Source: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010325&FassungVom=1997-06-30
Timestamp: 2019-05-24 05:23:43
Document Index: 123926505

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 8', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 10', '§ 16', '§ 26', '§ 27', '§ 29', '§ 30', '§ 28', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 13', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 36', '§ 41', '§ 13', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 44', '§ 45', '§ 45', '§ 47', '§ 48', '§ 49', '§ 13', '§ 50', '§ 51', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 57', '§ 13', '§ 58', '§ 59', '§ 61', '§ 62', '§ 63', '§ 64', '§ 65', '§ 13', '§ 66', '§ 67', '§ 68', '§ 69', '§ 66', '§ 70', '§ 69', '§ 66', '§ 72', '§ 66', '§ 73', '§ 13', '§ 74', '§ 75', '§ 76', '§ 79', '§ 77', '§ 78', '§ 79', '§ 80', '§ 81', '§ 13']

RIS - Qualitätsklassenverordnung - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 30.06.1997
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Qualitätsklassenverordnung, Fassung vom 30.06.1997
Verordnung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft vom 26. März 1968 über die Durchführung des Qualitätsklassengesetzes (Qualitätsklassenverordnung)
StF: BGBl. Nr. 136/1968
BGBl. Nr. 303/1970
BGBl. Nr. 37/1973
BGBl. Nr. 119/1974
BGBl. Nr. 545/1975
BGBl. Nr. 589/1978
BGBl. Nr. 409/1985
BGBl. Nr. 141/1988
BGBl. Nr. 514/1989
BGBl. Nr. 527/1990
BGBl. Nr. 232/1992
BGBl. Nr. 431/1992
BGBl. Nr. 76/1994
BGBl. Nr. 718/1995
Qualitätsklassen und Qualitätsnormen für Äpfel und Birnen
§ 6. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Äpfel der Obstart "Malus sylvestris Mill." und für Birnen der Obstart "Pyrus communis L.". Soweit eine Bestimmung auf beide Obstarten anzuwenden ist, werden diese im folgenden kurz Früchte genannt.
§ 7. (1) Qualitätsbezeichnungen für Früchte sind: "Klasse Extra", "Klasse I", "Klasse II" und "Klasse III".
(2) Früchte, die in keine der im Abs. 1 angeführten Klassen eingestuft werden können, dürfen nur zum Zwecke der Verwertung in Verarbeitungsbetrieben in Verkehr gebracht werden.
§ 8. (1) Die Früchte müssen sein:
(2) Die Früchte müssen sorgfältig gepflückt und bei der Ernte genügend entwickelt sein. Der Reifezustand muß derart sein, daß er es der Frucht erlaubt, Transport und Hantierung zu überstehen, sich unter angemessenen Bedingungen bis zum Verbrauch zu halten und den Anforderungen am Bestimmungsort zu entsprechen. Für die Klasse III findet der erste Halbsatz keine Anwendung.
(3) Die Früchte müssen überdies folgende Beschaffenheitsmerkmale aufweisen:
Früchte dieser Klasse müssen sortentypisch in Form, Größe und Färbung sein, dürfen weder einen verletzten Stiel noch sonstige Mängel aufweisen (Früchte hervorragender Qualität); eine leichte strahlige Berostung in der Stieleinsenkung ist jedoch zulässig.
Früchte dieser Klasse müssen sortentypisch in Form, Größe und Färbung sein (Früchte guter Qualität). Zulässig sind jedoch leichte Form-, Entwicklungs- und Färbungsfehler sowie Beschädigung des Stieles, Schalenfehler, soweit sie das allgemeine Aussehen und die Haltbarkeit der Früchte nicht beeinträchtigen, sind innerhalb nachstehender Grenzen zulässig:
Schmale Schalenfehler, nicht länger als 2 cm ; andere Schalenfehler, wenn ihre gesamte Fläche nicht größer als 1 cm2 ist, ausgenommen Schorfflecken, deren Fläche insgesamt nicht größer als 0,25 cm2 sein darf; eine feine netzartige Berostung auf maximal ein Fünftel der Fruchtoberfläche ist zugelassen.
Birnen dürfen nicht steinig sein.
Die Früchte müssen sortenrein sein. Fehler in Form, Wuchs und Färbung sind zulässig, vorausgesetzt, daß die Früchte ihre charakteristischen Merkmale behalten. Das Fleisch muß frei von größeren Mängeln sein. Der Stiel kann fehlen, vorausgesetzt, daß die Schale in der Stielbucht nicht beschädigt ist. Schalenfehler sind innerhalb nachstehender Grenzen zulässig:
Schmale Schalenfehler, die jedoch nicht länger als 4 cm sein dürfen; sonstige Schalenfehler, sofern deren Gesamtfläche auf 2,5 cm2 begrenzt ist, ausgenommen Schorfflecken, deren Gesamtfläche nicht größer als 1 cm2 sein darf; eine feine netzartige Berostung auf maximal der Hälfte der Fruchtoberfläche ist zugelassen.
Diese Klasse besteht aus Früchten marktfähiger Qualität, die nicht in eine höhere Klasse eingestuft werden können und überwiegend für die Verwertung im Haushalt bestimmt sind. Diese Früchte brauchen nicht sortenrein zu sein, Fehler in Form und Färbung sind zulässig; der Fruchtstiel kann fehlen, das Fruchtfleisch muß aber frei von größeren Fehlern sein; Schalenfehler sind bis zu einer Größe von 4 cm2 zulässig, Schorfflecken dürfen jedoch im gesamten nicht größer als 2 cm2 sein; eine Berostung der Früchte ist zulässig.
(4) Zur Beurteilung der ausreichenden sortentypischen Färbung sind in den einzelnen Qualitätsklassen die folgenden vier Abstufungen vorzunehmen:
Deckfärbige Sorten (Rote Sorten):
Äpfel: Berner Rosenapfel, Black Ben Davis, Black Winesap, Cherry
Cox, Demokrat, Gloster 69, King David, Lobo, Richared, Spartan, Starking Delicious, Starkrimson, Winter Winesap
Birnen: Rote Williams Christbirne (Red Bartlett)
Bei Klasse Extra muß mindestens 3/4, bei Klasse I mindestens 1/2 und bei Klasse II mindestens 1/4 der Oberfläche rot gefärbt sein.
Gemischtfärbige Sorten (Sorten mit heller und dunkler Rötung):
Äpfel: Arlet, Discovery, Elstar, Gala, Idared, Ingrid Marie,
Jamba, Jonagold, Jonathan, Lavanttaler Bananenapfel, McIntosh, Melrose, Morgenduft, Odin, Raritan, Roter Berlepsch, Roter Boskoop, Roter Delicious, Roter Gravensteiner, Roter James Grieve, Stayman Winesap, Summerred
Birnen: Clapps Liebling, Nordhäuser Winterforellenbirne
Bei Klasse Extra muß mindestens die Hälfte, bei Klasse I mindestens 1/3 und bei Klasse II mindestens 1/10 der Oberfläche rot gefärbt sein.
Gestreifte Sorten (Sorten rot gestreift oder schwach gefärbt):
Äpfel: Alkmene, Berlepsch, Cox Orangenrenette, Französischer
Rambour, Goldparmäne, Kalterer Böhmer, Karmijn de Sonnaville, Kronprinz Rudolf, Krummstiel, Mantet, Oldenburg, Ontario, Rheinischer Winterrambour, Rubinette, Schweizer Orangenapfel, Stark Earliest, Wagener
Birnen: Gute Luise
Bei Klasse Extra muß mindestens 1/3, bei Klasse I mindestens 1/10 der Oberfläche rot gestreift oder verwaschen sein.
Grundfärbige Sorten (Sorten gelb, weiß, schwach verwaschen oder gestreift gerötet):
Äpfel: Bellefleur, Boskoop, Champagner Renette, Glockenapfel,
Golden Delicious, Granny Smith, Kanada Renette,
Klarapfel, Landsberger Renette, London Pepping, Mutsu,
Birnen: Abbe Fetel, Alexander Lucas, Bosc's Flaschenbirne
(Kaiser Alexander), Conference, Diels Butterbirne,
Edelcrassane (Passa Crassana), Frühe aus Trevoux,
Gellert's Butterbirne (Hardy), Gräfin von Paris, Jules
Guyot, Köstliche aus Charneu, Packham's Triumph,
Präsident Drouard, Triumph de Vienne, Williams
James Grieve und Gravensteiner müssen in der Klasse Extra die sortentypische Grundfarbe mit schwach verwaschener Rötung oder Streifung auf 1/4 der Fruchtoberfläche aufweisen.
§ 9. (1) Der über die Früchte Verfügungsberechtigte hat die Größensortierung nach dem größten, senkrecht zur Achse Kelch-Stiel zu messenden Durchmesser (Querdurchmesser) vorzunehmen. Dieser darf innerhalb der Früchte eines Packstückes um höchstens 5 mm abweichen:
bei Früchten der Klasse Extra;
bei Früchten der Klassen I und II, soweit sie in Reihen und Schichten gepackt sind.
Der Unterschied im Querdurchmesser darf bei Früchten der Klasse I, die lose verpackt sind, 10 mm betragen. Lose verpackte Früchte der Klasse II brauchen nicht nach Größenstufen sortiert zu sein. Früchte der Klasse III müssen der Mindestgröße der Klasse II entsprechen, brauchen aber nicht nach Größenstufen sortiert zu sein.
(2) Über die Erfordernisse des Abs. 1 hinaus müssen die Früchte in den Klassen Extra, I und II folgende Mindestgrößen aufweisen:
Äpfel Extra I II
Großfrüchtige Sorten 70 mm 65 mm 65 mm
Andere Sorten 65 mm 60 mm 55 mm
Birnen Extra I II
Großfrüchtige Sorten 60 mm 55 mm 50 mm
Als großfrüchtige Äpfel- und Birnensorten gelten die gemäß Z 2 der Anlage 6 aufgezählten Sorten.
(3) Die Bestimmungen des Abs. 2 über Mindestgrößen gelten nicht für Sommerbirnen vor dem 1. August des Erntejahres.
§ 10. Toleranzen, jeweils gemessen nach Anzahl oder Gewicht, sind nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zugelassen:
A. Gütetoleranzen:
5 v. H. Früchte, die den Anforderungen der Klasse nicht
genügen, aber denen der nächst niedrigeren Klasse (Klasse I) entsprechen,
10 v. H. Früchte, die den Anforderungen der Klasse nicht
genügen, aber denen der nächst niedrigeren Klasse (Klasse II) entsprechen oder - ganz vereinzelt - unter die Toleranz für diese Klasse fallen;
entsprechen, ausgenommen Früchte, die sichtlich mit Fäulnis behaftet sind oder starke Druckstellen oder unverheilte Risse aufweisen;
Es dürfen bis zu 15 v. H. Früchte enthalten sein, die den Mindestanforderungen gemäß § 8 Abs. 2 nicht entsprechen.
In allen Klassen darf im Rahmen der unter lit. a bis d angeführten Toleranzen die Toleranz für verdorbene Früchte 2 v. H. nicht übersteigen; das gleiche gilt hinsichtlich madiger Früchte für die Klassen Extra, I und II, für die Klasse III gilt hier ein Prozentsatz von 5 v. H.
B. Größentoleranzen:
Bei den Klassen Extra, I und II: 10 v. H. Früchte, die einer Größe angehören, die unmittelbar über oder unter der auf der Verpackung angegebenen Größe liegt.
Bei der Klasse III: 10 v. H. Früchte unter der vorgesehenen Größe, jedoch mit einer Mindestgröße von 45 mm bei Äpfeln und 40 mm bei Birnen.
Gesamttoleranzen:
In keinem Fall dürfen Güte- und Größentoleranzen zusammen
10 v. H. bei Klasse Extra,
15 v. H. bei Klasse I und II,
20 v. H. bei Klasse III.
§ 11. A. Gleichmäßigkeit des Verpackungsinhaltes:
Der Inhalt der Packung der Klassen Extra, I und II muß gleichmäßig sein; es darf jedes Packstück - unbeschadet der Toleranzen - nur Früchte derselben Herkunft, derselben Sorte und Klasse und desselben Reifegrades enthalten.
Bei der Klasse Extra erstreckt sich das Erfordernis der Gleichmäßigkeit auch auf die Färbung.
B. Art der Verpackung und Verpackungsmaterial:
Die Verpackung muß derart sein, daß die Früchte in angemessener Weise geschützt sind.
Papier oder anderes innerhalb des Packstückes verwendetes Material muß ungebraucht und sauber sein. Aufdrucke dürfen nicht mit den Früchten in Berührung kommen. Bei der Verpackung müssen die Früchte frei von fremden Gegenständen, wie Blättern oder Zweigen, sein.
Früchte der Klasse Extra müssen in nicht gebrauchten Behältnissen verpackt sein.
Für Früchte der Klassen I, II und III ist eine lose Verpackung zugelassen.
In der Klasse Extra sind Sonderaufmachungen (Kleinpackstücke bis zu 5 kg) erlaubt, die zwei Sorten, im Verhältnis 1:1 gemischt, beinhalten.
§ 12. (1) Jede Packung muß auf der Außenseite deutlich les- und sichtbar sowie unverwischbar folgende Angaben enthalten hinsichtlich:
A. der Identifizierung:
Packer ) Name und Anschrift oder
Absender ) Geschäftssymbol;
B. der Art des Erzeugnisses:
"Äpfel" oder "Birnen" (nur bei Verpackungen, die den Inhalt nicht von außen erkennen lassen),
Name der Sorte bei den Klassen Extra, I und II;
C. der Herkunft des Erzeugnisses:
Anbaugebiet oder nationale, gebietliche oder sonstige örtliche Bezeichnung;
D. der Handelsmerkmale:
Größe (soweit eine Größensortierung vorgeschrieben ist) oder Stückzahl; für Früchte der Klasse II, soweit diese lose verpackt sind, sowie für Früchte der Klasse III genügt die Angabe der Klasse.
(2) Soweit nicht die Angaben an der Verpackung selbst gut sichtbar angebracht sind, müssen bei Packstücken über 15 kg die zur Kennzeichnung verwendeten Zettel mindestens 60 cm2 groß sein.
(3) Bei der Darbietung der Ware im Detailhandel kann, sofern die Früchte aus gemäß Abs. 1 ordnungsgemäß gekennzeichneten Packungen entnommen wurden, auf die Angabe der Identifizierung gemäß Abs. 1 lit. A und der Größe gemäß Abs. 1 lit. D verzichtet werden.
§ 13. (1) Die Abgabe von Früchten im Sinne des § 10 Abs. 1 des Qualitätsklassengesetzes ist gestattet.
(2) Sind Kleinpackstücke (Verpackungseinheiten, die zur Abgabe an den Letztverbraucher bestimmt sind) ordnungsgemäß gekennzeichnet, kann auf die Kennzeichnung der Überverpackung (Transportgebinde) verzichtet werden.
§ 16. Diese Verordnung tritt am 1. Juli 1968 in Kraft.
Qualitätsklassen und Qualitätsnormen für Pfirsiche
§ 26. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Pfirsiche der Obstart "Prunus Persica Sieb. und Zucc." (im folgenden auch Früchte genannt).
§ 27. (1) Qualitätsbezeichnungen für Pfirsiche sind: "Klasse Extra", "Klasse I", "Klasse II" und "Klasse III".
(2) Pfirsiche, die in keine der im Abs. 1 angeführten Klassen eingestuft werden können, dürfen nur zum Zwecke der Verwertung in Verarbeitungsbetrieben in Verkehr gebracht werden.
§ 29. (1) Der über die Früchte Verfügungsberechtigte hat die Größensortierung entweder nach dem größten Umfang oder nach dem größten, senkrecht zur Achse Stempel-Stielbucht zu messenden Querdurchmesser vorzunehmen.
(2) Die Früchte sind nach folgender Größenskala einzuteilen:
Umfang Querdurchmesser Größen-
cm oder mm kennzeichnung
28 und darüber 90 und darüber AAAA
von 25 bis 28 ausschließlich von 80 bis 90 ausschließlich AAA
von 23 bis 25 ausschließlich von 73 bis 80 ausschließlich AA
von 21 bis 23 ausschließlich von 67 bis 73 ausschließlich A
von 19 bis 21 ausschließlich von 61 bis 67 ausschließlich B
von 17,5 bis 19 ausschließlich von 56 bis 61 ausschließlich C
von 16 bis 17,5 ausschließlich von 51 bis 56 ausschließlich D
Die zulässige Mindestgröße für die Klasse Extra darf 17,5 cm im Umfang oder 56 mm im Querdurchmesser nicht unterschreiten.
(3) Bei Pfirsichen, die bis 31. Juli in Verkehr gebracht werden, darf der Umfang 15 bis 16 cm oder der Querdurchmesser 47 bis 51 mm betragen. Diese Bestimmung gilt nicht für Früchte der Klasse Extra.
(4) Die Größensortierung gemäß Abs. 2 ist obligatorisch für die Klassen Extra, I und II.
§ 30. Toleranzen sind, jeweils gemessen nach Anzahl oder Gewicht, nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zugelassen:
5 v. H. Früchte, die nicht den Anforderungen dieser Klasse, jedoch denen der nächst niedrigeren Klasse (Klasse I) entsprechen.
Klassen I und II:
10 v. H. Früchte, die nicht den Anforderungen dieser Klassen, jedoch denen der jeweils nächst niedrigeren Klasse (Klasse II oder Klasse III) entsprechen.
15 v. H. Früchte, die nicht den Mindesteigenschaften gemäß § 28 Abs. 2 entsprechen sowie offene Verletzungen aufweisen, aber für den Verzehr geeignet sind.
Klassen Extra, I und II:
10 v. H Früchte, die bei der Größensortierung von der angegebenen Größe nach dem Umfang bis zu 1 cm mehr oder weniger oder nach dem Querdurchmesser bis zu 3 mm mehr oder weniger abweichen.
10 v. H. Früchte, bei denen die Größenunterschiede über die festgelegten Abweichungen hinausgehen, jedoch 6 cm im Umfang oder 20 mm im Querdurchmesser nicht überschreiten. Für Pfirsiche der kleinsten Größe dürfen diese Toleranzen jedoch nur auf die Früchte angewendet werden, deren Größe nicht um mehr als 6 mm im Umfang oder 2 mm im Querdurchmesser unter der festgesetzten Mindestgröße liegt.
C. Gesamttoleranzen:
Auf keinen Fall dürfen Güte- und Größentoleranzen zusammen übersteigen:
10 v. H. für die Klasse Extra
15 v. H. für die Klassen I und II,
20 v. H. für die Klasse III.
§ 31. A. Gleichmäßigkeit des Verpackungsinhaltes:
Der Inhalt der Packung der Klassen Extra, I und II muß gleichmäßig sein, es darf jedes Packstück - unbeschadet der Toleranzen - nur Früchte derselben Herkunft, Sorte und Klasse sowie desselben Reifegrades enthalten. Innerhalb der Verpackungseinheiten muß die obere Schicht der Packung insbesondere hinsichtlich Größe, Güte und Form der durchschnittlichen Zusammensetzung entsprechen.
Die Früchte können nach einer der folgenden Arten verpackt sein:
in einer einzigen Lage bei Klasse Extra (getrennt von den Nachbarfrüchten), in einer oder zwei Lagen bei den Klassen I und II,
lose verpackt bei Klasse III.
§ 32. Jede Packung muß auf der Außenseite deutlich les- und sichtbar sowie unverwischbar folgende Angaben enthalten hinsichtlich:
Packer) Name und Anschrift oder
Absender) Geschäftssymbol;
"Pfirsiche" (nur bei Verpackungen, die den Inhalt nicht von außen erkennen lassen),
Name der Sorte bei den Klassen Extra und I;
Größe (soweit eine Größensortierung vorgeschrieben ist) oder Stückzahl.
(3) Bei der Darbietung der Ware im Detailhandel kann, sofern die Früchte aus gemäß Abs. 1 ordnungsgemäß gekennzeichneten Verpackungen entnommen wurden, auf die Angabe der Identifizierung gemäß Abs. 1 lit. A, der Sorte gemäß Abs. 1 lit. B und der Größe gemäß Abs. 1 lit. D verzichtet werden.
§ 33. Die §§ 13 bis 15 finden für Pfirsiche sinngemäß Anwendung.
Qualitätsklassen und Qualitätsnormen für Zitrusfrüchte
§ 34. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Zitrusfrüchte, und zwar für Zitronen der Art "Citrus limonia (Osbeck)", für Orangen der Art "Citrus sinensis (Osbeck)" sowie für Mandarinen, Clementinen, Satsumas, Tangerinen und Wilkings der Art "Citrus reticulata (Blanco)" und deren Kreuzungen (im folgenden auch Früchte genannt).
§ 35. (1) Qualitätsbezeichnungen für Zitrusfrüchte sind:
"Klasse Extra", "Klasse I" und "Klasse II".
§ 36. (1) Die Früchte müssen sein:
gesund, insbesondere frei von Pflanzenkrankheiten, von Frostschäden sowie von Lager- und Transportschäden;
frei von fremdem Geruch oder Geschmack (betrifft nicht Geruch nach zugelassenen Oberflächenkonservierungsmitteln).
(2) Die Früchte müssen sorgfältig gepflückt und bei der Ernte genügend entwickelt sein. Der Reifezustand muß derart sein, daß er es den Früchten erlaubt, Transport und Hantierung zu überstehen, sich unter angemessenen Bedingungen bis zum Verbrauch zu halten und den Anforderungen am Bestimmungsort zu entsprechen. Die Früchte müssen die sortentypischen Eigenschaften aufweisen und frei von beginnender innerer Austrocknung sowie von großen vernarbten Verletzungen und Quetschungen sein.
(3) Wurden Früchte entgrünt, so dürfen hiedurch die natürlichen geschmacklichen Eigenschaften nicht verändert sein. Bei entgrünten Früchten darf der Kelch fehlen.
(4) Die Früchte müssen folgenden Mindestgehalt an Saft (im Verhältnis zum Gesamtgewicht der Früchte) aufweisen:
Verdelli- und Primofiore-Zitronen ...................... 20 v. H.
sonstige Zitronen ...................................... 25 v. H.
Clementinen ............................................ 40 v. H.
Mandarinen, Satsumas, Tangerinen und Wilkings sowie
deren Kreuzungen ....................................... 33 v. H.
Thomson Navels- und Tarocco-Orangen .................... 30 v. H.
Washington Navels-Orangen .............................. 33 v. H.
sonstige Orangen ....................................... 35 v. H.
(5) Die Früchte müssen eine sortentypische Färbung aufweisen. Es dürfen jedoch, unter Berücksichtigung der Sorte und der Erntezeit, Zitronen, die den Mindestsaftgehalt aufweisen, auch hellgrün, Verdelli-Zitronen grün, jedoch nicht dunkelgrün, und Orangen auf einem Fünftel der Fruchtoberfläche hellgrün gefärbt sein. Bei Clementinen und Satsumas muß die sortentypische Färbung auf mindestens einem Drittel, bei Mandarinen, Wilkings, Tangerinen und deren Kreuzungen auf mindestens zwei Dritteln der Fruchtoberfläche aufscheinen.
(6) Die Früchte müssen überdies folgende Beschaffenheitsmerkmale aufweisen:
Früchte dieser Klasse müssen sortentypisch in Form und Entwicklung sowie frei von Mängeln - ausgenommen leichte oberflächliche Veränderungen der Schale - sein (Früchte hervorragender Qualität).
Früchte dieser Klasse müssen die typischen Eigenschaften der Art und Sorte aufweisen, jedoch sind leichte Fehler in Form und Färbung zulässig (Früchte guter Qualität). Leichte Schalenfehler, wie silberweiße Verkrustungen und Berostungen, die während der Vegetationsperiode entstanden sind, sowie leichte, durch mechanische Ursachen (wie Reibung, Hagelschlag und Stoß) entstandene vernarbte Beschädigungen, sind, soweit sie weder das allgemeine Aussehen noch die Haltbarkeit der Früchte beeinträchtigen, zugelassen.
Diese Klasse besteht aus Früchten marktfähiger Qualität, die nicht in eine höhere Klasse eingestuft werden können. Fehler oder Veränderungen des Aussehens und der Schale, wie insbesondere Verformungen, Verfärbungen, runzelige Schale, vernarbte oberflächliche Veränderungen der Schale sowie teilweise Loslösung der Schale bei Orangen sind zugelassen, sofern sie nicht das allgemeine Aussehen oder die Haltbarkeit stark beeinträchtigen.
§ 37. (1) Der über die Früchte Verfügungsberechtigte hat die Größensortierung nach dem größten, senkrecht zur Achse Kelch-Narbe zu messenden Durchmesser (Querdurchmesser) vorzunehmen. Die Früchte müssen folgende Mindestgrößen aufweisen:
Zitronen .................................................. 45 mm
Orangen ................................................... 53 mm
deren Kreuzungen .......................................... 45 mm
Clementinen ............................................... 35 mm
(2) Die Früchte müssen nach folgenden Größenskalen sortiert sein:
a) Zitronen:
Größe Skala der Querdurchmesser
1 72- 83
2 68- 78
3 63- 72
4 58- 67
5 53- 62
6 48- 57
7 45- 52
b) Orangen:
1 87-100
2 84- 96
3 81- 92
4 77- 88
5 73- 84
6 70- 80
7 67- 76
8 64- 73
9 62- 70
10 60- 68
11 58- 66
12 56- 63
13 53- 60
c) Mandarinen, Clementinen, Satsumas, Tangerinen und Wilkings sowie
1 63 und mehr
2 58- 69
3 54- 64
4 50- 60
5 46- 56
6 43- 52
7 41- 48
8 39- 46
9 37- 44
10 35- 42
(3) Bei Früchten, die in Reihen und Schichten verpackt sind, darf der Durchmesserunterschied zwischen der kleinsten und der größten Frucht innerhalb eines Packstückes oder einer Partie folgende Werte nicht überschreiten:
Größen 1 bis 7 ............................................ 7 mm
Größen 1 und 2 ............................................ 11 mm
Größen 3 bis 6 ............................................ 9 mm
Größen 7 bis 13 ........................................... 7 mm
Mandarinen, Clementinen, Satsumas, Tangerinen und
Wilkings sowie deren Kreuzungen:
Größen 1 bis 4 ............................................ 9 mm
Größen 5 und 6 ............................................ 8 mm
Größen 7 bis 10 ........................................... 7 mm
(4) Bei nicht in Reihen und Schichten verpackten Früchten darf der Unterschied zwischen der kleinsten und größten Frucht innerhalb eines Packstückes die jeweils angegebene Größe nach den Größenskalen gemäß Abs. 2 nicht überschreiten.
(5) Bei lose in einem Transportmittel geschütteten Früchten muß entweder die Mindestgröße eingehalten sein oder der Größenunterschied dem Bereich dreier aufeinanderfolgender Größen nach den Größenskalen gemäß Abs. 2 entsprechen.
§ 38. Toleranzen, jeweils gemessen nach Anzahl oder Gewicht, sind nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zugelassen:
5 v. H. Früchte, die nicht den Anforderungen dieser Klasse, jedoch denen der nächst niedrigeren Klasse (Klasse I) entsprechen, sowie nicht mehr als 5 v. H. Früchte ohne Kelch.
10 v. H. Früchte, die nicht den Anforderungen dieser Klasse, jedoch denen der nächst niedrigeren Klasse (Klasse II) entsprechen, sowie nicht mehr als 20 v. H. Früchte ohne Kelch.
10 v. H. Früchte, die nicht den Anforderungen dieser Klasse entsprechen, jedoch nicht mehr als 5 v. H Früchte mit leichten oberflächlich nicht vernarbten, trockenen Rissen, ohne jede Spur von Fäulnis, sowie weiche oder welke Früchte und nicht mehr als 35 v. H. Früchte ohne Kelch.
10 v. H. Früchte, die einer Größe angehören, die unmittelbar über oder unter der auf der Verpackung angegebenen Größe liegt. Bei loser Schüttung in einem Transportmittel, bei der nur die Mindestgröße erforderlich ist, 10 v. H. Früchte, deren Durchmesser folgende Mindestwerte nicht unterschreitet:
Zitronen .................................................. 43 mm
Orangen ................................................... 50 mm
deren Kreuzungen .......................................... 43 mm
Clementinen ............................................... 34 mm
§ 39. A. Gleichmäßigkeit des Verpackungsinhaltes:
Der Inhalt der Packung muß gleichmäßig sein, es darf jedes Packstück - unbeschadet der Toleranzen - nur Früchte derselben Herkunft, derselben Sorte und Klasse und desselben Reifegrades enthalten.
Papier oder anderes innerhalb des Packstückes verwendetes Material muß ungebraucht sein.
Bei der Verpackung müssen die Früchte frei von fremden Gegenständen sein. Ein mit der Frucht verbundener kurzer Zweig mit grünen Blättern ist jedoch als Sonderaufmachung zulässig.
in Reihen und Schichten,
lose (nicht in Reihen und Schichten) bei den Klassen I und II,
lose in einem Transportmittel geschüttet bei Klasse II.
§ 40. Jede Packung muß auf der Außenseite deutlich les- und sichtbar sowie unverwischbar folgende Angaben enthalten hinsichtlich:
"Zitronen", "Orangen", "Mandarinen", "Clementinen", "Satsumas", "Tangerinen" oder "Wilkings";
Bezeichnung der Type bei Clementinen:
Clementinen ohne Kerne (kernlos)
Clementinen mit Kernen;
Größe (soweit eine Größensortierung vorgeschrieben ist) und bei Verpackung in Reihen und Schichten in geschlossenen Packstücken Stückzahl;
E. des Oberflächenkonservierungsmittels;
F. der Entgrünung.
(2) Wurden Früchte entgrünt (§ 36 Abs. 3) und infolge dieses Verfahrens der für kelchlose Früchte zugelassene Prozentsatz überschritten, so ist die Angabe "Entgrünung" bzw. "entgrünte Früchte" auch in den Begleitpapieren zu vermerken.
(3) Soweit nicht die Angaben auf der Verpackung selbst gut sichtbar angebracht sind, müssen bei Packstücken über 15 kg die zur Kennzeichnung verwendeten Zettel mindestens 60 cm2 groß sein.
(4) Bei der Darbietung der Ware im Detailhandel kann, sofern die Früchte aus gemäß Abs. 1 ordnungsgemäß gekennzeichneten Packungen entnommen wurden, auf die Angabe der Identifizierung gemäß Abs. 1 lit. A, der Größe gemäß Abs. 1 lit. D sowie des Entgrünungsverfahrens gemäß Abs. 1 lit. F verzichtet werden. An Stelle der Angabe des Konservierungsmittels genügt die Angabe "Schale chemisch konserviert, Schale zum Genuß nicht geeignet".
§ 41. Die §§ 13 bis 15 finden für Zitrusfrüchte sinngemäß Anwendung.
Qualitätsklassen und Qualitätsnormen für Tafeltrauben
§ 42. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Tafeltrauben der aus der Art "Vitis vinifera L." hervorgegangenen Sorten (im folgenden kurz Trauben genannt).
§ 43. (1) Qualitätsbezeichnungen für Trauben sind: "Klasse Extra", "Klasse I" und "Klasse II".
(2) Trauben, die in keine der im Abs. 1 angeführten Klassen eingestuft werden können, dürfen nur zum Zwecke der Verwertung in Verarbeitungsbetrieben in Verkehr gebracht werden.
§ 44. (1) Trauben müssen sein:
sauber, insbesondere ohne sichtbare Rückstände von Behandlungsmitteln;
frei von Spuren von Insektenbeschädigungen (Fraßschäden);
frei von sichtbaren Anzeichen von Schimmel;
(2) Die Beeren müssen gut geformt und normal entwickelt sein sowie fest am Stiel sitzen, sie dürfen weder geplatzt noch beschädigt sein. Durch die Sonne hervorgerufene Pigmente sind zulässig.
(3) Die Trauben müssen genügend entwickelt und ausreichend reif sowie sorgfältig abgeschnitten sein. Die Entwicklung und der Reifezustand müssen derart sein, daß die Trauben Transport und Hantierung überstehen, den Anforderungen am Bestimmungsort entsprechen und sich bis zum Verbrauch halten.
(4) Trauben müssen überdies folgende Beschaffenheitsmerkmale aufweisen:
Trauben dieser Klasse müssen die für die Rebsorte typische Form, Größe und Farbe aufweisen sowie frei von jeglichen Mängeln sein; die Beeren müssen prall, in gleichmäßigen Abständen in der Traube angeordnet und überall mit ihrem Duftfilm bedeckt sein (Trauben hervorragender Qualität).
Trauben dieser Klasse müssen die für die Rebsorte typische Form, Größe und Farbe aufweisen; die Beeren müssen prall und im allgemeinen mit ihrem Duftfilm bedeckt sein (Trauben guter Qualität). Eine weniger gleichmäßige Anordnung der Beeren in der Traube als bei der Klasse Extra, leichte Form- und Farbfehler sowie geringfügige Brandstellen durch Sonneneinwirkung auf der Schale sind zulässig.
Trauben dieser Klasse müssen den Qualitätsnormen der Klasse I entsprechen; Trauben mit anomal lichter Anordnung der Beeren sowie mit zu dicht stehenden Beeren sind jedoch in Klasse II zugelassen.
§ 45. (1) Die Trauben müssen folgende Mindestgewichte aufweisen:
Gewächshaus Freiland
großbeerig kleinbeerig
Klasse Extra ................ 300 g 200 g 150 g
Klasse I und II ............. 250 g 150 g 100 g
(2) Die Einteilung der Traubensorten in im Gewächshaus kultivierte sowie in groß- und kleinbeerige Freilandtrauben enthält die Anlage 7.
§ 46. Toleranzen sind nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zugelassen:
A. Gütetoleranzen (gemessen nach Gewicht):
5 v. H. der Trauben, die nicht den Anforderungen dieser Klasse, jedoch denen der Klasse I entsprechen;
10 v. H. der Trauben, die nicht den Anforderungen dieser Klasse, jedoch denen der Klasse II entsprechen;
15 v. H. der Trauben, die nicht den Anforderungen dieser Klasse, jedoch den Mindestanforderungen gemäß § 44 Abs. 1 bis 3 entsprechen.
B. Gewichtstoleranzen:
10 v. H. der Trauben, die nicht den Gewichtserfordernissen dieser Klasse (§ 45 Abs. 1), jedoch denen der Klasse I entsprechen;
10 v. H. der Trauben in Klasse I und 15 v. H. der Trauben in Klasse II, die nicht dem Gewichtserfordernis dieser Klassen (§ 45 Abs. 1) entsprechen, aber folgendes Mindestgewicht nicht unterschreiten:
Je Traube .................... 200 g 100 g 75 g
Auf keinen Fall dürfen Güte- und Gewichtstoleranzen zusammen übersteigen:
10 v. H. für die Klasse Extra,
15 v. H. für die Klasse I,
20 v. H. für die Klasse II.
§ 47. A. Gleichmäßigkeit des Verpackungsinhaltes:
Der Inhalt jeder Packung muß gleichmäßig sein, es darf jedes Packstück -unbeschadet der Toleranzen - nur Früchte derselben Herkunft, derselben Sorte und Klasse und desselben Reifegrades enthalten.
Bei der Klasse Extra erstreckt sich das Erfordernis der Gleichmäßigkeit auch auf die Färbung und das Traubengewicht.
Die Verpackung muß derart sein, daß die Ware in angemessener Weise geschützt ist.
Papier oder anderes innerhalb des Packstückes verwendetes Material muß ungebraucht und sauber sein.
Aufdrucke dürfen nicht mit den Trauben in Berührung kommen. Bei der Verpackung müssen die Trauben frei von fremden Gegenständen sein.
Trauben der Klasse Extra müssen in einer einzigen Lage verpackt werden, wenn das Gewicht des Packstückes 1 kg überschreitet.
§ 48. Jede Packung muß auf der Außenseite deutlich les- und sichtbar sowie unverwischbar folgende Angaben enthalten hinsichtlich:
"Tafeltrauben" (nur bei Verpackungen, die den Inhalt nicht von außen erkennen lassen);
Name der Rebsorte;
(2) Soweit nicht die Angaben auf der Verpackung selbst gut sichtbar angebracht sind, müssen bei Packstücken über 15 kg die zur Kennzeichnung verwendeten Zettel mindestens 60 cm2 groß sein.
(3) Bei der Darbietung der Ware im Detailhandel kann, sofern die Trauben aus gemäß Abs. 1 ordnungsgemäß gekennzeichneten Verpackungen entnommen wurden, auf die Angabe der Identifizierung gemäß Abs. 1 lit. A und der Rebsorte gemäß Abs. 1 lit. B verzichtet werden.
§ 49. Die §§ 13 bis 15 finden für Tafeltrauben sinngemäß Anwendung.
Qualitätsklassen und Qualitätsnormen für Gurken
§ 50. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Gurken der Art "Cucumis sativus L.", jedoch nicht für Einlegegurken.
§ 51. (1) Qualitätsbezeichnungen für Gurken sind: "Klasse Extra", "Klasse I" und "Klasse II".
(2) Gurken, die in keine der im Abs. 1 angeführten Klassen eingestuft werden können, dürfen nur zum Zwecke der Verwertung in Verarbeitungsbetrieben in Verkehr gebracht werden.
§ 53. (1) Das Mindestgewicht für Freilandgurken hat 180 g, für Gurken aus geschützten Kulturen 250 g zu betragen.
(2) Gurken der Klassen "Extra" und "I" aus geschützten Kulturen müssen
mindestens 30 cm lang sein, wenn sie 500 g und mehr wiegen,
mindestens 25 cm lang sein, wenn sie 250 g bis 500 g wiegen.
(3) Die Größensortierung ist obligatorisch für die Klassen "Extra" und "I". Der Gewichtsunterschied zwischen der schwersten und leichtesten Gurke in einem Packstück darf nicht größer sein als:
100 g bei Gurken bis 400 g,
150 g bei Gurken über 400 g.
(4) Die Bestimmungen der Abs. 1 bis 3 gelten nicht für Gurken des Typs "Kurze Gurken" bzw. "Minigurken".
§ 54. Toleranzen sind, jeweils gemessen nach Anzahl oder Gewicht, nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zugelassen:
5 v. H. Gurken, die den Anforderungen dieser Klasse nicht, aber denen der Klasse I entsprechen.
10 v. H. Gurken, die den Anforderungen dieser Klasse nicht, aber denen der Klasse II entsprechen.
10 v. H. Gurken, die den Anforderungen dieser Klasse nicht entsprechen, aber zum Verzehr geeignet sind. Höchstens 2 v. H. Gurken dürfen an den Enden einen bitteren Geschmack aufweisen.
Für alle Klassen: 10 v. H. Gurken, die nicht der angegebenen Größensortierung entsprechen. Diese Toleranz gilt jedoch nur für Gurken, deren Größe und Gewicht nicht mehr als 10 v. H. unter oder über den festgesetzten Grenzen liegen.
Güte- und Größentoleranzen dürfen zusammen folgende Werte nicht überschreiten:
10 v. H. bei der Klasse Extra,
15 v. H. bei den Klassen I, II.
§ 55. A. Gleichmäßigkeit des Verpackungsinhaltes:
Der Inhalt jedes Packstückes muß gleichmäßig sein, jedes Packstück darf - unbeschadet der Toleranzen - nur Gurken der gleichen Klasse, der gleichen Sorte und, im Falle einer Sortierung nach Größen, der gleichen Größen enthalten. Innerhalb der Verpackungseinheiten muß die obere Schicht der Packung hinsichtlich Größe, Güte und Form der durchschnittlichen Zusammensetzung entsprechen.
Bei der Verpackung müssen die Gurken so eng geschichtet werden, daß Transportschäden nicht entstehen können.
Papier oder anderes innerhalb des Packstückes verwendetes Material muß ungebraucht und sauber sein. Aufdrucke dürfen mit den Gurken nicht in Berührung kommen. Bei der Verpackung müssen die Gurken frei von fremden Gegenständen sein.
Für Gurken der Klasse II ist eine lose Verpackung auch innerhalb eines Transportmittels zugelassen.
§ 56. (1) Jede Packung muß auf der Außenseite deutlich sichtbar und lesbar sowie unverwischbar folgende Angaben enthalten hinsichtlich:
"Gurken", wenn der Inhalt des Packstückes von außen nicht erkennbar ist;
Größe; im Falle einer Größensortierung muß das Mindestgewicht und das Höchstgewicht der Gurken angegeben werden.
(2) Soweit nicht die Angaben an der Verpackung selbst gut sichtbar angebracht sind, müssen bei Packstücken über 5 kg die zur Kennzeichnung verwendeten Zettel mindestens 60 cm2 groß sein.
(3) Beim Feilbieten der Ware im Kleinhandel kann, sofern die Ware aus gemäß Abs. 1 ordnungsgemäß gekennzeichneten Verpackungen entnommen wurde, auf die Angabe der Identifizierung (Abs. 1 lit. A) und der Größe (Abs. 1 lit. D) verzichtet werden.
§ 57. Die Bestimmungen der §§ 13 bis 15 finden für Gurken sinngemäß Anwendung.
Qualitätsklassen und Qualitätsnormen für
§ 58. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Paradeiser (Tomaten) der Art "Lycopersicum esculentum Mill.".
§ 59. (1) Qualitätsbezeichnungen für Paradeiser sind: "Klasse Extra", "Klasse I" und "Klasse II".
(2) Innerhalb der Klassen gemäß Abs. 1 sind nach der Fruchtform zu unterscheiden:
"runde" einschließlich "Kirschtomaten", "längliche" und "gerippte" Paradeiser.
(3) Paradeiser, die in keine der im Abs. 1 angeführten Klassen eingestuft werden können, dürfen nur zum Zwecke der Verwertung in Verarbeitungsbetrieben in Verkehr gebracht werden.
§ 61. (1) Die Größensortierung ist nach dem größten Querdurchmesser vorzunehmen und für die Klassen Extra und I obligatorisch.
(2) Mit Ausnahme der Kirschtomaten darf die Mindestgröße für Paradeiser folgende Durchmesser nicht unterschreiten:
längliche Paradeiser: 30 mm
runde und gerippte Paradeiser: 35 mm
(3) Die Paradeiser der Klassen Extra und I sind nach folgender Größenskala einzuteilen:
Skala der Durchmesser in mm
30 einschließlich bis 35 ausschließlich
35 einschließlich bis 40 ausschließlich
40 einschließlich bis 47 ausschließlich
47 einschließlich bis 57 ausschließlich
57 einschließlich bis 67 ausschließlich
67 einschließlich bis 82 ausschließlich
82 einschließlich bis 102 ausschließlich
102 und mehr.
§ 62. Toleranzen sind, jeweils gemessen nach Anzahl oder Gewicht, nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zugelassen:
5 v. H. Paradeiser, die den Anforderungen dieser Klasse nicht, aber denen der Klasse I entsprechen, jedoch höchstens 2 v. H. Paradeiser mit Rissen.
10 v. H. Paradeiser, die den Anforderungen dieser Klasse nicht, aber denen der Klasse II entsprechen, jedoch höchstens 5 v. H. Paradeiser mit Rissen.
10 v. H. Paradeiser, die den Anforderungen dieser Klasse nicht entsprechen, aber für den Verzehr geeignet sind.
10 v. H. Paradeiser, die der unmittelbar niedrigeren oder höheren Größensortierung als der auf dem Packstück angegebenen entsprechen. Bei Paradeisern der niedrigsten Größensortierung sowie bei nicht nach Größe sortierten Paradeisern der Klasse II kann diese Toleranz jedoch nur für Erzeugnisse gelten, deren Größe nicht mehr als 2 mm unter der zulässigen Mindestgröße liegt.
Auf keinen Fall dürfen Güte- und Größentoleranzen zusammen überschreiten:
15 v. H. bei Klassen I und II.
§ 63. A. Gleichmäßigkeit des Verpackungsinhaltes:
Der Inhalt jedes Packstückes muß gleichmäßig sein, jedes Packstück darf - unbeschadet der Toleranzen - nur Paradeiser gleichen Ursprungs, gleicher Sorte und Qualität enthalten. Außerdem müssen die Paradeiser der Klassen Extra und I von einheitlicher Färbung und Reife sein. Innerhalb der Verpackungseinheit muß die obere Schicht der Packung hinsichtlich Größe, Güte und Form der durchschnittlichen Zusammensetzung entsprechen.
Soweit Paradeiser nach der Größe sortiert sind, darf jedes Packstück nur Paradeiser gleicher Größe enthalten.
Die Verpackung muß derart sein, daß die Paradeiser in angemessener Weise geschützt sind.
Papier oder anderes innerhalb des Packstückes verwendetes Material muß ungebraucht und sauber sein. Aufdrucke dürfen mit den Paradeisern nicht in Berührung kommen. Bei der Verpackung müssen die Paradeiser frei von fremden Gegenständen sein. Paradeiser der Klasse Extra müssen in sauberen Behältnissen verpackt sein. Bei den Klassen Extra und I müssen die Paradeiser, sofern sie in rauhen Holzsteigen verpackt sind, vom Boden, von den Seiten und gegebenenfalls vom Deckel des Behältnisses durch ein Schutzmittel getrennt sein.
Für Paradeiser der Klassen I und II ist eine lose Verpackung zugelassen.
§ 64. (1) Jede Packung muß auf der Außenseite deutlich sichtbar und lesbar sowie unverwischbar folgende Angaben enthalten hinsichtlich:
"Paradeiser" oder "Tomaten", wenn der Inhalt des Packstückes von außen nicht erkennbar ist;
Größe (soweit eine Größensortierung vorgeschrieben ist).
§ 65. Die Bestimmungen der §§ 13 bis 15 finden für Paradeiser sinngemäß Anwendung.
Qualitätsklassen und Qualitätsnormen für Salat
§ 66. (1) Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Salate der Arten "Cichorium endivia L. var. latifolia Lam." (Endivie und Eskariol), "Cichorium endivia L. var. crispa Lam." (Krauseendivie), "Lactuca sativa L. var. capitata L." (Kopfsalat, Eissalat), "Lactuca sativa L. var. longifolia Lam." (Kochsalat, Romanischer Salat) und den aus Kreuzungen der beiden letztgenannten Varietäten hervorgegangenen Sorten mit Ausnahme von Schnittsalaten und Radicchio.
(2) Werden Schnittsalate oder Radicchio gemeinsam mit Salaten, die dieser Verordnung unterliegen, verpackt (Sonderaufmachungen), so gelten die nachfolgenden Bestimmungen auch für Schnittsalate und Radicchio.
(3) Sofern eine Bestimmung auf alle Salatarten anzuwenden ist, werden diese im folgenden kurz Salat genannt.
§ 67. (1) Qualitätsbezeichnungen für Salat sind "Klasse I", "Klasse II" und "Klasse III".
(2) Salat, der in keine der nachfolgend angeführten Qualitätsklassen eingestuft werden kann, darf nur zum Zwecke der Verwertung in Verarbeitungsbetrieben in Verkehr gebracht werden.
§ 68. (1) Salat muß sein:
gesund, insbesondere frei von Pflanzenkrankheiten, von Lager- und Transportschäden sowie von Schädlingen,
sauber, d. h. nahezu frei von allen mit Erde, Kompost oder Sand
beschmutzten Blättern, sowie frei von sichtbaren Rückständen von
frei von übermäßiger äußerer Feuchtigkeit,
(2) Salat muß eine für die Saison und die Zeit der Anlieferung normale Entwicklung aufweisen. Bei Kopfsalat ist eine rötliche, durch niedrige Temperaturen während des Wachstums hervorgerufene Verfärbung zulässig, sofern dadurch sein Aussehen nicht ernstlich beeinträchtigt wird. Der Strunk muß unmittelbar unter den äußeren gesunden Blättern abgeschnitten, die Schnittfläche glatt und sauber sein.
(3) Salat muß überdies folgende Beschaffenheitsmerkmale aufweisen:
Salat dieser Klasse muß wohlgeformt, fest - ausgenommen Salat aus geschützten Kulturen (unter Glas oder Folie gezogener Salat) -, geschlossen, frei von Schäden durch tierische Schädlinge, von Krankheiten und Fehlern, die seine Eßbarkeit beeinträchtigen, und nahezu frei von physischen Schäden und Frostspuren sowie sortentypisch gefärbt sein.
Kopfsalat muß einen einzigen gut ausgebildeten Kopf aufweisen; bei aus geschützten Kulturen gezogenem Kopfsalat ist jedoch ein weniger gut ausgebildeter Kopf zulässig.
Bei Endivien muß das gelbe Herz mindestens ein Drittel der Pflanze ausmachen.
Salat dieser Klasse muß ziemlich wohlgeformt, frei von Schäden durch tierische Schädlinge oder Krankheiten, die seine Eßbarkeit wesentlich beeinträchtigen könnten, sowie frei von schweren physischen Schäden sein.
Leichte Farbfehler sind zugelassen.
Bei Kopfsalat ist ein weniger gut ausgebildeter Kopf zulässig; bei Kopfsalat aus geschützten Kulturen ist eine feste Kopfbildung nicht erforderlich.
Salat dieser Klasse muß den Qualitätsnormen der Klasse II entsprechen, die Blätter des Salates dürfen jedoch leicht mit Erde, Kompost oder Sand beschmutzt sein, soweit das allgemeine Aussehen dadurch nicht zu sehr beeinträchtigt wird.
§ 69. (1) Salat aller Klassen muß folgendes Mindestgewicht aufweisen:
Salat aus geschützten
Schnittsalat und Radicchio in
Sonderaufmachungen 110 g 110 g
Kopfsalat (mit Ausnahme von Eissalat) und
Kochsalat (Römischer Salat) sowie Kreuzungen
aus Eissalat mit Kochsalat (Cossalate) 150 g 110 g
Eissalat mit Ausnahme der Sorte Grazer
Krauthäuptel 300 g 200 g
Sorte Grazer Krauthäuptel 150 g 110 g
Endivie (Eskariol) 200 g 150 g
(2) In einem Packstück darf der Unterschied zwischen den leichtesten und schwersten Stücken nicht übersteigen:
Kopfsalat und Kochsalat
40 g bei einem Stückgewicht von unter 150 g,
100 g bei einem Stückgewicht zwischen 150 g und 300 g, 150 g bei einem Stückgewicht zwischen 300 g und 450 g, 300 g bei einem Stückgewicht von über 450 g;
Endivie (Eskariol)
200 g bei Freilandendivie,
100 g bei Endivie aus geschützten Kulturen.
(3) Für Sonderaufmachungen gemäß § 66 Abs. 2 findet Abs. 2 keine Anwendung.
§ 70. Toleranzen sind nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zugelassen:
10 v. H. Stück, die den Anforderungen dieser Klassen nicht, aber denen der nächstniedrigeren Klasse entsprechen.
15 v. H Stück, die den Anforderungen dieser Klasse nicht entsprechen, aber keine Fehler aufweisen, die sie für den Verbrauch ungeeignet machen.
10 v. H. Stück, die nicht der vorgeschriebenen Gewichtssortierung (§ 69 Abs. 2) entsprechen, aber nicht mehr als 10 v. H. von dieser nach oben oder unten abweichen.
A. Gleichmäßigkeit des Verpackungsinhalts:
Der Inhalt jedes Packstückes muß gleichmäßig sein und darf - unbeschadet der Toleranzen - nur Erzeugnisse gleicher Sorte und Qualität sowie gleichen Gewichtes enthalten.
Salat kann in einer oder mehreren Lagen verpackt werden, wobei jede Lage die gleiche Stückanzahl aufweisen muß, jedoch darf bei Kopfsalat der Type Eissalat aus geschützten Kulturen bei Vermarktung nach Gewicht die Kopfanzahl zwischen den einzelnen Lagen um zwei Stück differieren.
In der Klasse I sind Sonderaufmachungen gemäß § 66 Abs. 2 erlaubt.
Die Erzeugnisse müssen unter Berücksichtigung der Größe und der Art des Gebindes ohne Hohlräume sowie ohne übermäßigen Druck verpackt sein. Die Verpackung muß einen ausreichenden Schutz der Erzeugnisse gewährleisten. Salat darf höchstens in drei Lagen verpackt sein. Salat, ausgenommen Kochsalat und Grazer Krauthäuptel, muß Herz gegen Herz gelegt werden, wenn er in zwei Lagen verpackt wird. Bei der Verpackung in drei Lagen müssen zwei Lagen Herz gegen Herz gelegt sein. Endivie, ausgenommen Krause Endivie, darf auch seitlich liegend gepackt sein.
§ 72. (1) Jede Packung muß auf der Außenseite deutlich sichtbar und lesbar sowie unverwischbar folgende Angaben enthalten hinsichtlich:
"Kopfsalat", "Kochsalat", "Endivie" oder "Eskariol", wenn der Inhalt des Packstückes von außen nicht erkennbar ist;
D der Handelsmerkmale:
bei Kopfsalat und Endivie Größe (angegeben durch das Mindestgewicht je Stück) oder Stückanzahl, bei Kopfsalat der Type Krachsalat aus geschützten Kulturen bei Vermarktung nach Gewicht und Kochsalat das Nettogewicht.
Bei Sonderaufmachungen gemäß § 66 Abs. 2 sind bei gleichen Teilmengen die Namen der einzelnen Arten, bei ungleichen Teilmengen die Stückzahl und Namen der einzelnen Arten anzuführen.
§ 73. Die §§ 13 bis 15 finden für Salat sinngemäß Anwendung.
§ 74. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Karfiol (Blumenkohl) der Art "Brassica oleracea L. var botrytis L.".
§ 75. (1) Qualitätsbezeichnungen für Karfiol sind: "Klasse Extra", "Klasse I" und "Klasse II".
(2) Karfiol, der in keine der im Abs. 1 angeführten Klassen eingestuft werden kann, darf nur zum Zwecke der Verwertung in Verarbeitungsbetrieben in Verkehr gebracht werden.
§ 76. (1) Karfiol muß sein:
sauber, insbesondere frei von allen sichtbaren Rückständen von
(2) Karfiol muß überdies folgende Beschaffenheitsmerkmale aufweisen:
Karfiol dieser Klasse muß eine sortentypische Form, Entwicklung und Färbung aufweisen. Er muß wohlgeformt, fest, sehr dicht sowie frei von jeglichem Fehler sein (Karfiol höchster Qualität). Wird der Karfiol mit Blättern oder gestutzt (§ 79 lit. A) in Verkehr gebracht, müssen die Blätter ein frisches Aussehen haben.
Karfiol dieser Klasse muß eine sortentypische Form, Entwicklung und Färbung aufweisen. Er muß wohlgeformt, fest, sehr dicht und frei von Fehlern, wie Flecke, Blattauswüchse zwischen den Blumen, Schäden durch tierische Schädlinge oder Krankheiten, Frostspuren oder Druckstellen, sein (Karfiol guter Qualität). Ein leichter Form-, Entwicklungs- oder Färbungsfehler sowie sehr leichter Flaum (Wolligkeit) ist jedoch zugelassen. Wird der Karfiol mit Blättern oder gestutzt in Verkehr gebracht, müssen die Blätter ein frisches Aussehen haben.
Karfiol dieser Klasse muß von marktfähiger Qualität sein. Er muß den Mindestanforderungen entsprechen, darf jedoch folgende Fehler aufweisen: die Blumen können leicht verformt und etwas lose stehend sein, leichte Spuren von Sonnenbrand, Blattauswuchs zwischen den Blumen, jedoch höchstens fünf kleine Blätter, sowie leichten Flaum - ausgenommen Flaum, der sich feucht oder fett anfühlt - aufweisen. Leichte Spuren von Schädlings- oder Krankheitsbefall, leichte oberflächliche Frostschäden und leichte Quetschungen sind zugelassen, sofern diese Fehler die Haltbarkeit und das Aussehen der Ware nicht wesentlich beeinträchtigen.
§ 77. (1) Die Größensortierung ist für alle Klassen obligatorisch und nach dem größten Querdurchmesser des Kopfes vorzunehmen.
(2) Der Mindestquerdurchmesser der Klassen Extra, I und II hat 11 cm zu betragen. In der Zeit vom 15. September bis 15. Dezember ist in der Klasse II ein Mindestquerdurchmesser von 8 cm zulässig. Der Unterschied zwischen dem kleinsten und dem größten Kopf darf im Packstück 4 cm nicht übersteigen.
§ 78. Toleranzen sind nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zugelassen:
5 v. H. Köpfe, die nicht den Eigenschaften dieser Klasse, aber denen der Klasse I entsprechen.
10 v. H. Köpfe, die nicht den Eigenschaften dieser Klasse, aber denen der Klasse II entsprechen.
10 v.H. Köpfe, die nicht den Eigenschaften dieser Klasse entsprechen, aber zum Verzehr geeignet sind.
Für alle Klassen: Je Packstück 10 v. H. Köpfe, die der unmittelbar
höheren oder niedrigeren Größe als der auf dem Packstück angegebenen entsprechen, mit einer Mindestgröße von 10 cm Querdurchmesser in der kleinsten Größenklasse.
Güte- und Größentoleranzen dürfen zusammen nicht übersteigen:
15 v. H. bei den Klassen I und II.
§ 79. A. Gleichmäßigkeit und Darbietung des Verpackungsinhaltes:
Der Inhalt jedes Packstückes muß gleichmäßig sein, jedes Packstück darf - unbeschadet der Toleranzen - nur Köpfe gleicher Qualität, Größe, Art und Form enthalten. Außerdem müssen die Köpfe der Klasse Extra innerhalb eines Packstückes einheitlich in der Farbe sein.
Innerhalb der Verpackungseinheit muß die obere Schicht der Packung hinsichtlich Größe, Güte und Form der durchschnittlichen Zusammensetzung entsprechen.
Karfiol kann auf folgende Arten dargeboten werden:
mit Blättern:
mit gesunden und grünen Blättern, die in Zahl und Länge ausreichen, um den Kopf vollständig zu bedecken und zu schützen. Der Strunk muß kurz unterhalb der Schutzblätter abgeschnitten sein;
frei von allen Blättern und dem nicht eßbaren Teil des Strunks. Zulässig sind höchstens 5 kleine, zarte Blätter, die dem Kopf dicht anliegen;
von einer Anzahl von Blättern umgeben, die genügen, den Kopf zu schützen. Die Blätter müssen grün und gesund und auf höchstens 3 cm vom Grund des Kopfes gestutzt sein. Der Strunk muß kurz unterhalb der Schutzblätter abgeschnitten sein.
Der Karfiol muß fest gepackt sein, jedoch dürfen die Köpfe nicht durch übermäßigen Druck beschädigt werden.
Papier oder anderes innerhalb des Packstückes verwendetes Material muß ungebraucht und sauber sein. Aufdrucke dürfen nicht mit dem Karfiol in Berührung kommen. Bei der Verpackung muß der Karfiol frei von fremden Gegenständen sein.
Karfiol der Klasse Extra muß mit besonderer Sorgfalt in sauberen Behältnissen verpackt sein.
§ 80. (1) Jede Packung muß auf der Außenseite deutlich sichtbar und lesbar sowie unverwischbar folgende Angaben enthalten hinsichtlich:
"Karfiol" oder "Blumenkohl", wenn der Inhalt des Packstückes von außen nicht erkennbar ist;
Größe oder Stückzahl.
§ 81. Die Bestimmungen der §§ 13 bis 15 finden für Karfiol sinngemäß Anwendung.
Sortenliste - Äpfel und Birnen
*1) Kanada Renette
Schöner aus Boskoop (Roter Boskoop)
*1) Schweizer Orangenapfel
*1) Abbe Fetel
*1) Bosc's Flaschenbirne (Kaiser Alexander)
*1) Conference
*1) Edelcrassane
*1) Gellerts Butterbirne
*1) Gräfin von Paris
*1) Herzogin Elsa
*1) Triumph de Vienne
*1) Früchte mit sortentypischer Berostung
Gewächshaustrauben
Alphonse Lavallee (Ribier, Leopold III)
Black Alicante (Granacke, Granaxa)
Frankenthal (Groß Vernatsch)
Muscat d'Hambourg (Hambro)
Freilandtrauben
Großbeerige Sorten
Alphonse Lavallee (Ribier, Enfes)
Angela (Flame Tokay)
Baresana (Turchesca, Lattuario Bianco, Uva di Bisceglie)
Dabouki (Malaga)
Dattier de Beyrouth (Afuz Ali, Pergolona, Regina, Menavacca, Bianca, Bolgar, Rozaki, Roseti, Waltham cross)
Frankenthal (Schiave Grossa, Black Hamburg, Blauer Trollinger, Groß Vernatsch)
Muskat d'Alexandrie (Zibibbo, White Hannepoot, Meski)
Ohanez (Uva di Almeria, Almeria)
Red Empereur
Regina nera (Menavacca nera, Lattuario nero)
Kleinbeerige Sorten
Admirables de Courtiller
Chasselas, -dore, -muscat, -rose (Gutedel, Fendant, Tarsus White)
Cimminita
Coarna, -negra, -alba
Colombana bianca (Verdea)
Damiat (Semendria)
Jaoumet (St. Jaques, Madeleine de Jaques)
Kövedinka
Madeleines (Franceset)
Muscat d' Hambourg
OEillade (Cinsault)
Regina dei Vigneti (Königin der Weingärten, Szölöskertek Kirelyneja, Queen of Vineyards)
Servant (St. Jeannet)
Sultanines (Thomson seedles)