Source: http://www.fwg-altena.info/die-gesellschaft/satzung.html
Timestamp: 2017-11-19 08:40:31
Document Index: 352441433

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 11', '§ 8', '§ 11', '§ 8', '§ 1', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18']

Satzung - Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Altena
Brauchtum, Tradition und Heimatpflege sind bis heute das Anliegen, die Pflicht und die Aufgabe der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft geblieben.
Als im Jahre 1788 bei Friedrich Wilhelm II., König von Preußen, der Antrag gestellt wurde, die alte ehrwürdige Schützengesellschaft von 1429 ab sofort Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft zu nennen, war der wichtigste Gedanke, Tradition zu pflegen und diese zu übertragen auf die Jugend und kommende Generationen.
Das sogenannte Friedrich-Wilhelms-Fest, wie es damals hieß, sollte ein Volksfest sein, das die Bürger Altenas verbindet.
Um diese Tatsache noch besser zum Ausdruck zu bringen, wurde durch den Beschluss der außerordentlichen Generalversammlung vom 26.09.1980 die Statuten wie folgt geändert:
Statuten der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft e.V. in Altena von 1429
Geschichtliches und Sitz
Die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft e.V. setzt die Tradition der alt-ehrwürdigen Schützengesellschaft fort, die aus der Altenaer Bürgerwehr hervorging und im Jahre 1429 gegründet wurde.
Sie erhielt ihren Namen nach dem Besuch König Friedrich Wilhelms II. von Preußen in Altena im Jahre 1788. Sie ist im Vereinsregister eingetragen.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Altena.
Zweck der Gesellschaft ist die Pflege und Förderung des Heimatgedankens, die Erhaltung von Kulturwerten und alten Bräuchen sowie ihre Übertragung auf die Jugend und kommende Generationen.
Diese gemeinnützigen Zwecke verfolgt die Gesellschaft ausschließlich und unmittelbar, und zwar durch die Pflege alter Bräuche, die Durchführung kultureller Veranstaltungen und Ausstellungen, die Mitarbeit bei der Erhaltung von Kulturdenkmälern im heimischen Raum, insbesondere der Burg Altena sowie die Abhaltung des Schützenfestes.
Die Gesellschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel der Gesellschaft werden nur für die in diesen Statuten beschriebenen Zwecke verwendet. Kein Mitglied erhält Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Alle Bürger Altenas und ihr hier wohnenden über sechzehn Jahre alten Söhne, die die bürgerlichen Ehrenrechte besitzen, können sich bei einem Scheffen oder Zugführer der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft als Mitglied melden. In die Schützenrolle werden sie nach Prüfung durch den Vorstand eingetragen. Die Prüfung hat sich auf die genannten Voraussetzungen und darauf zu beschränken, ob die Anwärter aus einem anderen den Vorstand bekannten Grund der Mitgliedschaft unwürdig sind.
Jedes Mitglied kann zum Schluß des jeweils laufenden Jahres seinen Austritt aus der Gesellschaft erklären, und zwar durch ein Schreiben, das er an seinen Kompanie- oder Zugführer oder ein Mitglied des engeren Vorstandes zu richten hat. Es kann nur wieder Mitglied werden, wenn es für die beiden letzten Jahre vor seiner Wiederaufnahme die Mitgliedsbeiträge nachentrichtet.
Die Mitgliedschaft verliert
a) wer die bürgerlichen Ehrenrechte nicht mehr besitzt oder
b) wer sich vor oder nach dem Erwerb der Mitgliedschaft unwürdig erwiesen hat. Hierüber entscheidet der Vorstand durch Beschluß mit Zwei-Drittel-Mehrheit.
c) wer 2 Jahresmitgliedsbeiträge in Folge trotz Mahnung nicht entrichtet hat.
3. Die Ausgeschiedenen werden in der Schützenrolle gelöscht.
4. Erlangt ein Ausgeschiedener im Falle des Abs. 2a die bürgerlichen Ehrenrechte wieder oder ist er im Falle des Abs. 2b nach seinem späteren Verhalten der Mitgliedschaft wieder würdig, so kann er durch einen Beschluß des Vorstandes mit Zwei-Drittel-Mehrheit wieder aufgenommen werden. Nach Abs. 2c Ausgeschiedene sind wieder Mitglieder, wenn sie für die letzten zwei Jahre vor ihrer Wiederaufnahme die Mitgliedsbeiträge nachentrichtet haben.
Jedes n der Schützenrolle eingetragene Mitglied ist berechtigt, am Schützenfest mit dem Königsschießen sowie an allen anderen Veranstaltungen der Gesellschaft teilzunehmen und in der Generalversammlung seine Stimme abzugeben.
Jedes Mitglied ist verpflichtet, bis zum 30. April jedes Jahres einen Mitgliedsbeitrag zu zahlen, dessen Höhe die Generalversammlung festsetzt. Der Vorstand kann einzelne Mitglieder auf Antrag von der Beitragspflicht befreien.
Mitglieder, die der Freidrich-Wilhelms-Gesellschaft fünfundzwanzig, vierzig, fünfzig und sechzig Jahre angehören, werden für ihre Treue mit einer Erinnerungsmedaille ausgezeichnet, die nach dem Schutzpatron der Gesellschaft "Pott-Jost-Medaille" genannt wird. Eine Sonderstufe der "Pott-Jost-Medaille" kann auf Beschluß des engeren Vorstandes verliehen werden.
Die ordentliche Generalversammlung ist innerhalb von vier Monaten nach jedem Schützenfest abzuhalten. Außerordentliche Generalversammlungen sind zu berufen, wenn das Interesse der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft es nach Ansicht des Vorstandes oder des engeren Vorstandes erfordert oder mindestens ein Zehntel der Mitglieder es schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangt.
Zu den Generalversammlungen lädt der Hauptmann durch die hiesigen Tageszeitungen, d.h. solche mit hiesigen Redaktionen, ein. Bei Verhinderung des Hauptmanns lädt der Adjutant und bei dessen Verhinderung das älteste dazu bereite Mitglied des engeren Vorstandes dazu ein. Die Einladungen müssen wenigstens eine Woche vorher veröffentlicht sein und die Tagesordnung enthalten.
Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Hauptmann; bei dessen Verhinderung gilt Abs. 2 Satz 2 entsprechend.
Aufgaben der ordentlichen Generalversammlung sind insbesondere
die Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes,
die Neuwahl des engeren Vorstandes.
Der Vorstand der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft besteht aus
den Kompanieführern und
den übrigen Scheffen der einzelnen Stadtteile (Kompanien), zur Zeit Freiheit, Mühlendorf, Nette, Rahmede und Kelleramt,
allen Zugführern.
Die Vorstandsmitglieder nach Abs. 1 a) bis f) bilden den engeren Vorstand. Der engere Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft und hat die Beschlüsse der Generalversammlung und des Vorstandes auszuführen. Nur er vertritt die Gesellschaft nach Außen und ist Vorstand der Gesellschaft im Sinne des § 26 des Bürgerlichen Gesetzbuches.
Die Gesellschaft wird durch den Hauptmann oder den Adjutanten gemeinsam mit zwei Vorstandsmitgliedern vertreten.
Das soll nicht ausschließen, dass der Vorstand einzelne Mitglieder des Vorstandes oder der Gesellschaft beauftragt, bestimmte Geschäfte oder Gruppen von Geschäften selbstständig zu erledigen. Diese Mitglieder erhalten dann von dem engeren Vorstand, soweit nötig, eine entsprechende Vollmacht.
Der engere Vorstand soll spätestens vier Monate nach jedem Schützenfest neu gewählt werden. Die Generalversammlung wählt sein Mitglieder einzeln. Mitglieder des engeren Vorstandes, deren Amt bei einer Neuwahl anderweitig besetzt wird, verbleiben im Vorstand als Scheffen ihres Stadtteils.
Die Scheffen werden von ihrer Kompanie vorgeschlagen und vom Vorstand bestätigt. Besonders verdiente langjährige Scheffen können auf Vorschlag des engeren Vorstandes zu Ehrenscheffen ernannt werden. Sie werden von der Generalversammlung bestätigt. Der ausscheidende Schützenkönig wird Scheffe seines Stadtteils.
Wenn nach einer Neuwahl des Vorstandes Vorstandsämter noch zu besetzen oder wieder zu besetzen sind, werden die Vorstandsmitglieder für diese Ämter vom Vorstand gewählt.
Die Wahlordnung zu Abs. 4 bis 6 ergibt sich aus den §§ 11 und 12; Weitere Einzelheiten beschließen während einer Generalversammlung, wenn nötig, die anwesenden Mitglieder des alten Vorstandes.
Die Zugführer werden von ihren Kompanieführern im Einvernehmen mit den Scheffen ihres Stadtteils ernannt und bedürfen der Bestätigung durch den Vorstand.
In Wahrung alter Tradition sind Bürgermeister und Stadtdirektor der Stadt Altena Vorstandsmitglieder kraft Amtes.
Zu den Sitzungen des Vorstandes lädt der Hauptmann schriftlich unter Angabe der Tagesordnung ein (Drucksache genügt). Ist der Hauptmann verhindert, so gilt § 8 Abs. 2 Satz 2 entsprechend. Eine Sitzung ist ordnungsgemäß einberufen, wenn die Einladung an alle jeweiligen Vorstandsmitglieder abgesandt worden sind; der Eingeladene soll das schriftlich bestätigen oder bestätigen lassen. Die Beschlussfähigkeit des Vorstandes ergibt sich aus § 11. Für die Leitungen seiner Sitzungen gilt § 8 Abs. 2 Satz 2 entsprechend.
V. Beschlüsse und Wahlen
Beschlüsse der Generalversammlung oder des Vorstandes einschließlich Wahlen
Die Beschlussfähigkeit soll am Anfang jeder Generalversammlung und jeder Vorstandssitzung ausdrücklich festgestellt werden. Die Generalversammlung und der Vorstand ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder.
Die Generalversammlung und der Vorstand beschließen, soweit nichts anderes bestimmt ist, mit Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzer.
Vor jeder Wahl soll der Wahlleiter zu Wahlvorschlägen auffordern. Es sollen nur Vorgeschlagene gewählt werden. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhält. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, so entscheidet eine Stichwahl zwischen den Anwärtern mit den beiden höchsten Stimmenzahlen und bei Stimmengleichheit das Los. Wenn nicht feststeht, ob ein Gewählter die Wahl annimmt, kann anschließend auch ein Ersatzmann gewählt werden.
Über jede Generalversammlung und jede Vorstandssitzung fertigt der Schriftführer, bei dessen Verhinderung ein vom Leiter der Versammlung oder Sitzung bestimmter Vertreter, eine Niederschrift an. Die Niederschriften sind von dem Leiter und dem Schriftführer bzw. dessen Vertreter zu unterzeichnen.
VI. Das Schützenfest und alte Bräuche
Zeit der Schützenfeste
Das Schützenfest wird in der Regel alle drei Jahre gefeiert. Soll es in ein späteres Jahr verschoben werden, so ist die Zustimmung einer dafür zu berufenden Generalversammlung einzuholen.
Vorbereitung und Ordnung
Für jedes Schützenfest bestimmt der Vorstand den Beginn des Kränzebindens, das Datum des Festes, die Festfolge und eine Schießordnung, der sich jeder zu fügen hat.
Das Kränzebinden ist ein Brauch von altersher. Es trägt zur Stärkung des Heimatgedankens bei und findet seinen sichtbaren Ausdruck in der Ausgestaltung unserer Heimatstadt Altena.
Die Festfolgen und die Schießordnung sollen sich an überlieferte Bräuche der Freidrich-Wilhelms-Gesellschaft halten.
Der Schützenkönig trägt während des Schützenfestes das silberne Kleinod an der Schützenkette
Die sichere Aufbewahrung des Kleinodes und der Schützenkette ist Sache des Rendanten. Die Fahne verwahrt der Fähnrich. Die alten Akten und die Erinnerungsstücke der Gesellschaft ruhen im Burgmuseum.
VII. Vermögen der Gesellschaft
Das Vermögen der Gesellschaft wird gemäß den Beschlüssen des Vorstandes verwaltet und angelegt. Es darf nur für die gemeinnützigen Zwecke der Gesellschaft verwendet werden. Grundeigentum darf nur mit Zustimmung der Generalversammlung veräußert oder belastet werden.
Die Verwaltung im einzelnen ist ebenso wie die Kassenführung Sache des Rendanten. Dieser legt spätestens drei Monate nach Ablauf jeden Jahres und spätestens drei Monate nach jedem Schützenfest zwei vom Vorstand zu wählenden Rechnungsprüfern Rechnungen über Einnahmen und Ausgaben und weist ihnen die vorhandenen Vermögenswerte nach. Die Rechnungsprüfer fertigen darüber einen schriftlichen Bericht für die Generalversammlung an.
Der Bungern ist Eigentum der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft.
Bei Auflösung der Gesellschaft oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks soll das Vereinsvermögen wie folgt verwendet werden:
a) Silbernes Kleinod, Schützenkette, Fahnen und sonstige Gegenstände von historischem Wert werden auf den Märkischen Kreis zu Eigentum übertragen mit der Auflage, diese Gegenstände im Burgmuseum aufzubewahren.
b) das sonstige Vermögen, insbesondere das Grundvermögen, wird auf die Stadt Altena zu Eigentum übertragen mit der Auflage, es auschließlich zur Pflege und Förderung des Heimatgedankens und der Kultur zu verwenden.
Diese Statuten können nur durch einen mit Zwei-Drittel-Mehrheit gefaßten Beschluß der Generalversammlung geändert werden.
Altena, den 26. Sept. 1980
Die gemäß diesem Protokoll beschlossene Satzungs-Änderung am 12. Dezember 1980 im Vereinsregister Vr.-Nr. 250 vermerkt.
Altena, den 12. Dezember 1980
gez. Scholte
als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Altena
§ 1 Geschichtliches und Sitz
§ 7 Erinnerungsmedaillen
§ 8 Einberufung der Versammlung
§ 9 Zusammensetzung und Wahl
§ 11 Beschlüsse der Generalversammlung oder des Vorstandes einschließlich Wahlen
§ 14 Zeit der Schützenfeste
§ 15 Vorbereitung und Ordnung
§ 16 Alte Bräuche
§ 17 Regelt die Verwaltung und die Verwendung des Vermögens
§ 18 Änderung der Statuten
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