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Timestamp: 2019-07-23 14:15:08
Document Index: 357421900

Matched Legal Cases: ['§ 272', '§ 300', '§ 1846', 'BGH', '§ 7', '§ 1896', '§ 26', '§ 70', 'BGH', 'BGH', '§ 1896', '§ 15', '§ 12', 'BGH', '§ 279', 'BGH', '§ 1905', '§ 298', '§ 68', '§ 279', '§ 13', 'BGH', '§ 279', '§ 274', '§ 274', '§ 7', '§ 1898', '§ 282', '§ 278', '§ 300', '§ 302', '§ 1836', '§ 39', '§ 1896', '§ 1836', '§ 287', '§ 308', '§ 309', '§ 310', '§ 311', '§ 287', '§ 41', '§ 1897', '§ 63', '§ 39', '§ 70', '§ 303', 'BGH', '§ 7', '§ 271', '§ 272', '§ 274', '§ 275', '§ 272', '§ 273', '§ 274', '§ 275', '§ 276', '§ 277', '§ 278', '§ 279', '§ 280', '§ 281', '§ 282', '§ 283', '§ 284', '§ 285', '§ 286', '§ 287', '§ 288', '§ 289', '§ 290', '§ 291', '§ 168', '§ 293', '§ 294', '§ 295', '§ 296', '§ 297', '§ 298', '§ 299', '§ 125', '§ 300', '§ 301', '§ 302', '§ 303', '§ 304', '§ 305', '§ 306', '§ 307', '§ 308', '§ 309', '§ 310', '§ 311', '§ 1896', '§ 1822', '§ 1822']

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Zuständig ist das [[Vormundschaftsgericht]], eine Abteilung des [[wikipedia:de:Amtsgericht|Amtsgericht]]es.
Zuständig ist das [[Betreuungsgericht]], eine Abteilung des [[wikipedia:de:Amtsgericht|Amtsgericht]]es. Vor dem 1.9.2009 hieß die zuständige Abteilung [[Vormundschaftsgericht]].
Besonderheit im württembergischen Teil von [[wikipedia:de:Baden-Württemberg|Baden-Württemberg]]: die Funktion des Vormundschaftsgerichtes übernimmt der zuständige [[wikipedia:de:Notar|Notar]] nach Maßgabe von {{Zitat-dej|§|37|LFGG}} des Landesgesetzes [[wikipedia:de:Baden-Württemberg|Baden-Württemberg]] über die [[wikipedia:de:freiwillige Gerichtsbarkeit|freiwillige Gerichtsbarkeit]]).
Besonderheit im württembergischen Teil von [[wikipedia:de:Baden-Württemberg|Baden-Württemberg]]: die Funktion des Gerichtes übernimmt der zuständige [[wikipedia:de:Notar|Notar]] nach Maßgabe von {{Zitat-dej|§|37|LFGG}} des Landesgesetzes [[wikipedia:de:Baden-Württemberg|Baden-Württemberg]] über die [[wikipedia:de:freiwillige Gerichtsbarkeit|freiwillige Gerichtsbarkeit]]). Für besonders wichtige Entscheidung ist auch im württembergischen Raum der Betreuungsrichter zuständig.
Gewöhnlicher Aufenthalt ist der auf Dauer angelegte Lebensmittelpunkt (vgl. {{Zitat de §|30|sgb_1}} Abs. 3 SGB-I)
ist in der nachgenannten Reihenfolge das [[wikipedia:de:Amtsgericht|Amtsgericht]], in dessen Bezirk
ist nach § 272 FamFG in der nachgenannten Reihenfolge das [[wikipedia:de:Amtsgericht|Amtsgericht]], in dessen Bezirk
*eine Betreuung bereits anhängig und ein Betreuer bestellt ist ({{Zitat de §|65|fgg}} Abs. 4 FGG)
*eine Betreuung bereits anhängig und ein Betreuer bestellt ist
*der Betroffene seinen [[wikipedia:de:gewöhnlicher Aufenthalt|gewöhnlichem Aufenthalt]], also auf Dauer angelegten Lebensmittelpunkt hat ({{Zitat de §|65|fgg}} Abs. 1 FGG)
*der Betroffene seinen [[wikipedia:de:gewöhnlicher Aufenthalt|gewöhnlichem Aufenthalt]], also auf Dauer angelegten Lebensmittelpunkt hat
*das Fürsorgebedürfnis auftritt ({{Zitat de §|65|fgg}} Abs. 2 FGG), hilfsweise gilt dies für alle Eilentscheidungen ({{Zitat de §|65|fgg}} Abs. 5 FGG)
*das Fürsorgebedürfnis auftritt,
*falls keine der vorgenannten Zuständigkeiten besteht (z.B. bei dauerhaften Auslandsaufenthalt), ist bei Deutschen das Amtsgericht Berlin-Schöneberg zuständig ({{Zitat de §|65|fgg}} Abs. 3 FGG)
*falls keine der vorgenannten Zuständigkeiten besteht (z.B. bei dauerhaften Auslandsaufenthalt), ist bei Deutschen das Amtsgericht Berlin-Schöneberg zuständig
Für [[einstweilige Anordnung]]en nach § 300 FamFG oder vorläufige Maßregeln nach § 1846 BGB ist auch das Gericht zuständig, in dessen Bezirk das Bedürfnis der Fürsorge bekannt wird.
*'''Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 12.05.1997, {{Rspr|9 AR 4/97}} ''', FGPrax 1997, 186:
'''Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 12.05.1997, 9 AR 4/97} ''', FGPrax 1997, 186:
'''OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20.05.1997, {{Rspr|25 Sa 7/97}} ''', Rpfleger 1997, 426:
'''OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20.05.1997, 25 Sa 7/97''', Rpfleger 1997, 426 = NJW-RR 1998, 1704:
Über die gerichtliche Abgabe oder Übernahme einer Betreuung hat der Richter und nicht der [[Rechtspfleger]] zu entscheiden (gegen OLG Düsseldorf Rpfleger 1994, 244).
'''BayObLG, Beschluss v. 14.01.1998, {{Rspr|3Z BR 101/97}} '''; FGPrax 1998, 56 = Rpfleger 1998, 200 =BayObLGZ 1998, 1:
'''BayObLG, Beschluss vom 14.01.1998, 3Z BR 101/97 '''; FGPrax 1998, 56 = Rpfleger 1998, 200 =BayObLGZ 1998, 1:
'''OLG München, Beschluss vom 26.02.2007, {{Rspr|33 Wx 246/06}}: '''Zur Abgabe eines Betreuungsverfahrens:
'''OLG München, Beschluss vom 26.02.2007, 33 Wx 246/06: '''; FamRZ 2007, 1186 (Ls.):
Lehnt ein Vormundschaftsgericht die Übernahme einer Betreuungssache ab, kann allein das abgabewillige Gericht eine andere Entscheidung durch Anrufung des gemeinschaftlichen oberen Gerichts erwirken. Eine [[Beschwerde]] eines Verfahrensbeteiligten gegen die Ablehnung ist nicht statthaft.
Lehnt ein Gericht die Übernahme einer Betreuungssache ab, kann allein das abgabewillige Gericht eine andere Entscheidung durch Anrufung des gemeinschaftlichen oberen Gerichts erwirken. Eine [[Beschwerde]] eines Verfahrensbeteiligten gegen die Ablehnung ist nicht statthaft.
'''OLG Zweibrücken, Beschluss vom 25.04.2008, 2 AR 7/08''', FGPrax 2008, 210 = Rpfleger 2008, 640:
'''BGH, Beschluss vom 01.12.2010, XII ZB 227/1''', BeckRS 2011, 00735 = FGPrax 2011, 101 = IBRRS 78512 = NJW-RR 2011, 577 = LSK 2011, 110293 = MDR 2011, 254 = FamRZ 2011, 282:
'''Kammergericht, Beschluss vom 6 10.2011, 1 AR 13/11'''; FGPrax 2012, 19:
'''OLG Frankfurt, Beschluss vom 26.10.2011, 20 W 464/11''':
ist der [[wikipedia:de:Rechtspfleger|Rechtspfleger]], soweit keine Richtervorbehalte bestehen ({{Zitat de §|14|rpflg_1969}}, {{Zitat de §|19|rpflg_1969}} Rechtspflegergesetz]. Soweit [[wikipedia:de:Landesrecht|Landesrecht]] es nicht anders regelt, ist für die Anordnung der Betreuung und die Auswahl des Betreuers der Vormundschaftsrichter zuständig. In [[wikipedia:de:Bayern|Bayern]] ist aufgrund einer neuen Landesverordnung der Rechtspfleger für die [[Betreuerbestellung|Betreuerauswahl]] nach dem Tod des bisherigen Betreuers sowie bei der Bestellung von [[Verhinderungsbetreuer|Ergänzungsbetreuern]] nach {{Zitat de §|1899|bgb}} Abs. 4 BGB zuständig (VO vom 15. März 2006, Bayr. GVBl. S. 170).
Das Verfahren zur Feststellung der [[Betreuungsvoraussetzung|Betreuungsbedürftigkeit]] und [[Betreuerbestellung|Bestellung eines Betreuers]] beginnt auf eigenen Antrag des Betroffenen oder von Amts wegen. Letzteres bedeutet, dass jedermann dem [[Vormundschaftsgericht]] einen Hinweis geben kann, dass jemand einen Betreuer benötigt. Spezielle Antragsbefugnisse, wie die des [[wikipedia:deStaatsanwalt|Staatsanwalt]]es im früheren [[wikipedia:de:Entmündigung|Vormundschaftsrecht]], gibt es nicht mehr.
Das Verfahren zur Feststellung der [[Betreuungsvoraussetzung|Betreuungsbedürftigkeit]] und [[Betreuerbestellung|Bestellung eines Betreuers]] beginnt auf eigenen Antrag des Betroffenen oder von Amts wegen. Letzteres bedeutet, dass jedermann dem [[Betreuungsgericht]] einen Hinweis geben kann, dass jemand einen Betreuer benötigt. Spezielle Antragsbefugnisse, wie die des [[wikipedia:deStaatsanwalt|Staatsanwalt]]es im früheren [[wikipedia:de:Entmündigung|Vormundschaftsrecht]], gibt es seit 1992 nicht mehr.
In der Praxis beruhen Betreuungsverfahren oft auf Anregungen der [[Betreuungsbehörde]], die nach {{Zitat de §|7|btbg}} [[Betreuungsbehördengesetz]] (BtBG) Hinweise an das Gericht weitergeben darf. Der Betroffene wird vom Verfahrensbeginn unterrichtet.
In der Praxis beruhen Betreuungsverfahren oft auf Anregungen der [[Betreuungsbehörde]], die nach {{Zitat de §|7|btbg}} [[Betreuungsbehördengesetz]] (BtBG) Hinweise an das Gericht weitergeben darf. Der Betroffene und die weiteren Verfahrensbeteiligten werden vom Verfahrensbeginn unterrichtet (§ 7 Abs. 4 FamFG).
Maßstab für die Entscheidung ist, ob der Betroffene aufgrund seiner [[wikipedia:de:Behinderung|Behinderung]] oder Erkrankung seine Angelegenheiten erledigen kann, ohne seine Gesundheit, sein Vermögen oder seine anderen [[wikipedia:de:Rechtsgut|Rechtsgüter]] zu gefährden ({{Zitat de §|1896|bgb}} Abs. 1/1a BGB). Eine bewusste Selbstschädigung des Betroffenen ist kein Grund für eine Betreuung, soweit der Betroffene fähig ist, sein Verhalten zu beurteilen und danach zu handeln.
Maßstab für die Entscheidung ist, ob der Betroffene aufgrund seiner [[wikipedia:de:Behinderung|Behinderung]] oder Erkrankung seine Angelegenheiten erledigen kann, ohne seine Gesundheit, sein Vermögen oder seine anderen [[wikipedia:de:Rechtsgut|Rechtsgüter]] zu gefährden (§ 1896 Abs. 1 und 1a BGB). Eine bewusste Selbstschädigung des Betroffenen ist kein Grund für eine Betreuung, soweit der Betroffene fähig ist, sein Verhalten zu beurteilen und danach zu handeln.
'''Rechtsprechung''':
'''AmtsG Mannheim, Beschluss vom 29.03.2012, Ha 2 XVII 523/1'''; FamRZ 2012, 1741:
[[Einstweilige Anordnung]] und Hauptsache als selbständige Verfahren im Betreuungsrecht [LSe]
==Amtsermittlungspflicht==
Für Betreuungs- und Unterbringungssachen als Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gilt der Grundsatz der Amtsermittlung. Er ist in allen Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit zu beachten sowohl in Amtsverfahren als auch in Antragsverfahren. Er verpflichtet den Richter von Amts wegen die erforderlichen Ermittlungen durchzuführen und die notwendigen Beweise zu erheben. Diese Pflicht wird durch §{{Zitat de §|68|fgg}} ff. FGG ergänzend geregelt. {{Zitat de §|12|fgg}} FGG legt dem Gericht die Verantwortung für die Aufklärung des Sachverhalts auf. Das Gericht hat die Ermittlungen von Amts wegen soweit auszudehnen, wie es die Sachlage erfordert (BayObLG FamRZ 1990, 1281/1283). Es ist hierbei nicht an den Vortrag der Parteien gebunden. Es darf Tatsachen berücksichtigen, die von den Parteien nicht vorgetragen wurden und ist bei der Erhebung von Beweisen nicht an etwaige Vorschläge der Parteien gebunden.
[[Bild:Anfragen_vorsorgeregister.gif|thumb|300px|right|Abfragen beim Vorsorgeregister]]
Es hat auch unstreitige Tatsachen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, wenn dazu Anlass besteht (BayObLG NJW-RR 1997, 971/972).Zur Durchführung der Ermittlungen darf das Gericht aber nur dann [[Vorführung|Zwangsmittel]] anwenden, wenn hierfür eine eigene Rechtsgrundlage gegeben ist. {{Zitat de §|12|fgg}} FGG selbst kommt als Rechtsgrundlage für die Anwendung von Zwang nicht in Betracht (BayObLGZ 1995, 222/224). Die rechtsfehlerfreie Tatsachenfeststellung durch den Tatrichter ist von größter Bedeutung für das weitere Verfahren. Ist der für die Entscheidung erhebliche Sachverhalt mangelhaft und/oder mit Verfahrensfehlern festgestellt, ist das Gericht der weiteren [[Beschwerde]] (OLG) gezwungen, die Entscheidung aufzuheben und die Sache an den Tatrichter zurückzuverweisen, wenn auf dem Mangel die Entscheidung beruht. An verfahrensfehlerfrei festgestellte Tatsachen ist das Gericht der weiteren Beschwerde hingegen gebunden. Die verfahrensfehlerfreie Tatsachenfeststellung kann auch durch die weitere Beschwerde nicht angegriffen werden.
Es hat auch unstreitige Tatsachen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, wenn dazu Anlass besteht (BayObLG NJW-RR 1997, 971/972).Zur Durchführung der Ermittlungen darf das Gericht aber nur dann [[Vorführung|Zwangsmittel]] anwenden, wenn hierfür eine eigene Rechtsgrundlage gegeben ist. § 26 FamFG, selbst kommt als Rechtsgrundlage für die Anwendung von Zwang nicht in Betracht (BayObLGZ 1995, 222/224). Die rechtsfehlerfreie Tatsachenfeststellung durch den Tatrichter ist von größter Bedeutung für das weitere Verfahren. Ist der für die Entscheidung erhebliche Sachverhalt mangelhaft und/oder mit Verfahrensfehlern festgestellt, ist das Gericht der Rechts[[Beschwerde]] gem § 70 FamFG (der BGH) gezwungen, die Entscheidung aufzuheben und die Sache an den Tatrichter zurückzuverweisen, wenn auf dem Mangel die Entscheidung beruht. An verfahrensfehlerfrei festgestellte Tatsachen ist das Gericht der weiteren Beschwerde hingegen gebunden. Die verfahrensfehlerfreie Tatsachenfeststellung kann auch durch die Rechtsbeschwerde nicht angegriffen werden.
'''BGH, Beschluss vom 16.05.2012 - XII ZB 584/11''', NJW-RR 2012, 964 = FGPrax 2012, 199:
# Das Betreuungsgericht hat von Amts wegen alle zur Feststellung der entscheidungserheblichen Tatsachen erforderlichen Ermittlungen durchzuführen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 15. Dezember 2010 XII ZB 165/10 - FamRZ 2011, 285 Rn. 13).
# Die Voraussetzungen für eine Betreuung nach § 1896 BGB können nicht aufgrund einer bloßen Verdachtsdiagnose des Sachverständigen festgestellt werden.
==Beweiserhebung==
Das Gericht hat nach pflichtgemäßem Ermessen zu entscheiden, ob es die Feststellungen im Freibeweis oder im Strengbeweis ({{Zitat de §|15|fgg}} FGG) trifft. § 15 FGG regelt dadurch, dass er die Bestimmungen der Zivilprozessordnung für entsprechend anwendbar erklärt, wie die förmliche Beweisaufnahme durchzuführen ist. Er sagt aber nichts darüber aus, wann sie anstelle des Freibeweises geboten ist. Dies ist allein nach § 12 FGG zu beurteile. Das förmliche Beweisverfahren verdient den Vorzug, wenn es auf die Erweisbarkeit bestimmter Einzeltatsachen ankommt (vgl. BayObLG NJW-RR 1996, 583/584), die Aufklärung durch den Freibeweis nicht zu erreichen ist (BayObLG NJW-RR 1988, 389/390) oder wenn das Recht eines Beteiligten, an der Wahrheitsfindung mitzuwirken, ansonsten nicht hinreichend gesichert ist (BayObLG NJW-RR 1992, 653).
Das Gericht muss im Strengbeweis vorgehen, wenn eine Person, deren [[Anhörung]] (vgl. {{Zitat de §|68a|fgg}} FGG) das Gericht für notwendig hält, freiwillig keine Auskunft erteilt, um Zwang zur Herbeiführung der Anhörung ausüben zu können. Die Anforderungen an die gerichtliche Überzeugungsbildung sind in beiden Beweisarten gleich (BGH NJW 1997, 3319). Die gründliche Ermittlung des Sachverhalts einschließlich der Erhebung der erforderlichen Beweismittel ist eine wichtige Aufgabe des Tatrichters. Mangelhafte Beweiserhebung muss zur Aufhebung der Entscheidung und zur Zurückverweisung der Sache an das Tatsachengericht (regelmäßig das Landgericht) durch das Gericht der weiteren [[Beschwerde]] führen, da dieses zu eigenen Beweiserhebungen nicht befugt ist. Mangelhaft ist die Erhebung von Beweisen, wenn sie unzulänglich ist oder wenn Verfahrensvorschriften verletzt wurden.
Das Gericht muss im Strengbeweis vorgehen, wenn eine Person, deren [[Anhörung]] (vgl. § 279 FamFG) das Gericht für notwendig hält, freiwillig keine Auskunft erteilt, um Zwang zur Herbeiführung der Anhörung ausüben zu können. Die Anforderungen an die gerichtliche Überzeugungsbildung sind in beiden Beweisarten gleich (BGH NJW 1997, 3319). Die gründliche Ermittlung des Sachverhalts einschließlich der Erhebung der erforderlichen Beweismittel ist eine wichtige Aufgabe des Tatrichters. Mangelhafte Beweiserhebung muss zur Aufhebung der Entscheidung und zur Zurückverweisung der Sache an das Tatsachengericht (regelmäßig das Landgericht) durch daen Bundesgerichtshof als Gericht der Rechtsbeschwerde führen, da dieses zu eigenen Beweiserhebungen nicht befugt ist. Mangelhaft ist die Erhebung von Beweisen, wenn sie unzulänglich ist oder wenn Verfahrensvorschriften verletzt wurden.
'''OLG Köln, Beschluss vom 12.03.1997, 16 Wx 68/97''', NJW-RR 1998, 438:
'''OLG München, Beschluss vom 20.07.2006, 33 Wx 151/06''', FamRZ 2006, 1621 = Rpfleger 2006, 603
# Dem Betroffenen bzw. einem nichtanwaltlichen Verfahrensbevollmächtigten ist zur Wahrung des rechtlichen Gehörs grundsätzlich Einsicht in die Betreuungsakten auf der Geschäftsstelle und die Fertigung von Kopien zu gestatten. Die Nichterhebung von Auslagen für Ablichtungen wird dabei insbesondere dann in Betracht kommen, wenn der Einsichtsberechtigte geltend macht, dass er aus sachlichen Gründen benötigte Schriftstücke noch nicht erhalten habe oder aus nachvollziehbaren Gründen über diese nicht (mehr) verfüge.
# Der schriftlichen Anforderung von zu kopierenden Aktenbestandteilen muss nur entsprochen werden, wenn geltend gemacht werden kann, dass ein Aufsuchen der Geschäftsstelle zum Zweck des eigenhändigen Kopierens unzumutbar ist oder die angeforderten Schriftstücke zuvor unter Verstoß gegen das rechtliche Gehör nicht von Amts wegen übermittelt wurden
'''LG Saarbrücken Beschluss vom 9.12.2008, 5 T 502/08'''
In seinen eigenen Betreuungsrechtsangelegenheiten ist der Betreute immer [[Verfahrensfähigkeit|verfahrensfähig]] ({{Zitat de §|66|fgg}} FGG). Das bedeutet, dass er innerhalb des Gerichtsverfahrens Anträge stellen, Einsicht in die Gerichtsakte nehmen ({{Zitat de §|34|fgg}} FGG), einen [[wikipedia:de:Prozessbevollmächtigter|Verfahrensbevollmächtigten]] (z.B. einen [[wikipedia:de:Rechtsanwalt|Rechtsanwalt]]) bestellen und Rechtsmittel ([[wikipedia:de:Beschwerde (Recht)|Beschwerde]]) einlegen kann (vgl. BayObLGZ 1987, 17/19). Auch die Bestellung eines [[Verfahrenspfleger]]s ({{Zitat de §|67|fgg}} FGG) ändert an dieser Verfahrensfähigkeit nichts.
'''OLG Schleswig, Beschluss vom 07.11.2006, {{Rspr|2 W 162/06}}''': Betroffener im Betreuungsverfahren kann ohne Einschränkung Verfahrensvollmacht erteilen
'''OLG Schleswig, Beschluss vom 07.11.2006, 2 W 162/06''', FamRZ 2007, 1126 = FGPrax 2007, 130; Betroffener im Betreuungsverfahren kann ohne Einschränkung Verfahrensvollmacht erteilen
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Er soll dem Betroffenen erläutern, wie das gerichtliche Verfahren abläuft, ihm Inhalte und Mitteilungen des Gerichtes erläutern. Auch soll er Wünsche des Betroffenen an das Gericht übermitteln.
{{Zitat de §|67|fgg}} FGG hebt besonders drei Fälle hervor, in denen in der Regel ein Verfahrenspfleger zu bestellen ist:
*wenn von der persönlichen [[wikipedia:de:Anhörung|Anhörung]] des Betroffenen ausnahmsweise abgesehen werden soll;
*wenn Gegenstand des Verfahrens die Anordnung einer Betreuung für alle Angelegenheiten ist;
*wenn über die Genehmigung der Einwilligung des Betreuers in eine [[Sterilisation]] ({{Zitat de §|1905|bgb}} BGB) entschieden werden soll.
*wenn über die Genehmigung der Einwilligung des Betreuers in eine [[Sterilisation]] (§ 1905 BGB) entschieden werden soll
*wenn über die Beendigung einer lebenserhaltenden Maßnahme entschieden werden soll (§ 298 FamFG)
Die Bestellung von Verfahrenspflegern stieg von 91.483 im Jahre 2003 auf 92.073 im Jahre 2004 (Erhöhung um 0,65 %). Unter den bestellten Verfahrenspflegern waren 55.799 mal Rechtsanwälte (60,6 %) (''Quelle: Bundesmin. der Justiz, Sondererhebung: Verfahren nach dem Betreuungsgesetz'').
Verfahrenspfleger in Betreuungs- und Unterbringungsverfahren wurden 2008 insgesamt 98.019 mal bestellt. Unter den bestellten Verfahrenspflegern waren 65.675 mal Rechtsanwälte (''[[Betreuungszahlen|Quelle: Bundesamt für Justiz, Sondererhebung: Verfahren nach dem Betreuungsgesetz]]'').
'''LG Mönchengladbach, Beschluss v. 26.10.2006, {{Rspr|5 T 337/06}} :'''
'''LG Mönchengladbach, Beschluss vom 26.10.2006, 5 T 337/06''', NJW-RR 2007, 1084:
''Beiordnung eines Rechtsanwalts für Betreuungsverfahren:
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# Stehen eine umfassende Betreuung und ein [[Einwilligungsvorbehalt]] im Raum, ist die Beiordnung eines Rechtsanwalts geboten.
'''LG Münster, Beschluss vom 12.03.2009, 5 T 106/09''', NJW 2009, 2389:
Siehe auch unter [[Verfahrenspfleger]].
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Der [[wikipedia:de:Richter|Vormundschaftsrichter]] muss vor einer Entscheidung über die Bestellung eines Betreuers den Betroffenen – von wenigen Ausnahmefällen abgesehen – persönlich [[Anhörung|anhören]] und sich einen unmittelbaren Eindruck von ihm verschaffen ({{Zitat de §|68|fgg}} Abs. 1, S. 1 FGG). Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich das Gericht hinreichend über die Persönlichkeit des Betroffenen informiert. Soweit ein Verfahrenspfleger ({{Zitat de §|67|fgg}} FGG) bestellt ist, soll die Anhörung in dessen Gegenwart durchgeführt werden. Das Gericht kann auch bereits in dieser Phase des Verfahrens einen [[Sachverständigengutachten|Sachverständigen]] hinzuziehen
Die [[Anhörung]] kann nach {{Zitat de §|68|fgg}} Abs. 2 FGG ausnahmsweise unterbleiben wenn dadurch erhebliche Nachteilen für die Gesundheit des Betroffenen zu befürchten sind oder der Betroffene offensichtlich nicht in der Lage ist, seinen Willen kund zu tun.
Siehe auch unter [[Anhörung]].
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Sofern der Betroffene sich weigert, an der Anhörung teilzunehmen, hat die [[Betreuungsbehörde]] ihn auf Anweisung des Gerichtes zur persönlichen Anhörung (§ 68 Abs. 3 FGG) und zur [[wikipedia:de:Untersuchung|Untersuchung]] durch den [[Sachverständigengutachten|Sachverständigen]] ({{Zitat de §|68b|fgg}} Abs. 3 FGG) vorzuführen.
Siehe auch unter [[Vorführung]].
=== Anhörung weiterer Personen ===
=== Beteiligung weiterer Personen ===
Auf Wunsch des Betroffenen kann eine Person seines Vertrauens an der [[Anhörung]] teilnehmen. Weiteren Personen kann das Gericht die Anwesenheit gestatten, jedoch nicht gegen den Willen des Betroffenen. Häufig handelt es sich bei diesen Personen um Mitarbeiter der [[Betreuungsbehörde]] oder den möglichen Betreuer, damit der Betroffene die Gelegenheit erhält, von diesem einen ersten Eindruck zu erhalten.
Des weiteren sollen der [[wikipedia:de:Ehegatte|Ehegatte]], [[wikipedia:de:Lebenspartnerschaft|Lebenspartner]] und nahe [[wikipedia:de:Verwandtschaft|Verwandte]] Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten.
Die Beteiligten sind in den genannten Verfahren anzuhören (§ 279 FamFG); sie haben auch Akteneinsichtsrecht (§ 13 FamFG). Weitere Personen können seitens des Gerichtes als Zeugen oder [[Sachverständigengutachten|Sachverständige]] gehört werden.
'''BGH, Beschluss vom 15.02.2012, XII ZB 133/11''':
'''AG Mannheim, Beschluss vom 29.3.2012, Ha 2 XVII 523/11''':
# Das Verfahren auf einstweilige Anordnung einer Betreuerbestellung und das Hauptsacheverfahren zur Einrichtung einer Betreuung sind gemäß 3 51 Abs. 3 FamFG selbständige Verfahren.
Das Vormundschaftsgericht kann die örtliche [[Betreuungsbehörde]] mit der [[Sachverhaltsaufklärung]] beauftragen ({{Zitat de §|8|btbg}} BtBG). Die Betreuungsbehörde soll dann z.B. nahe Angehörige befragen und Vorschläge zur Notwendigkeit der [[Betreuerbestellung]], etwaigen Aufgabenkreisen und zur Auswahl eines geeigneten Betreuers machen. Die Betreuungsbehörde soll auch darüber hinaus Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten, wenn es der Sachverhaltsaufklärung dient oder der Betroffene es verlangt ({{Zitat de §|68a|fgg}} FGG). Diese Tätigkeit wird auch als Sozialberichterstattung bezeichnet.
Das Betreuungsgericht kann die örtliche [[Betreuungsbehörde]] mit der [[Sachverhaltsaufklärung]] beauftragen ({{Zitat de §|8|btbg}} BtBG). Die Betreuungsbehörde soll dann z.B. nahe Angehörige befragen und Vorschläge zur Notwendigkeit der [[Betreuerbestellung]], etwaigen Aufgabenkreisen und zur Auswahl eines geeigneten Betreuers machen. Die Betreuungsbehörde soll auch darüber hinaus Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten, wenn es der Sachverhaltsaufklärung dient oder der Betroffene es verlangt § 279 FamFG. Diese Tätigkeit wird auch als Sozialberichterstattung bezeichnet. Sie ist unabhängig davon, ob die Betreuungsbehörde zuvor gem. § 274 Abs. 2 FamFG ihre Verfahrensbeteiligung verlangt hat und betrifft auch Verfahren, die nicht unter § 274 FamFG fallen, z.B Verfahren auf [[Betreuervergütung]] oder betreuungsgerichtliche [[Genehmigungen]]. Auch die Ermittlung der zu verständigenden Angehörigen (§ 7 Abs.- 4 FamFG) oder die Einholung der [[Einverständniserklärung]] gem. § 1898 BGB des zu bestellenden Betreuers kann im Rahmen der Sachverhaltsaufklärung auf die Betreuungsbehörde delegiert werden.
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===Gutachten der Pflegeversicherung statt eigenem Gutachten ===
Seit dem 1.7.2005 ist geregelt, dass das Gericht anstelle eines eigens angeordneten Sachverständigengutachtens auch auf ein Gutachten des medizinischen Dienstes ([[wikipedia:de:MDK|MDK]])im Rahmen der [[wikipedia:de:Pflegeversicherung|Pflegeversicherung]] zurückgreifen kann ({{Zitat de §|68b|fgg}} Abs. 1a FGG). Hierdurch sollen gerichtliche Verfahren beschleunigt werden. Die Zustimmung des Betroffenen oder seines [[Verfahrenspfleger]]s ist für eine entsprechende Gutachtenverwertung nötig.
Seit dem 1.7.2005 ist geregelt, dass das Gericht anstelle eines eigens angeordneten Sachverständigengutachtens auch auf ein Gutachten des medizinischen Dienstes ([[wikipedia:de:MDK|MDK]])im Rahmen der [[wikipedia:de:Pflegeversicherung|Pflegeversicherung]] zurückgreifen kann (§ 282 FamFG). Hierdurch sollen gerichtliche Verfahren beschleunigt werden. Die Zustimmung des Betroffenen oder seines [[Verfahrenspfleger]]s ist für eine entsprechende Gutachtenverwertung nötig.
===Vorführung und Unterbringung zur Begutachtung ===
Zur Vorbereitung des Gutachtens kann der Betroffene ggf. vorläufig auf Beschluss des Gerichtes freiheitsentziehend [[Unterbringung|untergebracht]] werden ({{Zitat de §|68b|fgg}} Abs. 4 FGG). Die Vorführung hat auf Ersuchen des Gerichtes durch die [[Betreuungsbehörde]] stattzufinden. Die [[Unterbringung]] darf die Dauer von sechs Wochen nicht überschreiten. Reicht dieser Zeitraum nicht aus, um die erforderlichen Erkenntnisse für das Gutachten zu erlangen, so kann die [[Unterbringung]] bis zu einer Gesamtdauer von drei Monaten verlängert werden.
Zur Vorbereitung des Gutachtens kann der Betroffene ggf. vorläufig auf Beschluss des Gerichtes freiheitsentziehend [[Unterbringung|untergebracht]] werden (§ 278 Abs. 5 FamFG). Die Vorführung hat auf Ersuchen des Gerichtes durch die [[Betreuungsbehörde]] stattzufinden. Die [[Unterbringung]] darf die Dauer von sechs Wochen nicht überschreiten. Reicht dieser Zeitraum nicht aus, um die erforderlichen Erkenntnisse für das Gutachten zu erlangen, so kann die [[Unterbringung]] bis zu einer Gesamtdauer von drei Monaten verlängert werden.
'''OLG München, Beschluss vom 09.06.2006, {{Rspr|33 Wx 124/06}}'''
'''OLG München, Beschluss vom 09.06.2006, 33 Wx 124/06''', FamRZ 2007, 81 (Ls.) = FGPrax 2006, 212
Die Androhung der [[Vorführung]] eines Betroffenen zur psychiatrischen [[Sachverständigengutachten|Begutachtung]] ist bei einer im Raum stehenden Verlängerung der Betreuung unanfechtbar (Abgrenzung zu BayObLG BtPrax 1995, 182 = FamRZ 1996, 499).
=== Einstweilige Anordnungen ===
Das oben beschriebene Verfahren, das eine umfassende Ermittlungstätigkeit des Gerichts erfordert, nimmt gewisse Zeit in Anspruch.
Häufig muss jedoch zum Wohle des Betroffenen rasch gehandelt werden. Dann kann das Gericht in einem vereinfachten Verfahren durch einstweilige Anordnung einen [[Vorläufiger Betreuer|vorläufigen Betreuer]] bestellen, einen vorläufigen [[Einwilligungsvorbehalt]] anordnen, einen Betreuer entlassen oder den [[Aufgabenkreis]] eines bestellten Betreuers vorläufig erweitern ({{Zitat de §|69f|fgg}} FGG). Eine Entscheidung im Wege der einstweiligen Anordnung kommt nur in Betracht, falls dringende Gründe dafür vorliegen, dass die Voraussetzungen für die [[Betreuerbestellung]] oder für die Anordnung eines [[Einwilligungsvorbehalt]]es vorliegen und mit dem Aufschub Gefahr verbunden wäre. In diesen Fällen muss ein ärztliches Zeugnis über den Zustand des Betroffenen vorliegen. Der Betroffene sowie der [[Verfahrenspfleger]], soweit ein solcher bestellt ist, müssen grundsätzlich persönlich angehört worden sein.
Häufig muss jedoch zum Wohle des Betroffenen rasch gehandelt werden. Dann kann das Gericht in einem vereinfachten Verfahren durch [[einstweilige Anordnung]] einen [[Vorläufiger Betreuer|vorläufigen Betreuer]] bestellen, einen vorläufigen [[Einwilligungsvorbehalt]] anordnen, einen [[Betreuerwechsel|Betreuer entlassen]] oder den [[Aufgabenkreis]] eines bestellten Betreuers vorläufig erweitern (§§ 300, 301 FamFG). Eine Entscheidung im Wege der einstweiligen Anordnung kommt nur in Betracht, falls dringende Gründe dafür vorliegen, dass die Voraussetzungen für die [[Betreuerbestellung]] oder für die Anordnung eines [[Einwilligungsvorbehalt]]es vorliegen und mit dem Aufschub Gefahr verbunden wäre. In diesen Fällen muss ein [[Arztzeugnis|ärztliches Zeugnis]] über den Zustand des Betroffenen vorliegen. Der Betroffene sowie der [[Verfahrenspfleger]], soweit ein solcher bestellt ist, müssen grundsätzlich persönlich [[Anhörung|angehört]] worden sein.
Siehe auch unter [[Vorläufiger Betreuer]].
=== einstweilige Anordnung ist zu befristen ===
Eine solche [[einstweilige Anordnung]] darf die Dauer von 6 Monaten nicht überschreiten (§ 302 FamFG). Sie kann nach Anhörung eines Sachverständigen durch weitere einstweilige Anordnungen verlängert werden. Eilmaßnahmen dürfen keinesfalls länger als maximal 1 Jahr bestehen bleiben.
In besonders eiligen Fällen kann das Vormundschaftsgericht anstelle eines Betreuers, solange dieser noch nicht bestellt ist oder wenn er seine Pflichten nicht erfüllen kann, selbst die notwendigen Maßnahmen treffen ({{Zitat de §|1846|bgb}} BGB). Häufig entscheidet in solchen besonders eiligen Situationen das Gericht über eine freiheitsentziehende [[Unterbringung]].
In besonders eiligen Fällen kann das Betreuungsgericht anstelle eines Betreuers, solange dieser noch nicht bestellt ist oder wenn er seine Pflichten nicht erfüllen kann, selbst die notwendigen Maßnahmen treffen ({{Zitat de §|1846|bgb}} BGB). Häufig entscheidet in solchen besonders eiligen Situationen das Gericht über eine freiheitsentziehende [[Unterbringung]].
===Bestellungsbeschluss===
Im [[Gerichtsbeschluss|Bestellungsbeschluss]] ist aufzuführen, für wen ein Betreuer bestellt wird, der Name des Betreuers (bei Vereins- und [[Behördenbetreuer]]n auch der Name des [[Betreuungsverein]]s bzw. der [[Betreuungsbehörde]]), der [[Aufgabenkreis]] des Betreuers, ob und ggf. für welchen Aufgabenkreis ein [[Einwilligungsvorbehalt]] festgelegt wurde, das Datum der Überprüfung des Bestellungsbeschlusses (spätestens nach 7 Jahren) sowie eine [[wikipedia:de:Rechtsmittelbelehrung|Rechtsmittelbelehrung]] ({{Zitat de §|69b|fgg}} FGG). Separat muss vermerkt werden, wenn der Betreuer das Recht haben soll, die [[Postkontrolle|Post oder den Telefonverkehr]] des Betreuten zu beschränken ({{Zitat de §|1896|bgb}} Abs. 4 BGB). Wird die [[Berufsbetreuer|Betreuung]] beruflich geführt, ist dies ebenfalls zu vermerken (§ 1836 Abs. 1 Satz 2 BGB). Der Beschluss ist dem Betreuten bekanntzugeben, seinem [[Verfahrenspfleger]], dem Betreuer und der [[Betreuungsbehörde]] ({{Zitat de §|69a|fgg}} FGG). Ggf. sind auch andere Behörden (z.B. Wahlamt, Meldeamt) zu verständigen ({{Zitat de §|69k|fgg}}, {{Zitat de §|69l|fgg}} FGG) sowie das Heim, in dem der Betroffene lebt ({{Zitat de §|69m|fgg}} FGG).
Im [[Gerichtsbeschluss|Bestellungsbeschluss]] ist aufzuführen, für wen ein Betreuer bestellt wird, der Name des Betreuers (bei Vereins- und [[Behördenbetreuer]]n auch der Name des [[Betreuungsverein]]s bzw. der [[Betreuungsbehörde]]), der [[Aufgabenkreis]] des Betreuers, ob und ggf. für welchen Aufgabenkreis ein [[Einwilligungsvorbehalt]] festgelegt wurde, das Datum der Überprüfung des Bestellungsbeschlusses (spätestens nach 7 Jahren) sowie eine [[wikipedia:de:Rechtsmittelbelehrung|Rechtsmittelbelehrung]] (§ 39 FamFG). Separat muss vermerkt werden, wenn der Betreuer das Recht haben soll, die [[Postkontrolle|Post oder den Telefonverkehr]] des Betreuten zu beschränken (§ 1896 Abs. 4 BGB). Wird die [[Berufsbetreuer|Betreuung]] beruflich geführt, ist dies ebenfalls zu vermerken (§ 1836 Abs. 1 Satz 2 BGB). Der Beschluss ist dem Betreuten bekanntzugeben, seinem [[Verfahrenspfleger]], dem Betreuer und der [[Betreuungsbehörde]] (§ 287 FamFG). Ggf. sind auch andere Behörden (z.B. Wahlamt, Meldeamt) zu verständigen (§ 308 FamFG, § 309 FamFG, § 310 FamFG, § 311 FamFG) sowie das Heim, in dem der Betroffene lebt.
====Wirksamkeit der Betreuerbestellung====
Der Gerichtsbeschluss wird mit Bekanntgabe an den Betreuer rechtswirksam ({{Zitat de §|69a|fgg}} FGG). Die Form der Bekanntgabe ist nicht vorgeschrieben. Es ist möglich, dass der Beschluss dem bei der [[Anhörung]] anwesenden Betreuer mündlich bekannt gegeben wird ({{Zitat de §|16|fgg}} Abs. 3 FGG). Wird die "sofortige Wirksamkeit" angeordnet, wird der Beschluss auch dadurch rechtswirksam, wenn er dem Betreuten oder seinem [[Verfahrenspfleger]] bekannt gegeben wird oder der Vormundschaftsrichter den Vorgang der Geschäftsstelle des [[Vormundschaftsgericht]]es übergibt.
Der Gerichtsbeschluss wird mit Bekanntgabe an den Betreuer rechtswirksam (§ 287 FamFG). Die Form der Bekanntgabe ist nicht vorgeschrieben. Es ist möglich, dass der Beschluss dem bei der [[Anhörung]] anwesenden Betreuer mündlich bekannt gegeben wird (§ 41 FamFG). Wird die "sofortige Wirksamkeit" angeordnet, wird der Beschluss auch dadurch rechtswirksam, wenn er dem Betreuten oder seinem [[Verfahrenspfleger]] bekannt gegeben wird oder der Betreuungsrichter den Vorgang der Geschäftsstelle des [[Betreuungsgericht]]es übergibt.
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Z.B. ist das [[Vermögensverzeichnis]] zum Stichtag der Wirksamkeit der Betreuerbestellung zu fertigen, ein [[Einwilligungsvorbehalt]] führt bereits zur Beschränkung der [[Geschäftsfähigkeit]] des Betreuten und ein etwaiger Anspruch auf pauschale [[Betreuervergütung]] beginnt ebenfalls.
Wird eine Betreuung angeordnet, bei der der Betroffene noch nicht volljährig ist, wird die Betreuungsanordnung mit Vollendung des 18. Lebensjahres wirksam ({{Zitat de §|1908|bgb}} BGB)
'''Rechtsprechung:'''
'''OLG München, Beschluss vom 24.09.2008, {{Rspr|33 Wx 179/08}}'''
=== Änderungen der Betreuerbeschlüsse===
Nach der Entscheidung über die [[Betreuerbestellung]]en können weiteren Betreuungsverfahren notwendig werden, z.B. zur Erweiterung oder Einschränkung von [[Aufgabenkreis]]en, Anordnung oder Aufhebung von [[Einwilligungsvorbehalt]]en oder Aufhebung der gesamten Betreuung, [[Betreuerwechsel]]. Grundsätzlich sind hierbei die gleichen Verfahrensregeln zu beachten, wie bei der Erstbestellung. Unter bestimmten Umständen kann auf Verfahrenshandlungen verzichtet werden, z.B., wenn Änderungen in den Aufgabenkreisen nur unwesentliche Erweiterungen darstellen oder binnen 6 Monaten erfolgen (vgl. {{Zitat de §|69i|fgg}} FGG).
'''OLG München, Beschluss vom 22.12.2005, {{Rspr|33 Wx 176/05}}''': Amtsermittlung bei Antrag auf Aufhebung der Betreuung
'''OLG München, Beschluss vom 22.12.2005, 33 Wx 176/05''', FamRZ 2006, 730 (Ls.) = NJW-RR 2006, 512; Amtsermittlung bei Antrag auf Aufhebung der Betreuung
Es gilt für das Verfahren über den Antrag auf Aufhebung der Betreuung der Grundsatz der Amtsermittlung. Will das Vormundschaftsgericht dem Antrag nicht entsprechen, so bestehen keine besonderen verfahrensrechtlichen Vorschriften. Liegt das letzte Gutachten mehr als 1 1/2 Jahre zurück und sind aus dem Schreiben des Betroffenen Anhaltspunkte für paranoide Vorstellungen erkennbar, so ist es nicht zu beanstanden, wenn zur Aufklärung der weiteren Erforderlichkeit der Betreuung vom Tatrichter ein [[Sachverständigengutachten]] in Auftrag gegeben wird.
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'''Rechtsprechung zur Überprüfungsfrist:'''
'''OLG Naumburg, Beschluss {{Rspr|8 AR 7/03}} - Betreuung mit Fristablauf beendet?''':
Wurde eine Frist nach {{Zitat de §|69|fgg}} Abs. 1 Nr. 5 FGG bestimmt, so bedeutet der Fristablauf nicht das Ende der Betreuung. Das Vormundschaftsgericht hat lediglich in angemessener Zeit vorFristablauf über die Aufhebung oder Verlängerung der Betreuung zu entscheiden.
'''OLG Naumburg, Beschluss 8 AR 7/03 - Betreuung mit Fristablauf beendet?''':
'''OLG Schleswig, Beschluss {{Rspr|2 W 186/03}} ''':
Es gelten bei Entscheidung über die Verlängerung einer Betreuung dieselben Vorschriften hinsichtlich der Betreuerauswahl wie für die Neubestellung. Insbesondere gilt § 1897 Abs. 4 BGB (Vorschlag des Betroffenen zur [[Betreuerbestellung]]).
'''OLG Schleswig, Beschluss vom 12.12.2003, 2 W 186/03''', FamRZ 2006, 288 (Ls.):
=== Vormundschaftsgerichtliche Genehmigungen ===
Während der Betreuung benötigt der Betreuer für zahlreiche Rechtshandlungen eine vormundschaftsgerichtliche Genehmigung. Auch hier sind häufig [[Anhörung]]en und [[Sachverständigengutachten]] nötig, {{Zitat de §|69d|fgg}} FGG (z.B. im Bereich der Personensorge bei [[Heilbehandlung]]en nach {{Zitat de §|1904|bgb}} BGB, bei [[Sterilisation]]en nach {{Zitat de §|1905|bgb}} BGB, bei [[Unterbringung]]en nach {{Zitat de §|1906|bgb}} BGB, bei Wohnungskündigungen nach {{Zitat de §|1907|bgb}} BGB). Auch für zahlreiche Entscheidungen im Bereich der [[Vermögenssorge]] sind [[Genehmigung]]serfordernisse vorhanden (§{{Zitat de §|1809|bgb}} – 1831 BGB).
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=== Rechtsmittel gegen gerichtliche Entscheidung ===
Als [[Rechtsmittel]] kommen in Betracht: die (unbefristete) Beschwerde oder die sofortige Beschwerde, die innerhalb von 2 Wochen eingelegt werden muss (vgl. §{{Zitat de §|19|fgg}} ff. FGG). Welches Rechtsmittel im Einzelfall in Betracht kommt, ergibt sich aus der Rechtsmittelbelehrung des Gerichtes.
Als [[Rechtsmittel]] die Beschwerde in Betracht, die grundsätzlich innerhalb von 1 Monat eingelegt werden muss (vgl. § 63 FamFG). Hierzu ist eine Rechtsmittelbelehrung des Gerichtes im Beschluss nötig (§ 39 FamFG).
Über die Beschwerde entscheidet das [[wikipedia:de:Landgericht|Landgericht]]. Gegen dessen Beschluss ist unter bestimmten Voraussetzungen die weitere Beschwerde bzw. die sofortige weitere Beschwerde zum Oberlandesgericht möglich.
Über die Beschwerde entscheidet das [[wikipedia:de:Landgericht|Landgericht]]. Gegen dessen Beschluss ist unter bestimmten Voraussetzungen die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof möglich (§ 70 FamFG).
Neben dem Betroffenen und seinem [[Verfahrenspfleger]] haben auch weitere Personen und Behörden ein Beschwerderecht ({{Zitat de §|69g|fgg}} FGG), z.B. die [[Betreuungsbehörde]].
Neben dem Betroffenen und seinem [[Verfahrenspfleger]] haben auch weitere Personen und Behörden ein Beschwerderecht (§§ 303, 304 FamFG), z.B. die [[Betreuungsbehörde]].
**{{Zitat de §|65|fgg}} Zuständiges Gericht
**{{Zitat de §|65a|fgg}} Abgabe an ein anderes Gericht
'''BGH, Beschluss vom 22.08.2012, XII ZB 141/12''':
**{{Zitat de §|66|fgg}} [[Verfahrensfähigkeit]] des Betroffenen
**{{Zitat de §|67|fgg}} [[Verfahrenspfleger]]
**{{Zitat de §|67a|fgg}} [[Betreuervergütung|Vergütung des Verfahrenspflegers]]
**{{Zitat de §|68|fgg}} [[Anhörung]] des Betroffenen, [[Vorführung]]
**{{Zitat de §|68a|fgg}} Einholung von Stellungnahmen; [[Sozialbericht]]
**{{Zitat de §|68b|fgg}} [[Sachverständigengutachten]]
**{{Zitat de §|69|fgg}} Inhalt der [[Gerichtsbeschluss|Gerichtsentscheidung]]
**{{Zitat de §|69a|fgg}} Bekanntmachung der Gerichtsentscheidung
**{{Zitat de §|69b|fgg}} [[Betreuerausweis|Verpflichtungsgespräch mit dem Betreuer]]
**{{Zitat de §|69c|fgg}} [[Betreuungsverein]] und [[Betreuungsbehörde]] als Betreuer
**{{Zitat de §|69d|fgg}} Anhörung vor weiteren Gerichtsentscheidungen
===Kommentierungen===
**{{Zitat de §|69e|fgg}} Verweis auf anwendbare Vorschriften
*[https://www.jusline.de/index.php?cpid=ba688068a8c8a95352ed951ddb88783e&lawid=603&paid=7 Kommentierung zu § 7 FamFG bei Justine]
**{{Zitat de §|69f|fgg}} Einstweilige Anordnung; Bestellung eines vorläufigen Betreuers
*[https://www.jusline.de/index.php?cpid=ba688068a8c8a95352ed951ddb88783e&lawid=603&paid=271&mvpa=281 Kommentierung zu § 271 FamFG bei Jusline]
**{{Zitat de §|69g|fgg}} [[Beschwerde]]rechte
*[https://www.jusline.de/index.php?cpid=ba688068a8c8a95352ed951ddb88783e&lawid=603&paid=272&mvpa=282 Kommentierung zu § 272 FamFG bei Jusline]
**{{Zitat de §|69h|fgg}} Ungerechtfertigter [[Einwilligungsvorbehalt]]
*[https://www.jusline.de/index.php?cpid=ba688068a8c8a95352ed951ddb88783e&lawid=603&paid=274&mvpa=284 Kommentierung zu § 274 FamFG bei Jusline]
**{{Zitat de §|69i|fgg}} Erweiterung und Änderung der Gerichtsentscheidung
*[https://www.jusline.de/index.php?cpid=ba688068a8c8a95352ed951ddb88783e&lawid=603&paid=275&mvpa=285 Kommentierung zu § 275 FamFG bei Jusline]
**{{Zitat de §|69k|fgg}} Mitteilungen an andere Stellen; Datenschutz
**{{Zitat de §|69l|fgg}} Mitteilung an [[Wahlrecht|Wählerverzeichnis]] und Meldebehörde
**{{Zitat de §|69m|fgg}} Mitteilung an [[Unterbringung]]seinrichtung
**{{Zitat de §|69n|fgg}} Mitteilung zur Verfolgung von Straftaten
**{{Zitat de §|69o|fgg}} Anwendung des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetz
*§ 272 FamFG Örtliche Zuständigkeit des Betreuungsgerichtes
*§ 273 FamFG Abgabe des Gerichtsverfahrens
*§ 274 FamFG Verfahrensbeteiligte beim Betreuungsverfahren
*§ 275 FamFG [[Verfahrensfähigkeit]] im Betreuungsverfahren
*§ 276 FamFG [[Verfahrenspfleger]]
*§ 277 FamFG Vergütung des Verfahrenspflegers
*§ 278 FamFG [[Anhörung]] des Betroffenen
*§ 279 FamFG Anhörung sonst. Beteiligter, zB der [[Betreuungsbehörde]]
*§ 280 FamFG [[Sachverständigengutachten]]
*§ 281 FamFG [[ärztliches Zeugnis]] statt SV-Gutachten
*§ 282 FamFG MDK-Gutachten statt SV-Gutachten
*§ 283 FamFG [[Vorführung]] zum Sachverständigen
*§ 284 FamFG [[Unterbringung]] zur Begutachtung
*§ 285 FamFG Ablieferung der [[Betreuungsverfügung]] oder [[Vorsorgevollmacht]]
*§ 286 FamFG [[Gerichtsbeschluss]]
*§ 287 FamFG Wirksamwerden des Beschlusses
*§ 288 FamFG Bekanntgabe des Beschlusses
*§ 289 FamFG [[Verpflichtungsgespräch]]
*§ 290 FamFG [[Betreuerausweis]]
*§ 291 FamFG Überprüfen der [[Betreuerbestellung|Betreuerauswahl]]
*§§ 168, 292 FamFG [[Aufwendungsersatz]] und [[Betreuervergütung]]
*§ 293 FamFG Erweiterung des [[Aufgabenkreis]]es und des [[Einwilligungsvorbehalt]]es
*§ 294 FamFG Einschränkung und [[Aufhebung der Betreuung]]
*§ 295 FamFG Verlängerung der Betreuung und des [[Einwilligungsvorbehalt]]es
*§ 296 FamFG [[Betreuerwechsel|Entlassung des Betreuers]]
*§ 297 FamFG Genehmigung der [[Sterilisation]]
*§ 298 FamFG [[Genehmigung der Heilbehandlung]] und [[Sterbehilfe]]
*§ 299 FamFG [[Genehmigungspflichten|Genehmigungen]] im Bereich [[Vermögenssorge]] und [[Wohnungskündigung]]
*§ 125 FamFG Genehmigung der [[Ehescheidung]]
*§ 300 FamFG [[Einstweilige Anordnung]]
*§ 301 FamFG Einstweilige Anordnung bei gesteigerter Dringlichkeit
*§ 302 FamFG Dauer der einstweiligen Anordnung
*§ 303 FamFG [[Rechtsmittel]]
*§ 304 FamFG Rechtsmittel der Staatskasse (Bezirksrevisor)
*§ 305 FamFG [[Beschwerde]] eines [[Unterbringung|Untergebrachten]]
*§ 306 FamFG Auswirkungen der Aufhebung des [[Einwilligungsvorbehalt]]es
*§ 307 FamFG [[Gerichtskosten]] in Betreuungssachen
*§ 308 FamFG Mitteilungen an andere Stellen
*§ 309 FamFG Mitteilungen an [[Wahlrecht|Wahlamt]] und [[Meldepflicht|Einwohnermeldeamt]]
*§ 310 FamFG Mitteilungen an Leiter von Unterbringungseinrichtungen
*§ 311 FamFG Mitteilungen zur Strafverfolgung
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*[http://shop.bundesanzeiger-verlag.de/Familie_Betreuung_Soziales_Praxiskommentar_Betreuungs-_und_Unterbringungsverfahren_1524666.html Fröschle: Praxiskommentar Betreuungs- und Unterbringungsverfahren]
*[http://shop.bundesanzeiger-verlag.de/Familie_Betreuung_Soziales_Familiengericht_und_Vormundschaftsgericht_260159.html Labuhn u.a. Familiengericht und Vormundschaftsgericht]
*[https://shop.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung-und-pflege/praxiskommentar-betreuungs-und-unterbringungsverf/?cHash=5d4dd6a1ffacf5b1e72e2e8c7dc09e1e Fröschle: Praxiskommentar Betreuungs- und Unterbringungsverfahren, Neuauflage 2010]
*[http://shop.bundesanzeiger-verlag.de/Familie_Betreuung_Soziales_Verfahrenspflegschaft_in_Betreuungs-_und_Unterbringungssachen_195072.html Harm: Verfahrenspflegschaft in Betreuungs- und Unterbringungssachen]
*[https://shop.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung-und-pflege/genehmigungen-bei-betreuung-und-vormundschaft/?cHash=28da97024892b151a9c6d7f2dbee1a80 Fiala u.a.: Genehmigungen bei Betreuung und Vormundschaft]
*[https://shop.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung-und-pflege/verfahrenspflegschaft-in-betreuungs-und-unterbrin/?cHash=a8c76ba429692c9f2f5ef4fc4c24b1f8 Harm: Verfahrenspflegschaft in Betreuungs- und Unterbringungssachen]
*[https://shop.bundesanzeiger-verlag.de/kindschafts-und-familienrecht/die-fgg-reform-das-neue-verfahrensrecht/?cHash=e5ae53237e867c900aa728b94fc80c4c Meier-Seitz u.a.: Die FGG-Reform. Das neue Verfahrensrecht]
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*Abramenko: Die Anhörungsrüge nach dem neuen FamFG; FGPrax 2009, 198
*Bergmann: Die Änderungen in Betreuungs- und Unterbringungssachen durch das FamFG, ZFG 2008, 453
*Bienwald: Zur Einsichtnahme des Betreuten in die Betreuungsakten des Betreuers; [[BtPrax]] 2003, 16
*ders.: Zum Verfahrensrecht in Betreuungssachen; BtMan 2007, 171
*ders.: Zum Verfahrensrecht in Betreuungssachen; [[BtMan]] 2007, 171
*Coeppicus, Rolf: Durchführung und Inhalt der Anhörung in Betreuungs- und Unterbringungssachen; FamRZ 91, 892
*ders.: Der materiall-rechtlich Bevollmächtigte als Verfahrensbevollmächtigter seines Auftraggebers im Verfahren zur Bestellung eines Betreuers gem. § 1896 Abs. 3 BGB; Rpfleger 2009, 290
*ders.: Verschaffung des unmittelbaren Eindrucks vom Betroffenen; FamRZ 92, 16
*ders.: Generelle Verlängerung der Überprüfungsfrist für [[Betreuerbestellung]] oder [[Einwilligungsvorbehalt]]; FamRZ 2006, 1430
*ders.: Grundsätze eines fairen Verfahrens - Sicherung der rechte der Betroffenen; RechtspflegerStudienhafte 2009, 161
*Brosey: Die Würdigung von Sachverständigengutachten in Betreuungs- und Unterbringungssachen unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung, BtPrax 2011, 141
*Coeppicus: Durchführung und Inhalt der Anhörung in Betreuungs- und Unterbringungssachen; FamRZ 1991, 892
*ders.: Verschaffung des unmittelbaren Eindrucks vom Betroffenen; FamRZ 1992, 16
*ders.: Protokollierungen in Anhörungen durch Protokollführer oder Diktiergerät? BtPrax 1995, 201
* Epple, Dieter: Der Einfluß der Betreuungsverfügung auf das Verfahren, die Führung und Überwachung der Betreuung, BtPrax 93, 156
*Epple: Der Einfluss der Betreuungsverfügung auf das Verfahren, die Führung und Überwachung der Betreuung, BtPrax 93, 156
*Formella: Herbert: Aufsicht über die persönliche Betreuung; Rpfleger 94, 238
*Formella: Aufsicht über die persönliche Betreuung; Rpfleger 94, 238
*ders.: Das Einführungsgespräch; BtPrax 1995, 198
*Gleißner, Helga: Entlastungserklärung für Vormund und Pfleger, in: Rpfleger 1986, 462
*Holzhauer, Heinz: Abhebungen des Betreuers vom Konto des Betreuten unter 5000,--DM immer genehmigungsfrei? BtPrax 94, 42
*Jensen, Rita/ Röhlig, Hans-Werner: Rechtsschutz und Betreuungsrecht (zu Coeppicus, FamRZ 1993, 1017 ff); FamRZ 1994, 617
*Jochum, Günter: Zur Frage von Mitteilungspflicht und vg. Genehmigung bei drohendem Wohnungsverlust, BtPrax 94, 201
*Jensen/ Röhlig: Rechtsschutz und Betreuungsrecht (zu Coeppicus, FamRZ 1993, 1017 ff); FamRZ 1994, 617
*Jochum: Zur Frage von Mitteilungspflicht und vg. Genehmigung bei drohendem Wohnungsverlust, BtPrax 1994, 201
*Jürgens: Erforderlichkeitsgrundsatz im Betreuungsverfahren; BtPrax 2002, 18
*Kemper, Rainer: Das Betreuungsrecht in der gerichtlichen Praxis; FuR 94, 267
*Kemper: Probleme des Betreuungsrechtes in der gerichtlichen Praxis; FuR 1992, 261
*Klüsener, Bernd: Vormundschaftsgerichtliche Genehmigungen nach § 1822 BGB; Rpfleger 93, 133
*ders.: Das Betreuungsrecht in der gerichtlichen Praxis; FuR 1994, 267
*ders.: Das Verfahren in der ersten Instanz nach dem FamFG; FamRB 2008, 345
*Klüsener: Vormundschaftsgerichtliche Genehmigungen nach § 1822 BGB; Rpfleger 1993, 133
*ders.: Anmerkung zu BayObLG FamRZ 1993, 448 (ausschließl. Richterzuständigkeit für Abgabe), FamRZ 1993, 986
*Knittel: Auf dem Weg zur FGG – Reform; [[BtPrax]] 3/2008
*Lantzerath, Gisela: Vieles bleibt noch zu tun - über die Auswirkungen des neuen Gesetzes aus der Sicht einer Rechtspflegerin; BtPrax 92, 13
*Knittel: Das FGG-Reformgesetz - ein Mammutwerk; BtMan 2009, 59
*Leistner, Christian: Gedanken eines Amtsrichters zur Neuregelung von Entmündigung, Vormundschaft und Pflegschaft; DAVorm 87, 297
*Pohl, Kay-Thomas: Verfahrenspflegschaft; BtPrax 92, 19 und 56
*Rethmann/Rottbeck: Eingeschränkte Freiheit. Die Bedeutung der Autonomie der Person im Rahmen des gesetzlichen Betreuungsverfahrens; ZME 2002, 55
*Rink, Jürgen: Anforderungen an das Vormundschaftsgericht aufgrund des neuen BtG; FuR 90, 253
*Rink: Anforderungen an das Vormundschaftsgericht aufgrund des neuen BtG; FuR 90, 253
*ders.: Kritische Anmerkungen zum Verfahren in Betreuungs- und Unterbringungssachen; RuP 91, 148
*ders.: Einheitsentscheidung im neuen Betreuungsrecht? Rpfleger 89, 14
*ders.: Die Wirksamkeit von Entscheidungen in Betreuungs- und Unterbringungssachen; FamRZ 92, 1011
*Rogalla, Catharina: Mehr Rechtsschutz durch den Verfahrenspfleger, BtPrax 93, 146
*Reichel, Herbert: Zum Unterbringungsrecht in den neuen Bundesländern, FamRZ 90, 1318
*Reichel: Zum Unterbringungsrecht in den neuen Bundesländern, FamRZ 90, 1318
*Ruhl, Werner: Einstweilige Anordnungen im Betreuungs- und Unterbringungsrecht; FuR 94, 254
*Ruhl: Einstweilige Anordnungen im Betreuungs- und Unterbringungsrecht; FuR 94, 254
*Schreieder: Die Bestimmung des örtlich zuständigen Gerichts..., BtPrax 1998, 203
*Schumacher, Ulrich: Hypertrophie der Verfahrensgarantien im BtG-Entwurf; ZRP 91, 270
*Sonnenfeld: Das Betreuungsverfahrensrecht nach der geplanten FGG-Reform; in: Sonnenfeld (Hrsg.:): Nichtalltägliche Fragen aus dem Alltag des Betreuungsrechts; Festschrift für Werner Bienwald; Bielefeld 2006, ISBN 3-7694-0993-0
*Staffler, Elmar: Aufsicht über Vormund, Pfleger und Betreuer sowie staatliches Wächteramt, Rechtspfleger-Studienhefte 1994, 161
*dies.: Das Betreuungsverfahrensrecht nach dem FamFG; Rpfleger 2009, 361
*van Els, Hans: Ein Vormundschaftsrichter für alte und/oder behinderte Volljährige; DAVorm 88, 201
*Sorg: Wesentliche Änderungen in Betreuungssachen nach dem FGG-Reformgesetz, BWNotZ 2009, 90
*Wesche, Otto: Zur Einheitsentscheidung im neuen Betreuungsrecht; Rpfleger 89, 225
*Staffler: Aufsicht über Vormund, Pfleger und Betreuer sowie staatliches Wächteramt, Rechtspfleger-Studienhefte 1994, 161
*Zimmermann, Walter: Das neue Verfahren in Betreuungssachen; FamRZ 91, 270
*Tischler: Keine Mitwirkung des Betreuers bei Verlängerung der Betreuung; BtPrax 1996, 216
*van Els: Ein Vormundschaftsrichter für alte und/oder behinderte Volljährige; DAVorm 88, 201
*Wesche: Zur Einheitsentscheidung im neuen Betreuungsrecht; Rpfleger 89, 225
*Zimmermann: Das neue Verfahren in Betreuungssachen; FamRZ 91, 270
*ders.: Die Beteiligten im neuen FamFG; FPR 2009, 5
*Zweifel: Zur Abgabe des Betreuungsverfahrens bei einem Aufenthaltswechsel; BWNotZ 2006, 39
*[http://www.gerichtsorte.de/ Adressen aller Gerichte]
*[[Genehmigungspflichten|Betreuungsgerichtliche Genehmigungen von a-z]]
*[[Genehmigungspflichten|Vormundschaftsgerichtliche Genehmigungen von a-z]]
*[http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C9937828_L20.pdf Anregung einer Betreuungsanordnung (Niedersachsen - PDF)]
*[http://www.justiz.nrw.de/BS/formulare/betreuung_vormundschaft/anregung_betreuerbestellung.pdf Weitere Anregung einer Betreuerbestellung (NRW - PDF)]
*[http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/soziales-familie/soziales/rechtliche-betreuung/fragen-zur-betreuung/formular-anregung-einer-betreuung-pdf,property=source.pdf dito (Hamburg)]
*[http://www2.bremen.de/justizsenator/amtsgericht-bremen/formulare/Antrag_Betreuung.pdf dito, Bremen]
*[http://www.justiz.sachsen.de/smj/pdf/AnregungBetreuer.doc dito (Sachsen, Winword)]
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