Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=B%201%20KR%2022/16%20R
Timestamp: 2019-06-26 23:19:40
Document Index: 48895933

Matched Legal Cases: ['§ 276', '§ 301', '§ 120', '§ 301', '§ 301', '§ 301', '§ 276', '§ 120', '§ 275', '§ 69', '§ 301', '§ 275', '§ 301', '§ 301']

https://dejure.org/2016,34883
BSG, 25.10.2016 - B 1 KR 22/16 R (https://dejure.org/2016,34883)
BSG, Entscheidung vom 25.10.2016 - B 1 KR 22/16 R (https://dejure.org/2016,34883)
BSG, Entscheidung vom 25. Januar 2016 - B 1 KR 22/16 R (https://dejure.org/2016,34883)
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Davor war Gegenstand der Prüfung - abgesehen von Besonderheiten bei Sonder- und Zusatzentgelten - im Wesentlichen die zutreffende Anzahl der Pflegesatztage, die generelle Abrechnungsfähigkeit und die anderweitig bestimmte Höhe der einschlägigen Pflegesätze (vgl. BSG, Urteil vom 25.10.2016 - B 1 KR 22/16 R Rn. 17).
Es unterscheidet bei dem angesprochenen Informationsfluss hin zum MDK und von dort zurück für diesen zwischen der hier betroffenen sachlich-rechnerischen Prüfung der Krankenhausrechnung - die dafür erforderliche Übermittlung von Sozialdaten ist allein Gegenstand des § 276 Abs. 1 SGB V - und der Auffälligkeitsprüfung (vgl BSGE 122, 87 = SozR 4-2500 § 301 Nr. 7, RdNr 15 und 25;… BSG Urteil vom 19.12.2017 - B 1 KR 19/17 R - Juris RdNr 16, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR 4-1500 § 120 Nr. 3 vorgesehen) .
Denn § 301 SGB V gebietet, wahre Angaben zum Behandlungsgeschehen zu machen, die Fehlvorstellungen der KK über das konkrete, abrechnungsrelevante Geschehen ausschließen (vgl BSGE 122, 87 = SozR 4-2500 § 301 Nr. 7, RdNr 25) .
Das Krankenhaus ist nicht etwa aus datenschutzrechtlichen Gründen zur irreführenden Falschabrechnung gezwungen (vgl BSGE 122, 87 = SozR 4-2500 § 301 Nr. 7, RdNr 25, sowie zur entsprechenden Anwendung des § 276 Abs. 2 SGB V bei der Übermittlung von Behandlungsunterlagen durch die Krankenhäuser direkt an den MDK) noch ist sie ihm deshalb erlaubt (…vgl zum Ganzen BSG Urteil vom 19.12.2017 - B 1 KR 19/17 R - Juris RdNr 17 f, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR 4-1500 § 120 Nr. 3 vorgesehen) .
Ob eine Krankenkasse einen Prüfauftrag mit dem Ziel der Abrechnungsminderung iS des § 275 Abs. 1c Satz 3 SGB V oder der sachlich-rechnerischen Richtigkeitsprüfung erteilt, bestimmt sich nach den Grundsätzen über die Auslegung von Willenserklärungen (§ 69 Abs. 1 Satz 3 SGB V; BSG 25.10.2016, B 1 KR 22/16 R, SozR 4-2500 § 301 Nr. 7).
Daran ändert nichts, dass der MDK in seinen Prüfmitteilungen die im Ergebnis nicht zutreffende Rechtsansicht äußerte, Rechtsgrundlage sei § 275 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 1c SGB V, denn die konkrete Zielrichtung des Prüfauftrags war klar (BSG 25.10.2016, B 1 KR 22/16 R, SozR 4-2500 § 301 Nr. 7, Rn 37).
Denn vielmehr können sich faktische Überschneidungen zwischen beiden Prüfregimen daraus ergeben, dass sachlich-rechnerische Unrichtigkeiten "Auffälligkeiten" im Rechtssinne bewirken können (so BSG 25.10.2016, B 1 KR 22/16 R, BSGE 122, 87-102 = SozR 4-2500 § 301 Nr. 7, juris Rn 32).