Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AnwBl%201990,%20396
Timestamp: 2019-10-20 20:25:13
Document Index: 67079233

Matched Legal Cases: ['§ 66', '§ 66', '§ 66', '§ 66', '§ 14', '§ 104']

OLG München, 10.10.1989 - 11 W 1441/89 - dejure.org
OLG München, 10.10.1989 - 11 W 1441/89
https://dejure.org/1989,6705
OLG München, 10.10.1989 - 11 W 1441/89 (https://dejure.org/1989,6705)
OLG München, Entscheidung vom 10.10.1989 - 11 W 1441/89 (https://dejure.org/1989,6705)
OLG München, Entscheidung vom 10. Januar 1989 - 11 W 1441/89 (https://dejure.org/1989,6705)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1989,6705) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
MDR 1990, 62
AnwBl 1990, 396
Die Gegenansicht, nach der jeder, der als Gesamtschuldner für die Gerichtskosten herangezogen werden kann, erinnerungsbefugt ist, auch wenn er selbst in der Kostenrechnung nicht genannt ist (OLG Nürnberg, JurBüro 1963, 550, 551; OLG München, JurBüro 1982, 884; OLG München, MDR 1990, 62 f.;… Meyer, GKG/FamGKG, 15. Aufl., § 66 GKG Rn. 9;… Hartmann, Kostengesetze, 45. Aufl., § 66 GKG Rn. 6;… NK-GK/Volpert, § 66 Rn. 27;… Zimmermann in Binz/Dörndorfer/Petzold/Zimmermann, GKG, 3. Aufl., § 66 Rn. 19; zu § 14 KostO aF BayObLG, JurBüro 1975, 492, 493), lässt außer Acht, dass der Erinnerungsführer mit diesem Rechtsbehelf zulässigerweise nur die Beseitigung einer durch den konkret angegriffenen Kostenansatz geschaffenen Beschwer erstreben kann.
Soweit in der dortigen Entscheidung die Ansicht vertreten wird, das Oberlandesgericht München habe in seinem Beschluss vom 10. Oktober 1989 (MDR 1990, 62) eine gegenteilige Auffassung vertreten, trifft dies nicht zu.
Kostenfestsetzung im Berufungsverfahren: Erinnerung gegen den Kostenansatz vor …
Der abweichenden Auffassung des OLG München (JurBüro 1990, 357), nach der ein gesamtschuldnerisch haftender Kostenschuldner gegen die einem anderen Gesamtschuldner übersandte Gerichtskostenrechnung vorgehen kann, ist nicht zu folgen, zumal sie auch auf der unzutreffenden Annahme beruht, dass die Festsetzung verauslagter Gerichtskosten im Kostenfestsetzungsverfahren nach § 104 ZPO nicht überprüft werden kann (vgl. dazu Senat MDR 1997, 889; KG-Report 2002, 92 m.w.N.).