Source: https://www.slideserve.com/jaden/aktuelle-entwicklungen-des-energierechts
Timestamp: 2019-01-24 12:00:14
Document Index: 33652600

Matched Legal Cases: ['§ 103', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 81', 'Art. 81', 'Art. 85', 'Art. 82', 'Art. 86', '§ 1', '§ 139', 'Art. 81', '§ 139', '§ 20', '§ 433', '§ 90', '§ 10', '§ 6', '§ 10', '§ 3', 'Art. 16', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 19', '§ 6', '§ 19', '§ 6', 'Art. 4', 'Art. 4', '§ 433', '§ 6', '§ 19', '§ 13', '§ 20', '§ 12', '§ 6', '§ 6', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 4', '§ 1', '§ 9', '§ 6', '§ 11', '§ 11', 'Art. 251']

PPT - „Aktuelle Entwicklungen des Energierechts“ PowerPoint Presentation - ID:226942
„Aktuelle Entwicklungen des Energierechts“ PowerPoint Presentation
„Aktuelle Entwicklungen des Energierechts“
<iframe src="https://www.slideserve.com/embed/226942" width="600" height="497" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" style="border:1px solid #CCC;border-width:1px 1px 0;margin-bottom:5px" allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen> </iframe>
„Aktuelle Entwicklungen des Energierechts“ - PowerPoint PPT Presentation
„Aktuelle Entwicklungen des Energierechts“. von Rechtsanwalt Dr. Christian Theobald, Mag. rer. publ. Becker Büttner Held Rechtsanwälte · Wirtschaftsprüfer · Steuerberater Köpenicker Straße 9 10997 Berlin
Rechtsanwalt Dr. Christian Theobald, Mag. rer. publ.
Telefon: 030 / 611 28 40 – 10Telefax: 030 / 611 28 40 – 99 E-Mail: christian.theobald@bbh-berlin.dewww.bbh-berlin.de
im Rahmen der Veranstaltung an der Technischen Universität zu Berlin am 14.11.2002
Kennzeichen des deutschen Marktes
Das Aufbrechen alter, das Verhindern neuer wettbewerbsbehindernder Strukturen
Der verhandelte Netzzugang in Theorie und Praxis
Regulierung durch Selbstregulierung: die VV II
Die aktuelle EnWG-Novelle (BT-Drucksache 14/5969 vom 05.05.2001
Neuer EG-Richtlinien-Entwurf vom 13.03.2000i. d. F. 07.06.2002
Neuer EG-Richtlinien-Entwurf vom 13.03.2000
Chronologie der Entwicklung der deutschen Energiewirtschaft (I)
Chronologie der Entwicklung der deutschen Energiewirtschaft (II)
Chronologie der Entwicklung der deutschen Energiewirtschaft (III)
Chronologie der Entwicklung der deutschen Energiewirtschaft (IV)
Chronologie der Entwicklung der deutschen Energiewirtschaft (V)
Chronologie der Entwicklung der deutschen Energiewirtschaft (VI)
Rechtsquellen(Quelle: Theobald/Theobald „Grundzüge des Energiewirtschaftsrechts“, C.H. Beck Verlag 2001, S. 197, Abb: Verbindliche und unverbindliche Regelungen betreffend die Netznutzung)
EnergieR i. e. S.
EnergieumweltR
VertikalVO
VV II Plus Strom
VV II Gas
Stromnetz in Deutschland(aus: Grundzüge des Energierechts, Theobald/Theobald, S. 55, Abb. 11)
Struktur der EVU in Deutschland(aus: Grundzüge des Energierechts, Theobald/Theobald, S. 56, Abb. 12)
Wertschöpfungskette in der Gasversorgung(aus: Grundzüge des Energierechts, Theobald/Theobald, S. 59, Abb. 13)
Deutschland bis 1998:Energiewirtschaftliches Monopol
Kartellrechtlicher Ausnahmebereich (§§ 103, 103a GWB a.F.)
Verflechtungen in Verbänden und Unternehmensstrukturen
Exklusive Konzession/ Genehmigung
(i.d.R. 20 Jahre)
Zulässigkeit von Gebietsab-sprachen / Demarkation
Natürliches Monopol (Netzbereich)
Lokal, regional, überörtlich
Langfristige vertikale Lieferverträge (bis zu 20 Jahren)
EU-Richtlinien Strom und Gas (I)(aus: Grundzüge des Energierechts, Theobald/Theobald, S. 47, Abb. 10)
EU-Richtlinien Strom und Gas (II)(aus: Grundzüge des Energierechts, Theobald/Theobald, S. 48, Abb. 10)
Wesentliche Neuerung des Ordnungs-rahmens für Strom- und Gasversorgung am 29.04.1998
Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts:
Art. 1: Energiewirtschaftsgesetz neu
Art. 2: Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
Sofortige, stufenlose Marktöffnung
Wettbewerb ersetztenergiewirtschaftliches Monopol
Anwendbarkeit und Erweiterung des Kartellrechts(Art. 2 NeuregelungsG)
Trennung von Netz- und Vertriebsstrukturen im ÜNB-Bereich
Unzulässigkeit exklusiver Konzessionen
Zugang zu den Netzen, verhandelter Netzzugang
Unzulässigkeit von Gebietsabsprachen / Demarkation
Kartellrechtliche Wirksamkeitskontrolle langfristiger Lieferverträge
Kartellrechtliche Wirksamkeitskontrolle langfristiger Lieferverträge (I)
Verbot von Verträgen zwischen miteinander im Wettbewerb stehenden Unternehmen, soweit eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezweckend oder bewirkend
Verbot desmissbräuchlichen Ausnutzens einer marktbeherr-schenden Stellung
Verbot der unbilligen Behinderung anderer Unternehmen durch marktbeherrschendes Unternehmen
Kartellrechtliche Wirksamkeitskontrolle langfristiger Lieferverträge (II)
Art. 81, 82 EGV (unmittelbar anwendbar)
Art. 81 (ex Art. 85) EGV: Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen = umfassendes Kartellverbot
Art. 82 (ex Art. 86) EGV: Verbot des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung
Fusionskontrolle auf der Grundlage der Fusionskontrollverordnung
Aufsicht durch das BKartA
Aufsicht durch die Europäische Kommission
maßgeblich sind die Auswirkungen auf den europäischen Markt
auch Unternehmen aus Nicht-Mitgliedstaaten werden überwacht
Urteil des LG Mannheim, 16.04.1999
Stromliefervertrag zwischen Lieferant und Weiterverteiler mit 10jähriger Laufzeit
mit Demarkationsklausel/ Gebietsschutzvereinbarung,
mit Kundenschutzklausel bzw. Gesamtbedarfsdeckungsklausel
Verstoß gegen § 1 GWB, Kombination führte zur Gesamtnichtigkeit des Vertrages (§ 139 BGB)
Marktaufteilungen zwischen Erzeugern und Weiterverteilern durch vertikale Lieferverträge unzulässig
kein anzuerkennendes Interesse für Wettbewerbsbeschränkungen in der Gesamtschau
Urteil des LG Köln, 07.06.2000
Gasliefervertrag (grenznah) zwischen Lieferanten und Weiter-verteiler
mit Gesamtbedarfsdeckungsklausel und
Festlaufzeit von 19 Jahren
Kombination wurde als Verstoß gegen Art. 81 EGV bewertet und
führte zur Gesamtnichtigkeit des Vertrages (§ 139 BGB), da die Laufzeitregelung und die Gesamtbezugsklausel essentielle Bestandteile des Vertrages sind
Zur Amortisierung der Unternehmensinvestitionen sind gewisse Vertragslaufzeiten hinzunehmen. Eine Laufzeit von 19 Jahren ist unzulässig.
Urteil des LG Düsseldorf, 29.09.1999
Stromliefervertrag zwischen marktbeherrschendem Lieferanten und Endabnehmer
Festlaufzeit von mehr als zwei Jahren
(und englischer Klausel)
Kombination von Gesamtbedarfsdeckung und Laufzeit wurde als Verstoß gegen § 20 Abs. 1 GWB gewertet und Verwendung untersagt
Energielieferverträge - Übersicht
Rechtsnatur eines Energieliefervertrages
Abschluss und Zustandekommen
Vertragsklauseln im Einzelnen:
Preis- und Entgeltbestimmungen
Klauseln zur Vertragsabwicklung
Rechtsnatur von Energielieferverträgen
Energielieferverträge sind i. d. R. Kaufverträge i.S.d. § 433 BGB, obwohl Strom und Gas keine „Sachen“ (§ 90 BGB) sind. Daher: Anwendung des allgemeinen Zivilrechts.
Charakter als Dauerschuldverhältnis
Hauptleistungspflichten Lieferung und Entgeltzahlung
Ausnahme EEG / KWKG Einspeisungen: Keine Lieferpflicht
Insbesondere EnWG
Allg. Versorgungspflicht § 10
Netzzugang nach §§ 6, 7
BGB (inkl. AGB-Vorschriften)
Wettbewerbs- und Kartellrecht (GWB, UWG, PrAngV)
Vielzahl sonstiger Bestimmungen (AVB, EEG, KWKG etc.)
Tarifkunde (AVB)
Allgemeine Versorgung § 10 EnWG
Vertragsinhalt durch AVB (Novellierung ?)
Preise BTO
Sonderkunde („jeder, der kein Tarifkunde ist“)
Keine automatische Geltung der AVB
Vertragsfreiheit / Gesetzliche Grenzen
„Energieversorgung“: Trennung in
Vertrieb (Verkauf) Stromliefervertrag = Wettbewerb
Transport (Netznutzung) – Netznutzungsvertrag = Monopol
Arten von Lieferverträgen (I)
Vollversorgungsvertrag („offener Vertrag“)
Kleinkunden nach standardisiertem Lastprofil
Sonderkunden nach Prognosefahrplan (Abweichungen ?)
All-inclusive Vertrag („frei Kundenanschluss“)
Lieferung und Transport (Netznutzung)
Strompreis und Netznutzungsentgelt (Transparenz ?)
Band- und Programmlieferungen
Feste Energiemenge geliefert (Prognose erforderlich)
Als Band (konstant für 24 h) oder Programm (Zeitfenster)
Take-or-pay Risiko
Ergänzung durch „offenen“ Vertrag
Arten von Lieferverträgen (II)
Spotlieferungen
Kurzfristlieferungen
OTC-Handel oder Börse (EEX, LPX)
Reserveversorgungsvertrag
Energieintensive Produktion ohne Absicherung durch Eigenerzeugung
„Sicherungsvertrag“ mit einem EVU (§ 3 der 5. DVO zum EnWG)
Quasi „Energieversicherung“
Regelmäßige Zusatzleistungen zu im Übrigen Eigenversorgung
Abschaltbare Verträge
Eigenversorgung in Zeiten von Lastspitzen (Preisgünstig)
Arten von Lieferverträgen (III)
Preisvariable Verträge
Bindung an Erlöse von Endprodukten
Ggf. kombiniert mit Mindestpreis pro kWh
Regenerative Energiequellen (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse)
Umweltbewusste Kleinverbraucher / Industriekunden aus	Imagegründen
Erzeugungsunsicherheit: Kopplung mit anderen Bezugsverträgen sinnvoll
Arten von Lieferverträgen (IV)
Bündelkunden/Einkaufsgemeinschaften
Preisvorteile durch Mengenaggregation
Rechtsformen vielschichtig (GbR, GmbH u.s.w.)
Als Einkaufsgemeinschaft Wettbewerbsbeeinflussung, daher rechtliche Kontrolle hinsichtlich Wettbewerbsbeeinträchtigung
Grundsätzlich Wettbewerbsrechtlich bedenklich (aber Arbeitsgemeinschaft?)
Vielzahl von Abnahmestellen
Bündelung der Vertragsgestaltung in Rahmenregelung
Aufnahme weiterer Abnahmestellen problemloser möglich
Bsp: EFET-Vertrag auf europäischer Ebene
Regelung des Netzzugangs nacheuropäischem und deutschem Recht
Stromrichtlinie: „Wahlrecht“ Netzzugang auf Vertragsbasis und/oder Alleinabnehmersystem (Art. 16)
Überarbeitung der Richtlinie: Wegfall des Wahlrechtes?
EnWG: „Kombinationsmodell“System des verhandelten Netzzugangs, vorbehaltlich des Alleinabnehmersystems (§ 5 EnWG)
Verhandelter Netzzugang(§ 6) Durchleitungsvereinbarung aufgrund nicht diskriminierender Bedingungen, Veröffentlichung der Spanne der Durchleitungsentgelte, Verordnungsermächtigung
Alleinabnehmersystem (§ 7) behördliche Bewilligung, Ankaufs- und Vergütungsverpflichtung, Vergütung aufgrund genehmigten und veröffentlichten Tarifs; Überprüfung der Netzzugangsalternative (2003);Außerkrafttreten (2005)
Der Regelfall = Anspruch auf Bereitstellung der Netze
Die missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung (...) ist verboten.
§ 19 Abs. 4 Nr. 4 GWB
Ein Missbrauch liegt insbesondere vor, wenn ein marktbeherrschendes Unternehmen (...) sich weigert, einem anderen Unternehmen gegen angemessenes Entgelt Zugang zu den eigenen Netzen (...) zu gewähren (...).
Wer gegen eine Vorschrift dieses Gesetzes (...) verstößt, ist (...) zur Unterlassung verpflichtet; fällt ihm Vorsatz oder Fahrlässigkeit zur Last, ist er auch zum Ersatz des (...) Schadens verpflichtet.
Die Ausnahme = Verweigerung des Netzzuganges
Gem. § 6 Abs. 1 S. 2 EnWG (§ 19 Abs. 4 Nr. 4 GWB) denkbar bei
betriebsbedingte (bspw. Engpass)
§ 6 Abs. 3 EnWG: KWK-Klausel ?
Art. 4 Abs. 3 NeuregelungsG: Braunkohleklausel ?
Art. 4 Abs. 2: Reziprozitätsklausel ?
Nicht ausdrücklich benannte:
Wirksamer (Alt)/ (Zweit)Liefervertrag ?
Vorgaben der Verbändevereinbarung II?
keine Messeinrichtungen, keine Lastprofile, kein vorbehaltloses Zahlen von Entgelten, keine Netznutzung des vorgelagerten Netzes, Fehlen von Daten ......
Verweigerung der Netznutzung (I)
Kapazitätsknappheit
BKartA vom 22.12.1998 (B 8 – 40100 – T 248/98)ELEKTROMARK ./. Enron, Stadtwerke Lüdenscheid
BKartA vom 30.08.1999 ( B 8 – 40100 – T 99/99)RWE, Vasa Energy, Ampere AG ./. Bewag
Verweigerung der Netznutzung (II)
Bestehende Lieferverträge
LG Mainz, Beschluss und Urteil vom 28.02./10.07.2000(11 HK.O 16/00 Kart.) ewh Hammermühle ./. KEVAG
LG Berlin, Urteil v. 27.06.2000 (16 O 652/99), Fortum ./. Veag
LG Mannheim, Urteil vom 16.04.1999 (7 O 372/98),EnBW ./. Waldshut-Tiengen (Aare Tessin AG)
LG Köln, Urteil vom 07.06.2000 (28 O Kart. 559/99),Thyssengas ./. STAWAG
OLG Dresden, Urteil vom 28.06.2001 (W 948/01 Kart.)
LG Köln vom 18.07.2001
LG Kiel, Urteil v. 09.05.2001 (14 O Kart. 68/01) – „Notstrom“
OLG Düsseldorf, Urteil vom 07.11.2001Thyssengas ./. STAWAG
OLG Stuttgart, Urteil vom 21.03.2002GVS ./. SW Schwäbisch Hall
Alternativer Leitungsbau
LG Dortmund, Urteil vom 01.09.2000(13 O 134/00 Kart.), Trianel ./. Ruhrgas AG
KWK-Klausel
BVerfG, Beschluss vom 27.04.2000(2 BvR 801/99), Stadt Duisburg ./. BRD
Verweigerung der Netznutzung (III)
Braunkohleklausel
LG Potsdam, Beschluss vom 02.02.2000(51 O 2/00), Fortum ./. e.dis
LG Berlin, Urteil vom 27.06.2000(16 O 652/99 Kart.), Fortum ./. VEAG
LG Berlin, Urteile vom 25.07.2000(16 O 749/99 Kart. und 16 O 750/99 Kart.),Österreichischer Verbund mit KOM-Strom AG ./. VEAG
LG Berlin, Urteil vom 01.08.2000, Deutsche Tractebel ./. VEAG
KG Berlin, Urteil vom 10.04.2002 (24 U 65/01)Fortum ./. VEAG
Verweigerung der Netznutzung (IV)
LG Berlin, Urteil vom 25.07.2000(16 O 749/00 Kart.), Österreichischer Verbund ./. VEAG
LG Dortmund, Urteil vom 12.04.2001(13 O 36/01 Kart.), natGas ./. Ruhrgas
LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 02.05.2001(3 O 2257/01), natGas ./. Nordbayerische Ferngas
OLG München, Urteil vom 15.11.2001(U (K) 3825/01), natGas ./. Ferngas Nordbayern
OLG Düsseldorf, Urteil vom 05.12.2001(U (Kart.) 34/01, natGas ./. Ruhrgas
Selbstregulierung durch Verbändevereinbarung?
Verbändevereinbarung über Kriterien zur Bestimmung von Netznutzungsentgelten für elektrische Energie
I vom 22. Mai 1998
II vom 13. Dezember 1999
II plus vom 13.12.2001
dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI),
der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) und
dem Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK)
dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU)
der Arbeitsgemeinschaft der Regionalversorgungsunternehmen (ARE)
dem Verband der Netzbetreiber (VdN)
Inhalt der Verbändevereinbarung I
transaktionsbezogener Durchleitungsvertrag zwischen Verkäufer und Netzbetreiber (Abnahmestelle)
v i r t u e l l e r S t r o m f l u ß
„eigentliche Lieferung“ zwischen Verkäufer und Käufer/Liefervertrag enthält Regelungen zum Netz
System der ursprünglichen VV II vom 13.12.1999 – Vertragsgestaltung zur Netznutzung
Neue Vertragsgestaltung, Verbändevereinbarung II Plus vom 13.12.2001
z. B. Niederlande
Überregionaler Ferngasnetz-betreiber
Erdgas-produzent
z. B. Bunde
z. B. Eynatten
Import / Gaslieferver-trag § 433
Regionaler Ferngasnetz-betreiber
Verteilnetz-betreiber
Gasliefer-vertrag
Netzanschluss-vertrag
Händler/Lieferant
Netzendkunden-vertrag
Endkunde / Verbraucher
Vertragskonzept VV II Gas
Erstellung und Erweiterung des Netzanschlusses bedürfen einer vertraglichen Regelung (AVBEltV oder Sondervertrag)
VV II spricht diesen Vertrag ausdrücklich an, enthält jedoch materiell keine Neuerung
Kündigung des bisherigen Lieferverhältnisses lässt die rechtlichen Grundlagen des Anschlusses grds. unberührt - bei einheitlichem Vertrag ggf. Klarstellung erforderlich
Vertragspartner sind grundsätzlich Anschlussnehmer (Eigentümer) und Verteilernetzbetreiber
Netznutzung erfordert Netznutzungsvertrag
Netznutzungsvertrag i. S. d. VV II regelt entgeltlichen „Transport“ der Energie und Fragen des Zugangsverhältnisses, z. B.:
Technische Entnahmebedingungen
Haftung, höhere Gewalt, Unterbrechung der NN
Netznutzungsentgelt, sonstige Entgelte, Abgaben und Steuern
Zuordnung zu einem Händler = Bilanzkreis
Regelungen über Lieferantenkonkurrenz (Unbundling!)
Ersatzbelieferung durch Netzbetreiber
ergänzende Bedingungen (Änderungen, Datenverarbeitung)
Erfordernisse eines Rahmenvertrages
Physische Belieferung erfordert i. d. R. den Abschluss eines Rahmenvertrages mit dem Verteilnetzbetreiber:
Verfahren bei Kunden mit und ohne Leistungsmessung (Lastprofile)
Führung der Kundenliste
Entgelte und Sicherheiten (Wechselgebühr?)
Informationsflüsse und Regelungen für Datentransfer
Ermittlung der Liefermengen / Ausgleichsregelung
Netznutzungsentgelt / Konsortialabgabe (Schuldbeitritt?) ...
Derzeit in der Diskussion: „Transportkomponente“ im HRV
Abtretung des Toleranzbandes
Bilanzkreisbildung
ÜNB 2
Börsen-Bilanzkreis
ÜNB 3
ÜNB 1
Bilanzkreise der
Teilnehmer a, b, c ...
Bilanzvertrag (I)
Vertrag über die Bilanzverantwortung für einem Bilanzkreis zugeordnete Abnahmestellen zwischen Bilanzkoordinator (ÜNB) und Bilanzkreis-verantwortlichen oder bilanzverantwortlichem Endkunden.
Aufgabe und Zweck: Gewährleitung der Ausgeglichenheit der Leistungsbilanz der zugeordneten Einspeisungen und Entnahmen
Bestimmung eines Bilanzkreises und dessen operative Bezeichnung
Vorgaben für bilanzverbindliche Fahrplanwerte
Bilanzverantwortlicher schließt ggf. Verträge mit Kunden, die seinem Bilanzkreis zugeordnet sind (Subbilanzkreise)
Bilanzvertrag (II)
Physischer Handel erfordert Zugehörigkeit zu einem Bilanzkreis
Händler kann, muss aber nicht zwingend selbst Bilanzverantwortung gegenüber dem ÜNB übernehmen
Bildung eines Subbilanzkreises denkbar (offener Liefervertrag)
Innerhalb einer Regelzone kann Strom bilanzwirksam zwischen verschiedenen Bilanzkreisen übertragen werden
Austausch von Strom zwischen verschiedenen Regelzonen nur zwischen Bilanzkreisen desselben Bilanzkreisverantwortlichen
Fahrpläne sind nach dem System der VV II unabhängig von der tatsächlichen Einspeisung „bilanzwirksam“
Bilanzvertrag als Rechtsproblem
Bislang von ÜNB vorgelegte Bilanzverträge sind inhaltlich unausgewogen
Abrechnung von Ausgleichs- und Regelenergie: enormes Kostenproblem (Arbeits- und Leistungspreise?)
Auch wenn Bilanzverträge geschlossen wurden, erfolgt derzeit keine Abrechnung: Rückstellungsproblem
Zahlungen (Ausgleichsenergie und T-Komponente) derzeit nur unter Vorbehalt
Probleme der VV II
Verbändevereinbarung füllt § 6 EnWG auf freiwilliger Basis aus und ist rechtlich nicht verbindlich
Widersprüche zum Gesetz?
nur teilweise Umsetzung: Vertragschaos
Wechselentgelte
Wechselentgelte - Bericht der Arbeitsgruppe der Kartellbehörden (I)
„Wechselgebühren werden zum Ausgleich der Mehrkosten erhoben, die dem bisherigen Lieferanten und/oder dem Netzbetreiber durch den Wechsel entstehen.
Soweit die entstehenden Kosten dem Vertrieb zuzuordnen sind, aber über das Netz erhoben werden, verstoßen Wechselgebühren gegen Kartellrecht.
Falls die Kosten dem Netzbetrieb zuzurechnen sind, ist fraglich, ob sie dem wechselnden Kunden bzw. dem neuen Stromlieferanten auferlegt werden dürfen oder auf alle Netzbenutzer umzulegen sind.“ (S. 49)
„Ein kartellbehördliches Eingreifen ist regelmäßig nur bei Lastprofilkunden geboten. Die behindernde Wirkung einer Wechselgebühr nimmt im Verhältnis zu den gesamten Strombezugskosten mit zunehmender Größe ab.“
Wechselentgelt (II)
Zulässigkeit eines Wechselentgelts (i. S. v. pauschalisierten Umstel-lungskosten) umstritten:
Keine einheitliche Linie bei Kartellbehörden und Rechtsprechung
Aktuelles Urteil „Bad Tölz“ (OLG München)
VV II plus: keine Einigung; Moratorium bis zu höchstrichterlicher Entscheidung
Differenzierung/Abgrenzung erforderlich:
wer soll zahlen: Kunde/Lieferant?
wem entstehen die Kosten:Vertrieb/Netz?
Verursachungsprinzip/pauschaler, wettbewerbsorientierter Ansatz
pauschalisierte Umstellungsentgelte / Händlerentgelte
Abgrenzung zu Sonderablesung
Wechselentgelte (III) - OLG Naumburg, Urteil vom 25.06.2001 (1 U Kart. 1/01)
Verstoß gegen §§ 19 Abs. 4 Nr. 4 GWB, 20 Abs. 1 GWB
Genehmigung nach § 13 Abs. 2 BTOElt schließt kartellrechtliche Überprüfung nicht aus.
Angemessenheit der Kundentarife = Prüfung wettbewerblicher Auswirkungen von Tarifen
Behinderung i. S. v. § 20 Abs. 1 GWB unabhängig, ob Forderung gegen anderes EVU oder Kunden
Unbilligkeit als Ergebnis der Interessenabwägung:
Wechselkosten zugunsten Netz– nicht Vertriebssparte
Interessensgerecht ist pauschale Einrechnung der Mehraufwendungen in das Nutzungsentgelt der jeweiligen Spannungsebene und „Sozialisierung“ dieser Kosten; daher kein Verstoß gegen § 12 BTOElt
„Tarifhopping“ wettbewerblich erwünscht; auch nicht wechsel-bereite Kunden profitieren vom Wettbewerbsdruck der wechsel-willigen Kunden
Wechselentgelte (VI) - OLG München, Urteil vom 22.11.2001 (Kart. 1/00) (I)
Das Gericht hat ein Wechselentgelt für den mit dem Kundenwechsel verbundenen Aufwand des Netzbetreibers als unzulässige Ausnutzung der marktbeherrschenden Stellung des Netzbetreibers qualifiziert. Zwar ist das Interesse des Netzbetreibers an der Forderung eines Wechselentgelts grundsätzlich nachvollziehbar, doch belastet ein Wechselentgelt den neuen Stromlieferanten kartellrechtswidrig.
Eine Behinderung im Sinne eines einschlägigen kartellrechtlichen Verbots liegt bereits dann vor, wenn die Forderung des Wechselentgelts für das Wettbewerbsverhalten des neuen Stromlieferanten nachteilig ist.
Wechselentgelte (VI) - OLG München, Urteil vom 22.11.2001 (Kart. 1/00) (II)
Im Rahmen der vom Gericht vorgenommenen Interessenabwägung gewinnt das gesetzgeberische Ziel, das mit der Umsetzung der Richtlinie 96/92/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19.12.1996 durch das EnWG verfolgt wurde maßgebliches Gewicht. Durch die Neuregelung des EnWG sollten die Monopole in Elektrizitäts- und Gaswirtschaft abgebaut werden und so ist der Wettbewerb, ausdrücklich als gesetzgeberisches Ziel formuliert worden.
Ab welcher Höhe ein jeweiliges Wechselentgelt als unzulässig zu qualifizieren ist muss im jeweiligen Einzelfall entschieden werden, da aufgrund der gegenläufigen Interessen eine Abwägung je nach Einzelfall auch anders ausfallen kann.
Aktuelle „Baustellen“ der Liberalisierung in Deutschland
Höhe der Netznutzungsentgelte und Regelenergiekosten (Angemessenheit, Verkauf unter Einstandspreis/ Preisschere)
Umsetzung eines konsequenten Unbundlings (nur buchhalterische, nicht aber organisatorische Trennung, Weitergabe von Daten)
Überhöhte Sicherheiten, Wechselgebühren, doppelte Haftung, lange Kündigungszeiten
KWKG und EEG wirksam und Umwälzung der Kosten?
„Werbung“ und Produktgestaltung (Aufklärung der Endabnehmer über unseriöses Verhalten des Konkurrenten, Beratung über Kürzungsmöglichkeiten, Koppelprodukte etc.)
Genehmigungserfordernisse nach Kreditwesengesetz, das Handeln mit Termingeschäften, insbesondere Eigenhandelproblematik
Gesetzentwurf der Bundesregierung vom Dezember 2000 Ziel: Umsetzung der EG-RL-Vorgaben von 1998
zwei Sachverständigenanhörungen im Deutschen Bundestag äußerst kontrovers
Änderungsanträge der Fraktionen (!)
Am 17.05.2002 im Bundestag verabschiedet i. d. F. des SPD/Grüne-Änderungsantrages
Letztlich in 14. Legislaturperiode gescheitert
Neuer Anlauf (in unveränderter Fassung) in 2003
Zentrale Neuregelungen
Schaffung spezieller Netzzugangsregelungen und Netzzugangsverweigerungsgründe
Speicherzugangsregelung
Änderung und Ergänzung Reziprozitätregelung (strittig)
Anforderungen an den Netzbetrieb
Anforderungen an das „Unbundling“
Schaffung „kleiner“ Netzverordnung
Klarstellung hinsichtlich Konzessionsabgabenschuldner
GWB-Neuregelungen
Einrichtung Streitschlichtungsstelle beim BMWi
Möglichkeit durch EG-Richtlinie vorgesehen
Aufgabe: Klärung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit Netzzugangsverhandlungen und Netzzugangsverweigerungen(§ 6 a II EnWG-E)
keine Zuweisung von Vollzugs- oder Eingriffskompetenzen
reine Schlichtungsfunktion
„normaler“ Rechtsweg bleibt unberührt(vorgeschaltetes Verfahren)
bisher für den Strombereich nicht vorgesehen (neu!)
Spezielle Netzzugangsregelung für den Gasbereich
§ 6 a EnWG-E:
„Betreiber von Gasversorgungsnetzen haben anderen Unternehmen das Versorgungsnetz zu Bedingungen zur Verfügung zu stellen, die nicht ungünstiger sind, als sie von ihnen in vergleichbaren Fällen für Leistungen innerhalb ihres Unternehmens oder über verbundenen oder assoziierten Unternehmen tatsächlich oder kalkulatorisch in Rechnung stellen“.
grundsätzlicher Netzzugangsanspruch
„unternehmensinterner“ Vergleichsmaßstab
Bestätigung des Systems des verhandelten Netzzugangs keine Regulierungsbehörde, keine Preisgenehmigung aber Richtlinienentwürfe Europäische Kommission!
Netzzugang analog der Regelung für Elektrizität
spezialgesetzliche Normierung des kartellrechtlichen Netzzugangsanspruchs (§ 19 IV Ziff. 4 GWB) jetzt ausdrücklich interner Vergleichsmaßstab §§ 19, 20 GWB bleiben unberührt („Gleichklang“)
spezielle Netzzugangsverweigerungsgründe (neu!)
„Verrechtlichung“ der Verbändevereinbarungen
Wunsch der Verbände (VKU, VDEW) an das BMWi
verschiedene Konzepte (zunächst für Strom)
Vorschlag vom BMWi / Fraktionen (SPD/Grüne):„Das Netz muss zu Bedingungen zur Verfügung gestellt werden, die „guter fachlicher Praxis“ entsprechen“„Bei Einhaltung der Verbändevereinbarung wird gute fachliche Praxis vermutet (bis 31.12.2003). Im übrigen bleiben §§ 19, 20 GWB unberührt“
Einschränkung der Kontrolle des BKartA!
Folgen der „Verrechtlichung“
verfassungs- und europarechtlich bedenklich!
Zementierung des Netzzugangssystems für Gasbereich höchst problematisch, da kein Veränderungsdruck /-möglichkeit mehr!
Systemänderung noch möglich?
Zeitraum der Geltung der Regelvermutung
Stand:	Regelung nach kontroverser SV-Anhörung vom Bundestag verabschiedet!
Spezielle Netzzugangsverweigerungs-gründe
Netzzugangsverweigerung wegen Take-or-pay-Verträgen
Netzzugangsverweigerung wegen Reziprozität
Neuer § 4 a EnWG-E:
GVU müssen Netzbetrieb zur Erreichung der Ziele des § 1 EnWG sicherstellen sicher, preisgünstig, umweltverträglich
Netzbetreiber müssen technische Mindestanforderungen zum Netzbetrieb, Anschluss anderer Netze und zur Interoperabilität (incl. netzkompatible Gasbeschaffenheiten) veröffentlichen. objektiv und nicht-diskriminierend keine Fristen / Sanktionen (bisher)!
Unbundlinganforderungen
§ 9 a EnWG-E neu!
Einführung Verpflichtung zu „buchhalterischem Unbundling“
in interner Buchführung getrennte Konten für
Gashandel- und –vertrieb
konsolidiertes Konto für sonstige Tätigkeiten
für jeden Bereich Aufstellung einer Bilanz- und einer Gewinn- und Verlustrechnung
zur internen Buchführung gehören auch Abschreibungsregeln
	keine Veröffentlichungspflicht für Sparten- und Bereichsbilanzen!
§ 6 Abs. 6 EnWG-E:
Betreiber von Gasversorgungsnetzen haben ihre geltenden wesentlichen geschäftlichen Bedingungen für den Netzzugang zu veröffentlichen.
insbesondere Veröffentlichung von
Entgelten für Netzzugang
der verfahrensmäßigen Behandlung von Netzzugangsanfragen
Angaben über Kapazitäten und Engpässen nur auf Anfrage
Umfang zu veröffentlichender Entgelte?
keine Fristen und/oder Sanktionen (bisher)!
Netzzugangsverordnung für Tarifkunden und vergleichbare Abnehmer
Erweiterter § 11 Abs. 2 EnWG-E:
Rechtsverordnungsermächtigung für BMWi für Regelung der Allgemeinen Bedingungen für den Netzanschluss und die Netznutzung bei den nach beanspruchter Leistung und Jahresverbrauch den Tarifabnehmern entsprechenden Abnehmern
Einfügung auf Vorschlag Bundesrat, weil geltende AVBGas und AVBElt nur auf „klassische“ Tarifabnehmer ausgerichtet sind und RVO-Ermächtigung fehlt.
Lückenschließung im „Haushaltskundenbereich“
„kleine Netzzugangs-Verordnung“
GWB-Änderungen?
Einführung sofortiger Vollziehbarkeit von Kartellamtsentscheidungen bei missbräuchlichen Netzzugangsverweigerungen und Netznutzungsentgelten
Beweislastumkehr hinsichtlich Höhe Netznutzungsentgelte?
	sofortige Vollziehbarkeit wird kommen!
Reform der AVBEltV
Bisherige AVBEltV als Verordnung aus Monopolzeit (Regelungen nur für Verhältnis Kunde – EVU) sollen ersetzt werden durch „Doppelverordnung“ nach Aufnahme einer entsprechenden Ermächtigung in § 11 Abs. 2 EnWG:
AVBEltNetz (Verhältnis Kunde – EVU als Netzbetreiber)
AVBEltTarifkunden (Verhältnis Kunde – EVU als Stromlieferant)
1. Entwurf des BMWi vom November 2001 hat heftige Kritik erfahren
Aktuell: 3. Diskussionsentwurf, 15. Juli 2002
Anliegen des Gesetzgebers grundsätzlich zu begrüßen (Rechtssicherheit)
Ausgestaltung im Einzelnen aber unvollständig/unausgewogen:
Es fehlen Regelungen zur Ersatzbelieferung für Kunden, die nicht als allgemeine Tarifkunden beliefert werden können
Ebenfalls fehlen Regelungen zur Lieferantenkonkurrenz
Wechselfristen werden nicht vorgesehen
Haftung der Netzbetreiber stark ausgeweitet, Verjährungsregelung weggefallen (dadurch höhere Netzkosten?)
Verhältnis zum Rahmenvertrag (Netzbetreiber-Lieferant) bleibt ungeregelt
EnWG-Änderung führt im Gasbereich zu deutlichen Veränderungen und neuen Anforderungen für GVU´s
teilweise Übertragung Regelungen aus Strombereich aber auch eigenständige Neuerungen, insbesondere bereichsspezifisch relevantere
Verrechtlichung der VV Gas ist von großer Bedeutung!
 Einstellung auf veränderte Situation notwendig
Stand des Richtlinienverfahrens (I)
Europ. Kommission hat Entwurf zur Neufassung der Elektrizitäts- und Gas-Richtlinie entwickelt
Ziel: schnellere Schaffung eines einheitlichen europ. Marktes durch einheitliche Regulierungssysteme
Deutschland als "indirekte Zielscheibe"
Kommissionsvorschlag vom 13.03.01
Weiterleitung an Parlament und Rat
Beschlussverfahren wohl mit qualifizierter Stimmenmehrheit(Art. 251 EGV) - aber nicht unstrittig
Stand des Richtlinienverfahrens (II)
Europäisches Parlament hat Vielzahl von Änderungsvorschlägen beschlossen
Schlussfolgerungen des Europäischen Rates (Barcelona-Gipfel) nicht ganz klar
Kommissionsbeschluss vom 07.06.2002
Gemeinsamer Standpunkt November 2002?
Mögliches Inkrafttreten Sommer 2003
Umsetzung in Mitgliedsstaaten erforderlich, für Deutschland derzeit Frist von 18 Monaten in Diskussion
Vorverlegung der Marktöffnung für Strom und Gas
alle Sonderkunden bis 01.01.2003
alle Privatkunden bis 01.01.2005
alle Sonderkunden bis 01.01.2004
Gesamtöffnung bis 2005; Reziprozitätsklausel bis 2005 anwendbar
EP: unterstützt Kommission
Barcelona-Gipfel:
Wettbewerb um alle Geschäftskunden ab spätestens 2004 geöffnet
kein entsprechender Beschluss zu Privatkunden
Strengere Unbundling-Anforderungen
rechtliche Trennung („legal unbundling“)
Minimum: Mutter-Tochter-Gesellschaft (Konzern)
funktionale Anforderungen an Trennung vom Management! – Interessentrennung
„Compliance Programm“ für Mitarbeiter („Code of Conduct“?) EP –
ebenfalls rechtliche Trennung ab 01.01.2004
aber: Ausnahmen für kleinere Versorger (< 100.000 Kunden) zulässigEP: < 150.000 Kunden!
Speicher und LNG (Gas)
keine rechtliche Trennung notwendig
Netzzugang und Einrichtung Regulie-rungsbehörde - Kommissionsvorschlag -
System veröffentlichter und genehmigter Tarife
Einrichtung unabhängiger nationaler Regulierungsbehörden
kein ex-post-Handeln, sondern ex-ante
Kartellbehörden nicht ausreichend!
Festlegung und / oder Genehmigung von Tarifen
Festlegung von Regeln zum Management und zur Verteilung von Interconnector Kapazitäten
Einrichtung von Kontroll- und Transparenzmechanismen
	Ende des verhandelten Netzzugangs?
Netzzugang und Einrichtung Regulie-rungsbehörde - Positionen Europ. Parlament und Europäischer Rat -
In Barcelona haben sich Frankreich und Deutschland gegen unabhängigen Regulierer gewehrt
Schaffung eines „Regulierungsmechanismus“mit dem Ziel, „insbesondere die effiziente Überwachung der Bedingungen für die Festsetzung der Tarife zu gewährleisten“
EP hingegen: für weiterhin klare Kompetenzen des Regulierers (Ziff. 75)
„Festlegung oder Genehmigung der Bedingungen für Abschluss und Zugang zu den Netzen, (...) einschließlich der Tarife oder Tarifrahmen für Übertragung und Verteilung“
Berücksichtigung vermiedene Kosten für dezentrale Einspeisung
Folgen der Richtlinie für Deutschland
völliger Umbau des gegenwärtigen Netzzugangssystems in Deutschland im Falle einer weitgehenden Umsetzung des Kommissionsvorschlags / EP
im Falle der Aufweichung des Kommissionsvorschlags Veränderungen notwendig, aber Umfang unklar!
aufgrund der Stellungnahme des Parlaments ist Ausgang des „Regulierungsstreits“ noch offen
 „Vermittlungsverfahren“
Altrock: „Subventionierende“ Preisregelungen – Zur Förderung erneuerbarer Energieträger durch das EEG, München: C. H. Beck-Verlag, im Erscheinen
Becker/Held/Riedel/Theobald: Energiewirtschaft im Aufbruch, Köln: Fachverlag Deutscher Wirtschaftsdienst, 2001
Nill-Theobald/Theobald: Gesetzessammlung Energierecht, München: dtv-Texte, C. H. Beck-Verlag, 2001
Nill-Theobald/Theobald: Grundzüge des Energiewirtschaftsrechts, München: C. H. Beck-Verlag, 2001
Schneider/Theobald: Handbuch des Rechts der Energiewirtschaft,München: C. H. Beck-Verlag, 2002
Theobald/Zenke: Aktuelle Rechtsprobleme der Strom- und Gasdurchleitung, München: C. H. Beck-Verlag, 2001
Zander/Riedel/Ritzau/Held/Tomerius: Strombeschaffung im liberalisierten Energiemarkt, Fachverlag Deutscher Wirtschaftsdienst, 2000
Zander/Riedel/Kraus: Praxishandbuch der Energiebeschaffung, Fachverlag Deutscher Wirtschaftsdienst, 2001
Zenke, Genehmigungszwänge im liberalisierten Energiemarkt,Verlag Arno Spitz, Berliner Juristische Universitätsschriften, Zivilrecht, Band 19, Berlin, 1998
Aktuelle bestemmelser i lovgivningen med relevans for elektroniske pasientjournaler (EPJ) mv -. av torbjørn nystadnes, kith ntnu 9. november 2005. litt om kith. nasjonalt kompetansesenter for it i helse- og sosialsektoren visjon: "it
Aktuelle Aspekte der Zöliakie -. herbert wieser deutsche forschungsanstalt für lebensmittelchemie lichtenbergstr. 4, 85748 garching in zusammenarbeit mit der. europäischen arbeitsgruppe für die prolaminanalyse und -toxizität und den
Grundlagen und Therapie der Alkoholabhängigkeit – aktuelle Ergebnisse der Therapieforschung -. michael soyka, miriam bottlender 1.psychiatrische klinik der ludwigs-maximilians-universität münchen bmbf-forschungsverbund 2. privatklinik
Das Spektrum der kosmischen Strahlung -. scheinseminar zur astro- und teilchenphysik ws 2003/2004. andreas röthlein. 26.01.2004. einleitung und grundlagen direkte messungen indirekte messungen (ausgedehnte luft-schauer) aktuelle ergebnisse
Der Kölner Dom -. gliederung. heines sicht vom kölner dom eckdaten zum kölner dom aktuelle fotos vom kölner dom. heines sicht vom kölner dom. „den kolossalen gesellen!“ (v. 37, s. 16)  verdeutlicht das erstaunen über das