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Timestamp: 2016-10-25 10:23:12
Document Index: 270727771

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135']

I 508/00 (04.04.2002)
T.________, 1958, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann, Unterm�li 6, 6300 Zug,
A.- Der 1958 geborene T.________ arbeitete seit 1989 in der Holzhandlung W.________ AG als ungelernter Forstarbeiter im Saisonnier-Status. Am 12. April 1993 zog er sich bei einem Autounfall unter anderem eine Sch�delbasis- und Nasenbeinfraktur, ein Sch�del-Hirn-Trauma, eine Bulbuskontusion rechts sowie eine Handverletzung zu. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte die gesetzlichen Leistungen, verneinte jedoch mit Verf�gung vom 17. Juli 1996 einen Rentenanspruch, was sie mit Einspracheentscheid vom 14. Mai 1997 best�tigte. Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in dem Sinne gut, dass es die Sache unter Aufhebung der Verf�gung vom 17. Juli 1996 sowie des Einspracheentscheids vom 17. Mai 1997 zur erg�nzenden Abkl�rung und Neubeurteilung an die SUVA zur�ckwies (Entscheid vom 24. Juni 1999).
Seitens der Invalidenversicherung wurde T.________ im Wesentlichen gest�tzt auf das Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle Zentralschweiz (MEDAS) vom 9. M�rz 1999 r�ckwirkend ab 1. September 1997 eine ordentliche halbe Invalidenrente (samt Kinderrenten) bei einem Invalidit�tsgrad von 50 % zugesprochen (Verf�gung der IV-Stelle Zug vom 6. Dezember 1999).
B.- Die gegen die Verf�gung der IV-Stelle vom 6. Dezember 1999 erhobene Beschwerde, mit welcher T.________ die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente hatte beantragen lassen, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 29. Juni 2000 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst T.________ sein vorinstanzlich gestelltes Rechtsbegehren erneuern. Des Weiteren beantragt er den Beizug der noch ausstehenden medizinischen Gutachten des Spitals X.________ zuhanden des Unfallversicherers und eventualiter die Sistierung des Verfahrens bis zu deren Vorliegen. Ferner sei ihm die unentgeltliche Verbeist�ndung zu gew�hren.
Zudem beantragt die Vorinstanz, es sei von einer Sistierung des Verfahrens abzusehen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
D.- Am 23. Mai 2001 gingen beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht die Gutachten des Spitals X.________ vom 22. August 2000 (Dr. med. B.________, Klinik f�r Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie), 28. Dezember 2000 (Prof. Dr. med. S.________ und Dr. med. I.________, Augenklinik) und vom 17. Mai 2001 (Frau PD Dr. med. M.________ und Dr. med. K.________, Klinik f�r Wiederherstellungschirurgie) ein, womit das Sistierungsgesuch gegenstandslos wurde. Im Rahmen der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs hielten die Parteien an ihren Antr�gen fest.
1.- Im vorinstanzlichen Entscheid werden die gesetzlichen Bestimmungen �ber die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) sowie die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) zutreffend dargelegt.
a) Nach Einsch�tzung der MEDAS im Gutachten vom 9. M�rz 1999 ist der Beschwerdef�hrer unter Ber�cksichtigung der psychiatrischen, neuropsychologischen und neurologischen Befunde (psychiatrisches Konsilium des Dr. med.
R.________ vom 13. Januar 1999; neuropsychologisches Konsilium des Dr. med. G.________ vom 21. Januar 1999; neurologisches Konsilium des Dr. med. C.________ vom 25. Februar 1999) in der zuletzt ausge�bten T�tigkeit als Waldarbeiter sowie jeder anderen vergleichbaren Besch�ftigung zu 50 % arbeitsf�hig; am deutlichsten w�rden sich die psychopathologischen Befunde auf die Leistungsf�higkeit auswirken.
b) Im Unterschied zum MEDAS-Gutachten �ussern sich die nach R�ckweisungsentscheid der Vorinstanz vom 24. Juni 1999 im Verfahren gegen die SUVA veranlassten und letztinstanzlich ins Recht gelegten Gutachten des Spitals X.________ vom 22. August und 28. Dezember 2000 sowie vom 17. Mai 2001 nunmehr spezifisch zu den somatischen Unfallfolgen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit. W�hrend diese nach �rztlicher Einsch�tzung durch die an der linken Hand erlittenen Frakturen des Metakarpale I und II nicht beeintr�chtigt wird (Gutachten der Frau Dr. med. M.________ und des Dr. med. K.________ vom 17. Mai 2001), besteht aufgrund einer unfallbedingten konzentrischen Gesichtsfeldeinengung rechts aus ophthalmologischer Sicht volle Arbeitsunf�higkeit in s�mtlichen T�tigkeiten, welche ein intaktes Gesichtsfeld erfordern oder bei denen der diagnostizierte Defekt die Unfallgefahr steigert, worunter auch die Forstarbeit f�llt (Gutachten der Dres. med. S.________ und I.________ vom 28. Dezember 2000). Sodann erachtet der Hals-/Nasen- und Ohren-Spezialist Dr. med. B.________ den Beschwerdef�hrer aufgrund der Schwindel- und Kopfschmerzsymptomatik, der allgemeinen Kraftlosigkeit sowie der Konzentrationsschw�chen in seiner angestammten T�tigkeit als zu 50 % arbeitsunf�hig. Pr�zisierend wird festgehalten, die Schwindelsymptomatik k�nne Arbeiten auf schwierigem Gel�nde, im Wald oder auf Ger�sten verunm�glichen; die 50 %-Arbeitsf�higkeit beziehe sich auf leichte Hilfsarbeiten ohne Beanspruchung des Gleichgewichtssystems. Die posttraumatische Anosmie schliesse im �brigen s�mtliche T�tigkeiten aus, welche einen intakten Geruchssinn verlangen.
Dem Beschwerdef�hrer k�nne zudem lediglich ein Einsatz von f�nf Stunden t�glich zugemutet werden (Gutachten vom 22. August 2000).
S.________ und I.________ stellen eine gewisse psychische �berlagerung bez�glich der Schwindel- und Kopfschmerzsymptomatik, der allgemeinen Kraftlosigkeit und der Konzentrationsschw�che fest, �ber deren Ausmass sie nach eigenen Angaben keine fundierten Angaben machen k�nnen. Bei dieser Aktenlage - auch im Lichte der Angaben des Dr. med.
R.________ im Konsilium vom 13. Januar 1999, wonach der Beschwerdef�hrer "aus rein psychiatrischer Sicht" f�r jede in Frage kommende T�tigkeit bloss zu 50 % arbeitsf�hig sei - kann nicht abschliessend beurteilt werden, ob sich die von der MEDAS als psychogen diagnostizierten Beeintr�chtigungen mit den somatisch bedingten Einschr�nkungen decken, oder die Arbeitsunf�higkeit unter Ber�cksichtigung der k�rperlichen Restfolgen insgesamt �ber 50 % betr�gt. Die Sache ist daher zur Pr�fung dieser Frage an die Verwaltung zur�ckzuweisen, welche im Hinblick auf die Bestimmung des trotz Gesundheitsbeeintr�chtigung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) auch zu kl�ren haben wird, welche beruflichen T�tigkeiten dem Beschwerdef�hrer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch offen stehen.
3.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend hat der Beschwerdef�hrer Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG in Verbindung mit Art. 135 OG). Das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung ist somit gegenstandslos.
Verf�gung der IV-Stelle Zug vom 6. Dezember 1999
im Sinne der Erw�gungen, �ber die Leistungen
III. Die IV-Stelle Zug hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich
IV.Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug wird �ber eine Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses