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Timestamp: 2020-01-21 11:11:34
Document Index: 25940369

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 41', '§ 38', '§ 19', '§ 11', '§ 8', '§ 2', '§ 8']

BFH Urteil vom 14.11.2012 - VI R 56/11 (veröffentlicht am 20.02.2013) | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BFH Urteil vom 14.11.2012 - VI R 56/11 (veröffentlicht am 20.02.2013)
EStG § 42d Abs. 1 Nr. 1, § 41a Abs. 1 S. 1 Nr. 2, § 38 Abs. 3 S. 1, § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, § 11 Abs. 1, § 8 Abs. 2; LStDV § 2 Abs. 1 S. 2
FG Rheinland-Pfalz (Urteil vom 30.08.2011; Aktenzeichen 3 K 2579/09; EFG 2012, 180)
Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 180 veröffentlichten Gründen ab. Der angefochtene Haftungsbescheid sei rechtmäßig. Denn die den Arbeitnehmern der Klägerin eingeräumte Möglichkeit, eine verbilligte Jahreskarte der Verkehrsbetriebe, die den öffentlichen Nahverkehr im Umland der Klägerin betreiben, zu erwerben, stelle einen geldwerten Vorteil dar. Hierüber bestehe zwischen den Beteiligten zu Recht kein Streit. Auch über die Höhe des gesamten geldwerten Vorteils bestehe Übereinstimmung. Diesen habe der Prüfer nach dem von der Klägerin an die Verkehrsbetriebe entsprechend den Vereinbarungen über die Ausgabe von A-/B-Jobtickets vom 16. bzw. 23. September 2002 im Jahr 2005 gezahlten Grundbetrag in Höhe von 408.370 € (5 547 Mitarbeiter x 12 Monate x 6,135 € = 408.370 €) angesetzt. Dies sei nicht zu beanstanden. Entgegen der Auffassung der Klägerin komme vorliegend auch nicht die 44 €-Freigrenze gemäß § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG, H 31 (1-4) der Lohnsteuer-Hinweise 2005 zur Anwendung. Denn der geldwerte Vorteil sei den Arbeitnehmern mit Aushändigung der Jahreskarte einmalig (sofort) für das gesamte Jahr und nicht monatlich zugeflossen. Der Umstand, dass die Arbeitnehmer die Gegenleistung für das Jobticket bzw. die Klägerin die Zuschüsse monatlich an die Verkehrsbetriebe entrichteten, sei insoweit ohne Belang.
Sie beantragt,das Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 30. August 2011 3 K 2579/09 und die Einspruchsentscheidung vom 4. November 2009 sowie den Haftungsbescheid wegen Lohnsteuer für das Jahr 2005 vom 18. Dezember 2007 insoweit abzuändern, als Zuwendungen für den Erwerb eines sog. Jobtickets in Höhe von 408.370 € lohnversteuert worden sind,hilfsweise das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG Rheinland-Pfalz zurückzuverweisen.
Haufe-Index 3593300
BFH/NV 2013, 628
BFH/PR 2013, 149
BFHE 2013, 410
DStR 2013, 353
DStZ 2013, 217
HFR 2013, 298
FR 2013, 472
NWB 2013, 580
BBK 2013, 348
EStB 2013, 88
StuB 2013, 196
ZKF 2013, 133
DAR 2013, 226
AUR 2013, 186
GK/BW 2014, 18
NWB direkt 2013, 181
RdW 2013, 289
StBW 2013, 257
StX 2013, 134