Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BAG_16_11_2011_7_AZR_458_10_Verguetung_eines_freigestellten_-d4799520.html
Timestamp: 2016-12-06 06:16:12
Document Index: 239469361

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 46', '§ 46', '§ 524', '§ 16', '§ 20', '§ 46']

BAG, 16.11.2011 - 7 AZR 458/10 - Vergütung eines freigestellten Personalratsmitglieds; Weitergewährung einer Funktionsstufe | Urteile auf anwalt24.de
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BAG, 16.11.2011 - 7 AZR 458/10 - Vergütung eines freigestellten Personalratsmitglieds; Weitergewährung einer Funktionsstufe
BundesarbeitsgerichtUrt. v. 16.11.2011, Az.: 7 AZR 458/10Gericht: BAGEntscheidungsform: UrteilDatum: 16.11.2011Referenz: JurionRS 2011, 34857Aktenzeichen: 7 AZR 458/10 Verfahrensgang:vorgehend:LAG Köln - 07.06.2010 - AZ: 5 Sa 1116/09ArbG Köln - 31.03.2009 - AZ: 16 Ca 9340/08Rechtsgrundlagen:§ 8 BPersVG§ 46 Abs. 1 BPersVG§ 46 Abs. 2 S. 1 BPersVG§ 524 Abs. 2 S. 2 ZPO§ 16 Abs. 1 Buchst. b TV-BA§ 20 TV-BAFundstellen:AuR 2012, 181AUR 2012, 181BB 2012, 767EzA-SD 6/2012, 13FA 2012, 157NZA 2012, 626-628PersR 2012, 176-178PersV 2012, 256-258ZTR 2012, 357-358Orientierungssatz:1. Nach § 46 Abs. 2 Satz 1 BPersVG hat die Versäumnis von Arbeitszeit, die zur ordnungsgemäßen Durchführung der Aufgaben des Personalrats erforderlich ist, keine Minderung der Dienstbezüge oder des Arbeitsentgelts zur Folge. Das Personalratsmitglied hat daher für die Dauer der erforderlichen Personalratstätigkeit Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts, das es erhalten hätte, wenn es keine Personalratstätigkeit verrichtet, sondern gearbeitet hätte. Die fortzuzahlende Vergütung bemisst sich nach dem "Lohnausfallprinzip".2. Während der Freistellung kann ein freigestelltes Personalratsmitglied alle Leistungen beanspruchen, die ihm vormals zur Abgeltung seiner Arbeitsleistung gewährt wurden. Dazu zählen die monatlichen Grundbezüge einschließlich der Amts- und Stellenzulagen, die ihm auf seinem Dienstposten als Gegenleistung für seine Tätigkeit zustehen. Ansprüche auf Aufwendungsersatz, die nur bei tatsächlicher Arbeit angefallen wären, gehören allerdings nicht zum fortzuzahlenden Arbeitsentgelt, wenn die Aufwendungen dem Personalratsmitglied infolge der Befreiung von der Arbeitspflicht nicht mehr entstehen.In SachenBeklagte, Berufungsklägerin und Revisionsklägerin,pp.Kläger, Berufungsbeklagter und Revisionsbeklagter,hat der Siebte Senat des Bundesarbeitsgerichts aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 16. November 2011 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesarbeitsgericht Linsenmaier, den Richter am Bundesarbeitsgericht Prof. Dr. Kiel, die Richterin am Bundesarbeitsgericht Schmidt sowie die ehrenamtlichen Richter Coulin und Zwisler für Recht erkannt:Tenor:Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln vom 7. Juni 2010 - 5 Sa 1116/09 - wird zurückgewiesen.Von den Kosten der Berufung und der Revision haben bis zur Rücknahme des Feststellungsantrags der Kläger 1/5, die Beklagte 4/5 zu tragen; die danach entstandenen Kosten hat die Beklagte zu tragen.Von Rechts wegen!