Source: https://www.wieland-gymnasium.de/index.php/schuelerbereich/kursstufe/entschuldigungsverfahren-11-und-12
Timestamp: 2020-03-31 02:39:05
Document Index: 57381962

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 6', '§ 2', '§ 47', '§ 8']

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Schüler können in drei Fällen vom Unterricht fernbleiben:
1) Im Falle einer Verhinderung (in der Regel Krankkeit)
2) Im Falle einer Befreiung (z.B. Befreiung vom Sportunterricht)
3) im Falle einer Beurlaubung (hier gibt es eine Liste mit anerkannten Gründen)
Im Falle einer Verhinderung der Teilnahme (§ 2 Schulbesuchsverordnung). Hierzu zählt eine Krankheit. In diesem Fall gilt, dass die Entschuldigung durch einen Erziehungsberechtigten oder den volljährigen Schüler unverzüglich erfolgen muss. Unverzüglich bedeutet hier spätestens am zweiten Tag des Fehlens. Das Wochenende, Feier- und Ferientage werden hierbei nicht mitgezählt. „Die Entschuldigungspflicht ist spätestens am zweiten Tag der Verhinderung mündlich, fernmündlich, elektronisch oder schriftlich zu erfüllen. Im Falle elektronischer oder fernmündlicher Verständigung der Schule ist die schriftliche Mitteilung binnen drei Tagen nachzureichen.“
Im Falle einer mündlichen, elektronischen oder telefonischen Krankmeldung muss von Seiten eines Erziehungsberechtigten oder des volljährigen Schülers spätestens am dritten Tag danach eine formlose unterschriebene schriftliche Krankmeldung an der Schule eingegangen sein. Bei der Vorlage gelten die offiziellen Öffnungszeiten des Wieland-Gymnasiums. In der Regel erfolgt hier ein Anruf im Sekretariat, hier ist auch ein Anrufbeantworter vorhanden.
Alle schriftlichen Entschuldigungen sind in den dafür vorgesehen Briefkasten vor dem Lehrerzimmer einzuwerfen. Dieser wird jeden Tag um 7.15 Uhr geleert, die Entschuldigungen werden dann mit einem Eingangsstempel versehen.
Achtung! Wird bei Klausuren dieses Entschuldigungsverfahren nicht fristgerecht eingehalten, so wird die Klausur mit „ungenügend“ (0 NP) bewertet. Hier gibt es keinen Handlungsspielraum. Beim Versäumen einer fachpraktischenÜberprüfungin Sport, BK, Musik o.ä. oder beim Versäumen einer GFSist wie beim Fehlen bei einer Klausur zu verfahren.
Der Schulleiter kann bei häufigen oder längeren Erkrankungen auch eine ärztliche Attestpflicht verhängen.
Im Falle einer Befreiung vom Unterricht in einzelnen Fällen oder von sonstigen einzelnen Schulveranstaltungen (§ 3 Schulbesuchsverordnung). Hierzu zählen beispielweise Befreiungen vom Sportunterricht aus gesundheitlichen Gründen. Befreiungen werden nur auf rechtzeitigen schriftlichen Antrag eines Erziehungsberechtigten gewährt. Der Antrag ist zu begründen. „Werden gesundheitliche Gründe geltend gemacht, ist für Befreiung bis zu sechs Monaten ein ärztliches Zeugnis vorzulegen.“ Über die Befreiung von einer Unterrichtsstunde entscheidet der Fachlehrer, von einer sonstigen verbindlichen Schulveranstaltung der Klassenlehrer. In den übrigen Fällen entscheidet über Befreiungen der Schulleiter.
Im Falle einer Beurlaubung (§ 4 Schulbesuchsverordnung). „Eine Beurlaubung vom Besuch der Schule ist lediglich in besonders begründeten Ausnahmefällen und nur auf rechtzeitigen schriftlichen Antrag möglich. Der Antrag ist vom Erziehungsberechtigten, bei volljährigen Schülern von diesen selbst zu stellen.“
Als Beurlaubungsgründe werden anerkannt (Auszug):
1. Kirchliche Veranstaltungen (…).
2. Gedenktage oder Veranstaltungen von Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften (…).
Als Beurlaubungsgründe können außerdem insbesondere anerkannt werden:
8. (…) [Betrifft nur Berufsschüler]
Die Gründe sind in der Verordnung klar geregelt, Beurlaubungen für eine „Ferienverlängerung“ gehören nicht dazu. Weiterhin ist vermerkt: „Die Beurlaubung kann davon abhängig gemacht werden, dass der versäumte Unterricht ganz oder teilweise nachgeholt wird.“
Zuständig für die Entscheidung über Beurlaubung ist in den Fällen des Absatzes 2 § 4 Schulbesuchsverordnung (vor allem kirchliche Veranstaltungen) sowie bis zu zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Unterrichtstagen in den anderen in Absatz 3 der Schulbesuchsverordnung genannten Fällen die/der Tutor/in, in den übrigen Fällen der Schulleiter. Ergänzend hierzu gibt es am Wieland-Gymnasium die Prüfung von Anträgen, die an Ferien grenzen, durch den Schulleiter.
Wird die/der Schüler/in vom Tutor / der Tutorin oder vom Schulleiter beurlaubt, so informiert der Schülerdie betroffenen Fachlehrer über diese Beurlaubung in der nächstmöglichen Unterrichtsstunde, jedoch vor der Abwesenheit. Nachträgliche Beurlaubungen sind nicht möglich. In diesem Fall handelt es sich um unentschuldigtes Fehlen!
Rechtliche Grundlagen für Eintragungen von Fehlzeiten ins Zeugnis
Fehlzeiten können nach der Notenbildungsverordnung (NotenVO) § 6 Abs. 4 ins Zeugnis eintragen werden: „Unter Bemerkungen können Aussagen zu häufigen Fehlzeiten gemacht werden. Dies gilt nicht für Abgangs-, Abschluss- und Prüfungszeugnisse.“ Achtung: Befreiungen und Beurlaubungen werden nicht gezählt. Der Grund der Fehlzeiten kann auch erläutert werden „durch längere Krankheit“. Eine solche kann durch einen Arzt bescheinigt werden. Diese Aussage wird dann im Interesse des Schülers vermerkt.
Über die Eintragungen entscheidet die Klassen- oder die Jahrgangsstufenkonferenz (NotenVO § 6) im Einzelfall. Ein Beschluss der GLK dient zur einheitlichen Durchführung der Rechts- und Verwaltungsvorschrift (Konferenzordnung § 2 Abs. 1 Nr. 6) mit Einverständnis der Schulkonferenz kann Empfehlungen aussprechen (§ 47 Abs. 5 Nr. 3).
Am Wieland-Gymnasium werden die Eintragungen ins Zeugnis wie folgt formuliert: „hat häufig gefehlt“, ergänzend kann vermerkt werden „auch unentschuldigt“ oder „häufig unentschuldigt“ oder „meistens unentschuldigt“.
Die Zählung der Stunden erfolgt über das digitale Tagebuch. Schüler können die Fehlzeiten auch in ihrem Account einsehen. Über diesen Account können sich Erziehungsberechtigte aktiv über den Stand der Fehlzeiten informieren. Die Schule muss daher nicht separat informieren. Hinweise auf häufiges Fehlen erhalten die Eltern auch über die Zeugnisse.
Achtung! Bei unentschuldigtem Fehlen bei einer Klausur wird zudem die Note „ungenügend“ (0 NP) erteilt (NotenVO § 8 (5)). Hier gibt es keinen Ermessensspielraum.
Entschuldigungsformular und Antrag auf Beurlaubung für die Kursstufe