Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-25824-8_3
Timestamp: 2018-07-15 23:53:07
Document Index: 365219912

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 27', '§ 2', '§ 35', '§3', '§ 21', '§ 211', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 25', '§ 25', '§ 252', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 26', '§ 26', '§ 262', '§ 11', '§ 20', '§ 202', '§ 203', '§ 204', '§ 12', '§ 13', '§ 21', '§ 264', '§21', '§ 21', '§ 2114', '§ 21', '§ 211', '§ 14', '§ 271', '§ 27', '§ 27', '§ 15', '§ 15', '§ 10', '§ 28', '§ 10', '§ 10', '§ 16', '§31', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 39', '§ 14', '§ 11', '§ 17', '§ 11', '§ 11', '§ 28', '§ 11', '§ 18', '§ 13', '§ 19', '§ 21', '§ 9', '§ 3', '§ 9', '§ 9', '§20', '§ 3', '§ 17', '§ 18', '§ 18', '§ 22', '§ 6', '§ 3', '§ 23', '§ 32', '§80', '§ 24', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 25', '§ 26', '§ 25', '§ 24', '§ 26', '§ 27', '§ 22', '§ 41', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 21', '§28', '§ 29', '§ 6', '§ 31', '§ 33', '§ 34', '§ 22', '§ 35', '§ 22', '§ 8', '§ 36', '§ 11', '§ 38', '§ 39', '§40', '§ 41', '§27', '§ 42', '§ 16', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§4', '§ 47']

Vorschriften für elektrische Bahnanlagen sind vom Verbande deutscher Elektrotechniker zum ersten Male im Jahre 1900 als vorläufige Regeln, 1901 als Vorschriften aufgestellt worden. ETZ 1900, S. 653; 1901, S. 762. Als im Jahre 1905 das preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten daran ging, für die seiner Aufsicht unterstellten Straßenbahnen und straßenbahnähnlichen Kleinbahnen neue Bau- und Betriebsvorschriften zu erlassen, erklärte sich diese Behörde auf Ansuchen des Verbandes deutscher Straßen- und Kleinbahnverwaltungen und des Verbandes deutscher Elektrotechniker bereit, in die zu erlassende Verordnung keine besonderen Einzelheiten über die elektrischen Einrichtungen der Bahnen aufzunehmen, sondern nur auf die Vorschriften des Verbandes deutscher Elektro-techniker als Norm zu verweisen, die als Anlage der betr. Verordnung beigegeben werden sollte. Dem Verbande deutscher Elektrotechniker sollte auch die Aufgabe zugewiesen werden, seine Vorschriften mit den Fortschritten der Technik im Ein’ klang zu halten; die Regierung stellte in Aussicht, die in bestimmten Zeiträumen vorzuschlagenden Änderungen jeweils gut zuheißen. Als eine wesentliche Bedingung hierfür wurde aber verlangt, daß die Vorschriften für Bahnen, die bis dahin nur in Form einer Ergänzung zu den allgemeinen Sicherheitsvorschriften bestanden hatten, zu einem in sich abgeschlossenen, von anderen Bestimmungen unabhängigen Werk ausgestaltet würden. ETZ 1906, S. 596 u. 664.Google Scholar
Diese Arbeit wurde im Juli 1906 fertiggestellt und von der Jahresversammlung des Verbandes deutscher Elektrotechniker genehmigt. Inzwischen sind die „Vorschriften für die Errichtung und den Betrieb elektrischer Starkstromanlagen” im Jahre 1907 erheblich geändert worden und haben 1914 abermals eine Neufassung erfahren. Doch war es bisher nicht möglich, die Bahn Vorschriften diesen Änderungen anzupassen. So kommt es, daß die Bahn Vorschriften in ihrem Aufbau sowie auch in einigen Einzelheiten von den erwähnten Vorschriften für Errichtung elektrischer Starkstromanlagen abweichen. Die grundlegenden Anschauungen, auf denen sie sich aufbauen, sind jedoch für beide Vorschriften dieselben.Google Scholar
Für diejenigen bahneigenen Elektrizitätswerke von Kleinbahnen, die außer dem Bahnstrom auch Strom für andere Zwecke an Dritte abgeben, sind in Preußen besondere Bestimmungen darüber getroffen, wie weit ihre Überwachung den Gewerbeaufsichtsbeamten zusteht. Z. d. Ver. D. Eisenb.-Verw. 1907, S. 1121. ETZ 1907, S. 1044.Google Scholar
Für Betriebsspannungen mit mehr als 1000 Volt, die bei Hauptbahnen und Schnellbahnen mit Wechselstrombetrieb überwiegen, sind bis jetzt Vorschriften nicht aufgestellt, da abgeschlossene Erfahrungen noch nicht vorliegen und wahrend der lebhaften Entwicklung dieses Gebiets eine gewisse Bewegungsfreiheit nötig ist. Die Grundlagen für Sicherheitsmaßnahmen können indessen den Errichtungs-Vorschriften entnommen werden; ihre Anwendung hat gegebenenfalls nicht wörtlich, sondern sinngemäß, d. h. unter Berücksichtigung der durch den Bahnbetrieb bedingten Sonderverhältnisse zu erfolgen. Die Spannung von 1000 Volt ist gegen Erde festgelegt. Es umfaßt diese Grenze daher z. B. ein Dreileitersystem mit gelt erdetem Mittelleiter, wenn die Außenleiter etwa +1000 Volt und —1000 Volt gegen Erde führen.Google Scholar
Die im § 32 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen gegebene Erklärung der Erdung siehe S. 22, weist unmittelbar auf die Maßnahmen hin, mittels deren die hier aufgestellte Forderung zu erfüllen ist.Google Scholar
Nach dieser Erklärung gelten in den Bahnvorschriften (vgl. auch § 27) die Fahrleitungen als Freileitungen, während die neue Fassung der Errichtungsvorschriften (§ 2c) die Fahrleitungen ausdrücklich aus den Freileitungen ausscheidet.Google Scholar
Der Erdung kommt im Gebiet der elektrischen Bahnen eine noch größere Bedeutung zu als im Beleuchtungs-tmd anderen Kraftbetrieben, weil die Mehrzahl der Bahnen mit einem betriebsmäßig geerdeten Pol arbeiten.Google Scholar
Vgl. § 35 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen. Erdungsleitungen sind nicht immer dasselbe wie geerdete Leitungen. Man hat zwischen geerdeten Betriebsleitungen und denjenigen Leitungen zu unterscheiden, die bei diesen Betriebsleitungen die Verbindung mit der Erde herstellen oder auch an Metallteilen, die nicht betriebsmäßig Strom führen, eine Schutzerdung vermitteln. Zur letzteren Art gehören auch die Erdleitungen von Blitzsicherungen und Überspannungssicherungen. Gerade bei Schutzerdungen wird der notwendige Querschnitt oft unterschätzt. Vgl. S. 22 unter 11).Google Scholar
Über den Schutz gegen Beschädigung siehe §3- und § 21 d) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 26 unter 15) und S. 93 unter 9).Google Scholar
Die Größe des Übergangswiderstandes an den Erdplatten ist von deren Größe und von der Beschaffenheit und Feuchtigkeit des Erdbodens abhängig. ETZ 1904, S. 1115 N. 119. Er wechselt u. a. mit der Witterung. Häufig wird dieser Übergangswiderstand zu klein geschätzt. In größeren Elektrizitätswerken beträgt er z. B. an jeder Erdungsstelle des geerdeten Mittelleiters etwa 5–10 Ohm. Oft empfiehlt es sich, die einzelnen Erdungsstellen, z. B. von Masten, unter sich durch eine in der Erde verlegte Drahtleitung zu verbinden. Wird diese bis zur Stromerzeugerstelle zurückgeführt, so wirkt sie im Falle der Gefahr nicht nur als Erdleitung, sondern gleichzeitig zur Herbeiführung eines vollständigen Kurzschlusses.Google Scholar
Schienen, die auf Holzschwellen liegen, sind gegenüber atmosphärischen Entladungen als Erde wirksam, sofern sie sich auf große Ausdehnung erstrecken. Doch empfiehlt e» sich stets, einzelne Stellen der Schienen unmittelbar an Erde zu legen, namentlich auch, weil die Blitzsicherungen durch Fremdkörper oder durch Zusammenschmelzen überbrückt werden und so die Betriebsspannung auf die Schienen übertragen können.Google Scholar
Die leitende Verbindung soll die unter Vermittlung von feuchten Erd- und Mauerschichten zustande kommenden Stromübergänge zwischen den einzelnen Erdungsleitungen möglichst einschränken, weil diese elektrolytische Zerstörungen der Leitungen und etwa mitbenutzter Bauteile, Bohre oder dgL bewirken können.Google Scholar
Vgl. § 211.Google Scholar
Ähnlich § 4 der Vorschriften [für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 26.Google Scholar
§ 5. 2)
Ob ein Stoff zum Isolieren tauglich ist, hangt von den Umständen ab, unter denen er benutzt wird. Viele Stoffe von geringem Isoliervermögen können bei passend gestalteter Oberfläche für niedrige Spannungen gute Dienste leisten. Andere an sich gut isolierende verlieren diese Wirkung durch die an der Oberfläche haftende oder von ihnen aufgesaugte Feuchtigkeit oder durch die Wärme. Siehe hierüber S. 34 unter 11) bis 14).Google Scholar
§ 6. 3)
§ 7. 4)
Ähnlich § 25 c) der Vorschriften für die Errich tung elektrischer Starkstromanlagen, S. 121.Google Scholar
Vgl. § 25 d) der Vorschriften für die [Errichtung elektrischer Gtarkstromanlagen, S. 121.Google Scholar
Vgl § 252 der Vorschriften für die Errichtung elek trischer Starkstromanlagen, S. 121.Google Scholar
§ 8. 1)
Auf die Oberflächenleitung ist nur bei Isolier -klemmen Rücksicht zu nehmen. Metallklemmen für geerdete Leitungen sind darauf zu prüfen, daß sie die Leitung nicht beschädigen. Bei Bleikabeln ist hierauf besonders zu achten.Google Scholar
§ 9. 2)
§ 10. 3)
Vgl. § 26i der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 124.Google Scholar
Vgl. § 26 5 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 125.Google Scholar
„Unzulässiger” Spannungs- und Stromübergang kann sowohl zwischen den beiden Polen der Leitung, als auch zwischen einer der Leitungen und dem Metallmantel der Dose oder des Schutzrohres vorkommen. Es kann auch ein ungehöriger Stromübergang zwischen zwei Strecken derselben Polarität vorkommen; z. B. wenn von einer Dose aus die Leitung einer Polarität nach einem Schalter abgezweigt ist. Alsdann ist jener Stromübergang in dieser Leitung, der nicht durch den Schalter geht, ungehörig. Dagegen ist z. B. ein Stromübergang ein erlaubter wenn er sich vollzieht zwischen einer Leitung, die an Erde gelegt ist, und dem Metallrohr, das gleichfalls geerdet ist. Vgl. § 262 der Errichtungs Vorschriften.Google Scholar
Eine Befestigungsschraube, welche die Dosenwand durchsetzt, kann leicht deren isolierende Wirkung hinfällig machen. Vgl hierüber: Voigt. ETZ 1902, S. 939.Google Scholar
§ 11. 1)
Die im § 20 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen (siehe S. 88) vorgeschriebene Belastungstabelle ist neueren Datums als die hier gegebene und läßt auf Grund weiterer Versuche zum Teil etwas stärkere Belastungen zu.Google Scholar
Vgl. § 202 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 89 unter 9).Google Scholar
Im § 203 der Errichtungs Vorschriften wird an und in Beleuchtungskörpern auch 0,5 qmm zugelassen. Der Mindestquerschnitt von 10 qmm bei Freileitungen gilt auch für Meß-leitungen, sofern nicht nach Absatz c) dieses Paragraphen ein Material von höherer Festigkeit in Verbindung mit geringer Strombelastung verwendet wird. Vgl. hierzu § 204 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen.Google Scholar
§ 12. 1)
Die Beschaffenheit der einzelnen Sorten isolierte Leitungen ist vom V, D. E. durch „Normalien für isolierte Leitungen in Starkstromanlagen” geregelt. Um aber die Bahnvorschriften in sich vollständig und unabhängig zu gestalten, sind hier die wichtigsten Festsetzungen aus diesen Normalien, soweit sie für Bahnanlagen in Betracht kommen (in der Fassung v. 1906), wiedergegeben. Inzwischen sind die Normalien mehrfach geändert worden, so daß nicht mehr überall Übereinstimmung besteht.Google Scholar
Die einzelnen hier gestellten Forderungen sind in den jetzt gültigen Leitungsnormalien (siehe am Schlüsse dieses Buches) erheblich verschärft.Google Scholar
§ 13. 1)
In den Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen wird im § 21J. die Regel aufgestellt, daß die Leitungen ausgewechselt werden können. Dies bezieht sich namentlich, auf in Bohren verlegte Hausinstallationen. Doch ist bereits im § 264 für offen und zugänglich verlegte Leitungen eine Ausnahme zugelassen. Auch für Kabel wird die Auswechselbarkeit nicht gefordert. Die Gründe, welche dafür sprechen, dünne Leitungen in Rohren so zu verlegen, daß sie herausgezogen werden können, sind S. 124 unter 7) erörtert. In Fahrzeugen ist man durch die Rücksichten auf Raumersparnis und elegantes Aussehen oft gezwungen, dünnere Rohre zu verwenden und so scharfe Biegungen zuzulassen, daß ein Auswechseln unmöglich wird. Die Forderung konnte hier um so mehr fallen gelassen werden, als die Bahnbetriebe, insbesondere die Fahrzeuge einer regelmäßigeren, Überwachung unterliegen als viele Hausinstallationen.Google Scholar
Dasselbe sagt §21 c) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 93 unter 8).Google Scholar
Gleichlautend § 21 i) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 100 unter 28).Google Scholar
Ahnlich § 2114 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 102 unter 27). In Fahrzeugen kommen die Rücksichten auf Raumersparnis, Ausstattung und regelmäßige Überwachung in Betracht. Auch sind dort blanke stromführende Teile, wie die Klemmschrauben oft unerwünscht, weü die darüber nötigen Schutzkappen infolge der Erschütterungen leicht abfallen. Manchmal fürchtet man auch Eingriffe Unbefugter.Google Scholar
Diese Bestimmung ist in den Vorschriften für die Er-richtung elektrischer Starkstromanlagen nicht mehr enthalten. Über ihre Bedeutung siehe S. 101 unter 23) Abs. 4).Google Scholar
Ahnlich § 21n) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 104 unter 31).Google Scholar
Gleichsinnig § 211 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 96 unter 15).Google Scholar
§ 14. 1)
Auch für den Aufbau der Kabel enthalten die ,, Normalien für isolierte Leitungen in Starkstromanlagen” nähere Einzelheiten, doch stimmt deren Einteilung nicht mehr mit der hier gegebenen überein. Blanke unbewehrte Kabel sind gegen mechanische Einflüsse sehr empfindlich. Sie dürfen daher nicht mittels Rohrhaken befestigt werden, die selbst armierten Kabeln schwächeren Querschnitts gefährlich sind. Auch die Gefahr chemischer Zerstörung wird oft nicht genügend gewürdigt. Blei wird von Kalksalzen sowie von organischen Säuren, die sich im Erdreich an einzelnen Stellen vorfinden, stark angegriffen.Google Scholar
Gleichlautend § 271 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 123 unter 2).Google Scholar
Ähnlich § 27 b) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 127 unter 3). Dort sind Rohrhaken überhaupt verboten, weil sie oft auch bei armierten Kabeln ohne die notige Vorsicht gebraucht worden sind so daß dünnere Kabel verletzt wurden.Google Scholar
Vgl. § 27 c) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 127 unter 4) und 5).Google Scholar
§ 15. 1)
Wie die Absätze 2 und 3 des § 15 a) erkennen lassen, ist der im Absatz 1 ausgesprochene Grundsatz nicht völlig durchführbar. Er ist daher auch in den Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen (siehe dort § 10 a). S. 48 unter 1) durch einen etwas anderen Wortlaut wiedergegeben. Die Gefahr, daß die Unterlagen stromführender Teile Feuer fangen, ist besonders groß, wo Lichtbogen auftreten, also an Schaltern, Sicherungen oder Trennstücken; ferner dort, wo sich die stromführenden Teile infolge vermehrten Widerstandes unzulässig erhitzen; daher sind an Schraubverbindungen, die sich durch Erschütterung lockern können, brennbare Unterlagen tunlichst zu vermeiden. Des weiteren ist die Gefahr zu beachten, die durch auffallende Metallteile entsteht, die Kurz-schluß erzeugen können. Anderseits ist es in vielen Fallen wünschenswert, von der mechanischen Festigkeit, Zähigkeit und Leichtigkeit Nutzen zu ziehen, die das Holz in höherem Maße besitzt, als die meisten feuersicheren Isolierstoffe.Google Scholar
Daß die Isolierfähigkeit der Unterlagen auch von den im Verwendungsraum herrschenden Temperaturen, Feuchtigkeitsgraden und etwa verbreitetem Staub, Ruß, Metallpulvern u. dgl. abhängt, ist ohne weiteres klar. Man muß daher die Auswahl der Stoffe, sowie ihre Gestaltung und Bemessung den Verhältnissen anpassen. Vgl. S. 34 unter 11) bis 14).Google Scholar
In elektrischen Betriebsräumen ist die Sicherheit gegen Körperverletzungen durch den Strom weit mehr durch das sachgemäße Verhalten des unterwiesenen Personals als durch Schutzvorkehrungen bedingt. Vgl. § 28 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 128 unter 2), 3), 4) und 8).Google Scholar
Außerhalb elektrischer Betriebsräume müssen die spannungführenden Teile der Berührung Unbefugter entzogen, also entweder entsprechend unzugänglich angebracht, oder unter Verechluß angeordnet oder mit Gehäusen soweit versehen sein, daß zufällige Berührung nicht eintreten kann. Gegen absichtliche Berührung können in der Regel selbst Gehäuse keinen Schutz bieten, da man es kaum verhindern kann, wenn irgendwer darauf ausgeht, sie abzunehmen oder trotz der Gehäuse irgend einen Teil zu berühren. Daher ist es auch nicht nötig, daß die Gehäuse völlig geschlossen sind. Vielfach sind vielmehr Durchbrechungen behufs Ventilation oder zur Besichtigung der wirksamen Teile geboten.Google Scholar
Im Handbereich sind außerhalb der elektrischen Betriebsräume usw. auch die Teile zu schützen, die zwar normaler-weise nicnt unter Spannung stehen, aber Spannung annehmen können, sei es durch Influenz oder durch Oberflächenleitung, Lichtbogen oder Funken. Solche Teile sind z. B. Befestigungsschrauben, Metallumrahmungen, Metallgriffe, Metallgehäuse, Zeiger usw. So ist es bei Meßgeräten oft nötig, ihr Metallgehäuse mit einem weiteren Schutzgehäuse zu umgeben, weil es nicht genügend sicher gegen Übertritt der Spannung gebaut ist oder gebaut werden kann.Google Scholar
Auch in Betriebsräumen ist ein Schutz notwendig. Doch sind hier nicht mehr oder weniger geschlossene Gehäuse verlangt, sondern es genügt eine derartige Bauart, daß der unterwiesene Bedienungsmann bei ordnungsmäßiger Handhabung der Schalter usw. nicht gefährdet ist. Die Griffe müssen also genügend lang oder mit richtig bemessenen Handtellern versehen sein, sie dürfen nicht die Hand des Bedienenden in die Nähe j spannungführender Teile bringen.Google Scholar
Ahnlich § 10d) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 51 unter 6).Google Scholar
Vgl § 10 o) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen S. 50 unter 3). Beabsichtigte Kurzoder Erdschlüsse entstehen der Regel nach beim ordnungsmäßigen Arbeiten von Spannungssicherungen oder Blitzsicherungen. Unbeabsichtigte können durch den Lichtbogen an Schaltern, Sicherungen oder andern Stromunterbrechern vorkommen, wenn sie unrichtig bemessen sind oder der nötigen Vorkehrungen sum raschen Funkenlöschen ermangeln, oder wenn sie zu nahe an anderen Vorrichtungen oder Bauteilen angebracht sind.Google Scholar
Beim „vollen öffnen” darf der Lichtbogen nicht stehen bleiben es wird also sachgemäße Handhabung vorausgesetzt. Unvollständiges öffnen kann zwar bei Schaltern für kleine Energiebeträge durch die Bauart als Momentschalter vermieden werden; doch sind auch diese nicht gegen absichtlich herbeigeführte Zwischenstellungen zu sichern. Größere Schalter können nicht durchweg als Momentschalter gebaut werden.Google Scholar
§ 16. 1)
Die Bestimmung unter a) ist in die zurzeit geltende Fassung der Errichtungsvorschriften nicht aufgenommen, sondern in die „Vorschriften für die Konstruktion und Prüfung von Installationsmaterial” verwiesen worden, wo sie in den §§31 bis 33 eine genauere Abstufung und Bemessung der einzelnen Zahlen erfahren hat.Google Scholar
Ähnlich § 14, Regel 2 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen S. 64 unter 5).Google Scholar
Gleichsinnig § 14 Regel 3 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 65 unter 6).Google Scholar
Vgl. § 14 e der Errichtungs Vorschriften.Google Scholar
Die entsprechende Regel 6 des § 14 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 69 unter16) läßt noch eine Abweichung von der streng richtigen Anordnung zu, die bei den Bahnvorschriften weggefallen ist, weü bei ihnen einfachere Verhältnisse vorliegen.Google Scholar
Zu beachten ist, daß die bei Schalttafelleitungen und Verbindungsleitungen zwischen Maschine und Schalttafel zugelassene Ausnahme nur von den Vorschriften unter i) entbindet, während der § 14 g) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlangen, S. 71, 72 unter 21) für sämtliche Sicherungs-Tor8chriften Ausnahmen gestattet, wenn die durch die Sicherung bewirkte Stromunterbrechung Gefahren im Gefolge haben kann. Es sei jedoch bemerkt, daß im § 39 b) der Bahnvorschriften ebenfalls Leitungen erwähnt sind (Bremsleitungen), die keine Sicherungen enthalten dürfen.Google Scholar
Dasselbe sagt § 14 Rege 1 der Vorschriften für die Errichtung der Starkstromanlagen, S. 64 unter 4). Daß die Belastungstabelle des § 11 der Bahn Vorschriften von der im S 20 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen gegebenen teilweise abweicht, ist S. 189 unter 1) erwähnt.Google Scholar
§ 17. 1)
Vgl. § 11 b) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 54 unter 4). Manche Schalter in Betriebsräumen, sogenannte Trennschalter sind nur bestimmt, im stromlosen Zustande der Sammelschienen oder Maschinen deren Trennung oder Verbindung zu bewirken, oder aber nur zum Einschalten, nicht zum Unterbrechen unter Strom zu dienen. Sie brauchen daher nicht mit Rücksicht auf den Lichtbogen gebaut zu sein.Google Scholar
Gleichlautend § 11g) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 57 unter 12). Siehe auch § 28 e) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Stark-stromanlagen, S. 130 unter 7).Google Scholar
Gleichlautend § 11, Regel 2, der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 53 unter 8).Google Scholar
§ 18. 1)
Die entsprechende Bestimmung des § 13 d) der Vor-Schriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen Seite 62 unter 7) stellt die etwas weitergehende Forderung einer zwangläufigen Abhängigkeit zwischen Schalter und Stecker. Hier ist nur verlangt, daß Abschalter vorhanden sind, die es gestatten, den Strom zu unterbrechen, ehe der Stecker gehandhabt wird. Die richtige Reihenfolge der Handhabung ist gegebenenfalls durch Betriebsanweisung vorzuschreiben.Google Scholar
§ 19. 1)
Diese Bestimmung ist in die jetzige Fassung der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen nicht mehr aufgenommen, weil sie durch die allgemeinere Bestimmung des § 21 n) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 104 unter 3l), zum Ausdruck gebracht ist.Google Scholar
Ahnlich § 9 Regel 5 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstrom anlagen, S. 48 unter 12).Google Scholar
Der Inhalt dieser Bestimmung ist in den Errichtungsvorschriften im § 3 c) enthalten.Google Scholar
Die entsprechenden Bestimmungen § 9 b) und § 9, Regel 1 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Stark-stromanlagen, S. 45 unter 3) und 4), enthalten die Verschärfung, daß bei Hochspannung die Entfernung bis zur gegenüberliegenden Wand zu 1,5 m angegeben ist. Dagegen ist dort das Geländer nicht mehr gefordert. Es ist dort dem freien Ermessen überlassen, ein Geländer anzuordnen oder nicht.Google Scholar
§20. 1)
Eine entsprechende Bestimmung ist in den Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen nicht mehr enthalten, da sie dort bereits durch die allgemeine Vorschrift des § 3 a) über den Schutz aller stromführenden Teile gegen Berührung zum Ausdruck gebracht ist.Google Scholar
Dasselbe sagt § 17 e) der Vorschriften für die Errichtu ng elektrischer Starkstromanlagen, S. 79 unter 6).Google Scholar
Vgl § 18 e) und § 18 f) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 82 unter 10). Wie die allgemeinen Vorschriften Handlampen für Hochspannung im allgemeinen verbieten und sie nur in beschränktem Maße in Betriebsräumen ausnahmsweise erlauben, so ist ihre Verwendung auch bei Bahnen auf Betriebsräume und Fahrzeuge beschränkt, wo sie behufs Untersuchung schwer zugänglicher Teile nicht entbehrlich sind und vielfach eine geringere Spannung nicht zur Verfügung steht. Ist letzteres der Fall, so empfiehlt es sich, die Handlampen mit Niederspannung zu speisen. Hat man in Reihe geschaltete Glühlampen, deren einer Pol an Erde liegt, so ist es natürlich dringend wichtig, die Handlampe als letzte, unmittelbar zum Erdpol führende Lampe einzuschalten, nicht etwa eine der anderen Lampen der Reihe durch Einschrauben einer abnehmbaren Leitung in ihre Fassung durch eine Handlampe zu ersetzen.Google Scholar
§ 22. 1)
Gleichsinnig § 6 b) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, 8. 36 unter 2), 8) und 4).Google Scholar
Die entsprechenden Regeln 5 und 6 des § 3 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 24 unter 14) und 15), gestatten unter Umständen 16 qmm als Mindestquerschnitt. Bei Bahnen kommen so kleine Ma-flchinenanlagen, wie sie von der allgemeinen Vorschrift mit umfaßt werden, kaum vor; anderseits bildet bei Bahnen der betriebsmäßig geerdete eine Pol der Anlage die Regel, so daß Stromkreise, die sich unter Vermittlung der Erde ausbilden, meistens kleinere Widerstände enthalten als bei Anlagen mit zwei isolierten Polen. Daher ist auch die Schutzerdung tunlichst widerstandsfrei zu gestalten.Google Scholar
§ 23. 1)
Ebenso § 32 c) der Vorschriften für di e Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 137 unter 3).Google Scholar
Ebenso §80) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 42 unter 5).Google Scholar
§ 24. 1)
Vergl. § 21 f) und § 21 Regel 4 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 95 unter 12). Bei Bahnen kommen an Gebäuden der Hauptsache nach die Maschinenräume, Wagenschuppen und Reparaturwerkstätten in Betracht. Da es sich dort meistens um größere Spannweiten handelt, so ist der Mindestabstand von der Wand auf 10 cm festgesetzt, während in den allgemeinen Vorschriften, wo allen denkbaren Verhältnissen Rechnung zu tragen war, auch Wandabstände bis herunter zu 5 cm zugelassen sind.Google Scholar
Ähnlich § 21, Regel 5 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 95 unter 18).Google Scholar
Ahnlich § 21 d) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 93 unter 9).Google Scholar
Ähnlieh § 25 Regel 1 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 121 unter 6).Google Scholar
Gleichsinnig § 26 d) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 124 unter 6).Google Scholar
§ 25. 1)
Dasselbe sagt § 24, Regel 1 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanjagen, S. 118 unter 4), 5), 6) 7).Google Scholar
§ 26. 1)
Bei hohen Spannungen hat sich bewährt, die fensterartigen Öffnungen, durch die die Drähte frei durchgespannt sind, mittels Glasscheiben zu schließen, die Durchbohrungen für die Drähte besitzen. ETZ 1906, S. 56 Sp. 1. Eine Dacheinführung mittels Hochspannungsisolators ist ETZ 1907. S. 865 beschrieben.Google Scholar
§ 27. 1)
Nach § 22 e) der Vorschriften fur die Errichtung elektrischer Starkstrom anlagen, S. 108 unter 11), sind isolierte Freileitungen nur bis zu Spannungen von 250 Volt gegen Erde zulässig. Bei Bahnen fällt diese Einschränkung im, Bereiche dieser Vorschriften (bis 1000 Volt) weg. Neuerdings hat sich, gezeigt, daß Drähte, die mit gutem Gummi und sachgemäßer Schutzschicht umhüllt waren, nach 3- bis 5 jährigem Gebrauch im Freien noch brauchbar waren. Die isolierende Schutzleiste über dem Fahrdraht elektrischer Bahnen hat sich eingebürgert und ist mit Rücksicht auf die regelmäßige Überwachung, der diese Leitungen unterliegen, als sachgemäßer Schutz anzusehen.Google Scholar
Das Wort „Fahrleitungen” umfaßt sowohl die über dem Geleise frei aufgehängten „Fahrdrähte” als die „dritte Schiene”-Die ersteren werden in der Regel dadurch „doppelt” isoliert, daß der Fahrdraht gegen den Spanndraht und der Spanndraht gegen Erde (Konsol, Mast) durch Befestigungsstücke aus Isolierstoff and von geeigneter Form isoliert wird. Der Holzmast selbst kann hierbei nicht eine der Isolierungen ersetzen. ETZ 1903, S. 434 N. 51. Dagegen ist Holz als zweite Isolierung oft verwendet bei der dritten Schiene.Google Scholar
Hier hat das Publikum nicht Zutritt zum Geleise und zur Fahrschiene. Vollständige Porzellanisolation hat sich dabei nicht bewährt, da eine gewisse Nachgiebigkeit der isolierenden Befestigimg nötig ist.Google Scholar
Nicht die Befestigungspunkte, sondern die durchhängenden. Leitungen selbst müssen 5 m über der Straße sein. Als Straße gilt das begangene Niveau, soweit es unterhalb oder seitlich, aber nahe der Fahrleitung liegt. Bestehen bei einem seitlich vom Fahrdraht befindlichen erhöhten Gangsteig oder dpi. Zweifel, so ist Absatz q) zu berücksichtigen und zu erwägen, daß« es durch die geforderte Höhe von 5 m unmöglich gemacht werden soll, daß eine Person vermittels eines von ihr getragenen Werkzeuges (Sense, Peitsche) oder bei erhöhtem Sitz (auf Wagen) mit dem Draht in Berührung kommen kann.Google Scholar
Bergwerksbahnen, bei denen kleinere Höhen unvermeidlich sind, fallen nicht unter diese Vorschriften.Google Scholar
Bei Unterführungen heißt sowohl innerhalb als in der Nähe der Unterführung. Es muß eine geeignet verlaufende Senkung von der freien Strecke nach der Unterfunrung hin möglich sein; ebenso ist zwischen zwei kurz aufeinanderfolgenden Unterführungen die geringere Höhe zulässig.Google Scholar
Als geeignete Vorsichtsmaßregel dient vielfach der Einbau des Arbeitsdrahtes zwischen zwei senkrechte Holzbretter, die den Draht auch an der Stelle seines tiefsten Durchganges noch zwischen sich fassen müssen. Bei Unterführungen eiserner Brücken u. dgl. verhindert dieser Einbau, daß die etwa entgleiste Rolle des Stromabnehmers Erdschluß zwischen dem Fahrdraht und den Eisenteilen herstellt. Erfolgt die Stromabnahme nicht durch Rollen, sondern durch Bügel, so sind andere Maßnahmen nötig. Unter Umständen muß man sich mit einer Warnungstafel gegen das Berühren des Drahtes begnügen.Google Scholar
Über Blitzschutz von Leitungen siehe Seite 107 unter 10); daß gegen unmittelbar einschlagende Blitze ein wirksamer Schutz nicht möglich ist, wird als bekannt vorausgesetzt. Die Art der Schutzvorrichtung ist nicht vorgeschrieben; auch nicht ihre örtliche Lage (vgl. indes § 41 Fahrzeuge).Google Scholar
Es bleibt ferner freigestellt, ob das Kabelnetz noch durch besondere Sicherungen geschützt oder ob die Blitzschutzapparate durch Schalter von der Leitung abtrennbar gemacht werden, was manchmal zur Erleichterung der Kontrolle beliebt wird.Google Scholar
Bei den meist üblichen Ausführungen sind von der Mehrzahl der Mäste aus nur Spanndrähte mit der Hand erreichbar. Diese brauchen also keinen Blitzpfeil.Google Scholar
Zu beachten ist, daß die meist verwendeten hartge-zogenen Kupferdrähte durch das Löten erweicht werden können.Google Scholar
Im allgemeinen werden dio Spanndrähte usw. einerseits gegen den Fahrdraht, anderseits gegen ihren Aufhängepunkt isoliert (siehe b). Ist jedoch der Querdraht etwa von einem Fenster (Altane usw.) aus mit der Hand erreichbar, so ist das im Handbereich liegende Stück gegen den Fahrdraht hin nochmals durch einen zweiten Isolierkörper gegen den Übertritt der Spannung zu schützen. Man wird also in diesem Falle den nach b) erforderlichen zweiten Isolierkörper nicht an das Konsol, sondern innerhalb des Querdrahtes in entsprechender Entfernung vom Fenster usw. anbringen.Google Scholar
Die Anordnung mit dritter Schiene unterliegt dieser Bestimmung nicht, vielmehr gilt für sie die Sondervorschrift unter e).Google Scholar
Das wichtigste Mittel, um Leitungen und Apparate unzugänglich zu machen, ist die Anordnung in geeigneter Höhe (siehe unter c). Auch bei Benützung von Decksitzwagen darf der Fahrdraht nicht ohne weiteres von den auf Deck sitzenden Personen erfaßt werden können. Als Verwendung eines besonderen Hilfsmittels würde es jedoch anzusehen sein, wenn ein Fahrgast sich auf die Sitzbank stellt, um den Draht zu erreichen. Übrigens ist eine Berührung des Fahrdrahtes, wie sie auf diese Weise etwa durch das Betriebspersonal zufällig erfolgen kann, insoweit ungefährlich, als die Decksitze eine isolierte Unterlage nach Art der Turmwagen bilden.Google Scholar
Auch Speiseleitungen müssen unzugänglich sein, insbesondere dürfen sie ebenso wie Fahrdrähte nicht von Fenstern, Altanen, Brücken ohne besondere Hilfsmittel erreichbar sein. (Vgl. § 22 b) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen S. 105 unter 8).Google Scholar
Wie für die Verbindung der Leitungen unter sich sind auch für deren Befestigung an den Glocken neben dem altbewährten Drahtbund zahlreiche neuere Vorschläge und besonders ausgebildete Vorrichtungen aufgetaucht, über welche jedoch ausfuhrliche Erfahrungstatsachen nicht bekannt geworden sind.Google Scholar
Als Freileitungen, die nicht an Fahrdrahtmasten geführt sind, kommen Speiseleitungen und Meßleitungen in Betracht. Sie unterliegen im allgemeinen strengeren Bedingungen als die Fahrdrähte weil sie weniger ins Auge fallen als jene, die schon durch das unter ihnen hin laufende Gleis die Aufmerksamkeit erregen. Das Publikum ist daher eher geneigt, gegenüber den Fahrdrähten auch seinerseits eine gewisse angebiachte Vorsicht im Benehmen walten zu lassen, als gegenüber dem über freies Feld oder gleisloser Straße entlang laufenden Speisedraht. Vgl. § 22 Kegel 1 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 106 unter 6).Google Scholar
Bei der Bemessung von Spannweite, Durchhang und Gestänge ist je nach ,den klimatischen Verhältnissen auch der Belastung durch Schneedruck und Eis (Rauhreif) Rechnung zu tragen. Über die Einzelheiten vgl. ETZ 1902, S. 593, 1903, S. 37. Z. f. Elektrot. (Wien) 1899, S. 199 sowie die vom Verbande Deutscher Elektrotechniker aufgestellten Normalien für Freileitungen am Schluß dieses Buches und deren Erläuterung sowie Absatz q) dieses Paragraphen.Google Scholar
Dasselbe sagt § 22 k) der Vorschriften für die Er richtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 112 unter l6). Tracht. Sie unterliegen im allgemeinen strengeren Bedingungen als die Fahrdrähte weil sie weniger ins Auge fallen als jene, die schon durch das unter ihnen hin laufende Gleis die Aufmerksamkeit erregen. Das Publikum ist daher eher geneigt, gegenüber den Fahrdrähten auch seinerseits eine gewisse angebiachte Vorsicht im Benehmen walten zu lassen, als gegenüber dem über freies Feld oder gleisloser Straße entlang laufenden Speisedraht. Vgl. § 22 Regel 1 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 106 unter5).Google Scholar
Für die Ausführung der Kreuzungen von Starkstromleitungen mit Bahnen sowie für ihre Kreuzung mit Telegraphen- und Fernsprechleitungen sind mit den beteiligten Behörden besondere Vorschriften vereinbart, vgl. die Anhänge 5–8 am Schluß dieses Buches.Google Scholar
Dasselbe sagt § 22, Regel 5 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 113 unter17).Google Scholar
Wie zu dem entsprechenden § 22 h) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 111 unter14) erläutert ist, werden in vielen Fällen besondere Vorkehrungen entbehrlich, so ferne die Leitungen und Gestänge mit entsprechend erhöhter Festigkeit ausgeführt werden, so daß die Gefahr eines Bruches bei jeder von beiden Arten von Leitungen, oder bei derjenigen Leitung, die die andere gefährden kann, auch unter erschwerten Verhältnissen ausgeschlossen ist. Vgl. auch S. 113 unterl6) Abs. 3.Google Scholar
Dasselbe sagt § 22 i) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 111 unter15).Google Scholar
Gleichlautend § 21 Regel 15 der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 104 unter33).Google Scholar
§28. 1)
Diese Vorschrift dient der Sicherheit, indem sie ungebührliche Beanspruchung der Spanndrähte und damit den Bruch der Leitung verhindern soll. Sie kann sowohl durch entsprechenden Bau der Luftweiche selbst, wie auch durch geeignete Hilfsvorrichtungen erfüllt werden. Bei der Gestaltung und Anordnung der Rolle ist ebenfalls darauf Rücksicht zu nehmen, daß das Festklemmen vermieden wird.Google Scholar
§ 29. 1)
Der Arbeitsstand des Turmwagens soll ein isolierender Bedienungsstand sein, wie er im § 6 b) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen an . Maschinen bedingungsweise gefordert ist. Der Isolierstand ist ein wesentliches Schutzmittel gegen die mit der Berührung spannungführender Teile verbundenen Gefahren. Bei Fahrleitungen elektrischer Bahnen ist er besonders bedeutungsvoll, weil diese durch die Abspanndrähte von Erde doppelt isoliert sind, so daß meistens besonders günstige Verhältnisse vorliegen, indem es nicht möglich ist, vom Turmwagen aus gleichzeitig den spannungführenden Draht und einen auf wesentlich anderem Potential befindlichen Metallteil zu berühren. Soll der Turmwagen diesen Dienst leisten, so muß natürlich bei seiner Bauart alles vermieden werden, was den Arbeitsstand in leitende Verbindung mit der Erde bringen kann. Aber auch die Art der Benutzung muß diesem Zweck entsprechen. Es dürfen nicht herabhängende Drahtenden geduldet werden. Die Arbeitenden müssen die Berührung mit geerdeten Gegenständen (Masten, Eisenteile von Überführungen, geerdete oder unvollkommen isolierte Schutzdrähte usw.) oder mit Leitungen anderen Potentials sorgfältig vermeiden. Letzteres ist namentlich bei Bahnen, die nach dem Dreileitersystem arbeiten, zu beachten.Google Scholar
§ 31. 1)
Regelmäßiger Polaritätswechsel wird angewendet, um die zerstörenden Wirkungen vagabundierender Ströme zu vermindern. Vergl. ETZ 1902, S. 285. Eine Bahn mit Dreileitersystem besteht in Nürnberg. ETZ 1905, S. 483.*)Google Scholar
§ 33. 2)
Diese Erdung ist nicht absolut zuverlässig. Wenn z. B. bei trockenem Wetter Sand auf den Schienen liegt, so kann das Untergestell unter Umständen volle Betriebsspannung gegen Erde aufweisen. Auch trockener Schnee kann die leitende Verbindung zwischen Badreifen und Schienen aufheben. Es ist jedoch kein anderes betriebsmäßig brauchbares Mittel bekannt, um die Erdung in höherem Maße sicher zu stellen.Google Scholar
§ 34. 1)
Im allgemeinen gelten für die Maschinen u. dgl. in Fahrzeugen dieselben Vorschriften, wie sie im § 22 für Maschinen in Kraftwerken aufgestellt sind. Da der Kaum be-. schränkt ist und heftige Bewegungen vorkommen, so sind unter Umständen Geländer, Schranken oder Verkleidungen nötig, um gefahrbringende Berührungen zu verhüten.Google Scholar
§ 35. 2)
Von der Erfüllung der nach § 22 für stationäre Akkumulatoren gültigen Vorschriften kann in den Fahrzeugen teilweise abgesehen werden, weil Fehlerstellen, die sich in einem Fahrzeug ausbilden, nicht in demselben Maße auf das ganze Netz und die Sicherheit des ganzen Betriebes von Einfluß sind. wie in den Kraftwerken. Ein Wagen läßt sich leicht und rasch abschalten und außer Betrieb stellen. Die doppelte Isolierung der einzelnen Zellen ist bei der räumlichen Beschränkung nicht durchführbar. Bei der regelmäßigen Untersuchung der Fahrzeuge sind verschüttete Flüssigkeiten sorgfältig zu entfernen.Google Scholar
Vgl. § 8 d) der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 43 unter7).Google Scholar
§ 36. 4)
Die Unterscheidung zwischen „Fabrstromleitungen“ und „den übrigen Leitungen“ ist zu beachten. Zu den Fahrstromleitungen zählen alle, welche unmittelbar mit den Motoren und ihrem Zubehör zusammenhängen. Die übrigen Leitungen sind hauptsächlich die zur Beleuchtung, Heizung, Signalgebung dienenden. Ihre Bemessung regelt sich nach § 11. Für die Fahrstromleitungen dagegen ist eine stärkere Belastung oder, nach dem gewählten Wortlaut, eine höhere Normalstromstärke der vorgeschalteten Sicherung zulässig; da nämlich beim Betrieb von Fahrzeugen, besonders von Straßenbahnen, nicht mit dauernd gleichmäßigen Strombelastungen, sondern mit einer kurzen Aufeinanderfolge von hohen und niederen Belastungen mit zwischenliegenden stromlosen Pausen zu rechnen ist, so wird die Erwärmung der Drähte stets geringer sein, als der Dauerbelastung mit der Normalstromstärke entspricht. Wegen dieser Verhältnisse ist es auch nicht möglich, bei der Bemessung des Leitungsquerschnittes von der „Normalstromstärke“ als solcher auszugehen, da diese nicht ermittelbar ist; sondern es ist von der Stärke der Sicherung auszugehen, die ihrerseits sich nach der Belastungsfähigkeit des Motors und damit nach den Betriebsverhältnissen richtet.Google Scholar
An bestimmten Stellen, z. B. unterhalb der Sitzbänke ist eine gesicherte Verlegung blanker Leitungen möglich. Am Untergestell des Wagens werden sie in der Regel dem Bespritzen durch Wasser sowie der Berührung mit fremden Metallteilen nicht entzogen werden können; da hierdurch Lichtbogenbildung veranlaßt werden kann, so wird man an dieser Stelle blanke Leitungen nur soweit verwenden, als durch die Rücksicht auf Kühlung (Widerstände) oder auf gefährliche Erwärmung oder chemische Angriffe isolierte Leitungen ausgeschlossen sind.Google Scholar
Es ist auch auf abtropfendes Öl Rücksicht zu nehmen, das Gummileitungen angreift. Nicht nur elektrische Heizungen, sondern auch Öfen und Dampfheizkörper kommen vor.Google Scholar
Es kommen hier hauptsächlich die Anschlüsse für Beleuchtungsstrom und Bremsstrom in Betracht. Die oberhalb des Wagendaches angeordneten Verbindungsleitungen können in vielen Fällen durch entsprechende Ausladung des vorderen und hinteren Wagendaches der zufälligen Berührung entzogen werden. Ist dies nicht möglich, so ist sorgfältige Umhüllung der Leitung (Gummischlauch, Lederhülle) nötig.Google Scholar
Die Kontaktstücke sind durch überragende Schutzhüllen oder durch Schutzkappen der zufälligen Berührung zu entziehem.Google Scholar
Die Bestimmungen unter i) und k) haben bauptsächlich die zahlreichen und verwickelten Leitungen im Untergestell der Wagen im Auge. Dort ist der Raum beschränkt, gleichzeitig sind Lagenänderungen dieser Leitungen, auch Beschädigungen derselben durch Abscheuern oder durch angeschleuderte Steine, Metallteile und dgl. nicht ausgeschlossen. Dadurch sind wiederholt Lichtbogen zwischen den Leitungen und benachbarten Metallteilen entstanden.Google Scholar
§ 38. 1)
Der Fahrer bedient häufig mit einer Hand den Fahrischalter mit der andern die Bremse. Da letztere durch die Radkränze geerdet ist, so würde der Fahrer elektrischen Schlägen ausgesetzt sein, sobald der Bedienungsgriff öder das Gehäuse des Fahrschalters höhere Spannung annimmt. Sind die Plattformen vom Untergestell isoliert und die Erdung der Schaltergriffe unterlassen, so ist auch der Griff der Bremse gegen deren Gestänge gut zu isolieren.Google Scholar
§ 39. 3)
Eine Hauptsicherung ist auch dann nötig, wenn bei mehreren parallel geschalteten Motoren jeder mit einer Teilsiohelung ausgerüstet ist.Google Scholar
§40.1)
Jede unbeabsichtigteUnterbrechung der Erdleitungen oder der Bremsstromkreise soll verhindert werden. Umschalterkönnen im Bremsstromkreis vorhanden sein, z. B. solche, die den Bremsstrom im Winter auf Heizkörper, im Sommer auf andere Widerstände leiten: sie sind aber so einzurichten, daß das Umschalten ohne Unterbrechung erfolgt. Bei Anhängewagen sind in der Regel selbsttätige Einrichtungen vorgesehen, die den Bremsstromkreis auch dann geschlossen halten, wenn der Anhängewagen abgekuppelt ist.Google Scholar
§ 41. 2)
Obwohl nach §27 1) der Bahnvorschriften auch die Fahrleitung mit Blitzschützern auszurüsten ist, wurde es doch für nötig erachtet, auch noch für jeden Motorwagen einen solchen zu fordern. Es ist nicht verboten, die Blitzschützer zeitweilig z. B. im Winter, abzuschalten.Google Scholar
§ 42. 1)
Vergl. § 16 c der Vorschriften für die Errichtung elektrischer Starkstromanlagen, S. 76 unter 6). Die Lampen in den Wagen sind meist in Hintereinanderschaltung und mit höherer Spannung betrieben als in Bausanlagen üblich ist. Das Berühren der unter Spannung stehenden Teile muß daher besonders sorgfältig verhindert werden.Google Scholar
43. 2)
§ 44. 3)
In jedem sachgemäß betriebenen Bahnunternehmen werden die wesentlichen Teile in kleineren Zwischenräumen gesonderten Teiluntersuchungen unterzogen, die in erster Linie plen Interessen des Betriebes dienen. In den vorliegenden Vorschriften ist von diesen Untersuchungen nicht die Rede, vielmehr bleibt es jedem Betriebsleiter überlassen, sie in dem Umfange und in solchen Perioden anzuordnen, wie es den Verhältnissen entspricht. Dagegen dienen die im § 44 vorgesehenen Haupt Untersuchungen der Überwachung des ganzen Unternehmens. § 44 setzt fest, wie viele derartige Untersuchungen der Regel nach am Platze sind.Google Scholar
§ 45. 1)
§ 46. 1)
Außer trockenem Sand kann auch Kohlensäure, die in den bekannten Eisenflaschen bereit gehalten wird, als Löschmittel dienen. Das Bespritzen brennender Teile mit Wasser kann Kurzschluß bewirken und so den Brand verstärken, außerdem verdirbt es Leitungen und Apparate. Vgl. Vorschriften für den Betrieb elektrischer Starkstromanlagen, §4, Regel 3, sowie die Leitsätze „Empfehlenswerte Maßnahmen bei Bränden“ am Schlusse dieses Buches.Google Scholar
§ 47. 2)
Vgl. S. 161, u. 174.Google Scholar
Weber C.L. (1921) Sicherheitsvorschriften für elektrische Straßenbahnen und straßenbahnähnliche Kleinbahnen. In: Weber C.L. (eds) Erläuterungen zu den Vorschriften für die Errichtung und den Betrieb elektrischer Starkstromanlagen einschliesslich Bergwerksvorschriften und zu den Sicherheitsvorschriften für elektrische Strassenbahnen und strassenbahnähnliche Kleinbahnen. Springer, Berlin, Heidelberg
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-25824-8_3