Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201990,%20558
Timestamp: 2019-11-19 15:02:17
Document Index: 243489290

Matched Legal Cases: ['§ 162', '§ 174', '§ 162', '§ 162', '§ 165', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174']

BFH, 06.03.1990 - VIII R 28/84 - dejure.org
https://dejure.org/1990,831
BFH, 06.03.1990 - VIII R 28/84 (https://dejure.org/1990,831)
BFH, Entscheidung vom 06.03.1990 - VIII R 28/84 (https://dejure.org/1990,831)
BFH, Entscheidung vom 06. März 1990 - VIII R 28/84 (https://dejure.org/1990,831)
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AO 1977 § 162, § 174 Abs. 1
Steuerbescheid - Sachverhalt - Berücksichtigung in mehreren Steuerbescheiden - Kenntnis des Finanzamts - Entscheidungsgrundlage
AO (1977) §§ 162, 174 Abs. 1
§§ 162, 174 AO
Abgabenordnung; mehrfache Berücksichtigung eines bestimmten Sachverhalts
Die bei sachdienlicher Auslegung als auf die Verpflichtung des Bekl. zur antragsgemäßen Änderung des Einkommensteuerbescheids 2000 gerichtet anzusehende Klage (vgl. zur Statthaftigkeit der Verpflichtungsklage bei Versagung der beim Finanzamt beantragten Änderung eines Steuerbescheids BFH, Urt. v. 06. März 1990 -VIII R 28/84-, BStBl. II 1990, 558 …sowie Urt. v. 17. Februar 1999 -II R 65/97-, BStBl. II 1999, 476 und vorhergehend FG Bremen, Urt. v. 26. Juni 1997 -3 97 008 K 1-, EFG 1997, 1402 sowie Cöster in: Pahlke/Koenig, AO, 5. Aufl. 2004, § 165 Rn. 71) ist zulässig und begründet.
Legt das FA der Veranlagung oder der Gewinnfeststellung einen vom Steuerpflichtigen erklärten Gewinn zugrunde, so sind damit alle Geschäftsvorfälle berücksichtigt, die der Steuerpflichtige bei seiner Gewinnermittlung erfasst hat (BFH-Urteil vom 6. März 1990 VIII R 28/84, BFHE 160, 140, BStBl II 1990, 558;… von Wedelstädt in Beermann/ Gosch, a.a.O., § 174 AO Rz 27;… Loose in Tipke/Kruse, a.a.O., § 174 AO Rz 10). .
Denn nach Abs. 1 Satz 1 der Vorschrift bedarf es der Berücksichtigung eines bestimmten Sachverhalts in mehreren Steuerbescheiden zuungunsten eines oder mehrerer Steuerpflichtiger, obwohl er nur einmal hätte berücksichtigt werden dürfen (Senatsurteil vom 6. März 1990 VIII R 28/84, BFHE 160, 140, BStBl II 1990, 558).
Der BFH hat in vergleichbaren Fällen auch eine notwendige Beiladung der persönlich haftenden Gesellschafterin verneint (BFH-Urteile vom 17. Januar 1989 VIII R 370/83, BFHE 156, 103, BStBl II 1989, 563; vom 6. März 1990 VIII R 28/84, BFHE 160, 140, BStBl II 1990, 558).
a) Zwar deckt sich der Sachverhalt, der im angefochtenen Bescheid (beim Kläger als Leistungsempfänger) geregelt wurde (Veräußerung eines Gewerbebetriebs gegen Versorgungsleistungen u. a.), in der erforderlichen Weise (dazu Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 24. November 1987 IX R 158/83, BFHE 152, 203, BStBl II 1988, 404, und vom 6. März 1990 VIII R 28/84, BFHE 160, 140, BStBl II 1990, 558, sowie Tipke/Kruse, Kommentar zur AO u. a., 14. Aufl., § 174 Tz. 2 - jew. m. w. N.) mit demjenigen, der in einem anderen Bescheid (bei der Leistungsverpflichteten) berücksichtigt wurde.
Dem vom Kläger zitierten BFH-Urteil vom 6. März 1990 VIII R 28/84 (BFHE 160, 140, BStBl II 1990, 558) liegt --allerdings für den Anwendungsbereich des § 174 Abs. 1 AO 1977-- dasselbe Verständnis des Begriffes "Sachverhalt" zu Grunde wie dem angefochtenen Urteil für die Auslegung des § 174 Abs. 4 AO 1977 (…zur Notwendigkeit, dieses Tatbestandsmerkmal in allen Absätzen des § 174 AO 1977 prinzipiell in gleicher Weise zu definieren: Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 174 AO 1977 Rz. 6;… von Wedelstädt in Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 174 AO 1977, Rz. 14).
Was der Kläger als Abweichung angreift, die Notwendigkeit des Bekanntseins des (bestimmten) "Sachverhalts" in § 174 Abs. 1 AO 1977, beruht nicht auf der Auslegung dieses Tatbestandsmerkmals, wird vielmehr vom BFH in BFHE 160, 140, BStBl II 1990, 558, unter 3. b aus der für die Anwendung dieser Korrekturvorschrift (nicht aber im Rahmen des § 174 Abs. 4 AO 1977) erforderlichen weiteren Voraussetzung hergeleitet, daß der in Frage stehende Sachverhalt in mehreren Steuerbescheiden "berücksichtigt" worden sein muß.
Eine Entscheidung kann demnach - was das Erfordernis einer Beiladung entfallen lässt (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 16. Dezember 1981 I R 93/77, BFHE 135, 271, BStBl II 1982, 474; vom 10. Februar 1988 VIII R 352/82, BFHE 152, 414, BStBl II 1988, 544; vom 6. März 1990 VIII R 28/84, BFHE 160, 140, BStBl II 1990, 558) - unter keinem denkbaren Gesichtspunkt steuerrechtliche Folgen für die früheren Gesellschafter und Nießbrauchsberechtigten auslösen.
Bestimmter Sachverhalt i. S. des § 174 Abs. 4 Satz 1 AO bei der …
Insgesamtes Entgegenstehen des Erlasses eines angefochtenen Steuerbescheides …
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Berücksichtigung des gleichen Lebenssachverhaltes zuungunsten des …
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Voraussetzungen zum Erlass eines Änderungsbescheids