Source: https://sadaba.de/Archiv_Saar/GSLT_APOgD_80.html
Timestamp: 2020-01-20 13:04:14
Document Index: 93926794

Matched Legal Cases: ['Art.2', '§ 20', '§ 14', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 48', '§ 15', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 30', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 22', '§ 48', '§ 17', '§ 18', '§ 11', '§ 19', '§ 20', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 13', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 27', '§ 30', '§ 31', '§ 27', '§ 29', '§ 22', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 11', '§ 39']

Archiv-Text-Ausbildungs- und Prüfungsordnung gehobener Dienst
Ausbildungs- und PrüfungsO
der Beamten des gehobenen Dienstes in der allgemeinen Verwaltung
des Landes, der Gemeinden und der Gemeindeverbände
gehobener Dienst n-amtl
Vom 07.08.80 (Amtsbl_80,829)
Zuletzt geändert durch Art.2 ArtVO vom 08.11.00, Amtsbl_00,2074
Aufgrund des § 20 Abs.2 des Saarländischen Beamtengesetzes (SBG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 25.Juni 1979 (Amtsbl.S.570), zuletzt geändert durch Gesetz vom 4.Juli 1979 (Amtsbl.S.656) und des § 14 der Verordnung über die Laufbahnen der Beamten im Saarland (Saarländische Laufbahnverordnung - SLVO -) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.Februar 1978 (Amtsbl.S.234), zuletzt geändert durch Verordnung vom 14.Mai 1980 (Amtsbl.S.613), verordnen der Ministerpräsident, der Minister der Finanzen, der Minister für Rechtspflege, der Minister für Kultus, Bildung und Sport, der Minister für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung, der Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft und der Minister für Umwelt, Raumordnung und Bauwesen, jeweils im Einvernehmen mit dem Minister des Innern, sowie der Minister des Innern:
§ 1 APOgD
§ 2 APOgD
(1) Ziel der Ausbildung ist es, Beamte heranzubilden, die nach ihrer Persönlichkeit, ihrer Allgemeinbildung sowie ihren fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten für den gehobenen Dienst in der allgemeinen Verwaltung geeignet und vielseitig verwendbar sind.
(2) Die Ausbildung soll durch praktische Tätigkeit und durch berufsbezogenes Studium auf wissenschaftlicher Grundlage gründliche Kenntnisse der Arbeitstechniken und Methoden vermitteln, die die Beamten zur Erfüllung ihrer Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung befähigen.
§ 3 APOgD
(2) 1Die Ausbildungsbehörden bestellen einen hierzu befähigten Beamten des höheren oder des gehobenen Dienstes zum Ausbildungsleiter.
2Dieser lenkt und überwacht die Ausbildung und betreut die Anwärter.
die ausbildenden Dienststellen für das berufspraktische Studium und
die Fachhochschule für Verwaltung für das fachwissenschaftliche Studium und die praxisbegleitenden Studientage.
2Die Zuweisung zu den Ausbildungsstellen obliegt der Ausbildungsbehörde.
(4) 1In den ausbildenden Dienststellen sind Ausbilder zu bestellen, die Beamte des gehobenen oder höheren Dienstes oder Angestellte vergleichbarer Vergütungsgruppen sind.
2Diese vermitteln den Anwärtern die im berufspraktischen Studienplan festgelegten Studieninhalte.
3Zu diesem Zweck arbeiten sie mit dem Ausbildungsleiter zusammen.
(5) Vorgesetzte der Anwärter sind auch
der Rektor der Fachhochschule für Verwaltung und die mit der Durchführung des Unterrichts beauftragten Dozenten und Lehrbeauftragten während des fachwissenschaftlichen Studiums,
der Ausbildungsleiter und die Ausbilder während des berufspraktischen Studiums.
§ 4 APOgD
nach seinen charakterlichen, geistigen und persönlichen Anlagen für die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der allgemeinen Verwaltung geeignet erscheint,
mindestens achtzehn Jahre alt ist und
eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung - allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, allgemeine oder fachgebundene Fachhochschule für Verwaltungsschulreife - oder einen vom Minister für Kultus, Bildung und Wissenschaft im Einvernehmen mit dem Minister des Innern als gleichwertig aner-kannten Bildungsstand besitzt.
§ 5 APOgD
§ 6 APOgD
(1) 1Bewerbungen sind an den Dienstherrn zu richten, bei dem der Bewerber seine Einstellung wünscht.
2Wer sich um Einstellung in den Landesdienst bewirbt, richtet seine Bewerbung an den Minister des Innern.
eine Erklärung des Bewerbers, dass er Deutscher im Sinne des Artikels 116 Abs.1 des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union besitzt, (F)
§ 7 APOgD
eine Geburtsurkunde vorzulegen,
bei der für ihn zuständigen Meldebehörde den Antrag auf Erteilung eines "Führungszeugnisses zur Vorlage bei einer Behörde" zu stellen,
das Gesundheitszeugnis eines Amtsarztes oder eines sonstigen beamteten Arztes vorzulegen.
§ 8 APOgD
2Sie führen die Dienstbezeichnung "Inspektoranwärter/in" mit einem auf den Dienstherrn hinweisenden Zusatz (zB "Regierungsinspektoranwärter/in", "Stadtinspektoranwärter/in").
§ 9 APOgD
Über die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis (§ 48 SBG) entscheidet die Stelle, die nach § 15 Abs.1 und 2 SBG für die Ernennung des Beamten zuständig wäre.
Abschnitt II: Vorbereitungsdienst
§ 10 APOgD
(2) Der Vorbereitungsdienst kann im Einzelfall verlängert werden, wenn der Anwärter nicht für genügend vorbereitet erachtet wird.
(3) 1Der Vorbereitungsdienst verlängert sich um die durch Krankheit versäumte Zeit, soweit sie ohne Unterbrechung mehr als einen Monat oder insgesamt mehr als zwei Monate im Ausbildungsjahr übersteigt, sowie um die Zeit einer Beurlaubung aus dem öffentlichen Dienst.
2Ausnahmen können nur zugelassen werden, wenn dies der allgemeine Leistungsstand des Anwärters rechtfertigt.
(4) Die Entscheidungen nach den Absätzen 2 und 3 trifft die Ausbildungsbehörde im Benehmen mit der Fachhochschule für Verwaltung.
§ 11 APOgD
(1) Die Ausbildung besteht aus einem fachwissenschaftlichen Studium und einem berufspraktischen Studium.
berufspraktisches Grundstudium
(Studienabschnitt I) 1 Monat
Grundstudium an der Fachhochschule (Studienabschnitt II) 6 Monate
berufspraktisches Studium (Studienabschnitt III) 5 Monate
fachwissenschaftliches Studium mit gleichzeitigem berufspraktischen Studium (Studienabschnitt IV) 12 Monate
berufspraktisches Studium (Studienabschnitt V) 4 Monate
fachwissenschaftliches Studium (Studienabschnitt VI) 8 Monate.
§ 12 APOgD
2Die Ausbildung während eines Ausbildungsabschnitts kann in verschiedenen Dienststellen bei Behörden der Landes- oder Kommunalverwaltung erfolgen.
3Die Dauer der Ausbildungsabschnitte richtet sich nach dem Ausbildungsplan (Anlage 1).
4Die Studieninhalte der einzelnen Ausbildungsabschnitte sowie die zu fordernden Leistungsnachweise legt der vom Minister des Innern bestellte Ausbildungsleiter im Benehmen mit den von den Gemeinden und Gemeindeverbänden bestellten Ausbildungsleitern in einem berufspraktischen Studienplan fest.
5Hierbei sind die Studieninhalte des berufspraktischen Studiums so zu gestalten, dass sie auf den dem Anwärter zu vermittelnden fachwissenschaftlichen Studieninhalten auf-bauen, sie vertiefen und ergänzen.
6Studienfächer, in denen mindestens drei Aufsichtsarbeiten zu schreiben sind, sollen bevorzugt berücksichtigt werden.
7Im berufspraktischen Studienplan kann die Durchführung von praxisbegleitenden Studientagen vorgesehen werden.
(2) Von dem Ausbildungsleiter ist vor Beginn der Ausbildung für jeden Anwärter ein Zeitplan für das berufspraktische Studium aufzustellen und dem Anwärter auszuhändigen.
(3) 1Während des berufspraktischen Studiums sind dem Anwärter die in dem berufspraktischen Studienplan festgelegten Studieninhalte an Hand der einschlägigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften zu vermitteln.
2Der Anwärter soll hierbei mit praktischen Tätigkeiten betraut werden.
(4) Die Ausbildungsbehörde verlängert den Vorbereitungsdienst im Benehmen mit der Fachhochschule für Verwaltung entsprechend, wenn der Anwärter das Ziel eines Ausbildungsabschnitts nicht erreicht.
§ 13 APOgD
1Der Anwärter hat nach näherer Bestimmung des berufspraktischen Studienplanes in jedem Ausbildungsabschnitt mindestens einen schwierigen Verwaltungsvorgang zu bearbeiten und den Entwurf der Entscheidung zu fertigen.
2Die Arbeiten sind mit einer der in § 30 aufgeführten Noten durch den Ausbilder zu bewerten und dem Ausbildungsleiter zur Einsichtnahme vorzulegen.
§ 14 APOgD
1Der Anwärter führt für die Dauer des berufspraktischen Studiums einen Beschäftigungsnachweis.
2Darin hat er zu vermerken, in welchen Arbeitsgebieten er tätig war und mit welchen Arbeiten er bei den einzelnen ausbildenden Dienststellen beschäftigt worden ist.
3Der Beschäftigungsnachweis ist dem Ausbildungsleiter beim Wechsel der ausbildenden Dienststelle vorzulegen.
§ 15 APOgD
1Bei jeder ausbildenden Dienststelle ist über den Anwärter ein Ausbildungsbericht nach dem Muster der Anlage 2 durch den Ausbilder zu erstellen.
2Der Bericht ist spätestens innerhalb eines Monats dem Ausbildungsleiter vorzulegen.
§ 16 APOgD
(1) 1Mit der Einstellung in den Vorbereitungsdienst sind die Anwärter als Studierende der Fachhochschule für Verwaltung im Saarland zugelassen. 2Die Ausbildungsbehörde teilt der Fachhochschule die zum Vorbereitungsdienst zugelassenen Anwärter mit.
(2) Die Studieninhalte der einzelnen Studienfächer und sonstigen Lehrveran-staltungen sowie die zu fordernden Leistungsnachweise legt der Fachbereich Allgemeiner Verwaltungsdienst der Fachhochschule für Verwaltung in einem fachwissenschaftlichen Studienplan fest.
(3) Während des fachwissenschaftlichen Studiums hat der Anwärter die in dem fachwissenschaftlichen Studienplan vorgesehenen Leistungsnachweise zu erbringen.
(4) 1Der Fachbereichsleiter des Fachbereichs Allgemeiner Verwaltungsdienst der Fachhochschule für Verwaltung stellt im Einvernehmen mit dem Ausbildungsleiter am Ende des Studienabschnittes IV fest, welcher Anwärter das Studienziel der ersten beiden Ausbildungsjahre nicht erreicht hat.
2§ 22 Abs.2 Satz 3 bis 6 gilt entsprechend.
(5) Bei einer Feststellung nach Absatz 4 verlängert sich der Vorbereitungsdienst um ein Jahr, wenn der Anwärter nicht auf Grund des § 48 Abs.1 SBG von der Ausbildungsbehörde entlassen wird.
Abschnitt III: Aufstiegsbeamte
§ 17 APOgD
(1) (F) Beamte des mittleren Dienstes in der allgemeinen Verwaltung des Landes, der Gemeinden und der Gemeindeverbände können zu einer Ausbildung für die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der allgemeinen Verwaltung zugelassen werden, wenn sie
(2) (F) Absatz 1 Nr.3 gilt nicht für Beamte, die eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand besitzen.
§ 18 APOgD
3aSie kann in besonderen Fällen gekürzt werden, wenn die Beamten während ihrer bisherigen Tätigkeit bereits hinreichende Kenntnisse, wie sie für die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der allgemeinen Verwaltung gefordert werden, erworben haben;
3bes ist jedoch mindestens eine Einführungszeit von zwei Jahren und sechs Monaten abzuleisten.
5Bei verkürzter Einführungszeit kann auf eine Teilnahme an den Studienabschnitten I und III verzichtet werden.
6Die §§ 11 bis 16 sind entsprechend anzuwenden.
(3) Der Beamte bleibt bis zur Verleihung eines Amtes der Laufbahn des gehobenen Dienstes in seiner bisherigen Rechtsstellung.
§ 19 APOgD
2Die Aufstiegsprüfung entspricht der Laufbahnprüfung (§§ 20 bis 36).
(2) Beamte, die die Aufstiegsprüfung endgültig nicht bestehen, verbleiben im mittleren Dienst.
Abschnitt IV: Laufbahnprüfung
§ 20 APOgD
§ 21 APOgD
2Der Vorsitzende des Prüfungsamtes und sein Stellvertreter, die vom Minister des Innern bestellt werden, müssen die Befähigung zum Richteramt und zum höheren Verwaltungsdienst haben.
dem Vorsitzenden des Prüfungsamtes als Vorsitzender,
dem Fachbereichsleiter des Fachbereichs Allgemeiner Verwaltungsdienst der Fachhochschule für Verwaltung,
zwei Beamten der Laufbahn des höheren Dienstes, die die Befähigung zum Richteramt und zum höheren Verwaltungsdienst haben, und
einem Beamten, der die Prüfung für die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der allgemeinen Verwaltung abgelegt hat und mindestens ein Amt der Besoldungsgruppe 12 der Besoldungsordnung A bekleidet, als beisitzenden Mitgliedern.
(3) 1Die beisitzenden Mitglieder des Prüfungsausschusses nach Absatz 2 Nr.3 und 4 und deren Stellvertreter werden von dem Vorsitzenden des Prüfungsamtes berufen.
2Mindestens eines der beisitzenden Mitglieder soll Kommunalbeamter sein.
4Eine Vertretung der beisitzenden Mitglieder nach Absatz 2 Nr.3 und 4 ist nur in Krankheitsfällen oder aus ähnlichen Gründen zulässig.
§ 22 APOgD
(1) 1Die Ausbildungsbehörde hat spätestens zwei Monate vor Abschluss des Vorbereitungsdienstes die Meldung des Anwärters zur Laufbahnprüfung bei dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses einzureichen.
die Personaldaten mit einer schriftlichen Auskunft über die Führung des Anwärters,
die in den §§ 13 bis 15 genannten Unterlagen.
3Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses holt für jeden gemeldeten Anwärter eine schriftliche Auskunft bei der Fachhochschule für Verwaltung über die Leistungen während des fachwissenschaftlichen Studiums ein.
(2) 1Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses entscheidet über die Zulassung des Anwärters zur Prüfung und teilt seine Entscheidung der Ausbildungsbehörde mit.
2Die Zulassung hängt von dem Nachweis der vorgeschriebenen Ausbildung ab.
3Zur Ermittlung des Nachweises über die vorgeschriebene Ausbildung wird der Durchschnitt der Noten des berufspraktischen und des fachwissenschaftlichen Studiums im Verhältnis 1 : 3 errechnet.
4Bei der Note des fachwissenschaftlichen Studiums werden nur solche Studienfächer berücksichtigt, in denen mindestens drei Aufsichtsarbeiten zu schreiben sind.
5Zur Prüfung darf nicht zugelassen werden, wer nicht mindestens im rechnerischen Durchschnitt 4,0 Punkte erreicht hat.
6Von der Prüfung ist auch aus-zuschließen, wer in einem Fach mit der Note "ungenügend" oder in drei Fächern mit der Note "mangelhaft" bewertet worden ist, wobei alle Lehrgangsnoten zu berücksichtigen sind.
(3) Wird ein Anwärter zur Prüfung nicht zugelassen, legt der Prüfungsausschuss einen Ergänzungsvorbereitungsdienst von mindestens sechs Monaten fest.
§ 23 APOgD
2aDer Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann Ausbildungsleitern, Beauftragten der zuständigen Gewerkschaften und Berufsverbände und in besonderen Fällen auch anderen Personen gestatten, als Zuhörer an der mündlichen Prüfung teilzunehmen;
4Der Vorsitzende hat auf eine zahlenmäßige Beschränkung hinzuwirken.
§ 24 APOgD
(2) 1Jeder Prüfungsteilnehmer hat mit einer Bearbeitungszeit von jeweils fünf Stunden Aufgaben aus folgenden Studienfächern zu lösen:
2Der Prüfungsausschuss wählt eine weitere Aufgabe aus dem besonderen Verwaltungsrecht, Privatrecht oder Verwaltungslehre aus.
3Das Studienfach darf frühestens einen Monat vor Prüfungsbeginn bekanntgegeben werden.
(3) Die Arbeiten sind in der Regel an aufeinanderfolgenden Werktagen zu schreiben.
§ 25 APOgD
2Er fertigt eine Niederschrift nach dem Muster der Anlage 3 an und vermerkt in ihr jede Unregelmäßigkeit.
3Er verzeichnet auf jeder Arbeit den Zeitpunkt des Beginns und den der Abgabe.
4Die abgegebenen Arbeiten hat er in einen Umschlag zu verschließen und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unmittelbar zu übergeben.
§ 26 APOgD
(1) 1Jede Prüfungsarbeit ist von einem Dozenten oder Lehrbeauftragten und einem Mitglied des Prüfungsausschusses zu begutachten und mit einer Prüfungsnote zu bewerten.
2Dabei hat der Vorsitzende jedes Mitglied des Prüfungsausschusses mit mindestens einer, aber nicht mehr als zwei Prüfungsarbeiten zu betrauen.
§ 27 APOgD
(2) 1Ein Prüfungsteilnehmer wird zur mündlichen Prüfung nicht zugelassen, wenn mehr als drei Arbeiten nicht wenigstens mit 4,0 Punkten bewertet worden sind oder wenn der rechnerische Durchschnitt aller Arbeiten schlechter als 4,0 Punkte ist.
2Diese Prüfungsteilnehmer haben die Prüfung nicht bestanden.
3Die anderen Prüfungsteilnehmer werden unter Mitteilung der Einzelergebnisse der schriftlichen Prüfung zur mündlichen Prüfung geladen.
§ 28 APOgD
4Prüfer sind ohne besondere Bestellung die Mitglieder des Prüfungsausschusses.
(2) 1Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses leitet die mündliche Prüfung.
2Er hat dafür zu sorgen, dass die Prüfungsteilnehmer in geeigneter Weise befragt werden.
3Er ist berechtigt, jederzeit in die Prüfung einzugreifen.
(3) 1In der mündlichen Prüfung dürfen nicht mehr als fünf Prüfungsteilnehmer gleichzeitig geprüft werden.
2Für jeden Prüfungsteilnehmer ist eine Gesamtprüfungsdauer von etwa 45 Minuten vorzusehen.
§ 29 APOgD
2§ 27 Abs.1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.
§ 30 APOgD
§ 31 APOgD
2Zur Berechnung der Prüfungsnote ist die Note der schriftlichen Prüfung (§ 27 Abs.1) zweifach, die Note der mündlichen (§ 29 Abs.2) einfach anzusetzen.
3aDie Leistungen des Anwärters während des Vorbereitungsdienstes sollen wertend berücksichtigt werden;
3b§ 22 Abs.2 Satz 3 und 4 gilt entsprechend.
12,50 bis 15 Punkte sehr gut,
9,50 bis 12,49 Punkte gut,
6,50 bis 9,49 Punkte befriedigend,
3,50 bis 6,49 Punkte ausreichend,
0,50 bis 3,49 Punkte mangelhaft,
0 bis 0,49 Punkte ungenügend.
2Bei einer Note von weniger als 3,5 Punkten ist die Prüfung nicht bestanden.
(4) Der Vorsitzende gibt den Prüfungsteilnehmern nach Abschluss der Prüfung das Gesamtergebnis der Prüfung sowie die Bewertung der einzelnen Leistungen bekannt.
§ 32 APOgD
(1) 1Wer die Prüfung bestanden hat, erhält ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 4.
2Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
§ 33 APOgD
(1) 1Über den Gang der Prüfung und das Ergebnis ist eine Niederschrift nach Muster der Anlage 5 zu fertigen und mit den Prüfungsarbeiten zu den Prüfungsakten zu nehmen.
§ 34 APOgD
(1) Nimmt ein Anwärter nicht an der gesamten Prüfung teil, so gilt sie als nicht bestanden.
(2) 1Die Prüfung gilt als nicht abgelegt, wenn der Anwärter aus einem von ihm nachweislich nicht zu vertretenden Grunde (zB Krankheit) an der Ablegung der Prüfung verhindert ist.
(3) Hat ein Anwärter aus den in Absatz 2 genannten Gründen bei der Prüfung bis zu zwei schriftliche Arbeiten versäumt, so sind nur die fehlenden Arbeiten nachzuholen.
(4) Hat ein Anwärter aus den in Absatz 2 genannten Gründen nicht an der mündlichen Prüfung teilgenommen, so ist diese unverzüglich nach Beseitigung des Hinderungsgrundes, spätestens innerhalb von sechs Monaten, nachzuholen.
§ 35 APOgD
(1) Versucht ein Anwärter bei der Anfertigung einer schriftlichen Arbeit zu täuschen oder verstößt er erheblich gegen die Ordnung, kann ihn der aufsichtsführende Beamte von der Fortsetzung der Arbeit ausschließen.
(3) 1Wird eine Täuschungshandlung erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, kann der Vorsitzende des Prüfungsamtes die Prüfung für ungültig erklären und die Einziehung des Prüfungszeugnisses verfügen.
3Der Vorsitzende des Prüfungsamtes soll eine Prüfung nur innerhalb einer Frist von zwei Jahren nach Aushändigung des Zeugnisses für ungültig erklären.
§ 36 APOgD
(1) 1Anwärter, die die Prüfung mit dem Gesamturteil "ungenügend" nicht bestanden haben, sind zu entlassen.
2Hat ein Anwärter die Prüfung mit dem Gesamturteil "mangelhaft" nicht bestanden, so kann er zur einmaligen Wiederholung zugelassen werden.
3Der Anwärter kann nach einem Ergänzungsvorbereitungsdienst von mindestens sechs Monaten die Prüfung wiederholen.
§ 37 APOgD
(1) Das Beamtenverhältnis des Anwärters, der die Prüfung bestanden oder endgültig nicht bestanden hat, endet mit Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.
(2) Mit Bestehen der Prüfung erwirbt der Prüfungsteilnehmer die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der allgemeinen Verwaltung des Landes, der Gemeinden und der Gemeindeverbände.
(3) Anwärtern, die die Prüfung endgültig nicht bestehen, kann die Befähigung für die Laufbahn des mittleren Dienstes durch den Prüfungsausschuss zuerkannt werden, wenn die nachgewiesenen Kenntnisse ausreichen.
§ 38 APOgD
Der am 1.Oktober 1980 beginnende Vorbereitungsdienst gliedert sich im ersten Ausbildungsjahr abweichend von § 11 Abs.2 wie folgt:
berufspraktisches Studium: 8 Monate,
Grundstudium an der Fachhochschule: 4 Monate.
§ 39 APOgD
Diese Verordnung tritt am 1.Oktober 1980 in Kraft.
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