Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20B%2069.89
Timestamp: 2019-01-22 15:44:23
Document Index: 379519134

Matched Legal Cases: ['Art. 34', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

BVerwG, 18.05.1989 - 7 B 69.89 - dejure.org
BVerwG, 18.05.1989 - 7 B 69.89
Psychologische Behinderung der Eingliederung eines Flüchtlings durch ausländischen Namen - Erfüllung des Wohlwollensgebots in Art. 34 der Genfer Konvention durch Namensänderung
VG München, 28.09.1988 - M 7 K 88.1435
VGH Bayern, 22.02.1989 - 5 B 88.03254
Insoweit ist zu berücksichtigen, ob der Namensträger bei seiner Eingliederung in das wirtschaftliche und soziale Leben der Bundesrepublik Deutschland infolge der Führung seines Namens nachvollziehbare Schwierigkeiten gewärtigen muss (Urteil vom 7. Dezember 1962 - BVerwG 7 C 123.61 - BVerwGE 15, 183; Beschluss vom 18. Mai 1989 - BVerwG 7 B 69.89 - Buchholz 402.10 § 3 NÄG Nr. 63).
Hierbei ist einzubeziehen, dass infolge einer seit Jahren erfolgenden Migration fremd klingende Namen nichts Ungewöhnliches sind (…vgl. Beschlüsse vom 17. Mai 2001 a.a.O. S. 2 m.w.N. und vom 18. Mai 1989 - BVerwG 7 B 69.89 - Buchholz 402.10 § 3 NÄG Nr. 63 S. 18).
Dabei kann allerdings nicht außer Betracht bleiben, dass infolge einer seit Jahren erfolgenden Migration fremdklingende Namen nichts Ungewöhnliches sind (vgl. BVerwG, Beschl. v. 18.05.1989 - 7 B 69.89 - Buchholz 402.10, § 3 NÄG Nr. 63;… Beschl. v. 17.05.2001, a.a.O.).
Zwar kann nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgericht ein wichtiger Grund zur Namensänderung vorliegen, wenn diese dem Namensträger die Eingliederung in das wirtschaftliche und soziale Leben in der Bundesrepublik Deutschland erleichtert (vgl. BVerwG, Beschluss vom 18.5.1989, - 7 B 69.89 -, juris, m.w.N.).
Die aus der Aussprache und der schriftlichen Wiedergabe eines Namens resultierenden Erschwernisse der Eingliederung des Namensträgers in die neuen Lebensverhältnisse vermögen Hemmnisse zu bereiten, die hinreichender Anlass für eine Namensänderung sein können, vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 16. Mai 1958 VII C 142/57 -, DÖV 1958, Seite 706; Beschluss vom 18. Mai 1989 BVerwG 7 B 69.89 -, Buchholz, Sammel- und Nachschlagewerk der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, 402.10 § 3 NÄG Nr. 63.
Zwar hat das Bundesverwaltungsgericht wiederholt festgestellt, dass ein wichtiger Grund zur Namensänderung vorliegen kann, wenn die Namensänderung dem Namensträger die Eingliederung in das wirtschaftliche und soziale Leben in der Bundesrepublik Deutschland erleichtern kann (vgl. zuletzt BVerwG vom 18. Mai 1989 Az. 7 B 69/89 - RdNr. 6).
Insoweit ist zu berücksichtigen, ob der Namensträger bei seiner Eingliederung in das wirtschaftliche und soziale Leben der Bundesrepublik Deutschland infolge der Führung seines Namens nachvollziehbare Schwierigkeiten gewärtigen muss (BVerwG, Urteil vom 07.12.1962 - BVerwG 7 C 123.61 - BVerwGE 15, 183; Beschluss vom 18.05.1989 - BVerwG 7 B 69.89 - Buchholz 402.10 § 3 NÄG Nr. 63).