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Timestamp: 2016-10-25 05:15:27
Document Index: 364057871

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Sch�tz, Freiestrasse 13, 8610 Uster,
Die 1967 geborene N.________ arbeitete seit 1. Mai 1999 als Facharbeiterin bei der X.________ AG und war �ber diese bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 4. Mai 2004 erlitt sie als Lenkerin eines Personenwagens einen Verkehrsunfall, als auf dem Parkplatz der Arbeitgeberin ein von links kommendes Auto vorne auf ihr Fahrzeug auffuhr und dieses dadurch gegen einen auf der rechten Seite parkierten Wagen geschoben wurde. Die am folgenden Tag aufgesuchte Haus�rztin, Dr. med. C.________, Fach�rztin FMH f�r Innere Medizin, stellte keine neurologischen Ausf�lle, hingegen eine schmerzhafte Nackenmuskulatur und eine nach links seitlich eingeschr�nkte Halsbeweglichkeit fest und diagnostizierte eine HWS-Distorsion (Arztzeugnis UVG vom 21. Mai 2004). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggelder). Dr. med. W.________, Facharzt FMH Rheumatologie und Innere Medizin, stellte anl�sslich seiner konsiliarischen Beurteilung die Diagnose eines zervikovertebralen Schmerzsydroms nach HWS-Distorsionstrauma (Bericht vom 1. Juni 2004). Aufgrund des persistierenden zervikovertebralen Schmerzsydroms und der zunehmenden depressiven Entwicklung veranlasste Dr. med. C._______ eine station�re Rehabilitation in der Rehaklinik Y.________ vom 24. August bis 21. September 2004, wo erg�nzend eine posttraumatische Belastungsst�rung mit depressiver Entwicklung diagnostiziert wurde (Austrittsbericht vom 26. Oktober 2004). Es folgten weitere ambulante Behandlungen, u.a. seit 23. September 2004 im Psychiatriezentrum M.________ (Bericht vom 8. Februar 2005) und eine erneute rheumatologische Abkl�rung durch Dr. med. W.________ (Bericht vom 15. Dezember 2004). Am 30. September 2004 erstellten die Spezialisten der Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik eine biomechanische Kurzbeurteilung, welche mit Schreiben vom 21. Februar 2005 vervollst�ndigt wurde. Auf Empfehlung des SUVA-Kreisarztes Dr. med. F.________ erfolgte alsdann am 10. Mai 2005 an der Universit�tsklinik A.________ eine erg�nzende kernspintomographische Untersuchung. Mit Verf�gung vom 8. Juni 2005 stellte die SUVA ihre Versicherungsleistungen per 13. Juni 2005 ein, da keine organischen Unfallfolgen mehr vorlagen und die psychogenen St�rungen nicht in einem rechtserheblichen Zusammenhang zum Unfall vom 4. Mai 2005 stehen. Zudem verneinte sie einen Anspruch auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 22. August 2005 fest.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 27. September 2006).
Die Versicherte l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren auf R�ckweisung der Sache an die SUVA zur Neubeurteilung und Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen.
Die SUVA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der angefochtene Entscheid am 27. September 2006 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2.1 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen �ber den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) und Taggelder (Art. 16 Abs. 1 UVG) sowie die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen). Entsprechendes gilt f�r die von der Judikatur entwickelten Grunds�tze zum Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhanges im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461) sowie bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 115 V 133). Darauf wird verwiesen.
2.2 Zudem wird im angefochtenen Entscheid richtig dargelegt, dass die Ad�quanzbeurteilung nach HWS-Distorsionen ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle grunds�tzlich nach der in BGE 117 V 359 dargelegten Rechtsprechung mit ihrer fehlenden Differenzierung zwischen k�rperlichen und psychischen Beschwerden zu erfolgen hat (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99). Von diesem Grundsatz ist abzuweichen, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgepr�gten psychischen Problematik aber unmittelbar nach dem Unfall ganz in den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben: diesfalls ist die Pr�fung der ad�quaten Kausalit�t nach der f�r die psychische Fehlentwicklung nach Unf�llen geltenden Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vorzunehmen (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 [U 164/01]).
Mit der Vorinstanz steht aufgrund der umfassenden medizinischen Aktenlage fest und ist unbestritten, dass im vorliegenden Fall der f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers zun�chst vorausgesetzte nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem am 4. Mai 2004 erlittenen Unfall und den �ber den 13. Juni 2005 hinaus geklagten Beschwerden der Versicherten mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest im Sinne einer Teilkausalit�t gegeben ist (zum Gen�gen einer Teilurs�chlichkeit f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers: BGE 123 V 43 E. 2b S. 45 mit Hinweis, 121 V 326 E. 2 S. 329 mit Hinweisen). Streitig und zu pr�fen bleibt mithin die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs und damit die Frage, ob deren Beurteilung nach der f�r Schleudertrauma oder schleudertrauma�hnliche Verletzungen der HWS geltenden Rechtsprechung (BGE 117 V 359) zu erfolgen hat, wie dies von beschwerdef�hrerischer Seite gefordert wird, oder ob die f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den aufgestellten Regeln (BGE 115 V 133) zur Anwendung gelangen.
4.1 Nach Lage der Akten hat die Vorinstanz zu Recht das Vorliegen relevanter organischer Unfallrestfolgen ausgeschlossen. Insbesondere konnte auch auf den am 10. Mai 2005 in der Universit�tsklinik A.________ angefertigten MRI-Bildern - abgesehen von einer leichten Fehlhaltung der HWS - keine Pathologie festgestellt werden. Die geklagten Beschwerden sind mithin nicht struktureller, sondern funktioneller Natur. Zudem hat das kantonale Gericht richtig erkannt, dass schon kurze Zeit nach dem Unfallereignis vom 4. Mai 2004 psychische Auff�lligkeiten zu verzeichnen waren. So sah sich die Haus�rztin Dr. med. C.________ bereits am 14. Juni 2004, also lediglich sechs Wochen nach dem Unfall, veranlasst, eine antidepressive medikament�se Therapie einzuleiten. Am 26. Oktober 2004 best�tigten die Spezialisten der Rehaklinik Y.________ die Diagnosen eines persistierenden zervikozephalen Schmerzsyndroms sowie einer posttraumatischen Belastungsst�rung mit depressiver Entwicklung. Sodann stellte Dr. med. W.________ am 15. Dezember 2004 fest, dass nunmehr klinisch das depressive Zustandsbild im Vordergrund stehe. Die �rzte des Psychiatriezentrums M.________, wo die Beschwerdef�hrerin seit dem 23. September 2004 in ambulanter psychiatrischer Behandlung stand, diagnostizierten eine Anpassungsst�rung mit l�ngerer depressiver Reaktion (ICD-10 F 43.21) bei Status nach HWS-Distorsionstrauma mit persistierendem zervikozephalem Schmerzsyndrom (Bericht vom 8. Februar 2005). Im Schreiben zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdef�hrerin (vom 20. Oktober 2005) best�tigten sie diese Diagnose und �usserten den Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung. Sie f�hrten aus, die Zunahme der Schmerzsymptomatik, vor allem im Zusammenhang mit der Depression und den beschriebenen negativen Ereignissen (Arbeitsstellenverlust, negativer Entscheid der Unfallversicherung), spr�chen daf�r, dass sich hier eine unabh�ngige Krankheit entwickelt habe, deren Symptome nicht mehr direkt in Zusammenhang mit dem Unfallereignis gebracht werden k�nnten. Die Vorinstanz hat mithin richtig erwogen, dass die zum typischen Beschwerdebild der HWS-Distorsionsverletzung geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise vorliegen, im Verlauf der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft aber nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und im Vergleich zur psychischen Problematik ganz in den Hintergrund getreten sind. Damit ist im vorliegenden Fall zu Recht die Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen gem�ss BGE 115 V 133 ff. zur Anwendung gelangt.
Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen erhobenen Einwendungen, soweit nicht bereits im vorinstanzlichen Entscheid zutreffend entkr�ftet, verm�gen an dieser Betrachtungsweise nichts zu �ndern. Insbesondere kann aus dem Umstand, dass die Versicherte, wie geltend gemacht wird, vor dem Unfall sowohl psychisch wie auch physisch unauff�llig gewesen ist, nichts Gegenteiliges abgeleitet werden, denn dies k�me der - im unfallversicherungsrechtlichen Bereich untauglichen - Formel "post hoc ergo propter hoc" gleich, nach welcher eine gesundheitliche Sch�digung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341; vgl. ferner Urteil U 254/06 vom 6. M�rz 2007 E. 5.1).
4.2 Unbestrittenermassen steht fest, dass das Unfallereignis vom 4. Mai 2004 dem mittleren Bereich zuzuordnen ist. Streitig ist demgegen�ber die weitergehende Einteilung. Die Vorinstanz hat mit Verweis auf die Rechtsprechung (Urteil H. vom 6. M�rz 2006, U 219/05) erwogen, angesichts der im Wesentlichen unbestritten gebliebenen unfallanalytischen Feststellungen, wonach das Fahrzeug der Versicherten eine kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung von 9 bis 15 km/h (erster Aufprall) bzw. 5 bis 10 km/h (zweiter Aufprall) erfahren habe, sei von einem Unfall im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten F�llen auszugehen. Demgegen�ber vertritt die Beschwerdef�hrerin den Standpunkt, dass eine weitergehende Differenzierung aufgrund der Aktenlage und vor allem mit Blick auf die neuesten biomechanischen Erkenntnisse, wonach es eine allgemein g�ltige Harmlosigkeitsgrenze f�r Beschleunigungsverletzungen der Halswirbels�ule gar nicht gebe, nicht vertretbar sei. Diese Frage braucht vorliegend jedoch nicht beurteilt zu werden, denn selbst wenn der Unfall tats�chlich als mittelschwer einzustufen w�re, ist mit der Vorinstanz die Unfallad�quanz der geltend gemachten Beschwerden zu verneinen, da mit Ausnahme der praxisgem�ssen Kriterien der Dauerschmerzen, der Dauer der Heilbehandlung und der langdauernden Arbeitsunf�higkeit, welche ihren Grund in der psychischen Einschr�nkung finden und mithin im Rahmen der hier anwendbaren Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen ausgeklammert bleiben, keines der gem�ss BGE 115 V 140 erforderlichen Kriterien gegeben ist. Es kann auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Auch hieran verm�gen die Einwendungen der Beschwerdef�hrerin nichts zu �ndern. Insbesondere kann von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte, im vorliegenden Fall nicht gesprochen werden, selbst wenn das l�ngere Tragen eines Hals-St�tzkragens, wie geltend gemacht wird, allenfalls kontraindiziert war.