Source: https://xn--rabro-mva.de/zur-sittenwidrigkeit-eines-vertrags-zur-lebenshilfe-unter-ausnutzung-des-aberglaubens/
Timestamp: 2019-04-26 14:35:33
Document Index: 18130912

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 814', '§ 611', '§ 138', '§ 812', 'BGH']

Zur Sittenwidrigkeit eines Vertrags zur Lebenshilfe unter Ausnutzung des Aberglaubens | Rechtsanwaltskanzlei Skwar
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AG Mannheim, Urteil vom 04. März 2011 – 3 C 32/11
1. Verpflichtet sich der Vertragspartner durch „Seine medialen Kräfte und göttlicher Liebe“ beim Kunden „negative Energie“, „Fluch“, „telepathische Angriffe“, „magische und okkulte Einflüsse“ zur Bewältigung einer Lebenskrise abzuwenden, ist der Vertrag sittenwidrig und nichtig, wenn er den Aberglauben des Kunden ausnutzt (Fortführung von BGH, Urt. v. 13. Januar 2011, III ZR 87/10) (Rn.8).
2. Das Vertrauen des Vertragsschließenden, solche Leistungen rechtswirksam vereinbaren zu können, schließt die Anwendung des § 814 BGB aus (Rn.10).
1. Der Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 200,- € nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 11.03.2010 zu zahlen.
Der zwischen den Parteien geschlossene Dienstvertrag nach §§ 611 ff. BGB ist nichtig, § 138 BGB, so dass der Klägerin gegenüber dem Beklagten ein Anspruch auf Rückzahlung der geleisteten 200,- € zusteht, § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB.
BGH, Urteil vom 10.10.1996 - III ZR 205/95 1. Zur Sittenwidrigkeit eines auf die Vermittlung…
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