Source: https://www.vorfaelligkeitsentschaedigung.net/zinsbindung/
Timestamp: 2018-01-18 13:46:54
Document Index: 257347880

Matched Legal Cases: ['§ 489', '§ 490', '§ 489', '§ 489', '§ 489', '§ 489']

Zinsbindung und Kündigung – Vorfälligkeit umgehen!
Ein Darlehen gibt dem Kreditnehmer die finanziellen Möglichkeiten seine individuellen Vorhaben zu verwirklichen. So kann zum Beispiel der Bau eines Hauses oder der Ausbau einer Wohnung beginnen. Seit jeher dienen Darlehen dazu Werte zu schaffen. Werte, die von einem selbst, den Kindern oder den Kindeskindern genutzt werden können. Anreiz genug, sich allein oder zusammen mit seinem Ehepartner für ein Darlehen mit einer mehrjährigen Laufzeit zu entscheiden. Heute zeigen sich jedoch Probleme aus einer nicht bedachten Richtung.
Kurz & knapp: Informationen zur Zinsbindung für Schnellleser
Die Zinsbindung ist die vertraglich vereinbarte Zinsrate bei der Rückzahlung des Darlehens. Da sich die Marktzinsen aber ändern, ist es nicht unwahrscheinlich, dass während der Laufzeit des eigenen Vertrags bessere Konditionen bei Darlehensverträgen angeboten werden.
Ein Kreditnehmer muss im Allgemeinen geringere Zinsen zahlen, wenn er sich für einen Darlehensvertrag mit einer langfristigen Zinsbindung entscheidet. Negativ kann sich dieser Fall für ihn aber auswirken, wenn die Marktzinsen während der Vertragslaufzeit stark sanken.
In diesem Fall ist die vorzeitige Darlehenskündigung eine Möglichkeit, in einen besseren Darlehensvertrag zu wechseln. Doch dann muss eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt werden, da der Bank Gewinne entgehen und diese durch den Kreditnehmer ausgeglichen werden sollen.
Bei einem Forward-Darlehen entfallen die Kreditzinsen für einen gewissen Zeitraum, setzen aber nach einer gewissen Zeit anschließend ein. Je nach Entwicklung der Marktzinsen muss der Kredit höhere oder niedrigere Zinsen auf sein Darlehen bezahlen.
Wird ein Darlehensvertrag nach 10 Jahren Laufzeit gekündigt, so entfällt die Vorfälligkeitsentschädigung. Denn die Zinsbindung endet nach 10 Jahren Vertragslaufzeit. Die Bank darf keine Schadensersatzansprüche aufgrund entgangener Einnahmen durch Zinsen mehr stellen. Dies ist gesetzlich verankert. Diese Regelung ist bis zu 6 Monate nach dem Erreichen des 10. Vertragsjahres gültig.
Nach dem Ablauf der Zinsbindungsfrist können Darlehensnehmer und Bank einen neuen Zinssatz verhandeln.
1 Wann die Vorfälligkeit bei Darlehen mit Zinsbindung umgangen werden kann
1.1 Welche Rolle spielt die Zinsbindungsfrist bei der Vorfälligkeitsentschädigung?
1.2 Was ist, wenn ich meinen Kredit nach Ende der Zinsbindungsfrist umschulden möchte?
1.3 Was ist, wenn ich meinen Kredit vor Ablauf der Zinsbindungsfrist umschulden möchte?
1.4 Die Sollzinsbindung und die Vorfälligkeitsentschädigung
1.5 Was Sie bei Abschluss einer Zinsbindung und Zinsbindungsfrist in jedem Fall beachten sollten
1.6 Die Zinsbindung läuft aus
1.7 Vorläufige Verschiebung der Zinsbindung
1.8 Zinsbindung: Wie lange?
1.9 Varianten der Darlehensverträge mit Sollzinsbindung
1.10 Zinsbindungsfrist: Wie lange sollte eine Zinsbindung laufen?
1.11 Fazit zum Darlehensvertrag mit Zinsbindung
Wann die Vorfälligkeit bei Darlehen mit Zinsbindung umgangen werden kann
Wie verhält man sich als Darlehensnehmer, wenn es fünf oder sechs Jahre nach Aufnahme des Darlehens bei einem anderen Darlehensgeber einen deutlich günstigeren Darlehensvertrag gibt? Handelt es sich bei dem ehemals abgeschlossenen Darlehensvertrag zudem um ein Darlehen mit Zinsbindungsfrist kann eine Phase niedriger Marktzinsen den Wunsch nach einem neuen Darlehensabschluss fördern. Wer sich mit der vorzeitigen Beendigung des Darlehens befasst, wird auf die Vorfälligkeitsentschädigung treffen. Dabei haben verschiedene Kriterien Einfluss, ob im Fall einer vorzeitigen Darlehenskündigung mit Zinsbindungsfrist die Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden muss oder gänzlich wegfällt.
Welche Rolle spielt die Zinsbindungsfrist bei der Vorfälligkeitsentschädigung?
Wird in Deutschland ein Darlehensvertrag abgeschlossen, wird in den Vertrag in der Regel eine Zinsbindungsfrist aufgenommen. Diese sichert dem Kreditgeber über den im Vertrag vereinbarten Zeitraum konstante Zinszahlungen zu, sodass selbst bei schwankenden Marktzinsen die Zinsen auf die vereinbarten Ratenzahlungen von den Schwankungen unangetastet bleiben.
Viele Darlehensnehmer wissen nicht, dass es zwischen der Zinsbindungsfrist und der Vorfälligkeitsentschädigung einen Zusammenhang gibt. So steht im BGB, dass die Vorfälligkeitsentschädigung entfällt, wenn ein Darlehen ab dem 10. Jahr und nach Ablauf der Zinsbindungsfrist gekündigt wird.
Was ist, wenn ich meinen Kredit nach Ende der Zinsbindungsfrist umschulden möchte?
Eine Umschuldung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist ist dann möglich, wenn die Bank oder ein anderer Darlehensgeber der Umschuldung zustimmt. Da es sich hier meist um eine vom Kreditnehmer gewünschte Änderung des laufenden Darlehensvertrags handelt, muss der Darlehensgeber als anderer Vertragspartner der Umschuldung zustimmen. So obliegt die letztliche Entscheidung über die Umschuldung des Darlehens nach Ablauf der Zinsbindungsfrist den Banken.
Da sich die Zinsen nach Ablauf der Zinsbindungsfrist nach den Marktzinsen richten, können diese bei einem niedrigen Zinssatz für die Banken nachteilig ausfallen. In dem Fall können die Banken die Zustimmung einer Umschuldung an eine neue Finanzierung mit Zinsbindung koppeln. Entsprechend der Marktprognosen können sich die Banken auch dazu entscheiden mit ihrer Zustimmung zu einer Umschuldung noch zu warten, um einen höheren Zins verlangen zu können und diesen in der Anschlussfinanzierung vertraglich festzuhalten.
Die Wahlfreiheit der Bank bzw. des Darlehensgebers zur Zusage oder Ablehnung eines bestehenden Darlehensvertrags wird vom Gesetzgeber nur dann aufgehoben, wenn die Anfrage zur Umschuldung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist mit dem Verkauf der belasteten Immobilie einhergeht. In dem Fall muss der Darlehensgeber auf die Bitte um Auflösung des Darlehensvertrags oder einer Umschuldung und somit neuen Baufinazierung eingehen. Der Darlehensnehmer kann dann entscheiden, ob er die Umschuldung und die Anschlussfinanzierung bei seinem aktuellen Darlehensgeber anfordert oder die Finanzierung bei einem anderen Darlehensgeber durchführen möchte.
Was ist, wenn ich meinen Kredit vor Ablauf der Zinsbindungsfrist umschulden möchte?
Möchte man einen Kredit vor Ablauf der üblicherweise auf 10 Jahre festgesetzten Zinsbindungsfrist umschulden oder vollständig tilgen, wird die Vorfälligkeitsentschädigung auch nach Zustimmung durch den Darlehensgeber in Rechnung gestellt. Die Vorfälligkeit entfällt nur dann, wenn der Darlehensvertrag eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung beinhaltet.
Mit Beschluss des Bundesgerichtshofs gilt ein Vertrag als nicht abgeschlossen, wenn die Widerrufsbelehrung nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Darlehensgeber sind laut deutscher Rechtsprechung verpflichtet, die von der Bundesregierung gültige Widerrufsbelehrung unverändert oder im Wesentlichen unverändert in einen Darlehensvertrag aufzunehmen. Wird dies vom Darlehensgeber nicht eingehalten, bleibt das auf 14 Tage angesetzte Widerrufsrecht dauerhaft bestehen und der Darlehensnehmer kann den Darlehensvertrag auch noch nach Jahren auflösen ohne die Vertragsstrafe in Form der Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen.
Die Sollzinsbindung und die Vorfälligkeitsentschädigung
Die Sollzinsbindung beschreibt den Zeitraum und den Zins, der zum Zeitpunkt des Darlehensvertragsabschlusses von beiden Vertragsparteien festgelegt wurde. Als Sollzins gilt der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geltende marktübliche Zins für die langfristige Leihgabe von Geld. Ist die Sollzinsbindung auf 10 Jahre festgelegt, sind die Zinsen, die der Kreditnehmer den Kreditgeber zahlen muss, somit auch für 10 Jahre konstant. Sobald es auf den Finanzmärkten zu Schwankungen kommt, bleiben die Ratenzahlungen und berechneten Zinsen davon daher unberührt. Sowohl für den Darlehensnehmer als auch den Darlehensgeber bedeutet dies eine Verbindlichkeit in der Ratenhöhe.
Will der Darlehensnehmer den Kreditvertrag nun vor Ablauf der Zinsbindungsfrist auflösen, darf der Darlehensgeber die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung fordern, da ihm durch die vorzeitige Ablösung des Kredits die vereinbarten zukünftigen Zinszahlungen entgehen.
Was Sie bei Abschluss einer Zinsbindung und Zinsbindungsfrist in jedem Fall beachten sollten
Bevor Sie sich für einen Darlehensvertrag entscheiden, nehmen Sie sich die Zeit und lernen Sie die marktweiten Angebote kennen. Nur so können Sie den Darlehensgeber finden, der tatsächlich den günstigsten Zinssatz anbietet. Bedenken Sie bei der Finanzierung eines Bauvorhabens, dass Sie nicht nur auf einen niedrigen Zinssatz achten müssen. Wichtig ist, dass Sie sich mit dem Darlehensgeber verstehen und die Konditionen rund um Laufzeit des Darlehens und Konditionen zur Sondertilgung in Ihre finanzielle Situation, sowie zum Bauvorhaben passen.
Vor Vertragsabschluss ist ebenfalls zu beachten: Während der Kreditlaufzeit mit Zinsbindung darf eine Sondertilgung 25% der zum Zeitpunkt abzuzahlenden Darlehenssumme nicht überschreiten. Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist darf die Sondertilgung pro Jahr nur zwischen 5% und 10% der zu diesem Zeitpunkte geltenden Darlehenssumme betragen. Diese und weitere Faktoren zeigen, wie komplex ein Darlehensvertrag mit Zinsbindung und Sondertilgung werden kann. Aus diesem Grund empfiehlt sich die Kontakt- und Inanspruchnahme des Fachanwalts für Kapitalrecht oder des regionalen Verbraucherschutzes. Selbst, wenn der Darlehensabschluss bereits durchgeführt ist und schon Jahre zurück liegt, hilft der Fachanwalt in der Entscheidung über die Möglichkeit der frühzeitigen Kündigung des Darlehensvertrags, die korrekte Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung bei Kündigung, Umschulden oder Ablösen vor Erreichen des 10. Vertragsjahres.
Haben Sie eine Vorfälligkeitsforderung erhalten, weil Sie sich für eine Kündigung entschieden haben, lassen Sie die Vorfälligkeitsforderung vom Fachanwalt für Kapitalrecht überprüfen. Je nach Aufwand und Komplexität Ihres Darlehensvertrags können die Kosten für die Berechnung der Vorfälligkeit bzw. die Überprüfung einer vorhandenen Vorfälligkeitsberechnung unterschiedlich ausfallen. Erkundigen Sie sich beim Anwalt, welche Leistungen im Erstgespräch enthalten sind. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Versicherung auf und erkundigen Sie sich ebenfalls, welche Kosten von der Rechtschutzversicherung getragen werden.
Die Zinsbindung läuft aus
Ist die Zinsbindungsfrist abgelaufen, hat man als Darlehensnehmer eine bessere Position erreicht. Denn jetzt können Darlehensnehmer und Darlehensgeber erneut über den Zins verhandeln. Zudem müssen die Raten in Abhängigkeit der geltenden Marktzinsen neu berechnet werden.
Klären Sie außerdem für sich ab, ob Sie von Ihrem Recht der entfallenden Vorfälligkeitsentschädigung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist Gebrauch machen und Ihr Darlehen ablösen wollen.
Kurz gesagt: Die Zinsbindung läuft aus und Sie erhalten die Chance an Ihrem Darlehen in gewissem Rahmen Änderungen vorzunehmen. Den Rahmen können Sie dem Darlehensvertrag entnehmen. Ihnen sollte nicht egal sein, ob Sie zu hohe Raten zahlen.
Setzen Sie sich daher nach Ablauf der Zinsbindung mit Ihrem Darlehensberater in Verbindung und vereinbaren Sie einen Termin.
Bitten Sie Ihren Darlehensberater zum vereinbarten Termin die nach Ablauf der Zinsbindungsfrist möglichen Änderungen für Ihren Kredit zusammenzufassen und Ihnen anzubieten.
Viele Personen verlieren den Termin des Endes der Zinsbindung aus den Augen und haben nur die Regelmäßigkeit der Ratenzahlung in der Erinnerung. Noch immer sind es zu wenig Personen, die sich aktiv mit ihrem Darlehensvertrag auseinandersetzen und zeitnah für die besten Konditionen sorgen. Hierbei sollte man nicht auf die Kontaktaufnahme des Darlehensberaters warten. Sie selbst haben die Verantwortung für Ihren Darlehensvertrag und zwar zu jedem Zeitpunkt. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten der Neuverhandlung vor allem dann, wenn Ihnen eine Kündigung ohne Inrechnungstellung der Vorfälligkeitsentschädigung nicht möglich ist.
Vorläufige Verschiebung der Zinsbindung
Ein Forward-Darlehen bietet die Chance ein Darlehen in Anspruch zu nehmen, ohne auf die fälligen Raten Kreditzinsen zu zahlen. Nach Ablauf des für den Forward-Kredits vereinbarten Zeitraums gilt jedoch wieder der zum Zeitpunkt des Vertragsabschluss geltende Zinssatz. Mit diesem Darlehenstyp bietet die Bank dem Darlehensnehmer einen zusätzlichen Anreiz sich für einen Darlehensvertrag zu entscheiden und von anfangs niedrigen Raten zu profitieren. Sollten die Zinsen bereits in oder nach der Phase des Forward-Darlehens sinken, hat man sich mit der Zinsbindung allerdings für eine vorerst temporär höhere Zahlung entschieden.
Ob sich ein Darlehensvertrag mit Zinsbindung aus Sicht des Darlehensnehmers als gewinnbringend erweist, zeigt sich erst im Laufe der Zeit. Der maßgebliche Parameter ist hierbei der geltende Zins am Markt. Durch den Forward-Kredit wird die Zinsbindung verschoben und künstlich verzögert. Die Zinsbindung setzt ein, sobald der Forward-Kredit endet.
Für den Abschluss eines Darlehens mit Zinsbindung gilt: Die Raten des Darlehens mit Zinsbindung sind vergleichsweise höher als die Raten ohne Zinsbindung.
Zinsbindung: Wie lange?
Oft geht mit der Zinsbindung die Frage: „Wann endet die Zinsbindungsfrist?“ einher. Orientieren Sie sich an den marktweiten Angeboten und denken Sie auch über Kombinationen von mehreren Darlehensverträgen nach. Je nach Verdienst, Lebenssituation und Marktzinsen kann es günstiger sein sich für keinen durchschnittlichen Darlehensvertrag zu entscheiden. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten bis zum Maximum aus und binden Sie sich an keinen Darlehensvertrag, den Sie nicht auf Herz und Nieren geprüft haben. Machen Sie sich bewusst, dass Sie mit Unterzeichnung eines Darlehensvertrags mit Sollzinsbindung über lange Zeit an einen festen Zinssatz gebunden sind.
Nehmen Sie Ihre Karten erneut auf, wenn der Zeitpunkt kommt und es heißt: Die Zinsbindung läuft aus. Sie werden auf der sicheren und kostengünstigen Seite bleiben können, wenn Sie sich das Ende der Zinsbindung notieren und frühzeitig aktiv werden. Schließlich geht es um Ihr Geld und um Ihr Leben.
Varianten der Darlehensverträge mit Sollzinsbindung
Darlehensverträge mit Zinsbindungsfrist können mit und ohne Sondertilgung abgeschlossen werden. Erfahrungen zeigen, dass Darlehensverträge mit Zinsbindung und Sondertilgung vergleichsweise selten abgeschlossen werden. Der häufigere Fall wird durch ein Darlehen mit Zinsbindung repräsentiert. Hier steht dem Verbraucher die Wahl zwischen kurzem, mittelfristigem oder langfristigem Darlehen mit Zinsbindung.
Der Grund für die häufigere Entscheidung eines Darlehensvertrags mit Sollzinsbindung, aber ohne Sondertilgung, liegt in den niedrigeren Kosten. Denn die Sondertilgung wird mit nicht unerheblichen Kosten bezahlt. Alternativ zur frühzeitigen Ablösung der Teilsumme eines Darlehens weisen aktuelle Ergebnisse unabhängiger Tests darauf hin, dass sich das anderweitige Anlegen einer freigewordenen Summe eher lohnt, als die Summe in die Teilablösung des Darlehens einzubringen. Als Alternativen sind Tagesgeldkonten oder Wertpapiere, die festverzinst werden, zu nennen.
Zinsbindungsfrist: Wie lange sollte eine Zinsbindung laufen?
Die Frage der Länge der Zinsbindung stellt sich zukünftigen Darlehensnehmern. Ist die Entscheidung für eine Zinsbindung erst einmal gefallen, ist zu klären, wie lange diese anhalten soll. Hierfür bietet sich die folgende Regel an:
Sind die Zinsen dauerhaft niedrig, empfiehlt sich eine langfristige Zinsbindung mit niedrigen Raten und entsprechender, finanzieller Planungssicherheit.
Bei der Entscheidung über die Länge der Zinsbindung bleibt zu bedenken, dass sich der Darlehensgeber den Zeitraum der Zinsbindung bezahlen lässt.
Verglichen mit einem Darlehensvertrag mit Sollzinsbindung von fünf Jahren, liegt die Rate für einen Darlehensvertrag mit Zinsbindung von zehn Jahren bis zu dreiviertel über dem Prozentpunkt des fünf Jahresvertrags.
Es bleibt abzuwägen, welcher Darlehenstyp mit welcher Laufzeit tatsächlich kostengünstiger ist. Entsprechend der Marktzinsen und der generellen Nachfrage nach Darlehen, kann sich die Entscheidung für zwei Darlehen mit kürzerer Laufzeit im Vergleich zu einem Darlehen mit langer Laufzeit als deutlich kostengünstiger erweisen.
Fazit zum Darlehensvertrag mit Zinsbindung
Eine Zinsbindung erweist sich vor allem dann als sinnvoll, wenn der Zins zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses niedrig ist. Im Gegensatz zu einem Darlehensvertrag nur mit Sondertilgung sollte ein Darlehensvertrag mit Zinsbindung und Sondertilgung nur nach ausreichender Prüfung und tatsächlichem Kostenvorteil abgeschlossen werden. Je nach Zinssatz und in Aussicht stehenden, höheren Einkünften, bietet sich die Kombination von zwei Darlehensverträgen anstelle eines Darlehensvertrages an. Die Zinsbindung bietet dem Darlehensnehmer Sicherheit. Der Darlehensnehmer muss diese Sicherheit allerdings in der Regel mit höheren Raten bezahlen. Die Kontaktierung des Fachanwalts für Kapitalrecht ermöglicht eine Entscheidungshilfe und deckt Fehler bzw. ungünstige Faktoren im Darlehensvertrag frühzeitig, vor Vertragsunterzeichnung auf.
Fred 17. März 2016, 17:23
ich hab mir mit einem Darlehen eine Eigentumswohnung finanziert, als Kapitalanlage sozusagen. Bis jetzt konnte ich nur die Zinsen tilgen, aber die Zinsbindung läuft Ende des Jahres aus. Ich überlege jetzt, die Wohnung zu verkaufen, habe aber das Problem, dass die 10jährige Frist und das Ende von der Zinsbindung sich überschneiden. Ich brauch also für kurze Zeit ne Weiterfinanzierung für paar Monate, bis die Wohnung halt verkauft wurde. Welche Möglichkeiten habe ich da? Und was bieten Banken da so in der Regel an? Danke, Fred
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 24. März 2016, 10:26
in Ihrem Fall ist lediglich das Ende der im Vertrag festgehaltenen Zinsbindung relevant. Wenn Sie die Wohnung bis zum Ablauf der Frist verkaufen können, können Sie den Vertrag schlicht auslaufen lassen. Benötigen Sie noch eine kurzfristige Weiterfinanzierung empfiehlt es sich, verschiedene Angebote mehrerer Banken hierfür einzuholen.
T. 18. März 2016, 14:44
endet die Zinsbindung immer erst nach 10 Jahren oder kann man auch schon eher einen neuen Zinssatz aushandeln?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 24. März 2016, 10:16
es kann selbstverständlich eine kürzere Zinsbindung vereinbart worden sein – dies steht in Ihrem Kreditvertrag. Es besteht in der Regel die Möglichkeit, einen Vertrag nachzuverhandeln. Allerdings verzichten Banken selten auf einen hohen Zinssatz, wenn die Zinsbindungsfrist noch läuft.
Henning 18. März 2016, 15:09
wenn 10 Jahre Vertragslaufzeit herum sind und ich möchte mein Darlehen umschulden, kann die Bank mir dann wirklich bei der Umschuldung im Weg stehen, wenn ihr der momentane Zinssatz nicht hoch genug ist? Hat man nicht ein Recht auf Umschuldung nach 10 Jahren?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 24. März 2016, 9:57
sofern Sie in den 10 Jahren seit Vertragsschluss keine Veränderungen an Ihrem Vertrag vorgenommen haben, dürfen Sie diesen mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist kündigen. Sie haben allerdings kein Anrecht darauf, bei derselben Bank eine Kredit zu Anschlussfinanzierung zu bekommen – dies ist Verhandlungssache. In der Regel bieten Banken im Falle einer Kündigung ein erneutes Darlehen an – es kann sich aber auch lohnen, weitere Angebote einzuholen.
Lisa 1. April 2016, 15:57
wie ist das wenn ich eine Zinsbindung von 20 Jahren und Sondertilgung mit dabei habe: Muss ich eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen, wenn ich den Kredit durch die Sondertilgungen schon eher abbezahlt habe (z.B. in 17 Jahren) ?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 7. April 2016, 8:34
sofern Sie keine höheren Sondertilgungen leisten, als vertraglich vereinbart, riskieren Sie in diesem Fall keine Vorfälligkeitsentschädigung.
Kay 21. April 2016, 12:53
Hallo, ich bin gerade dabei bei verschiedenen Banken ein Forward-Darlehen einzuholen, da ich Mitte 2018 von meiner Sonderkündigung nach § 489 BGB gebrauch machen werde. Ich habe dabei 6 Monate Kündigungsfrist. Nun sagte mir meine bisherige Bank, dass diese 6 Monate erst nach Ablauf der 10 Jahren beginnen. D.h. die 10 Jahre Zinsbindung sind im Aug. 2018 erreicht, Darlehenskündigung wäre dann Janur 2019. Stimmt das? Ich hatte eigentlich vor im NOV. 2017 zum Aug. 2018 zu kündigen.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 28. April 2016, 8:35
Ihre Bank hat Recht: Sie können die Kündigung erst einen Tag nach Ablauf der 10 Jahre einreichen – in Ihrem Fall also August 2018 -, anschließend müssen die sechs Monate Kündigungsfrist eingehalten werden.
Peterling 28. November 2017, 20:12
Hallo Vorfaelligkeitsentschaedigung.net,
meine Zinsbindungsfrist läuft 09.2019 aus, habe aber leider das mit den 6 Monaten Kündigungsfrist nicht auf dem Schirm gehabt, so dass mein Ablösekredit nun 6 Monate zu früh, nämlich 09.2019, zugeteilt wird. Dass ich nun ja noch weitere 6 Monate die Raten an die alte Bank zahlen muss ist mir klar. Was mache ich aber nun am besten mit dem 6 Monate zu früh zugeteilten Kredit? Sondertilgen? Vertragsänderung? (Vertrag ist leider schon unterschrieben.) (Übrigens: Die alte Bank hatte mir den Termin selber so genannt)
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 4. Dezember 2017, 12:58
da wir an dieser Stelle keine kostenlose Rechtsberatung anbieten dürfen, können wir Ihnen leider keine genauen Angaben zum weiteren Vorgehen machen. Ein Anwalt für Finanzrecht kann Sie kompetent beraten.
Alexander 24. April 2016, 1:30
wir planen derzeit den Verkauf unserer Eigentumswohnung, da wir ein Haus bauen.
Wir beabsichtigen, unsere Wohnung bis Ende des Jahres zu verkaufen
Die Zinsbindung des Darlehensvertrags der Wohnung läuft noch ca. 2,5 Jahre.
Soll ich bei dieser Konstellation versuchen, den bestehenden Darlehensvertrag zu widerrufen (sofern die Widerrufsbelehrung der Bank ungültig war – Prüfung steht noch aus) ?
In diesem Fall bräuchte ich eine Zwischenfinanzierung nur für maximal ein halbes Jahr.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 28. April 2016, 8:33
sofern Ihre Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist, lohnt sich ein Widerruf meist sehr. Sie sollten sich allerdings rechtzeitig mit einem Anwalt beraten und zudem eine Anschlussfinanzierung organisieren – stimmt Ihre Bank dem Widerruf sofort zu, haben Sie dafür nur wenig Zeit.
Sabine 14. Mai 2016, 13:58
Hallo, wir haben 04/2009 ein Forwarddarlehen abgeschlossen, welches 04/2012 zu laufen begann – Anschlussfinnazierung bei der selben Bank. Das Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren betreffend: wann beginnt dieses zu laufen? 2009 oder 2012?
Falls 2009 ausschlaggebend wäre, könnte ich mir ja sicher schon jetzt ein Forwarddarlehen sichern mit niedrigen Zinsen oder?
Ist durch eine Umstrukturierung der Bank, mir als Darlehensnehmer ein Sonderkündigungsrecht gegeben?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 19. Mai 2016, 8:19
bei der 10-Jahres-Frist gilt bei einem Forward-Darlehen, welches Sie bei demselben Kreditgeber aufnehmen, der Zeitpunkt des Vertragsschlusses als Startpunkt – in Ihrem Fall also erst 2009. Eine Umstrukturierung Ihrer Bank führt in der Regel nicht zu einem Sonderkündigungsrecht der Kunden.
Herbert M. 9. November 2016, 12:19
Wenn das Forwarddarlehen beim gleichen Kreditgeber wie das ursprüngliche Darlehen abgeschlossen wurde, beginnt die Frist bei Vertragsschluss zu laufen, hier also 2009.
Sascha 20. Mai 2016, 19:59
Hallo, Ich besitze seit 2006 ein Mehrfamilien Haus das jetzt nach 10 Jahren verkauft werden soll. Die Zinsbindung im Darlehensvertrag ist auf 15 Jahre festgesetzt. Die Bank hat im Vertrag auch den § 490 (2) aufgeführt in dem ja explizit darauf hingewiesen wird das bei anderer Verwertung der beliehenen Sache eine Vorfälligkeit fällig wird. Kann ich trotzdem nach § 489 BGB jetzt kündigen ohne eine Vorfälligkeit leisten zu müssen?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 26. Mai 2016, 8:53
sofern Sie sich an die Fristen den § 489 BGB halten, können Sie Ihr Darlehen nach 10 Jahren kündigen – dieses Recht darf vertraglich nicht eingeschränkt werden.
Rüdiger 25. Mai 2016, 15:27
ich habe eine Frage zur Fristberechnung zur Sonderkündigung nach § 489 BGB nach 10 Jahren.
Der Darlehensvertrag wurde am 04.01.2007 vom Darlehensgeber unterschrieben. Die Auszahlung der letzten Rate des Darlehens wurde am 23.11.2007 überwiesen. Ab wann läuft nun die 10 Jahres Frist? Wann ist das Darlehen frühestens kündbar?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 26. Mai 2016, 8:49
die Frist beginnt mit dem vollständigen Empfang der Darlehenssumme zu laufen – in Ihrem Fall also am 23.11.2007. Somit können Sie am 23.11.2017 zum 23.05.2018 kündigen.
Melanie 5. Juni 2016, 11:37
Wir haben im Nov. 2006 für 15 Jahre einen Darlehensvertrag für unser Haus abgeschlossen. Nach 10 Jahren hat man ja das Recht der Sonderkündigung mit einer 6 monatigen Kündigungsfrist, so dass der Vertrag im Mai 17 ausläuft. Wenn wir aber schon im September 16 unser Haus verkaufen möchten, bis wann werden dann die Vorfälligkeitszinsen berechnet? Auf die 15 Jahre oder nur bis Mai 17? Viele Dank.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 9. Juni 2016, 8:33
Ihre Bank ist berechtigt, die Vorfälligkeitszinsen für den Rest der 15 Jahre zu berechnen.
Horst K. 13. Juni 2016, 10:40
ich habe eine Frage, die ich so noch nicht fand. Ich bin in der Lage mein Darlehen ( 15 Jahre Laufzeit) vor Ablauf
der Zinsbindung zu tilgen. Das heißt, über Sondertilgung und sehr hohe Tilgungsraten. Muß ich Vorfälligkeitsentschädigung zahlen wenn ich, nach sagen wir 9 Jahren komplett getilgt hätte?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. Juni 2016, 8:25
solange Sie sich an die vertraglichen Vereinbarungen halten – die Höhe der Sondertilgungen und der Raten also laut Vertrag möglich ist – müssen Sie keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen.
Günter 21. Juni 2016, 17:15
ich habe 1992 eine Doppelhaushälfte erworben. Die Zinsbindung für ein Vorausdarlehen war auf 15 Jahre (bis 31.05.2007) festgelegt. In 2007 wurde das gleiche Darlehen um 10 Jahre verlängert (bis 31.05.2017)
Im Mai 2017 wird mein Sohn das Haus übernehmen. Mit dem Verkauf soll das Darlehen getilgt werden.
Für dieses Darlehen werden nur Zinsen gezahlt, da es mit einer Lebensversicherung abgesichert ist.
Kann ich jetzt schon zum 31.05.2017 (ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung) kündigen.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 30. Juni 2016, 8:34
sofern in Ihrem Vertrag nichts anderes festgehalten wurde, liegt die reguläre Kündigungsfrist bei drei Monaten – somit können Sie Ihr Darlehen Anfang des Jahres 2017 fristgerecht kündigen.
Bernd 4. Juli 2016, 14:41
habe mich bisher nur sehr wenig mit dem Thema beschäftigt, deshalb klingt meine Frage evtl. etwas “blöd”, bzw. wurde bereits gestellt. Wir haben Aug. 2011 einen Darlehnsvertrag mit 20 jähriger Zinsbindung + Sondertilgung abgeschlossen. Nun meine Frage: können wir diesen nach Ablauf von 10 Jahren, also ab Aug. 2021 JEDERZEIT mit einer Frist von 6 Monaten kündigen oder habe ich da etwas missverstanden. Wäre es demnach möchlich z.B. in 7 Jahren, also im Juli 2023 das Darlehn zu kündigen und die Restschuld durch einen Bausparvertarg abzulösen UND keine Vorfälligkeitsentschädigung (wegen der 20 jährigen Zinsbindung) zu zahlen oder hat man diese Möglichkeit per Gesetz nur nach GENAU 10 Jahren o.ä. Vielen Dank für eine Antwort. Lg, Bernd
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 28. Juli 2016, 8:27
das Sonderkündigungsrecht steht Ihnen ab 10 Jahren Laufzeit zu – allerdings nur, wenn Sie in der Zwischenzeit keine Vertragsänderungen vornehmen. Sie können demnach auch nach 11, 12 oder mehr Jahren kündigen.
Katja 13. Juli 2016, 20:01
wie ist dieser Absatz gemeint:
“Will der Darlehensnehmer den Kreditvertrag nun vor Ablauf der Zinsbindungsfrist auflösen, darf der Darlehensgeber die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung fordern, da ihm durch die vorzeitige Ablösung des Kredits die vereinbarten zukünftigen Zinszahlungen entgehen. ”
Wir haben ein endfälliges Sparkassen-Darlehen und einen Bausparvertrag bei der LBS.
Im Darlehensvertrag steht:
Vertragslaufzeit: bis Zuteilung
Sollzinsbindung: bis 30.05.2024
Wenn der Bausparvertrag zuteilungsreif wird (voraussichtlich 02/2021), bevor die Sollzinsbindung ausläuft, darf das Bauspardarlehen dann das endfällige Darlehen kostenfrei ablösen oder “verlängert” die festgesetzte Sollzinsbindung quasi die Vertragslaufzeit?
Für mich als Laie hat die Sollzinsbindung nichts mit einer Mindestvertragslaufzeit zu tun.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 28. Juli 2016, 8:29
bei einem Bausparvertrag sind die Regelungen bezüglich Kündigung und Vorfälligkeitsentschädigung anders geregelt, als bei gewöhnlichen Krediten. Informationen dazu finden Sie hier: https://www.vorfaelligkeitsentschaedigung.net/bausparvertrag-vorzeitig-kuendigen/
Sören 31. Juli 2016, 16:31
Ich bin bereits im elften Jahr der Zinsbindung (15 Jahre sind festgeschrieben). Ich werde das Darlehen, um einen besseren Zins zu bekommen, jetzt neu abschließen. Muss die Bank auf die 6 Monate Kündigungsfrist pochen oder könnte man das im gegenseitigen Einvernehmen auch kurzfristiger lösen?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 4. August 2016, 8:25
grundsätzlich steht es Ihrer Bank frei, eine kürzere Kündigungsfrist zu akzeptieren.
Susanne S. 12. August 2016, 9:02
Hallo, wir wollen einen Darlehensvertrag mit 5jähriger Zinsbindung mit Sondertilgung abschließen und nach Ablauf der 5 Jahre die Restschuld aus einem Festgeldvertrag komplett ablösen. Nun steht im Entwurf des Darlehensvertrages eine Laufzeit bis 2080! Kann ich 2021 trotzdem ohne Vorfälligkeitszinsen ablösen?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 18. August 2016, 8:31
beträgt die Zinsbindung 5 Jahre, dürfen Sie nach diesem Zeitraum die Restschuld begleichen und das Darlehen somit beenden. Bei Festgeldverträgen gelten allerdings andere Regelungen.
Nici 14. August 2016, 23:45
“Kombination von zwei Darlehensverträgen anstelle eines Darlehensvertrages”.
Ich stehe vor einer Finanzierungsentscheidung und erwarte mittelfristig eine höhere Summe (1-3 Jahren), mit der die Immobilie zu bis zu 60 % abgezahlt werden könnte. Wäre Ihrer Meinung nach eine Splittung ratsam oder ein Vertag mit Zinsbindung+Sondertilgung (um auch Vorfälligkeitsentschädigungen zu vermeiden)?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 18. August 2016, 8:32
in solch individuellen Fällen verweisen wir auf einen Finanzberater. Entscheidungen in Sachen Finanzen sollten die gesamten Lebensumstände der Betroffenen berücksichtigen.
Anja 1. September 2016, 21:37
wir haben vor 2 Jahren neue Darlehensverträge geschlossen. Damals wurde 1. ein Darlehen bei der Sparkasse abgelöst. Das 2. Darlehen war ein Vorfinanzierungskredit der LBS, welcher 2006 mit Zinsfestbindung 30.06.2016 abgeschlossen wurde. Dieser Kredit sollte nun durch das neue Darlehen abgelöst werden. Seitens der LBS kam nun eine Absage mit der Begründung, dass die Zinsfestbindungsfrist bis zum 30.06.2019 läuft, da der Kredit von uns nicht vorher gekündigt wurde. Wir haben hier weder etwas unterschrieben, noch Post von der LBS über die Verlängerung der Zinsfestbindung erhalten (die Mitteilung kam ja erst, als die neue Bank ablösen wollte). Ist es richtig, dass die LBS die Zinsfestbindung somit automatisch um 3 Jahre verlängern kann?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 15. September 2016, 10:34
für die Beantwortung Ihrer Frage ist leider ein genauer Blick auf den Vertragswortlaut notwendig. Wir verweisen an dieser Stelle daher an einen Rechtsanwalt.
Ray 7. September 2016, 9:12
wir haben ein Darlehen mit einer Zinsbindung von 20 Jahren. Wenn die Immobilie nach +10 Jahren verkauft werden muss (z.B. wenn ein Ehepartner stirbt und der andere es alleine nicht mehr bewohnen will/finanzieren will/kann), würde dann trotzdem eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig?
Die ganzen Rechner im Internet geben beim Durchspielen dieses Szenarios immer 0 € an, da nach 10 Jahren gekündigt werden kann.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 15. September 2016, 10:28
sofern die Verträge innerhalb dieses Zeitraumes nicht angepasst oder verändert wurden, können Sie diese nach 10 Jahren in der Tat kündigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zu riskieren. Beachten Sie dabei jedoch die Kündigungsfrist von sechs Monaten.
Nebojsa K. 10. September 2016, 3:58
Wir haben einen Kredit vor fast 18 Jahren abgeschlossen mit einer Laufzeit über 21 Jahre.
1.sollzinsbindung 10 Jahre
2. Sollzinsbingung 8 Jahre – läuft zum 1.02.2017 aus
Kann ich den Vertrag nach ablauf der 2. Sollzinsbindung mit welcher Kündigungsfrist zum 1.02. kündigen und mit einem anderen Vertragspartner umschulden ?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 15. September 2016, 10:32
in der Regel beträgt die Kündigungsfrist zum Ende der Sollzinsbindung drei Monate. Die genaue Frist sollte jedoch in Ihrem Kreditvertrag stehen.
Julius S. 27. September 2016, 15:44
Hallo, ich habe ein generelle Frage zu den Laufzeiten solcher Kreditverträge: Wir möchten einen Darlehensvertrag mit 15jähriger Zinsbindung mit Sondertilgung abschließen. Die bisherigen Angebote der Banken weisen eine Laufzeit von über 30 Jahren aus.
Was hat es damit auf sich und muss ich das akzeptieren? Ich möchte Laufzeit und Zinsbindung beides auf 15 Jahre begrenzen.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 29. September 2016, 8:18
wenn Sie eine Zinsbindung von maximal 15 Jahren wünschen, ist dies bei den meisten Banken durchaus möglich – welche Konditionen Sie hiefür bekommen, ist mit der entsprechenden Bank auszuhandeln.
Julius S. 30. September 2016, 11:36
Hallo & Danke, aber ich glaube das habe ich missverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich bekomme ich 15 Jahre Zinsbidung. Mir geht es aber um die Vertragslaufzeit von über 30 Jahren.
Diese möchte ich “gleichschalten”? Ist es gängig, das für 15 Jahre eine Zinsbidnung abgeschlossen wird, der Vertrag aber 30 Jahre dauert, mit dem Ziel der Bank, das ich nach diesen 15 Jahren weiter an sie gebunden bin? Das möchte ich verhindern. Selbstverständlich ist mir die gesetzliche Kündigungsmöglichkeit nach 10 Jahren bekannt – aber man muss ja dennoch keine Laufzeiten von 30 Jahren akzeptieren – oder mache ich eine Gedankenfehler?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 6. Oktober 2016, 9:47
die Vertragslaufzeit errechnet sich in der Regel aus der Höhe der Raten und der Kreditsumme. Sprich: Bei einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren ist aufgrund der Höhe der Raten davon auszugehen, dass Sie den Kredit erst nach diesem Zeitraum abbezahlen können. Aufgrund Ihres Kündigungsrechtes steht es Ihnen nach 10 Jahen dennoch frei, die Bank zu wechseln. Ihre Bank ist hingegen an den Vertrag gebunden, sofern Sie keinen Vertragsbruch begehen und beispielsweise die Raten nicht bezahlen.
Kingrakadabra 24. November 2016, 17:50
Ein Darlehensvertrag kann nach 10 Jahren gekündigt werden. Muss in den 6 Monaten Kündigungsfrist weiter gezahlt werden (Tilgung und Zins)? Angenommen die Restschuld beträgt 35000 €, kann diese dann in einer Summe zurückgezahlt werden? Falls man umschuldet (zu einer anderen Bank) fallen Gebühren für Umschreibungen (Grundbuch etc.) an? Danke.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 1. Dezember 2016, 10:20
während der Kündigungsfrist müssen die monatlichen Zahlungen weiter erfolgen. In der Tat Fallen bei einer Umschuldung Gebühren für die Grundbuchänderung an.
hella 20. Dezember 2016, 2:18
hallo, habe 2012 zu einem bestehenden vertrag über ein objekt (a) – 40000 euro – mit einer sparkasse ein zweites objekt (b )- 66000- hinzugenommen. statt zweier verträge sind beide in einem neuen zusammengefaßt worden (105000). ein vorzeitiger verkauf von a war angedacht, es wurde überprüft, ob b die hypothek dann alleine tragen kann, was bejaht wurde.
die zinsbindung des aktuellen vertrages läuft mitte 17 aus. ein sondertilgungsrecht von 5% jährlich wurde vereinbart. jetzt habe ich a verkauft und um freigabe und sicherheitsübertragung gebeten. darauf geht die sparkasse nicht ein, schickte statt dessen einen neuen vertrag in dem ich zustimmen soll, für a eine ablösesumme von 34000 zu zahlen (entspricht in etwa zugehörigen restschuld) sowie eine vorfälligkeitsentschädigung von ca 13.000 euro und einen bearbeitungsPREIS in höhe von 200 euro. als ich dies ablehnte wurde gedroht, das ganze sonst fällig zu stellen. ist das rechtens? ich kann doch noch 5% tilgen ohne vfe ? ggf im januar ebenfalls noch? mein antrag lautet ja nicht auf vertragskündigung. widerspruchsfristfehler wird überprüft. kann ich bei bejahung rückerstattung der geleisteten gelder verlangen, sofern ich auf den vertrag eingehe? DANKE!
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 22. Dezember 2016, 10:55
leider können wir keine rechtliche Finanzberatung bieten und verweisen an dieser Stelle an einen Rechtsanwalt für Finanzrecht.
Günter S. 28. Dezember 2016, 19:46
es wird immer wieder erwähnt, dass jedem das Sonderkündigungsrecht nach10 Jahren Laufzeit zusteht, allerdings nur, wenn in der Zwischenzeit keine Vertragsänderungen vorliegt. Daher die Frage: Wenn meine angedachte 10 jährige Zinsbindung ausläuft und ich anschliessend zum Beispiel eine neue 5 jährige abschliesse, gilt dieses als Vertragsänderung oder nicht?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 29. Dezember 2016, 10:19
dies gilt in der Tag als Vertragsänderung.
Mathias 29. Dezember 2016, 0:54
ich habe in 2006 ein Immobiliendarlehen abgeschlossen und dieses in 2007 wegen weiterer Ausbauten um einen zusätzlichen Betrag ergänzt (Nachfinanzierung). Beide Vertragsteile laufen unter eigenen Darlehensnummern und mit eigener Laufzeit.
Meine Frage dazu: Kann ich das erste Darlehen nach 10 Jahren (plus 6 Monate) ordentlich kündigen oder gilt gegebenenfalls der Auszahlungstermin der Nachfinanzierung als 10-Jahresfrist?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 29. Dezember 2016, 10:20
da beide Verträge unabhängig voneinander laufen, sollten Sie das erste Darlehen 2016 kündigen können.
Dennis 5. Januar 2017, 13:25
wir haben am 15.12.2007 ein Darlehn bei der DKB abgeschlossen, In den Darlehnsangaben ist ein Fehler es steht dort, anfäglicher zinsatz fest bis 30.12.2007. Kann ich diesesn jetzt per sofort Kündigen?
Dazu haben wir ein zweites Darlehn ebenffalls am 15.12.07 abgeschlossen mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Wenn ich durch den Hausverkauf dieses zum 31.07.2017 ablösen möchte entstehe eine Vorfälligkeit?/ und wird diese deutlich geringer wenn ich nach 10 Jahren kündige + diese 6 Monate?
Was wir aber zeitlich keine zeit mehr, da wir zum 31.07.2017 ein neues Haus kaufen / beziehen möchten.
Dazu sind lt. Internet die Wiederufsbehlerungen falsch, kann man da jetzt noch einspruch einlegen durch eine Fachanwalt? Oder ist die Frist dafür verstrichen, was ich teilweise im Netz lesen.
Danke Danke Danke für Ihre Einschätzung!
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 12. Januar 2017, 10:43
Ihren ersten Vertrag sollten Sie von einem Finanzberater prüfen lassen. Bezüglich Ihres zweiten Vertrages gilt: Kündigen Sie zum 31.07., steht der Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zu, kündigen Sie mit Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren fällt keine Zahlung an.
Nathalie 5. Januar 2017, 13:40
es wurde eine Zinsfestschreibung von 15 Jahren vereinbart. Bisher sind bereits 12 Jahre vergangen. Besteht weiterhin das gesetzliche Sonderkündigungsrecht mit 6 Monaten oder habe ich das verwirkt, da ich den Zeitpunkt von 10 Jahren und 6 Monaten verpennt habe?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 12. Januar 2017, 10:40
das Sonderkündigungsrecht besteht weiterhin – ab 10 Jahren nach Vertragsschluss.
Torsten 14. Januar 2017, 21:02
ich habe einen Vertrag von einer Bank mit einer Zinsfestschreibung für die gesamte Zurückzahlung des Darlehens bekommen. Aber die monatliche Raten sind sehr hoch! ca. 50% meines Einkommens! Ohne Sondertilgung! Die Bank hat mir gesagt, dass ich nach 10 Jahren meinen Vertrag teilweise kündigen kann! d.h was ich während der 10 Jahren gespart habe, kann als Sonderkündigung bezahlen! falls ich Sondertilgung haben möchte, erhöht sich die Zinsen nach 0,05% hoch! hätten Sie mir mit dieser Kondition einen Vertragsabschluss empfohlen? oder soll ich unbedingt Sondertilgung haben?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 19. Januar 2017, 9:47
leider dürfen wir keine Finanzberatung bieten und verweisen zur Einschätzung von Vertragskonditionen an einen Finanzberater oder Anwalt für Finanzrecht.
Tanja 19. Januar 2017, 16:54
ich hätte leider gleich 2 Fragen.
wir haben eine Eigentumswohnung gekauft mit 3 Kreditbausteinen bei einer Bank.
Der 1. Kreditbaustein hat eine gestaffelte Zinsbindung über 15 Jahre. Heißt ich habe mit einem niedrigen Zins angefangen der sich dann alle 2 Jahre automatisch erhöht. (ich hoffe das war nun verständlich). Dieser Bautein beinhaltet keine Sondertilgungsmöglichkeit.
Der 2. Kreditbaustein hat eine Sollzinsbindung über 10 Jahre mit Sondertilgungsoption. Die Sondertilgungsoption sieht vor, dass ich jederzeit sondertilgen kann und zwar mindestens 1000 Euro und maximal die komplette Restschuld.
Der 3. Kreditbaustein ist für mich schlüssig.
Nun werden wir allerdings bauen und, somit das Eigenheim verkaufen und müssen die Bank auslösen. Ich habe nun die Berechnung erhalten, die mir aber falsch erscheint.
Frage zu Kreditbaustein 1:
Ist es nicht so, dass ich auch bei 15 Jahre Zinsbindung, den Vertrag nach 10 Jahren kündigen könnte und die Vorfälligkeitsentschädigung sich dann auch nur bis zu diesem 10. Jahr berechnet + ggf. 6 Monate Kündigungsfrist?
Mir scheint, als ob in der vorliegenden Berechnung die kompletten 15 Jahre berücksichtigt sind.
Frage zu Kreditbaustein 2:
Da ich jederzeit den kompletten Betrag tilgen könnte, dürfen dann überhaupt Vorfälligkeiten berechnet werden?
Hatte erwartet, allenfalls eine Bearbeitungsgebühr aufgebrummt zu bekommen.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 2. Februar 2017, 9:33
in der Tat scheint es nach Ihrer Schilderung so, als dürfe für den 2. Kreditbaustein keinerlei Entschädigung anfallen. Sofern die vertraglichen Vereinbarungen des 1. Bausteins seit Auszahlung des Darlehens nicht verändert wurden, können Sie diesen nach 10 Jahren (+ 6 Monaten Kündigungsfrist) kündigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen. Kündigen Sie vor Ablauf dieser Frist, darf die Bank eine Entschädigung für die gesamten 15 Jahre verlangen.
Petra 2. Februar 2017, 11:03
ein Teil unseres Darlehens läuft im Sept 2017 aus so dass die Zinsen neu verhandelt werden können.
Die Restsumme des Darlehens sind ca 50.000€. Es soll dann eine Sondertilgung in Höhe von 10.000€ getätigt werden. Der neue Darlehensvertrag wurde uns jetzt mit 43.000€ unterbreitet.
Nach Rückfrage teilte mir die Bank mit: es könnte sein, dass es sich bei dem Betrag um die Restschuld inkl. der neuen Zinsen für die nächsten 10 Jahre handelt. Ich zweifle dass dies so korrekt ist.
Tom A. 28. Februar 2017, 17:32
ich habe 2013 einen Kredit mit einer Zinsbindung von 20 Jahren abgeschlossen, hätte nun aber erheblich früher (quasi jetzt, nach 4 Jahren Laufzeit) die Chance den Kredit abzulösen.
Komm ich aus dem Kredit raus oder muss ich bis zum Ablauf der 10 Jahre warten. Eine gerechte Vorfälligkeitsentschädigung wäre ich bereit in Kauf zu nehmen.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 2. März 2017, 9:12
Ihre Bank kann Ihnen erlauben, den Kredit jetzt schon zu beenden, muss es aber nicht. Ein Vorfälligkeitsentschädigung würde in diesem Fall sicherlich anfallen.
Wille K. 29. März 2017, 8:21
Wir haben folgendes Problem unsere 10 Jahre laufen August 2018 ab, ich habe mit meinem Berater über ein Forward Darlehen gesprochen. Er hat die Unterlagen zur Hauptzentrale zur Prüfung geschickt. Diese hat mir nach einer Woche zurück geschrieben das diese Prüfung positiv ausgefallen ist und das bestehende Darlehen nur noch gekündigt werden muss. Was ich natürlich getan habe. Ich bin davon ausgegangen das es sich jetzt nur noch um einen rein formelle Sache handelt die zeitnah erledigt wird. Doch jetzt verhält sich mein Berater “komisch” er meldet sich nicht weil er auf “umschulung” war, ist telefonisch nicht noch schwer zu erreichen. Und möchte nun zusätzlich Unterlagen zur Lebensunterhalt sicherung (obwohl die Prüfung positiv ausgefallen ist) und stellt komische fragen. “kann es sein das ein Handy Vertrag in der Schufa ist ?” “Nein” . . “Haben sie vor 2 Wochen einen größeren Kredit aufgenommen? ” “Nein , das war mein Sohn für seine Praxis, wir haben zwar den gleichen Vor und Nachnahmen aber anhand des Geburtsdatums müssten sie doch sehen das ich das nicht sein kann” . . . Ich hab jetzt ein komisches Gefühl weil ich die Unterlagen des neuen Forward Dahrlens noch nicht in Händen halte. Wir haben nur gekündigt weil Berater (telefonisch) und seine Zentrale (per E-Mail) grünes Licht gegeben haben. Jetzt meine Frage , kann der Dahrlengeber nach Prüfung und zusage immer noch sagen “sorry machen wir doch nicht” Denn jetzt haben wir ja gekündigt. Muss ich mir Sorgen machen?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 30. März 2017, 10:29
leider können wir Ihre Situation nicht einschätzen und verweisen daher an einen Finanzberater bzw. Anwalt für Finanzrecht.
Stan 12. April 2017, 13:42
Sondertilgung wird im Vertragstext der Prolongation nicht erwähnt, es gibt dort jedoch den Hinweis “Alle übrigen Vertragsbedingungen bleiben unverändert”.
Jetzt soll die Immobilie verkauft werden und das Darlehen abgelöst werden. Die Bank (Sparkasse) weigert sich jedoch die Sondertilgungsoption bei der Berechnung der VFE zu berücksichtigen und argumentiert, die Sondertilgung hätte bei der Anschlussfinanzierung vertraglich neu vereinbart werden müssen.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 13. April 2017, 11:18
leider dürfen wir keine Rechtsberatung bieten und müssen daher an einen Anwalt verweisen, der Ihren Fall genau überprüfen kann.
bma 1. Mai 2017, 5:54
Wir haben drei Kredite bei einer Bank aufgenommen. Alle für das selbe Haus. Die Kredite wurden 2002 aufgenommen und nach 10 Jahren im Jahre 2012 angepasst, leider mit schlechten Konditionen. Eines der Kredite läuft bis 2022 mit gebundenem Sollzins. Die anderen beide bis 2020. Kann ich eine Umschuldung nur mit einer Vorfälligkeitsentschädigung durchführen? Weil nach der Anpassung weitere 10 Jahre vergehen müssen? Oder geht die Umschuldung auch ohne Vorfälligkeitsentschädigung?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 4. Mai 2017, 10:06
in der Tat ist eine vorzeitige Umschuldung – also innerhalb der Zinsbindungsfrist und vor Ablauf von 10 Jahren – in der Regel mit einer Vorfälligkeitsentschädigung verbunden.
Ewige Baustelle 12. Juni 2017, 20:42
Wir haben 2011 ein Darlehen mit 15Jahrenzinsbindung abgeschlossen.Nun wollte ich mir schonmal ein Angebot für ein Forward Darlehen holen.Ich hatte vor nach 10 Jahren Vertrag zu kündigen.Doch die Bank sagt,das unser Vertrag sich automatich verlängert hat,weil wir 2016 die letzte Rate von 13000€ ausgezahlt bekommen haben.
In dem Vertrag selbst ist nichts vermerkt über die Zinsbindungszeit.Nur im Allgemeinen Erklärungen steht ,daß die Kündigung nach 10Jahren ab der vollständigen Auszahlung möglich ist.Also ich könne laut der Bank erst 2025 kündigen (15Jahre).
Ich habe bei dieser Bank noch einen zweiten Kredit.Diese läuft 2018 ab.
Somit kann ich auch nicht die Bank wechseln ,
Weil keiner im zweiten Rang stehen möchte.
Wie muß ich das sehen?Wie sollte ich mich verhalten?
in der Tat steht Ihnen das Sonderkündigungsrecht erst 10 Jahre nach vollständiger Auszahlung zu – in Ihrem Fall also 2026. Ein Finanzberater kann Ihnen Ihre Optionen und Möglichkeiten genau aufzeigen, nachdem er einen Einblick in die genauen Vertragsmodalitäten erhalten hat.
baradia 20. Juni 2017, 0:08
die letzte Nettoauszahlung unseres Darlehens hat am 23.3.07 stattgefunden. Ist bei uns der letzte Kündigungstermin der 22.9.17?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 22. Juni 2017, 13:56
Sandi 10. Juli 2017, 22:44
unsere Zinsfestbindung läuft nach 10 Jahren im Januar 18 aus. Nun wollten wir die Anschlussfinanzierung über eine andere Bank machen. Jetzt will uns unsere Hausbank nicht aus dem Vertag lassen. Ist das rechtens? Ich bin immer davon ausgegangen das ich nach 10 Jahren ablösen kann.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 21. Juli 2017, 9:25
nach Ablauf der Zinsbindung können Sie Ihren Vertrag kündigen.
Ramona 28. August 2017, 11:08
wenn ich das richtig verstanden habe muss ich nach der Kündigung noch 6 Monate die Darlehensraten weiterzahlen. Sind das zwangsläufig die gleichen Raten wie bisher oder kann die Bank höhere (also einen höheren Zinssatz) festlegen. Eigentlich sind ja jetzt die Zinsen geringer als vor 10 Jahren.
Für Ihre Rückinformation im Voraus besten Dank.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 18. September 2017, 13:05
in der Tat müssen Sie noch sechs Monate lang die vertraglich vereinbarten Raten zahlen – die Bank kann diese nicht abweichend vom Vertrag erhöhen.
Juergen 20. September 2017, 13:11
für den Kauf einer neuen Immobilie haben wir eine Kapitalbeschaffung beantragt mit einer Zinsbindung von einem Jahr. Die alte Immobilie wird in 6 Monaten verkauft.
Kann ich dann in einem Jahr nach Ablauf der Zinsbindung einfach den Kreditbetrag zurückzahlen (aus dem Erlös der derzeitigen Immobilie) und umgehe somit die Vorfälligkeitsentschädigung? Habe ich das oben in ihrem Beitrag so richtig verstanden?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 26. September 2017, 8:41
nach Ablauf der Zinsbindungsfrist können Sie ein Darlehen in der Tat ablösen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen zu müssen.
Martin 25. Oktober 2017, 16:54
HAllo! Wie ist das mit einem KFW-Kredit, der über 25 Jahre angelegt ist, die Zinsbindung aber nach 4 Jahren ausläuft? Kann ich den dann einfach nach vier Jahren ohne Aufschlag komplett tilgen?
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 4. Dezember 2017, 12:05
in vielen Fällen lässt sich ein Darlehen nach Ablauf der Zinsbindung ablösen, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt. Sprechen Sie hierzu zunächst den Kreditgeber an. Auch die Beratung durch einen versierten Anwalt ist im Vorhinein zu empfehlen.
Reiner 4. November 2017, 16:14
ich habe eine Baufinanzierung mit einer Laufzeit von 15 Jahren fristgerecht nach 10 Jahren gekündigt. Nun beginnt die sechsmonatige Kündigungsfrist, die Ende April 18 abläuft. Dürfte ich im Januar 18 eigentlich noch eine Sondertilgung leisten? Im Vertrag ist eine jährliche 5%-Sondertilgung vereinbart. Gilt diese auch innerhalb der Kündigungsfrist? Ich könnte die Restsumme locker schon im Januar durch eine letzte Sondertilgung abbezahlen und damit Zinsen für die letzten Monate sparen.
Besten Dank schon jetzt für eine Antwort.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 4. Dezember 2017, 12:10
dies ist mit dem Kreditgeber abzuklären. Bei weiteren Fragen hilft die Beratung durch einen Anwalt oder die Verbraucherzentrale.
Susanne 28. Dezember 2017, 12:51
trotzdem ich bereits alles durchgelesen habe verstehe ich immer noch nicht bis wann ich spätestens
1.unseren Vertrag kündigen muss und
2.ab wann ich den neuen Vertrag umschulden muss.
Auszahlung der letzten Darlehens war am 21.01.2009, das Darlehen hat eine 20jährige Festschreibung.
vorfaelligkeitsentschaedigung.net 29. Dezember 2017, 16:37
eine Kündigung ist laut § 489 BGB nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang der Darlehenssumme unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten möglich. Wann eine Umschuldung möglich ist, kann ein Experte nach Prüfung der Unterlagen beurteilen. In der Regel muss diese aber nahtlos an den alten Vertrag anschließen.