Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_13_01_2010_VIII_ZR_48_09_Wirksamkeit_einer_als_solcher_z-d3930633.html
Timestamp: 2016-12-08 16:47:20
Document Index: 384325982

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 28', '§ 280', '§ 280', '§ 281', '§ 305', '§ 307', 'BGH', '§ 28', '§ 307', 'BGH']

BundesgerichtshofUrt. v. 13.01.2010, Az.: VIII ZR 48/09Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 13.01.2010Referenz: JurionRS 2010, 10292Aktenzeichen: VIII ZR 48/09 Verfahrensgang:vorgehend:AG Berlin-Wedding - 06.12.2005 - AZ: 16 C 652/04LG Berlin - 26.01.2009 - AZ: 67 S 461/05Rechtsgrundlagen:§ 28 Abs. 4 S. 3 II. BV§ 280 Abs. 1 BGB§ 280 Abs. 3 BGB§ 281 BGB§ 305c Abs. 2 BGB§ 307 Abs. 1 S. 1 BGBFundstellen:BBB 2010, 52EBE/BGH 2010, 50-52Info M 2010, 108Info M 2010, 109IWR 2010, 84-85JZ 2010, 282MDR 2010, 312-313MietRB 2010, 101-102MK 2010, 37NJ 2010, 4NJW 2010, 6NJW 2010, 674-675 "Parkettversiegelung keine Mieterlast"NJW-Spezial 2010, 257 "Außenanstrich / Parkett"NZM 2010, 157-158RdW 2010, 451-453RÜ 2010, 219-221WuM 2010, 460-461WuM 2010, 85-87ZAP EN-Nr. 213/2010ZAP EN-Nr. 0/2010ZGS 2010, 147ZGS 2010, 186-189ZMR 2010, 432-433Amtlicher Leitsatz:a) Der Außenanstrich von Türen und Fenstern sowie das Abziehen und Wiederherstellen einer Parkettversiegelung sind keine Schönheitsreparaturmaßnahmen im Sinne von § 28 Abs. 4 Satz 3 II. BV.b) Die Verpflichtung des Mieters zur Vornahme von Schönheitsreparaturen stellt eine einheitliche Rechtspflicht dar. Ist diese Pflicht formularvertraglich so ausgestaltet, dass sie hinsichtlich der zeitlichen Modalitäten, der Ausführungsart oder des gegenständlichen Umfangs der Schönheitsreparaturen den Mieter übermäßig belastet, so ist die Klausel nicht nur insoweit, sondern insgesamt wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam (Bestätigung von BGH, Urteil vom 18. Februar 2009 - VIII ZR 210/08, WuM 2009, 286).Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 13. Januar 2010durchden Vorsitzenden Richter Ball, die Richterin Dr. Hessel sowie die Richter Dr. Achilles, Dr. Schneider und Dr. Bünger für Recht erkannt:Tenor:Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil der Zivilkammer 67 des Landgerichts Berlin vom 26. Januar 2009 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Beklagten unter Abänderung des Teilurteils des Amtsgerichts Wedding vom 6. Dezember 2005 und des Schlussurteils des Amtsgerichts Wedding vom 28. Juli 2006 verurteilt worden sind, als Gesamtschuldner an die Kläger mehr als 2.533,74 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz aus 445,42 EUR seit dem 1. März 2004, aus 888,03 EUR seit dem 1. April 2004, aus 658,84 EUR seit dem 1. Mai 2004 und aus 541,45 EUR seit dem 5. Dezember 2004 zu zahlen.Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.
17.05.2015 - 868 mal gelesen.Autor: Rechtsanwalt Mathias Münch aus BerlinSchönheitsreparaturen: Eine unwirksame Klausel infiziert die ganze VertragsregelungWenn die Verpflichtung des Mieters, Schönheitsreparaturen an der Wohnung vorzunehmen, in mehreren, sprachlich voneinander getrennten Klauseln formuliert und eine dieser Klauseln unwirksam ist, so… mehr
15.02.2010 - 2.215 mal gelesen.Autor: Rechtsanwalt Martin Spatz aus MünchenAbziehen und Wiederherstellen einer Parkettversiegelung sind keine SchönheitsreparaturenDer Bundesgerichtshof hatte am 13. Januar 2010 - VIII ZR 48/09 - einmal mehr über die Zulässigkeit einer mietvertraglichen Klausel über die Erbringung von Schönheitsreparaturen durch den Mieter zu… mehr