Source: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bundesrat-27114
Timestamp: 2018-07-17 19:07:15
Document Index: 137641851

Matched Legal Cases: ['Art. 50', 'Art. 51', 'Art. 57', 'Art. 53', 'Art. 76', 'Art. 77', 'Art. 80']

ᐅ Bundesrat • Definition im Gabler Wirtschaftslexikon Online
Verfassungsorgan des Bundes, durch das die Länder gemäß Art. 50 GG bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes mitwirken.
Wichtige Befugnisse
1. Der Bundesrat besteht aus Mitgliedern der Regierungen oder Länder, die sie bestellen und abberufen und an deren Weisungen sie gebunden sind.
2. Jedes Land hat mind. drei Stimmen, Länder mit mehr als 2 Mio. Einwohnern haben vier, solche mit mehr als 6 Mio. Einwohnern fünf, Länder mit mehr als 7 Mio. Einwohnern haben sechs Stimmen (Art. 51 II GG). Zz. verteilen sich die Stimmen der Länder wie folgt: Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen je sechs, Hessen fünf, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen je vier und Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Bremen und Hamburg je drei Stimmen.
3. Der Präsident des Bundesrates wird auf ein Jahr gewählt. Im Fall der Verhinderung des Bundespräsidenten oder bei vorzeitiger Erledigung seines Amtes stehen dem Präsidenten des Bundesrates die Befugnisse des Bundespräsidenten zu (Art. 57 GG).
4. Die Mitglieder der Bundesregierung haben das Recht und auf Verlangen die Pflicht, an den Verhandlungen des Bundesrates und seiner Ausschüsse teilzunehmen (Art. 53 GG).
1. Stellungnahme zu den Gesetzesvorlagen der Bundesregierung in der ersten Lesung (Art. 76 II GG).
2. Bei der zweiten Lesung und gegenüber Initiativgesetzen (Initiativrecht) des Bundestags die sich aus Art. 77 GG ergebenden Rechte. Bestimmte Gruppen von Gesetzen bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
3. Das Recht zur Einbringung von sog. Initiativgesetzen, deren Entwürfe dem Bundestag durch die Bundesregierung zuzuleiten sind, die dabei ihre Auffassung darzulegen hat.
4. Notwendige Zustimmung zu den meisten Rechtsverordnungen (Art. 80 II GG).
5. Mitwirkung bei der Verwaltung dadurch, dass der Bundesrat z.B. den allg. Verwaltungsvorschriften zur Durchführung von Bundesgesetzen durch die Behörden der Länder zustimmen muss oder dass er Vertreter in Verwaltungsgremien verschiedenster Art (z.B. Verwaltungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Bundesagentur für Arbeit) entsendet.
Die Arbeitsweise und das Verfahren sind geregelt in der Geschäftsordnung i.d.F. vom 26.11.1993 (BGBl. I 2007) m.spät.Änd.
Mindmap Bundesrat Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bundesrat-27114 node27114 Bundesrat node43451 Rechtsverordnungen node27114->node43451 node49590 Verwaltungsvorschriften node27114->node49590 node49609 Verfassungsänderung node27114->node49609 node35398 Gesetzesvorlage node27114->node35398 node38852 Initiativrecht node27114->node38852 node30644 Bundespräsident node27114->node30644 node27628 Bundeszwang node27114->node27628 node27051 Bundesregierung node27114->node27051 node35330 Gesetzgebungsnotstand node27114->node35330 node30276 Bundestag node27114->node30276 node32290 Grundgesetz (GG) node27114->node32290 node29228 Betriebsrat node42392 Richtlinie (R) node49590->node42392 node49590->node43451 node49609->node30276 node50259 Verhältniswahl node50259->node30276 node35398->node30276 node31814 Abgeordneter node38852->node29228 node38852->node27051 node38852->node30276 node30644->node35330 node30644->node30276 node30695 Bundesversammlung node30644->node30695 node27628->node27051 node27041 Bundeskanzler node27051->node27041 node27051->node30276 node27041->node30644 node30276->node31814 node32290->node49590
Mindmap Bundesrat Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bundesrat-27114 node27114 Bundesrat node30644 Bundespräsident node27114->node30644 node27051 Bundesregierung node27114->node27051 node38852 Initiativrecht node27114->node38852 node30276 Bundestag node27114->node30276 node49590 Verwaltungsvorschriften node27114->node49590
Ein Kennzeichen und Essential des → Bundesstaates ist neben der doppelten, aber begrenzten Souveränität von Zentralstaat und Gliedstaaten, der Aufgabenteilung und Aufgabenverflechtung zwischen beiden staatlichen Ebenen, den originären Kompetenzen …
Ein Kennzeichen und Essential des Bundesstaates ist neben der doppelten, aber begrenzten Souveränität von Zentralstaat und Gliedstaaten, der Aufgabenteilung und Aufgabenverflechtung zwischen beiden staatlichen Ebenen, den originären Kompetenzen …
Eine lange Liste mit 112 Vorlagen musste der Bundesrat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 7. Juli abarbeiten. Darunter auch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) sowie die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD).