Source: https://gangway.de/pl/hehlerei-%C2%A7-259-stgb-ff/
Timestamp: 2020-01-24 08:40:21
Document Index: 182335608

Matched Legal Cases: ['§ 259', '§ 259', '§ 260', '§ 260', '§ 260', '§ 260', '§260', '§ 259']

Hehlerei – § 259 StGB ff. | GANGWAY e.V. | GANGWAY e.V.
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Die “einfache” Hehlerei, gewerbsmäßige Hehlerei/Bandenhehlerei und gewerbsmäßige Bandenhehlerei.
Zum besseren Verständnis – der Gesetzestext
§ 260 StGB Gewerbsmäßige Hehlerei, Bandenhehlerei
§ 260a StGB Gewerbsmäßige Bandenhehlerei
Schon der Strafrahmen für “einfache” Hehlerei ist derselbe wie bei Diebstahl: bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Dies zeigt, dass die Volksweissheit, “der Hehler ist nicht besser als der Stehler”, auch rechtlich zutrifft.
Die Sache muss nicht unbedingt durch Diebstahl erlangt worden sein. In Frage kommen alle Delikte, die gegen fremdes Vermögen gerichtet sind.
Absetzen oder absetzen helfen bedeutet, dass man die rechtswidrig erlangte Sache im Einverständnis mit dem Vortäter und in dessen Interesse, im Übrigen aber selbständig durch rechtsgeschäftliche Weitergabe an einen Dritten gegen Entgelt wirtschaftlich verwertet.
Wichtig ist noch, dass man nicht unbedingt wissen muss, dass die Sache gestohlen ist, die man kauft. Es reicht, wenn man es billigend in Kauf nimmt, dass sie gestohlen sein könnte. Dies ist z.B. dann anzunehmen, wenn neuwertige Sachen zu einem Bruchteil des üblichen Preises verkauft werden. Dann liegt eigentlich nahe, “dass da irgendwas nicht stimmen kann”.
Gewerbsmäßig bedeutet, dass der Täter in der Absicht handelt, sich durch wiederholte Begehung von Hehlerei aus deren Vorteilen eine fortlaufende Einnahmequelle von einigem Umfang und einiger Dauer zu verschaffen.
Bande bedeutet, dass sich mindestens drei Personen zusammenschließen und zusammen Hehlerei betreiben. Es ist aber auch möglich, dass ein Mitglied einer Hehlerbande mit Mitgliedern einer Raubes- oder Diebesbande zuammenwirkt.
Der Strafrahmen erhöht sich in diesen beiden Fällen beachtlich:
bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe!
§ 260a StGB
Bei § 260a kommen beide Merkmale des §260 zusammen. Man muss sich also als Bande zusammentun, um sich eine fortlaufende Einnahmequelle von einigem Umfang und einiger Dauer zu verschaffen. Da Banden in der Praxis meistens auch gewerbsmäßig handeln, dürfte dieser Fall häufiger vorkommen als die “bloße” Bandenhehlerei.
Zu beachten ist hier, dass die gewerbsmäßige Bandenhehlerei ein Verbrechen ist, d.h. sie wird mit einer Mindeststrafe von einem Jahr bestraft!
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