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Timestamp: 2016-10-23 20:39:10
Document Index: 13073669

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 357/06 (28.02.2007)
U 357/06
B.________, 1938, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Schaffhauser, Seidenhofstrasse 14, 6003 Luzern,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 22. Juni 2006.
B.________, geboren 1938, war seit 1. Juni 1999 teilzeitlich (60 %) bei der Firma X.________ als Kassiererin angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 22. April 2001 wurde sie als Beifahrerin in einem Personenwagen in eine Auffahrkollision verwickelt. Dabei zog sie sich ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS) und eine Ellbogenkontusion zu (Bericht des Hausarztes Dr. med. C.________, FMH f�r Innere Medizin, vom 11. Juli 2001). In der Folge klagte sie �ber Kopfschmerzen, Nackenprobleme, torticollis�hnliche Phasen ("Schiefhals"), Erm�dung und Konzentrationsschwierigkeiten. Die SUVA kam f�r die Kosten der Heilbehandlung auf und entrichtete Taggelder. Nach medizinischen und erwerblichen Abkl�rungen verf�gte die SUVA am 26. Februar 2004 die Zusprechung einer Invalidenrente ab 1. April 2004 bei einem Invalidit�tsgrad von 19 %. Die hiegegen erhobene Einsprache der B.________ wies sie am 10. November 2004, nach Eingang weiterer medizinischer Berichte (Aktengutachten des SUVA-Arztes Dr. med. H.________, FMH f�r orthop�dische Chirurgie, vom 21. Oktober 2004; Zwischenbericht des Dr. med. C.________ vom 2. November 2004), ab.
Hiegegen liess B.________ Beschwerde f�hren, welche das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern am 22. Juni 2006 abwies, soweit es darauf eintrat.
B.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides die Zusprechung einer Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 70 % sowie einer Integrit�tsentsch�digung, eventualiter die R�ckweisung der Sache zur Aktenerg�nzung und Neubeurteilung (bei Weiterausrichtung von Taggeldern) an die Vorinstanz beantragen. Gleichzeitig l�sst sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchen.
Im Einspracheentscheid werden folgende Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt: Art. 6 Abs. 1 UVG zum Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung, Art. 7 ATSG zum Erwerbsunf�higkeit, Art. 8 ATSG zum Begriff der Invalidit�t, zum f�r die Leistungspflicht der Unfallversicherung vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337) und ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 123 V 98 E. 3d S. 103) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) sowie Art. 18 UVG zum Anspruch auf eine Invalidenrente. Darauf wird verwiesen.
Erg�nzend hinzuweisen ist auf die Rechtsprechung zur Aufgabe von �rztinnen und �rzten bei der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261) und zur Beweisw�rdigung (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352).
Das kantonale Gericht erwog, insbesondere gest�tzt auf das Aktengutachten des Dr. med. H.________ sei davon auszugehen, dass sich die unfallbedingten Restbeschwerden auf Nackenschmerzen bei Zwangshaltung beschr�nkten. Diese verunm�glichten eine dem Leiden angepasste ganzt�gige Arbeitst�tigkeit nicht.
Die Versicherte bringt vor, das Aktengutachten des Dr. med. H.________ k�nne nicht massgeblich sein, da dessen Einsch�tzung zum einen nicht auf eigenen Untersuchungen beruhe und sie zum anderen vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei. Abzustellen sei auf die Einsch�tzungen des Dr. med. S.________, FMH f�r Neurologie, vom 14. Februar 2005. Da sich Dr. med. S.________ zur Arbeitsunf�higkeit und zu den zumutbaren T�tigkeiten nicht �ussere, seien die Akten diesbez�glich erg�nzungsbed�rftig.
Zu pr�fen ist, ob zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides weiterhin unfallkausale Beschwerden bestanden und wie sich diese allenfalls auf die Arbeitsf�higkeit auswirkten.
4.1 Aus den Unterlagen geht hervor und es ist unbestritten, dass die HWS der Versicherten bereits vor dem Unfall erheblich vorgesch�digt war. Ebenfalls ist erstellt, dass sich die Beschwerdef�hrerin bei der Auffahrkollision vom 22. April 2001 ein HWS-Distorsionstrauma (nebst einer Ellbogenkontusion) zuzog (Bericht des Dr. med. C.________ vom 11. Juli 2001). Entgegen ihren Vorbringen war sie vor dem Unfall nicht beschwerdefrei. Anl�sslich der Untersuchung durch Dr. med. S.________ vom 14. Februar 2005 gab sie an, schon vor dem Unfall unter Nackenschmerzen gelitten und sich aus diesem Grund (physio-) therapeutischer Behandlung unterzogen zu haben. Diese Schmerzen waren nach Angaben der Beschwerdef�hrerin indessen bedeutend weniger ausgepr�gt als die nach dem Unfall aufgetretenen und h�tten auf die Therapie gut angesprochen.
4.2 Die �rzte, welche die Beschwerdef�hrerin untersuchten, konnten mit Ausnahme unfallfremder arthrotischer und degenerativer Ver�nderungen der HWS keine pathologischen somatischen Befunde ausmachen (kreis�rztliche Untersuchungen vom 31. August 2001, 5. Juni 2002 und 26. Mai 2003; neurologische Exploration durch Dr. med. W.________ vom 12. Oktober 2002; Bericht des Hausarztes Dr. med. C.________ vom 25. April 2002; 3-Phasenszintigraphie durch Dr. med. L.________, FMH f�r Radiologie, Medical Imaging, vom 15. Juli 2002). In der Analyse dieser Befunde f�hrte Dr. med. H.________ aus, die im MRI sichtbar gemachten, mehrere Segmente betreffenden St�rungen spr�chen weit eher gegen als f�r eine traumatische Einwirkung.
4.3 Dass die Ausf�hrungen des Dr. med. H.________ nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, stellt deren Beweistauglichkeit nicht zum Vornherein in Frage. Auch Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern es im Wesentlichen nur um die �rztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichtes U 492/00 vom 31. Juli 2001, E. 3d, auszugsweise publ. in: RAMA 2001 Nr. U 438 S. 345). Im Rahmen der Beurteilung durch Dr. med. H.________ ging es um eine kritische W�rdigung der bereits vorhandenen Berichte, nachdem die Versicherte in ihrer Einsprache verschiedene Einw�nde gegen die kreis�rztliche Beurteilung hatte erheben lassen. Dr. med. H.________ durfte in Anbetracht der bereits erfolgten umfassenden Untersuchungen, die im Wesentlichen zu �bereinstimmenden Ergebnissen gef�hrt hatten, von eigenen Explorationen absehen. Seine Einsch�tzungen entsprechen den weiteren Anforderungen, welche praxisgem�ss erf�llt sein m�ssen, damit einem Arztbericht volle Beweiskraft zuerkannt werden kann (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Wenn Dr. med. H.________ - in �bereinstimmung mit dem Kreisarzt - zum Schluss kam, die Versicherte k�nne theoretisch ganzt�gig eine (alters-) angepasste Erwerbst�tigkeit aus�ben, kann darauf grunds�tzlich abgestellt werden.
4.4 Zu pr�fen ist, ob der Bericht des Dr. med. S.________ zu einem anderen Schluss f�hrt. In seinem Bericht vom 14. Februar 2005 hielt der Neurologe fest, die Beschwerdef�hrerin leide an einem HWS-Distorsionstrauma mit chronischem myofaszialem Zervikalsyndrom und Verdacht auf Traumatisierung der degenerativ ver�nderten HWS. Bezugnehmend auf sich nicht bei den Akten befindliche HWS-Funktionsaufnahmen, ein Computertomogramm (CT) der HWS sowie eine Magnetresonanzuntersuchung (MRI) der HWS (alle am 7. Februar 2005 im Institut X.________ f�r Radiologie angefertigt) stellte er folgende Diagnosen:
"1. Erhebliche, mehrsegmentale degenerative Ver�nderungen der HWS,
am st�rksten ausgepr�gt in den Bewegungssegmenten C4/C5 bis C6/C/7
2. Eingeschr�nkter, aktiver, sagittaler Bewegungsumfang der HWS
3. Im Segment C2/C3 besteht einer Hypermobilit�t
4. Leicht eingeschr�nkte Rotationsbeweglichkeit nach beiden Seiten in den
Segmenten C1/C2 und C2/C3 ohne eindeutige �berschreitung der
pathologischen Seitendifferenz
5. Funktionsstellungsabh�ngiges Ausmass der kombiniert oss�r-diskalen
Einengungen des Spinalkanals bei Zunahme in Reklination und Abnahme
in Inklination
6. Kein Nachweis einer eindeutigen posttraumatischen diskoligament�ren
L�sion, insbesondere intakte Darstellung der Ligamenta alaria und des
Ligamentum transversums
7. Kein Hinweis auf eine traumatische Myelopathie."
4.5 Entgegen der Auffassung der Versicherten kann aus den - sorgf�ltig durchgef�hrten - Untersuchungen des Dr. med. S.________ nicht auf einen unfallbedingten invalidisierenden Gesundheitsschaden geschlossen werden. Der Neurologe hielt fest, bei der Auffahrkollision vom 22. April 2001 sei es zu einer Traumatisierung der vorgesch�digten HWS gekommen. Weiter wies er allgemein darauf hin, in der Literatur werde beschrieben, dass bei Personen mit vorbestehenden degenerativen HWS-Ver�nderungen h�ufig eine Chronifizierung der Beschwerden nach einem Distorsionstrauma der HWS beobachtet werde.
4.6 Bei Personen, die vorbestehende degenerative Ver�nderungen der HWS aufweisen, ein Schleudertrauma der HWS (oder eine �quivalente Verletzung) erleiden und die nach einem Unfall �ber persistierende Beschwerden klagen, darf nicht ohne weiteres nach einigen Monaten ein Status quo sine angenommen werden. Auch bei degenerativen Ver�nderungen ist ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Symptomen anzunehmen, selbst wenn mittels konventioneller Bildgebung Verletzungen nicht oder nur mit Schwierigkeiten erkennbar sind (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 287/04 vom 17. M�rz 2005, E. 8.1, auszugsweise publ. in: RKUV 2005 Nr. U 550 S. 242). Indessen entspricht es der medizinischen Erfahrung, dass traumatische Verschlimmerungen degenerativer Erkrankungen der Wirbels�ule in der Regel nach sechs bis neun Monaten, sp�testens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten sind. Dauern die Beschwerden nach einer einfachen Kontusion l�nger, steht oftmals eine psychische Anpassungsst�rung oder Fehlentwicklung dahinter. Dieser medizinische Erfahrungssatz darf, zumal er der herrschenden medizinischen Lehrmeinung entspricht, im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises ber�cksichtigt werden (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichtes U 60/02 vom 18. September 2002, E. 3. 2 mit Hinweisen auf die medizinische Literatur).
4.7 In W�rdigung der erheblichen Sch�digung der HWS, welche bereits vor dem Unfall zu therapiebed�rftigen Beschwerden gef�hrt hatte, sowie in Anbetracht des fehlenden Nachweises unfallbedingter struktureller L�sionen und dem vom Neurologen Dr. med. W.________ ge�usserten Verdacht auf eine Traumaverarbeitungsst�rung ist nicht �berwiegend wahrscheinlich, dass zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides (immer noch) unfallkausale invalidisierende Beschwerden bestanden. Auch die Einsch�tzungen des Dr. med. S.________, insbesondere die von ihm festgestellte eingeschr�nkte Beweglichkeit der HWS sowie die Verh�rtungen und Druckdolenz der Nackenmuskulatur f�hren zu keinem anderen Schluss. Dies gilt umso mehr, als die Bewegungseinschr�nkung nach der glaubw�rdigen Beurteilung des Kreisarztes vom 5. Juni 2002 vor allem auf die Angst der Versicherten zur�ckzuf�hren ist, Schmerzen auszul�sen, indessen nicht mit einer organischen L�sion erkl�rt werden kann. Wenn die SUVA eine uneingeschr�nkte Arbeitsf�higkeit in einer angepassten T�tigkeit angenommen und den Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung verneint hat, ist dies nicht zu beanstanden. Von weiteren Abkl�rungen kann in antizipierter Beweisw�rdigung abgesehen werden, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind.
5.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die im Unfallzeitpunkt 63-j�hrige Versicherte trotz Erreichens des Pensionsalters aus finanziellen Gr�nden weiterhin erwerbst�tig geblieben w�re.
5.2 Nimmt eine versicherte Person nach dem Unfall die Erwerbst�tigkeit altershalber nicht mehr auf oder wirkt sich das vorger�ckte Alter erheblich als Ursache der Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit aus, so sind gem�ss Art. 28 Abs. 4 UVV f�r die Bestimmung des Invalidit�tsgrades die Erwerbseinkommen massgebend, die sie im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitssch�digung erzielen k�nnte. Die Beschwerdef�hrerin war im Zeitpunkt des von der SUVA festgesetzten Rentenbeginns (1. April 2004) 66-j�hrig. Sie befand sich somit in einem "vorger�ckten Alter", zumal nach der Rechtsprechung (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 106/89 vom 13. August 1990 E. 4, publ. in: RKUV 1990 Nr. U 115 S. 389) ein solches in der Regel im Bereich von 60 Jahren liegt (wobei dies keine absolute Limite darstellt, sondern die berufsspezifische Gewohnheiten und allf�llige besondere Umst�nde des Einzelfalls zus�tzlich zu ber�cksichtigen sind). Da die Versicherte nach den medizinischen Akten eine angepasste T�tigkeit noch vollzeitlich aus�ben kann, ihr die Stelle im bisherigen Betrieb, der Firma X.________, jedoch gek�ndigt worden war, h�tte sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Stelle suchen m�ssen. Dabei w�re das Alter von 66 Jahren zweifellos ein beachtliches Hindernis gewesen. In einem mittleren Alter hingegen h�tte die Versicherte aber voraussichtlich eine geeignete Stelle finden k�nnen. Deshalb ist vorliegend gem�ss Art. 28 Abs. 4 UVV vorzugehen.
5.3 Gegen das vorinstanzlich gest�tzt auf die Angaben der Firma X.________ vom 23. Dezember 2003 auf Fr. 44'556 festgesetzte Valideneinkommen f�r das Jahr 2004 erhebt die Versicherte zu Recht keine Einw�nde.
5.4.1 Entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist nach dem Gesagten (Erw. 5.2 hievor) durchaus korrekt, dass SUVA und Vorinstanz das Invalideneinkommen unter Ber�cksichtigung der �rztlichen Einsch�tzung, wonach die m�glichen T�tigkeiten nicht auf den Dienstleistungssektor beschr�nkt sind, ausgehend von der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) f�r das Jahr 2004 festgesetzt haben. Nicht zu beanstanden ist weiter auch der Abzug von 6,5 %, weil die Beschwerdef�hrerin aus invalidit�tsfremden Gr�nden ein in diesem Ausmass unterdurchschnittliches Valideneinkommen (Fr. 44'556.-; branchen�blicher Lohn der Frauen im Detailhandel, Anforderungsniveau 4 [LSE 2004 Tabelle TA 1 S. 53], angepasst an die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2004 im Handel von 41,9 Stunden [Die Volkswirtschaft 12/2005, Tabelle B9.2 S. 94]: Fr. 47'665.44) erzielt hatte.
5.4.2 Was den leidensbedingten Abzug betrifft, legt die Vorinstanz die Rechtsprechung zu den diesbez�glichen Voraussetzungen (BGE 126 V 75 E. 5b/aa S. 79) zutreffend dar. Richtig ist auch, dass der Einfluss der einzelnen Merkmale (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) auf das Invalideneinkommen unter W�rdigung der Umst�nde im Einzelfall nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen (BGE 126 V 75 E. 5b/bb S. 80) und insgesamt auf h�chstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 75 E. 5b/cc S. 80). Zwar stellt der gesamthaft vorzunehmende Abzug (lediglich) eine Sch�tzung dar, weshalb das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen soll (BGE 126 V 75 E. 6 S. 81 mit Hinweis; vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 420/04 vom 25. Juli 2005, E. 2.3). Indessen liegt unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde der vorinstanzlich auf 20 % festgesetzte Leidensabzug n�her als der von der SUVA zugestandene Abzug von 25 %. Zusammenfassend ist somit der im angefochtenen Entscheid ermittelte Invalidit�tsgrad von 19 % nicht zu beanstanden.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 201 E. 4a S. 202 mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird Rechtsanwalt Urs Schaffhauser, Luzern, f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.