe eine Liste wichtiger Schlüsselbegriffe zu erstellen. Die Prüfungskorrektur beschränkt sich aber nicht auf das Suchen nach dem Vorkommen dieser Schlüsselbegriffe,
sondern bezieht eine Überprüfung des Erkennens von Zusammenhängen mit ein. Deshalb sind Aufgaben
dieses Typs besonders geeignet, um logisches Denken und fallbasierte Entscheidungsfindungen zu prüfen
Das Assessment-Portfolio ist eine kursbegleitende, schriftlich-ausformulierte Leistungskontrolle. Es dient
vor allem der Überprüfung der Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Einstellungen bzw.
Haltungen. Für Assessment-Portfolios müssen deshalb die Kriterien, nach denen sie erstellt und schließlich
bewertet werden, klar entwickelt werden. Dies betrifft sowohl Umfang, Inhalt und sprachliche Gestaltung
als auch äußere Form des Portfolios. Hierzu sollten die Prüfungskandidaten am besten eine Liste erhalten,
die die entsprechenden Anforderungen eindeutig benennt. Die Beurteilungskriterien hängen von den erarbeiteten Zielvorgaben ab. Maßgeblich sind dabei Zielgerichtetheit, Auswahl und reflektierende Betrachtung
und Kommentierung des eigenen Lernfortschritts.
Das Bildbearbeitungsverfahren stellt ebenfalls eine Sonderform des Antwort-Wahl-Verfahrens dar. Anders
als bei MC-Fragen müssen die Prüflinge hier aber auf den vorgelegten Bildern eine bestimmte Struktur oder ein Objekt finden, erkennen und im Bild markieren. (In einem Bild angebrachte Markierungen, aus denen eine bzw. mehrere auszuwählen sind, stellen dagegen MC-Fragen vom Typ A bzw. Kprim dar). Aufgaben im Bildbearbeitungsverfahren verlangen deshalb nicht nur ein reines Wiedererkennen von Faktenwissen (recognition), sondern erfordern auch eine aktive Bewertung des Gesehenen (judgement).
Zuordnungsaufgaben fassen eine Serie von inhaltlich zusammenhängenden Typ-A-Aufgaben in einer Frage
zusammen. Dazu müssen den Begriffen einer Liste 1 oder mehreren Punkten in einem Bild die Begriffe einer Liste 2 eindeutig zugeordnet werden. Die Anzahl der Begriffe der Liste 1 bzw. die Anzahl der Punkte
auf einem Bild soll dabei fünf betragen, die Anzahl der Begriffe der Liste 2 soll zwischen drei und fünf betragen.
Erläuterung zu den zulässigen Verfahren des mündlichen und des praktischen
Prüfungsformats (§ 7)
Zulässige mündliche Aufgabenstellungen gemäß § 7 Abs. 2 sind strukturierte mündliche Prüfungen und das
Triple Jump Exercise (TJE).
• Strukturierte mündliche Prüfungen zeichnen sich neben den in § 16 Abs. 1 genannten Merkmalen dadurch
aus, dass ihnen Prüfertrainings, die Verwendung von Protokollformularen und Checklisten als organisatorische Maßnahmen zugeordnet sind, die eine gleichbleibende Qualität fördern sollen. Die organisatorischen
Maßnahmen sind ebenso wie der Prüfungsverlauf in Form eines Ergebnisprotokolls mit den Prüfungsinhalten
zu dokumentieren. Gedächtnispsychologisch geht es bei dieser Prüfungsform um das Erinnern (recall) von
Faktenwissen und die Fähigkeit, dieses Wissen verbal anzuwenden (reasoning).
• Die Triple Jump Exercise ist eine im Umfeld des Problem-Orientierten Lernens (POL) entstandene Prüfungsform, in der die Studierenden einzeln jeweils eine Krankengeschichte oder eine andere Fragestellung nach
dem Muster eines POL-Falles bearbeiten. Dabei sind drei Elemente zu berücksichtigen. Zunächst erfolgt die
Präsentation der relevanten Problemstellung durch den Prüfungskandidaten. Wie in einer POL-Gruppe werden dann Hypothesen formuliert und gewichtet. Dieser Vorgang wird von der Prüfungskommission protokolliert. Dabei können durch den Prüfungskandidaten auch Fragen gestellt und zusätzliche Informationen wie
Laborergebnisse auf Nachfragen an ihn ausgehändigt werden. Der Prüfungskandidat formuliert aus den offenen Fragen Lernziele, denen er in der nächsten Prüfungseinheit nachgeht. In der zweiten Phase geht der Prüfungskandidat unter Zuhilfenahme verschiedener Quellen den Lernzielen nach. Das neu erworbene Wissen
wird in die bestehenden Hypothesen mit einbezogen, diese werden gegebenenfalls korrigiert. In dieser Phase
arbeitet der Prüfungskandidat ohne Prüfungskommission unter Zuhilfenahme von frei wählbaren Hilfsmitteln. In der abschließenden dritten Phase erörtert der Prüfungskandidat wiederum in Anwesenheit der Prüfungskommission die veränderten Hypothesen und ihre Bearbeitungsstrategie. In die Bewertung durch die
Prüfungskommission fließt nicht nur das erworbene Wissen, sondern auch die Qualität der benutzten Quellen
und die Vorgehensweise mit ein. Den Abschluss der Prüfung bildet ein Feedbackgespräch.
Zulässige mündlich-praktische Prüfungen gemäß § 7 Abs. 2 sind die Objective Structured Practical Examination
(OSPE), die Objective Structured Clinical Examination (OSCE), das Objective Structured Long Examination
Record (OSLER) und die Mini-Clinical Evaluation Exercise (Mini-CEX).
• Die Objective Structured Practial Examination bzw. die Objective Structured Clinical Examination setzt sich
aus einer Serie von Stationen zusammen, an denen unterschiedliche, sich teilweise aufeinander beziehende
Aufgabenstellungen bearbeitet werden, die auf die Einschätzung des Wissens, der Fähigkeiten und der Fertigkeiten des Prüfungskandidaten abzielen. In der Regel dauert eine Prüfung pro Station jeweils 5 bis 10 Minuten, wobei zwischen Prozedur- und Fragestationen unterschieden werden kann. Die Prüfungskandidaten
rotieren simultan durch die Stationen und bearbeiten die praktischen Aufgaben oder beantworten schriftliche
Fragen, die in Zusammenhang mit einer Prozedurstation stehen können. Idealerweise handelt es sich um einen geschlossenen Kreis von Stationen ohne Anfang oder Ende. Abgefragt werden theoretische bzw. klinische und praktische Themen, wobei wann immer möglich praktische Aufgaben bzw. Standardisierte Patienten zum Einsatz kommen sollen. Letztere erhalten vor dem Test eine standardisierte Einweisung in „ihr Problem“, sodass eine Reproduzierbarkeit der Testsituation weitgehend gewährleistet ist.
• Das Objective Structured Long Examination Record wird eingesetzt, um Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten am Patientenbett in einer strukturierten Form zu bewerten. Dabei erhebt der Studierende bei einem Patienten eine Anamnese und führt eine körperliche Untersuchung durch. Anschließend stellt er/sie den Patienten einer Prüfungskommission am Patientenbett vor, wobei nach Aufforderung durch die Prüfungskommission Teile der Anamnese oder der Untersuchung wiederholt werden können. Im weiteren Verlauf der
Prüfung werden mit dem Studierenden weitergehende Untersuchungen und Behandlungsstrategien diskutiert.
Der Prüfungskandidat kann hierbei aufgefordert werden, dem Patienten einzelne Untersuchungen oder Therapien mit der entsprechenden Aufklärung zu erläutern. Insgesamt bewertet die Prüfungskommission die
Leistung des Studierenden anhand einer Reihe von Punkten zu Anamnese, körperlicher Untersuchung und
weiterem diagnostischem und therapeutischem Vorgehen.
• Die Mini-Clinical Evaluation Exercise (mini-CEX) ist eine kurze, standardisierte klinische Untersuchung mit
einer Prüfungszeit von insgesamt mindestens 20 bis maximal 30 Minuten. Sie findet mit realen Patienten
statt. Die Mini-CEX stellt eine standardisierte Prüfungsmethode in unterschiedlichen Situationen dar, die anhand von 6 bis 10 zuvor schriftlich festgelegter Bewertungskriterien verschiedene Aspekte der körperlichen
Untersuchung, Kommunikation, Organisationsverständnis, Effizienz und klinische Entscheidungsfindung
Begleitschreiben zur Vorlage einer krankheitsbedingten
Prüfungsunfähigkeit beim Studiendekanat
Name: ……………….......
Matrikelnummer: ..........................
 Modellstudiengang
 Regelstudiengang
Das beigefügte ärztliche Attest bezieht sich auf folgende Prüfungen:
Prüfung: ............................................. (exakter Modulname)
am ......................... um ......................
StudO_PruefO_2012_13
http://www2.mh-hannover.de/fileadmin/mhh/download/studium_ausbildung/OrdnungenMedizin/StudO_PruefO_2012_13.pdf