Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&Datum=21.09.2011&Aktenzeichen=9%20U%2053/10
Timestamp: 2020-01-26 06:20:47
Document Index: 215137807

Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 355', '§ 738', '§ 592', 'BGH', 'BGH']

OLG Frankfurt, 21.09.2011 - 9 U 53/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,3084
OLG Frankfurt, 21.09.2011 - 9 U 53/10 (https://dejure.org/2011,3084)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 21.09.2011 - 9 U 53/10 (https://dejure.org/2011,3084)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 21. September 2011 - 9 U 53/10 (https://dejure.org/2011,3084)
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BGB § 312; BGB § 355; BGB § 738; ZPO § 592
Durchsetzungssperre, Gesellschaftsrecht, Personengesellschaft, Widerruf
LG Wiesbaden, 16.05.2010 - 10 O 296/09
Der Fall des OLG Köln (OLG Köln…, Urteil vom 22. Juli 2009 - 27 U 5/09, Rn. 23, juris) und die Sachverhalte, die den Urteilen des OLG Frankfurt (…OLG Frankfurt für den Widerruf der Beitrittserklärung zu einer Fonds-GbR: Urteil vom 26. Oktober 2011 - 9 U 68/11, juris Rn. 20; OLG Frankfurt, Urteil vom 21. September 2011 - 9 U 53/10, juris Rn. 27; OLG Frankfurt…, Urteil vom 25. Mai 2011 - 9 U 43/10, juris Rn. 39) zugrunde lagen, sind nicht vergleichbar.
Der Europäische Gerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 15.04.2010, Az.: C-215/08E (NJW 2010, 1511ff.) klar gestellt, dass auf jeden Beitritt eines Gesellschafters zu einem geschlossenen Immobilienfonds in Form einer Personengesellschaft die Verbraucherrichtlinie 85/577/EWG Anwendung findet, wenn - wie auch im vorliegenden Fall - der Beitritt vorrangig nicht erfolgt, um Gesellschafter zu werden, sondern um Kapital anzulegen (daran anknüpfend: BGH, Beschluss v. 12.07.2010, Az.: II ZR 269/07 = NJW 2010, 3096; OLG Frankfurt, Urteil vom 21.09.2011, Az.: 9 U 53/10 - juris; vgl. auch OLG Bremen, Urteil vom 15.04.2011, Az.: 2 U 129/10 - nicht veröffentlicht).
Schon aus diesem Grund hätte in der Beitrittserklärung darüber aufgeklärt werden müssen, was im Fall des Widerrufs mit den vom Beklagten bereits gezahlten Einlagen geschieht (vgl. OLG Frankfurt, Urteil vom 21.09.2011, Az.: 9 U 53/10 - juris).
Es muss also dargetan sein, dass die Gefahr von Hin- und Herzahlungen praktisch ausgeschlossen ist (…vgl. BGH, Urt. v. 12.07.1999, II ZR 4/98, juris Rn. 6; OLG Frankfurt, Urt. v. 21.09.2011, 9 U 53/10, juris Rz. 39).