Source: https://www.vermieter-forum.com/threads/hebeanlage-umlage-reparatur-zusatzwartungskosten.7987/
Timestamp: 2017-07-23 10:54:29
Document Index: 282506720

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 14', '§ 16', '§ 16', '§ 16']

Diskutiere Hebeanlage Umlage Reparatur- / Zusatzwartungskosten im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo,
in unserer WEG mit 4 Wohnungen, befindet sich eine Wohnung im Keller/Souterrain. Diese ist zusammen mit dem Waschkeller an eine Hebeanlage... Antworten
in unserer WEG mit 4 Wohnungen, befindet sich eine Wohnung im Keller/Souterrain. Diese ist zusammen mit dem Waschkeller an eine Hebeanlage angeschlossen. Das Abwasser der 3 anderen Wohnungen geht direkt in den Kanal.
Leider ist's nun schon mehrfach vorgekommen, das erhebliche Mengen an Fett (2 Einkauftüten!!!) da rausgeholt werden mußten und die Pumpe kurz vorm Kollaps stand!
Es kann nahezu ausgeschlossen werden, das dies aus von den Waschmaschienen kommt. Insbesondere da die "Leidenschaft" für Fondue und Friteuse oft deutlich im Flur zu riechen ist, liegt der Verdacht nahe, das der Keller ET das Fett über den Abfluß entsorgt :stupid :motzki
Die Kosten für die zusätzlichen Wartungen/Reinigungen (und bereits einmal Reparatur/Austausch der Pumpe) wurden bisher auf alle umgelegt.
Sieht jemand eine Möglichkeit die (zusätzlichen) Kosten auf den Verursacher umzulegen, auch wenn neben der Wohnung noch die Waschmaschienen aller ET an die Pumpe angeschlossen sind?
Es kann nahezu ausgeschlossen werden, das dies aus von den Waschmaschienen kommt.
Sieht jemand eine Möglichkeit die (zusätzlichen) Kosten auf den Verursacher umzulegen, auch wenn neben der Wohnung noch die Waschmaschienen aller ET an die Pumpe angeschlossen sind?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
wie bei ungezieferbeseitigung, kanalreinigung und anderen nicht-regulären maßnahmen, die umgelegt werden dürfen, ist es völlig legitim nach dem verursacher-prinzip vorzugehen, allerdings muss man hierfür den verursacher zweifelsfrei benennen können.
ich bin mir ziemlich sicher dass ein ganz normaler installateur aber auch ein fachmann für waschmaschinen ihnen schriftlich geben kann, dass das fett nicht über die waschmaschinen ins system gelangt sein kann.
grundsätzlich wäre hier wohl auch ein entsprechendes merkblatt ganz praktisch, das man zum mietvertrag gibt (wie ich und einige andere das bezüglich "heizen und lüften" machen).
es gab hier auch schon mal den versuch ein ähnliches merkblatt aufzusetzen bezüglich "was alles nicht in die toilette bzw. den abfluss gehört", das ist aber leider wieder eingeschlafen.
ich bin da leider nicht so optimistisch, dass du diese Änderung durchsetzen kannst.
Die Gemeinschaft könnte vielleicht zu einem Mehrheitsbeschluss nach § 16 Abs. 3 WEG kommen. Der betroffene Eigentümer hätte aber auch eine berechtigte Chance, diesen Beschluss für ungültig erklären lassen.
Anders wäre es vielleicht, wenn die Hebeanlage nur die Abwässer aus der Wohnung entsorgen würde.
Aber eure Waschmaschinenabwässer hinterlassen bestimmt auch Rückstände in der Hebeanlage. Ich sehe das in unserer Waschküche immer, wieviel Flusenzeugs sich im Laufe der Zeit im Bodeneinlauf ansammelt, über den ausschließlich die Wässer aus den Maschinen laufen.
Ich habe so etwas schon selbst angezettelt. Es läuft aber sehr sehr zäh bei Gericht ab. Eine Entscheidung dazu gibt es hier noch nicht.
Tu dir lieber diesen Stress nicht an!
Die Gemeinschaft könnte vielleicht zu einem Mehrheitsbeschluss nach § 16 Abs. 3 WEG kommen. Der betroffene Eigentümer hätte aber auch eine berechtigte Chance, diesen Beschluss für ungültig erklären lassen.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Es wird primär nicht um eine Änderung der Kostenverteilung gehen, sondern um einen Schadenersatzanspruch wegen der Missachtung des § 14 Abs. 1 WEG. Ein Beschluss zur Änderung der Kostenverteilung nach § 16 Abs. 3 WEG scheidet aus. Nach dieser Vorschrift kann über die Verteilung von Kosten beschlossen werden, die im mietrechtlichen Sinn umlagefähig sind. Dies ist bei den hier in Rede stehenden Instandsetzungskosten nicht der Fall. In Betracht käme allerdings ein Beschluss nach § 16 Abs. 4 WEG. Die Kostenverteilung kann (u.a.) für Instandsetzungskosten im Einzelfall abweichend vom normalen Schlüssel mit doppelter qualifizierter Mehrheit beschlossen werden.
Nun ja, soweit es sich um Wartungsarbeiten an der Anlage handelt, könnte Absatz 3 schon noch einschlägig sein. Denn das sind doch - auch auf Mieter - umlegbare Betriebskosten.
Absatz 4 wäre es, wenn zum Beispiel die Pumpe ausgewechselt werden muss. Sprich: Instandsetzung.
Ich denke, es kommt immer auf den aktuellen Sachverhalt an für die Beurteilung.
Schon gedanklich richtig finde ich auch den Ansatz mit dem Schadenersatz. In dem Falle dürfte aber der Verwalter in seiner Abrechnung nicht gleich die Kosten dem einen Eigentümer aufbürden wollen. Denn der Verwalter wird kaum den Nachweis führen können, dass die Kosten durch persönliches Fehlverhalten des einen Eigentümers verursacht sind. Dafür sollte besser ein TOP aufgestellt werden zur Erörterung und zur Entscheidung. Soweit es sich um eine gerechtfertigte Schadenersatzforderung handeln sollte, könnte ja auch die Inanspruchnahme der privaten Haftpflichtversicherung in Frage kommen. Dies wiederum ginge wohl kaum, wenn die Kosten auf kaltem Wege in der Hausgeldabrechnung dem einen zugeteilt werden und die Versammlung das so beschließt.
Wenn es sich wirklich um eine Wohnung und nicht um eine Frittenbude handelt: Wie kommt da soviel Fett zusammen? Und vor allem: In welcher Zeit?
Die Vermutungen dürften bei Gericht nicht ausreichend sein, da zählen nur Beweise. Sachverständigengutachten zum Beispiel.
Ich würde den Nachbarn vielleicht mal auf ein Bier einladen und in Ruhe mit ihm sprechen. Es könnte sein, dass sich danach etwas ändert....
Vielleicht macht er da etwas falsch und es ist ihm gar nicht bewusst.
zunächst danke für die Hinweise und Ansätze!
Im Guten ist schon öfter versucht worden, den ET darauf hinzuweisen, jedoch ohne (langen) Erfolg. D.h. nachwievor werden zumindest bei den "regulären" 2 Wartungsterminen außerordentliche Mengen an Fett aus der Pumpe entfernt.
Um den "Druck" zu erhöhen werde ich den anderen ET vorschlagen, einen Beschluß nach "§ 16 Abs. 3 WEG" zu fassen, der die Kosten anders umlegt und/oder im Falle von "außerordentlichen" Reinigungen/Reparurten in Richtigung Schadenersatz. Ob wir damit durchkommen wird dann die Zeit zeigen, aber zumindest wird die ganze Sache damit etwas "unangenehmer" für denjenigen und vielleicht damit schon erreicht, das dieser sein Verhalten anpasst.
Thema: Hebeanlage Umlage Reparatur- / Zusatzwartungskosten
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