Source: https://www.isa-guide.de/isa-gaming/articles/24136.html
Timestamp: 2019-09-19 08:22:41
Document Index: 226459554

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 3', '§ 33', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 12']

VDAI-Wirtschafts Pressekonferenz: Unterhaltungs Automatenwirtschaft 2008 – ISA-GUIDE
VDAI-Wirtschafts Pressekonferenz: Unterhaltungs Automatenwirtschaft 2008
Positiver Trend hat sich fortgesetzt
„Die deutsche Unterhaltungsautomatenwirtschaft kann auf ein wirtschaftlich positives Jahr 2008 zurückschauen. Darüber hinaus blicken wir auch mit verhaltenem Optimismus auf das Jahr 2009. Dies begründet sich vor allem auf dem attraktiven Angebot an neuen Geld-Gewinn-Spiel-Geräten (GGSG), so genannten Multigamern, welche sich im Wettbewerb mit konkurrierenden Freizeitbeschäftigungen gut behaupten können“, so der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Automatenindustrie e. V., Paul Gauselmann.
VDAI-Pressekonferenz in Düsseldorf
„Wie in der Vergangenheit prognostiziert, hat die neue Spielverordnung unserer Branche einen erheblichen Schub verliehen und uns die Rahmenbedingungen gegeben, um in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit dem Wettbewerb zu dem vielfältigen und laufend ausgeweiteten Angebot auf dem Glücks- und Gewinnspielmarkt bestehen zu können“, so Paul Gauselmann. Allein die Arbeitsplätze sind in der Unterhaltungsautomatenbranche – von ca. 60.000 ausgehend – um mehr als 10 Prozent angestiegen. Die Tatsache, dass das gewerbliche Spiel unter der zunehmenden Konkurrenz zeitgemäßere Rahmenbedingungen benötigt, hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bereits im Herbst 2000 zum Anlass genommen, eine strukturelle Reform der SpielV in Angriff zu nehmen, die jedoch erst 2005 abgeschlossen wurde.
Seit dem Inkrafttreten der neuen SpielV hat die Zahl der aufgestellten GGSG wieder stetig zugenommen. Waren es auf dem Tiefpunkt 2005 nur noch 183.000 Geräte – und damit rund 50.000 weniger als im Jahr 1996 – so stieg die Zahl in 2007 bereits auf 210.000 Geräte. Im Jahr 2008 gab es einen weiteren Anstieg auf 225.000 Geräte. Dies signalisiert, dass die mit der Reform der SpielV beabsichtigte Stärkung des Unterhaltungsspiels mit Geldgewinn erreicht wurde.
Neben der Wettbewerbsstärkung durch die neue Spielverordnung garantieren die Regelungen des gewerblichen Spielrechts aber auch besonders den politisch gewünschten Spielerschutz. Geldeinsätze und -gewinne sind strikt begrenzt. Unangemessen hohe Verluste in kurzer Zeit sind ausgeschlossen. Die Regeln geben aber andererseits den Spieleentwicklern und Herstellern eine größere Freiheit, interessantere Unterhaltungsspiele – wie fast überall in Europa üblich – jetzt auch in Deutschland anzubieten. „Die zufriedenstellende Entwicklung im vergangenen Jahr zeigt deutlich, dass der stärkere Unterhaltungscharakter des gewerblichen Spiels mit Geld-Gewinn eindeutig in den Mittelpunkt gerückt ist“, so Paul Gauselmann
Die interessantere Spielequalität hat aber auch dazu geführt, dass, auch nach Feststellung von Kritikern, nicht mehr wie nach der alten Spielverordnung durchschnittlich 2,57 Geräte bespielt wurden, sondern nur noch 1,38 und dies, obwohl noch viele Geräte der alten Generation am Markt sind (2). Anders ausgedrückt, die neuen Geräte sind so spannend und fesselnd, dass der Spielgast – hier auch immer mehr Frauen – nicht mehr genötigt ist, an mehreren Geräten gleichzeitig zu spielen um seinen Spaß/Spannung zu befriedigen.
Darüber hinaus lag die durchschnittliche Stundeneinnahme nach der alten Spielverordnung zwischen 20,00 und 25,00 EURO je Gerät. Bei den Geräten der neuen Generation liegen sie nur noch bei 12,00 bis 15,00 EURO – also ca. einem durchschnittlichen Stundenlohn – und damit weit unter der in § 12 Abs. 2a SpielV gesetzten Obergrenze für den langfristigen durchschnittlichen Verlust von 33 EURO. Somit kann für wesentlich weniger Geld deutlich länger gespielt werden.
Auch wenn von interessierter Seite immer wieder auf die angebliche „Gefährlichkeit“ des gewerblichen Geld-Gewinn-Spiels im Gegensatz zum staatlichen Glücksspiel hingewiesen wird, muss man nach objektiver Betrachtung feststellen, dass das Risiko, an Slotmachines in den Spielbanken ein pathologisches Spielverhalten zu entwickeln, rechnerisch um 8,8-mal höher ist als an gewerblichen Geld-Spiel-Geräte.
Dagegen entfallen rund 10.500 pathologische Spieler auf die etwa 8.500 Glücksspielautomaten (Slotmachines) in den Automatensälen der Spielbanken. Das sind rechnerisch 1,24 Personen pro Automat. Das (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires January 12, 2009 08:01 ET (13:01 GMT) DJ ots.CorporateNews: VDAI – Automatenindustrie e.V. 2 Risiko, in Spielbanken an Slotmachines ein pathologisches Spielverhalten zu entwickeln, ist also rechnerisch 8,8-mal höher als an gewerblichen Geldspielgeräten in Gast- und Spielstätten (0,14 im Verhältnis zu 1,24)!
Was das Glücksspielrisiko angeht, d.h. das Risiko eines pathologischen Spielverhaltens bei Spielern, haben Internet-Kartenspiele ein Risiko von 7 Prozent, gefolgt vom Automatenspiel in den Spielbanken („kleines Spiel“) mit 6,7 Prozent und erst dann Geld-Gewinn-Spiel-Geräte mit 5,1 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Therapieforschung (IFT) im Rahmen einer aus Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit finanzierten Studie.
In Spielstätten: Max. 12 Geräte mit rechnerisch 12 m2 Grundfläche pro Gerät (in 2er Gruppen, mit Trennwänden) – § 3 Abs. 2 SpielV · Strenge Vorgaben für die Gerätekonstruktion in der Spielverordnung (SpielV)
Keine unangemessen hohen Verluste in kurzer Zeit (§ 33e GewO)
Laufzeit mindestens 5 Sekunden (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 SpielV)
Höchsteinsatz 0,20 EUR, Höchstgewinn 2,- EUR (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 SpielV
Maximale Gewinnsumme pro Std. 500,-EUR [abzgl. Einsätze] (§ 13 Abs. 1 Nr. 4 SpielV)
Maximaler Stundenverlust 80,- EUR (§ 13 Abs. 1 Nr. 3 SpielV)
Durschnittl. max. Stundenverlust 33,- EUR (§ 12 Abs. 2 a SpielV), in der Praxis 15,- EUR
Durchschnittl. Kasse pro Gerät und Monat in Spielstätten ca. 1.500,- EUR (in Gaststätten ca. 500,- EUR)
Grundfläche nicht vorgeschrieben Faktisch ca. 2,5 bis 3 m2 pro Gerät
Keinerlei gesetzliche Vorgaben bzw. Regelungen der Gerätekonstruktion
Vermögensverschiebungen in größerem Umfang in kurzer Zeit möglich
Laufzeit pro Spiel nicht geregelt (in der Regel 3 Sekunden)
Einsätze und Gewinne nach oben offen, üblich sind Einsätze von 0,05 EUR bis > 50,- EUR pro Spiel
Gewinne: bis 50.000,- EUR in 3 Sek. Im Jackpot: 500.000,- EUR und mehr
Maximaler Stundenverlust unbegrenzt, zurzeit bis 50.000,- EUR möglich
Durchschnittl. Stundenverlust unbegrenzt, zurzeit in der Praxis ca. 300,- EUR
Durchschnittl. Kasse pro Automat und Monat bis 10.000,- EUR (und in Ausnahmefällen mehr)
Alkoholausschank zulässig
„Mit den Berufsbildern
– Automatenfachmann/-frau (ein dreijähriger Ausbildungsberuf), mit Schwerpunkten im kaufmännischen Bereich (Automatenkauffrau/-mann) oder im technischen Bereich (Automatenmechatroniker/-in). Die Ausbildung zur Fachkraft für Automatenservice kann angerechnet werden.
können wir jungen Menschen ein qualifiziertes und branchenspezifisches Ausbildungsangebot und somit einen aussichtsreichen Start in das Berufsleben bieten“, so Paul Gauselmann.
Schon im Jahr 1971 hat Paul Gauselmann als Verbandsvorsitzender des Aufstellerverbandes in Nordrhein-Westfalen die Vision formuliert: „Unser Fritz lernt Münzautomatenmechaniker“(4). Der Weg zu den neuen Ausbildungsberufen war allerdings lang und steinig. Mit Unterstützung des Instituts der Deutschen Wirtschaft, der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, sowie des Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung ist es den Verbänden der Deutschen Automatenwirtschaft gelungen, auch mit Hilfe der zuständigen Bundesministerien, die Gewerkschaften davon zu überzeugen, dass ein dringender Bedarf an automatenspezifischen Ausbildungsberufen besteht.
„Die Unterhaltungsautomatenbranche benötigt für die Zukunft junge, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auch mit ihrer Arbeit identifizieren. Die ersten Erfahrungen mit den Auszubildenden sind sehr positiv und ich hoffe sehr, dass im kommenden Ausbildungsjahr die Branche noch weitere Ausbildungsplätze zu Verfügung stellt, denn der Bedarf ist vorhanden“, stellt Paul Gauselmann fest.
Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise werden die Hersteller und der Großhandel im laufenden Jahr mehr Geräte finanzieren und vermieten müssen, da die Gewährung von Krediten durch die Banken – insbesondere für kleine Aufstellunternehmen – schwerer wird.
IMA 2009 – Die innovative Leistungsschau der Branche
pressekonferenz vdai