Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F18-09-2014-4A_278-2014
Timestamp: 2016-10-25 06:58:52
Document Index: 257246257

Matched Legal Cases: ['Art. 23', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 99', 'Art. 23', 'Art. 394', 'Art. 18', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_278/2014 � � Urteil vom 18. September 2014
Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 13. M�rz 2014.
B.________ AG (Kl�gerin, Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft, deren statutarischer Zweck die Erbringung von Dienstleistungen aller Art f�r die Versicherungsindustrie umfasst. Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdef�hrerin) bezweckt den Betrieb des R�ckversicherungsgesch�fts f�r ihre Muttergesellschaft, die C.________ mit Sitz in Mexiko.
Als Versicherungsgesellschaft hat die Beklagte nach Massgabe von Art. 23 des Bundesgesetzes betreffend die Aufsicht �ber Versicherungsunternehmen vom 17. Dezember 2004 (VAG; SR 961.01) einen verantwortlichen Aktuar zu bestellen. Mit Verf�gung vom 1. Dezember 2010 genehmigte die hierf�r zust�ndige eidgen�ssische Finanzmarktaufsicht (Finma) die Ernennung von D.________ zum verantwortlichen Aktuar. D.________ stand zu dieser Zeit in einem Arbeitsverh�ltnis zu E.________, Z�rich. Die �bernahme der Funktion des verantwortlichen Aktuars erfolgte auf Basis des Mandatsverh�ltnisses zwischen der Beklagten und E.________.
D.________ k�ndigte das Arbeitsverh�ltnis mit E.________ auf den 31. Mai 2011 und ging per 1. Juli 2011 ein neues mit der Kl�gerin ein. Er blieb danach jedoch weiter bis zum 19. Oktober 2011 als verantwortlicher Aktuar der Beklagten im Register der Finma eingetragen. �ber die Weiterf�hrung des Amtes kam zwischen D.________ und der Beklagten trotz Verhandlungen kein schriftlicher Vertrag zustande. Gleichwohl verlangte D.________ f�r die Zeitspanne vom 1. Juni 2011 bis zum 19. Oktober 2011 die Bezahlung eines Honorars.
Mit Rechnungen vom 30. September 2011 bzw. 31. Oktober 2011 verlangte die Kl�gerin von der Beklagten die Zahlung von Fr. 14'704.40 bzw. Fr. 1'296.-- (je inkl. MWST) f�r die von D.________ erbrachten Dienstleistungen, was von der Beklagten abgelehnt wurde. Am 27. Januar 2012 stellte die Kl�gerin unter dem Titel "Final Invoice" eine letzte Rechnung �ber Fr. 100'759.57, welche ebenfalls unbezahlt blieb. Am 4. April 2012 betrieb die Kl�gerin die Beklagte �ber diesen Betrag. Die Beklagte erhob Rechtsvorschlag. D.________ trat vor Prozessanhebung s�mtliche behaupteten Forderungen gegen die Beklagte mit Wirkung ab 30. September 2011 an die Kl�gerin ab.
Am 19. Juli 2012 reichte die Kl�gerin beim Handelsgericht des Kantons Z�rich Klage ein und verlangte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 100'759.57 zuz�glich Zins von 5 % seit dem 2. M�rz 2012 zu bezahlen (Ziffer 1 der Rechtsbegehren). Sie sei weiter zu verpflichten, ihr die Betreibungskosten von Fr. 203.-- zu bezahlen (Ziffer 2 der Rechtsbegehren). Alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Beklagten. Die Beklagte trug auf vollst�ndige Abweisung der Klage unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Kl�gerin an.
Nachdem in einer Vergleichsverhandlung keine Einigung erzielt werden konnte, verpflichtete das Handelsgericht die Beklagte mit Urteil vom 13. M�rz 2014, der Kl�gerin Fr. 84'128.90 (inkl. MWST) zuz�glich Zins von 5 % seit dem 6. M�rz 2012 sowie die Betreibungskosten von Fr. 203.-- zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es das Rechtsbegehren gem�ss Ziffer 1 ab. Die Gerichtskosten von Fr. 9'000.-- auferlegte es zu 5 /6 der Beklagten und zu 1 /6 der Kl�gerin. Die Beklagte wurde verpflichtet, der Kl�gerin eine Parteientsch�digung von Fr. 10'000.-- zu bezahlen.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beklagte dem Bundesgericht, das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 13. M�rz 2014 sei aufzuheben und die Klage abzuweisen. Eventualiter sei das Urteil aufzuheben und die Klage im Betrag von Fr. 16'000.40 gutzuheissen. Alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
Die Beschwerdegegnerin beantragt die vollumf�ngliche Abweisung der Beschwerde und die Best�tigung des angefochtenen Urteils. Eventualiter sei in Abweichung zum angefochtenen Urteil die Beschwerdef�hrerin zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin Fr. 92'712.32 zuz�glich Zins von 5 % seit dem 6. M�rz 2012 zu bezahlen. Alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdef�hrerin.
1.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Mit Blick auf die Begr�ndungspflicht der Beschwerdef�hrerin (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f., 115 E. 2 S. 116).
1.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die beschwerdef�hrende Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18 mit Hinweisen). Soweit die beschwerdef�hrende Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 129 I 8 E. 2.1 S. 9; je mit Hinweisen).
Zu beachten ist, dass das Bundesgericht in die Beweisw�rdigung des Sachgerichts nur eingreift, wenn diese willk�rlich ist. Willk�r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 138 IV 13 E. 5.1 S. 22; 134 II 124 E. 4.1 S. 133; 132 III 209 E. 2.1 S. 211; 131 I 57 E. 2 S. 61).
2.1.�Die Beschwerdegegnerin verlangt mit ihrem Eventualantrag die Zusprechung eines Betrages von Fr. 92'712.32 und somit mehr, als ihr von der Vorinstanz zugesprochen wurde. Darauf kann nicht eingetreten werden. Das BGG kennt die Anschlussbeschwerde nicht (Art. 90 ff. BGG; BGE 134 III 332 E. 2.5 S. 335; Urteil 4A_580/2011 vom 2. April 2012 E. 3.2) und die Frist gem�ss Art. 100 Abs. 1 BGG f�r eine selbstst�ndige Beschwerde war im Zeitpunkt der Eingabe an das Bundesgericht schon l�ngst abgelaufen.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin hat unaufgefordert eine Replik eingereicht, ohne darzulegen, inwiefern die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin eine solche erforderlich machte. Eine Replik kann jedoch nicht dazu dienen, die Beschwerdeschrift zu erg�nzen oder unzul�ssige Noven einzureichen (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Replik ist somit - abgesehen von den zul�ssigen Ausf�hrungen zur Anschlussbeschwerde - nicht zu ber�cksichtigen. Entsprechend hat auch die Duplik unbeachtet zu bleiben.
Es ist umstritten, ob zwischen der Beschwerdef�hrerin und der Beschwerdegegnerin bzw. D.________ ein Vertrag zustande kam.
3.1.�Die Vorinstanz bejahte dies. Gest�tzt auf das Vertrauensprinzip nahm sie an, aufgrund des konkludenten Verhaltens der Beschwerdef�hrerin habe D.________ von einem grunds�tzlich entgeltlichen Auftragsverh�ltnis ausgehen d�rfen. F�r das Vorliegen eines Auftrages sei es nicht erforderlich, dass sich die Parteien ausdr�cklich �ber den Auftragsumfang und die Verg�tung geeinigt h�tten. Unbestritten habe D.________ auch nach seinem Ausscheiden bei E.________ Leistungen als Aktuar f�r die Beschwerdef�hrerin erbracht. Die Beschwerdef�hrerin habe solche nicht nur vorbehaltlos entgegengenommen, sondern D.________ aktiv zu deren Erbringung veranlasst. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf den Ende Juni und anfangs Juli 2011 durchgef�hrten E-Mail-Verkehr zwischen der Beschwerdef�hrerin und D.________, namentlich auf ein E-Mail des damaligen Direktors der Beschwerdef�hrerin vom 5. Juli 2011 an D.________, in dem ersterer ank�ndigte, sie w�rden am 1. August (2011) in der Schweiz sein und m�chten mit ihm dann die bisherige Arbeit besprechen und wie es weitergehe. D.________ sei auch bis zum 19. Oktober 2011 als verantwortlicher Aktuar registriert geblieben. Der Einwand der Beschwerdef�hrerin, die L�schungsmeldung an die Finma sei versehentlich vergessen worden, verm�ge bei einem Zeitraum von �ber viereinhalb Monaten nicht zu �berzeugen. Mutationen m�ssten von Gesetzes wegen (Art. 23 Abs. 1 und 3 VAG) umgehend gemeldet werden. Solange der Registereintrag weiter bestanden habe, sei D.________ gesetzlich verpflichtet gewesen, die Funktion des verantwortlichen Aktuars weiterhin wahrzunehmen, selbst wenn dies auf einem Versehen beruht h�tte. Die Beschwerdef�hrerin habe auch nicht behauptet, sie h�tte D.________ nach seinem Ausscheiden aus E.________ dar�ber informiert, dass trotz seiner weiter bestehenden Registrierung und trotz erteilter konkreter Auftr�ge nicht mehr er, sondern E.________ (bzw. ein anderer Mitarbeiter) die Aufgabe des verantwortlichen Aktuars weiterf�hren solle. Vielmehr habe sich F.________ (von der Beschwerdef�hrerin) bei D.________ mit E-Mail vom 20. Oktober 2011 f�r die nicht ordnungsgem�sse Information entschuldigt.
Die Beschwerdef� hrerin habe auch nicht annehmen d� rfen, so die Vorinstanz weiter, dass D.________ die Dienstleistungen in Vertretung und auf Rechnung von E.________ erbracht habe. Ihr Einwand, G.________, Partner bei E.________, habe dies ihr gegen�ber ausdr�cklich so best�tigt, sei unbehelflich. Der Arbeitsvertrag zwischen E.________ und D.________ sei damals bereits �ber einen Monat beendigt gewesen, was die Beschwerdef�hrerin gewusst habe. Sie habe daher nicht annehmen d�rfen, G.________ k�nne verbindlich dar�ber Auskunft erteilen, ob und wenn ja, welche zwischenzeitlich von D.________ erbrachten Leistungen durch Zahlung an E.________ bereits abgegolten seien, zumal Mitarbeiter von E.________ nicht in den E-Mail-Verkehr zwischen der Beschwerdef�hrerin und D.________ eingebunden gewesen seien. Nicht entscheidend sei daher auch, ob die Beschwerdef�hrerin E.________ f�r den Zeitraum vom 12. Januar 2011 bis 24. Januar 2012 aufgrund des weiterhin mit E.________ bestehenden Mandats Honorarrechnungen im Betrag von insgesamt Fr. 339'242.04 bezahlt habe, wie die Beschwerdef�hrerin geltend mache.
3.2.�Die Einw�nde der Beschwerdef�hrerin - soweit �berhaupt gen�gende R�gen vorliegen - sind nicht geeignet, diese Beurteilung als rechtsfehlerhaft erscheinen zu lassen.
Sie wiederholt erneut, dass das Mandatsverh� ltnis mit E.________ weiter bestanden habe und ihr G.________ mit E-Mail vom 14. Juni 2011 best� tigt habe, sie schulde D.________ f�r die von diesem erbrachten Leistungen privat nichts. Mit der Begr�ndung der Vorinstanz zu diesem bereits dort vorgebrachten Einwand, setzt sie sich nicht auseinander. Eine gen�gende R�ge liegt nicht vor (vgl. E. 1.1), sodass darauf nicht einzutreten ist.
Sie behauptet sodann, ab dem 1. Juni 2011 habe H.________, ein weiterer Mitarbeiter bei E.________, das Amt des verantwortlichen Aktuars wahrgenommen. Die Vorinstanz hat nichts solches festgestellt. Die Beschwerdef� hrerin erweitert somit den f� r das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt, ohne dass jedoch eine gen�gende Sachverhaltsr�ge (vgl. E. 1.2) vorliegt. Auch darauf ist daher nicht einzutreten.
Die Vorinstanz ging somit zu Recht davon aus, dass D.________ im Auftrag der Beschwerdef� hrerin bis zum 19. Oktober 2011 grunds� tzlich entgeltliche Leistungen als Aktuar erbrachte.
F�r den Fall, dass grunds�tzlich von einem Auftrag zwischen ihr und D.________ ausgegangen wird, bestreitet die Beschwerdef�hrerin die H�he des geschuldeten Honorars. Mit ihrem Eventualantrag verlangt sie, dass h�chstens ein Betrag von Fr. 16'000.40 zugesprochen wird, entsprechend der Summe der beiden Rechnungen vom 30. September 2011 und 31. Oktober 2011 (inkl. MWST).
4.1.�Geschuldet ist das vereinbarte Honorar. Wurde dieses nicht konkret bestimmt, ist eine �bliche und angemessene Verg�tung geschuldet (Art. 394 Abs. 3 OR). Der Beauftragte ist beweispflichtig hinsichtlich der Existenz der Honorarabsprache sowie der Art der Honorierung (Urteil 4A_100/2008 vom 29. Mai 2008 E. 4.1).
Ziel der Vertragsauslegung ist es, in erster Linie den �bereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien festzustellen (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR). Diese subjektive Vertragsauslegung beruht auf Beweisw�rdigung, die vorbeh�ltlich der Ausnahmen von Art. 97 und 105 BGG der bundesgerichtlichen �berpr�fung entzogen ist (vgl. BGE 132 III 268 E. 2.3.2 S. 274, 626 E. 3.1 S. 632; 131 III 606 E. 4.1 S. 611; 130 III 66 E. 3.2 S. 71; 417 E. 3.2 S. 424 f.; 129 III 118 E. 2.5 S. 122; je mit Hinweisen). Erst wenn eine tats�chliche Willens�bereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erkl�rungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten. Das Bundesgericht �berpr�ft diese objektivierte Auslegung von Willenserkl�rungen als Rechtsfrage, wobei es an Feststellungen des kantonalen Richters �ber die �usseren Umst�nde sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten grunds�tzlich gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; 132 III 24 E. 4 S. 28, 268 E. 2.3.2 S. 274 f., 626 E. 3.1 S. 632; 131 III 606 E. 4.1 S. 611; 130 III 66 E. 3.2 S. 71, 417 E. 3.2 S. 424 f.; je mit Hinweisen). Massgebend ist dabei der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Nachtr�gliches Parteiverhalten ist bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht von Bedeutung; es kann h�chstens - im Rahmen der Beweisw�rdigung - auf einen tats�chlichen Willen der Parteien schliessen lassen (BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; 132 III 626 E. 3.1 S. 632; 129 III 675 E. 2.3 S. 680; 118 II 365 E. 1 S. 366). Darauf, dass der Vertragspartner eine Vereinbarung nach Treu und Glauben in einem gewissen Sinne h�tte verstehen m�ssen, darf sich die Gegenpartei nur berufen, soweit sie selbst die Bestimmung tats�chlich so verstanden hat. Die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip kann nicht zu einem normativen Konsens f�hren, der so von keiner der Parteien gewollt ist (Urteil 4A_538/2011 vom 9. M�rz 2012 E. 2.2 mit Hinweisen).
4.2.�Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz sandte D.________ am 1. M�rz 2011 I.________, einem damaligen Direktor der Beschwerdef�hrerin, einen Vertragsentwurf zu, der dem Mandatsvertrag zwischen der Beschwerdef�hrerin und E.________ nachempfunden war und in nur wenigen Punkten davon abwich. Mit E-Mail vom 29. April 2011 habe I.________ D.________ mitgeteilt, dass er den Vertragsentwurf der Rechtsabteilung zur Genehmigung weiterleiten werde. In der Folge sei aber nie ein Vertrag unterzeichnet worden, wobei der Entwurf weder ausdr�cklich abgelehnt, noch ausdr�cklich angenommen worden sei. Entsprechend verneinte die Vorinstanz das Vorliegen einer ausdr�cklichen Abrede.
Sie nahm aber weiter an, es sei eine konkludente Einigung zwischen den Parteien zustande gekommen. Durch den Vertragsentwurf habe D.________ der Beschwerdef�hrerin mitgeteilt, welches Honorar er f�r seine Arbeit als Aktuar verlange, n�mlich eine Jahrespauschale von Fr. 240'000.--, welche in viertelj�hrlichen Raten zu verg�ten sei. Mit E-Mail vom 16. M�rz 2011 habe I.________ D.________ dar�ber informiert, dass die Beschwerdef�hrerin zuerst die K�ndigungsbest�tigung betreffend dessen Ausscheiden bei E.________ ben�tige, dann k�nne sie ihrerseits das Mandat bei E.________ k�ndigen und darauf den Vertrag mit ihm selber abschliessen. Der Umstand, dass I.________ den Vertragsentwurf nicht zur�ckgewiesen, sondern zur Genehmigung an die Rechtsabteilung weiter geleitet habe, spreche daf�r, dass er selber damit einverstanden gewesen sei. D.________ habe daher nach dem Vertrauensprinzip davon ausgehen d�rfen, dass er seine Arbeiten als Aktuar aufgrund der Konditionen im Vertragsentwurf erbringen k�nne. Dass I.________ keine Einzelzeichnungsberechtigung besass, stehe dem nicht entgegen, denn in den E-Mail-Verkehr mit D.________ seien stets auch weitere Verantwortliche der Beschwerdef�hrerin einbezogen worden, namentlich auch zwei weitere Direktoren. D.________ sei daher auf der Basis einer Jahrespauschale von Fr. 240'000.-- zu entsch�digen.
Die Entsch�digung sei quartalsweise pro rata temporis geschuldet. Die Jahrespauschale von Fr. 240'000.-- sei daher f�r die Zeitspanne zwischen dem 1. Juni 2011 und dem 19. Oktober 2011 (141 Tage) - welche ohnehin in etwa der Zeitspanne eines Quartals entspreche - pro rata temporis zu reduzieren, was einen Betrag von Fr. 92'712.30 ergebe (Fr. 240'000.-- : 365 x 141). Bei der Berechnung der eingeklagten pro-rata-Summe von Fr. 100'759.57 (inkl. MWST) gem�ss "Final Invoice" vom 27. Januar 2012, habe die Beschwerdegegnerin die mit den Rechnungen vom 30. September 2011 und 31. Oktober 2011 bereits fakturierten Betr�ge von Fr. 13'615.20 und Fr. 1'200.-- (je exkl. MWST) abgezogen. Diese Betr�ge seien somit nicht eingeklagt und daher auch von dem nun errechneten pro rata Betrag von Fr. 92'712.30 zu subtrahieren. Es verbleibe somit ein geschuldeter Betrag von Fr. 77'897.10 bzw. Fr. 84'128.90 (inkl. MWST).
4.3.�Die Verneinung einer tats�chlichen Einigung �ber die H�he des Honorars ist nicht zu beanstanden. Daf�r gibt es in der Tat keine Anhaltspunkte und eine solche wird von den Parteien auch nicht behauptet.
Wie die Beschwerdef�hrerin zu Recht geltend macht, ist die Beurteilung der Vorinstanz im Hinblick auf ihre Auslegung nach Vertrauensprinzip aber bundesrechtswidrig. Sie weist zutreffend darauf hin, dass die Vorinstanz die Art der Rechnungsstellung vollst�ndig ausser Acht liess. Die Beschwerdegegnerin hat die Arbeit von D.________ in ihren Rechnungen vom 30. September 2011 und 31. Oktober 2011 aufgrund der geleisteten Arbeitsstunden und mit einem Stundenansatz von Fr. 400.-- abgerechnet. Sie ging somit unmissverst�ndlich selber davon aus, dass kein Pauschalhonorar vereinbart worden ist. In ihrer Schlussrechnung ("Final Invoice") vom 27. Januar 2012 rechnete sie sodann zwar aufgrund einer Jahrespauschale ab, jedoch aufgrund einer solchen von Fr. 280'000.-- und nicht einer solchen von Fr. 240'000.--. Entsprechend kam sie auf den eingeklagten Betrag von Fr. 100'759.57. Die Vorinstanz bezog sich zwar auf den "Final Invoice", um den Abzug der beiden Teilrechnungen vom 30. September 2011 und 31. Oktober 2011 vom pro-rata-Pauschalbetrag zu rechtfertigen, setzt sich aber mit keinem Wort damit auseinander, dass die Beschwerdegegnerin selber mit dieser Art der Abrechnung nicht von einem Pauschalhonorar von Fr. 240'000.-- gem�ss Vertragsentwurf ausging. Im Rahmen der Vertragsauslegung nach Vertrauensprinzip ist zwar das nachtr�gliche Verhalten als solches nicht von Bedeutung, denn f�r das Vertrauen der Gegenpartei in ein bestimmtes Vertragsverst�ndnis k�nnen nur die bei Vertragsabschluss bestehenden Umst�nde massgeblich sein: Nachtr�gliches Verhalten kann aber im Rahmen der Beweisw�rdigung auf einen tats�chlichen Willen der betreffenden Partei schliessen lassen (vgl. E. 4.1). Aus der Rechnungsstellung ergibt sich unmissverst�ndlich, dass die Beschwerdegegnerin selber nicht davon ausging, es sei gem�ss dem am 1. M�rz 2011 zugestellten Vertragsentwurf ein Pauschalhonorar von j�hrlich Fr. 240'000.--, das quartalsweise abzurechnen sei, konkludent vereinbart worden. Wie erw�hnt (vgl. E. 4.1 a.E.), kann die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht zu einem Konsens f�hren, der so von keiner Partei gewollt ist. Nachdem die Beschwerdegegnerin aber selber nicht davon ausging, sie habe ein Pauschalhonorar von Fr. 240'000.-- vereinbart und die Beschwerdef�hrerin ihrerseits ohnehin stets behauptete, es sei �berhaupt nichts geschuldet, verletzte die Vorinstanz Art. 18 OR, wenn sie nach dem Vertrauensprinzip gest�tzt auf den zugestellten Vertragsentwurf einen Konsens �ber ein Pauschalhonorar von Fr. 240'000.-- unterstellte.
4.4.�Hat die Beschwerdegegnerin weder eine konkrete Honorarabsprache noch eine Vereinbarung �ber die Art der Honorierung nachgewiesen (vgl. E. 4.1 a.A.), ist eine �bliche Verg�tung geschuldet. Da die Beschwerdegegnerin selber in ihren Rechnungen vom 30. September 2011 und 31. Oktober 2011 einen Stundenansatz von Fr. 400.-- in Rechnung stellte und die Beschwerdef�hrerin ihrerseits in ihrem Eventualantrag auf diese Rechnungen abstellt, kann davon ausgegangen werden, dass dieser Ansatz einem �blichen Honorar entspricht. Die Beschwerdegegnerin ist an sich f�r den von ihr bzw. D.________ get�tigten Aufwand beweispflichtig. Nachdem die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Eventualantrag die in den beiden Rechnungen aufgef�hrten Stunden akzeptiert, kann hier ebenfalls davon ausgegangen werden. Demzufolge ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Klage gem�ss Ziffer 1 der Rechtsbegehren im eventualiter geltend gemachten Betrag von Fr. 16'000.40 zu sch�tzen.
4.5.�Die Vorinstanz hat auf dem von ihr gesch�tzten Betrag einen Verzugszins von 5 % seit 6. M�rz 2012 zugesprochen. Die Beschwerdef�hrerin �ussert sich in ihrer Beschwerde nicht zum Zinsbetreffnis. Ebenso wenig �ussert sie sich zu den von der Vorinstanz gesch�tzten Betreibungskosten gem�ss Ziffer 2 des Urteilsdispositivs. Diesbez�glich ist somit der angefochtene Entscheid nicht zu �ndern.
Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdef�hrerin einen F�nftel und die Beschwerdegegnerin vier F�nftel der Gerichtskosten zu bezahlen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren entsprechend mit einem reduzierten Betrag von Fr. 3'000.-- zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Ziffern 1, 4 und 5 des Urteils des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 13. M�rz 2014 werden aufgehoben.
Die Beschwerdef�hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin Fr. 16'000.40 (inkl. Mehrwertsteuer) zuz�glich Zins von 5 % seit dem 6. M�rz 2012 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Klage gem�ss Ziffer 1 des Rechtsbegehrens abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- werden im Betrag von Fr. 800.-- der Beschwerdef�hrerin und im Betrag von Fr. 3'200.-- der Beschwerdegegnerin auferlegt.