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Timestamp: 2019-07-16 01:25:42
Document Index: 292419390

Matched Legal Cases: ['Art 93', '§ 90', 'Art. 14', '§ 90', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 19', 'Art. 103', 'Art. 101']

BVerfG, 09.01.2007 - 1 BvR 1949/05 - dejure.org
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BVerfG, 09.01.2007 - 1 BvR 1949/05 (https://dejure.org/2007,6679)
BVerfG, Entscheidung vom 09.01.2007 - 1 BvR 1949/05 (https://dejure.org/2007,6679)
BVerfG, Entscheidung vom 09. Januar 2007 - 1 BvR 1949/05 (https://dejure.org/2007,6679)
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Zur Beschwerdebefugnis juristischer Personen des öffentlichen Rechts im Verfassungsbeschwerdeverfahren gem Art 93 Abs 1 Nr 4a GG, § 90 BVerfGG
Unterbindung des Nistens und Brütens von Tauben unter einer Brückenkonstruktion durch Inanspruchnahme der Deutsche Bahn Netz AG als Zustandsverantwortliche im ordnungsrechtlichen Sinne; Beschwerderechtsfähigkeit und Grundrechtsfähigkeit einer Gemeinde zur Verfassungsbeschwerde; Pflicht des Eigentümers zur Gefahrbeseitigung nach dem Bundesseuchengesetz und nach den ergänzend anzuwendenden landesrechtlichen Vorschriften des (allgemeinen) Polizei- und Ordnungsrechts; Seuchenpolizeiliche Gefahr aufgrund von auf der Straße liegendem Taubenkot; Kriterium der Unmittelbarkeit im Polizei- und Ordnungsrecht zur Bestimmung der Zustandsverantwortlichkeit
GG Art. 14 Abs. 2; BVerfGG § 90
Zusammenfassung von "Die Anhörungsrüge im Zivilprozess" von RA Prof. Dr. Rüdiger Zuck, original erschienen in: AnwBl 2008, 168 - 171.
VG Düsseldorf, 17.07.2002 - 7 K 1365/00
OVG Nordrhein-Westfalen, 06.09.2004 - 13 A 3802/02
BVerfG, 14.01.2008 - 2 BvR 2564/06
NVwZ 2007, 1420
Eine Berufung kommunaler Gebietskörperschaften oder ihrer unternehmerischen Töchter auf Art. 2 Abs. 1 oder Art. 3 Abs. 1 GG scheidet daher aus, auch wenn in ihrem Rahmen gerichtliches Handeln zu kontrollieren ist (vgl. für die Frage, ob unzulässiges Richterrecht vorliegt, BVerfGE 75, 192 und zu Art. 3 Abs. 1 GG BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 9. Januar 2007 - 1 BvR 1949/05 -, juris, Rn. 15; mit ähnlichen Erwägungen zu Art. 19 Abs. 4 GG BVerfGE 129, 108 ).
Diese Voraussetzungen werden von Gemeinden nicht erfüllt (vgl. BVerfGE 61, 82 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 7. Februar 1990 - 1 BvR 1556/88 -, JURIS; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 9. Januar 2007 - 1 BvR 1949/05 -, JURIS;… BVerfG, NVwZ 2007, S. 1176 f.).
Gemeinden sind als Körperschaften des öffentlichen Rechts grundsätzlich nicht grundrechtsfähig (vgl. BVerfGE 61, 82 ; 143, 246 ); sie können sich nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zwar auf die Prozessgrundrechte aus Art. 103 Abs. 1 und Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG berufen (vgl. BVerfGE 61, 82 ; 75, 192 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 9. Januar 2007 - 1 BvR 1949/05 -, Rn. 18), nicht jedoch auf die materiellen Grundrechte (vgl. BVerfGE 138, 64 ; 143, 246 m.w.N.).
Die Regelung dieser Beziehungen und die Entscheidung daraus resultierender Konflikte sind nicht Gegenstand der Grundrechte, weil der unmittelbare Bezug zum Menschen fehlt (BVerfG, Beschluss vom 09.01.2007 - 1 BvR 1949/05 -, NVwZ 2007, 1420).