Source: https://www.zvi-online.de/heft-5-2020/zvi-2020-188-keine-zustimmung-zur-betriebsstilllegung-allein-aufgrund-einer-gewerberechtlichen-untersagungsverfuegung/
Timestamp: 2020-05-28 01:50:27
Document Index: 80492705

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 12', '§ 22', '§ 12', '§ 35', '§ 22', '§ 12']

Keine Zustimmung zur Betriebsstilllegung allein aufgrund einer gewerberechtlichen Untersagungsverfügung gegen den Schuldner (AG Hannover, Beschl. v. 10.12.2019 – 905 IN 548/19 - 1) – ZVI 2020, 188 | ZVI online
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln 1619-3741 Zeitschrift für Verbraucher- und Privat-Insolvenzrecht ZVI 2020 RechtsprechungEröffnungsverfahrenInsO § 22 Abs. 1 Satz 2; GewO §§ 12, 35 Abs. 1Keine Zustimmung zur Betriebsstilllegung allein aufgrund einer gewerberechtlichen Untersagungsverfügung gegen den Schuldner InsO§ 22 GewO§ 12 GewO§ 35 AG Hannover, Beschl. v. 10.12.2019 – 905 IN 548/19 - 1 (rechtskräftig)AG HannoverBeschl.10.12.2019905 IN 548/19 - 1rechtskräftig
Gewerberechtliche Hindernisse wie eine Untersagungsverfügung gegen den Schuldner spielen bei einer Betriebsfortführung in die Entscheidung nach § 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 InsO nicht hinein. Dass jene einer Betriebsfortführung und damit zugleich den Zielen des Insolvenzverfahrens entgegenstehen können, hat der Gesetzgeber der Insolvenzordnung nicht übersehen. Er hat den Konflikt zwischen Insolvenz- und Gewerberecht an anderer Stelle, nämlich in § 12 GewO geregelt und bewusst zu Gunsten des Insolvenzverfahrens aufgelöst.