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Timestamp: 2018-04-19 19:35:42
Document Index: 318838330

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 286', 'BGH', '§ 123', 'BGH', '§ 917', '§ 906', '§ 3', '§ 43', '§ 4', '§ 113']

10/2014 | die-online-bibliothek.de
BauR 2a/2018
BauR 3/2018
Der Bausachverständige 01/2018
DWW 03/2018
IBR 03/2018
IBR 04/2018
IBR 05/2018
IMR 03/2018
IMR 04/2018
IMR 05/2018
ZfIR 04/2018
ZfIR 05+06/2018
Die Vertragsgestaltung im Gewerberaummietrecht unter Berücksichtigung des MietÄndG 2013 - DWW 10/2014, Seite 282
Autor: Rechtsanwalt Dr. Hans Reinold Horst
Kein deklaratorisches Schuldanerkenntnis durch Auszahlung eines Betriebskostenguthabens - DWW 10/2014, Seite 294
Autor: BGH, Urteil vom 28.05.2014 - XII ZR 6/13
Bei einem Mietverhältnis über Gewerberaum rechtfertigt allein die Übersendung der Betriebskostenabrechnung und der vorbehaltlose Ausgleich einer sich daraus ergebenden Nachforderung durch den Mieter nicht die Annahme eines deklaratorischen Schuldanerkenntnisses, das einer nachträglichen Korrektur der Betriebskostenabrechnung entgegensteht (im Anschluss an Senatsurteil vom 10. Juli 2013 - XIIZR 62/12 - NJW 2013, 2885).
Kein Anspruch auf Nebenkostenvorauszahlung ab dem Zeitpunkt der Abrechnungsreife - DWW 10/2014, Seite 296
Autor: KG, Beschluss vom 16.06.2014 - 8 U 29/14
Die Abrechnung über Betriebskosten darf (nur) auf Sollbasis erfolgen, wenn Vorauszahlungen für den betreffenden Zeitraum zuvor eingeklagt oder tituliert worden sind.
Zu den Voraussetzungen eines die Kündigung ausschließenden unvermeidbaren Tatsachenirrtums beim Mietausfall - DWW 10/2014, Seite 297
Autor: KG,Urteil vom 24.07.2014 - 67 S 94/14
1. Der Mieter gerät grundsätzlich auch dann in Zahlungsverzug, wenn die vom JobCenter für den Mieter an den Vermieter unmittelbar zu leistenden Mietzahlungen aufgrund eines Versehens des JobCenters ausbleiben.
2. Solange der Mieter keine Kenntnis von einem allein vom JobCenter zu verantwortenden Ausfall der Mietzahlungen hat, befindet er sich in einem den Verzug gemäß § 286 Abs. 4 BGB ausschließenden unvermeidbaren Tatsachenirrtum.
3. Der so begründete Tatsachenirrtum entfällt erst nach Ablauf einer nach den Umständen des Einzelfalls zu bemessenden Frist zur Überprüfung der tatsächlichen Grundlagen der Mietschuld; im Regelfall beträgt die zur Nachfrage und Informationsgewinnung gegenüber dem JobCenter erforderliche Mindestfrist für den Mieter einen Monat.
Arglistige Täuschung bei fehlender baurechtlicher Genehmigung - DWW 10/2014, Seite 300
Autor: BGH, Urteil vom 27.06.2014 - V ZR 55/13
a) Die objektive Seite einer arglistigen Täuschung ist gegeben, wenn Kellerräume als Wohnraum angepriesen werden, obwohl die für eine solche Nutzung erforderliche baurechtliche Genehmigung fehlt; nichts anderes gilt, wenn die Wohnraumnutzung zwar nicht genehmigungsbedürftig, aber anzeigepflichtig ist, damit die Baubehörde prüfen kann, ob sie ein Genehmigungsverfahren einleitet.
b) Behauptet der Verkäufer, den Käufer vor Vertragsschluss über einen offenbarungs-pflichtigen Umstand aufgeklärt zu haben, muss der Käufer beweisen, dass	die Aufklärung nicht erfolgt ist. Das gilt auch dann, wenn der Verkäufer behauptet, einen durch vorheriges aktives Tun bei dem Käufer hervorgerufenen Irrtum durch spätere Aufklärung beseitigt zu haben (Bestätigung von Senat, Urteil vom 22. Oktober 1976 - V ZR 7 247/75, LM § 123 BGB Nr. 47).
Zur Höhe der erstattungsfähigen Kosten für das Abschleppen eines auf einem Privatgrundstück abgestellten Pkw - DWW 10/2014, Seite 302
Autor: BGH, Urteil vom 04.07.2014 - V ZR 229/13
Die Höhe der erstattungsfähigen Kosten für das Entfernen eines unbefugt auf einem Privatgrundstück abgestellten Fahrzeugs bemisst sich nach den ortsüblichen Kosten für das Abschleppen und für die unmittelbar mit der Vorbereitung des Abschleppvorgangs verbundenen Dienstleistungen.
Zur Störer- und Schadensersatzhaftung des Oberliegers, von dessen Grundstück Drainagewasser auf das darunter liegende Grundstück fließt - DWW 10/2014, Seite 305
Autor: OLG Koblenz, Beschluss vom 18.06.2014 - 5 U 399/14
1. Den Zufluss von Oberflächenwasser, der ausschließlich auf dem natürlichen Geländeprofil beruht, hat der Unterlieger entschädigungslos hinzunehmen. Störer ist jedoch, wer durch eine eigene Handlung oder ein pflichtwidriges Unterlassen den Zufluss von Drainagewasser auf oder in das Grundstück des Unterliegers verursacht. Die willentliche Aufrechterhaltung eines vom Rechtsvorgänger des derzeitigen Eigentümers verursachten schadenstiftenden Zustandes kann ausreichen.
2. § 917 BGB ist nur dann auf Drainageleitungen entsprechend anwendbar, wenn ein Anschluss an die allgemeinen Entwässerungsanlagen begehrt wird.
3. Ein verschuldensunabhängiger Entschädigungsanspruch für die Durchfeuchtung eines Nachbargrundstücks kommt in entsprechender Anwendung von § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB in Betracht, wenn die Beeinträchtigung das zumutbare Maß einer entschädigungslos hinzunehmenden Eigentumsbeeinträchtigung übersteigt und die Versagung jedweder Entschädigung unbillig wäre (hier verneint).
Zum Planfeststellungsbeschluss zum Bau einer Teilstrecke der Hochspannungsleitungen Hamburg/Nord - Dollern - DWW 10/2014, Seite 306
Autor: BVerwG, Beschluss vom 26.09.2013 - 4 VR 1.13
1. Erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen, die nach § 3c Satz 1 UVPG zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung verpflichten, liegen nicht erst dann vor, wenn die nach dem jeweils einschlägigen materiellen Zulassungsrecht maßgebliche Schädlichkeitsgrenze voraussichtlich überschritten wird und damit die Umweltauswirkungen nach Einschätzung der Behörde so gewichtig sind, dass sie zu einer Versagung der Zulassung führen. Umweltauswirkungen sind vielmehr jedenfalls bereits dann erheblich, wenn sie an die Zumutbarkeitsschwelle - hier: an die Grenzwerte der 26. BlmSchV - heranreichen und deshalb in der Abwägung so gewichtig sind, dass im Zeitpunkt der UVP-Vorprüfung ein Einfluss auf das Ergebnis des Planfeststellungsbeschlusses nicht ausgeschlossen werden kann (Anschluss an Urteil vom 4. April 2012 - BVerwG 4 C 8.09 u. a. - BVerwGE 142, 234 Rn. 190). Die Fehlerfolgenregelung des § 43e Abs. 4 Satz 2 EnWG geht als speziellere Regelung der allgemeinen Regelung des § 4 Abs. 1 Satz 1 UmwRG i. V. m. § 113 ; Abs. 1 Satz 1 VwGO vor (vgl. Urteil vom 20. Dezember ; 2011 - BVerwG 9 A 31.10 - BVerwGE 141, 282 < LS >).
Vorsteueraufteilung bei gemischt genutzten Gebäuden - DWW 10/2014, Seite 312
Autor: BFH, Urteil vom 07.05.2014 - V R 1/10
1. Bei der Errichtung eines gemischt genutzten Gebäudes richtet sich die Vorsteueraufteilung im Regelfall nach dem objektbezogenen Flächenschlüssel.
2. Vorsteuerbeträge sind aber dann nach dem (objektbezogenen) Umsatzschlüssel aufzuteilen, wenn erhebliche Unterschiede in der Ausstattung der verschiedenen Zwecken dienenden Räume bestehen.