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Timestamp: 2016-10-23 20:24:52
Document Index: 150698060

Matched Legal Cases: ['Art. 100', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 72', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 518', 'Art. 518', 'Art. 112', 'Art. 51', 'BGE', 'Art. 517', 'BGE', 'BGE', 'Art. 74', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 105', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 626', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 518', 'Art. 626', 'Art. 8', 'Art. 97', 'Art. 518', 'Art. 518', 'Art. 518', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 66', 'Art. 64']

5A_395/2010 (22.10.2010)
5A_395/2010
Erbengemeinschaft des Z.________ sel. bestehend aus:
4. T.________,
6. V.________,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden vom 18. Januar 2010.
Am 18. November 2003 und am 29. M�rz 2006 erstellte Y.________ f�r Z.________ je eine �ffentliche letztwillige Verf�gung. Z.________ (fortan: Erblasser) verstarb am 11. Mai 2006. Als Erben hinterliess er seine Ehefrau U.________ sowie die Kinder R.________, X.________, V.________, S.________ und T.________. Zu seinem Willensvollstrecker hatte er W.________ und als Ersatzwillensvollstrecker Y.________ ernannt. Nachdem die letztwillige Verf�gung vom 29. M�rz 2006 f�r ung�ltig erkl�rt worden war und W.________ sein Mandat mit Schreiben vom 14. April 2008 niedergelegt hatte, wurde Y.________ am 25. April 2008 als Ersatzwillensvollstrecker eingesetzt. Am 16. Mai 2008 legte Y.________ den Erben einen Entwurf des Erbteilungsvertrages vor, der jedoch nicht die Zustimmung aller Erben fand.
Am 7. Juni 2008 reichte X.________ beim Amt f�r �ffentliche Inventarisationen des Kantons Nidwalden Beschwerde ein gegen die Amtsf�hrung von Y.________. Darin ersuchte er prim�r um Absetzung des Willensvollstreckers, eventualiter darum, ihn anzuhalten, innert kurzer Frist ein korrektes und vollst�ndiges Inventar der Erbschaft zu erstellen, ihn des Weiteren anzuweisen, die f�lligen Guthaben der Erbschaft einzufordern und seine Kontakte sowie diejenigen seiner B�ropartnerin Q.________ zu allen Mitgliedern der Erbengemeinschaft, zum vormaligen Willensvollstrecker, zur Firma P.________, und zur Firma O.________ offenzulegen und alle im Zusammenhang mit dem Erbfall angefallenen Schriftst�cke zu edieren. Das Amt wies die Beschwerde mit Verf�gung vom 29. Juli 2008 ab.
Das zugleich gestellte Gesuch um vorl�ufige Suspendierung des Willensvollstreckers w�hrend h�ngigen Beschwerdeverfahrens wurde letztinstanzlich durch das Bundesgericht abgewiesen (Urteil 5A_574/2009 vom 4. Dezember 2009).
Gegen die Verf�gung vom 29. Juli 2008 reichte X.________ am 18. August 2008 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Nidwalden ein, welche mit Beschluss vom 28. April 2009 abgewiesen wurde.
Dagegen wandte sich X.________ am 27. Mai 2009 an das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, welches seine Beschwerde mit Urteil vom 18. Januar 2010 abwies.
Am 20. Mai 2010 hat X.________ (fortan: Beschwerdef�hrer) Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Er beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils sowie die Entbindung von Y.________ (fortan: Beschwerdegegner 1) von seinem Amt als Willensvollstrecker. Eventualiter ersucht er darum, den Beschwerdegegner 1 anzuhalten, innert kurzer Frist ein korrektes und vollst�ndiges Inventar der Erbschaft des Erblassers zu erstellen, und ihn anzuweisen, die f�lligen Guthaben der Erbschaft einzufordern, sowie, seine Kontakte und diejenigen seiner B�ropartnerin Q.________ zu allen Mitgliedern der Erbengemeinschaft, zum vormaligen Willensvollstrecker, zur Firma P.________, sowie zur Firma O.________ offenzulegen und s�mtliche im Zusammenhang mit dem Erbfall angefallenen Schriftst�cke zu edieren. Schliesslich ersucht der Beschwerdef�hrer um unentgeltliche Rechtspflege.
Vernehmlassungen sind keine eingeholt worden. Hingegen wurden die kantonalen Akten beigezogen. Aufgrund einer verfr�hten Aktenr�cksendung durch die Vorinstanz mussten dem Bundesgericht Belege durch den Beschwerdef�hrer und den Beschwerdegegner 1 nachgereicht werden.
1.1 Angefochten ist binnen Frist (Art. 100 Abs. 1 BGG) ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid (Art. 75 Abs. 1, Art. 90 BGG) aus dem Gebiet der Aufsicht �ber die Willensvollstrecker (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 5 BGG).
1.2.1 Ob dem Streit um die Absetzung des Willensvollstreckers verm�gensrechtlicher Charakter im Sinne des BGG zukommt, hat das Bundesgericht bisher offen gelassen (Urteil 5A_574/2009 vom 4. Dezember 2009 E. 1.2; ebenso f�r die altrechtliche Berufung BGE 90 II 376 E. 4 S. 386). Als verm�gensrechtliche Streitigkeit hat es aber Beschwerden betrachtet, welche einzig die kantonale Gerichtsgeb�hr und Parteientsch�digung in einem Aufsichtsverfahren gegen den Willensvollstrecker zum Gegenstand hatten (Urteil 5A_646/2008 vom 22. Dezember 2008 E. 1.1; Urteil 5A_44/2009 vom 20. Mai 2009 E. 1; Urteil 5A_23/2009 vom 20. Mai 2009 E. 1, nicht publ. in: BGE 135 III 578). Im kantonalen Verfahren darf die Willensvollstreckerbeschwerde willk�rfrei als verm�gensrechtliche Streitigkeit qualifiziert werden (Urteil 5A_646/2008 vom 22. Dezember 2008 E. 2.3; Urteil 5A_44/2009 vom 20. Mai 2009 E. 4.2; BGE 135 III 578 E. 6.3 S. 581).
1.2.2 Eine verm�gensrechtliche Angelegenheit liegt vor, wenn der Rechtsgrund des streitigen Anspruchs im Verm�gensrecht ruht und mit der Beschwerde letztlich und �berwiegend ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt wird (BGE 118 II 528 E. 1c S. 531; 116 II 379 E. 2a S. 380). Erbrechtliche Angelegenheiten erscheinen grunds�tzlich als solche verm�gensrechtlicher Art (vgl. BGE 135 III 578 E. 6.3 S. 581), betreffen sie doch die Regelung der Nachfolge in Verm�gensrechte des Erblassers (JEAN NICOLAS DRUEY, Grundriss des Erbrechts, 5. Aufl. 2002, � 3 Rz. 1 und 8 ff.). Soweit eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Willensvollstrecker durch sein Handeln in verm�gensrechtlichen Angelegenheiten veranlasst ist (vgl. Art. 518 Abs. 2 ZGB; MARTIN KARRER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, 3. Aufl. 2007, N. 3 zu Art. 518 ZGB), kommt auch ihr verm�gensrechtliche Natur zu. Der Zweck des Aufsichtsverfahrens ist diesfalls �berwiegend wirtschaftlich, da eine �nderung in der Nachlassverwaltung angestrebt wird. Das Bundesgericht hat im �brigen bereits Beschwerden mit �hnlich gelagertem Gegenstand als verm�gensrechtliche Angelegenheit behandelt (Urteil 5A_257/2009 vom 26. Oktober 2009 E. 1.3 betreffend Ausstellung einer Willensvollstreckerbescheinigung; Urteil 5A_787/2008 vom 22. Januar 2009 E. 1.1 betreffend Ernennung eines Erbenvertreters). Der verm�gensrechtliche Bezug wird im vorliegenden Fall besonders deutlich, geht es dem Beschwerdef�hrer doch darum, zus�tzlich Fr. 200'000.-- im Nachlassinventar ber�cksichtigt zu wissen und eine Darlehensforderung der Masse von Fr. 1'000'000.-- einzuziehen. Darauf zielen nicht nur seine Eventualantr�ge ab, sondern mit der angeblich pflichtwidrigen Unterlassung dieser Handlungen begr�ndet er auch den Absetzungsantrag gegen�ber dem Willensvollstrecker (Beschwerdegegner 1).
1.2.3 Entgegen Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG enth�lt das angefochtene Urteil keine Angaben zum Streitwert. Da das Begehren nicht auf Bezahlung einer bestimmten Geldsumme lautet, setzt ihn das Bundesgericht nach Ermessen fest (Art. 51 Abs. 2 BGG). Auf den Nachlasswert kann dabei nicht abgestellt werden (BGE 135 III 578 E. 6.5 S. 582). Es besteht vorliegend aber kein Anlass, eine alle m�glichen F�lle abdeckende Methode festzulegen. Denkbar erscheint, das Interesse an der Absetzung bzw. den dahinter stehenden Vertrauensverlust in den Vordergrund zu r�cken. Diesfalls w�re eine Streitwertsch�tzung anhand von Verg�tung und Auslagenersatz des Willensvollstreckers (Art. 517 Abs. 3 ZGB) in Analogie zur Abberufung der Verwaltung einer Stockwerkeigent�mergemeinschaft (Urteil 5C.243/2004 vom 2. M�rz 2005 E. 1, nicht publ. in: BGE 131 III 297) nicht ausgeschlossen. Stehen hinter den Antr�gen auf Absetzung oder Anweisung indes weitergehende �konomische Zwecke, so muss sich ein Beschwerdef�hrer darauf behaften lassen. Eine Ber�cksichtigung dieses wirtschaftlichen Interesses bei der Streitwertbemessung ist m�glich (BGE 135 III 578 E. 6.5 S. 582 f.). Vorliegend geht es dem Beschwerdef�hrer in erster Linie um die Mehrung der Nachlassmasse. Da sein finanzielles Interesse erheblich ist, wird ermessensweise vom Erreichen des massgeblichen Streitwerts von Fr. 30'000.-- ausgegangen (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG).
1.3 Mit der Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen im Sinne von Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dabei bedeutet "offensichtlich unrichtig" willk�rlich (BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 130 mit Hinweis). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Im �brigen legt das Bundesgericht seinem Urteil den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG).
1.4 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Ansonsten kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten - einschliesslich der Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung - geltend gemacht wird. Eine solche R�ge pr�ft das Bundesgericht nur insoweit, als sie in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Es muss demnach klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden, welche verfassungsm�ssigen Rechte inwiefern verletzt worden sein sollen. Auf rein appellatorische Kritik ist hingegen nicht einzutreten. Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 III 393 E. 6 S. 397). Die erhobenen R�gen m�ssen zudem in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein. Soweit der Beschwerdef�hrer auf andere Rechtsschriften verweist, gen�gt dies nicht (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 400 mit Hinweisen)
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV). Er wirft der Vorinstanz vor, sich weitgehend auf eine Aneinanderreihung von Textbausteinen beschr�nkt zu haben und im Allgemeinen verharrt zu sein, so dass eine sachgerechte Anfechtung nicht m�glich sei.
2.2 Die Begr�ndungspflicht ist Teilgehalt des rechtlichen Geh�rs nach Art. 29 Abs. 2 BV. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen).
2.3 Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt nicht vor. Dass eine sachgerechte Anfechtung m�glich war, zeigt sich bereits an der umfangreichen Eingabe des Beschwerdef�hrers an das Bundesgericht. Die konkret kritisierten Erw�gungen der Vorinstanz sind zum einen deswegen allgemein gehalten, weil sie im Wesentlichen allgemeine Rechtser�rterungen zum Gegenstand haben. Zum anderen kann der Vorinstanz nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie in einer Pauschalerw�gung festgehalten hat, der Beschwerdef�hrer gen�ge seiner Begr�ndungs- und Mitwirkungspflicht nur teilweise, ohne aufzuzeigen, auf welche Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers sich dies konkret bezieht, geht sie doch danach auf mehreren Seiten auf einzelne Aspekte des Falles ein.
Der Beschwerdef�hrer wirft dem Beschwerdegegner 1 verschiedene Fehler und Unterlassungen vor, die Letzteren als parteiisch erscheinen liessen. In diesem Zusammenhang sei der Sachverhalt willk�rlich festgestellt worden.
3.1 Eine Sachverhaltsfeststellung ist dann willk�rlich, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 129 I 173 E. 3.1 S. 178 mit Hinweisen). Eine willk�rliche Beweisw�rdigung liegt demnach etwa vor, wenn das Gericht offensichtlich Sinn und Tragweite eines Beweismittels verkannt oder ohne zureichenden Grund ein Beweismittel, das einen anderen Entscheid herbeif�hren k�nnte, nicht zur Kenntnis genommen hat oder aufgrund der festgestellten Grundlagen zu unhaltbaren Schl�ssen gekommen ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9).
3.2 Der Beschwerdef�hrer bringt zun�chst vor, dass im Nachlassinventar zus�tzliche Betr�ge im Umfang von mindestens Fr. 200'000.-- aufgenommen werden m�ssten. Dabei handle es sich einerseits (dazu E. 3.4) um vier nicht bezahlte Zinsraten f�r ein Darlehen �ber Fr. 1 Mio. des Erblassers an R.________ (Beschwerdegegner 2) sowie andererseits (dazu E. 3.5-3.8) um ein weiteres Darlehen des Erblassers �ber Fr. 100'000.-- an die damalige, im Besitz des Beschwerdegegners 2 stehende N.________ AG. Der Beschwerdef�hrer wirft den Vorinstanzen vor, diese zus�tzlich aufzunehmenden Betr�ge mit einem Erbvorbezug des Beschwerdegegners 2 �ber Fr. 200'000.-- verwechselt zu haben, welcher tats�chlich ber�cksichtigt worden sei. Dieser Erbvorbezug sei durch Verrechnung mit einem anderen Darlehen des Erblassers an den Beschwerdegegner 2 zu Stande gekommen und die Verwechslung basiere wohl darauf, dass die fraglichen Betr�ge gleich hoch seien.
3.3 Zu diesem Punkt findet sich im vorinstanzlichen Urteil einzig die Bemerkung, das Darlehen an den Beschwerdegegner 2 �ber Fr. 200'000.-- sei im Erbteilungsvertrag unter Ziff. 1.6 ber�cksichtigt worden. Eine eigentliche Auseinandersetzung mit der schon vor der Vorinstanz - wenn auch in wenig konziser Weise - erhobenen R�ge, dass hier eine Verwechslung vorliege, ist nicht erfolgt.
3.4 Neben diversen Hinweisen auf bisher ergangene Rechtsschriften belegt der Beschwerdef�hrer seine Ansicht mit einem E-Mail inklusive Anhang des Beschwerdegegners 2 vom 4. Mai 2008, welches diverse Zahlen zu Darlehensverh�ltnissen zwischen dem Beschwerdegegner 2 und dem Erblasser enth�lt. Der Beschwerdef�hrer behauptet zwar, dieses E-Mail liege bereits in den Vorakten, doch vers�umt er die Angabe, in welchem Zusammenhang er den Beleg eingereicht hat. Aufgrund der Umst�nde (oben lit. E) kann das Bundesgericht nicht nachvollziehen, ob der Beleg tats�chlich im kantonalen Verfahren vorlag oder ob das Beweismittel versp�tet und deshalb unzul�ssig ist (Art. 99 Abs. 1 BGG). Dies ist jedoch nicht entscheidwesentlich: Die Darstellung des Beschwerdef�hrers, dass die Vorinstanzen einer Verwechslung zum Opfer gefallen sind, entbehrt hinsichtlich der fraglichen Zinszahlungen nicht jeglicher Plausibilit�t. Der Beschwerdegegner 1 hat n�mlich selber in einem aktenkundigen Schreiben vom 11. Juni 2008 an den Beschwerdef�hrer einger�umt, dass die Zinserlasse von 2000, 2003, 2004 und 2005 bez�glich des dem Beschwerdegegner 2 gew�hrten Darlehens seines Erachtens ausgleichungspflichtig und deshalb noch zu inventarisieren seien (Beleg 1 zur Replik von X.________ vom 6. Januar 2009 im Verfahren vor dem Regierungsrat des Kantons Nidwalden). Diese Korrespondenz ist erst im Rahmen der Stellungnahmen zum Entwurf des Erbteilungsvertrags, welcher mit Schreiben vom 16. Mai 2008 zugestellt wurde, ergangen, so dass die entsprechenden Betr�ge in diesem Entwurf offenbar noch gar nicht ber�cksichtigt sind. Ob sie zurecht geltend gemacht werden, kann im vorliegenden Verfahren nicht entschieden werden (vgl. unten E. 3.8), sondern h�ngt unter anderem von der Haltung der mitbetroffenen weiteren Erben ab und wird im Streitfall vor Zivilgericht zu kl�ren sein.
Selbst wenn damit die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdef�hrers grunds�tzlich korrekt sein sollte und die Vorinstanzen aufgrund einer Verwechslung geurteilt haben, hat der Beschwerdegegner 1 in diesem Zusammenhang aber weder Anlass zu seiner Absetzung gesetzt noch ist ihm diesbez�glich eine Weisung zu erteilen. Gem�ss dem zitierten Schreiben ist er offenbar zur Aufnahme des Betrages in einem korrigierten Entwurf bereit. Der Beschwerdef�hrer wirft dem Beschwerdegegner 1 allerdings zus�tzlich vor, durch sein prozessuales Verhalten dem Irrtum Vorschub geleistet zu haben, was seine Parteilichkeit belege. Angesichts der weitschweifigen und zuweilen nicht leicht verst�ndlichen Eingaben des Beschwerdef�hrers kann dem Beschwerdegegner 1 aber nicht ein die Absetzung rechtfertigender Vorwurf gemacht werden, wenn er in seinen Stellungnahmen die Auffassung der jeweiligen Vorinstanz �bernommen hat und dabei demselben Irrtum wie diese zum Opfer gefallen ist.
3.5 Der Beschwerdef�hrer kritisiert - wie bereits angesprochen - die Nichtinventarisierung eines Darlehens �ber Fr. 100'000.-- des Erblassers an die N.________ AG. Dabei handle es sich neben den - soeben behandelten - Darlehenszinsen um einen weiteren Bestandteil des nichtinventarisierten Betrags von Fr. 200'000.--.
3.6 Die Vorinstanz hat die fragliche Summe als unentgeltliche Zuwendung qualifiziert und ausgef�hrt, diese unterstehe nicht der Ausgleichungspflicht gem�ss Art. 626 ZGB und geh�re somit nicht in das Nachlassinventar. Sie hat ihre Beurteilung auf ein Dankesschreiben der N.________ AG vom 23. M�rz 2001 gest�tzt. Im fraglichen Schreiben wird Bezug genommen auf eine Offerte des Erblassers zum Verzicht auf R�ckzahlung eines Kontokorrentdarlehens �ber Fr. 100'000.-- zwecks Verbesserung der Gesch�ftszahlen. Im Namen der Gesch�ftsleitung und des Verwaltungsrates der N.________ AG wird dieses Entgegenkommen sodann vom Beschwerdegegner 2 verdankt.
3.7 Der Beschwerdef�hrer h�lt das Dankesschreiben f�r ungeeignet, eine Schenkung zu beweisen. Einerseits werde seine Echtheit bestritten, andererseits sei es abwegig, ein Dankesschreiben des Beschenkten als Beweis f�r eine Schenkung zuzulassen, da sich auf diese Weise jeder Schuldner seiner Schuld entledigen k�nnte. Schliesslich stehe es dem Beschwerdegegner 1 gar nicht zu, zur entsprechenden Beweisf�hrung anzutreten, sondern einzig der N.________ AG. Insbesondere liege eine Verletzung von Art. 8 ZGB vor.
3.8 Zur R�ge der Verletzung von Art. 8 ZGB ist anzumerken, dass diese Norm die Konsequenz der Beweislosigkeit regelt, indem zulasten derjenigen Partei zu entscheiden ist, die aus der nicht bewiesenen Tatsache Rechte ableitet. Die Beweislastverteilung wird aber gegenstandslos, wenn das Gericht einen Sachverhalt als bewiesen oder widerlegt erachtet hat (BGE 131 III 646 E. 2.1 S. 649 mit Hinweisen). Unter diesem Gesichtspunkt ist irrelevant, wer von den Verfahrensbeteiligten das fragliche Aktenst�ck eingereicht hat. Art. 8 ZGB verbietet im �brigen nicht, zum Beweis eines Schenkungswillens des Schenkers ein Dankesschreiben des Beschenkten vorzulegen. Welche Schl�sse daraus zu ziehen sind, ist eine Frage der durch Art. 8 ZGB nicht geregelten Beweisw�rdigung (BGE 131 III 222 E. 4.3 S. 226 mit Hinweisen). Diesbez�glich ist f�r den vorliegenden Zusammenhang zu beachten, dass im Aufsichtsverfahren gegen den Willensvollstrecker nicht �ber materiellrechtliche Fragen, wie etwa den Bestand einer umstrittenen Forderung, entschieden werden kann. Dies ist dem Zivilrichter �berlassen und die Bef�rchtung des Beschwerdef�hrers hinsichtlich der Pr�judizialit�t des Aufsichtsentscheids insofern unbegr�ndet. Die Aufsichtsbeh�rden sind nur zust�ndig, die Amtsf�hrung des Willensvollstreckers auf ihre Zweckm�ssigkeit hin zu �berpr�fen. Dazu gesellt sich die Kontrolle mangelnder pers�nlicher Eignung wie der vorliegend geltend gemachten Parteilichkeit (BGE 91 II 52 E. 1 S. 56 mit Hinweisen; PETER TUOR, Berner Kommentar, 2. Aufl. 1952 [unver�nderter Nachdruck 1973], N. 30 zu Art. 518 ZGB; BRUNO DERRER, Die Aufsicht der zust�ndigen Beh�rde �ber den Willensvollstrecker und den Erbschaftsliquidator, 1985, S. 30 ff.; DRUEY, a.a.O., � 14 Rz. 50). Angesichts dieser eingeschr�nkten Kognition und der begrenzten Tragweite eines Aufsichtsentscheides durfte die Vorinstanz - wie auch der Willensvollstrecker - willk�rfrei aus dem Dankesschreiben der R.________ AG auf einen Schenkungswillen des Erblassers schliessen. Der Beschwerdef�hrer ist allerdings der Ansicht, dass selbst in diesem Fall eine Ausgleichungspflicht besteht, da sich das Verm�gen des Beschwerdegegners 2 als Alleinaktion�r der R.________ AG entsprechend vergr�ssert habe. Damit macht der Beschwerdef�hrer einen Durchgriff durch die beschenkte juristische Person auf den dahinterstehenden Aktion�r geltend. Die Frage ist gegebenenfalls im Erbteilungs- oder Ausgleichungsprozess zu kl�ren. Angesichts des klaren Wortlauts von Art. 626 ZGB, der die Ausgleichungspflicht auf gesetzliche Erben (Abs. 1) bzw. Nachkommen (Abs. 2) beschr�nkt, kann dem Beschwerdegegner 1 kein Vorwurf daraus erwachsen, dass er die entsprechende Forderung nicht in das Inventar aufgenommen hat.
3.9 Der Beschwerdef�hrer macht schliesslich geltend, der Beschwerdegegner 1 sei verpflichtet, ein vom Erblasser an den Beschwerdegegner 2 gew�hrtes Darlehen �ber Fr. 1 Mio. zur�ckzufordern.
3.10 Die Vorinstanz hat hiezu erwogen, der Willensvollstrecker sei bis anhin nicht verpflichtet gewesen, dieses Darlehen zur�ckzufordern, da dessen F�lligkeit nicht erwiesen sei. Der Beschwerdef�hrer bringe diesbez�glich keine Beweise vor. Im �brigen sei das Darlehen korrekt als Schuld gegen�ber der Erbmasse ins Inventar aufgenommen worden.
3.11 Dagegen wendet der Beschwerdef�hrer ein, er habe dargelegt, dass sich die F�lligkeit aus Vertrag ergebe und weder der Beschwerdegegner 1 noch die �brigen Erben h�tten die F�lligkeit bestritten, so dass dar�ber als unbestrittene Behauptung gar nicht weiter Beweis zu f�hren sei. Diesbez�glich liege eine Verletzung von Art. 8 ZGB vor.
3.12 Die Sachverhaltsr�ge ist f�r die Beurteilung der Willensvollstreckerbeschwerde nicht relevant (Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer selber weist auf die Vernehmlassung des Beschwerdegegners 1 an die Vorinstanz hin, worin Letzterer ausf�hrt, dass die Darlehensschuld bei der Erbteilung verrechnet oder das Guthaben einem Erben zugewiesen werden soll, da derzeit eine Mehrheit der Erben eine Einziehung nicht w�nsche und diese den Beschwerdegegner 2 in den Privatkonkurs treiben k�nnte. Es geh�rt zwar zu den Aufgaben des Willensvollstreckers, Forderungen auch gegen�ber den Erben einzuziehen (KARRER, a.a.O., N. 35a zu Art. 518 ZGB). Zugleich verf�gt er aber �ber einen Ermessensspielraum hinsichtlich zweckm�ssiger Massnahmen zur Aus�bung seines Amtes (KARRER, a.a.O., N. 14 zu Art. 518 ZGB; vgl. auch PAUL PIOTET, Erbrecht, SPR Bd. IV/1, 1978, S. 155; TUOR, a.a.O., N. 30 zu Art. 518 ZGB) und er hat auf die W�nsche der Erben R�cksicht zu nehmen (BGE 115 II 323 E. 2b S. 329 mit Hinweis). Das Bundesgericht hat sich bei der �berpr�fung der Ermessensbet�tigung des Willensvollstreckers Zur�ckhaltung aufzuerlegen. Es ist auf Rechtskontrolle beschr�nkt (Art. 95 BGG) und kann somit erst bei Rechtsfehlern eingreifen, insbesondere wenn das Ermessen �berschritten oder missbraucht wurde (BGE 132 III 758 E. 3.3 S. 762; 132 V 393 E. 3.3 S. 399; 133 III 201 E. 5.4 S. 211). Dies ist namentlich der Fall, wenn sich der Willensvollstrecker Ermessen anmasst, wo ihm gar keines zukommt, wenn er sich auf Gesichtspunkte st�tzt, die keine Rolle spielen d�rften, oder wenn er rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht l�sst. Zu korrigieren sind auch Entscheide, die im Ergebnis stossend ungerecht sind (vgl. BGE 132 III 758 E. 3.3 S. 762 mit Hinweisen). Selbst wenn die F�lligkeit des fraglichen Darlehens unterstellt wird, sind vorliegend keine Umst�nde ersichtlich, die eine Intervention erforderlich machen w�rden. Die vom Beschwerdef�hrer selber angef�hrte Stellungnahme des Beschwerdegegners 1 l�sst erkennen, dass die finanzielle Situation des Beschwerdegegners 2 und der Wunsch einer Mehrheit der Erben f�r den vorl�ufigen Verzicht auf die Einziehung massgebend sind. Damit bewegt sich der Beschwerdegegner 1 weder ausserhalb seines Ermessensbereichs noch l�sst die Begr�ndung unsachliche Motive f�r sein Vorgehen erkennen. Inwiefern der Aufschub der Einziehung zu einem offensichtlich ungerechten Ergebnis f�hren k�nnte, ist ebenfalls nicht ersichtlich. Liegt somit kein Grund vor, in das Vorgehen des Willensvollstreckers einzugreifen, er�brigt es sich, auf die ger�gte Verletzung von Art. 8 ZGB bei der Beweisf�hrung �ber die F�lligkeit des umstrittenen Darlehens einzugehen.
3.13 Soweit der Beschwerdef�hrer im Zusammenhang mit der behaupteten Makuladegeneration des Erblassers eine Verletzung des aus Art. 8 ZGB abgeleiteten Rechts auf Beweis (dazu BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 24 f. mit Hinweisen) r�gt, so unterl�sst er es aufzuzeigen, wieso diesbez�gliche Sachverhaltsfeststellungen f�r das vorliegende Verfahren �berhaupt relevant sein k�nnten (Art. 97 Abs. 1 BGG), d.h. die Unabh�ngigkeit des Beschwerdegegners 1 infrage stellen w�rden. Er kommt damit seiner Begr�ndungspflicht nicht nach.
3.14 Zu seinem weiteren Eventualantrag auf Anweisung an den Beschwerdegegner 1, �ber gewisse Kontakte zwischen ihm bzw. seiner B�ropartnerin und bestimmten Dritten Auskunft zu geben, findet sich in der Beschwerdeschrift keine Art. 42 BGG gen�gende Begr�ndung, sondern bloss einige nicht weiter belegte Sachverhaltsbehauptungen. Darauf ist nicht einzutreten. Gar keine Begr�ndung findet sich schliesslich zu seinem letzten Eventualantrag auf Anweisung an den Beschwerdegegner 1 zur Edition der im Zusammenhang mit dem Erbfall angefallenen Schriftst�cke. Darauf ist folglich ebenfalls nicht einzutreten.
3.15 Zusammenfassend liegen somit keine Umst�nde vor, die es rechtfertigen w�rden, an den Beschwerdegegner 1 die eventualiter beantragten Weisungen zu richten, geschweige denn, ihn seines Amtes zu entheben. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
Aufgrund der Umst�nde (oben E. 3.4 und lit. E) wird ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind mangels zu entsch�digenden Aufwands keine zuzusprechen. Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 64 Abs. 1 BGG) wird damit gegenstandslos.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden schriftlich mitgeteilt.