Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/nutzungsentschaedigung-und-die-nebenkostenvorauszahlungen-396129
Timestamp: 2019-11-14 01:56:56
Document Index: 147922192

Matched Legal Cases: ['§ 546', '§ 546', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 559']

Nutzungsentschädigung - und die Nebenkostenvorauszahlungen - Rechtslupe
Nut­zungs­ent­schä­di­gung – und die Neben­kos­ten­vor­aus­zah­lun­gen
Zur ver­ein­bar­ten Mie­te, die nach Been­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses wegen nicht (recht­zei­ti­ger) Räu­mung gemäß § 546 a BGB als Nut­zungs­ent­schä­di­gung zu zah­len ist, gehört neben der Net­to­kalt­mie­te auch die Neben­kos­ten­vor­aus­zah­lung oder die Neben­kos­ten­pau­scha­le.
Über Neben­kos­ten­vor­aus­zah­lun­gen ist ent­spre­chend den Bestim­mun­gen des been­de­ten Miet­ver­trags abzu­rech­nen, so dass nach Ablauf der Abrech­nungs­pe­ri­ode kein Vor­aus­zah­lungs­an­spruch mehr besteht 1.
Im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall war aller­dings die Abrech­nungs­pe­ri­ode, für die Vor­aus­zah­lun­gen ein­ge­klagt wor­den waren, bei Erlass des die Beru­fung zurück­wei­sen­den Beschlus­ses noch nicht abge­lau­fen 2.
Zwar ist mitt­ler­wei­le die Abrech­nungs­rei­fe ein­ge­tre­ten, und die wäh­rend des Revi­si­ons­ver­fah­rens durch blo­ßen Zeit­ab­lauf ein­ge­tre­te­nen unstrei­ti­gen bzw. offen­kun­di­gen Ver­än­de­run­gen der mate­ri­el­len Rechts­la­ge sind nach all­ge­mei­nen Grund­sät­zen durch das Revi­si­ons­ge­richt zu berück­sich­ti­gen, wenn schüt­zens­wer­te Belan­ge der Gegen­par­tei nicht ent­ge­gen­ste­hen 3. Sol­cher­art schüt­zens­wer­te Belan­ge des Ver­mie­ters sind im vor­lie­gen­den Fall aber dar­in zu erbli­cken, dass der Ver­mie­ter im Revi­si­ons­ver­fah­ren mit neu­em Sach­vor­trag zur Neben­kos­ten­ab­rech­nung aus­ge­schlos­sen wäre und ihm des­halb in die­sem Ver­fah­rens­sta­di­um die Mög­lich­keit genom­men ist, sei­nen Antrag wegen der Neben­kos­ten auf einen Abrech­nungs­sal­do umzu­stel­len.
Nut­zungs­ent­schä­di­gung – und neue Miet­män­gel Eine erst­mals nach Ver­trags­be­en­di­gung ein­ge­tre­te­ne Ver­schlech­te­rung der Miet­sa­che, die beim Fort­be­stehen des Miet­ver­hält­nis­ses eine Min­de­rung der Mie­te zur Fol­ge gehabt hät­te, führt grund­sätz­lich nicht dazu,…
OLG Dres­den NZM 2012, 84, 88; Scheuer/​Emmerich in Bub/​Treier, Hand­buch der Geschäfts- und Wohn­raum­mie­te 4. Aufl. Kap. V.A Rn. 130; Schmidt-Fut­te­rer/Streyl Miet­recht 11. Aufl. § 546 a Rn. 69[↩]
vgl. BGH, Urteil BGHZ 184, 117 = NJW 2010, 1065 Rn. 33 ff.[↩]
vgl. BGH Urteil vom 12.03.2008 – VIII ZR 71/​07 NJW 2008, 1661 Rn. 25; Musielak/​Ball ZPO 12. Aufl. § 559 Rn. 10[↩]
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