Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20341/04
Timestamp: 2019-06-25 10:48:12
Document Index: 232095439

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 32', '§ 823', '§ 32', '§ 32', '§ 823', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 32', '§ 32', '§ 823', 'BGH', '§ 32', '§ 823', 'BGH']

Rechtsprechung: VI ZR 341/04 - dejure.org
Schadensersatz in Höhe der Darlehensforderung nebst Zinsen gegen Geschäftsführer der das Darlehen empfangenen Gesellschaft ; Notwendigkeit einer schriftlichen Erlaubnis des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen bei gewerbsmäßiger Betreibung von Bankgeschäften; Voraussetzungen für das Vorliegen von gewerbsmäßigen Handeln ; Begriff des Bankgeschäfts; Auswirkungen einer Entgegennahme von fremden Gelder zwecks Verwendung für eigene Zwecke ; Folgen eines Führens von Bankgeschäften ohne Erlaubnis des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen; Schadensursächlichkeit des Verstoßes gegen das Schutzgesetz
https://dejure.org/2006,3801
BGH, 11.07.2006 - VI ZR 341/04 (https://dejure.org/2006,3801)
BGH, Entscheidung vom 11.07.2006 - VI ZR 341/04 (https://dejure.org/2006,3801)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 2006 - VI ZR 341/04 (https://dejure.org/2006,3801)
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§ 32 Abs. 1 S. 1 Kreditwesengesetz (KWG) als Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB im Zusammenhang mit einem Schadensersatzanspruch gegen den Geschäftsführer einer GmbH; Abschluss von Darlehensverträgen zwischen der GmbH und Dritten; Erfordernis einer Erlaubnis des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen für das Betreiben von Bankgeschäften; Aufgabenwahrnehmung des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen im öffentlichen Interesse; Begriff des "gewerbsmäßigen Handelns"; Begriff des Bankgeschäfts
§ 32 Abs. 1 Satz 1 KWG als Schutzgesetz
Kapitalanleger und Kreditwesengesetz
Tatbestand des Einlagegeschäfts
LG Hildesheim, 11.06.2004 - 4 O 606/03
Es entspricht einhelliger Auffassung in der Rechtsprechung, dass § 32 KWG ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des einzelnen Kapitalanlegers ist, so dass das unerlaubte Betreiben von Bankgeschäften Schadensersatzansprüche begründen kann (vgl. BGH…, Urteil vom 23. November 2010, VI ZR 244/09, Juris, Rn. 10; Urteil vom 11. Juli 2006, VI ZR 341/04, Juris, Rn. 12 f.;… Urteil vom 21. April 2005, III ZR 238/03, Juris, Rn. 15 ff.;… Fischer aaO. § 32 Rn. 17 m.w.N.).
Schon aus dem Nichteinholen einer solchen Auskunft folgt ein Fahrlässigkeitsvorwurf (vgl. BGH…, Urteil vom 21. April 2005, III ZR 238/03, Juris, Rn. 23; Urteil vom 11. Juli 2006, VI ZR 341/04, Juris, Rn. 24).
Nach § 32 KWG bedarf derjenige, der im Inland gewerbsmäßig oder in einem Umfang, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, Bankgeschäfte betreibt oder Finanzdienstleistungen erbringen will, der schriftlichen Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin); § 32 KWG ist Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB (vergleiche etwa BGH, Urteil vom 21. April 2005 - III ZR 238/03; Urteil vom 11. Juli 2006 - VI ZR 341/04).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG Schutzgesetz iSv § 823 Abs. 2 BGB zugunsten der einzelnen Kapitalanleger (BGH vom 11.07.2006, VI ZR 341/04, m.w.Nw.).