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Timestamp: 2016-10-27 04:59:07
Document Index: 210884832

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 16', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

I 243/06 (19.12.2006)
K.________, 1945, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Sidler, Unterm�li 6, 6300 Zug,
Der 1945 geborene K.________ absolvierte urspr�nglich eine Ausbildung als Sattler-Tapezierer, war jedoch in der Folge ab 1. Januar 1971 als Bus-Chauffeur bei der Q.________ AG angestellt. Das Arbeitsverh�ltnis wurde auf den 31. Mai 2004 aus gesundheitlichen Gr�nden aufgel�st.
Am 30. Juni 2004 meldete sich K.________ unter Hinweis auf eine koronare Herzkrankheit bei der Eidgen�ssischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Zug zog Berichte der Arbeitgeberin vom 14. Juli 2004, des Spitals X.________, Medizinische Klinik, vom 16. September 2003, des Spitals Y.________, Kardiologie, vom 23. September 2003 (Operationsbericht), 30. September 2003 (Zusammenfassung der Krankengeschichte), 8. M�rz 2004 und 20. August 2004, des Dr. med. A.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 16. M�rz und 8. Juli 2004 sowie der Klinik Z.________ vom 7. November 2003 und 16. September 2004 bei. Mit Verf�gung vom 2. M�rz 2005 sprach sie dem Versicherten berufliche Eingliederungsmassnahmen in Form von Berufsberatung und Abkl�rung der beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten, mit Verf�gung vom 9. Mai 2005 ausserdem - nach Einholung einer Stellungnahme des IV-internen �rztlichen Dienstes (RAD) vom 8. Februar 2005 und eines Berichts der IV-internen Abteilung Berufsberatung vom 7./8. April 2005 - eine Dreiviertelsrente f�r die Zeit ab 1. August 2004 zu. An dieser Beurteilung des Rentenanspruchs wurde mit Einspracheentscheid vom 18. August 2005 festgehalten. Zwischenzeitlich hatte der Versicherte ein Schreiben des Dr. med. A.________ vom 18. April 2005 und einen Bericht des Dr. med. P.________, Innere Medizin, speziell Herzkrankheiten FMH, vom 4. April 2005 eingereicht.
K.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es sei ihm eine volle (richtig: ganze) Invalidenrente zuzusprechen.
Mit Schreiben vom 13. M�rz 2006 l�sst der Beschwerdef�hrer eine Stellungnahme des Dr. med. P.________ vom 9. M�rz 2006 nachreichen.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Bestimmung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung), die Aufgabe des Arztes oder der �rztin im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1) sowie den Beweiswert und die W�rdigung medizinischer Berichte und Stellungnahmen (BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1 Das kantonale Gericht gelangte zum Ergebnis, der Beschwerdef�hrer k�nne die bisher ausge�bte Arbeit als Bus-Chauffeur nicht mehr aus�ben. In Bezug auf k�rperlich nicht belastende T�tigkeiten ohne Bedienung gef�hrlicher Maschinen sei dagegen von einer Arbeitsf�higkeit von 66 % auszugehen. Die Vorinstanz st�tzte sich bei dieser Beurteilung insbesondere auf die Berichte des Spitals Y.________, wo am 17. und 22. September 2003 die operativen Eingriffe vorgenommen worden waren, vom 20. August 2004 und der Klinik Z.________ vom 16. September 2004, aus welchen sie mit ausf�hrlicher Begr�ndung den erw�hnten Wert von 66 % ableitete. Die Stellungnahme des Dr. med. P.________, welcher den Gesundheitszustand und die Leistungsf�higkeit ung�nstiger beurteilte, erachtete sie als nicht beweiskr�ftig.
3.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diese Beurteilung des kantonalen Gerichts erhobenen Einw�nde verm�gen nicht zu �berzeugen: Das Spital Y.________ erkl�rte im Bericht vom 8. M�rz 2004, der Versicherte sei aktuell im Alltag mit einer leichten Anstrengungsdyspnoe oligosymptomatisch. Die Bericht erstattenden �rzte erachteten demnach auf Grund ihrer Untersuchungen eine Reduktion der Belastbarkeit durchaus als gegeben, und es kann davon ausgegangen werden, dass sie diesem Umstand im Rahmen ihrer Stellungnahme zur Zumutbarkeit Rechnung trugen. Die Klinik Z.________ f�hrte Belastungstests durch, wobei der Beschwerdef�hrer den Anforderungen der drittst�rksten von insgesamt sechs Belastungsgruppen gewachsen war (Bericht vom 7. November 2003). Die Stellungnahme zur Arbeitsf�higkeit konnte sich somit auf spezifische Abkl�rungen st�tzen. Im Bericht vom 16. September 2004 erachtet die Klinik die Aus�bung einer leichten T�tigkeit ganztags mit reduzierter Leistung ("jedoch wahrscheinlich nur 2/3") f�r m�glich und zumutbar. Die Behauptung, es werde dar�ber hinaus eine zus�tzliche Verminderung der Leistungsf�higkeit attestiert, ist unzutreffend, bezieht sich doch der entsprechende Vermerk auf den Ausschluss schwerer k�rperlicher Arbeiten, welchem jedoch bereits durch die Umschreibung der geeigneten T�tigkeit Rechnung getragen werden kann. Dr. med. P.________, der im M�rz 2005 eine kardiologische Nachkontrolle durchf�hrte, hielt am 4. April 2005 fest, die linksventrikul�re Funktion habe sich gegen�ber der Vorkontrolle leicht verbessert. Allerdings sei der Versicherte in seiner Leistungsf�higkeit deutlich eingeschr�nkt (bei der Laufband-Ergonometrie sei eine schwere Anstrengungsdyspnoe aufgetreten). Dieser Befund ist jedoch nicht geeignet, die Zuverl�ssigkeit der Aussagen der Klinik Z.________ in Zweifel zu ziehen. Vielmehr stimmt er mit den Erkenntnissen des Spitals Y.________ �berein, welches ebenfalls auf eine Anstrengungsdyspnoe hingewiesen und deshalb die Zumutbarkeit der Verrichtung k�rperlicher Arbeit verneint hatte. Warum es dem Beschwerdef�hrer nicht m�glich sein sollte, eine T�tigkeit ohne k�rperliche und emotionale Anstrengung auszu�ben, wird aus der Stellungnahme des Dr. med. P.________ nicht deutlich. Auch der letztinstanzlich nachgereichte Bericht vom 9. M�rz 2006, der nur insoweit in die Beweisw�rdigung einbezogen werden kann, als er geeignet sein k�nnte, eine Revision des auf der Grundlage der �brigen Akten ergangenen Gerichtsurteils zu rechtfertigen (BGE 127 V 353 ff.), bringt diesbez�glich keine Kl�rung. Wenn das kantonale Gericht unter diesen Umst�nden gest�tzt auf die Stellungnahmen der Klinik Z.________ und des Spitals Y.________ eine Arbeitsf�higkeit von 66 % in einer geeigneten Erwerbst�tigkeit als hinreichend nachgewiesen erachtet hat, l�sst sich dies - auch unter Ber�cksichtigung der Stellungnahme des RAD vom 8. Februar 2005 - nicht beanstanden. Weitere Beweismassnahmen erscheinen in diesem Zusammenhang als nicht erforderlich.
Ausgehend vom dargelegten Zumutbarkeitsprofil ermittelte das kantonale Gericht einen Invalidit�tsgrad von 64 %. Das Valideneinkommen bezifferte es gest�tzt auf die Angaben der Arbeitgeberin vom 14. Juli 2004 (Verdienst im Jahr 2002) sowie unter Ber�cksichtigung der mutmasslichen Lohnentwicklung bis 2004 korrekterweise mit Fr. 89'541.-. Bez�glich des Invalideneinkommens gelangte die Vorinstanz gest�tzt auf die Werte der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE), nach Vornahme der rechtsprechungsgem�ss erforderlichen Anpassungen (vgl. BGE 126 V 81 Erw. 7a) sowie unter Ber�cksichtigung eines Prozentabzugs (dazu BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3) von 15 %, der sich im Rahmen der Angemessenheitspr�fung (BGE 126 V 81 Erw. 6) nicht beanstanden l�sst, zu einem Betrag von Fr. 32'598.05. Dieses Vorgehen entspricht den praxisgem�ssen Vorgaben. Das kantonale Gericht hat somit die Zusprechung einer Dreiviertelsrente zu Recht best�tigt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, der Ausgleichskasse Schweizerischer Transportunternehmungen, Bern, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen zugestellt.