Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AGS%202010,%20164
Timestamp: 2020-01-19 12:32:03
Document Index: 309715976

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 104', '§ 11', 'Art. 111']

Rechtsprechung: AGS 2010, 164 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Saarbrücken, 16.12.2009
https://dejure.org/2010,3968
BGH, 21.01.2010 - I ZB 14/09 (https://dejure.org/2010,3968)
BGH, Entscheidung vom 21.01.2010 - I ZB 14/09 (https://dejure.org/2010,3968)
BGH, Entscheidung vom 21. Januar 2010 - I ZB 14/09 (https://dejure.org/2010,3968)
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Nr 3104 RVG-VV, Teil 3 Vorbem 3 Abs 3 Alt 3 RVG-VV
Rechtsanwaltsgebühr: Anfall der Terminsgebühr durch eine auf Erledigung des Verfahrens gerichtete telefonische Besprechung in einer Wettbewerbssache
Qualifizierung eines Telefonats über die Möglichkeiten einer Beendigung des Verfahrens als ein den Anfall einer Terminsgebühr auslösendes Ereignis
Keine zu hohen Anforderungen an die außergerichtliche Erledigungsbesprechung
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 21.01.2010, Az.: I ZB 14/09 (Terfminsgebühr bei Hauptsacherledigung)" von VorsRiLG Heinz Hansens, original erschienen in: RVGreport 2010, 187 - 188.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 21.01.2010, Az.: I ZB 14/09 (Terminsgebühr bei Hauptsacheerledigung)" von Heinz Hansens, original erschienen in: ZfS 2010, 287 - 288.
LG Dresden, 16.12.2008 - 42 HKO 177/08
OLG Dresden, 15.01.2009 - 3 W 2/09
AGS 2010, 164
OLG München, 21.03.2014 - 11 W 457/14
Ein derartiges Gespräch reicht wie das Bemühen um eine Erledigungserklärung hinsichtlich der Hauptsache (vgl. hierzu BGH AGS 2010, 164;… Gerold/Schmidt/Müller-Rabe, RVG, 21. Aufl., VV-Vorb. 3 Rn. 166) - für die Entstehung der Terminsgebühr aus.
Dies dient zum einen dem Interesse der Parteien an einer möglichst kostengünstigen Erledigung des Rechtsstreits (BT-Drs. 15/1971, S. 209) und zum anderen der Entlastung der Gerichte (BGH…, Beschluss vom 27. Februar 2007 - XI ZB 38/05, NJW 2007, 2858 Rn. 8; Beschluss vom 21. Januar 2010 - I ZB 14/09, ZfS 2010, 286 Rn. 7).
aa) Grundsätzlich können auch telefonische Besprechungen solche im Sinne der Vorbemerkung 3 Abs. 3 Halbsatz 1 Fall 3 VV RVG sein (…vgl. BAG, NZA 2013, 395 Rn. 10; BGH, Beschluss vom 21. Januar 2010 - I ZB 14/09, ZfS 2010, 286 Rn. 6-8).
Das Gespräch muss inhaltlich auf eine (materiell-rechtliche) Verfahrenserledigung ausgerichtet sein, (BAG, Beschluss vom 19.02.2013 - 10 AZB 2/13; BGH, Beschluss vom 21.01.2010 - I ZB 14/09; LSG Thüringen, Beschluss vom 21.03.2012 - L 6 SF 238/12 B).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich der Senat anschließt, entsteht die Gebühr auch dann, wenn der gegnerische Anwalt - wie hier - die auf eine Erledigung des Verfahrens gerichteten Vorschläge zwecks Prüfung und Weiterleitung an seine Partei entgegennimmt (BGH, Beschlüsse vom 21. Januar 2010 - I ZB 14/09 - Zfs 2010, 286 Rn. 7 …und vom 20. November 2006 - II ZB 9/06 - NJW-RR 2007, 286 Rn. 6 ff. unter Bezugnahme auf den Entwurf des Kostenrechtsmodernisierungsgesetzes, BT-Drs. 15/1971 S. 209).
Das kann der Fall sein, wenn nur ein Gespräch über die grundsätzliche Bereitschaft zur Streitbeilegung geführt wird oder die abstrakte Möglichkeit einer außergerichtlichen Erledigung ausgelotet werden soll (vgl. BGH, Beschluss vom 21. Januar 2010 - I ZB 14/09 - Zfs 2010, 286 Rn. 7 m.w.N.).
Das Gespräch muss inhaltlich auf eine (materiell-rechtliche) Verfahrenserledigung ausgerichtet sein, ein allgemeines Gespräch über die grundsätzliche Bereitschaft oder die abstrakte Möglichkeit einer außergerichtlichen Erledigung genügt nicht (BAG, Beschluss vom 19.2.2013 - 10 AZB 2/13 - NZA 2013, 395; BGH, Beschluss vom 21.01.2010 - I ZB 14/09 - LSG Thüringen, Beschluss vom 21.03.2012 - L 6 SF 238/12 B).
Gegenstand der Besprechung war vielmehr ersichtlich die konkrete Frage, ob der Rechtsstreit durch die Zahlung des geltend gemachten Schadensersatzes ohne Beteiligung des Gerichts beigelegt werden könne (vgl. hierzu: BGH, Beschluss vom 21.1.2010 - I ZB 14/09 - Tz. 7 ff., AGS 2010, 164), was im Übrigen in der Folgezeit zumindest hinsichtlich der eingeklagten Hauptforderung auch zum Erfolg führte.
Von einer Besprechung ist nach der Rechtsprechung der Kostensenate (s. nur OLG Hamburg, 8 W 89/15, Beschl. v. 26.10.2015; 4 W 123/14, Beschl. v. 03.11.2014) auszugehen, wenn der Gegner sich auf ein Gespräch einlässt, indem er die ihm unterbreiteten Vorschläge zur Kenntnis nimmt und - zumindest konkludent durch die Ankündigung der Weiterleitung an die eigene Partei - deren Prüfung zusagt (BGH NJW-RR 2007, 286 f.; AGS 2010, 164; NJW-RR 2014, 958).
OLG Hamm, 08.12.2010 - 25 W 651/09
OLG Stuttgart, 07.05.2013 - 8 W 286/11
Rechtsanwaltskosten: Anspruch des Rechtsanwalts auf eine volle Terminsgebühr …
OLG Saarbrücken, 16.12.2009 - 9 W 345/09 - 35
https://dejure.org/2009,19218
OLG Saarbrücken, 16.12.2009 - 9 W 345/09 - 35 (https://dejure.org/2009,19218)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 16.12.2009 - 9 W 345/09 - 35 (https://dejure.org/2009,19218)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 16. Dezember 2009 - 9 W 345/09 - 35 (https://dejure.org/2009,19218)
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§§ 104 Abs. 3, 567, 569 ZPO; § 11 Abs. 2 Satz 3 RVG; Art. 111 Abs. 1 FGGRG
RVG -VV Nr. 3200
LG Saarbrücken, 15.09.2009 - 9 O 391/08
Die Verfahrensgebühr wird jedenfalls durch die Einlegung der Beschwerde ausgelöst (vgl. OLG Saarbrücken, AGS 2010, 164).