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Timestamp: 2016-10-26 21:23:45
Document Index: 334703867

Matched Legal Cases: ['Art. 453', 'Art. 454', 'Art. 453', 'Art. 454', 'Art. 78', 'Art. 90', 'Art. 29', 'BGer', 'Art. 81', 'Art. 132', 'Art. 81', 'Art. 8', 'Art. 122', 'Art. 125', 'Art. 123', 'BGE', 'BGE', 'Art. 118', 'Art. 122', 'BGE', 'Art. 122', 'Art. 9', 'Art. 29', 'in dubio', 'Art. 122', 'in dubio', 'in dubio', 'in dubio', 'Art. 324', 'Art. 319', 'Art. 319', 'Art. 324', 'Art. 319', 'Art. 319', 'in dubio', 'Art. 32', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 10', 'in dubio', 'Art. 6', 'Art. 139', 'Art. 122', 'Art. 9', 'Art. 29', 'in dubio', 'Art. 122', 'Art. 66', 'Art. 68']

Y.________ AG, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanw�lte Hubert R�edi und Andrea Meule,
Zwischen dem 14. und 15. April 2008 wurde X.________ in der Klinik Y.________ in Luzern medizinisch behandelt. Am 3. Mai 2010 erstattete er Strafanzeige (gegen Unbekannt) wegen schwerer K�rperverletzung durch das verantwortliche medizinische Personal. Mit Entscheid vom 23. Juli 2010 stellte das Amtsstatthalteramt Luzern die eingeleitete Strafuntersuchung mangels strafbarer Handlung definitiv ein. Gegen die Einstellungsverf�gung erhob der Strafanzeiger am 10. August 2010 als Privatstrafkl�ger Rekurs bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern. Er beantragte die Aufhebung der Einstellungsverf�gung und die Durchf�hrung weiterer Untersuchungsmassnahmen; eventualiter sei der Fall zur gerichtlichen Beurteilung an das zust�ndige Gericht zu �berweisen.
Die Staatsanwaltschaft gelangte am 21. Dezember 2010 im Rekursverfahren an die Kriminal- und Anklagekommission des Kantons Luzern und beantragte die Abweisung des Rekurses. Mit Entscheid vom 26. Januar 2011 wies das Obergericht des Kantons Luzern, 2. Abteilung (als Rekursinstanz nach � 138 Abs. 2 StPO/LU) den Rekurs ab.
Gegen den Rekursentscheid des Obergerichtes vom 26. Januar 2011 gelangte X.________ mit Beschwerde vom 17. M�rz 2011 an das Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides.
Es stellt sich die Frage nach dem anwendbaren Recht und nach der Zust�ndigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde:
1.1 Seit dem 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) in Kraft. Ist ein Entscheid noch vor Inkrafttreten der StPO gef�llt worden, so werden dagegen erhobene Rechtsmittel nach bisherigem Recht und von den bisher zust�ndigen Beh�rden beurteilt (Art. 453 Abs. 1 StPO). F�r Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Entscheide, die nach dem 31. Dezember 2010 gef�llt werden, gilt neues Recht (Art. 454 Abs. 1 StPO). Ausschlaggebend f�r die Anwendbarkeit des alten oder neuen Prozessrechts ist insofern das erstinstanzliche Entscheiddatum (zur amtlichen Publikation bestimmtes Urteil des Bundesgerichtes 1B_412/2010 vom 4. April 2011 E. 1; vgl. Viktor Lieber, in: Z�rcher Kommentar StPO, Z�rich 2010, Art. 453 N. 2, Art. 454 N. 1; Niklaus Schmid, �bergangsrecht der Schweizerischen Strafprozessordnung, Z�rich 2010, Rz. 280 ff.). Der hier streitige erstinstanzliche Einstellungsbeschluss basiert auf kantonalem Strafprozessrecht und datiert vom 23. Juli 2010. Damit ist auch die vorliegende Beschwerde, soweit sie sich als zul�ssig erweist, materiell nach dem bisherigen kantonalen Strafprozessrecht zu beurteilen.
1.2 Per 1. Januar 2011 hat die Zust�ndigkeit f�r die Behandlung von Beschwerden in Strafsachen (Art. 78 Abs. 1 i.V.m. Art. 90 BGG) gegen verfahrensabschliessende (definitive) Einstellungen ge�ndert: Die Erste �ffentlich-rechtliche Abteilung hat neben Beschwerden gegen strafprozessuale Zwischenentscheide nun (neu) auch solche gegen "Nichter�ffnungen und Einstellungen" zu behandeln (Art. 29 Abs. 3 BGerR [SR 173.110.131], in der Fassung gem�ss Ziff. I der Verordnung des Bundesgerichtes vom 9. Dezember 2010, AS 2010 6387). Diese Zust�ndigkeitsregelung ist seit dem 1. Januar 2011 in Kraft und daher auch auf altrechtliche F�lle anwendbar (Ziff. II der Verordnung des Bundesgerichtes vom 9. Dezember 2010, AS 2010 6388; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 1B_1/2011 vom 20. April 2011 E. 1.2). F�r die �berpr�fung der vorliegenden verfahrensabschliessenden Einstellung (nach erfolgter Untersuchung) ist nach dem Gesagten die Erste �ffentlich-rechtliche Abteilung zust�ndig.
Zu pr�fen ist zun�chst die Zul�ssigkeit der Beschwerde.
2.1 F�r den angefochtenen Rechtsmittelentscheid vom 26. Januar 2011 gelten die Sachurteilsvoraussetzungen von Art. 81 BGG in der Fassung gem�ss Anhang Ziff. II/5 des Strafbeh�rdenorganisationsgesetzes vom 19. M�rz 2010, in Kraft seit dem 1. Januar 2011 (Art. 132 Abs. 1 BGG; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 1B_200/2011 vom 15. Juni 2011 E. 2.1; 1B_119/2011 vom 20. April 2011 E. 1.2).
2.2 Gem�ss Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG setzt eine Beschwerdeberechtigung der Privatkl�gerschaft voraus, dass der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilanspr�che auswirken kann.
2.3 Nach dem hier anwendbaren kantonalen Strafprozessrecht (vgl. oben, E. 1.1) ist Privatstrafkl�ger, wer die Strafverfolgung des mutmasslichen T�ters verlangt (� 35 Abs. 1 StPO/LU). Zur Privatstrafklage ist berechtigt, wer durch die strafbare Handlung in seinen Interessen unmittelbar verletzt wurde bzw. (bei Antragsdelikten) wer antragsberechtigt ist (� 35 Abs. 2 StPO/LU). Diese Voraussetzungen sind hier erf�llt. Die kantonalen Beh�rden haben den Beschwerdef�hrer im Rekursverfahren denn auch als Privatstrafkl�ger im Sinne von � 137 Abs. 1 StPO/LU (bzw. als m�gliches Opfer i.S.v. aArt. 8 Abs. 1 lit. b OHG) grunds�tzlich anerkannt.
2.4 Die streitige Verfahrenseinstellung bezieht sich ausdr�cklich auf die Untersuchung von (eventual-)vors�tzlicher schwerer K�rperverletzung (Art. 122 StGB). Der beanzeigte Sachverhalt w�re strafrechtlich allerdings auch unter dem Gesichtspunkt der fahrl�ssigen schweren oder einfachen K�rperverletzung (Art. 125 StGB) bzw. der eventualvors�tzlichen einfachen K�rperverletzung (Art. 123 StGB) zu pr�fen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes muss der Privatstrafkl�ger zwar seine Zivilanspr�che im Untersuchungsverfahren noch nicht (adh�sionsweise) geltend gemacht haben, damit er zur Beschwerde gegen definitive Einstellungen befugt ist. Er hat jedoch darzulegen, welche Zivilanspr�che er gegen beschuldigte Personen stellen m�chte, sofern dies (etwa aufgrund der Natur der untersuchten Straftat) nicht ohne Weiteres aus den Akten ersichtlich ist (vgl. BGE 127 IV 185 E. 1a S. 187; 122 IV 139 E. 1 S. 141; 120 IV 44 E. I/4a S. 52 f.; je mit Hinweisen; Urteil 1B_119/2011 vom 20. April 2011 E. 1.2.1 mit Hinweis auf BGE 133 II 353 E. 1 S. 356, 249 E. 1.1 S. 251; s. neurechtlich auch Art. 118-123 StPO; Urteil 1B_200/2011 vom 15. Juni 2011 E. 2.3).
2.5 Im vorliegenden Fall r�umt der Beschwerdef�hrer ein, dass noch keine erkennbare schwere Gesundheitssch�digung bzw. akute Krankheit bei ihm ausgebrochen ist. Allerdings macht er schwere sich langfristig auswirkende Gesundheitssch�den geltend, infolge eines (durch Erbgut-Sch�digungen verursachten) deutlich erh�hten Krebsrisikos (vgl. dazu n�her unten, E. 3).
2.6 Zwar k�nnte fraglich erscheinen, ob im Falle eines erh�hten Krebsrisikos bzw. mutmasslicher toxischer Sch�digungen des Erbguts bereits ein strafrechtlicher Erfolg im Sinne von Art. 122-125 StGB eingetreten w�re. In �hnlich gelagerten F�llen hat das Bundesgericht jedoch erwogen, dass es in diesem Zusammenhang auf die Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung ankomme. So gilt im Falle einer Ansteckung mit dem HI-Virus der tatbestandsm�ssige K�rperverletzungserfolg grunds�tzlich als eingetreten, auch wenn die Krankheit AIDS noch nicht erkennbar ausgebrochen ist (vgl. BGE 131 IV 1 E. 1.1 S. 3; 116 IV 125 E. 2c S. 128 f., E. 4b S. 131 f., E. 5 S. 133 f.).
2.7 Der Beschwerdef�hrer beansprucht (sinngem�ss) Genugtuung wegen Erbgut-Sch�digung mit konkret erh�htem Krebsrisiko. Ausserdem beh�lt er sich Schadenersatz f�r entsprechende medizinische Abkl�rungen und (n�tigenfalls) Behandlungen vor. In der Beschwerdeschrift legt er dar, dass die "tats�chliche Quantifikation langfristiger schwerer Gesundheitssch�den" von einer medizinischen Begutachtung seines Falles abh�nge, welche von den kantonalen Instanzen zu Unrecht verweigert werde. Ob im vorliegenden Fall eine DNS-Sch�digung mit konkret erh�htem Krebsrisiko eingetreten ist, welche als m�gliche strafbare K�rperverletzung (Art. 122-125 StGB) zu verfolgen w�re, h�ngt von weiteren Untersuchungsergebnissen ab, welche die kantonalen Instanzen bisher nicht erhoben haben (vgl. dazu unten, E. 8). Bei dieser Sachlage ist die Beschwerdelegitimation des Privatstrafkl�gers zu bejahen.
In der Hauptsache macht der Beschwerdef�hrer Folgendes geltend: Er sei in der Klinik wegen ausgepr�gter An�mie (Eisenmangel) therapiert worden. Man habe ihm intraven�s sogenannte parenterale Eisenpr�parate verabreicht. Diese synthetischen Eisenverbindungen sollten das Auftreten hochtoxischer freier Eisenverbindungen vermeiden. Bei Letzteren handle es sich um sogenanntes nicht-transferringebundenes Eisen (NBTI), welches eine gentoxische Wirkung (durch sogenannten "oxidativen Stress") ausl�se und das Erbgut (DNS) sch�dige. Bei der medizinischen Behandlung seien drei Fehler erfolgt. Erstens sei ihm entgegen der Verordnung des behandelnden Arztes am zweiten Behandlungstag das pharmazeutische Pr�parat A.________ verabreicht worden, anstatt (wie am ersten Tag) B.________. Ob die beiden Medikamente direkt nacheinander abgegeben werden d�rften, sei unklar. Zweitens sei das Pr�parat A.________ zu stark verd�nnt gewesen. Verd�nnungen mit weniger als 2 mg Eisen/ml seien ausdr�cklich nicht erlaubt und destabilisierten das Eisenpr�parat. Drittens sei zwischen den beiden Therapien eine Magnetresonanz-Tomografie (MRT) des Magen-Darmtraktes erfolgt. Die dabei verwendeten Kontrastmittel (sogenannte Gd-Chelate) sowie das starke Magnetfeld erh�hten zus�tzlich das Risiko einer toxischen Eisenfreisetzung bzw. einer Instabilit�t der Eisenpr�parate. Diese Behandlungsfehler h�tten wahrscheinlich (einzeln oder in ihrem Zusammenwirken) gentoxisches NBTI verursacht. Zwar seien noch keine akuten Gesundheitssch�den feststellbar. Es bestehe jedoch die konkrete und erh�hte Gefahr langfristiger Sch�digungen, namentlich ein durch Gentoxizit�t erh�htes Krebsrisiko. Der Hersteller der Medikamente habe ihm, dem Beschwerdef�hrer, dazu keine Informationen geben wollen. Das Strafverfahren sei durch die Untersuchungsbeh�rde zu Unrecht mangels Tatbestands eingestellt worden.
Der Beschwerdef�hrer r�gt in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Bundesrecht, insbesondere von Art. 9 und Art. 29 Abs. 2 BV (willk�rliche Anwendung des kantonalen Prozessrechts, offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung, unhaltbare antizipierte Beweisw�rdigung, Verletzungen des strafprozessualen Grundsatzes "in dubio pro duriore", der Untersuchungsmaxime sowie des rechtlichen Geh�rs, unrichtige Anwendung des materiellen Strafrechts, Art. 122-125 StGB).
Die Vorinstanz best�tigte die definitive Einstellung des Verfahrens im Wesentlichen wie folgt: Bei den vom Beschwerdef�hrer im Untersuchungsverfahren eingereichten medizinischen Fachberichten und weiteren Unterlagen handle es sich um wenig konkrete Studien, die blosse Vermutungen aufstellten. Zwar lege der Beschwerdef�hrer gewisse Verdachtsmomente f�r einen medizinischen Behandlungsfehler dar. Die bef�rchteten Gesundheitsrisiken w�rden von ihm jedoch nicht weiter pr�zisiert. Auf diesbez�gliche Beweiserhebungen sei zu verzichten, da im Verhalten der medizinisch Verantwortlichen keine strafbare K�rperverletzung zu erkennen sei. F�r den Vorwurf, dass die Medikamentierungs�nderung entgegen der Verordnung des behandelnden Arztes erfolgt sei, l�gen keine Anhaltspunkte vor. Das medizinische Personal habe die erfolgte Verd�nnung des Pr�parats mit der damaligen Klinik-Apothekerin und mit der Lieferantenfirma abgesprochen. Deshalb sei auch eine fahrl�ssige K�rperverletzung auszuschliessen. Zwar r�umten die Klinik-Verantwortlichen ein, dass eine Wirkungsabnahme bzw. eine kurzfristige Instabilit�t des Medikaments aufgrund der erfolgten Verd�nnung theoretisch nicht ausgeschlossen werden k�nne. Doch gebe es dazu keine wissenschaftlichen Daten des Lieferanten. Dennoch k�nne davon ausgegangen werden, dass "keine nachteilige Wirkung" entstanden sei. Insgesamt erscheine es "fraglich, ob der objektive Tatbestand der schweren K�rperverletzung im Sinne einer dauernden und irreversiblen Beeintr�chtigung der Gesundheit" des Beschwerdef�hrers erf�llt ist.
Die private Beschwerdegegnerin stellt sich erg�nzend auf den Standpunkt, es k�nne ihr und ihrem Personal keine Sorgfaltswidrigkeit vorgeworfen werden. Eine Verurteilung der medizinisch Verantwortlichen wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung erscheine h�chst unwahrscheinlich. Daher halte die Verfahrenseinstellung vor dem Grundsatz "in dubio pro duriore" stand. Die R�gen der willk�rlichen Beweisw�rdigung durch das Obergericht oder der Verletzung des rechtlichen Geh�rs seien ebenfalls unbegr�ndet. Die Frage, ob dem Beschwerdef�hrer aufgrund der medizinischen Behandlung langfristige schwere Gesundheitssch�den drohen, k�nne "offen bleiben".
Nach bisherigem Luzerner Strafprozessrecht erforscht der Amtsstatthalter im Untersuchungsverfahren die Tat, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des T�ters (� 60 Abs. 1 StPO/LU). Hat der Gesch�digte Zivilanspr�che geltend gemacht, so erhebt der Amtsstatthalter (unter Vorbehalt von � 5bis Abs. 1 StPO/LU) die zu ihrer Abkl�rung n�tigen Beweise (� 60 Abs. 2 StPO/LU). Ist der T�ter unbekannt, so trifft die Untersuchungsleitung die zu dessen Ermittlung notwendigen Anordnungen (� 61 Abs. 1 StPO/LU). Der Amtsstatthalter schliesst die Untersuchung mit einem begr�ndeten Erkanntnis ab (� 124 Abs. 1 StPO/LU).
Eine definitive Verfahrenseinstellung durch die Untersuchungsbeh�rde kann insbesondere erfolgen, wenn keine strafbare Handlung vorliegt oder zureichende Beweise fehlen (� 125 Abs. 1 StPO/LU). Bestehen hinreichende Anhaltspunkte f�r eine strafbare Handlung, �berweist der Amtsstatthalter den Fall dem zust�ndigen Gericht, falls die Untersuchung nicht durch Strafverf�gung erledigt werden kann (� 126 StPO/LU). Wird die Untersuchung eingestellt, so kann der Privatkl�ger beim Staatsanwalt Rekurs einlegen mit dem Antrag, dass der Angeschuldigte dem zust�ndigen Gericht �berwiesen werde (� 137 Abs. 1 StPO/LU). H�lt der Staatsanwalt den Rekurs f�r unbegr�ndet, so stellt er einen Antrag an die Kriminal- und Anklagekommission, die entscheidet (� 138 Abs. 2 StPO/LU). Im vorliegenden Fall entschied das Obergericht des Kantons Luzern, 2. Abteilung, als (altrechtliche) Rekursinstanz nach � 138 Abs. 2 StPO/LU.
7.1 Bei der Frage, ob ein Strafverfahren �ber eine (definitive) Verfahrenseinstellung durch die Untersuchungsbeh�rde erledigt werden kann, gilt im schweizerischen Strafprozessrecht der Grundsatz "in dubio pro duriore". Danach darf eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen verf�gt werden (Urteile des Bundesgerichtes 1B_46/2011 vom 1. Juni 2011 E. 4; 1B_1/2011 vom 20. April 2011 E. 4; 6B_588/2007 vom 11. April 2008 E. 3.2.3 = Pra 2008 Nr. 123; vgl. HAUSER/SCHWERI/ HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, � 78 Rz. 9; NIKLAUS OBERHOLZER, Grundz�ge des Strafprozessrechts, 2. Aufl., Bern 2005, Rz. 1375; NIKLAUS SCHMID, Strafprozessrecht, 4. Aufl., Z�rich 2004, Rz. 797). In Zweifelsf�llen hat hingegen eine Anklage und gerichtliche Beurteilung zu erfolgen (sofern der Fall nicht mit Strafbefehl bzw. Strafverf�gung erledigt werden kann). Dieser Rechtsprechung folgt auch die Luzerner Praxis (in Anwendung von �� 125 f. StPO/LU). Eine �berweisung an das Gericht ist insbesondere dann zu verf�gen, wenn zwar eher ein Freispruch zu erwarten ist, eine Verurteilung aber nicht als unwahrscheinlich ausgeschlossen werden kann (vgl. LGVE 2005 I Nr. 66; 1983 I Nr. 65).
7.2 Auch nach neuer Eidg. StPO gilt der Grundsatz "im Zweifel f�r die Anklageerhebung" bzw. "in dubio pro duriore", der zwar - wie nach bisherigem Luzerner Strafprozessrecht - nicht ausdr�cklich im Gesetz geregelt ist, sich aber indirekt aus Art. 324 Abs. 1 i.V.m. Art. 319 Abs. 1 StPO ergibt (vgl. Botschaft StPO, BBl 2006 S. 1273; Rolf Gr�del/Matthias Heiniger, in: Basler Kommentar StPO, Basel 2011, Art. 319 N. 8-11; Nathan Landshut, in: Z�rcher Kommentar StPO, Z�rich 2010, Art. 324 N. 5; Robert Roth, in: CPP, Commentaire Romand, Basel 2011, Art. 319 N. 5; Niklaus Schmid, Praxiskommentar StPO, Z�rich 2009, Art. 319 N. 5).
7.3 Entgegen der (im Rekursverfahren ge�usserten) Ansicht der Staatsanwaltschaft ist der Grundsatz "in dubio pro reo" (vgl. Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 10 Abs. 3 StPO) auf die Frage der Einstellung oder Anklageerhebung im Untersuchungsstadium gerade nicht anwendbar (vgl. Botschaft StPO, BBl 2006 S. 1273; Schmid, Praxiskommentar, N. 5). Er kommt (insbesondere als Beweisw�rdigungsregel) vielmehr bei der richterlichen Pr�fung s�mtlicher massgeblicher Beweisergebnisse zum Zuge (vgl. BGE 120 Ia 31 E. 2b-e S. 35-38 mit Hinweisen; Esther Tophinke, in: Basler Kommentar StPO, Basel 2011, Art. 10 N. 75-85; Wolfgang Wohlers, in: Z�rcher Kommentar StPO, Z�rich 2010, Art. 10 N. 11-15; Marc Forster, Kettentheorie der strafprozessualen Beweisw�rdigung, "in dubio pro reo" vor Bundesgericht - zum Pr�fungsprogramm der R�ge willk�rlicher Beweisw�rdigung, ZStrR 115 [1997] S. 61-85).
Es liegt hier kein Fall klarer Straflosigkeit vor. Ebenso wenig fehlt es offensichtlich an einer gesetzlichen Prozessvoraussetzung. Ob der objektive Tatbestand einer schweren K�rperverletzung erf�llt sei, wird auch im angefochtenen Entscheid als "fraglich" eingestuft. Die Argumentation der Vorinstanz erscheint �berdies widerspr�chlich. Einerseits schliesst sie eine Wirkungsabnahme bzw. eine kurzfristige Instabilit�t des fraglichen Medikaments aufgrund der erfolgten Verd�nnung "theoretisch" nicht aus. Anderseits geht sie (ohne medizinische Abkl�rungen) davon aus, dass "keine nachteilige Wirkung" eingetreten sei.
8.1 In diesem Zusammenhang erscheint die Beweisw�rdigung der kantonalen Instanzen bzw. ihre Ablehnung weiterer Untersuchungshandlungen (in sogenannter "antizipierter Beweisw�rdigung") sachlich nicht nachvollziehbar. Dies gilt namentlich f�r die Ablehnung des vom Beschwerdef�hrer beantragten medizinischen Gutachtens sowie f�r das vollst�ndige Fehlen von Einvernahmen der medizinisch verantwortlichen Personen und des Beschwerdef�hrers. Das Einholen einer Expertise sowie weitere Untersuchungsmassnahmen dr�ngen sich hier geradezu auf. Gem�ss der bei den Akten liegenden medizinischen Fachliteratur k�nne NBTI-Gentoxizit�t zu erh�htem Krebsrisiko f�hren. Der Hersteller warnt in diesem Zusammenhang ausdr�cklich vor einer zu starken Verd�nnung des hier verwendeten Pr�parats. Zu den Folgen der unbestrittenermassen erfolgten (aber nicht n�her abgekl�rten) Verd�nnung sowie zu m�glichen Wirkungskomplikationen im Zusammenhang mit MRT-Untersuchungen (Kontrastmittel, Magnetfeld) und Pr�paratewechseln konnte oder wollte der Hersteller jedoch gegen�ber dem Beschwerdef�hrer keine sachdienlichen Angaben machen.
8.2 Die Auseinandersetzung der Vorinstanz mit den betreffenden (wenig umfangreichen) Strafakten erscheint nicht sachgerecht und verletzt wichtige Grunds�tze des Strafprozessrechts:
8.2.1 Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, den medizinisch Verantwortlichen k�nne kein fahrl�ssiges Handeln nachgewiesen werden, da sie sich hinsichtlich des Verd�nnungsgrades des fraglichen Pr�parates mit der damaligen Klinik-Apothekerin und mit dem Hersteller (vorg�ngig) "abgesprochen" h�tten. F�r diese Erw�gung st�tzt sich die Vorinstanz auf ein vom Beschwerdef�hrer eingereichtes Schreiben des Klinik-Direktors vom 25. November 2009. Diesem Brief l�sst sich allerdings keineswegs entnehmen, dass die betreffenden Absprachen vor der Verabreichung des Medikaments (Mitte April 2008) erfolgt w�ren. Der Brief bezieht sich vielmehr auf ein "Gespr�ch im August 2009". Damals habe die Klinik-Leitung dem Beschwerdef�hrer (nachtr�glich) versprochen, Abkl�rungen in Bezug auf die fragliche Wirkstoffverd�nnung vorzunehmen. F�r erst nachtr�gliche Abkl�rungen spricht zus�tzlich deren Ergebnis gem�ss Brief der Klinik-Leitung: Danach sei "aufgrund von theoretischen pharmakologischen �berlegungen eine Wirkungsabnahme bei der angewendeten Verd�nnung nicht auszuschliessen". Zudem k�nne "eine Instabilit�t des Produktes, welche sich kurzfristig auswirken k�nnte, nicht ausgeschlossen werden". Nach diesen Abkl�rungen w�re es schlechterdings nicht nachvollziehbar, dass die medizinisch Verantwortlichen die fragliche Verd�nnung - im Wissen um deren Gef�hrlichkeit - dennoch angeordnet h�tten. Und selbst wenn dies geschehen w�re (was jedenfalls die Vorinstanz anzunehmen scheint), k�nnte damit ein fahrl�ssiges strafbares Verhalten gerade nicht ausgeschlossen werden.
8.2.2 Hinzu kommt, dass gem�ss der bei den Akten liegenden "Fachinformation des Arzneimittel-Kompendium der Schweiz" der Hersteller ausdr�cklich und deutlich vor zu starker Verd�nnung des fraglichen Wirkstoffes warnt: "Aus Stabilit�tsgr�nden sind Verd�nnungen mit weniger als 2 mg Eisen/ml nicht erlaubt". In einem Schreiben (E-Mail) vom 9. M�rz 2010 best�tigt der Klinik-Direktor dem Beschwerdef�hrer, dass es, "wie von Ihnen richtigerweise moniert", bei der Injizierung des Wirkstoffes "zu einem h�heren Verd�nnungsgrad" gekommen sei. Auf sein mehrmaliges schriftliches Nachfragen beim Wirkstoffhersteller hat der Beschwerdef�hrer keine sachdienlichen Informationen erhalten. Dennoch haben die kantonalen Instanzen keine weiteren Abkl�rungen (zum Verd�nnungsverbot des Herstellers, zum konkret erfolgten Verd�nnungsgrad und zu dessen wahrscheinlichen Gesundheitsfolgen) getroffen.
8.2.3 Die Erw�gungen des angefochtenen Entscheides sind insofern sachlich nicht nachvollziehbar. Sie verletzen im Ergebnis den strafprozessualen Untersuchungsgrundsatz (vgl. � 60 f. StPO/LU; Art. 6 und Art. 139 Abs. 1 StPO) und setzen sich mit den Vorbringen des Beschwerdef�hrers im Rekursverfahren nicht gen�gend auseinander.
8.2.4 Nicht ausreichend untersucht erscheint sodann die Frage der medizinischen Zul�ssigkeit bzw. Unbedenklichkeit des erfolgten Pr�paratewechsels. Zu den (gem�ss Untersuchungsakten) in der medizinischen Fachliteratur er�rterten und vom Beschwerdef�hrer schon im Rekursverfahren geltend gemachten zus�tzlichen Risiken einer gentoxischen Eisenfreisetzung bei MRT-Untersuchungen infolge der verwendeten Kontrastmittel ("Gd-Chelate") sowie (kumulativ oder alternativ) aufgrund der starken Magnetfeldwirkung �ussert sich die Vorinstanz nicht.
8.3 Die in objektiv-tatbestandsm�ssiger Hinsicht wesentliche Frage, ob im vorliegenden Fall aufgrund eines medizinischen Behandlungsfehlers eine irreversible schwerwiegende Erbgut-Sch�digung mit konkret erh�htem Krebsrisiko kausal hervorgerufen wurde, welche allenfalls als strafbare fahrl�ssige oder eventualvors�tzliche K�rperverletzung (Art. 122-125 StGB) zu verfolgen w�re, h�ngt von weiteren Untersuchungsergebnissen ab, welche die kantonalen Instanzen bisher nicht eingeholt haben. Das Gleiche gilt f�r Fragen der subjektiven Tatbestandsm�ssigkeit.
8.4 Die definitive Einstellung des Strafverfahrens durch die Untersuchungsbeh�rde erweist sich damit als bundesrechtswidrig (Art. 9 und Art. 29 Abs. 2 BV, strafprozessualer Grundsatz "in dubio pro duriore", Untersuchungsmaxime, rechtliches Geh�r, Art. 122-125 StGB).
8.5 Die Strafsache ist an die kantonalen Instanzen zur�ckzuweisen zur weiteren Untersuchung eines m�glichen K�rperverletzungsdeliktes. Bei Zweifeln bez�glich der Strafbarkeit wird Anklage beim Gericht zu erheben sein (sofern der Fall nicht mit Strafbescheid erledigt werden kann).
Die Beschwerde ist gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Die Strafsache ist (zur Erg�nzung der Untersuchung) an die kantonalen Beh�rden zur�ckzuweisen.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der privaten Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Weder ist der Beschwerdef�hrer anwaltlich vertreten, noch stellt er einen begr�ndeten Antrag auf (eigene) Entsch�digung. Folglich ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und der angefochtene Entscheid vom 26. Januar 2011 des Obergerichtes des Kantons Luzern wird aufgehoben. Die Strafsache wird zur Erg�nzung der Untersuchung an die kantonalen Beh�rden zur�ckgewiesen.