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Timestamp: 2019-05-19 19:26:37
Document Index: 255746149

Matched Legal Cases: ['Art. 12', 'Art. 2', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 4', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 1', '§ 7', '§ 5', '§ 4', '§ 30', '§ 2', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 7', '§ 4']

2030-93-1
zum Vorbereitungsdienst für Lehrämter im Saarland
Vom 20. April 2000
zuletzt geändert durch die Verordnung vom 30. November 2018 (Amtsbl. I S. 801).
Fundstelle: Amtsblatt 2000, S. 835
geändert durch Verordnung vom 20.12.2000 (Amtsbl. 2001 S. 97)
geändert durch Art. 12 der Verordnung vom 09.08 2007 (Amtsbl. S. 1650)
geändert durch Art. 2 der Verordnung vom 18.03.2008 (Amtsbl. S. 548)
geändert durch Verordnung vom 24.07.2009 (Amtsbl. S. 1285)
§ 2 geändert durch Verordnung vom 28.07.2010 (Amtsbl. I S. 1287)
mehrfach geändert durch Verordnung vom 25.07.2011 (Amtsbl. I S. 249)
mehrfach geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 27.01.2012 (Amtsbl. I S. 91)
mehrfach geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 11.07.2012 (Amtsbl. I S. 260)
geändert durch Verordnung vom 19.12.2012 (Amtsbl. I. 2013 S. 5)
§§ 1, 2, 4 und 5 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22.01.2013 (Amtsbl. I S. 26)
§ 2 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 16.07.2013 (Amtsbl. I S. 214)
§§ 2 und 4 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 21.01.2014 (Amtsbl. I S. 6)
§ 2 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22.07.2014 (Amtsbl. I S. 323)
§§ 2, 4, 5 und 14 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 20.01.2015 (Amtsbl. I S. 165)
§§ 1, 2, 5, 6 und 9 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 15.07.2015 (Amtsbl. I S. 479)
§ 2 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 19.01.2016 (Amtsbl. I S. 52)
§ 2 geändert durch Verordnung vom 22.06.2016 (Amtsbl. I S. 508)
§ 2 geändert durch Verordnung vom 05.12.2016 (Amtsbl. I S. 1160)
§§ 1 und 2 geändert durch Verordnung vom 11.06.2017 (Amtsbl. I S. 576)
§§ 4, 5 und 12 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 12.09.2017 (Amtsbl. I S. 754)
§§ 1, 2 und 5 geändert durch Verordnung vom 11.12.2017 (Amtsbl. I S. 2101)
§ 2 geändert durch Verordnung vom 30.11.2018 (Amtsbl. I S. 801)
Aufgrund der §§ 2 , 3 und 4 des Gesetzes über die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für Lehrämter im Saarland (GZVL) vom 29. Juni 1977 (Amtsbl. S. 650), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 23. Juni 1999 (Amtsbl. S. 1054), verordnet das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft:
Diese Verordnung regelt die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für die Lehrämter
für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9)
für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10)
an Hauptschulen und Gesamtschulen
für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen)
an beruflichen Schulen sowie
(1) Die Zulassung zum Vorbereitungsdienst erfolgt nach Maßgabe der in § 2 GZVL geregelten Ausbildungskapazitäten.
(2) Die Ausbildungsplätze im Vorbereitungsdienst für Lehrämter werden unter Berücksichtigung von Fächern, in denen ein besonderer öffentlicher Bedarf besteht, wie folgt auf die einzelnen Fächer bzw. Fachrichtungen aufgeteilt:
Vorbereitungsdienst für das Lehramt für die Primarstufe sowie für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9)
DP/Bildende Kunst
DP/Deutsch
DP/Evangelische Religion
DP/Französisch
DP/Katholische Religion
DP/Mathematik
DP/Musik
DP/Sachunterricht
DP/Sport
DP/weiteres Fach
Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Hauptschulen und Gesamtschulen
Vorbereitungsdienst für das Lehramt für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10)
Vorbereitungsdienst für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen)
Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung des kaufmännisch-wirtschaftlichen Bereichs
Fachrichtungen des technisch-gewerblichen und sozialpflegerischen Bereichs
Vorbereitungsdienst für das Lehramt für Sonderpädagogik
(3) Freibleibende Ausbildungsplätze können vorübergehend auf andere Fächer bzw. Fachrichtungen verteilt werden. Hierbei sind insbesondere Fächer mit Bewerbern/ Bewerberinnen gemäß § 3 Absatz 3 Satz 3 GZVL zu berücksichtigen.
(1) Über die Zulassung nach den Vorschriften dieser Verordnung entscheidet das Ministerium für Bildung und Kultur. Die Zulassung wird für die Fächer ausgesprochen, die im Zeugnis über die Erste Staatsprüfung ausgewiesen und Ausbildungsfächer sind. Das Ministerium für Bildung und Kultur weist den Bewerber/die Bewerberin einem Studien- bzw. Landesseminar zur Ausbildung zu.
(2) Eine Zulassung wird unwirksam, wenn der Bewerber/die Bewerberin die Zulassung angenommen hat und den Vorbereitungsdienst nicht zu dem ihm/ihr bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb einer ihm/ihr eingeräumten Nachfrist antritt.
die allgemein vorgeschriebenen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt,
den Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung erbringt sowie
die Erste Staatsprüfung für ein in § 1 genanntes Lehramt oder eine vom Ministerium für Bildung und Kultur als gleichwertig anerkannte Erste Staatsprüfung für ein Lehramt in einer für das Saarland zugelassenen Fächerverbindung oder eine gleichgestellte bzw. als gleichwertig anerkannte Hochschulabschlussprüfung bestanden hat.
Wer die Voraussetzungen des Satzes 1 mit Ausnahme der nach Buchstabe a erforderlichen Staatsangehörigkeit gemäß § 7 Absatz 1 Nummer 1 des Beamtenstatusgesetzes vom 17. Juni 2008 (BGBl. I S. 1010), das durch Artikel 15 Absatz 16 des Gesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung erfüllt, kann zum Vorbereitungsdienst zugelassen werden.
die Voraussetzungen nach Absatz 1 oder die in § 5 geforderten Unterlagen nicht oder verspätet vorliegen oder
im Saarland oder in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Vorbereitungsdienstes eine Staatsprüfung für dieses oder ein entsprechendes Lehramt endgültig nicht bestanden wurde.
Die Zulassung soll versagt werden, wenn der Bewerber/die Bewerberin zuvor im Saarland oder in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland aus dem Vorbereitungsdienst für dieses oder ein entsprechendes Lehramt entlassen wurde, es sei denn, dass die Beendigung aus wichtigem Grund auf eigenen Antrag erfolgt ist. Wichtige Gründe sind insbesondere eine längere schwere Erkrankung, die Familienzusammenführung, die Kindererziehung oder die alleinige Verantwortung für einen ärztlich anerkannten Pflegefall; ausbildungsfachliche oder -organisatorische Gründe sind keine wichtigen Gründe.
(3) Bei der Zulassung von Bewerbern/Bewerberinnen ist auf die für den Lehrauftrag erforderliche Kenntnis der deutschen Sprache besonderer Wert zu legen.
(1) Der Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst ist in der Regel jeweils spätestens vier Monate vor dem beantragten Einstellungstermin beim Ministerium für Bildung und Kultur einzureichen.
Geburtsurkunde, gegebenenfalls auch Heiratsurkunde oder Lebenspartnerschaftsurkunde, Geburtsurkunde(n) der Kinder (standesamtlich beglaubigt) oder Auszug aus dem Familienbuch,
beglaubigte Abschrift bzw. Ablichtung der Hochschulzugangsberechtigung,
beglaubigte Abschrift bzw. Ablichtung des Zeugnisses über die in § 4 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe c genannte Prüfung,
erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30a des Bundeszentralregistergesetzes ,
eine formlose persönliche Erklärung darüber, ob der Bewerber/die Bewerberin gerichtlich bestraft ist oder gegen ihn/sie ein gerichtliches Verfahren oder ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren anhängig ist,
gegebenenfalls eine Bescheinigung über den geleisteten Wehr- oder Ersatzdienst nach Artikel 12a Absatz 1 oder 2 des Grundgesetzes , über eine mindestens zweijährige Tätigkeit als Entwicklungshelferin oder Entwicklungshelfer im Sinne des Entwicklungshelfer-Gesetzes , über ein freiwilliges soziales Jahr im Sinne des Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres, ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen ökologischen Jahres oder einen Freiwilligendienst nach dem Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten oder nach dem Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst sowie über Kindererziehungszeiten,
Nachweise über evtl. Studien- oder Tätigkeitsaufenthalte im Ausland,
eine Erklärung des Bewerbers/der Bewerberin, ob er/sie bereits in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland oder bei anderen Zulassungsbehörden einen Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst gestellt, einen Vorbereitungsdienst ganz oder teilweise abgeleistet oder die Zweite Staatsprüfung abgelegt oder endgültig nicht bestanden hat,
von Bewerbern/Bewerberinnen, die einen Härteantrag stellen, gegebenenfalls Nachweise über die Tatsachen, mit denen sie das Vorliegen eines besonderen persönlichen oder sozialen Härtefalles begründen,
von Bewerbern/Bewerberinnen, die die Zuweisung an einen bestimmten Ausbildungsort begehren, gegebenenfalls Nachweise zur Begründung einer besonderen Notwendigkeit für diese Zuweisung,
(3) Nachweise nach Absatz 2, die erst nach dem in Absatz 1 genannten Termin vorgelegt werden, werden in der Regel nicht berücksichtigt. Die Zulassungsbehörde kann einen späteren Termin bestimmen.
(4) Zeugnisse sind in amtlich beglaubigter Fotokopie oder Abschrift vorzulegen. Die Zulassungsbehörde kann verlangen, dass der Bewerber/die Bewerberin das Originalzeugnis über die bestandene Erste Staatsprüfung oder die Diplomprüfung vorlegt. Bewerber/Bewerberinnen, die ohne triftigen Grund ein solches Zeugnis nicht vorlegen, werden nicht zugelassen; eine bereits ausgesprochene Zulassung ist zu widerrufen.
(1) Übersteigt bei einem Zulassungstermin die Anzahl der Bewerber/Bewerberinnen die Zahl der Ausbildungsplätze, so werden die Bewerber/Bewerberinnen nach Maßgabe der nachstehenden Vorschriften ausgewählt.
(2) Von den Ausbildungsplätzen nach § 2 entfallen vorweg
bis zu 15 vom Hundert auf Bewerber/Bewerberinnen, die eine Ausbildung für Fächer durchlaufen, in denen ein besonderer öffentlicher Bedarf besteht (Bedarfsfächer),
bis zu 10 vom Hundert auf Bewerber/Bewerberinnen, für die die Versagung der Zulassung eine außergewöhnliche, insbesondere soziale Härte bedeuten würde,
bis zu 15 vom Hundert auf Bewerber/Bewerberinnen nach der Zeit, die seit der ersten Bewerbung für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst verflossen ist (Wartezeit),
bis zu 5 vom Hundert auf die Bewerber/Bewerberinnen mit den höchsten Gesamtzulassungsnoten unabhängig von ihrer Fächerkombination.
Soweit diese Quoten nicht ausgeschöpft oder keine Bedarfsfächer festgelegt werden, werden frei bleibende Plätze nach Absatz 3 vergeben.
(3) Die nach Abzug der nach Absatz 2 vergebenen Ausbildungsplätze verbleibenden Plätze werden nach der Qualifikation (§ 7) unter Berücksichtigung der Bonusregelung (§ 8) und von Anrechnungszeiten (§ 9) vergeben.
(4) Bewerber/Bewerberinnen werden in der Reihenfolge der Notendurchschnitte solange zugelassen, bis in einem ihrer Fächer die Höchstzahl der hierfür vorhandenen Ausbildungsplätze erreicht ist. Unter Bewerbern/Bewerberinnen mit gleichem Notendurchschnitt entscheidet das Los.
(5) Bewerber/Bewerberinnen mit einer Hochschulabschlussprüfung oder einer Ersten Staatsprüfung, die keine Lehramtsprüfung ist, sollen nur zugelassen werden, wenn Bewerber/Bewerberinnen mit einer Ersten Staatsprüfung für das entsprechende Lehramt nicht zur Verfügung stehen.
(1) Bewerber/Bewerberinnen mit Erster Staatsprüfung für ein Lehramt müssen ein auf Dezimalstellen oder Punkte festgesetztes Gesamtprüfungsergebnis nachweisen. Bei Bewerbern/Bewerberinnen, deren Gesamtprüfungsergebnis nicht auf Dezimalstellen oder Punkte festgesetzt wurde, ist eine Durchschnittsnote maßgebend, die aus den in der Prüfung erzielten Endnoten zu errechnen ist.
(2) Bei Bewerbern/Bewerberinnen mit Hochschulabschlussprüfung ist der bis auf zwei Dezimalstellen zu errechnende Durchschnitt (abbrechend) der für die Gesamtleistungen in jedem Fach und für die wissenschaftliche Arbeit (Hausarbeit) erteilten Noten maßgebend, wobei die Note für die Gesamtleistungen im Hauptfach doppeltes Gewicht erhält.
(3) Bei der Auswahl der Bewerber/Bewerberinnen nach der Qualifikation ist grundsätzlich das Gesamtergebnis der Ersten Staatsprüfung zugrunde zu legen. Im Fall von Prüfungen, die gleichgestellt oder als gleichwertig anerkannt werden, setzt das Ministerium für Bildung und Kultur eine entsprechende Gesamtnote fest.
(1) Bewerber/Bewerberinnen mit einer zulässigen modernen Fremdsprache als Ausbildungsfach, die einen nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung anerkannten Auslandsaufenthalt nachweisen, erhalten einen Bonus zur Verbesserung des Gesamtnotenwertes. Der Bonus beträgt 0,6 Punkte, bei einer Kombination von zwei Fremdsprachen 0,9 Punkte.
(2) Unabhängig von ihren Fächern oder ihrer Fachrichtung erhalten alle Bewerber/Bewerberinnen, die nach der Ersten Staatsprüfung und vor Beginn des Vorbereitungsdienstes für eine Dauer von mindestens einem Monat nachweislich mit 10 Wochenstunden an einer Schule oder einem sonstigen anerkannten Lehrinstitut im Inland beschäftigt waren und sich in dieser Tätigkeit bewährt haben, einen Bonus zur Verbesserung des Notendurchschnittswertes. Dieser beträgt je vollen Monat 0,1 Punkte, höchstens jedoch 1,2 Punkte.
Bewerber/Bewerberinnen, die nach der Ersten Staatsprüfung und vor Beginn des Vorbereitungsdienstes für eine Dauer von mindestens drei Monaten nachweislich mit 12 Wochenstunden an einer Schule oder einem sonstigen anerkannten Lehrinstitut im Ausland beschäftigt waren und sich in dieser Tätigkeit bewährt haben, erhalten einen Bonus. Dieser beträgt je vollen Monat 0,05 Punkte, höchstens jedoch 0,5 Punkte. Voraussetzung ist, dass die Sprache im Land der Beschäftigung eine an saarländischen Schulen als Unterrichtsfach oder in Arbeitsgemeinschaften gelehrte Fremdsprache ist. In jedem Fall zählen hierzu die Sprachen Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch.
(3) Die in den Absätzen 1 und 2 enthaltenen Bonus-Regelungen sind kumulativ anwendbar.
(1) Bei ununterbrochener Bewerbung wird die nach § 7 maßgebende Note für jede aus Mangel an Ausbildungsplätzen erfolglose Bewerbung um 0,25 Punkte verbessert.
(2) Zeiten der Erfüllung einer Dienstpflicht nach Artikel 12a Absatz 1 oder 2 des Grundgesetzes , einer mindestens zweijährigen Tätigkeit als Entwicklungshelferin oder Entwicklungshelfer im Sinne des Entwicklungshelfer-Gesetzes , eines freiwilligen sozialen Jahres im Sinne des Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres, eines freiwilligen ökologischen Jahres im Sinne des Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen ökologischen Jahres oder eines Freiwilligendienstes nach dem Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten oder nach dem Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst gelten bis zu einer Dauer von 24 Monaten als Anrechnungszeit, soweit sie zu einer Verzögerung bei der Einstellung in den Vorbereitungsdienst geführt haben. Für die Frage der Verzögerung ist es unerheblich, ob der Bewerber/die Bewerberin bei einer früheren Bewerbung ein Einstellungsangebot erhalten hätte.
(3) Zeiten, die infolge der Betreuung von minderjährigen mit einem Bewerber/einer Bewerberin in häuslicher Gemeinschaft lebenden Kindern zu einer Verzögerung des Eintritts in den Vorbereitungsdienst geführt haben, gelten für jedes Kind bis zur Dauer von höchstens 24 Monaten als Anrechnungszeit. Gleiches gilt für geburtsbedingte Verzögerungen und Verzögerungen aufgrund der Pflege naher Angehöriger. Absatz 2 Satz 2 findet entsprechende Anwendung.
(1) Eine außergewöhnliche, insbesondere soziale Härte liegt vor, wenn die Ablehnung des Zulassungsantrages für den Bewerber/die Bewerberin mit Nachteilen verbunden wäre, die bei der Anlegung eines strengen Maßstabes über das Maß der mit der Ablehnung üblicherweise verbundenen Nachteile erheblich hinausgehen.
(2) Eine außergewöhnliche Härte kann im Einzelfall insbesondere vorliegen, wenn der Bewerber/die Bewerberin
schwerbehindert oder einem Schwerbehinderten im Sinne des Neunten Buches Sozialgesetzbuch gleichgestellt ist, oder
gegenüber einem minderjährigen Kind oder einer nicht erwerbsfähigen, von ihm/ihr allein abhängigen Person allein oder überwiegend unterhaltspflichtig ist.
(1) Ein Ausbildungsplatz, der von zugelassenen Bewerbern/Bewerberinnen nicht in Anspruch genommen wird, wird an den ranghöchsten Bewerber/die ranghöchste Bewerberin des jeweiligen Lehramtes oder des jeweiligen Faches vergeben, der/die den Vorbereitungsdienst unverzüglich antreten kann.
(2) Das Auswahlverfahren für die Besetzung freigebliebener oder freigewordener Ausbildungsplätze soll zu Beginn des jeweiligen Vorbereitungsdienstes abgeschlossen sein.
Bewerber/Bewerberinnen, die nach Durchführung eines Zulassungsverfahrens den Vorbereitungsdienst ohne wichtigen Grund (§ 4 Absatz 2 Satz 3) nicht antreten, werden in einem etwaigen Zulassungsverfahren des nächsten Einstellungstermins nicht berücksichtigt.
Bewerberinnen und Bewerber ohne Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen
(1) Beim Vorbereitungsdienst für das entsprechende Lehramt an Schulen haben die Bewerberinnen und Bewerber Vorrang, die eine Lehramtsprüfung abgelegt haben, oder, ausgenommen das Lehramt für Sonderpädagogik, nach Maßgabe der für sie geltenden Prüfungsordnung als Bewerberin oder Bewerber ohne Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen aufgrund ihres Studiums an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen auch in Bildungswissenschaften ausgebildet wurden.
(2) Die Einstellung der Bewerberinnen und Bewerber mit einem abgeschlossenem Studium an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen ohne Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen in den Vorbereitungsdienst erfolgt nach Bedarf. Innerhalb des Bedarfs ist die Eignung ausschlaggebend, bei gleichem Rang der Gesamtnote die Wartezeit; im Übrigen entscheidet das Los.
(1) Diese Rechtsverordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.
(2) Mit dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung tritt die Verordnung über Ausbildungsplätze im Vorbereitungsdienst für Lehrämter vom 30. September 1977 (Amtsbl. S. 1082), zuletzt geändert durch Verordnung vom 9. Februar 1999 (Amtsbl. S. 318), außer Kraft.