Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2076/81
Timestamp: 2020-06-06 10:09:52
Document Index: 107939986

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 13', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 27.01.1983 - I ZR 76/81 - dejure.org
https://dejure.org/1983,781
BGH, 27.01.1983 - I ZR 76/81 (https://dejure.org/1983,781)
BGH, Entscheidung vom 27.01.1983 - I ZR 76/81 (https://dejure.org/1983,781)
BGH, Entscheidung vom 27. Januar 1983 - I ZR 76/81 (https://dejure.org/1983,781)
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Güternahverkehr - Verwendung eines als "Frachtbrief-Übergabeschein" bezeichneten Formulars - Einbeziehung von allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) - Formularmäßiger Verweis auf die Allgemeinen Bedingungen für den gewerblichen Güternahverkehr mit Kraftfahrzeugen (AGNB) ...
AGBG §§ 13, 15, 17
NJW 1983, 2026
GRUR 1983, 466
WM 1983, 595
Es sind vielmehr Umstände erforderlich, bei deren Vorliegen nach allgemeiner Erfahrung mit einer Wiederholung nicht mehr zu rechnen ist (BGH, Urteil vom 27. Januar 1983 - I ZR 76/81 = WM 1983, 595, 596).
Seine bloße Zusage, die unwirksamen Klauseln nicht mehr zu verwenden, reicht nicht aus (BGH NJW 1983, 2026;… Palandt/Heinrichs, a.a.O.) .
Gesichtspunkte, die nach allgemeiner Erfahrung trotz Fehlens einer strafbewehrten Unterlassungserklärung eine Wiederholungsgefahr ausschließen, liegen nicht vor (vgl. BGH, WM 1983, 595, 596).
Der Berücksichtigung des Inhalts der Lieferbestätigung steht bereits entgegen, daß Merkmale der konkreten Fallgestaltung, die nicht Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind, bei der vom Einzelfall losgelösten abstrakten Wirksamkeitsprüfung im Unterlassungsverfahren außer Betracht bleiben müssen (BGH, Urteil vom 27. Januar 1983 - I ZR 76/81 = WM 1983, 595 unter III 3).
Der Unterlassungsanspruch nach § 1 UKlaG (vormals § 13 AGBG) setzt das Bestehen einer Wiederholungsgefahr voraus (BGH WM 1983, 595;… Palandt / Bassenge, BGB, 62. Aufl., UklaG § 1 Rdn.6).
aa) Es hat dabei zutreffend darauf abgehoben, ob der infolge des Widerrufs des Beklagten unwirksame Franchise-Vertrag und der Kaufvertrag inhaltlich so eng miteinander verbunden waren, daß sie nach dem Willen der Vertragsparteien miteinander stehen oder fallen sollten (ständige Rechtsprechung, u.a. BGHZ 50, 8, 13; Urteil vom 25. Mai 1983 - VIII ZR 51/82 = WM 1983, 788, 790 = NJW 1983, 2026, 2028) [BGH 27.01.1983 - 1 ZR 76/81].
Zu Unrecht wendet sich die Revision dagegen, daß das Berufungsgericht eine Wiederholungsgefahr annimmt, wie sie für den Unterlassungsanspruch nach § 13 AGBG vorausgesetzt wird (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 1983 - I ZR 76/81, WM 1983, 595 unter III 1 m.Nachw.).
Es besteht zudem Wiederholungsgefahr (zu dieser ungeschriebenen Voraussetzung OLG Karlsruhe NJW-RR 2003, 779; zum § 13 AGBG BGH NJW 1983, 2026).
Außerdem sind an die Beseitigung der Wiederholungsgefahr hohe Anforderungen zu stellen (BGH NJW 2002, 2386; NJW 1983, 2026).
An die Beseitigung der Wiederholungsgefahr sind daher - wie im Wettbewerbsprozeß - strenge Anforderungen zu stellen (vgl. BGHZ 119, 152/165; BGH 81, 222/225 f. = NJW 1981, 2412; BGH NJW 1983, 2026 BGH NJW 1982, 2311/2312).
Allein die Absichtserklärung des Verwenders, die beanstandeten unzulässigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht mehr zu verwenden, bietet aber angesichtsdes Umstands, daß damit das künftige Berufen auf unwirksame Klauseln im Zusammenhang mit bereits abgeschlossenen Verträgen nicht ausgeschlossen ist, in aller Regel ebensowenig in ausreichendem Maße hierfür Gewähr, wie die Änderung der beanstandeten Klauseln (vgl. BGH NJW 1983, 2026; BGHZ 119, 152, 165).