Source: http://docplayer.org/1447699-Staatliche-foerderung-der-altersvorsorge-und-vermoegensbildung.html
Timestamp: 2016-10-25 17:43:09
Document Index: 65953801

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 20', 'Art. 11', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 11', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 11', 'Art. 1', 'Art. 11', 'Art. 1', 'Art. 11', 'Art. 6', 'Art. 4']

⭐Staatliche Förderung der Altersvorsorge und Vermögensbildung
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1 GÉRARD/GÖBEL Staatliche Förderung der Altersvorsorge und Vermögensbildung Kommentar Ihre Gratis- Leseprobe: Sozialversicherungspflicht/-befreiung von Geschäftsführern und Vorständen2 Beraterwissen. Die Höhe staatlicher Renten sinkt, der Kapitalbedarf im Alter steigt eine zusätzliche Altersvorsorge wird immer wichtiger. Mit diesem Werk sind Sie kompetent beraten und stets aktuell über interessante steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten in der Altersversorgung informiert dank detaillierter Erläuterungen komplexer Vorschriften (u. a. zu 10, 10a, 22 Nr.1 und 5, EStG, AltZertG, 5. VermBG und WoPG), der Bereitstellung von Vordrucken, tabellarischer Übersichten und Berechnungsbeispielen. Über den Autor: Peter, Betriebswirt bav (FH), Betriebswirt (FH) Controlling & Steuern, ist Inhaber und Gründer des Beratungsunternehmens Peter bav-consulting, welches sich auf die bav und insb. auf die Versorgung von Gesellschafter-Geschäftsführern spezialisiert hat. Der Autor ist versicherungsmathematischer Sachverständiger und gerichtlich zugelassener Rechtsberater im Bereich der Sozialversicherung und der betrieblichen Altersversorgung. Zudem ist er als Dozent und Lehrbeauftragter an Fachhochschulen und als Fachautor tätig. Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV) Gemeinsame Vorschriften für die Sozialversicherung i.d.f. der Bek. vom , BGBl. I 2009, 3710, 3973, BGBl. I 2011, 363, zuletzt geä. durch Art. 4 des G. vom , BGBl. I 2013, Sozialversicherungspflicht/-befreiung von Geschäftsführern und Vorständen Inhaltsübersicht zu den Erläuterungen Anm. A. Einleitung B. Leistungen der Sozialversicherungsträger I. Rentenversicherung II. Krankenversicherung III. Pflegeversicherung IV. Arbeitslosenversicherung V. Unfallversicherung C. Der Begriff der Beschäftigung nach D. Arten von Geschäftsführern in Kapitalgesellschaften I. Geschäftsführer mit einer Kapitalbeteiligung ab 50 % II. Geschäftsführer mit einer Kapitalbeteiligung unter 50 % Mit Sperrminorität oder einstimmige Beschlussfassung Nachweisbarkeit der unabhängigen Beschäftigung a) Branchenkenntnisse b) Abbedingung des Selbstkontrahierungsverbots nach 181 BGB c) Unternehmerrisiko d) Vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten III. Geschäftsführer als Familienangehöriger IV. Geschäftsführer ohne Kapitalbeteiligung V. Vorstände E. Aktuelle Rechtsprechung I. Status bei mitarbeitenden Familienangehörigen II. Status im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung F. Das Statusfeststellungsverfahren nach 7a I. Obligatorisches Statusfeststellungsverfahren II. Optionales Statusfeststellungsverfahren III. Schematische Prüfung der Sozialversicherungsträger G. Rechtsfolgen einer Fehleinstufung auf Grund einer unterlassenen Statusanfrage I. Erstattungsverfahren von zu Unrecht geleisteten Beiträgen II. Nachträgliche Einstufung als abhängig Beschäftigter H. Nachträgliche Änderung der Verhältnisse I. Eingriff in abgeschlossene Prüfzeiträume/Vertrauensschutz J. Rechtsberatungsbefugnis Beratungserlaubnis3 A. Einleitung 1 Es stellt sich bei Gesellschafter-Geschäftsführern mit einer Minderheitsbeteiligung von unter 50 % am Stammkapital der GmbH sowie bei Geschäftsführern in einer Familien-GmbH die Frage, ob ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt und die damit verbundene Versicherungspflicht in den Zweigen der Sozialversicherung besteht, oder ob der Geschäftsführer unter Betrachtung der tatsächlichen Gegebenheiten und unter Würdigung des Einzelfalles als Selbständiger einzustufen ist, da er maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidungen der GmbH hat. 2 Dem Gesetzgeber ist es seit Jahren nicht gelungen die versicherungspflichtige Tätigkeit von der Selbständigkeit deutlich abzugrenzen bzw. eine sichere Rechtslage herbeizuführen und dadurch die Risiken der Betroffenen zu minimieren, da die Materie des Sozialversicherungsrechts als eines der kompliziertesten Rechtsgebiete anzusehen ist. Eine fehlerhafte Einstufung des Geschäftsführers als vermeintlich Selbständiger kann für die Gesellschaft zu erheblichen finanziellen Konsequenzen mit mehrjährigen Beitragsnachforderungen führen. Beim Geschäftsführer kann eine Status- Fehleinstufung als Arbeitnehmer zu einem Versagen des Versicherungsschutzes führen, da die Abführung von Beiträgen kein Leistungsanrecht begründet. 3 Ziel der nachfolgenden Kommentierung ist es, die Problematik der Statuseinstufung, auf Grund der außerordentlichen Komplexität der Materie, von Geschäftsführern und die Risiken einer Fehleinstufung vertiefend zu erörtern; des Weiteren zu prüfen, welche legalen Gestaltungsmöglichkeiten zur Einstufung für oder gegen eine abhängige Beschäftigung in Betracht gezogen werden können einstweilen frei B. Leistungen der Sozialversicherungsträger 6 Wer als minderheitsbeteiligter Gesellschafter-Geschäftsführer oder Fremdgeschäftsführer in einer Familien-GmbH unter Einbeziehung aller gesetzlich und vertraglich möglichen Gestaltungsoptionen die Versicherungsfreiheit herbeiführen könnte, sollte sich im ersten Schritt mit dem Versicherungsschutz unseres Sozialsystems befassen, um abwägen und vergleichen zu können, ob eine private Absicherung aller Risiken, verbunden mit einem Vermögensaufbau, zu besseren alternativen Leistungen führt. Die stichtagsbezogenen Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung können der Renteninformation, die die aktuelle Rente bei voller Erwerbsminderung sowie die zukünftige Rentenanwartschaft, sofern die Beiträge im Durchschnitt der letzten fünf Jahre bis zum Rentenbeginn weiter gezahlt werden, entnommen werden. 7 Es wird weiterhin empfohlen, die gesundheitlichen Voraussetzungen des Geschäftsführers einer verbindlichen Prüfung zu unterziehen oder mit 2 Probeanträgen feststellen zu lassen, ob die gesundheitlichen Voraussetzungen zur Zeichnung einer privaten Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Todesfallabsicherung vorhanden sind oder ob Ausschlüsse oder Zuschläge des Versicherers gegen eine private Absicherung sprechen. Anzumerken ist noch, dass als Arbeitsentgelte nach 14 Abs. 1 Satz 1 im Sinne der Sozialversicherung alle laufenden und einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig ob ein Rechtsanspruch darauf besteht, einzuordnen sind, da nicht wie im Steuerrecht das Zuflussprinzip nach 11 EStG 1 ), sondern das Entstehungsprinzip nach 22 Abs. 1 seine Anwendung findet. Es werden Beiträge bereits dann fällig, wenn der Anspruch des Arbeitnehmers auf das geschuldete, aber noch nicht gezahlte Arbeitsentgelt z.b. auf der Grundlage des zivilrechtlichen Arbeitsvertrages entsteht. Nachfolgend werden die einzelnen Sozialversicherungszweige, beschränkt auf das Wesentliche, erläutert: I. Rentenversicherung Die gesetzliche Pflichtversicherung folgt dem Grundmodell der Zwangsversicherung, die ohne Rücksicht auf den Willen der Betroffenen eintritt und weder durch mündliche noch schriftliche Vereinbarungen ausgeschlossen werden kann. Vertragliche Regelungen, in denen die Sozialversicherungspflicht oder -freiheit zivilrechtlich reguliert werden soll, entfalten somit keine Wirkung. Ausschlaggebend sind die tatsächlichen Verhältnisse. Nach 1 Satz 1 SGB VI 2 ) sind gegen Arbeitsentgelt abhängige Beschäftigte versicherungspflichtig. Dies bedeutet, dass auf Grund der Versicherungspflicht verbunden mit der Beitragspflicht eine Anwartschaft auf Versicherungsleistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung (grv) im Rahmen der versicherten Risiken entsteht 3 ). Die grv soll als wesentliches Element des Sozialstaatsprinzips nach Art. 20 Abs. 1 GG 4 ) die Existenz der Bürger gegen finanzielle Risiken im Falle der Erwerbsminderung, des Todes (Hinterbliebenenrente) sowie des Alters (Altersrente) sichern. Ferner sichert die grv auch Rehabilitationsleistungen, soweit die Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist, ab. 1 ) Einkommensteuergesetz (EStG) i.d.f. der Bek. vom , BGBl. I 2009, 3366, 3862, BStBl. I 2009, 1346, zuletzt geä. durch Art. 11 des G. vom , BGBl. I 2013, 4318, BStBl. I 2014, 2. 2 ) Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) Gesetzliche Rentenversicherung i.d.f. der Bek. vom , BGBl. I 2002, 754, 1404, 3384, zuletzt geä. durch Art. 3 des G. vom , BGBl. I 2014, ) Reinhardt, in: LPK-SGB VI, 2. Aufl. 2010, 1 Rn ) Grundgesetz (GG) in der im BGBl. Teil III, Gliederungsnummer 100-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geä. durch Art. 1 des G. vom , BGBl. I 2012,4 10 Sofern keine Versicherungspflicht besteht, kann nach 7 Abs. 1 SGB VI 5 ) auf Antrag beim Rentenversicherungsträger optional eine freiwillige Versicherung in Betracht gezogen werden, was voraussetzt, dass gleichzeitig keine anderweitige Versicherungspflicht besteht. 11 Anmerkung: Eine Sicherung des Anspruchs der Rente wegen verminderter Erwerbsunfähigkeit kann mit freiwilligen Beiträgen nur aufrecht erhalten werden, sofern die Zeit bis zum mit mindestens 60 Beitragsmonaten und seit dem jeder Monat mit Beiträgen lückenlos belegt ist. Sofern die genannten Voraussetzungen erfüllt wurden, kann die Zahlung des monatlichen Mindestbeitrages von 85,05 (2014) als freiwilliger Beitrag zweckmäßig sein. Ansonsten führt die Abführung des freiwilligen Beitrages, der zwischen dem aktuellen monatlichen Mindestbeitrag von 85,05 und dem Höchstbeitrag von 1.124,55 im Jahr 2014 frei gewählt werden kann, allein zu einer Rentensteigerung. Zusätzlich entfällt die Absicherung im Bereich der Rehabilitation, die zunehmend von privaten Krankenversicherern nicht mehr gedeckt wird. 12 Als Gestaltungsoption, um dennoch neben einer privaten Absicherung die Ansprüche aus dem Bereich der Erwerbsminderungsrente und der Rehabilitation zu erhalten, liegt die Option nahe, einen Minijob in einem fremden Unternehmen einzugehen, da Minijobs seit dem versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung sind und im Umkehrschluss das komplette Leistungspaket der Rentenversicherung sichern. 13 Des Weiteren ist zu beachten, dass ab dem Zeitpunkt der Statuseinstufung als Selbständiger bzw. Arbeitgeber, die hälftige Beitragspflicht des Arbeitgebers nach 168 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI 6 ) entfällt. Der hälftige Höchstbeitrag von 562,28 im Jahr 2014 müsste alternativ durch eine arbeitgeberfinanzierten Pensionszusage oder Unterstützungskassenzusage im Rahmen einer grv-ersetzenden beitragsorientierten Leistungszusage, die sich an den Höchstbeitrag in der grv anpasst, ausgeglichen werden, um den Geschäftsführer finanziell nicht zu benachteiligen. Der Eigenbeitrag zur grv sollte über eine Entgeltumwandlung erfolgen. Eine ausgleichende Erhöhung der Bezüge sollte auf Grund des steuerbaren Zuflusses nach 11 EStG 7 ) vermieden werden. Alternativ könnte soweit der Arbeitgeberbeitrag dennoch die Gesamtausstattung um den Arbeitgeberbeitrag erhöht eine Entgeltumwandlung in Höhe des Höchst- 5 ) Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) Gesetzliche Rentenversicherung i.d.f. der Bek. vom , BGBl. I 2002, 754, 1404, 3384, zuletzt geä. durch Art. 3 des G. vom , BGBl. I 2014, ) Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) Gesetzliche Rentenversicherung i.d.f. der Bek. vom , BGBl. I 2002, 754, 1404, 3384, zuletzt geä. durch Art. 3 des G. vom , BGBl. I 2014, ) Einkommensteuergesetz (EStG) i.d.f. der Bek. vom , BGBl. I 2009, 3366, 3862, BStBl. I 2009, 1346, zuletzt geä. durch Art. 11 des G. vom , BGBl. I 2013, 4318, BStBl. I 2014, 2. bzw. Gesamtbetrages von 1.124,55 im Jahr 2014 zur grv über eine Direktzusage oder Unterstützungskasse vorgenommen werden, um mindestens analoge grv-leistungen zu erhalten. II. Krankenversicherung Die Absicherung des Krankheitsrisikos verbunden mit dem Ziel, den Gesundheitszustand des Versicherten zu erhalten oder wiederherzustellen, ist die primäre Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung. Versichert sind unmittelbar kraft Gesetzes abhängig Beschäftigte bis zur Jahresarbeitsentgeltgrenze von ,00 im Jahr ). Das Prinzip der Krankenversicherung beruht auf dem Versicherungsprinzip, welches den Zusammenschluss gleichartig Gefährdeter zu einer Gefahrengemeinschaft kennzeichnet 9 ). Entgegen der Kalkulation in der privaten Krankenversicherung wird auf Grund des sozialen Schutzprinzips die gesetzliche Krankenversicherung nicht individuell nach dem Risiko der versicherten Person kalkuliert, sondern nach dem Arbeitsentgelt. Ohne zusätzliche Beiträge sind Kinder bis 25 Jahre und Ehe-/Lebenspartner unter bestimmten Voraussetzungen auf die hier im Detail nicht eingegangen wird in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert. In der privaten Krankenversicherung ist eine kostenlose Familienversicherung auf Grund der individuellen Beitragskalkulation nicht vorgesehen. Kinder und Ehe-/ Lebenspartner ohne eigenes Einkommen müssen selbständig in der privaten Krankenversicherung versichert werden, was zu einer erheblichen Beitragsbelastung führen kann. Bei versicherungspflichtig Beschäftigten nach 5 Abs. 1 Nr. 1 und 13 SGB V trägt der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge des Mitglieds aus dem Arbeitsentgelt nach dem um 0,9 Beitragssatzpunkte verminderten allgemeinen oder ermäßigten Beitragssatz; im Übrigen tragen die Beschäftigten die Beiträge 10 ). Nach 257 Abs. 1 Satz 1 SGB V 11 ) haben auch abhängig Beschäftigte einen analogen Anspruch auf den Beitragszuschuss, soweit sie nur durch das Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2014: ,00 12 )) versicherungsfrei sind und weiter freiwillig in der gesetz- 8 ) Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für ) Vgl. Waltermann, in: KSW Kommentar zum Sozialrecht, 3. Aufl. 2013, SGB V, ) 249 Abs. 1 Satz 1 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) Gesetzliche Krankenversicherung Art. 1 des Gesetzes vom , BGBl. I 1988, 2477, 2482 zuletzt geä. durch Art. 1 des G. vom BGBl. I 2014, ) Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) Gesetzliche Krankenversicherung Art. 1 des Gesetzes vom , BGBl. I 1988, 2477, 2482 zuletzt geä. durch Art. 1 des G. vom BGBl. I 2014, ) Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für5 lichen Krankenversicherung oder in der privaten Krankenversicherung versichert sind, begrenzt auf die Höhe des hälftig gezahlten Beitrags. 16 Selbstständige sozialversicherungsfreie Gesellschafter-Geschäftsführer, können sich unabhängig von der Höhe ihres Einkommens, bei privaten Krankenversicherern versichern. Soweit eine Befreiung von der Sozialversicherung angestrebt wird, sollte auch hier, analog der grv, der hälftige Beitrag kalkulatorisch nicht außer acht gelassen werden und ein Ausgleich gefunden werden, um die Gesamtausstattung des Geschäftsführers nicht zu mindern, da Selbständige keinen Anspruch auf den hälftigen Beitragszuschuss haben. Der aktuelle Arbeitgeberbeitrag im Jahr 2014 beträgt monatlich 295,65 (7,3 % der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.050,00 13 )). III. Pflegeversicherung 17 Die Pflegeversicherung soll das Risiko der Pflegebedürftigkeit absichern und folgt den Entscheidungen der gesetzlichen Krankenversicherung, da Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung automatisch Mitglied werden und somit versicherungspflichtig sind. Der im Rahmen der Befreiung von der Sozialversicherung einzukalkulierende aktuelle Arbeitgeberbeitrag im Jahr 2014 beträgt monatlich 41,51 (1,025 % der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.050,00 14 )). IV. Arbeitslosenversicherung 18 Die Arbeitslosenversicherung ist ebenfalls als Zwangsversicherung kraft Gesetzes einzuordnen, wenn Personen nach 25 Abs. 1 SGB III 15 ) gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind. Grundlage bzw. als Voraussetzung für die Gewährung von Arbeitslosengeld gilt, dass das Ausüben einer versicherungspflichtige Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt vorliegt. Die Regelvoraussetzungen sind in den 136ff. SGB III 16 ) definiert. Als weitere, meist nicht bekannte Leistung, besteht für abhängig Beschäftigte der GmbH ein Anspruch auf Insolvenzgeld. Die Voraussetzungen 13 ) Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für ) Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für ) Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) Arbeitsförderung Art. 1 des G. vom , BGBl. I 1997, 594, zuletzt geä. durch Art. 11 des G. vom , BGBl. I 2013, ) Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) Arbeitsförderung Art. 1 des G. vom , BGBl. I 1997, 594, zuletzt geä. durch Art. 11 des G. vom , BGBl. I 2013, sind in 165 Abs. 1 Satz SGB III 17 ) normiert. Soweit eine Insolvenz vorliegt, sind über das Insolvenzgeld die rückständigen Arbeitsentgeltansprüche für die letzten drei Monate aus dem Arbeitsverhältnis abgesichert. Eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung ist für den sozialversicherungsfreien Gesellschafter-Geschäftsführer nicht möglich. V. Unfallversicherung Die gesetzliche Unfallversicherung sichert die Risiken respektive die finanziellen Folgen von Arbeitsunfällen, Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeit sowie bei Berufskrankheiten ab. Soweit Personen abhängig beschäftigt sind, sind sie kraft Gesetzes versicherungspflichtig. Die Beitragspflicht berührt nur den Arbeitgeber, der alleiniger Schuldner der Versicherungsbeiträge ist. Sofern der Geschäftsführer eine selbständige und sozialversicherungsfreie Tätigkeit im Unternehmen einnimmt, besteht nach 6 SGB VII 18 ) per 21 schriftlichem Antrag die Möglichkeit, auch als Unternehmer freiwillig in die gesetzliche Unfallversicherung einzutreten. einstweilen frei C. Der Begriff der Beschäftigung nach 7 Um die einzelnen Gruppen der Fremd- oder minderheitsbeteiligten Geschäftsführer in den Bereich der Selbständigen oder in den Bereich der abhängig Beschäftigten einordnen zu können, wird im ersten Schritt die Definition der Beschäftigung nach 7 interpretiert um nachfolgend die einzelnen Gruppen der Geschäftsführer sozialversicherungsrechtlich einordnen zu können respektive eine praxisorientierte Hilfestellung für den Ratsuchenden zu geben. Nach 7 Abs. 1 wird der allgemeine Beschäftigungsbegriff im Vierten Buch des SGB den gemeinsamen Vorschriften für die Sozialversicherung als Legaldefinition normiert, was bedeutet, dass der Beschäftigungsbegriff für das gesamte Sozialversicherungsrecht seine Anwendung findet, da die Begriffe der Beschäftigung mit den Einzeldefinitionen der einzelnen Sozialversicherungszweige weitgehend übereinstimmen. Der Begriff des arbeitsrechtlichen Arbeitsverhältnisses ist im Allgemeinen analog der Definition des sozialversicherungsrechtlichen Beschäftigungsverhältnisses einzuordnen, obwohl im Ausnahmefall eine sozialversicherungspflichtige Beschäfti- 17 ) Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) Arbeitsförderung Art. 1 des G. vom , BGBl. I 1997, 594, zuletzt geä. durch Art. 11 des G. vom , BGBl. I 2013, ) Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) Gesetzliche Unfallversicherung i.d.f. der Bek. vom , BGBl. I 1996, 1254, zuletzt geä. durch Art. 6 des G. vom , BGBl. I 2013,6 gung ohne Arbeitsverhältnis begründet werden könnte, sofern z.b. als Grundlage für das Arbeitsverhältnis ein sittenwidriger Arbeitsvertrag nach 134 BGB 19 ) als nichtiges Vertragsverhältnis einzuordnen ist. Nach Auffassung von Rolfs sind der Beschäftigten- und Arbeitnehmerbegriff als nicht identisch und als zwei selbständige Rechtsinstitute einzustufen, die aber auf Grund ihrer gleichartigen Voraussetzungen im Bereich der arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung meist zusammenfallen 20 ). 28 Eine Beschäftigung setzt prinzipiell die persönliche Abhängigkeit des Arbeitnehmers vom Arbeitgeber voraus; des Weiteren die Tätigkeit nach Weisungen sowie die Eingliederung in die Arbeitsorganisation bzw. in den Betrieb des Arbeit- oder Weisungsgebers. Dies bedeutet des Weiteren, dass im Rahmen des Weisungsrechts die Zeit sowie die Dauer und der Ort der zu erbringenden Tätigkeit dem Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechts unterliegen. 29 Das BSG 21 ) beurteilt die Einstufung der Beschäftigung mit der Fremdbestimmtheit der Arbeit durch die Eingliederung des Arbeitnehmers in den Betrieb wie nachfolgend aus dem Urteil zitiert: Nach der genannten Vorschrift fällt unter den Begriff Beschäftigung die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis. Versicherungspflichtiger Arbeitnehmer ist danach, wer von einem Arbeitgeber persönlich abhängig ist. Dies bedeutet Eingliederung in den Betrieb und Unterordnung unter das Weisungsrecht des Arbeitgebers, insbesondere in Bezug auf Zeit, Dauer und Ort der Arbeitsausführung. Demgegenüber wird die selbständige Tätigkeit durch das Unternehmerrisiko und durch das Recht und die Möglichkeit gekennzeichnet, über die eigene Arbeitskraft, über Arbeitsort und Arbeitszeit frei zu verfügen. Neben der zitierten Fremdbestimmtheit ist zur Einstufung bzw. zur Beurteilung einer selbständigen Tätigkeit oder abhängigen Beschäftigung das Unternehmerrisiko, die wirtschaftliche Verantwortung sowie die Verfügungsgewalt über die Betriebseinrichtung maßgeblich 22 ). Der Selbständige ist im Unterschied zum abhängig Beschäftigten unternehmerisch tätig, was bedeutet, dass ihn die Folgen korrekter oder falscher Planungen unmittelbar treffen. 30 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) 23 ) ergeben sich bei Zweifelsfragen ob eine Einstufung in den Typus der Beschäftigung vorliegt aus den maßgeblichen Vertragsverhältnissen der Be- 19 ) Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) i.d.f. d. Bek. vom , BGBl. I 2002, 42, BGBl. I 2002, 2909, BGBl. I 2003, 738, zuletzt geä. durch Art. 4 Abs. 5 des G. vom , BGBl. I 2013, ) Vgl. Rolfs, in: Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, 7 SGB IV, 13. Aufl. 2013, Rn ) BSG v B 7 AL 22/03 R NZS 2004, ) BSG v B 12 AL 1/09 R NZS 2011, ) BSG v B 12 KR 25/10 R DStR 2013, 770. teiligten, so wie sie im Rahmen des tatsächlich zulässigen vollzogen werden. Zweck der Norm und der Auslegung des BSG ist es, sozial schutzbedürftige, die fremdbestimmt meist untergeordnete Tätigkeiten ausführen, zu schützen. Einstufungen in anderen Rechtsgebieten, vornehmlich dem Arbeits-, Steuerrecht sowie dem Handelsrecht können Anhaltspunkte zur Einstufung liefern, sind aber für die Beurteilung im Bereich des Sozialversicherungsrechts nicht bindend, da es eine eigenständige Beurteilung voraussetzt 24 ). Dennoch sind arbeitsrechtlich begründete Verträge, im Allgemeinen der Arbeits- oder Dienstvertrag, ein wesentliches Element zur Einstufung und als Beweis des ersten Anscheins anzusehen, da von den tatsächlichen Verhältnissen abweichende nicht gelebte schriftliche Vereinbarungen widerlegt werden müssen. Dies bedeutet, dass die vertragliche Ausgestaltung der Verträge im Vordergrund steht, die allerdings zurücktritt, wenn die tatsächlichen Verhältnisse davon abweichen 25 ). Nachfolgend einige Entscheidungskriterien, die durch die Würdigung 31 der Gesamtumstände für eine abhängige Beschäftigung sprechen 26 ): An- und Abwesenheitskontrolle Arbeitsvorgaben Zeiterfassung der Arbeitszeit Entgeltfortzahlung im Urlaubs- und Krankheitsfall Fehlen einer eigenen Betriebsstätte Anspruch auf Urlaub Vergütung von Überstunden keine eigenen Betriebsmittel Festbezüge anstelle von Gewinn- oder Verlustbeteiligungen keine Beschäftigung von eigenen Arbeitnehmern Vereinbarungen nach dem Tarifvertrag Pflicht zur Arbeitsleistung keine freie Einteilung der eigenen Arbeitskraft das Verbot für andere Arbeitgeber tätig zu werden fehlendes Unternehmerrisiko... einstweilen frei ) Vgl. Bechtold, in: KSW Kommentar zum Sozialrecht, 7 SGB IV, 3. Aufl. 2013, Rn ) Vgl. Rolfs, in: Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, 7 SGB IV, 13. Aufl. 2013, Rn ) Vgl. Brand, NZS 1997,7 Kompakt, lückenlos, verständlich Staatliche Förderung der Altersvorsorge und Vermögensbildung Kommentar Herausgegeben von Dr. Heinz-Gerd Horlemann, Diplom-Finanzwirt (FH), Herzogenaurach Loseblattwerk, Seiten in 2 Ordnern, (D) 94,, ca. 6 Ergänzungslieferungen pro Jahr, ISBN Den Überblick über das Recht der staatlich geförderten Altersvorsorge sowie die steuerlichen Folgen bei der Auszahlung der daraus resultierenden Leistungen zu behal ten, fällt selbst Experten schwer. Dieser bewährte Kommentar führt alle für Sie wichtigen Kerninformationen zusammen: O Gesetzestexte: Darstellung der aktuellen Fassung von Gesetzen und der Ursprungsfassung zur Verdeutlichung der Chronologie, ergänzt durch eine Übersicht aller Änderungen und eine Kurzdarstellung der Änderungsinhalte. O Erläuterungen: Einerseits Darstellungen mit mehr inhaltlicher Tiefe, andererseits besondere Berücksichtigung von Normen, die ihre Wirkung zu unterschiedlichen Zeitpunkten entfalten. 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