Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=27.10.1997&Aktenzeichen=4%20BN%2020.97
Timestamp: 2019-05-23 11:59:44
Document Index: 5466571

Matched Legal Cases: ['§ 47', '§ 47', '§ 2113', '§ 47', '§ 47', 'Art. 14', 'Art. 14', '§ 47']

BVerwG, 27.10.1997 - 4 BN 20.97 - dejure.org
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BVerwG, 27.10.1997 - 4 BN 20.97 (https://dejure.org/1997,1870)
BVerwG, Entscheidung vom 27.10.1997 - 4 BN 20.97 (https://dejure.org/1997,1870)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Januar 1997 - 4 BN 20.97 (https://dejure.org/1997,1870)
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Normenkontrolle - Antragsbefugnis - Nacherbe - Besitz und Nutzung der Erbschaft
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.06.1997 - 11a D 44/97
NJW 1998, 770
BauR 1998, 289
ZfBR 1998, 101
Daran bestehen erhebliche Zweifel, weil sie zwar Inhaberin einer Auflassungsvormerkung ist, sie in der mündlichen Verhandlung jedoch bestätigt hat, dass Besitz, Nutzen und Lasten noch nicht auf sie übergegangen sind (…vgl. zu diesen Voraussetzungen BVerwG, Beschlüsse vom 25.1.2002 - 4 BN 2.02 -, BauR 2002, 1199, juris Rn. 3; …und vom 25.9.2013 - 4 BN 15.13 -, BauR 2014, 90, juris Rn. 3; OVG Rheinl.-Pfalz…, Urteil vom 29.9.2004 - 8 C 10626/04 -, BauR 2005, juris Rn. 14 f.;… OVG Meckl.-Vorp., Urteil vom 20.5.2009 - 3 K 24/05 -, juris Rn. 53; zur fehlenden Antragsbefugnis des Nacherben trotz Anwartschaftsrechts wegen mangelnden Rechts zu Besitz und Nutzung vgl. BVerwG, Beschluss vom 27.10.1997 - 4 BN 20.97 -, BauR 1998, 289, juris Rn. 6 f.).
(im Anschluss an Beschluss vom 27. Oktober 1997 - BVerwG 4 BN 20.97 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 122).
Dies lässt sich ohne weiteres dem Beschluss vom 27. Oktober 1997 - BVerwG 4 BN 20.97 - (Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 122 = NJW 1998, 770) entnehmen.
Soweit die Beschwerde in diesem Zusammenhang § 2113 BGB heranzieht, ist darauf hinzuweisen, dass diese Regelung nach der genannten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Oktober 1997 (a.a.O.) ausschließlich im Verhältnis zwischen dem Vorerben und Nacherben gilt, mithin keine öffentlich-rechtliche Bedeutung im Hinblick auf das Vermögensgesetz hat.
Auch der Grundstückserwerber kann berechtigt sein, einen Normenkontrollantrag zu stellen, sobald der Besitz sowie Nutzungen und Lasten auf ihn übergegangen sind und der Antrag auf Eigentumsumschreibung beim Grundbuchamt gestellt oder zu seinen Gunsten eine Auflassungsvormerkung in das Grundbuch eingetragen worden ist (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 25. März 1996 - BVerwG 4 NB 2.96 - und vom 27. Oktober 1997 - BVerwG 4 BN 20.97 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 113 und 122).
Daran bestehen erhebliche Zweifel, weil sie zwar Inhaberin einer Auflassungsvormerkung ist, sie in der mündlichen Verhandlung jedoch bestätigt hat, dass Besitz, Nutzen und Lasten noch nicht auf sie übergegangen sind (…vgl. zu diesen Voraussetzungen BVerwG, Beschlüsse vom 25.1.2002 - 4 BN 2.02 -, BauR 2002, 1199 , [...] Rn. 3; …und vom 25.9.2013 - 4 BN 15.13 -, BauR 2014, 90, [...] Rn. 3; OVG Rheinl.-Pfalz…, Urteil vom 29.9.2004 - 8 C 10626/04 -, BauR 2005, [...] Rn. 14 f.;… OVG Meckl.-Vorp., Urteil vom 20.5.2009 - 3 K 24/05 -, [...] Rn. 53; zur fehlenden Antragsbefugnis des Nacherben trotz Anwartschaftsrechts wegen mangelnden Rechts zu Besitz und Nutzung vgl. BVerwG, Beschluss vom 27.10.1997 - 4 BN 20.97 -, BauR 1998, 289 , [...] Rn. 6 f.).
Der Bebauungsplan verursacht im Hinblick auf die Grundstücke An der H. 18 und An der H. 30 - ungeachtet des Umstands, dass die Antragstellerin, wie sie in der mündlichen Verhandlung am 4. Februar 2013 bestätigte, an diesen bislang lediglich eine Anwartschaft aufgrund der ins Grundbuch eingetragenen Auflassungsvormerkungen erworben hat -, vgl. zur Antragsbefugnis von an einem Grundstück eigentumsähnlich dinglich Berechtigten: BVerwG, Beschluss vom 27. Oktober 1997 - 4 BN 20.97 -, BRS 59 Nr. 45 = juris Rn. 4, eine die Antragsbefugnis begründende abwägungsrelevante Lärmzunahme.
Jedenfalls für den Fall einer Nacherbschaft hat das Bundesverwaltungsgericht eine Antragsbefugnis im Normenkontrollverfahren gegen einen Bebauungsplan verneint (Beschl. v. 27.10.1997 - 4 BN 20.97 -, NJW 1998, 770 ); der bloße Erbschaftsprätendent kann nicht besser dastehen.
Diese Grundsätze gelten grundsätzlich in gleicher Weise (vgl. Beschluss vom 27. Oktober 1997 - BVerwG 4 BN 20.97 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 122 = BauR 1998, 289 = ZfBR 1998, 101 = juris Rn. 4), wenn sich der Inhaber eines dinglichen Rechts an einem im Plangebiet gelegenen Grundstück gegen eine bauplanerische Festsetzung wendet, die das belastete Grundstück betrifft, denn auch dingliche Rechte an Grundstücken unterfallen der Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1 GG (…statt vieler: Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, 9. Aufl. 2007, Art. 14 Rn. 8).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Oktober 1997 - 4 BN 20.97 -, BRS 59 Nr. 45 = NJW 1998, 770 und Urteil vom 10. März 1998 - 4 CN 6.97 -, BRS 60 Nr. 44 = BauR 1998, 740.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Oktober 1997, a.a.O. (zu § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO a.F.).
Danach sind jedenfalls sowohl der Eigentümer (vgl. BVerwG, Beschl. v. 27.10.1997 - 4 BN 20/97 -, NJW 1998, 770) als auch der Pächter (…vgl. BVerwG, Urt. v. 29.1.2009 - 9 C 3.08 -, NVwZ 2009, 1047, 1048 f.;… Urt. v. 1.9.1997 - 4 A 36.96 -, NVwZ 1998, 504, 505 f.) eines Grundstücks, das von sich aus der zu überprüfenden Rechtsvorschrift ergebenden Nutzungsverboten oder -beschränkungen betroffen ist oder sein kann, antragsbefugt.
Es muss eine Situation gegeben sein, in der nicht ein Dritter, namentlich der Eigentümer, dem Betroffenen Besitz und Nutzung vorenthalten darf (vgl. BVerwG, B. v. 27.10.1997 - 4 BN 20/97 - NJW 1998, 770).