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Timestamp: 2017-11-20 05:59:59
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Matched Legal Cases: ['§ 29', '§ 31', '§ 20', '§ 20', '§ 32', '§ 31', '§ 29', '§ 31', '§ 20', '§ 20', '§ 34', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 3', '§ 33', '§ 11', '§ 29', '§ 31', '§ 29', '§ 32', '§ 21', '§ 1', '§ 5', '§ 8']

Glossar|100 prozent erneuerbar
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Ausklammerung von bestimmten Flächen
Hochspannungsstromtrassen
Mittlerer Vergütungssatz
Räumliche Direktvermarktung
Unbelastete Freifläche
Gepostet am Jan 3, 1999 in Wissenschaft&Bildung
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) (§ 29 & § 31) unterscheidet bei der Vergütung für Windenergieanlagen zwischen zwei Vergütungsstufen. In den ersten Betriebsjahren wird eine erhöhte Anfangsvergütung bezahlt. Nach einer gewissen Zeit, die sich nach der Ertragslage des jeweiligen Standortes bemisst, wird sie auf das Niveau der Grundvergütung reduziert.
Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist festgelegt, dass die Vergütung für Erneuerbare-Energie-Anlagen jedes Jahr um einen bestimmten festgelegten Prozentsatz reduziert wird. Diesen Prozentsatz bezeichnet man als Degression. Für die meisten Energiearten ist in § 20 EEG ein fester Degressionssatz festgelegt. Im Falle der Solarenergie gibt es jedoch keinen festen Degressionssatz. Hier wird die Degression jedes Jahr neu festgelegt, und zwar in Abhängigkeit von den Leistungen der im Vorjahr zugebauten Solaranlagen (vlg. § 20a EEG). Die durchschnittliche Degression beträgt neun Prozent. Wird die vom Gesetzgeber vorgesehene Ausbaumenge von 3.500 Megawatt pro Jahr unterschritten, so verringert sich die Degression. Dadurch soll der Anreiz für den Ausbau für Solaranlagen erhöht werden. Wird die Ausbaumenge überschritten, so wird die Degression erhöht, damit der Zubau gedrosselt wird. Diese Konstruktion bezeichnet man als „atmenden Deckel“.
Nicht alle Arten von Erneuerbare-Energie-Anlagen werden durch das Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Ein wichtiges Einschluss- bzw. Ausschlusskriterium ist dabei die Fläche, auf der die Anlage errichtet wird.
Solarenergie: In §§ 32 und 33 EEG ist festgelegt, auf welchen Flächen Solaranlagen stehen müssen, um in die EEG-Vergütung miteinbezogen zu werden. Vergütet werden u.a. Solaranlagen auf Gebäuden, in Gewerbe- und Industriegebieten, auf Flächen entlang von Autobahnen und Schienenwegen.
Zu den Flächen die von der Vergütung ausgeschlossen sind zählen u.a. unbelastete Ackerflächen (Grünflächen), Wohnbauflächen, Naturschutzgebiete und Nationalparks.
Windenergie: Windenergieanlagen auf See erhalten keine EEG-Vergütung, falls sie in einem Gebiete errichtet werden, das nach Bundesnaturschutzgesetzes oder nach Landesrecht zu einem geschützten Teil von Natur und Landschaft erklärt worden ist oder das als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen wurde. (§ 31 (5) EEG)
Basisvergütung, Basissatz
Die Basisvergütung bezeichnet die sogenannte „Grundvergütung“ für Windenergieanlagen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) (§ 29 & § 31) unterscheidet bei der Vergütung für Windenergieanlagen zwischen zwei Vergütungsstufen. In den ersten Betriebsjahren wird eine erhöhte Anfangsvergütung gezahlt. Nach einer gewissen Zeit, die sich nach der Qualität des Standortes bemisst, wird sie auf das Niveau der Grundvergütung reduziert.
Die Degression ist ein im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegter Prozentsatz, um den sich die Vergütungen für neu errichtete Erneuerbare-Energie-Technologien (Solar, Wind, Biomasse, Geothermie, Wasserkraft) jedes Jahr automatisch verringern (vgl. § 20 und § 20a EEG). Die Kosten für die Erzeugung regenerativer Energie sinken mit der Zeit kontinuierlich ab. Grund hierfür sind technologische Fortentwicklung der Anlagen, verbesserten Produktionsmethoden sowie die zunehmende Massenfertigung. Um diese Entwicklungen abzubilden und eine Überförderung zu vermeiden, wurde die Degression eingeführt. Darüber hinaus hat sie das Ziel, die Erneuerbare-Energie-Branche zur ständigen Verbesserung der Anlagen anzuhalten und Innovationen zu fördern.
Direktvermarktung, Räumliche Direktvermarktung
Für gewöhnlich verkauft der Betreiber einer Erneuerbare-Energie-Anlage seinen Strom an den zuständigen regionalen Netzbetreiber. Dieser Netzbetreiber bzw. der zuständige Übertragungsnetzbetreiber leitet den Strom zum Endkunden und regelt die Abrechnung der EEG-Vergütungs-Kosten (gesetzliche Grundlage: § 34ff EEG und Ausgleichsmechanismusverordnung).
Alternativ kann der Anlagenbetreiber den Strom aber auch direkt an einen interessierten Abnehmer verkaufen. Dies wird dann als „Direktvermarktung“ bezeichnet (vgl. § 33a EEG). Solange Anlagenbetreiber den Strom aus ihren Anlagen direkt vermarkten, entfällt der Vergütungsanspruch nach Maßgaben des EEG (vgl. § 33e EEG-2012). Der Verkauf von Strom an Dritte gilt nicht als Direktvermarktung, wenn Anlagenbetreiber den Strom an Dritte veräußern, die den Strom in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Anlage verbrauchen, und der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird. (vgl. § 33a EEG). Dies bezeichnet man als räumliche Direktvermarktung. Betreiber, die ihren Strom in räumlicher Direktvermarktung vertreiben, haben keinen Anspruch auf eine Marktprämie, die das EEG in § 33g für direkt vermarkten Strom vorsieht.
Mit Hilfe der Diskontierung kann man entweder feststellen, was eine zukünftige Investition – gemessen in heutiger Geldanlage – kostet oder welchen gegenwärtigen Wert eine Zahlung,
die für einen in der Zukunft liegendem Zeitpunkt zugesichert ist, hat. Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung von Erneuerbare-Energie-Anlagen ist eine angemessene Diskontierung unentbehrlich.
EE, Erneuerbare Energien
Erneuerbare-Energie-Anlagen nutzen zur Stromerzeugung entweder
(a) die unendlich vorhandene Sonnenergie in direkter oder indirekter Form (Sonnenstrahlung, Wind und in Pflanzen gebundener Energie aus der Photosynthese) oder
(b) zapft Energiequellen an, die nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind (Erdwärme, Gezeiten).
Zu erneuerbarer Energie (Abkürzung EE) zählt: Solar- Wind- und Bioenergie (Vergärung von Pflanzen zur Erzeugung von Biogas, Verbrennung von Biomasse in Kraftwerken, Erzeugung von Biodiesel), Wasserkraft, Gezeitenkräfte und Geothermie (Erdwärme).
EEG steht für Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ziel des EEGs ist, die Entwicklung und Markteinführung regenerativer Energien zu beschleunigen. Kernpunkte des EEGs sind die feste Vergütung für regenerativ erzeugten Strom und dessen Einspeisevorrang. D.h. jeder Erneuerbare-Energie-Anlagenbesitzer bekommt für 20 Jahre einen gesetzlich verankerten Vergütungssatz pro erzeugte Kilowattstunde Strom. Die dafür benötigten Finanzmittel werden auf jeden Stromverbaucher in Deutschland umgelegt. Die EEG-Vergütung ist somit keine staatliche Subvention. Sobald regenerative Energien mit konventionellem Strom preislich konkurrieren können, ist das Ziel des EEGs erreicht und die Markteinführung abgeschlossen.
Differenzkosten beschreiben die Differenz zwischen (1.) sämtliche Vergütungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die innerhalb eines Jahres für die gesamte Menge regenerativ erzeugten Stroms gezahlt werden, und (2.) dem Preis, der für dieselbe Strommenge gezahlt werden müsste, falls diese aus konventionellen Kraftwerken gewonnen würde (gerechnet in den Strompreisen der Leipziger Strombörse). Die Differenzkosten sind damit ein Maß für die Mehrkosten, welche der Gesellschaft durch die Förderung erneuerbarer Energie entstehen.
Die EEG-Umlage verteilt die Kosten der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Förderung regenerativer Energien auf fast alle Stromverbraucher mit Ausnahme der stromintensiven Unternehmen (vgl. § 3 EEG Ausgleichsmechanismus Verordnung). Die Gesamtkosten werden gleichmäßig auf jede konsumierte Kilowattstunde Strom aufgerechnet und über den normalen Strompreis erhoben.
Eigenverbrauch, Eigenverbrauchsbonus
Gewöhnlich speisen die Besitzer von Erneuerbare-Energie-Anlagen ihren Strom in das Stromnetz ein, und erhalten dafür eine Vergütung nach den Maßgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, den Strom nicht einzuspeisen, sondern selbst direkt vor Ort zu verbrauchen. Dies nennt man dann „Eigenverbrauch“. Wenn der Anlagenbesitzer seinen Strom selbst verbraucht, spart er die normalerweise anfallenden Strombezugskosten für konventionellen Strom. Er erhält jedoch auch keine EEGVergütung. Zumeist ist der Eigenverbrauch dennoch attraktiv, da der derzeitige durchschnittliche Haushaltsbezugsstrompreis von 23,7 Cent je Kilowattstunde die derzeitige EEG-Vergütung der meisten Erzeugungsanlagen übersteigt – somit sind die vermieden Kosten höher als die entgangenen Einspeiseerlöse.
Dies gilt jedoch nicht für Solaranlagen auf Gebäuden, die eine höhere Einspeisevergütung erhalten (unterhalb einer Anlagenleistung von einem Megawatt). Daher ist in § 33 EEG ein Eigenverbrauchsbonus für derartige Anlagen festgelegt. Der Eigenverbrauchsbonus ist zeitlich befristet und kann nur für Anlagen beansprucht werden, die bis Ende 2013 errichtet werden.
Eine Stromleitung kann nur diejenige Menge Strom transportieren, für die sie ausgelegt ist. Wird mehr Strom in die Leitung eingespeist, als sie transportieren kann, so kommt es zu einem Netzengpass. Ein solcher Netzengpass gefährdet den sicheren Betrieb des Stromnetzes. Im Falle eines Netzengpasses sind Netzbetreiber nach § 11 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) berechtigt, Erneuerbare-Energie-Anlagen abzuregeln (sprich ihre Einspeisung in das Netz zu reduzieren oder ganz abzustellen). Diese Reduzierung wird als „Einspeisemanagement“ bezeichnet.
Eine Stromleitung kann nur diejenige Menge Strom transportieren, für die sie ausgelegt ist. Wird mehr Strom in die Leitung eingespeist, als sie transportieren kann, so kommt es zu einem Netzengpass.
Das Kriterium der Ertragsoptimierung soll bei der Flächenausweisung für Erneuerbare-Energie-Anlagen als wichtiger Gesichtspunkt berücksichtigt werden. Ertragsoptimierung meint, dass die ausgewiesen Flächen so gewählt werden, dass an diesen Standorten ein höchstmöglicher Energieertrag für die Erneuerbare-Energie-Anlagen möglich ist. Im Fall von Windenergieanlagen sind also insbesondere Kriterien wie Windhöffigkeit, Gebietsrauhigkeit usw. zu berücksichtigen, da sie den Energieertrag der Anlagen beeinflussen.
„FFH-Richtlinie“ steht für „Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie“ und bezeichnet eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union. Ziel der Verordnung ist der Erhalt natürlicher Lebensräume sowie der Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen. Zusammen mit der Vogelschutzrichtlinie bildet die FFH-Richtlinie die zentrale Rechtsgrundlage für den Naturschutz in der Europäischen Union.
Die Produktionskosten für Strom werden als Gestehungskosten bezeichnet. Sie werden in Cent je Kilowattstunde angegeben. Die Gestehungskosten setzen sich zusammen aus den Kosten für Planung, Betrieb und Entsorgung der Energieerzeugungsanlage, den Kapitalkosten (Zinsen für Kredite) und den Brennstoffkosten. Je nach Berechnungsart werden weitere Kosten wie beispielsweise die CO2-Kosten oder die erzeugten Umweltschäden berücksichtigt.
Grenzkosten geben an, wie viel Geld die Produktion einer zusätzlichen Einheit eines Gutes oder Produktes kostet. Solar- und Windenergieanlagen haben Grenzkosten von Null.
GW, Gigawatt
Die Abkürzung GW steht für Gigawatt. Ein Gigawatt sind eine Million Watt. Watt ist eine Maßeinheit für Leistung, d.h. für die Menge an Arbeit die innerhalb einer bestimmten Zeit erbracht wird. So gibt die Wattangabe auf einem Gerät an, wie viel elektrische Leistung es umsetzt.
Im deutschen Stromnetz gibt es verschiedene Spannungsebenen: Höchstspannung (380 bis 220 Kilovolt), Hochspannung (220 bis 60 Kilovolt), Mittelspannung (60 bis 1 Kilovolt) und Niederspannung (unter 1 Kilovolt). Für die überregionale Übertragung großer Strommengen werden Höchstspannungstrassen verwendet. Hochspannung und Mittelspannung werden im regionalen Verteilnetz eingesetzt. Niederspannung wird im lokalen Verteilnetz genutzt.
Strom der nicht aus regenerativen Quellen erzeugt wird, wird als „konventioneller Strom“ bezeichnet. Dazu zählt Strom aus Kohle, Erdgas, Erdöl oder Uran (Atomkraft).
Der Begriff Konversion bezeichnet eine Umnutzung oder auch Nutzungsänderung. Unter Konversionsflächen versteht man Flächen, die früher für wirtschaftliche, verkehrliche, wohnungsbauliche oder militärische Zwecke genutzt wurden und nun brach liegen. Hierzu zählen beispielsweise ehemalige Truppenübungsplätze, Bergbaugebiete oder Flughäfen. Damit eine Fläche als Konversionsfläche im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gilt, ist Voraussetzung, dass der ökologische Wert der Fläche infolge der ursprünglichen wirtschaftlichen oder militärischen Nutzung schwerwiegend beeinträchtigt ist. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz Munition und andere Kampfmittel im Boden verblieben sind, die das Trinkwasser gefährden.
Die Abkürzung kW steht für Kilowatt. Ein Kilowatt sind 1.000 Watt. Watt ist eine Maßeinheit für Leistung, d.h. für die Menge an Arbeit die innerhalb einer bestimmten Zeit erbracht wird. So gibt die Wattangabe auf einem Gerät an, wie viel elektrische Leistung es umsetzt. Ein Kilowatt entspricht der Leistung die zehn 100-Watt Glühbirnen umsetzen.
kWh, Kilowattstunde
Die Abkürzung kWh steht für Kilowattstunde. Eine Kilowattstunde sind 1.000 Wattstunden. Die Wattstunden ist eine Maßeinheit für Arbeit und damit eine Energieeinheit. Eine Wattstunde entspricht der Energie, die ein Gerät mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt. Eine 100-Watt Glühbirne verbraucht folglich in einer Stunde 100 Wattstunden Energie. Die im Alltag gebräuchliche Maßeinheit ist jedoch die Kilowattstunde. In ihr werden beispielsweise die Stromkosten abgerechnet.
kWp, Kilowattpeak
Die Abkürzung kWp steht für „Kilowatt-Peak“. Dies ist eine Maßeinheit für die die Leistung einer Solarzelle. Die Maßeinheit gibt jedoch nicht die maximal mögliche Leistung an, sondern die Leistung unter genormten Testbedingungen (25ºC Modultemperatur und 1.000 Watt/m² Bestrahlungsstärke). Die Maßeinheit dient dazu, verschiedene Solarzellen verschiedener Hersteller vergleichbar zu machen.
Der Strom aus regenerativen Quellen muss laut Gesetz von den Übertragungsnetzbetreibern an der Strombörse verkauft werden. Er „verdrängt“ dort Strom aus konventionellen Kraftwerken. Aus dem Handel genommen wird dabei das jeweils am teuersten verkaufende konventionelle Kraftwerk. Dieses sogenannte „Grenzkraftwerk“ ist preisbildend für den an der Börse gehandelten Strom. Auf Grund seiner Verdrängungswirkung senkt regenerativ erzeugter Strom den Börsenstrompreis und reduziert damit wiederum die Strombeschaffungskosten der Stromhändler. Damit kompensiert der Merit-Order-Effekt zumindest teilweise die Kosten, die der Gesellschaft durch die Förderung regenerativer Energien entstehen.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unterscheidet bei der Vergütung für Windenergieanlagen zwischen zwei Vergütungsstufen (vgl. § 29, § 31 EEG). In den ersten Betriebsjahren wird eine erhöhte Anfangsvergütung bezahlt. Danach wird sie auf das Niveau der Grundvergütung reduziert. Der mittlere Vergütungssatz gibt an, welche durchschnittliche Vergütung die Windenergieanlage über den gesamten Vergütungszeitraum erhält.
Die Stromnetze müssen dem Ausbau Erneuerbarer-Energie-Kapazitäten angepasst werden. So setzt
bspw. der Ausbau von Offshore-Windparks vor den deutschen Küsten einen Ausbau der Netze voraus, damit der Strom in den energiehungrigen Süden abtransportieren werden kann. Das ist mit hohen Kosten und hohem Zeitbedarf verbunden. Dezentrale Energie-Anlagen nah am Verbraucher machen einem umfassenden Netzausbau entbehrlich, da die Wege zum Verbraucher kürzer sind.
Der in Kraftwerken erzeugte Strom muss über das Stromnetz zu den Verbrauchern transportiert werden. Die Übergabe des Stromes an das Stromnetz wird als Netzeinspeisung bezeichnet.
Windkraftanlagen können sowohl auf dem Land als auch im Meer errichtet werden. Windkraftanlagen im Meer werden als „Offshore“-Anlagen bezeichnet (von Englisch: offshore = vor der Küste). Windkraftanlagen an Land hingegen werden „Onshore“-Anlagen genannt (von Englisch: onshore = an Land).
PV, Photovoltaik
Photovoltaik (Abkürzung: PV) bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische
Energie. Hierfür werden Solarzellen benötigt, die heutzutage in vielfachen Anwendungen genutzt werden: auf Hausdächern oder Freiflächenanlagen, in Taschenrechnern, an Parkscheinautomaten oder in Weltraumsatelliten.
Referenzertragsmodell, Referenzertrag
Der Referenzertrag stellt einen Vergleichsmaßstab dar, mit dessen Hilfe sich verschiedene Windenergiestandorte vergleichen lassen. Der Referenzertrag ist diejenige Strommenge, die ein bestimmter Windenergieanlagen-Typ an einem idealen, theoretischen Referenzstandort (mit einheitlicher Windgeschwindigkeit usw.) in fünf Betriebsjahren erbringen würde (vgl. Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), Anlage 3). Diese Strommenge ist ein Maß für einen mittelmäßigen Windstromertrag.
Der Referenzertrag wird zur Berechnung der EEG-Vergütung verwendet. Erzeugt eine Windenergieanlage (an Land) in ihren ersten fünf Betriebsjahren 150 Prozent des Referenzertrags oder mehr, so steht sie an einem guten Standort. In einem solchen Fall endet die erhöhte Anfangsvergütung nach fünf Jahren und die Anlage erhält fortan nur die Grundvergütung. Je schlechter jedoch der Standort der Windenergieanlage, umso mehr wird ihr Ertrag nach fünf Jahren den Wert von 150 Prozent des Referenzertrages unterschreiten. In diesem Fall verlängert sich die erhöhte Anfangsvergütung für einen bestimmten Zeitraum (Details vgl. § 29 (2) EEG). Hierdurch soll erreicht werden, dass Windenergieanlagen auch an unterdurchschnittlichen Standorten wirtschaftlich betrieben werden können. Dadurch kann der Anteil der Windenergie an der deutschen Stromerzeugung schneller erhöht werden. Im Extremfall (= 82,5 % des Referenzertrages) wird die Anfangsvergütung über die ganzen 20 Jahre der EEG-Vergütung bezahlt. Die Logik der verlängerten Anfangsvergütung endet daher bei Anlagen, die an Standorten mit einem Referenzertrag von 82,5 Prozent stehen. Anlagen mit einem Referenzertrag unter 82,5 Prozent erhalten also keine zusätzlich verlängerte Anfangsvergütung.
Solarthermie bezeichnet die Umwandlung von Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie, also in Wärme. Sie ist somit von der Photovoltaik zu unterscheiden, die Sonnenlicht direkt zur Stromerzeugung nutzt. Es gibt verschiedene Techniken, um Sonnenenergie in Wärme umzuwandeln. Im Fall von solarthermischen Kraftwerken wird häufig mit Spiegeln gearbeitet, die die Sonnenstrahlen bündeln und somit um ein Vielfaches verstärken. Eine klassische Variante ist das Parabolrinnenkraftwerk. Hier werden halbkreisförmige Spiegel verwendet, die die Sonnenstrahlen auf ein mittig verlaufendes Absorberrohr bündeln. In diesem Rohr zirkuliert ein Wärmeträgermedium, das die Sonnenenergie aufnimmt und so auf mehrere hundert Grad erhitzt wird. Das Trägermedium wird dann durch einen Wärmetauscher geleitet, wo es seine Energie abgibt und damit Dampf erzeugt. Dieser Dampf treibt dann herkömmliche Elektroturbinen an, mit denen wiederum Strom erzeugt wird.
In Deutschland wird der Strom (ebenso wie viele andere Energieträger) besteuert. Die Steuer beträgt
2,05 Cent je Kilowattstunde. Der Anteil der Steuer am Endkundenstrompreis beträgt (je nach Anbieter) ca. 8,6 Prozent.
TWh, Terrawattstunde
Die Abkürzung TWh steht für Terawattstunde. Eine Terawattstunde sind 1.000.000.000.000 Wattstunden. Die Wattstunde ist eine Maßeinheit für Arbeit und damit eine Energieeinheit.
Der Strompreis der Endverbraucher beinhaltet neben den eigentlichen Stromproduktionskosten und den Kosten für den Betrieb der Stromnetze (Netznutzungsentgelt) verschiedene staatlich geregelte Abgaben. Hierzu zählen:
(1) die EEG-Umlage
(2) die Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz-Abgabe
(3) die Stromsteuer
(4) Konzessionsabgaben
Unbelastete Freifläche, Freifläche
Solaranlagen können prinzipiell auf Gebäuden (Wohngebäuden, Industrie- und Landwirtschaftsanlagen etc) errichtet werden oder auf unbebauten Flächen – sogenannten Freiflächen. Solaranlagen auf unbelasteten Freiflächen (also z.B. Ackerflächen) erhalten keine Vergütung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Vergütet werden jedoch Solaranlagen, die auf sogenannten Konversionsflächen errichtet werden oder die in Gewerbe- und Industriegebieten stehen, die den Vorgaben des § 32-EEG entsprechen.
Wichtiger Parameter im Stromversorgungssystem ist die Entfernung zwischen Kraftwerken und Stromverbrauchern. Wird der Strom in der Nähe der Stromkunden produziert, so spricht man von einer verbrauchernahen Stromerzeugung. Diese senkt den finanziellen und technischen Aufwand für die Stromübertragung.
Die Vergütungsdauer gibt an, wie lange die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten
Vergütungssätze gezahlt werden. Nach § 21 EEG beträgt die Vergütungsdauer 20 Kalenderjahre.
Unberücksichtigt bleibt, dass neuste Solar- und Windkraftanlagen in der Regel über 25 Jahre funktionsfähig sind.
Entsprechend dem Willen der Politik soll der Anteil erneuerbarer Energie an der deutschen Stromversorgung zügig erhöht werden (80 Prozent bis 2050, laut § 1 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)). Um dies zu erreichen, wurde im EEG der Vorrang erneuerbarer Energie gegenüber konventionellem Strom festgeschrieben. So sind Erneuerbare-Energie-Anlagen „unverzüglich vorrangig“ an das Stromnetz anzuschließen (§ 5 EEG). Darüber hinaus ist ihr Strom „vorrangig abzunehmen, zu übertragen und zu verteilen“ (§ 8 EEG). Sollte also das Stromnetz an die Grenzen seines Übertragungsvermögens stoßen, so müssen nicht die Erneuerbare-Energie-Anlagen, sondern die konventionellen Kraftwerke zuerst abgeregelt werden.
Zentralistisch ist der Gegensatz zu dezentral. Bei einer dezentralen Energieerzeugungsstruktur sind die Kraftwerke über die Fläche verteilt. Bei einer zentralistischen Erzeugungsstruktur hingegen ballen sich die Kraftwerke in einigen wenigen Gebieten (oder auch Zentren) zusammen. Beispiele für zentralistische Erzeugungsstrukturen im regenerativen Bereich sind große Windkraftparks auf dem Meer oder die riesigen Solarparks in der afrikanischen Wüste, welche das Desertec Konsortium errichten will.
Was nichts kostet, ist nichts wert. Oder: wie teuer ist Photovoltaik wirklich? | 100 prozent erneuerbar - [...] Hier gehts zu unserem Glossar, um sich in dieser Fachdebatte, umrankt von lebensfernen Begriffen, zurechtzufinden. [...]