Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201975,%201010
Timestamp: 2019-09-20 06:38:42
Document Index: 141247650

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 607', '§ 608', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138']

Rechtsprechung: MDR 1975, 1010 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 04.07.1975
BGH, 04.07.1975 - V ZR 14/75
https://dejure.org/1975,2729
BGH, 04.07.1975 - V ZR 14/75 (https://dejure.org/1975,2729)
BGH, Entscheidung vom 04.07.1975 - V ZR 14/75 (https://dejure.org/1975,2729)
BGH, Entscheidung vom 04. Juli 1975 - V ZR 14/75 (https://dejure.org/1975,2729)
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Zur Nichtigkeit eines Dahrlehnsvertrages wegen Sittenwidrigkeit aufgrund überhöhter Zinsen - Unterscheidung eines Ratenkredits und eines Dahrlehens mit Tilgung - Bestimmung des effektiven Jahreszinssatzes beim Anschaffungskredit - Grenzen der Zinsforderung in ...
WM 1975, 889
DB 1975, 1932
JR 1976, 17
Dieser Betrag ist staffelmäßig zu berechnen; er liegt - entsprechend der Höhe des zu verzinsenden Kapitalbetrages - am Anfang der Darlehenslaufzeit höher und sinkt dann, mit fortschreitender Tilgung des Kapitals, immer weiter ab (vgl. BGH, Urteil vom 4. Juli 1975 - V ZR 14/75 = BB 1975, 1129, 1130; Scholz, BB 1977, 1425).
Zur Beurteilung der Frage der Sittenwidrigkeit des Darlehensvertrags kommt ein Vergleich dieser vertraglich festgelegten Leistungen des Darlehensnehmers mit den marktüblichen, als wirtschaftlich tragbar angesehenen Bedingungen (Konditionen) für Ratenkredite in Betracht (vgl. BGH Urteil vom 4. Juli 1975 a.a.O.;… Canaris a.a.O. S. 1895).
Sie hätte zwar auch in ihrem Kreditantragsformular, einem Kreditangebot im Sinne dieser Verordnung, den effektiven Jahreszins "unter Zugrundelegung der gesamten Laufzeit des Kredits, des ausgezahlten Betrags, der Tilgungsleistungen, des Zinssatzes, der Vermittlungskosten und der sonstigen Kosten" angeben müssen (vgl. BGH Urteil vom 4. Juli 1975 a.a.O.).
Die bei Ratenkrediten übliche (…BGB-RGRK 12. Aufl. vor § 607 Rdn. 40, § 608 Rdn. 3) Ausweisung des Entgelts für die Überlassung der Darlehenssumme in einem gleichbleibenden Monatssatz vom ursprünglichen Nominalbetrag dient der Bestimmung des zu erwartenden und zugestandenen gesamten Zinsertrags (BGH WM 1975, 889, 890).
(BGH WM 1975, 889, 890; BGH Urteil vom 26. Oktober 1978 VII ZR 202/76; vgl. ferner Scholz BB 1977, 1425, 1429 und in Tz-Wirtschaft 1977 6/33; Aktuelle Beiträge zur Wirtschafts- und Finanzpolitik Nr. 79/1973 vom 13. August 1973 zur Bedeutung der VO über Preisangaben für die Angabe des effektiven Jahreszinses bei Ratenkrediten; abgedruckt bei Gelberg, Preisangaben VO, S. 147; Löwe NJW 1974, 2257, 2258 Fn. 6; Ungnade WM 1975, 1078, 1079).
In die Beurteilung sind die "gebräuchlichen, als wirtschaftlich tragbar angesehenen Bedingungen für Ratenkredite und für Darlehen der Teilzahlungsbanken" insgesamt einzubeziehen (vgl. BGH Urteil vom 4. Juli 1975 - V ZR 14/75 = MDR 1975, 1010 = WM 1975, 889).
Für die Beurteilung der Frage der Sittenwidrigkeit kommen insgesamt die gebräuchlichen, als wirtschaftlich tragbar angesehenen Bedingungen für Ratenkredite und für Darlehen der Teilzahlungsbanken in Betracht (vgl. BGH Urteil vom 4. Juli 1975 - V ZR 14/75 = MDR 1975, 1010 = WM 1975, 889).
Er besagt nicht, welche Zinsen tatsächlich in jedem Monat angefallen sind (vgl. BGH JR 1976, 17).
OLG Hamm, 05.01.1983 - 11 U 131/82
Anspruch auf Rückzahlung von zur Ablösung eines aufgenommenen Ratenkredits …
Die bei Ratenkrediten übliche Ausweisung des Entgelts für die Überlassung der Darlehnssumme in einem gleichbleibenden Monatssatz vom ursprünglichen Nominalbetrag dient der Bestimmung des zu erwartenden und zugestandenen gesamten Zinsertrages (BGH WM 1975, 889, 890; 1979, 52, 53).
Dieser wiederum erlaubt den Vergleich der Kosten eines Ratenkredits mit den Unkosten eines Darlehens, das in einer Summe zurückzuzahlen ist (vgl. hierzu auch BGH, Urt. v. 4.7.75 - V ZR 14/75, LM BGB § 138 [Aa] Nr. 21 = WM 1975, 889).