Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/Paragraph_8_WaldG_LSA_Waldumwandlung_in_eine_andere_Nutzungs-d175069,9.html
Timestamp: 2016-12-08 22:30:15
Document Index: 297338224

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 26', '§ 27', '§ 33', '§ 8', '§ 8', '§ 42', '§ 41', '§ 7', '§ 9']

§ 8 WaldG LSA, Waldumwandlung in eine andere Nutzungsart | Gesetze auf anwalt24.de
§ 8 WaldG LSA, Waldumwandlung in eine andere Nutzungsart Suche
Waldgesetz für das Land Sachsen-Anhalt (WaldG LSA) Landesrecht Sachsen-Anhalt…§ 8 WaldG LSA, Waldumwandlung in eine andere Nutzungsart§ 9 WaldG LSA, Erstaufforstung§ 10 WaldG LSA, Wiederaufforstung§ 11 WaldG LSA, Bau und Unterhaltung von Waldwegen, Sport- und Erholungsanlagen§ 12 WaldG LSA, Forstnutzungsrechte und Nebennutzungen§ 13 WaldG LSA, Grundsätze§ 14 WaldG LSA, Besondere Bestimmungen zum Waldbrandschutz§ 15 WaldG LSA, Maßnahmen zur Minderung der Einwirkungen von Schadstoffen§ 16 WaldG LSA, Schutzwald§ 17 WaldG LSA, Erholungswald§ 18 WaldG LSA, Waldschutzgebiete§ 19 WaldG LSA, Naturwaldzellen§ 20 WaldG LSA, Besondere Bewirtschaftung geschützter Waldgebiete§ 21 WaldG LSA, Entschädigung für wirtschaftliche Nachteile§ 22 WaldG LSA, Staatswald§ 23 WaldG LSA, Körperschaftswald§ 24 WaldG LSA, Unterstützung privater Waldbesitzer durch Beratung und Betreuung§ 25 WaldG LSA, Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse§ 26 WaldG LSA, Forstbehörden§ 26a WaldG LSA, Landeszentrum Wald§ 27 WaldG LSA, Forstausschüsse…§ 33 WaldG LSA, In-Kraft-Treten
§ 8 WaldG LSA, Waldumwandlung in eine andere Nutzungsart
§ 8 WaldG LSAWaldgesetz für das Land Sachsen-Anhalt (WaldG LSA) Landesrecht Sachsen-AnhaltTeil 2 – Erhaltung und Bewirtschaftung des WaldesTitel: Waldgesetz für das Land Sachsen-Anhalt (WaldG LSA) Normgeber: Sachsen-AnhaltAmtliche Abkürzung: WaldG LSAGliederungs-Nr.: 790.1Normtyp: Gesetz(1) Red. Anm.:Außer Kraft am 4. März 2016 durch § 42 Absatz 2 Nummer 1 des Gesetzes vom 25. Februar 2016 (GVBl. LSA S. 77). Zur weiteren Anwendung s. § 41 Absatz 2 des Gesetzes vom 25. Februar 2016 (GVBl. LSA S. 77).(1) Wald darf nur mit der Genehmigung der Forstbehörde in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden.(2) Bei der Entscheidung über einen Umwandlungsantrag sind die Rechte, Pflichten und wirtschaftlichen Interessen des Waldbesitzers sowie die Belange der Allgemeinheit abzuwägen. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die Erhaltung des Waldes überwiegend im öffentlichen Interesse liegt, insbesondere wenn der Wald für die Leistungsfähigkeit des Natur- und Wasserhaushaltes die forstwirtschaftliche Erzeugung oder die Erholung der Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung ist. Sie soll erteilt werden, wenn die Umwandlung den Zielen der Raumordnung und Landesplanung sowie der Bauleitplanung entspricht und ihr überwiegend öffentliche Interessen nicht entgegenstehen. Im Genehmigungsverfahren sind die Vorschriften des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung im Land Sachsen-Anhalt zu beachten.(3) Die Genehmigung soll zum vollen oder teilweisen Ausgleich nachteiliger Wirkungen der Umwandlung in eine andere Nutzungsart auf die Schutz- und Erholungsfunktion mit Nebenbestimmungen versehen werden. In Betracht kommen insbesondere Ersatzaufforstungen, Maßnahmen zum Schutz der verbleibenden Bestände oder andere landschaftspflegerische Maßnahmen. Das für Forsten zuständige Ministerium wird ermächtigt, Einzelheiten zu Art und Umfang der Ersatzmaßnahmen durch Verordnung zu regeln. Ersatzmaßnahmen dürfen nicht gefordert werden, wenn die Waldumwandlung in der Hauptsache unmittelbar das Ziel verfolgt, dem Wald, seinen Funktionen, der Forstwirtschaft, der Forschung oder der Erziehung zum Umweltbewusstsein zu dienen.(4) Wird die Umwandlung in eine andere Nutzungsart genehmigt, ist eine angemessene Frist für ihre Durchführung zu setzen. Die Genehmigung erlischt, wenn die Umwandlung in die andere Nutzungsart bis Ablauf der Frist nicht begonnen ist.(5) Wurde eine Umwandlung von Wald in eine andere Nutzungsart ungenehmigt durchgeführt oder begonnen, hat die Forstbehörde Ersatzmaßnahmen anzuordnen. Sie kann die unverzügliche Wiederaufforstung verlangen; bei einer nicht genehmigungsfähigen Umwandlung ist die unverzügliche Wiederaufforstung anzuordnen. Diese Anordnungen binden auch den Rechtsnachfolger. Auf Antrag eines Erwerbers hat die Forstbehörde diesem die Ordnungsmäßigkeit einer Umwandlung zu bescheinigen.(6) Eine befristete Waldumwandlung kann zugelassen werden, wenn 1.ein besonderes wirtschaftliches Interesse des Waldbesitzers oder ein öffentliches Interesse an einer vorübergehenden anderen Nutzung der Fläche besteht,2.die Nutz-, Schutz- oder Erholungsfunktion des Waldes durch die vorübergehende anderweitige Nutzung der Fläche nicht erheblich beeinträchtigt wird und3.der Antragsteller Pläne und Erläuterungen für das gesamte Vorhaben sowie für die Wiederaufforstung vorlegt und durch Nebenbestimmungen des Genehmigungsbescheides sichergestellt wird, dass die Fläche bis zum Ablauf einer angemessenen Frist nach besagten Plänen ordnungsgemäß wieder aufgeforstet wird.(7) Die Absätze 1 bis 6 gelten entsprechend für 1.die Beseitigung des Baumbestandes zur Anlage von Leitungstrassen,2.die Anlage von Weihnachtsbaum-, Schmuckreisig- und anderen Intensivkulturen mit Umtriebszeiträumen von bis zu 15 Jahren im Wald sowie3.sonstige Nutzung von Waldflächen, die einer Umwandlung in eine andere Nutzungsart gleichkommt.
§ 7 WaldG LSA, Beschränkung von Kahlhieben§ 9 WaldG LSA, Erstaufforstung