Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZR%20238/06
Timestamp: 2019-08-25 10:16:29
Document Index: 374184684

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 5', '§ 276', '§ 307', '§ 309', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 134', '§ 307', '§ 309', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.03.2008 - IX ZR 238/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,1087
BGH, 20.03.2008 - IX ZR 238/06 (https://dejure.org/2008,1087)
BGH, Entscheidung vom 20.03.2008 - IX ZR 238/06 (https://dejure.org/2008,1087)
BGH, Entscheidung vom 20. März 2008 - IX ZR 238/06 (https://dejure.org/2008,1087)
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StBerG § 4 Nr. 5, § 5; BGB §§ 276, 311 Abs. 2 n. F.; BGB § 307 Abs. 1 a. F., § 309 a. F.
Einordnung einer Tätigkeit als bloßes Hilfsgeschäft i.R.e. anderweitigen Berufsaufgabe bei Unklarheiten über den Tätigkeitsschwerpunkt einer Unternehmensberatung; Umfang der Hinweispflichten eines steuerlich Hilfeleistenden bei einer Überschreitung der Grenzen seiner Leistungsbefugnis gegenüber einem Berufsträger; Nichtigkeit des Beratungsvertrages als Folge einer verbotenen geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen; Ausschluss eines Ersatzes des Vertrauensinteresses bei einer Übernahme einer Hilfeleistung in Steuersachen durch einen hierzu nicht befugten Unternehmensberater
Zur Haftung eines Unternehmensberaters bei Hilfeleistung in Steuersachen für eine Steuerberatungsgesellschaft
Zur Frage, ob bei einer Unternehmensberatung die Behandlung steuerrechtlicher Fragen lediglich ein Hilfsgeschäft darstellt; zur Hinweispflicht des steuerlich Hilfeleistenden bei Überschreitung der Grenzen seiner Leistungsbefugnis gegenüber einem Berufsträger; kein Anspruch der auftraggebenden Steuerberatungsgesellschaft auf Ersatz ihres Vertrauensinteresses, weil ihr der Verstoß gegen das gesetzliche Verbot des § 5 StBerG bekannt sein musste
StBerG § 4 Nr. 5, § 5; BGB §§ 134, 823 Abs. 2, § 307 a. F., § 309 a. F.
Zur Haftung für Steuerberatung durch Unternehmensberatungsgesellschaft
ZIP 2008, 1778
MDR 2008, 836
VersR 2008, 1227
DB 2008, 983
Dies gilt sogar gegenüber rechtlich und wirtschaftlich erfahrenen Personen (vgl. BGH, Urteil vom 20. März 2008 - IX ZR 238/06, WM 2008, 950 Rn. 13).
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann dem Auftraggeber nicht als mitwirkendes Verschulden vorgeworfen werden, er hätte das, worüber ihn sein Berater hätte aufklären sollen, bei entsprechenden Bemühungen auch ohne fremde Hilfe erkennen können (…BGH, Urt. v. 19. Dezember 1991 - IX ZR 41/91, NJW 1992, 820; v. 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, NJW 1993, 2747, 2750; v. 18. Dezember 1997 - IX ZR 153/96, WM 1998, 301, 304; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, NJW 2000, 1263, 1265; v. 6. Februar 2003 - IX ZR 77/02, WM 2003, 1138, 1141; v. 20. März 2008 - IX ZR 238/06, WM 2008, 950, 952 Rn. 17;… Zugehör, aaO Rn. 1235).
b) Im Falle eines Beratungsvertrages kann dem zu Beratenden regelmäßig nicht als mitwirkendes Verschulden vorgehalten werden, er hätte das, worüber ihn sein Berater hätte aufklären oder unterrichten sollen, bei entsprechenden Bemühungen auch ohne fremde Hilfe erkennen können (…BGH, Urt. v. 19. Dezember 1991 - IX ZR 41/91, NJW 1992, 820; v. 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, NJW 1993, 2747, 2750; v. 18. Dezember 1997 - IX ZR 153/96, WM 1998, 301, 304; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, NJW 2000, 1263, 1265; v. 6. Februar 2003 - IX ZR 77/02, WM 2003, 1138, 1141; v. 20. März 2008 - IX ZR 238/06, WM 2008, 950, 952 Rn. 17;… Zugehör, in: Zugehör/Fischer/Sieg/Schlee, Handbuch der Anwaltshaftung, 2. Aufl. Rn. 1235).
a) Im Falle eines Beratungsvertrages kann dem zu Beratenden regelmäßig nicht als mitwirkendes Verschulden vorgehalten werden, er hätte das, worüber ihn sein Berater hätte aufklären oder unterrichten sollen, bei entsprechenden Bemühungen auch ohne fremde Hilfe erkennen können (BGH, Urteil vom 6. Februar 2003 - IX ZR 77/02, WM 2003, 1138, 1141; vom 20. März 2008 - IX ZR 238/06, WM 2008, 950 Rn. 17;… Zugehör, in Zugehör/Fischer/Sieg/Schlee, Handbuch der Anwaltshaftung, 2. Aufl. Rn. 1235).
Denn dem Hilfeleistenden, der mit Rücksicht auf das Verbot des § 5 StBerG nur einen Teil seiner vertraglich übernommenen Tätigkeiten erbringen kann, obliegt wegen der Nichtigkeit des Vertrages ohnehin die Pflicht, auf die Grenzen seiner Leistungsbefugnis unmissverständlich hinzuweisen (vgl. BGH, VersR 2008, 1227, 1228 Rn. 13).
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann dem Auftraggeber nicht als mitwirkendes Verschulden vorgeworfen werden, er hätte das, worüber ihn sein (steuerlicher) Berater hätte aufklären sollen, bei entsprechenden Bemühungen auch ohne fremde Hilfe erkennen können (BGH NJW 1992, 820 ; 1993, 2747, 2750; 1998, 1486; 2000, 1263, 1265; NJW-RR 2003, 1064; WM 2008, 950, 952 Rn. 17;… NJW 2009, 1141, 1143 Rn. 21).
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann dem zu Beratenden nicht als mitwirkendes Verschulden vorgeworfen werden, er hätte das, worüber ihn sein Berater hätte aufklären sollen, bei entsprechenden Bemühungen auch ohne fremde Hilfe erkennen können (BGH, Urteile vom 19.12.1991 - IX ZR 41/91, NJW 1992, 820; vom 24.06.1993 - IX ZR 216/92, NJW 1993, 2747, 2750; vom 18.12.1997 - IX ZR 153/96, WM 1998, 301, 304; vom 9.12.1999 - IX ZR 129/99, NJW 2000, 1263, 1265; vom 06.02.2003 - IX ZR 77/02, WM 2003, 1138, 1141; vom 20.03.2008 - IX ZR 238/06, WM 2008, 950, Rn. 17;… vom 18.12.2008 - IX ZR 12/05, WM 2009, 369, Rn. 21;… vom 08.07.2010 - III ZR 249/09, WM 2010, 1493, Rn. 21).
aa) Im Verhältnis des steuerlichen Beraters zu seinem Mandanten kann dem Auftraggeber allerdings regelmäßig nicht als mitwirkendes Verschulden vorgehalten werden, er hätte das, worüber ihn sein Berater hätte aufklären oder unterrichten sollen, bei entsprechenden Bemühungen auch ohne fremde Hilfe erkennen können (BGH WM 2003, 1138, 1141 [BGH 06.02.2003 - IX ZR 77/02]; 2008, 950 Rn. 17;… 2010, 993 Rn. 14;… 2050 Rn. 43; D. Fischer DB 2010, 2600, 2601).
Der Zweck des Berufsrechts, das Publikum vor der Beratung durch ungeeignete Personen zu schützen (vgl. BGHZ 132, 229, 232 oben;… BGH, Urt. v. 14. April 2005 - IX ZR 109/04, WM 2005, 1334, 1335 unter 2. d; v. 20. März 2008 - IX ZR 238/06, WM 2008, 950, 952 Rn. 19), ist hier nur abstrakt berührt.
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann dem zu Beratenden nicht als mitwirkendes Verschulden vorgeworfen werden, er hätte das, worüber ihn sein Berater hätte aufklären sollen, bei entsprechenden Bemühungen auch ohne fremde Hilfe erkennen können (BGH, Urteil vom 19. Dezember 1991 - IX ZR 41/91, NJW 1992, 820; vom 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, NJW 1993, 2747, 2750; vom 18. Dezember 1997 - IX ZR 153/96, WM 1998, 301, 304; vom 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, NJW 2000, 1263, 1265; vom 6. Februar 2003 - IX ZR 77/02, WM 2003, 1138, 1141; vom 20. März 2008 - IX ZR 238/06, WM 2008, 950, 952 Rn. 17;… zuletzt vom 18. Dezember 2008 - IX ZR 12/05, WM 2009, 369, Rn. 21).