Source: https://pflege-dschungel.de/2018/05/07/infografik-entlastungsbetrag-2018/
Timestamp: 2018-10-18 00:40:56
Document Index: 260580969

Matched Legal Cases: ['§45', '§45', '§6', '§6', '§ 45', '§ 45', '§45', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 9', '§ 3']

Infografik - Entlastungsbetrag 2018 - Pflege-Dschungel.de
Entlastungsbetrag, Infografik, Pflegepolitik, Pflegeversicherung
Auf der Infografik finden Sie eine Übersicht zum eigentlichen Konzept des Entlastungsbetrags, wie es sich der Gesetzgeber gedacht hatte. Dieses berücksichtigte bereits 2014 die Anforderungen des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und die neuen Dimensionen der Entlastungsangebote.
Diese Aktualisierung der Anforderungen spiegelt sich nicht in allen Landesverordnungen wider. Trotz Übernahme der neuen Präambel wurden hier oft die alten Konzepte aus den früheren Regelungen für die „niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote“ verwendet.
Die Weigerung der meisten Landesregierungen, die Entlastungsleistungen auch von qualifiziert geschulten Nachbarn, Bekannten und Verwandten durchführen zu lassen, führt zu sehr unbefriedigenden Ergebnissen. Laut einer aktuellen Umfrage nutzen über 50 % der Familien den Entlastungsbetrag nicht.
Die in der Infografik komprimiert dargestellten finanziellen Möglichkeiten sind auf meiner Seite zum Entlastungsbetrag und zum ergänzenden Umwandlungsanspruch von Sachleistungen in Detail erläutert. Hier finden Sie auch mögliche Umsetzungen der Ansprüche, die nicht unwesentliche finanzielle Vorteile bieten können.
Konkrete Hilfen für Anbieter und Suchende
Für alle 16 Bundesländer sind die direkten Links zu allgemeinen Informationen, Anbieter-Listen, gesetzlichen Verordnungen und den Informationen für Anbieter-Bewerbungen/Anträge übersichtlich dargestellt. Im Einzelnen finden Sie:
Allgemeine Informationen der Landesregierungen und Ämter
Wortlaut der landesspezifischen Verordnungen für Anbieter
Antrags-Informationen für Anbieter
Listen mit Anbietern in den Bundesländern
Hier am Beispiel vom Bundesland Niedersachen sehen Sie exemplarisch die Aufbereitung, wie sie für jedes Bundesland zu finden ist.
Alle Informationen finden Sie auf der Seite zum Entlastungsbetrag. Auf der Seite bitte etwas herunter scrollen.
Hier können Sie die Infografik – Entlastungsbetrag 2018 als PDF herunterladen
Ich hoffe, Sie bekommen so etwas mehr Licht im ENTLASTUNGSBETRAG-Pflege-Dschungel 😉
Hendirk Dohmeyer
C.Sandhop	am 16. Mai 2018 um 22:18
Tolle Idee für die Infos hier zu veröffentlichen 👍
MeineFrage ist: bis 2018 müssen die Beträge aus 2015 +2016 bis 12/2018 aufgebraucht werden, woher weiß man welchen Betrag die Pflegekassen zuerst abrechnen, da ja auch von 2017 bis 06/2018 aufgebraucht werden muss.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Mit freundlichen grüßen C.Sandhop
Hendrik Dohmeyer	am 17. Mai 2018 um 7:05
Guten Morgen, einfach bei Ihrer Pflegekasse anrufen und um eine aktuelle Aufstellung der Guthaben fragen und um die Zusendung der Übersicht bitten. Das sollte überhaupt kein Problem sein. Je nachdem welche Beträge dort noch stehen, müssen Sie dann bei der Abrechnung zum 30.6. eine entsprechende Ansage machen, dass zuerst die Restguthaben aus 2017 abgerechnet werden. Kundenorientierte Kassen sollte das aber eigentlich auch als Service selber regeln und ihre Kunden nicht enttäuschen.
Diana Schindler	am 25. Juni 2018 um 19:03
Hallo Herr Dohmeyer,
ich war schon des öfteren auf Ihrer Seite und hat mir schon viel geholfen.
Jetzt meine Fragen. Eine Bekannte aus unseren Dorf,kommt zu meiner Mama (PG3&bettlägerig)
und liest ihr oft aus Zeitungen oder Büchern vor. Zählt sowas auch als Entlastungbetrag? Und kann ich es der Pflegekasse in Rechnung stellen?
Danke und liebe Grüße Diana
Hendrik Dohmeyer	am 26. Juni 2018 um 21:25
Hallo Diana, schön, dass ich Dir schon helfen konnte. Eure Bekannte könnte dies nur über den Entlastungsbetrag abrechnen, wenn sie von Eurer Landesregierung hierfür anerkannt ist. Dies setzt aber voraus, dass in Eurem Bundesland überhaupt private Helfer anerkannt werden.
Wenn Eure Bekannte die Betreuungsleistung während Deiner stundenweisen Abwesenheit (warum auch immer) ausführt, könnt ihr sie natürlich vom Budget der Verhinderungspflege bezahlen.
In Baden Württemberg ist keine zentrale Seite für alle anerkannten Anbieter vorhanden. Wir verlinken als Beispiel auf die Anbieter in Karlsruhe.
Mit ihrem gesuchten „Stadtnamen“ & „Liste der anerkannten Dienste zur Unterstützung im Alltag §45a“ einfach bei BING oder Google suchen.
§45a VERORDNUNG
Anbieter-Antrag §6
Anbieter-Antrag §6/2
Anmerkungen: Das „Zentrum Bayern Familie und Soziales“ hat zur Zeit Probleme mit dem Internetzugang.
Falls eine Fehlermeldung erscheit, wenn Sie sich für den Anbieter-Antrag interessieren, bitte zwischenzeitlich 089189660 anrufen.
Anbieter-Antrag
Anmerkungen: Die Verordnung basiert noch auf dem alten § 45b Absatz 4 (104 / 208 Euro Regelung). Trotzdem wird sie anscheinend für die Anerkennung angewendet.
Eine Liste mit Anbierten ist (noch) nicht vorhanden. Es wird auf den pflege-navigator.de verwiesen, der aber nicht wirklcih helfen kann.
Anmerkungen: Es müssen bis zu 360 Euro „Regiekosten“ jährlich an das vermittelnde Dienstleistungszentrum überweisen werden, wenn man eine/n der ehrenamtlichen Helfer/innen beschäftigen möchte.
Diese Regiekosten werden offiziell nicht von der Pflegekasse erstattet.
Anmerkungen: Regelung für private Helfer:
Regelungen zur privaten Nachbarschaftshilfe in Hamburg
Für Details bitte folgende Abschnitt öffnen:
Anmerkungen: Trotz Ankündigung des Pressesprechers des Hessischen Sozialministeriums, dass Anfang 2018 eine Verordung in Kraft treten sollte, ist bis Mitte April noch nichts veröffentlicht. Wenn jemand Neuigkeiten kennt, bitten wir um eine kurze Information.
8. Mecklenbrug-Vorpommern
Anmerkungen: Die Verordnung basiert noch auf „Niedrigschwellige Betreuungsangebote im Sinne des § 45b SGB XI von 2010.
§45a (b) VERORDNUNG
Anbieter-Antrag (.doc-Dokument)
Antrags-Erläuterungen (.doc-Dokument)
Anbieter-Liste (Excel-Liste)
Anmerkungen: Anträge auf Anerkennung als Anbieter erfolgen formlos. Das Niedersächsische Landesamt für Soziales,
Jugend und Familie stellt zwei Word-Dokumente als Hilfe zur Verfügung. Beratung für Bewerber übernimmt Frau Veronika Heineke (Tel. 05121/304-201 und Frau Neumann (Tel. 05121/304-230).
Anbieter-Antrag Anforderungen
Anbieter-Antrag Hilfskriterien
Anmerkungen: NRW hat mit der Plattform https://www.pflegewegweiser-nrw.de/ eine sehr vorbildliche Suchhilfe gestartet.
NRW ermöglicht die private Hilfe über den Entlastungsbetrag abzurechnen. Hierfür ist u.a. die Regelung zur Fachkraftbegleitung zu beachten. Informationen finden Sie hier: https://www.mags.nrw/informationen-fuer-anbieter. Einen Mustervertrag hierzu können Sie heir einsehen: https://www.senioren-assistentin.de/2017/01/09/anerkennung-nach-45a-sgb-xi-niedrigschwellige-betreuungsangebote/
Anmerkungen: Erlaubt die private Hilfe. Es reicht ein formloser Antrag nach einem Beratungsgespräch mit:
von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier
Die Anerkennung von Einzelpersonen ist möglich.
Anbieter-Liste Bsp. Saarbrücken
(Hinweis: Nicht wundern, dass Nr. 5 fehlt – steht so im Gesetz drin)
Besondere Anerkennungs-voraussetzungen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag
durch Einzelkräfte
(1) Voraussetzung für die Anerkennung von Einzelkräften, die ihre Leistungen im
Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit oder eines unmittelbaren Beschäftigungsverhältnisses
im häuslichen Bereich des Pflegebedürftigen nach § 2 Absatz 4 Nummer 5 anbieten, ist die Vorlage eines Konzepts oder einer Leistungsbeschreibung mit
1. die Zielgruppe und die Zielperson,
2. die Art und den Umfang der Angebote zur Unterstützung im Alltag,
3. den Wohnort der leistungserbringenden Person,
4. die zielgruppen- und tätigkeitsspezifische Qualifikation der leistungserbringenden
Person; hierzu ist, sofern die Person nicht über eine abgeschlossene Qualifikation
nach § 3 Absatz 4 verfügt, eine Qualifikation mit insgesamt mindestens
120 Stunden zu je 45 Minuten entsprechend den Maßgaben des § 3 Absatz 5 zu
erbringen, darüber hinaus sind mindestens acht Stunden zu je 45 Minuten jährlicher
Fortbildung nachzuweisen,
6. das zahlenmäßige Betreuungsverhältnis bei Gruppenangeboten; bei Gruppenbetreuungen
ist der Nachweis über angemessene Räumlichkeiten (Größe,
Anzahl, sanitäre Anlagen) erforderlich,
7. die Vorlage eines behördlichen Führungszeugnisses.
(2) Die Regelungen nach dem MiLoG müssen beachtet werden.
(3) Einzelkräfte nach § 2 Absatz 4 Nummer 5, die nicht über eine Qualifikation nach
§ 3 Absatz 4 verfügen, benötigen bei der Ausübung der von ihnen erbrachten Leistungen die Unterstützung einer anerkannten Servicestelle nach § 9 oder einer anderen Fachkraft nach § 3 Absatz 4.