Source: https://www.vermieter-forum.com/threads/verwaltungsbeirat-und-kassenpruefung.8310/
Timestamp: 2017-04-30 20:48:33
Document Index: 338852299

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Verwaltungsbeirat und Kassenprüfung
Diskutiere Verwaltungsbeirat und Kassenprüfung im Verwaltungsbeirat Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo Ihr Lieben,
wir haben in zwei verschiedenen WEG je eine Egentumswohnung. In beiden WEG bin ich Beiratsmitglied.
Wohnungsverwaltung 1... Antworten
Wohnungsverwaltung 1 scheint ein massives Problem mit mir zu haben. Wir hatten in 2009 die Kassenprüfung des Wirtschaftsjahres 2008 in den Räumlichkeiten der Verwaltung vorgenommen. Da ich das erste Mal dabei war, verhielt ich mich anfangs zurückhatend. ERst als nach einem flüchtgen Blick in die Ornder der Beiratsvorsitzende sagte, es sei wie immer alles in Ordnung, bn ich hellhörig geworden. Ich bat darum, eine ordentliche Prüfung vorzunehmen und heirbei Beleg für Beleg anzuschauen. So groß ist die WEG nicht, dass dies nicht mögkich ist und von der anderen WEG bin ich da so gewohnt. Auch im Job nehme ich Kassenprüfungen sehr genau und gehe die einzelnen Belege durch. Bei dieser genauen Prüfung ist aufgefallen, dass eine genaue Prüfung sehr viel Zeit n anspruch nimmt, da die Verwaltung eine sehr kreative Form der Buchhaltung favorisiert. Zahlungen, die in 2008 geflossen waren, wurden auf die bereits abgeschlossenen Vorjahre gebucht. Rechnungen, die Sondereigentum betrafen, wurden aus der Rücklage finanziert und andere Hammer sind mir aufgefallen. Die beleggenaue Prüfung haben wir dann nach fünf Zeitstunden abgebrochen. Es lagen keine Bankbelege über die Höhe der Rücklage vor.In der Versammlung gab der Beiratsvorsitzende kund, dass die Buchprüfung keine Unregelmäßigkeiten gezeigt hatte. Ich habe dem Verwaltungsbeirat wiedersprochen und dargelegt, dass eine Beleggenaue Prüfung nichtmöglich war ob der Kreativität der Verwaltung in der Buchhaltung. De Eigentümergemeinschaft beschloss trotz meiner Bedenken die Abrechnung, die wir nun angefochten haben. Das Urteil des LG steht noch aus.
Nun haben wir von der Verwaltung die Einladung zur nächsten Versammlung erhalten. Allerdings wurde ich als Beiratsmitglied davon ziemlich überrascht. Muss der Verwalter nicht den kompletten Beirat zur Kassenprüfung einladen (zumindest ist dies in der Vergangenheit immer geschehen)? Darf der Verwalter ein Beiratsmitglied dermaßen übergehen? In der Einladung steht ein TOP: Neuwahl des Verwaltungsbeirates. Ich gehe davon aus, dass ich aus dem Beirat entfernt werden soll, da ich sehr unbequem bin. Ich bin nämlich so dreist und hinterfrage so einiges.
wie de weißt, ist der gewählte Beirat ein Gremium.
Zunächst steht dem Beirat als Gremium das Recht bzw. die Pflicht zur Prüfung zu, genauso wie der Bericht darüber in der Versammlung.
Es liegt auf der Hand, dass die anderen - wahrscheinlich in Zusammenarbeit mit dem Verwalter - dich austricksen wollen.
Du weißt, dass auch jeder Eigentümer, der nicht im Beirat ist, das Recht auf volle Einsicht in alle Unterlagen hast.
Nutze das rechtzeitig vor der Versammlung, mach dir ein Bild, Notizen und sichere Beweise durch Kopien oder Fotos.
Berichte dann der Versammlung, wenn du etwas Beanstandungswürdiges gefunden hat.
Genehmigt die dumme Mehrheit wiederum die Hausgeldabrechnung, gehst du eben wieder zum Gericht.
So oft und so lange, bis es die anderen gemerkt haben!
Ist es richtig, dass die Sache aus dem Vorjahr beim "LG" liegt?
Hat das Amtsgericht den Genehmigungsbeschluss aus dem Vorjahr für ungültig erklärt?
Solltest du die erste Instanz gewonnen haben, dürftest du für die Zukunft eigentlich ganz gute Karten haben....
Meiner Pflicht kann ich ja nicht nachkommenk, wenn ich nicht informiert wurde, gelle?
Jobmäßig bin ich total im Stress, hab also während der Bürozeiten keine Möglichkeit, Akteneinsicht zu nehmen. Die Beiratssitzungen sind immer in den Abendstunden, also für mich besser geeignet. Der Verwalter ist allerdings nicht verpflichtet, mich nach den Bürozeiten in die Akten sehen zu lassen. Somit werde ich vor der Versammlung keine Chance haben, Beweise zu sammeln.
Die alte Sache liegt vorm Landgericht, weil der Richter ein Urteil gefällt hat, dass der dümmste Bauer nicht hinnehmen kann. Der Richter sagt, dass die Abrechnung nicht auf Heller und Pfennig stimmen muss und der Verwalter darf buchen wie er will. Selbst unsere Rechtschutzversicherung hat und geeraten, eine Instanz weiter zu gehen.
Jetzt mit der neuen Abrechnung hat der Verwalter die meisten unserer Kritikpunkte umgesetzt. Allerdings weist er nach wie vor eine Rücklage aus, die definitiv nicht vorhanden ist. Er will sich in der Verswammlung genehmigen lassen, dass er gegen Gesetz und Rechtsprechung handeln darf. Das schreit doch schon wieder nach einem neuen Gerichtsverfahren.
na klar: Zeit haben oder Zeit nehmen (können) wäre eine wichtige Voraussetzung.
Mir ist es so wichtig, dass ich einen Tag Gleitzeit oder Urlaub für die Einsicht opfere.
Viel Glück dann für die Berufung!
Kennst du das frische Urteil des BGH zur Verbuchung der Rücklagen?
Damit kannst du den Verwalter in der neuen Abrechnung bestimmt erschlagen.
wegen Rücklagen hier klicken
Yanina, ohne das konkret zu hinterfragen. Nach welchen Kriterien wird denn geführt, und welche Kenntnisse von BuFü hast du?
Was wird geführt? Die Frage habe ich nciht verstanden.
Ich selbst habe BWL studiert, bin IHK-geprüfte Haus- und Grundstücksverwalterin, Fachkraft für Lohn- und Finanzbuchhaltung und unterrichte unter Anderem ReWe. Im Betrieb mache ich auch Kassenprüfungen. Ich denke daher, dass ich schon ein gewissen Fachwissen habe, um eine WEG-Buchführung prüfen zu können. zumal diese auch von einem Laien geprüft werden kann.
Je nach Grösse, Umfang und Veranlagung der Gemeinschaft und deren Teile wird wohl eine kontierte Überschussrechnung oder eine doppelte Buchhaltung zu verwenden sein. Ich kenne mich hier nicht aus, also entschuldige meine laienhaften Bemerkungen.
Dann muss geklärt werden, ob IST oder SOLLstellung in der Buchhaltung kongruent durchgezogen ist, oder ob Sollstellung und Iststellung korrekt abgegrenzt sind nach SKR (Standardkontenrahmen).
Dann stellt sich die Frage ob Teilzuordnungen und Fremdperiodenzuordnugen nach Beschlüssen der Gemeinschaft vorzunehmen sind.
Wenn dies alles geklärt ist, dann kann man erst anfangen erste Querrechnungen und Prüfungen zu machen.
Ansonsten gehen nur Stichproben.
Im Falle der geschlossenen Buchhaltung nach SKR sollten sich Aktiva und Passiva maximal um die Rückstellung der Steuervorauszahlungen unterscheiden (latente Steuern auf Ertäge der Gemeinschaft).
Die Salden der Debitoren, Kreditoren und Sachkonten müssen logischerweise mit deinen Prüfungen der Wirklichkeit übereinstimmen.
In einem umfangreichen Fall wirst du um eine Stichprobenkontrolle per Brief nicht hinwegkommen, in denen du Einige mit ihrem Hauskonto anschreibst, den Buchaltungssaldo bestätigen lässt (laut unserer Gemeinschaft haben Sie einen Saldo iHV XXX,- noch zu unseren Gunsten auf Ihrem Hausgeldkonto zu erbrigen...Wir bitten um Saldenbetätigung....)
Das Ergebnis der Prüfung kannst du vortragen.
Weitere Schritte sind Angelegenheit der Mehrheit.
Der Verwalter macht eine solche kreative Buchhaltung, dass jeder Prüfer die Hände über dem Kopf zusammen schlägt und wegrennt ... Wenn so banale dinge, wie zum Beispiel meine eigenen Zahlungen auf das Hausgeldkonto nicht gebucht sind, ist das eindeutig ein Fehler, oder?
Wenn eine Zinseinnahme von wenigen Cent irgendwo erwähnt wird, diese aber nicht in der Abrechnung dargestellt ist, ist das auch falsch. Oder solche Hammer wie 100.000 € als Höhe der Rücklage und nur wenige Cent Zinseinnahme weisen darauf hin, dass entweder die Höhe der Rücklage falsch ist oder die Höhe der Zinseinnahme.
Sollte die Höhe der Zinseinnahme und auch die der Rücklage stimmen, bleibt die Frage, warum so geringe Zinsen, oder?
Es gibt laufende Gerichtsverfahren, die weder im WP noch in der Abrechnung genannt sind.
Der Oberhammer ist allerdings die Verwaltervergütung: er möchte wieder gewäjhlt werden und erhöht die Verwaltervergütung um 1 Euro je WE und 50 Cent je TE. Somit müsste dann ein Wert von X Euro errechnet werden. Der in der Abrechnung genannte Wert übersteigt den Wert nach der gewünschten Erhöhung um einige Euronen. Somit ist die Verwatervergütung auch unkorrekt.
Es wurde ein Rasenmäher angeschafft, der nicht in der Abrechnung aufgeführt ist. Merkst du etwas? Der Verwalter macht was er will, und die Eigentümer merken es nicht, weil drei von vier Beiräten alles abnicken und der vierte nicht zur Kassenprüfung eingeladen wird. Zwei der vier Beiräte (der Vorsitzende und der Hauswart) profitieren zum Teil von der fehlerhaften Abrechnung.
die Jahresabrechnung ist eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.
Was nichts anderes heißt, dass alle Einnahmen und alle Ausgaben einer Periode in der Abrechnung auftauchen müssen. Abgrenzungen sind allenfalls bei den Heizkosten (Heizöl) zulässig.
Auf eine ordnungsgemäße Abrechnung hat (zum Glück) auch der einzelne Eigentümer ein Anrecht, selbst wenn eine Mehrheit in der Abstimmung es anders will.
So tief in die Theorie muss man nicht gehen, glaube ich.
Eine korrekte WEG Buchhaltung kann keine Einnahmen Überschussrechnung sein. Du verwechselst da sicherlich etwas.
Es muss entweder eine kontierte IST-Abrechnung oder eine Buchführung sein.
--> Du musst für für jedes Mitglied der Gemeinschaft ein Einzelkonto führen.
--> Du musst für Rücklagen ein Einzelkonto führen
Ob du auf der Bank die Gelder in einem oder mehreren Konten hälst, spielt da keine Rolle.
Wenn du nicht im geschlossenen Buchungskreis arbeitest, sondern nach Belegen, dann wirst du kontinuierliche Saldenziehungen per Konto vornehmen müssen.
Alles andere wäre keine ordnungsgemässe Verwaltung.
Aber wie schon oben geschrieben, ich bin kein Verwalter. Ist nur meine unmassgebliche lainhafte Meinung. #11
Die WEG-Buchhaltung entspricht eher der Einnahmen- Überschussrechnung, es werden keine Abgrenzungen im klassischen Sinne vorgenommen. Insoweit hat PHinske recht. :Blumen
Allerdings bin ich mir nicht sicer, ob nicht doch alle Beiräte zur Kassenprüfung geladen werden müssen. Bzgl. der Einladung zur Eigentümerversammlung müssen alle Eigentüer eingeladen werden. Auch hier hat der Verwalter geschludert. Eine WE gehört einer Erbengemeinschaft, der Verwalter hat lediglich den Rechtsbeistand eines Erbein eingeladen.
Die WEG-Buchhaltung entspricht eher der Einnahmen- Überschussrechnung, es werden keine Abgrenzungen im klassischen Sinne vorgenommen. Insoweit hat PHinske recht. :BlumenKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Also bucht ihr die Vorgänge nur sequentiell auf ein Konto, gegebenenfalls zwei Konten.
Dann muss aber eine "Schattenwirtschaft" stattfinden, sonst gekommst du nie auseinandergedröselt wenn es bei den Hauszahlungen der Teilnehmer, Teilzahlungen, Fehler, Rückbuchungen und Stornos gibt.
Das nennt sich kameralistische Buchhaltung und ist für Verwaltungszwecke zulässig aber höchst ungeeignet.
Prüfungen kameralistischer Buchhaltungen sind hochkomplex und sehr zeitaufwendig. Im Prinzip muss man für jeden Prüfungsvorgang eine Interimsdoppik anlegen und die darauf gebuchten Belege händisch markieren, z.B. mit Fasermarker.
Für jeden Vorgang muss man mindestens Prüfzeitraum + Abgrenzungszeiträume auf die Doppik übernehmen und abgrenzen.
Anhand des Doppiksaldos kann man dann querprüfen ob der Saldo des gegengeprüften Sachverhaltes stimmig ist. Da es keine Summen- und Saldenlisten gibt (SuSa) sowie keine abgegrenzten Saldenvorträge geht jede Streiterörterung mangels Abgrenzung bis auf den Anfang des Urschleims zurück.
Für eine sinnstiftende Verwaltung im Kontokorrent mit mehreren Eigentümern wird wohl sicher eher einer der Datev, Lexware oder SKR Kontenrahmen mit Doppelter Buchhaltung eher geeignet sein. Ob diese nun nach Sollstellung abgegrenzt oder Iststellung bebucht wird mal dahingestellt. Aber da ich kein Verwalter bin, sollen vielleicht diese mal Ihre Erfahrungen zu Ordnungsgemäßer Buchhaltung im WEG mitteilen. #13
Der Verwalter nutzt eine spezielle HV-Software, die es ihm ermöglicht, aufgrund eines zuvor eingegebenen Verteilungsschlüssels die Kosten entsprechend zu verteilen. Auch werden die Hausgeldzahlungen normalerweise mithilfe dieser Software direkt sogenannten Eigentümerkonten zugeorndet. So ist der Idealfall. Allerdings ist der Verwalter unserer WEG sehr kreativ in seiner Buchhaltung. Die Jahrsabrechnung für das Jahr 2009 umfasst folgende Unterlagen:
- Gesamtabrechnung für das Jahr 2009 WE #A
Hier snd verschiedene Kosten und Einnahmen genannt, die ähnlich einer Bilanz aufgebaut ist, Es handelt sich um ein Excelblatt. Hier stehen Zahlen nach einem mir nicht zu erkennbaren Schema, mal fett gedruckt, mal nicht. -Entwicklung der Bankkonten
Hier sind insgesamt 4 Konen und eine Handkasse aufgeführt- Die genannten Salden finden sich nicht in der Abrechnung wieder. Der Kassensaldo ist negativ!! Zeig mir mal bitte einer eine Kasse, aus der ich mehr Geld entnehmen kann, als dirnnen war.
Auch hier sind verschiedene Kosten und Einnahmen genannt, die allerdings mit der Gesamtabrechnung wenig gemein haben.
- Abrechnung Kosten
noch ein Blatt, diesesmal sind die Kosten und Einnahmen noch anders dargestellt. Allerdings auch hier: kein Abgleich mit den anderen Abrechnungsblättern möglich
- Abrechnung Einnahmen
Spätestens hier erwarte ich, dass meine Zahlungen auf das Hausgeldkonto dargestellt werden. Irrtum, es sind verschiedene Zuführungen zu verschiedenen Rücklagen aufgelistet. - Heizkostenabrechnung des Ablesedienstes
Das einzige Blatt, dassic auf Anhieb verstehen und nachvollziehen kann. Es wurde auch über einen Dienstleister erstellt.
- Anlage zur Jahresabrechnungschon wieder Kostenaufstellungen mit wieder anderen Namen und Summen
- Bescheinigung Einkommenssteuerveranlagung
Hier stehen Zinseinnahmen von wenigen Cents drauf.
- Bescheinigung Einkommenssteuererklärung
andere Zahlen undandere Zinseneinkünfte.
Also neun Blätter mit Zahlenwerken nur für eine Wohnung. In der WEG gibt es nur Wohnungen und Garagen, also eigentlich ganz leicht abzurechnen. Vorverwalter kamen in der Regelmit maximal drei Blättern aus, um die Abrechnung transparent und überschaubar darzustellen.
Es fehlt jeglicher Hinweis darau, ob ich als Eigentümer nun ein Guthaben oder eine Nachzahlung zu leisten habe. Wäre ich bei der Kassenprüfung dabei gewesen, so hätte ich dem Verwalter mitteilen können, dass diese Form der Abrechnung unüberschaubar ist.
Der Verwalter will sich gar einen Verstoß gegen BGH-Urteile genehmigen lassen. Auch das hätte ich in der Beiratssitzung verhindern können.
Zu grundsätzen ordnungsgemässer Buchführung in WEG´s habe ich dir schon geschrieben, dass sich da ein Verwalter mal äussern soll.
In diesem Forum wird maximal RMHV dir da noch was dazu beitragen können.
Zur Prüfung derartiger kameralistischer Buchhaltungen habe ich dir die Vorgehensweise dargelegt.
Zu deinen Aufgaben und Pflichten ist alles gesagt.
Du bist aktiv und passiv gegenüber der WEG legitimiert, nicht jedoch gegenüber dem Verwalter.
Konkret heisst dass, dass du die Gemeinschaft auf Auskunft oder Handlung nach Gesetz verklagen kannst, im Falle des Scheiterns deiner Klage halt die Kostentragungspflicht hast.
Genauso kann die Gemeinschaft dich verklagen wenn du gegen Kostentragung u.ä. verstösst.
Das Verhältnis zum Verwalter besteht legitimiert nur zur WEG. Somit wird dieser jede Anweisung, welche nicht aus einem Beschluss der WEG oder eines direkten Gerichtsbeschlusses kommt, zu ignorieren haben. Wenn die Gemeinschaft beschliesst, diese Art der Buchführung als ordnungsgemäß zu akzeptieren, dann hast du deine Beiratsfunktion erfüllt.
Wenn dir ein Schaden aus dem Verhalten des Verwalters erwächst, dann wird dieser auch idR nicht direkt einklagbar sein. Auch hier müsstest du den Weg gegen die WEG gehen.
Ein Sonderrecht - welcher Art auch immer - ergibt sich weder aus deiner Beiratsstellung noch aus der ehemaligen Beiratsstellung. #15
Hallo Michael62, hab herzkichen Dank für deine Ausführungen. Allerdings habe ich das Gefühl, wir reden aneinander vorbei.
Mir geht es einzig und allein darum, dass die Verwaltung mich daran hndert, meine Pflichten aus dem WEG zu erfüllen. Daraus ergibt sich für mcih die Frage, inwieweit dies jurstisch verfolgt wrden kann.
Welche Art der Buchführung die Verwaltung bevorzugt, ist mir ziemlich egal. Nur schreibt das WEG vor, dass die Buchhaltung von einem Laien prüfbar sein muss. Doch schon die Einzelabrechnung ist für Fachlundige nicht nachvollziehbar. Wie soll da die Buchhaltung prüfbar sein?
wie gesagt, ich bin kein Laie im Bereich der Buchhaltung. Mitlerweile habe ich auch schon diverse WEG-Prüfungen durchgeführt.
Allerdings ist es mir noch nicht passiert, dass die Verwaltung eine solche Prüfung verhindert.
Ich habe nochmal zurückgelesen und da steht, dass das Ganze schon am zweiten Gerichtszug anhängig ist (LG). Wenn du nicht Volljurist bist, musst du anwaltlich vertreten sein.
Wenn nun in der angefechteten Beschlusssache neue Fakten geschaffen werden sollen, gilt dasselbe wie ich oben schrieb.
Du bist aktiv und passiv nur gegenüber der WEG legitimiert. Solange du Beirat bist, könntest du innerhalb des Vorstandes eventuell auch mit Gerichtsverfügungen und Beweisbeschlussanträgen arbeiten, aber ich habe da so schnell keine Präzedenz gefunden ob das überhaupt so möglich ist, eine Präzedenz setzt ja eine extrem zerstrittene sehr grosse WEG voraus. In grossen WEG´s findet man aber eher nur wenige Streithansel und zuhauf Passive.
Da das WEG dort teilweise dem AGG ähnelt sollte dir dein Vertreter im zweiten Rechtszug Auskunft geben können, spätestens die zwei Vertreter im dritten Rechtszug.
Wenn du unsicher bist, ob er auf dem Gebiet bewandert ist, wäre einer der Rechtspfleger an einem der grösseren Amtsgerichte ein guter Ansprechpartner.
Nur nochmal: Sobald du abgewählt bist, fehlt dir jede Legitimation zur Klage in die Verwaltungsebene, dann kannst du nur gegen die Beschlüsse der WEG klagen.
Somit wäre deine erste Aufgabe die Beantragung eines selbstständigen Beweisverfahrens zur Feststellung der Grundsätze ordnungsgemässer Buchführung am AG.
Nur kommt nun der Knackpunkt. Du kannst das als Beirat nicht ohne Beschluss einreichen, da dir die Aktivlegitimation der WEG nicht deligiert ist (Vertretungsbefugnis) sondern nur der WEG Verwalter sofern sein Vertrag dieses Mandat so enthält.
Die letzte Möglichkeit die dir somit nur bleibt ist, ein Minderheitenquorum zu organiieren zur Einberufung einer ausserordentlichen Sitzung mit diesem Antragspunkt.
Wenn du das nicht zusammenbekommst, empfehle ich dir einen ruhigen Spaziergang und einen Fluchbaum. Nachtrag vielleicht hilft dir dieser Link weiter:
http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/seite24.htm
Nach Meinung des Anwaltes besteht für den Beiratsvorsitzenden die Möglichkeit mittels eines Quorums zu einer Absetzung des Verwalters zu laden, ohne über den Verwalter zu gehen. #17
Ich bin nicht abgewählt, wurde erst im Oktober letzten Jahres im amt bestätigt. Im Grunde genommen störe ich lediglich den Verwalter und mindestens zwei der drei anderen Beräte.
Die Gemeinschaft hatmir ihr Vertrauen ausgesprochen, der Verwalter lehnt mich ab. Er hat auch aus seiner sicht Grund dazu, denn er hat in den vergangenen Jahren mehrere Anfechtungsverfahren verloren. Auch da ging es um Abrechnungen und nichtordnungsgemäße Buchhaltung.
Das laufende Verfahren hat direkt nichts mit meiner aktuellen Fragestellung zu tun. Der Anwalt, der mich vertritt, ist vom Fach, ich vertraue ihm auch schon einige Jahre.
Ich glaube nicht, dass wir eine weitere Instanz bemühen müssen, die Rechslage ist eigentlich klar. Im laufenden Verfahren hat der Verwalter gegen BGH-Urteile verstoßen, hat in einigen Punkten das WEG nicht berückschtigt und der Richter der ersten Instanz kannte offensichtlich das BGH Urteil nicht. Die Beschlüsse des letzten Jahres sind alle anfechtbar, weil bei der Einladung die Form nicht eingehalten wurde (Ladungsfristen und geladene Egentümer).
Dir ist schon bewusst, dass Richter in ihren Entscheidungen in allen Rechtszügen frei sind BGH Urteile zur Kenntnis zu nehmen oder auch im Kamin zu verbrennen, wenn ihr Rechtsempfinden anders ist.
Gegebenenfalls wird es dann zu einer Verweisung kommen. Wenn du an eine Kammer mit einer vom BGH abweichenden Meinung gerätst kannst du da nicht drauf bauen.
Deswegen ist ja der Klageort so entscheidend.
Nicht jedes BGH Urteil ist übrigens gefestigte langjährige Rechtsmeinung.
Das aber nur mal nebenbei, das Recht ist halt dynamisch.
Stelle doch in der Beiratssitzung die Vorgehensweise in Aussicht dass du ein Quorum zur Verwalterabwahl wegen Verstosses gegen GOB (Grundsätze ordnungsgemässer Buchführung) organisierst und parallel einen Antrag auf ein selbstständiges Beweisverfahren zu GOB zur Abstimmung stellst.
Wenn die Gemeinschaft hinter dir steht, kann da doch nix schiefgehen, ausser dass ihr einen vernünftigen Verwalter beauftragen müsst.
Das BGH-Urteil, auf das ich mich bezogen habe, ist eine Folge der herrschenden Rechtsmeinung. Ähnliche Sachverhalte wurden auch vor diesem AG ähnlich gesehen, allerdings war es ein anderer Richter bei der gleichen Gemeinschaft. In dem Urteil geht es darum, wie die Rücklage zu verwenden ist und wie sie in der Abrechnung darzustellen ist. Der Verwalter will aus der Rücklage laufende Kosten decken und weist einen fiktiven Wert aus. Bankbelege legt er weder in der Kassenprüfung noch in der Versammlung noch dem Gericht vor.
Leider ist die nächste Versammlung schon in Kürze, der Verwalter stellt sich zur Wiederwahl. Du hast Recht, wenn du sagst, dass in großen WEGen viele passive Eigentümer sind. Sie nicken alles ab, weil es ihnen zu aufwändig ist, sich Gedanken zu machen.
Sagmal ganz ehrlich: BK für eine knapp 50 m² große/kleine Wohnung von mehr als 250 Euro ist ein bisschen zu viel des Guten, oder? Zusätzlich solle eine SU gebildet werden, um die Rücklage aufzustocken. Wohnungen mit 75 m² WFL sollen ein Hausgeld von 375 Euro zahlen, dazu 75 Euro SU.
Yanina, die Frage ist sinnfrei.
7500,-p.M. für eine 100m2 Wohnung ist das viel? Merkst du was?
Wenn ich kaufe, dann immer nur dort wo ich 51% MEA und Strimmrechtsanteile habe. Und das auch nur wenn es funktioniert. Sonst immer >75+1.
Wenn mir dann 7500,- zu viel sind, dann setze ich eine Versammlung an, mache einen Beschluss auf 5000,- und Ruhe ist. Antworten
Thema: Verwaltungsbeirat und Kassenprüfung
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