Source: http://buskeismus-lexikon.de/index.php?title=Kategorie:Glossar&diff=553&oldid=481
Timestamp: 2020-06-04 18:10:51
Document Index: 226228098

Matched Legal Cases: ['Art. 5', '§ 1004', 'BGH', '§ 823', 'Art. 10', '§ 203', '§ 43', '§ 1004', 'BGH']

Version vom 13:22, 7. Okt. 2008 (bearbeiten)
← Zum vorherigen Versionsunterschied Version vom 17:43, 7. Okt. 2008 (bearbeiten) (Entfernen)
- [[Aktivlegitimation]] Berechtigung zur Erhebung einer [[Klage]] im eigenen Namen.
- [[Alternativgedanke]]
- [[Anführungszeichen]]
- [[Anwaltsschreiben]]
- Anwälte versuchen häufig, die [[Veröffentlichung von Anwaltsschreiben]] zu untersagen.
- [[fortlaufende Beeinträchtigung]]
- [[Contergan-Entscheidung]]
- [[Dementi]]
- [[Einwilligung]]
- [[Veröffentlichung von E-Mails|E-Mails]]
- [[Ereignis der Zeitgeschichte]]
- [[Erstbegehungsgefahr]]
- Gefahr einer erstmaligen Rechtsverletzung, die im Ausnahmefall für ein Verbot ausreichend sein kann.
- [[fliegender Maßstab]]
- Interesse der Allgemeinheit an einem Berichtsthema, das ggf, gegen das ->Persönlichkeitsrecht eines Betroffenen abzuwägen ist.
- Das öffentliche Interesse ist als das des Staates definiert. Das Funktionieren einer ungehinderten Presselandschaft liegt im öffentlichen Interesse.
- Hiervon zu unterscheiden ist das [[Interesse der Öfffentlichkeit]], also der Medienkonsumenten. Mehr
- [[Honig saugen]]
- [[Klägerismus]]
- [[Klammerung]]
- [[Lüth-Urteil]]
- Das „Lüth-Urteil" des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 15. Januar 1958 ist ein in der deutschen Rechtswissenschaft vielzitiertes Grundsatzurteil zur Grundrechtsdogmatik.
- [[Personen der Zeitgeschichte]]
- [[Persönlichkeitsrecht]], [[allgemeines Persönlichkeitsrecht]]
- Persönlichkeitsrecht, individuelles
- Persönlichkeitsrecht von Firmen; Persönlichkeitsrecht von Unternehmen
- siehe -> [[Unternehmenspersönlichkeitsrecht]]
- [[Pressefreiheit]]
- Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten (Paul Sethe). Diese den 200 reichen Leuten in Art. 5 GG grundgesetzlich garantierte Freiheit wird mit Aufkommen des Internets auch von Privatleuten beansprucht, die nicht über die wirtschaftlichen Möglichkeiten von Verlagen und Rundfunkhäusern verfügen.
- Gerichte sind bemüht, diesen Irrtum zu korrigieren, indem sie das [[Persönlichkeitsrechts]] grotesk ausweiten und kleine Leute wie Blogger, Forenteilnehmer und -Betreiber genauso behandeln wie etablierten Großverlage, wobei diesen trotz geringerer tatsächlicher Reichweite sogar die gleichen Streitwerte aufgebürdet und der -> fliegende Gerichtsstand zugemutet werden.
- [[erweitertes öffentliches Privatleben]]
- (Ri Zink, 14.07.06; 324 O 303/06; 324 O 304/06)
- [[Redaktionsschwanz]]
- [[Recht auf Selbtsdarstellung]]
- Siehe auch Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung
- [[Stolpe-Entscheidung]]
- Die Stolpe-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts besagt, dass bei Mehrdeutigkeit einer Äußerung, von denen eine Deutung eine ->Persönlichkeitsrechtsverletzung darstellen könnte, die Deutung des Betroffenen für eine Unterlassungsklage und das Verbot ausschlaggebend ist, weil in Zukunft angeblich eindeutig formuliert werden kann.
- [[Tatsache, innere]]
- Auch äußerlich nicht unmittelbar wahrnehmbare Faktoren wie Wissen und Gesinnung können von den Parteien zu beweisende Tatsachen sein. Diese sind in der Praxis nur indirekt und daher schwer zu beweisen (Ri Dr. W., 11.04.2006), jedoch grundsätzlich dem Beweise zugänglich.
- Beispiele: Zahlungswilligkeit; die Behauptung, einer bestimmten vertraglichen Regelung liege eine übereinstimmende Vorstellung der Parteien zugrunde; Gutgläubigkeit.
- [[Unterlassungsanspruch]]
- Wer durch Äußerungen oder [[Bildberichterstattung]] in seinen [[Persönlichkeitsrechten]] verletzt wird, hat einen privatrechtlich durchsetzbaren Anspruch auf Unterlassung. Dieser wird von der Rechtsprechung aus § 1004 Abs. 1 S. 1 BGB hergeleitet.
- Die den Unterlassungsanspruch auslösende ->Wiederholungsgefahr ist nach Erstbegehung indiziert, da zu vermuten ist, daß ein einmal erfolgter rechtswidriger Eingriff wiederholt werden wird (vgl. BGH NJW 1994, 1281, 1283).
- Ein Verschulden (wie bei §§ 823ff. BGB) ist nicht erforderlich.
- [[Unterlassungserklärung]]
- Ein durch rechtswidrige Äußerung oder Bildberichterstattung Betroffener kann seinen [[Unterlassungsanspruch]] durchsetzen, indem er vom Verbreiter eine Unterlassungserklärung fordert.
- Wird eine Unterlassungserklärung abgegeben, so beseitigt diese nach geltender Rechtsprechung nur dann die [[Wiederholungsgefahr]], wenn für den Fall der Zuwiderhandlung eine [[Vertragsstrafe]] versprochen wird (strafbewehrte Unterlassungserklärung). Eine bloße Unterlassungserklärung ist demnach ungenügend, da sie lediglich den rechtlichen Zustand wiedergibt bzw. anerkennt, ohne dem Betroffenen ein Druckmittel wie einen gerichtlich tenorierten Unterlassungsanspruch an die Hand zu geben, der durch Ordnungsmittel durchgesetzt werden kann.
- [[Unterstreichung im Verbotstenor]]
- [[konkrete Verletzungsfom]]
- [[Veröffentlichung von Anwaltsschreiben]]
- [[Veröffentlichung von E-Mails]]
- Wie für konventionelle Medien gilt auch bei der Veröffentlichung von E-Mails der Schutz des Persönlichkeitsrechts, wenn die E-Mails Themen betreffen, die dem ->allgemeinen Persönlichketsrecht (Intim-, Privat- oder Geheimsphäre) unterfallen. Bei E-Mails, die auf unlautere Weise erlangt wurden, kann das in Art. 10 GG grundgesetzlich geschützte Fernmeldegeheimnis, einschlägig sein, vgl. §§ 203ff. StGB. Mehr
- Anwälte versuchen, die Veröffentlichung von Anwaltschreiben zu untersagen.
- Die Rechtsprechung ist widersprüchlich. Viele Urteile erlauben die Veröffentlichung, viele verbieten, ide Veröffentlichung und das Zitieren aus Anwaltsschreiben. (mehr)
- [[Vorstellungswechsel]]
- (gehört von Andreas Buske am 07.04.2006)
- Wechsel der eigenen Darstellung in der Öffentlichkeit.
- Beispiel: Geänderte Einstellung zur Bereitschaft in Aktdarstellungen. Die Möglichkeit des Widerrufs einer Einwilligungserklärung analog dem urheberrechtlichen Rückrufsrecht wegen gewandelter Überzeugung nach § 43 UrhG wird im Schrifttum diskutiert.
- Siehe auch [[presserechtliche Resozialisierung]]
- [[Wertneutral]]
- [[Wesentlichkeitstheorie]]
- Die vom [[Bundesverfassungsgericht]] entwickelte Wesentlichkeitstheorie besagt, dass der demokratisch unmittelbar legitimierte Gesetzgeber die wesentlichen Entscheidungen selbst in Form von Gesetzen treffen muss. Je wesentlicher ein Akt öffentlicher Gewalt in die Rechte anderer eingreift, desto detaillierter muss ein entsprechendes Gesetz im parlamentarischen Verfahren zustande gekommen sein. Bloße Rechtsverordnungen sind demnach für wesentliche Eingriffe nicht ausreichend.
- Im Presserecht ist vom Gesetzgeber so gut wie nichts geregelt. Ein vor Jahrzehnten diskutiertes "Ehrenschutzgesetz" wurde nie verabschiedet.
- Die faktische Ausgestaltung des deutschen Presserechts obliegt gegenwärtig den demokratisch nicht unmittelbar legitimierten Herrn Andreas Buske und Frau Dr. Marion Raben in Hamburg.
- [[Wiederholungsgefahr]]
- 'Die den [[Unterlassungsanspruch]] nach § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB auslösende Wiederholungsgefahr ist indiziert, da zu vermuten ist, daß ein einmal erfolgter rechtswidriger Eingriff wiederholt werden wird (vgl. BGH NJW 1994, 1281, 1283).
- Die Wiederholungsgefahr kann nach der Rechtsprechung nur durch Abgabe einer strafbewehrten > Unterlassungserklärung "beseitigt" werden.
Version vom 17:43, 7. Okt. 2008