Source: https://verbraucherschutzforum.berlin/2018-04-23/fhh-fonds-nr-36-ms-arica-gmbh-co-kg-wieder-100-000-e-verlust-186086
Timestamp: 2018-06-20 21:00:04
Document Index: 76209760

Matched Legal Cases: ['§ 277', '§ 252', '§ 10', '§ 10', '§ 9', '§ 10']

FHH Fonds Nr. 36 MS "ARICA" GmbH & Co. KG - Wieder 100.000 € Verlust - Verbraucherschutzforum.berlin
FHH Fonds Nr. 36 MS „ARICA“ GmbH & Co. KG – Wieder 100.000 € Verlust
Beim Spiel „Schiffe versenken“ hätte die Gesellschaft sicher einen der vorderen Plätze ergattert. Sie hat kein Anlagevermögen (Motorschiff) mehr, dafür einen steigenden Verlust in der Bilanz. Da haben die Fondsanleger sicherlich richtig Federn gelassen.
FHH Fonds Nr. 36 MS „ARICA“ GmbH & Co. KG
134.105,87
520.297,24
D. Durch Entnahmen entstandenes negatives Kapital
369.671,24
E. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil
3.563.071,57
4.587.145,92
4.564.895,92
Die FHH Fonds Nr. 36 MS “Arica“ GmbH & Co. KG i.L. hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRA 102 419 eingetragen.
II.a. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
II.b. Angaben aufgrund der Erstanwendung des BilRUG
Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) geänderten Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstmalig angewendet.
Durch die Folgewirkung der neuen Umsatzerlösdefinition durch das BilRUG sind auch die nachfolgenden Posten der Bilanz sowie der Gewinn-Verlustrechnung nicht mi dem Vorjahr vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 I HGB in der Fassung des BilRUG bereits im Jahr 2015 hätten sich die nachfolgenden als Vorjahresbeträge ergeben:
Die auf Posten der Bilanz angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen unter der Aufgabe des Aspektes der Fortführung der Gesellschaft (Going-Concern-Prinzip) gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Durch den Gesellschafterbeschluss vom 28. Oktober 2015 wurde die Geschäftsführung ermächtigt, dass Schiff zu verkaufen. Gemäß Gesellschafterbeschluss tritt die Gesellschaft zum 01. Januar des Folgejahres, nachdem das Schiff veräußert und an den Käufer übergeben wurde in die Liquidation.
Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen bemessen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen laufzeitkongruenten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Bewertung von in Fremdwährung zugegangenen Vorräten und kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgte am Bilanzstichtag zum Devisenkassa-mittelkurs.
Gem. § 10 Nr. 2a) des Gesellschaftsvertrages erhalten bei einem Mehrergebnis ICC ½ sowie FHH und NSC jeweils ¼ des Drittels des Mehrergebnisses. Eine entsprechende Verteilung gilt gemäß § 10 Nr. 2 b) des Gesellschaftsvertrages für ein Minderergebnis. Reicht der Gewinn der Gesellschaft zur Bedienung des Gewinnvorabs nicht aus oder wurde ein negatives Ergebnis erzielt, so wird der Betrag rechnerisch vorgetragen und in den folgenden Jahren aus einem positiven Ergebnis der Gesellschaft diesen Kommanditisten vorab zugewiesen. Die Bemessungsgrundlage für das Mehr-/Minderergebnis ist das Handelsbilanzergebnis vor Abschreibungen, steuerrechtlich zu aktivierenden Gründungskosten, Drohverlustrückstellungen und Veräußerungsgewinn gem. § 9 Nr. 2c. Der im Jahr 2016 rechnerisch zugewiesene Betrag beträgt insgesamt
€ -1.243.595,81.
Gem. § 10 Nr. 3 des Gesellschaftsvertrages erfolgt eine Gewinnzuweisung gem. Nr. 2 nur dann, wenn das nach Nr. 2 ermittelte Ergebnis sowie das in gleicher Weise ermittelte Ergebnis der Schwestergesellschaft zusammen ein Mehrergebnis ergeben. Das kumulierte Mehrergebnis ist dann entsprechend Nr. 2 a) den Kommanditisten zuzuweisen.
Der Stand des Gewinnvorabs zum 31. Dezember 2016 setzt sich wie folgt zusammen:
Mehr- Minder-ergebnisse
Minderergebnis
FHH 1/4
-1.285.841,04
-488.368,44
-310.898,95
-2.085.108,43
NSC 1/4
ICC 1/2
-2.571.682,07
-976.736,88
-621.797,91
-4.170.216,86
-5.143.364,15
-1.953.473,76
-1.243.595,81
-8.340.433,72
Der Posten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 0).
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen T€ 4.565 (Vorjahr T€ 20.397).
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 0).
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 0).
Von den Verbindlichkeiten sind T€ 4.486 mit einem Rangrücktritt vom 30. September 2015 nebst Nachträgen versehen.
Der Posten enthält Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 21 (Vorjahr T€ 39).
Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 316 (Vorjahr T€ 62).
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen T€ 197 (Vorjahr T€ 2.058).
In 2015 erfolgt die außerplanmäßige Abschreibung de Seeschiffes in Höhe von T€ 2.472 auf den Veräußerungserlös. In 2016 waren daher keine weiteren Abschreibungen zu erfassen.
Außergewöhnliche Erträge oder Aufwendung en
Durch die Verzichterklärung des stillen Beteiligten wurde ein Ertrag iHv. T€ 393 erzielt. Des Weiteren wurde durch den Verkauf des Schiffes ein Ertrag iHv. T€ 61 erwirtschaftet.
Im Jahresdurchschnitt wurden 21 Mitarbeiter bis zum Schiffsverkauf am 12. Juli 2016 beschäftigt.
Hamburg, den 13. Februar 2018
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