Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000080.htm
Timestamp: 2018-12-11 23:06:48
Document Index: 254198958

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 63', '§ 4', '§ 6', '§ 4', '§ 6']

Goldbachäcker und Umgebung
1.27.080 Veitwasen-Schlechtenberg-Lindle-Spitalfeld-Goldbachäcker und Umgebung
Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Naturschutzgebiet »Wacholderberg - Geigerswasen« und das zugehörige Landschaftsschutzgebiet »Veitswasen - Schlechtenberg - Lindle -Spitalfeld - Goldbachäcker und Umgebung« vom 15. März 1995 (GBl. vom 17.05.1995, S. 337).
Auf Grund von §§ 21, 22, 58 und 64 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 7. Februar 1994 (GBI. S. 73), wird verordnet:
1. das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung »Veitswasen - Schlechtenberg - Lindle - Spitalfeld Goldbachäcker und Umgebung«.
(2)Das Landschaftsschutzgebiet »Veitswasen Schlechtenberg - Lindle - Spitalfeld - Goldbachäcker und Umgebung« hat eine Größe von ca. 108,5 ha.
Es umfaßt nach dem Stand vom 28. Juli 1994 auf dem Gebiet der Stadt Crailsheim, Gemarkungen Goldbach und Westgartshausen Flächen des Keuperstufenrandes (vorwiegend Schichten des Gipskeupers) südwestlich von Goldbach und auf Gemarkung Westgartshausen im Anschluß an das Naturschutzgebiet »Wacholderberg Geigerswasen«. Zum Landschaftsschutzgebiet gehören von Norden nach Süden folgende Gewanne und Teile der Gewanne:
· Wiesäcker, Lindle, Goldbachäcker, Spitalfeld, Schleifsee, Lindensee, Hungeräcker, Neuäcker, Schlechtenberg, Wasen, Geigerswasen, Veitswasen.
(3)Das Naturschutzgebiet und das Landschaftsschutzgebiet sind in einer Übersichtskarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 28. Juli 1994 im Maßstab 1: 25 000 schwarz umgrenzt und flächig rot angelegt (Naturschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 1) bzw. flächig grün angelegt (Landschaftsschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 2) sowie in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 28.Juli 1994 im Maßstab 1: 2 500 schwarz umgrenzt und rot angeschummert (Naturschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 1) bzw. grün angeschummert (Landschaftsschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 2) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart und beim Landratsamt Schwäbisch Hall in Schwäbisch Hall sowie beim Bürgermeisteramt Crailsheim in Crailsheim auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(4)Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Absatz 3 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermannn während der Sprechzeiten niedergelegt.
2. die Sicherung der ökologisch notwendigen Pufferzone zwischen der intensiv genutzten landwirtschaftlichen Fläche, dem Siedlungsraum, den Verkehrswegen und dem Naturschutzgebiet;
3. die Erhaltung und Sicherung des Keuperstufenrandes mit seiner typischen, durch Schafbeweidung entstandenen Vegetation, bzw. anderen extensiven Nutzungen in Form von Wald, Obstbaumwiesen und anderen Grünländern;
4. die Erhaltung der ökologisch wertvollen Verzahnung (Biotopvernetzung) zwischen Streuobstwiesen, Hecken, Feldgehölzen, Waldrändern, Baumreihen, Magerwiesen, Quellmulden und Vernässungsbeständen;
5. die Sicherung des vielfältigen Landschaftsbildes, bestehend aus der quellenreichen und wechselfeuchten Gipskeuperstufe mit einem Mosaik verschiedenartiger Nutzungen;
6. die Erhaltung und Sicherung wertvoller Landschaftsräume für die ruhige Naherholung und Naturbeobachtung.
5. der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert*) der Landschaft beeinträchtigt wird.
*)Änd. LfU (In der Vorlage: Erholungszweck)
15. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise,
(3)Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 Abs. 3 und 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
(2) § 4 Abs. 3 und 4 und § 5 gelten im Landschaftsschutzgebiet ( § 2 Abs 2) nicht:
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 4 Abs 4;
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs 2 Ziff 14 und 15;
4. für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke, Gewässer, Straßen, Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung, ausgenommen Maßnahmen gemäß § 5 Abs. 2 Ziff 15 und 16;
6. für behördlich angeordnete oder zugleassene Beschilderungen;
Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63NatSchG durch die höhere Naturschutzbehörde Befreiung erteilt werden.
1. in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine nach § 4 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 6 Abs. 1 dieser Verordnung verbotene Handlung vornimmt;
a)entgegen § 4 Abs. 3 und 4 bzw. § 6 Abs. 2 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen;
(2)Gleichzeitig tritt die Verordnung »Wacholderberg Geigerswasen« des Landratsamtes Crailsheim zum Schutz von Landschaftsteilen im Landkreis Crailsheim vom 11.Februar 1971, veröffentlicht im Hohenloher Tagblatt vom 27. Februar 1971, außer Kraft, soweit sie den Geltungsbereich dieser Verordnung betrifft. Ebenso tritt die Naturdenkmalverordnung des Landkreises Schwäbisch Hall vom 24. Oktober 1983 außer Kraft, soweit sie das Naturdenkmal »Feuchtgebiet Egerswasen« Nr. 5/37, veröffentlicht am 2. November 1983 im Hohenloher Tagblatt, in der Gaildorfer Rundschau und im Haller Tagblatt, betrifft.