Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZBau%202013,%20433
Timestamp: 2020-03-29 14:43:26
Document Index: 313262161

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 139', '§ 278', '§ 296', '§ 531', 'Art 103', 'Art. 103', '§ 8', 'BGH', '§ 531', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 528', '§ 528', '§ 531', '§ 296', '§ 531', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 528', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 530', 'Art. 103', 'BGH', '§ 531', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 296', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.03.2013 - VII ZR 58/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,7531
BGH, 21.03.2013 - VII ZR 58/12 (https://dejure.org/2013,7531)
BGH, Entscheidung vom 21.03.2013 - VII ZR 58/12 (https://dejure.org/2013,7531)
BGH, Entscheidung vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12 (https://dejure.org/2013,7531)
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§ 139 Abs 1 ZPO, § 278 Abs 3 ZPO, § 296 ZPO, § 531 ZPO, Art 103 Abs 1 GG
Werklohnprozess: Rechtzeitigkeit des Parteivorbringens; Verbot der Auswechslung von Präklusionsgründen in der Berufungsinstanz; Folgen eines missverständlichen rechtlichen Hinweises des Erstgerichts für die Berufungsinstanz; Abrechnung eines Detailpauschalvertrages nach ...
GG Art. 103 Abs. 1; VOB/B § 8 Nr. 2 Abs. 1
Wie ist auf Abrechnung von Detail-Pauschalvertrag hinzuweisen?
Verwirrender Hinweis zur Abrechnung eines gekündigten Detailpauschalvertrags: Neuer Vortrag kann nicht ausgeschlossen werden! (IBR 2013, 386)
LG Augsburg, 19.07.2011 - 62 O 4799/10
OLG München, 17.11.2011 - 27 U 3426/11
OLG München, 13.01.2012 - 27 U 3426/11
NJW-RR 2013, 655
NZBau 2013, 433
BauR 2013, 1146
Soweit der nicht nachgelassene Schriftsatz des Klägers vom 12.03.2019 hiervon abweichende Tatsachenbehauptungen überhaupt enthält, stellen diese neuen Vortrag in der Berufungsinstanz dar (BGH, Beschluss vom 21.03.2013 - VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655, Rn. 10; Urteil vom 10.07.1979 - VI ZR 223/78, NJW 1979, 2109).
§ 531 Abs. 1 ZPO, wonach Angriffs- und Verteidigungsmittel, die im ersten Rechtszug zu Recht zurückgewiesen worden sind, auch in der Berufungsinstanz ausgeschlossen sind, ist nicht anwendbar, wenn in erster Instanz Vorbringen nach § 296a ZPO unberücksichtigt geblieben ist (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 21. März 2013, VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655 Rn. 10).
Diese Vorschrift ist aber nur anwendbar, soweit Angriffs- und Verteidigungsmittel in erster Instanz nach § 296 Abs. 1, 2 oder 3 ZPO zurückgewiesen worden sind (BGH, Beschluss vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655 Rn. 10; Senatsurteil vom 17. Oktober 1979 - VIII ZR 221/78, NJW 1980, 343 unter 1 b mwN [zu § 528 Abs. 3 ZPO aF]; BVerfGE 55, 72, 91 [zu § 528 Abs. 3 ZPO aF];… Zöller/Heßler, ZPO, 32. Aufl., § 531 Rn. 6).
Bei Vorbringen, welches in erster Instanz nach § 296a ZPO unberücksichtigt bleibt, kommt jedoch eine Anwendung des § 531 Abs. 1 ZPO - worauf auch die Nichtzulassungsbeschwerde mit Recht hinweist - von vornherein nicht in Betracht (BGH, Beschluss vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, aaO; vgl. zudem BGH, Urteile vom 10. Juli 1979 - VI ZR 223/78, NJW 1979, 2109 unter II 2 b; vom 31. Januar 1980 - VII ZR 96/79, BGHZ 76, 133, 141; vom 10. März 1983 - VII ZR 135/82, NJW 1983, 2030 unter II 1 [jeweils zu § 528 Abs. 3 ZPO aF]).
Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann das Rechtsmittelgericht weder eine von der Vorinstanz unterlassene Zurückweisung nachholen noch die Zurückweisung auf eine andere als die von der Vorinstanz angewendete Verspätungsalternative stützen (BGH, Urteile vom 4. Mai 2005 - XII ZR 23/03, NJW-RR 2005, 1007 unter 2 b bb;… vom 22. Februar 2006 - IV ZR 56/05, BGHZ 166, 227 Rn. 12; vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655 Rn. 11).
BGH, 17.05.2017 - VII ZR 36/15
Beweisaufnahme: Berücksichtigung eines Privatgutachtens durch den Tatrichter; …
Weist ein Tatrichter in offenkundig fehlerhafter Anwendung von Präklusionsvorschriften Verteidigungsvorbringen zu Unrecht zurück, so ist zugleich der Anspruch der Partei auf rechtliches Gehör verletzt (BGH, Beschluss vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, BauR 2013, 1146 Rn. 9 = NZBau 2013, 433).
BGH, 01.10.2014 - VII ZR 28/13
Berufungszurückweisung wegen eines vom Berufungskläger übersehenen …
a) Bleiben Angriffsmittel einer Partei deswegen unberücksichtigt, weil der Tatrichter sie in offenkundig fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift wie des § 530 ZPO zu Unrecht für ausgeschlossen erachtet hat, so ist zugleich das rechtliche Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) der Partei verletzt (vgl. BGH…, Beschluss vom 2. September 2013 - VII ZR 242/12, juris Rn. 7; Beschluss vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, BauR 2013, 1146 Rn. 9 = NZBau 2013, 433, jeweils zu § 531 ZPO).
BGH, 14.03.2017 - VI ZR 205/16
Nichtzulassungsbeschwerde: Sinn und Zweck der Prozessförderungspflicht; …
Ein Wechsel der Präklusionsbegründung durch das Rechtsmittelgericht kommt grundsätzlich nicht in Betracht (BGH, Urteile vom 4. Mai 2005 - XII ZR 23/03, NJW-RR 2005, 1007, 1008;… vom 22. Februar 2006 - IV ZR 56/05, BGHZ 166, 227 Rn. 12 ff.;… Beschlüsse vom 17. Juli 2012 - VIII ZR 273/11, NJW 2012, 3787 Rn. 8; vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655 Rn. 11; jeweils mwN).
Denn das Berufungsgericht darf eine vom Erstgericht unterlassene Zurückweisung verspäteten Vorbringens grundsätzlich - mit Ausnahme des nicht einschlägigen § 296 Abs. 3 ZPO - nicht nachholen (BGH, NJW 2006, 1741; BGH, NJW-RR 2013, 655;… Zöller/Greger, Kommentar zur ZPO, 30. Aufl., § 296 Rn. 35 m. w. N.;… Schilling in: Cepl/Voß, Prozesskommentar zum Gewerblichen Rechtsschutz, 2015, § 296 Rn. 46 m. w. N.).
a) In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass Art. 103 Abs. 1 GG dann verletzt ist, wenn der Tatrichter Angriffs- oder Verteidigungsmittel einer Partei in offenkundig fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift zu Unrecht für ausgeschlossen erachtet hat (…BGH, Beschlüsse vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 28/13, NJW-RR 2014, 1431 Rn. 10; vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655 Rn. 10;… vom 17. Juli 2012 - VIII ZR 273/11, NJW 2012, 3787 Rn. 9; jeweils mwN).
Damit ist die Beklagte mit der Hilfsaufrechnung in der Berufungsinstanz aber nicht automatisch präkludiert (BGH, Beschluss vom 21.3.2013 - VII ZR 58/12, Rz. 10).
Die dergestalt fehlerhafte Anwendung von Präklusionsvorschriften kann durch das Rechtsmittelgericht nicht durch Rückgriff auf diejenigen Bestimmungen, die einschlägig gewesen wären, geheilt werden (vgl. BGH, NJW-RR 2013, 655), wobei darauf hinzuweisen ist, dass es ohnehin an den Voraussetzungen von § 296 Abs. 1 ZPO gefehlt hätte.
BGH, 20.03.2019 - VII ZR 182/18
Anspruch auf Schadensersatz im Zusammenhang mit einer angeblich zweckwidrigen …
BGH, 02.09.2013 - VII ZR 242/12
Berufungsverfahren: Zulässigkeit der Ersetzung einer fehlerhaften Begründung des …
BGH, 18.08.2015 - VI ZR 302/14
Schadensersatz aufgrund Falschberatung im Zusammenhang mit dem Erwerb von …
BGH, 20.03.2019 - VII ZB 182/18
BGH, 15.07.2014 - VI ZR 145/14
Kenntnisnahme und Berücksichtigung der Anträge der Prozessparteien i.R.d. …
OLG Bamberg, 18.08.2016 - 1 U 24/16
Darlegung bedingungsgemäßer Arbeitsunfähigkeit durch den Versicherungsnehmer …
BGH, 15.09.2014 - II ZR 22/13
Klage und Widerklage um die Auseinandersetzung einer Gesellschaft bürgerlichen …
BGH, 08.07.2013 - VII ZR 1/12
Begründetheit einer Nichtzulassungsbeschwerde wegen Verletzung rechtlichen Gehörs …
OLG Jena, 16.03.2015 - 4 U 446/14
OLG München, 09.01.2019 - 7 U 4091/17
Testament; Vorausvermächtnis; Wohnhaus; Gesellschaftsvertrag; dingliches Recht; …
OLG München, 05.12.2018 - 7 U 4091/17
Zustimmung zur Bestellung eines Nießbrauchrechts im Grundbuch