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Timestamp: 2019-11-22 21:24:05
Document Index: 352390327

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 47', '§ 48', '§ 49', 'Art. 1', '§ 18', '§ 5', 'Art. 7', '§ 6', 'Art. 7', '§ 6', 'Art. 7', '§ 7', 'Art. 7', '§ 7', 'Art. 7', '§ 18', '§ 8', 'Art. 7', '§ 9', 'Art. 7', '§ 9', 'Art. 7', '§ 10', 'Art. 7', '§ 11', 'Art. 7', '§ 12', 'Art. 7', '§ 12', 'Art. 7', '§ 12', 'Art. 7', '§ 13', 'Art. 7', '§ 13', 'Art. 7', '§ 14', 'Art. 7', '§ 17', 'Art. 5', '§ 17', 'Art. 5', '§ 18', 'Art. 7', '§ 18', 'Art. 7', '§ 18', '§ 9', '§ 21', 'Art. 7', '§ 20', '§ 20', '§ 12', '§ 23', 'Art. 7', '§ 24', 'Art. 7', '§ 25', 'Art. 7', '§ 16', '§ 9', '§ 27', 'Art. 7', '§ 11', '§ 30', '§ 6', '§ 30', 'Art. 7', '§ 30', 'Art. 7', '§ 30', 'Art. 7', '§ 30', '§ 6', 'Art. 7', '§ 30', 'Art. 7', '§ 41', '§ 1050', '§ 1042', '§ 11', '§ 33', 'Art. 2', '§ 17', 'Art. 4', '§ 1', '§ 33', 'Art. 2', '§ 17', 'Art. 4', '§ 1', '§ 28', '§ 143', '§ 39', 'Art. 9', '§ 39', 'Art. 2', '§ 12', '§ 24', '§ 42', 'Art. 1', '§ 42', '§ 42', '§ 43', 'Art. 1', '§ 43', 'Art. 7', '§ 44', 'Art. 1', '§ 30', '§ 45', '§ 46', '§ 43', '§ 47', 'Art. 4', '§ 48', 'Art. 7']

Gesetz über Arbeitnehmererfindungen - Aktuelle Gesamtausgabe
juris-Abkürzung: ArbnErfG
Textnachweis ab: 01.10.1968
Fundstelle: BGBl I 1957, 756
FNA: FNA 422-1, Bundesgesetzblatt Teil III
(+++ Zur Anwendung vgl. § 43 +++)
Gesetz über Arbeitnehmererfindungen 25.07.1957
Inhaltsübersicht 31.07.2009
Erster Abschnitt Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen 01.01.1964
§ 1 Anwendungsbereich 01.01.1964
§ 2 Erfindungen 01.01.1964
§ 3 Technische Verbesserungsvorschläge 01.01.1964
§ 4 Diensterfindungen und freie Erfindungen 01.01.1964
Zweiter Abschnitt Erfindungen und technische Verbesserungsvorschläge von Arbeitnehmern im privaten Dienst 01.01.1964
1. Diensterfindungen 01.01.1964
§ 5 Meldepflicht 31.07.2009
§ 6 Inanspruchnahme 31.07.2009
§ 7 Wirkung der Inanspruchnahme 31.07.2009
§ 8 Frei gewordene Diensterfindungen 31.07.2009
§ 9 Vergütung bei Inanspruchnahme 31.07.2009
§ 10 (weggefallen) 31.07.2009
§ 11 Vergütungsrichtlinien 31.07.2009
§ 12 Feststellung oder Festsetzung der Vergütung 31.07.2009
§ 13 Schutzrechtsanmeldung im Inland 31.07.2009
§ 14 Schutzrechtsanmeldung im Ausland 31.07.2009
§ 15 Gegenseitige Rechte und Pflichten beim Erwerb von Schutzrechten 01.01.1964
§ 16 Aufgabe der Schutzrechtsanmeldung oder des Schutzrechts 01.01.1964
§ 17 Betriebsgeheimnisse 04.09.1967
2. Freie Erfindungen 01.01.1964
§ 18 Mitteilungspflicht 31.07.2009
§ 19 Anbietungspflicht 01.01.1964
3. Technische Verbesserungsvorschläge 01.01.1964
4. Gemeinsame Bestimmungen 01.01.1964
§ 21 (weggefallen) 31.07.2009
§ 22 Unabdingbarkeit 01.01.1964
§ 23 Unbilligkeit 31.07.2009
§ 24 Geheimhaltungspflicht 31.07.2009
§ 25 Verpflichtungen aus dem Arbeitsverhältnis 31.07.2009
§ 26 Auflösung des Arbeitsverhältnisses 01.01.1964
§ 27 Insolvenzverfahren 31.07.2009
5. Schiedsverfahren 01.01.1964
§ 28 Gütliche Einigung 01.01.1964
§ 29 Errichtung der Schiedsstelle 01.01.1964
§ 30 Besetzung der Schiedsstelle 31.07.2009
§ 31 Anrufung der Schiedsstelle 01.01.1964
§ 32 Antrag auf Erweiterung der Schiedsstelle 01.01.1964
§ 33 Verfahren vor der Schiedsstelle 22.12.1997
§ 34 Einigungsvorschlag der Schiedsstelle 01.01.1964
§ 35 Erfolglose Beendigung des Schiedsverfahrens 01.01.1964
§ 36 Kosten des Schiedsverfahrens 01.01.1964
6. Gerichtliches Verfahren 01.01.1964
§ 37 Voraussetzungen für die Erhebung der Klage 01.01.1964
§ 38 Klage auf angemessene Vergütung 01.01.1964
§ 39 Zuständigkeit 24.06.1994
Dritter Abschnitt Erfindungen und technische Verbesserungsvorschläge von Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst, von Beamten und Soldaten 01.01.1964
§ 40 Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst 01.01.1964
§ 41 Beamte, Soldaten 01.01.1964
§ 42 Besondere Bestimmungen für Erfindungen an Hochschulen 18.01.2002
Vierter Abschnitt Übergangs- und Schlußbestimmungen 01.01.1964
§ 43 Übergangsvorschrift 31.07.2009
§ 44 (weggefallen) 18.01.2002
§ 45 Durchführungsbestimmungen 01.01.1964
§ 46 Außerkrafttreten von Vorschriften 01.01.1964
§ 47 (weggefallen) 16.07.1998
§ 48 (weggefallen) 31.07.2009
§ 49 Inkrafttreten 01.01.1964
Inhaltsübersicht: Entsprechend den bei den einzelnen Vorschriften ausgewiesenen Änderungen fortgeschrieben; im Übrigen idF d. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a bis c G v. 18.1.2002 I 414 mWv 7.2.2002
(3) 1Sonstige Erfindungen von Arbeitnehmern sind freie Erfindungen. 2Sie unterliegen jedoch den Beschränkungen der §§ 18 und 19.
(1) 1Der Arbeitnehmer, der eine Diensterfindung gemacht hat, ist verpflichtet, sie unverzüglich dem Arbeitgeber gesondert in Textform zu melden und hierbei kenntlich zu machen, daß es sich um die Meldung einer Erfindung handelt. 2Sind mehrere Arbeitnehmer an dem Zustandekommen der Erfindung beteiligt, so können sie die Meldung gemeinsam abgeben. 3Der Arbeitgeber hat den Zeitpunkt des Eingangs der Meldung dem Arbeitnehmer unverzüglich in Textform zu bestätigen.
(2) 1In der Meldung hat der Arbeitnehmer die technische Aufgabe, ihre Lösung und das Zustandekommen der Diensterfindung zu beschreiben. 2Vorhandene Aufzeichnungen sollen beigefügt werden, soweit sie zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind. 3Die Meldung soll dem Arbeitnehmer dienstlich erteilte Weisungen oder Richtlinien, die benutzten Erfahrungen oder Arbeiten des Betriebes, die Mitarbeiter sowie Art und Umfang ihrer Mitarbeit angeben und soll hervorheben, was der meldende Arbeitnehmer als seinen eigenen Anteil ansieht.
(3) 1Eine Meldung, die den Anforderungen des Absatzes 2 nicht entspricht, gilt als ordnungsgemäß, wenn der Arbeitgeber nicht innerhalb von zwei Monaten erklärt, daß und in welcher Hinsicht die Meldung einer Ergänzung bedarf. 2Er hat den Arbeitnehmer, soweit erforderlich, bei der Ergänzung der Meldung zu unterstützen.
§ 5 Abs. 1 Satz 1 u. 3: IdF d. Art. 7 Nr. 1 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 6 Abs. 1: IdF d. Art. 7 Nr. 2 Buchst. a G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 6 Abs. 2: IdF d. Art. 7 Nr. 2 Buchst. b G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 7 Abs. 1: IdF d. Art. 7 Nr. 3 Buchst. a G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 7 Abs. 2: Früherer Abs. 2 aufgeh., früherer Abs. 3 jetzt Abs. 2 gem. Art. 7 Nr. 3 Buchst. b u. c G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
1Eine Diensterfindung wird frei, wenn der Arbeitgeber sie durch Erklärung in Textform freigibt. 2Über eine frei gewordene Diensterfindung kann der Arbeitnehmer ohne die Beschränkungen der §§ 18 und 19 verfügen.
§ 8: IdF d. Art. 7 Nr. 4 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 9 Überschrift: IdF d. Art. 7 Nr. 5 Buchst. a G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 9 Abs. 1: IdF d. Art. 7 Nr. 5 Buchst. b G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 10: Aufgeh. durch Art. 7 Nr. 6 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 11: IdF d. Art. 7 Nr. 7 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
(2) 1Wenn mehrere Arbeitnehmer an der Diensterfindung beteiligt sind, ist die Vergütung für jeden gesondert festzustellen. 2Die Gesamthöhe der Vergütung und die Anteile der einzelnen Erfinder an der Diensterfindung hat der Arbeitgeber den Beteiligten bekanntzugeben.
(3) 1Kommt eine Vereinbarung über die Vergütung in angemessener Frist nach Inanspruchnahme der Diensterfindung nicht zustande, so hat der Arbeitgeber die Vergütung durch eine begründete Erklärung in Textform an den Arbeitnehmer festzusetzen und entsprechend der Festsetzung zu zahlen. 2Die Vergütung ist spätestens bis zum Ablauf von drei Monaten nach Erteilung des Schutzrechts festzusetzen.
(4) 1Der Arbeitnehmer kann der Festsetzung innerhalb von zwei Monaten durch Erklärung in Textform widersprechen, wenn er mit der Festsetzung nicht einverstanden ist. 2Widerspricht er nicht, so wird die Festsetzung für beide Teile verbindlich.
(5) 1Sind mehrere Arbeitnehmer an der Diensterfindung beteiligt, so wird die Festsetzung für alle Beteiligten nicht verbindlich, wenn einer von ihnen der Festsetzung mit der Begründung widerspricht, daß sein Anteil an der Diensterfindung unrichtig festgesetzt sei. 2Der Arbeitgeber ist in diesem Falle berechtigt, die Vergütung für alle Beteiligten neu festzusetzen.
(6) 1Arbeitgeber und Arbeitnehmer können voneinander die Einwilligung in eine andere Regelung der Vergütung verlangen, wenn sich Umstände wesentlich ändern, die für die Feststellung oder Festsetzung der Vergütung maßgebend waren. 2Rückzahlung einer bereits geleisteten Vergütung kann nicht verlangt werden. 3Die Absätze 1 bis 5 sind nicht anzuwenden.
§ 12 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 7 Nr. 8 Buchst. a DBuchst. aa G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 12 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 7 Nr. 8 Buchst. a DBuchst. bb G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 12 Abs. 4: IdF d. Art. 7 Nr. 8 Buchst. b G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
(1) 1Der Arbeitgeber ist verpflichtet und allein berechtigt, eine gemeldete Diensterfindung im Inland zur Erteilung eines Schutzrechts anzumelden. 2Eine patentfähige Diensterfindung hat er zur Erteilung eines Patents anzumelden, sofern nicht bei verständiger Würdigung der Verwertbarkeit der Erfindung der Gebrauchsmusterschutz zweckdienlicher erscheint. 3Die Anmeldung hat unverzüglich zu geschehen.
(4) 1Ist die Diensterfindung frei geworden, so ist nur der Arbeitnehmer berechtigt, sie zur Erteilung eines Schutzrechts anzumelden. 2Hatte der Arbeitgeber die Diensterfindung bereits zur Erteilung eines Schutzrechts angemeldet, so gehen die Rechte aus der Anmeldung auf den Arbeitnehmer über.
§ 13 Abs. 2 Nr. 1: IdF d. Art. 7 Nr. 9 Buchst. a G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 13 Abs. 3: IdF d. Art. 7 Nr. 9 Buchst. b G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
(2) 1Für ausländische Staaten, in denen der Arbeitgeber Schutzrechte nicht erwerben will, hat er dem Arbeitnehmer die Diensterfindung freizugeben und ihm auf Verlangen den Erwerb von Auslandsschutzrechten zu ermöglichen. 2Die Freigabe soll so rechtzeitig vorgenommen werden, daß der Arbeitnehmer die Prioritätsfristen der zwischenstaatlichen Verträge auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes ausnutzen kann.
§ 14 Abs. 1: IdF d. Art. 7 Nr. 10 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
(1) 1Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer zugleich mit der Anmeldung der Diensterfindung zur Erteilung eines Schutzrechts Abschriften der Anmeldeunterlagen zu geben. 2Er hat ihn von dem Fortgang des Verfahrens zu unterrichten und ihm auf Verlangen Einsicht in den Schriftwechsel zu gewähren.
§ 17 Abs. 2: Früherer Abs. 2 aufgeh., früherer Abs. 3 jetzt Abs. 2 u. neugefaßt gem. Art. 5 Nr. 1 G v. 4.9.1967 I 953 mWv 1.10.1968
§ 17 Abs. 3: Früher Abs. 4 gem. Art. 5 Nr. 2 G v. 4.9.1967 I 953 mWv 1.10.1968
(1) 1Der Arbeitnehmer, der während der Dauer des Arbeitsverhältnisses eine freie Erfindung gemacht hat, hat dies dem Arbeitgeber unverzüglich durch Erklärung in Textform mitzuteilen. 2Dabei muß über die Erfindung und, wenn dies erforderlich ist, auch über ihre Entstehung so viel mitgeteilt werden, daß der Arbeitgeber beurteilen kann, ob die Erfindung frei ist.
§ 18 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 7 Nr. 11 Buchst. a G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 18 Abs. 2: IdF d. Art. 7 Nr. 11 Buchst. b G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
(1) 1Bevor der Arbeitnehmer eine freie Erfindung während der Dauer des Arbeitsverhältnisses anderweitig verwertet, hat er zunächst dem Arbeitgeber mindestens ein nichtausschließliches Recht zur Benutzung der Erfindung zu angemessenen Bedingungen anzubieten, wenn die Erfindung im Zeitpunkt des Angebots in den vorhandenen oder vorbereiteten Arbeitsbereich des Betriebes des Arbeitgebers fällt. 2Das Angebot kann gleichzeitig mit der Mitteilung nach § 18 abgegeben werden.
(1) 1Für technische Verbesserungsvorschläge, die dem Arbeitgeber eine ähnliche Vorzugsstellung gewähren wie ein gewerbliches Schutzrecht, hat der Arbeitnehmer gegen den Arbeitgeber einen Anspruch auf angemessene Vergütung, sobald dieser sie verwertet. 2Die Bestimmungen der §§ 9 und 12 sind sinngemäß anzuwenden.
§ 21: Aufgeh. durch Art. 7 Nr. 12 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
1Die Vorschriften dieses Gesetzes können zuungunsten des Arbeitnehmers nicht abgedungen werden. 2Zulässig sind jedoch Vereinbarungen über Diensterfindungen nach ihrer Meldung, über freie Erfindungen und technische Verbesserungsvorschläge (§ 20 Abs. 1) nach ihrer Mitteilung.
(1) 1Vereinbarungen über Diensterfindungen, freie Erfindungen oder technische Verbesserungsvorschläge (§ 20 Abs. 1), die nach diesem Gesetz zulässig sind, sind unwirksam, soweit sie in erheblichem Maße unbillig sind. 2Das gleiche gilt für die Festsetzung der Vergütung (§ 12 Abs. 4).
§ 23 Abs. 2: IdF d. Art. 7 Nr. 13 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 24 Abs. 2: IdF d. Art. 7 Nr. 14 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 25: IdF d. Art. 7 Nr. 14 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
In allen anderen Fällen hat der Insolvenzverwalter dem Arbeitnehmer die Diensterfindung sowie darauf bezogene Schutzrechtspositionen spätestens nach Ablauf eines Jahres nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens anzubieten; im Übrigen gilt § 16 entsprechend. 2Nimmt der Arbeitnehmer das Angebot innerhalb von zwei Monaten nach dessen Zugang nicht an, kann der Insolvenzverwalter die Erfindung ohne Geschäftsbetrieb veräußern oder das Recht aufgeben. 3Im Fall der Veräußerung kann der Insolvenzverwalter mit dem Erwerber vereinbaren, dass sich dieser verpflichtet, dem Arbeitnehmer die Vergütung nach § 9 zu zahlen. 4Wird eine solche Vereinbarung nicht getroffen, hat der Insolvenzverwalter dem Arbeitnehmer die Vergütung aus dem Veräußerungserlös zu zahlen.
§ 27: IdF d. Art. 7 Nr. 15 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
1In allen Streitfällen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf Grund dieses Gesetzes kann jederzeit die Schiedsstelle angerufen werden. 2Die Schiedsstelle hat zu versuchen, eine gütliche Einigung herbeizuführen.
(2) 1Der Vorsitzende und sein Vertreter sollen die Befähigung zum Richteramt nach dem Deutschen Richtergesetz besitzen. 2Sie werden vom Bundesminister der Justiz für die Dauer von vier Jahren berufen. 3Eine Wiederberufung ist zulässig.
(3) 1Die Beisitzer sollen auf dem Gebiet der Technik, auf das sich die Erfindung oder der technische Verbesserungsvorschlag bezieht, besondere Erfahrung besitzen. 2Sie werden vom Präsidenten des Patentamts aus den Mitgliedern oder Hilfsmitgliedern des Patentamts für den einzelnen Streitfall berufen.
(4) 1Auf Antrag eines Beteiligten ist die Besetzung der Schiedsstelle um je einen Beisitzer aus Kreisen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zu erweitern. 2Diese Beisitzer werden vom Präsidenten des Patentamts aus Vorschlagslisten ausgewählt und für den einzelnen Streitfall bestellt. 3Zur Einreichung von Vorschlagslisten sind berechtigt die in § 11 genannten Spitzenorganisationen, ferner die Gewerkschaften und die selbständigen Vereinigungen von Arbeitnehmern mit sozial- oder berufspolitischer Zwecksetzung, die keiner dieser Spitzenorganisationen angeschlossen sind, wenn ihnen eine erhebliche Zahl von Arbeitnehmern angehört, von denen nach der ihnen im Betrieb obliegenden Tätigkeit erfinderische Leistungen erwartet werden.
(6) 1Die Dienstaufsicht über die Schiedsstelle führt der Vorsitzende, die Dienstaufsicht über den Vorsitzenden der Präsident des Patentamts. 2Die Mitglieder der Schiedsstelle sind an Weisungen nicht gebunden.
§ 30 Abs. 2: IdF d. § 6 Nr. 1 6. ÜberlG v. 23.3.1961 I 274 mWv 1.7.1961
§ 30 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 7 Nr. 16 Buchst. a DBuchst. aa G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 30 Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 7 Nr. 16 Buchst. a DBuchst. bb G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 30 Abs. 2 Satz 3: Eingef. durch Art. 7 Nr. 16 Buchst. a DBuchst. cc G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 30 Abs. 6 Satz 1 (früher einziger Text): Eingef. durch § 6 Nr. 2 6. ÜberlG v. 23.3.1961 I 274 mWv 1.7.1961; jetzt Satz 1 gem. u. idF d. Art. 7 Nr. 16 Buchst. b DBuchst. aa G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 30 Abs. 6 Satz 2: Eingef. durch Art. 7 Nr. 16 Buchst. b DBuchst. bb G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
(1) 1Die Anrufung der Schiedsstelle erfolgt durch schriftlichen Antrag. 2Der Antrag soll in zwei Stücken eingereicht werden. 3Er soll eine kurze Darstellung des Sachverhalts sowie Namen und Anschrift des anderen Beteiligten enthalten.
(1) 1Auf das Verfahren vor der Schiedsstelle sind §§ 41 bis 48, 1042 Abs. 1 und § 1050 der Zivilprozeßordnung sinngemäß anzuwenden. 2§ 1042 Abs. 2 der Zivilprozeßordnung ist mit der Maßgabe sinngemäß anzuwenden, daß auch Patentanwälte und Erlaubnisscheininhaber (Artikel 3 des Zweiten Gesetzes zur Änderung und Überleitung von Vorschriften auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes vom 2. Juli 1949 - WiGBl. S. 179) sowie Verbandsvertreter im Sinne des § 11 des Arbeitsgerichtsgesetzes von der Schiedsstelle nicht zurückgewiesen werden dürfen.
§ 33 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 2 § 17 Nr. 1 nach Maßgabe d. Art. 4 § 1 G v. 22.12.1997 I 3224 (SchiedsVfG) mWv 1.1.1998
§ 33 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 2 § 17 Nr. 2 nach Maßgabe d. Art. 4 § 1 G v. 22.12.1997 I 3224 (SchiedsVfG) mWv 1.1.1998
(2) 1Die Schiedsstelle hat den Beteiligten einen Einigungsvorschlag zu machen. 2Der Einigungsvorschlag ist zu begründen und von sämtlichen Mitgliedern der Schiedsstelle zu unterschreiben. 3Auf die Möglichkeit des Widerspruchs und die Folgen bei Versäumung der Widerspruchsfrist ist in dem Einigungsvorschlag hinzuweisen. 4Der Einigungsvorschlag ist den Beteiligten zuzustellen.
(4) 1Ist einer der Beteiligten durch unabwendbaren Zufall verhindert worden, den Widerspruch rechtzeitig einzulegen, so ist er auf Antrag wieder in den vorigen Stand einzusetzen. 2Der Antrag muß innerhalb eines Monats nach Wegfall des Hindernisses schriftlich bei der Schiedsstelle eingereicht werden. 3Innerhalb dieser Frist ist der Widerspruch nachzuholen. 4Der Antrag muß die Tatsachen, auf die er gestützt wird, und die Mittel angeben, mit denen diese Tatsachen glaubhaft gemacht werden. 5Ein Jahr nach Zustellung des Einigungsvorschlages kann die Wiedereinsetzung nicht mehr beantragt und der Widerspruch nicht mehr nachgeholt werden.
(5) 1Über den Wiedereinsetzungsantrag entscheidet die Schiedsstelle. 2Gegen die Entscheidung der Schiedsstelle findet die sofortige Beschwerde nach den Vorschriften der Zivilprozeßordnung an das für den Sitz des Antragstellers zuständige Landgericht statt.
wenn die Parteien vereinbart haben, von der Anrufung der Schiedsstelle abzusehen. 2Diese Vereinbarung kann erst getroffen werden, nachdem der Streitfall (§ 28) eingetreten ist. 3Sie bedarf der Schriftform.
(1) 1Für alle Rechtsstreitigkeiten über Erfindungen eines Arbeitnehmers sind die für Patentstreitsachen zuständigen Gerichte (§ 143 des Patentgesetzes) ohne Rücksicht auf den Streitwert ausschließlich zuständig. 2Die Vorschriften über das Verfahren in Patentstreitsachen sind anzuwenden.
§ 39 Abs. 1: Früherer Satz 3 aufgeh. durch Art. 9 Nr. 5 G v. 24.6.1994 I 1325 mWv 1.7.1994
§ 39 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 2 Abs. 2 G v. 15.8.1986 I 1446 mWv 1.1.1987
An Stelle der Inanspruchnahme der Diensterfindung kann der Arbeitgeber eine angemessene Beteiligung an dem Ertrag der Diensterfindung in Anspruch nehmen, wenn dies vorher vereinbart worden ist. 2Über die Höhe der Beteiligung können im voraus bindende Abmachungen getroffen werden. 3Kommt eine Vereinbarung über die Höhe der Beteiligung nicht zustande, so hat der Arbeitgeber sie festzusetzen. 4§ 12 Abs. 3 bis 6 ist entsprechend anzuwenden.
Der Erfinder ist berechtigt, die Diensterfindung im Rahmen seiner Lehr- und Forschungstätigkeit zu offenbaren, wenn er dies dem Dienstherrn rechtzeitig, in der Regel zwei Monate zuvor, angezeigt hat. 2§ 24 Abs. 2 findet insoweit keine Anwendung.
Lehnt ein Erfinder aufgrund seiner Lehr- und Forschungsfreiheit die Offenbarung seiner Diensterfindung ab, so ist er nicht verpflichtet, die Erfindung dem Dienstherrn zu melden. 2Will der Erfinder seine Erfindung zu einem späteren Zeitpunkt offenbaren, so hat er dem Dienstherrn die Erfindung unverzüglich zu melden.
§ 42: IdF d. Art. 1 Nr. 2 G v. 18.1.2002 I 414 mWv 7.2.2002
(1) 1§ 42 in der am 7. Februar 2002 (BGBl. I S. 414) geltenden Fassung dieses Gesetzes findet nur Anwendung auf Erfindungen, die nach dem 6. Februar 2002 gemacht worden sind. 2Abweichend von Satz 1 ist in den Fällen, in denen sich Professoren, Dozenten oder wissenschaftliche Assistenten an einer wissenschaftlichen Hochschule zur Übertragung der Rechte an einer Erfindung gegenüber einem Dritten vor dem 18. Juli 2001 vertraglich verpflichtet haben, § 42 des Gesetzes über Arbeitnehmererfindungen in der bis zum 6. Februar 2002 geltenden Fassung bis zum 7. Februar 2003 weiter anzuwenden.
(2) 1Für die vor dem 7. Februar 2002 von den an einer Hochschule Beschäftigten gemachten Erfindungen sind die Vorschriften des Gesetzes über Arbeitnehmererfindungen in der bis zum 6. Februar 2002 geltenden Fassung anzuwenden. 2Das Recht der Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Assistenten an einer wissenschaftlichen Hochschule, dem Dienstherrn ihre vor dem 6. Februar 2002 gemachten Erfindungen anzubieten, bleibt unberührt.
(3) 1Auf Erfindungen, die vor dem 1. Oktober 2009 gemeldet wurden, sind die Vorschriften dieses Gesetzes in der bis zum 30. September 2009 geltenden Fassung weiter anzuwenden. 2Für technische Verbesserungsvorschläge gilt Satz 1 entsprechend.
§ 43: IdF d. Art. 1 Nr. 3 G v. 18.1.2002 I 414 mWv 7.2.2002
§ 43 Abs. 3: Eingef. durch Art. 7 Nr. 17 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009
§ 44: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 4 G v. 18.1.2002 I 414 mWv 7.2.2002
1Der Bundesminister der Justiz wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Arbeit die für die Erweiterung der Besetzung der Schiedsstelle (§ 30 Abs. 4 und 5) erforderlichen Durchführungsbestimmungen zu erlassen. 2Insbesondere kann er bestimmen,
§ 45: Vgl. 2. DV zum G über Arbeitnehmererfindungen 422-1-2. Bundesminister für Arbeit jetzt Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung
§ 46: Aufhebungsvorschrift, abgedruckt zum Verständnis des § 43 Abs. 1 u. 2
Nr 1 Aufhebung GefErfV 1.10.1957
Nr 2 Aufhebung GefErfVDV 1.10.1957
§ 47: Aufgeh. durch Art. 4 G v. 16.7.1998 I 1827 mWv 1.11.1998
§ 48: Aufgeh. durch Art. 7 Nr. 18 G v. 31.7.2009 I 2521 mWv 1.10.2009