Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZS%201996,%20130
Timestamp: 2019-12-10 23:43:50
Document Index: 352105799

Matched Legal Cases: ['§ 104', '§ 144', '§ 119', '§ 119', '§ 104', '§ 144', '§ 104', '§ 114', '§ 122', '§ 4', '§ 134', '§ 134', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 119', '§ 144', '§ 134', '§ 104', '§ 103', '§ 54', '§ 54', '§ 53', '§ 104', '§ 104', '§ 107', '§ 26', '§ 104', '§ 104']

BSG, 29.06.1995 - 11 RAr 87/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,694
BSG, 29.06.1995 - 11 RAr 87/94 (https://dejure.org/1995,694)
BSG, Entscheidung vom 29.06.1995 - 11 RAr 87/94 (https://dejure.org/1995,694)
BSG, Entscheidung vom 29. Juni 1995 - 11 RAr 87/94 (https://dejure.org/1995,694)
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Voraussetzungen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld - Anforderungen an den Bestand eines Bewilligungsbescheides - Rechtsgrund für das Empfangen und Behaltendürfen der Leistung
NZS 1996, 130
Alle Bescheide stellen insoweit eine einheitliche Regelung dar (vgl BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 9 S 27;… SozR 3-1500 § 144 Nr. 12;… BSGE 84, 225, 227 = SozR 3-4100 § 119 Nr. 17;… BSG SozR 3-4100 § 119 Nr. 19).
Diese Verfügungen korrespondieren mit denen des Bewilligungsbescheids vom 1. August 1996 über die Zahlung von Alg (erst) ab 12. Juni 1996; alle Bescheide stellen insoweit eine einheitliche Regelung dar (vgl: BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 9 S 27;… SozR 3-1500 § 144 Nr. 12 S 24; BSG, Urteil vom 24. Juni 1999 - B 11 AL 75/98 R -, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Jedenfalls dürfte der sog Sperrzeitbescheid vom 11. Mai 1995 mit dem (dem Senat inhaltlich nicht bekannten) Bewilligungsbescheid vom 7. April 1995 (Alg erst ab 24. Juni 1995 = Ablehnung für die Zeit davor) korrespondieren; dieser und der Sperrzeitbescheid müßten dann entweder als einheitliche Regelung (vgl in anderem Zusammenhang BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 9) iS einer Ablehnung von Alg für die Sperrzeit oder als zwei insoweit übereinstimmende Verfügungen verstanden werden, die die Beklagte im Widerspruchsverfahren zu überprüfen hätte.
Bis zu einer abweichenden Verwaltungsentscheidung ist der Bewilligungsbescheid Grundlage für das wöchentlich wiederkehrend gewährte (§ 114 AFG) und in Zahlungszeiträumen von zwei Wochen zu zahlende (§ 122 AFG i.V.m. § 4 Zahlungszeiträume - Anordnung vom 15. Dezember 1978 [ANBA 1979 S. 409]) Alg (…BSGE 47, 241, 246 = SozR § 134 Nr. 11;… 61, 286, 287 - SozR 4100 § 134 Nr. 31; Urteil des Senats vom 29. Juni 1995 - 11 RAr 87/94 - zur Veröffentlichung vorgesehen).
Aus der von der Klägerin in diesem Zusammenhang in Bezug genommenen Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 29.06.1995 - 11 Rar 87/94 und der Kommentierung von Becker (…in Hauck/Noftz, SGB X, § 104 Rn. 7) ergibt sich nichts anderes.
In diesem Sinne ist das Begehren des Klägers zu verstehen und rechtlich zu qualifizieren (vgl hierzu auch das Urteil des Senats vom 29. Juni 1995 - SozR 3-1300 § 104 Nr. 9).
Diese Verfügungen korrespondieren mit der Verfügung des Bewilligungsbescheids vom März 1999 und des diesen abändernden Bescheids vom 7. Februar 2001 über die Zahlung von Alg (erst) ab 5. Februar 1999 (= Ablehnung für die davor liegende Zeit); die Bescheide stellen insoweit eine einheitliche rechtliche Regelung dar (vgl BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 9 S 27;… BSGE 84, 270, 271 = SozR 3-4100 § 119 Nr. 19;… BSG SozR 4-4300 § 144 Nr. 4, RdNr 5).
Nach ständiger Rechtsprechung ist der Bewilligungsbescheid Rechtsgrund für die Leistung, mit der Folge, daß diese nicht verweigert oder zurückverlangt werden darf, solange der Bewilligungsbescheid nicht durch eine abweichende Gestaltung des Leistungsrechtsverhältnisses geändert worden ist (…statt vieler: BSGE 61, 286, 287 = SozR 4100 § 134 Nr. 31; BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 9;… BSG SozR 3-4100 § 103a Nr. 3 mwN).
Bei der Prüfung der Zulässigkeit der Klage kann dahinstehen, ob der Kläger sein Begehren alternativ im Wege der allgemeinen Leistungsklage (§ 54 Abs. 5 SGG) oder der kombinierten Anfechtungs- und Leistungsklage (§ 54 Abs. 1 und 4 SGG) oder nur durch letztere verfolgen kann (s. dazu Bundessozialgericht - BSGE 21, 157, 160;… SozR 1531 RVO Nr. 29; SozR 3-1200 § 53 Nr. 4 und SozR 3-1300 § 104 Nr. 9).
Da die Beklagte im förmlichen Neufeststellungsbescheid vom 28. Oktober 1987 den Rentenanspruch des Klägers rückwirkend ab 1. Dezember 1982 lediglich im Sinne der materiellen Anspruchsberechtigung ermittelt, über den dem Kläger zustehenden Nachzahlungsbetrag jedoch ausdrücklich noch nicht entschieden hatte (s. dazu BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 9), kommen als anfechtbare Verwaltungsakte insoweit die sich nach Anmeldung von Erstattungsansprüchen durch die Beigeladenen dann auf eine Rentennachzahlung in Höhe von 31.069,10 DM beschränkende Auszahlungsanordnung vom 27. November 1987 sowie das Schreiben der Beklagten z.B. vom 4. Dezember 1987 in Betracht, mit dem sie gegenüber dem Kläger die Auszahlung des restlichen Betrages von 32.991,40 DM ausdrücklich wegen der von den Beigeladenen in dieser Höhe geltend gemachten Erstattungsansprüchen ablehnte.
Entscheidend für den Eintritt der Erfüllungsfiktion des § 107 Abs. 1 SGB 10 ist allein das Entstehen des Erstattungsanspruchs dem Grunde nach bzw. die Erfüllung der dafür im Gesetz vorgesehenen Voraussetzungen (…vgl. BSG SozR 3-2400 § 26 Nr. 5; SozR 3-1300 § 104 Nr. 9).
Ob der Kläger aus den schon von ihm in den zahlreichen Verfahren gegen die Beigeladene zu 2) angeführten oder sonstigen Gründen zur Inanspruchnahme weitergehender Alhi-Leistungen berechtigt gewesen wäre, ist für die Erstattung tatsächlich erbrachter Leistungen ohne Belang (BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 9).
BSG, 20.04.1999 - B 1 KR 15/98 R
Gewährung von Krankengeld - rechtskräftiges Grundurteil - Ausschluß - Einwand - …
BSG, 29.06.1995 - 11 RAr 47/94
VGH Baden-Württemberg, 02.03.2006 - 12 S 2211/05
Hilfe zum Lebensunterhalt; Grundsicherung; Nachrang; Identität der Träger