Source: https://issuu.com/researchmedienag/docs/der_fondsbrief_nr_190
Timestamp: 2017-05-24 02:35:51
Document Index: 90025320

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§\n15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', 'BGH', 'BGH']

Der fondsbrief nr 190 by Andre Eberhard - issuu
NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I KOSTENLOS PER E-MAILINHALTSVERZEICHNISFonds-Check: Habona
lädt Anleger in Kölner
Kindertagesstätten ein2FHHI: Wohnungen für
Studenten in Mainz
und Darmstadt2Fonds-Check: DWS
ACCESS holt Corpus
Sireo ins Boot6Auf ein Wort: DWS-Direktor 10
Hermann Wüstefeld hat
große Platzierungs-Pläne
Steuern: Gerichte
legitimieren Beschränkung
der Verlustverrechnung13Holland-Immobilien:
trotz hoher Leerstände18Personalia20Immpresseclub: Von
Kostendeckeln und
Einzelhandels-Mördern21Personalia22Recht einfach: Aufklärungs- 23
pflicht bei der Altersvorsorge
Impressum23Meiner Meinung nach...
Kommando zurück oder was? Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat in einem Auslegungsschreiben definiert, wie das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) anzuwenden ist. Es liest sich so, als seien die Auswirkungen
auf geschlossene Fonds deutlich entschärft.
Wer operativ tätig ist, soll nicht vom KAGB betroffen sein. So gilt es ausdrücklich
nicht für Schiffsfonds. Reeder und Charterer würden operativ tätig sein und daher
nicht unter die kommenden Regeln fallen. Ähnlich sieht es bei New-Energy-Fonds
aus - selbst dann, wenn sie die Anlagen nicht selbst betreiben, sondern fremde
Dienstleister beauftragen. Auch der Betrieb einer Immobilie wie zum Beispiel eines
Hotels oder eines Pflegeheims ist eine operative Tätigkeit, genauso wie die Projektentwicklung (Konzeption, Ankauf, Entwicklung und anschließender Verkauf der Immobilie). Lediglich Erwerb, Vermietung, Verwaltung und späterer Verkauf stellen
keine operativen Tätigkeiten dar. Der typische Immobilienfonds wäre demnach ein
KAGB-Fall.
VGF-Hauptgeschäftsführer Eric Romba warnt jedoch seine Mitglieder, das BaFinSchreiben für bare Münze zu nehmen. Es sei nicht rund, sprachlich nicht gelungen
und biete durchaus Spielraum für Missverständnisse und Interpretationen. Eigentlich wolle die BaFin etwas ganz anderes. Wer sich auf das Schreiben verlasse, gehe daher ein hohes Risiko ein, unerlaubtes Fondsgeschäft zu betreiben. „Eine absolute Rechtssicherheit wird es nicht geben“, so Romba. Seine Empfehlung: Initiatoren, die auf Basis des Auslegungsschreibens Fonds konzipieren wollen, sollten
die BaFin vorher informieren und eine Genehmigung einholen.
Vier Jahre lang hatte der Gesetzgeber Zeit, die europäischen Vorgaben umzusetzen. Vier Wochen vor dem Stichtag weiß die Branche immer noch nicht, was auf
sie zukommt. Schludrigkeit oder System? Entscheiden Sie selbst.Ihr direkter Weg zu uns!Viel Spaß beim Lesen!NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 2Fonds-CheckFHHIKitas für Kölner KinderZweite TrancheMit Habona finanzieren private Anleger KindertagesstättenDie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) hat den Prospekt
zum nächsten Fonds mit Studentenapartments von
Fondshaus Hamburg Immobilien FHHI gestattet.
Anleger beteiligen sich an
zwei Wohnheimen in Darmstadt und Mainz. Bei der
Mindestbeteiligung berücksichtigt FHHI die kommenden AIFM-Regeln. So liegt
die Mindestbeteiligung mit
50.000 Euro plus drei Prozent Agio sogar um 30.000
Euro über der vom Gesetzgeber geforderten Summe. Das
Gesamtvolumen beträgt gut
23 Millionen Euro. Zeichner
bringen insgesamt knapp
14,5 Millionen Euro Eigenkapital auf, der Darlehensanteil liegt bei 8,7 Millionen
Euro. Investoren sollen Ausschüttungen zwischen 5,5
Prozent und 5,75 Prozent
bekommen. Geht die Kalkulation auf, machen sie bis
zum geplanten Verkauf der
Immobilien nach 12,5 Jahren
ein Plus von rund 64 Prozent
vor Steuern.Lernen im Wohnheim. FHHI
baut in Darmstadt und Mainz.Junge Eltern kennen das Theater:
Bewerbungsschreiben, Lebenslauf,
Vorstellungsgespräch, Warteliste.
Die Rede ist nicht von der Suche
nach einem neuen Job oder einen Studienplatz, sondern nach
einem freien Platz in einer Kindertagesstätte.
Die Chance ist ähnlich hoch wie bei
den Kreuzchen auf dem Lottoschein.
Kein Wunder, dass Anbieter von Immobilienfonds Investitionschancen erkennen. Doch trotz akutem Mangel wird
nicht jede Kita dauerhaft benötigt. Diese Entwicklung muss Anbieter Habona
Invest bei seinem „Kita Fonds 01“ berücksichtigen.
Ausgangslage: Alle Kinder zwischen
einem und drei Jahren haben ab dem
1. August dieses Jahres Anspruch auf
einen Platz in der Kindertagesstätte.
So regelt es das am 16. Dezember
2008 verabschiedete Kinderförderungsgesetz. So viel zur Theorie. Tatsächlich fehlen noch unzählige Betreuungsplätze. Das Statistische Bundesamt hat im März 2012 ein Defizit von220.000 Plätzen ermittelt. Damals wurden knapp 560.000 Kinder in Kitas betreut, eine Quote von rund 28 Prozent.
Eine Studie des Städte- und Gemeindebundes aus dem August 2012
kommt auf 160.000 fehlende Plätze.
Auch wenn sich die Experten in der
konkreten Zahl nicht einig sind – der
Mangel ist offensichtlich.
Regionale Unterschiede: In den neuen Bundesländern hat frühe Kinderbetreuung mit Krippe, Kindergarten und
Hort eine lange Tradition. So verwundert es nicht, dass die Betreuungsquote im Osten bei deutlich über 50 Prozent liegt. In Westdeutschland wurde
das Kinderlied „Wenn Mutti früh zur
Arbeit geht“ dagegen kaum gesungen.
In Nordrhein-Westfalen geht nicht mal
jedes fünfte Kleinkind in die Kita. Besonderen Nachholbedarf hat Habona
daher hier erkannt und will mit seinem
Fonds neue Kitas vor allem in der Region rund um Köln errichten. Als Mieter
kommen freie Träger, Kirchen und
Kommunen in Frage. Die Verträge sollen eine Laufzeit von mindestens 20
Jahren haben. Habona will darauf ach-NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 3ten, dass sich die Immobilien als Wohnungen eignen, sollten Kitaplätze in einigen Jahren nicht mehr
so begehrt sein wie derzeit. Denn die langfristige
Prognose des Statistischen Bundesamtes geht von
einer sinkenden Zahl der Neugeborenen aus.
Konzept: Private Kapitalanleger beteiligen sich mit
mindestens 10.000 Euro plus fünf Prozent Agio. Insgesamt will Habona 15 Millionen Euro einsammeln.
Inklusive Fremdkapital kommt der Fonds auf ein Gesamtvolumen von rund 39,4 Millionen Euro. Auf Ebene der Objektgesellschaft strebt der Initiator eine FKQuote von 65 Prozent an. Ein Darlehensvertrag ist
noch nicht unterschrieben. Im Verkaufsprospekt geht
Habona von 3,5 Prozent Zinsen bei 1,5 Prozent annuitätischer Tilgung und einem Damnum von fünf
Prozent aus. Mit dem Kapital will der Initiator ein
Portfolio aus 15 Kitas bauen. Der Fonds startet mit
gerade einmal zwei Grundstücken. Sie befinden sich
in den Kölner Stadtteilen Zündorf und Ehrenfeld. Die
dort geplanten Kitas sollen auf einer Fläche von insgesamt 1.800 Quadratmetern Platz für zehn Gruppen bieten und inklusive Grundstück rund 3,7 Millionen Euro kosten.Kalkulation: Anleger bekommen ihren Anteil aus
der Vermietung der Kitas. Hier rechnet Habona anfangs mit rund 2,3 Millionen Euro jährlich. Auf Grund
von Mietanpassungen sollen sie gemäß der Prognose bis zum geplanten Verkauf der Immobilien im
Jahr 2024 auf knapp 2,6 Millionen Euro steigen.
Beim Einkauf geht der Initiator davon aus, dass er
die Objekte zum 15,5-fachen der Jahresnettomiete
bekommt. Verkaufen will er die Kindertagestätten
später im Schnitt zum 13,75-fachen. Das alles ist
nicht mehr als eine Prognose. Weder die Kaufpreise
noch die tatsächlichen Einnahmen stehen fest. Nur
zum Vergleich: Muss der Fonds eine halbe Jahresmiete mehr für die Kitas zahlen, reduziert sich der in
Aussicht gestellte Vorsteuergewinn der Anleger um
rund ein Fünftel. Und das ist nur eine Variable in der
Rentabilität: Habona nennt in seinem Prospekt eine
Rendite von 5,5 Prozent nach IRR für realistisch. Die
jährlichen Ausschüttungen sollen fünf Prozent betragen. Das erscheint für einen Projektentwicklungsfonds etwas niedrig, zumal eventuelle Überschüsse
über die Kalkulation hinaus im Verhältnis 40:60 zwi-SEIT ÜBER 30 JAHREN ERFOLGREICH
IMMOBILIENFONDSSCHIFFSBETEILIGUNGENFLUGZEUGFONDS141 AUFGELEGTE FONDS
Tel. +49 (0) 231/ 55 71 73-0, e-mail: info@dr-peters.de, www.dr-peters.deNR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 4BVT
US-Wohungen
Der Münchner Fondsanbieter
BVT sieht aussichtsreiche
Perspektiven am US-Wohnungsmarkt. Vermögende
Investoren finanzieren mit
der Beteiligungsgesellschaft
Nummer sieben mit mindestens 200.000 US-Dollar eine
Entwicklung in Boston. Bei
einer Laufzeit von drei Jahren plant BVT eine Zielrendite von 14 Prozent p.a. Außerdem plant BVT ein weiteres Private Placement zum
Repowering des Windparks
Flomborn in RheinlandPfalz. Hier rechnet der Anbieter mit 8,7 Prozent p.a.schen Initiator und Anleger geteilt werden. Habona erklärt dazu: Risiken hinsichtlich längerer Bauzeiten und höherer Kosten trage eine Tochter des
Emissionshauses, nicht der Fonds. Die
Habona Invest Development GmbH
wird die Kitas in der Regel als Generalübernehmer errichten.
Nebenkosten: Provisionen, Gebühren
und weitere Vergütungen summieren
sich inklusive Agio auf 22,3 Prozent
des Eigenkapitals.
Steuern: Anleger erzielen Einkünfte
aus Vermietung und Verpachtung. Aus
60 Prozent vor Steuern werden 45 Prozent, nachdem das Finanzamt die
Hand aufgehalten hat.
Anbieter: Habona hat bislang drei
Fonds mit Einzelhandelsimmobilien
aufgelegt. Sie schütten aus wie prog-nostiziert, befinden sich allerdings erst
zu Beginn der Bewirtschaftung. Entscheidende Manager sind Roland Reimuth und Johannes Palla.
Meiner Meinung nach... Die Idee erscheint verlockend: Der Mangel an Kitas ist gravierend, das Gesetz fordert
zusätzliche Plätze. Anleger vertrauen
darauf, dass es Habona gelingt, 15
geeignete Grundstücke zu finden und
zum geplanten Preis neue Kindertagesstätten darauf zu errichten. Die Ertragsaussichten für Anleger sind angesichts der typischen Variablen und
Wagnisse eines Projektentwicklungsfonds ein wenig mager. Habona verdient früh mit und mit 40 Prozent eventueller Überschüsse nicht gerade wenig. Interessenkonflikte sind nicht auszuschließen, da eine andere HabonaGesellschaft die Kitas als Generalübernehmer errichtet. München.
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konkreten Einzelfall von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers abhängt und zudem künftigen Änderungen unterworfen sein kann.NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 6Fonds-CheckSparkassen-Tochter
verwaltet Wohnungen
im DWS-FondsAquilaDeutsche Bank holt Corpus-Sireo ins BootErprobte Technik seit 150 Jahren!195 % prog. Gesamtmittelrückfluss
Mit dem Aquila® HydropowerINVEST IV investieren Sie in ein Portfolio aus fünf fertig errichteten
Wasserkraftwerken in der Türkei. Anlageziel ist die
Erzielung von Erträgen aus der Veräußerung der
erzeugten Energie. Das Land am Bosporus ist einer
der am schnellsten wachsenden Energiemärkte der
Welt, muss aber aktuell rd. 70 % seines Energiebedarfs importieren.
Rückflüsse und Erträge sind nicht garantiert.Die Deutsche Bank glaubt weiter an den
geschlossenen Fonds. Und traut sich einiges zu: Bis zum Stichtag 22. Juli 2013 will
die Tochter DWS ACCESS 50 Millionen Euro bei privaten Kapitalanlegern einsammeln (siehe auch Interview mit Hermann
Wüstefeld Seite 10). Beim Fonds
„Deutschland Portfolio“ hält ein Partner die
Fäden in der Hand. Sparkassen-Tochter
Corpus Sireo stellt das Portfolio zusammen und verwaltet es.
Objekte: Der Immobilienfonds ist als SemiBlind-Pool konzipiert. Er startet mit drei
konkreten Objekten, wird das Portfolio jedoch
in nächster Zeit auffüllen. Anleger wissen,
dass sie sich an Bürogebäuden in Frankfurt,
Bremen und Mannheim beteiligen. Das
Anfangsportfolio umfasst ein Volumen von
18,5 Millionen Euro. Im Durchschnitt hat der
Fonds das 13,7-fache der aktuellen Jahresmiete gezahlt.
Beispiel: Stellvertretend auch für weitere Immobilien steht das Gebäude in Bremen. Die
Immobilie aus dem Jahr 1985 wurde letztmalig
2012 teilweise renoviert und bietet knapp
5.000 Quadratmeter Mietfläche. Hauptmieter
ist mit 43 Prozent der Flächen Kühne & Nagel, ein international tätiges Logistik- und
Transportunternehmen. Die an der Schweizer
Börse notierte Gesellschaft hält Beteiligungen
an mehr als 200 Unternehmen, zum großen
Teil Landesgesellschaften. Die Büromiete im
Fondsobjekt liegt zwischen sechs Euro und
8,50 Euro. Rund 20 Prozent der Flächen
stehen leer. Damit erfüllt die Immobilie die
Anforderungen: Objektgröße drei bis 15 Millionen Euro, Wertsteigerungspotenzial durch
Neuvermietungen und eventuell Modernisierungsmaßnahmen. Der Fonds hat zwölf IstMieten gezahlt.
Strategie: Zwar umfasst das Startportfolio
auch eine Immobilie in Frankfurt, tatsächlich
stehen aber eher Metropolen der zweiten Kategorie im Fokus der Anlagestrategie. DWSNR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 7setzt auf Standorte mit zahlreichen Weltmarktführern. Hier liegt Hamburg mit 33 Unternehmen bundesweit an der Spitze, doch von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt sitzen nach einer Studie des
Leibniz-Instituts für Länderkunde etwa in Bremen
elf Weltmarktführer, in Heilbronn 16 und in Reutlingen neun. Solche Städte kommen für den Fonds in
Frage, denn der Initiator betont die Standorttreue der
Weltmarktführer, die oft einen stabilen Immobilienmarkt in der jeweiligen Region zur Folge hat.
Partner: Weil die Deutsche Bank und ihre international tätige Immobilientochter RREEF über regionale
Märkte nicht immer bestens informiert sind, hat sich
der Initiator einen Partner ins Boot geholt. Corpus
Sireo gehört zu 50 Prozent der Sparkasse Köln/
Bonn und jeweils zu 25 Prozent den Sparkassen
Düsseldorf und Frankfurt. DWS-Geschäftsführer
Wüstefeld lobt im Interview mit dem Fondsbrief
die regionale Vernetzung und Expertise des Immobilienunternehmens. Corpus Sireo betreut ein
Immobilien-Vermögen von 16,2 Milliarden Euro. DerAsset-Management-Vertrag hat eine Laufzeit bis
Ende 2025.
Kalkulation: DWS ACCESS will bis Mitte Juli 50
Millionen Euro Eigenkapital einsammeln. Sollten sich
die Anleger zurückhalten, kann der Fonds auch
schon mit 15 Millionen Euro geschlossen werden.
Geht die Planung auf, will der Initiator insgesamt
rund 84 Millionen Euro investieren und dazu 34 Millionen Euro Fremdkapital aufnehmen. Solche konkreten Zahlen lassen eigentlich darauf schließen, dass
die nächsten Deals bereits eingetütet sind, doch das
bestreitet DWS ACCESS.
Gewinn: Zeichner des Fonds bringen mindestens
10.000 Euro plus fünf Prozent Agio mit. Sie sollen
Ausschüttungen von fünf Prozent bekommen. Der
Initiator macht jedoch deutlich, dass die geplanten
Auszahlungen nur ein Szenario sind, dass sowohl
über- als auch unterschritten werden kann. Grundsätzlich will der Fonds die Immobilien aus steuerlichen Gründen mindestens zehn Jahre halten.Investieren mit den Profis!
in Stuttgart – gemeinsam mit der ECE, Europas Marktführer für Einkaufszentren.Erfolgsbilanz ECE
• 19 Mrd. Euro Einzelhandelsumsatzshopping edition 3.2
Prognostizierte Auszahlungen 6,0 % p.a., steigend auf 7,0 % p.a. vor SteuernTrack Record Hamburg Trust
des Teams mit der ECEManagement von Hamburg Trust: „Hohe Qualität“ (A+)MILANEO: „Sehr gut“ (A)“ (A)
www.hamburgtrust.deNR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 8Kosten: Die anfänglichen Provisionen,
Gebühren und Vergütungen machen
inklusive Agio rund 18,6 Prozent des
Eigenkapitals aus.IVG
Als erstem Anbieter ist es
IVG gelungen, südkoreanische Investoren für einen
Club Deal in Deutschland zu
gewinnen. Für mehrere institutionelle Kapitalanleger hat
IVG das Bürohochhaus
„Gallileo“ gekauft. Zum
Kaufpreis kein Wort. Die
Immobilie ist langfristig an
die Commerzbank vermietet, die bisher auch im Besitz
des Objektes war. IVG plant
nun, mit dieser Referenz,
weiteres Eigenkapital in
Asien und auf anderen internationalen Märkten einzusammeln.Anbieter: DWS ACCESS ist eine
Tochter der Deutschen Bank und zuständig unter anderem auch für geschlossene Fonds.
Steuern: Die Fondsgesellschaft ist vermögensverwaltend konzipiert und
erzielt Einkünfte aus Vermietung
und Verpachtung. Sie unterliegen dem
individuellen Steuersatz jedes einzelnen Anlegers.kapital zu akquirieren, halte ich für ein
positives Signal. Allerdings positioniert
sie sich nicht als Experte und AssetManager, sondern überträgt die Aufgabe an den externen Partner Corpus
Sireo. Diese Strategie entspricht nicht
gerade dem Anspruch der meisten anderen Marktteilnehmer, die sich - auch
potenziellen institutionellen Investoren
gegenüber - als Asset-Manager positionieren wollen. Aber das hat eine Deutsche Bank mit ihren traditionellen Zugängen zu professionellen Kunden und
vermögenden Anlegern nicht nötig. Meiner Meinung nach... Ich habe es
bereits im vergangenen Editorial geschrieben: Dass die Deutsche Bank
einen weiteren geschlossenen Fonds
auflegt und sich zutraut, innerhalb weniger Wochen 50 Millionen Euro Eigen-Herausragend nachhaltig.
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DWS-Direktor Hermann Wüstefeld will Immobilienfonds komplett platzieren
Der Deutsche-Bank-Geschäftsbereich DWS ACCESS hat kürzlich den Vertrieb seines aktuellen
geschlossenen Immobilienfonds gestartet (siehe
Seite 6). Anleger finanzieren ein Portfolio aus
Büroimmobilien und gemischt genutzten Objekten. Verantwortlich für die Produkte ist Hermann
Wüstefeld, Managing Director der Deutschen Asset & Wealth Management.
Der Fondsbrief: Warum bringt das Unternehmen
wenige Wochen vor dem AIFM-Umsetzungstermin
einen Semi-Blind Pool mit 50 Millionen Euro Eigenkapital? Unter die Übergangsregelung fallen nur
Fonds, die am 22. Juli komplett investiert sind.
Hermann Wüstefeld: Wir sind zuversichtlich, das
Zielvolumen von 50 Millionen Euro vor dem Stichtag
einsammeln zu können. Die Nachfrage vermögender
Privatkunden an Sachwerten ist zweifellos vorhanden. Daher haben wir gemeinsam mit dem Vertriebentschieden, nicht bis zum
vierten Quartal zu warten,
sondern den Fonds schon
jetzt zu platzieren. Eine
Öffnungsklausel erlaubt
uns allerdings eine längere Platzierung, denn das
Angebot ist so konzipiert,
dass es alle künftigen Anforderungen meistern sollte: Wir nutzen unsere Schwestergesellschaft RREEF
als zukünftige Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG),
die Objekte werden regelmäßig bewertet, und auch
eine Verwahrstelle kann vorgesehen werden.
FB: Die Deutsche Bank bezieht also deutlich Stellung für den geschlossenen Fonds?
Wüstefeld: Das haben wir doch immer getan. Im
vergangenen Jahr haben wir einen WasserkraftfondsProperty Class England 3KGALSuchen Sie eine
in Britische Pfund?Mit unserem Englandfonds haben Sie
Weitere Informationen: www.kgal.deDieses Fondsporträt stellt eine Werbung dar. Wir erbringen mit der Darstellung des Fondsporträts weder eine Anlageberatung noch ein Angebot für den Kauf des genannten Produkts. Es ersetzt nicht die individuelle und persönliche
Form angefordert sowie unter www.kgal.de in elektronischer Form abgerufen werden.NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 11Project Gruppe
Erstmals was für Instis
Die Project Investment
Gruppe bietet erstmals einen
Fonds für institutionelle Investoren an. Zeichner des
Entwicklungsfonds „Vier
Metropolen“ beteiligen sich
an Immobilienprojekten in
und München. Das Startportfolio des Eigenkapitalfonds
besteht aus sechs Entwicklungen an drei Standorten.
Das Zielvolumen liegt bei
100 Millionen Euro bei einer
Investoren sollen eine Rendite von acht bis zehn Prozent
p.a. erzielen.platziert und vertreiben darüber hinaus
unseren dritten Wohnungsfonds in Kooperation mit Alt und Kelber. Außerdem haben wir noch einen geschlossenen Fonds als Luxemburger Sicav für
internationale vermögende Kunden im
Angebot, ebenfalls in Zusammenarbeit
mit Alt und Kelber. Darüber hinaus haben wir 2012 ein weiteres Produkt platziert, welches maßgeschneidert für
Stiftungen war.
FB: Reagieren Sie mit dem Portfoliofonds auf eine aktive Kundennachfrage
nach Beteiligungsmodellen? Fragen
die Anleger gezielt nach geschlossenen Fonds?
Wüstefeld: Das spielt durchaus eine
Rolle. Unsere Kunden sind nicht komplett abgeschreckt. Sie suchen weiterhin Sachwerte für ihre Portfolien. Entscheidend ist die Qualität der Produkte.Unser aktueller Fonds ist ein Portfolio,
das von Experten aktiv gemanagt wird.
Damit treffen wir den Nerv der Kunden.
FB: Managing Partner bei ihren Wohnungsfonds ist Alt und Kelber, beim
Portfoliofonds übernimmt Corpus Sireo diese Aufgabe. Ist das ein Trend,
das Asset-Management an Partner
Wüstefeld: Das haben wir in der Vergangenheit bereits öfters gemacht. Bei
unseren Einkaufszentren zum Beispiel
haben wir eng mit der ECE zusammengearbeitet. Solche Modelle ergeben
Sinn. Wir suchen uns die besten Fachleute am Markt und profitieren von ihrer
FB: Warum haben Sie diesmal Corpus
Sireo ausgewählt, ein Unternehmen mit
Sparkassen-Hintergrund?www.zbi-ag.deStarke Standorte zahlen sich aus!
ZBIProf
essional8ZBIDass es auf das richtige Gespür bei der Standortwahl ankommt, beweist die investorenbestimmte ZBI Professional-Linie: Der
dritte von insgesamt sieben Fonds mit Wohnimmobilien z.B. in Berlin brachte nach seiner Auflösung ca. 7,5 % p.a. Der neue
Fonds ZBI Professional 8 mit bereits starken Standorten im Portfolio bietet Ihnen in bewährter Weise eine breite Streuung von
geplant mehr als 1.000 Wohnungen mit prognostiziertem Ergebnis von über 8 % p.a.1)
91054 ErlangenTel.: +49 (0) 91 31 / 4 80 09 1414
E-Mail: service@zbi-ag.de1) Details sind dem alleinverbindlichen Verkaufsprospekt zu entnehmen. Dieser ist kostenfrei in elektronischer oder gedruckter Form bei der ZBI Zentral
Boden Immobilien AG, Henkestraße 10, 91054 Erlangen, zu beziehen. Ausschüttungen / Entnahmen enthalten auch Kapitalrückzahlungen. Aus der (Wert-)
Entwicklung in der Vergangenheit kann nicht auf zukünftige Entwicklungen / Ergebnisse geschlossen werden.CR-Code scannen und
direkt zur Homepage.NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 12Wüstefeld: Corpus Sireo hat eine tiefe und breite
Expertise im Immobiliensegment in Deutschland –
vor allem auch in den kleineren Städten aufgrund
seiner regionalen Aufstellung. Das Unternehmen ist
bereits Assetmanager bei einigen unserer geschlossenen Fondsimmobilien im Bürosegment. Dort hat
es sich in einem Bieterverfahren, welches wir vor
einiger Zeit durchgeführt haben, als der geeigneteste
Anbieter erwiesen.
FB: Der typische Immobilienfonds will seine Anleger
mit einem langfristigen Mietvertrag mit guter Adresse
überzeugen. Meistens mit einem Gebäude in TopLage eines etablierten Standortes.
Wüstefeld: Unsere Strategie zielt in eine andere
Richtung. Wir verlassen uns nicht in erster Linie auf
den Mieter, sondern achten verstärkt auf die Objektqualität und die Standorte. Wobei ein B-Standort ja
nichts negatives sein muss, im Gegenteil. BStandorte zeichnen sich meist durch eine diversifizierte Wirtschaft aus. In der Regel sind das Märktemit wenig Neubauten, aber dennoch einer dynamischen Entwicklung bei den Büroangestellten.
FB: Nach dem 22. Juli wird alles anders. Wie bewerten Sie die Vorschriften der AIFM?
Wüstefeld: Die Regulierung bringt sehr einschneidende Änderungen des Marktes mit sich. Manche
Anbieter werden Schwierigkeiten haben, die Anforderungen umzusetzen. Aber sie ermöglicht uns
auch, neue Anlageklassen zu erschließen. Offene
und geschlossene Fonds gleichen sich an, denn viel
wird sich in Richtung Diversifikation, Blind Pool und
Semi Blind Pool entwickeln. Anleger werden sich viel
mehr auf die Manager ihrer Assets konzentrieren, so
wie sie sich heutzutage bereits offene Fonds anschauen. FvDas Kapital Ihrer Kunden verdient
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Beschränkte Verlustverrechnung verstößt weder gegen Grund– noch gegen VerfassungsgesetzDie Feststellung bei der Fondsgesellschaft sind dabei die Grundlage für den Einkommensteuerbescheid desselben Jahres. Diese beiden Botschaften
des Finanzgerichts (FG) Münster haben zur Folge,
dass der Anleger nicht gegen seinen Bescheid vorgehen muss, wenn er die Entscheidung der Beamten
kritisiert, die beim Immobilien- oder Solarfonds ein
Steuerstundungsmodellen erkannt hatten.Verluste aus Steuerstundungsmodellen nur noch mit
zukünftigen Gewinnen aus dieser Einkunftsquelle
(demselben Fonds) und nichts anderem verrechnet
werden dürfen. Der zunächst nicht ausgleichsfähige
Verlust wird jährlich vom Finanzamt gesondert festgestellt und per Bescheid für die Zukunft konserviert.
Dabei gehen die Beamten von dem verrechenbaren
Verlust des Vorjahres aus und schlagen die aktuellen roten Fondszahlen noch obendrauf. Das hat zur
Folge, dass dieser Feststellungsbescheid nur insoweit etwa per Einspruch angegriffen werden kann,
als sich der verrechenbare Verlust gegenüber dem
aus dem Vorjahr verändert hat. Weiterhin erklärten
die Richter, dass das Finanzamt an den bestandskräftigen Verlustfeststellungsbescheid aus der Vergangenheit gebunden ist.Hintergrund des Urteils aus FG Münster (Az. 5 K
4513/09 E) ist die Vorgabe in § 15b EStG, wonachZum guten Schluss ist § 15b EStG auch nicht verfassungswidrig. Die Regelung ist hinreichend be-Die seit rund siebeneinhalb Jahren ab dem
11.11.2005 gültigen Regeln zu Steuerstundungsmodellen in Paragraf 15b Einkommensteuergesetz (EStG) über das Gesetz zur Beschränkung
der Verlustverrechnung im Zusammenhang mit
Steuerstundungsmodellen verstößt nicht gegen
das Grundgesetz.JtJAMESTOWN 28 - Investitionen in vermietete Immobilien in den USAEntscheidend ist
die Expertise vor Ort
JAMESTOWN – Der führende Spezialist für US-Immobilien
Erstes Investitionsobjekt in New York5,25% p.a. Ausschüttung aus Vermietung abangekauft2014 prognostiziertBeteiligung ab $ 30.000 plus 5% Agio110% Eigenkapitalrückfluss aus Verkauf
nach 7 bis 12 Jahren angestrebtRisikostreuung durch mehrere
Investitionsobjekte anGünstige Besteuerung der Erträgeverschiedenen Standortenin den USAMaßgeblich für das öffentliche Angebot einer Beteiligung ist ausschließlich der durch die JAMESTOWN US-Immobilien GmbH
veröffentlichte Verkaufsprospekt einschließlich Nachträgen, der zur kostenlosen Abgabe bereit gehalten wird.0221 3098-0info@jamestown.dewww.jamestown.deNR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 14König & Cie.
Für seinen Wohnimmobilienfonds „Wohnwerte Deutschland“ hat König & Cie. ein
in Frankfurt gekauft. Derzeit
wird die Immobilie komplett
revitalisiert. Die neuen Wohnungen sind 28 Quadratmeter
bis 86 Quadratmeter groß.
Das Ladengeschoss ist langfristig an eine Supermarktkette vermietet. Wenige Wochen zuvor hatte König &
Cie. in eine große Wohnimmobilie in Offenbach investiert. Das Rhein-Main-Gebiet
ist regionaler Schwerpunkt
des Fonds.stimmt, da sie mit den herkömmlichen
Methoden ausgelegt werden kann, und
die Vorschrift ist auch mit dem Grundgesetz vereinbar. Da der Verlustabzug
nicht vollständig versagt, sondern nur
zeitlich gestreckt ermöglicht wird, bleibt
das Nettoprinzip gewahrt. Langfristig
wird nur das besteuert, was Netto hinten rauskommt. Auf das Rückwirkungsverbot können sich Fondsparer nicht
berufen, wenn sie die Kapitalanlage
erst nach Veröffentlichung des Regierungsentwurfs zur Einführung des §
15b EStG gezeichnet haben.
Ein wenig Hoffnung besteht aber noch,
denn gegen das Urteil wurde von Anlegern Revision eingelegt. Aufgrund des
anhängigen Verfahrens mit grundsätzlicher Bedeutung unter dem Aktenzeichen I R 26/13 können Gleichgesinnte
ihre Fälle über einen ruhenden Einspruch offen halten. Die Aussicht aufErfolg schätze ich aber mit weniger als
50 Prozent ein.
Paragraf 15b EStG ist auch nicht deshalb verfassungswidrig, nur weil die
Vorschrift Verluste aus Steuerstundungsmodellen - anders als andere
rote Zahlen wie etwa von Unternehmern, Freiberuflern oder Vermietern nicht zum sofortigen Verlustausgleich
zulässt. Es kommt lediglich in Hinsicht
auf Steuerstundungsmodelle eine kleine Bedingung hinzu, die die Fonds insoweit schlechter stellt als andere Einkünfte. Diese Bedingung führt nur zu
einer Verlagerung der Verrechnung auf
spätere Zeiträume, und es reicht aus,
dass die Verluste überhaupt steuerlich
berücksichtigt werden, wenn auch zeitlich gestreckt. Da die bei einem Steuerstundungsmodell in der Anfangsphase
konzeptionell vorgesehenen Verluste in
späteren Jahren mit anfallenden Ge-RealisChecken Sie ein: Bayernfonds Deutschland 25
Mehr erfahren Sie unter: www.realisag.de1) Details sind dem alleinverbindlichen Verkaufsprospekt zu entnehmen.
Ausschüttungen / Entnahmen enthalten auch Kapitalrückzahlungen.www.realisag.deDeutschlands erfolgreichste
laufen mit AIFM-Regulierung weiterPROJECT REALE WERTE Fonds 11 und 12 bleiben über den
22. Juli 2013 hinaus im freien Vertrieb
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Wichtige Hinweise: Das ist eine Werbemitteilung, die kein öffentliches Angebot und keine Anlageberatung für die Beteiligung an den genannten Fonds darstellt. Eine ausführliche Darstellung des
Beteiligungsangebotes im Publikumsbereich einschließlich der damit verbundenen Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem alleine verbindlichen veröffentlichten Verkaufsprospekt, den
Sie über Ihren Finanzberater oder die PROJECT Vermittlungs GmbH erhalten. Bitte beachten Sie die darin enthaltenen Verkaufsbeschränkungen. Stand September 2012.NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 16Allianz Real Estatewinnen verrechnet werden dürfen,
reicht dies für eine Sonderregelung im
Gesetz, wenn der Fiskus damit andere
Motive wie Missbrauch verhindern will.Italien im Blick
Allianz Real Estate will in
diesem Jahr 500 Millionen
Euro in italienische Bürogebäude investieren. Den Anfang macht das Unternehmen
mit einer 95-prozentigen
Beteiligung am geschlossenen Fonds „The Morgan
Stanley Italian Office Fund“.
Objekte sind jeweils eine
Büroimmobilie in Mailand
und in Rom. Mieter sind zum
einen die Deutsche Bank
und das Modeunternehmen
Brioni und zum anderen das
italienische Industrieunternehmen Acea. Auch hier
kein Wort zum Kaufpreis.Meiner Meinung nach… Wenn sich
der BFH mit dem Sachverhalt beschäftigt, wird er sicher auf die Vorgängervorschrift schauen - den Fallenstellerparagrafen 2b EStG. Den hatten die
BFH-Richter als verfassungswidrig eingestuft (Az. IX B 92/07), weil der exPassus missverständlich definiert,
schwammig in der Vorgabe und von
den Betroffenen nicht umsetzbar war.
Selbst der damals dazu ergangene
Anwendungserlass konnte die Fragen
nicht zufriedenstellend beantworten.
Die jetzt geltende neue Regelung ist
nicht nur deutlich verständlicher ausformuliert, auch der ausführliche Einführungserlass des Bundesfinanzministeri-ums kann vieles klären. Da Anfangsverluste ab zehn Prozent aufwärts
schädlich sind, kann nahezu Initiator
und Anleger selbst ausrechnen, ob ein
Steuerstundungsmodell vorliegt oder
Verluste zählen. Wegen der klaren Definition wird dieses Gesetz kaum in
Konflikt mit der Verfassung geraten.
Bei Bedenken gegen § 15b EStG sollten sich Kapitalanleger über eines klar
sein: Niemand zwingt sie, das Risiko
von Beteiligungsverlusten aus geschlossenen Fonds auf sich zu nehmen. Das Bundesverfassungsgericht
hat grundsätzlich keine Zweifel an der
Verfassungsmäßigkeit von Verlustausgleichsbeschränkungen, soweit die
Verlustverrechnung nicht versagt, sondern lediglich zeitlich gestreckt wird. Es
genügt, wenn – wie im Falle des § 15b
EStG – die Verluste überhaupt, und sei
es auch in einem anderen Veranla-CFBCFB-Fonds 180 –
TemplinCFB-Fonds 180 Solar-Deutschlandportfolio V
Noch größere Dimensionen als bei den Vorgängerfonds!www.cfb-fonds.comMaßgeblich für das öffentliche Angebot der Beteiligung ist ausschließlich der durch die Commerz Real
Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH (CFB), Mercedesstraße 6, 40470 Düsseldorf, veröffentlichte Verkaufsprospekt inkl. Nachträge, der bei der CFB zur kostenlosen Ausgabe bereit gehalten wird.NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 17gungszeitraum, steuerlich berücksichtigt werden (so
z.B. der Beschluss mit Az. 2 BvR 375/00). Ein verfassungsrechtlich bedenklicher, definitiver Untergang
von Verlusten steht in Fällen des § 15b EStG bei
planmäßigem Verlauf nicht zu befürchten. Denn wäre bereits nach dem Beteiligungskonzept damit zu
rechnen, dass in den Folgejahren nicht ausreichend
Gewinne entstehen, um die Verluste der Anfangsphase auszugleichen, wären entstehende Verluste
ohnehin schon nicht ausgleichsfähig, was ebenfalls
verfassungsgemäß ist.
Aktionären geht es übrigens auch nicht wesentlich
besser. Ihre Verluste mit BASF oder Daimler können sie zwar mit Gewinnen aus Bayer und VW, nicht
aber mit Zinsen oder dem Plus aus Zertifikaten verrechnen. Neben der selektiven Beschränkung bei
Aktien, dürfen alle privaten Sparer unter den Regeln
der Abgeltungsteuer seit 2009 überhaupt keinen Aufwand für die Geldanlage mehr als Werbungskosten
abziehen - von einigen Sondersituationen wie dem
GmbH-Geschäftsführer einmal angesehen. Fondsanleger können aus Fremdfinanzierung resultierendeVerluste immerhin noch in die Zukunft verschieben,
der Besitzer einer Bundesanleihe darf überhaupt
keine Kreditzinsen von der Steuer absetzen. Das gilt
nicht nur, wenn Aktien oder Anleihen fremdfinanziert
sind, sondern auch, wenn Aktionäre zur alljährlichen
Hauptversammlung fahren und tanken oder ein Flugticket kaufen müssen.
Ein minimales Bedenken bleibt aber bei der Regelung zu 15 b EStG: So wurde die Vorschrift rückwirkend eingeführt und betraf auch Anleger, die vor InKraft-Treten gezeichnet hatten. Das musste das Finanzgericht Münster aber nicht entscheiden, da der
klagende Anleger sich erst später dazu entschieden
hatte und damit die geänderte Rechtslage kannte.
Geht es nach dem Urteil aus Münster, darf der Fiskus weiterhin die Verlustzuweisungen von mehr als
zehn Prozent bezogen auf die Einlage aus der Startphase erst einmal konservieren, anstatt sie sofort
abzuziehen. Wer also einen Alternativenergie-Fonds
zeichnet, sollte auf ein schnelles Break-Even und
viel Sonne oder Wind hoffen. m i t S i c h e r h e i t g u t i n V e S t i e rtDFVWeitere Informationen erhalten Sie bei:DFV Seehotel am KaiSerStranDDFV DeutSche FonDSVermögen agImmobilienfonds GmbH & Co. KGABC-Straße 19
Fax +49 40.636 07 95 247Die Kennzahlen des Premium-Fonds
DFV Seehotel Am Kaiserstrand:info@dfvag.comw w w. d f v ag .co m•	Monatliche Ausschüttungen von anfänglich 5,75% p.a.
über die Laufzeit steigend auf 8,00% p.a.•	•	Durchschnittlicher Wertzuwachs vor Steuer von 7,90% p.a.
Sofort beginnende annuitätische Tilgung in Höhe von 2,00% p.a.Wichtiger Hinweis: Diese Anzeige stellt kein öffentliches Angebot dar und ist daher nicht für eine abschließende Anlageentscheidung geeignet. Eine Anlageentscheidung
und rechtlichen Einzelheiten sowie zu den Risiken der Vermögensanlagen. Der Verkaufsprospekt ist auch im Internet unter www.dfvag.com veröffentlicht.NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 18BIT-Umfrage
40 % platzieren weiter
Auch über den 22. Juli hinaus wird es ausreichend
geben. Das Vertriebsunternehmen BIT Treuhand hat
eine Umfrage unter den seinen Partner-Initiatoren gemacht und kommt zu dem
Ergebnis, dass 40 Prozent
der Fonds unter die Übergangsregelungen fallen und
über den Stichtag hinaus
Insgesamt kommt BIT auf
67 Produkte seiner aktuellen
Vertriebsliste.Aquila Capital
Erster Rentenfonds
mit Risikoparität
bringt Aqulia Capital einen
risikoparitätischen Rentenfonds (ASQ - Risk Parity
Bond Funds). Er investiert in
Staatsanleihen, inflationsgesicherte Wertpapiere und
Emerging-MarketsWährungen. Ziel des Fonds
ist es, Renditen zu erwirtschaften, unabhängig davon,
ob die Zinsen steigen oder
fallen. Verantwortlich für das
Produkt ist Torsten von
Bartenwerffer. Er rechnet
mit einer Performance in
Höhe des Geldmarktzinses
plus drei Prozent.
In einer Studie hat Aquila
weltweit 165 Pensionsfonds
befragt und herausgefunden,
dass 44 Prozent der professionellen Investoren künftig
den Risikoparitätsansatz stärker in ihren Investmentprozess einsetzen wollen.Hoch hinaus wie in Manhattan
Holländische Immobilienmärkte bieten Chancen trotz hoher Leerstände
Manhattan an der Maas – kein Wunder, dass die Rotterdamer ihre Stadt
so nennen. Hier steht nicht nur das
höchste Bürogebäude der Niederlande, die gesamte Skyline ist enorm in
die Höhe geschossen. Aktuell entsteht in Rotterdam eine der größten
Büroprojekte Europas. Auftraggeber
ist das Entwicklungsunternehmen
OVG, das unter anderem auch das
Büro– und Geschäftshaus „Humboldt Hafen Eins“ in Berlin erstellt
und an zwei AltersvorsorgeGesellschaften verkauft hat.
Ansonsten passiert aktuell nicht viel auf
den niederländischen Immobilienmärkten. „Wir sehen derzeit so wenig Büroneubauten in den Niederlanden wie
niemals zuvor“, berichtet Jeppe de
Boer, Vorstandsvorsitzender der OVG
AG. Er geht davon aus, dass eine Reihe der insgesamt 230 holländischen
Bürostandorte deutlich schwächeln
wird. Solche ohne Eisenbahnanschlusszum Beispiel oder mit reiner Büronutzung ohne Wohnungen, Geschäfte und
Restaurants dürften dauerhaft keine
Chance mehr haben.
Andere Standorte dagegen sind nach
Ansicht der niederländischen Immobilienprofis gut aufgestellt. Zweckoptimismus einer Branche? „Der niederländische Immobilienmarkt kommt in der
deutschen Presse zu schlecht weg. Die
Berichterstattung ist zu pauschal, nicht
differenziert genug“, ärgert sich Matthias Euler aus dem Amsterdamer Büro
des Immobilienunternehmens CBRE.
Er räumt ein, dass Investoren in der
Vergangenheit zahlreiche Fehler gemacht haben. Verantwortlich für die
Fehlentwicklung waren aber auch lockere Baugenehmigungen. Seit dem
Jahr 2.000 ist das Procedere nicht
mehr staatlich geregelt, sondern liegt in
den Händen der jeweiligen Kommunen.
„Sie dürfen seitdem Bauland selbstNR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 19zent der Flächen leer – das ist in
Rotterdam, Amsterdam und Utrecht nicht anders als in Frankfurt, Düsseldorf oder München.“
Kommen neue Flächen an den
Markt, sind sie bereits vor Baubeginn langfristig an gute Adressen
vermietet – Voraussetzung, um
eine Fremdfinanzierung zu bekommen. Spekulativ baut in den
Niederlanden schon lange niemand mehr. Wie auch, ohne Darlehen? Selbst bei halbwegs sicheren, rentablen Projekten drängen sich die Banken nicht gerade
auf. „Von ehemals rund 20 Banken sind nur noch drei nennenswert in der Finanzierung von GeRiesige Auswahl. Wer in Holland ein Büro sucht, hat die Qual der Wahl… Quelle: CBRE
werbeimmobilien aktiv, und auch
ausweisen. Weil jede Gemeinde ihren eigenen Bürodie halten sich bei großen Volumina zurück“, sagt
park haben wollte, und die Banken viel zu freigebig
OVG-Chef de Boer. Alle Projekt über 60 Millionen
finanzierten, wurde mehr gebaut als nötig“, so Euler.
Euro seien nur unter Schwierigkeiten zu finanzieren.
Daher sieht er derzeit auch wenig Chancen für den
Seit Anfang des Jahrtausends sind die niederländiVerkauf umfangreicher Portfolios am freien Markt.
schen Bürostandorte daher durch ein erhebliches
Überangebot gekennzeichnet. In seiner Rangliste der
Gleicher Ansicht ist CBRE-Mann Euler: Was noch vor
europäischen Metropolen mit hohen Leerstandsraten
ein paar Jahren gelang, dürfte heutzutage nicht mehr
funktionieren. Die Banken, die
früher mit fünf Prozent Eigenkapital große Immobilienpakete finanzierten, die gibt es nicht mehr.“
Außerdem würden Käufer keine
heterogenen Portfolios mehr akzeptieren. Läuft bei manchen Objekten der Mietvertrag in absehbarer Zeit aus, gibt es dafür
höchstens Nachfrage von amerikanischen oder britischen Private-Equity-Gesell-schaften. „Aber
selbst die zahlen manchmal nicht
mehr als 200 Euro pro Quadratmeter.“
Was hat nicht funktioniert in Holland? Dafür gibt es eine Reihe
von Beispielen. In Diemen, ein
infrastrukturell schlecht erschlos… außer in den Top-Lagen. Bei Class-A-Objekten ist das Angebot ähnlich mager wie in andesener Standort südostlich von
ren europäischen Metropolen.
Amsterdam, wurden spekulativ
errichtete Neubauten teilweise nie bezogen. Inzwiführt Jones Lang LaSalle Rotterdam, Amsterdam
und Utrecht mit 15 bis 16 Prozent unter den ersten
schen genügen die Flächen den Ansprüchen in keisechs. „Anders sieht es bei den Class-A-Immobilien
ner Weise mehr. Trotzdem ging der Leerstand rapide
zurück. „Die früheren Büros wurden umgewandelt in
aus“, relativiert Pim Macke, als Director Strategic
Advisory für die Kundenberatung bei Jones Lang LaStudentenappartements und sind zu 85 Prozent verSalle zuständig. „Hier stehen nicht mehr als fünf Promietet“, sagt Euler.NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 20Wechsel im Vorstand
der IVG AGAn anderen Standorten wiederholen
sich die Fehler offenbar. In Hoofddorp
wechseln die Mieter von einer Seite der
Autobahn auf die andere. Dort ist die
Infrastruktur nicht besser, doch locken
die Bauträger mit hohen Incentives.
Auch am Standort Zuidas Amsterdam
hatten Mieter lange Zeit die besseren
Karten. Zugeständnisse von bis zu 30
Prozent bei Mietverlängerungen waren
keine Seltenheit. Inzwischen sind die
Abschläge auf sieben Prozent gesunken. Damit sind die Einnahmen für die
Eigentümer auf Grund der Inflation immer noch höher als zu Beginn der Erschließung des Areals vor 13 Jahren.Zum 1. Oktober wird Guido
Piñol (44) für die Dauer von
drei Jahren ordentliches Mitglied des Vorstandes und
(COO) der IVG Immobilien
AG. Bereits zum 1. Juli übernimmt er als Generalbevollmächtigter neben seiner
Funktion als Sprecher der
Geschäftsführung des IVG
Investment GmbH und als
Geschäftsführer der IVG
Development GmbH zusätzlich die Verantwortung für
das Segment Funds und für
das Asset Management.
Christian Kühni (58), derzeit COO und Vorstandsmitglied, wird zum 1. Juli seine
Vorstandsbestellung beenden
und in die Geschäftsführung
der IVG Institutional Funds
GmbH eintreten. Dort wird
er sich gemeinsam mit dem
Sprecher der Geschäftsführung, Bernhard Berg, und
Irmgard Linker als weiterem Mitglied der Geschäftsführung um das Wachstum
im institutionellen Fondsgeschäft kümmern.Entscheidend seien nicht nur eine lebendige Umgebung, beste Anbindungen an den Nahverkehr und eine
Green-Building-Zertifizierung. Der neueste Schrei auf dem niederländischen
Immobilienmarkt heißt New WOW, was
für Way Of Working steht. Ein Konzept,
dass auch CBRE in seinen Büros umsetzt. „Bei uns hat niemand mehr einen
eigenen Schreibtisch. Selbst unser
Chef arbeitet an keinem festen Platz“,
berichtet CBRE-Manager Euler. Nach
anfänglicher Skepsis seien alle Mitabeiter begeistert. Das können wir glauben
oder nicht. Unabhängig davon dürfte
spätestens in fünf Jahren aber auch
dieses Konzept wieder von gestern
sein. Mal sehen, was dann kommt.
Wahrscheinlich wieder Einzelbüros.
Anlass der Pressereise nach Holland
war eine Einladung der Hannover Leasing. Der Initiator hat in Utrecht eine
Immobilie gekauft, die 20 Jahre lang an
den Lebensmittelkonzern Danone vermietet ist. Das Unternehmen tüftelt hier
unter anderem an neuen Geschmacksrichtungen für Joghurts und Babynahrung. Hannover Leasing plant, den
Fonds noch vor dem 22. Juli anzuplatzieren und dann als Übergangsmodell
zu vertreiben. Anleger sollen Ausschüttungen von 5,25 Prozent bekommen.
Sobald der Prospekt vorliegt, wird der
Fondsbrief das Angebot checken. Und
auch die weiteren angekündigten Angebote: Hannover Leasing hat das
Stadttor in Düsseldorf gekauft, eineWie wird der neue Joghurt schmecken? Im
Fondsobjekt von Hannover Leasing testet Danone neue Geschmacksrichtungen.
Foto: Hannover LeasingImmobilie, die an die Staatskanzlei
Nordrhein-Westfalen vermietet ist. Außerdem ist ein Flugzeugfonds mit dem
nächsten Airbus A380 in der Mache.
„Wir können derzeit nicht alle unsere
Vertriebskanäle bedienen“, sagte Hannover-Leasing-Chef Friedrich Wilhelm
Patt. Er fühlt sich für die Umsetzung
der AIFM-Vorschriften gut gerüstet,
glaubt aber nicht, dass es vielen Anbietern gelingen wird, die künftig geforderten Voraussetzungen zu erfüllen. „Die
Umstellung auf AIFM hat uns eine Million Euro gekostet. Und dabei waren wir
als Bankentochter bereits weitgehend
reguliert“, so Patt. Mit Kritik an den
neuen Regeln hält er sich nicht zurück.
„Vor allem die Mindestkapitalausstattung von 125.000 Euro halte ich für
einen schlechten Witz. Wer will damit
nachhaltig arbeiten“, schimpft er.
Nicht nur aus diesem Grund geht Patt
davon aus, dass das Gesetz in wenigen Jahren reformiert wird. Fraglich
sei, ob Fonds der AIFM dann noch unterliegen: „Mit der Zeit wird deutlich
werden, dass nicht nur REITs unternehmerische Beteiligungen sind, sondern auch geschlossene Fonds.“ NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 21Kostendeckel hat lange Tradition
Politik hat Angst vor Kostenwahrheit - Insiderinformationen auf Immpresseclub-Termin
„Das erste Beispiel für eine bewusste geringere
Veranschlagung von Baukosten war der Umbau
des Petersberges in Königswinter bei Bonn in ein
Gästehaus des Bundes.“ Robert Scholl, Ministerialdirektor a.D., plauderte bei der jüngsten Veranstaltung des Verbandes der Immobilienjournalisten in Deutschland (Immpresseclub) aus dem
Nähkästchen.Grund für die Misere ist, so Scholl, das Vergabeverfahren. In 99 von 100 Fällen bekommt der billigste
Anbieter den Zuschlag. Was natürlich nicht die günstigste Lösung ist, denn weil die Angebote nicht kostendeckend sind, bessern die Bauunternehmen im
Laufe der Zeit nach. „In Babylon hafteten die Baumeister mit ihrem Privatvermögen, im schlimmsten
Fall mit ihrem Kopf.“Die geschätzten Kosten lagen damals bei 146 Millionen
Mark. Das Kabinett beschloss
dennoch seinerzeit, nur 98
Millionen Mark dafür zu berücksichtigen. Letztlich kosteten Sanierung und Umbau
tatsächlich 146 Millionen
Mark. „Die Mehrkosten wurden in den nächsten Haushalt eingestellt“, so Scholl.
„Das unterscheidet die öffentliche Hand von privaten Unternehmen.“
An der Situation habe sich
Um aktuelle Beispiel zu finden, genügt eine Spazierfahrt
durch Berlin. Angefangen am
Das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung am Petersberg bei Bonn. Erstes Beispiel für eine
Flughafen, vorbei an der neu- bewusste Unterveranschlagung der Kosten, wusste Ex-Ministerialdirektor Robert Scholl zu berichten.
en Zentrale des BundesnachFoto: Fotolia.com, Udo Kruse
richtendienstes, Richtung
Auch wenn die Entscheider heutzutage nicht um ihr
Berliner Schloss zum Hauptbahnhof. „Das Schloss ist
Leben fürchten müssen, so riskieren sie heutzutage
mit 570 Millionen Euro veranschlagt. Ich bin überdoch, persönlich in Regress genommen zu werden:
zeugt, dass die Kosten eine Milliarde Euro locker
„Wer den Auftrag bekommt, bestimmt ein Beamter mit
überschreiten werden“, meint Scholl.
1.600 Euro netto im Monat. Da ist es doch klar, dass
er das billigste Angebot wählt.“
Von Kostenwahrheit könne keine Rede mehr sein.
Aber nicht nur bei Projekten der öffentlichen Hand,
sondern auch bei privaten Immobilienentwicklungen
Passend dazu hat sich der Zentrale Immobilien Ausmehren sich Kosten- und Terminüberschreitungen.
schuss (ZIA) Mitte Juni bei der von Bundesbauminis„Der gute Ruf der deutschen Bau- und Ingenieurster Peter Ramsauer initiierten Reformkommission
„Bau von Großprojekten“ für eine verbesserte Planung
kunst ist in Gefahr“, meint Scholl.
solcher Entwicklungen eingesetzt. Er betrachtet Planungsdefizite als die Hauptursache für TerminprobleDie Kontrollfähigkeit eines kompetenten Bauherren
me und Kostenexplosionen bei Großbauprojekten.
gehe verloren. „Seit 1990 ist das Personal in den
Bauverwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen
„Die anfängliche Bedarfsermittlung und Planungstiefe
um 50 Prozent eingespart“, sagte Scholl. Kein Wunmüssen verbessert werden, um im Projektverlauf Zeit
der, dass sich Großprojekte Jahrzehnte lang hinzieund Kosten zu sparen und mit realistischen Werten für
hen. Stuttgart 21 ist seit 20 Jahren ein Thema, der
das Gesamtprojekt hantieren zu können. Gerade in
Bau der dritten Startbahn am Frankfurter Flughafen
der Frage der realistischen Kosten- und Terminermittzieht sich seit 25 Jahren hin.NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 22Wechsel Dich
Michael Keppel, geschäftsführender Gesellschafter der
Keppel Managementpartners GmbH in Frankfurt, ist
bis zum Ablauf der Hauptversammlung der IVG Immobilien AG zum Mitglied des
Aufsichtsrats bestellt worden.
Der Aufsichtsrat plant kurzfristig, ihn zum Vorsitzenden
zu wählen. Somit würde Keppel die Nachfolge von Stefan
Jütte antreten, der sein Amt
am 24. April dieses Jahres
Rafael Saorin Hita (39) ist
neu im Vorstand der Shedlin
Capital AG. Dort ist er für
den Vertrieb verantwortlich
und soll unter anderem internationale Strukturen aufbauen. Der Diplom-Betriebswirt
war zuletzt als Consultant für
den Vertriebsaufbau für mehrere Finanzdienstleister tätig.
Gerald Hofmeister (52) und
Peter Mutscher (52) verlassen den Vorstand der Immovation AG. Das Unternehmen
nennt persönliche und gesundheitliche Gründe. Neuer Vorstand an der Seite von Lars
Bergmann und Lilia Nacke
Miet– und Wohnungseigentumsrecht war seit 2012 für
das Unternehmen als Justiziar
tätig. Der Posten des vierten
Vorstands bleibt vorübergehend unbesetzt.lung müssen Bauherren, Fachplaner
und Spezialisten enger zusammenrücken“, meint Andreas Mattner, Präsident des ZIA.geöffnet, wobei die Verkaufsfläche seit
dem Jahr 2.000 mit einem Wachstum
von im Schnitt einem Prozent jährlich
weitgehend stabil geblieben ist.Eine unzureichende Planung, in der
Kosten nur oberflächlich kalkuliert, die
finanzielle Bedeutung des öffentlichen
Interesses an einem Projekt ausgeblendet und mögliche Planänderungen
nicht frühzeitig berücksichtigt werden,
führen am Ende oft zu einem erheblichen Kostenanstieg. Darüber hinaus
spielt eine ausreichende Qualifikation
der Mitarbeiter in den öffentlichen Verwaltungen eine nicht unwichtige Rolle
in den Planungs- und Genehmigungsprozessen. Kritisch sieht der ZIA auch
den großen Einfluss der Politik.Eine Vielzahl der Center entspricht jedoch nicht mehr dem aktuellen Stand.
Experten schätzen, dass rund 200 Immobilien dringend renoviert werden
müssen. „Die Kosten von 1.000 Euro
pro Quadratmeter sind dabei eher zurückhaltend kalkuliert“, so Jung.Es hat sich offenbar nichts verbessert
seit dem Umbau des Petersberges.
„Wir sind alle Mörder des Einzelhandels“, meinte Stephan Jung, Vorsitzender des Verbandes German Council of Shopping Centers, zu Beginn
seines Vortrages „Click and buy –
Wann kommt die Stadt ohne Handel?“.
Seine These: „Software eats retail“,
was sich übersetzen lässt mit „OnlineBestellungen machen traditionellen
Handel überflüssig.“ Allerdings stellte
Jung dieses Szenario in Frage. Erstaunlicherweise ist der Anteil des Online-Handels mit derzeit sieben Prozent
am Gesamtkonsum überschaubar.
Jung hofft daher, dass Einkaufszentren
mit Marktplatz-Charakter weiterhin attraktiv genug sind, die Käufer von ihrem
Bildschirm wegzulotsen und in die Geschäfte zu locken.
Ohne Zweifel werde sich der Konsum
künftig massiv verändern. Zwar erscheine die Aussicht auf Lebensmittel
aus dem 3D-Drucker verstörend, doch
eine Pizza aus dem Drucker sei, so
Jung, in Kürze durchaus realistisch.
Darauf müsse sich der traditionelle
Handel einstellen. Es ist noch nicht so
lange her seit der Eröffnung des ersten
Einkaufszentrums, des Main Taunus
Centers in Sulzbach, am 2. Mai 1964.
Inzwischen haben 444 Center ihre ToreMut macht ihm der Trend der angesagten Marken, verstärkt auf exklusive Geschäfte in den Top-Lagen der Innenstädte zu setzen. Als Beispiel nannte er
die Apple-Stores mit durchschnittlich
40 Millionen Dollar Jahresumsatz pro
Filiale. Aber selbst eher exotische Marken wie der Reifenhersteller Pirelli und
die Koffein-Brause Red Bull haben
Flag-Stores eröffnet – und die Kunden
Meiner Meinung nach... Klar ist, dass
es den Konsumenten heute um mehr
geht als ums Geldausgeben. Sind die
Centermanager nicht in der Lage, besondere Anreize zu schaffen, wird die
Zahl derjenigen steigen, die bei Amazon, Zalando und vergleichbaren Plattformen bestellen. Unter der heranwachsenden, neuen Generation von
Käufern gibt es viele, die mit ihrem
Computer verwachsen sind und ihre
sozialen Kontakte hauptsächlich online
pflegen. Sie sehen keine Veranlassung, einen Marktplatz anders als mit
der Maus zu betreten. Nicht ohne
Grund schießen in Deutschland die
Verteilzentren der Logistikunternehmen
wie DHL und dpd aus dem Boden. NR. 190 I 26. KW I 28.06.2013 I ISSN 1860-6369 I SEITE 23Von Ulrich Nastold, RechtsanwaltImpressum
Hrsg.: Werner RohmertVerlag:
,Namens-Beiträge geben die Meinung
Redaktion wieder.Aktuelle Anzeigen– und
ZBI Zentral Boden Immobilien AGRecht einfach
Aufklärungspflicht bei alternativen Altersvorsorgeprodukten
Sie hörten sich meist sehr verlockend an: Angebote zum Aufbau
einer zusätzlichen Altersvorsorge
quasi zum Nulltarif und unter Einbeziehung steuerlicher Vergünstigungen wie die Schnee-Rente und
Wealthmaster Noble.
Grundkonstruktion dieser Modelle war
regelmäßig die folgende: Es wurde ein
verzinsliches Darlehen aufgenommen.
Die Darlehensmittel wurden teilweise in
Investmentfonds angelegt und teils als
Einmalbeitrag in eine Lebensversicherung geleistet. Entweder aus den Erträgen der Investmentfonds und/oder aus
Teilauszahlungen der Lebensversicherung sollten die laufenden Darlehenszinsen bezahlt werden. Das endfällige
Darlehen sollte dann mithilfe der Investmentfonds und der Ablaufleistung
der Lebensversicherung getilgt werden.
Für den Anleger sollte noch ein erklecklicher Überschuss verbleiben.
Die Praxis sah leider anders aus - Anleger zogen vor Gericht.
Ein britischer Versicherer versuchte
nun, seine Verantwortlichkeit zu verneinen. Nach dem „Kleingedruckten“ sollte
keine Verantwortung für involvierte Vertriebspartner übernommen werden. Die
Gerichte urteilten aber fast überwiegend zugunsten der Anleger. So sind
im Beratungsprotokoll und im Versicherungsantrag enthaltene Verantwortlichkeitserklärungen, wonach sich die Versicherung von der Verantwortlichkeit für
ihre Erfüllungsgehilfen freistellt und die
Erfüllung der Informations- und Beratungspflichten allein diesen zuweist,
unwirksam (vgl. OLG Karlsruhe, Urt.
v. 02.08.2011, 12 U 173/10).
Wird in einer einem Strukturvertrieb
von der Versicherung zur Verfügung
gestellten „unverbindlichen Musterberechnung“ eine Versicherungsrendite
von 8,5 Prozent p.a. zugrunde gelegt,
muss die Versicherung deutlich daraufhinweisen, wenn sie intern eine Wertentwicklung von lediglich sechs Prozent als gerechtfertigt ansieht (BGH,
Urt. v. 11.07.2012, IV ZR 164/11). Des
Weiteren muss eine Versicherung darüber informieren, wenn der Umfang
einer Reservenbildung im Rahmen des
„Smoothing“ ihrer Ermessensentscheidung unterliegt (vgl. BGH, Urt. v.
11.07.2012, IV ZR 164/11).
Ferner muss eine Versicherung darüber aufklären, wenn mit jeder Auszahlung eine Verringerung des garantierten Kapitals durch dessen Rückfluss
verbunden ist und damit die Beteiligungsbasis an künftigen Gewinnen
geschmälert wird. Hinzuweisen ist insbesondere darauf, wenn diese Verringerung besonders stark ausfällt, wenn
die Renditen in der Anfangsphase nicht
wie geplant erzielt werden, weil dann
auch in einer späteren Erhöhungsphase die am Anfang erlittenen Einbußen
kaum mehr in der (Rest-)Laufzeit aufzuholen sind (vgl. OLG München, Urt.
v. 12.05.2011, 14 U 798/10 und OLG
Celle, Urt. v. 12.01.2012, 8 U 151/11).
Stellen der Abschluss eines Versicherungsvertrages, die Kreditaufnahme
und die Fondsbeteiligung ein verbundenes Geschäft dar, und wirkt die Versicherung mit der finanzierenden Bank
und/oder dem Fonds institutionell zusammen, gilt nicht mehr das Trennungsprinzip, wonach dem einzelnen
Beteiligten nur das sein Geschäft betreffende Verhalten der im Strukturvertrieb tätigen Vermittler und Berater zugerechnet wird. Vielmehr hat dann die
Versicherung für sämtliche Angaben
zum gesamten Anlagemodell einzustehen (vgl. OLG Naumburg, Urt. v.
28.11.2012, 5 U 157/12 - nrkr.).
www.rechtsanwaelte-klumpe.deAll pages:1234567891011121314151617181920212223InfoSaveLikeShareDownloadMoreDer fondsbrief nr 190 Published on Jul 8, 2013 Fakten, Meinungen, Tendenzen zum Markt der Sachwertanlagen und Beteiligungen.researchmedienagFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore