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Timestamp: 2018-07-18 15:21:46
Document Index: 227211127

Matched Legal Cases: ['EuG', '§ 15', '§ 1', '§ 43', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 19', '§ 64', '§ 15', '§ 2', '§ 3', '§ 311', '§ 311', '§ 823', '§ 823', '§ 823', '§ 15', '§ 15', '§ 92', '§ 826', '§ 26', '§ 4', '§ 823', '§ 15', '§ 15', '§ 5', '§ 69', '§ 34', '§ 823', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 1', '§ 2', '§ 1', 'EuG', '§ 2', '§ 64', '§ 64', '§ 15', 'Art. 49', '§ 15', '§ 3']

Copyright : Die Haftung des Geschäftsleiters in der Insolvenz
Copyright : Die Haftun...
Die Haftung des Geschäftsleiters in der Insolvenz
Am Beispiel der GmbH und Private Company Limited by Shares
Dieses Buch befasst sich mit der rechtsvergleichenden Darstellung der Haftung des GmbH-Geschäftsführers sowie des director der Private Company Limited by Shares in der Insolvenz. Durch eine rechtsvergleichende Darstellung zeigt die Autorin Vor- und Nachteile haftungsrechtlicher Ansprüche gegen die Geschäftsleiter sowohl des deutschen als auch des englischen Rechts unter Bezugnahme auf die EuGH-Rechtsprechung zur Niederlassungsfreiheit und deren Konsequenzen für Unternehmer im deutschen Inland auf. Im Fokus stehen die Ansprüche aus Insolvenzverschleppung gemäß § 15a InsO und wrongful trading gemäß sec. 214 IA 1986.
978-3-653-96476-9
https://doi.org/10.3726/978-3-653-05626-6
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2015. XXIV, 410 S.
D 16 ISSN 0531-7312 ISBN 978-3-631-66449-0 (Print) E-ISBN 978-3-653-05626-6 (E-Book) DOI 10.3726/978-3-653-05626-6
Erster Teil: Die Haftung des Geschäftsführers in der Insolvenz der GmbH
§ 1. Ansprüche der Gesellschaft gegen ihren Geschäftsführer
A. Obliegenheitsverletzung des Geschäftsführers gemäß § 43 GmbHG
I. Pflichtverletzung des Geschäftsführers: Unterlassene oder verspätete Sanierung und verspätete Insolvenzantragsstellung
1. Zeitpunkt der Sanierungspflicht
a. Die betriebswirtschaftliche Krise
b. Die rechtliche Krise
2. Sanierungsprüfung
3. Die Wechselwirkung gesellschafts- und insolvenzrechtlicher Sanierungsinstitute
II. Verantwortlichkeit gegenüber der Gesellschaft
1. Zurechenbares Verhalten
2. Fehlerhafter und faktischer Geschäftsführer
3. Die Konzernmutter als faktischer Geschäftsführer
III. Sorgfaltsmaßstab für den Geschäftsführer
2. Objektiver Verschuldensmaßstab eines ordentlichen Geschäftsmannes
3. Handlungsermessen des Geschäftsführers
IV. Adäquat kausal verursachter Schaden der Gesellschaft
VI. Geltendmachung des Anspruchs
VII. Anspruchskonkurrenz aus Vertrag
B. Haftung wegen Masseschmälerung nach Insolvenzeintritt, § 64 S. 1 GmbHG n. F.
I. Masseerhaltungspflicht nach Eintritt der Insolvenz
1. Zahlungen i.S.d. § 64 S. 1 GmbHG n. F.
2. Zahlungen i.S.d. § 64 S. 2 GmbHG n. F.
3. Zahlungen i.S.d. § 64 S. 3 GmbHG n. F.
a. Überschuldungsbegriff
aa. Modifizierter zweistufiger Überschuldungsbegriff
bb. Zweistufiger Überschuldungsbegriff
cc. Überschuldungsbegriff nach § 19 Abs. 2 InsO in der Form des FMStG
b. Eigenkapitalersetzende Gesellschafterdarlehen
aa. Alte Rechtsprechung vor Inkrafttreten des MoMiG
bb. Rechtsprechungsänderung vom 08. Januar 2001
cc. Rechtslage nach MoMiG
dd. Eigenkapitalersetzende Darlehen mehrerer Gesellschafter
VI. Verzicht und Vergleich
VII. Verjährung des Ersatzanspruches
VIII. Verhältnis der Ersatzansprüche aus § 64 GmbHG n. F. zur Insolvenzanfechtung
1. Zurückbehaltungsrecht oder sofortige Zahlungspflicht
a. Zurückbehaltungsrecht
b. Sofortige Zahlungspflicht
2. Das Sonderproblem verjährter Anfechtungsansprüche
C. Haftung aufgrund Verletzung des § 15a Abs. 4, 5 InsO n. F.
§ 2. Ansprüche der Gesellschafter gegen den Geschäftsführer einer insolventen GmbH
§ 3. Ansprüche Dritter gegen den Geschäftsführer einer insolventen GmbH (Außenhaftung)
A. Die Haftung des Geschäftsführers gemäß §§ 311 Abs. 2, 3, 280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB
I. Fallgruppen der Geschäftsführerhaftung
1. Inanspruchnahme besonderen persönlichen Vertrauens
2. Wirtschaftliches Eigeninteresse
II. Verhältnis von § 311 Abs. 3 S. 2 BGB zu §§ 823 Abs. 2 BGB i.V.m. 15a InsO n. F.
III. Geltendmachung und Rechtsfolgen des Anspruchs
B. Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritten
II. Keine Einbeziehung Dritter in den Vertrag
C. Die Haftung des Geschäftsführers gemäß § 823 Abs. 1 BGB
I. Haftungsrechtlicher Verantwortungsbereich
II. Haftungsausdehnung zu Lasten des Geschäftsführers
D. Die Haftung aus Insolvenzverschleppung gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a Abs. 1 InsO n. F.
I. § 15a Abs. 1 InsO n. F. als Schutzgesetz
II. Antragspflicht bei Insolvenzgrund
III. Beginn der Antragsfrist
1. Positive Kenntnis des Insolvenzgrundes
2. Theorie des objektiven Maßstabes
3. Tendenzen in der Rechtsprechung
IV. Fristende
V. Maßnahmen der Geschäftsführer und Beurteilungsspielraum
VI. Pflichtwidriges Handeln
a. Handlungsmaßstab
b. Pflicht zur Stellung eines zulässigen Antrages
2. Antragspflichten bei mehreren Geschäftsführern
3. Antragspflichten bei einer geschäftsführerlosen GmbH
4. Rücknahme des Antrags
VII. Schadensberechnung
1. Abgrenzung zwischen Alt- und Neugläubiger
2. Der Quotenschaden der Altgläubiger
3. Der Schaden der vertraglichen Neugläubiger
4. Ausnahme für Arbeitnehmer
5. Der Schaden gesetzlicher Neugläubiger
VIII. Geltendmachung des Anspruchs (Aktivlegitimation)
1. Gesamtschaden gemäß § 92 InsO
X. Amtsniederlegung und Abberufung
XII. Die Einbeziehung der Konzernmutter
E. Die Haftung des Geschäftsführers gemäß § 826 BGB
F. Die Haftung gemäß § 26 Abs. 3 InsO
II. Anspruchsinhalt
§ 4. Die Haftung aufgrund der Verletzung strafrechtlicher Vorschriften
A. § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. strafrechtlichen Schutzvorschriften
B. Insolvenzverschleppung gemäß § 15a Abs. 4, 5 InsO n. F.
I. Schutzbereich des § 15a Abs. 4, 5 InsO n. F.
II. Objektive Tatbestandsvoraussetzungen einer Insolvenzverschleppung
III. Täter
IV. Vorsatz oder Fahrlässigkeit
VI. Auswirkung der Einbeziehung des Sanierungsberaters auf den Geschäftsführer
§ 5. Die Haftung aufgrund der Verletzung öffentlich-rechtlicher Vorschriften
A. Haftung für Steuerverbindlichkeiten der GmbH
I. §§ 69, 34 Abs. 1 AO
1. Personenkreis der Vertreter, §§ 34, 35 AO
2. Gesamt- und Einzelverantwortlichkeit
3. Pflichten des Geschäftsführers und Pflichtverletzung
a. Pflichtverletzung durch Nichtabführung der Steuern
b. Grundsatz der anteiligen Tilgung
c. Tatsächliche oder rechtliche Unmöglichkeit zur Abführung
4. Kausaler Haftungsschaden
6. Insolvenzantragstellung durch das Finanzamt als Gläubiger
7. Eröffnung des Insolvenzverfahrens
8. Amtsniederlegung
II. Weitere steuerrechtliche Haftungsvorschriften
B. Haftung für nicht (vollständig) abgeführte Sozialversicherungsbeiträge
I. Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil
II. Haftung aus unerlaubter Handlung gemäß § 823 Abs. 2 BGB
III. Rechtswegzuständigkeit
IV. Vorrang der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen
V. Verhältnis zu anderen Haftungstatbeständen
Zweiter Teil: Die Haftung des Director einer insolventen Limited
§ 1. Geschichtliche Hintergründe zur Handelndenhaftung im Gesellschaftsrecht
A. Kurzüberblick über die historische Entwicklung der Handelndenhaftung
I. Kelner v. Baxter (1866)
II. Newborne v. Sensolid (Great Britain) Ltd.
III. Die Leitentscheidung Salomon v. Salomon
1. Die Salomon-Doktrin und das (konzernrechtliche)Trennungsprinzip
2. Durchbrechungen des Trennungsprinzips (Piercing the Corporate Veil)
a. Fallgruppen der Durchgriffshaftung
b. Entscheidungen zur Durchgriffshaftung
IV. Sec. 36 C (I) CA 1985
B. Konzeptionelle Ansätze im Insolvency Act 1986: Das Insolvenzverfahren
C. Pflichtenbindung des Director
§ 2. Die Haftung des Director nach Statute Law
I. Insolvenzgründe des englischen Rechts
1. Zahlungsunfähigkeit, sec. 123 IA 1986
2. Weitere Insolvenzgründe
II. Verfahrensarten des englischen Rechts
B. Fälle persönlicher Haftung des Director
I. Fraudulent Trading, Sec. 213 IA 1986
1. Grundsatzentscheidung und gesetzgeberische Vorgaben
2. Haftungsvoraussetzungen und Rechtsfolgen
a. Adressatenkreis
b. Carrying on Business
c. Intent to Defraud or Fraudulent Purpose
f. Prozessuale Unterschiede zur strafrechtlichen Verfolgung
3. Praktische Erwägungen in der Rechtsprechung
II. Wrongful Trading, Sec. 214 IA 1986
2. Inhalt und Ziele des Wrongful Trading
a. Liquidationsverfahren
aa. Compulsory Winding Up/Winding Up by the Court
(2) Zuständigkeit des Gerichts
bb. Creditors’ Voluntary Winding Up
cc. Balance Sheet Insolvency
b. Eigenes (Nicht-)Handeln des Director
aa. Kreis der Verantwortlichen
(1) De Jure Director
(2) Shadow Director
(3) De Facto Director
bb. Handeln oder Unterlassen
c. Kenntnis des Director
aa. Moment of Truth Test
bb. Knowledge Test
4. Exkulpation des Director
5. Zusammenhang zwischen fehlerhaftem Handeln und Schaden
6. Rechtsfolgen des Wrongful Trading
aa. Alt- und Neugläubigerschaden: Quotenschaden - Net Deficiency Test
bb. Gesicherte und ungesicherte Gläubiger
(1) Position der ungesicherten Gläubiger
(2) Position gesicherter Gläubiger
(4) Re Oasis Merchanising Services Ltd.
cc. Durchsetzung der Haftung im Ermessen des Gerichts
(1) Geltendmachung des Anspruchs
(2) Verteilung des Gesellschaftsvermögens
(3) Anordnung des Gerichts
aa. Tätigkeitsverbot
bb. Fallgruppen der Unfitness
(1) Lack of Commercial Morality
(2) Recklessness and Incompetence
dd. Mildernde Umstände und Leave to Act (Tätigkeitserlaubnis)
7. Unterschiede zum Fraudulent Trading
III. Misfeasance Proceedings, Sec. 212 IA 1986
2. Rechtsfolge der Pflichtverletzung
3. Konkurrenzverhältnis zu Wrongful Trading
IV. Gründung einer Phoenix Company, Sec. 216, 217 IA 1986
2. Ausnahmen nach den Insolvency Rules
V. Sec. 206 – 211 IA 1986
VI. Geschäfte außerhalb des Geschäftsgegenstandes
VII. Missbrauch der Vertretungsmacht
IX. Klagerechte der Gesellschafter im Namen der Gesellschaft
1. Sec. 14 CA 1985/Sec. 33 CA 2006: Vertrag zwischen Gesellschaftern und Limited
3. Unfair Prejudice, Sec. 459 CA 1985/Sec. 994 CA 2006
§ 3. Die Haftung des Director nach Common Law
A. Verletzung von Treue- und Sorgfaltspflichten gegenüber der Gesellschaft
III. Modifikation der Directors’ Duties
IV. Milderungsmöglichkeit, Sec. 727 CA 1985
B. Handeln zugunsten der Gesellschafter
C. Directors’ Duties for the Benefit of Creditors
III. Zeitpunkt der Haftung
IV. Milderungsmöglichkeit bei Common Law Duty
V. Geltendmachung des Anspruchs und seine Rechtsfolgen
VI. Auswirkungen in der Praxis
1. Abwägung zwischen Common Law Duties und Wrongful Trading
2. Prozessuale Durchsetzbarkeit
VII. Vorrang der Haftung zur Masse
D. Die Pflichten des Director nach der Company Law Reform
E. Verhältnis der gesetzlichen Haftungstatbestände zu den Directors’ Duties
F. Weitere Haftungstatbestände im Kurzüberblick
§ 4. Staatsaufsicht
A. Sonderprüfung durch Sonderermittler
B. Befugnisse des Sonderermittlers
C. Die Veränderungen im CA 2006
Dritter Teil: Rechtsvergleichung
§ 1. Vergleich der Haftungsentwicklung im Überblick
I. Das deutsche Insolvenzrecht und insolvenzbezogene Gesellschaftsrecht
II. Das englische Insolvenzrecht und insolvenzbezogene Gesellschaftsrecht
B. Soziale und ökonomische Hintergründe
II. Im Vereinigten Königreich
C. Vergleich der Entstehungsgeschichte und weitergehender Faktoren
D. Rechtliche Aspekte
§ 2. Insolvenzverschleppungshaftung
A. Adressaten und Funktion der Haftungstatbestände
I. Adressatenkreis der Normen
1. Shadow Directorship in Deutschland
2. Der Mutterkonzern als Schattendirektor
3. Einbeziehung von Aufsichtsräten
II. Funktion der Normen
B. Inhalt und Rechtsfolgen des Anspruchs
I. Umfang der Antragspflichten und deren Auswirkungen
II. Verschuldensmaßstab
1. Schadensumfang
2. Innen- und Außenhaftung der Geschäftsleitung
3. Richterliches Ermessen
4. Unternehmerisches Handlungsermessen
C. Vorverlagerung der Haftung
D. Exkulpation des Geschäftsleiters
E. Geltendmachung von Ansprüchen
F. Die Wirkung des Mindestkapitalerfordernisses auf die Insolvenz
G. Impulse und Konsequenzen für das bestehende Haftungsrecht
Vierter Teil: Niederlassungsfreiheit und ihre Konsequenzen auf das Haftungsrecht in der Insolvenz im Rahmen des MoMiG
§ 1. Die Ausgangssituation
A. Überblick über die EuGH-Rechtsprechung
I. Die Daily Mail-Doktrin
II. Die Entscheidungen Centros, Überseering und Inspire Art
III. Das Sevic-Urteil
IV. Die Cartesio-Entscheidung
V. Der Fall National Grid Indus.
VI. Der Fall Vale Építési kft.
B. Weiterführende Problematik und Entwicklung
I. Wegzugs- und Zuzugsfälle
II. Rechtliche Umsetzung
1. MoMiG
2. Vereinheitlichte Kollisionsnormen
§ 2. Haftung des Geschäftsleiters einer Limited mit Sitz in Deutschland
A. EuInsVO und die Insolvenzverschleppungshaftung nach § 64 GmbHG a. F.
I. Die Zuständigkeitsproblematik nach alter Rechtslage
1. Einordnung des § 64 Abs. 1 GmbH a. F.
a. Insolvenzrechtliche Zuordnung
b. Deliktsrechtliche Zuordnung
c. Gesellschaftsrechtliche Zuordnung
d. Neuregelung des § 15a InsO n. F.
2. Niederlassungsfreiheit gemäß Art. 49, 54 AEUV
a. Insolvenzantragspflicht, § 15a InsO n. F.
b. Beschränkung der Niederlassungsfreiheit
c. Rechtfertigung der Beschränkung
aa. 4-Kriterien-Test
bb. Anwendbarkeit der EuInsVO
B. Auswirkungen auf andere Haftungstatbestände
§ 3. Fazit