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Timestamp: 2018-01-18 05:46:06
Document Index: 128804003

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Tod von Ouri Jallow: BGH bestätigt Urteil gegen Polizeikommissar | VEREINIGUNG 17. JUNI 1953 e.V.
Tod von Ouri Jallow: BGH bestätigt Urteil gegen Polizeikommissar
4. September 2014 in 2014, Für Sie im Internet, Menschenrechte | Tags: BGH, Fahrlässige Tötung, Freiheitsberaubung Dessau, Ouri Jallow, Sierra-Leone
Karlsruhe, 4.09.2014/cw – Der 4. Strafsenat des BGH hat die Verurteilung eines Polizeihauptkommissars wegen fahrlässiger Tötung des aus Sierra-Leone stammenden Ouri Jallow bestätigt (4 StR 473/13) bzw. die Revision des Angeklagten, der Nebenkläger und der Staatsanwaltschaft verworfen. Der 54jährige Polizeihauptkommissar war wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt worden.
Jallow war am 7. Januar 2005 in einer Gewahrsamszelle des Polizeireviers Dessau verstorben. Nach den Feststellungen des vorinstanzlichen Landgerichts verstarb Jallow „an einem inhalativen Hitzeschock,“ nachdem er die Matratze in Brand gesetzt hatte, auf der er fixiert war. Der zu diesem Zeitpunkt hochgradig alkoholisierte Afrikaner wies bei seiner Festnahme eine Blutalkoholkonzentration von fast drei Promille auf. Der angeklagte Kommissar war zu diesem Zeitpunkt als verantwortlicher Dienstgruppenleiter in dem Dessauer Polizeirevier tätig.
Der BGH hatte zuvor den Freispruch vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge im Amt durch das Landgericht Dessau-Roßlau vom 8.12.2008 wegen Fehlern in der Beweiswürdigung aufgehoben (Urteil vom 7. Januar 2010 – Az. 4 StR 413/09). Nach der neuerlichen Verhandlung, in dem der Angeklagte nunmehr wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden war, wurde erneut Revision eingelegt.
In dem jetzige Revisionsurteil hat der BGH in Übereinstimmung mit dem Landgericht einen Sorgfaltsverstoß des Angeklagten bejaht, weil er als zuständiger Dienstgruppenleiter nicht für eine ständige optische Überwachung des späteren Todesopfers gesorgt hat. Der Senat hat im Ergebnis das Urteil auch insoweit bestätigt, als es den Angeklagten nicht wegen Freiheitsberaubung mit Todesfolge schuldig gesprochen hat. Es sei davon auszugehen gewesen, dass der zuständige Richter im Falle seiner Einschaltung wegen des selbstgefährdenden Verhaltens des Ouri Jallow und seiner hochgradigen Alkoholisierung den Gewahrsam zum Schutz vor Selbstverletzung für zulässig erklärt und dessen Fortdauer angeordnet hätte. Ouri Jallow wäre deshalb auch bei ordnungsgemäßem Vorgehen des Angeklagten nicht freigekommen.
Das Urteil über den bislang ungeklärten Tod des Afrikaners ist somit rechtskräftig.(851)
5. September 2014 um 12:00
Hoheneck??
Bei mir war der Text auf folgendem link:
https://17juni1953.wordpress.com/2014/09/04/tod-von-ouri-jallow-bgh-bestatigt-urteil-gegen-polizeikommissar/#comment-2522
Macht aber nichts. Wie soll denn ein Alt-Wessi diese Art der sogenannte „DDR-Aufarbeitung“ verstehen!
5. September 2014 um 18:28
Hoheneck???
Natürlich können Sie jetzt wieder eine endlose Debatte um Formalien beginnen, Sie sind uns ja schon bekannt dafür. Daher möchten wir diese Ego-Debatte mit dem Hinweis abschließen, dass am Ende des Artikels deutlich die Verantwortlichkeit vermerkt ist:
Was hat der 17. Juni 1953 mit einem Ereignis aus dem Jahre 2005 zu tun?
4. September 2014 um 20:45
Was hat der 17. Juni mit … zu tun?
Gar nichts, lieber Herr Weber, und das wissen Sie genau. Denn das war keine Mitteilung der Vereinigung 17. Juni, sondern ein Text der Redaktion Hoheneck. Und die Redaktion ist an keine Vorgaben des Vereins gebunden…
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