Source: https://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/schutzgebiete/die_einzelnen_naturschutzgebiete/-41555.html
Timestamp: 2020-08-14 03:04:44
Document Index: 93567589

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 7', '§ 17', '§ 2', '§ 21', '§ 3']

Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Wettenbosteler Moor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Wettenbosteler Moor"
Amtsblatt der Regierung in Lüneburg 1977, Seite 32
V e r o r d n u n g über das Naturschutzgebiet ”Wettenbosteler Moor” in den Gemarkungen Arendorf, Brauel und Bode, Landkreis Uelzen vom 08. Februar 1977
Aufgrund der §§ 4, 12 Abs. 2, 13 Abs. 2, 15 und 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 in der Fassung vom 20. Januar 1938 (Nds. GVBl. Sb. II, S. 908), geändert und ergänzt durch das Erste Anpassungsgesetz vom 24. Juni 1970 (Nds. GVBl. S. 237) das Fünfte Gesetz zur Verwaltungs- und Gebietsreform vom 21. Juni 1972 (Nds. GVBl. S. 309) und das Zweite Anpassungsgesetz vom 02. Dezember 1974 (Nds. GVBl. S. 535) sowie des § 7 Abs. 1, 5 und des § 17 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 i. d. Fassung vom 16. September 1938 (Nds. GVBl. Sb. II S. 911) wird verordnet:
Das ”Wettenbosteler Moor” in den Gemarkungen Arendorf, Brauel und Bode, Landkreis Uelzen, ist von mir in dem in § 2 näher bezeichneten Umfang als Naturschutzgebiet am 08. Februar 1977 unter der Nr. Lü 34 in das Naturschutzbuch eingetragen und damit dem Schutze des Naturschutzgesetzes unterstellt worden.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 12,8 ha und umfasst nach dem Stand des Katasters vom Februar 1975 folgende Flurstücke:
Gemarkung Arendorf, Flur 2, Flurstücke 1 teilweise (ca. 0,5 ha im äußersten Norden), 2 teilweise (ca. 1 ha im Norden), 3 teilweise (ca. 1,48 ha im Norden), 56/4 teilweise (ca. 1,2 ha im Norden), 50/5 teilweise (ca. 1,1 ha im Norden), 53/6, 6/1 teilweise (ca. 0,34 ha im Norden), 7 teilweise (ca. 0,93 ha im Norden), 8 teilweise (ca. 1,47 ha im Norden), 68/49 halb.
Gemarkung Brauel, Flur 1, Flurstücke 1 und 2,24 teilweise, 32/25 halb, 33/26 halb.
Gemarkung Bode, Flur 1, Flurstück 1 teilweise (ca. 130 m2 der äußersten Nordwestspitze).
(2) Für die Begrenzung des Naturschutzgebietes und der vorhandenen forstwirtschaftlichen Nutzflächen innerhalb des Gebietes ist die mitveröffentlichte Karte auf S. 36/37 allein maßgeblich. Die Karte ist beim Regierungspräsidenten in Lüneburg, beim Landkreis Uelzen in Uelzen und beim Niedersächsischen Landesverwaltungsamt – Naturschutz, Landschaftspflege, Vogelschutz – in Hannover, hinterlegt und kann während der Dienststunden eingesehen werden.
d) Laub- und Mischwaldbestände und Gebüsche, insbesondere Erlen- und Birkenbruchwald kahlzuschlagen, zu roden oder auf andere Weise zu beeinträchtigen,
f) die Pflanzendecke abzubrennen und Biozide aller Art einzubringen,
j) Camping-, Zelt-, Park- und Lagerplätze oder sonstige Erholungs- oder Erschließungsanlagen zu schaffen,
k) Werbeeinrichtungen, Tafeln oder Inschriften anzubringen,
p) das Gebiet außerhalb vorhandener Wege zu betreten,
q) zu lagern, zu zelten oder Wohnwagen und andere für die Unterkunft geeignete Fahrzeuge oder Einrichtungen aufzustellen,
s) außerhalb des öffentlichen Weges Kraftfahrzeuge zu fahren oder abzustellen,
t) Kraftfahrzeuge zu waschen,
u) Müll, Schutt oder Abfall aller Art wegzuwerfen oder abzulagern oder das Gebiet auf andere Weise zu verunreinigen.
(3) Die Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten haben ihnen bekannt werdende Schäden und Beeinträchtigungen des Naturschutzgebietes unverzüglich dem Regierungspräsidenten in Lüneburg oder dem Landkreis Uelzen zu melden. Sie haben die vom Regierungspräsidenten in Lüneburg angeordneten Schutz-, Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen sowie Maßnahmen zur Beseitigung von Schäden oder Verunstaltungen zu dulden. Unberührt bleibt die bisherige Nutzung in der bisher üblichen Art und Weise, insbesondere
a) die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der vorhandenen forstwirtschaftlichen Nutzflächen im bisherigen Umfange;
Beeinflussungen bisher nicht genutzter Flächen, insbesondere hinsichtlich der Wasser- und Nährstoffverhältnisse, sind zu vermeiden; Moorbildungen dürfen durch die Nutzung nicht beeinträchtigt werden;
c) das Betreten und Befahren der Wege und forstwirtschaftlichen Nutzflächen des Gebietes durch die Eigentümer und Nutzungsberechtigten,
d) die ordnungsgemäße mechanische Unterhaltung von Gewässern in der bisherigen Art und Weise.
Gemäß § 21 a Abs. 1 RNG handelt ferner ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig den in § 3 Abs. 2 Buchst. a) bis v) dieser Verordnung genannten Verboten zuwiderhandelt. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000,00 DM geahndet werden.
Lüneburg, den 08. Februar 1977 – 109-222 21/5/UE