Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/62667,0.html
Timestamp: 2019-12-07 21:46:26
Document Index: 27935541

Matched Legal Cases: ['§211', '§32', '§212', '§211', '§212', '§211', '§211']

Verfasst am: 04 Apr 2006 - 13:49:35 Titel: Aufbau Mord und Totschlag bei Rechtswidrigkeitsproblemen
habe ein Problem bezüglich des Aufbaus bei Mord und Totschlag, wenn Rechtsfertigungsprobleme, Notwehr, vorliegen.
Manche Autoren wollen dann Mord und Totschlag parallel prüfen, d.h. gemeinsame Tatbestände und gemeinsame Rechtswidrigkeit und Schuld.
Wie soll das dann aussehen???
Verfasst am: 04 Apr 2006 - 15:50:03 Titel:
Wenn es "klar wie Kloßbrühe" ist, dass das Opfer tot ist und der Täter ihn getötet hat, kannst du 212 in der Hausarbeit weglassen und gleich 211 prüfen. Dann prüfst du die Mordmerkmale und die Rechtfertigung innerhalb eines Tatbestandes. Das ist sauberer, als wenn du den Totschlag wegen Rechtfertigungsgründen verneinst und anschließend noch den Mord (im Hilfsgutachten) prüfst, um die Mordmerkmale in der Hausarbeit zu verbraten.
Verfasst am: 04 Apr 2006 - 16:20:52 Titel:
Das Opfer stirbt, aber erst nach einer längeren Zeit und bei der Abwandlung hab ich ein Problem bei der obj. Zurechenbarkeit.
Zudem muss ich bei der Notwehr den Streit zwischen Vollendungs- und Versuchslösung diskutieren!
Habe zwar einen parallelen Aufbau gefunden, aber bei dem äußert sich der Verfasser nicht mehr zur kausaliät und obj. Zurechenbarkeit. Das sieht dann so aus:
§§211, 212
a) obj. TB
Erdolg: Tod des Opfers
b) subj. TB
Vorsatz bzgl. Tod und bzgl. Mordmerkmale
§32: Vollendungs- bzw. Versuchslösung
Problem: vorsätzliche alic
Verfasst am: 04 Apr 2006 - 19:40:33 Titel:
Du kannst trotzdem 212, 211 zusammen prüfen. Tödlich wird es nur dann, wenn du merkst, dass der Mord nicht durchgeht, der Totschlag aber schon und du dann nach der gescheiterten Prüfung des 211 noch mal anfängst 212 zu prüfen.
Allerdings würde ich 212, 211 nur dann zuzammen prüfen, wenn tatsächlich Rechtfertigungsgründe vorliegen und du somit nach der Prüfung des 212 nicht mehr zu 211 kommen würdest.
Verfasst am: 09 Apr 2006 - 12:20:24 Titel: Re: Aufbau Mord und Totschlag bei Rechtswidrigkeitsproblemen
LoveGirl hat folgendes geschrieben:
Ist das die Hausarbeit Trier, großer Schein?
Verfasst am: 09 Apr 2006 - 18:02:51 Titel:
Verfasst am: 10 Apr 2006 - 15:01:22 Titel:
mhm, ja Ha in Trier....sowas tolles.
ich hab da auch mal eine frage. kann ich denn nicht §212 und §211 getrennt prüfen, d.h. §212 erst bajahen und dann §211 prüfen...denn §211 wird ja erst im zweiten Tk verwirklicht.
und wie macht sich N strafbar:)
Verfasst am: 10 Apr 2006 - 15:58:19 Titel:
NICHT in Tatkomplexe unterteilen. Wer das tut macht einen großen Fehler.
Verfasst am: 10 Apr 2006 - 16:01:20 Titel:
ja sicher sein kann man sich nie, aber ich hatte auch eher mit bedenken daran gedacht.
trotzdem, kann man aus 212 und 211 strafbar sein, wenn diese beiden delikte so auseinander liegen?und wwas ist jetzt mit dem n?
Verfasst am: 10 Apr 2006 - 16:23:43 Titel:
Soweit ich gelesen habe, spielt die zeitliche Zäsur und der Wechsel im Vorsatz für die Vorsatztat keine Rolle.
Über N bin ich mir auch net so im Klaren...insbesondere bei der Abwandlung...
Nur für die, die gerne wissen möchten, worum es geht:
http://www.uni-trier.de/jaeger/texte/hausarbeit1.doc