Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=a6c930b2-11ce-4bf5-a676-bbd0dac08289
Timestamp: 2019-12-08 02:22:49
Document Index: 218267986

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 22', '§ 37', '§ 97', '§ 10', '§ 93', '§ 95', '§ 97', '§ 21', '§ 1', '§ 22', '§ 23', '§ 206', '§ 23']

22 Tarif (§§ 22 und 23 KStG 1988)
22.1 Allgemeiner Steuersatz (§ 22 Abs. 1 KStG 1988)
Der allgemeine Einheitssteuersatz des KStG 1988 ist in Verbindung mit den einkommensteuerlichen Bestimmungen des § 37 Abs.4 bzw. § 97 Abs.1 EStG 1988 zu sehen. Der Grundsatz der Einfachbesteuerung der von Körperschaften erzielten Gewinne wird dadurch erreicht, dass das KStG 1988 in der ersten Ebene die Besteuerung des Einkommens der Körperschaft selbst mit einem fixen Steuersatz von 34% ab der Veranlagung 2005 25% unabhängig davon erfasst, ob der Gewinn ausgeschüttet oder thesauriert wird. Auf der Gesellschafterebene stellt § 10 KStG 1988 sicher, dass im Ausschüttungsfall so lange keine Empfängerbesteuerung erfolgt, als die Ausschüttungsbeträge im Bereich von Körperschaften verbleiben. Erst wenn der Gewinn an natürliche Personen (durch offene oder verdeckte Ausschüttung) weitergegeben wird, findet auf Ebene der natürlichen Personen die Besteuerung durch KESt - Abzug statt. Die nach § 93 Abs.1 in Verbindung mit § 95 EStG 1988 durch die ausschüttende Körperschaft einzubehaltende Kapitalertragsteuer führt einkommensteuerlich beim Dividendenempfänger zur Steuerabgeltung bzw. Endbesteuerung nach § 97 Abs. 1 EStG1988.
Rz 1483: entfällt
Die nach § 21 Abs. 3 KStG 1988 zu versteuernden ausländischen Einkünfte der inländischen beschränkt Steuerpflichtigen iSd § 1 Abs. 3 Z 2 und 3 KStG 1988 (siehe Rz 1468 und 1469) sind im Veranlagungswege mit dem allgemeinen Steuersatz von 25% der ausländischen Kapitalerträge ohne Werbungskostenabzug zu versteuern.
Rz 1484a und 1484b: entfallen
22.2.3 Zwischenbesteuerung nach § 22 Abs. 3 KStG 1988
Die Zwischenbesteuerung bestimmter Einkünfte von Privatstiftungen (siehe StiftR 2001 Rz 84 bis 99) wird mit 12,5% der Bemessungsgrundlage neben der Tarifbesteuerung im Veranlagungswege vorgenommen. Es liegt eine Schedulenbesteuerung vor, dh. die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob im Veranlagungszeitraum eine Einkommensbesteuerung mit dem allgemeinen Steuersatz von 34% stattfindet.
22.3 Freibetrag für begünstigte Zwecke (§ 23 KStG 1988)
Zur Definition des Sanierungsgewinnes siehe EStR 2000 Rz 7250 ff. Zur erlassmäßigen Abstandnahme von der Abgabenfestsetzung gemäß § 206 BAO siehe EStR 2000 Rz 7268.
Die Berechnung des auf den Sanierungsgewinne gemäß § 23a KStG 1988 entfallenden Abgabenanspruchs erfolgt durch eine Gegenüberstellung der Körperschaftsteuerbelastung mit und ohne Sanierungsgewinn . Ist die Körperschaftsteuerbelastung ohne Sanierungsgewinn geringer als die Mindeststeuer, ist die Mindeststeuer in der Gegenüberstellung anzusetzen.
Das Einkommen der in Ausgleich befindlichen A-GmbH beträgt 10.000 Euro inkl. Sanierungsgewinn von 8.000 Euro, Ausgleichsquote ist 40%.
Steuer ohne Sanierungsgewinn
Auf den festgesetzten Betrag von 2.050 Euro ist eine bereits entrichtete Mindeststeuer aus Vorjahren anzurechnen.
KStR 2001, Körperschaftsteuerrichtlinien 2001 Rz 1468
KStR 2001, Körperschaftsteuerrichtlinien 2001 Rz 1469
StiftR 2001, Stiftungssteuerrichtlinien 2001 Rz 84
StiftR 2001, Stiftungssteuerrichtlinien 2001 Abschnitt 3.3.1
StiftR 2001, Stiftungssteuerrichtlinien 2001 Abschnitt 3.3.2
StiftR 2001, Stiftungssteuerrichtlinien 2001 Abschnitt 3.3.3
KStR 2001, Körperschaftsteuerrichtlinien 2001 Rz 152
KStR 2001, Körperschaftsteuerrichtlinien 2001 Rz 153
Findok-Nr: 19975.4, aufgenommen am: 03.07.2008 15:02:29, zuletzt geändert am: 04.07.2008, Dokument-ID: 6a5be890-5796-4346-b8e5-2b36207071be, Segment-ID: a6c930b2-11ce-4bf5-a676-bbd0dac08289