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Timestamp: 2016-10-25 15:39:50
Document Index: 329518123

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152']

R.________, 1958, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, 8001 Z�rich,
Die vollzeitlich erwerbst�tige, bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen obligatorisch versicherte R.________ (geboren 1958) zog sich am 15. Januar 2002 bei einem Sturz (Ausrutschen auf vereistem Boden) eine Fraktur am rechten Fusskn�chel zu, welche gleichentags im Spital S.________ chirurgisch versorgt wurde (Zugschrauben- und Plattenosteosynthese Malleolus lateral; Operationsbericht vom 15. Januar 2002). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld). Ab 8. April 2002 war die Versicherte, soweit die Folgen des Unfalles betreffend, wieder vollst�ndig arbeitsf�hig.
Am 8. Mai 2003 erfolgte im Spital S.________ die Entfernung der Platten und Schrauben. Die Belastungsschmerzen sowie die Sensibilit�tsst�rung �ber dem Fussr�cken, welche auf eine Hautnervenl�sion zur�ckzuf�hren war, bestanden fort. Die Versicherte war erneut vollst�ndig und teilweise arbeitsunf�hig. Mit Verf�gung vom 1. November 2003 stellte die SUVA die Taggeldleistungen ab 12. November 2003 ein. Mit einer weiteren Verf�gung vom 20. Januar 2004 verneinte sie einen Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung mangels dauernder erheblicher Sch�digung.
Die Versicherte musste sich am 19. August 2004 wegen der anhaltenden Nervenproblematik nach Osteosynthese des rechten Malleolus sowie Plattenentfernung einer chirurgischen Revision unterziehen (Operationsbericht des Spital S.________ vom 19. August 2004). Aufgrund eines danach aufgetretenen progredienten Wundinfekts wurde die Versicherte am 28. August 2004 im Spital S.________ notfallm�ssig hospitalisiert. Nach dem dritten D�bridement (Wundexzision) konnte die Wunde mittels autologer Spalthaut, die problemlos anwuchs, gedeckt werden. Der weitere Verlauf gestaltete sich komplikationslos, und die Versicherte konnte am 14. September 2004 bei reizlosen Wundverh�ltnissen und in gutem Allgemeinzustand entlassen werden (Bericht des Spital S.________ vom 17. September 2004; vgl. auch Bericht des Dr. med. T.________ vom 24. September 2004). Die SUVA holte Stellungnahmen der Dres. med. P.________, FMH Chirurgie, (vom 21. Oktober 2004) sowie T.________ (Bericht vom 18. Dezember 2004) ein, veranlasste eine weitere kreis�rztliche Untersuchung (Bericht des Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, vom 3. M�rz 2005) und stellte mit Verf�gung vom 7. M�rz 2005 ihre Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) per 14. M�rz 2005 mit der Begr�ndung ein, die geklagten Beschwerden seien nicht mehr unfallkausal. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 4. Mai 2005).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst R.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien ihr "Taggelder f�r eine 100 % Arbeitsunf�higkeit auszurichten; es sei eine Rente f�r eine 100 % Erwerbsunf�higkeit zuzusprechen und eine entsprechende IG mit in Erw�gung zu ziehen"; eventualiter sei die Sache zu weiteren Abkl�rungen zur�ckzuweisen. Ferner wird um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung ersucht.
Die SUVA hat mit Verf�gung vom 20. Januar 2004, welche unangefochten rechtskr�ftig wurde, einen Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung verneint. Dem Einspracheentscheid vom 4. Mai 2005, welcher Anfechtungsobjekt im kantonalen Verfahren bildete, ist nicht zu entnehmen, dass die SUVA im Rahmen eines R�ckkommenstitels (Wiedererw�gung; Revision) den Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung erneut pr�fte. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher, soweit damit ein Antrag auf Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung gestellt wird, mangels Anfechtungsobjekt nicht einzutreten.
Prozessthema bildet die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin �ber den 14. Januar 2005 hinaus Anspruch auf gesetzliche Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld, Invalidenrente) der obligatorischen Unfallversicherung hat.
Das kantonale Gericht (Entscheid vom 8. September 2006) und die SUVA (Einspracheentscheid vom 4. Mai 2005) haben die Rechtsgrundlagen zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zur weiter vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis) und bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 115 V 133 ff.) zutreffend dargelegt. Ebenfalls richtig ist, dass sich die Leistungspflicht des Unfallversicherers auch auf R�ckf�lle und Sp�tfolgen eines Unfalls erstreckt (Art. 11 UVV), sofern dieser in einem nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zum Gesundheitsschaden steht (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), welches mit Bezug auf den Zeitraum von seinem Inkrafttreten am 1. Januar 2003 bis zum Erlass des Einspracheentscheids (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366, 116 V 246 E. 1a S. 248) anwendbar ist (BGE 130 V 445 E. 1), zu keiner �nderung dieser Rechtslage gef�hrt hat.
5.1 Die Vorinstanz erwog, es bestehe aufgrund der Akten kein Anlass, von den Ergebnissen der SUVA abzuweichen. Die Vorbringen in der kantonalen Beschwerde ersch�pften sich in der Behauptung, die Versicherte werde weiterhin medizinisch betreut und die behandelnden �rzte seien �ber die Leistungsablehnung der SUVA erstaunt. Die Versicherte mache weder Angaben zu allf�llig fortbestehenden k�rperlichen Beschwerden, noch reiche sie aktuelle medizinische Unterlagen ein. Sie benenne auch die sie behandelnden �rzte nicht. Gem�ss Akten habe sie wegen der k�rperlichen Beschwerden letztmals am 4. Oktober 2004 einen Arzt aufgesucht. Im Unfallschein UVG sei zuletzt am 14. Januar 2005 eine Konsultation beim Psychiater eingetragen worden. Es sei nicht Sache des Sozialversicherungsgerichts, ohne greifbare Anhaltspunkte medizinische Abkl�rungen zu t�tigen. Die Versicherte sei ihrer Substantiierungspflicht, welche auch im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes gelte, nicht nachgekommen. Von Weiterungen sei unter diesen Umst�nden abzusehen.
5.2.1 Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind nicht stichhaltig. Auch wenn es zutreffen mag, dass Vorinstanz und Verwaltung (zu Unrecht) davon ausgingen, die Versicherte sei haupt- statt nebenberuflich als Raumpflegerin erwerbst�tig gewesen, �ndert sich am Ergebnis nichts. Die vollzeitlich bei der Firma H.________ AG, Diagnostik-Instrumente, ausge�bte T�tigkeit beinhaltete leichte, vorwiegend sitzend zu verrichtende Arbeiten (Kabel l�ten; vgl. Unfallmeldung vom 17. Januar 2002 und Angaben der Versicherten vom 13. Oktober 2004). War die Versicherte als Raumpflegerin, in welchem Beruf auch schwere k�rperliche Arbeiten zu erledigen sind, vollst�ndig arbeitsf�hig, gilt dies erst recht f�r eine leichte T�tigkeit. Weiter trifft nicht zu, dass die Vorinstanzen den Sachverhalt allein aufgrund der Angaben des SUVA-Kreisarztes beurteilten. Vielmehr ergab die Beweisw�rdigung der medizinischen Unterlagen ein schl�ssiges und stimmiges Bild des Gesundheitszustands und der Arbeitsf�higkeit. So hielt Dr. med. P.________ im Bericht vom 21. Oktober 2004 fest, das obere Sprunggelenk rechts sei normal beweglich. Die Epithelisierung der Wunde sei noch nicht vollst�ndig, aber innert der n�chsten zwei Wochen zu erwarten. Ab sofort bestehe eine Arbeitsf�higkeit von 50 %, welche stufenweise verteilt �ber die n�chsten zwei Wochen auf 100 % gesteigert werden k�nne. Dr. med. T.________ stellte fest, die mit Hauttransplantat behandelte Wunde sei vollst�ndig verheilt. Zur Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit verwies er auf die Stellungnahme des Dr. med. P.________ (Bericht vom 18. Dezember 2004). Gem�ss Bericht des SUVA-Kreisarzt vom 3. M�rz 2005 fand sich funktionell ein gutes Ergebnis am Sprunggelenk rechts. Die objektivierbaren klinischen Befunde st�nden nicht in �bereinstimmung mit den angegebenen Beschwerden. Die Hautnervenl�sion allein reiche zur Erkl�rung der Beschwerden nicht aus. Aufgrund der objektivierbaren Befunde sei eine Steigerung auf eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit gerechtfertigt. Angesichts dieser Aktenlage bestand kein Anlass, von Amtes wegen weitere Abkl�rungen hinsichtlich des k�rperlichen Gesundheitszustands zu t�tigen. Es war vielmehr Sache der Versicherten, ihren Einwand, sie leide weiterhin an unfallbedingten behandlungsbed�rftigen Beschwerden mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit, im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht zu substantiieren (vgl. BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158, je mit Hinweisen; vgl. Auch BGE 130 I 180 E. 3.2 S. 183).
5.2.2 Was den psychischen oder geistigen Gesundheitszustand anbelangt, kann der vorinstanzlichen Auffassung hingegen nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Zwar sind im Unfallschein UVG, wonach die Versicherte ab 19. November 2004 in Behandlung bei Dr. med. B.________, Psychiatriezentrum U.________, stand, nach dem 14. Januar 2005 keine weiteren Eintr�ge vermerkt. Zu diesem Zeitpunkt war die Versicherte jedoch aus psychiatrischer Sicht noch vollst�ndig arbeitsunf�hig gewesen, was darauf hindeutet, dass die Behandlung nicht abgeschlossen war. Laut Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. M.________ vom 3. M�rz 2005 gab die Versicherte an, psychiatrisch behandelt zu werden und Psychopharmaka einzunehmen. Es bestand zudem keine �bereinstimmung zwischen den vorgetragenen Beschwerden und dem objektivierbaren Befund. Unter diesen Umst�nden ist fraglich, ob nicht doch von Amtes wegen weitere Abkl�rungen h�tten vorgenommen werden m�ssen. Diese Frage kann aber letztlich offen bleiben. Mit der SUVA (Einspracheentscheid vom 4. Mai 2005) ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 15. Januar 2002 und dessen Folgen mit allf�lligen, die Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigenden psychischen Beschwerden nicht gegeben. Der Sturz vom 15. Januar 2002 (Ausrutschen auf vereistem Boden) ist in die Kategorie der leichten Unf�lle einzuteilen, weshalb praxisgem�ss die Ad�quanz ohne Weiteres zu verneinen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 483 mit Hinweis auf BGE 115 V 133 E. 6a S. 139; Urteil U 503/05 vom 17. August 2006, E. 3.1 und 3.2).
5.3 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass �ber den 14. Januar 2005 keine unfallbedingten behandlungsbed�rftigen Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit mehr vorlagen. Auf die beantragte Zusprechung einer Invalidenrente ist daher nicht weiter einzugehen. Dasselbe gilt hinsichtlich des in der Begr�ndung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten Anspruchs auf eine (abgestufte) �bergangsrente. Im �brigen fallen berufliche Eingliederungsmassnahmen entgegen den �usserungen der Beschwerdef�hrerin nicht in den Zust�ndigkeitsbereich des Unfallversicherers.
Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestellten Begehren sind aussichtslos, womit eine der Voraussetzungen f�r die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erf�llt ist (Art. 152 OG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Schaffhausen und dem Bundesamt f�r Gesundheit zugestellt.