Source: http://lexbrowser.provinz.bz.it/doc/de/201769/kollektivvertrag_vom_16_m_rz_2015_nr_0.aspx?view=1
Timestamp: 2020-04-02 18:41:30
Document Index: 68449843

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 50', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 52', 'Art. 21']

Landesgesetzgebung Landesämter und Personal Kollektivverträge Kollektivvertrag vom 16. März 2015, Nr. 0
Art. 2 Wirkung und Gültigkeit
Art. 4 Gewerkschaftsrechte
Art. 5 Arbeitszeit
Art. 6 Berufliche Ausbildung
Art. 7 Arbeitssicherheit und Mindestalter
Art. 9 Streitfälle
Art. 10 Beitrag für Vertragsbeistand
Art. 11 Beschäftigung und Beschäftigungsgarantie
Art. 12 Einstufung der Arbeiter
Art. 13 Bezahlte Freistellungen
Art. 14 Freiwillige Arbeitsunterbrechungen
Art. 15 Landesergänzungslohn
Art. 16 Hochgebirgszulage
Art. 17 Vergütung der Fahrtkosten und Schäden am Privatfahrzeug
Art. 18 Arbeitsgeräte
Art. 19 Mensadienst
Art. 20 Arbeitsverhinderung wegen höherer Gewalt
Art. 21 Sozialversicherung und Ergänzungszahlungen
(1) Der vorliegende Vertrag ergänzt den Staatlichen Kollektivvertrag vom 7. Dezember 2010, in der Folge "SKV" genannt, und gilt in der Autonomen Provinz Bozen für die Arbeitsverhältnisse und Tätigkeiten gemäß Artikel 1 des SKV. Die Arbeiten betreffen:
Errichtung, Betrieb und Wartung von Forstgärten;
Aufforstungen und Nachbesserungen einschließlich der vorbereitenden und begleitenden Arbeiten;
Pflegehiebe und Schlägerungen auch von hochstämmigen Bäumen;
Aufbau, Betrieb und Abbau von Seilanlagen sowie Ausformung, Transport und Bringung des Holzes auch mit Hilfe von Seilanlagen;
Verbesserungsmaßnahmen auf Weideflächen;
Bau von Forst- und Bringungswegen;
Ausbesserung und Instandhaltung von Forstwegen;
Verbauung und Begrünung von Böschungen und Rutschgebieten;
Löschen von Waldbränden;
Errichtung und Instandhaltung von Bauten und Infrastrukturen der Forstdomänenverwaltung sowie deren Führung;
Lawinenverbauungen;
Instandhaltung der Lawinenverbauungen;
forstliche Eingriffe besonderer Dringlichkeit bei Katastrophenfällen;
Arbeiten im Sägewerk ergänzend zur Arbeit in den Domänenwäldern;
Erhebungen und Auswertungen für Behandlungspläne, Forstinventuren, Wildschäden, Fischwasserkataster und andere Karteien;
Landschaftspflegearbeiten;
Arbeiten im Nationalpark Stilfserjoch.
Art. 2 (Wirkung und Gültigkeit)
(1) Die im vorliegenden Ergänzungsvertrag enthaltenen Bestimmungen ersetzen ab 1. März 2015 diejenigen des vorhergehenden Ergänzungsvertrages vom 01. April 2012.
(2) Die Dauer des vorliegenden Vertrages entspricht der im SKV vorgesehenen.
(3) Der wirtschaftliche Teil des vorliegenden Vertrages gilt bis zum 31. Dezember 2017, wobei jedenfalls die Erhöhungen des staatlichen Mindestlohns übernommen werden müssen.
Art. 3 (Information)
(1) Die Vertragsparteien treffen sich einmal jährlich, um Belange von gemeinsamem Interesse zu besprechen.
Art. 4 (Gewerkschaftsrechte)
(1) Die Arbeiter gemäß vorliegendem Vertrag können den Arbeitgeber über die Gewerkschaftsorganisationen zum Einbehalt der Gewerkschaftsbeiträge bevollmächtigen. Der Arbeitgeber überweist monatlich die entsprechenden Beträge an die einzelnen Gewerkschaftsvertretungen, vorausgesetzt, es wird deren Bankkontonummer angegeben. 2. Der Gewerkschaftsbeitrag wird im Ausmaß von 0,50 % des staatlichen Mindestlohns, des Landesergänzungslohns und des 3. Elementes berechnet.
Art. 5 (Arbeitszeit)
(1) Die Arbeitszeit beträgt 39 Wochenstunden und wird in der Regel auf 5 Tage, von Montag bis Freitag, verteilt.
(2) Falls an einem Samstag gearbeitet werden soll, gelten diese gearbeiteten Stunden als Überstunden im Sinne von Art. 50 des SKV.
(3) Falls wegen höherer Gewalt nicht 39 Wochenstunden gearbeitet werden, können die fehlenden Stunden innerhalb des laufenden Monats nachgeholt werden, jedoch dürfen nicht mehr als 10 Stunden pro Tag gearbeitet werden. Die so nachgeholten Stunden sind in jeder Hinsicht als Normalstunden zu betrachten.
(4) Falls ein Arbeiter darum ersucht, die verlorenen Stunden an einem Samstag nachholen zu können, gelten diese Stunden, im Gegensatz zur Regelung nach Absatz 2, in jeder Hinsicht als Normalstunden. Diese Möglichkeit ist allerdings nur gegeben, wenn die Mehrheit der Arbeitsgruppe einschließlich des Gruppenführers einverstanden ist.
(5) Es wird ausnahmsweise die Möglichkeit gegeben, die wöchentliche Arbeitszeit auf 4 Tage zu verteilen, wenn die Mehrheit der Arbeiter einverstanden ist, und die Organisation der Arbeitsstelle es zulässt.
(6) Auf schriftlichen Antrag des Arbeiters kann in den Forstgärten die Wochenarbeitszeit herabgesetzt werden. Im Antrag wird die voraussichtliche Dauer des herabgesetzten Stundenplanes festgelegt.
Art. 6 (Berufliche Ausbildung)
(1) Falls es den zuständigen Einrichtungen gelingt, für Forstarbeiter berufsbildende Kurse abzuhalten und zu finanzieren, verpflichten sich die Verwaltungen mitzuarbeiten und mögliche Ausbildner und auch geeignete Ausbildungsstätten für die Erreichung der bestmöglichen Kursergebnisse zur Verfügung zu stellen.
(2) Die Teilnahme an den Ausbildungskursen kann nach einer gewissen Zeitspanne allen Arbeitern ermöglicht werden.
Art. 7 (Arbeitssicherheit und Mindestalter)
(1) Der Arbeitgeber verpflichtet sich, die Gruppenführer, die an weit entfernten und für Fahrzeuge unzugänglichen Orten eingesetzt sind, möglichst mit Funkgeräten auszustatten.
(2) Für jede Arbeit wird die von den geltenden Unfallverhütungsvorschriften vorgeschriebene Schutzkleidung mit der Verpflichtung zum Tragen derselben zur Verfügung gestellt.
(3) Das Mindestalter für Arbeiter beträgt 16 Jahre; bis zur Erreichung des achtzehnten Lebensalters dürfen diese Arbeiter keine schweren und gefährlichen Arbeiten ausführen und sie dürfen maximal 3 Monate pro Jahr angestellt werden.
Art. 8 (Kündigung)
(1) Wenn ein Arbeiter vor Ablauf der Saison das Arbeitsverhältnis auflöst, muss er eine Kündigungsfrist von drei Tagen einhalten.
Art. 9 (Streitfälle)
(1) Gemäß SKV wird eine gewerkschaftsübergreifende paritätische Kommission eingerichtet, die wie folgt zusammengesetzt ist:
3 Mitglieder in Vertretung der Arbeitgeberverwaltungen
3 Mitglieder in Vertretung der unterzeichnenden Gewerkschaftsorganisationen, das heißt ein Vertreter aus jeder Organisation.
(2) Die angeführten Parteien können jeweils einen Fachmann ohne Stimmrecht beiziehen.
(3) Zu den Aufgaben der gewerkschaftsübergreifenden paritätischen Kommission gehören:
die authentische Auslegung des vorliegenden Ergänzungsvertrages,
Schlichtungsversuche bei möglichen Einzel- oder Gruppenstreitfällen,
Beratungen über Probleme von beidseitigem Interesse.
(4) Die Kommission tritt zusammen, sobald dies von einer Vertragspartei beantragt wird.
Art. 10 (Beitrag für Vertragsbeistand)
(1) Es wird der Beitrag für Vertragsbeistand eingeführt, der an die Gewerkschaftsorganisationen überwiesen wird, welche den vorliegenden Vertrag unterschreiben, und zwar in der Höhe und in der Art und Weise, wie dies in den Bestimmungen des SKV angegeben ist. Der Vertragsbeistand beträgt 0,40 % des staatlichen Mindestlohns, des Landesergänzungslohns und des 3. Elementes. Der Einbehalt erfolgt durch den Arbeitgeber.
(2) Der Gesamtbetrag wird monatlich auf die Kontonummer 720600 der Südtiroler Landessparkasse der Autonomen Provinz Bozen, Zweigstelle 3 überwiesen. Die Summe wird von den Vertretern der Gewerkschaften, welche den vorliegenden Landeszusatzvertrag unterzeichnen, aufgeteilt.
Art. 12 (Einstufung der Arbeiter)
(1) Die Arbeiter werden nach der voraussichtlich kontinuierlich und vorwiegend ausgeübten Tätigkeit in die nachfolgend angeführten Ebenen eingestuft. Die Einstufung wird in der Regel beibehalten, Umstufungen müssen begründet werden.
Hochspezialisierte Arbeiter – 5. Ebene - 123
Spezialisierte Arbeiter – 4. Ebene – 116
Hochqualifizierte Arbeiter – 3. Ebene - 111
- qualifizierte Forstgärtner mit erwiesener Berufserfahrung;
- Arbeiter, die Maschinen für die Erstverarbeitung des Holzes führen (Maschinen für
Entrindung, Hächsler u.a.);
- qualifizierte Maurer, Bewehrungsfachleute und Tischler mit erwiesener Berufserfahrung;
- Arbeiter, die ingenieurbiologische Verbauungen durchführen.
Qualifizierte Arbeiter – 2. Ebene - 108
Als qualifizierte Arbeiter gelten solche, welche unabhängig von an Berufsschulen erworbenen Titeln mit einem gewissen Grad an technischpraktischem Wissen und beruflichen Kenntnissen verschiedene ausführende Arbeiten ausüben.
- Arbeiter, die für die Bewässerungsanlagen in Forstgärten zuständig sind und Hilfs- Forstgärtner;
- Köche der Betriebsmensa
Gewöhnliche Arbeiter – 1. Ebene - 100
Als gewöhnliche Arbeiter gelten solche, welche ohne besondere Kenntnisse oder technischoperative Voraussetzungen gewöhnliche und einfache Arbeiten ausüben sowie alle übrigen Tätigkeiten, die nicht einer höheren Ebene zugeordnet werden können.
(2) Vorarbeiter
(3) Gruppenführer
Art. 13 (Bezahlte Freistellungen)
(1) Bei Heirat hat der Arbeiter mit unbefristetem Arbeitsvertrag Anrecht auf eine bezahlte Freistellung von 15 aufeinanderfolgenden Kalendertagen. Der Arbeiter mit befristetem Arbeitsvertrag hat Anrecht auf eine bezahlte Freistellung von 7 aufeinanderfolgenden Kalendertagen, sofern der Arbeitsvertrag eine Dauer von mindestens 150 Tagen vorsieht. Hat der Arbeiter einen Vertrag zwischen 100 und 150 Tagen, erhält er 5 Arbeitstage. In jedem Fall muss der Hochzeitstag in der Freistellung enthalten sein.
(2) Bei Tod oder belegter schwerwiegender Erkrankung des Ehegatten, eines Verwandten innerhalb des zweiten Grades oder des Lebenspartners hat der Arbeiter Anrecht auf eine bezahlte Freistellung im Ausmaß von 3 Arbeitstagen pro Jahr. Das dauerhafte Zusammenleben mit dem Lebenspartner muss aus einer meldeamtlichen Bescheinigung hervorgehen.
(3) Bei der Geburt eines Kindes oder bei Adoption steht dem Vater eine bezahlte Freistellung von 1 Arbeitstag zu.
(4) Gemäß den einschlägigen staatlichen Bestimmungen kann der Arbeiter für die Blutspende eine bezahlte Freistellung im Ausmaß eines Arbeitstages in Anspruch nehmen.
(5) Gemäß den einschlägigen staatlichen Bestimmungen kann der Arbeiter für die Betreuung behinderter Personen die bezahlten Freistellungen gemäß Gesetz 104/1992 in Anspruch nehmen.
(1) Grundsätzlich können Arbeiter mit befristetem Arbeitsvertrag keine Arbeitsunterbrechungen beanspruchen. Aus begründeten persönlichen Erfordernissen kann die Arbeit jedoch für maximal 15 Arbeitstage pro Jahr unterbrochen werden.
(2) Der Arbeiter richtet vor Beginn einer solchen freiwilligen Arbeitsunterbrechung eine schriftliche Meldung an den Arbeitgeber. Sofern keine technisch-organisatorischen Gründe vorliegen, wird diese Arbeitsunterbrechung schriftlich gewährt.
Art. 15 (Landesergänzungslohn)
(1) Mit Wirkung 01. März 2015 wird ein Landesergänzungslohn pro Stunde im Ausmaß von 0,80 Euro für die 1. Ebene, 0,94 Euro für die 2. Ebene, 0,97 Euro für die 3. Ebene, 1,00 Euro für die 4. Ebene und 1,05 Euro für die 5. Ebene zuerkannt.
Art. 16 (Hochgebirgszulage)
(1) Es wird landesweit eine einheitliche Höhenzulage im Ausmaß von 12 % des staatlichen Mindestlohns und des Landesergänzungslohns zuerkannt.
Art. 17 (Vergütung der Fahrtkosten und Schäden am Privatfahrzeug)
(1) Der Arbeitgeber legt für jeden Arbeiter eine Sammelstelle fest.
(2) Ist die Fahrtstrecke zwischen Wohnsitz bzw. Aufenthaltsort des Arbeiters und Sammelstelle nach Absatz 1 bis zu 5 km lang, erreicht der Arbeiter diese Sammelstelle auf eigene Kosten. Bei Überschreiten dieser Entfernung wird dem Arbeiter die darüber hinausgehende Wegstrecke vergütet.
(3) Die Weiterfahrt von der Sammelstelle nach Absatz 1 zur Baustelle erfolgt gemeinsam. Falls dafür anstelle des Arbeitgebers ein Arbeiter ein Fahrzeug zur Verfügung stellt, werden ihm die gefahrenen Kilometer ab Sammelstelle vergütet, wobei die gefahrene Strecke pro Mitfahrer um 10 % erhöht wird. Zusätzlich werden ihm die gefahrenen Kilometer zwischen Wohnsitz bzw. Aufenthaltsort und Sammelstelle vergütet.
(4) Die Vergütung der Fahrtkosten erfolgt immer gemäß geltendem Tarifsatz für die Landesbediensteten.
(5) Falls die Fahrtzeit zwischen Sammelstelle und Baustelle insgesamt 60 Minuten pro Tag überschreitet, gilt die darüber hinausgehende Zeit als Arbeitszeit.
(6) Das Fahrzeug wird möglichst nahe an der Baustelle abgestellt. Nach Verlassen des Fahrzeuges beginnt in jedem Fall die Arbeitszeit.
(7) Der Arbeiter, welcher sein Privatfahrzeug zur Verfügung stellt, um von der Sammel- zur Baustelle zu gelangen oder der eine Fahrtstrecke von mehr als 5 km von Wohnsitz bzw. Aufenthaltsort zur Sammelstelle zurücklegen muss, hat, auf Antrag, Anrecht auf die Vergütung des auf diesen Strecken am Fahrzeug entstandenen Schadens sowie der entsprechenden damit zusammenhängenden Kosten.
(8) Voraussetzungen für die Vergütung sind:
der Schaden darf nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig vom Arbeiter selbst verursacht worden sein;
der Schaden muss sofort gemeldet und innerhalb von 48 Stunden nach dem Vorfall durch den Baustellenbetreuer erhoben oder bestätigt werden;
der Schaden kann vom Bauleiter auch nachträglich aufgrund geeigneter Beweismittel anerkannt werden.
(9) Der Arbeiter muss folgende Unterlagen vorlegen:
Gesuch (stempelfrei) um Vergütung des erlittenen Schadens mit Unfallbericht und Schadensbeschreibung, samt Bestätigung und Bericht des Baustellenbetreuers;
Kostenvoranschlag der Reparaturarbeiten, die im direkten Zusammenhang mit dem Schadensfall entstanden sind;
Original der quittierten Rechnung oder entsprechende Steuerquittung nach erfolgter Reparatur, bzw. Wert des Fahrzeuges zum Zeitpunkt des Schadensfalls (nach „Quattroruote“).
(10) Nicht berücksichtigt werden Ansuchen um Vergütung von Schäden, deren Ausmaß weniger als 100 Euro ausmacht.
(11) Im Falle von Schäden, die laut Meinung des Bauleiters zur Gänze oder teilweise der Verantwortung Dritter zuzuschreiben sind, kann der Bauleiter dem Arbeiter die entstandenen Schäden vorzeitig vergüten, und zwar gegen rechtzeitige Abtretung der jeweiligen Schadenersatzforderungen an das für die Regiearbeiten zuständige Zentralamt, damit dieses genügend Zeit zum Vorgehen gegen Dritte hat (innerhalb Zweijahresfrist).
Art. 18 (Arbeitsgeräte)
(1) Falls der Arbeiter seine Geräte für die Arbeit zur Verfügung stellen soll, wird zwischen ihm und dem Bauleiter eine entsprechende Vergütung vereinbart.
Art. 19 (Mensadienst)
(1) Falls die Mehrheit der Arbeiter einer Baustelle es wünscht und diese Mehrheit 12 Arbeiter umfasst, verpflichtet sich der Arbeitgeber, einen Mensadienst zu errichten und die zu diesem Zweck notwendige Ausrüstung und einen Arbeiter für den Küchendienst zur Verfügung zu stellen.
(2) Wo dieser nicht möglich ist, wird dem Arbeiter ein Betrag von 1,50 Euro pro Stunde ausbezahlt.
Art. 20 (Arbeitsverhinderung wegen höherer Gewalt)
(1) Der Arbeiter mit befristetem Arbeitsvertrag, welcher seinen Arbeitsort erreicht hat, jedoch wegen höherer Gewalt nicht mit der Arbeit beginnen kann, bekommt zwei Stunden der jeweiligen Tagesentlohnung bezahlt.
(2) In den Fällen gemäß Absatz 2, in denen er zwischen zwei und dreieinhalb Stunden gearbeitet hat, bekommt der Arbeiter 50% der jeweiligen Tagesentlohnung; wenn er zwischen dreieinhalb und fünf Stunden gearbeitet hat, erhält er 75%; falls er mehr als fünf Stunden gearbeitet hat, erhält er die volle Tagesentlohnung.
(3) Für die Arbeiter mit unbefristetem Arbeitsvertrag gelten die Bestimmungen nach Art. 52.
(4) In von diesem Artikel vorgesehenen Fällen hat der Arbeiter Anspruch auf die Kilometervergütung.
Art. 21 (Sozialversicherung und Ergänzungszahlungen)
(1) Bei Arbeitsunfällen steht dem Arbeiter, soweit er ein Unfallgeld vom INAIL bezieht, eine Ergänzungszulage pro Tag in folgendem Ausmaß zu:
(2) Bei Nichtanerkennung des Unfalls von Seiten des INAIL ist der Arbeitnehmer zur Rückzahlung der ausbezahlten Beiträge verpflichtet.
(3) Im Falle von Krankheit, soweit der Arbeiter ein Krankengeld vom INPS bezieht, steht eine tägliche Ergänzungszulage in folgendem Ausmaß zu:
(4) Die Zahlung erfolgt im Folgemonat.