Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20266/04
Timestamp: 2018-12-17 13:32:37
Document Index: 54022487

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 103', '§ 286', '§ 8', 'Art. 103', '§ 286', '§ 8', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 253', 'BGH', 'BGH', '§ 20', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.05.2007 - II ZR 266/04 - dejure.org
GG Art. 103 Abs. 1; ZPO §§ 286, 402; UmwG §§ 8, 16 Abs. 3, 69
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bei einem Sichverschließen des Tatrichters gegenüber der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an die Substantiierung des Klägervortrags; Pflicht zur Einholung eines gerichtlichen Sachverständigengutachtens bei Unkenntnis des Tatrichters im Falle eines Streits zweier Parteien eines aktienrechtlichen Anfechtungsrechtsstreits unter Vorlage einander in wesentlichen Punkten widersprechenden Privatgutachten über komplexe fachspezifische Fragen der Unternehmensbewertung; Zulässigkeit der Weiterführung einer Anfechtungsklage hinsichtlich einer normierten Schadensersatzpflicht auch in Bezug auf den "Annexbeschluss" zur Kapitalerhöhung; Wahrung der schriftlichen Form eines Verschmelzungsberichts
Weiterführung der Anfechtungsklage nach Freigabe und Eintragung der Verschmelzung wegen Schadensersatz auch in Bezug auf Annexbeschluss zur Kapitalerhöhung ("Vattenfall/Bewag")
GG Art. 103 Abs. 1; ZPO §§ 286 A, 402; UmwG §§ 8, 16 Abs. 3, 69
Folgen der Freigabeentscheidung im Umwandlungsrecht
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch den Tatrichter, der in einem aktienrechtlichen Anfechtungsstreit bei widersprüchlichem, durch Privatgutachten gestütztem Parteivortrag ohne Einholung eines Sachverständigengutachtens entscheidet; Weiterführung des Anfechtungsstreits nach Registereintragung der Verschmelzung nebst Kapitalerhöhung ( 16 Abs. 3 UmwG)
Anforderungen an die Sachaufklärung bei Vorlage widersprechender Privatgutachten; Erledigung eines aktienrechtlichen Anfechtungsrechtsstreits durch Eintragung der Verschmelzung mit Kapitalerhöhung in das Handelsregister; Anforderungen an die Form des Verschmelzungsberichts
Anfechtungsklage, Annexbeschluss, Freigabeverfahren, Kapitalerhöhung, rechtliches Gehör, Rechtsmissbrauch, Sachverständiger, Verschmelzung, Verschmelzungsbericht
Unterzeichnung des Verschmelzungsberichts durch Vorstandsmitglieder in vertretungsberechtigter Zahl wahrscheinlich ausreichend
Bei Fragen der Unternehmensbewertung darf der Tatrichter ohne eigene Sachkunde nicht dem Vortrag einer Partei den Vorzug geben
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 21.05.2007, Az.: II ZR 266/04 (Verschmelzung mit Kapitalerhöhung: Erstreckung der Anfechtungsklage auch auf den "Annexbeschluss" zur Kapitalerhöhung" von RA/StB Dr. Wolf-G. Frhr. von Rechenberg, original erschienen in: BB 2007, 1980.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum BGH-Beschluss vom 21.05.2007, Az.: II ZR 266/04 (Schriftformerfordernis des Verschmelzungsberichts)" von Notar Dr. Oliver Vossius, original erschienen in: NotBZ 2007, 363.
LG Berlin, 08.09.2003 - 93 O 47/03
KG, 25.10.2004 - 23 U 234/03
NJW-RR 2007, 1409
ZIP 2007, 1524
DNotZ 2008, 143
WM 2007, 1569
BB 2007, 1977
DB 2007, 1858
NZG 2007, 714
Die Angabe näherer Einzelheiten ist nicht erforderlich, soweit diese für die Rechtsfolgen nicht von Bedeutung sind (vgl. BGH, Urteile vom 12. Juli 1984 - VII ZR 123/83, NJW 1984, 2888 unter II 1 a; vom 21. Januar 1999 - VII ZR 398/97, NJW 1999, 1859 unter II 2 a mwN; Beschlüsse vom 1. Juni 2005 - XII ZR 275/02, NJW 2005, 2710 unter II 2 a; vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, NJW-RR 2007, 1409 Rn. 8;… vom 12. Juni 2008 - V ZR 223/07, juris Rn. 6 f.;… vom 25. Oktober 2011 - VIII ZR 125/11, NJW 2012, 382 Rn. 14).
Sind diese Anforderungen erfüllt, ist es Sache des Tatrichters, in die Beweisaufnahme einzutreten und dabei gegebenenfalls die benannten Zeugen oder die zu vernehmende Partei nach weiteren Einzelheiten zu befragen oder einem Sachverständigen die beweiserheblichen Streitfragen zu unterbreiten (…vgl. BGH, Urteile vom 12. Juli 1984 - VII ZR 123/83, aaO unter II 1 b;… vom 21. Januar 1999 - VII ZR 398/97, aaO unter II 2 b; Beschlüsse vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, aaO;… vom 12. Juni 2008 - V ZR 223/07, aaO Rn. 7;… vom 25. Oktober 2011 - VIII ZR 125/11, aaO).
Genügt das Parteivorbringen diesen Anforderungen an die Substantiierung, so kann der Vortrag weiterer Einzeltatsachen nicht verlangt werden (vgl. BGH, Urteil vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, ZIP 2007, 1524 Rn. 5;… Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 114/15, ZIP 2016, 1376 Rn. 18).
Die Angabe näherer Einzelheiten ist nicht erforderlich, soweit diese für die Rechtsfolgen nicht von Bedeutung sind (vgl. BGH, Urteile vom 12. Juli 1984 - VII ZR 123/83, NJW 1984, 2888 unter II 1 a; vom 21. Januar 1999 - VII ZR 398/97, NJW 1999, 1859 unter II 2 a mwN; Beschlüsse vom 1. Juni 2005 - XII ZR 275/02, NJW 2005, 2710 unter II 2 a; vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, NJW-RR 2007, 1409 Rn. 8;… Senatsbeschluss vom 25. Oktober 2011 - VIII ZR 125/11, aaO Rn. 14).
Sind diese Anforderungen erfüllt, ist es Sache des Tatrichters, in die Beweisaufnahme einzutreten und dabei gegebenenfalls die benannten Zeugen oder die zu vernehmende Partei nach weiteren Einzelheiten zu befragen oder einem Sachverständigen die beweiserheblichen Streitfragen zu unterbreiten (…vgl. BGH, Urteile vom 12. Juli 1984 - VII ZR 123/83, aaO unter II 1 b;… vom 21. Januar 1999 - VII ZR 398/97, aaO unter II 2 b; Beschlüsse vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, aaO;… vom 12. Juni 2008 - V ZR 223/07, aaO Rn. 7).
Die Angabe näherer Einzelheiten ist nicht erforderlich, soweit diese für die Rechtsfolgen nicht von Bedeutung sind (vgl. BGH, Urteile vom 12. Juli 1984 - VII ZR 123/83, NJW 1984, 2888 unter II 1 a; vom 21. Januar 1999 - VII ZR 398/97, NJW 1999, 1859 unter II 2 a mwN;… Beschlüsse vom 1. Juni 2005 - XII ZR 275/02, aaO unter II 2 a; vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, NJW-RR 2007, 1409 Rn. 8;… vom 12. Juni 2008 - V ZR 223/07, juris Rn. 6 f.).
Es ist vielmehr Sache des Tatrichters, bei der Beweisaufnahme die benannten Zeugen nach Einzelheiten zu befragen, die ihm für die Beurteilung der Zuverlässigkeit der Bekundungen erforderlich erscheinen (BGH, Beschlüsse vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, WM 2007, 1569 Rn. 8;… vom 11. Mai 2010 - VIII ZR 212/07, aaO;… vom 25. Oktober 2011 - VIII ZR 125/11, aaO;… vom 28. Februar 2012 - VIII ZR 124/11, aaO; jeweils mwN).
Genügt das Parteivorbringen diesen Anforderungen an die Substantiierung, kann der Vortrag weiterer Einzeltatsachen nicht verlangt werden (vgl. nur Sen.Beschl. v. 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, ZIP 2007, 1524;… Sen.Urt. v. 25. Juli 2005 - II ZR 199/03, ZIP 2005, 1738, 1740 m.w.Nachw.).
Der Pflicht zur Substantiierung ist mithin nur dann nicht genügt, wenn das Gericht aufgrund der Darstellung nicht beurteilen kann, ob die gesetzlichen Voraussetzungen der an eine Behauptung geknüpften Rechtsfolgen erfüllt sind (BGH…, Urteil vom 25. Juli 2005 - II ZR 199/03 -, WM 2005, S. 1847 ; Beschluss vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04 -, WM 2007, S. 1569 ;… Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08 -, WM 2009, S. 1154 ).
Der Pflicht zur Substantiierung ist nur dann nicht genügt, wenn das Gericht aufgrund der Darstellung nicht beurteilen kann, ob die gesetzlichen Voraussetzungen der an eine Behauptung geknüpften Rechtsfolgen erfüllt sind (…BVerfG, WM 2012, 492 Rn. 16; BGH…, Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, WM 2009, 1154 Rn. 4; Beschluss vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, ZIP 2007, 1524 Rn. 8; Urteil vom 25. Juli 2005- II ZR 199/03, WM 2005, 1847, 1848 m.w.N.).
Genügt das Parteivorbringen diesen Anforderungen an die Substantiierung, kann der Vortrag weiterer Einzeltatsachen, die etwa den Zeitpunkt und den Vorgang bestimmter Ereignisse betreffen, nicht verlangt werden; es ist dann vielmehr Sache des Tatrichters, bei der Beweisaufnahme die benannten Zeugen nach Einzelheiten zu befragen, die ihm für die Beurteilung der Zuverlässigkeit der Bekundungen erforderlich erscheinen (…s. zu alldem BGH, Beschlüsse vom 11. Mai 2010 - VIII ZR 212/07, NJW-RR 2010, 1217, 1218 f Rn. 11;… vom 7. Dezember 2009 - II ZR 229/08, NJW-RR 2010, 246, 247 Rn. 3 mwN;… vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, NJW 2009, 2137 Rn. 4;… vom 2. Juni 2008 - II ZR 121/07, NJW-RR 2008, 1311 Rn. 2 und vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, NJW-RR 2007, 1409, 1410 Rn. 8;… Zöller/Greger, ZPO, 29. Aufl., § 138 Rn. 7b und vor § 253 Rn. 23).
Rückforderung angeblich rechtsgrundlos überwiesener Geldbeträge: Anforderungen an …
BGH, 02.06.2008 - II ZR 67/07
Haftung des die interne Kompetenzordnung missachtenden Gesellschafters
BGH, 22.06.2009 - II ZR 143/08
Pflichtgemäße Zahlung des Geschäftsführers an sich selbst
Zur Anwendung von § 20 II UmwG bei Kapitalherabsetzung
BGH, 18.04.2012 - IV ZR 147/10
OLG Naumburg, 27.10.2016 - 41 U 17/16
Private Unfallversicherung: Invaliditätsbemessung für distale Radiusfraktur mit …
OLG Stuttgart, 23.05.2011 - 8 W 294/10
Verschmelzung von Vereinen: Wirksamkeit einer Satzungsregelung über die …
BGH, 12.11.2007 - II ZR 259/06
BGH, 28.11.2008 - LwZR 2/08
OLG Naumburg, 30.08.2012 - 4 U 47/11
Sukzessivlieferungsvertrag: Vertragsschluss nach den Grundsätzen des …
OLG München, 18.12.2008 - 19 U 5582/07
OLG Naumburg, 18.12.2014 - 4 U 23/14
Private Unfallversicherung: Berücksichtigung einer Gelegenheitsursache bereits …
OLG Naumburg, 10.05.2012 - 4 U 37/11
Rückgriffsprozess des Sozialversicherungsträgers nach Verkehrsunfall: Einholung …
OLG Naumburg, 20.11.2014 - 4 U 1/14
Deckungsklage gegen die Krankentagegeldversicherung: Antrag auf Zeugenvernehmung …
LG Schwerin, 29.09.2010 - 6 S 34/10
Verkehrsunfall - Behauptung der Unschlüssigkeit der Klage