Source: https://www.scheidung.org/duesseldorfer-tabelle/
Timestamp: 2019-02-23 06:52:36
Document Index: 121187778

Matched Legal Cases: ['§ 1612', '§ 1612', '§ 32', '§ 1610', '§ 1613', '§ 1612', '§ 1609']

Düsseldorfer Tabelle – Der Maßstab für die Unterhaltsberechnung
Wann benötigen Sie die Düsseldorfer Tabelle?
Die Düsseldorfer Tabelle gibt es seit dem Jahr 1962
Die neuen Bundesländer: Erst Berliner Tabelle, dann Düsseldorfer Tabelle
Für wen die Düsseldorfer Tabelle von Bedeutung ist
Düsseldorfer Tabelle bis 31.12.2017
Düsseldorfer Tabelle und Kindesunterhalt: Wie die Tabelle angewendet wird
Auslegung für zwei Unterhaltsberechtigte
Düsseldorfer Tabelle und Zahlbetrag: Wie das Kindergeld angerechnet wird
Wie hoch die Zahlbeträge für den Unterhalt sind
Mangelfall: Wenn das Einkommen nicht für den Kindesunterhalt ausreicht
Düsseldorfer Tabelle und Ehegattenunterhalt: Wie sich die Unterhaltstabelle auswirkt
Der Ehegattenunterhalt wird durch den Selbstbehalt begrenzt
Unterhaltsberechnung und Düsseldorfer Tabelle: Besser einen Rechtsanwalt hinzuziehen
Stellt sich bei Trennung und Scheidung die Frage nach dem Unterhalt, wird als einer der ersten Begriffe die „Düsseldorfer Tabelle“ genannt. Diese Tabelle dient als Grundlage zur Berechnung des Unterhalts, speziell dem Kindesunterhalt. Der Düsseldorfer Tabelle lässt sich entnehmen, wie viel Barunterhalt der Pflichtige nach einer Trennung bzw. Scheidung für die gemeinsamen, beim anderen Elternteil wohnenden minderjährigen und volljährigen Kinder zahlen muss. Dabei hat die Düsseldorfer Unterhaltstabelle keine Gesetzeskraft, sondern ist eine Richtlinie, die von den gesamten Familiengerichten in Deutschland bei der Festlegung der Unterhaltshöhe angewendet wird.
Die sogenannte Düsseldorfer Tabelle legt die Höhe von zu entrichtendem Kindesunterhalt fest.
Sie wird regelmäßig anhand aktueller Verdienstverhältnisse erneuert.
Die Berechnung ist u.a. in Verdienstklassen eingeteilt und soll persönliche Umstände berücksichtigen.
Wie Sie anhand der Düsseldorfer Tabelle eine Unterhaltsberechnung vornehmen, lesen Sie im Nachfolgenden.
Die Düsseldorfer Tabelle als Richtlinie zur Unterhaltsberechnung gibt es seit 1962.
Die sogenannte Düsseldorfer Tabelle existiert bereits seit dem Jahr 1962. Mittels der darin festgelegten Richtwerte soll die Unterhaltsberechnung vereinheitlicht werden, wobei die Tabelle in der Regel alle zwei Jahre aktualisiert wird.
Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle ist auf dem Stand vom 01.01.2019 und beruht auf Koordinierungsgesprächen zwischen den gesamten Oberlandesgerichten sowie der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. Der Name „Düsseldorfer Tabelle“ beruht darauf, dass das Oberlandesgericht Düsseldorf die Unterhaltstabelle in Abstimmung mit den vorgenannten Gerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag erstellt.
Ursprünglich hatte das Landgericht Düsseldorf, welches seinerzeit in seinem Bezirk über Berufungen in Unterhaltssachen entschied, die Unterhaltstabelle herausgegeben. In einem Beschluss vom 01.03.1962 legten die Richter der 13. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf die Richtwerte für die Unterhaltshöhe für ein nichteheliches Kind fest. In diesem Zusammenhang erstellten sie eine Tabelle für den Unterhalt ehelicher Kinder sowie Ehegatten. Während die Unterhaltshaltstabelle zunächst nur für die innerdienstliche Verwendung bestimmt war, wurde sie in der Folgezeit jedoch auch Rechtsanwälten und Amtsrichtern überlassen.
➥ Direkt zur Düsseldorfer Tabelle 2019
Interessant ist, dass in den Anfängen der Düsseldorfer Liste die berufliche Stellung der Pflichtigen Grundlage für die Unterhaltsberechnung war. So wurde in der Tabelle Stand März 1962 unter anderem zwischen „irgendwie ausgebildeten Arbeitskräften“, „Kleinbauern, unteren Beamten, kleinen Angestellten“, „Direktoren, Rittergutsbesitzern, Akademikern“ und „Stars und Ministern“ unterschieden. Erst im Jahr 1973 wurde das Einkommen und Vermögen des Pflichtigen als Grundlage für die Unterhaltsberechnung eingeführt.
Mit der Reform des Familienrechts im Jahr 1977 ging die Zuständigkeit für Berufungen in Familiensachen auf die Oberlandesgerichte über, so dass die Düsseldorfer Tabelle ab diesem Zeitpunkt vom Oberlandesgericht Düsseldorf veröffentlicht wurde. Seit dem Jahr 1980 erfolgt die Abstimmung mit den anderen Oberlandesgerichten und der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V.
Die Aktualisierung der Düsseldorfer Tabelle findet alle zwei Jahre statt
In der regelmäßig alle zwei Jahre erfolgenden Aktualisierungen der Düsseldorfer Tabelle fließen die wirtschaftlichen und familienpolitischen Entwicklungen ein. Zu nennen sind hier etwa die Anpassungen aufgrund der Vorgaben des Gesetzgebers zur Gleichstellung von ehelichen und nichtehelichen Kindern, die Hartz-IV-Reformen und die Koppelung des Mindestunterhalts an den steuerlichen Kinderfreibetrag im Zuge der Unterhaltsrechtsreform im Jahr 2008.
In der aktuellen Düsseldorfer Tabelle (Stand: 01.01.2018) wurden die Bedarfssätze der unterhaltsberechtigten Kinder erhöht, zugleich aber auch die Einkommensstufen verändert.
Folge der ausschließlichen Erhöhung des Selbstbehaltes ist, dass viele Berechtigte nun den ihnen zustehenden Unterhalt nicht mehr in voller Höhe erhalten. Denn der Selbstbehalt verbleibt beim Unterhaltspflichtigen. Dadurch reicht bei vielen Pflichtigen, die zuvor so gerade ihre Unterhaltspflichten erfüllen konnten, nach Abzug des Selbstbehaltes nun das Geld nicht mehr für eine vollständige Zahlung des Unterhalts.
Bis Ende des Jahres 2007 wurde in den neuen Bundesländern die Düsseldorfer Tabelle durch die vorgeschaltete sogenannte Berliner Tabelle ergänzt. Die Berliner Tabelle fand Anwendung, wenn sowohl der Unterhaltsberechtigte als auch der Unterhaltsverpflichtete in den neuen Bundesländern lebten. Diese Tabelle enthielt zwei zusätzliche Einkommensgruppen, die unter der niedrigsten Einkommensgruppe der Düsseldorfer Liste lagen. Seit dem 01.01.2008 gilt jedoch auch in den neuen Bundesländern die Düsseldorfer Tabelle.
Für die gemeinsamen minderjährigen Kinder muss der Barunterhaltspflichte (also der, bei dem das Kind nicht ständig lebt, § 1612a Bürgerliches Gesetzbuch – BGB) Alimente zahlen. Die Höhe des Unterhalts ergibt sich dabei regelmäßig aus der Düsseldorfer Tabelle.
Sind dagegen beide Elternteile barunterhaltspflichtig (etwa weil das volljährige Kind in der Ausbildung bzw. im Studium ist), richtet sich der Unterhalt grundsätzlich nach der Leistungsfähigkeit beider Elternteile.
Achtung: Der in der Düsseldorfer Tabelle ausgewiesene Unterhalt ist nicht der Betrag, den der Barunterhaltspflichtige für seine Kinder zahlen muss. Der Zahlbetrag hängt vielmehr davon ab, inwieweit dem Pflichtigen das Kindergeld angerechnet wird, das der andere Elternteil für das bei ihm lebende Kind erhält und welches den Bedarf des Kindes mindert. In welcher Höhe eine solche Anrechnung erfolgt, lässt sich der „Kindergeld-Tabelle“, also der „Tabelle Zahlbeträge“ weiter unten im Text, entnehmen. Diese Tabelle fügen zahlreiche Oberlandesgerichte ihren Richtlinien als Anlage hinzu, wobei die Tabelle ebenfalls vom OLG Düsseldorf erstellt wird.
Aber auch beim Ehegattenunterhalt sind die Düsseldorfer Tabelle bzw. die zugehörigen Richtlinien der Oberlandesgerichte von Bedeutung.
Die Höhe des Kindesunterhalts ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle, die wie folgt aussieht:
Bedarfskontrollbetrag in Euro pro Monat
Bei der Anwendung der Unterhaltstabelle ist Folgendes zu beachten:
Wie hoch der zu zahlende Unterhalt ist, richtet sich nach der Leistungsfähigkeit und damit der jeweiligen Einkommensstufe, in die der Pflichtige einzugruppieren ist. Maßstab für die Eingruppierung in eine der insgesamt elf Einkommensstufen ist das sogenannte bereinigte Nettoeinkommen. Dieses errechnet sich nach Abzug der berufsbedingten Aufwendungen und der berücksichtigungsfähigen Schulden.
Die berufsbedingten Aufwendungen betragen pauschal 5% des Nettoeinkommens, mindestens aber 50 Euro (bei einem Mini-Job auch weniger) und höchstens 150 Euro monatlich. Sind die Aufwendungen höher, muss der Unterhaltspflichtige diese nachweisen. Berücksichtigungsfähige Schulden sind grob gesagt solche, die für den Pflichtigen unvermeidbar waren (wie etwa ehebedingte Schulden), wobei hier vieles umstritten ist.
Bei den ersten zehn Einkommensstufen lässt sich der monatliche Unterhalt unmittelbar aus der Düsseldorfer Tabelle ablesen. Bei der elften Einkommensstufe (Einkommen über 5.101 Euro monatlich) kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an.
Die Düsseldorfer Tabelle unterteilt drei Altersstufen
In der Düsseldorfer Tabelle zum Kindesunterhalt sind drei Altersgruppen und eine Bedarfsgruppe für Volljährige aufgeführt. Um den Unterhaltsanspruch eines Kindes zu ermitteln, muss es also in die entsprechende Altersgruppe eingeordnet werden.
Die Tabelle beruht auf § 1612a BGB, wonach der Mindestbedarf eines minderjährigen Kindes nach dem doppelten Kinderfreibetrag des § 32 Abs. 6 Satz 1 Einkommensteuergesetz (EStG) festgesetzt ist. Damit ergibt sich für minderjährige Kinder folgender monatliche Anspruch auf Mindestunterhalt, den der Pflichtige nach allen Kräften sicherstellen muss:
Erste Altersstufe von 0 bis 5 Jahren: 354 Euro (85% des doppelten Kinderfreibetrags)
Zweite Altersstufe von 6 bis 11 Jahren: 406 Euro (100% des doppelten Kinderfreibetrags)
Dritte Altersstufe von 12 bis 17 Jahren: 476 Euro (115% des doppelten Kinderfreibetrags)
Diese Unterhaltsbeträge sind im Rahmen der ersten bzw. untersten Einkommensstufe aufgeführt. Die höheren Unterhaltsbeträge für jede Einkommensstufe in den jeweiligen Altersstufen errechnen sich dadurch, dass der jeweils in der Tabelle aufgeführte Prozentsatz mit dem betreffenden Mindestunterhalt multipliziert wird.
Die Düsseldorfer Tabelle ist für zwei Unterhaltsberechtigte ausgelegt, ohne dass es auf deren Rang ankommt (also etwa zwei minderjährige Kinder im ersten Rang oder ein gemeinsames Kind im ersten Rang und der geschiedene Ehegatte im zweiten Rang). Sind mehr oder weniger als zwei Unterhaltsberechtigte vorhanden, ist regelmäßig eine Eingruppierung in eine höhere bzw. niedrigere Tabellengruppe vorzunehmen.
Reicht das Einkommen des Pflichtigen nicht zur Abdeckung aller Unterhaltsansprüche einschließlich derjenigen des Ehegatten aus, muss eine Herabstufung in die unterste Tabellengruppe erfolgen, so dass der notwendige Mindestbedarf aller Beteiligten gezahlt werden kann. Ist diese Leistungsfähigkeit nicht gegeben, erhalten nur die erstrangig Berechtigten (also minderjährige und volljährige privilegierte Kinder) Unterhalt, während der nachrangige Ehegatte den Rest erhält bzw. leer ausgeht (sogenannter einfacher Mangelfall). Besteht auch keine Leistungsfähigkeit zur Abdeckung des Unterhalts aller erstrangig Berechtigten, obwohl der Pflichtige seiner gesteigerten Erwerbsobliegenheit nachkommt (sogenannter absoluter Mangelfall), ist eine Mangelfallberechnung durchzuführen.
Der Selbstbehalt beträgt laut Düsseldorfer Tabelle 880 bzw. 1080 Euro
Dem Barunterhaltspflichtigen muss ein finanzielles Existenzminimum verbleiben, welches durch den sogenannten notwendigen Eigenbedarf (Selbstbehalt) gewährt wird. Der Selbstbehalt ist grundsätzlich vorrangig gegenüber den bestehenden Unterhaltspflichten. Hat der Unterhaltspflichtige nur ein Einkommen, das den ihm zustehenden Selbstbehalt nicht übersteigt, kann er keinen Unterhalt zahlen.
Der notwendige Selbstbehalt gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern und volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden (sogenannte privilegierte volljährige Kinder), beträgt
beim nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 880 Euro und
beim erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 1.080 Euro
Beim volljährigen nicht privilegierten Kind beläuft sich der angemessene Selbstbehalt des Pflichtigen auf mindestens 1.300 Euro.
Um den Mindestunterhalt der minderjährigen Kinder sicher zu stellen, muss der Barunterhaltspflichtige alles unternehmen, was in seinen Kräften steht. Dazu gehört u. a. die Aufnahme eines zusätzlichen Mini-Jobs oder der Wechsel auf eine besser bezahlte Arbeitsstelle. Im Übrigen ist der Pflichtige dafür darlegungs- und beweispflichtig, dass er keinen Mindestunterhalt zahlen kann. Mit der bloßen Behauptung, „ich habe nichts“, kann sich der Pflichtige also nicht vor Unterhaltszahlungen drücken.
In der ersten bzw. untersten Einkommensstufe, in der der zu zahlende Unterhalt dem Mindestunterhalt entspricht, muss dem Pflichtigen sein Existenzminimum verbleiben. Der Bedarfskontrollbetrag in dieser Stufe ist daher mit dem notwendigen Selbstbehalt deckungsgleich.
Ab der zweiten Einkommensstufe liegt der Bedarfskontrollbetrag über dem notwenigen Selbstbehalt. Der Bedarfskontrollbetrag soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern sicherstellen. Wird der Bedarfskontrollbetrag unterschritten, weil noch weitere, andere Unterhaltspflichten bestehen, ist die nächstniedrigere Gruppe – deren Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten wird – zugrunde zu legen.
Die in der Tabelle enthaltenen Unterhaltsbeträge beinhalten den „normalen“, vorhersehbaren Bedarf des Kindes. Nicht davon umfasst ist der Mehrbedarf und der Sonderbedarf. Mehrbedarf nach § 1610 Abs. 2 BGB sind etwa zusätzliche Kosten für länger benötigten Nachhilfeunterricht und Kindergartengebühren. Zum Sonderbedarf nach § 1613 Abs. 2 Nr. 1 BGB gehören die Kosten für einen unregelmäßigen, außerordentlich hohen Bedarf, der nicht vorherzusehen war, wie etwa von der Krankenkasse nicht übernommene einmalige hohe Arzt- oder Zahnarztkosten oder aber kurzfristige Nachhilfekosten. Der Mehr- und Sonderbedarf ist von beiden Elternteilig anteilig sowie im Verhältnis zu ihrem Einkommen zu finanzieren.
Hat ein Kind eigenes Einkommen, steht ihm in der Düsseldorfer Tabelle weniger Unterhalt zu
Hat das Kind eigenes Einkommen bzw. Vermögen, mindert dies seinen Bedarf und damit seinen Unterhaltsanspruch. Praktische Bedeutung erlangt dies vor allem bei der Ausbildungsvergütung im Rahmen einer Berufsausbildung. Die Vergütung mindert also den Bedarf des Kindes und ist daher anzurechnen. Allerdings ist die Vergütung um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf des Kindes von 90 Euro monatlich vor der Anrechnung zu kürzen, wenn das Kind noch im Haushalt der Eltern bzw. eines Elternteils wohnt.
Studiert das Kind und wohnt der Student nicht bei seinen Eltern bzw. einem Elternteil, beträgt sein Gesamtunterhaltsbedarf regelmäßig 735 Euro pro Monat. Darin nicht enthalten sind die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Studiengebühren, die also gesondert anfallen. Die 735 Euro monatlich können auch für ein Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden.
Die Düsseldorfer Tabelle wird ca. alle zwei Jahre aktualisiert. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass bei der Unterhaltsberechnung stets die aktuelle Düsseldorfer Tabelle vorliegt.
In der Unterhaltsberechnung ist das Kindergeld nicht berücksichtigt. Dies erfolgt erst, nachdem die Höhe des Kindesunterhalts gemäß Tabelle ermittelt wurde.
Auch wenn die Düsseldorfer Tabelle von allen Familiengerichten angewendet wird: Sie hat keine Gesetzeskraft. Vielmehr handelt es sich um Richtlinien, von denen in begründeten Einzelfällen abgewichen werden kann.
Praxisbeispiel 1: Berechnung Unterhalt – Düsseldorfer Tabelle in der Anwendung
Aus einer Ehe sind das 5-jährige Kind (Kind 1), das 10-jährige Kind (Kind 2) und das 12-jährige Kind (Kind 3) hervorgegangen. Nach der Scheidung leben die Kinder bei der Mutter, die weder gegenüber den Kindern barunterhaltsverpflichtet noch gegenüber dem Vater unterhaltsberechtigt ist. Der barunterhaltspflichtige Vater verfügt nach Abzug seiner berufsbedingten Aufwendungen und der berücksichtigungsfähigen Schulden über ein monatliches bereinigtes Nettoeinkommen in Höhe von 2.600 Euro. Folge: An sich wäre der Vater in die 3. Einkommensstufe (2.301 – 2.700 Euro monatlich) der Düsseldorfer Tabelle zum Unterhalt einzugruppieren. Da die Tabelle jedoch für zwei Unterhaltsberechtigte ausgelegt ist und hier drei Berechtigte vorhanden sind, hat zunächst eine Herabstufung in die 2. Einkommensstufe (1.901 – 2.300 Euro monatlich) zu erfolgen. Aus den zugehörigen Altersgruppen lässt sich dann der Unterhalt bzw. Bedarf der Kinder wie folgt entnehmen:
Kind 1 (5 Jahre): 372 Euro monatlich
Kind 2 (10 Jahre): 427 Euro monatlich
Kind 3 (12 Jahre): 500 Euro monatlich
Summe: 1.299 Euro monatlich
Wird vom monatlichen bereinigten Nettoeinkommen des Vaters in Höhe von 2.600 Euro die Summe der monatlichen Unterhaltspflichten in Höhe von 1.299 Euro abgezogen, verbleiben ihm monatlich 1.301 Euro. Dies entspricht fast dem monatlichen Bedarfskontrollbetrag in Höhe von 1.280 Euro, so dass das Einkommen zwischen dem Vater und den drei Kindern ausgewogen verteilt ist.
Richtwerte über die Höhe des Unterhalts liefert der Kindesunterhalt-Rechner.
➥ Direkt zum Rechner für Kindesunterhalt
Eltern bzw. Erziehungsberechtigte (etwa Stief- oder Adoptiveltern) haben Anspruch auf staatliches Kindergeld, wenn das minderjährige Kind in ihrem Haushalt lebt. Das Kindergeld bezweckt die Grundversorgung der in Deutschland lebenden Kinder ab deren Geburt. Die monatliche Höhe des Kindergelds beträgt im Jahr 2019 (1.1.2019 bis 30.6.2019) für das
erste und zweite Kind 194 Euro
dritte Kind 200 Euro
Das Kindergeld für minderjährige Kinder steht grundsätzlich beiden Elternteilen jeweils hälftig zu. Bei Trennung und Scheidung erhält das Kindergeld aber derjenige Elternteil, bei dem das Kind lebt. Da das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld dessen Bedarf mindert, ist es auf seinen nach der Düsseldorfer Tabelle vorgesehenen Unterhalt anzurechnen, vgl. § 1612b BGB. Daher darf der Barunterhaltspflichtige grundsätzlich den auf ihn entfallenden Anteil des Kindergeldes vom monatlich zu zahlenden Unterhaltsbetrag abziehen.
Bei kindergeldberechtigten volljährigen Kindern mit eigenem Hausstand richtet sich die Höhe deren Unterhalts ebenfalls nach der Düsseldorfer Tabelle, wobei jedoch die Berechnung anders ist. Da nun beide Elternteile barunterhaltspflichtig sind, hängt die Unterhaltshöhe vom Einkommen beider Elternteile ab. Umgekehrt wird das Kindergeld in voller Höhe auf den Bedarf und damit auf den Unterhaltsanspruch des Kindes angerechnet.
In der Düsseldorfer Tabelle ist also nicht das angegeben, was tatsächlich zu zahlen ist. Vielmehr hängt die Höhe des Zahlbetrags vom anzurechnenden Kindergeld ab.
Im Anhang zur Düsseldorfer Tabelle ist eine weitere Tabelle über die monatlichen Zahlbeträge enthalten. Diese „Düsseldorfer Tabelle mit Kindergeld“ wird in den meisten OLG-Bezirken angewendet und weist den tatsächlich zu zahlenden Unterhalt nach Abzug des Kindergeldes aus, sofern nicht der Barunterhaltspflichtige, sondern der andere Elternteil das Kindergeld erhält. In der Tabelle sind die unterschiedlichen Höhen des Kindergelds für das erste und zweite Kind, das dritte Kind sowie alle weiteren Kinder berücksichtigt (Stand: 01.01.2018).
2. 1.901 - 2.300 366 419 491 554
3. 2.301 - 2.700 383 439 514 580
4. 2.701 - 3.100 401 459 538 607
5. 3.101 - 3.500 418 479 561 633
6. 3.501 - 3.900 446 511 598 675
7. 3.901 - 4.300 474 543 636 717
8. 4.301 - 4.700 502 575 673 759
9. 4.701 - 5.100 529 607 710 802
Zahlbeträge bis 31.12.2017:
5. 2.701 - 3.100 411 47 552 633 120 1.480
Zahlbeträge 1.1.2019 bis 30.6.2019:
Zahlbeträge ab 1.7.2019:
Praxisbeispiel 2: Berechnung Zahlbeträge – was tatsächlich gezahlt werden muss
Ausgangsfall ist das Praxisbeispiel 1, wonach die Kinder unter Zugrundelegung der Einkommensstufe 3 beim Vater folgende Unterhaltsansprüche ohne Berücksichtigung des Kindergelds haben:
Kind 1 (5 Jahre): 390 Euro monatlich
Kind 2 (10 Jahre): 447 Euro monatlich
Kind 3 (12 Jahre): 524 Euro monatlich
Das Kindergeld wird an die Mutter gezahlt, bei der die Kinder leben.
Folge: Die Zahlbeträge des Vaters mindern sich um das ihm hälftig zustehende Kindergeld. Damit beträgt der vom Vater tatsächlich zu zahlende Barunterhalt für
Kind 1 (5 Jahre): 293 Euro monatlich
Kind 2 (10 Jahre): 350 Euro monatlich
Kind 3 (12 Jahre): 424 Euro monatlich
Gerade dann, wenn mehrere Unterhaltsberechtigte vorhanden sind, reicht das Einkommen des Pflichtigen häufig nicht zur Abdeckung aller Unterhaltsansprüche aus. Sind Berechtigte verschiedener Ränge vorhanden (etwa minderjährige Kind mit erstem Rang und die Mutter mit zweitem Rang), sind die obersten Gruppen vorrangig. Die nachfolgende Gruppe erhält dann den Rest bzw. geht leer aus. Dies wird als einfacher Mangelfall bezeichnet.
Reicht das Einkommen aber auch nicht zur Abdeckung aller Unterhaltsansprüche der erstrangig Berechtigten aus, ist das Einkommen des Pflichtigen nach Abzug seines Selbstbehalts auf die Berechtigten unter Berücksichtigung ihres Bedarfs zu verteilen. Auch bei diesem sogenannten absoluten Mangelfall erhalten Kinder der höheren Altersgruppen mehr als Kinder der niedrigeren Altersgruppen. Die Verteilung des Einkommens erfolgt im Wege einer sogenannten Mangelfallberechnung.
Praxisbeispiel 3: Mangelfallberechnung – so wird das Einkommen verteilt
Ausgangsfall ist das Praxisbeispiel 1. Der Vater hat aber statt eines monatlichen bereinigten Nettoeinkommens von 2.600 Euro nur ein solches von 1.600 Euro. Das Kindergeld wird an die Mutter gezahlt, bei der die Kinder leben.Folge: Nach Abzug des Selbstbehalts verbleiben dem Vater zur Abdeckung der Unterhaltsansprüche seiner drei Kinder nur 520 Euro (1.600 bereinigtes Nettoeinkommen abzüglich 1.080 Euro Selbstbehalt). Das Einkommen des Vaters reicht also zur Abdeckung aller Unterhaltsansprüche nicht aus. Es ist daher eine Mangelfallberechnung wie folgt durchzuführen:
Notwendiger Eigenbedarf des Vaters: 1.080 Euro
Verteilungsmasse: 1.600 Euro – 1.080 Euro = 520 Euro
Einsatzbeträge der Unterhaltsberechtigten (der Mindestunterhalt entspricht der Tabellengruppe 1 der Düsseldorfer Tabelle):
Kind 1 (5 Jahre): 354 Euro Mindestunterhalt – 97 Euro hälftiges Kindergeld = 257 Euro
Kind 2 (10 Jahre): 406 Euro Mindestunterhalt – 100 Euro hälftiges Kindergeld = 306 Euro
Kind 3 (12 Jahre): 476 Euro Mindestunterhalt – 112,5 Euro hälftiges Kindergeld (3. Kind) = 363,5 Euro
Summe = 926,5 Euro
Unterhaltsanspruch der Kinder demnach (wobei die Beträge auf volle Euro aufzurunden sind):
Kind 1 (5 Jahre): 257 Euro Einsatzbetrag x 520 Euro Verteilungsmasse : 926,5 Euro Summe der Einsatzbeträge = 144 Euro
Kind 2 (10 Jahre): 306 Euro Einsatzbetrag x 520 Euro Verteilungsmasse : 926,5 Euro Summe der Einsatzbeträge = 172 Euro
Kind 3 (12 Jahre): 363,5 Euro Einsatzbetrag x 520 Euro Verteilungsmasse : 926,5 Euro Summe der Einsatzbeträge = 204 Euro
Auch beim Ehegattenunterhalt gilt die Düsseldorfer Tabelle als Richtline.
Die Düsseldorfer Tabelle bzw. die Richtlinien der Oberlandesgerichte spielen auch beim Ehegattenunterhalt eine Rolle.
Existieren keine unterhaltsberechtigten Kinder und hat der Unterhaltsberechtigte kein eigenes Einkommen, ist – wie bei der Unterhaltsberechnung für Kinder – zunächst das monatliche bereinigte Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen zu ermitteln. Die berufsbedingten Aufwendungen und die berücksichtigungsfähigen Schulden des Pflichtigen sind also abzuziehen.
Vom monatlichen bereinigten Nettoeinkommen (Erwerbseinkommen) des Pflichtigen stehen dem Unterhaltsberechtigten 3/7 zu. Dem Unterhaltspflichtigen verbleiben 4/7, weil 1/7 des Erwerbseinkommens als sogenannter Erwerbstätigenbonus einen Anreiz bzw. eine Motivation für die weitere Ausübung der beruflichen Tätigkeit bieten soll.
Die Oberlandesgerichte in Süddeutschland handhaben die 3/7-Regelung anders. Nach den Unterhaltsrichtlinien der Familiensenate in Süddeutschland (SüdL) beträgt der Erwerbstätigenbonus 1/10. Zu diesen Familiensenaten gehören die Oberlandesgerichte Bamberg, Karlsruhe, München, Nürnberg, Stuttgart und Zweibrücken.
Bei allen anderen Einkünften (etwa aus Vermietung und Verpachtung) gilt der sogenannte Halbteilungsgrundsatz. Das bedeutet, sowohl der Pflichtige als auch der Berechtigte erhalten jeweils die Hälfte.
Sind dagegen zwar keine unterhaltsberechtigten Kinder vorhanden, aber erzielen beide eigenes Einkommen, ist von beiden das monatliche bereinigte Nettoeinkommen zu errechnen und sodann die Differenz der beiden Einkommen zu ermitteln. Der Besserverdienende muss an den schlechter Verdienenden 3/7 bzw. in Süddeutschland 1/10 der Differenz zahlen, sofern der schlechter Verdienende einen Unterhaltsanspruch hat.
Sind unterhaltsberechtigte Kinder aus der Ehe hervor gegangen, müssen bei der Ermittlung des monatlichen bereinigten Nettoeinkommens des Pflichtigen auch die Unterhaltszahlungen für Kinder abgezogen werden. Denn diese Zahlungen sind vorrangig gegenüber dem Ehegattenunterhalt. Sie mindern daher die Leistungsfähigkeit des Pflichtigen gegenüber dem unterhaltsberechtigten, getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten.
Aus dem insoweit verbleibenden monatlichen bereinigten Nettoeinkommen steht dem Unterhaltsberechtigten 3/7
zu, wenn er nicht erwerbstätig ist
aus der Differenz zwischen dem Erwerbseinkommen des Pflichtigen und seinem eigenen Erwerbseinkommen zu, wenn er selber erwerbstätig ist
Nach den Unterhaltsrichtlinien der Familiensenate in Süddeutschland (SüdL) – also die Oberlandesgerichte Bamberg, Karlsruhe, München, Nürnberg, Stuttgart und Zweibrücken – stehen dem Unterhaltsberechtigten nicht 3/7, sondern 45% zu.
Andere Einkünfte als diejenigen aus Erwerbseinkommen werden zur Hälfte geteilt.
Der Eigenbedarf wird in der Düsseldorfer Tabelle berücksichtigt.
Der monatliche Eigenbedarf (Selbstbehalt) gegenüber dem getrennt lebenden oder geschiedenen Berechtigten beläuft sich nach den meisten Richtlinien der Oberlandesgerichte auf 1.200 Euro (Stand: 01.01.2016). Dabei ist es egal, ob der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist oder nicht.
Der getrennt lebende oder geschiedene Berechtigte kann also nur einen Teilbetrag des Unterhalts erhalten oder leer ausgehen, wenn
nach Abzug des Selbstbehaltes vom bereinigten Nettoeinkommens des Pflichtigen nur ein geringer Betrag oder nichts mehr übrig bleibt
unterhaltsberechtigte Kinder vorhanden sind und das bereinigte Nettoeinkommen des Pflichtigen bereits für den Unterhalt der Kinder nahezu komplett oder vollständig aufgebraucht wird
Bei der Berechnung des Unterhalts nach der Düsseldorfer Tabelle empfiehlt sich spätestens im Streitfalle die Hinzuziehung eines versierten Fachanwalts für Familienrecht. Denn zum einen entspricht regelmäßig das, was auf der Lohnabrechnung steht, nicht dem Einkommen, was für die Unterhaltsberechnung zugrunde zu legen ist. Und zum anderen beinhaltet die Frage nach der Höhe des Unterhalts ein erhebliches Konfliktpotential. Hierzu gehören insbesondere die Verschleierung vom Einkommen (speziell bei Selbstständigen), der Ansatz von berücksichtigungsfähigen Schulden bei der Ermittlung des bereinigten Nettoeinkommens, die Mangelfallberechnung und Sonderkonstellationen wie etwa die Unterhaltsansprüche mehrerer Kindesmütter.
Beim Kindesunterhalt hat der Pflichtige zwar die kostenlose Möglichkeit, eine sogenannte Jugendamtsurkunde zu unterzeichnen und damit die Unterhaltsansprüche anzuerkennen, wobei aus dieser Urkunde im Falle der Nichtzahlung gegen ihn vollstreckt werden kann. Die Berechnung des Unterhalts erfolgt beim Jugendamt jedoch nicht so gründlich und im Interesse des Pflichtigen wie bei einem beauftragten Fachanwalt für Familienrecht.
Andre sagt: 19. Mai 2016 um 13:42 Uhr
Hallo, ich lese eine Weile mit! 735 Euro Unterhalt für ein Kind mit eigenem Haushalt. Abzüglich Kindergeld wären das dann 545 Euro. Schön und gut. Bei den Volljährigen Kindern, die nicht studieren, keine Ausbildung machen oder nicht mehr Schüler sind verstehe ich diesen Anspruch nicht. Es gibt ja Volljährige die Schule abbrechen, zu Freunden ziehen und sich beim Jobcenter melden und Leistung bekommen wollen, ohne etwas zu tun. Ist dann immer noch ein Unterhaltsanspruch gegen die Eltern gerechtfertigt?
Scheidung.org sagt: 23. Mai 2016 um 9:26 Uhr
der Unterhaltsanspruch kann in jedem Einzelfall anders zu bewerten sein. Wenden Sie sich ggf. ratsuchend an einen Anwalt.
Sonni sagt: 27. Mai 2016 um 8:33 Uhr
Liebe Ratsuchende und Helfer,
mein Mann hat aus erster Ehe 2 Kinder, (20,24) Jahre alt, Beide im Studium.
Bafög oder Studienkredit lehnen Beide ab,-ebenso wird verschwiegen, dass Beide nebenbei,, einem Minijob nachgehen. Den Einkommensnachweis der Ehefrauzu bekommen ,hat auch ewig gedauert und deren Nebemeinkünfte sind auch nicht angegeben. Durch einen Firmenwagen, den mein Mann wegen seines Jobs annehmen muss, verringert sich sein Einkommen,-so dass er am Monatsende durch Kindszahlungen noch 975,-Euro hat.- Miete,Nahrung, Nachzahlungen ans Jugendamt, Versicherungen,lassen am Monatsende ein Minus von 74,- Euro aufkommen. somit unterstütze ich nicht nur meinen Mann, sondern auch noch dessen Kinder.,-für meine Kinder bleibt da nichts mehr übrig.
WOVON soll man da noch einen Rechtsanwalt bezahlen ??? gibt es eine Stelle, die uns kostenfrei oder kostengünstig behilflich ist–??
Scheidung.org sagt: 30. Mai 2016 um 9:19 Uhr
Verfügen Sie nicht über ausreichende finanzielle Mittel, können Sie gegebenenfalls auch einen Beratungshilfeschein beim zuständigen Amtsgericht beantragen. In diesem Fall liegt der Selbstbehalt für die Erstberatung bei einem Anwalt bei 15 Euro. Verfügen Sie über eine Rechtsschutzversicherung, können Sie die anwaltliche Beratung auch über diese abrechnen lassen. Eine kostenlose Rechtsberatung bei freien Trägern ist nicht möglich, da nur Anwälte und Volljuristen rechtsberatend tätig sein dürfen.
Diana sagt: 24. Juni 2016 um 13:52 Uhr
bei mir liegt der Fall etwas anders. Ich habe mich von meinem Mann getrennt. Unsere gemeinsame Tochter (fast 17, Schülerin) ist bei ihm geblieben. Und jetzt frage ich mich, steht mir ein Trennungsunterhalt überhaupt zu? Und wie kann ich das berechnen, bzw. herausfinden, was ich zu berücksichtigen habe?
Scheidung.org sagt: 27. Juni 2016 um 10:18 Uhr
ein Anspruch auf Trennungsunterhalt kann auch dann bestehen, wenn Sie das gemeinsame Kind nicht beherbergen. Die Höhe des Unterhalts bemisst sich nach dem Einkommen des Unterhaltspflichters. Eine feste Summe ist nicht festgelegt. Mehr zum Trennungsunterhalt erfahren Sie auf der folgenden Seite: https://www.scheidung.org/trennungsunterhalt/
Michael sagt: 24. Juli 2016 um 22:08 Uhr
meine Tochter ist 19, wohnt bei der Mutter und fängt in wenigen Tagen eine Lehre an, in der Sie netto ca. 650,- bekommt. Hiervon ist Ihr Freibetrag von 90,- abzuziehen. Derzeit zahle ich rund 380.- Unterhalt. Wenn ich es richtig verstehe, muss ich künftig keinen Unterhalt mehr zahlen, da SIe durch Ihre Vergütung mehr erhält, richtig gedacht?
scheidung.org sagt: 25. Juli 2016 um 8:45 Uhr
Der von Ihnen geschilderte Fall dürfte von Ihnen richtig bewertet worden sein. Wenden Sie sich an das zuständige Jugendamt, um Rechtssicherheit zu erlangen.
Thomas sagt: 29. Juli 2016 um 12:05 Uhr
Ich lebe in der Schweiz und meine Tochter in D. Sie ist mittlerweile 19 und versucht über einen Anwalt Unterhalt von mir zu beziehen. Zuerst waren es 331 € trotz einer Ausbildungsvergütung von 500€ Netto. Nach einem Einspruch meinerseits sind es nun 156€. meine Frage ist nun,…Wie wird das Einkommen von mir bereinigt?? Ich weiss es gibt ein Urteil nachdem die Kaufkraft und so weiter in dem jenigen Lang angeschaut werden muss. Aber leider finde ich keine Hinweise dazu.
scheidung.org sagt: 1. August 2016 um 9:27 Uhr
wir raten Ihnen dringend, sich Ihrerseits an einen Anwalt zu wenden. Die Bereinigung Ihres Nettoeinkommens ist durch viele individuelle Faktoren beeinflusst. Ein Erstgespräch dürfte Ihnen bereits einige Klarheit verschaffen.
Victoria sagt: 1. August 2016 um 15:28 Uhr
ich stehe kurz vor dem Ende meiner Ausbildung und möchte im Anschluss direkt ein Studium anknüpfen. Meine Eltern sind geschieden und momentan wohne ich noch bei meiner Mutter.
Zum Studium möchte ich allerdings ausziehen.
Müssen sich meine Eltern dann den Unterhalt teilen?
Scheidung.org sagt: 8. August 2016 um 10:07 Uhr
mit Volljährigkeit sind in aller Regel beide Elternteile barunterhaltspflichtig. Der Gesamtanspruch wird anteilig je Einkommen getragen.
Oli Asks sagt: 9. August 2016 um 18:20 Uhr
muss ich den gesamten Unterhalt zahlen auch wenn meine Kinder bei mir Urlaub machen?
Muss ich auch den gesamten Unterhalt zahlen wenn sie einen neuen Partner hat und dieser eigentlich genug verdient?
scheidung.org sagt: 15. August 2016 um 17:05 Uhr
Hallo Oli Asks,
die Unterhaltspflicht ändert sich durch einen gemeinsamen Urlaub in der Regel nicht. Auch eine neue Beziehung des anderen Elternteils ändert zunächst nichts an den Unterhaltsansprüchen der Kinder. Bei erheblich höheren Einkommen (mindestens dreimal so hoch wie das eigene) kann in einer Abänderungsklage über Neuregelung des Unterhalts entschieden werden. Besprechen Sie Ihre Situation gegebenenfalls mit dem zuständigen Jugendamt oder einem Anwalt.
Martina N. sagt: 5. September 2016 um 6:46 Uhr
Bei uns kommt es gerade zur Trennung,wir sind seit 5 Jahren verheiratet,haben keine gemeinsamen Kinder und ich bin seit 3 Jahren zu Hause und arbeite nicht mehr. Wir haben keinen Ehevertrag.Mein Mann hat eine eigene Firma mit Gesellschaftern und Vermögen was jedoch in Projekte hinein finanziert wird. Meine Frage ist: Was gibt es für mich zu bedenken? Einen eigenen Anwalt werde ich mir nehmen,die Scheidung ist noch nicht eingereicht!
scheidung.org sagt: 5. September 2016 um 9:02 Uhr
ein Scheidungsvograng ist zu komplex und zusehr vom Einzelfall anhängig, um pauschale Bedenken anmelden zu können.
Christian G. sagt: 13. August 2016 um 23:48 Uhr
Hallo zusammen, meine Tochter ist 18 Jahre und lebt bei ihrer Mutter. Nun hat sie ihr Abitur mit sehr gut abgeschlossen. Da sie noch nicht weiß was sie machen will geht sie für ein halbes Jahr ins Ausland in einem Hotel arbeiten.Dort wird sie entlohnt, wohnt dort und wird beköstigt. Muss ich noch weiterhin Unterhalt zahlen, da sie eigentlich erwerbstätig ist?
scheidung.org sagt: 15. August 2016 um 8:50 Uhr
der Lohn aus Erwerbstätigkeit wird nach dem Abzug des Freibetrages von 90 Euro vom Unterhaltsanspruch abgezogen.
Sven sagt: 19. August 2016 um 11:40 Uhr
Hallo, ich habe die Seite jetzt durchgelesen. Was mir jetzt aber unklar ist, was bekomme ich jetzt an Unterhalt, wenn ein Kind von zwei in Ausbildung ist?
Meine Ex Frau hat 2000 Euro brutto, derzeit bekomme ich pro Kind 185 Euro + Kindergeld. Der ältere Sohn geht nun ab 1.9.16 in eine Ausbildung und bekommt da 700 Euro (brutto) / 557,08 Euro (netto) raus.
Bekomme ich dann überhaupt noch was an Unterhalt für den Sohn, der in Ausbildung ist???
Scheidung.org sagt: 22. August 2016 um 10:30 Uhr
das Ausbildungsentgelt ist abzüglich 90 Euro auf den Unterhaltsanspruch anzurechnen. Übersteigt das Einkommen damit den Anspruch, können die zusätzlichen Unterhaltszahlungen entfallen.
M:W sagt: 3. September 2016 um 14:58 Uhr
Hallo, ich möchte mich von meinem Mann trennen, Ich verdiene 450€ und wir haben eine Tochter von 19 Jahren sie macht noch eine Ausbildung und verdient neben her ca. 400€. Mein Mann und ich haben beide eine private Insolvenz steht mir noch Unterhalt zu? und könnte ich noch Wohngeld beantragen?
scheidung.org sagt: 5. September 2016 um 9:33 Uhr
Hallo M:W,
ob Ihnen Unterhalt zusteht, können wir nicht beurteilen. Wohngeld könnte Ihnen zustehen.
Andrea Z. sagt: 6. September 2016 um 10:51 Uhr
Hallo mein Mann hat aus erster Ehe eine Tochter sie ist 18 und im zweiten Lehrjahr und bekommt von uns 211Euro Unterhalt.Sie hat ein netto Einkommen von 530 Euro mein Mann 1850 Euro netto.muss er überhaupt noch unterhalt zahlen..l.g.Andrea
Kindesunterhalt berechnet sich nach der Düsseldorfer Tabelle, wobei der Verdienst des Kindes bis auf 90 Euro voll angerechnet wird. Weiterhin darf eine Unterhaltszahlung nicht den Selbstbehalt unterschreiten, ansonsten handelt es sich um einen Mangelfall.
Fragen Sie bei einem Anwalt nach, ob dieser Ihnen den zu zahlenden Unterhalt berechnen kann.
Mattias sagt: 7. Oktober 2016 um 9:21 Uhr
meine Tochter lebt seit der Scheidung bei meiner Frau. Meine Tochter, 17 Jahre, hat jetzt eine Ausbildung begonnen und verdient 630 Euro netto im Monat. Ich mache zur Zeit eine vom Arbeitsamt finanzierte Umschulung. Meine Frage: Was muss ich jetzt noch an Unterhalt an für meine Tochter zahlen? Angerechnet wird doch die hälfte des Kindergeldes (90€) und das Einkommen meiner Tochter (630 € – 90€). Wird der Verdienst meiner Tochter voll angerechnet?
Scheidung.org sagt: 10. Oktober 2016 um 9:30 Uhr
das Ausbildungsentgelt wird in der Regel abzüglich einer Aufwendungspauschale von 90 Euro auf den Unterhalt angerechnet. Wenden Sie sich bei weitergehenden Fragen an einen Anwalt.
Thomas H. sagt: 16. Oktober 2016 um 11:05 Uhr
Ich habe einen Sohn der bereits 20 Jahre alt ist. Er ist jetzt ins 2. Lehrjahr gekommen. Wie hoch ist muss da seine Ausbildungsvergütung / Lohn sein, dass ich keinen Unterhalt mehr bezahlen muss?
Bei meiner Tochter war es €640..
scheidung.org sagt: 17. Oktober 2016 um 9:32 Uhr
es gibt keine generelle „Einkommensgrenze“ für unterhaltsberechtigte Kinder, da auch das Einkommen des Elternteils entscheidend ist. Besprechen Sie die Situation mit dem Jugendamt oder einem Anwalt.
Lisa M. sagt: 25. Oktober 2016 um 2:36 Uhr
Hallo,ich bin 20 Jahre alt ( wohne bei meinen Vater ) ich habe im September eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen, Vergütung bekomme ich 320 Euro , meine Mutter verdient ca 1900 Netto, wieviel Unterhalt steht mit CA noch zu ? Danke im Vorraus
Scheidung.org sagt: 31. Oktober 2016 um 10:30 Uhr
Ihr Unterhaltsanspruch berechnet sich nach der Düsseldorfer-Tabelle, wobei Ihr Gehalt bis auch 90 Euro voll abzuziehen ist.
A.B. sagt: 28. Oktober 2016 um 3:12 Uhr
Hallo Scheidungs-Team!
Mein Mann und ich sind seid 5 Jahren verheiratet. Haben zwei Kinder (3 Jahre und 6 Monate). Seid der Geburt unseres ersten Kindes bin ich Hausfrau. Finanziell war das bis zur Kündigung meines Mannes, Anfang der zweiten Schwangerschaft, kein Problem. Meine Ehemann sah in der Kündigung die Möglichkeit das zwischenzeitlich unterbrochene Studium zu beenden (Voraussichtliches Ende Frühjahr 2017). Um das Studium zeitnah beenden zu können, geht er nur einer Nebentätigkeit nach in der er einen monatlichen netto Lohn von 800-1200€ erhält. Bis vor kurzem wurden wir von meinen Schwiegereltern finanziell unterstützt und hatten dadurch finanziell kaum einbüßen. Meine Schwiegereltern haben die Zahlungen nun eingestellt und wir Stocken mit Hartz 4 auf um unsere Kosten decken zahlen zu können. Sehe ich es richtig, dass mein Mann auf Grund seines geringen Einkommens unseren Kinder kein Unterhalt zahlen muss (von mir sprechen schon gar nicht), weil er es finanziell nicht kann im Fall einer Trennung/Scheidung?
Steht mir und den Kinder außer Hartz 4 und dem Kindergeld rechtlich noch etwas zu oder besteht die Möglichkeit, dass das Jugendamt den Unterhalt meines Mannes vorstreckt?
Scheidung.org sagt: 31. Oktober 2016 um 11:47 Uhr
gegenüber minderjährigen Kindern besteht ein Selbstbehalt von 1.080 Euro. In aller Regel können nur darüber liegende Einkünfte als Unterhalt eingefordert werden. Ggf. können Sie auch einen Unterhaltsvorschuss beantragen, bis Ihr Ehemann wieder in Vollzeit arbeiten und mehr Unterhalt aufbringen kann. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt, um sich eingehend beraten zu lassen.
Rüdiger sagt: 17. November 2016 um 16:07 Uhr
gibt es eine Altersbegrenzung in der Unterhaltspflicht?
Mein Sohn wohnt bei der Mutter ,ist 25 Jahre alt,wird sein Bachelor Studium abschließen ( in 2017) und möchte anschließend sein Master Studium aufnehmen. Wie sieht dann der Unterhalt aus?
Scheidung.org sagt: 21. November 2016 um 10:44 Uhr
als Aufbaustudiengang kann auch der Masterstudiengang einen Unterhaltsanspruch weiterhin begründen. Dies ist je nach Einzelfall zu entscheiden. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt. Eine grundsätzliche Altersbegrenzung existiert nicht.
daniela sagt: 18. November 2016 um 13:35 Uhr
meine Mann hat noch 1 kind von der derste Ehe (6jahre). Er ferdint netto 2100. Wir sind verheiratet und Seit 2 jahre haben wir auch 1 kind.
Wie viel unterhalten muss er noch bezahlen?
scheidung.org sagt: 21. November 2016 um 10:56 Uhr
die Berechnung des Kindesunterhaltes können wir nicht übernehmen. Bitte wenden Sie sich an das zuständige Jugendamt. Prinzipiell ist der Vater seinem Kind gegenüber bis nach dessen Erstausbildung zu Unterhalt verpflichtet.
Dede sagt: 20. November 2016 um 0:55 Uhr
Haben einen 20 Jährigen Sohn in schulischer Ausbildung (Sozial Assistent) ohne Einkommen, hat auch keinen Nebenjob. Da er aus Krankheitsgründen ( Depressionen und Borderline) und den daraus folgenden Familiären Gründen (unüberbrückbare Belastungen) ausziehn musste, überweisen wir Ihm monatlich 600€ dazu kommt nebenbei noch ca.200€. Plus Autoversicherung… Private Haftpflicht und Hausrat. Die Schulische Ausbildung wird noch 2 dauern. Ich selbst (Mutter)habe kein Einkommen und bin auch in Ausbildung. Mein Mann verdient ca.48.000€ p.a. Wie hoch wäre der Unterhalt für unseren Sohn?. Ich blicke da irgendwie nicht durch…. wie lang sind wir zum Unterhalt verpflichtet? Weil nach dieser schulischen Ausbildung fängt erst seine eigentliche Ausbildung von 3 Jahren an, als Heilerziehungspfleger.
scheidung.org sagt: 21. November 2016 um 10:25 Uhr
die Höhe des Unterhalts richtet sich nach dem Einkommen der Unterhaltspflichtigen und dem Alter des Kindes, sowie dessen Einkommen. Welche Kosten das Kind hierdurch im Einzelnen decken muss, ist irrelevant. Wenden Sie sich an das Jugendamt für eine Berechnung des Kinderunterhalts. Die Eltern sind dem Kinde gegenüber grundsätzlich während der gesamten Erstausbildung zu Unterhaltszahlungen verpflichtet. Dabei wird das Einkommen des Kindes berücksichtigt (die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger wird vergütet).
Scheidung.org sagt: 21. November 2016 um 10:21 Uhr
bei Veränderungen der Einkommensverhältnisse und der Lebenssituation, die sich auf die Unterhaltsleistungen auswirken, kann eine Änderungsklage angestrebt werden. Der vorhandene Titel wird sodann in aller Regel angepasst. Ohne entsprechende Vereinbarungen darf der Unterhalt in aller Regel nicht eigenmächtig verändert werden. Raten Sie Ihrem Mann, sich anwaltlich beraten zu lassen.
Über die Ausgaben muss der Elternteil, der den Unterhalt für das Kind erhält, im Normalfall keine Rechenschaft ablegen.
Mekki sagt: 17. Januar 2017 um 17:47 Uhr
Wenn ich vor der Ehe Eigentum habe und an meinem Haus während der Ehe tilge, wobei das Haus jedoch per Erbvertrag meinen Kindern gehört, muss ich den Zugewinn für die Jahre bei der Scheidung mit meiner Frau verrechnen ? Zahlen ?
Meine Frau hat mit IHREN Kindern 10 Jahre darin kostenfrei gewohnt ?
Scheidung.org sagt: 23. Januar 2017 um 10:38 Uhr
in aller Regel fällt nur Eigentum in den Zugewinn, dass während der Ehe erworben wurde (von Eheschließung bis Scheidung). Maßgeblich ist hier vermutlich der Zeitpunkt, an dem der Erbvertrag geschlossen wurde.
Wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihre Situation genau prüfen zu lassen.
Lena sagt: 22. Januar 2017 um 22:05 Uhr
Mein Lebensgefährte hat 2 Kinder (13, 15) aus erster und ein Kind (7) aus zweiter Ehe, für die er unterhaltspflichtig ist. Er verfügt über ein Nettoeinkommen von 1.430 Euro + ca. 200 Euro Spesen, die aber während Krankheit oder Urlaub wegfallen. Seine Arbeitszeiten lassen keinen Nebenjob zu.
Meine erste Frage ist, wer legt die Höhe und Verteilung des Unterhalts fest (bisher zahlt er freiwillig 650 Euro insgesamt)? Kann er selbst eine Neuberechnung beantragen (wenn ja, wo?) oder müssen die Exfrauen das tun?
Ausserdem wüsste ich gerne, in wie weit mein Einkommen in die Berechnungen einbezogen werden würden. Ich verdiene etwas mehr als er und habe ein 11jähriges Kind aus erster Ehe. Wir führen einen gemeinsamen Haushalt.
scheidung.org sagt: 23. Januar 2017 um 9:52 Uhr
in der Düsseldorfer Tabelle oben auf der Seite ist die Höhe des jeweiligen Unterhalts festgelegt. Ihr Lebensgefährte kann selbstverständlich selbst eine Neuberechnung des Unterhalts beantragen. Dies ist beispielsweise beim Jugendamt möglich. Ihr Einkommen wird bei der Berechnung nicht miteinbezogen. Allerdings kann der Selbstbehalt Ihres Freundes gekürzt werden, wenn er nicht leistungsfähig ist.
Basti sagt: 8. Februar 2017 um 13:09 Uhr
für meine Tochter (16), die bei Ihrer Mutter lebt, zahle ich z.Z. ca. 400€/Monat.
Frage: Ändert sich dieser Betrag, wenn Sie ab 1.Sept. eine Ausbildung beginnt für mich? Sie hat dann ein Einkommen von 400€ Netto, Ich habe 2030€ Netto.
Scheidung.org sagt: 13. Februar 2017 um 9:39 Uhr
regelmäßig ist das Gehalt der Kinder bis auf 90 Euro im Monat voll anzurechnen, dadurch fallen Ihre Unterhaltszahlungen entsprechend geringer aus.
HR sagt: 21. Februar 2017 um 15:08 Uhr
bein volljährigen privililegierten Kind ist der Selbstbehalt 1300 Euro und beim Ehegatten, nur 1200 Euro – was ist das für eine Tabelle?
Scheidung.org sagt: 27. Februar 2017 um 12:22 Uhr
dies richtet sich nach der allgemeinen Unterhaltsrangfolge, die in § 1609 BGB dargestellt ist. Hiernach stehen Ehegatten und Eltern gemeinsamer Kinder hierarchisch über nicht privilegierten Kindern, bei denen ein Selbstbehalt von 1.300 Euro besteht. Je niedrigere eine Person in der Rangfolge steht, desto höher ist der Selbstbehalt des Schuldners gegenüber ihr.
Muttertier sagt: 3. April 2017 um 17:17 Uhr
Mein Mann hat aus einer Jugendliebe eine 19 jährige Tochter, die momentan weder Schule noch Ausbildung macht. SIe darf wohl aus gesundheitlichen Gründen, nichts machen.
Mein Mann hat jetzt den Unterhalt eingestellt. Gibt es Erfahrungen bei so einem Fall?
Scheidung.org sagt: 10. April 2017 um 8:15 Uhr
sofern die Tochter dies durch ein ärztliches Attest nachweisen kann, hat sie ggf. weiter Anspruch auf Unterhalt.
SILVIA sagt: 26. Mai 2017 um 11:28 Uhr
Hallo, sehr,geehrtes Team,
ich bin nun seit 2008 getrennt, lebte vom Geld unserer Gastpatientin.
Diese zog aus und ich ging zum Jobcenter um H4 zu beantragen, da wir gemeinsame Schulden hatten, weil er nie mit Geld umgehen konnte.
Unser gemeinsam erbautes Haus, was ich 24 Jahre von meinem Konto finanzierte, gehört mir nicht das er mich nicht mit im Grundbuch eintrug.
Während der Trennung wohnte ich darin, aber seit,2012 eine Wohnung, die mir das Jobcenter bezahlt..
Jetzt sind schon lange die Schulden abbezahlt, er hat aber weiter seine eigenen Kredite, ich lebe seit 2009 von H4.
Mein Getrennter lebt in dem Haus, hat Vermitungen von 750 euro olus Pension von ca 2000 euro. Er bezahlt meine Krankenkasse von ca 150 euro.
Jetzt möchte ich endlich Unterhalt, weil ich das nach 32 jahren Ehe, bis zum Scheidungsantrag gerechnet, nur leer ausging…
Bei einem Antrag auf Unterhalt rechnete er sich die Fixkosten so derart runter, dass er nur 200 euro übrig hatte.. jede Fahrkarte, Abos für Fernsehen, eigene Kredite ALLES.
wieder ging ich leer aus!-
Wäre ich damals beim Hausbau nicht gewesen, tten wir gar keine Hypo thek bekommen. Ich war hauptverdienerin ind arbeitete voll als Filialkeiterin.
Jetzt H4 und zahle noch für mein übrrzogenes Konto, was er 2008 verursacht hatte und einen Kredit von 100 euro monaltich, wo eine unbezahlte Rechnung von ihm mit drin ist… (artzrechnung)
Gibt es eine Möglichkeit noch Interhalt für mich zu bekommen?
Unterm Strich bleiben mir knapp 200 im Monat.
Ich bin schwerbehindert 80 % kannn nicht arbeiten und schon knapp 61-jahre alt!
Scheidung.org sagt: 29. Mai 2017 um 9:43 Uhr
unter Umständen kann auch bei Veränderungen nach der Scheidung Unterhaltsansprüche entstehen. Das muss jedoch in jedem Einzelfall entschieden werden. Wenden Sie sich bitte an einen Anwalt, um mögliche Ansprüche Ihrerseits prüfen zu lassen. Personen, die nicht über ausreichend finanzielle Mittel für die Rechtsberatung verfügen, können hierfür Beratungshilfe beantragen.
Anne sagt: 10. Juni 2017 um 17:17 Uhr
Nach 44 Jahren Ehe möchte ich mich von meinem Mann trennen. Wir haben 3 erwachsene Kinder, besitzen ein Haus und haben keine Schulden. Mein Mann ist Pensionär und ich bekomme in 2 Jahren eine geringfügige Rente. Stehen mir 3/7 der Pension unbegrenzt zu?
Scheidung.org sagt: 12. Juni 2017 um 10:09 Uhr
bei Scheidung einer Ehe findet regelmäßig auch der Versorgungsausgleich statt. Hierbei werden die in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften hälftig zwischen den Ehegatten geteilt. Dadurch kann sich auch Ihr Rentenanspruch maßgeblich erhöhen. Ob hiernach noch ein darüberhinausgehender Unterhaltsanspruch besteht, muss sich dann zeigen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um sich über die Folgesache Versorgungsausgleich und mögliche Unterhaltsansprüche in Kenntnis setzen zu lassen.
Marcel sagt: 19. Januar 2018 um 19:11 Uhr
wir sind 6,5 Jahre verheiratet und haben ein gemeinsames Kind von 5Jahren.
Aus einer früheren Beziehung hat meine Frau einen 13jährigen Sohn mit in die Ehe gebracht, von dessen Vater meine Frau nach wie vor Unterhalt erhält.
Wir haben an meiner Immobilie im Laufe der Ehe angebaut; die Finanzierung läuft hierbei rein über mich. Kommt es zu einer Trennung/Scheidung… mit welchen Forderungen habe ich zu rechnen? Nettogehalt Frau 1200, Nettogehalt von mir 2300.
Scheidung.org sagt: 24. Januar 2018 um 18:08 Uhr
im Falle einer Scheidung können grundsätzlich folgende Ansprüche entstehen:
– Zugewinnausgleich (bei Zugewinngemeinschaft)
– Ehegattenunterhalt (Trennungsunterhalt/nachehelicher Unterhalt)
– Kindesunterhalt (der sich bei minderjährigen Kindern nach dem Einkommen des Unterhaltsschuldners richtet).
Darüber hinausgehend können im Einzelfall auch weitere Forderungen auf die Eheleute zukommen. Bei Besitz einer gemeinsamen Immobilie kann hier etwa ein Anspruch entsprechend der Eigentumsverhältnisse entstehen.
Welche Forderungen im Einzelfall auf Sie zukommen können, kann Ihnen ein Anwalt detailliert erläutern. Anhand unserer Unterhaltsrechner können Sie bereits einen ersten groben Eindruck gewinnen. Die Ergebnisse können aber nur der ersten Orientierung dienen, sind aber nicht verbindlich.
Thorsten sagt: 16. August 2018 um 16:41 Uhr
Hallöchen auch mal von mir,
unsere Tochter (19) hat nun nach 1 Jahr nebenbei Jobben nach Abi und Findungsphase endlich eine Lehre begonnen. Nun verdient sie dort richtig gutes Geld schon In der Ausbildung – rund 900 EUR Netto + Telefonzuschuss 50 EUR + Tankgeld EUR 100,00
Da stelle ich mir nun die Frage, da sie noch bei Ihrer Mutter wohnt, unter Berücksichtigung des Kindergeldes – was bleibt denn da von meiner Seite aus noch zu zahlen an Unterhalt – oder bin ich da dann raus aus der Verpflichtung (wenn ein folgendes Studium kommt, sieht das anders aus, das ist mir klar). Die Mutter, bei der unsere Tochter noch ein Zimmer hat, bezieht auch Kindergeld und ist selbst berufstätig. Allerdings weigert sie sich strikt irgendwelchen Barunterhalt zu leisten.
Jetzt wäre bei dem monatlichen Entgelt unserer Tochter aber nach meinem Verständnis eine gewisse Grenze überschritten und neben Kindergeld reichlich Kapital zur Eigenversorgung gegeben. Stimmt das ?
Scheidung.org sagt: 20. August 2018 um 18:22 Uhr
der Unterhaltsbedarf wird in der Regel anhand der Düsseldorfer Tabelle ermittelt, bei volljährigen Kindern auf Grundlage der Einkünfte beider Eltern. Von diesem Bedarf ist das Einkommen des Kindes anzurechnen (Kindergeld, Ausbildungsentgelt u. ä .). Genügt das eigene Einkommen nicht, um den eigenen Bedarf zu decken, hat das Kind in aller Regel weiterhin einen entsprechenden Restanspruch auf Unterhalt, der entsprechend der Einkommensverhältnisse auf die Unterhaltspflichtigen verteilt wird. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt kann dabei in der Regel entscheiden, ob er seinen Anteil in bar oder in Form von Naturalunterhalt entrichtet.
Marie sagt: 9. November 2018 um 14:01 Uhr
Ich habe Anfang des Monats meine Ausbildung begonnen, bekomme ca 500€. Wohne bei meiner Mutter und mein Vater zahlt Unterhalt, normal so 350€ ca.
Jetzt sagt er er müsse kein Geld mehr zahlen und das Kindergeld steht eigentlich mir zu.
Ich zahle bei meiner Mutter noch 150€ für Essen und Strom, aber sollte sie nicht auch etwas zahlen ? Da ja mit 190€ (Kindergeld) ja auch schon ein Teil die durch mich entstehenden Kosten gedeckt ist. Sogesehen leistet sie ja weder Naturalunterhalt noch barunterhalt da wie gesagt 190€ durch das Kindergeld sie bekommt und von mir noch 150€ verlangt.
Scheidung.org sagt: 12. November 2018 um 16:31 Uhr
ab Volljährigkeit geht die Unterhaltsverpflichtung in der Regel auf beide Elternteile über. Der Bedarf des Kindes ergibt sich dann aus dem Gesamteinkommen der Eltern. In Abzug gebracht werden können vom ermittelten Bedarf dabei das Kindergeld in voller Höhe, Ausbildungsentgelte (abzgl. mind. Aufwandspauschale) sowie anderes Einkommen des Kindes. Der übrigbleibende Zahlbetrag wird auf beide Eltern entsprechend des Einzeleinkommens aufgeteilt. Lebt das Kind noch im Haushalt eines Elternteils, kann dieser selbst entscheiden, in welcher Form er den Unterhaltsanteil begleichen will (Bar- oder Naturalunterhalt). Bitte wenden Sie sich ggf. an einen Anwalt, um Ihre Ansprüche genauer berechnen zu lassen.
Jacob sagt: 21. November 2018 um 17:23 Uhr
– Ich, M, 3,5 Jahre verheiratet
– Meine noch- Frau selbstständig Einmannbetrieb, nicht großartig abgesichert für den Fall einer Erwerbsminderung, innerhalb der Ehe Krankheit diagnostiziert (die sie auch schon vorher hatte) aufgrund derer sie sich, was sie auch schon angedroht hat erwerbsunfähig schreiben lassen kann. Somit ohne Einkommen wäre, da keine BUZ vorhanden und keine Erwerbsminderungsrente greift. Seit 1,5 Jahren ist sie auch im Krankenstand
– letztes Jahr ein Haus gekauft und im Umbau, Einzug wäre voraussichtlich in 2 -3 Monaten möglich. Finanzierung und Besitzverhältnisse jeweils 50/50
– Wohnen zusammen in in einer Wohnung, läuft auf Sie
– mein Einkommen 2990 Euro Netto (im Ausland, kann man hier auch vom Brutto ausgehen und den Deutschen Steuersatz anwenden???) unbereinigt (was läßt sich da abziehen) plus weihnachtsgeld ca 1960 Euro
– Ihr Einkommen wäre also Null 0,00 Euro, wenn Sie es drauf anlegt. Im Moment noch knapp 1000 Euro Krankengeld die bald auslaufen. Und sie geht ständig noch nebenbei arbeiten ohne es anzugeben und wird bar bezahlt, wobei da einiges zusammen kommt. Ihre Firma ist noch angemeldet, aber kaum fixkosten, da sie ja keinen Umsatz macht (haar & Beauty Branche)
– Muss Sie Harz 4 beantragen bei sowas? Firma abmelden? Was wird bei ihr angerechnet? Was bei mir abziehungsfähig grundsätzlich (Bürojob, eigenes Auto erforderlich)?
– wäre es klug jetzt auszuziehen aus der auf Ihren Namen angemieteten Wohnung oder zu warten bis Sie im Haus wohnt, was anteilig uns beiden zu 50% gehört und somit ihr die Nutzung abzuziehen? Oder wäre das was späteren Verkauf (ich will auf keinen Fall selbst rein, das wäre Terror pur) nachteilig in Bezug auf Verkauf bzw abzahlen der Raten falls sie nicht zahlen will oder kann? Was könnte man noch vorschlagen?
Sie hat mehrfach gedroht wenn ich Sie verlasse mich gut dafür zahlen zu lassen, also wird es keine Einigung geben.