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Timestamp: 2020-08-08 00:46:14
Document Index: 236375907

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 227', '§ 138', '§ 3', '§ 52', '§ 3', '§ 3', '§ 8']

BFH Beschluss vom 28.02.2012 - VIII R 2/08 (NV) (veröffentlicht am 09.05.2012) | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BFH Beschluss vom 28.02.2012 - VIII R 2/08 (NV) (veröffentlicht am 09.05.2012)
Es ist zweifelhaft, ob die Steuerfreiheit von Sanierungsgewinnen durch Forderungsverzicht von Gläubigern allein wegen sachlicher Unbilligkeit aufgrund des BMF-Schreibens vom 27. März 2003 IV A 6-S 2140-8/03 (BStBl I 2003, 240) beansprucht werden kann, nachdem der Gesetzgeber die früher in § 3 Nr. 66 EStG vorgesehene Steuerfreiheit durch Gesetz zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform vom 29. Oktober 1997 (BGBl I 1997, 2590, BStBl I 1997, 928) abgeschafft hat.
AO § 227; FGO § 138 Abs. 1; EStG § 3 Nr. 66, § 52 Abs. 2i
FG München (Urteil vom 12.12.2007; Aktenzeichen 1 K 4487/06; EFG 2008, 615)
Jedenfalls ist die Auffassung der Vorinstanz, ein entsprechender Wille des Gesetzgebers (zur generellen Steuerfreiheit von Sanierungsgewinnen) könne angesichts der Abschaffung des § 3 Nr. 66 EStG a.F. nicht angenommen werden, bei der im Rahmen der Kostenentscheidung vorzunehmenden summarischen Prüfung nicht von vornherein abzulehnen. Denn der Gesetzgeber hat bislang eine generelle Ersatzregelung für § 3 Nr. 66 EStG a.F. nicht geschaffen, sondern lediglich begrenzt auf Teilbereiche des Steuerrechts (wie die Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a des Körperschaftsteuergesetzes) eine partielle Sanierungsgewinnbegünstigung eingeführt.
Haufe-Index 2959896
BFH/NV 2012, 1135
DStR 2012, 943