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Timestamp: 2018-04-22 01:04:33
Document Index: 306054842

Matched Legal Cases: ['§ 797', '§ 807', '§ 793', '§ 807', '§ 793', '§ 797', '§ 807']

jura-basic (Fahrkartenkauf) - Grundwissen
Kaufvertrag (Inhaberkarten =Eintritts- und Fahrkarten)
Der Aussteller ist nur gegen Aushändigung der Inhaberkarte zur Leistung verpflichtet (§ 797 BGB@ analog iVm § 807 BGB@).
Da der Aussteller nur gegen Aushändigung der Karte zur Leistung verpflichtet ist, enthält die Inhaberkarte ein verbrieftes Recht, wie ein Wertpapier.
Charakteristisch für ein Wertpapier ist, dass ein Recht verbrieft ist und das Recht ohne Vorlage des Papiers weder geltend gemacht noch auf andere übertragen werden kann. Um das Recht geltend machen zu können ist der Besitz des Papiers erforderlich (siehe Wertpapier).
Durch Leistung an den Inhaber der Urkunde, wird der Aussteller von seiner Leistungspflicht befreit. Der Aussteller wird durch die Leistung an den Inhaber auch dann befreit, wenn der Inhaber zur Verfügung über die Urkunde nicht berechtigt ist (§ 793 Abs. 1 BGB@ analog iVm § 807 BGB@). Dies gilt allerding nur, wenn der Aussteller davon ausgeht, dass der Karteninhaber der Berechtigter ist. Nur dann ist der Aussteller kraft Gesetz zur Leistung verpflichtet (vgl. § 793 Abs. 1 BGB@) und soll geschützt werden.
Mit der Aushändigung der Inhaberkarte erwirbt der Aussteller das Eigentum an der Urkunde. Dies gilt auch dann, wenn der Inhaber zur Verfügung über sie nicht berechtigt ist (§ 797 BGB@ analog iVm § 807 BGB@). Dies fördert die Umlauffähigkeit der Inhaberkarte gegenüber den Namenspapieren.
Für die Gültigkeit einer Inhaberkarte ist eine Unterzeichnung der Urkunde nicht erforderlich (siehe Inhaltsübersicht, 2. Unterzeichnung).
Beim Kauf von Inhaberkarten (z.B. Fahrschein, Eintrittskarte) ist zu unterscheiden zwischen
2. Unterzeichnung
3. Kauf der Inhaberkarte
4. Einlösen der Inhaberkarte
5. Einwendungen des Ausstellers
8. AGB auf Inhaberkarte
9. Beispiele für Inhaberkarten
10. Sonderfall Gutschein
Dokument-Nr. 000426