Source: https://www.easyleaving.com/checkliste-beerdigungs-planung-hamburg
Timestamp: 2019-03-18 22:10:15
Document Index: 168891596

Matched Legal Cases: ['§1', '§2', '§3', '§5', '§33', '§34', '§6', '§10', '§13', '§11', '§12', '§159', '§18', '§26', '§27', '§21', '§14']

Checkliste Beerdigungs­planung Hamburg | easyleaving > Rundum-Vorsorge für den eigenen Todesfall.
Checkliste Beerdigungs­planung Hamburg
Die eigene Beerdigung müssen Sie nicht Ihren Angehörigen überlassen. Diese haben im Trauerfall genug um die Ohren. Deshalb haben wir in dieser Checkliste die wichtigsten Details der Grabgestaltung, der Trauertexte und der Trauerfeier zusammengetragen. Die Bestattung ist in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt, wir haben in dieser Checkliste die Regelungen Hamburgs zusammen getragen. Zudem gelten die jeweiligen lokalen Friedhofsordnungen.
In Hamburg regelt das Gesetz über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen (Bestattungsgesetz) aus dem Jahr 1988 den Ablauf einer Beerdigung. §1 regelt die Leichenschau, die auch in der Hansestadt von einem niedergelassenen bzw. im Krankenhaus angestellten Arzt innerhalb von sechs Stunden (§2) nach der Aufforderung "an dem Ort, an dem der Tod eingetreten oder die Leiche aufgefunden worden ist," vorgenommen werden muss. Er klärt Todeszeitpunkt, Todesart und Todesursache. Dabei muss feststehen, dass "der Eintritt des Todes offensichtlich ist". In der Folge erstellt der Arzt eine Todesbescheinigung (§3). Die Leichenschau ist in der Regel nicht kostenpflichtig (§5).
In Hamburg gelten Tod- und Fehlgeburten ab einem Gewicht von 500 Gramm als Leichen. Abs. 2 bestimmt, dass die Angehörigen die Leichenschau unverzüglich zu veranlassen haben. Es gilt die Reihenfolge aus §33 oder §34 des Personenstandsgesetzes. Gibt es keine Angehörigen nach dieser Definition oder handelt es sich um die Leiche eines Unbekannten, muss die zuständige Behörde alles veranlassen.
Hamburg verlangt (§6) die Überführung der Leiche in eine Leichenhalle, wenn der Körper nicht innerhalb 36 Stunden zur Beerdigung überführt wird. Ausnahmen können bei der zuständigen Behörde beantragt werden.
Wie in allen Bundesländern gilt auch in Hamburg (§10) eine Bestattungspflicht. Beantragen die Angehörigen keine Beerdigung, übernimmt 14 Tage nach Überführung in eine Leichenhalle die zuständige Behörde die Aufgabe, bei Urnen gilt eine Frist von einem Monat. Tod- und Fehlgeburten werden auf Wunsch eines Elternteils bestattet.
Die Körperspende für Forschungszwecke ist erlaubt, bedarf jedoch der schriftlichen Zustimmung des Verstorbenen (Abs. 3). Diese können Sie natürlich bei eaysyleaving hinterlegen. "Die wissenschaftliche Einrichtung veranlasst die Bestattung der Leiche, sobald sie nicht mehr wissenschaftlichen Zwecken dient".
Folgende Bestattungsarten sind in Hamburg gestattet:
Erdbestattung / Beerdigung
als Erdbestattung bezeichnet man die Bestattung des Körpers in einem Sarg
und Feuerbestattung
bei der Feuerbestattung wird der Körper verbrannt (Kremierung) und die Asche bestattet. In Hamburg dürfen die Leichen (§13) nur in den Feuerbestattungsanlagen Öjendorf und Ohlsdorf der Hamburger Friedhöfe eingeäschert werden. Die Urnen sind nach Abs. 3 beizusetzen oder in einem Kolumbarium aufzustellen. Zudem ist die Seebestattung gestattet. Dazu bedarf es den ausdrücklichen Willen des Verstorbenen. Eine Überführung zu einer Beerdigung außerhalb der der Freien und Hansestadt Hamburg ist möglich wenn eine Beisetzungsmöglichkeit am Bestimmungsort nachgewiesen wird.
Die Art der Bestattung richtet sich laut §11 "nach dem Willen des Verstorbenen". Ist dieser nicht bekannt, "bestimmt der Auftraggeber die Bestattungsart".
Die Zulässigkeit der Bestattung (§12) liegt vor wenn
die Leichenschau durchgeführt wurde
eine Bescheinigung mit dem Vermerk der Eintragung in das Sterbebuch oder eine Genehmigung der zuständigen Behörde vorgelegt wird
bei Fehlgeburten braucht es die Bescheinigung eines bei oder nach dem Geburtsvorgang hinzugezogenen Arztes darüber, dass keine Anhaltspunkte für ein nichtnatürliches Geschehen vorliegen
die Feuerbestattung ist zulässig (Abs. 2), wenn zusätzlich: " aufgrund einer zusätzlichen Leichenschau bestätigt worden ist, dass keine Anhaltspunkte für einen nichtnatürlichen Tod bestehen, oder wenn in den Fällen nach §159 Abs. 1 der Strafprozessordnung die schriftliche Genehmigung der Staatsanwaltschaft zur Bestattung vorliegt."
Urnenbestattung (in Grab, Wasser, Friedwald etc.)
Naturbestattung (Baumbestattung/Friedwald, Felsbestattung, Almwiesenbestattung etc.)
Wahl des Bestattungsortes
Nach §18 dürfen nur auf öffentlichen (landeseigenen und nichtlandeseigenen) Friedhöfen Bestattungen vorgenommen werden. Die Behörden dürfen Ausnahmen gestatten. Die Ruhezeit für Leichen und Urnen beträgt 25 Jahre (§26). Der §27 gestattet die Verlängerung dieses Nutzungsrechtes um mindestens fünf und maximal 25 Jahre.
Auf dem Friedhof in Erd- oder Feuerbestattung in Reihen-, Wahl- oder Ehrengrabstätten (nach §21)
Wo bestatten?
In Hamburg besteht, so bestimmt es §14, Friedhofszwang. Ausnahmen können in besonderen Fällen von den Behörden gestattet werden.
nach Abs. 2 ist aus religiösen Gründen auf vom Friedhofsträger bestimmten Grabfeldern die Bestattung in einem Leichentuch ohne Sarg gestattet.
Nicht (bei Körperspende, Plastination etc.)
Auf Konto hinterlegt
Bestattungskosten en détail
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