Source: http://www.studentenwerk.sh/de/bafoeg/auslandsfoerderung/index.html
Timestamp: 2017-05-24 02:21:06
Document Index: 378157454

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5']

Dänemark, Norwegen und Island
Dies sind die Länder, für die das Studentenwerk Schleswig-Holstein zuständig ist, und zwar für alle Studierenden, Schülerinnen und Schüler, die in einem dieser Länder eine Schule oder Hochschule besuchen oder ein Praktikum im Rahmen ihrer Ausbildung absolvieren möchten. Die Zuständigkeiten für andere Länder finden Sie hier.
Studierende, die im Inland BAföG bekommen bzw. dem Grunde nach einen BAföG-Anspruch haben, können wahrscheinlich auch im Ausland mit einer Förderung rechnen. Ist das Elterneinkommen für den Bezug von Inlands-BAföG zu hoch, kann sich ein Antrag auf Auslands-BAföG dennoch lohnen, weil die Förderbeträge höher sind.
1. einen Studienaufenthalt, das heißt entweder für
ein vollständiges Studium innerhalb der EU oder der Schweiz oder ein Auslandsteilstudium nach mindestens einem Studienjahr im Inland oder einen integrierten Studiengang (grenzüberschreitende Zusammenarbeit einer deutschen und mindestens einer ausländischen Hochschule)
2. ein Praktikum, wenn es durch die Studien-oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist.
Den Antrag mitsamt den notwendigen Nachweisen sollten Sie möglichst frühzeitig, 6 Monate vor Beginn des Auslandsaufenthaltes, und vollständig beim Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerks einreichen. Um eine reibungslose Bearbeitung Ihres Förderungsantrages auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen, für die Dauer Ihres Auslandsaufenthaltes – schon der Postlaufzeiten wegen – eine bevollmächtigte Person im Inland zu benennen, die Sie in allen Fragen vertreten darf.
Nutzen Sie am besten unser Online-Portal zur Antragstellung. Sie können damit über Ihren persönlichen Zugang auch zu einem späteren Zeitpunkt online Belege uploaden und direkt an Ihren Ansprechpartner senden. Alternativ erhalten Sie natürlich auch jedes Formular einzeln.
Formular-Paket für Ihren AuslandsBAföG-Antrag
endgültige Studienbescheinigung oder den Letter of Acceptance der ausländischen Hochschule
gutachtliche Stellungnahme der inländischen Ausbildungsstätte(nicht erforderlich, wenn Teilnahme an einem offiziellen Austauschprogramm der EU, z. B. ERASMUS/SOKRATES, nachgewiesen ist)
Zusage der Ausbildungsstätte im Ausland
ReisekostenBei Bewilligungszeiträumen ab Oktober 2010 werden Reisekosten für eine Hin- und Rückreise pauschaliert gewährt (insg. 500 EUR), gleichgültig wie viele Semester/Schuljahre Sie im Ausland verbringen möchten.
Die endgültige Studienbescheinigung kann im Anschluss an die Einschreibung vor Ort nachgereicht werden.
Es besteht kein Anspruch auf Inlands-BAföG während des Auslandsaufenthaltes. Für das Auslandsstudium ist es in der Regel unerheblich, ob Sie an der Hochschule in Deutschland beurlaubt sind.
Folgende Förderungsmöglichkeiten sind vorhanden, wenn der ständige Wohnsitz der Schülerinnen bzw. Schüler oder Studierenden in Deutschland ist:
Hochschule/Höhere Fachschule/Akademie
Der Besuch einer Höheren Fachschule, Akademie oder Hochschule in Dänemark ist einem Studium/Schulbesuch in Deutschland gleichgestellt. Alle Ausbildungsgänge an gleichwertigen (Hoch-)Schulen in Dänemark können von Beginn an gefördert werden (§ 5 Abs. 2 Nr. 1, 2 und 3 BAföG).
Die Ausbildung muss mindestens 6 Monate oder ein Semester dauern. Findet sie im Rahmen einer mit der besuchten Ausbildungsstätte vereinbarten Kooperation statt, muss sie mindestens 12 Wochen dauern, sonst sind nur die Voraussetzungen, die auch in Deutschland gelten, zu erfüllen, wie z. B. der Leistungsnachweis zum 5. Semester.
Bei einer kompletten Ausbildung im Ausland gelten für Flüchtlinge, Heimatlose und andere Ausländer besondere Bestimmungen ( § 5 Abs. 2 BAföG, letzter Satz).
Der Besuch einer Höheren Fachschule, Akademie oder Hochschule in Norwegen oder Island kann nur im Rahmen einer Inlandsausbildung für Ausbildungsgänge an gleichwertigen (Hoch-)Schulen gefördert werden. Bei einem Studium gilt dies jeweils für ein Bachelor- als auch für ein Masterstudium (§ 5 Abs. 2 Nr. 1 BAföG).
Studierendenpraktikum in Dänemark, Norwegen und Island
Ein Auslandspraktikum im Rahmen eines Studiums mit einer in der Studienordnung vorgeschriebenen Mindestdauer von 12 Wochen oder mehr kann gefördert werden, wenn
das Praktikum nach dem Ausbildungsstand förderlich ist,
es in der Studien-/Prüfungsordnung vorgeschrieben und inhaltlich geregelt ist und
Es wird nur die vorgeschriebene Mindestdauer laut Studienordnung gefördert ( § 2 Abs. 4 BAföG in Verbindung mit § 5 Abs. 5 BAföG, s. o.). Wenn für ein Praktikum eine geringere Zeit als 12 Wochen vorgesehen ist, erfolgt keine Förderung des Praktikums.
Schulbesuche in Dänemark, Norwegen und Island
Bei Schülerinnen und Schülern wird unterschieden zwischen den üblichen gymnasialen Oberstufen und anderen Schülerinnen und Schülern an weiterführenden Schulen, wie Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachoberschulen.
Schülerinnen und Schüler von gymnasialen Oberstufen können für ein Austauschjahr gefördert werden
ab Klasse 11 („G 9“ – Abitur wird nach 13 Schuljahren erworben) oder
ab Klasse 10 („G 8“ – Abitur wird nach 12 Schuljahren erworben),
wenn die ausländische Ausbildungsstätte (Schule) gleichwertig ist. Gleiches gilt für zweijährige Fachoberschulen. Dauerhafte Auslandsaufenthalte für die 11. – 13. bzw. 10. – 12. Klasse oder für die zweijährige Fachoberschule werden gar nicht gefördert. Auch Realschulabsolventen können Förderung nach o. g. Kriterien erhalten, wenn sie nachweisen, dass sie in eine gymnasiale Oberstufe in Deutschland aufgenommen wurden.
Ein Sprachnachweis wird seit Einführung der 23. BAföG-Novelle im Oktober 2010 nicht mehr gefordert, ebenso ist die Anrechnung auf die Inlandsausbildung entfallen.
Andere Schülerinnen und Schüler
Schülerinnen und Schüler von Berufsfachschulen und Fachschulen können für den Besuch von gleichwertigen Ausbildungsstätten Förderung erhalten, wenn
der Auslandsaufenthalt im Unterrichtsplan der deutschen Berufsfachschule vorgeschrieben ist. Die Ausbildung muss mindestens 6 Monate oder ein Semester dauern. Findet sie im Rahmen einer mit der besuchten Ausbildungsstätte vereinbarten Kooperation statt, muss sie mindestens 12 Wochen dauern. Förderung wird für die erforderliche Mindestdauer gewährt (§ 5 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 4 BAföG).
Oder wenn eine mindestens zweijährige Berufsfachschule oder Fachschulausbildung komplett im EU-Ausland (§ 5 Abs. 2 Nr. 3 und Abs. 4 BAföG) oder im Wechsel mit der inländischen BFS/FS durchgeführt wird (§ 5 Abs. 2 Nr. 2 BAföG).
Schülerpraktikum in Dänemark, Norwegen und Island
Für ein Praktikum an einer Berufsfachschule oder einer mindestens zweijährigen Fachschulklasse kann Förderung gewährt werden, wenn nach dem Unterrichtsplan die Durchführung des Praktikums zwingend im Ausland vorgeschrieben ist. Das Praktikum im Ausland muss der Ausbildung nach dem Ausbildungsstand förderlich sein und mindestens 12 Wochen dauern. Darüber hinaus muss die Schule oder die zuständige Prüfungsstelle anerkennen, dass die Praktikantenstelle den Anforderungen der Prüfungsordnung genügt. Es wird nur die vorgeschriebene Mindestzeit gefördert. Ist die vorgeschriebene Zeit des Praktikums geringer als 12 Wochen, kann keine Förderung erfolgen.
Der Besuch anderer Ausbildungsstättenarten wie z. B. Abendgymnasium oder Berufsaufbauschule wird nicht gefördert.
Förderung (Bedarf) inkl. Kosten für die Unterkunft in Höhe von 649 EUR ohne Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bzw. 735 EUR inkl. KV/PV (für privat Versicherte geringere – in der Regel die tatsächlichen – Beträge), zuzüglich einer evtl. Auslandszusatz-Krankenversicherung, zuzüglich Reisekosten von einmalig pauschal 500 EUR, die auf die Monate des Auslandsaufenthalts bzw. des ersten Bewilligungszeitraums aufgeteilt und auf den monatlichen Bedarf aufgeschlagen werden und sich somit bedarfserhöhend auswirken. Ein Auslandszuschlag für EU-Mitgliedstaaten wie Dänemark wird nicht gewährt. Nachweisbare notwendige Studiengebühren können bis zur Höhe von 4.600 EUR längstens für die Dauer eines Jahres berücksichtigt werden. Diese werden ebenfalls auf die Monate des Auslandsaufenthalts aufgeteilt und auf den monatlichen Bedarf aufgeschlagen. Island
Förderung (Bedarf) inkl. Kosten für die Unterkunft in Höhe von 649 EUR ohne Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bzw. 735 EUR inkl. KV/PV (für privat Versicherte geringere – in der Regel die tatsächlichen – Beträge), zuzüglich eines Auslandszuschlages von derzeit monatlich 97 EUR, zuzüglich einer evtl. Auslandszusatz-Krankenversicherung, zuzüglich Reisekosten von einmalig pauschal 500 EUR, die auf die Monate des Auslandsaufenthalts aufgeteilt und auf den monatlichen Bedarf aufgeschlagen werden und sich somit bedarfserhöhend auswirken. Nachweisbare notwendige Studiengebühren können bis zur Höhe von 4.600 EUR längstens für die Dauer eines Jahres berücksichtigt werden. Diese werden ebenfalls auf die Monate des Auslandsaufenthalts aufgeteilt und auf den monatlichen Bedarf aufgeschlagen. Norwegen
Förderung (Bedarf) inkl. Kosten für die Unterkunft in Höhe von 649 EUR ohne Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bzw. 735 EUR inkl. KV/PV (für privat Versicherte geringere – in der Regel die tatsächlichen – Beträge), zuzüglich eines Auslandszuschlages von derzeit monatlich 130 EUR, zuzüglich einer evtl. Auslandszusatz-Krankenversicherung, zuzüglich Reisekosten von einmalig pauschal 500 EUR, die auf die Monate des Auslandsaufenthalts aufgeteilt und auf den monatlichen Bedarf aufgeschlagen werden und sich somit bedarfserhöhend auswirken. Nachweisbare notwendige Studiengebühren können bis zur Höhe von 4.600 EUR längstens für die Dauer eines Jahres berücksichtigt werden. Diese werden ebenfalls auf die Monate des Auslandsaufenthalts aufgeteilt und auf den monatlichen Bedarf aufgeschlagen.
Fördersätze für Schülerinnen und Schüler
Bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen und unter Anrechnung des elterlichen Einkommens oder des Einkommens des Ehegatten erhalten Schülerinnen und Schüler in allen Ländern inkl. Kosten für die Unterkunft maximal 504 EUR ohne Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bzw. 590 EUR inkl. KV/PV (für privat Versicherte geringere – in der Regel die tatsächlichen – Beträge), zuzüglich Reisekosten von einmalig pauschal 500 EUR, die auf die Monate des Auslandsaufenthalts aufgeteilt und auf den monatlichen Bedarf aufgeschlagen werden und sich somit bedarfserhöhend auswirken.
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