Source: https://www3.hi-tier.de/infoEQ.html
Timestamp: 2018-11-18 21:45:11
Document Index: 305843695

Matched Legal Cases: ['§44', '§ 44', '§ 44', '§44', '§44', '§ 44']

Ab 19. Dezember 2017 NEU in der Equidendatenbank :
Dokumentation der Arzneimittelanwendung bei Fohlen vor Equidenpass-Ausgabe (durch den behandelnden Tierarzt)
Die Dokumentation einer Arzneimittelverwendung von Fohlen wird i.d.R. notwendig bei Fohlen die vor der Ausstellung eines Equidenpasses zur Notfallbehandlung in der Praxis oder der Klinik vorgesellt werden.
Equiden gelten gemäß Artikel 37 Absatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/262 (DVO) als zur Schlachtung für den menschlichen Verzehr bestimmt, sofern dies nicht in Abschnitt II Teil II des Equidenpasses unwiderruflich anders festgelegt wird. Ihre Behandlung ist nur unter Beachtung der für Lebensmittel liefernde Tiere geltenden Vorgaben möglich. Dies gilt auch für Equiden, für die noch kein Equidenpass ausgestellt wurde. Eine Ausnahmeregelung für Fohlen, die noch keinen Equidenpass erhalten haben, sieht die Durchführungsverordnung nicht vor.
Dadurch werden die Behandlungsmöglichkeiten von solchen Fohlen sehr eingeschränkt.
Um hier Abhilfe zu schaffen wird - in Abstimmung mit BMEL und den Ländern - zur Dokumentation von Arzneimittelanwendungen bei Fohlen eine spezielle Erfassungsmaske angeboten.
Tierärzte und Kliniken, die eine Behandlung bei Fohlen durchführen, für welche noch kein Equidenpass ausgestellt wurde, machen also zur Arzneimittelanwendung mit der Angabe der Transpondernummer eine entsprechende Meldung.
Der Tierarzt / die Klinik (mit dem Betriebstyp 84 /85) melden NUR die Arzneimittelanwendung. Liegt die Meldung zur Transponderzuteilung noch nicht vor, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung.
Die Transponder zuteilende Stelle muss die Meldung der Transponder-Zuteilung noch nachholen, damit die Meldung der Arzneimittelverwendung zur Transpondernummer möglich ist.
Modell B - Meldung MIT automatischer Transponder-Zuteilung Typ 55 : LINK Ablaufschema
Die Zuteilungsmeldung stellt die Verknüpfung des Transponders mit dem Halter des Equiden her. Fehlt sie, kann die Pass ausgebende Stelle keine Passdaten in HIT melden und damit den Pass nicht ausgeben.
Die sich aus der Arzneimittelbehandlung ergebende und zum Transponder eingetragene "Eigung" (nicht, oder für den menschlichen Verzehr bestimmt) wird von der Passausgebenden Stelle vor dem Passdruck abgefragt und entsprechend in den auszustellenden Equidenpass eingetragen.
TA meldet Arzneimittelbehandlung zum Transponder mit Status
ggfs. zusammen mit Transponderzuteilung – Modell B
Pass ausgebende Stelle ruft Daten zum Transponder ab
Status wird direkt für Passdruck verwendet
Die Kennzeichnungs- und Registrierungspflichten von Equiden wurden durch die EU mit der Verordnung Nr. 504/2008 und der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) in der Fassung vom 3. März 2010 geregelt. Davon betroffen sind Einhufer, wie Pferde, Esel, Zebras oder deren Kreuzungen.
Die elektronische Kennzeichnung mit einem Transponder (Chip)
Ein lebenslang gültiger Equidenpass (Identifikationsdokument)
Eine Datenbank zur Aufzeichnung bestimmter Informationen über den Equiden
Verantwortlich für die Identifizierung seines Equiden - und damit für die Kennzeichnung und die Beantragung eines Equidenpasses ist der Tierhalter.
Für die Zuteilung der Registriernummern sind in den Bundesländern die Adressdatenstellen zuständig.
Alle ab 01. Juli 2009 geborene Tiere sind mit einem implantierbaren Transponder ("Chip") zu kennzeichnen und es ist ein Equidenpass zu beantragen.
Einhufer, die bis zum 30. Juni 2009 geboren und nach bisher geltendem Recht mit einem Equidenpass identifiziert worden sind; Sie gelten als identifiziert und müssen nicht mit einem Transponder gekennzeichnet werden.
Der Transpondercode hat folgenden Aufbau (§44 Abs. 2 der ViehVerkV):
3stelliger Länderschlüssel für Deutschland (276), 2 Stellen für Tierart (02=Equide) und 10 Stellen individuelle Nummer, z.B. 276021234567890.
Die Zuständigkeit für die Verteilung der Transponder zur Equidenkennzeichnung ist landesspezifisch geregelt.
Für Einhufer, die in einem Zuchtverband oder internationale Wettkampforganisation (z.B. die FN für Sportpferde) registriert sind, bestellt der jeweilige Verband im Auftrag des Tierhalters die Transponder und gibt sie an seine Mitglieder aus.
Für Einhufer, die keinem Verband angehören (sog. nicht registrierte Zucht- und Nutzequiden), wendet sich der jeweilige Tierhalter direkt an die zentrale Transponderstelle.
Verantwortlich für die Kennzeichnung ist der Halter des Equiden; er muss hierfür einen Kennzeichnungsberechtigen beauftragen.
Nach § 44 Abs. 1 der ViehVerkV sind kennzeichnungsberechtigt:
durch eine von einer tierzuchtrechtlich anerkannten Züchtervereinigung oder einer internationalen Wettkampforganisation beauftragte, im Hinblick auf die Vornahme der Kennzeichnung von Einhufern sachkundige Person (z.B. der Brennmeister).
Zusammen mit dem Transponder ist für die Identifizierung des Tieres die Ausstellung eines Equidenpasses erforderlich (gemäß § 44a ViehVerkV).
Mit der elektronischen Kennzeichnung und die im Identifikationsdokument vermerkte Transpondernummer wird eine lebenslange, eindeutige Verbindung zwischen dem Einhufer und seinem Equidenpass geschaffen.
Pass ausgebende Stellen
Der Tierhalter muss das Dokument bei der Pass ausstellenden Stelle beantragen und dabei folgende Informationen angeben: Seine Registriernummer, die Transpondernummer, die Art des Einhufers, das Geschlecht, die Farbe, das Geburtsdatum, die Betriebsnummer der Person, die den Transponder gesetzt hat sowie Angaben zum Besitzer / Eigentümer. Zusätzlich muss das Geburtsland vermerkt werden, ob es sich um einen in einem deutschen Zuchtverband registrierten Einhufer oder einen "nicht registrierten Zucht- und Nutzeinhufer" handelt und ob dieser zur Schlachtung vorgesehen ist.
für registrierte Equiden, also Equiden, die in einem Zuchtbuch eingetragen sind oder vorgemerkt sind und eingetragen werden können, der jeweilige Zuchtverband ("Fohlenregistrierung")
für Equiden, die bei einer international anerkannten Organisation für sportliche Wettkämpfe geführt werden, die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)
für nicht registrierte Zucht- und Nutzequiden die Veterinärbehörde oder eine von dieser beauftragten Stelle (hier sind landesspezifische Regelungen zu berücksichtigen)
Laut §44c der ViehVerkV muss der Tierhalter die Kennzeichnung bei der zuständigen Behörde anzeigen; Er kommt dieser Verpflichtung nach, indem er die Pass ausstellende Stelle mit der Meldung der erforderlichen Passdaten an die HIT beauftragt.
Ein Tierhalter darf einen Einhufer nur in seinem Bestand übernehmen, soweit der Einhufer von einem Equidenpass begleitet wird und er - soweit er nach dem 01. Juli 2009 geboren wurde, mittels Transponder gekennzeichnet ist. Dies gilt auch für die Übernahme durch Transportunternehmen.
Beim Verkauf des Einhufers muss der neue Halter den Besitzerwechsel bei der Pass ausgebenden Stelle angeben.
Nach dem Tod, der Schlachtung oder dem Verlust eines Einhufers hat der jeweilige Tierhalter (z.B. auch der Schlachtbetrieb) den Equidenpass unter Angabe des Todes- oder Verlustdatums unverzüglich an die Stelle, die das Dokument ausgestellt hat, zurückzusenden.
Bitte beachten: Eventuelle Fragen zur Kennzeichnungspflicht und Passausstellung sind ausschließlich an das zuständige Veterinäramt und nicht an den Betreiber der HIT-Datenbank zu richten.
Die Equiden-Datenbank ist eine Erweiterung HIT-Datenbank (Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere - HIT)
Die HIT-Datenbank ist die zentrale Informationsplattform für die Veterinär- und Agrarverwaltung in Deutschland. Die nach der Viehverkehrsverordnung erforderlichen Meldungen für Rinder, Schweine sowie Schafen und Ziegen werden hier zentral gespeichert. Ziel ist es für die genannten Tierarten, die Herkunft und sämtliche Aufenthaltsorte schnell und zuverlässig zurückverfolgen zu können - insbesondere im Tierseuchenfall. Darüber hinaus werden in der HIT-Datenbank im Bereich der Rinderdatenbank die Untersuchungsbefunde zu verschiedenen Tierseuchen, wie z.B. für BHV1 und BVD sowie Impfdaten dokumentiert.
Durch die lebenslange, eindeutige Verbindung zwischen dem Einhufer und seinem Equidenpass und der Eintragung der relevanten Daten in der HIT- Datenbank soll primär die Ausstellung von mehreren Equidenpässen für ein und dasselbe Tier verhindert werden. Im Sinne eines effektiven Verbraucherschutzes muss der lebenslang geltende Status des Tieres als "zur Schlachtung für den menschlichen Verzehr bestimmt" zweifelsfrei vorliegen.
Auch die behördliche Überwachung im Falle eines Tierseuchenausbruchs, z.B. der Infektiösen Anämie der Einhufer (in den vergangenen Jahren und auch aktuelle Fälle) soll verbessert werden. Auch muss Vorsorge getroffen werden für ein worst case-Szenario im Falle des Auftretens der Afrikanischen Pferdepest. Die schnelle und sichere Identifizierung der Tiere ist eine wichtige Vorraussetzung für eine effektive Seuchenbekämpfung.
Der Tierhalter kann derzeit nur seine Transponderbestellungen und -zuteilungen sowie Passdaten in HIT einsehen. Ob ein Tierhalter online einen Transponder bestellen darf, ist landesspezifisch geregelt. Anders als bei der Rinder-, Schweine-, Schaf- und Ziegendatenbank ist hier der Tierbestand bzw. sind Veränderungen im Tierbestand nicht in HIT zu melden!
1. Schritt: Virtuelle Bestellung von Transpondern - die Meldung erfolgt durch die zentrale Transponderausgabestelle
Um einen überschneidungsfreien Einsatz von Transpondercodes zu gewährleisten, werden die Nummern von der HIT-Datenbank zentral verwaltet. Die Transponder ausgebende Stelle meldet hierzu eine virtuelle Bestellung und reserviert sich damit ein Nummernkontingent. Im nächsten Schritt beauftragt sie den Hersteller mit der Produktion von Chips, die mit den Nummern aus ihrem zugeteilten Pool ausgestattet werden.
2. Schritt: Zuteilung von Transpondern - die Meldung erfolgt durch die zentrale Transponderausgabestelle oder Pass ausstellende Organisation
Nachdem die Chips vom Hersteller an die Transponderstelle ausgeliefert wurden, ist deren Weitergabe an Zuchtverbände oder Equidenhalter (von nicht registrierten Einhufern) mit einer entsprechenden Zuteilungsmeldung in HIT zu dokumentieren. Für Tierhalter von registrierten Einhufern ist die Zuteilung von der Pass ausgebenden Organisation im Auftrag ihrer Mitglieder zu melden. Damit ist die Verknüpfung des Transponders mit dem Tierhalter dokumentiert, die Voraussetzung für die Erfassung der Passdaten ist.
Beim Übermitteln der Daten in die HIT wird die Betriebsnummer des Tierhalters hinsichtlich des Betriebstyps plausibilisiert. Fehlt der entsprechende Betriebstyp als Pferdehalter, folgt eine Nachfrage vom System, die zu bestätigen ist, wenn die Eingabe gespeichert werden soll. Nach erfolgreicher Speicherung wird die zugehörige Anschrift ausgegeben. Die Abfrage von Adressen der Tierhalter vor einer Meldung ist aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.
3. Schritt: Eingabe der Passdaten - die Meldung erfolgt durch die Pass ausstellende Organisation
Bevor der Druck des Identifikationsdokuments (Equidenpass) erfolgt, muss die zuständige Stelle die Passdaten in die HIT-Datenbank eingeben, um die Angaben des Tierhalters- wie die Betriebsnummer und die Anschrift- zu prüfen. Beim Einfügen der Meldung wird geprüft, ob die Betriebsnummer in der Datenbank existiert und mit dem Betriebstyp "Equidenhalter" registriert ist.
Durch die Eintragung der Nummer des implantierten Transponders ist der Pass einem bestimmten Individuum zugeordnet. Über diese Verknüpfung wird sichergestellt, dass für jeden Einhufer nur ein Dokument ausgestellt wird. Voraussetzung für die Erfassung der Passdaten ist, dass die Zuteilung des Transponders für den Tierhalter in HIT vorliegt.
Um die Datenpflege möglichst den Arbeitsabläufen in der Praxis anzupassen, kann bei der Eingabe der Passinhalte zugleich die Zuteilung des Transponders gemeldet werden, wenn diese Option aktiviert ist. Somit entfällt eine separate Meldung der Zuteilung. Die Pass ausstellende Organisation kann jedoch nur aus der ihr zugeordneten Transponderserie stammende Chips zuteilen!
Auch für "alte" Transponder, die nicht dem Aufbau der Vorgaben des §44 Abs. 2 ViehVerkV entsprechen, aber ISO-konform mit 15stelliger Nummer sind, können die Passdaten und die Todmeldung in HIT eingetragen werden.
"Physische" Bestellung von Transpondern - durch zentrale Transponderausgabestelle oder Pass ausstellende Organisation oder Tierhalter
Zudem ist eine konkrete (physische) Transponderbestellung möglich, aber nicht verpflichtend. Beispielsweise kann ein Zuchtverband seine Bestellung in Höhe des durchschnittlichen Jahresbedarfs hier melden. Als Ausgeber ist die zentrale Transponderstelle im jeweiligen Land einzutragen. Oder der Verband dokumentiert die von den Tierhaltern vorliegenden Bestellungen in HIT. In der Eingabemaske ist sie unter der Bestellart "physisch- konkrete Transponder" einzutragen.
Möglich ist auch, dass die zentrale Transponderstelle im Auftrag der Pass ausgebenden Organsisation die Bestelldaten eingibt. Die Beteiligten müssen untereinander vereinbaren, welche Organisation ggf. die Bestellung in HIT einträgt.
Todmeldung - die Meldung erfolgt durch die Pass ausstellende Organisation
Gemäß § 44a der Viehverkehrsverordnung ist der Tierhalter verpflichtet, den Pass nach dem Tod, der Schlachtung oder dem Verlust des Tieres an die Pass ausgebende Stelle zurückzuschicken. Der Rücklauf des Dokuments kann mit der Todmeldung in HIT hinterlegt werden.
Ist ein implantierter Transponder defekt, kann die identische Nummer von der Transponder ausgebenden Stelle oder Pass ausstellenden Organisation nachbestellt werden.
Eine Anleitung zur Erfassung von Meldungen in der Equiden-Datenbank für zentrale Transponderstellen und Pass ausstellenden Organisationen finden Sie hier als PDF
Zusätzlich gibt es einen Fragen-Antwort-Katalog zur Kennzeichnung und Identifizierung von Einhufern auf der BMELV-Internetseite unter folgender Adresse: http://www.bmelv.de/cln_154/DE/Landwirtschaft/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/Einhufer/Einhufer_node.html
Datenfluss Transponderbestellung / -zuteilung und Passausstellung
Die mit einem fett markierten Pfeil dargestellten Meldungen, wie z.B. die Transponder-Zuteilung an die Passstelle bzw. an den Tierhalter sind zwingend erforderlich in HIT zu erfassen. Die gestrichelten Pfeile charakterisieren optionale Meldungen, wie beispielsweise die Bestellung der Transponder von der Pass ausgebenden Organisation bei der Transponderstelle.
Über die Internet-Adresse www.hi-tier.de hat der Anwender Zugang zur HIT und zum Meldeprogramm für die Bestellung und Zuteilung von Transpondern sowie für die Eingabe von Passdaten. Im Meldeprogramm meldet er sich unter seiner Betriebsnummer und PIN in der HIT an und kann seine Daten einsehen und im Rahmen seiner Kompetenz entsprechende Meldungen durchführen.
Der Benutzer besitzt nur Zugriffkompetenz auf die Equidendatenbank, sofern für die Betriebsnummer ein entsprechender Betriebstyp in HIT durch die Adressdatenstelle eingetragen wurde. Über den Betriebstyp, d.h. die Rolle, die der Registrierte im System hat, wird festgelegt, welche Rechte er im System hat. Der einzelne Benutzer kann nur im Rahmen der ihm zugewiesenen Kompetenz Programmfunktionen in der HIT nutzen.
(hat derzeit keine Zugriffskompetenz auf die Datenbank) Tierärzte mit Typ 84 oder 85 sind kennzeichnungsberechtigt und müssen keinen zusätzlichen Betriebstyp haben)
Seite zuletzt bearbeitet: 02. November 2018 14:01, Anbieterinformation siehe hier im Impressum.