Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/Paragraph_5_GlG_M_V_Ausbildung_Einstellungen_und_Befoerderun-d146382,7.html
Timestamp: 2016-10-26 13:42:42
Document Index: 201896191

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 5', '§ 5', '§ 1', '§ 4', '§ 6']

§ 5 GlG M-V, Ausbildung, Einstellungen und Beförderungen | Gesetze auf anwalt24.de
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Gesetz zur Gleichstellung von Frau und Mann im öffentlichen Dienst des Landes Me...…§ 5 GlG M-V, Ausbildung, Einstellungen und Beförderungen§ 6 GlG M-V, Fort- und Weiterbildung§ 7 GlG M-V, Arbeitszeit§ 8 GlG M-V, Beurlaubung zur Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen§ 9 GlG M-V (weggefallen)§ 10 GlG M-V, Gremien§ 11 GlG M-V, Gleichstellungsbeauftragte§ 12 GlG M-V, Rechte und Pflichten der Gleichstellungsbeauftragten§ 13 GlG M-V, Freistellung der Gleichstellungsbeauftragten§ 14 GlG M-V, Beanstandungs- und Beschwerderechte§ 15 GlG M-V, Berichtspflicht§ 16 GlG M-V, Übergangsvorschriften§ 17 GlG M-V, In-Kraft-Treten
§ 5 GlG M-V, Ausbildung, Einstellungen und Beförderungen
§ 5 GlG M-VGesetz zur Gleichstellung von Frau und Mann im öffentlichen Dienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Gleichstellungsgesetz - GlG M-V)Landesrecht Mecklenburg-VorpommernTitel: Gesetz zur Gleichstellung von Frau und Mann im öffentlichen Dienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Gleichstellungsgesetz - GlG M-V)Normgeber: Mecklenburg-VorpommernAmtliche Abkürzung: GlG M-VGliederungs-Nr.: 203-1Normtyp: Gesetz(1) Red. Anm.:Außer Kraft am 30. Juli 2016 durch Artikel 5 Absatz 2 des Gesetzes vom 11. Juli 2016 (GVOBl. M-V S. 550)(1) Ausbildungsplätze sind in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, in jeder Einrichtung nach § 1 je Ausbildungsgang und Vergaberunde bei gleichwertiger Qualifikation (Eignung, Befähigung und fachliche Leistung) mindestens bis zur Hälfte an Frauen zu vergeben, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende, Gründe überwiegen. Wenn nicht genügend Bewerbungen von Frauen für die Besetzung von Ausbildungsplätzen vorliegen, soll die Ausschreibung auf begründetes Verlangen der Gleichstellungsbeauftragten wiederholt werden. Liegen nach einer erneuten Ausschreibung nicht genügend Bewerbungen von Frauen vor, werden die Ausbildungsplätze nach der Bewerbungslage vergeben.(2) Übernimmt die Dienststelle nach Abschluss der Ausbildung Bewerber, sind Frauen, die in einem Beruf ausgebildet werden, in dem Frauen unterrepräsentiert sind, bei gleicher Qualifikation (Eignung, Befähigung und fachliche Leistung) vorrangig in ein Beschäftigungsverhältnis im erlernten Beruf zu übernehmen, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.(3) Sind Frauen in einer Beschäftigungsgruppe unterrepräsentiert, so sind Frauen, die eine zur Ausfüllung der Stelle gleichwertige Qualifikation (Eignung, Befähigung und fachliche Leistung) besitzen wie männliche Mitbewerber, bevorzugt einzustellen und zu befördern, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen, bis der Anteil der Frauen in der jeweiligen Beschäftigungsgruppe mindestens 50 vom Hundert beträgt. Satz 1 gilt für die Übertragung höherwertiger Tätigkeiten und für die Vergabe von Stipendien und anderen Maßnahmen, die zur Förderung und Entfaltung von Wissenschaftlern beitragen, entsprechend.(4) Die Qualifikation ist ausschließlich an den Anforderungen der Beschäftigungsgruppe zu messen. Spezifische, außerhalb beruflicher Tätigkeit erworbene Erfahrungen und Fähigkeiten sind Teil der Qualifikation, wenn sie bei der Ausübung der jeweiligen Tätigkeit dienlich sind.(5) Bei der Auswahlentscheidung ist unbeschadet sozialer Kriterien dem Recht der Geschlechter auf Gleichstellung im Erwerbsleben Rechnung zu tragen.(6) Fragen nach dem Vorliegen einer Schwangerschaft sind nur zulässig, wenn die Auswahlentscheidung nur zwischen Frauen getroffen wird und ein besonderer beruflicher Bezug besteht. Fragen nach der Familienplanung oder danach, wie die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen während der Berufstätigkeit gewährleistet werden kann, und andere diskriminierende Fragen sind unzulässig.(7) In Beschäftigungsgruppen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden auf begründetes Verlangen der Gleichstellungsbeauftragten mindestens ebenso viele Frauen wie Männer oder alle Bewerberinnen zum Vorstellungsgespräch eingeladen, wenn sie die Voraussetzungen für die zu vergebende Beschäftigung erfüllen.(8) Teilzeittätigkeit darf das berufliche Fortkommen nicht beeinträchtigen. Insbesondere darf sich Teilzeitbeschäftigung nicht nachteilig auf die dienstliche Beurteilung auswirken. Eine Verzögerung im beruflichen Werdegang, die sich aus der Beurlaubung zur Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen ergibt, darf sich bei einer Beförderung oder Höhergruppierung nicht nachteilig auswirken.(9) Solange kein Frauenförderplan aufgestellt ist, dürfen in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, nur in besonders begründeten Ausnahmefällen Einstellungen und Beförderungen von Männern im Einvernehmen mit der Gleichstellungsbeauftragten vorgenommen werden.
§ 4 GlG M-V, Stellenausschreibung§ 6 GlG M-V, Fort- und Weiterbildung