Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.12.2010&Aktenzeichen=XII%20ZB%20334%2F10
Timestamp: 2020-04-08 16:43:51
Document Index: 185651212

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 236', '§ 520', '§ 236', '§ 520', '§ 236', '§ 520', '§ 236', '§ 236', 'BGH', '§ 113', '§ 236', '§ 236', 'BGH', 'BGH', '§ 236']

BGH, 08.12.2010 - XII ZB 334/10 - dejure.org
https://dejure.org/2010,5316
BGH, 08.12.2010 - XII ZB 334/10 (https://dejure.org/2010,5316)
BGH, Entscheidung vom 08.12.2010 - XII ZB 334/10 (https://dejure.org/2010,5316)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 2010 - XII ZB 334/10 (https://dejure.org/2010,5316)
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§ 236 Abs 2 S 2 ZPO, § 520 Abs 2 ZPO
Wiedereinsetzung in eine versäumte Berufungsbegründungsfrist: Voraussetzung der Gewährung von Amts wegen
§ 236 ZPO, § 520 ZPO
Wer eine Frist versäumt, sollte keine weiteren Fristen versäumen
ZPO § 236 Abs. 2 S. 2; ZPO § 520 Abs. 2
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand von Amts wegen gem. § 236 Abs. 2 S. 2 Zivilprozessordnung ( ZPO ) bei offensichtlicher oder innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist glaubhaft gemachter unverschuldeter Fristversäumung
Fristenprüfung beim Verlängerungsantrag
Keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei mangelhafter Fristenkontrolle! (IMR 2011, 1032)
Mehrere versäumte Fristen
LG Berlin, 13.04.2010 - 25 O 505/09
KG, 10.06.2010 - 8 U 55/10
MDR 2011, 184
AnwBl 2011, 225
Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
Im vorliegenden Fall bedurfte es, was das Beschwerdegericht nicht beachtet hat, nach § 113 Abs. 1 FamFG i.V.m. § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO weder eines Wiedereinsetzungsantrags noch der Darlegung und Glaubhaftmachung eines Wiedereinsetzungsgrundes, weil die Antragsgegnerin schon vor dem Ablauf der Beschwerdebegründungsfrist mit ihrem - Beschwerde und Beschwerdebegründung enthaltenden - Schriftsatz vom 21. Oktober 2010 die versäumte Verfahrenshandlung vorgenommen hatte und die Gründe für die unverschuldete Fristversäumung offenkundig waren (vgl. Senatsbeschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10 - NJW-RR 2011, 568 Rn. 7).
Die Frist für einen Antrag auf Wiedereinsetzung nach Versäumung der Berufungsbegründungsfrist beträgt gemäß §§ 236 Abs. 2 Satz 1, 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO einen Monat (BGH, Beschluss vom 16. Januar 2018 - VIII ZB 61/17, ZfBR 2018, 244 [19]; Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, MDR 2011, 184; Beschluss vom 15. Januar 2008 - XI ZB 11/07, NJW 2008, 1164).
Auszugehen ist dabei von dem Maßstab, dass die die Wiedereinsetzung begehrende Partei die Angabe der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist (BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, Rn. 7) glaubhaft zu machen hat (§ 236 Abs. 2 ZPO).
BPatG, 16.06.2011 - 10 W (pat) 8/10