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Timestamp: 2020-01-19 22:36:38
Document Index: 42364849

Matched Legal Cases: ['§ 451', '§ 451', '§451', '§451', '§451', '§ 451', '§451']

Anspruch wegen kurzer Frist erloschen? - recht.de
Anspruch wegen kurzer Frist erloschen?
Beitrag von nachrichtforum » 22.05.15, 21:34
ein Dienstleister mit dem Auftrag einer Montagetätigkeit würde sich in seinem Widerspruchsschreiben in Bezug zu einer schriftlichen Schadensanzeige welche
dem Dienstleister vier Tage nach dem durch ihn verursachten Schäden zugestellt wurde komplett auf "§ 451f Schadensanzeige" berufen.
Er gibt demnach an, dass die Anspruchsvoraussetzungen für die bemängelten Schäden in Bezug auf Ansprüche erloschen wären da die Schäden nicht innerhalb von 24 Stunden angezeigt worden sind.
Hierzu wäre jedoch folgendes auszuführen.
Nach der Montagetätigkeit hat der Auftraggeber vor Ort im Beisein eines Zeugen den Dienstleister verbal darauf hingewiesen, dass bei seiner Tätigkeit Ausbesserungen bzw. eine Sachaufklärung in Bezug zu den dortigen erkennbaren Schäden erfolgen muss.
Der Dienstleister wollte daraufhin sich am nächsten Tag beim Auftraggeber zwecks -Regulierung melden.
Da der Dienstleister ab diesem Zeitpunkt für die Angelegenheit nicht mehr zu sprechen war wurde ein Schreiben zusammen mit dem nun auch ersichtlichen kompletten Schadensbild herausgeschickt.
Nun jedoch die "Problematik" § 451f?
Re: Anspruch wegen kurzer Frist erloschen?
Beitrag von SusanneBerlin » 22.05.15, 22:03
Anscheinend beziehen Sie sich auf den §451f des Handelsgesetzbuches, und soweit ich ersehen kann, regelt der §451f HGB die Schadensanzeige bei Schäden an Frachtgut.
Ich kann insoweit nicht erkennen, dass §451f HGB auf einen Werkvertrag anwendbar wäre, der Montagetätigkeiten beinhaltet.
Beitrag von nachrichtforum » 22.05.15, 22:42
Er würde diesen HGB § offensichtlich mit einem Transportauftrag am Ausführungstag in Zusammenhang bringen.
Hierbei wäre es an einem Möbelstück zu einer Beschädigung gekommen.
Ganz unabhängig hierbei die Frage ob bei solch einem "HGB" Transport in Zusammenhang mit einer genügsamen Beweiskraft in Bezug auf die Schadensregulierung
die Konstellation:1. erkennbare Schäden dem Dienstleister gegenüber am Ausführungstag verbal mit einem Zeugen deutlich machen2.Dienstleister gibt an, dass er sich am nächsten Tag für die Regulierung melden würde 3.Dienstleister meldet sich nicht und es wird ein Schreiben aufgesetzt in dem die in Zusammenhang mit dem Auftrag erkenntlichen Schäden aufgeführt werden würden.4.Dienstleister erhält das Schreiben am vierten Tag nach Auftragsausführung.
Dienstleister verweist auf den besagten: § 451f . "Frist verstrichen".
Wäre solch eine Angelegeneit trotzdem noch eine gerichtliche Auseinandersetzung wert. oder ist das sofortige schriftliche Festhalten bzw innerhalb von 24 Studen der am Ausführungstag erkennbaren Schäden dem Dienstleister gegenüber unabdingbar ?
Beitrag von SusanneBerlin » 23.05.15, 11:09
§451f HGB bezieht sich auf "Schäden am Frachtgut"
"Schäden am Mobiliar des Auftraggebers, die entstanden als der Frachtführer das Frachtgut an den Wänden der Wohnung des Auftraggebers montierte".