Source: http://www.deta-med.eu/ubersicht-der-leistungskomplexe-lk-in-berlin/?amp;lang=de
Timestamp: 2019-05-20 05:19:23
Document Index: 72204750

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 45', '§ 45', '§18', '§ 45', '§ 124', '§ 124']

DETA MED Leistungskomplexe (LK) Berlin: Übersicht - DETA MED
Bedeutung der Leistungskomplexe nach SGB XI und SGB XII in Berlin
Die in den Leistungskomplexen aufgezählten Leistungen dienen als Grundlage für die Erbringung der häuslichen Pflege. Alle Patienten, die von uns versorgt werden, werden ausführlich über den Inhalt und den Zeitenumfang der Leistungen aufgeklärt.
Die LK 1 bis 4 dürfen nicht parallel in einem Einsatz erbracht werden. Bei mehreren Einsätzen am Tag können die LKs 1 bis 4 zu unterschiedlichen Tageszeiten mehrmals am Tag erbracht werden.
Lk 1 bis 4 wird grundsätzlich als aktivierende Pflege erbracht, ohne den Wechsel von Windeln oder Vorlagen.
Bei Patienten, die inkontinent sind und Leistungen nach LK 1-4 erhalten, ist parallel der LK 7a zu erbringen, um den Wechsel von IKM (Inkontinensmitteln) durchzuführen.
Das An- und Ausziehen von Kompressionstrümpfen der Klasse II und III gehört zur Behandlungspflege gemäß § 37 SGB V.
LK 5, 7a und 11a sind nur in Kombination mit anderen Leistungskomplexen abrechenbar.
Leistungskomplex 3a
Erweiterte große Körperpflege ohne Baden
Leistungskomplex 3b
Erweiterte große Körperpflege mit Baden
Lagern, Bett machen/richten
Hilfe beim Aufsuchen oder Verlassen des Essensplatzes
Hilfe/Beaufsichtigung beim Essen und Trinken
Leistungskomplex 7a
Darm- und Blasenentleerung ohne Intimpflege
(LK 7a ist nur in Kombination mit mindestens einem anderen Leistungskomplex möglich)
Leistungskomplex 7b
Darm- und Blasenentleerung mit Intimpflege
Hilfen/Unterstützung bei der Darm- und/oder Blasenentleerung, z. B.
Inkontinenzversorgung, zur Toilette bringen, Entsorgung von Ausscheidungen
Leistungskomplex 8a
Kleine Hilfestellung beim Verlassen der Wohnung
An- und Auskleiden im Zusammenhang mit dem Verlassen oder
Leistungskomplex 8b
Kleine Hilfestellung beim Wiederaufsuchen der Wohnung
Auskleiden im Zusammenhang mit dem Verlassen oder
Begleitung bei Aktivitäten, bei denen das persönliche Erscheinen erforderlich und ein Hausbesuch nicht möglich ist (keine Spaziergänge, keine kulturellen Veranstaltungen)
Leistungskomplex 11a
Aufräumen der Wohnung Aufräumen der Wohnung, Trennung/Entsorgung des Abfalls, Spülen/Aufräumen
Leistungskomplex 11b
Reinigung der Wohnung Reinigung der Wohnung, Trennung/Entsorgung des Abfalls, Reinigung Bad, Toilette, Küche, Wohn-/ Schlafbereich, Staubsaugen/Nassreinigung, Spülen/Staubwischen, beinhaltet auch Reinigungsarbeiten an Fenstern, Türen, Schränken oder Lampen ohne Benutzung einer Trittfalte
(LK 11a und LK 11b und LK 11c sind nicht nebeneinander abrechenbar)
Leistungskomplex 11c
Aufwendige Reinigung der Wohnung Aufwendige Aufräumarbeiten (keine Entrümpelung) bei besonderen Anlässen wie: nach Renovierung, nach längerer Abwesenheit, Frühjahrsputz
(LK 11a, LK 11b und LK 11c sind nicht nebeneinander abrechenbar)
Wechseln der Wäsche, auch Bettwäsche; Pflege der Wäsche und Kleidung (z. B. auch bügeln, ausbessern) sowie Einräumen der Wäsche
Einkaufen von Lebensmitteln und sonstigen Dingen des persönlichen Bedarfs sowie Einräumen der eingekauften Gegenstände
Zubereitung einer warmen Mahlzeit in der Häuslichkeit des Pflegebedürftigen (nicht bei warmem Essen auf Rädern)
(u. a. auch bei warmem Essen auf Rädern)
Leistungskomplex 16a
Anamnese, Information u. Beratung, Pflegeplanung sowie Angebot eines Pflegevertrages
Leistungskomplex 16b
gravierender Änderung des Pflegezustandes,
notwendiger Erhebung von Pflegerisiken, welche in der Regel jeweils eine Änderung des Pflegevertrages notwendig machen.
Leistungskomplex 17a
Einsatzpauschale Montag bis Freitag zwischen 6 und 22 Uhr (nicht in Zeiten von LK 17b)
Leistungskomplex 17b
Doppelte Einsatzpauschale Montag bis Freitag zwischen 22 und 6 Uhr, an Wochenenden sowie an gesetzlichen Feiertagen (nicht in Zeiten von LK 17 a)
Hinweis zu den Leistungskomplexen 17a und 17 b: Bei zeitgleicher Versorgung von zwei oder mehreren Pflegebedürftigen in einem Haushalt bzw. in einer Wohngemeinschaft, ist unabhängig vom Kostenträger je Pflegebedürftigem eine Einsatzpauschale je Leistungstag abrechenbar.
Bei Einsätzen in Wohnhäusern, Wohngemeinschaften sowie in Seniorenresidenzen,
Seniorenwohnanlagen oder Ähnlichem ist die Einsatzpauschale nicht
abrechnungsfähig, wenn der Pflegedienst am gleichen Standort Räumlichkeiten nutzt.
Ein gleicher Standort liegt vor, wenn der Haushalt des Pflegebedürftigen
(Leistungsort) dieselbe Postanschrift hat und sich in demselben Gebäude befindet.
Bei der Versorgung und Betreuung in Wohngemeinschaften von an Demenz
erkrankten Pflegebedürftigen (LK 19) ist die Einsatzpauschale nicht abrechenbar.
(Leistungskomplex 18)
Besonderheit: Die Leistung besteht, jedoch existiert der Leistungskomplex derzeit nicht.
Leistungskomplex 19
Versorgung und Betreuung in Wohngemeinschaften von an Demenz erkrankten Pflegebedürftigen
Einzelfallbezogen alle Leistungen der Leistungskomplexe 1–16 für einen dementen Pflegebedürftigen mit anerkanntem Leistungsanspruch nach § 45 a SGB XI (Leistungen für Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf) der Pflegegrade 4 und höher.
Bei zeitweiser Abwesenheit des dementen Pflegebedürftigen von mehr als 6 Stunden ist der halbe Tagessatz abrechnungsfähig.
Hinweise zum Leistungskomplex 19:
Bei Pflegegrad 3 sind die Einzelleistungskomplexe 1-16 anstelle LK 19 wählbar.
LK 17 ist für die Pflegegrade 3-5 nicht abrechenbar.
Eine Wohngemeinschaft im Sinne des LK 19 ist eine Gruppe von i. d. R. 6 bis 12 Personen – in Ausnahmenfällen auch weniger, mindestens aber drei Personen – die in einer Wohnung wohnen, in der jeder Bewohner seinen eigenen Wohn-/Schlafbereich hat, Küche und Wohnzimmer gemeinsam genutzt werden können und eine der Bewohnerzahl angemessene Anzahl an Toiletten/Bädern vorhanden ist.
Die Pflege der Bewohner erfolgt durch einen oder mehrere ambulante Pflegedienste mit dem Ziel, eine umfassende Versorgung, die den individuellen Bedürfnissen der Bewohner entspricht, über 24 Stunden sicherzustellen.
Für die Abrechnungsfähigkeit ist eine Zuordnung des/der Pflegebedürftigen zum Personenkreis nach § 45 a Abs. 1 SGB XI durch den MDK Voraussetzung. Dies sind Pflegebedürftige der Pflegegrade 3, 4 oder 5 mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, bei denen der MDK im Rahmen der Begutachtung nach §18 SGB XI als Folge der Krankheit oder Behinderung Auswirkungen auf die Aktivitäten des täglichen Lebens festgestellt hat, die dauerhaft zu einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz geführt haben. Liegt diese Zuordnung zum berechtigten Personenkreis nach § 45 a Abs. 1 SGB XI nicht vor, sind ausnahmslos die Einzelleistungskomplexe abzurechnen.
Wie bei jeder häuslichen Pflege hat die Dokumentation der Pflegeleistungen, die nach LK 19 abgerechnet werden, gemäß den vertraglichen Regelungen des Rahmenvertrages zu erfolgen.
Leistungskomplex 20
Betreuungsleistungen gemäß § 124 SGB XI
Hinweis: Betreuungsleistungen gemäß § 124 SGB XI dienen der Unterstützung von Aktivitäten im häuslichen Umfeld, die dem Zweck der Kommunikation und der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte dienen sowie Unterstützung bei der Gestaltung des häuslichen Alltags, insbesondere Hilfen zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur, zur Durchführung bedürfnisgerechter Beschäftigungen und zur Einhaltung eines bedürfnisgerechten Tag-/Nacht-Rhythmus.
Leistungskomplexe für weitergehende Leistungen nach SGB XII und für Selbstzahler/-innen
LK 31 Tagesstrukturierung und Beschäftigung Insbesondere bei dementiellen und psychischen Erkrankungen (und im Zusammenhang damit auftretender Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen, Antriebsminderung)
Planen des Tagesablaufs/Tagesstrukturierung
Anleitung und Hilfe bei der Wiedererlangung und zum Erhalt der häuslichen Selbstständigkeit
LK 32 Persönliche Assistenz/Zeitlich umfangreiche Pflegen
Persönliche Assistenz bei schwerer Körperbehinderung und Pflegebedürftigkeit
Tag- und Nachtwache, ständige Beaufsichtigung und Anwesenheit zur Sicherung nicht planbarer pflegerischer Bedarfe
LK 33 Psychosoziale Betreuung Über die pflegerische Kommunikation hinausgehend (= zeitlich zusätzlich zu den Pflegeleistungen)
Anregung und Unterstützung bei sozialen Kontakten (z. B. zu Angehörigen, Gruppenangebote)
LK 34 Maniküre als besondere Hilfestellung, sofern im übrigen keine Hilfen bei der Körperpflege erbracht werden: Hilfe bei der Pflege der Fingernägel
LK 35 Hilfe bei der Haarwäsche und beim Frisieren als besondere Hilfestellung, sofern im übrigen keine Hilfen bei der Körperpflege erbracht werden:
LK 36 Hilfe in Notfällen umfasst je nach Art des Notfalles die erforderlichen Erste-Hilfe- Maßnahmen, ggf. die Benachrichtigung eines Arztes, der Angehörigen, der Polizei, das Warten bis zu deren Eintreffen
LK 37 Haushaltsbuch monatlich
In Bearbeitung: Vervollständigung folgt
Dr. Frank Beckmann, 23.02.2017