Source: http://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-212632
Timestamp: 2017-05-25 20:13:30
Document Index: 313514499

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 13', '§ 18', '§ 22', '§ 17', '§ 18']

Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen des höheren technischen Verwaltungsdienstes im Land Brandenburg (APOhtD)vom 29. März 2001(GVBl.II/01, [Nr. 07], S.90)zuletzt geändert durch Artikel 26 des Gesetzes vom 13. März 2012(GVBl.I/12, [Nr. 16])
(1) Der Vorbereitungsdienst dauert mindestens zwei Jahre. Für die Ausbildung förderliche Zeiten einer beruflichen Tätigkeit, die nach dem Hochschulstudium abgeleistet worden sind, können bis zur Hälfte, jedoch nicht über sechs Monate hinaus,
angerechnet werden. Förderlich sind nur solche Tätigkeiten, die geeignet sind, die Ausbildung in einzelnen Abschnitten ganz oder teilweise zu ersetzen.
(2) Erreicht der Referendar das Ziel der Ausbildung in einzelnen Abschnitten oder insgesamt nicht, so kann die Einstellungsbehörde den Vorbereitungsdienst um höchstens
ein Jahr verlängern.
(2) In einem Einführungslehrgang soll dem Referendar ein Überblick über den öffentlichen Dienst und die besonderen Aufgaben seiner Fachverwaltung vermittelt werden. Das Ziel der Ausbildung soll erläutert und Hinweise auf die Gliederung der
Ausbildung, den Ausbildungsstoff in den einzelnen Ausbildungsabschnitten und auf die Prüfung gegeben werden.
(3) Die Ausbildung soll durch Lehrgänge, Seminare, Planspiele, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede sowie durch Exkursionen vertieft werden. Zur Vermittlung von Kenntnissen in den Prüfungsfächern „Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen” und „Leitungsaufgaben und
Wirtschaftlichkeit” sind ein Allgemeines Verwaltungsseminar und ein Rhetorik- und Managementseminar einzurichten.
(1) Die Ausbildungsbehörde bestellt einen Ausbildungsleiter, der die Gesamtausbildung lenkt und überwacht. Der Ausbildungsleiter kann einen persönlich und fachlich geeigneten Vertreter mit der Überwachung der Ausbildung beauftragen. Der Ausbildungsleiter und der Vertreter müssen durch die Große
Staatsprüfung die Befähigung zum höheren technischen Verwaltungsdienst in der jeweiligen Fachrichtung erworben haben. Die Ausbildung im Einzelnen obliegt jeweils dem Leiter der Ausbildungsstelle oder dem von ihm Beauftragten.
(3) Die Ausbildungsbehörde gibt am Ende der gesamten Ausbildung eine abschließende Beurteilung ab. Diese soll über die Ergebnisse der Ausbildung, der Allgemeinbildung, Charaktereigenschaften und Fähigkeit zum freien Vortrag
Aufschluss geben (Absatz 1 gilt entsprechend).
(4) Die Beurteilungen sind dem Referendar in ihrem vollen Wortlaut zu eröffnen und mit ihm zu besprechen. Die Eröffnungen sind aktenkundig zu machen und mit den
Beurteilungen zu den Personalakten zu nehmen.
(3) Während der Zeit für die Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit darf Erholungsurlaub grundsätzlich nicht gewährt werden. Urlaub aus triftigen Gründen ist nur im Einvernehmen mit dem Oberprüfungsamt zulässig. Die Frist für die Abgabe der häuslichen Prüfungsarbeit verlängert sich in diesen Fällen
(4) Die Prüfung wird in den in § 1 Abs. 1 genannten Fachrichtungen von Prüfungskommissionen abgenommen, die vom Oberprüfungsamt aus den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse gebildet werden. Die Prüfungskommissionen setzen sich zusammen aus dem Vorsitzenden und mindestens drei Prüfern, wobei die Besetzung
der Prüfungskommission je nach Prüfungsfächern personell wechseln kann. Die Prüfer werden vom Präsidenten des Oberprüfungsamtes von Fall zu Fall aus dem Kreis der vom Vorsitzer des Kuratoriums bestellten Mitglieder der Prüfungsausschüsse berufen. Jeder Prüfungskommission soll nach Möglichkeit ein Prüfer aus dem Land Brandenburg angehören.
(2) Die Referendare haben ihren Antrag auf Zulassung zur Großen Staatsprüfung (Anlage 5) innerhalb von zwei Wochen nach Aufforderung durch die Ausbildungsbehörde zu stellen. Die Ausbildungsbehörde hat dem Referendar den Termin für den
Antrag unter Hinweis auf die Folgen eines Versäumnisses (§ 13 Buchstabe c) schriftlich mitzuteilen.
(2) Der Referendar muss die häusliche Prüfungsarbeit innerhalb von sechs Wochen anfertigen und dem Oberprüfungsamt im Original unmittelbar einreichen. Bei
Vorliegen triftiger Gründe kann der Präsident des Oberprüfungsamtes die Frist um höchstens sechs Wochen verlängern. Der Referendar hat in diesem Fall unverzüglich
einen Antrag durch seine Ausbildungsbehörde, die dazu Stellung nimmt, an das Oberprüfungsamt zu richten. Bei längerer Verhinderung hat der Referendar eine neue Aufgabe ersatzweise zu bearbeiten.
(3) Der Referendar hat die Aufgabe in allen ihren Teilen ohne fremde Hilfe zu bearbeiten und alle benutzten Quellen und Hilfsmittel anzugeben. Dieses hat er in einer dem Textteil der Arbeit vorzuheftenden Erklärung zu versichern. Alle
Ausarbeitungen müssen seine Unterschrift tragen.
(4) Hat ein Referendar an einem vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin ausgeschriebenen „Schinkel-Wettbewerb” oder an einem vom Land Berlin ausgeschriebenen Wettbewerb um den „Peter-Josef-Lenné-Preis” teilgenommen,
so kann die Wettbewerbsarbeit auf Antrag als häusliche Prüfungsarbeit angenommen werden, wenn die Wettbewerbsaufgabe unter Beteiligung eines Prüfers des Oberprüfungsamtes gestellt worden ist und einer häuslichen Prüfungsaufgabe entspricht. Der Antrag ist mit dem Zulassungsantrag zu stellen. Die Arbeit wird unabhängig von ihrer Bewertung im Wettbewerb beurteilt.
(3) Insgesamt ist aus vier Prüfungsfächern der in Anlage 6 aufgeführten Prüfungsfächer je eine schriftliche Arbeit unter Aufsicht in jeweils sechs Stunden an vier aufeinander folgenden Werktagen zu fertigen. Den rechts- und verwaltungsbezogenen Bereichen der Ausbildung ist mit mindestens einer Arbeit
Rechnung zu tragen. Wenn die Ausbildung ein Vertiefungsfach aufweist, soll nach Möglichkeit eine der Arbeiten aus diesem Fach gefertigt werden. Die zugelassenen Hilfsmittel werden in der Regel zur Verfügung gestellt. Wenn der Referendar selbst Hilfsmittel mitbringen soll, werden sie ihm in der Ladung zur
Prüfung ausdrücklich benannt. Andere mitgeführte Hilfsmittel sind vor Aushändigung der Aufgabe beim Aufsichtführenden zu hinterlegen.
(5) Spätestens mit Ablauf der Bearbeitungsfrist hat der Referendar seine Arbeit unterschrieben und mit allen Zwischenrechnungen und Konzepten dem Aufsichtführenden
(6) Über den Verlauf der vier schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht fertigt der Aufsichtführende jeweils eine Niederschrift an, die zu sammeln und am letzten Fertigungstag dem Oberprüfungsamt zu übersenden sind. Die gefertigten Arbeiten
sind noch am jeweiligen Fertigungstag zusammen mit den Aufgabentexten mit Einlieferungsnachweis dem vom Oberprüfungsamt benannten Erstbeurteilern zur Bewertung zuzuleiten.
(3) Sind die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht (§ 18) als nicht bestanden bewertet (§ 22 Abs. 5), wird der Referendar nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. Die Prüfung ist nicht bestanden. Die Entscheidung trifft das Oberprüfungsamt
aufgrund der Bewertungen durch die Prüfer. Die Nichtzulassung ist dem Referendar vor der mündlichen Prüfung bekannt zu geben. Er erhält hierüber vom Oberprüfungsamt einen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.
(1) Kann der Referendar nicht zur schriftlichen oder mündlichen Prüfung erscheinen oder muss die Prüfung abgebrochen werden, so ist unverzüglich das Oberprüfungsamt
unter Angabe der Gründe zu verständigen und der Nachweis der Verhinderung zu erbringen. Erkennt der Präsident des Oberprüfungsamtes die Gründe als triftig an, so gelten bei einer Unterbrechung die bis dahin abgeschlossenen Teile als abgelegt. Die Prüfung ist zum nächstmöglichen Termin fortzusetzen.
1,72,02,3
2,73,03,3
3,74,0
die Punktzahl der häuslichen Prüfungsarbeit
mit zwei (= 20 v. H.)
die Durchschnittspunktzahl aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht
mit drei (= 30 v. H.)
die Durchschnittspunktzahl aller Fächer der mündlichen Prüfung
mit fünf (= 50 v. H.)
sehr gutgutbefriedigendausreichendnicht bestanden.
bei einem Mittelwert von 1.00 - 1.49
bei einem Mittelwert von 1.50 - 2.44
bei einem Mittelwert von 2.45 - 3.34
bei einem Mittelwert von 3.35 - 4.00.
Mit Bestehen der Prüfung erwirbt der Referendar die Befähigung zum höheren technischen Verwaltungsdienst. Außerdem wird die Berechtigung erworben, die Berufsbezeichnung „Assessorin” bzw. „Assessor” mit einem der
Fachrichtung bezeichnenden Zusatz zu führen. Hierüber erteilt das Oberprüfungsamt ein Prüfungszeugnis, das die Einzelnoten und das Gesamturteil enthält. Das Prüfungszeugnis wird vom Präsidenten des Oberprüfungsamtes unterzeichnet und mit dem Siegel versehen. Das Zeugnis wird mit einem Bescheid des Oberprüfungsamtes, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen ist, zugestellt.
(4) Im Fall des Absatzes 2 Buchstabe b oder c befindet die Prüfungskommission auch darüber, in welchen Abschnitten die Ausbildung einer Ergänzung bedarf, und schlägt der Einstellungsbehörde die Dauer der zusätzlichen Ausbildung vor.
Sie soll mindestens drei, höchstens zwölf Monate betragen. Der Referendar hat zwei Monate vor Beendigung der zusätzlichen Ausbildung die Zulassung zur Wiederholungsprüfung zu beantragen.
(1) Einem Referendar, der zu täuschen versucht, der insbesondere die Versicherung der selbständigen Bearbeitung der häuslichen Prüfungsarbeit unrichtig abgibt (§ 17 Abs. 3) oder der bei den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht andere als die zugelassenen Hilfsmittel mit sich führt (§ 18 Abs. 3) oder der sich sonst eines Verstoßes gegen die Prüfungsordnung schuldig macht, soll die Fortsetzung der Prüfung unter Vorbehalt gestattet werden; der Vorbehalt ist aktenkundig zu machen. Bei einer erheblichen Störung soll der Referendar von der weiteren
Teilnahme an dem betreffenden Teil der Prüfung ausgeschlossen werden.
(2) Über die Folgen eines Vorfalls nach Absatz 1 oder einer Täuschung, die nach Abgabe einer schriftlichen Prüfungsarbeit festgestellt wird, entscheidet der Präsident des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, bei einer Täuschung oder einem Ordnungsverstoß während der mündlichen Prüfung die jeweilige Prüfungskommission. Sie können je nach Schwere der Verfehlung die Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen mit neuer Aufgabenstellung anordnen oder den Referendar von der weiteren Prüfung ausschließen, die Prüfungsleistung mit „ungenügend“ bewerten oder die Prüfung
für nicht bestanden erklären (Note „ungenügend“). Der Referendar erhält einen schriftlichen Bescheid, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen ist.
Bauordnungswesen sowie Städtebau, Wohnungs- und Siedlungswesen
Aufgaben der Dienst- und Fachaufsicht - Sonderaufgaben -, Oberste Bauaufsichtsbehörde, Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit
Mitarbeit und Information in Stadt oder Landkreis oder bei einem öffentlichen Planungsträger
Mitarbeit und Information bei einer Regionalplanungsstelle, einem Landesministerium oder beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Wahlweise in einer Dienststelle des Abschnittes I oder II, Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit
Ausbildung im Verwaltungsdienst der Ortsinstanz
Straßenbaudienst, Neubau-, Autobahnamt
Benachbarte Fachgebiete, zum Beispiel bei der Stadtverwaltung und Wasserwirtschaftsverwaltung
Ausbildung im Verwaltungsdienst der oberen und obersten Landesbehörden, Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit
Einführungsinformation mit weitgehend autodidaktischer Erarbeitung der Verwaltungsgrundlagen Abschnitt II:
Praktisches Wahrnehmen von Dienstgeschäften der örtlichen Behörden in den Fachbereichen Städtebau, Stadtstraßen, Stadtbahnen und Siedlungswasserwirtschaft
Dabei soll zur Intensivierung der Ausbildung jeder der vier
Verwaltungsbereiche Planen, Ordnen, Bauen und Betreiben in einem anderen Fachbereich absolviert werden, der Verwaltungsbereich Bau jedoch in jedem Fall im Vertiefungsfach.
Ausbildung im Verwaltungsdienst übergeordneter Behörden mit informatorischer Tätigkeit und praktischer Mitarbeit, Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit
(2) Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde ist der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen. Dieser führt die Auswahl und Einstellung von Bewerbern im Benehmen mit dem Ministerium der Finanzen durch. Kommunale und andere Dienststellen können bei der
Durchführung der Ausbildung beteiligt werden. Die Bewerber werden in dem Fachgebiet „Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung“ ausgebildet.
Aufgaben der unteren Verwaltung und Betriebspraxis
Technik der Betriebswirtschaft
Verwaltungsdienst in den oberen und obersten Landesbehörden, Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit
Vertiefung in einem der vorangegangenen Ausbildungsabschnitte (wahlweise)
Ausbildung im Verwaltungsdienst der oberen und obersten Landesbehörden, Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit, Lehrgänge während der Ausbildung
(7) Die Ausbildung im Abschnitt IV findet beim Landesbetrieb
Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) statt. Der Referendar soll auch zu praktischen Arbeiten herangezogen werden.