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Timestamp: 2017-07-21 06:57:58
Document Index: 166536574

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 24', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'in dubio', '§ 24', 'BGH', '§ 24', '§ 24', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', '§ 24', '§ 222', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 30', '§ 31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 40', '§ 35', '§ 120', '§ 216', '§ 226', '§ 12', '§ 223', '§ 12', '§ 30', 'BGH', 'BGH', '§ 227', '§ 222', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 139', '§ 83', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24']

Versuch und Rücktritt 3. Wiederholung 1 Warum wird der Versuch einer Tat bestraft? Was sind Vollendung und Beendigung? Vollendete Tat: Versuch subsidiär. - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Astrid Stieber
Präsentation zum Thema: "Versuch und Rücktritt 3. Wiederholung 1 Warum wird der Versuch einer Tat bestraft? Was sind Vollendung und Beendigung? Vollendete Tat: Versuch subsidiär."— Präsentation transkript:
Versuch und Rücktritt 3
Wiederholung 3 Kein Rücktritt vom fehlgeschlagenen Versuch Definition Fehlschlag Rechtliche Unmöglichkeit Abhängigkeit des Fehlschlags vom Tatplan Tatplan zu Beginn oder am Ende der Ausführung = Einzelakt vs. Gesamtbetrachtung Was ist ein einheitlicher Lebensvorgang? 4
§ 24: beendeter o unbeendeter V Nochmals: Delikt - Vollendung/Beendigung Versuch: beendet/unbeendet Vorstellung d Täters § 24 I 1 1. Alt (L): unbeendet (Bild: Wagen bergauf*) Täter glaubt, noch ni alles z Erfüll d TB getan zu haben -> Rücktritt: Einfach aufhören (ni weiter handeln [obj] und TatEntschl aufgeben [subj]) § 24 I 1 2. Alt (L): beendet (Bild Wagen bergab*) Täter glaubt, alles (mind ausreich) z Erfüll d TB getan zu haben -> Rücktritt: GegMaßnahm (Erfolg verhindern) Risiko!! 5
Zeitpunkt? Wann muss Täter Vorstell v beend/unbeend haben? Tatbeginn? Idee des Tatplans (vgl Einzelakt vs Gesamt- betrachtg: sog. „Tatplantheorie“ (o TP-Perspektive) 1 geplant Akt z Erfüll d TB –> misslung (= fehlgeschl) -> Erkenntn mangelnd Eigng unbeachtl (BGHSt 22, 330) Ohne Plan -> Abstell a letzte AusführHandlg, dann erst Entsch, ob unbeend (BGHSt 10, 129; 22, 176) o beend (BGH NStZ 81, 342; 84, 116) Tatende? d. h. nach letzt AusführHandlg u damit günstiger f. d. Rücktritt (da Aufhören genügt) -> 6
Korrigierter Rücktrittshorizont Begriff: Rücktrittshorizont = ergebnisorientiert Nach letzt AusführHandlg: Kenntn d Gefahr d Erfolgseintritts ungeachtet eines etwaigen Tatplans (BGHSt 31, 170; 33, 295; 35, 90 (Messer); NStZ 99, 299; 02, 427; 03, 369; 05, 331; 07, 91 (Pumpgun) = h. M. in RSpr u Lit Einzelaktstheorie und Tatplantheorie Gesamtbetrachtung und Rücktrittshorizont 7
Denkzettelfälle Nicht- o außertatbestandl Primärziel (Denkzettel) u bedingt TötungsVors -> Tathandl -> Primärziel erreicht Frage: Versuch beend o unbeend? Beend: Ziel erreicht, kein Aufgeb mögl bzw weiter handeln sinnlos (aufgeb kann man nur, was mögl) BGH GSt 39, 221: Tat iSv § 24 ist tatbestandl Handlg 8
Zwischenfazit 1 (unbeend Versuch) hM i RSpr u Lehre: RücktrHorizont subj: Erfolg ni eingetreten u weitere Handlg erford, diese auch mögl, wenn Täter obj: Ausführg aufgibt = aufhört -> = Rücktr v unbeend Versuch -Tatplan irrelevant (= rücktr/täterfreundl) -engster (= Superlativ) zeitl u räuml Zusammenhang = jurist Vfg ü relative Dimensionen Zeit & Raum o anders (positiver) formuliert: Bewertung bzw. Frage d jurist Bewertg des jeweil Einzelfalles 9
Zwischenfazit 2 (beend Versuch) subj: Täter sieht nahe liegend Möglkt d Erfolgseintritts obj: nach tatbestandl Handlg -> Täter: gegenläufige, ernsthafte RettgHandlg erfordl -> Rücktritt v beend Versuch -Tatplan irrelevant (d. h. kann ni einwend, es sei noch ni d finale Akt gewesen) Probleme: -Gleichgültigkeit -in dubio pro reo -Brutalität = Indiz für Annahme eine beend Versuchs 10
Rücktritt v unbeend Versuch, § 24 I (Erinnerung: Es geht immer noch bergauf) Gegenentschluss - Aufgabe „ganz und endgültig“ (sodass Annahme d Rücktr ausgeschl, wenn spätere Begehung vorbehalt) = zu enge Auffassung - Aufgabe nur der konkreten Handlg (und dann spätere Begehung m anderer HandlgWeise) = zu weite Auffassung - Mittelweg: Aufgabe der tatbestandlichen Handlung Begriff der Tat: BGHSt 33, 142 (Tatbestand) 11
Rücktritt vom beendeten Versuch Verhinderung d Vollendg, § 24 I 1 Alt. 2 (freiwillig) (Erinnerung: Es geht bergab) oder (wenn Tat ohne sein Zutun ni vollendet wird) Bemühen um Verhinderung der Vollendg, § 24 I 2 (freiwillig und ernsthaft) Neue Kausalreihe, mitursächl f Ausbleib d Vollendg Nicht erford: bestmögl Handlg (= rücktrittfreundl) Unbedingt lesen: BGHSt 48, 147 sowie Anm (Juris) Anders: nicht vom Zufall abhängig/auch Werk d Täters BGH NJW 85, 813; NStZ 89, 525 12
§ 24 I 2 bei untaugl/obj fehlgeschlag V Grundsätzlich: keine Vollendg mögl, daher kein Rücktr Aber: Kenntnis d Täters relevant; hat er Untauglkt o Fehlschlag ni erkannt, kann er zurücktreten BGH NStZ-RR 05, 70 Auch bei Versuch, der nicht zur Vollendg führt, weil anderer Kausalverlauf hinzutritt: A verletzt B in Tötungsabsicht, ruft dann aber einen Krankenwagen. Dieser verunfallt, B stirbt, hätte gerettet werden können. (Einfl auf Kausalverlauf der Tat) 13
Risiko des Misslingens trägt der Täter Bsp: Täter legt Bombe mit Zeitzünder. Vor der Explo- sion geht er zum Tatort, um die Uhr anzuhalten, wird aber durch einen Unfall verletzt, die Bombe explodiert. (Kein Einfluss auf Kausalverlauf der Tat) Vollendete Tat oder Versuch (wenn keine Todesopfer) Problem - Irrtum: Täter glaubt, noch nicht alles getan zu haben und „hört“ auf, gibt also Tatplan auf. Das Opfer stirbt. Vertretbar: § 24 I 1 und § 222 (s. W/B/S, Rn 888 mwN) h. M.: vollendete Tat – Frage der Betrachtung 14
Rücktritt mehrerer Beteiligter, § 24 II - Verhinderg d Vollendg (GegHandlg z Tatbeitr) d Tat, an der beteiligt (freiwillig) -Bemühen um Verhinderg d Vollendg (freiwill, ernsth), wenn ohne Zutun keine Vollendg (z. B. untaugl) o Erfolg unabhäng v Tatbeitrag -Vgl. Einzeltäter: unbeend Vers – Aufhören genügt -§ 24 II: Aufgeb/Rücknahme + Vollendg verhindern Grund: mehrere Beteilg gefährl, Eigendynamik, daher unbedingt ErfolgsVerhinderg bzw. Handlg ni kausal Bsp: Beulke KK I, Rn 84 15
Vertiefung und Beispiele (1) 1. Diebstahlsgehilfe holt die verliehene Leiter zurück, bevor die Tat begangen wird. § 24 II 1: Verhinderung der Vollendg (+) Findet der Einbruchsdiebstahl dennoch statt, jetzt ohne Leiter, muss sich der Gehilfe freiwillig u ernst- haft um die Verhinderg d Vollendg bemühen (Einwirken, warnen, Polizei) § 24 II 2. 2. Wie 1., nur geben die anderen Beteilgt ihren Plan auf. Rücktritt mögl gem. § 24 II 1 3. Teilnahme unvollständg o erfolglos: Nur strafbar gem. § 30 m RücktrMögl gem. § 31 16
Vertiefung und Beispiele (2) 4. Ein Beteiligter verhindert im Einverständn m anderen die Vollendg (BGHSt 44, 204) 5. Unterlassen weiterer Handlg m d Vorstellg, dass Vollendg nur m dies Handlg mögl (BGH StV 12, 16) 6. Keine Kausalität (iSd csqn) erford 7. Kein Optimum erford (BGH JZ 05, 203) 8. Einverständl Unterlass: erfordl u mögl Handlg dch alle Beteilgt BGH NStZ 89, 317; 13, 521; StV 14, 285; BeckRS 14, 07977) 9. Beteilgg bei Vorbereitg? § 24 II (-), allg. Zurechng; bei Rückn des Tatbeitr und Fortwirk = Strafbkt o § 24 II analog (BGH NStZ 07, 399) 17
Freiwilligkeit Abgrenzg: freiwill/unfreiwill o autonom/heteronom Früher sog. Franksche Formel: Ich will nicht, selbst wenn ich könnte (freiw). Ich kann nicht, selbst wenn ich wollte (unfreiw) – Ähnlichkeit m fehlgeschl Vers Freiwillig: autonom (auch wenn Impuls von außen) Täter: „Herr seiner Entschlüsse“ (frei von Zwang) (Mitleid, Angst [vor Strafe], Reue, Scham, Gewissen) Motiv irrelevant (BGHSt 35, 184) – es kann auch unehrenhaft oder unanständig sein 18
Unfreiwilligkeit Heteronome Gründe = willensunabhängige Gründe bzw. unüberwindliche Hemmungen Problem: Risiken/Nachteile für untragbar gehalten (BGH NStZ 14, 202; BGHSt 9, 48; Fahl JA 03, 757 Tritt der Vergewaltiger freiwillig zurück, wenn sein Opfer ihn erkannt hat und er Strafverfolgung befürchtet? Sind alle denkbaren Gründe unfreiwillig = unfreiwill Ist einer der denkbaren Gründe freiwillig = freiwillig Beachte: In dubio pro reo! 19
Versuche, Freiwilligkeit zu bestimmen -Verbrechervernunft: Strafzwecke und „Verbrechervernunft“ = Was würde ein vernünftiger Verbrecher tun? (Roxin AT II, § 40, Rn. 383) -Maßstab: Notstand – Unfreiwillig ist der Rücktritt unter einer in § 35? Z. B.: Opfer zückt ein Messer (MK-Herzberg/Hoffmann-Holland, §§ 120 ff. – Vorauflage [!]) -i. Ergebn. ähnlich: Unabhängigkeit v. Rechtsdurchsetzungszwang (Amelung, ZStW 120 [2008], 205, 244) -Nötigg, Schuldunfähgkt, Irrt (Jäger ZStW 112 [2000], 783 20
Wirkung des Rücktritts Straflosigkeit des Versuches Enthaltene vollendete Tat bleibt strafbar (Begriff: qualifiz. Versuch) Wichtig: Rücktritt bei Privilegierungen: z. B. §§ 216 I, II, 22, aber § 226 (§ 12 I) verwirklicht Hier: nur §§ 223, 224 (§ 12 II) Verabredung, § 30? Sinn und Zweck d Rücktritts – lebt nicht wieder auf Konkrete Gefährdungsdelikte: BGHSt 39, 128 21
Erfolgsqualifiz Versuch und Rücktritt BGHSt 42, 158, (s. a.) 48, 34 §§ 227, 251 Eintritt d Erfolgsqualifik hindert Rücktr v GrdDelikt ni Tritt d Täter davon zurück, entfällt AnknüpfPkt f die ErfolgsQualif Strafbkt begang Delikte bleibt bestehen: zB § 222 LK-Lilie/Albrecht, § 24, Rn 461 aA Jäger, NStZ 98, 161; NK-Zaczyk, § 24, Rn. 81 22
Tätige Reue Nach Vollendg: § 24 (-) (außer § 24 II 2 2. Alt.) Bsp: §§ 139 IV 1, 264 V, 265a II, 265b II, 306e II, 314a III (früher VollendgZeitpkt) Straffreiheit dch tätige Reue Strafmild o Absehen v Strafe Bsp: §§ 83a, 98 II, 142 IV, 261 IX 1, 306e I 23
Aufbauhinweise 1.Versuch ni fehlgeschl 2.Entscheid: ein Beteilgt (a) o mehrere Beteiligt (b) 3.Tatbegehung (a)Versuch unbeendet o beendet (b)Tat unvollendet o vollendet 4. Rücktritt (a)unbeendet: Aufgeben § 24 I 1 1. Alt/ beendet: VollendgVerhind § 24 I 1 2. Alt o VollendVerhind- Bemühg § 24 I 2 (b)unvollend: § 24 II 1 VollendVerhind o Vollend- VerhindBemüh § 24 II 2 1. Alt./vollend: Vollend- VerhindBemüh § 24 II 2 2 Alt 5. Freiwilligkeit 24
Zusammenfassung Beendeter/Unbeendeter Versuch Zeitpunkt – korrigierter Rücktrittshorizont Denkzettelfälle (außertatbestandl Erfolg) Rücktritt v unbeend/beendet Versuch Rücktr v untaugl/fehlgeschlag Versuch Ein Beteiligter /mehrere Beteiligte Risiko des Misslingens Freiwilligkeit/Unfreiwilligkeit Wirkung des Rücktritts Rücktritt b Erfolgsqualifikation Tätige Reue 25
Vorschau 3./4.2.16: Wiederholung Stoff WS 15/16 – Dazu werden am Montag Fragen auf die Materialienseite gestellt. Bitte beachten! 26
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