Source: http://slideplayer.org/slide/208538/
Timestamp: 2016-12-05 04:57:16
Document Index: 235600156

Matched Legal Cases: ['§ 1', 'Art. 7', 'Art. 6', 'Art. 7', '§ 33', '§ 13', '§ 5']

1 Matthias Kurth Präsident Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Fachtagung des Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Regulierung der Telekommunikation. - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Svenja Zilles
Präsentation zum Thema: "1 Matthias Kurth Präsident Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Fachtagung des Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Regulierung der Telekommunikation."— Präsentation transkript:
1 Matthias Kurth Präsident Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Fachtagung des Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Regulierung der Telekommunikation Stand und Perspektiven 2
2 Gegenwärtige Situation des Wettbewerbs TK-Branche befindet sich in einer Phase der Konsolidierung Auch 2002 gab es ein moderates Wachstum Wachstum bei Preselection (über 4 Mio. Anschlüsse), Anteile bei Festnetzverkehr und Mietleitungen gestiegen Wettbewerberanteile steigen bei allen Anschlussarten (analog, ISDN, PMX, DSL), allerdings langsamer als von Vielen erhofft Wachstum bei vermieteten TALen ungebrochen Verbindungsminuten der Wettbewerber gestiegen Im Mobilfunk Wachstum bei Kundenzahl und Arpu Beschäftigung ist bei Wettbewerbern rückläufig, bei der DTAG ist Abbau angekündigt 3
3 Umsatzerlöse der Unternehmen 2002 mit Telekommunikationsdiensten vorläufige Zahlen Gesamtumsatzerlöse: 61 Mrd. EUR 4
4 Beschäftigte auf dem Telekommunikationsdienstleistungsmarkt 5
5 Entwicklung der Telefonkanäle Kanäle inklusive öffentliche Telefonstellen 6
6 Entbündelte Teilnehmeranschlussleitungen Q981Q992Q993Q994Q991Q002Q003Q004Q001Q012Q013Q014Q011Q022Q023Q024Q02 Vierteljährliches Wachstum Gesamtzahl Quelle: DTAG, Zuwachs 2001: 94 % Zuwachs 2000: 148 % Zuwachs 2002: 52 % 7
7 DSL-Anschlüsse der Wettbewerber Wettbewerberanteil Ende 2001: 3,1 % Ende 2002: >6 % Wettbewerberanteil Ende 2001: 3,1 % Ende 2002: >6 % 8
8 Entwicklung der Teilnehmerzahlen und der Penetration im Mobilfunk 9
9 Ziele des TKG sind noch nicht erreicht! Zweck dieses Gesetzes ist es, durch Regulierung im Bereich der Telekommunikation den Wettbewerb zu fördern und flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen zu gewährleisten sowie eine Frequenzordnung festzulegen. (§ 1 TKG) Keine neuen Visionen, sondern konsequente Fort- setzung der Marktöffnung und Wettbewerbsförderung Sektorspezifische Regulierung ist auch bisher schlank, effizient und flexibel Regulierung erfolgt bisher und in Zukunft nur, wenn Marktbeherrschung und Funktionsdefizite im Wett- bewerb festgestellt werden. 10
10 Was muss angepasst werden? Implementierung des neuen europäischen Rechtsrahmens Verfahrensbeschleunigung Mehr Klarheit und Rechtssicherheit bei den Eingriffsbefugnissen 11
11 Ziele einer Novellierung des TKG Beibehaltung der sektorspezifischen Regulierung, wenn Marktbeherrschung gegeben ist Stärkung der Regulierungsinstrumente, wo bisherige Praxis Schwächen und Interpretationsprobleme offenbarte Prognosesicherheit und klare Entscheidungsgrundlagen für alle Marktbeteiligten Beschleunigung von verbindlichen Entscheidungen Stringente Ausgestaltung der Konsultations- und Konsolidierungsverfahren im nationalen Recht Flexibilität des kommenden TKG bei gleichzeitiger Rechtssicherheit und Praktikabilität Berücksichtigung der bereits getätigten Investitionen der Marktteilnehmer unter dem (noch) geltenden Rechtsrahmen, die insoweit Vertrauensschutz genießen sollten. 12
12 Auswirkungen des EU Rahmenrechts auf die TKG Novelle Einflussnahmemöglichkeiten der Kommission auf nationale Marktdefinitions- und Marktanalyse- verfahren (Vetorecht nach Art. 7 Abs. 4 RRL) Konsultationsverfahren (Art. 6 RRL) Konsolidierungsverfahren (Art. 7 Abs. 3 RRL) Bei Feststellen der Marktbeherrschung Handlungs- pflicht der Regulierungsbehörden, lediglich Ermessen bei der Auswahl der Maßnahme. Erweiterung des Zugangsbegriffs Verhandlungspflicht und Streitbeilegungsverfahren bei Zugangsnachfrage 13
13 Auswirkungen des EU Rahmenrechts auf die TKG Novelle Die konkreten Verfahrensfragen werden z.Z. zwischen den europäischen Regulierern (ERG) und der Kommission abgestimmt. Ziel muss es sein, das Konsultations- und das Konsolidierungsverfahren so schlank und so schnell wie möglich auszugestalten. Die Harmonisierung darf nicht auf Kosten von Effizienz und Beschleunigung verbindlicher Entscheidungen gehen. 14
14 Verfahrensbeschleunigung Instanzenweg im Eilverfahren kürzen und effizienter gestalten Standardangebote und Allgemeinverfügungen zu Grundsatzfragen Klarheit bei den Rechtswegen und Rechtsmitteln schaffen, insbesondere im Hinblick auf die Befugnisse der EU im Verhältnis zu den nationalen Regulierern Zugangs- und Entgeltentscheidung in einem Verfahren (wenn möglich), vgl. § Z 9 Abs. 5 u. 6 Nebenbestimmungen bei Entgeltentscheidungen und Koppelung mit Auflagen bei Vorprodukten 15
15 Mehr Klarheit und Rechtssicherheit Verbesserungen im Entwurfstext sind -Vorschriften zur Kostenprüfung und Kostenkontrolle -Entgeltregulierung, Alternativität von Kostenregulierung und Vergleichsmarktkomzept (§ E 9 TKG-E) -Verpflichtung zu Standardangeboten (§ Z 5 TKG-E) -Präzisierung der Frage der angemessenen Verzinsung (§ E 5 TKG-E) -Generalklausel für Missbrauchsaufsicht (§ Mi 1 TKG-E) -Wegfall der Lizenzpflicht und Übertragung des Wegerechts durch die Reg TP (§ W 1 TKG-E) 16
16 Sind unbestimmte Rechtsbegriffe für die Regulierungspraxis hilfreich oder schädlich? Beispiel § Z 3 Abs. 3 TKG-E: -Versuch, den Begriff der Wesentlichkeit einer Zugangsleistung (§ 33 TKG alt) näher zu definieren -Prüfungs- und Begründungsaufwand wird erhöht -Prognoseentscheidungen können problematisch sein -Prüfungskatalog enthält divergierende Ziele von Wettbewerbern und dem Marktbeherrscher -Erleichterung der Regulierungspraxis, falls ein echter, d.h. der gerichtlichen Kontrolle entzogener Beurteilungsspielraum eröffnet wird -Bei uneingeschränkter gerichtlicher Prüfungsdichte wird die gerichtliche Streitmasse zunehmen 17
17 Entgeltregulierung Nach § 13 TKG-E ist eine ex ante Entgeltregulierung im Endkundenbereich nur noch dann möglich, wenn in absehbarer Zeit nicht mit der Entstehung funk- tionsfähigen Wettbewerbs zu rechnen ist und die Vorleistungsregulierung nicht ausreicht. Als Auffanglösung sollen Endkundentarife der Regu- lierungsbehörde vor dem Inkrafttreten angezeigt werden und dann bei offensichtlichen Verstößen gegen die Maßstäbe der Entgeltregulierung das Inkrafttreten der Entgelte untersagt werden. 18
18 Resale Trotz mehrerer Entscheidungen ist es bislang in Deutschland zu keinem Resale-Angebot gekommen. In den Entgeltregulierungsvorschriften findet sich nun eine explizite Verpflichtung des Marktbeherr- schers zum Resale (vgl. § E 4 Abs. 4 TKG-E). Der Entwurf sieht als Regelung für die Entgelte Retail minus vor. Nach der gegenwärtigen Formulierung soll die Regulierungsbehörde zusätzlich die Kostenbasis eines effizienten Anbieters prüfen, also eines Wettbewerbers. Das Verhältnis beider Maßstäbe sollte geklärt werden. 19
19 Ausblick Es geht nicht um neue Ziele, Visionen oder Paradigmenwechsel, sondern um das schnellere Erreichen von selbsttragendem Wettbewerb (Ziel des bisherigen TKG) Das neue Gesetz muss sich hieran messen lassen. Der Gesetzgeber sollte die Chance nutzen und auch im neuen Telekommunikationsgesetz Anreize für Wettbewerb und damit ein Umfeld schaffen, in dem Unternehmen zu Investitionen bereit sind. Herunterladen ppt "1 Matthias Kurth Präsident Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Fachtagung des Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Regulierung der Telekommunikation."
Ähnliche Präsentationen 1 Stand und Perspektiven der Telekommunikation in Deutschland - 25 Jahre Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Novellierung des TKG Ministerialdirigent Ernst.
Juristische Fakultät PD Dr. Ferdinand Wollenschläger NETZREGULIERUNGSRECHT § 5 Zugangsregulierung – Teil
Liberalisierung des Postmarktes im Rahmen der Vorlesung: Strukturwandel und Modernisierung - Kommerzialisierung und Umstrukturierung von öffentlichen und.