Source: https://www.l-p-a.com/regulation-technology/regulatorik-compliance/sftr/
Timestamp: 2019-05-24 06:52:51
Document Index: 361535429

Matched Legal Cases: ['Art. 15', 'Art. 13', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 15', 'Art.13']

Securities Financing Transactions (SFTR) Regulation & Reporting
»SFTR soll für Transparenz bei Wertpapierfinanzierungsgeschäften sorgen, bringt aber auch zahlreiche Pflichten mit sich. Wir führen Sie partnerschaftlich durch die neuen Meldevorschriften.«
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Wie wir Sie bei der Umsetzung der neuen Verordnung unterstützen: von der Vorstudie über die Erstellung von Fachspezifikationen bis zur finalen Implementierung.
Unser Service rund um SFTR im Überblick
Meldepflicht für wen?
Den Vorschriften nachkommen
SFTR und der regulatorische Hintergrund
SFTR (»Securities Financing Transactions Regulation«) ist eine EU-Verordnung, die Melde- und Transparenzanforderungen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte einführt. Die Verordnung ist am 12. Januar 2016 in Kraft getreten und sieht Maßnahmen vor, die den Anlegern und insbesondere den Regulierungsbehörden ein besseres Verständnis über den Einsatz und die damit verbundenen Risiken solcher Transaktionen ermöglichen sollen. Außerdem soll durch die neue Regulierung sichergestellt werden, die überwiegend im Schattenbankensektor entstehenden Finanzstabilitätsrisiken besser zu überwachen.
SFTR: Anforderungen an die Transparenz
Die Verordnung SFTR gründet im Wesentlichen auf drei Pfeilern der Transparenz:
Transparenz bzgl. der Weiterverwendung von Sicherheiten (Art. 15 SFTR)
Transparenz gegenüber Anlegern von Investment Fonds (Art. 13 & 14 SFTR)
Transparenz von Wertpapierfinanzierungsgeschäften durch Transaktionsmeldungen (Art. 4 SFTR)
Im Fokus stehen dabei aktuell die Transparenz- bzw. Meldeanforderungen der Wertpapierfinanzierungsgeschäfte nach Art. 4 SFTR, da die Transparenzvorschriften zur Weiterverwendung (Art. 15 SFTR) bereits seit Juli 2016 anwendungspflichtig sind und die Transparenzvorschriften gegenüber Anlegern (Art.13 & 14 SFTR) nur für OGAWs (»Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren«) und AIFs (»Alternative Investmentfonds«) oder ihre entsprechenden Verwaltungsgesellschaften von Bedeutung sind.
Auswirkungen von SFTR: Was muss beachtet werden?
Mit der Verordnung soll vorrangig eine Regulierungslücke geschlossen werden, da Wertpapierfinanzierungsgeschäfte von den Meldeanforderungen der EMIR und MiFIR weitgehend ausgenommen sind. Zentraler Regulierungsgegenstand ist daher die Meldung sämtlicher Wertpapierfinanzierungsgeschäfte bei Abschluss, Änderung oder Beendigung einer Transaktion. Die Meldepflicht erstreckt sich dabei auf sämtliche Arten von Wertpapierfinanzierungsgeschäften.
Die Meldepflicht von SFTR umfasst:
Kauf-/Rückverkaufsgeschäfte
Die Meldung einer einzelnen Transaktion kann dabei je nach Art des Geschäfts bis zu 153 Datenfelder umfassen und ist spätestens einen Tag nach Geschäftsabschluss (t+1) an ein autorisiertes Transaktionsregister zu übermitteln. Die Meldung beinhaltet detaillierte Angaben zu Gegenparteien, Kredit und Sicherheiten, Margins sowie Informationen zur Weiterverwendung von Sicherheiten.
SFTR: An wen richtet sich die Meldepflicht?
Die Meldepflicht richtet sich grundsätzlich an alle involvierten Parteien von Wertpapierfinanzierungsgeschäften, wobei beide Gegenparteien jeweils zur Meldung ihrer Seite der Transaktion verpflichtet sind. Wie auch EMIR, unterscheidet SFTR zwischen finanziellen und nicht-finanziellen Gegenparteien. Sofern eine nicht-finanzielle Gegenpartei bestimmte bilanzielle Schwellwerte nicht überschreitet, ist die finanzielle Gegenpartei zur Meldung beider Seiten verpflichtet.
Darüber hinaus kann eine der Meldepflicht unterliegende Gegenpartei die Meldung ihrer Wertpapierfinanzierungsgeschäfte delegieren. Besondere Meldekonstellationen ergeben sich beispielsweise auch bei geclearten Kontrakten, da hier sowohl das ursprüngliche Geschäft als auch die durch Novation entstandenen Transaktionen meldepflichtig sind.
Mit der Veröffentlichung des finalen RTS im Amtsblatt der EU wird eine phasenweise Anwendungspflicht der Reportingvorschriften ausgelöst. Diese ist aktuell für das vierte Quartal 2018 zu erwarten; Kreditinstitute und Wertpapierfirmen als primär adressierte Gegenparteien sollten sich daher auf eine entsprechende Umsetzungspflicht im vierten Quartal 2019 einstellen.
SFTR: Herausforderungen und Chancen
Mit bis zu 153 zu übermittelnden Datenfeldern stellt SFTR eine sehr umfangreiche Meldevorschrift dar. Im Vergleich hierzu erfordert die Meldevorschrift nach EMIR »nur« bis zu 129 Datenfelder; MiFIR sieht für das Transaktionsreporting lediglich bis zu 65 Datenfelder vor.
Besonders herausfordernd sollte in diesem Kontext der Umstand wirken, dass aktuell schätzungsweise nur etwa zwei Drittel der meldepflichtigen Informationen in den bankinternen Systemen hinterlegt sein sollten. Das bedeutet, dass eine Vielzahl neuer Informationen generiert und systemseitig entsprechende Datenfelder und Schnittstellen implementiert werden müssen (zum Beispiel ein »Unique Transaction Identifier« (UTI), der für jedes Geschäft benötigt wird).
Erschwerend für den Aufbau des Meldeprozesses sollte ebenfalls sein, dass Wertpapierfinanzierungsgeschäfte je nach primärer Zielsetzung (etwa die Steigerung der Portfolio-Rendite oder Einsatz im Rahmen des Collateral Managements) in unterschiedlichen Geschäftsdivisionen gehandelt und für die Meldung notwendige Informationen typischerweise auch in verschiedenen Handels- und Bestandssystemen geführt werden (etwa Collateral Management, Trade-Erfassung, Datenbanken zu Kontrahenten und Instrumenten). Im Zuge der Reportgenerierung müssen diese fragmentierten Informationen entsprechend zusammengeführt und gebündelt werden.
Vorhandene Infrastruktur sollte bestmöglich genutzt werden
Neben den Herausforderungen, die durch den Aufbau eines funktionierenden Meldeprozesses zu meistern sind, kann dessen Implementierung jedoch auch eine große Chance bieten, wenn versucht wird, das Reporting der Wertpapierfinanzierungsgeschäfte nicht nur als isolierte, zusätzliche Meldung zu betrachten und als solche zu implementieren. Vielmehr sollten die bereits vorhandenen Infrastrukturen des EMIR- und MiFIR-Reportings bestmöglich genutzt werden. Gleichzeitig sollte versucht werden, Meldeprozesse und Datenarchitekturen zu optimieren. Ganzheitliche Ansätze dieser Art können jedoch nicht nur auf operativer Ebene definiert werden, sondern bedürfen auch strategischer Überlegungen. Hierzu gehört insbesondere die frühzeitige Auswahl eines Transaktionsregisters.
Unsere Leistungen: So kommen Sie der SFTR-Meldepflicht nach
Zur Erfüllung der neuen Meldeanforderungen nach SFTR unterstützen wir Sie im Rahmen eines phasenweisen Vorgehens, das eine effiziente Projektumsetzung sicherstellt. Hier stehen wir Ihnen als Partner zur Seite – angefangen mit einer Vorstudie zur Identifikation relevanter Geschäftsvorfälle über die Erstellung von Fachspezifikationen zur fachlichen und IT-seitigen Umsetzungsbeschreibung bis hin zur finalen Implementierung der Reportgenerierung inklusive Testing.
Mit unserem interdisziplinären Know-how unterstützen wir Sie außerdem bei der Auswahl eines Transaktionsregisters und bei der Festlegung der grundlegenden Umsetzungsstrategie der Meldeanforderungen. Über alle Projektphasen hinweg achten wir auf eine ressourcenschonende Umsetzung und stellen sicher, dass sich das gemeinsam definierte Zielbild effizient und im Einklang mit Ihren Meldeanforderungen der EMIR und MiFIR implementieren lässt.
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