Source: https://www.arcguide.de/ausschreibung/deutschland-muenchen-auftragsbekanntmachung-45/
Timestamp: 2019-01-20 13:55:34
Document Index: 139678867

Matched Legal Cases: ['Art. 61', '§ 34', '§ 34', '§ 123', '§ 21', '§ 21', '§ 19']

Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen Deutschland, München: Auftragsbekanntmachung - arcguide.de
2019/S 008-014489
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/1/tenderId/166119
Referenznummer der Bekanntmachung: H60b414018
Objektplanung Gebäude, Leistungsphasen 2-9 gemäß Paragraf 34 HOAI, für Neubau Kälteschutz und medizinische Einrichtung
Lotte-Branz-Straße, München
Als Kälteschutz für Obdachlose und medizinische Einrichtung für Flüchtlinge wird im Stadtbezirk Schwabing-Freimann ein neues Gebäude geplant. Der bestehende Kälteschutz und die bestehende medizinische Einrichtung in der ehemaligen Bayernkaserne, an der Heidemannstraße, werden zur Errichtung von neuen Wohnungen abgebrochen.
Das zur Verfügung stehende Grundstück für das Gebäude liegt in der Nähe der ehemaligen Bayernkaserne im Gewerbegebiet Euro-Industriepark, zwischen der Maria-Probst-Straße und der Lotte-Branz-Straße, auf dem Flurstück 137/33. Es hat eine Fläche von ungefähr 7.700 m2. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans 1505a (Teilbereich II). Danach beträgt die Grundflächenzahl 0,6, die Geschossflächenzahl 0,9 und die zulässige Traufhöhe 12 m. Auf dem Grundstück daneben, im Osten, werden von der Regierung von Oberbayern Unterkünfte für
Flüchtlinge errichtet.
Das Gebäude soll im Süden, an der Lotte-Branz-Straße, errichtet werden. Ein Teil des Grundstücks soll auch vom Referat für Arbeit und Wirtschaft genutzt werden, deshalb soll das Gebäude so geplant werden, dass so viel Fläche wie möglich im Norden, an der Maria-Probst-Straße, dafür übrig bleibt. Das Gebäude muss hohe Anforderungen an Funktionalität erfüllen, insbesondere an Sicherheit, Hygiene und Widerstandsfähigkeit (gegen mechanische Belastungen). Außerdem muss es so geplant und (in geeigneter Bauweise) ausgeführt werden, dass es im März 2023
Fertiggestellt ist. Das Gebäude soll eine Nutzfläche 1-7 von insgesamt ungefähr 6 700 m2 haben. Bauherr des Gebäudes ist das Kommunalreferat.
Der Kälteschutz für Obdachlose soll 850 Schlafplätze in Vier-Bett-Zimmern haben, getrennt für Familien, Frauen und Männer. Er soll eine Nutzfläche 1-7 von ungefähr 5 000 m2 haben. Der Kälteschutz wird vom Sozialreferat geführt.
Die medizinische Einrichtung für Flüchtlinge soll vor allem für Asyl-Erstuntersuchungen und Impfungen genutzt werden. Sie soll eine Nutzfläche 1-7 von ungefähr 1 700 m2 haben.
Die medizinische Einrichtung wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt geführt.
Es wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt.
Ende: 01/04/2027
Sollte die Durchführung des Teilnahmewettbewerbs ergeben, dass mehr Bewerber grundsätzlich geeignet sind, als zur Abgabe eines Angebots aufgefordert werden sollen, so wird der Auftraggeber die Bewerber auswählen, welche die unter Ziff. III.1.1. bis III.1.3 aufgeführten Eignungsvoraussetzungen am besten erfüllen. Um dies zu ermitteln, wird der Auftraggeber eine Auswahlmatrix verwenden.
Die Referenzangaben werden auf der Grundlage der unter Ziff. III.1.3 genannten Unterkriterien bewertet; Einzelheiten sind dem Bewerberbogen sowie der Auswahlmatrix zu entnehmen.
Bei der Bewertung der Referenzen werden alle benannten Referenzen berücksichtigt, sofern sie wertbar sind und soweit die Höchstzahl an zugelassenen Referenzen nicht überschritten ist.
Erfüllen mehrere Bewerber an dem Teilnahmewettbewerb gleichermaßen die Anforderungen und ist die Bewerberzahl nach einer objektiven Auswahl entsprechend der Auswahlmatrix zu hoch, kann die Auswahl unter den verbleibenden Bewerbern durch Los getroffen werden.
1. Stufe: Beauftragung der Leistungsphase 2
2. Stufe: Beauftragung der Leistungsphase 3
3. Stufe: Beauftragung der Leistungsphase 4
4. Stufe: Beauftragung der Leistungsphase 5
5. Stufe: Beauftragung der Leistungsphase 6
6. Stufe: Beauftragung der Leistungsphase 7
7. Stufe: Beauftragung der Leistungsphase 8
8. Stufe: Beauftragung der Leistungsphase 9
Ein Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsphasen besteht nicht.
Die in Punkt II.2.7 beschriebene Laufzeit ist noch nicht verbindlich. Das Ende der Leistungsphase 9 ist am 1.4.2027 geplant.
Aufgrund der kurzen Planungszeit müssen Leistungsphasen in Überlappung erbracht werden.
Der Bewerber hat mit der Bewerbung den Nachweis über seine berufliche Qualifikation als Dipl.-Ing. TH/FH bzw. Bachelor/Master an Universitäten oder Fachhochschulen mit der Fachrichtung Architektur oder gleichwertig zu erbringen.
Ist der Bewerber eine juristische Person, ist dieser nur dann teilnahmeberechtigt, wenn durch Erklärung des Bewerbers nachgewiesen wird, dass der verantwortliche Berufsangehörige die an die natürliche Person gestellten Anforderungen erfüllt. Bewerber oder verantwortliche Berufsangehörige juristischer Personen,die die entsprechende Berufsbezeichnung nach dem Recht eines anderen Mitgliedsstaates der europäischen Union oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum tragen, erfüllen die fachlichen Voraussetzungen dann,
a) wenn sie sich dauerhaft im Bundesgebiet der Bundesrepublik Deutschland niedergelassen haben undberechtigt sind, die deutschen Berufsbezeichnungen nach den einschlägigen deutschen Fachgesetzen aufgrund einer Gleichstellung mit nach der Richtlinie 2005/36/EG (geändert durch die Richtlinie 2013/55/EU) zutragen oder
b) wenn sie vorübergehend im Bundesgebiet tätig sind und ihre Dienstleistungserbringung nach Richtlinie2005/36/EG angezeigt haben.
Einzutragen ist darüber hinaus:
Nachweis der Bauvorlageberechtigung nach Art. 61 BayBO durch Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt.
1) Eigenerkärung über den gemittelten Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (netto) (Gewichtung 5 %);
2) Eigenerklärung des Bewerbers, dass im Auftragsfall der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgendem Inhalt vorgelegt wird: Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von über mind. 2,0 Mio. EUR für Personenschäden und mind. 0,5 Mio EUR für sonstige Schäden. Die Versicherung muss während der gesamten Vertragszeit unterhalten und nachgewiesen werden. Es ist zu gewährleisten, dass zur Deckung eines Schadens aus dem Vertrag Versicherungsschutz in Höhe der genannten Deckungssummen besteht. Zudem muss die Ersatzleistung der Versicherung mindestens das Zweifache der o. g. Deckungssummen pro Jahr betragen (2-fach maximiert). Im Falle einer Bewerbergemeinschaft ist von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft eine Versicherung zu den o. g. Bedingungen nachzuweisen. Zudem ist gleichzeitig eine Erklärung des Versicherers bzw. die entsprechende Passage aus dem/den Vertrag/Bedingungen beizufügen, wonach die Versicherung auch bei der Betätigung des Bewerbers als Partner einer Arge, bei Schäden, die vom Versicherungsnehmer verursacht werden, zu den genannten Bedingungen eintritt.
1) Vorlage von max. 3 Referenzen vergleichbarer Leistungen des Büros aus dem Referenzzeitraum 2012 – Ende der Bewerbungsfrist, die anhand folgender Kriterien bewertet werden (Gewichtung 90 %):
— Neubau,
— Bauwerkskosten (KG 300 + KG 400) gemäß DIN 276,
— Honorarzone mindestens III gemäß § 34 HOAI,
— Leistungsphasen 2-8 gemäß § 34 HOAI selbst erbracht und im Referenzzeitraum abgeschlossen.
Besondere, projektspezifische Kriterien aus den Referenzen 1-3:
— Mehrere Funktionsbereiche in einem Gebäude/Projekt,
— Energiewirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Planung.
Die Referenzen sind in der „Liste geeigneter Referenzen“ als Anlage zum Bewerberbogen so darzustellen, dass eine Bewertung anhand der o.g. Kriterien ermöglicht wird. Die detaillierte Bewertung ergibt sich aus der Auswahlmatrix.
Für jede Referenz werden darüber hinaus folgende Angaben erwartet:
Kontaktdaten des Auftraggebers mit Name des Ansprechpartners, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail; Beschreibung der erbrachten Leistung; Wert der erbrachten Leistung und Angaben zu den erbrachten Leistungsphasen
Zudem ist anzugeben, ob die Leistungen als vollständige Eigenleistung, mit Nachunternehmern oder in Kooperation mit anderen Unternehmen erbracht wurden, sowie die Angabe des Eigenleistungsanteils. Wurden die Leistungen nicht vollständig als Eigenleistung erbracht, so ist anzugeben, welche Leistungen als Eigenleistung erbracht wurden.
Zusätzlich zur „Liste geeigneter Referenzen“ kann je Referenz ein Foto des Projektes im PDF-Format auf je einer Seite im DIN-A4-Format hochgeladen werden. Das Hochladen weiterer Unterlagen ist nicht zulässig.
Mindestbedingung für die grundsätzliche Wertbarkeit einer Referenz ist die Erbringung von mindestens einer der Leistungsphasen 2-8 im o.g. Referenzzeitraum.
Wenn die Mindestbedingung nicht erfüllt ist, kann die gesamte Referenz nicht gewertet werden. Zum Ausschluss führt dies aber nicht.
Eine Leistungsphase gilt dann als im Referenzzeitraum erbracht, wenn sie innerhalb des Referenzzeitraums abgeschlossen worden ist. Der Beginn der Leistungsphase kann hingegen auch schon vor diesem Zeitraum liegen.
Die bestmögliche Bewertung zu Ziff. III.1.3 Nr. 1 wird nur erreicht, wenn die max. zulässige Anzahl an Referenzen (s.o.) die o.g. Kriterien vollumfänglich erfüllen. Bei den besonderen, projektspezifischen Kriterien aus den Referenzen wird jedes einzelne Kriterium als vollumfänglich erfüllt betrachtet, wenn es bei mindestens einem wertbaren Referenzprojekt nachgewiesen wird.
Die teilweise Erfüllung der o.g. Kriterien führt nicht zum Ausschluss, sondern zu einer entsprechend geringeren Bewertung.
2) Vorbehalten wird die Vorlage von Bescheinigungen öffentlicher oder privater Auftraggeber über die Ausführung der angegebenen Referenzprojekte;
3) Eigenerklärung über die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl des Bewerbers in den letzten 3 Jahren (Gewichtung 5 %).
Siehe III.1.1
Siehe Vergabe-/Auftragsunterlagen
Der Bewerber hat anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen und ob er selbst bzw. ein nach Satzung oder Gesetz für den Bewerber Vertretungsberechtigter in den letzten 2 Jahren
— gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 oder 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz oder
— gem. § 21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz oder
— gem. § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz mit einer Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro belegt worden ist.
Der Teilnahmeantrag besteht aus dem Bewerberbogen und Nachweisen; die Vergabe-/Auftragsunterlagen sind auf der Vergabeplattform (www.vergabe.bayern.de) eingestellt.
Der Bewerberbogen und die anderen einzureichenden, bearbeitbaren Formulare sind auf den eigenen Rechner herunterzuladen, dort lokal auszufüllen und zu speichern.
Teilnahmeanträge können ausschließlich von registrierten Bewerbern über die Vergabeplattform (www.vergabe.bayern.de) in Textform eingereicht werden. Die ausgefüllten und lokal gespeicherten Unterlagen sind als Teil des Teilnahmeantrags im PDF-Format auf die Plattform hochzuladen.
Zur Einreichung des Teilnahmeantrags muss auf der Plattform in einem entsprechenden Fenster der Vor- und Nachname der Person, die die Teilnahmeantragsabgabe erklärt, angegeben werden.
Eine gesonderte Unterschrift sowie eine fortgeschrittene oder qualifizierte Signatur sind für den Teilnahmeantrag nicht erforderlich.
Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge bzw. schriftliche (in Papierform eingereichte) oder formlose Anträge werden im weiteren Verfahren nichtberücksichtigt.
Beschreibungen zur Vorgehensweise bei Teilnahmewettbewerben auf der Vergabeplattform(www.vergabe.bayern.de) unter: http://meinauftrag.rib.de/hilfe/index.html?teilnahmewettbewerbe.html.
LHM, Baureferat, Verwaltung und Recht