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Timestamp: 2016-10-25 17:31:01
Document Index: 184400413

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_753/2015 (22.12.2015)
8C_753/2015 � � Urteil vom 22. Dezember 2015
A.________, geboren 1958, war w�hrend sechs Stunden pro Woche als Putzfrau und Kinderbetreuerin im Haushalt von B.________ (Arbeitgeberin) t�tig und daher bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA oder Beschwerdegegnerin) gegen Berufsunf�lle versichert. W�hrend der Arbeitszeit wurde die Versicherte am 16. Juli 2010 von einem Hund der Arbeitgeberin in die rechte Hand gebissen. Die AXA �bernahm die Heilbehandlung und richtete ein Taggeld aus. Von der Invalidenversicherung bezog die Versicherte w�hrend der befristeten Dauer vom 1. August 2011 bis 31. Dezember 2013 eine halbe Invalidenrente. Mit Verf�gung vom 24. Oktober 2011 schloss die AXA die Heilbehandlung per 30. November 2011 ab, stellte auf diesen Zeitpunkt die Taggeldleistungen ein, verneinte einen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen den unmittelbaren Unfallfolgen an der rechten Hand und den linksseitigen Handbeschwerden, verneinte einen Rentenanspruch und sprach der Versicherten f�r die dauerhaft verbleibenden Beeintr�chtigungen der gesundheitlichen Unversehrtheit an der rechten Hand eine Integrit�tsentsch�digung auf der Basis eine Integrit�tseinbusse von 20 % zu. Daran hielt die AXA mit Einspracheentscheid vom 9. Februar 2015 fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde der A.________ hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus mit Entscheid vom 10. September 2015 teilweise gut. Es hob den Einspracheentscheid und die Verf�gung der AXA insoweit auf, als es Letztere verpflichtete, der Versicherten mit Wirkung ab 1. Dezember 2011 basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 10 % eine Invalidenrente auszurichten.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ beantragen, der angefochtene Gerichtsentscheid sei aufzuheben und die AXA habe ihr eine Invalidenrente basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 25 % zu gew�hren. Eventualiter sei die Sache unter Aufhebung des angefochtenen Gerichtsentscheides im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
In Bezug auf den Eventualantrag auf R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz fehlt es an einer Begr�ndung der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 BGG), weshalb darauf insoweit nicht einzutreten ist.
3.1.�Die von der AXA mit Verf�gung vom 24. Oktober 2011 zugesprochene Integrit�tsentsch�digung f�r den dauerhaft verbleibenden Gesundheitsschaden an der rechten Hand der Beschwerdef�hrerin blieb ebenso unbestritten wie die Feststellung der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 9. Februar 2015, wonach die mit Verf�gung zugesprochene 20%ige Integrit�tsentsch�digung unbeanstandet geblieben und deshalb unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei. Diese Sch�tzung beruht auf der im Auftrag der AXA am 9. Juni 2011 durchgef�hrten versicherungsmedizinischen Untersuchung des Dr. med. C.________, welcher die Finger IV und V der rechten Hand im Wesentlichen als gebrauchsunf�hig und die Funktion des Mittelfingers als rund zur H�lfte eingeschr�nkt taxierte. �berdies ber�cksichtigte er eine verbleibende Einschr�nkung der rechtsseitigen globalen Handfunktion.
3.2.�Neben dem unbestritten in Rechtskraft erwachsenen Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung erhebt die Versicherte auch insoweit keine Einw�nde gegen den angefochtenen Entscheid, als das kantonale Gericht damit den von der AXA verf�gten Heilbehandlungsabschluss und die Verneinung der Unfallkausalit�t von Beeintr�chtigungen an der linken Hand best�tigt hat.
Zu pr�fen ist demgegen�ber, ob die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf eine Invalidenrente basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 25 %, oder aber - gem�ss angefochtenem Entscheid - nur einen Rentenanspruch aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 10 % hat. Dabei ist nach Massgabe des R�geprinzips (E. 1.1 hievor) einzig strittig, ob das kantonale Gericht mit der Festsetzung und Ber�cksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % bei der Ermittlung des Invalidit�tsgrades im Rahmen des Einkommensvergleichs anhand der Tabellenl�hne gem�ss LSE (vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung) dem unfallbedingt eingeschr�nkten funktionellen Leistungsverm�gen an der rechten Hand bundesrechtskonform Rechnung getragen hat.
Die Vorinstanz hat die f�r die Beurteilung des Leistungsanspruchs massgebenden rechtlichen Grundlagen richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
6.1.�Das kantonale Gericht hat nach umfassender und eingehender W�rdigung der Aktenlage mit �berzeugender Begr�ndung, worauf verwiesen wird, in tats�chlicher Hinsicht f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich festgestellt, dass der Beschwerdef�hrerin unter Ber�cksichtigung ihrer einzig unfallkausalen Beeintr�chtigungen an der rechten Hand (vgl. E. 3 hievor) nur - aber immerhin - noch vorwiegend linksh�ndige T�tigkeiten bei voller Arbeitsf�higkeit zumutbar sind, wobei die rechte Hand als leicht belastete Hilfshand ohne repetitive Bewegungen verwendet werden kann. Die Vorinstanz legte sodann bundesrechtskonform dar, weshalb die Versicherte aufgrund der beruflichen Vorgeschichte ohne Gesundheitsschaden heute mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit einer einfachen und repetitiven T�tigkeit nachgehen w�rde und warum sowohl das Validen- wie auch das Invalideneinkommen auf der Basis der LSE-L�hne zu bestimmen sei. Schliesslich hat das kantonale Gericht in zutreffender Anwendung der nach der Rechtsprechung massgebenden Grunds�tze die H�he des leidensbedingten Abzuges auf 10 % festgesetzt.
6.2.�Was die Beschwerdef�hrerin hiegegen vorbringt, ist unbegr�ndet. Inwiefern das hypothetisch ohne Gesundheitsschaden erzielte Einkommen (Valideneinkommen) von der Vorinstanz rechtsfehlerhaft ermittelt worden w�re, legt die Versicherte nicht dar und ist nicht ersichtlich, soweit sie sich in diesem Punkt �berhaupt mit der sachbez�glichen Begr�ndung des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt (vgl. E. 1.1 hievor). Die Bestimmung des behinderungsbedingten Abzuges (vgl. BGE 126 V 75) ist eine Ermessensfrage. Die H�he des Abzuges kann nur im Hinblick auf Ermessens�berschreitung oder -missbrauch als Formen rechtsfehlerhafter (Art. 95 lit. a BGG) Ermessensbet�tigung (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 8C_312/2011 vom 8. September 2011 E. 4.2 mit Hinweis) ger�gt werden. Die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht auf und es finden sich keine Anhaltspunkte daf�r, inwiefern die vorinstanzliche Festsetzung des behinderungsbedingten Abzuges auf 10 % auf rechtsfehlerhaftem Ermessen des kantonalen Gerichts beruhen w�rde. Ausdr�cklich unter Mitber�cksichtung der Tatsache, dass die Versicherte nur noch in Bezug auf leidensadaptierte leichte T�tigkeiten ohne repetitive fein- und grobmanuelle Belastungen der rechten Hand voll arbeitsf�hig ist, hat die Vorinstanz einen leidensbedingten Abzug von 10 % zugelassen, was die Beschwerdef�hrerin zu verkennen scheint. Auch den �brigen pers�nlichen und beruflichen Merkmalen hat das kantonale Gericht bundesrechtskonform Rechnung getragen.
Die Beschwerde ist unbegr�ndet und wird ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels erledigt. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).