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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

⭐10/2010. Oktober. DeutscherAnwaltVerein. DeutscherAnwaltVerlag
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1 DeutscherAnwaltVerein DAV-Forum Compliance Hauschka: Compliance Stand der Diskussion 629 Moosmayer: Compliance Officer 634 Preusche: Compliance durch Anwälte 637 Hild: Anwalt als Ombudsmann 641 Michalke: Haftung des Compliance Officers 666 Kommentar Mittendorf: Der Generalist 671 Gastkommentar Prantl: Die zwei Katastrophen von Duisburg 675 Aus der Arbeit des DAV DAV-Master ein Jahr alt 676 DAV zur Sicherungsverwahrung 678 Haftpflichtfragen Jungk: Büroorganisation 613 Rechtsprechung AGH Celle: Fallgewichtung zulässig? 715 BGH: Pflichten im PKH-Mandat 716 OLG München: Stundenhonorar als ersatzpflichtiger Schaden /2010 Oktober DeutscherAnwaltVerlag2 Anwaltsblatt Jahrgang 60, 10 / 2010 Im Auftrag des Deutschen Anwaltvereins herausgegeben von den Rechtsanwälten: Felix Busse Dr. Peter Hamacher Dr. Michael Kleine-Cosack Wolfgang Schwackenberg Redaktion: Dr. Nicolas Lührig (Leitung) Udo Henke Manfred Aranowski Rechtsanwälte I Editorial Compliance im Focus Rechtsanwalt Dr. Peter Hamacher, Köln Herausgeber des Anwaltsblatts Kommentar 671 Der Generalist Totgesagte leben länger Rechtsanwältin Verena Mittendorf, Hildesheim IV VI VIII Berichte aus Berlin und Brüssel Angst vor dem Rückfall Prof. Dr. Joachim Jahn, Berlin Gebühren(d) verhandeln wie viel Freiheit? Rechtsanwältin Eva Schriever, LL.M., Berlin/Brüssel Aktuelles Magazin 672 Europa auf einen Klick E-Justice Portal Assessor Dr. Justus von Daniels, Berlin Gastkommentar 675 Die zwei Katastrophen von Duisburg Prof. Dr. jur. Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, München Aufsätze 629 Compliance als Teil einer modernen Unternehmensführung Rechtsanwalt Dr. Christoph E. Hauschka, München 634 Qualifikation und Aufgaben des Compliance Officers Rechtsanwalt Dr. Klaus Moosmayer, Erlangen/München 637 Wenn der Compliance-Auftrag zweimal klingelt... Rechtsanwalt Dr. Reinhard Preusche, Frankfurt am Main 641 Outsourcing von Compliance-Funktionen: Anwalt als Ombudsmann Rechtsanwalt Eckart C. Hild, Frankfurt am Main 643 Compliance und Kartellrecht Hinweise für die Praxis Rechtsanwältin Dr. Daniela Seeliger. Düsseldorf 647 Straftaten und Haftung vermeiden mit Compliance-Management Rechtsanwälte Alexander Schemmel, LL.M. (EUR), und Dr. Felix Ruhmannseder, München 651 Arbeitsrecht und Compliance Hinweise für die Praxis Rechtsanwalt Dr. Thomas Müller-Bonanni, LL.M. (New York), Düsseldorf 656 Tax Compliance als Feld steueranwaltlicher Tätigkeit Rechtsanwalt Dr. Martin Wulf, Berlin 660 IT-Compliance: Wenn Recht und Wirklichkeit aufeinander stoßen Rechtsanwalt Dr. Michael Rath, Köln 663 Compliance in Verbänden und gemeinnützigen Körperschaften Dr. Tobias Brouwer, Frankfurt am Main 666 Neue Garantenpflichten? oder: Haftung des Compliance-Officers Rechtsanwältin Dr. Regina Michalke, Frankfurt am Main Aus der Arbeit des DAV 676 DAV-Master ein Jahr alt (plus Interview) 677 DAV-Pressemitteilungen 678 Optionszwang abschaffen (plus Zwischenruf) 678 DAV Jour Fixe zur Sicherungsverwahrung 679 DAV-Gesetzgebungsausschüsse: Stellungnahmen 680 AG Anwältinnen: Aufruf Anwältin und Mutter Jahre Deutsche Einheit = 20 Jahre Anwaltverein 681 Anwälte zum Beschäftigtendatenschutz 682 Deutsche Anwaltakademie: Nachrichten 682 DAV Jour Fixe zum runden Tisch Kindesmissbrauch 683 Amnesty International: Nordkaukasus 684 AG Anwaltsmanagement = AG Kanzleimanagement 685 Anwaltverein Mainz: Telefonbuch abgekupfert 685 Anwaltverein Jena: Beratungsstelle für Jugendliche 686 AG Anwältinnen: Sommerempfang 686 Mitgliederversammlung (u.a. DAV) 687 Personalien: Prof. Dr. Rudolf Nirk { Mitteilungen Anwaltsvergütung 688 Die Deckungsanfrage: Gesetzliches Honorar oder Kulanzleistung? Rechtsanwalt Burkard Lensing LL.M, Münster Kanzleimanagment 693 Neue betriebswirtschaftliche Auswertungen für Rechtsanwälte Prof. Dr. Peter Knief, Brühl Vergaberecht 697 Beratungspotentiale im Vergaberecht Rechtsanwältin Dr. Alexandra Losch, Hannover II AnwBl 10 / 20103 Anwaltsrecht 700 Vergaberecht bei Rechtsdienstleistungen Rechtsanwälte Dr. Henning Holz, LL.M. und Dipl.-VwW Ulf-Dieter Pape, Hannover 702 Ausschreibung von Rechtsberatungsleistungen? Rechtsanwälte Dr. Hannes Kern und Dr. Thomas D. Würtenberger, LL.M., Stuttgart 704 Staatsprüfungssystem für Fachanwaltschaften? 705 Fachanwaltschaft: Ende der Fallgewichtung? 706 e für Abrechnungsvereinbarungen Prof. Dr. Christoph Hommerich, Bergisch Gladbach und Institut für Anwaltsrecht Köln/Dokumentationszentrum 708 Tätigkeitsbericht 2009/ Blick ins Ausland Bücherschau 711 Anwaltliche Selbstverwaltung Haftpflichtfragen 713 Büroorganisation und Einzelweisung Rechtsanwältin Antje Jungk, Allianz Versicherung, München Rechtsprechung Anwaltsrecht 715 AGH Celle: Fallgewichtung verfassungswidrig? 716 OLG Düsseldorf: Ausschreibung von Rechtsberatung 716 AnwG Frankfurt/Main: Handakten 716 AnwG Brandenburg: Auskunftsklage Versicherer Anwaltshaftung 716 BGH: Pflichten im PKH-Mandat 717 BGH: Staatliche Strafe als Vermögensschaden 717 BGH: Anforderungen an Fristverlängerung 718 BGH: 6 Entscheidungen zur Büroorganisation Anwaltsvergütung 719 BGH: Terminsgebühr 719 OLG München: Stundenhonorar und Schaden 723 OLG Stuttgart: 15a Abs. 2, Alt. 1 RVG 724 OLG Koblenz: Stundensatz bis zu 500 Euro 724 LG Bamberg: 15a RVG für Altfälle Prozesskostenhilfe 724 BGH: PKH bei fehlendem Anwaltszwang 724 Fotonachweis, Impressum XXIV Stellenmarkt des Deutschen Anwaltvereins XXXVIII Bücher & Internet XLII Deutsche Anwaltakademie Seminarkalender XLIV Schlussplädoyer Nachgefragt, Comic, Mitglieder-Service4 MN Mitteilungen e zum Abschluss von Abrechnungsvereinbarungen Versicherungswirtschaft und Rechtsanwaltschaft Ergebnisse einer neuen Studie (Teil 1) Prof. Dr. Christoph Hommerich, Bergisch Gladbach und Das Verhältnis zwischen den Rechtsschutzversicherungen und der Anwaltschaft ist nicht immer einfach, obwohl beide Seiten durchaus von einander profitieren. Das Soldan Institut für Anwaltmanagement hat das Verhältnis aus Sicht der Anwaltschaft untersucht. In einer dreiteiligen Folge werden die Ergebnisse vorgestellt. In welchem Umfang die Versicherungswirtschaft Rationalisierungsabkommen anbietet, wird im ersten Teil beschrieben. Im nächsten Heft wird dargestellt, ob die Kanzleien auf die e eingehen. 1. Abrechnungsvereinbarungen mit Rechtsschutzversicherungen Stetes Bemühen jeder Versicherung ist es, ihre Aufwendungen zu reduzieren, um auf diese Weise ihre sog. combined ratio 1 zu verbessern. Rechtsschutzversicherungen, für die der größte Kostenblock Rechtsanwaltskosten der Versicherungsnehmer sind 2, sehen daher eine Möglichkeit zur Kostenreduktion darin, dass sie Anwaltskosten nicht auf der Grundlage der im RVG vorgesehenen Gebühren ersetzen. Auch wenn nach den ARB dem Versicherungsnehmer bedingungsgemäß ein Kostenersatz in der Höhe der RVG-Gebühren geschuldet ist, hindert dies die Versicherer vertragsrechtlich nicht, Rechtsanwälte zu veranlassen, Versicherungsnehmer für eine günstigere als die im RVG vorgesehene Vergütung zu beraten oder zu vertreten. Bemühungen, solche Abrechnungsvereinbarungen abzuschließen, sind nicht neu und seit langem bekannt. Sie werden aber seit der Ablösung der BRAGO durch das RVG im Jahr 2004 von der Versicherungswirtschaft unter der Flagge Rationalisierungsabkommen besonders engagiert propagiert. In solchen Rationalisierungsabkommen verpflichten sich Rechtsanwälte gegenüber Rechtsschutzversicherungen, in Mandaten, deren Auftraggeber bei der fraglichen Rechtsschutzversicherung versichert ist, für bestimmte Tätigkeiten grundsätzlich nur eine Vergütung in einer festgelegten Höhe unterhalb der gesetzlichen Gebühren bzw. im unteren Bereich eines Satzrahmens abzurechnen 3. Die von den Rechtsschutzversicherern typischerweise angebotene Gegenleistung ist eine Intensivierung der Geschäftsbeziehungen, also das verkappte 4 Versprechen, den aus ihrer Sicht preiswerteren Anwälten Mandate ihrer Versicherungsnehmer zuzuführen 5. Trotz ihrer rechtlichen Probleme 6 sind die Rationalisierungsabkommen Realität, so dass die Einstellung der Rechtsanwaltschaft ihnen gegenüber von Interesse ist. Die Erkenntnisse waren bislang höchst unsicher: Während sich viele Kammern bisweilen rühmten, in ihrem Kammerbezirk seien kaum Abkommen unterzeichnet worden, war aus der Versicherungswirtschaft von Tausenden geschlossenen Abkommen zu hören hat das Soldan Institut die grundsätzliche Bereitschaft der Anwaltschaft, solche Rationalisierungsabkommen abzuschließen, ermittelt wurde nun im Rahmen der Studie Rechtsanwälte und Rechtschutzversicherungen überprüft, in welchem Umfang Rechtsanwälten der Abschluss solcher Abkommen von Versicherungen bislang angeboten worden ist (hierzu in diesem Heft) und wie viele Rechtsanwälte auf ein solches eingegangen sind (hierzu im kommenden Heft). 2. zum Abschluss einer Abrechnungsvereinbarung Im Rahmen der aktuellen Studie des Soldan Instituts wurde zunächst geklärt, wie viele Anwälte und insbesondere welche Teile der Anwaltschaft in den vergangenen Jahren von Rechtsschutzversicherungen e zum Abschluss von Rationalisierungsabkommen erhalten haben. Nach den Ergebnissen der Befragung haben 37 Prozent aller Rechtsanwälte ein zum Abschluss erhalten, 42 Prozent nicht. Die verbleibenden 21 Prozent der befragten Anwälte gaben an, dass sie die Thematik nicht betreffe, insbesondere weil ihre Kanzlei keine Rechtsschutzversicherungsmandate bearbeite. Lässt man diese Teilgruppe bei der Gesamtbetrachtung unberücksichtigt, weil die ihr zugehörigen nicht in die Zielgruppe der Versicherungswirtschaft fallen, ergibt sich bei einer Prozentuierung der Ergebnisse auf die tatsächlich von Rationalisierungsabkommen betroffenen Rechtsanwälte, dass 47 Prozent von ihnen ein auf Abschluss einer Abrechnungsvereinbarung erhalten haben, 53 Prozent hingegen nicht. Eine erste differenzierende Analyse galt der Frage, wem Rechtsschutzversicherungen Rationalisierungsabkommen anbieten. Bei einer Differenzierung nach Berufserfahrung (vgl. Abb. 1) zeigt sich, dass die bereits länger als 20 Jahre zugelassenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte überdurchschnittlich häufig mit en für Rationalisierungsabkommen konfrontiert werden. Den zulassungsjüngeren Berufskollegen werden den eigenen Angaben zufolge seltener Offerten seitens der Versicherungswirtschaft unterbreitet. Dieses Resultat könnte dadurch erklärt werden, dass mit steigender Berufszugehörigkeit auch der Kontakt zu Versicherungsunternehmen häufiger und intensiver wird. Versicherungsunternehmen könnten diese mitunter langjäh- 1 Hierunter versteht man die Summe aus Aufwendungen für Versicherungsleistungen und Versicherungsbetrieb. In den zurückliegenden Jahren hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) als Dachorganisation der Versicherungswirtschaft immer einmal wieder beklagt, dass die combined ratio in der Rechtsschutzversicherungsbranche über dem Wert 100 liegt, das Versicherungsprodukt also seine Kosten nicht erwirtschaftet; hierzu auch Hommerich/Kilian, Rechtsschutzversicherungen und Anwaltschaft, Bonn 2010, S. 40f. 2 Die entsprechenden Aufwendungen lassen sich bei Prämieneinnahmen von ca. 3,2 Mrd. auf rund 2,3 Mrd. p.a. beziffern, näher Hommerich/Kilian, aao, S Der Rechtsanwalt bindet sich in einem Rationalisierungsabkommen gegenüber einem Dritten für eine unbestimmte Zahl von Fällen hinsichtlich der künftigen Ausübung seines anwaltlichen Ermessens bei der Bestimmung von gegenüber dem Auftraggeber nach 14 RVG abzurechnenden Rahmengebühren bzw. verpflichtet sich, mit seinem Auftraggeber bestimmte Pauschalvergütungen unterhalb der gesetzlichen Gebühren zu vereinbaren. 4 Die vage Formulierung erklärt sich aus der Tatsache, dass die Gewährung von beliebigen Vorteilen, z. B. die Vereinbarung von niedrigen Gebühren, gegen die Zuführung von Mandaten gegen 49b Abs. 3 S.1 BRAO verstößt und deshalb vom Anwalt nicht vereinbart werden darf, vgl. Henssler/Prütting-Kilian, BRAO, 3. Aufl. 2010, 49b Rn. 162, Zu den denkbaren Hebeln zur Erfüllung dieses Versprechens Hommerich/Kilian, aao, S Eine solche Verpflichtung ist problematisch im Lichte des 14 RVG, der die Ausübung des Ermessens im Einzelfall und an dessen Umständen orientiert verlangt, bzw. des 3a Abs. 1 S. 2 RVG, der Einheitsvergütungen für Beratungstätigkeit ohne Berücksichtigung von Leistung, Verantwortung und Haftungsrisiko verbietet. 7 Hommerich/Kilian, Vergütungsvereinbarungen, 2006, S. 161ff. 706 AnwBl 10 / 2010 e zum Abschluss von Abrechnungsvereinbarungen, Soldan Institut5 MN Mitteilungen rigen Geschäftsbeziehungen nutzen, um auf ein Abkommen mit den Anwälten hinzuarbeiten. Besonders aufschlussreich ist eine Analyse, inwiefern Rechtsschutzversicherungen bei ihren en auf fachliche Kriterien achten. Überprüfen lässt sich dies unter anderem anhand der Merkmale Spezialisierung, Zugehörigkeit zu einer Fachanwaltschaft und Kanzleigröße, da sich aus ihnen unmittelbar oder mittelbar eine Spezialisierung der Betroffenen ableiten lässt. Eine nach der Selbsteinschätzung Generalist/Spezialist differenzierende Analyse der Daten zeigt, dass sich diejenigen Anwälte, die sich selbst als Generalisten sehen, deutlich seltener mit en zu Rationalisierungsabkommen konfrontiert sehen als ihre Berufskollegen, die sich als Spezialisten verstehen (vgl. Abb. 2). Jeweils mehr als zwei Drittel der Spezialisten für Zielgruppen und der Spezialisten für Rechtsgebiete sind nach eigenen Angaben bereits auf die Möglichkeit eines Abkommens angesprochen worden. Auch die Mehrheit der Spezialisten für Rechtsgebiete und Zielgruppen hat eine solche Erfahrung gemacht. Bei den Generalisten sind es hingegen lediglich 39 Prozent. Dies weist darauf hin, dass mit zunehmender Spezialisierung der anwaltlichen Berufsträger auch das Interesse der Rechtsschutzversicherungen an sog. Rationalisierungsabkommen wächst überraschend ist dies nicht, wenn solche Abkommen aufgrund häufiger gleichartiger Mandate zu Rationalisierungseffekten auf beiden Seiten führen sollen. 41% 46% 49% 52% Zulassung in den letzten 5 Jahren in den letzten 6 bis 10 Jahren in den letzten 11 bis 20 Jahren vor über 20 Jahren 57% 55% 60% 0% 20% 40% 60% 80% 100 Abb. 1: ene Rationalisierungsabkommen durch Rechtsschutzversicherungen nach Zulassungsjahr (Mehrfachnennungen möglich Basis: Anwälte, die Rechtsschutzversicherungsmandate bearbeiten). 32% 35% 39% 56% 62% 69% 67% eher Generalist eher Spezialist (Rechtsgebiete) eher Spezialist (Zielgruppen) eher Spezialist (Rechtsgebiete u. Zielgr.) 0% 20% 40% 60% 80% 100% Abb. 2: ene Rationalisierungsabkommen durch Rechtsschutzversicherungen nach Spezialisierung (Selbsteinschätzung) (Mehrfachnennungen möglich Basis: Anwälte, die Rechtsschutzversicherungsmandate bearbeiten). Eine nach dem Qualifikationsmerkmal Fachanwalt differenzierende Analyse bestätigt diese Vermutung. Es zeigt sich, dass Fachanwälten deutlich häufiger Offerten zur Rationalisierungsabkommen unterbreitet werden als Anwälten ohne Fachanwaltstitel (56 Prozent gegenüber 42 Prozent). Auch eine nach Kanzleigröße differenzierende Untersuchung liefert Hinweise für die Vermutung, dass spezialisierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte von Rechtsschutzversicherungen als Vertragspartner präferiert werden (vgl. Abb. 3). Augenfällig ist, dass Einzelanwälte, unter denen der Anteil an Generalisten überdurchschnittlich hoch ist, unterdurchschnittlich häufig als potenzielle Abkommenspartner seitens der Versicherungsunternehmen angesprochen werden. Jeweils mehr als zwei Drittel der kleinen Sozietäten wurden bereits Rationalisierungsabkommen offeriert. Bei Sozietäten mit mehr als zehn anwaltlichen Berufsträgern liegt der entsprechende Anteil unter dem kleinerer Sozietäten, aber leicht über dem Gesamtdurchschnitt. 3. Zusammenfassung Rechtsschutzversicherungen bieten Abrechnungsvereinbarungen in erheblichem Umfang an. Fast jeder zweite Rechtsanwalt, der rechtsschutzversicherte Mandate bearbeitet, hat bereits ein entsprechendes erhalten. Aus der großen 32% 35% 39% Zahl der e folgt, dass Anwälte aus allen Teilgruppen innerhalb der Anwaltschaft vom jungen Einzelanwalt bis hin zum älteren Spezialisten in einer Sozietät von Rechtsschutzversicherungen angesprochen worden sind. Allerdings lässt sich feststellen, dass besonders gerne zulassungsältere, spezialisierte Anwälte in den Blick genommen werden und überdurchschnittlich häufig e zum Abschluss einer Abrechnungsvereinbarung erhalten. Hieraus lässt sich die Überzeugung der Versicherungswirtschaft ableiten, dass Abrechnungsvereinbarungen auch für ältere, am Markt bereits fest etablierte Rechtsanwälte hinreichend attraktiv sind und nicht nur zulassungsjüngere Anwälte ansprechen, die sich über Abrechnungsvereinbarungen Marktzutritt versprechen. 56% 62% 69% 67% Einzelanwalt Soz. mit bis zu 5 Anwälten Soz. mit 6 bis 10 Anwälten Soz. mit mehr als 10 Anwälten 0% 20% 40% 60% 80% 100% Abb. 3: ene Rationalisierungsabkommen durch Rechtsschutzversicherungen nach Kanzleigröße (Mehrfachnennungen möglich Basis: Anwälte, die Rechtsschutzversicherungsmandate bearbeiten). Prof. Dr. Christoph Hommerich und Rechtsanwalt Dr. Matthias Kilian sind Direktoren des Soldan Instituts für Anwaltmanagement e.v. Informationen zum unter Sie erreichen die Autoren unter der -Adresse e zum Abschluss von Abrechnungsvereinbarungen, Soldan Institut AnwBl 10 / Ähnliche Dokumente
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