Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4141.htm
Timestamp: 2018-12-15 21:36:07
Document Index: 28296074

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

4.141 Kugelberg
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Kugelberg« vorn 12.Oktober 1987 (GBl. v. 08.12.1987, S. 542).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz –NatSchG-) vom 21.Oktober 1975 (GBI.S.654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden‑württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Pfullingen, Landkreis Reutlingen, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Kugelberg«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 26,73 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Pfullingen das Flurstück 14554/8 ganz, sowie Teilflächen von Flurstück 14554/1 und von Flurstück 14554/9.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 19. Mai 1987 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Reutlingen in Reutlingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung eines naturnahen und landschaftlich reizvollen Südwesthangs mit Wiesen, Trockenrasen, Gebüschgruppen,, Hangwasseraustritten mit Tümpeln, naturnahen Waldbereichen, Felsformationen und Geröllhalden als Lebensraum für viele gefährdete und geschützte Pflanzen, insbesondere Orchideen und Tiere.
9. die Art der bisherigen Grundstücksbenutzung entgegen dem Schutzzweck zu ändern;
11. das Schutzgebiet außerhalb der Wege zu befahren oder außerhalb des Waldes abseits der Wege in der Zeit vom 1. April bis 15. August zu betreten;
13. im Schutzgebiet Starts oder Landungen mit Luftfahrzeugen oder Modellflugzeugen durchzuführen oder Grasski zu fahren;
16. das ‑Schutzgebiet zu beweiden.
2. für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung eines naturnahen Wirtschaftswaldes;
3. für die ordnungsgemäße ländwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Axt und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die erste Mahd erst nach dem 15.August erfolgt. Eine Beweidung ist nur mit Schafen in Hütehaltung zwischen dem 15.August und Ende Februar zulässig, wobei das Errichten von Pferchen und Koppeln nicht gestattet ist;
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 1 bis 4 verbotenen Handlungen vornimmt.
(1) Dies e Verordnung tritt am Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist in Kraft.
(2) Gleichzeitig treten folgende Verordnungen des Landratsamtes Reutlingen soweit sie sich auf den Geltungsbereich dieser Verordnung beziehen, außer Kraft:
1. Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet »Reutlinger/Uracher Alb« vom 4.Januar 1974 (Münsinger Kreiszeitung, Alb‑Bote vom 9.Januar 1974);
2. Verordnung zum Schutz von Naturdenkmalen im Landkreis Reutlingen vom 19.Dezember 1979 (Reutlinger Generalanzeiger, Reutlinger Amtsblatt ‑ Amtsblatt der Stadt Reutlingen und des Landkreises Reutlingen, Reutlinger Nachrichten vom 19.Dezember 1979) bezüglich des Naturdenkmals 415.657 »Kugelberg«.