Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/584995_Erschliessungstraeger_Baugebiet_Hintere_Mult_WeinheimReferenznummer_der_Bekanntmachung_2019_Weinheim
Timestamp: 2020-01-22 02:08:05
Document Index: 3049211

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 125', '§ 6', '§ 123', '§ 6', '§125', '§ 160', '§ 160', '§ 168', '§ 134', '§ 135', '§ 135']

Öffentliche Ausschreibung 2019 Erschließungsträger Baugebiet Hintere Mult Weinheim Referenznummer der Bekanntmachung: SWEIN-2019-0001 2019-10-07
Ausschreibungen Weinheim
Erschließungsträger Baugebiet Hintere Mult Weinheim Referenznummer der Bekanntmachung: ...
Erschließungsträger Baugebiet Hintere Mult Weinheim Referenznummer der Bekanntmachung: SWEIN-2019-0001
08226096
Kontaktstelle(n): Bauverwaltungsamt – Vergabestelle Weinheim
Telefon: +49 6201-82-361
Fax: +49 6201-82-504
Hauptadresse: www.weinheim.de/ausschreibungen
Adresse des Beschafferprofils: https://vergabe.vmstart.de/NetServer/
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://vergabe.domain.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-16da6453cb9-b743e36a5086082
Im Rahmen der elektronischen Kommunikation ist die Verwendung von Instrumenten und Vorrichtungen erforderlich, die nicht allgemein verfügbar sind. Ein uneingeschränkter und vollständiger direkter Zugang zu diesen Instrumenten und Vorrichtungen ist gebührenfrei möglich unter: https://vergabe.vmstart.de/NetServer/
Erschließungsträger Baugebiet Hintere Mult Weinheim
Referenznummer der Bekanntmachung: SWEIN-2019-0001
Erschließungsträger Baugebiet Hintere Mult Weinheim.
Baugebiet Hintere Mult
Die Stadt Weinheim plant die Erschließung des Gewerbegebietes "Hintere Mult". Die Grundstücksflächen in diesem Baugebiet (ca. 9,3 ha Entwicklungsfläche) befinden sich nicht im Eigentum der Stadt Weinheim. Im Eigentum der Stadt Weinheim sind ausschließlich die Verkehrsflächen. Die Leistungen der städtebaulichen Entwicklung (Fahrbahnherstellung, Straßenbeleuchtung, Versorgung mit Wasser und Elektrizität, Abwasserableitung) und deren Vorbereitung, Planung, Vergabe, Koordination und Überwachung soll durch einen externen Auftragnehmer als Erschließungsträger mit modifiziertem unechten Erschließungsträger (Abrechnung sämtlicher Kosten mit der Gemeinde) erfolgen. Die Baumaßnahme soll in einem Zug durchgeführt werden. Die Erschließungskosten des Gewerbegebietes belaufen sich nach vorläufiger Kostenkalkulation der Stadt Weinheim auf über 5 Mio. EUR. Die Finanzierung des unechten Erschließungsträgers wird durch ein Treuhandkonto außerhalb des Haushaltplans abgewickelt. Der Treuhandkontovertrag muss als kreditähnliches Rechtsgeschäft vom Regierungspräsidium Karlsruhe als übergeordnete Behörde genehmigt werden. Der Vertrag über das Treuhandkonto und damit auch die Erschließungsträgerleistungen steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe den Vertrag genehmigt.
Die Erschließung ist auf Grundlage des Bebauungsplans Nr. 1/02-17 "Hintere Mult" durchzuführen. Der Auftragnehmer übernimmt alle erforderlichen Aufgaben zur Entwicklung und Erschließung des Gewerbegebietes. Hierzu zählen insbesondere die Vorbereitung und Durchführung der Planung (insbesondere sämtliche Grundleistungen gemäß §§ 39, 43, 47, 51, 55 HOAI, örtliche Bauüberwachung und weitere besondere Leistungen, soweit für die Erschließungsmaßnahme erforderlich) und Herstellung der öffentlichen Erschließung. Dies beinhaltet auch die Herstellung der öffentlichen Grün- und sonstigen Maßnahmenflächen einschließlich der Realisierung ggf. erforderlicher externer Ausgleichs-/Ersatzmaßnahmen. Weiterhin wird die regelmäßige Führung des Treuhandkontos eine zu erbringende Leistung des Auftragnehmers sein.
Für die erforderlichen Planungsleistungen gemäß HOAI ergeben sich voraussichtlich folgende Leistungsbilder:
- Leistungsbild Freianlagen, Honorarzone: II,
- Leistungsbild Ingenieurbauwerke, Honorarzone: II,
- Leistungsbild Kanalisation, Honorarzone: II,
- Leistungsbild Stauraumkanal, Honorarzone: III,
- Leistungsbild Pumpwerk, Honorarzone: III,
- Leistungsbild Versickerungsmulden, Honorarzone: II,
- Leistungsbild Verkehrsanlagen, Honorarzone: III,
- Leistungsbild Tragwerksplanung, Honorarzone: II,
- Leistungsbild Techn. Ausrüstung. Honorarzone: II.
Die zu erbringenden Leistungen sollen nach aktuellem Stand stufenweise beauftragt werden:
- Stufe 1: Grundlagenermittlung, Vorplanung und Entwurfsplanung (HOAI LPH 1-3),
- Stufe 2: Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen (HOAI LPH 5-7),
- Stufe 3: Bauausführung, Inbetriebnahme, Übergabe der Verkehrsanlagen und Bauwerke, Objektbetreuung (HOAI LPH 8-9).
Die Stufen-Aufteilung kann sich ggf. noch ändern. Es wird darauf hingewiesen, dass kein Anspruch auf Realisierung/Projektumsetzung besteht. Darüber hinaus behält sich der Auftraggeber vor, die Bauleitung regional einzufordern.
Qualitätskriterium - Name: Organisation des Projektteams / Gewichtung: 30,00
Der Auftraggeber behält sich vor, die Stufenaufteilung zu ändern und die Bauausführung abschnittsweise zu beauftragen.
Siehe Abschnitt III) dieser Bekanntmachung
Eigenerklärung gem. § 6a Nr.1 VOB/A-EU, dass Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister vorhanden ist.
(Ausschlusskriterium)
Gesamtjahresumsatz in den letzten 3 Geschäftsjahren gem. § 6a Nr. 2c) VOB/A - EU:
- Mindestpunktzahl ab 1 500 000 EUR,
- Höchstpunktzahl ab 1 900 000 EUR (Wichtung 10 %).
Eigenerklärung gem. § 6a Nr. 2a) VOB/A - EU, dass im Auftragsfall eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung (auftragsübergreifend oder auftragsbezogen) abgeschlossen wird:Personenschäden mind. 3 Mio. EUR, sonstige Schäden mind. 3 Mio. EUR.
Referenzliste (die maximale Punktzahl kann mit 3 Referenzen erreicht werden) gem. § 6a Nr. 3a) VOB/A - EU (Wichtung 90 %):
Geeignete Referenzen über früher ausgeführte Leistungen in Form einer Liste. Geeignete Referenzen sind Referenzen, die vergleichbar sind. Vergleichbar sind Referenzen, wenn Sie die nachfolgenden Mindestanforderungen erfüllen und die Leistungserbringung erfolgreich war.
Werden keine geeigneten Referenzen vorgelegt, führt dies zum Ausschluss des Bewerbers (Ausschlusskriterium).
Mindestanforderungen Referenzen:
Es können nur Punkte für eine Referenz erzielt werden, die die Mindestanforderungen erfüllt. Erfüllt eine Referenz die Mindestanforderungen, wird für die Referenz die Hälfte der erreichbaren Punktzahl vergeben.
1) Erschließungsträgerschaft als modifizierter Erschließungsvertrag (Abrechnung sämtlicher Kosten mit der Gemeinde);
2) Mindestgröße des Erschließungsgebiets 9 ha;
3) Projektfertigstellung innerhalb der letzten 10 Jahre (1.1.2009 bis Ende der Teilnahmefrist);
4) Angabe Auftraggeber, Name und Telefonnummer.
Zusatzpunkte Referenzen:
Sofern eine Referenz die Mindestanforderungen erfüllt, können folgende Zusatzpunkte erzielt werden:
- Höhe der anrechenbare Herstellkosten gem. (KG 200 + 500 nach DIN 276): Mindestpunktzahl ab 0,7 Mio. EUR netto/ha Erschließungsfläche, Höchstpunktzahl ab 0,3 Mio. EUR netto/ha Erschließungsfläche,
- Größe Erschließungsgebiet:
-- Mindestpunktzahl ab 9 ha Erschließungsfläche,
-- Höchstpunktzahl ab 11 ha Erschließungsfläche.
Bewerbergemeinschaft:
- im Falle einer Bewerbergemeinschaft dürfen die eingereichten Referenzprojekte beliebig von den verschiedenen Bewerbergemeinschaftsmitgliedern eingereicht werden. Dabei muss erkennbar sein, durch welches Bewerbergemeinschaftsmitglied das Referenzprojekt erbracht wurde.
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2019/S 156-384176
1) Beauftragung und Realisierung:
Es besteht kein Anspruch auf Realisierung. Des Weiteren behält sich die Vergabestelle vor, die ausgeschriebenen Leistungen nicht vollumfänglich zu beauftragen;
2) Bewerbungsformular und Bieterplattform:
Zur Angabe der notwendigen Nachweise wird empfohlen das Bewerbungsformular zu verwenden, das auf der Vergabeplattform heruntergeladen werden kann (Link siehe I.3 der Bekanntmachung).
Der Teilnahmeantrag ist elektronisch über den angegebenen Link einzureichen (Link siehe I.3 der Bekanntmachung);
3) Formale Ausschlusskriterien:
- fristgerechter Eingang des Teilnahmeantrags (Frist siehe IV.2.2 der Bekanntmachung),
4) Rechtliche Ausschlusskriterien:
- Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 6e Abs 1-3 VOB/A - EU vorliegen (Gründe im Zusammenhang mit einer strafrechtlichen Verurteilung), bzw. Nachweis der erfolgreichen Selbstreinigung nach§ 125 GWB,
- Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 6e Abs 4 VOB/A - EU vorliegen (Gründe im Zusammenhang mit Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben), bzw. Nachweis nach § 123 Abs. 4 S.2 GWB,
- Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 6e Abs 6 VOB/A - EU vorliegen (Gründe im Zusammenhang mit Insolvenz, Interessenskonflikten oder beruflichem Fehlverhalten), bzw. Nachweis der erfolgreichen Selbstreinigung nach §125 GWB.
5) Weitere Ausschlusskriterien:
Weitere Ausschlusskriterien siehe unter Punkt III.1) der Bekanntmachung (Befähigung zur Berufsausübung, wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit bzw. technische und berufliche Leistungsfähigkeit). Insbesondere die geforderten Mindeststandards sind zu berücksichtigen;
6) Bietergemeinschaften/Eignungsleihe/Unterauftragsvergabe:
- im Fall der Eignungsleihe oder beabsichtigter Unterauftragsvergabe sind geforderte Eigenerklärungen und/oder Nachweise von dem Eignungsverleiher/Unterauftragnehmer vorzulegen. Der AG behält sich vor, einen Nachweis der Verfügbarkeit im Auftragsfall vor Auftragserteilung zu fordern.
7) Verhandlungsverfahren:
Auf IV.1.5) wird verwiesen. Die Erstangebote sind so zu kalkulieren, dass eine Beauftragung ohne weitere Verhandlungen und von der Bieterseite ausgehenden Anpassungen der Angebotssumme beauftragt werden können. Die Vergabestelle weist ausdrücklich darauf hin, dass die Möglichkeit Bieterfragen zu stellen, zur Aufklärung der kalkulatorischen Rahmenbedingungen durch die Bieter aktiv genutzt werden soll;
8) Bewerberfragen:
Bewerberfragen sind möglichst bis zum 28.10.2019 abschließend und ausschließlich über die Vergabeplattformeinzureichen.
Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Kalendertagen nach Kenntnis bzw. - soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind - bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3, Satz 1, Nr. 1 bis 3 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3, Satz 1, Nr. 4 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 Abs. 2, Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung auf elektronischem Weg (§ 134 Abs. 2 GWB). Die anfängliche Unwirksamkeit eines öffentlichen Auftrages gem. § 135 Abs. 1 GWB kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrages, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsabschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§ 135 Abs. 2 GWB).