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Timestamp: 2016-10-27 03:20:45
Document Index: 336856311

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 36', 'in fine']

U 400/01 (16.09.2002)
U 400/01
T.________, 1960, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Christof Tschurr, Bellerivestrasse 59, 8034 Z�rich,
Der 1960 geborene T.________ arbeitete als Magaziner / Chauffeur bei der Firma L.________ AG Bauunternehmung und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 18. September 1995 klemmte er sich bei der Arbeit beim Einh�ngen eines Anh�ngers die linke Hand in der Anh�ngerkupplung ein und erlitt dabei eine Handkontusion mit nicht dislozierter Fraktur der proximalen Phalanx Dig. II sowie Verdacht auf Fissur der Grundphalanx Dig. III, welche mit einem Gips versorgt wurde. Am 20. Dezember 1995 wurde T.________ vom Kreisarzt der SUVA, Dr. med. B.________, per 8. Januar 1996 zu 100 % arbeitsf�hig geschrieben. Am 24. Oktober 1996 zog er sich beim Aufstapeln von Verschalungen erneut eine Quetschung der linken Hand zu, ohne oss�re L�sionen, wobei er am 9. Dezember 1996 wieder zu 100 % arbeitsf�hig geschrieben wurde. Per 31. Oktober 1996 k�ndigte ihm die Arbeitgeberin aus wirtschaftlichen Gr�nden. Im Rahmen eines Besch�ftigungsprogramms der Arbeitslosenversicherung schlug er sich am 14. April 1998 wiederum die linke Hand an.
Die SUVA zog verschiedene medizinische Unterlagen bei (R�ntgenbefund des Dr. med. K.________, Spital X.________, vom 18. September 1995, Atteste des Dr. med. S.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, vom 9., 12., 22. und 28. Dezember 1995, 6. und 16. Januar 1996, 11. Juni und 28. September 1997 sowie 1. Juni 1998; Berichte des Kreisarztes Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, vom 20. Dezember 1995, des Kreisarztes Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, vom 21. November 1996, des Dr. med. F.________, Leitender Arzt Handchirurgie Spital Y.________, vom 13. Mai 1998 und 7. Juli 1999 sowie des Berichts der kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung des Dr. med. M.________ vom 25. Februar 1999), schloss gest�tzt darauf mit Schreiben vom 26. Februar 1996 den Fall ab und stellte ihre Leistungen ein. Mit Verf�gung vom 8. Februar 2000 lehnte sie den geltend gemachten Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung und eine Invalidenrente ab und hielt auf Einsprache hin mit Entscheid vom 7. Juni 2000 an ihrem Standpunkt fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher T.________ beantragen liess, unter Aufhebung der Verf�gung und des Einspracheentscheides sei die Sache zur Erg�nzung des Verfahrens sowie zur Berechnung und Ausrichtung der ihm zustehenden Leistungen und neuer Verf�gung an die SUVA zur�ckzuweisen, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 23. Oktober 2001 ab.
T.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben und beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei die Sache "zur allf�lligen Erg�nzung des Verfahrens sowie zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen".
Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmungen und die Rechtsprechung �ber die Gew�hrung von Versicherungsleistungen bei Unf�llen (Art. 6 Abs. 1 UVG), insbesondere den Anspruch auf Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 1 UVG) und Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 Abs. 1 UVG), zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Erw�gungen zum Beweiswert �rztlicher Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3, 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
Zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung der Unfallversicherung hat. Dabei ist streitig, ob beim Beschwerdef�hrer auf Grund der drei Unf�lle vom 18. September 1995, 24. Oktober 1996 und 14. April 1998 nach dem 26. Februar 1999 eine Arbeitsunf�higkeit und ein Integrit�tsschaden besteht.
W�hrend die Vorinstanz mit der SUVA davon ausgeht, der Versicherte sei in seiner Arbeitsf�higkeit in seiner angestammten T�tigkeit als Magaziner / Chauffeur nicht behindert, macht der Beschwerdef�hrer eine Einschr�nkung geltend. Er bestreitet zwar die grunds�tzliche Zumutbarkeit einer selbst vollen T�tigkeit als Magaziner / Chauffeur nicht, bringt aber vor, Teil seiner Arbeits- und Erwerbsf�higkeit seien auch Schweissarbeiten und T�tigkeiten mit beidh�ndigem Heben und Tragen schwererer Gewichte, Verrichtungen, die ihm unfallbedingt nicht mehr m�glich seien.
3.1 In Bezug auf die Arbeitsf�higkeit ergibt sich aus den Akten:
Kreisarzt Dr. med. B.________ schrieb gem�ss Bericht vom 20. Dezember 1995 den Versicherten per 8. Januar 1996 wieder zu 100 % arbeitsf�hig und stellte unter anderem fest, langfristig werde aus diesem Schadenfall kein bleibender Nachteil zu erwarten sein, da die Fraktur nicht intraartikul�r sei.
Kreisarzt Dr. med. M.________ f�hrte im Bericht vom 21. November 1996 aus, knapp einen Monat nach leichter Quetschung der behandschuhten linken Hand sei der klinische Befund recht gering. Es bestehe eine leichte Bewegungseinschr�nkung der Langfinger bei etwas wechselndem und unpr�zisem lokalem Befund an der Mittelhand und an den MP-Gelenken II und III. Schonungszeichen f�nden sich nicht. Es bestehe kein Zweifel, dass der Versicherte stark �berreagiere und verdeutliche. Sicher bestehe keine 100 % Arbeitsunf�higkeit mehr, weshalb er 50 % ab 25. November 1996 in den Unfallschein eingetragen habe.
Der Hausarzt Dr. med. S.________ gab bez�glich der Arbeitsf�higkeit am 11. Juni 1997 an, im Bereich der Grundphalanx und des Grundgelenks des linken Zeigefingers bestehe auch heute eine vermehrte Schmerzempfindlichkeit und eine gewisse Tr�gheit der Gelenksbeweglichkeit. Daraus resultiere eine Verminderung der Einsatzf�higkeit dieses Fingers und der linken Hand. Weil es schwierig sei, die Verminderung der Einsatzf�higkeit der linken Hand zu bestimmen, w�re eine Begutachtung anzustreben. Am 28. September 1997 gab er an, durch den neuen Unfall vom 24. Oktober sei innert weniger Wochen der Vorzustand erreicht worden, wie er sich als Unfallfolge des ersten Unfalles ergeben hatte. Der linke Zeigefinger sei f�r schwerere Arbeiten wegen des plumpen Bewegungsablaufs, Tendenz zu Schmerzen und Weichteilschwellung nicht einzusetzen. Im Zeugnis vom 1. Juni 1998 f�hrte er aus, die seit dem ersten Unfall 1995 bestehende Restsch�digung (leichte teigige Schwellung im Bereich des linken Zeigefingers bis zur Mittelhand, 2. Strahl, mit gewisser Druckdolenz sowie tr�gerer Beweglichkeit, Druckdolenz etwas erh�ht) habe durch den k�rzlich erlittenen Schlag erneut eine starke Schmerzhaftigkeit im alten Unfallgebiet gemacht, die eher unverh�ltnism�ssig sei.
Dr. F.________ f�hrte am 13. Mai 1998 aus, er habe mit dem Versicherten auf jeden Fall die Arbeitsaufnahme ab 18. Mai 1998 vereinbart, wobei er eine ganzt�gige Besch�ftigung, zuerst mit leichter Arbeit und vor allem ohne die Handhabung des Brenners, vorgeschlagen habe. Dieser werde sich dann im Laufe n�chster Woche melden und berichten, inwieweit eine Arbeitsaufnahme realisierbar gewesen sei. Am 7. Juli 1998 gab er an, bei der letzten Kontrolle am 11. Mai 1998 habe eine Druckdolenz �ber dem ersten Ringband des Zeigefingers links bestanden, wo sich auch ein Sehnenreiben palpieren liess, weshalb er die Diagnose einer leichten Tendovaginitis stenosans gestellt habe. Echte schnellende Ph�nomene seien aber an diesem Zeigefinger nie aufgetreten. Der Versicherte berichte �ber belastungsabh�ngige Schmerzen in der Region des Grundgelenks, es komme nach seinen Angaben auch zu Schwellungen. Bei der heutigen Untersuchung best�nden bis auf die Druckdolenz absolut blande Verh�ltnisse, eine Ergussbildung des Grundgelenks finde sich nicht, auch sei die Gelenkkapsel nicht verdickt. Das Sehnengleiten des Zeigefingers sei nicht eingeschr�nkt und die Beweglichkeit sei normal. Bei der groben Kraftpr�fung falle eine gewisse Kraftminderung auf, die sich aber bekanntlicherweise nicht immer objektivieren lasse, da die Kraft auch stark von den empfundenen Schmerzen abh�nge. Der Versicherte arbeite mittlerweile nicht mehr an seinem alten Arbeitsplatz und arbeite auch nicht mehr mit dem Schweissbrenner. An seiner neuen Arbeitsstelle sei die Belastung f�r die linke Hand offenbar deutlich geringer als an seinem vorherigen Arbeitsplatz, sodass er dort wieder voll arbeite. Eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit bestehe also nicht. Was die Arbeit mit dem Schweissbrenner anbelange, glaube er, dass auch diese Arbeiten eigentlich m�glich seien, da der Schweissbrenner mit der nicht verletzten Hand gehalten werde. Inwieweit wirklich das Halten von Gegenst�nden und Gewichten mit der linken Hand erschwert sei, k�nne er schwer beurteilen, da bis auf die Schmerzangaben des Versicherten keine pathologischen Ver�nderungen zu finden seien.
Im Abschlussbericht vom 25. Februar 1999 f�hrte Kreisarzt Dr. med. M.________ aus, der Versicherte habe den Eindruck, dass ihm die W�rme nicht gut tue und dass der Finger im Sommer immer etwas geschwollen sei. Der klinische Befund an der linken Hand sei relativ bland und geringf�gig. Er zeige eine gewisse Verdeutlichung, was in Anbetracht seiner schwierigen psycho-sozialen Situation einf�hlbar sei. Die gemachten Schmerzangaben und erhobenen Kraftmessungen w�rden relativiert durch den nicht dystrophischen Zustand des Zeigefingers sowie das v�llige Fehlen irgendwelcher Schonungszeichen an der linken oberen Extremit�t. Der Versicherte habe ihm noch den Einfluss der W�rme auf dem Finger zeigen wollen. Er habe l�ngere Zeit beide H�nde in heisses Wasser gehalten, wobei es aber nicht zu der von ihm angek�ndigten Schwellung gekommen sei. Er sehe keinen Grund, weshalb der Versicherte nicht mit einem Schweissbrenner arbeiten sollte. Dem Versicherten sei jegliche Arbeit zumutbar, wobei beim Spitzgriff zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand wegen der leichten Verk�rzung des Fingers nicht mehr dieselbe Geschicklichkeit erwartet werden k�nne wie fr�her und beim Grobgriff die Kraft des Zugreifens etwas vermindert sein, aber sicher nicht im anl�sslich der Untersuchung pr�sentierten Rahmen.
3.2 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, er k�nne unfallbedingte Schweissarbeiten und T�tigkeiten mit Heben und Tragen schwererer Gewichte nicht mehr aus�ben, dringt er mit Blick auf diese medizinische Aktenlage nicht durch:
3.2.1 Zun�chst ist durch die Arztberichte eine volle Arbeitsf�higkeit des Versicherten in seiner angestammten T�tigkeit als Magaziner / Chauffeur ausgewiesen. Im Weiteren sahen Dres. med. M.________ und F.________ keinen Grund, warum er nicht mit einem Schweissbrenner arbeiten sollte. Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Unvertr�glichkeit der Hitze und daraus entstehende Schwellung der linken Hand konnten die �rzte nicht best�tigen. Damit kann auch offenbleiben, ob die Schweissarbeiten einen massgeblichen Bestandteil der T�tigkeit des Beschwerdef�hrers bildeten, wie er geltend macht, oder ob es sich dabei nur um eine gelegentliche Verrichtung handelte, wie dies aus dem Arbeitszeugnis der Firma L.________ AG vom 7. November 1996 zu schliessen ist, wonach der Versicherte f�r Ordnung beim Werkhof, Unterhalt und Reinigung von s�mtlichem Baumaterial und Ger�ten zust�ndig war und kleinere Schweissarbeiten sowie Reparaturen an diversen Ger�ten und Maschinen ausgef�hrt hatte.
Dem Beschwerdef�hrer ist sodann das beidh�ndige Tragen von Lasten ebenfalls zumutbar. Die wiedergegebene Auffassung des Hausarztes vermag gegen die �berzeugenden und ausf�hrlichen Berichte der anderen �rzte nicht aufzukommen. Eine Begutachtung er�brigt sich. Entscheidend ist das v�llige Fehlen irgendwelcher Schonungszeichen an der linken oberen Extremit�t.
Bez�glich der Integrit�tsentsch�digung geben weder die Akten noch die Vorbringen zu der Verwaltungsgerichtsbeschwerde Anlass, die vorinstanzlich best�tigte Ablehnung einer n�heren Pr�fung zu unterziehen (BGE 110 V 52 f). Der Zustand der linken Hand erreicht die Erheblichkeitsgrenze von 5 % nicht (Art. 24 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 36 Abs. 1 und Abs. 2 UVV sowie Ziff. 1 in fine Ingress Anhang 3 UVV).