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Timestamp: 2019-10-23 22:57:16
Document Index: 60889839

Matched Legal Cases: ['§17', '§ 18', '§18', '§ 22', '§25', '§22']

Vergleich der Regelungen zur Fischereiausübung durch Kinder und Jugendliche in Deutschland
Erfahrungen aus vielen Bundesländern belegen: Kinder können schon im frühen Alter verantwortungsbewusst und erfolgreich an das Thema Angeln herangeführt werden.
Eine repräsentative Umfrage im Rahmen einer Studie von Dr. Carsten Riepe und Prof. Dr. Robert Arlinghaus (Leibniz-­‐Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei) besagt, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung hinter dem Angeln als Freizeitbeschäftigung steht.
Der DAFV sieht das Kinderangeln auch im Kontext von Naturpädagogik: Die Ausübung der Angelfischerei beinhaltet persönlichkeitsfördernde Merkmale (Ausdauer, Durchhaltevermögen und Konzentration), insbesondere, wenn dies unter pädagogischer Betreuung erfolgt. Kinder lernen frühzeitig in der Praxis einen sachgerechten und umweltbewussten Umgang mit der Natur. Das setzt ein erhebliches biologisches und ökologisches Wissen, solide Kenntnisse über Gewässer und ihre Reinhaltung und physikalisches und technisches Verständnis voraus.
Jugendliche haben über das Angeln die Möglichkeit, realistische Vorstellungen über die Gewinnung von Nahrungsmitteln und deren Herkunft zu erlangen. Dabei ist es nach Ansicht des DAFV von Vorteil, wenn die Kinder möglichst früh mit der Natur vertraut werden. Ergebnisse der Forschung deuten darauf hin, dass eine positive Naturerfahrung, vor allem aus früher Kindheit, ein wesentlicher Antrieb zur Natur-­‐ und Landschaftserhaltung im Verlauf des Lebens wird. Angelehnt an das Zitat von Goethe „Man sieht nur, was man weiß“ gilt im Natur- und Umweltschutz: „Man achtet und schützt nur, was man kennt und versteht“.
• Abködern eines lebenden Fischs,
• Betäuben und Töten von Fischen.
§17 Abs. 6 BbgFischG „Personen, die das 8. Lebensjahr vollendet haben, können auf Antrag einen Jugendfischereischein mit einer Geltungsdauer bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres erhalten. Die Regelungen des Absatzes 4 bleiben unberührt. Der Jugendfischereischein berechtigt vorbehaltlich der Bestimmungen des § 18 zum Gebrauch der Friedfischhandangel.“
§18 Abs. 2 „Wer die Fischerei ausübt, muss folgende Unterlagen bei sich führen und auf
2. den Nachweis über die Entrichtung der Fischereiabgabe gemäß § 22,
3. die Angelkarte oder ein Mitgliedsdokument einer auf dem Gewässer
§25, Abs. 2 HFischG „Wer volljährig und zum Fischfang berechtigt ist, kann sich von weiteren Personen
§22, Abs. 1 SächsFischG „Personen, die das neunte, aber noch nicht das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben, kann ein Jugendfischereischein ohne Fischereiprüfung erteilt werden. Fischereischeininhaber nach Satz 1 dürfen die Fischerei nur in Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers ausüben, es seidenn, sie sind seit mindestens einem Jahr Mitglied in einem Anglerverein.“
Themeninteressen für organisierte Freizeitangebote von Kindern
Die Zuwendung zu bestimmten Hobbies findet heute im frühen Kindesalter statt. Es gibt Ballettkurse ab 3 Jahre, ins Fußball- oder Hockeytraining können Kinder schon ab 4, oder einem Kletterkurs ab 6 Jahren belegen.
Organisierte Freizeitangebote nehmen im Alter von 5 bis 6 Jahren bereits 50% der Kinder wahr; diese Einbindung steigt bis zum Alter von 9 bis 11 Jahren auf über 70%. Sportvereine sind dabei mit Abstand am beliebtesten.
Fast 50% der Sechs- bis 13-Jährigen zeigen Interesse an Umwelt/Natur und über 60% an Tieren.
Bos, Wilfried, und Privatdozent Dr Siegfried Uhl. "Die erzieherische Bedeutung des Angelns." Sozialwissenschaftliche Forschung in Diskurs und Empirie (2011): 3.
Riepe, C., und R. Arlinghaus. Einstellungen der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei. Berichte des IGB, Heft 27. Berlin: Leibniz-­‐Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Forschungsverbund Berlin e.V. (2014a).
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs).. KIM-Studie 2016 „Basisstudie zum Medienumgang 6- bis 13-Jähriger in Deutschland“, S. 6