Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=25.10.2011&Aktenzeichen=2%20BvR%20979/10
Timestamp: 2019-08-26 01:56:34
Document Index: 182210029

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 19', '§ 115', '§ 24', 'Art 10', 'Art 10', '§ 93', '§ 24', '§ 115', '§ 29', 'Art 10', 'BGH', '§ 119']

BVerfG, 25.10.2011 - 2 BvR 979/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,1443
BVerfG, 25.10.2011 - 2 BvR 979/10 (https://dejure.org/2011,1443)
BVerfG, Entscheidung vom 25.10.2011 - 2 BvR 979/10 (https://dejure.org/2011,1443)
BVerfG, Entscheidung vom 25. Januar 2011 - 2 BvR 979/10 (https://dejure.org/2011,1443)
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Art. 10 Abs. 1 GG; Art. 19 Abs. 4 GG; § 115 Abs. 3 StVollzG; § 24 Abs. 2 Satz 1 JVollzGB III BW
Briefgeheimnis im Strafvollzug (Postkontrolle; Verteidigerpost; Sichtkontrolle); Rechtsschutzinteresse (Wiederholungsgefahr); Einwilligung (Freiwilligkeit)
Verletzung des Briefgeheimnisses (Art 10 Abs 1 GG) zu Lasten eines Strafgefangenen durch unzulässige Kontrolle von Verteidigerpost - Grundrechtseingreifender Charakter einer behördlichen Maßnahme entfällt aufgrund einer Einwilligung des Betroffenen nur bei freier Erteilung dieser Einwilligung
Art 10 Abs 1 GG, § 93c Abs 1 S 1 BVerfGG, § 24 Abs 2 S 1 JVollzIIIGB BW 2009, § 115 Abs 3 StVollzG, § 29 Abs 1 S 1 StVollzG
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Briefgeheimnisses (Art 10 Abs 1 GG) zu Lasten eines Strafgefangenen durch unzulässige Kontrolle von Verteidigerpost - Grundrechtseingreifender Charakter einer behördlichen Maßnahme entfällt aufgrund einer Einwilligung des Betroffenen nur bei freier Erteilung dieser Einwilligung
Verfassungsbeschwerde wegen der Kontrolle von Verteidigerpost im Strafvollzug; Möglichkeit der Heilung einer unzulässigen Öffnung von Verteidigerpost durch ein eingeholtes Einverständnis des Gefangenen
LG Ravensburg, 26.02.2010 - 7 StVK 87/10
OLG Stuttgart, 13.04.2010 - 4 Ws 69/10
OLG Stuttgart, 05.12.2011 - 4 Ws 69/10
BVerfGK 19, 140
NStZ 2012, 432
NStZ-RR 2012, 60
StV 2012, 161
Angesichts des festgestellten Verstoßes bedarf es ebenso wenig einer Entscheidung, ob das angegriffene Urteil noch aus weiteren Gründen und in weiteren Hinsichten Rechte der Beschwerdeführerin verletzt (vgl. BVerfGK 19, 140 ).
Dies setzt voraus, dass der Untergebrachte einwilligungsfähig ist (vgl. BGHZ 29, 46 ; 154, 205 ) und keinem unzulässigen Druck ausgesetzt wurde, etwa durch das Inaussichtstellen von Nachteilen im Falle der Behandlungsverweigerung, die sich nicht als notwendige Konsequenzen aus dem Zustand ergeben, in dem der Betroffene unbehandelt voraussichtlich verbleiben oder in den er aufgrund seiner Weigerung voraussichtlich geraten wird (vgl. BVerfGE 128, 282 ; s. auch BVerfGK 19, 140 , m.w.N.).
BVerfG, 30.10.2014 - 2 BvR 1513/14
Für die Anordnung von Beschränkungen gemäß § 119 StPO müssen konkrete …
Die angeordneten Beschränkungen greifen in die genannten Grundrechte des Beschwerdeführers ein (…vgl. zur Besuchsüberwachung BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 20. Juni 1996 - 2 BvR 634/96 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; zur Beschränkung des Besuchsverkehrs BVerfGE 34, 384 ; zur Postkontrolle BVerfGK 19, 140 m.w.N.).