Source: https://www.lvr.de/de/nav_main/jugend_2/kinderundfamilien/tageseinrichtungenfrkinder/personaleinsatz/qualifikation_personal/inhaltsseite_75.jsp
Timestamp: 2019-03-22 18:46:56
Document Index: 152089006

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 26', '§ 2', '§ 2', '§ 2']

FAQs zu Ergänzungskräften in der Kindertagesbetreuung | LVR
Können Familienpflegerinnen als Ergänzungskräfte beschäftigt werden?
Was ist der Unterschied zwischen einer "staatlich geprüften" und einer "staatlich anerkannten" Kinderpflegerin?
Sind staatlich geprüfte Erzieher/innen ohne Anerkennungsjahr auf Ergänzungskraftstunden einsetzbar?
Was ist unter "vergleichbarer Ausbildung" nach § 2 Abs. 1 der PersV zu verstehen?
Welche Berufsgruppen fallen nicht unter "vergleichbare Ausbildung"?
Besteht für Ergänzungskräfte gemäß § 2 Abs. 1 und 2, die am 15. März 2008 in der Einrichtung eingesetzt waren noch eine Qualifizierungsmöglichkeit zum Einsatz auf Fachkraftstunden?
Können Kräfte ohne pädagogische Ausbildung in den Einrichtungen als Ergänzungskräfte mit Anrechnung auf die Mindestbesetzung eingesetzt werden?
Können Kräfte ohne Grundständige Ausbildung zum Kinderpfleger/Kinderpflegerin auf Ergänzungskraftstellen eingesetzt werden, wenn sie eine pädagogische oder pflegerische Fort- oder Weiterbildung absolviert haben?
Wer kann Ausnahmeregelungen für den Einsatz von ungelernten Kräften als Ergänzungskräfte mit Anrechnung auf die Mindestbesetzung erteilen?
Können Ergänzungskräfte auch in Gruppen mit Kindern unter drei Jahren eingesetzt werden?
Für den Personaleinsatz in Kindertageseinrichtungen in NRW gelten die gesetzlichen Regelungen des Kinderbildungsgesetzes. Diese werden konkretisiert durch die Vereinbarung zu den Grundsätzen über die Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 3 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz), im Folgenden PersV genannt. Dies ist eine Vereinbarung, die die relevanten Akteure im Bereich der Kindertagesbetreuung gemeinsam erarbeitet und unterzeichnet haben. Die Familienpfleger/innen wurden nach einem Votum der Träger explizit nicht in den Personenkreis der Ergänzungskräfte nach § 2 der PersV aufgenommen. Grund dafür war, dass der Schwerpunkt der Ausbildung sich nicht auf die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter sechs Jahren bzw. auf die Anforderungen an die frühkindliche Bildung auch bei unterdreijährigen Kindern richtet.
In der Regel ist die Kinderpflegeausbildung in Deutschland eine rein schulische Ausbildung. Daher wird der Abschluss „staatlich geprüft“ verliehen. In Baden-Württemberg schließt sich an die schulische Ausbildung ein Anerkennungsjahr an, so dass hier eine staatliche Anerkennung ausgesprochen wird. In beiden Fällen sind diese Kräfte als Ergänzungskräfte einzusetzen.
Bewerber/innen, die keine abgeschlossene Ausbildung nachweisen bspw. staatlich geprüfte Erzieher/innen ohne Anerkennungsjahr, können nicht als Ergänzungskräfte eingesetzt bzw. gewertet werden. Die Bezirksregierung Köln hat darauf hingewiesen, dass das Anerkennungsjahr auf Antrag auch dann noch nachgeholt werden kann, wenn die schulische Ausbildung sehr lange zurückliegt.
Unter vergleichbarer Ausbildung sind Ausbildungen zu verstehen, die sowohl im Inhalt, als auch der Dauer der Ausbildung vergleichbar sind. Dazu gehören Sozialpädagogische/r Assistent/innen und Sozialhelfer/innen sowie Ausbildungen aus dem Ausland, die von der zuständigen Bezirksregierung als mit der Kinderpflege vergleichbar eingestuft werden.
Kirchlich anerkannte Erzieherhelfer/innen, da es sich hierbei um eine Weiterbildung handelt. Gleiches gilt für Kindertagespflegepersonen. Familienpfleger/innen gehören aufgrund eines nicht vergleichbaren anderen Ausbildungsschwerpunktes ebenso nicht zu den Ergänzungskräften. Bewerber/innen, die keine abgeschlossene Ausbildung/Studium nachweisen (bspw. staatlich geprüfte Erzieher/innen ohne Anerkennungsjahr), können nicht als Ergänzungskräfte eingesetzt bzw. gewertet werden.
Die Fortbildungsfrist wurde im August 2008 eingesetzt und endete laut Personalvereinbarung am 31.12.2015. Ergänzungskräfte, die innerhalb dieses Zeitraums keine 160 Stunden Fortbildungen, die insbesondere die Anforderungen an die frühkindliche Bildung auch bei unterdreijährigen Kindern berücksichtigen, absolviert haben, können demnach nicht auf Fachkraftstunden angerechnet werden.
Nein. Seit dem 01.08.2008 ist für die Besetzung von Ergänzungskraftstellen die Ausbildung zur/zum Kinderpfleger/in Voraussetzung. Einstellungen von Personen ohne pädagogische Ausbildung sind nicht mehr möglich. Bestandsschutz besteht für die vor dem 01.08.2008 eingesetzten Kräfte.
Nein, seit dem 01.08.2008 ist für die Besetzung von Ergänzungskraftstellen die Ausbildung zur/zum Kinderpfleger/in Voraussetzung.
Eine Ausnahmeregelung für den Einsatz von ungelernten Kräften ist nicht möglich und kann weder von einem Jugendamt noch dem Landesjugendamt erteilt werden.
Ergänzungskräfte mit einer Ausbildung gemäß § 2 Abs. 1 der PersV können über die U3 Pauschale finanziert in Gruppenformen mit Kindern unter drei Jahren eingesetzt werden.
Personen ohne pädagogische Ausbildung gemäß § 2 Abs. 2 können ausschließlich in der Gruppenform III eingesetzt werden