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Timestamp: 2016-10-23 17:55:35
Document Index: 175114659

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 24', 'Art. 19', 'Art. 36', 'Art. 26', 'Art. 28', 'Art. 9', 'Art. 14', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 24', 'Art. 26', 'Art. 128', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 108', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 9', 'Art. 18', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24']

U 105/03 (23.12.2003)
U 105/03
alle vertreten durch Avvocato Biagio De Francesco, Via della Libert� 90, IT-73033 Corsano, und dieser vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta, Obergasse 20, 8400 Winterthur,
(Entscheid vom 25. M�rz 2003)
D.________, geboren 1944, war von Oktober 1961 bis Juni 1987 bei der Firma X.________ AG, in der Rohrfabrikation besch�ftigt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert.
Nach seiner R�ckkehr nach Y.________ war D.________ selbstst�ndig erwerbst�tig. Am 22. Februar 1994 trat er wegen Bauchkoliken ins Ospedale Civile Z.________ ein. Nach einem chirurgischen Eingriff am 7. M�rz 1994 wurde eine diffuse Karzinose des Peritoneums diagnostiziert. Der Patient wurde am 15. M�rz 1994 aus dem Spital entlassen. Vom 16. M�rz bis am 16. April 1994 war D.________ in der Casa A.________ in B.________ hospitalisiert. Er verstarb am 20. Juni 1994 an seinem Wohnort G.________. Am 21. Februar 1997 stellte der pathologische Dienst in H.________ fest, die Befunde seien vereinbar mit einem Mesotheliom.
Am 6. M�rz 1997 liessen die Erben von D.________ Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen der SUVA erheben. Sie machten geltend, der Tod sei durch eine Berufskrankheit verursacht worden. Gem�ss einem daraufhin durch die SUVA eingeholten Bericht des Institutes f�r Klinische Pathologie der Universit�t I.________ vom 27. M�rz 1998 handelte es sich bei dem malignen Tumor mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit um ein Peritonealmesotheliom. Die SUVA sprach der �berlebenden Ehefrau mit Verf�gung vom 15. Juli 1998 r�ckwirkend ab 1. Juli 1994 eine Witwenrente zu und teilte dem Rechtsvertreter der Erben am 21. August 1998 mit, die ausgewiesenen Heilungskosten w�rden r�ckerstattet.
Mit Einsprache vom 17. August 1998 liessen die Erben zus�tzlich einen Anspruch des Verstorbenen auf eine Invalidenrente f�r die Zeit vom 25. Februar bis 30. Juni 1994 sowie eine Integrit�tsentsch�digung geltend machen; weiter sei f�r die Witwenrente ein gesetzlicher Zins ab Antragstellung geschuldet. Die SUVA sprach f�r die Zeit vom 25. Februar bis 20. Juni 1994 ein Taggeld von Fr. 11'281.20 zu und verneinte weitere Leistungsanspr�che (Verf�gung vom 24. November 1999). Dagegen erhob der Vertreter namens der Erben am 28. Dezember 1999 Einsprache. Die SUVA wies beide Einsprachen mit Entscheid vom 27. Januar 2000 ab.
Gegen diesen Entscheid liess die Erbengemeinschaft Beschwerde erheben. Sie verlangte neben der Zusprechung einer Invalidenrente und einer Integrit�tsentsch�digung auch eine Abfindung sowie die Anerkennung einer schweren Hilflosigkeit. Auf Gesuch der SUVA vom 1. September 2000 sistierte das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus das Verfahren bis zum Entscheid des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts in den dort bereits anh�ngigen Verfahren zur Frage der Integrit�tsentsch�digung bei unheilbarer Berufskrankheit. Am 25. M�rz 2003 wies das kantonale Gericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Die Erben von D.________ sel. lassen Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es seien ihnen eine Invalidenrente, eine Integrit�tsentsch�digung und eine Hilflosenentsch�digung schweren Grades zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an die SUVA zur�ckzuweisen zwecks Durchf�hrung weiterer Abkl�rungen in medizinischer Hinsicht. Sie legen ein Gutachten von Prof. Dr. med. K.________ (Spital L.________, Pneumologie) vom 15. November 2002 zu Behandlungsm�glichkeiten, Krankheitsverlauf und Prognosen bei Pleuramesotheliom ins Recht.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und die SUVA schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Die streitige Verwaltungsverf�gung und der streitige Einspracheentscheid wurden vor Inkrafttreten (1. Juni 2002) des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit erlassen. Dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt, muss demnach im vorliegenden Verfahren unber�cksichtigt bleiben (BGE 128 V 315).
2.1 Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber den Anspruch auf Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen (Art. 10 ff. UVG), Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG), Invalidenrente (Art. 18 f. UVG), Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 UVG und Art. 36 Abs. 1 UVV), Hilflosenentsch�digung (Art. 26 UVG) und Hinterlassenenrente (Art. 28 ff. UVG) der obligatorischen Unfallversicherung zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die gem�ss Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 14 UVV anerkannten Berufskrankheiten sowie die Rechtsprechung zur Integrit�tsentsch�digung, insbesondere in F�llen mit nur noch kurzer Lebenserwartung (BGE 124 V 29; RKUV 2002 Nr. U 460 S. 415; Urteil K. vom 27. Dezember 2001, U 372/99). Darauf wird verwiesen.
2.2 Zutreffend ist auch, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 27. Januar 2000) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
2.3 Zu erg�nzen ist, dass Berufskrankheiten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 und 2 UVG - die von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt sind, soweit nichts anderes bestimmt ist - als ausgebrochen gelten, sobald der Betroffene erstmals �rztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunf�hig ist (Art. 9 Abs. 3 UVG).
Es ist unbestrittenermassen erstellt, dass der Verstorbene an einer Berufskrankheit in Form eines Peritonealmesothelioms gelitten hatte, welche im Februar 1994 ausgebrochen war und f�r deren Folgen die SUVA leistungspflichtig bleibt. Streitig ist, ob der Versicherte vor seinem Ableben je einen vererbbaren (vgl. BGE 99 V 167 Erw. 2a) Anspruch auf Invalidenrente (Art. 18 ff. UVG), Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 f. UVG) und Hilflosenentsch�digung (Art. 26 UVG) erworben hatte.
Das kantonale Gericht hat die Frage offen gelassen, ob auf den erst im Verfahren vor Verwaltungsgericht geltend gemachten Antrag auf Anerkennung einer schweren Hilflosigkeit einzutreten sei, da es an der (leistungsspezifischen) anspruchsbegr�ndenden Invalidit�t fehle und somit die Voraussetzungen f�r das Zusprechen einer Hilflosenentsch�digung ohnehin nicht erf�llt seien.
4.1 Gem�ss Art. 128 OG beurteilt das Eidgen�ssische Versicherungsgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Verf�gungen im Sinne von Art. 97, 98 lit. b-h und 98a OG auf dem Gebiet der Sozialversicherung. Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grunds�tzlich nur Rechtsverh�ltnisse zu �berpr�fen bzw. zu beurteilen, zu denen die zust�ndige Verwaltungsbeh�rde vorg�ngig verbindlich - in Form einer Verf�gung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verf�gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verf�gung ergangen ist (BGE 125 V 414 Erw. 1a, 119 Ib 36 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
4.2 Die Frage nach der Festlegung des Anfechtungsgegenstandes beurteilt sich nicht ausschliesslich auf Grund des effektiven Inhalts der Verf�gung. Wohl bilden zun�chst diejenigen Rechtsverh�ltnisse Teil des Anfechtungsgegenstandes, �ber welche die Verwaltung in der Verf�gung tats�chlich eine Anordnung getroffen hat. Zum beschwerdeweise anfechtbaren Verf�gungsgegenstand geh�ren aber auch jene Rechtsverh�ltnisse, hinsichtlich deren es die Verwaltung zu Unrecht unterlassen hat, verf�gungsweise zu befinden. Dies ergibt sich aus dem Untersuchungsgrundsatz und dem Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen, welche f�r das Verwaltungsverfahren in der Unfallversicherung massgeblich sind (BGE 116 V 26 Erw. 3c mit Hinweis; unver�ffentlichtes Urteil H. vom 28. November 1994, U 150/94, Erw. 2b). Die Abkl�rungspflicht des Sozialversicherers erstreckt sich auf die nach dem Sachverhalt und der Aktenlage im Bereich des M�glichen liegenden Leistungen. Insoweit trifft ihn auch eine Verf�gungspflicht (BGE 111 V 264 Erw. 3b).
4.3 Anfechtungsgegenstand des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens bildete der Einspracheentscheid vom 27. Januar 2000, mit dem die SUVA ihre Ablehnung der Anspr�che auf Invalidenrente, Integrit�tsentsch�digung und Verzugszinsen best�tigte. Der Anspruch auf Hilflosenentsch�digung wurde erstmals im Verfahren vor dem kantonalen Verwaltungsgericht geltend gemacht. In den Akten finden sich keinerlei Hinweise, die auf eine Hilflosigkeit des Versicherten (im Sinne von Art. 26 UVG) schliessen liessen und deren n�here Abkl�rung gerechtfertigt h�tten. Deshalb war die SUVA nicht gehalten, eine allf�llige Hilflosigkeit zu pr�fen und dar�ber zu verf�gen. Der Anspruch auf Hilflosenentsch�digung geh�rt demnach nicht zum Anfechtungsgegenstand, weshalb im vorinstanzlichen Verfahren darauf nicht einzutreten war. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Zusammenhang mit der Hilflosenentsch�digung vorgetragen wird, �ndert daran nichts, zumal die entsprechenden Vorbringen Art. 108 Abs. 2 OG nicht zu gen�gen verm�gen.
Zu pr�fen bleibt der Anspruch auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung.
5.1 Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen im Wesentlichen, die Vorinstanz habe zwar festgestellt, es sei unklar, ob und wann die eigentliche Heilbehandlung abgeschlossen und nur noch palliativ behandelt worden sei. Dennoch sei sie davon ausgegangen, von einer Fortsetzung der medizinischen Behandlung w�re noch eine namhafte Besserung zu erwarten gewesen. Der medizinische Sachverhalt sei diesbez�glich nicht gen�gend abgekl�rt worden, weshalb die Sache an die SUVA zur�ckzuweisen gewesen w�re.
5.2 Die Integrit�tsentsch�digung wird gem�ss Art. 24 Abs. 2 UVG mit der Invalidenrente festgesetzt oder, wenn kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der �rztlichen Behandlung gew�hrt. Diese Bestimmung schreibt dem Unfallversicherer nicht nur vor, wann er �ber eine Integrit�tsentsch�digung zu verf�gen hat, sondern legt auch den massgeblichen Zeitpunkt fest, in dem die materiellen Anspruchsvoraussetzungen zu pr�fen sind (RKUV 2002 Nr. U 460 S. 417 Erw. 7a mit Hinweis auf BGE 113 V 53 Erw. 4). Da der Zeitpunkt des materiellen Anspruchsbeginns hinsichtlich der Integrit�tsentsch�digung vom Beginn eines allf�lligen Rentenanspruchs abh�ngt, ist folgerichtig zuerst �ber den Anspruch auf eine Invalidenrente zu befinden.
5.2.1 Anspruch auf eine Invalidenrente haben Versicherte, die infolge eines Unfalls oder einer Berufskrankheit invalid sind (Art. 18 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 9 Abs. 3 UVG). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder f�r l�ngere Zeit in seiner Erwerbsf�higkeit beeintr�chtigt ist (Art. 18 Abs. 2 UVG, in der bis Ende 2002 g�ltig gewesenen Fassung). Laut Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht der Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind.
5.2.2 Der f�r den Rentenanspruch massgebende Invalidit�tsbegriff in der obligatorischen Unfallversicherung stimmt grunds�tzlich mit demjenigen in der Invalidenversicherung �berein (BGE 126 V 291 Erw. 2a mit Hinweisen). Dies gilt jedoch nicht f�r den Rentenbeginn. Eine Wartezeit von einem Jahr, entsprechend Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG, wird in Art. 19 Abs. 1 UVG nicht vorausgesetzt, auch wenn in der Praxis zwischen dem Unfall und dem Rentenbeginn meist erheblich l�ngere Zeit vergeht (Peter Omlin, Die Invalidit�t in der obligatorischen Unfallversicherung mit besonderer Ber�cksichtigung der �lteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Diss. Freiburg 1995, S. 97). Massgebend zur Bestimmung des Anspruchsbeginns einer UV-Rente ist somit, ob der Versicherte voraussichtlich bleibend oder f�r l�ngere Zeit in seiner Erwerbsf�higkeit beeintr�chtigt ist und ob von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind. Art. 19 Abs. 1 UVG verlangt insoweit eine relative Stabilit�t des Gesundheitszustandes, als der Rentenanspruch nicht entsteht, solange eine Verbesserung den Invalidit�tsgrad zu beeinflussen vermag (vgl. Urteil N. vom 21. Oktober 2002, U 90/01, Erw. 2.3).
5.2.3 Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, geht aus den Akten nicht klar hervor, ab wann der Versicherte nicht mehr kurativ behandelt wurde. Nicht zutreffend ist ihre Folgerung, wonach (erst) Mitte April 1994 feststand, dass keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war, weil bis zu diesem Zeitpunkt noch therapeutische Massnahmen im Sinne einer Heilbehandlung durchgef�hrt worden seien. Dies ist indessen nicht entscheidend, wie sich aus dem Nachfolgenden ergibt.
Im Fall M., welcher Gegenstand des in RKUV 2002 Nr. U 460 S. 415 publizierten Urteils bildete, war der Versicherte zwei Jahre nach Ausbruch eines Pleuramesothelioms verstorben. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht wies die Sache an die SUVA zur�ck zur Durchf�hrung weiterer Abkl�rungen bez�glich der Frage, wann im konkreten Fall keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte und die Behandlung nur noch palliativer Art gewesen war (RKUV 2002 Nr. U 460 S. 417 Erw. 7b). Daraufhin hat die SUVA bei Prof. Dr. med. K.________ ein Gutachten zu fallspezifischen und generellen Fragen zu Krankheitsverlauf, Behandlungsm�glichkeiten und Prognose bei Pleuramesotheliom eingeholt. Die grunds�tzlichen Feststellungen zur Erkrankung gelten laut Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA auch f�r das wesentlich seltenere Peritonealmesotheliom (�rztliche Beurteilung vom 27. Mai 2003).
Wie aus dem Gutachten von Prof. Dr. med. K.________ vom 15. November 2002 hervorgeht, kann allein aus der Tatsache, dass der Versicherte von Mitte M�rz bis Mitte April 1994 chemotherapeutisch behandelt wurde, nicht geschlossen werden, es sei damals noch eine Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG bezweckt worden, da auch eine Chemotherapie mit palliativem Zweck durchgef�hrt werden kann.
5.2.4 Die Frage, ob und gegebenenfalls wann der Rentenanspruch entstanden ist, kann indessen offen gelassen werden, sofern ein Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung aus anderen Gr�nden nicht besteht. Wie die Vorinstanz zutreffend ausf�hrte, fehlt es diesfalls f�r eine r�ckwirkende Abl�sung des zugesprochenen Taggeldes durch eine Rente im konkreten Fall am erforderlichen Rechtsschutzinteresse, da diese ohne betragsm�ssige Auswirkungen bliebe.
5.3.1 Die Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 UVG) bezweckt - wie die Genugtuung - den Ausgleich immaterieller Unbill. Versicherte, die durch einen Unfall oder eine Berufskrankheit eine dauernde erhebliche Sch�digung der Integrit�t erleiden, sollen den dadurch entgangenen Lebensgenuss mit Hilfe der Entsch�digung wenigstens teilweise kompensieren k�nnen (Omlin, a.a.O. S. 79 f.). Die Voraussetzung der Dauerhaftigkeit ist nach dem Willen des Gesetzgebers in einem restriktiven Sinn auszulegen (BGE 124 V 38, Erw. 4b/cc).
5.3.2 Vorliegend stellt sich die Frage, ob die Voraussetzungen f�r eine Integrit�tsentsch�digung noch erf�llt sind, wenn die Beeintr�chtigung zwar lebensl�nglich dauern wird (vgl. Art. 36 Abs. 1 UVV), aber aufgrund der kurzen Lebenserwartung von entsprechend kurzer Dauer ist. Dem Zweck der Integrit�tsentsch�digung w�rde es jedenfalls widersprechen, den Erben eine Entsch�digung daf�r zuzusprechen, dass ein Angeh�riger f�r eine gewisse Zeit vor dem Tod einen Zustand erreichte, in dem jede Verbesserung ausgeschlossen werden musste (Urteil K. vom 27. Dezember 2001, U 372/99, Erw. 5). Der Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung muss noch in der Person des Versicherten entstanden und mit seinem Tod durch Universalsukzession auf die Erben �bergegangen sein.
5.3.3 Die Anerkennung eines Anspruchs auf eine Integrit�tsentsch�digung ist bei Berufskrankheiten mit infauster Prognose nicht grunds�tzlich ausgeschlossen. Denn es ist auch hier m�glich, dass der Gesundheitszustand zwar nicht stabil, aber vor�bergehend station�r wird und der Versicherte vorerst �ber l�ngere Zeit mit der Beeintr�chtigung weiter lebt. �ber eine Mindestdauer hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht bisher nicht entschieden. Abgelehnt wird die in der Lehre vertretene Meinung, dass bereits eine logische Sekunde gen�ge (vgl. Thomas Frei, Die Integrit�tsentsch�digung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes �ber die Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1997, S. 58), in der sich der Versicherte nach Abschluss der Behandlung damit konfrontiert sieht, mit einem nicht mehr verbesserungsf�higen Schaden leben zu m�ssen (RKUV 2002 Nr. U 460 S. 416 Erw. 6c). Im Urteil K. vom 27. Dezember 2001, U 372/99, hat das Gericht erwogen, bei einer - gem�ss �rztlicher Prognose - schon ex ante sehr kurzen Lebenserwartung von etwa drei Monaten k�nne der Zweck der Integrit�tsentsch�digung nicht mehr erreicht werden (Erw. 5).
5.3.4 Entgegen der Meinung der SUVA ist eine l�ngerfristige Stabilisierung des Gesundheitszustandes aber nicht erforderlich. Einen Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung nur deswegen zu verweigern, weil sich der Gesundheitszustand des Versicherten nicht stabilisiert hat oder die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist, w�rde der speziellen Situation der Berufskrankheit nicht gerecht (RKUV 2002 Nr. U 460 S. 417 Erw. 7a).
5.3.5 Der Versicherte wurde Mitte M�rz 1994, nachdem die Diagnose des diffusen Karzinoms gestellt worden war, aus dem Spital in H.________ entlassen. Selbst wenn man bereits diesen Zeitpunkt als massgebend f�r die Rentenfestsetzung betrachten und den Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung aus dieser Sichtweise heraus pr�fen wollte, hat der Versicherte nur noch w�hrend gut drei Monaten gelebt. Im Leistungsrecht der Sozialversicherung ist der Grundsatz zu beachten, wonach die Anspruchsberechtigung prognostisch und nicht nach dem eingetretenen Erfolg zu beurteilen ist (BGE 124 V 111 Erw. 3b; 110 V 102 Erw. 2; Urteil W. vom 25. September 2000, K 85/99, Erw. 5b). Gem�ss Aktenlage ist eine �rztliche Prognose zur Lebenserwartung nicht gestellt worden. Der Versicherte ist nur vier Monate nach Ausbruch der Krankheit verstorben, die konkrete Diagnose eines Peritonealmesothelioms wurde erst l�ngere Zeit nach dem Tod gestellt und auch die Anmeldung bei der Versicherung erfolgte erst drei Jahre nach dem Tod des Versicherten. Der Unfallversicherer hatte somit beim Erlass der Verf�gung gar nicht mehr die M�glichkeit, die Leistungsgew�hrung prognostisch zu beurteilen. Eine nachtr�gliche Prognostizierung ist nicht m�glich. Deshalb bleibt nichts anderes �brig, als die Frage nach der Lebenserwartung retrospektiv zu pr�fen. Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass die Medizin eine empirische Wissenschaft ist und dem Vergleich des zu beurteilenden medizinischen Sachverhaltes mit anderen Krankheitsf�llen eine besondere Bedeutung zukommt (vgl. BGE 126 V 189 Erw. 4c).
5.3.6 Gem�ss dem Gutachten von Prof. Dr. med. K.________ liegt in der Regel bereits ein fortgeschrittenes Stadium des Mesothelioms vor, wenn die Beschwerden den Betroffenen veranlassen, medizinische Hilfe zu beanspruchen. Unbehandelt betr�gt das mediane �berleben zwischen vier und zw�lf Monaten. Die konkrete Prognose h�ngt unter anderem von der Ausdehnung des Tumors, der Histologie, dem Alter des Patienten, seinem Allgemeinzustand und allenfalls vorhandenen Zusatzerkrankungen ab. Einige Monate nach dem Einleiten einer Therapie kann der Verlauf besser abgesch�tzt werden, da auch das individuelle Ansprechen auf die Behandlung zu ber�cksichtigen ist.
5.3.7 Beim Versicherten wurde nach dem 7. M�rz 1994 die Diagnose der diffusen peritonealen Karzinose gestellt, worauf er am 15. M�rz 1994 ohne eine spezielle Therapieanordnung entlassen wurde. Wie die SUVA zutreffend folgert, ergaben die medizinischen Abkl�rungen ein sehr ung�nstiges Untersuchungsergebnis, so dass eine kurative oder eine lebensverl�ngernde palliative Therapie gar nicht mehr erwogen wurde. Damit entfiel auch die M�glichkeit, nach einigen Behandlungsmonaten eine etwas pr�zisere Prognose zu stellen.
Unter Ber�cksichtigung der allgemeinen medizinischen Erkenntnisse zum Verlauf eines Mesothelioms sowie der konkreten Umst�nde muss davon ausgegangen werden, dass die Lebenserwartung des Versicherten nach ausgebrochener Krankheit so kurz gewesen war, dass es an der gem�ss Art. 24 Abs. 1 UVG erforderlichen Dauerhaftigkeit der Beeintr�chtigung fehlte. Deshalb konnte ein Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung nicht entstehen. Erg�nzende medizinische Abkl�rungen verm�chten hieran nichts zu �ndern. F�r eine R�ckweisung an die SUVA zwecks Durchf�hrung weiterer Abkl�rungen - wie dies die Beschwerdef�hrerinnen eventualiter verlangen - besteht daher kein Anlass.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, dem Verh�ramt des Kantons Glarus und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.