Source: http://www.manz.at/Zeitschriften/0029-9251/2017/18.html
Timestamp: 2018-07-21 22:53:58
Document Index: 12190724

Matched Legal Cases: ['EGMR', 'Art 4', 'Art 4', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 59', 'EGMR', 'Art 6', 'EGMR', '§ 59', 'Art 6', 'Art 3', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 420', 'OGH', '§ 1295', '§ 11', 'OGH', '§ 219', '§ 22', 'OGH', '§ 427', '§ 281', 'OGH', '§ 283', '§ 1', 'Art 7', '§ 34', '§ 32', 'OGH', '§ 81', 'OGH', '§ 8', '§ 3', '§ 17', 'OGH', 'OGH', '§ 234', '§ 529', 'OGH', '§ 115', 'Art 10', '§ 1', '§ 68', 'OGH', '§ 1', '§ 68', '§ 1', '§ 5', '§ 281', 'OGH', '§ 21', '§ 21', '§ 25']

Privatstiftungen – Begutachtungsentwurf
ÖJZ 2017/111
Rechtsprechung des EGMR 2016 (2)
Der zweite Teil des Überblicks über die Rsp des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Jahr 2016 behandelt die Entscheidungen zu Art 4, 5 sowie 7 bis 9 EMRK.
Art 4, 5, 7, 8, 9 EMRK
ÖJZ 2017/112
Gewerbsmäßige Begehung neu: Zur Auslegung des § 70 StGB idF des StRÄG 2015
Mit dem Strafrechtsänderungsgesetz 2015 wurde die gewerbsmäßige Begehung grundlegend reformiert. Die Anwendung des § 70 StGB soll durch strengere subjektive Anforderungen und zusätzliche Kriterien, die eine bestimmte Manifestation der erforderlichen Absicht verlangen, begrenzt werden. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit zentralen Auslegungsfragen der Neuregelung der gewerbsmäßigen Begehung.
§§ 70, 130, 148 StGB
gewerbsmäßige Begehung; StRÄG 2015
Anna Maria Kohlreiter
ÖJZ 2017/113
Effektive Strafverteidigung – Implementierung im Rahmen von Festnahme bzw erster Beschuldigtenvernehmung in der StPO?
Eine Analyse der §§ 59, 164 Abs 2 StPO idF der Strafprozessrechtsänderungsgesetze 2016 im Licht der MRK und der Rechtsbeistandsrichtlinie, auch mit Blick auf die Rechtslage in Deutschland und in der Schweiz
Nachdem die Judikatur des EGMR zu Art 6 Abs 3 lit c MRK, der ein Recht auf effektive Strafverteidigung verbürgt, in den letzten Jahren immer präziser wurde und nunmehr vor diesem Hintergrund auch die Rechtsbeistandsrichtlinie der EU erlassen wurde, ist die korrekte Implementierung der Judikaturlinie des EGMR zu überprüfen. Der Beitrag legt dar, dass die Novellierungen in Bezug auf den Verteidigerbeistand teilweise zu kurz greifen, da in einigen Konstellationen nicht von einer praktischen und wirksamen Verteidigung gesprochen werden kann.
§§ 59, 164 StPO; Art 6 Abs 3 lit c MRK; Art 3 Rechtsbeistandsrichtlinie
effektive Strafverteidigung; Beschuldigtenvernehmung; Rechtsbeistandsrichtlinie
ÖJZ 2017/114
Kein Geldunterhalt nur bei (völlig) gleichwertiger Betreuung?
OGH 13. 10. 2016, 7 Ob 172/16v (LG ZRS Wien 45 R 629/15f; BG Favoriten 2 Pu 69/15y)
EvBl 2017/116
Unterhalt bei Doppelresidenz
OGH 27. 2. 2017, 1 Ob 151/16m (LG Innsbruck 51 R 27/16 v; BG Rattenberg 2 Pu 58/14 s)
EvBl 2017/117
Eigentum im Pflanzenschaugarten
OGH 29. 3. 2017, 3 Ob 217/16g (OLG Graz 4 R 112/16x; LG Klagenfurt 21 Cg 91/13m)
§ 420 ABGB
EvBl 2017/118
Anlageberatung: Über erhebliche Weichkosten muss aufgeklärt werden
OGH 26. 1. 2017, 3 Ob 190/16m (OLG Graz 2 R 6/16v; LG für ZRS Graz 17 Cg 113/13z)
§ 1295 ABGB (§ 11 WAG 1996)
EvBl 2017/119
Eingeschränkte Prüfung bei Bewilligung der Akteneinsicht
OGH 28. 3. 2017, 2 Ob 41/17v (LG Eisenstadt 13 R 142/16d; BG Eisenstadt 11 A 411/14m)
§ 219 Abs 2 ZPO (§ 22 AußStrG)
Mit einer Anmerkung von Antonia Cermak, petsche-demmel pollak rechtsanwaelte gmbh, Wien
EvBl 2017/120
OGH 6. 4. 2017, 12 Os 27/17p, 42/17v (BG Bregenz 6 U 144/15h)
§ 427 Abs 1 StPO (§ 281 Abs 1 Z 3 StPO)
EvBl 2017/121
Verhetzung gegen Ausländer und Asylwerber
OGH 5. 4. 2017, 15 Os 25/17s (OLG Graz 10 Bs 271/16b; LG Leoben 34 Hv 59/16y)
§ 283 Abs 1 Z 1 StGB (§ 1 Abs 1 StGB; Art 7 EMRK)
EvBl 2017/122
Beginn der Präklusionsfrist bei rechtswidrigem Dauerzustand
§ 34 Abs 1 DSG (§ 32 Abs 2 DSG)
EvBl-LS 2017/133
Ehewohnung nur bei gemeinsamer Nutzung
OGH 26. 4. 2017, 1 Ob 51/17g
§§ 81, 82, 87 EheG
EvBl-LS 2017/134
„Vorrang“ der Fußgänger
OGH 16. 5. 2017, 2 Ob 59/17s
§ 8 Abs 4 Z 1 StVO (§§ 3, 19 Abs 8 StVO)
EvBl-LS 2017/135
Schutz der Privatstiftung vor Übervorteilung
§ 17 Abs 5 PSG
EvBl-LS 2017/136
Ein Vorplatz zu einer Garage ist nicht deren Bestandteil; zur Größe eines Kfz-Abstellplatzes
OGH 4. 5. 2017, 5 Ob 141/16w
EvBl-LS 2017/137
Keine Legitimation für Einzelrechtsnachfolger iZm Rechtsmittelklagen
OGH 17. 5. 2017, 7 Ob 62/17v
§ 234 ZPO (§ 529f ZPO)
EvBl-LS 2017/138
Maßlose Beleidigung ist keine politische Kritik
OGH 5. 4. 2017, 15 Os 128/16m, 129/16h
§ 115 Abs 1 StGB (Art 10 EMRK)
EvBl-LS 2017/139
Altersberechnung für § 1 JGG nach § 68 StGB
OGH 6. 4. 2017, 12 Os 24/17x
§ 1 Z 2 JGG (§ 68 StGB; § 1 Z 1, § 5 Z 5 JGG; § 281 Abs 1 Z 11 erster Fall StPO)
EvBl-LS 2017/140
Kindesunterhalt: Geldunterhalt, betreuungsrechtliches Unterhaltsmodell und Bestimmtheitsgebot
Anmerkung zu OGH 7 Ob 172/16v und 1 Ob 151/16m
ÖJZ 2017/115
Aufgriffsrechte für die GmbH-Gesellschafterinsolvenz.
Von Klaus Weichselbaumer. Verlag Manz, Wien 2016.156 Seiten, flexibler Einband, Euro 46,–.
Das vorliegende Werk, das auf einer an der Universität Salzburg approbierten Dissertation basiert, beschäftigt sich mit der in der Praxis bedeutsamen Frage der Verwertung des Geschäftsanteils eines insolventen GmbH-Gesellschafters. Anhand eines Fallbeispiels untersucht Weichselbaumer im ersten Teil der Arbeit die Folgen der Gesellschafterinsolvenz für die Mitgesellschafter. Dabei differenziert er zwischen der Insolvenz einer natürlichen und juristischen Person und bei der natürlichen Person danach, ob sie Unternehmer oder Nichtunternehmer ist. Vorrangig geht es in diesem Abschnitt um die Verwaltung und Verwertung des GmbH-Geschäftsanteils in der Insolvenz. Im zweiten Teil der Arbeit analysiert der Autor gesellschaftsvertragliche Aufgriffsrechte für den Insolvenzfall. Nach einer Darstellung der unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten des Aufgriffsrechts untersucht Weichselbaumer die Wirkung der Aufgriffsrechte im Insolvenzverfahren. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob § 21 IO der Wirksamkeit von derartigen Aufgriffsklauseln entgegensteht. Der Autor gelangt zum Ergebnis, dass § 21 IO nur synallagmatische Verträge, nicht aber auch Gesellschaftsverträge erfasst. Die in der Literatur heftig umstrittenen Frage, ob Aufgriffsrechte für den Insolvenzfall im Widerspruch zur Vertragsauflösungssperre nach §§ 25a, 25b IO stehen, verneint Weichselbaumer. Allerdings differenziert er danach, ob über das Vermögen des GmbH-Gesellschafters ein Sanierungs- oder Konkursverfahren eröffnet wird. Ausgehend vom Personengesellschaftsrecht, welches eine Ausschlussmöglichkeit für den Konkursfall des Gesellschafters vorsieht, befürwortet Weichselbaumer aufgrund der Parallelität zum Personengesellschaftsrecht auch im GmbH-Recht die Möglichkeit, durch Aufgriffsklauseln einen De-facto-Gesellschafterausschluss im Konkursfall statutarisch zu vereinbaren. Ein kurzer Abschnitt über Abfindungsregelungen für den Konkursfall runden die Arbeit ab.
Der Leser findet einen kompakten Überblick über die einschlägige Literatur und Judikatur, die durch die ausführlich begründete Stellungnahme des Autors zu den einschlägigen Fragen ergänzt wird.