Source: https://www.verwaltung.zuv.fau.de/personal-und-arbeitsleben/lehrauftraege-und-verguetung/honorarprofessuren/
Timestamp: 2020-08-11 04:12:24
Document Index: 154169958

Matched Legal Cases: ['Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 36', 'Art. 27', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 27']

Honorarprofessuren › Verwaltung und Personal
Für die Bestellung zum Honorarprofessor oder Honorarprofessorin gilt der Art. 25 Bayerisches Hochschulpersonalgesetz – BayHSchPG.
Zum Honorarprofessor oder zur Honorarprofessorin können nach Art. 25 BayHSchPG Personen bestellt werden die:
die Einstellungsvoraussetzung nach Art. 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 erfüllen und den Qualifikationsanforderungen an Professoren und Professorinnen im Sinn des Art. 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 und Satz 3, Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 und Satz 2, Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 und Satz 2 entsprechen und
auf Grund mehrjähriger Erfahrung in der Lehre an Hochschulen zur Lehrtätigkeit geeignet sind.
(Mindesterfahrungszeit von 4 Jahren / 8 Semester, überwiegend an der FAU)
Die Lehre muss in Form von Lehraufträgen erbracht worden sein, da nur dann von einer kontinuierlichen Lehrtätigkeit ausgegangen werden kann (anrechenbar sind nur Semester, in denen eine Lehrtätigkeit von mindestens 2 SWS erbracht wurde). Einzelne Vorträge können eine solche Kontinuität nicht begründen, auch dann nicht, wenn die oder der Vorgeschlagene über einen längeren Zeitraum hin eine größere Zahl von Einzelvorträgen gehalten hat.
Zum Honorarprofessor oder zur Honorarprofessorin können Personen nicht bestellt werden, die einer Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes als Professor oder Professorin angehören und noch nicht entpflichtet oder nicht im Ruhestand sind, oder die eine vergleichbare Rechtsstellung an einer Hochschule im Ausland haben.
Die Bestellung erfolgt durch den Präsidenten oder die Präsidentin der FAU.
Begründeter Antrag der Fakultät
Aufstellung der abgehaltenen Lehrveranstaltungen mit Angabe der jeweiligen SWS
Mindestens zwei Gutachten auswärtiger Hochschullehrer
Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen sind befugt, die Bezeichnung „Professor“ oder „Professorin“ als akademische Würde zu führen (Art. 26 Abs. 1 Satz 3 BayHSchPG).
Lehrtätigkeit zur Aufrechterhaltung der Bestellung
Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen haben Ihre Lehrtätigkeit an den Erfordernissen des Fachs sowie an den Prüfungs- und Studienordnungen auszurichten (Art. 26 Abs. 2 Satz 1 BayHSchPG).
Zur Aufrechterhaltung des Status als Honorarprofessor oder Honorarprofessorin ist eine Lehrtätigkeit im Umfang von mindestens zwei Lehrveranstaltungsstunden pro Studienjahr erforderlich (Art. 27 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BayHSchPG). Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen die vor dem 01.06.2006 ernannt wurden, sind weiterhin zu einer Lehrtätigkeit im Umfang von einer Lehrveranstaltungsstunde pro Studienjahr verpflichtet. Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht noch einmal den Sachverhalt:
Honorarprofessor oder Honorarprofessorin
bis 31.05.2006
ab 01.06.2006
Rechtsgrundlage Art. 36 BayHSchPG (Bestandschutz) Art. 27 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BayHSchPG
Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen sind verpflichtet ihre Lehrtätigkeit (sog. Titellehre) unentgeltlich zu erbringen, diese kann aber durch eine vergleichbare (vergütete) Lehrveranstaltung abgegolten werden.
Nähere Informationen zur Lehrvergütung (Art. 26 Abs. 2 Satz 2 BayHSchPG) finden Sie unter dem Thema „Lehraufträge und Lehrvergütung„.
Der Präsident oder die Präsidentin kann die Bestellung nach Art. 27 Abs. 1 BayHSchPG widerrufen, wenn der Honorarprofessor oder die Honorarprofessorin:
zum Professor oder zur Professorin an einer deutschen Hochschule ernannt wird oder eine vergleichbare Rechtsstellung im Ausland erhält oder
vor Vollendung des 62. Lebensjahres aus Gründen, die er oder sie zu vertreten hat, die Obliegenheit zur unentgeltlichen Lehrtätigkeit im Umfang von mindestens zwei Lehrveranstaltungsstunden pro Studienjahr (bzw. einer Lehrveranstaltungsstunde pro Jahr, siehe unter Nr. 2) nicht erfüllt.
Die Bestellung ist zu widerrufen, wenn der Honorarprofessor oder die Honorarprofessorin:
Liegt ein Grund für den Widerruf der Bestellung vor, ist das zuständige Referat P3 durch die Fachbereichsverwaltung oder durch den Honorarprofessor bzw. die Honorarprofessorin selbst zu informieren.
Mit dem Widerruf der Bestellung erlischt die Befugnis zur Führung der Bezeichnung „Professor“ oder „Professorin“ (Art. 27 Abs. 2 BayHSchPG).