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Timestamp: 2016-10-21 23:53:17
Document Index: 60692783

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 8', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 88', 'Art. 17', 'Art. 88', 'Art. 17', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 17', 'Art. 88', 'Art. 88', 'Art. 88', 'Art. 88', 'Art. 61', 'Art. 19', 'Art. 40', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 16', 'BGE']

I 568/06 (22.11.2006)
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Kernen und nebenamtlicher Richter B�hler; Gerichtsschreiberin Kopp K�ch
S.________, 1953, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Cristina Schiavi, Seestrasse 35,
8700 K�snacht ZH,
Die 1953 geborene verheiratete t�rkische Staatsangeh�rige S.________ war seit 1982 bei der Firma L.________ als Textilarbeiterin t�tig. Am 29. November 2000 erlitt sie bei einem Arbeitsunfall eine quere distale Radiusfraktur rechts, die sie im Kantonsspital G.________ osteosynthetisch behandeln liess. Nachtr�glich wurde zus�tzlich eine unfallbedingte L�sion im anterioren Rotatorenmanschettenintervall der rechten Schulter diagnostiziert, welche am 15. Oktober 2001 arthroskopisch behandelt wurde. Der weitere Heilungsverlauf war protrahiert. Mit Verf�gung vom 4. Februar 2003 sprach die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) S.________ ab 1. Februar 2003 eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 12% zu.
Am 1. M�rz 2003 st�rzte S.________ auf die rechte Hand und erlitt erneut eine Radiusfraktur loco classico rechts, nicht disloziert. Die SUVA anerkannte auch f�r diesen Unfall ihre Leistungspflicht, widerrief die Rentenverf�gung vom 4. Februar 2003 und richtete der Versicherten ab 4. M�rz 2003 erneut das Taggeld f�r vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit aus. Mit Verf�gung vom 22. Juli 2005 sprach sie S.________ ab 1. Mai 2005 eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 60% nebst einer Integrit�tsentsch�digung von 35% (Fr. 37'380.--) zu.
Am 13. Dezember 2001 hatte sich S.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle Glarus holte einen Arbeitgeberbericht vom 11. M�rz 2002, Formularberichte des Hausarztes Dr. med. F.________ vom 8. April 2002 sowie des Spezialarztes FMH f�r Orthop�dische Chirurgie Dr. med. H.________ vom 19. August 2002 ein und zog den Austrittsbericht der Klinik V.________ vom 13. Februar 2004 �ber den station�ren Rehabilitationsaufenthalt der Versicherten vom 23. Dezember 2003 bis 10. Januar 2004 bei. Ausserdem liess sie S.________ durch die Medizinische Abkl�rungsstelle (Medas) interdisziplin�r begutachten (Gutachten vom 17. August 2004). Gest�tzt darauf ermittelte die IV-Stelle Glarus bis zum 31. Januar 2003 einen Invalidit�tsgrad von 100%, ab 1. Februar 2003 einen solchen von 0% und sprach der Versicherten mit Verf�gung vom 18. M�rz 2005 f�r die Zeit ab 1. November 2001 bis 31. Januar 2003 eine befristete ganze Invalidenrente zu. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 8. Juni 2005 ab.
Beschwerdeweise liess S.________ beantragen, es sei ihr eine unbefristete Invalidenrente f�r einen Invalidit�tsgrad von 100%, eventuell eine Dreiviertelrente f�r einen Invalidit�tsgrad von 60% zuzusprechen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus zog die Akten der SUVA bei und wies die Beschwerde mit Entscheid vom 23. Mai 2006 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst S.________ beantragen, es sei ihr bis 30. April 2005 eine ganze Invalidenrente und ab 1. Mai 2005 eine Dreiviertelrente zuzusprechen; eventuell seien weitere medizinische Abkl�rungen durchzuf�hren.
Die IV-Stelle des Kantons Glarus und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten auf eine Vernehmlassung.
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine Invalidenrente ab 1. November 2001. Dieser Streitgegenstand ist, weil keine laufenden Leistungen im Sinne der �bergangsrechtlichen Ausnahmebestimmung des Art. 82 Abs. 1 ATSG, sondern Dauerleistungen streitig sind, �ber welche noch nicht rechtskr�ftig entschieden worden ist, nach der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regel (BGE 130 V 447 Erw. 1.2.1 mit Hinweisen) f�r die Zeit bis zum 31. Dezember 2002 aufgrund der bisherigen Rechtslage und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen des auf den 1. Januar 2003 in Kraft getretenen ATSG und dessen Ausf�hrungsverordnung zu beurteilen (BGE 130 V 447 Erw. 1.2.2, 333 Erw. 2.4 und 2.5). F�r den der Beschwerdef�hrerin gegebenenfalls ab dem 1. Januar 2004 zustehenden Rentenanspruch sind sodann die per 1. Januar 2004 in Kraft getretenen �nderungen des IVG vom 21. M�rz 2003 und der IVV vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision) sowie die damit einhergehenden Anpassungen des ATSG zu beachten.
3.1 Die IV-Stelle hat im Einspracheentscheid vom 8. Juni 2005 die massgebenden Bestimmungen und Grunds�tze zum Begriff der Invalidit�t (bis 31. Dezember 2002: Art. 4 Abs. 1 aIVG in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung; ab 1. Januar 2003: Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG), zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Anspruches auf eine Rente der Invalidenversicherung (bis 31. Dezember 2003: Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis aIVG in der bis 31. Dezember 2003 g�ltig gewesenen Fassung; ab 1. Januar 2004: Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung), zum Beginn des Rentenanspruches (bis 31. Dezember 2002: Art. 29 Abs. 1 lit. a und b aIVG in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung; ab 1. Januar 2003: Art. 29 Abs. 1 lit. a und b IVG in Verbindung mit Art. 6 und 7 ATSG) und zur Invalidit�tsbemessung bei Erwerbst�tigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (bis 31. Dezember 2002: Art. 28 Abs. 2 aIVG in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung; ab 1. Januar 2003: Art. 16 ATSG; BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b; vgl. auch BGE 130 V 348 Erw. 3.4) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Gleiches gilt in Bezug auf die Aufgabe des Arztes oder der �rztin im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen) sowie in Bezug auf den Beweiswert und auf die Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis).
3.2 Beizuf�gen ist, dass auf die r�ckwirkende Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die f�r die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (bis 31. Dezember 2002: Art. 41 aIVG in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung in Verbindung mit Art. 88a aIVV in der bis 31. Dezember 2003 in Kraft gewesenen Fassung; ab 1. Januar 2003: Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a aIVV in der bis 31. Dezember 2003 in Kraft gewesenen Fassung; ab 1. Januar 2004: Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV in der vom 1. Januar bis 29. Februar 2004 in Kraft gewesenen und in der seit 1. M�rz 2004 geltenden Fassung) analog anzuwenden sind (BGE 121 V 275 Erw. 6b/dd, 109 V 127 Erw. 4a; AHI 2002 S. 64 Erw. 1 [Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01]). Die von der Rechtsprechung zu Art. 41 aIVG entwickelten revisionsrechtlichen Grunds�tze haben durch das Inkrafttreten von Art. 17 ATSG am 1. Januar 2003 keinerlei �nderung erfahren und sind weiterhin anwendbar (BGE 130 V 349 ff. Erw. 3.5). Ebenso wenig hat die Regelung von Art. 88a Abs. 1 IVV, wonach eine Verbesserung der Erwerbsf�higkeit in der Regel drei Monate angedauert haben muss, damit sie eine revisionsweise Herabsetzung oder Aufhebung des Rentenanspruches begr�ndet, durch die auf den 1. M�rz 2004 in Kraft getretenen Modifikationen dieser Bestimmung eine �nderung erfahren.
4.1 Die IV-Stelle hat der Beschwerdef�hrerin eine bis 31. Januar 2003 befristete ganze Invalidenrente f�r einen Invalidit�tsgrad von 100% zugesprochen und mit Wirkung ab 1. Februar 2003 den Invalidit�tsgrad auf 0% festgelegt. Zur Begr�ndung hat sie im Einspracheentscheid vom 8. Juni 2005 im Wesentlichen ausgef�hrt, der Versicherten sei nach Abheilung der Folgen des ersten Unfalles vom 29. November 2000 gem�ss Gutachten der Medas vom 17. August 2004 wieder eine vollzeitliche Arbeitsf�higkeit in einer ihrer Behinderung angepassten T�tigkeit als Hilfsarbeiterin zumutbar gewesen. Davon sei auch die SUVA im "Rentenentscheid" vom 4. Februar 2003 ausgegangen. Abweichend vom psychiatrischen Teilgutachten der Medas, in welchem der Versicherten eine psychisch bedingte Arbeitsunf�higkeit von 40% attestiert worden sei, reichten die dort aufgef�hrten Diagnosen nicht aus, um die "geforderte Art und Schwere der psychischen Komorbidit�t zu begr�nden". Es sei daher davon auszugehen, dass kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden "von Krankheitswert" vorliege.
Das kantonale Gericht hat diese W�rdigung des medizinischen Sachverhaltes durch die IV-Stelle sowohl hinsichtlich der somatischen als auch der psychogenen Gesundheitsst�rung gesch�tzt und erg�nzend im Wesentlichen festgehalten: Zwar spreche gegen die Befristung der Invalidenrente bis zum 31. Januar 2003, dass die SUVA auf ihre Rentenverf�gung vom 4. Februar 2003 zur�ckgekommen sei, nachdem die Versicherte am 1. M�rz 2003 erneut ihren rechten Arm gebrochen habe und ihr von der SUVA mit Verf�gung vom 22. Juli 2005 ab 1. Mai 2005 eine Invalidenrente von 60% zugesprochen worden sei. Indessen sei die IV-Stelle zu Recht davon ausgegangen, dass bereits ab Februar 2003 nach Abschluss der den ersten Unfall betreffenden Heilbehandlung wieder eine volle Arbeitsf�higkeit bestanden habe. Der zweite Unfall vom 1. M�rz 2003 habe diese Sachlage nur insofern ver�ndert, als die Versicherte deswegen "bis etwa Ende April 2003" und w�hrend des Rehabilitationsaufenthaltes in der Klinik V.________ (23. Dezember 2003 - 10. Januar 2004) erneut vollst�ndig arbeitsunf�hig gewesen sei. Diese vor�bergehende Arbeitsunf�higkeit habe aber keinen Anspruch auf Weiterausrichtung einer Invalidenrente der Invalidenversicherung begr�ndet.
4.2 Vorinstanz und IV-Stelle haben damit einerseits den bundesrechtlich erheblichen Sachverhalt unvollst�ndig festgestellt und anderseits den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig gew�rdigt.
4.2.1 In rechtlicher Hinsicht ist davon auszugehen, dass die Befristung einer Invalidenrente in tats�chlicher Hinsicht vorab eine so erhebliche �nderung der gesundheitlichen oder erwerblichen Verh�ltnisse voraussetzt, welche die Aufhebung des Rentenanspruches auf dem Wege der Revision gem�ss Art. 17 Abs. 1 ATSG begr�ndet. In zeitlicher Hinsicht darf die �nderung der tats�chlichen Verh�ltnisse in der Invalidenversicherung erst von dem Zeitpunkt an ber�cksichtigt werden, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich l�ngere Zeit dauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 1 IVV). Sie ist in jedem Fall zu ber�cksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). Bei Zusprechung einer befristeten Invalidenrente sind die revisionsrechtlich relevanten Vergleichszeitpunkte einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV festzusetzende Zeitpunkt der Rentenaufhebung.
4.2.2 Die Befristung der Invalidenrente auf den 31. Januar 2003 w�rde daher eine per 1. November 2002 eingetretene, so erhebliche Ver�nderung der gesundheitlichen oder erwerblichen Verh�ltnisse der Beschwerdef�hrerin voraussetzen, dass daraus ab 1. Februar 2003 ein nicht mehr rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad von weniger als 40% resultieren w�rde. Vom Eintritt einer derartigen Sachverhalts�nderung im November 2002 kann aufgrund der Akten keine Rede sein. Zwar hat die SUVA die �rztliche Behandlung und Abkl�rung der Folgen des ersten Unfalles vom 29. November 2000 im Januar 2003 abgeschlossen und der Beschwerdef�hrerin mit der sp�ter widerrufenen Verf�gung vom 4. Februar 2003 ab 1. Februar 2003 eine Invalidenrente von 12% zugesprochen. Die dieser Rentenverf�gung zugrunde liegende Restarbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin hat aber keineswegs drei Monate bis zum 30. April 2003 angedauert und daher auch keine Befristung der Rente der Invalidenversicherung bis zu diesem Datum begr�nden k�nnen. Vielmehr erlitt die Beschwerdef�hrerin bereits am 1. M�rz 2003 erneut eine Radiusfraktur rechts und war ab diesem Zeitpunkt wieder vollst�ndig arbeitsunf�hig. Entscheidwesentlich ist daher die Frage, ob und ab welchem Zeitpunkt der Beschwerdef�hrerin nach dem 1. M�rz 2003 wieder eine Restarbeitsf�higkeit zugemutet werden konnte, welche bei Realisierung des entsprechenden Invalideneinkommens und unter Beachtung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV eine Herabsetzung oder Aufhebung der seit dem 1. November 2001 laufenden ganzen Invalidenrente der Invalidenversicherung begr�ndete.
5.1 Zu pr�fen ist, ob die vorhandenen medizinischen Akten eine beweiskr�ftige Beantwortung dieser Frage gestatten. Nach den aus dem Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG; Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 40 BZP) fliessenden Anforderungen an die Beweisw�rdigung haben Sozialversicherungsgericht und Verwaltung die gesamten verf�gbaren medizinischen Unterlagen zu w�rdigen und zu pr�fen, ob sie eine zuverl�ssige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. F�r den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens oder eines Arztberichtes ist daher entscheidend, ob es/er f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet sind. Ausschlaggebend f�r den Beweiswert ist grunds�tzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 f. Erw. 1c mit Hinweisen; RKUV 2003 Nr. U 487 S. 345 Erw. 5.1 [Urteil B. vom 5. Juni 2003, U 38/01]). Die Beweisw�rdigung und Beweiskraft eines von der Verwaltung eingeholten medizinischen Gutachtens oder �rztlichen Berichtes richtet sich demgem�ss nach den drei generellen Kriterien der Vollst�ndigkeit, Nachvollziehbarkeit und Schl�ssigkeit.
Nicht vollst�ndig ist ein medizinisches Gutachten, wenn es nicht alle gestellten Gutachterfragen beantwortet oder der Fragenkatalog nicht alle rechtserheblichen Tatfragen umfasst, wenn der Gutachter wesentliche Ankn�pfungstatsachen, d.h. in den Vorakten enthaltene tats�chliche Grundlagen nicht ber�cksichtigt, wenn er erhebliche - nicht den Akten entnommene - Befundtatsachen nicht durch eigene Befragungen, Untersuchungen oder Abkl�rungen erhoben hat oder wenn er die fachlichen Schwierigkeiten, die eine Beantwortung der Expertenfragen erschweren oder verunm�glichen, nicht darlegt (A. B�hler, Beweismass und Beweisw�rdigung bei Gerichtsgutachten, in: W. Fellmann/ St. Weber Hrsg., Der Haftpflichtprozess, T�cken der gerichtlichen Schadenerledigung, Z�rich 2006, S. 67).
5.2 Mit Bezug auf den somatischen Gesundheitsschaden der Beschwerdef�hrerin haben die Gutachter der Medas nur die von der SUVA bis Februar 2004 veranlassten medizinischen Untersuchungen und Abkl�rungen ber�cksichtigt, welche zuletzt im Austrittsbericht der Klinik V.________ vom 13. Februar 2004 zusammengefasst worden waren. Aus den sp�teren medizinischen Abkl�rungen geht hervor, dass in diesen Vorakten wesentliche somatische Befundtatsachen nicht enthalten waren. Die von der SUVA im Juni 2004 veranlassten, im Universit�tsspital Z.________ durchgef�hrten spezial�rztlichen Untersuchungen und Abkl�rungen f�hrten n�mlich zur Diagnose eines Morbus Sudeck Stadium II-III rechte Hand und Vorderarm bei dystrophen-atrophen Ver�nderungen, Schmerzsyndrom der gesamten rechten K�rperh�lfte und Status nach distaler Radiusfraktur rechts mit Osteosynthese ca. 2000 sowie zur Verdachtsdiagnose einer Gonarthrose rechts (Bericht der Rheumaklinik und Institut f�r Physikalische Medizin des Universit�tsspitals Z.________ vom 9. September 2004 und Bericht der Dermatologischen Klinik des Universit�tsspitals Z.________ vom 27. September 2004). Zwar hatten bereits die �rzte der Rehabilitationsklinik B.________ in ihrem Austrittsbericht vom 9. April 2002 CRPS (Complex Regional Pain Syndrom)-I Residuen am rechten Unterarm und der rechten Hand diagnostiziert und der Orthop�de Dr. med. H.________ die Diagnose eines CRPS-I in seinem Bericht vom 19. August 2002 festgehalten. In der Folge ist diese Diagnose aber sowohl vom Kreisarzt der SUVA, Dr. med. E.________, in seinem Bericht �ber die Abschlussuntersuchung vom 11. Oktober 2002 sowie in den von ihm veranlassten radiologischen und szintigraphischen Zusatzuntersuchungen vom 11. und 18. Oktober 2002 als auch von den �rzten der Klinik V.________ im Austrittsbericht vom 13. Februar 2004 gar nie mehr erw�hnt worden. Bis zu den im September 2004 im Universit�tsspital Z.________ durchgef�hrten spezial�rztlichen Untersuchungen ist man �rztlicherseits somit offensichtlich davon ausgegangen, bei den im Jahre 2002 diagnostizierten CRPS-I-Residuen bzw. beim CRPS-I der Beschwerdef�hrerin handle es sich um eine wieder abgeklungene interkurrente Erkrankung ohne Relevanz f�r ihren aktuellen Gesundheitszustand. Dementsprechend ist im Gutachten der Medas vom 17. August 2004 ein "Chronic Reflex Pain Syndrom I" lediglich unter den vorbestandenen, die Arbeitsf�higkeit der Versicherten nicht mehr beeintr�chtigenden Diagnosen aufgef�hrt worden.
Beim CRPS (Complex Regional Pain Syndrom) handelt es sich um eine synonyme Bezeichnung f�r die Algodystrophie oder das Sudeck-Syndrom. Diese Erkrankung f�hrt zu schwer lokalisierbaren brennenden Schmerzen und sensiblen sowie motorischen St�rungen. Im Stadium III hat sie eine Demineralisation (Knochenabbau), Ankylosen (Versteifungen) und den Funktionsverlust der betroffenen Extremit�t zur Folge (Pschyrembel, Klinisches W�rterbuch, 260. Aufl. S. 1549). Ein Sudeck Syndrom im Stadium II-III ist daher f�r die Einsch�tzung der Restarbeitsf�higkeit einer versicherten Person, die wie die Beschwerdef�hrerin f�r ausschliesslich grobmotorische manuelle T�tigkeiten eingesetzt werden kann, von grosser Bedeutung. Weil die Gutachter der Medas ausser Acht gelassen haben, dass die Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt der Begutachtung nach wie vor an einer Sudeck-Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium litt, beruhen ihre gutachterlichen Schlussfolgerungen bez�glich der ihr noch zumutbaren Restarbeitsf�higkeit auf unvollst�ndig erhobenen Befundtatsachen. Entgegen der Auffassung von Vorinstanz und IV-Stelle enth�lt demgem�ss das Gutachten der Medas vom 17. August 2004 keine beweiskr�ftige Einsch�tzung der der Beschwerdef�hrerin in k�rperlicher Hinsicht noch zumutbaren Leistungsf�higkeit.
5.3 Der psychiatrische Teilgutachter der Medas hat als psychogenen Gesundheitsschaden der Beschwerdef�hrerin einen depressiven Stimmungszustand bei einem chronischen Schmerzsyndrom nach durchgemachten Unf�llen (ICD 10: F 43.8) und als Verdachtsdiagnose eine dissoziative St�rung der Bewegung (ICD 10: F 44.4) diagnostiziert. Gest�tzt darauf hat er der Beschwerdef�hrerin eine Arbeitsunf�higkeit von 40% in s�mtlichen beruflichen T�tigkeiten attestiert. Zur Begr�ndung hat er im Wesentlichen angef�hrt:
"Es besteht eine Fixierung auf den Unfall und seine Folgen, deren Entwicklung nicht nur die k�rperlichbedingten Beschwerden, sondern auch das kulturelle Niveau, die Mentalit�t und Analphabetismus beigetragen haben."
Das kantonale Gericht hat diese psychiatrische Arbeitsf�higkeitsbeurteilung als widerspr�chlich erachtet, weshalb die IV-Stelle zu Recht nicht darauf abgestellt habe. Soweit die Vorinstanz in diesem Zusammenhang festh�lt, der psychiatrische Teilgutachter der Medas habe "selber zun�chst ein aggravierendes wenn nicht simulatorisches Verhalten der Versicherten angesprochen", handelt es sich um eine auf einem offensichtlichen Versehen beruhende Tatsachenfeststellung, die in den Akten keine St�tze findet.
5.3.1 Bei den vom psychiatrischen Teilgutachter der Medas als Mitursachen des psychischen Gesundheitsschadens der Beschwerdef�hrerin angef�hrten soziokulturellen Umst�nden (kulturelles Niveau, Mentalit�t, Analphabetismus) handelt es sich um invalidit�tsfremde Faktoren, die nicht zu den nach Art. 4 Abs. 1 IVG versicherten und zu Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) f�hrenden Gesundheitssch�den geh�ren.
Zur Annahme einer psychisch bedingten Invalidit�t braucht es in jedem Fall ein medizinisches Substrat, das (fach)�rztlicherseits schl�ssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit wesentlich beeintr�chtigt. Je st�rker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgepr�gter muss eine fach�rztlich festgestellte psychische St�rung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeintr�chtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herr�hren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszust�nden klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstst�ndigte psychische St�rungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit sind unabdingbar, damit �berhaupt von Invalidit�t gesprochen werden kann. Wo der Gutachter dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umst�nden ihre hinreichende Erkl�rung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Ist anderseits eine psychische St�rung von Krankheitswert schl�ssig erstellt, kommt der Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensm�ssig erwartet werden kann, zu arbeiten, dies eventuell in einem gesch�tzten Rahmen (BGE 127 V 299 f. Erw. 5a mit Hinweisen).
5.3.2 Aus dem psychiatrischen Teilgutachten der Medas vom 13. August 2004 geht nicht hervor, ob und in welchem Masse es sich beim diagnostizierten depressiven Stimmungszustand der Beschwerdef�hrerin um einen auf die im Gutachten erw�hnten soziokulturellen Belastungsfaktoren (kulturelles Niveau, Mentalit�t und Analphabetismus) zur�ckzuf�hrende Gesundheitssch�digung oder eine davon unabh�ngige, verselbstst�ndigte, psychische St�rung handelt. Dasselbe gilt f�r die darauf beruhende psychisch bedingte Arbeitsunf�higkeit. Soweit der psychiatrische Teilgutachter der Medas die Verdachtsdiagnose einer dissoziativen St�rung der Bewegung gestellt hat, bleibt unklar, ob er damit jene von der Beschwerdef�hrerin geklagten Funktionsausf�lle in der rechten Hand und im rechten Arm psychisch zu erkl�ren versucht, f�r welche richtigerweise das fortgeschrittene Sudeck-Syndrom Stadium II-III die ausschliessliche k�rperliche Ursache bildet. Schliesslich enth�lt das psychiatrische Teilgutachten auch keine Stellungnahme zu der f�r die invalidisierenden Auswirkungen eines psychischen Gesundheitsschadens ausschlaggebenden Frage, ob und inwiefern von der Beschwerdef�hrerin trotz ihres psychischen Leidens willensm�ssig erwartet werden kann, zu arbeiten. Das Gutachten der Medas vom 17. August 2004 erweist sich daher auch mit Bezug auf die psychisch bedingte Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin als unvollst�ndig. Hinsichtlich der somatischen oder psychischen Genese der in der rechten Hand und im rechten Arm der Beschwerdef�hrerin vorhandenen Funktionsverluste ist es ebenfalls nicht schl�ssig.
Zusammenfassend ergibt sich, dass das von der IV-Stelle bei der Medas eingeholte Gutachten den somatischen Gesundheitsschaden der Beschwerdef�hrerin unter Ausschluss des Sudeck Syndroms Stadium II-III in der rechten Hand und im rechten Arm unvollst�ndig erfasst und demgem�ss sowohl in zeitlicher wie in sachlicher Hinsicht eine nicht beweiskr�ftige Einsch�tzung der der Beschwerdef�hrerin noch zumutbaren k�rperlichen Restarbeitsf�higkeit enth�lt. Das kantonale Gericht und die IV-Stelle haben zu Unrecht auf dieses Gutachten abgestellt. Soweit hingegen Verwaltung und Vorinstanz dem psychiatrischen Teilgutachten der Medas die Beweiskraft abgesprochen haben, wurde nicht beachtet, dass dieses keine bundesrechtskonforme Differenzierung zwischen invalidenversicherungsrechtlich relevanten und invalidit�tsfremden Ursachen des erhobenen psychischen Befundes sowie keine Stellungnahme zur entscheidwesentlichen Frage enth�lt, ob und in welchem Masse der Beschwerdef�hrerin noch zugemutet werden kann, bei Aufbietung allen guten Willens die ihr verbliebene Leistungsf�higkeit trotz ihres psychischen Leidens zu verwerten. Bei allen diesen L�cken des eingeholten Medas-Gutachtens geht es um rechtserhebliche Tatfragen, die nicht auf dem Wege der Beweisw�rdigung �berbr�ckt werden k�nnen. Der rechtserhebliche Sachverhalt ist vielmehr durch Einholung eines neuen interdisziplin�ren Gutachtens erg�nzend abzukl�ren, wobei den Gutachtern ein Fragenkatalog zu unterbreiten ist, der den bundesrechtlichen Anforderungen gen�gt. Zu diesem Zweck ist die Sache an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
Im Rahmen der von der IV-Stelle vorzunehmenden Neubeurteilung des Anspruches der Beschwerdef�hrerin auf eine Invalidenrente wird auch die Frage zu beurteilen sein, ob die rechtskr�ftige Rentenverf�gung der SUVA vom 22. Juli 2005 f�r die Belange der Invalidenversicherung Bindungswirkung entfaltet oder nicht. Aus verfahrens�konomischen Gr�nden erscheint es angezeigt, dazu bereits im vorliegenden Urteil Folgendes festzuhalten:
7.1 Gem�ss Art. 49 Abs. 4 ATSG hat ein Versicherer, der eine Verf�gung erl�sst, welche die Leistungspflicht eines andern Sozialversicherungstr�gers ber�hrt, diese Verf�gung auch ihm zu er�ffnen (Satz 1). Dieser kann die gleichen Rechtsmittel ergreifen wie die versicherte Person (Satz 2). Aufgrund dieser Koordinationsregelung hat die Invalidenversicherung eine ihr ordnungsgem�ss er�ffnete und nicht angefochtene, den gleichen Gesundheitsschaden betreffende Invalidit�tssch�tzung der Unfallversicherung grunds�tzlich gegen sich gelten zu lassen. Zumindest muss sich die Invalidenversicherung die Vermutung der Richtigkeit der rechtskr�ftigen Invalidit�tsbemessung der Unfallversicherung mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden entgegenhalten lassen. Eine abweichende Festlegung der Invalidit�t muss in solchen F�llen die Ausnahme bleiben und sich auf triftige Gr�nde st�tzen. Nicht zul�ssig ist es, eine an sich vertretbare Ermessensaus�bung des Unfallversicherers durch einen anderen - unter Umst�nden ebenfalls vertretbaren - Ermessensentscheid zu ersetzen.
Triftige Gr�nde, welche ein Abweichen von einer rechtskr�ftigen, den gleichen Gesundheitsschaden betreffenden Invalidit�tssch�tzung der Unfallversicherung rechtfertigen, liegen nur vor, wenn sie auf einem Rechtsfehler, einer nicht vertretbaren Ermessensaus�bung, einem Vergleich, �usserst knappen und ungenauen Abkl�rungen oder nicht sachgerechten Schlussfolgerungen beruhen (BGE 131 V 123 Erw. 3.3.3, 126 V 292 ff. Erw. 2b und d; AHI-Praxis 2004 S. 184 f. Erw. 3 [Urteil T. vom 13. Januar 2004, I 564/02] mit weiteren Hinweisen; f�r die fehlende Bindungswirkung einer rechtskr�ftigen Invalidit�tssch�tzung der Invalidenversicherung gegen�ber der Unfallversicherung vgl. hingegen BGE 132 V 3 Erw. 3.1, 131 V 367 Erw. 2.2.2; AHI-Praxis 2004 S. 187 f. Erw. 5 [Urteil T. vom 13. Januar 2004, I 564/02]).
7.2 Im vorliegenden Fall hat die SUVA ihre Rentenverf�gung vom 22. Juli 2005, mit der sie der Beschwerdef�hrerin ab 1. Mai 2005 eine Invalidenrente von 60% zugesprochen hat, der IV-Stelle Glarus ordnungsgem�ss er�ffnet und diese hat dagegen keine Einsprache erhoben. Da der Invalidit�tssch�tzung der SUVA der gleiche Gesundheitsschaden zugrunde liegt wie dem den invalidenversicherungsrechtlichen Rentenanspruch betreffenden Verfahren, sind die formellen Voraussetzungen f�r die dargelegte Bindungswirkung der rechtskr�ftigen Invalidit�tsbemessung der SUVA gegeben. In materieller Hinsicht stehen aber die beiden folgenden Umst�nde einer Verbindlichkeit der SUVA-Rentenverf�gung vom 22. Juli 2005 f�r die Belange der Invalidenversicherung entgegen.
7.2.1 Einmal hat die SUVA den von ihr auf 60% festgesetzten Invalidit�tsgrad nicht nach Massgabe eines Einkommensvergleiches im Sinne von Art. 16 ATSG ermittelt, sondern sich diesbez�glich mit der Rechtsvertreterin der Beschwerdef�hrerin auf dem Verhandlungsweg geeinigt und das erzielte Verhandlungsergebnis ausdr�cklich zum Begr�ndungselement ihrer Rentenverf�gung erhoben. Demgem�ss ist die Invalidit�tsbemessung von der SUVA rechtsfehlerhaft nicht nach der gesetzlich vorgeschriebenen Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG), wozu die sorgf�ltige Ermittlung der daf�r notwendigen Einkommens- oder Prozentzahlen unabdingbar geh�rt (BGE 114 V 313 Erw. 3a), sondern im Rahmen eines (aussergerichtlichen) Vergleichs vorgenommen worden. Das eine wie das andere steht einer Bindungswirkung der Invalidit�tsbemessung der SUVA entgegen.
7.2.2 Der Kreisarzt der SUVA, Dr. med. W.________, hat die der Beschwerdef�hrerin noch zumutbaren Arbeitsleistungen in seinem Bericht �ber die Abschlussuntersuchung vom 6. Dezember 2004 ausdr�cklich "in Anlehnung" an das Gutachten der Medas beschrieben, der gutachterlichen Arbeitsf�higkeitseinsch�tzung aber beigef�gt, die rechte obere Extremit�t k�nne von der Versicherten nur noch f�r Hilfsfunktionen im Sinne einer St�tzhand eingesetzt werden. In der Rentenverf�gung vom 22. Juli 2005 hat dann die SUVA mit Bezug auf den k�rperlichen Gesundheitsschaden der Beschwerdef�hrerin allein auf diese kreis�rztliche Arbeitsf�higkeitsbeurteilung abgestellt, hinsichtlich der psychischen Gesundheitssch�digung die im Gutachten der Medas auf 40% festgesetzte Arbeitsunf�higkeit hingegen tel quel �bernommen. Ist aber die Beschwerdef�hrerin praktisch als Einh�nderin einzustufen, weil sie ihren rechten Arm und ihre rechte Hand nur noch als St�tzhand einsetzen kann, ist nicht einsichtig, weshalb ihrem (schweren) k�rperlichen Gesundheitsschaden eine medizinisch-theoretische Arbeitsunf�higkeit von lediglich 20% entsprechen, zugleich aber eine doppelt so hohe psychisch bedingte Arbeitsunf�higkeit von 40% vorliegen soll. Die von der SUVA vorgenommene Einsch�tzung der Restarbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin ist daher weder sachgerecht noch �berzeugend, sodass sie f�r die Invalidenversicherung ebenfalls nicht verbindlich sein kann. Soweit die SUVA dabei auf die im Gutachten der Medas vom 17. August 2004 mit 40% bezifferte, psychisch bedingte Arbeitsunf�higkeit abgestellt hat, hat sie �berdies jenem Gutachten zu Unrecht Beweiskraft beigemessen (vgl. oben Erw. 5.3.2).
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 23. Mai 2006 und der Einspracheentscheid der IV-Stelle Glarus vom 8. Juni 2005 aufgehoben und es wird die Sache an die IV-Stelle Glarus zur�ckgewiesen, damit sie nach erg�nzender Sachverhaltsabkl�rung im Sinne der Erw�gungen �ber den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine Invalidenrente ab 1. Februar 2003 neu verf�ge.
Die IV-Stelle Glarus hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.-- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus wird �ber eine Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Verfahrens zu befinden haben.