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Timestamp: 2016-10-28 16:13:24
Document Index: 239403469

Matched Legal Cases: ['Art. 75', 'Art. 92', 'BGE', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 9', 'Art. 24', 'Art. 10', 'Art. 23', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 99', 'Art. 105', 'Art. 99', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 8', 'Art. 99', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 68']

5A_903/2013 (29.01.2014)
5A_903/2013 � � Urteil vom 29. Januar 2014
Zust�ndigkeit (Ab�nderung von Eheschutzmassnahmen),
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, I. Zivilkammer, vom 28. Oktober 2013.
X.________ (geb. 1977, ungarische Staatsangeh�rige) und Y.________ (geb. 1976) heirateten im Jahr 2010. Sie sind die Eltern von A.________ (geb. 2010).
�Am 8. September 2011 leitete X.________ beim Bezirksgericht Imboden/GR ein Eheschutzverfahren ein. An der Gerichtsverhandlung vom 10. November 2011 schlossen die Parteien eine Vereinbarung ab. Demnach �bernahm die Ehefrau die Obhut f�r den Sohn sowie eine vormals gemeinsame Wohnung in B.________/ZH. Der Ehemann erhielt ein Besuchsrecht f�r jedes zweite Wochenende. Er verpflichtete sich zur Bezahlung eines Kindesunterhaltsbeitrages von Fr. 2'000.-- sowie eines Betrages an die Ehefrau von Fr. 800.--. Das Bezirksgericht Imboden genehmigte die Vereinbarung mit Urteil vom 1. Dezember 2011.
C.a.�Am 15. M�rz 2013 reichte Y.________ beim Bezirksgericht Imboden ein Gesuch um Ab�nderung der Eheschutzmassnahmen ein. Er machte unfallbedingte Lohneinbussen geltend und beantragte, die Unterhaltspflicht gegen�ber Frau und Sohn sei per 1. April 2013 aufzuheben. Weiter beantragte er eine Ausdehnung des Besuchs- und Ferienrechts zwischen ihm und dem Sohn und es sei eine Besuchsrechtsbeistandschaft anzuordnen.
C.b.�X.________ verlangte mit Stellungnahme vom 15. April 2013, auf das Gesuch sei mangels �rtlicher Zust�ndigkeit des angerufenen Gerichts nicht einzutreten. Eventualiter sei das Gesuch abzuweisen. In seiner Replik vom 10. Mai 2013 f�hrte Y.________ aus, er habe Wohnsitz in C.________/GR, womit die Zust�ndigkeit gegeben sei. Mit Duplik vom 14. Juni 2013 hielt die Ehefrau an ihren Antr�gen fest.
C.c.�Am 28. Juni 2013 f�hrte das Bezirksgericht mit den Parteien eine Hauptverhandlung durch. Es wurden Vergleichsverhandlungen gef�hrt und die Parteien auch in der Sache angeh�rt. Mit Nichteintretensentscheid vom 15. Juli 2013 erkl�rte sich das Bezirksgericht Imboden dann aber f�r �rtlich nicht zust�ndig und auferlegte die Verfahrenskosten Y.________.
D.a.�Hiergegen erhob Y.________ Berufung an das Kantonsgericht von Graub�nden. Er beantragte die Aufhebung des Nichteintretensentscheids; die Angelegenheit sei zur Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. X.________ schloss mit Antwort vom 20. September 2013 auf Abweisung der Berufung.
D.b.�Das Kantonsgericht befand mit Urteil vom 28. Oktober 2013, dass Y.________ in C.________ Wohnsitz habe und damit das Bezirksgericht �rtlich zust�ndig sei. Entsprechend hiess es die Berufung gut und wies die Angelegenheit zur materiellen Beurteilung an dieses zur�ck.
Gegen dieses Urteil gelangt X.________ (Beschwerdef�hrerin) an das Bundesgericht. Das Urteil des Kantonsgerichts sei aufzuheben und das Bundesgericht habe einen neuen Entscheid in der Sache zu f�llen; eventualiter sei die Angelegenheit an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen. F�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht sie um unentgeltliche Rechtspflege.
1.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen einen R�ckweisungsentscheid, in welchem das Kantonsgericht kantonal letztinstanzlich und auf Rechtsmittel hin (Art. 75 BGG) die �rtliche Zust�ndigkeit des erstinstanzlichen Gerichts bejahte, dessen verneinenden Entscheid aufhob und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an dieses zur�ckwies. Dabei handelt es sich um einen selbst�ndig anfechtbaren Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 Abs. 1 BGG (BGE 135 III 566 E. 1.1 S. 568 f.). Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg demjenigen der Hauptsache (BGE 137 III 380 E. 1.1 S. 382). Hier hat das Verfahren in der Hauptsache die Ab�nderung von Eheschutzmassnahmen zum Gegenstand, d.h. eine Zivilsache im Sinne von Art. 72 Abs. 1 BGG. Neben der Unterhaltsfrage ist auch das Kindesbesuchsrecht umstritten, womit die Beschwerde keiner Streitwertgrenze unterliegt. Die Beschwerdef�hrerin ist gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG). Insofern kann auf die Beschwerde eingetreten werden.
1.2.�Da es sich beim Eheschutzverfahren um vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG handelt, kann nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (BGE 133 III 393 E. 5.1 S. 397). Hier f�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
1.3.�Das Bundesgericht ist an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Eine Berichtigung oder Erg�nzung der Sachverhaltsfeststellungen kommt im Anwendungsbereich von Art. 98 BGG nur dann in Frage, wenn die kantonale Instanz verfassungsm�ssige Rechte verletzt hat (BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588). Es gilt wiederum das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255); auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234; 134 I 83 E. 3.2 S. 88).
1.4.�Bei der Beschwerde in Zivilsachen d�rfen keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 133 III 393 E. 3 S. 395).
Streitig ist vorliegend, ob das Bezirksgericht Imboden/GR f�r das vom Beschwerdegegner eingereichte Gesuch auf Ab�nderung der Eheschutzmassnahmen �rtlich zust�ndig ist.
2.1.�Gem�ss Art. 23 Abs. 1 ZPO ist f�r eherechtliche Gesuche und Klagen sowie f�r Gesuche um Anordnung vorsorglicher Massnahmen das Gericht am Wohnsitz einer Partei zwingend zust�ndig. Hierunter f�llt auch vorliegendes Ab�nderungsverfahren. Die Parteien k�nnen von diesen Zust�ndigkeitsvorschriften nicht abweichen (Art. 9 Abs. 2 ZPO). Der Wohnsitz bestimmt sich nach dem Zivilgesetzbuch (ZGB; wobei Art. 24 ZGB nicht anwendbar ist, vgl. Art. 10 Abs. 2 ZPO).
�Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdef�hrerin in D.________/LU Wohnsitz hat. Demnach darf die �rtliche Zust�ndigkeit des erstinstanzlichen Gerichts nur bejaht werden, wenn der Beschwerdegegner in dessen Gerichtssprengel (C.________/GR) zivilrechtlichen Wohnsitz hat. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet allerdings, dass der Beschwerdegegner in C.________ Wohnsitz habe; dessen Wohnsitz befinde sich in B.________/ZH.
2.2.�Nach Art. 23 ZGB befindet sich der Wohnsitz einer Person an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufh�lt. Wo eine Person ihren Wohnsitz hat, beurteilt sich nach den objektiven Umst�nden. Entscheidend ist mit anderen Worten, ob die Person den Ort, an dem sie weilt, in einer f�r Dritte erkennbaren Weise zum Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen gemacht hat oder zu machen beabsichtigt. Dieser Mittelpunkt ist regelm�ssig dort zu suchen, wo die famili�ren Interessen und Bindungen am st�rksten lokalisiert sind. Verl�sst eine Person ihren Wohnsitz, darf nicht leichthin angenommen werden, sie habe am neuen Aufenthaltsort einen Wohnsitz begr�ndet; ein entsprechender Wille muss sich deutlich manifestiert haben. Entscheidend ist nicht der innere Wille der betreffenden Person, sondern worauf die erkennbaren Umst�nde schliessen lassen, ist doch nicht nur f�r die Person selbst, sondern vor allem auch f�r Drittpersonen und Beh�rden von Bedeutung, wo sich deren Wohnsitz befindet. Es ist daher auf die Kriterien abzustellen, die f�r Dritte erkennbar sind. Feststellungen zu den Umst�nden, die auf eine bestimmte Absicht der betreffenden Person schliessen lassen und zu denen etwa deren Verhalten geh�rt, sind tats�chlicher Natur. Ob aus den festgestellten Gegebenheiten objektiv die Absicht dauernden Verbleibens im Sinne von Art. 23 Abs. 1 ZGB hervorgeht, ist dagegen eine Frage rechtlicher Natur (BGE 120 III 7 E. 2a S. 8; 97 II 1 E. 3 S. 3 f.; zuletzt Urteil 5A_733/2012 vom 16. November 2012 E. 2.1). Massgeblich f�r die Bestimmung des Wohnsitzes in eherechtlichen Verfahren ist der Zeitpunkt der Rechtsh�ngigkeit gem�ss Art. 62 ZPO (BGE 116 II 9 E. 5 S. 13 f.; 116 II 209 E. 2b/bb S. 211 f.).
Das Kantonsgericht stellte vorliegend fest, die Eheleute h�tten eine Wohnung in C.________/GR und eine in B.________ gehabt, wobei beide C.________ als ihren Wohnsitz bezeichnet h�tten. Der Beschwerdegegner sei seit dem 20. Februar 2008 in C.________ gemeldet. Gem�ss der Trennungsvereinbarung habe der Beschwerdegegner die Wohnung in B.________ der Beschwerdef�hrerin und dem Sohn �berlassen. Er sei in der vormaligen Familienwohnung in C.________ geblieben. Aufgrund seiner beruflichen T�tigkeit in B.________ habe er zus�tzlich eine Wohnung in B.________ angemietet. Er habe weder seine Schriften nach B.________ verlegt noch sei er dort steuerpflichtig. Aus dem Wohnsitzausweis vom 18. Dezember 2012 gehe hervor, dass er weiterhin in der Gemeinde C.________ gemeldet sei, die Adresse in B.________ werde als Aufenthaltsort aufgef�hrt. Aus Polizeirapporten der Stadtpolizei B.________ sei ersichtlich, dass er auch dort C.________ als Privatadresse angegeben habe, dies unter Hinweis auf seinen Wochenaufenthalt in B.________. Sodann seien mehrere Arztbesuche sowie ein l�ngerfristig geplanter medizinischer Eingriff in C.________ resp. im Kantonsspital Graub�nden erfolgt. Der behandelnde Arzt habe best�tigt, dass ihn der Beschwerdegegner am 13. Juli 2012, 4. und 8. Januar 2013 und am 11. M�rz 2013 in der Sprechstunde in C.________ aufgesucht habe. Aus den vom Beschwerdegegner eingereichten Beilagen gehe hervor, dass er sich regelm�ssig an Wochenenden und teilweise unter der Woche in C.________ aufhalte. Die Beschwerdef�hrerin wohne heute mit dem Sohn in D.________/LU.
�Sodann erwog das Kantonsgericht, die Beschwerdef�hrerin habe das fr�here Eheschutzverfahren im B�ndnerland und nicht in B.________ anh�ngig gemacht. Dies best�tige, dass C.________ der Wohnsitz der Familie gewesen sei. Der Beschwerdegegner habe nach der Trennung gegen�ber den Beh�rden deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er an seinem bisherigen Wohnsitz in C.________ festhalten wolle. Die medizinischen Termine liessen ebenfalls auf eine gr�ssere Bindung zu C.________ schliessen. Dass s�mtliche mit der Berufsaus�bung und dem Aufenthaltsort B.________ in Zusammenhang stehenden Angelegenheiten (Versicherungen, Schweizerische Lehrerkrankenkasse) �ber die Adresse in B.________ abgewickelt w�rden, erscheine aus Praktikabilit�tsgr�nden nachvollziehbar. Im Ergebnis befand das Kantonsgericht, aufgrund der gesamten Lebensumst�nde sei davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner auch nach Bezug der Wohnung in B.________ per 1. Mai 2012 an seinem bisherigen Wohnsitz in C.________ festgehalten habe. Es sei erbracht, dass er eine st�rkere Verbindung zu C.________ als zum Arbeitsort B.________ aufweise. Damit sei die Zust�ndigkeit des erstinstanzlichen Gerichts gegeben.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt vorab die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz in mehrfacher Hinsicht als willk�rlich.
4.1.�Sie bringt vor, die Eheleute h�tten entgegen der Feststellung der Vorinstanz keinen gemeinsamen Wohnsitz in C.________ gehabt. Sie habe C.________ nie als ihren Wohnsitz bezeichnet. Dass sie das Eheschutzgesuch beim streitigen Gericht eingereicht habe sei unerheblich. Sie sei Laie und habe gedacht, dass sie das Eheschutzgesuch dort einreichen m�sse, wo die Familie offiziell angemeldet gewesen sei. Dass ihre damalige Anw�ltin dies nicht hinterfragt habe, k�nne ihr nun nicht vorgehalten werden.
�Demgem�ss bestreitet die Beschwerdef�hrerin nicht (Art. 105 Abs. 1 BGG), dass die Familie offiziell in C.________ angemeldet war. Sie bestreitet auch nicht, dass sie selbst das Eheschutzverfahren im September 2011 beim f�r C.________ zust�ndigen Gericht eingereicht hat und dass das Verfahren dort durchgef�hrt worden ist. Die �brigen Ausf�hrungen sind appellatorisch (E. 1.3).
4.2.�Weiter bringt sie vor, auch der Beschwerdegegner habe nie Wohnsitz in C.________ gehabt. Die Wohnung sei im Eigentum dessen Mutter und werde als Ferienwohnung der Familie des Beschwerdegegners genutzt. Deshalb habe der Beschwerdegegner auch keinen Mietvertrag f�r die Wohnung in C.________ beibringen k�nnen. Die Wohnung verf�ge weder �ber einen Briefkasten noch �ber einen Telefoneintrag. Sie reicht diesbez�glich neue Unterlagen ein (Telefonbuchauszug f�r die betreffende Adresse, Ben�tzungsregeln Wohnung in C.________).
�Vor der Vorinstanz hatte die Beschwerdef�hrerin zwar vorgebracht, der Beschwerdegegner habe (nur) in der Skisaison ein paar Wochenenden in C.________ verbracht, behauptete aber nicht, dass es sich um eine Ferienwohnung der Familie handle. Sie erkl�rte, angeblich wohne die Mutter des Beschwerdegegners dort; nun gebe es keine gemeinsamen Besuche bei der Mutter mehr. Die Behauptung inkl. zugeh�rigen Beweismitteln ist damit neu und kann im bundesgerichtlichen Verfahren nicht ber�cksichtigt werden (Art. 99 BGG, E. 1.4). Auch auf einen allenfalls fehlenden Mietvertrag hat sie vor der Vorinstanz nicht hingewiesen. Die vorinstanzliche Feststellung, dass der Beschwerdegegner seit dem 20. Februar 2008 bis heute in C.________ angemeldet sei, zieht sie nicht in Zweifel (Art. 105 Abs. 1 BGG).
4.3.�Sie macht weiter geltend, die Vorinstanz habe die als Beweisurkunde 45 eingereichte Steuererkl�rung des Beschwerdegegners ignoriert. Daraus gehe hervor, dass er bei einem Nettoeinkommen von Fr. 93'969.-- Abz�ge von Fr. 200'421.-- (davon Berufsauslagen von Fr. 124'179.--) geltend mache. Daraus lasse sich folgern, dass er nur aufgrund der steuerlichen Vorteile einen Wohnsitz in C.________ geltend mache. Die Vorinstanz habe ihr rechtliches Geh�r verletzt, indem sie sich nicht mit ihrem bereits dort eingebrachten Argument auseinandergesetzt habe. Sodann listet sie weitere Tatsachen auf, welche aus der Steuererkl�rung ersichtlich und von der Vorinstanz nicht ber�cksichtigt worden seien, aber einen Bezug zu B.________ aufzeigen w�rden. Analog listet sie weitere solche Hinweise aus den Beilagen zum Ab�nderungsgesuch des Beschwerdegegners auf. Zudem seien die Krankenkassenpr�mien in C.________ g�nstiger, was gerichtsnotorisch sei. Das sei ein weiterer Grund, den Wohnsitz in C.________ haben zu wollen. Weiter sei der Beschwerdegegner Vorstandsmitglied eines Kinderhauses in D.________. Hierzu reicht sie einen Auszug der Homepage des Kinderhauses ein.
�Abgesehen vom Vorwurf der steuerlichen Gr�nde, sind diese tats�chlichen Vorbringen neu und damit im bundesgerichtlichen Verfahren nicht zu h�ren (Art. 99 BGG, E. 1.4). In Bezug auf das Kinderhaus ist zudem nicht ersichtlich, inwiefern letzteres f�r die Beurteilung der Verbundenheit des Beschwerdegegners mit C.________ oder B.________ relevant sein soll. Hingegen hatte die Beschwerdef�hrerin im Berufungsverfahren bereits ausdr�cklich die Steuerabz�ge als Grund aufgef�hrt, weshalb der Beschwerdegegner seinen Wohnsitz in C.________ haben wolle. Die Vorinstanz setzte sich damit nicht explizit auseinander.
�Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich unter anderem, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden (BGE 133 I 270 E. 3.1 S. 277). Es ist nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Sie kann sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken (BGE 136 V 351 E. 4.2 S. 355 mit Hinweis). Demnach kann aus der blossen Tatsache, dass sich die Vorinstanz mit dem besagten Argument nicht auseinandergesetzt hat, nicht auf eine Geh�rsverletzung geschlossen werden. Es wird eine Frage der rechtlichen W�rdigung sein, ob die Vorinstanz aufgrund der festgestellten Tatsachen auf einen Wohnsitz des Beschwerdegegners in C.________ schliessen und damit auch auf eine Er�rterung der Frage der Steuerabz�ge verzichten durfte (vgl. E. 5).
4.4.�Sodann nimmt die Beschwerdef�hrerin auf eine Beweisurkunde 64 (Auszug aus der Agenda des Beschwerdegegners) Bezug. Sie listet auf, wann er sich demnach in C.________, B.________ und D.________ aufgehalten habe. Daraus gehe hervor, dass der Beschwerdegegner in den vergangenen zwei Jahren die meisten Wochenenden in D.________ oder B.________ verbracht habe. Nur Ferien, namentlich im Winter, habe er in C.________ verbracht. Sie moniert, die Vorinstanz h�tte den Beleg von Amtes wegen pr�fen m�ssen, was diese nicht getan habe.
�Die Durchsicht der von der Beschwerdef�hrerin aufgelisteten Agendaeintr�ge ergibt, dass es sich dabei um eine Zusammenstellung der Besuchsrechtswochenenden zwischen dem Beschwerdegegner und dem Sohn handelt. Knapp die H�lfte der Besuche sollen demnach in B.________ stattgefunden haben (mehrmals kombiniert mit einem Besuch beim Grossvater oder der Grossmutter des Kindes v�terlicherseits, einem Kerzenziehen in B.________, einem Besuch in einem Spielparadies in der N�he von B.________). Einmal habe er ihn zu einer Untersuchung ins Kinderspital B.________ begleitet. Noch etwas h�ufiger soll der Beschwerdegegner den Sohn in D.________ betreut haben (je einmal kombiniert mit einem Besuch in E.________ und F.________, einer Schifffahrt auf dem See G.________, einem Kinderarztbesuch sowie einem Schoggihasen giessen). Teilweise habe er den Sohn in der Kinderkrippe betreut, deren Vorstandsmitglied er sei. In C.________ verbrachte der Vater mit seinem Sohn zwei Wochen Ferien im Februar 2012, eine Woche im Oktober 2012, ein Wochenende im November 2012, Weihnachten 2012 und Ferien Anfang 2013, Sportferien im Februar 2013 sowie Osterferien im April 2013. Wie nachfolgend aufgezeigt wird (E. 5), l�sst sich aus den Agendaeintr�gen nichts ableiten im Hinblick auf eine allf�llige st�rkere Verbundenheit zu B.________, weshalb die Vorinstanz auf eine Er�rterung des Dokuments verzichten durfte und der R�ge der Geh�rsverletzung die Grundlage entzogen ist.
4.5.�Blosse Behauptungen bleiben schliesslich die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, wonach die Kl�rung der Zust�ndigkeitsfrage im Zentrum der erstinstanzlichen Hauptverhandlung gestanden habe. Der Beschwerdegegner habe aber (m�ndlich) keinen einzigen Kontakt in C.________ benennen k�nnen. Hierauf ist nicht einzutreten (E. 1.3). Nicht eingetreten werden kann sodann auf den nicht substanziierten Vorwurf, bei den vom Beschwerdegegner im Berufungsverfahren eingereichten Unterlagen handle es sich zumindest teilweise um Gef�lligkeitsschreiben und Schutzbehauptungen (E. 1.3).
In rechtlicher Hinsicht beanstandet die Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz habe Art. 23 f. ZGB, Art. 23 ZPO und die Beweislastregel von Art. 8 ZGB verletzt. Die R�gen sind nur unter Willk�rgesichtspunkten zu pr�fen (E. 1.2).
5.1.�Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz vor, sie habe das Bezirksgericht nur f�r zust�ndig erkl�rt, weil das Verfahren bereits einen betr�chtlichen Aufwand generiert habe, welcher bei einem Nichteintreten an sich unn�tig gewesen w�re. Aus den Umst�nden des Beschwerdegegners k�nne nicht auf einen Wohnsitz in C.________ geschlossen werden. Er behaupte dies offensichtlich nur aus steuerlichen Gr�nden und habe keine Verbindung zu C.________. Auch aus dem Spitalaufenthalt k�nne nichts abgeleitet werden. Einerseits sei die Anmeldung hierf�r erst erfolgt, nachdem sie die Unzust�ndigkeit geltend gemacht habe. Zum anderen verf�ge der Beschwerdegegner �ber keine Zusatzversicherung, weshalb er keine freie Spitalwahl habe und sich somit nicht habe in B.________ behandeln lassen k�nnen. Sein Lebensmittelpunkt sei in B.________, wo sein Vater, seine Mutter und der Bruder wohnten und er seine Jugend-, Schul- und Studienjahre verbracht habe. Er halte sich zum Arbeiten und Schlafen in B.________ auf und verbringe nur ab und zu Skiferien in C.________.
5.2.�Gem�ss den vorstehenden Ausf�hrungen steht fest, dass der Beschwerdegegner seit 2008 in C.________ angemeldet ist. Nach der Heirat meldete sich auch die Beschwerdef�hrerin dort an. Im Jahr 2011 leitete diese ein Eheschutzverfahren beim f�r C.________ zust�ndigen Gericht ein; die Parteien machten geltend �ber je eine Wohnung in C.________ und B.________ zu verf�gen. Nach der Trennung �bernahm die Beschwerdef�hrerin die Wohnung der Parteien in B.________. Der in B.________ arbeitst�tige Beschwerdegegner mietete in B.________ eine Wohnung hinzu, blieb aber in C.________ angemeldet. Sogar in Polizeiprotokollen gab er jeweils C.________ als Wohnort und B.________ als Wochenaufenthalt an. Die Besuchswochenenden mit dem Sohn verbringt er mehrheitlich in D.________, wo die Beschwerdef�hrerin sich inzwischen niedergelassen hat, oder in B.________, wobei dies nicht gegen eine Verankerung in C.________ spricht. Rein praktische Gr�nde (Wegzeitersparnis) und teilweise Ortsgebundenheit des Programms von Vater und Sohn (vorstehend E. 4.4) lassen die Wahl der Besuchsorte naheliegend erscheinen. S�mtliche Ferien, auch ausserhalb der Skiferienzeit, verbrachte der Vater hingegen mit dem Sohn in C.________, was f�r eine Verbundenheit mit C.________ spricht. Die Vorinstanz f�hrte sodann medizinische Termine an, welche der Beschwerdegegner in C.________ wahrgenommen hat. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet zwar, dass namentlich die Operation im Kantonsspital Graub�nden auf eine Verbundenheit zum Kanton schliessen lasse. Soweit dies aber �berhaupt ber�cksichtigt werden kann (Art. 99 BGG), spricht der Verzicht auf eine freie Spitalwahl (und damit der Verzicht darauf, sich in einem Spital in B.________/ZH behandeln lassen zu k�nnen) eher gegen die von der Beschwerdef�hrerin behauptete Verankerung im Kanton Z�rich.
�Insgesamt erscheint nicht willk�rlich, dass das Kantonsgericht den Wohnsitz des Beschwerdegegners in C.________ und damit auch die �rtliche Zust�ndigkeit des Bezirksgerichts Imboden bejaht hat.
5.3.�Nachdem die Vorinstanz die Zust�ndigkeit des Erstrichters aufgrund der festgestellten objektiven Umst�nde willk�rfrei bejahen konnte, wird der Vorwurf der Beweislastregelverletzung gegenstandslos. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann nicht entsprochen werden, zeigen doch die vorstehenden Erw�gungen auf, dass die Beschwerde von Beginn weg keinen Erfolg haben konnte (Art. 64 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdegegner ist mangels Einholung einer Vernehmlassung kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden (Art. 68 Abs. 1 BGG).