Source: https://www.haufe.de/steuern/finanzverwaltung/laendererlass-unentgeltliche-oder-verbilligte-fluege_164_319408.html
Timestamp: 2020-06-04 18:22:25
Document Index: 240558502

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 16', '§ 57']

Ländererlass: Unentgeltliche oder verbilligte Flüge | Steuern | Haufe
Bild: Haufe Online Redaktion Der Wert der Flüge kann nach § 8 Abs. 2 oder Abs. 3 EStG ermittelt werden.
4. In den Fällen der Bewertung nach § 8 Abs. 2 EStG können die Flüge mit Durchschnittswerten angesetzt werden. Für die Jahre 2016 bis 2018 werden die folgenden Durchschnittswerte nach § 8 Abs. 2 Satz 10 EStG für jeden Flugkilometer festgesetzt.
Durchschnittswerte in EUR je Flugkilometer (FKM)
1 - 4.000 km
4.001 - 12.000 km
0,04 - [0,01 x (FKM - 4.000) : 8.000]
b) Bei Beschränkungen im Reservierungsstatus mit dem Vermerk „space available - SA -“ auf dem Flugschein beträgt der Wert je Flugkilometer 60 % des nach Buchst. a ermittelten Werts.
c) Bei Beschränkungen im Reservierungsstatus ohne Vermerk „space available – SA -“ auf dem Flugschein beträgt der Wert je Flugkilometer 80 % des nach Buchst. a ermittelten Werts.
Der nach den Durchschnittswerten ermittelte Wert des Fluges ist um 15 % zu erhöhen.
Der Arbeitnehmer erhält einen Freiflug Frankfurt - Palma de Mallorca und zurück. Der Flugschein trägt den Vermerk „SA“. Die Flugstrecke beträgt insgesamt 2.507 km. Der Wert des Fluges für diesen Flug beträgt 60 % von (0,04 x 2.507) = 60,17 EUR, zu erhöhen um 15 % (= 9,03 EUR) = 69,20 EUR.
5. Mit den Durchschnittswerten nach Nr. 4 können auch Flüge bewertet werden, die der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber erhalten hat, der kein Luftfahrtunternehmer ist, wenn
b) dieser Flug den unter Nr. 4 Buchst. b oder c genannten Beschränkungen im Reservierungsstatus unterliegt.
6. Von den Werten nach Nrn. 2 bis 5 sind die von den Arbeitnehmern jeweils gezahlten Entgelte abzuziehen. Der Rabattfreibetrag nach § 8 Abs. 3 EStG ist nicht abzuziehen.
7. Luftfahrtunternehmen im Sinne der vorstehenden Regelungen sind Unternehmen, denen die Betriebsgenehmigung zur Beförderung von Fluggästen im gewerblichen Luftverkehr nach der Verordnung (EWG) Nr. 2407/92 des Rates vom 23.7.1992 (Amtsblatt EG Nr. L 240/1) oder nach entsprechenden Vorschriften anderer Staaten erteilt worden ist.
Dieser Erlass ergeht mit Zustimmung des BMF und im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der anderen Länder. Er ersetzt den Erlass vom 26.9.2012 für die Jahre 2016 bis 2018 und wird im BStBl I veröffentlicht.
Gleichlautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder v. 10.9.2015
Schlagworte zum Thema: Entgelt, Geldwerter Vorteil, Unternehmen
Geldwerte Vorteile: Geldwerter Vorteil bei unentgeltlichen oder verbilligten Flügen
Justizverwaltungskostengesetz / § 16a Behördliche Schlichtung nach § 57a des Luftverkehrsgesetzes