Source: http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Statistiken/IWF_bezogenen_Daten/FSI/Methodische_Erlaeuterungen/methodische_erlaeuterungen.html
Timestamp: 2013-05-22 03:04:55
Document Index: 52024625

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 15', '§ 26', '§ 15', '§ 26', '§ 11', '§ 11', '§ 13', '§ 10', '§ 1']

Deutsche Bundesbank - Methodische Erläuterungen
Startseite Statistiken IWF bezogene Daten FSI Methodische Erläuterungen
Gesamtwirtschaftliche Rechenwerke Geld- und Kapitalmärkte Banken und andere finanzielle Institute Unternehmen und Private Haushalte Öffentliche Finanzen Außenwirtschaft Euroraum-Aggregate ESZB Statistiken IWF bezogene Daten :
SDDS FSI :
Basisdaten 2010-2012 Basisdaten 2005-2009 Indikatoren 2010-2012 Indikatoren 2005-2009 Methodische Erläuterungen
Internationale Statistiken Zeitreihen-Datenbanken Statistiksuche Service zum Thema
EinlageninstituteEinlageninstitute stehen im Zentrum von Finanzsystemen. Ihre finanzielle Lage bzw. Schockresistenz ist deshalb von maßgeblicher Bedeutung für die Finanzstabilität. Der Kernindikatorensatz umfasst die wichtigsten Kennzahlen zur Situation der Einlageninstitute.
Relation zwischen regulatorischen Eigenmitteln und anrechnungspflichtigen PositionenDer Indikator gibt das Verhältnis zwischen den regulatorischen Eigenmitteln und den anrechnungspflichtigen Positionen gemäß Solvabilitätsverordnung/ SolvV (bis 2006: Grundsatz I (Eigenmittel)) der Institute an. Er wird auf der Basis von Einzelinstitutsangaben der gemäß § 10 KWG meldepflichtigen Kreditinstitute berechnet. Ab 2008 werden auch Institutsgruppenmeldungen von Waiver-Gruppen gemäß § 10a KWG mit berücksichtigt. Hierzu werden die haftenden Eigenmittel ins Verhältnis zu den jeweiligen anrechnungspflichtigen Risikopositionen gesetzt. Abweichungen zur IWF-Systematik resultieren aus der nationalen Abgrenzung der Eigenmittel und der Risikogewichtungen sowie aus dem Konsolidierungskreis, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), auf Einzelinstitutsbasis nicht aber die Auslandstöchter umfasst. (Die anrechnungspflichtigen Positionen entsprechen den gewichteten Risikoaktiva sowie den zu berücksichtigenden Marktpreisrisiken gemäß SolvV (bis 2006 gemäß Grundsatz I über die Eigenmittel der Institute).)
Relation zwischen regulatorischem Kernkapital (Tier 1) und anrechnungspflichtigen PositionenDer Indikator gibt das Verhältnis zwischen dem regulatorischen Kernkapital und den anrechnungspflichtigen Positionen gemäß SolvV (bis 2006: Grundsatz I) der Institute an. Für seine Ermittlung werden Einzelinstitutsangaben und ab 2008 auch Institutsgruppenmeldungen von Waiver-Gruppen der gemäß §§ 10 und 10 a KWG meldepflichtigen Kreditinstitute herangezogen. Das regulatorische Kernkapital wird dabei ins Verhältnis zu den jeweiligen anrechnungspflichtigen Risikopositionen gesetzt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich in Bezug auf die nationale Abgrenzung der Risikogewichtungen (und bis 2006 des Kernkapitals) sowie in Bezug auf den Konsolidierungskreis, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), auf Einzelinstitutsbasis nicht aber die Auslandstöchter umfasst. (Die anrechnungspflichtigen Positionen entsprechen den gewichteten Risikoaktiva sowie den zu berücksichtigenden Marktpreisrisiken gemäß SolvV (bis 2006 gemäß Grundsatz I über die Eigenmittel der Institute).)
Relation zwischen notleidenden Krediten (abzüglich Risikovorsorge) und bilanziellem EigenkapitalFür die Darstellung des Indikators werden die Kredite mit Einzelwertberichtungsbedarf auf Nettobasis (abzüglich Risikovorsorge) in Beziehung zum bilanziellen Eigenkapital der Institute gesetzt. Er entspricht dem Wert der Kundenkredite (Buchforderungen und Wechselkredite gemäß § 15 RechKredV sowie Haftungskredite gemäß § 26 RechKredV) mit Einzelwertberichtungsbedarf nach Abzug der Wertberichtigungen im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital. Es ist zu beachten, dass es in Deutschland keine Definition der „nonperforming loans“ (NPL) gibt. Daher wird hier für den IWF auf die Kategorie der wertberichtigten Kredite nach der Prüfungsberichtsverordnung abgestellt. Weitere Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften und des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Anteil der notleidenden Kredite an den Bruttokrediten insgesamtDer Indikator stellt die Kundenkredite mit Einzelwertberichtigungsbedarf ins Verhältnis zu den gesamten Bruttokundenkrediten der Institute. Für seine Darstellung werden die NPL, die nach nationaler Definition auf Basis der Kredite mit Einzelwertberichtigungsbedarf des Kundenkreditvolumens (Buchforderungen und Wechselkredite gemäß § 15 RechKredV sowie Haftungskredite gemäß § 26 RechKredV) ermittelt werden, zum gesamten Kundenkreditvolumen in Beziehung gesetzt. Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind nicht enthalten. Weitere Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften und des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Sektorale Verteilung der KrediteDer Indikator liefert Angaben über die Verteilung der Kredite auf die inländischen Sektoren und das Ausland. Die Daten stammen aus der monatlichen Bilanzstatistik der Banken (MFI) in Deutschland. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften und des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
GesamtkapitalrentabilitätAnhand der Gesamtkapitalrentabilität wird die Ertragslage innerhalb einer Rechnungsperiode zu Vergleichszwecken in Bezug auf das Gesamtkapital beurteilt. Der Indikator errechnet sich aus dem Jahresüberschuss vor Steuern in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme der inländischen MFI. Der Jahresüberschuss basiert auf einer sekundärstatistischen Auswertung der Gewinn- und Verlustrechnung der Banken (Jahresabschlussdaten); die durchschnittliche Bilanzsumme wird auf der Grundlage der monatlichen Bilanzstatistik der Banken errechnet. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
EigenkapitalrentabilitätDie Eigenkapitalrentabilität dokumentiert, wie hoch sich das Eigenkapital innerhalb einer Rechnungsperiode verzinst hat. Der Indikator errechnet sich aus dem Jahresüberschuss vor Steuern in Relation zum durchschnittlichen Eigenkapital der inländischen MFI. Der Jahresüberschuss basiert auf einer sekundärstatistischen Auswertung der Gewinn- und Verlustrechnung der Banken (Jahresabschlussdaten); das durchschnittliche Eigenkapital wird auf der Grundlage der monatlichen Bilanzstatistik der Banken errechnet. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften und des Konsolidierungskreises, der nur inländische MFI umfasst.
Relation zwischen Zinsüberschuss und BruttoertragDieser Indikator gibt den Anteil des Zinsüberschusses am Bruttoertrag an. Er basiert auf einer sekundärstatistischen Auswertung der Gewinn- und Verlustrechnung der Banken (Jahresabschlussdaten). Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Relation zwischen Aufwendungen (ohne Zinsen) und BruttoertragDieser Indikator gibt den Anteil der zinsunabhängigen Aufwendungen am Bruttoertrag an. Er wird auf Basis einer sekundärstatistischen Auswertung der Gewinn- und Verlustrechnung (Jahresabschlussdaten) der inländischen MFI errechnet. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Anteil der liquiden Aktiva an den Gesamtaktiva (Liquiditätsgrad der Aktiva)Der Indikator wird als Anteil der bankenaufsichtlich definierten liquiden Aktiva an den gesamten Aktiva der Institute berechnet. Er wird auf der Basis von Meldungen der zur Liquiditätsverordnung/ LiqV (bis 2006 Grundsatz II (Liquidität)) gemäß § 11 KWG meldepflichtigen Kreditinstitute erstellt. Dabei wird die Summe aller Zahlungsmittel gemäß LiqV (bis 2006 Grundsatz II) mit Restlaufzeiten von drei Monaten und kürzer ins Verhältnis zu den gesamten Aktiva der Kreditinstitute nach der monatlichen Bilanzstatistik gesetzt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Relation zwischen liquiden Aktiva und kurzfristigen VerbindlichkeitenFür den Indikator werden die bankenaufsichtlich definierten liquiden Aktiva den kurzfristigen Verbindlichkeiten der Institute gegenübergestellt. Bei seiner Berechnung werden die Meldungen der Kreditinstitute zur LiqV (bis 2006: zum Grundsatz II) gemäß § 11 KWG zugrunde gelegt. Alle Zahlungsmittel werden dabei den Zahlungsverpflichtungen bei Restlaufzeiten von drei Monaten oder kürzer gegenübergestellt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Relation zwischen offener Fremdwährungsposition und regulatorischen EigenmittelnFür den Indikator wird das Verhältnis der bankenaufsichtlich definierten offenen Fremdwährungspositionen zu den regulatorischen Eigenmitteln der Institute berechnet. Grundlage sind Einzelinstitutsmeldungen und ab 2008 auch Institutsgruppenmeldungen der Waiver-Gruppen zur SolvV. Der währungsbezogenen Nettogesamtposition der Kreditinstitute werden deren haftende Eigenmittel gegenübergestellt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich durch eine eingeschränkte Institutsabdeckung bezogen auf die regulatorische Einreichungspflicht, die Abgrenzung der regulatorischen Eigenmittel, die Identifizierbarkeit der Nettopositionen von Risikomodellen sowie den Konsolidierungskreis, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), auf Einzelinstitutsbasis nicht aber die Auslandstöchter umfasst.Erweiterter Datensatz
EinlageninstituteDie folgenden Indikatoren des erweiterten Datensatzes gewähren über den Kernindikatorensatz hinausgehende Einblicke in die finanzielle Lage der Einlageninstitute.
EigenkapitalquoteDer Indikator liefert Angaben darüber, inwieweit das Vermögen der Institute durch Eigenkapital gedeckt ist. Die Daten stammen aus der monatlichen Bilanzstatistik der MFI in Deutschland. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften und des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
Relation zwischen Großkrediten und regulatorischen EigenmittelnDer Indikator zeigt das Verhältnis der von den Instituten vergebenen Großkredite zu deren regulatorischen Eigenmitteln. Er wird auf der Basis von Einzelinstitutsmeldungen und ab 2008 auch auf der Basis von Institutsgruppenmeldungen der Waiver-Gruppen zu den Großkrediten gemäß §§ 13, 13a und 13b KWG sowie zu den Eigenmitteln gemäß §§ 10 und 10a KWG berechnet. Dem Volumen aller Großkredite werden hierbei die haftenden Eigenmittel der Kreditinstitute gegenübergestellt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund der nationalen Abgrenzung des „Kreditbegriffs“ für Großkredite, der Definition der Eigenmittel sowie des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), auf Einzelinstitutsbasis nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Geographische Verteilung der KrediteDer Indikator soll eine grobe Abschätzung des Kreditrisikos ermöglichen, das die deutschen Banken (MFIs) durch ihre Kreditaktivitäten im Ausland eingehen. Die Daten stammen aus den Meldungen zum Auslandsstatus der Kreditinstitute und aus der monatlichen Bilanzstatistik der MFI in Deutschland. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
Relation zwischen Aktivpositionen in Finanzderivaten (brutto) und EigenkapitalDer Indikator dient der groben Abschätzung des Wiedereindeckungsrisikos von Derivatekontrakten mit positivem Marktwert. Die Basisdaten werden im Rahmen der halbjährlichen OTC-Derivatestatistik der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) erhoben. Abweichungen gegenüber der IWF-Systematik ergeben sich hinsichtlich des Institutskreises, da nur die wichtigsten Institute in diesem Segment (auf freiwilliger Basis) befragt werden; sie decken einen Großteil des Marktes ab.
Relation zwischen Passivpositionen in Finanzderivaten (brutto) und EigenkapitalDer Indikator dient der groben Einschätzung des Verlustpotenzials aus Derivatekontrakten mit negativem Marktwert. Die Basisdaten werden im Rahmen der halbjährlichen OTC-Derivatestatistik der BIZ erhoben. Abweichungen gegenüber der IWF-Systematik ergeben sich hinsichtlich des Institutskreises, da nur die wichtigsten Institute in diesem Segment (auf freiwilliger Basis) befragt werden; sie decken einen Großteil des Marktes ab.
Ergebnis aus Finanzgeschäften als Anteil des BruttoertragsDieser Indikator gibt den Anteil des Nettoertrags beziehungsweise -aufwands aus Eigenhandelsgeschäften am Bruttoertrag an. Er basiert auf einer sekundärstatistischen Auswertung der Gewinn- und Verlustrechnung der Banken (Jahresabschlussdaten). Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Personalaufwand als Anteil der Aufwendungen (ohne Zinsen)Dieser Indikator gibt Auskunft über den Personalaufwand in Bezug auf die zinsunabhängigen Aufwendungen. Er wird auf Basis einer sekundärstatistischen Auswertung der Gewinn- und Verlustrechnung (Jahresabschlussdaten) der inländischen MFI errechnet. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), nicht aber die Auslandstöchter umfasst.
Spanne zwischen Kreditzinssatz und EinlagenzinssatzDie Spanne zwischen Kredit- und Einlagenzinssatz dient als grober Anhaltspunkt zur Beurteilung der Ertragssituation und der Wettbewerbsfähigkeit der inländischen MFI. Der Indikator wird auf der Basis der harmonisierten EWU-Zinsstatistik von einer Stichprobe der MFI erhoben. Er wird nach der IWF-Systematik als Differenz der gewichteten Durchschnitte von Einlagen- und Kreditzinssätzen errechnet. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
Spanne zwischen höchstem und niedrigstem InterbankensatzDer Indikator gibt Aufschluss über die Risikoprämie im Markt für Interbankengeld. Grundlage des Indikators sind gestellte Briefkurse für Interbankengeld einwöchiger Laufzeit. Die Spanne ergibt sich als Differenz zwischen den höchsten und niedrigsten von unterschiedlichen Banken gestellten Zinssätzen. Es werden nur in Deutschland ansässige Banken berücksichtigt. (Quellen: European Banking Federation, eigene Berechnungen)
Relation zwischen Kundeneinlagen und Gesamtkrediten (ohne Interbankkredite)Dieser Indikator misst den Grad der Liquidität. Er basiert auf Daten der monatlichen Bilanzstatistik der MFI in Deutschland. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften und des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
Anteil von Fremdwährungskrediten an GesamtkreditenDer Indikator misst den Anteil der Fremdwährungskredite an den Krediten insgesamt. Er basiert auf Daten aus den Meldungen zum Auslandsstatus der Kreditinstitute und Daten zur monatlichen Bilanzstatistik der MFI in Deutschland. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
Anteil von Fremdwährungsverbindlichkeiten an GesamtverbindlichkeitenDer Indikator misst den Anteil der Fremdwährungsverbindlichkeiten an den Verbindlichkeiten insgesamt. Er basiert auf Daten aus dem Auslandsstatus der Kreditinstitute und Daten der monatlichen Bilanzstatistik der MFI in Deutschland. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften und des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
Relation zwischen offenen Aktienpositionen (netto) und regulatorischen EigenmittelnDer Indikator zeigt das Verhältnis zwischen den offenen Aktienpositionen (netto) und den regulatorischen Eigenmitteln der Institute. Bei der Berechnung werden Einzelinstitutsmeldungen und ab 2008 auch Institutsgruppenmeldungen der Waiver-Gruppen der Kreditinstitute zugrunde gelegt. Der aktienkursbezogenen Nettogesamtposition der Kreditinstitute werden deren haftende Eigenmittel gegenübergestellt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund der Institutsabdeckung durch eingeschränkte Einreichungspflichten, aufgrund der nationalen Abgrenzung der Eigenmittel, aufgrund der Identifizierbarkeit der Nettopositionen von Risikomodellen sowie aufgrund des Konsolidierungskreises, der das Gesamtinstitut (einschl. Auslandsfilialen), auf Einzelinstitutsbasis nicht aber die Auslandstöchter umfasst.Nichtbanken-FinanzinstituteNichtbanken-Finanzinstitute sind in vielfältiger Weise mit den Einlageninstituten verbunden und können ebenfalls von systemischer Relevanz für die Finanzsystemstabilität sein. Allerdings ist die Datenlage hier etwas weniger umfassend als für den Bankensektor. Die folgenden Indikatoren, die mit den Investmentfonds, Versicherungen und Finanzdienstleistungsinstituten nach § 1 Absatz 1(a) Nr. 1– 4 KWG sowie mit den Pensionseinrichtungen den Großteil dieses Sektors abdecken, fassen die Lage in wenigen Kennzahlen zusammen.
Anteil der Aktiva an den Gesamtaktiva des FinanzsystemsDer Indikator gibt Auskunft über die relative Bedeutung des Sektors der Nichtbanken-Finanzinstitute innerhalb des Finanzsystems. Er basiert auf Daten aus der Finanzierungsrechnung, die hierfür auf verschiedene Primärquellen, wie zum Beispiel auf die Banken-, Kapitalmarkt-, Depot- und Zahlungsbilanzstatistik, zurückgreift. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften sowie – in einem geringeren Umfang – aus der Konsolidierung der sektoralen Finanzaktiva.
Relation zwischen Aktiva und BIPDer Indikator gibt Auskunft über die Bedeutung des Sektors der Nichtbanken-Finanzinstitute hinsichtlich der Wirtschaftsleistung der gesamten Volkswirtschaft. Der Zähler dieses Indikators wird auf Basis der Finanzierungsrechnung erstellt, die hierfür auf verschiedene Primärquellen, wie zum Beispiel auf die Banken-, Kapitalmarkt-, Depot- und Zahlungsbilanzstatistik, zurückgreift. Der Nenner wird vom Statistischen Bundesamt berechnet und stammt aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften sowie – in einem geringeren Umfang – aus der Konsolidierung der sektoralen Finanzaktiva. (Quellen: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen)UnternehmenssektorUnternehmen stellen die wichtigsten (Kredit-)Kunden des Finanzsektors dar. Verschlechtert sich die Lage im Unternehmenssektor, führt dies zu einem Rückgang der Bonität beziehungsweise Schuldentilgungsfähigkeit der Unternehmen, was sich wiederum direkt auf die Lage der Finanzinstitute auswirken kann. Die Datenlage ist hier insgesamt etwas weniger umfangreich als für die finanziellen Sektoren, weshalb unterschiedliche Datenquellen herangezogen werden. Die folgenden Indikatoren geben Auskunft über die Schockresistenz des Sektors.
Verschuldung in Relation zum EigenkapitalDer Indikator gibt Auskunft über den Umfang der Fremdkapitalfinanzierung in Bezug auf das (marktnah bewertete) Eigenkapital. Er wird auf Grundlage der Finanzierungsrechnung erstellt, die in der Hauptsache auf die Geschäftspartnerdaten verschiedener primärstatistischer Quellen, wie zum Beispiel der Bankenstatistik, zurückgreift. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften und aus der Konsolidierung des sektoralen Eigen- und Fremdkapitals.
Eigenkapitalrentabilität (Gewinn vor Zinsen und Steuern)Der Indikator misst die Effizienz und die Ertragskraft des Unternehmenssektors. Er wird auf Basis der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sowie der Finanzierungsrechnung erstellt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften, der Definition und der Konsolidierung der Unternehmensgewinne sowie aufgrund des (marktnah bewerteten) sektoralen Eigenkapitals. (Quellen: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen)
Gewinn (vor Zinsen und Steuern) in Relation zu Zins- und TilgungsleistungenDer Indikator misst die Fähigkeit, den laufenden Schuldendienst aus dem Cash Flow zu bedienen. Er wird auf Basis der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen erstellt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund nationaler Rechnungslegungsvorschriften, aus der Definition und der Konsolidierung der Aggregate sowie aus den im Indikator fehlenden Tilgungszahlungen.
Relation zwischen offenen Fremdwährungspositionen des Unternehmenssektors und EigenkapitalDieser Indikator wird nicht berechnet.
Zahl der Anträge auf GläubigerschutzDer Indikator gibt Auskunft über die Konkursentwicklung. Er basiert auf der Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamtes. Der Indikator wird maßgeblich durch die nationale Insolvenzgesetzgebung beeinflusst. (Quelle: Statistisches Bundesamt)Private HaushalteDie Situation des Finanzsektors wird sowohl direkt als auch indirekt durch die privaten Haushalte beeinflusst: Direkt durch ihre Entscheidung, Ersparnisse anzulegen beziehungsweise Kredite aufzunehmen; indirekt durch ihr Konsumverhalten, das über den Unternehmenssektor wiederum Auswirkungen auf den Finanzsektor hat.
Relation zwischen Verschuldung und BIPDer Indikator gibt Auskunft über den Umfang der Verschuldung in Bezug auf die Wirtschaftsleistung der gesamten Volkswirtschaft. Der Zähler dieses Indikators wird auf Basis der Finanzierungsrechnung erstellt, die hierfür auf Geschäftspartnerdaten verschiedener Primärstatistiken, wie zum Beispiel der Bankenstatistik, zurückgreift. Der Nenner wird vom Statistischen Bundesamt berechnet und stammt aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Zur IWF-Systematik ergeben sich geringe Abweichungen aus der Verbuchung der aufgelaufenen Zinsen. (Quellen: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen)
Schuldendienst in Relation zum EinkommenDer Indikator misst die Schuldendienstfähigkeit der privaten Haushalte. Er wird auf Grundlage der Finanzierungsrechnung sowie der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen erstellt. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aus den im Indikator fehlenden Tilgungszahlungen. (Quellen: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen)MarktliquiditätEine reibungslose Abwicklung von Kapitaltransaktionen ist nur bei einer hinreichend hohen Marktliquidität möglich, also nur solange die Möglichkeit besteht, für sämtliche Finanzprodukte jederzeit einen Käufer oder Verkäufer zu finden, ohne den Marktpreis wesentlich zu beeinflussen.
Durchschnittliche Geld-Brief-Spanne auf dem WertpapiermarktDer Indikator gibt Aufschluss über die Liquidität des jeweiligen Wertpapiermarktes. Er wird getrennt für eine Bundes- und für eine repräsentative Unternehmensanleihe mit vergleichbarer Laufzeit ermittelt. Die Spanne ergibt sich als Differenz zwischen dem höchsten Geld- und dem niedrigsten Briefkurs, der von den Marktteilnehmern zu einem bestimmten Zeitpunkt gestellt wird. (Quellen: Bloomberg, eigene Berechnungen)
Durchschnittliche tägliche Umschlagshäufigkeit auf dem WertpapiermarktDer Indikator gibt an, wie oft im Umlauf befindliche Wertpapiere am Markt täglich umgesetzt werden. Er basiert auf Angaben aus der Kapitalmarktstatistik der Deutschen Bundesbank sowie auf Angaben der Deutschen Börse AG und wird berechnet als Verhältnis des Umsatzes zum Umlauf börsennotierter Bundeswertpapiere, jeweils in Euro.ImmobilienmärkteDie konjunkturelle Entwicklung der Immobilienmärkte ist mit dem Kreditvergabeverhalten des Finanzsektors hoch korreliert. Eine stark steigende Kreditvergabe an den Privatsektor geht einem Immobilienboom oft voraus oder begleitet ihn. Ein Abschwung am Immobilienmarkt geht dagegen oft einher mit einem starken Rückgang der Kreditvergabe. Auch gingen in der Vergangenheit starke Abschwünge am Immobilienmarkt oft einer Finanzkrise voraus.
Immobilienpreise (Wohnimmobilien)Der Indikator misst die Entwicklung von Wohnimmobilienpreisen. Er basiert auf Angaben der BulwienGesa AG für 125 Städte. Es werden separate Indizes für neu gebaute und wiederverkaufte Wohnimmobilien (Reihenhäuser sowie Eigentumswohnungen) mit jeweils gutem Wohnwert in mittleren bis guten Lagen berechnet. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aus den im Indikator fehlenden Angaben zur Preisentwicklung von Gewerbeimmobilien.
Immobilienpreise (Gewerbeimmobilien)Der Indikator misst die Entwicklung von Gewerbeimmobilienpreisen. Er basiert auf Angaben der BulwienGesa AG für 127 Städte. Es werden separate Indizes für insgesamt sowie für Büroimmobilien, Handelsflächen, Logistikimmobilien und Mietshäuser bereitgestellt. I039
Anteil der Wohnungsbaukredite an GesamtkreditenDer Indikator misst den Anteil der von deutschen Banken ausgereichten Wohnungsbaukredite am Gesamtkreditvolumen. Er basiert auf Daten der vierteljährlichen Kreditnehmerstatistik der MFI in Deutschland. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
Anteil der Kredite für gewerbliche Immobilien an GesamtkreditenDer Indikator misst den Anteil der von deutschen Banken ausgereichten gewerblichen Immobilienkredite am Gesamtkreditvolumen. Er basiert auf Daten der vierteljährlichen Kreditnehmerstatistik der MFI in Deutschland. Abweichungen zur IWF-Systematik ergeben sich aufgrund des Konsolidierungskreises, da das Geschäft der Auslandsfilialen und -töchter deutscher Institute ausgeblendet bleibt, während das Geschäft in Deutschland niedergelassener Filialen ausländischer Institute einbezogen wird.
Financial Soundness Indicators Compilation Guide Hintergrund des Projekts und Analysemöglichkeiten der FSI
Nach oben	Bundesbank WissensWert Aufgaben und Organisation Hauptverwaltungen und Filialen Forschungszentrum Bibliothek und Archive Sammlungen Geldmuseum Karriere Technische Zentralbank-Kooperation Messeauftritte Eurosystem Kerngeschäftsfelder Geldpolitik Finanz- und