Source: http://www.schmidt-lademann.de/fcl/pers_checkliste.htm
Timestamp: 2018-02-22 20:07:37
Document Index: 269463212

Matched Legal Cases: ['§1', '§84', '§1', '§36', '§42', '§46', '§135', '§135', '§ 22', '§ 22', '§125', '§49', '§ 122', '§84', '§30', '§120']

Unter Berücksichtigung der 2. ÄnderungsVO zu luftrechtlicher Vorschriften über Anforderungen an Flugbesatzungen und Änderung der JAR-FCL Deutsch vom 17.11.2008
§§1-4 LuftPersV - PPL-N,
36-41 LuftPersV - Segelfluglizenz,
42-45 LuftPersV – Luftsportgeräteführerlizenz
46-49 LuftPersV – Lizenz für Freiballonführer
JAR-FCL Lizenz - PPL(A)
ICAO Lizenz – PPL(A)
§ Gültiges Tauglichkeitszeugnis
§ Gültige Lizenz (Feld IX in der Lizenz)
§ Körperlich fit (u.a. gemäß JAR-FCL 3.040/3.115)
in den letzten 24 Monaten :
25 Starts auf Segelflugzeugen (nicht TMG)
5 Starts in der ausgeübten Startart
Bei F-Schlepp an einer Schwerpunkt-kupplung:
5 F-Schlepps in den letzten 6 Monaten
12 Stunden auf SEP, TMG oder UL
12 Starts/Landungen sowie ein Übungsflug auf TMG
eine Befähigungsüberprüfung auf SEP oder TMG (Segelfluglizenz) bzw nur TMG (PPL National)
Die Klassenberechtigung TMG kann ausgeübt werden solange das Ablaufdatum dieser Berechtigung in Abschnitt XII der Lizenz nicht Überschritten ist. Verlängerung auf der Rückseite der Lizenz beachten.
Zur Verlängerung der Klassenberechtigung siehe JAR-FCL 1.245 im Anhang
Motorflugzeug (SEP)
12 Starts/Landungen sowie ein Übungsflug auf SEP
eine Befähigungsüberprüfung auf SEP
Die Klassenberechtigung SEP kann ausgeübt werden solange das Ablaufdatum dieser Berechtigung in Abschnitt XII der Lizenz nicht Überschritten ist. Verlängerung auf der Rückseite der Lizenz beachten.
Dreiachs gesteuertes Ultraleicht (UL)
12 Starts/Landungen sowie ein Übungsflug auf UL
eine Befähigungsüberprüfung auf SEP, TMG oder UL
Eine Fahrt von mind. 1 Stunde in der eingetragenen Ballonart
Als Schlepppilot
10 Schleppflüge in den letzten 24 Monaten als Schlepppilot
Bei mehr als einer Person an Bord muß der verantwortliche Pilot nachweisen
3 Starts/Landungen in den letzten 90 Tagen
Bei UL zusätzlich Passagierberechtigung gem §84a in der Lizenz eingetragen
bei Nacht: Davon
1 Start/Landung bei Nacht
3 Starts/Landungen als steuernder Pilot in den letzten 90 Tagen
Passagiermitnahme bei Kunstflug
50 Kunstflüge im Alleinflug
davon 3 Kunstflüge in den letzten 90 Tagen
§ Tauglichkeitszeugnis
§ Lizenz
§ Flugbuch
§ Personalausweis oder Paß
Die Checkliste bietet eine Übersicht über die erforderlichen persönlichen Voraussetzungen bei Antritt eines Fluges. Hierbei handelt es sich um Tauglichkeitsbedingungen, Gültigkeit von Lizenzen und Berechtigungen und der erforderlichen fortlaufenden Flugerfahrung je nach beabsichtigter Tätigkeit und Lizenz, die zu dieser Tätigkeit berechtigt. Sie enthält ausdrücklich nicht die Verlängerungsbedingungen von befristeten Berechtigungen. Diese können jedoch in den nachfolgend zusammegestellten Auszügen der entsprechenden Regelwerke nachgelesen werden.
Die Spalte, die mit “Nationale Lizenz” Überschrieben ist, beschreibt die Voraussetzungen, die bei Antritt eines Fluges erfüllt sein müssen, der durch die Lizenzen nach §§1-4 LuftPersV (PPL-N), nach §§36-41 LuftPersV (Segelfluglizenz), §§42-45 LuftPersV (Luftsportgerätelizenz) und §§46-49 (Lizenz für Freiballonführer) legitimiert ist. Neben der Gültigkeit des Tauglichkeitszeugnisses und der Lizenz sowie der Gesundheitlichen Voraussetzungen sind hier vor allem die für die Ausübung der jeweiligen Klassenberechtigung geforderte Fortlaufende Flugerfahrung in den vorausgegeangenen 24 Monaten vor Antritt des Fluges zu beachten. Hinzu kommen je nach Art des Fluges (Schleppflug, Passagierflug) weitere Voraussetzungen.
Die Spalte, die mit “JAR-FCL oder ICAO Lizenz” überschrieben ist, beschreibt die Voraussetzungen, die bei Antritt eines Fluges erfüllt sein müssen, der durch die JAR-FCL Lizenz oder einer Lizenz nach §135 Abs 2 LuftPersV vom Mai 2003 legitimiert ist. Im Gegensatz zu den Nationalen Lizenzen ist die Ausübung der Rechte der Klassenberechtigungen an das in der Lizenz eingetragene Ablaufdatum der jeweiligen Berechtigung gebunden.
Die Klassenberechtigungen SEP und TMG kommen sowohl bei der JAR-FCL Lizenz als auch bei den Nationalen Lizenzen vor. Wenn man mit einem Flugzeug einer dieser Klassen fliegt gibt es daher unterschiedliche Bedingungen je nach Lizenz. Hat man zwei Lizenzen, gilt die Bedingung zu der Lizenz, in der die Klassenberechtigung eingetragen ist. Ist sie in beiden eingetragen, muß einer der Bedingungen erfüllt sein.
Über beide Spalten durchgezogene Zeilen gelten für beide Spalten.
Die folgenden Seiten enthalten die relevanten Abschnitte der LuftPersV, des JAR-FCL Regelwerks und der LuftBO.
Weitergehende Informationen können auch unter
Verlängerungs- und Gültigkeitsbedingungen
Verlängerung der Klassenberechtigungen der PPL(A)-JAR-FCL Lizenz und der PPL(A)-ICAO Lizenz nach §135 Abs 2 LuftPersV von Mai 2003
Die JAR-FCL/ICAO Lizenz für Privatflugzeugführer wird mit einer Gültigkeitsdauer von 60 Monaten erteilt. Für die jeweilige Klassenberechtigung ist das Ablaufdatum der Gültgkeit in die Lizenz eingetragen. Die Verlängerung der Gültigkeit erfolgt gemäß JAR-FCL 1.245. Die Verlängerung der Klassenberechtigung in der Lizenz erfolgt üblicherweise durch den Fluglehrer, der den Übungsflug abnimmt.
Klassenberechtigungen für einmotorige Flugzeuge mit einem Piloten sind für zwei Jahre gültig, beginnend mit dem Ausstellungsdatum oder, bei der Verlängerung innerhalb der Gültigkeitsdauer, mit dem Ablaufdatum der Gültigkeit.
(1) Sämtliche Klassenberechtigungen für einmotorige Landflugzeuge mit Kolbentriebwerk und sämtliche Berechtigungen für Reisemotorsegler – Verlängerung
(i) innerhalb der letzten drei Monate vor dem Ablauf der Gültigkeit der Berechtigung eine Befähigungsüberprüfung in Übereinstimmung mit Anhang 1 zu JAR-FCL 1.240 und 1.295 und Anhang 3 zu JAR-FCL 1.240 mit einem anerkannten Prüfer in der entsprechenden Klasse ablegen
(A) sechs Stunden als verantwortlicher Pilot
(B) zwölf Starts und zwölf Landungen
(C) einen Übungsflug von mindestens einer Stunde Dauer mit einem FI(A) oder CRI(A). Dieser Flug kann durch jede andere Befähigungsüberprüfung oder praktische Prüfung für eine Klassenoder Musterberechtigung ersetzt werden.
Die Verlängerung einer Klassenberechtigung kann durch den Fluglehrer, der den Übungsflug abnimmt, auf der Rückseite der Lizenz durch Handeintrag vorgenommen werden.
JAR-FCL 1.024
Eintragungen in Lizenzen durch anerkannte Personen
(a) (1) Eintragungen unter Punkt XII auf der Rückseite der Lizenz über den Fortbestand der Fähigkeiten dürfen nur durch die von der gemäß § 22 LuftVZO zuständigen Stelle dafür anerkannten Personen vorgenommen werden. Änderungen der eingetragenen Berechtigungen werden nur durch die gemäß § 22 Luft- VZO zuständige Stelle vorgenommen.
(2) Die Eintragungen über den Fortbestand der Fähigkeiten für die Klassenberechtigung für einmotorige Landflugzeuge mit Kolbentriebwerk oder für Reisemotorsegler in der Lizenz dürfen nach Prüfung des Vorliegens der in JAR-FCL 1.245(c), Buchstabe ii, Buchstabe A und B festgelegten Voraussetzungen auch von dem Lehrberechtigten vorgenommen werden, der den Übungsflug gemäß JAR-FCL 1.245(c) Buchstabe ii, Buchstabe C mit dem Bewerber durchgeführt hat. Das Gleiche gilt für Eintragungen über den Fortbestand der Fähigkeiten für die Klassenberechtigung für einmotorige Wasserflugzeuge. Die Lizenzführende Stelle wird durch den Lehrberechtigten über den Eintrag schriftlich in Kenntnis gesetzt.
(b) Eintragungen unter Punkt XIII auf der Rückseite der Lizenz über die Sprachkenntnisse des Lizenzinhabers können neben den zuständigen Stellen auch von den in §125a Abs.1 der Verordnung über Luftfahrtpersonal genannten Stellen vorgenommen werden..
Gültigkeitsbedingungen für die Lizenz für Freiballonführer
Die Lizenz für Freiballonführer für den nichgewerbsmäßigen und nichtberufsmäßigen Betrieb wird unbefristet erteilt. Die Rechte der Berechtigungen dürfen jedoch nur ausgeübt werden, wenn die Bedingungen laut LuftPersV §49 erfüllt sind und es steht in der Verantwortung des Piloten, dies selbst zu überwachen.
2. im gewerbsmäßigen Luftverkehr zusätzlich eine Fahrt mit einem Prüfer je Freiballonart auf der größten Größenklasse, auf der er im Unternehmen eingesetzt wird, innerhalb der letzten 12 Monate durchgeführt hat.
Ist die Voraussetzung nach Nummer 1 nicht erfüllt, ist die Fahrt mit einem Fluglehrer für Freiballone durchzuführen.
(2) Teilnahme an einem von der zuständigen Stelle genehmigten FI-Fortbildungslehrgang innerhalb der Gültigkeitsdauer der Lehrberechtigung (FI(A));
(3) Erfolgreiches Ablegen einer Befähigungsüberprüfung mit einem Prüfer FIE(A) unter Verwendung des Prüfungsnachweises gemäß Anhang 1 und 2 zu JAR-FCL 1.330 und 1.345 innerhalb der letzten zwölf Monate vor Ablauf der Gültigkeitsdauer der Lehrberechtigung (FI(A)).
(ii) wenn der Bewerber die Rechte eines CRI(SPA) sowohl für einmotorige als auch für mehrmotorige Flugzeuge besitzt, mindestens fünf Stunden auf einmotorigen und fünf Stunden auf mehrmotorigen Flugzeugen im Rahmen der zehnstündigen Flugausbildung in der erforderlichen Funktion durchführen
(2) eine Auffrischungsschulungstätigkeit durchführen, die den Anforderungen der zuständigen Stelle genügt
(b) Nach dem Ablauf der Gültigkeitsdauer der Berechtigung muss der Bewerber während der letzten 12 Monate vor der Antragstellung:
(1) eine Auffrischungsschulung als CRI(A) erhalten haben, die den Anforderungen der zuständigen Stelle genügt
(2) als Befähigungsüberprüfung den entsprechenden Teil (ME oder SE) der praktischen Prüfung gemäß Anhang 1 und 2 zu JARFCL 1.330 und 1.345 bestanden haben.
Fortlaufende Flugerfahrung bei der Mitnahme von Passagieren
LuftPersV § 122
Flugerfahrung der Luftfahrzeugführer bei Mitnahme von Fluggästen
(2) Für einen Flug nach Sichtflugregeln bei Nacht gilt Absatz 1 Satz 1 mit der Maßgabe, dass von den drei Starts und Landungen mindestens ein Start und eine Landung bei Nacht durchgeführt wurden. Absatz 1 Satz 3 gilt mit der Maßgabe, dass mindestens ein Start mit Freiballon bei Nacht durchgeführt wurde.
Fortlaufende Flugerfahrung für Piloten, die nicht gemäß den Bestimmungen der JAR-OPS 1 (deutsch) tätig sind
(a) Ein Pilot darf als verantwortlicher Pilot oder Kopilot auf Flugzeugen bei der Beförderung von Fluggästen nur tätig werden, wenn er innerhalb der vorangegangenen 90 Tage mindestens drei Starts und drei Landungen als steuernder Pilot auf einem Flugzeug desselben Musters/derselben Klasse oder in einem Flugsimulator des/der verwendeten Musters/Klasse durchgeführt hat.
(b) Der Inhaber einer Lizenz, die keine gültige Instrumentenflugberechtigung (Flugzeug) beinhaltet, darf als verantwortlicher Pilot auf Flugzeugen bei der Beförderung von Fluggästen bei Nacht nur tätig werden, wenn er innerhalb der vorangegangenen 90 Tage mindestens einen Start und eine Landung gemäß JAR-FCL 1.026(a) bei Nacht durchgeführt hat.
Gültigkeit der Schleppberechtigung
LuftPersV §84 Abs. 5
Flugzeugschlepp an einer Schwerpunktkupplung
3. DV LuftBO §30
Der in der LuftPersV und in der JAR-FCL verwendete Begriff der Flugzeit ergibt sich aus folgenden Definitionen. Dieser Flugzeitbegriff gilt damit auch bei dem Nachweis von Flugerfahrungszeiten (§120 LuftPersV).
Nachweis der fliegerischen Voraussetzungen
(1) Privatluftfahrzeugführer, Segelflugzeugführer, Freiballonführer, Luftschiffführer, Luftsportgeräteführer und Flugtechniker auf Hubschraubern bei den Polizeien des Bundes und der Länder haben ein Flug- oder Sprungbuch zu führen, in dem alle Flüge, Fahrten oder Sprünge unter Angabe der ausgeübten Tätigkeit und des Luftfahrzeugmusters nach Datum, Art des Fluges, Kennzeichen des Luftfahrzeuges, wenn dieses vorgeschrieben ist, Start/Landeflugplatz sowie Abflug- und Ankunftszeit (Zeiten in Blockzeit in koordinierter Weltzeit (UTC)), Gesamtdauer des Fluges, Gesamtflugzeit anzugeben sind. Das Flug-, Fahrten- oder Sprungbuch ist zwei Jahre, gerechnet vom Tag der letzten Eintragung, aufzubewahren. Das Flug-, Fahrten- oder Sprungbuch ist während der lizenzpflichtigen Tätigkeit außerhalb des Flugplatzbereiches mitzuführen und ansonsten am Flugplatz vorzuhalten. Angaben zum Nachweis von Voraussetzungen zum Erwerb, zur Erweiterung, zur Ausübung der Rechte aus der Lizenz, zur Verlängerung oder Erneuerung einer Lizenz oder Berechtigung, die mit Prüfer, mit Fluglehrer oder unter dessen Aufsicht zu erfüllen sind, müssen von diesem unter Angabe der Art und Nummer seines Luftfahrerscheines als richtig bescheinigt werden. Der Nachweis der fliegerischen Voraussetzungen kann durch Auszüge aus dem Flug-, Fahrtenoder Sprungbuch erbracht werden. Die Richtigkeit der Übereinstimmung mit den Angaben des Flug-, Fahrten- oder Sprungbuches ist durch einen Beauftragten für Luftaufsicht, einen Ausbildungs- oder Flugbetriebsleiter, einen Prüfer oder Fluglehrer zu bestätigen.
Flugzeit (flight time): Bezeichnet die Zeit zwischen dem erstmaligen Abrollen eines Luftfahrzeuges aus seiner Parkposition zum Zwecke des Startens bis zum Stillstand an der zugewiesenen Parkposition und bis alle Triebwerke abgestellt sind (Blockzeit).
Einnahme von Arzneimitteln und Homöopathika sowie andere Behandlungsformen
(a) Ein Inhaber eines Tauglichkeitszeugnisses,der verschreibungspflichtige oder nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel einnimmt, oder sonstigen medizinischen, chirurgischen oder anderen Therapiemaßnahmen unterliegt, muss die Bestimmungen von JAR-FCL 3.040 erfüllen.
(b) Alle Maßnahmen, die eine Allgemein- oder Spinalanästhesie erfordern, machen für mindestens 48 Stunden untauglich.
(c) Alle Maßnahmen, die ein lokales oder regionales Betäubungsverfahren erfordern, machen für mindestens 12 Stunden untauglich.
Das LBA hat zum Begriff „Invasive Maßnahme“ noch folgende Erläuterung ins Internet gestellt.
Hiermit möchte das Luftfahrt-Bundesamt den Begriff „invasive Maßnahme“ der JAR-FCL 1.040, JAR-FCL 2.040, JAR-FCL 3.040 sowie JAR-FCL 4.040 deutsch definieren:
Als „invasive Maßnahmen“ sind alle ärztlichen Handlungen zur Diagnostik oder Therapie von Erkrankungen zu verstehen, die die körperliche Unversehrtheit eines Menschen verletzen und deren Folgen den Führer eines Luftfahrzeugs oder ein Mitglied der Besatzung in der Wahrnehmung seiner Aufgaben behindern. Maßnahmen, die in der Regel nicht unter diese Definition fallen, sind:
1. Blutentnahmen
4. Impfungen mit inaktivierten- oder Passivimpfstoffen
5. Allergieteste an der Haut
6. Zahnextraktionen
Sollten bezüglich der Folgen der ärztlichen Handlungen Unklarheiten bestehen ist der behandelnde Arzt oder einer flugmedizinischer Sachverständiger zu befragen.