Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.12.2009&Aktenzeichen=IX%20ZB%20139/07
Timestamp: 2019-10-20 23:18:53
Document Index: 195211593

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.12.2009 - IX ZB 139/07 - dejure.org
https://dejure.org/2009,2730
BGH, 03.12.2009 - IX ZB 139/07 (https://dejure.org/2009,2730)
BGH, Entscheidung vom 03.12.2009 - IX ZB 139/07 (https://dejure.org/2009,2730)
BGH, Entscheidung vom 03. Dezember 2009 - IX ZB 139/07 (https://dejure.org/2009,2730)
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Erwerbsobliegenheit des Insolvenzschuldners im Restschuldbefreiungsverfahren neben Kinderbetreuung
Obliegenheitsverletzung im Restschuldbefreiungsverfahren: Ob und Umfang der Erwerbstätigkeit bei Kinderbetreuung
Zum Umfang der Erwerbsobliegenheit bei der Betreuung minderjähriger Kinder
Zur Obliegenheit des Schuldners, neben einer von ihm übernommenen Kinderbetreuung erwerbstätig zu sein
AG Wuppertal, 03.04.2007 - 145 IN 730/03
LG Wuppertal, 27.06.2007 - 6 T 336/07
NJW-RR 2010, 628
MDR 2010, 409
NZI 2010, 114
FamRZ 2010, 638
WM 2010, 183
Rpfleger 2010, 290
So ist eine Versagung nach der Rechtsprechung des Senats nicht gerechtfertigt, wenn der Schuldner eine Erwerbstätigkeit aufgibt, die - etwa aufgrund seiner Unterhaltspflichten - keine pfändbaren Beträge erbracht hat oder wenn der Schuldner eine (etwa nach Kinderbetreuung zumutbare Teilzeit-) Beschäftigung ablehnt, die keine pfändbaren Bezüge ergeben hätte (vgl. BGH, Beschl. v. 3. Dezember 2009 - IX ZB 139/07, ZInsO 2010, 105, 106 Rn. 9).
Das Verschulden des Schuldners hat der Gläubiger nicht glaubhaft zu machen, es wird vielmehr vermutet; die Vermutung kann vom Schuldner gemäß § 296 Abs. 1 Satz 1 Halbs. 2 InsO widerlegt werden (BGH, Beschl. v. 24. September 2009 - IX ZB 288/08, ZInsO 2009, 2069; v. 3. Dezember 2009 - IX ZB 139/07, z.V.b.).
LG Hamburg, 28.05.2018 - 330 T 10/18
Restschuldbefreiungsverfahren: Verpflichtung des Schuldners zur Aufnahme einer …
Nach der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes (Beschluss vom 03.12.2009 - IX ZB 139/07) entfällt eine Erwerbsobliegenheit des Schuldners, wenn ihm die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit auf Grund der Umstände des Einzelfalles nicht zugemutet werden kann.
Andere Senate des Bundesgerichtshofes legen § 15 a RVG jedoch als bloße Klarstellung der schon vorher bestehenden Rechtslage aus [BGH, Beschluss vom 09. Dezember 2009 - XII ZB 175/07 - Rpfleger 2010, S. 290 (292), Beschluss vom 02. September 2009 - II ZB 35/07 - ZIP 2009, S. 1927 (1928)].
AG Hamburg, 16.02.2018 - 67g IN 555/14
Bei einem leiblichen Kind, welches jünger als drei Jahre alt ist, besteht familienrechtlich regelmäßig keine Erwerbsobliegenheit; hieran hat sich der Bereich der insolvenzrechtlichen Erwerbsobliegenheit regelmäßig auszurichten (BGH ZVI 2010, 110 = ZInsO 2010, 105).