Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F10-02-2016-8C_852-2015
Timestamp: 2016-10-01 17:09:58
Document Index: 375309216

Matched Legal Cases: ['Art. 109', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 61', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 66']

8C_852/2015 (10.02.2016)
8C_852/2015 � � Urteil vom 10. Februar 2016
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 22. September 2015.
Der 1961 geborene A.________ war Lagerist bei der Firma B.________ AG und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 13. Juni 2008 zog er sich bei einem Unfall Kontusionen des rechten Fusses und des rechten oberen Sprunggelenks (OSG) sowie eine Knieverletzung rechts zu. Die SUVA kam f�r die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Die Uniklinik C.________ diagnostizierte am 2. August 2010 eine posttraumatische Valgusgonarthrose Knie rechts mit/bei Status nach VKB-Ruptur, Verdacht auf Status nach medialer Seitenbandruptur und Status nach Valgisationstrauma am 13. Juni 2008. Am 29. November 2010 wurde der Versicherte in dieser Klinik am Knie rechts operiert. Am 21. Mai 2012 erfolgte hier die Osteosynthesematerialentfernung am rechten Knie. Mit Verf�gung vom 6. Dezember 2012 sprach die SUVA dem Versicherten ab 1. Dezember 2012 eine Invalidenrente bei einer Erwerbseinbusse von 10 % und eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 10 % zu. Dagegen erhob er Einsprache. Am 18. M�rz 2013 erfolgte in der Klinik C.________ eine mediale/posteromediale Rekonstruktion am Knie rechts. Am 12. Dezember 2013 er�ffnete die SUVA dem Versicherten, von einer weiteren medizinischen Behandlung sei keine Besserung mehr zu erwarten; sie stelle ihre Leistungen per 31. Dezember 2013 ein und verweise auf das h�ngige Einspracheverfahren. In teilweiser Gutheissung der Einsprache sprach sie dem Versicherten eine Integrit�tsentsch�digung aufgrund einer Integrit�tseinbusse von 20 % zu; im �brigen wies sie die Einsprache ab (Entscheid vom 6. M�rz 2014).
In teilweiser Gutheissung der hiegegen erhobenen Beschwerde �nderte das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich den Einspracheentscheid dahingehend ab, dass der Versicherte ab 1. Dezember 2012 Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 21 % habe (Entscheid vom 22. September 2015 ab).
Mit Beschwerde beantragt der Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, um ein polydisziplin�res gerichtliches Gutachten zu veranlassen und aufgrund desselben den unfallbedingten IV-Grad und Integrit�tsschaden zu bestimmen.
Die Vorinstanz - auf deren Entscheid verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG) - hat die f�r die Beurteilung des Leistungsanspruchs massgebenden Rechtsgrundlagen richtig dargelegt.
3.1.�Die Vorinstanz erwog in W�rdigung der medizinischen Akten mit einl�sslicher Begr�ndung - auf die verwiesen wird - im Wesentlichen, gest�tzt auf die OSG-Untersuchung durch den Kreisarzt Dr. med. D.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, vom 16. Oktober 2012 seien die Fussbeschwerden rechts nicht �berwiegend wahrscheinlich unfallkausal respektive vollst�ndig ausgeheilt. Das MRI der Lendenwirbels�ule (LWS) vom 22. Juli 2013 habe degenerative Ver�nderungen gezeigt. Fach�rztliche Berichte, die �berwiegend wahrscheinlich auf eine Unfallkausalit�t der R�ckenbeschwerden hinwiesen, l�gen nicht vor. Die Unfallad�quanz der psychischen Beschwerden sei zu verneinen, weshalb deren nat�rliche Unfallkausalit�t offen bleiben k�nne. Somit sei auf das vom Kreisarzt Dr. med. D.________ am 16. Oktober 2012 f�r die Kniebeschwerden rechts formulierte Zumutbarkeitsprofil - 100%ige Arbeitsf�higkeit in leidensangepasster T�tigkeit - abzustellen und die Integrit�tsentsch�digung nur f�r diese Beschwerden geschuldet.
3.2.�Der Versicherte bringt vor, bez�glich seiner R�ckenbeschwerden habe sich die Vorinstanz auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, vom 21. Oktober 2013 gest�tzt, wonach bildgebend nur degenerative, nicht unfallbedingte Ver�nderungen vorl�gen. Diese Degeneration k�nne indessen wegen der Fehlbelastung infolge der Knieproblematik unfallbedingt sein. Dies sei durch ein orthop�disches, allenfalls rheumatologisches Gutachten zu kl�ren.
Diesen Einw�nden kann nicht gefolgt werden. Denn die Vorinstanz ber�cksichtigte auch den Austrittsbericht der Rehaklinik F.________ vom 4. September 2013, worin gest�tzt auf das MRI vom 22. Juli 2013 ebenfalls deutliche degenerative LWS-Ver�nderungen festgestellt wurden. Relevante Hinweise f�r eine teilweise Unfallkausalit�t der R�ckenproblematik liegen nicht vor. Unbehelflich ist die Berufung des Versicherten auf die gegenteilige Auffassung des Hausarztes Dr. med. G.________, Spezialarzt FMH f�r Allgemeinmedizin, laut Schadenmeldung vom 19. M�rz 2010, da diese nicht bildgebend untermauert war.
3.3.�Weiter r�gt der Versicherte, die Vorinstanz habe zu Unrecht ausgef�hrt, er habe erstmals bei der kreis�rztlichen Untersuchung Mitte Oktober 2012 auf Fussbeschwerden rechts hingewiesen. Denn die Uniklinik C.________ habe am 2. August 2010 festgehalten, im Juni 2008 h�tten die Fussbeschwerden im Vordergrund gestanden. Diese seien nicht weiter behandelt worden, obwohl er immer wieder �ber Fussschwellungen geklagt habe. Der Kreisarzt habe den Fuss nur klinisch abgekl�rt und sei darauf nicht n�her eingegangen, da damals keine Schwellung vorgelegen habe. Es sei ein orthop�disches Gutachten einzuholen.
Dem Versicherten ist insofern beizupflichten, als er sich beim Unfall vom 13. Juni 2008 auch eine Kontusion am rechten OSG zuzog und anf�nglich Fussschmerzen hatte. Indessen stellte Dr. med. G.________ im R�ckfall-Arztzeugnis vom 8. Dezember 2008 nur noch Kniebeschwerden rechts fest. Der Versicherte f�hrt keine Arztberichte auf, die seither bis zur Untersuchung durch den Kreisarzt Dr. med. D.________ vom 16. Dezember 2012 Hinweise auf Fussbeschwerden oder -schwellungen rechts hinweisen. Dieser legte im Bericht gleichen Datums dar, die klinische Untersuchung ergebe keine pathologischen Befunde; es best�nden keine Folgen des Unfallereignisses. Somit ist der Vorinstanz beizupflichten, dass die Fussverletzung rechts �berwiegend wahrscheinlich ausgeheilt war bzw. kein unfallkausaler, organisch objektiv ausgewiesener Gesundheitsschaden (hierzu vgl. BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251) mehr bestand.
3.4.�Strittig ist weiter die psychische Problematik. Da der Sachverhalt f�r eine einwandfreie Ad�quanzpr�fung hinreichend abgekl�rt ist, liess die Vorinstanz - entgegen dem Versicherten - die nat�rliche Unfallkausalit�t seiner psychischen Beschwerden zu Recht mit der Begr�ndung offen, deren ad�quate Unfallkausalit�t sei nicht gegeben (vgl. BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472). Die Vorinstanz qualifizierte den Unfall vom 13. Juni 2008 - bei dem der Versicherte mit seinem rechten Fuss unter einen ins Rutschen geratenen Stapel von Kolbenstangen geriet - als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen (zur Unfallschwere vgl. SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 5.2 [8C_398/2012]). Weiter kam sie zum Schluss, von den sieben Ad�quanzkriterien sei h�chstens dasjenige des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit erf�llt, jedoch nicht besonders ausgepr�gt, weshalb die Ad�quanz zu verneinen sei (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100 E. 4.5 [8C_897/2009]). Der Versicherte bringt keine Gr�nde vor, welche die vorinstanzliche Ad�quanzbeurteilung - auf die verwiesen wird - zu entkr�ften verm�gen. Entgegen seiner Auffassung liegt in diesem Rahmen keine Verletzung des Art. 36 Abs. 2 UVG vor.
3.5.�Da von weiteren medizinischen Abkl�rungen keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten waren, verzichtete die Vorinstanz darauf zu Recht. Dies verst�sst - entgegen dem Versicherten - weder gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) noch gegen den Anspruch auf rechtliches Geh�r bzw. auf Beweisabnahme (Art. 29 Abs. 2 BV; antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; Urteil 8C_680/2015 vom 14. Dezember 2015 E. 5.5). Von willk�rlicher Beweisw�rdigung oder Rechtsanwendung der Vorinstanz kann keine Rede sein.
Der vorinstanzliche Einkommensvergleich, der einen Invalidit�tsgrad von 21 % ergibt und die Bemessung der Integrit�tseinbusse am rechten Knie mit 20 % sind unbestritten, womit es sein Bewenden hat.
Da die Beschwerde offensichtlich unbegr�ndet ist, wird das Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG angewendet. Der unterliegende Versicherte tr�gt die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG).