Source: https://www.elster.de/eportal/helpGlobal?themaGlobal=help_euer_ufa_77_2018
Timestamp: 2019-06-17 12:50:28
Document Index: 318447810

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 3', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 55', '§ 3', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 21', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 8', '§ 4', '§ 4', '§ 8', '§ 8', '§ 4']

Anleitung zur EÜR 2018
Begrenzt wird dieser Betrag durch die sogenannte Kostendeckelung (vergleiche Ausführungen zu Zeile 62). Für Umsatzsteuerzwecke kann aus Vereinfachungsgründen von dem Nutzungswert für die nicht mit Vorsteuern belasteten Kosten ein Abschlag von 20 Prozent vorgenommen werden. Die auf den restlichen Betrag entfallende Umsatzsteuer ist in Zeile 16 mit zu berücksichtigen.
Alternativ hierzu können Sie den tatsächlichen privaten Nutzungsanteil an den Gesamtkosten des/der jeweiligen Kfz (vergleiche Zeilen 30, 46 und 58 bis 60) durch Führen eines Fahrtenbuches ermitteln. Der private Nutzungswert eines Fahrzeugs, das nicht zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt wird, ist mit dem auf die nicht betrieblichen Fahrten entfallenden Anteil an den Gesamtaufwendungen für das Kfz zu bewerten.
Bei gemischten Aufwendungen ist ausschließlich der betrieblich/beruflich veranlasste Anteil anzusetzen (zum Beispiel Telekommunikationsaufwendungen). Die nachstehend aufgeführten Betriebsausgaben sind grundsätzlich mit dem Nettobetrag anzusetzen. Die abziehbaren Vorsteuerbeträge sind in Zeile 48 einzutragen. Kleinunternehmer geben den Bruttobetrag an. Gleiches gilt für Steuerpflichtige, die den Vorsteuerabzug nach den §§ 23, 23a und 24 Absatz 1 UStG pauschal vornehmen (vergleiche Ausführungen zu Zeile 48).
nach § 3 Nummer 26a EStG für andere nebenberufliche Tätigkeiten zum Beispiel im gemeinnützigen Bereich in Höhe von maximal 720 Euro (Ehrenamtspauschale) und
Der sachliche Bebauungskostenrichtbetrag für Weinbaubetriebe umfasst die mit der Erzeugung bis zum Transport der Trauben zur Kelter bzw. zur Genossenschaft anfallenden Kosten wie die Kosten für Düngung, Pflanzenschutz, Versicherungen (ohne Hagelversicherung), Beiträge und die Kosten für den Unterhalt/Betrieb von Wirtschaftsgebäuden, soweit sie der Bebauung dienen, Maschinen und Geräten (jeweils ohne Abschreibungen). Dem Bebauungskostenrichtbetrag liegt die selbst bewirtschaftete bestockte Rebfläche (ohne Jungfelder) zugrunde.
Die Ausbaukostenrichtbeträge für Weinbaubetriebe umfassen die Kosten ab der Kelterung der Trauben, der Lagerung, der Abfüllung in Flaschen und die Kosten für den Unterhalt/Betrieb von Wirtschaftsgebäuden, soweit sie dem Ausbau dienen (jeweils ohne Abschreibung). Den Ausbaukostenrichtbeträgen liegen die im Wirtschaftsjahr selbsterzeugten Mengen an Most, Fasswein bzw. Flaschenwein zugrunde.
Die AfA für angeschaffte oder hergestellte Wirtschaftsgüter wird von den Richtbeträgen nicht erfasst und ist in den Zeilen 28 bis 34 einzutragen.
Soweit Betriebsausgaben nicht mit dem sachlichen Bebauungskostenrichtbetrag beziehungsweise den Ausbaukostenrichtbeträgen abgegolten und in den Zeilen 25 fortfolgende nicht aufgeführt sind, können diese in Zeile 51 eingetragen werden. Die Inanspruchnahme der Richtbeträge kann nur einheitlich erfolgen. Die Vereinfachungsregelung darf seit dem Wirtschaftsjahr 2016/2017 in nachfolgenden Jahren nicht mehr in Anspruch genommen werden, wenn anstelle der Richtbeträge die tatsächlichen Betriebsausgaben geltend gemacht werden oder wurden.
Die tatsächlich angefallenen Betriebsausgaben (vergleiche Zeilen 25 bis 63) sind dann um diese (mit der Pauschale oder den Richtbeträgen abgegoltenen) Betriebsausgaben zu kürzen.
In Zeile 33 sind Aufwendungen für GWG nach § 6 Absatz 2 EStG und in Zeile 34 ist die Auflösung eines Sammelpostens nach § 6 Absatz 2a EStG einzutragen. Nach § 6 Absatz 2 EStG können die Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise der Einlagewert von abnutzbaren, beweglichen und einer selbständigen Nutzung fähigen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die um einen enthaltenen Vorsteuerbetrag verminderten Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise deren Einlagewert für das einzelne Wirtschaftsgut 800 Euro nicht übersteigen (GWG).
Für abnutzbare, bewegliche und selbständig nutzungsfähige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise deren Einlagewert 250 Euro, aber nicht 1000 Euro übersteigen, kann nach § 6 Absatz 2a EStG im Wirtschaftsjahr der Anschaffung/Herstellung oder Einlage auch ein Sammelposten gebildet werden. Dieses Wahlrecht kann nur einheitlich für alle im Wirtschaftsjahr angeschafften/hergestellten beziehungsweise eingelegten Wirtschaftsgüter in Anspruch genommen werden. Im Fall der Bildung eines Sammelpostens können daher im Wirtschaftsjahr lediglich die Aufwendungen für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 Euro als GWG (Zeile 33) berücksichtigt werden; bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 1.000 Euro sind die Aufwendungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer zu verteilen (vergleiche Zeile 30).
Sonstige unbeschränkt abziehbare Betriebsausgaben (Zeile 39 bis 51)
Übernachtungs- und Reisenebenkosten bei Geschäftsreisen (Zeile 40)
Hier sind nur die Übernachtungs- und Reisenebenkosten bei Geschäftsreisen des Steuerpflichtigen einzutragen. Verpflegungsmehraufwendungen sind in Zeile 54, Fahrtkosten in den Zeilen 58 fortfolgende zu berücksichtigen. Aufwendungen für Reisen von Arbeitnehmern sind in Zeile 27 zu erfassen.
Schuldzinsen zur Finanzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens und übrige Schuldzinsen (Zeilen 46 und 47)
Tragen Sie in Zeile 46 die Schuldzinsen für gesondert aufgenommene Darlehen zur Finanzierung von Anschaffungs-/Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens ein (ohne Schuldzinsen im Zusammenhang mit dem häuslichen Arbeitszimmer - diese sind in Zeile 55 einzutragen).
In diesen Fällen unterliegen die Schuldzinsen nicht der Abzugsbeschränkung nach § 4 Absatz 4a EStG. Die übrigen Schuldzinsen sind in Zeile 47 einzutragen. Diese sind bis zu einem Betrag von 2.050 Euro unbeschränkt abzugsfähig.
Bei der Ermittlung der Überentnahmen ist grundsätzlich vom Gewinn/Verlust vor Anwendung des § 4 Absatz 4a EStG (Zeile 83) auszugehen. Der Hinzurechnungsbetrag nach § 4 Abs. 4a EStG ist in Zeile 84 einzutragen.
Gezahlte Vorsteuerbeträge (Zeile 48)
An das Finanzamt gezahlte und gegebenenfalls verrechnete Umsatzsteuer (Zeile 49)
Die Zinsen zur Umsatzsteuer sind in Zeile 47, die übrigen steuerlichen Nebenleistungen (Verspätungszuschlag, Säumniszuschlag und andere) in Zeile 51 zu erfassen. Bei mehreren Betrieben ist eine Aufteilung entsprechend der auf den einzelnen Betrieb entfallenden Zahlungen vorzunehmen.
Übrige unbeschränkt abziehbare Betriebsausgaben (Zeile 51)
Geschenke (Zeile 52)
Bewirtungsaufwendungen (Zeile 53)
Verpflegungsmehraufwendungen (Zeile 54)
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer (Zeile 55)
Sonstige beschränkt abziehbare Betriebsausgaben (Zeile 56)
Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte sowie für Familienheimfahrten sind nicht hier, sondern in den Zeilen 58 bis 63 zu erklären.
Gewerbesteuer (Zeile 57)
Die Gewerbesteuer und die darauf entfallenden Nebenleistungen für Erhebungszeiträume, die nach dem 31.12.2007 enden, sind keine Betriebsausgaben. Diese Beträge sind als "nicht abziehbar" zu behandeln. Nachzahlungen für frühere Erhebungszeiträume können als Betriebsausgabe abgezogen werden. Erstattungsbeträge für Erhebungszeiträume, die nach dem 31.12.2007 enden, mindern die nicht abziehbaren Betriebsausgaben; Erstattungsbeträge für frühere Erhebungszeiträume mindern die abziehbaren Betriebsausgaben. Erstattungsüberhänge sind mit negativem Vorzeichen einzutragen.
Fahrtkosten für nicht zum Betriebsvermögen gehörende Fahrzeuge (Zeile 61)
Grundsätzlich darf nur die Entfernungspauschale als Betriebsausgabe berücksichtigt werden (vergleiche Zeile 63).
Deshalb werden hier zunächst die tatsächlichen Aufwendungen, die auf Wege zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte entfallen, eingetragen (zum Beispiel auch Kosten für öffentliche Verkehrsmittel). Sie mindern damit die tatsächlich ermittelten Gesamtaufwendungen (Beträge aus Zeilen 58 bis 60 zuzüglich AfA und Zinsen).
Mindestens abziehbare Kraftfahrzeugkosten für Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte, Familienheimfahrten (Zeile 63)
Nicht abziehbare Beträge (AfA und Restbuchwerte) (Zeile 64)
Hier sind Beträge einzutragen, die bereits in den Zeilen 25 bis 63 berücksichtigt worden sind und die den Gewinn nicht mindern dürfen (zum Beispiel unangemessene Aufwendungen nach § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 7 EStG, nicht abziehbare Restbuchwerte nach § 55 Absatz 6 EStG, nicht abziehbare Aufwendungen, die im Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen nach § 3 Nummer 26, 26a oder 26b EStG stehen).
Ermittlung des Gewinns (Zeilen 71 bis 85)
Wurde für ein im Wirtschaftsjahr 2018 beziehungsweise im Wirtschaftsjahr 2018/2019 angeschafftes oder hergestelltes Wirtschaftsgut in einem vor dem 1. Januar 2016 endenden Wirtschaftsjahr ein Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen, so ist im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung der Investitionsabzugsbetrag (maximal 40 Prozent der Anschaffungs-/Herstellungskosten) gewinnerhöhend hinzuzurechnen. Nach § 7g Absatz 2 Satz 2 EStG können die Anschaffungs-/Herstellungskosten des Wirtschaftsguts um bis zu 40 Prozent, höchstens jedoch um die Hinzurechnung, gewinnmindernd herabgesetzt werden.
Sofern in einem nach dem 31. Dezember 2015 endenden Wirtschaftsjahr Investitionsabzugsbeträge in Anspruch genommen worden sind (vergleiche Zeile 77), ist wie folgt zu verfahren: Die Anschaffungs-/Herstellungskosten eines im Wirtschaftsjahr 2018 beziehungsweise im Wirtschaftsjahr 2018/2019 angeschafften/hergestellten Wirtschaftsguts können in Höhe von bis zu 40 Prozent gewinnerhöhend hinzugerechnet werden. Im Unterschied zur bis zum 31. Dezember 2015 geltenden Rechtslage kommt es nicht darauf an, dass das Wirtschaftsgut sowie die voraussichtlichen Anschaffungs-/Herstellungskosten im Wirtschaftsjahr der Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags benannt worden sind. Die Hinzurechnung darf die nach § 7g Absatz 1 EStG abgezogenen und noch nicht nach den § 7g Absatz 2 bis 4 EStG hinzugerechneten oder rückgängig gemachten Abzugsbeträge nicht übersteigen. Nach § 7g Absatz 2 Satz 2 EStG können die Anschaffungs-/
Bei Land- und Forstwirten mit vom Kalenderjahr abweichendem Wirtschaftsjahr sind in Zeile 73 der Hinzurechnungsbetrag aus dem Wirtschaftsjahr 2015/2016, in der Zeile 74 der Hinzurechnungsbetrag aus dem Wirtschaftsjahr 2016/2017 und in der Zeile 75 der Hinzurechnungsbetrag aus dem Wirtschaftsjahr 2017/2018 einzutragen.
Soweit Ergebnisanteile dem Teileinkünfteverfahren beziehungsweise § 8b KStG unterliegen, sind sie hier in voller Höhe (einschließlich steuerfreier Anteile) einzutragen. Die entsprechende Korrektur erfolgt in Zeile 82.
Bereits berücksichtigte Beträge, für die das InvStG gilt (Zeile 81)
Erträge, für die das InvStG Anwendung findet, sind teilweise steuerfrei gestellt. Damit im Zusammenhang stehende Aufwendungen sind nicht zum Abzug zugelassen (§§ 21, 44 InvStG). Der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen ist in der Spalte "Gesamtbetrag" einzutragen. Soweit die Aufwendungen die Erträge übersteigen, erfolgt die Eintragung mit negativem Vorzeichen. In der Spalte "Korrekturbetrag" ist ein steuerfreier Betrag abzuziehen (Eintragung mit negativem Vorzeichen) und ein nicht abziehbarer Betrag hinzuzurechnen.
Nach § 3 Nummer 40 EStG und § 8b KStG werden die dort aufgeführten Erträge (teilweise) steuerfrei gestellt. Damit in Zusammenhang stehende Aufwendungen sind nach § 3c Absatz 2 EStG und § 8b KStG (teilweise) nicht zum Abzug zugelassen. Der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen ist in der Spalte "Gesamtbetrag" zu erklären. Soweit die Aufwendungen die Erträge übersteigen, erfolgt die Eintragung mit negativem Vorzeichen. In der Spalte "Korrekturbetrag" ist ein steuerfreier Betrag abzuziehen (Eintragung mit negativem Vorzeichen) und ein nicht abziehbarer Betrag hinzuzurechnen.
Rücklagen und stille Reserven (Zeilen 87 bis 90)
Bei der Veräußerung von Anlagevermögen ist der Erlös in Zeile 18 als Einnahme zu erfassen. Sie haben dann die Möglichkeit, bei bestimmten Wirtschaftsgütern (zum Beispiel Grund und Boden, Gebäude, Aufwuchs) den entstehenden Veräußerungsgewinn (sogenannte stille Reserven) von den Anschaffungs-/Herstellungskosten angeschaffter oder hergestellter Wirtschaftsgüter (sogenannter Reinvestitionswirtschaftsgüter) abzuziehen (Eintragung des Abzugsbetrags in Zeile 88).
Soweit Sie diesen Abzug nicht im Wirtschaftsjahr der Veräußerung vornehmen, können Sie den Veräußerungsgewinn in eine steuerfreie Rücklage einstellen, die als Betriebsausgabe behandelt wird (Eintragung des Rücklagenbetrags in Zeile 87 in der Spalte "Bildung/Übertragung"). Das Reinvestitionswirtschaftsgut muss innerhalb von vier Wirtschaftsjahren nach der Veräußerung angeschafft oder hergestellt werden. Bei neu hergestellten Gebäuden verlängert sich die Frist auf sechs Wirtschaftsjahre, wenn mit ihrer Herstellung vor dem Schluss des vierten auf die Bildung der Rücklage folgenden Wirtschaftsjahres begonnen worden ist. Im Wirtschaftsjahr der Anschaffung/ Herstellung ist die Auflösung des Rücklagenbetrags in Zeile 87 in der Spalte "Auflösung" sowie der Abzugsbetrag von den Anschaffungs-/ Herstellungskosten in Zeile 88 zu erfassen. Sofern tatsächlich keine Reinvestition erfolgt, ist eine Verzinsung der Rücklage vorzunehmen (vergleiche Zeile 76). Die Rücklage ist auch in diesen Fällen gewinnerhöhend aufzulösen (Eintragung des Auflösungsbetrags in Zeile 87 in der Spalte "Auflösung"); lediglich der Abzug von den Anschaffungs-/Herstellungskosten eines Reinvestitionswirtschaftsguts unterbleibt.
Werden die stillen Reserven auf ein Reinvestitionswirtschaftsgut eines anderen Betriebs übertragen, sind die vorstehenden Eintragungen in der Anlage EÜR für den Betrieb vorzunehmen, in dem die stillen Reserven aufgedeckt worden sind. Bei dem Betrieb, in dem das Reinvestitionswirtschaftsgut angeschafft oder hergestellt wird, sind die Zeilen 87 und 88 nicht auszufüllen. In der Anlage AVEÜR dieses Betriebs sind die um den Abzugsbetrag geminderten Anschaffungs-/Herstellungskosten in der Spalte "Zugänge" zu erfassen und die AfA von den geminderten Anschaffungs-/Herstellungskosten zu bemessen.
Ausgleichsposten nach § 4g EStG (Zeile 89)
Entnahmen und Einlagen (Zeilen 91 und 92)
In der Spalte "Abgänge" sind die fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten/ Einlagewerte der im laufenden Wirtschaftsjahr aus dem Betriebsvermögen ausgeschiedenen Wirtschaftsgüter einzutragen. Abgänge sind erst in dem Wirtschaftsjahr zu erfassen, in dem sie sich als Betriebsausgabe auswirken (vergleiche Ausführungen zu Zeile 25 beziehungsweise 35 der Anlage EÜR).
Zur Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen nach § 4 Absatz 4a EStG vergleiche auch die Ausführungen zu den Zeilen 46 und 47 der Anlage EÜR.
Sofern ausnahmsweise in anderen Zeilen als der Zeile 47 der Anlage EÜR weitere abziehbare übrige Schuldzinen (ohne Schuldzinsen zur Finanzierung des Anlagevermögens, vergleiche Ausführungen zu Zeilen 46 und 47 der Anlage EÜR) enthalten sind, sind diese hier einzutragen. Korrekturen der in Zeile 47 der Anlage EÜR eingetragenen Schuldzinsen auf Grund von steuerlichen Abzugsbeschränkungen (zum Beispiel Teilabzugsverbot) sind ebenfalls hier vorzunehmen.
Sind in den Zeilen 6 bis 19 beziehungsweise 21 bis 33 in der Spalte "Gewinnwirksame Erhöhung und Minderung der Mehr- beziehungsweise Minderbeträge" Beträge erfasst, für die das Teileinkünfteverfahren beziehungsweise § 8b KStG gilt (vergleiche insbesondere Zeilen 15 und 29), ist der Gesamtbetrag der dem Teileinkünfteverfahren beziehungsweise § 8b KStG unterliegenden Beträge in der Spalte "Gesamtbetrag" einzutragen. Die in den Zeilen 6 bis 19 in der Spalte "Gewinnwirksame Erhöhung und Minderung der Mehrbeträge" erfassten Werte sind hierfür mit jeweils gleichem Vorzeichen und die in den Zeilen 21 bis 33 in der Spalte "Gewinnwirksame Erhöhung und Minderung der Minderbeträge" erfassten Werte mit jeweils umgekehrtem Vorzeichen zu übernehmen.
Die Erläuterungen hierzu entnehmen Sie bitte den Hinweisen zu den Zeilen 71 bis 85 der Anleitung zum Vordruck Anlage EÜR.
Die nicht abziehbaren Schuldzinsen nach § 4 Absatz 4a EStG sind nach dem BMF-Schreiben vom 07.05.2008 (BStBl. I Seite 588) gesellschafterbezogen zu ermitteln. Für jeden Gesellschafter ist daher eine gesonderte Schuldzinsenermittlung vorzunehmen. Die nicht abziehbaren Schuldzinsen aus der jeweiligen Sonderberechnung sind hier einzutragen. Die Summe aller auf die Gesamthand entfallenden Hinzurechnungsbeträge ist nicht hier, sondern in Zeile 84 der Anlage EÜR für die Personengesellschaft einzutragen.
Die Erläuterungen hierzu entnehmen Sie bitte den Hinweisen zu den Zeilen 87 bis 90 der Anleitung zum Vordruck Anlage EÜR.