Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20131,%20362
Timestamp: 2019-05-19 13:54:30
Document Index: 247920382

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 649', '§ 8', 'BGH', '§ 8', 'BGH', 'BGH', '§ 8', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.12.1995 - VII ZR 198/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,131
BGH, 21.12.1995 - VII ZR 198/94 (https://dejure.org/1995,131)
BGH, Entscheidung vom 21.12.1995 - VII ZR 198/94 (https://dejure.org/1995,131)
BGH, Entscheidung vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 (https://dejure.org/1995,131)
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Kleinbehälter-Förderanlage
§ 649 S. 2 BGB, § 8 Nr. 1 Abs. 2 VOB/B, Berechnung beim Einheitspreisvertrag, zur Darlegungs- und Beweislast
Bauvertrag - Vorteilsanrechnung - Einheitspreisvertrag
Fluggesellschaft hat ersparte Aufwendungen bei Erstattung vorzutragen und zu beziffern (Darlegungslast)
Abrechnung eines vorzeitig beendeten Einheitspreisvertrages; Berechnung der ersparten Aufwendungen
Vergütungsanspruch des Auftragnehmers im Falle sog. freier Kündigung durch Auftraggeber bei Einheitspreisvertrag
Wie wird nach freier Kündigung abgerechnet? (IBR 1996, 181)
BGHZ 131, 362
NJW 1996, 1282
MDR 1996, 581
WM 1996, 873
BB 1996, 870
DB 1996, 1330
BauR 1996, 382
ZfBR 1996, 143
Rechnet der Auftragnehmer seinen Anspruch aus § 8 Nr. 1 Abs. 2 VOB/B prüffähig ab, so ist allerdings der Auftraggeber darlegungspflichtig für seine Behauptung, der Auftragnehmer habe höhere ersparte Aufwendungen (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 = BGHZ 131, 362, 365).
Behauptet der Auftraggeber bei einer Abrechnung gemäß § 8 Nr. 1 Abs. 2 VOB/B höhere ersparte Aufwendungen, hat er diese zu beweisen (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 = BGHZ 131, 362, 365).
Erspart sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs diejenigen Aufwendungen, die der Unternehmer ohne die Kündigung gehabt hätte und die infolge der Kündigung entfallen sind (BGH…, Urteil vom 28. Oktober 1999 - VII ZR 326/98, BGHZ 143, 79, 83, juris Rn. 13; Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94, BGHZ 131, 362, 365, juris Rn. 14).
aa) Erspart sind nach der Rechtsprechung diejenigen Aufwendungen, die der Unternehmer ohne die Kündigung gehabt hätte und die infolge der Kündigung entfallen sind (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 = BGHZ 131, 362, 365).
a) Eine differenzierende Darstellung der Kalkulation der ersparten Aufwendungen nach Einzelpositionen des Leistungsverzeichnisses ist dann entbehrlich, wenn Unter- oder Fehlkalkulationen einzelner Positionen zu Lasten des Bestellers nicht nennenswert verdeckt und auch sonst Interessen der Rechtswahrung des Bestellers nicht nennenswert berührt werden können (Konkretisierung von BGH, Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 = BGHZ 131, 362 Leitsatz 3).
Einheitspreise sind dabei grundsätzlich einzeln abzurechnen (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 = BGHZ 131, 362 = BauR 1996, 382 = ZfBR 1996, 143 = NJW 1996, 1282).
Das wäre freilich bei differenzierten Fertigungen, wie sie etwa der Senatsentscheidung vom 21. Dezember 1995 (VII ZR 198/94 aaO) zugrunde lagen, anders.
Das gilt um so mehr, als nach der Rechtsprechung des Senats für die Sachdarstellung des Bestellers als Grundlage für eine Beweiserhebung keine zu großen Anforderungen zu stellen sind (vgl. Senatsurteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 aaO).
Hat der Unternehmer eine den Anforderungen entsprechende Abrechnung vorgelegt, ist es Sache des Bestellers darzulegen und zu beweisen, dass höhere Ersparnisse oder mehr anderweitiger Erwerb erzielt wurden, als der Unternehmer sich anrechnen lässt (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94, BGHZ 131, 362; Urteil vom 11. Februar 1999 - VII ZR 399/97, BGHZ 140, 365).
Maßgebend sind die Aufwendungen, die sich auf der Grundlage der vertraglichen Abreden der Parteien unter Berücksichtigung der Kalkulation des Unternehmers ergeben (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94, BGHZ 131, 362).
Erst wenn er eine diesen Anforderungen genügende Abrechnung vorgelegt hat, ist es Sache des Auftraggebers darzulegen und zu beweisen, dass der Unternehmer höhere Ersparnisse erzielt hat, als er sich anrechnen lassen will (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94, BGHZ 131, 362; Urteil vom 11. Februar 1999 - VII ZR 399/97, BGHZ 140, 365).
b) Bezüglich der nicht erbrachten Leistungen muß sich der Unternehmer auf seinen Anspruch auf vertragliche Vergütung u.a. anrechnen lassen, was er durch die Kündigung an Aufwendungen erspart (vgl. Senatsurteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 = BGHZ 131, 362).
Andernfalls wäre es dem für höhere Ersparnisse darlegungsbelasteten, aber über die Einzelheiten des Betriebes des Unternehmers in der Regel nicht unterrichteten Besteller nicht möglich, hierzu sachgerecht Stellung zu nehmen (vgl. Senatsurteile vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 = BGHZ 131, 362 und vom 8. Februar 1996 VII ZR 219/94 = BauR 1996, 412 = ZfBR 1996, 200).
Er soll weder einen geringeren noch einen größeren Erwerb haben, als er ohne die Kündigung gehabt hatte (Senatsurteil vom 21. Dezember 1995 - VII ZR 198/94 = BGHZ 131, 362).
BGH, 30.09.1999 - VII ZR 250/98
OLG Düsseldorf, 16.05.2000 - 21 U 145/99
OLG Köln, 27.02.2004 - 11 U 103/03
OLG Düsseldorf, 23.10.1998 - 22 U 42/98
C.i.c. bei Beratung des Bestellers über dessen Bedarf
OLG Frankfurt, 31.03.2008 - 19 W 15/08
Prozesskostenhilfe: Beschwerdeverfahren gegen die Versagung; Berücksichtigung …
OLG Bremen, 15.07.1999 - 2 U 150/98
OLG Jena, 28.10.1998 - 7 U 1221/96
Widerspruch gegen Schlussrechnung