Source: http://www.steuerlinks.de/richtlinie/erbstr-2003/r38.html
Timestamp: 2019-06-27 01:08:00
Document Index: 149551074

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 12', '§ 101', '§ 101', '§ 101', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 13', '§ 13', '§ 13']

Richtlinie 38 ErbStR 2003 hier in der aktuellen Fassung
> R 38 ErbStR 2003 Berücksichtigung von Gewinnansprüchen aus GmbH-Geschäftsanteilen Zu § 12 ErbStG
R 38 ErbStR 2003
Berücksichtigung von Gewinnansprüchen aus GmbH-Geschäftsanteilen Zu § 12 ErbStG
[ R 37 ErbStR 2003 ]
[ R 39 ErbStR 2003 ]
Bei einem der Erbschaftsteuer unterliegenden Erwerb von GmbH-Geschäftsanteilen sind Ansprüche auf erwirtschaftete, aber noch nicht ausgeschüttete Gewinne der GmbH beim Erwerb der Beteiligung von Todes wegen gesondert als Kapitalforderung des Erben zu erfassen, wenn der Gewinnverwendungsbeschluss bereits vor dem Zeitpunkt der Steuerentstehung gefasst worden ist. Das Vermögen der Gesellschaft ist bereits entsprechend gemindert. Beim Erwerb durch Schenkung unter Lebenden erfolgt eine gesonderte Erfassung nur, wenn der Gewinnanspruch gesondert abgetreten wird, da er sonst weiterhin dem Schenker zusteht.
Wird der Beschluss über die Gewinnverwendung erst nach dem Zeitpunkt der Steuerentstehung gefasst, kann der Anspruch auf den Gewinn nicht gesondert neben dem gemeinen Wert der Anteile auf den Stichtag erfasst werden, da sich der vor dem Stichtag erwirtschaftete Gewinn in dem nach dem Stuttgarter Verfahren ermittelten Vermögenswert der Kapitalgesellschaft niederschlägt.
Beim Erwerb von GmbH-Geschäftsanteilen durch Schenkung unter Lebenden sind die Gewinne des Wirtschaftsjahrs, in das die Schenkung fällt, nach § 101 Nr. 2 Halbsatz 2 BGB im Innenverhältnis zeitanteilig zwischen Schenker und Beschenktem aufzuteilen. Erfüllt der Beschenkte den zivilrechtlichen Ausgleichsanspruch des Schenkers, ist der Ausgleichsbetrag vom Wert des zugewendeten GmbH-Geschäftsanteils abzuziehen. Treffen die Beteiligten eine davon abweichende Vereinbarung, verzichtet etwa der Schenker ganz oder teilweise auf seinen Anspruch nach § 101 Nr. 2 Halbsatz 2 BGB , entfällt insoweit ein Abzug. Der ersparte Ausgleichsbetrag ist nicht neben dem Wert der übertragenen Anteile zu erfassen.
Noch nicht erfüllte Gewinnansprüche aus einem Nießbrauch an GmbH-Geschäftsanteilen stehen nach dem Tod des Berechtigten dessen Erben zu (> § 101 BGB ) und sind als Erwerb von Todes wegen auch dann zu erfassen, wenn am Besteuerungszeitpunkt die Bilanz der GmbH noch nicht erstellt oder der Gewinnverwendungsbeschluss noch nicht gefasst ist.
R 33 ErbStR 2003 - Auflagen, die dem Beschwerten selbst zugute kommen Zu § 10 ErbStG
R 34 ErbStR 2003 - Rückwirkende Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft und umgekehrt Zu § 11 ErbStG
R 35 ErbStR 2003 - Bewertungsgrundsätze Zu § 12 ErbStG
R 36 ErbStR 2003 - Maßgeblichkeit des Zivilrechts für das Erbschaftsteuerrecht bei im Erbfall noch nicht vollständig erfüllten Grundstückskaufverträgen Zu § 12 ErbStG
R 37 ErbStR 2003 - Nicht notierte Anteile an Kapitalgesellschaften Zu § 12 ErbStG
R 38 ErbStR 2003 - Berücksichtigung von Gewinnansprüchen aus GmbH-Geschäftsanteilen Zu § 12 ErbStG
R 39 ErbStR 2003 - Ableitung des Steuerwerts des Betriebsvermögens Zu § 12 ErbStG
R 40 ErbStR 2003 - Ableitung des Steuerwerts eines Anteils an einer Personengesellschaft Zu § 12 ErbStG
R 41 ErbStR 2003 - Steuerbefreiungen; Allgemeines Zu § 13 ErbStG
R 42 ErbStR 2003 - Gegenstände, deren Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt Zu § 13 ErbStG
R 43 ErbStR 2003 - Zuwendung eines Familienwohnheims Zu § 13 ErbStG