Source: http://www.pflegendeangehoerige.info/pflegegeld/kurzung-pflegegeld-bei-krankenhausbehandlung-stationare-reha-t14009.html
Timestamp: 2018-04-21 01:48:44
Document Index: 92065257

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§71', '§ 34']

Kürzung Pflegegeld bei Krankenhausbehandlung/stationäre Reha : PFLEGEGELD
Aktuelle Zeit: 21. Apr 2018, 03:48
Kürzung Pflegegeld bei Krankenhausbehandlung/stationäre Reha
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Betreff des Beitrags: Kürzung Pflegegeld bei Krankenhausbehandlung/stationäre Reha
#1 Verfasst: 11. Dez 2011, 16:11
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Kürzung bei Krankenhausbehandlung/stationäre Reha
Nach § 34 Abs. 2 Satz 2 SGB XI ist das Pflegegeld für die ersten vier Wochen (28 Tage) einer
vollstationären Krankenhausbehandlung oder stationären Leistung zur medizinischen Rehabilitation
weiter zu zahlen. In diesen Fällen beginnt die Vier-Wochen-Frist mit dem Aufnahmetag. Wird eine Kürzung veranlasst, wird das Pflegegeld mit dem Entlassungstag wieder gezahlt.
Ein Versicherter erhält Pflegegeld nach der Pflegestufe III.
Vom 21.02.2009 bis zum 25.03.2011 befindet sich der Versicherte in einer stationären Krankenhausbehandlung.
Der Versicherte befindet sich am 20.03.2011 den 28. Tag in stationärer Krankenhausbehandlung. Daher ist für den Monat Februar noch das volle Pflegegeld in Höhe von 675,00 € zu zahlen. Ebenfalls ist vom 01.03.2011 bis zum 20.03.2011 das Pflegegeld zu zahlen.
Das Pflegegeld ruht nach § 34 Abs. 2 Satz 2 SGB XI in der Zeit vom 21.03.2011 bis 24.03.2011. Ab dem Entlassungstag (25.03.2011) bis zum 31.03.2011 – entspricht 7 Tage – ist wieder das Pflegegeld zu zahlen.
Für den Monat März erhält der Versicherte ein Pflegegeld in Höhe von 675,00 € : 30 Tage x 22 Tage = 495,00 €.
Betreff des Beitrags: Re: Kürzung Pflegegeld bei Krankenhausbehandlung/stationäre Reha
#2 Verfasst: 17. Feb 2016, 21:49
tritt die o.g. regelung auch ein, wenn die pflegende angehörige in einer stationären behandlung war oder gilt dies für die pflegeperson?
vielen dank für deine hilfe, gruss michaela
#3 Verfasst: 18. Feb 2016, 13:54
Ich verstehe deine Frage noch nicht ...... Wer war im Krankenhaus?
Der Pflegebedürftige? Er hat eine Pflegestufe!
Dann zahlt die PK das Pflegegeld während einer
vollstationären Krankenhausbehandlung,
stationären medizinischen Rehabilitations- oder Vorsorgemaßnahme
für die ersten 4 Wochen in voller Höhe weiter. Die 4-Wochenfrist beginnt mit dem Aufnahmetag.
Manche Pflegekassen verlangen vom Versicherten, dass Aufnahme- und Entlassungstag mitgeteilt wird.
Kann ich auch empfehlen, weil das zwar die Krankenhäuser melden, aber oft erst sehr spät
und uns wurde aus diesem Grunde schon einmal das Pflegegeld gestrichen.
Die Pflegeperson des Pflegebedürftigen?
Das hat doch m. E. keine Auswirkung auf die Pflegegeldzahlung.
Wenn der Pflegebedürftige nicht allein bleiben kann, muss eine Ersatzpflege beschafft werden.
Die Bezahlung wäre dann auch aus der Verhinderungspflege möglich.
Bei unter 8 Stunden täglich käme es weiterhin zur Zahlung des Pflegegeldes.
Wenn du noch Fragen hast, nur raus damit!
Bedenke, wir sind ein Laienforum und geben keine Rechtsberatung.
#4 Verfasst: 18. Feb 2016, 15:23
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Wir sind ein Laienforum, aber das Pflegegeld steht dem zu, der gepflegt werden muss.
Es wird in der Regel gezahlt von der gesetzlichen Pflegeversicherung (meist unter dem Dach der Krankenversicherung).
Auch bei der privaten Versicherung gibt es die Zweige Krankenversicherung und Pflegeversicherung.
Bei Richtern, Lehrern etc. ist es mit Beihilfe nochmals komplizierter.
Wenn die Pflegeperson, also diejenige die den zu Pflegenden pflegt, selbst erkrankt, dann muss der zu Pflegende sich eben Ersatz beschaffen.
Das ist ja eigentlich der klassische Fall der Verhinderungspflege, neben Erholungsurlaub der Pflegeperson oder Rehakur der Pflegeperson etc. pp.
Das heißt: jemand anderes übernimmt die Pflege, weil die Person die mich pflegt, selbst erkrankt ist. Das geht bis max. 28 Tage pro Jahr. Man kann aber auch noch einen Teil aus der Kurzzeitpflege sich übertragen lassen. (Theoretisch also 1612 Euro Verhinderungspflege + 806 Euro hälftige Kurzzeitpflege ergibt 2418 Euro pro Jahr verteilt auf max. 28 Tage)
Problematisch finde ich immer, dass diese Leistungen nicht durch Verwandte erbracht werden können.
Aber so ist nun mal das Gesetz und man muss sich eben jemanden suchen aus der Bekanntschaft, der das leisten kann. Oder man muss Veränderungspflege über einen Pflegedienst anfordern oder Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. In wenigen Fällen gibt es auch Leistungen der Krankenkassen, aber das würde hier zu weit führen. Mit besten Grüßen. Christoph
zum Ruhen des Pflegegeldanspruches schaut bitte in § 34 SGB XI, hier war wohl nach§ 34 Abs 2 gefragt.
vom Grundsatz her gibt es kein Pflegegeld, wenn man im Krankenhaus oder im Pflegeheim (§71 Abs.2 SGB XI) ist, aber § 34 SGB XI regelt quasi die Ausnahmen. Stellt euch vor man müsste jedes Mal wegen 2 Tagen Krankenhausaufenthalt die Bescheide ändern und dass bei unser immer älterer werdenden Bevölkerung. Im Hartz IV Bereich ist man jetzt gerade dabei die 6 Monate Regelung auf 12 Monate zu erweitern, weil es auch da vom Verwaltungsaufwand nicht zu schaffen ist.
leuchtturm22
#5 Verfasst: 18. Feb 2016, 21:22
die pflegende angehörige war mehr als 28 tage zur kur, die betreuung hat ein pflegedienst mit weniger als 8 std. täglich übernommen, aber nicht im rahmen der VHP, sondern durch den kostenträger der kur.
das pflegegeld wird ja an die pflegende angehörige ausbezahlt, die ja nicht vor ort war, aber kosten für die ersatzbetreuung sind nicht entstanden. evtl. ist die vertretung (familienangehöriger) nicht pflegegeldberechtigt, da die wöchentlichen arbeitsstunden überschritten werden, daher ja auch die ersatzpflege.
muss man also trotzdem noch eine meldung an die kasse machen? es sind ja dennoch zusätzliche kosten entstanden wie fahrtgeld etc., die nicht via kur abgedeckt sind.