Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.05.2012&Aktenzeichen=IV%20ZR%20250/11
Timestamp: 2020-07-02 07:10:54
Document Index: 213629718

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2314', '§ 2325', '§ 520', '§ 2325', '§ 2325', '§ 2325', 'BGH', 'BGH', '§ 2314', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2314', '§ 2314', '§ 2314', '§ 2314', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.05.2012 - IV ZR 250/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,11526
BGH, 23.05.2012 - IV ZR 250/11 (https://dejure.org/2012,11526)
BGH, Entscheidung vom 23.05.2012 - IV ZR 250/11 (https://dejure.org/2012,11526)
BGH, Entscheidung vom 23. Mai 2012 - IV ZR 250/11 (https://dejure.org/2012,11526)
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BGB § 2314 Abs. 1 Satz 3, § 2325 Abs. 1; ZPO § 520 Abs. 3
Pflichtteilsergänzungsanspruch für zum Zeitpunkt der Schenkung nicht Pflichtteilsberechtigten
Pflichtteilsberechtigung zum Zeitpunkt des Erbfalls für Pflichtteilsergänzungsanspruch ausreichend
Zur Frage, ob der Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 Abs. 1 BGB voraussetzt, dass die Pflichtteilsberechtigung bereits im Zeitpunkt der Schenkung bestand
Familienrecht - Pflichtteilsergänzungsanspruch
Pflichtteilsrecht: Abkehr von der Theorie der Doppelberechtigung
Zum Erbrecht - Pflichtteilsergänzungsanspruch entsteht auch bei Schenkung vor der Geburt
Pflichtteilsergänzungsanspruch kann fortan auch bei Schenkungen des Erblassers vor der Geburt der Abkömmlinge geltend gemacht werden
Pflichtteilsergänzungsanspruch für Schenkungen
Theorie der Doppelberechtigung aufgegeben
Auch ein bei der Schenkung noch nicht geborener Abkömmling kann Anspruch auf Pflichtteilsergänzung haben.
Rechtsprechungsänderung zum Pflichtteilsergänzungsanspruch (§ 2325 BGB)
Zweitehen: Pflichtteilsverzicht vereinbaren!
Vorgeburtliche Schenkungen lösen Pflichteilsergänzungsansprüche aus
Pflichtteilsergänzungsanspruch auch für Schenkungen des Erblassers vor der Geburt der Abkömmlinge anerkannt
Rechtsprechung zur Pflichtteilsergänzung aufgeben
Pflichtteilsergänzungsansprucn nach § 2325
Pflichtteilsergänzungsanspruch auch für Schenkungen vor der Geburt der Abkömmlinge?
Pflichtteilsergänzungsanspruch für Ungeborene: Der BGH weitet das umstrittene Pflichtteilsrecht noch aus
LG Münster, 20.07.2009 - 12 O 27/09
BGHZ 193, 260
NJW 2012, 2730
FamRZ 2012, 1383
WM 2013, 889
Sie ist gemäß § 2314 Abs. 1 Satz 3 BGB auch nach privatschriftlicher Auskunftserteilung berechtigt, die Vorlage eines notariellen Nachlassverzeichnisses zu verlangen, ohne dass hierfür besondere Voraussetzungen vorliegen müssen (Senatsurteil vom 23. Mai 2012 - IV ZR 250/11, BGHZ 193, 260 Rn. 8; BGH…, Urteil vom 2. November 1960 - V ZR 124/59, BGHZ 33, 373, 378 [juris Rn. 22];… OLG München FamRZ 2017, 2076, 2077 [juris Rn. 23]).
Vielmehr stehen sie dem Gläubiger grundsätzlich kumulativ zu, so dass er sie neben- oder hintereinander geltend machen kann (vgl. Senatsurteil vom 23. Mai 2012 - IV ZR 250/11, BGHZ 193, 260 Rn. 8; BGH…, Urteil vom 2. November 1960 - V ZR 124/59, BGHZ 33, 373, 378 [juris Rn. 22]).
(a) Zwar wird allgemein angenommen, das amtliche Verzeichnis biete gegenüber dem privatschriftlichen Verzeichnis eine größere Gewähr für Klarheit, Übersichtlichkeit und Richtigkeit (Senatsurteil vom 23. Mai 2012 - IV ZR 250/11, BGHZ 193, 260 Rn. 8), da der Notar zur Vornahme von Ermittlungen berechtigt und verpflichtet sowie für den Inhalt des Nachlassverzeichnisses verantwortlich sei (…vgl. BVerfG ZEV 2016, 578 Rn. 3; BGH…, Urteil vom 2. November 1960 - V ZR 124/59, BGHZ 33, 373, 376 f. [juris Rn. 18]); OLG München FamRZ 2017, 2076, 2077 [juris Rn. 23]; OLG Schleswig NJW-RR 2011, 946, 947 [juris Rn. 24]; OLG Düsseldorf RNotZ 2008, 105, 106 [juris Rn. 9]; Staudinger/Herzog, BGB [2015] § 2314 Rn. 72; Müller in Burandt/Rojahn, Erbrecht 2. Aufl. § 2314 BGB Rn. 48; MünchKomm-BGB/Lange, 7. Aufl. § 2314 Rn. 22; NK-BGB/Bock, 4. Aufl. § 2314 Rn. 23; Kuhn/Trappe, ZEV 2011, 347, 350).
Die Theorie der Doppelberechtigung hat der Bundesgerichtshof aber mit Urteil vom 23.05.2012 (Az. IV ZR 250/11, BGHZ 193, 260 = NJW 2012, 2730) für die Pflichtteilsberechtigung von Abkömmlingen ausdrücklich aufgegeben.
Hierbei gilt für die Pflichtteilsberechtigung des Klägers das zum ordentlichen Pflichtteil zuvor Gesagte entsprechend, wobei lediglich erforderlich ist, dass der Pflichtteilsberechtigte im Zeitpunkt des Erbfalls existierte (BGH, Urt. v. 23.05.2012 - IV ZR 250/11, BGHZ 193, 260 ff., juris Rn. 13).
Über die Berufung der Beklagten ist, obwohl sie im Verhandlungstermin vor der Kammer am 7. Juli 2014 nicht vertreten waren, durch streitiges Endurteil (sog. unechtes Versäumnisurteil; Bundesgerichtshof, Urteil vom 23. Mai 2012 - IV ZR 250/11 -, BGHZ 193, 260-268), nicht durch Versäumnisurteil zu entscheiden, da die Berufung bereits unzulässig ist.