Source: https://bundestag.github.io/gesetze/f/fotomedlabausbv/
Timestamp: 2019-10-21 08:23:49
Document Index: 288000512

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotomedienlaboranten/zur Fotomedienlaborantin
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotomedienlaboranten/zur Fotomedienlaborantin (FotoMedLabAusbV)
BGBl I: 1997, 3177
Auf Grund des § 25 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), der zuletzt gemäß Artikel 35 der Sechsten Zuständigkeitsanpassungs-Verordnung vom 21. September 1997 (BGBl. I S. 2390) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie:
Der Ausbildungsberuf Fotomedienlaborant/Fotomedienlaborantin wird staatlich anerkannt.
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Für Auszubildende mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Beruf Fotolaborant/Fotolaborantin beträgt die Ausbildungsdauer zwei Jahre.
lichtempfindliche Materialien bearbeiten,
Bild- und Textinformationen in Standardfertigung bearbeiten und ausgeben,
Bild- und Textinformationen gestalten und ausgeben,
Reproduktionsarbeiten ausführen,
Endprodukte konfektionieren,
(3) Im praktischen Teil der Prüfung soll der Prüfling in insgesamt höchstens sieben Stunden drei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Anfertigen eines Bildes mit unterschiedlichen Kriterien oder Ausführen von Bildkorrekturen,
Kontrollieren von Bädern und Dokumentieren der Ergebnisse und
Herstellen eines Gestaltungsentwurfs zur Lösung einer labortechnischen Aufgabenstellung.
Arbeitsabläufe, Verfahrenswege,
Text-, Bild- und Datenverarbeitung,
lichtempfindliche Materialien,
Entwicklungsprozesse,
Gerätetechnik.
(2) Im praktischen Teil der Prüfung soll der Prüfling in insgesamt höchstens sieben Stunden fünf Arbeitsproben durchführen und in höchstens sieben Stunden ein Prüfungsstück anfertigen. Als Arbeitsproben kommen insbesondere in Betracht:
Herstellen einer fotografischen Reproduktion auf zwei unterschiedlichen Materialien,
Ausarbeiten unterschiedlicher Vorlagen,
Herstellen eines Bildes mit Anwendungsprogrammen,
Vorbereiten und Eintesten eines Systems sowie Dokumentieren des Ergebnisses und
Überprüfen eines Prozesses und Aufzeigen von Korrekturmöglichkeiten.
Als Prüfungsstück kommt insbesondere in Betracht: Herstellen eines Gestaltungsentwurfs nach Vorgaben und Umsetzen dieses Entwurfs mit labortechnischen Verfahren. Die Arbeitsproben sollen insgesamt mit 80 vom Hundert und das Prüfungsstück mit 20 vom Hundert gewichtet werden.
(3) Im schriftlichen Teil der Prüfung soll der Prüfling in den Prüfungsbereichen Labortechnische Arbeiten, Arbeitsplanung und Arbeitsorganisation, Gestaltung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. Es kommen Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsbereich Labortechnische Arbeiten:
a) Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz,
b) Werk- und Hilfsstoffe,
c) rechnergestützte Informations- und Übertragungstechnik, Datenverarbeitung,
d) Meß- und Prüfmethoden,
e) Fototechnik,
f) Reproduktion, Drucktechnik,
g) Entwicklungsprozesse,
h) elektronische Ausarbeitung und Weiterverarbeitung,
i) Konfektionierung,
k) Qualitätsmanagement;
a) Planung, Koordination und Abstimmung von Arbeitsabläufen,
b) Datenverarbeitung, Datenschutz, Kommunikationstechnik,
c) Rechteverwertung;
a) Gestaltungsmittel,
b) Gestaltungselemente,
c) Composing,
d) gestalterische Wirkung,
e) technische und wirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Gestaltung;
im Prüfungsbereich Labortechnische Arbeiten
im Prüfungsbereich Arbeitsplanung und Arbeitsorganisation
im Prüfungsbereich Gestaltung
(6) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung hat der Prüfungsbereich Labortechnische Arbeiten gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche das doppelte Gewicht.
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung im Prüfungsbereich Labortechnische Arbeiten mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Fotomedienlaboranten/zur Fotomedienlaborantin
(Fundstelle: BGBl. I 1997, 3179 - 3181)
d)  Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- und
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (§ 3 Nr. 3)
Arbeitsabläufe planen und vorbereiten (§ 3 Nr. 5)
* a) Werk- und Hilfsstoffe unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften, Verarbeitungsmöglichkeiten, Kosten, Qualität und des Umweltschutzes dem Arbeitsauftrag entsprechend auswählen und einsetzen
b)  Anlagen, Maschinen, Geräte und Werkzeuge pflegen und warten
* c) Datenträger auswählen sowie Daten übernehmen und sichern, Datenschutz beachten
* d) Verfahrensweg entsprechend der geplanten labortechnischen Umsetzung und des Verwendungszwecks auswählen und festlegen
e)  Arbeitsschritte nach dem gewählten Verfahrensweg festlegen;
Durchführung unter Berücksichtigung von Terminvorgaben planen
* f) Arbeitsabfolgen teambezogen abstimmen
g)  Kommunikationsprozesse durchführen, Kommunikationstechnik
situationsbezogen auswählen
h)  Daten archivieren
i)  Arbeitsabläufe kontrollieren und dokumentieren
* k) rechnergestützte Verfahren bei der Vorbereitung und Planung nutzen
l)  Termine, Arbeitsschritte, Materialien und Hilfsmittel auftragsbezogen
m)  Kunden für die Vorbereitung und Durchführung labortechnischer Arbeiten
beraten und berufstypische Rechtsfragen berücksichtigen
lichtempfindliche Materialien bearbeiten (§ 3 Nr. 6)
* a) lichtempfindliche Materialien nach Typ, Fabrikat und Konfektionierung unterscheiden sowie prozeßorientiert zuordnen
b)  lichtempfindliche Materialien handhaben und lagern
c)  Testaufnahmen herstellen
d)  Chemikalien unter Berücksichtigung von rechtlichen, betrieblichen und
Hersteller-Vorschriften handhaben, lagern und einer umweltgerechten
e)  Entwicklungsprozesse durchführen
* f) Bäder und Lösungen ansetzen, kennzeichnen, prozeßorientiert zusammenstellen und kontrollieren
* g) den Einsatz von Chemikalien planen
h)  Prozeß überwachen und dokumentieren sowie Bäder regenerieren
* i) Bäder rejuvenieren
Bild- und Textinformationen in Standardfertigung bearbeiten und ausgeben (§ 3 Nr. 7)
* a) Anlagen, Maschinen und Geräte auftragsbezogen vorbereiten
b)  Programme auswählen und handhaben
c)  Korrekturen angeben und ausführen
* d) Bilder anfertigen
e)  Arbeitsergebnisse auf Einhaltung der Vorgaben und Eignung für die
Weiterverarbeitung prüfen und beurteilen
* f) Bild- und Zeichnungselemente gerätetechnisch nach Vorgabe freistellen, entfernen und ergänzen
Bild- und Textinformationen gestalten und ausgeben (§ 3 Nr. 8)
* a) Schrift, Bild und Farbe als Gestaltungsmittel einsetzen
b)  typografische und grafische Elemente kombinieren
* c) eine Bildkonzeption entwickeln
d)  Bild und Text produktbezogen zueinander anordnen und dabei die
Bedingungen der technischen Weiterverarbeitung berücksichtigen
e)  Bild und Text programmgestützt bearbeiten, verändern und ausgeben
f)  Bilder analog und digital bearbeiten
g)  technische und wirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Gestaltung
Reproduktionsarbeiten ausführen (§ 3 Nr. 9)
* a) technischen Verfahrensweg bestimmen
b)  Reproduktionsmaterialien und Verarbeitungsprozesse entsprechend ihrer
Eigenschaften und Einsatzbereiche auswählen
* c) Reproduktionen herstellen
d)  Testarbeiten zur Ermittlung reprotechnischer Verarbeitungsprozesse
* e) Kontrollelemente einsetzen sowie prüf- und meßtechnische Arbeiten durchführen
f)  Arbeitsergebnisse auf Einhaltung der Vorgaben und Eignung für die
weitere Verarbeitung prüfen und beurteilen
Endprodukte konfektionieren (§ 3 Nr. 10)
* a) Bilder aufziehen und rahmen
* b) Aufträge fakturieren und versandfertig machen
* c) Bilder veredeln
Qualitätsmanagement (§ 3 Nr. 11)
* a) Arbeitsabläufe auf Einhaltung der Vorgaben kontrollieren und bei Abweichungen Systemeinstellungen korrigieren
b)  Pflege, Wartung und Instandhaltung der eingesetzten Anlagen,
Maschinen, Geräte und Werkzeuge als qualitätssichernde Maßnahmen