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Timestamp: 2016-10-23 20:23:39
Document Index: 295399022

Matched Legal Cases: ['Art. 20', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 74', 'Art. 100', 'Art. 46', 'Art. 93', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 20', 'BGE', 'BGE', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 20', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 3', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 67', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 87', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 68']

4A_10/2016 (08.09.2016)
4A_10/2016 � � Urteil vom 8. September 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Eva Pouget-H�nseler,
Krankentaggeldversicherung; Versicherungsfall,
Luzern, 1. Abteilung, vom 16. November 2015.
A.a.�Die C.________ GmbH schloss mit der A.________ AG (Versicherung, Beklagte, Beschwerdef�hrerin) eine Kollektiv-Kranken-Lohnausfallversicherung mit G�ltigkeit ab 1. Juli 2010. Versichert war das gesamte Personal der C.________ GmbH f�r ein Taggeld von 80 % des Verdienstes w�hrend 730 Tagen mit einer Wartefrist von 30 Tagen.
A.b.�B.________ (Versicherter, Kl�ger, Beschwerdegegner) war einzelzeichnungsberechtigter Gesch�ftsf�hrer der C.________ GmbH. Gem�ss den von ihm eingereichten Arztzeugnissen stand er seit Februar 2013 wegen eines schweren Ersch�pfungssyndroms und weiterer gesundheitlicher Beeintr�chtigungen in �rztlicher Behandlung.
A.c.�Der Versicherte war vom 4. Oktober 2013 bis zum 1. November 2013, vom 21. November 2013 bis zum 5. Dezember 2013 sowie ab dem 13. Dezember 2013 zu 100 % arbeitsunf�hig. In den kurzen Zwischenphasen betrug seine Arbeitsunf�higkeit 70 % bzw. 80 %. Die Arbeitsunf�higkeit wurde der Versicherung je am 10. Oktober 2013, 26. November 2013 und 17. Dezember 2013 gemeldet.
A.d.�Die Versicherung lehnte die Ausrichtung von Leistungen ab, weil in der Zeit vom 20./21. September 2013 bis zum 6. Dezember 2013 ein Deckungsunterbruch wegen nicht bezahlter Pr�mien bestanden und es sich bei den bescheinigten Arbeitsunf�higkeiten ab dem 21. November 2013 und dem 13. Dezember 2013 um R�ckf�lle gehandelt habe.
B.a.�Mit Klage vom 27. Oktober 2014 stellte der Versicherte dem Bezirksgericht Willisau das Begehren, die Versicherung sei zu verpflichten, ihm ab 21. November 2013 bis 2. Dezember 2013 sowie ab 13. Dezember 2013 fortdauernd das ganze Taggeld gest�tzt auf einen versicherten Verdienst von Fr. 13'000.-- bzw. von Fr. 13'600.-- inkl. zwei Kinderzulagen zu bezahlen. An der Instruktionsverhandlung vom 11. Februar 2015 bezifferte der Kl�ger seine Forderung auf Fr. 170'432.85 nebst Zins. Die Parteien verzichteten auf eine Hauptverhandlung.
Mit Urteil vom 16. April 2015 wies das Bezirksgericht Willisau die Klage ab. Das Gericht kam zun�chst zum Schluss, der C.________ GmbH sei die geh�rig begr�ndete Mahnung vom 4. September 2013 mit "A-Post Plus" zugestellt worden und die Leistungspflicht der Versicherung habe ab dem 20. September 2013 geruht. Das Bezirksgericht verneinte sodann die Leistungspflicht der Versicherung in der Erw�gung, die Versicherung sei f�r Versicherungsf�lle, die sich w�hrend der Verzugsdauer ereigneten, nicht leistungspflichtig; die Arbeitsunf�higkeit des Versicherten sei w�hrend des Ruhens der Versicherung am 4. Oktober 2013 eingetreten und der Arbeitsunf�higkeit des Versicherten ab 21. November 2013 und 13. Dezember 2013 liege dieselbe Krankheit zugrunde.
B.b.�Das Kantonsgericht des Kantons Luzern hiess mit Entscheid vom 16. November 2015 die vom Versicherten erhobene Berufung gut, hob das Urteil des Bezirksgerichts Willisau vom 16. April 2015 auf und wies die Sache im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ck. Das Kantonsgericht best�tigte zun�chst die G�ltigkeit und g�ltige Zustellung der Mahnung vom 4. September 2013 mit der Folge, dass die gesetzlichen Verzugsfolgen ausgel�st wurden. Entgegen der ersten Instanz kam es jedoch zum Schluss, der Versicherungsfall sei nicht erst im Zeitpunkt der ausgewiesenen Arbeitsunf�higkeit - w�hrend der Verzugsdauer - eingetreten, sondern es sei zwischen dem Prim�rereignis der Erkrankung und dem Sekund�rereignis des Eintritts der Arbeitsunf�higkeit zu unterscheiden mit der Folge, dass der Versicherungsfall im Zeitpunkt der Erkrankung eintrete. Das Kantonsgericht wies die Sache zur�ck zur Pr�fung, ob sich das Prim�rereignis der Erkrankung schon vor dem 20./21. September 2013 und damit vor Beginn des Deckungsunterbruchs verwirklicht habe, sowie ob gegebenenfalls die Arbeitsunf�higkeit tats�chlich bestanden habe.
Die Versicherung erhebt Beschwerde in Zivilsachen mit dem Antrag, Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheides des Kantonsgerichts Luzern vom 16. November 2015 sei aufzuheben, das Urteil des Bezirksgerichts Willisau vom 16. April 2015 sei zu best�tigen und die Klage vom 27. Oktober 2014 sei abzuweisen. Zudem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 20 VVG sowie des Vertrauensgrundsatzes und eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung.
Der Beschwerdegegner beantragt in der Antwort die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Er beantragt die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Vorinstanz hat sich mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde soweit Eintreten vernehmen lassen.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 24. Februar 2016 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
1.1.�Die Beschwerde betrifft eine Streitigkeit �ber eine Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung und damit eine Zivilsache (Art. 72 BGG, vgl. BGE 138 III 2 E. 1.1 S. 3). Sie richtet sich gegen den Entscheid eines oberen kantonalen Gerichts, das als Rechtsmittelinstanz entschieden hat (Art. 75 BGG) und die Beschwerdef�hrerin ist mit ihren Antr�gen unterlegen (Art. 76 Abs. 1 BGG). Der Streitwert ist erreicht (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG).
1.2.�In Ziffer 1 des angefochtenen Entscheides weist das Kantonsgericht die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an die erste Instanz zur�ck. Beim angefochtenen Entscheid handelt sich um einen Zwischenentscheid, der weder den Ausstand noch die Zust�ndigkeit betrifft und daher nach Art. 93 Abs. 1 BGG nur unmittelbar mit Beschwerde angefochten werden kann, wenn er entweder einen nicht wieder gut zu machenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (lit. b). Diese letzte Voraussetzung ist erf�llt. Denn die Gutheissung der Beschwerde w�rde zur Abweisung der Klage und damit zu einem Endentscheid f�hren. Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet in ihrer Rechtsschrift �berdies plausibel, dass das Beweisverfahren mit medizinischen Gutachten den �blichen Beweisaufwand deutlich �bersteigen w�rde. Die Beschwerde ist grunds�tzlich zul�ssig.
1.3.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu geh�ren sowohl die Feststellungen �ber den streitgegenst�ndlichen Lebenssachverhalt als auch jene �ber den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen �ber den Prozesssachverhalt (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117; 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein k�nnen (Art. 97 Abs. 1 BGG).
F�r eine Kritik am festgestellten Sachverhalt gilt das strenge R�geprinzip von Art. 106 Abs. 2 BGG (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen). Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18 mit Hinweisen). Wenn sie den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit pr�zisen Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Gen�gt die Kritik diesen Anforderungen nicht, k�nnen Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der vom angefochtenen Entscheid abweicht, nicht ber�cksichtigt werden (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18). Dieselben Anforderungen gelten auch f�r entsprechende R�gen in der Antwort.
1.3.2.�Der Beschwerdegegner r�gt die Feststellung der Vorinstanz als willk�rlich, wonach seiner - inzwischen am 22. Januar 2014 in Konkurs gefallenen - Arbeitgeberin die Mahnung vom 4. September 2013 geh�rig zugestellt worden sei. Er erneuert zudem seine Vermutung, dass die ins Recht gelegte Mahnung nachtr�glich erstellt worden sei. Soweit diese R�ge die formellen Anforderungen erf�llt, ist sie zul�ssig, denn der - durch den vorinstanzlichen Entscheid an sich nicht belastete - Beschwerdegegner kann in der Antwort zur Best�tigung des angefochtenen Entscheides s�mtliche zul�ssigen R�gen gegen dessen Begr�ndung vorbringen; es ist daher zu pr�fen, ob die Mahnung rechtswirksam erfolgt ist.
Wird die Pr�mie zur Verfallzeit oder w�hrend der im Vertrag einger�umten Nachfrist nicht entrichtet, so ist der Schuldner unter Androhung der S�umnisfolgen auf seine Kosten schriftlich aufzufordern, binnen 14 Tagen, von der Absendung der Mahnung an gerechnet, Zahlung zu leisten (Art. 20 Abs. 1 VVG). Bleibt die Mahnung ohne Erfolg, so ruht die Leistungspflicht des Versicherers vom Ablauf der Mahnfrist an (Art. 20 Abs. 3 VVG).
2.1.�Diese Regelung des Zahlungsverzugs weicht von derjenigen des OR erheblich ab. Sie statuiert einschneidende Folgen f�r die versicherte Person. In Anbetracht der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen hat die Mahnung nach Art. 20 Abs. 1 VVG strengen Anforderungen hinsichtlich Form und Inhalt zu gen�gen, um die Interessen des Schuldners in geeigneter Weise zu wahren (BGE 138 III 2 E. 4.2 S. 6 f.; 128 III 186 E. 2d S. 189). Die schriftliche Mahnung muss u.a. die Zahlungsfrist von 14 Tagen nennen. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdegegner im kantonalen Berufungsverfahren nicht bestritten, dass das Mahnschreiben vom 4. September 2013 die inhaltlichen Anforderungen erf�llt (angefochtener Entscheid S. 7 E. 5.5). Der Beschwerdegegner bestreitet jedoch, dass diese Mahnung seiner damaligen Arbeitgeberin zugestellt worden sei.
2.2.�Eine im materiellen Bundesrecht bestimmte Frist beginnt zu laufen, wenn die fristausl�sende Willenserkl�rung in den Machtbereich des Empf�ngers gelangt. Dabei gen�gt, dass sie der Adressat tats�chlich zur Kenntnis nehmen konnte; auf die tats�chliche Kenntnisnahme durch den Adressaten kommt es nicht an (vgl. BGE 140 III 244 E. 5.1 S. 247 f., sog. absolute Empfangstheorie). Die Mahnung gem�ss Art. 20 VVG gilt nach diesen allgemeinen Grunds�tzen als zugestellt, wenn sie in den Machtbereich der Arbeitgeberin des Beschwerdegegners gelangte und zur Kenntnis genommen werden konnte.
2.2.1.�"A-Post Plus"-Sendungen entsprechen grunds�tzlich A-Post-Sendungen. Im Unterschied zu diesen sind sie jedoch mit einer Nummer versehen, welche die elektronische Sendungsverfolgung im Internet ("Track & Trace") erm�glicht; daraus ist u.a. ersichtlich, wann dem Empf�nger die Sendung durch die Post zugestellt wurde. Direkt bewiesen wird mit einem "Track & Trace"-Auszug zwar nicht, dass die Sendung tats�chlich in den Empfangsbereich des Empf�ngers gelangt ist, sondern bloss, dass durch die Post ein entsprechender Eintrag in ihrem Erfassungssystem gemacht wurde. Aus diesem Eintrag l�sst sich aber immerhin im Sinne eines Indizes darauf schliessen, dass die Sendung in den Briefkasten oder in das Postfach des Adressaten gelegt wurde (Urteil 5A_547/2015 vom 4. Juli 2016 E. 2.2 mit Hinweisen, zur Publikation vorgesehen).
Eine der Post zuhanden des Empf�ngers �bergebene Sendung gilt nach konstanter Praxis als zugestellt, wenn sie in den Briefkasten des Adressaten gelegt wird und die �bliche Frist f�r dessen Leerung verstrichen ist (BGE 118 II 42 E. 3b S. 44). Dass die Sendung in den Briefkasten des Empf�ngers gelangte, hat der Absender zu beweisen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, die sich auch auf die Zustellungsart A-Post Plus bezieht, liegt ein Fehler bei der Postzustellung nicht ausserhalb jeder Wahrscheinlichkeit. Eine fehlerhafte Postzustellung ist allerdings nicht zu vermuten, sondern nur anzunehmen, wenn sie aufgrund der Umst�nde plausibel erscheint. Auf die Darstellung des Adressaten, dass eine fehlerhafte Postzustellung vorliegt, ist daher abzustellen, wenn seine Darlegung der Umst�nde nachvollziehbar ist und einer gewissen Wahrscheinlichkeit entspricht, wobei sein guter Glaube zu vermuten ist (Urteil 5A_547/2015 vom 4. Juli 2016 E. 2.4.1 mit Hinweisen, zur Publikation vorgesehen). Rein hypothetische �berlegungen des Empf�ngers gen�gen dabei nicht (Urteil 2C_165/2015 vom 21. Februar 2015 E. 2.3).
2.2.2.�Nach den Feststellungen der Vorinstanz gab die Beschwerdef�hrerin das Mahnschreiben vom 4. September 2013 in der Form einer "A-Post Plus"-Sendung bei der Post auf, die am 7. September 2013, 10.52 Uhr, in den Briefkasten der Arbeitgeberin des Beschwerdegegners gelegt wurde. Der Beschwerdegegner stellte nach den Feststellungen der Vorinstanz bloss hypothetische Vermutungen �ber Fehler in der Postzustellung an. Er brachte erst im Berufungsverfahren und damit prozessual versp�tet vor, dass die damalige Arbeitgeberin einen gemeinsamen Briefkasten mit einer anderen Firma teilte. Die Vorinstanz hat diesen Einwand als unbeachtlich angesehen, aber eventualiter beigef�gt, dass damit keine Zweifel daran begr�ndbar w�ren, dass die Sendung in den Machtbereich der damaligen Arbeitgeberin des Beschwerdegegners gelangte und es an dieser lag, mit geeigneten Vorkehren daf�r zu sorgen, dass sie von der Mahnung Kenntnis nehmen konnte.
2.2.3.�Die Vorinstanz hat ohne Verletzung von Bundesrecht geschlossen, dass der Arbeitgeberin des Beschwerdegegners die Mahnung vom 4. September 2013 am 7. September 2013 zugestellt worden ist. Der Beschwerdegegner behauptet nicht, dass er im kantonalen Verfahren Umst�nde dargelegt h�tte, welche mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einen Fehler in der Postzustellung indizieren w�rden. Der Begr�ndung seiner Antwort ist nicht zu entnehmen, inwiefern es "eine unm�gliche, unzutreffende, mithin willk�rliche Annahme" sein sollte, dass ihm der Gegenbeweis nicht gelungen ist. Soweit der Beschwerdegegner im �brigen seine im erstinstanzlichen Verfahren ge�usserte Vermutung wieder aufgreift, die Beschwerdef�hrerin habe das Mahnschreiben vom 4. September 2013 nachtr�glich erstellt, gen�gt er den Begr�ndungsanforderungen nicht.
2.3.�Der Verzug hat nach Art. 20 Abs. 3 VVG zur Folge, dass die Leistungspflicht des Versicherers vom Ablauf der Mahnfrist an ruht. Es besteht mithin keine Leistungspflicht f�r versicherte Ereignisse, die w�hrend der Zeitdauer des Verzugs eintreten (vgl. etwa Urteile 5C.284/2001 vom 20. Dezember 2001 E. 2b; 5C.71/1990 vom 21. Dezember 1990 E. 3d; JOSEF HOFSTETTER, Der Pr�mienzahlungsverzug nach schweizerischem Versicherungsvertragsrecht, 1935, S. 100; ANDREA KIEFER, Pr�mienzahlungsverzug nach VVG, 2000, S. 94, 113; WILLY KOENIG, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3. Aufl. 1967, S. 121; HANS ROELLI/MAX KELLER, Kommentar zum Schweizerischen Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag, Bd. I, 1968, S. 357). Da die Versicherung vorliegend ab 21. September 2013 bis zum 6. Dezember 2013 suspendiert war, besteht f�r versicherte Ereignisse, die w�hrend dieser Zeitdauer eingetreten sind, keine Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin. Davon gehen s�mtliche Beteiligten aus; umstritten ist dagegen, ob der Versicherungsfall f�r die vom Beschwerdegegner beanspruchten Taggelder w�hrend der Zeitdauer des Verzugs eingetreten ist.
Nach Ansicht der Vorinstanz ist der Versicherungsfall bereits mit der gesundheitlichen Beeintr�chtigung des Versicherten (Ersch�pfungs- oder Burn-out-Syndrom) eingetreten, nicht erst mit der Arbeitsunf�higkeit w�hrend des Deckungsunterbruchs. Die Beschwerdef�hrerin r�gt diese Ansicht als bundesrechtswidrig; der Versicherungsfall trete erst mit der Arbeitsunf�higkeit ein. Da sie als Versicherung nicht f�r Versicherungsf�lle leistungspflichtig werde, die sich w�hrend der Verzugsdauer ereignen w�rden, sei die Klage abzuweisen.
3.1.�Die Vorinstanz hat zun�chst "die Regeln des VVG" so ausgelegt, dass der Versicherungsfall nicht von vornherein mit der Arbeitsunf�higkeit gleichzusetzen sei. Vielmehr sei mit den Autoren SCHAER und FUHRER zwischen dem Prim�rereignis der Erkrankung und dem Sekund�rereignis des Eintritts der Arbeitsunf�higkeit zu unterscheiden. Danach sei der Versicherungsfall mit der Verwirklichung des Prim�rereignisses (Krankheit) eingetreten. Diesen Standpunkt hat die Vorinstanz durch die Allgemeinen Vertragsbedingungen f�r Kranken-Lohnausfallversicherung, Ausgabe 2007, der Beschwerdef�hrerin (AVB) best�tigt gesehen. Sie kam zum Schluss, gewisse Formulierungen w�rden f�r den Standpunkt des Versicherten sprechen, andere wiederum f�r denjenigen der Versicherung. Da das "versicherte Ereignis" im Vertrag nicht genau bestimmt sei, sei dieser Begriff aufgrund der Unklarheitsregel zugunsten des Beschwerdegegners auszulegen. Die Vorinstanz wies die Sache an das erstinstanzliche Gericht zur�ck zur Abkl�rung, ob das Prim�rereignis vor dem Deckungsunterbruch eingetreten ist und - falls dies zu bejahen w�re - ob der Beschwerdegegner arbeitsunf�hig gewesen ist.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin h�lt daran fest, dass der Tatbestand, der grunds�tzlich die Leistungspflicht des Versicherers entstehen l�sst, bei der Krankentaggeldversicherung entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht der Beginn der Krankheit, sondern der (krankheitsbedingte) Eintritt der Arbeitsunf�higkeit des Versicherten ist. Dies gehe auch aus dem Urteil des Bundesgerichts 4A_491/2014 vom 30. M�rz 2015 hervor: Das Bundesgericht habe ausgef�hrt, eine verbotene R�ckw�rtsversicherung nach Art. 9 VVG liege vor, wenn eine Krankheit vor Vertragsschluss zu einer Arbeitsunf�higkeit gef�hrt habe. Nach der Definition von Art. 9 VVG liege eine R�ckw�rtsversicherung u.a. dann vor, wenn bei Vertragsschluss das bef�rchtete Ereignis bereits eingetreten sei. Das Bundesgericht habe mithin das bef�rchtete Ereignis - was gleichbedeutend sei mit dem Versicherungsfall - mit der Arbeitsunf�higkeit gleichgesetzt. Die Beschwerdef�hrerin macht weiter auf die praktischen Schwierigkeiten aufmerksam, wenn f�r die vertraglichen Obliegenheiten im Anschluss an den Eintritt des Versicherungsfalles jede Krankheit gelten w�rde, die m�glicherweise zu einer Arbeitsunf�higkeit f�hren k�nnte. Schliesslich erachtet die Beschwerdef�hrerin die von den Autoren SCHAER und FUHRER vertretene Unterscheidung in Prim�r- und Folgeereignis im Rahmen der Krankentaggeldversicherung als nicht opportun.
3.3.�AGB-Klauseln sind, wenn sie in Vertr�ge �bernommen werden, grunds�tzlich nach denselben Prinzipien auszulegen wie andere vertragliche Bestimmungen (BGE 135 III 1 E. 2 S. 6 mit Verweisen). Entscheidend ist demnach in erster Linie der �bereinstimmende wirkliche Wille der Vertragsparteien und in zweiter Linie, falls ein solcher - wie hier - nicht festgestellt werden kann, die Auslegung der Erkl�rungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips (BGE 140 III 391 E. 2.3 S. 398; 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666 mit Hinweisen). Dabei ist vom Wortlaut der Erkl�rungen auszugehen, welche jedoch nicht isoliert, sondern aus ihrem konkreten Sinngef�ge heraus zu beurteilen sind (BGE 140 III 391 E. 2.3 S. 398; 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666; 123 III 165 E. 3a S. 168). Demnach ist der vom Erkl�renden verfolgte Regelungszweck massgebend, wie ihn der Erkl�rungsempf�nger in guten Treuen verstehen durfte und musste (BGE 140 III 391 E. 2.3 S. 398; 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666; 132 III 24 E. 4 S. 28). Das Bundesgericht �berpr�ft diese objektivierte Auslegung von Willenserkl�rungen als Rechtsfrage, wobei es an Feststellungen des kantonalen Richters �ber die �usseren Umst�nde sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten grunds�tzlich gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666 f. mit Hinweisen).
3.4.�Die Vorinstanz hat einerseits auf die "Regeln des VVG" und andererseits auf die ihrer Ansicht nach unklaren AGB der Beschwerdef�hrerin abgestellt. Zu Recht kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die AGB sowohl Bestimmungen enthalten, die f�r den Eintritt des Versicherungsfalls mit der Krankheit sprechen, als auch solche, die auf die Arbeitsunf�higkeit als entscheidenden Zeitpunkt hindeuten. Das versicherte Ereignis ist in den AGB selbst nicht ausdr�cklich definiert. Die Versicherungspolice und die AGB tragen den Titel "Kranken-Lohnausfallversicherung". Daraus darf in guten Treuen geschlossen werden, dass die darin vorgesehenen Taggeldzahlungen das laufende Einkommen des Versicherten, das dieser zufolge seiner (krankheitsbedingten) Arbeitsunf�higkeit nicht mehr erzielen kann, ersetzen sollen (vgl. auch BGE 139 III 418 E. 3.2 S. 421; Urteil 8C_765/2015 vom 4. M�rz 2016 E. 4.2, zur Publikation vorgesehen). Dies gilt unabh�ngig davon, ob eine Schaden- oder eine Summenversicherung vorliegt; auch die Taggelder, die aus einer Summenversicherung ausbezahlt werden, bezwecken letztlich die Kompensation eines durch Arbeitsunf�higkeit bedingten Erwerbsausfalls, dessen Nachweis aber nicht Voraussetzung f�r die Auszahlung ist (Urteil 4A_521/2015 vom 7. Januar 2016 E. 2.5). Dies legt nahe, dass als Zweck der Versicherung die Abdeckung des Risikos verstanden werden musste, das regelm�ssige Einkommen zu verlieren, und dass der Versicherungsfall folglich mit der (krankheitsbedingten) Arbeitsunf�higkeit eintritt. Mit dem Zweck der Taggeldversicherung und dem Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls bei dieser Versicherung haben sich Bundesgericht und Lehre bereits ausf�hrlich befasst (vgl. nachfolgend E. 3.6 und 3.7); aus dem VVG l�sst sich f�r diese Frage indessen nichts ableiten (sogleich E. 3.5).
3.5.�Das VVG enth�lt zwar mehrfach den Begriff "bef�rchtetes Ereignis" (Art. 8, 9, 10, 14, 15, 17, 29, 32, 38, 39, 48, 61, 62, 64, 66, 71, 96 VVG); das bef�rchtete Ereignis (auch Versicherungsfall genannt: BGE 129 III 510 E. 3.2 S. 512 f.) wird aber im Gesetz nicht definiert (so schon STEPHAN FUHRER, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 2011 [nachfolgend: Privatversicherungsrecht], N. 11.2; ALFRED MAURER, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3. Aufl. 1995, S. 167 f., 327; ROLAND SCHAER, Modernes Versicherungsrecht, 2007 [nachfolgend: Versicherungsrecht], � 17 N. 5, 50; vgl. auch VINCENT BRULHART, Le cas d'assurance, in: Totalrevision VVG: Ein Wurf f�r die n�chsten 100 Jahre?, 2006 [nachfolgend: Le cas d'assurance], S. 85). Insbesondere ist Art. 20 Abs. 3 VVG keine Umschreibung des Versicherungsfalles zu entnehmen; diese Norm bestimmt, dass "die Leistungspflicht des Versicherers" ruht mit der Folge, dass ein w�hrend dieser Zeit eintretender Versicherungsfall durch die Versicherung nicht gedeckt ist. Die Norm regelt die Rechtsfolge des Deckungsunterbruchs, nicht die Voraussetzungen des Eintritts des Versicherungsfalls. Vorliegend ist denn auch nicht umstritten, dass die Beschwerdef�hrerin keine Leistungen erbringen muss f�r Versicherungsf�lle, die w�hrend des Ruhens der Versicherung nach Art. 20 Abs. 3 VVG eingetreten sind. Ob der Versicherungsfall bei der kollektiven Kranken-Lohnausfallversicherung eintritt mit der Krankheit, die schliesslich zur Arbeitsunf�higkeit im versicherten Ausmass f�hrt, oder mit der - krankheitsbedingten - Arbeitsunf�higkeit, ist dem VVG jedoch nicht zu entnehmen.
3.6.�Das Bundesgericht definiert den Versicherungsfall als Verwirklichung der Gefahr, gegen welche die Versicherung abgeschlossen worden ist (BGE 129 III 510 E. 3.2 S. 512 f.). Bei Krankentaggeldversicherungen wurde in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bislang �berwiegend die Arbeitsunf�higkeit als Versicherungsfall betrachtet. So erwog das Bundesgericht in BGE 129 III 510 E. 3.2 S. 513 zu einer Lebensversicherung, die auch Leistungen im Falle der Erwerbsunf�higkeit vorsah, bef�rchtetes Ereignis sei die geltend gemachte Erwerbsunf�higkeit (in diesem Fall ging es allerdings nicht um eine Krankheit, sondern um einen Unfall). Im Urteil 4A_140/2007 vom 3. August 2007 E. 6.2 hielt das Bundesgericht fest, die Frage der Schadenminderungsobliegenheit stelle sich nicht, weil der Versicherungsfall ("cas d'assurance") nicht eingetreten sei, habe doch keine Arbeitsunf�higkeit bestanden. Auch im Urteil 4A_53/2007 vom 26. September 2007 E. 5.2 in einem Fall zu einer kollektiven Krankentaggeldversicherung f�hrte das Bundesgericht aus, das bef�rchtete Ereignis ("sinistro") sei die Arbeitsunf�higkeit (so auch Urteil 4A_150/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 7.5 [obiter dictum]). Gem�ss dem Urteil 4A_84/2009 vom 16. Juni 2009 E. 2.2.1 ist das bef�rchtete Ereignis bei der Taggeldversicherung nicht die Gesundheitssch�digung als solche, die zur Arbeitsunf�higkeit gef�hrt hat, sondern die Arbeitsunf�higkeit selbst. In den Urteilen 4A_246/2015 vom 17. August 2015 E. 2.2 und 4A_445/2010 vom 1. Dezember 2010 E. 2.3 zur Krankentaggeldversicherung hat das Bundesgericht festgehalten, der Eintritt des Versicherungsfalls sei vom Anspruchsberechtigten zu beweisen; im Rahmen der Subsumption f�hrte es aus, die versicherte Person m�sse mithin ihre Arbeitsunf�higkeit beweisen. Auch in diesen Urteilen ging das Bundesgericht mithin davon aus, der Versicherungsfall trete mit der Arbeitsunf�higkeit ein. Noch deutlicher ergibt sich dies aus BGE 141 III 241 E. 3.1 S. 242, wonach bei der Ausgestaltung der Krankentaggeldversicherung als Schadensversicherung der Eintritt des Versicherungsfalls einen Erwerbsausfall voraussetze.
Demgegen�ber f�hrte das Bundesgericht in BGE 117 II 591 E. 3 S. 595 zu einer Unfallversicherung mit Todesfallkapital aus, das bef�rchtete Ereignis in der Unfallversicherung sei der Unfall. In BGE 127 III 21 E. 2b/bb S. 25 zum Verbot der R�ckw�rtsversicherung gem�ss Art. 9 VVG qualifizierte das Bundesgericht die Krankheit als das bef�rchtete Ereignis; eingeklagt waren Leistungen aus Zusatzversicherungen f�r erweiterte besondere Pflegeleistungen, Aufenthalte in der Privatabteilung eines Spitals oder einer Klinik sowie f�r Naturheilmethoden. Dieser Entscheid wurde in der Literatur teilweise kritisiert (vgl. HEINZ HAUSHEER/MANUEL JAUN, Die privatrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahre 2001, ZBJV 139/2003 S. 63 ff.; URS CH. NEF/CLEMENS VON ZEDTWITZ, in: Basler Kommentar, Nachf�hrungsband Versicherungsvertragsgesetz, 2012, ad N. 14/15 zu Art. 9 VVG; ROLAND SCHAER, "Das alte Leiden" und die "leidige" R�ckw�rtsversicherung, HAVE 2002 S. 295; HANS PETER WALTER, R�ckw�rtsversicherung und Unm�glichkeit des Versicherungsfalles, in: Totalrevision VVG: Ein Wurf f�r die n�chsten 100 Jahre?, 2006, S. 62; vgl. auch HANS-RUDOLF M�LLER, Grundlagen der Krankentaggeldversicherung nach VVG, in: Krankentaggeldversicherung: Arbeits- und versicherungsrechtliche Aspekte, 2007, S. 33). Das Bundesgericht relativierte diese Rechtsprechung denn auch wieder: In BGE 136 III 334 E. 3 S. 340 erwog es zu einer Lebensversicherung, die f�r den Fall einer krankheits- oder unfallbedingten Arbeitsunf�higkeit eine Befreiung von der Bezahlung der Pr�mien und eine j�hrliche Rente vorsah, das versicherte Risiko bzw. das bef�rchtete Ereignis ("le risque assur� [le sinistre]") sei die Arbeitsunf�higkeit. Da die Krankheit bis zum Vertragsschluss nie zu einer krankheitsbedingten Erwerbsunf�higkeit gef�hrt habe, die Krankheit bei Vertragsschluss weder diagnostiziert noch dem Versicherten bekannt und die Entwicklung hin zu einer Erwerbsunf�higkeit ungewiss gewesen sei, liege mithin keine verbotene R�ckw�rtsversicherung i.S.v. Art. 9 VVG vor. Dieses Verst�ndnis best�tigte das Bundesgericht im Urteil 4A_491/2014 vom 30. M�rz 2015 E. 2, wo eine Kollektiv-Lohnausfallversicherung zu beurteilen war ("Arbeitsunf�higkeit beziehungsweise (...) Eintritt des Versicherungsfalles").
Zusammenfassend versteht das Bundesgericht als Versicherungsfall in der Krankentaggeldversicherung als Versicherungstypus somit die (krankheitsbedingte) Arbeitsunf�higkeit.
3.7.�Die Vorinstanz hat sich in ihrem Entscheid auf die Lehrmeinungen FUHRER und SCHAER berufen.
3.7.1.� FUHRER teilt die versicherten Gefahren auf in einfache Gefahren und Stufengefahren; bei letzteren sei zwischen Prim�rgefahr und Folgegefahr zu unterscheiden (FUHRER, Privatversicherungsrecht, a.a.O., N. 2.8). Zum Eintritt des versicherten Ereignisses brauche es hier ein Prim�r- und ein Folgeereignis, wobei erst mit dem Folgeereignis das versicherte Ereignis als eingetreten gelte. Bei Krankentaggeldversicherungen sei die Bezahlung eines Taggeldes bei krankheitsbedingter Arbeitsunf�higkeit versichert, mithin eine Stufengefahr (STEPHAN FUHRER, Kollektive Krankentaggeldversicherung - aktuelle Fragen, in: Jahrbuch SGHVR 2014 [nachfolgend: Jahrbuch], N. 2;�
derselbe, Privatversicherungsrechtliche Entscheide des Bundesgerichts, HAVE 2015 S. 174). Prim�rgefahr sei die Erkrankung und Folgegefahr die Arbeitsunf�higkeit. F�r die Zuordnung des Versicherungsfalles zu einer Police ist nach FUHRER jedoch das Prim�rereignis massgebend (FUHRER, Privatversicherungsrecht, a.a.O., N. 2.8;�
derselbe, Jahrbuch, N. 2). Erl�sche der Vertrag zwischen dem Prim�r- und dem Folgeereignis, so bleibe der Versicherer leistungspflichtig, da sich dieser andernfalls nach dem Eintritt des Prim�rereignisses aus seiner Leistungspflicht "herausk�ndigen" k�nnte.
Dieses Problem wird mit dem Abstellen auf das Prim�rereignis f�r die Zuordnung des Versicherungsfalles zu einer Police nach eigener Ansicht des Autors allerdings nicht gel�st. Denn FUHRER bezeichnet AGB-Klauseln, wonach Leistungen nur erbracht werden, wenn auch die Arbeitsunf�higkeit w�hrend der Vertragsdauer eintritt, als nicht ungew�hnlich (FUHRER, Jahrbuch, N. 44; vgl. auch BGE 127 III 106 E. 3b und 3c S. 109 f.). Auch ein Abstellen auf das Prim�rereignis "Krankheit" w�rde somit nicht verhindern, dass die erste Versicherung - zwar nicht wegen K�ndigung, sondern wegen der entsprechenden AGB-Klausel - keine Leistungen schuldet und gleichzeitig die zweite Versicherung nur Leistungen erbringt, wenn sie vorbestehende Krankheiten mitversichert, was bei Abstellen auf die Krankheit als versichertes Ereignis regelm�ssig gegen das R�ckw�rtsversicherungsverbot nach Art. 9 VVG verstossen d�rfte.
Ein bewusstes "Herausk�ndigen" d�rfte bei Abstellen auf die Arbeitsunf�higkeit als versichertes Ereignis in der Praxis bereits deshalb selten m�glich sein, weil diesfalls vor Eintreten der Arbeitsunf�higkeit keine Anzeigepflicht f�r eine allenfalls bereits eingetretene Krankheit besteht. Zudem stellt eine nach erster Behandlung der Krankheit, aber vor Eintritt der Arbeitsunf�higkeit geschlossene neue Versicherung keinen Verstoss gegen das Verbot der R�ckw�rtsversicherung nach Art. 9 VVG dar, ist doch das bef�rchtete Ereignis noch nicht eingetreten. Ein Missbrauchspotenzial entsteht dadurch kaum: Bereits heute sind AGB-Klauseln weit verbreitet, wonach bereits bestehende Krankheiten, die noch zu keiner Arbeitsunf�higkeit gef�hrt haben, mitversichert sind (vgl. FUHRER, Jahrbuch, a.a.O., N. 44). Zudem steht es den Versicherungen bei Einzelversicherungen frei, sich vor Abschluss des Versicherungsvertrags nach bereits bestehenden Krankheiten zu erkundigen. Bei kollektiven Krankentaggeldversicherungen �ber Arbeitgeber ist kaum realistisch, dass eine Person nur deshalb eine neue Arbeitsstelle antritt (was sie ohnehin nicht einseitig bestimmen kann), um im Falle einer Arbeitsunf�higkeit in den Genuss von Versicherungsleistungen der (neuen) Taggeldversicherung zu kommen. Bei �bertritt von einer kollektiven Taggeldversicherung in die Einzelversicherung zwischen Behandeln der Krankheit und Eintritt der Arbeitsunf�higkeit d�rfte ebensowenig ein Missbrauch vorliegen, w�re doch die Versicherung diesfalls auch leistungspflichtig, wenn die Krankheit als Versicherungsfall qualifiziert w�rde (vgl. BGE 127 III 106 E. 3c S. 110).
3.7.2.�Auch SCHAER geht bei bestimmten Versicherungen von prim�ren und sekund�ren Leistungsvoraussetzungen aus (SCHAER, Versicherungsrecht, a.a.O., � 17 N. 60). Seiner Ansicht nach besteht die prim�re Leistungsvoraussetzung dabei in der Verwirklichung des bef�rchteten Ereignisses; damit sei der Versicherungsfall eingetreten (SCHAER, Versicherungsrecht, a.a.O., � 17 N. 61). Als Beispiel nennt er etwa die Unfalltaggeldversicherung, wo das Unfallereignis selbst den Versicherungsfall darstelle (SCHAER, Versicherungsrecht, a.a.O., � 17 N. 60). SCHAER begr�ndet seine Ansicht mit der Schadenminderungsobliegenheit, welche an den Versicherungsfall ankn�pfe und gar nicht zum Zuge kommen k�nnte, wenn der Versicherungsfall erst mit Verwirklichung der sekund�ren Leistungsvoraussetzungen eintreten w�rde (SCHAER, Versicherungsrecht, a.a.O., � 17 N. 59).
Der Anspruchsberechtigte ist nach Art. 61 Abs. 1 VVG verpflichtet, nach Eintritt des bef�rchteten Ereignisses (Versicherungsfall) tunlichst f�r Minderung des Schadens zu sorgen. Er muss, wenn nicht Gefahr im Verzuge liegt, �ber die zu ergreifenden Massregeln die Weisung des Versicherers einholen und befolgen. Die Obliegenheit zur Minderung des Schadens hat die versicherte Person nicht nur bei einer Schadens-, sondern auch bei einer Summenversicherung (BGE 128 III 34 E. 3b S. 36; Urteile 4A_521/2015 vom 7. Januar 2016 E. 3.3; 4A_529/2012 vom 31. Januar 2013 E. 2.2; vgl. auch BGE 133 III 527 E. 3.2.1 S. 531). W�rde bereits die Krankheit als Versicherungsfall qualifiziert, w�rden sich in diesem Zusammenhang verschiedene Probleme stellen: Ab welchem Zeitpunkt besteht eine (Anzeige- und) Schadenminderungsobliegenheit? Ist der erste Arztbesuch massgebend, und braucht es diesfalls auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit f�r den Eintritt einer Arbeitsunf�higkeit? So w�re jedenfalls fraglich, ob die versicherte Person bei jedem krankheitsbedingten Arztbesuch ihre Krankentaggeldversicherung informieren und allenfalls sogar deren Weisungen befolgen m�sste, auch wenn die Krankheit aller Wahrscheinlichkeit nach nie zu einer Arbeitsunf�higkeit f�hren wird. Demgegen�ber ist die Versicherung nicht ohne jede Handhabe, wenn als Versicherungsfall (erst) die krankheitsbedingte Arbeitsunf�higkeit qualifiziert wird. So haftet die Versicherung nicht, wenn der Versicherungsnehmer oder der Anspruchsberechtigte das bef�rchtete Ereignis absichtlich herbeigef�hrt hat (Art. 14 Abs. 1 VVG). Bei Grobfahrl�ssigkeit ist die Versicherung berechtigt, ihre Leistungen zu k�rzen (Art. 14 Abs. 2 VVG; vgl. dazu etwa ANDREAS H�NGER/MARCEL S�SSKIND, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag [VVG], 2001, N. 10 zu Art. 14 VVG). Zudem ist die Vereinbarung zul�ssig, dass der Versicherungsnehmer - als Vertragspartei (Arbeitgeber) - Massnahmen zu ergreifen hat, wenn der Versicherungsfall noch nicht eingetreten ist, aber auf Grund besonderer Umst�nde sich zu verwirklichen droht; darin liegen gefahrspr�ventive Obliegenheiten (vgl. Art. 29 Abs. 1 VVG; Urteil 5C.89/2000 vom 5. November 2001 E. 2a, nicht publ. in: BGE 128 III 34).
3.7.3.�Die Mehrheit der Lehre vertritt entgegen den zitierten Autoren die Ansicht, nicht Unfall oder Krankheit seien als jeweiliger Versicherungsfall zu qualifizieren, sondern erst die Arbeitsunf�higkeit (VINCENT BRULHART, Le cas d'assurance, a.a.O., S. 86;�
derselbe, Droit des assurances priv�es, 2008, N. 574; MARIUS GROS, Versicherungsfall "Erwerbsunf�higkeit", 2014, N. 209; CHRISTOPH H�BERLI/DAVID HUSMANN, Krankentaggeld, versicherungs- und arbeitsrechtliche Aspekte, 2015, N. 169; PETER HELBLING, Die private Krankenversicherung in der Schweiz im Hinblick auf versicherten Gegenstand, versicherte Gefahr und Versicherungsfall, 1954, S. 102; HANS HOTZ, Der Versicherungsfall und die Beweislast im Versicherungsrecht, 1931, S. 11; JEAN-BENO�T MEUWLY, La dur�e de la couverture d'assurance priv�e, 1994, S. 43 ff., 185; wohl auch M�LLER, a.a.O., S. 31; so f�r die Schadensversicherung [hingegen nicht f�r die Summenversicherung] PETER DIENER, Verminderung von Gefahr und Schaden im Versicherungsvertragsverh�ltnis, 1970, S. 21; wohl auch ROELLI/KELLER, a.a.O., S. 234 Fn. 4 und 5; differenzierend PETER STEIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag [VVG], 2001, N. 4 zu Art. 87 VVG). Das versicherte Ereignis tritt danach mithin erst ein, wenn eine Krankheit eine Arbeitsunf�higkeit zur Folge hat.
3.8.�Dieses Verst�ndnis entspricht auch demjenigen im Bereich der sozialen Krankenversicherung. Die AGB der Beschwerdef�hrerin verweisen insofern auf das Sozialversicherungsrecht, als die Definitionen der Begriffe "Krankheit" und "Arbeitsunf�higkeit" in den AGB w�rtlich Art. 3 Abs. 1 und beinahe w�rtlich Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts entsprechen (ATSG; SR 830.1; "volle oder teilweise Unf�higkeit, im bisherigen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten" anstatt wie in Art. 6 ATSG "im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich"). Im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung tritt der Versicherungsfall nicht schon mit dem Entstehen, dem Ausbruch oder der Diagnose einer Krankheit ein, sondern im Zeitpunkt der erstmaligen Inanspruchnahme medizinischer Hilfe f�r ein bestimmtes Krankheitsgeschehen (BGE 139 V 244 E. 3.3. 1 S. 248; 126 V 319 E. 4a S. 321; vgl. GEBHARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: Schweizerische Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 464 N. 196). Auch bei der freiwilligen Taggeldversicherung nach Art. 67 ff. KVG besteht das versicherte Risiko im Erwerbsausfall, dessen Deckung Zweck der Versicherung ist (EUGSTER, a.a.O., S. 830 N. 1428; vgl. BGE 128 V 149 E. 4a S. 156).
3.9.�Nach dem Gesagten musste der Versicherungsvertrag in guten Treuen so verstanden werden, wie auch das Bundesgericht und die Mehrheit der Lehre dies in Bezug auf diesen Versicherungstypus tun: Versichert ist mit der Krankentaggeldversicherung die (krankheitsbedingte) Arbeitsunf�higkeit. Der Versicherungsfall tritt mithin nicht bereits mit der Krankheit ein. Nachdem die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip zu einem Ergebnis gef�hrt hat, bleibt f�r die Unklarheitsregel kein Raum.
3.10.�Im vorliegenden Fall hat das "Burn-out"- bzw. Ersch�pfungs-Syndrom des Beschwerdegegners nach der Feststellung der Vorinstanz am 4. Oktober 2013 erstmals zu einer Arbeitsunf�higkeit gef�hrt. Der Versicherungsfall f�r die Krankentaggeldversicherung ist an diesem Datum eingetreten. Da die Versicherung seit dem 21. September 2013 ruhte, besteht f�r die durch das Ersch�pfungssyndrom verursachte Arbeitsunf�higkeit des Beschwerdegegners keine Deckung. Der Beschwerdegegner war vom 4. Oktober 2013 bis zum 1. November 2013, vom 21. November 2013 bis zum 5. Dezember 2013 sowie ab dem 13. Dezember 2013 zu 100 % arbeitsunf�hig. In den kurzen Zwischenphasen war er zu 70 % bzw. zu 80 % arbeitsunf�hig. Es ist nicht umstritten, dass stets dieselbe gesundheitliche St�rung Ursache der Arbeitsunf�higkeit war. Der Deckungsunterbruch wegen nicht bezahlter Pr�mien bestand zwar nur bis zum 6. Dezember 2013. Der am 4. Oktober 2013 eingetretene Versicherungsfall ist indessen insgesamt nicht gedeckt und es ist nach dem Deckungsunterbruch kein neuer Versicherungsfall eingetreten. Die Beschwerdef�hrerin ist daher auch f�r die Arbeitsunf�higkeit ab dem 7. Dezember 2013 nicht leistungspflichtig.
Der Beschwerdegegner beruft sich f�r den Fall, dass die Arbeitsunf�higkeit ab 4. Oktober 2013, 21. November 2013 und 13. Dezember 2013 zufolge Ruhens der Leistungspflicht keinen Taggeldanspruch begr�ndet, auf Art. 87 VVG.
4.1.�Nach Art. 87 VVG steht demjenigen, zu dessen Gunsten eine kollektive Unfall- oder Krankenversicherung abgeschlossen worden ist, mit dem Eintritt des Unfalls oder der Krankheit ein selbst�ndiges Forderungsrecht gegen den Versicherer zu. Die Arbeitnehmer werden damit jedoch nicht zu Vertragsparteien des Versicherungsvertrages; vielmehr stipuliert Art. 87 VVG eine Art echten Vertrag zugunsten Dritter (BGE 141 III 112 E. 4.3 S. 114 mit Hinweisen).
4.2.�Nach Art. 3 Abs. 3 VVG (in Kraft seit 1. Januar 2007, vgl. AS 2005 5245) ist der Versicherungsnehmer bei Kollektivvertr�gen, die anderen Personen als dem Versicherungsnehmer einen direkten Leistungsanspruch verleihen, verpflichtet, diese Personen �ber den wesentlichen Inhalt des Vertrages sowie dessen �nderung und Aufl�sung zu unterrichten. Der Versicherer stellt dem Versicherungsnehmer die zur Information erforderlichen Unterlagen zur Verf�gung. Dass danach gerade keine Informationspflicht des Versicherers an die Versicherten selbst besteht, stellt der Beschwerdegegner nicht in Abrede.
4.3.�Der Beschwerdegegner setzt sich mit Art. 3 Abs. 3 VVG nicht auseinander. Er leitet aus dem Urteil 5C.41/2001 vom 3. Juli 2001 E. 2l ab, es bestehe ein rechtspolitisches Defizit, das er mit Bezug auf eine Literaturstelle (H�BERLI/HUSMANN, a.a.O., N. 594 ff., 599) zu beheben vorschl�gt. Er bringt vor, die Beschwerdef�hrerin sei ihm gegen�ber aus Vertrauenshaftung wegen mangelnder Information �ber die S�umnis der Versicherungsnehmerin - deren einzelzeichnungsberechtigter Gesch�ftsf�hrer er war - leistungspflichtig.
4.4.�Der Beschwerdef�hrer verkennt, dass nach den von ihm selbst zitierten Autoren (welche die "L�cke im VVG-Versicherungsschutz" bedauern [a.a.O., N. 589] und im "Exkurs: Vertrauenshaftung des Versicherers f�r unterlassene Information des Arbeitnehmers?" in N. 594 ff. eine L�sung vorschlagen) die Rechtsfolge in erster Linie in Schadenersatzanspr�chen bestehen soll neben der allf�lligen M�glichkeit eines r�ckwirkenden �bertritts in die Einzelversicherung (a.a.O., N. 600). Der Beschwerdegegner behauptet nicht einmal, er habe entsprechende Begehren gestellt und geh�rig substanziiert (etwa in Bezug auf die Kausalit�t). Damit er�brigt sich eine Auseinandersetzung mit der von ihm zitierten Literaturmeinung.
Nach dem Gesagten wird die Beschwerde gutgeheissen, Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids des Kantonsgerichts des Kantons Luzern vom 16. November 2015 wird aufgehoben und die Klage wird abgewiesen. Da die Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 2 der Vorinstanz nicht verlangt wird, er�brigt sich die R�ckweisung an die Vorinstanz zur Neuverlegung der kantonalen Kosten.
Der Beschwerdegegner beantragt die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung. Er bezieht sich in seinem Gesuch einerseits darauf, dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege bereits vor Vorinstanz gew�hrt wurde (deren Entscheid von Mitte November 2015 datiert), und belegt, dass er keinen Anspruch mehr hat auf Arbeitslosengelder und ihn seine Eltern unterst�tzen. Die Voraussetzung der Bed�rftigkeit ist damit erstellt. Der Standpunkt des Beschwerdegegners kann auch nicht als aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch des Beschwerdegegners ist daher gutzuheissen (Art. 64 Abs. 1 BGG); der Beschwerdegegner ist von der Bezahlung der Gerichtskosten (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG) vorl�ufig zu befreien und es ist ihm Rechtsanwalt Barmettler als unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben (Art. 64 Abs. 2 Satz 1 BGG). Diesem wird aus der Bundesgerichtskasse eine Entsch�digung ausgerichtet (Art. 64 Abs. 2 Satz 2 BGG). Der Beschwerdegegner wird darauf hingewiesen, dass er gem�ss Art. 64 Abs. 4 BGG der Bundesgerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn er sp�ter dazu im Stande ist. Die Bezahlung der Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG) ist von der Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfasst.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids des Kantonsgerichts des Kantons Luzern vom 16. November 2015 wird aufgehoben und die Klage wird abgewiesen.
Das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen und es wird ihm Rechtsanwalt Felix Barmettler, Luzern, als Rechtsbeistand beigegeben.
Die Gerichtskosten von Fr. 5'500.-- werden dem Beschwerdegegner auferlegt, indes vorl�ufig auf die Bundesgerichtskasse genommen.
Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 6'500.-- zu entsch�digen.
Rechtsanwalt Barmettler, Luzern, wird aus der Bundesgerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 6'500.-- ausgerichtet.