Source: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A7824784.html
Timestamp: 2018-01-21 04:49:34
Document Index: 92412817

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 28', 'Art. 25', 'Art. 12', 'Art. 37', '§ 5']

In der Regel GK 3 oder GK 5, wenn die Gesamtfläche eines Kindergartens 400 m2 übersteigt
Sonderbau Tageseinrichtungen für Kinder Art. 2 Abs. 4 Punkt 10 BayBO
Kindergarten mit z.B. drei Gruppen bzw. 75 Kindern
Kinder von drei bis sieben Jahren
Betreuung durch Erzieherinnen
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 231 – 01.02.2011 >>
Abständen von Nachbargebäuden oder Brandwänden
Feuerwiderstandsfähiger Trennung von Nachbarnutzungen
Vorhandensein eines Flures bzw. dessen brandschutztechnischer Trennung
schlechtem Anschluss der alten Holzbalkendecken an Wände
fehlendem Ausgang der Gruppenräume direkt ins Freie
ausreichenden Abständen oder Brandwänden zu Nachbargebäuden
BayBO/MBO unter Berücksichtigung der besonderen Nutzung und Bedingungen durch die große Anzahl der Kleinkinder mit dem Ziel, die baurechtlichen Schutzziele zu erreichen.
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Alle eingeführten technischen Baubestimmungen wie z.B. Leitungsanlagenrichtlinie für die Verlegung von Leitungen jeglicher Art außer Lüftungsleitungen, Lüftungsanlagenrichtlinie für die Lüftungsanlage einschließlich der Lüftungsleitungen, DIN 4102
2.1 Feuerwehrpläne
im Einzelfall erforderlich, im Einvernehmen mit der FW
Welche Löschwasserquellen sind vorhanden bzw. geplant? Vergleich mit den Anforderungen zwischen 1.000 und 1.600 l/min
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 233 – 01.02.2011 << >>
3.1 Bebauung der Grundstückes und die Einhaltung der Abstandsflächen (Art. 6 BayBO)
Brandabschnitte, Brandwände (Art. 28 BayBO)
Darlegung, wo sich die Brandwände befinden (nur teilweise aus den Eingabeplänen ersichtlich). Zum Beispiel:
Tragende Teile, tragende Wände, Geschossdecken mit tragender Funktion (Art. 25 BayBO)
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 234 – 01.02.2011 << >>
wie Baurecht (F 30, F 60 HolzRL, F 90 AB)
Türen T 30 bzw. T 30 RS
3.3 Rettungswege (Art. 12, 31 bis 36 BayBO)
Aus dem OG können anstelle von Treppen fest angebrachte Rutschen als zweiter Rettungsweg dienen (nach DIN 7926). Der zweite Rettungsweg sollte für Gruppenräume auch im OG direkt ins Freie führen, z.B. über Balkontüren mit Treppen oder Rutschen.
1. RW-Tür in den Garten, 2. RW über nicht notwendigen Flur zum Ausgang
zu einem Sammelplatz
beide RW über eine notwendigen Flur in der Regel nicht möglich
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 235 – 01.02.2011 << >>
zwei Rauchabschnitte im Flur und Bypasslösungen, um rauchfreien Flurabschnitt zu erreichen
mindestens zwei Treppenräume ins Freie (ein TR über eine Halle oder Außentreppe) bis zu einem sicheren Sammelplatz
Terrassentür nicht verschlossen
Freihalten der Rettungswege zur Ausgangstür in den Flur RA 1
Freihalten des Zuganges zum Nachbarzimmer und Flur RA 2
Flure (in Anlehnung an Ziffer 3.3 und 3.4 SchulBauRL)
Flur nach Baurecht ggf. kein notwendiger �Spielflur� im EG
Unterteilung der Flure in Rauchabschnitte von maximal 30 m mittels RS-Türen
Treppe (in Anlehnung an Ziffer 3.4 und 4 SchulBauRL)
GK 1, 2 und 3 feuerhemmende Treppenraumwände (Bekleidung nicht berechenbar)
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 236 – 01.02.2011 << >>
Vorsehen von einem unmittelbaren Ausgang ins Freie (Abböschung und Außentreppe)
im zweiten Untergeschoss keine Gruppenräume !!!
3.6 Haustechnische Anlagen (Art. 37 bis 43 BayBO, ETB, Verordnung für Technische Anlagen)
Es ist eindeutig darzulegen, dass und ggf. wie alle jeweils zutreffenden Vorschriften eingehalten werden und wie das Abschottungsprinzip, trotz
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der Verlegung von Leitungsanlagen unterschiedlichster Art, nicht zerstört wird.
4.1 Gefahrenmeldeanlagen (in Anlehnung an Ziffer 9 SchulBauRL)
Handfeuerlöscher (Wasser, Schaum, Pulver, Kohlendioxid, Fettbrandlöscher)
4.3 Rauch und Wärmeabzug (BayBO in Anlehnung an Ziffer 6 SchulBauRL)
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 238 – 01.02.2011 << >>
4.4 Blitzschutzanlagen (in Anlehnung an Ziffer 7 SchulBauRL)
4.5 Sicherheitsstromversorgung (in Anlehnung an Ziffer 10 SchulBauRL)
Für erdgeschossige Einrichtungen keine Sicherheitsstromversorgung.
4.6 Sicherheitsbeleuchtung (in Anlehnung an Ziffer 8 SchulBauRL)
Für erdgeschossige Einrichtungen keine Sicherheitsstromversorgung
5 Betrieblich- organisatorischer Brandschutz
Vor allem die betrieblichen Maßnahmen können schon wegen der sich ändernden Bedingungen nicht für alle Zeit in einem BS-Nachweis/-Konzept oder in einer Baugenehmigung festgelegt werden. Es gibt auch keinen Bestandsschutz für diese Maßnahmen. Sie sind immer in Abhängigkeit der nach § 5 Arbeitsschutzgesetz obligatorischen Gefährdungsbeurteilungen festzulegen. Diese sind regelmäßig (ca. jährlich) zu wiederholen.
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 239 – 01.02.2011 << >>
Die Aussagen in Bezug auf die Gefährdungsbeurteilungen treffen für alle Arbeitsstätten zu. Neben den Gefährdungen durch Brand, Explosion oder durch Gefahrstoffe sind auch alle anderen Gefährdungen zu berücksichtigen. Die Berufsgenossenschaften haben gut gegliederte Informationsschriften, welche den Arbeitgeber bei der Sicherung des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes unterstützen.
Freihalten der Flurbereiche und des Treppenraumes von brennbaren Ausschmückungen etc. Das gilt vor allem für die Flurbereiche, über die beide Rettungswege geführt werden.
Vorsehen einer Fluchtwegbeschilderung mit lang nachleuchtenden Schildern nach BGV-A 8.
Auf das Anfertigen und Aushängen eines Flucht- und Rettungswegplanes kann aufgrund der Größe und Übersichtlichkeit von Kindereinrichtungen in der Regel verzichtet werden.
Wartung der elektrischen Anlage und der ortveränderlichen elektrischen Geräte, einschließlich Dokumentation der regelmäßigen Wartung in der BS-Akte.
Häufig sind elektrische Geräte wie Kaffeemaschinen, Tauchsieder, Wasserkocher, Toaster, Kühlschränke defekt und sind dadurch Auslöser für Entstehungsbrände. Nicht selten handelt es sich bei solchen Geräten um ausgesonderte Geräte aus dem Privatbereich.
Von Seiten der Leitung ist sicherzustellen, dass neben der ortsfesten elektrischen Anlage auch alle ortveränderlichen E-Geräte regelmäßig von einer Elektrofachkraft zu überprüfen sind.
Die Prüfprotokolle sind als Nachweis in der Brandschutzakte abzulegen.
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 240 – 01.02.2011 << >>
Außerdem sind immer wieder Mehrfachsteckdosen im Gebrauch, deren Nutzung eine Netzüberlastung mit Folgebrand nach sich ziehen kann. Von Seiten der Kindergartenleitung ist sicherzustellen, dass diese Mehrfachsteckdosen nicht nacheinandergeschaltet werden.
Neonleuchten, vor allem defekte bzw. flackernde Leuchten, sind besonders brandgefährlich, sie sind umgehend auszutauschen.
Aufstellen einer Brandschutzordnung nach DIN 14096 Teil A, B und C.
Aufgrund der geringen Anzahl der Mitarbeiter und der Tatsache, dass alle Mitarbeiter im Brandfall Aufgaben in Bezug auf die Rettung der Kinder haben, können die Teile B und C zusammengefasst werden. Für die Erstellung ist die Leitung der Kindereinrichtung verantwortlich. Der BS-Nachweisersteller kann bei der Erstellung der BS-Ordnung beratend zur Seite stehen.
Anbringen von mindestens zwei (bevorzugt) Wasserlöschern in jedem Geschoss, mit einer Füllmenge von 6 kg und einem Fettbrandlöscher in der Küche, wenn eine Küche vorhanden ist und dort gebraten oder frittiert wird (größere bzw. schwerere Löscher sind zu schwer für das zumeist weibliche Personal, Verletzungsgefahr).
Die genaue Ausstattung mit tragbaren Feuerlöschern, deren Löschmittel, Größe und der Standorte, ist immer im Zuge der ohnehin obligatorischen Gefährdungsbeurteilung festzulegen.
Feuerlöscher müssen typgeprüft und zugelassen sein (DIN EN 3). Die Prüfung hat nach DIN 14406 Teil 4 zu erfolgen.
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 241 – 01.02.2011 << >>
Die Aufstellungsorte sind so zu wählen, dass von jeder Stelle der Kindereinrichtung der nächstgelegene Feuerlöscher in ca. 20 m erreicht werden kann. Diese allgemeine Regel gewährleistet eine risikobezogene Aufstellung von Feuerlöschern.
Bei besonderen Risiken sind zusätzliche Feuerlöscher entsprechend der vorhandenen Brandgefahr anzubringen. Für Kindereinrichtung ist deshalb in Küchen, in denen frittiert oder gebraten wird, ein Fettbrandlöscher vorzuhalten.
Diese Auffassung wird von der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren geteilt. Das Arbeitspapier �Ausstattung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern� kann unter www.agbf.de im Internet heruntergeladen werden.
Hinweise zur Wartung der Feuerlöscher:
Fragbare Feuerlöscher sind vor der ersten Inbetriebnahme und wiederkehrend aller zwei Jahre durch einen Sachkundigen zu überprüfen.
Der Betreiber hat die vorgenannten Überprüfungen zu veranlassen. Bei der Prüfung festgestellte Mängel sind unverzüglich zu beseitigen. Die Wirksamkeit der Löscher ist vom Prüfer bestätigen zu lassen. Die Bedienungseinrichtungen sind zu verplomben. Die Bescheinigungen über die Prüfungen bzw. die Instandhaltungsarbeiten sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren.
Die regelmäßigen Überprüfungen sollten durch Abschluss eines Wartungsvertrages mit der Lieferfirma sichergestellt werden (s. auch SPrüfV).
Feuerlöschdecken dienen als Rettungsmöglichkeit, wenn die Kleidung eines Menschen in Brand geraten ist. Das Verhalten bei in Brand geratener Kleidung und die Handhabung der Feuerlöschdecken müssen unter Berücksichtigung der Paniksituation geübt werden. Es gilt, die gefährdete Person schnell mit der Löschdecke so einzuhüllen, dass die Flammen
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 242 – 01.02.2011 << >>
erstickt werden, ohne die Personen, vor allem die Kinder, dabei zu verletzen.
Die Löschdecken sind gegen Verschmutzung geschützt in einem roten Kasten so anzubringen, dass sie leicht herausgezogen werden können.
Nach Erkenntnissen der Berufsgenossenschaften sind Löschdecken zum Löschen von Fettbränden, wie oft z.B. in Küchen geschehen, nicht geeignet. In diesem Zusammenhang gab es mehrere Unfälle bzw. Personenschäden mit großflächigen Verbrennungen. Diesem Umstand ist von der Kindergartenleitung auf geeignete Weise zu begegnen (z.B. Belehrung).
In anderen Kindereinrichtungen bzw. Städten wurden die Löschdecken entfernt und an deren Stelle zusätzliche Wasserlöscher beschafft. Nach meiner Erfahrung ist das Ablöschen von Personen mit tragbaren Feuerlöschern nicht so effektiv und auch nicht ohne Gefährdungen durchführbar. Das Löschen von Fettbränden mit Wasser oder Schaum ist lebensgefährlich (Fettexplosion).
Flucht- und Rettungswegpläne, wenn die KITAs unübersichtlich sind
Brandschutzbeauftragter in großen Einrichtungen
Bedeuten des Alarmierungssignals (Internalarmierung)
besondere Schutzmaßnahmen (z.B. beim Umgang mit Klebstoff oder brennbaren Flüssigkeiten)
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 243 – 01.02.2011 << >>
Hinweise zur Brandschutzerziehung:
Kinder neigen dazu, sich bei Gefahren z.B. im Schrank, unter dem Bett oder unter Tischen zu verstecken. Dadurch wird die Evakuierung im Brandfall und die Suche nach den Kindern erschwert. Unterlagen zur Brandschutzerziehung können bei den Brandschutzdienststellen der Landkreise, bei den Brandversicherungen oder beim Gemeindeunfallversicherungsverband angefordert werden. Auch die örtliche Feuerwehr kann Hilfestellung bei der Brandschutzerziehung geben.
Mit den Kindern sollte das richtige Verhalten bei Bränden und der Umgang mit Feuer geübt werden.
Von der Kindergartenleitung ist ein Sammelplatz festzulegen, von dem die Gruppen nach einer Vollzähligkeitskontrolle gemeinsam das Grundstück verlassen können. Dieser Sammelplatz ist in der Brandschutzordnung zu dokumentieren. Den Einsatzkräften sind die Vollzähligkeit oder fehlende Kinder bzw. Kollegen umgehend zu melden.
Kerzen dürfen nur unter ständiger Aufsicht der Mitarbeiter betrieben werden. Wenn das Aufsichtspersonal die Zimmer (Gruppenräume und auch andere Räume wie Personalraum) verlässt, sind die Kerzen zu löschen.
Die Kerzenständer müssen aus nichtbrennbarem Material bestehen (Vorsicht bei Weihnachtsgestecken). Die Kerzen dürfen nicht komplett abgebrannt sein, da sich ggf. die Kerzenständer erwärmen und anderes brennbares Material entzünden können.
Von Kerzen oder Gestecken muss immer auf ausreichenden Abstand zu benachbarten Brandlasten geachtet werden wie Dekorationen, Gardinen, Tischdecken, Holzverkleidungen etc.
Im Kindergarten gilt ein generelles Rauchverbot.
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 244 – 01.02.2011 << >>
Anlage 3 Zusammenfassung der Inhalte eines Brandschutznachweises für einen Kindergarten – Seite 245 – 01.04.2011 <<