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Timestamp: 2019-01-19 22:45:36
Document Index: 326434

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 104', '§ 20', '§ 104', '§ 1', '§ 2', '§ 20', '§ 20']

Rezensionen | Berufskrankheiten.de
bzw. Kommentare von
und weiteren namentlich hervorgehobenen Rezensenten!
Rezensionsexemplar erbeten am 25. 12. 2018.
Zitat von S. 224, Beat Bächi: “Berufskrebs als Experiment am Menschen”
Hrsg. v. Schmiedebach, Heinz-Peter
Reihe: Schriften des Historischen Kollegs 98
Hinweis: Bei fehlendem Sachregister lassen sich auch weder unter “Inhalt” noch bei “Abkürzungen” Anhaltspunkte dafür finden, daß Berufskrankheiten (BK) – als häufigste arbeitsbedingte Todesursache (Berufskrebs!) – etwas mit sog. “öffentlicher Gesundheit” zu tun haben könnten: fallen sie etwa unter “nicht-öffentliche Gesundheit”?
Für Infektionskrankheiten im “Gesundheitsdienst” gibt es sogar eine eigene BK-Nr. 31 01 Anlage 1 BKV…!
Lepke, A.:
ESV, Berlin 2018
Sachverzeichnis: Zehn (!) Randnummer-Hinweise auf “Berufskrankheit”
Gute Arbeit / AUSGABE 2018
ISBN: 978-3-7663-6634-4 – Bund-Verlag, Frankfurt
Anmerkungen: “Gute Arbeit” – gut für wen?
Erst im Anhang werden unter 3. Arbeit und Gesundheit (!?) Arbeitsopfer-Zahlen statistisch aufgearbeitet, wobei ein eindrucksvolles Diagramm (Abb. 39) ausweist, daß 58,2% auf Berufskrebs mit Todesfolge durch Asbest (i. J. 2015) beruhen – aber es “(…) muss von einer weiteren Dunkelziffer ausgegangen werden.”
Das dem gesamtem Arbeitsunfall- und Berufskrankheiten- Geschehen zugrundeliegende Präventionsversagen (§ 1 SGB VII) – mit bekanntlich mehr als doppelt so vielen Todesfällen durch Berufskrankheiten (etwa 6-7 p. d.) wie durch Unfälle – wird leider nicht thematisiert, obwohl ein großer Teil der Verantwortung dafür bei den (Gewerkschafts-)Mitgliedern in den Selbstverwaltungs- und Mitbestimmungsgremien liegt.
Unter 2.2 “Ursachen der Arbeitsunfähigkeit” wird medienkonform selbstverständlich die Problematik der Krankmeldungen wegen Berufskrankheiten verschwiegen. Folgerichtig werden demnach unter 2.3 und 2.4 psychische Störungen gar nicht erst als Krankheitsbefunde behandelt, die einer Berufskrankheit zugrunde liegen können! Und wenn schon “burn out” (Abb. 28), dann sollte in Gewerkschaftskreisen der Hinweis nicht unterbleiben, dass das ein unsägliches Problem nicht nur von Berufskrebspatienten, sondern auch z. B. von Patienten mit Berufsallergien darstellt, weil Ihre Anerkennung von der Berufsaufgabe abhängt…
Herausgegeben von Egger, Matthias; Razum, Oliver; Rieder, Anitade Gruyter, Berlin/Boston 2018
Bei fehlendem Literaturverzeichnis fällt positiv ins Gewicht, dass das umfangreiche Register zum Stichwort “Berufskrankheiten” immerhin sieben, zur “Berufskrankheitenverordnung” einen und zu den “Berufsgenossenschaften” (BG´en) zwei Seitenhinweise angibt.
Leider wird bei den BG´en deren hauptsächliche Existenzgrundlage als Unternehmerhaftpflicht-Versicherungsträger (§ 104 SGB VII) verschwiegen.
Tabuisiert werden ferner Berufskrankheiten-Todesfälle als häufigste “arbeitsbedingte Todesursache” sowie die Tatsache, dass man unter “Prävention” auch an “Berufskrankheiten-Prävention” denken müßte. Zum zweimal zitierten “Präventionsgesetz” fehlt folgerichtig der Hinweis auf die auch dort ignorierte “Berufskrankheiten-Prävention” (vgl. § 20 SGB V).
Während “Berufsdermatosen” als Einzelposition erscheint, kommen Begriffe wie “Berufskrebs” und “Berufsallergien” erst gar nicht vor…
Ferner wird selbst das nicht zu übergehende sogenannte “Burn out” (S. 194, 336 und 338) als quasi Standard-Symptomatik bei Berufskrankheiten-Opfern schlicht übergangen!
Cave: “Nicht die Gesundheit ist Gegenstand der Medizin, sondern die menschlichen Krankheiten.” (s. u.: Medizinphilosophie )
PS: Public Health: Volksgesundheit (Leo), Kompakt: compact (Leo)
Kohlhammer, Stuttgart 2017
Laut Stichwortverzeichnis (S. 175) kommen BERUFSKRANKHEITEN (Berufskrebs etc.) gar nicht vor (auf ein Rezensionsexemplar wird daher verzichtet!).
“Doch beim Lesen wird deutlich, dass mit dem Wort “Beruf” im Titel eigentlich nur ganz bestimmte Berufsgruppen gemeint sind – das mittlere und gehobene Management nämlich sowie in der Öffentlichkeit stehende Personen.” (Rezension / 10.11.2017 / Angst am Arbeitsplatz / Sarah Zimmermann / Spektrum.de)
Berufskrankheiten kommen laut Register (S. 325) gar nicht vor (auf ein Rezensionsexemplar wird daher verzichtet!)
Diepold, Markus / Stelzer, Matthias
Huss-Medien, Berlin 2017
Offensichtlich handelt es sich um eine von Unternehmer-Haftpflichtversicherungsträgern/BG´en (UHV-Tr./§ 104 SGB VII) unbeeinflusste Neuerscheinung, die leider aber das Hauptziel von “Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilung”, nämlich die Prävention (§ 1 SGB VII) der Berufskrankheiten(-Todesfälle) und anderen arbeitsbedingten Unglücksfällen von “Beschäftigten” (§ 2 SGB VII) nicht sehr anschaulich vermittelt!
Die Redaktion “Arbeit und Arbeitsrecht” (Hrsg.) hätte dazu aus der eigenen Fachzeitschrift entsprechende Literatur beisteuern können; diese Möglichkeit ist wohl aufgrund des Verzichts auf ein Literaturverzeichnis unterblieben!
Huber, R. M. / Tumorzentrum München (Bd.-/Hrsg.):
Zuckschwerdt, Germering/München 2017
Pleuratumore sind offensichtlich nicht geeignet, im Titel mit erfaßt zu werden. Wenn man dann zum häufigsten tödlichen Berufskrebs, dem malignem Pleuramesotheliom durch Asbest das Stichwort “Früherkennung” sucht, wird man das fehlende Sachregister sehr vermissen! In wieweit es sich darüber hinaus bei Befunden einer sogenannten Pleuraasbestose im Grunde um Pleuramesotheliom-Vorstufen handelt, sollte bei einer weiteren Auflage nicht unbeantwortet bleiben!
Als BREXIT-Folge wäre konsequenterweise die Wiedereinführung des deutschen Alphabets bei den Literaturaufstellungen überfällig!
Hien, W., Obenland,H.:
Schadstoffe und Public Health.
Ein gesundheitswissenschaftlicher Blick auf Wohn- und Arbeitsumwelt.
Shaker, Aachen 2017
Schadstoffe und … was nun: Berufskrebs, Berufsallergien – vielleicht sogar Berufskrankheiten mit tagtäglich etwa sieben und mehr Todesfällen(Dunkelziffernproblematik)?
Nein: stattdessen im Titel nur modernistisch-unsaubere Begrifflichkeiten wie “public health” und “gesundheitswissenschaftlicher Blick” (Vorsicht: nur keine Krankheiten!) sowie Arbeits-um-feld(?).
Ein fehlendes Stichwortverzeichnis/Sachregister hilft leider auch nicht weiter …
Aber: Überraschenderweise imponiert das als “Nachweise” angebotene Literaturverzeichnis durch eine sonst unübliche ordentliche Verwendung des deutschen Alphabets – Kompliment!
Aber: Inhaltlich verrät die Literaturauswahl zumindest bezüglich der formal weltweit führenden deutschen Realisierung von Berufskrankheiten-Lehre und -Recht keine souveräne wissenschaftliche Objektivität.
Vorläufiges Resümee: Die auffällige Berufskrankheiten-Tabuisierung schon bei der Titelformulierung lenkt erheblich von den mehr sozialpolitisch ausgerichteten Anliegen der Referenten ab!
Kleiner Hinweis: Während die Berufskrankheiten verursachenden toxischen Schadstoff-Expositionsverhältnisse bezüglich ihrer Dosiswirkungsbeziehungen vom Berufskrankheitenbundesministerium (BMAS) behandelt und als Berufskrankheiten-Verordnung (!) umgesetzt werden, könnten dessen Erkenntnisse in der “low dosis”-Umweltvariante von dem entsprechenden Umwelt-Ministerium leicht übernommen werden!
MEDIZIN: Diskussion – Nierenzellkarzinom als Berufskrankheit
Holzapfel, K.-J. (Hrsg.:)
Deutscher Bundestag (18. Wahlperiode)
NDV Neue Darmstädter Verlagsanst., 2017
Der mit einem Geleitwort des Bundestagspräsidenten DR. LAMMERT versehene “Kürschner” bietet allen Berufskrankheitenopfern bzw. deren Angehörigen die Möglichkeit, ihren regional zuständigen Bundestagsabgeordneten zu identifizieren und bezüglich der ca. 6-7 Berufskrankheiten-Todesfälle tagtäglich (z.B. durch Berufskrebs) nach den Gründen der Berufskrankheiten-Tabuisierung durch unsere Politiker zu befragen.
VSA, Hamburg 2016
Hinweis: Rezensionsexemplar ist angefordert!
Eine Anfrage zu den zugrundliegenden Berufskrankheiten (BK-Nr. 43 01 oder 43 02) , d. h. zur Indikation für eine BK-klärende Obduktion wurde bisher nicht beantwortet!
Borck, C.: Medizinphilosophie, Junius, Hamburg 2016
Leider liefert das Sachregister keinen Hinweis auf Berufskrankheiten geschweige denn auf deren Kausalitätsnexus zur Arbeitswelt. Die in den Medien übliche Tabuisierung wird also nicht durchbrochen, obwohl 6-7 (cave: Dunkelziffern) Berufskrankheiten-Todesopfer tatäglich dafür sprechen, den Sachverhalt einem ethischen Diskurs zu unterwerfen (vgl. HIPPOKRATES – s. u. ).
Aber: “Nicht die Gesundheit ist Gegenstand der Medizin, sondern die menschlichen Krankheiten.” (S. 94)
Besonders unangenehm fallen mehrere englischsprachige Zitate auf, deren Übersetzung der Leserschaft nicht zugemutet werden, z. B.: “(…) at some point, sooner or later, you are bound to die. (…) try again, try something different.”
Knieps, F., Pfaff, H. (Hrsg.):
Med. Wiss. Verlagsges. (mwv), Berlin 2015
Traurig aber wahr: Berufskrankheitenopfer finden in diesem Buch mit 440 Seiten trotz § 20 SGB V (Berufskrankheiten/BK-Mitteilungspflicht der GKV an die GUV!) keinen angemessenen Platz! – BK-Dunkelziffern: Kostenträgerschaft GKV versus GUV –
Vgl. Siebeneich (s. u. / 2009) sowie Müsch, Krankmeldungen wegen Berufskrankheiten? Zitat: “438 Mio. Tage fehlten Arbeitnehmer in Deutschland im Jahr 2008 krankheitsbedingt“, so lautet die Zahl der Woche im Deutschen Ärzteblatt vom 16. April 2010.” Die BKK 07/2010, 401“
Lauterbach, K.:
Preisfrage: Ob der “SPD-Gesundheitsexperte” auch Industrie-Krebsopfer (tagtäglich bis zu 7 Berufskrebs-Todesfälle) behandelt – ein Rezensionsexemplar ist bestellt!
Rixen , D. et al.:
DE GRUYTER, Berlin-Boston 2015
“Das Buch enthält … keine Informationen speziell zur Arbeits – und Berufsanamnese.” (Persönl. Mittlg. des Verlags)
Kommentar: Ausgehend von der historischen Vorgabe, “… jeden Patienten nach seinem Beruf zu fragen.” (HIPPOKRATES), irritiert es doch sehr, daß ausgerechnet Autoren aus einer Unternehmerhaftpflicht-Versicherungsklinik, einer sog. berufsgenossenschaftlichen Klinik die “Arbeits – und Berufsanamnese” in einem DE GRUYTER-Buch unterschlagen.
Als Resultat wird eine Steigerung der iatrogenen Berufskrankheiten-Dunkelziffern zu befürchten sein!
– Franz Xaver Koelsch (1876-1970) – Bayerischer Landesgewerbearzt von der Monarchie bis zur Bundesrepublik.
Rezension: Jachertz, N., Deutsches Ärzteblatt, 14. November 2014,
“Detailreich und betont kritisch stellt sie dessen arbeitsmedizinischen, sozialen und politischen Einstellungen dar. Elsner…bevorzugt einen sozialmedizinischen Ansatz. … Anhand der Biografie lässt sich nachempfinden, wie zäh die Auseinandersetzungen um die Aufnahme einer ⌈Berufs-⌉ Erkrankung in die ⌈Berufskrankheiten-⌉ Liste verlaufen und immer noch verlaufen.”
Rezension von Müsch: siehe “Arbeitsmedizin“
Vorwort (BT-Vizepräs.): “Das … Buch ist ein längst überfälliges, notwendiges Projekt …” sowie “…auch die Politik es viel zu lange versäumt hat, das Notwendige zu tun.”
Kommentar: “Diese Aussage von Claudia Roth … gilt selbstverständlich genauso für ihre frühere “rot-grüne” Bundesregierung!” – oder? (Müsch, Berufskrankheiten – Todesfälle, Mit Toten gewinnt man keine Wahlen, Arbeit und Arbeitsrecht (AuA), 353-355, 2015)
Identifikation von Berufskrankheiten auf der Basis von Routinedaten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
Diese Doktorarbeit hätte es verdient, als Pflichtlektüre bei allen Gesetzlichen Krankenversicherungen (BKK, IKK , AOK etc.) zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Berufskrankheiten-Verfahren nach § 20 SGB V eingesetzt zu werden! (Bei der BKK – s. o.- scheint es diesbezüglich noch Defizite zu geben: vgl. “BKK Gesundheitsreport 2015: Langzeiterkrankungen”!)
Kommentar: Besonders empfehlenswertes Stichwort: “Professiografie” (S. 144-145)
Lumbale Bandscheibendegeneration bei Erdbaumaschinenfahrern mit langjähriger Ganzkörper-Vibrationsbelastung
(Med. Diss. Mainz; Studie zur Anerkennung als Berufskrankheit: heute BK-Nr. 21 10)
“Herzlichen Glückwunsch zu dem schönen und nun auch einer breiteren Öffentlickeit zugänglichen Nachdruck!” (Prof. Dr. M. H. Hackenbroch, Orthop. Uniklinik zu Köln, persönliche Mittlg. vom 3. 3. 2006 )
Rezension: Hartmann,B., Arbeitsmedizin etc. (ASU), 361-362, 2006
“…von hohem aktuellen Interesse erscheint jetzt die Dissertation…kurz nach dem Zeitpunkt der Änderung des Merkblattes zur BK 2110…Interessant sind ganz besonders die röntgenologischen Stadien…, die…den Konsenskriterien des Jahres 2005 entsprachen…Damit kann der Zusammenfassung zugestimmt werden:
<Bei Erdbaumaschinenfahrern besteht ein Kausalzusammenhang zwischen langjähriger beruflicher Ganzkörpervibrationsbelastung und zeitlichem Auftreten lumbaler Bandscheibendegeneration.> ”
– Ein medizinisch-juristisches Nachschlagewerk –
A. Bahemann, MED SACH vom 1. 1. 2007
“Besonders interessant ist eine Zusammenstellung der Berufskrankheiten nach ärztlichen Fachgebieten …für den Nicht-Arbeitsmediziner sehr zu empfehlen.”
J. Brenn, Rheinisches Ärzteblatt BÜCHER, 42, 5/2012
“Das Standardwerk zu Berufskrankheiten…ist…ein bedeutendes Nachschlagewerk geblieben.”
J. Hassel, Berlin, Arbeit und Arbeitsrecht, 502, 8/06
“Dieses sehr gut sortierte Nachschlagewerk…Darüber hinaus erfüllt…die…unterbliebene Anzeige einer Berufskrankheit gegenüber den Versicherungsträgern den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit…”
Th. Rebe, Deutsches Ärzteblatt
“…ein gutes Übersichtswerk für alle Fachgebiete der Medizin und insbesondere für die Querschnittsbereiche, wie zum Beispiel die Rehabilitationsmedizin.”
U. Ricken, Prakt. Arb. Med. 2008
“Für das pragmatische Handeln des Betriebsarztes eignen sich besonders …”
M. A. Rothschild, Köln, Rechtsmedizin vom 1. 3. 2007:
“…als Standardwerk für Berufskrankheiten unverzichtbar und sollte in keiner Handbibliothek fehlen.”
J. Thürauf, Tinnum, Arbeitsmedizin etc. (ASU) vom 1. 6. 2006
“…das Thema <Berufskrankheiten> erstmals wieder aktuell <aus einer Hand>…Das Buch kann uneingeschränkt empfohlen werden.”