Source: http://www.lexetius.com/HGB/334
Timestamp: 2018-01-23 09:58:09
Document Index: 131057969

Matched Legal Cases: ['§ 334', '§ 334', '§ 243', '§ 244', '§ 250', '§ 251', '§ 264', '§ 253', '§ 254', '§ 256', '§ 265', '§ 266', '§ 272', '§ 277', '§ 284', '§ 285', '§ 294', '§ 297', '§ 298', '§ 244', '§ 250', '§ 251', '§ 300', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 311', '§ 312', '§ 308', '§ 313', '§ 314', '§ 289', '§ 289', '§ 289', '§ 289', '§ 315', '§ 315', '§ 315', '§ 315', '§ 328', '§ 330', '§ 325', '§ 322', '§ 319', '§ 319', '§ 319', '§ 319', '§ 319', '§ 319', '§ 324', '§ 264', '§ 264', '§ 30', '§ 277', '§ 290', '§ 36', '§ 340', '§ 341', '§ 334', '§ 333']

[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 334 HGB [>]
Erster Titel. Straf- und Bußgeldvorschriften
Paragraf 334. Bußgeldvorschriften
[19. April 2017]
1§ 334. Bußgeldvorschriften.
1. bei der Aufstellung oder Feststellung des Jahresabschlusses einer Vorschrift
2a) des § 243 Abs. 1 oder 2, der §§ 244, 245, 246, 247, 248, 249 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 2, des § 250 Abs. 1 oder 2, des § 251 oder des § 264 Absatz 1a oder Absatz 2 über Form oder Inhalt,
3b) des § 253 Absatz 1 Satz 1, 2, 3, 4, 5 oder Satz 6, Abs. 2 Satz 1, auch in Verbindung mit Satz 2, Absatz 3 Satz 1, 2, 3, 4 oder Satz 5, Abs. 4 oder 5, des § 254 oder des § 256a über die Bewertung,
4c) des § 265 Abs. 2, 3, 4 oder 6, der §§ 266, 268 Absatz 3, 4, 5, 6 oder Absatz 7, der §§ 272, 274, 275 oder des § 277 über die Gliederung oder
5d) des § 284 oder des § 285 über die in der Bilanz, unter der Bilanz oder im Anhang zu machenden Angaben,
2. bei der Aufstellung des Konzernabschlusses einer Vorschrift
a) des § 294 Abs. 1 über den Konsolidierungskreis,
6b) des § 297 Absatz 1a, 2 oder 3 oder des § 298 Abs. 1 in Verbindung mit den §§ 244, 245, 246, 247, 248, 249 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 2, dem § 250 Abs. 1 oder dem § 251 über Inhalt oder Form,
c) des § 300 über die Konsolidierungsgrundsätze oder das Vollständigkeitsgebot,
7d) des § 308 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit den in Nummer 1 Buchstabe b bezeichneten Vorschriften, des § 308 Abs. 2 oder des § 308a über die Bewertung,
e) des § 311 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 312 über die Behandlung assoziierter Unternehmen oder
8f) des § 308 Abs. 1 Satz 3, des § 313 oder des § 314 über die im Konzernanhang zu machenden Angaben,
93. bei der Aufstellung des Lageberichts oder der Erstellung eines gesonderten nichtfinanziellen Berichts einer Vorschrift der §§ 289 bis 289b Absatz 1, §§ 289c, 289d, 289e Absatz 2, auch in Verbindung mit § 289b Absatz 2 oder 3, oder des § 289f über den Inhalt des Lageberichts oder des gesonderten nichtfinanziellen Berichts,
104. bei der Aufstellung des Konzernlageberichts oder der Erstellung eines gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts einer Vorschrift der §§ 315 bis 315b Absatz 1, des § 315c, auch in Verbindung mit § 315b Absatz 2 oder 3, oder des § 315d über den Inhalt des Konzernlageberichts oder des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts,
115. bei der Offenlegung, Hinterlegung, Veröffentlichung oder Vervielfältigung einer Vorschrift des § 328 über Form oder Inhalt oder
126. einer auf Grund des § 330 Abs. 1 Satz 1 erlassenen Rechtsverordnung, soweit sie für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist,
13(2) Ordnungswidrig handelt, wer zu einem Jahresabschluss, zu einem Einzelabschluss nach § 325 Abs. 2a oder zu einem Konzernabschluss, der aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu prüfen ist, einen Vermerk nach § 322 Abs. 1 erteilt, obwohl nach § 319 Abs. 2, 3, 5, § 319a Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, § 319b Abs. 1 Satz 1 oder 2 er oder nach § 319 Abs. 4, auch in Verbindung mit § 319a Abs. 1 Satz 2, oder § 319b Abs. 1 die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder die Buchprüfungsgesellschaft, für die er tätig wird, nicht Abschlussprüfer sein darf.
14(2a) Ordnungswidrig handelt, wer als Mitglied eines nach § 324 Absatz 1 Satz 1 eingerichteten Prüfungsausschusses
1. die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers oder der Prüfungsgesellschaft nicht nach Maßgabe des Artikels 4 Absatz 3 Unterabsatz 2, des Artikels 5 Absatz 4 Unterabsatz 1 Satz 1 oder des Artikels 6 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG der Kommission (ABl. L 158 vom 27.5.2014, S. 77, L 170 vom 11.6.2014, S. 66) überwacht,
2. eine Empfehlung für die Bestellung eines Abschlussprüfers oder einer Prüfungsgesellschaft vorlegt, die den Anforderungen nach Artikel 16 Absatz 2 Unterabsatz 2 oder 3 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 nicht entspricht oder der ein Auswahlverfahren nach Artikel 16 Absatz 3 Unterabsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 nicht vorangegangen ist, oder
3. den Gesellschaftern einen Vorschlag für die Bestellung eines Abschlussprüfers oder einer Prüfungsgesellschaft vorlegt, der den Anforderungen nach Artikel 16 Absatz 5 Unterabsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 nicht entspricht.
15(3) [1] Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden. [2] Ist die Kapitalgesellschaft kapitalmarktorientiert im Sinne des § 264d, beträgt die Geldbuße in den Fällen des Absatzes 1 höchstens den höheren der folgenden Beträge:
1. zwei Millionen Euro oder
2. das Zweifache des aus der Ordnungswidrigkeit gezogenen wirtschaftlichen Vorteils, wobei der wirtschaftliche Vorteil erzielte Gewinne und vermiedene Verluste umfasst und geschätzt werden kann.
16(3a) Wird gegen eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d in den Fällen des Absatzes 1 eine Geldbuße nach § 30 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten verhängt, beträgt diese Geldbuße höchstens den höchsten der folgenden Beträge:
1. zehn Millionen Euro,
2. 5 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes, den die Kapitalgesellschaft in dem der Behördenentscheidung vorausgegangenen Geschäftsjahr erzielt hat oder
3. das Zweifache des aus der Ordnungswidrigkeit gezogenen wirtschaftlichen Vorteils, wobei der wirtschaftliche Vorteil erzielte Gewinne und vermiedene Verluste umfasst und geschätzt werden kann.
17(3b) [1] Gesamtumsatz im Sinne des Absatzes 3a Nummer 2 ist der Betrag der Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 oder der Betrag der Nettoumsatzerlöse nach Maßgabe des auf das Unternehmen anwendbaren nationalen Rechts im Einklang mit Artikel 2 Nummer 5 der Richtlinie 2013/34/EU. [2] Handelt es sich bei der Kapitalgesellschaft um ein Mutterunternehmen oder um ein Tochterunternehmen im Sinne des § 290, ist anstelle des Gesamtumsatzes der Kapitalgesellschaft der Gesamtumsatz im Konzernabschluss des Mutterunternehmens maßgeblich, der für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. [3] Wird der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen nicht nach den in Satz 1 genannten Vorschriften aufgestellt, ist der Gesamtumsatz nach Maßgabe der den Umsatzerlösen vergleichbaren Posten des Konzernabschlusses zu ermitteln. [4] Ist ein Jahres- oder Konzernabschluss für das maßgebliche Geschäftsjahr nicht verfügbar, ist der Jahres- oder Konzernabschluss für das unmittelbar vorausgehende Geschäftsjahr maßgeblich; ist auch dieser nicht verfügbar, kann der Gesamtumsatz geschätzt werden.
18(4) Verwaltungsbehörde im Sinn des § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist in den Fällen der Absätze 1 und 2a das Bundesamt für Justiz, in den Fällen des Absatzes 2 die Abschlussprüferaufsichtsstelle beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
19(5) Die Absätze 1 bis 4 sind auf Kreditinstitute im Sinn des § 340 und auf Versicherungsunternehmen im Sinn des § 341 Abs. 1 nicht anzuwenden.
[17. Juni 2016–19. April 2017]
[23. Juli 2015–17. Juni 2016]
[28. Dezember 2012–23. Juli 2015]
[29. Mai 2009–28. Dezember 2012]
[1. Januar 2007–29. Mai 2009]
[14. Juli 2006–1. Januar 2007]
[11. August 2005–14. Juli 2006]
[10. Dezember 2004–11. August 2005]
[1. Januar 2002–10. Dezember 2004]
[1. Juli 1994–1. Januar 2002]
[1. Januar 1991–1. Juli 1994]
[1. Oktober 1937–1. Januar 1986]
[1. Januar 1900–1. Oktober 1937]
1. 1. Januar 1986: Artt. 1 Nr. 8, 13 S. 1 des Gesetzes vom 19. Dezember 1985.
2. 23. Juli 2015: Artt. 1 Nr. 51 Buchst. a Doppelbuchst. aa, 9 S. 1 des Gesetzes vom 17. Juli 2015.
3. 23. Juli 2015: Artt. 1 Nr. 51 Buchst. a Doppelbuchst. bb, 9 S. 1 des Gesetzes vom 17. Juli 2015.
4. 23. Juli 2015: Artt. 1 Nr. 51 Buchst. a Doppelbuchst. cc, 9 S. 1 des Gesetzes vom 17. Juli 2015.
5. 28. Dezember 2012: Artt. 1 Nr. 14 Buchst. a Doppelbuchst. bb, 8 des Gesetzes vom 20. Dezember 2012.
6. 23. Juli 2015: Artt. 1 Nr. 51 Buchst. b Doppelbuchst. aa, 9 S. 1 des Gesetzes vom 17. Juli 2015.
7. 29. Mai 2009: Artt. 1 Nr. 67 Buchst. a Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. bbb, 15 des Gesetzes vom 25. Mai 2009.
8. 23. Juli 2015: Artt. 1 Nr. 51 Buchst. b Doppelbuchst. bb, 9 S. 1 des Gesetzes vom 17. Juli 2015.
9. 19. April 2017: Artt. 1 Nr. 17 Buchst. a, 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. April 2017.
10. 19. April 2017: Artt. 1 Nr. 17 Buchst. a, 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. April 2017.
11. 28. Dezember 2012: Artt. 1 Nr. 14 Buchst. b, 8 des Gesetzes vom 20. Dezember 2012.
12. 1. Januar 1991: Artt. 1 Nr. 4 Buchst. a, 14 Abs. 1 des Gesetzes vom 30. November 1990.
13. 17. Juni 2016: Artt. 1 Nr. 11 Buchst. a, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 10. Mai 2016.
14. 17. Juni 2016: Artt. 1 Nr. 11 Buchst. b, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 10. Mai 2016.
15. 19. April 2017: Artt. 1 Nr. 17 Buchst. b, 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. April 2017.
16. 19. April 2017: Artt. 1 Nr. 17 Buchst. b, 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. April 2017.
17. 19. April 2017: Artt. 1 Nr. 17 Buchst. b, 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. April 2017.
18. 17. Juni 2016: Artt. 1 Nr. 11 Buchst. c, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 10. Mai 2016.
19. 1. Januar 2007: Artt. 1 Nr. 27, 13 Abs. 2 Halbs. 1 des Gesetzes vom 10. November 2006.
Umfeld von § 334 HGB
§ 333a HGB. Verletzung der Pflichten bei Abschlussprüfungen