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Timestamp: 2019-07-17 03:14:12
Document Index: 194300556

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 5', '§ 8', '§ 31', '§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 61', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein LübberNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Lübbersdorfer Kiesgrube" vom 22. Dezember 1989 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Lübbersdorfer...
juris-Abkürzung: LübberNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1990 31
Gliederungs-Nr: 791-4-105
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Lübbersdorfer Kiesgrube"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Lübbersdorfer Kiesgrube" vom 22. Dezember 1989 01.01.2003
Aufgrund des § 16 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 1 ; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 1 und § 8 :
(1) Die ehemalige Kiesgrube nordwestlich von Lübbersdorf auf dem Gebiet der Stadt Oldenburg in Holstein, Kreis Ostholstein, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Lübbersdorfer Kiesgrube" unter Nummer 132 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 8 ha groß und umfaßt in der Gemarkung Lübbersdorf, Flur 1, die Flurstücke 40 tlw. und 43 tlw.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Bürgermeister der Stadt Oldenburg in Holstein, 2440 Oldenburg in Holstein,
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines Landschaftsteiles, der sich aus einer ehemaligen Kiesgrube zu einem besonders schützenswerten Lebensraum mit artenreichen, wärmeliebenden Pflanzen- und Tiergesellschaften entwickelt hat. Magergras-Fluren und Kleingewässer beherbergen Pflanzen- und Tierarten, die wegen des Mangels an derartigen Lebensräumen stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln oder wiederherzustellen.
die Gewässer auszubauen im Sinne des § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes oder Maßnahmen durchzuführen, die den Wasserstand oder Wasserabfluß verändern, oder Stoffe einzubringen oder einzuleiten oder zu entnehmen oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes mit der Einschränkung, daß die Jagd auf Wasserwild nicht ausgeübt werden darf, geschlossene Hochsitze oder Fütterungseinrichtungen nicht errichtet und Wildäcker nicht angelegt werden dürfen;
(2) In Abständen werden die Auswirkungen der nach Absatz 1 zulässigen Handlungen auf die in § 3 beschriebenen Ziele der Verordnung und die Notwendigkeit geprüft, einzelne Handlungen einzuschränken oder auszuweiten.
Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 12, 13 und 18 Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen oder den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können. Sie ist auch zuständig für die Erteilung von Befreiungen nach § 61 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes und kann bei Gefährdung des Schutzzweckes die unaufschiebbaren, notwendigen Maßnahmen treffen.
§ 4 Abs. 1 Nr. 3 Straßen. Wege, Plätze jeder Art oder sonstige Verkehrsflächen anlegt oder wesentlich ändert;