Source: http://jaberirechtsanwalt.de/blue-card-fuer-auslaendische-fachkraefte/
Timestamp: 2017-09-24 21:11:46
Document Index: 72713832

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 39', '§ 42', '§ 39', '§ 60', '§ 60', '§ 9', '§ 41', '§ 19', '§ 19', '§ 3', '§ 27', '§ 51', '§ 30', '§ 39', '§ 19', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 30']

Blue Card für ausländische Facharbeiter › Rechtsanwaltskanzlei Jaberi | Hamburg
Wissenswertes über die Blue Card in Deutschland
Eine Blaue Karte EU (Aufenthaltserlaubnis nach § 19a AufenthG n.F.) wird einem Ausländer erteilt, wenn er einen deutschen, anerkannten ausländischen oder einen einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss besitzt.
Eine Blaue Karte wird nur für einen konkreten Arbeitsplatz erteilt, mit dem ein Bruttojahresgehalt in Höhe von 48.400 Euro (Stand 2015), in sogenannten Mangelberufen (Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, Ärzte und IT-Fachkräfte ) in Höhe von 37.752 Euro (Stand 2015) erzielt wird.
Die Blaue Karte EU wird auf maximal vier Jahre befristet. Wenn das Arbeitsverhältnis kürzer als vier Jahre ist, wird die Blaue Karte für die Dauer des Arbeitsvertrags plus drei Monate erteilt.
Auf eine Vorrangprüfung sowie auf Prüfung der Arbeitsbedingungen wird bei Erreichen der Gehaltsgrenze in Höhe von 48.400 Euro (Stand 2015) grundsätzlich verzichtet.
Bei Absolventen inländischer Hochschulen wird auch in Mangelberufen auf Durchführung einer Vorrangprüfung und auf die Prüfung der Arbeitsbedingungen verzichtet.
Bei Absolventen ausländischer Hochschulen entfällt bei einem Arbeitsplatzangebot in Mangelberufen die Vorrangprüfung. Eine Prüfung der Arbeitsbedingungen findet jedoch statt.
Können Familienangehörige von Blue-Card-Inhabern mit nach Deutschland einreisen?
Wann kann der Inhaber einer Blue Card ein Daueraufenthaltsrecht erhalten?
Inhaber einer Blauen Karte können bereits nach 33 Monaten, bei Deutschkennnissen nach dem Niveau B1 nach 21 Monaten ein Daueraufenthaltsrecht erhalten.
Aufenthaltszeiten in verschiedenen Mitgliedstaaten können für den Erhalt eines Daueraufenthaltsrechts kumuliert werden.
Muss bei der Weiterwanderung innerhalb der EU ein Visumsverfahren durchgeführt werden?
Interesse an einer Blue Card?
Gesetzestext § 19a AufenthG n.F.
§ 19a AufenthG n.F. – Blaue Karte EU
2. die Bundesagentur für Arbeit nach § 39 zugestimmt hat oder durch Rechtsverordnung nach § 42 oder zwischenstaatliche Vereinbarung bestimmt ist, dass die Blaue Karte EU ohne Zustimmung der Bundesagentur
für Arbeit nach § 39 erteilt werden kann, und
3. Berufe, in denen für Angehörige bestimmter Staaten die Erteilung einer Blauen Karte EU zu versagen ist, weil im Herkunftsland ein Mangel an qualifizierten Arbeitnehmern in diesen Berufsgruppen besteht. Rechtsverordnungen nach Nummer 1 und 2 bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
(3) Die Blaue Karte EU wird bei erstmaliger Erteilung auf höchstens vier Jahre befristet. Beträgt die Dauer des Arbeitsvertrags weniger als vier Jahre, wird die Blaue Karte EU für die Dauer des Arbeitsvertrags zuzüglich drei Monate ausgestellt oder verlängert.
2. die einen Antrag auf Feststellung der Voraussetzungen nach § 60 Absatz 5
oder 7 Satz 1 oder nach § 60a Absatz 2 Satz 1 gestellt haben,
6. die unter die Richtlinie 96/71/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 1996 über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen (ABl. L 18 vom 21.1.1997, S. 1) fallen, für die Dauer ihrer Entsendung nach Deutschland oder
(6) Dem Inhaber einer Blauen Karte EU ist eine Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn er mindestens 33 Monate eine Beschäftigung nach Absatz 1 ausgeübt hat und für diesen Zeitraum Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet hat oder Aufwendungen für einen Anspruch auf vergleichbare Leistungen einer Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder eines Versicherungsunternehmens nachweist und die Voraussetzungen des § 9 Absatz 2 Satz 1 Nummer 4
Entgeltgrenzen:
§ 41a BeschV n.F.
Die Höhe des Gehalts nach § 19a Absatz 2 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes beträgt zwei Drittel der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung. Das Bundesministerium des Innern gibt das Mindestgehalt für jedes Kalenderjahr jeweils bis zum 31. Dezember des Vorjahres im Bundesanzeiger bekannt
2) Für Berufe, die zu den Gruppen 21, 221 und 25 der Internationalen Standardklassifikation der Berufe (ABl. L 292 vom 10.11.2009, S. 31) gehören, beträgt die Höhe des Gehalts nach § 19a Absatz 2 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes 52 % der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung. Absatz 1 Satz 4 gilt entsprechend“
Verzicht auf Vorrangprüfung und Prüfung der Arbeitsbedingungen:
„§ 3a BeschV n.F:
Keine Vorrangprüfung für Absolventen ausländischer Hochschulen in Mangelberufen
§ 27 Abs. 2 BeschV n.F.
Erlöschen der Blauen Karte bei einem Auslandsaufenthalt von mehr als 12 Monaten:
§ 51 AufenthG n.F:
„(10) Abweichend von Absatz 1 Nummer 7 beträgt die Frist für die Blaue Karte EU und die Aufenthaltserlaubnisse nach den §§ 30, 32, 33 oder 36 die den Familienangehörigen eines Inhabers einer Blauen Karte EU erteilt worden sind, zwölf Monate.“
Antragstellung im Inland durch Weitergewanderte:
§ 39 AufenthV n.F:
„7. er seit mindestens 18 Monaten eine Blaue Karte EU besitzt, die von einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ausgestellt wurde,
und er für die Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung eine Blaue Karte EU beantragt. Gleiches gilt für seine Familienangehörigen, die im Besitz eines Aufenthaltstitels zum Familiennachzug sind, der von demselben Staat ausgestellt wurde wie die Blaue Karte EU des Ausländers. Die Anträge auf die Blaue Karte EU sowie auf die Aufenthaltserlaubnisse zum Familiennachzug sind innerhalb eines Monats nach Einreise in das Bundesgebiet zu stellen.“
Erteilung einer Niederlassungserlaubnis:
§ 19a Abs.6 AufenthG n.F.
Kumulierung von Aufenthaltszeiten in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten für den Erhalt eines Daueraufenthaltsrechts
§ 9b AufenthG n.F.
Nicht angerechnet werden Zeiten, in denen sich der Ausländer nicht in der Europäischen Union aufgehalten hat. Diese Zeiten unterbrechen jedoch den Aufenthalt nach § 9a Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 nicht, wenn sie zwölf aufeinander folgende Monate nicht überschreiten und innerhalb des Zeit-raums nach § 9a Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 insgesamt 18 Monate nicht überschreiten. Die Sätze 1 bis 3 sind entsprechend auf Familienangehörige des Ausländers anzuwenden, denen eine Aufenthaltserlaubnis nach den §§ 30 oder 32 erteilt wurde.“
„7. er seit mindestens 18 Monaten eine Blaue Karte EU besitzt, die von einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ausgestellt wurde.“