Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201974,%2088
Timestamp: 2019-06-17 05:55:28
Document Index: 363267091

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 232']

Rechtsprechung: VersR 1974, 88 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 21.09.1973
BGH, 30.10.1973 - VI ZR 115/72
https://dejure.org/1973,538
BGH, 30.10.1973 - VI ZR 115/72 (https://dejure.org/1973,538)
BGH, Entscheidung vom 30.10.1973 - VI ZR 115/72 (https://dejure.org/1973,538)
BGH, Entscheidung vom 30. Januar 1973 - VI ZR 115/72 (https://dejure.org/1973,538)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1973,538) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Schadensersatz aus unerlaubter Handlung - Umfang der Verkehrssicherungspflicht und Sorgfaltspflicht eines Landwirts - Untersuchung des Baumbestandes auf Rotfäule als Teil der Sorgfaltspflicht eines Forstwirts
Fichtenrotfäule-Urteil
Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers eines Waldes
VersR 1974, 88
DB 1974, 186
Danach waren sie u.a. verpflichtet, den Grenzbaum in angemessenen Abständen auf Krankheitsbefall zu überwachen (BGH, Urt. v. 30. Oktober 1973, VI ZR 115/72, VersR 1974, 88, 89).
Im Rahmen dieser Verkehrssicherungspflicht hat derjenige, der die Verfügungsgewalt über ein Grundstück ausübt, soweit möglich und zumutbar grundsätzlich dafür zu sorgen, dass von dort stehenden Bäumen keine Gefahr für die Rechtsgüter anderer - etwa auf öffentlichen Verkehrsflächen oder benachbarten Privatgrundstücken - ausgeht (Senatsurteile vom 31. Mai 1988 - VI ZR 275/87, VersR 1988, 957 f. mwN; vom 30. Oktober 1973 - VI ZR 115/72, VersR 1974, 88, 89;… BGH, Urteile vom 8. Oktober 2004 - V ZR 84/04, juris Rn. 11; vom 21. März 2003 - V ZR 319/02, NJW 2003, 1732, 1733;… anders zur Verkehrssicherungspflicht des Waldbesitzers: Senatsurteil vom 2. Oktober 2012 - VI ZR 311/11, BGHZ 195, 30 Rn. 10 ff.).
Dazu gehört es, den Baumbestand in angemessenen Zeitabständen zum Beispiel auf Krankheitsbefall oder Äste, die herunterfallen könnten, zu überwachen (vgl. Senatsurteil vom 30. Oktober 1973 - VI ZR 115/72, aaO, 89; BGH…, Urteil vom 8. Oktober 2004 - V ZR 84/04, juris Rn. 11; vom 2. Juli 2004 - V ZR 33/04, BGHZ 160, 18, 22).
Auch kann der Eigentümer eines forstwirtschaftlich genutzten Waldgrundstücks verpflichtet sein, den Baumbestand zum Schutz der Benutzer einer angrenzenden Straße auf Krankheitsbefall (Rotfäule) hin zu untersuchen (Senatsurteil vom 30. Oktober 1973 - VI ZR 115/72 - VersR 1974, 88).
Eine schuldhafte Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bezüglich der von Bäumen ausgehenden Gefahr liegt dann vor, wenn Anzeichen für eine Erkrankung verkannt oder übersehen worden sind, die nach der Erfahrung auf eine Gefährdung durch den Baum hinweisen (vgl. BGH, Urteil vom 30.10.1973, Az.: VI ZR 115/72, zitiert nach juris).
Der Verkehr muss zudem gewisse Gefahren, die nicht durch menschliches Handeln oder Unterlassen entstehen, sondern auf Gegebenheiten oder Gewalten der Natur beruhen, als unvermeidbar und daher als Risiko hinnehmen (BGH VersR 1974, 88).
Soweit Einwirkungen auf die Verkehrsteilnehmer durch umstürzende Bäume zu vermeiden sind, kommt es auf die Einsicht eines besonnenen, auf dem Gebiet der Forstwirtschaft fachlich beratenen Menschen an und darauf, inwieweit solche Gefahren von diesem erkannt werden können (BGH VersR 1974, 88;… Wussow/Hemmerich-Dornick a.a.O. Rn. 78).
AG Lemgo, 12.09.2006 - 19 C 81/06
Verkehrssicherungspflicht; Kontrolle von Bäumen auf Standsicherheit; …
Eine schuldhafte Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bezüglich der von Bäumen ausgehenden Gefahr liegt nur dann vor, wenn Anzeichen für eine Erkrankung verkannt oder übersehen worden sind, die nach der Erfahrung auf eine Gefährdung durch den Baum hinweisen (BGH, Urteil vom 30. Oktober 1973, Az: VI ZR 115/72).
Der Eigentümer des an einer öffentlichen Straße liegenden Waldgrundstücks ist mit Rücksicht auf den Straßenverkehr verpflichtet, schädliche Einwirkungen auf die Verkehrsteilnehmer durch umstürzende Bäume zu vermeiden, soweit er die Gefahr nach Einsicht eines besonnenen, auf dem Gebiete der Forstwirtschaft fachlich beratenen und gewissenhaften Menschen erkennen konnte (Vergleiche BGH, Urteil vom 30. Oktober 1973, Az: VI ZR 115/72; BGH, Urteile vom 22. September 1959, VI ZR 168/58 = VersR 1960, 32 und vom 21. Januar 1965, III ZR 217/63 = VersR 1965, 475).
Die Pflicht, öffentlichen Verkehr gegen das Umbrechen von Bäumen zu sichern, ist dahin zu begrenzen, dass der Verkehrssicherungspflichtige sich mit einer sorgfältigen äußeren Zustandsprüfung und Gesundheitsprüfung begnügen kann und eine eingehende fachmännische Untersuchung nur bei Feststellung besonderer, verdächtiger Umstände (Wachstumsauffälligkeit, Pilzbefall, spärliche Belaubung etc.) veranlassen muss (BGH, 30. Oktober 1973, VI ZR 115/72, VersR 1974, 88; OLG Hamm, Urteil vom 26. Januar 1993, Az: 9 U 152/9; OLG Köln, Urteil vom 28. Januar 1993, Az: 7 U 136/92 ; OLG Koblenz, Urteil vom 5. Mai 1986, Az: 12 U 1312/85; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22. April 1982, 18 U 257/81, VersR 1983, 61; OLG Hamm, Urteil vom 7. April 1992, Az: 9 U 179/91; OLG Düsseldorf, Urteil vom 23. Oktober 1980, Az: 18 U 149/80; BGH, 21. Januar 1965, III ZR 217/63, VersR 1965, 475, OLG Oldenburg, 3. Februar 1977, 1 U 173/76, VersR 1977, 845, OLG Düsseldorf, 14. Februar 1980, 18 U 163/79, VersR 1980, 875).
Die sich daraus ergebenen Folgen müssen als Auswirkung der Naturgewalt als eigenes Risiko hingenommen werden (BGH, 30. Oktober 1973, VI ZR 115/72, VersR 1974, 88).
Der Eigentümer des an eine öffentliche Verkehrsfläche angrenzenden Wald- oder Baumgrundstücks ist verpflichtet, schädliche Einwirkungen auf die Verkehrsteilnehmer durch umstürzende Bäume zu vermeiden (vgl. BGH VersR 1974, 88; OLG Frankfurt NVwZ 1983, 699; OLGKoblenz NZV 1990, 391).
Astbruch - Schadensersatz - Der Waldbesitzer schuldet unter dem Gesichtspunkt der …
OLG Köln, 16.12.1987 - 11 U 81/87
LG Braunschweig, 25.09.2002 - 2 O 2817/01
Verkehrssicherungspflicht des Waldbesitzers in Bezug auf Wanderwege
OLG Nürnberg, 26.06.1996 - 4 U 612/96
OLG Frankfurt, 27.01.1983 - 1 U 134/82
BGH, 21.09.1973 - IV ZB 29/73
https://dejure.org/1973,7738
BGH, 21.09.1973 - IV ZB 29/73 (https://dejure.org/1973,7738)
BGH, Entscheidung vom 21.09.1973 - IV ZB 29/73 (https://dejure.org/1973,7738)
BGH, Entscheidung vom 21. September 1973 - IV ZB 29/73 (https://dejure.org/1973,7738)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1973,7738) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anwaltspflicht - Sorgfaltspflicht - Urteilszustellung - Akteneinsicht - Antwort - Auskunft - Falsche Auskunft - Korrespondenzanwalt - Prozessbevollmächtigter
BGH, 24.10.1974 - VII ZB 21/74
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand auf Grund Versäumung der Berufungsfrist - …
Das gilt zunächst für das Verhalten der erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten, zu deren Aufgaben es auch gehörte, Rechtsanwalt Dr. B. als dem Korrespondenzanwalt des Beklagten den Zeitpunkt der Urteilszustellung mitzuteilen (vgl. u.a. BGH Beschluß vom 21. September 1973 - IV ZB 29/73 - = VersR 1974, 88 mit weiteren Nachweisen; Wieczorek ZPO § 232 Anm. B II a).