Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/79414,20.html
Timestamp: 2019-10-21 08:14:32
Document Index: 105015208

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 227', '§ 211', '§ 30', 'BGH', 'BGH', '§ 227', '§ 223', '§ 222', '§ 227', '§ 222', '§ 227', '§ 227', '§ 222', '§ 227', '§ 227']

Verfasst am: 20 Sep 2006 - 17:11:20 Titel:
Also, der Rücktritt gemäß § 24 I S.1 gliedert sich doch folgendermaßen auf:
1. Aufgeben der Tat
Bei mir scheitert das am Aufgeben der Tat. Freiwillig tut er es ja.
Ja, die Urteile zu § 227 sind mir schon mehrfach begegnet, besonders das, wo das Opfer aus Angst vor weiterer Misshandlung aus dem Fenster gesprungen und tödlich verunglückt ist (weiß jetzt nicht wie es heißt). Der Unterschied zu unserem Fall ist ja, dass das Opfer hier schon mehrfach misshandelt wurde. In unserem Fall ist ja noch gar nichts passiert. Kann es darauf ankommen?
Verfasst am: 20 Sep 2006 - 17:16:50 Titel:
Ach ja, wegen der Strafbarkeit des T nach § 211 und §§ 30, 211: Ich hab das zwar als Prüfungspunkt, aber in einem Satz abgehandelt. Ich weiß nicht, vielleicht kann man es auch weglassen. Aber ich denke, man macht keinen Fehler, wenn man zeigt, dass man es gesehen hat und gleich sagt, dass es nicht in Frage kommt.
Verfasst am: 20 Sep 2006 - 19:25:33 Titel:
Hast Recht wegen des Rücktritts
Zu 227 würd ich sagen es kann schon darauf ankommen, ob das Opfer bereits misshandelt wurde. Aber eben nur insoweit, wie es um das unmittelbare Ansetzen geht. Solange das nicht nachweisbar ist wird es auch mit der Zurechenbarkeit der Todesfolge schwierig bis unmöglich. Aber in dem m.E. neuesten BGH-Urteil zu diesem Sachverhalt (ich meine den Fall in dem ein Ausländer vor Nazis flieht und dabei durch eine Glasscheibe rennt) liegt auch noch keine Tathandlung vor, der BGH lässt aber die "Bedrohungssituation" genügen obwohl die Verfolgung längst abgebrochen war und die Körperverletzung im Versuchsstadium blieb. Das kommt unserem Sachverhalt denke ich recht nahe. Hab da mal nen interessanten Link dazu:
http://www.degruyter.de/journals/jr/2003/pdf/2003_122.pdf
Und wegen Totschlag ist es denke ich schon ok wenn du das in 1-2 Sätzen klärst. Ich dachte nur du hättest da vielleicht etwas umfangreicher geprüft, das hätte mich dann doch etwas verwirrt...[/url]
Verfasst am: 21 Sep 2006 - 09:29:48 Titel:
Verfasst am: 21 Sep 2006 - 12:11:01 Titel:
Hab noch ne rein informative Frage: Wie prüfst du genau den § 227? Es gibt ja die Möglichkeit §§ 223, 224 und § 222 vorher zu prüfen, das sich ja § 227 daraus zusammen setzt. Manche sagen aber auch, dass man den § 222 auf jeden Fall nach § 227 prüfen sollte, weil § 227 spezieller ist. Aber dann gäbs ja bei § 222 nicht mehr viel zu sagen, weil man alles schon bei § 227 abgehandelt hat.
Verfasst am: 21 Sep 2006 - 12:34:30 Titel:
Ja genau so seh ich das auch, wie du es andeutest. Ich denke der 227 i.V.m. 224 ist spezieller und macht - zumindest wenn die Prüfung durchgeht - ein zusätzliches prüfen von 222 entbehrbar. Auf der anderen Seite wäre in unserem Fall der 227 eben nur als Versuch strafbar und ich bin noch nicht ganz sicher inwieweit sich das auch auf die Todesfolge auswirkt, so dass der 222 evtl. als vollendetes Delikt doch noch wichtig werden könnte. Also ich denke ich wart mal ab wieviel Seiten das Gutachten füllt und entscheide dann am Schluss ob ich den 222 noch unterbring oder weglass.
Inwieweit hast du dich eigentlich bisher mit anderen ausgetauscht, schreibst du im Seminar oder wo anders? Ich mein nur weil ich bisher alles zuhause schreib und das Gefühl hab es würde nichts schaden auch mal n paar andere Meinungen einzuholen... - nicht dass wir irgendwas komplett übersehen oder so
Verfasst am: 21 Sep 2006 - 12:53:37 Titel:
Ich schreib im Moment auch viel zu Hause. Bin aber von Zeit zu Zeit mal in der UB oder im Seminar, um Aufsätze oder Kommentare nachzulesen. Das Problem ist, dass der Großteil schon fertig ist mit dieser Hausarbeit. Klar, dass dann auch keiner mehr ins Forum schaut oder im Seminar rumsitzt. Von daher ist es ein bißchen schwierig, sich andere Meinungen einzuholen, obwohl ich das auch vorteilhaft fände. Wenn ich das nächste Mal dort bin, werd ich mal nach bekannten Gesichtern Ausschau halten, die vielleicht auch noch nicht fertig sind.
Verfasst am: 08 Okt 2006 - 18:54:17 Titel:
ich wollte mich auch mal in die leider inzwischen ruhende diskussion einklinken... sehe das alles ähnlich wie ihr, nur stellt sich für mich die frage, ob die möglichkeit des erfolgsqualifizierten versuchs bei § 227 vor dem beginn der eigentlichen prüfung oder erst unter dem prüfungspunkt gefahrverwirklichungszusammenhang zu erörtern ist. glaube es gibt für beide varianten gute argumente. in der klausur aus einer der ags vom letzten semester wird nach der ersten variante, während in der klausur "die welt zu gast bei freunden" nach der zweiten variante geprüft wird...wäre nett wenn ihr mir antwortet was ihr mit welcher begründung für sinnvoller haltet, da ich eventuell ja gute argumente für das eine oder andere übersehen habe!
Verfasst am: 08 Okt 2006 - 19:12:20 Titel:
Ich habs beim Gefahrverwirklichungszusammenhang. Hab ehrlich gesagt gar nicht darüber nachgedacht, es woanders abzuhandeln. Für mich reicht schon das Argument, dass ich sonst kaum noch was beim Gefahrverwirklichungszusammenhang schreiben könnte. Hab bis jetzt auch noch nirgendwo gesehen, dass das schon am Anfang erörtert worden wäre. Könnte mir aber vorstellen, dass das genauso gut ist. Ich denke, das ist Geschmackssache.