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Timestamp: 2019-02-23 17:57:51
Document Index: 157999090

Matched Legal Cases: ['§ 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 416', 'BGH']

Rechtsprechung: DAR 2000, 361 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Saarbrücken, 29.06.1999 | OLG Saarbrücken, 13.04.1999
DAR 2000, 361
OLG Saarbrücken, 29.06.1999 - 4 U 643/98 - 12, 4 U 643/98
Begriff des gewährleistungspflichtigen Mangels eines Fahrzeuges nach dem allgemeinen Standard vergleichbarer Fahrzeuge; Verpflichtung zum Ausgleich der überlassenen Kapitalnutzung; Rechtsfolgen der Geltendmachung eines Wandelungsanspruchs
Mangel-Eigenschaft und wiederholte Mängelrüge im Falle von Fehlzündungen
LG Saarbrücken, 03.07.1998 - 10 O 468/97
NZV 2000, 261
Kann das nunmehr durchgeführte Drogenscreening aus den bereits dargestellten Gründen für die hier zu treffende Entscheidung keine Bedeutung gewinnen, so kann der Senat in diesem Verfahren offen lassen, ob dieses Drogenscreening, nachdem der Antragsteller die ihm für die Beibringung eines Drogenscreenings von dem Antragsgegner gesetzte Frist hatte verstreichen lassen, im verwaltungsgerichtlichen Verfahren bis zum Erlass des Widerspruchsbescheides noch Berücksichtigung finden kann oder ob es sich bei der durch die Verwaltungsbehörde zur Beibringung gesetzten Frist um eine Ausschlussfrist handelt (so wohl OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss v. 10.8.1999 - 7 B 11398/99 -, zfs 1999, 518 (519)); gegen die Annahme, es handele sich um eine Ausschlussfrist, könnte anzuführen sein, dass mit der Regelung des § 11 Abs. 8 FeV die bisherige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts hierzu aufgenommen werden sollte (s. VkBl. 1999, 1069), was gegen eine Ausschlussfrist sprechen könnte, allerdings könnte die Annahme einer Ausschlussfrist für den Fall einer Beweis-Vereitelung erwogen werden, so dass eine Differenzierung danach geboten sein könnte, ob eine Beweiserhebung noch nachgeholt werden kann).
OLG Saarbrücken, 13.04.1999 - 4 U 508/98 - 115, 4 U 508/98
Umfang der Aufklärungspflichten des Verkäufers eines gebrauchten Kraftfahrzeugs hinsichtlich des Vorliegens von Unfallschäden; Rechtliche Grundlagen des arglisten Verschweigens des Fehlers eines gebrauchten Kraftfahrzeugs
LG Saarbrücken, 28.05.1998 - 12 O 213/97
MDR 2000, 157
Grundsätzlich muss der Verkäufer eines gebrauchten Kraftfahrzeugs dem Käufer einen ihm bekannten Unfallschaden (auch ungefragt) mitteilen, wenn er sich nicht dem Vorwurf arglistigen Verschweigens aussetzen will (BGH, Urteil vom 21. Januar 1975 - VIII ZR 101/73 = BGHZ 63, 382, 386 f.; Urteil vom 21. Januar 1981 - VIII ZR 10/80 = NJW 1981, 928, 929; Urteil vom 3. März 1982 - VIII ZR 78/81 = NJW 1982, 1386; Urteil vom 3. Dezember 1986 - VIII ZR 345/85 = NJW-RR 1987, 436, 437), und dabei auch das volle Ausmaß des Unfallschadens und die zur Instandsetzung erforderlichen Arbeiten mitteilen (Senatsurteile vom 28. März 2000 - 4 U 604/99 - 211 und vom 13. April 1999 - 4 U 508/98 - 115 = MDR 2000, 157; OLG Hamm, Urteil vom 21. Juni 1994 - 19 U 39/94 = DAR 1994, 401; OLG Karlsruhe, Urteil vom 7. November 1991 - 9 U 143/90 = MDR 1992, 645).
Er darf insbesondere den Unfall und den Umfang des Schadens nicht bagatellisieren (BGH…, Urteil vom 3. Dezember 1986 a.a.O.;… Senatsurteile vom 28. März 2000 a.a.O. und vom 13. April 1999 a.a.O.).
Die Beklagte trägt die Beweislast, weil die im Termin vorgelegte Vertragsurkunde, deren Vollständigkeit und Richtigkeit vermutet wird, unter der Rubrik "Zahl, Art und Umfang von Unfallschäden laut Vorbesitzer" keinen Eintrag enthält (…vgl. Zöller, ZPO, 22. Auflag., § 416 ZPO, Rn. 10 unter Hinweis auf BGH NJW-RR 1989, 1323, 1324; Saarländisches OLG, MDR 2000, S. 157).