Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20K%C3%B6ln&Datum=19.08.1999&Aktenzeichen=20%20W%2035/99
Timestamp: 2019-10-22 10:13:38
Document Index: 152379783

Matched Legal Cases: ['§ 492', '§ 2', '§ 2', '§ 68', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

OLG Köln, 19.08.1999 - 20 W 35/99 - dejure.org
https://dejure.org/1999,10712
OLG Köln, 19.08.1999 - 20 W 35/99 (https://dejure.org/1999,10712)
OLG Köln, Entscheidung vom 19.08.1999 - 20 W 35/99 (https://dejure.org/1999,10712)
OLG Köln, Entscheidung vom 19. August 1999 - 20 W 35/99 (https://dejure.org/1999,10712)
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ZPO §§ 492 Abs. 1, 411 Abs. 4 Satz 2, 296 Abs. 1
Antrag auf Beweiserhebung; Sachverständigengutachten; Wiedereinsetzungsgesuch ; Fristversäumung; Beschwerde ; Antrag auf Gutachtenergänzung ; Präklusion
LG Köln, 30.04.1999 - 4 OH 50/98
Damit erfasst der Ausschluss solche krankhaften Veränderungen der Psyche nicht, die in Wahrheit nicht psychogen, also etwa wie im vorliegenden Fall durch Fehlverarbeitung eines Unfallgeschehens entstehen, sondern adäquat kausal auf einer unfallbedingten organischen Schädigung, vor allem des zentralen Nervensystems, beruhen (OLG Frankfurt, OLGR 2000, 27; Knappmann, NVersZ 2002, 1,4;… Grimm, aaO, § 2 Rdn. 108).
Gerade bei schwerwiegenden Verletzungen des zentralen Nervensystems (beispielsweise einem schweren Schädel/Hirn/Trauma) wird es Aufgabe der forensischen Praxis sein, auch ohne Nachweis durch bildgebende Verfahren den Ursachenzusammenhang zu einer Organschädigung im Rahmen der richterlichen freien Beweiswürdigung beispielsweise mit den Mitteln der medizinischen Empirie offenzulegen (OLG Frankfurt, OLGR 2000, 27).
Damit erfasst der Ausschluss solche krankhaften Veränderungen der Psyche nicht, die in Wahrheit nicht psychogen, also etwa durch Fehlverarbeitung eines Unfallgeschehens) entstehen, sondern adäquat kausal auf einer unfallbedingten organischen Schädigung, vor allem des zentralen Nervensystems, beruhen (OLG Frankfurt, OLGR 2000, 27; Knappmann, NVersZ 2002, 1,4;… Grimm, a.a.O., § 2 Rdn. 108).
Bei Vertragsketten ergeben sich Einschränkungen für eine Bindungswirkung aus dem Vorprozess nur dann, wenn die in den beiden Verfahren zu behandelnden Streitfragen nicht vollständig identisch sind (…vgl. Zöller/Vollkommer a.a.O., § 68 ZPO, RdNr. 10; OLG Celle, OLGR 2000, 27).
In einem solchen Fall ist eine über den Durchschnitt von DM 75, 00 hinausgehende Entschädigung nicht gerechtfertigt (OLG Koblenz, JurBüro 1995, 488, 489; OLGRep. 2000, 27;… Meyer/Höver/Bach a.a.O, § 3 Rdnr. 34).
Eine Leistung, die normale Fachkenntnisse voraussetzt und keine wesentlichen Schwierigkeiten enthält, rechtfertigt keine über den Durchschnitt des Rahmens hinausgehende Entschädigung (OLG Koblenz JurBüro 1995, 488, 489; OLGRep 2000, 27;… Meyer/Höver/Bach, aaO, § 3 Rdnr. 34).
Dabei ist jedoch klarzustellen, dass dieser Maßstab nach dem Sinn der Bestimmung des § 3 Abs. 2 ZSEG nicht auf die im Fachgebiet des jeweiligen Sachverständigen normalen Fachkenntnisse und Schwierigkeiten abstellen kann, sondern dass damit die Fachkenntnisse und Schwierigkeiten gemeint sind, die im Rahmen der weiten Skala möglicher Sachverständigentätigkeiten als durchschnittlich zu bezeichnen sind (…Meyer/Höver/Bach, ZSEG , 20. Aufl., § 3 Rdnr. 34;… ebenso der 1. Strafsenat aaO.; vgl. auch 1. Zivilsenat, OLGR 2000, S. 27, 28).
In diesem Zusammenhang ist jedoch klarzustellen, dass dieser Maßstab nach dem Sinn der Bestimmung des § 3 Abs. 2 ZSEG nicht auf die im Fachgebiet des jeweiligen Sachverständigen "normalen" Fachkenntnisse und Schwierigkeiten abstellen kann, sondern dass damit die Fachkenntnisse und Schwierigkeiten gemeint sind, die im Rahmen der weiten Skala möglicher Sachverständigentätigkeiten als durchschnittlich zu bezeichnen sind (…Meyer/Höver/Bach, ZSEG , 20. Aufl., § 3 Rdnr. 34;… ebenso der 1. Strafsenat aaO.; vgl. auch 1. Zivilsenat, OLGR 2000, S. 27, 28), also im Rahmen der Gesamtheit der Tätigkeiten aller in Betracht kommenden Arten von Sachverständigen (…Meyer/Höver/Bach, § 3 Rdn. 37.1 und 38).
LG Verden, 27.01.2003 - 2 T 307/02
Gewährung einer Sachverständigenentschädigung
Die Auswahl eines besonders qualifizierten Sachverständigen besagt noch nichts darüber, ob der Sachverständige für die konkrete Beweisfrage über überdurchschnittliche Fachkenntnisse verfügen muss (vgl. dazu OLG Koblenz OLGR 2000, 27).