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Timestamp: 2016-10-23 12:07:41
Document Index: 55667956

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 88', 'BGE']

I 540/01 (30.04.2002)
O.________, 1949, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph H�berli, Strassburgstrasse 11, 8004 Z�rich,
A.- O.________, geb. 1949, arbeitete seit 1984 als angelernter Maurer bei P.________. Nachdem dieser im M�rz 1995 in Konkurs gefallen war, bezog O.________ Arbeitslosenentsch�digung.
Am 4. M�rz 1996 zog er sich durch einen Holzsplitter im linken Mittelfinger eine Infektion zu, welche am 12. M�rz 1996 operativ behandelt wurde. Am 7. November 1996 drang dem Versicherten bei Arbeiten im Garten ein Dorn in die linke Hand. Weil dieser nicht vollst�ndig entfernt wurde, entwickelte sich im linken Zeigefinger ein Abszess, weswegen mehrere chirurgische Eingriffe notwendig wurden. Nachdem im Juni 1997 ein Karpaltunnelsyndrom links nach Sudeck'scher Dystrophie diagnostiziert worden war, erfolgte am 12. November 1997 eine weitere Operation. O.________ war laut �rztlichen Attesten ab 7. November 1996 in wesentlichem Ausmass in der Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt. Am 2. November 1998 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich holte Berichte des Hausarztes Dr. med. K.________, (vom 13. November 1998 und
2. Mai 2000), des Spitals Y.________ (vom 23. Dezember 1998 und 10. M�rz 1999) sowie ein psychiatrisches Gutachten des Dr. med. M.________, vom 16. August 1999 ein und zog die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt bez�glich der beiden Unf�lle vom 4. M�rz und 7. November 1996 bei. Mit Verf�gung vom 12. November 1999 lehnte die IV-Stelle den Leistungsanspruch ab, wogegen O.________ beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich Beschwerde f�hren liess. Dieses hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 29. Februar 2000 in dem Sinne gut, dass es die Verf�gung aufhob und die IV-Stelle anwies, O.________ zum Gutachten des Dr. med. M.________ anzuh�ren. Nachdem der Versicherte eine Stellungnahme des Dr. med. G.________ vom 3. Juli 2000 eingereicht und Stellung genommen hatte, lehnte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 18. September 2000 den Anspruch auf eine Invalidenrente erneut ab.
B.- In teilweiser Gutheissung der hiegegen eingereichten Beschwerde sprach das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich O.________ f�r die Zeit vom 1. November 1997 bis 31. Januar 1998 eine halbe und vom 1. Februar 1998 bis
C.- O.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Antr�gen, der vorinstanzliche Entscheid sei insofern aufzuheben, als die zugesprochene Invalidenrente bis zum 31. Januar 1999 befristet wurde; eventuell sei die Sache zur Anordnung einer polydisziplin�ren Abkl�rung an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, subeventuell sei der angefochtene Entscheid insoweit abzu�ndern, als dem Versicherten ab 1. Februar 1999 zumindest eine Viertelsrente zuzusprechen sei. Er legt einen Bericht der Klinik X.________, vom 26. Juli 2001 auf.
1.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 124 V 322 Erw. 3b mit Hinweisen) sowie die bei der Zusprechung einer abgestuften und befristeten Invalidenrente sinngem�ss anwendbaren Bestimmungen �ber die Rentenrevision (Art. 41 IVG; Art. 88a Abs. 1 IVV; BGE 109 V 126 Erw. 4a) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
2.- Streitig und zu pr�fen ist, ob die Vorinstanz die Invalidenrente zu Recht bis Ende Januar 1999 befristet hat.
a) Die Vorinstanz gelangte in einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Akten zum Schluss, dass dem Beschwerdef�hrer ab Oktober 1998 zufolge Verbesserung des Gesundheitszustandes eine leichte oder mittelschwere T�tigkeit aus somatischer Sicht wieder vollumf�nglich zumutbar gewesen sei. Ebenso wenig habe in psychischer Hinsicht eine Einschr�nkung der Leistungsf�higkeit vorgelegen. Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht, dass ihm ab Herbst 1998 unter Ber�cksichtigung des physischen Gesundheitszustandes eine leidensangepasste T�tigkeit zumutbar gewesen w�re. Er macht jedoch geltend, er leide an einem psychischen Gesundheitsschaden, der zu einer erheblichen Einschr�nkung in der Erwerbsf�higkeit f�hre. Das psychiatrische Gutachten des Dr. med. M.________ vom 16. August 1999 sei als Beweismittel nicht verwertbar, weil es in Missachtung wesentlicher wissenschaftlicher Grunds�tze erstellt worden sei.
b) Laut Bericht der Rheumaklinik und des Institutes f�r Physikalische Medizin des Spitals Y.________ vom 10. M�rz 1999 leidet der Beschwerdef�hrer an einem chronischen lumbo- und zervikospondylogenen Schmerzsyndrom.
Im Vergleich zu den wenig eindr�cklichen somatischen Befunden stehe die Schmerzverarbeitungsst�rung weit im Vordergrund.
Es m�sse von einer gewissen bewussten Aggravation der Beschwerden ausgegangen werden, wohl auf dem Boden unverkennbarer Entsch�digungsw�nsche. Der Versicherte verweigere jegliches aktives Mitwirken in der Physiotherapie.
Nach der Beurteilung des psychiatrischen Konsiliarius erg�ben sich keine Hinweise auf ein relevantes psychiatrisches Leiden, insbesondere bestehe keine nennenswerte depressive St�rung. Auf Grund der ung�nstigen sozialen Situation und der Einstellung des Versicherten sei eine psychosomatisch orientierte Behandlung nicht sinnvoll. In seiner fr�heren T�tigkeit auf dem Bau als Maurer sei er in Folge der k�rperlichen Dekonditionierung nicht mehr arbeitsf�hig, in einer leichten oder mittelschweren T�tigkeit lasse sich von den somatischen Befunden her keine Einschr�nkung herleiten.
Dr. med. K.________ weist in seinem Bericht vom 13. Oktober 1998 auf eine beginnende Depression im Rahmen der chronischen Schmerzen hin. Der Versicherte leide unter persistierenden wechselnden Beschwerden, die ihren Ursprung im Bereich der Wirbels�ule haben.
Dr. med. M.________ kommt im Gutachten vom 16. August 1999 zum Schluss, das Beschwerdebild sei mit Bezug auf die Schmerzschilderung und -pr�sentation nicht die Folge einer erheblichen psychischen �berlagerung (neurotischen Entwicklung) eines k�rperlichen Gebrechens oder Leidens, sondern rein psychogener Natur. Die hochgradig appellativ-demonstrativ vorgebrachten Beschwerden geh�rten ins Grenzgebiet zwischen zielgerichteter Aggravation, Vort�uschen von Funktionsst�rungen und bewusstseinsnaher, ebenfalls zielgerichteter Simulation bei �bersehbarer Begehrungshaltung. Der k�rperlich v�llig dekonditionierte Versicherte habe bis jetzt keine Ans�tze und kaum eine Motivation f�r ein aktives Mitmachen bei einem k�rperlichen Trainingsprogramm gezeigt, er offenbare ein deutlich regredientes und sich selbst limitierendes Verhalten. Psychiatrisch-klinisch k�nne keine Krankheitsdiagnose gestellt werden.
c) Die Einwendungen gegen diese Beurteilung sind unbegr�ndet.
Der gest�tzt auf die Stellungnahme des Dr. med.
G.________ vom 3. Juli 2000 ge�bten Kritik am Gutachten des Dr. med. M.________ kann nicht beigepflichtet werden. Nach dem Bericht des Spitals Y._________ vom 10. M�rz 1999 verweigerte der Beschwerdef�hrer jegliches aktives Mitwirken in der Physiotherapie, w�hrend eine psychosomatische Behandlung auf Grund der ung�nstigen sozialen Situation und der Einstellung des Versicherten als nicht sinnvoll erachtet wurde. Mangels Kooperation des Versicherten konnten die psychologischen Tests nicht durchgef�hrt oder mussten abgebrochen werden. Dass die Befragung durch den Experten unter diesen Umst�nden nicht mit der vom Versicherten erwarteten Empathie durchgef�hrt wurde, leuchtet ein. Nicht zu beanstanden ist ferner, dass der Gutachter keine Fremdanamnese erhoben hat. Der Versicherte lebt seit beinahe 30 Jahren alleine in einer 1-Zimmer-Wohnung, getrennt von seiner Ehefrau und den Kindern, die im Heimatland geblieben sind; seit M�rz 1995 hat er nicht mehr gearbeitet, sodass kaum jemand �ber Art, Beginn und Verlauf seiner Beschwerden zuverl�ssig Auskunft geben k�nnte. Das Vorgehen des Gutachters, zur Fremdanamnese den langj�hrigen Hausarzt zu befragen, war demnach unvermeidlich.
d) Die Vorinstanz hat zu Recht auf die Anordnung einer polydisziplin�ren Begutachtung verzichtet, da die vorhandenen medizinischen Unterlagen eine schl�ssige Beurteilung des Gesundheitszustandes und der funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit erlauben. Die Ausf�hrungen des Hausarztes Dr. med. K.________ zum psychischen Gesundheitszustand bilden keinen Anlass, weitere Abkl�rungen anzuordnen, da die Diagnose "Depressionen im Rahmen der chronischen Schmerzen" nicht nachvollziehbar begr�ndet und insbesondere nicht angegeben wird, weshalb von den Beurteilungen des Spitals Y.________ und dem psychiatrischen Gutachten abgewichen werden soll. Im letztinstanzlich aufgelegten Bericht der Klinik X.________ schliesslich wird auf den Psychostatus nicht einmal Bezug genommen. Gest�tzt auf die erw�hnten Unterlagen hat die Vorinstanz zu Recht angenommen, dass dem Beschwerdef�hrer ab November 1998 auch mit R�cksicht auf die psychische Situation eine leichte oder mittelschwere T�tigkeit wieder vollumf�nglich zumutbar war.
3.- In Bezug auf die Invalidit�tsbemessung macht der Beschwerdef�hrer geltend, das hypothetische Einkommen ohne Invalidit�t (Valideneinkommen) sei anhand des tats�chlich erzielten Einkommens beim letzten Arbeitgeber festzusetzen.
Demgegen�ber ermittelte die Vorinstanz das Valideneinkommen zu Recht gest�tzt auf die Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 1998 f�r den Bereich des Baugewerbes.
Es kann auf die zutreffenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Das kantonale Gericht hat demnach das Valideneinkommen von Fr. 62'184.- sowie das unbestritten gebliebene Invalideneinkommen von Fr. 40'230.- und somit den Invalidit�tsgrad von 35,3 % korrekt festgestellt.