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Timestamp: 2019-10-19 16:45:49
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Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 7', '§ 34', '§ 36', '§ 1', '§ 1', '§ 214', 'Art. 4', '§ 1', '§ 1', '§ 214', '§ 34', '§ 36', 'Art. 4', '§ 10', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'EuG', 'Art. 7', 'Art. 6', 'Art. 4', 'EuG', 'EuG']

BVerwG, 27.03.2014 - 4 CN 3.13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,5039
BVerwG, 27.03.2014 - 4 CN 3.13 (https://dejure.org/2014,5039)
BVerwG, Entscheidung vom 27.03.2014 - 4 CN 3.13 (https://dejure.org/2014,5039)
BVerwG, Entscheidung vom 27. März 2014 - 4 CN 3.13 (https://dejure.org/2014,5039)
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V-RL Art. 4 Abs. 1, 2 und Abs. 4 Satz 1; FFH-RL Art. 6 Abs. 3 und 4, Art. 7; BNatSchG § 34 Abs. 1 und 3 bis 5, § 36; BauGB § 1 Abs. 6 Nr. 7 Buchst. b, § 1a Abs. 4, § 214 Abs. 3 Satz 1
Bebauungsplan; Rechtswirksamkeit; Straßenplanung; faktisches Vogelschutzgebiet; Abgrenzung ~; IBA-Verzeichnis; Erkenntnismittel; Indizwirkung; widerlegliche Vermutung; strenges Schutzregime; Sanktionscharakter; Gebietsnachmeldung; nachträgliche Unterschutzstellung; ...
V-RL Art. 4 Abs. 1, 2 und Abs. 4 Satz 1
§ 1 Abs 6 Nr 7 Buchst b BauGB, § 1a Abs 4 BauGB, § 214 Abs 3 S 1 BauGB, § 34 Abs 1 BNatSchG, § 36 BNatSchG
Unzulässige Straßenplanung im faktischen Vogelschutzgebiet nicht durch nachträgliche Gebietsmeldung "geheilt"
Entfallen des strengeren Schutzregimes für faktische Vogelschutzgebiete "im Nachhinein" bei Festsetzung einer Straßentrasse in dem Gebiet; Wirksamkeit des Bebauungsplans "Kommunale Entlastungsstraße Bensersiel"
Unzulässige Straßenplanung in faktischem Vogelschutzgebiet nicht heilbar!
Straßenplanung durch faktische Vogelschutzgebiete
Schutzregime der Vogelschutzrichtlinie gilt auch im Falle der Nachmeldung eines Vogelschutzgebiets
Straßenplanung in Vogelschutzgebiet
Straßenplanung durch faktisches Vogelschutzgebiet nicht durch nachträgliche Gebietsmeldung zulässig
Keine Heilung eines Bebauungsplans zur Straßenplanung in faktischem FFH-Gebiet (IBR 2014, 1325)
BVerwG, 17.06.2009 - 4 BN 28.08
BVerwG, 01.07.2010 - 4 CN 2.09
BVerwG, 10.03.2011 - 4 CN 6.10
BVerwGE 149, 229
NVwZ 2014, 1022
DVBl 2014, 983
DÖV 2014, 807
ZfBR 2014, 568
Bei Bebauungsplänen ist insoweit der späteste in Betracht kommende Zeitpunkt seine Inkraftsetzung (BVerwG, Urteil vom 27. März 2014 - 4 CN 3.13 - BVerwGE 148, 230 Rn. 27).
Die rechtlichen Maßstäbe hierfür sind in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. März 2014 - 4 CN 3.13 - BVerwGE 149, 229 Rn. 22 ff. m.w.N.) geklärt: Ein Land kann zwar die Diskussion um die Existenz "faktischer" Vogelschutzgebiete nicht dadurch beenden, dass es sein Gebietsauswahlverfahren für abgeschlossen erklärt.
Faktische Vogelschutzgebiete umfassen daher Lebensräume und Habitate, die für sich betrachtet in signifikanter Weise zur Arterhaltung in dem betreffenden Mitgliedstaat beitragen und damit zum Kreis der im Sinne des Art. 4 VRL geeignetsten Gebiete gehören (vgl. BVerwG, Urteil vom 27.03.2014 - 4 CN 3.13 -, juris; BVerwG, Urteil vom 21.06.2006 - 9 A 28.05 -, juris; BVerwG, Urteil vom 22.01.2004 - 4 A 32.02 -, juris).
Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, alle Landschaftsräume zu besonderen Schutzgebieten zu erklären, die für die Erhaltung der betreffenden Vogelarten am geeignetsten erscheinen (vgl. BVerwG, Urteil vom 27.03.2014 - 4 CN 3.13 -, juris; BVerwG, Urteil vom 14.11.2002 - 4 A 15.02 -, juris).
Das gilt selbst dann, wenn die betreffenden Gebiete im sogenannten IBA-Verzeichnis (Important Bird Areas) aufgeführt sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 10.11.2016 - 9 A 18.15 -, juris; BVerwG, Urteil vom 27.03.2014 - 4 CN 3.13 -, juris).
Bei Bebauungsplänen ist insoweit der späteste in Betracht kommende Zeitpunkt seine Inkraftsetzung (BVerwG, Urteil vom 27. März 2014 - 4 CN 3.13 - BVerwGE 149, 229 Rn. 27).
Das von der VRL angestrebte Netz der Vogelschutzgebiete ist in Deutschland zwischenzeitlich entstanden, so dass die gerichtliche Kontrolldichte verringert ist und das Vorbringen, es gebe ein faktisches Vogelschutzgebiet, das eine "Lücke im Netz" schließe, besonderen Darlegungsanforderungen unterliegt, vgl. BVerwG, Urteile vom 15.7.2016 - 9 C 3.16 -, juris, Rn. 27ff, und vom 27.3.2014 - 4 CN 3.13 -, juris, Rn. 18, 25.
Allerdings geht die Rechtsprechung auch davon aus, dass für ein Gebiet, das im sog. IBA (Important Bird Areas)-Verzeichnis aufgeführt ist, die Vermutung gilt, dass es ein faktisches Vogelschutzgebiet ist, vgl. BVerwG, Urteil vom 27.3.2014 - 4 CN 3.13 -, juris, Rn. 18, 25.
Spätester in Betracht kommender Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit ist der Zeitpunkt der Inkraftsetzung der Rechtsnorm, hier durch die (wiederholte) ortsübliche Bekanntmachung gemäß § 10 Abs. 3 Satz 1 BauGB am 28.07.2016 (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.03.2014 - 4 CN 3.13 - BVerwGE 149, 229).
Wählt der Verordnungsgeber eine Schutzkategorie, für die die gesetzlichen Schutzvoraussetzungen nicht vorliegen, ist die Ausweisung von Anfang an (ex tunc) und ohne Weiteres (ipso iure) unwirksam (BVerwG, Urteil vom 27. März 2014 - 4 CN 3.13 - BVerwGE 149, 229 Rn. 27 m.w.N.).
Es hat zwar keinen Rechtsnormcharakter, spielt aber als gewichtiges Indiz für die Zugehörigkeit eines Gebiets zu den im Sinne des Art. 4 der Richtlinie 2009/147/EG geeignetsten Gebieten eine maßgebliche Rolle (BVerwG, Urt. v. 27.3.2014 - BVerwG 4 CN 3.13 -, BVerwGE 149, 229 ff., hier zitiert nach juris, Rn. 18).
Die gerichtliche Anerkennung eines faktischen Vogelschutzgebiets kommt deshalb im Falle eines abgeschlossenen Gebietsauswahl- und -meldeverfahrens nur in Betracht, wenn der Nachweis geführt werden kann, dass die Nichteinbeziehung bestimmter Gebiete in ein gemeldetes Vogelschutzgebiet auf sachwidrigen Erwägungen beruht (BVerwG, Urteil vom 27.3.2014 - BVerwGE 4 CN 3.13 - BVerwGE 149, 229 ff., hier zitiert nach juris, Rn. 22 ff., m. w. N.).
Diesen Bebauungsplan erklärte das BVerwG durch Urteil vom 27. März 2014 (- 4 CN 3.13 -) für unwirksam, weil er gegen das in einem faktischen Vogelschutzgebiet geltende Beeinträchtigungs- und Störungsverbot nach Art. 4 Abs. 4 Satz 1 der Vogelschutzrichtlinie verstoßen hatte.
Die Verzeichnisse über die "Important Bird and Biodiversity Areas" (IBA) sind eines der bedeutsamsten naturschutzfachlichen Erkenntnismittel bei der Auswahl von Vogelschutzgebieten im Sinne von Art. 4 VRL, die der Europäischen Gerichtshof (…vgl. EuGH, Urt. v. 19.5.1998 - C-3/96 -, NuR 1998, 538 Rn. 68 ff., Urt. v. 13.12.2007 - C-418/04 -, NuR 2008, 101 Rn. 48 ff.) und das Bundesverwaltungsgericht (…BVerwG, Urt. v. 31.1.2002 - 4 A 15.01 -, NVwZ 2002, 1103, 1106; Urt. v. 22.1.2004 - 4 A 32.02 -, BVerwGE 120, 87, 101 f., Urt. v. 27.3.2014 - 4 CN 3.13 -, BVerwGE 149, 229 Rn. 18) in ständiger Rechtsprechung für die Beurteilung der ornithologischen Schutzwürdigkeit von Gebieten heranziehen.
Durch diese Bestimmungen werden die Vorgaben aus der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (…ABl. L 206 v. 22.7.1992, S. 7 - FFH-RL -) umgesetzt, deren Art. 7 die Zulassungsfähigkeit von erheblich beeinträchtigenden Projekten in besonderen Schutzgebieten nach Art. 6 Abs. 3 und 4 FFH-RL davon abhängig macht, dass die nach Art. 4 Abs. 2 VRL als solche anerkannten Vogelschutzgebiete auch nach nationalem Recht endgültig rechtsverbindlich und außenwirksam als Schutzgebiete ausgewiesen worden sind (…EuGH, Urt. v. 7.12.2000 - C-374/98 -, NVwZ 2001, 549 Rn. 43 ff.; BVerwG, Urt. v. 27.3.2014 - 4 CN 3.13 -, BVerwGE 149, 229 Rn. 17).
Denn der Antragsgegner hat in seiner Abwägung auf die Gutachten des NLWKN vom 21. Juli 2014 zu diesem Gebiet (Anlagen A und B) verwiesen, in denen sich der NLWKN im Zuge der Gebietsauswahl für die Neuabgrenzung des EU-VSG V63 eingehend mit Einwänden aus dem öffentlichen Beteiligungsverfahren, u.a. auch den vom Antragsteller erhobenen Einwänden, und den Entscheidungsgründen der Urteile des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 10. April 2013 (- 1 KN 33/10 -) und des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. März 2014 (- 4 CN 3.13 -) auseinander gesetzt hat (Anlage B).
Dabei kann der Senat die in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bisher nicht entschiedene (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. März 2014 - 4 CN 3.13 - BVerwGE 149, 229 Rn. 27; VGH München…, Urteil vom 30. November 2008 - 9 N 05.11 2 - juris Rn. 50 , Beschluss vom 9. September 2009 - 4 BN 4.09 - juris>; vgl. nunmehr auch EuGH…, Urteil vom 14. Januar 2016 - C-399/14 - NVwZ 2016, 595 Rn. 61) Frage weiterhin offen lassen, inwieweit Schutzzwecke und Erhaltungsziele eines FFH-Gebiets einem Vorhaben oder einer Planung noch entgegen gehalten werden können, wenn sie in dem für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage maßgeblichen Zeitpunkt bereits obsolet waren.
VGH Baden-Württemberg, 27.04.2015 - 8 S 2515/13
Festsetzung eines Mischgebiets bei gleichzeitiger Erteilung des Einvernehmens zur …
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(Kein) Windpark im faktischen Vogelschutzgebiet
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Fehlgeschlagenes Unternehmensflurbereinigungsverfahren - Umgehungsstraße
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Nutzungsänderung, Ausnahme vom Bebauungsplan, Grundzüge der Planung, Allgemeines …
VG Oldenburg, 22.11.2017 - 5 A 2233/16
Folgenbeseitigung (Straßenverkehr auf Ortsumgehungsstraße Bensersiel)
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Erfolgloser Berufungszulassungsantrag in einem baurechtlichen Verfahren
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 08.10.2014 - 1 L 168/11
Rechtzeitige Bestimmung des Hebesatzes für Grundsteuern; Wirksamkeit einer …
BVerwG, 03.06.2014 - 4 BN 14.14
Abwägungserhebliche Einwendungen bei Öffentlichkeitsbeteiligung im …
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Festsetzung einer parallelen Dauerwohn- und Ferienwohnnutzung in einem …
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Drittanfechtung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für 15 …