Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/metallbausbv-2008
Timestamp: 2020-01-29 05:12:21
Document Index: 92976251

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 4', '§ 1', '§ 6', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 13', '§ 16', '§ 4']

Der Ausbildungsberuf Metallbauer und Metallbauerin wird nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 13, Metallbauer, der Anlage A der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
Die Berufsausbildung gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und die Ausbildung in einer der Fachrichtungen
Schweißen, thermisches Trennen,
Demontieren und Montieren von Bauteilen und Baugruppen;
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Konstruktionstechnik:
Montieren und Prüfen von hydraulischen, pneumatischen und elektrotechnischen Bauteilen,
Einrichten von Arbeitsplätzen an Baustellen,
Herstellen von Metall- oder Stahlbaukonstruktionen,
Herstellen und Befestigen von Bauteilen und Bauelementen an Bauwerken,
Montieren und Demontieren von Metall- oder Stahlbaukonstruktionen,
Montieren, Prüfen und Einstellen von Systemen,
Instandhalten von Konstruktionen des Metall- oder Stahlbaues;
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Metallgestaltung:
Herstellen von Flächen und Körpern durch Treiben,
Handhaben von Schmiedefeuern und schmiedbaren Werkstoffen,
Herstellen von Schmiedeteilen durch manuelles Schmieden,
Herstellen von Schmiedeteilen durch maschinelles Schmieden,
Herstellen und Instandhalten von Werkzeugen und Hilfswerkzeugen zum Schmieden,
Herstellen und Montieren von Bauteilen und Gegenständen,
Gestalten von Oberflächen,
Befestigen von Bauteilen;
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau:
Herstellen und Umbauen von Karosserie, Fahrzeugrahmen und Aufbauten,
Einbauen, Einstellen und Anschließen von mechanischen, hydraulischen, pneumatischen sowie elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen,
Eingrenzen, Bestimmen und Beurteilen von Fehlern, Störungen und deren Ursachen,
Warten und Instandsetzen von Systemen und Anlagen,
Prüfen und Instandsetzen von Karosserie, Fahrzeugrahmen und Aufbauten,
(1) Die in § 4 genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 bis 14 nachzuweisen.
§ 8 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik
Bauteile und Baugruppen herstellen und montieren sowie steuerungstechnische Systeme aufbauen oder instand setzen und in Betrieb nehmen
Anfertigen einer Metall- oder Stahlbaukonstruktion oder von Teilen davon sowie Erstellen einer Dokumentation und
Montieren und Inbetriebnehmen oder Instandsetzen eines steuerungstechnischen Systems einschließlich Arbeitsplanung und Dokumentation;
im Prüfungsbereich Kundenauftrag ist die Arbeitsaufgabe nach Nummer 2 Buchstabe a mit 50 Prozent, die Arbeitsaufgabe nach Nummer 2 Buchstabe b mit 20 Prozent und das Fachgespräch mit 30 Prozent zu gewichten;
die Prüfungszeit beträgt 16 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespräch in höchstens 30 Minuten durchgeführt werden.
(4) Für den Prüfungsbereich Konstruktionstechnik bestehen folgende Vorgaben:
die Arbeitssicherheits- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen,
die Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen planen sowie Werkzeuge und Maschinen dem jeweiligen Verfahren zuordnen,
die für die Herstellung erforderlichen Komponenten, Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln auswählen,
die Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen, Unterlagen auswerten und ändern, Berechnungen durchführen sowie funktionale Zusammenhänge einer Metall- oder Stahlbaukonstruktion darstellen und
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Herstellung einer Metall- oder Stahlbaukonstruktion unter Anwendung verschiedener Fertigungsverfahren und des Qualitätsmanagements;
die zur Montage, Inbetriebnahme oder Instandhaltung notwendigen mechanischen und elektrischen Komponenten, Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln auswählen,
Montagepläne anpassen, Arbeitsschritte unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit planen,
Maßnahmen zur Montage, Inbetriebnahme oder Instandhaltung unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen, ändern sowie funktionelle Zusammenhänge von Systemen erläutern und
Beschreiben der Vorgehensweise zur Montage, Inbetriebnahme oder Instandhaltung und zur systematischen Eingrenzung von Fehlern in einem technischen System nach vorgegebenen Anforderungen;
§ 9 Gewichtungs- und Bestehensregelung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik
(2) Die Gesellenprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik ist bestanden, wenn die Leistungen
§ 11 Gewichtungs- und Bestehensregelung in der Fachrichtung Metallgestaltung
(1) Die Prüfungsbereiche in der Fachrichtung Metallgestaltung sind wie folgt zu gewichten:
3. Prüfungsbereich Metallgestaltung 12,5 Prozent,
4. Prüfungsbereich Arbeitsplanung 12,5 Prozent,
(2) Die Gesellenprüfung in der Fachrichtung Metallgestaltung ist bestanden, wenn die Leistungen
§ 13 Gewichtungs- und Bestehensregelung in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau
(1) Die Prüfungsbereiche in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau sind wie folgt zu gewichten:
3. Prüfungsbereich Fahrzeugkonstruktionstechnik 12,5 Prozent,
(2) Die Gesellenprüfung in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau ist bestanden, wenn die Leistungen
Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, sind auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bis zum 31. Juli 2008 begonnen wurden, die Vorschriften der in § 16 Satz 2 genannten Verordnungen weiter anzuwenden.
Diese Verordnung tritt am 1. August 2008 in Kraft. Gleichzeitig treten die Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer/zur Metallbauerin vom 4. Juli 2002 (BGBl. I S. 2534) und die Verordnung über die Erprobung einer neuen Ausbildungsform für die Berufsausbildung zum Metallbauer/zur Metallbauerin vom 24. März 2003 (BGBl. I S. 377), geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 17. Juli 2007 (BGBl. I S. 1402), außer Kraft.
Anlage (zu § 4)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Metallbauer/zur Metallbauerin
Lfd.Nr. Teil des
2008, 1468: BGBl I