Source: http://www.wegweiser-barrierefreiheit.de/wohnungsbau/saarland/technische-baubestimmungen/technische-baubestimmungen.html
Timestamp: 2018-02-18 21:54:26
Document Index: 90173062

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 50', '§ 39', '§ 50', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 50', '§ 39', '§ 50', '§ 39']

Technische Baubestimmungen - Saarland - Wohnungsbau - Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit
Saarland - Wohnungsbau – Liste der Technischen Baubestimmungen, andere technische Regelwerke und Leitfäden
Zur Umsetzung der Landesbauordnung des Saarlandes (LBO) ist die DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen (DIN 18040-2) als Technische Baubestimmung teilweise eingeführt (siehe Anlage Nr. 7.3/2 der LTB).
Grundlage dieser Einführung sind die allgemeinen Anforderungen des § 3 Abs. 4 Satz 1 LBO . Die als Technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln müssen beachtet werden. Nach § 3 Abs. 4 Satz 3 LBO kann davon abgewichen, wenn mit anderen Lösungen die allgemeinen Anforderungen nach § 3 Abs. 1 LBO in gleichem Maße erfüllt werden. Zu diesen Anforderungen gehört u. a. die Berücksichtigung der besonderen Belange von Familien, Personen mit Kindern, von behinderten und alten Menschen.
Die Anwendung der DIN 18040-2 gilt für Wohnungen, die nach § 50 Abs. 1 LBO barrierefrei sein müssen, sowie für Wohnungen und Aufzüge, die nach § 39 Abs. 5 Satz 3 LBO stufenlos erreichbar sein müssen (siehe Satz 1 Anlage 7.3/2 ).
Alle Anforderungen mit der Kennzeichnung „R“. Diese Vorgaben betreffen die zusätzlichen oder weitergehenden Anforderungen an Wohnungen für eine barrierefreie und uneingeschränkte Rollstuhlnutzung (siehe Abschnitt 1 einschließlich Kasten [Anwendungsbereich]). Darunter fallen z. B. die Bewegungsflächen (Mindestflächen) von 150 cm x 150 cm in Räumen und vor Sanitärobjekten, die Bewegungsfläche von 70 cm Tiefe und 90 cm Breite neben dem WC sowie die Türbreite von mindestens 90 cm.
Neben diesen von der Anwendung ausgenommenen Anforderungen wird eine weitere eingeschränkt: Gemäß Nr. 2 Anlage 7.3/2 reicht es aus, wenn ein Fenster eines Aufenthaltsraums einer Wohnung nach § 50 Abs. 1 LBO dem Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entspricht. Hier geht es um Fenster, die auch in sitzender Position einen Durchblick in die Umgebung erlauben. Die weitergehende Anforderung der Norm bezieht sich auf einen Teil der Fenster in Wohn- und Schlafräumen.
Nach Nr. 3 Anlage 7.3/2 genügt es für die stufenlose Erreichbarkeit von Aufzügen und Wohnungen, wie dies in § 39 Abs. 5 LBO festgelegt ist, dass Eingänge eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben (Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeile 1). Außerdem gelten die Bewegungsflächen an Türen nach Abschnitt 4.3.3.4 und die Anforderungen an Rampen nach Abschnitt 4.3.7.
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In Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Die Räume in diesen Wohnungen müssen mit dem Rollstuhl zugänglich sein. § 39 Abs. 5 bleibt unberührt.
§ 39, Abs. 5, Satz 3
- Wohnungen, soweit sie nach § 50 Abs. 1 LBO barrierefrei sein müssen, und
- Wohnungen und Aufzüge, soweit sie nach § 39 Abs. 5 Satz 3 LBO stufenlos erreichbar sein müssen.
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Die Abschnitte 4.3.6 und 4.4 sowie alle Anforderungen mit der Kennzeichnung „R" sind von der Einführung ausgenommen.
Für Wohnungen nach § 50 Abs. 1 LBO genügt es, wenn ein Fenster eines Aufenthaltsraums Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entspricht.
Für die stufenlose Erreichbarkelt nach § 39 Abs. 5 LBO genügt es, wenn Eingänge Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeile 1, Bewegungsflächen an Türen Abschnitt 4.3.3.4 und Rampen Abschnitt 4.3.7 entsprechen.