Source: http://wiki.hl7.de/index.php?title=IG:HL7_diagnosen
Timestamp: 2019-03-19 15:13:20
Document Index: 152916508

Matched Legal Cases: ['§295', '§301', '§295', '§140', '§137', '§ 295', '§ 301', '§301', '§301', '§301', '§301', '§295', '§295', '§295', '§301', '§295']

IG:Diagnoseleitfaden – Hl7wiki
Implementierungsleitfaden Diagnoseleitfaden (1.1).
Dokumenten-OID: 1.2.276.0.76.7.4
Copyright © 2011: HL7 Deutschland e. V.
Darstellung von Diagnosen auf Basis der HL7 Clinical Document Architecture Rel. 2 für das deutsche Gesundheitswesen
Copyright © 2011: HL7 Benutzergruppe in Deutschland e.V.
Implementierungsleitfaden Darstellung von Diagnosen mittels HL7 Version 3 vorgelegt von:
Gesellschaft für ein vernetztes Gesundheitswesen mbH - TeVeGe
FORUM Krebsregister/ADT/Krebsgesellschaft
und der Projektgruppe „Diagnosen" der HL7-Benutzergruppe in Deutschland
Dr. Kai U. Heitmann, Heitmann Consulting and Services (Hürth)
Dr. Frank Oemig, Agfa HealthCare GmbH (Bonn)
1.5 Nachnutzungs- bzw. Veröffentlichungsansprüche
3 Typisierung von Diagnosen
3.2 Diagnosetypen im ambulanten Bereich
3.3 Diagnosetypen im stationären Bereich
4 Allgemeine Diagnosebeschreibung
4.2 Freitextbeschreibung der Diagnose
4.3 Diagnosecode
4.4 Diagnosecode – Katalogtext
4.5 Diagnosetyp
4.6 Feststellungsdatum der Diagnose
4.7 Dokumentationsdatum der Diagnose
4.8 Angaben zur klinisch relevanten Zeitraum von Diagnosen
4.9 Diagnosesicherheit
4.10 Lokalisation
4.11 Diagnoseerläuterung
4.12 Begründung von Ausnahmen
5 Darstellung des Diagnosemodells in HL7 V3
6 Darstellung von Diagnosen in bestimmten Codesystemen
6.1 ICD-10 GM codierte Diagnosen
6.2 Beschreibung einer Diagnose durch einen Thesaurus – Index
6.2.1 Beispiel: Abbildung einer Alpha-ID codierten Diagnose
6.3 Beschreibung mittels Nomenklatur- Identifikationskennzeichen
6.3.1 Präkoordinierte und postkoordinierte Konzepte einer Nomenklatur
6.3.2 Thesaurus-Index oder Nomenklaturkennzeichen der Diagnose
7 Darstellung von Diagnosen und Klassifikationen in der Tumordokumentation
7.2 ICD-O
7.2.1 Lokalisation des Tumors
7.2.2 Histologie und Dignität des Tumors
7.2.3 Differenzierungsgrad
7.2.4 Qualifier der Tumorformel
7.3 TNM Klassifikation (Tumor, Noduli, Metastasen)
7.3.1 Qualifier der Tumorformel
7.3.2 Certainty Faktor
7.3.3 Residualtumor
7.3.4 Grading - Differenzierungsgrad
7.3.5 Lymphgefäßinvasion
7.3.6 Veneninvasion
7.3.7 Stadiengruppierung
7.4 Ann-Arbor Klassifikation
7.5 FIGO-Stages
7.6 Gleason-Score
7.7 Papanikolaou-Kodierung
7.8 WHO-Gradierung (von Hirntumoren)
8 Tumordiagnosen in HL7 V3
9 Darstellung von Diagnosen in bestimmten Anwendungs¬bereichen
9.2 Abrechnungsdiagnose nach §295 – KVDT – Diagnose
9.3 Diagnose im Arztbrief/medizinische Dokumentation
10.2 Überblick über die Value Sets
10.3 Überblick über die Codierschemata
10.4 Diagnosetypen in Deutschland
10.5 ICD-O-Codes
10.6 TNM-Klassfikation
10.7 Gleason-Score
10.8 Ann-Arbor-Codes
10.9 Papanikolaou-Kodierung
11 Anhang A: Diverses
11.1 Offene Punkte
11.2 Referenzen/Literatur
11.3 Evaluierung der genutzten Diagnosetypen
1.1 5.11.12 FO Wikifizierung
1.1 01.06.11 ST, FO OID-Vergabe, Vervollständigung der Terminologie, Formulierungen 1.2.276.0.76.7.4
1.0 01.03.11 FO Freigabe n.a.
0.99i 20.09.10 FO OIDs (Value Sets und Codesystem für TNM-Werte),
weitere Details gemäß der Anforderungen aus dem Leitfaden zur onkologischen Daten¬übermittlung n.a.
0.99h 23.06.10 FO Vorbereitung Publikation n.a.
0.99g FO n.a.
0.99f 12.04.10 BS Antworten auf die offenen Fragen n.a.
0.99e 30.03.10 FO Umsortierung + Layout n.a.
0.99d 29.03.10 UA Überprüfung TNM etc. n.a.
0.99c||11.03.10||KH, FO||Überarbeitung gemäß Diskussion im TC||n.a.
0.99b 07.12.09 FO Vorbereitung Abstimmungsverfahren:
Überarbeitung Qualifier gemäß TC-Sitzung vom 30.11.09
Entfernung der ausführlichen Stadien¬gruppierung||n.a.
0.99 16.11.09 FO (MCR, BS) Ergänzung Diagnosetypen
WHO-Gradierung n.a.
0.98 09.11.09 FO (BS) Ergänzung der TNM-Tabellen,
ausführliche Stadiengruppierung n.a.
0.97 20.07.09 JT Ergänzung um Bezeichnungen n.a.
0.96 06.07.09 FO Überarbeitung TNM
Definition von Vokabulardomänen Restrukturierung n.a.
0.95 24.10.07 KH Kommentare des HL7-Abstimmungsverfahrens eingearbeitet n.a.
0.9 02.07.07 KH, ST OIDs ergänzt n.a.
0.8 24.04.07 KH Änderungen auf Basis der Kommentare von Herrn A. Zaiß, Freiburg n.a
0.7 27.03.07 SG Änderungen zum Thema Tumordiagnosen lr. Besprechung vom 01-03-2007 n.a
0.6 25.01.07 SG Änderungen der Besprechung vom 22.1. eingearbeitet.
Formulierungen und Beispiele überarbeitet Kapitel 1-4 n.a.
0.5 28.12.06 SG Tabelle mit Diagnosetypen aufgenommen
Kapitel für Tumordiagnosen eingefügt.
ToDo-Liste eingefügt. n.a
0.4 05.09.06 SG Änderungen die im Meeting besprochen wurden eingearbeitet. n.a
0.3 30.06.06 SG Arbeitsversion für das Treffen der AG Diagnoseleitfaden. n.a
0.2 22.06.06 SG Änderung der Besprechung vom 22.5. eingearbeitet:
Aufnahme von Feldern aus Arztbrief (Erläuterung, Ausnahmetatbestand)
Abbildung ICD-Code geändert Abbildung Erstellungsdatum geändert.
u.a.||n.a
0.1 21.03.06 SG Dokument erstellt n.a
Sylke Grohnert, TeVeGe mbH, Berlin (SG)
Dr. Kai U. Heitmann, HL7-Deutschland, Heitmann Consulting and Services, Hürth, (KH)
Dr. Kai U. Heitmann, HL7-Deutschland, Heitmann Consulting and Services (Hürth)
Dr. Sylvia Thun, Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information DIMDI (Köln)
Dr. Gunther Hellmann (Bamberg)
Dr. Erich Gehlen, Duria eG (Düren)
Dr. Udo Altmann, Universität Gießen
Dr. Manfred Criegee-Rieck,
Prof. Dr. Joachim Dudeck, Gießen
Mark Neumann, ID-Berlin
Dr. Bernd Schütze, DOC, Düsseldorf (BS)
Dr. Sylvia Thun, DIMDI, Köln, (ST)
Dr. Jochen Thümmler, Vivantes Netzwerk für Gesundheit, Berlin, (JT)
Dr. Albrecht Zaiß, Freiburg
Weitere Mitglieder der Projektgruppe „Diagnosen" der HL7-Benutzergruppe:
Hans Schüll, Siemens
Lutz Junghanns, Cymed, Bochum
Detlef Sievers, iSoft
Christine Kolodzig, SBG, Berlin
Peter Kaufmann, MCS-AG
Ulrich Maier, Siemens
Daniel Palzer, TeVeGe, Berlin
Dr. Georg Heidenreich, Siemens, Erlangen
Das vorliegende Dokument wurde von der TeVeGe Berlin, und der Projektgruppe „Diagnosen" der in Kooperation mit der HL7-Benutzergruppe e.V. entwickelt. Die Nachnutzungs- bzw. Veröffentlichungs¬ansprüche sind nicht beschränkt.
Zu beachten ist, dass Teile dieses Dokuments auf dem Abstimmungspaket 24 vom Dezember 2008 und der Normative Edition 2008 von HL7-Version 3 beruhen, für die © Health Level Seven, International gilt. Näheres unter [1] und [2].
Auf einige der in diesem Dokument aufgeführten Tabellen besteht ein externes Copyright. Dies betrifft insbesondere die TNM-Klassifikation nach UICC, für die der Springer-Verlag die Rechte hält. Um hier keine Copyrightverletzung zu begehen, enthalten die entsprechenden Tabellen keine textuellen Beschreibungen und bleiben deshalb in der Beschreibungsspalte leer. Des Weiteren ist die Nutzung der Tabellenwerte eventuell mit Lizenzgebühren verbunden. Daher werden Implementierer gebeten, sich zu vergewissern, dass sie die ent¬spre¬chenden Lizenzen besitzen.
Die Dokumentation von Diagnosen ist eine elementare Aufgabe bei vielen Geschäftsprozessen im deutschen Gesundheitswesen. Dabei muss zwischen der Dokumentation zu medizinischen, statistischen, klinisch-wissenschaftlichen, rechtlichen und zu administrativen Zwecken unterschieden werden. Anwendungsbereiche für die Diagnosedokumentation sind z. B.:
Erfassung der Diagnosen zum Zwecke der Abrechnung mit der ICD-10-GM in Verbindung mit den Vorgaben des SGB V
Stationär §301
Ambulant §295
IGV-MVZ §140
die Todesursachenstatistik ICD-10 WHO (hier gibt es z.B. keine optionalen Codes)
die Qualitätssicherung nach §137 SGB V und die Qualitätsberichte der Krankenhäuser
Meldungen nach dem Infektionsschutz-Gesetz
die Epidemiologie und Krebsregister (ICD-O), einschließlich weiter gehender Klassifizierungen von Tumorerkrankungen
Gutachten von Renten- und Unfallversicherungsträger (ICF)
die medizinische Dokumentation in der Versorgung z.B. Arztbrief, Kranken¬hauseinweisungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Rezepte, stationäre EPA oder EGA
Klinische Studien (MedDRA, WHO-Art)
Produktinformationen zu Arzneimitteln, z.B. Indikationen, Kontraindikationen und unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW)
Dieser Leitfaden befasst sich vornehmlich mit der Darstellung von Diagnosen für diese Anwendungen.
Die Dokumentation zu administrativen Zwecken wird im Abrechnungsbereich für die Begründung der Erbringung von Leistungen benötigt. Die ICD-10 GM wird seit dem 01.01.2000 zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung (§§ 295 und 301 SGB V) eingesetzt, insbesondere für die Zwecke des pauschalierenden Entgeltsystems G-DRG (German Diagnosis Related Groups).
Daneben sollen die anfallenden Primär- oder Routinedaten für weitere Zwecke als nur zur Abrech¬nung und medizinischen Dokumentation genutzt werden. Nur durch standar¬disierte Vorgaben ist die multiple Verwendbarkeit einmal erfasster Daten gewährleistet.
Statistische Auswertungen von Diagnoseinformationen werden z.B. im Rahmen der Qualitäts¬sicherung der Patientenversorgung und in der Forschung durchgeführt. Auch hier wird in der Regel die Diagnose mittels eines Codierungssystem verschlüsselt. Neben der ICD-10, sind dies z.B. die ICD-O und die ICF. Zukünftig werden sich Mehrwert¬anwendungen etablieren, die durch Verknüpfungen der medizinischen Dokumentation Entscheidungsprozesse in der Medizin unterstützen können. Hier werden weiterführende Begriffsysteme benötigt, wie z.B. das alphabetische Verzeichnis der ICD und Arzneimittelkataloge.
Ziel dieses Dokuments ist es, eine grundlegende Vereinbarung darüber zu treffen, wie Diagnosedaten in strukturierter Form mittels HL7 V3 Nachrichten und Dokumenten übermittelt werden sollen. Diagnosen sind die genaue Zuordnung von Befunden (diagnostischen Zeichen) und Symptomen zu einem Krankheitsbegriff. Grundsätzlich werden Diagnosen in HL7 als eine Beobachtung (Observation) von einem Arzt an einem Patienten betrachtet, d.h. dass die Darstellung von Diagnosedaten über die Klasse Observation erfolgt, egal in welchem HL7 V3 Modell die Klasse eingebunden ist. Das Ziel ist eine modellunabhängige Beschreibung der Abbildung von Diagnosedaten über eine Observation-Klasse.
In Kapitel 2 werden mögliche Typen von Diagnosen vorgestellt. Damit werden schon mögliche Prozesse benannt, in denen es möglich sein muss Diagnosedaten zu versenden.
Kapitel 3 betrachtet Diagnosedaten, die von einem Arzt und/oder einem Programm zur Bewertung einer Diagnose benutzt werden.
In Kapitel 4 wird ausführlich auf die Darstellung von Diagnosedaten über die Observation–Klasse eingegangen.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Darstellung von codierten Diagnosen. Dabei wird in Abschnitt 5.1 auf die Besonderheiten der ICD-10 Codierung insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Anforderungen eingegangen und die Darstellung von ICD-10 codierten Diagnosen aufgeführt.
Kapitel 6 beschäftigt sich mit der Darstellung der Diagnosen in der Tumordokumentation.
Das Kapitel 7 beinhaltet die Beispiele für Diagnosebeschreibungen aus verschiedenen Anwendungsbereichen.
Typisierung von Diagnosen
In HL7 Version 3 redet man bei der genaueren Typisierung von Beobachtungen von klassifizierenden Eigenschaften. Klassifizierung meint in diesem Kontext also Art oder Typ der Diagnose. Wegen der sprachlichen Verwirrung soll hier der Begriff „Typisierung" einer Diagnose verwendet werden.
Diagnosetypen im ambulanten Bereich
Für die Übermittlung der Abrechnungsdaten im ambulanten Bereich wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der KVDT-Datensatz entwickelt. Dieser ermöglicht die gebündelte Übertragung von Abrechnungsdaten (ADT), Kurärztlichen Abrechnungsdaten (KADT) und statistischen Daten (STDT) von einer Arztpraxis zu einer zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung. Innerhalb dieser Datensatzbeschreibung erfolgt auch eine Diagnosebeschreibung, mit der die Abrechnung begründet wird. Im KVDT-Datensatz gibt es folgende Diagnosetypen:
Abrechnungsdiagnose: aktuelle Diagnose, aufgrund derer eine Abrechnung erfolgt
Dauerdiagnosen: Diagnosen, die schon mehr als drei Quartale gültig sind
Diagnosetypen im stationären Bereich
In § 301 SGB V wird festgelegt, welche Angaben die Krankenhäuser den Krankenkassen bei Krankenhausbehandlungen zu übermitteln haben. Auf Basis dieses Paragraphen wurde die Richtlinie zur „Datenübermittlung nach §301" von der Deutschen Kranken¬hausgesellschaft herausgegeben. In ihr wird festgelegt, wann welche Informationen an die Krankenkassen gesendet werden und in welcher Form. Diese Richtlinie beschreibt verschiedene Satzarten (z.B. Aufnahmesatz, Entlassungs¬satz). Innerhalb dieser Satzarten werden auch Diagnosen angegeben. Einen Überblick, welcher Datensatz welche Diagnose in welchem Segment übermittelt, wird in folgender Tabelle gegeben.
Segment: Bezeichnung
Aufnahmesatz	 EAD: Einweisungs- und Aufnahmediagnose Aufnahmediagnose
Verlängerungsanzeige	 DAU: Dauer	 Nachfolgediagnose als Arbeitsunfähigkeitsbegründung
FAB: Fachabteilung Fachabteilungsdiagnose
Entlassungsanzeige	 DAU: Dauer	 Nachfolgediagnose als Arbeitsunfähigkeitsbegründung
ETL: Entlassung/Verlegung	 Entlassungsdiagnose
NDG: Nebendiagnose	 Nebendiagnose
FAB: Fachabteilung	 Fachabteilungsdiagnose Zusatzdiagnose
Rechnungssatz Ambulante OP	 RZA: Rechnungszusatz ambulantes Operieren	 Überweisungsdiagnose
BDG: Behandlungsdiagnose	 Behandlungsdiagnose
Tabelle 1: Satzarten gemäß §301 SGB V
Aus dieser Richtlinie ergeben sich folgende Diagnosetypen für die Datenübermittlung nach §301 SGB V:
Fachabteilungsdiagnose
Nachfolgediagnose (mit anschließender Arbeitsunfähigkeit)
Fachabteilungszusatzdiagnose
Überweisungsdiagnose
Haupt- und Nebendiagnosen (im Wesentlichen medizinisch definiert) sowie Primär- und Sekundär¬diagnose werden über zusätzliche Attribute abgebildet.
Zu weiteren Diagnosentypen siehe Anhang 10.
Allgemeine Diagnosebeschreibung
Zur intellektuellen wie auch zur automatisierten Verarbeitung von Diagnoseinformationen werden verschiedene Merkmale einer Diagnose benötigt. Allgemein wird eine Diagnose durch folgende Attribute beschrieben.
Freitextbeschreibung der Diagnose
Bei dieser Art der Darstellung wird die Diagnose im Klartext beschrieben, welche z.B. von einem Arzt über ein Textfeld eingegeben werden kann. Im Bereich der medizinischen Dokumentation sollte die Textbeschreibung obligatorisch sein.
Die freitextliche Beschreibung entspricht nicht notwendiger Weise dem mit dem Diagnosecode assoziierten Text, z.B. dem Text aus dem systematischen Verzeichnis des ICD-10.
Im Bereich der administrativen und statistischen Auswertung wird die Diagnose mit Hilfe von Codiersystemen verschlüsselt. So wird z.B. bei der Abrechnung nach §301 und §295 SGB V die Codierung von Diagnosen mittels ICD-10 GM gesetzlich vorgeschrieben. Weitere Codiersysteme sind z.B. die „Alpha-ID", SNOMED CT und ID MACS. z.B. J45.0 Allergisches Asthma
Diagnosecode – Katalogtext
Zu einem Diagnosecode kann der assoziierte Text im Codiersystem (Klassentext, Displaytext/-name, Preferred Name, etc.) angegeben werden. Dieser Text entspricht nicht der freitextlichen Beschreibung einer Diagnose und kann automatisch von einem System anhand des Codes angegeben werden. z.B. Vorwiegend allergisches Asthma bronchiale
Über den Diagnosetyp wird angegeben, um welche Art von Diagnose es sich handelt. Der Diagnosetyp wird codiert angegeben. Bei der Angabe des Diagnosetyps ist darauf zu achten, dass dieser auch im richtigen Kontext verwendet wird. Zum Beispiel wird es bei der Beschreibung einer Diagnose im Rahmen einer Überweisung nicht den Diagnosetyp „Entlassungsdiagnose" geben.
Feststellungsdatum der Diagnose
Das Datum ist der Zeitpunkt, an dem eine Krankheit z. B. durch einen Arzt festgestellt wurde. Dies wird im Folgenden mit Diagnosedatum bezeichnet.
Dokumentationsdatum der Diagnose
Das Datum ist der Zeitpunkt, an dem eine Krankheit z. B. durch einen Arzt dokumentiert wurde. Hinweis: Wenn zwischen Feststellung der Diagnose und Dokumentationsdatum nicht unterschieden werden muss, ist das Datum der Feststellung der Diagnose (Diagnose¬datum) anzugeben.
Angaben zur klinisch relevanten Zeitraum von Diagnosen
Der Zeitraum wird durch zwei Datumsangaben beschrieben, das heißt, von wann bis wann ein Patient an der diagnostizierten Krankheit litt. Über den Zeitraum kann auch ausgedrückt werden, seit wann ein Patient an einer Krankheit leidet, indem nur das Startdatum des Zeitraums angegeben wird. Das Startdatum des Zeitraums kann abweichen von dem Diagnose¬datum. Datumsangaben zu Diagnosen können in unterschiedlicher Präzision vorhanden sein.
Beispiel: Diabetes seit 2006 oder Oberschenkelfraktur am 12. März 2007
Die Diagnosesicherheit, d.h. wie sicher die Diagnose im Einzelfall zu werten ist, kann unterschiedlich angegeben werden. Für Abrechnungszwecke in der ambulanten Versorgung muss obligatorisch ein Zusatz¬kennzeichen für die Diagnosesicherheit (A, G, V oder Z) angegeben werden, d. h. die Angabe ist obligatorisch. In der stationären Versorgung sind diese Zusatzkennzeichen für die Angabe der Diagnosesicherheit für Abrechnungszwecke dagegen nicht zulässig.
Über die Lokalisation kann angegeben werden, in welchem Bereich des Körpers eine Krankheit diagnostiziert wurde (Topographische Information). Die Beschreibung der Lokalisation kann sowohl im Klartext erfolgen, als auch über einen Codierungs¬schlüssel. Hier ist z.B. der in der Tumordokumentation benutzte Lokalisations¬schlüssel, abgeleitet aus der ICD-O, zu nennen. Eine Zusatzangabe kann je nach Organ die Angabe der Körperseite (Seitenlokalisation) sein.
Damit soll dem Arzt die Möglichkeit gegeben werden evt. nähere Angaben zu einer Diagnose in Form von Freitext zu machen.
Unter bestimmten Umständen ist es erforderlich, das Auftreten einer Diagnose zu Abrechnungszwecken zu begründen, z.B. für geschlechtsspezifische Plausibilitäts–prüfungen. Eine Codierung für Ausnahmebegründungen gibt es zurzeit nicht, d.h. diese erfolgt in Freitext.
Die ICD-Diagnosen werden auf Entry-Level wie folgt dargestellt:
ICD-Diagnosen-Entry (Template)
Darstellung von Diagnosen in bestimmten Codesystemen
ICD-10 GM codierte Diagnosen
verschoben: cdaab2:ICD-Diagnosen_(Entry)#ICD-10_GM_codierte_Diagnosen
Beschreibung einer Diagnose durch einen Thesaurus – Index
Eine weitere Möglichkeit der Diagnosebeschreibung ist die Angabe eines Indexes, durch den auf einen Eintrag in einem Thesaurus verwiesen wird.
Beispiel: Abbildung einer Alpha-ID codierten Diagnose
Der in Deutschland verwendete Diagnosethesaurus ist das „Alphabetische Verzeichnis zur ICD-10 GM". Über dieses Verzeichnis ist es möglich, über die wörtliche Beschreibung einer Diagnose den entsprechenden ICD-10 GM Code zu ermitteln.
Die Alpha-ID wurde entwickelt, um die Einträge aus diesem Thesaurus elektronisch weiterverarbeitbar zu machen.
Die Alpha-ID ist eine Identifikationsnummer für jeden einzelnen Eintrag im „Alphabetischen Verzeichnis des ICD-10 GM". Um die ID eines Eintrages ermitteln zu können, wird eine Zuordnungsdatei vom DIMDI zur Verfügung gestellt. Die Notwendigkeit für die Entwicklung der Alpha-ID ergab sich, da die Beschreibung einer Diagnose aus der Code-Beschreibung laut ICD-10 für die medizinische Dokumentation häufig nicht ausreichend differenziert. Durch den Einsatz der Alpha-ID kann ein wesentlich höherer Feinheitsgrad in der Diagnosebeschreibung erzielt werden. \[DIMDI, Alpha_Id\].
Z.B. ist der ICD-10 Code "A01.0 Typhus durch Salmonella typhi" ein Verschlüsselung für die Diagnosen „Lebertyphus", „Lungentyphus" u.a. Durch die Angabe der Alpha-ID ist es möglich die genaue Typhusausprägung anzugeben. „Lebertyphus" hat die Alpha-ID „I18721" und „Lungentyphus" die Alpha-ID „I21312" (Siehe auch Abb. 4)
Beispiel Alpha-IDs aus 2009
Abbildung 3: Auszug aus der Zuordnungsdatei „icd10gm2009_alphaid_edv_ascii20081006.txt"
Der in Abbildung 4 dargestellte Auszug aus der dazugehörenden Beschreibungsdatei erklärt kurz die Felder, aus denen sich ein Alpha-ID Datensatz zusammensetzt.
Jeder Datensatz besteht aus 6 Feldern, die jeweils durch ein Semikolon getrennt sind. Die Felder enthalten folgende Daten:
Feld 1: Gültigkeit (0-nicht gültig, 1-gültig)
Feld 2: stabile Identifikationsnummer mit Präfix I oder T ("Alpha-Identifikationsnummer")
Feld 3: Primärschlüsselnummer (ggf. mit Kreuz)
Feld 4: Sternschlüsselnummer (mit Stern)
Feld 5: Zusatzschlüsselnummer (ggf. mit Ausrufezeichen)
Feld 6: zugehöriger Text, ohne eventuelle Verweise
Abbildung 4: Auszug aus der Alpha-ID Beschreibungsdatei „icd10gm_alphaid_edv_ascii_liesmich.txt"
Die Darstellung eines Thesaurus – Indexes oder eines Nomenklaturkennzeichens erfolgt über das Attribut @value der Klasse Observation. Die strukturierte Darstellung sieht wie folgt aus.
<value xsi:type="CD" code="I2173" codeSystem="1.2.276.0.76.5.309"
codeSystemName="alphaid2006"/>
1 act value
2 act @code Alpha-Id ST 1..1 M Das XML-Attribut @code enthält den Index, mit dem auf ein Eintrag im „Alphabetischen Verzeichnis" verwiesen wird.
2 act @codeSystem OID der Alpha-ID UID 1..1 M Das XML-Attribut @codeSystem enthält die OID der verwendeten Alpah-ID Version.
2 act @displayName Alpha-Id Text ST 0..1 optional Im XML-Attribute @displayName kann, der zur Alpha-Id gehörende Text angegeben werden.
2 act @codeSystemName Name der Alpha-ID Version ST 0..1 optional Im XML-Attribut @codeSystemName kann der Name des Codierungssystems angegeben werden. In diesem Fall wäre der Wert alphaid2006.
Die OID und die Bezeichnung der ICD-10 Version können von der Internetseite des DIMDI bezogen werden.
Beschreibung mittels Nomenklatur- Identifikationskennzeichen
Eine weitere Beschreibungsmöglichkeit für Diagnosen wird durch die Angabe eines Diagnosecodes aus einer medizinischen Nomenklatur möglich. Die wohl bekannteste für den medizinischen Bereich ist die „Systematisierte Nomenklatur der Medizin" (SNOMED). Gegenüber dem ICD-10 Code wird zwischen verschiedenen Diagnosen deutlich mehr differenziert und meist nicht klassifiziert. Die Angabe eines Diagnosekennzeichens aus einer Nomenklatur ist demzufolge häufig aussagekräftiger als die Angabe des ICD-10 Codes. D.h. im Rahmen einer medizinischen Dokumentation einer Diagnose wäre die Verschlüsselung der Diagnose mittels Alpha-ID bzw. Nomenklatur-Identifikationskennzeichen der Codierung mittels ICD-10 Code vorzuziehen, wenn der Detaillierungsgrad der ICD-10-codierten Diagnose nicht ausreicht. Eine kurze Gegenüberstellung verschiedener Codes soll die Ungenauigkeit bzw. die Unklarheiten, welche bei der ICD-10 Codierung aufkommen, verdeutlichen. Es sind verschiedene Diagnosen gezeigt, die allesamt auf den selben ICD-10 Code Q92.8 „Sonstige näher bezeichnete Trisomien und partielle Trisomien der Autosomen" zeigen, aber in anderen Codesystemen feiner differenzierbar sind.
Unbalancierte Insertion Q92.8 I87548 254262003 M002405-D62839-58
Trisomie 22 Q92.8 I81282 205655003 M001897-D55549-58
Trisomie 20 Q92.8 I81283 53346000 M002406-D55530-58
Partielle Trisomie a.n.k. Q92.8 I81284 133849008 M001D1C-C78409-58
Tabelle 6: Diagnosen in versch. Codiersystemen
Präkoordinierte und postkoordinierte Konzepte einer Nomenklatur
Für die Beschreibung einer Diagnose durch eine Terminologie gibt es zwei unterschiedliche Ansätze. Die präkoordinierte Beschreibung vergibt einen festen Code für eine Diagnose, die postkoordinierte Beschreibung zerlegt die Diagnose in ihre Bestandteile, in dem mehrere Codes zum Ausdrücken desselben Sachverhaltes kombiniert werden.
Beispiel für präkoordinierte Konzepte
Offene Keilfraktur mit Biegungskeil der mittleren Humerusdiaphyse S42.3
Akute Histoplasmose der Lunge durch Histoplasma capsulatum B39.0
Postkoordinierte Konzepte werden hier, außer bei ICD-10 (Kreuz-Stern, im Prinzip auch ein postkoordiniertes Konzept) nicht näher beschrieben. Weitere Informationen sind im Terminfo-Projekt \[Terminfo\] von HL7 International zu finden.
Thesaurus-Index oder Nomenklaturkennzeichen der Diagnose
Die Darstellung eines Nomenklaturkennzeichens erfolgt über das Attribut @value der Klasse Observation. Die strukturierte Darstellung sieht wie folgt aus.
<value xsi:type="CD" code="314888007" codeSystem="2.16.840.1.113883.6.96"
displayName="Typ-II-Diabetes mit diabetischer Katarakt"/>
2 act @code Nomenklaturindex CD CWE 1..1 M Das XML-Attribut @code enthält den Index, mit dem auf einen Eintrag in einem Nomenklaturverzeichnis verwiesen wird.
2 act @codeSystem OID der Nomenklatur UID 1..1 M Das XML-Attribut @codeSystem enthält die OID der verwendeten Nomenklatur.
2 act @displayName Text ST 0..1 optional Im XML-Attribute @displayName kann, der zum Nomenklaturindex gehörende Text angegeben werden.
2 act @codeSystemName Nomenklaturname 0..1 optional Im XML-Attribut @codeSystemName kann der Name der Nomenklatur angegeben werden.
Darstellung von Diagnosen und Klassifikationen in der Tumordokumentation
An dieser Stelle werden die diagnostischen Aspekte in der Dokumentation von Tumorerkrankungen dargestellt. Die verschiedenen Aspekte der diagnostischen Beschreibung von Tumorerkrankungen werden durch die ICD-O (Onkologie) und verschiedene Klassifikationen zur Festlegung der Ausbreitung bzw. des Krankheitsstadiums beschrieben. Letztere ist in den allermeisten Fällen das TNM Klassifikationssystem. Speziell für hämatoonkologische Erkrankungen (Lymphome und Leukämien) kommen andere Systeme (z.B. Ann-Arbor Klassifikation) zum Einsatz. Das TNM System beschreibt
die Ausbreitung des Primärtumors (Größe bzw. Ausbreitung in andere Organe)
den Befall von Lymphknoten im Lymphabflußgebiet und
Für nicht durch das TNM-System klassifizierbare Erkrankungen oder zusätzlich dazu existiert eine Reihe weiterer Klassifikationen. Die häufigsten verwendeten sind:
Beschreibungen finden sich unter [3] [4]
Es ist damit zu rechnen, dass diese Liste wegen des medizinischen Fortschritts jedoch prinzipiell immer unvollständig ist.
Aktuell ist die 3. Auflage der ICD-O \[DIMDI, WHO\]. Die ICD-O besteht aus einer Topographie- und einer Morphologie-Achse. Mit der ICD-O werden
Gewebestruktur (Histologie)
biologisches Verhalten (Dignität) und
Gewebe-Differenzierungsgrad (meist zwei- oder vierstufig) des Tumors
klassifiziert. Hierbei sind die Gewebestruktur und der Gewebe-Differenzierungsgrad redundant. Genauer: Die ersten 4 Stellen des Morphologie-Codes beschreiben den Zelltyp.
Die 5. Stelle das biologisches Verhalten (Dignitätscodes):
0 benigne
1 Neoplasie unsicheren oder unbekannten Verhaltens
3 maligne, Primärtumor
6 maligne, Metastase (wird in Krebsregistern nicht verwendet)
9 maligne, unbestimmt ob Primärtumor oder Metastase
Die 6. Stelle beschreibt das Grading, Differenzierung oder Phänotyp (Histologie / Pathologie):
1 Grad I, gut differenziert, differenziert o.n.A.
2 Grad II, mäßig differenziert, mäßig gut differenziert, mittelgradig differenziert
3 Grad III, schlecht differenziert
4 Grad IV, undifferenziert, anaplastisch
9 Grading nicht durchgeführt, nicht angegeben oder entfällt
Bei Leukämien und Lymphomen dient die 6. Stelle zur Bezeichnung des Immunphänotyps:
5 T-Zell
6 B-Zell, prä-B-Zell, B-Vorläufer-Zell
7 Null-Zell, Nicht-T-Zell-nicht-B-Zell
8 NK-Zell, Natürliche Killerzell
9 Bestimmung des Zelltyps nicht durchgeführt, nicht angegeben oder entfällt
Das TNM System beschreibt
Für die Topographieachse gibt es eine (hierarchische) Erweiterung, den Lokalisationsschlüssel (Wagner, G. (Hrsg.): Tumorlokalisationsschlüssel. 5. Auflage, Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, Tokyo 1993), der an einigen Stellen klinisch relevante Unterscheidungen liefern kann. Die Morphologieachse setzt sich zusammen aus einem vierstelligen Code für die Grundstruktur des Gewebes, einer Dignitätskennzahl und einem Grading-Zusatz. Der Schlüssel selbst enthält nicht alle möglichen Kombinationen aus Histologie und Dignität, sondern hebt vor allem die hervor, bei denen es besondere Bezeichnungen gibt. Umgekehrt sind nicht alle Kombinationen aus Grundstruktur und Dignität möglich (so gibt es keine gutartige Leukämie). Auch ist nicht für alle Tumoren ein Gradingsystem verfügbar. Bei manchen wird an der entsprechenden Stelle eine andere Zusatz¬information (z.B. Zelllinie) verwendet.
Bei der Codierung von Tumorerkrankungen steht zunächst die Lokalisation des Tumors im Vordergrund, die nach der Lokalisationsachse der ICD-O klassifiziert wird. Die Lokalisationscodes der ICD-O basieren auf dem Kapitel II (Neubildungen – C 00 – C 97) der ICD-10. Allerdings werden in der ICD-O eine Reihe von topographischen Codes der ICD-10 (Codes) nicht verwendet, da deren Inhalte in der ICD-O über Histologie und Dignitätscodes (s.u.) dargestellt werden (z.B. Unterscheidung in situ / infiltrierend, Hautmelanom vs. Hautkarzinom).
Histologie und Dignität des Tumors
In der ICD-O werden darüber hinaus die Morphologie des Tumors, d.h. die Gewebestruktur (Histologie) und das biologische Verhalten, die Dignität des Tumors in gesonderten Codes erfasst. Die Histologie des Tumors wird über eine vierstellige Zahl codiert, die aus der Morphologie Achse der Standardized Nomenclature of Pathology (SNOP) übernommen wurde. Mit dem Morphologiecode ist verbunden – getrennt durch / der Dignitätscode.
8060/0 Plattenepithel-Papillomatose
8070/2	Plattenepithel-Carcinoma in situ o.n.A.
8070/3	Plattenepithelkarzinom o.n.A.
8070/6	Plattenepithelkarzinom Metastase o.n.A.
Der Differenzierungsgrad wird von einem Vergleich zum ursprünglichen Gewebe abgeleitet aus dem die Neubildung entstanden ist . Man unterscheidet 5 Grading-Stufen (s.o.), sowie weitere 3 Stufen für maligne Lymphome. Die Erfassung des Differenzierungsgrads ist auch in TNM vorgesehen.
Qualifier der Tumorformel
Die ICD-O-Codes können noch über folgende Qualifier präzisiert werden:
Erlaubte Werte (Darstellung)
DF Differenzierungsgrad (Grading) 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 1.2.276.0.76.5.336
DN Dignität 0, 1, 2, 3, 6, 9 1.2.276.0.76.5.335
Tabelle 7: Komponenten der ICD-O-Tumorformel
An dieser Stelle sieht die ICD-O bei Lymphomen zusätzlich folgende Codes vor, die die Zelllinie kennzeichnen: B-Zell, T-Zell, Null-Zell-Lymphom. Die ICD-O-3 verwendet die Kodes 1-9. Ein detaillierteres System wird in diesem Leitfaden unter 9.5.2 und 9.5.3 beschrieben.
<value xsi:type="CD" code="8070" codeSystem="2.16.840.1.113883.6.43.1"
displayName="Plattenepithelkarzinom">
codeSystemName="icd-o-3">
Plattenepithelkarzinom mit adenomatösen Anteilen …
<name code="335" codeSystem="2.16.840.1.113883.3.7.1.0"/>
<value code="3" codeSystem="1.2.276.0.76.5.335"/>
<name code="336" codeSystem="2.16.840.1.113883.3.7.1.0"/>
<value code="1" codeSystem="1.2.276.0.76.5.336"/>
Der Displayname ist nur in Zusammenhang mit den Qualifiern gültig. Laut Bildungsregel der ICD-O-3 sind weit mehr Benennungen zulässig, als es der Katalog ICD-O-3 vorgibt.
TNM Klassifikation (Tumor, Noduli, Metastasen)
Die TNM Klassifikation beschreibt die Ausbreitung des Tumors, d.h. Stadium und Prognose der Erkrankung. Die TNM Klassifikation hat als Besonderheit, dass die Bezeichnungsweise (Notation) bei allen Tumoren gleich ist, die Inhalte aber getrennt für unterschiedliche Tumorentitäten definiert werden, d.h. z.B. hat ein T3 für das Mammakarzinom eine andere Interpretation als für das Magenkarzinom. Aktuell ist die 7. Auflage. Da diese jedoch erst seit 1.Januar 2010 gilt, ist auch mit einer Reihe TNM-6-Klassifikationen zu rechnen. Grundsätzlich sollte jede TNM-Angabe mit einer entsprechenden Versionsangabe versehen werden, da es hier nicht konvertierbare Unterschiede zwischen Auflagen geben kann. Einen einführenden Überblick gibt [5].
Die T-Kategorie wird zur Klassifikation des Primärtumorsitzes verwendet, wobei es meist die Stufen T0, Tis, T1-T4 und TX gibt. Je höher die Zahl, desto fortgeschrittener ist die Erkrankung und desto ungünstiger die Prognose. T0 besagt, dass kein Primärtumor nachweisbar ist (z.B. weil dieser durch eine Therapie zum Verschwinden gebracht wurde). Tis, dass der Tumor sich noch in einem sehr frühen, nicht infiltrativem Stadium (Tumor in situ) befindet und TX kommt zur Anwendung, wenn auf Grund fehlender Daten das Stadium des Tumors nicht verlässlich beurteilt werden kann. Bei einigen Tumoren werden Subkategorien wie T2a, T2b definiert. Die N-Kategorie klassifiziert den Befall von Lymphknoten mit N0, N1-N3, NX, wobei N0 zugeordnet wird, wenn kein Lymphknotenbefall nachweisbar ist. Bei einigen Tumoren wird für den Ausschluss des Befalls von Lymphknoten die Untersuchung einer Mindestzahl von Knoten vorgeschrieben. Die Zahl der untersuchten Knoten wird an einigen Stellen erfasst. Je höher die N Kategorie, desto ausgedehnter ist der Lymphknotenbefall. Wenn die Daten nicht ausreichend sind, wird NX vergeben. Die M-Kategorie beschreibt das Vorhandensein von Fernmetastasen, wobei nur zwischen M0 (keine Metastasen nachweisbar), M1 (Metastasen nachweisbar) und MX (für die Beurteilung nicht ausreichende Daten) unterschieden wird.
Bei der TNM Klassifikation wird zwischen der Beurteilung nach klinischen Kriterien (präoperativ - cTNM) und nach dem pathologischen Befund (pTNM) unterschieden. Bei vielen Patienten wird nur ein TNM Befund erhoben, d.h. entweder cTNM oder pTNM. Die Art des TNM Befundes muss erfassbar sein. Das Präfix "c" (gleichbedeutend mit Fehlen eines Präfixes) und "p" muss für jede Kategorie getrennt erfasst werden d.h. der häufig klinisch verwendete Begriff pTNM entspricht meist – aber nicht immer - pTpNcM. So kann die Ausbreitung des Primärtumors exakt durch eine Operation bestimmt sein, nicht jedoch der Lymphknotenbefall. Mit dem Präfix "r" wird die TNM Klassifikation eines Rezidivtumors (nach krankheitsfreiem Intervall) gekennzeichnet, mit "y" wenn die Klassifikation nach Vorbehandlung mit systemischer oder mit Strahlentherapie erfolgt (ycTNM, ypTNM etc.).
Bei multiplen Primärtumoren wird nach der T Klassifikation als Suffix in Klammern "m" bzw. die Zahl der Primärtumoren eingefügt (T2(m), T2(5)). Eine komplette TNM-Formel ist folgendermaßen aufgebaut: nicht jede Komponente ist zwingend, so z.B. der Certainty-Faktor (C-Faktor). Manche sind auch nur nach pathohistologischer Untersuchung möglich (L-, V- oder Pn-Kategorie)
y-Symbol (y oder nichts)
r-Symbol (r oder nichts)
p/c/a-Symbol für pT-Kategorie
(m) für multiple Lokalisation oder Anzahl der Tumoren
C-Faktor für T-Kategorie
L-Kategorie
V-Katgorie
Pn-Kategorie
p/c/a-Symbol für pN-Kategorie
C-Faktor für N-Kategorie
p/c/a-Symbol für pM-Kategorie
C-Faktor für M-Kategorie
S-Kategorie (serologische Werte  nur bei Hodentumoren)
UICC-Stadium (Einstufungen in UICC 0 und I-IV in Verbindung mit den Buchstaben A, B und C zur weiteren Unterteilung
Bei bestimmten Tumoren ist zur Kategorie noch die Angabe bestimmter Modifikatoren üblich, die meist in runden Klammern der Angabe nachgestellt werden (sn), (mol-), (mol+). Darüber hinaus gibt es mitunter testweise Erweiterungen oder Neuerungen, die im sogenannten TNM-Supplement dargestellt werden. Das lässt fraglich erscheinen, ob eine komplette Kontrolle der Einträge möglich ist.
Die bekannten T-Kategorien (ohne Darstellung möglicher Zusätze) sind in Kapitel 9.6.1. aufgelistet. Die bekannten N-Kategorien (ohne mögliche Zusätze) sind in Kapitel 9.6.2. Nodes aufgelistet. Die bekannten M-Kategorien (ohne mögliche Zusätze) sind in Kapitel 9.6.3. Metastasen aufgelistet.
Die Tumorformel kann neben den drei Werten für T, N, und M noch eine Reihe von Qualifiern enthalten. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht, welche Qualifier bei welchen Informationen verwendet werden können. Außerdem ist angegeben, wo in einer textuellen Darstellung diese Informationen stehen. Die kodierte Information:
Das ist die offizielle Nomenklatur und Schreibweise der Symbole. Groß/Kleinschreibung ist relevant!
c Klinisch
C C-Faktor (Diagnosesicherheit)
m multiple Tumoren
N Regionäre Lymphknotenmetastasen
p pathologisch
Pn perineurale Invasion
r Rezidivtumor
R Residualtumor nach Behandlung
sn Sentinel-Lymphknoten
Stage Anatomische Stadiengruppierung
T Ausdehnung des Primärtumors
y Klassifikation nach initialer multimodaler Therapie
(in der Darstellung)
Anwendung/ Bezug
Position der Qualifier
a Autopsie a aTNM TNM davor
c Clinical c cTNM TNM davor
C Certainty Factor C1 – C5 T3C2 N2C1 M0C2 TNM dahinter
G histopathologisches Grading GX, G1-G4
L Lymphgefäß¬invasion LX, L0, L1
m Multiplizität (Multiple Tumore) (m)
(<Zahl>)
<leer> T dahinter (in Klammern)
M Fernmetastasen MX, M0, M1 M
N regionäre Lymph¬knoten¬metastasen NX, N0, N1-3
p postoperativ/patho¬logisch pT, pN, pM in allen Unterkategorien pT2b pN2a pM0 TNM davor
Pn perineurale Invasion Pn0, Pn1
r rezidiv r
<leer> TNM davor
R Residualtumor nach Behandlung RX, R0-R2 R
sn sentinel Lymphknoten (sn) N0(sn) N dahinter
T Ausdehnung des Primärtumors T
V Veneninvasion VX, V0-V2
y Klassifikation nach initialer multi¬modaler Therapie y TNM Davor
i+ Nachweis von isolierten Tumorzellen (i+) N0(i+) NM Dahinter
i- Kein Nachweis von isolierten Tumorzellen (i-) N0(i-) NM dahinter
mol+ Molekularer Nachweis von Tumorzellen (mol+) N0(mol+) NM dahinter
mol- Kein molekularer Nach¬weis von Tumor¬zellen (mol-) N0(mol-) NM dahinter
Paget Ductal Carcinoma in situ
Morbus Paget (DCIS)
(Paget) Tis dahinter (inkl. Leerzeichen)
pd Carcinoma in situ, involvement of prostatic ducts pd T dahinter
pu Carcinoma in situ, involvement of prostatic urethra pu T dahinter
Lokalisation von Metastasen PUL
SKI M1 dahinter (inkl. Leerzeichen)
Tabelle 8: Komponenten der TNM-Tumorformel
Zusätzlich zu dem jeweiligen T, N oder M Wert wird in der Regel noch der Faktor zur Diagnosesicherheit (Certainty Factor) registriert. Der C-Faktor drückt die von den verwendeten diagnostischen Methoden abhängige Zuverlässigkeit der Klassifikation aus. Seine Verwendung ist fakultativ. Er hat die Ausprägungen C1 – C5, die jeweils hinter die Kategorien T, N und M gesetzt werden. Diese werden nachfolgend definiert.
Der T, N oder M Befund beruht auf der Anwendung von
C1 -	Aussage aufgrund von diagnostischen Standardmethoden (Inspektion, Palpation, einfache Röntgenaufnahmen)
C2 -	Aussage aufgrund spezieller diagnostischer Maßnahmen z.B. Computer¬tomogramm, Magnet-Resonanz-Tomographie
C3 -	Aussage aufgrund chirurgischer Exploration (Biopsie, Zytologie etc.)
C4 -	Aussage nach definitiver chirurgischer Behandlung und pathologischer Untersuchung der entnommenen Gewebeteile
Ein in diesem Sinne vollständiger TNM Befund sieht somit folgendermaßen aus
cT2 C3 cN1 C3 cM0 C1
(Klinischer Befund, Primärtumor Stadium 2 mit differenzierteren Untersuchungsverfahren festgestellt, Lymphknotenausbreitung Stadium 1, ebenfalls durch differenziertere diagnostische Verfahren festgestellt, keine Metastasen, mit einfacheren klinischen Verfahren untersucht).
Der cTNM entspricht den Certainty Faktoren C1 – C3, der pTNM dem Faktor C4. Diese präzisere Bezeichnungsweise hat sich nicht flächendeckend durchgesetzt, obwohl T, N und M durchaus unterschiedliche C Faktoren haben können. So kann der T Befund durchaus C4 sein, während die Beurteilung der Metastasen nur über einfache klinische Methoden erfolgt und daher nur C1 ist.
Der pathologische TNM (pTNM) kann durch die Klassifikation des bei einem Eingriff hinterlassenen restlichen Tumorgewebes – des Residualtumors – ergänzt werden. Unterschieden werden
R0:	kein Residualtumor,
R1:	mikroskopischer Residualtumor,
R2:	makroskopischer Residualtumor und
R2a:	- mikroskopisch nicht bestätigt
R2b:	- mikroskopisch bestätigt
RX:	Vorhandensein von Residualtumor kann nicht beurteilt werden
Grading - Differenzierungsgrad
Das Grading gibt den Grad der Tumordifferenzierung an. Das Grading gibt den Umfang der Veränderung des Tumorgewebes im Vergleich zu normalen Gewebe an und gibt Hinweise auf die biologischen Eigenschaften und die Aggressivität des Tumors. Angegeben wird das Grading mit den Kürzeln G1 (gut differenziert) bis G3 und G4 (wenig oder undifferenziert). GX bedeutet, dass der Differenzierungsgrad nicht bestimmt werden kann.
Die Lymphgefäßinvasion gibt zusätzlich zur Angabe für die Lymphknoten an, ob sich auch in Lymphbahnen der Tumorregion Tumorzellen befinden (L1) oder nicht (L0). Der Wert LX wird angegeben, wenn die Lymphgefäßinvasion nicht beurteilbar ist.
Die Veneninvasion gibt an, ob und in welcher Stärke der Tumor in eine Vene eingebrochen ist.
V0:	nicht nachweisbar
V1:	mikroskopisch
V2:	makroskopisch erkennbar
VX:	nicht beurteilbar
Die TNM Klassifikation erlaubt eine sehr fein granulierte Beschreibung der Ausbreitung eines Tumors. Für viele Anwendungen reicht eine gröbere Einteilung, die UICC-Stadieneinteilung, aus. In der Regel werden fünf Stadien, Stadium 0 und die Stadien I-IV unterschieden, wobei bei verschiedenen Tumoren einzelne Stadien durch A, B und teilweise auch C noch weiter unterteilt werden. Die bekannten Stadien sind in Kapitel 9.6.5. Stadiengruppierung aufgeführt.
Bei jedem Tumor gibt es Tabellen, in denen die TNM Klassen den jeweils gültigen Stadien zugeordnet werden. Die Stadiengruppierung muss bei jedem Tumor mit erfassbar sein.
Ann-Arbor Klassifikation
verschoben: cdaab2:Assessment_Scales_(Entry)#Ann-Arbor
FIGO-Stages
verschoben: cdaab2:Assessment_Scales_(Entry)#Papanikolaou-Kodierung
verschoben: cdaab2:Assessment_Scales_(Entry)#Gleason
Papanikolaou-Kodierung
WHO-Gradierung (von Hirntumoren)
verschoben: cdaab2:Assessment_Scales_(Entry)#WHO-Stadium_.28Gehirntumoren.29
Bei malignen Tumoren ist die Darstellung folgender Daten vorzusehen, die dann als Werte bzw. als Qualifier übermittelt werden:
Morphologie + Dignität ICD-O
Differenzierungsgrad ICD-O / TNM
Typ des Stadien Codes (c,p,r,y) TNM /Ann-Arbor
T Code + C Faktor, Multiplizität TNM
N Code + C Faktor TNM
M Code + C Faktor TNM
Residualtumor TNM
Stadiengruppierung TNM/Ann-Arbor/Durie&Salmon/SWOG
Tumordiagnosen in HL7 V3
TNM-Diagnose-Entry
Darstellung von Diagnosen in bestimmten Anwendungs¬bereichen
In den folgenden Abschnitten werden beispielhaft strukturierte Diagnosedarstellung für verschiedene Anwendungsbereiche vorgestellt.
Abrechnungsdiagnose nach §295 – KVDT – Diagnose
Diagnosefelder im aktuellen KVDT – Datensatz:
6001 n ICD-Code m Regel 486
Regel 488
Regel 489
Regel 490
Regel 492 vgl. Kapitel 7
6003 1 Diagnosensicherheit m Regel 484 vgl. Kapitel 7
6004 1 Seitenlokalisation k vgl. Kapitel 7
6006 n Diagnosenerläuterung k vgl. Kapitel 7
6008 n Diagnosenausnahmetatbestand m Regel 491
3673 n Dauerdiagnose (ICD-Code) m Regel 486
Regel 492
3674 1 Diagnosensicherheit Dauerdiagnose m
3675 1 Seitenlokalisation Dauerdiagnose k
3676 n Diagnosenerläuterung Dauerdiagnose k
3677 n Diagnosenausnahmetatbestand Dauerdiagnosen m Regel 491
Tabelle 11: Diagnosen in §295 SGB V
Es können mehrere ICD-Codes angegeben werden. Dabei wird nicht überprüft (‚m\'uss), ob die Codierung einen medizinischen Sinn macht, sondern es wird nur überprüft, ob mindestens ein Primärcode angegeben wurde. Zu jedem Code kann ein Seiten¬lokalisation, muss eine Diagnosesicherheit, können mehrere Diagnose¬erläuterungen und mehrere Diagnoseausnahmetatbestände angeben werden. Über das Feld 6001 werden Abrechnungsdiagnosen, über das Feld 3673 Dauerdiagnosen abgebildet.
Beispieldarstellung in HL7-V3:
<!-- Diagnose (Abrechnungsdiagnose) 6001-->
<!-- :A17.0+;G01\*;;Tuberkulöse Meningitis Gesichert Rechts-->
<!-- Diagnose 1 *************************************************************************-->
<!-- Code für Abbrechungsdiagnose 6001-->
<code code="XXX_DX" codeSystem="2.16.840.1.113883.5.4"/>
<!-- Diagnoseerläuterung 6006*************************************************************************-->
<!-- Primärcode 6001*************************************************************************-->
<value xsi:type="CD" code="A17.0" codeSystem="1.2.276.0.76.5.311"
<!-- Diagnosesicherheit 6003-->
<name code="DSH" codeSystem="111.111.1.1.1"/>
<value code="G" codeSystem="1.2.276.0.76.3.1.1.5.1.21"/>
<!-- Seitenlokalisation 6004-->
<name code="SL" codeSystem="111.111.1.1.1"/>
<value code="R" codeSystem="1.2.276.0.76.3.1.1.5.1.22"/>
<!-- Ausnahmetatbestand zu Primärcode******************************************************************-->
<value xsi:type="ST">…</value>
<!-- Sekundärcode 6001*******************************************************************************-->
<!-- Diagnoseerläuterung 6006***********************************************************************-->
<text>Diagnoseerläuterung</text>
<value xsi:type="CD" code="G01" codeSystem="1.2.276.0.76.5.311"
<name code="DSH" codeSystem="2.16.840.1.113883.3.7.1.0"/>
<name code="SL" codeSystem="2.16.840.1.113883.3.7.1.0"/>
<!-- Ausnahmebegründung zum Sekundärcode 6008********************************************-->
Diagnose im Arztbrief/medizinische Dokumentation
Im Leitfaden „Arztbrief" sowie den zugehörigen Beispieldokumenten sind verschiedene Beispiele für die Darstellung von Diagnosen mittels HL7 V3/CDA Release 2 enthalten (siehe \[CDAr2Arztbrief\]).
Dieser Abschnitt dient der Trennung von verwendeten Codes und der normativen Spezifikation. Damit lassen sich die Codes aktualisieren, ohne dass die Spezifikation überarbeitet werden muss.
Dieser Abschnitt ist deshalb nur informativ. Die jeweils aktuellen Codes sind deshalb zu erfragen.
Auf einige dieser Tabellen besteht ein externes Copyright, so dass die textuellen Beschreibungen nicht mit aufgeführt werden können und deshalb leer bleiben (müssen).
Überblick über die Value Sets
Kurz¬bezeichnung
Tumordiagnosen deutsch Englisch
Tumore 1.2.276.0.76.11.1 uicc-tumor ValueSet für Tumore in der Tumordokumentation ValueSet for tumors in the cancer documentation
Nodes (Knoten) 1.2.276.0.76.11.2 uicc-nodes ValueSet für Knoten in der Tumordokumentation ValueSet for nodes in the cancer documentation
Metastasen 1.2.276.0.76.11.3 uicc-metastasen ValueSet für Metastasen in der Tumordokumentation ValueSet for metastases in the cancer documentation
Residualtumor 1.2.276.0.76.11.4 uicc-residualtumor ValueSet für Residualtumor in der Tumordokumentation ValueSet for residual tumor in the cancer documetation
Stadiengruppierung 1.2.276.0.76.11.5 uicc-stages ValueSet für die Stadiengruppierung in der Tumordokumentation ValueSet for stages in the cancer documetation
Veneninvasion 1.2.276.0.76.11.6 uicc-veneninvasion ValueSet für die Veneninvasion in der Tumordokumentation ValueSet for vene invasion in the cancer documentation
Lymphsysteminvasion 1.2.276.0.76.11.7 uicc-lymph¬system-invasion ValueSet für die Lymphsysteminvasion in der Tumordokumentation ValueSet for the lymphsystem invasion in the cancer documentation
Neural-scheiden¬invasion 1.2.276.0.76.11.8 uicc-neural¬scheiden¬invasion ValueSet für die Neuralscheiden¬invasion in der Tumordokumentation ValueSet for the neuralscheiden invasion in the cancer documentation
TNM-Qualifier 1.2.276.0.76.11.9 uicc-tnm-qualifier ValueSet für die TNM-Qualifier in der Tumordokumentation ValueSet for tnm qualifier in the cancer documen¬tation
Seitenlokalisation für Tumordokumentation 1.2.276.0.76.11.10 uicc-localisation ValueSet für die TNM-Seitenlokalisation in der Tumordokumentation ValueSet for tnm localisation in the cancer documentation
Tabelle 12: Value Sets
Überblick über die Codierschemata
verschoben: Kodesysteme
Diagnosetypen in Deutschland
Die folgenden Codes werden zur Typisierung von Diagnosen eingesetzt. Diese Tabelle ist eine pragmatische Sammlung der IST-Situation in den Systemen in Deutschland. Eine (internationale) Klassifikation steht derzeit nicht zur Verfügung.
DX Diagnose, nicht näher spezifiziert
RFFDX Überweisungsdiagnose
ENTDX Einweisungsdiagnose
TRFDX Verlegungsdiagnose
ADMDX Aufnahmediagnose
CDDX Fachabteilungsdiagnose
CDXDX Fachabteilungszusatzdiagnose
CDTDX Fachabteilung Behandlungsdiagnose
CDDISDX Fachabteilung Entlassdiagnose
CDADMDX Fachabteilung Aufnahmediagnose
SUCCDX Nachfolgediagnose (mit anschließender Arbeitsunfähigkeit)
DISDX Entlassdiagnose
TDX Behandlungsdiagnose
PERMDX Dauerdiagnose
APERMDX Anamnestische Dauerdiagnose
BPERMDX Behandlungsrelevante Dauerdiagnose
EMERDX Notfalldiagnose, besondere Bedeutung im Falle eines Notfalls
REIMDX Abrechnungsdiagnose
POSTOPDX Postoperative Diagnose
PREOPDX Präoperativ Diagnose
ADR UAW - Beobachtete Unerwünschte Nebenwirkung
ADRPD UAW - Grunderkrankung
ADRCCD UAW - Begleiterkrankung
IFSGDX If–G - Diagnosen
IFSGSUSPDX If–G - Verdachtsdiagnosen
IFSGDD If–G - Differentialdiagnosen
COD Todesursache (unmittelbar zum Tode führende Krankheit)
CCCOND Begleitkrankheiten
EXTCS Äußere Ursache
NEO Neubildung
UAE unerwünschtes Arzneimittelereignis
CAREDX Pflegediagnose
SYMDX Symptom
OTHDX sonstige Diagnose
Tabelle 14: Diagnose-Typen (OID 1.2.276.0.76.5.342)
ICD-O-Codes
verschoben: cdaab2:TNM-Diagnosen_(Entry)#Terminologie:_ICD-O
TNM-Klassfikation
veschoben: cdaab2:TNM-Diagnosen_(Entry)#Terminologie:_TNM-Klassfikation
Ann-Arbor-Codes
Die Liste der Diagnosetypen in Deutschland stellt eine Mischung dar, die überarbeitet werden muss/sollte! Diese stammt aus den Systemen der Hersteller, die zu dieser Spezifikation beigetragen haben, und ist somit nicht konsentiert.
\[Ann-Arbor\] [6]
\[BMGS, 2004\] ICD-10-Bekanntmachung des BMGS
\[CDAr2Arztbrief\] Arztbrief auf Basis der HL7 Clinical Document Architecture Release 2 für das deutsche Gesundheitswesen, Version 1.50 vom 12.05.2006, herausgegeben vom VHitG, HL7 Deutschland und der Arbeitsgemeinschaft Sciphox, www.hl7.de (Publikationen)
\[Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.\] Miller, K./Weißbach, L. (Hrsg.), Leitlinien zur Diagnostik von Prostatakarzinomen, 1999, http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/DGU-DIPK.PDF
\[DIMDI,
Alpha_Id\]||Alpha-ID - Die Identifikationsnummer [7]
\[DIMDI, Basis\] Basiswissen Kodieren, DIMDI 2004
\[DIMDI, ICD-10-GM\] Zusatzinformationen zur ICD-10-GM Version 2011 http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlgm2011/zusatz-morphologie-neubildungen.htm
\[DIMDI, Verschl\] Anleitung zur Verschlüsselung
[http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/ icdsgbv20.htm-http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/icdsgbv20.htm]
\[DKFZ\] Deutsches Krebsforschungszentrum
\[DUDECK et al, 1999\] Basisdokumentation für Tumorkranke, 5. Auflage, 1999
\[FIGO\] http://www.ekr.med.uni-erlangen.de/GEKID/Doc/GEKID%20Mindestdatensatz%202008-04.xls
\[Helpap 1985\] Helpap B, Böcking A, Dhom G, Kastendieck H, Leistenschneider W, Müller HA (1985) Klassifikation, histologisches und zytologisches Grading sowie Regressionsgrading des Prostatakarzinoms. Eine Empfehlung des pathologisch-urologischen Arbeitskreises "Prostatakarzinom". Urologe \[A\] 24:156-159
\[Helpap, 2002\] Helpap, B., et al. Diagnostische Maßnahmen zur Therapieplanung des Prostatakarzinoms, Urologe B 2002 42:121-127
\[Helpap, 2007\] Helpap, B., et al. Die Wertigkeit des 2005 modifizierten Gleason-Gradings in der urologischen Diagnostik von Prostatakarzinomen, Urologe A 2007 46:59-62
\[HL7 Datentypen\] HL7 Version 3 Datentypen und CMETs für das Deutsche Gesundheitswesen, www.hl7.de (Publikationen)
\[InEK, Kodierrichtlinien\] Deutsche Codierrichtlinien – Version 2005, Institut für Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK gGmbH) 2004
[http://www.g-drg.de/service/download/ veroeff_2005/DKR2005_Endversion_PDF30_040916_1500.pdf-http://www.g-drg.de/service/download/veroeff_2005/DKR2005_Endversion_PDF30_040916_1500.pdf]
\[Louis, 2007\] Louis et al. (2007) The 2007 WHO Classification of Tumours of the Central Nervous System. Acta Neuropathol 114(2):97–110
\[Pap\] http://www.krebsgesellschaft.de/re_pap_test,13315.html
\[Schmoll, H.-J.\] Kompendium Internistische Onkologie Standards in Diagnostik und Therapie, 4. Auflage, 2006
\[Technisches Komitee der HL7 Benutzergruppe Deutschland\] Beschluss des TC vom 2005-09-01. Protokoll Abs. 1.3.2m 01.05.2005
\[Wikipedia\] [8], März 2011
\[Wiley, 2009\] TNM Classification of Malignant Tumours, 7th Edition
Editors: Sobin L, Gospodaarowicz M, Wittekind C Wiley-Blackwell, ISBN: 978-1-4443-3241-4, Dez. 2009
Evaluierung der genutzten Diagnosetypen
Die folgende Tabelle ist im Rahmen der Evaluation von Diagnosetypen in Deutschland entstanden und hier lediglich zur Vollständigkeit als Referenz beigefügt.
Siemens (ICD-10-GM)
Agfa Healthcare (ICD-10-GM)
§301 (ICD-10-GM)
§295 (ICD-10-GM)
UAW (MedDRA o. ICD-10-GM)
IfSG (MedDRA o.ICD)
CT (MedDRA o.ICD)
Toten- be- scheinigung (ICD-WHO)
Krebs- register (ICD, ICD-O)
Psychosoziale Diagnostik (ICF)
Einweisungsdiagnose x Einw x
Aufnahmediagnose x Aufn x
Fachabteilungsdiagnose x
Nachfolgediagnose (mit anschließender Arbeitsunfähigkeit) x
Entlassungshauptdiagnose x
Entlassungsnebendiagnose x
Fachabteilungszusatzdiagnose x
Überweisungsdiagnose x
Behandlungsdiagnose Beh x
Entlassdiagnose x Entl
sonstige Diagnose x
Verlegungsdiagnose x
Dauerdiagnose x x
Abrechnungsdiagnose x Abr x
Postoperativ Post
Präoperativ Pra¬op
DRG-Diagnose DRG
Fachabteilung Behandlungsdiagnose FA Be
Fachabteilung Entlassdiagnose Fa En
Fachabteilung Aufnahmediagnose Fa Au
UAW - Grunderkrankung x
UAW - Begleiterkrankung x
UAW - Beobachtete Unerwünschte Nebenwirkung x
IfSG - Diagnosen x
IfSG - Verdachtsdiagnosen x
IfsG - Differentialdiagnosen x
Medizinischer Zustand oder Erkrankung x
Todesursache (unmittelbar zum Tode führende Krankheit) x
Begleitkrankheiten x
Äußere Ursache x
Neubildung x
Tabelle 37: Nutzung der Diagnosetypen in Deutschland
Abgerufen von „http://wiki.hl7.de/index.php?title=IG:Diagnoseleitfaden&oldid=26988“
Diese Seite wurde zuletzt am 14. Dezember 2015 um 08:09 Uhr geändert.