Source: http://mibla.tugraz.at/99_00/16a.html
Timestamp: 2018-01-24 06:02:22
Document Index: 54781738

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 61', '§\t4', '§ 4', '§ 4', '§ 13', '§ 10', '§ 4', '§ 4', '§\t4']

Mitteilungsblatt: 1. Sondernummer, ausgegeben am 12. Mai 2000, Studienjahr 1999/2000
Studienjahr 1999/2000	ausgegeben am 12. Mai 2000, 16a. Stück
Die Änderung des Studienplanes wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit GZ 52.351/6-I/D/2/2000 vom 20. März 2000 bzw. mit GZ 52.351/8-I/D/2(VII/D/2)/2000 vom 20. April 2000 nicht untersagt.
(Version 00/01)
Die Studienkommission für die Studienrichtung Bauingenieurwesen an	der Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen Universität Graz erläßt aufgrund des Bundesgesetzes über die Studien an den Universitäten (Universitäts-Studiengesetz UniStG), BGBl. I Nr.	48/1997	i.d.g.F., den vorliegenden Studienplan für	die Studienrichtung Bauingenieurwesen.
Das Diplomstudium umfaßt 2 Studienabschnitte und eine Gesamtstundenzahl von 210 Semesterstunden. Davon entfallen auf den 1. Studienabschnitt 68 Semesterstunden, auf den 2. Studienabschnitt 121 Semesterstunden (UniStG § 13 (4) Z 1) und auf die freien Wahlfächer 21	Semesterstunden	(UniStG	§ 13 (4) Z	6). Darüberhinaus ist eine	Diplomarbeit abzufassen	(UniStG	§ 61 (1)).
Aus	Tabelle	2 ist ersichtlich, ob die Lehrveranstaltungsprüfungen mündlich (m), schriftlich (s) oder mündlich und schriftlich (sm) abzulegen	sind, oder ob die Lehrveranstaltungen durch begleitende	Kontrollen (*) beurteilt werden.
5 s schriftlich
m mündlich
sm schriftlich und mündlich
Die	erste Diplomprüfung (UniStG §	4 Z 6) ist eine	Gesamtprüfung (UniStG § 4 Z 28), die in Form von Einzelprüfungen	(UniStG	§ 4 Z 29) entsprechend Tabelle 2 abzulegen	ist.
Die	Aufteilung des Stundenausmaßes auf die einzelnen Fächer wird	entsprechend Tabelle 4 festgelegt.
Die	den Pflichtfächern	der Tabelle 4 zugrundeliegenden	Lehrveranstaltungen werden der Bezeichnung und dem Stundenausmaß nach entsprechend Tabelle 5 sowie für die Vertiefungen nach	Tabelle	6 bis 10 festgelegt (UniStG § 13 (4)).
Aus	den Tabellen 5 bis 10 ist ersichtlich, ob die Lehrveranstaltungsprüfungen mündlich (m), schriftlich (s) oder mündlich und schriftlich (sm) abzulegen sind, oder ob die Lehrveranstaltungen durch	begleitende Kontrollen (*) beurteilt werden.
Tabelle 6: Vertiefung	Verkehr
Umweltschutz im	Verkehrswesen
Verkehrsplanung	Seminar
Projekt	Verkehr
4 m mündlich
Tabelle 7: Vertiefung	Konstruktiver Ingenieurbau
Projekt	konstr.	Ingenieurbau (u.Exk.)
Holzbau	VA
4 s schriftlich
Tabelle 8: Vertiefung	Geotechnik
Projekt	Geotechnik
Tabelle 9: Vertiefung	Wasser und Umwelt
Hydrolog. Feldpraktikum	(u. Exk.)
Wasserwesen	AK
Meß-, Prozeß- und Labortechnik
Konstruktiver Wasserbau	VA
Hydrologie VA
EDV-Hydraulik
Projekt	Hochbau
Meßtechnik in der	Bauphysik
Hallen-	und Geschoßbau
Den	verschiedenen Vertiefungen sind	Wahlfachkataloge wie folgt zugeordnet:
Wasser und Umwelt	in	der Tabelle 9
Jeder dieser Wahlfachkataloge enthält Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 25 bis 36 Semesterstunden. Nach Wahl des	Studierenden sind aus dem Katalog der gewählten Vertiefung	Lehrveranstaltungen im Ausmaß von	10 Semesterstunden zu absolvieren. Bezüglich der Auswahl wird eine	Abstimmung mit den Betreuern der Diplomarbeit empfohlen.
Aus	den Tabellen 6 bis 10 ist ersichtlich, ob die Lehrveranstaltungsprüfungen mündlich (m), schriftlich (s) oder schriftlich und mündlich (sm) abzulegen sind, oder ob die Lehrveranstaltungen durch	begleitende Kontrollen (*) beurteilt werden.
§ 10	Anmeldungsvoraussetzungen für Lehrveranstaltungen	des 2. Studienabschnitts
Für die Ablegung von Prüfungen einzelner Lehrveranstaltungen sind	Anmeldungsvoraussetzungen festgelegt, die in Tabelle 11	zusammengestellt sind.
Die	zweite Diplomprüfung (UniStG § 4 Z 6)	ist eine Gesamtprüfung (UniStG § 4 Z 28), die	in Form	von Einzelprüfungen (UniStG §	4 Z 29)	entsprechend den Tabellen 5 bis	10 und einer kommissionellen Prüfung (Verteidigung	der Diplomarbeit) abzulegen ist.
Die	Tabelle	12 enthält	eine Zusammenstellung von freien Wahlfächern, die im Hinblick auf eine unterstützende	Wissensvermittlung einzelner Lehrveranstaltungen und zur persönlichen Weiterbildung empfohlen werden.
Demonstrationsversuche im Konstruktiven	Ingenieurbau
Baustoffe in Geotechnik	und Wasserbau
Die	Beurteilung des	Studienerfolgs bei Vorlesungen (VO) erfolgt durch Prüfungen, deren	Modus in den Tabellen 2,5 bis 10, 12 angeführt ist. Es bedeuten dabei
Die	Beurteilung der	Diplomarbeit erfolgt durch die Begutachtung der	wissenschaftlichen Arbeit. Im Zusammenhang mit der Diplomarbeit	ist eine kommissionelle	Prüfung zur Verteidigung (Defensio) dieser	wissenschaftlichen Arbeit abzulegen, die Teil der 2. Diplomprüfung	ist. Voraussetzung für diese kommissionelle Prüfung ist die Absolvierung der für	die 2. Diplomprüfung erforderlichen Lehrveranstaltungen und die positive Beurteilung der Diplomarbeit.
Dieser Studienplan ist mit der Version 98/99 im Studienjahr 1998/99 in Kraft getreten. Die vorliegende Version 00/01 tritt mit dem Studienjahr 2000/01 in Kraft.
Ordentliche Hörer, die ihr Studium nach der	Studienordnung für	die Studienrichtung Bauingenieurwesen, BGBl. 433/1991, begonnen	haben, sind berechtigt,	ihr Studium nach den dort geltenden studienrechtlichen Bestimmungen fortzusetzen und zu	beenden. Als Frist, in welcher die bisherigen Studien fortgesetzt werden können, gilt für jeden Studienabschnitt die gesetzliche Mindeststudiendauer plus ein	Toleranzsemester.
Diese Studierenden	sind überdies berechtigt, sich seit 1. Oktober 1998 durch eine schriftliche, unwiderrufliche Erklärung den neuen Studienvorschriften zu unterstellen.	Diese Erklärung ist an die	Universitätsdirektion zu richten.
Die vorliegende Version 00/01 des Studienplanes unterscheidet sich von der Version 98/99	nur geringfügig.
Die	Anerkennung bereits abgelegter Teilprüfungen, die in der Version 00/01 nicht mehr oder geändert angeboten werden, erfolgt nach der Äquivalenzliste der Tabelle 13.
Grundbau VA	(u.Exk.)
Studierende, die sich vor Ablegung der 1. Diplomprüfung nach dem Studienplan 1992/93 den neuen	Studienvorschriften unterstellen, haben	grundsätzlich alle	nach dem neuen Studienplan (Version 00/01) vorgesehenen	Prüfungen zu absolvieren. Von bereits abgelegten Teilprüfungen des 1.	Studienabschnitts des alten Studienplans können für neue oder	im Stundenumfang veränderte Teilprüfungen des	neuen Studienplans die in Tabelle 14 angeführten anerkannt	werden:
Studienplan Version 00/01 Studienplan
Physik	für Bauingenieure
Bauverfahren	(E)
Einführung in das	Bau-
Hydrologie-Wasserwesen	(E) *)
Für Studierende, die sich nach Ablegung der 1. Diplomprüfung nach dem	Studienplan 1992/93 der	neuen Studienordnung (Version 00/01) unterstellen, gelten folgende Übergangsbestimmungen:
Die 1. Diplomprüfung des Studienplans 1992/93 wird als 1. Diplomprüfung des neuen Studienplans	(Version 00/01)	anerkannt. Das Teilprüfungsfach Hochbau	- Konstruktionselemente ist	spätestens	bis zur	Einreichung zur	2. Diplomprüfung zu absolvieren. Für Studierende, die	vor dem	Umstieg	auf den	neuen Studienplan bereits das Teilprüfungsfach Hoch- und Industriebau (Studienplan 1992/93)	bzw. das Teilprüfungsfach Grundlagen des Hochbaus (Version 98/99) absolviert haben,	entfällt die Ablegung der Teilprüfung	aus Hochbau - Konstruktionselemente.
Die in Tabelle 14 mit *) bezeichneten Teilprüfungen werden den	dort analogen Fächern des neuen Studienplans als äquivalent anerkannt.
Die Anerkennung von Prüfungsleistungen von Pflichtfächern des 2. Studienabschnittes nach dem Studienplan 1992/93 auf Prüfungsleistungen des Studienplans Version 00/01 erfolgt nach der in Tabelle 15 angegebenen	Äquivalenzliste:
Wasserbau und Wasserwirtschaft	VA
GL der	NATM
Grundlagen der	NATM
Die Anerkennung von Prüfungsleistungen des Studienplans 1992/93 auf Prüfungsleistungen der Pflichtfächer der Vertiefung im	Studienplan Version 00/01 erfolgt nach den in Tabelle 15 und Tabelle 16	angegebenen Äquivalenzlisten.
Raumkonditionierung im	Hochbau
Für die Anerkennung von Prüfungsleistungen des Studienplans 1992/93 auf Prüfungsleistungen der Wahlfächer der Vertiefung im neuen Studienplan (Version 00/01) gilt die Regelung, daß die studienzweigspezifischen	Pflichtfächer und gebundenen Wahlfächer (Studienplan 1992/93)	für die Wahlfächer der Vertiefung (Version 00/01) nach den Zuordnungen der Tabelle 17	anerkannt werden.
"Geotechnik und	Wasserbau"
Wasserwirtschaft und	Wasserbau, Was-
serwesen-Ergänzungsfächer,	Wasserbau-
"Konstruktiver	Ingenieurbau"
Für die Prüfungsleistungen der Pflichtfächer des Studienplanes	1992/93	werden die Prüfungsleistungen der Pflichtfächer des neuen Studienplanes (Version 00/01) gemäß den Tabellen	13 und 14 äquivalent anerkannt. Für Bauphysik (Studienplan	1992/93) gilt die Äquivalenz mit Bauphysik des 4. Semesters. Die LV Statik und Konstruktion wird	mit der	Absolvierung von Baustatik anerkannt. Die LV Baudynamik wird mit der Absolvierung	von Mechanik	- Dynamik anerkannt.
Für die gebundenen Wahlfächer gelten die Wahlfachkataloge entsprechend der Zuordnung der Tabelle 18 als	äquivalent:
alle Vertiefungsfächer +	Tabelle	19
Nichtlineare	Strukturberechnung
Die Feststellung	der Gleichwertigkeit von Teilprüfungen des	alten und neuen	Studienplanes, die im Vorstehenden nicht geregelt sind,	ist beim Vorsitzenden der Studienkommission zu beantragen.
Im Sinne des Europäischen	Systems	zur Anrechnung von Studienleistungen (European Credit Transfer System ECTS) sind den einzelnen	Lehrveranstaltungen in Tabelle 20 ECTS-Anrechnungspunkte zugeteilt. Mit	diesen Anrechnungspunkten ist der relative Anteil des mit den einzelnen	Lehrveranstaltungen verbundenen	Arbeitspensums bestimmt, wobei dem Arbeitspensum eines Semesters 30 Anrechnungspunkte entsprechen. Die Anrechnungspunkte spiegeln somit	den quantitativen Arbeitsanteil	wider, der für jede Lehrveranstaltung im Verhältnis zum geforderten Studienpensum für den erfolgreichen Abschluß des Studiums aufgewendet werden muß. Sie berücksichtigen Vorlesungen, Seminare, Übungen, Tutorien, Exkursionen, Eigenstudien an der Universität und zu Hause, Prüfungen	und andere Formen der Leistungsbewertung und damit nicht nur die lehrergebundene Lehre.	Das gesamte Diplomstudium entspricht vereinbarungsgemäß 300 Anrechnungspunkten. Die Diplomarbeit ist	darin mit 20 Anrechnungspunkten	enthalten.
Einführung	in die Forstwirtschaft
QUALIFIKATIONSPROFIL für die Studienrichtung
Das	Tätigkeitsfeld der	Bauingenieure umfaßt das Planen, Konstruieren, Berechnen und Ausführen von Bauwerken	und baulicher Infrastruktur, wie beispielsweise	Gebäude, Brücken, Kraftwerke,	Tunnels, Straßen-	und Eisenbahnanlagen sowie Wasserversorgungs- und Abwasserreinigungsanlagen. Neben diesen neu zu errichtenden Bauwerken	werden jedoch die Erhaltung, Instandsetzung und	Erneuerung der vorhandenen Bausubstanz immer bedeutsamer.
Einen hohen Stellenwert	haben überdies übergeordnete Planungsaufgaben	zu Umwelt- und Gesellschaftsfragen, wie	Energiekonzepten, Verkehrskonzepten oder Abfallentsorgung, unter Rücksicht	auf deren Umweltverträglichkeit.
Diese beruflichen Tätigkeiten werden ausgeführt in Planungsbüros (Ingenieurbüros),	in der öffentlichen Verwaltung (Behörden, Sondergesellschaften), in der Bauwirtschaft	(Baufirmen) und	in Lehre und Forschung (Universitäten, Fachhochschulen, Höhere Technische Lehranstalten).
Als	Qualifikationen	für dieses	sehr breite Tätigkeitsfeld	der Bauingenieure können folgende identifiziert werden:
Verständnis der einschlägigen naturwissenschaftlichen Grundlagen und fachbe-	zogenen Grundprinzipien, verbunden mit der Fähigkeit	zur kurzfristigen Erarbeitung zugehörigen neuen Wissens,
Umsetzung des theoretischen	Wissens	auf praktische Anwendungen (Abstraktions- fähigkeit),
Fähigkeit zu fächerübergreifend vernetztem Analysieren und Beurteilen sowie Fähigkeit, Lösungen zu begründen und zu vertreten,
Verständnis der wirtschaftlich-gesellschaftlichen Zusammenhänge und deren	An-	wendung auf praxisbezogene Aufgabenstellungen (Problemlösungskapazität).
Aus	diesem Anforderungsspektrum folgt die Notwendigkeit, den Studienplan auf eine universelle, generalistische Ausbildung hin auszurichten,	um den wechselnden beruflichen Anforderungen in	kurzfristiger Einarbeitung und Weiterbildung entsprechen zu können. Es folgt daraus auch das Erfordernis, das Grund- und Fachstudium grundlagenbetont und die Vertiefung exemplarisch auf das Methodische auszurichten. Zugleich soll auch	selbstorganisiertes, zielgerichtetes Lernen und	das Bewußtsein für eine persönliche Weiterbildung vermittelt werden.