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Timestamp: 2018-06-19 23:43:20
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Matched Legal Cases: ['§ 151', '§ 151', '§ 151', '§ 151', '§ 170', '§ 153', '§ 153', '§ 153', '§ 153', '§ 158', '§ 154', '§ 212', '§ 267', '§ 267', '§ 212', '§ 267', '§ 154', '§ 250', '§ 224', '§ 250', '§ 154', '§ 154', '§ 154', '§ 158', '§ 163', '§ 153', '§ 170', '§ 170', '§ 170', '§ 142', '§ 172', '§ 172', '§ 172', '§ 172', '§ 170', '§ 172', '§ 173', '§ 199', '§ 170', '§ 199', '§ 204', '§ 203', '§ 210', '§ 210', '§ 311', '§ 213', '§ 213', '§ 214', '§ 216', '§ 218', '§ 214', '§ 219', '§ 136', '§ 226', '§ 226', '§ 226', '§ 230', '§ 231', '§ 243', '§ 243', '§ 243', '§ 243', '§ 243', '§ 244', '§ 48', '§ 72', '§ 249', '§ 86', '§ 258', '§ 258', '§ 260', '§ 268', '§ 151']

Verfahren im ersten Rechtszug, §§ 151 - 295 Verfahrensrecht 123recht.net
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22.12.2004 | Ratgeber - Verfahrensrecht
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Verfahren im ersten Rechtszug, §§ 151 - 295
Grundsätze, §§ 151 ff. StPO
Akkusationsgrundsatz: Wo kein Kläger, da kein Richter: §§ 151, 152 I, 170, 199 StPO: Staatsanwaltschaft ist Anklagebehörde
bei weitem nicht in allen Fällen kommt es zur Anklage; neben § 170 II StPO sehen §§ 153 ff. StPO zahlreiche Möglichkeiten der Einstellung vor; die wichtigsten
§ 153 I StPO: geringfügiges Vergehen (Bsp. : A begeht erstmals Kaufhausdiebstahl)
§ 153 a I StPO: Einstellung bei Vergehen (idR) gg Geld
§ 153 b I StPO: Einstellung, wenn Gericht voraussichtlich nicht bestrafen würde, zB § 158 I StGB (Gerichtsverfahren wäre bloße Förmelei)
§ 154 StPO: Gegen A wird wg. § 212 ermittelt. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass er sich tatmehrheitlich wegen § 267 strafbar gemacht hat. Eine Verurteilung wg. § 267 würde neben der wg § 212 zu erwartenden Strafe nicht ins Gewicht fallen, so dass das Verfahren wg. § 267 eingestellt werden kann
§ 154 a StPO: A ist angeklagt wg. § 250 II. Streitig ist, ob Nötigung mittels Körperverletzung begangen wurde. Eine Strafe wg § 224 würde neben § 250 II aber nicht beträchtlich ins Gewicht fallen
Faustformel für Abgrenzung §§ 154, 154 a: Tatmehrheit § 154; Tateinheit § 154 a
Vorbereitung der öffentlichen Klage, §§ 158 ff StPO
siehe schon oben: Polizei -> StA (§ 163 II StPO)
wenn nicht nach §§ 153 ff. StPO eingestellt wird, bleibt § 170 StPO
danach wird
eingestellt, wenn kein hinreichender Tatverdacht (hTV) besteht, § 170 II StPO oder
Anklage erhoben, §§ 170 I, 199 StPO
Bsp. : A findet sein Motorrad beschädigt auf und erstattet Anzeige wg. § 142 StGB gg. B. Der StA stellt das Verfahren ein. Was kann A dagegen tun, wenn er meint, dass B die Tat doch begangen habe?
wird eingestellt wegen mangelnden Tatverdachtes und ist der Antragsteller, der zugleich Verletzter ist, damit nicht einverstanden, kann er erzwingen, dass doch öffentliche Klage erhoben wird: Das nennt das Gesetz Klageerzwingungsverfahren: §§ 172 ff. StPO (besser: Anklageerzwingungsverfahren)
§ 172 I StPO: Beschwerde zum vorgesetzten Beamten der StA
ist auch die Beschwerde erfolglos, kann die Anklage gerichtlich erzwungen werden, § 172 II StPO
beachte § 172 II 3 StPO: Verf. nur b. Einstellung nach § 170 II StPO möglich!
es entscheidet das OLG, § 172 IV StPO
im Übrigen §§ 173 ff. StPO
§§ 199 ff StPO: Entscheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens
Anklageerhebung nach § 170 I StPO hier unterstellt:
der bloße Umstand der staatlichen Anklageerhebung hat nicht zwingend zur Folge, dass es zur Hauptverhandlung kommtvielmehr entscheidet (§ 199 I StPO) das „Gericht darüber, ob das Hauptverfahren zu eröffnen oder das Verfahren vorläufig einzustellen ist.“
Einstellung: §§ 204 ff. StPO: dann Ende
Eröffnung des Hauptverfahrens: §§ 203, 207, 215 StPO
der Eröffnungsbeschluss kann v Beschuldigten nicht (§ 210 I StPO), der Einstellungsbeschluss kann von der StA (§ 210 II StPO) mit der sofortigen Beschwerde (§ 311 StPO) angefochten werden
Vorbereitung der Hauptverhandlung, §§ 213 ff. StPO
nunmehr wird es zur „Strafsache gegen.. .“ kommen
dafür ist ein Termin (§ 213 StPO) erforderlich
den müssen
die Zeugen und Sachverständigen (§ 214 StPO)
der Angeklagte (§ 216 StPO)
der Verteidiger (§ 218 StPO)
und die StA (§ 214 StPO)
auch kann der (jetzt:) Angeklagte noch Beweisanträge stellen, § 219 StPO (was er jederzeit kann, §§ 136 I 3, 166, 201 StPO)
(erst jetzt beginnt die) Hauptverhandlung, §§ 226 ff. StPO
§§ 226 ff. regeln zunächst, wer anwesend sein muss
Richter, StA, Urkundsbeamter der GSt, § 226 StPO
insb. aber der Angeklagte, §§ 230, 231 StPO (Ausn. regeln §§ 231 a ff. StPO)
den „Gang der Hauptverhandlung“ regelt § 243 StPO
Aufruf zur Sache, § 243 I 1
Vernehmung über persönliche Verhältnisse, § 243 II
Anklagesatzverlesung, § 243 III
Vernehmung zur Sache, § 243 IV
„nach der Vernehmung des Angeklagten folgt die Beweisaufnahme“ (§ 244 I StPO)
Exkurs: Die Beweismittel im Strafprozess (verstreut in der StPO geregelt)
Zeuge (§§ 48 ff. StPO)
Sachverständiger (§§ 72 ff. StPO)
Urkunde, §§ 249 ff. StPO
Augenschein, §§ 86, 168 d, 225 StPO
nach den Schlussvorträgen (§ 258 I StPO) hat der Angeklagte das letzte Wort (§ 258 II StPO)
„die Hauptverhandlung schließt mit der [.. .] Verkündung des Urteils“ (§ 260 I StPO), das „Im Namen des Volkes“ ergeht (§ 268 StPO)
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