Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=10%20L%201597/16
Timestamp: 2019-11-22 09:42:03
Document Index: 48040714

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 85', '§ 173', '§ 58', '§ 85', '§ 173', '§ 85', '§ 173', '§ 85', '§ 173']

VG Minden, 07.11.2016 - 10 L 1597/16.A - dejure.org
VG Minden, 07.11.2016 - 10 L 1597/16.A
https://dejure.org/2016,38426
VG Minden, 07.11.2016 - 10 L 1597/16.A (https://dejure.org/2016,38426)
VG Minden, Entscheidung vom 07.11.2016 - 10 L 1597/16.A (https://dejure.org/2016,38426)
VG Minden, Entscheidung vom 07. November 2016 - 10 L 1597/16.A (https://dejure.org/2016,38426)
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Bestandskraft; Klagefrist; offensichtlich; Rechtsbehelfsbelehrung; unrichtig; versäumt; Verwaltungsakt; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Wirkung, aufschiebende
Unstatthaftigkeit eines Antrags auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung bei einer zweifelsfrei verfristeten Anfechtungsklage
vgl. BVerwG, Urteile vom 20. Juni 1958 - 7 CB 207.57 -, Verwaltungsrechtsprechung 11, 237, 239 (zu § 32 des Bayerischen Gesetzes über die Verwaltungsgerichtsbarkeit), und vom 10. November 1966 - 2 C 99.64 -, NJW 1967, 591, 592; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 28. September 2012- OVG 3 N 171/12 -, juris Rn. 2; VG Minden, Beschluss vom 7. November 2016 - 10 L 1597/16.A -, juris Rn. 18.
Selbst ein Verschulden des Prozessbevollmächtigten wäre dem Kläger nach § 85 Abs. 2 Zivilprozessordnung - ZPO -, der über den Verweis des § 173 Satz 1 Verwaltungsgerichtsordnung - VwGO - auch im Asylprozess gilt, vgl. VG Minden, Beschluss vom 7. November 2016 - 10 L 1597/16.A -, juris, Rdn. 34, zuzurechnen.
Die Rechtsbehelfsbelehrung ist damit unrichtig im Sinne des § 58 Abs. 2 VwGO (…vgl. auch VG München, Urt. v. 29.11.2013 - M 2 K 13.30275 -, juris Rn. 26; VG Minden, Beschl. v. 07.11.2016 - 10 L 1597/16.A -, juris Rn. 11;… a.A. VG Berlin, Beschl. v. 19.05.2017 - 6 L 383.17 A -, juris Rn. 29).
- so VG Minden, Beschuss vom 7. November 2016 - 10 L 1597/16.A -, juris Rn. 17 ff.-, kann hier dahinstehen, da auch die zweiwöchige Klagefrist gewahrt ist.
Weil nämlich insbesondere die Einlegung des Widerspruchs durch die Antragstellerin am 30. März 2016 entweder als fristwahrend oder aufgrund Vorliegens eines fristgemäß geltend gemachten Wiedereinsetzungsanspruchs die Bestandskraft des Genehmigungsbescheids verhinderte, ist dieser nicht schon wegen einer formellen Bestandskraft des Genehmigungsbescheids aussichtslos, die zur Folge hätte, dass für vorläufige Regelungen zu seiner Vollziehbarkeit kein Raum bliebe (…vgl. etwa den Beschluss der 2. Kammer des Gerichts vom 1. Oktober 2015 - 2 B 2454/15 SN juris Rdnr. 7); allenfalls im entgegengesetzten Fall einer offensichtlichen Fristversäumnis nebst offensichtlichem Fehlen eines Wiedereinsetzungsgrunds käme jedoch die Ablehnung des Eilantrags als unzulässig in Betracht (s. den Beschiuss des VG Minden vom 7. November 2016 - 10 L 1597/16.A juris Rdnr. 13 ff. m. w. Nachw.).
Grundsätzlich ist das Verschulden eines Prozessbevollmächtigten dem vertretenen Prozessbeteiligten gem. § 85 Abs. 2 ZPO, welcher über den Verweis des § 173 S. 1 VwGO auch im Asylprozess gilt, zuzurechnen (VG Minden, Beschluss vom 07.11.2016 - 10 L 1597/16.A, juris Rn. 34).
Grundsätzlich ist das Verschulden eines Prozessbevollmächtigten dem vertretenen Prozessbeteiligten gem. § 85 Abs. 2 ZPO, welcher über den Verweis des § 173 S. 1 VwGO auch im Asylprozess gilt, zuzurechnen (VG Minden, Beschl. v. 07.11.2016 -10 L 1597/16.A, juris Rn. 34).
Grundsätzlich ist das Verschulden eines Prozessbevollmächtigten dem vertretenen Prozessbeteiligten gem. § 85 Abs. 2 ZPO, welcher über den Verweis des § 173 S. 1 VwGO auch im Asylprozess gilt, zuzurechnen (VG Minden, Beschl. v. 07.11.2016 - 10 L 1597/16.A, juris Rn. 34).