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Timestamp: 2019-08-24 03:34:48
Document Index: 14527186

Matched Legal Cases: ['§ 212', '§ 212', '§ 223', '§ 226', '§ 229', '§ 52', '§ 52', '§ 212', '§ 212', '§ 212', '§ 224', '§ 229', '§ 222', '§ 229']

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Verfasst am: 31 Jan 2007 - 18:23:16 Titel: Problem
Zuletzt bearbeitet von Veramin am 01 Feb 2007 - 15:32:31, insgesamt 2-mal bearbeitet
Verfasst am: 31 Jan 2007 - 19:46:53 Titel:
Hier wird deutlich, wie wichtig das saubere Herausarbeiten der Tathandlung ist. I.Ü. musst du hier etwas präziser gucken, welche tatbestandlichen Erfolge überhaupt eingetreten sind und worauf sich der Vorsatz des A bezog.
Mein Aufbauvorschlag:
I. Strafbarkeit gem. §§ 212, 22, 23 I an B (erster Schuss)
Hier brauchst du die aberratio ictus noch nicht ansprechen. Denn der A hat ja, wie gewollt, den B getroffen.
II. Strafbarkeit gem. §§ 212, 22, 23 I an B (zweiter Schuss)
Hier kommt nun die aberratio ictus ins Spiel.
III. Strafbarkeit gem. §§ 223, 224 I Nr. 2 Alt. 1, Nr. 5 an B
IV. Strafbarkeit gem. §§ 226 I Nr. 3 Var. 2 an B
V. Strafbarkeit gem. §§ 229 an F (zweiter Schuss)
Hier wird wieder die aberatio ictus relevant.
Hier stellt sich noch die Problematik, ob man eine natürliche Handlungseinheit in Form von iterativer Begehung annehmen kann. Dies ist deshalb problematisch, weil der A höchstpersönliche Rechtsgüter verschiedener Personen verletzt (vgl. Lackner/Kühl, vor § 52 Rn. 7; Tröndle/Fischer, vor § 52 Rn. 2c).
Alternativ könnte man den Punkt V. auch vorziehen und als Punkt III. prüfen. Dann hätte man die zwei Strafbarkeiten im Zusammenhang mit der aberratio ictus zusammen. Die o.g. Gliederung hat dafür den Vorteil, dass gleichsam nach Vorsatzdelikten und den Delikten gegenüber B aufgegliedert ist.
Verfasst am: 01 Feb 2007 - 12:27:26 Titel:
ich glaube, so stimmt es auch nicht ganz. mein Vorschlag nochmal:
A. Strafbarkeit des A gem. §§ 212, 211, 22, 23 an B (erster Schuss)
der erste Schuss trifft wie gewollt den B. Hier also kein Problem
B. Strafbarkeit des A gem. §§ 212, 211, 22, 23 an B (zweiter Schuss)
der zweite Schuss verfehlt B und trifft C. A hatte auch vorsatz bzgl
der Tötung des B, das hat also alles noch gar nichts mit C zu tun.
Also die aberratio ictus noch nicht ansprechen.
ist dann eigentlich das selbe wie unter A.
C. Strafbarkeit des A gem. §§ 212, 211, 22, 23 an C (zweiter Schuss)
hier die aberratio ictus anzusprechen. denn A hatte keinen Vorsatz bzgl
der Tötung des C (Konkretisierungstheorie).
D. Strafbarkeit des A gem §§ 224, 226... an B (erster Schuss )
[b] kein problem
E. Strafbarkeit des A gem § 229 an C (zweiter Schuss)
ergibt sich aus aberratio.
Mir gefällt es nur nicht, dass ich bei C den Vorsatz bzgl. der Tötung verneine und so zur Fahrlässigkeit komme. Genau genommen müsste ich doch dann fahrlässige Tötung prüfen, was aber nicht geht, weil der C ja nicht Tod ist. Kann ich dann einfach so auf die fahrlässige Körperverletzung rüberspringen? Vielleicht macht man das einfach so.
Verfasst am: 01 Feb 2007 - 13:42:50 Titel:
Ich würde auch ein vorsätzliches Tötungsdelikt an C (bzw. F, wie er oben noch hieß) gar nicht erst anprüfen, weil es ersichtlich am diesbzgl. Vorsatz fehlt. Ebenso sinnlos finde ich eine Prüfung von § 222 weil es hier ersichtlich am Erfolg fehlt.
Bleibt § 229, der ja auch inproblematisch vorliegt. Verletzungserfolg liegt vor und wer wild mit einer Pistole rumballert, bewegt sich nicht unbedingt im Rahmen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt.
Verfasst am: 01 Feb 2007 - 19:22:01 Titel: Re: Problem
Veramin hat folgendes geschrieben:
Wieso das? Kann man die Frage nicht einfach stehen lassen, damit die anderen es vllt. auch noch nachvollziehen können? Das ist AUCH der Sinn eines Forums, finde ich.