Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:553543-2018:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2020-06-05 23:38:57
Document Index: 216816981

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 160', '§168', '§ 134', '§ 160', '§ 135']

Lieferungen - 553543-2018 - TED Tenders Electronic Daily
Lieferungen - 553543-2018
15/12/2018 S242 Lieferungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren
2018/S 242-553543
Offizielle Bezeichnung: VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft
Postanschrift: Südliche Fürther Str. 5
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.n-ergie.de/n-ergie/unternehmen/lieferanten/kauf-von-strassenbahnen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: www.myfutura.eu
Herstellung und Lieferung von 12 zugelassenen und für den Fahrgastbetrieb einsatzbereiten Straßenbahnfahrzeugen für den Einsatz im Straßenbahnnetz der Verkehrs-AG Nürnberg.
Die Ausschreibung umfasst 12 Straßenbahn Fahrzeuge sowie als Option bis zu 75 weitere Fahrzeuge (Fahrzeugoption 1: 10 Stück, Fahrzeugoption 2: 4 Stück, Fahrzeugoption 3: 13 Stück, Fahrzeugoption 4: 8 Stück, Fahrzeugoption 5: 14 Stück, Fahrzeugoption 6: 26 Stück).
Herstellung und Lieferung von 12 zugelassenen und für den Fahrgastbetrieb einsatzbereiten Straßenbahnfahrzeugen für den Einsatz im Straßenbahnnetz der Verkehrs-AG Nürnberg. Die Ausschreibung umfasst 12 Straßenbahn Fahrzeuge sowie als Option bis zu 75 weitere Fahrzeuge (Fahrzeugoption 1: 10 Stück, Fahrzeugoption 2: 4 Stück, Fahrzeugoption 3: 13 Stück, Fahrzeugoption 4: 8 Stück, Fahrzeugoption 5: 14 Stück, Fahrzeugoption 6: 26 Stück).
Die Fahrzeuge müssen mindestens die folgenden fahrzeugspezifischen Eckdaten erfüllen:
— Fahrzeugart: Drehgestellfahrzeug; Einrichtungswagen mit einem hohen Niederfluranteil (größer 70 %) als mehrteiliges Gliederfahrzeug mit einer minimalen Anzahl an Gelenken; Reine, sogenannte Multigelenkfahrzeuge sind für das Streckennetz nicht geeignet und werden nicht zugelassen,
— Fahrzeughöhe: die niedrigste Fahrdrahthöhe von 3 800 mm über SO muss sicher befahren werden können,
— Fußbodenhöhe über SO: ≤ 360 mm,
— Fußbodenhöhe an den Einstiegen über SO: 300 mm,
— maximale Radlast bei maximaler Beladung: 65 kN,
Entscheidend ist der Lastenzug in Abhängigkeit des Drehgestellmittenabstands
— Anzahl zweiflügliger Fahrgastraumtüren: mindestens 5, optional bis zu 8,
— Alle Fahrgastüren müssen im Niederflurbereich liegen,
— Ganzstahlwagenkasten, geklebte Fahrzeugdächer sind unzulässig,
— Das Lichtraumverhalten muss so sein, dass ein uneingeschränkter Einsatz auf dem vorhandenen Streckennetz des AGs mit allen vorhandenen Fahrzeugen grundsätzlich ohne Anpassungen sicherstellt und nachgewiesen wird,
— Der Einsatz des Fahrzeuges muss bei allen vorhanden Gleistrassierungen uneingeschränkt möglich sein (Nachweis der Sicherheit gegen Entgleisen),
— Kleinster Gleisbogenradius: 18 m,
— Größte Steigung: 7,63 % auf 200 m,
Die detaillierten Anforderungen sind dem Lastenheft zu entnehmen.
Neben der Lieferung der Fahrzeuge wird der Auftragnehmer auch für weitere unterstützende Leistungen verantwortlich sein: die Lieferung einer Erstausstattung von Ersatzteilen, die Lieferung einer vollständigen deutschsprachigen zulassungsrelevanten und technischen Dokumentation, die Durchführung der Einweisung zu allen Liefergegenständen und der notwendigen Schulungen, die Lieferung aller erforderlichen Hilfsmittel, Auswerte-/ Diagnosesoftware und Spezialwerkzeuge zur Prüfung, Wartung, Reparatur und für den laufenden Betrieb der Fahrzeuge, Subsysteme und Komponenten, die Einrichtung eines Obsoleszenzmanagementsystems für die langfristige Sicherstellung der Ersatzteilversorgung und einer hohen Verfügbarkeit der Fahrzeuge.
Um einen einwandfreien und wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten, müssen die neuen Straßenbahnfahrzeuge mit den Bestandsfahrzeugen und den für die Fahrzeuge eingerichteten Service- und Wartungseinrichtungen sowie mit dem bereits bestehenden und dem neu zu errichtenden Straßenbahn-Netz kompatibel sein. Bei den Bestandsfahrzeugen handelt es sich um die Kurzgelenktriebwagen des Typs GT6N und GT8N, sowie das Multigelenkfahrzeug vom Typ GTV6. Sollten aufgrund der Bauart angebotener Fahrzeuge Anpassungen bzw. Änderungen an der bestehenden Werkstattinfrastruktur und Service- und Wartungseinrichtungen des Auftraggebers erforderlich sein, so müssen die Anpassungen bzw. Änderungen einvernehmlich mit dem Auftraggeber geplant werden. Aufwand und Kosten etwaiger Anpassungen bzw. Änderungen gehen voll zu Lasten des Auftragnehmers.
Die geplanten Optionen sollen bis ca. 2035 abrufbar sein.
Der Aufraggeber wird, sofern die Fahrzeugersatzstrategie und das Verkehrsaufkommen es erfordern, bis zu 75 weitere Neufahrzeuge bestellen.
Option 1: 10 Fahrzeuge
Option 2: 4 Fahrzeuge
Option 3: 13 Fahrzeuge
Option 4: 8 Fahrzeuge
Option 5: 14 Fahrzeuge
Option 6: 26 Fahrzeuge
Die Bieter müssen Fahrzeughersteller sein.
Nach dem Teilnahmewettbewerb werden die qualifizierten Bewerber zur Abgabe eines Indikativen Angebotes aufgefordert.
Im dritten Schritt erhalten bis max. 3 Bewerber die Aufforderung zur Abgabe eines finalen Angebotes.
1) Handelsregisterauszug bzw. Bescheinigung über den Eintrag in das Berufsregister Ihres Mitgliedstaates;
2) Erklärung über das Nichtvorliegen der zwingenden und fakultativen Ausschlusskriterien gemäß §§ 123 und 124 GWB, auch von eingebundenen Drittunternehmen.
Das Nichtvorliegen dieser Kriterien führt zum Ausschluss Ihres Teilnahmeantrages.
1) Wirtschaftsauskunft (nicht älter als 6 Monate, z. B. Creditreform oder vergleichbar);
2) Angabe des Gesamtumsatzes der letzten 3 Geschäftsjahre (2015; 2016; 2017);
3) Angabe des Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (2015; 2016; 2017) im Bereich der Neufertigung von Straßen-/Stadt- und U-Bahnen;
4) Darstellung des Unternehmens, der Bietergemeinschaft bzw. des Konsortiums und deren Bevollmächtigter Vertreter.
Bei Bildung einer Bewerbergemeinschaft:
Bewerbergemeinschaftserklärung mit Benennung sämtlicher Mitglieder, welche im Falle der Angebotsaufforderung eine Bieter-/Arbeitsgemeinschaft bilden werden sowie des bevollmächtigten Vertreters, welcher die Bewerbergemeinschaft rechtsverbindlich vertritt.
Diese Unterlagen fließen mit 20 % in die Bewertung des Teilnahmeantrages ein.
Der Bewerber muss über Erfahrungen hinsichtlich der Konstruktion, Fertigung, Inbetriebsetzung und Zulassung von Straßen-, Stadt- und U-Bahnen nach BOStrab verfügen.
Zum Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit ist vom Bewerber bzw. jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft sowie jedem Drittunternehmen, auf dessen technische Leistungsfähigkeit sich der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft stützt,
Nachfolgendes mit der Bewerbung vorzulegen:
1) Technische Möglichkeit/Ausrüstung zur Umsetzung des Auftragsumfangs, einschließlich Erwirkung der Zulassung gemäß BOStrab oder Vergleichbar, sowie die Anzahl der lfd. und abgeschlossenen Zulassungen (BOStrab) in den letzten 10 Jahren bei Straßen-, Stadt- und U-Bahnen;
2) Angabe über die für die Abwicklung des Projekts vorgesehene Produktionsstätten (Projektmanagement, Fertigung der Fahrzeug und Fahrwerk, Montage der Fahrzeuge und Fahrwerke)- auch von eingebundenen Drittunternehmen-einschließlich Entfernung zum Lieferort (Luftlinie);
3) Zertifikat zur Qualitätssicherung nach ISO 9000ff oder gleichwertiger Nachweis, Vorhandensein eines Schweiß- und Klebefachingenieurs (DIN EN 15085 bzw. DIN 6701);
4) Nachweis eines zertifizierten Umweltmanagementsystems gem. EMAS, nach Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001 oder gleichwertiger Nachweis;
5) Bestätigung von Deutsch als uneingeschränkte Projektsprache
Diese Forderung gilt für alle Projektphasen (Teilnahmeantrag, Angebot, Angebotserklärung, Verhandlung, Vertrag, Entwicklung/Montage/Inbetriebnahme/Probebetrieb usw.) sowie sämtlicher Schriftverkehr, alle Besprechungen, alle Projekt-,
Planungs- und Ausführungsunterlagen, sämtliche Dokumentationsunterlagen und sämtliche Beschriftung von Komponenten. Diese Forderung gilt ebenfalls für die gesamte mündliche Kommunikation zwischen dem AN und dem AG (Projektleitung, Montage- und IBS-Team, AfterSales-Ansprechpartner und deren Stellvertreter);
7) Bestätigung des Einsatzes von deutschsprachigem Schlüsselpersonal (Projektleitung, Montageteam kpl., IBS-Team kpl., Service-Team kpl., AfterSale-Ansprechpartner und dessen Stellvertreter;
8) Anerkennung deutschen Rechts im Vertragsfall;
9) Abgabe von 3 qualifizierten Referenzen über die der Neufertigung von Straßenbahnfahrzeugen zur Personenbeförderung, vergleichbar in Größe und Umfang des ausgeschriebenen Projekts
Nachweise müssen jeweils enthalten:
a) Kurzbeschreibung des Projekts (mind. 2 Seiten max. 5 Seiten);
b) den Bearbeitungsstand („im Fahrgastbetrieb“, „ausgeliefert, jedoch noch nicht zugelassen oder abgenommen“, „im Bau“, „in Konstruktion“, „bestellt“);
c) Angaben über technische Weiterentwicklungen (z. B. Rollaktionen, Umbauten) seit Auslieferung;
d) den Auftraggeber mit Kontaktdaten eines Ansprechpartners, der Auskunft über die ordnungsgemäße und vertragsgerechte Durchführung des Auftrags erteilen kann (insbes. bzgl. Lieferung, Dokumentation, Instandhaltungsaufwänden, Erfüllung von Gewährleistungsansprüchen, Lieferung von Ersatzteilen etc.);
e) Fertigungsstandort;
f) den vorgesehenen und den tatsächlichen Leistungszeitraum (bei abgeschlossenen Projekten) bzw. den vorgesehenen Leistungszeitraum (bei laufenden Projekten);
g) den Gesamtleistungsumfang und den Gesamtrechnungswert im Falle einer Bearbeitung als Hauptauftragnehmer;
h) schriftliche Bestätigung des Referenzgebers zu den gemachten Angaben diese Unterlagen fließen mit 80 % in die Bewertung des Teilnahmeantrages ein.
1) Die Teilnahmeanträge müssen bis zum Schlusstermin für deren Eingang (14.1.2019; 13.00 Uhr) auf eine von der Vergabestelle zur Verfügung gestellten Plattform eingestellt werden. Das Einstellen von Teilnahmeanträgen ist ausschließlich nach der Registrierung bei der Vergabestelle möglich. Für eine Registrierung und Abgabe des Teilnahmeantrages ist es notwendig über die o. g. Kontaktstelle (per Mail) einen Interessenswunsch bekannt zu geben.
2) Fragen zur Teilnahmeantrag sind nur über eine von der Vergabestelle zur Verfügung gestellten Plattform möglich. Das Stellen von Fragen in der Stufe 1 ist erst nach der Registrierung bei der Vergabestelle möglich. Antworten auf Fragen und Aktualisierungen werden unter dem gleichen Link, auf dem die Ausschreibungsunterlagen abgerufen werden können, eingestellt. Bei der Vergabestelle registrierte Bewerber erhalten die Antworten sowie Aktualisierungen zusätzlich über die bereit gestellte Vergabeplattform. Bei der Vergabestelle nicht registrierte Bewerber sind selbstständig dafür verantwortlich, dass sie sich über Aktualisierungen der Ausschreibungsunterlagen und Beantwortungen von Fragen informieren;
3) Die Bewerber, die sich mit Ihrem Teilnahmeantrag für die Stufe 2 des Verhandlungsverfahrens (Abgabe eines Angebotes) qualifizieren, werden von der Vergabestelle nach Auswertung der Teilnahmeanträge über die Vergabeplattform aufgefordert, ein indikatives Angebot bis zum 18.2.2019 über die Vergabeplattform elektronisch einzureichen. Das finale Angebot muss bis voraussichtlich 6.5.2019 erfolgen.
Ihr Angebot ist für uns kostenlos und unverbindlich;
4) Der Auftragnehmer stellt für jede durch den Auftraggeber zu leistende Anzahlung und Vorauszahlung eine Bankbürgschaft;
5) Bitte beachten Sie das Formular 'Information zur Datenverarbeitung bei Vergabeverfahren und der Vertragsdurchführung' das Sie in den Ausschreibungsunterlagen finden
Ein Nachprüfungsverfahren ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, eine Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3, Satz 1, Nr. 4 GWB). Ein Nachprüfungsverfahren ist zudem unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§168 Abs. 2, Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Fax oder auf elektronischem Weg bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe Vergabeentscheidung per Post (§ 134 Abs. 2 GWB). Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrages setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Kalendertagen nach Kenntnis bzw. soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind - bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3, Satz 1, Nr. 1 bis 3 GWB). Des Weiteren wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Frist verwiesen.