Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/284
Timestamp: 2019-09-15 05:51:19
Document Index: 261998522

Matched Legal Cases: ['§ 284', '§ 285', 'BGH', 'BGH', '§ 284', 'BGH', '§ 284', '§ 284', 'BGH', '§ 284', 'BGH', '§ 290', '§ 4', '§ 284', 'BGH', 'BGH', '§ 139', '§ 284']

§ 284 ZPO: Beweisaufnahme
Die Beweisaufnahme und die Anordnung eines besonderen Beweisaufnahmeverfahrens durch Beweisbeschluss wird durch die Vorschriften des fünften bis elften Titels bestimmt. Mit Einverständnis der Parteien kann das Gericht die Beweise in der ihm geeignet erscheinenden Art aufnehmen. Das Einverständnis kann auf einzelne Beweiserhebungen beschränkt werden. Es kann nur bei einer wesentlichen Änderung der Prozesslage vor Beginn der Beweiserhebung, auf die es sich bezieht, widerrufen werden.
§ 285 ZPO
BGH, URTEIL vom 2.0.2016, Az. XI ZR 91/14 73	(a) Die Regeln des Anscheinsbeweises sind auf den Nachweis der subjektiven Voraussetzungen grober Fahrlässigkeit grundsätzlich dann nicht anwendbar, wenn es sich - wie hier - um ein individuelles Versagen handelt (vgl. BGH, Urteile vom 21. April 1970 -VI ZR 226/68, VersR 1970, 568, vom 7. Mai 1974 -VI ZR 138/72, VersR 1974, 853, vom 29. Januar 2003 - IV ZR 173/01, NJW 2003, 1118, 1119 und vom 21. März 2007 -1 ZR 166/04, NJW-RR 2007, 1630 Rn. 20; Bacher in BeckOK ZPO, Stand: 1. September 2015, § 284 ZPO Rn. 96; Staudinger/Georg Caspers, BGB, Neubearb.
LG Düsseldorf, Grundurteil vom 5.1.2011, Az. 1 O 20/07 Der Geschehensablauf muss dabei zu denjenigen gehören, die schon auf den ersten Blick nach einem durch Regelmäßigkeit, Üblichkeit und Häufigkeit geprägten Muster abzulaufen pflegen (BGH NJW 1991, 230/231; Zöller-Greger, 28. Auflage, Vor § 284 ZPO Rz.29).
LAG Hamm, Urteil vom 4.8.2009, Az. 11 Sa 20/09 73a) Zutreffend hat das Arbeitsgericht begründet, dass die darlegungspflichtige Beklagte nicht substantiiert dargestellt hat, dass die Gewerkschaft ver.di vor dem Zugang der Kündigung vom 11.07.2008 eine Zustimmung zur der streitgegenständlichen Kündigung der Klägerin vom 11.07.2008 zu dem 31.12.2008 erteilt hat, und dass eine gleichwohl durchgeführte Vernehmung der von der Beklagten benannten Zeugen eine prozessual unzulässige Ausforschung bedeutet hätte (zu dem Verbot des Ausforschungsbeweises bei unsubstantiiertem Tatsachenvortrag: BAG 30.09.2008 - 3 AZB 47/08 - Rn. 28; Zöller-Greger, ZPO, 27. Aufl., vor § 284 ZPO Rn. 5 - 5 b).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2007, Az. IX ZR 17/06 Dies lässt eine Verletzung des Grundrechts der Klägerin auf rechtliches Gehör nicht erkennen, weil ungeeignete Beweise nicht erhoben werden müssen (vgl. BVerfG NJW 1993, 254, 255; Zöller/Greger, ZPO 26. Aufl. Rn. 10a vor § 284 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2007, Az. IX ZB 56/07 9	Im	Übrigen	bedarf	es	keiner Glaubhaftmachung gemäß § 290 Abs. 2, § 4 InsO, § 284 ZPO, wenn die Tatsachen, die der Versagung der Restschuldbefreiung zugrunde liegen, unstreitig sind (BGH, Beschl. v. 29. September 2005 -IX ZB 178/02, ZVI 2005, 614).
BGH, URTEIL vom 3.10.1990, Az. VIII ZR 362/89 Hatte das Berufungsgericht insoweit Zweifel, so hätte es gemäß den §§ 139, 278 Abs.3 ZPO - deren Verletzung die Revision rügt - aufklären müssen, ob die Klägerin ihren früheren Beweisantrag aufrechterhalten wollte (z.B. BVerfG aaO; Zöller/Stephan, ZPO, 16. Aufl., Rdnr. 3 vor § 284 ZPO).