Source: https://boehmanwaltskanzlei.de/leistungsschutzrecht
Timestamp: 2020-05-30 15:18:17
Document Index: 292919180

Matched Legal Cases: ['§ 70', '§ 71', '§ 72', '§ 73', '§ 81', '§ 85', '§ 87', '§ 87', '§ 88', '§ 95', '§ 72', '§ 2']

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Im Überblick stellt sich der ergänzende Leistungsschutz im Urheberrechtsgesetz wie folgt dar:
Wissenschaftliche Ausgaben (§ 70)
Ausgabe nachgelassener Werke (§ 71)
Schutz der Lichtbilder (§ 72)
Schutz ausübender Künstler (§§ 73 ff.)
Schutz des Veranstalters (§ 81)
Schutz des Herstellers von Tonträgern (§§ 85-86)
Schutz des Sendeunternehmens (§ 87)
Schutz des Datenbankerstellers (§ 87a-87e)
Bestimmungen über Filme (§§ 88-94)
Laufbilder (§ 95)
(Alle genannten Normen sind solche des Urheberrechtsgesetzes.)
Das Leistungsschutzrecht ist ein Immaterialgüterrecht für Werkmittler (z.B. den Tonträgerhersteller oder den ausübenden Künstler). Es schützt dessen Leistung in Form der Vermittlung eines Werkes. Dabei ist es häufig, nicht jedoch immer erforderlich, dass ein Werk vorliegt. Grundsätzlich ist das Leistungsschutzrecht unabhängig vom Urheberrecht an den jeweiligen Werken zu beurteilen.
Die teilweise fließenden Übergänge von einem Leistungsschutzrecht zu einem Urheberrecht lassen sich besonders anschaulich am Beispiel von Fotos aufzeigen. Hier genießt zunächst beinahe jedes (Knips-) Foto ein Leistungsschutzrecht nach § 72 UrhG. Man spricht insoweit von einem Lichtbild. Erreicht das Foto darüber hinaus eine ausreichende Schöpfungshöhe, kann ein Foto auch als (urheberrechtlich geschütztes) Werk nach § 2 Abs. 1 Nr. 5 UrhG geschützt sein. Es handelt sich dann um ein Lichtbildwerk.
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