Source: http://www.schleswig.de/bs.php?action=showAnL&AnL_ID=9060831
Timestamp: 2018-01-21 22:37:05
Document Index: 108728083

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 4', '§ 63', '§ 2', '§ 132', '§ 132']

Personen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung für den tierärztlichen Beruf nachweisen, jedoch über keine Approbation verfügen, kann nach § 11 BTÄO auf Antrag eine Erlaubnis zur Ausübung des tierärztlichen Berufes erteilt werden.
Diese wird stets nur befristet bis zu einer Gesamtdauer von höchstens vier Jahren und nur für eine Beschäftigungsstelle mit unselbstständiger Tätigkeit erteilt.
Für die Erteilung der Erlaubnis bedarf es keinen Nachweis der Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes durch Nach- und Kenntnisprüfungen, wie es für die Approbation gegebenenfalls - mit Rücksicht auf die Abweichung der tierärztlichen Ausbildung von derjenigen in der Bundesrepublik Deutschland - Voraussetzung ist.
Identitätsnachweis (z. B. Reisepass),
über die für die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt,
amtliches Führungszeugnis, das nicht früher als einen Monat vor der Vorlage ausgestellt sein darf,
schriftliche Einstellungszusage des künftigen Arbeitgebers bzw. ein Arbeitsvertrag.
Da gem. §§ 4, 11 Bundes-Tierärzteordnung und § 63 Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten weitere Unterlagen gefordert werden können, insbesondere bei im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen, wird empfohlen, sich diesbezüglich vorab mit dem MELUR in Verbindung zu setzen.
Die Erteilung einer Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des tierärztlichen Berufes ist gebührenpflichtig und beträgt derzeit 102,00 Euro.
Der Antrag muss vor dem tierärztlichen Tätigwerden gestellt werden.
Die Bearbeitungsfrist mit abschließender Erteilung der Erlaubnis beträgt etwa zwei - vier Wochen.
§§ 2, 4, 11 Bundes-Tierärzteordnung (BTÄO),
Landesverordnung über Verwaltungsgebühren in Angelegenheiten der Lebensmittel- und Bedarfsgegenständeüberwachung, des Weinrechts und der Veterinärverwaltung (Anlage) Tarifstelle 5.1 6- LMBuaVwGebV SH,
§ 132a Straftgesetzbuch (StGB).
§ 132a StGB