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Timestamp: 2016-10-23 07:51:21
Document Index: 317217464

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 563/06 (31.07.2007)
S.________, geboren 1951, erlitt am 22. Juni 2001 einen Auffahrunfall, bei dem er sich ein Schleudertrauma zuzog. Seither ist er nicht mehr erwerbst�tig. Mit Verf�gung vom 10. Mai 2005 und Einspracheentscheid vom 28. Juli 2005 sprach ihm die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 10 % zu, stellte indessen die Taggeld- und Heilkostenleistungen per 15. Mai 2005 ein.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 26. September 2006 ab.
S.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei die SUVA zu verpflichten, ihm weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten, es sei die Rentenfrage zu pr�fen und es sei ihm eine h�here Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen; eventualiter sei ein verwaltungsunabh�ngiges polydisziplin�res Gutachten einzuholen.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 26. September 2006 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Leistungspflicht des Unfallversicherers gem�ss Art. 6 Abs. 1 UVG und zum nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 179 E. 3.1 und 3.2 S. 181), insbesondere bei Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnlichen Verletzungen der Halswirbels�ule (BGE 117 V 359; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316, U 160/98, E. 3; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, U 183/93), unter Hinweis auf die Ausf�hrungen im Einspracheentscheid zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Unbestritten ist, dass zwischen dem Ereignis vom 22. Juni 2001 und den noch geklagten Beschwerden ein nat�rlicher Kausalzusammenhang vorliegt; streitig ist indessen die ad�quate Kausalit�t dieser Beschwerden.
Der Versicherte beantragt in diesem Zusammenhang eine Praxis�nderung beziehungsweise, es sei zufolge Diskriminierung der Schleudertraumaopfer gegen�ber anderen Unfallbetroffenen g�nzlich auf die Ad�quanzpr�fung zu verzichten. Dies ist indessen nicht angezeigt. Vielmehr wird an der Praxis gem�ss BGE 117 V 359 - wonach eine Kategorisierung nach Schwere des Ereignisses vorzunehmen und die ad�quate Kausalit�t bei mittelschweren Unf�llen unter Einbezug verschiedener Kriterien zu pr�fen ist - festgehalten. Auf die einzelnen Einw�nde des Beschwerdef�hrers ist daher nicht weiter einzugehen. Die Berufung auf das Diskriminierungsverbot ist nicht stichhaltig, zumal die diesbez�gliche R�ge nicht weiter substantiiert wird.
4.1 Der Beschwerdef�hrer bem�ngelt des Weiteren, die Vorinstanz habe zu Unrecht einen leichten statt einen mittelschweren Unfall angenommen. Indessen hat sie die Ad�quanz zu Recht auch f�r den Fall der Annahme eines mittelschweren Unfalls verneint. Rechtsprechungsgem�ss ist der ad�quate Kausalzusammenhang bei mittelschweren Unf�llen nur dann zu bejahen, wenn ein einzelnes der f�r die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367), was hier jedoch nicht zutrifft.
4.2 Der Unfall vom 22. Juni 2001 hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97, E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313, U 248/98) - von besonderer Eindr�cklichkeit. Dass hier eine Kollision mit einem Lastwagen stattgefunden hat, vermag daran nichts zu �ndern. Wie den Aussagen des Versicherten im Polizeirapport zu entnehmen ist, hatte er gar nicht bemerkt, wie es zum Unfall gekommen war. Zudem lag die kollisionsbedinge Geschwindigkeits�nderung (delta-v) gem�ss biomechanischer Kurzbeurteilung unterhalb oder knapp innerhalb eines Bereiches von 10-15 km/h.
Das Unfallereignis hatte auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge. Die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer schleudertrauma�hnlichen Verletzung der Halswirbels�ule vermag die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung f�r sich allein nicht zu begr�nden. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.2.3), welche hier nicht ausgewiesen sind. Es liegt auch keine besondere Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden vor.
Nicht erf�llt ist sodann das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung. Der Hausarzt Dr. med. B.________ ging am 10. Oktober 2001 davon aus, dass sie in zwei bis vier Monaten, also sechs bis acht Monate nach dem Unfall, abgeschlossen sein w�rde. Der Versicherte befand sich zwar immer unter �rztlicher Kontrolle. Vom 6. M�rz bis zum 10. April 2002 hielt er sich zur Rehabilitation in der Klinik X.________ in Z.________ auf. Es wurden einzig Physiotherapien und Schmerzmittel verordnet, welche nach Bedarf einzunehmen waren.
Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden, wie von einem schwierigen Heilungsverlauf oder Komplikationen.
Was das Kriterium der Dauerbeschwerden betrifft, hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass den �rzten eine Diskrepanz zwischen den subjektiven Angaben des Beschwerdef�hrers und den objektivierbaren Befunden auffiel, erstmals bereits anl�sslich der kreis�rztlichen Untersuchung am 22. November 2001, also ein halbes Jahr nach dem Unfall.
Eine langdauernde Arbeitsunf�higkeit kann schliesslich ebenfalls nicht angenommen werden, hat doch einzig der Hausarzt gest�tzt auf die Schmerzangaben des Versicherten eine 100%ige Arbeitsunf�higkeit attestiert.
4.3 Die Kausalit�t der noch geklagten Beschwerden und damit der Leistungsanspruch des Beschwerdef�hrers gegen�ber der SUVA bez�glich Heilungskosten, Taggeld und Rente ist daher mit Verwaltung und Vorinstanz zu verneinen. Die vom Beschwerdef�hrer im Verfahren vor dem kantonalen Gericht nachgereichten �rztlichen Berichte verm�gen an dieser Beurteilung nichts zu �ndern, wobei auch diesbez�glich auf dessen zutreffende Erw�gungen verwiesen werden kann. Weitere Abkl�rungen sind nicht erforderlich.
Der Beschwerdef�hrer beantragt schliesslich eine h�here als die gew�hrte Integrit�tsentsch�digung von 10 %. Die Vorinstanz hat sich zur Festsetzung des Integrit�tsschadens f�r die Schwindelbeschwerden auf 5 % bei gleichzeitiger Zusprechung einer - eher grossz�gigen - Integrit�tsentsch�digung von 5 % f�r den Tinnitus einl�sslich ge�ussert. Der Beschwerdef�hrer r�gt diese Ausf�hrungen pauschal als willk�rlich, ohne sich indessen mit der Begr�ndung der Vorinstanz auseinanderzusetzen oder etwas vorzubringen, was die Integrit�tsentsch�digung insgesamt als unangemessen erscheinen liesse. Darauf ist daher nicht weiter einzugehen.