Source: https://www.f-bb.de/informationen/projekte/studie-zur-umsetzung-der-zulassungs-und-anrechnungsvorschriften-bundeseinheitlich-geregelter-fortbi/
Timestamp: 2019-04-26 15:54:33
Document Index: 102338767

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 42', '§ 53', '§ 7', '§ 31', '§ 53', '§ 42']

Studie zur Umsetzung der Zulassungs- und Anrechnungsvorschriften bundeseinheitlich geregelter Fortbildungsordnungen - f-bb Forschungsinstitut Betriebliche Bildung Projekte – f-bb Forschungsinstitut Betriebliche Bildung
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In der weitgehend ungeregelten und nach marktwirtschaftlichen Prinzipien organisierten Weiterbildung nehmen die beruflichen Fortbildungsabschlüsse eine Sonderstellung ein. Sie sind u.a. durch Fortbildungsordnungen nach § 53 BBiG und § 42 HwO bundeseinheitlich geregelt.
Diese Fortbildungsordnungen werden mit Ausnahme der in § 53 Abs. 3 benannten Berufe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) als Rechtsverordnungen erlassen und regeln insbesondere die Prüfungsanforderungen. Sie entstehen in enger Zusammenarbeit mit den Arbeitgeberorganisationen, den Gewerkschaften und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), damit die Fortbildungsprofile den Qualifikationsanforderungen der Unternehmen entsprechen und den Fortbildungsinteressierten gute berufliche Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen. Die Prüfungen nach diesen Rechtsverordnungen werden von den zuständigen Stellen nach §§ 7ff. BBiG und §§ 31ff. HwO wie z. B. Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) abgenommen.
Die Zulassungsvoraussetzungen der nach § 53 BBiG und § 42 der HwO geregelten Fortbildungsordnungen enthalten die Auffangnorm, dass zu der Fortbildungsprüfung auch Personen zugelassen werden können, die die Regelzulassungsvoraussetzungen nicht erfüllen, wenn diese nachweisen können, dass sie die geforderte Handlungskompetenz anderweitig erworben haben. Dies betrifft auch ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland. Des Weiteren führen die Fortbildungsordnungen ebenso Anrechnungsvorschriften auf, auf deren Grundlage der Prüfling auf Antrag von bereits erbrachten vergleichbaren Prüfungsbestandteilen befreit werden kann. Die Umsetzung dieser Vorschriften obliegt den zuständigen Stellen.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) untersuchte das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in Kooperation mit dem Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT) die Umsetzung dieser Zulassungs- und Anrechnungsvorschriften bundeseinheitlich geregelter Fortbildungsordnungen im Zuständigkeitsbereich des BMBF durch die zuständigen Stellen.
Ziel der Untersuchung war es, die von den Kammern für die Fortbildungen in der Zuständigkeit des BMBF praktizierte Anwendung der Auffangnorm bei der Zulassung zu Fortbildungsprüfungen und ihre Umsetzung der Anrechnungsvorschriften für vergleichbare Prüfungsleistungen zu erfassen.
Folgende Forschungsfragen sollten beantwortet werden:
Um diese Forschungsfragen zu beantworten, wurde ein explorativer Ansatz verfolgt, der auf multimethodischen Fallstudien bei insgesamt acht Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern basierte.
Autor: Geldermann, B./Seidel, S./Severing, E.
Autor: Kohl, M./Kestner, S./Buhr, R.
In: bwp@ - Berufs- und Wirtschaftspädagogik online, 13 (2013) 25, S. 1-22
Autor: Kohl, M./Kestner, S./Buhr, R./Kretschmer, S.
In: Kommunikations- und Informationssystem Berufliche Bildung - KIBB (online)