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Timestamp: 2019-07-17 05:28:37
Document Index: 169336139

Matched Legal Cases: ['§ 62', '§ 63', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 88', '§ 76']

Streitjahre: 2017, 2018
Aktenzeichen: III R 27/18
ECLI: ECLI:DE:BFH:2019:U.200219.IIIR27.18.0
Normen: § 62 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2009, § 63 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2009, § 32 Abs 1 Nr 1 EStG 2009, § 32 Abs 4 S 1 Nr 2 Buchst a EStG 2009, § 32 Abs 4 S 2 EStG 2009, § 32 Abs 4 S 3 EStG 2009, EStG VZ 2017, EStG VZ 2018, Abschn V6.1 Abs 1 S 8 DA-KG 2018, § 88 AO, § 76 FGO
Zitiervorschlag: BFH, Urteil vom 20. Februar 2019 – III R 27/18 –, juris
NV: Eine einheitliche Erstausbildung ist nicht gegeben, wenn ein Kind nach der ersten abgeschlossenen Berufsausbildung eine Erwerbstätigkeit aufnimmt, die im Vergleich zu einer gleichzeitigen weiteren Ausbildung als "Hauptsache" anzusehen ist (Rn.16).
1. NV: Zum Leitsatz: Soweit sich aus der Rechtsprechung des erkennenden Senats in seinen Urteilen vom 03.07.2014 III R 52/13 und vom 08.09.2016 III R 27/15 etwas anderes ergibt, wird hieran nicht weiter festgehalten. Der VI. BFH-Senat hat mitgeteilt, dass er einer Abweichung von seinem Urteil vom 03.09.2015 VI R 9/15 zustimmt (Rn.21).
2. NV: Eine Verbindung von zwei Ausbildungsabschnitten zu einer einheitlichen Erstausbildung kann nicht bereits dann abgelehnt werden, wenn das Kind der Familienkasse nicht sofort nach Abschluss der Lehre die Absicht zur Fortsetzung der Ausbildung mitteilt (entgegen DA-KG 2018 V 6.1 Abs. 1 Satz 8). Der Untersuchungsgrundsatz gebietet auch die Berücksichtigung von Beweisanzeichen, die erst nach Ablauf des Anspruchszeitraums bekannt werden (Rn.27).
vorgehend Niedersächsisches Finanzgericht, 17. April 2018, Az: 13 K 178/17, Urteil
Abweichung BFH, 4. Februar 2016, Az: III R 14/15
Der Kläger und Revisionsbeklagte (Kläger) ist Vater eines im Juli 1993 geborenen Sohnes (S), der im Juli 2012 das Abitur bestanden und im Januar 2016 eine Ausbildung zum Bankkaufmann erfolgreich abgeschlossen hat und seitdem bei einer Bank mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 31,5 Stunden als Junior-Firmenkundenberater beschäftigt ist. Sein Nettoverdienst beträgt monatlich etwa 1.400 €.