Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2018_II_163/BGBLA_2018_II_163.html
Timestamp: 2019-11-18 19:26:42
Document Index: 57391297

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 13', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 14', '§ 1', '§ 4']

Ausgegeben am 5. Juli 2018
163. Verordnung:
Zahntechnische Fachassistenz-Ausbildungsordnung
163. Verordnung der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort über die Berufsausbildung im Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz (Zahntechnische Fachassistenz-Ausbildungsordnung)
Auf Grund der §§ 8 und 24 des Berufsausbildungsgesetzes (BAG), BGBl. Nr. 142/1969, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 154/2017, wird verordnet:
Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz
§ 1. (1) Der Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz ist mit einer Lehrzeit von drei Jahren eingerichtet.
(2) In die Ausbildung im Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz kann nur bis zum Ablauf des 31. Mai 2023 eingetreten werden.
(3) Im Lehrvertrag, Lehrzeugnis, Lehrbrief und im Lehrabschlussprüfungszeugnis ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Zahntechnischer Fachassistent, Zahntechnische Fachassistentin) zu bezeichnen.
§ 2. Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der im Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz ausgebildete Lehrling befähigt werden, die nachfolgenden Tätigkeiten fachgerecht, selbständig und eigenverantwortlich ausführen zu können:
Anfertigen und Auswerten von Skizzen und Zeichnungen für zahntechnische Arbeiten,
Herstellen von Registrierbehelfen sowie jeglicher Art von Modellen,
Anwenden von zahntechnischen Verbundtechnologien,
Anwenden von Guss- und Presstechniken diverser zahntechnischer Materialien,
Durchführen von Reparaturen und Wiederinstandsetzen von herausnehmbarem Zahnersatz,
Herstellen von Teil- und Totalprothesen für Oberkiefer und Unterkiefer samt aller dafür erforderlichen Prozessschritte,
Umstellen von Zähnen und Planen von kieferorthopädischen Behandlungen (Grundkenntnisse),
Anfertigen von therapeutischen Behelfen und kieferorthopädischen Geräten,
Anwenden feinmechanischer Techniken,
Modellieren von Stiftaufbauten, Kronen und Brücken sowie von mehrflächigen Gussfüllungen,
Anfertigen von festsitzendem Zahnersatz wie Teilkronen, Kronen und Brücken,
Herstellen von Teil- und Vollverblendungen,
§ 3. (1) Für die Ausbildung im Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz wird folgendes Berufsbild festgelegt. Die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sind spätestens in dem jeweils angeführten Lehrjahr beginnend derart zu vermitteln, dass der Lehrling zur Ausübung qualifizierter Tätigkeiten im Sinne des Berufsprofils befähigt wird, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen, Kontrollieren und Optimieren einschließt.
des Lehrbetriebes
Kenntnis berufsspezifischer Gesetze, Vorschriften und Normen
Kenntnis der einschlägigen Sicherheitsvorschriften und Normen sowie der einschlägigen
Vorschriften zum Schutz des Lebens und der Gesundheit, insbesondere der berufsspezifischen Arbeitshygiene- und Sicherheitsvorschriften
Die für den Lehrberuf relevanten Maßnahmen und Vorschriften zum Schutz der Umwelt: Grundkenntnisse der betrieblichen Maßnahmen zum sinnvollen Energieeinsatz im berufs-relevanten Arbeitsbereich; Grundkenntnisse der im berufsrelevanten Arbeitsbereich anfallenden Reststoffe und über deren Trennung, Verwertung sowie über die Entsorgung des Abfalls
Kenntnis über Inhalt und Ziel der Ausbildung sowie über wesentliche einschlägige
Durchführen der Arbeitsplanung; Festlegen von Arbeits-schritten, Arbeitsmitteln und Arbeitsmethoden
Grundkenntnisse der betrieblichen Kosten, deren
Beeinflussbarkeit und deren Auswirkungen
Grundkenntnisse von Netzen und Netzwerktechnik sowie der Datenübertragung
Anwenden von verschiedenen Informationstechniken (zB Internet, Datenbanken)
Grundkenntnisse des Datenschutzes insbesondere des Umgangs mit medizinischen Daten
Kenntnis des Datenschutzes insbesondere des Umgangs mit medizinischen Daten
Verantwortungsbewusstes Umgehen mit medizinischen Daten im Sinne des Datenschutzes
Kommunikative Kompetenz, zB mit Kunden/innen, Vorgesetzten, Kollegen/innen und anderen Personengruppen zielgruppengerecht kommunizieren; Englisch auf branchen- und betriebs-üblichem Niveau zum Bestreiten von Alltags- und Fachgesprächen beherrschen
Arbeitsgrundsätze, zB Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein,
Pünktlichkeit etc.
Grundkenntnisse der patientengerechten Kommunikation und des patientengerechten Verhaltens
Grundkenntnisse der Kommunikation und Zusammenarbeit des Zahntechnikers/der Zahntechnikerin mit dem Zahnarzt/der Zahnärztin hinsichtlich Prozessabläufen und
Kenntnis der Kommunikation und Zusammenarbeit des Zahntechnikers/der Zahntechnikerin mit dem Zahnarzt/der Zahnärztin hinsichtlich Prozessabläufen und Behandlungsvarianten
Kenntnis der für den Arbeitsplatz erforderlichen Hygienemaßnahmen wie Desinfektion und Sterilisation
Anwenden der für den Arbeitsplatz erforderlichen Hygienemaßnahmen wie Desinfektion und Sterilisation
Grundlagen der Zahntechnik
Kenntnis der Arbeitsbereiche der Zahntechnik wie Geräte- und Instrumentenpflege, Arbeitsvorbereitung, grundlegende Bearbeitungstechniken, feste und herausnehmbare Zahntechnik, Kieferorthopädie sowie digitale Fertigungstechniken
Kauorgans (wie Knochen, Muskeln etc.)
Kenntnis der Anatomie und Physiologie des Kauorgans und ihrer Anwendung bei zahntechnischen Arbeiten hinsichtlich physiologischer und funktioneller Gesichtspunkte
Grundkenntnisse der Pathologie des Kiefers und der Zähne
Kenntnis der Pathologie des Kiefers und der Zähne
Grundkenntnisse der Statik, der Dynamik und der Okklusion von Zähnen in Hinblick auf zahntechnische Arbeiten
Kenntnis der Statik, der
Dynamik und der Okklusion von Zähnen in Hinblick auf zahntechnische Arbeiten
Grundkenntnisse der Biokompatibilität, Toxikologie und
Abbaubarkeit von zahntechnischen Materialien
Kenntnis der Biokompatibilität, Toxikologie und Abbaubarkeit von zahntechnischen Materialien
Grundkenntnisse der Ästhetik und der Farbenlehre
Kenntnis der Ästhetik und der Farbenlehre
Kenntnis der Werkstoffe und Hilfsstoffe, ihrer Eigenschaften, Verwendungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten
Auswählen, Prüfen, Beurteilen und Anwenden von Werk- und Hilfsstoffen
Grundkenntnisse der in der Zahntechnik eingesetzten Instrumente, Werkzeuge,
Apparate, Maschinen und Einrichtungen hinsichtlich Aufbau, Funktion, Anwendung und Verwendung
Kenntnis der in der Zahntechnik eingesetzten Instrumente, Werkzeuge, Apparate, Maschinen und Einrichtungen hinsichtlich Aufbau, Funktion, Anwendung und Verwendung
Handhaben und Instandhalten der zu verwendenden Instrumente, Werkzeuge, Apparate, Maschinen und Einrichtungen
Kenntnis und Anwendung einfacher manueller und maschineller Bearbeitungstechniken an
diversen zahntechnischen Materialien
Herstellen von lösbaren und nichtlösbaren Verbindungen
Kenntnis des Einflusses von Wärmebehandlungen auf die Werkstoffeigenschaften
Grundkenntnisse des berufsspezifischen Oberflächenschutzes und der Korrosionsvermeidung
Kenntnis des berufsspezifischen Oberflächenschutzes und der Korrosionsvermeidung
Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen wie Skizzen und Zeichnungen
Kontrollieren, Beurteilen und Dokumentieren von Arbeitsergebnissen auch unter Verwendung der betriebsspezifischen EDV
Grundkenntnisse der Abformung sowie der digitalen Datenerfassung
Herstellen von einfachen
Modellen nach anatomischen Abformungen und
Herstellen von Modellen jeglicher Art
Kenntnis der Kieferrelationsbestimmung
Herstellen von einfachen Bissschablonen und individuellen Löffeln
Herstellen von Registrierbehelfen
Montieren von Modellen und Einstellen im Artikulator
Grundkenntnisse der digitalen Fertigungstechniken
Grundkenntnisse der Pathophysiologie des Kauorgans und der wichtigsten Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers sowie deren Auswirkungen auf das Craniomandibuläre System
Grundkenntnisse der Kieferorthopädie sowie der intraoralen (festsitzenden und abnehmbaren) und exoralen kieferorthopädischen Geräte
Prüfen und Auswerten von Skizzen und Zeichnungen prothetischer und kieferorthopädischer Arbeiten
Kenntnis therapeutischer
Anfertigen von therapeutischen Behelfen
Grundkenntnisse des Umstellens von Zähnen und des Planens von kieferorthopädischen und prothetischer Behandlungen
Funktionskieferorthopädie sowie deren Behandlungsmöglichkeiten
Grundkenntnisse des herausnehmbaren Zahnersatzes (zB Teil- und Totalprothesen)
Kenntnis des herausnehmbaren Zahnersatzes (zB Teilpro-thesen und Totalprothesen)
Herstellen des herausnehmbaren Zahnersatzes (zB Teilprothesen und Totalprothesen)
Grundkenntnisse der Instandsetzung von Teil-, Total- und Modellgussprothesen sowie zugehöriger Klammertechnik
Kenntnis der Instandsetzung von Teilprothesen, Totalprothesen und Modellgussprothesen sowie zugehöriger Klammertechnik
Durchführen von Reparaturen (Bruch, Sprung etc.) und
Erweiterungen (zB Ersatz von Zähnen) an herausnehmbarem Zahnersatz
Durchführen von Basiserneuerungen und umfangreichen
Kenntnis der Herstellung von herausnehmbarem Zahnersatz (partiell und total) und Durchführen der zugehörigen Prozessschritte wie Einbetten, Polymerisieren, Ausbetten, Re-okkludieren, selektives Einschleifen, Ausarbeiten, Remontieren
Grundkenntnisse der Modellgusstechnik
Kenntnis der Modellgusstechnik
Grundkenntnisse unterschiedlicher Aufstellungskonzepte sowie Kenntnis von Teilprothesen
Kenntnis unterschiedlicher Aufstellungskonzepte sowie Kenntnis von Teilprothesen
Aufstellen und Anfertigen von Teilprothesen und Total-prothesen
Ausmodellieren von Prothesen nach anatomischen Gesichtspunkten
Grundkenntnisse des festsitzenden Zahnersatzes wie Teilkronen, Kronen und Brücken
Kenntnis des festsitzenden Zahnersatzes wie Teilkronen, Kronen und Brücken
Grundkenntnisse von Gusstechniken diverser
zahntechnischer Materialien
Kenntnis und Anwendung zahntechnischer Guss- und
Presstechniken diverser zahntechnischer Materialien
Kenntnis und Anwendung von zahntechnischen Verbund-technologien (zB Löten, Schweißen, Kleben)
Kenntnis der Abformung sowie der digitalen Datenerfassung
Grundkenntnisse feinmechanischer Techniken
Kenntnis und Anwendung feinmechanischer Techniken
Anfertigen von festsitzendem Zahnersatz wie Teilkronen, Kronen und Brücken
Modellieren von Stiftaufbauten, einfachen Gussfüllungen, Vollgusskronen sowie Kronen für die Verblendtechnik
Modellieren von Brücken und mehrflächigen Gussfüllungen
Grundkenntnisse der Farb-bestimmung
Grundkenntnisse diverser Verblendtechniken
Kenntnis diverser Verblendtechniken
Herstellen von Teil- und
Vollverblendungen
Kenntnis der Herstellung von kombiniertem Zahnersatz
Mitarbeiten beim Herstellen von kombiniertem Zahnersatz
(2) Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Anatomie, Prothetik und Technologie.
(3) Die Aufgaben haben nach Umfang und Niveau dem Zweck der Lehrabschlussprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Sie sind den Prüfungskandidaten/den Prüfungskandidatinnen anlässlich der Aufgabenstellung getrennt zu erläutern.
Anatomie des Kauorgans (zB Schädel, Gewebe des Kopfes, Kauapparat, Zähne, Kopfmuskulatur, Drüsen und Mund),
Physiologie des Kauorgans (zB Schädel, Gewebe des Kopfes, Kauapparat, Zähne, Kopfmuskulatur, Drüsen und Mund),
Pathologie des Kiefers und der Zähne,
Statik, Dynamik und Okklusion von Zähnen in Hinblick auf zahntechnische Arbeiten.
Ästhetik und Farbenlehre.
§ 8. (1) Die Prüfung hat Aufgaben aus sämtlichen nachstehenden Bereichen zu umfassen:
Arbeitsplanung und Arbeitsvorbereitung,
Qualitätskontrolle, Arbeitssicherheit und Hygiene,
Werkstoffkunde: Eigenschaften und Verarbeitung in der Zahntechnik genutzter Werkstoffe,
Maschinenkunde: Werkzeuge, Geräte, Apparate, Maschinen und Einrichtungen.
§ 9. Die Praktische Prüfung hat an aufeinanderfolgenden Tagen stattzufinden.
§ 10. (1) Die Prüfung hat nach Angabe der Prüfungskommission die Bearbeitung eines betrieblichen Arbeitsauftrags zu umfassen.
(2) Die Aufgabe hat sich auf die Herstellung eines Zahnersatzes und/oder von kieferorthopädischen Geräten unter Einschluss von Arbeitsplanung, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, allenfalls erforderliche Maßnahmen zum Umweltschutz und Maßnahmen der Qualitätskontrolle zu erstrecken. Die einzelnen Schritte bei der Ausführung der Aufgabe sind von Hand oder rechnergestützt zu dokumentieren. Die Prüfungskommission kann dem Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin anlässlich der Aufgabenstellung hiefür entsprechende Unterlagen zur Verfügung stellen.
(3) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und den Tätigkeitsbereich des Lehrbetriebes jedem Prüfungskandidaten/jeder Prüfungskandidatin eine Aufgabe zu stellen, die in der Regel in 16 Arbeitsstunden durchgeführt werden kann.
(4) Die Prüfarbeit ist nach 18 Arbeitsstunden zu beenden.
Form und Funktion,
technische Verwertbarkeit.
(2) Das Fachgespräch hat sich aus der praktischen Tätigkeit heraus zu entwickeln. Hierbei ist unter Verwendung von Fachausdrücken das praktische Wissen des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin festzustellen. Der Prüfungskandidat/die Prüfungskandidatin hat fachbezogene Aufgabenstellungen und deren Lösungen darzustellen, die für den Auftrag relevanten fachlichen Hintergründe aufzuzeigen und die Vorgehensweise bei der Ausführung des Auftrags zu begründen.
(3) Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlussprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin zu entsprechen. Hierbei können Demonstrationsobjekte herangezogen werden. Fragen über einschlägige Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen und Unfallverhütung sowie über einschlägige Umweltschutz- und Entsorgungsmaßnahmen sind mit einzubeziehen. Die Prüfung ist in Form eines möglichst lebendigen Gesprächs mit Gesprächsvorgabe durch Schilderung von Situationen oder Problemlösungen zu führen.
§ 13. (1) Gemäß § 8 Abs. 12 des Berufsausbildungsgesetzes werden abweichend von § 8 Abs. 5 bis Abs. 11 des Berufsausbildungsgesetzes folgende Regelungen betreffend die Verhältniszahlen festgelegt.
ein Lehrling,
vier bis 24 fachlich einschlägig ausgebildete Personen
für je drei Personen ein weiterer Lehrling,
ab 25 fachlich einschlägig ausgebildete Personen
für je vier Personen ein weiterer Lehrling.
(3) Auf die Verhältniszahlen sind Lehrlinge im letzten Jahr ihrer Lehrzeit und Lehrlinge, denen mindestens zwei Lehrjahre ersetzt wurden, sowie fachlich einschlägig ausgebildete Personen, die nur vorübergehend oder aushilfsweise im Betrieb beschäftigt werden, nicht anzurechnen.
(4) Werden in einem Lehrbetrieb in mehr als einem Lehrberuf Lehrlinge ausgebildet, dann sind Personen, die für mehr als einen dieser Lehrberufe fachlich einschlägig ausgebildet sind, nur auf die Verhältniszahl eines dieser Lehrberufe anzurechnen. Wenn aber in einem Betrieb nur eine einzige, jedoch für alle in Betracht kommenden Lehrberufe fachlich einschlägig ausgebildete Person beschäftigt ist, dürfen – unter Beachtung der für die einzelnen Lehrberufe jeweils festgelegten Verhältniszahlen – insgesamt höchstens drei Lehrlinge ausgebildet werden.
(5) Ein Ausbilder/eine Ausbilderin ist bei der Ermittlung der Verhältniszahl gemäß § 8 Abs. 5 des Berufsausbildungsgesetzes als eine fachlich einschlägig ausgebildete Person zu zählen. Wenn er/sie jedoch mit Ausbildungsaufgaben in mehr als einem Lehrberuf betraut ist, ist er/sie als eine fachlich einschlägig ausgebildete Person bei den Verhältniszahlen aller Lehrberufe zu zählen, in denen er/sie Lehrlinge ausbildet.
(6) Folgende Verhältniszahlen betreffend das Verhältnis der Anzahl der Lehrlinge zur Anzahl der im Betrieb beschäftigten Ausbilder/Ausbilderinnen sind einzuhalten:
Auf je zwei Lehrlinge zumindest ein Ausbilder/eine Ausbilderin, der/die nicht ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist.
Auf je sieben Lehrlinge zumindest ein Ausbilder/eine Ausbilderin, der/die ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist.
(7) Ein Ausbilder/eine Ausbilderin, der/die mit Ausbildungsaufgaben in mehr als einem Lehrberuf betraut ist, darf – unter Beachtung der für die einzelnen Lehrberufe jeweils festgelegten Verhältniszahlen gemäß § 8 Abs. 10 des Berufsausbildungsgesetzes – insgesamt höchstens so viele Lehrlinge ausbilden, wie es der höchsten Verhältniszahl gemäß § 8 Abs. 10 des Berufsausbildungsgesetzes der in Betracht kommenden Lehrberufe entspricht.
§ 14. (1) Die Bestimmungen der §§ 1 bis 3 und 13 betreffend die Ausbildungsordnung für den Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz treten mit 1. Juni 2018 in Kraft.
(2) Die Bestimmungen der §§ 4 bis 12 betreffend die Lehrabschlussprüfung für den Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz treten mit 1. Jänner 2019 in Kraft und treten vorbehaltlich Abs. 3 mit 31. Dezember 2023 außer Kraft.
(3) Lehrlinge, die am 31. Mai 2023 im Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz ausgebildet werden, können gemäß dieser Ausbildungsordnung bis zum Ende der vereinbarten Lehrzeit weiter ausgebildet werden und können bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit zur Lehrabschlussprüfung auf Grund der in dieser Ausbildungsordnung enthaltenen Prüfungsordnung antreten.