Source: http://vaeternotruf.de/amtsgericht-koenigstein.htm
Timestamp: 2019-05-27 14:12:48
Document Index: 390647995

Matched Legal Cases: ['§ 1684', '§ 1570', 'BGH', 'Art. 111', '§ 1579', '§ 1578', 'BGH', 'BGH', '§ 1570', '§ 1570', 'BGH', '§ 1570', '§ 1684', '§ 1570', '§ 1570', '§ 1579', '§ 1570', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1578', '§ 1570', '§ 1578']

Telefon: 06174 / 2903-0
Fax: 06174 / 2903-94
Internet: www.ag-koenigstein.justiz.hessen.de
Internetauftritt des Amtsgerichts Königstein (06/2016)
Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: fehlt. Aber, immerhin auf Anfrage vom 30.05.2016 am 31.05.2016 per Mail zugesandt bekommen.
Direktor am Amtsgericht Königstein: Dr. Clemens Theimer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Richter am Amtsgericht Königstein / Direktor am Amtsgericht Königstein (ab 22.09.2009, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2006 ab 15.10.2001 als Richter am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 24.05.2007 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 26.06.2009 als Direktor am Amtsgericht Königstein aufgeführt. 2010: Familiensachen. Siehe auch Pressemeldung unten. Namensgleichheit mit: Anette Theimer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1963) - Vorsitzende Richterin am Landgericht Frankfurt am Main (ab 14.11.2007, ..., 2008)
Stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Königstein: - Richterin am Amtsgericht Königstein / stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Königstein (ab , ..., 2014) -
Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Hessen beschäftigen am Amtsgericht Königstein 12 Richter/innen und 70 Mitarbeiter/innen, davon eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Rechtspfleger/innen und sonstigen Angestellten.
Der Bezirk des Amtsgerichts Königstein/Taunus umfasst die folgenden Städte und Stadtteile:
Eppstein mit den Stadtteilen Bremthal, Ehlhalten, Niederjosbach und Vockenhausen
Glashütten im Taunus mit den Ortsteilen Schloßborn und Oberems
Kelkheim am Taunus mit den Stadtteilen Münster, Hornau, Fischbach, Ruppertshain und Eppenhain
Königstein im Taunus mit den Stadtteilen Falkenstein, Mammolshain und Schneidhain
Kronberg im Taunus mit den Stadtteilen Oberhöchstadt und Schönberg
Väternotruf Königstein
Telefon: 06174 / ...
Christoph König (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1966) - Richter am Amtsgericht Königstein (ab , ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 1998 ab 12.02.1996 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010, 2012 und 2014 unter dem Namen König nicht als Richter am Amtsgericht Königstein aufgeführt. 2016: Familiengericht. Väternotruf: Besser mit Handbremse fahren, als mit Tempo 100 geblitzt werden. "Wann wir schreiten Seit an Seit und die alten Lieder singen" - http://www.spd-kronberg.de/index.php?mod=content&menu=1103&page_id=8927
Andrea Mosch (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1968) - Richterin am Amtsgericht Königstein (ab , ..., 2014, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2014 ohne Angabe Dienstantritt als Richterin am Amtsgericht Königstein - halbe Stelle - aufgeführt. Amtsgericht Königstein - GVP 01.06.2016.
Britta Mölle (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1966) - Richterin am Amtsgericht Königstein (ab 01.05.2007, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 16.08.2001 als Richterin am Landgericht Lübeck aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 und 2010 ab 001.05.2007 als Richterin am Amtsgericht Königstein - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 und 2014 unter dem Namen Britta Mölle oder Britta Moelle nicht aufgeführt. 2010, ..., 2016: Familiengericht.
Andrea Mosch (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1968) - Richterin am Amtsgericht Königstein (ab 01.05.2009, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2010 ab 01.05.2009 als Richterin am Amtsgericht Königstein - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 und 2014 ohne Angabe Dienstantritt als Richterin am Amtsgericht Königstein - halbe Stelle - aufgeführt. Amtsgericht Königstein - GVP 01.06.2016: Familiengericht.
Dr. Rademacher (geb. ....) - Richterin am Amtsgericht Königstein (ab , ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 1998, 2010, 2012 und 2014 unter dem Namen Rademacher im OLG-Bezirk Frankfurt am Main nicht aufgeführt. Amtsgericht Königstein - GVP 01.06.2016: Richterin am Amtsgericht.
Gabriele Ried (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Richterin am Amtsgericht Königstein (ab 05.07.1989, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 05.01.1987 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 ab 05.07.1989 als Richterin am Amtsgericht Königstein - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2014 ohne Angabe Dienstantritt als Richterin am Amtsgericht Königstein - halbe Stelle - aufgeführt. Amtsgericht Königstein - GVP 01.06.2016.
Dr. Clemens Theimer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Richter am Amtsgericht Königstein / Direktor am Amtsgericht Königstein (ab 22.09.2009, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2006 ab 15.10.2001 als Richter am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 24.05.2007 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 26.06.2009 als Direktor am Amtsgericht Königstein aufgeführt. 2010: Familiensachen. Siehe auch Pressemeldung unten. Namensgleichheit mit: Anette Theimer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1963) - Vorsitzende Richterin am Landgericht Frankfurt am Main (ab 14.11.2007, ..., 2008)
Sabine Wolff (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1959) - Richterin am Amtsgericht Königstein (ab , ..., 1998, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 1992 ab 04.04.1991 als Richterin am Landgericht Frankfurt am Main - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1998 und 2002 ohne Angabe Dienstantritt als Richterin am Amtsgericht Königstein im Taunus - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008, 2010, 2012 und 2014 unter dem Namen Sabine Wolff nicht aufgeführt. 2016: auf der Internetseite des Amtsgerichtes Königstein namentlich aufgeführt. Amtsgericht Königstein - GVP 01.06.2016.
Handbuch der Justiz 2010, 2012 und 2014: weitere Stellen sind besetzt. Namen und Personaldaten wurden dem Handbuch der Justiz nicht übermittelt.
Dr. Werner Dürbeck (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Richter am Amtsgericht Königstein (ab , ..., 2012) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 17.07.1999 als Richter am Amtsgericht Frankfurt am Main aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 nicht aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010, 2012, 2014 und 2016 unter dem Namen Werner Dürbeck nicht aufgeführt. 2010: abgeordnet an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main - 4. Familiensenat. Amtsgericht Königstein - 2012: Familiengericht - Abteilung 10. FamRZ 19/2010: 4 WF 38/10 - 25.03.2010. Amtsgericht Frankfurt am Main - Gewaltschutz - Beschluss vom 20.05.2010 - 5 UF 26/10 - FamRZ 21/2010. Dr. Elmar Kalthoener, Dr. Helmut Büttner, Dr. Hildegard Wrobel-Sachs, Yvonne Gottschalk, Dr. Werner Dürbeck: "Prozess- und Verfahrenskostenhilfe, Beratungshilfe", Verlag C.H.Beck München 2012 - http://www.beck-shop.de/fachbuch/inhaltsverzeichnis/Buettner-Prozess--Verfahrenskostenhilfe-Beratungshilfe-9783406624872_0905201206153126_ihv.pdf
Dr. Lösekrug (geb. ....) - Richter auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main (ab , ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2014 unter dem Namen Lösekrug als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main nicht aufgeführt. Amtsgericht Königstein - GVP 01.06.2016: ab 01.07.2016 aufgeführt (Richter auf Probe).
Dr. Schlegel (geb. ....) - Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main (ab , ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2014 unter dem Namen Schlegel als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main nicht aufgeführt. Amtsgericht Königstein - GVP 01.06.2016: Richterin auf Probe.
Schwarz (geb. ....) - Richter auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main (ab , ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2014 unter dem Namen Schwarz als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main nicht aufgeführt. Amtsgericht Königstein - GVP 01.06.2016: Richter auf Probe.
Abteilungen am Familiengericht Königstein:
AG Königstein, Entscheidung vom 28.03.2008 - 13 F 554/06 - / OLG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 06.02.2009 - 3 UF 124/08 - / Bundesgerichtshof - XII ZR 45/09 - 01.06.2011 - ausführlich siehe unten
Nicht mehr als Richter am Amtgericht Königstein tätig:
Franz Jeßberger (Jg. 1949) - Vorsitzender Richter am Landgericht Frankfurt am Main (ab 06.06.2005, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 18.05.2001 als Direktor am Amtsgericht Königstein im Taunus aufgeführt.
Rudolf Lass (geb. 11.01.1938) - Richter am Amtsgericht Erfurt / Präsident am Amtsgericht Erfurt (ab 05.11.1993, ..., 2007) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 05.06.1970 als Richter am Amtsgericht Königstein im Taunus aufgeführt - http://www.cornelia-b.de/home6e.html
Dr. Bruno Menhofer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Vorsitzender Richter am Landgericht Frankfurt am Main (ab 14.08.2006, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1998 ab 29.11.1996 als Richter am Amtsgericht Königstein im Taunus aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 14.08.2006 als Vorsitzender Richter am Landgericht Frankfurt am Main aufgeführt.
Renate Menz (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1949) - Richterin am Oberlandesgericht Frankfurt am Main / 3. Senat für Familiensachen (ab 31.03.2003, ..., 2013) - im Handbuch der Justiz 1998 ab 03.05.1979 als Richterin am Amtsgericht Königstein im Taunus aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2002 ohne Angabe Dienstantritt als Richterin am Amtsgericht Königstein im Taunus aufgeführt. Bundesverfassungsgericht - 1 BvR 1572/10 - Oberlandesgerichts Frankfurt am Main - 06.05.2010 - 3 UF 350/08 - Psychotherapie im Zwangskontext.
Johannes-Georg Oehm (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1951) - Richter am Amtsgericht Bad Homburg (ab , ..., 2010, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1982 und 1994 ab 17.04.1981 als Richter am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2000 unter dem Namen Georg Oehm ohne Angabe Dienstantritt als Richter am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 05.03.1981 als Richter am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Im Handbuch 2010 ab 17.04.1978 als Richter am Amtsgericht Bad Homburg aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft oder unvollständig. Im Handbuch der Justiz 2012 unter den Namen Johannes-Georg Oehm nicht aufgeführt. Amtsgericht Bad Homburg - GVP 05.02.2014: aufgeführt.
Michael Roth (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1976) - Richter am Amtsgericht Bad Hersfeld (ab , ..., 2012, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 08.05.2007 als Richter am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 nicht aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 19.05.2003 als Richter am Amtsgericht Bad Hersfeld aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 08.05.2007 als Richter am Bad Hersfeld aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Amtsgericht Bad Hersfeld - GVP 01.01.2014: Familiensachen. Namensgleichheit mit: Michael Roth (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richter am Amtsgericht Schweinfurt (ab , ..., 2004, ..., 2012) - im Handbuch der Justiz 1994 ab 01.11.1993 als Richter im Richterverhältnis auf Probe im OLG-Bezirk Bamberg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2002 ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Schweinfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2004, 2008 und 2012 ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter am Amtsgericht Schweinfurt aufgeführt.
Elke Schneiderhan (Jg. 1944) - ehemalige Jugendrichterin am Amtsgericht Königstein / stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Königstein (ab 18.05.2001, ..., 2006) - Ehefrau von Wolfgang Schneiderhan - Generalinspekteur der Bundeswehr ("General Loyal!, in: "Die Zeit", 30.10.2008, S. 45: "... Fast beiläufig erwähnt der Generalinspekteur, dass er keine Trauerfeier in Erinnerung habe, kein Gespräch an einem Grab, bei dem die Angehörigen Vorwürfe gegen die Bundeswehr erhoben hätten. Keine dieser Fragen, warum habt ihr meinen Jungen nur dorthin geschickt. Dabei könnte er es durchaus verstehen. Schneiderhan selbst hat »eine ähnliche Zäsur« erlebt. Einer seiner Söhne war auf dem Balkan stationiert, dort im Sanitätsdienst eingesetzt. Wenn er vom Einsatz nach Hause kam, ging die Beziehung zu einer Freundin meist ganz schnell in die Brüche. Also fuhr er an den freien Wochenenden als Rettungssanitäter im Notarztwagen mit. Die Eltern hatten eine enge Beziehung zu dem Jungen, »seine Mutter vor allem, ich bin ja nicht so viel daheim«. Schließlich, vor ziemlich genau zwei Jahren, die Nachricht, dass er sich das Leben genommen hat. Schneiderhan ist stehengeblieben, für einige Augenblicke sagt niemand ein Wort. Dann sagt der General, dass er für das Geschehen keine Erklärung habe. Seine Frau, die Jugendrichterin war in Königstein im Taunus, hat wenig später ihren Dienst aufgegeben, auch der Enkel wegen." - www.zeit.de/2008/45/Spaziergang-Schneiderhan
Uhlman (geb. ....) - Richterin am Amtsgericht Königstein / Familiengericht (ab , ..., 2005)? - im Handbuch der Justiz 1998, 2002 und 2010 unter dem Namen Uhlman nicht aufgeführt.
Ulrich Weiskopf (geb. - streng geheim) - Richter am Amtsgericht Friedberg (ab , ..., 2012, 2013) - im Handbuch der Justiz 1992 ohne Angabe Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1994 ohne Angabe Geburtsdatum ab 05.12.1991 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1998, 2000, 2002, 2008 und 2010 ohne Angabe Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter am Amtsgericht Königstein aufgeführt. Amtsgericht Friedberg - GVP 12.10.2012: Zivilsachen, freiwillige Gerichtsbarkeit, Betreuungsgericht. GVP 01.12.2013.
Telefon: 06196 / 65923-60
Mitarbeiter/innen: Frau Kubin (bis 2015), Frau Böckel (2017), Frau Bonzelius (2017)
No Name - Bestallung als Umgangspfleger am Amtsgericht Königstein (ab 01.09.2009, ..., )
No Name - Bestallung als Ergänzungspfleger am Amtsgericht Königstein für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )
No Name - Bestallung als Vormund am Amtsgericht Königstein (ab 01.09.2009, ..., )
Bestellung am Amtsgericht Königstein (2012)
Da kann man sich weiß Gott, bessere Lektüre vorstellen, als ausgerechnet Bücher von Herrn Salgo und den Uraltmärchenerzählern Goldstein, Freud und Solnit. Letztere haben mit ihren leider ins Deutsche übersetzten Büchern einen fruchtbaren ideologischen Boden für jahrzehntelange Elternentsorgung und -ausgrenzung in Deutschland hergegeben (02/2008).
Stefan Sochatzky
Herr Sochatzky bezeichnet sich auf seiner Internetseite als: "Journalist und Autor", anfänglich offenbar Jurastudent, vermutlich ohne Abschluss. Studierte anschließend möglicherweise Erziehungswissenschaften, so weit auf seiner Internetseite zu sehen, auch hier wohl kein Abschluss. Besitzt nach eigenen Angaben eine "medizinische Ausbildung", welche das sein soll, wird auf seiner Internetseite nicht deutlich, vielleicht hat er einen Wochenendkurs im Geistigen Heilen besucht - wir wissen es nicht.
"Nah am Menschen sein, ... ... zuhören können. Situationen erfassen und begreifen. Daraus Schlüsse ziehen und sie vermitteln. Das Wohl und den Willen des Kindes oder des/der Jugendlichen im Fokus haben. Das sind die Voraussetzungen für meine nebenberufliche Tätigkeit: die Verfahrensbeistandschaft. Und viel (Lebens)Erfahrung.
Mit Menschen und dem Menschlichen kenne ich mich aus. Ich besitze eine medizinische Ausbildung und war Student der Rechts- und Erziehungswissenschaften. Viele Jahre Jugendarbeit in verantwortlichen Positionen, der Kontakt zu Schulen, die Betreuung von Grundschulklassen bei Projekten, die Tätigkeit als Jugendschöffe, als Kinderbuchautor und die vielfältige berufliche Konfrontation auch mit schwierigsten Lebens-, Ausnahme- und Gewaltsituationen - kurzum mit dem echten Leben - schaffen ebenso die Grundlage für diese verantwortungsvolle Aufgabe wie meine Rolle als Vater zweier erwachsener Kinder."
http://www.sochatzy-online.de/das-gibt-s-dazu/verfahrensbeistand/
Bestellung am Amtsgericht Königstein (2016).
Beauftragung am Amtsgericht Königstein durch Richter Dr. Theimer (2007)
XII ZR 45/09 Verkündet am:
a) Ein Altersphasenmodell, das bei der Frage der Verlängerung des Betreuungsun-terhalts aus kindbezogenen Gründen allein oder wesentlich auf das Alter des Kin-des, etwa während der Kindergarten- und Grundschulzeit, abstellt, wird den ge-setzlichen Anforderungen nicht gerecht (im Anschluss an das Senatsurteil vom 30. März 2011 - XII ZR 3/09 - FamRZ 2011, 791).
b) Für die Betreuung des gemeinsamen Kindes ist grundsätzlich auch der barunter-haltspflichtige Elternteil in Betracht zu ziehen, wenn er dies ernsthaft und verläss-lich anbietet. Wie bei der Ausgestaltung des Umgangsrechts nach § 1684 BGB ist auch im Rahmen des Betreuungsunterhalts nach § 1570 BGB maßgeblich auf das Kindeswohl abzustellen, hinter dem rein unterhaltsrechtliche Erwägungen zurück-treten müssen (im Anschluss an das Senatsurteil vom 15. September 2010 - XII ZR 20/09 - FamRZ 2010, 1880).
BGH, Urteil vom 1. Juni 2011 - XII ZR 45/09 - OLG Frankfurt/Main
Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 1. Juni 2011 durch die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne, die Richterin Weber-Monecke und die Richter Dose, Dr. Klinkhammer und Dr. Günter
Die 1965 geborene Antragstellerin und der 1953 geborene Antragsgeg-ner hatten im Dezember 2004 geheiratet. Im Januar 2005 wurde der gemein-same Sohn geboren. Nach einer kurzfristigen Trennung im März 2005 trennten sich die Parteien im September 2005 endgültig. Auf den im Dezember 2006 zugestellten Scheidungsantrag wurde die Ehe der Parteien mit Verbundurteil geschieden, das hinsichtlich des Scheidungsausspruchs seit dem 8. Juli 2008 rechtskräftig ist.
Am Tag vor der Heirat hatten die Parteien einen notariellen Ehevertrag geschlossen, in dem sie den Versorgungsausgleich ausgeschlossen und Güter-trennung vereinbart haben. Daneben haben die Parteien wechselseitig auf nachehelichen Unterhalt, mit Ausnahme des Betreuungsunterhalts und des Aufstockungsunterhalts, verzichtet. Die Höhe eines gleichwohl geschuldeten nachehelichen Unterhalts haben sie auf monatlich höchstens 2.000 € begrenzt.
Der gemeinsame Sohn lebt seit der Trennung der Parteien bei der An-tragstellerin, der auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen wurde. Der Antragsgegner übt sein Umgangsrecht an jedem Mittwochnachmittag und an jedem zweiten Wochenende von samstags 10.00 Uhr bis sonntags 18.00 Uhr, an den übrigen Wochenenden freitags nachmittags aus. Für den Sohn steht während der Woche von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr ein Ganztagsplatz im Kinder-garten zur Verfügung, den er auch in Anspruch nimmt. Die Kosten für den Kin-dergarten in Höhe von monatlich 345 € incl. 55 € Verpflegungspauschale trägt die Antragstellerin. Der Antragsgegner befindet sich im vorzeitigen Ruhestand und strebt eine Ausweitung seines Umgangsrechts bis hin zu einem Wechsel-modell an. Die Parteien streiten über die Höhe seines Einkommens; er ist je-doch für Unterhaltsleistungen bis zur Höhe von monatlich 2.000 € leistungsfä-hig. Kindesunterhalt zahlt er in Höhe von monatlich 485 €.
Das Amtsgericht hat den Unterhaltsantrag abgewiesen. Auf die Berufung der Antragstellerin hat das Oberlandesgericht das Urteil abgeändert und den Antragsgegner neben Unterhaltsrückständen zur Zahlung nachehelichen Un-terhalts für die Zeit ab Januar 2009 in Höhe von insgesamt 1.383 € (1.113 € Elementarunterhalt und 270 € Altersvorsorgeunterhalt) verurteilt. Dagegen rich-tet sich die vom Oberlandesgericht zugelassene Revision des Antragsgegners, mit der er sein Begehren auf Abweisung des Unterhaltsantrags weiterverfolgt.
Für das Verfahren ist gemäß Art. 111 Abs. 1 FGG-RG noch das bis Ende August 2009 geltende Prozessrecht anwendbar, weil der Rechtsstreit vor die-sem Zeitpunkt eingeleitet worden ist (vgl. Senatsbeschluss vom 3. November 2010 - XII ZB 197/10 - FamRZ 2011, 100).
Das Oberlandesgericht hat der Antragstellerin einen Anspruch auf nach-ehelichen Betreuungsunterhalt zugesprochen, weil sie wegen der Betreuung des gemeinsamen Sohnes gegenwärtig nicht verpflichtet sei, einer Vollzeiter-werbstätigkeit nachzugehen und ihren Unterhaltsbedarf deswegen nicht selbst decken könne. Mit Vollendung des dritten Lebensjahrs des Kindes beginne zwar grundsätzlich die Erwerbsobliegenheit des betreuenden Elternteils. Ein abrupter, übergangsloser Wechsel von der elterlichen Vollzeitbetreuung zur Vollzeiterwerbstätigkeit könne aber nicht verlangt werden. Durch die gesetzliche Neuregelung durch das Unterhaltsrechtsänderungsgesetz 2008 sei eine Stär-kung der Eigenverantwortung und eine Abkehr von einer starren, pauschalen Betrachtung durch das Altersphasenmodell hin zu einer am Einzelfall orientier-ten Betrachtungsweise beabsichtigt. Aus dieser Konzeption folge als Regel-Ausnahme-Verhältnis, dass der unterhaltsberechtigte Elternteil darlegungs- und beweispflichtig für eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts über die Voll-endung des dritten Lebensjahrs des Kindes hinaus sei. Solche Umstände seien vorliegend dargetan und weitgehend unstreitig.
Zwar besuche der Sohn seit einem Jahr ganztags den Kindergarten, und der Besuch gestalte sich auch problemlos. Grundsätzliche Bedenken gegen eine achtstündige Fremdbetreuung bestünden nicht; diese werde auch von bei-den Parteien gutgeheißen. Bei einer Öffnungszeit des Kindergartens von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr sei die Antragstellerin aber trotz der weiteren Betreuung durch den Antragsgegner schon rein rechnerisch nicht zu einer Vollzeitbeschäf-tigung mit einem Achtstundentag, einer halbstündigen Mittagspause und einer einfachen Fahrstrecke zum Arbeitsplatz von 45 Minuten in der Lage. Die Be-treuungsbedürftigkeit des Kindes ende nicht mit Kindergartenschluss. Kinder im Kindergartenalter benötigten eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Trotz der Fremdbetreuung könne die Erwerbsobliegenheit somit zu einer überobligatori-schen Belastung führen. Zu berücksichtigen sei auch ein (erneuter) Gesell-schaftswandel, wonach erwartet werde, dass sich die Eltern intensiv mit ihren Kindern beschäftigten und sie förderten. Nach den Unterhaltsgrundsätzen des Berufungsgerichts könne deswegen bis zur Beendigung der Grundschulzeit die Ausübung einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit regelmäßig nicht erwartet wer-den. Entsprechend könne auch nach den Leitlinien des Oberlandesgerichts Schleswig bis zum Ablauf des dritten Grundschuljahres nur geringfügige bis halbschichtige Erwerbstätigkeit, vom vierten bis zum Ablauf des siebten Schul-jahres grundsätzlich nur halbschichtige Erwerbstätigkeit und ab dem achten Schuljahr des Kindes jedenfalls eine Erwerbstätigkeit von 75 % bis zu einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit erwartet werden, sofern weder kind- noch el-ternbezogene Belange entgegenstünden. Ähnlich verhielten sich die Leitlinien des Oberlandesgerichts Hamm. Auch das Oberlandesgericht Nürnberg habe sich in einer Entscheidung vom 19. Mai 2008 im Interesse der Rechtssicherheit für ein Altersphasenmodell ausgesprochen.
Zwar strebe der Antragsgegner eine Ausweitung seines Umgangsrechts an, es bestehe aber keine unterhaltsrechtliche Obliegenheit, dieses Angebot
anzunehmen. Wegen des langjährigen vehementen Streits der Parteien be-stünden erhebliche Zweifel, ob eine Ausweitung des Umgangsrechts dem Wohl des Kindes diene. Dem Sohn sei es nicht zumutbar, dem Streit seiner Eltern in einem noch größeren Umfang als bisher ausgesetzt zu sein, was zwangsläufig der Fall sei, wenn die Umgangskontakte weiter ausgedehnt oder die Eltern sich die Betreuung im Rahmen eines Wechselmodells teilen würden.
Weder die gemeinsame Lebensplanung noch die sehr kurze Zeit des Zu-sammenlebens sprächen gegen eine Beschränkung der Erwerbstätigkeit der Antragstellerin. Soweit die Antragstellerin in der Präambel ihres Ehevertrages ausgedrückt habe, dass sie nur im ersten Lebensjahr des Kindes die Betreuung übernehmen und sodann in Teilzeit oder ganztags erwerbstätig sein wolle, han-dele es sich lediglich um eine Absichtserklärung.
Der Antragstellerin sei eine Erwerbstätigkeit im Umfang von 25 Wochenstunden zumutbar. Bei einer täglichen Arbeitszeit von fünf Stunden könne sie das Kind problemlos bis 14.30 Uhr aus dem Kindergarten abholen. Der verbleibende Nachmittag stehe dann für die häusliche Betreuung oder für Aktivitäten außerhalb des Kindergartens zur Verfügung. Unter Berücksichtigung von 25 Wochenstunden errechne sich ein Bruttomonatslohn der Antragstellerin in Höhe von 3.199,73 €. Davon seien die gesetzlichen Abzüge und die Beiträge für eine private Rentenversicherung in Höhe von 153,39 €, nicht hingegen zu-sätzlich die Beiträge für die Pensionskasse in Höhe von 351,98 € abzusetzen. Als Fahrtkosten seien lediglich Kosten zu berücksichtigen, die zwischen Wies-baden und dem Arbeitsplatz der Antragstellerin in Mainz notwendig seien. Von den Kindergartenkosten sei ein Teil in Höhe von 240 € abzusetzen, nicht hinge-gen 50 € für einen halbtägigen Kindergartenbesuch und die Verpflegungspau-schale von 55 €. Nach Abzug eines Erwerbstätigenbonus ergebe sich ein ver-bleibendes Nettoeinkommen der Antragstellerin in Höhe von 1.086,80 €. Auf
der Grundlage der relativen Sättigungsgrenze von 2.200 € ergebe sich ein un-gedeckter Unterhaltsbedarf in Höhe von 1.113 € Elementarunterhalt und wei- teren 270 € Altersvorsorgeunterhalt.
Der Unterhaltsanspruch der Antragstellerin sei nicht nach § 1579 Nr. 1 BGB verwirkt. Zwar sei die Dauer der Ehe von knapp zwei Jahren gerade noch als kurz anzusehen. Die Unterhaltspflicht sei unter Wahrung der Belange des zu betreuenden Kindes aber nicht grob unbillig. Dabei sei auch zu be- rücksichtigen, dass der Antragsgegner in guten wirtschaftlichen Verhältnissen lebe und der Wegfall des Unterhaltsanspruchs die Antragstellerin und den ge- meinsamen Sohn in wirtschaftliche Bedrängnis brächte. Weitere Verwir- kungsgründe seien nicht gegeben. Auch komme eine zeitliche Begrenzung des Betreuungsunterhalts nach § 1578 b BGB nicht in Betracht. Der Sohn sei gerade erst vier Jahre alt geworden und die künftigen Umstände hingen noch davon ab, welche körperliche, geistige und seelische Entwicklung er nehme.
Das Oberlandesgericht hat die Revision zugelassen "im Hinblick auf das neue Recht zum Betreuungsunterhalt und die ungeklärte und in den Leitlinien der Oberlandesgerichte höchst unterschiedlich beantwortete Frage der Gewichtung des Alters des Kindes und der Bildung von altersbezogenen Fallgruppen“.
Diese Ausführungen des Berufungsgerichts halten den Angriffen der Re-vision nicht in allen Punkten stand.
1. Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, dass mit Vollendung des dritten Lebensjahrs des gemeinsamen Kindes grundsätzlich
eine Erwerbsobliegenheit des betreuenden Elternteils einsetzt. Mit der Neure-gelung des Betreuungsunterhalts durch das Gesetz zur Änderung des Unter-haltsrechts vom 21. Dezember 2007 (BGBl. I S. 3189) hat der Gesetzgeber ei-nen auf drei Jahre befristeten Basisunterhalt eingeführt, der aus Gründen der Billigkeit verlängert werden kann (BT-Drucks. 16/6980 S. 8 f.). Im Rahmen die-ser Billigkeitsentscheidung sind nach dem Willen des Gesetzgebers kind- und elternbezogene Verlängerungsgründe zu berücksichtigen. Dabei wird der Be-treuungsunterhalt vor allem im Interesse des Kindes gewährt, um dessen Be-treuung und Erziehung sicherzustellen (BT-Drucks. 16/6980 S. 9; Senatsurteil vom 30. März 2011 - XII ZR 3/09 - FamRZ 2011, 791 Rn. 18 mwN).
Zugleich hat der Gesetzgeber mit der Neuregelung dem unterhaltsbe-rechtigten Elternteil die Darlegungs- und Beweislast für die Voraussetzungen einer Verlängerung des Betreuungsunterhalts über die Dauer von drei Jahren hinaus auferlegt. Kind- oder elternbezogene Umstände, die aus Gründen der Billigkeit zu einer Verlängerung des Betreuungsunterhalts über die Vollendung des dritten Lebensjahrs hinaus führen könnten, sind deswegen vom Unterhalts-berechtigten darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen (Senatsurteile BGHZ 180, 170 = FamRZ 2009, 770 Rn. 23 und BGHZ 177, 272 = FamRZ 2008, 1739 Rn. 97).
Wie der Senat bereits wiederholt ausgesprochen hat, verlangt die ge-setzliche Neuregelung zwar keinen abrupten Wechsel von der elterlichen Be-treuung zu einer Vollzeiterwerbstätigkeit (BT-Drucks. 16/6980 S. 9). Nach Maß-gabe der im Gesetz genannten kindbezogenen (§ 1570 Abs. 1 Satz 3 BGB) und elternbezogenen (§ 1570 Abs. 2 BGB) Gründe ist auch nach dem neuen Unter-haltsrecht ein gestufter Übergang bis hin zu einer Vollzeiterwerbstätigkeit mög-lich (Senatsurteil vom 30. März 2011 - XII ZR 3/09 - FamRZ 2011, 791 Rn. 20 mwN). Ein solcher gestufter Übergang setzt aber nach dem Willen des Gesetz-
gebers voraus, dass der unterhaltsberechtigte Elternteil kind- und/oder eltern-bezogene Gründe vorträgt, die einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit des be-treuenden Elternteils mit Vollendung des dritten Lebensjahrs entgegenstehen. Nur an solchen individuellen Gründen kann sich der gestufte Übergang im Ein-zelfall orientieren.
Soweit in Rechtsprechung und Literatur auch zu der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Rechtslage abweichende Auffassungen vertreten wurden, die an das frühere Altersphasenmodell anknüpften und eine Verlängerung des Be-treuungsunterhalts allein oder überwiegend vom Kindesalter abhängig machten, sind diese im Hinblick auf den eindeutigen Willen des Gesetzgebers nicht halt-bar (Senatsurteil BGHZ 180, 170 = FamRZ 2009, 770 Rn. 28). Die kindbezoge-nen Verlängerungsgründe, insbesondere die Betreuungsbedürftigkeit, und die elternbezogenen Verlängerungsgründe als Ausdruck der nachehelichen Solida-rität sind vielmehr nach den individuellen Verhältnissen zu ermitteln.
2. Diesen gesetzlichen Vorgaben trägt das Berufungsurteil nicht hinrei-chend Rechnung. Die zur Begründung angeführten Umstände können weder als individuelle kindbezogene noch als individuelle elternbezogene Gründe eine Fortdauer des Betreuungsunterhalts über die Vollendung des dritten Lebens-jahrs hinaus rechtfertigen.
a) Kindbezogene Gründe für eine Verlängerung des Betreuungsunter-halts nach Billigkeit entfalten im Rahmen der Billigkeitsentscheidung das stärkste Gewicht und sind deswegen vorrangig zu prüfen (BT-Drucks. 16/6980 S. 9; Senatsurteil vom 30. März 2011 - XII ZR 3/09 - FamRZ 2011, 791 Rn. 23 mwN).
aa) Mit der Neuregelung des Betreuungsunterhalts zum 1. Januar 2008 hat der Gesetzgeber für Kinder ab Vollendung des dritten Lebensjahrs grund-
sätzlich den Vorrang der persönlichen Betreuung gegenüber anderen kindge-rechten Betreuungsmöglichkeiten aufgegeben. In dem Umfang, in dem das Kind nach Vollendung des dritten Lebensjahrs eine kindgerechte Einrichtung besucht oder unter Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse besuchen könnte, kann sich der betreuende Elternteil also nicht mehr auf die Notwendig-keit einer persönlichen Betreuung des Kindes und somit nicht mehr auf kindbe-zogene Verlängerungsgründe im Sinne von § 1570 Abs. 1 Satz 3 BGB berufen. Das gilt sowohl für den rein zeitlichen Aspekt der Betreuung als auch für den sachlichen Umfang der Betreuung in einer kindgerechten Einrichtung (Senats-urteil vom 30. März 2011 - XII ZR 3/09 - FamRZ 2011, 791 Rn. 24 mwN).
bb) Soweit das Berufungsgericht eine persönliche Betreuung des ge-meinsamen Kindes durch die Antragstellerin während der Nachmittagsstunden für erforderlich hält, was einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit entgegenstehe, hält dies den Angriffen der Revision nicht stand.
Das Berufungsgericht geht davon aus, dass der gemeinsame Sohn im Alter von vier Jahren von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr einen Vollzeitkindergarten be-sucht und beide Eltern gegen diese Fremdbetreuung keine Einwände erheben. Hinzu kommt, dass der Antragsgegner, der bereits den vorzeitigen Ruhestand angetreten hat, ein großzügiges Umgangsrecht ausübt und angeboten hat, die Antragstellerin in der Betreuung des gemeinsamen Kindes weiter zu unterstüt-zen, um ihr eine vollschichtige Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Nach den Fest-stellungen des Berufungsgerichts betreut der Antragsgegner das gemeinsame Kind an jedem Mittwochnachmittag sowie im wöchentlichen Wechsel von sams-tags 10.00 Uhr bis sonntags 18.00 Uhr oder freitags nachmittags. Damit ist schon jetzt eine zusätzliche Entlastung der Antragstellerin verbunden, die die Ausführungen des Berufungsgerichts, der Umfang einer vollschichtigen Er-werbstätigkeit nebst Mittagspause und Fahrzeiten übersteige den Umfang der
neunstündigen Betreuungsmöglichkeiten im Kindergarten, jedenfalls für einzel-ne Tage in Frage stellt. Hinzu kommt, dass der Antragsgegner eine Ausweitung oder Umgestaltung der Betreuung des gemeinsamen Kindes angeboten hat. Der Senat hat bereits entschieden, dass grundsätzlich auch der barunterhalts-pflichtige Elternteil als Betreuungsperson in Betracht zu ziehen ist, wenn er dies ernsthaft und verlässlich anbietet (Senatsurteil vom 15. September 2010 - XII ZR 20/09 - FamRZ 2010, 1880 Rn. 28; vgl. auch Empfehlung 5 des Ar-beitskreises 2 des 18. Deutschen Familiengerichtstages). Wie bei der Ausge-staltung des Umgangsrechts nach § 1684 BGB ist auch im Rahmen des Be-treuungsunterhalts nach § 1570 BGB maßgeblich auf das Kindeswohl abzustel-len, hinter dem rein unterhaltsrechtliche Erwägungen zurücktreten müssen. Ist bereits eine am Kindeswohl orientierte abschließende Umgangsregelung vor-handen, ist diese grundsätzlich vorgreiflich.
Durchgreifende Umstände gegen eine Umgestaltung des Umgangs-rechts des Antragsgegners hat das Berufungsgericht nicht festgestellt. Es hat insbesondere nicht festgestellt, ob und auf welche Weise der Antragsgegner die Antragstellerin gegenüber dem gemeinsamen Kind abwertet und dadurch dem Kindeswohl zuwider handelt. Die Ausführungen des Berufungsgerichts be-schränken sich vielmehr darauf, allgemein die Folgen einer erlebten ständigen Abwertung des jeweils anderen Elternteils darzulegen. Auch eine seelische Be-lastung des gemeinsamen Kindes durch den Streit der Eltern hat das Oberlan-desgericht nicht konkret festgestellt. Es hat lediglich ausgeführt, dass sich ein vehementer Streit der Eltern zwangsläufig als seelische Belastung des Kindes auswirken müsse.
Hinzu kommt, dass hier schon eine Umgestaltung des Umgangsrechts ohne zeitliche Ausweitung zu einer ausreichenden Betreuung des gemeinsa-men Kindes während einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit der Antragstellerin füh-
ren könnte. Ist - wie hier - der barunterhaltspflichtige Elternteil bereits im Vorru-hestand und der betreuende Elternteil noch erwerbstätig, liegt es nahe, das Umgangsrecht mit einem Kindergartenkind so umzugestalten, dass dadurch der betreuende Elternteil entlastet und ihm eine Erwerbstätigkeit ermöglicht wird. Dass eine solche Umgestaltung des Umgangsrechts die jeweilige Rückkehr des Kindes zur Mutter erschweren könnte, hat das Berufungsgericht nicht konkret festgestellt.
cc) Das Berufungsurteil widerspricht dem Willen des Gesetzgebers bei der Neuregelung des Betreuungsunterhalts. Soweit es darauf abstellt, eine Teil-zeiterwerbstätigkeit der Antragstellerin ermögliche es ihr, das Kind bis 14.30 Uhr aus dem Kindergarten abzuholen, um dann die häusliche Betreuung zu übernehmen, verkennt es den Wegfall des Vorrangs der persönlichen Be-treuung mit Vollendung des dritten Lebensjahrs. Dies widerspricht außerdem der von den Eltern einvernehmlich ausgeübten Praxis. Hinzu kommt, dass das Berufungsgericht seine Entscheidung maßgeblich auf die eigenen Leitlinien und entsprechende frühere Leitlinien anderer Oberlandesgerichte gestützt hat, die für den Betreuungsunterhalt ein modifiziertes Altersphasenmodell vorsehen. Indem das Oberlandesgericht darauf abstellt, dass bis zur Beendigung der Grundschulzeit eine vollschichtige Erwerbstätigkeit des betreuenden Elternteils nicht erwartet werden kann, stellt es entscheidend auf das Alter des Kindes und nicht auf die gebotenen individuellen Verhältnisse ab. Gleiches ergibt sich auch aus der Bezugnahme auf die früheren Leitlinien der Oberlandesgerichte Schleswig und Hamm und eine frühere Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg, die Umfang und Dauer des Betreuungsunterhalts ebenfalls an einem modifizierten Altersphasenmodell orientierten. Dies widerspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats. Entsprechend haben das Berufungsgericht und das Oberlandesgericht Schleswig ihre Leitlinien inzwischen der Senatsrecht-sprechung angepasst und das Altersphasenmodell aufgegeben.
b) Auch sonst hat das Berufungsurteil keinen Bestand, weil das Beru-fungsgericht auch keine individuellen elternbezogenen Gründe festgestellt hat.
aa) Die Berücksichtigung elternbezogener Gründe für eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts ist Ausdruck der nachehelichen Solidarität. Maßgeb-lich ist dabei das in der Ehe gewachsene Vertrauen in die praktizierte Rollen-verteilung und die gemeinsame Ausgestaltung der Betreuung (BT-Drucks. 16/6980 S. 9). Das Vertrauen des unterhaltsberechtigten Ehegatten gewinnt bei längerer Ehedauer oder bei Aufgabe der Erwerbstätigkeit zur Erzie-hung gemeinsamer Kinder weiter an Bedeutung (§ 1570 Abs. 2 BGB).
Auch darf die ausgeübte oder verlangte Erwerbstätigkeit des betreuen-den Elternteils neben dem nach der Erziehung und Betreuung in einer Tages-einrichtung verbleibenden Anteil der persönlichen Betreuung nicht zu einer überobligatorischen Belastung des betreuenden Elternteils führen. Unter Be-rücksichtigung des konkreten Betreuungsbedarfs ist dann eine Prüfung gebo-ten, ob und in welchem Umfang die Erwerbsobliegenheit des unterhaltsberech-tigten Elternteils auch während der Zeit der möglichen Betreuung des Kindes in einer kindgerechten Einrichtung eingeschränkt ist (Senatsurteil vom 30. März 2011 - XII ZR 3/09 - FamRZ 2011, 791 Rn. 25 mwN).
bb) Elternbezogene Verlängerungsgründe als Ausdruck der nacheheli-chen Solidarität hat das Berufungsgericht hier nicht rechtsfehlerfrei festgestellt. Schon der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, weder die gemeinsame Le-bensplanung noch die kurze Ehedauer sprächen gegen eine Beschränkung der Erwerbsobliegenheit, verkennt die Darlegungslast der Antragstellerin als unter-haltsberechtigtem Elternteil. Zutreffend weist die Revision darauf hin, dass hier nur von einer begrenzten nachehelichen Solidarität ausgegangen werden kann. Denn die Parteien hatten sich bereits nach drei Ehemonaten kurzzeitig und
schließlich bereits nach neun Monaten endgültig getrennt. Ein besonderes Ver-trauen auf eine dauerhafte Absicherung innerhalb der bestehenden Ehe konnte deswegen auch im Hinblick auf § 1579 Nr. 1 BGB nicht entstehen. Hinzu kommt, dass die Parteien von Beginn an eine Doppelverdienerehe führen woll-ten und die Antragstellerin in der Präambel des Ehevertrages ausdrücklich kundgetan hatte, nach Vollendung des ersten Lebensjahrs des Kindes ihre Er-werbstätigkeit wieder aufnehmen zu wollen. Wenn sie nach der Trennung gleichwohl entsprechend § 1570 Abs. 1 Satz 1 BGB für drei Jahre die persönli-che Betreuung übernommen hat, kann daraus jedenfalls kein besonderes Ver-trauen in die gegenseitige Absicherung erwachsen.
Auch eine überobligatorische Belastung der Antragstellerin durch vollzei-tige Erwerbstätigkeit und ergänzende Betreuung des gemeinsamen Kindes hat das Oberlandesgericht nicht rechtsfehlerfrei festgestellt. Im Hinblick auf das Betreuungsangebot des Antragsgegners wäre eine Gestaltung seines Um-gangsrechts neben der Kindergartenbetreuung möglich, die zu einer nicht uner-heblichen Entlastung führen und eine überobligatorische Belastung der Antrag-stellerin in diesem Umfang verhindern könnte. Dies hat das Oberlandesgericht nicht in seine Entscheidung einbezogen.
3. Mangels hinreichend festgestellter individueller kind- oder elternbezo-gener Gründe kann das angefochtene Urteil, das von einer nur eingeschränkten Erwerbsobliegenheit im Umfang von 25 Wochenstunden ausgeht, keinen Be-stand haben. Die Entscheidung ist aufzuheben und der Rechtsstreit ist zur er-neuten Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückzuver-weisen, damit es unter Berücksichtigung der Rechtsauffassung des Senats eine neue Billigkeitsabwägung treffen kann.
a) Soweit das Oberlandesgericht bei der Ermittlung des unterhaltsrecht-lich relevanten Einkommens der Antragstellerin bei einem unterstellten Brutto-einkommen von 3.199,73 € Kosten für eine zusätzliche Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 153,39 € abgesetzt hat, wi-derspricht dies der Rechtsprechung des Senats. Wie das Oberlandesgericht selbst anführt, kann eine solche zusätzliche Altersvorsorge nach der Senats-rechtsprechung lediglich bis zur Höhe von 4 % des Bruttoeinkommens berück-sichtigt werden (Senatsurteile BGHZ 163, 84, 97 ff. = FamRZ 2005, 1817, 1821 f. und BGHZ 171, 206, 216 = FamRZ 2007, 793, 795). Sollte das Beru-fungsgericht auch in seiner erneuten Entscheidung von einem erzielbaren Brut-toeinkommen in Höhe von 3.199,73 € ausgehen, wären die zu berücksichtigen-den Kosten für eine zusätzliche Altersvorsorge auf rund 128 € monatlich be-grenzt.
b) Im Gegenzug hat das Oberlandesgericht von den Kindergartenkosten, die die Antragstellerin allein trägt, nur einen Anteil in Höhe von 240 € berück-sichtigt, weil die Kosten für einen halbtägigen Kindergartenbesuch von bis zu 50 € monatlich im Kindesunterhalt enthalten seien. Dies widerspricht der neue-ren Rechtsprechung des Senats, wonach Kindergartenbeiträge in vollem Um-fang als Mehrbedarf des Kindes zu behandeln sind. Lediglich die in einer Kin-dereinrichtung anfallenden Verpflegungskosten sind mit dem Tabellenunterhalt abgegolten (BGH Urteil vom 26. November 2008 - XII ZR 65/07 - FamRZ 2009, 962 Rn. 25 ff.).
c) Zu Recht hat das Berufungsgericht eine Befristung des Betreuungsun-terhalts nach § 1578 b BGB abgelehnt. Dies scheidet schon deswegen aus, weil § 1570 BGB in seiner seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung insoweit eine Sonderregelung für die Billigkeitsabwägung enthält. Nach Vollendung des dritten Lebensjahrs steht dem betreuenden Elternteil nur noch Betreuungsun-
terhalt nach Billigkeit zu. Im Rahmen dieser Billigkeitsabwägung sind bereits alle kind- und elternbezogenen Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Wenn sie zu dem Ergebnis führt, dass der Betreuungsunterhalt über die Vollen-dung des dritten Lebensjahrs hinaus wenigstens teilweise fortdauert, können dieselben Gründe nicht zu einer Befristung im Rahmen der Billigkeit nach § 1578 b BGB führen (Senatsurteil vom 15. September 2010 - XII ZR 20/09 - FamRZ 2010, 1880 Rn. 33 mwN).
AG Königstein, Entscheidung vom 28.03.2008 - 13 F 554/06 -
OLG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 06.02.2009 - 3 UF 124/08 -
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=56660&pos=0&anz=1
Frankfurter Rundschau - Neuer Chef im Königsteiner Amtsgericht
Am Dienstag bekommt das Amtsgericht Königstein ganz offiziell einen neuen Direktor. Clemens Theimer, der schon seit Monaten in diesem Job arbeitet, wird in sein Amt eingeführt. Seine Vorgängerin Elisabeth Fritz wurde bereits im März zur neuen Präsidentin des Offenbacher Amtsgerichts ernannt.
Am Dienstag bekommt das Amtsgericht Königstein ganz offiziell einen neuen Direktor. Clemens Theimer, der schon seit Monaten in diesem Job arbeitet, wird in sein Amt eingeführt. Seine Vorgängerin Elisabeth Fritz wurde bereits im März zur neuen Präsidentin des Offenbacher Amtsgerichts ernannt. Vier Jahre lang hatte sie in Königstein als Direktorin gearbeitet, Theimer war viele Jahre ihr Stellvertreter. "Sie hat mich hervorragend in die Verwaltungsarbeit eingeführt, so etwas lernt man schließlich nicht im Studium", sagt der 48-Jährige.
http://www.ag-koenigstein.justiz.hessen.de/irj/AMG_Koenigstein_im_Taunus_Internet?rid=HMdJ/AMG_Koenigstein_im_Taunus_Internet/sub/59b/59b30191-d4a3-21ae-b6df-197ccf4e69f2,,,11111111-2222-3333-4444-100000005003%26overview=true.htm
Neues Modell soll Scheidungskinder schützen
Königstein. „Scheiden tut weh“, heißt es redensartlich, wenn auch in anderem Sinne als im Zusammenhang mit dem Ende einer Ehe. Weh tut dieser Akt vor allem den Betroffenen. Und das sind eben nicht nur Mann und Frau, sondern allzu oft auch Kinder, die zwischen Vater und Mutter hin und her gerissen, aber auch als Druckmittel missbraucht werden. Ihnen gilt die größte Sorge und ihr Leid soll mit dem „Königsteiner Modell“ künftig gelindert werden.
Darauf haben sich die Familienrichter am Amtsgericht Königstein, Direktorin Elisabeth Fritz, ihr Stellvertreter Dr. Clemens Theimer und Britta Moelle, jetzt verständigt. „Wir wollen das Königsteiner Modell einführen und uns dabei am Cochemer Modell orientieren“, kündigte die Direktorin, die sich bereits auf den ersten Fall vorbereitet, an, Neuland zu beschreiten. „Das funktioniert nur, wenn sich alle Beteiligten – Richter, Anwälte, Paare sowie Jugendämter – einbringen“, sagt Clemens Theimer. Er nennt das Verhältnis zwischen Gericht und Jugendpflegern im Hoch- und im Main-Taunus-Kreis schon jetzt „hervorragend“.
Das Cochemer Modell ist ein deutschlandweit Aufsehen erregendes Modellprojekt des Cochemer Familiengerichts gemeinsam mit dem dortigen Jugendamt. Das Modell will das Kindeswohl wirksam schützen und Streitigkeiten, die auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden, vermeiden. Daraus entstand eine neue Form der Zusammenarbeit. Anwälte, Paare, Erziehungs- und Lebensberatungsstelle, Familiengericht, Gutachter und Jugendamt kooperieren zunächst ohne Schriftsätze, bevor es überhaupt zum Scheidungsverfahren kommt, in dem dann auch über Sorge- und Umgangsrecht entschieden wird. Vom Grundsatz her soll das auch beim „Königsteiner Modell“ so sein, aber: „Wir wollen nur die positiven Punkte übernehmen, nicht jedoch die von uns als problematisch empfundenen“, sagte Fritz.
Im Gegensatz zum Cochemer Modell sollen sich in Königstein die Parteien und Anwälte nämlich zu nichts verpflichten, insbesondere nicht zu einer einvernehmlichen Lösung. Fritz: „Wenn es kein Einvernehmen gibt, ist es an uns, schnell zu entscheiden, auch dann, wenn sich die Parteien nicht gleich stark begegnen, und deshalb eine gerichtliche Entscheidung nötig ist, etwa bei Gewalt, Suchtproblemen oder Missbrauch.“
Clemens Theimer: „Wichtig ist vor allem, dass möglichst sofort, das heißt maximal 14 Tage nach Antragseingang, eine Lösung gefunden wird.“ Das Modell lebe davon, dass die Beteiligten schnell zusammengebracht werden. „Wenn ein fünf Monate altes Baby seinen Vater, weil er ausgezogen ist, auch nur fünf Wochen nicht sieht, ist er ein fremder Mann für das Kind, es eilt also, wenn wir Tragödien vermeiden wollen.“ Die Gespräche, die zu einem Zeitpunkt geführt werden, zu dem die Anwälte sich gegenseitig noch nicht mit Schriftsätzen bombardiert haben, sollen Vertrauen bei allen Beteiligten bilden, hofft die Amtsgerichtsdirektorin. Sie spricht aus Erfahrung: „Wer auch immer das Sorgerecht hat, es gibt oft Probleme, bei denen nicht nur der sein Umgangsrecht einfordernde Ex-Partner aufläuft, sondern auch das Kind zum Spielball der Interessen wird.“ Dann träume das Kind nach dem Papa- oder Mama-Wochenende eben immer schlecht, oder die Übergabe fällt aus, weil an dem Wochenende ein Kindergeburtstag ansteht – vorgeschobene Gründe, das Umgangsrecht zu verwehren, gebe es genug, so Fritz.
Für sie entspricht es dem „modernen, richterlichen Selbstverständnis“, nicht immer gleich auf Paragrafen zu setzen. Es gehe im Interesse des Kindes darum, zunächst auch Verhandlungsergebnissen auf der Basis elterlicher wie richterlicher Verantwortung eine Chance zu geben. Sollten die Gespräche dennoch scheitern, etwa weil die Fronten zu verhärtet sind, kann immer noch gerichtlich entschieden werden. Nur schnell muss es gehen. „Schnell heißt nicht oberflächlich, wir werden uns alle Zeit nehmen, auch wenn es einmal Stunden dauern sollte. Und wenn es nur morgens um acht geht, dann ist es eben so“, zeigt Clemens Theimer Bereitschaft, alles zu tun, wenn es dem Familienfrieden dient.
Königstein. Das Leben eines Richters bietet weit mehr, als sich selbst der einfallsreichste Jura-Professor für seine Studenten als natürlich wahre Anekdote aus früheren Amtstagen einfallen lassen könnte. Dass Angeklagte ohne Führerschein das eigene Auto dreist vorm Gerichtgebäude parken, kommt ab und zu auch im richtigen Leben vor. Dass aber, mitten in Frankfurt, ein Angeklagter beritten zu seinem Prozess kommt, dürfte schon seltener vorkommen, noch seltener dürfte sein, dass derselbe Angeklagte später, in dem unguten Gefühl, dass ihm sein gutes Recht vorenthalten wird, zur Urteilsverkündung im eigenen Sarg anreist.
Landgerichtspräsident Klaus Scheuer (Mitte) stattete dem Amtsgericht mit Direktorin Elisabeth Fritz und Dr. Clemens Theimer seinen Besuch ab. Foto: as
Klaus Scheuer hat beides erlebt und beides erzählt er immer wieder gerne, auch jetzt wieder, als er dem Königsteiner Amtsgericht seinen Antrittsbesuch als neuer Landgerichtspräsident abstattete. Die Sache mit Ross und Sarg ist 25 Jahre her, seine Ernennung zum neuen Behördenchef und Nachfolger von Eberhard Kramer, erst wenige Tage. Der 57-jährige Klaus Scheuer, der mit komplettem Vornamen eigentlich Johann Nikolaus heißt, hat sein Amt am 1. November übernommen und reist nun erst einmal durch seinen Dienstbezirk, zu dem unter anderem auch die Amtsgerichte Königstein, Bad Homburg und Usingen zählen.
Insgesamt hören 140 Richter auf sein Kommando, weit mehr als an seiner letzten beruflichen Station, wo es nur 28 waren. Scheuer war zuvor zweieinhalb Jahre Präsident des Landgerichts Gießen. Die Chance, die Präsidentenstelle in Frankfurt übernehmen und damit an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehren zu können, aber auch die weitaus größere Verantwortung hätten ihn gereizt, sagte er jetzt im Gespräch mit Amtsgerichtsdirektorin Elisabeth Fritz und deren Stellvertreter, Dr. Clemens Theimer.
An dem Gespräch hatten außerdem alle Richter des Amtsgerichts teilgenommen und es dürfte sie gefreut haben, dass der neue Chef das Luxemburgische Schloss als „traumhafte Adresse“ für ein Amtsgericht bezeichnete. Noch mehr dürfte es sie beruhigt haben, dass Scheuer auf jeden Fall am Amtsgerichtsstandort Königstein – aber auch Bad Homburg und Usingen – festhalten will: „Die Auflösungsdebatten sind ein für allemal erledigt“, sagte er.
Amtsgerichte böten den engstmöglichen Kontakt zwischen Bürgern und Justiz, dort pulsiere das Leben und daran werde nicht gerüttelt. Scheuer pflichtete der Direktorin, die im Amtsgericht einen wichtigen Standortfaktor für Königstein sieht, bei und bedauerte eigentlich nur eines: Dass er diese herrliche Liegenschaft nicht als Dienstsitz mit nach Frankfurt nehmen kann. Den Kollegen sprach der Präsident hohes Lob aus: „Alles läuft hervorragend, die Behörde ist bestens geführt und strahlt, so breit wie sie aufgestellt ist, Dynamik aus.“
Außer Lob hatte der neue Landgerichtspräsident noch ein weiteres Mitbringsel für Fritz und Theimer parat: Die Zusage, sich im Bedarfsfall im Ministerium dafür zu verwenden, dass das Königsteiner Amtsgericht auf die Adressenliste der vom Justizminister neu eingerichteten „Taskforce“ für Rechtspfleger zu setzen. Die 1000 Rechtspfleger im Land seien mit ihrem breiten Aufgabenspektrum die zweite Säule der dritten Gewalt, „ein Meilenstein auf dem Weg in die richtige Richtung“, zitierte Scheuer seinen obersten Dienstherrn, der für dringende Vertretungsfälle diese Eingreifreserve von zehn Rechtspflegern eingerichtet hat. „Wir kommen sehr gerne darauf zurück“, sagte Fritz, zu deren Behörde elf Rechtspfleger gehören.