Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=StV%201986,%20421
Timestamp: 2020-08-12 16:04:25
Document Index: 345962534

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', '§ 212', '§ 261', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 337', 'BGH', '§ 337', 'BGH', '§ 337', 'BGH', '§ 337', '§ 261', 'BGH', '§ 337', '§ 261']

Rechtsprechung: StV 1986, 421 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 12.06.1986
https://dejure.org/1986,932
BGH, 27.06.1986 - 2 StR 312/86 (https://dejure.org/1986,932)
BGH, Entscheidung vom 27.06.1986 - 2 StR 312/86 (https://dejure.org/1986,932)
BGH, Entscheidung vom 27. Juni 1986 - 2 StR 312/86 (https://dejure.org/1986,932)
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Tötungsvorsatz bei Herbeiführen einer Gasexplosion - Beweiswürdigung - Urteilsgründe - Bedingter Tötungsvorsatz
StGB § 15 § 212 Abs. 1; StPO § 261
StV 1986, 421
So kann es an einem billigenden Inkaufnehmen des Tötungserfolges insbesondere dann fehlen, wenn ein - aus der Sicht des Täters - nachvollziehbarer Beweggrund für eine so schwere Tat, wie die Tötung eines Menschen, fehlt (BGHR StGB § 212 Abs. 1 Vorsatz, bedingter 1, 8 und 11).
Bedingt vorsätzliches Handeln setzt voraus, daß der Täter den Eintritt des tatbestandlichen Erfolges als möglich und nicht ganz fernliegend erkennt, ferner, daß er ihn billigt oder sich um des erstrebten Zieles willen mit der Tatbestandsverwirklichung abfindet (BGHSt 36, 1, 9; BGHR StGB § 212 Abs. 1 Vorsatz, bedingter 1 bis 39 jeweils m.w.Nachw.; zuletzt Senat in NStZ 2001, 475 ).
Ein mögliches Fehlen des Wissenselements hat der Bundesgerichtshof gerade auch in Fällen anerkannt, in denen der Täter seine lebensgefährlichen Handlungen, mit denen er Dritte tötete oder in Todesgefahr brachte, in (prä-) suizidaler Situation ohne feindselige Gesinnung gegenüber den Gefährdeten vorgenommen hat (…vgl. BGH, Urteile vom 22. November 2001 - 1 StR 369/01, BGHR StGB § 212 Abs. 1 Vorsatz bedingter 53, und vom 12. Juni 2008 - 4 StR 78/08, NStZ-RR 2008, 309, 310; Beschluss vom 27. Juni 1986 - 2 StR 312/86, BGHR StGB § 212 Abs. 1 Vorsatz, bedingter 1).
Dabei sind die zum Tatgeschehen bedeutsamen Umstände ebenso mit einzubeziehen wie die Persönlichkeit des Täters (vgl. zum Ganzen: BGH NStZ 1984, 19; 1986, 549, 550; 1991, 121; BGHR StGB § 212 Abs. 1 - Vorsatz, bedingter 1 bis 24 jeweils m.w.N.).
BGH, 31.07.1992 - 4 StR 308/92
BGH, 02.02.2005 - 5 StR 393/04
Tötungsvorsatz (gefährliche Gewalthandlung; Hemmschwelle; bedingter Vorsatz; …
BGH, 21.04.1993 - 2 StR 171/93
Strafbefreiender Rücktritt vom unbeendeten Versuch - Zulässigkeit des Ziehens von …
BGH, 12.06.1986 - 4 StR 210/86
https://dejure.org/1986,2581
BGH, 12.06.1986 - 4 StR 210/86 (https://dejure.org/1986,2581)
BGH, Entscheidung vom 12.06.1986 - 4 StR 210/86 (https://dejure.org/1986,2581)
BGH, Entscheidung vom 12. Juni 1986 - 4 StR 210/86 (https://dejure.org/1986,2581)
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Beweiswürdigung - Teilweises Schweigen - Entlastende Umstände - Falschaussage eines Zeugen - Verweigerungsrecht des Angeklagten
Rechtsfehlerhaft ist die Beweiswürdigung nur, wenn sie in sich widersprüchlich, lückenhaft oder unklar ist oder gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze verstößt (BGH NStZ 1983, 277, 278; BGH Strafverteidiger 1986, 421;… Meyer-Goßner a. a. O. § 337 Rn. 27).
OLG Köln, 25.10.1988 - Ss 567/88
Strafprozeßrecht: Unverwertbarkeit der Aussage eines erheblich alkoholisierten …
Die Beweiswürdigung des Tatrichters muß frei sein von inneren Widersprüchen, Lücken oder Unklarheiten (BGH StV 1986, 421;… Kleinknecht-Meyer a.a.O. § 337 Rn. 26 ff.).
Die Beweiswürdigung ist nur dann rechtsfehlerhaft, wenn sie lückenhaft oder widersprüchlich ist, gegen Denkgesetze verstößt oder Erfahrungssätze missachtet (BGH NStZ 83, 277; StV 86, 421;… Meyer-Goßner, StPO, 46. Aufl., § 337 Rdn. 27 m. w. N.).
Sachlich-rechtlich fehlerhaft ist die Beweiswürdigung, wenn sie in sich widersprüchlich, lückenhaft oder unklar ist, gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt oder falsche Maßstäbe für die zur Verurteilung erforderliche bzw. ausreichende Gewissheit angelegt werden (BGH StV 1986, 421;… Meyer-Goßner StPO 51. Aufl. § 337 Rdn.26 ff, § 261 Rn. 38).
Sachlich fehlerhaft ist die Beweiswürdigung, wenn sie in sich widersprüchlich, lückenhaft oder unklar ist, gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt oder falsche Maßstäbe für die zur Verurteilung erforderliche bzw. ausreichende Gewissheit angelegt werden (BGH StV 1986, 421; NStZ 1986, 373;… Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO, 44. A., Rdnr. 26 zu § 337 und Rdnr. 38 zu § 261).