Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/kapitalersatzregeln-bei-eu-gesellschaften-333206
Timestamp: 2020-01-17 15:33:38
Document Index: 286948187

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 39', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 288', 'Art. 249', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 3', '§ 39', '§ 32', 'Art. 103', '§ 39', '§ 32', 'Art 8', '§ 32', '§ 39', '§ 30', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 32', '§ 135', '§ 32', '§ 30', '§ 39', '§ 135', '§ 32', 'Art. 3', 'Art. 4', '§ 32', '§ 39', '§ 32', '§ 39', '§ 32', '§ 135', '§ 32', '§ 39', '§ 32', '§ 135', 'Art. 3', '§ 32', '§ 39', '§ 135', '§ 32', '§ 39', '§ 135', '§ 32', '§ 39', 'Art. 49', 'Art. 43', '§ 39', '§ 32', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 267', 'Art. 4', 'Art. 32', 'Art. 28', '§ 32', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 32', '§ 129', '§ 172', '§ 39', '§ 39', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 12', 'Art. 4', '§ 32', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', '§ 135', '§ 32', '§ 30', 'BGH', 'BGH', '§ 32', 'EuG', '§ 3', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG', '§ 39', 'BGH', 'BGH', '§ 39', 'BGH', 'BGH']

Kapi­ta­ler­satz­re­geln bei EU-Gesell­schaf­ten | Rechtslupe
Kapi­ta­ler­satz­re­geln bei EU-Gesell­schaf­ten
Die Rege­lun­gen über die Nach­ran­gig­keit kapi­ta­ler­set­zen­der Gesell­schaf­ter­dar­le­hen nach § 32a GmbHG a.F., § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F. fin­den auf Kapi­tal­ge­sell­schaf-ten, über deren Ver­mö­gen in Deutsch­land das Haupt­in­sol­venz­ver­fah­ren eröff­net wor­den ist, auch dann Anwen­dung, wenn die­se in einem ande­ren Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on gegrün­det wor­den sind.
Auf die Anmel­dung von Insol­venz­for­de­rug­nen ist gemäß Art. 4 EuIns­VO das deut­sche Insol­venz­recht anwend­bar, wenn das Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen der Schuld­ne­rin in Deutsch­land eröff­net wor­den ist. Auf die Fra­ge, an wel­chem Ort die Schuld­ne­rin zur Zeit der Ver­fah­rens­er­öff­nung gemäß Art. 3 Abs. 1 EuIns­VO den Mit­tel­punkt ihres haupt­säch­li­chen Inter­es­ses hat­te und ob die Vor­aus­set­zun­gen der Ver­fah­rens­er­öff­nung in Deutsch­land vor­la­gen, kommt es nicht mehr an. Nach der Eröff­nung ist gemäß Art. 4 Abs. 1 EuIns­VO für das Insol­venz­ver­fah­ren und sei­ne Wir­kun­gen das Insol­venz­recht des Eröff­nungs­staa­tes maß­geb­lich.
Die Fra­ge, wel­che Rege­lun­gen des natio­na­len Rechts des Eröff­nungs­staa­tes als anwend­ba­res Insol­venz­recht zu qua­li­fi­zie­ren sind, rich­tet sich in ers­ter Linie nach dem auto­nom aus­zu­le­gen­den Gemein­schafts­recht. Wegen der unmit­tel­ba­ren Gel­tung der EuIns­VO (Art. 288 Abs. 2 AEUV; zuvor Art. 249 Abs. 2 EGV) und des Anwen­dungs­vor­rangs des Gemein­schafts­rechts sind Rege­lun­gen, die von Art. 4 EuIns­VO als anwend­ba­res Insol­venz­recht qua­li­fi­ziert wer­den, nicht des­halb unan­wend­bar, weil sie nach natio­na­lem Recht einem ande­ren Rechts­ge­biet zuzu­ord­nen sind 1. Inso­weit liegt allen­falls eine Kon­kur­renz zwi­schen natio­na­lem inter­na­tio­na­lem Pri­vat­recht und Euro­pa­recht vor, inner­halb derer das Euro­pa­recht Vor­rang hat 2.
Nach dem Erwä­gungs­grund 23 zur EuIns­VO soll­ten die Rege­lun­gen der Ver­ord­nung ein­heit­li­che Kol­li­si­ons­nor­men schaf­fen, wel­che die Vor­schrif­ten des inter­na­tio­na­len Pri­vat­rechts der ein­zel­nen Staa­ten erset­zen. Soweit nicht in der Ver­ord­nung selbst etwas ande­res bestimmt ist, soll das Recht des Staats der Ver­fah­rens­er­öff­nung (lex con­cur­sus) Anwen­dung fin­den. Abwei­chen­de Rege­lun­gen fin­den sich etwa in Art. 5 bis 15, 39 bis 42 EuIns­VO 3, nicht aber zum Rang von Insol­venz­for­de­run­gen.
In wel­cher Wei­se der Begriff des Insol­venz­rechts in Art. 4 Abs. 1 EuIns­VO euro­pa­recht­lich aus­zu­le­gen ist, wird in Art. 4 Abs. 2 EuIns­VO für bestimm­te Berei­che näher kon­kre­ti­siert. Danach sind jeden­falls die dort ange­führ­ten natio­na­len Rege­lun­gen des Eröff­nungs­staats euro­pa­recht­lich als anwend­ba­res Insol­venz­recht qua­li­fi­ziert, also ins­be­son­de­re die Bestim­mun­gen, die regeln, wel­che For­de­run­gen als Insol­venz­for­de­run­gen anzu­mel­den sind (Buchst. g) und wel­chen Rang die­se For­de­run­gen haben (Buchst. i) 4. Davon abwei­chen­de euro­pa­recht­li­che Rege­lun­gen, die eine Qua­li­fi­zie­rung der Eigen­ka­pi­ta­ler­satz­re­geln des deut­schen Rechts als Gesell­schafts­recht vor­neh­men, sind nicht vor­han­den. Ins­be­son­de­re bestehen kei­ne Richt­li­ni­en, die der­ar­ti­ge Rege­lun­gen euro­pa­recht­lich ver­bind­lich vor­schrei­ben und dem Gesell­schafts­recht zuord­nen.
Danach steht euro­pa­recht­lich fest, dass die natio­na­len Rege­lun­gen des deut­schen Rechts, die den Rang der For­de­run­gen im Insol­venz­ver­fah­ren bestim­men, in einem in Deutsch­land nach Art. 3 EuIns­VO eröff­ne­ten Insol­venz­ver­fah­ren anwend­bar sind. Die nach deut­schem inter­na­tio­na­lem Pri­vat­recht vor­zu­neh­men­de Ein­ord­nung ist dem­ge­gen­über uner­heb­lich.
Der Rang der von der Klä­ge­rin ange­mel­de­ten For­de­run­gen ergibt sich aus § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F., § 32a GmbHG a.F. Bei­de Vor­schrif­ten sind im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall gemäß Art. 103d Satz 1 EGIn­sO noch anzu­wen­den, weil das Insol­venz­ver­fah­ren vor dem 1.11.2008, näm­lich dem 3.03.2008 eröff­net wor­den ist 5.
§ 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO und § 32a GmbHG in der bis zum 31.10.2008 gel­ten­den Fas­sung sind über­dies auch dann anwend­bar, wenn man für die Ein­ord­nung die­ser Vor­schrif­ten das deut­sche inter­na­tio­na­le Pri­vat­recht zugrun­de leg­te.
Das Gesell­schafts­sta­tut der Schuld­ne­rin rich­tet sich, wie das Beru­fungs­ge­richt zutref­fend fest­ge­stellt hat, nach dem Grün­dungs­sta­tut, also nach luxem­bur­gi­schen Recht. Nach den Ent­schei­dun­gen des Euro­päi­schen Gerichts­hofs in den Sachen Cen­tros 6, Über­se­ering 7 und Inspi­re Art 8 ist es all­ge­mei­ne Auf­fas­sung gewor­den, dass sich das Gesell­schafts­sta­tut sol­cher Gesell­schaf­ten, die in einem Mit­glied­staat der euro­päi­schen Gemein­schaft gegrün­det wor­den sind, nicht nach dem Ver­wal­tungs­sitz, son­dern nach dem Grün­dungs­ort rich­ten, weil nur so die euro­pa­recht­lich ver­bürg­te Nie­der­las­sungs­frei­heit gewährt wer­den kann 9. Das steht auch zwi­schen den Par­tei­en nicht in Streit.
Die Fra­ge, wie § 32a GmbHG, § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO in der bis 31.10.2008 gel­ten­den Fas­sung nach deut­schem inter­na­tio­na­len Pri­vat­recht zu qua­li­fi­zie­ren sind, ist umstrit­ten.
Nach einer Auf­fas­sung, der sich die Revi­si­on anschließt, han­de­le es sich beim Kapi­tal­erhal­tungs­recht ins­ge­samt um Gesell­schafts­recht, weil Grund­la­ge die sich aus der Gesell­schaf­ter­stel­lung erge­be­ne Finanzierungs(folgen)verantwortung sei. Eine Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen den Recht­spre­chungs­re­geln und dem Novel­len­recht wird nicht vor­ge­nom­men 10.
Nach ande­rer Auf­fas­sung wird eine Dif­fe­ren­zie­rung eben­falls abge­lehnt, aber mit der Fol­ge, dass das gesam­te Eigen­ka­pi­ta­ler­satz­recht, auch die Recht­spre­chungs­re­geln, als mate­ri­el­les Insol­venz­recht ange­se­hen wer­den 11.
Nach einer drit­ten Auf­fas­sung muss zwi­schen den Recht­spre­chungs­re­geln und den Novel­len­re­geln dif­fe­ren­ziert wer­den. Bei den Regeln über die Nach­ran­gig­keit kapi­ta­ler­set­zen­der Gesell­schaf­ter­dar­le­hen in der Insol­venz han­delt es sich danach um Insol­venz­recht, das auch auf Aus­lands­ge­sell­schaf­ten anwend­bar ist, weil die Novel­len­re­geln erst und aus­schließ­lich in der Insol­venz Bedeu­tung erlan­gen 12.
Kapi­ta­ler­set­zen­de Gesell­schaf­ter­dar­le­hen unter­stell­te die Recht­spre­chung seit dem Jah­re 1960 den Kapi­tal­schutz­re­geln der §§ 30, 31 GmbHG a.F. Dadurch wur­de das Gesell­schaf­ter­dar­le­hen in der Kri­se der Gesell­schaft wie haf­ten­des Eigen­ka­pi­tal und nicht als rück­zahl­ba­res Dar­le­hen behan­delt. Dar­aus folg­te für die Dau­er der Gesell­schafts­kri­se das Ver­bot, die Dar­le­hen an die Gesell­schaf­ter zurück­zu­zah­len (§ 30 GmbH a.F.). Gleich­wohl erfolg­te Dar­le­hens­til­gun­gen hat­te der Gesell­schaf­ter zu erstat­ten (§ 31 GmbHG a.F.).
Im Jah­re 1980 wur­den mit den §§ 32a, 32b GmbHG, § 32a KO (der spä­ter weit­ge­hend inhalts­gleich in § 135 InsO über­nom­men wur­de) die soge­nann­ten Novel­len­re­geln ein­ge­führt. Die­se Rege­lun­gen waren aus­schließ­lich auf den Fall des eröff­ne­ten Insol­venz­ver­fah­rens zuge­schnit­ten. Sie soll­ten einen auch die Recht­spre­chungs­re­geln umfas­sen­den Gläu­bi­ger­schutz ent­fal­ten, blie­ben aber hin­ter die­sen zurück, wes­halb der Bun­des­ge­richts­hof zur Ver­mei­dung von Schutz­lü­cken die Recht­spre­chungs­grund­sät­ze für wei­ter anwend­bar erklär­te 13.
Durch das MoMiG wur­den die §§ 32a, 32b GmbHG gestri­chen und die vor­ma­li­gen Recht­spre­chungs­re­geln durch eine klar­stel­len­de Rege­lung in § 30 Abs. 1 Satz 3 GmbHG auf­ge­ho­ben. Die Neu­re­ge­lung erfolg­te aus­schließ­lich im Insol­venz­recht, näm­lich in § 39 Abs. 1 Nr. 5, Abs. 4, 5, § 135 InsO. Das bedeu­tet zum einen der Sache nach die Rück­kehr zu den Novel­len­re­geln 14. Zum ande­ren ist die Neu­re­ge­lung ein Instru­men­ta­ri­um rein insol­venz­recht­li­cher Natur 15. Der Gesetz­ge­ber hat die Auf­he­bung der §§ 32a, 32b GmbHG damit begrün­det, dass die Rege­lun­gen zu den Gesell­schaf­ter­dar­le­hen in das Insol­venz­recht ver­la­gert wür­den, wo sie sys­te­ma­tisch hin­ge­hör­ten 16. Nach der amt­li­chen Begrün­dung des MoMiG sind die­se neu­en Rege­lun­gen nach Art. 3 Abs. 1 in Ver­bin­dung mit Art. 4 Abs. 1 EuIns­VO auch auf Aus­lands­ge­sell­schaf­ten anwend­bar 17.
Nichts ande­res gilt für das ent­spre­chen­de Eigen­ka­pi­ta­ler­satz­recht vor Inkraft­tre­ten des MoMiG. Der Bun­des­ge­richts­hof mag die Recht­spre­chungs­re­geln dem Gesell­schafts­recht zuge­ord­net haben, wie die Revi­si­on annimmt 18. Das bedarf hier kei­ner nähe­ren Unter­su­chung. Für die Novel­len­re­geln in §§ 32a, 32b GmbHG a.F., § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F. ergibt sich dar­aus jeden­falls nichts 19. Jeden­falls die­se sind dem Insol­venz­recht zuzu­ord­nen, weil sie nach ihrem mate­ri­el­len Gehalt insol­venz­recht­li­che Rege­lun­gen dar­stel­len.
Die Novel­len­re­geln sind zwar auf das Gesell­schafts­recht bezo­gen, weil durch sie eigen­ka­pi­ta­ler­satz­recht­li­che Bin­dun­gen von Gesell­schaf­ter­dar­le­hen aner­kannt wer­den. Die Rechts­fol­gen sind jedoch insol­venz­recht­li­cher Natur. Der Anspruch auf Rück­ge­währ der Dar­le­hen konn­te im Kon­kurs­ver­fah­ren nicht (§ 32a GmbHG in der Fas­sung vom 04.07.1980) und kann im Insol­venz­ver­fah­ren nur als nach­ran­gi­ge Insol­venz­for­de­rung gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F. gel­tend gemacht wer­den. Ein bereits zurück­ge­zahl­tes Gesell­schaf­ter­dar­le­hen war nach § 32a Satz 2 KO, § 135 Nr. 2 InsO a.F. nach insol­venz­recht­li­chem Anfech­tungs­recht zurück­zu­ge­wäh­ren. Die Rege­lung mag damit zwar in ihrem Aus­gangs­punkt gesell­schafts­recht­lich anknüp­fen, regelt Rechts­fol­gen aber aus­schließ­lich für das eröff­ne­te Insol­venz­ver­fah­ren. Des­halb war nach die­sen Vor­schrif­ten auch die Rück­ge­währ eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens trotz Ein­tritts der Insol­venz­rei­fe zuläs­sig, solan­ge noch kein Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen der Gesell­schaft eröff­net wor­den war 20.
Der Rang­rück­tritt nach § 32a GmbHG a.F., § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F. blieb also außer­halb des Insol­venz­ver­fah­rens ohne jede Aus­wir­kung. Auch die Mög­lich­keit der Insol­venz­an­fech­tung nach § 32a KO, § 135 InsO a.F. bei bereits zurück­be­zahl­ten Dar­le­hen zeigt den insol­venz­recht­li­chen Cha­rak­ter der Rege­lung, weil eine sol­che Anfech­tung nur im eröff­ne­ten Insol­venz­ver­fah­ren mög­lich ist. Insol­venz­recht­li­che Anfech­tungs­kla­gen gehen unmit­tel­bar aus dem Insol­venz­ver­fah­ren her­vor und ste­hen mit die­sem in unlös­ba­rem Zusam­men­hang. Des­halb hat der Euro­päi­sche Gerichts­hof für der­ar­ti­ge Kla­gen gemäß Art. 3 Abs. 1 EuIns­VO die Zustän­dig­keit der Gerich­te des Eröff­nungs­staa­tes auch gegen Anfech­tungs­geg­ner bejaht, die ihren sat­zungs­mä­ßi­gen Sitz in einem ande­ren Mit­glieds­staat haben 21.
Dass die Rege­lung in §§ 32a, 32b GmbHG in das Gesetz betref­fend die Gesell­schaf­ten mit beschränk­ter Haf­tung ein­ge­stellt war, ist dem­ge­gen­über unbe­acht­lich; es zählt allein die mate­ri­el­le Zuord­nung, nicht der zufäl­lig gewähl­te Stand­ort der Bestim­mung. Das hat schon das Beru­fungs­ge­richt zutref­fend dar­ge­legt. Im Übri­gen bestand der Schwer­punkt der Novel­len­re­ge­lung in der seit dem Inkraft­tre­ten der Insol­venz­ord­nung gel­ten­den Fas­sung ohne­hin in den Vor­schrif­ten der § 39 Abs. 1 Nr. 5, § 135 InsO a.F., die auch ihrem for­ma­len Stand­ort nach Insol­venz­recht dar­stell­ten. §§ 32a, 32b GmbHG hat­ten ledig­lich noch ergän­zen­den Cha­rak­ter 22.
Die Novel­len­re­ge­lun­gen kön­nen schließ­lich nicht als mit­tel­ba­re Fol­ge der gesell­schafts­recht­li­chen Finan­zie­rungs­ver­ant­wor­tung der Gesell­schaf­ter ver­stan­den wer­den. Solan­ge das Insol­venz­ver­fah­ren nicht eröff­net wor­den ist, hin­dern sie eine Rück­zah­lung der Dar­le­hen nicht und eröff­nen auch nicht die Mög­lich­keit der insol­venz­recht­li­chen Rück­for­de­rung 23. Sie sol­len unab­hän­gig von der Finan­zie­rungs­ver­ant­wor­tung der Gesell­schaf­ter und der Erhal­tung des Garan­tie­ka­pi­tals die Fort­füh­rung eines sanie­rungs­rei­fen Unter­neh­mens ver­hin­dern. Eine Nach­schuss­pflicht wird durch sie nicht ange­ord­net. Die Rechts­fol­gen tre­ten unab­hän­gig von dem zur Wie­der­her­stel­lung der Stamm­ka­pi­tal­zif­fer erfor­der­li­chen Betrag ein und gehen über den zur Abde­ckung der Unter­bi­lanz und der Über­schul­dung erfor­der­li­chen Betrag hin­aus 24.
Der "kapi­ta­ler­set­zen­de" Cha­rak­ter eines Dar­le­hens im Sin­ne des § 39 Abs. 1 Nr. 5, § 135 InsO a.F. bezog sich also kei­nes­wegs auf das Stamm­ka­pi­tal der GmbH, son­dern bil­de­te als Fremd­ka­pi­tal den Gegen­satz zum Eigen­ka­pi­tal der Gesell­schaft 25. Die Novel­len­re­geln set­zen bei der Dis­kre­panz zwi­schen Kapi­tal­be­darf und der Mög­lich­keit der Kapi­tal­be­schaf­fung auf dem Kapi­tal­markt an, wie sich vor allem aus der Anknüp­fung an den Begriff der Kri­se ergibt, die eine Vor­stu­fe zur spä­te­ren Insol­venz dar­stellt. Auch dies zeigt den insol­venz­recht­li­chen Cha­rak­ter der Novel­len­re­ge­lung.
Die Anwen­dung des § 32a GmbHG a.F., § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO ver­stößt nicht gegen die Nie­der­las­sungs­frei­heit nach Art. 49, 54 AEUV (zuvor: Art. 43, 48 EGV).
Nach der Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­hofs ist aner­kannt, dass zwin­gen­de Grün­de des Gemein­wohls, wie der Schutz des Inter­es­ses der Gläu­bi­ger, unter bestimm­ten Umstän­den und unter Beach­tung bestimm­ter Vor­aus­set­zun­gen Beschrän­kun­gen der Nie­der­las­sungs­frei­heit durch das natio­na­le Recht recht­fer­ti­gen kön­nen 26. Dazu sind vier Vor­aus­set­zun­gen zu erfül­len: Die Beschrän­kun­gen müs­sen in nicht dis­kri­mi­nie­ren­der Wei­se ange­wandt wer­den, aus zwin­gen­den Grün­den des All­ge­mein­in­ter­es­ses gerecht­fer­tigt sein, zur Errei­chung der ver­folg­ten Zie­le geeig­net sein und dür­fen nicht über das hin­aus­ge­hen, was zur Errei­chung des Ziels erfor­der­lich ist 27.
Ob die­se Vor­aus­set­zun­gen bei § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO, § 32a GmbHG a.F. vor­lie­gen, kann dahin­ste­hen. Die Anwend­bar­keit der genann­ten Vor­schrif­ten beruht auf ihrer Qua­li­fi­zie­rung als Insol­venz­recht durch Art. 4 Abs. 2 EuIns­VO. Dass die­se Vor­schrift des sekun­dä­ren Gemein­schafts­rechts, die Beson­der­hei­ten des eröff­ne­ten Insol­venz­ver­fah­rens regelt, gegen das pri­mä­re Gemein­schafts­recht in der Form der Nie­der­las­sungs­frei­heit für Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten ver­stößt, ist nicht erkenn­bar und wird – soweit ersicht­lich – nir­gends ver­tre­ten 28. Auch von der Revi­si­on wird dies nicht gel­tend gemacht.
Im Übri­gen läge es auch dann, wenn die Anwend­bar­keit der Novel­len­re­geln nicht auf Euro­pa­recht, son­dern auf deut­schem inter­na­tio­na­lem Pri­vat­recht beruh­te, fern, einen Ver­stoß gegen die Nie­der­las­sungs­frei­heit anzu­neh­men 29. Das bedarf hier jedoch kei­ner abschlie­ßen­den Ent­schei­dung.
Eine pri­mär­rechts­kon­for­me Aus­le­gung von Art. 4 EuIn­sO zwingt ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Revi­si­ons­klä­ge­rin in der münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Bun­des­ge­richts­hof nicht dazu, die Novel­len­re­geln für nicht anwend­bar anzu­se­hen.
Nach der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on legt Art. 4 Abs. 1 EuIns­VO das anwend­ba­re Recht sowohl für das Haupt­in­sol­venz­ver­fah­ren wie für das Sekun­där­insol­venz­ver­fah­ren fest, näm­lich jeweils das Recht des Staa­tes der Ver­fah­rens­er­öff­nung. Art. 4 Abs. 2 EuIns­VO ent­hält dazu eine nicht erschöp­fen­de Auf­zäh­lung der ver­schie­de­nen Punk­te des Ver­fah­rens, die nach dem Recht des Eröff­nungs­staa­tes gere­gelt wer­den 30. Dazu gehört nach Buchst. i der Rang der For­de­run­gen.
Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Revi­si­on ist der Ver­fah­rens­be­griff des Art. 4 EuIns­VO nicht eng aus­zu­le­gen. Wie die Auf­zäh­lung in Art. 4 Abs. 2 EuIns­VO zeigt, haben die dort genann­ten Rege­lun­gen Aus­wir­kun­gen auf das mate­ri­el­le Recht, etwa hin­sicht­lich der Fra­ge, wel­che Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de zur Mas­se gehö­ren (Buchst. b), wel­ches die Vor­aus­set­zun­gen für die Wirk­sam­keit einer Auf­rech­nung sind (Buchst. d), wie die Aus­wir­kun­gen des Insol­venz­ver­fah­rens auf lau­fen­de Ver­trä­ge sind (Buchst. e) und wie sich die Rech­te der Gläu­bi­ger gestal­ten, die nach Eröff­nung des Ver­fah­rens auf­grund ding­li­chen Rechts oder infol­ge Auf­rech­nung teil­wei­se befrie­digt wur­den (Buchst. i). Buchst. i regelt in die­sem ver­fah­rens­recht­li­chen Sin­ne, dass sich der Rang einer For­de­rung nach dem Recht des Eröff­nungs­staa­tes rich­tet. Dies wird durch das jewei­li­ge natio­na­le Recht, das den Rang von For­de­run­gen regelt, näher aus­ge­füllt. Zu den natio­na­len Rang­re­ge­lun­gen, auch sol­chen mit gesell­schafts­recht­li­chem Bezug, macht Art. 4 Abs. 2 EuIns­VO dage­gen kei­ne inhalt­li­chen Vor­ga­ben. Dass die Anwen­dung des natio­na­len Insol­venz­rechts, hier der Novel­len­re­geln, auf deut­sche Gesell­schaf­ten euro­pa­recht­lich bedenk­lich sei, wird nicht gel­tend gemacht. Die Anwen­dung auch auf Gesell­schaf­ten aus ande­ren Mit­glieds­staa­ten, über deren Ver­mö­gen in Deutsch­land das Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net wur­de, ord­net Art. 4 EuIns­VO aus insol­venz­recht­li­chen Grün­den an.
Die Nie­der­las­sungs­frei­heit der Gesell­schaf­ten wird durch die insol­venz­spe­zi­fi­sche, euro­pa­recht­li­che Anord­nung des Art. 4 EuIns­VO nicht tan­giert. Hier wer­den ledig­lich Beson­der­hei­ten des Insol­venz­ver­fah­rens gere­gelt. Die Vor­schrift zieht ledig­lich insol­venz­recht­lich die Kon­se­quenz dar­aus, dass das Insol­venz­ver­fah­ren über die Gesell­schaft gemäß Art. 3 EuIns­VO in einem Mit­glieds­staat eröff­net wor­den ist, in den die Gesell­schaft den Mit­tel­punkt ihrer haupt­säch­li­chen Inter­es­sen ver­la­gert und sich damit mit­tel­bar im Umfang des Art. 4 EuIns­VO dem dor­ti­gen Insol­venz­recht unter­stellt hat.
Ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on nach Art. 267 Abs. 3 AEUV ist nicht gebo­ten, weil sich im Streit­fall kei­ne ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Rechts­fra­gen des Uni­ons­rechts stel­len, die eine Vor­la­ge erfor­dern. Hin­sicht­lich der Aus­le­gung des insol­venz­recht­li­chen Begriffs des Rangs in Art. 4 Abs. 2 Buchst. i EuIns­VO bestehen kei­ne ver­nünf­ti­gen Zwei­fel 31.
Der Klä­ge­rin bleibt unbe­nom­men, die von ihr gel­tend gemach­ten Ansprü­che in dem in Luxem­burg eröff­ne­ten Sekun­där­insol­venz­ver­fah­ren gemäß Art. 32 Abs. 1 EuIns­VO in vol­lem Umfang in dem dort gemäß Art. 28 EuIns­VO nach luxem­bur­gi­schen Recht vor­ge­se­he­nen Rang anzu­mel­den.
Die Vor­schrif­ten der § 32a GmbHG a.F., § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO sind auf die Schuld­ne­rin anzu­wen­den, obwohl die­se kei­ne Gesell­schaft mit beschränk­ter Haf­tung deut­schen Rechts, son­dern eine socié­té anony­me luxem­bur­gi­schen Rechts ist. Die Novel­len­re­geln gel­ten, soweit deut­sches Recht anwend­bar ist, rechts­form­un­ab­hän­gig.
Die Neu­re­ge­lung nach dem MoMiG gilt rechts­form­un­ab­hän­gig, was sich dort unmit­tel­bar aus dem Wort­laut des § 39 Abs. 1 Nr. 5, § 39 Abs. 4 InsO ergibt 32. Für das hier anzu­wen­den­de frü­he­re Recht gilt nichts ande­res. Auch § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F. stell­te nicht auf eine bestimm­te Gesell­schafts­form ab. Die Rege­lun­gen in §§ 32a, 32b GmbHG a.F. waren gemäß den mit der Novel­len­re­ge­lung ein­ge­führ­ten § 129a HGB a.F. und § 172a HGB a.F. auch auf offe­ne Han­dels­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten ent­spre­chend anzu­wen­den, bei denen kein Gesell­schaf­ter eine natür­li­che Per­son oder eine OHG oder KG war, bei der ein per­sön­lich haf­ten­der Gesell­schaf­ter eine natür­li­che Per­son war.
Der Bun­des­ge­richts­hof hat die­se Regeln auch auf Finan­zie­rungs­hil­fen eines Aktio­närs erstreckt, wenn die­ser mehr als 25 v.H. der Akti­en der Gesell­schaft hält oder – bei gerin­ge­rer, aber nicht unbe­trächt­li­cher Betei­li­gung – ver­bun­den mit wei­te­ren Umstän­den über gesell­schafts­recht­lich fun­dier­te Ein­fluss­mög­lich­kei­ten in der Gesell­schaft ver­fügt 33. Sie gel­ten außer­dem für die GmbH & Co. KG 34.
Anwend­bar ist § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F. des­halb jeden­falls auf Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten und sol­che Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, die kei­ne natür­li­che Per­son als per­sön­lich haf­ten­den Gesell­schaf­ter haben 35. Hier­un­ter fällt die Schuld­ne­rin. Dass § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO Aus­lands­ge­sell­schaf­ten nicht beson­ders erwähnt, hat vor allem his­to­ri­sche Grün­de, weil nach dem dama­li­gen Stand des deut­schen inter­na­tio­na­len Gesell­schafts­rechts nicht in nen­nens­wer­tem Umfang mit Inlands­kon­kur­sen von Aus­lands­ge­sell­schaf­ten zu rech­nen war 36.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Juli 2011 – IX ZR 185/​10
Wal­ter­scheid, DZWiR 2006, 95, 98; Beh­rens, IPrax 2010, 230, 231; Man­kow­ski in Köl­ner Schrift zur Insol­venz­ord­nung, 3. Aufl. Kap. 47 Rn. 87; ders. NZI 2010, 1004; Ulmer, NJW 2004, 1201, 1207; Riedemann/​Lesmann, EWiR 2011, 19, 20[↩]
vgl. Bittmann/​Gruber, GmbHR 2008, 867, 869[↩]
vgl. dazu Man­kow­ski in Köl­ner Schrift, aaO Rn. 72[↩]
vgl. EuGH, ZIP 2010, 187 Rn. 25 – Pro­bud[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 26.01.2009 – II ZR 260/​07, BGHZ 179, 249 Rn. 15 ff[↩]
EuGH, ZIP 1999, 438[↩]
EuGH, ZIP 2002, 2037[↩]
EuGH, ZIP 2003, 1885[↩]
BGH, Urteil vom 13.03.2003 – VII ZR 370/​98, BGHZ 154, 185, 188 ff; vom 14.03.2005 – II ZR 5/​03, ZIP 2005, 805 f; vom 19.09.2005 – II ZR 372/​03, BGHZ 164, 148, 151; Hueck/​Fastrich in Baumbach/​Hueck, GmbHG, 19. Aufl., Ein­lei­tung Rn. 60; Michalski/​Leible, GmbHG, 2. Aufl., Sys­te­ma­ti­sche Dar­stel­lung, Teil 2 Rn. 36 ff; Palandt/​Thorn, BGB, 70. Aufl., Anh. zu Art. 12 EGBGB Rn. 6 ff[↩]
vgl. z.B. Beh­rens in Ulmer/​Habersack/​Win­ter, GmbHG, Ein­lei­tung B Rn. B 86 f; Münch­Komm-InsO/R­ein­hart, 2. Aufl. Art. 4 EuIns­VO Rn. 6; Scholz/​Karsten Schmidt, GmbHG, 10. Aufl. §§ 32a, 32b Rn. 8; Ner­lich in Nerlich/​Römermann, InsO, Bearb.03.2009, Art. 4 EuIns­VO, Rn. 45; Haß/​Herwig in Haß/​Huber/​Gruber/​Heiderhoff, EuIns­VO, Art. 4 Rn. 41; FKInsO/​Wenner/​Schuster, 6. Aufl., Art. 4 EuIns­VO Rn. 21; Geyrhalter/​Gänßler, NZG 2003, 409, 411 f; Wach­ter, GmbHR 2004, 88, 92; Hol­zer, ZVI 2005, 457, 468; Kall­mey­er, DB 2004, 636, 639; Paef­gen, ZIP 2004, 2253, 2261; Rie­de­mann, GmbHR 2004, 345, 349; Beh­rens, IPrax 2010, 230, 231; Mül­ler, NZG 2003, 414, 417; Zim­mer, NJW 2003, 3585, 3589[↩]
vgl. z.B. Haas, NZI 2002, 457, 466[↩]
Pannen/​Riedemann, Euro­päi­sche Insol­venz­ver­ord­nung, Art. 4 Rn. 91 ff, 93; Huber in Lut­ter, Euro­päi­sche Aus­lands­ge­sell­schaf­ten in Deutsch­land, S. 131, 140 ff; Man­kow­ski, NZI 2010, 1004; Dahl/​Jan Schmitz, GWR 2010, 532; Ulmer, NJW 2004, 1201, 1207; M. Fischer, ZIP 2004, 1477, 1480; Ulmer, KTS 2004, 291, 299; Schil­ling, Insol­venz einer eng­li­schen Limi­ted mit Ver­wal­tungs­sitz in Deutsch­land, 2006 S.194 ff; wohl auch Röh­richt, ZIP 2005, 505, 512[↩]
zur Ent­ste­hungs­ge­schich­te vgl. Gehr­lein, BB 2011, 3 ff[↩]
vgl. die Geset­zes­be­grün­dung der Bun­des­re­gie­rung zum MoMiG, BT-Drucks. 16/​6140 S. 26, 42; Uhlenbruck/​Hirte, InsO, 13. Aufl., § 135 Rn. 4; Gehr­lein, aaO S. 5[↩]
Michalski/​Dahl, GmbHG, 2. Aufl., Anh. II zu § 32a, 32b Rn. 9 f; Dahl/​Schmitz, GWR 2010, 532; Ulmer in Ulmer/​Habersack/​Winter, GmbHG, Ergän­zungs­band MoMiG, Ein­lei­tung A II 1 Rn. 24 § 30 Rn. 29 ff; Gehr­lein, aaO S. 5, 7[↩]
BT-Drucks. 16/​6140 S. 42 zu Nr. 22[↩]
BGH, Urteil vom 25.06.2001 – II ZR 38/​99, BGHZ 148, 167, 168[↩]
vgl. Goet­te, ZIP 2006, 541, 546[↩]
Lutter/​Hommelhoff, GmbHG, 16. Aufl., §§ 32a, b Rn. 13; M. Fischer, ZIP 2004, 1477, 1480; Gehr­lein, aaO S. 4[↩]
EuGH, ZIP 2009, 427 Rn. 21, 28 – Deko Mar­ty Bel­gi­um[↩]
vgl. Schil­ling, aaO S.193[↩]
vgl. aber § 3b AnfG a.F.[↩]
Man­kow­ski, NZI 2010, 1004; Schil­ling, aaO S.193 f; Gehr­lein, aaO S. 3 f[↩]
Huber in Lut­ter, aaO S. 131, 176 f; Schil­ling, aaO S.193 f; Man­kow­ski, NZI 2010, 1004[↩]
EuGH, ZIP 2002, 2037 Rn. 92 – Über­se­ering; ZIP 2003, 1885 Rn. 132 f – Inspi­re Art[↩]
EuGH, ZIP 2003, 1885 Rn. 133 – Inspi­re Art; BGH, Urteil vom 14.03.2005 – II ZR 5/​03, ZIP 2005, 805, 806[↩]
vgl. Ulmer, KTS 2004, 291, 295 f; Bittmann/​Gruber, GmbHR 2008, 867, 870[↩]
vgl. Huber in Lut­ter, aaO S. 186 ff[↩]
EuGH, ZIP 2010, 187 Rn. 25 – Pro­bud[↩]
st. Rspr.; vgl. EuGH, Urteil vom 06.10.1982 – 283/​81, Slg.1982, 3415 = NJW 1983, 1257 Rn. 16 – C.I.L.F.I.T.; vom 15.09.2005 C – 495/​03, Slg.2005 I 8151 Rn. 33 – Inter­mo­dal Trans­ports[↩]
vgl. dazu auch die Begrün­dung der Bun­des­re­gie­rung zum Ent­wurf des MoMiG, BT-Drucks. 16/​6140 S. 56 zu Nr. 5 Buchst. b – Anfü­gung von § 39 Abs. 4 InsO[↩]
BGH, Urteil vom 26.03.1984 – II ZR 171/​83, BGHZ 90, 381, 387 ff; vom 09.05.2005 – II ZR 66/​03, ZIP 2005, 1316, 1317; Beschluss vom 26.04.2010 – II ZR 60/​09, ZIP 2010, 1443 Rn. 5 ff[↩]
v. Ger­kan in v. Gerkan/​Hommelhoff, Hand­buch des Kapi­ta­ler­satz­rechts, 2. Aufl. Rn. 10.8; Münch­Komm-InsO/Ehri­cke, 2. Aufl. § 39 Rn. 42; Huber in Lut­ter, aaO S. 173 ff, 178[↩]
BGH, Urteil vom 26.01.2009 – II ZR 213/​07, BGHZ 179, 279 Rn. 8 ff[↩]
vgl. Huber in Lut­ter, aaO S. 178 f[↩]
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