Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2002/02'2'04.htm
Timestamp: 2018-01-22 18:26:36
Document Index: 383074402

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 77', 'Art. 2', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7']

12. Jahrgang, Nr. 2 vom 19. Februar 2002, S. 13
Studienordnung für das Lehramt am Gymnasium
Auf Grund des § 11 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 3. April 2001 (GVBl. LSA S. 141), hat die Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg die folgende Studienordnung für das Lehramt am Gymnasium im Unterrichtsfach Sozialkunde des Fachbereiches Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften erlassen.
Die vorliegende Studienordnung regelt auf der Grundlage der Dritten Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt vom 29.12.1999 (GVBl. 2000, S. 2-94) Ziele, Inhalte und Verlauf des Studiums für das Lehramt an Gymnasien im Unterrichtsfach Sozialkunde an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg.
Das Studium für das Unterrichtsfach Sozialkunde ist in der Regel mit allen Unterrichtsfächern des Gymnasiums kombinierbar. Das Nähere regelt die Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt.
Studienleistungen und Studienzeiten aus anderen Studiengängen oder von anderen Hochschulen können auf Antrag als gleichwertig anerkannt werden. Dies geschieht auf der Grundlage der gültigen Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt in Absprache mit dem Landesprüfungsamt. Über die Anrechenbarkeit einzelner Studienleistungen im Grundstudium entscheidet der Prüfungsausschuss des Institutes für Politikwissenschaft.
(1) Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, das Fach Sozialkunde an Gymnasien umfassend und selbstständig zu unterrichten. Während des Studiums eignen sie sich Begriffe, Inhalte, Methoden und Denkweisen der Politikwissenschaft, Grundkenntnisse in Soziologie, weiteren Sozialwissenschaften sowie der Fachdidaktik an. Die fachliche Ausbildung vermittelt den Studierenden die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Arbeit.
(2) Die Studierenden erwerben ein breites Fachwissen in der Politikwissenschaft und auch in deren sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen, das sie befähigt, die schulischen Lehrinhalte im Unterricht zu behandeln und in der Kursstufe auch wissenschaftspropädeutische Lernprozesse bei den Schülern zu sichern.
(4) Das Hauptstudium hat zum Ziel, die fachwissenschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen, die Fähigkeit zu wissenschaftlicher Arbeit weiterzuentwickeln und so zunehmend die Selbstständigkeit bei der Planung und Durchführung von Unterricht im Fach Sozialkunde an Gymnasien zu erhöhen.
In der Fachdidaktik erfolgt die Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Theorien und Methoden im Hinblick auf Lehr- und Bildungsvorgänge an Gymnasien. Die Studierenden erwerben Grundkenntnisse zu Bildungsaufgaben, Lernzielen, Lerninhalten und Lernbedingungen sowie zu fachspezifischen Methoden und Verfahren. Sie gewinnen erste schulpraktische Erfahrungen durch schulpraktische Übungen (SPÜ) und Schulpraktika (SP).
Die schulpraktischen Übungen werden während eines Semesters im Grundstudium an einem Gymnasium durchgeführt. Die beiden Schulpraktika von je 4 Wochen Dauer werden während der vorlesungsfreien Zeit am Ende des Grundstudiums bzw. während des Hauptstudiums durchgeführt.
(1) Der Umfang des Studiums für das Lehramt an Gymnasien im Unterrichtsfach Sozialkunde beträgt 68 SWS.
(2) Das Studium gliedert sich in ein Grundstudium (in der Regel 4 Semester) und ein Hauptstudium (in der Regel 4 Semester und anschließendes Prüfungssemester).
- A2 - Politisches System der Bundesrepublik Deutschland (Vorlesung und Proseminar) /
A3 - Politische Systeme und Systemvergleich (Vorlesung und Proseminar)
Die verbleibenden 12 SWS verwenden die Studierenden nach eigener Wahl auf die im § 7 genannten Studieninhalte.
- A1 - Politische Theorie und politische Ideengeschichte (Hauptseminar)
A4 - Internationale Beziehungen einschließlich Außenpolitik und internationale
Organisationen (Hauptseminar)
Die verbleibenden 22 SWS verwenden die Studenten und Studentinnen nach eigener Wahl auf die im § 7 genannten Studieninhalte.
(2) Für den Teilbereich "Politische Theorie und politische Ideengeschichte" (A1) ist der erfolgreiche Besuch eines frei zu wählenden Proseminars erforderlich, ein Leistungsnachweis ist zu erbringen. Die übrigen beiden Pflichtstunden können durch den Besuch einer Vorlesung oder eines weiteren Proseminars abgeleistet werden. Der Besuch wird durch Teilnahmeschein belegt.
(3) Für die Teilbereiche "Politisches System der Bundesrepublik Deutschland" (A2) / "Politische Systeme und Systemvergleich" (A3) ist wahlweise der erfolgreiche Besuch eines frei zu wählenden Proseminars erforderlich; ein Leistungsnachweis ist zu erbringen. Die übrigen beiden Pflichtstunden können durch den Besuch einer Vorlesung oder eines weiteren Proseminars abgeleistet werden. Der Besuch wird durch Teilnahmeschein belegt.
(4) Im Teilbereich "Internationale Beziehungen einschließlich Außenpolitik und internationale Organisationen" (A4) muss nach Erwerb des Studiennachweises für die Lehrveranstaltung "Einführung in die Politikwissenschaft" das Proseminar "Einführung in die internationalen Beziehungen" (im 2. oder 3. Semester) mit einem Leistungsnachweis erfolgreich abgeschlossen werden. Zwischen dem 2. und 4. Semester muss die Vorlesung "Deutsche Außenpolitik" besucht werden. Der Besuch wird durch Teilnahmeschein belegt.
(5) Das Studium der "Fachdidaktik Sozialkunde" (D) im Grundstudium besteht aus 3 Teilen:
(6) In den Bereichen "Politik und Wirtschaft" (B) und "Soziologie" (C) wird wahlweise ein Leistungsnachweis erworben. Voraussetzung ist der erfolgreiche Besuch eines Proseminars. Die Veranstaltungen können in den Fachbereichen bzw. Instituten der Universität besucht werden, die entsprechende inhaltliche Angebote bereitstellen.
(7) Die anderen in den §§ 7 und 8 genannten sozialwissenschaftlichen Studieninhalte stellen sich die Studierenden nach den Angeboten jener Fächer im Rahmen der in § 7 gegebenen Beschreibung selbstständig zusammen. Die Studierenden belegen den Besuch der Veranstaltungen durch Teilnahmescheine.
2. Politische Theorien und politische Ideengeschichte (A1)
3. Politisches System der Bundesrepublik Deutschland (A2) /
4. Internationale Beziehungen einschließlich Außenpolitik und internationale
5. Politik und Wirtschaft (B)
6. Fachdidaktik Sozialkunde (D)
Moderne politische Theorien und Geschichte politischer Ideen;
Vergleich unterschiedlicher politischer Systeme;
(5) Die schriftliche Teilprüfung wird als Arbeit unter Aufsicht (Klausur von 120 Minuten) erbracht. Gegenstand der Klausur ist nach Wahl des Prüflings einer der folgenden Teilbereiche: Politische Theorie und politische Ideengeschichte (A1), Politisches System der Bundesrepublik Deutschland (A2) / Politische Systeme und Systemvergleich (A3) oder Internationale Beziehungen einschließlich Außenpolitik und internationale Organisationen (A4).
(6) Gegenstand der mündlichen Prüfung im fachwissenschaftlichen Teil (20 Minuten) ist ein anderer der oben genannte Bereiche nach Wahl des Prüflings. Gegenstand der zweiten mündlichen Teilprüfung ist die Fachdidaktik Sozialkunde (20 Minuten).
(1) Im Bereich "Politische Theorie und politische Ideengeschichte" (A1) oder "Internationale Beziehungen einschließlich Außenpolitik und internationale Organisationen" (A4) ist nach Wahl des Studenten bzw. der Studentin der erfolgreiche Besuch eines Hauptseminars durch Erwerb eines Leistungsnachweises nachzuweisen. Empfohlen wird darüber hinaus der Besuch weiterer Veranstaltungen, die durch Teilnahmescheine zu belegen sind.
(3) In der "Fachdidaktik Sozialkunde" (D) muss im Hauptstudium ein weiterer Theorieteil (Vorlesung und Übung/Seminar) absolviert und mit einem Leistungsnachweis erfolgreich abgeschlossen werden. Nach Ende des Grundstudiums bzw. im Hauptstudium (§ 7, Nr. 5) werden in der vorlesungsfreien Zeit bis zum Beginn des 9. Semesters zwei Schulpraktika durchgeführt, die jeweils nach Vorlage eines Praktikumsberichtes mit einem Studiennachweis als erfolgreich abgeschlossen gelten. Es wird dringend empfohlen, das zweite Schulpraktikum nach dem Theorieteil des Hauptstudiums zu belegen. Der Theorieteil für das Hauptstudium wird in der Regel im Wintersemester angeboten.
(4) In einem der Bereiche "Politik und Wirtschaft" (B) und "Soziologie" (C) wird wahlweise ein Leistungsnachweis erworben. Voraussetzung ist der erfolgreiche Besuch eines Proseminars. Die Veranstaltungen können in den Fachbereichen bzw. Instituten der Universität besucht werden, die entsprechende inhaltliche Angebote bereitstellen.
Internationale Beziehungen einschließlich Außenpolitik und internationale
Der Nachweis der weiteren zusätzlich im Hauptstudium erbrachten SWS erfolgt mittels Vorlage der Teilnahmescheine über die besuchten Lehrveranstaltungen.
(4) Durchführung der Prüfung, Prüfungsteile:
Der Bereich (A2) muss entweder für die Arbeit unter Aufsicht oder die mündliche Prüfung gewählt werden. Fragestellungen aus (B) und (C) können einbezogen werden.
Prüfungsdauer: 60 min)
entsprechend den Anforderungen in Nr. 2.
(2) Studiennachweise (SN) werden erteilt, wenn die Studierenden die in der Lehrveranstaltung vorgesehenen Stoffstudien, Erprobungen oder gleichwertige Tätigkeiten ausreichend betrieben haben. Die den Anforderungen entsprechenden Leistungen können durch Protokolle einer Seminarsitzung, Exkursionsberichte, Praktikumsberichte, schriftliche Unterrichtsvorbereitungen oder anderen gleichwertigen Formen erbracht werden.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereiches Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften vom 18.10.2000 und des Senats der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg vom 13.06.2001.