Source: https://gesetze-in-app.de/StGB/194
Timestamp: 2019-08-18 19:38:30
Document Index: 170087225

Matched Legal Cases: ['§ 194', '§ 195', 'BGH', '§ 194', '§ 1004', '§ 185', 'BGH', '§ 194', 'BGH', '§ 194', '§ 194']

§ 194 StGB: Strafantrag
§§ 195 bis 198 StGB
BGH, URTEIL vom 2.10.2005, Az. VI ZR 204/04 Zwar haben sie weder eine 'persönliche' Ehre noch können sie wie eine natürliche Person Träger des allgemeinen Persönlichkeitsrechts sein; sie genießen jedoch, wie § 194 Abs.3 StGB zeigt, im Zusammenhang mit der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben - hier im Bereich der Seelsorge und der Verbreitung und Vertretung von Glaubensinhalten - strafrechtlichen Ehrenschutz, der über §§ 1004, 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit §§ 185 ff. StGB zivilrechtliche Unterlassungsansprüche begründen kann (vgl. Senatsurteile vom 22. Juni 1982 -VI ZR 251/80 - NJW 1982, 2246 und vom 16. November 1982 - VI ZR 122/80 - NJW 1983, 1183, jeweils m.w.N.;BVerfGE 93, 266, 291).
BGH, URTEIL vom 2.10.1982, Az. VI ZR 122/80 Das dem Dienstvorgesetzten durch § 194 Abs.3 Satz 1 StGB im öffentlichen Interesse, aber auch aus Gründen seiner Fürsorgepflichten (dazu BGHSt 7, 260; Schönke/Schröder/Lenckner aaO § 194 Rdnr. 11; Dreher/Tröndle, StGB 40. Aufl. § 194 Rdnr. 8) eingeräumte eigenständige Antragsrecht zur strafrechtlichen Verfolgung kann für den zivil-rechtlichen Ehrenschutz keinen entsprechenden Niederschlag, etwa in einer Aktivlegitimation der Anstellungs körperschaft des beleidigten Amtsträgers finden.