Source: https://www.sle.kit.edu/english/5484.php
Timestamp: 2019-06-17 10:52:33
Document Index: 384708353

Matched Legal Cases: ['§ 50', '§ 11', '§ 16', '§ 11', '§ 16', '§11', '§ 16', '§ 8', '§ 11', '§ 15', '§ 3', '§ 12', '§ 12', '§ 19', '§ 3', '§ 13', '§ 17', '§ 14']

KIT - Amtliche Bekanntmachungen - Amtliche Bekanntmachungen 2000 - Amtliche Bekanntmachung 2000 - 04
Prüfungsordnung der Universität Karlsruhe für den Diplomstudiengang Technische Volkswirtschaftslehre
Stand 17.09.2000
2. Abschnitt: Diplomvorprüfung
Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluss des Diplomstudiengangs Technische Volkswirtschaftslehre. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat* die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge seines Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
(1) Für die Organisation der Prüfungen und die weiteren durch die Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Er besteht aus fünf stimmberechtigten Mitgliedern, vier Professoren, Hochschul- oder Privatdozenten, mindestens einem Vertreter des wissenschaftlichen Dienstes und einem Studierenden mit beratender Stimme. Die Professoren müssen die Mehrheit der Stimmen haben. Die Amtszeit des studentischen Mitglieds beträgt ein Jahr, die der übrigen Mitglieder zwei Jahre.
(2) In Angelegenheiten des Prüfungsausschusses, die eine an einer anderen Fakultät zu absolvierende Prüfungsleistung betreffen, ist auf Antrag eines Mitgliedes des Prüfungsausschusses ein fachlich zuständiger und von der betroffenen Fakultät zu benennender Professor, Hochschul- oder Privatdozent hinzuzuziehen; er hat in diesen Punkten Stimmrecht.
(3) Der Vorsitzende, sein Stellvertreter, die weiteren Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie deren Stellvertreter werden vom Fakultätsrat bestellt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter müssen Professoren sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nimmt die laufenden Geschäfte wahr. Zur Abwicklung seiner Aufgaben kann er sich durch ein Prüfungssekretariat unterstützen lassen.
(4) Der Prüfungsausschuss ist für alle Fragen der Prüfungsordnung zuständig. Er achtet darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er berichtet regelmäßig dem erweiterten Fakultätsrat über die Entwicklung der Prüfungen und Studienzeiten einschließlich der tatsächlichen Bearbeitungszeiten für die Diplomarbeit sowie über die Verteilung der Fach- und Gesamtnoten. Er gibt Anregungen zur Reform der Studienpläne und Prüfungsordnungen.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, der Abnahme der Prüfungen beizuwohnen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses, die Prüfer und die Beisitzer unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
(1) Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüfer und die Beisitzer. Er kann die Bestellung dem Vorsitzenden übertragen.
(2) Zur Abnahme von Hochschulprüfungen, die nicht studienbegleitend in Verbindung mit einzelnen Lehrveranstaltungen durchgeführt werden, sind in der Regel nur Professoren, Hochschul- und Privatdozenten sowie diejenigen wissenschaftliche Mitarbeiter befugt, denen der Fakultätsrat die Prüfungsbefugnis nach § 50 Abs. 4 Satz 3 des Universitätsgesetzes übertragen hat. Wissenschaftliche Assistenten, wissenschaftliche Mitarbeiter, Lehrbeauftragte und Lehrkräfte für besondere Aufgaben können nur dann ausnahmsweise zu Prüfern bestellt werden, wenn Professoren und Hochschuldozenten nicht in genügendem Ausmaß zur Verfügung stehen.
(3) Zum Beisitzer darf nur bestellt werden, wer in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang oder in dem zu prüfenden Fach eine entsprechende Diplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.
(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit"nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird. Die Abmeldung von einer schriftlichen (Teil-) Prüfung ohne Angabe von Gründen ist bis zur Ausgabe der Prüfungsaufgaben möglich. Bei mündlichen Prüfungen kann eine Abmeldung gegenüber dem Prüfer bis spätestens drei Werktage vor dem betreffenden Prüfungstermin erfolgen.
(1) Der Student muss zum Zeitpunkt der Zulassung zur Diplomvorprüfung oder Diplomprüfung an der Universität Karlsruhe für den Studiengang Technische Volkswirtschaftslehre eingeschrieben sein.
(2) Der Antrag auf Zulassung zur Diplomvorprüfung oder Diplomprüfung ist fristgerecht auf dem vorgeschriebenen Formblatt beim Prüfungsamt der Universität einzureichen. Der Antrag muss enthalten:
fakultativ eine kurze Darstellung des Lebenslaufes, insbesondere des Bildungsganges;
die in den Bestimmungen zur Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung jeweils geforderten Leistungsnachweise gemäß § 11 bzw. § 16 Abs. 1;
eine Erklärung darüber, ob der Kandidat in den Studiengängen Volkswirtschaftslehre, Technische Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Technisch orientierte Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspädagogik oder Wirtschaftsingenieurwesen bereits eine Diplomvorprüfung, eine Bakkalaureats-Prüfung oder eine Diplomprüfung nicht bestanden hat, sich in einem Prüfungsverfahren befindet oder den Prüfungsanspruch in einem solchen Studiengang verloren hat.
(4) Das Prüfungsamt der Universität nimmt die Prüfungsanmeldungen entgegen und stellt, wenn die Voraussetzungen für die Zulassung erfüllt sind, die Zulassungsbescheinigung für die einzelnen (Teil-)Prüfungen und die Diplomarbeit aus. Durch Vorlage dieser Zulassungsbescheinigung meldet sich der Kandidat zur Ablegung der betreffenden Prüfung verbindlich an.
der Kandidat den Prüfungsanspruch in einem der in Absatz 3 Nr. 4 genannten Studiengänge verloren hat oder sich, in einem Prüfungsverfahren befindet,
die in § 11 bzw. § 16 Abs. 1 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
(6) Ist es dem Kandidaten nicht möglich, eine nach Absatz 3 erforderliche Unterlage in der vorgeschriebenen Weise beizufügen, kann das Prüfungsamt gestatten, den Nachweis auf andere Art zu führen.
(6) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfung in den einzelnen .Fächern sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Ergebnis ist dem Kandidaten jeweils im Anschluss an die mündliche Prüfung bekanntzugeben.
Fach, Teilprüfunge
3 Teilprüfungen in :
Volkswirtschaftslehre III (Einführung in die Ökonometrie)
schriftlich, fünf Stunden
Prüfung in :
schriftlich, vier Stunden
Mathematik IIIa
Physik oder Chemie oder Informatik/Operations Research
Prüfung Physik :
Prüfung Chemie :
2 Teilprüfungen in Informatik/Operations Research:
schriftlich, drei Stunden
mündlich, 30 Minuten
§11 Fachliche Zulassungsvoraussetzungen
Rechnungswesen I und Allgemeine Betriebswirtschaftslehre für die Prüfung im Fach Betriebswirtschaftslehre (je ein Schein),
Voraussetzung für die Zulassung zur letzten Fachprüfung der Diplomvorprüfung ist der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Lehrveranstaltung "Programmieren l" (Schein).
(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüfern festgesetzt.
1 ="sehr gut" eine hervorragende Leistung;
2 ="gut" eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
3 ="befriedigend" eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
4 ="ausreichend" eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
5="nicht ausreichend" eine Leistung die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.
Zur differenzierten Bewertung können Zwischenwertä durch Erniedrigen oder Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 gebildet werde; die Noten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
(3) Eine Teilprüfung ist bestanden, wenn die Note mindestens "ausreichend" (4,0) ist. Eine Fachprüfung ist bestanden, wenn die Fachnote mindestens "ausreichend" (bis 4,0) ist. Werden in einem Fach Teilprüfungen durchgeführt, so wird die Fachnote aus dem Durchschnitt der Teilprüfungen gebildet. Eine Fachprüfung ist nur bestanden, wenn alle Teilprüfungen bestanden sind. Die Fachnote lautet:
bei einem Durchschnitt bis 1,5 "sehr gut"
bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5 "gut"
bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5 "befriedigend"
bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0 "ausreichend"
bei einem Durchschnitt über 4,0 "nicht ausreichend"
(4) Die Diplomvorprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Fachprüfungen bestanden sind. Die Gesamtnote der Diplomvorprüfung errechnet sich aus dem ungerundeten Mittel der Fachnoten. Die Gesamtnote einer bestandenen Prüfung lautet:
(1) Eine nicht bestandene Prüfung oder Teilprüfung kann einmal wiederholt werden. Wird eine schriftliche Wiederholungsprüfung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, so findet eine mündliche Nachprüfung im zeitlichen Zusammenhang mit dem Termin der Wiederholungsprüfung statt., Die Note der mündlichen Nachprüfung kann nur "ausreichend" (4,0) oder "nicht ausreichend" (5,0) lauten. Fehlversuche an anderen Hochschulen sind anzurechnen. Die Wiederholung einer bestandenen Fachprüfung ist nicht zulässig.
(4) Hat der Kandidat eine Fachprüfung nicht bestanden, so wird ihm dies per Aushang mitgeteilt. Der Aushang gibt auch Auskunft darüber, ob und ggf. in welchem Umfang und in weicher Frist die Fachprüfung wiederholt werden kann.
(2) Ist die Diplomvorprüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, so erteilt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Kandidaten hierüber einen schriftlichen Bescheid, der auch darüber Auskunft gibt in welchem Umfang und gegebenenfalls innerhalb welcher Frist die Diplomvorprüfung wiederholt werden kann.
§ 16 Fachliche Zulassungsvoraussetzungen
(1) Zur Diplomprüfung kann zugelassen werden, wer neben den in § 8 genannten Voraussetzungen den Nachweis über die bestandene Diplomvorprüfung oder eine als gleichwertig angerechnete Prüfungsleistung erbracht hat. Eine Zulassung zu höchstens zwei, Fachprüfungen der Diplomprüfung kann abweichend hiervon im Ausnahmefall erfolgen, falls die Diplomvorprüfung bis auf eines der anderen Prüfungsfächer bestanden ist und die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 11 nachgewiesen sind.
(2) Voraussetzung für die Anmeldung zur Diplomarbeit ist der Nachweis über den erfolgreichen Abschluss aller Prüfungsfächer gemäß § 15 Abs. 2 Buchst. b) bis e).
(3) Bis zur Anmeldung zur Diplomarbeit ist der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an drei Seminaren zu erbringen. Höchstens zwei Seminare können durch Studienarbeiten ersetzt werden. Eine Seminarleistung besteht aus einer schriftlichen Hausarbeit mit einer in der Regel einmonatigen Bearbeitungsdauer, einem Vortrag und der Beteiligung an der Diskussion während der Seminarveranstaltung. Eine Studienarbeit ist eine schriftliche Hausarbeit, die eine Bearbeitungszeit von in der Regel drei Monaten erfordert.
(4) Bis zur Meldung zur letzten Diplomprüfungsleistung ist ein Nachweis über ein Praktikum gemäß § 3 Abs. 4 zu erbringen.
(1) Für die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen der Diplomprüfung und die Ausweisung der Fachnoten. im Zeugnis gilt § 12 entsprechend.
(2) Der Prüfungsausschuss kann auf Antrag des Kandidaten nach Anhörung der Prüfer die Fachnote im Falle einer bestandenen Prüfung um einen Wert bis 1,0 verbessern, wenn auf Grund des Gesamteindrucks von den Prüfungsleistungen und der im Prüfungsfach erbrachten Leistungsnachweise dadurch der Leistungsstand des Kandidaten besser gekennzeichnet wird.
(3) Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Fachnoten und die Bewertung der Diplomarbeit mindestens "ausreichend" (bis 4,0) sind.
(4) Die Gesamtnote einer bestandenen Diplomprüfung errechnet sich aus dem gewichteten Durchschnitt der Fachnoten und der Bewertung der Diplomarbeit. Dabei gehen die Diplomarbeit mit dem Gewicht 2 und die Prüfungsfächer jeweils mit dem Gewicht 1 ein. § 12 Abs. 4 und 5 gilt entsprechend. Ist das rechnerische Ergebnis der Gesamtnote 1,0, wird das Gesamturteil "mit Auszeichnung" erteilt, es sei denn, eine Fachnote wurde gemäß Absatz 2 um einen Wert verbessert, der höher als 0,5 ist.
§ 19 Zusatzfach
(1) Der Kandidat kann sich bis zur Abgabe der Diplomarbeit in weiteren als den vorgeschriebenen Fächern einer Prüfung unterziehen (Zusatzfächer). § 3 bleibt unberührt.
(1) Für die Fachprüfungen gilt § 13 entsprechend.
(2) Ist die Diplomarbeit mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet worden, kann sie einmal wiederholt werden. Eine Rückgabe des Themas der Diplomarbeit entsprechend § 17 Abs. 5, ist jedoch nur zulässig, wenn der Kandidat bei der Anfertigung der ersten Diplomarbeit von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hat. Eine zweite Wiederholung der Diplomarbeit ist ausgeschlossen.
(1) Hat ein Kandidat die Diplomprüfung bestanden, so erhält er über die Ergebnisse unter Nennung der Prüfungsfächer/Prüfungsgebiete ein Zeugnis. In das Zeugnis wird auch das Thema der Diplomarbeit und deren Note aufgenommen. Als Datum des Zeugnisses ist der Tag anzugeben, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist.
(2) Im übrigen gilt § 14 entsprechend.
(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird dem Kandidaten eine Diplomurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Diplomgrades beurkundet.
(2) Die Diplomurkunde wird vom Rektor und vom Dekan unterzeichnet und mit dem Siegel der Universität Karlsruhe versehen.
(2) Gleichzeitig tritt die Diplomprüfungsordnung, Sonderbestimmungen für Technische Diplombetriebswirte, Technische Diplomvolkswirte und Diplomvolkswirte der Fakultät für Geistesund Sozialwissenschaften der Universität Fridericiana zu Karlsruhe i.V.m. den allgemeinen Bestimmungen der "Rahmenordnung der Diplomprüfung an der Technischen Hochschule in Karlsruhe" in der Fassung vom 17. November 1961, vorläufig genehmigt mit Erlass des Kultusministeriums Baden-Württemberg, H 1569/5 vom 22. September 1966 außer Kraft, behält jedoch Gültigkeit für Kandidaten, die auf Grundlage dieser Ordnungen ihr Studium in Karlsruhe aufgenommen haben.
(3) Alle unter Absatz 2 fallenden Kandidaten können sich bis zum Ablauf von sechs Monaten nach Bekanntmachung der vorliegenden Prüfungsordnung für eine Prüfungsabnahme unter den .Bedingungen dieser Prüfungsordnung entscheiden. Die Erklärung muss schriftlich erfolgen und ist unwiderruflich. Der Prüfungsausschuss regelt die Zulassungsbedingungen für einen Studiengangwechsel.
Karlsruhe, den 17. September 1999
Professor Dr.-Ing. S. Wittig, Rektor
W., F. u. K. 1999, S. 485